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Kirchweih u. Einführung von Piartern ⸗ 166—169 O. Cieder von den Hnadenmitteun. 170—201 I. Wort Gottes.„170—175⁵5 II. Taufe und Keufirmatton„176—185 III. Abendmahl IV E. Lieder von den Haben und Wirkungen des heiligen Geistes.Nr. 202—418 IJ. Buße und Bekehrunng 202—225 II. Glaube und Rechtfertigung...226-243 II. Heiligung Wandel im Licht 244—20 2. Liebe zu Jer 5 267—87⁷ — 3. Vertrauen auf Goatt.. 288-—418 A. Gebetsliederr..⸗288—372 a. Bitte* 28 b. Lob und Dank:299—318 (. Lieder für besondere Zauen und Stände* 319—372 1. Morgenlieder.... 319—333 2. Tischlieder 334—337 3. Abendlieder 338—352 4. Ehe und Hanzstand. 35⁵³—361 5. Obrigkeit. 362—365 6. Landesnot, rrg und Friede..:3B366—369 7. Wetter und Ernte..:370—372 B. Kreuz⸗ und Trostlieder⸗ 373—418 5. Lieder von den letzten Dingen 4¹19—464 J. Sterben und Begräbnis.. 2 419—451 II. Zukunft Christi, n e, Gench und ewiges Leben. 45²2—464 1—43 6. Anhang geistlicher Lieder. Verzeichnis der Evangelien und Episteln. Seite 854-865 Verzeichnis der Liederdichttreer„W666—879 FS Verzeichnis der Lieder. YVerzeichnis der Lieder. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ Ach bleib mit deiner Gnade. Ach Gott, in Gnaden von uns Wwend. 306 Ach Gott und Herr, wie groß und 2n 202 Ach Gott, verlaß mich nicht.. 28 Ach Gott, vom Himmel sieh darem 142 Ach Gott, wie manches Herzeleid 373 Ach mein Herr Jesu, dein Nahesein 207 Ach mein Jesu, sieh, ich krete 338 Ach sagt mir 1070 von Gold und Schäßen 68 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig. 432 Ach wundergroß er Siegeshedͤs... 4105 Allein Gott in der ooh sei hhõh.h.. 131 Allein zu dir, Herr Jesu Chrisstt w203 Alle Meuschen müssen sterben 420 Alles ist an Gottes Sege u3344 Also hat Gott die Welt gelietbb 29 Auf, auf, ihr Reichsgenossen 1⁵ Auf, auf, mein Herz, mit Freuden 8² Auf Christi Himmelfahrt alleen.s 106 Auf diesen Lag bedenken wir 107 Auferstehn, ja auferstehn wirst du. Auf Gott und nicht auf meinen Rat. 37⁵5 Auf meinen lieben Gott trau ich in Angst und Not 376 Auf mein Herz! Ein froher Tag.. 83 Aus Gnaden soll ich selig werdeeen.226 Aus meines Herzens Grunde..319 Aus tiefer Not schrei ich zu dinun 204 Bedenke, Mensch, das Ende 4221 Befiehl bu deine Wege. 95 0 3/% Begrabt den Leib in seine Gruft 422 Bei dir, Jesu, will ich bleibeen 1382 Bescher uns, Herr, das täglich Brot.334 Bis hieher hat mich Gott gebracht.. 44 VI Verzeichnis der Lieder. Christ, der du bist der helle Tag. Christe, du Beistand deiner Krelhgemeine Christe, du Lamm Gottes Christ ist erstanden von der Marter' alle Christ lag in Todes Banden Gerit unser Herr zum Jordan kam Christus der ist mein Leben Das alte Jahr vergangen ist. Das Jahr geht still zu Ende. Das ist ein teuer wertes Wort Das Leben welkt wie Gras Das liebe neue Jahr geht an.. Das walte Gott, der helfen kann Das walt Gott Vater und Gott Sohn Dein König kommt in niedern Hüllen. Dein Wort, o Herr, ist milder Tau Dennoch bleib ich stets an dir. Der am Kreuz ist meine Liebe Der beste Freund ist in dem Himmel Der du in Todesnächten. Der du uns als Vater liebest. Der du zum Heil erschienen Der Glaub ist eine Zuversicht. Der heilge Christ ist kommen Der Herr, der allerenden Der Herr ist meine Zuversicht. Der Hölle Pforten sind zerstört Der lieben Sonne Licht und Pracht Der Mond ist aufgegangen. Der Pilger aus der Ferne. Der Sabbat ist vergangen Der Tag, der ist so freudenreich Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe Des Morgens, wenn ich früh aufsteh. Dich, mein Jesu, laß ich nicht. Die Ernt ist nun zu Ende Die Gnade sei mit allen. Die güldne Sonne voll Freud und Wonne Die helle Sonn leucht jetzt herfür Die Herrlichkeit der Erden Die Nacht ist vor der Tür. Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ Dies ist der Tag, den Gott gemacht Dies ist die Nacht, da mir erschienen. Die wir uns allhier beisammen finden Dir, dir Jehovah, will ich singen Verzeichnis der Lieder. Du bist zwar mein und bleibest mein Du Herr der Seraphinen Du Lebensbrot, Herr Jesu Christ Du meine Seele, singe Durch Adams Fall ist ganz verderbt Durch Trauern und durch Plagen. Du weinest vor Jerusalem. Ein Christ kann ohne Kreuz—.— 500— Eine Herde und ein Hirt. Einen guten Kampf hab ich Einer ist König, Immanuel sieget Einer ists, an dem wir hangen.. Eines wünsch ich mir vor allem andern. Ein feste Burg ist unser Gott. Ein Jahr der Sterblichkeit.. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld Ein neuer Tag, ein neues Leben Ein reines Herz, Herr, schaff in mir Eins ist not! Ach Herr, dies eine Erhalt uns deine Lehren. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort' Erhöhter Jefu, Gottes Sohn. Ermuntert euch, ihr Frommen Ermuntre dich, mein schwacher Geist Erneure mich, o ewges Licht Erschienen ist der herrlich Tag Es ist das Heil uns kommen her Es ist ein Ros entsprungen— Es ist genug! Mein matter Sinn Es ist genug! So nimm, Herr, meinen Geis Es ist gewißlich an der Zeit Es ist noch eine Ruh vorhanden Es ist vollbracht! Er ist verschieden Es wolle Gott uns gnädig sein. Ewge Liebe, mein Gemüte. Fang d fort, fahre fort, Zion, fahre— 6ang dein Werk mit Jesu an.. Freu dich sehr, o meine Seele. Fröhlich soll mein Herze springen. Frühmorgens, da die Sonn aufgeht Geduld ist euch von nöten Geh aus, mein Herz, abt suche Freud Geht nun hin und grabt mein Grab. Geist vom Vater und vom Sohne Verzeichnis der Lieder. Gelobet sei der Herr, mein Gott. Gelobet seist du, Jesus Christ Gib dich zufrieden und sei stille Gott, deine Güte reicht so weit Gott' der Juden, Gott der Heiden Gott der wirds wohl machen. Gott des Himmels und der Erden Gott fähret auf gen Himmel— Gott fährt auf! Was soll ich klagen Gott, gib einen milden Regen. Gott ist gegenwärtig Gott ist mein Hort, und auf sein Wort Gott ist und bleibt getreu Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch Gottlob, der Sonntag kommt herbei Gottlob, die Stund ist kommen Gottlob, ein neues Kirchenjahr. Gottlob, nun ist erschollen Gott sei Dank durch alle Welt Gott Vater, aller Dinge Grund. Gott wills machen, daß die Sachen Großer Gott von alten Zeiten Großer Gott, wir loben dich. Großer Mittler, der zur Rechten. Habe deine Lust am Herrn. Halleluja! Jauchzt, ihr Chöre Halleluja, Jesus lebet! Erlöste Menschen Halleluja, Jesus lebt! Tod und Hölle Halleluja, Lob, Preis und Ehr Halleluja, schöner Morgen Halt im Gedächtnis Jesum Chrift Harre, meine Seele, harre des Herrn. Heiland, deine Menschenliebe 6. All Heilig, heilig, heilig ist der Herre Zebaoth Herr, dein herzliches Verlangen. 49—— Herr, dein Wort, die edle Gabe. Herr, der du mir das Leben Herr, der du vormals hast dein Land. Herr, du hast für alle Sünder. Herr, du hast in deinem Reich. Herr, du wollst uns vollbereiten. Herr, es ist von meinem Leben Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott. Herr Gott, dich loben wir, regter,—64— Herr, höre, Herr, erhöre. Herr, ich habe mißgehandelt Verzeichnis der Lieder. Herr Jesu Christ, dein teures Blut Herr Jesu Christ, dich zu uns wend 6 Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, du Brunnaquell aller Gnaden, sieh doch. Herr Jesu Christ, 25 höchstes Gut/ du e aller Gnaden, wir kommen 9.9198 494 Herr Jesu Christ, mein höchstes Gut. En388 22 Herr Jesu Christ, wahr Mensch und Gott„H. u 338 80 Herr Jesu, deine Angst und Pein 6² Herr Jesu, deiner Glieder Rumm 112 Herr Jesu, dir sei Preis und Wauit: 00 90 195 Herr Jesu, 362 n 27 Oerr Jesu, Licht der Heiden 135 Herr, öffne mir die Herzenstür Dii D 7 Herr, sei gelobet, daß du hast iin 200 Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken 63 Herr, Ruser Gott, laß nicht zu schanden werden.149 Herr, wie du willst, so schicks mit mir 292 Herr, wir stehen hier vor dir n 1 Herzlich lieb hab ich dich,o HBHeer. 273 Herzlich tut mich verlangen. 1 Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen 65 Herz und Herz vereint zusammen.A. 18 Heut triumphieret Gottes Soo⁵·)sssn 92 Hier liege ich zu deinen Füßen. 201 Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not! Du kannst es tun 389 Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not, erbarm Wiieh mein 388 Hilf, Herr Jesu, laß gelingen 50 Hilf' uns, Herr, in allen Dingen. 1068 Himmelan geht unsre Bahhhn 248 Hin nach oben möcht ich ziehen A.19 Hinunter ist der Sonne Schein 36345 Hirte deiner Schafe. n 1840 Höchster, denk ich an Sier Bütee..„I 3 20 Höchster Gott, dir danken wir. 9 8 Höchster 42 komm hernieder11 Hosianna, Davids Sohn.. eitt⸗ 19 Hüter, wird die Nacht der Sünden. 327 Jauchze, auserwählt Geschlechte.. 303 Jauchzet Gott in allen Landen. lti 5* 93 Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket ihr Engel. 36 Ich armer Mensch, ich armer Sünder. 210 Ich bete an die Macht der Siedbe... A. 20 Ich bin ein Gast auf Erden 432 Ich bin getauft auf deinen Nameaen148 Ich bin ja, Herr, in deiner Machht. 433 X Verzeichnis der Lieder. Nr. Ich danke dir für deinen Tod 6⁵ Ich denk an dein Gerichten. 4»4656 Ich freue mich der frohen Zeit.. 4»457 Ich freue mich, mein Gott, in dir. 231 Ich geh zu deinem Grabe.* 9⁴ Ich habe Lust zu scheiden 434 S0 habe nun den Grund gefunden 2 ch hab in Gottes Herz und Sinn. 200 Ich hab in guten Stunden. 3091 Ich hab mich Gott ergeben.. 143 Ich hab von ferne, Herr, deinen Thron erblickt.. A. 21 Ich heb mein Augen sehnlich auf 3092 Ich komme, Herr, und suche dich. 196 Ich laß dich nicht, du mußt mein Sesus bleiben 393 Ich preise dich und singe. 394 Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ' 249 Ich singe dir mit Herz und Mund. 30² Ich steh an deiner Krippe hier. 37 Ich sterbe täglich, und mein Leben. 436 Ich und mein Haus, wir sind bereit 35⁵⁴ Ich weiß, an wen ich glaube. 233 Ich weiß, an wen mein Glaub sich hält! 234 Ich will dich lieben, meine Stärke. 27⁴4 Ich will streben nach dem Leben 2⁴ Ich will von meiner Missetat 211 Je größer Kreuz, je näher Himmel. 395 Jehovah, Herr und König. 36² Jerusalem, du hochgebaute Stavi 4⁵⁸ Jesu, deine Passion.. 66 Jesu, deine tiefen Wunden 67 Jesu, der du meine Seele 21² Jesu, der du wollen büßen 68 Jesu, frommer Menschenherden 27⁵ Jesu, geh voran. 35⁵ Jesu, großer Wunderstern 5⁴ 4 u, hilf siegen, du Fürste des Lebens 250 esu, komm doch selbst zu mir 48. A. 23 Jesu, meine Freude. 276 Jesu, meiner Seele Leben 183 Jesu, meines Lebens Leben 69 Jesu, sieh mich an in Gnaden 235 Jesus Christus herrscht als König. 113 Jesus Christus, unser Heiland 9⁵ Jesus, Jesus, nichts als Jesus 277 Jesus lebt, mit ihm auch ich. 96 Jesus, meine Zuversicht— 9⁷ Jesus nimmt die Sünder an. 236 „Innsssnshd D Verzeichnis der Lieder. Jesus soll die Losung sein. Ihr armen Sünder, kommt zuhauf. Ihr Christen, rühmt, erhebt und 600 91.6.12 Ihr Eltern, gute Nachrt 40 Ihr Waisen, weinet nichhrtttͥ 8996 In allen meinen Taten hl in.. 89 In Christi Wunden schlaf ich ein g. 457 In dich hab ich gehoffet, Hseer 398 In Gottes Namen fang ich unun...328 Ist Gott für mich, so treteee w23 Komm, du wertes Lösegeld Diet Komm/ heilger Geist, o Schöpfer du 10 Komm, heilger Geist, erfüll die Herzrnre 1 Komm, heiliger Geist, Herre Go)tt124 Komm, o komm, du Geist des Lebens. 125 Kommt, Kinder/ laßt uns gehen. 2 Kommt, laßt euch den Herren lehren RI König, dem kein König gleiche 144 Konig Jesu, streite, siese 3 Lasset die Kindlein kommen zu mir179 Lasset mich voll Freuden sprechnen.180 Sasset uns mit Jesu ziehenn 23 Laß mich dein sein und bleiben w 9 Laßt mich gehn, laßt mich gehln. A. 24 Laßt uns doch Christo dankbar sein RIIN 70 Licht, das in die Welt gekommen 1062 Licht vom Sicht, erleuchte michh 10 Liebe, die du mich zum Büde Liebster Jesu, hier ünd wi 3 181 Liebster Jesu, wir sind hier 11 Lobe den Herren, den mächtigen König der G hren 304 Lobe den Herren, o meine Seele 30⁵ Lobet den Herren, alle Heideenn 300 Lobt Gott, ihr Christen, alle gleichh 38 Mache dich, mein Geist, bereit..24 Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt H438 Macht hoch die Tür, die Tor 95918 weit 2¹ Man lobt dich in der Stille 307 Meinen Heiland im Herzzen. AJ. 25 Meinen Jesum laß ich nicht Mein erst Gefühl sei Preis und Dank. 329 Meine Seele senket sich. 399 Meine Seel ist stille„3 stir 00 Meine Sorgen, Angst und Plagen 0. 9 66401 XII Verzeichnis der Lieder. Nr. Mein Freund ist mein, und ich bin sein280 Mein ganzer Geist, Gott, wird entzückktt. 4»59 Mein Gott, ich klopf an deine Pforte... 293 Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe.. 4»439 Mein Heiland nimmt die Sünder ͤadn...238 Mein Herz, gib dich zufrieden 402 Mein Leben ist ein Pilgrimstand A 55 Mein lieber Gott, gedenke meineer 294 Mein schönste Zier und Kleinod bit„A. 26 Merk, Seele, dir das große Worrtrt A. 27 Mir ist Erbarmung widerfahreen2239 Mir nach, spricht Christus, unser Helbbd.. 256 Mit Ernst, o Menschenkinder.. 2² Mit Fried und Freud ich fahr dabin 30 Mitten wir im Leben sind.. 40 Morgenglanz der Ewigkeiit 3330 Nimm von uns, Herr, du treuer Goatt 403 Nun bitten wir den heiligen Wi.20 Nun danket alle Gott... 308 Nun danket all und bringet Ehr 05 Nun freut euch, lieben Christen gmein 4240 Nun jauchzet, all ihr Frommuen 23 Nun kommt das neue Kirchenjau˖rr 24 Nun lasset uns Gott preisfen 271 Nun laßt uns gehn und treꝓt.nnmnmnmnmnmn 52² Nun laßt uns Gott dem Herren 23235 Nun lob, mein Seel, den Herren.310 Nun preiset alle Gottes 3 Nun ruhen alle Wälder 47 Nun schlaf, mein liebes Kindel lem A. 28 Nun sich der Tas geendet har w:-“348 Nun singer und seid fro))) 39 Nun, so bleibt es fest dabei. O auferstandner Siegesfürst*** 98 O daß doch bald dein Feuer brennte N. 63 O daß ich tausend Zungen 723 7 n. 312 O du allersüßte Freude i 5 12/ Opu fröhliche, o du selisge.. A. 4 Ddu LSiebe meiner Liebdeee 71 D Durchbrecher aller Bande tꝛ257 OEwigkeit, dn Donnerwort4:00 O Friedensfürst aus Davids Stammm. 2⁵ Ofrommer und geireuer Gott214 Gott, des gnadenvoller Ret356 O Gott, du frommer Gott O Gottes Sohn, Herr Jesu Christ. 24¹ O Gott, von dem wir alles haben 37²2 O großer Gott, du reines Wesen 2⁵ O Haupt voll Blut und Wunden 72 O heilger Geist, kehr bei uns ein 12⁸ O heilger Geist, laß uns dein Wort 12 O heilige Dreieinigkeit, erhalt uns unsre Sbrigteit 363 O heilige Dreifaltigkeit, o hochgelobte Einigkeit. 331 O Herr, vor dem sich Erd und Himmel 1 167 O 17 Christe, Gottes Sohs. 73 O Jesu Christe, wahres Licht 15⁰ O Jesu Christ, mein schönstes Licht 28¹ O Jesu, du mein Bräutigam 3t 197 O ZJesu, Herr der Herrlichleel 169 O Je 20 Jesu, Gottes Sohn 282 O Fesu, meine Wonne 198 O Jesu, süßes Licht* 332 O König aller Ehren 5⁵ O König, dessen Majestät 2¹⁵ O Lamm Gottes, unschuldig 74 O selig Haus, wo man dich aufgenommen 54 Ostern, Ostern, Frühlingswehen 2 9—. 7 O süßer Stand, o selig Leben 250 O Tag, so schwarz und trütbde. A. 6 O Tod, wo ist dein Stachel nun.** 99 O Traurigkeit, o Herzeleid 75 O Vater der Barmherzigkeit 216 O Vaterherz, o Licht, o Leben. 260 O Welt, ich muß dich lassittenͤn 4⁴¹ O Welt, sieh hier dein Lbben 76 Ringe recht, wenn Gottes Gnade 261 Rüstet euch, ihr Christenleute 262 Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz 18⁷ Schaffet, schaffet, Menschenkinder 263 Schlage, Jesu, an mein Herz. 217 Schmücke dich, o liebe Seele 199 Schmückt das Fest mit Maien 120 Schönster Herr Jesu, Herrscher aller Enden A. 30 Schütze die Deinen, die nach dir sich nennen.. 151 Schwing dich auf zu deinem Gotl 40⁴ Seelenbräutigam, Jesu, Gottes Lamm 283 Seele, geh auf Golgatha. 77 Seele, sei zufrieden 4⁰0⁵ Seele, was ermüdst du dich 26⁴ XIV Verzeichnis der Lieder. Sei fröhlich alles weit und breit Sei getreu bis an das Ende Sei Gott getreu, halt seinen Bund. Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut Sei mir tausendmal gegrüßet Selig sind des Himmels Erben Siegesfürste, Ehrenkönig. Sieh, dein König kommt zu dir Sieh, hier bin ich, Ehrenköni So jemand spricht: Ich liebe Gott. So ist die Woche nun geschlossen Sollt es gleich bisweilen scheinen Sollt ich meinem Gott nicht singen. So nimm denn meine Hände Sorge doch für meine Kinder. So ruhest du, o meine RRunh So wahr ich lebe, spricht dein Gott Speis uns, Vater, deine Kinder. Straf mich nicht in deinem Zorn Such, wer da will, ein ander Ziel Sünder, willst du sicher sein—1 Teures Wort aus Gottes Munde Treuer Jesu, wache umumum˙ Treuer Wächter Israel. Tröstet, tröstet, meine Lieben. Tut mir auf die schöne Pforte S8ESNS .. SSNE 0 S88 SSSSSSSSSSSSSSSSSSESSSSESSESSEE SEE Unsern Ausgang segne Gott Unsre müden Augenlider.* Unter Lilien jener Freuden Unumschränkte Liebe, gönne blöden Augen. Balet will ich dir geben Vater unser im Himmelreich Verleih uns Frieden gnädiglich. Verzage nicht, du Häuflein klein.. Vom Himmel hoch, da komm ich her. Vom Himmel kam der Engel Schar Von des Himmels Thron. Von Gott will ich nicht lassen Vor G'richt, Herr Jesu, steh ich hie Wach auf, du Geist der ersten Zeugen Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin. Wach auf, mein Herz, und singe Verzeichnis der Lieder. Wachet auf, ruft uns die Stimme Wär Gott nicht mit uns diese Zeit. 49— Warum betrübst du dich, mein Herzzz Warum sollt ich mich denn grämen Warum willst du draußen stehen. Was du vor tausend Jahren. Was Gott tut, das ist wohlgetan Was Gott zufammenfügt Was macht ihr, daß ihr weinet Was mein Gott will, gescheh allzeit Was wär ich ohne dich uhr üne Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hugel⸗ Weil ich Jesu Schäflein bin Wenn alle untreu werden Wenn ich ihn nur habe. 9 Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht. Wenn kleine Himmelserben. Wenn meine Sünd mich kränken. Wenn mein Stündlein vorhanden ist Wenn wir in höchsten Nöten sein 352. Werde Licht, du Stadt der Heiden Werde munter, mein Gemüte Wer Gott vertraut, hat wohlgebault Wer ist wohl wie du, Jesu, süße Ruuunůg Wer nur den lieben Gott läßt walten 8. Wer sind die vor Gottes Throne Wer weiß, wie nahe mir mein Ende 7 5„ Wie bist du mir so innig guut Wie fleucht dahin der Menschen Zeit Wie Gott mich führt, so will ich gehn Wie groß 5 des Allmächtgen Güte Wie könnt ich ruhig schlafruꝛFe. Wie lieblich ists hienieden.. Wie schön ists doch, Herr Jesu Christ. Wie schön leuchtet der Morgenstern Wie soll ich dich empfangen Wie treu, mein guter Hirte Wie wird mir dann, mein Heiland, sein Wie wohl ist mir, o Freund der Willkommen, Held im Streite Wir Christenleut habn jetzund Freud. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist.. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du gen Himmel fahren bist.. Wir danken dir, Serr Sen Cyrin, dab du vom ob erstanden bist 3* XVI Verzeichnis ber Lieder. Wir danken Gott für seine Gab'n. Wir glauben all an einen Gott. Wir liegen hier zu deinen Füßen Wir Menschen sind zu dem, o Gott Wir singen dir, Immanuel Wo findet die Seele die Heimat, die Ruh Wo Gott der Herr nicht bei uns hält. Wohl auf, mein Herz, zu Gott Wohl einem Haus, da Jesus Christ Wo ist Jesus, mein Verlangen Wollt ihr wissen, was mein Preis. Womit soll ich dich wohl loben. Wort des höchsten Hin, Wo soll ich fliehen h* 730, Wo soll ich hin, wer thilfet mir Wo willst du hin, weils Abend ist. Wunderanfang, herrlich Ende.. Wunderbarer König 2——. Zeuch ein zu deinen Toren. Zeuch uns nach dir, so laufen wir Zieh hin, mein Kind Zieht in Frieden eure Pfade ion, gib dich nur zufrieden Zion⸗ klagt mit Angst und Schmerzen 3 deinen Füßen liege ich, mein Jesu u Bethlehem geboren ist uns ein Kindeleln. sssV◻ A. Llieder zum Aufang und Schluß des Gottesdienstes. 1a. Eigene Melodie. 555.7 SSSSSSTT Komm, 2i⸗ H⸗ ⸗ger Geist, er⸗füll die Her⸗den 4—— 1—— + +* 2—— 5———. 2————6 ——... + dei⸗ner Gläu⸗bi⸗gen und ent⸗zünd in ih⸗nen 4 —— — 1 + +— + 20. II FE.„* + E.———.— das Feu⸗ er dei⸗ner gött⸗li⸗ chen Le⸗ be, E————— Der du—0— e tig⸗keit der Zuu⸗gen ů 1 + 2———— E 2—.——— die Völ⸗ker der gan⸗zen Welt ver⸗sam⸗melt hast ——.— 1 EEEE — V.—1 — in Ei⸗nig⸗ keit des 1015718—4—— lu⸗ 240 — E— — 2.————— 1 DSS— ——.—..— IX— Halle lu⸗ ia. 2 ˖ Anfang und Schluß des Gottesdienstes. Eigene Melodie. 1b. Beisheim, Organist in Hersfeld, 4 1828. A———— ..——. Komm, hei⸗ ger Gt⸗ er⸗füll die Her-zen IDIIDDR deiner Gläubigen und entzünd in ihnen das d; Feuer e een ün dei⸗ner gött⸗ Ai⸗ chen 5.=be, der du. * E faltigkeit der Zunge n die Völ⸗ker der gan⸗zen —. —L 4—0 + +1 D.—. 122.—52 + +——* 441 +. +—. 2..—.—‚— L + 2.—. 2..—... ——. Welt ver⸗sammelt hast in Ei⸗nig⸗keit des Glaubens. —HE 4——— 4 4 1 BII .——.— H EE E Exxxx —: Hal⸗le-lu-ja, Hal⸗le⸗lu⸗ja, Hal⸗le-lu⸗-ja. Alte Kirche. 2 Eigene Melodie. Oder: Wunderbarer König. 1719. 1. Walt ist ge⸗gen⸗ Würia⸗ las⸗set uns an⸗ Gott ist in der Mit-ten, al⸗les in uns Anfang und Schluß des Gottesdienstes. + — *———— 2I—8—————— be⸗ten und in Ehrfurcht vor ihn tre-ten. schwei⸗ge und sich in-nigst vor ihm beu-ge. D—..——+ — 4 2— 7 1* L I—.—— Wer 21.—— wer ihn nennt, schlagt die Au⸗gen I ů + 1 H 4— N 2— 41—— H +S..q—— 2 2 +II—.—f I I + L II nie⸗der, gebt das Herz ihm wie⸗der. 2. Gott ist gegenwärtig, Dem die Cherubinen Tag und Nacht gebücket dienen. Heilig, ahm z heilig! Singen ihm zur Ehre Aller Engel 2 Chöre. 221 vernimm Unsre Stimm, Da auch wir Geringen Unser Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig Allen Eitelkeiten, Aller Erdenlust und Freuden. Da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben, Dir zum Eigentum ergeben. Du allein Sollst es sein, Unser Gott und Herre, Dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen, Möcht ich recht dich preisen Und im Geist dir Euel erweisen; Möcht ich wie die Engel 1* Anfang und Schluß des Gottesdienstes. Immer vor dir stehen Und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir Für und für Trachten zu gefallen, Liebster Gott, in allem. 5. Du durchdringest alles; Laß dein schönes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen Willig sich entfalten ö Und der Sonne stille halten, Laß mich so Still und froh Deine Strahlen fassen Und dich wirken lassen. 6. Mache mich voll Einfalt, Innig, abgeschieden, Sanfte und in stillem Frieden; Mach mich reines Herzens, Daß ich deine Klarheit 88 mag im Geist und Wahrheit, „Laß mein Herz Überwärts Wie ein Adler schweben Und in dir nur leben. 7. Herr, komm in mir wohnen, Laß mein Geist auf Erden Dir ein Heiligtum noch werden; Komm, du nahes Wesen, Dich in mir verkläre, Daß ich stets dich lieb und ehre; Wo ich geh, Sitz und steh, Laß mich dich erblicken Und vor dir mich bücken. Gerhard Tersteegen. 1697—1769. Anfang und Schluß des Gottesdienstes. 5 3. Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. N. Herman. 1560. ———— ....—.. + 1 +—4—2———— ———7 + * kommt her⸗bei, die I n 5 en— I 1 — 2 2—— ů U Wo⸗che wird nun wie-der neu. Heut hat mein +.—..—— +.—— 21i— S 2—7 Le⸗ben bracht. Hal⸗le-lu⸗ja. 2. Das ist der Tag, da Jesus Christ Vom Tod für mich erstanden ist Und schenkt mir die Gerechtigkeit, Trost, Leben, Heil und Seligkeit. Halleluja. 3. Das ist der rechte Sonnentag, Da man sich nicht gnug freuen mag, Da wir mit Gott versöhnet sind, Daß nun ein Christ heißt Gottes Kind. Halleluja. 4. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort, Führ mich zur Himmels⸗Ehrenpfort; Laß mich hier leben heiliglich Und dir lobsingen ewiglich. Halleluja. Johann Olearius, 1611—1684. Anfang und Schluß des Gottesdienstes. Mel.: Gott des Himmels und der Erden. H. Albert. 1642. Q.+*—.— I en, e +V—.. 4 ö. Großer Gott von al-ten Zei⸗ ten, des- sen des⸗sen Treu auf al⸗len Sei⸗ ten, mich von — 4— 41——— ———44.—— ———————— 5 Hand die Welt re⸗giert, Ju⸗gend auf ge⸗führt, —.— 42 RIID‚ —— E E +* LI— 11— ———— Ta⸗ges Lauf mich zu lau-ter An-dacht auf. 2. Ach wie lieb ich diese Stunden, ö Denn sie sind des Herren Fest, Das mit so viel Trost verbunden, Da mein Gott mich ruhen läßt Und durch seinen Iurten Geist Mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen, ö De mir Zeit zum Guten schenkt; * Das sind unsre besten Sorgen, Wenn der Mensch an Gott gedenkt Und von Herzen bet und singt, Daß es durch die Wolken dringt. 4. Was ist schöner als Gott dienen, Was ist süßer als sein Wort, Da wir sammeln wie die Bienen Und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht Also nach dem Himmel tracht, heu-te weckt des q— . N — ũ——.— 2—— Anfang und Schluß des Gottesdienstes. 7 5. O mein Gott, sprich selber Amen; Denn wir sind dein Eigentum. Alles preise deinen Namen, Alles mehre deinen Ruhm, Bis es künftig wird geschehn, Daß wir dich im Himmel sehn. Kaspar Neumann, 1648—1715. Vorige Melodie. 1. Halleluja, schöner Morgen, Schöner als man denken mag! Heute fühl ich keine Sorgen, Denn das ist ein lieber Tag, Der durch seine Lieblichkeit Recht das Innerste erfreut. 2. Süßer Ruhetag der Seelen, Sonntag, der voll Lichtes ist, Heller Tag der dunklen Höhlen, Zeit, in der der Segen fließt, Stunde voller Seligkeit, Du vertreibst mir alles Leid. 3. Ach wie schmeck ich Gottes Güte Recht als einen Morgentau, Die mich führt aus meiner Hütte Zu des Vaters grüner Au. Da hat wohl die Morgenstund Edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Weltgeschäfte, Heute hab ich sonst zu tun; Denn ich brauche alle Kräfte, In dem höchsten Gott zu ruhn. Heut schickt keine Arbeit sich Als nur Gotteswerk für mich. Anfang und Schluß des Gottesbienstes. 5. Wie soll ich mich heute schmücken, Daß ich Gott gefallen mag? Jesus wird das Kleid mir schicken, Das ich ihm zu Ehren trag, Sein Blut und Gerechtigkeit Ist das schönste Sonntagskleid. 6. Ich will in der Zionsstille Heute voller Arbeit sein, Denn da sammle ich die Fülle Von den höchsten Schätzen ein, Wenn mein Jesus meinen Geist Mit dem Wort des Lebens speist. 7. Herr, ermuntre meine Sinnen Und bereite selbst die Brust, Laß mich Lehr und Trost gewinnen, Gib zu deinem Manna Lust, Daß mir deines Wortes Hall Recht tief in mein Herze fall. 8. Segne deiner Knechte Lehren, Offne selber ihren Mund, Mach mit allen, die dich hören, Heute deinen Gnadenbund, Daß, wenn man hier bet und singt, Solches in dein Herze dringt. 9. Gib, daß ich den Tag beschließe, Wie er angefangen ist; Segne, pflanze und begieße, Der du Herr des Sabbats bist, Bis ich einst auf jenen Tag Ewig Sabbat halten mag. Jonathan Krause, 1701—1762, Anfang und Schluß des Gottesdienstes. 9 6. igene Meiozie 1651. —.— —1 —————.— SISSIIT ——— — rr Je⸗su Christ, 4— zu uns swend, dein —— +4 ———5 J 25—— 9—+ I— *— Herl⸗ 5send mit Hilfund Gnad 5 1— 15—— 7——— ——..... ö— *—— uns re⸗gier und uns den Weg zur L Wahrheit füt fuͤhr. 2. Tu auf den Mund zum Lobe dein, Bereit das Herz zur Andacht fein, Den Glauben mehr, stärk den Verstand, Daß uns dein Nam werd wohl bekannt, 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott der Herr! Und schauen dich von Angesicht In ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, Dem heilgen Geist in einem Thron; Dan heiligen Dreieinigkeit ei Lob und Preis in Ewigkeit! Wilhelm II., Herzog v. 1143440 Weimar 2), 1598—1662. 7 Vorige Melodie. Oder: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. Herr, öffne mir die Herzenstür, Zeuch mein Herz durch dein Wort zu dir, Laß mich dein Wort bewahren rein, Laß mich dein Kind und Erbe sein. 2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund, Dein Wort macht Leib und Seel gesund, 10 Anfang und Schluß des Gottesdienstes. 8. Dein Wort ist, das mein Herz erfreut, Dein Wort gibt Trost und Seligkeit. 3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, Dem heilgen Geist in einem Thron, Der heiligen Dreieinigkeit Sei Lob und Preis in Ewigkeit. Johann Olearius, 1611-1684. Mel.: Liebster Jesu, wir sind 5— 1—.— 1664. II —FFTFFIFIFIFIFIFIFI‚IFI‚IIFI‚It...... XXZ. — 1 F ⸗ster Gott, dir dan⸗ken wir, daß du in-nig bit⸗ten wir von dir: hilf uns uns dein Wort ge⸗ge-ben, hei⸗lig da⸗ ü le⸗ ben, gib dem Lan .—— VDZE 22— I—.— Z sol-che Stär⸗ ke, daß er tä-tig sei im Wer-ke. 2. Uns, o Vater, lehrest du, Was wir tun und glauben sollen; Schenk uns deine Kraft dazu, Gib zum Wissen uns das Wollen Und zum Wollen das Vollbringen, So wird alles wohl gelingen. 3. Gib uns, eh wir gehn nach Haus, Deinen väterlichen Segen, Breite deine Hände aus, 4 Leite uns auf deinen Wegen, 1111 Laß uns hier im Segen gehen, Dort gesegnet auferstehen. 4. Johann Adam Haßlocher, 1645.—1726.( 2* * Anfang und Schluß des Gottesdienstes. 11 9. el.: Herzlich tut mich verlangen. H. L. Haßler. 1601. N 1— +I. 1 2—.——. D .——.——.— ——*D— Laß mich dein sein und blei⸗ ben, du treu⸗er von dir laß mich nichts trei⸗ben, halt mich bei 1. 2. e. Gott und Herr, dei-ner Lehr, Herr, laß mich 05 nicht —— 1 — 1.—* wan-ken, gib mir Be-stän-dig⸗ keit; da⸗ ö——— N E=——* rm. ———I für will ich dir dan⸗ken in al⸗le E-wig⸗xeit. Nitolaus Selnecker, 1532-1592. Mel.: Iesus, meine Zuversicht. J. Crüger. 1656. —————.— ———— — 30 dicht vom Aam⸗ er⸗ Larc, te rhr wrel⸗ an neu⸗en Ta⸗ ges-lich— te; mun⸗-tern An-ge-⸗-sich⸗-te, woh-ne mir mit D —.— Glan⸗ e bei, daßz mein Sab⸗bat fröh⸗ lich sei. 12 Anfang und Schluß des Gottesdienstes. 2. Brunngquell aller Seligkeit, 11. + Laß mir deine Ströme fließen, ö Mache Mund und Herz bereit, Deiner Gnade zu genießen. Streu das Wort mit Segen ein, ö Laß es hundertfrüchtig sein. 1 ö 3. Zünde selbst das Opfer an, 2 +* Das auf meinen Lippen lieget, Sei mir Weisheit, Licht und Bahn, Daß kein Irrtum mich betrüget + Und kein fremdes Feuer brennt, * Welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit Heilig, heilig, heilig! singen, Und mich in die Ewigkeit Mit des Geistes Flügeln schwingen. Gib mir einen Vorschmack ein, Wie es wird im Himmel sein. 5. Ruh in mir und ich in dir, ö Bau ein Paradies ins Herze. ö ö Offenbare dich doch mir Und gieß meiner Andachtskerze Immer neue Nahrung zu, O du Liebesflamme du. 6. Dieser Tag sei dir geweiht, Weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit Einen Tempel zubereiten, Nichts sonst wollen, nichts sonst tun, Als in deiner Liebe ruhn. 7. Du bist mehr als Salomon, Laß mich deine Weisheit hören; Ich will deinen Gnadenthron Mit gebeugten Knieen ehren, Bis mir deine Sonne lacht Und den schönsten Sonntag macht. Benjamin Schmolck, 1672—1737. Anfang und Schluß des Gottesdienstes. 13 Eigene Melodie. R. Ahle. 1664. rr r re E—.—— S.S.I.T — 2 1 Lieb⸗ster Je⸗su, wir sind hier, dich und len⸗ke Sin⸗nen und Be⸗gier auf die ö ů 1——.—.— dein Wort an⸗-zu⸗ hö⸗ren: sü ßen Him⸗-mels⸗leh-ren, — ö EAEEAe SiSꝗiꝗSSEEEͤä. von der Er⸗den ganz zu dir ge-zo⸗gen wer⸗den. 2. Unser Wissen und Verstand Ist mit Finsternis umhüllet, Wo nicht deines Geistes Hand Uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, tun und dichten Mußt du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht aus Gott geboren, Mach uns allesamt bereit. Offne Herzen, Mund und Ohren; Unser Bitten, Flehn und Singen Laß, Herr Jesu, wohlgelingen. Tobias Clausnitzer, 16181684. daß die Her⸗zen * 12. Mel.: Erhalt uns, Herr. 1543. ᷣ eee ae —.—.—.—.— — 1. O heil⸗ger Geist, laß uns dein Wort so 1— ö n 4—0 — +———— ESEEEEEEE hö⸗ren hent und im⸗mer⸗fort, daß sin in — .—— 50* — 2 ——— — 1I— Hoff-nung reich-lich mehr. 2. Erleuchte uns, du wahres Licht, Entzeuch uns deine Gnade nicht, All unser Tun also regier, Daß wir Gott preisen für und für. Unbekannt, 1646. 13 Mel.: Unser Herrscher, unser König. 680. 2——— ————‚‚ S 7—— **— 7 1 mir auf die schö⸗ne Pfor⸗te, füh⸗ret ach wie wird an die⸗sem Or⸗te mei⸗ne H— 1 + + ¶ID.— — 1 E 141—— +4.———t —55———4.——— ——— 1— 14.—.— 2—— 4 mich in Zi⸗ ein, ů See⸗le—5 lich sein! Hier ist Got⸗tes N 2— 1 H 1 2 III —.——* LEHE— 12—.———4 3=ge⸗ sicht, Hier ist lau⸗ 5H— Trost und Licht. 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, Komme du nun auch zu mir; Wo du Wohnung hast genommen, Da ist lauter Himmel hier. Anfang und Schluß des Gottesdienstes. 60 65 doch in mein Piei hinein, Laß es deinen Tempel sein. 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, Heilge du Leib, Seel und Geist, Daß mein Singen und mein Beten Ein gefällig Opfer heißt. Heilge du, Herr, Mund und Ohr, Zieh das Herze ganz empor. 4. Mache mich zum guten Lande, Wenn dein Samkorn auf mich fällt, Gib mir Licht in dem Verstande, Und was mir wird vorgestellt, Präge meinem Herzen ein, Laß es mir zur Frucht gedeihn. 5. Stärk in mir den schwachen Glauben, Laß dein teures Kleinod mir Nimmer aus dem Herzen rauben, Halte stets dein Wort mir für, Daß es mir zum Leitstern dient Und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, Und dein Wille werd erfüllt, Nichts laß meine Andacht stören, Wenn der Brunn des Lebens quillt; Speise mich mit Himmelsbrot, Tröste mich in aller Not. 7. Offne mir die grünen Auen, Daß dein Lamm sich weiden kann, Lasse mir dein Manna tauen, Zeige mir die rechte Bahn Hier in diesem Jammertal, Herr, zu deinem Ehrensaal. Benjamin Schmolck, 1672—1737. 16 Advent. 14 Mel.; Liebster Jesu, wir sind hier. 8 N. Ahle. 1664. ..—— ů*——— S..... T 4 4.—— ———— EEE 5 sern Ausgang seg⸗ne Hrot. un⸗sern 25i un ⸗ser täg⸗lich Brot, seg⸗ne 2——4— 2— 2 23—44* S r Ein⸗gang glei⸗cher⸗ma⸗ hen nes m *ser und Las⸗sen seg⸗ne u it E 4——— N ö *— E— ———..—..— sel⸗gem Ster⸗ben und mach uns zu — 2—„ I S....— U 2—— 5 amel zer-ben. Hartmann Schenk, 1634 1661. lieder für die Festzeiten des Kirchenjahres. 1. Advent. 15 Mel.: Aus meines Herzens Grunde. — 1508. ——*— —————— un, v,*= —.— 1———— 282 Auf, auf, ihr Reichs ge-nos ⸗sen! der emp⸗fan⸗get un er⸗dros⸗sen den + ́ä PDPPPPPP erosßen Wun⸗ber⸗wann. ShrEhrisen gebt her Advent. 17 wund⸗ Ho⸗— für, laßt uns vor al⸗ len Din⸗ aen i — an⸗na sin gen mit hei⸗=li⸗=ger Be gier. 2. Auf, ihr betrübten Herzen! Der König ist gar nah; it Hinweg all Angst und Schmerzen, Der Helfer ist schon da; Seht, wie so mancher Ort Hoch tröstlich ist zu nennen, Da wir ihn finden können In Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten! 11770 Der König ist nicht fern; 661. Seid fröhlich, ihr Verzagten, Dort kommt der Morgenstern; Der Herr will in der Not Mit reichem Trost euch speisen, Er will euch Hilf erweisen, Ja dämpfen gar den Tod. 4. Frisch auf, ihr Hochbetrübten! Der König kommt mit Macht; An uns, sein Herzgeliebten, Hat er schon längst gedacht; — Nun wird kein Angst noch Pein —— Noch Zorn hinfür uns schaden, er Dieweil uns Gott aus Gnaden en Läßt seine Kinder sein. —65 5. So lauft mit schnellen Schritten, — Den König zu besehn, 1. Dieweil er kommt geritten 453. Stark, herrlich, sanft und schön. 18 Advent. Nun tretet all heran, Den Heiland zu begrüßen, Der alles Kreuz versüßen Und uns erlösen kann. 6. Der König will bedenken Die, so er herzlich liebt, Mit köstlichen Geschenken, Als der sich selbst uns gibt Durch seine Gnad und Wort. O König, hoch erhoben, Wir alle wollen loben Dich freudig hier und dort. 7. Nun, Herr, du gibst uns reichlich, Wirst selbst doch arm und schwach; Du liebest unvergleichlich, Du gehst den Sündern nach; Drum wolln wir all in ein Die Stimmen hoch erschwingen, Ein Hosianna singen Und ewig dankbar sein. Johann Rist, 1607—1667. Eigene Melodic. 1855. .——ß—————..—— 2.— PD 5 1. Dein Kö⸗nig kommt in nie dern Hül⸗len, H DUJ———— IELDTT +... + II1 + 2.— + 233—, hn trägt der last⸗zbarn Es'⸗lin Fül⸗len, em⸗ —.—— + 4 I ö —— W. 13...—— ö— iiEEEE xExxxxxx pfang ihn froh, Je⸗ru⸗sa⸗lem! Trag ihm ent⸗ ö EAA+ DEEEEE n d reen ge⸗gen Frie⸗dens⸗pal⸗men, be⸗streu den + 1H— — . M inen ᷑ + Her⸗ ren ans Uer mahm. 2. O mächtger Herrscher ohne Heere, Gewaltger Kämpfer ohne Speere, O Friedensfürst von großer Macht! Es wollen dir der Erde Herren Den Weg zu deinem Throne sperren, Doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden, Doch alle Erdenreiche werden Dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten, Zieht deine Schar nach den vier Orten Der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest hergezogen, Da ebnen sich des Meeres Wogen, Es schweigt der Sturm, von dir bedroht. Du kommst, auf den empörten Triften Des Lebens neuen Bund zu stiften, Und schlägst in Fesseln Sünd und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, O komme du auch jetzt aufs neue Zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, daß du selbst hienieden Kommst zu erneuen deinen Frieden, Dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, Die Macht der Finsternis erliegen Und lösch der Zwietracht Glimmen aus, Daß wir, die Völker und die Thronen, 2 20 Vereint als Brüder wieder wohnen — In deines großen Vaters Haus. Advent. ö ö Friedrich Rückert, 17881866. ö ö 17. Mel.: Nun freut euch, lieben Christen. 1555 Er — 4 x 523. ** 2. A e ö 1 0 Gott⸗lob, ein neu⸗es Kir⸗chen⸗jahr macht ew⸗ ent Hot⸗ 3—⸗ w 4 5——4—— und S S/ 1 uns i gro⸗ße Treu⸗e 585 ö nun will er aufs neu ⸗e den al⸗ten. ö 433— Bund, den ein⸗zig fes⸗ter=ten Glau⸗ bens⸗ 5 1 N 959 Di (. nnn 2. grund, durch sei⸗ nen Geist uns leh ren. ö 2. Auf, Zion, Preis und Ehr und Ruhm Dem höchsten Zerrn zu singen!— Dein königliches Priestertum D. Muß Dank zum Opfer bringen. W Gelobt sei Gott, der durch sein Wort Die Christenheit und diesen Ort Ko Zu seinem Tempel weihet. De 3. Wir sind nicht wert der neuen Huld Des Gottes aller Gnaden; Des alten Menschen alte Schuld, 18 Die wir auf uns geladen, Nimmt unsern eignen Ruhm dahin,—9⁵ Denn sie bewies den alten Sinn Noch stets mit neuen Sünden.— ild Advent. 4. Ach Herr, gib uns den Und mach uns durch die Güte, Die sich an uns aufs neu erweist, Erneuert im Gemüte. Den neuen Menschen zieh uns an, Der dir allein gefallen kann In seinem ganzen Leben. 5. Hierzu erhalt uns, Herr, dein Wort Samt Tauf und Abendmahle, So wandern wir mit Freuden fort In diesem finstern Tale. Herr, segne dieses Kirchenjahr, Laß Kirche, Schul, Tauf und Altar Uns deine Wege zeigen. 6. Gib deinen Hirten Kraft und Geist Zu reiner Lehr und Leben, Dein Wort, das Gottes Weide heißt, Der Herde rein zu geben. Laß alle Hörer Täter sein, Damit kein heuchlerischer Schein Des Glaubens Kraft verleugne. 7. So halten und vollenden wir Das Kirchenjahr auf Erden; Dabei befehlen wir es dir, Wie wir es enden werden. Hier bleibt die Kirche noch im Streit; Kommt aber einst die Ewigkeit, Dann wird sie triumphieren. neuen Geist Heinrich Cornelius Hecker, 1699—1743. Eigene Melodie. 2 Advent. 14—7 I + 1 EIII 4— 1 nin. LE——.4*—.— 2— I 2 22....—.—— L— ndnn. v n m. dn— der sein Wort be⸗ständig hält und der Sünder U +N .eeeeeeN ——24+—2— 1 1—4 ———— .—12 Trost und Rat zu uns her ·ge⸗ sen⸗det hat. 2. Was der alten Väter Schar Höchster Wunsch und Sehnen war, Und was sie geprophezeit, Ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, Der wohl zweigestammte Held Hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil, Hosianna, o mein Teil, Richte du auch eine Bahn Dir in meinem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, Es 918 dir allein; Mach es, wie du gerne tust, Rein von allem Sündenwust. 6. Und gleichwie dein raht, war Voller Sanftmut, ohn Gefahr, Also sei auch jederzeit Deine Sanftmut mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin Und des Satans schlaue List Sich zu hoch vor mir vermißt. 8. Tritt der Schlange Kopf entzwei, Daß ich, aller Angste frei, Dir im Glauben um und an Selig bleibe zugetan; IEE. EEH Abvent. 9. Daß, wenn du, o Lebensfürst, Prächtig wiederkommen wirst, Ich dir mög entgegen gehn Und vor dir gerecht bestehn. Heinrich Held, um 1650. 19. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 1715. — — AW SSSS——.— 5 F——— 2 2—— 2 25 1 1. Ho⸗si⸗an⸗na, Da⸗vids Sohn kommt in Auf, be⸗rei⸗tet ihm den Thron, setzt ihm H+ H 1— EEE Zi⸗on ein⸗ge⸗zo⸗gen. tau⸗send Eh⸗ren⸗bo⸗gen, streu⸗et Pal⸗men, * — 5— n.———— —.— 1.——— H+ ma⸗chet Bahn, daß er Ein⸗zug hal⸗ten kann. 2. Hosianna, sei gegrüßt, Komm, wir gehen dir entgegen; Unser Herz ist schon gerüst, Will sich dir zu Füßen legen, Zeuch zu unsern Toren ein: Du sollst uns willkommen sein. 3. Hosianna, Friedefürst, Ehrenkönig, Held im Streite, Alles, was du schaffen wirst, Das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt beneht ei Und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna, lieber Gast. Wir sind deine Reichsgenossen, Die du dir erwählet hast; ar Advent. Ach, so laß uns unverdrossen einem Zepter dienstbar sein; Herrsche du in uns allein. 5. Hosianna, komme bald, Die Verheißung zu erfüllen: Wollte gleich die Knechtsgestalt Deine Majestät verhüllen, Ei, so kennet Zion schon Gottes und auch Davids Sohn. 6. Hosianna, steh uns bei; O Herr, hilf, laß wohlgelingen, Daß wir ohne Heuchelei Dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, Der dir nicht gehorchen kann. 7. Hosianna, laß uns hier An den Olberg dich begleiten, Bis wir einstens für und für Dir ein Psalmenlied bereiten; Dort ist unser Bethphage: Hosianna in der Höh! 8. Hosianna, nah und fern, Eile, bei uns einzugehen, Du Gesegneter des Herrn, Warum willst du draußen stehen? Hosianna, bist du da? Ja, du kommst. Halleluja. Benjamin Schmolckt, 1672-1737. NN 20. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 1715. 91 Komm, du wer⸗tes Lö⸗se⸗geld, des⸗sen komm, o Hei⸗land al⸗ler Welt, Tor und Advent. al ⸗le Hei⸗den hof⸗fen, Tü⸗ren ste⸗-hen of⸗-fen; komm in bötr lich me e n rre —— 1.—.—— 1 ho⸗her Zier, komm, wir war-ten mit Be-gier. 2. Zeuch auch in mein Herz hinein, O du großer Ehrenkönig, Laß mich deine Wohnung sein. Bin 1 armer Mensch zu wenig, Ei, so soll mein Reichtum sein, Wenn du bei mir ziehest ein. 3. Nimm mein Hosianna an Mit den Sieges⸗Palmenzweigen; So viel ich nur immer kann, Will ich Ehre dir erzeigen Und im Glauben dein Verdienst Mir zueignen zum Gewinst. 4. Hosianna, Davids Sohn, Ach Herr, 0 laß wohlgelingen, Laß dein Zepter, Reich und Kron Uns viel Heil und Segen bringen, Daß in Ewigkeit besteh: Hosianna in der Höh! Johann Gottfried Olearius, 1635—1711. Eigene Melodie. weit, es kommt der Herr der Herr⸗lich⸗ keit. ein — Abvent. ö E—. ö— Kö⸗nig sal⸗ler König⸗ reich, ein Hei⸗land „+222. +—— 2———— A ö I— 1—5— ler Welt zu ⸗gleich der Heil und Le⸗ben 1. 222——— PE..— 42——.——.——.— 12—— —‚ 4 E———— mit sich bringt: der⸗hal⸗ben jauchzt, urnt 1— 4.—.———— 2— DD ——— 2 Freu⸗ den singt: Ge⸗ lo⸗bet sei mein Aett⸗ , ern dern. man— 4.—..———.— W8.— 1—— I 235.. 111—— H mein Schöp⸗fer reich von Rat. 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit i ist sein Gefährt, Sein Königskron ist Heiligkeit, Sein Zepter ist Barmherzigkeit; All unser Not zu End er bringt, Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, Mein Heiland groß von Tat. 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, So diesen König bei sich hat; Wohl allen Herzen insgemein, Da dieser König ziehet ein. Er ist die rechte Freudensonn, Bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, Mein Tröster früh und spat. Unw.-Siol. Glessei ——— Frirl F„FX CCTCIIII IIAAEI N Advent. — 4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, 0 Eur Herz zum Tempel zubereit: —* Die Zweiglein der Gottseligkeit Steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; 2 So kommt der König auch zu euch, — Ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, Voll Rat, voll Tat, voll Gnad. 5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, Meins Herzens Tür dir offen ist; Ach zeuch mit deiner Gnaden ein, Dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein heilger Geist uns führ und leit Den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, Sei ewig Preis und Ehr. Georg Weissel, 1590-1635. 22. Mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 157¹. ů I. ——————— 5 1. Mit Ernst, o Men-:schen⸗ in⸗ der, das bald—— 3535—5 der Sün⸗ der,— DEI Herz in euch be⸗ stellt, adt, L Held, ——.—— 1 A 1 S 9— der——— und Le⸗ben ver⸗ den Gott aus Gnad al⸗ spro⸗ Dechen hat zu uerden, bei al⸗ len teh⸗emei ein. Advent. Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gast,* Macht seine Steige richtig, Laßt alles, was er haßt; 5 Macht alle Bahnen recht, ö Die Tal laß sein erhöhet, Macht niedrig, was hoch stehet, Was krumm ist, gleich und schlecht. 3. Ein an das Demut liebet,— Bei Gott am höchsten steht; Ein Herz, das Hochmur übet, Mit Angst Lns geht; Ein Herz, das richtig ist Und folget Gottes Leiten, Das kann sich recht bereiten, Zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Armen In dieser Gnadenzeit Aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit. Zeuch in mein Herz hinein Vom Stall und von der Krippen, So werden Herz und Lippen Dir ewig dankbar sein. V. 1—3 Valentin Thilo, 1607 1662. 90 lür Mel.: Aus meines Herzens Grunde. 1598. i 123— Nun ne zet all ihr From⸗men, zu weil un ⸗ser Heil ist kom⸗men, der — 4——— S r Herich⸗il. zwar ah ne si: S Abvent. 4 + ren des Teu⸗ fas +—————.—— P5•, 2 1—.—— Reich und Macht. 2. Kein Zepter, keine Krone Sucht er auf dieser Welt; Im hohen Himmelsthrone Ist ihm sein Reich bestellt; Er will hier seine Macht Und Majestät verhüllen, Bis er des Vaters Willen Im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen der Erden, Nehmt diesen König an, Wollt ihr beraten werden Und gehn die rechte Bahn, Die zu dem Himmel führt; 2. Sonst, wo ihr ihn verachtet Und nur nach Hoheit trachtet, 98. Des Herren Zorn euch rührt. — 4. Ihr Armen und Elenden — In dieser bösen Zeit, Die ihr an allen Enden Müßt haben Angst und Leid, — ö Seid dennoch wohlgemut, — Laßt eure Lieder klingen, Dem Könige zu singen, Der ist eur höchstes Gut. Abvent. 5. Er wird nun bald erscheinen In seiner Herrlichkeit Und alles Leid und Weinen Verwandeln ganz in Freud. Er ist, der helfen kann; Halt eure Lampen fertig Und seid stets sein gewärtig, Er ist schon auf der Bahn. Michael Schirmer, 1606—1673. 24 Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. * N. Herman. 15—— —.———————ñ— 12—— 3.— ,———.— 2....—*—— . Nün kommt das neu⸗e Kit⸗ 4—— E —.5 jahr, des freut sich al⸗le Chris⸗ ten schar dem — — nrn 251 * Kö⸗nig kommt, drum 550461. e liirat du wer⸗res —.— —————————— Zi⸗ on, e⸗wig⸗lich. Hal⸗le⸗ I⸗. 2. Wir hören noch das Gnadenwort Vom Anfang immer wieder fort, Das uns den Weg zum Leben weist; Gott ut für seine Gnad gepreist. Halleluja. ů 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, Die unsern Glauben stets vermehrt, Laß in uns bleiben, daß wir dir Lob und Preis sagen für und für. Hallelufa. Johann Olearius, 1611—1084. ů hrt, Abvent. : Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ph. Nikolal.(2) 1599. 31 ———————— V I 3 2 EEEEE*— + ———— Dank sei dir, o Im⸗ma⸗nu⸗ — ————. i——— + — Stamm, o mei⸗ner See⸗len Bräu⸗ti⸗gam, 1. ö O Frie⸗dens⸗fürst aus Da⸗vids + el, du kommst 5 uns. Nach Leib und Seel H + E..—.— 55——. ——— 2—— mein Trost, mern Heil, Wmeiner den! 86 will 065 mich dir er⸗ge⸗ 6 Dei Rt II III l E Heil mir. Weicht ihr 1—675 den! Singt mit 1 1—— + N ꝗ—— n in.— Freu⸗den: Ho⸗ st⸗an⸗na, scht, er kommt jetzt, ů AS——— — 4—4— Ho⸗si⸗an⸗ na. 2. Ich selbst bin nun von Freuden voll Und weiß nicht, was ich schenken soll Dem auserwählten König. O teurer Jesu, nimm doch hin Mich selbst und was ich hab und bin; Ach freilich ist es wenig. Schließ mich in dich. Nichts auf Erden, nicht Beschwerden, Keine Leiden Sollen mich je von dir scheiden. Advent. 3. Bleib, höchstes Gut, du Bimmelszier, Mein Leitstern stets, o bleib bei mir, Du Hoffnung der Verzagten. Du Lebensgquell, erquicke mich, Du süßes Manna, schenke dich Zum Troste den Geplagten. Laß nicht dein Licht 9 auf Erden dunkel werden, aß den Deinen Hier dein Wort noch ferner scheinen. Philipp von Zesen, 1619—1689. 26. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. Oder: Dennoch bleib ich stets an dir. 171⁵. 1. Sieh, dein Kö⸗nig kommi zu dir, See⸗ le, 524155 Mein Er I*— zu mir,—— ich ——. das sind fro⸗ he Wor⸗te; öff ⸗ne dir dir Pfor⸗te, zeuch mit—. ner +* ————33 Sauft⸗uut ein, was duf sin⸗ dest, das ist dein! 2. Komm, ich bin dein Eigentum Schon seit deinem Wasserbade; Komm, dein Evangelium Werde mir ein Wort der Gnade: Du schickst ja dein Wort voran, Daß mein König kommen kann. 3. Komm und räume alles aus, Was du hassest, was mich reuet; Komm und reinige dein Haus, b Das die Sünde hat entweihet.„ Advent. 2. Meine Wunden sind der Jammer, Welchen oftmals Tag und Nacht Des Gesetzes starker Hammer Mir mit seinem Schrecken macht. O der schweren Donnerstimm, Die mir Gottes Zorn und Grimm Also tief ins Herze schläget, Daß sich all mein Blut eweget. 3. Dazu kommt des Teufels Lügen, Der mir alle Gnad 10 1 Als müßt ich nun ewig liegen In der Hölle, die ihn plagt. Ja auch, was noch ärger ist, „So zermartert und zerfrißt Mich mein eigenes Gewissen Mit vergiften Schlangenbissen. Will ich denn mein Elend lindern Und erleichtern meine Pein Bei der Welt und ihren Kindern, Fall ich vollends tief hinein: Da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, Gute Freunde, die mein lachen. 5. In der Welt ist alles nichtig, Hab⸗ ist, das nicht kraftlos wär; Ha ich Hoheit, die ist flüchtig; Hab ich Reichtum, was ists mehr Als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was i, das mich heut erfreuet, Das mich morgen nicht gereuet? 6. Aller Trost und alle Freude Ruht in dir, Herr Jesu ald Dein Erfreuen ist die Weide, Da man sich recht fröhlich ißt. Erl Advent. . Leuchte mir, o Freudenlicht, Ehe mir mein Herze bricht, Laß mich, Herr, an dir erquicken, 5 0 komm, laß dich erblicken. Freu dich, Herz, du bist erhöret, Jeßo zeucht er bei dir ein; Sein Gang ist zu dir gekehret, Heiß ihn nur willkommen sein Und bereite dich ihm zu, Gib dich ganz zu seiner Ruh, Offne dein Gemüt und Seele, Klag ihm, was dich drück und quäle. 8. Was du Böses hast begangen, Das ist alles abgeschafft. Gottes Liebe nimmt gefangen Deiner Sünden Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, Und was Böses in der Welt Sich will wider dich erregen, Wird zu lauter Glück und Segen. 9. Alles dient zu deinem Frommen, Was dir bös und schädlich scheint, Weil dich Alich m angenommen Und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nur wieder treu, Ists gewiß und bleibt dabei, Daß du mit den Engeln droben Ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhardt, 1607—-1676. Mel.: Valet will ich dir geben. 20——11—— —— 2.— Wie soll ich dich em-pfangen und o al⸗ler Welt Ver-langen, o 3* 36 Advent. wie be⸗ gegn' ich dir, mei⸗ner See⸗len Zier? O Je⸗su, Je⸗su, —— 98—.—0 + 1 —. r, e... se⸗ tze mir selbst die Fak⸗kel bei, da⸗ mit, was 1—.—.—.— n e —.— 12.—— N äüü E—— e.— 2— dich e⸗ er⸗gö⸗tze, mir kund und wissend fei. 2. Dein Zion streut dir Palmen Und grüne Zweige hin, Und ich will dir in Pfalmen Ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen In stetem Lob und Preis Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen Zu meinem Trost und Freud? Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid, Als mir das Reich genommen, Da Fried und Freude lacht, Da bist du, mein Heil, kommen Und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; Ich stund in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß Und hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie irdscher Reichtum tut. Advent. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben Zu mir vom Himmelszelt Als das geliebte Lieben, Damit du alle Welt In ihren tausend Plagen Und großen Jammers Last, Die kein Mund kann aussagen, So fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, Du herzbetrübtes Heer, Bei denen Gram und Schmerze Sich häuft je mehr und mehr; Seid unverzagt, 8 habet Die Hilfe vor der Tür; Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, Ist voller Lieb und Lust, All Angst und Not zu stillen, Die ihm an euch bewußt. uch dürft ihr nicht erschrecken Vor eurer Sündenschuld; Nein, Jesus will sie decken Mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern Zum Trost und wahren Heil, Schafft, daß bei Gottes Kindern Verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien Der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick. ..F—— Weihnachten. Er kommt, er kommt ein König, Dem wahrlich alle Feind Auf Erden viel zu wenig Zum Widerstande seind. 10. Er kommt zum Weltgerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, Und hol uns allzumal Zum ewgen Licht und Wonne In deinen Freudensaal. Paul Gerhardt, 16071676. II. Weihnachten. 29. Mel.: Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich. N. Herman. EI 4·5 AAA SSSI 1. R o hat Gott die Welt ge⸗liebt, daß ...... E E— er 43 frei⸗ em Trdeb den ein⸗ge⸗ 9914 nen ————I— +——.———.— .—— Sohn uns gibt; hat er uns so lieb, wie düer u..———.—.————— hat er uns 5 ltebl 2. Was sein erbarmungsvoller Rat Beschloß von Ewigkeit, Die große wundervolle Tat Vollführt er in der Zeit; Vollführt er in der Zeit. Weihnachten. 3. Er, unser Heil und höchstes Gut, Der alle segnen kann, Nimmt wie die Kinder Fleisch und Blut, Doch 0 Sünde an; Doch ohne Sünde an. 4. Du, Sohn des Allerhöchsten, wirst Mir Rat und Kraft und Held, Mein Vater und mein Friedefürst, Der Heiland aller Welt; Der Heiland aller Welt. 5. Was mir zum Seligsein gebricht, Das, Herr, erwirbst a mir: Dus dad 1a Leben, Trost und Licht, Das hab 2 nur in dir; Das hab ich nur in dir. 6. Dein Mangel wird mein überfluß, Dein Leiden stillt mein Leid, Dein Niedrigsein schafft mir Genuß Der Röchien Herrlichkeit; Der höchsten Herrlichkeit. 7. Gelobt sei Gott, gelobt sein Sohn In dieser Freudenzeit; Lobt, Engel, ihn vor seinem Thron, Erheb ihn i Erheb ihn, Christenheit 8 Cornelius Hecker, 1699—1743. 30. Mel.: Aus meines—— Grunde.——— SDSSSSEEEEE 1. des heil-ge Christ ist kom⸗ men, der des freun sich al le From-men am teu⸗re Got⸗tes⸗ sohn; höch-sten Him mels-thron, . ISEEE ——— * auch was auf Er-den Weihnachten. REI———— 2.————— k H— ist, soll prei-sen hoch und lo-ben mit al-len — ů— e Le ee e E. SSISI.SII..... En⸗geln dro-ben den lie⸗ben heil-gen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen, Die lange Nacht ist hin; Die Sünde ist gefangen, Erlöset ist der Sinn, Die Sündenangst ist weg, Der Glaube geht zum Himmel Nun aus dem Weltgetümmel Auf einem sichern Steg. 3. Nun sind nicht mehr die Kinder Verwaist und vaterlos; Gott rufet selbst die Sünder In seinen Gnadenschoß. Er will, daß alle rein Von ihren alten Schulden, Vertrauend seinen Hulden, Gehn in den Himmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset, Ihr Seelen fern und nah; Der euch den Vater weiset, Der heilge Christ ist da. Er ruft euch insgemein Mit süßen Liebesworten: „Geöffnet sind die Pforten, Ihr Kinder, kommt herein!“ Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. Mel.: Vom Himmel hoch da komm ich her. 1539. * 2— * E MX E— E 21—— REE ů.—.— 1. Dies ist der Tag, den Gott ge-macht, sein 222—2 Weihnachten. 41 d rte EEEE —2——— DRDRDDDD. .. Je⸗sum Christ im Him-mel und auf Er-den ist. 2. Die Völker haben dein geharrt, Bis daß die Zeit erfüllet ward; Da sandte Gott von seinem Thron Das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, So steht mein Geist vor Ehrfurcht still, Er betet an, und er ermißt, Daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, Erniedrigst du dich, Herr der Welt, Nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, Erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir: „Ich komm, im Buche steht von mir; Gott, deinen Willen tu ich gern“. Gelobt sei, der da kommt im Herrn. 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, Auf den die Väter hoffend sahn, Dich, Gott Messias, bet ich an. 7. Du, unser Heil und höchstes Gut, Vereinest dich mit Fleisch und Blut, Wirst unser Freund und Bruder hier, Und Gottes Kinder werden wir. 8. Gedanke voller Majestät, Du bist es, der das Herz erhöht. Gedanke voller Seligkeit, Du bist es, der das Herz erfreut. 42 Weihnachten. 9. Daudch Gines Sünde fiel die Welt; Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn r ihn schützt, Der in des Vaters Schoße sitzt? 10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, Den Tag der heiligsten Geburt, Und Erde, die ihn heute sieht, Sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied. 11. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, Sein werd in aller Welt gedacht; Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 32. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 1738. ——.— Bnd. 1 E ist Die Nacht, da mir er⸗ schie⸗ nen das Kind, dem al ⸗le En⸗gel die⸗ 66—5 —..— E —— 9* 7— 2——— des Liht 3ßen Got⸗tes Freund⸗ lich⸗keit; bringt Licht in meis ne Dun- kel⸗ heit; SISISSIPIIIII —————— und die⸗ses Welt⸗ und Him⸗mels⸗ licht weicht + 4— d.. hun-dert⸗tau⸗ send Son⸗nen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, Versäume nicht den Gnadenschein; Der Glanz in dieser kleinen Höhle Streckt sich in alle Welt hinein; Er treibet weg der Höllen Macht, Der Sünden und des Kreuzes Nacht. ⁰ /D 2507 Weihnachten. 3. In Ndichen Lichte kannst du Iehen Das Licht der klaren Seligkeit; itzt, Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, Vielleicht schon in gar kurzer Zeit, hrt, Wird dieses Licht mit seinem Schein Dein Himmel und dein alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen Dein Glaubens- und dein Liebeslicht: cht, Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonst hilft dir diese Sonne nicht; Willst du genießen diesen Schein, So darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne, Bestrahle mich mit deiner Gunst; Dein Licht sei meine Weihnachtswonne Und lehre mich die Weihnachtskunst, Wie ich im Lichte wandeln soll Und sei des Weihnachtsglanzes voll. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, 1624—1685. Eigene Melodie. 33 Eigene Melodie 3. Schöp. 1041. ——————. 1———————— —.—————————— — I——— icht 1 Er-mun⸗tre dich, mein shun⸗ cher — ein das E- wig ⸗ ter —1— *. Geist, und tra-⸗ ge groß Ver-— lane gen, heißt, mit Freu⸗den zu em⸗pfan⸗gen. DDDiDD Dies ist die Nacht, da-rin es kam und mensch-lich 44 Weihnachten. — 455 nrnnrer, — 22—— E, Treu⸗en als sei⸗ne Braut zu frei⸗en. 2. Willkommen, Held aus Davids Stamm, Du König aller Ehren, Willkommen, Jesu, Gottes Lamm, Ich will dein Lob vermehren; Ich will dir all mein Leben lang Von Herzen sagen Preis und Dank, Daß du, da wir verloren, Für uns bist Mensch geboren. 3. O großer Gott, wie konnt es sein, Dein Himmelreich zu lassen, Zu kommen in die Welt hinein, Da nichts, denn Neid und Hassen? Wie konntest du die große Macht, Dein Königreich, die Trben Ja dein erwünschtes Leben Für solche Feind hingeben? 4. O großes Werk, o Wundernacht, Dergleichen nie gefunden, Du hast den Heiland hergebracht, Der alles überwunden; Du hast gebracht den starken Mann, Der Feur und Wolken zwingen kann, Vor dem die Himmel zittern Und alle Berg erschüttern. 5. O liebes Kind, o süßer Knab, Holdselig von Gebärden, Mein Bruder, den ich lieber hab Als alle Schätz auf Erden, 0 Weihnachten. 4⁵ Komm, Heiland, in mein Herz Hinein, Komm eilend, laß die Krippe sein, Komm, komm, ich will bei Zeiten Die Stätte dir bereiten. 6. Sag an, mein Herzensbräutigam, Mein Hoffnung, Freud und Leben, Mein edler Zweig aus Jakobs Stamm, Was soll ich dir doch 9en Ach nimm von mir Leib, Seel und Geist, Ja alles, was Mensch ist und heißt; Ich will mich ganz verschreiben, Dir ewig treu zu bleiben. 7. Lob, Preis und Dank, Herr Jesu Christ, Sei dir von mir gefungen, Daß du mein Bruder worden bist Und hast die Welt bezwungen; Hilf, daß ich deine Gütigkeit Stets preis' in dieser Gnadenzeit Und mög 21 aeh dort oben In Ewigkeit dich loben. Johann Rist, 1607— 1667. 34 Eigene Melodie, 1 oder: Melodie des Liedes Nr. 121. 1789. 9 —.—.—.—— 606 lich soll mein Her⸗e sprin⸗ gen I 4 190 I— 2.— ee ira de E———— 13 2*— diez ser Zeit, da vor Freud al⸗le En⸗ gel sin⸗ gen. —.— ö H———.—— ————.—..— — 2 S.—.. Hört, hört, wie mit vol⸗len Chö⸗ren al⸗le D. .—.—— 4 1— 15— IIAN d= e Luft lau⸗te ruft: Chri⸗stus ist ge⸗bo⸗ ren! Weihnachten. 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, Der die Welt Reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch dir, Mensch, zu gute; Gottes Kind, Das verbindt Sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen, Der uns gibt, Was er liebt Über alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, Seinen Sohn Aus dem Thron Seiner Macht und Ehren. 4. Sollte von uns sein gekehret, Der sein Reich Und zugleich Sich uns selbst verehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, Der jetzt kömmt, Von uns nimmt, Was uns will betrüben? 5. Er nimmt auf sich, was auf Erden Wir getan, Gibt sich an, Unser Lamm zu werden, Unser Lamm, das für uns stirbet Und bei Gott Für den Tod Heil und Fried erwirbet. 6. Nun er liegt in seiner Krippen, Ruft zu sich Mich und dich, Spricht mit süßen Lippen: 3 en, en Lasset fahren, lieben Brüder, Weihnachten. Was euch quält, Was euch fehlt, Ich bring alles wieder. 7. Ei, so kommt und laßt uns laufen; Stellt euch ein, Groß und klein, Kommt mit großen Haufen; Liebt den, der vor Liebe brennet, Schaut den Stern, Der uns gern Licht und Labsal gönnet. 8. Die ihr schwebt in großen Leiden, Sehet, hier Ist die Tür Zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen An den Ort, Da hinfort Euch kein Kreuz wird rühren. 9. Wer sich findt beschwert im Herzen, Wer empfindt Seine Sünd Und Gewissensschmerzen, Sei getrost, hier wird gefunden, Der in Eil Machet heil Auch die tiefsten Wunden. 10. Die ihr arm seid und elende, Kommt herbei, Füllet frei Eures Glaubens Hände. Hier sind alle guten Gaben Und das Gold, Da ihr sollt Euer Herz mit laben. ᷣeeeeee“eeeeeeeeeee-xEEE— IIIIIIFIPIII‚IIIIIñ— Weihnachten. 11. Süßes Heil, laß dich umfangen, Laß mich dir, Meine Zier, Unverrückt anhangen. Du bist meines Lebens Leben; Nun kann ich Mich durch dich Wohl zufrieden geben. 12. Meine Schuld kann mich nicht drücken, Denn du hast Meine Last All auf deinem Rücken; Kein Fleck ist an mir zu finden, Ich bin gar Rein und klar Aller meiner Sünden. 13. Ich bin rein um deinetwillen; Du gibst gnug Ehr und Schmuck, Mich drin einzuhüllen. Ich will dich ins Herze schließen; O mein Ruhm, Edle Blum, Laß dich recht genießen! 14. Ich will dich mit Fleiß bewahren, Ich will dir Leben hier, Dir will ich abfahren. Mit dir will ich endlich schweben Voller Freud, Ohne Zeit, Dort im andern Leben. Paul Gerhardt 1607—1676. — — —— IINN en, Wethnachten. Eigene Melodie. Hal ⸗le⸗ lu⸗ja. 2. Des ewgen Vaters einig Kind Jetzt man in der Krippe findt; In unser armes Fleisch und Blut Verkleidet sich das ewig Gut. Halleluja. 3. Den aller Weltkreis nie beschloß, Der liegt in Marien Schoß, Er ist ein Kindlein worden klein, Der alle Ding erhält allein. Halleluja. 4. Das ewig Licht geht da herein, Gibt der Welt ein neuen Schein; Es leucht wohl mitten in der Nacht Und uns des Lichtes Kinder macht. Halleluja. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, Ein Gast in der Welt hier ward Und führt uns aus dem Jammertal, Macht Erben uns in seinem Saal. Halleluja. 50 Weihnachten. 6. Er ist auf Erden kommen arm, 1 Daß er unser sich erbarm Und in dem Himmel mache reich Se H Und seinen lieben Engeln gleich. 0 + ö Halleluja. Tr. 7. Das hat er alles uns getan, All Sein groß Lieb zu zeigen an, Des freu sich alle Christenheit 4 Und dank ihm des in Ewigkeit. Hie Halleluja. Dr. Martin Luther, 1483—-1546. 6 Ma 36. Mel.: Lobe den Hernen, den mächtigen Kön 110 1565 Die 0.—— ö———— D—— + 5 1 Inncooet, ihr Him-mel, froh-lok-ket ihr sin ⸗get dem Her⸗ren, dem Hei-land der En⸗gel in Chö⸗ren, Men⸗schen, zu Eh⸗ren; se⸗het doch da— 2. ZIIAH— Gott will so freund⸗lich und nah zu den Ver⸗ lor- nen sich keh- ren. 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden, 171 Gott und der Sünder die sollen zu Freunden nun Friede und Freud(werden. N Wird uns verkündiget heut; Freuet euch, Hirten und Herden. Weihnachten. 51 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget; Sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget. Gott wird ein Kind, Träget und hebet die Sünd; Alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleische; wer kann dies Ge⸗ heimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu Gehet hinein, sehen; Macht euch dem Kinde gemein, Die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herze der Liebe mir Sollt nicht mein Sinn(schenken; Innigst sich freuen darin Und sich in Demut versenken? 6. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, Dem ich auch wieder mein Herze in Liebe Du sollst es sein,(verbinde, Den ich erwähle allein; Ewig entsag ich der Sünde. 7. Treuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren; Komm doch, mein Heiland, denn ohne dich bin Wohne in mir, ich verloren; Mach mich ganz eines mit dir, Der du Wüch liebend erkoren. 8. Menschenfreund Jesu, dich lieb ich, dich will ich erheben; Laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nur streben; 2* Wei hnachten. ö i mir doch bald Völlige Kindesgestalt, ö Um dir allein nur zu leben! Gerhard Tersteegen, 1697—1769. 4—5 Eigene Melodie. J. S. Bach. 1736. ö EN nn ISDEE V ᷓᷓᷓ— Ich steh an dei-ner Krip⸗ pe hier, o 1. 13 ich 6335 he⸗ und 224—.— dir, was 1 — ö — + Je e⸗su, du mein Le⸗ben, — 1— has ge⸗ e⸗ ben. Nimm hin, es ist mein + V— V 7 2.. 24 E b, wiut, tt, PIIIIIIIIIIIII T Geist und Sinn; Herz, Seel und Mut, nimm SISISIISSITITTTTIET al⸗les hin und laß dirs 3..05 ge⸗fal⸗ len. 2. Da ich noch nicht geboren war, Da bist du mir geboren Und hast mich dir zu eigen gar, Eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand gemacht, Da hat dein Herze schon bedacht, Wie du mein wolltest werden. 3. Ich lag in tiefer Todesnacht, Du wurdest meine Sonne, *0 Die Sonne, die mir zugebracht 0 Lis, Leben, Freud und Wonne. Sonne, die das werte Licht Des Glaubens in mir Iugerichf⸗ Wie schön sind deine Strahlen! um Weihnachten. 53 4. Ich sehe dich mit Freuden an Und kann mich nicht satt sehen, Und weil ich nun nicht weiter kann, Bleib ich anbetend stehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär Und meine Seel ein weites Meer, Daß ich dich möchte fassen! 5. Du fragest nicht nach Lust der Welt, Noch nach des Leibes Freuden; Du hast dich bei uns eingestellt, An unsrer Statt zu leiden, Suchst meiner Seelen Trost und Freud Durch dein selbsteignes Herzeleid; Das will ich dir nicht wehren. 6. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, Mein Heiland, nicht versagen, Daß ich dich möge für und für In, bei und an mir tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein, Komm, komm und lege bei mir ein Dich und all deine Freuden. 7. Zwar sollt ich denken, wie gering Ich dich bewirten werde; Du bist der Schöpfer aller Ding, Ich bin nur Staub und Erde; Doch bist du so ein lieber Gast, Daß du noch nie verschmähet hast Den, der dich gerne siehet. Paul Gerhardt, 1607—1676. Eigene Melodie. 0 38. N. Herman. 1554. I Q—— + 2 1—.— DDII—— ———— — *———————. 30 1. Lobt Gott, ihr Chri⸗sten, al ⸗le gleich in 5⁴4 Weihnachten. nn d 2—.—— +—— 2— 5— —.—1 ——4— RDDDD—— sei⸗ Nem höch⸗ sten Thr hron, der heut auf⸗ schleußt sein —— 205 ů———. eran n. Sohn, und schenkt uns sei nen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß Und wird ein Kindlein klein, Er liegt dort elend, nackt und bloß In einem Krippelein, In einem Krippelein. 3. Er äußert sich all seiner G'walt, Wird niedrig und gering Und nimmt an sich eins Knechts Gestalt, Der Schöpfer aller Ding, Der Schöpfer aller Ding. 4. Er liegt an seiner Mutter Brust, Nimmt von ihr seine Speis, An dem die Engel sehn ihr Lust, Denn er ist Davids Reis, Denn er ist Davids Reis, 5. Das seinem Stamm entsprießen sollt In dieser letzten Zeit, Durch welchen Gott aufrichten wollt Sein Reich, die Christenheit, Sein Reich. die Christenheit. 6. Er wechselt mit uns wunderlich, Fleisch und Blut nimmt er an Und gibt uns in des Vaters Reich Die klare Gottheit dran, Die klare Gottheit dran. Weihnachten. 5⁵ 7. Er wird ein Knecht und ich ein Herr; — Das mag ein Wechsel seih sein Wie könnte wohl noch freundlicher — Der treue Jesus sein, — Der treue Jesus sein! 8. Heut schleußt er wieder auf die Tür Zum schönen Paradeis; — Der Cherub steht nicht mehr dafür, —4 Gott sei Lob, Ehr und Preis, Gott sei Lob, Ehr und Preis. hoß Nitolaus Herman, 1 1561. 39. Eigene Melodie. Mel. a. d. 14. Jahrh. 1 Klug. 1535. — . Nun sin⸗get r get und 193 froh,— Tanchstad⸗ le EE und 1 100 Un⸗ ers 61 3215 Won⸗ E r—.— ———— ne liegt in der 2——— bloß—— und leucht 1617 sollt ——— 4⁵ — + . ivr E. — als die Son-ne in sei⸗ ner Mut⸗ter Schoß. — e Du bist A und O,.—— du bist A und O. *7 Die Dreiviertelnote gilt für die übrigen Verse. Weihnachten. 4. Wo ist der Freudenort? Ach, nirgend mehr denn dort, Da die Engel singen Dem lieben Jesu mein Und die Psalmen klingen Im Himmel hell und rein. Eia, wärn wir da, Cia, wärn wir da! Nach dem Lateinischen In dulei jubilo. ö 2. Sohn Gottes in der—— 3— ö Nach dir ist mir so weh,—.— ů ö Tröst mir mein Gemüte, Ma O Kindlein zart und rein,—— Und durch deine Güte, E O liebster Jesu mein,— Zeuch mich hin nach dir, sc Zeuch mich hin nach dir. 3. Groß ist des Vaters Huld, 8 Der Sohn tilgt unsre Schuld. 0 4 ö Da wir ganz verdorben ö Durch Sünd und Eitelkeit, Hat er uns erworben Die ewge Himmelsfreud; Cia, wärn wir da, ö ö Eia, wärn wir da! Eigene Melodie. ———.— — +— 1———— —.— ꝗ—IIFI...——.———..— — WC⁸ꝗ ‚‚‚‚.——...‚...m——— bring euch gu⸗te neu⸗e Mär; der gu⸗ len —— Mar brinh ic so.00 dah 2on on ich singn und n sa-gen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn Von einer Jungfrau auserkorn, Ein Kindelein so zart und fein, Das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, Der will euch führn aus aller Not, Er will eur Heiland selber sein, Von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, Die Gott der Vater hat bereit, Daß ihr mit uns im Himmelreich Sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zeichen recht, Die Krippe, Windelein so schlecht, Da findet ihr das Kind gelegt, Das alle Welt erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein Und mit den Hirten gehn hinein, Zu sehn, was Gott uns hat beschert, Mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Merk auf, mein Herz, und sieh dort hin: Was liegt doch in der Krippe drin? Wer mag das schöne Kindlein sein? Es ist der liebe Heiland mein. 8. Sei uns willkommen, edler Gast, Den Sünder nicht verschmähet hast Und kommst ins Elend her zu mir; Wie soll ich immer danken dir? 58 Weihnachten. 9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, Wie bist du worden so gering; Auf dürrem Gras liegt Jesus Christ, Er, der der Herr vom Himmel ist. 10. Und wär die Welt vielmal so weit Von Edelstein und Gold bereit, So wär sie doch dir viel zu klein, Zu sein ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seide dein Das ist grob Heu und Windelein, Darauf du König groß und reich Her prangst, als wärs dein Himmelreich. 12. Das hat also gefallen dir, Die Wahrheit anzuzeigen mir, Wie aller Welt Macht, Ehr und Gut Vor dir nichts gilt, nichts hilft, noch tut. 13. Ach du herzlieber Jesu mein, Mach dir ein Bette sanft und rein, Zu ruhn in meines Herzens Schrein, Daß nimmer ich vergesse dein. 14. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, Der uns schenkt seinen eingen Sohn. Des freuen sich der Engel Schar Ind singen uns solch neues Jahr. Dr. Martin Luther, ein Kinderlied auf die Weihnacht Christi, 1535. 41. Mel.: Vom Himmel hoch. 1539. 1 —.——.——— ar 2—... 7 ——— 14.— +——————————— 1. Vom Him-mel kam der En-gel Schar, er— ———————————— IHI..————— 12 —.———.——— ———.—.—— schien den Hir-ten of-fen-bar; sie sag-ten —— Weihnachten. 59 —— ihn⸗ n: Ein Kind⸗ lein zart das Reat dort in der veit———— n Krid⸗ pen hakkt, Zu Bethlehem in Davids Stadt, Wie Micha das verkündet hat; Es ist der Herre Jesus Christ, Der euer aller Heiland ist. 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, Daß Gott mit euch ist worden ein. Er ist geborn eur Fleisch und Blut; Eur Bruder ist das ewig Gut. 4. Was kann euch tun die Sünd und Tod? tut. Ihr habt mit euch den wahren Gott; Laßt zürnen Teufel und die Höll, Gotts Sohn ist worden eur Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht, Setzt ihr auf ihn eur Zuversicht; ron, Es mögen euch viel fechten an, Dem sei Trotz, ders nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben recht, Ihr seid nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, 35. Geduldig, fröhlich allezeit. Dr. Martin Luther, 1483—1546. 9 4 42 42. Eigene Melodie. J. Crüger. 1656. , PSPIIIITT 2 2..———9—. S.— „er⸗ ii Chri⸗ sten⸗ leut habn jetz⸗und Frend, —.—7— 275— 39—.—— —.— A— 4 ten weil uns zu Trost ist Chri⸗stus Menschge⸗bo⸗ Weihnacht en. ren, hat uns er⸗löst; wer sich des tröst I ——— EE—— 3—.— e 2 5 655 r.—— 4 22—*——— und glaubet fest, soll nicht wer⸗ den ver-lo-ren. 2. Ein Wundrr ⸗Freud! Gott selbst wird heut Ein wahrer Mensch von Maria geboren. Ein Jungfrau zart Sein Mutter ward, Gott dem Herren selbst dazu erkoren. Die Sünd macht Leid; Christus bringt Freud, Weil er zu uns in diese Welt ist kommen. Mit uns ist Gott Nun in der Not. Wer ist, der jetzt uns Christen kann ver⸗ 4. Drum sag ich Dank[dammen? Mit dem Gesang Christo dem Herrn, der uns zu gut Mensch Daß wir durch ihn worden, Nun all los sein Der Sündenlast und unträglichen Bürden. 5. Halleluja, Gelobt sei Gott! Singen wir all aus unsers Herzens Grunde; Denn Gott hat heut Gemacht solch Freud, Der wir vergessen solln zu keiner Stunde. Kaspar Füger, Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. N. Herman. 1560. + 1592. n dir, Im⸗ma⸗ nu⸗ el, du Weihnachten. ——4——1 5 +.——— fen. 2— E blum und Mor⸗gen⸗ fern du L ——.—.— 2 ——————.— r, Sohn, Herr al ⸗ler Herrn. Hal⸗le-lu⸗jã. en. 2. Wir singen dir mit deinem Heer Aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, Daß du, o längst gewünschter Gast, ten. Dich nunmehr eingestellet hast. Halleluja 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, Hat so manch Herz nach dir gewacht; her⸗ Dich hat gehofft so lange Jahr 2 Der Väter und Propheten Schar. Halleluja. 4. Vor andern hat dein hoch begehrt isch Der Hirt und König deiner Herd, Der Mann, der dir so wohl gefiel, Wenn er dir sang auf Saitenspiel. Halleluja. en. 5. Ach daß der Herr aus Zion käm Und unsre Bande von uns nähnm, Ach daß die Hilfe bräch herein, de; So würde Jakob fröhlich sein. Halleluja. 6. Nun du bist hier, da liegest du, Hältst in dem Kripplein deine Ruh, de. Bist klein und machst doch alles groß, 1592. Bekleidst die Welt und kommst doch bloß. Halleluja. 6⁰ 7. Du kehrst in fremder Hausung ein, — Und sind doch alle Himmel dein; — Du liegst an deiner Mutter Brust — Und bist doch aller Engel Lust. Halleluja. 62 Neujahr. 8. Du bist der süße Menschenfreund, Doch sind dir so viel Menschen feind;— Herodis Heer hält dich für Greul du Und bist doch nichts als lauter Heil. Halleluja. b. 9. Ich aber, dein geringer Knecht,— J9 sag es frei und mein es recht:—— Ich liebe dich, doch nicht so viel, hie⸗ Als ich dich gerne lieben will. Halleluja. 2— 10. Der Will ist da, die Kraft ist klein; Doch wird dir nicht zuwider sein— Mein armes Herz, und was es kann, mich Wirst du in Gnaden nehmen an. Halleluja. 2. 11. Bin ich Yllich Sünd und Schulden voll, Für Hab ich gelebt nicht, wie ich soll, Die! Ei kommst du doch deswegen her, Bewi Daß sich der Sünder zu dir kehr. Halleluja. In 12. So faß ich dich nun ohne Scheu, Der Du machst mich alles Jammers frei, Bis Du trägst den Zorn, du würgst den Tod,— Verkehrst in Freud all Angst und Not. Halleluja. Hilf 13. Du bist mein Haupt, hinwiederum Hilf Bin ich dein Glied und Eigentum Hilf Und will, so viel dein Geist mir gibt, De Stets dienen dir, wie dirs beliebt. Halleluja. Dure 14. Ich will dein Halleluja hier Er h Mit Freuden singen für und für, Und dort in deinem Ehrensaal Solls schallen ohne Zeit und Zahl: Halleluja. Paul Gerhardt, 1607—1676. 45. 44 III. Neujahr. ö Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 15²3.— 4. ö*— 35 2——.—— 145 1 1915 Henber 901 mich Gott 3nd Ducht E 5 t bis hie⸗her hat er Tag und Na uja. ta. E 6³ durch sei Ineé gro⸗ 7675 Gü 1 bis be⸗wahrt Herz und— mü 1e, astein=i hie⸗her hat—10 ge⸗leit; bis hieher hat. er — HN —.—.—.————————..——— mich er-freut, bis hie-her mir ge⸗hol⸗ fen 2. Hab Lob, hab Ehr, hab Preis und Dant Für die bisherge Treue, Die du, o Gott, mir lebenslang Bewiesen täglich neue; In mein Gedächtnis schreib ich an: Der Herr hat Groß's an mir getan, Bis hieher mir geholfen. 3. Hilf fernerweit, mein treuster Hort, Hilf mir zu allen Stunden, Hilf mir an all und jedem- Ort, Hilf mir durch Jesu Wunden, Damit ich sag bis in den Tod: Durch C hristi lut hilft mir mein Gott, Er hilft, wie er geholfen. Amilie Juliane Gräfin v. Schwarzburg⸗Rudolstadt, 16371706. 45. Eigene Melodie. ⁰⁴ —— M. Prätorius. 1609. —4 Das al⸗te Jahr ver⸗gangen ist. Wir dan⸗ken I—.— NH 4—4 2 dir, Herr Je⸗su Christ, daß du uns in so gro⸗ 1000 fahr be⸗ hü⸗ tet thastlang Zeit unde Jahr. Neujahr. Wir bitten dich ewigen Sohn Des Vaters in dem höchsten Thron, Du wollst dein arme Christenheit Bewahren ferner allezeit. 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort,— Das ist der Seelen höchster Hort;—.— Vor falscher Lehr, Abgötterei“ Behüt uns, Herr, und steh uns bei. di 4. Hilf, daß wir fliehn der Sünde Bahn Und fromm zu werden fangen an, Kein'r Sünd im alten Jahr gedenk, Ein gnadenreich Neujahr uns schenk: 5. Christlich zu leben, seliglich Zu sterben und hernach fröhlich Am jüngsten Tage aufzustehn, Mit dir in Himmel einzugehn; Zu danken und zu loben dich Mit allen Engeln ewiglich. O Jesu, unsern Glauben mehr Zu deines Namens Lob und Ehr. Johann Steuerlein, 1546—1613. Nach andern: Jakob Tapp, um 1620. Mel.: Herzlich tut mich verlangen. H. L. Haßler. 1601. Das Jahr geht ttill zu En⸗de, nun sei auch In Got-tes treu-e Hän⸗de leg ich nun Lartn. 2—8— ——— E still, mein Herz. Freud und Schmerz, und was dies Jahr um .—— ————— 9 2 schlos⸗sen, was Gott der Herr nur! ————— ————.—— —.——— 22 22— ———3. —— die ge-flos⸗sen, die Wunden brennend heiß. 2. Warum es so viel Leiden, So kurzes Glück nur gibt? Warum denn immer scheiden, Wo wir so sehr geliebt? So manches Aug gebrochen Und mancher Mund nun stumm, Der erst noch hold gesprochen—, Du armes Herz, warum? 3. Daß nicht vergessen werde, Was man so gern vergißt: Daß diese arme Erde Nicht unsre Heimat ist. Es hat der Herr uns allen, Die wir auf ihn getauft, In Zions goldnen Hallen Ein Heimatrecht erkauft. 4. Hier gehen wir und streuen Die Tränensaat ins Feld, Dort werden wir uns freuen Im selgen Himmelszelt; Wir sehnen uns hienieden Dorthin ins Vaterhaus Und wissens, die geschieden, Die ruhen dort schon aus. Neujahr. 5. O das ist sichres Gehen Durch diese Erdenzeit: Nur immer vorwärts sehen Mit selger Freudigkeit; Wird uns durch Grabeshügel Der klare Blick verbaut: Herr, gib der Seele Flügel, Daß sie hinüberschaut. 6. Hilf du uns durch die Zeiten Und mache fest das Herz, Geh selber uns zur Seiten Und führ uns heimatwärts. Und ist es uns hienieden So öde, so allein, O laß in deinem Frieden Uns hier schon selig sein. Eleonore. Fürstin Reuß, 1835—1903. Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 47. 152⁵. ..EI . Das lie be neu⸗e Jahr geht an, drum jauchzt und 43 5 5 der⸗mann, EEE b. das al⸗te hat ein En⸗ de; er⸗—n sein Herz und Hän⸗de ———— 5.——— nee e.. Gott im Himmelsthron, dankt Ihn ud seieuen m zu un⸗-serm 48 Neujahr. 2. Gott Vater hat den Sohn gesandt, Gott Sohn ist Mensch geboren, Gott heilger Geist macht das bekannt Uns, die wir warn verloren. Im selgen, lieben Gotteswort Geschrieben ists an manchem Ort Und wird uns klar verkündet. 3. Die reine Lehr und Sakrament Wir habn in unserm Lande, Fromm Obrigkeit, gut Regiment, Glück, Heil in allem Stande. Gott krönt das Jahr mit seinem Gut, Hält Kirch und Schul in guter Hut, Auch aller Christen Häuser. 4. Das danken wir dem lieben Herrn Und freun uns solcher Güte. Er woll den Feinden steurn und wehrn Und uns hinfort behüten. Er geb ein selig neues Jahr Und hels uns zu der Engel Schar, Da wolln wir ihn schön preisen! — Cyriatus Schneegaß, 1546—1507. an,——— n, 48. Mel.: Herzlich tut mich verlangen. — H. L. 9011 1601. ——. erm 8 2„ 1.] Durch Trau⸗ern und durch Pla⸗gen, durch — ů ö durch Hoff⸗nung und durch Kla⸗gen, durch snen 1.60062. 390 1—— A.— + 8 Z——— ä...ssxxsss 4 Not, durch Angst und Pein, e . Sor⸗gen groß und klein bin ich gott⸗ 5 6⁸ 1—— ů—* —————.— 22—.—. 5 isth 10 5———— lob ge⸗ drun⸗ Ben dies— ist EA 4 ———.— A..—.—— Gott, sei Lob ge-sun-gen, mein antderze wirder-regt. 2. Der du mich hast erbauet, In dir besteht mein Heil; Dir ist mein Glück vertrauet, Du bist und bleibst mein Teil. Du hast mich wohl erhalten, Du bist mein fester Trost; Dich laß ich ferner walten, Wenn mich die Not anstoßt. 3. Mein Gott, o meine Liebe, Was du willst, will auch ich; Gib, daß ich nichts verübe, Was irgend wider dich. Dir ist mein Will ergeben, Ja, er ist nicht mehr mein, Dieweil mein ganzes Leben Dein eigen wünscht zu sein. 4. Nach dir soll ich mich schicken, Und, Herr, ich wills auch tun. Soll mich die Armut drücken, Ich will dabei beruhn. Soll mich Verfolgung plagen, Ja, Herr, befiehl du mir. Soll ich Verachtung tragen, Ach ich gehorch auch hier. 5. Soll ich verlassen leben, Herr Gott, dein Wille gilt. Soll ich in Angsten schweben, Mein Heiland, wie du willt. Neujahr. Soll ich denn Krankheit leiden, Ich will gehorsam sein. Soll ich von hinnen scheiden, — dein Will ist auch mein. 6. Soll ich zum Himmel dringen, Gar gern, o Gott,— Licht. Soll mich die Höll verschlingen? 0 dieses willst du nicht. ch habe zwar verdienet Der tiefen Hölle Glut; Du aber bist versühnet Durch deines Sohnes Blut. 7. Heut ist das Jahr beschlossen; Herr, deine Gnade sei Heut auf mich neu ergossen, Mein Herze werd auch neu. Laß ich die alten Sünden, So werd ich, Gott, bei dir Auch neuen Segen finden; Dein Wort verspricht es mir. 10 551 Sacer, 1635—-1699. 49 Mel.: O Gott, du frommer Gott. — 1693. 9————— emmen niu... he. re ur ——— DD——— 1 ein Jahr der Sterb⸗ lich⸗ keit, der ist a⸗ber⸗mal da⸗ hin⸗ mit kur⸗zen Le⸗-bens⸗ta-ge sei-ner Lust und Pla⸗ ge und wie-de⸗-rum ein — ö — 27—— nn.*—— Teil von uns⸗rer Pil⸗ ⸗ger⸗ schaft nunmehr zu⸗ Neujahr. * ö .......... ů nn.—.—— rück⸗ ⸗ge-legt durch Got-tes Schutz und Kraft. 2. Herr, deine Güte machts, Die niemals uns zu lieben Ermüdet noch vergißt, Daß wir noch übrig blieben. Nimm unsers Herzens Dank In Gnaden von uns an Für das, was du an uns In diesem Jahr getan. 3. Wir schließen uns aufs neu In dein so treues Sorgen, In dein Erbarmen ein; Da sind wir wohl geborgen, Da ist das feste Schloß Vor aller Feinde Trutz, Da findet allezeit Dein Volk in Nöten Schutz. 4. Gib mit dem neuen Jahr Uns neue Stärk im Glauben, Laß uns den alten Grund Der Wahrheit niemand rauben. Erneure Herz und Sinn, Und das geschenkte Licht Des ewig wahren Worts Erlösche bei uns nicht. 5. Entzünde neue Lieb Und Sanftmut in uns allen, Und soll uns dieses Jahr A neue Not befallen, So stärke die Geduld Und mache deine Treu O Vater, über uns Mit jedem Tage neu I — —— ————————————— IIAI Neujahr. 6. Gib, daß wir mehr und mohr Den alten Menschen töten; Verleih an Seel und Leib, Was jedem ist von nöten, Und laß uns, Herr, mit dem, Was deine Weisheit tut, Stets wohl zufrieden sein; Du machst doch alles gut. 7. Wem du das Ziel bestimmt, In diesem Jahr zu scheiden, Den wollst du, treuer Gott, In Gnaden vollbereiten. Laß ihn im Glauben hier Beschließen seinen Lauf Und nimm in deine Hand Die Seele gnädig auf! Henriette Katharine v. Gersdorf, 1648—-1726. Mel.: Werde Licht, du Stadt der Heiden. 1738. Hilf, Herr J su, laß ge⸗ lin⸗gen, hilf, das laß es neu⸗ e Kräf⸗ te brin⸗gen, d daß ß aufs 1 5 2 neu⸗e JFahr geht an; 1 e li neu ich wan⸗deln kann. Neu⸗es Glück ——— .— neu⸗es Le⸗ben wol-lest du aus Gna-den ge-ben. 2. Laß dies sein ein Jahr der Gnade, Gib mir Buße für die Sünd; Hilf, daß sie mir nimmer schade, Sondern bald Verzeihung find, Neujahr. Herr, in dir; nur du, mein Leben, * Kannst die Sünd allein vergeben. 3. Tröste mich mit deiner Liebe, ¶N. Nimm, o Gott, mein Flehen hin, Weil ich mich so sehr betrübe, 4 ů Ja voll Angst und Zagen bin; Stärke mich in meinen Nöten, Daß mich Sünd und Tod nicht töten. 4. Herr, du wollest Gnade geben, Daß dies Jahr mir heilig sei, Und ichtchristlich könne leben Sonder Trug und Heuchelei, I ö Daß ich noch allhier auf Erden Fromm und selig möge werden. 5. Jesu, laß mich fröhlich enden Dieses angefangne Jahr, Trage stets mich auf den Händen, Halte bei mir in Gefahr; Freudig will ich dich umfassen, Wenn ich soll die Welt verlassen. Johann Rist, 1607—1667. 51 Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 17¹⁵• —— I— V——— EEE ——=——— 335 IJ% ½½%„ 1 1 ö Je⸗sus soll die Losung sein, da ein Je⸗su Na⸗-me soll al-lein de-nen 52 E 3———— A——„*— — zum Pa⸗nie re die-nen, Neujahr. 73 2. Jesu Name, Jesu Wort Soll in seinem Zion schallen; Und so oft wir nach dem Ort, Da sein Name thronet, wallen, Mache seines Namens Ruhm Unser Herz zum Heiligtum. 3. Sein Versühnen und sein Heil Wollen wir im Glauben ehren; Also wird es uns zu teil, Wird sich täglich bei uns mehren; Auch fürs neue Jahr uns beut Jesu Name Seligkeit. 4. Unsre Wege wollen wir Nun in Jesu Namen gehen; Geht uns dieser Leitstern für, So wird alles wohl bestehen Und durch seinen Gnadenschein Alles voller Segen sein. 5. Alle Sorgen, alles Leid 367. Soll sein Name uns versüßen; So wird alle Bitterkeit Uns zum Segen werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, —— Welcher allen Kummer stillt. Benjamin Schmolck, 1672—1737. ein 2— ten 52 Mel.: Nun laßt uns Gott dem Herren. * 1587. — .— 24.————HFHFF— ————— n ———.. SSI.. om 1. Nun laßt uns gehn und tre-ten mit —————————————— RIIIT— — I.—..——‚————.—.—. 5—.——— ——————— un⸗-serm Neujahr. * V ö—.— —— 2 ö———5——— Le⸗ben bis hie-her Kraft ge-⸗ge-ben. 2. Wir gehn dahin und wandern Von einem Jahr zum andern; Wir leben und gedeihen Vom alten zu dem neuen; 3. Durch so viel Angst und Plagen, Durch Zittern und durch Zagen, Durch Krieg und große Schrecken, Die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern 1 In schweren Ungewittern Die Kindlein hier auf Erden Mit Fleiß bewahret werden, 5. Also auch und nicht minder Läßt Gott ihm seine Kinder, Wenn Not und Trübsal blitzen, In seinem Schoße sitzen. 6. Ach Hüter unsres Lebens, Fürwahr es ist vergebens Mit unserm Tun und Machen, Wo nicht dein Augen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue, Die alle Morgen neue. Lob sei den starken Händen, Die alles Herzleid wenden. 8. Laß ferner dich erbitten, O Vater, und bleib mitten 53 In unserm Kreuz und Leiden 2 Ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gib mir und allen denen, Die sich von Herzen sehnen 9 Nach dir und deiner Hulde, Ein Herz, das sich gedulde. Epiphanias. ö 75⁵ —— 10. Schleuß zu die Jammerpforten — Und laß an allen Orten — Auf so viel Blutvergießen Die Friedensströme fließen. 11. Sprich deinen milden Segen Zu allen unsern Wegen; Laß Großen und auch Kleinen Die Gnadensonne scheinen. en, 12. Sei der Verlaßnen Vater, Der Irrenden Berater, Der Unversorgten Gabe, Der Armen Gut und Habe. 13. Hilf gnädig allen Kranken, Gib fröhliche Gedanken Den hochbetrübten Seelen, Die sich mit Schwermut quälen. 14. Und endlich, was das meiste, Füll uns mit deinem Geiste, Der uns hier herrlich ziere 515 dort zum Himmel führe. Das alles wollst du geben, O imeines Lebens Leben, Mir und der Christen Schare Zum selgen neuen Jahre. Paul Gerhardt, 1607—1676. IV. Epiphanias. Mel.: Gott des Hinimels und der Erden. H. Albert. 1642. ——. 1———˖—. Gotderd zu-den, Gott der Hei⸗ den, Sa⸗ba sieht den Stern mit Freu— den, Gpiphanias. 24—— n, rn n e—— al⸗ler Völ-ker Heil und Licht!=— der von dir am Him-mel spricht. Sem und Ja⸗phet 4 5* 4 e— —..— 1342 5.—— i —. Enn + Unser Fragen, unser Sehnen Ist nach dir, du großes Kind.— Unsre Kniee beugen sich, Ja Unser Arm umfasse dich. dei⸗ 3. Nimm die aufgetanen Schätze,—— 3 Schatz, der unser Herz erfreut. Deine Mildigkeit ersetze gnä Unsrer Hände Dürftigkeit. Reichtum suchen wir bei dir, Lauter Armut bringen wir. 4. Nimm für Gold und andre Gaben Glaube, Lieb und Hoffnung an; Laß dich einen Weihrauch laben, Den die Andacht geben kann. Und als Myrrhen bringen wir Die Geduld und Buße dir. 5. Diese Opfer nimm in Gnaden Von ergebuen Herzen an Und laß keinen Feind uns schaden, Der dich nicht vertragen kann; Wenn Herodis Schwert gewetzt, So behalt uns unverletzt. 6. Nun, wir gehn von deiner Krippen: Laß mit Segen uns von dir. Zeig uns Bahn durch Dorn und Klippen, Still der Feinde Mordbegier; ben MR: en, Eptphanias. 7⁷7 Mach uns selbst den Weg bekannt, Der uns führt ins Vaterland. Benjamin Schmo * EEEEEI Ja⸗kob ist er-schie-nen, dei⸗nem Fe⸗ste die-nen. — meren⸗ See⸗le will so gern dir an — lck, 1672—1737. —.— — ——.— ern, der aus . . —.———————— gnä-dig an, was ich Ar-mer schen⸗ken kann. 2. Nimm das Gold des G Wie ichs von dir selber habe Und damit beschenket bin; So ist dirs die liebste Gabe; laͤubens hin, Laß es auch bewährt und rein In dem Trübsalsofen sein. 3. Nimm den Weihrauch des Gebets, Laß ihn gnädig dir genügen; Herz und Lippen sollen stets, Ihn zu opfern, vor dir liegen. Wenn ich bete, nimm es auf Und sprich Ja und Amen drauf. 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu; Ach mich schmerzet meine Sünde. Aber du bist fromm und treu, Daß ich Trost und Gnade finde Und nun fröhlich sprechen ka Jesus nimmt mein Opfer an! Erdmann Neumeister, 1671—1756. nun: Epiphanias. 55. Mel.: Valet will ich dir geben. M. Teschner. 1615. ——.— SSPS — —— — 1. O Kö⸗nig al⸗ler Eh⸗ren, Herr dein soll e-wig währen, im eEe Je⸗su, Da⸗ vids Sohn — mel ist dein Thron; bilf, daß all⸗hier auf ——..—— ..—5*— —.————‚“‚.‚.2“ Er⸗den den Menschen weit und breit dein Reich be⸗ e,. 2— de, 2—— ů ů ů— .—.— EP 79377 5— ů42.— kannt mag wer⸗den zur ew⸗gen Se⸗lig⸗ keit. 2. Von deinem Reiche zeugen Die Leut aus Morgenland, Die Knie sie vor dir beugen, Dieweil sie dich erkannt. Der Stern auf dich hinweiset, Dazu das göttlich Wort; Drum man dich billig preiset, Daß du bist unser Hort. 3. Du bist ein großer König, Wie uns die Schrift vermeldt, Doch achtest du gar wenig Vergänglich Gut und Geld, Gan nicht auf hohem Rosse Trägst keine güldne Kron, Sitzt nicht in festem Schlosse; Hier hast du Spott und Hohn. Epiphanias. 4. Doch bist du schön gezieret, 1615. Dein Glanz erstreckt sich weit, E Dein Güt allzeit regieret —— Und dein Gerechtigkeit. Du wollst die Frommen schützen Herr Durch dein Macht und Gewalt, im Daß sie im Frieden sitzen, Die Bösen stürzen bald. 5. Du wollst dich mein erbarmen, In dein Reich nimm mich auf, rauf Dein Güte schenk mir Armen Und segne meinen Lauf. —— Den Feinden wollst du wehren, — Dem Teufel, Sünd und Tod, ich be⸗ Daß sie mich nicht versehren; — Rett mich aus aller Not. 6. Du wollst in mir entzünden — Dein Wort, den schönen Stern, keit. Halt falsche Lehr und Sünden Von meinem Herzen fern. Hilf, daß 10 dich erkenne Und mit der Christenheit Dich meinen König nenne Jetzt und in Ewigkeit. Martin Behm, 1557—1622. 56. Eigene Melodie. 1738. 4——————— r ————— 1 Wer⸗-de Licht, du Stadt der Hei⸗-den, und du schau⸗-e, welch ein Glanz mit Freu-⸗den ü-⸗ber 2———*————.— 2nin, rni Salen, wer⸗de Licht; dei⸗nem Haupt an⸗bricht. Gott hat de⸗rer Epiphanlas. I ———.———.— nicht ver-ges-⸗sen, die im Fin⸗stern sind ge-ses-sen. 2. Dunkelheit die mußte weichen, Als dies Licht kam in die Welt, Dem kein andres ist zu gleichen, Welches alle Ding erhält. Die nach diesem Glanze sehen, Dürfen nicht im Finstern gehen. 3. Ach wie waren wir verblendet, Ehe noch dies Licht brach an. Ja, da hatte sich gewendet Schier vom Himmel jedermann; Unsre Augen und Gebärden Hafteten nur an der Erden. 4. Gottes Rat war uns verborgen, Seine Gnade schien uns nicht; Klein und Große mußten sorgen, Jedem fehlt' es an dem Licht, Das zum rechten Himmelsleben Seinen Glanz uns sollte geben. 5. Aber wie hervorgegangen Ist der Aufgang aus der Höh, Haben wir das Licht empfangen, Welches so viel Angst und Weh Aus der Welt hinweggetrieben, Daß nichts Dunkles übrig blieben. 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken In der rechten Glaubensbahn. Ewig, Herr, will ich dir danken, Daß du hast so wohl getan Und uns diesen Schatz geschenket, Der zu deinem Reich uns lenket. 7. Gib, Herr Jesu, Kraft und Stärke, Daß wir dir zu jeder Zeit ken rke, Passtonszeit. Durch des Glaubens Liebeswerke Folgen in Gerechtigkeit Und hernach im Freudenleben Heller als die Sterne schweben. 8. Dein Erscheinung müß erfüllen Mein Gemüt in aller Not; Dein Erscheinung müsse stillen Meine Seel auch gar im Tod. Herr, in Freuden und im Weinen Müsse mir dein Licht erscheinen. 9. Jesu, laß mich 112871 gehen Freudig aus der bösen Welt, Dein so helles Licht zu sehen, Das mir dort schon ist bestellt, Wo wir sollen unter Kronen In der schönsten Klarheit wohnen. Johann Rist, 1607-1667. V. Passionszeit. 57. Eigene Melodie. 15²⁸. —.—.— 4.—— Dere 11. 2 Chri⸗ ste, du Lamm Got⸗ ates, der bn —.———— S.I I III trägst die Sünd der Welt, erbarm dich sert —— ů— — Vers 3. Ehri⸗ ste, du Lamm Got⸗ tes, der du V . trägst die Sundd der Welt gib uns dei⸗nen 0 Passionszeit. ——— 5— —.— 65—0—— Frie⸗den. A 2 ee en. —— Alte Kirche. 58. Mel.: Jesu, deine tiefen Wunden. 1699. ů 4 EE 1 Der am Kreuz ist mei-⸗ne Lue⸗ 3be O daß ers doch e-wig blie⸗ be, .—.— 4 rs 0 4— 8. WI— und sonst nichts in die⸗ser Welt. der mir jetzt so wohl ge⸗fällt! Nun mein — 4+ EII. —.——4 .—*— 2—.— Herz soll 215 mer⸗fort fest be⸗ stehn auf 4 — —— ..—. 2.. die⸗sem Wort, sei es hei⸗ ter o-der trü⸗be: YV 5 PFPFPFPIFIFtFIF. ninneen nn de. Der am Kreuz ist mei⸗ne Lie-⸗be. 2. Zwar es ist mir Leh Was die Lieb oft nach sich zieht Schmach, Verfolgung, Not und Sorgen, Kreuz und Armut bringt sie mit. Ja, wenn er, mein Heiland, will, Ist kein bittrer Tod zu viel. Doch es komme noch so trübe, Der am Kreuz ist meine Liebe. 59. der Welt und ih⸗ r.—————— ———— Passionszeit. 3. Lieber wähl ich solche Plage Und der Liebe schweren Stand, Als ohn ihn die besten Tage Und der Ehren eitlen Tand. Heißt mich immer wunderlich, Spotte man auch über mich, Daß ich, was er haßt, nicht übe, Der am Kreuz ist meine Liebe. 4. Aber wißt ihr meine Stärke Und was mich so mutig macht, Daß mein Herz des Fleisches Werke Und des Satans Grimm verlacht? Jesu Lieb ist mir gewiß, Seine Lieb ist stark und süß! Was ist, das mich noch betrübe? Der am Kreuz ist meine Liebe. 5. Diese Liebe lohnet endlich, Führt zu ihm ins Vaterhaus, Ist zur letzten Zeit erkenntlich Und teilt Kränz und Kronen aus. Ach, ach wollte Gott, daß doch Alle Welt dereinst sich noch Dieses in das Herz einschriebe: Der am Kreuz ist meine Liebe! Johann Ernst Greding, 1676—1748. ——.—— rer Kin-der; die Sün⸗den al⸗ler Sün⸗-der; 83 Mel.: An Wasserflüssen Babylon. 1525. 4— es geht da⸗ 6* Passtonszeit. —— ä düne. —————., L. EII hin, wird matt und krank, er-gibt sich auf die U Arr— 22Z—5— — 2— ——.—* rr.———— Wür⸗ den zank, ver⸗zeiht sich al-ler Freu-⸗den; es ö nim⸗met an Schmach, Hohn und Spott, H—.—— Angst, Wunden, Strie⸗men, Kreuz und Tod und ——— spricht: Ich wills gern lei 2 Oder: und f sricht: Ich wills gern lei-den. 2. Das Lämmlein ist der große Freund Und Heiland meiner Seelen; Den, den hat Gott zum Sündenfeind Und Sühner wollen wählen: „Geh hin, mein Kind, und nimm dich an Der Kinder, die ich ausgetan Zu Straf und Zornesruten; Die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, Du kannst und sollst sie machen los Durch Sterben und durch Bluten.“ Ern*E. Passtonszeit. 3.„Ja, Vater, ja von Herzensgrund, Leg auf, ich will dirs tragen; Mein Wollen hängt an deinem Mund, Mein Wirken ist dein Sagen.“ O Wunderlieb, o Liebesmacht, Du kannst, was nie kein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark, Du streckest den in Grab und Sarg, Vor dem die Felsen springen. 4. Mein Lebetage will ich dich Aus meinem Sinn nicht lassen; Dich will ich stets gleich wie du mich Mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht, Und wenn mein Herz in Stücke bricht, Sollst du mein Herze bleiben. Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, Hiermit zu deinem Eigentum Beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit Bei Nacht und Tage singen, Mich selbst auch dir zu aller Zeit Zum Freudenopfer bringen; Mein Bach des Lebens soll sich dir Und deinem Namen für und für In Dankbarkeit ergießen; Und was du mir zu gut getan, Das will ich stets, so tief ich kann, In mein Gedächtnis schließen. 6. Erweitre dich, mein Herzensschrein, Du sollst ein Schatzhaus werden Der Schätze, die viel größer sein Als Himmel, Meer und Erden. Weg mit den Schätzen dieser Welt Und allem, was der Welt gefällt, 86 Passtonszeit. Ich hab ein Beßres funden; Mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, Ist dieses, was geflossen ist Aus deines Leibes Wunden. 7. Das soll und will ich mir zu nutz Zu allen Zeiten machen; Im Streite soll es sein mein Schutz, In Traurigkeit mein Lachen, In Fröhlichkeit mein Saitenspiel, Und wenn mir nichts mehr schmecken will, Soll mich dies Manna speisen; Im Durst solls sein mein Wasserquell, In Einsamkeit mein Sprachgesell, Zu Haus und auch auf Reisen. 8. Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut das ist mein Leben. Wenn mich der Sonne Hitze trifft, So kann mirs Schatten geben; Setzt mir der Wehmut Schmerzen zu, So find ich bei dir meine Ruh, Als auf dem Bett ein Kranker. Und wenn des Kreuzes Ungestüm Mein Schifflein treibet um und um, So bist du dann mein Anker. 9. Wann endlich ich soll treten ein In deines Reiches Freuden, So soll dies Blut mein Purpur sein, Ich will mich darein kleiden. Es soll sein meines Hauptes Kron, In welcher ich will vor den Thron Des höchsten Vaters gehen Und dir, dem er mich anvertraut, Als eine wohlgeschmückte Braut An deiner Seite stehen. Paul Gerhardt, 1607—167 will, Passionszeit. 87 60. Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. G. Neumark. 1657. I DDe 1. Es ist voll-bracht! Er ist ver⸗ schie⸗ den, der Frie-de-fürst ent⸗ 1———.„den, H2——— — n... mein Je⸗sus schließt die Au-⸗ gen zu; die Le⸗bens⸗son ⸗ ne geht zur Ruh .—— SSTTRTTA—— 2— 2— — und sinkt in stil ⸗le To⸗ des nacht —— N 2 + I ..—— o gro⸗ßes Wort: Es ist voll⸗ bracht! 2. Es ist vollbracht! Er hats en Das ewge Wort muß sprachlos sein, Das Herz der Treue wird gebrochen, Den Fels des Heils umfaßt ein Stein; Die höchste Kraft ist nun verschmacht, O wahres Wort: Es 5 vollbracht! 3. Es ist vollbracht! Ihr, mteine Sünden, Verdammet nun mein Herz nicht mehr. Vom Himmel her hör ich verkünden: Des Sohnes Blut erlangt Gehör; Am Kreuz hats Frieden uns gemacht. O süßes Wort: Es ist vollbracht! Er Es ist vollbracht! O welch Verlangen Diche mich zu deinem Grabe hin, ich wünschen Engel zu umfangen, Ruh auch in meinem Herzen drin, Wo dir die Liebe Raum gemacht; O tröstlich Wort: Es ist vollbracht! 88 Passionszeit. 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen 62. Zur Ruh auf Christi Grabesstein;— Die Engel sind allhier zugegen, 2 Ich schlummre sanft mit Jakob ein,— Die Himmelspfort ist aufgemacht, O Lebenswort: Es ist vollbracht! Salomo Franck, 1659— 1725 2. 61. Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 1625. u Q 4 N f — + ZE. N 1 + 1 5 111 1 IED VII. +. V.. 1— + —— I 0 1. Herr Je⸗-su Christ, dein teu⸗res ISII—— 15½77...— +. HHH 2 1+ 4 1—4 1.— —— ů I +— II.— 2 4+..— 1..— 1.4— 1 1 LI E Blut ist mei⸗ner See⸗le höchstes Gut, — SEE——* 4 I—.————— 4+—. — 233* das stärkt, das labt, das macht al-lein E. +—— ů H IZ.— + 2 2—— 1 II + + + +.— 2.— 1———4 I + LX 1 1 mein Herz von al ⸗len Sün⸗den rein. 2. Dein Blut mein Schmuck, mein Ehrenkleid, Dein Unschuld und Gerechtigkeit Macht, daß ich kann vor Gott bestehn Und zu der Himmelsfreud eingehn. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, Mein Trost, mein Heil, mein Gnadenthron, Dein teures Blut, dein Lebenssaft Gibt mir stets neue Lebenskraft. 4. Herr Jesu, in der letzten Not, Wenn mich schreckt Teufel, Höll und Tod, So laß ja dies mein Labsal sein: Dein Blut macht mich von Sünden rein. Johann Olearius, 1611—1684. Passionszeit. 62. Mel.: Herr Jesu Christ, du höchstes Gut. Oder: Wenn mein Tindle vorhanden ist. 1594. — 1. lah aln 0 su, dei⸗ne Angst und Pein laß mir vor 92555 36— all⸗ 10 36555 und dein 25 Wäh⸗ tes hinn zin. zu—— mei⸗den. die 620 de rn I......— r. wüch an dei⸗ne gro⸗ße Not und dei⸗ nen S Dir aufgelegt zu Ach liebster Laß diese Schuld vergessen sein, Laß Gnad für Recht ergehen. 3. Du hast verlassen deinen Thron, Bist in das Elend gangen, Ertrugest Schläge, Spott und Hohn, Mußtest am Kreuze hangen, Auf daß du für uns schafftest Rat Und unsre schwere Missetat Bei Gott versöhnen möchtest. 4. Drum will ich jetzt aus Dankbarkeit Von Herzen dir lobsingen, Und wenn du zu der Seligkeit Mich wirst hinkünftig bringen, herben, bit⸗tern Tod, die⸗weil ich le⸗be, den⸗ken. 2. Die Wunden alle, die du hast, Hab ich dir helfen schlagen, Auch meine große Sündenlast 50 tragen; land, schone mein, 9⁰ Paf stons zeit. S0 Wwill sich daselbst noch viel mehr Zusamt dem ganzen Himmelsheer Dich ewig dafür loben. * 5. Herr Jesu, deine Angst und Pein 1 dein betrübtes Leiden Laß meine letzte Zuflucht sein, Wenn ich von 2 soll scheiden. Ach hilf, daß ich durch deinen Tod sanft beschließe meine Not Und selig sterbe. Amen. Unbekannt, 1674. 63. Mel.: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. J. Crüger. 1640. Nr. 64.) 1. Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken,‚ ů Mich in das Meer der Liebe zu versenken, ö Die dich bewog, von aller Schuld des Bösen Uns zu erlösen. 2. Du wolltest, Herr, ein Mensch gleich uns auf Erden Und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden, An unsrer Statt gemartert und zerschlagen Die Sünde tragen. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Sinn ich ihm nach, so zaͤgen meine Kräfte, Mein Herz erbebt, ich seh und ich empfinde Den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen; Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen. Dies kann mein Geist mit Schrecken und Am Kreuz erblicken.[Entzücken — 1674. 104⁴0. nken, sen uns en rden, 1 äfte! Passionszeit. 91 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst ö darnieder; Es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder, Lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Zu Gottes Freunde. Feinde 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, Ich liege hier vor dir gebückt im Staube, Verliere mich mit dankendem Gemüte In deine Güte. 7. So sei denn ewig auch von mir gepriesen Für das Erbarmen, das du mir erwiesen, Da du, mein Heiland, auch für mich dein Leben Dahingegeben. 8. Du liebtest mich; ich will dich wieder lieben Und stets mit Freuden deinen Willen üben. O gib zu diesem seligen Geschäfte Stets neue Kräfte. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. Eigene Melodie. ö J. Crüger. 1640. 1. Herz⸗liebster Je-su, was hast du ver⸗ e d n, LndirnK EE ———— DISSIEET— bro⸗chen, daß man ein solch scharf Ur⸗teil hat ge— spro⸗chen? Was ist die Schuld, in was für Misse⸗ I .* ——————————.——. 1. ————————————.— ta⸗ ten bist du ge⸗ ra ⸗ten? ..... W — — 92 Passtonszeit. 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, Ins Angesicht geschlagen und verhöhnet; Du wirst mit Essig und mit Gall getränket, Ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? 0 meine Sünden haben dich geschlagen. Ich, ach Herr Jesu, habe dies verschuldet, Was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; Die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, Für seine Knechte. 5. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, Die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, Und du mußt leiden. 6. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, Wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Kein menschlich Herz vermag es auszudenken, Was dir zu schenken. 7. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, Womit doch dein Erbarmen zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebestaten Im Werk erstatten? 8. Doch ist noch etwas, was dir angenehme: Wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, Daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden Mit alten Sünden. 9. Weil aber dies nicht steht in eignen Kräften, Fest die Begierden an das Kreuz zu heften, So gib mir deinen Geist, der mich regiere, Zum Guten führe. Passtonszeit. 9³ 10. Dann werd ich dir zu Chren alles wagen, Kein Kreuz nicht achten, keine Tlagen noch lagen Nichts von Verfolgung, nichts von Todess Omderzen gen? Nehmen zu Herzen. 11. Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen, Wirst du es doch nicht gar beiseite setzen; afe! In Gnaden wirst du dies von mir annehmen, Mich nicht beschämen. e, 12. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne Auf eill iche Haupte stehn die Ehrenkrone, Da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, den Lob und Dank singen. Johann Heermann, 1585—1647. ten, 65. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. rken, 22 +*— —————————— hen, 1—7— dan⸗ke dir für dein⸗nen Tod, Herr die du in dei⸗ner letzten Nor em⸗ Je⸗ su,„und die Schmer⸗-zen, o——— in deinem Her ⸗ zen. Laß die wer⸗ I den E. n Krn srirnin. n w n dien⸗ 1 sol⸗ cher Wn 25 Lab-sal mei⸗ner ——— u E D ASI— S.——— See⸗le sein, wenn mir die Au⸗ gen bre⸗=chen. Passionszeit. Ich danke dir für Leine Huld, Die du mir hast erzeiget, Da du mit Zahlung meiner Schuld Dein Haupt zu mir geneiget. Ach neig dich auch zu mir, mein Gott, Wenn ich gerat in Todesnot, Damit ich Gnade spüre. 3. Laß meine Seel in deiner Gunst Aus ihrem Leibe scheiden, Auf daß an mir nicht sei umsonst Dein teuer wertes Leiden; Nimm sie hinauf zur selben Frist, Wo du ihr liebster Jesus bist, Und laß mich ewig leben. Johann Scheffler(Angelus), 16241677. * 66. Mel.: Christus, der uns selig macht. 1531. 7 1. Je⸗ esu, dei⸗ne Pas⸗ gsi⸗ zon will ich jetzt be⸗ 1 —— 2——.———— 36665 b . den-ken, wol-lest mir vom Himmelsthron 3336 ——— d An⸗dacht schen-ken. In dem Bil-de — sionszeit. 9⁵ 2. ————— .. D — un⸗-ser Heil zu sein, lit-test al⸗le Schmter⸗zen Gott, 2. Gib, daß ich recht sehen mag Deine Angst und Bande, Dein Verspeien, Schläg und Schmach, st Deine Kreuzesschande, Deine Geißel, Dornenkron, Speer⸗ und Nägelwunden, Deinen Tod, o Gottessohn, In den Marterstunden. 3. Doch laß mich ja nicht allein Deine Marter sehen, 67⁷ Laß mich auch die Ursach fein . Und die Frucht verstehen. Ach, die Ursach war auch ich, 1531. Ich und meine Sünde; Diese hat gemartert dich, Daß ich Gnade finde. 4. Jesu, lehr bedenken mich be⸗ Dies mit Buß und Reue; Hilf, daß ich mit Sünden dich 43. Martre nicht aufs neue. — Sollt ich dazu haben Lust 912 Und nicht wollen meiden, Was mein Heiland büßen mußt — Mit so großen Leiden? — 5. Wenn mir meine Sünde will, Machen heiß die Hölle, de Jesu, mein Gewissen still, Dich ins Mittel stelle. — Dich und deine Passion — Laß mich gläubig fassen. Liebet mich sein lieber Sohn, du, Wie kann Gott mich hassen? Paf sionszeit. 0 Gih dnch. esu, dab 19 gern Dir das Kreuz machrrge Daß ich Demut von dir lern Und Geduld in Plage, Daß ich dir geb Lieb um Lieb. Indes laß dies Lallen— Bessern Dank ich dorten geb— Jesu, dir gefallen. Sigismund v. Birken, 1626—1681. 67. Eigene Melodie. 1699. q———— rnn n. gin——— . Je⸗ su, dei⸗ne tie⸗fen Wun-den, ge⸗ ben mir zu al⸗ len Stun⸗den 2— 2 2 H..‚J——+.—— EA, dei-ne Qual und bitt-rer Tod Trost in Leibs⸗ und See⸗ 661=not. 1— .E— et⸗was Ar⸗ ges ein, denk ich bald an —.— Zrdn.=. dei⸗ne Pein; die ver⸗lei⸗det mei⸗ nem Her⸗-zen, 20 . mit der nede je zu scher⸗zen. 2. Will sich denn in Lüsten weiden Mein verderbtes Fleisch und Blut, So gedenk ich an dein Leiden, Bald wird alles wieder gut. Fällt mir 7 . Passtonszeit. Kommt der Satan und setzt mir Heftig zu, halt ich ihm für Deine Gnad und Gnadenzeichen, Bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Welt mein Herze führen Auf die breite Sündenbahn, Da nichts ist als Jubilieren, Alsdann schau ich emsig an Deiner Marter Zentnerlast, Die du ausgestanden hast; So kann ich in Andacht bleiben, Alle böse Lust vertreiben. 4. Ja, für alles, das mich kränket, Geben deine Wunden Kraft; Wenn mein Herz hinein sich senket, Schöpf ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit Wendt in mir das bittre Leid, Der du mir das Heil erworben, Da du bist für mich gestorben. 5. Auf dich setz ich mein Vertrauen, Du bist meine Zuversicht; Dein Tod hat den Tod zerhauen, Daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe teil, Bringet mir Trost, Schutz und Heil; Deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 6. Hab ich dich in meinem Herzen, Du Brunn aller Gütigkeit, So empfind ich keine Schmerzen Auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich; Kein Feind kann verletzen mich. Wer sich legt in deine Wunden, Der hat glücklich überwunden. Johann Heermann. 1585—1647. Passtonszeit. 68. Mel.: 4 meines Lebens L Leben. W. ies 1661. ⁰—.——— FFFIFFF V ů——6 1 . 4. 2 e— 1. dur⸗„ su, der du wol-len bü⸗ ßen n teu⸗res Blut⸗ver⸗gie⸗ßen, durch dei d —2.——— für die Sün⸗den al⸗ler Welt der du dich hast dar⸗ge-stellt als ein O-pfer für die Sün⸗ der, die ver⸗lor⸗nen A⸗ dams⸗ I .... * 2 L——— kin⸗der: ach laß 23—— To-des- nüs 1• +———— + 1— N———.—— 1 + EIEA En 1—+ 2—— V.—. L +*— III— 8 nicht an mir ver⸗lo⸗ren sein. 2. Rette mich durch deine Plagen, Wenn mich meine Sünde plagt; Laß, ach laß mich nicht verzagen, Weil du selbst für mich gezagt. Hilf, daß mich dein Angstschweiß kühle, Wenn ich Drangsalshitze fühle: Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 3. Mache mich durch deine Bande ö Von des Satans Banden frei; Hilf, daß dein erlittne Schande Meine Kron und Ehre sei. Trost der Seelen, Heil der Erden, Laß mich nicht zuschanden werden: — —— —— DEEEEFFJ——.— Passtonszeit. Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 4. Rede durch dein Stilleschweigen, Liebster Jesu, mir das Wort, Wenn mich Sünden überzeugen Und verklagen fort und fort, Wenn mein bös Gewissen schreiet Und mir mit Verdammnis dräuet: Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 5. Laß mich Freudenrosen brechen, Liebster Jesu, meine Zier Von den Dornen, die dich stechen; Jesu, nahe dich zu mir, Kröne mich mit Huld und Gnade, Daß kein Sündendorn mir schade: Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 6. Ach laß deine tiefen Wunden Frische Lebensbrunnen sein, Wenn mir alle Kraft verschwunden, Wenn ich schmacht in Seelenpein; Senk in Abgrund deiner Gnaden Alle Schuld, die mich beladen: Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 7. Ach zerbrich des Eifers Rute, Ach erzeige Gnad und Huld. Tilge doch mit deinem Blute Meine schwere Sündenschuld; Laß mich in der Angst der Sünden Ruh in deiner Seite finden: Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 10⁰ Passtonszeit. 8. Hilf, daß mir dein Dürsten nütze, Das am Kreuze dich geplagt; Wenn ich lechze, wenn ich schwitze, Wenn mich meine Sünde jagt, Laß mich deinen Durst genießen, Laß mir Lebensströme fließen: Ach laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 9. Jesu, komm mich zu befreien Durch dein lautes Angstgeschrei; Wenn viel tausend Sünden schreien, Stehe doch mir Armen bei; Wenn mir Wort und Sprach entfallen, Laß mich sanft von hinnen wallen: Laß mir deine Todespein Leben, Heil und Himmel sein. Unbelannt, 1697. 69. Eigene Melodie. W. Weßnitzer. 1661. DPDPDPRPRPRPPRPRPRPRPRPRPPPPRPPPPRPRPRRR‚R‚‚‚‚ n*.— 1. Je⸗su, mei⸗nes Le-bens Le⸗ ben, der du dich für 945— ge⸗ ge-ben ...—.— Er 545e Je⸗su, mei⸗nes To⸗des Tod, in die tief⸗ste See⸗len⸗not, in das äu-ßer⸗ —— ů ö —.—————— 2—4.— —— 0 en e——— —— 1——.— ste Ver 93 ben, nur daß ich nicht 933.4 te S Rter⸗ ben Tau⸗ send⸗, tau⸗ send⸗ mal 91 dn Passtonszeit. lieb⸗ ster Je⸗su, Dank da⸗ fütr. 2. Du, ach du hast ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und Banden, Du gerechter Gottessohn, Nur mich Armen zu erretten Von des Teufels Sündenketten. Tausend⸗ tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 3. Wunden ließest du dir schlagen, Ohnemaßen littest du, Um zu heilen meine Plagen, Um zu setzen mich in Ruh Ach du hast zu meinem Segen Lassen dich mit Fluch belegen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 4. Man hat dich sehr hart verhöhnet, Dich mit großem Schimpf belegt, Gar mit Dornen dich gekrönet; Was hat dich dazu bewegt? Daß du möchtest mich ergötzen, Mir die Ehrenkron aufsetzen. Tausend⸗ tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 5. Du hast wollen sein geschlagen, Mich zu lösen von der Pein, Fälschlich lassen dich anklagen, Daß ich könnte sicher sein; Daß ich möchte trostreich prangen, Hast du sonder Trost gehangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. — 10² Passtonszeit. 6. Du hast dich in Not gestecket, Hast gelitten mit Geduld, Gar den herben Tod geschmecket, Um zu büßen meine Schuld; Daß ich würde losgezählet, Hast du wollen sein gequälet. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 7. Deine Demut hgt gebüßet Meinen Stolz und Übermut, Dein Tod meinen Tod versüßet: Es kommt alles mir zu gut. Dein Verspotten, dein Verspeien Muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend-⸗, Lansendmalnf sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Jesu, für gesamte Not, Für die Wunden, für die Schmerzen, Für den herben, bittern Tod; Für dein Zittern, für dein Zagen, Für dein tausendfaches Plagen, Für dein Angst und tiefe Pein Will ich ewig dankbar sein. Ernst Christoph Homburg, 1605—1681. Mel.: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. 157⁷7. — S—.— —*— 1.] Laßt uns doch Chri⸗sto dankbar sein, daß Auch laßt uns sein der 51080 1500 und ZZ er für uns in Au de Pein sich wil-lig weil Gott nunmehr un-ser Freund, nach sei-nem L 103 [1. E IE hin ⸗ge ⸗ ge — len 11 2—H——1— Lieb 555 + 16 ⸗dermann, wie Chri⸗ an uns ge⸗tan. A.—— GNSV — Men schen⸗ tind, be⸗tracht es recht, wie ,, iri..— = Got⸗tes Zorn die Sün⸗de schlägt. Herr Je⸗-su Z———. Christ, Rein Herr und Gott, mein Herr und — Gott, von Sün⸗ den 21 mich dein Tod. 71. Eigene Melodie. 1684. 1 O du Lie be mei⸗ner Lie⸗be, ö die du dich aus höch-stem Trie-be ,, 12— er-wünsch⸗te Se⸗ 1195 teit in das jam-mer-vol-le Leid dei⸗nes 10⁴ Passionszeit. — 2 —.— 12—.— W Lei⸗dens mir zu gu⸗te als 9 O. pfer EIEES +——— 1.——„—— — —— —— —.— — ein ge ⸗stellt und be⸗zahlt mit dei⸗nem 4———— in E Blu⸗te al⸗le Mis⸗se tat der Welt; 2. Liebe, die mit Schweiß und Tränen An dem Olberg sich betrübt, Liebe, die mit 1 ehs Sehnen Unaufhörlich fest geliebt, Liebe, die den eignen Willen In des Vaters Willen legt Und, um Gottes Zorn zu stillen, Treu die Last des Kreuzes trägt; 3. Liebe, die mit starkem Herzen Alle Schmach und Hohn gehört, Liebe, die mit Angst und Schmerzen Nicht der strengste Tod versehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, Als sich Kraft und Atem endt, Liebe, die sich liebend neiget, Als sich Leib und Seele trennt; 4. Liebe, die mit ihren Armen Mich zuletzt umfangen wollt, Liebe, die aus Liebserbarmen Mich zuletzt in höchster Huld Ihrem Vater überlassen, Die selbst starb und für mich bat, Daß mich nicht der Zorn sollt fassen, Weil mich ihr Verdienst vertrat; + T W ssssu Passtonszeit. 10⁵ 5. Liebe, die für mich gestorben Und ein immerwährend Gut 2— An dem Kreuzesholz erworben, ser wie denk ich an dein Blut! ch wie dank ich deinen Wunden, —. Du verwundte Liebe du, em Wenn ich in den letzten Stunden Sanft an deinem Herzen ruh! — 6. Liebe, die sich tot gekränket Und für mein erkaltet Herz t; In ein kaltes Grab gesenket, inen Ach wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, Daß ich ewig leben kann, Und der Seelen Heil erworben, Nimm mich ewig liebend an. Elisabeth v. Senitz, 1629—1679. 72. Mel.: Herzlich tut mich verlangen. H. L. Haßler. 1601. — 4 4 1—.— +—— —, 56.6—— ——— B F—F—— ů O Haupt voll Blut und Wun⸗den, voll o Haupt, zum Spott ge-bun-den mit 1.57 4295 nn der r ·d., Schmerz und vol-ler Hohn, ei ⸗ ner Dor-nen⸗ kron! o I—. S......... Haupt, sonst schön ge⸗krö-net mit höch-⸗ster 1⁰ Passtonszeit. ...— E2 ——PTII— Ehr und Zier, jetzt=ber höchst ver⸗ 11 — +.——— DR‚‚‚‚‚.. 2.—.— H 1 E 1——— II höh⸗net: ge⸗ grü⸗ßet setst du mir! 2. Du edles Angesichte, Davor sonst schrickt und scheut Das große Weltgewichte, Wie bist du so bespeit, Wie bist du so erbleichet, Wer hat dein Augenlicht, Dem sonst kein Licht mehr gleichet, So schändlich zugericht? 3. Die Farbe deiner Wangen, Der roten Lippen Pracht Ist hin und ganz vergangen; Des blassen Todes Macht Hat alles hingenommen, Hat alles hingerafft, Und daher bist du kommen Von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erduldet, Ist alles meine Last; Ich hab es selbst verschuldet, Was du getragen hast. Schau her hier steh ich Armer, Der Zorn verdienet hat: Gib mir, o mein Erbarmer, Den Anblick deiner Gnad. 5. Erkenne mich, mein Hüter, Mein Hirte, nimm mich an; Von dir, Quell aller Güter, Ist mir viel Guts getan; Passtonszeit. Dein Mund hat mich gelabet Mit Milch und süßer Dein Geist hat mich begabet ost, Mit mancher Himmelslust. 6. Ich will hier bei dir stehen, Verachte mi Von dir wi doch nicht, ich nicht gehen, Wenn dir dein Herze bricht. Wenn dein Haupt wird erblassen Im letzten Todesstoß, Alsdann will ich dich fassen In meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen Freuden Und kommt mir herzlich wohl, Wenn ich in deinem Leiden, Mein Heil, mich finden soll. Ach möcht ich, o mein Leben, An deinem Kreuze hier Mein Leben von mir geben, Wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, O Jesu, liebster Freund, Für deines Todes Schmerzen, Da du's so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte Zu dir und deiner Treu, Und wenn ich nun erkalte, In dir mein Ende sei. 9. Wenn ich einmal soll scheiden, So scheide nicht von mir; Wenn ich den Tod soll leiden, So tritt du dann herfür; Wenn mir am allerbängsten Wird um das Herze sein, So reiß mich aus den ÄAngsten Angst und Pein. Kraft deiner Paffionszeit. 10. Erscheine mir zum Schilde, Zum Trost in meinem Tod, Und laß mich sehn dein Bilde In deiner Kreuzesnot. Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll Dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt, 1607—1676. 70. Mel.: Christus, der uns selig macht. 1531. 3— 22—— 2———— +— N .—— O hilf, Chri⸗ ste, Got⸗tes Sohn, durch—11 n arrr n umn, e. bit⸗ zter Lei⸗ den, daß wir dir stets un⸗ter⸗tãn, — 3605————.— 1— +— 1———0 +2 —— 122— 0——.—— 2I all Un⸗tu⸗ gend mei-den, deinen Tod und ——.——. —— 1 2———... 97 123— 2—— sein Ur⸗ sach frucht-⸗bar⸗lich be den-ken, 3..— —..— 33 33—— e I da⸗für, wie⸗ 66660 arm und schwäch, dir Dank⸗ op⸗ ser schen-ken. Michoel Weiße, 4 1540. Pasfionszeit. Eigene Melodie. 1598. ,. 1 s Got⸗ tes, un⸗ Ichul⸗ 910 am all-zeit er⸗fun⸗=⸗den g'dul⸗ 5057 wie⸗ — 2——— 7 0 +—3————— 576. 1—— 7 2 e— Stamm des Kreuzes ge-schlach-tet, ö 1581. wohl du wurdest v ver⸗ach⸗tet; 127101 — — r——.—. +—————. eln du ge⸗tra⸗ gen, sonst müß⸗ten wir ver⸗za⸗gen. — V —— EE—.——..— u.— Erbarm dich un⸗ser, o Je-su, Je⸗su! 2. O Lamm Gottes, unschuldig Am Stamm des Kreuzes geschlachtet, ind Allzeit erfunden dest pis⸗ — Wiewohl du wurdest verachtet; — All Sünd hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen. x Erbarm dich unser, o Jesu, Jesu! — 3. O Lamm Gottes, unschuldig — Am Stamm des Kreuzes geschlachtet, „ Allzeit erfunden g'duldig, Wiewohl du wurdest verachtet; All Sünd hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen. Gib uns dein Frieden, o Jesu, Jesu! Nikolaus Decius, 4 1541. 11⁰ Passionszeit. — Eigene Melodie. 16²8⁸. . n. S=S— 1. Tranerige keit, 1 Her⸗ze⸗leid! EE—— ist das nicht zu be⸗ Ha⸗ gen? Gott des Vaters 41.—*——.— N II 1— +——— +— SIIIIIIIIIIII.. ei⸗nig Kind wird ins Grab ge⸗ tra⸗gen. 2. O große Not, der Herr ist tot, Am Kreuz ist er gestorben, Hat dadurch das Himmelreich Uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind, nur deine Sünd Da dieses angerichtet, a du durch die Missetat . 80 ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, das Gotteslamm, — t hier mit Blut beflossen, Welches er ganz mildiglich Hat für dich vergossen. 5. O süßer Mund, o Glaubensgrund, Wie bist du doch zerschlagen! Alles, was auf Erden lebt, Muß dich ja beklagen. 6. O selig ist 36 jeder Frist, Der dieses recht bedenket, =* Wie der Herr der Herrlichkeit Wird ins Grab versenket. 7. O Jesu, du mein Hilf und Ruh, Ich bitte dich mit Tränen: Hilf, daß ich mich bis ins Grab Nach dir möge sehnen. Johann Rist. 1607— 1667. V* HI 22— 2 Paf ssionszeit. 1I 2 Mel.: O Wellt, ich muß 28 Wsaat Isaak.(7) 1536. ——— Welt⸗ sieh Her re Le⸗ 1910 ————— V 1* —————.—— 447. 5— —. Stamm des Kreu⸗ des— ⸗ben, dein iii Heil sinkt in den Tod. Der gro⸗ ße Fürs der D e Ch⸗ ren läßt wil⸗lig sich be⸗ schwe⸗ ren mit n,e. Schlä⸗gen, Hohn und gro⸗ßem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, Sein Leib ist ganz mit Schweiße Des Blutes überfüllt: Aus seinem edlen Herzen Vor unerschöpften Schmerzen Ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, Mein Heil, und dich mit Plagen So übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder Wie wir und unsre Kinder, Von Übeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, Die sich wie Körnlein finden Des Sandes an dem Meer, Die haben dir erreget Das Elend, das dich schläget, Und das betrübte Marterheer. Pasfionszeit. Ich bins, ich sollte büßen, An Händen und an Füßen Gebunden in der Höll; Die Geißeln und die Banden Und was du ausgestanden, Das hat verdienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken Die Lasten, die mich drücken Viel schwerer als ein Stein; Du wirst ein Fluch, dagegen Verehrst du mir den Segen, Dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 7. Du setzest dich zum Bürgen, Ja lässest dich gar würgen Für mich und meine Schuld; Mir lässest du dich krönen Mit Dornen, die dich höhnen, Und leidest alles mit Geduld. 8. Ich bin, mein Heil, verbunden All Augenblick und Stunden Dir überhoch und sehr; Was Leib und Seel vermögen, Das soll ich billig legen Allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun ich kann nicht viel geben In diesem armen Leben, Eins aber will ich tun: Es soll dein Tod und Leiden, Bis Leib und Seele scheiden, 2210 stets in meinem Herzen ruhn. Ich wills vor Augen setzen, Wich stets daran ergötzen, Ich sei auch, wo ich sei; Gs soll mir sein ein Spiegel Der Unschuld und ein Siegel Der Lieb und unverfälschten Treu. Passionszeit. 113 11. Ans Kreuz will ich mich schlagen Mit dir und dem absagen, Was dir, Herr, nicht gefällt; Was deine Augen hassen, Das will ich fliehn und lassen, Gefiel es auch der ganzen Welt. 12. Dein Seufzen und dein Stöhnen Und die viel tausend Tränen, Die dir geflossen zu, Die sollen mich am Ende In deinen Schoß und Hände Begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 1607—1676. 77. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. J. Crüger. 1656. 5, 994 See⸗ke, geh auf Gol⸗ga⸗ tha, setz dich und be⸗den⸗ke, was 358— da für ein —— 4—— *—..—.— ä 2— un⸗ter Je⸗ su reme Je Trieb zur Bu⸗ße rei ⸗ze; DDI willst du un⸗ emp⸗find⸗lich sein, 0 so bist du mehr als Stein. 2. Schaue doch das Jammerbild Zwischen Erd und Himmel hangen, Wie das Blut mit Strömen quillt, Daß ihm alle Kraft vergangen. A der übergroßen Not, Es ist ja mein Jesus tot! Passionszeit. 3. O Lamm Gottes ohne Schuld, Alles das hab ich verschuldet, Und du hast aus großer Huld Pein und Tod für mich erduldet. Daß ich nicht verloren bin, Gibst du dich ans Kreuze hin. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, Ich verehre deine Liebe. Schaue von des Kreuzes Stamm, Wie ich mich um dich betrübe. Dein im Blute wallend Herz Setzet mich in tausend Schmerz. 5. Ich kann nimmer, nimmermehr Diese Plagen dir vergelten, Du verbindest mich zu sehr; Alle Güter, tausend Welten, Alles wäre noch kein Dank Nur für deinen Gallentrank. 6. Nun, ich weiß noch was für dich: Ich will dir mein Herze geben; Dieses soll beständiglich Unter deinem Kreuze leben. Wie du mein, so will ich dein Lebend, leidend, sterbend sein. J. Laß dein Herz mir offen stehn, Offne deiner Wunden Türe; Da hinein will ich stets gehn, Wenn ich Kreuz und Not verspüre, Wie ein Hirsch nach Wasser dürst, Bis du mich erquicken wirst. 8. Kreuzige mein Fleisch und Blut, Lehre mich die Welt verschmähen; Laß mich dich, du höchstes Gut, Immer vor den Augen sehen. Führ in allem Kreuze mich Wunderlich und seliglich. 78 Pas sionszeit. Auch geduldig überwinden. Als in deinen Wunden finden. 78 Mel.: Jesu, deine tiefen Wunden. Oder: Freu dich sehr, o müt Seele. 99 Endlich laß mich meine adnin Nirgend sonst wird mich der Tod Wer sich hier sein Bette macht, Spricht zuletzt: Es ist vollbracht! Benjamin Schmolck, 1672—1737. n w 1—3 Sei mir tau⸗ ⸗send-mal ge-grü-ßet, Je⸗su, der du selbst ge-bü⸗ßet . ich: der mich je und je ge⸗liebt, das, äütti— e⸗trübt. Ach wie ist mir —.——— doch so wohl, wann ich knien 2⁵1 lie⸗gen foll 1—. 2—— ů EII. ——*.— an dem Kreu⸗ze, da du stir⸗best und um mei⸗ne ö ö—11 ö—9— —— 7— —11 See⸗le wir⸗⸗best. 2. Heile mich, o Heil der Seelen, Wo ich krank und traurig bin, Nimm die Schmerzen, die mich quälen, Und den ganzen Schaden hin, Passionszeit. Den mir Adams Fall gebracht Und ich selber mir gemacht; Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, Wird sich all mein Jammer setzen. 3. Schreibe deine blutgen Wunden Mir, Herr, in das Herz hinein, Daß sie mögen alle Stunden Bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein schönstes Gut, Da mein ganzes Herze ruht; Laß I hier zu deinen Füßen Deiner Lieb und Gunst genießen. 4. Diese Füße will ich halten Auf das best ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten Und mich selber freundlich an Von des hohen Kreuzes Baum Und gib meiner Bitte Raum, Sprich: Laß all dein Trauern schwinden, Ich, ich lilg all deine Sünden. Paul Gerhardt, 1607—1676. 100 Mel.: O Traurigkeit, o Herzeleid. 1628. SE 1. So ru⸗-hest du, o mei⸗ ne Ruh, ............T— ———— in dei-ner Gra⸗bes⸗ höh: le und er⸗ N e, weckst durch dei⸗nen Tod mei⸗ ne to⸗te Seelle. Passionszeit. 2. Man senkt dich ein Nach vieler Pein, Du meines Lebens Leben. Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3.— Lebensfürst, Ich weiß, du wirst Mich wieder auferwecken; Sollte denn mein gläubig Herz Vor der Gruft erschrecken? 4. Sie wird mir sein Ein Kämmerlein, Da ich auf Rosen liege, Weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 5. Gar nichts verdirbt, Der Leib nur stirbt; Doch wird er auferstehen Und in ganz verklärter Zier 22 dem Grabe gehen. 6. Indes will ich, Mein Jesu, dich In meine Seele senken Und an deinen bittern Tod Bis ins Grab gedenken. Salonis Franck, 1659—1725. 80. Mel.: Herr Christ, der einig Gotts Sohn. 1524. 2 ö 55— +— —..... + — 5—* 2——— 1 Wenn mei⸗ne Sünd mich krün⸗ ken, so laß mich wohl be— 95 ken, .SSPSPSPSPSSS o mein Herr Je⸗su in Ohrn wie du ge ⸗stor⸗ ben bist und al⸗le Passionszeit. , Z ö e auf dich ge-nom-men hast. 1—.— O Wunder ohnemaßen, Wer es betrachtet recht: Es hat sich martern lassen Der Herr für seinen Knecht, Es hat sich selbst der wahre Gott Für mich verlornen Menschen Gegeben in den Tod. 3. Was kann mir—17 nun schaden Der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, Die Schuld ist allzumal Bezahlt durch Christi teures Blut, Daß ich nicht mehr darf fürchten Der Hölle Qual und Glut. 4. Drum sag ich dir von Herzen Jetzt und mein Leben lang Für deine Pein und Schmerzen, 8⁰ O Jesu, Lob und Dank, Für deine Not und Angstgeschrei, Für dein unschuldig Sterben, 7 Für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bitter Leiden— Mich reizen für und für, Mit allem Ernst zu meiden Die sündliche Begier, Daß mir nie komme aus dem Sinn, Wie viel es dich gekostet, Daß ich erlöset bin. Passionszeit. 11⁹ —. 6. Mein Kreuz und meine e Plagen, —.— Sollts auch sein Schmach und Spott, gen Hilf mir geduldig tragen, Gib, o mein Herr und Gott, Daß ich verleugne diese Welt Und folge dem Exempel, Das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben, Was du an mir getan, Und meinen Nächsten lieben, Gern dienen jedermann Ohn Eigennutz und Heuchelsch ein Und, wie du mir erwiesen, Aus' reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden Mich trösten kräftiglich In meinen letzten Stunden Und des versichern mich, Weil ich auf dein Verdienst nur trau, Du werdest mich annehmen, Daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius, 1601—1673. 81. Mel.: Nun laßt uns den Leib begraben. Wittenberg. 1544. Christ,— daß du für uns ge ge⸗ stor⸗ ben bist und hast uns durch dein teu⸗ res Blut ge⸗ 12⁰ Ostern. 5.————— — I. IWA— macht vor Gott ge-recht und gut. 2. Und bitten dich, wahr Mensch und Gott, Durch deine heilgen Wunden rot, Erlös uns von dem ewgen Tod Und tröst uns in der letzten Not. 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand, Reich uns dein allmächtige Hand, Daß wir im Kreuz geduldig sein, Uns trösten deiner schweren Pein, 4. Und schöpfen draus die Zuversicht, Daß du uns wirst verlassen nicht, Sondern ganz treulich bei uns stehn, Daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Fischer, 4 1600. VI. Ostern. 0 82. Eigene Melodie. J. Crüger. 1649. .— 1. Wie kömmt nach gro ßem Lei— — ........——.———— —— d. den was heut ge-schicht! den nun ein so gro⸗ßes Licht! ———.— xd. ö———— 250 E E 2—— uns hin⸗trägt, wenn von uns un ⸗ser Ostern. — ö ö—— Geist gen Him-mel ist ge= reist. 2. Er war ins Grab gesenket, Der Feind trieb groß Geschrei. Eh ers vermeint und denket, Ist Christus wieder frei Und ruft Viktoria! Schwingt fröhlich hier und da Sein Fähnlein als ein Held, Der Feld und Mut behält. 3 Das ist mir anzuschauen Ein rechtes Freudenspiel; Nun soll mir nicht mehr grauen Vor allem, was mir will Entnehmen meinen Mut Zusamt dem edlen Gut, So mir durch Jesum Christ Aus Lieb erworben ist. 4. Die Höll und ihre Rotten, Die krümmen mir kein Haar, Der Sünden kann ich spotten, Bleib allzeit ohn Gefahr; Der Tod mit seiner Macht Wird nichts bei mir geacht, Er bleibt ein totes Bild, Und wär er noch so wild. 5. Die Welt ist mir ein Lachen Mit ihrem großen Zorn; Sie zürnt und kann nichts machen, All Arbeit ist verlorn. Die Trübsal trübt mir nicht Mein Herz und Angesicht; Das Unglück ist mein Glück, Die Nacht mein Sonnenblick, —— II ,err. e——— ———D.———.—— II 12² Ostern. 6. Ich hang und bleib auch Hanen 41— An Christo als ein Glied; 2.— Wo mein Haupt durch ist gangen, 2 Da nimmt er mich auch mit. wi Er reißet durch den Tod, Durch Welt, durch Sünd und Not, Er reißet durch die Höll; Ich bin stets sein Gesell. 7. Er Fringt zum Saal der Ehren, Ich folg ihm immer nach Und darf mich gar nicht kehren An einig Ungemach; Es tobe, was da kann, Mein Haupt nimmt sich mein an, Mein Heiland ist mein Schild, Der alles Toben stillt. 8. Er bringt mich an die Pforten, Die in den Himmel führt, Daran mit güldnen Worten Der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, Wird hier auch mit gekrönt; Wer dort mit sterben geht, Wird hier auch mit erhöht. Paul Gerhardt, 1607—1676. 83. Mel.: Dennoch bleib ich stets an dir. 1719. 1—7 Auf mein Herzl Ein fro⸗ her Tag hat die Chri— stus, der im Gra-be lag, ist im Se O wie 5980 sind * 0 Nach der Furcht ver⸗ 1— Den To⸗de nicht ge-blie-ben. Ostern. Lanre. H II E=.::i.vit Eirnwin, HQ———————— 2—4 —— 1.. I ö ö— wir ge⸗tröst! Je-sus hat die Welt er⸗löst 2. Er ist Gottes ewger Sohn, Ewig sei er auch gepriesen; Seiner Feinde Schar zum Hohn Hat er sichtbar es bewiesen. Er erfüllet durch die Tat, Was sein Mund geredet hat. 3. Unsre Schulden sind zwar groß, Doch wir dürfen nicht verzagen; Gott läßt unsern Bürgen los, Der sie büßend hat getragen. Jesus ist mit Preis gekrönt, Und wir sind mit Gott versöhnt. 4. Sterben war der Sünden Sold; Nun ist Christus unser Leben, Der für unsre Schuld nicht Gold, Nein, sich selber hingegeben. Er hat aus des Grabes Nacht Neues Leben mitgebracht. 5. Tod, wo ist nun deine Kraft? Grab, wo sind nun deine Ketten? Hier ist Gott, der Hilfe schafft, Hier ist Jesus, der kann retten, Wenngleich unser Fleisch und Bein Wird in Staub verwandelt sein. 6. Herr, dies glaub ich dir zum Ruhm, Und mein Trost ist nicht vergebens; Denn ich bin dein Eigentum, Du die Quelle meines Lebens. Hoch erfreuet sing ich dir Jetzt und ewig Dank dafür. Kaspar Neumann, 1648—1715. Ostern. 8⁴4. Eigene Melodie. 1535. —— 4. 23——— —— E.— ————1 921. Christ ist er⸗ stan⸗ den von der Mar⸗-ter — E 422—— IRIRDRDRDRDRE— 2—.—. L L—— al ⸗le; des solln wir al⸗le froh sein, ö —4——84—+4 —1— H—— e diln rrrtt n dn —. ED 2——— +. Christ will un-ser Trost sein. Hal⸗le⸗lu⸗ja. —— + ii e———i — EV.. L. 29——— II V—V 1— I.—. 2. Wär er nicht er-stan-den, so wär die Welt ver⸗ — ů 8 .— 4—⁴½ 1 1 I ——— 2.— — S...—. ————— gan-gen; seit daß er er⸗-stan-den ist, lobn V en 4 1—— 325 IIISI 7 wir den Va⸗-ter Je⸗ 15 Christ. Hal⸗le⸗lu⸗ja. —.— 3. Hal⸗le ⸗ lu⸗ja, Hal⸗le ⸗ lu⸗ja, Hal⸗le⸗ 1 2.1...—— lu a. Des solln wir—42 sih sein, — Ostern. Christ will un-ser üi sein. Hal⸗-le-lu-ja. Alte Kirche. 8⁵. Ee Melodie. 524. .. lag in To⸗ des Ban-den für der 25—.— der er⸗ 12——— den und nn. 22 sre Sünd ge⸗ 90— 9en; hat uns——0 das Le⸗ben; des wir sol⸗len I.—— fröh⸗lich sein, Gott lo⸗ben und dankbar sein und ů— sin⸗gen: Hal⸗le⸗lus⸗ ja, Hal⸗le⸗lu⸗ja. 2. Den Tod niemand zwingen konnt Bei allen Menschenkindern; Das macht alles unsre Sünd, Kein Unschuld war zu finden. Davon kam der Tod so bald Und nahm über uns Gewalt, Hielt uns in seim Reich gefangen. Halleluja. 3. Jesus Christus, Gottes Sohn, An unser Statt ist kommen Und hat die Sünde abgetan, Damit dem Tod genommen *) Die kleinen Nolen gelten für den 6. Vers. 126 Ostern. All sein Recht und sein Gewalt, Da bleibt nichts denn Tods Gestalt, Den Stachel hat er verloren. Halleluja. 4. Es war ein wunderlicher Krieg, Da Tod und Leben rungen; Das Leben das behielt den Sieg, Es hat den Tod verschlungen. Die Schrift hat verkündet das, Wie ein Tod den andern fraß, Ein Spott aus dem Tod ist worden. Halleluja. 5. Hier ist das rechte Osterlamm, Das hat uns Heil erworben; Das ist an des Kreuzes Stamm In heißer Lieb gestorben; Des Blut zeichnet unsre Tür; Das hält der Glaub dem Tod für; Der Würger kann uns nicht rühren. Halleluja. 6. So feiern wir das hohe Fest Mit Herzens Freud und Wonne, Das uns der Herr scheinen läßt. Er ist selber die Sonne, Der durch seiner Gnaden Glanz Erleuchtet unsre Herzen ganz. Der Sünden Nacht ist vergangen. Halleluja. 7. Wir essen und leben wohl, Zum süßen Brot geladen; Der alt Sauerteig nicht soll Sein bei dem Wort der Gnaden. Christus selbst die Kost will sein Und speisen die Seel allein; Der Glaub will keins andern leben. Halleluja. Dr. Martin Luther, 1483—1546. i Ostern. 12⁷ 86. Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 1523. nnnt in in rnm Kire in rer n r— 1 ö Der Höl⸗le Pfor⸗ten sind zer⸗stört, des Sa⸗tans Reich ist ganz ver-heert, .— ‚‚PI——— e der Tod ist nun ver⸗-schlun⸗gen, Lob sei dir, Gott, ge⸗ sun ⸗ gen. —.———5—.— Der Sünden Macht ist ab⸗ge⸗tan; durch Christum 1————ITTDTDT— —.—.—..—.—. Eoe ist die Himmelsbahn uns wieder auf⸗ge⸗ chlof sen. 2. Was uns des ersten Adams Schuld Im Paradies verloren, Das und noch mehr hat Christi Huld Uns wiederum erkoren. Der starke Held aus Davids Stamm Hat seines Vaters Zornesflamm Gelöscht mit seinem Blute. 3. Heut ist er aus dem Grab herfür Mit großer Macht gebrochen Und stecket auf das Heils-Panier, Gleichwie er hat gesprochen. Er bringt nach wohlgeführtem Streit Uns wieder Fried und Freudigkeit, Ja alle Himmelsschätze. 4. Drum lasset uns in Fröhlichkeit Herz und Gemüt erheben, Weil uns ist diese Gnadenzeit Vom Himmel wieder geben. 128 Ostern. Wir haben Christi Reich und Macht; Er ist hinweg, der Tag und Nacht Vor Gott uns hat verklaget. 5. Der alle Welt verführt in Not, Liegt in dem Staub der Erden; Der vormals starke Seelentod Hat müssen kraftlos werden. Des Lammes Blut hat ihn bekriegt, Sein wahres Zeugnis obgesiegt Und uns zum Heil erhalten. 6. Wir werden auch nach dieser Zeit Wie Christus auferstehen Und mit ihm in die Herrlichkeit Und Himmelsfreud eingehen; Denn wo das Haupt geblieben ist, Da müssen auch, wie Paulus schließt, Die andern Glieder wohnen. Michael Schirmer, 1606—1673. 87. Eigene Melodie. N. Herman. 1560. —————————————— 2—.——.—.— 27 1. Er⸗ schie⸗nen ist der herr⸗ lich 2 Tag, dran — .....— vsich n me⸗ mand 55 freu⸗ en mag; Christ, ——— un⸗ser Herr, heut tri ⸗ um⸗ phiert, all sei⸗ 105 . Teerrrn Kin.rinr. EE Feind ge-fan⸗-gen führt. Hal⸗ le⸗ lu⸗„ja. 88 Vorige Melodie. Ostern. 129 2. Die alte Schlange, Sünd.— Tod, Die Höll, all Jammer, Angst und Not Der überwunden Jesus Christ, er heut vom Tod erstanden ist. Halleluja. 3. Sein Raub der Tod mußt geben her, Weil ihn besiegt des Lebens Herr; Zerstört ist nun all seine Macht, Christ hat das Leben wiederbracht. Halleluja. 4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur, All's, was betrübet war zuvor, Das freut sich heut an diesem Tag, Da der Welt Fürst darniederlag. Halleluja. 5. Drum wir auch billig fröhlich sein, Singen das Halleluja Fein Und loben dich, Herr Jesu Christ; Zu Trost du uns erstanden bist. Halleluja. Halleluja Rikolaus Herman, 1561. N. Herman. 1560. 1. Frühmorgens, da die Sonn aufgeht, Mein Heiland Christus aufersteht; Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Halleluja. 2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not Verschlossen, gleich als wär ich tot, Läßt du mir früh die Gnadensonn Aufgehn, nach Trattern Freud und Wonn. Halleluja. 130 3. Nicht mehr als nur drei Tage lang Mein Heiland bleibt in Todes Zwang; Am dritten Tag durchs Grab er dringt, Als Sieger seine Fahne schwingt. Halleluja. Ostern. 4. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt Mit Schmach am Kreuz gefangen hält, Drauf folgt der Sabbat in dem Grab, Darin ich Ruh und Frieden hab. Halleluja. 5. In kurzem wach ich fröhlich auf, Mein Ostertag ist schon im Lauf; Ich wach auf durch des Herren Stimm, Veracht den Tod mit seinem Grimm. Halleluja. 6. O Wunder groß, o starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir, Er wälzt ihn von des Herzens Tür. Halleluja. 7. Wie tief Kreuz, Trübsal oder Pein, Mein Heiland greift allmächtig drein, Führt mich heraus mit seiner Hand, Wer mich will halten, wird zu schand. Halleluja. 8. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt; Wenn mir gleich alle Welt stürb ab, Gnug, daß ich Christum bei mir hab. Halleluja. Ostern. 9. Er nährt, er schützt, er an i mich, Sterb ich, so nimmt er mich zu sich; Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, Weil ich ein Glied seins Leibes bin. Halleluja. 10. Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Gott und die Engel lieben mich; Die Freude, die mir ist bereit, Vertreibet Furcht und Traurigkeit. Halleluja. 11. Für diesen Trost, o großer Held, err Jesu, dankt dir alle Welt; ort wollen wir mit größerm Fleiß Erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja. Johann Heermann, 1585-1647. 89. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1599. Q 2 x —— ———.——————— Hal⸗ le⸗lu⸗ ja, jauchzt ihr Chö⸗re, 1. Er, der Held, zer-riß die Ban-den 2.—5— SISDS singt Je⸗su Chri-sto Preis und Eh⸗re, des To⸗des und ist auf-er-⸗ den, 25 — 4—2— 25 — wie groß, wie hei⸗lig ist sein Tag! er, der für uns im Gra-be lag. 9* Ostern. —— 4—— —— +— 11—. 4.— + S)5I—.—. I + IZ. 14. 22* J 1— Sein ist Ge⸗walt und Maͤcht. Preis ihm, er — ———.... —..—. E. ——ᷣ⁷ E 1 D ů ů 0 .—. ——— —. + 1 I* 2 hats vollbracht. Hal-le-lu⸗-ja, er hats vollbracht, .... x ꝗ +.—————— + +.—*...——— x *— er, der die Macht des To-des und des Gra⸗bes hat. 2. Glorreich hat der Held gerungen, Hat mächtig Satans Reich bezwungen, Von Todesketten uns befreit. Wir von Gott gefallne Sünder Sind nun mit ihm versöhnt, sind Kinder Und Erben seiner Seligkeit. Bald, bald entschlafen wir, Entschlafen, Christe, dir, Ruhn im Frieden Die kurze Nacht, Bis deine Macht Das Licht des ewgen Tages ruft. 3. Unsern Staub mag Staub bedecken, Du wirst ihn herrlich auferwecken, Der du des Staubes Schöpfer bist. Du wirst unvergänglich Leben Und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, Dem Staube, der dir teuer ist. Wir werden ewig dein, Gerecht und selig sein. Halleluja, Tod und Gericht Erschreckt uns nicht, Denn Jesus, unser Mittler, lebt. 7— Ostern. 4. Tag des Lebens, Tag der Woure, Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne Durch unsres Grabes Dunkel bricht! — O was werden wir empfinden, 5 Wenn Nacht und Finsternis verschwinden Und uns umstrahlt des Himmels Licht! licht Vollender, führe du Uns diesem Tage zu, + Uns die Deinen. ö Die Todesbahn at. Gingst du voran, Wir folgen dir in deine Ruh. Gottfried Benedikt Funk, 1734— 1814. 90 Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. der 99. 4 + pP— 1 Hal ·le ⸗ lu⸗ ja, Je⸗ sus le⸗bet! Hörts, be⸗trüb⸗te Sün-⸗der,. —6———* 2—.—— ——2—— en, G 16=ste Men⸗ schen, kommt, er⸗ 2 bet der Freude Raum, denn Je⸗ f 18 le-bet, * Ii 4* IXX — I ————— des Welt-er⸗lö-sers Ma-⸗je⸗stät. Gott hat ihn ar aus dem Staub er⸗ E ů dr n .— ů: — 2——— 2—0 L O See ⸗le, dein Ge⸗sang er⸗schal⸗le ihm Ostern. 2.— ———..———— 2—..——33“—— — L zum Dank, ihm zur Eh-re. Dich, gro⸗ßer Held, l 2—— ö ———I— SIIIDDDRRRRRRRRR +—— erhebt die Welt, weil deine Hand den Sieg behält. 2. Jesu Jünger, wehrt dem Leide, Lobsinget ihm und nehmt voll Freude Am Siege teil, den er erstritt. Seid ihr gleich des, Grabes Kinder, Er ist des Todes Überwinder, Er herrscht, der für euch starb und litt. Was wollt ihr traͤurig sein? Getrost könnt ihr euch freun. Jesus lebet In Ewigkeit; Zu aller Zeit Ist er zur Hilfe uns bereit. 3. Nun verzagt auch nicht, Verbrecher, Gott ist euch nun kein strenger Rächer, Wenn ihr die Schuld mit Ernst bereut. Durch des Todes Überwinder Ist er dem reuerfüllten Sünder Ein Vater der Barmherzigkeit. Er nimmt ihn liebreich auf, Mit Kraft zum Glaubenslauf Ihn zu segnen. Preis sei der Huld, Die unsre Schuld Vertilgt und trägt uns mit Geduld. 4. Tod, wo sind nun deine Schrecken? Nicht ewig wird das Grab uns decken, Verwest der Leib gleich in der Gruft. Einst wird er zum bessern Leben her, Ostern. Sich aus des Todes Staub erheben, Wenn Jesus den Entschlafnen ruft. Dann wird des Todes Feld Zu einer regen Welt. Alles lebet, Sowie verneut Zur Frühlingszeit 55 alles regt und alles freut. O Erstandner, welch ein Segen Erwartet uns, wenn wir auf Wegen Einhergehn, die dein Fuß betrat. Unerforschte Seligkeiten, Die ewig währen, sind die Beuten, Die uns dein Sieg erkämpfet hat. Einst sind sie unser Teil, Einst krönet uns das Heil Deines Lebens. Gelobt sei Gott, Auch noch im Tod Ist er und bleibet unser Gott. 56 And Sturm, 1740—1786. 91 Mel.: Jesus, meine Zuversicht. J. Crüger. 1656. Diii————— 4 G—.—— *—— 4. Hal- ⸗ lu ⸗ ja, Je 4 lebt! Gruft n At und Er de bebt, ——— —.— 1—* . ö —.—— Tod 998 Höl ⸗le sind be⸗ zwun gen; da der Held—38 03.——8 ge⸗ drun 3gen. 14.———e—— Geht nicht mehr woah G0b ga tha: 136 Ostern. —.ñ—*——— 2 4—.— 2.. — Je ⸗ sus lebt, Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja. 2. Halleluja, seht das Grab, Die ihr seinen Tod beweinet; Wischet eure Tränen ab, Weil die helle Sonne scheinet. Euer Heiland ist nicht da; Jesus lebt, Halleluja. 3. Halleluja, suchet nicht Den Lebendgen bei den Toten, Glaubet aber dem Bericht Der verklärten Osterboten; Diese wissen, was geschah: Jesus lebt, Halleluja. 4. Halleluja, dieses Wort Soll mich wiederum beleben, Kann ich gleich nicht an den Ort Seines Grabes mich begeben; Gnug, daß es mein Glaube sah: Jesus lebt, Halleluja. 5. Halleluja, er wird mir Leben in dem Tode geben. Also sterb ich freudig hier, Christi Tod ist nun mein Leben. Nur getrost, ich glaube ja: Jesus lebt, Halleluja. Benjamin Schmolck, 1672-1737. 94* Eigene Melodie.(Lesius. 1601. 1. Heut tri⸗um⸗phie-ret ————— ů————— d, e rnnn,r, n, Raen. von dem Tod er-stan⸗den schon, Hal⸗le⸗lu⸗ 4 — ja, Hal ⸗le⸗ lu-⸗ja, mit gro⸗ßer Pracht und — e i, 2. Herr lich- keit, des dank'n wir ihm in U V e —— ö ö— ů . ö ö ö*.— E⸗wig⸗keit. Hal⸗le⸗lu⸗ja, Hal⸗le⸗lu⸗ja. 2. Dem Teufel hat er seine Macht Zerstört, verheert mit großer Kraft, Halleluja, Halleluja, Wie pflegt zu tun ein starker Held, Der seinen Feind gewaltig fällt. Halleluja, Halleluja. 3. O lieber Herre Jesu Christ, Der du der Sünder Heiland bist, Halleluja, Halleluja, Führ uns durch dein Barmherzigkeit Mit Freuden in dein Herrlichkeit. Halleluja, Halleluja. 4. Hier ist doch nichts denn Angst und Not; Wer glaubet und hält dein Gebot, 4— Halleluja, Halleluja, Der Welt ist er ein Hohn und Spott, 01. Muß leiden oft ein schnöden Tod. —— Halleluja, Halleluja. —— 5. Nun kann kein Feind uns schaden mehr, — Ob er gleich wütet noch so sehr; er Halleluja, Halleluja. Ostern. Er liegt im Staub, der arge Feind, Und wir nun Gottes Kinder seind. Halleluja, Halleluja. 6. Dafür wir danken allzugleich Und sehnen uns ins Himmelreich. Halleluja, Halleluja, Es ist am End, Gott helf uns all, So singen wir mit großem Schall: Halleluja. Gott Vater in dem höchsten Thron Samt seinem eingebornen Sohn, Halleluja, Halleluja, Dem heilgen Geist in gleicher Weis In Ewigkeit sei Lob und Preis. Halleluja, Halleluja. Basilius Förisch, 4 1610. 93. Mel.: Werde munter, mein Gemüte. ——.— 164⁹. + n, 3er Gotti msalalen Lait⸗ Pen, Denn der Herr ist auf-er-stan-⸗ den, ———— 8 —— i n San D—e jauch— ·e, du er⸗lö⸗ ste Schar! Je⸗sus der für uns ge⸗ tö⸗tet war. R .—.—.—. Rmmn 61 A hat durch sei-ne Macht das Er⸗lö⸗ ungswertvol S.SI.III.. —————.——————— bracht, wel-ches er auf sich ge- nom⸗ men, —— 7F—.— da er in das Fleisch ge-kom-men. bn Ostern. 139 2. Sünde, was kannst du mir schaden? Nun erweckst du keine Not; Alle Schuld, die mich beladen, Ist bezahlt durch Christi Tod; Das Gesetz hat er erfüllt, Also Fluch und Zorn gestillt Und mir durch sein Wiederleben Die Gerechtigkeit gegeben. 3. Hölle, wo sind deine Banden? Strick und Ketten sind entzwei; Da mein Jesus auferstanden, Bin ich vom Gefängnis frei, Und wie seine Höllenfahrt Im Triumph vollzogen ward, So ist seinen Reichsgenossen Nun der Himmel aufgeschlossen. 4. Tod, du kannst an mir nichts haben, Muß ich gleich zu Grabe gehn; Die mit Jesu sind begraben, Werden mit ihm auferstehn. Sterben ist nun mein Gewinn, Also fahr ich freudig hin, Da der Trost vor Augen schwebet: Jesus, mein Erlöser, lebet. 5. Jesus, mein Erlöser, lebet, Welches ich gewißlich weiß; Gebet, ihr Erlösten, gebet Seinem Namen Dank und Preis, Singet, singt Halleluja, Rufet, ruft: Der Sieg ist da! Singt und ruft in allen Landen: Heut ist Christus auferstanden! Erdmann Neumeister, 1671—1756. Ostern. Mel.: Valet will ich dir geben. M. Teschner. 1615. 206 III——FF———I————— 11—.—— ö ö— —— Ich geh zu dei⸗ nem Gra-be, du weil ich die Hoff-nung ha-be, daß 4— 13 gro⸗ßer O⸗-ster⸗fürst, du mir zei⸗gen wirst, E———— 14 wie man kann fröhrlich —— 21———— ——.—— —* L. L n ————3 2 ster-ben und fröh'lich auf⸗ er⸗stehn, auch mit des — 1 — ———— — — — ——— —— V. —..—.— ——* O. I. — im⸗mels Er⸗ben ins Land des Le-bens gehn. 2. Du liegest in der Erde Und hast sie eingeweiht, Wenn ich begraben werde, Daß sich mein Herz nicht scheut, Auch in den Staub zu legen, Was Asch und Staub vermehrt, Weil dir doch allerwegen Die Erde zugehört. 3. Du schläfest in dem Grabe, Daß ich auch meine Ruh An diesem Orte habe; Du drückst die Augen zu. So soll mir gar nicht grauen, Wenn mein Gesicht vergeht; Ich werde den wohl schauen, Der mir zur Seite steht. Ostern. —4. Dein Grab war wohl Versiegelt, Doch brichst du es entzwei; Wenn mich der Tod verriegelt, So bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon rücken, Der auch mein Grab bedeckt; Da werd ich den erblicken, Der mich vom Tod erweckt. 5. Du fährest in die Höhe Und zeigest mir die Bahn, — Wohin ich endlich gehe, Da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, t des Wo lauter Glanz um dich; — Da warten lauter Kronen —5—— In deiner Hand auf mich. —.— hn. 6. O meines Lebens Leben, O meines Todes Tod! Ich will mich dir ergeben In meiner letzten Not. Ich will mein Bette machen In deine liebe Gruft, Da werd ich schon erwachen, Wenn deine Stimme ruft. 7. Du wirst den Olberg zeigen, Wo man gen Himmel fährt, Da will ich fröhlich steigen, Bis daß ich eingekehrt In Salems Friedenshäuser, Da heißts: Viktoria! Da trägt man Siegesreiser; Ach wär ich nur schon da! Benjamin Schmolck, 1672—1737. 142 Ostern. 95. Eigene Melodie. 1535. —————— 5. 1. Je⸗sus Chri⸗ stus, un⸗——— land, der den .. EE——— Tod ü⸗ ber⸗ wand, ist auf-er-stan-den, die Sund 1— 4 1 ů— 2—— +* RIEIEREE—— führt er gefan-gen. Er—⸗ ⸗barm dich un⸗ser! 2. Der ohne Sünde war geborn, Trug für uns Gottes Zorn, Hat uns versöhnet, Daß uns Gott sein Huld gönnet. Erbarm dich unser! 3. Tod, Sünd, Teusel, Leben und Gnad, Alles in Händen⸗ er hat. Er kann erretten Alle, die zu ihm treten. Erbarm dich unser! Dr. Martin Luther, 1483-1546. 96. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. J. Crüger. 1656. 2 T 5 18 Je-sus lebt, mit ihm auch ich; Tod, wo Er, er lebt und wird auch mich von⸗ den *.— sind nun dei-ne Schrek-ken? F or⸗klär 10 To⸗ten auf⸗er wek⸗ ken. Er verstlärt mich Ostern. ———— E in sein Licht; dies ist mei-ne Zu-ver-Tsicht. „2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich Über alle Welt gegeben; Mit ihm werd auch ich zugleich Ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; 455 Dies ist meine Zuversicht. 2 3. Jesus lebt! Wer nun verzagt, — Lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, Daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht; Dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt! Sein Heil ist mein; nad, Sein sei auch mein ganzes Leben. Reines Herzens will ich sein Und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; Dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt! Ich bin gewiß, Nichts soll mich von Jesu scheiden, Keine Macht der Finsternis, 1656. Keine Herrlichkeit, kein Leiden. — Er gibt Kraft zu dieser Pflicht; — Dies ist meine Zuversicht. wo 6. Jesus lebt! Nun ist der Tod den Mir der Eingang in das Leben. —.— Welchen Trost in Todesnot 2 Wird es meiner Seele geben, —— Wenn sie gläubig zu ihm spricht: mich Herr, Herr, meine Zuversicht! Christian Fürchtegott Gellert, 1715— 1769. Ostern. 97. Eigene Melodie. J. Crüger. 1656. ————— 1 Je⸗sus, mei⸗ne Zu⸗vér⸗sicht und mein die ⸗ses weiß ich, sollt ich nicht dar- um H EI .. 100—— ul II Hei⸗land, ist im Le-ben; mich zu-frie-den ge-ben, 1— E* S—.— , To⸗des⸗nacht mir auch für Ge-dan-ken macht? 2. Jesus, er mein Heiland, lebt, Ich werd auch das Leben schauen, Sein, wo mein Erlöser schwebt, Warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, Welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band Zu genau mit ihm verbunden, Meine starke Glaubenshand Wird in ihm gelegt befunden, Daß mich auch kein Todesbann Ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher Auch einmal zu Asche werden; Das gesteh ich, doch wird er Mich erwecken aus der Erden, Daß ich in der Herrlichkeit Um ihn sein mög allezeit. 5. Dieser meiner Augen Licht Wird ihn, meinen Heiland, kennen; Ich, ich selbst, kein Fremder nicht, Werd in seiner Liebe brennen, ◻H+᷑-1 was die lan⸗ge 1— Ostern. 14⁵ 65⁵6. Nur die Schwachheit um und an Wird von mir sein abgetan. 1— 6. Was hier kranket, seufzt und fleht, ein Wird dort frisch und herrlich gehen; im 5591 0 19 Wraener —— immlisch werd ich auferstehen; — Hier geh ich natürlich ein, Dort, da werd ich geistlich sein. ge 7. Seid getrost und hoch erfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder, * Gebt nicht statt der Traurigkeit, — Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, ytꝰ Wann die letzt Posaun erklingt, Die auch durch die Gräber dringt. 8. Lacht der finstern Erdenkluft, Lacht des Todes und der Höllen, Denn ihr sollt euch durch die Luft Eurem Heiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Verdruß Liegen unter eurem Fuß. 9. Nur daß ihr den Geist erhebt Von den Lüsten dieser Erden Und euch dem schon jetzt ergebt, Dem ihr beigefügt wollt werden. Schickt das Herze da hinein, Wo ihr ewig wünscht zu sein. Luise Henriette v. Brandenburg(2), 1627—1667. 98 Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 2* 1690. d. 3.— SS.....—.— II— —————* 1 O auf ⸗er-stand-ner Sie-ges⸗fürst, heut b ringst du Frie-de, da du wirst 10 zur Freu⸗de u 5 Le* EE——..—— 2.—. IRIDISSISS 4.——.—5—. E——————— S——.— un⸗sre Not dich in den Tod, jetzt bist du aufzer⸗ ů 5, r— *.....T ——— stan-den und frei von To⸗-des⸗ban-den. 2. Die Last und unsrer Sünden Schuld Ließ dich in Fesseln fallen, Du gabest dich aus großer Huld Ans Kreuz zum Heil uns allen. Nun sind wir frei Von Sklaverei, Darinnen wir gefangen, Weil du hervorgegangen. 3. Nun geht uns fröhlich wieder auf Die rechte Gnadensonne; Die erst erstarb in ihrem Lauf, Gibt Strahlen neuer Wonne. Jetzt ist die Seel Mit Freudenöl Von dir gesalbet worden Und steht im neuen Orden. 4. Die Kraft von deiner Majestät Bricht selbst durch Grab und Steine, Dein Sieg ists, der uns mit erhöht Zum vollen Gnadenscheine. Des Todes Wut, Der Hölle Glut Hat alle Macht verloren, Und wir sind neu geboren. —4 * 1 den. pchuld uf Ostern. 5. O daß wir diesen teuren Sieg Lebendig möchten kennen Und unser Herz bei diesem Krieg Im Glauben möchte brennen; Denn anders nicht Kann dieses Licht Uns in das Leben führen, Wo wir nicht Glauben spüren. 6. So brich denn selbst durch unser Herz, O Jesu, Fürst der Ehren, Und laß vorher die Glaubenskerz Sich in uns Schwachen mehren, Daß wir in dir Die offne Tür Zur ewgen Ruhe finden Und auferstehn von Sünden. 7. Erscheine uns mit deiner Güt, Wenn wir in Buße weinen, Und laß uns deinen teuren Fried Zum ersten Anblick scheinen, So können wir, O Held, mit dir Die rechten Ostern feiern Und uns in dir erneuern. 8. Laß uns das wahre Auferstehn Von Herzensgrund erfahren Und aus des Todes Grabe gehn, Daß wir den Schatz bewahren, Das teure Pfand, Das deine Hand Zum Siegen uns gegeben; So gehn wir ein zum Leben. Justus Henning Böhmer, 1674—1749. 10³ 3 wo ist dein Sta⸗ 25 nun, Ostern. Mel.: Es ist das Heil uns kommen Her 1523. dae. *.——.— I 565 rrrüierirertuit ur— Was kanm unsseczt 459877653 Teu⸗— tun, ———— — 1— 4— 7 wo ist dein S Sieg, 0 Höl-le? Gott wie 6.8—5 sam Er sich stel⸗ le?— die⸗ ⸗sem Krieg durch Je-sum Christ ge-⸗ ge=ben. 2. Wie sträubte sich die alte Schlang, Da Christus mit ihr kämpfte; Mit List und Macht sie auf ihn drang, Jedennoch er sie dämpfte; Ob sie ihn in die Fersen sticht, So sieget sie doch darum nicht, 5— Kopf ist ihr zertreten. Lebendig Christus kommt herfür, Den Feind nimmt er gefangen, Zerbricht der Höllen Schloß und Tür, Trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, das in dem Siegeslauf Den starken, Held kann halten auf, Er ist der Überwinder. 4. Des Herren Rechte die behält Den Sieg und ist erhöhet, Des Herren Rechte mächtig fällt, Was ihr entgegen stehet. Tod, Teufel, Hölle, Welt und Sünd Durch Christi Sieg gedämpfet sind, Ihr Zorn ist kraftlos worden. 5. Es war getötet Jesus Christ, Und sieh, er lebet wieder. Weil nun das Haupt erstanden ist, Stehn wir 5 auf, die Glieder. So jemand Christi Worten gläubt, Im Tod und Grabe der nicht bleibt, Er lebt, ob er gleich stirbet. 6. Wer täglich hier durch wahre Reu Mit Christo auferstehet, Ist dort vom andern Tode frei, Derselb ihn nicht angehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht Und unvergänglich Wesen. 7. Das ist die reiche Osterbeut, Der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit Im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, Bis unser Leib wird ähnlich dort Christi verklärtem Leibe. 8. O Tod, wo ist dein Stachel nun, Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel tun, Wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg So herrlich hat in diesem Krieg Durch Jesum Christ gegeben. Justus Gesenius, 1601—1673. Ostern. 149 Ostern. 100. Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 4 sFröhelich al⸗ les weit Rnd breit, —. der Herr—— Herr⸗lich⸗keit, — . was vor- mals war 390=lo⸗ reu, den Gott selbst aus ⸗er ⸗ ko ren ö—.— dum Sin⸗ den⸗—2 2 her,——21 sein B Blut am vren⸗ ver⸗ 10„e .. L 425 2—. % gos⸗sen uns zu gut, vom Tod ist auf⸗er⸗stan⸗den. 2. Wie schön hast du durch deine Macht, Du wilder Feind des Lebens, Den Lebensfürsten umgebracht! Dein Stachel ist vergebens Durch ihn geschossen, schnöder Feind, Du hättest wahrlich wohl gemeint, Er würd im Staube bleiben. 3. Nein, nein, er trägt sein Haupt empor, Ist mächtig durchgedrungen x Durch deine Bande, durch dein Tor, Ja hat im Sieg versch lungen Dich selbst, daß wer an ihn nur gläubt, Von dir jetzt ein Gespötte treibt Und spricht: Wo ist dein Stachel? 4. Denn deine Macht, die ist dahin Und keinen Schaden bringet Dem, der sich stets mit Herz und Sinn Zu diesem Fürsten schwinget, 124— Ostern. 151 Der fröhlich spricht:„Ich leb, und ihr Sollt mit mir leben für und für, Weil ich es euch erworben. 5. Der Tod hat keine Kraft nicht mehr, Ihr dürfet ihn nicht scheuen. Ich bin sein Siegsfürst und sein Herr, Des sollt ihr euch erfreuen; Dazu so bin ich euer Haupt, Drum werdet ihr, wenn ihr mir glaubt, Als Glieder mit mir leben. —.— 2 6. Der Höllen Sieg, der ist auch mein, —.— Ich habe sie zerstöret; A Es darf nicht fürchten ihre Pein, Wer mich und mein Wort höret. — Und weil des Teufels Macht und List —. 4 Gedämpft, sein Kopf zertreten ist, 1— Mag er ihm auch nicht schaͤden.“ foen. 7. Nun Gott sei Dank, der uns den Sieg acht, Durch Jesum hat gegeben Und uns den Frieden für den Krieg Und für den Tod das Leben Erworben, der die Sünd und Tod, ö Welt, Teufel, Höll und was in Not Uns stürzet, überwunden! Paul Gerhardt, 1607—1676. mpor, Nun freut euch, lieben Christen gmein. 1523. 5 r. 255—— ————————.—.— ibt, 6— auf, mein Herz, die Nacht ist Er⸗mun⸗tre dei nen Geist und —————— ——————.————— * +— hin, die Sonn ist auf-ge-gan⸗gen! Sinn, den Hei-land zu em-pfan-gen, der Ostern. T .—— heu-te durch des To-des Tür ge-brochen aus dem ũ— SIDDDPRIRRE.— — Grab her-für, der gan-zen Welt zur Won-ne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf Und such ein neues Leben, Vollführe deinen Glaubenslauf Und laß dein Herz sich heben Gen Himmel, da dein Jesus ist, Und such, was droben, als ein Christ, Der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nun, was dahinten ist, Und tracht nach dem, was droben, Damit dein Herz zu jeder Frist f Zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt WI Und strebe nach des Himmels Zelt, Wo Jesus ist zu finden. 4. Quält dich ein schwerer Sorgenstein, Dein Jesus wird ihn heben; Es kann ein Christ bei Kreuzespein In Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn Und sorge nicht, er ist nicht fern, Weil er ist auferstanden. 5. Gehs⁰mit Maria Magdalen Und Salome zum Grabe, Die früh dahin aus Liebe gehn Mit ihrer Salbungsgabe, So wirst du sehn, daß Jesus Christ Vom Tod heut auferstanden ist Und nicht im Grab zu finden. in, Ostern. 15 6. Es hat der Löw aus Judas Stamm Heut siegreich überwunden, Und das erwürgte Gotteslamm Hat uns zum Heil Gechtin Das Leben und Gerechtigkeit, Weil er nach überwundnem Streit Die Feinde schaugetragen. 7. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, Weil Jesus überwunden; Er wird auch überwinden weit In dir, weil er gebunden Der Feinde Macht, daß du aufstehst Und in ein neues Leben gehst Und Gott im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt noch Tod Noch gar der Hölle Rachen; Denn Jesus lebt, es hat kein Not, Er ist noch bei den Schwachen Und den Geringen in der Welt Als ein gekrönter Siegesheld; Drum wirst du überwinden. 9. Ach mein Herr Jesu, der du bist Von Toten auferstanden, Rett uns aus Satans Macht und List Und aus des Todes Banden, Daß wir zusammen insgemein Zum neuen Leben gehen ein, Das du uns hast erworben. 10. Sei hochgelobt in dieser Zeit Von allen Gotteskindern Und ewig in der Herrlichkeit Von allen Überwindern, Die überwunden durch dein Blut. Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut, Daß wir auch überwinden. Laurentius Laurenti, 1660—1722. Ostern. 102 Teigene Melodie. J. G. Herzog. 1889. 5 A—.——— e —— 22 dei⸗nes Gra⸗ bes K 250 wir tri⸗um⸗ obie⸗ ren heu-te um dei⸗ne ers re Gruft. 2. Hier ist der alten Schlange Der harte Kopf aten n Und uns ist nicht mehr bange Bei dir, o Siegesfürst. 3. Der Feind wird IItt⸗00 0 Und heißt nunmehr ein Spott; Wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott. 4. In der Gerechten Hütten Schallt schon das Siegeslied. Du trittst selbst in die Mitten Und bringst den Osterfried. 5. Ach teile doch die Beute Bei deinen Gliedern aus. Wir alle kommen heute Deswegen in dein Haus. 6. Schwing deine Siegesfahnen Auch über unser Herz Und zeig uns einst die Bahnen Vom Grabe himmelwärts. 7. Laß unser aller Sünden Ins Grab verscharret sein, Uns einen Schatz hier finden, Der ewig kann erfreun. Ostern. 8. Wir sind mit dir gestorben, So leben wir mit dir Was uns dein Tod erworben Das stell uns täglich für. 9. Wir wollen hier ganz fröhlich Mit dir zu Grabe gehn, Wenn wir nur dorten selig Mit dir auch auferstehn. 10. Der Tod kann uns nicht schaden, Sein Pfeil ist nunmehr stumpf; Wir stehn bei Gott in Gnaden Und rufen schon Triumph. Benjamin Schmolck, 1672—1737. 103 Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. * N. Herman. 1560. 1. Wir dan⸗ken dir,—— Je⸗ 11 Christ, daß ö I S ee.— Tod er⸗ stan⸗ den bist und hast Dünn 1 d e ———.—————— Tod zer=-stört sein Macht und uns das ———— Le-ben wie-der-bracht. Hal⸗-le-lu- fd. 2. Wir bitten dich durch deine Gnad: Nimm von uns unsre Missetat Und hilf uns durch die Güte dein, Daß wir dein treue Diener sein. Halleluja. Ostern. 3. Gott Vater in dem höchsten Thron Samt seinem eingebornen Sohn, Dem heilgen Geist in gleicher Weis In Ewigkeit sei Lob und Preis. Halleluja. Thomas Hartmann, 1548—1609. 104. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 1543. 20 EN WIRRRRRRRT r. ....*.—.— 1— 0—.— 1 Wo willst du hin, weils A-bend ist 0 E 6——‚j—————— 4———.—5.— 2——.—.—.— —— la lieb⸗ ⸗ster Pilgrim, Je⸗su Christ K——5— 8 24 — E — n— j— ö— 3 E 2——2.3. so glück-se⸗ lig sein und ütäste in mei⸗nem Her-zen ein. 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, Dieweil es ist so gut gemeint; Du weißt, daß du zu aller Frist Ein herzenslieber Gast mir bist. 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt, Die Nacht sich schon von ferne zeigt; Drum wollest du, o wahres Licht, Mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn Zum Himmel sicher finden kann, Damit die dunkle Sündennacht Mich nicht verführt noch irre macht. Himmelf ahrt. 157 9. Besonders aus der letten Not Hilf J0 durch einen sanften Tod. Herr Jesu, bleib, ich halt dich fest; Ich weiß, daß du mich nicht verläßt. Unbekannt. 0. VII. Himmelfahrt. 543. Mel!: Wie schön leuchtet der Morgenstern. 105. Ph. Nitolai.(2) 1599. —.———————— 2—————2. 5...... — Ach wun⸗der⸗gro⸗ßer Sie⸗ ges⸗ Held, ur Rech⸗ten dei⸗nes Va⸗ters Kraft, —.———————.—— ich. n — du Sün⸗den ⸗trä-ger al-ler Welt, — der Fein-de Schar ge⸗bracht zur Haft, , vr ———4——1 hent hast du dich gese — n 0 u dich ge⸗-se⸗tzet 5 ů bis duf den Tod ver⸗ 1——3 2.—— 23— ,..—...— präch⸗ tig tri⸗um⸗phie-rest, ju⸗bi⸗lie⸗rest, Tod dund +*.——.— Le⸗ ben ist Herr Christ dir un⸗ter⸗ ⸗ge-ben. 2. Dir dienen alle Cherubim, Viel tausend hohe Seraphim Dich Stenesürsten loben, Weil du den Hndie wiederbracht, Mit Majestät und großer Macht Zur Glorie bist erhoben. 158 Himmelfahrt. Singet, klinget, Rühmt und ehret den, so fähret Auf gen Himmel Mit Posaunen und Getümmel. 3. Du bist das Haupt, hingegen wir Sind Glieder, ja es kommt von dir Auf uns Licht, Trost und Leben; Heil, Fried und Freude, Stärk und Kraft, Und was dem Herzen Labsal schafft, Wird uns von dir gegeben. Bringe, zwinge Mein Gemüte, mein Geblüte, Daß es preise, Dir als Siegsherrn Ehr erweise. IE 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir, Hilf, daß wir forthin für und für 04 Nach deinem Reiche trachten; ů-· Laß unser Tun und Wandel sein, Wo Zucht und Demut tritt herein, 6 All Uppigkeit verachten. Unart, Hoffart Laß uns meiden, christlich leiden, Wohl ergründen, W Wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz, Sei unser Ruhm und fester Platz, WMI Darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was droben ist; Auf Erden wohnet Trug und List, Es ist auf allen Straßen ö Lügen, Trügen, Angst und Plagen, die da nagen, Die da quälen Stündlich arme Christenseelen. dir, hatz, raft, Himmelfahrt 159 Herr Fesu, komm, du(Ouadenthron, Du Siegesfürst, Held, Davidssohn, Komm, slile das Verlangen. Du, du bist allen uns zu gut, — Jesu, durch dein teures Blut Ins Heiligtum gegangen. Komm schier, hilf mir; Dann so sollen, dann so wollen Wir ohn Ende Fröhlich klopfen in die Hände. Ernst Christoph Homburg, 1605—1681. 106 Mel.: Nun freut euch, lieben Christen gmein. 4 15 II T 1 — — 1 ⸗sti Him-mel⸗fahrt al-lein ich und al⸗-len Zwei⸗fel, Angst und Pein hier— —.— 2231—— E———— mei⸗ne Nachfahrt grün⸗=de mit stets ü-⸗ber⸗ win⸗de; L. Haudt im Him⸗ mel ist, wird sei-ne Glie— 235 —— E denn weil das Je⸗sus 551 zur rech— ben Zeit nach-⸗ ho⸗ len. 2. Weil er gezogen himmelan Und große Gab empfangen, Mein Herz auch nur im Himmel kann, Sonst nirgends, Ruh erlangen; Himmelfa hrt. Delnn 1 wo mein Schatz gekommen hun, Da ist auch stets mein Herz und Sinn, Nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich Von deiner wahre spüren, Daß mit dem wahren Glauben ich Wahlt meine Nachfahrt zieren Und dann einmal wenn dirs gefällt, Mit Freuden scheiden aus der Welt. Herr, höre doch mein Flehen. Nach Josua Wegelin, 1604—1640. 107. Eigene Melodie. 1537. I v 05 I E——— 1 Hamn uf die⸗sen Tag be⸗den⸗ sen wir, und dan⸗ken—— aus höch-ster B' gier ů— 2 n— 421.12 K EEEFE 134.0 2 daß Christ en Hunm 8 e⸗fah⸗ren, V —* mit Bitt, er woll e-wah⸗-ren Aus ——— ———— ——*————2 —. 1— 1.2 ar⸗me Sün⸗ der hier quf rd, die wir von E.————————. ———— +. +————— we⸗gen man⸗ cher 6 fährd ohn ihn kein Hoffnung ———3—————— I. H—..—..— Ii* Y———— — en 5 ben. Hal⸗ ⸗le ⸗lu'⸗ ja, Hal⸗le⸗lu⸗ja. Drum sei Gott Lob, der Weg ist g'macht, une steht der Himmel offen; B schließt auf mit großer Pracht, Vorhin war all's verschlossen. IN! Himmelfahrt. 161 Wers glaubt, des Herz ist freudenvoll, Dabei er sich doch rüsten soll, Dem Herren nachzufolgen. Halleluja, Halleluja. 3. Wer nicht folgt und sein Willen tut, Dem ists nicht ernst zum Herren; Denn der wird auch vor Fleisch und Blut Sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegt's, wird der sein recht, Wird auch gewiß das Leben recht, 340. Zu Gott im Himmel g'richtet. Halleluja, Halleluja. 537. 4. Solch Himmelfahrt fäht in uns an, Wenn wir den Vater finden .— Und fliehen stets die weltlich Bahn, Tun uns zu Gottes Kindern; —— Die sehn hinauf, der Vater h'rab, —— An Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, — Bis sie zusammen kommen. — Halleluja, Halleluja. us 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, Wenn Gott uns zu ihm nehmen — Und seinem Sohn wird machen gleich, 2—— Als wir denn jetzt bekennen. Da wird sich finden Freud und Mut von —. Zu ewger Zeit beim höchsten Gut. — Gott woll, daß wirs erleben. — Halleluja, Halleluja. ung Johann Zwick, 1496—1542. — 108. Eigene Melodie. 1739. 1 Ei⸗ner ist Kö⸗nig, Imma-nu⸗el sie⸗get, Zi⸗on hin⸗ge-gen, sei in⸗nig ver⸗gnüget, 11 Himmelfahrt. 1 a, v rer, —— ———. en D— * 60** e⸗wi⸗ges Le-ben, un⸗end⸗li⸗chen Frie-den, * ————— EHN .—— I 1———.— ——.., Freude die Fül⸗le hat er uns be⸗-schie-den. 2. Stärket die Hände, ermuntert die Herzen, Trauet mit Freuden dem ewigen Gott; Jesus, die Liebe, versüßet die Schmerzen, Reißet aus Angsten, aus Jammer und Not; Ewig muß unsere Seele genesen In dem holdseligsten, lieblichen Wesen. 3. Halte, o Seele, im Leiden fein stille, Schlage die Rute des Vaters nicht aus; Bitte und schöpfe aus göttlicher Fülle Kräfte, zu siegen im Kampfe und Strauß. Fluten der Trübsal verrauschen, vergehen; Jesus, der Treue, bleibt ewig dir stehen. 4. Zion, wie lange hast du nun geweinet? Auf, und erhebe dein sinkendes Haupt! Siehe, die Sonne der Freuden erscheinet Tausendmal heller als du es geglaubt. Jesus der lebet, die Liebe regieret, Die zu den Quellen des Lebens dich führet. 5. Laufet nicht hin und her, eilet zur Quelle; Jesus der bittet: Kommt alle zu mir! Sehet, wie lieblich, wie lauter und helle Fließen die Ströme des Lebens allhier. Trinket, ihr Lieben, und werdet erquicket, Hier ist Erlösung für alles, was drücket. —— U1˙ 35 Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, Selber Jehova wird Siegern zum Lohne. 7. Droben in Salem, da, da wird man sehen Eine gewaltige, siegende Schar Deine unendliche Hoheit erhöhen; Alles, was Odem hat, ruft: Er ists gar! Sehet, wie Kronen und Throne hinfallen, Höret, wie donnernde Stimmen erschallen: 8. Reichtum, Kraft, Weisheit, Preis, Stärke, Lob, Ehre Gott und dem Lamm und dem heiligen Geist! Wenn ich da stünde, o wenn ich da wäre! Springet, ihr Bande, ihr Fesseln, zerreißt. Amen, die Liebe wird wahrlich erhören, Alles, was in mir ist, lobe den Herren Johann Ludwig Konrad Allendorf, geb. zu Josbach in Oberhessen 1693, gest. zu Halle 1773. 109. Mel.: Aus meines Herzens Grunde. 1598. + imne. enir dr ——— S Gott fäh-ret auf gen Him⸗mel mit mit präch-ti-gem Ge⸗tüm⸗-mel und a.——‚ d, —— 117* froshem Ju-bel-schall, an a mit Po⸗sau⸗nen⸗hall. Lob⸗singt, lob⸗sin⸗get ————„ II— 1 —— ——.— 2...— Himmelfahrt. —— 4—— Hei-den, dem Her⸗-ren 2. Der Herr wird aufgenommen, Der ganze Himmel lacht; Um ihn gehn alle Frommen, Die er hat freigemacht. Es holen Jesum ein Die lautern Cherubinen, Den hellen Seraphinen Muß er willkommen sein. 3. Wir wissen nun die Stiege, Die unser Haupt erhöht; Wir wissen zur Genüge, Wie man zum Himmel geht. Der Heiland geht voran, Will uns zurück nicht lassen, Er zeiget uns die Straßen, Er bricht uns sichre Bahn. 4. Wir sollen himmlisch werden, Der Herr macht selbst uns Platz; 11 Wir gehen von der Erden Dorthin, wo unser Schatz. ö Ihr Herzen, macht euch auf, Wo Jesus hingegangen, Dabin sei das Verlangen, Dahin sei euer Lauf. 5. Laßt uns gen Himmel dringen 15 * Mit herzlicher Begier, E Laßt uns zugleich auch singen: Dich, Jesu, suchen wir, .— Dich, o du Gottes Sohn, —.—— Dich Weg, dich Wahrheit, Leben, ren Dem alle Macht gegeben, Dich, unsers Hauptes Kron. —.— 6. Ade mit deinen Schätzen, Du trugesvolle Welt; Dein Tand kann nicht ergötzen. Weißt du, was uns gefällt? Der Herr ist unser Preis, Der Herr ist unsre Freude Und köstliches Geschmeide; Zu ihm geht unsre Reis'. 7. Wann soll es doch geschehen, Wann kommt die liebe Zeit, Daß wir ihn werden sehen In seiner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du sein, Daß wir zu seinen Füßen Anbetend ihn begrüßen? Komm, stelle dich doch ein! Gottfried Wilhelm Sacer, 1635—1699. 110. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1599. Himmelfahrt. 165 IDPDPDPDD . Ch Che 27 auf! Was soll ich kla-gen? =bi- nen fal-len nie-der, ——— — 2—, r.———— Mein Kö⸗nig fährt im Sie⸗ ges⸗-wa⸗ gen und Se-ra-phi-nen brin-gen Lie-der, — —4 Himmelfahrt. 4 ——— x — ũ— 4 .SSS...— 1. hoch ü-ber al ⸗le Him⸗mel hin; und al⸗le Him⸗-mel prei⸗-sen ihn. 12————I 2——*—— Lob⸗-singt, lob⸗singet Gott Je-ho⸗va Ze-ba-oth, —————— I— 5——— e Hal⸗le⸗lu-ja, er ists, der itt den Thron be⸗ sitzt, — öRRR——— *— 2— — 2 4— —* 71—.— des Zep⸗ter durch den Him-mel blitzt. 2. Gott fährt auf! Des Olbergs Höhen, Die zitternd seinen Kampf gesehen, Sind zum Triumphplatz eingeweiht. Hier stand er vor dem Gerichte, Hier bebt' er unter dem Gewichte Der Schrecknisse der Ewigkeit. Heil ihm, er hat gesiegt, Sünd, Tod und Hölle liegt Ihm zu Füßen. Wie scheidet er So hoch und hehr, Nun rühret ihn kein Feind nicht mehr. 3. Gott fährt auf! O Tag der Freuden! Wie herrlich enden sich die Leiden, Die er als Mittler für uns trug. Golgatha, du sahst ihn bluten; Himmelfahrt. Wie rauschten da des Zornes Fnten, Und niemand rief: Es ist genug. Nun ist der Zorn gestillt Und das Gesetz erfüllt, Halleluja, Er hats vollbracht; Durch seine Macht Ist uns der Himmel zugedacht. 4. Die Erlösung ist versiegelt, Der Höllen Tore sind verriegelt, Des Himmels Pforten aufgetan. sitzt, Dorther läßt er Segen strömen, 2 Daß alle Gnad um Gnade nehmen 334. Und seines Geistes Trost empfahn. —‚— Nun dringt des Glaubens Lauf 6t Zum Himmel froh hinauf, Halleluja, öhen, Sein Licht und Wort Wirkt immerfort, Und er empfängt die Sieger dort. 5. Schau herab, Gott, und erscheine, Befestge, gründe die Gemeine, Die hier noch um ihr Kleinod ringt. Rufe, sammle und bekehre Die Völker bis zum fernsten Meere, Daß alle Welt dich preist und singt: Heilig ist unser Gott Jehova Zebaoth, Preis und Ehre den! Und Herrlichkeit Sei ihm geweiht Von Ewigkeit zu Ewigkeit! Christian Gottlieb Göz, 1746—1803. 168 Himmelfahrt. 111. Mel.: Jesn, meines Lebens Leben. —— Oder: Alle Menschen müssen sterben. W. Weßnitzer. 1661. —2— 7* ri — 257935 —— ———— Gro⸗ ßer Mitt⸗ ler, der zur Rech-ten und die Schar von sei-nen Knech-t ten sei⸗m nes gro⸗ßen Va⸗ ters süt in dem Reich der Gna— den schützt, den auf —.— IX dem er⸗hab⸗nen Thro-ne in der 15⸗Rih⸗ 26 — Wrr. 42—.— x SPIPIPItEI......... E— D— li⸗chen Kro⸗ne al⸗les Heer der E⸗ wig⸗keit —— ———— 4 0——— EEE E mit ver- hüll⸗tem Ant ⸗=litz scheut: 2. Dein Geschäft auf dieser Erden Und dein Opfer ist vollbracht; Was vollendet sollte werden, Das ist gänzlich ausgemacht; Da du bist für uns gestorben, Ist uns Gnad und Heil erworben, Und dein siegreich Auferstehn Läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun ist dieses dein Geschäfte In dem obern Heiligtum, Die erworbnen Segenskräfte Durch dein Evangelium Himmelfahrt. Allen denen mitzuteilen, Die zum Thron der Gnade eilen; Nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen Trägest du auf deiner Brust, Und an den gerechten Samen Denkest du mit vieler Lust; Du vertrittst, die an dich gläuben, Daß sie dir vereinigt bleiben, Bittest in des Vaters Haus Ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen, Die der Welt noch dienen, nicht, Weil dein Herz dir vor Erbarmen Über ihrem Elend bricht; Daß dein Vater ihrer schone, Daß er nicht nach Werken lohne, Daß er ändre ihren Sinn, Ach, da zielt dein Bitten hin. 6. Zwar in deines Fleisches Tagen, Da die Sünden aller Welt Dir auf deinen Schultern lagen, Hast du dich vor Gott gestellt, Bald mit Seufzen, bald mit Weinen Für die Sünder zu erscheinen; O mit welcher Niedrigkeit Batest du zur selben Zeit. 7. Aber nun wird deine Bitte Von der Allmacht unterstützt, Da in der vollkommnen Hütte Die verklärte Menschheit sitzt; Nun kannst du des Satans Klagen Majestätisch niederschlagen, Und nun macht dein redend Blut Unsre böse Sache gut. Himmelfahrt. 8. Die Verdieuste deiner Leiden Stellst du deinem Vater dar Und vertrittst nunmehr mit Frenden Deine teur erlöste Schar, Daß er möge Kraft und Leben Deinem Volk auf Erden geben Und die Seelen zu dir ziehn, Die noch deine Freundschaft fliehn. 9. Großer Mittler, sei gepriesen, Daß du in dem Heiligtum So viel Treu an uns bewiesen; Dir sei Ehre, Dank und Ruhm. Laß uns dein Verdienst vertreten, Wenn wir zu dem Vater beten; Sprich für uns in letzter Not, Wenn den Mund verschließt der Tod. Johann Jakob Rambach, 1693—1735. 112. Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 1523. — Herr Je⸗su, dei-ner Glie⸗ der Nuhm, du hast ein e⸗ 3 15—5 du star⸗kes Haupt der 116— en, 511 kannst all⸗(lzeit se⸗ lig ma⸗ chen; —— — bist Ki das Ge⸗ bet er-hört und der des —————.———————— —.———————— 15.5 Glau-bens Wunsch ge-währt, so⸗ Himmelfahrt. ———.—.—————2—2——.—.———— E 7—— ö— ———— bald wir zu dir kom ⸗- men. 2. Uns muß durch deine Himmelfahrt Der Himmel offen stehen. Du hast den Weg geoffenbart, Wie wir zum Vater gehen. Der Glaube weiß und ist gewiß, Du habest uns im Paradies Die Stätte zubereitet. 3. Geht unser Haupt zum Himmel ein, So werden auch die Glieder Gewiß nicht ausgeschlossen sein, Du bringst sie alle wieder; Sie werden da sein, wo du bist, 5. Und dich verklärt, Herr Jesu Christ, Dir ähnlich, ewig schauen. 4. Zeuch uns dir nach, so laufen wir; 3. Laß uns ein himmlisch Wesen — In Worten, Werken und Begier — Von jetzund an erlesen. — Zeuch unser Rdeß dem Himmel zu, m, Daß unser Wandel, Schatz und Ruh n, Nur sei bei dir dort oben. 5. Was droben ist, laß künftighin — Uns unablässig suchen; Was eitel ist, das laß uns fliehn, 1 Was sündlich ist, verfluchen. — Weg, Welt, dein Lust- und Freudenschein — Ist viel zu elend, viel zu klein Für himmlische Gemüter. — 6. O Kleinod, das im Himmel strahlt, — Ich will nach dir nur laufen; — O Perle, die die Welt nicht zahlt, Dich will ich an mich kaufen; Himmelfahrt. O Erbteil voll Zufriedenheit, O Himmel voller Seligkeit, 7 mein aus Jesu Gnaden. Wann fahr ich auf aus dieser Not? Wann komm ich, Heilserstatter, Zu deinem und zu meinem Gott, Zu dein- und meinem Vater? Wann komm ich zu dir, höchstes Licht, Wann seh ich einst dein Angesicht? Komm bald, o Jesu! Amen. Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769. 113. Mel.: Alles ist an Gottes Segen. 1738. I.SSSS D d. 1. Je⸗sus Chri⸗stus herrscht als Rö nig; Wennnen⸗—2———.—H— Golt zu Fuß. Al⸗le Zun⸗ 90 ol be⸗ ten⸗ nen, E————————.— Je⸗ sus sei der Herr zu nen⸗ ———— E.———.—— ——————— .....—51 e, dem man 52 re ben muß. 2. Nur in ihm— 0 nderahen* Können wir Erlösung haben, Die Erlösung durch sein Blut. ot? Himmelfahrt. Hörts, das Leben ist Eschienen⸗ Und ein ewiges Versühnen Kommt in Jesu uns zu gut. 3. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, Klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, Sagt, ihr Armen, ihm die Not; Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod. 4. Jauchzt ihm, Menge heilger Knechte, Rühmt, vollendete Gerechte Und du Schar, die Palmen trägt, Und ihr Märtrer mit der Krone Und du Chor vor seinem Throne, Der die Gottesharfen schlägt. 5. Ich auch auf den tiefsten Stufen, Ich will glauben, reden, rufen, Ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, Alles sei ihm untertänig; Ehret, liebet, lobet ihn. Philipp Friedrich Hiller, 1699.—1769. 114. Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele. J. Crüger. 1649. S— 1. Kö⸗ nig, dem kein 1 glei-chet, dem als Gott das Reich ge-büh-ret, 5 + EE — — innn— ——* E. des⸗sen Ruhm kein Mund er⸗rei⸗chet, der als Mensch das Zep-ter füh-ret, dem das 17⁴ Himmelfahrt. — DD—— ———— Recht ge-hört zum Thro-ne als des Va⸗-ters ö.— 1————— —.— e ————— ein —..— WR +*.——.——————.— 45— hei-ten krö-nen, zie⸗ren und be-glei⸗ten: 2. Himmel, Erde, Luft und Meere Nebst dem ungezählten Heere Der Geschöpfe in den Feldern, In den Seen, in den Wäldern Sind, Herr über Tod und Leben, Dir zum Eigentum gegeben. Tiere, Menschen, Geister scheuen, Menschensohn, dein mächtig Dräuen. 3. In des Gnadenreiches Grenzen Sieht man dich am schönsten glänzen, Wo viel tausend treue Seelen Dich zu ihrem Haupt erwählen, Die durchs Zepter deines Mundes Nach dem Recht des Gnadenbundes Sich von dir regieren lassen Und wie du das Unrecht hassen. 4. In dem Reiche deiner Ehren Kann man stets dich loben hören Von dem himmlischen Geschlechte, Von der Menge deiner Knechte, Die dort ohne Furcht und Grauen Dein verklärtes Antlitz schauen, Die dich unermüdet preisen Und dir Ehr und Dienst erweisen. H 11⁵. Himmelfahrt. 17⁵ 5. Herr in allen diesen Reichen, Dir ist niemand zu vergleichen An dem Überfluß der Schätze, An der Ordnung der Gesetze, An Vortrefflichkeit der Gaben, Welche deine Bürger haben. Du beschützest deine Freunde, Du bezwingest deine Feinde. „6. Herrsche auch in meinem Herzen Über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen, Laß mich deinen Schutz genießen, Laß mich dich im Glauben küssen, Ehren, fürchten, loben, lieben Und mich im Gehorsam üben, Hier mit ringen, dulden, streiten, Dort mit herrschen dir zur Seiten. Johann Jakob Rambach, 1693—-1735. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. Oder: Alle Menschen müssen sterben. W. Weßnitzer. 1661. Fuß dir fal-len und mein Herz vor Freu-de ——.——.— D————.— .—.———————— PP‚PPPPPPII E. E wal-len, wenn mein Glau-bens-aug be⸗tracht ..— —— 22......2———————* dei-ne Herr⸗-lich-keit und Macht? 2. Seh ich dich gen Himmel fahren, Seh ich dich zur Rechten da, Seh ich, wie der Engel Scharen Alle rufen Gloria, Sollt ich nicht zu Fuße fallen Und mein Herz vor Freude wallen, Da der Himmel jubiliert, Weil mein König triumphiert? 3. Weit und breit, du Himmelssonne, Deine Klarheit sich ergeußt Und mit neuem Glanz und Wonne Alle Himmelsgeister speist; Prächtig wirst du aufgenommen, Freudig heißt man dich willkommen; Schau, ich armes Kindlein hier Ruf auch Hosianna dir. 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, Da ich deine Klarheit seh? Sollt mein Mut noch wollen sinken, Da ich deine Macht versteh? Meinem König will ich trauen, Nicht vor Welt und Deufel grauen, Nur in Jesu Namen mich Beugen hier und ewiglich. 5. Geist und Kraft nun überfließen; Drum wirk in mir kräftiglich, Bis zum Schemel deiner Füße Alle Feinde legen sich. le, iken, Himmelfahrt. Aus Zion das Zepter sende Weit und breit bis zur Welt Ende. Mache dir auf Erden Bahn, Alle Herzen untertan. 6. Du kannst alles aller Orten Nun erfülln und nahe sein; Meines armen Herzens Pforten Stell ich offen: Komm herein, Komm, du König aller Ehren, Du mußt auch bei mir einkehren; Ewig in mir leb und wohn Als in deinem Himmelsthron. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. 116. Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. N. Herman. 1560. = IEEEE—— PP 1. Wir dan⸗ken dir, Herr Je⸗ su Christ, daß ö— n ESiSIEEEEE PI..— du gen Him⸗mel fah⸗ren bist; o star⸗ ker 1 2—4 . 567. 2. ů— ——————— SEEEE “- Li I + 2.—.2—— — 0 Gott, Im⸗ma⸗ nu⸗el, stärk uns an Leib, stärk — ...... uns an Seel. Hal⸗le ⸗-lu⸗ja. 2. Nun freut sich alle Christenheit Und jubiliert ohn alles Leid. Gott Lob und Dank im höchsten Thron, Unser Bruder ist Gottes Sohn. Halleluja. 17⁸ Himmelfahrt. 3. Gen Himmel aufgefahren hoch, Ist er doch allzeit bei uns noch; Sein Macht und Reich unendlich ist, Wahr Gott und Mensch zu aller Frist. Halleluja. 4. Wohl dem, der ihm vertrauen tut Und hat in ihm nur frischen Mut. Welt, wie du willst, wer fragt nach dir? Nach Christo steht unser Begier. Halleluja. 5. Er ist der Herr und unser Trost, Der uns durch sein Blut hat erlöst; Das G'fängnis er gefangen hat, Daß uns der bittre Tod nicht schad. Halleluja. 6. Wir freuen uns aus Herzensgrund Und singen fröhlich mit dem Mund: Der unser Bruder, Fleisch und Blut, Ist unser allerhöchstes Gut. Halleluja. 7. Durch ihn der Himmel unser ist. Hilf uns, o Bruder Jesu Christ, Daß wir nur fest trauen auf dich Und durch dich leben ewiglich. Halleluja. 8. Amen, Amen, Herr Jesu Christ, Der du gen Himmel fahren bist, Behalt uns, Herr, bei reiner Lehr, Des Teufels Trug und Listen wehr. Halleluja. 9. Komm, lieber Herr, komm, es ist Zeit Zum Weltgericht in Herrlichkeit; Führ uns aus diesem Jammertal In deinen ewgen Himmelssaal. Halleluja. sH sT HR ind 4Zeit Himmelfahrt. 179 10. Amen singen wir noch einmal, Wir sehnen uns ins Himmels Saal, Da wir mit allen Engeln dein Das Amen wollen singen fein. Halleluja. Unbekannt, 1611. 11⁷7. Mel.: Ach Gott und Herr. 1655. Q*— 4— — r.——— PDPDPPPIIIII TTTTTTTIIII Q.———— 5—— 1. Zeuch uns nach dir, so lau⸗fen wir ö ö 2———— äꝑSPSPSPSPSI. 1..—— 1* 2 12.—. 1. mit herz⸗li⸗chem Ver⸗lan⸗gen hin, da du bist, EHEA I SSDDeieeeeee= o Je⸗su Christ, aus die⸗ser Welt ge⸗gan⸗gen. 2. Zeuch uns nach dir In Liebsbegier, Ach reiß uns doch von hinnen, So dürfen wir Nicht länger hier Den Kummerfaden spinnen. 3. Zeuch uns nach dir, Herr Christ, ach führ Uns deine Himmelsstege; Wir irrn sonst leicht, Sind abgeneigt Vom rechten Lebenswege. 4. Zeuch uns nach dir, So folgen wir Dir nach in deinen Himmel, Daß uns nicht mehr Allhier beschwer Das böse Weltgetümmel. Pfingsten. 5. Zeuch uns nach dir Nur für und für Und gib, daß wir nachfahren Dir in dein Reich, Und mach uns gleich Den auserwählten Scharen. Friedrich Fabricius, 1642—1703. VIII. Pfingsten. 118. Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 364.—H5—.————.— 111 2.— — —— ö 1 Der du uns als Va⸗ter lie bes, de⸗nen, die dich bit-ten, gi⸗best, .———.— 55 0———.—3—.—3.EEIEII treu⸗er Gott, und 75 nen heißt demmuts wol — —————.—,—— ————— daß er mei ⸗nen Geist er ⸗ neu ⸗e V — ö 4—— Larr. ——. E. und ihn dir zum Tem⸗pel wer ⸗ he. 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen Leben, Kraft und Fruchtbarkeit, Und mein Herz bleibt dir entrissen Und dem Dienst der Welt geweiht, 703. Pfingsten. Wenn er nicht durch seine Kraft Die Gesinnung in mir schafft, Daß ich dir mich ganz ergebe Und zu deiner Ehre lebe. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jesu, noch mit echter Treu Meinen Gott und Herrn dich nennen, Stehet mir dein Geist nicht bei. Drum so laß ihn kräftiglich In mir wirken, daß ich dich Glaubensvoll als Mittler ehre Und auf deine Stimme höre. 4. Ewge Quelle heilger Güter, Hochgelobter Gottesgeist, Der du menschliche Gemüter Besserst und mit Trost erfreust, Nach dir, Herr, verlangt auch mich, Ich ergebe mich an dich. Mache mich zu Gottes Preise Heilig und zum Himmel weise. 5. Fülle mich mit heilgen Trieben, Daß ich Gott, mein höchstes Gut, Über alles möge lieben, Daß ich mit getrostem Mut Seiner Vaterhuld mich freu Und mit wahrer Kindestreu Stets vor seinen Augen wandle Und rechtschaffen denk und handle. 6. Geist des Friedens und der Liebe, Bilde mich nach deinem Sinn, Daß ich Lieb und Sanftmut übe Und mirs rechne zum Gewinn, Wenn ich je ein Friedensband Knüpfen kann, wenn meine Hand Ran Erleichtrung der Beschwerden Kann dem Rächsten nützlich werden. Pfingsten. 7. Gib mir wahre Selbsterkenntnis, Daß ich meine Fehler seh— Und durch demutsvoll Bekenntnis n Gott um die Vergebung fleh. Mache täglich Ernst und Treu, Sie zu bessern, in mir neu. Zu dem Heiligungsgeschäfte Gib mir immer neue Kräfte.— 8. Wenn der Anblick meiner Sünden— Mein Gewissen niederschlägt; Wenn sich in mir Zweifel finden, Die mit Angst mein Herze hegt; Wenn mein Aug in Nöten weint, Und Gott nicht zu hören scheint, O, dann laß es meiner Seelen Nicht an Trost und Stärkung fehlen. 9. Was sich Gutes in mir findet, Ist dein Gnadenwerk in mir. Selbst den Trieb hast du entzündet, Daß mich, Herr, verlangt nach dir. O, so setze durch dein Wort Deine Gnadenwirkung fort, Bis sie durch ein selig Ende Herrlich sich an mir vollende. Casseler Gesangbuch v. 1770. 1551. ——————— ——.—— 0——060—— ̃— r r Ü—f vom Va⸗ter und vom Soh ne, und von un-sers Got-tes Thro-ne ——————5 44——— der du un⸗ser Trö⸗ster bist hilf-reich auf uns Schwa⸗che siehst, Pfingsten. ————————— ö— e ,n,r., ———.— 2— 22 mir mäch⸗tig bei, daß ich Gott er-ge-ben sei, ů —; 4 —3.—— ——— o, so wird mein Herz auf Er-de 1 schon ein Tem-pel Got-tes wer⸗ den. 2. Laß auf jedem meiner Wege Deine Weisheit mit mir sein, Wenn ich bange Zweifel hege, Deine Wahrheit mich erfreun. Lenke kräftig meinen Sinn Auf mein wahres Wohlsein hin. Lehrst du mich, was recht ist, wählen, Werd ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heilige des Herzens Triebe, Daß ich über alles treu Meinen Gott und Vater liebe, Daß mir nichts so wichtig sei, Als in seiner Huld zu stehn. Seinen Namen zu erhöhn, Seinen Willen zu vollbringen, 5— Müsse mir durch dich gelingen. 30— 4. Stärke mich, wenn wo zur Sünde —.— Mein Gemüt versuchet wird, ne, Daß sie mich nicht überwinde. Hab ich irgend mich verirrt, O, so strafe selbst mein Herz, — Daß ich unter Reu und Schmerz Mich vor Gott darnieder beuge du Und mein Herz zur Beßrung neige. Pfingsten. 5. Reize mich mit Flehn und Beten,— Wenn mir Hilfe nötig ist, 47 Zu dem Gnadenstuhl zu treten. 30 Gib, daß ich auf Jesum Christ Als auf meinen Mittler schau Und auf ihn die Hoffnung bau, Gnad um Gnad auf mein Verlangen Von dem Vater zu empfangen. 6. Stehe mir in allen Leiden Stets mit deinem Troste bei, Daß ich auch alsdann mit Fr euden Gottes Führung folgsam sei. Gib mir ein gelasse en Herz. Laß mich selbst im Todesschmerz Bis zum frohen Überwinden Deines Trostes Kraft empfinden. Casseler Gesangbuch v. 1770. 120⁰0 Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 2 1551. ——— DE ů ö ů—— II I— ..—————*—— 1 KWa⸗ gib ei⸗nen mil-den Re⸗ aen, Va⸗ter, gib vom—. ⸗mel Se⸗gen, ——.— R—— —.—————.— denn mein Herz t dürr wie die Sand; trän-ke du dein—— stig Land; —— 51—.T ——— heil⸗ ⸗gen Gei⸗stes Gab ii⸗ ber mich von o⸗ ben ab ITT———— —2—.———— wie die star⸗ ken Strö me 227 ßen laß des Pfingsten. und mein gan-zes Herz durch- giẽ ⸗ ßen. 2. Kann ein Vater hier im Leben, Der doch bös ist von Natur, Seinen lieben Kindern geben Nichts als gute Gaben nur: Solltest du denn, der du heißt Guter Vater, deinen Geist Mir nicht geben und mich laben Mit den guten Himmelsgaben? 3. Jesu, der du hingegangen Zu dem Vater, sende mir Deinen Geist, den mit Verlangen Ich erwarte, Herr, von dir 70. Laß den Tröster ewiglich Bei mir sein und lehren mich, In der Wahrheit fest zu stehen Und auf dich im Glauben sehen. 4. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, Kehre bei mir Armen ein — sei tausendmal willkommen, Laß mich deinen Tempel sein. 21 Säubre du nur selbst das Haus —— Meines Herzens, wirf hinaus — Alles, was mich hier kann scheiden — Von den süßen Himmelsfreuden. des 5. Schmücke mich mit deinen Gaben, — Mache mich neu, rein und schön; Laß mich wahre Liebe haben — Und in deiner Gnade stehn. ab Gib mir einen starken Mut, ö Heilige mein Fleisch und Blut, — Lehre mich, vor Gott hintreten Und im Geist und Wahrheit beten. 18 Pfingsten. 6. So will ich mich dir ergeben, Dir zu Ehren soll mein Sinn Dem, was himmlisch ist, nachstreben, Bis ich werde kommen hin, Da mit Vater und dem Sohn Dich im höchsten Himmelsthron Ich erheben kann und preisen Mit den süßen Engelweisen. Moritz Kramer, 1646—1702. 121 Mel.: Fröhlich soll mein Herze springen. 2 J. Crüger. 1656. +— 3—.— ö— 1.— ö————— , der, Geist des Herrn, sei nicht fern, sal⸗be 1 ——— 2— + ö 2—— Je-⸗ su Glie ⸗ —.— ů EE— ———.— 4..— Rar— 7. Vort ge-bro-chen, hat dei-nen V Volk ver-spro-chen. 2. Schöpfer unsres neuen Lebens, Jeder Schritt, Jeder Tritt Ist ohn dich vergebens. Ach das Seelenwerk ist wichtig; Wer ist wohl, Wie er soll, Treu zu handeln tüchtig? 02. 1656. Pfingsten. 18⁷ 3. Weck uns auf vom Sündenschlafe; Rette doch Heute noch ö Die verlornen Schafe. Reiß die Welt aus dem Verderben, Laß sie nicht Im Gericht Der Verstockung sterben. 4. Geist der Weisheit, gib uns allen Durch dein Licht Unterricht, Wie wir Gott gefallen. Lehr uns freudig vor Gott treten; Sei uns nah Und sprich ja, Wenn wir gläubig beten. 5. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen, Gib uns Mut, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen. Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Not, Schmerz und Tod Nicht von Jesu scheiden. 6. Hilf uns nach dem Besten streben, Schenk uns Kraft, Tugendhaft Und gerecht zu leben. Gib, daß wir nie stille stehen; Treib uns an, Froh die Bahn Deines Worts zu gehen. 7. Sei in Schwachheit unsre Stütze, Steh uns bei, Mach uns treu In der Prüfungshitze. 188 Pfingsten. Führ, wenn Gott uns Aach dem Leide Sterben heißt, Unsern Geist Freudig in die Freude. Ehrenfried Liebich, 1713—1780. 12² Mel.: Die Tugend wird durchs Kreuz 2—— geübet. 1704. . *1——— 2 —— L—— 1 Ihr Chri⸗sten, rühmt, er⸗hebt und preiset, die Gna⸗ de, die uns Gott e er⸗ r⸗weiset; *— — 1 er⸗he-bet froh mrit Herz und Mund mit uns macht er den neu-en Bund. a een ar— 3 e————— . 145 Wann +.—.————— . den Geist der Lraft und Kind⸗ tchaf hin Sein —.——.—.— ——.————— ö ——— gen fließt in vol⸗len Strö ⸗men N eve., r schreibt sein Wort in un⸗ n Srun. 2. Gesalbet mit dem Ol der Freuden Vollendet Jesus seinen Lauf. Nun herrschet er nach seinem Leiden Und tut uns seine Schätze auf. —+—— 80. Pfingsten. 9— 189 Sein Geist, in den Aposteln kräftig, Schmückt ihm ein Volk zu seinem Ruhm, Das nun, in seinem Dienst geschäftig, Ihm danket als sein Eigentum. ů 3. Auf, auf, ihr Herzen, auf, ihr Zungen, Verkündigt Gottes hohen Ruhm. Sein Name werde stets besungen Von seinem heilgen Eigentum. O daß ein Geist des Lebens wehe Und, was nur Odem hat, erfüll, Daß alle Welt die Wunder sehe, Die Gott in Christo schaffen will. 4. So laßt uns denn die Pfingsten halten Im Geist und nicht im Fleischessinn. Verbleiben wir allzeit im Alten, So ist dies Fest uns kein Gewinn. Wir müssen neu geboren werden, So daß sein Geist auch in uns lebt, Und unser Geist schon hier auf Erden Mit ihm vereint im Himmel schwebt. 5. Ach Jesu, schenk uns armen Sündern Durch deinen Geist Genad und Kraft, Mach uns dei Gottes echten Kindern, Teilhaftig deiner Eigenschaft; Ach zünde deine reine Liebe In unser aller Herzen an Und schaffe, daß mit heilgem Triebe, Was lebt, dich ewig loben kann. Casseler Gesangbuch v. 1770. 23 Mel.: Komm, Gott Schöpfer, heilger — Ge eist. A———————— — 1. Komm, heil⸗ger Geist, o Schöp-⸗fer Pflngsten. — + 2 —„ T0OH LI * S.+ + — 1 140 * =nen ar⸗ men See⸗len zu, 1 9—— 1.——— +4— ———.. +*. 22...— — 1—..* er⸗füll mit Gna⸗-den, sü⸗ßer Gast, die + . 7 V 2— I ⸗schaf-fen hast. 2. Der du der Tröster bist 9. 7 Des allerhöchsten Gottes Pfand, Du Liebesquell, du Lebensbronn, Du Herzenssalbung, Gnadensonn; 3. Du siebenfaches Gnadengut, Du Finger Gotts, der Wunder tut, Du lösest aller Zungen Band, Gibst frei das Wort in alle Land. 4. Zünd uns ein Licht an im Verstand, Entflamm das Herz in Liebesbrand, Stärk unser schwaches Fleisch und Blut Durch deiner Gottheit starken Mut. 5. Den Feind treib uns von fern hinweg Und bring uns auf des Friedens Steg Daß wir, durch deine Huld geführt, Vom Argen bleiben unberührt. ———— Brust, die du ge 5 6. Lehr uns den Vater kennen wohl Und wie den Sohn man ehren soll, Im Glauben mache uns bekannt, Wie du von beiden wirst gesandt. Altkirchlich, nach Karls des Großen „Veni, creator Spiritus“, gegen 800 n. Chr. + — IIR Ei weg Pfingsten. 191 12⁴. Eigene Melodie. 1524. d nn En 4.—.—.—— 1. Komm, hei⸗li⸗ger Geist, Her⸗re Gott, er⸗ ... denn wr. DDSEEEEEEEEE füll mit dei⸗ner Gna⸗den Gut dei-ner Gläub⸗ —....— — gen 95 Mut und Sinn, dein brün⸗stig 75 2 r.,— —... Lieb ent⸗zünd in ihn'n. O Herr, durch dei⸗nes Lich⸗tes Glanz zu dem Glau⸗ben ver⸗sam⸗melt 235... hast das Volk aus al⸗ ler Welt Zun⸗ gen, das SSEE... sei dir, Herr, zu Lob ge⸗ un⸗ gen. Hal⸗-le⸗lu⸗ — HN .. —— ja, Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja. 2. Du heiliges Licht, edler Hort, Laß uns leuchten des Lebens Wort Und lehr uns Gott recht erkennen, Von Herzen Vater ihn nennen. Pfingsten. O Herr, behüt vor fremder Lehr, Daß wir nicht Meister suchen mehr Denn Jesum mit rechtem Glauben Und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Halleluja, Halleluja. 3. Du heilige Brunst, süßer Trost, Nun hilf uns fröhlich und getrost In deim Dienst beständig bleiben, Die Trübsal uns nicht abtreiben. O Herr, durch dein Kraft uns bereit Und stärk des Fleisches Blödigkeit, Daß wir hie ritterlich ringen, Durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja, Halleluja. Dr. Martin Luther, 1483—1546. — uun 12⁵. Eigene Melodie. 1693. 1 Komm, o komm, du Geist des Le⸗bens, dei⸗ ne Kraft sei nicht ver-ge⸗bens, — 5 bi— ——.——.————⁊— 2— P—— 20 1— +———— wah⸗rer Gott von E-wig⸗keit, sie er⸗füll uns je⸗der⸗zeit; so wird Geist und 2 1—— EIEEE Licht und Schein in den dun⸗keln Her-zen sein. — 1 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, Daß wir anders nichts beginnen, Als nur was dein Wille sucht; Pfingsten. 19⁴ Dein Erkenntnis werde groß Und mach uns vom Irrtum los. 3. Zeig uns selbst die rechten Stege Zu der wahren Wohlfahrt an, Räume alles aus dem Wege, ö Was im Lauf uns hindern kann; Wirke Reu an Sünden statt, Wenn der Fuß gestrauchelt hat. 4. Laß uns stets dein Zeugnis haben, Daß wir Gottes Kinder sind, Stärk uns dann mit deinen Gaben, Wenn sich Not und Drangsal findt; Denn des Vaters liebe Rut Ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten Frei mit aller Freudigkeit, Seufz auch in uns, wenn wir beten, Und vertritt uns allezeit; So wird unsre Bitt erhört Und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange, Daß das Herz oft rufen muß: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange? O, so mach uns den Beschluß: Sprich der Seele tröstlich R Und gib Mut, Geduld und Ruh. 7. O du Geist der Kraft und Stärke, Du gewisser, neuer Geist, Fördre in uns deine Werke, Wenn des Satans Macht sich weist: Schenk uns Waffen in dem Krieg Und erhalt in uns den Sieg. 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben. Daß kein Teufel, Tod und Spott Uns denselben möge rauben; Du bist unser Schutz und Gott; 13 Pfingsten. Sagt das Fleisch immer nein, Laß dein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir endlich sollen sterben, So versichre uns je mehr Als des Himmelreiches Erben Jener Herrlichkeit und Ehr, Die uns unser Gott erkiest Und nicht auszusprechen ist. Heinrich Held, um 1650. 126. Eigene Melodie.—— x 1. Nun bit⸗ten wir den Reten Geist um den rech-ten Glau-ben al-ler-⸗ meist, E 10 0 4——4 PPIIPIPIPITITITITITTT TT —550 er uns be⸗ 29 5 te an un⸗-serm En⸗ 1— de, wenn wir heim⸗fahrn a its die⸗ ⸗sem E⸗len⸗ 50— 1+—.—— ,,;— 5* de. Herr, er⸗barm dich un ⸗ser! 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein, Lehr uns Jesun Christ kennen allein, Daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, Der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Herr, erbarm dich unser! 650. orisch. 15²24. Pfingsten. 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, Laß uns empfinden⸗ der Liebe Brunst, Daß wir uns von Herzen einander lieben Und im Frieden auf einem Sinn bleiben. Herr, erbarm dich unser! 4. Du höchster Tröster in aller Not, Hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, Daß in uns die Sinne nimmer verzagen, Wenn der Feind wird das Leben verklagen. Herr, erbarm dich unser! Dr. Martin Luther, 1483—1546. 147. Mel.: Werde munter, mein Gemüte. J. Schop. 1642. der du uns in Lieb und Lei-de IISII 0 du al-ler-schönstes Li un⸗be⸗su⸗chet läs⸗ sest 0 Geist des 4* du al⸗ler⸗süß ⸗te Freu⸗de, EERERR. en ,ani ninnir nn. e nen 5 ů— E..—— Höchsten, höchster Fürst, der du hältst und hal⸗ ten EE wirst ohn Auf⸗ D⸗ ren al xle Din⸗ ⸗ge, hö⸗ re, 1+— III— SSISDSISIS........... hö⸗re, was ich sin⸗ge. 2. Du bist ja die beste Gabe, Die ein Mensch nur nennen kann: 1* 196 Pfingsten. Wenn ich dich erwünsch und habe, Geb ich alles Wünschen dran. Ach ergib dich, komm zu mir In mein Herze, das du dir, Da ich in die Welt geboren, Selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst aus des Himmels Throne Wie ein Regen ausgeschütt, Bringst vom Vater und vom Sohne Nichts als lauter Segen mit. Laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast Und verwaltst nach deinem Willen, Mich an Leib und Seele füllen. 4. Du bist weis' und voll Verstandes, Was geheim ist, ist dir kund, Zählst den Staub des kleinen Sandes, Gründst des tiefen Meeres Grund. Nun, du weißt auch zweifelsfrei, Wie verderbt und blind ich sei; Drum gib Weisheit und vor allen, Wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden, Wo man rein und lauter ist; Fliehst hingegen Schand und Sünden, Weil du lauter Klarheit bist. Mache mich, o Gnadengquell, Durch dein Waschen rein und hell, Laß mich fliehen, was du fliehest, Gib mir, was du gerne siehest. 6. Du bist, wie ein Hirte pfleget, 1 Frommes Herzens, sanftes Muts, Bleibst im Lieben unbeweget, Tust uns Bösen alles Guts. Ach verleih und gib mir auch Diesen edlen Sinn und Brauch, one 128. Pfingsten. Daß ich Freund und Feinde Hebe, Keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, Wenn du mich nur nicht verstößt; Bleib ich von dir ungeschieden, Ei, so bin ich g'nug getröst; Laß mich sein dein Eigentum; Ich versprech hinwiederum, Dir und dort all mein Vermögen ir zu Ehren anzulegen. 8. Nur allein, daß du mich stärkest Und mir treulich stehest bei. Hilf, mein Helfer, wo du merkest, Daß mir Hilfe nötig sei. Brich des bösen Meisches Sinn, Nimm den alten Willen hin, Mach ihn allerdinge neue, Daß mein Gott sich meiner freue. 9. Sei mein Retter, halt mich eben, Wenn ich sinke, sei mein Stab; Wenn i sterbe, sei mein Leben; Wenn ich liege, sei mein Grab. Wenn ich wieder aufersteh, Ei, so hilf mir, daß ich geh Hin, da du in ewgen Freuden Wirst dein Auserwählten weiden. Paul Gerhardt, 16071676. Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. 15 Nikolai.(2) 1599. 1. 5 8 heil⸗ ger 05 kehr bei ans ein Du Him-mels-licht, laß dei-nen Schein Pfingsten. — * und laß uns dei⸗ne Wohnng sein, 0 Wthnm, bei uns und in uns kräf⸗tig sein zu ste⸗ ů E— + — +—E— I * 22——*— E+————— ——Bk 4——— du Her⸗zens⸗son⸗ne;= W ter Freud und 16½½% zue. Hosenet Wen —— ...——— e. ästi ⸗ Le-ben willst du ge-ben, wenn wir — 3.————— be⸗ 1995 zu dir kom⸗men wir ge⸗tre⸗ ten. 2. Du Quell, draus alle Weisheit fleußt, Die sich in fromme Seelen geußt, Laß deinen Trost uns hören, Daß wir in Glaubenseinigkeit Auch können alle Christenheit Dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, Daß wir können Herz und Sinnen Dir ergeben, Dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat Und führ uns selbst den rechten Pfad, Die wir den Weg nicht wissen; Gib uns Beständigkeit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Wenn wir nun leiden müssen. Schaue, baue, Was zerrissen und beflissen, Dich zu schauen Und auf deinen Trost zu bauen. — + AE Pfingsten. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft Empfinden und zur Ritterschaft Dadurch gestärket werden, Auf daß wir unter deinem Schutz Begegnen aller Feinde Trutz Mit freudigen Gebärden. Laß dich reichlich Auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, Alles Unglück überwinden. 5. O starker Fels und Lebenshort, Laß uns dein himmelsüßes Wort In unsern Herzen brennen, Daß wir uns mögen nimmermehr Von deiner weisheitreichen Lehr Und reinen Liebe trennen. Fließe, gieße Deine Güte ins Gemüte, Daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 6. Du süßer Himmelstau, laß dich In unsre Herzen kräftiglich Und schenk uns deine Liebe, Daß unser Sinn verbunden sei Dem Nächsten stets mit Liebestreu Und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit Dich betrübe. Fried und Liebe Müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit Wir führen unsre Lebenszeit; Sei unsres Geistes Stärke, Daß uns forthin sei unbewußt Die Eitelkeit, des Fleisches Lust Und seine toten Werke. 199 Pfingsten. Rühre, führe Unser Sinnen und Beginnen Von der Erden, Daß wir Himmelserben werden. 2—5— Schirmer, 1606—1673. Eigene Melodie. 129. J. G. Herzog. 1890. 2—5—— 3932505—.— 5n n. 1 Schmückt das Fest mit Mai⸗en, denn der Geist der Gna-den 9985 5e en, hmmer I5— las⸗set Blu⸗men streu⸗en, zün ⸗det Op⸗fer hat sich ein⸗ge la- den, ma⸗chet ihm die N E H 3 V. vn— Ei an; Vahn. Nehmt ihn ein, so wird sein Schein fül⸗ len und den er⸗ ——— 2 240. Kum⸗ mer Arils len. 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, Starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad, Pfingsten. 201 Gib uns Kraft Und Lebenssaft, Laß uns deine teuren Gaben Zur Genüge haben. 3. Laß die Zungen brennen, Wenn wir Jesum nennen, Führ den Geist empor; Gib uns Kraft zu beten Und vor Gott zu treten, Sprich du selbst uns vor; Gib uns Mut, Du höchstes Gut, Tröst uns mräftimi von oben Bei der Feinde Toben. 4. Goldner Himmelsregen, Schütte deinen Segen Auf das Kirchenfeld; Lasse Ströme fließen, Die das Land begießen, Wo dein Wort hinfällt; Und verleih, Daß es gedeihh Hundertfältig Früchte bringe Und ihm stets gelinge. „5. Schlage deine Flammen Über uns zusammen, Wahre Liebesglut; Laß dein sanftes Wehen Auch bei uns geschehen, Dämpfe Fleisch und Blut; Laß uns doch Am Sündenjoch Nicht mehr wie vor diesem ziehen Und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, 202 Pfingsten. Führ uns ein und aus; Wohn in unsrer Seele, Unser Herz erwähle Dir zum eignen Haus; Wertes Pfand, Mach uns bekannt, Wie wir Jesum recht erkennen Und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuz uns süße, Und durch Finsternisse Sei du unser Licht; Trag nach Zions Hügeln Uns mit Glaubensflügeln Und verlaß uns nicht, Wenn der Tod, Die letzte Not, Mit uns will zu Felde liegen, Daß wir fröhlich siegen. 8. Laß uns hier indessen Nimmermehr vergessen, Daß wir Golt verwandt; Dem laß uns stets dienen Und im Guten grünen Als ein fruchtbar Land, Bis wir dort, Du werter Hort, Bei den grünen Himmelsmaien Ewig uns erfreuen. Benjamin Schmolck, 16721737. Eigene Melodie. J. Crüger. 1653. ◻ —— —— 2 S — — Pfingsten. 203 —— 2 1 —.——.————— DD mei⸗nes Her⸗ zens ast neu ge⸗bo⸗ren hast, o hoch-ge-lieb⸗ter — AE. ——.— —————— — Geist des Va⸗=ters undi des So 4 mit be iꝛden r ches Thro⸗ nes, kunt bei⸗den Ileich ge⸗ Prortt 2. Zeuch ein, laß mich empfinden Und f schmecken deine Kraft, Die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, Daß ich mit reinem Geiste Dir Ehr und Dienste leiste, Die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein wilder Reben, Du hast mich gut gemacht; Der Tod durchdrang mein Leben, Du hast ihn umgebracht Und in der Tauf erstickt Als wie in einer Flute Mit dessen Tod und Blute, Der uns im Tod erauickt. 4. Du bist das heilge Ole, Dadurch gesalbet ist Mein Leib und meine Seele Dem Herren Jesu Christ Zum wahren Eigentum, Zum Priester und Propheten, Zum König, den in Nöten Gott schützt im Heiligtum. Pfingsten. 5. Du bist ein Geist, der lehret, Wie man recht beten soll; Dein Beten wird erhöret, Dein Singen klinget wohl: Es steigt zum Himmel an, Es steigt und läßt nicht abe, Bis der geholfen habe, Der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, Vom Trauern hältst du nicht, Erleuchtest uns im Leiden Mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal Hast du mit süßen Worten Mir aufgetan die Pforten Zum güldnen Freudensaal. 7. Du bist ein Geist der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, Willst, daß durch Liebesflammen Sich wieder tun zusammen, Die voller Zwietracht seind. 8. Du, Herr, hast selbst in Händen Die ganze weite Welt, Kannst Menschenherzen wenden, Wie dir es wohlgefällt; So gib doch deine Gnad Zu Fried und Liebesbanden, Verknüpf in allen Landen, Was sich getrennet hat. 9. Erhebe dich und steure Dem Herzleid auf der Erd, Bring wieder und erneure Die Wohlfahrt deiner Herd; Pfingsten. Laß blühen wie zuvor Die Länder, so verheeret, Die Kirchen, so zerstöret Durch Krieg und Feuerszorn. 10. Beschirm die Obrigkeiten, Bau unsres Fürsten Thron, Steh ihm und uns zur Seiten; Schmück, als mit einer Kron, Die Alten mit Verstand, Mit Frömmigkeit die Jugend, Mit Gottesfurcht und Tugend Das Volk im ganzen Land. 11. Erfülle die Gemüter Mit reiner Glaubenszier, Die Häuser und die Güter Mit Segen für und für; Vertreib den bösen Geist, Der dir sich widersetzet Und, was dein Herz ergötzet, Aus unserm Herzen reißt. 12. Gib Freudigkeit und Stärke Zu stehen in dem Streit, Den Satans Reich und Werke Uns täglich anerbeut; Hilf kämpfen ritterlich, Damit wir überwinden Und ja zum Dienst der Sünden Kein Christ ergebe sich. 13. Richt unser ganzes Leben Allzeit nach deinem Sinn, Und wenn wirs sollen geben Ins Todes Hände hin, Wenns mit uns hier wird aus, So hilf uns fröhlich sterben Und nach dem Tod ererben Des ewgen Lebens Haus. Paul Gerhardt. 1607—1676. Trinitatis. IX. Trinitatis. 131. Eigene Melodie. 1539. 3— 4.—. SIET 1. n in der Höh sei Ehr und —p———————— .... T 2—.— Hü Dank für sei⸗ ne Gna⸗- de, 16 2318— rüh⸗ren kann kein Scha ⸗de; Wohl⸗ge⸗ .......—— E= E falln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn ů —— — Un⸗ter⸗laß, all Fehd hat nun ein En- de. 2. Wir loben, preisn, anbeten dich Für deine Ehr; wir danken, Daß du, Gott Vater, ewiglich Regierst ohn alles Wanken. Ganz unermessen ist dein Macht, Fort g'schieht, was dein Will hat bedacht. Wohl uns des feinen Herren! 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn Deines himmlischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, Du Stiller unsers Haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, Nimm an die Bitt von unsrer Not: Erbarm dich unser aller! .—.—4— EiEEEEEEEEEE ICN acht. Trinitatis. 24. beilger Geist, du höchstes Gut, Du all'rheilsamster Tröster, Vors Teufels G'walt fortan behüt, Die Jesus Christ erlöset Durch Marter groß und bittern Tod, Abwend all unsern Jamm'r und Not; Darauf wir uns verlassen. Nikolaus Decius, 4 1541. 132. Mel.: Nun danket alle Gott. J. Crüger. 1649. E—— 1. Ge⸗lo⸗ bet sei der Herr, mein der mir hat mein — 20——4—— 3656 Gott, mein Licht, mein Le-ben, Leib und Seel ge⸗ge⸗ ⸗ben, EE der mich schützt 29 Mut⸗ter⸗lei⸗be an, 0 mein Va⸗ter, ——— .,..—... al⸗le Au⸗gen⸗blick viel Guts an mir ge⸗ tan. 2. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, mein Heil, mein Leben, Des Vaters Sohn, Der sich für mich gegeben, Der mich erlöset hat Mit seinem teuren Blut, Der mir im Glauben schenkt Das allerhöchste Gut. 208 Trinitatis. 3. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, mein Trost, mein Leben, Des Vaters werter Geist, Den mir der Sohn gegeben, Der mir mein Herz erquickt, Der mir gibt neue Kraft, Der mir in aller Not Rat, Trost und Hilfe schafft. 4. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, der ewig lebet, Den alles rühmt und lobt, Was in den Lüften schwebet. Gelobet sei der Herr, Des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn Und Gott der werte Geist, 5. Dem wir das Heilig jetzt Mit Freuden lassen klingen Und mit der Engelschar Das Heilig, Heilig! singen, Den herzlich lobt und preist Die ganze Christenheit: Gelobet sei mein Gott In alle Ewigkeit. ö 1 Johann Olearius, 1611—1684. 133. Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ph. Nikolai.(2) 1599. n n 1——.—— SSꝗSISISSIIEEE———— ͥI——————— .0 Hal⸗le⸗lu⸗fa, Lob, Preis und Chr 1———— + 2—.. SISISISSISII..II.........E= ——— sei un⸗serm Gott je mehr und mehr sei in uns al len ihm be⸗reit Trinitatis. Klin⸗ get, für le sei ⸗-ne Wer⸗Rke; Dank, Weisheit, Kraft und Stär⸗ke. 7 —— I— sin⸗get: 1— 3 lig, hei⸗lig, hoch und herr-⸗lich,— lig —4 8—.— E drrrrn. ist Gott, un⸗ ser Gott, der Herr Ze-ba-oth! 2. Halleluja, Preis, Ehr und Macht Sei auch dem Gotteslamm gebracht, In dem wir sind erwählet, Das uns mit seinem Blut erkauft, Damit besprenget und getauft Und sich mit uns vermählet. Heilig, selig Ist die Freundschaft und Gemeinschaft, Die wir haben Und darinnen uns erlaben. 3. Halleluja, Gott heilger Geist, 684. Sei ewiglich von uns gepreist, Durch den wir neu geboren, 1508 Der uns mit Glaͤuben ausgeziert, Dem Bräutigam uns zugeführt, — Den Hochzeitstag erkoren. — Heil uns, Heil uns; Ehr Da ist Freude, da ist Weide, keit Da ist Manna —— Und ein ewig Hosianna. —— 4. Hallelusa, Lob, Preis und Ehr hr Sei unserm Gott je mehr und mehr It Und seinem großen Namen. 14 Trinitatis. Stimmt an mit aller Rmmel Schar Und singet nun und immerdar Mit Freuden: Amen, Amen! Klinget, singet: Heilig, 23— hoch und herrlich, Heilig ist Gott, Unser Gott, der Herr Zebaoth! Bartholomäus Crassellus(9), 1677—1724. 134. Eigene Melodie. 152⁴. —— 8 ————.. 1. Wir glau⸗— all an ei⸗nen Gott, E. ——————— HQ —— —— 2*———— 660.3 Himmels und der Er⸗ 297— der sich zum ů——— 2——— N E 1 2 D. 2—.——— 2— *— —0 wer⸗den. Er will uns all-zeit er⸗näh⸗ren, 1——— — 2 2——— I ——— in innn r. Un⸗fall will er weh⸗ ren, kein Leid sol uns / — wi⸗der⸗fah-ren; er sor- get für uns, ů—.̃—— —— 6 +—...— 2—.S‚SSSS II al ⸗les in sei ner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, Seinen Sohn und unsern Herren, Der ewig bei dem Vater ist, Gleicher Gott von Macht und Ehren, Von Maria der Jungfrauen Ist ein wahrer Mensch geboren Durch den heilgen Geist im Glauben; Für uns, die wir warn verloren, Am Kreuz gestorben und vom Tod, und vom Wieder auferstanden durch Gott.[Tod 3. Wir Rater u an den heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, Der aller Blöden Tröster heißt Und mit Gaben zieret schöne, Die ganz Christenheit auf Erden Hält in einem Sinn gar eben; Hie all Sünd vergeben werden, Das Fleisch soll auch wieder leben; Nach diesem Elend ist bereit, ist bereit Uns ein Leben in Ewigkeit. Dr. Martin Luther,‚, 1483— 1546. Kleine Feste. X. Kleine Feste. Darstellung Jesu im Tempel. Mel.: Valet will ich dir geben. 135. M. Teschner. 1615. ,——.— 25—— 4 9———.—.— —— 0————.— — — +. 1 E Je-su, Licht der Hei-den, der wir kom-men jetzt mit Freuden durch — nn,e rommen Schatz und Lieb, i⸗nes Gei⸗stes 2 Trieb in die-sen dei⸗nen e n er de e n, i n e. empel und su⸗chen mit Be⸗gier nach Si⸗ ieme⸗ ——— +——— 1.— sf 4.—.— E? ˖ Fr d 65 Te *8 — ñ 2— ö— i. ons E⸗xem⸗pel dich gro— ßen Gott all⸗ hrer⸗ 2. Du wirst von uns gefunden, O Herr, an jedem Ort, Dahin du dich verbunden Durch dein Verheißungswort, Vergönnst noch heutzutage, Daß man dich gleicherweis Auf Glaubensarmen trage, Wie hier der fromme Greis. 3. Sei unser Glanz in Wonne, Ein helles Licht in Pein, In Schrecken unsre Sonne, Im Kreuz ein Gnadenschein, In Zagheit Glut und Feuer, In Not ein Freudenstrahl, Kleine Feste. 2¹3 In Krankheit ein Befreier, Ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß auch uns gelingen, Daß einst wie Simeon 1615. Ein jeder Christ kann singen Den schönen Schwanenton: Mir werden nun mit Frieden Mein Augen zugedrückt, der Nachdem ich schon hienieden urch Den Heiland hab erblickt. —— 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, — Mein Jesu, dich geschaut; Kein Feind kann dich mir rauben, nen Wie biog er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen —.— Und in dem meinen du; — Uns scheiden keine e.Schmerzen, me⸗ Kein Angst, kein Tod dazu. 1—— 6. Hier blickst du zwar die Deinen i., Oft fremd und strafend an, . So daß vor Angst und Weinen 22* Ich dich nicht sehen kann; Dort aber wirds geschehen, Daß ich von Angesicht Zu Angesicht soll sehen Dein immer klares Licht. Johann Franck, 1618-1677. 136. Eigene Melodie. 15²⁴4 . — W e und 63555 4 fabrd da⸗ 3357 in iI .————— E— E— ——.—. x hei⸗ßen hat, der Tod ist mein Schlaf wor-den. 2. Das macht Christus, wahr Goltes Sohn,— Der treue Heiland, 2 Den du mich, Herr, hast sehen lan Und g'macht bekannt,— Daß er sei das Leben— Und Heil in Not und Sterben. 3. Den hast du allen vorgestellt Mit großen Gnaden, Zu seinem Reich die ganze Welt Heißen laden Durch dein teuer heilsam Wort, An allem Ort erschollen. 4. Er ist das Heil und selig Licht Für die Heiden, Zu'rleuchten, die dich kennen nicht, Und zu weiden. Er ist deins Volks Jsrael Preis, Ehre, Freud und Wonne. Ur. Martin Luther, 1483—1546. b. Johannistag. 137. Mel.: Freu dich sehr, o meine Secle. R———— 6—————————— 1 Trö⸗stet, trö-stet mei⸗ne Lie⸗ben, 546. 4 —.——— D————— — 2 Kleine Feste. 21⁵ 3——— e trö⸗stet mein Volk, spricht mein Gott. ü⸗ber Fein⸗des und Spott. Weil Je⸗ —— —— ru⸗sa-lem wohl dran, re-det sie gar freund⸗ — + —— +2— + — lich an, denn ihr Lei⸗ den hat ein En de, I — ih⸗ re Rit ⸗ter⸗schaft ich weñ 2 Ich vergeb all ihre Sünden, J uin wi ihre Missetat, nicht mehr sehn noch finden, Was 4. Straf erwecket Sie hat ja zwiefältig Leid Schon empfangen, ihre Freud Soll sich täglich neu vermehren Und ihr Leid in Freud verkehren. 3. Eine Stimme läßt sich hören In der Wüste weit und breit, Alle Menschen zu bekehren: Macht dem Herrn den Weg bereit, 14. Wr Gott ein ebne Bahn; Alle Welt soll heben an, Alle Tale zu erhöhen, Daß die Berge niedrig stehen. 4. Ungleich soll nun eben werden Und, was höckricht gleich und schle Alle Menschen hier auf Erden Sollen leben schlecht und recht; de. cht, Kleine Feste. Denn der Herr der Herrlichkeit, Der erscheint zur rechten Zeit, Macht, daß alles Fleisch kann sehen, Wie, was Gott spricht, muß geschehen. Johann Plemme⸗ 1611—1684. C. Michaelistag. 138 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. — H. Isaak.(2) 1536. —0 +*——— 7 DDDiDDi EEE . +1. Du Herr der Se-⸗ra⸗phi⸗- nen, dem + 2—. I— „. tau⸗ send 1 gel die⸗ nen und 1 +—— S2,.....—.— zu Ge⸗bo⸗te Usehn; du wun⸗der⸗gro⸗ßer Se ö 12..—.. ——— E——— E— Mei⸗ ster der rei-nen Him⸗ mels⸗ ⸗gei⸗ ster, mein 1.— 1 Zimt mi minr. I — *0 2— 1 Mund soll dei-nen Ruhm er⸗ höhn. 2. Die Fürsten und die Thronen, Die in dem Himmel wohnen, Gibst du zu meiner Wacht. Sie sehn dein Angesichte Im höchst vollkommnen Lichte, 32—0 nehmen sie auch mich in acht. 3. Ich preise deine Güte Mit dankbarem Gemüte Für diese Wunderschar. Ich rühme deine Rechte Für diese deine Knechte, Die mich beschirmen vor Gefahr. Kleine Feste. 4. Laß ferner mich behüten Vor aller Feinde Wüten Durch diese Himmelswach; Laß sie auf meinen Wegen 84. Die Hand mir unterlegen, So bleib ich frei von Ungemach. 5. Doch sollen sie nicht weichen, So laß mich ihnen gleichen 36. In wahrer Heiligkeit. . Wie sie die Kinder lieben —.— Und wahre Demut üben, hem So mach auch mich dazu bereit. —. 6. Sie tun ja deinen Willen; —— Den laß auch mich erfüllen. d Sie leben keusch und rein; O laß mich nichts beflecken, — Auch wenn mich Schatten decken, Fer Stets diese reinen Geister scheun. 35 7. Und endlich, wenn ich scheide, —.— So führe mich zur Freude — Auf ihren Armen ein. —. Da werd ich dich erst loben — Und in dem Himmel droben Dir und den Engeln ähnlich sein. Schmolck, 1672—-1737. 139. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. —5 *—.—— 9 255——— 1. d du hast in dei-nem Reich Die-sen bin ich noch nicht gleich; dennt mein 4. Scha⸗ren vie⸗ler En⸗ gel. Herz ist vol-ler Män-gel. Ach wann werd ich Kleine Feste. + auch so rein als die gu⸗-ten En-gel sein? 2. Mich beschweret Fleisch und Blut; Hilf du, daß ich geistlich werde; Gib mir einen Engelmut, Der sich trenne von der Erde, Daß ich als dein liebes Kind Allzeit himmlisch sei gesinnt. 3. Mache mir dein Wort bekannt Durch des heilgen Geistes Gabe, Daß ich Weisheit und Verstand Wie ein Engel Gottes habe, Bis wir einst in jenem Licht Völlig sehn dein Angesicht. 4. Auch dein Wille soll geschehn In dem Himmel und aus Erden; Darum laß uns dahin sehn, Daß wir dir gehorsam werden, Und verleih, daß ich dabei Aller Engel Mitknecht sei. 5. Unsre Welt ist voll Gefahr, Voll Gefahr ist unser Leben. Sende deiner Engel Schar, Daß sie schützend uns umgeben, Und da, wo wir schlafen ein, Laß sie unsre Wächter sein. 6. Mach es wie mit Lazaro. Wenn ich künftig werde sterben, Und damit ich ebenso Möge Trost und Segen erben, Heiß die Engel mich zur Ruh Tragen nach dem Himmel zu. Kaspar Neumann, 16481715. Bitte und Trost der Kirche. 219 C. LJieder von der christlichen Kirche. IJ. Bitte und Trost der Kirche. 140. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 1543. .. 11.—— Waid bei uns, Herr Je⸗ su Christ, weil es nun n. wor⸗den 10 dein Kött⸗ klich ——— 2— 65 4 5 ......—. Wort, das hel⸗ le 4444 laß 10 bei ans ane⸗ ———.:..—.—... .—E——— lö-schen nicht. 2. In dieser letzt betrübten Zeit Verleih uns, Herr, Beständigkeit, Daß wir dein Wort und Sakrament Rein b' r Jei bis an unser End. 3. Herr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt, Wir sind gar sicher, träg und kalt; Gib Glück und Heil zu deinem Wort, Damit es schall an jedem Ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort Und wehr des Teufels Trug und Mord. Gib deiner Kirche Gnad und Huld, Fried. Einigkeit, Mut und Geduld. 5. Ach Gott, es geht gar übel zu, Auf dieser Erd ist keine Rub, Viel Sekten und groß Schwärmerei Auf einen Haufen kommt herbei. 22⁰ Bitte und Trost der Kirche. 6. Den stolzen Geistern wehre doch, Die sich mit G'walt erheben hoch Und bringen stets was Neues her, Zu fälschen deine rechte Lehr. 7. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, Nicht unser, sondern dein ja ist; Darum so steh du denen bei, Die sich auf dich verlassen frei. 8. Dein Wort ist unsres Herzens Trutz Und deiner Kirche wahrer Schutz; Dabei erhalt uns, lieber Herr, Daß wir nichts anders suchen mehr. 9. Gib, daß wir lebn in deinem Wort Und darauf ferner fahren fort Von hinnen aus dem Jammertal Zu dir in deinen Himmelssaal. Nikolaus Selnecker, 1532—1592. 141. Mel.: Christus der ist mein Leben. M. Vulpius. 1609. —.—.—— 6..—6 .. . Ach bleib 117 dei⸗ner Gna-de bei dv. nrn,, e e. uns, 5— 3967 uh uns 4434 fori mih 5— 2.——.—.——— 2 2—: —— 2. schn=de des 95 n Fei n⸗ des List. 2. Ach bleib mit deinem Worte Bei uns, Erlöser wert, Daß uns beid hier und dorte Sei Güt und Heil beschert. 2299.8 —— rist, Bitte und Trost der Kirche. 3. Ach bleib mit deinem Glanze Bei uns, du wertes Licht, Dein Wahrheit uns umschanze, Damit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen Bei uns, du reicher Herr, Dein Gnad und alls Vermögen In uns reichlich vermehr. 5. Ach bleib mit deinem Schutze Bei uns, du starker Held, Daß uns der Feind nicht trutze, Noch fäll die böse Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue Bei uns, mein Herr und Gott, Beständigkeit verleihe, Hilf uns aus aller Not. Josua Stegmann, 1588—1632. 142. Psalm 12. Eigene Melodie. 1521.X .—— l. Ach Gott, vom Him⸗mel sieh da-rein und Wie we⸗——2 sid der—— l⸗gen dein, ver⸗ 4——...——H—.—.— 2——22. laß dich des er⸗ bar⸗ men! las⸗sen n 2———3— 68.— ——.— läßt nicht ha⸗ 101— wahr; der Glaub ist auch v ver⸗ Dein 2005 man⸗ 22²2 Bitte und Trost der Kirche. 2. Sie lehren eitel falsche List, Was eigen Witz erfindet; Ihr Herz nicht eines Sinnes ist In Gottes Wort gegründet; Der wählet dies, der andre das, Sie trennen uns ohn alle Maß Und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle gar, Die falschen Schein uns lehren, Dazu ihr Tros stolz offenbar Spricht:„Trotz! wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, Was wir setzen, das gilt gemein; Wer ist, der uns soll meistern?“ 4. Darum spricht Gott:„Ich muß auf sein, Die Armen sind verstöret; Ihr Seufzen dringt zu mir herein, Ich hab ihr Klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf den Plan, Getrost und frisch sie greifen an Und sein die Kraft der Armen.“ 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal Bewährt, wird lauter funden; An Gottes Wort man warten soll Desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein, Da wird sein Kraft erkannt und Schein, Und leucht stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein Vor diesem argen G'schlechte, Und laß uns dir befohlen sein, Daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, Wo diese losen Leute sind In deinem Volk erhaben. Dr. Martin Luther, 1183—1546. A A ein, Bitre and Trost der Kirche. 143. Mel. Herzliebster Jesu. was hast du verbrochen. J. Imer. 1— e eer . Eri⸗ ste, du Bei⸗stand dei⸗ner Kreuz⸗ge⸗ EiE ö — 4—ę3———— mei⸗ne, ei⸗le, mit Hilf und Ret⸗tung uns er⸗ — 657—— 35 schei⸗ne; steu⸗re den Fein⸗den, ih⸗re Blut⸗ge⸗ —— ——. rich-te ma⸗che zu nich-⸗ 2. Streite an selber für uns arme Kinder, Wehre dem Teufel, seine Macht verhinder; Alles, was kämpfet wider deine Glieder, Stürze darnieder. 3. Friede bei Kirch und Schulen uns beschere, Friede zugleich der Obrigkeit gewähre. Friede dem Herzen, Friede dem Gewissen Gib zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben, Also wird ewig und ohn Ende loben Dich, o du Wächter deiner armen Herde, Himmel und Erde. Matthäus Apelles v. Löwenstern, 1594—1648. 144. Mel.: Christus der ist mein Leben. M. E 1645 SDSPSIT 1. Die Gna⸗-de sei mit al⸗len, die 2²⁴ Bitte und Trost der Kirche. — 2— , de Ln., nd I—— .——— Gna-de un-sers Herrn, des Herrn, dem wir hier n,, r. ä..... 3—— 2— wal-len und sehn sein Kom-men gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade Gelingt uns gar kein Tritt, Es gehe seine Gnade Denn bis zum Ende mit. 3. Auf Gnade darf man trauen, Man traut ihr ohne Reu, Und wenn uns je will grauen, So bleibt der Herr doch treu. 4. Wird stets der Jammer größer, So glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, Du kommst; so komme doch! 5. Damit wir nicht erliegen, Muß Gnade mit uns sein; Denn sie flößt zu den Siegen Geduld und Glauben ein. 6. So scheint uns nichts ein Schade, Was man um Jesum mißt, Der Herr hat eine Gnade, Die über alles ist. 7. Bald ist es überwunden Nun durch des Lammes Blut, Das in den schwersten Stunden Die größten Taten tut. 8. Herr, laß es dir gefallen, Noch immer rufen wir: Die Gnade sei mit allen, Die Gnade sei mit mir. Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769. ade, Bitte und Trost der Kirche. 145. Eigene Melodie. Luther. 1529. 42255.————— PP Ein fe⸗ste Burg ist un⸗ ser Gott, er 155 uns frei aus al⸗ler Not, 4.—— n—. ——— E, Far= — ein gu⸗te Wehr und Waf⸗fen; Der die uns jetzt hat be⸗ trof⸗ fen. V —. ++ +— ——.—.=—— 2 —.—4 auf Erd ist nicht seins-glei-=chen. 2 Mit unsrer Macht ist nichts getan, Wir sind gar bald verloren; Es streit für uns der rechte Mann, Den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, Der Herr Zebaoth, Und ist kein andrer Gott, Das Feld muß er behalten. 3 Und wenn die Welt voll Teufel wär Und wollt uns gar verschlingen, So fürchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen. 15 2² Bitte und Trost der Kirche. Der Fürst dieser Welt, Wie saur er sich stellt, Tut er uns doch nicht; Das macht, er ist gericht; Ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn Und kein Dank dazu haben; Er ist bei uns wohl auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: Laß fahren dahin, Sie habens kein Gewinn, Das Reich muß uns doch bleiben. Dr. Martin Luther, 1483—1546. 146. Mel.: Valet will ich dir geben. ö M. Ler 55 1. halt uns dei ne Leh⸗ re, Herr, er-halt dein Reich, ver-meh-re dein EEEE.. — + + zu der letz⸗ ten heit ed⸗le Eieten eit, er⸗halt standhaf⸗ten — PFPI.*—— ———ITIIIT—— au⸗ben, der Hoffnung Leit⸗stern strahl. Laß .— ———..— 2—— uns dein Wort nicht rauben in diesem Jammertal. — Bitte und Trost der Kirche. 2. Erhalt dein Ehr und wehre Dem, der dir widerspricht; Erleucht, Herr, und bekehre, Allwissend ewig Licht, Was dich bisher nicht kennet; Entdecke doch der Welt, Der du dich Licht genennet, Was ewig dir gefällt. 3. Erhalt, Herr, deine Schafe, Der grimme Wolf kommt an; Erweck aus ihrem Schlafe, Die niemand retten kann Als du, o großer Hirte; Leit uns auf gute Weid, Treib, nähr, erfreu, bewirte Uns in der wüsten Heid. 4. Erhalt uns, Herr, dein Erbe, Dein wertes Heiligtum, Zerreiß, zernicht, verderbe, Was wider deinen Ruhm; Laß dein Gesetz uns führen, Gönn uns dein Himmelsbrot, Laß deinen Schmuck uns zieren, Heil uns durch deinen Tod. 5. Erhalt und laß uns hören Dein Wort, das selig macht, Den Spiegel deiner Ehren, Das Licht in dieser Nacht, Daß dieser Brunn uns tränke, Dein Himmelstau uns netz, Uns deine Richtschnur lenke, Dein Honigseim ergötz. ö 6. Erhalt in Sturm und Wellen Dein Häuflein, laß doch nicht Uns Wind und Wetter fällen, Steur selbst dein Schiff und richt 15² 2²28 Bitte und Trost der Kirche. Den Lauf, daß wir nicht weichen Vom Ziel der Seligkeit, Des Hafens Ruh erreichen In selger Ewigkeit. Adam Greigen, 1660. 147. Eigene Melodie. 1543. 9—.—6 debnen Sohn, 50l Lenst srrzenw von dei⸗ nem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, Der du Herr aller Herren bist, Beschirm dein arme Christenheit, Daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. Gott heilger Geist, du Tröster wert, Gib deim Volk einen Sinn auf Erd; Steh bei uns in der letzten Not, G'leit uns ins Leben aus dem Tod. Dr. Martin Luther, 1483—1546. Psalm 67. Eigene Melodie. 1. ö Es wol⸗le Gott uns qnärdig sein und sein Ant⸗litz uns mit hel⸗lem Schein er⸗ 46. Bitte und Trost der Kirche. 2² E sei⸗nen Se⸗gen ge⸗- ben; leucht zum ew⸗gen Le-ben,. 255 —4— — —— Z.——.—— 2——D — 4 +—— +———— E——— 4—— sei⸗ ne Werk und was ihm lieb auf Er-den, ———— 565—.— — 2—.——— —. 5 E nm wer⸗den 31 sie zu Gott be⸗keh-ren. 2. So danken, Gott, und loben dich Die Heiden überalle, Und alle Welt die freue sich Und sing mit großem Schalle, Daß du auf Erden Richter bist Und läßt die Sünd nicht walten; Dein Wort die Hut und Weide ist, Die alles Volk erhalten, In rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich Das Volk in guten Taten; Das Land bringt Frucht und bessert sich, Dein Wort ist wohlgeraten. Uns segne Vater und der Sohn, Uns segne Gott der heilge Geist, Dem alle Welt die Ehre tu, Vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen: Amen! Dr. Martin Luther, 1483—1546. *) die kleinen Noten gelten für den 3. Vers. 230 Bitte und Trost der Kirche. 149 Mel.: Herzliebster Jesu, was— du —.—.— verbrochen. J. Crüger. 1640. — ———— 4. 58— un⸗ser Gott, laß nicht zu schanden Wden die, o in ih⸗ren Nö⸗ten und Be⸗ — chwer-den be— und D 255 dei⸗ ⸗ne Gü⸗te —— — IIIl Wl Ei —. 22„fen und zu dir ru ⸗fen! Mache zu schanden alle, die dich hassen, Die sich allein auf ihre Macht verlassen. Ach kehre dich mit Gnaden zu uns Armen, Laß dichs erbarmen; 3. Und schaff uns Beistand wider unsre Feinde; Wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald Freunde, Sie müssen Wehr und Waffen niederlegen, Kein Glied mehr regen. 4. Wir haben niemand, dem wir uns ver— trauen, Vergebens ists, auf Menschenhilfe bauen; Mit dir wir wollen Taten tun und kämpfen, Die Feinde dämpfen. 5. Du bist der Held, der sie kann untertreten Und das bedrängte kleine Häuflein retten. Wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Namen: Hilf, Helfer! Amen. Johann Heermann, 1585—1647. er⸗ 231 Bitte und Trost der Kirche. 150. Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 1625. E dd dr, 1. O Je⸗-su Chri⸗ste, wah⸗res Licht, —— —— dr. er⸗—— te, die dich ken⸗nen nicht, und brin⸗ge , 2121. 4.. sie zu deiner Herd, daß ihre Seel auch se-lig werd. 2. Erfüll mit deinem Gnadenschein, Die in Irrtum verführet sein, Auch die, so heimlich noch ficht an In ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat Von dir, das suche du mit Gna Und sein verwundt Gewissen heil, Laß sie am Himmel haben teil. 4. Den Tauben öffne das Gehör, Die Stummen richtig reden lehr, Die nicht bekennen wollen frei, Was ihres Herzens Glaube sei. 5. Erleuchte, die da sind verblendt, Bring her, die sich von uns getrennt, Versammle, die zerstreuet Per Mach feste, die im Zweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zugleich Auf Erden und im Himmelreich, Hier zeitlich und dort ewiglich Für solche Gnade preisen dich. Johann Heermann, 1585.—1647. 232 Bitte und Trost der Kirche. 151. Mel.: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. J Cruger. 1640. , 5 — —— 1. Schü⸗tze die Dei⸗nen, die nach dir sich 44—— —.— 75—55, —.——— 2 nen⸗nen und dich, o U N — 22 Je⸗su, vor der Welt be⸗ +— 4 . ö *—=D ken⸗nen. Laß dei⸗nen Hän-den, wie du selbst ver⸗ ——— 1—+— I——* 1—4— 1——— 1=——— 1—*— 1 1—1 I——— hei ⸗ßen, nichts sie ent⸗rei ⸗ßen. 2. Laß deine Wahrheit rein verkündigt werden. Mach ihre Siege herrlicher auf Erden. Gib Mut und Weisheit denen, die sie lehren, Dein Reich zu mehren. 3. Du hast noch niemals, Herr, dein Wort gebrochen. Führe die Deinen, wie du selbst versprochen, Führe sie endlich aus dem Kampf hienieden Zum ewgen Frieden. 4. Ewig, o Heiland, sei dein Nam erhoben. Ewig frohlockend müsse dich einst loben, O du Beherrscher deiner schwachen Herde, Himmel und Erde! Casseler Gesangbuch v. 1770. 152 Mel.: Kommt her zu mir, spricht Gottes — Sohn. 0 1530. —— 5——...——————— I‚‚— 2.—..—— x——— ———.——— —— Z253 U11——— 1. Ver⸗za-ge nicht, du Häuf⸗lein klein, Bitte und Trost der Kirche. ——— 2.——.—.— e ö FTJ• — obschon die Fein-de wil-lens sein, dich gänz⸗lich ich———————E+— ̃— — zu ver⸗stö-ren, und su⸗chen der⸗nen ——— 123—————.— be⸗ n, L.— Un⸗ter⸗gang, da-von dir wird recht angst und — vang: es wird nicht lan- ège währen. — 2. Tröste dich nur, daß deine Sach Ist Gottes, dem befiehl die Rach den. Und laß es ihn nur walten. Er wird durch seinen Gideon, en, Den er wohl weiß, dir helfen schon, Dich und sein Wort erhalten. ort 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, Muß Teufel, Welt und Höllenpfort , Und was dem tut anhangen, Endlich werden zu Schand und Spott; Gott ist mit uns und wir mit Gott, en. Den Sieg wolln wir erlangen. Michael Altenburg, 4 1640. Nach anderen Jakob Fabricius. Gustav Adolfs Feldlied vor der Schlacht bei Lützen 1632. 153 Psalm 124. 1535. Mel.: Wo Gott der Herr nicht bei uns hält. 23⁴ Bitte und Trost der Kirche. , i—— 79—— 2. soll JIs ra⸗el sa ⸗ gen, müß⸗ten gar ver- za- gen, Vit se. rüt sä ö— r der in i. IEAe— ar⸗mes Häuf⸗lein sind, ver⸗-acht von so viel I 0— ——— raier..— IIIEEE——— . Men⸗schen⸗kind, die an uns se⸗tzen al-le. 2. Auf uns so zornig ist ihr Sinn; Wo Gott hätt das zugeben, Verschlungen hätten sie uns hin Mit ganzem Leib und Leben; Wir wärn, als die ein Flut ersäuft Und über die groß Wasser läuft, Und mit Gewalt verschwemmet. 3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab, Daß ihr Schlund uns möcht fangen. Wie ein Vogel des Stricks kommt ab, Ist unsre Seel entgangen. Strick ist entzwei, und wir sind frei; Des Herren Name steht uns bei, Des Gotts Himmels und Erden. Dr. Martin Luther, 1483—1546. 4. Eigene Melodie. 1535. — DSS‚....— ..————.— Wo Gott der Herr nicht bei uns und er nicht un-srer Sach zu— Bitte und Trost der Kirche. 235⁵ SSEEEETTTN hält, wenn un⸗sre Fein⸗de to⸗ben, fällt im Him⸗mel hoch dort o⸗ben, wo er Is⸗ ——.—— ee, diel els Schut nicht ist und sel⸗ ber bricht der b.. Fein-de List, so ists mit uns ver⸗lo⸗ren. 2. Was Menschenkraft und Witz anfäht, Soll uns billig nicht schrecken, Er sitzet an der höchsten Stätt, Der wird ihr'n Rat aufdecken. Wenn sies aufs klügste bre an, So geht doch Gott ein andre Bahn; Es steht in seinen Händen. 3. Sie wüten fast und fahren her gab, Und tun gar hochvermessen; Zu würgen steht all ihr Begehr, Gotts ist bei ihn'n vergessen. Wie Meereswellen einhergehn, Nach Leib und Leben sie uns stehn; Des wird sich Gott erbarmen. 4. Sie stellen uns wie Ketzern nach, 546. Nach unserm Blut sie trachten, Noch rühmen sie sich Christen hoch, 535. Die Gott allein groß achten. 23 Ach Gott, der teure Name dein — Muß ihrer Schalkheit Deckel sein; — Du wirst einmal aufwachen. ins 5. Aufsperren sie den Rachen weit 3u⸗ Und wollen uns verschlingen; 236 Bitte und Trost der Kirche. Lob und Dank sei Gott allezeit, Es wird ihn'n nicht gelingen. Er wird ihr'n Strick zerreißen sehr Und stürzen ihre falsche Lehr; Sie werdene Gott nicht wehren. 6. Ach Herr Gott, wie reich tröstest du, Die gänzlich sind verlassen. Die Gnadentür steht nimmer zu, Vernunft kann das nicht fassen, Sie spricht: Es ist nun all's verlorn, Da doch das Kreuz hat neugeborn, Die deiner Hilfe warten. 7. Die Feind sind all in deiner Hand, Dazu all ihr Gedanken, Ihr Anschlag ist dir wohlbekannt, Hilf nur, daß wir nicht wanken; Vernunft wider den Glauben ficht, Aufs Künftge will sie trauen nicht, Da du wirst selber trösten. 8. Den Himmel und die Erden dein Hast du, Herr Gott, gegründet. Laß leuchten deines Lichtes Schein, Das Herz uns werd entzündet In rechter Lieb des Glaubens dein, Hilf bis ans End beständig sein. Die Welt laß immer murren. Justus Jonas, 1493—1555. 155 Mel.: Zlon klagt mit Angst und Schmerzen. J. Crüger. 1640. 1 .—————— ö DDSe 1. Zi⸗on, gib dich nur zu-— frie⸗den, du bist nicht von ihm ge-schie-den; 7 48 —⁰SS S SH Ee SCα 55. 1640. Gott iste noch bei dir da-rin, er hat—— Va⸗ter⸗ sinn. II e straft, so liebt er auch: dies ist f ein be⸗ 25——... ——— lieb⸗ ter Brãuch; 23 ler-ne dies be⸗ Wenn er —— n den⸗ken; war⸗ an willst du dich so krän-ken? 2. Treiben dich die Meereswellen In der wilden, tiefen See, Wollen sie dich gar zerschellen, Mußt du rufen ach und weh, Schweigt dein Heiland still dazu, Gleich als schliefe er in Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, Diese Flut wird bald sich legen. 3. Berg und Felsen mögen weichen, Ob sie noch so feste stehn; Ja die ganze Welt desgleichen Möchte gar auch untergehn; Dennoch hat es keine Not In dem Leben und im Tod; Zion, du kannst doch nicht wanken Aus des ewgen Bundes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Tränen Deine schönsten Perlen sein, Dringt dein Seufzen und dein Stöhnen — 10 in deine Lieder ein, uß dein Purpur sein das Blut Und der Mangel Hab und Gut: 238 Bitte und Trost der Kirche. Fian⸗ Glaß dir doch nicht grauen, Du kannst deinem Gott vertrauen. 5. Droht man dir mit Schmach und Banden, Mit dem Tod und Herzeleid; Ei, du wirst doch nicht zu schanden, Denk nur an die Ewigkeit. Sei nur fröhlich, wohlgemut; Denn der Herr ists, der es tut; Zion, Gott wird dich schon stärken; Dieses mußt du eben merken. 6. Freue dich, nun kommt das Ende Und der Abend schon herbei; Gib dich nur in Gottes Hände, Der dich nun will machen frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn Gibt er dir die Freudenkron. Zion, du wirst wieder lachen; Drum so laß die Welt nur machen. 7. O ihr Engel, Himmelserben, Freuet euch mit Zion hier; Denn die jetzt hat wollen sterben, Soll nun leben für und für Und sich freuen ohne Zahl In dem schönen Himmelssaal. 55— wer will dich nun scheiden Von dem Lamm und ewgen Freuden? Joachim Pauli, 4 nach 1674. 156 1 6. Eigene Melodie. J. Crüger. 1640. LIE 22—.—4 S———T—————=— 5. 1. Zi⸗on klagt mit Angst und Smerden die er trägt in sei⸗ nem Her ⸗zen, en, Bitte und Trost der Kirche. 239 35 .'—.— Zi⸗on, Got⸗tes werele Stadt, die er sich er-wäh⸗let hat: Ach, wricht —— D r. sie, wie hat mein Gott mich ver-las-sen ... ᷓᷓᷓᷓᷓ ö .—.————————— —* ö—.— —— in der Not und läßt äüi so har-te pres⸗⸗ gen, 966 —— e.—— mei⸗ner hat er ganz ver⸗ges⸗sen! 2. Der Gott, der mir hat versprochen Seinen Beistand jederzeit, Der läßt sich vergebens suchen Jetzt in meiner Traurigkeit. Ach, will er denn für und für So gar grausam zürnen mir? Kann und will er sich der Armen Jetzt nicht wie vorhin erbarmen? 3. Zion, o du Vielgeliebte, Sprach zu ihr des Herren Mund, Zwar bist du jetzt die Betrübte, Seel und Geist ist dir verwundt; Doch stell alles Trauern ein, Wo mag eine Mutter sein, Die ihr eigen Kind kann hassen Und aus ihrer Sorge lassen? 4. Ja, wenn du gleich möchtest finden Einen solchen Muttersinn, Da die Liebe kann verschwinden, So bleib ich doch, wer ich bin. 2⁴⁰ Ausbreitung der Kirche Meine Treue bleibet dir, 3— Zion, o du meine Zier; E Du hast mir mein Herz besessen, Deiner kann ich nicht vergessen. 30 5 Laß dich nicht den Satan blenden,— Der sonst nichts als schrecken kann. 2 Siehe, hier in meinen Händen— Hab ich dich geschrieben an. sti Wie mag es denn anders sein? Ich muß ja gedenken dein; Deine Mauern muß ich bauen Und dich fort und fort anschauen. 6 Du bist mir stets vor den Augen, Du liegst mir auf meinem Schoß Wie die Kindlein, die noch saugen; Meine Treu zu dir ist groß. Dich und mich kann keine Zeit, Keine Not, Gefahr und Streit, Ja der Satan selbst nicht scheiden, Bleib getreu in allen Leiden Johann Heermann. 1585—1647. II. Ausbreitung der Kirche. 157. Mel: Valet will ich dir geben M Teschner. 1615. Der du an To-des-näch ⸗ten er⸗ und dich als den Ge- rech-ten zum ke das Heil de Welt ämpft das Heil de/ We Bür⸗ gen dar⸗ge⸗stellt, der du den Feind be⸗ 47. Ausbreitung der Kirche. 2⁴1 + DPIPIIIFI.... —2 9 dim n n, e, 122———— 1.—— zwun-⸗gen, den Him-mel auf⸗ge⸗-tan, dir V TTTTRT— ——————— ä SIPIIII IIIIIFII —— ES ——— stim⸗men uns-re Zun-gen ein Hal⸗le⸗lu-ja an. 2. Im Himmel und auf Erden Ist alle Macht nun dein, Bis alle Völker werden Zu deinen Füßen sein, Bis die von Süd und Norden, Bis die von Ost und West Sind deine Gäste worden Bei deinem Hochzeitsfest. 3. Noch werden sie geladen, Noch gehn die Boten aus, Um mit dem Ruf der Gnaden Zu füllen dir dein Haus. Es ist kein Preis zu teuer, Es ist kein Weg zu scwer, Hinauszustreun dein Feuer Weit über Land und Meer. 4. So sammle deine Herden Dir aus der Völker Zahl, Daß viele selig werden Und ziehn zum Abendmahl. Schleuß auf die hohen Pforten, Es strömt dein Volk heran; Wo nd nicht Tag geworden, Da zünd dein Feuer an! Christian Gottlob Barth, 1799—1862. 16 Ausbreitung der Kirche. 158 Mel.: Valet will ich dir geben. * M. Teschner. 1615. — 1 Der du zum Heil er⸗-schie-nen der und von den Che-ru-bi nen zu EE———— ————— al-ler-ärmsten Welt Sün⸗dern dich ge⸗sellt, den sie mit fre⸗chem Stol-ze ver⸗höhnt für sei⸗ne Huld, als du am ———— 2. ö— DDDPS *—. 2. Damit wir Kinder würden, Gingst du vom Vater aus, Nahmst auf dich unsre Bürden Und bautest uns ein Haus; Von Westen und von Süden, Von Morgen ohne Zahl Sind Gäste nun beschieden Zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide, Von allen Flecken rein, Führst du zu deiner Freude Die Völkerscharen ein; Und welchen nichts verkündigt, Kein Heil verheißen war, Die bringen nun entsündigt Dir Preis und Ehre dar. Ausbreitung der Kirche. 2⁴43 4. Drum kann nicht Friede werden, Bis deine Liebe siegt, Bis dieser Kreis der Erden Zu deinen Füßen liegt, Bis du im neuen Leben Die ausgesöhnte Welt Dem, der sie dir gegeben, Vors Angesicht gestellt. —.— 2 5. Und siehe, tausend Fürsten hem Mit Völkern ohne Licht Stehn in der Nacht und dürsten Nach deinem Angesicht; Auch sie hast du gegraben In deinen Priesterschild, Am Borne sie zu laben, Der dir vom Herzen quillt. 6. So sprich dein göttlich Werde, Laß deinen Odem wehn, Daß auf der finstern Erde Die Toten auferstehn, Daß, wo man Teufeln fröhnet Und vor den Götzen kniet, Ein willig Volk versöhnet Zu deinem Tempel zieht. 7. Wir rufen, du wirst hören; Wir fassen, was du sprichst; Dein Wort muß sich bewähren, Womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen, Wie viele sinds noch nicht! O du, ders uns versprochen, Werd aller Heiden Licht. Albert Knapp. 1798—1864. 16² 2⁴4 Ausbreitung der Kirche. 159. Eigene Melodie. P. Ritter. 1792. — 53———.— 5————, 1—* ,. E 1 ö Ei⸗ne Her⸗de und ein Hirt! wenn sein Tag er⸗-schei-nen wird! ddrnirren nri. u,,.. tx, Wie wird dann dir sein, o Er⸗de, Freu⸗e dich, du klei-⸗ne Her-de, H—— E———*——— S e, ite, 4 I +7 + mach dich auf und wer⸗de licht; *—.— N—.—.— er n,a..x—————— 1.—— 2*.——————— hält, was er ver=spricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, Und die Herrlichkeit des Herrn Nahet dämmernd sich den Heiden, Blinde Pilger flehn um Licht; Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, Daß die Nacht zum Tage werde; Ach wie manches Schäflein irrt Fern von dir und deiner Herde. Kleine Herde, zage nicht; Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht Vor des Morgenrotes Helle, Und der Sohn der Wüste kniet Dürstend an der Lebensquelle, Ihn umleuchtet Morgenlicht; Jesus hält, was er verspricht. Ausbreitung der Kirche. 5. Gräber harren aufgetan; Rauscht, verdorrete Gebeine, Macht dem Bundesengel Bahn Großer Tag des Herrn erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 2. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, Und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne Mach dich auf, es werde Licht; Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Adolf Krummacher, 1767—1845. —— 160 Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 7 1599 4 ö—— E 4. 1. 4—— ner ists, an dem wir han⸗-gen, Uns⸗re Lei⸗ber, uns⸗re Her-zen . +* I— 2.—.—— 9—— V *————— —, 1 der für uns in den R n ge⸗ gan-gen, ge- hö- ren dir, o Mann der 173 565 ů 2 22 * 1*—14— 2— 2— 11—— und uns er⸗-kauft mit sei-nem Rut. in dei-ner Lie⸗ 60 ruht sichs gut. ——— —— Nimm uns zum Ei⸗ ⸗gen-tüum, be-rei⸗te dir Ausbreitung der Kirche. =—— DDDD —9 445 ö zum Ruhm dei⸗ne Kin⸗der; ver-birg uns nicht DV e. e n d, Kir. das Gnaden-licht von deinem heil⸗gen Ange⸗ficht. 2. Nicht wir haben dich erwählet, Du selbst hast unsre Zahl gezählet Nach deinem ewgen Gnadenrat. Unsre Kraft ist schwach und nichtig, Und keiner ist zum Werke tüchtig, Der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn; Denn Armut ist Gewinn Für den Himmel. Wer in sich schwach, Folgt, Herr, dir nach Und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig, Die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, Drum sende treue Zeugen aus. Send auch uns hinaus in Gnaden, Viel frohe Gäste einzuladen Zum Mahl in deines Vaters Haus. Wohl dem, den deine Wahl Beruft zum Abendmahl Im Reich Gottes. Da ruht der Streit, Da währt die Freud Heut, gestern und in Ewigkeit. N 4. Schau auf deine Millionen, . Die noch im Todesschatten wohnen, Von deinem Himmelreiche fern. 8, Ausbreitung der Kirche. 2⁴7 Seit Jahrtausenden ist ihnen Kein Evangelium erschienen, Kein gnadenreicher Morgenstern. Glanz der Gerechtigkeit, Geh auf, denn es ist Zeit. Komm, Herr Jesu, Zeuch uns voran Und mach uns Bahn; Gib deine Türen aufgetan. 5. Deine Liebe, deine Wunden, Die uns ein ewges Heil erfunden, Dein treues Herz, das für uns fleht, Wollen wir den Seelen preisen Und auf dein Kreuz so lange weisen, Bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort, Es richtet und durchbohrt Geist und Seele; Dein Joch ist süß, Dein Geist gewiß, Und offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größten Dinge Beginnest du still und geringe. Was sind wir Armen, Herr, vor dir? Aber du wirst für uns streiten Und uns mit deinen Augen leiten, Auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein, Wächst endlich ohne Schein Doch zum Baͤume, Weil du, Herr Christ, Sein Hüter bist, Dem es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp, 1798— 1864, 2⁴⁸ Ausbreitung der Kirche. 161. Mel.: Wachet auf, rust uns die Stimme. Kö⸗nig Je⸗su, strei⸗ te, sie⸗ge, Blick auf dei- ne Frie-dens-bo⸗ten, +— aß al⸗les bald dir un ⸗ter⸗-lie⸗ge, aß we-hen dei-nen Le-bens⸗o-dem Run äI.. ——. was lebt und webt in die-⸗ser Welt. durchs gan-ze wei-te To-ten⸗ feld. DEE—— ..———— Er⸗hö-re un⸗ser Flehn und laß es —.—. ——— Efe*— 22— qII— E bald ge⸗schehn, A⸗men, A⸗men. So rüh-men wir D 2———— N — E.....——— 1 mine inn ne inm miüneü nei 4 ———————— EDE— und jauch-zen dir ein Hal⸗le⸗lu⸗-ja für und für. Albert Knapp, 1798—-1864. 162. Mel.: Gott des Himmels und der Erden. H. Albert. 1642. — n=. 0 1 Licht, das in die Welt ge-kom⸗men, „Mor⸗-gen⸗stern, aus Gott ent⸗glommen, Ausbreitung der Kirche. 249 n. Son⸗ne vol⸗ ler Glanz 190 Pracht, treib hin⸗weg die al ⸗te Nacht. Heuch in —.—.—.——.— ———.——————— dei⸗nen Wun⸗ 16495556 953—05 die—— —— 1 —— Welt un ein. 2. Gib dem Wort, das von dir zeuget, Einen recht gepriesnen Lauf, Daß 910 manches Knie sich beuget, dt manches Herz 00 auf, h die Zeit erfüllet ist Wo du richtest, Jesu Christ 3. Geh, du Bräutgam, aus der Kammer, Laufe deinen Heldenpfad, Strahle Tröstung in den Jammer, Der die Welt umdunkelt hat; O erleuchte, ewges Wort, Ost und West und Süd und Nord, 4. Und erquick auch unsre Seelen, Mach die Augen hell und klar, Daß wir dich zum Lohn erwählen, Vor den Stolzen uns bewahr; Ja, laß deinen Himmelsschein Unsers Fußes Leuchte sein. Rudolf Ewald Stier, 1800—1862. 163 Mel.: Errett mich, o mein lieber Herre. . 1547. . daß doch bald dein Feu⸗er brenn⸗ te, 250 Ausbreitung der Kirche. ů ö ů —..—— 0— inn 3. du un⸗ au⸗ sprech-lich Sie⸗ ben-der, 1 bald vonE ö 2—— ö— 2 5 ——.0— 5———.— ——*— 4+3— 40 gan⸗ze Welt er⸗ kenn⸗. 10 du 3 34 4 1 — 1—— —7 Kö-nig, Gott und Herr! 2. Zwar brennt es schon in heller Flamme Jetzt hier, jetzt dort in Ost und West, Dir, dem am Kreuz erwürgten Lamme, Ein herrlich Pfingst- und Freudenfest. 3. Und noch entzünden Himmelsfunken So manches kalte, tote Herz Und machen Durstge freudetrunken Und heilen Sünd und Höllenschmerz, 4. Verzehren Stolz und Eigenliebe Und sondern ab, was unrein ist, Und mehren jener Flamme Triebe, Die nur auf dich gerichtet ist. 5. Erwecke, läutre und vereine Des ganzen Christenvolkes Schar Und mach in deinem Gnadenscheine Dein Heil noch jedem offenbar. 6. Du unerschöpfter Quell des Lebens, Allmächtig starker Gotteshauch, Dein Feuermeer ström nicht vergebens; Ach zünd in unsern Herzen auch! * 7. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen Und baue deinen Tempel aus; Laß leuchten deine heilgen Flammen Durch deines Vaters ganzes Haus. men Ausbreitung der Kirche. 8. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme Doch bald die ganze weite Welt Und zeig dich jedem Völkerstamme Als Heiland, Friedefürst und Held. 9. Dann tönen dir von Millionen Der Liebe Jubelharmonien, Und alle, die auf Erden wohnen, Knien vor den Thron des Lammes hin. Johann Ludwig Fricker, 4 1766. 164. Mel.: Dir, dir Jehova, will ich singen. r re 1. Wac uf du 25— der er⸗sten die Tag und Näch-te nim-mer SIIIIII Beu⸗ gen, die auf der Maur als treu-e schwei⸗——— und die ge⸗trost dem Feind ent⸗ — XII N* er,. Wäch-ter s Fiü.⁰ Sr Rehn ja de-ren Schall die — IIII ER münern gan-ze Welt durch-— dringt. und al-ler Völ-ker Scha-ren zu dir bringt. 2. O daß dein Feur doch bald entbrennte, O möcht es doch in alle Lande gehn; Ach Herr, gib doch in deine Ernte Viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. 25² Ausbreitung der Kirche. O Herr der Ernte, siehe doch darein; Die Ernt ist groß, da wenig Knechte sein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten Uns diese Bitt in unsern Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten Sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, Dich herzinbrünstig hierum anzuflehn; Drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn. 4. So gib dein Wort mit großen Scharen, Die in der Kraft Evangelisten sein, Laß eilend Hilf uns widerfahren Und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O bereite, Herr, auf weitem Erdenkreis Dein Reich bald aus zu deines Namens Preis. 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme, O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, Dein Volk aus dem Gefängnis nähme, O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei Und komm herab zur Hilf und mach uns frei. 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen, Es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein; Ach führe bald dadurch mit Haufen Der Heiden Füll in alle Tore ein, Ja wecke doch auch Israel bald auf Und also segne deines Wortes Lauf. 7. O beßre Zions wüste Stege, Und was dein Wort im Laufe hindern kann, Das räum, ach räum aus jedem Wege; Vertilg, o Herr, den falschen Glaubenswahn Und mach uns bald von jedem Mietling frei, Daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 8. Laß jede hoh und niedre Schule Die Werkstatt deines guten Geistes sein, Ja sitze du nur auf dem Stuhle Und präge dich der Jugend selber ein, Ausbreitung der Kirche. 25³ Daß treuer Lehrer viel und Beter sein, Die für die ganze Kirche flehn und schrein. 9. Herr, zürne nicht, daß ich so bitte, Da ich vor dir nur Staub und Asche bin. Du, als der Brunnquell aller Güte, Gibst selber mir etwas von deinem Sinn, Daß mich der Menschen Elend jammern kann; ehn. Drum bitt ich, Herr, o nimm mein Bitten an. Karl Heinrich v. Bogatzky, 1690—1774. 165. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1599. deis.—.————.— —. Zieht in Frie⸗ den eu⸗re Pfa-de; Wenn euch Je-su Hän-de schir-men, , ne. lfen, mit euch des gro⸗ en Got⸗ tes Gna⸗ de ern; gehts un-ter Son-nen-schein und Stür-men Is 15101391 e ——.— und sei⸗ner heil-gen En⸗ 10 Wacht! ann, ge⸗ trost und froh bei Tag und Nacht. 1 12— frei,—— nin niinn inn sei. mer fern späl und frü⸗ 900 Retgeßt uns nicht 254 Kirch weih und Einführung ꝛe. inseinem Licht und wennährsuchtfein Angesich Gusiav Friedrich Ludwig Knak, 1806—1878. III. Kirchweih und Einführung von Pfarrern. 166. Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ph. Nikolai.(2) 1509. + 2 2— + 1 Gott Va⸗ter, al⸗ler Din⸗ge Grund, Wie lieb-lich ist die Stät-te hier, ——— gib dei⸗nen Va⸗ter-na⸗men kund an Nie⸗ die Her-zen wal⸗len auf zu dir; hier ist ů CI H⁴—— —— 0 DRRD.—.— ů— — m 271. sem heil- gen Or⸗te. des Him-mels Pfor⸗te. Woh⸗ne, thro⸗ne ů———— —— 0——— hier bei Sün⸗ dern als bei Kin-dern vol-ler —— + H —————14 ——„—————4 +—————— I1 Klar⸗-heit; heil-ge uns in dei-ner Wahr-heit. 2. Sohn Gottes, Herr der Herrlichkeit, Dies Gotteshaus ist dir geweiht, O laß dirs wohlgefallen! eHER Kirchweih und Einführung ꝛc. Hier schalle dein lebendig Wort, Dein Segen walte fort und fort — In diesen Friedenshallen. icht. Einheit, Reinheit ö 78. Gib den Herzen; Angst und Schmerzen Tilg in Gnaden Und nimm von uns allen Schaden. 3. Gott heilger Geist, du wertes Licht, Wend her dein göttlich Angesicht, Daß wir erleuchtet werden! Gieß über uns und dieses Haus Dich mit allmächtgen Flammen aus, Mach himmlisch uns auf Erden. Lehrer, Hörer, Kinder, Väter, früher, später Gehts zum Sterben; Hilf uns Jesu Reich ererben. 4. Dreieinger Gott! Lob, Dank und Preis Sei dir vom Kinde bis zum Greis ist Für dies dein Haus gesungen. Du hasts geschenkt und auferbaut, Dir ists geheiligt und vertraut Mit Herzen, Händen, Zungen. ne Ach hier sind wir Noch in Hütten, Herr, wir bitten: — Stell uns droben —. In den Tempel, dich zu loben. ler Albert Knapp, 1798—1864. V — 167 Mel.: Herzliebster Jesu, was hast du 2 verbrochen. J. Crüger. 1640. —.— ——1—— P. 4—.— zeu⸗get, blick auf der Dei-nen Flehn und I n.n virr nd SSDSSSSE ..‚—.— ö——— — Dan⸗kes-lie-der huld-reich her-nie-der. 2. Dies Haus, o Herr, ist deinem Dienst geweihet; Hier schmecken deine Gläubgen hocherfreuet Das Blut, den Leib, den du zu unserm Leben Dahingegeben. 3. Hier wird in deinem heilgen Wasserbade Die Schuld getilgt, Ee der Seelenschaͤde; Hier weihen wir, o Todesüberwinder, Dir unsre Kinder. 4. Hier finden Kranke Heilung, Kraft die Müden, Die Blinden Licht, die Sünder Seelenfrieden; Hier atmen freier bei des Lebens Schmerzen Die wunden Herzen. 5. Des Ewgen Vorhof ist an diesem Orte, Das Heiligtum des Herrn, des Himmels Pforte, Stets offen allen, die dem ewgen Leben Entgegenstreben. 6. Mag bei der Stürme Wüten alles zittern, Die Kirche steht ein Fels in Ungewittern Und bleibet bei der Hölle wildstem Trutze In Christi Schutze. ienst t eben bade de; die den; zen rte, orte, tern, Kirchweih und Einführung ꝛe. 7. Drum freun wir uns der veihen Tempel⸗ weihe Und bitten: Herr, Allgütiger, verleihe, Daß uns geleite dein mil reicher Segen Auf allen Wegen. 8. Nichts raube uns des Herzens fromme Freude, Oft kehre dieser. ich an oft weide Dein Volk, o Herr, sich an den Himmelsgaben, Die hier uns laben. 9. Lob und Anbetung töne dir, o Vater, Dir Gottes Sohn, dir Tröster und Berater! Lehr uns, dein Volk, durch alle Ewigkeiten Dein Lob ausbreitei. Alte Kirche. 168. Mel.: Werde munter, mein Gemüte. J. Schop. 1642. Q— N 9 2. e* — 5—— 1. Hilf uns, Herr, in al⸗len Din⸗gen, wohl an-fan⸗gen und voll-brin⸗ gen, 22, d d e d. 122— + 1— III 8——— Ee daß wir un⸗ser Amt und Werk Ohene gib uns Weisheit, Kraft und Stärk. 429 EE + dei⸗ ane Hilf und.— is al un⸗-ser Werk um⸗ —— 1 1 . sonst; hilf uns, Herr, 12 al⸗len Din⸗ gen .. und läß al⸗les wohl⸗ge⸗lin⸗gen. 17 258 Kirchweih und Einführung ꝛc. 2. Hilf uns, Herr, an allen Orten, 16 Wo wir dein bedürftig sein; Brich der Hölle Macht und Pforten Und gib deinem Häufelein, Deiner armen Christenheit Liebe, Fried und Einigkeit. Hilf uns, Herr, in allen Dingen Und laß alles wohlgelingen. 3. Hilf uns, Herr, in allen Nöten, Aller Trübsal und Gefahr; Laß uns keine Drangsal töten, Nimm doch unser also wahr, Daß Kreuz, Elend und Verdruß t Uns zum Besten dienen muß. x‚ Hilf uns, Herr, in allen Dingen Und laß alles wohlgelingen. 8 0 4. Hilf uns, Herr, aus allem Leide In der letzten Todesnot, Laß uns fahren hin mit Freude Und durch deinen bittern Tod Kommen in das Paradeis, Uns zur Freude, dir zum Preis. Hilf uns, Herr, in allen Dingen Und laß alles wohlgelingen. 5. Hilf uns, Herr, in letzten Zügen, Hilf nach unsrer Zuversicht, Laß uns ritterlich obsiegen Und zu schanden werden nicht. O Herr Jesu, deine Hand Leist uns Hilfe und Beistand, Daß wir nach vollbrachtem Ringen Lob und Dank dir ewig singen. Martin Rinckart. 1586—1649. Kirchweih und Einführung ꝛe. 259 169 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. 938 Ph. Nikolai.(2) 1599. 1 O Je⸗su, Herr der Herp⸗ lich⸗ keit, du siehst auf die er ⸗lö-ste Welt, —— 4 . e— —— 2..— —.———— du Kö⸗ nig dei⸗ner Chri⸗ Len⸗ heit, du Hir⸗ re⸗gierst sie, wie es dir ge⸗ fällt, sorgst, da re, .———————.——1 1, zjei⸗ster Har⸗d„ Von dir sind wir sie se⸗lig 4 ———I—— e v auch er-wäh⸗let, zu⸗ge-zäh⸗let den Eralö⸗sten, —— J — die du seg-nen willst und trö-sten. 2. Wohl deinem Volk, daß du es liebst, Nach deinem Sinn ihm Hirten gibst, Die es zum Himmel führen, Und die voll Eifer, Geist und Kraft, Voll Glaube, Liebe, Wissenschaft Das Herz der Sünder rühren. Treue Hirten Laß den Seelen niemals fehlen Und die Herden Mit den Hirten selig werden. 3. Wir nehmen hier von deiner Hand Den Lehrer, den du uns gesandt; Herr, segne seine Werke. Die Seelen, die sich ihm vertraun, 17 260 Kirchweih und Einführung ꝛc. Durch Lehr und Leben zu erbaun, Gib Weisheit ihm und Stärke. Lehr ihn, hilf ihm Tun und leiden, dulden, streiten, Beten, wachen, Selig sich und uns zu machen. 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, Laß ihn sein Amt mit Freuden tun, Nichts sei, das ihn betrübe. Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, Gib uns ein Herz, das folgsam hört, Ein Herz voll treuer Liebe. Lehrer, Hörer Laß in Freundschaft und Gemeinschaft Feste stehen Und den Weg zum Himmel gehen. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, Laß unsern Lehrer, unsern Freund Uns dir entgegen führen. Du hast die Seelen all gezählt, Du willst es nicht, daß eine fehlt, Laß keine ihn verlieren. Jesu, hilf du, Reich die Hände, daß am Ende Hirt und Herde Treu von dir erfunden werde. 6. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn, Du kommst im Namen unsers Herrn, In Jesu Christi Namen. O Hirte, nimm uns bei der Hand, Führ uns zum ewgen Vaterland. Gott mit dir, Amen, Amen! Mit dir Leid wir Durch die Leiden dieser Zeiten Zu dem Leben, Das uns unser Gott will geben. Johann Daniel Karl Bickel, 1737—1809. — HFHTU IIHRFR/ Wort Gottes. D. Lieder von den Gnadenmitteln. I. Wort Gottes. 170. Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1690. —— 2——— DD . 1 Dein Wort, o Herr, ist mil⸗ 561 Tau laß kei-ner Pflan-ze dei-ner Au —.— 4—1——— IIIIIItxfTrt...; ¶ —— für trost⸗be-dürft⸗ge See⸗len; den Him⸗ mels⸗ bal-sam 1—— 4—— + E —.—— quickt durch ihn laßse⸗ de blühn und in der S —6005—. dntn, a wininEii,— 14 Ta⸗gen dir Frucht und Sa-men tra⸗gen. 2. Dein Wort ist, Herr, ein Flammenschwert, Ein Keil, der Felsen spaltet, Ein Feuer, das im Herzen zehrt Und Mark und Bein durchschaltet. O laß dein Wort Noch fort und fort Der Sünde Macht zerscheitern Und alle Herzen läutern. 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern Für unsre Pilgerreise; Es führt auch Toren hin zum Herrn Und macht die Einfalt weise. Dein Himmelslicht Verlösch uns nicht 262 Wort Gottes. Und leucht in jede Seele, 1 Daß keine dich verfehle. 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht; Da ward das Wort der Gnade Mein Labsal, meine Zuversicht, Die Fackel meiner Pfade. b Sie zeigte mir. Den Weg zu dir RN Und leuchtet meinen Schritten 2 RAI Bis zu den ewgen Hütten. 5. Nun halt ich mich mit festem Sinn u dir, dem sichern Horte; o wendet' ich mich anders hin? Herr, du hast Lebensworte. Noch hör ich dein: „Komm, du bist mein!“ Das rief mir nicht vergebens, Ein Wort des ewgen Lebens. 6. Auf immer gilt dein Segensbund, Dein Wort ist Ja und Amen. Nie weich es mir aus Geist und Mund Und nie von unserm Samen. Laß immerfort Dein helles Wort In allen Lebenszeiten Uns trösten, warnen, leiten. 7. O sende bald von Ort zu Ort Den Durst nach deinen Lehren, Den Hunger aus, dein Lebenswort Und deinen Geist zu hören; Und send ein Heer Von Meer zu Meer, Der Herzen Durst zu stillen Und dir dein Reich zu füllen. Karl Bernhard Garve, 1763—1841, Wort Gottes. Mel.: Ach Gott und Herr. — 5— —— 4—— —— —.—.j—2 anne 1. Gott ist mein Hort, und auf sein Wort — H— 1 — +— 11351 1—— 2—— ————63————— 1 +— ö— soll mei⸗ne See⸗le trau⸗en. Ich wandle Heer, — e— —— 0 mein Gott. por dir in Glau⸗ ben, nicht im —.—.—————— — 55 Schau- en. 2. Dein Wort ist wahr; Laß immerdar Mich seine Kräfte schmecken; Laß keinen Spott, O Herr, mein Gott, Mich von dem Glauben schrecken. 3. Wo hätt ich Licht, Wofern mich nicht Dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie Verstünd ich nie, Wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt Der Seele Wert, Unsterblichkeit und Leben; Zur Ewigkeit Ist diese Zeit Von dir mir übergeben. 5. Dein ewgen Rat, Die Missetat Der Sünder zu versühnen, Wort Gottes. Den kennt ich nicht,— Wär mir dies Licht— Nicht durch dein Wort erschienen. 6 6. Nun darf mein Herz 9—— In Reu und Schmerz— Der Sünden nicht verzagen; 23 Nein, du verzeihst, V Lehrst meinen Geist Ein gläubig Abba sagen. 7. Mich zu erneun, Mich dir zu weihn, Ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh Vermag ichs nie; Dein Wort gibt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, Laß uns dies Wort; Denn du hasts uns gegeben. Es sei mein Teil, 17 Es sei mir Heil Und Kraft zum ewgen Leben. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 17². Mel.: O du Liebe meiner Liebe. 1684. —1 D 1 1 Herr, dein Wort, die ed⸗le Ga⸗be, de denn 566 zieh es al⸗ler Ha-be m — 4.. E—.——.—.—2——— IE— 2 die⸗sen Schas er⸗hal-te mir; 17 We 1 und dem größ⸗ten Reich⸗ tum für. Wenn dein Wort Gottes. —— 4.— 8 n IIII.......— —5— 4—— Wel⸗ ten, a-ber um dein Wort zu tun. 2. Halleluja! Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, Daß ich mög in deinem Namen Fest bei deinem semn stehn. Laß mich eifrig sein beflissen, Dir zu dienen früh und spat, Und zugleich Na deinen Füßen Sitzen, wie Maria tat. Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1700—1760. 173 Mel.: Gott des Himmels und 105 Erden. Albert. 1642. — 2 50. 4.——— 4—4 Teu⸗ res Wort aus Got⸗ tes In de, dich al⸗——5 940————— Grun⸗de⸗ e, das mir lan⸗ ater— ⸗gen mrägt, — mei⸗ner Dast lig⸗=keit ge⸗ legt, in dir mef i0 .————3— —————. ISEEE A⸗ an, was zu Gott mich füh-ren kann. —— Will ich einen Vorschmack haben, . Weicher nach dem Himmel schmeckt, So kannst du mich herrlich laben, Wort Gottes. Weil bei dir ein Tisch gedeckt, Der mir lauter Manna schenkt Und mit Lebenswasser tränkt. 3. Du mein Paradies auf Erden, Schließ mich stets im Glauben ein; Laß mich täglich klüger werden, Daß dein heller Gnadenschein Mir bis in die Seele dringt Und die Frucht des Lebens bringt. 4. Geist der Gnade, der im Worte Mich an Gottes Herze legt, Offne mir des Himmels Pforte, Daß mein Geist hier recht erwägt, Was für Schätze Gottes Hand Durch sein Wort ihm zugesandt. 5. Lasse mich in diesen Schranken Sonder eitle Sorgen sein. Schließe mich mit den Gedanken In ein stilles Wesen ein, Daß die Welt mich gar nicht stört, Wenn mein Herz dich reden hört. 6. Gib dem Samkorn einen Acker, Der die Frucht nicht schuldig bleibt; Mache mir die Augen wacker, Und was hier dein Finger schreibt, Präge meinem Herzen ein, Laß den Zweifel ferne sein. 7. Was ich lese, laß mich merken, Was du sagest, laß mich tun. Wird dein Wort den Glauben stärken, Laß es nicht dabei beruhn, Sondern gib, daß auch dabei Ihm das Leben ähnlich sei. 8. Hilf, daß alle meine Wege Nur nach dieser Richtschnur gehn. Was ich hier zu Grunde lege, Wort Gottes. Müsse wie ein Felsen stehn, Daß mein Geist auch Rat und Tat In den größten Nöten hat. 9. Laß dein Wort mir einen Spiegel In der Folge Jesu sein. Drücke drauf ein Gnadensiegel, Schließ den Schatz im Herzen ein, Daß ich fest im Glauben steh, Bis ich dort zum Schauen geh. Benjamin Schmolck, 1672—1737. 174. Mel.; Es ist gewihlich an der Zeit. 1535. — I e— + F.— 7— — 0 0 0 E und ver-steh-ens nicht, wo uns dein gött-lich SSSIII—05 ——.— I—— 2. Wort und Licht den Weg zu dir nicht wei⸗-set. u, 2. Drum sind vor Zeiten ausgesandt Propheten, deine Knechte, Daß durch sie würde wohlbekannt Dein heilger Will und Rechte. Zum letzten ist dein lieber Sohn, O Vater, von des Himmels Thron Selbst kommen, uns zu lehren. 4½9 268 Wort Gottes. 3. Für solches Heil sei, Herr, gepreist, 8 Laß uns dabei verbleiben Der Und gib uns deinen heilgen Geist, Gib Daß wir dem Worte gläuben, In Dasselb annehmen jederzeit R Mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud Hil' Als Gottes, nicht der Menschen. Und 4. Hilf, daß der losen Spötter Hauf 9 Uns nicht vom Wort abwende; Die Denn ihr Gespött samt ihnen drauf Erl Mit Schrecken nimmt ein Ende. Hil Gib du selbst deinem Donner Kraft, K Daß deine Lehre in uns haft, Da Auch reichlich bei uns wohne. Bes 5. Offn uns die Ohren und das Herz, 1 Daß wir das Wort recht fassen, Dei In Lieb und Leid, in Freud und Schmerz Hil Es aus der Acht nicht lassen, Erl Daß wir nicht Hörer nur allein I Des Wortes, sondern Täter sein, Laf Frucht hundertfältig bringen. Gle 6. Am Weg der Same wird sofort Vom Teufel hingenommen; In Fels und Steinen kann das Wort 17 Die Wurzel nicht bekommen; Der Same, so in Dornen fällt, Von Sorg und Wollust dieser Welt Verdirbet und ersticket. 7. Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich Dem guten, fruchtbarn Lande Und sein an guten Werken reich In unserm Amt und Stande, ö Viel Früchte bringen in Geduld, Bewahren deine Lehr und Huld m In feinem, gutem Herzen. Wort Gottes. 269 8. Laß uns, so lang wir leben hier, Den Weg der Sünder meiden; Gib, daß wir halten fest an dir In Anfechtung und Leiden; Rott aus die Dornen allzumal, Hilf uns die Weltsorg überall Und böse Lüste dämpfen. 9. Dein Wort, o Herr, laß allweg sein Die Leuchte unsern Füßen, Erhalt es bei uns klar und rein; Hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Trost in aller Not, Daß wir im Leben und im Tod Beständig darauf trauen. 10. Gott Vater, laß zu deiner Ehr Dein Wort sich weit ausbreiten. 3 Hils, Jesu, daß uns deine Lehr Erleuchten mög und leiten. O heilger Geist, dein göttlich Wort Laß in uns wirken fort und fort n Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung. RIII David Denicke, 16031680. ö 175. Mel.: Jesu, meine Freude. J. Crüger. 1656. —.— * 3 H—— ,. *— 2— ich 1 Wort des höch-sten Mun-⸗des, En⸗gel Bald, da wir ge ⸗ fal 2 len, lie⸗ßest du er⸗schal-len E-van⸗ge⸗li-um: Wort Gottes. rTRTTTrTTTTTTT E 2—— 5*———— — die zum Le⸗ben uns von dir ge⸗ge-ben. 2. Was dein Wohlgefallen Vor der Zeit uns allen Fest bestimmet hat, Was der Opfer Schatten Vorgebildet hatten, Das vollführt dein Rat; Was die Schrift verspricht, das trifft Alles ein in deinem Namen Und ist Ja und Amen. 3. Alles ist vollendet, Jesu Gnade wendet Allen Zorn und Schuld. Jesus ist gestorben, Jesus hat erworben Alle Gnad und Huld. Auch ist dies fürwahr gewiß: Jesus lebt in Preis und Ehre; O erwünschte Lehre. 4. Uns in Sünden Toten Machen Jesu Boten Dieses Leben kund. Lieblich sind die Füße 17⁰ Und die Lehren süße,* Teuer ist der Bund. 0 Aller Welt wird nun vermeldt Durch der guten Botschaft Lehre, Daß man sich bekehre. Taufe. 271 — 5. Kommt, zerknirschte Herzen, — Die in bittern Schmerzen .— Das Gesetz zerschlug, haft, Kommt zu dessen Gnaden, — Der für euch beladen Alle Schmerzen trug. — Jesu Blut stärkt euren Mut. n. Gott ist hier, der euch geliebet Und die Schuld vergibet. 6. Dieser Grund bestehet, Wenn die Welt vergehet, Fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen, So soll mein Vertrauen Evangelisch sein; ft Auch will ich nun üb du Dieser Kraft, die mir gegeben, Evangelisch leben. 7. Jesu, deine Stärke Schaffet diese Werke; Stehe du mir bei. Nichts kann uns nun scheiden, Hilf, daß auch mein Leiden Evangelisch sei. Auch laß mich einstmals auf dich, Als ein Kind mit dir zu erben, Evangelisch sterben. Heinrich Kornelius Hecker, 1699—1743. II. Taufe(und Konfirmation). Ergene Melodie. 1524. ———— SSSS I — Taufe. X * E IV.— I———5 5 51—.— Z... —— kam nach sei⸗nes Va⸗ters Wil=len, nahm, sein Amt nun zu er⸗fül ⸗len: E—.————— E 1—4—4—.——..— EE—** irr 1— L 2—— ¹πt—.—— —. + da wollt er stif-ten uns ein Bad, zu wa=schen „ ö—151995——.—— — 22 n nnere,. 3 I— 3—..— 1——. —— uns von Sün-den, er⸗-säu⸗fen auch den — N 1 — + + 2—— — E 1—6—— — 0 0 n bit⸗tern Tod durch sein selbst Blut und ö v. rne ui, EEEEE— 2• — 5 Wun⸗den; es galt ein neu⸗es Le⸗⸗ben. 2. So hört und merket alle wohl, Was Gott heißt selbst die Taufe, Und was ein Christe glauben soll, Zu meiden Ketzerhaufen. Gott spricht und will, daß Wasser sei, Doch nicht allein schlecht Wasser, Sein heilig Wort ist auch dabei Mit reichem Geist ohnmaßen, Der ist allhier der Täufer. 3. Solchs hat er uns beweiset klar Mit Bildern und mit Worten; Des Vaters Stimm man offenbar Daselbst am Jordan hörte. Er sprach: Das ist mein lieber Sohn, An dem ich hab Gefallen, Den will ich euch befohlen han, SUS V8 39466 Taufe. Daß ihr ähn höret alle Und folget seinen Lehren. 4. Auch Gottes Sohn hier selber steht In seiner zarten Menschheit, Der heilge Geist herniederfährt, In Taubenbild verkleidet, Daß wir nicht sollen zweifeln dran, Wenn wir getaufet werden, All drei Person getaufet han, Damit bei uns auf Erden Zu wohnen sich ergeben. 5. Sein Jüngern heißt der Herre Christ: Geht hin, all Welt zu lehren, Daß sie verlorn in Sünden ist, Sich soll zur Buße kehren. Wer gläubet und sich taufen läßt, Soll dadurch selig werden, Ein neugeborner Mensch er heißt, Der nicht mehr könne sterben, Das Himmelreich soll erben. 6. Wer nicht gläubt dieser großen Gnad, Der bleibt in seinen Sünden Und ist verdammt zum ewgen Tod Tief in der Höllen Grunde. Nichts hilft sein eigne Heiligkeit, All sein Tun ist verloren, Die Erbsünd machts zur Nichtigkeit, Darin er ist geboren, Er mag sich selbst nicht helfen. 7. Das Aug allein das Wasser sieht, Wie Menschen Wasser gießen, Der Glaub im Geist die Kraft versteht Des Blutes Jesu Christi, Und ist vor ihm ein rote Flut, Von Christi Blut gefärbet, Die allen Schaden heilen tut, 274 R. Ahle. 1664. 11 Von Adam her geerbet, 17 Auch von uns selbst begangen. Dr. Martin Luther, 1483—1546. 6 177. Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. — E—. daß es dein Kind V 2. Wasch es, o Herr Jesu, rein Durch dein Blut von seinen Sünden, Laß es deinen Geist erneun Und mit dir genau verbinden. Da wir ihm den Namen geben, Schreib es in dein Buch zum Leben. 3. Hirte, nimm dies Schäflein an; Haupt, mach es zu deinem Gliede; Lehrer, zeig ihm deine Bahn; Friedefürst, sei du sein Friede; König, laß es deinen Willen Künftig immer treu erfüllen. 4. Laß uns alle in der Welt Als rechtschaffne Christen leben, Endlich auch, wenn dirs gefällt, Christlich unsern Geist aufgeben Und im Himmel zu den Frommen, Zu den wahren Christen kommen. Casseler Gesangbuch v. 1770. SE C 27⁵ ++ — H —ů— 2 ö ———— D‚iDII+ —— + 4 ..... — Gott Va⸗ter, Sohn und heil⸗ger Geist, —. zum Volk, das dir ge-hei⸗ligt heißt. ——‚——.—. ... 2.——. 8— ind 237„— Ich bin in Chri-stum ein⸗ge⸗ senkt. E⸗ a, rrt DD ich bin mit sei nem Geist be⸗-schenkt. 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, Mein lieber Vater, mich erklärt. Du hast die Frucht von deinem Sterben, Mein treuer Heiland, mir gewährt. Du willst in aller Not und Pein, O guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; Ich habe mich aus reinem Triebe Dein Eigentum zu sein gewagt; Hingegen sagt ich bis ins Grab Des Satans schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt dieser Bund wohl feste stehn; Wenn aber ich ihn überschreite, So laß mich nicht verloren gehn; Nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, Wenn ich hab einen Fall getan. 70. 18⁷ Taufe. 276 5. Ich Fum dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; E Erwecke mich zu neuer Treue Und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, Der nicht, Herr, deinen Willen tut. 6. Weich, weich, du Fürst der Finsternisse, Ich bleibe mit dir unvermengt; Hier ist zwar ein befleckt Gewissen, Jedoch mit Jesu Blut besprengt. Weich, eitle Welt, du Sünde, weich: Gott hört es, ich entsage euch. 7. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heilger Geist; Halt mich in deines Bundes Schranken, Bis mich dein Wille sterben heißt. So leb ich dir, so sterb ich dir, So lob ich dich dort für und für. Johann Jakob Rambach, 1693—1735. 179. Mel.: Zeuch ein zu deinen Toren. J. Crüger. 1653. 1—.— —————— I —.———— 0 1 We und die Kind⸗lein kom⸗men zu 668 sie sind mein Freud und Won-ne, ich —.— DDRR 2.. mir, spricht Got-tes Sohn, rdie Kin⸗hde⸗ bin ihr Schild und Kron; L — 2—— 21 5 U———— 247 5.————— lein, daß sie nicht wärn ver⸗lo-ren, bin ich ein 2 Taufe. 277 EI,.— — 4 Kind ge⸗bo⸗ren; drum sie mein ei⸗ gen sein. 2. Der Herr gar freundlich küsset Und herzt die Kindelein, Bezeugt mit Worten süße, se, Der Himmel ihr soll sein, Dieweil sein teures Blut, Das aus sein heilgen Wunden Am Kreuzesstamm geronnen, Auch ihnen kommt gut. 3. Drum nach Christi Verlangen Bringet die Kindlein her, Damit sie Gnad erlangen, Niemand es ihnen wehr. Führet sie Christo zu; Er will sich ihr erbarmen, Legt sie in seine Arme, 735. Darin sie finden Ruh. 4. Ob sie gleich zeitlich sterben, Ihr Seele Gott gefällt; Denn sie sind Gottes Erben, Lassen die schnöde Welt, Sind frei aller Gefahr Und dürfen hier nicht leiden. Sie loben Gott mit Freuden Dort bei der Engel Schar. —.— Kornelius Becker, 1561—1603. 180. Mel.: Alle Menschen müssen sterben. 1687. 2————— 2— I— — — Las⸗ set mich voͤll Freu⸗ HDen surehen! der bei mensch-li-chen Ge-bre⸗chen — 278 Taufe. Ich bin ein ge⸗tauf⸗ter Christ, den⸗noch ein Kind Got-tes ist. Wa⸗ sind + 4 2un———— +—.—— E——........ n. al ⸗-le Schä— 6 995—— da ich ei-nen ö e. —— 5—2—.——— Schatz be-si-tze, der mir al⸗ les Heile ge⸗ Hracht . i.ie, — 7 2 n 1.. und mich e'⸗ wig se ⸗lig macht. 2. Keine Sünde macht mir bange: Ich bin ein getaufter Christ! Denn ich weiß gewiß, so lange Dieser Trost im Herzen ist, Kann ich mich von Angst der Sünden, Jesu, durch dein Blut entbinden, Weil das teure Wasserbad Mich damit besprenget hat. 3. Satan, laß dir dieses sagen: Ich bin ein getaufter Christ! 270 damit kann ich dich schlagen, Ob du noch so grausam bist. Da ich bin zur Taufe kommen, Ist dir alle Macht genommen, Und von deiner Tyrannei Machet Gottes Bund mich frei. 4. Freudig sag ich, wenn ich sterbe: Ich bin ein getaufter Christ! Denn das bringet mich zum Erbe, Das im Himmel droben ist. en, Taufe. 279 Lieg ich gleich im Todesstaube, So versichert mir der Glaube, Daß mir auch der Taufe Kraft Leib und Leben wiederschafft. 5. Nun so soll ein solcher Segen Mir ein Trost des Lebens sein. Muß ich mich zu Grabe legen, Schlaf ich auch auf solchen ein. Ob mir Herz und spr⸗ brechen, Soll die Seele dennoch sprechen: Ich bin ein getaufter Christ, Der nun ewig selig ist. Erdmann Neumeister, 1671— 1756. —ßꝛ 181 Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. 5 R. Ahle. 1664. H ——— II 41— —.— 0 IJ.— — 1—.— em 1. in ⸗ster Je⸗ su, hier sind wir, dei⸗n Die⸗— 323———0— zu dir, weil— Wor⸗te nach⸗z zu le- ben: den Be⸗— ge⸗— be 0 ——— E 2.— 2 Chri-sto führe, denn das Himmel!reich ist ih⸗-re. 2. Ja, es schallet allermeist Dieses Wort in unsern Ohren: „Wer durch Wasser und durch Geist Nicht zuvor ist neugeboren, Wird von dir nicht aufgenommen Und in Gottes 3 Reich nicht kommen.“ n man sie zu Konfirmation. 3. Darum eilen wir zu dir,—— Nimm das Pfand von unusern Armen; Tritt mit deinem Glanz herfür st Und erzeige dein Erbarmen, Daß es dein Kind hier auf Erden Und im Himmel möge werden.— 4. Wasch es, Jesu, durch dein Blut 72 Von den angeerbten Flecken, Und zugleich mit dieser Flut Laß es dein Verdienst bedecken;— Schenk ihm deiner Unschuld Seide, T Daß es ganz in dich sich kleide.— 5. Hirte, nimm dein Schäflein an; 8 Haupt, mach es zu deinem Gliede; Himmelsweg, zeig ihm die Bahn; Friedefürst, schenk ihm den Friede; Weinstock, hilf, daß diese Rebe Auch im Glauben dich umgebe. 6. Nun, wir legen an dein Herz, Was von Herzen ist gegangen; Faͤhr die Seufzer himmelwärts Und erfülle das Verlangen; Ja, den Namen, den wir geben, Schreib ins Lebensbuch zum Leben. Benjamin Schmolck, 1672—1737. Konsirmation. 182. Mel.: O du Liebe meiner Liebe. 1684. 5—?— ͤ n. ——— 737. Konftrmation. 28¹ stets in Adei⸗Mmei Dien e 10 5970 ö —5 auf dei⸗nen We gen gehn. än 65 —.. .— 1—65 mei⸗ner See⸗le ⸗ D—— ar.. SDSE Trieb und Kraft, wie der Wein⸗ æstock sei⸗nen — 217. E R * Re⸗ ben zu⸗strömt Kraft und Le⸗ ⸗bens⸗faft. 2. Könnt ichs irgend besser haben Als bei dir, der allezeit So viel tausend Gnadengaben Für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getroster werden Als bei dir, Herr Jesu Christ, Dem im Himmel und auf Erden Alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu finden, Der, was Jesus tat, mir tut, Mich erkauft von Tod und Sünden Mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, Der sein Leben für mich gab? Sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich So in Freude wie in Leid; Bei dir bleib ich, dir verschreib ich Mich in Zeit und Ewigkeit. 282 Konftrmation. Deines Winks bin ich gewärtig, Auch des Rufs aus dieser Welt; Denn der ist zum Sterben fertig, Der sich lebend zu dir hält. 5 Bleib mir nah auf dieser Erden, Bleib auch, wenn mein Tag sich neigt, Wenn es nun will Abend werden Und die Nacht hernieder steigt. Lege segnend dann die Hände Mir aufs müde, schwache Haupt, Sprich dann: Kind, hier gehts zu Ende, Aber dort lebt, wer hier glaubt. 6. Bleib mir dann zur Seite stehen, Wann mir Grauen macht der Tod Als das kühle, scharfe Wehen Vor des Himmels Morgenrot. Wird mein Auge dunkler, trüber, Dann erleuchte meinen Geist, Daß ich fröhlich zieh hinüber, Wie man nach der Heimat reist. Karl Johann Philipp Spitta, 1801-1859. 183. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. W. Weßnitzer. 1661. —.——— —.—— 1 Je⸗su, mei⸗ner See⸗le Le-ben, mei-nes dir will ich mich ganz er⸗gesben je⸗tzo — Her-zens höch-ste Freud, Mei⸗ ö und in E⸗wig⸗keit. Mei-nen Gott will —— ———————— .EE ich dich nen-nen und vor al⸗ler Welt be⸗ Konfirmation. 283 2 4 — —— 1 E—..— 2 ken-nen, daß ich dein bin und du mein, IN *—.——Wj— 2—4—— —— + +———.— ů— ————————— —— 0— ich will kei⸗nes an-dern sein. 2. Deine Güt hat mich umfangen, Als mich erst die Welt empfing; Dir bin ich schon angehangen, Als an Mutterbrust ich hing; Dein Schoß hat mich aufgenommen, Da ich erst ans Licht gekommen; Ich bin dein, und du bist mein, Ich will keines andern sein. 3. Irr ich, sucht mich deine Liebe; Fall ich, hilfet sie mir auf; Ist es, daß ich mich betrübe, Tröst sie mich in meinem Lauf: Bin ich arm, sie gibt mir Güter; Schlaf ich ein, sie ist mein Hüter: Ich bin dein, und du bist mein, Ich will keines andern sein. 4. Ja in meinem ganzen Leben Hat mich stets dein Licht geführt; Du hast, was ich hab, gegeben, Du hast meinen Lauf regiert; Deine Güt, die täglich währet, Hat mich immerdar ernähret: Ich bin dein, und du bist mein, Ich will keines andern sein. 5. Dein Geist zeiget mir das Erbe, Das im Himmel beigelegt; Ich weiß, wenn ich heute sterbe. Wo man meine Seel hinträgt: Konftrmation. Zu dir, Jesu, in die Freude. Trotz dem, der mich von dir scheide: Ich bin dein, und du bist mein, Ich will keines andern sein. 6. Drum, ich sterbe oder lebe, Bleib ich doch dein Eigentum; Dir ich völlig mich ergebe, Du bist meiner Seele Ruhm, Meine Zuversicht und Freude, Meine Süßigkeit im Leide: Ich bin dein und du bist mein, Ich will keines andern sein. Christian Seriver, 1629—1693. 184. Mel.: Was mein Gott will, gescheh allzeit. 1530. ö — 2.———— ů—. SRRREE.. XV— ED 5— 1 Sei Gott ge⸗treu, halt sei⸗nen Bund, Leg die⸗sen Stein zum er⸗sten Grund, —.——.— CI— 2———— D‚.————— —..— e. 0—. —*—— o Mensch, in dei⸗nem Le ben. Denk an bleib ihm al-lein er⸗ge ⸗ —— —— *—— ——— CI 1———.— 2— ᷣSIRASESESEEEEE E E— + den Kauf in dei-ner Tauf, da er sich dir —— 4— ———..————... ——— R— .... —————— S ———— ντ—— als Va⸗ter dich zu lie ben. 3. Konfirmation. 285⁵ 2. Sei Gott getreu, laß keine Not Des Kreuzes dich abkehren; Ist er dein Vater und dein Gott, Was willst du mehr begehren? Dies höchste Gut Macht rechten Mut; Kann seine Huld dir werden, Nichts besser ist, Mein lieber Christ, Im Himmel und auf Erden. 3. Sei Gott getreu von Jugend auf, Laß dich nicht Lust noch Leiden In deinem ganzen Lebenslauf Von seiner Liebe scheiden. Sein alte Treu Wird täglich neu, Sein Wort steht nicht auf Schrauben; Was er verspricht, Das bricht er nicht, Das sollst du kühnlich glauben. 4. Sei Gott getreu in deinem Stand, Darin er dich gesetzet; Wenn er dich hält mit seiner Hand, Wer ist, der dich verletzet? Wer seine Gnad Nen Brustwehr hat, dein Teufel kann ihm schaden; Wen dies Panier Beschützet hier, Dem bleibet wohl geraten. 5. Sei Gott getreu, sein liebes Wort Standhaftig zu bekennen, Steh fest darauf an allem Ort, Laß dich davon nicht trennen. Was diese Welt In Armen hält, Konfirmation. Muß alles noch vergehen; Sein liebes Wort Bleibt ewig fort Ohn alles Wanken stehen. 6. Sei Gott getreu, als welcher sich Läßt treu und gnädig finden; Streit unter ihm nur ritterlich, Laß über dich den Sünden Ja wider Pflicht Den Zügel nicht. Wär sa der Fall geschehen, So sei bereit, Durch Buß beizeit Nur wieder aufzustehen. 7. Sei Gott getreu bis in den Tod, Und laß dich nichts abwenden. Er wird und kann in aller Not Dir treuen Beistand senden, Und käm auch gleich Das Höllenreich Mit aller Macht gedrungen, Wollt auf dich zu, So glaube du, Du bleibest unbezwungen. 8. Wirst du Gott also bleiben treu, Wird er sich dir erweisen, Daß er dein lieber Vater sei, Wie er dir hat verheißen, Und eine Kron Zum Gnadenlohn Im Himmel dir aufsetzen; Da wirst du dich Dann ewiglich In seiner Treu ergötzen. Michael Franck, 1609—1667. Konfirmation. Mel.: Seelenbräutigam. A. Drese. 1698. I I PIIIIIT* ————— ö 2.—— 4. Von des Himmels Thron sen-de, Got-tes Sohn, dei⸗nen Geist, den — N——— —1———— ————43 .— ganz 67. 2. Mach uns selbst bereit, Gib uns Freudigkeit, Unsern Glauben zu bekennen Und dich unsern Herrn zu nennen, Dessen teures Blut Floß auch uns zu gut. 3. Richte Herz und Sinn Zu dem Himmel hin, Wenn wir unsern Bund erneuern Und gerührt vor dir beteuern, Deine Bahn zu gehn, Weltlust zu verschmähn. 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, Wollest du auf unsre Bitten Uns mit Gnade überschütten; Licht und Kraft und Ruh Ströme dann uns zu. Geist der Stär=ke, Abendmahl. 5. Gib auch, daß dein Geist,— Wie dein Wort verheißt, Unauflöslich uns vereine 9 1 Mit der gläubigen Gemeine, Bis wir dort dich sehn Und dein Lob erhöhn. 9 Samuel Marot, 1770—1865. III. Abendmahl. 186. Eigene Melodie.— (Nach einer Melodie bei S. Bach.)— SPSSII — Hei⸗ lig, hei alig, her lig ist der 1 —.——.. Her-re Ze⸗—— oth! Al-le Land sind sei-ner x —,— N 11 EE—.— Eh⸗re 991. zn. si⸗an-na in der Hö-he! Ge⸗ S ——I. DIDDDDDS enn————.— 3 be-ne⸗ Ii sei, der da kommt im Na⸗ 2 2 —.—— Herrn, 0 si an⸗na in der Eigene Melodie. G. Winer. 1645. Abendmahl. 2⁰ —— nn e e⸗wis⸗ sen 1 Geist. Ver⸗ 4 . An⸗ 985 von dei⸗nem An⸗ 47 und ——5 E—.— 5— 1ũQͥ7lb 2 3——— 0 201—22—— Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 1715. + — —— —— Dich, mein Je⸗ su, laß ich nicht, dukaunt Du bist mei⸗ ne Zu-ver⸗ sicht, du al⸗ See⸗len recht er⸗quik⸗ken. lein kannst mich be-glük-ken. du, mein Je⸗sus, V ——3— SSII sollst 2 lein mei⸗nes Her⸗zens Freu⸗de fein. Nun mag das Gesetze noch Mich verklagen und erftuchen; Weiß es mein Gewiss en doch, Wo ich soll den Segen suchen. Jesus macht durch seine Huld Mich gerecht von aller Schuld. 3. Ach, was hab ich für ein Gut, Was für Schätze kann ich zeigen! 19 290 Abendmahl. Meines Jesu Fleisch und Blut Ist und bleibet nun mein eigen; 8 Heil und Leben und was sein, d Ist mit ihm auch alles mein. x 4. Kann die Liebe höher gehn,— Läßt sie sich wohl tiefer finden? 8 Mag die Treue fester stehn Oder näher sich verbinden, Als da dieser, der uns liebt, Uns sich selbst zum Pfande gibt?— 5. Brenne, Seel und Geist, in mir, Lodre, Herz, in vollen Flammen, Halt mit feuriger Begier Mich und Jesum stets zusammen, Daß ich ewig gegen ihn Mög in heißer Liebe glühn. 6. Erd und Himmel fahre hin, Leib und Seele mag verschmachten; Kein Verlust und kein Gewinn Ist doch gegen das zu achten, Daß mein Jesus in mir bleibt Und mich seine Liebe treibt. 7. Jesus ist des Herzens Teil, Jesus ist mir Trost und Leben, Jesus ist der Seele Heil, Jesus kann mir alles geben. Drum, was in mir lebt, das spricht: Dich, mein Jesu, laß ich nicht! Casseler Gesangbuch v. 1770. 189. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. e. — Abendmahl. ———... dich ein Sün⸗ der ha⸗ ben, sich mit dir will la-ben, bitt ich ...—— EEEEE— dich de-mü-⸗tig-lich, du wol⸗lest so be— 7* rei⸗ten mich, daß ich recht wür⸗ dig we wer-de. 2. Auf grüner Aue wollest du, Herr, diesen Tag mich leiten, Den frischen Wassern führen zu, Den Tisch für mich bereiten. Ich bin zwar sündlich, matt und krank, Doch laß mich einen Gnadentrank Aus deinem Becher schmecken. 3. Du gnadenreiches Himmelsbrot, Du wollest mir verleihen, Daß ich in meiner Seelennot Zu dir mag kindlich schreien; Des Glaubens Kleid bedecke mich, Auf daß ich möge würdiglich An deiner Tafel sitzen. 4. Tilg allen Haß und Bitterkeit, O Herr, aus meinem Herzen, 2 Laß mich die Sünd in dieser Zeit 8 Bereuen ja mit Schmerzen; 33. Du hingeopfert Osterlamm, .— Du meiner Seele Bräutigam, — Laß mich dich recht genießen. mag 5. Zwar bin ich deiner Gunst nicht wert, und Als der ich jetzt erscheine 19* 292 Abendmahl. Mit Sünden allzuviel beschwert, Die schmerzlich ich beweine; In solcher Trübsal tröstet mich, Herr Jesu, daß du gnädiglich Der Sünder dich erbarmest. 6. Ich bin ein Mensch ganz voller Sünd, Laß deine Hand mich heilen; Erleuchte mich, denn ich bin blind, Du kannst mir Gnad erteilen; Ich bin verdammt, erbarme dich; Ich bin verloren, suche mich Und hilf aus lauter Gnaden. 7. Mein Bräutigam, komm her zu mir Und wohn in meiner Seele, Daß sie dich liebe für und für Und sich mit dir vermähle. Ach laß doch deine Süßigkeit Für meine Seele sein bereit Und stille ihren Jammer. 8. Du Lebensbrot, Herr Jesu Christ, Komm selbst, dich mir zu schenken; O Blut, das du vergossen bist, Komm eilig, mich zu tränken. Ich bleib in dir, du bleibst in mir, Drum wirst du, goldne Himmelstür, Mich dort auch auferwecken. Johann Rist, 1607— 1667. 190. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. IEE 2 SPIP.PISI...I............ Halt im Ge-dächt-nis Je⸗sum vom Thron des Him-mels kom-men Abendmahl. ——————— re Christ 0 Mensch, der auf die Gdeu ist, dein Bru⸗ der da zu wer⸗den. ö —— 4.— N ——.—.—— ——.— —8— — —— üüliten 935 daß er dir zu gut hat 9———.— 1 ————— . an⸗ge-nom⸗ men Fleisch und Blut; dank ihm für ase Lie⸗ be. 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der für dich hat gelitten, Ja gar am Kreuz gestorben ist Und dadurch hat bestritten Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod Und dich erlöst aus aller Not; Dank ihm für diese Liebe. 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der auch am dritten Tage Siegreich vom Tod erstanden ist, Befreit von Not und Plage; Bedenke, daß er Fried gemacht, Sein Unschuld Leben wiederbracht; 67. Dank ihm für diese Liebe. 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, 530. Der nach den Leidenszeiten 14 Gen Himmel aufgefahren ist, 2 Die Stätt dir zu bereiten, — Da du sollst bleiben allezeit um Und sehen seine Herrlichkeit; Dank ihm für diese Liebe. 29⁴ Abendmahl. 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der einst wird wiederkommen Und sich, was tot und lebend ist, Zu richten vorgenommen. O sorge, daß du da bestehst Und mit ihm in sein Reich eingehst, Ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann Mit wahrem Glauben fassen Und nie, was du an mir getan, Mög aus dem Herzen lassen, Daß dessen ich in aller Not Mich trösten mög und durch den Tod Zu dir ins Leben dringen. Cyriakus Günther, 1650—1704. 191. Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele. J. Crüger. 1649. 1 Herr, dein herz⸗li-ches Ver-lan-gen, mit den Dei⸗nen dich zu le-tzen düin n—————— E—.——.——.—.— — da du in den Tod ge⸗-gan-gen, a und dein Nacht-mahl ein-zu⸗se⸗tzen, dringt auch ————ß— —————— ‚——.88 22—.—.—————— mich zum Tisch der Gna-den; du hast mich auch —— E.—— ———..—— ˖—— 1———— — 3——.— 2——.————— Abendmahl. — al ⸗len dir nicht aus dem Sinn Hrnteen 2. Mich verlangt nach dieser Speise, Eh ich noch von hiren reise; Mich verlangt nach diesem Tränken, Eh man mich ins Grab wird senken; Denn, ist Jesu Leib und Leben, Ist sein Blut mir eingegeben, Wird mein Leib im Auferstehen Seinem Leibe ähnlich sehen. 3. Ich hab— du stillst mein Verlangen— Jesu Leib und Blut empfangen; 04. Nun hat mich sein Tod durchdrungen Und selbst meinen Tod verschlungen, Nun hat er sein ewges Leben 40. Mir in seinem Blut gegeben, Nun entschlaf ich voll Vertrauen, —— Jesum bald verklärt zu schauen. — Christoph Karl Ludwig v. Pfeil, 1712—1784. en, en 192. Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 1551. —————.. x —————8 9*———— anch 5 Herr, du hast für al⸗le Sün⸗ der wo das Brot der ar⸗men Kin ⸗der irr.————— Z8 rei⸗chen Tich g. ge⸗d 2.pbel, — nach des Va⸗ cters Lie⸗be schmeckt. Heu⸗ te nun ——— 150———— Len.—..... ter bin ich dein Gaß wie du mir be⸗ foh⸗ len hast; 296 Abendmahl. — e—————— a- ber hilf auch, daß mein Her-ze nn. ———— IPI‚IPIFIFFIII‚‚— nicht mit dei- ner Wohl-tat scher ⸗ ze. 2. Räume, bitt ich, mein Gemüte Rein von allem Argen aus, Daß auch meines Herzens Hütte Werde dein geweihtes Haus. Denn ich hoffe nur auf dich; Liebster Jesu, segne mich Und laß deinen Tisch auf Erden Mir des Himmels Vorschmack werden. 3. Kann der Herr dem Knechte schenken Auch sein eigen Fleisch und Blut, „so hilf mir recht bedenken, Was hier deine Liebe tut, Und verleihe, daß ich nicht Eß und trinke zum Gericht, Was du, Jesu, für mein Leben Zur Erlösung hast gegeben. 4. Nimm jetzt die Vernunft gefangen, Daß ich glaube schlecht und recht, Und erwecke mein Verlangen, Wenn das Fleisch den Eifer schwächt, Bis ich fühle meine Not Und mich sehne nach dem Brot, Welches allen Hunger stillet Und mein Herz mit Gott erfüllet. 5. Denke doch, du Fürst des Lebens, Denke, daß du Jesus heißt; Denke, daß du nicht vergebens Für die Welt gestorben seist. Abendmahl. Mum erhöte, was ich bitt, Teile mir dich selber mit Und laß heut in mein Gewissen Blut aus deinen Wunden fließen. 6. Sind wir doch aus dir geboren, 1 Nähr uns auch durch deine Kraft; Und weil alles da verloren, Wo nicht Jesus Hilfe schafft, Ach, so laß dein Brot und Wein Meines Herzens Manna sein, Daß die Wirkung dieser Speise Künftig in der Tat sich weise. 7. Laß mich deine Liebe schmecken Und die Güter jener Welt; Oder wenn auch Furcht und Schrecken Mich zuweilen überfällt, So verschaffe mir dein Blut Einen rechten Freudenmut, Daß ich meinen Trost im Glauben Mir durch niemand lasse rauben. 8. Hilf mir recht ins Herze fassen Deinen herben, bittern Tod; Laß mich auch niemanden hassen, Der mit mir genießt dein Brot. Nimm mich ganz vollkommen ein, Bis ich werde bei dir sein Und die Fülle deiner Gaben, Meinen Gott und alles haben. Kaspar Neumann, 1648—1715. 193. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 15 Herr, du wollst uns voll-be-rei⸗ten Laß uns, Le- ben zu em⸗-pfa-hen, 298 Abendmahl. — 2*— ,nr.,. zu dei-nes Mah-les Se-lig-⸗—— ten, mit glau⸗bens⸗-vol-lem Her-zen na ⸗hen, *. 432 ———— 2..————.— — 35——————.— ——————‚ +.—— sei mit-ten un⸗ter uns, o Gott! — sprich uns los von Sünd und Tod. —.———— ——— 5 4——— Wir sind, o Je⸗-su, dern, dein laß uns +—— . ——.—— men, A⸗-men. An⸗be⸗tung dir! ——— +——.————— — I Einst feiern wir das ro⸗ ße A-bend— mahl bei dfr. Friedrich Gottlieb Klopstock. 1724—1803. — — * — — V 194. Mel.: Es ist gewißlich an der 0 55. i PPIPIFPFFIIFIIII —————.— — 09 Herr Je⸗su Christ, du höch-⸗stes Gut, du wir kommen, dei⸗nen Leib und Blut, wie r Beunnamiell al ⸗ler Gna-den, du uns hast ge⸗ la⸗ den, suil n dei⸗ner und uns⸗rer See-len Lie⸗ be Herr-lich-keit CN Abendmahl. Se⸗lig-⸗ keit zu es⸗sen und 20 trin⸗ken. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit Zu diesem hohen Werke; Schenk uns dein schönes Ehrenkleid Durch deines Geistes Stärke. Hilf, daß wir würdge Gäste sein Tod. Und werden dir gepflanzet ein —.— Zum ewgen Himmelswesen. — 3. Bleib du in uns, daß wir in dir uns Auch bis ans Ende bleiben; —. Laß Sünd und Not uns für und für —. Nicht wieder von dir treiben, Bis wir durch deines Nachtmahls Kraft dir! In deines Himmels Bürgerschaft —— Dort ewig selig werden. — Bartholomäus Ringwaldt. 1530—1598. 1803. 195. Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ph. Nikolat.(2) 1599. —.—.— 135— ——1——.————.—— —. Herr Je⸗ su, dir sei Preis und Dank Il, du im Brot und Wein dein Leib und Blut ut, wi—. 335— i —.— fur die ⸗se See⸗ en⸗ speis und Trank, da-mit kommt uns wahr-haf⸗-tig 164 zu—— und 56 i⸗ner 664 — Ler du uns be⸗ ga⸗ bet; an w wir in dir ezlen re Her-zen la-bet, Abendmahl. —— 88 L. .——.,———— und nach 1 lem Wohl— ge⸗fal⸗ len hei lig .——————— ů A EEE EE le⸗ ben; sol⸗ ches wol⸗ lest du uns ge-ben. 2. Du kehrest, o Immanuel, Ja selber ein in unsre Seel, Dir Wohnung da zu machen; Drum uns ein solches Herz verleih, Das von der Weltlieb ledig sei Und allen eitlen Sachen; Bleibe, treibe Unser Sinnen und Beginnen, Daß wir trachten, Alles Irdsche zu verachten. 3. Ach Herr, laß uns doch nehmen nicht Dein wertes Nachtmahl zum Gericht; Ein jeder recht bedenke, Daß wir mit diesem Lebensbrot Im Glauben stillen unsre Not, Der Fels des Heils uns tränke, Züchtig, tüchtig Dich dort oben stets zu loben, Bis wir werden Zu dir kommen von der Erden. 4. O daß wir solche Seligkeit Erwarten möchten allezeit In Hoffnung und Vertrauen, Und folgends aus dem Jammertal Eingehen in des Himmels Saal, Da wir Gott werden schauen,— Tröstlich, köstlich Uns als Gäste auf das beste Abendmahl. Bei ähm Aahen Und ganz voll Genüge haben. 5. Das gib du uns von deinem Thron, O Jesu Christe, Gottes Sohn, Gibs durch dein bitter Leiden⸗ — Dasselbe, weil wir leben hier, n. Laß uns betrachten für und für Und alles Böse meiden. Amen, Amen; Hilf uns kämpfen, hilf uns dämpfen Alle Sünden, Hilf uns fröhlich überwinden. Vers 1, 3 u. 4 von Bernhard v. Derschow, 1591—1639. Vers 2 u. 5 Zusätze des hannov. Gesangb. von 1657. Mel.: An Wasserflüssen Babylon . ö— II Ich Dd Herr, und sur⸗che dich Gott, mein Er⸗⸗ bar⸗ mer, würd⸗ ge mich müh-se-lig und be⸗ la⸗den. des Wunders dei-ner Gna⸗-den. —.—— —1n ö— 0— 7 Menschen S Sohn, mich dei⸗ ner zu ge⸗ trö⸗ sten. Ich e. füh le mei-ner Sün ⸗ den Müh, 0 30² Abendmahl. —..—.—H.— E. n d. ö ich su⸗che Ruh 1—— fin ⸗de sie im —,.e, . en vin en K Glau⸗ben der Er=lö„ sten. * Oder:— ö ———— n ö im Glau-ben der Er ⸗lö ⸗sten. 2. Dich bet ich zuversichtlich an, Du bist das Heil der Sünder; ö Du hast die Handschrift abgetan, Und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht Und an dein Wort:„Es ist vollbracht!“ Du hast mein Heil verdienet; Du hast für mich dich dargestellt, Gott war in dir und hat die Welt In dir mit sich versühnet. 3. So freue dich, mein Herz, in mir, Er tilget deine Sünden Und läßt an seinem Tische hier Dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, Spricht liebreich: Sei getrost, mein Sohn, Die Schuld ist dir vergeben, Du bist in meinen Tod getauft Und du wirst dem, der dich erkauft, Von ganzem Herzen leben. ö 4. Dein ist das Glück der Seligkeit, Bewahr es hier im Glauben Und laß durch keine Sicherheit Dir deine Krone rauben. Abendmahl. Wieh, ich vereine mich mit dir, Ich bin der Weinstock, bleib an mir, So wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, — Und durch die Liebe gegen mich — Wird dir der Sieg gelingen. 5 Ja, Herr, mein Heil ist dein Gebot; Ich will es treu erfüllen — Und bitte dich durch deinen Tod . Um Kraft zu meinem Willen. 137— Laß mich von nun an würdig sein, Mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn Und deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der Heiligung Durch eine wahre Besserung Mir und der Welt beweisen. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 197. Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 1 ——— ——— 13——.—— 1. O Je⸗su, du mein Br 21— ti⸗gam, e d he.T —.——————— der du aus Lieb am Kreu⸗ zes⸗ ö hu, n—— 2———.——...———— —...—— weg der Sün den Last: 2. Ich komm zu deinem Abendmahl, Verderbt durch manchen Sündenfall, 30⁴ Abendmahl. Ich bin krank, unrein, arm und bloß: Ach Herr, mein Gott, mich nicht verstoß! 3. Du bist der Arzt, du bist das Licht, Du bist der Herr, dem nichts gebricht, Du bist der Brunn der Heiligkeit, Du bist das rechte Hochzeitskleid. 4. Drum, o Herr Jesu, bitt ich dich, In meiner Schwachheit heile mich; Was unrein ist, das mache rein Durch deinen hellen Gnadenschein. 5. Erleuchte mein verfinstert Herz, Zünd an die schöne Glaubenskerz; Mein Armut in Reichtum verkehr Und meinem Fleische steur und wehr, 6. Daß ich das wahre Himmelsbrot, Dich, Jesu, wahrer Mensch und Gott, Mit solcher Ehrerbietung nehm, Wie mir es heilsam, dir genehm. 7. Lösch alle Laster aus in mir, Mein Herz mit Lieb und Glauben zier, Und was sonst ist von Tugend mehr, Das pflanz in mich zu deiner Ehr. 8. Gib, was nütz ist für Seel und Leib; Was schädlich ist, fern von mir treib, Komm in mein Herz, laß mich mit dir Vereinigt bleiben für und für. 9. Hilf, daß durch deines Mahles Kraft Das Bös in mir werd abgeschafft, Erlassen alle Sündenschuld, Erlangt des Vaters Lieb und Huld. 10. Vertreibe alle meine Feind, Die sichtbar und unsichtbar seind, Den guten Vorsatz, den ich führ, Durch deinen Geist mach fest in mir. 11. Mein Leben, Sitten, Sinn und Pflicht Nach deinem heilgen Willen richt; Abendmahl. Ach laß mich meine Tag in Ruh Und Frieden bringen christlich zu, 12. Bis du mich, o du Lebensfürst, Zu dir in Himmel nehmen wirst, Daß ich bei dir dort ewiglich An deiner Tafel freue mich. 198. Mel.: Nun laßt uns Gott dem Herren. Johann Heermann, 1585—1647. 1587. 2 — rre en niE n. See⸗len Son⸗ne, du Freund⸗lich⸗ster auf ů ——. 4Z—.— —— 5 S———— I— 2. Wie kann ich gnugsam schätzen Dies himmlische Ergötzen eib; Und diese teuren Gaben, Die uns gestärket haben? 3. Wie soll ichs dir verdanken, O Herr, daß du mich Kranken aft Gespeiset und getränket, Ja selbst dich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von Herzen Für alle deine Schmerzen, Für deine Schläg und Wunden, Die du für mich empfunden. 5. Dir dank ich für dein Leiden, Den Ursprung meiner Freuden, flicht Dir dank ich für dein Sehnen Und heißvergossne Tränen. —.—— ö Er-den, laß mich dir dank⸗bar wer-den. Abendmahl. 6. Dir dank eich für Neine Lieben, Das standhaft ist geblieben, Dir dank ich für dein Sterben, Das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt schmecket mein Gemüte Dein übergroße Güte: Dies teure Pfand der Gnaden Tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß mich nicht vergessen, Daß du mir Iuwetede Die kräftge Himmelsspeise, Wofür mein Herz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde, Die ich noch in mir finde, Aus meinem Fleische treiben Und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losgezählet Von Sünden und vermählet Mit dir, mein liebstes Leben; Was kannst du Wertres geben? 11. Laß mich die Sünde meiden, Laß 20— geduldig leiden, Laß mich mit Andacht beten Und von der Welt abtreten. 12. Nun kann ich nicht verderben; Drauf will ich selig sterben Und freudig In schen. O Jesu, dich zu sehen. 34 1 0 Rist, 1607—1667. 199. Eigene Melodie. J. Crüger. 1649. 11 G——I——— Schmük⸗ke dich, o lie⸗be See⸗le, komm ans hel⸗le Licht ge-gan⸗gen, MIIHHIRD Sn ssüü Abendmahl. 131 I— —— ů EDIERIA— 2 — laß die dunk⸗le Sün⸗den⸗höh⸗le; fan⸗ge herr-lich an zu pran⸗ gen; ö X 2— SPSIISI..........—— Herr voll Heil und Gua⸗ den will dich jetzt zu — 2—.— ů ninmm, dm„. Hin 2l—.— 7— —— 2 Ga⸗ste la-den; wal⸗ten, will jetzt Her⸗berg in dir hal⸗ten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, Deinem Bräutigam entgegen, Der mit süßen Gnadenworten Klopft an deines Herzens Pforten; Eile, sie ihm aufzuschließen, Wirf dich hin zu seinen Füßen, Sprich: Mein 1500 laß dich umfassen, Von dir will ich nicht mehr lassen. 3. Ach wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte; — wie pfleg ich oft mit Tränen Mich nach dieser Kost zu sehnen; Ach wie pfleget mich zu dürsten 1640. Nach dem Trank des Lenbensfürsten; —.—. Wünsche stets, daß mein Gebeine —— Sich durch Gott mit Gott vereine. 4. Beides, Freude und auch Bangen, en, Nimmt mein Herze jetzt gefangen. 20³ ö 308 Abendmahl. ö nW n Das Geheimnis dieser Speise Und die unerforschte Weise Machet, daß ich früh vermerke, Herr, die Größe deiner Werke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, 2 Der dein Allmacht kann ergründen? 5. Nein, Vernunft die muß hier weichen, 0 Kann dies Wunder nicht erreichen, Daß dies Brot nie wird verzehret, Ob es gleich viel Tausend nähret, Und daß mit dem Saft der Reben Uns wird Christi Blut gegeben. O der großen Heimlichkeiten, Die nur Gottes Geist kann deuten! 6. Jesu, meine Lebenssonne, sp Jesu, meine Freud und Wonne,— Jesu, du mein ganz Beginnen,— Lebensquell und Licht der Sinnen, ö Hier fall ich zu deinen Füßen: Laß mich würdiglich genießen Dieser deiner Himmelsspeise Mir zum Heil und dir zum Preise. 7. Herr, es hat dein treues Lieben Daß vom Himmel hergetrieben, Daß du willig hast dein Leben In den Tod für uns gegeben Und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, Das uns jetzt kann kräftig tränken, Deiner Liebe zu gedenken. 8. Jesu, wahres Brot des Lebens, Hilf, daß ich doch nicht vergebens Oder mir vielleicht zum Schaden Sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen Deine Liebe recht ermessen, Abendmahl. Daß ich auch, wie jetzt auf Erden, Mög dein Gast im Himmel werden. Johann Franck, 1618—1677 200. Eigene Melodie. 1524. 2 nunin dnn— 0 4 en,—.—.—K.—..—. 38 Herr, sei ge ⸗lo-bet, daß du hast dein 46666 un⸗sern Glau⸗ ben. Dei⸗ne Himmels— —.——4.— 2— A ———— 65 —— der. ö ——— SA Le⸗ben für uns Sün⸗der hin⸗ge spei⸗se hei li i⸗ ge uns dir zu du Ver-söh⸗ ner 201. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 1738. 9— v. de R — III —— —— —— Feas lie⸗ge ich zu dei⸗nen Fü⸗ßen Laß neu⸗e Gna-de auf mich flie⸗ßen, süist. m Bss .———— + mit Dank und Lob, Ge- bet und Flehn. mein Hei⸗land, laß es doch ge-»Tsscchehn, ..... daß mir zur Stär⸗ kung mei⸗ner Tren dein — A⸗bend-mahl ge-seg-net sei. David Bruhn, 1727—1782. d. EEDieeeee‚e 31⁰ Buße und Bekehrung. E. Lieder von den Gaben und Wirkungen des heiligen Geistes. I. Buße und Bekehrung. 9— 423——— Melodie. 1655. ö 2 mn—— sind mein. gang ne Sün⸗den! Da * ist nie-mand, der hel fen kann, in ö—v——— — 2 +.—— e,e,——— die⸗ser Welt zu fin⸗den. 2. Lief ich gleich weit Zu dieser Zeit Bis an der Welt ihr Ende Und wollt los sein Des Kreuzes mein, Würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich, Verstoß mich nicht, Wie ichs wohl hab verdienet; Ach Gott, zürn nicht, Geh nicht ins G'richt; Dein Sohn hat mich versühnet. 4. Solls ja so sein, Daß Straf und Pein Auf Sünde folgen müssen, NWüst Buße und Bekehrung. 311 So fahr hier fort, gen Nur schone dort. Und laß mich hier wohl büßen. 5. Gib, Herr, Geduld, Vergib die Schuld, Schenk ein gehorsam Herze, Daß ich nur nicht, Wies oft geschicht, Mein Heil murrend verscherze. 6. Handle mit mir, Wies dünket dir, Auf dein Gnad will ichs leiden; Wollst mich nur nicht Dort ewiglich Von deiner Liebe scheiden. Martin Rutilius, 1550—1618. 203. Eigene Melodie. 1541. ——————3———— —— mein Hoff-nr —— E———————.— Von An-be⸗ginn ist nichts er-korn, auf Er⸗den UASDS— *— ———————— war kein Mensch ge-born, 312 Buße und Bekehrung. — ssüi◻᷑¶ 2—— *α—— ten hel-fen kann; ich ruf dich an, zu dem DD 2—— — SSS ich mein Ver ⸗-trau-en han. 2. Mein Sünd ist schwer und übergroß Und reuet mich von Herzen; Derselben mach mich frei und los Durch deinen Tod und Schmerzen; Und zeig mich deinem Vater an, Daß du hast g'nug für mich getan, So werd ich los der Sünden Last. Herr, halt mir fest, Wes du dich mir versprochen hast. 3. Gib mir nach dein'r Barmherzigkeit Den wahren Christenglauben, Auf daß ich deine Süßigkeit Mög inniglich anschauen, Vor allen Dingen lieben dich Und meinen Nächsten gleich als mich. Am letzten End dein Hilf mir send, Damit behend Des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron Dem Vater aller Güte, Und Jesu Christ, seim lieben Sohn, Der uns allzeit behüte, Und Gott, dem werten heilgen Geist, Der uns sein Hilfe allzeit leist, Damit wir ihm gefällig sein Hier in der Zeit Und folgends in der Ewigkeit. Johann Schneesing, 4 1567. I +2.— 28——— —.—————— 2——.— —.— ISD — ö——— 23.—.—. Dn, 67. Buße und Bekehrung. 313 204. Psalm 130. Eigene Melodie. 1524. 2 Aus tie⸗ fer Not schrei ich zu dir, Herr dein gnä⸗ 365 Oh ren kehr——.—.— e wi ,. Gott, er⸗ Hör mein Ru⸗fen, mei⸗ner Bitt sie öff ⸗ ne; Veite tise ent v—.. Znnen rn, dr:rn. willst das 96 hen an, was Sünd und Un⸗ recht .— ‚—‚‚. DDIEEDi——— R ist ge⸗tan, wer kar, Herr, vor dir blei⸗ben? 2. Bei dir gilt nichts, denn Gnad und Gunst, Die Sünde zu vergeben; Es ist doch unser Tun umsonst Auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann, Des muß dich fürchten jedermann Und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen; Auf ihn mein Herz soll lassen sich Und seiner Güte trauen, Die mir zusagt sein wertes Wort; Das ist mein Trost und treuer Hort, Des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht 555 wieder an den Morgen, Doch soll mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht noch sorgen. Buße und d Bekehrung. 0 tu Israel rechter Art, Der aus dem Geist erzeuget ward, Und seines Gotts erharre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, Bei Gott ist viel mehr Gnade; Sein Hand zu helfen hat kein Ziel, Wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, Der Israel erlösen wird Aus seinen Sünden allen. Dr. Martin Luther, 1483—1546. 205. Eigene Melodie. 1535. 92 65 ö S E——— 1. ö Durch A-dams Fall ist ganz ver— das Gift ist auch auf uns ge— —— — 2————— 2— Lö.——.—— derbt mensch-lich Na-tur und 318 sen; erbt, wir konn⸗ten nicht ge-ne⸗ sen 0 N —.— d =...—— Z. ohn Got⸗ tes Trost, der uns er-löst hat von dem gro⸗ßen Scha- den, 1660 den dies Schlang ———————— ————— —.— E⸗va be⸗ zwang, den.arn auf sich zu 1165 den. 2. Weil denn die Schlang Eva hat bracht, Daß sie ist abgefallen 5 eDẽ HSHHAA A 2nss INEEE R Buße und Bekehrung. 81⁵ Von Gottes Wort, das sie veracht, Dadurch sie in uns allen Bracht hat den Tod, So war es not, Daß uns auch Gott sollt geben Sein lieben Sohn Den Gnadenthron, In dem wir möchten leben. 3. Wie uns nun hat ein fremde Schuld In Adam all verhöhnet, 1546. Also hat uns ein fremde Huld In Christo all versöhnet; Und wie wir all Durch Adams Fall Sind ewgen Tods gestorben, Also hat Gott Durch Christi Tod Erneut, was war verdorben. 4. So er uns seinen Sohn geschenkt, Da wir ihm feind noch waren, Der für uns ist ans Kreuz gehenkt, Gestorben, aufgefahren, Dadurch wir sein — Von Tod und Pein — Erlöst, so wir vertrauen on dem Auf diesen Hort, —..— Des Vaters Wort, — 4 Wem wollt vorm Sterben grauen? 5. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, chlang Die Wahrheit und das Leben, — Des Vaters Rat und ewges Wort, — Den er uns hat gegeben Deil Zu einem Schutz, acht⸗ Daß wir mit Trutz Tach An ihn fest sollen glauben; Darum uns bald 316 Buße und Bekehrung. Kein Macht noch G'walt Aus seiner Hand wird rauben. 6. Der Mensch ist gottlos und verflucht, Sein Heil ist auch noch ferne, Der Trost bei einem Menschen sucht Und nicht bei Gott dem Herren. Denn wer sich will Ein ander Ziel Ohn diesen Tröster stecken, Den mag gar bald Des Teufels G'walt Mit seiner List erschrecken. 7. Wer hofft auf Gott und ihm vertraut Wird nimmermehr zu schanden; Denn wer auf diesen Felsen baut, Hat Hilfe stets zu Handen; Hab ich doch nie Im Unglück hie Den Menschen sehen fallen, Der sich verläßt Auf Gottes Trost; Er hilft sein Gläubgen allen. 8. Ich bitt, o Herr, aus Herzensgrund, Du wollst nicht von mir nehmen Dein heilig Wort aus meinem Mund, So wird mich nicht beschämen Mein Sünd und Schuld, Denn in dein Huld Setz ich all mein Vertrauen; Wer sich nur fest Darauf verläßt, Der wird den Tod nicht schauen. 9. Mein Füßen ist dein heilges Wort Ein Licht, das leuchtet ferne, Die Leuchte, die den Weg weist fort; So dieser Morgensterne 5 —* O — 2 D 8 Buße und Bekehrung. In uns aufgeht, Sobald versteht Der Mensch die hohen Gaben, Die Gottes Geist Denen verheißt, Die Hoffnung darein haben. Lazarus Spengler, 1479—1534. 206. Mel.: Allein zu 6055 Herr Jesu Christ. 1541. ——— —.———.. ———— * Veeu Dov Je⸗ ru⸗ sa⸗lem, be-zeugst,— sei d 5 50 4— — 35— ——— 7————— ——0 155—— I — Sün⸗den wein, so wäschst du ab aus lauter Gnad ů r— E—.————. 4 die Mis⸗se⸗ tat, so mich bis⸗ her ge⸗ quä⸗let hat. 2. Wenn deines Vaters Zorn entbrennt Von wegen meiner Sünde, D. deinen Tränen ich mich wend, Da ich Erquickung finde. Vor Gott sind sie so hoch geschätzt; Wer damit seine Sünde netzt, Den blickt Gott an mit Gütigkeit 318 Buße und Bekehrung. Zu jeder Zeit Und sein betrübtes Herz erfreut. 3. Hier muß ich auch im Tränenhaus Vor großer Angst oft weinen, Der Welt aushalten manchen Strauß, Sie martert stets die Deinen. Auf allen Seiten, wo sie kann, Fängt sie mit mir zu hadern an; Dies tröstet mich zu aller Frist: Herr Jesu Christ, In Not du auch gewesen bist. 4. Du zählest alle Tränen mein, Ich weiß, sie sind gezählet, Und ob sie nicht zu zählen sein, Dennoch dir keine fehlet. So oft sie vor dir regen sich, So oft sie auch bewegen dich, Daß du dich mein erbarmen mußt. Dir ist bewußt 5. Wer jetzund säet Tränen aus, Hält in Geduld Gott stille, Wird fröhlich sein in deinem Haus, Da Freude ist die Fülle, Ja solche Freude, die kein Mann Mit seiner Zung aussprechen kann, Und die da bleibt in Ewigkeit. Mein Kreuz und Leid Wird werden dort zu lauter Freud. 6. Für diese Tränen dank ich dir, Daß du die Freudenkrone, Herr Christ, dadurch erworben mir Bei dir im Himmelsthrone. Wenn du mich holen wirst hinauf Zu deiner Auserwählten Hauf, Mein Kreuz, drum hilfst du mir mit Lust. Buße und Bekehrung. Dann will ich recht lobsingen dir, O höchste Zier, Fur deine Tränen für und für. Johann Heermann, 1585—1647. 207. Eigene Melodie. J. Crüger. 1649. . Fee e ,. Hah ich ha be miß⸗ge-han-delt, ich bin nicht den Weg ge-wan-delt, ...... ja mich drückt der Sün⸗ den Last; den du mir ge⸗zei⸗get hast, i=e. ust. wollt ich gern aus Schret⸗ ken mich vor dei⸗nem und jetzt —— + ů——v HN r 1DI Zorn ver⸗stek ⸗ ken. 2. Doch wie könnt ich dir entfliehen? Du wirst allenthalben sein; Wollt ich über See gleich ziehen, Stieg ich in die Gruft hinein, Hätt ich Flügel gleich den Winden, Gleichwohl würdest du mich finden. 3. Drum ich muß es nur bekennen: Herr, ich habe mißgetan, Darf mich nicht dein Kind mehr nennen, Ach nimm mich zu Gnaden an; Laß die Menge meiner Sünden Deinen Zorn nicht gar entzünden. 3²⁰ Buße und Bekehrung. 4. Könnt ein Mensch den Sand gleich zählen An dem großen weiten Meer, Dennoch würd es ihm wohl fehlen, Daß er meiner Sünden Heer, Daß er alle mein Gebrechen Sollte wissen auszusprechen. 5. Aber, Christe, deine Wunden Und dein teuerwertes Blut Machen meine Seel gesunden, Löschen meiner Sünden Glut; Drum will 96 mein Angst zu stillen, Mich in deine Wunden hüllen. 6. Dir will ich die Last aufbinden, Wirf sie in die tiefe See, Wasche mich von meinen Sünden, Mache mich so weiß als Schnee; Laß dein guten Geist mich treiben, Einzig stets bei dir zu bleiben. Johann Franck, 1618—1677. 5655 Eigene Melodie. 1594. —.— 1 Herr Je⸗su Christ, du höch⸗stes Gut, sieh doch, wie ich in mei⸗nem Mut ö II.I.I..I.......... T nir. du Brunn⸗quell al-ler Gna-den, mit Schmer⸗zen bin be ⸗la⸗ den E——.——— E I————— in mir hab der Pfei⸗ le viel, die im Ge⸗ SS wis⸗sen ohne Ziel mich ar⸗ n Sünder drük⸗ken. Buße und Bekehrung. 321 2. Erbarm dich mein in solcher Last, Nimm sie aus meinem Herzen, Dieweil du sie gebüßet hast Am Holz mit Todesschmerzen, Auf daß ich nicht vor großem Weh In meinen Sünden untergeh Noch ewiglich verzage. 3. Fürwahr, wenn mir das kommet ein, Was ich mein Tag begangen, So fällt mir auf das Herz ein Stein, Und bin mit Furcht umfangen; Ja, ich weiß weder aus noch ein Und müßte stracks verloren sein, Wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Aber dein heilsam Wort das macht Mit seinem süßen Singen, Daß mir das Herze wieder lacht, Als wenns beginnt zu springen, Dieweil es alle Gnad verheißt Denen, die mit zerknirschtem Geift —. Zu dir, o Jesu, kommen. — 5. Und weil ich denn in meinem Sinn, Wie ich zuvor geklaget, Gut, Auch ein betrübter Sünder bin, Mut Den sein Gewissen naget, 2* Und gerne möcht im Blute dein +* Von Sünden abgewaschen sein, und Wie David und Manasse,, —— 6. So komm ich auch zu dir allhie — In meiner Angst geschritten Und tu dich mit gebeugtem Knie Ge⸗ Von ganzem Herzen bitten: — Verzeihe mir doch gnädiglich, —— Was ich mein Lebtag wider dich Auf Erden hab begangen. —32² Buße und Bekehrung. 7. O Herr, vergib, vergib mirs doch Um deines Namens willen Und zu in mir das schwere Joch Der Übertretung stillen, Daß sich mein Herz zufrieden geb Und dir hinfort zu Ehren leb Mit kindlichem Gehorsam. 8. Stärk mich mit deinem Freudengeist, Heil mich mit Daen Wunden, Trösl mich mit deinem Todesschweiß In meiner letzten Stunden Und nimm mich einst, wenn dirs gefällt, Im rechten Glauben von der Welt Zu deinen Auserwählten. Bartholomäus Wärteten 1530—1598. 209 Freu dich sehr, o meine Seele. 2 1551. 2 +* 2———U 12515 ö —22———— 0 2— ö 155 . 5——9 I 1. Höch-ster, denk ich an die Gü⸗te, . wird mein ganz Ge⸗— ——— 5.————— 16655 55. die du mir bis-her er beint, 5 u der———— Scham ge⸗beugt, daß ich 23—.— 25———— dich Le⸗—— ge⸗schätzt, dem Ge⸗ bot hint⸗ st⸗ E— 18—————.—. —— 2———0 D— ge⸗ setzt Aund dich, der du mich ge 4. bet, U 4 4 N E SEEEEE ĩ — Z‚‚‚ mit Ver⸗ge⸗ hun⸗gen be⸗trü⸗bet. Buße und Bekehrung. 323 2. Alle meine Seelenkräfte, Meine Glieder sind ja dein, Und sie sollten zum Geschäfte Deines Dienstes fertig sein. O wie hab ich sie entweiht! Ach zur Ungerechtigkeit Und zum schnöden Dienst der Sünden zist, Ließ ich mich oft willig finden. „3. Deine Huld war jeden Morgen Über mir, o Vater, neu. Von wie manchen schweren Sorgen ällt, Machtest du mein Herze frei. Was mir nützte, gabst du mir. Aber ach, wie dankt ich dir? 1598. O wie hab ich so vermessen Deines Wohltuns Zweck vergessen. 4. Bei dem hellen Licht der Gnaden — Sollt ich ja die Sünde fliehn —.. Und um Rettung von dem Schaden —— Meiner Seele mich bemühn. =te, Deine Güte lockte mich =te Oft zur Buße, aber ich —.— Floh vor ihrem sanften Locken, —— Suchte mich selbst zu verstocken. . 5. Ach, an dir hab ich gesündigt, mich Gott, mein Vater, zürne nicht. —.—. Dir hab ich oft aufgekündigt —.— Meine schuldge Kindespflicht. an= Ach vergib, was ich getan, Nimm mich noch erbarmend an, 56 Führe mich vom Sündenpfade Schnell zurück durch deine Gnade. =bet, 6. Dir ergeb ich mich aufs neue. — Gib, daß mein beschwerter Geist — Deiner Vaterhuld sich freue, t. Die dein tröstend Wort verheißt. 21 Buße und Bekehrung. Was dein Sohn auch mir erwarb, Da er für die Sünde starb, Fried und Freude im Gewissen, Ach das laß auch mich genießen. 7. Stärke selbst in meiner Seele Den Entschluß, mich dir zu weihn. Gib, daß keine Kraft mir fehle, Folgsam deinem Wort zu sein. Stehe mir stets mächtig bei, Mache du mich selbst recht treu, Dich zu lieben, dir zu leben. Ewig will ich dich erheben. Casseler Gesangbuch v. 1770. 210. Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. G. Neumark. 1657. EI D.I.— V+ ——2—— + EEE— 2—..—. U—— 22.— 3 1—..— 1 Ich ar-mer Mensch, ich ar-mer Sün-der 1. Ach Gott, ach Gott, ver-fahr ge-lin-der 1 . —— 2————h—.— 7 steh hier vor Got⸗tes An⸗ge⸗sicht: und geh nicht mit mir ins Ge⸗richt! 2—— 22 — 1——— * 2——— S ———EI— ́—.— —. I—— Er⸗bar⸗me dich, er⸗bar-me dich, FLN —— N E 2 De ——.— S..... — Gott, mein Er⸗ bar⸗mer, ü⸗ ber mich! 2. Wie ist mir doch so herzlich bange Von wegen meiner großen Sünd; —1 daß ich wieder Gnad erlange, Ich armes und verlornes Kind. S EE— SSS E C Buße und Bekehrung. 32⁵ Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 3. Hör, ach 427. mein seufzend Schreien, Du allerliebstes Vaterherz; Wollst alle Sünden mir verzeihen Und lindern meines Herzens Schmerz; Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Nicht, wie ich hab verschuldet, lohne Und handle nicht nach meiner Sünd; O treuer Vater, schone, schone, Erkenn mich wieder für dein Kind. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben, Sprich, daß der arme Sünder hör: „Geh hin, die Sünd ist dir vergeben, Nur sündige hinfort nicht mehr.“ Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 6. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, Erhöret bin 50 zweifelsfrei, Weil sich der Trost im Herzen mehret; Drum will ich enden mein Geschrei: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! Christoph Tietze, 1641—1703. 211. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. —.—————————.——. EE er. 1 Ich will von mei-ner Mis⸗se⸗tat zum „Du wolllest selbst mir Hilf und Rat hie⸗ 326 Buße und Bekehrung. 1 2— ů F 21 SZ ö Her⸗ren mich be-keh-ren. zu, o Gott, be-sche⸗ren und dei-nes — V .................... 2 2— I 1. 4—.—.—.— S S—— 2 2. 412— gu⸗ten Gei⸗stes Kraft, der neu⸗e Her-zen —— —.— EE D ———....—* —.———— 5——. 2. Ein Mensch kann von Natur doch nicht Sein Elend selbst empfinden; Er ist ohn deines Wortes Licht Blind, taub und tot in Sünden, Verkehrt ist Will, Verstand und Tun; Des großen Jammers wollst du nun, O Vater, mich entbinden. 3. Klopf durch Erkenntnis bei mir an Und führ mir wohl zu Sinnen, Was Böses ich vor dir getan; Du kannst mein Herz gewinnen, Daß ich aus Kummer und Beschwer Laß über meine Wangen her Viel heiße Tränen rinnen. 4. Wie hast du doch auf mich gewandt Den Reichtum deiner Gnaden! Mein Leben dank ich deiner Hand, Die hat mich überladen Mit Ruh, Gesundheit, Ehr und Brot, Du machst, daß mir noch keine Not Bis hieher konnte schaden. 5. Du hast in Christo mich erwählt Tief aus der Hölle Fluten, So daß es niemals mir gefehlt Buße und Bekehrung. ——.——ꝛ—— An irgend einem Guten; Und daß ich ja dein eigen sei, ö Hast du mich auch aus bloßer Treu nes Gestäupt mit Vaterruten. — 6. Bisher hab ich in Sicherheit —.— Gar unbesorgt geschlafen, Gesagt:„Es hat noch lange Zeit, Gott pflegt nicht bald zu srafen; 5 Er fähret nicht mit unsrer Schuld — So strenge fort, es hat Geduld 0 Der Hirt mit seinen Schafen.“ 7. Dies alles jetzt zugleich erwacht, nicht Mein Herz will mir zerspringen; Ich sehe deines Donners Macht, Dein Feuer auf mich dringen; Du regest wider mich zugleich Des Todes und der Hölle Reich, —9 wollen mich verschlingen. Wo bleib ich 255 in solcher Not? n Nichts helfen Tor und Riegel. Wo flieh ich hin? Du Morgenrot, Erteil mir dene Flügel; Verbirg mich wo, du fernes Meer, Stürzt hoch herab, fallt auf mich her, Ihr Klippen, Türm und Hügel. 9. Ach, nur umsonst! und könnt ich gleich dt Bis in den Himmel steigen, Könnt ich mich auch hinab ins Reich Der tiefsten Hölle beugen, So würde mich doch deine Hand ö‚ Da finden und von meiner Schand Und großen Sünde zeugen. 10. Herr Jesu, nimm mich zu dir ein, Ich flieh zu deinen Wunden! Laß mich da eingeschlossen sein Und bleiben alle Stunden. Buße und Bekehrung. Dir ist ja, o du Gotteslamm, All meine Schuld am Kreuzesstamm Zu tragen aufgebunden. 11. Dies stell du deinem Vater für, Daß er sein Herze lenke, Daß er sich gnädig kehr zu mir, Nicht meiner Sünden denke Und wegen dieser Straf und Last, Die du auf dich genommen hast, Ins Meer sie alle senke. Luise Henriette, Kurfürstin v. Brandenburg(/), 1627—1667. 212. Mel.: Alle Menschen müssen sterben. 1687. 94 —. X— —— +— 4— 12*——.— + 1 XL—— L—.—5—— — ö— 1 Je⸗ su, der du mei⸗ne See ⸗le aus des Teu⸗fels fin⸗strer Höh⸗le 66*——.— ö BXI 2 u 2 O D Hur————— hast durch dei⸗nen bit⸗tern Tod kräfekrg⸗ 55 der schwe-ren Sün⸗ den=not D 1—— 5———————— 2— 1——.— DSDD— 7 lich her- aus⸗-ge⸗-ris-sen und mich sol⸗ ches ö ł———.— —— 13, Firm. nün. Bän. + 16 Län E.——8— ..ne—————.— sei doch jetzt, o Gott. mein Hort. Buße und Bekehrung. 2. Treulich hast du ja gesuchet Die verlornen Schäfelein, Die sonst würden ganz verfluchet Laufen in die Höll hinein; Ja, du Satansüberwinder Cot die hochbetrübten Sünder o gerufen zu der Buß, Daß ich billig kommen muß. 3. Ach, ich bin ein Kind der Sünden; Ach, ich irre weit und breit! Es ist nichts an mir zu finden Als nur Ungerechtigkeit; All mein Dichten, all mein Trachten Heißet unsern Gott verachten; Böslich leb ich ganz und gar Und sehr gottlos immerdar. 4. Herr, ich muß es ja bekennen, Daß nichts Gutes wohnt in mir; Das zwar, was wir Wollen nennen, Halt ich meiner Seele für: Aber Fleisch und Blut zu zwingen Und das Gute zu vollbringen, Folget gar nicht, wie es soll; Was ich nicht will, tu ich wohl. 5 Aber, Herr, ich kann nicht wissen, Wie viel meiner Fehler sein; Mein Gemüt ist ganz zerrissen Durch der Sünden Schmerz und Pein, Und mein Herz ist matt von Sorgen; Ach vergib mir, was verborgen, Rechne nicht die Missetat, Die dich, Herr, erzürnet hat. 6. Jesu, du hast weggenommen Meine Schulden durch dein Blut; Laß es, o Erlöser, kommen Meiner Seligkeit zu gut; 330 Buße und Bekehrung. Und dieweil du so zerschlagen Hast die Sünd am Kreuz getragen, Ei, so sprich mich endlich frei, Daß ich ganz dein eigen sei. 7. Wann ich vor Gericht soll treten, Da man nicht entfliehen kann, Ach, so wollest du mich retten Und dich meiner nehmen an. Du allein, Herr, kannst es wehren, Daß ich nicht den Fluch darf hören: „Ihr zu meiner linken Hand Seid von mir noch nie erkannt!“ 8. Du ergründest meine Schmerzen, Du erkennest meine Pein; Es ist nichts in meinem Herzen, Als dein herber Tod allein. Dies mein Herz, von Leid bedränget Und mit deinem Blut besprenget, Das am Kreuz vergossen ist, Geb ich dir, Herr Jesu Christ. 9. Nun ich weiß, du wirst mir stillen Mein Gewissen, das mich plagt; Es wird deine Treu erfüllen, Was du selber hast gesagt, Daß auf dieser weiten Erden Keiner je verloren werden, Sondern ewig leben soll, Wenn er nur ist glaubensvoll. 10. Herr, ich glaube, hilf mir Schwachen, Laß mich ja verzagen nicht! Du, du kannst mich stärker machen, Wenn mich Sünd und Tod anficht Deiner 30 will ich trauen, Bis ich fröhlich werde schauen Dich Herr Jesu, nach dem Streit In der süßen Ewigkeit. Johann Rist, 1607—1667. s E + SSES is 226 hen, Buße und Bekehrung. 213 Mel.: Kommt her zu mir, spricht Gottes * Sohn. 1530. —* ——————— kommt ei⸗lig, kommt und macht euch auf ———— DDDRDDD— .— 24—— müh⸗serlig und be⸗Iaden: hier dffnet , ——— sich das Je⸗fus⸗herz für al⸗le, die in Ren und —. D Schmerz er-ken⸗nen ih-=ren Scha-den. 2. Es heißt:„Er nimmt die Sünder an!“ Drum komm, dein Jesus will und kann Dich retten und umarmen. Komm weinend, komm in wahrer Buß Und fall im Glauben ihm zu Fuß: Er wird sich dein erbarmen. 3. Ein Hirt verläßt sein Schäflein nicht, Dems in der Irr an Hilf gebricht, Er sucht es mit Verlangen; Er lässet neun und neunzig stehn Und sie gar in der Wüste gehn, Das eine zu umfangen. 4. Es sucht der liebste Jesus Christ Das Schäflein, das verloren ist. Bis daß ers hat gefunden. So laß dich finden, liebe Seel, Und flieh in Jesu Wundenhöhl; Noch sind die Gnadenstunden. — —2 332 Buße und Bekehrung. 5. O Jesu, deine Lieb ist groß! Ich komm mühselig, nackt und bloß: Ach laß mich Gnade finden! Ich bin ein Schaf, das sich verirrt; Ach nimm mich auf, weil ich verwirrt Im Strick und Netz der Sünden. 6. Ach wehe mir, daß ich von dir Gewichen bin zum Abgrund schier! Ach laß mich wiederkehren Zu deiner Herde, nimm mich an Und mach mich frei von Fluch und Bann: Dies ist mein Herzbegehren. 7. Laß mich dein Schäflein ewig sein, Sei du mein treuer Hirt allein Im Leben und im Sterben; Laß mich vom eitlen Weltgesind Ausgehn und mich als Gottes Kind Um dich, mein Heil, bewerben. 8. Ich will von nun an sagen ab Der Sündenlust bis in mein Grab Und in dem neuen Leben In Heiligkeit, Gerechtigkeit Dir dienen noch die kurze Zeit, Die mir zum Heil gegeben. Laurentius Laurenti, 1660—1722. ————————.— ————.— —— ——————— ich hab ge-bro⸗chen dein Ge-bot und sehr n ii ge-ssün⸗digt wi ⸗der dich, das ist mir leid . N I —— II — und reu et mich. 2. Weil aber du, o gnädger Gott, Nicht hast Gefalln an meinem Tod Und ist dein herzliches Begehrn, Daß ich mich soll zu dir bekehrn: 3. Auf dies Wort, lieber Vater fromm, Ich armer Sünder zu dir komm Und bitte dich durch Christi Tod Und seine heilgen Wunden rot; 4. 9 bitte dich durch Jesum Christ, Der mir zu gut Mensch worden ist: Laß deine Gnad und Gütigkeit Mehr gelten denn Gerechtigkeit. 5. Verschon, o Herr, laß deine Huld Zudecken alle meine Schuld; ö So werd ich arm, verloren Kind Ledig und los all meiner Sünd. 6. Ich will, o Herr, nach deinem Wort 722. Mich bessern, leben fromm hinfort, Damit ich mög nach dieser Zeit, Gelangen zu der Seligkeit. 588. Bartholomäus Ringwaldt, 1530—1598. 21⁵. Mel.: An Wasserflüssen Babylon 15²⁵ bolt,— S,, —. 5——————————— —————————.——.—— —— Kö⸗nig, des⸗ sen Ma⸗ 2jestät sehr dem Erd und Meer zu Dien⸗sten steht, 33⁴4 Buße und Bekehrung. —.——4 T weit ü⸗ber al les stei⸗get, vor dem die Welt 4 nei⸗get, der Bimme ———— E—— —.— Herut lih⸗ keit, dehr groß und wunder ta⸗ —————2 D——— — E—.. tig; ich ar-mer Mensch ver-mag nichts mehr, — 12 ů——.— —— n in. nn. 1. Ln als daß ich ruf zu dei ner Ehr Got, ...——.——.—.—.—— 1 7— sei mir Sün⸗der gnä dig. * Oder: 1— 4. nanii nnn:u.— I 0 i— Gott, sei mir Sün⸗der gnä⸗dig. 2. Hier steh ich, wie der Zöllner tat, Beschämet und von ferne; Ich suche deine Hilf und Gnad, O Herr, von Herzen gerne. Doch weil ich voller Fehler bin Und Sünde meinen ganzen Sinn Zum Guten macht untätig, So schlag ich nieder mein Gesicht Buße und Bekehrung. Vor dir, du reines Himmelslicht: Gott, sei mir Sünder gnädig. —— 3 Die Schulden, der ich mir bewußt, Durchängsten mein Gewissen; Drum schlag ich reuig an die Brust Und will von Herzen büßen. Ich bin, o Vater, ja nicht wert, Daß ich noch wandle auf der Erd; Doch weil du winkst, so bet ich Mien ganz zerknirschtem, bangem Geist, Der gleichwohl dich noch Abba heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig. 4. Mein Vater, schaue Jesum an, Den Gnadenthron der Sünder, Der für die Welt genug getan, Durch den wir Gottes Kinder Im gläubigen Vertrauen sind, Der ists, bei dem ich Ruhe find, Sein Herz ist ja guttätig. Ich fasse ihn und laß ihn nicht, — Bis Gottes Herz mitleidig bricht: — Gott, sei mir Sünder gnädig. . 5. Regiere du mein Herz und Sinn In diesem ganzen Leben; Du bist mein Gott, und was ich bin, — Bleibt ewig dir ergeben. Ach heilige mich ganz und gar, ͤ Laß meinen Glauben immerdar 1, Sein durch die Liebe tätig; Und will es nicht sort, wie es soll, So ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig. 6. Mein Leben und mein Sterben ruht ö Allein auf deiner Gnade; Mir geh es gleich bös oder gut, Gib nur, daß es nicht schade. 336 Buße und Bekehrung. Kommt dann das letzte Stündlein an, So sei mir auf der Todesbahn, Mein Jesu, selbst beirätig; Und wenn ich nicht mehr sprechen kann, So nimm den letzten Seufzer an: Gott, sei mir Sünder gnädig. Valentin Ernst Löscher, 1673—1749. 216. Mel.: Herr, wie du willst, so schicks mit mir. 152⁵. *.— +4.——.——ů—..——— 2.—— 2 31 O Va⸗ter der Barm⸗-her⸗zig⸗keit, ich Jver⸗stoß den 1—. 65 zu dir W und —0— S,—.——— ——. 2—————— fal⸗le dir zu Fu⸗ 563 tut noch end-lich Bu-⸗ße. Was ich be— 1——3 E— .—————— E..———— E — ʃꝑ gan-gen wi-der dich, ver-zeih mir al-les E 4 .I..——— 225———— gnä-dig-lich durch dei-ne gro⸗ße Gü ⸗= te. 2. Durch deiner Allmacht Wundertat Nimm von mir, was mich quälet; Durch deine Weish eit schaffe Rat, Worinnen mirs sonst fehlet; Gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk, Daß ich mit dir all meine Werk Anfange und vollende. 3. O Jesu Christe, der du hast Am Kreuze für mich Armen 33⁷ Wollst meiner dich erbarmen. O wahrer Gott, o Davids Sohn, Erbarm dich mein und mein verschon; Sieh an mein kläglich Rufen. 4. Laß deiner Wunden teures Blut, Dein Todespein und Sterben Mir kommen kräftiglich zu gut, Daß ich nicht müß verderben. Bitt du den Vater, daß er mir Im Zorn nicht lohne nach Gebühr, Wie ich es hab verschuldet. 5. O heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, Wenn mich die Sündenlust ansicht, Laß mich von dir nicht wanken. Verleih, daß nun und nimmermehr Begierd nach Wollust, Geld und Ehr In meinem Herzen herrsche. 6. Und wenn mein Stündlein kommen ist, So hilf mir treulich kämpfen, Daß ich des Satans Trutz und List⸗ Durch Christi Sieg mög dämpfen, Auf daß mir Krankheit, Angst und Not Und dann der letzte Feind, der Tod, Nur sei die Tür zum Leben. David Denicke, 1603—1680. 217. Mel. Christus, der uns selig macht. 1531. +1. Schlage, mein Ge⸗wis⸗s 2² hei⸗ he 1657 ⸗nen flie⸗ Pen Blik⸗ke mich wie — 22—— n. L 4.— 5955 trum an, ich in 215 schla⸗ ge, daß ich —N stets ge⸗den⸗ke dran und doch nicht ver⸗za ⸗ge. Weck mich durch den Glockenschall Aus dem Schlaf der Sünden, Laß für meiner Schulden Fall Mich Erbarmung finden Und nimm mich zu Gnaden auf, Meinen Glauben stärke Daß mein ganzer Lebenslauf Sei voll Tugendwerke. 3. Dein Blut sei mein Lebenssaft Und mein Trost im Leiden, Meiner Seele Stärk und Kraft, So sterb ich mit Freuden; In der Stunde letzter Not Wollst du mein gedenken Und ein selig End im Tod Mir, o Jesu, schenken. Veit Ludwig Megander, 4 1709. ·115 335———.— 0 218. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 1539. ——— —⁵ Iß ich Buße und Bekehrung. 339 Bmkrrreirtrrnre. ist nicht lieb des Sün⸗ dere Tod⸗ viel⸗mehr ist —— 2 dies mein W Vunsch und A Will daß er von Sünden * sich und le-⸗be mit mir e⸗wig⸗lich. 2. Dies Wort bedenk, o Menschenkind, Verzweifle nicht in deiner Sünd. Hier findest du Trost, Heil und Gnad, Die Gott dir zugesaget hat Und zwar mit einem teuern Eid. O selig, dem sein Sünd ist leid. 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, Denk nicht: Es ist noch lange Zeit, Ich will erst fröhlich sein auf Erd, Und wenn ich lebensmüde werd, Alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ists, Gott ist zwar stets bereit Dem Sünder mit Barmherzigkeit; Doch wer auf Gnade sündigt hin, Fährt fort in seinem bösen Sinn Und seiner Seelen selbst nicht schont, Dem wird mit Ungnad abgelohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott Von wegen Christi Blut und Tod; Doch sagen hat er nicht gewollt, 22 3⁴⁰ Buße und Bekehrung. Ob du bis morgen leben sollt; Daß du mußt sterben, ist dir kund, Verborgen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich, Eh morgen kommt, kanns ändern sich; Wer heut ist frisch, gesund und rot, Ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, —.— Leib und Seel 11⸗ brennen muß. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, Daß ich noch heute komm zu dir Und Buße tu den Augenblick, Eh mich der schnelle Tod hinrück, Auf daß ich heut und jederzeit Zu meiner Heimfahrt sei bereit. Johann Heermann, 1585—1647. 219 Psalm 6. 7 8 445 1694. S 1. 0 mich nicht in mn Hrn Ach laß mich nicht sein ver-lorn,‚ — 3—— I 2——— . 2.——— 4.— 5— ů— gro-ßer Gott, ver-scho-ne! nach Ver— dienst nicht loh⸗ne. Hat die Sünd — Len n r 2.— DDD. 2—— AI dich ent-zündt, lösch ab in dem. Lam me dei⸗ nes Grim-mes Flam- me. Buße und Bekehrung. 34⁴¹ 2. Zeig mir deine Vaterhuld, Stärk mit Trost mich Kranken; Ach Herr, hab mit mir Geduld, Mein Gebeine wanken; Heil die Seel Mit dem Ol Deiner großen Gnaden, Wend ab allen Schaden. 3. Herr, wer denkt im Tode dein? Wer dankt in der Höllen? Rette mich aus jener Pein Der verdammten Seelen, Daß ich dir Für und für Dort an jenem Tage, —4.24 Gott, lobsage. Ach sieh mein Gebeine an, Wie sie all erstarren: Meine Seele gar nicht kann Deiner Hilfe harren. Ich verschmacht; Tag und Nacht Muß mein Lager fließen Von den Tränengüssen. 5. Ach ich bin so müd und matt Von den schweren Plagen; Mein Herz ist der Seufzer satt, ie nach Laud fragen. Wie so lang Machst du bang Meiner armen Seele 1 der Schwermutshöhle! Weicht, ihr Feinde, weicht von mir, Gott erhört mein Beten. Nunmehr darf ich mit Begier Vor sein Antlitz treten. Buße und Bekehrung. Teufel weich, Hölle fleuch! Was mich vor gekränket, Hat mir Gott geschenket. 7. Vater, dir sei ewig Preis Hier und auch dort oben, Wie auch Christo gleicherweis, Der allzeit zu loben; Heilger Geist, Sei gepreist, Hoch gerühmt, geehret, Daß du mich erhöret. 6 Georg Albinus, 1624—1679. 220 Mel.. Meine Seele. willst du ruhn. . F Funcke. 1686. chät Auf Gott ru⸗fet dich zu sich; le und Er eeil dich re Eile! Sodom lehret dich, e der Herr so fürchterlich Buß e und Bekehrung. Auf verstoctte Sünder blitzet: x Such ein Zoar, das dich schützet. Auf! Gott rufet dich zu sich; Eile und errette dich! 3. Denke, daß es Schaden bringt, Wenn dein schnödes Fleisch dich zwingt, Nur nach seiner Lust zu leben, Weil ihm stets wird Frist gegeben. Auf! Gott rufet dich zu sich: Eile und errette dich! 4. Die Verstörer deiner Ruh, Deine Sünden nehmen zu. 379. Dein Gewissen wird beschweret Und der Strafe Maß vermehret. Auf! Gott ruft dich noch zu sich; 586. Eile und errette dich! 5 Deines Herzens Härtigkeit —.— Wächst und steiget mit der Zeit. be⸗ Sünden, die dich jetzt noch schrecken, — Wirst du bald mit Lust vollstrecken. Auf! Gott rufet dich zu sich; Eile und errette dich! 6. Was du Böses an dir hast, — Wird sonst wie ein alter Ast; — Dessen Krümmen gleich zu ziehen, Wird man sich umsonst bemühen. Auf! Gott ruft dich noch zu sich; —.— Eile und errette dich! — 7 Eile, denn es kommt der Tod, : Ind wie groß wird dann die Not, Wenn man aus der Welt soll gehen Und vor Gott nicht kann bestehen! Auf! Gott ruft dich noch zu sich; Eile und errette dich! 8. Brauch, ach brauch die Gnadenzeit; Denn es kommt die Ewigkeit Buße und Bekehrung. Wie e ein starker Strom geflossen, Der durch Damm und Deich geschossen. Auf! Gott ruft dich noch zu sich; Eile und errette dich! 9. Suche, wo du weise bist, Was von dir versäumet ist, Schleunig wieder einzubringen Und mit Eifer durchzudringen. Auf! Gott ruft dich noch zu sich; Eile und errette dich! 10. Vater der Barmherzigkeit, Gib doch, daß die Gnadenzeit Nicht von mir versäumet werde; Führ mich selbst zu deiner Herde. Vater, ach ich bitte dich, Eile und errette mich! Casseler Gesangbuch v. 1770. 59— 221. Mel.: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. 15777. Vor G'richt, Herr Je⸗su, steh ich hie, ich Mein gro 96 Sünd und N eis⸗se=tat mich beug in De⸗mut mei⸗ne Knie und seuf⸗ze ver-klagt und ver-dam-met hat; doch will ich .—.———— mit nicht ver⸗ Herr Je⸗su Christ, dein weil ich ch fest glau⸗ be und da-bei im n zen—5 2251 9 5 47— wahr eReu. Dem.——.— des des —.— ö — 1 dank ich 9 dir, ich will mich bes⸗ sern, hilf du mir! Unbekannt, 1629. 9⁴ Mel.: Zeuch ein zu deinen Toren. 222. J Crüger. 1653. 1 Wie treu, mein gu⸗ter Hir⸗te, der—ẽ vf von dir ver⸗ rr te, 2—— —— ö du dem S SAun⸗ der nach, e⸗lend, krank und schwach in. Ver⸗ derben ů— 59——.—„ läuft, wo dei⸗ne Hand den Ar⸗men nicht sel⸗ 99 * aus Er⸗bar-men, eh er er⸗uukt, er⸗ 2. Wie tröstlich ist die Stimme, Die alle Sünder lockt: greift. Buße und Bekehrung. Ach sprächest du im Grimme: „Weicht, die ihr euch verstockt, Weicht, Sünder, weicht von mir, Ich will euch nicht erkennen!“ Wer wollt es Unrecht nennen? Wer bist du? Wer sind wir? 3. Doch heißt dein Ruf uns kommen, Und merken wir nicht drauf, Ob wir ihn schon vernommen, So suchst du selbst uns auf. Dein Herz, o Heiland brennt. Daß doch das Schaf zur Herde Zurückgeführet werde, Davon es sich getrennt. 4. Nimmt nun der freche Sünder Den Gnadenruf nicht an, So bist du viel gelinder, Als man es denken kann. Sein Ziel verlängerst du, Er kann noch Gnade hoffen, Der Zugang steht ihm offen, Er eile nur herzu. 5. Liebhaber unsrer Seelen, Mein Hirt, mein treuster Freund! Was sollt ich es verhehlen. Wie wohl du es gemeint? Ich war auf meiner Flucht 5—— Raub der schnödsten Lüste: Doch du hast in der Wüste Mich huldreich aufgesucht 6. Dein Wort schallt noch im Herzen, Das mich zur Buße rief, Als ich zu deinen Schmerzen Den Weg zur Hölle lief Du aber brachtest mich Von diesem breiten Wege n, Buße und Bekehrung. Durch e wahren Stege. Mein Hirt, ich preise dich. 7. Ach daß ich deiner Liebe Nur immer folgsam wär, Nicht oft zurücke bliebe, An Lieb und Eifer leer, Nicht wie viel du getan, Mir oft entfallen ließe, Da ich ja mehr genieße, Als ich verdanken kann. 8. Nun, Jesu, ich beklage Den blöden Unverstand Und daß ich meine Tage So übel angewandt. Verstoß den Sünder nicht; Mich reut und schmerzt mein Schade, Verwandle deine Gnade Nicht in ein Zorngericht. 9 Für uns gemacht zum Fluche, Gabst du dein Leben dar, Daß so dein Eifer suche, Was ganz verloren war. Ja Nam und Tat erweist, Daß du, Herr, nicht vergebens Das rechte Brot des Lebens, Der Sünder Heiland seist. 10. Das laß mich herzlich gläuben, Doch gib mir selber Kraft, Dem Heile treu zu bleiben, Das mir dein Tod geschafft, Und wie ich, glaubensvoll Aus deinem Überflusse Zum wirklichen Genusse Stets Gnade schöpfen soll. 11. Doch sollt ich mich aufs neue, Ich schwach Geschöpf, vergehn, 3⁴⁸ Buße und Bekehrung. So laß mir deine Treue, Mein Hirte, nie entstehn; Erweck und führe mich, Daß nichts von dir mich wende; So preis ich sonder Ende Als meinen Hirten dich. Casseler Gesangbuch v. 1770. 223 Mel.. Wer nur den lieben Gott läßt 2 walten. G. Neumark. 1657. 3— ů 1—4.——.—— ö 2—17. .. 9 Zorn ent⸗bren⸗net sei. DDRRRDDD———— E Hit.—.— x Das Maß der Sün⸗den ist er⸗füllt; x N ——. =fen willt. 2. Doch, Vater, denk an deinen Namen, Gedenk an deinen lieben Sohn. Dein Wort heißt immer Ja und Amen, Dein Eidschwur zeuget selbst davon. Du willst der Sünder Tod ja nicht; Ach geh nicht mit uns ins Gericht. 3. Wir liegen vor dir in dem Staube. Und unser Herz ist ganz zerknirscht; Nur tröstet uns allein der Glaube, Daß du dich noch erbarmen wirst. Buße und Bekehr rung. 349 Ja, 3—61 hast noch ein Vaterherz. Drum sieh doch jetzt auf unsern Schmerz. 4. Das teure Blut von deinem Sohne Schreit für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnadenthrone Und denke noch der alten Zeit, Da du auch Gnade hast erzeigt, Dein Herz dem Sünder zugeneigt 5. Ach laß die wohlverdiente Strafe Nicht über unsre Häupter gehn, Daß wir nicht als verlorne Schafe Von deiner Hut verlassen stehn. Ach sammle uns in deinen Schoß Und mach uns aller Plagen los. 6. Gib Fried im Land und im Gewissen, Gesunde Luft, wohlfeile Zeit, Laß Lieb und Treu sich stetig küssen, Und fördre die Gerechtigkeit. Krön unser Feld mit deinem Gut, Nimm Kirch und Haus in deine Hut. 7. So wollen wir dir Opfer bringen Und deine sein mit Leib und Seel. Es soll dein Lob gen Himmel dringen, Und dein erlöstes Israel Stimm in die Lieder Zions ein: Der Herr soll mein Gott ewig sein. Benjamin Schmolck, 1672—1737. 5 22⁴. Mel.: Auf meinen lieben Gott. 1605. 2— DDSS ——5 1. —— e r 5 ————— o soll ich flie-hen hin. weil ich be⸗ 3⁵⁰0 Buße und Bekehrung. ————— ——— 2—————— .. kann ich Reramngf fin⸗d den? Wenit al⸗le Welt.— 06 —. . kä⸗ me, mein E ngstef sie nicht weg⸗näh⸗me. 2. O Jesu voller Gnad, Auft dein Gebot und Rat Kommt mein betrübt Gemüte Zu deiner großen Güte: Laß du auf. mein Gewissen Ein Gnadentröpflein fließen. 3. Ich, deim betrübtes Kind, Werf alle meine Sünd, So viel ihr in mir stecken Und mich so heftig schrecken, In deine tiefen Wunden, Da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut, Vergossen mir zu gut, Wasch ab all meine Sünde, Mit Trost mein Herz verbinde, Der Schuld nicht mehr gedenke, Ins Meer sie tief versenke. 5. Du bist der, der mich tröst, Weil du mich selbst erlöst; Was ich gesündigt habe, Hast du versenkt im Grabe; Da hast du es verschlossen, Da wirds auch bleiben müssen. 6. Ist meine Sünde groß, So werd ich ihr doch los, Wenn ich dein Blut auffasse Und mich darauf verlasse. Buße und Betehrung. Wer sich zu dir nur findet, All Angst ihm bald versch win det. 7. Mir mangelt zwar sehr viel, Doch was ich haben will, Ist alles mir zu gute Erlangt mit deinem Blute, Damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 8. Und wenn des Satans Heer Mir ganz entgegen wär, Darf ich doch nicht verzagen, Mit dir kann ich sie schlagen; Dein Blut darf ich nur zeigen, So muß ihr Trutz bald schweigen. 9. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich, Jetzt kann ich nicht verderben, Dein Reich muß ich ererben; Denn du hast mirs erworben, Da du für mich gestorben. 65¹ 10. Führ auch mein Herz und Sinn Durch deinen Geist dahin, Daß ich mög alles meiden, Was mich und dich kann scheiden, Und ich an deinem Leibe Ein Gliedmaß ewig bleibe. Johann Heermann, 1585 „Mel.: Aus tiefer Not schrei ich zu dir. e ——. 2 —— 2 Wo soll ich hin, wer hil⸗fet mir, w Zu nie⸗mand, Herr, als nur zu dir will 1647. 15²½⁴4. Wwer 35² Buße und Bekehrung. D—..———— —..0.—. 13—.—.—. üh⸗ 5 1 im Le⸗ ben? . 43 Du bist, der frei be⸗ ge ben ö i. RREN das 2 Ver⸗ ne sucht; du seg⸗ nest das, so —.— —.—————————— *————— war ver⸗-flucht Hilf, Je⸗-su, dem E⸗len⸗den! 2. Herr, meine Sünden ängsten mich, Der Todesleib mich plaget O Lebens⸗Gott, erbarme dich, Vergib mir, was mich naget! Du weißt es wohl, was mir gebricht; Ich weiß es auch und sag es nicht. Hilf, Jesu, dem Betrübten! 3. Du sprichst zu mir: Verzage nicht! Du rufst. Ich bin das Leben. Drum ist mein Herz auf dich gericht; Du kannst mir alles geben. Im Tode kannst du bei mir stehn, In Not als Herzog vor mir gehn. Hilf, Jesu, dem Zerknirschten! 4. Bist du der Arzt, der Kranke trägt, Auf dich will ich mich legen. Bist du der Hirt, der Schwache pflegt, Erquicke mich mit Segen. Ich bin gefährlich krank und schwach; Heil und verbind, hör an die Klag, Hilf, Jesu, dem Zerschlagnen! 5. Ich tue nicht, Herr, was ich soll; Wie kann ich doch bestehen? 4 Glaube und Rechtfertigun. 35⁵³ Dies ängstigt mich, das weißt du wohlz Wie wird es endlich gehen? Elender ich, wer wird mich doch Erlösen von des Todes Joch? Ich danke Gott durch Christum. Joachim Neander, 1650—1680. II. Glaube und Rechtfertigung. 226. Mel.: O dat ich tausend Zungen hätte. 1738. 5 IER nrn.— — 1 0 Aus Gna⸗ du 0 ich se⸗ wer⸗ den — ᷣ. 1 Herz, glaubst du's, o⸗ IDeit glanhst du's nicht Ists Wahr— heit, was die S ver⸗ 42—— ———— so muß auch die⸗ ses W Eun Denn ist 4. Him-mel dein. 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen, Die eignen Werke fallen hin. Der Mittler, der im Fleisch erschienen, Hat diese Ehre zum Gewinn, Daß uns sein Tod das Heil gebracht Und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort:„Aus So oft dich deine Sünde plagt,[Gnaden“, So schwer du immer bist beladen, So oft dich dein Gewissen nagt; 354 Glaube und Rechtfertigung. Was die Vernunft nicht fassen kann, Das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden Und übernahm die Sündenlast. Was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sags, wenn du was zu rühmen hast. Wars nicht, daß er dein Bestes wollt Und dir aus Gnaden helfen sollt? 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, So lange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, Was Gott in seinem Wort anpreist, Worauf all unser Glaube ruht, Ist Gnade durch des Lammes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, Denk nicht: Wohlan, ich greif auch zu! Wahr ists, Gott rufet Adams Kinder Aus Gnaden zur verheißnen Ruh; Doch nimmt er nicht zu Gnaden an, Wer noch auf Gnade sündgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, Tret ab von aller Heuchelei. Denn wenn der Sünder sich bekehret, So lernt er erst, was Gnade sei; Beim Sündgen scheint die Gnad gering; Dem Glauben ists ein Wunderding. 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen Das Herz des Vaters aufgetan, Wenns unter Angst und heißen Schmerzen Nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, Wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben; Ich fühle nichts, doch mir ist wohl; Ich kenn mein fündliches Verderben, Doch auch den, der mich heilen soll; iben, en; Glaube und Rechtfertigung. 35⁵ Mein Geist ist froh, mein Herze lacht, Weil mich die Gnad schon selig macht. 10. Aus Gnaden! Dies hör Sünd und Teufel; Ich schwinge meine Glaubensfahn Und geh getrost, trotz allem Zweifel, Durchs rote Meer nach Kanaan; Ich glaub, was Jesu Wort verspricht, Ich fühl es oder fühl es nicht. Christian Ludwig Scheidt, 1709—1761. — 2²7⁷. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. +— 2.———.——. —II — L— 57 L 1 e —— .— ———— ö EEEEE 2— 2— RARASASATSITITSITIIIITT—— ihn al-lein ohn Wan⸗-ken und ohn Zwei⸗fel. 2. Wer sein Herz also stärkt und steift In völligem Vertrauen Und Jesum Christum recht ergreift, Auf sein Verdienst zu bauen, Der hat des Glaubens rechte Art Und kann zur seligen Hinfahrt Sich schicken ohne Grauen. 23 356 Blaube und Rechtfertigung. Der Glaub kommt von dem Herren;— 3. Dies aber ist kein Menschenwert, Drum bitt, daß er in dir ihn stärk ö Und täglich woll vermehren. Laß aber auch des Glaubens Schein,— Die lten Wé erle, an dir sein;— Sonst ist dein Glaube eitel. 80 4. Es ist ein schändlich böser Wahn, ö Des Glaubens sich zu rühmen E Und böse Werk doch nehmen an, Die Christen nicht geziemen. le Wer das tut, der foll wissen frei, Sein Glaube sei nur Heuchelei Und werd zur.—— ihn bringen. 5. Drum lasse sich ein frommer Christ n Mit Ernst s in angelegen. Daß er anfrichtig jeder Frist S Sich halt in Gottes Wegen, L Daß sein Glaub ohne Heuchelei Vor Gott dem Herrn rechtschaffen sei Und vor dem Nächsten leuchte. 2 Unbekannt 1714. — 9 228. Eigene Melodie. 1704. 2 .5—. —.——. 1 E ist not! Ach Herr, dies ei⸗ne Mal⸗les an⸗dre, wies auch sch ei⸗ne, ist j0 nur ein hrist 2 — run⸗ter das Her⸗ze sich na⸗ Irne—7 pla⸗get und rn. e dennoch kein 43— res Ver-gnügen er-⸗ja⸗ Het. Er⸗ .i n —...—.——.1— lang ich dies ei-ne, das al⸗les er seh —.————— 1—4 +——— — 221 3— werd ich mit ei-nem in al⸗lem er⸗götzt. 2. Seele, willst du dieses finden, Suchs bei keiner Kreatur; Laß, was irdisch ist, dahinten, Schwing dich über die Natur, Wo Gott und die Menschheit in einem Wo alle vollkommene Fülle erscheinet,[vereinet, Da, da ist das beste, notwendigste Teil, Mein ein und mein alles, mein seligstes Heil. 3. Wie Maria war beflissen Auf des e einigen Genieß, Da sie sich zu Jesu Füßen Voller Andacht niederließ; Ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören, Was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; Ihr alles war gänzlich in Jesum versenkt Und wurde ihr alles in einem geschenkt: Also ist auch mein Verlangen, Liebster Jesu, nur nach dir; Laß mich treulich an dir hangen, Schenke dich zu eigen mir. 35⁸ Glaube und Rechtfertigung. Ob viel auch umkehren zum größesten Haufen, So will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen; Denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist; Was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle In dir ja verborgen liegt. Bib nur, daß sich auch mein Wille Fein in solche Schranken fügt, Worinnen die Demut und Einfalt regieret Und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, So hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen Als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen Durch dein heilges, teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, Da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; Die Kleider des Heils ich da habe erlangt, Worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele Auch nach deinem Bild erwacht; Du bist ja, den ich erwähle, Mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, Ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; Entreiße mich aller vergänglichen Lust, Dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? Mich umströmt die Gnadenflut. Du bist einmal eingegangen In das Heilge durch dein Blut. Da hast du die ewge Erlösung erfunden, Daß ich nun der höllischen Herrschaft entbunden; Dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, Im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. den, Glaube und Rechtfertigung— 359 79. Volles Gungen, Fried und Freuden Jetzo meine Seel ergötzt, Weil auf eine frische Weide rein Hirt Jesus mich gesetzt. Nichts Süßers kann also mein Herze erlaben, Als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; Nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, Als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, Jesu, du alleine Sollst mein ein und alles sein; Prüf, erfahre, wie ichs meine, Tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, Und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege; Gib, daß ich hier alles nur achte für Spott Und Jesum gewinne, dies eine ist not! Johann Heinrich Schröder, 1666-1699. 0 2²29. Eigene Melodie. 1523. . 1. CS ssst das Heit Auns kom⸗men her die Wer k, Re hel⸗ fen nim⸗ mer⸗ mehr, von Gnad und lan⸗ter Gu · te, Der sie 55 nicht be⸗hü⸗ ten. Glanb sieht! Je⸗sum Christum an, der hat ge⸗ 360 Glaube und Rechtfertigung. 2. Was Gott uus im Gesetz gebot, Da man es nicht konnt halten, Erhob sich Zorn und große Not Vor Gott so mannigfalten. Vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, Vom G'setz erfordert allermeist, Es war mit uns verloren. 3. Es way ein falscher Wahn dabei, Gott hätt sein G'setz drum geben, Als ob wir möchten selber frei Nach seinem Willen leben; Und ist doch nur ein Spiegel zart, Der uns zeigt an die sündge Art, In unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, dieselbe Art Aus eigner Kraft zu lassen, Wiewohl es oft versuchet ward, Doch mehrt sich Sünd ohnmaßen. Denn Gleisners Werk Gott hoch verdammt, Und jedem Fleisch der Sünde Schand Allzeit war angeboren. 5. Doch mußt das G''setz erfüllet sein, Sonst wärn wir all verloren; Drum schickt Gott seinen Sohn herein, Der selber Mensch geboren; Der hat es ganz für uns erfüllt, Damit seins Vaters Zorn gestillt, Der über uns ging alle. 6. Und weil es nun erfüllet ist Durch den, der es konnt halten, So lerne jetzt ein frommer Christ Des Glaubens recht Gestalten. Nicht mehr denn: Lieber Herre mein, Dein Tod wird mir das Leben sein, Du hast für mich bezahlet. imt, Glaube und Rechtfertigung. 361 7. Daran ich keinen Zweifel trag, Dein Wort kann nicht betrügen; Run sagst du, daß kein Mensch verzag, Das wirst du nimmer lügen: Wer glaubt an mich und wird getauft, Dem ist die Seligkeit erkauft, Daß er nicht werd verloren. 8. Er ist gerecht vor Gott allein, Der diesen Glauben fasset, Der Glaub gibt aus von ihm den Schein, So er die Werk nicht lasset. Mit Gott der Glaub ist wohl daran, Dem Nächsten wird die Lieb Guts tun, Bist du aus Gott geboren. 9. Die Sünde, durchs Gesetz erkannt, Schlägt das Gewissen nieder; Das Evangelium kommt zur Hand Uunud stärkt den Sünder wieder Und spricht: Komm nur zum Kreuz herzu, Im G'setz ist weder Rast noch Ruh Mit allen seinen Werken. 10. Die Werk gewißlich kommen her Aus einem rechten Gl auben, Denn das nicht rechter Glaube wär, Dem man die Werk wollt rauben; Doch macht allein der Glaub gerecht, Die Werke sind des Nächsten Knecht, Dran wir den Glauben merken. 11. Die Hoffnung harrt der rechten Zeit, Was Gottes Wort zusage; Wann das geschehen soll zur Freud, Setzt Gott nicht feste Tage. Er weiß wohl, wenns am besten ist, Und braucht an uns kein arge List, Das solln wir ihm vertrauen. 36² Glaube und Rechtfertigung. 12. Ob sichs anließ, als wollt er nicht,— Laß dich es nicht erschrecken, Denn wo er ist am besten mit, d Da will ers nicht entdecken;— Sein Wort laß dir gewisser sein,— Und ob dein Herz spräch lauter„nein“,— So laß dir doch nicht grauen. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis Um dieser Guttat willen Gott Vater, Sohn und heilgem Geist. Der woll mit Gnad erfüllen, Was er in uns begonnen hat Zu Ehren seiner Majestät, Daß heilig werd sein Name; 14. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd G'scheh wie im Himmelsthrone, Das täglich Brot noch heut uns werd, Wollst unsrer Schuld verschonen, Als wir auch unsern Schuldgern tun, Laß uns nicht in Versuchung stehn, Lös uns vom Übel. Amen. Paul Speratus, 1484—1554. 230. Mel. 51921 dich 7— 0————4 54.999 1551. Ew⸗ge Lie ⸗he, mein Ge⸗-mü⸗ de in den Ab⸗ AHrund dei⸗ ner Gü⸗te; ———— 1—.—— . wa⸗get ei⸗nen küh⸗ nen Blick send ihm ei⸗nen Blick zu⸗rück, E voll Hei⸗ter⸗ keit, der die Fin⸗ ster⸗ mis zer⸗ sveut, Glaube und Rechtfertigung. ———————— ů 2——— — ID 7 5—— —7—..— nach dem Lich-te blik-ket. Erd 2. Ich verehre dich, o Liebe, Daß du dich erbarmet hast Und aus freiem edlen Triebe Den allweisen Rat gefaßt, Der verdammniswerten Welt Durch ein teures Lösegeld, Durch des eignen Sohnes Sterben Gnad und Freiheit zu erwerben. 3. O, ein Ratschluß voll Erbarmen, Voller Huld und Freundlichkeit, Welcher uns hilflosen Armen Gnade, Trost und Hilfe beut. Liebe, die des Sohns nicht schont, Der in ihrem Schoße wohnt, Um die Sünder zu erretten Aus den schweren Sündenketten. 4. Doch du hast, o weise Liebe, Eine Ordnung auch bestimmt, Daß sich jeder darin übe, Der am Segen Anteil nimmt; Wer nur an den Mittler gläubt Und ihm treu ergeben bleibt, Der soll nicht verloren gehen, Sondern Heil und Leben sehen. 5. Da du keinen zum Verderben Ohne Grund verdammet hast, Tragen Sünder, wenn sie sterben, Ihrer eignen Bosheit Last. 364 Glaube und Rechtfertigung. Wer nicht glaubt an deinen Sohn, Der hat Fluch und Tod zum Lohn, Sein mutwillig Widerstreben Schließt ihn aus vom Heil und Leben. 6. Ewig sei mit Dank besungen,— Was dein Rat beschlossen hat.* Mit uns preisen Engelzungen m Diesen weisen heilgen Rat,— Den der Glaub in Demut ehrt, Die Vernunft erstaunend hört; Wo der Engel Tiefen findet, i Die er niemals ganz ergründet. 7. Liebe, laß mich dahin streben, Meiner Wahl gewiß zu sein. Richte selbst mein ganzes Leben So nach deinem Willen ein, Daß des Glaubens Frucht und Kraft, Den dein Geist in mir geschafft, Mir zum Zeugnis dienen möge, Ich sei auf dem rechten Wege. 8. Laß mich hier schon mit Vertrauen Meinem Heil entgegen sehn; Alsdann werd ich ohne Grauen Selbst dem Tod entgegen gehn; Keine Kreatur wird mich, Den du liebest, ewiglich Deiner Hand entreißen können, Noch von deiner Liebe trennen. Casseler Gesangbuch v. 1770. 231 Mel.: Ich weiß, mein Gott, daß all * mein Tun. 1730. 1. Ich freu⸗e uen 770. und bin ge⸗ trost, wenn ich dich hrer E ——..———— —— ii 5 meinem Teil er⸗ wäh⸗ ⸗le. Du, Herr, bist mein, und D ich bin dein; was man⸗gelt mei⸗ner See-le? 2. Du hast mich von der Welt erwählt Und deinen Kindern zugezählt; Mag mich die Welt doch hassen. Du liebst mein Wohl, Wirst gnadenvoll 40 nimmermehr verlassen. Du trägst mich liebreich mit Geduld, Vergibst in Christo mir die Schuld, Wenn ich aus Schwachheit fehle. Du gibst mir Teil An seinem Heil; Dies tröstet meine Seele. 4. Du bist mir der bewährte Freund, Der es aufs beste mit mir meint, Wo find ich deinesgleichen? Du stehst mir bei Und bleibst mir treu, Wenn Berg und Hügel weichen. 5. Du bist mein Leben, Trost und Licht, Mein Fels und Heil; drum frag ich nicht Nach Himmel und nach Erde. Herr, ohne dich Ist nichts für mich, Das mir erfreulich werde. 866 Glaube und Rechtfertigung. 6. Du bist mein allerhöchstes Gut,— Darauf mein wahres Wohl beruht; E In dir leb ich zufrieden. So dort als hier, Herr, bleiben wir In Liebe ungeschieden.— 7. Du segnest mich, wenn man mir flucht, Und wer hier mein Verderben sucht, Dem wirds doch nicht gelingen. Mit deiner Treu Stehst du mir bei, Daß ich kann fröhlich singen. 8. Du läßt mirs ewig wohl ergehn. Einst werd ich dich noch näher sehn, Du Ursprung wahrer Freuden. An dir wird sich Dann ewiglich Mein ganzes Herze weiden. 9. Noch hats kein menschlich Ohr gehört, Was uns dein Himmel einst gewährt; Doch seh ichs schon im Glaͤuben. Vollkommnes Heil Ist da mein Teil, Das wird mir niemand rauben. Salomon Liscow, 1640—-1689. 232 Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt 5⁴—. walten. G. Neumarl. 1657. .———, 34——— 1. 9490 ha⸗be nun den Grund ge⸗ 10⸗ den, wo 33 8——55 als in Je⸗ 55 Wun⸗ den? DDDDRSRR—.—. — 2——— 4.————..—.— der mei⸗nen An⸗ker e⸗ wig hält; Da lag er vor der Zeit der Welt, ört, wenn Erd und Ari un ⸗ ber e06. 2. Es ist das ewige Erbarmen, Das alles Denken übersteigt; Es sind die offnen Liebesarme Des, der sich zu dem Sünder neigt; Dem allemal das Herze bricht, Wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden; Gott will, uns soll geholfen sein; Deswegen kam der Sohn auf Erden Und nahm hernach den Himmel ein, Deswegen klopft er für und für So stark an unsres Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden Durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunde recht verbinden, Da findet kein Verdammen statt, Weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, Dem will ich mich getrost vertraun, Und wenn mich meine Sünden kränken, Nur bald nach Gottes Herze schaun; Da findet sich zu aller Zeit Unendliche Varmherzigkeit⸗ 6. Wird alles andre weggerissen, Was Seel und Leib erquicken kann, Darf ich von keinem Troste wissen Und scheine völlig ausgetan,‚ 368 Glaube und Rer chtfertigung. Ist Däe Ererteng noch so weit; WMir bleibet die Barmherzigkeit. 7. Muß ich an meinen besten Werken,— Darinnen ich gewandelt bin, W Viel Unvollkommenheit bemerken, So fällt wohl alles Rühmen hin; Doch ist auch dieser Trost bereit: Ich hoffe auf Barmherzigkeit. 8. Es gehe mir nach dessen Willen, Bei dem so viel Erbarmen ist. Er wolle selbst mein Herze stillen, Damit es das nur nicht vergißt: So stehet es in Lieb und Leid In, durch und auf Barmherzigkeit. 9. Bei 1——. Grunde will ich bleiben, So lange mich die Erde trägt. Das will ich denken, tun und treiben, So lange sich ein Glied bewegt. So sing ich einstens höchst erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Johann Andreas Rothe, 1688.—1758. 233 Meal.: Valet will ich dir deunn 129— M. 46itiü 19— 1. Ich 1915,J an wen ich glau be; ich wenn al⸗les hier im Stau⸗be wie +— 0— 111—— dn. weiß, was fest be⸗ steht, Staub—— auch ver⸗ wehti ich weiß, 23— 200 blei⸗bet, wo al⸗les wankt und alt wo Wahn die Wei⸗sen trei⸗bet und Trug die Klu⸗gen hält. laube und Rechtfertigung. 369 2. Ich weiß, was ewig dauert, Ich weiß, was nie verläßt; Auf ewgen Grund gemauert, Steht diese Schutzwehr fest: Es sind des Heilands Worte, Die Worte fest und klar; An diesem Felsenhorte Halt ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister, Der mir die Feste baut: Es ist der Herr der Geister, Auf den der Himmel schaut, Vor dem die Seraphinen Anbetend niederknien, Um den die Heilgen dienen,— Ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Höhe, Das ist mein Jesus Christ, Der Fels, auf dem ich stehe, Der diamanten ist, Der nimmermehr kann wankev, Mein Heiland und mein Hort, Die Leuchte der Gedanken, Die leuchtet hier und dort. 5. Er, den man blutbedecket Am Abend einst begrub: Er, der von Gott erwecket, Sich aus dem Grab erhub: Der meine Schuld versöhnet, Der seinen Geist mir schenkt, Der mich mit Gnade krönet Und ewig mein gedenkt. * 2⁴ 37⁰ Glaube und Rechtfertigung. ———— 6. Drum weiß ich, was ich glaube. Ich wei iß, was fest besteht Und in dem Erdenstaube Nicht mit als Staub verweht. Es bleibet mir im Grauen Des Todes ungeraubt, Es schmückt auf Himmelsauen Mit Kronen einst mein Haupt. Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. 234. Mel.: Mein Herzens Jesu, meine Lust. P. Sohr. 1668. ö 45.. 1— + . weiß, an wen Mein Glaub sich Bür⸗ger ei ⸗ ner bes⸗ —.—.*.—.—— RII———.—.—..— hält; kein Feind soll mir ihn rau⸗ben! Welt leb Lnch hier nur im— ben. —— —.—— —..; 4——. 00— 0 Dort schau 32 was ich hier ge⸗ cglaubt. Wer —— 4.— . ist, der mir mein 6 5Pb⸗ teil raubr? + 51 in Je su Hän⸗den. 2. Mein Leben ist ein kurzer Streit; Sang ist der Tag des Sieges. Ich kämpfe für die Ewigkeit,— Erwünschter Lohn des Krieges EA Glaube und Rechtfertigung. 37¹ Der du für mich den Tod geschmeckt, Durch deinen Schild werd ich bedeckt; Was kann mir denn nun schaden? 3. O Herr, du bist mein ganzer Ruhm, Mein Trost in diesem Leben, In jener Welt mein Eigentum; Du hast dich mir gegeben. Von fern lacht mir mein Kleinod zu, Drum eile ich ihm freudig zu; Du reichst mir meine Krone. 4. Herr, lenke meines Geistes Blick Von dieser Welt Getümmel Auf dich, auf meiner Seele Glück, Auf Ewigkeit und Himmel. Die Welt mit ihrer Herrlichkeit Vergeht und währt nur kurze Zeit. Im Himmel sei mein Wandel. 5. Jetzt, da mich dieser Leib beschwert, Ist mir noch nicht erschienen, Was jene bessre Welt gewährt, Wo wir Gott heilig dienen. Dann, wenn mein Auge nicht mehr weint Und mein Erlösungstag erscheint, Dann werd ichs froh empfinden. 6. Im Dunkeln seh ich hier mein Heil; Dort ist mein Antlitz heiter. Hier ist die Sünde noch mein Teil; Dort ist sie es nicht weiter. Hier ist mein Wert mir noch verhüllt; Dort wird er sichtbar, wenn dein Bild Mich, Gott, vollkommen schmücket. 7. Zu diesem Glück bin ich erkauft, O Herr, durch deine Leiden. Auf deinen Tod bin ich getauft; Wer will mich von dir scheiden — 8 372 Glaube und Rechtfertigung. Du zeichnest mich in deine Hand: Herr, du bist mir, ich dir bekannt. Mein sind des Himmels Freuden. 8. Wie groß ist meine Herrlichkeit! Empfinde sie, o Seele. Vom Tand der Erde unentweiht, Erhebe Gott, o Seele. Der Erde glänzend Nichts vergeht, Nur des Gerechten Ruhm besteht Durch alle Ewigkeiten. Christoph Christian Sturm, 1740—1786. 235. Mel.: Alle Menschen müssen sterben. 1687. 4 2————— 3 1— ö— ISSIPIPIII.II.........———— 9 sieh mein E⸗lend, mei⸗ne Not. Soll⸗test —. 4—— — D———— 2 2— 7=SII.——— —.— ö H ——— ..———.—8 — 1.—— E — V. Tod ent⸗rei⸗ßen? Wie dein Nam ist auch dein * —. H+— 1 NM —— 4—— 2 + + +.—*——8 AII 1 1— 2— das er⸗fährt dein Ei⸗gen⸗tum. 2. Gottes ewiges Erbarmen, Das in dir sich zu uns lenkt, Glaube und Recht tfertigung. 373 Hat dich eingen Sohn den Armen Und auch mir zum Trost geschenkt. Ach wie hoch bedarf ich deiner! Jesu, so gedenk auch meiner; Denk an mich, sprich nur ein Wort, O so weicht mein Jammer fort. 3. Alle Worte deiner Lippen, Alle Taten deiner Hand, Ja dein Leben von der Krippen, Bis man dich am Olberg band, Dein für uns geschmecktes Leiden, Dein am Kreuz so— 0.67 Scheiden Ist, so hat es Gott versehn, Zu der Sünder Heil geschehn. 4. Wenn die Hände sich nur regten, War die Hilfe schon bereit; Wenn die Lippen sich bewegten, Schallte lauter Seligkeit; Ach, sie hießen zu dir kommen Nicht die Heilgen, Starken, Frommen; Nur den Sündern riefen sie, Die voll Arbeit, Angst und Müh. 5. Jesu, sollt ichs denn nicht wagen? Sollt ich denn zu dir nicht fliehn? Sollt ich darum ganz verzagen, Weil ich so verdorben bin? Nie verstießest du den Armen; Meiner wirst du dich erbarmen, Weil doch deine Gnad und Huld Größer ist als meine Schuld. 6. Wo die Sünde mit Beschwerden Also mächtig worden ist, Da laß mir auch kundbar werden, Wozu du geschenket bist. Reiß mich los aus Satans Stricken, Brich der Hölle Band in Stücken. 3874 Glaube und Rechtfertigung. Nimm mein ganzes Herz und Sinn, Leib und Seel und alles hin. 7. Mach mich dir auf ewig eigen, Führ mich, wie es dir beliebt. Lehr mich meiden, leiden, schweigen, Folgen, wie dein Rat mich übt. Ach so still mein ängstlich Quälen, Daß ich mit erfreuter Seelen Dich hier preise in der Zeit Und dort in der Ewigkeit! Casseler Gesangbuch v. 1770. 236 Mel.: Jesus, meine Zuversicht. J. Crüger. 1656. —.—— —.——2 2——. 4—— *——— ——— 2——. 1 Je⸗sus nimmt die Sün⸗der an, sa⸗get wel-che von der rech-ten Bahn auf ver⸗ ES———.— ————— — doch dies Trost-wort al⸗len, kehr⸗-ten Weg ver-⸗fal-len. —.— ö r — +—*—— + 2 + 10..—.—— —.—————.———— ret⸗ten kann: Je⸗sus nimmt die Sün⸗der an. 2. Keiner Gnade sind wir wert; Doch hat er in seinem Worte Eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte Ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, Suchet es ein treuer Hirte Hier ist, was sie — Glaube und Rechtfertigung. 37⁵ Jesus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das Verirrte, Daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, Kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er Macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubets doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier Und bekenne meine Sünden; Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, Daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrosten Muts; Ob die Sünden blutrot wären, Müssen sie kraft deines Bluts Dennoch sich in schneeweiß kehren, Da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewissen zaget nicht, Wer will mich vor Gott verklagen? Der mich frei und ledig spricht, Hat die Schulden abgetragen, Daß mich nichts verdammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimmt die Sünder an, Mich hat er auch angenommen Und den Himmel aufgetan, Daß ich selig zu ihm kommen Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister, 1671—1756. 376 Glaube und RMech yifertigung. Mel.: Balet will ich dir—.— 237⁷. Teschner. 1615. 1 Ft Gott für mich, so tre⸗te gleich so oft ich ruf und be te, weicht al⸗les wi⸗der mich; al⸗les hin⸗ter 15.5 Hab ich d das 3 Haubt zum .——3— ———. ö Freumde und bin 42 liebt 110 tun der Fein⸗de und Wi⸗ der⸗sa⸗cher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste, Ich rühms auch ohne Scheu, Daß Gott, der Höchst und B Zeste, Mein Freund und Vater sei, Und daß in allen Fällen Er mir zur Rechten steh Und dämpfe Sturm und Wellen, Und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, Ist Christus und sein Blut, Das machet, daß ich finde Das ewge, wahre Gut. An mir und meinem Leben Ist nichts auf dieser Erd; Was Christus mir gegeben, Das ist der Liehe wert. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, Mein Glanz und helles Licht; Wenn der nicht in mir wäre, Glaube und Rechtfertigung. So dürft und könnt ich nicht Vor Gottes Augen stehen Und vor dem strengen Sitz; Ich müßte stracks vergehen Zie Wachs in Feuershitz. 5. Mein Jesus hat gelsschet, Was mit sich führt den Tod, Der ists, der rein mich wäschet, Macht schneeweiß, was ist rot. In ihm kann ich mich freuen, Hab einen Heldenmut, Darf kein Gerichte scheuen, Wie sonst ein Sünder tut. 6. Nichts, nichts kann mich verdammen, Nichts nimmet mir mein Herz; Die Höll und ihre Flammen, Die sind mir nur ein Scherz. Kein Urteil mich erschrecket, Kein Unheil mich betrübt, Weil mich mit Flügeln decket Mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, Regieret meinen Sinn, Vertreibt mir Sorg und Schmerzen, Nimmt allen Kummer hin, Gibt Segen und Gedeihen Dem, was er in mir schafft, Hilft mir das Abba schreien Aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte Sich Furcht und Schwachheit findt, So seufzt und spricht er Worte, Die unaussprechlich sind Mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, 37³ Glaude und Rechtfertigung. Der an des Herzens Grunde Ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Geiste Manch süßes Trostwort zu, Wie Gott dem Hilfe leiste, Der bei ihm suchet Ruh, Und wie er hab erbauet Ein edle, neue Stadt, Da Aug und Herze schauet, Was es geglaubet hat. 10 Da ist mein Teil und Erbe Mir prächtig zugericht; Wenn ich gleich fall und sterbe, Fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten Mit Tränen meine Zeit, Mein Jesus und sein Leuchten Durchsüßet alles Leid. 11. Wer sich mit dem verbindet, Den Satan fleucht und haßt, Der wird verfolgt und findet Ein harte, schwere Last Zu leiden und zu tragen, Gerät in Hohn und Spott; Das Kreuz und alle Plagen, Die sind sein täglich Brot. 12 Das ist mir nicht verborgen, Doch bin ich unverzagt, Dich will ich lassen sorgen, Dem ich mich zugesagt. Es koste Leib und Leben Und alles, was ich hab, An dir will ich fest kleben Und nimmer lassen ab. 13. Die Welt, die mag zerbrechen, Du stehst mir ewiglich; Hl D Glaube und Rechtfertigung. 879 Kein Brennen, Hauen, Stechen Soll trennen mich und dich; Kein Hunger und kein Dürsten, Kein Armut, keine Pein, Kein Zorn des großen Fürsten Soll mir ein Hindrung sein. 14. Kein Engel, keine Freuden, Kein Thron, kein Herrlichteit, Kein Lieben und kein Leiden, Kein Angst und Fährlichkeit; Was man nur kann erdenken, Es sei klein oder groß, Der keines soll mich lenken Aus deinem Arm und Schoß. 15. Mein Herze geht in Sprüngen Und kann nicht traurig sein, Ist voller Freud und Singen, Sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, Ist mein Herr Jesus Christ, Das, was mich singen machet, Ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt, 16071676. 238. Eigene Melodie. 1744. 2⁰⁴ SS——— 60 6————.— 25— — 1 Mein Hei⸗land nimmt die Sünder an, kein Mensch, kein En-⸗gel trösten kann, die un⸗ter ih ⸗rer Last der Sün-den die nir⸗gend Ruh und Ret⸗tung fin-den; frssssssss 380 Glaube und Rechtfertigung. .......——T— 2255——.—— ö ö —.—j. den'n selbst die wei⸗te Welt zu klein, die — — L — 0—.— .. ———.—— 12—*— 111.— sich und Gott ein Greu⸗el sein; den'n Mo⸗ses ö„ ö 39.65—— 2 e schon den Stab ge-bro⸗chen und sie der Höl⸗le ———.— é d 55* 2. zu⸗ge⸗spro⸗chen, wird die⸗se Frei⸗statt auf⸗ge⸗ V E 2—.— Y — 1—. 0—— 1. tan: Mein Hei⸗land nimmt die Sün-der an. 2. Sein mehr als mütterliches Herz Trieb ihn von seinem Thron auf Erden; Ihn drang der Sünder Weh und Schmerz, An ihrer Statt ein Fluch zu werden. Er senkte sich in ihre Not Und schmeckte den verdienten Tod; Nun, da er denn sein eigen Leben Zur teuren Zahlung hingegeben Und seinem Vater gnug getan, So heißts: Er nimmt die Sünder an. 3. Nun ist sein aufgetaner Schoß Ein sichres Schloß gejagter Seelen; Er spricht sie von dem Urteil los Und tilget bald ihr ängstlich Quälen. Es wird ihr ganzes Sündenheer Ins unergründlich tiefe Meer Von seinem reinen Blut versenket; Der Geist, der ihnen wird geschenket, SSE= SGSSS V8 ⁰ Schwingt über sie die Gnadenfahn: Mein Heiland nimmt die Sünder an. 4. So bringt er sie dem Vater hin In seinen blutbeflossnen Armen; Das neiget dann den Vatersinn Zu lauter ewigem Erbarmen. Er nimmt sie an an Kindes Statt, Ja alles, was er ist und hat, Wird ihnen eigen übergeben, Und selbst die Tür zum ewgen Leben Wird ihnen fröhlich aufgetan: Mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. O, solltest du sein Herze sehn, Wie sichs nach armen Sündern sehnet, Sowohl wenn sie noch irre gehn, Als wenn ihr Auge vor ihm tränet. Wie streckt er sich nach Zöllnern aus, Wie eilt er in Zachäus Haus! Wie sanft stillt er der Magdalenen Den milden Fluß erpreßter Tränen Und denkt nicht, was sie sonst getan! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 6. Wie freundlich blickt er Petrum an, Ob er gleich noch so tief gefallen! Nun, dies hat er nicht nur getan, Da er auf Erden mußte wallen, Nein, er ist immer einerlei, Gerecht und fromm und ewig treu; Und wie er unter Schmach und Leiden, So ist er auf dem Thron der Freuden Den Sündern liebreich zugetan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 7. So komme denn, wer Sünder heißt Und wen sein Sündengreul betrübet, Zu dem, der keinen von sich weist, Der sich gebeugt zu ihm begibet! Glaube und Rechtfertigung. 38¹ 88³ Glaube und Rechtfertigung. Wie, willst du dir im Lichte stehn Und ohne Not verloren gehn? Willst du der Sünde länger dienen, Da dich zu retten er erschienen? O nein, verlaß die Sündenbahn. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Komm nur mühselig und gebückt; Komm nur, so gut du weißt zu kommen. Wenn gleich die Last dich niederdrückt, Du wirst auch seufzend angenommen. Sieh, wie sein Herz dir offen steht, Und wie er dir entgegen geht; Wie lang hat er mit vielem Flehen Sich brünstig nach dir umgesehen! So komm denn, armes Herz, heran; Mein Heiland nimmt die Sünder an. 9. Sprich nicht:„Ich habs zu grob gemacht, Ich hab die Güter seiner Gnaden So lang und schändlich umgebracht, Er hat mich oft umsonst geladen.“ Wenn du es jetzt nur redlich meinst Und deinen Fall mit Ernst beweinst, So soll ihm nichts die Hände binden, Und du sollst jetzt noch Gnade finden; Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 10 Doch sprich auch nicht:„Es ist noch Zeit, Ich muß erst diese Lust genießen, Gott wird ja eben nicht gleich heut Die offne Gnadenpforte schließen.“ Nein, weil er ruft, so höre du Ind greif mit beiden Händen zu. Wer seiner Seele Heil verträumet, Der hat die Gnadenzeit versäumet; Ihm wird hernach nicht aufgetan, Heut komm, heut nimmt dich Jesus an. acht, Zeit, Glaube und Rechtfertiguntz. 88³ 8———ßꝛ7— 1. Ja, zeuch uns selber recht zu dir, Holdselig süßer Iuunnd der Sünder; Erfüll mit sehnender Begier Auch uns und alle ehn Seleußs Zeig uns bei unserm Seelen schmerz Dein aufgeschloßnes Liebesherz; Und wenn wir unser Elend sehen, So laß uns ja nicht stille hehen, Bis daß ein jeder sagen kann: Gottlob, auch mich nimmt Jesus an! Leopold Franz Friedrich Lehr, 1709—1744. 239. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 55 R Mir ist Er⸗bar⸗ mung wi⸗der⸗ fah⸗ ren, das zähl ich zu dem Wun⸗der⸗ba⸗ren, 2——— ————— .— Er-⸗bar⸗mung, de⸗ren ich nicht wert; mein stol ⸗zes Herz hats nie be⸗ gehrt. —— A.Es— ,. Nun weiß ich das und bin er⸗ Treut und 3 m,* *— 1 rüh⸗ me die Darnt⸗ her ⸗zig⸗ keit. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet Und soll bei Gott in Gnaden sein; Gott hat mich mit sich selbst versühnet Und macht durchs Blut des Sohns mich rein, Wo kam dies her? Warum geschichts? Erbarmung ists und weiter nichts. 38⁴ Glaube und Rechtfertigung. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, Das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; Ich kann es nur Erbarmung nennen, So ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, Dies soll mein einzig uh al sein; Auf dies Erbarmen will ich glauben, Auf dieses bet ich auch allein, Auf dieses duld ich in der Not, Auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, Nimm dein Erbarmen nicht von mir, Und führe einst im Tod mich Armen Durch meines Heilands Tod zu dir. Da bin ich ewig recht erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. Philtpp Friedrich Hiller, 1699—1769. S ssssĩ 2⁴⁰0. Eigene Melodie. 1523. e,, 2—. 2— E aäi Inten, lie⸗ben Hinniii und daß wir ge⸗trost und all in ein mit d. 23——————. 2——.— — laßt uns fröh-lich sprin-⸗ Lust und Lie⸗be sin ⸗g E 2— 2—K— ——. Gott an uns ge-wen⸗det hat und sei⸗ne sü⸗ He gen, en, en, Glaube und Rechtfertigung. 385 —*————.—— 2 eir. ErP Bit en. f. ä 8 Wun⸗-der⸗tat; gar teur hat ers er-wor-ben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag, Im Tod war ich verloren, Mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, Darin ich war geboren. Ich fiel auch immer tiefer drein, Es war kein Guts am Leben mein, Die Sünd hatt' mich besessen. 3. Mein gute Werk, die galten nicht, Es war mit ihn'n verdorben; Der frei Will haßte Gotts Gericht, Zum Guten gar erstorben; Die Angst mich zu verzweifeln trieb, Daß nichts denn Sterben bei mir blieb, Zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit tein Elend übermaßen; Er dacht an sein Barmherzigkeit, Er wollt mir helfen lassen; Er wandt zu mir das Vaterherz, Es war bei ihm fürwahr kein Scherz, Er ließ sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: „Es ist Zeit zu erbarmen, Fahr hin, meins Herzens werte Kron, Und sei das Heil dem Armen Und hilf ihm aus der Sünden Not, Erwürg für ihn den bittern Tod Und laß ihn mit dir leben.“ 6. Der Sohn dem Vater g'horsam ward; Er kam zu mir auf Erden, 25 Glaube und Rechtfertigung. Von einer Jungfrau rein und zart; Er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt' er sein Gewalt, Er ging in meiner armen G'stalt, Den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, Es soll dir jetzt gelingen: Ich geb mich selber ganz für dich, Da will ich für dich ringen; Denn ich bin dein, und du bist mein, Und wo ich bleib, da sollst du sein, Uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, Dazu mein Leben rauben, Das leid ich alles dir zu gut, Das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, Mein Unschuld trägt die Sünde dein, Da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein Fahr ich von diesem Leben; Da will ich sein der Meister dein, Den Geist will ich dir geben, Der dich in Trübnis trösten soll Und lehren mich erkennen wohl Und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab und gelehrt, Das sollst du tun und lehren, Daß Gottes Reich hier werd gemehrt Zu Lob und seinen Ehren; Und hüt dich vor der Menschen Satz, Davon verdirbt der edle Schatz; Das laß ich dir zur Letze. Dr. Martin Luther, 1483.—1546. 1546. Glaube und Rechtfertigung. 387⁷ 241. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. — D————— . T 1 O Got⸗tes Sohn, Herr Je⸗ su nicht je-der-man-nes Ding es n, SSRDPISISISSSIISIII Christ, daß man recht kön⸗ne gläu⸗ben, ist, noch stand⸗ haft zu ver ⸗blei⸗ ben⸗ +—— 2— E nr ———————— 2.—— drum hilf du mir von o-ben her, den 5.—— Glauben mir gewähr, und daß ich drin be-har-re. 2. Lehr du und unterweise mich, Daß ich den Vater kenne, Daß ich, o Christe Jesu, dich Den Sohn des Höchsten nenne, Daß ich auch ehr den heilgen Geist, Zugleich gelobet und gepreist In dem dreieingen Wesen. 3. Laß mich vom großen Gnadenheil Die wahr Erkenntnis finden, Wie der nur an dir habe teil, Dem du vergibst die Sünden. Hilf, daß ichs such, wie mir gebührt; Du bist der Weg, der mich recht führt, Die Wahrheit und das Leben. 4. Gib, daß ich traue deinem Wort, Es wohl zu Herzen fasse; Daß sich mein Glaube immerfort Auf dein Verdienst verlasse; 388 Glaube und Rechtfertigung. Daß zur Gerechtigkeit mir werd, Wenn ich von Sünden bin beschwert, Dein Kreuztod zugerechnet. 5. Den Glauben, Herr, laß trösten sich Des Bluts, so du vergossen, Auf daß in deinen Wunden ich Bleib allzeit eingeschlossen Und durch den Glauben auch die Welt Und was dieselb am höchsten hält, Allzeit für Schaden achte. 6. Wär auch mein Glaub wie Senfkorn klein Und daß man ihn kaum merke, Wollst du doch in mir mächtig sein, Daß deine Gnad mich stärke, Die das zerknickte Rohr nicht bricht, Das glimmend Docht auch vollends nicht Auslöschet in dem Schwachen. 7. Hilf, daß ich stets sorgfältig sei, Den Glauben zu behalten, Ein gut Gewissen auch dabei, Und daß ich so mög walten, Daß ich sei lauter jederzeit, Ohn Anstoß, mit Gerechtigkeit Erfüllt und ihren Früchten. 8. Herr, durch den Glauben wohn in mir, Laß ihn sich in mir stärken, Daß er sei fruchtbar für und für Und reich in guten Werken, Daß er sei lätig durch die Lieb, Mit Freuden und Geduld sich üb, Dem Nächsten treu zu dienen. 9. Insonderheit gib mir die Kraft, Daß vollends bei dem Ende Ich üb die gute Ritterschaft, Zu dir allein mich wende * 7 ⁰ 79— IS IV. klein nir, Glaube und Rechtfertigung. 389 In meiner letzten Stund und Not, Des Glaubens End durch deinen Tod, Die Seligkeit, erlange. 10. Herr Jesu, der du angezündt Das Fünklein in mir Schwachen, Was sich vom Glauben in mir findt, Du wollst es stärker machen; Was du gefangen an, vollführ Bis an das End, daß dort bei dir Auf Glauben folgt das Schauen. David Denicke, 16031680. 242. Mel.: Nun freut euch, lieben Christen gmein. 23. — 1——— 5 4—.— 2— 4.— ——— 2..— 7 ů— W—* 5.—* 2—4 — 1 rnmen wer da will, ein an⸗der Ziel, die mein Herz al⸗lein be⸗-dacht soll—— auf —— —0— n——— dtre,— 2 I Se⸗lig-⸗keit zu fin ⸗den; d sich zu grün ⸗-den; sein Wort ist — LEe .—.— t.—— e .. wahr, sein Werk sind klar, sein heil⸗ger Mund hat E ö ö— 2 6—..— — Kraft und Grund, all Feind zu ü⸗ber⸗win⸗-den. 2. Such, wer da will, Nothelfer viel, Die uns doch nichts erworben; Hier ist der Mann, der helfen kann, Bei dem nie was verdorben. 390 Glaube und Rechtfertigung. Uns wird das Heil durch ihn zu teil, Uns macht gerecht der treue Knecht, E Der für uns ist gestorben. 8 3. Ach, sucht doch den, laßt alles stehn, Die ihr das Heil begehret; Er ist der Herr und keiner mehr, Der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzensgrund, Sucht ihn allein, denn wohl wird sein Dem, der ihn herzlich ehret. 4. Meins Herzens Kron und Freudensonn Sollst du, Herr Jesu, bleiben; Laß mich doch nicht von deinem Licht Durch Eitelkeit vertreiben. Bleib du mein Preis, dein Wort mich speis; Bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, An dich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mir nicht dein Angesicht, Laß mich im Kreuz nicht zagen. Weich nicht von mir, mein höchste Zier, Hilf mir mein Leiden tragen; Hilf mir zur Freud nach diesem Leid, Hilf, daß ich mag nach dieser Klag Dort ewig dir lobsagen. Georg Weissel, 1590— 1635. — — D—————— 2—————*—— 2—— . Got-tes Gna-de hat das Sie-gel: 2⁴3. Mel.: Unser Herrscher, unser König. 1680. — ———0— ö—4— Weicht, ihr Ber⸗ge, fallt, ihr Hü⸗gel, ——— 2—8 —........... TT ——.— 2 GE 3.—3— bre⸗chet, al⸗le Fel⸗sen, ein! Hat die Mel sie will un⸗ver⸗än⸗dert sein. Laßt die Welt zu Glaͤube und Rechtfertigung. 391 ..—— 0— ö — 2 —.——— rümmern gehn, Got-tes Gna⸗-de wird be⸗stehn. 2. Gott hat mir ein Wort versprochen, Gott hat einen Bund gemacht, Der wird nimmermehr gebrochen, Bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht, Was er saget, das geschicht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, Wenn gleich alles bricht und fällt, Sondern ihren Zweck erreichen, Bis sie mich zufriedenstellt. Gott ist fromm und gut und treu, Ob die Welt voll Heuchelei. 4. Will die Welt den Frieden brechen, Hat sie lauter Krieg im Sinn, Gott hält immer sein Versprechen; So fällt aller Zweifel hin, Als wär er nicht immerdar, Was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen, Ist sein Herz doch treu gesinnt Und bezeugt in allen Fällen, Daß ich sein geliebtes Kind, Dem er beide Hände reicht, Wenn auch Grund und Boden weicht. 6. Er will Friede mit mir halten, Wenn die Welt gleich Lärmen macht; Ihre Liebe mag erkalten, Ich bin bei ihm wert geacht, Und wenn Höll und Abgrund brüllt, Bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer, So hat er sich selbst genennt; 392 Wandel im Licht. Das ist Trost, so werd ich Armter Nmertem von ihm getrennt. Sein Erbarmen 1 nicht zu, Daß er mir was Leides tu. 8. Nun, es bleibt mein ganz Vertrauen Auf ihn ankerfest 12—— Auf ihn will ich Felsen bauen, Denn ich weiß, daß es geschicht. Erd und Himmel kann vergehn, Sein Bund bleibet feste stehn. Benjamin Schmolck, 1672—1737. III. Heiligung. 1. Wandel im Sicht. 244. Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 4.2 3 33 ö—— E arern—— Dhormun unt, Larnre n en— 4.— Bi— 2.—.—.—,..——..— 1 5 schleuß zu der Sün⸗de Toru„ ver⸗tre be r—————————— ———— 1.——. 325 und laß nicht zu, daß sie in mei⸗nem ———.— Her⸗ zen 25 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür, Ach komm und wohne du bei mir, Treib all Unreinigkeit hinaus Aus deinem Tempel und Wohnhaus. Wandel im Licht. 8. Laß Weines duten Geistes Licht Und dein hellglänzend 3 n Erleuchten mein Herz und Gemüt, O Brunnen unerschöpfter Güt! 4. Und mache dann mein Herz zugleich An Himmelsgut und Segen reich; Gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand Aus deiner milden Gnadenhand. 5. So will ich deines Namens Ruhm Ausbreiten als dein Eigentum Und dieses achten für Gewinn, Wenn ich nur dir ergeben bin. Heinrich Georg Neuß, 1654—17ʃ6. 2⁴5. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 1543. ö ᷓᷓp ————— 1. Er⸗neu⸗re mich, o ew⸗ ⸗ges Licht, und x— ö 2 342———. dn,, e Eumer 5————5.———— ö—— laß von dei⸗nem An⸗ ge⸗——. mein Her rz und Se el— 0 Peinein Schein durch⸗lench ⸗tet und er ⸗ fül ⸗ Aet sein. 2. Ertöt in mir die schnöde Lust, Feg aus den alten Sündenwust; Ach rüst mich aus mit Kraft und Mut, Zu streiten wider Fleisch und Blut. 3. Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, Der dir mit Lust Gehorsam leist —— — W.. 22—.— 394 Sandel im Licht. Und nichts sonit als 1 was du Awillsh⸗ will, Ach Herr, mit ihm mein Herz er füll. Auf dich laß meine Sinne gehn, Laß sie nach dem, was droben, stehn, Bis ich dich schau, o ewges Licht, Von Angesicht zu Angesicht. Johann Friedrich Ruopp, 1708. Eigene Melodie. *— Fah-⸗ re fort, fahet re Vfort, Zi⸗on, fah⸗ re — riin.—2—— .— 23—1—— 1 Lie⸗ be nicht, su⸗ che stets di ö Le-bens⸗quel⸗le; on, drin⸗ 0e durch 12—— I en⸗ge Pfort, sah⸗meft fort, 2440 re fortl 2. Leide dich, leide dich, Wurn leide ohne Schen Trübsal, Angst mit Spott und Hohne; Sei bis in den Tod getreu, Siehe auf die Lebenskrone; Zion, fühlest du der Schlange Stich, Leide dich, leide dich! Wandel im Licht. 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, solge nicht der Welt, Die dich suchet groß 3 machen, Achte nicht ihr Gut und Geld; Nimm nicht an das Bild des Drachen; Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, Folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, Der dir ruft zu beiden Seiten; Tue nicht, was er dich heißt, Laß nur deinen Stern dich leiten; Zion, beides, das was krumm und schlecht, Prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott; Stärke dich mit Geist und Leben; Sei nicht wie die andern tot, Sei du gleich den grünen Reben; Zion, in die Kraft für Heuchelschein Dringe ein, dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft, Weil die Bruderliebe brennet, Zeige, was der in dir schafft, Der als seine Braut dich kennet; Zion, durch die dir gegebne Tür Brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu, Laß dich ja nicht laulich finden. Auf, das Kleinod rückt herbei; Auf, verlasse was dahinten; Zion, in dem letzten Kampf und Strauß Halte aus, halte aus! Johann Eusebius Schmidt, 1669— 1745, 396 Wandel im Licht. 247. Mel.: Herr Christ, der einig Gotts Sohn. —.—.——— +—.—— ———— EDEDDICI—“5——— 1. Herr 25 su, Gna⸗den⸗son⸗ 96 ad— ben, Licht und Won⸗ — wahr⸗haf⸗tes 10 Salicht, 4— mein blö⸗des An⸗ge⸗sicht nach dei-ner — 2 2— 1 + —.———* 1...—.—.——— 20 Gnad er⸗-freu⸗en und mei⸗ nen Geist er⸗neu⸗ D 7. ———————*—.——— mein Gott, ver⸗ sag mirs nicht. 2. Vergib mir meine Sünden Und wirf sie hinter dich; Laß allen Zorn verschwinden Und hilf mir gnädiglich, Laß deine Friedensgaben Mein armes Herze laben, Ach Herr, erhöre mich. 2 3. Vertreib aus meiner Seelen Den alten Adamssinn, Und laß mich dich erwählen, Auf daß ich mich forthin Zu deinem Dienst ergebe Und dir zu Ehren lebe, Weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis In mir, mein Seelenhort, Wandel im Licht. 397 Und öffne mein Verständnis Durch dein heiliges Wort, Damit ich an dich gläube Und in der Wahrheit bleibe Zu Trutz der Höllenpfort. 5. Mit deiner Kraft mich rüste, Zu kreuzgen mein Begier Und alle bösen Lüste, Auf daß ich für und für Der Sündenwelt absterbe Und nach dem Fleisch verderbe, Hingegen leb in dir. 6. Ach zünde deine Liebe In meiner Seele an, Daß ich aus innerm Triebe Dich ewig lieben kann Und dir zum Wohlgefallen Beständig möge wallen Auf rechter Lebensbahn. 7. Nun, Herr, verleih mir Stärke, Verleih mir Kraft und Mut; Denn das sind Gnadenwerke, Die dein Geist schafft und tut; Hingegen all mein Sinnen, Mein Lassen und Beginnen Ist böse und nicht gut. 8. Darum, du Gott der Gnaden, Du Vater aller Treu, Wend allen Seelenschaͤden Und mach mich täglich neu; Gib, daß ich deinen Willen Stets suche zu erfüllen, Und steh mir kräftig bei. Ludwig Andreas Gotter, 1661-1735. — 24 Mel.: Jesus, meine e. Zuvetsicht. 248. J. Crüger. 31656. .. —— 1 Hunt⸗ 9.—7 an geht un⸗ sre Dahn wir sind bis wir dort in Ka⸗ 9—=an 225 Gä⸗-ste nur auf Er⸗ den, Wü⸗ste kom-men wer⸗ den⸗ hier is un⸗ser 7.8 , e, 8. Rar——— Pil⸗grim⸗stand, dro⸗ben un⸗ser Va⸗ter⸗land. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist, Denn du bist ein himmlisch Wesen Und kannst das, was irdisch heißt, Nicht zu deinem Zweck erlesen. Ein von Gott erleuchter Sinn Kehrt in seinen Ursprung hin. 3. Himmelan! ruft er mir zu, Wenn ich ihn im Worte höre; Das weist mir den Ort der Ruh, Wo ich einmal hingehöre; Wenn mich dieses Wort bewahrt, Halt ich eine Himmelfahrt. 4. Himmelan! denk ich allzeit, Wenn er mir die Tafel decket, Und mein Geist hier allbereit Eine Kraft des Himmels schmecket. Nach der Kost im Fammrertal Folgt des Lammes Hochzeitsmahl. 5. Himmelan! omein Glaube zeigt Mir das schöne Los von ferne, Daß mein Herz schon aufwärts steigt ⁵11⁷ Frret Wandel im Licht. 399 Über Senaa, Mond und Stepnez Denn ihr Licht ist viel zu klein Gegen jenen Glanz und Schein. 6. Himmelan wird mich der Tod In die rechte Heimat führen, Da ich über alle Not Ewig werde wirrlii Jesus geht mir selbst voran, Daß ich freudig folgen kann. 7. Himmelan, ach himmelan! Das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn Durch die Himmelslust vertreiben. Himmelan steht nur mein Sinn, Bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmolck, 1672—1737. 249. Eigene Melodie. 1535. —— 1 Ich ruf zu dir, ů41. e⸗su Christ, ich ver⸗ leih mir Gnäd zu di ⸗ser Frist, laß E —. —.— ——— bitt, er⸗ 905 mein Kla⸗gen; mich doch—— ver⸗ za gen; ge⸗ben, dir zu le⸗ ben, dem Näch-sten nütz zu 40⁰ Wandel im Licht. drarm—— 2— d D sein, dein Wort zu 5. e ⸗ben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, Du kannst es mir wohl geben, Daß ich nicht wieder werd zu Spott; Die Hoffnung gib daneben, Voraus wenn ich muß hie davon, Daß ich dir mög vertrauen Und nicht bauen Auf all mein eigen Tun, Sonst wirds mich ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund Den Feinden mög vergeben; Verzeih mir auch zu dieser Stund, Schaff mir ein neues Leben; Dein Wort mein Speis laß allweg sein, Damit mein Seel zu nähren, Mich zu wehren, Wenn Unglück geht daher, Das mich bald mög abkehren. 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir In dieser Welt abwenden; Getreu sein bis ans End gib mir, Du hasts allein in Händen; Und wem dus gibst, der hats umsonst, Es mag niemand erwerben Noch ererben Durch Werke deine Gunst, 25 uns errett vom Sterben. Ich lieg im Streit und widerstreb; Hilf o Herr Christ, dem Schwachen. An deiner Gnad allein ich kleb, Du kannst mich stärker machen. ein, Wandel im Licht. 401 Kommt nun Ausechtung her, so wehr, Daß sie mich nicht umstoße; Du kannst machen, Daß mirs nicht bringt Gefahr. Ich weiß, du wirsts nicht lassen. Johann Agricola, 1492—1566. 250. Eigene Melodie. 1698. rnee. e e 1 Nie=su, hilf sie-gen,„ Du Für⸗-ste des wie sie ihr höl-li-sches Heer nicht ver— —. ee— II Le-bens, sieh, wie die Fin-ster⸗nis drin-get her⸗ gesbens mäch-tig auf-füh-ret, mir schäd-lich zu 1 B nn een n:n, H. vr nee II 4..— 477⁷ Rän⸗ke, wie er mich sichte, ver⸗störe und krän⸗ke. 2. Jesu, hilf siegen, der du mich erkaufet, Rette, wenn Fleisch und Blut, Satan und Welt Mich zu berücken ganz grimmig anlaufet Oder auch schmeichelnd sich listig verstellt. Wüten die Feinde von außen und innen, Laß mir, Herr, niemals die Hilfe zerrinnen. 3. Jesu, hilf siegen! Ach, wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir! 26 40²2 Wandel im Licht. Bio wenn die Sünden der Jugend mich nagen, Die mein Gewissen mir täglich hält für. Ach laß mich schmecken dein kräftig Versühnen Und dies zu meiner Demütigung dienen. 4. Jesu, hilf siegen, wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt. Wenn ich die Last der Begierden empfinde Und sich mein tiefes Verderben darlegt, So hilf, daß ich vor mir selbst mag erröten Und durch dein Leiden mein sündlich Fleisch töten. 5. Jesu, hilf siegen und lege gefangen In mir die Lüste des Fleisches und gib, Daß bei mir lebe des Geistes Verlangen, Aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb; Laß mich eindringen ins göttliche Wesen, So wird mein Geist, Leib und Seele genesen. 6. Jesu, hilf siegen! Wer mag sonst bestehen Wider den listigen, tückischen Feind? Wer mag doch dessen Versuchung entgehen, Der wie ein Engel des Lichtes erscheint? Ach Herr, wo du weichst, so muß ich ja irren, Wenn mich der Schlange List sucht zu verwirren. 7. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken; Wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn Und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken, Laß doch viel heller dann deine Kraft sehn. Steh mir zur Rechten, o König und Meister, Lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 8. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten, Hüter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein; Laß dein Gebet mich unendlich vertreten, Der du versprochen, mein Fürsprech zu sein; Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, Wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 9. Jesu, hilf siegen, wenn alles verschwindet Und ich mein Nichts und Verderben nur seh, DE 9 Es 6 Wandel im Licht. 403 Wenn kein Vermögen zu beten sich findet, Wenn ich muß sein ein verschüchtertes Reh, Ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen Dich mit dem innersten Seufzen vermählen. 10. Jesu, hilf siegen und laß mirs gelingen, Daß ich das Zeichen des Sieges erlang; So will ich ewig dir Lob und Dank singen, Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang. Wie wird dein Name da werden gepriesen, Wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen. 11. Jesu, hilf siegen! Wenns nun kommt zum Sterben, Mach du mich würdig und stetig bereit, Daß ich könn nennen mich recht deinen Erben Dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit. Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben, Hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben. Johann Heinrich Schröder, 1666—1699. 01. Mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 1571. ——, der anen e 2 tr rn, Knrrun. dne n YKommt, Kin-der, laßt uns ge-hen, der 2 es ist ge-fähr-lich ste- hen in ꝗ————— A⸗bend kommt her⸗bei; 3 IN die⸗ser Wü⸗ste⸗nei. Kommt, stär⸗ket eu⸗ren ö an—— Mut, zur E⸗-wig⸗keit zu wan-dern, von ei-ner + =.—————3 , 2. Kraft zur an-dern; es ist das En⸗ de gut. 20 Wandel im Licht. 2. Es soll uns nicht gereuen Der schmale Pilgerpfad; Wir kennen ja den Treuen, Der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; Ein jeder sein Gesichte Mit ganzer Wendung richte Fest nach Jerusalem. 3. Gehts der Natur entgegen, So gehts gerade doch. Die Fleisch und Sinne pflegen, Sind schlechte Pilger noch. Verlaßt die Kreatur Und was euch sonst will binden; Laßt gar euch selbst dahinten, Es geht durchs Sterben nur. 4. Man muß wie Pilger wandeln Frei, bloß und wahrlich leer; Viel sammeln, halten, handeln Macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot, Wir reisen abgeschieden, Mit wenigem zufrieden; Wir brauchens nur zur Not. 5. Schmückt euer Herz aufs beste, Sonst weder Leib noch Haus; Wir sind hier fremde Gäste Und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach; Ein Pilger muß sich schicken, Sich dulden und sich bücken Den kurzen Pilgertag. 6. Ist gleich der Weg sehr enge, So einsam, krumm und schlecht, Der Dornen in der Menge Und manches Kreuze trägt; Wandel im Licht. 40⁵ Es ist doch nur ein Weg; Laß sein, wir gehen weiter, Wir folgen unserm Leiter Und brechen durchs Geheg. 7. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, Der Vater gehet mit; Er selbst will bei uns stehen Bei jedem sauren Tritt. Er will uns machen Mut, Mit süßen Sonnenblicken Uns locken und erquicken; Ach ja, wir habens gut. 8. Sollt wo ein Schwacher fallen, So greif der Stärkre zu; Man trag, man helfe allen, Man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, schließt euch fester an; Ein jeder sei der Kleinste, Doch wohl auch gern der Reinste Auf unsrer Liebesbahn. 9. Kommt, laßt uns munter wandern, Der Weg kürzt immer ab; Ein Tag der folgt dem andern, Bald fällt das Fleisch ins Grab. Nur noch ein wenig Mut, Nur noch ein wenig treuer, Von allen Dingen freier Gewandt zum ewgen Gut. 10. Es wird nicht lang mehr währen, Halt noch ein wenig aus; Es wird nicht lang mehr währen, Dann kommen wir nach Haus. Da wird man ewig ruhn, Wenn wir mit allen Frommen Daheim zum Vater kommen, Wie wohl, wie wohl wirds tun! 406 Wandel im Licht. 11. Drauf wollen wirs denn wagen, Es ist wohl wagenswert, Und gründlich dem absagen, Was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein, Wir gehn durch Jesu Leiten Hin in die Ewigkeiten, Es soll nur Jesus sein. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. 5 252². Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 1551. —2————4—.—————— ĩĩD—————— ——* 2 ö 52.— 1 d„laßt euch den Her⸗ren le Hehreh, wel ⸗che die sind, die ge⸗ bö⸗ ren 1..—ß——— kommt und ler⸗ et all⸗ men Zabl⸗ die be⸗ken⸗ ., nen mit dem Rund, glau⸗ ben auche von n⸗ zen⸗ Mand and bermil⸗ hen sich da⸗ne⸗ ben Guts zu tun, so Lan sie 191 ⸗ben. 2. Selig sind, die Demut haben Und sind allzeit arm im Geist, Rühmen sich gar keiner Gaben, Daß Gott werd allein gepreist, 769. 1551. Wandel im Licht. 40⁷ Danken dem auch für und für; Denn das Himmelreich ist ihr. Gott wird dort zu Ehren setzen, Die sich selbst gering hier schätzen. 3. Selig sind, die Leide tragen, Da sich göttlich Trauern findt, Die beseufzen und beklagen Ihr und andrer Leute Sünd; Die deshalben traurig gehn, Oft vor Gott mit Tränen stehn; Diese sollen noch auf Erden Und dann dort getröstet werden. 4. Selig sind die frommen Herzen, Da man Sanftmut spüren kann, Welche Hohn und Trotz verschmerzen, Weichen gerne jedermann; Die nicht suchen eigne Rach Und befehlen Gott die Sach; Diese will der Herr so schützen, Daß sie noch das Land besitzen. 5. Selig sind, die sehnlich streben Nach Gerechtigkeit und Treu, Daß an ihrem Tun und Leben Kein Gewalt noch Unrecht sei; Die da lieben gleich und recht, Sind aufrichtig, fromm und schlecht, Geiz, Betrug und Unrecht hassen, Die wird Gott satt werden lassen. 6. Selig sind, die aus Erbarmen Sich annehmen fremder Not, Sind mitleidig mit den Armen, Bitten treulich für sie Gott; Die behilflich sind mit Rat, Auch womöglich mit der Tat, Werden wieder Hilf empfangen Und Barmherzigkeit erlangen. 40⁸ Wandel im Licht. 7. Selig sind, die funden werden Reines Herzens jederzeit, Die in Werk, Wort und Gebärden Lieben Zucht und Heiligkeit. Diese, welchen nicht gefällt Die unreine Lust der Welt, Sondern sie mit Ernst vermeiden, Werden schauen Gott mit Freuden. 8. Selig sind, die Frieden machen Und drauf sehn ohn Unterlaß, Daß man mög in allen Sachen Fliehen Hader, Streit und Haß; Die da stiften Fried und Ruh, Raten allerseits dazu, Sich auch Friedens selbst befleißen, Werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig sind, die müssen dulden Schmach, Verfolgung, Angst und Pein, Da sie es doch nicht verschulden Und gerecht befunden sein; Ob des Kreuzes gleich ist viel, Setzet Gott doch Maß und Ziel, Und hernach wird ers belohnen Ewig mit der Ehrenkronen. 10. Herr, regier zu allen Zeiten Meinen Wandel hier auf Erd, Daß ich solcher Seligkeiten Doch aus Gnaden fähig werd. Gib, daß ich mich acht gering, Meine Klag oft vor dich bring, Sanftmut auch an Feinden übe, Die Gerechtigkeit stets liebe; 11. Daß ich Armen helf und diene, Immer hab ein reines Herz, Die in Unfried stehn, versühne, Dir anhang in Freud und Schmerz. Wandel im Licht. 409 Water⸗ hilf von deinem Thron, Daß ich glaub an deinen Sohn Und durch deines Geistes Stärke Mich befleiße rechter Werke. Unbekannt 1680. 253. Mel.: Lasset uns den Herren preisen. J. Schop 1641. ———————ñ— 72 er. rn, 577—..——. 2—.—. D.— ö Fin Las⸗ 6 t uns mit Je⸗su zie-hen, er Welt der Welt ent-flie-⸗ 33— —,— — H.. sei⸗nem Vor⸗ bild fol⸗gen nach, auf der Bahn, die er uns brach, im ⸗mer⸗ .. ———— E fort zum Him-mel rei⸗ 0 ir? 15 noch, schon D e. himmlisch sein,— n recht Ind le⸗ben rein, , 21 — in der Lieb den Glau⸗ ⸗ben wei⸗sen. T Treu-er ————— 5 —.——. 2———— Je⸗ Au⸗ 0 bei mir; geh vor⸗an, ich fol⸗ge dir. Lasset uns mit Jesu leiden, Seinem Vorbild Wenden gleich. Nach dem Leide folgen Freuden, Armut hier macht dorten reich, Wandel im Licht. Tränensaat die erntet Lachen, ö Hoffnung tröstet mit Geduld; Es kann leichtlich Gottes Huld— Aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir, Dort teil deine Freud mit mir. 3. Lasset uns mit Jesu sterben; Sein Tod uns vom andern Tod ö Rettet und vom Seelverderben, Von der ewiglichen Not. Laßt uns töten, weil wir leben, Unser Fleisch, ihm sterben ab, So wird er uns aus dem Grab In das Himmelsleben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, Daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben: Weil er auferstanden ist, Muß das Grab uns wiedergeben: Jesu, unser Haupt du bist, Wir sind deines Leibes Glieder; Wo du lebst, da leben wir; Ach erkenn uns für und für, Trauter Feund, für deine Brüder. Jesu, dir ich lebe hier, Dorten ewig auch bei dir. Sigismund v. Birken 1626—1681. 0 Mel.: Str ich ni in dei 3Zorn. 254. Mel.: Straf mich nicht in deinem Zorn 194 'a ⸗che dich, mein Geist, be⸗reit, aß dich nicht die bö⸗se Zeit 1681. . dnn—— RR‚— r. wa⸗che, fleh und be⸗te, un⸗ver-hofft be⸗tre⸗te; —.——— 351/,.—34—..—.—— denn es ist — 2— —.—ꝛ—ꝛ7———— 2.—5 — 4—.—.———— ö 4 +— Sa⸗tans List ü⸗ber vie ⸗-le From-men & —3————— n, zur Ver⸗su⸗ chung kom-⸗men. 2. Aber wache erst recht auf Von dem Sündenschlafe, Denn es folget sonst darauf Eine lange Strafe; Und die Not Samt dem Tod Möchte dich in Sünden Unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht Inser Herr erleuchten; Wache, sonsten wird dein Licht Dir noch ferne deuchten; Denn Gott will Für die Füll Seiner Gnadengaben Offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans List Nicht im Schlaf mag finden, Weils ihm sonst ein leichtes ist, Dich zu überwinden; Und Gott gibt, Die er liebt, Wandel im Licht. Oft in seine Strafen, Wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt Durch Gewalt bezwinge, Oder wenn sie sich verstellt, Wieder an sich bringe. Wach und sieh, Es fehlt nie Hier an falschen Brüdern Unter Christi Gliedern. 6. Wache dazu auch für dich, Für dein Fleisch und Herze, Damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; Denn es ist Voller List Und kann sich bald heucheln Und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei Mitten in dem Wachen, Denn der Herre muß dich frei Von dem allen machen, Was dich drückt Und bestrickt, Daß du schläfrig bleibest Und sein Werk nicht treibest. 8. Ja, er will gebeten sein. Wenn er was soll geben; Er verlanget unser Schrein, Wenn wir wollen leben Und durch ihn Unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden Kräftig überwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schon Alles glücklich gehen, Wandel im Licht. 413 Wenn wir ihn Dubchn einen Sohn Im Gebet anflehen; Denn er will Uns mit Füll Seiner Gunst beschütten, Wenn wir mso lasz bitten. 10. Drum so laßt uns immerdar Wachen, flehen, beten, Weil die Angst, Not und Gefahr Immer näher treten; Denn die Zeit Ist nicht weit, Da uns Gott wird richten Und die Welt vernichten. Johann Burkhard Freystein, 1671—1720. OH 255. Mel.: O Gott, der du ein Heerfürst bist. 1562. ste Stadt auf Bun⸗des-blut ge— Hrütt⸗ Det — ö — hon———.— 2— +——.. 22 hat; da werd ich mei⸗nen Gott 25 lo⸗ ben. Mein Le-ben ist ein Pil⸗grim⸗stand, ich — .. — 2.——— ö 1— ö rei-se nach dem Va⸗ter⸗-land. 2. So schnell ich Land und Sand verlaß, Läuft meines Lebens Stundenglas, Und was vorbei ist, kommt nicht wieder; Ich eile zu der Ewigkeit. Herr Jesu, mach mich nur bereit, Eröffne meine Augenlider, Daß ich, was zeitlich ist, veracht Und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Kein Reisen ist ohn Ungemach; Der Lebensweg hat auch sein Ach! Man wandelt nicht auf weichen Rosen; Der Steg ist eng, der Feinde viel, Die mich abreißen von dem Ziel; Ich muß mich oft in Dornen stoßen, Ich muß durch dürre Wüsten gehn Und kann selbst keinen Ausweg sehn. 4. Der Sonne Glanz mir oft gebricht, Der Sonne, die ihr Gnadenlicht In unverfälschte Herzen strahlet; Wind, Regen stürmen auf mich zu, Mein matter Geist findt nirgends Ruh; Doch alle Müh ist schon bezahlet, Wenn ich das güldne Himmelstor Mir stell in Glaub und Hoffnung vor. 5. Israels Hüter, Jesu Christ, Der du ein Pilgrim worden bist, Da du mein Fleisch hast angenommen, Zeig mir im Worte deine Tritt, N Wandel im Licht. 41⁵ .— Laß mich bei einem jeden Schritt — Zu deinem Heil stets näher kommen. . Mein Leben fleucht; ach eile du ich Und fleug mit Gnad und Hilf herzu. — 6. Durch deinen Geist mich heilig leit, —. Gib in Geduld Beständigkeit, Vor Straucheln meinen Fuß beschütze. Ich falle stündlich, hilf mir auf, rlaß, Zeuch mich, damit ich dir nachlauf, Sei mir ein Schirm in Trübsalshitze. ; Laß deinen süßen Gnadenschein In Finsternis nie ferne sein. 7. Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll, Vor Durst nach dir verschmachten will, So laß mich dich zum Labsal finden; Und wenn ich schließ die Augen zu, So bring mich zu der stolzen Ruh, Da Streit und alle Müh verschwinden; Laß mich da sein in Abrams Schoß Dein Liebling und dein Hausgenoß. 8. Bin ich in diesem Pilgerland Der blinden Welt gleich unbekannt, Dort sind die Freunde, die mich kennen, Dort werd ich mit der Himmelsschar 0t, Dir jauchzend dienen immerdar Und in der reinsten Liebe brennen. Mein Heiland, komm, o bleib nicht lang, Hier in der Wüste wird mir bang. Friedrich Adolf Lampe, 1683—1729. 256 Mel.: Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt. J. H. Schein. 1628. —..V————.— 1 Mir nach, spricht Chri-stus un⸗ser ver-leug-net euch, ver-laßt die — , ö 6 ö—3— ————— eu⸗er Kreuz und Un⸗ge-mach auf euch, folgt 359 7— IEEE— 2.. ———.— 2——— wurn— mei-nem Wan-del nach. 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für ö Mit heilgem Tugendleben; Wer zu mir kommt und folget mir, ö Darf nicht im Finstern schweben; Ich bin der Weg, ich weise wohl, Wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll Demütigkeit, Voll Liebe mein Gemüte; Mein Mund der fleußt zu jeder Zeit Von Sanftmut und von Güte; Mein Geist, Gemüte, Kraft und Sinn Ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, Zu fliehen und zu meiden Und euer Herz von arger List Zu reingen und zu scheiden; Ich bin der Seelen Fels und Hort Und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällts euch zu schwer, ich geh voran, Ich steh euch an der Seite; Ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, Bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still darf stehn, Wenn er den Feldherrn sieht angehn. II st, an, Wandel im Licht. 417 6. Wer seirte Seel zu inden meint, Wird sie ohn mich verlieren; Wer sie hier zu verlieren scheint, Wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, Ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn Mit unserm Kreuz nachgehen Und ohlgenent. getrost und gern In allen Leiden stehen; Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron Des ewgen Lebens nicht davon. Johann Scheffler(Angelus), 1624-1677. 0 254• Eigene Melodie. 1704. ———* lrn L 998 S Durch⸗ bre⸗cher al-ler Ban-de, bei dem Schaden, 66355 und——*de . e, e en, der du im⸗mer bei uns bist, lau⸗ter 99101 ung 203-⸗mel 44 ü⸗be fer⸗ner . —— 2* n —.—— dein Ge-rich-⸗ te wi⸗der un⸗sern A⸗ dams⸗ ⸗sinn, —* B neen—— S —....— bis uns dein so treu Ge⸗ sich ⸗te 30. ————*———— II... TTTT a 1. 7——.— aus dem Ker⸗ker hin. 27 418 Wandel im Licht. 2. Ists doch deines Vaters Wille, Daß du endest dieses Werk; Hierzu wohnt in dir die Fülle Aller Weisheit, Lieb und Stärk, Daß du nichts von dem verlierest, Was er dir geschenket hat, Und es von dem Treiben führest Zu der süßen Ruhestatt. 3. Ach, so mußt du uns vollenden, Willst und kannst ja anders nicht; Denn wir sind in deinen Händen, Dein Herz ist auf uns gericht, Ob wir wohl vor allen Leuten Als gefangen sind geacht, Weil des Kreuzes Niedrigkeiten Uns veracht und schnöd gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, Da wir mit der Kreatur Seufzen, ringen, schreien, beten Um Erlösung von Natur, Von dem Dienst der Eitelkeiten, Der uns noch so harte drückt, Ungeacht der Geist in Zeiten Sich auf etwas Bessres schickt. 5. Ach erheb die matten Kräfte, Sich einmal zu reißen los Und durch alle Weltgeschäfte Durchgebrochen stehen bloß. Weg mit Menschenfurcht und Zagen, Weich, Vernunftbedenklichkeit, Fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, Weg des Fleisches Zärtlichkeit. 6. Herr, zermalme, brich, zerstöre Diese Macht der Finsternis, Denn der preist nicht deine Ehre, Den sie fort zum Tode riß. Wandel im Licht. 419 Heb uns aus dem Staub der Sünden, Wirf die Schlangenbrut hinaus, Laß uns wahre Freiheit finden In des ewgen Vaters Haus. 7. Wir verlangen keine Ruhe Für das Fleisch in Ewigkeit; Wie dus nötig findst, so tue Noch vor unsrer Abschiedszeit; Aber unser Geist, der bindet Dich im Glauben, läßt dich nicht, Bis er die Erlösung findet, Die dein treuer Mund verspricht. 8., Herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch dein Regiment; Führe deines Reiches Kriege, Mach der Sklaverei ein End; Laß doch aus der Grub die Seelen Durch des neuen Bundes Blut; Laß uns länger nicht so quälen, Denn du meinsts mit uns ja gut. 9. Haben wir uns selbst gefangen In Lust und Gefälligkeit, Ach, so laß uns nicht stets hangen In dem Tod der Eitelkeit; Denn die Last treibt uns zu rufen, Alle schreien wir dich an: Zeig doch nur die ersten Stufen Der gebrochnen Freiheitsbahn. 10. Ach wie teur sind wir erworben, Nicht der Menschen Knecht zu sein. Drum, so wahr du bist gestorben, Mußt du uns auch machen rein, Rein und frei und ganz vollkommen Nach dem besten Bild gebildt; Der hat Gnad um Gnad genommen, Wer aus deiner Füll sich füllt. 27⁷ Wandel im Licht. 11. Liebe, zeuch uns in dein Sterben, Laß mit dir gekreuzigt sein, Was dein Reich nicht kann ererben, Führ ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht säumen, Wo wir nur nicht lässig sein; Werden wir doch als wie träumen, Wann die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold, 1666—1714. 258. Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten.(G. Neumark. 1657. 1 O gro⸗ßer Gott, du 0 —.— a . der du dir Herz in mir, ——— R ——————————4— der ar⸗gen 4 hält. ein Herz, das sich rein und un⸗ 2. Vor allem mache mein Gemüte Durch ungefärbte Buße rein Und laß es, Herr, durch deine Güte In Christi Blut gewaschen sein: Dann mache mich zur Reinigkeit Des Lebens fertig und bereit. 3. Regiere mich nach deinem Geiste, Der mein getreuer Beistand sei — ⏑— 8 Wandel im Licht. Und mir erwünschte Hilfe leiste. Gott, stehe mir aus Gnaden bei Und gib mir einen solchen Geist, Der neu, gewiß und willig heißt. 4. Doch weil ich meine Schwachheit merke, Mein Vater, so verwirf mich nicht Und stoß mich wegen meiner Werke Ja nicht von deinem Angesicht. Laß mich hier in der Gnade stehn Und dort in deinen Himmel gehn. 5. Nimm deinen Geist, den Geist der Liebe, Ja nun und nimmermehr von mir Und leite mich durch seine Triebe, Durch seinen Beistand für und für. Auch führe du mich durch die Zeit Hin zu der reinen Ewigkeit. Johann Olearius, 1611—1684. 259. Mel.: Die Tugend wird durchs Kreuz ——— e 70 ßer Stand, o se⸗lig Le⸗ben, wenn 10 ein Herz Gott so er⸗ge⸗=ben, N———2—.— —— SSS Re: das aus der wah⸗ ren Ein⸗ falt quillt, daß Chri-sti Sinn es ganz er=füllt, ———. .—. ᷑rtrrrie wenn sich der Geist nach Chri⸗sti Bil⸗de —.— 3.. t. —. D, Rr e. — ö. in Licht und Recht hat auf-ge-richt und 422 Wandel im Licht. ——————— 1— —.— 2 un⸗ter sol⸗chem kla-ren Schil-de durch al⸗K . I.......... —7.—————————— fal⸗sche Hö- hen bricht. Id 2. Was andern schön und lieblich scheinet, Ist solchem Herzen Kinderspiel; Was mancher für unschuldig meinet, Ist solchem Herzen schon zu viel. Warum? Es gilt der Welt absagen, Hier heißts: Rührt kein Unreines an. Das Kleinod läßt sich nicht erjagen, Es sei denn alles abgetan. 3. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, Als die im Blute Christi liegt; Die reine himmlische Begierde Hat solche Torheit schon besiegt; An einem reinen Gotteskinde Glänzt Gottes Name schön und rein; Wie könnt es denn vom eitlen Winde Der Welt noch eingenommen sein? 4. Von Sorgen, Not und allen Plagen, Damit die Welt sich selbst anficht, Vom Neid, damit sich andre tragen, Weiß Christi Sinn und Einfalt nicht; Den Schatz, den sie im Herzen heget, Behält sie wider allen Neid; Ist jemand, der Lust dazu träget, Das macht ihr lauter Herzensfreud. 5. O schönes Bild, ein Herz zu schauen, Das sich mit Christi Einfalt schmückt! Geht hin, ihr törichten Jungfrauen, Harrt nur, bis euch die Nacht berückt Wandel im Licht. Ihr laßt das Ol den Lampen fehlen, Ein falscher Schein trügt euren Sinn; Sucht doch was Beßres für die Seelen Und gebt der Welt das Ihre hin. 6. Ach Jesu, drücke meinem Herzen Den Sinn der lautern Einfalt ein; Reiß aus, obschon mit Enin Schmerzen, Der Welt ihr Wesen, Tand und Schein. Der alten Schlange Bild und Zeichen Trag ich nicht mehr, drum laß mich nur Der Einfalt Zier und Schmuck erreichen: Das ist die neue Kreatur. Johann Joseph Winckler, 1670—1722. 260. Mel.: Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. 1704. —.——————— I 40 O 2=ter⸗ herz, o Licht, o Le⸗ben, o dir bin ich ein-mal ü⸗ber-ge-ben, dir, 8— 36, 03— kren⸗ er Hirt, Im⸗ma⸗ nuel, dir ge⸗ hö⸗ ret Leib und Seel. Ich 1 80——4—.— e,——— 2 6————. .—— * nicht mehr sel-ber füh-ren, der Va⸗ter soll das — 2 35 RD Kind re⸗ so geh mum mit mir aus und 42⁴ Wandel im Licht. . geh— ach hör, o Herr, mein Bit-ten— für H +.———— enr 7—— —— mich nicht ei⸗nen Schritt al-lein. 2. Was kann dein schwaches Kind vollbringen? Ich weiß mir gar in keinem Rat; Drum sei in groß und kleinen Dingen Mir immer selber Rat und Tat. Du willst dich meiner gar nicht schämen, Ich mag dich ja zu allem nehmen, Du willst mir selber alles sein; So sollst du denn in allen Sachen Den Anfang und das Ende machen, Dann stellt sich lauter Segen ein. 3. Du leitest mich, ich kann nicht gleiten; Dein Wort muß ewig feste stehn; Du sprichst, dein Auge soll mich leiten, Dein Angesicht soll vor mir gehn, Ja deine Güt und dein Erbarmen Soll mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kindlich sei, Bei allem gläubig zu dir flehe Und stets auf deinen Wink nur sehe, So spür ich täglich neue Treu. 4. O daß ich auch im Kleinsten merke Auf deine Weisheit, Güt und Treu, Damit ich mich im Glauben stärke, Dich lieb und lob und ruhig sei Und deine Weisheit lasse walten, Stets Ordnung, Maß und Ziel zu halten; Denn lauf ich vor, so lauf ich an. GGS SEH SEE 3ES SE 7/ 27 79 8 n; Wandel im Licht. 4²⁵ Drum 91110 im Besten mich gelassen Nichts ohne dich mir anzumaßen; Was du mir tust, ist wohlgetan. 5. Ach mach einmal mich treu und stille, Daß ich dir immer folgen kann. Nur dein, nur dein vollkommner Wille Sei für mich Schranke, Lauf und Bahn. Laß mich nichts mehr für mich verlangen, Ja laß mir nichts am Herzen hangen Als deines großen Namens Ruhm; Der sei allein mein Ziel auf Erden; Ach laß mirs nie verrücket werden, Denn ich bin ja dein Eigentum. 6. Ich sehne mich, nur dir zu leben, Der du mein Herr und Bräutgam bist. Was dir sich nicht will ganz ergeben Und was nicht deines Willens ist, Das strafe bald in dem Gewissen; Laß Blut und Wasser auf mich fließen Und tilge, was nicht lauter heißt. Laß nur dein Lob zur Lust mir werden Und dann das Heil der armen Herden Nach einer reinen Lieb im Geist. 7. So lob und lieb ich in der Stille Und ruh als Kind in deinem Schoß. Das Schäflein trinkt aus deiner Fülle, Die Braut ist aller Sorgen bloß; Sie sorget nur allein, in allem Dir, ihrem Bräutgam, zu gefallen, Sie schmückt und hält sich dir bereit. Ach zeuch mich, zeuch mich weit von hinnen; Was du nicht bist, laß ganz zerrinnen, O reiner Glanz der Ewigkeit. Karl Heinrich v. Bogatzky, 1690—1774. 426 Wandel im Licht. 261. Eigene Melodie. 11745. ————— 3.—.———..——.— zie⸗het und be⸗kehrt, Daßz den Geif 10 SE—————— —.—.——1—— 0 2. Ringe, n die 9900 is enge, Und der Lebensweg ist schmal; Hier bleibt alles im Gedränge, 65 nicht zielt zum Himmelssaal. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, Drnnn hinein in Gottes Reich; Will der Satan widerstreben, Werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe Und die erste Liebe dich Von der ganzen Welt abziehe; Halbe Liebe hält nicht Stich. 5. Ringe mit Gebet und Schreien, Halte damit feurig an, Laß dich keine Zeit gereuen, Wärs auch Tag und Nacht getan. 6. Hast du dann die Perl errungen, Denke ja nicht, daß du nun Alles Böse hast bezwungen, 12— uns Schaden pflegt zu tun. Nimm mit Furcht ja deiner Seele, Deues Heils mit Zittern wahr; Hier in dieser Leibeshöhle Schwebst du täglich in Gefahr. nun 0 Wandel im Licht. 8. Halt ja deine Krone feste, Halte männlich, was du hast. Recht beharren ist das beste, Rückfall ist ein böser Gast. 9. Laß dein Auge ja nicht gaffen Nach der schnöden Eitelkeit; Bleibe Tag und Nacht in Waffen, Fliehe Träg- und Sicherheit. 10. Laß dem Fleische nicht den Willen, Gib der Lust den Zügel nicht; Willst du die Begierden stillen, So verlischt das Gnadenlicht. 11. Wahre Treu führt mit der Sünde Bis ins Grab beständig Krieg, Richtet sich nach keinem Winde, Sucht in jedem Kampf den Sieg 12. Wahre Treu liebt Christi Wege, Steht beherzt auf ihrer Hut, Weiß von keiner Wollustpflege, Hält sich selber nichts zu gut. 13. Wahre Treu kommt dem Getümmel Dieser Welt niemals zu nah; Ist ihr Schatz doch in dem Himmel, Drum ist auch ihr Herz allda. 14. Dies bedenket wohl, ihr Streiter, Streitet recht und fürchtet euch; Geht doch alle Tage weiter, Bis ihr kommt ins Himmelreich. 15. Denkt bei jedem Augenblicke, Obs vielleicht der letzte sei; Bringt die Lantpen ins Geschicke, Holt stets neues Ol herbei. 16. Liegt nicht alle Welt im Bösen? Steht nicht Sodom in der Glut? Seele, wer soll dich erlösen? Eilen, eilen ist hier gut. Wandel im Licht. 17. Eile, wo du dich erretten Und nicht mitverderben willt;— Mach dich los von allen Ketten, Flieh als ein gejagtes Wild. 18. Lauf der Welt doch aus den Händen, Dring ins stille Zoar ein; Eile, daß du mögst vollenden, Mache dich von allem rein. 19. Laß dir nichts am Herzen kleben, Fleuch vor dem verborgnen Bann, Such in Gott geheim zu leben, Daß dich nichts beflecken kann. 20. Eile, zähle Tag und Stunden, Bis dein Bräutgam kommt und winkt, Und wenn du nun überwunden, Dich zum Schauen Gottes bringt. E 21. Eile, lauf ihm doch entgegen, Sprich:„Mein Licht, ich bin bereit, Nun mein Hüttlein abzulegen; Mich dürst nach der Ewigkeit.“ Johann Joseph Winckler, 1670—1722. 262. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1599. Nů=stet euch, ihr Chri-sten⸗leu⸗te, Wapp⸗net euch mit Got-tes Wor⸗te S, e ————.— die Fein-de su⸗chen euch zur Beu⸗te, und käm-pfet frisch an je dem Or ⸗te. Wandel im Licht. —————— 55.— , 45 ja Sa⸗tan selbst hat eur Lerehrt. iden, da-mit ihr bler⸗ bet un⸗ver⸗ sehrt. 2—— DDDD—— —.——— Ist euch der Feind zu schnell? Hier Im⸗-ma⸗ ——————.——.—— *—————.——— nu⸗ mali Ho⸗si⸗-an-na! Der Star⸗ke 4—— — IFIIITTITITT. en, rnnn durch die⸗sen Held, und wir be⸗ hal⸗ —— ten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euren Lüsten; Besieget sie, die ihr seid Christen, Und stehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Namen, Daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen. 599. Wo ist des Glaubens Eigenschaft? — Wer hier ermüden will, — Der schaue auf das Ziel; Da ist Freude. Wohlan, so seid Zum Kampf bereit; So krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wenig Jahre, Eh ihr kommt auf die Totenbahre; Kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wandel im Licht. Wenn Gott wird die Toten Wewen,— Und Christus wird die Welt erschrecken, So stehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind versöhnt. Daß uns die Welt noch höhnt, Währt nicht lange, Und Gottes Sohn Hat längstens schon Uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder Und mache die zu Überwindern, Die du erkauft mit deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, Daß wir uns stets zu dir erheben, Wenn uns entfallen will der Mut. Geuß aus auf uns den Geist, Dadurch die Liebe fleußt In die Herzen; So halten wir Getreu an dir Im Tod und Leben für und für. Wilhelm Erasmus Arends, 4 1721. 56 263. 4639—4 48 Lich sehr, o meine—44— 1551. Zü. 1 18 haf⸗ fet, schaf⸗ fet, Men⸗ schen⸗ Eusdcr⸗ bau⸗et nicht, wie— che Sün⸗ der, ———— ........ IT.II. schaf-fet eu⸗ re Seslig⸗keit; nur auf ge⸗gen⸗ wärt⸗ ge Zeit, — schau⸗et ü⸗ ber euch, rin⸗ get nach dem Him⸗ Wandel im Licht. 4³¹ —.—.—. n mel⸗reich und be-mü⸗het euch 66501 Er⸗ den, ——7 IWITTT 4 8 A —.————— ——— 0 ö ö 5———.—*—.— wie ihr mö⸗-get se⸗lig wer⸗den. 2. Daß nun dieses mög geschehen, Müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut Und desselben Neigung gehen, Sondern was Gott will und tut, Das muß einzig und allein Eures Lebens Richtschnur sein, Es mag Fleisch und Blut in allem übel oder wohl gefallen. 3. Ihr habt Ursach zu bekennen, Daß in euch noch Sünde steckt, Daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, Daß euch lauter Elend deckt, Und daß Gottes Gnadenkraft Nur allein das Gute schafft, Ja daß außer seiner Gnade In euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet; Selig, wer im Kampf besteht Und die Sünden in sich dämpfet; Selig, wer die Welt verschmäht. Unter Christi Kreuzesschmach Jaget man dem Frieden nach. Wer den Himmel will ererben, Muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, Sondern träg und lässig sein, Eure Neigung zu bezwingen, So bricht eure Hoffnung ein. 432 Wandel im Licht. Ohne tapfern Streit und Krieg Folget niemals rechter Sieg; Wahren Siegern wird die Krone Nur zum beigelegten Lohne. 6. Mit der Welt sich lustig machen Hat bei Christen keine Statt; Fleischlich reden, tun und lachen Schwächt den Geist und macht ihn matt. Ach, bei Christi Kreuzesfahn Geht es wahrlich niemals an, Daß man noch mit frechem Herzen Sicher wolle tun und scherzen. 20 7. Furcht muß man vor Gott stets tragen, Denn er kann mit Leib und Seel Uns zur Hölle niederschlagen; Er ist, der des Geistes Ol Und, nach dem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen gibt.— O so laßt uns zu ihm gehen,— Ihn um Gnade anzuflehen. 8. Und dann schlagt die Sündenglieder, Welche Adam in euch regt, S In den Kreuzestod darnieder, Bis ihm seine Macht gelegt. Hauet Händ und Füße ab; Was euch ärgert, senkt ins Grab Und denkt immer an die Worte: „Dringet durch die enge Pforte!“ 9. Zittern will ich vor der Sünde Und dabei auf Jesum sehn, Bis ich seinen Beistand finde, In der Gnade zu bestehn. 45 Ach mein Heiland, geh doch nicht 45 Mit mir Armen ins Gericht, * Gib mir deines Geistes Waffen, Meine Seligkeit zu schaffen. agen, der, Wandel im Licht. 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, Auf daß ich in Jesu Namen So den Glaubenskampf ausführ. Er, er gebe Kraft und Stärk Und regiere selbst das Werk, Daß ich wache, bete, ringe Und also zum Himmel dringe. Ludwig Andreas Gotter, 1661—1735. 264 Mel.: Jesus, meine Zuversicht. 18 J. Crüger. 1656. ——..— 5.— 5 1 See-le, was er⸗-müdst du dich in den die doch bald ver-zeh-ren sich und zu 1 — XI 6— ͤ— — ů HD—— . —— Din⸗gen die⸗ser Er-den, Staub und A-sche wer-den? Su⸗che Je⸗sum — ů——.— +———. D. und sein Licht, al⸗les an⸗dre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, Laß ihn sich zu Gott aufschwingen; Richt ihn stets zum Himmel hin, Laß ihn in die Gnad eindringen. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, Dein betrübtes Herz zu laben; Eil zum Lebensquell hinzu, Da kannst du sie reichlich haben. 7 2 Wandel im Licht. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein, So das finstre Reich gebieret, Laß nur den dein Labsal sein, Der zur Glaubensfreude führet. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 5. Geh einfältig stets einher, Laß dir nichts das Ziel verrücken, Gott wird aus dem Liebesmeer Dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 6. Weißt du nicht, daß diese Welt Ein ganz ander Wesen heget, Als dem Höchsten wohlgefällt Und dein Ursprung dir vorleget? Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 7. Du bist ja ein Hauch aus Gott Und aus seinem Geist geboren, Bist erlöst durch Christi Tod Und zu seinem Reich erkoren. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. „8. Schwinge dich fein oft im Geist Über alle Himmelshöhen; Laß, was dich zur Erde reißt, Weit von dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 9. Nahe dich dem lautern Strom, Der vom Thron des Lammes fließet Und auf die, so keusch und fromm, Sich in reichem Maß ergießet. SHU TI Wandel im Licht. 43⁵ Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 10. Laß dir seine Majestät Immerdar vor Augen schweben; Laß mit brünstigem Gebet Sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 11. Sei im übrigen ganz still, Du wirst schon zum Ziel gelangen; Glaube, daß sein Liebeswill Stillen werde dein Verlangen; Drum such Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. Jakob Gabriel Wolf, 1684—1754. 265. Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 1551. —— ——————— „—— Sei ge⸗treu bis an das En ⸗de, lei-dest du gleich har-te Stän-de, . 4———— —.—————4———— DD.I.H.—.——.— ———— dau⸗re red-lich aus den Streit, end-lich ist der Sieg be ⸗reit. ———— EEE.I Ach, das E.——5—.— Lei-den die⸗ser Zeit ist nicht wert der Herr⸗ ——— en .—— 4—— ů— I——.———— ———— lich-keit, die dein Je-sus dir will ge ben arn.— Z n nrt, dort in je-nem Freu-den ⸗lei- ben. 28⁷ 2. Sei getreu in deinem Glauben; Wandel im Licht. Lasse dir den festen Grund Niemals aus dem Herzen rauben, Halte den Gewissensbund, Der geschlossen in der Tauf, Sag ihn Gott nicht wieder auf. Der ist gottlos und verloren, Wer ihm treulos hat geschworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe Gegen Gott, der dich geliebt; An dem Nächsten Gutes übe, Ob er dich gleich hat betrübt. Denke, wie dein Heiland tat, Als er für die Feinde bat; So mußt du verzeihen eben, Soll Gott anders dir vergeben. 4. Sei getreu in deinem Leiden; Lasse dich kein Ungemach Von der Liebe Jesu scheiden, Murre nicht in Weh und Ach. Hilft denn was die Ungeduld? Ach, sie häufet nur die Schuld. Der trägt leichter, der das träget Mit Geduld, was Gott aufleget. 5. Sei getreu in deinem Hoffen; Hilft Gott gleich nicht, wie du willt: Er hat bald ein Mittel troffen, Daß dein Wünschen wird erfüllt. Denke, wie er manche Zeit Dir zu helfen war bereit, Obschon du dein Ohr verstopfet, Wenn er bei dir angeklopfet. 6. Drum getreu, getreu aushalten Mußt du deinem lieben Gott, Ihn mußt du nur lassen walten, Wenn du nicht willst haben Spott, 77—ITII.IIIINI 12 VLAVAIN I⸗ Wandel im Licht. Nufe nur, er ist schon hier, Sein Herz bricht ihm gegen dir; Rufe nur, Gott ist vorhanden, Hoffnung machet nicht zu schanden. Benjamin Prätorius, 4 nach 1668. 266. Mel.: Machs mit——5 Gott, nach deiner Güt. J. H. Schein. 1628. 5ꝛ——— 7———0 ..* u So je⸗mand spricht: Ich lie ⸗be der treibt mit Got ⸗tes—5— 32— * EEx Gott, und haßt Dch sei-ne Brü-der, Gott Spott und reißt sie ganz dar⸗nie⸗-der. I— ist die Lieb und will, 5 10 den Näch-sten —— III—— ———.— ar lie-be gleich als mich 2. Wir haben einen Gott und Herrn, Sind eines Leibes Glieder, Drum diene deinem Nächsten gern, Denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, Mein Nächster ist sein Kind wie ich. 3. Ein Heil ist unser aller Gut; Ich sollte Brüder hassen, Die Gott durch seines Sohnes Blut So hoch erkaufen lassen? Liebe zu Jesu. Daß Gott mich schuf und mich versühnt, Hab ich dies mehr als sie verdient? 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, Du Herr von meinen Tagen; Ich aber sollte nicht Geduld Mit meinen Brüdern tragen, Dem nicht verzeihn, dem du vergibst, Und den nicht lieben, den du liebst? 5. Was ich den Frommen hier getan, Den kleinsten auch von diesen, Das sieht er, mein Erlöser, an, Als e ichs ihm erwiesen. Und ich, ich sollt ein Mensch noch sein Und Gott in Brüdern nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges Gericht Wird über den ergehen, Der nicht barmherzig ist, der nicht Die rettet, die ihn flehen. Drum gib mir, Gott, durch deinen Geist Ein Herz, das dich durch Liebe preist. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 2. CLiebe zu Zesu. 267 Mel.: Nun bitten wir den heiligen Geist. * Vorreformatorisch. Bei Walter. 1524. 55 —— Ach, mein——1 Je= su, dein No-he⸗ sein bringt gro⸗ ßen Frie-den ins Verz hin⸗ ——5393539 SE7N FTIII 5—— ——— 52+09—9———— ——52 .IöCM Liebe zu Jesu. 439 IE 5 139— DIIEDEE ein, 747 1461 Gna⸗-den⸗-an⸗blick macht uns so . se⸗ lig, daß Leib und Ses⸗ le dar⸗ zü⸗ber —.— ———.— 4—— ——..—.— ——0—— va. sröh⸗ 1100 und dank⸗bar wird. 2. Wir sehn dein freundliches Angesicht Voll Huld und Gnade wohl leiblich nicht, Aber unsre Seele kanns schon gewahren, Du kannst dich fühlbar gnug offenbaren Auch ungesehn. 3. O, wer nur immer bei Tag und Nacht Dein zu genießen recht wär bedacht, Der hätt ohne Ende von Glück zu sagen, Und Leib und Seele müßt immer fragen: Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein, Uns täglich reichlich die Schuld verzeihn, Heilen, stilln und trösten, erfreun und segnen Und unsrer Seele als Freund begegnen Ist deine Lust. 5. Ach gib an deinem kostbaren Heil Uns alle Tage vollkommnern Teil, Und laß unsre Seele sich immer schicken, Aus Not und Liebe nach dir zu blicken Ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald Mit deiner blutgen Todsgestalt; Ja, die laß uns immer vor Augen schweben Und dein wahrhaftiges Inunsleben Zu sehen sein. 440 Liebe zu Jesu. 7. Ein herzlich Wesen und Kindlichkeit Sei unsre Zierde zu aller Zeit, Y Und die Blutbesprengung aus deinen Wunden A Erhalt uns solche zu allen Stunden U Bei Freud und Leid. 6 8. So werden wir bis in Himmel'nein Mit dir vergnügt wie die Kindlein sein; Muß man gleich die Wangen noch manchmal netzen,— Wenn sich das Herz nur an dir stets letzen Und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrabne Hand, Die so viel Treue an uns gewandt, Daß wir beim Drandenken beschämt dastehen, 8 Und unser Auge muß übergehen Vor Lob und Dank. Christian Gregor. 1723—1801. 8 268. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 1738. ÆE 440n r. Bn.——.— V — 0 Ach s agt mir nicht von Gold und Schätzen, ——— kann mich ja kein Ding er-gö-tzen, 5 — 5505 I——— r.., von Pracht und Schön⸗ heit die⸗ ser Welt; 2 was mir die Welt vor Au-gen stellt. —— Se, e ,. Ein je⸗der lie⸗be, was er wil! dn.. lie⸗be Je⸗ sum, Den mein Ziel. uden atzen, Liebe zu Jesu. 4⁴¹ 2. Er ist alleine meine Freude, Mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild, An dem ich meine Augen weide Und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will; Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, Des Fleisches Schönheit dauert nicht; Die Zeit kann alles das verwüsten, Was Menschenhände zugericht. Ein jeder liebe, was er will; Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Sein Schloß kann keine Macht zerstören, Sein Reich vergeht nicht mit der Zeit; Sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren Von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will; Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 5. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen, Sein allerschönstes Angesicht, Und was von Schmuck um ihn zu finden, Verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will; Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 6. Er kann mich über all's erheben Und seiner Klarheit machen gleich; Er kann mir so viel Schätze geben, Daß ich werd unerschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will; Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 7. Und ob ichs zwar noch muß entbehren, So lang ich wandre in der Zeit, So wird er mirs doch wohl gewähren Im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum tu ich billig, was ich will. Und liebe Jesum, der mein Ziel. Johann Scheffler(Angelus), 1624—1677. 442 Liebe zu Jesu. 269. Mel.: Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt. J. H. Schein. 1628. 1.—— 1 Das ist ein teu⸗er wer⸗tes Wort, ein daß Je⸗sus ist der Sün⸗der Hort und r., ..—— Wort, sehr lieb zu hö⸗ren, — Das ist ein teu⸗er ä IITTTII.FI... ——— n n *——— wer⸗tes Wort, daß Je⸗sus ist der Sün⸗der Hort. 2. Mein Jesus nimmt die Kranken an, Er heilet allen Schaden; Er ist ein Gast bei jedermann, Der ihn zu sich geladen. Das ist ein teuer wertes Wort, Daß Jesus ist der Sünder Hort. 3. Mein Jesus ist ein treuer Hirt, Er suchet, was verloren, Er holt zurücke, was verführt, Ist uns zum Heil geboren. Das ist ein teuer wertes Wort, Daß Jesus ist der Sünder Hort. 4. Lob sei dir, Jesu, Gottes Sohn, Du hast die Schuld getragen, Du Osterlamm, du Gnadenthron, ö Du Freistatt, wenn wir zagen! Das ist ein teuer wertes Wort, Daß Jesus ist der Sünder Hort. 5. Ach gib mir, daß ich diese Gnad Und meine Schuld erkenne, In IAnn — Liebe zu Jesu. 443 Daß ich, dein Schäflein, früh und spat Nach dir vor Liebe brenne, Erfüll an mir das werte Wort, Daß Jesus ist der Sünder Hort. Heinrich Georg Neuß, 1654—1716. 0 270. Mel.: Dennoch bleib ich stets an dir. 1719. ——.— SPIIITTT —— l Herrn ist Freud und Le⸗ben, S—W6 was dir die- net, ge-ben. Sei⸗ne Lie⸗be — 2 7—— 2—.—— ee beut dir an, was dein Herz nur wün-schen kann. 2. Laß der Welt die eitle Lust, Die in Weinen sich verkehret, Glaube, wer in seiner Brust Gottes Liebe fühlt und nähret, Findet stets auf seiner Bahn, Was das Herz nur wünschen kann. 3. Lust an Gott erfüllt mit Licht, Wenn man Gott im Worte kennet; Lust an Gott stärkt uns zur Pflicht, Wenn man in der Liebe brennet. Solche Lust beut alles an, Was das Herz nur wünschen kann. 4. Wer die Lust am Herren hat, Hat auch Lust an seinem Willen, Suchet ihn durch Wort und Tat Unverdrossen zu erfüllen, Liebe zu Jesu. Und so trifft er alles an, Was das Herz nur wünschen kann. 5. Bleibst du auch nicht ohne Last, Trag geduldig die Beschwerden; Wenn du wohl gelitten hast, Wird dir ewge Freude werden, Und du triffst im Himmel an, Was dein Herz nur wünschen kann. Casseler Gesangbuch v. 1770. 271 Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele. J. Crüger. 937 ᷓ—— ——— 2— 1 4—— Zand, dei ine Men⸗schen-lie⸗be die dein treu⸗es Herz be-wo-gen, war die Quel⸗le al-ler Trie-⸗ be, dich in un⸗ ser Fleisch ge 330 ⸗gen, dich mit =———— ᷓ—— —.— ö—.— 2—————— ———— Schwachheit u⸗ber⸗ dek⸗ ket, dich vom Kreuz ins IIEC— r. O der un⸗ 100. .——14—.— ————.— — Trie-⸗be dei⸗ner treu⸗-en Men-:schen-lie-be! 2. Über seine Feinde weinen, Jedermann mit Hilf erscheinen, Sich der Blinden, Lahmen, Armen Mehr als väterlich erbarmen, Liebe zu Jesu. Der Betrübten Klagen hören, Sich in andrer Dienst verzehren, Sterben für die ärgsten Sünder, Das ist Lieb, o Menschenkinder. 3. O du Zuflucht der Elenden, Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf und Heil genommen, Der gebeugt zu dir gekommen? O wie ist dein Herz gebrochen, Wenn dich Kranke angesprochen; O wie pflegtest du zu eilen, Das Gebetne mitzuteilen! 4. Die Betrübten zu erquicken, Zu den Kleinen sich zu bücken, Die Unwissenden zu lehren, Die Verführten zu bekehren, Sünder, die sich selbst verstocken, Täglich liebreich zu sich locken, War mit Schwächung deiner Kräfte Dein gewöhnliches Geschäfte. 5. O wie hoch stieg dein Erbarmen, Da du für die ärmsten Armen Dein unschätzbar teures Leben In den ärgsten Tod gegeben, Da du in der Sünder Orden Aller Schmerzen Ziel geworden Und, den Segen zu erwerben, Als ein Fluch hast wollen sterben. 6. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanftmut und Geduld zu üben, Ohne Schelten, Drohen, Schlagen Andrer Schmach und Last zu tragen, Allen freundlich zu begegnen, Für die Lästerung zu segnen, Für der Feinde Schar zu beten Und die Mörder zu vertreten— Liebe zu Jesu. 7. Demut war bei Spott und Hohne Deiner Liebe Schmuck und Krone; Diese machte dich zum Knechte Einem sündlichen Geschlechte, Diese war, gleichwie die Tauben, Ohne Falsch, voll Treu und Glauben, Mit Gerechtigkeit gepaaret, Durch Vorsichtigkeit bewahret. 8. Komm, laß deine Liebe decken Meiner Sünden Meng und Flecken, Du hast das Gesetz erfüllet Und desselben Fluch gestillet; Laß mich wider dessen Stürmen Deiner Liebe Schild beschirmen. Heilge meines Herzens Triebe, Salbe sie mit deiner Liebe. 451— Rambach, 1693— 1735. 272. Mel.: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. 1577. —————— ———— — 1. Igh Je⸗-su Christ, mein höchstes Gut, mein Ich blei-be den-noch 2215— dir, so ——— 15. ö 153—8 S— 0 2. 1——2— ——. See⸗len⸗schatz, mein Her⸗zens⸗mut und al⸗ler ist auch nichts, das 355 von mir und un-sre 4. i 2. , d IIEEE Sin⸗nen Freu⸗de! ö Lie⸗be schei ⸗ de; du machst mir — 9 6½0 S 2.— 44—— 735. 1577. . — — mein so Liebe zu Jesu. 44⁷7 e dei⸗nen Weg be⸗ ⸗kannt, hältst 16140 bei mei⸗ner . —.—————— rech⸗ ten 3—— re-gierst und führf t den Le⸗ bens⸗ Tt- 75— 1—.— 0————— ———* 2— 4—— 27 lauf und hil⸗fest mei⸗ner Schwach-heit auf. . Herr Je⸗su Christ, du bist mein Oicht, du N 125— 9————.——.—— PtI.. bist mein Licht, ich fol⸗ge dir, so irr ich nicht. 2. Du leitest mich nach deinem Rat, Der anders 55. beschlossen hat, Als was mir Segen bringet; Gehts gleich zu Zeiten wunderlich, So weiß ich dennoch, daß durch dich Der Ausgang wohl gelinget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn Nimmst du mich dort mit Ehren an, Wo mich vor deinem Thron erfreut Die Krone der Gerechtigkeit. Herr Jesu Christ, Ach voll Begier, ach voll? Begier 2—.— cht ich mich heute noch bei dir. Mein alles ist auf dich gericht; Lab ich nur dich, so frag ich nicht Nach Himmel und nach Erden; Denn wär der Himmel ohne dich, 448 So könnte keine Lust für mich In tausend Himmeln werden. Wärst du nicht schon auf Erden mein, Möcht ich auch nicht auf Erden sein; Denn auch die ganze weite Welt Hat nichts, das mir wie du gefällt. Herr Jesu Christ, Wo du nicht bist, wo du nicht bist, Ist nichts, was mir erfreulich ist. 4. Und sollte mir durch Kreuz und Not, Durch Marter, durch Gewalt und Tod Auch Seel und Leib verschmachten: Dies alles wird, wenns auch noch mehr, Ja gar als wie die Hölle wär, Mein Glaube doch nichts achten. Du bist und bleibest doch mein Heil Und meines Herzens Trost und Teil, So wird und muß durch dich allein Auch Leib und Seele selig sein. Herr Jesu Christ, Ich hoffe fest, ich hoffe fest, Daß deine Kraft mich nicht verläßt. 5. Wer von dir weicht und auf der Welt Dir nicht beständig Glauben hält, Muß freilich wohl verderben Und kann, weil er die Lust und Pracht Des Fleisches hier zum Himmel macht, Den Himmel dort nicht erben. Wer dir nicht folgt und ärgerlich In Sünden lebet wider dich Und denket auch der Buße nicht, Den bringst du um durch dein Gericht; Herr Jesu Christ, Du bist dabei, du bist dabei Dem, der dir treu ist, ewig treu. Liebe zu Jesu. elt Liebe zu Jesu. 449 6. Drum halt ich mich getrost zu dir, Du aber hältst dich auch zu mir, Und das ist meine Freude. Ich setze meine Zuversicht Auf dich, mein Fels, der nicht zerbricht, In Freud und auch im Leide. Dein Tun soll alles und allein Im Herzen mir und Munde sein, Bis ich dich kann mit Augen sehn; Ach möchte solches bald geschehn! Herr Jesu Christ, Ich warte drauf, ich warte drauf, Komm, komm, mein Heiland, nimm mich auf! Erdmann Neumeister, 1671—1756. 273. Eigene Melodie. 1577. . 4— ——.—— + 4 —4 114 1— 1—.— J 118— 22— 2—.— ————— L LID 1 .—. 2—— hab ich dich, o Herr; ich Die gan⸗ze Welt er⸗freut 446 nicht, nach —— —— bitt, wollst sein 593 mir nicht fern mit dei⸗ner Himm'l und Er⸗de frag ich nicht, wenn ich dich 11.%˙. Güt und Gna nur kann 0 RV ben; und wenn mir 2 x 6 rie d, 2 2.. aleich mein 9873 zer⸗bricht, so bist du doch utein 20 7 Liebe zu Jesu. — +— 5—.— N .SI I Zu⸗ver⸗sicht, mein Teil und mei⸗nes Her⸗zens ——. E——.—— — 22 vi1 f i— Trost, der mich durch sein Blu ——— — +— Herr Je⸗su Christ, mein Gott und Herr, mein E 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab Mein Leib und Seel und was ich hab In diesem armen Leben; Damit ichs brauch zum Lobe dein, Zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, Wollst mir dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, Des Satans Mord und Lügen wehr; In allem Kreuz erhalte mich, Auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, Mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, Tröst mir mein Seel in Todesnot. 3. Ach Herr, laß dein lieb Engelein Am letzten End die Seele mein In Abrahams Schoß tragen, Den Leib in seim Schlafkämmerlein Gar sanft ohn einge Qual und Pein Ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, Daß meine Augen sehen dich 19 0 Gott, Liebe zu Jesu. 451 In allep Freud, o Gottes Sebn, Mein Heiland und mein Gnadenthron! Herr Jesu Christ, Erhöre mich, erhöre mich, Ich will dich preisen ewiglich. Martin 1532—1608. — Eigene Melodie. 1738. 3 1 Ich will dich lie-ben, mei⸗ne Stär⸗ke, ich will dich lie⸗ben' mit dem Wer⸗ ke ich will dich lie⸗ben, mei⸗ne Zier, 6 und im⸗mer⸗wäh⸗ren⸗der Be⸗gier; — D————— x ————.—.8 I lieben, schönstes Licht, bis mir das Her-ze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, Als meinen allerbesten Freund; Ich will dich lieben und erheben, So lange mich dein Glanz bescheint. Ich will dich lieben, Gottes Lamm, Als meinen Bräutigam. 3. Ach daß ich dich so 15u erkennet, Du hochgelobte Schönheit du, Und dich nicht eher mein Henun Du höchstes Gut und wahre Ruh; Es ist mir leid und bin betrübt, Daß ich so spät geliebt. „Ich lief verirrt und war verblendet. Ich suchte dich und fand dich nicht; 29* 45² Liebe zu Jesu. Ich hatte mich von dir gewendet Und liebte das geschaffne Licht; Nun aber ists durch dich geschehn, Daß ich dich hab ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, Daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; Ich danke dir, du Himmelswonne, Daß du mich froh und frei gemacht; Ich danke dir, du güldner Mund, Daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen Und laß mich nicht mehr irre gehn; Laß meinen Fuß in deinen Wegen Nicht straucheln oder stille stehn; Erleucht mir Leib und Seele ganz, Du starker Himmelsglanz. 7. Ich will dich lieben, meine Krone, Ich will dich lieben, meinen Gott, Ich will dich lieben ohne Lohne Auch in der allergrößten Not, Ich will dich lieben, schönstes Licht, Bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler(Augelus), 1624—1677. 275. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. W. Weßnitzer. 1661. + ——— ö— — 70 2——. AWEEE. 1 Nius uune from⸗mer Men:schen-her-⸗den laß mich auch dein Schäf-lein wer-den, ——————ß——— ö DDDE eEE E.. — gu⸗ter und ge⸗treu⸗er Hirt, Ach, du das dein Stab und Stim⸗me führt.— 4 4 0 Liebe zu Jesu. 453 —— Rän⸗ hast aus Lieb dein Le⸗ben für die Scha⸗fe 22015.———.——7 E DDSDE E —.— +.—. 3—0 —— 12—— hin⸗ge-ge-ben, und du gabst es auch für mich, E 2. Herden ihre Hirten lieben, Und ein Hirt liebt seine Herd; Laß uns auch so Liebe üben, Du im Himmel, ich auf Erd. Schallet deine Lieb hernieder, Soll dir meine schallen wieder; Wenn du rufst: Ich liebe dich! Ruft mein Herz: Dich liebe ich! 3. Schafe ihren Hirten kennen, Dem sie auch sind wohlbekannt; Laß mich auch für dich entbrennen, Wie du bist für mich entbrannt. Als des Höllenwolfes Rachen Eine Beut aus mir wollt machen, Riefest du: Ich kenne dich; Ich auch rief: Dich kenne ich. 4. Herden ihre Hirten hören, Folgen ihrer Stimm allein; Hirten auch zur Herd sich kehren, Wenn sie rufen groß und klein; Wenn du rufest, laß mich eilen, Wenn du dräuest, nicht verweilen, Laß mich horchen stets auf dich, Jesu, höre du auch mich. Liebe zu Jesu. 5. Böre, Jesu, und erhöre Meine, deines Schäfleins, Stimm; Mich auch zu dir schreien lehre, Wenn sich naht des Wolfes Grimm; Laß mein Schreien dir gefallen, Deinen Trost hernieder schallen; Wenn ich bete, höre mich, Jesu, sprich: Ich höre dich!. Höre, Jesu, und erhöre, Wenn ich ruf, anklopf und schrei, Jesu, dich von mir nicht kehre, Steh mir bald in Gnaden bei. Ja, du hörst; in deinem Namen Ist ja alles Ja und Amen. Nun, ich glaub und fühle schon Deinen Trost, o Gottessohn. Unbekannt 1675. 0 276. Eigene Melodie. J. Crüger. 1656. ++ 18—— irrnn Famhe su, mei⸗ne⸗ Freu⸗=de, mei⸗nes ach wie lang, ach Jan⸗ ge ist dem 8—— SSSS L Her-zens Wei⸗-de, Je⸗ su, mei-ne Zier; Her-zen ban⸗-ge und ver⸗ langt nach dir! — n. E..—.— Gottes Lamm, mein Bräu⸗ti⸗gam, außer dir 2 —.—— —— xů———— ——2——.—.—.— 4— ———.—* mue, mir auf Er⸗den nichts sonst Lie-bers wer⸗den. Liebe zu Jesu. 45⁵ 2. Unter deinem Schirmen Bin ich vor den Stürmen Aller Feinde frei. Laß den Satan wittern, Laß die Welt erschüttern, Mir steht Jesus bei. Ob es itzt gleich kracht und blitzt, Ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3. Trotz dem alten Drachen, Trotz dem Todesrachen, Trotz der Furcht dazu; Tobe, Welt, und springe, Ich steh hier und singe In gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht, 675. Erd und Abgrund muß sich scheuen, Ob sie noch so dräuen. 1656. an 25.5 t. Ege Schätzen, 5 Du bist mein Ergötzen, —.— Jesu, meine Lust. — Weg, ihr eitlen Ehren, nes Ich mag euch nicht hören, Bleibt mir unbewußt. Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod Soll mich, ob ich viel muß leiden, ö Nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen, Das die Welt erlesen, Mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, Bleibet weit dahinten, Kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, du Stolz und Pracht: — Dir sei ganz, du Lasterleben, den. Gute Nacht gegeben. 456 Liebe zu Jesu. 6. Weicht, ihr Trauergeister, Denn mein Freudenmeister Jesus tritt herein. Denen, die Gott lieben, Muß auch ihr Betrüben Lauter Freude sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, Dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Johann Franck, 1618—1677. 5 561b 363 277. Mel.: Komm, o komm, du Geist des Lebens. 1693. 4 0——— 5———————— W— ———— ö*— +—.— Je⸗sus, Je⸗sus, nichts als Je⸗sus jetz⸗ und mach ich ein Ver-bünd-nis, — 1——— 22 öSSPIPII.III.I.......... 238.„ 0——————— soll mein Wunsch sein und mein Ziel; daß ich will, was Je- sus 26660 nur: Herr, wie du willt. Einer ist es, dem ich lebe, Den ich liebe früh und spat: Jesus ist es, dem ich gebe, Was er mir gegeben hat. Ich bin in dein Blut verhüllt, Führe mich, Herr, wie du willt. Liebe zu Jesu. 4⁵⁷ 3. Scheinet was, es sei mein Glücke, Und ist doch zuwider dir, Ach, so nimm es bald zurücke, Jesu, gib, was nützet mir. Gib dich mir, Herr Jesu, mild; Nimm mich dir, Herr, wie du willt; 4. Und vollbringe deinen Willen In, durch und an mir, mein Gott. Deinen Willen laß erfüllen Mich im Leben, Freud und Not, Sterben als dein Ebenbild, Herr, wann, wo und wie du willt. 5. Sei auch, Jesu, stets gepriesen, Daß du dich und viel dazu Hast geschenkt und mir erwiesen, Daß ich fröhlich singe nu: Es geschehe mir, mein Schild, Wie du willt, Herr, wie du willt. Ludämilie Elisabeth, Gräfin von i Rudolstadt, 1640—1672 278 Mel.: Komm, o komm, du Geist des 8 Lebens. 1693. 11 ö———5— ——————.5——— ——— 1. Lie-be, die du mich zum Bil-de dei-ner Lie⸗be, die du mich so 47.5 de nach dem ——. ö———.— IIB———— ——— —— —,——— Gott-heit hast ge-macht, 60 lätü wie⸗der⸗ 404444 Lie ⸗be, dir er⸗ 4⁵⁸ Liebe zu Jesu. 2. Liebe, die du mich erkoren, Eh als ich geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren Und mir gleich wardst ganz und gar, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein u bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten ö Und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten INT Ewge Lust und Seligkeit, u Liebe, dir ergeb ich mich, Dein bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort, Liebe, die sich hingegeben Mir zum Heil und Seelenhort, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebunden An ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden Und mein Herze hat dahin, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet, Die für meine Seele bitt, Liebe, die das Lösgeld gibet Und mich kräftiglich vertritt, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich einst wird führen Aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich dort wird zieren Mit dem Kranz der Herrlichkeit, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. Johann Scheffler(Angelus), 1624—1677. Liebe zu Jesu. 4⁵9 279. Eigene Melodie. 1715. 4 —— + + ** X e⸗ er f L· —— — sich für mich 3— 9— Er ist Weie —.— * sum laß 0 nicht; weil er dert mei⸗n e Pfiicht klet⸗=ten⸗ — — 2*——.. I weis an 465 e Hun I —— 12 Le⸗bens Licht: Mei⸗nen Je⸗ sum laß ich uicht. 2. Jesum laß ich nimmer nicht, Weil ich soll auf Erden leben; Ihm hab ich voll Zuversicht, Was ich bin und hab, ergeben; Alles ist auf ihn gericht: Meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, Hören, Schmecken, Fühlen weichen; Laß das letzte Tageslicht Mich auf dieser Welt erreichen, Wenn der Lebensfaden bricht: Meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, Wenn ich nun dahin gelanget, Wo vor seinem Angesicht Meiner Väter Glaube pranget, Mich erfreut sein Angesicht: Meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht Meine Seele wünscht und sehnet, Jesum wünscht sie und sein Licht, Der mich hat mit Gott versöhnet, Liebe zu Jesu. Der mich freiet vom Gericht: Meinen Jesum laß ich nicht. W 6. Jesum laß ich nicht von mir,, 0 Geh ihm ewig an der Seiten; 6 Christus läßt mich für und für Zu dem Lebensbächlein leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. Christian Keymann, 1607—1662. 280. Mel.:—— 40 und—— 1655. 1. Mein Wrannd ist mein, und ich bin sein, Beine—— 2—.——.——. ihm m hab ich mich er⸗ge⸗ben; in Frendund 9 E 2 3/Fmn M.— [ F——*—— 1 2—.2— I .— 15—.——. CO— 2—.— 1.—1 — 2—322 EINE 1.— bin ich bes reit dir, Je⸗su, stets zu le⸗ben. 2. Ich glaub an dich, An dir bleib ich Und will dich auch nicht lassen, Bis du mich wirst, Du Lebensfürst, Mit deiner Gnad umfassen. 3. Dein ganz Verdienst Ist mein Gewinst, Dein Höllenangst und Sterben Hat mich versöhnt, Ja gar gekrönt Zu einem Himmelserben. 4. Die Kreuzeslast, Die du hier hast Liebe zu Jesu. 461 — Mich auf dich genommen, Macht mich befreit Von allem Leid, Das sonst auf mich gekommen. 5. Für mich hast du Dich aus der Ruh In diese Welt gegeben, Ja gar in Tod 362. Und Höllennot, Damit ich möchte leben. 6. Nun werd ich gleich In deinem Reich Den frohen Engeln werden Und sicher sein Von aller Pein, —.— Von allen Lastbeschwerden. —— 31 7. Trotz sei dem Tod Leid Und aller Not; 2 Von dir kann mich nichts wenden, Weil ich forthin Berwahret bin In deiner Seit und H—.— 8. Trotz sei nunme Des Teufels Heer; Denn du, du haft gebunden Die alte Schlang, Die auf mich drang, Mich tödlich zu verwunden. 9. Trotz sei der Höll, Weil mein Gesell Sie gänzlich hat zerstöret. Der Höllen Macht Und dunkle Nacht Ist nun ganz umgekehret. 10. Trotz aller Welt; Hier ist der Held, 462 Liebe zu Jesu. Der für mich ist gestorben, Daͤdurch er hat Die güldne Stadt Des Himmels mir erworben. 11. Herr Jesu Christ, Allein du bist Mein höchster Schatz auf Erden; Ach laß mich nicht, Mein Lebenslicht, Von dir geschieden werden. 12. Denn du bist mein, Und ich bin dein, Dir hab ich mich ergeben In Glück und Freud, In Kreuz und Leid, Im Sterben und im Leben. Anna Sophie, Landgräfin von Hessen-Darmstadt, 1638—1683. 9H.— Wel 36 3 zu dir, derr dn Wn 1535. —1 Je⸗su Christ, mein schönstes Licht, der pachichliehf, daß 1 es 454 du in 131— neln Seer⸗ len spre⸗ 3 kann noch— len, 0 daß mein 35 Herz dich wie-⸗ de⸗ rum mit Lie⸗ben und Ver⸗ H ——— lan⸗gen mög umt⸗fan2 gen und als dein Ei⸗gen⸗ Liebe zu Jesu. 463 — gen. 2. Gib, daß sonst nichts in meiner Seel Als deine Liebe wohne; Gib, daß ich deine Lieb erwähl Als meinen Schatz und Krone. Stoß alles aus, nimm alles hin, Was mich und dich will trennen Und nicht gönnen, Daß all mein Mut und Sinn In deiner Liebe brennen. 3. Wie freundlich, selig, süß und schön Ist, Jesu, deine Liebe! Wo diese wohnt, kann nichts entstehn, Was meinen Geist betrübe. Drum laß nichts anders denken mich, Nichts sehen, fühlen, hören, Lieben, ehren, Als deine Lieb und dich, Der du sie kannst vermehren. 4. O daß ich dieses hohe Gut Mein ewig möchte nennen; O möchte diese edle Glut In mir ohn Ende brennen! Ach hilf mir wachen Tag und Nacht Und diesen Schatz bewahren Vor den Scharen, Die wider uns mit Macht Aus Satans Reiche fahren. 5. Mein Heiland, du bist mir zulieb In Not und Tod gegangen Und hast am Kreuze wie ein Dieb Und Mörder dagehangen, 46⁴ Liebe zu Jesu. Berhöhnt, verspottet und SrWm. Ach laß mich deine Wunden Alle Stunden Im tiefsten Herzensgrund Zur Gegenlieb verwunden. 6. Was ists, ach Schönster, das ich nicht An deiner Liebe habe? Sie ist mein Stern, mein Sonnenlicht, Mein Quell, da ich mich lahe, Mein süßer Wein, mein Himmelsbrot, Mein Kleid vor Gottes Throne, Meine Krone, Mein Schutz in aller Not, Mein Haus, darin ich wohne. 7. Ach liebste Lieb, wenn du entweichst, Was hilft mir sein geboren? Wenn du mir deine Lieb entzeuchst, Ist all mein Gut verloren. 2 So gib, daß ich dich, meinen Gast, Wohl such und bestermaßen Möge fassen, Und wenn ich dich gefaßt, In Ewigkeit nicht lassen. 8. Du hast mich je und je geliebt Und auch nach dir gezogen; Eh ich noch etwas Guts aen Warst du mir schon gewoge Ach laß doch ferner, edler Hott, Mich deine Liebe leiten— II Und begleiten, Daß sie mir immerfort m Beisteh auf allen Seiten. 9. Laß meinen Stand, darin ich steh, Herr, deine Liebe zieren, Und wo ich etwa irre geh, Alsbald zurechte führen. li licht hst, Liebe zu Jesu. 465 Laß sie mich allzeit guten Rat Und weise Werke lehren, Steuern, wehren Der Sünd und nach der Tat Bald wieder mich bekehren. 10. Laß sie sein meine Freud in Leid, In Schwachheit mein Vermögen, Und wenn ich nach vollbrachter Zeit Mich soll zur Ruhe legen, Alsdann laß deine ziebestreu, Herr Jesu, bei mir stehen, Luft zuwehen, Daß ich getrost und frei Mög in dein Reich eingehen. Paul Gerhardt, 16071676. 282. Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ph. Nikolai.(2) 1599. —— + —— +— NW———————— —— 3——— * Got⸗-tes Sohn, 1 O Je⸗su, Je⸗su, ich re-de wahr, Du weißt es, daß i — ——. 2 2— 2 I. 2 I— r I mein Bru⸗der und mein Gna-den⸗thron, vor dir ist al ⸗-les son- nen-klar IIEEEEEEH— .—— ab.men Sun, 15.— 2—— mein Schatz mein Freud und Won-ne! und 665 rer als die Son⸗ne: Herz⸗lich 5—— ————— E— +— lieb ich mit Ge⸗fal⸗len dich vor al⸗len; 979— auf Liebe zu Jesu. — 4 — + 1 +— —— — Er⸗den kann und mag mir lie-ber wer-den. 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, Daß ich nicht gnug kann lieben dich, Wie ich dich lieben wollte; Ich werd von Tag zu Tag entzündt, Je mehr ich lieb, je mehr ich find, Daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir Deine Güte ins Gemüte Lieblich fließen, So wird sich die Lieb ergießen. 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel, Daß ich, so viel ich soll und will, Dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Freud und Geld, Wenn ich es recht besinne, Kann mich ohn dich Gnugsam laben; ich muß haben Reine Liebe, Die tröst, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, Schaffst seinem Herzen Fried und Ruh, Erfreuest sein Gewissen; Es geh ihm, wie es woll, auf Erd, Wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, Soll er doch dein genießen. In Glück ewig Nach dem Leide große Freude Wird er finden, Alles Trauern muß verschwinden. 5. Kein Ohr hat dies jemals gehört, Kein Mensch gesehen, noch gelehrt, 4 — 0 Liebe zu Jesu. 467 Es kanns niemand beschreiben, Was denen dort für Herrlichkeit Bei dir und von dir ist bereit, Die in der Liebe bleiben. Gründlich läßt sich Nicht erreichen noch vergleichen Den Weltschätzen Dies, was uns dort wird ergötzen. 6. Drum laß ich billig dies allein, O Jesu, meine Freude sein, Daß ich dich herzlich liebe, Daß ich in dem, was dir gefällt Und mir dein klares Wort vermeldt, Aus Liebe mich stets übe, Bis ich endlich Werd abscheiden und mit Freuden Zu dir kommen, Aller Trübsal ganz entnommen. 7. Da werd ich deine Süßigkeit, Die jetzt berühmt ist weit und breit, In reiner Liebe schmecken Und sehn dein liebreich Angesicht Mit unverwandtem Augenlicht Ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich Sein erquicket und geschmücket Vor deim Throne Mit der schönen Himmelskrone. Johann Heermann, 1585—1647. 283. Eigene Melodie. A. Drese. 1698. E.•— E..—— —2 H HN + 1 Lr·...* +◻ SISISIPIPIII‚II‚I‚II‚IIIIIITIIIe 1. See⸗len⸗bräu⸗ti⸗gam, Je⸗su, Got⸗tes 30⁷ Liebe zu Jesu. S S... — +1„ 7 Lamm, Ha⸗ be— dei⸗ne Lie⸗be N— *— die mich zieht aus rei⸗nem Trie⸗be von der . n EE Sün⸗den Sch n Je⸗su, Got-tes Lamm! 2. Deine Liebesglut Stärket Mut und Blut. Wenn du freundlich mich anblickest Und an deine Brust mich drückest, Macht mich wohlgemut Deine Liebesglut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod, Du bist darum Mensch' geboren, Zu ersetzen, was verloren, Durch dein Blut so rot, Wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens Licht Laß verlöschen nicht; Salbe mich mit Freudenöle, Daß hinfort in meiner Seele Ja verlösche nicht Meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir Bleiben für und für; Deine Liebe will ich ehren Und in dir dein Lob vermehren, Weil ich für und für Bleiben werd in dir. . ——— — Liebe zu Jesu. 469 6. Held aus Davids Stanim, Deine Liebesflamm Mich ernähre und verwehre, Daß die Welt mich nicht versehre, Ob sie mir gleich gram, Held aus Davids Stamm. 7. Großer Friedefürst, Wie hast du gedürst Nach der Menschen Heil und Leben Und dich in den Tod gegeben, Da du riefst:„Mich dürst!“ Großer Friedefürst. 8. Deinen Frieden gib Aus so großer Lieb Uns, den Deinen, die dich kennen Und nach dir sich Christen nennen; Denen du bist lieb, Deinen Frieden gib. 9. Wer der Welt abstirbt, Emsig sich bewirbt Nur um den lebendgen Glauben, Der wird bald empfindlich schauen, Daß niemand verdirbt, Der der Welt abstirbt. 10. Nun ergreif 20 dich, Du mein ganzes Ich! Ich will nimmermehr dich lassen, Sondern gläubig dich umfassen, Weil im Glauben ich Nun ergreife dich. 11. Hier durch Spott und Hohn, Dort die Ehrenkron; Hier im Hoffen und im Glauben, Dort im Haben und im Schauen: Denn die Ehrenkron Folgt auf Spott und Hobn. Liebe zu Jesu. 12. Jesu, hilf, daß ich Allhier ritterlich Alles durch dich überwinde Und in deinem Sieg empfinde, Wie so ritterlich Du gekämpft für mich 13. Du mein Preis und Ruhm, Werte Saronsblum! In mir soll nun nichts erschallen, Als was dir nur kann gefallen, Werte Saronsblum, Du mein Preis und Ruhm! Adam Drese, 1620—1701. 284. Eigene Melodle. 1698. I 0— E. 17 + — 331. Sieh e bin ich, 0. uig, I e le⸗ge mich vor dei⸗nen Tyron: sowa e EIX —— + Rilis 8 Men⸗ 56.1 ohn: Laß 605 fin-den, 1 dich .— fin⸗ den von mir, der ich Asch und Ton. ö 40 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich,— Lenke mich nach deinem Sinn, 285. Mel.: Seelenbräutigam. Liebe zu Jesu. 47¹ Dich alleine ich nur meine, Dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden, Gib dich mir und nimm mich hin. 3. Ich begehre nichts, o Herre, Als nur deine freie Gnad, Die du gibest, den du liebest, Und der dich liebt in der Tat. Laß dich finden, laß dich finden, Der hat alles, wer dich hat. 4. Himmelssonne, Seelenwonne, Unbeflecktes Gotteslamm! In der Höhle meine Seele Suchet dich, o Bräutigam: Laß dich finden, laß dich finden, Starker Held aus Davids Stamm! 5. Hör, wie kläglich, wie beweglich Dir die treue Seele singt; Wie demütig und wehmütig Deines Kindes Stimme klingt: Laß dich finden, laß dich finden, Denn mein Herze zu dir dringt. 6. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud Sind nur Schmerzen meinem Herzen, Welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden, Großer Gott, ich bin bereit! Joachim Neander, 1650—1680. A. Drese. 1698. SDPISSSPI SI—— ——5 E + 1. Wer ist wohl wie du, Je⸗su, sü⸗e 472 Liebe zu Jesu. —* f 10———— —— arn..—— Ruh! Un⸗ i vie⸗len aus-er-ko⸗ren, 23— X VE EE d Le-ben de⸗rer, die 9— 4 lo ⸗ren, und ihr n——— 255— — Licht da⸗ Je ⸗ su, 25=e Ruh! 2. Leben das den Tod, Mich aus aller Not Zu erlösen, hat geschmecket, Meine Schulden zugedecket Und mich aus der Not Hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Herrlichkeit, Du bist vor der Zeit Zum Erlöser uns geschenket Und in unser Fleisch versenket In der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 4. Großer Siegesheld, Tod, Sünd, Höll und Welt, Alle Kraft des großen Drachen Hast du wolln zu schanden machen Durch das Lösegeld Deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät, König und Prophet, Deinen Zepter will ich küssen, Ich will sitzen dir zu Füßen, Wie Maria tät, Höchste Majestät! Liebe zu Jesu. 473 6. Laß mich deinen Ruhm Als dein Eigentum Durch des Geistes Licht erkennen Stets in deiner Liebe brennen Als dein Eigentum, Allerschönster Ruhm! 7. Deiner Sanftmut Schild, Deiner Demut Bild Mir anlege, in mich präge, Daß kein Zorn noch Stolz sich rege; Vor dir sonst nichts gilt Als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, Der zur Welt will hin, Daß ich nicht mög von dir wanken, Sondern bleiben in den Schranken; Sei du mein Gewinn, Gib mir deinen Sinn. 9. Wecke mich recht auf, Daß ich meinen Lauf Unverrückt zu dir fortsetze, Und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; Fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb In die Seele gib, Daß ich wachen mög und beten, Freudig vor dein Antlitz treten; Ungefärbte Lieb In die Seele gib. 11. Wenn der Wellen Macht In der trüben Nacht Will des Herzens Schifflein decken, Wollst du deine Hand ausstrecken; Habe auf mich acht, Hüter, in der Nacht! Liebe zu Jesu. 12. Einen Heldenmut, Der da Gut und Blut Gern um deinetwillen lasse Und des Fleisches Lüste hasse, Gib mir, höchstes Gut, Durch dein teures Blut. 13. Solls zum Sterben gehn, Wollst du bei mir stehn, Mich durchs Todestal begleiten Und zur Herrlichkeit bereiten, Daß ich einst mag sehn Mich zur Rechten stehn. Johann Anastasius Freylinghausen, 1670—1739. 286 Eigene Melodie. ö Ph. Nikolai.(2) 1599. 22— H ——— SSD 1. Wief schön leuch⸗ Ket der Mor⸗ gen⸗ sten Du n Da⸗vids aus Ja⸗kobs Stamm, E— —— + +2 ́.— m ö 7— v + oll Gnad und Wahr-heit von dem Herrn, mein Kö⸗- nig und mein Bräu⸗ti⸗ gam, I.—.—.—4 ,.,. die sü 5e Wur⸗zel Jes⸗se! +—4W—— 66464 mir mein Herz be⸗ ses⸗ 1—3 lieb⸗lich, ,, vik, din mi—.—..—.—.—. freund⸗lich, schön und herr⸗lich, groß und ehr— lich, ——.—————.— e. reich an Gaben, hoch und sehr prächtig er⸗ha⸗ben. S S/DDA ed l 42*9 mm, Liebe zu Jesu. 2. Ei meine Perl, du werte Kron, Wahr Gottes und Marien Sohn, Ein hochgeborner König! Mein Herz heißt dich ein Himmelsblum; Dein süßes Evangelium Ist lauter Milch und Honig. Jesu, Jesu, Hosianna, himmlisch Manna, Das wir essen, Deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, O du mein Herr und Gott allein, Die Flamme deiner Liebe. Ach möcht es sein, daß ich durch dich An deinem Leibe ewiglich Ein lebend Gliedmaß bliebe! Nach dir wallt mir Mein Gemüte, ewge Güte, Bis es findet Dich, des Liebe mich entzündet. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenlicht, Wenn du mit deinem Angesicht Mich freundlich tust aͤnblicken. O Herr Jesu, mein trautes Gut, Dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut Mich innerlich erquicken. Tröst mich freundlich, Hilf mir Armen mit Erbarmen, Hilf in Gnaden; Auf dein Wort komm ich geladen. 5. Herr Gott Vater, mein starker Held, Du hast mich ewig vor der Welt In deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, Er ist mein Freund, ich seine Braut, Kein Unglück mich betrübet. Heil mir, Heil mir, Himmlisch Leben wird er geben Mir dort oben; Ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Zwingt die Saiten zu süßem Klang Und laßt den hohen Lobgesang Ganz freudenreich erschallen Dem liebsten Jesu nur allein, Dem wunderschönen Bräutgam mein, Zu Ehren und Gefallen. . Singet, springet, Jubilieret, triumphieret,— ö Dankt dem Herren, Groß ist der König der Ehren. 7. Wie bin ich doch so herzlich froh,— Daß mein Schatz ist das A und O, Der Anfang und das Ende! Er wird mich doch zu seinem Preis De eht in das Paradeis, Des klopf ich in die Hände. Amen, Amen, Komm du schöne Freudenkrone, Bleib nicht lange; Deiner wart ich mit Verlangen. Philipp Nikolai, 15561608. 476 Liebe zu Jesu. 287. Eigene Melodie. 1704. r 2Z———.— ——— 4 wohl ist mir, o Freund der See⸗ Ich ma. aus der Schwermut Höh— .— len, wenn ich in Den⸗Neb Eie⸗ be ruh! len und ei⸗le dei⸗nen Ar⸗men zu; Liebe zu Jesu. da dr die Nacht des erns schei—=den, ——————— + H 2 —. 7— wenn mit so an-⸗.— men Freu⸗=den ö F ——————.—.— R die Lie⸗ be strahlt aus dei-ner Brust. Oler d 2 5 ist mein Him⸗mel schon auf 5550 den; wer — woll-te nicht ver- gnüsget wer⸗den, 42— .— 2 hn— in dir chet Ruh und Lust? 2. Die mag meine Feindin heißen: Es sei also; ich trau ihr nicht, Wenn sie mir gleich will Lieb erweisen Bei einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele, Du bist mein Freund, den ich erwähle; Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, Weil in den stärksten Unglückswellen Mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich des Moses Eifer drücken, Blitzt auf mich des Gesetzes Weh, Droht Straf und Hölle meinem Rücken, So steig ich gläubig in die Höh — 478 Liebe zu Jesu. Und flieh in deiner Seite Wunden, Da hab 10 schon den Ort gefunden, Wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, Du bist mein Heil, wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du durch Wüsten meine Reise Ich folg und lehne mich auf dich, Du nährest mich mit Himmelsspeise Und labest aus den Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, Sie enden sich in Lieb und Segen. Genug, wenn ich dich bei mir hab. Ich weiß, wen du willst herrlich zieren Und über Sonn und Sterne führen, Den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster scheinen, Mir nicht, weil Seele, Herz und Mut In dir, der du verlässest keinen, O allerliebstes Leben, ruht. Wen kann des Weges End erschrecken, Wenn er aus mördervollen Hecken Gelanget in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden Aus dieser finstern Wildnis scheiden Zu deiner Ruh der Ewigkeit. 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, So wohl, wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, Weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh in dem Gemüte Nach deiner unumschränkten Güte Des Himmels süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien, Nichts kann, als Jesus, mich erfreuen. O reicher Trost, mein Freund ist mein! Wolfgang Christoph Deßler, 1660—1722. len, 3. Vertrauen auf Gott. A. Gebetslieder. a. Bitte. 288. Mel.: O Gott, du frommer Gott. 1693. — DDDSSSSS —.———*.— S— * Gott, ver⸗laß mich nicht! Gib nlach süh rt. mich, dein Kind, daß mir die Gna-den-hän-de, 1.— ich den Lauf vol-len⸗ de zu meiner Serlig⸗ 2——....... keit. Sei du mein Le⸗ Hems⸗ licht, mein Stab, mein + 6 E ö— A E DESSee‚. —— n.— EEIAII Hort, mein Schutz; ach Gott, ver⸗laß mich nicht! 2. Ach Gott, verlaß mich nicht! Regiere du mein Wallen; Ach laß mich nimmermehr In Sünd und Schande fallen; Gib mir den guten Geist, Gib Glaubenszuversicht, Sei meine Stärk und Kraft; Ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich ruf aus Herzensgrunde: Ach Höchster, stärke mich In jeder bösen Stunde; Wenn mich Versuchung plagt Und meine Seel anficht, Bitte. So Abeichen nicht von mir; Ach Gott, verlaß mich nicht! 4. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ach laß dich doch bewegen, Ach Vater, kröne doch Mit reichem Himmelssegen Die Werke meines Amts, Die Werke meiner Pflicht, Zu tun, was dir gefällt; Ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich bleibe dir ergeben; Hilf mir, o großer Gott, Recht glauben, christlich leben Und selig scheiden ab, Zu sehn dein Angesicht; Hilf mir in Not und Tod; Ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck, 1659—1725. 289. 1530 Melodie. 1600. e n 4 9—— D—.——— RSSEee . 1 Dir, dir Je⸗ho⸗va, Will ich sin⸗gen, denn Dir will ich mei-ne 227 der brin⸗gen; ach — d tnWe n . 2—— +.——— wo ist doch ein sol-cher Gott wie du? gib mir dei-nes Gei⸗stes Kraft da zu, r daß ich es tu im Na-men Je⸗ su Christ so GO S S S * 2 ‚ ö ö. 0 wie es dir durch ihn ge-⸗fäl-lig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, Damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; Dein Geist in meinem Herzen wohne Und meine Sinne und Verstand regier, Daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl Und dir darob im Herzen sing und spiel. 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, So wird gewiß mein Singen recht getan; So klingt es schön in meinem Liede, Und ich bet dich im Geist und Wahrheit an; So hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, Daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten Mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind; Der lehret mich recht gläubig beten, Gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind Und ein Miterbe Jesu Christi sei, Daher ich: Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem Herzen schallet Durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, So bricht dein Vaterherz und wallet Ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, Daß mirs die Bitte nicht versagen kann, Die ich nach deinem Willen hab getan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, Das ist nach deinem Willen eingericht Und wird gewiß von dir erhöret, Weil es im Namen deines Sohns geschicht, Durch welchen ich dein Kind und Erbe bin Und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe, Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit 31 48½ Bitte. Und weiß, daß alle gute Gabe, Die ich von dir verlange jederzeit, Die gibst du und tust überschwenglich mehr, Als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir, ich bitt in Jesu Namen, Der mich zu deiner Rechten selbst vertritt; In ihm ist alles Ja und Amen, Was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit, Daß du mir schenkest solche Seligkeit. Bartholomäus Crasselius, 16771724. 290. Mel.: Mein Herzens-Jesu, meine Luft. P. Sohr. 1668. ———————* —.—.— 2— ——.— 1 4. dei ⸗ ne Gü⸗ 18 reicht so Du krönst uns mit Barm⸗her⸗zig⸗ —.—.—.—————————.— — a. 22 88—— — weit, so weit die Wol⸗k„hen. keit und eilst, uns bei⸗ ⸗ hen. .. e——3 45565.——5—5„.— Herr, mei⸗ ne Burg, mein Fels, mein —.—— —.—. V 2. ..—*————— 9—.———— 1.....——.—— 3— 83—— —. Hort, ver⸗nimm mein Flehn, merk auf mein Wort, 2*— DI.I—.. —— 2* 12 12———.D. 2—————.—.— denn ich will vor oir be ⸗ten. 2. Ich bitte nicht um Überfluß Und Schätze dieser Erden. —...— Bitte. Laß mir, so viel ich haben muß, Nach deiner Gnade werden. ib mir nur Weisheit und Verstand, Dich, Gott, und den, den du gesandt, Und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, So sehr sie Menschen rühren. Des guten Namens Eigentum Laß mich nur nicht verlieren. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, Der Ruhm vor deinem Angesicht Und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, Herr Zebaoth, Auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demut, Mut in Not, Das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit. Laß du mich nur Barmherzigkeir Vor dir im Tode finden. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 291 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. 1 H. Isaak.(2) 1536. ————. 1. Herr, hö ⸗re, Herr, er ⸗-hö⸗re, breit —— SP TT 0—.——*——— dei⸗nes Na⸗mens Eh⸗re an al⸗len Or⸗ten —.— ————.—————— S——— dei⸗ner All-macht Hän-de, schütz Kir⸗che, 31⁷ 48⁴ Bitte. 03. IR——— E. Se——— 1 1— 1 Ob⸗rig⸗ keit und Haus. 2. Ach laß dein Wort uns allen Noch ferner reichlich schallen Zu unsrer Seelen Nutz; Bewahr vor allen Rotten, Die deiner Wahrheit spotten, Beut allen Widersachern Trutz. 3. Gib du getreue Lehrer Und unverdroßne Hörer, Die beide Täter sein; Auf Pflanzen und Begießen Laß dein Gedeihen fließen Und ernte reiche Früchte ein. 4. Gib unserm König Glücke, Laß deine Gnadenblicke Auf den Gesalbten gehn, Schütz ihn auf seinem Throne Und lasse seine Krone In segensvollem Glanze stehn. 5. Laß alle, die regieren, Ihr Amt getreulich führen, Schaff jedermann sein Recht, Daß Fried und Treu sich müssen In unserm Lande küssen, Und segne beide, Herrn und Knecht. 6. Wend ab in allen Gnaden Krieg, Feuer, Wasserschaden, Treib Sturm und Hagel ab; Bewahr des Landes Früchte Und mache nicht zu nichte, Was deine milde Hand uns gab. 7. Gib Ruhe uns und Friede, Mach alle Feinde müde, 1 Bitte. 48⁵ Verleih gesunde Luft; Laß Not und teure Zeiten Nicht übers Land sich breiten, Da man umsonst nach Brote ruft. 8. Die Hungrigen erquicke Und bringe die zurücke, Die sonst verirret gehn. Die Witwen und die Waisen Wollst du mit Troste speisen, Wenn sie zu dir um Hilfe flehn, 9. Sei allen Kindern Vater, Den Müttern sei Berater, Den Kleinen gib Gedeihn. Zieh unsre zarte Jugend Dar Frömmigkeit und Tugend,‚ aß sich die Eltern ihrer freun. 10. Komm als ein Arzt der Kranken, Und die im Glauben wanken, Laß nicht zu Grunde gehn. Die Alten heb und trage, Auf daß sie ihre Plage Geduldig mögen überstehn. 11. Bleib der Verfolgten Stütze, Die Reisenden beschütze, Die Sterbenden begleit Mit deinen Engelscharen, Daß sie in Frieden fahren Zu Zions Freud und Herrlichkeit. 12. Nun, Herr, du wirst erfüllen, Was wir nach deinem Willen In Demut jetzt begehrt. Wir sprechen nun das Amen In unsres Jesus Namen, So ist gewiß der Wunsch gewährt. Benjamin Schmolck. 1672—1737. Bitte. 292 * Eigene Melodie. 152⁵5. WIDIIIIDT———— rer. ꝗS.S.IIIIIIIIII‚‚ —— 1 4. wie du willst, so schicks mit mir im ⸗ lein zu dir steht mein Be⸗gier, laß — . —— Le⸗ ben und im Ster⸗ben: mich, Herr, nicht ver-der-ben. —————— — —— — nur in dei⸗ner Huld, sonst wie du willst; gib Er⸗halt mich mir Ge⸗ duld, denn dein Will ist 9er•K Alte 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, Und Lieb zu deinem Worte; Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr Und gib mir hier und dorte, Was dient zu meiner Seligkeit; Wend ab all Ungerechtigkeit In meinem ganzen Leben. 3. Soll ich einmal nach deinem Ra Von dieser Welt abscheiden, Verleih mir, Herr, nur deine Gnad, Daß es gescheh mit Freuden. Mein Leib und Seel befehl ich dir; O Herr, ein selig End gib mir Durch Jesum Christum, Amen. Kaspar Bienemann(Melissander), 1540- 1591. D III. 266— —3 Bitte. 293. Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. G. Neumark. 1657. — 4.———— 48⁷7 5 1 Wan Gott, ich klopf an dei⸗ne Pfor⸗ ate ich hal⸗te mich 90 dei⸗ne Wor⸗te: ——— EEEEH .——— mit Seuf⸗zen, Flehn und Bit⸗ten an, „Klopft an, so wird euch auf- ge⸗ tanl· — x 1 La. f,. 2e 2———.— 0 915 öff⸗ ne mir die Gna⸗ den⸗ tür, in Je⸗su EEEEE—.— 2— men steh ich hier. Wer kann was von sich selber haben, 10. nicht von dir den Ursprung hat? Du bist der Geber aller Gaben, Bei dir ist immer Rat und Tat; Du bist der Brunn, der immer quillt, Du bist das Gut, das immer gilt. 3. Drum komm ich auch mit meinem Beten, Das voller Herz und Glauben ist; Der mich heißt freudig vor dich treten, Ist mein Erlöser Jesus Christ, Und der in mir das Abba schreit, Ist, Herr, dein Geist der Freudigkeit. 4. Gib, Vater, gib nach deinem Willen, Was deinem Kinde nötig ist; Nur du kannst mein Verlangen stillen, Weil du die Segensquelle bist; Bitte. 48⁸ Doch gib, o Geber, allermeist, Was mich dem Sündendienst entreißt. 5. Verleih Beständigkeit im Glauben, Laß meine Liebe brünstig sein; Will Satan mir das Kleinod rauben, So halt mit der Versuchung ein, Damit mein schwaches Fleisch und Blut Dem Feinde nichts zu Willen tut. 6. Erweck in mir ein gut Gewissen, Das weder Welt noch Teufel scheut; Und wenn ja Strafen folgen müssen, So schick sie in der Gnadenzeit. Durchstreich die Schuld mit Jesu Blut Und mach das Böse wieder gut. 7. Vom Kreuze darf ich wohl nicht bitten, Daß es mich gar verschonen soll; Hat doch mein Jesus selbst gelitten, Und also leid ich billig wohl; Doch wird Geduld mir nötig sein, Die wollest du mir, Herr, verleihn. 8. Ich bitte nicht um langes Leben, Nur, daß ich christlich leben mag; Laß mir den Tod vor Augen schweben Und meinen letzten Sterbetag, Damit mein Ausgang aus der Welt Den Eingang in den Himmel hält. 9. O Gott, was will ich mehr begehren? Du weißt schon, was ich haben muß, Du wirst auch alles mir gewähren, Denn Jesus macht den süßen Schluß: Ich soll in seinem Namen schrein, So wird es Ja und Amen sein. Beniamin Schmolck. 1672—1737. Bitte. 489 : Wer nur den lieben Gott läßt walten. G. Reumark. 1657. — 2— 35————...— EE 2.——— d lie⸗ber Gott, ge-den-ke mei⸗ner denn au-ßer dir ist nir-gends ei⸗ner, ern i. 1— 2. ——.——— 37——.5—.5 DDEEE im be⸗sten jetzt und al⸗ 16 zeit: der mich mit Rat und Trost er⸗ 5555 I 2—— 2— 2.———.. —. 1 2——— ——————— Dein Wort nacht mich voll Zu⸗ver⸗ scht — — 0 2——— V und sagt mir, du ver-gißt mein nicht. 2. Gedenke meiner, wenn ich höre Dein sünßes Evangelium, Und mache mir die Himmelslehre Zu Saft und Kraft im Christentum, Daß deine Aussaat wohl gelingt Und tausendfache Früchte bringt. 3. Gedenke meiner, wenn ich bete, Und merke du mit Gnaden drauf; Weil ich in Christo vor dich trete, So schleuß dein Vaterherze auf. Doch gib mir nichts als das allein, Was mir kann gut und selig sein. 4. Gedenke meiner, wenn ich falle, Und wirf mich nicht im Zorne hin; Weil ich wie andre Menschen alle Im Fleische schwach und blöde bin, 490 Bitte. So fördre meinen Gang und Stand Durch Kraft und Stärke deiner Hand. 5. Gedenke meiner, wenn ich leide; Br. Wen hab ich sonst als dich allein, d6 Der bei der Menschen Haß und Neide Mein Freund und Tröster könnte sein? 7 Und hab ich dich, so lacht mein Mut, Lei Wenn Welt und Teufel böse tut.— 6. Gedenke meiner auch in allem,— Woran ich nicht gedenken kann, un⸗ Und blicke mich mit Wohlgefallen In meinem ganzen Leben an; Denn gibst du mir, was dir gefällt, So ists um mich recht gut bestellt. 7. Gedenke meiner, wenn ich sterbe; Und wenn mich alle Welt vergißt, Versetze mich in jenes Erbe, Wo du mein Teil und Leben bist; Denn bleibst du nicht im Himmel mein, So wollt ich nie geboren sein. 8. Ich will mich über nichts betrüben; In deine Hände hast du mich Zum Heil und Segen angeschrieben; Drum sieht die Hoffnung bloß auf dich Und denkt im Glauben ungekränkt, Daß Gott im besten meiner denkt. Erdmann Neumeister, 1671—1756. —— Hꝛꝛ— 295. Eigene Melodie. 1693. .— ———— I—— — 3———— —————. 0— —— —— —....... O Gott, du from⸗-mer Gott, du ohn den nichts ist, was ist, von Brunn⸗quel gu⸗ter Ga⸗ben, dem wir al les 2365 ben, E..— Leih gib mir, uud daß in sol⸗ Ham Leib ein ——. 2ů—⁊—.—.—— ge⸗sun⸗den 1——— III e un⸗ver⸗ letz⸗=te Seel und rein Ge⸗wis⸗sen bleib. 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß, Was mir zu tun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet. Gib, daß ichs tue bald, Zu der Zeit, da ich soll, Und wenn ichs tu,‚, so gib, Daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets Womit ich kann bestehen; Laß kein unnützlich Wort Aus meinem Munde gehen, Und wenn in meinem Amt Ich reden soll und muß, So gib den Worten Kraft Und Nachdruck ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen, einen Heldenmut, Das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind Mit Sanftmut überwind, Und wenn ich Rat bedarf, Auch guten Rat erfind. Bitte. 5. Laß mich mit jedermann In Fried und Freundschaft leben, So weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben An Reichtum, Gut und Geld, So gib auch dies dabei, Daß von unrechtem Gut Nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt Mein Leben höher bringen, Durch manchen sauren Tritt Hindurch ins Alter dringen, So gib Geduld; vor Sünd Und Schanden mich bewahr, Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End Auf Christi Tod abscheiden; Die Seele nimm zu dir Hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Räumlein gönn Bei frommer Christen Grab, Auf daß er seine Ruh An ihrer Seite hab. 8. Wenn du die Toten wirst An jenem Tag erwecken, So tu auch deine Hand Zu meinem Grab ausstrecken; Laß hören deine Stimm Und meinen Leib weck auf Und führ ihn schön verklärt Zum auserwählten Hauf. Johann Heermann, 1585—1647. 47. Bitte. 296. Mel.: Gott ist gegenwärttg. Oder: Wunderbarer— 1719. 4 — 4 22———— 1 n Lie⸗ 5e, gön⸗ne blö⸗ den daß sie in die Strahlen dei⸗„ner Langmut II —+ IL +S.....——— E= DDDDE. 13.— 1— Au⸗ ken. die sonst kaum auf Er⸗den tau⸗ blik⸗ken, die den Erd⸗kreis wär⸗mend D . 4— en und 2—5 freu⸗den⸗reich Bö⸗ en ,V,re. Zn den rr und den Dei⸗nen mit der Son⸗=ne schei-nen. 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete Ist ein Schauplatz deiner Güte. Deiner Langmut Ehre wird durch neue Proben Immer herrlicher erhoben. „O wie weit, o wie breit Über Berg und Hügel, Streckt sie ihre Flügel! 3. Was wir davon denken, was wir sagen Ist ein Schatten nur zu nennen;[können, Tag für Tag zu schonen, Tag für Tag zu dulde. So viel Millionen Schulden, Und dazu ohne Ruh Lieben für das Hassen: Herr, wer kann das fassen? 494 Bitte. 4. Du vergibest Sünde, hörst der Sünder Flehen, Wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet und erbarmt sich wieder, Legt die Pfeile gerne nieder. Tiefen Schmerz fühlt dein Herz, Wenn durch ernste Strafen Du mußt Bessrung schaffen. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, Statt der Gnade Recht empfangen. Wer zu deinen Füßen sich mit Tränen senket, Dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein Herz, Und du willst der Armen Gnädig dich erbarmen. 6. König, sei gepriesen, daß du so verschonest Und uns nicht nach Werken lohnest. Deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret Und mit Ruhm das Zepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmut auszuüben Und die Welt zu lieben. Johann Jatob Rambach, 1693—1735. 297. Eigene Melodie. 1539. 2—— 1.—1 57½1½1—— —..— 4I.——— 4— 1. Va⸗ter un⸗ser im Him-mel⸗reich, der ä s.. önn jXSISSaIIn nest Bitte. E Mund, hilf, daß es geh von ⸗ rrn 2. Geheiligt werd der Name dein, Dein Wort bei uns hilf halten rein, Daß auch wir leben heiliglich, Nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, Das arm verführet Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit Und dort hernach in Ewigkeit. Der heilge Geist uns wohne bei Mit seinen Gaben mancherlei. Des Satans Zorn und groß Gewalt Zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich Auf Erden wie im Himmelreich. Gib uns Geduld in Leidenszeit, Gehorsam sein in Lieb und Leid; Wehr und steur allem Fleisch und Blut, Das wider deinen Willen tut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot, Was man bedarf zur Leibesnot; Behüt uns vor Unfried und Streit, 496 Bitte. Vor Seuchen und vor teurer Zeit, Daß wir in gutem Frieden stehn, ö Der Sorg und Geizes müßig gehn. An 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr, al Daß sie uns nicht betrübe mehr, Wie wir auch unsern Schuldigern Ihr Schuld und Fehl vergeben gern; Zu dienen mach uns all bereit be In rechter Lieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht. Wenn uns der böse Feind anficht, 2535 Zur linken und zur rechten Hand frer Hilf uns tun starken Widerstand, Im Glauben fest und wohlgerüst Und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem ÜUbel uns erlös, Es sind die Zeit und Tage bös; Erlöse uns vom ewgen Tod Und tröst uns in der letzten Not; Bescher uns auch ein selig End, Nimm unsre Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist: Es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, Auf daß wir ja nicht zweifeln dran, Was wir hiermit gebeten han Auf dein Wort in dem Namen dein; So sprechen wir das Amen fein. r Martin Luther, 1483—1546. 298. Mel.: O Gott, du frommer Gott. 1693. ——— +.—. —————————.— 1 Wohl auf mein Herz, zu Gott dein daß dein Wunsch und Ge-⸗bet durch icht. 546. Dein durch An⸗ dacht fröh⸗ lich Hmn d al ⸗ le Wok⸗ ken drin⸗ge, DDDIRRIITI—— E= 3— EE be⸗ten heißt, weil 653 sein lie⸗ ber Sohn so eee. freu⸗dig tre⸗ten heißt vor sei-nen Gnaden⸗thron. 2. Dein Vater ists, der dir Befohlen hat zu beten. Dein Bruder ists, der dich Vor ihn getrost heißt treten. Der werte Tröster ists, Der dir die Wort gibt ein, Drum muß auch dein Gebet Gewiß erhöret sein. 3. Da siehst du Gottes Herz, Das dir nichts kann versagen. Sein Mund, sein teures Wort Vertreibt ja alles Zagen. Was dir unmöglich deucht, Kann seine Vaterhand Noch geben, die von dir So viel Not abgewandt. 4. Komm nur, komm freudig her In Jesu Christi' Namen, Sprich: Lieber Vater, hilf, Ich bin dein Kind, sprich Amen! 498 Lob und Dank. Ich weiß, es wird geschehn, Du wirst mich lassen nicht, Du wirst, du willst, du kannst Tun, was dein Wort verspricht. Johann Olearius, 1611—1684. b. Lob und Dank. Psalm 146. 299. Mel.: Valet will ich dir geben. M. Teschner. 1615. 1 Du mei⸗ ne See⸗le, sin⸗ge, wohl⸗ dem, wel⸗chem al le Din⸗ge zu L 1 E D — auf und sin ⸗ge schön Dienst und Wil⸗len stehn. — ö 2 EISSEEEEE will ihn herz⸗lich lo⸗ben, so⸗lang ich le⸗ben werd. 2. Wohl dem, der einzig schauet Nach Jakobs Gott und Heil. Wer dem sich anvertrauet, Der hat das beste Teil, Lob und Dank. 499 Das höchste Gut erlesen, Den schönsten Schatz geliebt; Sein Herz und ganzes Wesen Bleibt ewig unbetrübt. 3. Hier sind die starken Kräfte, Die unerschöpfte Macht; Das weisen die Geschäfte, Die seine Hand gemacht: Der Himmel und die Erde Mit ihrem ganzen Heer Und die unzählge Herde Im großen, wilden Meer. 4. Hier sind die treuen Sinnen, Die niemand unrecht tun, All denen Gutes gönnen, Die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, Und was er spricht, geschicht, Und wer Gewalt muß leiden, Den schützt er im Gericht. 5. Er weiß viel tausend Weisen, Zu retten aus dem Tod. Er nährt und gibet Speisen Zur Zeit der Hungersnot, Macht schöne rote Wangen Oft bei geringem Mahl, Und die da sind gefangen, Die reißt er aus der Qual. 6. Er ist das Licht der Blinden, Erleuchtet ihr Gesicht, Und die sich schwach befinden, Die stellt er aufgericht. 2²* 500 Lob und Dant. Er liebet alle Frommen, Und die ihm günstig seind, Die finden, wenn sie kommen, An ihm den besten Freund. 7. Ach, ich bin viel zu wenig, Zu rühmen seinen Ruhm. Der Herr ist ewger König, Ich eine welke Blum; Jedoch weil ich gehöre Gen Zion in sein Zelt, Ists billig, daß ich ehre Sein Lob vor aller Welt. Paul Gerhardt, 1607—1676. 300 Eigene Melodie.“*) J. G. Herzog. 1889. SSSS...... SDi D. 1 Gro⸗ßer Gott, wir lo⸗ben sich Herr, wir Vor dir beugt die Er-de sich und be⸗ —5.—————.— i —.—..——.— prei⸗sen dei⸗ne Stär⸗te. wun⸗dert dei⸗ ne Wer⸗ke. Wie du warst vor 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, Stimmen dir ein Loblied an; Alle Engel, die dir dienen, *) Kann auch nach der Melodie:„Eine Herde und ein Hirt“(Lied 159) gesungen werden —— Lob und Dank: 50¹ Rufen dir in Hhen Ruh: Heilig, Heilig, Hei zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth, Heilig, Herr der Kriegesheere! Starker Helfer in der Not, Himmel, Erde, Luft und Meere Sind erfüllt von deinem Ruhm, Alles ist dein Eigentum. 4. Der Apostel heilger Chor, Der Propheten große Menge Schickt zu deinem Thron empor Neue Lob⸗ und Dankgesänge; Der Blutzeugen große Schar 950 und preist dich immerdar. Auf dem ganzen Erdenkreis Loben Große und auch Kleine Dich, Gott Vater; dir zum Preis Singt die heilige Gemeine. Sie verehrt auf seinem Thron Deinen eingebornen Sohn. 6. Sie verehrt den heilgen Geist, Welcher uns mit seinen Lehren 2 Und mit Troste kräftig speist, Der, o König aller Ehren, —.— Der mit dir, Herr Jesu Christ, eit. Und dem Vater ewig ist. 7. Herr, erbarm, erbarme dich, Auf uns komme, Herr, dein Segen. Deine Güte zeige sich Allen der Verheißung wegen. Auf dich hoffen wir allein; nd ein Laß uns nicht verloren sein. Unbekannt Lob und Dank. 301. Eigene Erster Chor. ————— 2 .— ————— 4. Herr Gott, dich lo=ben wir, 2— —.—.—. ID dich, Va ter in En⸗ wig⸗ keit, Leeer.x. all En⸗ gel und Him-mels ⸗-heer EE auch Che ru⸗ ra⸗ phim 2 bim Wund Se⸗ —— Hei ⸗lig ist Hei lig ist un⸗ser Gott, der 2. Dein Hht⸗ lich Nacht und& Herr⸗ cich⸗ keit der hei⸗li ⸗ gen zwölf Bo⸗ten Zahl den dich, Gott Va⸗-ter die ten⸗ven Märt⸗rer all⸗zu⸗mal Die gan⸗ze wer⸗te Chri⸗sten ⸗heit im höch-sten Thron, hei⸗ligen Geist und Trö-ster wert MNN Lob und Dank. 503 Melodie. Altkirchlich.(Bei Klug. 1529.) 5 Zweiter Chor. e,péö T, e,. Herr Gott, wir dan⸗ken dir; —— ö ů— ———— 0 2 —————5—. ehrt die Welt weit und breit; ———.— .... r—Wund was die-net dei- ner Ehr, —.———— ———.* 1 ——. 2 +*.— m sin gen im-mer mit ho- her Stimm: —— ö——4 ——— + +4 ———. 0 2— ö ——.——— Hei ⸗lig ist un ⸗ ser Gott! Zweiter Chor. 2 * — C.I. geht ü-ber Himm'l und Er-den weit; und die lie-ben Proz-phe⸗ten all, ö lo-ben dich, Herr, mit gro-ßem Schall heit rühmt dich auf Er- den al⸗le⸗ zei⸗ hron, dei⸗nen rech ten und ein⸗gen Sohs⸗ verl mit rech-tem Dienst sie lobt und ehr? Lob und Dank. N N 2 V*————— .——.—— 2——— 2 15 3. Du Kö⸗nig der Eh⸗ren, Je⸗su Ch 0 — dr der Jung⸗ frau Leib nicht haft ver⸗ hmae du hast dem Tod zer⸗-stört sein Macht du sitzt zur Rech-ten Got-tes gleich ein Rich-ter du zu⸗künf⸗tig bist ö ů——. 5—— . Munt hilf uns, Herr, den Die⸗»nern dein, ,. —————— ö laß uns im Him⸗-mel ha ben teil 0— ——— E ů— D———— —*—*— Hilf dei⸗nem Volk, Herr— 1n Chriß ů ö —— 0 2.- B,—9 wart und pileg ihr zu al⸗ ler Zeit ————————— e⸗ hüt uns heut, o treu⸗ er Gott, sei uns gnä⸗ ne 0 Her⸗ re. * zeig uns dei⸗ auf dich Boß⸗ fen wir, leber Herr, Gott Va⸗ —— —4 Lob und Dank. 1— zu'rlö-sen das Meresch⸗ lich Ge⸗schlecht und all Chri-⸗sten mit al ⸗ler Ehr ins al-les, das tot und zum Him⸗mel brnehn Va⸗ters Reich; ö le⸗bend 44 — e. — die mit deim teurn Bint er rlo⸗ set sein; und seg⸗ ne, das dein rw. teil—555 ——.—.——.— und heb 6 108. in E⸗wig ⸗keit. vor al⸗ sei uns gnä⸗ dig in wie 361 .. ————— i in Schan-den laß uns nim-mer-mehr. und ehrn dein Na⸗men ste⸗tig-lich. 2.. e 1. 4 se⸗tat; „ ler Not; dir steht; ler Sünd und at Hoff⸗ nung 18 Lob und Dank. Beide Chöre. 4————— .....——— —*——————— ———— A 2 men. Der Anenr⸗ Lobgesang, verdeutscht durch f. Martin Luther. 302 Mel.: Nun danket all und bringet Ehr. Crüger. 1656. *——.—.— — — EEEEEE— Herr, mei⸗nes Her⸗zens Lust; ich sing und DIDD —— 1—.— 4.— mach auf r⸗den kund, was mir von .——— —h—I—————————— dir be⸗-wußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad Und ewge OQuelle bist, Daraus uns allen früh und spat Viel Heil und Segen fließt. 3. Was sind wir doch? Was haben wir Auf dieser ganzen Erd, Das uns, o Vater, nicht von dir Allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt Hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Tau und Regen netzt? Lob und Dank. 507 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und Most Zu seinen Zeiten findt? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand Den güldnen, edlen, werten Fried In unserm Vaterland? 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, Du, du mußt alles tun; Du hältst die Wach an unsrer Tür Und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, Bleibst immer fromm und treu Und stehst uns, wenn wir in Gefahr Geraten, treulich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld Und schlägst nicht allzusehr, Ja endlich nimmst du unsre Schuld Und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, Wirst du gar leicht erweicht Und gibst uns, was uns hoch erfreut Und dir zur Ehr gereicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein, Und was sein Kummer sei; Kein Zähr⸗ und Tränlein ist so klein, Du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus Mit dem, was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring Und habe guten Mut, 508 Lob und Dank. Dein Gott, der Ursprung aller Ding, Ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, Dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, Schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn Und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin Auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Jugend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf Hat er zurückgekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn In seinem Regiment; Nein, was er tut und läßt geschehn, Das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun Und red ihm nicht darein, So wirst du hier in Frieden ruhn Und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt, 1607—1676. ö———————.————.——.— —————0.———— Psalm 33. 303. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1599. ⸗ze, aus⸗-er-wählt Ge⸗-schlech⸗te, ——————‚— freut euch des Herrn Herrn, ihr Ge⸗rech⸗te, ihr müßt ein neu ⸗ es Lied ihm sin⸗gen; Lob und Dank. ihr Frommen, pr Leist den Höch sten hocht eil, so kommt und rühmt und dan⸗ket doch! 455 R———.— —————.—J————.—— —————.— was er verHieß, ist Wahr⸗heit, und er —..— D.— Sä,———————‚‚‚.‚..— hälts„ ⸗ wiß. 2. Er wohnt in dem reinsten Lichte, Gerechtigkeit ist sein Gerichte, Die Welt ist seiner Güte voll. Droben schuf er ihm zur Ehre Der lichterfüllten Sterne Heere, Die Sonne, die uns leuchten soll. Es fürchte alle Welt Den Herrn, der sie erhält. — ö Halleluja! —— Er will, er sprichts, te, Sogleich geschichts; kEn, Gebeut er, wird etwas aus nichts. ů——.. 3. Unser Gott herrscht ohne Schranken, ö ö Er wendet Völkern die Gedanken, 76. Er macht zu nicht der Heiden Rat. Gwig kann sein Rat nicht wanken, 510 Lob und Dank. Er ändert sich nicht in Gedanken, Er ist Iden groß an Rat und Tat. Wohl dem Volk, dessen Gott Heißt Herr, Herr Zebaoth; Halleluja! Ja, selig ist, Wen Gott erkiest Und sich zum Erbteil auserliest. 4. O Herr, deine Güte gleichet Dem Himmel, deine Wahrheit reichet So weit, als aller Wolken Heer; Ja, als wie der Berge Höhen Bleibt die Gerechtigkeit stets stehen, Dein Recht wie Tiefen in dem Meer. Eh Meer und Berge sein, Bist du, o Gott, allein. Halleluja! Des Himmels Rund, Der Erden Grund Ward durch den Geist aus deinem Mund. 5. Sende zu mir voller Klarheit, Mein Gott, dein Licht und deine Wahrheit, Daß sie mich leiten, wo ich bin, Und mich bringen zu den Hügeln, Zu deiner Cherubinen Flügeln Und zu dem Stuhl der Gnaden hin. So geh ich da hinein, Um Gottes mich zu freun, Da 5 6— a, wo Gott wohnt, Da, wo er thront, Der unser wie der Kinder schont. 6. Ach, da will ich dann mit Beten Vor den Altar des Höchsten treten, 83 dem Gott, der die Schuld vergißt, Zu dem Gott, der Schild und Sonne, heit, Lob und Dank. 511 Der meine Freud und meine Wonne Durch Christi großes Opfer ist. Ich spiel ein Danklied dir Da auf der Harfe für, Halleluja!— Dir Gott, mein Gott, Herr Zebaoth, Du bist mein Helfer in der Not. Casseler Gesangbuch v. 1770. 304. Eigene Melodie. 1665. II 4— ,., bv. 2.——. 4 ——— 22—— V — Lo⸗be den Her⸗ren, den mäch⸗ ti⸗ gen mei⸗ne ge⸗lie⸗be ⸗te See⸗le, das 2 x Kö⸗nig der Eh⸗ren, ist mein Be⸗geh⸗ ren; I 2— —.—.—.. —.—. * kom⸗met zu⸗hauf, 47½5 .— 335I— ͤ Psal⸗ter und Har⸗fe wacht auf, las⸗set den N ..... w—— Lob ⸗ge⸗ sang hö-ren. 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, Der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet, Der dich erhält, Wie es dir selber gefällt; Hast du nicht dieses verspüret“ Lob und Dant. Lobe den Horren,——95 künstlich und fein dich bereitet, Der dir Gesundheit verliehen, dich frerndlich In wie viel Not gel eitet; Hat nicht der gnädige Gott Über dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sicht⸗ bar gesegnet, Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe Denke daran,(geregnet; Was der Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren; was in mir ist, lobe den Namen, Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Er ist dein Licht;[Samen. Seele, vergiß es ja nicht, Lob ihn in Ewigkeit. Amen. Joachim Neander, 1650—1680. 305. Psalm 146. Eigene Melodie. 171¹4. 1. 41 Lo⸗be den Her⸗ren, o 3—2 See⸗ 1— 335 2520 La den 99805 Er⸗ den; zäh⸗ will ihn l0 ben bis in Tod; „ ich lob⸗—ᷓ— gen mei⸗nem Gott. .—.. Der Leib und Seel ge⸗ge⸗ben hat, wer⸗de ge⸗ 9—————*—*—————— prie⸗sen früh und spat. Hal-le-lu⸗ V .———————————————.— —————— t⸗ ja, Hal ⸗-le⸗lu-ja. be 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, Und kehren um zu ihrem Staub; Ihre Anschläge sind auch verloren, Wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. e Weil denn kein Mensch uns helfen kann, Rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja, Halleluja. 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, Des Hilfe der Gott Jakobs ist; Welcher vom Glauben sich nicht läßt trennen 0. Und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, Findet am besten Rat und Tat. Halleluja, Halleluja. 4. 4. Dieser hat Himmel, Meer und die Erden — Und was darinnen ist, gemacht. Alles muß pünktlich erfüllet werden, Was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller Welt, Welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Halleluja. 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, Er ists, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis bescheiden, — Was ihnen dient zur Lebenskraft; 2 Die hart Gebundnen macht er frei, 2 Und seine Gnad ist mancherlei. le⸗ Halleluja, Halleluja. IIii 51⁴4 Lob und Dank. Sehende Augen gibt er den Blinden, Erhebt die tief gebeuget gehn; Wo er kann einige Fromme finden, Die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz, Witwen und Waisen hält er Schutz. Halleluja. Aber der Gottesvergeßnen Tritte Lehe er mit starker Hand zurück, Daß sie nur machen verkehrte Schritte Und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich; Zion, dein Gott sorgt stets für dich; Halleluja, Halleluja. 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen Des, der so große Wunder tut. Alles, was Odem hat, rufe Amen Und bringe Lob mit frohem Mut. Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geist. Halleluja, Halleluja. Johann Daniel 1675—1723, 306 Pfa alm 117. Eigene W Uä I —— 7 IITTT 1. Lo⸗bet den Her⸗ren, al⸗le 2i 1i —.....= prei⸗set ihn, al⸗ le Völ⸗ ker; denn seiene len Lob und Dank. 51⁵ e e E⸗wig⸗keit. Hal-le⸗lu-ja, Hal⸗le⸗lu ⸗ ja. 2. Ehr sei dem Vater und dem Sohne Und auch dem heilgen Geiste, Als es im Anfang war und nun Bleibet bis in Ewigkeit, Amen. Halleluja, Halleluja. e Gesangbuch v. 1770. 30⁷. Mel.: Nun lob, mein Seel, den Herren. 1540. HA—. DD ů3—.— 69—5 DI——— E. Man lobt dich in der Stil des Rüh-mens ist die Fül —— hoch-er-hab⸗ner Zi⸗ons⸗ gott; ö dir, o Herr Gott Ze⸗ ba⸗%0 Du bist doch ———. ————————— 32—5— Herr auf Er⸗ den, der From⸗men Zu⸗——6 — — D—— ——.—= E————— sicht, Trüb⸗sal un 13— 32——0 den—— — I E. Dii 2—— EE— du die Dei⸗ anen uh 16 soll dich S en REA stünd⸗lich eh-ren mein Mund vor je-der⸗mann 3³⁷ 516 Lob und Dank. , 2—————————.— 2 0 ů und dei-nen Ruhm ver-meh- ren, so ——— 585— ————5.—————————— —— 0——————— lang er lal ⸗ len kann. 2. Es müssen, Herr, sich freuen Von ganzer Seel und jauchzen schnell, Die unaufhörlich schreien: Gelobt sei der Gott IJsrael! Sein Name sei gepriesen, Der große Wunder tut, Und der auch mir erwiesen Das, was mir nütz und gut. Nun, dies ist meine Freude, Da hangen fest an dir, aß nichts mich von dir scheide, So lang ich lebe hier. 3. Herr, du hast deinen Namen Sehr herrlich in der Welt gemacht; Denn als die Schwachen kamen, Hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget, Nun, wie vergelt ichs dir? Ach bleibe mir geneiget, So will ich für und für Den Kelch des Heils erheben Und preisen weit und breit Dich hier, mein Gott, im Leben Und dort in Ewigkeit. IUI Johann Rist, 1607—1667. 67. Lob und Dank. 517 308. Sirach 50, 24— 26. Eigene Melodie. J. Crüger. 1649. n— 2—— 2—— r, e,. . 1. Nun dan⸗ket al⸗ le Gott mit der gro⸗ ße Din⸗ge tut an ——. ri — ie—— Her⸗-zen, Mund und Hän⸗ ⸗den, uns und al⸗ 2———— der uns von II 2— ů Mut⸗ter⸗leib und Kin⸗des⸗bei⸗nen an un⸗ 2 1—1—— E I —*.— H zäh⸗lig viel zu gut und mochsoßz⸗ 346—.— ge⸗tan. 2. Der ewigreiche Gott Woll uns bei unserm Leben Ein immer fröhlich Herz Und edlen Frieden geben Und uns in seiner Gnad Erhalten fort und fort Und uns aus aller Not Erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, Dem Vater und dem Sohne Und dem, der beiden gleich Im höchsten Himmelsthrone, Dem dreieinigen Gott, Als der im Anfang war Und ist und bleiben wird Jetzund und immerdar. Martin Rinckart, 1586—1649. 518 Lob und Dank. Eigene Melodie. 309. J. Erüger. 16⁵6. —.—.—.—+ 4.—— N—— 22—— —. — ö 2 1. Nun Pen ler all und—3—— get Chr, ..———— ihr Menschen in der Welt, dem, des⸗ sen Loh der , n. Car gel Heer im Him⸗mel stets ver⸗meldt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, Der seine Wunder überall Und große Dinge tut; 3. Der uns von Mutterleibe an Frisch und gesund erhält Und, wo kein Mensch 110 helfen kann, Sich selbst zum Helfer stellt; 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, Doch bleibet gutes Muts, Die Straf erläßt, die Schuld vergibt Und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, Erfrische Geist und Sinn Und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz Ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn Auf seines Volkes Land; Er gebe Glück zu unserm Tun Und Heil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt Um, bei und mit uns gehn, Was aber ängstet und bemüht, Gar ferne von uns stehn. erz Lob und Dank. 519 8. So lange dieses Leben wührt, Sei er stets unser Heil Und bleib auch, wann wir von der Erd Abscheiden, unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, Uns unsre Augen zu Und zeig uns drauf sein Angesicht Dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 1607—1676. 310 Psalm 103. 5 Eigene Melodie. .. SPRSIIIIIII 4.— 1.—— Nun lob, mein Seel, den Her⸗ren, was 555.—— tat tut er meh⸗ ren, ver⸗ in—45 ist, den m Naemen sein. giß es nicht, o 6765 ze mein; er,e Sünd ver⸗ge- ben und heilt dein Schwach heit hat dir dein ——— 4 x EIEEEE ———— 1 2 groß, er⸗—0—.— 3353— 3357—— nimmt ————.—— dich in sei⸗nen Schoß, 5 5— tent ———.383—————— DDDDERE Trost Ee.=schüt⸗tet, ver⸗jüngt dem Ad⸗ler aleich; 520 Lob und Dank. ——— ö n—— S 42333 der Herr schafft Recht, be · hü ⸗ tet, die + N— +— — —. ..— 21.—5 II. E lei⸗ den in seim Reich. 2. Er hat uns wissen lassen Sein heilig Recht und sein Gericht, Dazu sein Güt ohnmaßen, I Es mangelt an Erbarmung nicht; 31 Den Zorn läßt er wohl fahren, Straft nicht nach unsrer Schuld, Z— Die Gnad tut er nicht sparen, Den Blöden ist er hold; Sein Güt ist hoch erhaben— Ob dem, der fürchtet ihn; So fern der Ost vom Abend, 96 Ist unsre Sünd dahin. 36 3. Wie Väter sich erbarmen Ob ihren jungen Kindelein,—17 So tut der Herr uns Armen, Ch So wir ihn kindlich fürchten rein.—— Er kennt uns arme Knechte 2 Und weiß, wir sind nur Staub,— Ein bald verwelkt Geschlechte, Ein Blum und fallend Laub; Der Wind nur drüber wehet, So ist es nimmer da; Also der Mensch vergehet, Sein Ende ist ihm nah 4. Die Gottesgnad alleine Steht fest und bleibt in Ewigkeit Bei seiner lieben G'meine, Die steht in seiner Furcht bereit, Lob und Dank. 5²1 .— Die seinen Bund behalten — Er herrscht im Himmelreich. —.— Ihr starken Engel, waltet die Seins Lobs und dient zugleich — Dem großen Herrn zu Ehren —— Und treibt sein heilges Wort. Mein Seel soll auch vermehren Sein Lob an allem Ort. Johann Gramann, 1487—1541. 311 Eigene Melodie. üü A. v. Löwenstern. 1644. 58——————*——— D , n, 1. Nun prei⸗set al⸗le Got⸗tes 6565965 —— N E.—.— ——————————— her-zig⸗keit. Lob ihn mit Schal⸗ ⸗le, wer⸗te⸗ste — + e Lür————— hriten heit Er läßt dich freund⸗lich zu sich —..— fren⸗e dich IJs-ra= el, äsei⸗ner Gna⸗ den; freu⸗ ö ———— Gna-den. „2. Der Herr regieret Über die ganze Welt; Lob und Dank. ** Was sich nur rühret, Alles zu Fuß ihm fällt; Viel tausend Engel um ihn schweben, Psalter und Harfe ihm Ehre geben; Psalter und Harfe ihm Ehre geben. 3. Wohlauf, ihr Heiden, Lasset das Trauern sein, Zur grünen Weiden Stellet euch willig ein; Da läßt er uns sein Wort verkünden, Machet uns ledig von allen Sünden; Machet uns ledig von allen Sünden. 4. Er gibet Speise Reichlich und überall, Nach Vaters Weise Sättigt er allzumal; Er schaffet früh und späten Regen, Füllet uns alle mit seinem Segen; Füllet uns alle mit seinem Segen. 5. Drum preis und ehre Seine Barmherzigkeit, Sein Lob vermehre, Werteste Christenheit. Uns soll hinfort kein Unfall schaden, Freue dich, Israel, seiner Gnaden; Freue dich, Israel, seiner Gnaden. Matthäus Apelles v. Löwenstern, 1594—1648. Eigene Melodie. 1738⁸. . 5 daß ich mun send Zun gen so stimmt ich da-mit um die ä—f—f—— ã ꝓ—— Lob und Dank. 523 P.I.....I.... N .. —— EE 2055— I hät⸗te und ei⸗nen tau⸗send⸗fa⸗chen Mund, Wet⸗te vom al⸗ler⸗tief⸗-sten Her⸗zens⸗grund ——— . — 1. ———.—. dem, was Gott an mir ge-tan. 2. O daß doch meine Stimme schallte Bis dahin, wo die Sonne steht; O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, So lang es noch im Laufe geht! Ach wäre jeder Puls ein Dank Und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß Und stehet munter im Geschäfte Zu Gottes, meines Herren, Preis; Mein Leib und Seele, schicke dich Und lobe Gott herzinniglich. 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, Bewegt und regt euch doch mit mir; Ihr schwanken Gräschen in den Feldern, Ihr Blumen, laßt doch eure Zier Zu Gottes Ruhm belebet sein Und stimmet lieblich mit mir ein. 5. Ach alles, alles, was ein Leben Und einen Odem in sich hat, Soll sich mir zum Gehilfen geben; Denn mein Vermögen ist zu matt, Die großen Wunder zu erhöhn, Die allenthalben um mich stehn. —— 5²2⁴ Lob und Dank. 6. Dir sei, o allerliebster Vater, Unendlich Lob für Seel und Leib; Lob sei dir, mildester Berater, Für allen edlen Zeitvertreib, Den du mir in der ganzen Welt Zu meinem Nutzen hast bestellt. 7. Mein treuster Jesu, sei gepriesen, Daß dein erbarmungsvolles Herz Sich mir so hilfreich hat erwiesen Und mich durch Blut und Todesschmerz Von Satans List und Grausamkeit Zu deinem Eigentum befreit. 8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, O heilger, werter Gottesgeist, Für deines Trostes süße Lehre, Die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach, wo was Guts von mir geschicht, Das wirket nur dein göttlich Licht. 9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth. Du trägst mit meiner Sündenschuld Unsäglich gnädige Geduld. 10. Ich hab es ja mein Lebetage Schon so manch liebes Mal gespürt, Daß du mich unter vieler Plage Recht wunderbarlich hast geführt; Denn in der größesten Gefahr Ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 11. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden In deinem steten Lobe stehn Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden Nicht triumphierend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, So will ich doch nicht traurig sein. en Lob und Dank. 12. Ich will von deiner Güte singen, So lange sich die Zunge regt; Ich will dir Freudenopfer bringen, So lange sich mein Herz bewegt; Ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, So stimm ich doch mit Seufzen ein. 13. Ach nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser werden; Wenn ich bei deinen Engeln bin, Da sing ich dir im höhern Chor Viel tausend Halleluja vor. Johann Mentzer, 1658—1734. 313. Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 1623. 2 — . . Sei Lob und Ehr dem höch⸗ sten Gut, dem Gott, 3—.— al ⸗ le Wun⸗ der tut, dem Va⸗ter al⸗ ler t mit dem Gott, der mein Ge⸗ mü ·te Zin. 42.—.—— 2 kr 31—— Ti.——— ä al⸗ len Jam⸗mer Wült Gebt un ⸗serm —— 2— 0„9—3 3665—6755— 36—2————— 3——.— Gott die Eh ⸗ re! 52 Lob und Dank. 2. Es danken dir die Himmelsheer,— O Herrscher aller Thronen;— Und die auf Erden, Luft und Meer Y In deinem Schatten wohnen, A Die preisen deine Schöpfermacht, Die alles also wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 6 3. Was unser Gott geschaffen hat, Das will er auch erhalten, Darüber will er früh und spat Mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich Ist alles recht und alles gleich. 2 Gebt unserm Gott die Ehre! 6 4. Ich rief dem Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Weinen! 4 Da half mein Helfer mir vom Tod* Und ließ mir Trost erscheinen. U Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; Ach danket, danket Gott mit mir. I Gebt unserm Gott die Ehre! 6 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht Von seinem Volk geschieden; Er bleibet ihre Zuversicht, Ihr Segen, Heil und Frieden. 31⁰ Mit Mutterhänden leitet er Die Seinen stetig hin und her.—. Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, Die alle Welt erzeiget,„ So kommt, so hilft der Überfluß, Der Schöpfer selbst, und neiget——— Die Vateraugen denen zu,— Die nirgends sonsten finden Ruh. soll Gebt unserm Gott die Ehre! wi Lob und Dank. Ich will dich all mein Leben lang, O Gott, von nun an ehren, Man soll, Gott, deinen Lobgesang An allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, Mein Geist und Leib erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, Gebt unserm Gott die Ehre; Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, Gebt unserm Gott die Ehre; Die falschen Götzen macht zu Spott, Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott. Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht Mit jauchzenvollem Springen; Bezahlet die gelobte Pflicht Und laßt uns fröhlich singen: ir; Gott hat es alles wohlbedacht Und alles, alles recht gemacht; Gebt unserm Gott die Ehre! Johann Jakob Schütz, 1640—1690. 527 314. Mel.: Lasset uns den Herren preisen. J. Schop. 1641. 2* +.. 1 E — IPPIDRR E SS uß, Sollt ich mei⸗nem Gott nicht sin⸗gen, denn ich seh in al-len Din-gen, —— 63— Iine. 2 P r M — I———— 42Z 7.4——.. sollt ich ihm nicht daut⸗ bar sein? wie so gut ers mit mir mein. Ist doch Lob und Dank. —— D————— —.————. en n n nichts als lau-ter Lie-ben, das sein treu-⸗es e H, DI— Her⸗ze regt, das ohn En⸗de hebt und trägt, ——.——.— ů 2 8— ——— —.———3———— E I rn en—.—5 ——— m die 30 sei⸗ ⸗nem Dienst— ü⸗ben. Al⸗les 5⁵.—— d nn Ding währt sei ⸗ne—— 1W—— tes n; + —.—.—.——— Lieb in E⸗ 4555. keit. „2. Wie ein Adler sein Gefieder UÜber seine Jungen streckt, Also hat auch hin und wieder Mich des Höchsten Arm bedeckt, Alsobald im Mutterleibe, Da er mir mein Wesen gab Und das Leben, das ich hab Und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, Nein, er gibt ihn für mich hin, Daß er mich vom ewgen Feuer Durch sein teures Blut gewinn. O du unergründter Brunnen, Wie will doch mein schwacher Geist, Ob er sich gleich hoch befleißt, Deine Tief ergründen können? Lob und Dank. 5 Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, Gibt er mir in seinem Wort, Daß er werde mein Regierer Durch die Welt zur Himmelspfort, Daß er mir mein Herz erfülle Mit dem hellen Glaubenslicht, Das des Todes Reich zerbricht Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen Hat er ja recht wohl bedacht; Will dem Leibe Not zustehen, Nimmt ers gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Vermögen Nichts vermag, nichts helfen kann, Kommt mein Gott und hebt mir an Sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere Hat er mir zu Dienst gestellt; Wo ich nur mein Aug hinkehre, Find ich, was mich nährt und hält. Tier und Kräuter und Getreide In den Gründen, in der Höh, In den Büschen, in der See, Überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen Und ermuntert mein Gemüt, Daß ich alle liebe Morgen Schaue neue Lieb und Güt. 530 Lob und Dank. Wäre mein Gott nicht gewesen, Hätte mich sein Angesicht Nicht geleitet, wär ich nicht Aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie so manche schwere Plage Wird vom Satan hergeführt, Die mich doch mein Lebetage Niemals hat bisher berührt. Gottes Engel, den er sendet, Hat das Böse, was der Feind Anzurichten ist gemeint, In die Ferne weggewendet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Wie ein Vater seinem Kinde Sein Herz niemals ganz entzeucht, Ob es gleich bisweilen Sünde Tut und aus dem Wege weicht, Also hält auch mein Verbrechen Mir mein frommer Gott zu gut, Will mein Fehlen mit der Rut Und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Seine Strafen, seine Schläge, Ob sie mir gleich bitter seind, Dennoch, wenn ichs recht erwäge, Sind es Zeichen, daß mein Freund, Der mich liebet, mein gedenke Und mich von der schnöden Welt, Die uns hart gefangen hält, Durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Lob und Dank. 531 11. Das weiß ich fürwahr And lasse Mirs nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, Tritt der schöne Sommer ein, Also wird auch nach der Pein, Wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende Sich in Gottes Liebe findt, Ei, so heb ich meine Hände Zu dir, Vater, als dein Kind, Bitte, wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu umfangen Tag und Nacht Hier in meinem ganzen Leben, Bis ich dich nach dieser Zeit Lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt, 1607—1676. 315 Eigene Melodie. Beisheim. + 1828. 2—— N ä * Wenn ich/ o Schöpfer, dei⸗ ne Macht/ die die Lie⸗be, die für al⸗ le wacht, an⸗ 2— Weis⸗ heit dei⸗ner We be⸗tend ü⸗ ber von Be⸗wun⸗ drung vͤl micht, Wwir sich dich er⸗ 34* Lob und Dank. E 125—.— r E.— —————.. 1 — 4. he-ben soll, mein Gott, mein Herr und Va⸗ter! 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, Die Wunder deiner Werke: Der Himmel, prächtig ausgeschmückt, Preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht, Wer kleidet sie mit Majestät, Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf, Wer heißt die Himmel regnen, Wer schließt den Schoß der Erde auf, Mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, Dich preist der Sand am Meere:; Bringt, ruft auch der geringste Wurm, Bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, Mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; Bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand So wunderbar bereitet; Der Mensch, ein Geist, den sein Verstand Dich zu erkennen leitet; Der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, Ist sich ein täglicher Beweis Von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, Erhebe seinen Namen; Gott, unser Vater, sei gepreist, Und alle Welt sag Amen! Lob und Dank. alle Welt fürcht ihren Heren Und hoff auf ihn und dien ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 316 Mel.: Die Tugend wird durchs Kreuz 1 Wnr 1704 U. Wie groß ist des All-mächt-gen Gu⸗ te! der mit 36655 3.———— te⸗-tem Ge-mü⸗te 2 Ist der ein Meuschd den sie nhtrin den Dank er——n der ihr ge⸗ 23 Nein, 550 Lie⸗ de zu er⸗-mes⸗sen, sei e⸗wig — 44 2——.——.——. 1 4 * — 4„ —.— 1—— —1*—. mei-ne 5 Pflicht Der Herr hat —— — —. 36— 2— mein uoch nie ver⸗ges⸗ sen⸗ ver⸗-giß, mein ——.—————*.—— *. 15 Herz, auch sei ner nicht! 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen, Wer gibt dem Geiste neue Kraft, 534 Lob und Dank. Wer läßt mich so viel Glück genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, Zu welchem du erschaffen bist, Wo du mit Herrlichkeit umgeben Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, Durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren Und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, Den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz geschrieben, Sein Wort bestärkt ihn ewiglich; Gott soll ich über alles lieben Und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: Ich soll vollkommen sein wie er. So lang ich dies Gebot erfülle, Stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, So treibt sie mich zu jeder Pflicht; Und ob ich schon aus Schwachheit fehle, Herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe Mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk in mir die guten Triebe, Mein ganzes Leben dir zu weihn; Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, Sie leite mich zur Zeit des Glücks, Und sie besieg in meinem Herzen Die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. Lob und Dank. 317. Mel„Desu, meines Lebens Leben. W. Weßnitzer. 1661. ——— — I 2. 1 Womit soll ich dich wohl lo-ben, „Sen⸗de mir da⸗zu von o⸗ben men eer mäch⸗ti⸗ger Herr Ze⸗ ba⸗oth? dei⸗nes Gei ⸗stes Kraft, mein Gott. Denn ich ————— 2— e. — 9 2—4— —— 2—— 2 2— — ö— 4 Lie⸗bes-zei⸗chen. Tau⸗-send⸗, tau⸗send⸗ II —— D—— —.— 12+22——————— — I. + 2—— mal sei dir, gro⸗ ßer Kö⸗nig, Dank da⸗ fift. 2. Herr, entzünde mein Gemüte, Daß ich deine Wundermacht, Deine Gnade, Treu und Güte Stets erhebe Tag und Nacht; Denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend-⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 3. Denk ich, wie ich dich verlassen Und gehäufet Schuld auf Schuld, So möcht ich vor Scham erblassen Vor der Langmut und Geduld, Lob und Dank. Womit du, o Gott, mich Armen Hast getragen mit Erbarmen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 4. Ach ja, wenn ich überlege, Mit was Lieb und Gütigkeit Du durch so viel Wunderwege Mich geführt die Lebenszeit, So weiß ich kein Ziel zu finden, Noch den Grund hier zu ergründen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 5. O, wie hast du meine Seele Stets gesucht zu dir zu ziehn, Daß ich aus der Sündenhöhle Möchte zu den Wunden fliehn, Die mich ausgesöhnet haben Und mit Kraft zum Leben laben. Tausend-, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 6. Bald mit Lieben, bald mit Leiden Kamst du, Herr mein Gott, zu mir, Nur mein Herze zu bereiten, Sich ganz zu ergeben dir, Daß mein gänzliches Verlangen Möcht an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 7. Wie ein Vater nimmt und gibet, Nach dem's Kindern nützlich ist, So hast du mich auch geliebet, Herr mein Gott, zu jeder Frist Und dich meiner angenommen, Wenns aufs höchste war gekommen. Lob und Dank. Tausend-, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 8. Mich hast du auf Adlersflügeln Oft getragen väterlich, In den Tälern, auf den Hügeln Wunderbar errettet mich. Schien auch alles zu zerrinnen, Ward doch deiner Hilf ich innen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 9. Fielen tausend mir zur Seiten Und zur Rechten zehnmal mehr, Ließest du mich doch begleiten Durch der Engel starkes Heer, Daß den Nöten, die mich drangen, Ich jedennoch bin entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 10. Vater, du hast mir erzeiget Lauter Gnad und Gütigkeit, Und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, Und durch dich, o Geist der Gnaden, Werd ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 11. Tausendmal sei dir gesungen, Herr mein Gott, Preis, Lob und Dank, Daß es mir bisher gelungen; Ach laß meines Lebens Gang Ferner noch durch Jesu Leiten Nur gehn in die Ewigkeiten; Da will ich, Herr, für und für Ewig, ewig danken dir. Ludwig Andreas Gotter. 1661—1735. Lob und Dank. 318. Eigene Melodie. 1680, ———————— —.— —————————ů—ẽ• — + DDDD 1 Wun⸗der⸗ba⸗rer Kö⸗nig, Herr⸗scher Dei⸗ne Va⸗ter⸗gü⸗te hast du ——R—.— . DDEAEE——— SiRDDRDD— von uns al⸗len, laß dir un⸗ser Lob ge⸗ las⸗sen trie⸗fen, ob wir schon von dir weg— b .—: 115 sen Hilf uns noch, stärk uns doch; laß die V en 1—4——— —.———— EE—4 I—————— Zun⸗ge sin⸗gen, laß die Stimm er⸗klin⸗gen. 2. Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Taten, Mehr als aller Menschen Staaten; Großes Licht der Sonnen, sende deine Strahlen, Die das große Rund bemalen; Lobet gern, Mond und Stern, Seid bereit, zu ehren Einen solchen Herren! 3. O du meine Seele, singe fröhlich, singe, Singe deine Glaubenslieder; Was den Odem holet, jauchze, preise, klinge; Wirf dich in den Staub darnieder. Er ist Gott Zebaoth, Er ist nur zu loben Hier und ewig droben. Morgenlieder. 559 0, 4. Hallelusa bringe, wer den Herren kennet, Wer den Herren Jesum liebet; Halleluja singe, welcher Christum nennet, Sich von 22—0 ihm ergibet. O wohl dir Glaube mir: Ewig wirst du droben Ohne Sünd ihn loben. Joachim Neander, 1650—1680. E⸗ eg⸗ 7 —.5 C. Lieder für besondere Zeiten und Stände. Ü— 1. Morgenlieder. die Eigene Melodie. 1598. 2——— ———— 10 5 Her⸗ zens Grun-de sag fers r Mor⸗gen-⸗stun-de, da— len, ich dir Lob und Dank zu mein Le⸗ben lang, —*— 5.*—— —— l— 159. ge, dir 5 L . 63*— 60 ren durch Chri⸗st stum un⸗ sern —235—— +————* — ie, win ————. Her ⸗ ren, dein ein⸗ge-bor⸗-nen Sohn 5⁴0 Morgenlieder. 2. Daß du mich hast aus Gnaden In der vergangnen Nacht Vor Not und allem Schaden Behütet und bewacht. Ich bitt demütiglich, Wollst mir mein Sünd vergeben, Womit in diesem Leben Ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten Mich gnädig diesen Tag Vors Teufels List und Wüten, Vor Sünden und vor Schmach, Vor Feur und Wassersnot, Vor Armut und vor Schanden, Vor Ketten und vor Banden, ö 9 Vor bösem, schnellem Tod. 32 4. Mein Seel, mein Leib, mein Leben, Mein Ehr und Gut bewahr;— Dir will ich übergeben ů Jetzund und immerdar 1 Als dein Geschenk und Gab— Mein Eltern und Verwandte, E= Gefreundte und Bekannte G˙ Und alles, was ich hab. 5. Dein Engel laß auch bleiben— Und weichen nicht von mir,—.— Den Satan zu vertreiben, Auf daß der Feind allhier 0 In diesem Jammertal—— Sein Tück an mir nicht übe,—.— Leib und Seel nicht betrübe die Und bring mich nicht zu Fall. 9 6. Gott will ich lassen raten, Erf Der alle Ding vermag: Mei Er segne meine Taten, ö Dri Mein Vornehmen und Sach. D Morgenlieder. Ihm hab ichs heimgestellt; Mein Leib, mein Seel, mein Leben Sei Gott dem Herrn ergeben, Er machs, wies ihm gefällt. 7. Darauf so sprech ich Amen Und zweifle nicht daran, NN Gott wird es allzusammen In Gnaden sehen an; Und streck nun aus mein Hand, Greif an das Werk mit Frenden, Dazu mich Gott beschieden 4 N* I In meim Beruf und Stand. Georg Niege, 1525-1588. 2 Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. 320. N. Hermann. 1560. —.— ö. iirr nn nn —— 7 2.„ 1. Das wal⸗t e Gott, der hel fen kann! Mit — 5. rrrri 50 +—————.—. 2 —— 1 Gott fang ich mein Ar⸗beit an, mit Gott nur i N —.—————————— 55.....*— W ⸗ es glück⸗ 50 fort, drum ist auch Ain I— 3—.— W drtx* —————.——— + I + WRR ——E—.— dies 2 mein er⸗ stes Wort: Das wal⸗te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und Werk Erfordert Gottes Kraft und Stärk; e Mein Herz sucht Gottes Angesicht, Drum auch mein Mund mit Freuden spricht: Das walte Gott! W 542 Morgenlieder. 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts, 10 Wo Gott nicht gibet, da gebrichts; Nich Gott gibt und tut mir alles Guts, Mit Drum sprech ich nun auch gutes Muts: Daß Das walte Gott! Das 4. Will Gott mir etwas geben hier, 11 So will ich dankbar sein dafür; So Auf sein Wort werf ich aus mein Netz Laß Und sag in meiner Arbeit stets: Ich Das walte Gott! Das 5. Anfang und Mitte samt dem End 12 Stell ich allein in Gottes Händ; Der Er gebe, was mir nützlich ist, Dan Drum sprech ich auch zu jeder Frist: Dru Das walte Gott! Das 6. Legt Gott mir seinen Segen bei Nach seiner großen Güt und Treu, So gnüget mir zu jeder Stund, Drum sprech ich auch von Herzensgrund: 3²1 Das walte Gott!— 7. Trifft mich ein Unglück, unverzagt, Ist doch mein Werk mit Gott gewagt; 4. Er wird mir gnädig stehen bei, Drum dies auch meine Losung sei:—. Das walte Gott!— 8. Er kann mich segnen früh und spat, he Bis all mein Tun ein Ende hat,—— Er gibt und nimmt, machts, wie er will,— 0 Drum sprech ich auch fein in der Still: Dar 0 Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not 5 Und gibt mir auch mein täglich Brot,— Nach seinem alten Vaterbrauch Tut er mir Guts, drum sprech ich auch: ů Das walte Gott! ö Ii Morgenlieder. 5⁴3 10. Ohn Gott nichts glückt und seine Gunst, Nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst; Mit Gott gehts fort, gerät auch wohl, Daß ich kann sagen glaubensvoll: Das walte Gott! 11. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, So acht ich keiner Feinde Neid, Laß hassen, wers nicht lassen kann, Ich stimme doch mit Freude an: Das walte Gott! 12. Tu ich denn was mit Gottes Rat, Der mir beistehet früh und spat, Dann alles wohl geraten muß; Drum sprech ich nochmals zum Beschluß: Das walte Gott! Johann Betichius, 1650—1722. Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. * PIIIIIIII..... heil-ger Geist im Him-mels-thron. Man ——————— +— — r———— dankt dir, eh die Sonn auf⸗geht, wenns —.———— IIIEE— ———.—.——— t, man vor dir steht. 2. Drum beug ich diesen Morgen früh In rechter Andacht meine Knie 544 Morgenlieder. Und ruf zu dir mit heller Stimm: Dein Ohren neig, mein Red vernimm. 3. Ich rühm von Herzen deine Güt, Weil du mich gnädig hast behüt, Daß ich nun hab die finstre Nacht In Ruh und Frieden zugehracht. 4. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, Nimm mich auch diesen Tag in Hut, Laß deine lieben Engelein Mein Wächter und Gefährten sein. 5. Dein Geist mir Leib und Seel regier Und mich mit schönen Gaben zier, Er führ mich heut auf rechter Bahn, Daß ich was Guts vollbringen kann. 6. Gib Gnad, daß ich mein Werk und Pflicht, Mit Freuden diesen Tag verricht Zu deinem Lob und meinem Nutz Und meinem Nächsten tue Guts. 7. Hilf, daß ich zu regieren wissi Mein Augen, Ohren, Händ und Füß, Mein Lippen, Mund und ganzen Leib, All bös Begierden von mir treib. 8. Bewahr mein Herz vor Sünd und Schaud, Daß ich, vom Übel abgewandt, Mein Seel mit Sünden nicht beschwer Und mein Gewissen nicht versehr. 9. Behüt mich heut und allezeit Vor Schaden, Schand und Herzeleid, Tritt zwischen mich und meine Feind, Die sichtbar und unsichtbar seind. 10. Mein Aus⸗ und Eingang heut bewahr, Daß mir kein Übel widerfahr; Behüte mich vor schnellem Tod Und hilf mir, wo mir Hilf ist not. — Martin Behm, 1557—1622. cht, Morgenlieder. 5⁴⁵ 322. Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1651. —— ö— 2—— 2.—.— 1. Des Mor-gens, wenn ich früh auf-steh, und 2— 1—.— ů ů 1— DE.— A⸗bends, wenn ich schla-fen geh, sehn ——.— 55 ..—„⸗—.— 1— I— Z.—.—— Je« su, dir be ⸗ fehl ich mich. 2. In den heilgen fünf Wunden dein Da kann ich ruhn und sicher sein Mit Leib und Seele, Hab und Gut; Mein Schutz ist dein heiliges Blut. 3. Denn, o Herr Christ, am Kreuzesstamm Dein heilges Blut die Sünd hinnahm, Drum ich wach oder schlafe ein, Wollst du, Herr, allzeit bei mir sein. 4. Dein Engel mir stets halten Wacht, Drum weder Feind noch Tod ich acht; Denn wo ich bin, bist du bei mir; Mein Glück und Kreuz kommt all von dir. 5. Ich leb, ich sterb, so bin ich dein; Darum ich dir die Seele mein Befehle jetzt und auch im Tod: Nimm sie zu dir, o treuer Gott. Unbekannt 1593. 3⁵ Morgenlieder. Eigene Melodie. 323. J. G. Ebeling. 1666. *— ö 1— AIDSSSSSSs. . 66½% 2 ů— ö +— . Die Lüld⸗ ne Son'⸗ ne voll Freud und 15.. —————— —.— Won⸗ne bringt un⸗ 165 Gren⸗zen mit ih⸗rem — x L anmmrnmn. Glän⸗zen ein herz⸗er⸗ quik⸗ken⸗ li —— 2 n d Licht Mein Haupt und Glie⸗d I—. 4 — D 1 + 2 ö E— * nie⸗der, a⸗ber nun 1—.— 1— 2 2. I. en nininn, m u.a mun⸗ter und fröh⸗lich, K . 2— e Him⸗mel mit mei⸗nem Ge⸗sicht. 2. Mein Auge schauet, Was Gott erbauet Zu seinen Ehren Und uns zu lehren, Wie sein Vermögen sei mächtig und groß, Und wo die Frommen Dann sollen hinkommen, Wann sie mit Frieden Von hinnen geschieden Aus dieser Erde vergänglichem Schoß. /FO EH EAD 7 0D Sen 722550667 Ile IIDe 943 — Morgenlieder. 3. Lasset uns singen, Dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; Was wir nur haben, Alles sei Gotte zum Opfer gesetzt. Die besten Güter Sind unsre Gemüter, Dankbare Lieder Sind Weihrauch und Widder, An welchen er sich am meisten ergötzt. 4. Abend und Morgen Sind seine Sorgen: Segnen und mehren, Unglück verwehren Sind seine Werke und Taten alein Wenn wir uns legen, So ist er zugegen; Wenn wir aufstehen, So läßt er aufgehen Über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben Zu dir hoch droben All meine Sinnen, Laß mein Beginnen Ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Lusier und Schande, Des Satanas Bande, Fallen und Tücke Treib ferne zurücke; Laß mich auf deinen Geboten bestehn. 6. Laß mich mit Freuden Ohn alles Neiden Sehen den Segen, Den du wirst legen In meines Bruders und Nähesten Haus. 35⁵5 5⁴8 Morgenlieder. Geiziges Brennen, Unchristliches Rennen Nach Gut mit Sünde, ö Das tilge geschwinde Von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen, ö x Was ists gewesen? In einer Stunde Geht es zu Grunde, Sobald die Lüfte des Todes drein wehn; Alles in allen Muß brechen und fallen, Himmel und Erden Die müssen das werden, Was sie gewesen vor ihrem Bestehn. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet Ohn alles Wanken, Seine Gedanken, Sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden ö Die nehmen nicht Schaden, ö Heilen im Herzen ie tödlichen Schmerzen, ö Halten uns zeitlich und ewig gesund. ö ö qDDJSSSDnC 9. Gott, meine Krone, Vergib und schone, Laß meine Schulden In Gnad und Hulden Aus deinen Augen sein abgewandt. Sonsten regiere 32 Mich, lenke und führe,— Wie dirs gefället, 6 Ich habe gestellet Alles in deine Beliebung und Hand. Morgenlieder. 10. Willst du mir geben, Womit mein Leben Ich kann ernähren, So laß mich hören Allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, Das Schönste und Beste, Gott ist das Süßte Und Allergewißte, Aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, Mit Galle tränken, Und soll von Plagen Ich auch was tragen, Wohlan, so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, Was schädlich und nichtig Meinem Gebeine, Das weißt du alleine, Der du nie keinen zu sehr hast betrübt. 12. Kreuz und Elende Das nimmt ein Ende; Nach Meeres Brausen Und Windes Sausen Leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht. Freude die Fülle Und selige Stille Hab ich zu'rwarten Im himmlischen Garten; Dahin sind meine Gedanken gericht. Paul Gerhardt, 1607—- 1676. 324. Mel.: Herr 336 u brm dich zu uns wend. 1651. ³.— E——————5—— —5 2.— —.— — . —.— e 1. Die hel⸗le Sonn leucht jetzt her⸗ 7— fröb⸗ Morgenlieder. 325. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. ————.T—.— — ,. — E.— lich vom Schlaf auf⸗ste⸗ hen an Gl — drnrrr lob, der uns heut die ⸗se Nacht be⸗ ö e ev un ———...— Di hü- tet vor des Fein⸗des Macht. In 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt Vor Sünd und Schand durch deine Güt; Di Laß deine lieben Engelein Unsre Hüter und Wächter sein, Un 3. Daß unser Herz gehorsam leb, De Deim Wort und Will nicht widerstreb, Mi Daß wir stets wandeln deine Bahn In allem, was wir fangen an. De 4. Laß unser Werk geraten wohl, ö ö Das ein jeder ausrichten soll, Daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß Gereich zu deinem Lob und Preis. Nikolaus Herman, 4 1561. 1738. — I neu⸗ er Tag, ein neu-es Gott will mir Het aufs neu ⸗e 1 3. ——— e,. 75———.—— 22—2—— Le⸗ben geht mit der neu ⸗en Wo⸗ che an, ge-ben, was mir sonst nie-mand ge-ben kann; —65.—75 —.—.——.—— — Lnnn 32— 23. — 1— gä⸗be mir sonst Trost und Licht? 2. Ich grüße diesen lieben Morgen Und küsse Gottes Vaterhand, Die diese Nacht so manche Sorgen In Gnaden von mir abgewandt. Ach Herr, wer bin ich Armer doch! Du sorgst für mich, ich lebe noch. 3. Nun, das erkennet meine Seele Und gibt 1110 selbst zum Opfer hin; Doch weil ich noch in dieser Höhle Mit Not und Tod umgeben bin, So weich auch heute nicht von mir, Denn meine Hilfe steht bei dir. 4. Mein Glück in dieser neuen Woche Soll nur in deinem Namen blühn. Ach laß mich nicht am Sündenjoche Mit meinem Fleisch und Blute ziehn; Gib deinen Geist, der mich regier Und nur nach deinem Willen führ. 5. Soll ich mein Brot mit Kummer essen, So laß es doch gesegnet sein. Und was du sonsten zugemessen, Das richte mir zum besten ein. Ich bitt um keinen üÜberfluß, Nur was ich nötig haben muß. 6. So tue nun, mein Gott, das Deine Und laß mich auch das Meine tun; Behüte beides, groß und kleine, Daß sie auf deiner Huld beruhn, 55⁵5² Morgenlieder. Und daß ein jedes diesen Tag Mit dir vergnügt beschließen mag. Benjamin Schmolck, 1672—1737. 326 Eigene Melodie. 2 H. Albert. 1642. 2.⁴ 2+.———. . 1. Gott des Him-mels und der Er⸗ den, der es Tag und Nacht läßt wer⸗*den, ———.—.— H— E—..—— IDD—— Va⸗ ber, Sohn und heil⸗ger Geist, Sonn und Mond uns schei⸗nen heißt, des⸗sen — 1 DDDD 4.—.———.—— 2— 1.—.— 2I—— E V— star⸗ke Hand die Welt und was drin-nen ö—9 D— 2 4— ist, er-hält: 2. Gott, ich danke dir von Herzen, Daß du mich in dieser Nacht Vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen Hast behütet und bewacht, Daß des bösen Feindes List Mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden Jetzt mit dieser Nacht vergehn; O Herr Jesu, laß mich finden Deine Wunden offen stehn, Da alleine Hilf und Rat Ist für meine Missetat. TT Morgenlieder. 174 Hilf, nn ich mit diesem Morgen Geistlich auferstehen mag Und für meine Seele sorgen, Daß, wenn nun dein großer Tag Uns erscheint und dein Gericht, Ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, 200 leite Meinen Gang nach deinem? Wort; Sei und bleibe du auch heute 1 ö Mein Beschützer und mein Hort; , Nirgends als bei dir allein — Kann ich recht bewahret sein. E— 6. Meinen Leib und meine Seele Samt den Sinnen und Verstand, en Großer Gott, ich dir befehle Unter deine starke Hand. 49• Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, Nimm mich auf, dein Eigentum. 7. Deinen Engel zu mir sende, Der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende Und mich halt in guter Acht, Der auch endlich mich zur Ruh Trage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert, 1604—1651. HMI 3 327. Mel.: Jesu, Arzt todkranker Seelen. 1565. 1. HOu⸗ ter, wird die Nacht der Sün⸗ II is die den nicht ver⸗ schwin-⸗ den? Hü=ter, 554 Morgenlieder. E—.—— 27 . We Nacht 10101 hin? Wird die Fin⸗ 18 nis der 410 —— .—. nen—— zer⸗rin⸗ nen, darin ich ver⸗wik⸗kelt bin? 2. Möcht ich wie das Rund der Erden Lichte werden, Seelensonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe, Jesu, Liebe, Komm, beschleunige den Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde, Da die Stunde Der Erscheinung kommen ist, Und ich muß mich stets im Schatten So ermatten, Weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen, Da du kommen; Aber ich bin lauter Nacht. Darum wollst du mir, dem Deinen, Auch erscheinen, Der nach Licht und Rechte tracht. 5. Laß doch nicht den Geist der Seelen Sich so quälen, Zünd dein Feuer in mir an; Laß mich finstres Kind der Erden Helle werden, Daß ich Gutes wirken kann. 6. Das Vernunftlicht kann das Leben Mir nicht geben; Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken man recht V Morgenlieder. Und erquicken, 8 311 muß die Sonne sein. Nur die Decke vor den Augen Kann nicht taugen, Seine Klarheit kann nicht ein; Wenn sein klares Licht den Seinen Soll erscheinen, Muß das Auge reine sein. 8. Jesu, gib gesunde Augen, M Die was taugen, Rühre meine Augen an; Denn das ist die größte Plage, Wenn am Tage Man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter, 1676—1711. ‚.— 328. Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 1523. 11 ————— — n II—.————— 1. 65 Got⸗tes Na⸗men fang ich an, mit Gott wird al⸗ les was mir zu tun ge⸗ bühr⸗ und glück⸗———— aus⸗———15 Har man in Got⸗tes Na⸗ aen tut, 12 al⸗ lent⸗ baled ben 2—4, ne. 257 ö .—.—.—.————.— 2. 5/— ö recht und gut und Laun uns auch ge— dei ⸗hen. 2. Gott ists, der das Vermögen schafft, Was Gutes zu vollbringen.* 556 Morgenlieder. Er gibt uns Segen, Mut und Kraft Und läßt das Werk gelingen, Daß uns ein reicher Zug entsteht Und dergestalt zur Nahrung geht, Daß wir Genüge haben. 3. Wer erst nach Gottes Reiche tracht Und bleibt 10 seinen Wegen, Der wird ja leichtlich rei gemacht Durch Gottes milden Segen; Da wird der Fromme froh und satt, Daß er von seiner Arbeit hat Auch Armen Brot zu geben. 4. Gott ist der Frommen Schild und Lohn, Er krönet sie mit Gnaden; Der bösen Welt ihr Neid und Hohn Kann ihnen gar nicht schaden. Gott decket sie mit seiner Hand, Er segnet ihre Stadt, ihr Land Und füllet sie mit Freuden. 5. Drum komm, Herr Jesu, stärke mich, Hilf mir in meinen Werken; Laß du mit deiner Gnade dich Bei meiner Arbeit merken. Gib dein Gedeihen selbst dazu, Daß ich in allem, was ich tu, Ererbe deinen Segen. ö 6. Regiere mich durch deinen Geist, Den Müßiggang zu meiden, Daß das, was du mich schaffen heißt, Gescheh mit lauter Freuden, Auf daß ich dir mit aller Treu Auf dein Gebot gehorsam sei Und meinen Nächsten liebe. 7. Nun, Jesu, komm und bleib bei mir; Die Werke meiner Hände ohn, Morgenlieder. 55⁷ Befehl ich, liebster Heiland, dir Hilf, daß ich sie vollende Zu deines Namens Herrlichkeit, Und gib, daß ich zur Abendzeit Erwünschten Lohn empfange. Salomo Liscow, 1640—1689. 329. Mel.: Ich dank dir schon durch deinen I M. Prätorius. 1610. IRRRDDD‚. 65 Rer⸗ nre———.——— 1. Mein erst Ge⸗fübl sei Preis und Dant, ————— —.—————.————.— 3.29—8— —— er⸗ he⸗be Gott, o Ser⸗le! Der 1ů—30— dei⸗ E E 1—— nen Lob⸗ge⸗sang, lob⸗sing ihm, mei⸗ ne mi 1 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht Lag ich und schlief in Frieden; Wer schafft die Sicherheit der Nacht Und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, Mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß 534. schützt mich vor Gefahren? Wer lehrt das Auge seine Pflicht, Sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, Die Seele zu erwecken? 5. Du bist es, Gott und Herr der Welt, Und dein ist unfer Leben. Du bist es, der es uns erhält Und mirs jetzt neu gegeben. 558 Morgenlieder. 6. Gelobet seist du, Gott der Macht, Gelobt sei deine Treue, Daß ich nach einer sanften Nacht Mich dieses Tags erfreue. 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, Mich deine Wege wallen, Und lehre du mich selber tun Nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr, Auf dich hofft meine Seele. Sei mir ein Retter in Gefahr, Ein Vater, wenn ich fehle. 9. Gib mir ein Herz voll Zuversicht, Erfüllt mit Lieb und Ruhe, Ein weises Herz, das seine Pflicht Erkenn und willig tue, 10. Daß ich als ein getreuer Knecht Nach deinem Reiche strebe, Gottselig, züchtig und gerecht Durch deine Gnade lebe; 11. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, Nie Fleiß und Arbeit scheue, Mich gern an andrer Wohlergehn Und Wrer Tugend freue; 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit In deiner Furcht genieße Und meinen Lauf mit Freudigkeit, Wenn du gebeutst, beschließe. ů Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 330. Eigene Melodie. 1704. 1 r ——— r. 1 Mor⸗gen⸗glanz der E-wig⸗keit, schick uns die- se Mor⸗-gen-zeit Morgenlieder. 559 Licht vom un=er⸗ deschöpf⸗ ten Lich⸗ e, dei⸗ne Strah⸗len zu Ge⸗sich ⸗ te udwer .——.—— —.— +Iq.— ——4—.— en e treib durch dei⸗ ne Macht unsre Nacht. 2. Deiner Güte Morgentau Fall auf unser matt Gewissen, Laß die dürre Lebensau Lauter süßen Trost genießen Und erquick uns, deine Schar Immerdar. 3. Gib, daß deiner Liebe Glut Unsre kalten Werke töte, Und erweck uns Herz und Mut Bei entstandner Morgenröte, Daß wir, eh wir gar vergehn, Recht aufstehn. 4. Laß uns ja das Sündenkleid Durch des Bundes Blut vermeiden, Daß uns die Gerechtigkeit Mög als wie ein Rock bekleiden, Und wir so vor aller Pein Sicher sein. 5. Ach du Aufgang aus der Höh, Gib, daß auch am jüngsten Tage Unser Leichnam aufersteh Und entfernt von aller Plage Sich auf jener Freudenbahn Freuen kann. 6. Leucht uns selbst in jene Welt, Du verklärte Gnadensonne, Führ 430 durch das Tränenfeld In das Land der süßen Wonne, Morgenlieder. Da die Lust, die uns erhöht, Nie vergeht. Christian Knorr v. Rosenroth, 1636—1689. 331. Mel.: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1651. . ————.——.——. — ——. 1. O hei⸗li⸗ge Drei⸗fal⸗tig⸗keit, o —.— I 1—————— — 3.——— .— hoch-ge-lob-te Ei-nig⸗keit, Gott Va⸗ter, ., E—.——.— EDDRRRRR—— Sohn und heil-ger Geist, heut die-sen Tag mir U E— DR —— 44—.————— 4— II—— Bei⸗-stand leist. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, Daß mir kein Böses widerfahr Und mich der Satan nicht verletz Noch mich in Schand und Schaden setz. 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, Des Sohnes Weisheit mich erquick, Des heilgen Geistes Glanz und Schein Erleucht meins finstern Herzens Schrein. 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei, O mein Erlöser, hilf mir frei, O Tröster wert, weich nicht von mir, Mein Herz mit werten Gaben zier. 5. Herr, segne und behüte mich; Erleuchte mich, Herr, gnädiglich; Herr, heb auf mich dein Angesicht Und deinen Frieden auf mich richt. Martin Behm. 1557—622. Morgenlieder. 561 332. Mel.: O Gott, du frommer Gott. 1693. ——5.— O Deesu, su⸗ 503 Licht, nun nun 63 dein——— glanz 2—— ‚— ist die Nacht ver-gan-gen, neu⸗e 3910— um—ẽ agen; —.——————....*‚ an mir ist, vom Schla⸗ fe uf ge⸗ weckt und e hat nun in Be⸗gier 2 dir sich aus⸗ge⸗streckt. 2. Was soll ich dir denn nun, Mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar In deine Gnad einsenken Mit Leib, mit Seel, mit Geist Heut diefen⸗ ganzen Tag; Das soll mein Opfer sein, Weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein Gott, Da hast du meine Seele, Sie sei dein Eigentum, Mit ihr dich heut vermähle In deiner Liebeskraft; Da hast du meinen Geist, Darinnen wollst du dich Verklären allermeist. 4. Da sei denn auch mein Leib Zum Tempel dir ergeben, nun ist, was Morgenlieder. Zur Wohnung und zum Haus, —— allerliebstes Leben! ch wohn, ach leb in mir, Beweg und rege mich; So hat Geist, Seel und Leib Mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt Die Kleider angeleget. Laß meiner Seele sein Dein Bildnis eingepräget Im güldnen Glaubensschmuck, In der Gerechtigkeit, Die allen Seelen ist Das rechte Ehrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich Mit Weisheit und mit Liebe, Mit Keuschheit, mit Geduld Durch deines Geistes Triebe; Auch mit der Demut mich Vor allem kleide an, So bin ich wohlgeschmückt Und köstlich angetan. 7. Bleib du mir diesen Tag Stets vor den Augen schweben, Laß dein Allgegenwart Mich wie die Luft umgeben, Auf daß mein ganzes Tun Durch Herz, durch Sinn und Mund Dich lobe inniglich, Mein Gott, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich tu, Ja rede und gedenke; Durch deines Geistes Kraft Es also führ und lenke, Daß alles nur gescheh Zu deines Namens Ruhm, Morgenlieder. 563 Und daß ich unverrückt Verbleib dein Eigentum. Joachim Lange, 1670—1744. 333. Mel.: Nun laßt uns Gott dem Herren. 1587. 9⁴ ů—.—.— dkn redair ts,-rhe H, vrre, — 7———— 1. Wach auf, mein Herz, und sin ge dem ů——— ——— 445.... 1.—— Schöp⸗fer al⸗ler Din⸗ge, dem Ge⸗ber al⸗ler N — r, ——— SE ——. I Gü⸗ ter, dem from⸗ Wen Men⸗schen⸗hü⸗ter. 2. Heint,*) als die dunklen Schatten Mich ganz umgeben hatten, Hast du, o Gott, gewehret, Daß mich kein Leid versehret. 3. Du sprachst: Mein Kind, nun liege, Trotz dem, der dich betrüge! Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Du sollst die Sonne schauen. 4. Dein Wort, Herr, ist geschehen, Ich kann das Licht noch sehen; Von Not bin ich befreiet, Dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben: Hier bring ich meine Gaben; Mein Weihrauch und mein Widder Sind mein Gebet und Lieder. ) Heute Nacht. 564 Tischlieder. 6. Die wirst du nicht verschmähen, Du kannst ins Herze sehen Und weißt wohl, daß zur Gabe Ich ja nichts Bessres habe. 7. So wollst du nun vollenden Dein Werk an mir und senden, Der mich an diesem Tage 2— seinen Händen trage. 8. Sprich Ja zu meinen Taten; Hilf selbst das Beste raten; Den Anfang, Mitt und Ende, 5 Herr, zum besten wende. Mit Segen mich beschütte Wein Bos sei deine Hütte, Dein Wort sei meine Speise, Bis ich gen Himmel reise. Paul Gerhardt, 1607 1676. 2. Tischlieder. — Mel.:——1 Jesu äsü dich zu uns wend. 1651. . —— .— 1. Be⸗scher uns, Herr, das täg⸗ lich Brot; vor — E — + 36 ö— EE 4——*—— Teu⸗rung und vor Hun⸗ ⸗gers⸗not be⸗ hüt uns .———— n Lun .. durch dein lie⸗ ben Sohn, Gott Va⸗ ter in dem E*————— 2—————— ———— 9 8 S — Wé D Ur Tischlieder. 56⁵5 2. O Herr, tu auf dein milde Hand, Mach uns dein Gnad und Güt bekannt; Ernähre uns, die Kinder dein, Der du speis'st alle Vögelein. 3. Erhörst du doch der Raben Stimm, Drum unsre Bitt, Herr, auch vernimm. Denn aller Ding du Schöpfer bist Und allem Vieh sein Futter gibst. 4. Gedenk nicht unsrer Missetat Und Sünd, die dich erzürnet hat; Laß scheinen dein Barmherzigkeit, Daß wir dich lobn in Ewigkeit. 5. O Herr, gib uns ein fruchtbar Jahr, Den lieben Kornbau uns bewahr; Vor Teurung, Hunger, Seuch und Streit Behüt uns, Herr, zu dieser Zeit. 6. Du unser lieber Vater bist, Weil Christus unser Bruder ist; Drum trauen wir allein auf dich Und wolln dich preisen ewiglich. Nikolaus Herman, 4 1561. 335. Eigene Melodie. 1587. .—.— 29——.—— I—. —— D—————— 1—, r——— 1. Nun laßt uns Gott dem Her⸗ren Dank 1—10 ů—— ů — 0————3 —— SSDDIiii‚————— sa-gen und ihn eh-ren von we-gen sei-ner * ———— .———————.——..—— +....—— E 1——————.—.. rr Ga-ben, die wir em-pfan-gen ha-ben. 2. Den Leib, die Seel, das Leben Hat er allein uns geben: 566 Tischlieder. Dieselben zu bewahren Tut er nie etwas sparen. 3. Nahrung gibt er dem Leibe, Die Seele muß auch bleiben, die Wiewohl tödliche Wunden 1 Sind kommen von den Sünden. 4. Ein Arzt ist uns gegeben, 12 Der selber ist das Leben: die⸗ Christus, für uns gestorben, Der hat das Heil erworben. E= 5. Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl Dient wider allen Unfall, Der heilge Geist im Glauben—— Lehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns vergeben— Die Sünd, geschenkt das Leben; Im Himmel solln wir haben, an O Gott, wie große Gaben! 7. Wir bitten deine Güte, Daß sie hinfort behüte Die Großen mit den Kleinen, 337 Du kannsts nicht böse meinen. 8. Erhalt uns in der Wahrheit, 2— Gib ewigliche Freiheit,— Zu preisen deinen Namen Durch Jesum Christum. Amen.— Ludwig Helmbold, 1532—1598. S ücke di S 336. Mel.: Schmücke dich, o liebe Seele. J. Cruger. 1649. 5 23———..— un 5 +——— 458 8— 2— ——.— nn nen: S—— Speis uns, Va⸗ter, dei ⸗ne Kin⸗der, trö⸗ste sprich den Se-gen zu den Ga-ben, die wir er 98. Tischlieder. 567 5*— die be⸗trüb⸗ten Sün⸗der, da 3tzo vor uns ha-ben, ——* —— die⸗sem Le⸗ ben Stär⸗ 4e Kraft und Nah⸗ 666 ——.—— ————...———— — DRDRRDRCRCE— — H—— ge-ben, bis wir end-lich zu den, —E———* EI 4—— —————.——— 2—. an die Him⸗-mels⸗ta⸗ 22 kom⸗- men. Johann Heermann, 1585—1647. 337. Mel.: Herr Gott, dich loben alle wir. 1551. SS........... Wir dan⸗ken Gott für sei ne Gab'n, — — 2———— 8 wir von ihm em⸗ pfan⸗ gen hab'n, und bit⸗ ten un⸗sern lie⸗ ben Herrn, ——— ——,—I—.——.—— E —————— er woll hin-fort uns mehr be⸗ schern. 568 Abendlieder. 2. Er woll uns speisen mit seim Wort, Daß wir satt werden hier und dort; Ach lieber Gott, du wollst uns geb'n Nach dieser Zeit das ewge Leb'n. 3. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, Daß du uns'r Gast gewesen bist; Bleib du bei uns, so hats nicht not, Du bist das rechte Lebensbrot. Unbekannt 1589. 3. Abendlieder. 338. Mel.: Unerschaffne 34114%4 Um 1730. 9 V. IIL SSSII 1.— E. 1. Ach mein Je⸗su, sieb⸗ ich tre⸗te, da der e, e. — Tas nun⸗ mehr sic neigt und die Fin ⸗ster⸗ .—..— —5 2*—.—.———— ———. La nis sich zeigt, hin zu dei⸗nem Thron und ——H——— 1 e. ——.—.—..—— be⸗ te. Nei⸗ge du zu dei⸗ nem Sinn —.— ö 25 A.— E auch mein Herz und Sin- nen hin. 2. Meine Tage gehn geschwinde Wie ein Pfeil zur Ewigkeit, Und die allerlängste Zeit Saust vorbei als wie die Winde, Fließt vorbei als wie ein Fluß Mit dem schnellsten Wasserguß. — JAI ——2507 7ꝰ FI— 7 572— Abendlieder. 569 3. Und, mein Jesu, sieh, ich Armer Nehme mich doch nicht in acht, Daß ich dich bei Tag und Nacht Herzlich suchte; mein Erbarmer, Mancher Tag geht so dahin, Da ich nicht recht wacker bin. 4. Ach, ich muß mich herzlich schämen, Du erhältst, du schützest mich Tag und Nacht so gnädiglich, Und ich will mich nicht bequemen, Daß ich ohne Heuchelei Dir dafür recht dankbar sei. 5. Nun ich komme mit Verlangen, O mein Herzensfreund, zu dir: Neige du dein Licht zu mir, Da der Tag nunmehr vergangen; Sei du selbst mein Sonnenlicht, Das durch alles Finstre bricht. 6. Laß mich meine Tage zählen, Die du mir noch gönnen willt; Mein Herz sei mit dir erfüllt, So wird mich nichts können quälen; Denn wo du bist Tag und Licht, Schaden uns die Nächte nicht. 7. Nun, mein teurer Heiland, wache, Wache du in dieser Nacht; Schütze mich mit deiner Macht; Deine Liebe mich anlache. Laß mich selbst auch wachsam sein, Ob ich gleich jetzt schlafe ein. Levin Johann Schlicht, 1681—1723. 339. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 1543. 2..———— 2..— ++ ———— 2—.———— SSDSDSRPSPCH˖ECE(xExꝑPRIEEEIEEꝑEIEI‚I‚IE De= 1. Christ, der du bist der hel⸗le Tag, vor 570 Abendlieder. r drinren, — e u— 2 IIN dir die Nacht nicht bleiben mag; du leuch-test I I —.——.— ö —————— 111 . uns vom Va⸗ter her und bist des Lich-tes H ad.— 2—— Pre⸗di ⸗ ger. 2. Ach lieber Herr, behüt uns heint In dieser Nacht vorm bösen Feind Und laß uns in dir ruhen fein Und vor dem Satan sicher sein. 3. Obschon die Augen schlafen ein, So laß das Herz doch wacker sein; Halt über uns dein rechte Hand, Daß wir nicht falln in Sünd und Schand. 4. Wir bitten dich, Herr Jesu Christ, Behüt uns vor des Teufels List, Der stets nach unsrer Seele tracht, Daß er an uns hab keine Macht. 5 Sind wir doch dein ererbtes Gut, Erworben durch dein teures Blut; Das war des ewgen Vaters Rat, Als er uns dir geschenket hat. 6 Befiehl deim Engel, daß er komm Und uns bewach, dein Eigentum, Gib uns die lieben Wächter zu, Daß wir vorm Satan haben Ruh. 7 So schlafen wir im Namen dein, Dieweil die Engel bei uns sein. Du heilige Dreieinigkeit, Wir loben dich in Ewigkeit. Erasmus Alberus, um 1500—1553. E P S QNl — +. — Abendlieder. 340. Eigene Melodie. 1730. —.—.— ͤ———.—— —— 77 1. de⸗ ben Son⸗ne Licht und Pracht die——n 2— sich zur Ruh ge-macht, r. — hat nun den Tag voll-füh-⸗ er tu, Seel, was dir ge⸗büh⸗ret, an die Him⸗mels⸗tür und bring ein Lied her N —— 3.—.—6—.— narrrer.———.— —— E ‚——.— auf Je-sum sein ge-rich-tet hin. 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl Und gebet eure Strahlen, Ihr macht die Nacht des Lichtes voll, Doch noch zu tausend Malen Scheint heller in mein Herz Die ewge Himmelskerz, Mein Jesus, meiner Seele Ruhm, Mein Schatz, mein Schutz, mein Eigentum. 3. Der Schlaf zwar herrschet in der Nacht Bei Menschen und bei Tieren, Doch einer ist, der oben wacht, Bei dem kein Schlaf zu spüren. Es schlummert, Jesu, nicht Dein Aug, auf mich gericht, 572 Abendlieder. Drum soll mein Herz auch wachend sein, Daß Jesus wache nicht allein. 4. Verschmähe nicht dies schlechte Lied, Das ich dir, Jesu, singe; In meinem Herzen ist kein Fried, Bis ich es zu dir bringe. Ich bringe, was ich kann, Ach nimm es gnädig an; Es ist doch herzlich gut gemeint, O Jesu, meiner Seele Freund. 5. Mit dir will ich zu Bette gehn, Dir will ich mich befehlen, Du wirst, mein Schutzherr, auf mich sehn Zum Besten meiner Seelen. Ich fürchte keine Not, Auch selber nicht den Tod; Denn wer mit Jesu schlafen geht, Mit Freude wieder aufersteht. 6. So oft die Nacht mein Ader schlägt, Soll dich mein Geist umfangen; So vielmal sich mein Herz bewegt, Soll dies sein mein Verlangen, Daß ich mit lautem Schall Möcht rufen überall: Ach Jesu, Jesu, du bist mein, Und ich auch bin und bleibe dein. 7. Nun, matter Leib, gib dich zur Ruh Und schlafe sanft und stille; Ihr müden Augen, schließt euch zu, Denn das ist Gottes Wille. Schließt aber dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! So wird der Schluß recht wohl gemacht. Nun Jesu, Jesu, gute Nacht! Christian Scriver, 1629—1693, Abendlieder. 573 341 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. 0 H. Snn(2) 1536. 4. Der Sab⸗ bat n Han⸗ gen, dich ha⸗be —— e— e 357 e—— 7½i1 mein Ber⸗ 0 anen.. 26——3— er⸗ —————.—— füllt; Gott hat inen un⸗ 17908 Iwer⸗ ser 5—————— Le-bens⸗brot ge⸗ spei ser ————— See=le Durst ge—— 2. Gott ruht durchs Wort im Herzen; Drum leg ich ohne Schmerzen Auch meinen Leib zur Ruh; Denn allen Sündenschaden Deckt Jesus nun in Gnaden Mit seinem Purpurmantel zu. 3. O du dreieinigs Wesen, Mein Geist ist schon genesen, Weil ich dein Tempel bin; Ich habe Licht vom Lichte, Dein leuchtend Angesichte Treibt alle Finsternisse hin. 4. Du wirst schon bei mir wachen Und eine Sonne machen Auch mitten in der Nacht, Bis bei den Cherubinen Ein Sonntag ist erschienen, ö Der alle Nacht zu schanden macht. 57⁴4 Abendlieder. 5. Ich schlafe ganz vergnüget; Denn wo mein Herze lieget, Da ist der Engel Heer. Mich stört kein Weltgetümmel; Es träumt mir nur vom Himmel; Ach, wer doch nur bald droben wär! Benjamin Schmolck, 1672—1737. 34⁴2. Eigene Melodie. 1542. Q N N r Ve dn e An⸗eenee rne in F i. reen T ⏑——.2—— *— DD 1. Der Tag ist hin, mein Je-su, bei mir blei⸗ — RS— ——— 2— 5 1 1—— be; o See⸗len⸗licht, der Sün-den Nacht ver⸗ * — 1—— 3 + I. 2 —— L. ——.— I 25 trei⸗be; geh auf in mir, Glanz der Ge⸗ 2.— 1———*—— .— rni rech⸗tig⸗keit er⸗leuch-te mich, ach Herr, denn 1—I— 4.—1 4 —4 2 4—.4 — es ist Zeit. 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen, Dir sei die Ehr, daß alles wohlgelungen Nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh; Du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, was mich empfindlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet. Das weißt du wohl, o Herzenskündiger, Ich strauchle noch wie ein Unmündiger. é —.— . V 11 . — Abendlieder. 57⁵ 4. Vergib es, Herr, was mir sagt mein Ge⸗ wissen: Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen; Es ift mir leid, ich stell mich wieder ein, Da ist die Hand: du mein and ich bin dein. 5. Israels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, Zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte; Bewahre mich durch deine große Macht, Wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen. Ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen. O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn. Dich laß ich nicht, mein Fels; der Tag ist hin. Joachim Neander, 1650—1680. 343. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. H. Isaak.(2) 1536. ü en Fin in, ———— 1. Herr, der du mir das Le ben bis die⸗-sen ——— E Tag ge⸗ ge⸗ben, dich bet ich kind⸗lich an. Ich . F T bin viel zu ge⸗rin⸗ge der Treu⸗e, die ich — 2*— 2—— X———— —— 1————————— E—— sin⸗ge, ulld die du heut an mir ge⸗tan. 2. Mit dankendem Gemüte Freu ich mich deiner Güte, Ich freue mich in dir. —. SS.SII... D 576 Abendlieder. Du gibst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke Und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, Nach deines Worts Befehlen Einher im Leben gehn, Auf deine Güte hoffen, Im Geist den Himmel offen Und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube, Und nahe mich im Staube Zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen, Ich bin bei dir in Gnaden, Und in dem Himmel ist mein Teil. 5. Bedeckt mit deinem Segen, Eil ich der Ruh entgegen: Dein Name sei gepreist! Mein Leben und mein Ende Ist dein, in deine Hände Befehl ich, Vater, meinen Geist. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 344. Mel.: Werde munter, mein Gemüte. J. Schop. 1642. 4 —— N 2 7 ν—3—— / * D= 1 Herr, es ist von mei⸗nem Le⸗ben Leh⸗re mich nun Ach-tung ge-ben, N— + H 1—— 1 ꝗI— n. 4. wie⸗der⸗ um ein Tag da⸗-hin. ob ich fromm ge-we-sen bin; zei⸗ge Abendlieder. 577 ꝗ———72 0— EeRS EEEEETEEEEEEEEEE t DIDꝗĩĩPDRRRII————— mirs auch sel⸗ber an, so ich was nicht recht ge⸗ —* EEI.—— S E— tan, und hilf jetzt in al⸗len Sa⸗chen gu⸗ten .......... Kn. 2—— Fei⸗er ⸗a⸗bend ma⸗chen. 2. Freilich wirst du manches finden, Was dir nicht gefallen hat, Denn ich bin noch voller Sünden In Gedanken, Wort und Tat, Und vom Morgen bis jetzund Pfleget Herze, Hand und Mund So geschwind und oft zu fehlen, Daß ichs selber nicht kann zählen. 3 Aber, o du Gott der Gnaden, Habe noch einmal Geduld. Ich bin freilich schwer beladen; Doch vergib mir alle Schuld. Deine große Vatertreu Werde diesen Abend neu: So will ich noch deinen Willen Künftig mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, Daß der Schlaf nicht sündlich sei; Decke mich mit deiner Güte, Auch dein Engel steh mir bei. Lösche Feur und Lichter aus Und bewahre selbst das Haus, Daß ich morgen mit den Meinen Nicht im Unglück dürfe weinen. 5⁷ 578 Abendlieder. 5. Steure den gottlosen Leuten. Die im Finstern Böses tun; Sollte man gleich was bereiten, Uns zu schaden, wenn wir ruhn, So zerstöre du den Rat Und verhindere die Tat; Wend auch alles andre Schrecken, Das der Satan kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, Wenn es bei uns Abend wird, Denn du bleibest ewig munter Und bist wie ein guter Hirt, „Der auch in der finstern Nacht Uber seine Herde wacht; Darum hilf uns, deinen Schafen, 65270 wir alle sicher schlafen. Laß mich denn gesund erwachen, Wenn es rechte Zeit wird sein, Daß ich ferner meine Sachen Richte dir zu Ehren ein; Oder hast du, lieber Gott, n bestimmet meinen Tod, o befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Kaspar Neumann, 1648—1765. 25 543. . E FE—————— F 1———— 2* SDD‚˖‚..— 3 0 0 E X 1. Hin⸗ un⸗ter ist der Son-ne 40 die — 1— 1— ED—— + .I..IPI..I‚I...... —.— S ˖ DqD‚=i sin⸗stre Nacht bricht stark her⸗ein; leucht uns, Hert Abendlieder. 579 D Christ, du wah⸗xes Licht, laß uns im Fin⸗stern I— ——— —.—. 1— 1— 10 wan-deln nicht. 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag Vor Schad, Gefahr und mancher Plag Durch deine Engel hast behüt Aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir hab'n erzürnet dich, Dasselb verzeih uns gnädiglich Und rechn es unsrer Seel nicht zu; Laß uns schlafen in Fried und Ruh. 4. Durch dein Engel die Wacht bestell, Daß uns der böse Feind nicht fäll; Vor Schrecken, Angst und Feuersnot Behüt uns heint, o lieber Gott. Nikolaus Herman, 4 1561. 346 Mel.: Jesu, meine Freude. —*. Crüger. 1656. 8.— X SDD. 2 0 der von war mein Hir⸗te dei⸗ner Scha⸗ dei⸗ne Wun⸗der⸗ gü⸗ 15.—..—.— ——3— — ⁰N ——— Z.. ö 580 Abendlieder. II ——— 1 1 N e L e...—— 4 E.— der—.—— ——— 2. Decke mich von oben Vor der Feinde Toben Mit der Vaterhuld; Ein versöhnt Gewissen Sei mein Ruhekissen; Drum vergib die Schuld. Denn dein Sohn hat mich davon Durch die tiefgeschlagnen Wunden Gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben Keine Not betrüben; Sie sind mein und dein. Schließ uns mit Erbarmen In den Vaterarmen Ohne Sorgen ein. Du bei mir und ich bei dir, Also sind wir ungeschieden, Und ich schlaf im Frieden. 4. Komm, verschließ die Kammer Und laß allen Jammer Ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel, Unter deine Flügel Nimm dein Küchlein ein. Decke zu mit Schutz und Ruh, So wird uns kein Graun erwecken, Noch der Satan schrecken. 5 Wie, wenn ich mein Bette Heut zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Doch hast du beschlossen, dei⸗nen Scha-ren um und um be⸗wah⸗ren. Abendlieder. 581 Daß mein Ziel verflossen, Kommt die Todesnot, So will ich nicht wider dich: Lieg ich nur in Jesu Wunden, Sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich tue In vergnügter Ruhe Mund und Augen zu. Seele, Leib und Leben Hab ich dir ergeben, O du Hüter du. Gute Nacht! Nimm mich in acht; Und erleb ich ja den Morgen, Wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck, 1672—1737. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 34⁴⁷. H. Isaak.(2) 1536. 9⁴ ö —— 25 2 7 4 Ft 1 ..—.—. ——— auf, ihr sollt be⸗ gin⸗nen, was eu⸗ rem ———— x—— ————— Schöp⸗fer wohl- Abendlieder. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, Die Nacht, des Tages Feind; Fahr hin, ein andre Sonne, Mein Jesus, meine Wonne, Gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, Die güldnen Sternlein prangen Am blauen Himmelssaal; Also werd ich auch stehen, Wenn mich wird heißen gehen Mein Gott aus diesem Jammertal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, Legt ab das Kleid und Schuhe, Das Bild der Sterblichkeit; Die zieh ich aus, dagegen Wird Christus mir anlegen Den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände Sind froh, daß nun zum Ende Die Arbeit kommen sei; Herz, freu dich, du sollst werden Vom Elend dieser Erden Und von der Sündenarbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder, Der Betten ihr begehrt; Es kommen Stund und Zeiten, Da man euch wird bereiten Zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen, Im Nu sind sie geschlossen, Wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, Sei gut für allen Schaden, Du Aug und Wächter Israel⸗ Abendlieder. 583 8. Breit aus die Flügel beide, O Jesu, meine Freude, Und nimm dein berschtt ein; Will Satan mich verschlingen, So laß die Englein singen: Dies Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, Soll heute nicht betrüben Kein Unfall noch Gefahr; Gott laß euch ruhig schlafen, Stell euch die güldnen Waffen Ums Bett und seiner Helden Schar. Paul Gerhardt, 1607—1676. 600 Eigene Melodie. A. Krieger. 1634 1666. 49 1. Nun sich 927 Tag ge-en-det hat und f—.—.—.—. +.— 7— E SSI—— — 2 kei⸗ne Sonnneaheschrin schläft al⸗les, was sich —.—.—.— n 4 EVV—..—————— I ab⸗ge-matt, 11 was zu-vor ge-weint. 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast, Du schläfst noch schlummerst nicht; Die Finsternis ist dir verhaßt, Weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich In dieser schwarzen Nacht Und schenke du mir gnädiglich Den Schirm von deiner Wacht. 584 Abendlieber. 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, Die mich bei dir klagt an, Doch aber deines Sohnes Huld Hat gnug für mich getan. 5. Den setz ich dir zum Bürgen ein, Wenn ich muß vors Gericht; Ich kann ja nicht verloren sein In solcher Zuversicht. 6. Drauf tu ich meine Augen zu Und schlafe fröhlich ein; Mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh, Wer wollte traurig sein? 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin, Wo ihr habt euren Lauf; Ich baue jetzt in meinem Sinn ott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte sein In diesem Jammertal, So führ mich, Herr, in Himmel ein Zur auserwählten Zahl. 9. Und also leb und sterb ich dir, Du Herr Gott Zebaoth, Im Tod und Leben hilfst du mir Aus aller Angst und Not. Johann Friedrich Herzog, 1647—1699. 349. Mel.; Meinen Sesum laß ich nicht. 1715. ——.— V.—— SHN * 4 3.—— —.0...———— 9 en nun. E——1 1(hne mi Je⸗su, wa⸗che du, weil ich —.—— + I—— ———— jezzund will ein ⸗schla⸗fen. schtieß die Lüre Abendlieder. 585 V „ Ei PpPI sel-ber zu, treu⸗er Je⸗su, wa⸗che du. 2. Treuer Jesu, weiche nicht, ö Sonst wird Grauen, Furcht und Schrecken, Das oft mit der Nacht einbricht, Uns viel Ach und Weh erwecken. Bleib bei uns mit deinem Licht, Treuer Jesu, weiche nicht. 3. Treuer Jesu, steh uns bei, Daß in uns der Geist und Glaube, Wenn wir schlafen, wacker sei, Und kein Feind uns solchen raube. Deine Hilfe mach uns frei; Treuer Jesu, steh uns bei. 4. Treuer Jesu, wenn es nu Einmal mit mir kommt zum Sterben, So bring mich zu deiner Ruh,‚ Mache mich zum Himmelserben, Schließ mir selbst die Augen zu; Treuster Jesu, hilf mir du. 5. Treuer Jesu, nimm zu dir Endlich mich und all die Meinen. Wenn der Tag nun bricht herfür, Da du selber wirst erscheinen, Führ uns durch die Himmelstür, Liebster Jesu, ein zu dir. Unbekannt, 1697. 350 Mel.: Werde munter, mein Gemüte. 2 J. Schop. 1642. +*.....—————— 5. 4.— HUUIIJ——II————— N——— 25——.—— ——„— N R N— 77.8 ů Un⸗sre mü⸗den Au⸗gen ⸗li⸗der und des Lei⸗bes mat⸗te Glie⸗der 586 Abendlieder. —.—.—— —..—— 2* — schlie⸗ßen sich jetzt schläfrig zu, grü⸗ßen schon die A-bend- ruh; — N. 9 4. 8——— denn die trüb und fin estre Nacht hat des [ + 4 X 4 e, e e inwitrin ———— 2——.—— 4 hel⸗len Ta⸗-ges Pracht in der tie⸗fen See ver⸗ 12— , Lis, H, 1 z vin, din nn. münn E dek⸗ket und die Ster⸗ne auf⸗ge-stek-ket. 2. Ach bedenk, eh du gehst schlafen, Du o meines Leibes Gast, Ob du den, der dich erschaffen, Heute nicht erzürnet hast; Tu, ach tu beizeiten Buß, Geh und falle ihm zu Fuß Und bitt ihn, daß er aus Gnaden Dich der Strafe woll entladen. 3. Sprich: Herr, dir ist unverhohlen, Daß ich diesen Tag vollbracht Anders, als du mir befohlen; Ja, ich habe nicht betracht Meines Lebens Ziel und Zweck, Habe gleichfalls deinen Weg Schändlich, o mein Gott, verlassen, Bin gefolgt der Sünde Straßen. 4. Ach Herr, laß mich Gnad erlangen, Gib mir nicht verdienten Lohn; Laß mich deine Huld umfangen, Sieh an deinen lieben Sohn, S SSS Abendlieder. 587 Der für mich genug getan; Vater, nimm den Bürgen an; Dieser hat für mich erduldet, Was mein Unart hat verschuldet. 5. Sende deiner Engel Scharen Als zur Wache mir herab, Meine Seele zu bewahren, Daß des Todes finstres Grab, Daß das Übel, so bei Nacht Unsern Leib zu fällen tracht, Mich nicht mit dem Netz umdecke, Noch ein böser Traum mich schrecke. 6. Laß mich, Herr, von dir nicht wanken, In dir schlaf ich sanft und wohl; Gib mir heilige Gedanken, Und bin ich gleich Schlafes voll, So laß doch den Geist in mir Zu dir wachen für und für, Bis die Morgenröt aufgehet Und man von dem Bett aufstehet. 7. Vater droben in der Höhe, Dessen Nam uns teur und wert, Dein Reich komm, dein Will geschehe, Unser Brot werd uns beschert, Und vergib uns unsre Schuld, Schenk uns deine Gnad und Huld, Laß uns nicht Versuchung töten, Hilf uns, Herr, aus allen Nöten. Johann Franck, 1618-1677. 351. Eigene Melodie. J. Schop. 1642. qi.— —————— EIII + 1 Wer⸗de mun⸗ter, mein Ge-mü⸗te, daß ihr prei⸗set Got⸗tes Gü⸗te, 588 Abenblieder. — H+ 1— ...............———— ————— BI und ihr Sin⸗ne, geht her ⸗für, die er hat ge⸗tan an mir; N ————7 Es 5 EEEEEEE— 4. 1—— da er mich den gan-zen Tag vor so man-cher E e e — + + + + schwe⸗ren Plag durch sein gna⸗den⸗rei⸗ ches — N—— N— D——— Wal⸗ten hat be⸗schüt-zet und er⸗hal⸗ten. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, Daß mir ist mein Werk Leid Daß du mich vor allem Leid Und vor Sünden mancher Art So getreulich hast bewahrt, Auch die Feind hinweggetrieben, Daß ich unbeschädigt blieben. 3. Keine Klugheit kann ergründen Deine Güt und Wundertat, Ja kein Redner kann verkünden, Was dein Hand erwiesen hat. Deiner Wohltat ist zu viel, Sie hat weder Maß noch Ziel; Ja, du hast mich so geführet, Daß kein Unfall mich berühret. 4. Dieser Tag ist nun vergangen, Die betrübte Nacht bricht an, Es ist hin der Sonne Prangen, So uns all erfreuen kann; —X 947 .N—573 ẽ ꝗ e& ASAA ASANVANRN VOYA Abendlieder. 589 Stehe mir, o Vater, bei, Daß dein Glanz stets vor mir sei Und mein kaltes Herz erhitze, Ob ich gleich im Finstern sitze. 5. Herr, verzeihe mir aus Gnaden — Alle Sünd und Missetat, — Die mein armes Herz beladen 15 Und so gar vergiftet hat, — Daß auch Satan durch sein Spiel Mich zur Hölle stürzen will; es Da kannst du allein erretten, Strafe nicht mein Übertreten. 6. Bin ich gleich von dir gewichen, Stell ich mich doch wieder ein, Hat uns doch dein Sohn verglichen Durch sein Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld; Aber deine Gnad und Huld Ist viel größer als die Sünde, Die ich stets in mir befinde. 7. O du Licht der frommen Seelen, O du Glanz der Ewigkeit, Dir will ich mich ganz befehlen Diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, Weil es nunmehr dunkel schier; Da ich mich so sehr betrübe, Tröste mich mit deiner Liebe. 8 Schütz mich vor des Teufels Netzen, Vor der Macht der Finsternis, Die mir oft des Nachts zusetzen Und erzeigen Kümmernis. Laß mich dich, o wahres Licht, Immerdar verlieren nicht; 59⁰ Abendlieder. Wenn ich dich nur hab im Herzen, Fürcht ich nicht der Seele Schmerzen. 9. Wenn mein Augen schon sich schließen Und ermüdet schlafen ein, Soll mein Herz denn noch geflissen Nur auf dich gerichtet sein; Meine Seele mit Begier Träume stets, o Gott, von dir, Daß ich fest mit Seel und Leibe Auch im Schlafe dein verbleibe. 10. Laß mich diese Nacht empfinden Eine sanfte, süße Ruh; Alles Übel laß verschwinden, Decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feind und Hausgenossen Sein in deinen Schutz geschlossen. 11. Ach bewahre mich vor Schrecken, Schütze mich vor Überfall; Laß mich Krankheit nicht aufwecken, Treibe weg des Krieges Schall; Wend ab Feur und Wassersnot, estilenz und schnellen Tod; aß mich nicht in Sünden sterben, Noch an Leib und Seel verderben. 12. O du großer Gott, erhöre, Was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets verehre, Bleibe du mein Schutz und Rat; Und mein Hort, du werter Geist, Der du Freund und Tröster heißt, Höre doch mein sehnlich Flehen; Amen, ja es soll geschehen! Johann Rist, 1607—1667. Abendlieder. 352. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 738. .———.———N———— ö r.nnn üinn dunen.—3— ——— 1 So ist die Wo⸗che nun ge⸗ „Wie sich dein Se-gens⸗quell er⸗ ———— N —.—.———.——4 ———..... 5—* 82C—.—2.——. 4 — 1.—.—.— 1—1 schlos⸗sen, doch, treu⸗er Gott, dein Her-ze nicht. gos⸗sen, so bin ich noch der Zu-ver⸗-sicht, . 23Z. e. 45..——. daß er sich wei⸗ ter⸗ hin er-gießt und 2 222— H —————— 4 —. + II 2———— I un⸗auf⸗hör⸗lich auf mich fließt. 2. Ich preise dich mit Hand und Munde, Ich lobe dich, so hoch ich kann; Ich rühme dich von Herzensgrunde Für alles, was du mir getan, Und weiß, daß dir durch Jesum Christ Mein Dank eein süßer Weihrauch ist. 3. Hat mich bei meinen Wochentagen Das liebe Kreuz auch mit besucht, So gabst du auch die Kraft zu tragen; Du ist es voll Heil und Frucht Durch deine Lieb, o Herr, zu mir, Und darum dank ich auch dafür. 4. Nur eines bitt ich über alles, Ach, du versagst mir solches nicht, Gedenke keines Sündenfalles, Weil mich mein Jesus aufgericht, 592 Abendlieder. Mein Jesus, der die Missetat Auf ewig schon gebüßet hat. 353 5. Dein Schwur ist ja noch nicht gebrochen, Du brichst ihn nicht in Ewigkeit, Da du dem Sünder hast versprochen, Daß er, wenn ihm die Sünd ist leid, Nicht sterben, sondern gnadenvoll Als ein Gerechter leben soll. 6. Mein Glaube hält an diesem Segen H Und will also den Wochenschluß Je⸗ Vergnügt und froh zurücke legen, Je⸗ Da der Trost mich ergötzen muß, Daß ich ja soll in Christo dein—— Und schon in Hoffnung selig sein. 1191 7. Doch da mein Leben zugenommen, So bin ich auch der Ewigkeit Um eine Woche näher kommen I Und warte nun der letzten Zeit, füh Da du die Stunde hast bestimmt, Die mich zu dir in Himmel nimmt.— —.— 8. Und wenn ich morgen früh aufs neue Je Den Sonntag wieder sehen kann, So blickt die Sonne deiner Treue Mich auch mit neuen Gnaden an. Ach ja, da teilt dein Wort und Haus Den allerbesten Segen aus. 9. So will ich das im voraus preisen, Was du mir künftge Woche gibst; Du wirst es in der Tat erweisen, Daß du mich je und immer liebst Und leitest mich nach deinem Rat, Bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann Neumeister, 1671—1756. jen, Ehe und Hausstand. 4. Ehe und Hausstand. 353. Mel.: Schwing dich auf zu deinem Gott. J. Crüger. 1653. ö .— S.* 1 . ing dein Werken mit Je⸗ su an: „sum ruf zum Bei⸗ stand an: —⁰ +TE—— 9—— IXI— —— E + 2 2 —— LI 998 hats in Hän⸗den; Steh mit in us wirds wohl en-den. — EE....... * 1 1 I* 1——— ————. 2 auf, 905 mit Je⸗su sülren 4—— an führ mit Je⸗su„dei⸗ nen Lauf, las⸗se 2 nn. Je-⸗ sum schaf-fen. 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, Daß er woll dein Helfer sein Stets in allen Nöten. Morgens, abends und bei Nacht Will er stehn zur Seiten, Wenn des Satans List und Macht Dich sucht zu bestreiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, Laß die Feinde wüten; Er wird dich vor ihrer List Schützen und behüten. ꝙ—ĩ—— 1 —„ 1 — 1 ν⁷— Ehe und Hausstand. Setz nur das Vertrauen dein In sein Allmachtshände Und glaub sicher, daß allein Er dein Unglück wende. 4. Wenn denn deine Sach mit Gott Gi angefangen, Ei, so hat es keine Not, Wirst den Zweck erlangen; Es wird folgen Glück und Heil Hier in diesem Leben, Endlich wird dir Gott dein Teil Auch im Himmel geben. 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach Sei dir übergeben, Es nach deinem Willen mach Auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, Herr, in deinem Namen; Laß es doch sein wohlgetan. Ich sprech darauf: Amen. Unbekannt, um 1700., 354. Mel.: Wie schön leuchtet Ph. Mitoldi.(9 1593 e i L —. 4.— 1. Ich und mein Haus, wir sind be⸗=reit, Du sollst der Herr im Hau⸗ se— 2—=—. I.— E————— dir, Herr, die gan⸗ze Le⸗ bens⸗ deit gaib dei⸗ nen it nur da=rein, 10 ö en mit Seel und Leib r die-nen.(i⸗ daß wir dir wil⸗lig die⸗nen. Ehe und Hausstand. Liennt. 25 ———————— —— 4 ö—— —.———=7———.— mach aus al⸗-len; dir nur soll sie „ I——— H —————— wohl- ge⸗ fal-len. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort Dein guter Geist stets fort und fort An unser aller Seelen; Es leucht uns wie das Sonnenlicht, Damits am rechten Lichte nicht Im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise Durch dies Leben Uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß deinen Frieden auf dies Haus Und alle, die drin wohnen, aus, Im Glauben uns verbinde; Laß uns in Liebe allezeit Zum Dulden, Tragen sein bereit Voll Demut, sanft und linde. Liebe übe Jede Seele; keinem fehle, Dran man kennet Den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet sein Auf deine Gnade ganz allein Und deine große Güte. Auch laß uns in der Nächte Graun Auf deine treue Hilfe schaun 8 596 Ehe und Hausstand. Mit kindlichem Gemüte;— Selig, frö„ Selbst mit Schmerzen in dem Herzen Dir uns lassen dir Und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns irdisch Glück ins Haus,——. So schließ den Stolz, die Weltlust aus, Des Reichtums böse Gäste; an Denn wenn das Herz an Demut leer Und voll von eitler Weltlust wär, So fehlte uns das Beste: ö Jene schöne, ö Tiefe, stille Gnadenfülle, ö Die mit Schätzen Einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist, Daß in dem Haus kein andrer Geist Als nur dein Geist regieret. ů Der ists, der alles wohlbestellt, ö Der gute Zucht und Ordnung hält, ö Der alles lieblich zieret. Sende, spende ö Ihn uns allen, bis wir wallen ö Heim und oben Dich in deinem Hause loben. ö Karl Johann Philipp Spitta, 1801-1859. ö 355. Mel.: Seelenbräutigam. A. Drese. 1698. f.— + 1. Je⸗su,—. vor⸗ an 60 Le⸗ beus⸗ bahn: und wir Wol⸗ len nicht ver⸗ wei⸗ den, ů—ů ͤ— 859. dir ge⸗ treu⸗ lich nach⸗ zu⸗ ei⸗ len; fuͤhr uns N —.— H——— , ————— 5—— an der Hand bis ins Va⸗ter-land. 2. Solls uns hart ergehn, Laß uns feste stehn Und auch in den schwersten Tagen Niemals über Lasten klagen; Denn durch Trübsal hier Geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz Irgend unser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden, O, so gib Geduld zu beiden; Richte unsern Sinn Auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Liebster, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, Gib uns auch die nötge Pflege; Tu uns nach dem Lauf Deine Türe auf. Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1700—1760. —3 Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. 1539. , 3——.—.—.. SDSSSISIISII..... 1. O Gott, des gna⸗ den-vol⸗ ler Rat den 244650——3———.—— 2 Eh⸗-stand ein-ge-set- 31 hat, du ihn Ehe und Hausstand. —.—— E—...—— — e E seg⸗nest, schüt⸗zest, liebst und ihm Glück, N ...... EIEIEIEIII — Heil und Gna-de gibst: 2. Gib diesen, daß sie stets mit Flehn In Lieb und Eintracht zu dir gehn; Und wenn ihr Herz voll Andacht schreit, Gib, daß ihr Werk auch wohl gedeiht. 3. Auch wenn sie Kreuz und Kummer drückt, So zeige, daß du es geschickt. Hilf bald und gib, daß sie zuletzt Dein gnadenreicher Trost ergötzt. 4. Laß Eltern Schand und Sünde fliehn Und fromme Kinder auferziehn, Daß Einigkeit, Zucht, Scham und Treu Zu aller Zeit im Wachstum sei. 5. Laß, die im Ehestande stehn, Sich, Herr, durch dich gesegnet sehn. Gib, daß sie deinen Willen tun Und unter deinem Schutze ruhn. 6. O treuer Gott, wir bitten dich, Regiere sie stets gnädiglich, Erhalte sie die Lebenszeit In deiner Furcht und Heiligkeit. 7. So bringen sie dir lebenslang Für solche Gnade herzlich Dank, Bis dich, Gott Vater, Sohn und Geist, Ihr froher Mund dort ewig preist. Casseler Gesangbuch v. 1770. + 70. Ehe und Hausstand. 357. Elgene Melodie. 15⁴⁷. V er al-len Gä ⸗sten, 4 .—.— ꝗW—— 0 — 1. O se⸗lig Haus, wo man dich 2— — 28 III auf⸗ge⸗nom⸗men, du wah-rer See⸗len⸗freund die da kom⸗men, du der ge⸗fei⸗ert=ste HN—— D H———— nd Reb⸗ste bist; wo al⸗ler Her⸗-zen dir —— ent⸗ge⸗ gen⸗schla⸗gen und al⸗ler Au⸗gen f I—— *— ̃ —* 2 4. + E——— — D freu⸗dig auf dich sehn; wo al⸗ler Lip⸗pen D.— — LI ö I................... ——— dein Ge⸗bot er⸗fra⸗gen und al⸗le dei⸗nes —— I— — I — + I I 22——— Winks ge⸗ wär ⸗tig stehn. 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, In deiner Liebe eines Geistes sind, Als beide eines Heils gewürdigt, keiner Im Glaubensgrunde anders ist gesinnt; Wo beide unzertrennbar an dir hangen In Lieb und Leid, Gemach und Ungemach, Und nur bei dir zu bleiben stets verlangen An jedem guten wie am bösen Tag. 600 Ehe und Hausstand. 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen Mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, Du Freund der Kinder, der sie als die Seinen Mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt: Wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln Und horchen deiner süßen Rede zu Und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, Sich deiner freun, du lieber Heiland, du! 4. O selig Haus, wo 63. und Magd dich ennen, Und wissend, wessen Augen auf sie sehn, Bei allem Werk in einem Eifer brennen, Daß es nach deinem Willen mag geschehn; Als deine Diener, deine Hausgenossen, In Demut willig und in Liebe frei, Das Ihre schaffen froh und unverdrossen, In kleinen Dingen zeigen große Treu. 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, Wo man bei keiner Freude dein vergißt; O selig Haus, wo du die Wunden heilest Und aller Arzt und aller Tröster bist, Bis jeder einst sein Tagewerk vollendet, Und bis sie endlich alle ziehen aus Dahin, woher der Vater dich gesendet, Ins große, freie, schöne Vaterhaus. Karl Johann Philipp Spitta, 1801-1859. 358. Mel.: Werde munter, mein 8 J. Schop. 1642. 2 N 1— .. 2 1 ö*—.— Sor⸗ge doch für mei-ne Kin-⸗der, Sie sind frei-⸗lich vor dir Sün⸗der, inen , inen neln leln, dich lest, Che u und Hausstand. 60¹ N. ö. ——— 2 2.——..——.—.—5 Gott, der du ihr Ba⸗ ter bist. doch ver⸗-söhnt durch Je⸗sum Christ — und in ih⸗ rer Kind-heit schon dir und J Je⸗su, E N 4—.— 8 ä— 2—3—.— V.—— 8—...—— Dei⸗ anem Sohn, bei der Tau⸗fe ü⸗ber⸗ge⸗ben, 0 wr——..—, +....... ö. 1 7—.—— 12.2——1 dein zu sein und dir zu le⸗-ben. 2. Du hast sie bisher genähret, Du hast manchem Unglücksfall Mehr als väterlich gewehret, Da dein Engel überall, Ob er gleich dein Antlitz sieht, Sich doch für sie froh bemüht; O so muß mich ihr Gedeihen, Herr, mit jedem Tag erfreuen. 3. Sollt ich denn für solche Güte Dir nicht herzlich dankbar sein Und mit dankendem Gemüte Mich bei solchem Glücke freun? Zeigt ich nicht voll Rühmens an, Was du, Herr, an mir getan, Ach, so würde dies mein Schweigen Von dem schnödsten Kaltsinn zeugen. 4. Herr, du bists, was 56il ergötzet, Meiner Seele Trost und Heil, Das mein Herz am höchsten schätzet; Herr, du bist mein Gut und Teil; IN 1 60² Ehe und Hausstand. Bleib auch meiner Kinder Gott, Laß sie doch in keiner Not, Auch im Glücke nicht verderben, Christlic leben, selig sterben. 5. Laß sie nicht ihr Herz verstocken, Heb. stets zu dir empor. Wenn sie böse Buben locken, O, dann höre nicht ihr Ohr. Laß der Toren Wahn und Scherz Nicht ihr jugendliches Herz, Das nur dir gehört, entweihen; Deiner müß es sich erfreuen. 6. Laß du sie schon hier auf Erden Dir zum Ruhm geschäftig sein Und den Menschen nützlich werden. Deine Furcht pflanz ihnen ein, Daß in einer argen Welt Sie stets tun, was dir gefällt, Und nach deinem heilgen Willen, 601 ihre Pflicht erfüllen. 7. Gib, Herr, daß sie stets mit Ehren, xs 0 6 Nicht dem Feind zum bittern Spott, un Nicht dem Freund zur Last, sich nähren. Segne du ihr täglich Brot,— Daß sie nie ein Unfall schreckt,—. Der zu herbes Leid erweckt. t Schlägst du sie, so laß es ihnen—— Stets zum wahren Besten dienen. 42— 8. Still laß ihre Tage fließen. Se Laß sie ihre Prüfungszeit Tugendsam und fromm genießen. 360 Wenn sie dann zur Ewigkeit Endlich einmal übergehn,* So laß sie vor dir bestehn. 6 Laß sie sanft und ruhig sterben Und dort deinen Himmel erben. Ehe und Hauestand. 9. Gönne mir die große Freude, Daß ich an dem jüngsten Tag Nach hier überstandnem Leide Einst mit Jauchzen sagen mag: Liebster Vater, ich bin hier Nebst den Kindern, die du mir Einst in deiner Gunst gegeben; Ewig will ich dich erheben. Casseler Gesangbuch v. 1770. II 359. Mel.: O Gott, du frommer Gott. 1693. 2 ö .——————— .*.— — W Vom 8 Gott zu⸗ sam⸗ nien⸗fügt, das* drum ge⸗—— wir rr in 1 — sol der r Mensch nicht dhr⸗ 43 Der Got⸗-tes Fried 22—— 5 PSPI.PIPIIIIIIII uns⸗re Na⸗ Emten schreiht ins Buch des Le⸗ bens —.—.— n.—— ein, r selbst, Herr de⸗ ba⸗ oth, wird ö, n r———.— Schild und Lohn uns sein. Unbekannt. 360 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ph. Nikolai.(2) 1599. —— 2.—.—— —.——— Wie ie schön ists doch, Herr Je⸗ su Christ, Wie steigt und neigt sich dei⸗ne Gab 60⁴ Ehe und Hausstand. EE e. im Stan⸗ds da dein Se⸗ gen ist im Stan⸗ und.0 les Gut so mild her⸗ aus dei⸗ wenn sich an dich flei⸗ig hal⸗ten Jung und ten, die Am E 2 r u———.— n, Or⸗-den ei nes Le⸗bens ei⸗nig wor-den. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl begehn Und unverrückt beisammen stehn Im Bande reiner Treue, Da geht das Glück in vollem Lauf, Da sieht man, wie der Engel Hauf Im Himmel felbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm Kann Gaithlahen kann zernagen, Was Gott gibet Dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Der Mann wird einem Baume gleich, An Asten schön, an Zweigen reich, Das Weib gleich einer Reben, Die feine Träublein trägt und nährt Und sich je mehr und mehr vermehrt Mit Früchten, die da leben. Wohl dir, o Zier, Mannes Sonne, Hauses Wonne, Ehrenkrone, Gott denkt dein bei seinem Throne. Flt inn — 2—— Ehe und Hausstand. 60⁵ 4. Sei gutes Muts; wir sind es uicht, Die diesen Orden aufgericht, Es ist ein höh'rer Vater: Der hat uns je und je geliebt Und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, Der beste Freund und Rater; Anfang, Ausgang Aller Sachen, die zu machen Wir gedenken, Wird er wohl und weislich lenken. 5. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl, Ein Sründlein, da man Leides voll Die Tränen lässet schießen; Jedennoch, wer sich in Geduld Ergibt, des Leid wird Gottes Huld In großen Freuden schließen. Sitze, schwitze Nur ein wenig, unser König Wird behende Machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl her, mein König, nah herzu, Gib Rat im Kreuz, in Nöten Ruh, In Angsten Trost und Freude: Des sollst du haben Ruhm und Preis, Wir wollen singen bester Weis Und danken alle beide, Bis wir bei dir, Deinen Willen zu erfüllen, Deinen Namen Ewig loben werden. Amen. Paul Gerhardt, 1607—1676. * 361. Mel.: O Jesu Christ meins Lebens Licht. 1625. + PPTTrrtrt.tctrTrR*R*CRTCL0 — + 1— ———— 1. Wobl ei⸗nem Haus, da Je-sus Christ 6⁰⁶ Ehe und Hausstand. — e, + —0— ö al⸗ lein das All in al⸗lem ist. Ja, wenn er nicht da⸗rin⸗nen wär, wie—19— ter wärs, wie V& arm und leer! 2. Wohl, wenn der Mann, das Weib, das Kind Im rechten Glauben einig sind, Zu dienen ihrem Herrn und Gott Nach seinem Willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt Ein Vorbild vor die Augen stellt,— Daß ohne Gottesdienst im Geist 5 äußre Werk nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Rauchwerk im Gebet Beständig in die Höhe geht Und man nichts treibet fort und fort Als Gottes Werk und Gottes Wort. 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand— Mit fleißiger, getreuer HBand— Ein jegliches nach seiner Art Den Geist der Eintracht offenbart. 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind— Und wenn sie Kind und Kindeskind Versäumen nicht am ewgen Glück; Dann bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus, denn es gedeiht; Die Eltern werden hocherfreut, Und ihren Kindern sieht mans an, Wie Gott die Seinen segnen kann. Obrigkeit. . So mach ich denn zu dieser Stürd Samt meinem Hause diesen Bund: „Wich alles Volk auch von ihm fern, Ich und mein Haus stehn bei dem Herrn!“ Christoph Karl Ludwig v. Pfeil, 1712—1784. 5. Obrigkeit. 362. Mel.: Aus meines Herzens Grunde. 1598. ——.— 1 Je⸗ho⸗ vah Herr und— 81 nig der Dir ist man un ⸗ter ⸗tä ⸗ nig, du 56 DD Kö⸗ ni⸗ ge und Herrn! 57 herr⸗ schest nah und sern. ,— —.———— 232 23—.— hab⸗ner Fürst von Him⸗ mel, Erd und I .— r Zei⸗ten, du set⸗z zest Oo ten, die DDRDRDDRRDDDDDDRDDDSD .— qSD———T— du er-⸗ hal-ten wirst. 2. Es sagen deine Knechte, Daß keine Obrigkeit Als nur durch deine Rechte Und dein Gebot gebeut; Du hast sie hoch geschätzt, Wer ihr zuwider lebet, Obrigkeit. Derselbe widerstrebet Dem selbst, was Gott gesetzt. 3. Ach lieber Vater, lehre Mich selbst durch deinen Geist, Daß ich erkenn und ehre, Was deine Ordnung heißt. Sie tragen ja dein Bild; Gib, daß ich Demut übe Und sie in Ehrfurcht liebe, Wie du es haben willt. 4. Verleihe deine Güte Und sende Recht und Licht. Gib ihnen ins Gemüte Viel Weisheit zum Gericht, Damit ihr Regiment Den Untertanen nützet, Die Untertanen schützet, Den Guten Sieg vergönnt, 5. Damit durch ihr Regieren Wir mit Zufriedenheit Ein ehrbar Leben führen In wahrer Frömmigkeit. Du herrschest selbst im Land; Das Herz der Obrigkeiten Kannst du wie Bäche leiten, Es steht in deiner Hand. 6. Die uns allhie regieren, Herr, die regiere du Durch deines Geistes Rühren Und Weisheit immerzu. Laß sie die Pfleger sein Der gläubigen Gemeinde Und als getreue Freunde Ihr heilge Sorgfalt weihn. H S HHIH SH S Va Obrigkeit. 7. Verschone ihre Mängel, Laß's ihnen wohl ergehn, Laß deine guten Engel Als Wächter um sie stehn. Herr Gott, du segnest gern; Wir bitten ohn Ermüden, Schaff unsern Grenzen Frieden Durch Jesum, unsern Herrn. Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. m r —— + *—— 1.— hei ⸗li⸗ge Drei⸗ei⸗nig⸗keit. er ——— +— +2 0 4 —.—.— 2— 2— 1 460 1 — halt uns uns⸗re Ob-rig⸗keit, die dei⸗ne treu⸗e Va⸗ter⸗hand ge⸗-set-zet selbst in die⸗sen Stand. 2. Dein guter Geist sie leit und führ Und segne ihr Tun für und für, Daß sie voll Weisheit und Verstand Christlich regiere Leut und Land, „Damit wir führen unter ihr Ein still, geruhig Leben hier Und dermaleinst mit ihr, mein Hort, Bestehen wohl im Himmel dort. Amilie Juliane Gräfin v. Schwarzburg⸗-Rudolstadt 1637—1706 39 Obrigkeit. Eigene Melodie. H ö— A5 4——— X. X.—— 2— 1*— 6—..II.——— ů 1. Ver⸗leih uns Frie⸗den gnä⸗dig⸗ 1.—.—— I. +— S——— 2..——— +.— 1— a 1.——— lich, Herr Gott, zu un⸗sern Zei⸗ 1—— 1 4 1 2—.*—4 1—— + für uns könn⸗ 12. strei⸗ ten, denn du, un⸗ser sD s[N 10 24 N II ——.—— ———3 — Gott, al ⸗ lei ⸗ ne. 2. Gib Gnade unsrer Obrigkeit Licht, Heil und vielen Segen, Daß wir gottselig allezeit, Gerecht und züchtig mögen Ein ruhigs Leben führn. Amen. Dr. Martin Luther, 1483— 1546. Landesnot, Krieg und Friede. 611 6. Landesnot, Krieg und Friede. H MN We iy ichn 5 366. Mel.: Wenn wir in höchsten Röten sein. 1588. —— DĩII———— 1. Ach Gott, in Gna-den von uns wend 2—— ů— 2—— —.— ache 2——— 9 E——— dies schwe⸗re Kreuz und groß E⸗ lend, E—.—..—.——· x EEE da-mit wir sind um-⸗ge-ben gar und stehn N ,, .—.————.——— be⸗stän-dig in Ge⸗fahr. 2. Behüte uns, die Kinder dein, Um Christi unsers Herren Pein, Vor Pestilenz und schnellem Tod Und laß uns nicht in dieser Not. 3. In dieser Not, ach, laß uns nicht, Wend von uns, Herr, dein Zorngericht, Daß dir lobsinge unser Mund Für deinen Schutz aus Herzensgrund. Bartholomäus Ringwaldt, 1530—1598. 39* 612 Landesnot, Krieg und Friede. 367 Psalm 85. Mel.: Herr, wie du willst, so schicks mit mir. 1 2Z ——.— 2—— —— 1 nd der du vor-mals hast dein Land mit ge⸗fang-nen Vol⸗kes Band ge— ö 1 EA — EIEEEEE— Gna⸗den an⸗ge- blik⸗ket löst und es er ⸗ guik⸗ket; der du die —..— 4— +— 1— 2———— J—2—— E.— S————— 27— Sünd und Mis⸗se⸗tat, die dein Volk vor-be⸗ ö— 171 I IXI —+4 —+— 4 SSSSII.I.T ö Aun gan⸗gen hat, hast vä⸗ter⸗lich ver⸗zie ⸗ hen; 2. Herr, der du deines Eifers Glut 5 Hast vorher abgewendet 50 Und nach dem Zorn das süße Gut Ni. Der Lieb und Huld gesendet:*. Ach frommes Herz, ach unser Heil, un Nimm weg und heb auf in der Eil, Al Was uns anjetzo kränket. 3. Lösch aus, Herr, deinen großen Grimm Im Brunnen deiner Gnaden, Sc Erfreu und tröst uns wiederum De Nach ausgestandenem Schaden; Na Landesnot, Krieg und Friede. 613 Willst du denn zürnen ewiglich, 0 Und sollen deine Fluten sich Ohn alles End ergießen? . Nun einmal wieder laben, Und sollen wir an deinem Licht Nicht wieder Freude haben? Ach gieß aus deines Himmels Haus, Herr, deine Güt und Segen aus die Auf uns und unsre Häuser. x 4. Willst du, o Vater, uns denn nicht 5. Ach daß ich hören sollt das Wort Erschallen bald auf Erden, Daß Friede sollt an allem Ort, 25 Wo Christen wohnen, werden; Ach daß uns doch Gott sagte zu Des Krieges Schluß, der Waffen Ruh Und alles Unglücks Ende! 6. Ach daß doch diese böse Zeit Sich stillt in guten Tagen, Damit wir in dem großen Leid Nicht möchten ganz verzagen! Doch ist ja Gottes Hilfe nah, Und seine Gnade stehet da All denen, die ihn fürchten. mm 7. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott Schon wieder zu uns wenden, Den Krieg und alle andre Not Nach Wunsch und also enden, 614 Landesnot, Krieg und Friede. Daß seine Ehr in unserm Land Und überall werd recht erkannt, Ja stetig bei uns wohne. 8. Die Güt und Treue werden schön Einander grüßen müssen; Gerechtigkeit wird einhergehn Und Friede wird sie küssen. Die Treue wird mit Lust und Freud Auf Erden blühn, Gerechtigkeit Wird von dem Himmel schauen. 9. Der Herr wird uns viel Gutes tun: Das Land wird Früchte geben, Und die in seinem Schoße ruhn, Die werden davon leben. Gerechtigkeit wird dennoch stehn Und stets in vollem Schwange gehn Zur Ehre seines Namens. Paul Gerhardt, 1607—1676. 368 Mel.: Nun lob, mein Seel, den Herren. 1— Gott⸗ lob, nun ist 22 sche schol len das ——— nun⸗ mehr E sol-len die —— —.——. ů—— ed⸗ le Fried⸗- und Ireu⸗ den-wort, Wohl⸗ Spieß und Schwer-ter und ihr Mord.— [IDUEUU i sp SIIIIT + Landesnot, Krieg und Friede. 615 I ——⁷ 2 +*——— e auf und nimm nun wie-der dein Sai⸗ten⸗ 4——.—— SPSIS.SS.SI..... I.I.. SI—— L spiel her⸗ obr, o Deutsch⸗-land, und sing — 3 e en ———I— 2— 2— 2 J. i Hmt H—— D—————..— 1—.—— 1— 1 + Lie⸗der im ho⸗ hen, vob⸗ len Chor. Er⸗ 2— EE e .— he-be dein Ge„mü⸗ te zu dei⸗nem .— 1 LI 1 TP——— ——— I— 2—4—— +—2— E— SEESEDDDEEEEE ů 2— ——1 2* 1 IIIIIII— — L L Gott und 991—37 Herr, dei-ne Gnad und 1—.—— 33— DID‚.D.— .——.—— 1——1 Gü u⸗te bleibt den-noch e- wig⸗lich. 2. Wir haben nichts verdienet Als schwere Straf und großen Zorn, Weil stets noch bei uns grünet Der freche, schnöde Sündendorn. Wir sind fürwahr geschlagen Mit harter, scharfer Rut, Und dennoch muß man fragen: Wer ist, der Buße tut? Wir sind und bleiben böse, Gott ist und bleibet treu, Hilft, daß sich bei uns löse Der Krieg und sein Geschrei. Landesnot, Krieg und Friede. 3. Das drückt uns niemand besser In unsre Seel und Herz hinein Als ihr zerstörten Schlösser Und Städte voller Schutt und Stein, Ihr vormals schönen Felder, Mit frischer Saat bestreut, Jetzt aber lauter Wälder Und dürre, wüste Heid, Ihr Gräber voller Leichen Und blutgem Heldenschweiß Der Helden, deren gleichen Auf Erden man nicht weiß. 4. Sei tausendmal willkommen, Du teure, werte Friedensgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen Dein Beiunswohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket All unser Glück und Heil; Wer dich betrübt und kränket, Der drückt sich selbst den Pfeil Des Herzleids in das Herze Und löscht aus Unverstand Die güldne Freudenkerze Mit seiner eignen Hand. 5. Ach laß dich doch erwecken, Wach auf, wach auf, du harte Welt, Eh als das letzte Schrecken Dich schnell und plötzlich überfällt. Wer aber Christum liebet, Sei unerschrocknen Muts; Der Friede, den er gibet, Bedeutet alles Guts. Landesnot, Krieg und Friede. 617 Das Ende naht herzu, Da sollt ihr bei Gott leben ein, In ewgem Fried und Ruh. Paul Gerhardt, 1607—1676. ser Er will die Lehre geben: 369 Mel.: Nun danket alle Gott. J. Crüger, 1649. .— * 1 1— Gott, dich lo⸗-ben wir, re⸗ laß dei⸗nes Gei⸗-stes Glut in é E—.——.—‚— 6 IRIII— —.—— gier, Herr, un⸗sre Stim⸗-men, Komm, un ⸗sern———— glim⸗ A 2—————————.——— E. komm, o ed⸗le Flamm, ach komm zu uns all⸗ .I— d S........ —————— sin gen wir mit Lust: Herr Gott, dich 10 ⸗ben wir! alt, 2. Herr Gott, dich loben wir; Wir preisen deine Güte, Wir rühmen deine Macht Mit freudigem Gemüte. Es steiget unser Lied Bis an die Himmelstür 618 Landesnot, Krieg und Friede. Und tönt mit lautem Schall: Herr Gott, dich loben wir! 3. Herr Gott, dich loben wir Für deine großen Gnaden, Daß du das Vaterland Von Kriegeslast entladen, Daß du uns blicken läßt Des güldnen Friedens Zier; Drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir! 4. Herr Gott, dich loben wir, Die wir in langen Jahren Der Waffen schweres Joch Und frechen Grimm erfahren. Jetzt rühmet unser Mund Mit herzlicher Begier: Gottlob wir sind in Ruh, Herr Gott, wir danken dir! 5. Herr Gott, dich loben wir, Daß du die Pfeil und Wagen, Schild, Bogen, Spieß und Schwert Zerbrochen und zerschlagen. Der Strick ist nun entzwei; Darum so singen wir Mit Herz und Zung und Mund: Herr Gott, wir danken dir! 6. Herr Gott, dich loben wir, Daß du uns zwar gestrafet, Jedoch in deinem Zorn Nicht gar hast weggeraffet; Wetter und Ernte. Uus deine Gnadentür Jetzt wieder aufgetan: + Es hat die Vaterhand Herr Gott, wir danken dir! Und bitten, du wollst geben, Daß wir auch künftig stets In guter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, i Erfülle nach Begier, O Vater, unsern Wunsch. Herr Gott, wir danken dir! Johann Franck, 1618—1677. 8. Herr Gott, wir danken dir 7. Wetter und Ernte. ö 370. Mel.: Aus meines Herzens Grunde. 1598. 3 Die Ernt ist nun 140 En⸗ de, der wor⸗aus Gott al ⸗le Stän ⸗ de satt, S. ——ß——————— Se⸗gen ein ge-brächt, reich und fröh-lich 430 —— —. —————— — Gott lebt noch, man kann es deut⸗ lich 62⁰ Wetter und Ernte. .——.— EE r r— mer⸗ken an so viel Lie bes⸗wer⸗ ken, dr — m ————— + .— EESS— prei⸗sen wir ihn hoch. 2. Wir rühmen seine Güte, Die uns das Feld bestellt Und oft ohn unsre Bitte Getan, was uns gefällt, Die immer noch geschont, Obgleich wir gottlos leben, Die Fried und Ruh gegeben, Daß jeder sicher wohnt. 3. Zwar manchen schönen Segen Hat böses Tun verderbt, Den wir auf guten Wegen Sonst hätten noch ererbt; Doch hat Gott mehr getan Aus unverdienter Güte, Als Mund, Herz und Gemüte Nach Würden rühmen kann. 4. Er hat sein Herz geneiget, Uns Sünder zu erfreun, Und gnugsam sich bezeiget Durch Reg'n und Sonnenschein; Wards aber nicht geacht, So hat er sich verborgen Und durch verborgnes Sorgen Zum Beten uns gebracht. 5. O allerliebster Vater, Du hast viel Dank verdient; Du mildester Berater Machst, daß uns Segen grünt. Wohlan dich loben wir Für abgewandten Schaden, Für viel und große Gnaden, Herr Gott wir danken dir. 6. Zum Danke kommt das Bitten: Du wollest frommer Gott, Vor Feuer uns behüten Und aller andern Not. Gib friedevolle Zeit, Erhalte deine Gaben, Daß wir uns damit laben, Regier die Obrigkeit. 7. Besonders laß gedeihen Dein reines, wahres Wort, Daß wir uns dessen freuen Und auch an unserm Ort Dies gute Samkörnlein Verlangte Früchte bringe Und wir in allem Dinge Recht fromme Leute sein. 8. Gib, daß zu dir uns lenket, Was du zum Unterhalt Des Lebens hast geschenket, Daß wir dich mannigfalt In deinen Gaben sehn, Mit Herzen, Mund und Leben Wetter und Ernte. Wetter und Ernte. Dir Dank und Ehre geben, O laß es doch geschehn! 9. Kommt unser Lebensende, So nimm du unsern Geist In deine Vaterhände, Da er der Ruh geneußt, Da ihm kein Leid bewußt; So ernten wir mit Freuden Nach ausgestandnem Leiden Die Garben voller Lust. Gottfried Tollmann, geb. 1680. 371. Mel. Nun lob, mein Seel, den Herrn. 1540. 1. 19— Nun las⸗ uns Gott prei ⸗sen fuͤr 55—5 unz Dank er-wei ⸗-sen,——— 17˙ x T R. sei-ne 51. und Wun-der⸗tat; à. er uns so ge-seg⸗ net hat; die Frucht hat vriinnt mre——— n e ee n—— 3.— 2DI*1——F.——— E——— — E. 2 EEDDE.— er ge⸗ ge⸗ 65 gar reich-lich auf dem Land, —4 1 0. — —— — III — I —— mil⸗der Hand, daß al-les wohl⸗ge⸗ ra⸗ H U ——5 — 1.— ten, was man aus, und durch sei⸗ —. V ———. E——.— le vin Ltr ern Lin e— ——.—.—— 2—.— SSIT———.— 2— ne Gut⸗ta⸗ten ist wohl ge-bracht nach Haus. 2. Wer sollt das nicht erkennen Für Gottes Macht und weisen Rat; Wer sollt das nicht bekennen Für unsres Gottes Wundertat! Nichts ist der, welcher säet, Nichts, der da schneidet ein, Nichts, der damit umgehet, Nichts, der es führet ein; Gott muß mit seinem Segen Uns selbst zur Seite stehn; An dem ist es gelegen, Er krönt mit Wohlergehn. 3. Und da er nun in Gnaden Dies Jahr an unser Feld gedacht, Daß wir ohn allen Schaden Die Frucht in unsre Scheuern bracht, So soll man ihn ja preisen Und rühmen die Wohltat, Im Ehr und Lob erweisen Für solche große Gnad, ö ö Wetter und Ernte. Von Herzensgrund ihm danken Und loben mit dem Mund, In Werken auch nicht wanken Von ihm zu keiner Stund. 4. Da solches nun geschehen, So leite mich, du treuer Gott, Und laß von deiner Höhe Gesegnet sein mein täglich Brot Laß mich es auch genießen Christlich in meinem Haus, Daß milde Gaben fließen Zu Armen auch heraus, Und ich nicht nur hier zeitlich An Früchten werde reich, Sondern dereinst auch selig Ererb das Himmelreich. ZJosug Wegelin, 1604—1640. Es 2. Was Bi 372. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 1738.— I 1— 111 K.. 7— ö ———.... ů50 1 O Gott, von dem wir al⸗les ha-ben, Und u a⸗ber tei⸗lest dei⸗ne Ga-ben D DDD Als SS—————— 6. die Welt ist ein sehr gro⸗ßes Haus, Was recht wie ein Va⸗ter drin⸗nen aus. Ein ————— + EE Soll —— L— Ur Dein Se⸗gen macht uns al⸗le reich; ach Wetter und Ernte. 6²⁵ V ——————————— ————.——.— ö... 3—..— lie-ber Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die Menschen alle zählen, Die heut bei dir zu Tische gehn? Doch muß die Notdurft keinem fehlen, Denn du weißt allen vorzustehn Und schaffest, daß ein jedes Land Sein Brot bekommt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet Und endlich auch die Frucht genießt; Der Wind, der durch die Felder wehet, Die Wolke, die das Land begießt, Des Himmels Tau, der Sonnenstrahl Sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise, Der Acker selbst wird ihm zum Brot; 0. Es mehret sich vielfältger Weise, Was anfangs schien, als wär es tot, Bis in der Ernte jung und alt 38.ͤ Erlanget seinen Unterhalt. — 5. Nun, Herr, was soll man erst bedenken? — Der Wunder hier ist gar zu viel. So viel als du kann niemand schenken, ben, Und dein Erbarmen hat kein Ziel; Denn immer wird uns mehr beschert Als wir zusammen alle wert. — 6. Wir wollens auch keinmal vergessen, Was uns dein Segen träget ein. Ein jeder Bissen, den wir essen, Soll deines Namens Denkmal sein, —— Und Herz und Mund soll lebenslang ach Für unsre Nahrung sagen Dank. Kaspar Neumann, 1648—1715. Kreuz⸗ und Trostlieder. B. Kreuz⸗ und Trostlieder. 373. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 1539. rnnnr. fr nnn rrnd n —————— 1. Ach Gott, wie man⸗ches Her⸗ze⸗ e. . ö ö leid be⸗geg⸗net mir zu die⸗ser Zeit; — der schma⸗le Weg ist Trüb ⸗sal voll, den ——— ö +— 4—3 ..... ——.———2— 235— + ich zum Himmel wan⸗dern soll; wie schwerlich 4—.— u——— — I—.—— E i.— —— Lan Ernr 2— 1 21—. 1— zu dem ew⸗ gen Gut! 2. Wo soll ich mich denn wenden hin? Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn. Bei dir mein Herz Trost, Hilf und Rat Allzeit gewiß gefunden hat; Niemand jemals verlassen ist, Der fest getraut auf Jesum Christ. 3. Jesu, mein Herr und Gott allein, Wie süß ist mir der Name dein. Es kann kein Trauern sein so schwer, Dein süßer Nam erfreut vielmehr; 14 1 i e Se ee Kreuz⸗ und Trostlieder. Kein Elend mag so bitter sein, Dein süßer Nam der linderts fein. 4. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht, So weißt du, Herr, daß ichs nicht acht; Wenn ich dich hab, so hab ich wohl, Was ewig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, Was kann mir tun Sünd, Tod und Höll? 5. Kein beßre Treu auf Erden ist Denn nur bei dir, Herr Jesu Christ; Ich weiß, daß du mich nicht verläßt, Dein Wahrheit bleibt mir ewig fest; Du bist mein rechter treuer Hirt, Der mich ewig behüten wird. 6. Jesu, mein Freud, mein Ehr und Ruhm, Meins Herzens Schatz und mein Reichtum, Ich kanns doch ja nicht zeigen an, Wie hoch dein Nam erfreuen kann; Wer Glaub und Lieb im Herzen hat, Der wirds erfahren mit der Tat. 7. Drum hab ichs oft und viel geredt: Wenn ich an dir nicht Freude hätt, So wollt ich den Tod wünschen her, Ja daß ich nie geboren wär; Denn wer dich nicht im Herzen hat, Der ist fürwahr lebendig tot. 8. Jesu, du edler Bräutgam wert, Mein höchste Zier auf dieser Erd, An dir allein ich mich ergötz Weit über alle güldnen Schätz: So oft ich nur gedenk an dich, All mein Gemüt erfreuet sich. 9. Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, So fühl ich Fried und Trost in mir; Wenn ich in Nöten bet und sing, So wird mein Herz recht guter Ding; 40⁷ 6²⁸ Kreuz⸗ und Trostlieder. Dein Geist bezeugt, daß solches frei Des ewgen Lebens Vorschmack sei. 10. Drum will ich all mein Lebetag Das Kreuz dir fröhlich tragen nach; Mein Gott, mach mich dazu bereit, Es dient zum besten allezeit, Hilf mir mein Sach recht greifen an, Daß ich mein Lauf vollenden kann. 11. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, Vor Sünd und Schanden mich behüt, Erhalt mein Herz im Glauben rein, So leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Begier: O mein Heiland, wär ich bei dir! Martin Moller, 1547—1606. 374. Eigene Melodie. 1738. 1— ö SEE.— . 2 1. Al⸗les ist an Euti Se⸗gen U 2.—.——. 4 EFEREEEE EEE 12.——.—. 2— 12— und an sei⸗ner Gnad ge⸗le⸗gen ü⸗ber al⸗les —— E— = 2 H. 2 ö— —U————— Geld 06 Gut. Wer auf Gott sein Haff⸗ nun ... set ⸗zet, der be⸗hält ganz un⸗ ver⸗ let-zet ů—————— +— +. ů— SPSP.I...... 6 ei⸗ nen frei⸗ en Hel⸗-den⸗-mut. ut, — 4114 — UüRll Kreuz⸗ und Trostlieder. 2. Der mich hat bisher ernähret Und so manches Glück bescheret, Ist und bleibet ewig mein; Der mich wunderlich geführet Und noch leitet und regieret, Wird fortan mein Helfer sein. 3. Viel bemühen sich um Sachen, Die nur Sorg und Unruh machen Und ganz unbeständig sind; Ich begehr nach dem zu ringen, Was Vergnügung pflegt zu bringen Und man jetzt gar selten findt. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken, Was ich wünsche, wird sich schicken, So es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben Hab ich seiner Gnad ergeben Und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen Mein Verlangen zu erfüllen, Es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben, Wie Gott will, so muß es bleiben, Wenn Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich länger allhier leben, Will ich ihm nicht widerstreben, Ich verlasse mich auf ihn; Ist doch nichts, das lang bestehet, Alles Irdische vergehet Und fährt wie ein Strom dahin. .. Unbekannt, 1676. 375. Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1690. E ———.— 7—— i ————.—.— uf Gott und nicht auf mei⸗nen Rat id dem, der mich er-schaf-fen hat, Kreuz⸗ und Trostlieder. PIPꝑPII.........II3 —.—1— — 2—— 1 will ich mein Glük⸗ke bau ⸗ en— von gan⸗zer See ⸗le trau ⸗en. Ee.————— ——.———.—.—= ...——————. . —————— er die Welt all⸗mäch-tig hält, wird mich in E.—4 2———— 4 N 4 1 n. ů +——. 2— 1.———— — meinen Ta⸗gen als Gott und Va⸗ter tra⸗gen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, Wie viel mir nützen würde, Bestimmte meine Lebenszeit, Mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, Der zu des Glaubens Ehre Nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, Und hätte, was ich bitte, Mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, Wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich Stets väterlich. Nicht was ich mir ersehe, Sein Wille der geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück Weit schwerer oft zu tragen, Als selbst das widrige Geschick, Bei dessen Last wir klagen? Die größte Not Hebt doch der Tod, And Ehre, Glück und Habe Verläßt mich doch im Grabe, 631 Kreuz⸗ und Trostlieder. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, Läßt du es keinem fehlen. Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht Sind nicht das Glück der Seelen. Wer deinen Rat Vor Augen hat, Dem wird ein gut Gewissen Die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ists überwunden! Hofft auf den Herrn, Er hilft uns gern. Seid fröhlich, ihr Gerechten; Der Herr hilft seinen Knechten. Christian 511. 90 Gellert, 1715—1769. 376. Eigene Melodie. 1605. —— 7 —.——— 2 . Angst und Not; der kann mich all⸗ zzeit ret⸗ ten aus 56—.—.— 4 —— 2—— 0 DD..— 2 1 12 Trüb⸗ 106044 W und Nö⸗ten, mein Un⸗ lück He eter er wen⸗ den, steht all in sei⸗ nen Hän⸗ ⸗den. 2. Ob mich mein Sünd anficht, Will ich verzagen nicht: Kreuz- und Trostlieder. Auf Christum will ich bauen Und ihm allein vertrauen;— Ihm tu ich mich ergeben Im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Sterben ist mein Gewinn, Und Christus ist mein Leben; Dem tu ich mich ergeben; Ich sterb heut oder morgen, Mein Seel wird er versorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, Der du so g'duldig bist Für mich am Kreuz gestorben, Hast mir das Heil erworben, Auch uns allen zugleiche Das ewge Himmelreiche: 5. Erhöre gnädig mich, Mein Trost, das bitt ich dich; Hilf mir am letzten Ende, Nimm mich in deine Hände, Daß selig ich abscheide Zur ewgen Himmelsfreude. 6. Amen zu jeder Stund ö Sprech ich aus Herzensgrund; Du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, Auf daß wir deinen Namen Ewiglich preisen. Amen. Sigismund Weingärtner, um 1600. 377 Psalm 37, 5. * Mel.: Herzlich tut mich verlangen. 2. 8 er0. 1 er Lap du dei⸗ne We⸗ge und der al ⸗ler⸗treu-sten Pfle-ge des, — was dein Her⸗ze kränkt, der den Him-mel lenkt; der Wol-ken, Bchw der wird auch We⸗ge fin⸗den, da ——————— E —— I4——.— ——————————— dein Fuß 9eꝛ⸗ hen kann. 2. Dem Herren mußt du trauen, Wenn dirs Roll wohlergehn, Auf sein Werk mußt du schauen, Wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen Und mit selbsteigner Pein Läßt Gott ihm gar nichts nehmen, Es muß erbeten sein. 3. Dein ewge Treu und Gnade, O Vater, weiß und sieht, Was gut sei oder schade Dem sterblichen Geblüt; Und was du dann erlesen, Das treibst du, starker Held, ö Und bringst zum Stand und Wesen, — Was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, An Mitteln fehlt dirs nicht; Kreuz⸗ und Trostlieder. Dein Tun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht; Dein Werk kann niemand hindern, Dein Arbeit darf nicht ruhn, Wenn du, was deinen Kindern Ersprießlich ist, willst tun. 5. Und ob gleich alle Teufel Hier wollten widerstehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; Was er sich vorgenommen, Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen Zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, Hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer plagt, Mit großen Gnaden rücken; Erwarte nur die Zeit, So wirst du schon erblicken Die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht; Laß fahren, was das Herze Betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, Der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente Und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten, Er ist ein weiser Fürst Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst, Wenn er, wie ihm gebühret, Mit wunderbarem Rat Kreuz⸗ und Trostlieder. Das Werk hinausgeführet, Das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile Mit seinem Trost verziehn Und tun an seinem Teile, Als hätt in seinem Sinn Er deiner sich begeben, Und solltst du für und für In Angst und Nöten schweben, Als fragt er nichts nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst, So wird er dich entbinden, Da dus am mindsten gläubst; Er wird dein Herze lösen Von der so schweren Last, Die du zu keinem Bösen Bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, Du hast und trägst davon Mit Ruhm und Dankgeschreie Den Sieg und Ehrenkron. Gott gibt dir selbst die Palmen In deine rechte Hand, Und du singst Freudenpsalmen Dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende An aller unsrer Not; Stärk unsre Füß und Hände, Und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Und Treu empfohlen sein, So gehen unsre Wege Gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhardt, 1607—1676. Kreuz⸗ und Trostlieder. 378. Psalm 73, 23 u. 24. Eigene Melodie. 1719. 5 2—————— . 1 Den⸗=noch bleib ich stets an dir, wenn mir kei⸗ne Trüb=:sal drückt in mir die ge⸗ äPFFF al⸗les gleich zu⸗wi⸗ der; faß⸗te Hoffnung nie-der, ö* . e rer in une, d e Fnmen bricht und fällt, den⸗ noch dei-ne Hand mich hält. 2. Leite mich nach deinem Rat, Der wohl de geschiehet, Aber endlich in der Tat Nur auf meine Wohlfahrt siehet; Denn du führst es wohl hinaus,‚ Sieht es gleich verkehret aus. 3. Nimm mich dort mit Ehren an, Wenn ich ausgekämpfet habe; Führe mich die Lebensbahn Zu dem Himmel aus dem Grabe; Endlich zeige mir das Los In der Auserwählten Schoß. 4. Mag es doch indessen hier Wunderlich mit mir ergehen; Dennoch bleib ich stets an dir, Dennoch bleib ich feste stehen; Ich muß, Trotz sei aller Pein, Dennoch, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck, 1672—1737. daß, wenn al-les S&ðLW Kreuz⸗ und Trostlieder. 6³⁷ 379 Psalm 23. ̃ Mel.: Nun laßt uns Gott dem Herren. 1587. ö ö.—4 +.——.——......——.— —— DDSS— 1. Der Herr, der I2. re⸗ — ö——— 2 LEE EE ENEN————— ———— 44 4 giert mit fli⸗ nen Hän⸗den, der 2—55 der ew⸗ Igen —— 5 0 2. —————————————— Gü⸗ter, der ist mein Hirt und Hü⸗ter. 2. So lang ich diesen habe, Fehlt mirs an keiner Gabe, Der Reichtum seiner Fülle Gibt mir die Füll und Hülle. 3. Er lässet mich mit Freuden Auf Amich Aue weiden, Führt mich zu frischen Quellen, Schafft Rat in schweren Fällen. 4. Wenn meine Seele zaget Und sich mit Sorgen plaget, Weiß er sie zu erquicken, Aus aller Not zu rücken. 5. Er lehrt mich tun und lassen, Führt mich auf rechter Straßen, Läßt Furcht und Angst sich stillen Um seines Namens willen. 6. Und ob ich gleich vor andern Im finstern Tal muß wandern, Fürcht ich doch keine Tücke, Bin frei vor dem Unglücke. 7. Denn du stehst mir zur Seiten, Schützst mich vor bösen Leuten; Kreuz⸗ und Trostlieder. Dein Stab, Herr, und dein Stecken Benimmt mir all mein Schrecken. 8. Du setzest mich zu Tische, Machst, daß ich mich erfrische Wenn mir mein Feind viel Schmerzen Erweckt in meinem Herzen. 9. Du salbst mein Haupt mit Ole Und füllest meine Seele, Die leer und durstig saße, Mit vollgeschenktem Maße. 10. Barmherzigkeit und Gutes Wird mein Herz gutes Mutes, Voll Lust, voll Freud und Lachen, So lang ich lebe, machen. 11. Ich will dein Diener bleiben Und dein Lob herrlich treiben Im Hause, da du wohnest Und Frommsein wohl belohnest. 12. Ich will dich hier auf Erden Und dort, da wir dich werden Selbst schaun im Himmel droben, Hoch rühmen, singn und loben. Paul Gerhardt, 1607.—1676. 380. Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1690. * d. 1. 2 Ber Herr ist mei⸗ ne Zu⸗ver⸗sicht, — 1 P. 2—.— —.— Dem es nie an Trost und Licht, — 4 EEEEE. mein einz⸗ger Trost im Le⸗ben. der sich dem Herrn er⸗ ge⸗ben. chauf sein Ge⸗bot wird sei ei⸗ ne See⸗ 37—— le; ihm guügt des Va⸗ sters Wil⸗le. 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertraun! Du bist des Schwachen Stärke. Die Augen, welche auf dich schaun, Sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rat Und stark von Tat, Mit gnadenvollen Händen Wirst du dein Werk vollenden. 3. Noch nie hat sich, wer Gott geliebt, Verlassen sehen müssen; Du läßt ihn, wenn ihn Not umgibt, Doch deinen Trost genießen. Des Frommen Herz Wird frei von Schmerz; Der Sünder eitles Dichten Pflegst du, Herr, zu zernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott! Der Toren Trost verschwindet, Wenn der Gerechte in der Not Das Herz des Schöpfers findet. Wenn jener fällt, Ist er ein Held; Er steht, wenn jene zittern, Als Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, Die dir dein Glaube reichet. Verflucht sind, die zu Menschen fliehn, Verflucht, wer von Gott weichet. Dein Heiland starb; Kreuz⸗ und Trostlieder. Er, er erwarb Auf seinem Todeshügel Dir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her Sich Ungewitter sammeln. Gott hilft, wenn Christen freudenleer Zu ihm um Gnade stammeln. Die Zeit der Qual, Der Tränen Zahl Zählt er, er wiegt die Schmerzen Und wälzt sie von dem Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuversicht, Auf dich hofft meine Seele; ů Du weißt, was meinem Glück gebricht, Wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich Nicht ganz auf dich, 2 lllmächtiger, verlassen, Und sich im Kummer fassen! 8. In deine Hand befehle ich Mein Wohlsein und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich; Dir will ich mich ergeben. Sei du mein Gott Und einst im Tod Mein Fels, auf den ich traue, Bis ich dein Antlitz schaue. Casseler Gesangbuch v. 1770. 381. Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1690. N ö — + t— ↄ 2—‚— Ei 2————.—— * 1 * Ein Christ kann oh⸗ne Kreuz nicht sein; wenn Gott ver-sucht mit Kreuz und Pein —. —— ů PPIIIFIIIIIFI.II....... 77 r lie-ber Kind, je ern-ster sind des from-men — I——* —.—— 3t2—7— ————— Va⸗ters Schlä-⸗ge. Schau, das sind WV 2— ů H.—.—— —*——.——14—— —.— II— Got-tes We-ge. 2. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; Gott wills nicht anders haben. Auch dieses Lebens Not und Pein Sind deines Vaters Gaben. Solls denn so sein, So geh es ein: Es kommt von Liebeshänden, Gott wird nichts Böses senden. 3. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; Das Kreuz lehrt fleißig beten, Zieht ab vom eiteln Trug und Schein Und lehrt zu Jesu treten. Drum wirfs nicht hin Mit schnödem Sinn, Wenns nun zu dir gekommen; Es soll der Seele frommen. 4. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; Das muß uns immer wecken, Wir schliefen sonst in Sünden ein. Wie müßten wir erschrecken, Wenn unbereit 6⁴² Kreuz⸗ und Trostlieder. Die Ewigkeit Und der Posannen Schallen Uns würde überfallen! 5. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; Es lehrt die Sünde hassen Und unsern lieben Gott allein Mit rechter Lieb umfassen. Die Welt vergeht, Und Gott besteht. Bedenks und laß dich üben, Das ewge Gut zu lieben. 6. Auch ich will ohne Kreuz nicht sein: Was Gott schickt, will ich tragen. Schickts doch der liebste Vater mein, Sinds doch nur kurze Plagen Und wohlgemeint. Wer gläubig weint, Lebt dort in steten Freuden: Ich will mit Christo leiden. David Nerreter, 1649—1726. 382. Mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 9.0 —.——.——.— 566., 2— 5. —2 Ge-duld ist uh von nö⸗ten, wenn und was euch mehr will tö-ten, euch d pirar ri 2 —56— 2 S...... 1.—.2 1—— Au r⸗ge, Gram und Leid—0 udas Her— O ant m dul — enn uch l⸗te Kreuz⸗ und Trostlieder. U II ..———— 3— ernn r. 2—— duld von nö⸗-ten, das sag ich noch ein⸗ at. 2. Geduld ist Gottes Gabe Und seines Geistes Gut, Der schenket sie zur Habe, Sobald er in uns ruht; Der edle, werte Gast Erlöst uns von dem Zagen Und hilft uns treulich tragen Die große Bürd und Last. 3. Geduld kommt aus dem Glauben Und hängt an Gottes Wort, Das läßt sie sich nicht rauben, Das ist ihr Heil und Hort; Das ist ihr hoher Wall, Da hält sie sich verborgen, Läßt Gott den Vater sorgen Und fürchtet keinen Fall. 4. Geduld ist wohl zufrieden Mit Gottes weisem Rat, Läßt sich nicht leicht ermüden Durch Aufschub seiner Gnad, Hält frisch und fröhlich aus, Läßt sich getrost beschweren Und denkt, wer wills ihm wehren, Ist er doch Herr im Haus. 5. Geduld dient Gott zu Ehren Und läßt sich nimmermehr Von seiner Liebe kehren; Und schlüg er noch so sehr, So ist sie doch bedacht, Sein heilge Hand zu loben, Spricht: Gott, der hoch erhoben, Hat alles wohlgemacht. 6⁴⁴ Kreuz⸗ und Trostlieder. 6. Geduld erhält das Leben, Vermehrt der Jahre Zahl, Vertreibt und dämpft daneben Manch Angst und Herzensqual, Ist wie ein schönes Licht, Davon, wer an ihr hanget, Mit Gottes Hilf erlanget Ein fröhlich Angesicht. 7. Geduld ist mein Verlangen Und meines Herzens Lust, Nach der ich oft gegangen; Das ist dir wohl bewußt, Herr voller Gnad und Huld, Ach gib mir und gewähre Mein Bitten, ich begehre Nichts andres als Geduld. 8. Geduld ist meine Bitte, Die ich sehr oft und viel Aus dieser Leibeshütte Zu dir, Herr, schicken will. Kommt dann der letzte Zug, So gib durch deine Hände Auch ein geduldig Ende, So hab ich alles gnug. Paul Gerhardt, 1607—1676. 383. Eigene Melodie. J. Hintze. 1670 — rr. in dem Got⸗te dei⸗nes Le⸗bens; ohn ihn mühst du dich ver⸗ge⸗bens; Quell 195 dei⸗ne Son⸗ ne/ —— 2.5———— —— R —— ——.— .— ö hell zu dei-ner Won⸗ne. Gib dich zu⸗frie-den.— 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, Ungefärbten, treuen Herzens; Wo er steht, tut dir keinen Schaden I Auch die Pein des größten Schmerzens. I Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden, Ja auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden. 3. Wie dirs und andern oft ergehe, Ist ihm wahrlich nicht verborgen; Er sieht und kennet aus der Höhe Der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Tränen Und faßt zuhauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden. 4. Wenn gar kein einger mehr auf Erden, Dessen Treue du darfst trauen, Alsdann will er dein Treuster werden Und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, Auch weiß er Zeit, dirs zu benehmen. Gib dich zufrieden. 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen Und des Herzens stilles Klagen, Und was du keinem darfst erzählen, Magst du Gott gar kühnlich sagen. Er ist nicht fern, steht in der Mitten, Hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden. 64⁰ Kreuz⸗ und Trostlieder. 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, Halt an Gott, so wirst du siegen; Ob alle Fluten einhergingen, Dennoch mußt du oben liegen. Denn wenn du wirst zu hoch beschweret, Hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden. 7. Was sorgst du für dein armes Leben, Wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, Wo Wird auch Unterhalt bescheren. Er hat ein Hand voll aller Gaben, Da See und Land sich muß von laben. Gib dich zufrieden. ö 8. Der allen Vöglein in den Wäldern Ihr bescheidnes Körnlein weiset, Der Schaf und Rinder in den Feldern Alle Tage tränkt und speiset, ö Der wird ja auch dich eingen füllen Bie Und deinen Leib zur Notdurft stillen. Gil Gib dich zufrieden. 1 9. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, Da Wo ich such, ist nichts zum besten. Er Denn das ist Gottes Ehrentitel: Dis Helfen, wenn die Not am größten. 0 Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, Un Da schickt er zu, uns wohl zu führen. Gi Gib dich zufrieden. x 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, De Wird sie dennoch endlich kommen; Di Macht dir das Harren angst und bange, Si Glaube mir, es ist dein Frommen. ö Was langsam schleicht, faßt man gewisser, De Und was verzeucht, ist desto süßer. Gi Gib dich zufrieden. I I.IT..“.......—..— IE Kreuz⸗ und Trostlieder. 6⁴⁷ 11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten Deiner Feinde von dir dichten; Laß sie nur immer weidlich spotten. Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, Was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gib dich zufrieden. 12. Hat er doch selbst auch wohl das Seine, Wenn ers sehen könnt und wollte. Wo ist ein Glück so klar und reine, Dem nicht etwas fehlen sollte? Wo ist ein Haus, das könnte sagen: Ich weiß durchaus von keinen Plagen? Gib dich zufrieden. 13. Es kann und mag nicht anders werden, Alle Menschen müssen leiden; Was webt und lebet auf der Erden, Kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden Bis in das Grab, da wird sichs enden. Gib dich zufrieden. 14. Es ist ein Ruhetag vorhanden, Da uns unser Gott wird lösen; Er wird uns reißen aus den Banden Dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod herdringen Und aus der Qual uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden. 15. Er wird uns bringen zu den Scharen Der Erwählten und Getreuen, Die hier mit Frieden abgefahren, Sich auch nun im Frieden freuen, Da sie den Grund, der nicht kann brechen, Den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gib dich zufrieden! Paul Gerhardt. 1607—1676. Kreuz⸗ und Trostlieder. 384. Mel.: Jesu, meine Freude. J. Crüger. 1656. . 3—— 525 1.— 3 Gott der wirds wohl ma— 0n, 5. 19 Er 2 110 er ⸗ko⸗ren, eh ich alle Sa⸗ e all zeit heim⸗ge⸗ stellt. noch ge⸗ ⸗bo-ren bin auf 152 se Welte E— 2 e. n nn EIIE 2 hat mir auch nach sei-nem Brauch, was von nö⸗ten, ,; —.—.—.—— stets ge⸗ge-ben hier in die⸗sem Le-ben. 2. Gott der wirds wohl machen, Der mir manches Lachen, Freub und Lust geschenkt; Der mich nie vergessen, Der mit Kleid und Essen Täglich mich bedenkt; Auch wenn fast die Kreuzeslast Oft die Seinen ziemlich drücket, Hat er mich erquicket. 3. Gott der wirds wohl machen, Laß die Wetter krachen Und die Stürme gehn; Wenn mit großem Grausen Alle Wellen brausen, Will er bei dir stehn. SD& IIn ANNNN Kreuz⸗ und Trostlieder. Nur Geduld, trau seiner Huld: Schlägt dich Unglück auch darnieder, Gott erhebt dich wieder. 4. Gott der wirds wohl machen, Er wird selber wachen Uber deiner Not. Wenn du willst verzagen Unter deinen Plagen, Ist der fromme Gott Auf dem Plan und nimmt dich an; Dann verstäubt die Angst geschwinde Wie der Rauch im Winde. 5. Gott der wirds wohl machen, Mächtig in den Schwachen Ist er allezeit. Wem hats je gefehlet, Der sich Gott erwählet In dem Herzeleid? Drum, mein Herz, vergiß den Schmerz; Alles steht in seinen Händen, Gott kann alles wenden. 6. Gott der wirds wohl machen, Wenn des Todes Rachen Gleich ist aufgetan; Wenn die Lebensjahre Liegen auf der Bahre, Führt er himmelan. Dieser Bund hat seinen Grund: Die gelebt und leben werden, Kommen in die Erden. 7. Gott der wirds wohl machen, Der den alten Drachen Dämpfet ritterlich; Führt er gleich die Seinen Über Stock und Steinen Vielmals wunderlich, 6⁵⁰ Kreuz⸗ und Trostlieder. Sei bereit zu Freud und Leid, Gott befiehl nur deine Sachen, Gott der wirds wohl machen. Ernst Stockmann, 1634-1712. 385. Mel.: O Gott, du frommer Gott. 1693. d, 2565— 0—— =treu, sein 5 1. Gott ist und bleibt ge pflegt er————— Lerwol die E N ,e ninn nn Kn, Herz bricht ihm vom Lie-ben, 0 2222.0. 3u—— trü⸗ben. Er prü-⸗fet . durch das Kreuz, wie rein der Glau⸗ 56 sei, wie e standhaft die Ge⸗ duld; Gott ist und bleibt ge-treu. 2. Gott ist und bleibt getreu; Er hilft ja selber tragen, Was er uns auferlegt, Die Last der schweren Plagen; Er braucht die Ruten oft Und bleibet doch dabei Ein Vater, der uns liebt; Gott ist und bleibt etreu. 3. Gott ist und bleibt getreu; Er weiß, was wir vermögen, Er pfleget nie zu viel Den Schwachen aufzulegen. Er macht die Seinen gern Von Last und Banden frei, 5— du doch? Kreuz⸗ und Trostlieder. Wenn große Not entsteht; Gott ist und bleibt getreu. 4. Gott ist und bleibt getreu, Er tröstet nach dem Weinen; Er läßt nach trüber Nacht Die Freudensonne scheinen. Der Sturm, der Kreuzessturm, Geht augenblicks vorbei; Sei, Seele, nur getrost! Gott ist und bleibt getreu. 5. Gott ist und bleibt getreu, Er stillet dein Begehren, Er will dein Glaubensgold In Trübsalsglut bewähren. Nimm an von Gottes Hand Den Kreuzkelch ohne Scheu; Der Lebensbecher folgt: Gott ist und bleibt getreu. 6. Gott ist und bleibt getreu. Laß alle Wetter krachen, Gott wird der Trübsal doch Ein solches Ende machen, Daß alles Kreuz und Leid Dir ewig nützlich sei; So liebt der Höchste dich: Gott ist und bleibt getreu. Unbekannt, 1695. 386. Eigene Melodie. — — ——— Gott is gut, der aus Er⸗ der mit Machtund star-⸗ken 0 —— n u— —. 22—.———.——————.—— —.— 1. Gott le ber noch! was ver⸗ ö — und Trostlieder. *— ö— 3..—.—.. bar⸗-men al-le Hilf auf Er⸗ den tüt, Ar-men ma⸗chet al-les wohl 2—81 gut. 29—9— Gott kann bef 2 ser, als wir den⸗ken, al⸗ le + + — 1—4 — 4— 2 2 EEE. be—— à——— 5.— 1 25— Not zunt be⸗sten Im en. See⸗le, so be⸗ ——— 2 IDI.— .,...e. ———— den⸗ ke doch: Lebt doch un-ser Herr⸗gott noch. 2. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Sollt der schlummern oder schlafen, Der das Aug hat zugericht? Der die Ohren hat erschaffen, Sollte dieser hören nicht? Gott ist Gott, der hört und siehet, Wo den Frommen Weh geschiehet. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herrgott noch. 3. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Der den Erdenkreis verhüllet Mit den Wolken weit und breit, Der die ganze Welt erfüllet, Ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hilf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herrgott noch. Kreuz⸗ und Trostlieder. 4. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, Nimm zu Gott nur deinen Lauf; Gott ist groß und reich von Gnaden, Hilft dem Schwachen gnädig auf. Gottes Gnade währet immer, Seine Treu vergehet nimmer. Seele, so bedenke doch Lebt doch unser Herrgott noch. 5. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, Dein Verbrechen quält dich sehr: romm zu Gott, er wird versenken Deine Sünden in das Meer. Mitten in der Angst der Höllen Kann er dich zufrieden stellen. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herrgott noch. 6. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, Weißt du weder aus noch ein, Gott wird dennoch dich umfassen Und im Leiden bei dir sein. Gott ists, der es herzlich meinet, Wo die Not am größten scheinet. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herrgott noch. 7. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Laß den Himmel samt der Erden Immerhin in Trümmer gehn, Laß die Höll entzündet werden, Laß den Feind erbittert stehn, * 6⁵⁴ Kreuz⸗ und Trostlieder. Laß den Tod, den Abgrund blitzen; Wer Gott traut, den will er schützen. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herrgott noch. 8. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstet wallen Auf der harten Dornenbahn: Es ist Gottes Wohlgefallen, Dich zu führen himmelan; Gott wird nach dem Jammerleben Friede, Freud und Wonne geben. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herrgott noch. Johann Friedrich Zihn, 1650—1719. 387. Eigene Melodie. 1708. ———. i. 2———.—.——.— 1. Gött wills maͤ⸗chen, daß die Sa⸗chen ö E ö——.—— ................. E 2. ge⸗hen, wie es heil⸗sam ist. Laß die Welelen — —— ů—4 DDDeE 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, Wird mit Klagen nur sich plagen, Da der Unglaub leidet Straf. 3. Du Verächter, Gott, dein Wächter, Schläfet ja noch schlummert nicht; Zu den Höhen aufzusehen Wäre deine Glaubenspflicht. , 44. Im Derweilen und im Eilen Bleibt er stets ein Vaterherz. Laß dein Weinen bitter scheinen, Dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz 5. Glaub nur feste, daß das Beste Über dich beschlossen sei; Wenn dein Wille nur ist stille, Wirst du von dem Kummer frei. 6. Nimmer klage, niemals zage, Wenn der Herr dir Leiden gibt; Der sie sendet, auch sie wendet, Der hat nie ohn Frucht betrübt. 7. Willst du wanken in Gedanken, Faß dich in Gelassenheit. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Freud und Leid. 8. Gottes Hände sind ohn Ende, Sein Vermögen hat kein Ziel. Ists beschwerlich, scheints gefährlich, Deinem Gott ist uichts zu viel. 9. Seine Wunder sind der Zunder, Da der Glaube Funken fängt. Alle Taten sind geraten Jedesmal, wie ers verhängt. 10. Wenn die Stunden sich gefunden, Bricht die Hilf mit Macht herein, Und dein Grämen zu beschämen, Wird es unversehens sein. 11. Eignen Willen zu erfüllen, Leidet sichs noch ziemlich wohl; Da ist Plage, Not und Klage, Wo man leiden muß und soll. 12. Drum wohl denen, die sich sehnen Nach der stillen Willensruh; Auf das Wollen fällt dem Sollen Die Vollbringungskraft bald zu. Kreuz⸗ und Tr ostlieder. 65⁵⁵ 6⁵6 Kreuz⸗ und Trostlieder. 13. Mehr zu preisen sind die Weisen, Die schon in der Übung stehn, Die das Leiden und die Freuden Nur mit Hiobs Aug ansehn. 14. Nun, so trage deine Plage Fein getrost und mit Geduld; Wer das Leiden will vermeiden, Häufet seine Sündenschuld. 15. Die da weichen und das Zeichen Ihres Bräutigams verschmähn, Müssen laufen zu den Haufen, Die zur linken Seite stehn. 16. Aber denen, die mit Tränen Küssen ihres Jesu Joch, Wird die Krone auf dem Throne Ihres Heilands werden noch. 17. Amen, Amen! In dem Namen Meines Jesu halt ich still; Es geschehe und ergehe, Was und wie und wann er will. Johann Daniel Herrnschmidt, 1675—1723. 388. Mel.: Wenn wir in höchsten Nöten sein. 1588. ⁰ 0——.— rPP—*— + 2— 7 25 2—. 55 Hilf, Hel⸗fer, h ilf in Angst und Nob, E— —.——— er ⸗barm dich mein, du treu-er Gott, .............— ———.——— ——*— ö— — ich bin ja doch dein lie-bes Kind n, Kreuz⸗ und Trostlieder. — trotz Teu⸗fel, Welt und al-ler Sünd. 2. Ich trau auf dich, o Gott, mein Herr. Wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ, Du mein Gott und Erlöser bist. 3. Des freu ich mich von Herzen fein, Bin gutes Muts und harre dein, Verlaß mich gänzlich auf dein Nam'n; Hilf, Helfer, hilf! Drauf sprech ich Am'n. Martin Moller, 1596, nach Nikolaus Selnecker, 1565. 389. Vorige Melodie. 1588. 1. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not! Du kannst es tun, du starker Gott; Denn du bist groß von Rat und Tat, Wies mancher Christ erfahren hat. 2. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not! Du willst es tun, du lieber Gott; Denn du sprichst: Ich will reißen dich Aus aller Not, glaubs sicherlich. 3. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not! Du mußt es tun, du treuer Gott; Denn dir dein Vaterherze bricht, Daß du mich kannst verlassen nicht. 4. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not! Du wirst es tun, wahrhaftger Gott; Denn obs gleich währt bis in die Nacht, So hilfst du doch durch deine Macht. 5. So hilf nun allen in der Welt, Wie, wo und wann es dir gefällt; So hilf auch mir zur rechten Zeit Zu meiner Seelen Seligkeit. 658 Kreuz⸗ und Trostlieder. 6. Du kannst, du willst, du mußt es tun, Du wirst dein Wort erfüllen nun; So will ich dir stets dankbar sein. Hilf, Jesu, hilf, du kannsts allein! Johann Jakob Lang, 1646—1690. + 390. Mel.: Was mein Gott will, gescheh allzeit. 1530. 22—. —.. r.— 1. 80 hab in Got⸗ tes Herz und S Sinn Was bö⸗se R ist mir Ge⸗ winn, 7 I — E— *.—— 20—.—— 1 mein Herz und Sinn er e 2 der Tod selbst ist mein Le ⸗ ben. — —.— Ich bin ein Sohn des, der den 161166 3——— 4.— + ů— .* 5 SSDq‚‚‚—. I— des Him-mels auf⸗ ge⸗ 5555 ob er ——.—— gleich 3 und Kreuz auf⸗— bleibt doch IX 0 — A—.— sein Herz ge⸗ wo gen. 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, Mein Vater muß mich lieben. Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer, So will er mich nur üben Kreuz⸗ und Trostlieder. Und mein Gemüt in seiner Güt Gewöhnen fest zu stehen; Halt ich denn stand, weiß seine Hand Mich wieder zu erhöhen. 3. Ich bin ja von mir selber nicht Ans Licht der Welt geführet, Mein Gott ist, der mich zugericht, An Leib und Seel gezieret; Es ist sein Arm, der alles warm, Gesund und fröhlich machet; Was er nicht hält, das bricht und fällt; Was er erfreut, das lachet. 4. Zudem ist Weisheit und Verstand Bei ihm ohn alle Maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt Zu tun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid Uns, seinen Kindern, diene, Und was er tut, ist alles gut, Obs noch so traurig schiene. 5. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, Was Fleisch und Blut begehret, Als sei mit einer großen Last Dein Glück und Heil beschweret; Hast spat und früh viel Sorg und Müh, An deinen Wunsch zu kommen, Und denkest nicht, daß, was geschicht, Gescheh zu deinem Frommen. 6. Fürwahr, der dich geschaffen hat Und ihm zur Ehr erbauet, Der hat schon längst in seinem Rat Ersehen und beschauet Aus wahrer Treu, was dienlich sei Dir und den Deinen allen; Laß ihm doch zu, daß er nur tu Nach seinem Wohlgefallen. 660 Kreuz⸗ und Trostlieder. 7. Wenns Gott gefällt, so kanns nicht sein, Es wird dich letzt erfreuen; Was du jetzt nennest Kreuz und Pein, Wird dir zum Trost Radeihen Wart in Geduld, die Gnad und Huld Wird sich doch endlich finden; ͤ All Angst und Qual wird auf einmal Gleich wie ein Dampf verschwinden. 8. Das Feld kann ohne Ungestüm Gar keine Früchte tragen; So fällt auch Menschenwohlfahrt hin Bei lauter guten Tagen. Wie bitter sei die Arzenei, Sie macht doch rote Wangen; So muß ein Herz durch Angst und Schmerz Zu seinem Heil gelangen. 9. Ei nun, mein Gott, so fall ich dir Getrost in deine Hände; Nimm mich und mach es du mit mir Bis an mein letztes Ende, Wie du wohl weißt, daß meinem Geist Dadurch sein Nutz entstehe, Und deine Ehr je mehr und mehr Sich in ihr selbst erhöhe. 10. Willst du mir geben Sonnenschein, So nehm ichs an mit Freuden; Solls aber Kreuz und Unglück sein, Will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Tür Noch ferner offen stehen, Wie du mich führst und führen wirst, So will ich gern mitgehen. 11. Soll ich denn auch des Todes Weg Und finstre Straße reisen, Wohlan, so tret ich Bahn und Steg, Den mir dein Augen weisen. Kreuz⸗ und Trostlieder. 661 Du bist mein Hirt, der alles wird Zu solchem Ende kehren, Daß ich einmal in deinem Saal Dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt, 1607—1676. 391 Mel.: O Welt, ich muß 975 lassen. H. Isaak.(2) 1536. —— 9. 5 55enr ——3——— 1.Ich hab in Iuleten Sina⸗ ⸗den des .——.——— ö 7 —— Le⸗bens—.— 15. 1—— den und Freu⸗den — 7—— . 8 on 0 deioannen 2 *— V n—3———.——— E———.— 2.—— 12——.— E 2— 45. 22 ̃— auch im Lei-den fas⸗sen: Welch Le⸗ben 1—— A— 0 —..—3—E——— ——— 2—.——*—— 2—— + I hat nicht sei ⸗ ne Qual! 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, Und stets strafst du gelinder, Als es der Mensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, Kein zeitlich Weh erdulden, Das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, Nicht meine Ruh, mein Leben Mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen Und nicht auf Menschen bauen; Du hilfst und du errettest gern. S. Kreuz⸗ und Trostlieder. 4. Laß du mich Gnade finden,*. Mich alle meine Sünden Er . Erkennen und bereun. Hin 0 Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; Er ö Sein Heil laß mein Geschäfte, 3 Dein Wort mir Trost und Leben sein. So ö 5. Wenn ich in Christo sterbe, Se: Bin ich des Himmels Erbe. De Was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade Bet Vertrau ich deiner Gnade. Er Du, Herr, bist bei mir in der Not. Wi 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, De Im Glauben zu ihm uten Un Ich will den Tod beden en. Bi Du, Herr, wirst alles lenken; Und was mir gut ist, wird geschehn. So Christian Fürchtegott Gellert, 17151769. Ge —. Zu 392 Psalm 121. Mel.: Wenn wir in höchsten Nöten sein. 1588. De **—.—.—.——— Iu ESSSSSS D. I— 1. Ich heb mein Au⸗gen sehn-lich auf 3² ö 5————————— Bri — +—— ———. Ve und seh die Ber-ge hoch hin-auf, ö t dnnn:nnirnnnn. —.————— 3 wann mir mein Gott vom Him-mels⸗-thron .— ——————.———— mit sei⸗ner Hilf zu stat⸗ H+Hr ten komm. Kreuz⸗ und Trostlieder. 663 2. Mein Hilfe kommt mir von dem Herrn, Er: hilft uns ja von Herzen gern; Himmel und Erd hat er gemacht, Er hält über uns Hut und Wacht. 3. Er führet dich auf rechter Bahn, So daß dein Fuß nicht gleiten kann; Setz nur auf Gott dein Zuversicht, Der uns behütet, schläfet nicht. 4. Der treue Hüter Israel Bewahret dir dein Leib und Seel; ECr schläft nicht weder Tag noch Nacht, Wird auch nicht müde von der Wacht. 5. Vor allem Unfall gnädiglich Der fromme Gott behütet dich; Unter dem Schatten seiner Gnad Bist du gesichert früh und spat. 6. Der Sonne Hitz, des Mondes Schein Sollen dir nicht beschwerlich sein. V 9. Gott wendet alle Trübsal schwer Zu deinem Nutz und seiner Ehr. 7. Kein Übel muß begegnen dir, 88. Des Herren Schutz ist gut dafür, 2. In Gnad bewahret deine Seel* — Der treue Hüter Israel. Wi 2 8. Der Herr dein Ausgang stets bewahr, f Zu Weg und Steg gesund dich spar, — Bring dich zu Haus in seim Geleit WA . Von nun an bis in Ewigkeit. M Kornelius Becker, 1561—1604. ————— —.— 393. Eigene Melodie. 1793. I 0 4 WN ͤ — e 6 E Ich laß dich nicht. du mußt mein N Kreuz⸗ und Trostlieder. —— 2 1—— I— 3 2 2—————.—— —————— sus blei⸗ben. Will rau⸗he Not, Welt, ——— 2— V IENIII 44 H+ 5 fe⸗ sten Burg der E— Treu⸗e trei⸗ben: Nur her, ich hal-te mich, mein 2—⁷ — — — star⸗ke ů 9 125 5— ů 4— L +— 3—5 Want mem laß dich nicht, ich laß dich nicht! 2. Ich laß dich nicht, du allerhöchste Liebe, Wenn Zweifel sich Setzt wider mich; Ich weiß, wie dich der Liebe Flamme triebe. Du trugest Schuld und Pein: Sollt ich verurteilt sein An jenem Weltgericht? Du allerhöchste Liebe, Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht! 3. Ich laß dich nicht, du süße Seelenstärke, Die mich erlabt, Mit Kraft begabt, Wenn ich in mir des Glaubens Schwachheit merke. Hält mich der Krankheit Ach ke, rke. Kreuz⸗ und Trostlieder. 665⁵ In Schmerzensnächten wach, So spricht die Seele doch: Du süße Seelenstärke, Ich laß Irh nicht, Ich laß dich nicht! 4. Ich laß dich nicht, du Hilf in allen Nöten, Leg Joch auf Joch, Ich hoffe doch, Auch wenn es scheint, als wolltest du mich töten. Machs, wie du willst mit mir, Ich weiche nicht von dir. Verbirg auch dein Gesicht, Du Hilf in allen Nöten: Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht! 5. Ich laß dich nicht, sollt ich den Segen lassen? Nein, Jesu, nein, Du bleibest mein, Ich halt dich noch, wenn ich nichts mehr kann Nach kurzer Nächte Lauf[fassen. Geht mir der Segen auf Von dir, dem Segenslicht; Sollt ich den Segen lassen? Ich laß Dieh nicht, Ich laß dich nicht! 6. Ich laß dich nicht, mein Gott, mein Herr, Mich reißt das Grab[mein Leben, Von dir nicht ab, Der in den Tod du dich für mich gegeben. Du starbst aus Liebe mir; Ich sags in Liebe dir, Auch wenn mein Herze bricht: Mein Gott, mein Herr, mein Leben, Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht! Wolfgang Christoph Deßler, 1660—1722. Kreuz⸗ und Trostlieder. 394 Psalm 30. * Mel.: Aus meines Herzens Grunde. 1598. ri 2—.— dei⸗ ne Wun⸗der⸗-gnäd, her er⸗wie⸗sen hat; —. 4—— —..—.—.———— —.—— 2 denn das ist mei'⸗ ne Pflicht, in mei- nem gan-⸗zen * .————.— V . Le⸗ ben dir Lob und Dank zu + rir r ——.————, e 1——2——.— FE.— DDIe 1—.— 1..—— I—— gen⸗ ben; mehr hab und kann ich nicht. 2. Herr, mein Gott, da ich Kranker Vom Bette zu dir schrei, Da wird dein Heil mein Anker, Da stehst du treulich bei. Da andre fahren hin Zur finstern Todeshöhle, Da hältst du meine Seele Und mich noch, wo ich bin. 3. Ihr Leidensbrüder, singet Und danket unserm Herrn, Der, wenn die Not eindringet, Bald hört und herzlich gern Uns Gnad und Hilfe gibt; Rühmt ihn, des Hand uns träget Kreuz⸗ und Trostlieder. Und, wenn er uns ja schläget, — ö Nicht allzusehr betrübt. ö 4. Gott hat ja Vaterhände — Und strafet mit Geduld, err Sein Zorn nimmt bald ein Ende, i8⸗ Sein Herz ist voller Huld — Und gönnt uns lauter Guts. ö — Den Abend währt das Weinen, — Des Morgens macht das Scheinen ästt Der Sonn uns gutes Muts. 5. Ich sprach zur guten Stunde, — Da mirs noch wohl erging: W Ich steh auf festem Grunde, zen Acht alles Kreuz gering; — Ich werde nimmermehr, Das weiß ich, niederliegen; Denn Gott, der kann nicht trügen, Der liebt mich gar zu sehr. —— 6. Als aber dein Gesichte, Mein Gott, sich von mir wandt, t. Da war mein Trost zu nichte, n Da lag mein Heldenstand; W Es war mir angst und bang, W Ich führte schwere Klagen Mit Zittern und mit Zagen: Herr, mein Gott, wie so lang! l 7. Nun wohl, ich bin erhöret, Mein Seufzen ist erfüllt, a Mein Kreuz ist umgekehret, RN Mein Herzleid ist gestillt; i Mein Grämen hat ein End, Es sind von meinem Herzen WN Der bittern Sorgen Schmerzen H Durch dich, Herr, abgewendt. R 8. Ach daß zu deiner Ehre Mein Ehre sich erhüb Kreuz⸗ und Trostlieder. Und nimmer stille wäre, Bis daß ich deine Lieb Und ungezählte Zahl Der großen Wunderdinge Mit ewgen Freuden singe Im güldnen Himmelssaal! Paul Gerhardt, 1607—676. 395 Mel.: Nach einer Prüfung kurzer Tage. Schicht. 1819. Aam i en wren.;; vn,. — +—— 7⁵ D— + —2——— 6——.. + 2 4—0 2— 1 Je grö⸗ßer Kreuz, je nä⸗her Him⸗mel: bei Sün⸗den⸗lust und Welt⸗ge⸗tüm⸗mel +— 4— II 2 DE ö I— h⸗ ne Kreuz, ist oh-ne Gott; ßzt man Höl⸗le, Fluch und Tod. —...— 2 55.D ———— 2— . 2..———— O, se⸗lig ist der Mens ge⸗schätzt. den + Gott in Kreuz und Trüb-sal 2. Je größer Kreuz, je bessrer Christe: Gott prüft uns an dem Probestein. Wie mancher Garten wird zur Wüste,, Fällt nie ein Tränentau hinein! Das Gold wird auf dem Feuerherd, Ein Christ in mancher Not bewährt. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube: Die Palme wächset bei der Last, Die Süßigkeit fließt aus der Traube, Wenn du sie wohl gekeltert hast. Kreuz⸗ und T Trostlieder. Im Kreuze wächset uns der Mut Wie Perlen in gesalzner Flut. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe: Der Wind bläst nur die Flammen auf: Und scheinet gleich der Himmel trübe, So lachet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, Gleichwie das Ol im Feuer tut. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete: Geriebne Kräuter riechen wohl; Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, So fragte man nicht nach dem Pol. Wo kämen Davids Psalmen her, Wenn er nicht auch versuchet wär? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen: Im Tale steiget man bergan; Wer durch die Wüste oft gegangen, Der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein, findt es hier nicht Ruh, So fleugt es nach der Arche zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben: Man freut sich recht auf seinen Tod; Denn man entgehet dem Verderben, Es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuze, das die Gräber ziert, Bezeugt, man habe triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre Krone, Die Gottes Schatz uns beigelegt, Und die einmal vor seinem Throne Der Überwinder Scheitel trägt. Ach, dieses teure Kleinod macht, Daß man das größte Kreuz nicht acht. 9. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze Je länger und je lieber sein; 67⁰ Kreuz⸗ und Trostlieder. Daß mich die Ungeduld nicht reize, So pflanz ein solches Herz mir ein, Das Glaube, Lieb und Hoffnung hegt, Bis dort mein Kreuz die Krone trägt. Bain Schmolck, 1672—1737. — Mel.: O Gott, du frommer Gott. 1693. L, v. IIEE —.—.. 1. Der Wai⸗sen, wei⸗net nicht! Wie, Ver⸗—— set euch auf Gott, der ö———— —.————.— 1.— 1.— könnt ühr euch nicht fas⸗sen? Si** wird euch nicht ver-las⸗sen. Sind gleich die —— ö* n.E EI.—— 1— Fl⸗tern tot, so le⸗ bet den⸗noch Gott; weil — 2— L 2—..—.———52 E— E.—— E 12——— II V+ I— 2. Gott ist und bleibet ßeten Ein Vater aller Waisen, Der will sie insgesamt Ernähren, kleiden, speisen. Demselben trauet nur, Der nimmt sich euer an; Seht, er ist euer Schutz Und euer Helfersmann. 3. Gott ist ein reicher Gott, Er wird euch wohl versorgen; Er weiß ja eure Not, Sie ist ihm nicht verborgen; Ob ihr schon wenig habt, Ist auch der Vorrat klein, Kreuz⸗ und Trostlieder. So will fürs künftige Gott der Versorger sein. 4. Habt einen guten Mut! Gott hat es ja verheißen, 37. Er woll Verlassene ö Aus jeder Trübsal reißen; 98. ö Dies Wort geht euch auch an. — Ihr werdet es schon sehn, — Wie es auch noch an euch die Wird in Erfüllung gehn. * 5. Ja, glaubet, bleibet fromm er —. Und geht auf Gottes Wegen, — Erwartet mit Geduld . Den euch verheißnen Segen, die Und weichet nicht von Gott, — Vertraut ihm allezeit; — So werdt ihr glücklich sein 981 In Zeit und Ewigkeit. * Johann Friedrich Starck, 1680—1756. 397. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. H. Isaak.(2) 1536. 3 n nr in vi. ——————— 2———— ——— ———————— — ö ehn 1. In al-len mei⸗nen Ta⸗ten laß ich den .—. v— 2 n. E 2— ——— 7 SSSSSD— muß zu al⸗len Din⸗gen, ...... an⸗ders wohl-ge⸗lin-gen, uns sel ————————45 hat; er 672² Kreuz⸗ und Trostlieder. üimit. —— m —. ge ⸗-ben Rat und Tat. 2. Nichts ist es spät und frühe Um alle meine Mühe, Mein Sorgen ist umsonst; Er mags mit meinen Sachen Nach seinem Willen machen, Ich stells in seine Vatergunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, Als was er hat versehen Und was mir selig ist; Ich nehm es, wie ers gibet, Was ihm von mir beliebet, Dasselbe hab ich auch erkiest. 4. Ich traue seiner Gnaden, Die mich vor allem Schaden, Vor allem Übel schützt; Leb ich nach seinen Sätzen, So wird mich nichts verletzen, Nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden In Gnaden mich entbinden, Durchstreichen meine Schuld; Er wird auf mein Verbrechen Nicht stracks das Urteil sprechen Und mit mir haben noch Geduld. 6. Leg ich mich späte nieder, Erwach ich frühe wieder, Lieg oder zieh ich fort, In Schwachheit und in Banden, Und was mir stößt zu Handen, So tröstet mich allzeit sein Wort. 7. Hat er es denn beschlossen, So will ich unverdrossen —— und Trostlieder. 67³ Kreuz⸗ An mein Verhängnis gehn; Kein Unfall unter allen Wird mir zu harte fallen, Mit Gott will ich ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben, Zu sterben und zu leben, Sobald er mir gebeut; Es sei heut oder morgen, Dafür laß ich ihn sorgen, Er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, seine Und traue dem alleine, Der dich geschaffen hat; Es gehe, wie es gehe, Dein Vater in der Höhe Der weiß zu allen Sachen Rat. Paul Fleming, 1609—1640. 398. Eigene Melodie. Vorreformatorisch. ————— ů— — 0 5 4 5 22— 51350——. 9— 24 In dich hab 100 ge⸗ hof⸗fet, ·. hilf, IRI— daß ich mcht zu Schan⸗ den werd noch .— 5.———— .—— N——.— e⸗wig-lich zu Spot-te. Das bitt 50 dich: Er⸗ ᷓ hal-te mich in dei-ner Treu, Herr Got⸗ 190 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, Erhör mein Bitt, tu dich herfür, 43 67⁴4 Kreuz⸗ und Trostlieder. Eil bald, mich zu erretten; In Angst und Weh ich lieg und steh, Hilf mir in meinen Nöten. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, Sei mir ein Burg, darin ich frei Und ritterlich mög streiten, Ob mich gar sehr der Feinde Heer Anficht auf beiden Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, Mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, Mein Hilf, mein Heil, mein Leben, Mein starker Gott in aller Not: Wer mag mir widerstreben? 5. Mir hat die Welt trüglich gericht Mit Lügen und durch falsch Gedicht Viel Netz und heimlich Stricke; Herr, nimm mein wahr in der Gefahr, Behüt vor falscher Tücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir; Mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, Nimm mich in deine Hände; O wahrer Gott, aus aller Not Hilf mir am letzten Ende. 7. Lob, Preis und Ehr und Herrlichkeit Sei Gott Vater und Sohn bereit, Dem heilgen Geist mit Namen. Die göttlich Kraft mach uns sieghaft Durch Jesum Christum. Amen. Adam Reusner, 1496 bis um 1575. 2 Mel.: Jesus, meine Zuversicht. 399. J. Crüger. 1656. ————— ir, Got⸗tes Her und Hän⸗ de We⸗ge 90 und En-⸗de, negt Enn 2. S ri;rrrnminn till und bloß in des lieb⸗sten Va⸗ters Schoß. 2. Meine Seele murret nicht, Ist mit allem wohl zufrieden; ö Was der eigne Wille spricht, Ist zum Tode schon beschieden; I Was die Ungeduld erregt, Ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht, Will vielmehr an nichts gedenken, Was gleich spitzen Dornen sticht Und den Frieden nur kann kränken; Sorgen kommt dem Schöpfer zu, Meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht,* Liebt hingegen Gott im Leiden; II Kummer, der das Herze bricht, Trifft und ängstet nur die Heiden.. Wer Gott in dem Schoße liegt, Bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht; Denn sie weiß von keinen Nöten, Hängt an Gottes Angesicht Auch alsdann, wenn er will töten; Wo sich Fleisch und Blut beklagt, ö Wird das Freudenlicht verjagt. R 6. Meine Seel ist still zu Gott, Und die Zunge bleibt gebunden; Also hab ich allen Spott, Alle Marter überwunden, Kreuz⸗ und Trostlieder. Bin gleich wie ein stilles Meer Voll von Gottes Preis und Ehr. Johann Joseph Winckler, 1670—1722. Jesu, meine F. Freude, Mel.: J. Crüger. 400. DSDSS——————— wän.— Mei⸗ne Seel ist stil Le zu Gott, mein Herz ist ver⸗gnü- get mit dem, 1656. ..... ——— zu hel⸗ fen steht; ——— mir ——— 11165 sen Wil⸗ le wies Gott fü⸗get, nimmt 1 wie es geht. . Hr .......... — 12.—.. ..— Geht es nur dem Himmel zu, und bleibt Je⸗ sus ——— 4.———— 7 2— D...————4 ————3———:..— un⸗ge⸗schie- den, so bin ich zu⸗frie⸗ den. 2. Meine Seele hanget An dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein Aller Ort und Zeiten, Und mag keinen leiden, Der ihr redet ein; Von der Welt Ehr, Lust und Geld, Wonach sind so viel beflissen, Mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, ach nein, nur einer, Sagt sie, und sonst keiner 722. Kreuz⸗ und Trostlieder. Wird von mir geliebt; Jesus, der Getreue, In dem ich mich freue, Sich mir ganz ergibt. Er allein, er soll es sein, Dem ich wieder mich ergebe Und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge Und dich gläubig lege Sanft in seinen Schoß; Lerne ihm vertrauen, So wirst du bald schauen, Wie die Ruh so groß Die da fleußt an⸗ btillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, Den kann er erquicken. 5. Meine Seele senket Alles, was sie kränket, Tief in Jesu Brust; Sie wird stark durch Hoffen; Was sie je betroffen, Träget sie mit Lust, Fasset sich ganz männiglich Durch Geduld und Glauben feste; Am End kommt das Beste. 6. Amen, es geschiehet; Wer zu Jesu fliehet, Wird es recht erfahrn, Wie Gott seinen Kindern Pflegt das Kreuz zu mindern Und das Glück zu sparn Bis zu End; alsdann sich wendt Das zuerst gekost'te Leiden, Und gehn an die Freuden. Johann Kaspar Schade. 1666—1698. lau-fen mit der Zeit zu End; das der Herr al-lei⸗ne kennt, wird, gott⸗lob, — ů 9——.— 2— 2— 144 2———— ———— nicht e-wig sein. Nach dem Re⸗gen wird ———— S...........3 4 + 2— ein Schein von viel t au⸗send Son-nen⸗blik ken V I —— A mei⸗nen mat⸗ten Geist er ⸗ quik ⸗ken. 2. Meine Saat, die ich gesäet, Wird zur Freude wachsen aus; Wenn die Dornen abgemähet, So trägt man die Frucht nach Haus; Wenn ein Wetter ist vorbei, Wird der Himmel wieder frei; Nach dem Kämpfen, nach dem Streiten Kommen die Erquickungszeiten. 3. Wenn man Rosen will abbrechen, Muß man leiden in der Still, Daß uns auch die Dornen stechen; Es geht alles, wie Gott will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, Das man nur im Kampf erreicht; H SS SOS S 8880 Kreuz⸗ und Trostlieder. Will man hier das Kleinod finden, So muß man erst überwinden. 4. Unser Weg geht nach den Sternen, Der mit Kreuzen ist besetzt; ier muß man sich nicht entfernen, b er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewigkeit Kommt kein Mensch hin ohne Streit; Die in Salems Mauern wohnen, Zeigen ihre Dornenkronen. 5. Es sind wahrlich alle Frommen, Die des Himmels Klarheit sehn, Aus viel Trübsal hergekommen; Darum de man sie stehn Vor des Lammes Stuhl und Thron, Prangend in der Ehrenkron Und mit Palmen ausgezieret, Weil sie glücklich triumphieret. 6. Gottes Ordnung stehet feste Und bleibt ewig unverrückt; Seine Freund und Hochzeitsgäste Werden nach dem Streit beglückt; Israel erhält den Sieg Nach geführtem Kampf und Krieg: Kanaan wird nicht gefunden, Wo man nicht hat überwunden. 7. Darum trage deine Ketten, Seele, und gedulde dich, Gott wird dich gewiß erretten; Das Gewitter leget sich, Nach dem Blitz und Donnerschlag Folgt ein angenehmer Tag; Auf den Abend folgt der Morgen, Und die Freude nach den Sorgen. Unbekannt. 1704. 68⁰ Kreuz⸗ und Trostlieder. 402. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. H. Isaak.(7) 1536. —.— 25 12.— ERE.— 2. Mein Herz, gib dich zu⸗frie-den und blei-be 2— 2 ———— ganz ge⸗schie-den von Sor⸗ge, Furcht und *— N— IIIIS 1 Gram; die Not, die dich jetzt drük⸗ ket, har E.* ö 1—— —— 1 5.— I—— +2.—.———.— .— 1— 1 Gott dir zu⸗ge⸗schik⸗ket; sei still und 1— 1—.— E—.—— 661 I..———— 1.— 2— 1 II— halt dich wie ein Lamm. 2. Mit Sorgen und mit Zagen, Mit unmutsvollen Klagen Häufst du nur deine Pein; Durch Stillesein und Hoffen Wird, was dich jetzt betroffen, Erträglich, sanft und lieblich sein. 3. Kanns doch nicht ewig währen, Oft hat Gott unsre Zähren, Eh mans meint, abgewischt; Wenns bei uns heißt: Wie lange Wird mir so angst und bange! So hat er Leib und Seel erfrischt. 4. Gott pflegt es so zu machen, Nach Weinen schafft er Lachen, Nach Regen Sonnenschein, Nach rauhen Wintertagen Kreuz⸗ und Trostlieder. Muß uns der Lenz behagen; Er führt in Höll und Himmel ein. 5. Indes ist abgemessen Die Last, die uns soll pressen, Auf daß wir werden klein; Was aber nicht zu tragen, Darf sich nicht an uns wagen, Und solls auch nur ein Quentlein sein. 6. Denn es sind Liebesschläge, Wenn ich es recht erwäge, Womit er uns belegt; Nicht Schwerter, sondern Ruten Sinds, damit Gott zum guten Die Seinigen hienieden schlägt. 7. Er will uns dadurch ziehen Zu Kindern, die da fliehen Das, was ihm mißbehagt, Den alten Menschen schwächen, Den Eigenwillen brechen, Die Lust ertöten, die uns plagt. 8. Er will uns dadurch lehren, Wie wir ihn sollen ehren Mit Glauben und Geduld Und, sollt er uns in Nöten Auch lassen, ja gar töten, Uns doch getrösten seiner Huld. 9. Denn was will uns auch scheiden Von Gott und seinen Freuden, Dazu er uns versehn? Man lebe oder sterbe, So bleibet uns das Erbe Des Himmels ewiglich doch stehn. 10. Ist Christus unser Leben, So muß uns, seinen Reben, Der Tod sein ein Gewinn; Er mag die Leibeshöhle I. * * Kreuz⸗ und Trostlieder. Zerbrechen, doch die Seele Fliegt auf zum Bau des Himmels hin. 11. Drum gib dich ganz zufrieden, Mein Herz, und bleib geschieden Von Sorge, Furcht und Gram; Vielleicht wird Gott bald senden, Die dich auf ihren Händen Hintragen zu dem Bräutigam. Johann E Sacher a 1670—1739. 403. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 1539. 1. Nimm von uns, Herr, du 5571 er Gott, die eeeee, ee. schwe⸗re Straf und 4657 e Not, die wir mit Sün⸗ den oh2 28 Zahl ver⸗die⸗ net ln⸗ ben all⸗Zu⸗mal; be-hüt vor Krieg und teu⸗rer I— —— .——————.— min E* 4—.—— I— 7—6—— Zeit, vor Seu-chen, Feur und gro- Bent Leid. 2. Erbarm dich deiner bösen Knecht, Wir bitten Gnad und nicht das Recht; Denn so du, Herr, den rechten Lohn Uns geben wolltst nach unserm Tun, So müßt die 4 Mie Welt vergehn, Und könnt kein Mensch vor dir bestebn. —2&————-f —.— 683 Kreuz⸗ und Trostlieder. 3. Ach Herr Gott, durch die Treue dein Mit Trost und Rettung uns erschein, Beweis an uns dein große Gnad Und straf uns nicht auf frischer Tat. Wohn uns mit deiner Güte bei, Dein Zorn und Grimm fern von uns sei. 4. Die Sünd hat uns verderbet sehr, Der Teufel plagt uns noch viel mehr, Die Welt, auch unser Fleisch und Blut Uns allezeit verführen tut; Solch Elend kennst du, hen allein, Ach laß es dir befohlen f ein. 5. Gedenk an deines Sohnes Tod, Sieh an sein heilgen Wunden rot, Die sind ja für die ganze Welt Die Zahlung und das Lösegeld. Des trösten wir uns alezeit Und hoffen auf Barmherzigkeit. 6. Leit uns mit deiner rechten Hand Und segne gnädig Stadt und Land; Gib uns allzeit dein heilges Wort, Behüt vors Teufels List und Mord; Verleih ein selig Stündelein, Auf daß wir ewig bei dir sein! Martin Moller, 1547— 606. 404. Sl Melodie. J. Crüger. 1653. — ů —2————— ö +— —————.————— 1. Schwing dich auf zu dei⸗ nem Gott, wa ⸗rum liegst du Gott zum Spott — du be⸗ trüb⸗te See le, ö in der Schwer-muts- 656 le? Merkst Ki 4.——— ů— 0— —.———.——.———— , nicht des Sa⸗-tans List? Er will durch sein 1..—— 1.. ͤᷓPj.. E. ö 57 ö——0— Kämp⸗fen dei-nen Trost, den Je-sus Christ —— N—— * 2— n—— I E—— I1 7 dir er-wor-ben, dämp ⸗fen. 2. Schüttle deinen Kopf und sprich: Fleuch, du alte Schlange! Was erneust du deinen Stich, Machst mir angst und bange? Ist dir doch der Kopf zerknickt, Und ich bin durchs Leiden Meines Heilands dir entrückt In den Saal der Freuden. 3. Wirfst du mir mein Sündgen für? Wo hat Gott befohlen, Daß mein Urteil ich bei dir Uber mich soll holen? Wer hat dir die Macht geschenkt, Andre zu verdammen, Der du selbst doch liegst versenkt In der Hölle Flammen? 4. Hab ich was nicht recht getan, Ist mirs leid von Herzen; Dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen; Denn das ist das Lösegeld Meiner Missetaten; Dadurch ist der ganzen Welt Und auch mir geraten. Kreuz⸗ und Trostlieder. 5. Christi Unschuld ist mein Ruhm, Sein Recht meine Krone, Sein Verdienst mein Eigentum, Da ich frei in wohne Als in einem festen Schloß, Das kein Feind kann fällen, Brächt er gleich davor Geschoß Und Gewalt der Höllen. 6. Stürme Teufel und du Tod, Was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden, Der Gott, der mir seinen Sohn Selbst verehrt aus Liebe, Daß der ewge Spott und Hohn Mich nicht dort betrübe. 7. Ich bin Gottes, Gott ist mein: Wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein Mit dem bittern Leide, Laß es dringen, kommt es doch Von geliebten Händen; Schnell zerbricht des Kreuzes Joch, Wenn es Gott will wenden. 8. Kinder, die der Vater soll Ziehn zu allem Guten, Die gedeihen selten wohl Ohne Zucht und Ruten; Bin ich denn nun Gottes Kind, Warum will ich fliehen, Wenn er mich von meiner Sünd Auf was Guts will ziehen? 9. Es ist herzlich gut gemeint Mit der Christen Plagen: Wer hier zeitlich wohl geweint, Darf nicht ewig klagen. Laß 405. 11 Rreuz⸗ und Trostlieder. Ei, des Mel.: Jesu, meine Freude. Wem hier Christus recht bewußt, Hat in Gottes Garten Droben die vollkommne Lust Endlich zu gewarten. 10. Gottes 2750 säen zwar Traurig und mit Tränen, Aber endlich bringt das Jahr, Wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, Da sie Garben machen; Da wird all ihr Gram und Leid Lauter Freud und Lachen. so faß, o Christenherz, Alle deine Schmerzen; Wirf sie fröhlich hinterwärts, Trostes Kerzen Dich entzünden mehr und mehr; Gib dem großen Namen Deines Gottes Preis und Ehr. Er wird helfen. Amen. Paul Gerhardt, 1607—1676. J. Crüger. 1656. III 1. See⸗le, sei zu ⸗frie-den! treib aus dei⸗ 96— 61. zen SSS.... 3ů2—.—— Was dir Un⸗ge⸗ Gott 225 Renn den 538 is al⸗ les t; duld und Schmer-zen, fas⸗-se fri⸗-schen NA dut. Kreuz⸗ und Trostlieder. 68⁷ den .— Ist die Not dein täg-lich Brot, 6r du wei⸗ In ——— E— DDD——— n 0 1—.—— 2. Bringt der Feinde V„inmnt Alles ins Gedränge, Was die Wahrheit liebt; Will man deinen Glauben Von dem Herzen rauben, Sei drum unbetrübt. Stellt man dir viel Elend für, Drohen der Verfolger Rachen, Gott wirds doch wohl machen. 3. Scheint der Himmel trübe, Fällt der Menschen Liebe Immer mehr dahin, Droht ein hart Geschicke Alle Augenblicke Dem erschrocknen Sinn, Nur Geduld, des Himmels Huld Sieht auf alle deine Sachen: Gott wirds doch wohl machen. 4. Ungeduld und Grämen Kann von uns nichts nehmen, Macht nur größern Schmerz; Wer sich widersetzet, Wird nur mehr verletzet; Drum Geduld, mein Herz! Aus dem Sinn mit Sorgen hin! Drücket gleich die Last dich Schwachen, Gott wirds doch wohl machen. Kreuz⸗ und Trostlieder. 5. Wer ein Christ will Beiden Muß sich auch befleißen, Alles auszustehn. Mag bei Ungewittern Erd und Himmel zittern, Ja zu Grunde gehn, Der steht fest, den Gott nicht läßt; Drum laß alle Wetter krachen: Gott wirds doch wohl machen. 6. Kronen soll der tragen, Der des Kreuzes Plagen In Geduld besiegt; Fröhlich ausgehalten, Und Gott lassen walten, Das macht recht vergnügt. Drum nimm dir, o Seele, für, Alles Unglück zu verlachen: Gott wirds doch wohl machen. Casseler Gesangbuch v. 1770. 2* 406. Eigene Melodie. 17¹15. ——— Sollt 63 gleich bis-wei⸗len schei⸗ nen, 2 2— 7— 1——* 347 2 3.— als wenn Gott ver⸗ließ 920 Sei⸗ mnen, .— 2——.—— ——— 9—5.— ——— und weiß ich h dies: Gott HfI end-⸗ 70 — EO H — 8 SSE S Kreuz⸗ und Trostlieder. 2. Hilfe, die er aufgeschoben, Hat er drum nicht aufgehoben; Hilft er nicht zu jeder Frist, Hilft er doch, wenns nötig ist. 3. Gleich wie Väter nicht bald geben, Wonach ihre Kinder streben, So hält Gott auch Maß und Ziel: Er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, Wenn die Not am allergrößten; Er ist gegen mich, sein Kind, Mehr als väterlich gesinnt. 5. Laß die Welt nur immer neiden, Will sie mich nicht länger leiden, Ei so frag ich nichts darnach; Gott ist Richter meiner Sach. 6. Will sie mich gleich von sich treiben, Muß mir doch der Himmel bleiben; 77⁰. Wenn ich nur den Himmel krieg, Hab ich alles zur Genüg. 7. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, 715. —— Frag ich nicht nach andrer Gabe; 4— Legt man mich gleich in das Grab, —.— Gnug, Herr, wenn ich dich nur hab! ien, Christoph Tietze, 1641—1703. —.— 407. Mel.: Da Christus geboren war. 1⁵⁴4. —.— ö 90 2*— f D—— 4 Kreuz⸗ und Trostlieder. 1 ————————— 2—— 1.—p ——————— inen,. Wäch⸗-ter, der du nicht schläfst noch schlum⸗merst, SSSISI III. S.... zu uns richt dein hilf⸗rei⸗ches An⸗ge⸗sicht. 2. Schau, wie große Not und Qual Trifft dein Volk jetzt überall; Täglich wird der Trübsal mehr; Hilf, ach hilf, schütz deine Lehr. Wir verderben, wir vergehn; Nichts wir sonst vor Augen sehn, Wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Hoherpriester Jesu Christ, Der du Heihlen Dur bist In den heilgen Ort zu Gott Durch dein Kreuz und bittern Tod, Uns versöhnt mit deinem Blut, Ausgelöscht der Hölle Glut, Wiederbracht das höchste Gut, 4. Sitzest in des Vaters Reich, Ihm an Macht und Ehre gleich, Unser einger Gnadenthron, Seine höchste Freud und Kron, Den er in dem Herzen trägt, Wie sich selbst zu lieben pflegt, Dem er keine Bitt abschlägt: 5. Kläglich schreien wir zu dir, Klopfen an die Gnadentür, Wir, die du mit höchstem Ruhm Dir erkauft zum Eigentum: Kreuz⸗ und Trostlieder. Dein Erbarmen hat kein End; Deines Vaters Zorn abwend, Der jetzt wie ein Feuer brennt. 6. Zeig ihm deine Wunden rot, Deine Marter, deinen Tod, Und was du mehr hast getan, Zeig ihm unsertwegen an; Sage, daß du unsre Schuld Hast bezahlet in Geduld, Uns erlanget Gnad und Huld. 7. Jesu, der du Jesus heißt, Als ein Jesus Hilfe leist! Hilf durch deine starke Hand, Menschenhilf hat sich gewandt; Eine Mauer um uns bau, Daß dem Feinde davor grau Und mit Zittern sie anschau. 8. Liebster Herr, Immanuel, Du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, Neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit: Trotz dem, der uns tut ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit. 9. Deines Vaters starker Arm, Komm und unser dich erbarm, Jetzt laß sehen deine Macht, Drauf wir hoffen Tag und Nacht; Aller Feinde Macht zertrenn, Auf daß dich die Welt erkenn, Aller Herren Herren nenn. 10. Andre traun auf ihre Kraft, Auf ihr Glück und Ritterschaft, Deine Christen sehn auf dich, Trauen dir sich festiglich. 692 Kreuz⸗ und Trostlieder. Laß sie werden nicht zu Schand, Bleib ihr Helfer und Beistand, Sind sie dir doch ganz bekannt. 11. Du bist ja der Held und Mann, Der den Kriegen steuern kann, Der da Spieß und Schwert zerbricht, Der die Bogen macht zunicht, Der die Wagen gar verbrennt Und der Menschen Herzen wendt, Daß der Krieg gewinnt ein End. 12. Jesu, wahrer Friedensfürst, Der der Schlange hat zerknirscht Ihren Kopf durch seinen Tod, Frieden wiederbracht bei Gott, Gib uns Frieden gnädiglich, So wird dein Volk freuen sich, Dafür ewig preisen dich. Johann Heermann, 1585—1647. 408. Eigene Melodie. 1571. — 4 *2 +—.——..——„ . m n. 2 2 12—— —.—* — — — Von Gott will ich nicht las⸗s führt mich auf rech⸗ter Stra⸗ßen, da l————.5— 1——=.½ n 1.75* H — 2——W—.—.— 15— S 1—— 1 11—.—— 0 er läßt nicht von mir, ich sonst irr ⸗te sehr. Er reicht mir sei⸗ne U—.——— — LZ +.—...——— 1 E—— Hand; den A⸗bend wie den Mor-gen tut er mich ö DD.— I— .— I LI + DII— 4 —— I—.— 1νν IIXI Kreuz⸗ und Trostlieder. 2. Wenn sich der Menschen Hulde Und Wohltat all verkehrt, So findt sich Gott gar balde, Sein Macht und Gnad bewährt; Er hilft aus aller Not, Errett von Sünd und Schanden, Von Ketten und von Banden, Und wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen In meiner schweren Zeit; Es kann mich nicht gereuen, Er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; Mein Leib, mein Seel, mein Leben Sei Gott dem Herrn ergeben; Er schaffs, wies ihm gefällt. 4. Es tut ihm nichts gefallen, Denn was mir nützlich ist; Er meints gut mit uns allen, Schenkt uns den Herren Christ, Sein allerliebsten Sohn. ö Durch ihn er uns bescheret, Was Leib und Seel ernähret; Lobt ihn ins Himmels Thron. 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, Ihn, der uns beides schenkt. Das ist ein selge Stunde, Darin man sein gedenkt. Sonst verdirbt alle Zeit, Die wir zubring'n auf Erden: Wir sollen selig werden Und bleib'n in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vergehet Nicht Ehr noch Gut bestehet, Das vor war groß geacht; AAN Mit ihrem Stolz und Pracht, I Kreuz⸗ und Trostlieder. Ja auch nach diesem Tod, Tief in die Erd begraben, Wenn wir geschlafen haben, Will uns erwecken Gott. 7. Die Seel bleibt unverloren, Geführt in Abrams Schoß; Der Leib wird neugeboren, Von allen Sünden los, Ganz heilig, rein und zart, Ein Kind und Erb des Herren; Daran muß uns nicht irren Des Teufels listig Art. 8. Darum, ob ich schon dulde Hier Widerwärtigkeit, Wie ich auch wohl verschulde, Kommt doch die Ewigkeit, Ist aller Freuden voll; Dieselb ohn einigs Ende, Dieweil ich Christum kenne, Mir widerfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille, Der uns geschaffen hat; Sein Sohn hat Guts die Fülle Erworben uns und Gnad; Auch Gott der heilge Geist Im Glauben uns regieret, Zum Reich der Himmel führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Ludwig Helmbold, 1532— 1598. Eigene Melodie. darrn, n. E S —445— Herz, be-küm-merst dich und trä ⸗- gest —— 2 2.—.—..— Schmerz nur um das zeit-lich Gut? Ver⸗ —— ————3— +.—— en. 5 0 35 trau du dei- nem Herrn und Gott, der —————3—— — 1————.— 1 II ———. al le Ding er-schaf-fen hat. 2. Er kann und will dich lassen nicht, Er weiß gar wohl, was dir gebricht, Himmel und Erd ist sein, ö Mein Vater und mein Herre Gott, Der mir beisteht in aller Not. 3. Weil du mein Gott und Vater bist, Dein Kind wirst du verlassen nicht, Du väterliches Herz! Ich Staub und Asche habe hier Sonst keinen Trost als nur in dir. 4. Der Reich verläßt sich auf sein Gut, Ich aber will dir traun, mein Gott; Ob ich gleich werd veracht, So weiß ich und glaub festiglich: . Wer dir vertraut, dem mangelts nicht. 5. Ach Gott, du bist noch heut so reich ö Als du gewesen ewiglich. 4 Mein Trauen steht zu dir; — Mach mich an meiner Seele reich, — So hab genug ich ewiglich. — 6. Der zeitlich Ehr will ich entbehrn, in Willst du das Ewge mir gewährn, 696 Kreuz⸗ und Trostlieder. Das du erworben hast Durch deinen herben, bittern Tod, Das bitt ich dich, mein Herr und Gott! 7. Alles was ist auf dieser Welt, Es sei Gold, Silber oder Geld, Reichtum und zeitlich Gut, Das währt nur eine kleine Zeit Und hilft doch nicht zur Seligkeit. 8. Ich dank dir, Christ, o Gottes Sohn, Daß du mir solches kund getan Durch dein göttliches Wort; Verleih mir auch Beständigkeit Zu meiner Seelen Seligkeit. 9. Lob, Ehr und Preis sei dir gesagt 3 Für all dein erzeigte Wohltat; G Ich bitt demütiglich: Laß mich nicht von deim Angesicht Wé Verstoßen werden ewiglich. N Unbekannt, 1545. Jc 410. Eigene Melodie. G. Ebeling. 1666. D 2— Al ————.—— S 1. Wa⸗ 11— sollt ich 115 denn grä⸗men? D ———— E —..— nn u V — ir ů A Hab ich 50 Chri⸗stum hüü⸗ wer will mir den — 68838 6%% Kreuz⸗ und Trostlieder. nn O —— +*——— —.—. m IEENN —9— ——— legt im Glau-ben? 2. Nackend lag ich auf dem Boden, Da ich kam, Da ich nahm Meinen ersten Odem. Nackend werd ich auch hinziehen, Wenn ich werd Von der Erd Als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben Ist nicht mein: Gott allein Ist es, ders gegeben; Will ers wieder zu sich kehren, Nehm ers hin, Ich will ihn Dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, Dringt herein Angst und Pein, Sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; Er weiß wohl, Wie er soll All mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen Oft ergötzt; Sollt ich jetzt Nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen Sein Gericht, Kann mich nicht Ganz und gar verlassen. 698 Kreuz- und Trostlieder. 6. Satan, Welt und ihre Rotten Do Können mir Da Nichts mehr hier Ch Tun als meiner spotten. Mi Laß sie spotten, laß sie lachen; Gott, mein Heil, Du Wird in Eil Ick Sie zu schanden machen. Nie 7. Unverzagt und ohne Grauen Id Soll ein Christ, Un Wo er ist, Mi Stets sich lassen schauen; In Wollt ihn auch der Tod aufreiben, ö Soll der Mut Un Dennoch gut O Und fein stille bleiben. Au 8. Kann uns doch kein Tod nicht töten, La Sondern reißt De Unsern Geist Un Aus viel tausend Nöten, En Schleußt das Tor der bittern Leiden Und macht Bahn, Da man kann 41¹ Gehn zu Himmelsfreuden. 409 Allda will in süßen Schätzen— Ich mein Herz— Auf den Schmerz 05 Ewiglich ergötzen; 1. Hier ist kein recht Gut zu finden; Was die Welt In sich hält,—— Muß im Nu verschwinden. x 10. Was sind dieses Lebens Güter? n Eine Hand— Voller Sand,—— Kummer der Gemüter. ist Kreuz⸗ und Trostlieder. Dort, dort sind die edlen Gaben, Da mein Hirt ö Christus wird Mich ohn Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, Du bist mein, Ich bin dein, Niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben Und dein Blut Mir zu gut In den Tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse Und dich nicht, O mein Licht, Aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, Da du mich Und ich dich Ewig werd umfangen. Paul Gerhardt, 1607—-1676. I 411. Eigene Melodie. 1690. ö ö( GAOIISISISISIIITIITITIITITTTTTTI‚I‚T‚TTTIFI‚II‚I‚‚‚‚— I P — n, en IIRNNE. Wue Gott tut, das ist wohl-ge-tan, wie er fängt mei⸗ne Sa⸗chen an, es bleibt ge-recht sein Wil-⸗le; will ich ihm hal ten stil le; SSI IIIIIITITTITIIII.... ist mein Gott, de r in der Not r mich wohl weiß zu 1—.—— 4 d ninnt:. ennrar— H 1———. III ihn nur wal-ten. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan, Er wird mich nicht betrügen; führet mich auf rechter Bahn, So laß ich mir genügen An seiner Huld Und hab Geduld; Er wird mein Unglück wenden, Es steht in seinen Händen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan, Er wird mich wohl bedenken; Er als mein Arzt und Wundermann Wird mir nicht Gift einschenken Für Arzenei; Gott ist getreu,— Drum will ich auf ihn bauen.— Und seiner Güte trauen. sei 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan, di Er ist mein Licht und Leben,— Der mir nichts Böses gönnen kann; EE Ich will mich ihm ergeben In Freud und Leid; aus Es kommt die Zeit, E Da öffentlich erscheinet,—.— Wie treulich er es meinet. mit 5. Was Gott tut, das 0 wohlgetan:— Muß ich den Kelch gleich schmecken, Der bitter ist nach meinem Wahn,—— Laß ich mich doch nicht schrecken, Kreuz⸗ und Trostlieder. Weil doch zuletzt Ich werd ergötzt Mit süßem Trost im Herzen, Da weichen alle Schmerzen. — 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan, — Dabei will ich verbleiben; Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, So wird Gott mich Ganz väterlich In seinen Armen halten; Drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, 1649—1708. Eigene Melodie. 1530. —— ,.... Was mein Gott will, ge⸗ scheh all⸗ 301. 0 hel-fen den'n er 35—=reit, 1. 2— — 2—.— sein Will der ist der be se Er hilft die an ihn glau⸗ben fe ⸗ ste. 2H———————.— I——— 4—ñ— L .——— 2——*— aus Not, der from— me Gott, und züch-ti-get ..„— .—.— 2 35 —— mit Ma⸗ßen; wer iäütü ver⸗ Rant, fest af 6 ........... ihn baut, den will er nicht ver⸗ las sen 70² Kreuz⸗ und Trostlieder. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, Mein Hoffnung und mein Leben; Was mein Gott will, daß mir geschicht, Will ich nicht widerstreben; Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar Er selber hat gezäblet; Er hüt und wacht, stets für uns tracht, Auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Drum will ich gern von dieser Welt Hinfahrn nach Gottes Wille Zu meinem Gott; wenns ihm gefällt, Will ich ihm halten stille. Mein arme Seel ich Gott befehl In meiner letzten Stunden; Du frommer Gott, Sünd, Höll und Tod Hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, Du wirst mirs nicht versagen: Wenn mich der böse Feind anficht, Laß mich, Herr, nicht verzagen; Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein Herr, Zu Ehren deinem Namen. Wer das begehrt, dem wirds gewährt; Drauf sprech ich fröhlich Amen. 15⁵4. Des Markgrafen Albrecht zu Brandenburg Lied. Eigene Melodie. 413. mi E. ů 2 SSSSIT.ITIIII.I.I..... X—— 1 —„„ 2.IINNE— 1. Wenn wir in höch-sten Nö- ten sein ISST— E und wis⸗ sen nicht, wo aus noch ein Kreuz⸗ und Trostlieder. 703 4 22660——————— ———.———.——.—— und fin ⸗-den„der Hilf 0h ha 3 ö ————..— ob wir gleich sor-gen früh und spat: 2. So ist dies unser Trost allein, Daß wir zusammen insgemein Dich anrufen, o treuer Gott, Um Rettung aus der Angst und Not, 3. Und heben unser Aug und Herz Zu dir in wahrer Reu und Schmerz Und flehen um Begnadigung Und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißest gnädiglich Allen, die darum bitten dich Im Namen deins Sohns Jesu Christ, Der unser Heil und Fürsprech ist. 5. Drum kommen wir, o Herre Gott, Und klagen dir all unsre Not, Weil wir jetzt stehn verlassen gar In großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünden groß, Sprich uns davon aus Gnaden los; Steh uns in unserm Elend bei, Mach uns von allen Plagen frei, 7. Auf daß von Herzen können wir Nachmals mit Freuden danken dir, Gehorsam sein nach deinem Wort, Dich allzeit preisen hier und dort. Paul Eber, 1511—1569. Kreuz⸗ und Trostlieder. 414 Mel.: Was mein Gott will, gescheh allzeit. 1530. ᷓ Wer Gott ver⸗-traut, hat wohl ge⸗baut wer sich ver-läßt auf Je⸗-sum Christ, EEV H— AEEEE E ů— 2 E im Him⸗-mel und auf Er⸗ den; dem muß der Him-mel wer-den. .—.—.——— ————.—.— RR— —— 2 auf dich all Doffung ich will fest und si⸗ cher Da⸗rum II 2— I— .— 10 1* 4—— —=— E—— set⸗zen, Herr Je⸗-su Christ, mein Trost du bist I———— in To⸗des⸗not und Schmer ⸗ zen. E— 2. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr 80 Und aller Welt zuwider, Dennoch so bist du, Jesu Christ, W Der sie all schlägt darnieder. Wẽé Und wenn ich dich nur hab um mich Be Mit deinem Geist und Gnaden, ö So kann fürwahr mir ganz und gar Ni Nicht Tod noch Teufel schaden. U 3. Dein tröst ich mich ganz sicherlich; Wé Denn du kannst mirs 5801 geben, M Was mir ist not, du treuer Gott, Für dies und jenes Leben. Kreuz⸗ und Trostlieder. Gib wahre Reu, mein Herz erneu, Errette Leib und Seele. Ach höre, Herr, dies mein Begehr, Und laß mein Bitt nicht fehlen. Vers 1 von Joachim Magdeburg, 1525—1583. 41⁵5 Eigene Melodie. * G. Neumark. 1657. .— FPIIII.. * N I + 22—...— DEEE A.L— —*—— 1— I 1— + 1 1 Wer nur den lie⸗ben Gott läßt wal⸗te V den wird er wun⸗der⸗lich er⸗hal⸗ten ů———— ——————— i 2—....—.————— und hof-fet auf ihn al⸗ le ⸗ zeit, in al⸗ler Not und Trau⸗rig⸗ keit — 2— 1 2 ä F I I IAIIIIIT — E— n Wer Gott, dem Al⸗ler-höch-sten, traut, V EE 7 der hat auf kei- nen Sand ge⸗baut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen, Was hilft uns unser Weh und Ach, Was hilft es, daß wir alle Morgen Beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid Nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille Und sei doch in sich selbst vergnügt, Wie unsres Gottes Gnadenwille, Wie sein Allwissenheit es fügt; Gott, der uns ihm hat auserwählt, Der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 47 706 Kreuz⸗ und Trostlieder. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, Er weiß wohl, wann es nützlich sei; Wenn er uns nur hat treu erfunden Und merket keine Heuchelei, So kommt Gott, eh wirs uns versehn, Und lässet uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, Daß du von Gott verlassen seist, Und daß der Gott im Schoße sitze, Der sich mit stetem Glücke speist. Die Folgezeit verändert viel Und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen, Und ist dem Höchsten alles gleich, Den Reichen klein und arm zu machen, Den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann, Der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, Verricht das Deine nur getreu Und trau des Himmels reichem Segen, So wird er bei dir werden neu; Denn welcher seine Zuversicht Auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark, 1621—1681. 416 Mel.: Herr, wie du willst, so schicks mit 4— mir. — e SSS. — DD 1. Wie Gott mich führt, so will ich gehn ohn ge⸗schieht, was er mir aus⸗er⸗sehn, wird ESESSSEEE ——————ñ—4—— —— al ⸗les Ei⸗gen⸗wäh⸗len; Wie er mich mirs an kei⸗nem feh⸗len. n, lS Kreuz⸗ und Trostlieder. ——.————— ö ——.. TT —— ö führt, so geh ich mit und fol⸗ge wil⸗lig Schritt vor ö— —— er,. n n ennHmut in. — 3 ö Schritt in kind-li⸗chem Ver⸗ trau-en. 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still Und folge seinem Leiten, Obgleich im Fleisch der Eigenwill Will öfters widerstreiten. ů Wie Gott mich führt, bin ich bereit In Zeit und auch in Ewigkeit Stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt, Ich ruh in seinen Händen; Wie er es schickt und mit mir fügt, Wie ers will kehrn und wenden, Sei ihm hiermit ganz heimgestellt; Er mach es, wie es ihm gefällt, Zum Leben oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich In seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wunderlich, Sein Rat wird doch erfüllen, Was er in Liebe 210 bedacht, Eh er mich an das Licht gebracht; Ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu Im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei; Was will mich von ihm ch jent Ich fasse in Geduld mich fest; Was Gott mir widerfahren läßt, Muß mir zum besten dienen. 70⁸ Kreuz⸗ und Trostlieder. 2— 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, Es geh durch Dorn und Hecken. Von vornen läßt sich Gott nicht sehn, Zuletzt wird ers aufdecken, Wie er seinem Vaterrat Mich treu und wohl geführet hat; Dies sei mein Glaubensanker. Lampertus Gedicke, 1683—1735. Mel.: Alles ist an Gottes Segen. 1738. HM— SPS S...... F...... ——— EE*—— * 7 wun⸗der⸗wei⸗sen Hän⸗de Got⸗tes füh⸗ren 1+—————* 1———————— . ein und aus! Wun⸗der⸗weis⸗-lich ist sein ů 14 1 SSSSS—— — ̃—8 Ra⸗ten, wun⸗der⸗herr⸗lich sei⸗ne Ta⸗ten, N SSDSDSSS und du sprichst: Wo wills hin⸗aus? 2. Denke doch, es muß so gehen, Was Gott weislich heißt geschehen Ihm und dir zur Herrlichkeit; Ob der Anfang seltsam scheinet, Ist das End doch gut gemeinet, Friede folget nach dem Streit. Kreuz⸗ und Trostlieder. 3. Gottes Weg ist in den Flüssen Und in großen Wassergüssen, Und du spürst nicht seinen Fuß; So auch in dem Meer der Sorgen Hält Gott seinen Pfad verborgen, Daß man nach ihm suchen muß. 4. Kein Besinnen kann ersinnen, ö Wo man könne Hilf gewinnen, ö — Die Vernunft ist hier zu blind; Ihre halbgebrochnen Augen Nicht in das Verborgne taugen, — Dem sie allzu blöde sind. 7 5. Gott muß man in allen Sachen, — Weil er alles wohl kann machen, die End und Anfang geben frei. Er wird, was er angefangen, Lassen so ein End erlangen, Daß es wunderherrlich sei. on 6. Drum so laß dir nimmer grauen, Lerne deinem Gott vertrauen, 27 Sei getrost und gutes Muts. 2 Er, fürwahr, er wird es führen, Daß dus wirst am Ende spüren, Wie er dir tut lauter Guts. . 7. Du wirst an den Fingern zählen Und nicht vor der Welt verhehlen, Was die blinde Welt nicht kennt. + Er wird dir dein Kreuz versüßen, Daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herrlich End! Heinrich Arnold Stockfleth, 1643—1708. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 1539. Zu dei⸗nen Fü⸗ßen lie⸗ 295 ich, mein —.—.— 710⁰ Kreuz⸗ und Trostlieder. — — ů— .8= 2335— 3. Je⸗su, blik-ke doch auf mich! Du bist de der 2 *— —— I gleich von 32— ie 4 ——— bloß, leg ich mich doch in dei⸗nen Schoß. 2. Die Seele mach am ersten heil,— Mein Jesu, meines Herzens Teil; Besprenge mich mit deinem Blut—— Und mach all meine Sünden gut ge Und gib mir nach vergebner Schuld Bei meiner Schwachheit auch Geduld. 3. Berühre mich mit deiner Hand, Die so viel Böses abgewandt. Dein Leib mich speise, da ich krank, Dein Blut sei meiner Seele Trank. Ich will wie Lazarus allein In Krankheit auch der deine sein. 4. Wenns meiner Seele selig ist, So heile mich, Herr Jesu Christ. Soll sterben aber besser sein, Wohl mir, auf IAnn schlaf ich ein. Machs, Jesu, Jesu, durch dein Blut Mit mür an Leib und Seele gut. Christoph Heinrich Zeibich, 1677— 1748. 2—— —— 2— — ret⸗ten kann; drum, bin ich I ö — + —. 0 2 Sterben u und Begräbnis. F. Tieder von den letzten Dingen. IJ. Sterben und Begräbnis. — 419. Eigene Melodie. M. Franck. 1652. — I 2—— ö W WERSE.— 641 wie flüch⸗-tig, 112 wie nich⸗tig 8. e ei 115 der Men⸗schen Sr ben! Wiee ein Ne⸗ bel —* ů II I— bald ent⸗ 23—— het und auch wie⸗ der bald ver⸗ S——1 ä KK.8 ge-het, so ist un⸗ser Le⸗ben, se⸗het! 2. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Sind der Menschen Tage! Wie ein Strom beginnt zu rinnen Und mit Laufen nicht hält innen, So fährt unsre Zeit von hinnen. 3. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Ist der Menschen Freude! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, So sind unsre Fröhlichkeiten. 4. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Ist der Menschen Schöne! Wir ein Blümlein bald vergehet, Wenn ein rauhes Lüftlein wehet, So ist unsre Schöne, sebet! Sterben und Begräbnis. 5. Ach wie nichta, ach wie lüchtig Sind der Menschen Schätze! Es kann Glut und Flut entstehen, Dadurch, eh wirs uns versehen, Alles muß zu Trümmern gehen. 6. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Ist der Menschen Prangen! Der in Purpur hoch vermessen Ist als wie ein Gott gesessen, Dessen wird im Tod vergessen. 7. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Sind der Menschen Sachen! Alles, alles, was wir sehen, Das muß fallen und vergehen. Wer Gott fürcht, wird ewig stehen. Michael Franck, 1609—1667. 420. Eigene Melodie. 1687. n.— 1 Al ⸗le Men⸗schen müs⸗sen ster-ben, was da le⸗ bet, muß ver⸗der⸗ ben, E 25— al ⸗les Fleisch ver⸗ geht wie Heu; die soll es an-ders wer⸗den neu; II —.—————. d ͤ 1.——.. 7 1———— Leib der muß ver-we⸗sen, wenn er an⸗-ders ——— e . ————————— so gro⸗ßen Herr⸗lich⸗leit, .— . 2311 1.— 2. soll ge-ne⸗sen der Sterben und Begräbnis. . w.—5—4— ———— 22—— die den From⸗-men ist be ⸗reit. 2. Drum so will ich dieses Leben, Wenn es meinem Gott beliebt, Auch ganz willig von mir geben, Bin darüber nicht betrübt; Denn in meines Jesu Wunden Hab ich nun Erlösung funden, Und mein Trost in Todesnot Ist des Herren Jesu Tod. 3. Jesus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn. Er hat mir das Heil erworben; Drum fahr ich mit Freuden hin, Hin aus diesem Weltgetümmel In den schönen Gotteshimmel, Da ich werde allezeit Schauen die Dreifaltigkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben, ö Da viel tausend Seelen schon Sind mit Himmelsglanz umgeben, Dienen Gott vor seinem Thron; Da die Seraphinen prangen Und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist! 5. Da die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal, Wo auf ihren Ehrenthronen ö Sitzet der zwölf Boten Zahl; Wo in so viel tausend Jahren ö Alle Frommen hingefahren, Da wir unserm Gott zu Ehrn* Ewig Halleluja hörn. ...— H Sterben und Begräbnis. 6. O Jerusalem, du schöne, ö Ach wie helle glänzest du! ö Ach wie lieblich Lobgetöne 909 Hört man da in sanfter Ruh! O der großen Freud und Wonne! Jetzund—— auf die Sonne, Jetzund gehet an der Tag, Der kein Ende nehmen mag. 7. Ach, ich habe schon erblicket Alle diese Herrlichkeit; Jetzo werd ich schön geschmücket Mit dem weißen Himmelskleid; Mit der goldnen Ehrenkrone Steh ich da vor Gottes Throne, Schaue solche Freude an, Die kein Ende nehmen kann. Johann Georg Albinus, 1624—1679. 421. Mel.: Herzlich tut mich verlangen. H. L. Haßler. 1601. 9 + ———— — ö— +—— win. 1 Roer Dos ⸗ke, Mensch, das En-de, be⸗ sder Tod kommt oft be⸗hen⸗de: Wer 1.4˙% 24 —— e, ann.—2 15— 2. den⸗ke dei- nen Tod; heu⸗te frisch und rot, kann mor-gen —.—————.—————.——— 4— nn dee ene— und ge⸗schwin⸗der hin⸗weg ge⸗stor⸗ben sein; drum —H—J—J——.——5.— Sterben und Begräbnis. — *————.— n ——— + 2 0 +— II bil⸗de dir, o Sün⸗der, ein täg⸗lich Sterben ein. 2. Bedenke, Mensch, das Ende, Bedenke das Gericht; Es müssen alle Stände Vor Jesu Angesicht;* Kein Mensch ist ausgenommen, Hier muß ein jeder dran Und wird den Lohn bekommen, ö Nachdem er hat getan. 3. Bedenke, Mensch, das Ende, Der Höllen Angst und Leid, Daß dich nicht Satan blende Mit seiner Eitelkeit. Hier ist ein kurzes Freuen, Dort aber ewiglich Ein kläglich Schmerzensschreien; Ach Sünder, hüte dich! 4. Bedenke, Mensch, das Ende, Bedenke stets die Zeit, Daß dich ja nichts abwende Von jener Herrlichkeit, Damit vor Gottes Throne Die Seele wird gepflegt; Dort ist die Lebenskrone Den Frommen beigelegt. 5. Herr, lehre mich bedenken Der Zeiten letzte Zeit, Daß sich nach dir zu lenken, Mein Herze sei bereit; Laß mich den Tod betrachten Und deinen Richterstuhl, Laß mich auch nicht verachten Der Hölle Feuerpfuhl. 716 Sterben und Begräbnis. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten Auf meinen letzten Tag Mit Buße mich bereiten Und täglich sterben mag. Im Tod und vor Gerichte Steh mir, o Jesu, bei, Daß ich im Himmelslichte Zu wohnen würdig sei. Salomo Liscow, 1640—1689. 422 Mel.: Nun laßt uns den Leib begraben. — Wittenberg. 1544. ů . ra sinnen dnrr Fiehint“ Annin——— ——3 DDDDRD 12 1. Be⸗grabt den Leib in sei⸗ne Gruft, bis +—.— ů.— eee nen ihm des Rich⸗ters Stim⸗me ruft. Wir sä⸗en 22— I....— 3— DIT——————————— ih„einst blüht er auf und steigt ver⸗klärt zu , n. Gott hin ⸗-auf. 2. Aus Staube schuf ihn einst der Herr; Er war schon Staub und wirds nun mehr, Er liegt, er schläft, verwest, erwacht Dereinst aus dieses Todes Nacht. 3. Des Frommen Seele lebt bei Gott, Der sie aus aller ihrer Not, Aus aller ihrer Missetat Durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Er wandelt' hier im finstern Tal, Er duldete viel Schmerz und Qual. Sterben und Begräbnis. 7 1⁷ Du trugest Jesu Christi Joch, Entschlummertest und lebest noch. 5. Er litt viel mehr, der uns versöhnt Und himmlisch seine Sieger krönt; O Lohn, o Lohn für wenig Pein! Dann wirds wie Träumenden uns sein. 6. Nun, du Erlöster, schlaf in Ruh! Wir gehn nach unsern Hütten zu Und machen zu 1 Ewigkeit Mit Freud und Zittern uns bereit. 7. Ach Jesu Christ, dein bittrer Tod 4. Stärk uns in unsrer letzten Not; Laß unsre ganze Seele dein Und selig unser Ende sein! Nach Michael Weiße, + 1542. 0 423. Eigene Melodie. M.— 1609. 35 e +. Chri⸗ stus der ist mein Le-ben, Ster⸗ ———...—.— —.—— — ben ist mein Ge⸗winn; dem 50 ich mich er⸗ —.—.— 2 4.—— — ö 4 —.—„ 3—————.— ge⸗ben, mit Fried fahr ich da⸗ hin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen Zu Christ, dem Bruder mein, Auf daß ich zu ihm komme Und ewig bei ihm sei. 3. Ich hab nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not; Durch seine heilgen Wunden Bin ich versöhnt mit Gott. 718 Sterben und Begräbnis. 4. Wenn meine Kräfte brechen, Mein Atem geht schwer aus, Und kann kein Wort mehr sprechen: Herr, nimm mein Seufzen auf! 5. Wenn mein Herz und Gedanken Zergehn als wie ein Licht, Das hin und her tut wanken, Wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein Nach deinem Rat und Willen, Wann kommt mein Stündelein, 7. Und laß mich an dir kleben Wie eine Klett am Kleid Und ewig bei dir leben In Himmelswonn und Freud. 8. Wohl in des Himmels Throne Sing ich Lob, Ehr und Preis Gott Vater und dem Sohne Und auch dem heilgen Geist. Unbekannt, 1609. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. 424. H. Isaak.(0 1536. N 2.— 2 ——— —.——— 1. Die Herr⸗lich⸗keit der Er ⸗den muß — ree I ö + f ö 14.—— 2— 2.———..— ä III Rauch und A⸗sche wer-den, kein Fels, kein — 1+2.— ů 2— r Erz kann stehn. Was uns hier kann er⸗ göt-zen, was wir für e⸗wig schät⸗zen, wird I 1 DI 2— als ein leich⸗ter Traum ver-gehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, Den wir unsterblich achten, Ist nur ein falscher Wahn; Sobald der Geist gewichen Und dieser Mund erblichen, Fragt keiner, was man hier getan. 3. Es hilft nicht Kunst noch Wissen, Wir werden hingerissen Ohn einen Unterscheid. Was nützt der Schlösser Menge? Dem hie die Welt zu enge, Dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen, Was Müh und Fleiß gewinnen Und saurer Schweiß erwirbt. Was Menschen hier besitzen, Kann für den Tod nicht nützen; Dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5. Ist eine Lust, ein Scherzen, Das nicht ein heimlich Schmerzen Mit Herzensangst vergällt? Was ists, womit wir prangen, x Wo wirst du Ehr erlangen, Die nicht in Hohn und Schmach verfällt? 6. Was pocht man auf die Throne, Da keine Macht noch Krone Kann unvergänglich sein? Es mag vom Totenreihen Kein Zepter dich befreien, Kein Purpur, Gold noch edler Stein. 7. Wie eine Rose blühet, Wenn sie die Sonne siehet 1 ————7 Il 7²2⁰ Vegrüßen diese Welt, Die, eh der Tag sich neiget, Eh sich der Abend zeiget, Verwelkt und unversehns abfällt: 8. So wachsen wir auf Erden Und hoffen groß zu werden, Von Schmerz und Sorgen frei; Doch eh wir zugenommen Und recht zur Blüte kommen, Bricht uns des Todes Sturm entzwei. 9. Wir rechnen Jahr auf Jahre; Indessen wird die Bahre Uns vor die Tür gebracht. Drauf müssen wir von hinnen nd, eh wir uns besinnen, Der Erde sagen gute Nacht. 10. Auf, Herz, wach und bedenke, Daß dieser Zeit Geschenke Den Augenblick nur dein. Was du zuvor genossen, Ist als ein Strom verflossen; Was künftig,— wessen wird es sein? 11. Verlache Welt und Ehre Samt falscher Kunst und Lehre Und geh den Herren an, Der immer König bleibet, Den keine Zeit vertreibet, Der einzig ewig machen kann. 12. Wohl dem, der auf ihn trauet, Er hat recht fest gebauet, Und ob er hier gleich fällt, Wird er doch dort bestehen Und nimmermehr 4e jeldit Weil ihn die Stärke selbst erhält. Sterben und Begräbnis. Andregs Gryphins, 1616—1664. ½ Sterben und Begräbnis. 425. Mel.: Schwing dich auf zu deinem Gott. J. Crüger. 1653. re— 12 5—.— + 17. *DDD.— — ö + ů l 1. Ri⸗nen gu⸗ten Kampf hab ich denn Gott hat so gnäs⸗ dig ⸗lich 2 2—— 1—. ————— auf der Welt ge-käm-pfet; mei⸗ne Not ge⸗däm⸗pfet, daß ich mei⸗nes ——— ů 2 IIe aö rr IIT——— Le⸗bens Lauf se⸗ Has lich vol⸗len⸗ det öEEE 4. D——— Sr. — und die See⸗le him⸗mel ⸗ 32 433—5 — —— 2— zu ⸗ge sen, det. 2. Forthin ist mir beigelegt Der Gerechten Krone, Die mir wahre Freud erregt In des Himmels Throne; Forthin meines Lebens Licht, Dem ich hier vertrauet, Nämlich Gottes Angesicht Meine Seele schauet. 3. Dieser schnöden, bösen Welt Jämmerliches Leben Mir nun länger nicht gefällt; Drum ich mich ergeben Meinem Jesu, da ich bin Jetzt in lauter Freuden, Sterben und Begräbnis. Denn sein Tod ist mein Gewinn Und mein Trost sein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund, Ihr, o meine Lieben! Alle, die ihr um mich weint, Laßt euch nicht betrüben Diesen Hingang, den ich tu In die Erde nieder; Schaut, die Sonne geht zur Ruh, Kommt doch endlich wieder. S Albert, 1604—1651. —SS — Eigene Melodie. — 1 1. Es ist ge⸗ nuͤg! Mein mat⸗ te Lanrre —— sehnt si a⸗hin, wo mei⸗ue Väter schla⸗ qD..... 6 fen. Ich ha-⸗be end⸗lich gu⸗ten Fug; es ist ge⸗ ö ö SISRSII‚IITIIII....... —— 1.—— 1—.——— I4 42⁷ nug, ich muß mir Ruh ver⸗schaf⸗-fen. 2. Ich bin ermüdt, ich hab geführt— Des Tages Bürd, ů Es muß einst Abend werden. Erlös mich, Herr, spann aus den Pflug, Es ist genug!— Nimm von mir die Beschwerden. E. 3. Die große Last hat mich gedrückt,— Ja fast erstickt ma So manche lange Jahre. Sterben und Begräbnis. Ach Jaß mich finden, was ich such; Es ist genug, Ist Zeit, daß ich heimfahre. 4. Nun gute Nacht, ihr meine Freund. Ihr meine Feind, Ihr Guten und ihr Bösen, Euch folgt die Treue für Betrug. Es ist g genug, Mein Gott will mich auflösen. 5. So nimm nun hin, Herr, meine Seel. Die ich befehl In deine Händ und Pflege; Schreib sie ein in das Lebensbuch! Es ist genug, Ich will mich schlafen legen. 6. Nicht besser soll es mir ergehn. Als wie geschehn Den Vätern, die erworben Durch ihren Tod des Lebens G'truch. Es ist genug, Es sei also gestorben. Anton Ulrich, Re 633—1714. 27. Eigene Melodie. Ahle. 1662. 12 tät⸗ ist ge⸗nug! So nimm, Herr, 16s auf das Band, das all⸗ ge⸗ 55 mei⸗nen Geist 3u 10 ons Gei⸗stern hin, mäch⸗lich reißt, be⸗frei⸗e die⸗sen Sinn, 46* 72⁴ Sterben und Begräbnis. SSSDi der sich—— 1—— nem Got⸗te seh⸗ net, der —..4.———— 35 täg ⸗-lich klagt und nächt⸗ lich trä⸗- net: Es ge⸗ nug. 2. Es ist genug des Jammers, der mich drückt; Die f sündliche fchat Mit ihrem Gift hat mich fast gar erstickt, Nichts Gutes 195üt in mir. Was kläglich mich von Gotte trennet, Was täglich im Gewissen brennet, Des ist genug. 3. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast Den Rücken wund gemacht. Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Last! Ich netze Nacht Die harte 10 bane ut mit Tränen; Wie lang, wie lang muß ich mich sehnen? Es ist genug. 4. Es ist genug, wenn nur mein Jesus will, Er kennet ja mein Herz; Ich harre sein und halt indessen still, Bis er mir allen Schmerz, Der meine sieche Brust abnaget, Zurücke legt und zu mir saget: Es ist genug. 5. Es ist genug! Herr, wenn es dir gefällt, So spanne mich doch aus. Mein Jesus kommt; nun gute Nacht, O Welt, ich fahr ins Himmels Haus; di 2 5 — 2 0 MXNN ill, llt, Mein großer Jammer bleibt darnieden. Es ist genug. Ei 63—0 Melodie. 1551. Ich dahde scher ihin im Frücden, Franz Joachim Burmeister, 4 1688. — —5——— —— 22. — 1 5 Freu dich sehr, o mei⸗ne See⸗le, weil 2250 nun Chri⸗ stus, dein Her⸗re re, und ver⸗giß all Not und Oual, Trun. ruft aus—— sem J tal. Aus Trüb⸗ E———.—— 1— —— — 2 5 —— fal und gro⸗ bem Leid sollst du sahe ren in , ;ͤx,., ů 1 x +1 —— die in E⸗wig⸗keit auch wäh⸗ret. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen Zu dem Herren, meinem Gott, Weil mich stets viel Kreuz betroffen, Daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann Nach dem Ende seiner Bahn, So hab ich gewünschet eben, Daß sich enden mög mein Leben. 3. Denn gleich wie die Rosen stehen Unter Dornenspitzen gar, I Also auch die Christen gehen Durch viel Not, Angst und Gefahr. 726 Sterben und Begräbnis. Wie die Meereswellen sind Und der ungestüme Wind, Also ist allhier auf Erden Unser Lauf voller Beschwerden. 4. Welt und Teufel, Sünd und Hölle, Unser eigen Fleisch und Blut Plagen stets hier unsre Seele, Lassen uns bei keinem Mut. Wir sind voller Angst und Plag, Lauter Kreuz sind unsre Tag; Gleich wenn wir geboren werden, Findt sich Jammer gnug auf Erden. 5. Wenn die Morgenröt herleuchtet Und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer daher schleichet, Müh findt sich an allem End. Unsre Tränen sind das Brot, So wir essen früh und spat; Wenn die Sonn nicht mehr tut scheinen, Ist nur lauter Klag und Weinen. 6. Drum, Herr Christ, du Morgensterne, Der du ewiglich aufgehst, Sei von mir jetzund nicht ferne, 9 Weil mich dein Blut hat erlöst; 8 Hilf, daß ich mit Fried und Freud Mög von hinnen fahren heut; Ach sei du mein Licht und Straße, 42 Mich mit Beistand nicht verlasse. 7. In dein Seite will ich fliehen Auf dem bittern Todesgang;—— Durch dein Wunden will ich ziehen Ins himmlische Vaterland. In das schöne Paradies, ö Das dein Wort dem Schächer wies,— Wirst du mich, Herr Christ, einführen de Und mit ewger Klarheit zieren. Sterben und Begräbnis. 727 8. Ob mir schon die Augen brechen, Das Gehör auch gar verschwindt, Meine Zung nicht mehr kann sprechen, Mein Verstand sich nicht besinnt, Bist du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Himmelspfort; Du wirst mich in Gnad regieren, Auf der rechten Bahn heimführen. 9. Laß dein Engel mit mir fahren Auf Elias Wagen rot, Meine Seele wohl bewahren Wie einst Lazarum im Tod. Laß sie ruhn in deinem Schoß Und erfülle sie mit Trost, Bis der Leib kommt aus der Erden, Und sie beid vereinigt werden. 10. Freu dich sehr, o meine Seele, Und vergiß all Not und Qual, Weil dich nun Christus, dein Herre, Ruft aus diesem Jammertal. e, Seine Freud und Herrlichkeit Sollst du sehn in Ewigkeit, Mit den Engeln jubilieren, In Ewigkeit triumphieren. Unbekannt, um 1615. 429 Mel.: Jesus, meine Zuversicht. —— J. Crüger. 1656. ————————— ——— ö— 2— SI‚.—.——— ö 24 —————— n,. 2 ö Geht nun hin und grabt mein Grab, von der Er⸗de scheid ich ab, ——— —.— f—— ——————— ———.——**.—.—.— IEEE. ö..— denn ich bin des Wanderns mü⸗de: denn mir ruft des Him⸗-mels Frie⸗de, denn mir 72 Sterben und Begräbnis. ——— E — winkt die sü⸗ße Ruh von den Crsheird Draben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Grab, Meinen Lauf hab ich vollendet; Lege nun den Wanderstab Hin, wo alles Irdsche endet, Lege selbst mich nun hinein In das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch In dem dunkeln Tale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch Wir auch stellen unsre Sachen, Muß es doch wie Sand zergehn, Wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, Laß mich nun in Frieden scheiden! Deine Hoffnung, ach, ist hohl, Deine Freuden selber Leiden, Deine Schönheit Unbestand, Eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne, Fahret wohl mit eurer Pracht! Denn ich reis in weite Ferne, Reise hin zu jenem Glanz, Worin ihr verschwindet ganz. 6. Die ihr nun in Trauern geht, Fahret wohl, ihr lieben Freunde! Was von oben niederweht, Tröstet ja des Herrn Gemeinde; Weint nicht ob dem eiteln Schein: Droben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, daß nun ich will Von der Welt den Abschied nehmen, Sterben und Begräbnis. Daß ich aus dem Irrtum will, Aus dem Schatten, aus dem Schemen, Aus dem Eiteln, aus dem Nichts Hin ins Land des ewgen Lichts. 8. Weinet nicht! Mein süßes Heil, Meinen Heiland hab ich funden, Und ich habe auch mein Teil In den warmen Herzenswunden, Woraus einst sein heilig Blut Floß der ganzen Welt zu gut. 9. Weint nicht! Mein Erlöser lebt! Hoch vom finstern Erdenstaube Hell empor die Hoffnung schwebt, Und der Himmelsheld, der Glaube, Und die ewge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. 430. Mel.: Vater unser im Himmelreich. 1539. 23„r, ö— 7 SEEE ö——— ————— 0 T ——— 1. Herr Je⸗-su Christ, wahr M ensch und —— +* EII.——— E— ——————:————.—— ————————..— für mich am Rread 1215 end⸗lichf starbst und 0 EE mir des Va⸗ters Hulden er⸗ warbst: Ich bitt durchs Sterben und Begräbnis. — I , düenn en dn—— bit⸗tre Lei-den dein, du wollst mir Sün-der + R—— — 233——— 1—— 45 5—— gnä⸗dig sein. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot Und ringen werde mit dem Tod, Wenn mir vergeht all mein Gesicht Und meine Ohren hören nicht, Wenn meine Zunge nicht mehr spricht Und mir vor Angst das Herz zerbricht, 3. Wenn mein Verstand sich nicht besinnt, Mir alle Menschenhilf zerrinnt: So komm, o Herr Christ, mir behend Zu Hilf an meinem letzten End Und führ mich aus dem Jammertal; Verkürz mir auch des Todes Qual. 4. Die bösen Geister von mir treib, Mit deinem Geist stets bei mir bleib, Bis sich die Seel vom Leib abwendt, So nimm sie, Herr, in deine Händ; Der Leib hab in der Erd sein Ruh, Bis kommt der jüngste Tag herzu. 5. Ein fröhlich Auferstehn verleih, Dann im Gericht mein Fürsprech sei Und meiner Sünd nicht mehr gedenk, Aus Gnaden mir das Leben schenk, Wie du hast zugesaget mir In deinem Wort, das trau ich dir: 6.„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, Wer mein Wort hält und glaubt an mich, Der wird nicht kommen ins Gericht Und den Tod ewig schmecken nicht; Sterben und Begräbnis. Und 31 er gleich hier zeitlich siiwbt, Mit nichten er drum gar verdirbt; 7. Sondern ich will mit starker Hand Ihn reißen aus des Todes Band Und zu mir nehmen in mein Reich; 3 ö Da soll er dann mit mir zugleich In Freuden leben ewiglich.“ 4 3 hilf uns ja gnädiglich. 20 8. Ach Herr, vergib all unsre Schuld, Hilf, daß wir warten mit Geduld, Bis unser Stündlein kommt herbei, Auch unser Glaub stets Wacter sei, Dem Wort zu trauen festiglich, I Bis wir entschlafen seliglich. I Paul Eber,‚, 1511—1569. ö unt, 43 Eigene Melodie. 431. H. L. Haßler. 1601. ö went ich tut mich ver⸗ lan⸗ gen nach weil ich hier bin um⸗fan⸗gen mit ei⸗ nem sel⸗ gen End. Trübsal und E lend; ich hab Lust 15 Ware——— ö gen ö „ e. ———.— Welt/ sehn. mich nach ew⸗ gen Freu⸗den: 9 23 5 0 ö————— . 1 e⸗ su, komm nur bald. 2. Du hast mich ja erlöset Von Sünd, Tod, Teufel, Höll; Es hat dein Blut gekostet, Drauf ich mein Hoffnung stell. Warum sollt mir denn grauen Vorm Tod, dem Fluch der Sünd? Weil ich auf dich tu bauen, Bin ich ein selig Kind. 3. Wenn gleich süß ist das Leben, Der Tod sehr bitter mir, Will ich mich doch ergeben, Zu sterben willig dir. Ich weiß ein besser Leben, Da meine Seel fährt hin; Des freu ich mich gar eben: Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden Zu Staub und Asche kehrt, Doch auferweckt soll werden, Durch Christum schön verklärt, Wird leuchten als die Sonne Und leben ohne Not In Himmels Freud und Wonne; Was schadt mir denn der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet, Länger zu bleiben hier, Und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier, Doch ich das gar nicht achte; Es währt ein kleine Zeit; Sterben und Begräbnis. Sterben und Begräbnis. Das Himmlisch ich betrachte, Das bleibt in Ewigkeit. 6. Ob ich auch hinterlasse. Betrübte Waiselein, Der'n Not mich über Maße Jammert im Herzen mein, Will ich doch gerne sterben Und trauen meinem Gott; Er wird sie wohl versorgen, Retten aus aller Not. 7. Gesegn euch Gott der Herre, Ihr Vielgeliebten mein! Trauert nicht allzu sehre Über den Abschied mein; Beständig bleibt im Glauben. Wir werd'n in kurzer Zeit Einander wiederschauen Dort in der Ewigkeit. 8. Nun will ich mich ganz wenden Zu dir, Herr Christ, allein; Gib mir ein selig Ende, Send mir dein Engelein, Führ mich ins ewge Leben, Das du erworben hast Durch dein Leiden und Sterben Und blutiges Verdienst. 9. Hilf, daß ich ja nicht wanke Von dir, Herr Jesu Christ, Den schwachen Glauben stärke In mir zu aller Frist. Hilf ritterlich mir ringen, Dein Hand mich halt mit Macht, Daß ich mög fröhlich singen: Gottlob, es ist vollbracht! Christoph Knoll, 1563—1621. ö 1 432. mar oen zlich tut nch Ertangen. H. L. Haßler. 1601. 1. 155 Uin ein Gast auf Er-den und der Him⸗ mal Joll mir wer⸗den, da hab hier kei⸗nen Stand, ist mein Va⸗ter land; hier reis ich —.—.——.—, — 3„„— 155. bis zum Gra⸗be, dort in der ew⸗ gen Ruh 1 —————— ————————— 2 E—— ů—— —— DDDDD 5.— E aan n. 5.— Gottes Gnaden⸗ga-be, die schließt all Arbeit au. 2. Was ist mein ganzes Wesen Von meiner Jugend an Als Müh und Not gewesen? So lang ich denken kann, Hab ich so manchen Morgen, So manche liebe Nacht Mit Kummer und mit Sorgen Des Herzens zugebracht. 8. Mich hat auf meinen Wegen Manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen Hat mir manch Angst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, Ob ichs gleich nicht verschuldt, Hab ich doch müssen leiden Und tragen mit Geduld. Sterben und Begräbnis. 4. S0 gings den lieben Alten, An deren Fuß und Pfad Wir uns noch täglich halten, Wenns fehlt an gutem Rat; Wie mußten sie sich plagen, In was für Weh und Schmerz, In was für Furcht und Zagen Sank oft ihr armes Herz! 5. Ich habe mich ergeben In gleiches Glück und Leid; Was will ich besser leben Als solche große Leut? Es muß ja durchgedrungen, Es muß gelitten sein; Wer nicht hat wohlgerungen, Geht nicht zur Freude ein. 6. So will ich zwar nun treiben Mein Leben durch die Welt; Doch denk ich nicht zu bleiben In diesem fremden Zelt. Ich wandre meine Straße, Die zu der Heimat führt, Da mich ohn alle Maße Mein Vater trösten wird. 7. Mein Heimat ist dort oben, Da aller Engel Schar Den großen Herrscher loben, Der alles ganz und gar In seinen Händen träget Und für und für erhält, Auch alles hebt und leget, Nach dems ihm wohlgefällt. 8. Zu dem steht mein Verlangen, Da wollt ich gerne hin; Die Welt bin ich durchgangen, Daß ichs fast müde bin. 736 Sterben und Begräbnis. Je länger ich hier walle, Je wenger find ich Freud, Die meinem Geist gefalle; Das meist ist Eitelkeit. 9. Die Herberg ist zu böse, Der Trübsal ist zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse Mein Herz, wenn dein Herz will. Komm, mach ein selges Ende An meiner Wanderschaft, Und was mich kränkt, das wende Durch deinen Arm und Kraft. 10. Wo ich bisher gesessen, Ist nicht mein rechtes Haus. Wenn mein Ziel ausgemessen, So tret ich dann hinaus, Und was ich hier gebrauchet, Das leg ich alles ab, Und wenn ich ausgehauchet, So legt man mich ins Grab. 11. Du aber, meine Freude, Du meines Lebens Licht,. Du ziehst mich, wenn ich scheide, E= Hin vor dein Angesicht ge Ins Haus der ewgen Wonne, Da ich stets freudenvoll— Gleich als die helle Sonne—— Nebst andern leuchten soll. sob 12. Da will ich immer wohnen 2 Und nicht nur als ein Gast Der Bei denen, die mit Kronen Mi Du ausgeschmücket hast; We Da will ich herrlich singen We Von deinem großen Tun Un Und frei von schnöden Dingen In meinem Erbteil ruhn. Tu Maul Gerbardt. 1607—1676. Sterben und Begräbnis. 1562. : O Gott, der du ein Heerfürst bist. S.. SSDSPSPIPISISIPIIIIIIIII... 1. Ich bin ja, Herr, in dei⸗ner Macht, du — ö + 1—.—— E— ö———.——, hast mich an das Licht ge⸗ brach, du un⸗ter⸗ ö I.— 1 1— —7 ů—————— nu. D—— hältst mir auch das Le⸗ ben; du ken⸗nest mei⸗ner — ——— ———.— . SPSS..I... 666 den Zahl, weißt ann die⸗sem 4 1—.———— E=—— 7....— Jam⸗mer⸗tal auch wie⸗der gu⸗te Nacht muß ö E + 25——— , ö—.——— ———— ge⸗ben; wo, wie und wamn ich ster⸗ben e I—.—..—— ——..— 7—.3. soll, das weißt du, Va-ter, mehr als wohl. 2. Wen hab ich nun als dich allein, Der mir in meiner letzten Pein Mit Trost und Rat weiß beizuspringen? Wer nimmt sich meiner Seele an, Wenn nun mein Leben nichts mehr kann, Und ich muß mit dem Tode ringen, Wenn aller Sinne Kraft gebricht: Tust du es, Gott mein Heiland, nicht? * 6. 4⁷ M 788 Sterben und Begräbnis. 3. Mich dünkt, da lieg ich schon vor mir In großer Hitz, ohn Kraft und Zier, Mit höchster Herzensangst befallen; Gehör und Rede nehmen ab, Die Augen werden wie ein Grab, Doch kränkt die Sünde mich vor allen; Des Satans Anklag hat nicht Ruh, Setzt mir auch mit Versuchung zu. 4. Ich höre der Posaunen Ton, Ich sehe den Gerichtstag schon, Der mir auch wird ein Urteil fällen. Hier weiset mein Gewissensbuch, Da aber des Gesetzes Fluch Mich Sündenkind hinab zur id Da, wo man ewig, ewig: Leid. Qual, Jammer, Angst und Wehe! schreit. 5. Kein Geld und Gut errettet mich, Umsonst erbeut ein Bruder sich, Den andern hier erst los zu machen; Er muß es ewig lassen stehn, Wir werden ewig nicht entgehn, Hat einmal uns der Hölle Rachen. Wer hilft mir sonst in dieser Not, Wo du nicht, Gott, du Todes Tod? 6. Der TDeufel hat nicht Macht an mir, Ich habe bloß gesündigt dir, Dir, der du Missetat vergibest. Was maßt sich Satan dessen an,— Der kein Gesetz mir geben kann, we Nichts hat an dem, was du, Herr, liebest?— rnehme das, was sein ist, hin;— Ich weiß, daß ich des Herren bin. 7. Herr Jesu, ich dein teures Gut,— Bezeug es selbst mit deinem Blut, 2 Daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont denn Satan meiner nicht Sterben und Begräbnis. Und schreckt mich durch das Zorngericht? Komm, rette deines Leidens Ehre! Was gibest du mich fremder Hand Und hast so viel an mich gewandt? 8. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil, Du lässest mich, dein wahres Teil, Zu tief in deinen Wunden sitzen. Hier lach ich aller Macht und Not, Es mag Gesetz, Höll oder Tod Auf mich her donnern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein, Jetzt kann ich keines Fremden sein. Simon Dach, 1605—-1659. 434 Mel.: Herzlich tut mich verlangen. 41 H. L. Haßler. 1601. I 1 1 ů— ö ————— 2——— Ich ha-be Lust zu schei- den, mein ich seh-ne mich mit 3155 nach 1. 2. Bi⸗ E. 25*— 2—*— weil die Abschieds-stun-de hie-nie⸗den kei⸗ner x ö Sterben und Begräbnis. 2. Gott Vater, meine Seele Bescheid ich deiner Hand; Führ sie aus dieser Höhle Ins rechte Vaterland. Du hast sie mir gegeben, So nimm sie wieder hin, Daß ich in Tod und Leben Nur dein alleine bin. 3. Was werd ich, Jesu, finden, Das dir gefallen kann? Ach, nimm du meine Sünden Als ein Vermächtnis an; Wirf sie in deine Wunden, Ins rote Meer hinein, So hab ich Heil gefunden Und schlafe selig ein. 4. Dir, o du Geist der Gnade, Laß ich den letzten Blick; Zieh ich des Todes Pfade, So sieh auf mich zurück: Ach seufz in meinem Herzen, Wenn ich kein Glied mehr rühr, Und stell in meinen Schmerzen Mir nichts als Jesum für. 5. Ihr Engel, nehmt die Tränen Von meinen Wangen an; Ich weiß, daß euer Sehnen Sonst 1401 erfreuen kann. Wenn Leib und Seele scheiden, Tragt mich in Abrams Schoß, So bin ich voller Freuden Und aller Tränen los. 6. Euch aber, meine Lieben, Die ihr mich dann beweint, Euch hab ich was verschrieben: Gott, euren besten Freund. Sterben und Begräbnis. Drum nehmt den letzten Segen, Es wird gewiß geschehn, Daß wir auf Zions Wegen Einander wiedersehn. 7. Zuletzt sei dir, o Erde, Mein blasser Leib vermacht, Damit dir wieder werde, Was du mir zugebracht. Mach ihn zu Asch und Staube, Bis Gottes Stimme ruft; Denn dieses sagt mein Glaube: Er bleibt nicht in der Gruft. 8. Dies ist mein letzter Wille; Gott drückt das Siegel drauf. Nun wart ich in der Stille, Bis daß ich meinen Lauf Durch Christi Tod vollende; So geh ich freudig hin Und weiß, daß ich ohn Ende Des Himmels Erbe bin. Benjamin Schmolck, 1672—1737. 435. Mel.: Herzlich tut mich verlangen. H. L. Haßler. 1601. 1* hab mich Gott er Wgetoben, dem hier ist kein Im ⸗-merl le⸗ben, es lieb⸗ sten Va⸗ter mein; muß ge⸗-schie-den Der Tod kann 74⁴2 Sterben und——— E.. 2—.— mir nicht scha-den, er ist nur mein Ge⸗ ů *— 1 wun Ers Ootstes Fried Bndnna⸗den fahr —— 6— 0 ich mit Freud da- hin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber; O Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir lieber, Da muß ich trachten ein, Mich nicht zu sehr beladen, Weil ich wegfertig bin; In Gottes Fried und Gnaden Fahr ich mit Freud dahin. Is Ach, selge Freud und Wonne Di Hat mir der Herr bereit, F. Da Christus ist die Sonne, Leben und Seligkeit. D Was kann mir doch nun schaden, Weil ich bei Christo bin? G In Gottes Fried und Gnaden U Fahr ich mit Freud dahin. V 4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen, Ihr Liebsten allzumal, 8 Um mich sollt ihr nicht weinen, Ich weiß von keiner Qual. 4 Den rechten Port noch heute 9 Nehmt ja fleißig in acht, 8 In Gottes Fried und Freude— Fahrt mir bald alle nach! Johann Siegfried, 1564—1637. Sterben und Begräbnis. 7⁴43 43 6. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein bnße 1 Um 1730. 2— 122 4 4 1 35 ster⸗be täg⸗lich, und mein —— kann mir ei⸗ nen Bür⸗ gen Le-ben eilt im⸗-mer⸗fort zum Gra-be hin. ge⸗ben, ob ich noch mor⸗gen le⸗ bend bin? 2——— 22——.—71.34.— 1.. 2— 2„ ————.——— 2. S.. ö— 15— E Die Zeit geht hin, der Tod kommt her, ach, 2 11 75 N —5—. 2* E— — + I— +..+.—— 4 1—11—— wer uut im⸗mer fer⸗tig wär! 2. Ein Mensch, der sich mit Sünden träget, Ist immer reif zu Sarg und Grab. Der Apfel, der den Wurm schon heget, Fällt endlich unversehens ab. Ich weiß, es ist der alte Schluß, Daß ich zu Erde werden muß. 3. Es schickt der Tod nicht immer Boten, Er kommet oft unangemeldt Und fordert uns ins Land der Toten; Wohl dem, der Haus und Herz bestellt. Denn ewig Unglück oder Glück Hängt nur an einem Augenblick. 4. Herr aller Herren, Tod und Leben Hast du allein in deiner Hand; Wie lange du mir Frist gegeben, Das ist und bleibt mir unbekannt. Hilf, daß ich jeden Glockenschlag An meinen Abschied denken mag. 74⁴⁴ Sterben und Begräbnis. 5. Es kann vor Abend anders werden, Als es am Morgen mit mir war; Den einen Fuß hab ich auf Erden, Den andern auf der Totenbahr. Ein kleiner Schritt ist nur dahin, Wo ich der Würmer Speise bin. 6. Ein einzger Schlag kann alles enden, Wenn Fall und Tod beisammen sein; Doch schlage nur mit Vaterhänden Und schließ in Christi Tod mich ein, Daß, wenn der Leib zu Boden fällt, Die Seel an Jesu Kreuz sich hält. 7. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, Wenn Auge, Mund und Ohr sich schleußt; Drum bet ich bei gesunden Tagen: Herr, ich befehl dir meinen Geist! Verschließen meine Lippen sich, So schreie Jesu Blut für mich. 8. Kann ich die Meinen nicht gesegnen, So segne du sie mehr als ich; Wenn lauter Tränen um mich regnen, O Tröster, so erbarme dich Und lasse der Verlassnen Schrein Durch deinen Trost erhörlich sein. 9. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, So schließe mir den Himmel auf, Verkürze mir des Todes Schmerzen Und hole mich zu dir hinauf; So wird mein Abschied keine Pein, Zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck, 1672—1737. 437. Mel.: Vater unser im Himmelreich. rnde I. ——— 2 — ů— +4 7 ö— I —— 5—4.—— . 1. In Chri⸗sti Wun⸗den schlaf ich ein, die en, und Ge⸗=rech⸗ 0. ⸗keit das. mein Schmurt und ———————— E Eh⸗ren-kleid, da-mit will ich vor Gott be⸗ ͤ ern 32—. stehn, wenn ich zum Him-mel werd ein⸗gehn. 2. Mit Fried und Freud ich fahr dahin, Ein Gotteskind ich allzeit bin. Dank hab, mein Tod, du führest mich, Ins ewge Leben wandre ich, Mit Christi Blut gereinigt fein. Herr Jesu, stärk den Glauben mein! Paul Eber, 1511—1569. 438. Eigene Melodie. J. H. Schein. 1628. + 4*——— — e,ren, e- ast.dsi. nimmüi mir, Gott, nach dei⸗ner Güt, hilf was ich dich bitt, ver⸗sag mir nicht: Wenn EE mir in mei⸗nem Lei⸗den; sich mein Seel soll schei-den, 1. so nimm sie Sterben und Begräbnis. err, in dei⸗ne Händ; ist al⸗les gut, wenn 2. Gern will ich folgen, liebster Herr, Du wirst mich nicht verderben; Denn du bist ja von mir nicht fern, Ob ich gleich hier muß sterben, Verlassen meine lieben Freund, Die's mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, Die Seel zu dir sich schwinget, In deiner Hand sie unversehrt Durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Tränental, Angst, Not und Trübsal überall. 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt und Sünd Mir können nichts mehr schaden; Bei dir, o Herr, ich Rettung find, Ich tröst mich deiner Gnaden. Dein einger Sohn aus Lieb und Huld Für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Warum sollt ich denn traurig sein, Weil ich so wohl bestehe, Bekleidt mit Christi Unschuld rein Wie eine Braut E o Gehab dich wohl, du schnöde Welt; Bei Gott zu leben mir gefällt. Johann Hermann Schein, 1586—1630. Sterben und Begräbnis. 7⁴47⁷ Mel.: Wer is, wie nahe mir mein Ende. Um 1730. + ů 5 —.0.— e 2 2— —.——— Gott, ich weiß wohl, daß ich und fin⸗de hier kein sol-ches —— 2—.3—...——— — n—— ster⸗ 0e, ich bin ein Mensch der bald ver-geht, Er⸗be, das e⸗wig in der Welt be⸗steht; — ů eEE—— drum zei⸗ · ge mir in Gna⸗ den an, wie —— XII— E + 2*2 2——— 4———— .2 2—— 2.———— — 1 ich recht se lig ster-ben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe; Kein Augenblick geht sicher hin Wie bald zerbricht doch eine Scherbe, Die Blume kann ja leicht verblühn; Drum mache mich nur stets bereit Hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, Dieweil der Tod viel Wege hält; Dem einen wird das Scheiden herbe, Wenn sonst ein andrer sanfte fällt; Doch wie du willst, gib, daß dabei Mein End in dir nur selig sei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, Und welcher Sand mein Grab bedeckt; Doch wenn ich dieses nur ererbe, Daß deine Hand mich auferweckt, So nehm ich jede Stelle ein, Die Erd ist allenthalben dein. 7⁴⁸ Sterben und Begräbnis. 5. Nun, liebster Gott, wann ich ja sterbe, So nimm du meinen Geist zu dir, Auf daß ich dort mit Christo erbe; Und hab ich den am Grabe hier, So gilt mirs gleich und geht mirs wohl, Wann, wo und wie ich sterben soll. Benjamin Schmolck, 1672—1737. Eigene Melodie. Vorreformatorisch. Bei Walter 1524. ů ö 2 2 ö 4 ,.,., e irnintiin. . Mit⸗ten wir im 20 Den sind Wen suchn—— der Hil⸗ fe tu, mit dem Tod um ⸗fan⸗ gen. daß wir Gnad er⸗ ·gen Heil ——— + + E ö. Laß EEEE Erb ———————— 3 bist du, Herr, al⸗ lei ⸗ne. Uns reu⸗et uns⸗re Uns S„— 2 2*— Wo —————————— Da — Mis⸗se⸗tat, die dich, Herr, 925 zür⸗net hat. Ver +— ů ů 1 Da .—— 1 E ö; E.——..—.—. Hei Hei ⸗li⸗ger Her⸗re Gott, hei ⸗li⸗ger Oei —.— ei —.— ———— La e———.. ö star⸗ker Gott, hei zli- ger barm⸗ her⸗zi⸗ger Sterben und Begräbnis. ,, — * —.— Hel⸗=land, D e⸗wi⸗ger Gott, 105.0 uns micht ber⸗ Aren in des bit⸗ tern To⸗ des 1—.—.—.—.—— 22—.— + ———— —— Not! Er-barm dich un⸗ser! ö 2. Mitten in dem Tod anficht Uns der Hölle Rachen. Wer will uns aus solcher Not Frei und ledig machen? Das tust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit Unser Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott, Laß uns nicht verzagen vor der tiefen Hallen Erbarm dich unser! Glu 3. Mitten in der Höllen Angst Unser Sünd uns treiben; Wo solln wir denn fliehen hin, Da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. ö Vergossen ist dein teures Blut, Das gnug für die Sünde tut. Heiliger Herre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott, Laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Erbarm dich unser! Trost! Dr. Martin Luther, 1483—1546. Sterben und Begräbnis. Eigene—— H. Isaak.(2) 1536. 0 . fahr da⸗hin mein Stra⸗ßen ins ew⸗ge —1. Welz ich W 305 las⸗ 11 1 +..— 1 e. ö — +— PPIIIIIIITT...*...—— 4————.— Va⸗ter-land. Mein Geist 2—— 10—— ZôenEim win, 3 7 ö +——. r. ge⸗ben, da⸗zu mein Leib und Le⸗ ben set⸗ — 23—.—— 0 + 13— 2————.— 1 zen in Got⸗ 1es gnäd⸗ge Hand. 2. Mein Zeit ist nun vollendet, Der Tod das Leben endet, Sterben ist mein Gewinn; Kein Bleiben ist auf Erden, Das Ewge muß mir werden, Mit Fried und Freud ich fahr dahin. ( 3. Ob mich gleich hat betrogen Die Welt, von Gott gezogen Durch Schand und Büberei, Will ich doch nicht verzagen, Sondern mit Glauben sagen, Daß mir mein Sünd vergeben sei. 4. Auf Gott steht mein Vertrauen, Sein Antlitz will ich schauen Wahrlich durch Jesum Christ, Der für mich ist gestorben, Des Vaters Huld erworben, Mein Mittler er auch worden ist. 9880890 ISIEHME E ÿXꝗ.SISer?s-- Sterben und Begräbnis. 75¹ 5. Die Sünd mag mir nicht schaden, Erlöst bin ich aus Gnaden Umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu frommen, So will ich zu ihm kommen Allein durch wahren Glauben gut. 6. Wir sind unnütze Knechte, Mein Tun ist viel zu schlechte, Denn daß ich ihm bezahl Damit das ewge Leben; Umsonst will er mirs geben Und nicht nach meim Verdienst und Wahl. 7. Drauf will ich fröhlich sterben, Das Himmelreich ererben, Wie er mirs hat bereit; Hier mag ich nicht mehr bleiben, Der Tod tut mich vertreiben, Mein Seel sich von dem Leibe scheidt. 8. Damit fahr ich von hinnen. O Welt, tu dich besinnen, Denn du mußt auch hernach; Tu dich zu Gott bekehren Und von ihm Gnad begehren; Im Glauben sei du auch nicht schwach. 9. Die Zeit ist schon vorhanden, Hör auf von Sünd und Schanden Und richt dich auf die Bahn Mit Beten und mit Wachen; Sonst all irdische Sachen Sollst du gutwillig geben dran. 10. Das schenk ich dir am Ende: Ade, zu Gott dich wende! Zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, Nimm mein Abschied zu Herzen. Meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. Johann Hesse, 1490—1547. Sterben und Begräbnis. 6316 Eigene Melodie. M.—— 161⁵. 1 Va⸗ let will ich dir e⸗ Ven, du Udein sünd⸗lich bö⸗ses Le⸗ben durch⸗ III‚I‚I‚.........8ʃ ar⸗ge, fal⸗sche Welt, aus mir nicht ge⸗fällt. EEEE ist gut woh⸗nen, hin⸗ 32 1205 mein Be⸗ — H— .— gier; da wird Gott e⸗wig loh⸗-nen dem, — % —— —.— 4*—* — 0 der ihm dient all⸗ hier. 44• 2. Rat mir nach deinem Herzen, O Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, Hilf mir, Herr Christ, davon. Verkürz mir alles Leiden, Stärk meinen blöden Mut.— Laß mich selig abscheiden, i Setz mich in dein Erbgut. ö 3. In meines Herzens Grunde ö Dein Nam und Kreuz allein— Funkelt all Zeit und Stunde, x‚ Drauf kann ich fröhlich sein.— Erschein mir in dem Bilde E Zu Trost in meiner Not, Sterben und Begräbnis. Wie du, Herr Christ, so milde Dich hast geblut zu Tod 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden In deiner offnen Seit; Rück sie aus allem Schaden Zu deiner Herrlichkeit. Der ist wohl hier gewesen, Wer kommt ins Himmels Schloß, Der ist ewig genesen, Wer bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib meinen Nam aufs beste Ins Buch des Lebens ein Und bind mein Seel fein feste Ins schöne Bündelein Der, die im Himmel grünen Und vor dir leben frei, So will ich ewig rühmen, Daß dein Herz treue sei. Valerius Herberger, 1562—1627. 443. Eigene Melodie. 1569. —— ů —— 1. Wenn mein Stünd⸗ Iein vor-han⸗ den — 1 — — * ——— + 115 18 DIDDDRDRRS— — 42——v— 1 ist und soll hin⸗fahrn mein Stra⸗ be, — ———1. n.n. so g'leit du mich, Herr Je— su Christ, mit ei. Keu=eeee Hilf mich nicht ver⸗las⸗se. Mein Seel an 48 mei⸗ nem letz ten End be⸗fehl ich dir in V +2.—.—— N +. X A I P —. dei⸗ne Haͤnd, du wollst sie mir— be⸗wah⸗ren. 2. Mein Sünd mich werden kränken sehr, Mein G'wissen wird mich nagen; Denn ihr sind viel wie Sand am Meer, Doch will ich nicht verzagen, Will denken, Herr, an deinen Tod Und deine heilgen Wunden rot; Die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, Des tröst ich mich von Herzen; Von dir ich ungeschieden bleib In Todesnot und Schmerzen; Wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, Ein ewges Leben hast du mir Durch deinen Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, Werd ich im Grab nicht bleiben; Mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Todsfurcht kann sie vertreiben; Denn wo du bist, da komm ich hin, Daß ich stets bei dir leb und bin; Drum fahr ich hin mit Freuden. 5. So fahr ich hin zu Jesu Christ, Mein Arm tu ich ausstrecken; So schlaf ich ein und ruhe fein, Kein Mensch kann mich aufwecken, Denn Jesus Christus, Gottes Sohn, Der wird die Himmelstür auftun, Mich führn zum ewgen Leben. Nikolaus Herman, 4 1561. Sterben und Begräbnis. 444. Elgene Melodie. 1805. . ö— HSSI 7—— EE 6 1— — 1 Wer weiß, wie na ⸗ he mir mein Ach wie de und be⸗ pn. E———— I—.——— ehr, E————.— En⸗del Hin geht die Zeit her kommt der Tod. hen⸗de 3355585 mei⸗ne To⸗des⸗-not! 2.—.— int....... Mein 05 mein Gott, ich bitt Lurch —.— E ——— —.——* S.—— 1— Chri⸗sti Blut: Machs nur mit mei⸗nem — H—.—— ,———————————— En ⸗de gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, Als es am frühen Morgen war; Denn weil ich leb auf dieser Erden, Leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken ö Und, wenn ich einstens sterben muß, x ö ö ö Die Seel in Jesu Wunden senken Und ja nicht waren meine Buß. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich beizeit mein Haus bestellen, Daß ich bereit sei für und für Und sage frisch in allen Fällen: 4* 7⁵⁶ Sterben und Begräbnis. Herr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 5. Mach mir stets süße deinen Himmel Und bitter diese eitle Welt; Gib, daß mir in dem Weltgetümmel Die Ewigkeit sei vorgestellt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 6. Ach Vater, deck all meine Sünde Mit dem Verdienste Jesu zu, Darein ich mich fest gläubig winde; Das gibt mir recht erwünschte Ruh. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 7. Ich weiß, in Jesu Blut und Wunden Hab ich mich recht und wohl gebett; Da find ich Trost in Todesstunden Und alles, was ich gerne hätt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 8. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, Nichts, es sei Leben oder Tod. Ich leg die Hand in seine Seite Und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Jesum angezogen Schon längst in meiner heilgen Tauf, Du bist mir auch daher gewogen, Hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 10. Ich habe Jesu Fleisch gegessen, Ich hab sein Blut getrunken hier, Nun kannst du meiner nicht vergessen, Sterben und Begräbnis. Ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt durch 44156 Blut: Machs nur mit meinem Ende gut 11. So komm mein End heut oder morgen, Ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt, Ich bin und bleib in deinen Hitet⸗ Mit Jesu Blut schön ausgeschmückt Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! ) Her Ich leb indes in dir vergnüget Und sterb ohn alle Kümmernis. Mir gnüget, wie mein Gott es füget, Ich glaub und bin es ganz gewiß: Durch deine Gnad und Christi Blut Machst dus mit meinem Ende gut.] Amilie Juliane HWüt 1706. 37—170 *) Der Schluß der Str. 12 ist ohne Wiederholung folgendermaßen zu singen: e rr err. n enet Hr, ᷑dnni,, naini.—— durch dei ⸗ ne Gnad und Chri⸗ ati —.— —— 1 ö ö— N .— ——— 1 EE Blut machst dus mit mei-nem En-de gut. 445 Mel.: Ich hab mein Sach Gott 2 heimgestellt. 1589. C⸗ wig⸗ keit! Wie we⸗ wie ei⸗let man zur 758 Sterben und Begräbnis. +——. 13— Sin I Eram—.— 28 3——— nig 45 ken an die Stund von Her⸗ Bensgrund, —4 K=, L. wie schweigt hier-von der trä⸗ ge Mund! 2. Das Leben ist gleich wie ein Traum, Ein nichtger, leerer Wasserschaum; Im Augenblick es bald vergeht Und nicht besteht, Gleich wie ihr dieses täglich seht. 3. Nur du, Jehovah, bleibest mir Das, was du bist; ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin, Mir ist Gewinn, Wenn ich allein bei Jesu bin. 4. So lang ich in der Hütte wohn, So lehre mich, o Gottes Sohn, Gib, daß ich zähle meine Tag Und munter wach, E Daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Not, Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod? L S D D D G O Mensch, du läufst dem Schatten zu, Bedenk es nu, Du kommst sonst nicht zu wahrer Ruh. 6. Weg Eitelkeit, der Toren Lust, Mir ist das höchste Gut bewußt, Das such ich nur, das bleibet mir. O mein Begier, Herr Jesu, zieh mein Herz nach dir! 7. Was wird das sein, wenn ich dich seh Und bald vor deinem Throne steh! Sterben und Begräbnis. Du unterdessen lehre mich, Daß stetig ich Mit klugem Herzen suche dich. Joachim Neander, 1650-1680, 65 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. ö Ph. Nikolai.(2) 1599. ö n, +—————.— 1 ö Wie wird mir dann, mein Hei⸗ Aland, sein, Dann, See⸗le, wirst du, ganz be⸗ 56335 ͤͤͤ 2 ———— wenn ich, mich dei- ner ganz zu freun, von Sün⸗de 1165 von Sterb-lich-keit, — I , in dir ent⸗ schla-fen wer-de! di ent⸗flie⸗hen die⸗ser Er⸗de. Freu dich 2———— er ir, ne vir rrr .— in⸗ nig, stär⸗ke, trö⸗ iit B2 er⸗lö⸗ste, mit dem Le⸗ ben, das dir dann dein Gott wird ge⸗ben 2. Ich freue mich und bebe doch; So drückt mich meines Elends Joch, Der Fluch der Sünde nieder. Doch du, o Herr, erleichterst mir Dies Joch; mein Herz stärkt sich in dir, Glaubt und erhebt sich wieder. h Jesus Christus, Laß mich streben, dir zu leben, 760 Sterben und Begräbnis. Dir zu sterben Und dein Himmelreich zu erben. 3. Verachte denn des Todes Graun, Mein Geist, er ist en Weg zum Schaun In jenem bessern Leben. Er sei dir nicht mehr fürchterlich; Zum Allerheiligsten wird dich Der Herr dadurch erheben. Hier wird dein Hirt Nach den Tränen, nach dem Sehnen Dich Erlösten Völlig und auf immer trösten. 4. Herr, Herr, ich weiß die Stunde nicht, Die mich, wenn nun mein Auge bricht, Zu deinen Toten sammelt. Vielleicht umgibt mich ihre Nacht, Eh ich dies Flehen noch vollbracht, Mein Lob dir ausgestammelt. Mach mich fertig; Ich befehle meine Seele Deinen Händen. Laß mich meinen Lauf gut enden. 5. Vielleicht sind meiner Tage viel, Ich bin vielleicht noch fern vom Ziel, An dem die Krone schimmert. Bin ich von meinem Ziel noch weit, So sei mein Leben dir geweiht, Bis einst mein Leib zertrümmert. Hilf mir, Herr, dir Ganz mein Leben zu ergeben, Daß ich droben Dich unendlich könne loben. 6. Wie wird mir dann, mein Heiland, sein, Wenn ich mich deiner ganz erfreun, Dich dort anbeten werde! Dann bin ich frei von Sünd und Leid, Sterben und Begräbnis. Ein Mitgenoß 2— Herrlichkeit. Nicht mehr ein Mensch von Erde. Preis dir, daß mir Durch dein Leiden jene Freuden Offen stehen. Ewig will ich dich erhöhen. Casseler Gesangbuch v. 1770. Beim Tode von Kindern. 447. Mel.: Ermuntre dich, mein schwacher Geist. J. Schop. 1641. ö........ T.— e e 1. Du bist zwar mein und blei⸗best Doch— du nicht nur mein al⸗ —14 — mein— wer will mir an⸗ders sa ⸗ gen?— lein,—. ew⸗ 305—— + 1 dor hat 983 m mei⸗ 3. Reh an dir, der for-dert ———.——.—— . und er⸗hebt von mir dich o mein Sohn, v mein IItrKWRk!.. EEAAE— 22530 le, leid Herz und Wun⸗sches Fül⸗le. in, 2. Ach, gält es wünschen, wollt ich dich, Du Sternlein meiner Seelen, Vor allem Weltgut williglich Mir wünschen und erwählen. 76² Sterben und Begräbnis. Ich wollte sagen: Bleib bei mir, Du sollst sein meines Hauses Zier, An dir will ich mein Lieben Bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein Herz und meint es gut, Gott aber meints noch besser. Groß ist die Lieb in meinem Mut, In Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr, Gott ist der Väter Haupt und Ehr, Ein Quell, da Alt und Jungen In aller Welt entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn, Und der mir ihn gegeben, Will, daß er nah an seinem Thron Im Himmel solle leben. Ich sprech: Ach weh, mein Licht verschwindt! Gott spricht: Willkomm, du liebes Kind, Dich will ich bei mir haben Und ewig reichlich laben. 5. O süßer Rat, o schönes Wort Und heilger, als wir denken! Bei Gott ist ja kein böser Ort, Kein Unglück und kein Kränken, Kein Angst, kein Mangel, kein Versehn, Bei Gott kann keinem Leid geschehn; Wen Gott versorgt und liebet, Wird nimmermehr betrübet. 6. Wir Menschen sind ja auch bedacht, Die Unsrigen zu zieren; Wir gehn und sorgen Tag und Nacht, Wie wir sie wollen führen In einen feinen, selgen Stand, Und ist doch selten so bewandt Mit dem, wohin sie kommen, Als wirs uns vorgenommen. ndt! Sterben und Begräbnis. 7. Wie manches junge, fromme Blut Wird jämmerlich verführet Durch bös Exempel, daß es tut, Was Christen nicht gebühret. Da hats denn Gottes Zorn zum Lohn, Auf Erden nichts als Spott und Hohn; Der Vater muß mit Grämen Sich seines Kindes schämen. 8. Ein solches darf ich ja nun nicht An meinem Sohn erwarten; Der steht vor Gottes Angesicht Und geht in Christi Garten, Hat Freude, die ihn recht erfreut, Und ruht von allem Herzeleid; Er sieht und hört die Scharen, Die uns allhier bewahren. 9. Er sieht und hört der Engel Mund, Sein Mündlein hilft selbst singen; Weiß alle Weisheit aus dem Grund Und redt von solchen Dingen, Die unser keiner noch nicht weiß, Die auch durch unsern Fleiß und Schweiß Wir, weil wir sind auf Erden, Nicht ausstudieren werden. 10. Ach sollt ich doch von ferne stehn Und nur ein wenig hören, Wenn deine Sinne sich erhöhn Und Gottes Namen ehren, Der heilig, heilig, heilig ist, Durch den auch du geheiligt bist, Ich weiß, ich würde müssen Vor Freude Tränen gießen. 11. Ich würde sprechen: Bleib allhier, Nun will ich nicht mehr klagen: Ach mein Sohn, wärst du noch bei mir! Nein, sondern: Komm, du Wagen 76⁴ Sterben und Begräbnis. Eliä, hole mich geschwind Und bring mich dahin, da mein Kind Und soviel liebe Seelen So schöne Ding erzählen. 12. Nun sei es ja und bleib also, Ich will dich nicht beweinen; Du lebst und bist von Herzen froh, Siehst lauter Sonnen scheinen, Die Sonnen ewger Freud und Ruh; Hie leb und bleib nun immerzu, Ich will, wills Gott, mit andern Auch bald hinüber wandern. . Gerhardt, 1607 1676. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. 448. H. Isaak.(2) 1536. 5.—. SI....... + . Gott⸗— 35 Stund ist ktom⸗ men, da 5——— N— E.— — ——— 1— i.— 1—0—6 67 12.— Freu⸗de sollt ihr sa⸗ gen: Dem Höch-sten ,— HRED— .—— H—— sei on, Chr und Preis. 2. Kurz ist mein irdisch Leben, Ein bessres wird mir geben Gott in der Ewigkeit. Sterben und Begräbnis. 76⁵ Da werd ich nicht mehr sterben, In keiner Not verderben, Mein Leben wird sein lauter Freud. 3. Gott eilet mit den Seinen, Läßt sie Ath lange weinen In diesem Tränental. Ein schnell und selig Sterben Ist schnell und glücklich erben Des schönen Himmels Ehrensaal. 4. Wie öfters wird verführet Manch Kind, an dem man spüret Rechtschaffne Frömmigkeit; 676. Die Welt voll List und Tücke Legt heimlich ihre Stricke Bei Tag und Nacht, zu jeder Zeit. 1536. 5. Ihr Netze mag sie stellen, — Mich wird sie nun nicht fällen, — Sie wird mir tun kein Leid; Da Denn wer kann den verletzen, —H4 Den Christus jetzt wird setzen — Ins Schloß vollkommner Sicherheit? 105 6. Zuvor bracht ich eu Freude, — Jetzt, nun ich von euch scheide, —.— Betrübt sich euer Herz; . Doch wenn ihrs recht betrachtet —.— Und was Gott tut, hochachtet, — Wird sich bald lindern aller Schmerz. — 7. Gott zählet alle Stunden, ten Er schlägt und heilet Wunden, —.— Er kennet jedermann; —— Nichts ist jemals geschehen, — Das er nicht vorgesehen, Und was er tut, ist wohlgetan. 8. Wenn ihr mich werdet finden Vor Gott, frei aller Sünden In weißer Seide stehn Sterben und Begräbnis. Und ragem S S iegespalmen In Händen und mit Psalmen Des Herren Lob und Ruhm erhöhn, 9. Da werdet ihr euch freuen, Es wird euch herzlich reuen, 5 ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes Willen Gedenket zu erfüllen Und ihm sich in Geduld ergibt. 10. Ade, nun seid gesegnet! Was euch jetzund begegnet, Ist andern auch geschehn; Viel müssens noch erfahren. Nun, Gott woll euch bewahren! Dort wollen wir uns wiedersehn. Johann Heermann, 1585—1647. 449. Mel.: O Boil, du frommer Gott. 1002. DSD 1 Ihr El⸗tern, gu⸗ te Nacht! Nun ich fahr zu De⸗ su hin in geht es an ein Schei⸗den;———— sei⸗ ne Him⸗mels⸗freu⸗den, zu Je⸗su, V n in. wei⸗net, wei⸗net nicht, ihr El⸗tern, gu⸗te Nacht! 2. Ihr Eltern, gute Nacht! Hört auf, um mich zu klagen, Da jetzt mein zarter Leib Sterben und Begräbnis. 76⁷ Wird in das Grab getragen. Wißt, daß die Seele ist Zur Himmelsruh gebracht. Ach weinet, weinet nicht, Ihr Eltern, gute Nacht! 3. Ihr Eltern, gute Nacht! Sehr herrlich ist zu wohnen Im schönen Himmelsschloß, Da man erblicket Kronen, Die Gott den Frommen hat Aus Gnaden zugedacht. Ach weinet, weinet nicht, Ihr Eltern, gute Nacht! 4. Ihr Eltern, gute Nacht! Muß ich euch schon verlassen, So werdet ihr mich doch Mit Herzenslust umfassen, Wenn Gott mit euch und mit Der Welt ein Ende macht. Ach weinet, weinet nicht, Ihr Eltern, gute Nacht! 5. Ihr Eltern, gute Nacht! Die Angst⸗ und Marterstunden, Die sind in dieser Welt Nun völlig überwunden; Mein Leib schläft sanft, bis daß Er wiederum erwacht. Ach weinet, weinet nicht, Ihr Eltern, gute Nacht! Gotthard Schuster, 1673—1761. H. Isaak.(2) 1536. 450. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. Sterben und Be gräbnis. ————— Un⸗schuld ster⸗ ben, so büßt man sie nicht 1— +.—*— 7. — +——2...—t +* EEE n 2— E.—..—. —.— ein; sie wer⸗den nur dort o⸗ben vom .—.— IFFFF T ö—— mit + —..— — * un ⸗ ver ⸗- lo-ren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe Zu ihrem Christenlaufe Für Jesum eingeweiht Und noch bei Gott in Gnaden; Was sollt es ihnen schaden, Daß Jesus sie zu sich entbeut? 3. O wohl auch diesem Kinde; Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen Und bleibest bei den Schafen, Die ewig unsers Jesu sind. Johann Andreas Rothe, 16881758. Mel.: Es ist genug! So nimm, Herr, meinen Geist. Ahle. 1662. — — —..—— 1 N ö x x 2. —.—————— . 96 hin, mein Kind! denn Gott selbst lei ⸗ de zwar, dein Tod be— Sterben und Begräbnis. 769 — N 1 N 52—— D for-dert dich aus 21 ser ar⸗gen Welt. trü⸗bet mich; doch weil es Gott ge⸗fällt, E so un⸗ter⸗laß ich al⸗les Kla⸗gen und will mit ..T 4—. Gei⸗ ⸗ste sa-gen: Zieh hin, mein Kind! Zieh hin, mein Kind! Der Schöpfer hat Nur in der Welt geliehn.(dich mir Die Zeit ist weg, darum befiehlt er dir, Jetzt wieder fortzuziehn. Zieh hin, Gott hat es so versehen; Was dieser will, das Wiiß geschehen. —— hin, mein Kind! 3. Zieh hin, mein Kind! Im Himmel findest Was dir die Welt versagt;[du, Denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, Da wird kein Schmerz erfragt. Hier müssen wir in Angsten schweben, Dort kannst du ewig fröhlich leben. Zieh hin, mein Kind! 4. Zieh hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, Sobald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh denn das Ungemach Mit Haufen sich einstellt. Wer lange lebt, steckt lang im Leide; Wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude. Zieh hin, mein Kind! 5. Zieh hin, mein Kind! Die Engel warten Auf deinen frommen Geist. schon ¹ 77⁰ Zukunft Christi, Auferstehung, Du siehest auch, wie Gottes lieber Sohn Dir schon die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist entbunden, Du hast im Herren überwunden. Zieh hin, mein Kind! Gottfried Hoffmann, 1658—1712. II. Zukunft Christi, Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 452. Mel.: O Ewigkeit, du Donnerwort. — Crüger. 1653. e.* de,.—————.—.—. Erahöh ⸗ter Je⸗su, Got⸗tes Sohn, 4. du wirst der⸗einst zu rech⸗ter Zeit E—————— 9 ————————— 0 — der du schon längst der Him-mel Thron in gro⸗ßer Kraft und Verr⸗ lich- keit 12 2. 0 .—— n 4.——5—...—.— — I.——— LI 1 0 ——— als Herr⸗scher ein-ge-nom⸗men, ů vom Him-mel wie⸗der⸗kom⸗ men. Gib, ———.—.—.—.— n. daß dautt froh und mit Ver⸗ traun dich, l—— —.— 2. 2.— 24 — 3— 1—— +—— inn.———— e Herr, auch mei ⸗-ne Au⸗gen schaun. Gericht und ewiges Leben. 77¹ 2. Wer faßt, o Heiland, jetzt die Pracht, Die deinen Tag einst herrlich macht? Wie groß wirst du dich zeigen, Wenn du auf lichten Wolken einst Mit deiner Engel Heer erscheinst, Die jetzt schon dir sich beugen. Dann sieht die Welt die Majestät, Dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. 3. Dann tönt dein Ruf in jedes Grab Mit allmachtvoller Kraft hinab Und schafft ein neues Leben. Auf deinen Wink muß Erd und Meer Das unzählbare, große Heer Der Toten wiedergeben. Sie stehn durch dich, Herr, neubeseelt Nun alle auf, und keiner fehlt. 4. Du sammelst sie vor deinem Thron, Um jedem den verdienten Lohn Nach seiner Tat zu geben. Dann trifft den Bösen Schmach und Pein, Den Frommen aber führst du ein In das verheißne Leben. Wer leugnet dann noch, Jesu Christ, Daß du der Erden Richter bist? 5. O gib, wenn nun dein Tag erscheint, Daß ich in dir dann noch den Freund Und Heiland wiederfinde, Daß ich mit Freuden vor dir steh Und mit dir in den Himmel geh, Ganz frei von Fluch und Sünde. Laß mich im Glauben wacker sein Und auch die kleinste Sünde scheun. 6. Dein Name sei mir ewig wert, Und was dein Wort von mir begehrt, Das laß mich treulich üben. 49 77² Zukunft Christi, Auferstehung, Niemals ermüde hier mein Geist, Dich, den schon jetzt der Himmel preist, Aus aller Kraft zu lieben; So hab ich in der Ewigkeit Auch teil an deiner Seligkeit. Christian Samuel Ulber, 1714—1776. 453. Mel.: Valet will ich dir geben. M. Teschner. 1615. —— + ann—.— 23— —. 1 Er⸗mun⸗tert euch, ihr From-men, zeigt Der A-⸗bend ist ge-kom-men, die e e nula r, irte— 4—.— 0 fin⸗stre Nacht bricht ein. —. .—.———.—— xbLᷣ—— auf⸗ge⸗ma ⸗chet der Bräu ⸗ti⸗gam mit EE Pracht; auf, be⸗tet, kämpft und wa⸗chet, bald 4Z..—— ——— ö =R ist es Mit⸗ter ⸗nacht! 2. Macht eure Lampen fertig Und füllet sie mit Ol Und seid des Heils gewärtig, Bereitet Leib und Seel; Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah, — Gericht und ewiges Leben. Begeanet ihm in Reihen 885 singt Hallelusa! Ihr klugen Jungfraun alle, Hebt nun das Haupt empor Mit Jauchzen und mit Schalle Zum frohen Engelchor. Die Tür ist aufgeschlossen, Die Hochzeit ist bereit; Auf, auf, ihr Reichsgenossen, Der Bräutgam ist nicht weit! 4. Er wird nicht lang verziehen, Drum schlafet nicht mehr ein: Man sieht die Bäume blühen, Der schönste Frühlingsschein Verheißt Erquickungszeiten; Die Abendröte zeigt Den schönen Tag von weiten, Davor das Dunkel weicht. 5. Wer wollte denn nun schlafen? Wer klug ist, der ist wach; Gott kommt, die Welt zu strafen, Zu üben Grimm und Rach An allen, die nicht Wachen Und die des Tieres Bild Anbeten samt dem Drachen; Drum auf, der Löwe brüllt! Ihr Begegnet ihm auf Erden, die ihr Zion liebt, Rt freudigen Gebärden Und seid nicht mehr betrübt; Es sind die Freudenstunden Gekommen, und der Braut Wird, weil sie überwunden, Die Krone nun vertraut. 77⁴4 Zukunft Christi, Auferstehung, 7. Die ihr Geduld getragen Und mitgestorben seid, Sollt nun nach Kreuz und Klagen In Freuden sonder Leid Mitleben und regieren Und vor des Lammes Thron Mit Jauchzen triumphieren In eurer Siegeskron. 8. Hier sind die Siegespalmen, Hier ist das weiße Kleid; Hier stehn die Weizenhalmen In Frieden nach dem Streit Und nach den Wintertagen; Hier grünen die Gebein, Die dort der Tod erschlagen; Hier schenkt man Freudenwein. 9. Hier ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, Wo die Erlösten weiden, Hier ist der sichre Port, Hier sind die güldnen Gassen, Hier ist das Hochzeitsmahl, Hier soll sich niederlassen Die Braut im Freudensaal. 10. O Jesu, meine Wonne, Komm bald und mach dich auf; Geh auf, verlangte Sonne, Und fördre deinen Lauf. O Jesu, mach ein Ende Und führ uns aus dem Streit, Wir heben Haupt und Hände Nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti, 1660—1722. 8FNE VAꝰ/ *.n *2*⁴ Gericht und ewiges Leben. 454. Eigene Melodie. 1535. .——ß——ßꝛßꝛß——— P——— Wn ist ge⸗ wiß⸗lich an der Heit, daß in sei⸗ner gro⸗ zßen Herr⸗-lich⸗keit, zu —.— E 4—— 4 — —— —— Got⸗tes Sohn wird kom⸗men ö rich⸗ ten Bös und From-men. Da wird das ———..— La⸗chen wer— den Lend, 10565. al⸗les wird ver ————* gehn! im Feur, wie Pe⸗trus da⸗ von schrei⸗ bet. 2. Posaunen wird man hören gehn An aller Welten Ende; Darauf bald werden auferstehn Die Toten gar behende. Da wird der Tod erschrecken sehr, Wenn er wird 10 0n neue Mär, Daß alles Fleisch soll leben. 3. Ein Buch Wird da gelesen bald, n. steht geschrieben, Wie Gott will richten jung und alt, Nichts soll verborgen bleiben. Da wird ein jeder seinen Lohn Empfahen, wie er hat getan In seinem ganzen Leben. 4. Hilf, heilige Dreifaltigkeit, Daß mein Nam werd gefunden Im Buch des Lebens allezeit. An meiner letten Stunden 776 Zukunft Christi, Auferstehung, Weich nicht von mir, Herr Jesu Christ, Der du allzeit mein Helfer bist, Du wollst von mir nicht scheiden. 5. Was werd ich armer Sünder dann Vor deinem Richtstuhl sagen? Was werd ich für ein Fürsprech han, Der mein Sach wird austragen? Das wirst du tun, Herr Jesu Christ, Dieweil daß du gekommen bist, All Sünder zu erlösen. 6. Wenn ich, Herr, meine Sünd bedenk, Mein Augen die tun weinen; Wenn ich die ewge Freud bedenk, Mein Herz das tut sich freuen. Herr, hilf, daß ich dein Angesicht Mög sehn mit meiner Augen Licht Dort in dem ewgen Leben. 7. Herr Jesu Christ, du machst es lang Mit diesen bösen Tagen. Den Leuten wird auf Erden bang, Laß sie doch nicht verzagen; Send ihnen deinen heilgen Geist, Der sie leit in das Himmelreich Durch Jesum Christum. Amen. Nach dem lateinischen Dies irae. 55 Mel.: Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. 1704. E 3— 1 Es ist noch ei⸗ ne Ruh vor —.— 23———————. 4 Dii — 4.——.—* den; auf, mü⸗des Herz, und wer⸗de licht! den, und dei-ne Son⸗ne schei⸗net nicht; Gericht und ewiges Leben. ———————— 35 —.—— 1 0— 3 ————— ITTEE— sieh auf das Lamm, das dich mit Freu-der —.—.— 2———— i.— EEEEEEEE —2.— ö dort wird vor sei-nem Stuh-le wei-den; DIDEEEEE EEEF— ö ———.—, nn in nre in wirf hin die Last und eil her ⸗-zu. Bald ——.———III—— ist der hei⸗ ße Kampf ge⸗en ⸗det, bald, ö 5 ů — bald der sau⸗re Lauf vol⸗len⸗det, —— —.——D— — gehst du ein zu dei⸗ ner Ruh. 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, Die Ruhe, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch kein Mensch geboren, Die Liebe sie uns schon bestimmt. Das Gotteslamm wollt darum sterben, Uns diese Ruhe zu erwerben; — Es ruft, es locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr frommen, Versäumet nicht heut einzukommen 2 Zu meiner Ruhe Lieblichkeit. 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, ö Die manche Last und Bürde drückt; Eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, Geht nicht mehr traurig und gebückt. 778 Zukunft Christi, Auferstehung, Ihr habt des Tages Last getragen, Dafür läßt euch der Heiland sagen: ö Ich selbst will eure Ruhstatt sein. ö Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben; Ob Sünde, Welt und Teufel toben, Seid nur getrost und gehet ein. 4. Was mag wohl einen Kranken laben Und einen müden Wandersmann? Wo jener nur ein Bettlein haben Und sanfte darauf ruhen kann, Wenn dieser sich darf niedersetzen, An einem frischen Trunk ergötzen, Wie sind sie beide so vergnügt! Doch dies sind kurze Ruhestunden; Es ist noch eine Ruh erfunden, Da man auf ewig stille liegt. 5. Da wird man Freudengarben bringen, Denn unsre Tränensaat ist aus. O, welch ein Jubel wird erklingen Und süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid, Tod und dergleichen Wird müssen fliehn und von uns weichen. Wir werden auch das Lamm dort sehn; Es wird beim Brünnlein uns erfrischen, Die Tränen von den Augen wischen; Wer weiß, was sonst noch soll geschehn! 6. Kein Durst noch Hunger wird uns schwächen, Denn die Erquickungszeit ist da; Die Sonne wird uns nicht mehr stechen, Das Lamm ist seinem Volke nah, Es will selbst über ihnen wohnen Und ihre Treue wohl belohnen Mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis; Es werden die Gebeine grünen; Der große Sabbat ist erschienen, Da man von keiner Arbeit weiß. Gericht und ewiges Leben. 779 7. Da ruhen wir und sind im Frieden Und leben ewig sorgenlos. Ach fasset dieses Wort, ihr Müden, Legt euch dem Lamm in seinen Schoß! Ach, Flügel her, wir müssen eilen Und uns nicht länger hier verweilen, Dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Jubilieren, Begürte dich zum Triumphieren, Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Johann Sigismund Kunth, 1700—1779. 456. Mel.: Herzlich tut mich verlangen. H. L. Haßler. 1601. ,————.— i 5——— 1. Ich denk an Schwa⸗chen nur ge⸗ en,—.—— ————— Wahn nicht stö⸗r Licht und mein Ge-wis⸗ser leh-ren, du E ———— hal-test ein Ge=richt. — 8⁰ Zukunft Christi, Auferstehung, 2. Ich höre die Posaunen, O Herr, im Geiste schon; Ich sehe mit Erstaunen Dich auf dem Richterthron, Um den die heilge Menge Erhabner Engel steht. Welch herrliches Gepränge, Welch hohe Majestät! 3. Umsonst sucht nun der Sünder Vor deiner Macht zu fliehn. Herr, alle Menschenkinder Wirst du zur Rechnung ziehn. Du rufst, und sie erscheinen Vor deinem Richterthron; Den Sündern und den Deinen Gibst du gerechten Lohn. 4. Frohlockend sehn die Frommen Dein göttlich Angesicht; Schon hier dem Fluch entnommen, Zagt ihre Seele nicht. un triumphiert ihr Hoffen; Erlöst von aller Müh, Sehn sie den Himmel offen, Und du, Herr, segnest sie. 5. Wie angstvoll aber beben, Die hier dein Wort verhöhnt Und durch ein fleischlich Leben Das eitle Herz verwöhnt. Du gibst der Sünde Knechten Ihr Teil in ewger Pein Und führest die Gerechten Zu deiner Freude ein. 6. Laß, Jesu, dein Gerichte Mir stets vor Augen sein, Und drücke sein Gewichte In mein Gewissen ein; Gericht und ewiges Leben. Laß fromm vor dir mich wandeln Und hier zu aller Zeit So wie ein Weiser handeln, Der seinen Richter scheut. 7. Ist dann dein Tag vorhanden, Wird diese Welt vergehn, So werd ich nicht mit Schanden ö Vor deinem Thron bestehn. Du stellst mich dann zur Rechten, Von aller Schuld befreit, Führst mich mit deinen Knechten In deine Herrlichkeit. Casseler Gesangbuch v. 1770. 457. Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1690. ———————..—.——.———— 2 555—.— 16454825 —.—17* Ich freu⸗e mich der fro- hen Zeit, Dann werd ich in der Herr-lich-keit —.—— 1— r ů — 8 +2 2—.—— 2 ——.—4 2—..—— ö da ich werd auf⸗er⸗— di— dich, Gott mein Hei⸗ Aand, Ru⸗ he kom ⸗-men. 78² Zukunft Christi, Auferstehung, 2. Ja, Herr, du führst sie einst heran Die Stunde der Erlösung, Die Stunde, da ich hoffen kann Trost, Freiheit und Genesung, Da Engeln gleich Im Himmelreich Mich Ruhe, Lust und Leben In Ewigkeit umgeben. 3. Der du die Auferstehung bist, Du bists, an den ich gläube. Ich weiß, daß ich durch dich, Herr Christ, Im Tod nicht ewig bleibe. Auch werd ich nicht Vor dein Gericht Wie die, die dich verschmähten, Mit Angst und Schrecken treten. 4. Ich hoffe dann mit Freudigkeit Vor dir, mein Haupt, zu stehen Und mit dir in die Herrlichkeit Frohlockend einzugehen. O hilf mir doch Aus Gnaden noch, Zum Glück der Ewigkeiten Mich würdig zu bereiten. Peter Busch, 1682—1744. 458. Eigene Melodie. 1663. 3 43= E——..——2 EEE im enir in Sit n Hunr 2.—.— X. I E2..—.— 1 — 1 Je⸗ru⸗sa⸗lem, du hoch-ge-bau⸗te Mein sehn⸗lich Herz so groß Ver-lan-gen ——————.—.————.— 8—.———.— 1 2. + 2—.——— Stadt, wollt Gott, ich wär in dir! hat und ist nicht mehr bei mir; weit EP———— n en nn, ud Ta⸗le, weit ü⸗ber bla⸗ches ü⸗ ber 366335 und eilt aus die⸗ser Welt. 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, Wann wirst du kommen schier, Da ich mit Lust und freiem Freudenmund Die Seele geb von mir In Gottes treue Hände Zum auserwählten Pfand, Daß sie mit Heil anlände In jenem Vaterland. 3. Im Augenblick wird sie erheben sich Bis an das Firmament, Wenn sie verläßt so sanft, so wunderlich Die Stätt der Element, Fährt auf Eliä Wagen Mit heilger Engelschar, e Die sie in Händen tragen, Umgeben ganz und gar. 4. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, Tu auf die Gnadenpfort! 78⁴ Zutunft Christi, Auferstehung, Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, Eh ich bin kommen fort Aus jenem bösen Leben, Aus jener Nichtigkeit, Und Gott mir hat gegeben Das Erb der Ewigkeit. 5. Was für ein Volk, was für ein edle Schar Kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, Seh ich, die beste Kron, Die Jesus mir, der Herre, Entgegen hat gesandt, Da ich noch war so ferne In meinem Tränenland. 6. Propheten groß und Patriarchen hoch, Auch Christen insgemein, Die weiland dort trugen des Kreuzes Joch Und der Tyrannen Pein, Schau ich in Ehren schweben, In Freiheit überall, In Klarheit hell umgeben Mit sonnenlichtem Strahl. 7. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin Im schönen Paradeis, Von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, Der Mund von Lob und Preis. Das Halleluja reine Singt man in Heiligkeit, Das Hosianna feine Ohn End in Ewigkeit, 8. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön, Auf Chören ohne Zahl, Daß von dem Schall und von dem süßen Ton Sich regt der Freudensaal, Mit hunderttausend Zungen, Mit Stimmen noch viel mehr, Gericht und ewiges Leben. Wie von Anfang gesungen Das große Himmelsheer. Johann Matthäus Meyfart, 1590—1642. 459 Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. * 65 Nikolai.(2) 1599. l har 7—— — 2— ——3————.— 1. Mein ganzer Geist, Gott, Wird ert⸗ zuückt, wo dei⸗ne mil ⸗de Va⸗ter⸗hand E 2—— 40— —— ů— ö—— ———— wenn er nach je⸗nem Him⸗mel blickt, aus neu⸗en Wun⸗dern wird er⸗kannt, 11 +* —7. III— 2— + +—.4—.— I———— 2——————.— E* 1——— 1— den du für uns be⸗rei⸗tet, In ö die du da⸗ 465116 zbrei⸗tet. Wn tig ö ..—— Ae fühl ich mich er⸗ho-ben, dich zu lo-ben, der zum ——— ů —— —— —— nrn Le-ben, das dort ist mich will er⸗he⸗ ben. 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, Herr, gegen jene Herrlichkeit, Die dort bei dir zu finden! Du stellst uns hier auf Erden zwar , Viel Wunder deiner Güte dar Zum fröhlichen Empfinden; 1 Doch hier sind wir Bei den Freuden noch mit Leiden Stets umgeben; Dort nur ist vollkommnes Leben. 786 Zukunft Christi, Auferstehung, 3. Kein Tod ist da mehr und kein Grab; Dort wischest du die Tränen ab Von deiner Kinder Wangen. Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei; Denn du, o Herr, machst alles neu, Das Alte ist vergangen. Hinfort sind dort Von gerechten Gottesknechten Keine Plagen Mehr zur Prüfung zu ertragen. 4. In unsers Gottes Heiligtum Schallt seines Namens hoher Ruhm Von lauter frohen Zungen. Hier straͤhlt die Herrlichkeit des Herrn, Hier schaut man sie nicht mehr von fern, Hier wird sie neu besungen. Völlig gibt sich Den Erlösten, sie zu trösten, Der zu kennen, Den sie hier schon Vater nennen. 5. Vor seinem Antlitz wandeln sie Auf ewig frei von aller Müh Und schmecken seine Güte. Hier stört den Frieden ihrer Brust Und ihre tausendfache Lust Kein feindliches Gemüte. Kein Neid, kein Streit Hemmt die Triebe reiner Liebe Unter Seelen, Die hinfüro nicht mehr fehlen. 6. Gott, welche Schar ist dort vereint! Die Frommen, die ich hier beweint, Die find ich ewig wieder. Dort sammelt deine Vaterhand, Die deine Liebe hier verband, Herr. alle deine Glieder. Gericht und ewiges Leben. Ewig werd ich, Frei von Mängeln, selbst mit Engeln Freundschaft pflegen: O, ein Umgang voller Segen! 7. Wo ist mein Freund, des Höchsten Sohn, Der mich geliebt, wo glänzt sein Thron? In jenen Himmelshöhen; Da werd ich dich, Herr Jesu Christ, So menschenfreundlich als du bist, Auch mit Entzücken sehen. Da wird, mein Hirt, Von den Freuden nichts mich scheiden, Die du droben Deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich ist die neue Welt, Die Gott den Frommen vorbehält! .—— Mensch kann sie erwerben. „Jesu, Herr der Herrlichkeit, Du hast die Stätt auch mir bereit, Hilf sie mir auch ererben. Laß mich eifrig Nut der streben und so leben Auf der Erde, Daß ich dort dein Erbe werde. Johann Samuel Diterich, 1721—1797, nach Ahasverus Fritsch, 1629—1701. Eigene Melodle. J. Crüger. 1653. 33—— 1 ———— E-⸗wig⸗keit, Zeit oh⸗- ne Zeit, EV* E⸗wig⸗keit, du Den⸗norert, — E un Fie —.————— ETSSTDDIE— en EL —.—— +— —— 2 2..—— An⸗fang son⸗der En⸗de! nicht, wo ich mich hin-wen-⸗ de. Mein —— ů————————.———. E—.— 3— ganz er-schrock-nes Herz er-bebt, daß mir die & .———.ᷓ——— +————— .——— 7 arte n n. — 22— Zung am Gau⸗men klebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt, Das endlich mit der Zeit nicht fällt Und ganz wird aufgehoben; Die Ewigkeit nur hat kein Ziel, Sie treibet fort und fort ihr Spiel, Läßt nimmer ab zu toben, Ja, wie mein Heiland selber spricht, Aus ihr ist kein Erlösung nicht. 3. O Ewigkeit, du machst mir bang, O ewig, ewig ist zu lang; Hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht Zusamt der großen Pein betracht, Erschreck ich recht von Herzen; Nichts ist zu finden weit und breit So schrecklich als die Ewigkeit. 4. Ach Gott, wie bist du so gerecht, Wie strafest du die bösen Knechl Gericht und ewiges Leben. Im Im heißen Pfuhl der Schmerzen; Auf kurze Sünden dieser Welt Hast du so lange Pein bestellt! Ach, nimm dies wohl zu Herzen Und merk auf dies, o Menschenkind: Kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. 5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf; Ermuntre dich, verlornes Schaf, Und beßre bald dein Leben! Wach auf, es ist doch—2— Zeit, Es kommt heran die Ewigkeit, Dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag; Wer weiß noch, wie man sterben mag? 6. O Ewigkeit, du Donnerwort, O Schwert, das durch die Seele bohrt, O Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, Ich weiß vor großer Traurigkeit Nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt! Johann Rist, 1607—1667. * Dl. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1599. 1. Se⸗ lig sind des Him⸗mels Er-⸗ben, Nach den letz⸗ ten Au⸗gen⸗blik⸗ken F ꝰ⸗'—— —— J l J— 0.—.——————=. die To⸗ ten, die im Her⸗ren er⸗ ben, des To⸗des⸗ ⸗schlum-mers folgt Ent-zük⸗ken, 790⁰ Zukunft Christi, Auferstehung, 2 7 D—————„ , n. 7 Fer— zur Auf⸗er ⸗ste⸗hung ein⸗ ge⸗weiht. folgt Won-ne der Un⸗sterbelich⸗ keit. EEEE. n. —= 1—.—— 1— —— IIXI W. + ————— In Frie⸗den ruhen sie, los von der Erde Müh. + ö ö 2——— 11.—————— .SSS..——— Ho⸗si⸗an⸗na! Vor Got⸗tes Thron zu sei⸗ ERERE 4 EEEEEEEEEEA— 4 2 9 nem Sohn be⸗glei⸗ten ih⸗ re Wer⸗ke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre Sei dir, Versöhner Jesu Christ! Ihr, der Überwinder Chöre, Bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre Dem Lamme, das geopfert ist. Er sank wie wir ins Grab, Wischt unsre Tränen ab, Alle Tränen. Er hats vollbracht; Nicht Tag, nicht Nacht Wird an des Lammes Throne sein. 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne Scheint uns alsdann; er ist uns Sonne, Der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn. Heil, nach dem wir weinend rangen, Nun bist du, Heil, uns aufgegangen, Nicht mehr im Dunkeln, nicht von sern. 2 N =— 2 — ⁰ E Gericht und ewiges Leben. 791¹ Run weinen wir nicht miehr, Das Alt ist nun nicht mehr. Halleluja! Er sank hinab Wie wir ins Grab; Er ging zu Gott, wir folgen ihm. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724— 1803. Eigene Melodie. 1704. 2 12 n nn,— ‚‚.——————— 2— 1. Un⸗ter Li⸗lien je⸗ner Freu⸗den sollst du drden See 6240 e, schwinge dich em-por! 423Z—.—5———— E——— IE dnirt n inenr———— Als ein—.5 ler fleug be⸗ hen⸗de, Je⸗su * —4 ..,.— Hän-de öff-nen schon das Per-len⸗tor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen Zu dem Haufen Derer, die des Lammes Thron Nebst dem Chor der Seraphinen Schon bedienen Mit dem reinsten Jubelton. 3. Löse, erstgeborner Bruder, Doch die Ruder Meines Schiffleins, laß mich ein 792 Zukunft Christi, Auferstehung, In den sichern Friedenshafen Zu den Schafen, Die der Furcht entrücket sein. 4. Nichts soll mir am Herzen kleben, Süßes Leben, Was die Erde in sich hält. Sollt ich noch in diesen Wüsten Länger fristen? Nein, ich eil ins Himmelszelt. 5. Herzensheiland, laß den Glauben Mir nicht rauben, Glauben, der durch alles 2—11— Nach dir sehnt sich meine Seele In der Höhle, Bis sie sich von hinnen schwingt. 6. O wie bald kannst du es machen, Daß mit Lachen Unser Mund erfüllet sei! Du kannst durch des Todes Türen Träumend führen Und machst uns auf einmal frei. 7. Du hast Sünd und Straf getragen; Furcht und Zagen Muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel liegt darnieder, Meine Glieder Werden fröhlich auferstehn. 8. Gotteslamm, dich will ich loben Hier und droben Mit der herzlichsten Begier. Du hast dich zum ewgen Leben Mir gegeben, Hole mich, mein Gott, zu dir! Johann Ludwig Konrad Allendorf, geb. zu Josbach in Oberhessen 1693, gest. zu Halle 1773. Gericht und ewiges Leben. 793 463. 040 Melodie. 1599. .——————.—— ů ö I——— 0———— 1 Wa⸗chet auf, ruft uns die Stim-me Mit⸗ter⸗nacht heißt die⸗ se Stun-de, . SSHD‚‚‚‚‚J‚..‚.‚..5— SSDSDIITTTI—4— * * der Wäch-ter sehr hoch auf der Zin-ne, sie ru⸗fen uns mit hel⸗lem Mun⸗de: 1% 2. ———.— 5— 1J.—.—*—. I—— —— 6 2 11.— 5 24 S.— wach auf, du Stadt Je ru ⸗ sa⸗lem! Wo seid ihr klu-gen Jung⸗-frau⸗ en? E —.— 2— 3 2—— ——.—————— Lam-pen nehmt! Hal-le⸗lu⸗ja! Macht euch i,.——— i—.— —— be⸗reit zu der Boch⸗geit; ihr müs⸗set er.———— 4—.——.——— 2.————————————————— ihm ent⸗ge- gen-⸗ gehn. 2. Zion hört die Wächter singen, Das Herz tut ihr vor Freuden springen, Sie wachet und steht eilend auf. 1 79⁴ Zukunft Christi, Auferstehung, Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, Vo Gnaden stark, von Wahrheit mächtig, Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all Zum Freudensaal Und halten mit das Abendmahl. 3. Gloria sei dir gesungen Mit Menschen⸗ und mit Engelzungen, Mit Harfen und mit Zimbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Tore An deiner Stadt, wir stehn im Chore Der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gespürt, Kein Ohr hat je gehört Solche Freude. Drum jauchzen wir Und singen dir Das Halleluja für und für. Philipp Nicolal, 1556—1608. 464. Mel.: Unser Herrscher, unser König. 1680. ů I. ———— ů——.— —.——.— ů——— 3———* 1 Wer sind die vor Got⸗tes Thro⸗ne, Trä⸗ get je⸗ der ei ⸗ ne Kro⸗ ne, .———.—— ———.————— was ist das für ei ⸗ne Sch glän-zet gleich den Ster-nen klar; V —: 5s eNN 2 Gericht und ewiges Leben. 79⁵ ..... Hal⸗le⸗lu⸗ja sin⸗gen all, D n, d ho- hem Schall. 2. Wer sind die, so Palmen tragen Wie ein Sieger in der Hand, Welcher seinen Feind geschlagen, Hingestrecket in den Sandꝰ? Welcher Streit und welcher Krieg Hat gezeuget diesen Sieg? 3. Wer sind die in reiner Seide, Welche ist Gerechtigkeit, Angetan mit weißem Kleide, Das zerreibet keine Zeit Und veraltet nimmermehr, Wo sind diese kommen her? ö 4. Es sind die, die wohl gekämpfet ö Für des großen Gottes Ehr, Haben Fleisch und Blut gedämpfet, ö Nicht gefolgt des Satans Heer, Die erlanget auf den Krieg ö Durch des Lammes Blut den Sieg. 5. Es sind die, so viel gelitten Trübsal, Schmerzen, Angst und Not, Im Gebet auch oft gestritten Mit dem hochgelobten Gott. Nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. ö 6. Es sind Zweige eines Stammes, Der uns Huld und Heil gebracht; Haben in dem Blut des Lammes Ihre Kleider hell gemacht, 796 Zukunft Christi, Auferstehung, Sind geschmückt mit Heiligkeit, Prangen nun im Ehrenkleid. 7. Es sind die, so stets erschienen Hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern; Nun stehn alle sie herum Vor dem Stuhl im Heiligtum. 8. Wie ein Hirsch am Mittag lechzet Nach dem Strom, der frisch und hell, So hat ihre Seel geächzet Nach dem rechten Lebensquell; Nun ihr Durst gestillet ist, Da sie sind bei Jesu Christ. 9. Auf dem Zionsberg sie weidet Gottes Lamm, die Lebenssonn, Mitten in den Stuhl sie leitet Zu dem rechten Lebensbronn; Hirt und Lamm, das ewge Gut, Lieblich sie erquicken tut. 10. Ach Herr Jesu, meine Hände Ich zu dir nun strecke aus; Im Gebet mich zu dir wende, Der ich noch in deinem Haus Hier auf Erden steh im Streit: Treibe, Herr, die Feinde weit! 11. Hilf mir Fleisch und Blut besiegen, Teufel, Sünde, Höll und Welt; Laß mich nicht darnieder liegen, Wenn ein Sturm mich überfällt, Führe 13 aus aller Not, Herr mein Fels, mein treuer Gott! 12. Gib, daß ich sei neugeboren, An dir als ein grünes Reis Wachse und sei auserkoren, Durch dein Blut gewaschen weiß, Gericht und ewiges Leben. Meine Kleider halte rein, Meide allen falschen Schein; 13. Daß mein Teil sei bei den Frommen, Welche, Herr, dir ähnlich sind Und aus großer Trübsal kommen. Hilf, daß ich auch überwind Alle Trübsal, Not und Tod, Bis ich komm zu meinem Gott. I 14. O wie groß wird sein die Wonne, ö Wenn wir werden allermeist Schauen auf dem hohen Throne Vater, Sohn und heilgen Geist! ö Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! N Heinrich Theobald Schenck, 4 1727. (Hessischer Dichter.) Anhang. Anhang geistlicher Lieder zum Gebrauch bei freien Versammlungen und auch bei Nebengottesdiensten. 465. Eigene Melodie. I. 5.9 Mel. aus dem 15. Jahrh. 1. Der Tag, der ist so freu⸗den⸗ denn 451330=tes Sahnen Him⸗mel⸗ reich al⸗ler 231=tu ⸗ re; reich ü⸗ber die Na⸗ tu ⸗ re .,. von ei⸗ner Jung⸗ frau ist ge⸗ ⸗born. Ma⸗ri=ri⸗ a, —.— ——— du bist aus⸗er⸗korn, daß du Mut⸗ter a —— —— rest Was ge⸗ ihab o wun⸗ der⸗ iten Got-tes E——.———p— 1 * 7 ̃„—— ...———— ö— Sohn vom Him-mel- reich, der ist H——— — —.———————— Mensch ge⸗ vo ⸗ ren. 4 U W ** HIAIIL. — An hang. 2. Eun Kindelein, so käbelich, Ist uns geboren heute Von einer Jungfrau säuberlich Zu Trost uns armen Leuten. Wär uns das Kindlein nicht geborn, So wärn wir allzumal verlorn, Das Heil ist unser aller. Ei, du süßer Jejn Christ, Der du Mensch geboren hi, Behüt uns vor der Hölle! ö 15. Jahrhundert. 0 6 V die 2.(466.) Eigene Melodie. 1600 Kölner Gesangbuch. 16 I —.—.——— — 5 1431 1. Es ist ein Nos ent⸗ sprun ⸗gen wie uns die Al⸗ten sun⸗gen; —— 99 ner 4.—.— 2.——5 9685. se kam die Art und r ————————, 35. .— 05—— 2————————— Blüm⸗ lein bracht mit⸗ten im kal⸗ten Win⸗ — DD—————— ...— wohl zu der hal⸗ ben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine, Davon Jesaja sagt, Hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd; Aus Gottes ewgem Rat Hat sie ein Kind geboren Wohl zu der halben Nacht. Anhang. 3. Das alama so kleine, Das duftet uns so süß, Mit seinem Hellen Scheine Vertreibts die Finsternis. Wahr Mensch und wahrer Gott Hilft uns aus allen Leiden, Rettet von Sünd und Tod. 4. O Jesu, bis zum Scheiden Aus diesem Jammertal Laß dein Hilf uns geleiten Hin in den Freudensaal, In deines Vaters Reich, Da wir dich ewig loben: O Gott, uns das verleih! 15. Jahrhundert. 3.(467.) Eigene Melodie. 4.—.—.— 4.—0 Beth⸗le⸗ hem e* bo⸗ ren ist S ! uns ein Kin⸗de⸗ lein, 92.— hab ich aus⸗er⸗ S——— —.........—.— rren, sein a⸗ gen wil ich sein. Ei ja, m f——— ei ja, sein ei gen will ich sein. 2. In seine Lieb versenken Will ich mich ganz hinab; Anhaug. Mein Herz will ich ähmn schenken Und alles, was ich hab. Ei ja, ei ja, Und alles, was ich hab. 3. Aus ich kien reinem Herzen Möcht ich dich lieben, Herr, In Freuden und in Schmerzen Je länger und je mehr. Ci ja, ei ja, Je länger und je mehr. 4. Die Gnade mir doch gebe, Bitt ich aus Herzensgrund, Daß ich allein dir lebe, Jetzt und zu aller Stund. Ei ja, ei ja, Jetzt und zu aller Stund. Unbekannt. (468.) Eigene Melodie. Mel.: O Sanctissima. e I—3 —.— 22 E 4. 3233 Dn fröh⸗li 106, 0 du seali⸗ge, ——— gna⸗ den⸗ brin⸗ gen⸗ de——— ts⸗zeit! 1——.——.— ———— ————.— ren, Christ ist ge⸗ bo . —.— Freu ⸗e, sreut 2 dich, o Chri⸗-sten-heit! 2 8* * Anhang. 2. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Weihnachtszeit! Christ ist erschienen, Uns zu versühnen: Freue, freue dich, o Christenheit!: 3. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Weihnachtszeit! Himmlische Heere Jauchzen dir Ehre: Freue, freue dich, o Christenheit!: Ostern. 1. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Osterzeit! Welt lag in Banden, Christ ist erstanden: Freue, freue dich, o Christenheit!: 2. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Osterzeit! Tod ist bezwungen, Leben errungen: Freue, freue dich, o Christenheit!: 3. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Osterzeit! Kraft ist gegeben, Laßt uns ihm leben: Freue, freue dich, o Christenheit!: Pfingsten. 1. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Pfingstenzeit! Christ, unser Meister, Heiligt die Geister: Freue, freue dich, o Christenheit!; Anhang. 2. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Pfingstenzeit! Führ, Geist der Gnade, Uns deine Pfade! Freue, freue dich, o Christenheit!: 3. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Pfingstenzeit! Uns, die Erlösten, Willst du Geist trösten! Freue, freue dich, o Christenheit!: Johannes Daniel Falk, 1768— 1826. Mel.: Herr und Altster deiner Kreuzgemeinde. 5.(469.) Brüdergemeinde. 1784. —m—4 E+ ö — rn. 1 Ei⸗nes wünsch ich mir vor al⸗lem se⸗lig läßts im Trä⸗nen⸗tal sich — ö + ö 1.——— 17585 H+ ..............—— ———————41 . an⸗dern, ei⸗ ne Sßei⸗se früh und spät, wan⸗dern, wenn dies ei⸗ne mit uns geht 4 * 1 *—.—— ö ů 2— 7 .—.— 2 .———— ‚ Un⸗ver⸗rückt auf ei⸗nen Mann zu schau⸗en, 231 — 2 2— — 50 D, der mit 15666 Schweiß und To-des⸗ — IXI —— 2—.—— +—— SSSS.. ‚....‚E‚‚ 1.—.— 2— 2—. au ⸗en auf sein Alt⸗litz nie der⸗sank —.—..———...——— +* 2.—.——— und den Kelch des Va⸗ters trank. 5¹⁷⁵ 8⁰⁴ Anhang. Ewig soll e er mir vor Augen stehen, Wie er als ein stilles Lamm Dort so blutig und so bleich zu sehen, Hangend an des Kreuzes Stamm, Wie er dürstend rang um meine Seele, Daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, Und dann auch an mich gedacht, 8 er rief: Es ist vollbracht! Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen Weine Schuld und deine Huld. Als ich in der Finsternis geseffen, Trugest du mit mir Geduld, Hattest längst nach deinem Schaf getrachtet, Eh es auf des Hirten Ruf geachtet, Und mit teurem Lösegeld Mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein,— sprich du darauf dein Treuster Jesu, du bist mein! Amen! Drücke deinen süßen Jesusnamen Brennend in mein Herz hinein! Mit dir alles tun und alles lassen, In dir leben und in dir erblassen: Das sei bis zur letzten Stund Unser Wandel, unser Bund! Albert Knapp, 1798—-1864. Karfreitag. 6.(470.) Eigene Melodie. Missionsharfe. 1889. 7. 2 .—————— —.——————. **————0 60 i— O Tag so schwarz und trü⸗be wie / E Vd N— 53 nn 1.—— —.— 7 — 5 1* 6— 0 dü⸗stre Mit⸗-ter⸗nacht! Tag so warm von —553—.— H — ²——5 5 2—— — dentn 8 2 d. 1 Hune. 7. 0 7—⁴— Lie⸗be, wies kei⸗ ne Son ne macht! 2. Dich schwärzen finstre Taten, Du brütest schweres Leid,— Du zeigst den Herrn verraten, Den Herrn der Herrlichkeit. ö 3. An grauenhafte Gründe Führst du den scheuen Fuß, Und ungeheure Sünde, Das ist dein Morgengruß. n 4. Und Liebe ohne Ende Aus Gottes Vaterhaus, Sie breitet hier die Hände Am Kreuze segnend aus. 5. Verfolgt von blutgem Hassen, Vergießt sie für die Welt— Sie kanns, sie kanns nicht lassen— Ihr Blut als Lösegeld. 6. O Tag so schwarz und trübe, Du zeugst von meiner Nacht; O Tag so warm von Liebe, Ich seh der Gnade Macht! Heinrich Möwes, 1793—-1834. 7.(471.) Eigene Melodie. Süddeutsche Volksweise. mfF en ö, nx, i ur * — 1. O⸗stern, O⸗stern, Früh⸗lings⸗we⸗hen, 806 Anhang. EE O⸗stern, O⸗-stern, Auf⸗ ri⸗ ste⸗hen aus der — N * — tie⸗fen Gra⸗ bes⸗ mach, aus der tie⸗fen —— Gra-bes-nacht! Blu-men sol⸗-len fröh-lich .— —+ 1— 17 ——3 +.—2— 2— =——.* L 2—.ñ D. 2—— 1 blü⸗hen, Her-zen sol⸗len heim⸗ Ich glü⸗ hen, 7(Etwas zurückhaltend.) — +—.—45— A —.—.— 4 6 denn der Hei⸗ land ist er⸗-wacht. 2. Trotz euch, höllische Gewalten! Hättet ihn wohl gern behalten, Der euch in den Abgrund zwang, Der euch in den Abgrund zwang. Mochtet ihr das Leben binden? Aus des Todes düstern Gründen Dringt hinan sein ewger Gang. 3. Der im Grabe lag gebunden, Hat den Satan überwunden, Und der lange Kerker bricht, Und der lange Kerker bricht. Frühling spielet auf der Erden, Frühling solls im Herzen werden, Herrschen soll das ewge Licht. —PIssfil Anhang. 4. Alle Schranken sind entriegelt, Alle Hoffnung ist versiegelt Und beflügelt jedes Herz, Und beflügelt jedes Herz; Und es klagt bei keiner Leiche Nimmermehr der kalte, bleiche, Gottvergeßne Heidenschmerz. 5. Alle Gräber sind nun heilig, Grabesträume schwinden eilig, Seit im Grabe Jesus lag, Seit im Grabe Jesus lag. Jahre, Monden, Tage, Stunden, Zeit und Raum, wie schnell verschwunden! Und es scheint ein ewger Tag. Max von Schenkendorf, 1783—1817. Eigene Melodie. 8.(472.) J. Chr. Kittel. 1803. .—— 1 EETT ů— 2—— — 2.—.— Auf⸗er⸗stehn, ja auf⸗er⸗stehn wirst 2 E ——— I.—.——0— du, mein Stauh, nach kur⸗zer Ruh. Un⸗ IH+ IEN 2—— I ——— 2—— S......... Eaã ö 1 sterb⸗lich Le⸗ben wird, der ———— —.......— ben. Hal ⸗le⸗ lu ⸗ja. 2. Wieder aufzublühn, werd ich gesät. Der Herr der Ernte geht Und sammelt Garben Uns ein, die in ihm starben. Halleluja. 8⁰ Anhang. 3. Tag d des Danks, der Frendeutränen Tag, Du meines Gottes Tag, Wenn ich im Grabe Genug geschlummert habe, Erweckst du mich. 4. Wie den Träumenden wird dann uns sein, Mit Jesu gehn wir ein Zu seinen Freuden; Der müden Pilger Leiden Sind dann nicht mehr. 5. Ach, ins Allerheiligste führt mich Mein Mittler dann, lebt ich Im Heiligtume Zu seines Namens Ruhme. Halleluja. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724—1803. 73.) Eigene Melodie. 9. Schottische Weise. V. 3— E—.——.—.———— 1. Das Le⸗ben welkt wie Gras, wie ., 14.—* ů—— Blu⸗ 150—— der Flur. So⸗ bald der Wind 3—— rü⸗ber—— ver⸗ reschbin⸗ det ih⸗-re Spur. 2. Doch Gottes Gnade bleibt Dem Frommen ewig stehn. Wer seinen Bund von Herzen hält, Wird nimmermehr vergehn. Schottisches Kirchenlied. κ RèNS—— Anhang. 809 10.(474.) Sinenrt Melodie. L. Reichardt. 1818. —1 —— EE—— + Der be ste Freund ist in dem 1. denn bei dem fal⸗.—— d ge⸗ 1— D.— V HN ä—V◻— 2.— IV I 1— ⁴—π⁷— Z + W.5.‚...J—‚5........ 2...—..—. V....I — 2*— R Him⸗mel, auf Er⸗den sind die Freun⸗de rar; tüm⸗mel ist Red⸗-lich⸗keit oft in Ge⸗fahr. 4* CVeSC. urrmm. n. m.— E—— Drum hab ichs im-mer so ge-meint: Mein 4366— V —— Je⸗ sus ist der be⸗ste Freund. 2. Die Welt ist gleich dem Rohr im Winde; Mein Jesus stehet felsenfest. Wenn ich mich ganz verlassen finde, Mich seine Freundschaft doch nicht läßt. In Freud und Schmerz ers redlich meint: Mein Jesus ist der beste Freund. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe Dem, der am meisten nützen kann, Und scheinet dann das Glücke trübe, So steht die Freundschaft hinten an; Doch hier ist es nicht so gemeint: Mein Jesus ist der beste Freund. 4. Er läßt sich selber für mich töten, Vergießt für mich sein eigen Blut; Er steht mir bei in allen Nöten; Er sagt für meine Schulden gut. 8¹⁰ Anhang. Er hat mir niemals was verneint: Mein Jesus ist der beste Freund. 5. Mein Freund, der mir sein Herze gibet, Mein Freund, der mein ist und ich sein, Mein Freund, der mich beständig liebet, Mein Freund bis in das Grab hinein. Ach, hab ichs nun nicht recht gemeint? Mein Jesus ist der beste Freund. 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde, Sie sind doch gar zu wandelbar; Und hätt ich hunderttausend Feinde, So krümmen sie mir nicht ein Haar. Hier immer Freund und nimmer Feind: Mein Jesus ist der beste Freund. Benjamin Schmolck, 1672— 1737. 11 Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. (475.) HIsaak.(2) 1536 Q 1 nhhinim:; nmi n n mi., Mim,. ren nr nnne, dn 22.— ——————— 1. Der Mond ist auf⸗ge⸗gan⸗-gen, die gold-nen E. 5, re Stern⸗lein pran-gen am Him-mel hell und ———.—.— ...IF.II.......... —.— +7 + 7 + klar, der Wald steht schwarz und schwei-get, und 1 — — ——— 2———.— 7 I EIIIIIE aus den Wie⸗sen stei- get der wei⸗ße + l dir rn;. — 4———————— Ne-bel wun-der'- bar. Anhang. 2. Wie ist die Welt 0 stille Und in der Dämmrung Hülle 32 So traulich und so hold, Als eine stille Kammer, Wo ihr des Tages Jammer Verschlafen und vergessen sollt! 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb 0 sehen Und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, Die wir getrost belachen, Weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolze Menschenkinder Sind eitel arme Sünder Und wissen gar nicht viel. Wir spinnen Luftgespinste Und suchen viele Künste Und kommen weiter von dem Ziel. — 5. Gott, laß uns dein Heil schauen, — Auf nichts Vergänglichs trauen, en Nicht Eitelkeit uns freun. Laß uns einfältig werden Und vor dir hier auf Erden ——— Wie Kinder fromm und fröhlich sein. 6. Wollst endlich sonder Grämen Aus dieser Welt uns nehmen — Durch einen sanften Tod; — Und wenn du uns genommen, d Laß uns in Himmel kommen, — Du unser Herr und unser Gott! — 7. So legt euch denn, ihr Brüder, In Gottes Namen nieder; Kalt ist der Abendhauch. — Verschon uns, Gott, mit Strafen — Und laß uns ruhig schlafen Und unsern kranken Nachbar auch! Matthias Claudius, 1740.1815. 8¹⁷ Anhang. 476. Eigene Melodie. 12.(476.) J. G. Herzog. 1889. 1. Der Pil⸗ger aus der Fer⸗ne zieht mf E..DDDDDe D sei⸗ner Hei⸗-mat zu;— dort— 1 ten sei⸗ne —*——— 1 23—— N .. Ster ⸗ ne, dort sucht er sei ⸗ne Ruh.— 2. Sein Sehnen geht hinüber, Der Leib fällt in das Grab; Die Blumen wachsen drüber, 2. Blumen fallen ab. 3. In Königsstädten schimmert Des Goldes reiche Pracht, Und morgen sind zertrümmert Die Städte und die Macht. 4. Die Ströme ziehn hinunter Ins wogenreiche Meer; Die Wellen gehn drin unter, Man sieht sie nimmermehr. 5. Der Harfenton verklinget Im stillen Windeswehn; Der Tag, den er besinget, Muß heute u d5 vergehn. 6. Der von dem Dpmiü seime Der Ewigkeit geschmeckt, Der Pilger ist daheime Nur, wenn das Grab ihn deckt. 8¹³ 72 Drumt weckt ihn ana hicnieden Das Heimweh früh und spät; Er sucht dort oben Frieden, Wohin sein Sehnen geht. Christian Gottlob Barth, 1799—1862. 13.(477.) Eigene Melodie. Missionsharfe. .————— 1 3——— V. 2...——.4 17 1 17 DISI.ISI‚‚‚.— 1 ꝗIRRRRRRR— 1. Die Nacht ist vor der Tür und Mein Je ⸗su, tritt her⸗für und e— —ä4 —. 2— 2— 2 n —— 17— + + liegt schon auf der Er⸗ den laß es lich⸗te wer⸗ den Bei dir, o —— V 1———. EEEEEEEE EE —————.—— Je-⸗su mein, ist lau⸗ter Son⸗nen:schein. 2. Gib deinen Gnadenschein In mein verfinstert Herze. Laß in mir brennend sein Die helle Glaubenskerze. Vertreib die Sündennacht, Die mir viel Jammer macht. 3. Ich habe diesen Tag Viel Eitelkeit getrieben, Du hast den Überschlag Gemacht und angeschrieben. Ich selber stelle mir Die schwere Rechnung für. 4. Soll meine Sünde mir Nun angeschrieben bleiben, So bitt ich, wollst du sie Mit deinem Blute schreiben; Anhang. 14. Denn diese Schrift allein Schreibt keine Schulden ein. 5. Soll etwa meine Schuld Wo angeschrieben stehen, Da steht jetzt Gottes Huld, Die kann mir nicht entgehen; Dein heilig, teures Blut Macht alle Rechnung gut. 6. Wohlan, so leg ich mich In deinem Namen nieder, Und morgen ruf ich dich Zu meiner Arbeit wieder. Denn du bist Tag und Nacht 97 meinen Nutz bedacht. 7. Ich schlafe, wache du, in Ich schlaf in Jesu Namen. Sprich du zu meiner Ruh Ein kräftig Ja und Amen!—.— Und also setz ich dich n Zum Wächter über mich. W' 8. Ich schließ die Augen zu,— Weil Jesus mich bewachet. Ich schlaf in guter Ruh, eic Bis mich am Licht anlachet. Mein Jesu, halte Wacht, Mein Jesu, gute Nacht! Unbekannt. Eigene Melodie. (478.) M. Haydn. 4+ 1806. 9 VV E + ji 0. Sach ist dein, Herr Se⸗ Au Christ, die und weil es dei⸗- ne Sa⸗che ist, kann — ISIDISISDISS — Sach, an der wir stehn, Al-lein das sie nicht un⸗ter-gehn. es frucht-bar 18(CTESC. .—— en nnr.FI..I*— ——— RE— + LSIE— Wei⸗ zen⸗korn, be- vor sproßt zum Licht em-por, muß ster⸗ben 2— 3..2 e D.—* LI V ++.. 2.—— E..————0 142 in der Er-de Schoß, zu⸗vor vom eig-nen 2 in fr ——— V— 2—.— D= We⸗sen los, durch Ster-ben los, vom ——.— ——— I —.——.——.— SDDD‚.— H — 44—.— eig- nen We⸗-sen los. 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, Durch Leiden himmelan Und führest jeden, der da glaubt, Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so nimm uns allzugleich Zum Teil am Leiden und am Reich; Führ uns durch deines Todes Tor Samt deiner Sach zum Licht empor Zum Licht empor, Durch Nacht zum Licht empor! Samuel Preiswerk, 1799—1871. 8¹ Anhang. 15.(479) Mel. Herr und Alester Weiner Nrenz⸗ gemeinde. Brüdergemeinde. 1784. ———— ,. V—.———* Die wir uns all-hier bei⸗sam⸗men ö 7 auf dei- ne Mar⸗ter zu ver⸗ 2— III .....—. fin⸗den, schla-gen* Hän⸗de ein, bin⸗den, dir auf e⸗wig treu zu sein; — Ü——— P. und zum Zei⸗chen, daß dies Lob⸗ge⸗ tö⸗ne ö .. dei⸗nem Her⸗zen an⸗ge⸗nehm und schö-ne, 8 de, Ler ,n,. 2 AIIRRDR sa⸗ge„A⸗=men“ und zu⸗gleich:„Frie-de, 2 — 2——— L,. 8 Frie-de sei mit euch“! 2 Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 17271752. +rrr 7 16.(480.) Eigene Melodie. 8 J. Schmidlin. 1770. 29———— ö SEI +—— ů 4— H‚‚III—— V—— 1. Geh aus, mein Herz, und su ⸗che 9 —— 2n. n. + L +—.— 2 S....‚.. ———— 2— E 44 RIIS Freud in die⸗ser lie⸗ben Sen⸗-mer⸗zeit an 1 n—* 4 + ——— +*— EE 2..—. 2. +.— W... 1 .*.— 2 EEEEEDE EEe* dei⸗nes Got⸗tes Ga⸗ben! S Schau an der U—— — 1t————— 2 IPCPĩPPP schö⸗ nen Gär⸗ en Zier und sie⸗ he, wie sie & e, —..——— 7 EEEEEEE 2—— 1— I 1—. mir und dir sich aus⸗ge⸗schmük⸗ket ha⸗ben! 2. Die Bäume stehen voller Laub, Das Erdreich decket seinen Staub Mit einem grünen Kleide. Narzissen und die Tulipan, Die ziehen sich viel schöner an Als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, Das Täublein fleugt aus seiner Kluft Und macht sich in die Wälder; Die hochbegabte Nachtigall Ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, Der Storch baut und bewohnt sein Haus, Das Schwälblein ätzt die Jungen; Der schnelle Hirsch, das leichte Reh Ist froh und kommt aus seiner Höh Ins tiefe Gras gesprungen. 5. Die Bächlein rauschen in dem Sand Und malen sich und ihren Rand Mit schattenreichen Myrten; 81⁸ Anhang. Die Wiesen liegen hart dabei Und klingen ganz vom Lustgeschrei Der Schaf und ihrer Hirten. 6. Ich selber kann und mag nicht ruhn, Des großen Gottes großes Tun Erweckt mir alle Sinnen; Ich singe mit, wenn alles singt, Und lasse, was dem Höchsten klingt, Aus meinem Herzen rinnen. 7. Ach, denk ich, bist du hier so schön Und läßt dus uns so lieblich gehn Auf dieser armen Erden,— Was will doch wohl nach dieser Welt Dort in dem reichen Himmelszelt Und güldnen Schlosse werden! 8. Welch hohe Lust, welch heller Schein Wird wohl in Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, Da so viel tausend Seraphim Mit eingestimmtem Mut und Stimm Ihr Halleluja singen! 9. O wär ich da, o stünd ich schon, Ach süßer Gott, vor deinem Thron Und trüge meine Palmen, So wollt ich nach der Engel Weis Erhöhen deines Namens Preis Mit tausend schönen Psalmen. 10. Doch will ich gleichwohl, weil ich noch Hier trage dieses Leibes Joch, Auch nicht gaͤr stille schweigen; Mein Herze soll sich fort und fort An diesem und an allem Ort Zu deinem Lobe neigen. 11. Hilf mir und segne meinen Geist Mit Segen, der vom Himmel fleußt, Daß ich dir stetig blühe; Anhang. Gib, daß der Sommer deiner Gnad In meiner Seele früh und spat Viel Glaubensfrucht erziehe. 12. Erwähle mich zum Paradeis Und laß mich bis zur letzten Reis' An Leib und Seele grünen; So will ich dir und deiner Ehr Allein und sonsten keinem mehr Hier und dort ewig dienen. 2670 Gerhardt, 1607—1676. 481. Eigene Melodie. 17. W C. Malan. 1827.(2) en enen ee — ö 1. Har⸗re, mei⸗ne See⸗le, har ⸗re des — N 1—— ,, Mii,, ini— en ᷓZSPIPIIII Herrn! Al⸗les Im be⸗feh ⸗le, hilft er doch so gern. Sei un⸗ver⸗zagt, 72—— der Mor⸗gen CTescç. EI.— + 1 L—V 2—— LE 2 E.? 2—.—.— I 2— 2 3 5——— 1 tagt, und ein neu⸗er ling folgt dem im + ii nn. Win⸗ter nach. In al⸗len Stürmn, in al⸗ler eresc.—— D rn Not wird er dich be⸗schirmen, der treure Gott! 2 Anhang. 2. Harre, meine Seele, Harre des Herrn! Alles ihm befehle, Hilft er doch so gern. Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht; Größer als der Helfer ist die Not ja nicht. Ewige Treue, Retter in Not, Rett auch unsre Seele, Du treuer Gott! Johann Friedrich Räder, 1815—1872. 18.(482.) Eigene Melodie. 1745. . ů—— ů——— — Herz und Herz ver⸗eint zu⸗sam⸗men Las⸗set eu ⸗re—— bes⸗ Ail men ů H 1 sucht in A r Lerrden Ruh. lo-dern auf den Hei⸗land zu. Er das ———.—— 4 .——.— ů —..—— 2 e 5———— Haupt, wir sei⸗ne Glie⸗ der; er das Licht und —— 2Z.. —.—..— wir der Schein; er der Mei⸗ æster, wir 516 Inn—.—*—— da e, e, — RIT I Brü⸗der; er ist un⸗ser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder, Und erneuert euren Bund; Ini D %½%½NA IVWWWWWᷣW1X Anhang. Schwöret unserm Überwinder Lieb und Treu aus Herzensgrund, Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, O, so flehet um die Wette, Bis sie Jesus wieder stählt. 3. Halleluja, welche Höhen, Welche Tiefen reicher Gnad, Daß wir dem ins Herze sehen, Der uns so geliebet hat, Daß der Vater aller Geister, Der der Wunder Abgrund ist, Daß du, unsichtbarer Meister, Uns so fühlbar nahe bist. 4. Ach du holder Freund, vereine Deine dir geweihte Schar, Daß sie es so herzlich meine, Wies dein letzter Wille war; Ja, verbinde in der Wahrheit, Die du selbst im Wesen bist, Alles, was von deiner Klarheit In der Tat erleuchtet ist. 5. Liebe, hast du es geboten, Daß man Liebe üben soll, O so mache doch die toten, Trägen Geister lebensvoll; Zünde an die Liebesflamme, Daß ein jeder sehen kann, Wir, als die von einem Stamme, Stehen auch für einen Mann. 6. Laß uns so vereinigt werden, Wie du mit dem Vater bist, Bis schon hier auf dieser Erden Kein getrenntes Glied mehr ist, Und allein von deinem Brennen Nehme unser Licht den Schein. 8²22 Anhang. Also wird die Welt erkennen, Daß wir deine Jünger sein. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700—1760. Mel: Soviel Stern am Himmel stehen. 19.(483.) Bolkswetse. , 1. Hin nach o-ben möcht ich zie-hen weit von E— e e 1 mei⸗—— 2——n 0 die Ber⸗—— — spit⸗ zen glü⸗hen, wo die frem-den Blu⸗wen 2357—— 8— 8 51.— 2 ö + 1et. n hins, 2 Eeee..— blü⸗hen, ruh-te mei⸗ne See⸗le aus, ruh⸗te 2, n Suene ennen in n Sxrnr 8— ———— 33.....J—.—— ——4——— mei ⸗ ne See⸗le aus. 2. Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, Flög ich auf. meinem Stern; Über Meere, Täler, Hügel, Sonder Schranke, fonder Zügel Folgt ich immer meinem Herrn, Folgt ich immer meinem Herrn. 3. Still und selig mit Marien Ihm zu Füßen säß ich da, Immer möcht ich vor ihm knieen, In mich seine Worte ziehen, Hätt ihn immer hold und nah, Hätt 900 immer hold und nah. 23 4 Anhang. 8²3 4. Ach, das war ein schöner Segen, Wenn er mit den Jüngern ging, Auf den Feldern, auf den Wegen Jedes Herz wie Maienregen Seinen Trost, sein Wort empfing, Seinen Trost, sein Wort empfing. 1— 5. Ander Los ward uns bereitet; 1 Wie auch blühet rings das Land, m Wie sich rings die Ferne breitet— Der uns rufet, der uns leitet, Unser holder Freund verschwand, Unser holder Freund verschwand. 6. Aufgehoben, aufgenommen In den Himmel ist er nur; Herrlich will er wiederkommen, Seine Treuen, Stillen, Frommen Folgen immer seiner Spur, Folgen immer seiner Spur. 7. Will mich denn zufrieden geben, Fassen mich im stillen Sinn: All mein Denken, Sehnen, Streben, Meine Lieb und auch mein Leben Geb ich meinem Freunde hin, Geb ich meinem Freunde hin. 8. Seinen Schwestern, seinen Brüdern Will ich mich in Treue nahn; An den Armen, Blöden, Niedern Will ich dankend ihm erwidern, Was er liebend mir getan, Was er liebend mir getan. 9. Einst erklingen andre Stunden, Und das Herz nimmt andern Lauf; Erd und Himmel ist verschwunden, In den selgen Liebeswunden Löset aller Schmerz sich auf, Löset aller Schmerz sich auf. IIII I Rhh Anhang. 10. Meine Seele, gleich der Taube, Die sich birgt im Fels enstein, Wird der Erde nicht zum Raube; In den Himmel dringt mein Glaube, Meine Lieb und Sehnsucht ein, Meine Lieb und Sehnsucht ein. 11. Dort ist Gnade, dort Erbarmen, Ewge Füll und reiche Lust. All ihr Kranken, all ihr Armen, Zum Genesen, zum Erwarmen Kommt an eures Heilands Brust, Kommt an eures Heilands Brust. Max von Schenkendorf,‚, 1783—1817. Eigene—. 20. 991 1825. 70 SEEE— Ich be⸗te an die Macht der Lie⸗be, IE e—ẽ65—660 , ,rn.— die sich in Fe⸗su of⸗fen⸗bärt; 30 geb mich hin dem frei⸗en Trie⸗be, mit dem ich Wurm ge⸗ ————— 4— j1 e lie ⸗ bet wand ich will, an⸗statt an 9085 —4 3 2— 1 mich 2 den⸗ ken, ins Meer der Lie⸗be —— mich ver⸗ sen⸗ ken. 2. Wie bist du mir so sehr gewogen, Und wie verlangt dein Herz nach mir! Durch Liebe sanft und stark gezogen, Neigt sich mein Alles auch zu dir. Du traute Liebe, gutes Wesen, Du hast mich, ich hab dich erlesen. 3. Ich fühls, du bists; dich muß ich haben. Ich fühls, ich muß für dich nur sein; Nicht im en ilt in nicht in den Gaben, Mein Leben ist in dir allein. Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen; Drum folg ich deinen selgen Zügen. 4. O Jesu, daß dein Name bliebe Im Grunde tief gedrücket ein, Möcht deine süße Jesusliebe In Herz und Sinn gepräget sein! In Wort und Werk, in allem Wesen Sei Jesus und sonst nichts zu lesen. 5. Lob sei dem hohen Jesusnamen, In dem der Liebe Quell entspringt; Von dem hier alle Bächlein kamen, Aus dem die selge Schar dort trinkt. Wie beugen sie sich ohne Ende, Wie falten sie die frohen Hände! Gerhard Tersteegen, 1697—1769. Eigene Melodie. 2(485.) F. B. Benecken. 1786. ———— 4————.——————— — f—.—. 1. Ich hab von fer⸗ne, Herr, dei-nen N N —*— E. 0 Thron er-blickt —* — ind hät⸗ te ger- ne n ö . ———— gern mein mü⸗des Le⸗ben, 45550 der 5 7 —— r EEI Gei⸗ ster, dir hinge⸗ge ⸗achen. 2. Das war so prächtig, Was ich im Geist gesehn, Du bist allmächtig, Drum ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen Thronen Doch schon von heute an ewig wohnen! 3. Nur bin ich sündig, Der Erde noch geneigt, Das hat mir bündig Dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt, Noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. 4. Doch ich bin fröhlich, Daß mich kein Bann erschreckt; Ich bin schon selig, Seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben Und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, Daß ich die Stadt gesehn, ö Anhang. Und ohn Ermüden Will ich ihr näher gehn Und ihre hellen, goldnen Gassen Lebenslang nicht aus den Augen lassen. Johann Timotheus Hermes, 1728—1821. 22.(486.) Eigene Melodie. 1739. —5 i 1——..— DDD ———..————— ö 1 Ich will stre ben nach dem Le⸗ ben, ich will rin⸗gen ein⸗- zu⸗drin⸗gen, E 2.—.— 0 N= —.— I—— wo ich se⸗lig bin; 5 ö bis daß ichs ge-winn. Hält man mich, so — R——————— n ..................... lauf ich fort; bin ich matt, so ruft das Wort: ———.————7.i———..——..—.—ꝛ—————3355——— S r —— 2 2—..— 2— Fort-ge- run-gen, durch-ge-drun- gen ————————————— bis zum Klei-nod hin! 2. Als berufen Zu den Stufen Vor des Lammes Thron, Will ich eilen, Das Verweilen Bringt oft bösen Lohn. Wer auch läuft und läuft zu schlecht, Der versäumt sein Kronenrecht. 8 2 — 2—.— Anhang. Was dahinten, Das mag schwinden; Ich will nichts davon. 3. Jesu, richte Mein Gesichte Nur auf jenes Ziel; Lenk die Schritte, Stärk die Tritte, Wenn ich Schwachheit fühl. Lockt die Welt, so sprich mir zu, Schmäht sie mich, so tröste du. Deine Gnade Führ gerade Mich aus ihrem Spiel. 4. Du mußt ziehen, Mein Bemühen Ist zu mangelhaft. Wo ihrs fehle, Fühlt die Seele, Aber du hast Kraft, Weil dein Wort ein Leben bringt Und dein Geist das Herz durchdringt. Dort wirds tönen Bei dem Krönen: Gott ists, der es schafft! Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769. Ei Melodie. (487.) Wi 15 üahonsbarf. 1889. , 24 1. Je⸗su, komm dochs selbst zu mir und ver⸗ x blei⸗ be für und für; komm doch, wer⸗ter — ů— ———— 2— ——.—.. I— — e⸗lenfreund, Lieb-ster, den mein Her-ze meint! 2. Tausendmal begehr ich dich, Weil sonst nichts vergnüget mich; Tausendmal schrei ich zu dir: Jesu, Jesu, komm zu mir! 3. Keine Lust ist in der Welt, Die mein Herz zufrieden stellt. Jesu, nur dein Beimirsein Nenn ich meine Lust allein. 4. Keinem andern sag ich zu, Daß ich ihm mein Herz auftu; Dich alleine laß ich ein, Dich alleine nenn ich mein. 5. Dich alleine, Gottes Sohn, Heiß ich meine Kron und Lohn; Du für mich verwundtes Lamm Bist allein mein Bräutigam. 6. O, so komm denn, süßes Herz, Und vermindre meinen Schmerz; Denn ich schrei doch für und für: Jesu, Jesu, komm zu mir! 7. Nun, ich warte mit Geduld, Bitte nur um diese Huld, Daß du mir in Todespein Wollst ein treuer Jesus sein. Johann Scheffler(Angelus), 1624 1677. Eigene Melodie. 24.(488.) O. Taubert. 1885. 905 ‚—.— —3—————.— ————— 1. Laßt mich gehn, laßt mich gehn, 830 Anhang. .— ä daß ich Je⸗sum mö⸗ge sehn; mei⸗ne Seel ist ne 2 1. —— ——55— 1 voll Ver-lan⸗-gen, ihn auf e-wig zu um⸗ — E 2+ 2— ö H 2— 2—.——4 — 1.—. 2. Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wolken bricht, O, wann werd ich dahin kommen, Daß ich dort mit allen Frommen Schau dein holdes Angesicht!— 3. Ach wie schön, ach wie schön ö Ist der Engel Lobgetön! Hätt ich Flügel, hätt ich Flußel, 2 Flög ich über Tal und Hüge Heute noch nach Zions Höhn! 0 4. Wie wirds sein, wie wirds sein, Wenn— zieh in Salem ein, 3 In die Stadt der goldnen Gassen! Herr mein Gott, ich kanns nicht fassen, Die Was das wird für Wonne sein! Die 5. Paradies, Paradies, Wie ist deine Frucht so süß! 4 Unter deinen Lebensbäumen Wird uns sein, als ob wir träumen. Me Bring uns, Herr, ins Paradies! Me Gustay Friedrich Ludwig Knak, 1806—1878. Anhang. 25. 6489. Eigene Melodie. Fr. Silcher. mF —— 1. Phrnt eh nen 98 aond i im zen, ———— .————.—* schlaf ich 0 süß, da tram i so se⸗ lig vom 1/— ——IHUIDDIIIIII— ——.......— E 2..— 2...— 2. 2 Pa ⸗ra-dies, da träum ich so ID 5 . 2—. —. .———————...— —— 1 1 se ⸗lig vom Pa⸗ ra⸗ dies. 2. Meinen Heiland im Auge, da schreckt mich kein Feind, Er bleibet dem betenden Kinde vereint, Er bleibet dem betenden Kinde vereint. 3. Meinen Heiland im Sinne, bleibt Böses mir fern; Die Sünde entweichet vor Gott, meinem Herrn, Die Sünde entweichet vor Gott, meinem Herrn. 4. Drum will ich ihn halten fest, fest und getreu; Mein Vater im Himmel, o stehe mir bei, Mein Vater im Himmel, o stehe mir bei. Agnes Franz, 1794—1843. 832 Anhang. 26.(490.) Eigene Melodie. 1581. —2——— .—. 1. Mein schön⸗ste Zier— und Llei⸗nod bist , nen. auf Er⸗ den du, Herr Je ⸗ ⸗ su Christ, SSS..S.......... Har.— ich 23————— und al⸗le⸗—— E PD in Lieb und— in mei⸗nem Herz be⸗ S....IIe ——— a en 2. Dein Lieb und Treu für alles geht, Kein Ding auf Erd so fest besteht, Solchs muß man Ir hekennen; Drum soll nicht Tod, Nicht Angst und Not' Von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht Und hält gewiß, was es verspricht, Im Tod und auch im Leben; Du bist nun mein, Und ich bin dein, Dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab, o schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, Es will nun Abend werden. Laß doch dein Licht Auslöschen nicht Bei uns allhie auf Erden. Unberannt. 1597. Anhang. 27.(491.) Mel: Nun sich der Tag geendet hat 1667. ——.—.——.—— ———. 2.——.—— ist—— Mert, See⸗le, dir das—5 be Wort: Wenn — Z, ni. 11.——— st, Je⸗sus wintt, so geh; Weun er dich zieht, 30 ——.——— H ů————————— 3— +.7.—— 15— 3D‚ 1 , ei⸗le fort; wenn Je⸗sus hält, so steh. 2. Wenn er dich lobet, bücke dich; — Wenn er dich liebt, so ruh; 7 Wenn er dich aber schilt, so sprich: —— Ich brauchs, Herr, schlage zu. 3. Wenn Jesus seine Gnadenzeit Bald da, bald dort verklärt, So freu dich der Barmherzigkeit, Die andern widerfährt. 4. Wenn er dich aber brauchen will, So steig in Kraft empor; Wird Jesus in der Seele still, So nimm auch du nichts vor. 5. Kurz, liebe Seel, dein ganzes Herz Sei von dem Tage an Bei Schmach, bei Mangel und bei Schmerz Dem Lamme zugetan. Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1700—1760. 28.(492.) Mel.: Nun sich der Tag geendet hat. 1667. ĩ— * 1. Nun schlaf, mein Ue⸗bes Kin⸗ de: lein. und 834 Anhang. n tu dein Aug⸗lein zu, — der lieb Gott wil dein ů— I — — 0 2—— n sein, drum schlaf in gu-ter Zin 2. Dein Vater ist der liebe Gott Und wills auch ewig sein, Der Leib und Seel dir geben hat Wohl durch die Eltern dein. 3. Und da du warst in Sünd geborn Wie Menschenkinder all Und lagst dazu in und Fa 1900 Um Adams Sünd und 4. Da schenkt er dir semn lieben Sohn, Den gibt er in den Tod, Der kam auf Erd vons Himmels Thron, Half dir aus aller Not. 5. Ein Kindlein klein ward er geborn, Am Kreuz sein Blut vergoß; Damit stillt er seins Vaters Zorn, Macht dich von Sünden los. 6. Hör, was dir Christ erworben hat Mit seiner Marter groß: Dein heilig Tauf, das selig Bad, Aus seiner Seiten floß. 7. Darum bist du nun neugeborn Durch Christi Wunden rot, Verschlungen ist Gotts grimmig Zorn, Dein'r Schuld bist quitt und los. 8. Mit seinem Geist er dich regiert Aus lauter Lieb und Treu, Der auch dein zartes Herzlein rührt Und macht dich völlig neu. GH DDOE S IU x — — —.— Anhang. 9. Er sendt dir auch sein Eugelein Zu Hütern Tag und Nacht, Daß sie bei deiner Wiege sein Und halten gute Wacht, 10. Damit der böse Geist kein Teil deiner Seele find. Das bringt dir alles Christi Heil, Drum bist ein selges Kind. 11. Der heilig Geist, der segne dich, Bewahr dich allezeit, Sein heilger Nam behüte dich, Schütz dich vor allem Leid. Johann Mathesius, 1504—1565. (498.) Mel.: Jesu, komm doch selbst zu mir 29. Missionsharfe 1889. —9...—..—..—.0 ——,, min +. Num, 19 bleibt es fest da⸗bei, daß ich dnen dr mninr 18—.—— 2—— 2—* 4 SFIFISIFISPSPIPIPIPI‚I‚ISIIII‚.....— 2 Je⸗ in ei gen— Welt und Süͤͤn ⸗de, 1 +1 ————. 2. 1—.— fah⸗ret hin; nur nach Je⸗su steht mein Sinn. 2. Jesus ist mein höcer Gut; Denn er gab sein teures Blut Auch für mich verlornes Kind, Daß mein Glaube Gnade find. 3. Herr, ich hang allein an dir; Nimm nur alles selbst von mir, Was dir nicht gefällig ist, Weil du doch mein alles bist. IHIII * Anhang. 4. Amen, ja du hörest mich, Und ich Armer lobe dich; Ja, zum voraus werd ich schrein: Jesus wird mein Helfer sein. Unbekannt. (494.) Eigene Melodie. Schles. Voltsweise. Dich will ich lie ⸗ben, dich will 33 55558 eeer, e. geb eh⸗ren, du mei⸗ner See⸗le Freud und Kron. 2. Schön sind die Felder, Schöner sind die Wälder In der schönen Frühlingszeit. Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, Der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht die Sonne, Schöner leucht der Monden Und die Sternlein allzumal. Jesus leucht schöner, Jesus leucht reiner, Als all die Eng'l im Himmelssaal. Altes geistliches Volkslied. Anhang. 837 Mel.: Wie könnt ich rußt scht„fer 31.(495.) Fr. 2. ö 2 2 W.. 1.— ß—— 1 4—.— ——3— DD‚.‚..‚..———— r n 9——...—— 1. So nimm denn mei ⸗ne Hän-de und — E— Zi.— 2..— 1—.—.——— I m F Ich mag al ⸗lein nicht V — I* Z + — n r— 29. 80—————————— ⸗hen, nicht ei⸗ nen 8n wo du wirst ——— 7——it. gehn und ste⸗ hen, da nimm mich mit. 2. In dein Erbarmen hülle Mein schwaches Herz, Und mach es gänzlich stille In Freud und Schmerz: Laß ruhn Z deinen Füßen Dein armes Kind, Es will die Augen schließen Und glauben blind. 3. Wenn ich auch gar nichts fühle Von deiner Macht, Du führst mich doch zum Ziele Auch durch die Nacht. So nimm denn meine Hände Und führe mich Bis an mein selig Ende Und ewialich. Julie v. Hausmann. 1825—190 Anhang. ———— Mel.: Herzlich tut.. verlangen 32.(496.) 2. Haßler. 1601. 50. . 1————— 1. Was du vor tau⸗send Jah⸗ ren, mein läßt du I er ⸗ fah⸗ren die, 4—— 2 ,nn. Hei⸗land, hast ge⸗tan, so dir gläu-⸗big mahn So wie den — —.—— ,d, r. ar⸗ men Blin⸗ den nach dei-nes Worts Ve⸗ de.—.—.—..—. richt ließt du mich u de fin⸗ den and D‚I‚.Ee.... E. W.— gabst mir Freud und Licht. 2. Betrübt saß ich am Wege, Tiefblind in meinem Geist, Sehnsucht im Herzen rege, Doch Wehmut allermeist; Die Psalmen hört ich singen, Die Palmen fühlt ich wehn, Die dir die Gläubgen bringen, Und konnte dich nicht sehn. 3¹ 3. Zu groß wards mit dem Schmerze, Zu drückend ward die Pein, 0 Da faßt ich mir ein Herze, Hub an nach dir zu schrein: —— zi. 1. Was Anhang. 839 Sohn Davids, rette, heile, Wie dus verheißen hast; O liebster Jesu, eile, Nimm von mir Nacht und Last! 4. Und immer heißer weinend, Mit immer lauterm Wort Stets mehr mein Herz entsteinend, Fuhr ich zu rufen fort. Da ward mein Angsten minder, Da sagte was zu mir: Getrost, du armer Blinder, Getrost, er rufet dir! 5. Du standst, ich fühlt es, stille, Ich wankte zu dir hin; Ab fiel mein eigner Wille, Verändert ward mein Sinn. Du sprachst: Was willst du haben? O Herr, ich möchte sehn, An deinem Blick mich laben! Du sprachst: Es soll geschehn. 6. Und was du hast gesprochen, Das fehlt ja nimmer nicht; Mein Zagen ward gebrochen; Du meiner Seele Licht, Du gibst mir deinen Segen: Frei von der alten Schmach Folg ich auf deinen Wegen Dir, Herr, in Freuden nach. Friedrich de la Motte⸗Fouqué, 1777—1843. Eigene Melodie 0 33.(497• Aus W.Wöhlers Sammlung geistl. Lieder 1869. — N .— 2.——. r macht ihr, daß ihr wei⸗ net und Anhang. —— 7 4 2—5. + 7—.— + 5—.—— ö ů—.— · 1I..—*. bre⸗=chet 1370 das Herz? Im Herrn sind wir ver⸗ ...... r ei⸗net und blei⸗bens al-ler⸗wärts. Das III— .—— 2———.— 0—— Band, das uns vershin⸗ det, löst we⸗ der v, Zeit nach Ort; was in dent Hexrn sich ———5 I ——— H +—4 — 2..— E—— 4— 5227 1— I I — fin-det, das währt in ihm auch fort. 2. Man reicht sich wohl die Hände, Als sollts geschieden sein, Und bleibt doch ohne Ende Im innigsten Verein; Man sieht sich an, als sähe Man sich zum letztenmal, Und bleibt in gleicher Nähe Dem Herrn doch überall. 3. Man spricht: Ich hier, du dorten, Du ziehest, und ich bleib, Und ist doch allerorten Ein Glied an einem Leib; Man spricht vom Scheidewege Und grüßt sich einmal noch Und geht auf einem Wege In gleicher Richtung doch. 4. Was sollen wir nun weinen Und so gar traurig sehn? Anhang. 84¹ Wir kennen ja den Einen, Mit dem wir alle gehn In einer Hut und Pflege, Geführt von einer Hand, Auf einem sichern Wege Ins eine Vaterland. 5. So sei denn diese Stunde Nicht schwerem Trauerleid, Nein, einem neuen Bunde Mit unserm Herrn geweiht; Wenn wir uns ihn erkoren Zu unserm höchsten Gut, Sind wir uns nicht verloren, Wie weh auch Scheiden tut. Karl Johann Philipp Spitta, 1801—1859. 4 Mel.: Die Tugend wird durchs Kreuz 34.(498) geübet 7 EIDD——— —— Nichts wüßt ich si ⸗cher, was ich lieb-te; ————— 2.. die Zu⸗kunft wär ein dunk⸗ler Schlund; und „—5 D— Aꝗꝗ———2 2 *.—..— V.————.— — C 2 1— wenn mein Herz sich tief be⸗trüb⸗te, wem — ö— ————— I 4—3— ES.— — V —4 —.— 2— — tät ich mei-ne Sor⸗ge kund? 2. Einsam, verzehrt von Lieb und Sehnen, Erschien mir nächtlich jeder Tag; Ich folgte nur mit heißen Tränen Dem wilden Lauf des Lebens nach. Ich fände Unruh im Getümmel Und hoffnungslosen Gram zu Haus. Wer hielte ohne Freund im Himmel, Wer hielte da auf Erden aus? 3. Hat Christus sich mir kund gegeben, Und bin ich seiner erst gewiß, Wie schnell verzehrt ein lichtes Leben Die bodenlose Finsternis! Für alle seine tausend Gaben Bleib ich sein demutvolles Kind, Gewiß, ihn unter uns zu haben, Wenn zwei auch nur versammelt sind. 4. O geht hinaus auf allen Wegen Und holt die Irrenden herein, Streckt jedem eure Hand entgegen Und ladet froh sie zu uns ein. Der Himmel ist bei uns auf Erden, Im Glauben schauen wir ihn an; Die eines Glaubens mit uns werden, Auch denen ist er aufgetan. 5. Das Herz, des Lebens reiche Quelle, Ein böses Wesen wohnte drin; Und wards in unserm Geiste helle, So war nur Unruh der Gewinn. Anhang. 8⁴43 Ein eisern Band hielt an der Erde Die bebenden Gefangnen fest; Furcht vor des Todes Richterschwerte Verschlang der Hoffnung Überrest. 6. Da kam ein Heiland, ein Befreier, Ein Menschensohn voll Lieb und Macht, Und hat ein allbelebend Feuer In unserm Innern angefacht. Nun sahn wir erst den Himmel offen Als unser altes Vaterland, Wir konnten glauben nun und hoffen Und fühlten uns mit Gott verwandt. 7. Seitdem verschwand bei uns die Sünde, Und fröhlich wurde jeder Schritt, Man gab zum schönsten Angebinde Den Kindern diesen Glauben mit: Durch ihn geheiligt zog das Leben Vorüber wie ein selger Traum, Und ewger Lieb und Lust ergeben Bemerkte man den Abschied kaum. 8. Noch steht in wunderbarem Glanze Der heilige Geliebte hier; Gerührt von seinem Dornenkranze Und seiner Treue weinen wir. Ein jeder Mensch ist uns willkommen, Der seine Hand mit uns ergreift Und in sein Herz mitaufgenommen, Zur Frucht des Paradieses reift. Friedrich v. Hardenberg(Novalis), 1772—-1801. 35.(499.) Eigene Melodie. 1784. ——————— inren ——— e 8⁴⁴ Anhang. —.— 2— mich nur im⸗ Hier⸗ hin ü⸗ber mei⸗nen gu⸗ten 1I. 4 .—— 2—— 6— 60* —— — —— 3—— ——. 4E.— 0 20 der mich lie-bet, der mich kennt und bei 2 N 4—.— + mei⸗nem Na⸗men nennt. 2. Unter seinem sanften Stab Geh ich aus und ein und hab Unaussprechlich süße Weide, Daß ich keinen Mangel leide, Und so oft ich durstig bin, Führt er mich zum Brunngquell hin. 3. Sollt ich denn nicht fröhlich sein, Ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen Werd ich endlich heimgetragen In des Hirten Arm und Schoß. Amen, ja, mein Glück ist groß. Henriette Luise v. Hayn, 1724- 1782. 500. Mel.: Herzlich tut mich verlangen 36.(500.) H. L. Haßler. 1601. Wenn al le un ⸗treu wer⸗den, so daß Dank⸗bar⸗keit auf Er-den nicht Ein Anhaug. .ee e———— bleib ich dir doch treu, aus⸗ ge-stor-ben sei. Für mich um⸗ . e ee wr. —.——ð 3———.— 8 fing dich Lei⸗den, ver-gingst für mich in ———— 1— E ne. mrn de, wan rw— *.—.—.———— Schmerz; drum geb ich dir mit Freu⸗ den— —10 die⸗ses Herz. Oft muß ich bitter weinen, Daß du gestorben bist Und mancher von den Deinen Dich lebenslang vergißt. Von Liebe nur durchdrungen Hast du so viel getan, Und doch bist du verklungen, Und keiner denkt daran. 3. Du stehst voll treuer Liebe Noch immer jedem bei Und wenn dir keiner bliebe, So bleibst du dennoch treu. Die treuste Liebe sieget, Am Ende fühlt man sie, Weint bitterlich und schmieget Sich kindlich an dein Knie. Ich habe dich empfunden, O lasse nicht von mir: Anhang. Laß innig mich verbunden Auf ewig sein mit dir. Einst schauen meine Brüder Auch wieder himmelwärts Und sinken liebend nieder Und fallen dir ans Herz. Friedrich v. Hardenberg(Novalis), 1772-1801. 37.(501.) Eigene Melodie. K. Breidenstein. 1825. — ....—.——.— —.——...— I. Wenn 0 ihn nur ha-be, wenn er —.—— vaa, mnrn. mein nur ist, wenn mein 3655 bis hin zum — D 9.—65 Gra-be sei⸗ne 694110 nie Ler— ———— ien werß 66 nichts von Lei⸗de, füg⸗ 1e——98 als — — ů E 26 1 ⁊— 2—.— An⸗ dacht, Lieb und Freu⸗ 55 2. Wenn ich ihn nur habe, Laß ich alles gern, To9 an meinem Wanderstabe Treugesinnt nur meinem Herrn, Lasse still die andern Breite, lichte, volle Straße wandern. Anhang. 3. Wenn ich ihn nur habe, Schlaf ich fröhlich ein, Ewig wird zu süßer Labe Seines Herzens Flut mir sein, Die mit sanftem Zwingen Alles wird erreichen und durchdringen. 4. Wo ich ihn nur habe, Ist mein Vaterland, Und es fällt mir jede Gabe Wie ein Erbteil in die Hand; Längst vermißte Brüder Find ich nun in seinen Jüngern wieder. Friedrich v. Hardenberg(Novalis), 1772—1801. 38.(502.) Eigene Melodie. 2 Dh. Zackson. 1780. 15— f „ I MI. en,— a—.——— 2—. 2—5 1. Wie bist du mir so in⸗nig gut, mein n. 244 on. 5.—— 2——6— 6 —— 5 2 2* 6 5 2— Ho⸗her⸗prie⸗ 115 du! Wie teur und 106 atig .,i.dr E—— ö L—— ist dein Blut! Es bringt mich stets ů 5 RMih. 2. Wenn mein Gewissen zagen will Vor meiner Sünden Schuld, So Raane dein Blut es wieder still, Setzt mich bei Gott in Huld. 8. Hab ich gestrauchelt hier und da Und will verzagen fast, So spür ich dein Versöhnblut nah, Das nimmt mir meine Last. Anhang. 4. Es stillet meinen tiefen Schmerz 6. seine Gotteskraft; Es stärket mein gestörtes Herz Zu neuer Ritterschaft. 5. So senkt sich denn mein blöder Sinn In dein Erbarmen ein Und kann auf solche Gnade hin 33 5 froh und kindlich sein. 6. Ich hab vergessen meine Sünd, Als wär sie nie geschehn; Du sprichst: Sei still in mir, mein Kind, Du mußt auf mich nur sehn. 7. So will ich denn nur sehn auf dich, Mein Gott, mein Trost, mein Teil! Ich will nicht denken mehr an mich, In dir ist all mein Heil. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. 39.(508.) Eigene Eiiche, 182 HA +.——— SSISIIIIIII.I.I I. Wie könnt ich ru⸗hig schla⸗sen in SPIPIPIPIIIIIIIIIII dunk⸗ler Nacht, wenn ich, o Gott und m/ Ba⸗ ter, nicht dein ge⸗dacht? Es hat des 7 Ta⸗ 965 Trel⸗ ben hein Hers zer⸗ streut; bei IHEM SE S Anhang. rit. —— 7—— —.—— x ů— 14 RREEE 6.—5 e—* dir, bei r ist Frie⸗ de und Se⸗ lig⸗ keit. O decke meine Mängel Wit deiner Huld; Du bist ja, Gott, die Liebe Und die Geduld. Gib mir, um was ich flehe, Ein reines Herz, Das dir voll Freuden diene Ir Glück und Schmerz. Auch hilf, daß ich vergebe, Wie du vergibst, Und meinen Bruder liebe, Wie du mich liebst; So schlaf ich ohne Bangen Im Frieden ein Und träume süß und stille Und denke dein. Agnes Franz, 1794—1843. 40.(504.) Mel.: Erwacht von süßem Schlummer 1814. ö.SP.......... ——. Wie lieb⸗ li— hie⸗ nie⸗ den, wenn 12— —— Wrinn n n—— Brü⸗der treu ge⸗sinnt in Ein⸗ tracht und i —— —.———.3— 11.* .— 2 2— . err a,——.— Frie⸗den ver⸗traut bei⸗sam⸗men sind. 2. Wie Tau vom Himmel nieder Auf Gottes Berge fließt, Anhang. Also auf treue Brüder Der Segen sich ergießt. 3. Und einstens wird erneuet Durch sie die heilge Stadt; Was Knecht ist, ech befreiet, Und rein, was Flecken hat. 4. Und alles Volk der Erde Geht nun zum Lichte ein; Dann wird nur eine Herde Und nur ein Hirte sein. Unbekannt. 41. 6505) Eigene Melodie. Nach H. Bishop. 1826. e——— Wo fin⸗det die See⸗ le die Hei⸗mat, die — + + I 8——— n— V.—— 5———— ———— 8 Wer deckt sie mit schüt⸗zen⸗den süii ——— — 1—. Ach, bie tet die wo Sün-de nicht Fit⸗ ti⸗chen na E Welt kei⸗ne Frei⸗statt mir an, herr-schen, nicht an⸗ fech⸗ ten kann? 25 —.—— ——— Nein, nein, nein, nein, hier ist sie nicht; die 4.——— E 2 1 1——— +— +— 3——. + 1—— —— 3 1..— + 2D....— E D———— 122 + LIEE Hei⸗mat der See⸗le ist dro ⸗ben im Licht. 2. Verlasse die Erde, die Heimat zu sehn, Die Heimat der Seele, so herrlich, so schön! Jerusalem droben, von Golde erbaut, Ist dieses die Heimat der Seele, der Braut? Ja, ja, ja, ja, dieses allein Kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein. 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! Tod, Sünde und Schmerzen, die kennt man dort nicht; Das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang, Bewillkommt die Seele mit süßem Gesang. Ruh, Ruh, Ruh, Ruh, himmlische Ruh Im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu. Unbekannt. 42.(506.) Eigene Melodie. Etwas lebhaft. Volksweise aus Schlesien. PP I.... — + 4+——— ——— +——— III 1. Wo ist Je⸗sus, mein Ver⸗ lan ⸗gen, — 1.— +— —— SI 1— 2.·.DS....—. 2—4— J—.. . I 2— mein Ge⸗lieb⸗ter und mein Freund? Ach, wo — hin ⸗ge⸗ gan⸗ gen, wo mag ——— 1—.— — 1 ——4 er zu fin⸗den sein? Mei⸗ne Seel ist 54 85² Anhang. 2———1——— 4—.—.— +—.— 2 —— 6 ů 20 + . — SDDIRIIR..— +.—— ꝗDISEE..— U— 2——— ——— ..... T ——— 1— den sie su ⸗chet Nacht und Tag? 2. Ach, ich ruf vor Pein und Schmerzen: Wo ist denn mein Jesus hin? Keine Ruh hab ich im Herzen, Bis ich endlich bei ihm bin. Ach, wer gibt mir Taubenflügel, Daß ich kann zu jeder Frist Fliegen über Berg und Hügel, Suchen, wo mein Jesus ist? 3. Er vertreibt mir Angst und Schmerzen, Er vertreibt mir Sünd und Tod. Quält mich was in meinem Herzen, Er hilft wiederum aus Not. Darum will 0 nicht ablassen, Will ihn suchen hin und her, In den Wäldern, auf den Straßen, Will ihn suchen mehr und mehr. 4. Liebster Jesu, laß dich finden! Meine Seele ruft nach dir. Ach vergib mir meine Sünden, Heiland, zieh mich ganz nach dir. Stille, Jesu, mein Verlangen, Sei und bleibe du doch mein; Laß mich einzig dir anhangen Und auf ewig bei dir sein. 4 H.— 4— Unbekannt. 8⁵³ Anhang. Eigene Melodie. J. B. Reimann. 1747. ——— + 1— 2 hn— wollt ihr —. was mein Ruhm? Je⸗sus der Ge⸗kreu⸗zig⸗te! 2. Wer ist meines Glaubens Grund, Wer stärkt und erweckt den Mund, Wer trägt meine Straf und Schuld, Wer schafft mir des Vaters Huld? Jesus der Gekreuzigte! 3. Wer ist meines Leidens Trost, Wer schützt, wenn der Feind erbost, Wer erquickt mein mattes Herz, Wer verbindet meinen Schmerz? Jesus der Gekreuzigte! 4. Wer ist meines Todes Tod, Wer hilft in der letzten Not, Wer versetzt mich in sein Reich, Wer macht mich den Engeln gleich? Jesus der Gekreuzigte! Johann Christoph Schwedler, 16½½ 1790. 854 Berzeichnis der Evangelien und Eptsteln. Am Berzeichnis der Evangelien und Episteln Am an Sonn⸗ und Festtagen. An Am 1. Sonntage des Advents. Evang. Matth. 21 v. 1 bis 9. Epist. Röm. 13 v. 11 bis 14. An Am 2. Sonntage des Advents. Evang. Luk. 21 v. 25 bis 33. Epist. Röm. 15 v. 4 bis 13. ö Ar Am 3. Sonntage des Advents. Cpin Matth. 11 v. 2 2 10. Epist. 1. Kor. 4 v. 1 bis Ar Am 4. Sonntage des dodene Evang. Joh. 1 v. 19 bis 28. Epist. Philipp. 4 v. 4 bis 4. Ar Am heiligen Christtage. Evang. Luk. 2 v. 1 bis 14. Epist. Tit. 2 v. 11 bis 14. At Am 2. heiligen Christtage. Evang. Luk. 2 v. 15 bis 20. Epist. Tit. 3 v. 3 bis 8. A. Am Sonntage nach dem Christtage. Evang. Luk. 2 v. 33 bis 40. Epist. Gal. 4 v. 1 bis 7 A Am Neujahrstage. ö Evang. Luk. 2 v. 21. Epist. Gal 3 v. 23 bis 29. Am Sonntage nach dem neuen Jahr. A Evang. Matth. 2 v. 13 bis 23. Evist. 1. Petri 4 v. 12 bis 19 Am Tage der Erscheinung Christi od. Epiphanias. Evang. Matth. 2 v. 1 bis 12. Epist. Jes. 60 v. 1 bis 6. Am 1. Sonntage nach Epiphanias. Evang. Luk. 2 v. 41 bis 52. Epist. Röm. 12 v. 1 bis 6. Am 2. Sonntage nach Epiphanias. Evang. Joh. 2 v. 1 bis 11. Epist. Röm. 12 v. 7 bis 16. Am 3. Sonntage nach Epiphanias. Evang. Matth. 8 v. 1 bis 13. Epist. Röm. 12 v. 17 bis 21. Am 4. Sonntage nach Epiphanias. Evang. Matth. 8 v. 23 bis 27. Epist. Röm. 13 v. 8 bis 10. Am 5. Sonntage nach Epiphanias. Evang. Matth. 13 v. 24 bis 30. Epist. Kol. 3 v. 12 bis 17. Am 6. Sonntage nach Epiphanias. Evang. Matth. 17 v. 1 bis 9. Epist. 2. Petr. 1 v. 16 bis 21. Am Sonntage Septuagesimä. Evang. Matth. 20 v. 1 bis 16. Verzeichnis der Evangelien und Episteln. 855 Epist. 1. Kor. 9 v. 24 bis Kap. 10 v. 5. Am Sonntage Sexagesimä. Evang. Luk. 8 v. 4 bis 15. Epist. 2. Kor. 11 v. 19 bis Kap. 12 v. 10. Am Sonntage vor der Fasten, Quinquagesimä oder Estomihi. Evang. Luk. 18 v. 31 bis 43. Epist. 1. Kor. 13 ganz. Am 1. Sonntage in der Fasten, Invokavit. Evang. Matth. 4 v. 1 bis 11. Epist. 2. Kor. 6 v. 1 bis 10. Am 2. Sonntage in der Fasten, Reminiscere. Evang. Matth. 15 v. 21 bis 28. Epist. 1. Thess. 4 v. 1 bis 8. Am 3. Sonntage in der Fasten, Okuli. Evang. Luk. 11 v. 14 bis 28. Epist. Ephes. 5 v. 1 bis 9. Am 4. Sonntage in der Fasten, Lätare. Evang. Joh. 6 v. 1 bis 15. Epist. Gal. 4 v. 21 bis 31. Am 5. Sonntage in der Fasten, Judika. Evang. Joh. 8 v. 46 bis 59. Epist. Ebr. 9 v. 11 bis 15. Am 6. Sonntage in der Fasten, Palmarum. Evang. Matth. 21 v. 1 bis 9. Epist. Phil. 2 v. 5 bis 11. Am grünen Donnerstage. Evang. Joh. 13 v. 1 bis 17. Epist. 1. Kor. 11 v. 23 bis 32. Am Karfreitage. Jes. 53 ganz, oder Ps. 22. Die Leidensgeschichte. Am heiligen Ostertage. Evang. Mark. 16 v. 1 bis 8. Epist. 1. Kor. 5 v. 6 bis 8. Am Ostermontage. Evang. Luk. 24 v. 13 bis 35. Epist. Avost. 10 v. 34 bis 41. Am 1. Sonntage nach Ostern, Quasimodogeniti. Evang. Joh. 20 v. 19 bis 23. Epist. 1 Joh. 5 v. 4 bis 10. Am 2. Sonntage nach Ostern, Miserikordias Domini. Evang. Joh. 10 v. 12 bis 16. Evist. 1. Petr. 2 v 21 b. 25. 856 Verzeichnis der Evangelien und Episteln. —* Am Am Am Am Am Am Am Am Am Am Am Verzeichnis der Evangelien und Episteln. 857 . Am 3. Sonntage nach Ostern, Jubilate. Evang. Joh. 16 v. 16 bis 23. Epist. 1. Petr. 2 v. 11 bis 17. Am 4. Sonntage nach Ostern, Kantate. Evang. Joh. 16 v. 5 bis 15. Epist. Jak. 1 v. 17 bis 21. Am 5. Sonntage nach Ostern, Rogate oder Vocem Jucundidatis. Evang. Joh. 16 v. 23 bis 30. Epist. Jak. 1 v. 22 bis 27. Am Tage der Himmelfahrt Christi. Evang. Mark. 16 v. 14 bis 20. Epist. Apost. 1 v. 1 bis 11. Am Sonntage nach der Himmelfahrt Christi, Exaudi. Evang. Joh. 15 v. 26 bis Kap. 16 v. 4. Epist. 1. Petr. 4 v. 8 bis 11. Am heiligen Pfingsttage. Evang. Joh. 14 v. 23 bis 31. Epist. Apost. 2 v. 1 bis 13. Am Pfingstmontage. Evang. Joh. 3 v. 16 bis 21. Epist. Apost. 10 v. 42 bis 48. ö Am Sonntage Trinitatis. ö Evang. Joh. 3 v. 1 bis 15. ö Epist. Röm. 11 v. 33 bis 36. f Am 1. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Luk. 16 v. 19 bis 31. Epist. 1. Joh. 4 v. 16 bis 21. Am 2. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Luk. 14 v. 16 bis 24. Epist. 1. Joh. 3 v. 13 bis 18. Am 3. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Luk. 15 v. 1 bis 10. Epist. 1. Petr. 5 v. 6 bis 11. Verzeichnis der Evangelien und Episteln. Am 4. Sonntage nach Trinitatis. Am Evang. Luk. 6 v. 36 bis 42. Epist. Röm. 8 v. 18 bis 23. Am 5. Sonntage nach Trinitatis. Am Evang. Luk. 5 v. 1 bis 11. Epist. 1. Petr. 3 v. 8 bis 15. Am 6. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matth. 5 v. 20 bis 26. Epist. Röm. 6 v. 3 bis 11. Am Am 7. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Mark. 8 v. 1 bis 9. Epist. Röm. 6 v. 19 bis 23. Am Am 8. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matth. 7 v. 15 bis 23. Am Epist. Röm. 8 v. 12 bis 17. Am 9. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Luk. 16 v. 1 bis 9. Am Epist. 1. Kor. 10 v. 6 bis 13. Am 10. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Luk. 19 v. 41 bis 48. Am Epist. 1. Kor. 12 v. 1 bis 11. 11. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Luk. 18 v. 9 bis 14. Epist. 1. Kor. 15 v. 1 bis 10. Am 12. Sonntage nach Trinitatis. Am Evang. Mark. 7 v. 31 bis 37. Epist. 2. Kor. 3 v. 4 bis 9. Am 13. Sonntage nach Trinitatis. Am Evang. Luk. 10 v. 23 bis 37. Epist. Gal. 3 v. 15 bis 22. Am 14. Sonntage nach Trinitatis. Am rrnt. Luk. 17 v. 11 bis 19. pist. Gal. 5 v. 16 bis 24. Am 13. Sehitiate nach Trinitatis. Evang. Matth. 6 v. 24 bis 34. Evist. Gal. 5 y. 235 bis Kap. 6 v. 10. An 2 Berzeichnis der Evangelien und Episteln. 8⁵0 Am 16. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Luk. 7 v. 11 bis 17. Epist. Eph. 3 v. 13 bis 21. Am 17. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Luk. 14 v. 1 bis 11. Epist. Eph. 4 v. 1 bis 6. Am 18. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matth. 22 v. 34 bis 46. Epist. 1. Kor. 1 v. 4 bis 9. Am 19. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matth. 9 v. 1 bis 8. Epist. Eph. 4 v. 22 bis 30. Am 20. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matth. 22 v. 1 bis 14. Epist. Eph. 5 v. 15 bis 21. Am 21. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Joh. 4 v. 47 bis 54. Epist. Eph. 6 v. 10 bis 17. Am 22. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matth. 18 v. 21 bis 35. Epist. Phil. 1 v. 3 bis 11. Am 23. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matth. 22 v. 15 bis 22. Epist. Phil. 3 v. 17 bis 21. Am 24. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matth. 9 v. 18 bis 26. Epist. Kol. 1 v. 9 bis 14. Am 25. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matth. 24 v. 15 bis 28. Epist. 1. Thess. 4 v. 13 bis 18. Am 26. Sonntage nach Trinitatis. ö Evang. Matth. 25 v. 31 bis 46. Epist. 2. Thess. 1 v. 3 bis 10. Am 27. Sonntage nach Trinitatis. Evang. Matth. 25 v. 1 bis 13. Epist. 1. Thess. 5 v. 1 bis 11. 860 Verzeichnis der neuen Perikopen. Verzeichnis der ne für die Sonn⸗ un Sonn⸗ oder Feiertag Zweite Epistel 3 — S. d. Advent Advent Advent Advent Weihnachtstag Weihnachtstag S. n. Weihnachten Neufjahr S. n. Neujahr Epiphanias n. Epiphan. n. Epiphan. Epiphan. n. Epiphan. n. Epiphan. n. Epiphan. „Septuagesimä Sexagesimä Estomihi &&&&& R — 1. 2. 3. 4. 5. 6. S S S Invokavit Hebr. 10, 19—25 2. Petri 1, 3—11 2. Tim. 4, 5—8 1. Joh. 1, 1—4 1. Joh. 3, 1—5 Hebr. 1, 1—6 2. Kor. 5, 1—9 Röm. 8, 24—32 Jak. 4, 13—17 2. Kor. 4, 3—6 2. Kor. 6, 14—7, 1 1. Kor. 2, 6—16 Roöm. 1, 13—20 Röm. 7, 7—16 Eeoeoseses E eo Ses S Röm. 8, 1—9 2. Kor. 3, 12—18 Phil. 1, 27—2, 4 L Phil. 1. 12—21 5 1. Kor. 1, 21—31 debr.. 15. 16 Verzeichnis der neuen Perikopen. neuen Verikoper und Feiertage. Zweites Evangelium Abschnitt des Alten Testaments Lukas 1, 68—7 Lukas 17, 20—30 Matth. 3, 1—11 Joh. 1, 15—18 Matth. 1, 18—23 Joh. 1, 1—14 Lukas 2, 25—32 Lukas 4, 16—21 Matth. 16, 1—4 Matth. 3, 13—17 Joh. 1, 35—42 Joh. 1, 43—51 Joh. 4, 5—14 Joh. 4, 31—42 Matth. 7, 24—- 29 Joh. 5, 39—47 Lukas 10, 38—4— Joh. 11, 20—27 Markus 10, 35—45 (Joh. 11, 47—57) Matth. 16, 21—26 (Lukas 22, 39—46) Jer. 31, 31—34 Mal. 4 Jes. 40, 1—8 5. Mos. 18, 15—19 Jes., 6. 7 Micha 5, 1—3 Jes. 63, 7—16 Ps. 90, 1—17 Ps. 73, 23—28 Jes. 2, 2—5 Ps. 122 Jes. 61 1—6 2. Kön. 5, 1—19 Ps. 93 Hes. 33 10—16 2. Mos. 3, 1—6 Jer. 9, 23. 24 Amos 8, 11. 12 Jer. 8, 4—9 1. Mos. 22, 1—14 Berzeichnis der neuen Perikopen. Sonn⸗ oder Feiertag ‚ ö ö Zweite Epistel S. Reminiscere S. Okuli S. Lätare S. Judika S. Palmarum Gründonnerstag Karfreitag 1. Ostertag 2. Ostertag S. Quasimodog. S. Miserik. dom. S. Jubilate S. Kantate S. Rogate Himmelfahrt S. Exaudi Pfingsttag 2. Pfingsttag rantasfen nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. nach Trinit. e— 0 g g g/ gy g G ge ge 2 8 1. Joh. 2, 12—17 1. Petri 1, 13—16 2. Kor. 7, 4—10 1. Petri 1, 17—25 Hebr. 12, 1—6 1. Kor. 10, 16. 17 1 1. Kor. 15, 54—58 1. Petri 1, 3—9 Eph. 2, 4—10 1. Joh. 4, 9—14 2. Tim. 2, 8—13 1. Tim. 2, 1—6 Kol. 3, 1—4 1, 15—23 Eph. 2, 19—22 4, 11—16 Eph. 1, 3—14 Apostelg. 4, 32—35 Röm. 10, 1—15 Apostelg. 3, 1—16 Apostelg. 4, 1—12 Apostelg. 5, 34—42 Apostelg. 8, 26—38 1. Tim. 6, 6—12 Apostelg. 16, 1632 Apostelg. 17, 16—34 Berzeichnis der neuen Perikopen. Zweites Evangelium Abschnitt des Alten Testaments Lukas 10, 17—20 (Lukas 22, 54—62) Lukas 9, 51—56 (Lukas 22, 63—72) Joh. 6, 4757 (Matth. 27, 15—31) Joh. 13, 31—35 (Lukas 23, 27—34) Soh. 12, 1—8 Lukas 22, 14—20 Lukas 23, 39—46 Matth. 28, 1—10 Joh. 20, 11—18 Joh. 21, 15—19 Joh. 14, 1—6 Joh. 12, 20—26 Joh. 6, 60—69 Lukas 11, 5—13 Lukas 24, 50—53 (Joh. 17, 11—26) Joh. 7, 33—39 Joh. 14, 15—21 Joh. 15, 9—16 Matth. 28, 16—20 Matth. 13, 31—35 Matth. 9, 9—13 Lukas 15, 11—32 Matth. 5, 13—16 Lukas 9, 18—26 Matth. 21, 28—32 Markus 4, 26—29 Matth. 12, 46—-50 Matth. 13, 44—46 2. Mos. 33, 17—23 Jer. 26, 1—15 Jes. 52, 7—10 4. Mos. 21, 49 Sach. 9, 8—12 Ps. 111 Ps. 22, 2—20 Ps. 118, 14—24 Ps. 16, 8—11 1. Mos. 32, 22—31 Ps. 23 Jes. 40, 26—31 Ps. 98 Jes. 55, 6—11 Ps. 110, 1—4 Ps. 42 Hes. 36, 22—28 Jes. 44, 1—6 Jes. 6, 1—8 5. Mos. 6, 4—13 Spr. Sal. 9, 1—10 Jes. 12 Jes. 65, 17—19. 24. 25 Klagel. 3, 22—32 Ps. 1 Jes. 62, 6—12 Jer. 23, 16—29 Spr. Sal. 16, 1—9 864 Verzeichnis der neuen Perikopen. Sonn⸗ oder Feiertag Zweite Epistel 10. S. nach Trinit. 11. S. nach Trinit. 12. S. nach Trinit. 13. S. nach Trinit. 14. S. nach Trinit. 15. S. nach Trinit. 16. S. nach Trinit. 17. S. nach Trinit. 18. S. nach Trinit. 19. S. nach Trinit. 20. S. nach Trinit. 21. S. nach Trinit. 22. S. nach Trinit. 23. S. nach Trinit. 24. S. nach Trinit. 25. S. nach Trinit. 26. S. nach Trinit. 27. S. nach Trinit. Apostelg. 20, 17—-38 Röm. 8, 33—39 Apostelg. 16, 9—15 1. Petri 2, 1—10 1. Tim. 1, 12—17 2. Thess. 3, 6—13 Hebr. 12, 18—24 Hebr. 4, 9—13 Jak. 2, 10—17 Jak. 5, 13—20 Röm. 14, 1—9 Eph. 6, 1—9 Hebr. 13, 1—9 1. Tim. 4, 4—11 1. Thess. 5, 14—24 Hebr. 10, 32—39 Offͤbg. Joh. 2, 8—11 Offbg. Joh. 7, 9—17 Verzeichnis der neuen Perikopen. Zweites Evangelium Abschnitt des Alten Testaments Matth. 23, 34—39 Lukas 7, 36—50 Joh. 8, 31—36 Markus 12, 41—44 Joh. 5, 1—14 Joh. 11, 1—11 Matth. 11, 25—30 Matth. 12, 1—8 Markus 10, 17—27 Joh. 9, 24—41 Joh. 15, 1—8 Markus 10, 13—16 Lukas 9, 57—62 Matth. 10, 24—33 Jer. 7, 1—11 Dan. 9, 15—18 Jes. 29, 18—21 Sach. 7, 4-10 Ps. 50, 14—23 1. Kön. 17, 8—16 Hiob 5, 17—26 Ps. 75, 5—8 2. Chron. 1, 7—12 Ps. 2, 17 Spr. Sal. 2, 1—8 2. Sam. 7, 17—29 Spr. Sal. 24, 14—20 Ps. 85, 9—14 Zoh. 10, 23—30 Ps. 39, 5—14 Joh. 5, 19—29 Hiob 14, 1—5 Lukas 19, 11—27 Ps. 126 Lukas 12, 35—43 Jes. 35, 3—10 866 Verzeichnis der Liederdichter. Verzeichnis der Liederdichter. Amilie Juliane, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, geborene Gräfin von Barby; geb. 1637, 4 1706. Nr. 44. 363. 444. Agricola, Johann; geb. 1492 zu Eisleben, + 1566 als Hofprediger in Berlin. Nr. 249. Albert, Heinrich; geb. 1604 zu Lobenstein im Vogt⸗ lande, 1 1651 als Organist zu Königsberg in Preußen. Nr. 326. 425. Alberus, Erasmus; geb. um 1500 zu Sprendlingen in der Wetterau, Freund Luthers, 1553 als Generalsuperintendent zu Neubrandenburg in Mecklen⸗ burg. Nr. 339. Albinus, Johann Georg; geb. 1624 zu Unternessa bei Weißenfels, 4 1679 als Pfarrer in Naumburg. Nr. 219. 420. Albrecht, Markgraf von Brandenburg-Kulmbach; geb. 1522 zu Ansbach, 1557 zu Pforzheim. Nr. 412(7). Allendorf, Johann Ludwig Konrad; geb. 1693 zu Josbach in Oberhessen, 4 1773 als Pastor und Scholarch zu Halle. Nr. 108. 462. Altenburg, Michael; geb. 1584 zu Alach bei Erfurt, + 1640 als Pastor zu Erfurt. Nr. 152. Anna Sophie, Landgräfin von Hessen-Darmstadt; geb. 1638, 4 1683 als Abtissin des Stifts Quedlinburg. Nr. 280. Anton Ulrich, Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel 1633— 1714. Nr. 426. Arends, Wilhelm Erasmus; 4 1721 als Pastor in Halberstadt. Nr. 262. Arndt, Ernst Moritz; geb. 1769 zu Schoritz auf Rügen, + 1860 als Professor der Geschichte zu Bonn. Nr. 30. 233. 429. Arnold, Gottfried; geb. 1666 zu Annaberg im König⸗ reich Sachsen, 4 1714 als Pastor und Inspektor zu Perleberg. Nr. 257. Verzeichnis der Liederdichter. 867 Barth, Christian Gottlob; geb. 1799 in Stuttgart, Pfarrer in Möttlingen bei Calw, unermüdlicher Förderer der Heidenmission, 4 1862 zu Calw. Nr. 157. A. Nr. 12. Becker, Kornelius; geb. 1561 zu Leipzig, 4 1604 als Professor der Theologie und Pastor zu St. Nicolai in seiner Vaterstadt. Nr. 179. 392. 66 Behm, Martin; geb. 1557 zu Lauban, daselbst als Pastor prim. 1622. Nr. 55. 321. 331. gt⸗ Betichius, Johann; geb. 1650 zu Stöckby in Anhalt, + 1722 als Diakonus in Zerbst. Nr. 320. Bickel, Johann Daniel Karl; geb. 1737 zu Altweilnau en in Nassau, 4 1809 als Konsistorialrat in Usingen. 03 Nr. 169. n⸗ Bienemann, Kaspar(Melissander); geb. 1540 in Nürn⸗ berg, 4 1591 als Generalsuperintendent in Alten⸗ dei burg. Nr. 292. g. Birken, Sigismund, von(Betulius); geb. 1626 zu Wildenstein bei Eger, 1 1681 als Privatgelehrter b. zu Nürnberg. Nr. 66. 253. 32. Böhmer, Justus Henning; geb. 1674 in Hannover, zu + 1749 in Halle als Professor der Rechte und Kanzler nd des Herzogtums Magdeburg. Nr. 98. Bogatzky, Karl Heinrich, von; geb. 1690 zu Jankowe 22 in Niederschlesien, 1774 als Privatmann im Waisenhause zu Halle. Nr. 164. 260. b. Bruhn, David; geb. 1727 zu Memel, 4 1782 als g. Prediger zu Berlin. Nr. 201. Burmeister, Franz Joachim; um 1670 Pfarrer in el seiner Vaterstadt Lüneburg, 4 1688. Nr. 427. Busch, Peter; geb. 1682 zu Lübeck, F 1744 als Pastor der Kreuzkirche zu Hannover. Nr. 457. , Claudius, Matthias; geb. 1740 zu Reinfeld bei Lübeck, 0. + 1815 zu Hamburg als Revisor der schleswig⸗ holsteinschen Bank zu Altona. A. Nr. 11. ⸗ Clausnitzer, Tobias; geb. 1618 zu Thum bei Anna⸗ u berg, 4 1684 als Kirchenrat zu Weiden in der Oberpfalz. Nr. 11. 55 868 Verzeichnis der Liederdichter. Crasselius, Bartholomäus; geb. 1677 zu Wernsdorf im Königreich Sachsen, 4 1724 als Pfarrer zu Düsseldorf. Nr. 133(ↄ). 289. Dach, Simon; geb. 1605 zu Memel, 1659 als Professor der Dichtkunst zu Königsberg in Preußen. Nr. 433. Decius, Nikolaus(Howesch); 4 1541 als Pfarrer in tettin. Nr. 74. 131. Denicke, David; geb. 1603 zu Zittau, 4 1680 als Konsistorialrat in Hannover. Nr. 174. 216. 241. Derschow, Bernhard, von; geb. 1591 zu Königsberg, + daselbst 1639 als Konsistorialrat und Professor der Theologie. Nr. 195, Vers 1, 3 u. 4. Deßler, Wolfgang Christoph; geb. 1660 in Nürnberg, + daselbst 1722 als Konrektor. Nr. 287. 393. Diterich, Johann Samuel; geb. 1721 in Berlin, +daselbst 1797 als Oberkonsistorialrat. Nr. 459. Drese, Adam; geb. 1620 in Thüringen, + 1701 als Kapellmeister zu Arnstadt. Nr. 283. Eber, Paul; geb. 1511 zu Kitzingen in Franken, Freund Luthers, 4 1569 als Generalsuperintendent in Witten⸗ berg. Nr. 413. 430. 437. Eleonore, Fürstin Reuß, geborene Gräfin Stolberg⸗ Wernigerode, geb. 1835 zu Gedern am Vogelsberg, + 1903 zu Ilsenburg. Nr. 46. Fabricius, Friedrich; geb. 1642 zu Stettin, daselbst 1703 als Pfarrer. Nr. 117. Falk, Johannes Daniel; geb. 1768 zu Danzig, + 1826 als Legationsrat zu Weimar. A. Nr. 4. Fischer(Vischer), Christoph; geb. zu Joachimsthal in Böhmen, 1600 als Generalsuperintendent und Hofprediger in Celle. Nr. 81. Fleming, Paul; geb. 1609 zu Hartenstein in Sachsen, + 1640 als praktischer Arzt in Hamburg. Nr. 397. Förtsch, Basilius; geb. zu Roßla in der Grafschaft Stolberg, 4 1619 als Pfarrer in Gumberta bei Orlamünde. Nr. 92. Franck, Johann; geb. 1618 zu Guben, daselbst 1677 als Bürgermeister. Nr. 135. 199. 207. 276. 350. 369. Franck, Michael; geb. 1609 in Schleusingen, + 1667 als Lehrer zu Koburg. Nr. 184. 419. Franck, Salomo; geb. 1659 zu Weimar, daselbst 1725 als Oberkonsistorialsekretär. Nr. 60. 79. 288. Franz, Agnes; geb. 1794 zu Militsch in Schlesien, 4+ 1843 in Breslau. A. Nr. 25. 39. Freylinghausen, Johann Anastasius; geb. 1670 zu Gandersheim in Braunschweig, Schwiegersohn Franckes, + 1739 als Pastor und Direktor der Francke'schen Anstalten zu Halle. Nr. 285. 402. Freystein. Johann Burkhard; 4 1720 als Hof- und Justizrat zu Dresden. Nr. 254. Fricker, Johann Ludwig; 1 1766 als Pfarrer zu Dettingen in Württemberg. Nr. 168. Fritsch, Ahasverus; geb. 1629 zu Mücheln bei Frei⸗ burg in Sachsen, 4 1701 als Kanzleidirektor und Konsistorialpräsident zu Rudolstadt. Nr. 459. Füger, Kaspar, 4 1592 als Diakonus an der Kreuz⸗ kirche zu Dresden. Nr. 42. Funk, Gottfried Benedikt; geb. 1734 zu Hartenstein in Sachsen, 4 1814 als Konsistorialrat und Direktor des Domgymnasiums zu Magdeburg. Nr. 89. Garve, Karl Bernhard; geb. 1763 zu Jeinsen bei Hannover, 1 1841 zu Herrnhut als Prediger der Brüdergemeinde. Nr. 170. Gedicke, Lampertus; geb. 1683 zu Gardelegen, 1 1735 als Feldprobst zu Berlin. Nr. 416. Gellert, Christian Fürchtegott; geb. 1715 zu Hainichen in Sachsen, 4 1769 zu Leipzig als Professor der Moral. Nr. 31. 63. 96. 171. 196. 266. 290. 315. 316. 329. 343. 375. 391. Gerhardt. Paul; geb. 1607 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, 4 1676 als Archidiakonus in Lübben. Ny. 27. 28. 34. 37. 413. 52. 59. 72. 76 76. 52. 100. 127. 130.237. 281. 299. 302. Verzeichnis der Liederdichter. 869 87⁰ Verzeichnis der Liederdichter. 309. 314. 323. 333. 347. 360. 367. 368. 377. 379. 382. 383. 390. 394. 404. 410. 432. 447. A. Nr. 16. Gersdorf, Henriette Katharine, von; gb. 1648 zu Sulzbach in Bayern, Großmutter des Grafen von 62.58 + 1726 zu Großhennersdorf in Sachsen. Nr. Gesenius, Justus; geb. 1601 zu Esbeck in Lanun + 1678 als. N 50 und Generalsuperintendent in Hannover. Nr. 9. Göz, Christian Golterd. geb. 1746 zu Hengen in Württemberg, 4 1803 als Pfarrer zu Hohenheim bei Stuttgart. Nr. 110. Gotter, Ludwig Andreas; geb. 1661 zu Gotha, da⸗— selbst 1735 als Hofrat. Nr. 247. 263. 317. Gramann(Poliander), Johann; geb. 1487 zu Neu⸗ stadt in der Oberpfalz, 4 1541 als Pfarrer zu Königs⸗ berg in Preußen. Nr. 310. Greding Johann Ernst; geb. 1676 49 Weimar, 1 1748 als Pfarrer bei Hanau. Nr. 58. Gregor, Christian; geb. 1723 zu Dirsdorf in Schlesien, + 1801 als Bischof der Brüdergemeinde zu Berthels⸗ dorf. Nr. 267. Gretgen, Adam; Advokat zu Sorau, 1660. Nr. 146. Gryphius, Andreas; geb. 1616 zu Glogau, 4 1664 daselbst als Landschaftssynditus. Nr. 424. Günther, Cyriakus; geb. 1650 zu Goldbach bei Gotha, + 1704 als Gymnasiallehrer zu Gotha. Nr. 190. Hardenberg, Friedrich Freiherr von(Novalis); geb. 1772 zu Wiederstedt in der Grafschaft Mans⸗ feld, T 1801 als Bergamtsassessor zu Weißenfels. A. Nr. 34. 36. 37. Hartmann. Thomas; geb. 1548, 4 1609 als Diakonus zu Eisleben. Nr. 108. Haßlocher, Johann Adam: geb. 1645 zu Speier. 4 1726 als Konsistorialrat und Hofprediger des Grafen Johann Ernst von Nassau zu Weilburg a. d. L. Nr. 8. Hausmann, Julie, von; geb. 1825 zu Mitau, 1901 zu Wossö an der Ostsee. A. Nr. 31. Verzeichnis der Liederdichter. 87¹ Hayn, Henriette Luise, von; geb. 1724 zu Idstein in Nassau, 4 1782 zu Herrnhut. A. Nr. 35. Hecker, Heinrich Kornelius; geb. 1699 zu Hamburg, + 1743 als Pfarrer zu Meuselwitz bei Altenburg. Nr. 17. 29. 175 Heermann, Johann; geb. 1585 zu Raudten in Schlesien, Pastor zu Köben, 4 1647 zu Lissa in Posen. Nr. 64. 67. 88. 149. 150. 156. 197. 206. 218. 224. 282. 295. 336. 407. 448. Held, Heinrich; um 1650 Rechtsanwalt zu Guhrau in Schlesien. Nr. 18. 125. Helmbold, Ludwig; geb. 1532 zu Mühlhausen in Thüringen, 4 daselbst 1598 als Superintendent. Nr. 335. 408. Herberger, Valerius; geb. 1562 zu Fraustadt in Posen, + 1627 als Pfarrer daselbst. Nr. 442. Herman, Nikolaus; 4 1561 in hohem Alter als Kantor zu Joachimsthal in Böhmen. Nr. 38. 87. 324. 334. 345. 443. Hermes, Johann Timotheus; geb. 1738 zu Petznick bei Stargard in Pommern, 1821 als Oberkon⸗ sistorialrat zu Breslau. A. Nr. 21. Herrnschmidt, Johann Daniel; geb. 1675 zu Bopfingen in Württemberg, 4 1723 als Professor der Theologie und Mitdirektor der Franckeschen Stiftungen zu Halle. Nr. 305. 387. Herzog, Johann Friedrich; geb. 1647 zu Dresden, +daselbst 1699 als Rechtsanwalt. Nr. 348. Hesse, Johann; geb. 1490 zu Nürnberg, 1 1547 als Pfarrer zu Breslau. Nr. 441. Hiller, Philipp Friedrich; geb. 1699 zu Mühlhausen in Württemberg, 1769 als Pfarrer zu Steinheim bei Nördlingen. Nr. 26. 112. 113. 144. 239. 362. A. Nr. 22. Hoffmann, Gottfried; geb. 1658 zu Löwenberg in Schlesien, 1712 als Rektor des Gymnasiums zu Zittau. Nr. 451. Homburg, Ernst Christoph; geb. 1605 zu Mühla bei Eisenach, 4 1681 als Rechtsanwalt in Naumburg. Nr. 69. 105. 87² Verzeichnis der Liederdichter. Hülsemann, Wilhelm; geb. 1781 zu Svest in West⸗ falen, 1865 als Superintendent zu Elsey bei Iserlohn. Nr. 364. Jonas, Justus; geb. 1493 zu Nordhausen, Freund und Gehilfe Luthers, Professor in Wittenberg, 4 1555 als Superintendent zu Eisfeld bei Koburg. Nr. 154. Keymann, Christian; geb. 1607 zu Pankraz in Böhmen, 1662 als Rektor des Gymnasiums zu Zittau. Nr. 279. Klopstock, Friedrich Gottlieb; geb. 1724 zu Quedlin⸗ burg, 1 1803 als Legationsrat in Hamburg. Nr. 193. 461. A. Nr. 8. Knak, Gustav Friedrich Ludwig; geb. 1806 in Berlin, Pastor daselbst, 4 1878 auf einer Reise zu Dünow bei Stolpmünde. Nr. 165. A. Nr. 24. Knapp, Albert; geb. 1798 zu Tübingen, 4 1864 als Pfarrer zu Stuttgart. Nr. 158. 160. 161. 166. A. Nr. 5. Knoll, Christoph; geb. 1563 zu Bunzlau, 4 1621 als Diakonus zu Sprottau. Nr. 431. Knorr von Rosenroth, Christian; geb. 1636 zu Alt⸗ rauden in Schlesien, 4 1689 als Geheimer Rat zu Sulzbach. Nr. 330. Kramer, Moritz; geb. 1646 zu Ammerswort in Hol⸗ stein, 4 1702 als Pfarrer zu Marne in Süder⸗ dithmarschen. Nr. 120. Krause, Jonathan; geb. 1701 zu Hirschberg in Schlesien, + 1762 als Superintendent in Liegnitz. Nr 5. Krummacher, Friedrich Adolf; geb. 1767 zu Tecklenburg in Westfalen, 4 1845 als Pfarrer in Bremen. Nr. 159. Kunth, Johann Sigismund; geb. 1700 zu Liegnitz, + 1779 als Superintendent zu Baruth in der Ober-⸗ lausitz. Nr. 455. Lampe, Friedrich Adolf; geb. 1683 zu Bremen, + daselbst 1729 als Pfarrer. Nr. 255. Lang, Johann Jakob; geb. 1646 zu Nürtingen, + 1690 als Pfarrer in Stuttgart. Nr. 389. Verzeichnis der Liederdichter. 87³ Lange, Joachim; geb. 1670 zu Gardelegen in der Alt⸗ mark, 1 1744 als Professor der Theologie zu Halle. Nr. 332: Laurenti, Laurentius(Lorenz Lorenzen); geb. 1660 zu Husum, 4 1722 als Musikdirektor und Kantor in Bremen. Nr. 101. 213. 453. Lehr, Leopold Franz Friedrich; geb. 1709 zu Kronberg bei Frankfurt a. M., Pfarrer in Köthen, 4 1744 in Magdeburg. Nr. 238. Liebich, Ehrenfried; geb. 1713 zu Probsthagen bei Liegnitz, 1780 als Pastor zu Lomnitz in Schlesien. Nr. 121. Liscow, Salomo; geb. 1640 zu Niemitzsch in der Niederlausitz, 4 1689 als Diakonus zu Wurzen. Nr. 231. 328. 421. Löscher, Valentin Ernst; geb. 1673 zu Sondershausen, + 1749 als Oberkonsistorialrat zu Dresden. Nr. 215. Löwenstern, Matthäus Apelles, von; geb. 1594 zu Neustadt bei Oppeln, 4 1648 als Staatsrat zu Breslau. Nr. 143. 311. Ludämilie Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg-Rudol⸗ stadt; geb. 1640, + 1672. Nr. 277. Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg; geb. 1627 im Haag, Gemahlin des großen Kurfürsten von Brandenburg; 4 1667 zu Berlin. Nr. 97(2). 211(2). Luther, Martin; geb. 1483 zu Eisleben, 4 daselbst 1546. Nr. 35. 40. 41. 85. 95. 124. 126. 184. 136. 142. 145. 147. 148. 153. 176. 204. 240. 297. 301. 365. 440. Magdeburg, Joachim; geb. 1525 zu Gardelegen in der Altmark, 4 1588 als Pfarrer im Osterreichischen. Nr. 414, Vers 1. Marot, Samuel; geb. 1770 zu Magdeburg, 1865 als Konsistorialrat zu Berlin. Nr. 185. Mathesius, Johann; geb. 1504 zu Rochlitz in Sachsen, als Student Luthers Haus⸗ und Tischgenosse, 4 1565 als Pastor in Joachimsthal. A. Nr. 28. Megander, Veit Ludwig; aus Schweinitz in Sachsen, + daselbst 1709 als Amtsinspektor. Nr. 217. 87⁴4 Verzeichnis der Liederdichter. Mentzer, Johann; geb. 1658 zu Jahma in der Ober⸗ lausitz, 1734 als Pfarrer zu Kemnitz bei Bernstadt in der Lausitz. Nr. 312. Meyfart, Johann Matthäus; geb. 1590 zu Walwinkel oder Waltershausen bei Gotha, 4 1642 als Pfarrer in Erfurt. Nr. 458. Möwes, Heinrich; geb. 1793 zu Magdeburg, 4 1834 als Pfarrer in Altenhausen bei Magdeburg. A. Nr. 6. Moller, Martin; geb. 1547 zu Kropstädt bei Wittenberg, + 1606 als Pfarrer in Görlitz. Nr. 373. 388. 403. de la Motte⸗Fouqué, Friedrich; geb. 1777 zu Branden⸗ burg, 4 1843. A. Nr. 32. Nachtenhöfer, Kaspar Friedrich; geb. 1624 zu Halle, + 1685 als Pfarrer in Koburg. Nr. 32. Neander, Joachim; geb. 1650 zu Bremen, daselbst 1680 als Pfarrer. Nr. 225. 284. 304. 318. 342. 445. Nerreter, David; geb. 1649 zu Nürnberg, 4 1726 zu Stargard als Generalsuperintendent von Hinter⸗ pommern. Nr. 381. Neumann, Kaspar; geb. 1648 zu Breslau, 4 daselbst 1715 als Pastor. Nr. 4. 83. 139. 192. 344. 372. Neumark, Georg; geb. 1621 zu Mühlhausen in Thü⸗ ringen, 4 168 als Bibliothekar in Weimar. Nr. 415. Neumeister, Erdmann; geb. 1671 zu üchteritz bei Weißenfels, 1756 als Hauptpastor in Hamburg. Nr. 54. 93. 180. 236. 272. 294. 352. Neuß, Heinrich Georg; geb. 1654 zu Elbingerode im Harz, 1 1716 als Konsistorialrat zu Wernigerode. Nr. 244. 269. Nicolai, Philipp; geb. 1556 zu Mengeringhausen in Waldeck, 4 1608 als Hauptpastor in Hamburg. Nr. 286. 463. Niege, Georg, geb. 1525 in Allendorf a Werra, in Rinteln 1583(2) Nr. 319. Olearius, Johann; geb. 1611 zu Halle, 4 1684 als Hofprediger zu Weißenfels. Nr. 3. 7. 24. 61. 132. 137. 258. 298. Olearius, Johann Gottfried; geb. 1635 zu Halle, + 1711 als Konsistorialrat in Arnstadt. Nr. 20. Verzeichnis der Liederdichter. 87⁵ Pauli, Joachim; geb. um 1636 zu Wilsnack in der Mittelmark, 1674 Hauslehrer zu Berlin. Nr. 155. Pfeil, Christoph Karl Ludwig, von; geb. 1712 zu Grünstadt in Bayern, 4 1784 auf seinem Gut Deuf⸗ stetten. Nr. 191. 361. Prätorius, Benjamin; geb. 1571 zu Weißenfels, nach 1668 als Pastor zu Lissa bei Delitzsch. Nr. 265. Preiswerk, Samuel; geb. 1799 zu Römlingen, Kanton Basel, 4 1871 als Prediger und Professor zu Basel. A. Nr. 14. Räder, Johann Friedrich; geb. 1815 zu Elberfeld, + daselbst 1872 als Handlungsgehilfe. A. Nr. 17. Rambach, Johann Jakob; geb. 1693 zu Halle, 4 1735 als Professor der Theologie und Superintendent zu Gießen. Nr. 111. 114. 178. 271. 296. Reusner, Adam; geb. 1496 zu Mündelheim bei Düssel⸗ dorf, 4 um 1575 in seiner Vaterstadt. Nr. 398. Richter, Christian Friedrich; geb. 1676 zu Sorau, + 1711mals Arzt am Waisenhaus zu Halle. Nr. 327. Rinckart, Martin; geb. 1586 zu Eilenburg in Sachsen, + 1649 als Archidiakonus daselbst. Nr. 168. 308. x Ringwaldt, Bartholomäus; geb. 1530 zu Frankfurt an der Oder, 4 1598 als Pfarrer zu Langfeld in der Neumark. Nr. 194. 208. 214. 366. ö Rist, Johann; geb. 1607 zu Ottensen bei Hamburg, + 1667 zu Wedel bei Altona. Nr. 15. 33. 50. ö 56. 75. 189. 198. 212. 397. 351. 400. Rodigast, Samuel; geb. 1649 zu Gröben bei Jena, + 1708 als Rettor am grauen Kloster zu Berlin. Nr. 411. Rothe, Johann Andreas; geb. 1688 zu Lissa bei Görlitz, Zinzendorfs Patronatspfarrer zu Berthelsdorf, 4 1758 als Pfarrer zu Thommendorf bei Bunzlau. Nr. 232. 450. Rückert, Friedrich; geb. 1788 zu Schweinfurt, Professor der orientalischen Sprachen zu Berlin, 4 1866 auf seinem Landgute Neuses bei Koburg. Nr. 16. 876 Verzeichnis der Liederdichter. Ruopp, Johann Friedrich; geb. in Straßburg, 1708 als Waisenhaus-Inspektor zu Halle. Nr. 245. Rutilius, Martin; geb. 1550 zu Düben bei Bitterfeld, + 1618 als Diakonus zu Weimar. Nr. 202. Sacer, Gottfried Wilhelm; geb. 1635 zu Naumburg, + 1699 als Kammeradvokat zu Wolfenbüttel. Nr. 48. 109. Schade, Johann Kaspar; geb. 1666 zu Kühndorf bei Meiningen, 4 1698 als Diakonus zu Berlin. Nr. 400. Schalling, Martin; geb. 1532 zu Straßburg, 4 1608 als Pfarrer zu Nürnberg. Nr. 273. Scheffler, Johann(Angelus Silesius); geb. 1624 zu Breslau, 4 1677 als geistlicher Rat des Fürstbischofs zu Breslau. Nr. 65. 256. 268. 274. 278. A. Nr. 23. Scheidt, Christian Ludwig; geb. 1709 zu Waldenburg in Württemberg, 1 1761 als Hofrat und Bibliothekar zu Hannover. Nr. 226. Schein, Johann Hermann; geb. 1586 zu Grünhain in Sachsen, 4 1630 als Musikdirektor zu Leipzig. Nr. 438. Schenck, Heinrich Theobald; geb. in Hessen, 4 1727 als Pfarrer in Gießen. Nr. 464. Schenk, Hartmann; geb. 1634 zu Ruhla bei Eisenach, + 1681 als Pfarrer zu Ostheim vor der Rhön. Nr 14. Schenkendorf. Max, von; geb. 1783 zu Tilsit, 4 1817 als Regierungsrat zu Koblenz. A. Nr. 7. 19. Schirmer, Michael; geb. 1606 zu Leipzig, 1673 als Konrektor in Berlin. Nr. 23. 86. 128. Schlicht, Levin Johann; geb. 1681 zu Kalbe in der Altmark, 4 1723 als Pfarrer in Berlin. Nr. 338. Schmidt, Johann Eusebius; geb. 1669 zu Hohenfeld bei Erfurt, T 1745 als Pfarrer zu Siebleben bei Gotha. Nr. 246. Schmolck, Benjamin; geb. 1672 zu Brauchitschdorf in Schlesien, 1737 als Pfarrer zu Schweidnitz. Nr. 10. 13. 19. 51. 53. 7. 91. 94. 102 129. 138. 178 181. 223. 243. 248. 291. 298. 325. 341. 346. 359(7). 378. 395. 434. 436. 439. A. Nr. 10. Verzeichnis der Liederdichter. 877 Schneegaß, Cyriakus; geb. 1546 zu Bufleben bei Gotha, + 1597 als Pastor zu Friedrichroda in Thüringen. Nr. 47. Schneesing, Johann; geb. zu Frankfurt a. M., 1 1567 als Pfarrer zu Friemar bei Gotha. Nr. 203. Schröder, Johann Heinrich; geb. 1666 zu Hallerspringe in Hannover, 4 1699 als Pfarrer zu Merseberg bei Magdeburg. Nr. 228. 250. Schütz, Johann Jakob; geb. 1640 zu Frankfurt a. M., + daselbst 1690 als Rechtsanwalt. Nr. 313. Schuster, Gotthard; geb. 1673 zu Langenhessen bei Zwickau, 4 1761 als Archidiakonus zu Zwickau. Nr. 449. Schwedler, Johann Christoph; geb. 1672 zu Krebsdorf in Schlesien, 1730 als Pfarrer zu Niederwiesa in der Oberlausitz. A. Nr. 43. Scriver, Christian; geb. 1629 zu Rendsburg, 4 1693 als Hofprediger zu Quedlinburg. Nr. 183. 340. Selnecker, Nikolaus: geb. 1532 zu Hersbruck bei Nürn⸗ berg, 4 1592 als Professor der Theologie in Leipzig. Nr. 9. 140. Senitz, Elisabeth, von; geb 1629 zu Rankau bei Brieg, + 1679 zu Oels. Nr. 71. Siegfried, Johann; geb. 1564, 4 1637 als Super⸗ intendent zu Schleiz. Nr. 435. Spengler, Lazarus; geb. 1479 zu Nürnberg, 1534 als Rechtsgelehrter u. Ratsschreiber daselbst. Nr. 205. Speratus, Paul(von Spretten); geb. 1484 zu Rott⸗ weil in Württemberg, 4 1554 zu Marienwerder als Bischof von Pomesanien. Nr. 229. Spitta, Karl Johann Philipp; geb. 1801 zu Hannover, + 1859 als Superintendent zu Burgdorf. Nr. 182. 354. 357. A. Nr. 33. Starck, Johann Friedrich; geb. 1680 zu Hildesheim, + 1756 als Konsistorialrat zu Frankfurt a. M. Nr. 396. Stegmann, Josua; geb. 1588 zu Sulzfeld bei Mei⸗ ningen, 1 1632 als Superintendent und Professor der Theologie zu Rinteln. Nr. 141. 878 Verzeichnis der Liederdichter. Steuerlein, Johann; geb. 1546 zu Schmalkalden, 7+ 1613 als Stadtschultheiß zu Meiningen. Nr. 45. Stier, Rudolf Ewald; geb. 1800 zu Fraustadt in Posen, + 1862 als Superintendent und Oberpfarrer zu Eis⸗ leben. Nr. 162. Stockfleth, Heinrich Arnold; geb. 1643 zu Alfeld in Hannover, 4+ 1708 als Generalsuperintendent zu Mönchberg in Bayern. Nr. 417. Stockmann, Ernst; geb. 1634 in Lützen, 4 1712 als Oberkonsistorialrat zu Eisenach. Nr. 384. Sturm, Christoph Christian; geb. 1740 zu Augsburg, + 1786 als Hauptpastor in Hamburg. Nr. 90. 234. Tapp, Jatob; um 1620 Superintendent zu Schöningen bei Helmstädt. Nr. 45. Tersteegen, Gerhard; geb. 1697 zu Mörs, 1 1769 als Bandwirker zu Mülheim an der Ruhr. Nr. 2. 30. I 25 AN. 20. 38. Thilo, Valentin, der jüngere; geb. 1607 zu Königsberg, +daselbst 1662 als Professor der Beredsamkeit. Nr. 22, V. 1—3. Tietze, Christoph; geb. 1641 zu Wilkau bei Breslau, + 1703 als Pfarrer zu Hersbruck bei Nürnberg. Nr. 210. 406. Tollmann, Gottfried; geb. 1680 zu Lauban in Schlesien, um 1723 Pfarrer zu Leube in der Oberlausitz. Nr. 370. Alber, Christian Samuel; geb. 1714 zu Landshut in Schlesien, 1776 als Hauptpastor zu St. Jacobi in Hamburg. Nr. 452. Wegelin, Josua; geb. 1604 zu Augsburg, 4 1640 als Pfarrer zu Preßburg in Ungarn. Nr. 106. 371. Weingärtner, Sigismund; angeblich um 1600 Prediger in Heilbronn. Nr. 376. Weiße, Michael; geb. zu Neiße in Schlesien, 1 1542 zu Neutomischl als Vorsteher der Böhmischen Brüder. Nr. 73.(422.) Verzeichnis der Liederdichter. 879 Weissel, Georg; geb. 1590 zu Domnau in Direnden, + 1635 als Prediger zu Königsberg in Preußen. Nr. 21. 242. Wilhelm II., Herzog von Sachsen⸗Weimar; geb. 1598 auf Schloß Altenburg, 4 1662 zu Weimar. Nr. 6(2). Winckler, Johann Joseph; geb. 1670 zu Luckau in Sachsen⸗Altenburg, 4 1722 als Konsistorialrat zu Magdeburg. Nr. 259. 261. 399. Wolf, Jakob Gabriel; geb. 1684 zu Greifswald, + 1754 als Professor der Rechte zu Halle. Nr. 264. Zeibich. Christoph Heinrich; geb. 1677 zu Mölbis bei Leipzig, 4 1748 als Professor der Theologie und Probst zu Wittenberg. Nr. 418. Zesen, Philipp, von; geb. 1619 zu Priorsau an der Mulde, 4 1689 als Privatgelehrter zu Hamburg. Nr. 25. Zihn, Johann Friedrich; geb. 1650 zu Suhl, daselbst 1719 als Archidiakonus. Nr. 386. Zinzendorf, Nikolaus Ludwig, Graf von; geb. 1700 zu Dresden, Stifter der Brüdergemeinde, 1760 zu Herruhut. Nr. 172. 355. A. Nr. 18. 27. Zinzendorf, Christian Renatus, Graf von; geb. 1727 zu Herrnhut, 4 1752 in London. A. Nr. 15. Zwick, Johann; geb. 1496 zu Konstanz, + 1542 als Pfarrer zu Konstanz an der Pest zu Bischoffszell (Verfasser des ersten Kirchengesangbuchs in der reformierten Schweiz, Zürich 1536). Nr. 107. Ordnung des Hauptgottesdienstes an gewöhnlichen Sonntagen.“) ummmunmenn. Gemeinde: Komm, heiliger Geist oder ein anderes passendes Eingangslied. Pfarrer: Eingangsspruch. Gemeinde: o ———— 665 ⸗re sei dem Va⸗ter und dem Soh⸗ ——— —...* ne und dem hei⸗li⸗ gen Gei⸗ ftern wie es war im 4.—..——.——.— 2.—— 3—. An⸗fang, eotundim⸗ mer⸗ ⸗dar, und von E-wig⸗ *) Dieselbe gilt im wesentlichen auch für den Gottesdienst an Fest⸗ und Feiertagen. *— IN E +————— H keit zu E⸗wig⸗keit. A ⸗ men. Pfarrer: Sündenbekenntnis. Herr, er ⸗ bar une dich uns⸗ ser! ů 1— ee, Kn Chri⸗ ste, er⸗bar⸗me dich un⸗—— — ———— — Herr, er⸗ var„me dich uns ser! oder: öI...... usw. Herr, er⸗-barm' dich Pfarrer: Gnadenverkündigung mit„Ehre sei Gott in der Höhe“. Gemeinde: ID und Frie⸗de auf Er-den und den + — 7—— . + I . Men⸗ ⸗schen ein Wohl-⸗ fal [Statt dessen kann an eaer 905 Chor mit dem großen„Gloria“ eintreten.] .— III Pfarrer: Der Herr sei mit euch. Gemeinde: —— 22—————.— DDDE Und mit dei⸗ nem Gei ⸗ste. Pfarrer: Gebet. Gemeinde:— 1 —— dden mnnen. 235— .. A⸗ men. A⸗ men. Pfarrer: Schriftverlesung. Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren; oder: Ehre sei dir, o Herr; oder: Lob sei dir, o Christe. Gemeinde: —. I 1 SSISIEIIIt... ↄ— 2.—1— 1 2 —— Hal ⸗-le⸗ lu⸗ ja,— Hal⸗le⸗ äũött?t»'ee D 1— 1 21 1 lu⸗ ja,.— Hal ⸗le⸗ lu ⸗ jal! (In der Passionszeit und am Bußtag: Amen.) Pfarrer: Glaubensbekenntnis. Gemeinde: — A⸗-men, A⸗men, A⸗ men.“) 3*0 Dieses dreimalige„Amen“ ist auch nach dem Segen bei der Abendmahlsfeier zu nehmen. Gemeinde: Hauptlied. Pfarrer: Predigt.“) Das allgemeine Kirchen⸗ gebet usw. Gemeinde: Schlußvers. Pfarrer: Gebet, wo es üblich ist. Segen. Gemeinde: —— A⸗men, A⸗men, A⸗ men. *) Nach Schluß der Predigt und vor dem Kanzel⸗ gebet kann ein Liedvers gesungen werden. Druck und Verlag des reformierten Waisenhauses zu Kassel. — . ..— — —— —————————— —.— —— —. — 2— —.—..———