IE ————————————— 1* — V ů. 2 2 . K. 1 7 5 470 I 4 44 4 4 9 .— 8 V 4 —* e 1 14 04 I — + 27* Rf AIu 2³ VIB..— R Ws W / —˙1 0—— ———— — Evangelisches Gelanabuch für Rheinland und Westfalen. Dortmund. Druck und Verlag von W. Crüwell. 1893. Unlv Sl. Glessen 5 Es ist in einem Kullern! NINON Heil, ist auch kein andlerer Name den N Mlenschen gegehe I, Cari lnen wir 7½ ö H sollen selig wertlen. E Apostelgeschichte 4, 12 / ö Für zur frommen Erinnerung an 6 VW x N V... N N, SSDEE — — Gebet A— Übersicht des Inhalts. Das Gesangbuch I. Lob und Dank, Nr. 1—25 II. Kirchliche Zeiten, Nr 24—170 „Sonntag, Nr. 24—40. Advent, Nr. 41—57 „Weihnachten, Nr. 58—74 Epian Nr. 75—82 Harnen dr Nr. 83—88 Passion, Nr. 89—116. Ostern, Nr. 117—19ꝰ77. „Himmelfahrt, Nr. 138—149 9. Pfingsten, Nr. 150—1653. 10. Trinitatis, Nr. 166—170 III. Kirche und Gnadenmittel, Nr. 171-235 1. Kirche, Nr. 171-205. 2. Wort Gottes, Nr. 206—212 2 3. Taufe, Nr. 213—-216 4. Konfirmation, Nr. 217—222 5. Abendmahl, Nr. 223—235 IV. Christliches Leben, Nr. 236—408 1. Buße, Nr. 236—258.. 2. Glaube und Rechtfertigung, Nr. 259—280 3. Heiligung, Nr. Hott⸗R 4. Vertrauen auf Gott, 363—408 V. Besondere Zeiten,“ Snderhel 04 409—471 1. Morgen, Nr. 409—425. 2. Mittag, Nr. 426—429 3. Abend, Nr. 430—453 4. Hausstand, Nr. 454—459 5. Ernte, Nr. 460— 463 6 . e Krieg und Nr. 464-466 Vaterland und Obrigkeit, Nr. 467—471 Tod, Gericht und Ewigkeit, Nr. 472 522 1. Tod und Begräbnis, Nr. 472 507 2. Die 0 Dinge, Rr. 508 522 VII. Psalmen, Nr. 523—537* Geistliche Lieder Gebere A. 47.70 für die häusliche Andacht! IJ. Morgengebeten. II. Abendgebete. III. Tischgebete Seite 5—511 5—28 29—149 29—39 39—53 53—67 67—75 75—79 79—102 102—121 121—131 131—146 146—149 150—202 150—178 178—184 184—186 186—189 190—202 203—393 203—228 228—257 258—346 346—393 394—445 394—409 410—411 411—428 428—433 —133—437 137—441 141—445 146—493 146—479 179—493 194—511 512—539 540—586 540—565 540—544 544—550 5⁵⁰0 Übersicht des Inhalts. Seite IV. Gebete für die i 3 3 Advent. 92 55⁵ Weihnachten „Jahresschluß Neujahr „Epiphanienzeit Passionszeit Karfreitag. Ostern. „Himmelfahrt Pfingsten. Trinitatisfest 2. Erntefest „Reformationsfest Königsgeburts 0. Bußtag 16. Totenfest „Schulgebete „Gebete für gottes dienstli id he Handlungen. I. Beim Eingang in die Kirche II. Beim Ausgang aus der Kirche III. Am Tauftagen. IV. Am Konfirmationstage. V. Zur Vorbereitung oder Beichte VI. Zur Feier des heiligen Abendmahls D. Bereitung zum Eide** E. Gebete in allerlei Not F. Gebete für Kranke und Sterbende Verzeichnis der alten und neuen tirglichen Bibellektionen Bibel⸗Lesetafel. Verzeichnis der Liederdichter. 602—615 Alphabetisches Verzeichnis der Lieder des Gesangbuchs 616—623 Vergleichende Tabelle mit dem Militärgesangbuch 6²⁴ . ——— — —— * 1 Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum, daß nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade; ein Wohlgefalln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlaß, all Fehd hat nun ein Ende. 2. Wir loben, preisn, anbeten dich; für deine Ehr wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich re— gierst ohn alles Wanken. Ganz unermessn ist deine Macht, fort gschieht, was dein Will hat bedacht: wohl uns des feinen Herren! 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn deines himm— lischen Vaters, Versöhner der'r, die warn verlorn, du Stiller unsers Haders; I. Lob und Dank. Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich unser aller. 4. O heilger Geist, du höchstes Gut, du allrheil— samster Tröster, vors Teu— fels Gwalt fortan behüt, die Jesus Christ erlöset durch große Martr und bittern Tod; abwend all unsern Jammr und Not, dazu wir uns verlassen. Nikolaus Decius 4 1541. Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir. Dich, Vater in Ewigkeit, ehret die Welt weit und breit. All Engel und Himmelsheer und was dienet deiner Ehr, auch Cherubim und Seraphim singen immer mit hoher Stimm: Hei— lig ist unser Gott! Heilig ist unser Gott! Heilig ist 6 Lob und Dank. unser Gott, der Herre Zebaoth! Dein göttlich Macht und Herrlichkeit geht über Himml und Erden weit. Der heiligen zwölf Boten Zahl und die lieben Pro— pheten all, die teuren Märtrer allzumal loben dich, Herr, mit großem Schall. Die ganze werte Christenheit rühmt dich auf Erden allezeit: dich, Gott Vater, im höchsten Thron, deinen rechten und eingen Sohn, den heiligen Geist und Tröster wert mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. Du König der Ehren, Jesu Christ, Gott Vaters ewger Sohn du bist; der Jungfrau Leib nicht hast verschmäht, zu erlösen das menschlich Geschlecht. Du hast dem Tod zerstört sein Macht und all Christen zum Himmel bracht. Du sitzst zur Rechten Gottes gleich mit aller Ehr ins Vaters Reich. Ein Richter du zukünftig bist alles, das tot und lebend ist. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, die mit dein'm teurn Blut erlöset sein. Laß uns im Himmel haben teil mit den Heil— gen in ewgem Heil. Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ, und segne, das dein Erbteil ist; wart und pfleg ihr'r zu aller Zeit und heb sie hoch in Ewigkeit. Täglich, Herr Gott, wir loben dich und ehrn dein Namen stetiglich. Behüt uns heut, o treuer Gott, vor aller Sünd und Misse— that. Sei uns gnädig, o Herre Gott, sei uns gnädig in aller Not. Zeig uns deine Barmherzigkeit, wie unsre Hoffnung zu dir steht. Auf dich hoffen wir, lieber Herr: in Schanden laß uns nimmermehr. Amen. Das Tedeum, deutsch von Martin sch Luther 1483—1546. Psalm 103. 3 Nun lob, mein Seel, den Herren, was in mir ist den Namen sein! Sein Wohlthat thut er mehren, vergiß es nicht, o Herze mein! Hat dir dein Sünd vergeben und heilt groß Leben seinen Trost dem Herrf die lei unsr 2 0. barn Kind Hern wir rein. Gen sind berf Blu der weh msre teht. ieber laß nen. Tartin 46. eel, in tin er icht, dir und heilt dein Schwachheit groß, errett't dein armes Leben, nimmt dich in seinen Schoß, mit reichem Trost beschüttet, verjüngt dem Adler gleich; der Herr schafft Recht, behütet, die 00 in sein'm Reich. Er hat uns wissen asen sein heilig Recht und sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen, es mangelt an Erbarmung nicht; den Zorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld, die Gnad thut er nicht sparen, den Blö— den ist er hold; sein Güt ist hoch erhaben ob den'n, die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend, ist unsre Sünd dahin. 3. Wie Väter sich er⸗ barmen ob ihrer jungen Kindelein, so thut der Herr uns Armen, wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt das arm Gemächte und weiß, wir sind nur Staub, ein bald verwelkt Geschlechte, ein Blum und fallend Laub: der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer Lob und Dank. 7 da; also der Mensch ver— gehet, sein Ende ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad al⸗ leine steht fest und bleibt in Ewigkeit bei seiner lieben Gmeine, die steht in seiner Furcht bereit, die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmel— reich: ihr starken Engel, waltet seins Lobs und dient zugleich dem großen Herrn zu Ehren und treibt sein heilig Wort. Mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. Johann Gramann 1487—1541. 4 Nun laßt uns Gott dem Herren danksagen und ihn ehren für alle seine Gaben, die wir empfangen haben. 2. Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein gegeben; dieselben zu be⸗ wahren, thut er nie etwas sparen. 3. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben: Christus für uns gestorben, der hat das Heil erworben. 8 Lob und Dank. 4. Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, ge— schenkt das Leben: im Himmel solln wir haben, o Gott, wie große Gaben! 5. Wir bitten deine Güte, daß sie hinfort be— hüte uns Große mit den Kleinen; du kannsts nicht böse meinen. 6. Erhalt uns in der Wahrheit, gieb ewigliche uns aus aller Not erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne und dem, der beiden gleich im höchsten Himmelsthrone: demdrei⸗ maleinen Gott, als der ursprünglich war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. Martin Rinkart 1586—1649. Freiheit, zu preisen dei— nen Namen durch Jesum Christum. Amen. Ludwig Helmbold 1532—1598. Sirach 50, 24— 26. 5 Nun danket alle Gott *mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge thut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindes— beinen an unzählig viel zu gut und noch jetzund gethan. 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort und 6 Nun preiset alle Got⸗ tes Barmherzigkeit, lob ihn mit Schalle, wer— teste Christenheit! Er läßt dich freundlich zu sich la⸗ den: freue dich, Israel, seiner Gnaden. 2. Der Herr regieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt. Viel tau⸗ send Engel um ihn schwe— ben, Psalter und Harfen ihm Ehre geben. 3. Wohlauf, ihr Hei⸗ den, lasset das Trauern sein! Zur grünen Wei⸗ den stellet euch willig ein: da läßt er uns sein Wort verkünden, machet uns ledig von allen Sünden. soll schad seine Mati ner; men⸗ dir, Du Erde berst erlösen d Preis er und em, der höchsten em drei⸗ als der Und ist jetzund 6—1649. alle Got⸗ erzigkeit, lle, wer⸗ Er läßt sich la⸗ Iorael, regieret Zelt; was alles zu Viel tau⸗ hn schwe⸗ ‚ Harfen „ ihr Hei⸗ Trauern nen Wei⸗ illig ein ein Wort het uns Sünden. 4. Er giebet Lob und Dank. 9 Speise die unaufhörlich schreien: reichlich und überall, nach Gelobt sei der Gott Is⸗ Vaters Weise sättigt ersrael! Sein Name sei ge⸗ allzumal; er schaffet früh priesen, der große Wun⸗ und spaten Regen, fül llet der thut und der auch uns alle mit seinem Segen. 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, teste Christenheit! soll hinfort kein Unfall. schaden: freue dich, Israel, seiner Gnaden. Matthäus Apelles von Löwen⸗ stern 1594-1648. Mel. Nun lob, mein Seel, den Herren. 7 Man lobt dich in der 2 Stille, du hocherhab— ner Zions⸗Gott; des Rüh⸗ mens ist die Fülle vor dir, o Herr Gott Zebaoth. Du bist doch, Herr, auf Erden der Frommen Zu⸗ versicht; in Trübsal und Beschwerden läßt du die Deinen nicht; drum soll dich stündlich ehren mein Mund vor jedermann und deinen Ruhm vermehren, so lang er lallen kann. 2. Es müssen, Herr, sich freuen von ganzer Seel und jauchzen schnell, wer⸗ Uns nichts von dir mich scheide, dacht. Willen stehn. mir erwiesen das, was mir nütz und gut: nun das ist meine Freude, zu hangen fest an dir, daß so lang ich lebe hier. 3. Herr, du hast deinen Namen sehr herrlich in der Welt gemacht; denn als die Schwachen kamen, hast du gar bald an sie ge— Du hast mir Gnad erzeiget, nun wie vergelt ichs dir? Ach bleibe mir geneiget, so will ich für und für den Kelch des Heils erheben und preisen weit und breit dich hier, mein Gott, im Leben und dort in Ewigkeit. Johann Rist 1607-1667. Psalm 146. Mel. Valet will ich dir geben. Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Ich will 10 Lob und Dank. den Herren droben hier preisen auf der Erd, ich will ihn herzlich loben, so lang ich leben werd. 2. Wohl dem, der ein⸗ zig schauet nach Jakobs Gott und Heil. Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt: sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt. 3. Hier sind die star⸗ ken Kräfte, die uner⸗ schöpfte Macht; das wei— sen die Geschäfte, die seine Hand gemacht: der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer und die unzählge Herde im großen, wilden Meer. 4. Hier sind die treuen Sinnen, die niemand Un⸗ recht thun, all denen Gutes gönnen, die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, und was er spricht ge— schicht, und wer Gewalt muß leiden, den schützt er im Gericht. 5. Er weiß viel tau⸗ send Weisen, zu retten aus dem Tod; er nährt und giebet Speise zur Zeit der Hungersnot, macht schöne rote Wangen oft bei geringem Mahl, und die da sind gefangen, die reißt er aus der Qual. 6. Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht't. Er liebet alle Frommen, und die ihm günstig sind, die fin⸗ den, wenn sie kommen, an ihm den besten Freund. 7. Ach ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm, der Herr allein ist König, ich eine welke Blum; jedoch weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ists billig, daß ich mehre sein Lob vor aller Welt. Paul Gerhardt 1607-1676. Mel. Nun danket all und bringet Ehr. 9 Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust, ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewußt. 2— der Br avge“ uns a viel He 3. 8 Was k ser gal 0 Vat allein 4. Himm uns g der u Tau 5. in Käl schützt Ver Au Zeter 6. ben hält! güldr Fried land; sich stellt ebet die fin⸗ nen, und. zu inen llein velke ich sein ich aller 76. inget mit und, zens lach mir 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle bist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fließt. 3. Was sind wir doch? Was haben wir auf die— ser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und Most zu seinen Zeiten findt? 6. Wer giebt uns Le⸗ ben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, werten, edlen Fried in unserm Vater— landꝰ 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, du, du mußt alles thun: du hältst die Wach an unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn. Lob und Dank. 14 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, treu— lich bei. 9. Du strafst uns Sün⸗ der mit Geduld und schlägst nicht allzusehr; ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und giebst uns, was uns hoch erfreut und dir zur Ehr gereicht. 141. Du zählst, wie oft. ein Christe wein und was sein Kummer sei; kein Zähr⸗ und Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Le⸗ bens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Him— mels Haus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Mut: dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie man⸗ chen schweren Unglücks— lauf hat er zurückgekehrt! 17. Er hat noch nie⸗ mals was versehn in seinem Regiment: nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner thun und red ihm nicht darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt 1607-1676. Lob und Dank. Sirach 50, 24—26. 1 Nun danket all und bringer Ehr, ihr Menschen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeldt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge thut; 3. Der uns von Mut⸗ terleibe an frisch und ge— sund erhält und, wo kein Mensch mehr helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt; 4. Der, 95 wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Sünd vergiebt und thut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frie⸗ den ruhn auf ˖ unserm Volk und Land; er gebe Glück zu unserm Thun und Heil zu allem Stand. und 6 mit un ängstet ferne 8. 0 Leben unser! wenn abschei 9. Herze Augen drauf in der — — 2 kann, stellt; ihn ein rische werf Sorg eeres Frie⸗ serm gebe hun and. und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil und bleib auch, wenn wir von der Erd abscheiden, unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhardt 1607-1676. 11 Sollt ich meinem Gott nicht singen, sollt ich ihm nicht dank— bar sein? Denn ich seh in allen Dingen, wie so gut ers mit mir mein. Ists doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Herze regt, das ohn Ende hebt und trägt, die in sei— nem Dienst sich üben. Al— les Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jun— gen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Lob und Dank. 13 7. Er lasse seine Lieb Höchsten Arm gedeckt, alsobald von Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, nein, er giebt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein teures Blut gewinn. O du un⸗ ergründter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, giebt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Him— melspfort; daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Reich zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohl⸗ ergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Not entstehen, nimmt ers gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewig— keit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt. Wo ich nur mein Aug hin⸗ kehre, find ich, was mich nährt und hält: Tier und Kräuter und Getreide; in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte nicht sein Lob und Dank. Angesicht mich geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie ein Vater sei— nem Kinde niemals ganz sein Herz entzeucht, ob es gleich, verführt zur Sünde, von dem rechten Pfade weicht: also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu gut, will mein Fehlen mit der Rut und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Seine Strafen, seine Schläge, ob es mir auch bitter scheint, dennoch, wenn ichs recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Das weiß ich für⸗ wahr und lasse mirs nicht aus d Christe Maße sille Vinter der sch also K Pein, erfreue seine in E 11. Zieler Gottes heb i⸗ dir, X bitte, geben, meine fange hier i Leben dieser in E Pa tet, ⁰0 sen. eine in sei⸗ ganz b es inde, Pfade auch nein gut, 1 der dem Alles Zeit, geit. seine auch noch, väge, mein iebet, mich Welt, ngen reuze Ding Ottes für⸗ nicht Lob und Dank. 15 aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein: also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind; bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu um— fangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt 1607—1676. Sam. 7, 12. Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. Bis hieher hat mich 12. Gott gebracht durch seine große Güte, bis hieher hat er Tag und Nacht bewahrt Herz und Gemüte. Bis hieher hat er mich geleit't, bis hie— her hat er mich erfreut, bis hieher mir geholfen. 2. Hab Lob und Ehre, Preis und Dank für die bisherge Treue, die du, o Gott, mir lebenslang bewiesen täglich neue; in mein Gedächtnis schreib ich an: Der Herr hat Großes mir gethan, bis hieher mir geholfen. 3. Hilffernerweit, mein treuster Hort, hilf mir zu allen Stunden, hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wunden, damit ich sag bis in den Tod: Durch Christi Blut hilft /mir mein Gott, er hilft, wie er geholfen. Amilie Juliane von Schwarzburg— Rudolstadt 1637—1706. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. 13 Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder thut, dem Gott, der mein Gemüte mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt. Gebt unserm Gott die Ehre! 16 2. Es danken dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen; und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten woh— nen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott ge⸗ schaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht und alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir, gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Hein und Frieden. Mit Mutter⸗ Lob und Dank. händen leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, die alle Welt erzeiget, so kommt, so hilft der Über⸗ fluß, der Schöpfer selbst und neiget die Vater⸗ augen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre! 7. FDeh will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren; man soll, Gott, deinen Lob— gesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott; der Herr ist Gott, der Herr ist Gott. Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht mit jauchzen⸗ vollem“ die gel laßt un Gott ha dacht un gemacht Gott di Iohann J nig der liebete! Begehr der kü bereit bkeite Hauf,“ wacht! gesang 2.— der all gieret, lers& führet, wie es Hast d süret 2 5 heit v lich g Not h Gott Seinen Gebt Ehre! st und uß, die et, so r Uber⸗ selbst Vater⸗ sonsten ih. Gebt Ehre! ich all 0 Gott, ny man u Lob⸗ Orten zes Herz in Geist ie dich. jott die Christi t unserm Ihr, die bekennt, ott die Götzen er Herr st Gott. ott die hor sein Lob und Dank. 17 vollem Springen, bezahlet. 4. Lobe den Herren, die gelobte Pflicht und der deinen Stand sichtbar laßt uns fröhlich singen: gesegnet, der aus dem Gott hat es alles wohl be-Himmel mit Strömen der dacht und alles, alles recht Liebe geregnet; denke dar— gemacht. Gebt unserm an, was der Allmächtige Gott die Ehre! kann, der dir mit Liebe Johann Jakob Schütz 1640 1690. begegnet. 3. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den 14 Lobe den Herren, 191 ist, „ 19. zNamen! Alles, was Odem den mächtigen Kö— 1. 9r nig der Eiitert. irieint„hat, lobe mit Abrahams EEE men geSamen! Er ist dein Licht, liebete Seele, das ist mein= Seele, vergiß es ja nicht; Begehren. Kommet zu n in E .i, lob ihn in Ewigkeit! Amen. Oauf, Pialter und Harfe, — 5 Joachim Neander 1650—-1680. wacht auf, lasset den Lob— esang hören!——0 ge 926 1⁵5 Wunderbarer Kö— der alles re-uns allen, laß dir unser gieret, der dich auf Ade⸗Lob gefallen. Deine Gna— lers Fittichen sicher ge⸗denströme hast du lassen führet, der dich erhält, fließen, ob wir schon dich wie es dir selber gefällt. oft verließen. Hilf uns Hast 90 nicht dieses ver⸗noch, stärk uns doch; laß spüret? die Zunge singen, laß die 3. Lobe den Herren, Stimme klingen. der künstlich und fein dichh 2. Himmel, lobe präch— bereitet, der dir Gesund- tig deines Schöpfers heit verliehen, dich freund- Stärke, mehr als aller lich geleitet: in wie viel Menschen Werke. Großes Not hat nicht der gnädige Licht der Sonnen, schieße Gott über dir Flügel ge- deine Strahlen, die das breitet! große Rund bemalen. 2 18 Lobet gern, Mond Stern, seid bereit zu eh⸗ ren einen solchen Herren. hin, wo die Sonne steht! 3. O du meine Seele, singe fröhlich, singe, singe deine Glaubenslieder. Was nur Odem holet, jauchze, preise, klinge, wirf dich in den Staub dar⸗ nieder. Er ist Gott Ze— baoth, er ist nur zu lo⸗ ben hier und ewig droben. 4. Hallelujah bringe, wer den Herren kennet, wer den Herren Jesum liebet; Hallelujah singe, welcher Christum nennet, sich von Herzen ihm er— giebet. S wohl oOir! Glaube mir: endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben. Joachim Neander 1650-1680. 16 O daß ich tausend Zungen hätte und einen tausendfachenMund, so stimmt ich damit in die Wette vom allertiefsten Herzensgrund ein Lob— lied nach dem andern an von dem, was Gott an mir gethan. Lob und 555. Preis! O daß doch meine Sidnte schallte bis da— O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich. 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräs— chen in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Ver⸗ mögen ist zu matt, die großen Wunder zu er⸗ Blut höͤhu, d mich st 6.— liebster Lob fü für al rater, mir er deiner meiner 2—— sei ge erbarn sich m erwies ch meine bis da⸗ me steht! Blut mit „so lang ufe geht! der Puls der Odem veigt ihr e Kräfte? ucht allen nd stehet schäfte zu 5Herren, Leib und dich und inniglich. en Blätter rn, bewegt doch mit nͤen Gräs⸗ eldern, ihr doch eure tes Ruhm d stimmet ir ein! alles, was und einen Rhat, sol n Gehilfen mein Ver⸗ matt, die Her zu er⸗ Lob und Dank. 19 höhn, die allenthalben um du, o Herr, Gott Zebaoth! mich stehn. Du trägst mit meiner 6. Dir sei, 9 aller Sündenschuld unsäglich liebster Vater, unendlich gnädige Geduld. Lob für Leib und Geist, 10. Ich hab es ja mein für alles, mildester Be⸗ Lebetage schon so manch rater, was deine Güte liebes Mal gespürt, daß mir erweist, was du in du mich unter vieler deiner ganzen Welt zu Plage zwar wunderbar, meinem Nutzen hast be-Tdoch wohl geführt; denn stellt. in der größesten Gefahr 7. Mein treuster Jesu, ward ich dein Trostlicht sei gepriesen, daß dein stets gewahr. erbarmungsvolles Herz 11. Wie sollt ich nun sich mir so hilfreich hat nicht voller Freuden in erwiesen und mich durch deinem steten Lobe stehn? Blut und Todesschmerz Wie wollt ich auch im von aller Teufel Grau- tiefsten Leiden nicht tri— samkeit zu deinem Eigen⸗ umphierend einher gehn? tum befreit. Und fiele auch der Himmel 8. Auch dir sei ewig ein, so will ich doch nicht Ruhm und Ehre, o heilig traurig sein. werter Gottesgeist, für 12. Ich will von dei— deines Trostes süße Lehre, ner Güte singen, so lange die mich ein Kind des sich die Zunge regt, ich Lebens heißt. Ach wo will dir Freudenopfer was Guts von mir ge-bringen, so lange sich schicht, das wirket nur mein Herz bewegt. Ja dein göttlich Licht. wenn der Mund wird 9. Wer überströmet kraftlos sein, so stimm mich mit Segen? Bist ich doch mit Seufzen ein. du es nicht, o reicher 13. Ach nimm das Gott? Wer schützet mich arme Lob auf Erden, auf meinen Wegen? Du, mein Gott, in allen Gna— 2* 20 den hin; im Himmel soll es besser werden, wenn ich bei deinen Engeln bin: da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halle⸗ lujah vor. Johann Mentzer 1658-1734. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. (Alle Menschen müssen sterben.) 17. Womit soll ich dich wohl lorn, mäch⸗ liger Herr Zebaoth? Sende mir dazu von 2—97 deines Geistes Kraft, mein Gott; denn ich kann mit nichts erreichen deine Gnad und Liebeszeichen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 2. Herr, entzünde mein Gemüte, daß ich deine Wundermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht; denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 3. Denk ich, wie ich dich verlassen, wie ich häufte Schuld auf Schuld, Lob und Dinge Zeit keinem Dank. so möcht ich vor Scham erblassen vor der Lang— mut und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getragen mit Er⸗ barmen. Tausend-, tau sendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 4. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sündenhöhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesöhnet haben Und mit Krar zum Leben laben. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 5. Ja, Herr, lauter Gnad und Wahrheit sind vor deinem Angesicht; du, du trittst hervor in Klar⸗ heit, in Gerechtigkeit, Ge— richt, daß man soll aus deinen Werken deine Güt und Allmacht merken. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 6. Wie du setzest jedem und Maß, Gewicht und Ziel, damit zu geringe möcht geschehen noch zu viel, o hab Weisen auch 3 send⸗, to großer! 7 8 bald m Herren nurem reiten, geben d liches an dein Tauser dir, g dafür. 8. Uimmt es Ki o hast liebet, u jed meine wenns gekom tausen König 9. Adlert gen v lern, wund schien so hab ich auf tausend Weisen deine Weisheit auch zu preisen. Tau⸗ send⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu be⸗ reiten, sich ganz zu er⸗ geben dir, daß mein gänz— liches Verlangen möcht an deinem Willen hangen. Tausend-⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 8. Wie ein Vater Lob und Dank. 21 rinnen, ward doch deiner Hilf ich innen. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 10. Fielen tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließest du mich doch be— gleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets ent— gangen. Tausend-, tau— sendmal sei dir, großer König, Dank dafür. II. Vater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit, und du hast zu nimmt und giebet, wie mir geneiget, Jesu, deine es Kindern nützlich ist,‚ Freundlichkeit, und durch so hast du mich auch ge-dich, o Geist der Gnaden, liebet, Herr mein Gott, werd ich stets noch ein⸗ zu jeder Frist und dich geladen. Tausend-, tau⸗ meiner—angenommen, sendmal sei dir, großer wenns aufs höchste war König, Dank dafür. gekommen. Tausend⸗, 12. Tausendmal sei dir tausendmal sei dir, großer gesungen, Herr mein König, Dank dafür. Gott, Preis, Lob und 9. Mich hast du auf Dank, daß es mir bisher Adlersflügeln oft getra- gelungen. Ach laß mei— gen väterlich, in den Thä-nes Lebens Gang ferner lern, auf den Hügeln doch durch Jesu Leiten wunderbar errettet mich; nur gehn in die Ewig— schien auch alles zu zer- keiten; da will ich, Herr, 22 Lob und Dank. für und für ewig, danken dir. ewig am besten Rat und That. Hallelujah, Halle— Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. lu jah. Psalm 146. 18. Lobe o meine Seele, ich will ihn loben bis zum Tod. den Erden auf zähle, will ich lobsingen meinem Der Leib und Seel werde ge⸗ spat. Gott. gegeben hat, priesen früh und n Hallelujah. und den Herren, und was darinnen ist ge— Weil ich noch Stun— Er ists, 4. Dieser hat Himmel Meer und Erden macht; alles muß pünkt— lich erjüllet werden, was er uns einmal zugedacht. der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Hal— 2—5 Hallelujah. „Zeigen sich welche, die Unrecht leiden: er 2. Fürsten sind Men- ists, der ihnen Recht ver— schen, vom Weib geboren, schafft; und kehren um zu ihrem Staub, ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil denn kein Mensch uns helfen kann, 5. man Gott um Hilfe an. Hallelujah, Hal— lelujah. H 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, de3 Hil ilfe der Gott Jakobs üst, Her sich vom Glauben durch Liebe sehn. sicht ist Hant läßt trennen und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn Hungrigen will er zur Speis bescheiden, was ihnen dient zur Le— benskraft; die hart Ge— bundnen macht er frei, und seine Gnad ist man— cherlei. Hallelujah, Hal— lelujah. 6. Sehende Augen giebt er den Blinden, erhebt, die tiefgebeuget gehn; wo er kann einige Fromme finden, die läßt er seine Sein Auf⸗ des Fremden Trutz, Witwen und Wai— sen hält er Schutz. Hal— zum Beistand hat, findet lelujah, Halleluj ah. —— 7. Al vergeßn mit stat daß sie kehrte“ selbst Der He lich: Zi stets fü Hallelu 8. 9 schen, des, de thut! hat, bringe Mut! lobt u Sohn Hallel A V Me 19. Auge Erde die S mut kreis und Bͤse wie V — und halle⸗ mel rden t ge⸗ ünkt⸗ was acht. scher uns Hal⸗ elche, 3 ver⸗ will Lob und Dank. 23 7. Aber der Gottes⸗Erde, ja dein ganz Ge— vergeßnen Tritte kehrt er biete ist ein Schauplatz mit starker Hand zurück, deiner Güte: deiner Lang— daß sie nur machen ver⸗mut Ehre wird durch kehrte Schritte und fallen neue Proben immer herr—⸗ selbst in ihren Strick. licher erhoben. O wie Der Herr ist König ewig-(weit, o wie breit über lich; Zion, dein Gott sorgt Berg und Hügel streckt stets für dich. Halleluj 1a.sii⸗ ihre Flügel. 4— 3. Was wir davon den— 8. Rühmet, ihr Men⸗—5 was wir sagen kön— schen, den hohen Namen nen, ist ein Schatten nur des, der so große Wunder zu nennen. Tag für Tag thut! Alles, was Odem zu leiden, Tag für Tag hat, rufe Amen und zu dulden so viel Milli— bringe Lob mit frohem onen Schulden, und dazu Mut! Ihr Kinder Gottes, ohne Ruh lieben für das lobt und preist Vater und das fa Herr, wer kaun Sohn und heilgen Geist! das fassen? Hallelujah, Hallelujah. 4. D vergiebest Sün— Johann Daniel Herrnschmidt de, hörst der Sünder 1675—1723. Flehen, wenn sie weinend Mel. Wunderbarer König. vor dir stehen. Deine 19 Unumschränkte Lie-Rechte dräuet und er— be, gönne blöden barmt sich wieder, legt Augen, die sonst kaum auf die Pfeile gerne nieder, Erden taugen, daß sie in obwohl doch immer noch die Strahlen deiner Lang- neue Schuld sich reget, mut blicken, die den Erd- wenn dein Zorn sich leget. kreis wärmend schmücken 5. Herr, es hat noch und zugleich freudenreich keiner, der zu dir ge— Bösen und den Deinen gangen, statt der Gnade wie die Sonne scheinen. Recht empfangen: wer zu 2. Wasser, Luft und deinen Füßen sich mit 24 Lob und Dank. Thränen senket, dem wird Ehrfurcht dienen dir Se⸗ Straf und Schuld ge⸗raphim und Cherubinen, schenket. Unser Schmerz der Engel Scharen ohne rührt dein Herz, und du Zahl. Alle Geister, die willst der Armen gnädig dich kennen, dich heilig, dich erbarmen. heilig, heilig nennen; sie 6. König, sei gepriesen, fallen nieder allzumal. daß du so verschonest und Ihr Seligsein bist du; dir uns nicht nach Werken jauchzet alles zu. Amen! lohnest; deiner Hand sei Amen! Auch wir sind Ehre, die so wohl regieret dein und stimmen ein: und mit Ruhm das Zepter Du, Gott, bist unser Gott führet. Fahre fort, Zions allein! Hort, Langmut auszu⸗ 3. Droben knien vor üͤben und die Welt zu deinem Throne die Altes— lieben. ten mit goldner Krone, Johann Jakob Rambach 1693—1735. der Erstgebornen selge Mel. Wachet auf! ruft uns die Schar samt den unzähl⸗ Stimme. baren Frommen, die durch 20 Großer Gott, wir den Sohn zu dir gekom „fallen nieder. Zwar men; sie bringen ihre du bedarfst nicht unsre Psalmen dar: Macht, Lieder: uns ziemt und Weisheit, Herrlichkeit, nützt dein Lob so sehr. Preis, Dank in Ewigkeit! Dir zum Lob sind wir ge-Amen! Amen! Auch wir boren, so teur erkauft, sind dein und stimmen so hoch erkoren. O Selig-ein: Du, Gott, bist unser keit, dir geben Ehr! Zu Gott allein! deinem Lobe nur ist alle 4. Alle preisen deine Kreatur. Selges Wesen, Werke, die Weisheit, Liebe, zu dir wir nahn und beten Huld und Stärke, die über an; in Geist und Wahr-alles Denken geht. Treue, heit seis gethan. Langmut, Licht und Se— 2. Tag und Nacht mitsgen ist, Herr, in allen Reinen! shdu doch Y in alles Amen! sind de ein: Dl Gott a 5. K zu ver dich w Nimm Heiligt von di dein N fließ Ruhm stes( und M Im Fr und P unser Nach Ge A. Stärt unde und biet. V sosi und nen ser Lob und Dank. 25 deinen Wegen, kein Lob durch sein Schelten die ist, das dich guug erhöht: Himmel wieder in ihr doch ist es eingeprägt Nichts. in alles, was sich regt. 3. Licht ist sein Kleid, Amen! Amen! Auch wir und seine Wahl das Beste. sind dein und stimmen Er herrscht als Gott, und ein: Du, Gott, bist unser seines Thrones Feste ist Gott allein!“ Wahrheit und Gerechtig— 5. Komm, in uns dich keit. 3u Wel nen, daß wir 4. Unendlich reich, ein 61 würdiglich verehren. Meer von Seligkeiten, ohn Nimm uẽnser Herz zum Anfang Gott und Gott in Heiligtum, daß es, ganz ewgen Zeiten: Herr aller von dir erfüllet und durch Welt, wer ist dir gleich? dein Nahesein gestillet, 3 5 Was d fließ in deiner Gottheit. 5 Vas ist und war ließ in e ien Hinimel, Erd iiid Ruhm. Dich, unser höch⸗.—— — ½. Meere, das kennet Gott, stes Gut, erhebe Geist e, We Haer 9 19 und seiner Werke Heere und Mut. Amen! Amen!.— 25.. Cad sind ewig vor ihm offen⸗ Im Freudenschein, in Leid 535 und Pein bleibst du, Gott, 6 Eu 9— unser Gott allein. 6. Er ist um mich, Nach Gerh. Tersteegen 16971769. schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor Psalm 139. oder nachmals thue, und 21 Gott ist mein Lied: Der ist der Gott der Stärke, Herr ist sein Nam, und groß sind seine Werke, und alle Himmel sein Ge— biet. 2. Er will und sprichts, so sind und leben Welten; und er gebeut, so fallen er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah, du sitzest oder gehest, ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöhest, so ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rat der Seele; er weiß, wie oft ich Gutes 26 Lob und Dank. thu und fehle, und eilt,. mit dem Troste stillen, mir gnädig beizustel n. daß d deine Hand mein Le— 9. Er wog mir dar, hält? was er mir geben wollte; 15. Ist Gott mein schrieb auf sein Buch, wie Sch utz, will Gott mein lang ich leben sollte, da Retter werden, so frag ich noch unbereitet war. ich nichts nach Himmel 10. Nichts, nichts ist und nach Erden und biete mein, das Gott nicht an selbst der Hölle Trutz. gehore. Herr, immerdar Christian Fürchtegott Gellert soll deines Namens Ehre, 17½3 dein Lob in meinem Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. Munde sein. 22. Wenn ich, o Schöp— 11 Wer kann die Pracht fer, deine Macht, von deinen Wundern fas- die Weisheit deiner Wege, sen? Ein jeder Staub, den die Liebe, die für alle du hast werden lassen, ver— wacht„anbetend überlege, kündigt seines Schöpfers so weiß ich, von Bewun— Macht. drung voll, nicht, wie ich 12. Der kleinste Halm dich erheben soll, mein ist deiner Weisheit Spie⸗-Gott, mein Herr und gel. Du Luft und Meer, Vater. ihr Auen, Thal und Hügel! 2. Mein Auge sieht, ihr seid sein Loblied und wohin es blickt, die Wun— sein Psalm. der deiner Werke: der 13. Du tränkst das Himmel, prächtig ausge— Land‚ führst uns auf grüne schmückt, preist dich, du Weiden, und Nacht und Gott der Stärke. Wer Tag und Korn und Wein hat die Sonn an ihm er— und Freuden empfangen höht? Wer kleidet sie mit wir aus deiner Hand. Majestät? Wer ruft dem 14. Kein Sperling fällt, Heer der Sterne? Herr, ohne deinen? Willen; 3. Wer mißt dem Winde sollt ich mein Herz arichtenen Lauf? Wer heißt die Hin schließ Erde a zu seg Macht Gott, so wei ken re 40 nensch preist Bring ringst nem ruft! Prack Saat, bring Ehre 5. Leb, wun Men sein kenn der Prei Bew und Lob und Dank. alle Welt fürcht ihren schließtt den Schoß der Herrn und hoff auf ihn Erde auf, mit Vorrat uns und dien ihm gern: wer zu segnen? O Gott der wollte Gott nicht dienen? Macht und Herrlichkeit, Christian Fürchtegott Gellert Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wol— Mel. Die Tugend wird durchs ken reichen. Kreuz geübet. 4. Dich predigt Son⸗93 Wie groß ist des nenschein und Sturm, dich VeAllmächtgen Güte! preist der Sand am Meere. Ist der ein Mensch, den Bringt, ruft auch der ge⸗(sie nicht rührt, der mit ringste Wurm, bringt mei-(verhärtetem Gemüte den nem Schöpfer Ehre! Mich, Dank erstickt, der ihm ge— ruft der Baum in seiner bührt? Nein, seine Liebe Pracht, mich, ruft die zu ermessen sei ewig meine Saat, hat Gott gemacht; größte Pflicht: der Herr bringt unserm Schöpfer hat mein noch nie ver Ehre! gessen, vergiß, mein Herz, 5. Der Mensch, ein auch seiner nicht. Leib, den deine Hand so 2. Wer hat mich wun— wunderbar bereitet, der derbar bereitet? Der Mensch, ein Geist, den Gott, der meiner nicht sein Verstand dich zu er- bedarf. Wer hat mit Lang— kennen leitet: der Mensch, mut mich geleitet? Er, der Schöpfung Ruhm und dessen Rat ich oft verwarf. Preis, ist sich ein täglicher Wer stärkt den Frieden Beweis von deiner Güt im Gewissen? Wer giebt und Größe. dem Geiste neue Kraft? 6. Erheb ihn ewig, o Wer läßt mich so viel mein Geist, erhebe seinen Guts genießen? Ists nicht Namen! Gott, unser sein Arm, der alles schafft? Vater, sei gepreist, und 3. Schau, o mein Geist, alle Welt sag Amen! Und in jenes Leben, zu wel— die Himmel regnen? Wer 28 Lob und Dank. chem du erschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. den, durch Gottes sind sie dein. Sieh, da⸗ rum mußte Christus lei⸗ Du hast ein Recht zu diesen Freu⸗ Güte vollkommen sein wie er; je mehr ich dies Gebot erfülle, stell ich sein Bild— nis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle, den, damit du üömmbest herrscht doch in mir die selig sein. sollte rufen, ich nicht hö— ren, den Weg, 991 Er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz ge— schrieben, sein Wort be— stärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich. Sünde nicht. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren und seine Güte nicht verstehn? Er 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immer— dar vor Augen sein: sie stärk in mir die Triebe, mein ganzes L zeben dir zu weihn; sie tröste mich zur Zeit der Schmer— zen, sie leite mich zur Zeit des Glücks und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letzten Augen— blicks. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 24. treuer von d treibe ner L nur mir Willi Ewig Mkole 25 dein uns 10 na Valet will ich dir geben. Laß mich dein sein und bleiben, du treuer Gott und Herr; von dir laß mich nichts treiben, halt mich bei dei— ner Lehr. Herr, laß mich nur nicht wanken, gieb mir Beständigkeit; dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit. Nikolaus Selnecker 1530—1592. 25 Herr Jesu Christ, dich zu uns wend, dein heilgen Geist du zu uns send, mit Hilf und Gnad er uns regier und uns den Weg zur Wahr⸗ heit führ. 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein, den Glauben mehr, stärk den Verstand, daß uns II. Kirchliche Zeiten. 1. Sonntag. dein Nam werd wohl be— kannt; 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott der Herr! und schauen dich von Ange— sicht in ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heil— gen Geist in einem Thron, der heiligen Dreifaltigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. 1651• Psalm 100. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Mel. Nun jauchzt dem 26. Herren, alle Welt! Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt, kommt mit Frohlocken, säumet nicht, kommt vor sein hei⸗ lig Angesicht. Sonntag. 2. Erkennt, daß Gott werten heilgen Geist sei ist unser Herr, der uns nun und immerdar ge— erschaffen ihm zur Ehr, preist. Und nicht wir selbst: durch Mach Kornelius Becker 1561—1604.) Gottes id 35 151. David Denicke 1603-1680. vTaui 557** an Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. wohl bedacht und uns 5 0. 93—5 1318. seinem Volk gemacht, an perbei din. Wache wird Schafen, die er ist bereit 25.0 anr 15 Rer zu führen stets auf gute nmn wieder neu; 2——5 Weid. 00 mein Gott das Licht 4. Die ihr nun wollet Hemacht, 1 9300—.— bei ihm sein, kommt, e ert. Leben bracht. zu seinen Thoren ein 950 0 Loben durch der Psalmen 2. DU ist der T, Klang, zu seinem Vorhof da As Eheis dant mit Gesang. Tod für mich erstanden 5. Erhebet Gott, lob-ist und! schenkt mir die singet ihm, lobsinget ihm Gerechtigkeit, Le⸗ mit hoher Stimm, lob— ben, Heil und Seligkeit. singt und lobet allesamt: Hallelujah. Gott loben, das ist un⸗ 3. Das ist der rechte ser Amt. Sonnentag, da man sich 6. Er ist voll Güt und nicht gnug freuen mag, Freundlichkeit, voll Treu da wir mit Gott versöh⸗ und Lieb zu jeder Zeit: net sind, daß nun ein sein Gnade währet dort Christ heißt Gottes Kind. und hier und seine Wahr-⸗Hallelujah. heit für und für. 4. Mein Gott, laß mir 7. Gott Vater in dem dein Lebenswort, führ höchsten Thron und Je- mich zur Himmels⸗Eh⸗ sus Christ, sein einger renpfort, laß mich hier Sohn, samt Gott dem leben heiliglich und dir lobsing ljah. Joh Mel.“ Oder: 28. Zeuch mein mich. 2 und d gen G der h sei L Ewig Joh 20 dein lenke auf lehr Sonntag lobsingen ewiglich. Halle-von der Erden ganz zu lujah. dir gezogen werden. Johann Olearius 1611—1684. 2. Unser Wissen und Mel. Herr Jesu Christ, dichzu. Verstand ist mit Finster⸗ uns wend. nis umhüllet, wo nicht (Oder: Mel. Erhalt uns, Herr, 8 bei deinem Wort. deines Geistes Hand uns Herr, öffne mir mit hellem Licht erfüllet; 28 die Lenenthür, Gutes denken, thun und zeuch durch dein Wort dichten mußt du selbst in mein Herz zu dir, laß uns verrichten. mich dein Wort bewah⸗3. O du Em der ren rein, laß mich dein Herrlichkeit, Licht vom E 8 Kind und Erbe sein. Licht aus efe geboren, 2. Dein Wort bewegt mach uns allesamt bereit, des Herzens Grund, dein öffne Herz zen, Mund und Wort macht Leib' und Ohren: unser Bitten, Seel gesund, dein Wort Flehn und Singen laß, 41 ist, das mein Herz er- Herr Jesu, wohl gelingen. freut, dein Wort giebt Tobias Clausnitzer 1618-1684. Trnß Seliakei Trost und Se ligleit. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 3. Ehr sei dem 30. Unsern Ausgang und dem Sohn, dem heil— segne Gott, unsern gen Geist in einem Thron, Eingang g leichermaßen, der heiligen Dreieinigkeit segne unser täglich Brot, sei Lob und Preis in segne unser Thun und Ewigkeit. Lassen, segne uns mit Johann Olearius 1611-1684. selgem Sterben und mach 2 Liebster Jesu, wir uns zu Himmelserben. *. sind hier, dich und Hartmann Schenk 1634 1681. dein Wort anzuhören: Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. lenke Sinnen und Begier 31 Höchster Gott, wir auf die süßen Himmels— danken dir, daß du lehren, daß die Herzen uns dein Wort gegeben. 22 32 Gieb uns Gnade, heilig leben, er thätig sei durch Werke. 2. Unser Gott Vater du, der uns lehret, was wir sollen, schenk uns deine Gnad dazu, gieb zum Wissen uns das 3 Wollen, laß uns ferner noch gelingen auch zum Wollen das Vollbringen. 3. Gieb uns, eh wir gehn nach Haus, deinen väterlichen Segen. Breite deine Hände aus, leite uns auf deinen Wegen. Laß uns hier im Segen gehen, dort gesegnet auf— erstehen. Johann Adam Haßlocher 1645—1726. Mel. Gott des Himmels und der Erden. 32 Großer Gott von —alten Zeiten, dessen Hand die Welt regiert, dessen Treu auf allen Seiten mich von Jugend auf geführt, heute weckt des Tages Lauf mich zu lauter Andacht auf. 2. Ach wie lieb ich Sonntag. daß diese Stunden, auch wir nach demselben sind des und den mit Glauben also stärke, daß bunden, da und seinen denn sie Herren Fest, das so viel Trost ver⸗ mein Gott mich ruhen läßt und durch guten Geist mir 25 Weg zum Leben weist. Habe 2 Dank für diesen Warcrr der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt, wenn er betet, wenn er singt, daß es durch die Wolken dringt. 4. Was ist schöner als Gott dienen? Was ist süßer als sein Wort, da wir sammeln wie die Bie⸗ nen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht't. 5. O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Eigentum. Alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn. Kaspar Neumann 1648—1715. erlaubt er v selbst weiht; Gebot Dienst 2.9 aus d irdisch stehn; rem 6 Gottes zu erf ten, f seinen Demu geistlil stertu 9 vor fleh Kraft wohl en und s freud Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. 3. Beschwertes Herz, leg ab die Sor⸗ g ab die S gen, erhebe dich, gebeug⸗ tes Haupt: es kommt der angenehme Morgen, da Gott zu ruhen uns erlaubt. Die Ruhe hat er vorgeschrieben und selbst den Ruhetag ge⸗ weiht; auf, auf, des Herrn Gebot zu üben, zu seinem Dienst sei gern bereit.„ 2. Auf, laß die Welt aus deinem Sinne, dein irdisch Werk muß ferne stehn; du sollst zu höhe— rem Gewinne in deines Gottes Tempel gehn, ihm zu erfüllen deine Pflich- ten, froh zu vermehren seinen Ruhm, in tiefster Demut zu verrichten dein geistlich Werk und Prie— stertum. 3. So bin ich, Gott, vor dir erschienen und fleh um deines Geistes Kraft. Wie kann ich dir wohl würdig dienen, wenn er nicht in mir wirkt und schafft? Wie soll ich freudig vor dich treten, Sonntag. 2 wenn er nicht stillt der Sünden Schmerz? Wie kann ich gläubig zu dir beten, wenn er nicht stärkt mein blödes Herz? 4. Kann meines Her— zens Harfe klingen, wenn sie dein Finger nicht be— rührt? Kann ich zu dir empor mich schwingen, wenn nicht dein Arm mich aufwärts führt? Nann ich ein reines Opfer werden, wenn nicht dein Feuer auf mich fällt, in mir verzehrt die Lust der Erden und mich belebt für jene Welt? 5. Erkauft hat Jesus mich so teuer, zu seinem Tempel mich geweiht: hier sei dein Herd, hier sei dein Feuer, die Fülle deiner Herrlichkeit; voll— führe, was du angefan— gen, neig auch zu mir dein Angesicht, dann ist der Seele aufgegangen des Sabbaths rechtes Freudenlicht. Nach Christoph Wegleiter 1659—1706. 34 Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 34. Licht vom Licht, erleuchte mich bei dem neuen Tageslichte; Gnadensonne, stelle dich vor mein muntres Ange— sichte, wohne mir mit Glanze bei, daß mein Sab⸗ bath fröhl ich sei. 2. Brunnquell aller Süßigkeit, laß mir deine Ströme fließen, mache Sinn und Herz bereit, deiner Gnade zu genie— ßen. Streu das Wort mit Segen ein, laß es hundertfrüchtig sein. Zünde selbst das Opfer an, das auf mei— nen Lippen lieget, sei mir Weisheit, Licht und Bahn, daß kein Irrtum mich betrüget und kein frem— des Feuer brennt, wel— ches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit heilig, heilig, hei— lig! singen und mich in die Ewigkeit mit des Geistes Flügeln schwin— gen; gieb mir einen Vor— schmack ein, wie es mag im Himmel sein. Sonntag. 5. Dieser Tag sei dir geweiht: weg mit allen i n! Ich will dei⸗ ner Herrlichkeit einen E Tempel zubereiten, nichts sonst wollen, nichts sonst lhnn, als in deiner Liebe 3 8 Du bist mehr als nen laß mich deine Weisheit hören; ich will deinen Gnadenthron mit „gebeugten Knieen ehren, bis mir deine Sonne lacht und den schönsten Sonn— tag macht. Benjamin Schmolck 1672—1737. Mel. Komm, o komm, du Geist des Lebens. . mir auf die ret 3. in schöne Pforte, füh— Zion ein! Ach wie wird an diesem Orte meine Seele fröh— lich sein: hier ist Gottes Angesicht, hier ist lauter Trost und Licht. 2. Ich bin, Herr, 31 dir gekommen, komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung hast genom— men, da ist lauter Him— mel hier; zeuch doch i mein deiönet . vor d Lib, mein Beten heißt. Mund das 4. guten Samt gieb Verst wird mein es mi 9. schwe dein nimn raub Wor mir und zen . h berd Mein Wen beng dir allen dei⸗ rinen ichts sonst Liebe als deine will imit hren, lacht onn⸗ —1737. Geist uf die e,füh⸗ ein! hiesem fröh⸗ Hottes lauter I, 3⁰¹ me du Wo enom⸗ Him⸗ och in Sonntag. 35 mein Herz hinein, laß es deinen Tempel sein. 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, heilge du Leib, Seel und Geist, daß mein Singen und mein Beten ein gefällig Opfer heißt. Heilge du, Herr, Mund und Ohr, zeuch das Herze ganz empor. 4. Mache mich zum guten Lande, wenn dein Samkorn auf mich fällt; gieb mir Licht in dem Verstande, und was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn. 5. Stärk in mir den schwachen Glauben, laß dein teures Kleinod mir nimmer aus dem Herzen rauben; halte mir dein Wort stets für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Her— zen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, und dein Wille werd erfüllt; nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Le— bens quillt. Speise mich mit Himmelsbrot, tröste mich in aller Not. 7. Dne mir die geu⸗ nen Auen, daß dein Lamm sich weiden kann. Lasse mir dein Manna tauen, zeige mir die rechte Bahn hier in diesem Jammer— thal, Herr, zu deinem Ehrensaal. Benjamin Schmolck 1672—-1737. Mel. Wunderbarer König. 36 Gott ist gegen⸗ wärtig! Lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten. Gott ist in der Mitten! Alles in uns schweige und sich innigst vor ihm beuge. Wer ihn kennt, wer ihn nennt: schlagt die Augen nieder, kommt, ergebt euch wieder! 2. Gott ist gegenwär— tig, dem die Cherubinen Tag und Nacht gebeuget dienen. Heilig, heilig, heilig! singen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm unsre Stimm, da auch wir Geringen unsre Op fer bringen. 36 Sonntag. 3. Wir Lien Klarheit schauen allen Eitelkeiten, aller Er- mag 10 Geist und Wahr⸗ denlust und Freuden; da heit. Laß mein Herz liegt unser Wille, Seele, überwärts wie ein Adler Leib und Leben, dir zum schweben und in dir nur Eigentum ergeben: du leben. allein sollst es sein, un Herr, komm in mir ser Gott W——16 dir wohnen, laß mein Geist 2 0 die Ehre. auf Erden dir ein Hei— Majestätisch Wesen, ligtum noch werden: Watht ich recht dich prei⸗ komm, du nahes Wesen, sen und im Geist dir dich in mir verkläre, daß Dienst erweisen! Möcht ich dich stets lieb und ich wie die Engel immer ehre. Wo ich geh, sitz vor dir stehen und dich und steh, laß mich dich gegenwärtig sehen! Laß erblicken und vor dir mich dir für und für mich bücken. trachten zu gefallen, lieb⸗ Gerhard Tersteegen 1697—1769. ster Gott, in allem. Mel. G 5 Himmiels 2 el. Gott des Himmels und der 5. Du durchdringest Erden. alles, laß dein schönstes 37. Hallelujah, schö— Lichte, Herx, benthren ner Morgen, schö— mein Gesichte. Wie die ner als man denken mag! zarten Blumen willig sich Heute fühl ich keine Sor— entfalten und der Sonne gen, denn das ist ein lie⸗ stille halten: laß mich so ber Tag, der durch seine still Kund froh deine S Steah⸗ Lieblichkeit recht 93 In⸗ len fassen und dich wir- nerste erfreut. ken lassen. 2. Süßer Ruhetag der 6. Mache mich einfäl— Seelen, Sonntag, der voll tig, innig, abgeschieden, Lichtes ist, heller Tag der sanft und still in deinem dunkeln Höhlen, Zeit, in Frieden; mach mich rei⸗ der der Segen fließt, nes Herzens, daß ich Stunde voller Seligkeit: du ber Leid. 3. 9 Gottes einen mich Hütte grüner die M Schatz Mund. 4. 0 Weltge ich sor ich br in der ruhn. Rbeit werk 0. Zions Arbeit samm den he wenn Geist Leben 6. meine reite mich winna Nann mir Geist Hei⸗ rden: esen, daß und „sitz dich M 1769. ind der schö— schö⸗ mag! Sor⸗ in lie⸗ seine 5N⸗ g der 1 voll E der it, in ließt, gleit: Sonntag. 37 du vertreibst mir alles deines Wortes Hall recht Leid. tief in mein Herze fall. 3. Ach wie schmeck ich 7. Segne deiner Knechte Gottes Güte recht als Lehren, öffne selber ihren einen Morgentau, die Mund; mach mit allen, mich führt aus meiner die dich hören, heute dei— Hütte zu des Vaters nen Gnadenbund, daß, grüner Au; da hat wohl wenn man hier bet't und die Morgenstund edlen singt, solches in dein Schatz und Gold im Herze dringt. Mund. 8. Gieb, daß ich den 4. Ruht nur, meine Tag beschließe, wie er Weltgeschäfte, heute hab angefangen ist; segne, ich sonst zu thun; denn pflanze und begieße, der ich brauche alle Kräfte, du Herr des Sabbaths in dem höchsten Gott zu bist, bis ich einst auf ruhn. Heut schickt keine jenen Tag ewig Sabbath Arbeit sich als nur Gottes-halten nr 6191965 werk für mich. Jonathan rause 101—-1762. 5. Ich will in der Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. Zionsstille heute voller 38 Zeige dich uns ohne Arbeit sein; denn da»Hülle, ström auf sammle ich die Fülle von uns der Gnade Fülle, den höchsten Schätzen ein, daß an diesem Gottestage wenn mein Jesus meinen unser Herz der Welt ent— Geist mit dem Wort des sage, daß durch dich, der Lebens speist. starb, vom Bösen uns 6. Herr, ermuntre Gefallne zu erlösen, deine meine Sinnen und be- glaubende Gemeine mit reite selbst die Brust; laß dem Vater sich vereine. mich Lehr und Trost ge⸗ 2. daß frei von winnen, gieb zu deinem Erdenbürden und der Manna Lust, daß mir Sünde Lasten würden 38 unsre Seelen, unser Wille sanft wie diese Sabbath— stille! Daß von fern aus deinen Höhen wir des Lichtes Aufgang sähen, das die Selgen dann ver— kläret, wenn der Sabbath ewig währet! 3. Was ich strahlen seh am Throne, ist es nicht der Sieger Krone? Was ich überm Grab einst höre, sinds nicht Über— winderchöre? Feiernd tra— gen sie die Palmen, ihr Triumph erschallt in Psal⸗ men. Herr, du selber wollst mich weihen diesem Sab— bath deiner Treuen. 4. Decke meiner Blöße Schande mit dem fest— lichen Gewande deiner Unschuld, daß am Tage deines Mahls ich froh es wage, dort zu wandeln, wo voll Gnaden deine Schar du eingeladen, wo nicht mehr die Streiter ringen, wo sie Sieges— lieder singen. Friedrich Gottlieb Klopstock 1724—1803. Sonntag. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 39 Das ist eine selge Stunde, Jesu, da man dein gedenkt und das Herz von Herzens— grunde tief in deine Wun— den senkt. Wahrlich, nichts als Jesum kennen, Jesum suchen, finden, nennen, das erfüllet unsre Zeit mit der höchsten Seligkeit. 2. Jesu, deine Gnaden— quelle fließt so gern ins Herz hinein; deine Sonne scheinet helle, denn du willst genossen sein. Und bei aller Segensfülle ist dein Wunsch und ernster Wille, daß man, weil dein Brünnlein voll, unauf—⸗ hörlich schöpfen soll. 3. Nun so laß auch diese Stunde dein Ge— dächtnis in uns sein; in [dem Herzen, in dem Munde leb und herrsche du allein. Laß uns deiner nie vergessen: wie Maria still gesessen, da sie deinen Mund gehört, also mach uns eingekehrt. Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. 10. Namen und Ru Bis e 1. macht der He ein K veich, Welt und L derhal Freud sei n König sein herzit zum halbe den mein groß 5. ster ein uf⸗ uch Ge⸗ in em che ner ria Advent. 39 4 Jehovah!« Jehovah, Namen sei Ehre, Macht und Ruhm! Amen, Amen! Bis einst der Tempel Hallelujah! Gottlieb Konrad Pfeffel 1736—1809. Jehovah! dieser Welt auf dein Wort heem in Staub unsern Hallen das Heiig! Heilig! Heilig! erschallen. zerfällt, soll in Hallelujah! Advent. n——3 die 41. Thür, die Thor macht weit: es kommt der Herr der Herrlichkeit, diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen ins— gemein, zieher ein! Er da dieser König ist die ein König aller König— rechte Freudensonn, bringt reich, ein Heiland aller mit sich lauter Freud und Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; Gott, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein 0 reich von Rat! Er ist gerecht, ein Hcher wert, Sanftmütig⸗ keit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barm⸗ herzigkeit; all unsre Not zum End er bringt, der⸗ halben jauchzt, mit Freu— den singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von That! 3. O wohl dem Land, Her rzens o wohl der Stadt, so Gelobet sei mein mein Tröster früh 9 0 spat! Wonn. 4. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit! Eur Herz zum Tempel zubereit't; die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud, so kommt der Kö— nig auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll That, voll Gnad! 5. Komm, o mein Hei— land Jesu Christ, meins Thür dir offen ist; ach zeuch mit deiner 40 Advent. Gnaden ein, dein Freund— lichkeit auch uns erschein, dein heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr! Georg Weissel 1590—-1635. Mel. Nun komm, der Heiden Heiland. 42. Eit e Dank durch alle Welt, der sein Wort beständig hält und der Sünder Trost und Rat zu uns her Ws hat.a 2. Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie geprophezeit, ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfraun Sohn, der wohl zweige— stammte Held hat sich treulich eingestellt 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehren⸗— könig, ein, es ge höret dir allein; mach es, wie du gerne thust rein von aller Sündenlust. 6. Und gleichwie dein Kommen war, voller Sanftmut ohn Gefahr, al— so sei auch jederzeit deine Sanftmut mir bereit. 7. Tröste, tröste mei⸗ nen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich zu hoch für mich vermißt. 8. Tritt der Schlangen Kopf entzwei, daß ich aller Angsten frei dir im Glauben um und an selig bleibe zugethan; 9. Daß, wenn du, o Lebensfürst, prächtig wie— derkommen wirst, ich dir mög entgegengehn und vor dir gerecht bestehn. Heinrich Held, um 1640. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. 4 Kommst du, kommst du, Licht der Hei⸗ den? Ja, du kommst und säumest nicht, weil In weißt, was uns ge⸗ bricht; o du starker Trost im Laden, Jesu, meines Herzens Thür steht dir offen, komm zu mir. 2. VNn zugegen, Jungfra Sinne nen gno deines kraft, w Leben 3 A deine L 8 mein 7 Wü me sich in übe; st mein Gemüt den M nes He preise duem lebens 5. Heiste laub durch Schul hoch Will Hosia Advent. 41 2. Ja, du bist bereitsMel. Aus meines Herzens Grunde. Nun jauchzet all, zugegen, du Weltheiland. 4. Jungfraunsohn; meine ihr Frommen, zu Sinne spüren schon dei- dieser Gnadenzeit, weil nen gnadenvollen Segen, unser Heil ist kommen, deines Geistes Wunder⸗ der Herr der Herrlichkeit; kraft, welche Frucht und zwar ohne stolze Pracht, Leben schafft. doch mächtig, zu verhee— ren und gänzlich zu zer⸗ 3. Adle mich durch 0 Lait 0 114.&. Väm stören des Teufels Reich deine Liebe, Jesu, nimm 4 44— i schaffe Und Macht. mein Flehen hin, schaffe,„ Gou lie in Geis 2. Lein Zeprer, keine daß mein Geist und Sinn a. i ö ö 0 Krone sucht er auf die sich in deinem Lieben.. N i⸗ 5 ö„ser Welt: im hohen Him übe; sonst zu lieben dich,— 2— 7— mein Licht, steht in 1 melsthrone ist ihm sein nen Kräften micht Reich bestellt. Er will ö ö hie seine Macht und 4. Jesu, rege mein Majestät verhüllen, bis Gemüte, Jesu, öffne mir er des Vaters Willen im den Mund, daß dich mei-Leiden hat vollbracht. nes Herzens innig, 3. Ihr Mächtigen auf preise für die Erden, nehmt diesen Kö— du mir, o Seelengast, nig an, wollt ihr beraten lebenslang erwiesen hast. werden und gehn die 39 05 durch deines rechte Bahn, die zu dem Geistes Gaben, Liebe, Himmel führt. Sonst, wo Glauben und Geduld, ihr ihn verachtet und durch Bereuung meiner nur nach Hoheit trachtet, Schuld mich zu dir sein des Höchsten Zorn euch hoch erhaben; dann so rührt. will ich für und für 4. Jhr Armen und Hosianna singen dir. Elenden in dieser bösen Ernst Christoph Homburg Zeit, die ihr an allen 16051681. Enden müßt haben Angst —42 2 und Leid, seid dennoch wohlgemut, laßt eure Lie⸗ der klingen, dem Könige zu singen, der ist eur höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herr— lichkeit, der all eur Klag und Weinen verwandeln wird in Freud. Er ists, der helfen kann: halt't eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig; er ist schon auf der Bahn. Advent. niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, gleich und schlecht. 3. Ein Herz, das De⸗ mut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut übet, mit Angst zu Grunde geht; ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht be— reiten, zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Michael Schirmer 1606-1673. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. b 4.. Mit Ernst, o Men⸗ schenkinder, das Herz in euch bestellt; bald wird das Heil der Sünder, der wunderstarke Held, den Gott aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben ver⸗ sprochen hat zu geben, bei allen kehren ein. 2. Bereitet doch fein tůchtig den Weg dem großen Gast; macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt; macht alle Bahnen recht: die Thal laßt sein erhöhet, macht Armen zu dieser heilgen Zeit aus Güte und Er— barmen, Herr Jesu, selbst bereit. Zeuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen, so werden Herz und Lippen dir allzeit damkbar sein. Valentin Thilo 16071662. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 46. Auf, auf, ihr Reichs— genossen, eur Kö— nig kommt heran! Em— pfah et unverdrossen den großen Wundermann. Ihr Christen, geht Derfür, laßt uns vor allen Dingen ihm Lo singen mit hei— liger Begier. wie so tröstiic da wir nen: in und V 3.8 geplagt nicht fe ihr Ver der J Herr miter speisen erweis den T 4. Unter ist ge Weg mache wahr drum gen, ertra Advent. 43 2. Auf, ihr betrübten Herzen, der König ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen, der Hel— fer ist schon da. Seht, wie so mancher Ort hoch— tröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden kön— nen: im Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Viel⸗ machen groß und reich. Der selbst des Tiers ge— dacht, der wird auch euch ernähren; was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 6ʒ. Frisch auf, ihr Hoch— betrübten, der König kommt mit Macht; an uns, sein Herzgeliebten, hat er schon längst ge— geplagten, der König ist dacht. Nun wird kein nicht fern. Seid fröhlich, Angst noch Pein noch ihr Verzagten, dort kommt Zorn hinfort uns scha— der Morgenstern. Der den, dieweil uns Gott Herr will in der Not aus Gnaden läßt seine mit reichem Trost euch Kinder sein. speisen, er will euch Hilf erweisen, ja dämpfen gar 7. So lauft mit schnel— den Tod. hin a 39 n 4. Seid fromm, ihr ierutent 0 Unterthanen, der König mum gerwitten stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und ist gerecht; laßt uns die Weg ihm bahnen und machen alles schlicht. Für— wahr, er meint es gut,. 91—9. drum lasset uns die Pla-(uns erlösen kann. gen, die er uns schickt, 8. Der König will be ertragen mit unerschrock- denken die, so er herzlich nem Mut. nn mit köstlichen Ge— 5. Frisch auf in Gott, schenken, als der sich selbst ihr Armen, der König uns giebt durch seine sorgt für euch; er will Gnad und Wort. Ja durch sein Erbarmen euch König, hocherhoben, wir 44 Advent. alle wollen loben dich freudig hier und dort. 9. Nun Herr, du giebst uns reichlich, wirst selbst doch arm 195 schwach; du liebest unvergleichlich, Sündern du gehst den nach. Drum wolln wir all in ein die Stimmen hoch erschwingen, dir Hosi— anna singen und ewig dankbar sein. Johann Rist 1607— 1667. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 47 draußen stehen, du Gesegneter des Herrn? Laß dir bei mir einzu⸗ gehen wohlgefallen, du mein Stern! Jesu, meine Freud, Hel— ser in der rechten Zeit, hilf, o Heiland, meinem Herzen von den den, die mich schmerzen. Will ich denn mein Elend lindern und er— leichtern meine Not bei der Welt und ihren Kin⸗ neue Not: der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Warum willst du Du mein Wun⸗ Helfer, die mir Herzleid machen, gute Freunde, die mein lachen. 5. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reich— tum, was ists mehr als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ist, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gereuet? 4. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ: dein Er⸗ freuen ist die Weide, da man immer fröh lich ist. Leuchte mir, o Srenden licht, ehe mir mein Herze bricht, laß mich, Herr, an dir erquicken; Jesu, komm, laß dich erblicken. 5. Freu dich, Herz, du bist erhöret, jetzo zeucht er bei dir ein; sein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihm zu, dern, fall ich nur in da ist Trost, gieb dich ganz zu seiner Ruh, öffne dein Gemüt und Seele, klag ihm, was dich drück und quäle. S / erzleid kunde, lt ist s ist wär. ie ist Reich⸗ r als Erd? ist sie 5mich mich et? d alle Herr Er⸗ e, da ch ist. euden⸗ Herze Herr, Jesu, licken. 3m du zeucht Gang heiß sein u zu, einer emüt was e. Advent. 45 6. Was du Böses hast Palmen und grüne Zweige begangen, das ist alles hin, und ich will dir in abgeschafft: Gottes Liebe Psalmen ermuntern mei— nimmt gefangen deiner nen Sinn. Mein Herze Sünden Macht und Kraft. soll dir grünen in stetem Christi Sieg behält das Lob und Preis und deinem Feld, und was Böses Namen dienen, so gut es in der Welt sich will wi- kann und weiß. der dich erregen, wird zu 3. Was hast du unter— lauter Glück und Segen. lassen zu meinem Trost 7. Alles dient zu dei- und Freud, als Leib und nem Frommen, was dir Seele saßen in ihrem bös und schädlich scheint, größten Leid? Als mir weil dich Christus ange- das Reich genommen, da nommen, und es treulich Fried und Freude lacht, mit dir meint. Bleibst bist du, mein Heil, ge— du dem nur wieder treu, kommen und hast mich ists gewiß und bleibt da-froh gemacht. bei, daß du mit den En⸗ J. Ich lag in schweren geln droben ihn dort Banden, du kommst und ewig werdest loben. machst mich los; ich stand Paul Gerhardt 1607—1676. in Spott und Schanden, du kommst und machst (Mel. Valet will ich dir geben] mich groß und hebst mich 48. Wie soll ich dich hoch zu Ehren und schenkst empfangen und wie mir großes Gut, das sich begegn ich dir, o aller nicht läßt verzehren, wie Welt Verlangen, o meiner irdisch Reichtum thut. Seelen Zier? O Jesu, 5. Nichts, nichts hat Jesu, setze mir selbst die dich getrieben zu mir vom Fackel bei, damit, was Himmelszelt, als das ge— dich ergötze, mir kund und liebte Lieben, womit du wissend sei. alle Welt in ihren tausend 2. Dein Zion streut dir Plagen und großen Jam— 46 Advent. merlast, die kein Mund kann aussagen, so fest um— fangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbe— trübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr: seid unverzagt, ihr Inne die Hilfe vor der Thür; der eure Herzen Aabet und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht: er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sün— denschuld; nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld: er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr — wird sie zerstreuen in ei— nem Augenblick: er kommt, er kommt ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande sind. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in dei— nen Freudensaal. Paul Gerhardt 1607—- 1676. Mel. Vom Himmel ich her 49. Komm, heiland, Lösegeld komm, schönste Sonne die— ser Welt, laß abwärts flam⸗ men deinen Schein, denn so will Gott geboren sein. 2. Komm an von dei— nem Ehrenthron, Sohn Gottes und der Jungfraun Sohn; komm an, du zwei— gestammter Held, geh mu tig durch das Thal der Welt. 3. Du nahmest erd⸗ wärts deinen Lauf und 35 da komm Heiden— dem hier! denn in ei⸗ ommt, / dem d auf 9 zum zum Fluch 9t, mit Lichte ht und 2„ ach d hol ewgen in dei⸗ 71676. da komm Hheiden⸗ segeld, ne die oflam⸗ „denn sein. X dei⸗ Sohn fraun zubei⸗ h mu⸗ l der erd⸗ und Advent. 47 stiegst auch wieder him— melauf: dein Abfahrt war zum Höllenthal, die Rück— fahrt in den Sternensaal. 4. O höchster Fürst, dem Vater gleich, besieg hier dieses Fleisches Reich; denn unsres siechen Leibes Haft sehnt sich nach deiner Himmelskraft. 5. Es glänzet deiner Krippen Strahl, ein Licht leucht't durch dies finstre Thal, es giebt die Nacht so hellen Schein, der da wird unverlöschlich sein. Nach Johann Franck 1618—1677. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 50 Hosianna! Davids *Sohn kommt in Zion eingezogen. Ach be— reitet ihm den Thron, setzt ihm tausend Ehrenbogen; streuet Palmen, machet Bahn, daß er Einzug hal— ten kann. 2. Hosianna! sei ge⸗ grüßt, komm, wir gehen dir entgegen; unser Herz du sollst uns willkommen sein. 3. Hosianna! Friede— fürst, Ehrenkönig, Held im Streite, alles, was du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna! lieber Gast, wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet hast; ach so laß uns unverdrossen deinem Zepter dienstbar sein, herr— sche du in uns allein. 5. Hosianna! steh uns bei, o Herr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. 6. Hosianna nah und fern! Eile bei uns einzu— gehen, du Gesegneter des Herrn; warum willst du draußen stehen? Hosi— anna! bist du da? Ja du ist schon gerüst't, will sich kommst, Hallelujah! dir zu Füßen legen. Zeuch zu unsern Thoren ein, Benjamin Schmolck 1672—-1737. 18 Advent. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund Dein kitt 50 der Seelen. 51 bnmit;. 00 Seele, die Mosis Füuch und Donner schreckt, die in der bangen Trauer⸗ höhle in Fesseln trüber Schwermut steckt! Der Fluch vergeht, die Bande Hateent es reißen Satans feste Schlingen, die den ge⸗ fangnen Geist beklemmt; du kannst nun Heil und Freiheit hoffen, Gott ist versöhnt, sein Himmel of fen: dein gnadenvoller Mittler kömmt. 2. Dein Lehrer kömmt; laß deine Ohren auf sei nen Mund gerichtet sein. Er zeigt den Weg, den du verloren, er flößt dir Licht und Wahrheit ein. Was unter dunkeln Schat— ten stecket, das hat dir dein Prophet entdecket, er hat das Reich der Nacht gehemmt. Er klärt dir auf des Vaters Willen, er giebt dir Kraft, ihn zu erfüllen; dein weisheits⸗ reicher Lehrer kömmt. 3. Dein König kömmt, doch ohne Prangen, sein „Aufzug ist an Armut reich. de Auf, deinen Fürsten zu Dempfangen, der dir an tiefster Schwachheit gleich! Komm, Hand und Zepter dem zu küssen, der dich wird so zu schützen wis— sen, daß dich kein Angst— strom überschwemmt. Thu wie getreue Unterthanen, komm her und schwör zu seinen Fahnen: dein längst verlangter König kömmt. 4. Dein Alles kömmt, dich zu ergötzen, dein A und O O ist vor der Thür; wer dieses Gut recht weiß zu schätzen, vertauschet gern d die Welt dafür. So greif denn zu mit beiden Händen, da dich, mein Geist,‚ von allen Enden ein solches Gnadenmeer Dar h nimm weg den Damm, thu auf die Thü— ren, laß dich zu nehmen willig spüren: o armes Nich ts, dein Alles kömmt. Johann Jakob Rambach 1693—-1735. 52 Hosianna, Davids Sohn, der in sei⸗ nes Labers Namen sich erhel uber Saln Reill Reid müf und nim 2 Reit Her Hert der drul dich dur Fre unt meh n, sein t reich. ten zu dir an gleich! Zepter er dich en wis Angst⸗ it. Thu thanen, vör zu längst kömmt. kömmt, dein A Thür; ht Weiß tauschet k. So beiden mein Enden enmeer beg den ie Thü— lehmen armes ömmt. 3.17³⁵⸗0 davids in sei⸗ n sich Advent. 49 erhebet auf den Thron über Jakobs Haus und Samen, welchem Gott ein Reich bestimmt, dem d die Reiche dieser Erden alle 55. dienstbar werden, und das selbst kein Ende nimmt. 2. Sei gesegnet, teures Reich, das ein Herr besitzet, dem kein Herr auf Erden gleich, der das Recht mit Nach— druck schützet. Schwinge dich in stetem Flor groß durch Frieden, reich an Freuden unter unter Heiden mit mehrtem Glanz empor. 3. Deines Königs jestät müsse jedes Volk verehren, und so weit die Sonne geht, müsse sich sein Ruhm vermehren. Selbst der kleinen Kinder Mund mache zum Ver— druß der Feinde und zur Freude seiner Freunde seinen großen kund. solcher bliebe: hier, Juden, Seligkeit. ver⸗ Johann Jakob Rambach 1693—1735. Ma⸗ mein Herz die Wege bahnen; ich geselle mich im Geist zu denselben großen Reihen, die das Hosianna ührean; Sohn des Höchsten, sei gepreist! 5. Jauchzt, ihr Kräfte, freuet euch, seid ermuntert, meine Sinnen! Jesus und sein Gnadenreich wird bei euch nun Raum gewinnen. Kommt und schwört den Huldgungseid, kommt und küßt den Sohn der Liebe! Ach daß niemand außen ach hier ist Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. 53. Gott Lob, ein neues Kirchenjahr macht uns die große Treue des ewgen Gottes offenbar; und nun will er aufs neue den alten, hochbe— schwornen Bund, den ein— zig festen Glaubensgrund Namen durch seinen Geist uns stleh en 4. Schreibe, Herr, mich 2. Auf, Zion, Preis auch mit an unter deinen und Ehr und Ruhm dem Unterthanen. Ich will höchsten Herrn zu singen! dir, so gut ich kann, in Dein königliches Priester⸗ 4 50 Advent. tum muß Dank zum Opfer bringen. Gelobt sei Gott, der durch sein Wort die Christenheit und diesen Ort zu seinem Tempel weihet. 3. Wir sind nicht wert der neuen Huld des Gottes aller Gnaden: des alten Menschen alte Schuld, die wir auf uns geladen, nimmt unsern eignen Ruhm dahin; denn sie bewies den alten Sinn noch stets mit neuen Sünden. 4. Ach Herr, gieb uns uns durch die Güte, die sich an uns aufs neu er⸗ weist, erneuert im Ge⸗ müte. schen zieh uns an, der dir allein gefallen kann in seinem ganzen Leben. 9. Hiezu erhalt uns, Herr, dein Wort Tauf und Abendmahle, so wandern wir mit Freu— den fort in diesem finstern Thale. Herr, segne dieses Kirchenjahr: laß Kirche, Schul, Tauf und Altar uns deine Wege zeigen. 605 den neuen Geist und mach dann Den neuen Men⸗ samt 6. Gieb deinen Hirten Kraft und Geist zu reiner Lehr und Leben, dein Wort, das Gottes Weide heißt, der Herde rein zu geben. Laß alle Hörer Thäter sein, damit kein heuchlerischer Schein des Glaubens Kraft verleugne. 7. So halten und voll— enden wir das Kirchen— jahr auf Erden; dabei befehlen wir es dir, wie wir es enden werden. Hier bleibt die Kirche noch im Streit; kommt aber einst die Ewigkeit, wird sie trium— phieren. Heinrich Kornelius Hecker 1699—1743. Mel. Wie schön leuchtet der Morgen-— stern. 54 Der Heiland kommt: Herrn, lobsinget ihm, dem dem alle Sera⸗ phim das Heilig! Heilig! singen. Er kommt, der eingeborne Sohn, ver— läßt des Himmels hohen Thron, um Heil der Welt zu bringen. Preis dir, daß wir von den Sünden Rettung finden, Gnad empf melr V fürst Mitt Willk den! ünd duk und Bru Feu voll gege Flu Zuf ewg dafl zu Wir gelt erw hie ter 01 irten einer dein Weide in zu Hörer kein des ugne. p voll⸗ chen⸗ dabei , wie erden. Kirche fommt igkeit, trium⸗ 18 Hecker 17⁴3. Morgen⸗ ommt: „ dem Sera⸗ Heilig! , der ver⸗ hohen BVelt dir, ünden Gnad Advent. 51 empfangen und zum Him-Geistes Licht, wie dirs melreich gelangen. 2. Willkommen, Friede-— fürst und Held, Erlöser, gefällt zu handeln; zeig dich freundlich, hilf uns Schwachen, daß wir Mittler, Heil der Welt, wachen, beten, ringen und willkommen hier auf Er⸗ den! Du kommst der sündgen Welt zu gut, du kleidest dich in Fleisch und Blut, willst unser Bruder werden. Ja du, Jesu, kommst uns Armen voll Erbarmen mild en gegen, wandelst unsern Fluch in Segen. 3. Du bringst uns Trost, Zufriedenheit, Heil, Leben, ewge Seligkeit; sei hoch dafür gepriesen! O Herr, zu arm und schwach sind wir, die Treue zu ver⸗ gelten dir, die du an uns erwiesen. Da wir ganz hier im Verderben müßten sterben, bringst du Leben; o was kannst du Größres geben? 4. Wir bringen dir ein dankbar Herz und wollen fromm in Schmerz nach deinem Vor— bild wandeln. Verwirf dies unser Opfer nicht und gieb uns Freud und zu deinem Reiche dringen. 17⁷8/. Mel. Heilig ist Gott der Vater. 55 Dein König kommt, o Zion, er kehret bei: dir ein: auf, lasset t. uns ihm Palmen streun! 2. Sanftmütig kommt er in sein Reich: jauchzt ihm, alle Lande, freuet euch! Hosianna in der Höhe! 3 Der Herr ist da, Hallelujah! Preiset seinen Namen! Hosianna! Amen, Amen! Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. 56 Dein König kommt in niedern Hüllen, ihn trägt der lastbarn Eslin Füllen; empfang ihn froh, Jerusalem! Trag ihm entgegen Friedens— palmen, bestreu den Pfad mit greünen Halmen: so ange— ists dem Herren deines nehm. 4*³ Advent. 2. O mächtger Herrscher Frieden, dagegen sich die ohne Heere, gewaltger Welt empört. Kämpfer ohne Speere., 6. O laß dein Licht auf o Friedensfürst von großer Erden siegen, die Macht Macht: es wollen dir der der Finsternis erliegen, Erde Herren den Weg eund lösch der Zwietracht zu deinem Throne sperren, Glimmen aus, daß wir, doch du gewinnst ihn die Völker und die Thro⸗ ohne Schlacht. nen, vereint als Brüder 3. Dein Reich ist nicht wieder wohnen in deines von dieser Erden, doch großen Vaters Haus. aller Erde Reiche werden Friedrich Rückert 1788—1866. dem, das du gründest, unterthan. Bewaffnet mit Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. des Glaubens Wortenzieht 57 Auf und mache dich deine Schar nach den vier“ bereit, denn dein Orten der Welt hinaus König kommt gegangen; und macht dir Bahn. thu ihm auf die Thore 4. Und wo du kommest weit, um ihn würdig zu hergezogen, da ebnen sichsempfangen; ebne freudig des Meeres Wogen, essihm den Pfad, wenn er schweigt der Sturm, von deinem Herzen naht. dir bedroht; du kommst., 2. Denke, wie er für auf den empörten Triften dich stritt und den Frieden des Lebens neuen Bund dir erworben, wie er zu stiften, und schlägst in Schmach und Schmerzen Fessel Sünd und Tod. litt und am Kreuz für 5. O Herr von großer dich gestorben, wie er Huld und Treue, o komme ging zum Vater ein, daß du auch jetzt aufs neue du könntest selig sein. zu uns, die wir sind 3. Nimm ihn auf, den schwer verstört. Not ist hohen Gast, zünd ihm an es, daß du selbst hienieden der Andacht Kerzen; gönn kommst zu erneuen deinen ihm eine stille Rast, bett ihn 3en bol gal dal fest Me .— 8 ich die cht auf Macht liegen, etracht 6 wir, Thro⸗ Brüder deines U8. rdig zu freudig enn er ht. er für Frieden vie er merzen uz für vie er in, daß sein. Uf, den ihm an gönn st, bett Weihnachten. 53 ihn sanft in deinem Her-liebend dich um ihn und zen; gieb mit demuts- laß nichts von ihm dich vollem Sinn dich ihm scheiden. Denn mit ihm ganz zu eigen hin. kannst du allein glücklich 4. Laß ihn nicht von hier, dort selig sein. dannen ziehn, halt ihn Julius Karl Reinhold Sturm 1816. fest für alle Zeiten, schlinge 3. Weihnachten. Mel. Der Tag der ist so freudenreich. worden, in allm, doch 5 Ein Kindelein so ohn Sünd, uns gleich, löbelich ist uns ge⸗ daß wir ewig werden boren heute von einersreich; trug unsre Sün— Jungfrau tugendlich, zu denbürde. Trost uns armen Leuten. 3. Wohl dem, der die— Wär uns das Kindlein sses Glaubens ist, mit nicht geborn, so wärn ganzem Herzen trauet; wir allzumal verlorn; das dem wird die Seligkeit Heil ist unser aller. Ei gewiß. Wohl dem, der du süßer Jesu Christ, der darauf bauet, daß Christus du Mensch geboren bist, hat genug gethan für behüt uns vor der Hölle. uns, damit wir Heil 2. Der Tag der ist so empfahn von Gott, dem freudenreich, zu loben ewgen Vater. O welch Gottes Namen: daß große Wunderthat: Christ Christus von dem Him-trägt unsre Missethat und melreich auf Erden zu stillet unsern Hader. uns kommen. Groß ist. 4. Des dank ihm alle die Demut, Huld und Christenheit für solche Gnad, die Gott vom große Güte und bitte sein Himmel bei uns that: Barmherzigkeit, daß er ein Knecht ist er hiesuns fort behüte vor fal— 54 Weihnachten. und bösem unsern See— len se haden kann; er woll all Schuld vergeben. Vater, Sohn und heilger scher Lehr Wahn, der Geist, wir bitten von dir allermeist: laß uns in Frieden leben. 1525. 0 59. Jesu Christ, daß du Mensch geboren bist von einer Jungfrau, das ist wahr, des freuet sich der Engel Schar. lujah. 2. Des 2. ewgen Vaters Kind einig jetzt man in der Krippen sindt;, in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewge Gut. Hallelujah. Den aller Welt Kreis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein wor⸗ den klein, der alle Ding erhält allein. Hallelujah. 4. Das ewge Licht geht da herein, giebt der Welt ein neuen Schein; es leucht't wohl der Nacht und uns des ters, Gelobet seist du, Halle— mitten in ein Kindelein so zart und macht. Lichtes Kinder Hallelujah. 5. Der Sohn des Va⸗ Gott von Art, ein Gast in der Welt hie ward und führt uns aus dem Jammerthal, er macht uns Erben in sein'm Saal. Hallelujah. 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er un⸗ ser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Hallelujah. 7. Das hat er alles uns gethan, sein groß Lieb zu zeigen an; des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Hallelujah. Martin Luther 1483-1546. 60. Vom Himmel hoch da komm ich her, ich bring euch gute neue Mär, der guten Mär bring ich so viel, davon ich singn und sagen will. Euch ist ein Kind— lein heut geborn, von einer Jungfrau auserkorn, acht. 5Va⸗ „ ein t hie 5 aus macht ein m Erden um⸗ iid in reich Ingeln alles groß des tenheit es in ah. 31⁵46 el hoch her, neue Mär davon will. Kind⸗ von rkorn, t und Weihnachten. 55 fein, das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist Christ, unser Gott, will euch führn aus aller Not, er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater ihr mit uns im Himmel— reich sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zeichen recht, die 2 pen, Windelein so schlecht hat bereit't, daß reit't, dir viel ein enges Sünder nicht verschmähet hast, und kommst ins der Herr Elend her zu mir; wie der 905 ich immer danken dir? 9. Ach Herr, Iu Schöp fer aller Ding, wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dür— rem Gras, davon ein Rind und Esel aß. 10. Und wär die Welt vielmal so weit, von Edelstein und Gold be— so wär sie doch zu klein, zu sein Wiegelein. 11. Der Sammet und da findet ihr das Kind die Seiden dein das ist gelegt, das alle Welt er— hält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lie— ben Sohn verehrt. Merl auf, mein Herz, und sieh dort hin: was liegt dort in dem Krippelein? Wes 40 das schöne Kindelein? Es ist das liebe Jesulein. 8. Sei uns willkom— darauf du gehn hinein, zu zens Schrein, men, edler Gast, den grob Heu und Windelein, König groß und reich herprangst, als wärs dein Himmelreich. 12. Das hat also ge⸗ fallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch thut. 13. Ach mein herzlie⸗ bes Jesulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines Her— daß nim⸗ mer ich vergesse dein. Weihnachten. 14. Davon ich allzeit und Blut, eur Bruder fröhlich sei, zu sprin⸗ ist 9—— ewge Gut. gen, singen immer frei 4. Was kann euch thun das rechte Wiegenliedlein——6 Sünd und Tod? schön, mit Herzenslust Ihr habt mit euch den den süßen Ton. wahren Gott. Laßt zür⸗ 15. Lob, Ehr sei Gott nen Teufel und die Höll, im höchsten Thron, der Gotts Sohn ist worden uns schenkt seinen Gesell Sohn, des freuen sich derr 5. Er will und kann Engel Schar und singen unh lassen nicht, setzt ihr uns solch neues Jahr. auf ihn eur Zuversicht; „Ein Linderlied auf die,Weihnacht es mögen viel euch fech— Christi 1535. Martin Luther 1483—1546. ten an: dem sei Droß, ders nicht lassen kann. Mel. Vom Hühr da komm 390 Huern r.hr 61 Vom Himmel kam nun worden Gotts Ge⸗ der Engel Schar, schlecht: des danket Gott erschien den Hirten offen⸗ in Ebwigkeit, geduldig, bar; sie sagten ihn'n: fröhlich allezeit. Ein Kindlein zart das Martin Luther 1483-1546. liegt dort in der Krip⸗ + pen hart. 62 Rir. Gott, ihr 2. Zu Bethlehem in Christen allzu⸗ Davids Stadt, wie Micha gl eich, in seinem höchsten das verkündet hat; es ist Thron, der heut schleußt der Herre Jesus Christ, auf sein Hinmmehreich der euer aller Heiland ist.:, und schenkt uns seinen 3. Des sollt ihr al Sun 27 fröhlich sein, daß Gott Er kommt aus sei⸗— mit euch ist worden ein; nes Vaters Schoß und er ist geborn eur Flei sch wird ein Kindlein klein, er li und Krip 9. seine rig nim Hest aller 4 wur al, uns dar Rei und Mal Vi ruder thun Tod? den zür⸗ Höll, orden kann ht ihr ssicht; fech⸗ Trotz, ann. ßt ihr r seid Ge⸗ t Gott duldig, 3—1⁵46. ihr allzu⸗ öchsten hleußt elreich seinen 7 18 sei⸗ und klein, Weihnachten. 57 er liegt dort elend, nackt than. Freuet euch mit und bloß„ in einem großem Schalle, daß er Krippelein. 1 uns so hoch geacht't, sich 3. Er äußert sich all mit uns befreundt ge— seiner Gwalt, wird nied- macht. Freude, Freude rig und gering und über Freude: Christus nimmt an sich eins Knechts wehret allem Leide. Won— Gestalt,„der Schöpfer ne, Wonne über Wonne: aller Ding. Christus ist die Gnaden— 4. Er wechselt mit uns nne. „— 2 Sio* 1* 1* wunderbar, nimmt Fleisch.*, Siehe, siehe, meine an, wird uns gleich, beut Seele, wie dein Heiland uns die klare Gottheit kommt zu dir, brennt in Aeuehe fiir⸗— 7 8 dar„in seines Vaters Liebe für und für, daß Reich.) er in der Krippen Höhle 5. Er wird ein Knecht Wul n 35 5 Ru, und ich ein Herr, das e I Blut. Freude, Freuwe mag ein Wechsel sein! uher' Iuendt: Christus ů— da 0 senn wehret allem Leide. freundlicher„das herze ann. N e Jesulein?: Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die 6. Heut schleußt er Gnadensonne ioey 7 1d Thuy 0— T Ecnn e 20 3. Jesu, wie soll ich Danirr;* 6 11 30. 2—— daß von dir meine Selig⸗ Ehr Andreis.— keit herrühr: o laß mich Nikolaus Burnan 11561 12—8 nicht waren nimm mich dir zu eigen hin, so empfindet Herz 6² Freuet euch, ihr und Sinn Freude, Freude Christen alle, freue über Freude: Chriftus „„ sich, wer immer kann: wehret allem Leide; Won— Gott hat viel an uns ge- ne, Wonne über Wonne: 58 Weihnachten. Christus ist die Gnaden⸗ 3. Sollt uns Gott nun sonne. können hassen, der uns 4. Jesu, nimm dich giebt, was er liebt über deiner Glieder ferner auch alle Maßen? Gott giebt, in Gnaden an; schenke, unserm Leid zu wehren, was man bitten kann, zu seinen Sohn aus dem erquicken deine Brüder; Thron seiner Macht und gieb der ganzen Christen⸗Ehren. schar Frieden und ein se 4. Sollte von uns sein lig Jahr. Freude, Frende getehrei, der sein Reich über Freude: Christus und zugleich sich uns selbst wehret allem Leide. Won⸗- verehret? Sollt uns Got⸗ ne, Wonne über Wonne: tes Sohn nicht lieben, der Christus ist die Gnaden jetzt kömmt, von uns sonne. was uns will be— Christian Keymann 1607—1662. trüben? 5. Nun er liegt in sei— Mel. Warum sollt ich mich denn Ner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit 64 Fröhlich soll mein süßen Lippen: Lasset fah⸗ Herze springen die-ren, liebe Brüder, was ser Zeit, da vor Freud euch quält, was euch fehlt; alle Engel singen. Hört, ich bring alles wieder. hört, wie mit vollen Chö⸗ 6. Ei so kommt und ren alle Luft laute ruft: laßt uns laufen, stellt euch Christus ist geboren! ein, groß und klein, kommt 2. Heute geht aus sei- mit großen Haufen! Liebt ner Kammer Gottes Held, den, der vor Liebe brennet; der die Welt reißt aus schaut den Stern, der uns allem Jammer. Gott wird gern Licht und Labsal Mensch, dir, Mensch, zu gönnet. gute, Gottes Kind das 7. Die ihr schwebt in verbindt sich mit unserm großen Leiden, sehet, hier Blute. ist die Thür zu den wah—⸗ schwe empf GHew gett. den, auch tt nun er uns t über giebt, vehren, Sdem ht und ns sein Reich s selbst ns Got⸗ hen, der nuns will be— Nin sei⸗ zu sich icht mit sset fah⸗ r, was ich fehlt; sieder. mt und tellt euch „kommt n! Liebt brennet; der uns Labsal webt in het, hier en wah⸗ Weihnachten. 59 ren Freuden; faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 8. Wer sich fühlt be⸗ schwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost: hier wird gefun— den, der in Eil machet heil auch die tiefsten Wunden. 9. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände. Hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 10. Süßes Heil, laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, unver— rückt anhangen. Du bist meines Lebens Leben: nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 11. Ich will dich mit Fleiß bewahren: ich will dir leben hier, dir will Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 65 Ich steh an deiner Krippen hier, o Je⸗ su, du mein Leben, ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast ge— geben. Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin und laß dirs wohlgefallen. 2. Du hast mit deiner Lieb erfüllt mein Adern und Geblüte; dein schöner Glanz, dein süßes Bild liegt mir stets im Gemüte. Und wie mag es auch anders sein? Wie könnt ich dich, du Herze mein, aus meinem Herzen lassen? 3. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand ge— macht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du ich heimfahren; mit dir mein wolltest werden. will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben. Paul Gerhardt 1607—1676. 4. Ich lag in tiefster Todesnacht, du wurdest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Weihnachten. Leben, Freud und Wonne. 8. Zur Seite will ich O Sonne, die das werte hier und dar viel weiße Licht des Glaubens in Lilien stecken, die sollen mir zugericht't, wie schön seiner Auglein Paar im sind deine Strahlen! Schlafe sanft bedecken. 5. Ich sehe dich mit Doch liebt vielleicht das Freuden an und kann dürre Gras dir, Kindlein, nicht satt mich sehen; und mehr als alles das, was weil ich nun nichts weiter ich hier nenn und denke. kann, bleib ich anbetend 9. Du fragest nicht nach stehen: o daß mein Sinn Lust der Welt noch nach ein Abgrund wär, und des Leibes Freuden: du meine Seel ein weites hast dich bei uns einge— Meer, daß ich dich möchte stellt, an unsrer Statt zu fassen! leiden, suchst meiner See— 6. O daß doch ein so len Herrlichkeit durch dein lieber Stern soll in der selbsteignes Herzeleid, das Krippen liegen! Für edle will ich dir nicht wehren. Kinder großer Herrn ge 10. Eins aber, hoff ich,‚ hören güldne Wiegen. wirst du mir, mein Hei— Ach, Heu und Stroh ist land, nicht versagen, daß viel zu schlecht, Samt, ich dich möge für und Seide, Purpur wäre recht, für in meinem Herzen dich, Kindlein, drauf zu tragen. So laß mich doch legen. dein Kripplein sein, komm, 7. Nehmt weg das komm und kehre bei mir Stroh, nehmt weg das ein mit allen deinen Freu— Heu, ich will mir Blumen den. holen, daß meines Hei— lands Lager sei auf Rosen und Violen; mit Tulpen, Mel. Den die Hirten lobten sehre. Nelken, Rosmarin aus 66 Kommt und laßt frischen Gärten will ich ihn uns Christum eh— von oben her bestreuen. ren, Herz und Sinnen zu Paul Gerhardt 1607-1676. nehm Kumt heber Him 4. gewi ll ich weiße sollen rim hecken. t das dlein, „was denke. nach )nach n: du einge⸗ att zu X See⸗ dein id, das ehren. u Hei⸗ u, daß rund Herzen ch doch komm, ei mir Freu⸗ +16⁷6j ien sehre. laßt neh⸗ len zu ihm kehren; singet fröh— lich, laßt euch hören, wer— tes Volk der Christenheit. 2. Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen; wir, die unser Heil an⸗ nehmen, werfen allen Kummer hin. 3. Sehet, was hat Gott gegeben! Seinen Sohn zum ewgen Leben. Die— ser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud. 4. Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu be— suchen aus der Höh. 5. Jakobs aufgegangen, stillt das sehnliche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlan— gen und zerstört der Höllen Reich. 6. O gebenedeite Stun de, da wir das von Her— zensgrunde glauben und mit unserm Munde dan— ken dir, o Jesu Christ! 7. Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle Stern ist Weihnachten. 61 dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht. Paul Gerhardt 1607-1676. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. 67. Wir singen dir, Immanuel, du Le— bensfürst und Gnaden— quell, du Himmelsblum und Morgenstern, du Jungfrausohn, Herr aller Herrn. 2. Wir singen dir in deinem Heer aus aller [Kraft Lob, Preis und Ehr, daß du, o lang ge⸗ wünschter Gast, dich nun— mehr eingestellet hast. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir ge— wacht, dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. 4.„Ach daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein!“ 5. Nun du bist hier, da liegest du, hältst in 6² Weihnachten. dem Kripplein deine Ruh, 11. Ich will dein Halle— bist klein und machst doch lujah hier mit Freuden alles groß, bekleidst die Welt singen für und für, und und kommst doch bloß. dort in deinem Ehren— 6. Ich aber, dein ge-saal solls schallen ohne ringster Knecht, ich sag Zeit und Zahl. es frei und mein es recht: Paul Gerhardt 16071676. ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. lieben will. 68 Dies ist die Nacht, 7. Der Will ist da, die da mir erschienen Kraft ist klein; doch wird des großen Gottes Freund— dir nicht zuwider sein lichkeit; das Kind, dem mein armes Herz, und alle Engel dienen, bringt was es kann, wirst du Licht in meine Dunkel— in Gnaden nehmen an. heit, und dieses Welt— 8. Bin ich gleich Sünd und Himmelslicht weicht und Schulden voll, hab hunderttausend Sonnen ich gelebt nicht wie ich nicht. soll, so kommst du doch 2. Laß dich erleuchten, deswegen her, daß sich meine Seele, versäume der Sünder zu dir kehr. nicht den Gnadenschein; 9. So faß ich dich nun der Glanz in dieser kleinen ohne Scheu, du machst Höhle streckt sich in alle mich alles Jammers frei. Welt hinein; er treibet Du trägst den Zorn, du weg der Höllen Macht, würgst den Tod, verkehrst- der Sünden und des in Freud all Angst und Not. Kreuzes Nacht. 10. Du bist mein Haupt, 3. In diesem Lichte hinwiederum bin ich dein kannst du sehen das Licht Glied und Eigentum und der klaren Seligkeit; wenn will, so viel dein Geist Sonne, Mond und Stern mir giebt, stets dienen vergehen, vielleicht noch dir wie dirs beliebt. in gar kurzer Zeit, wird dieses Schein dein A 4. L helle se bens- licht;! s trel hilft! nicht:: diesen du nich nachts nich d wie ich sollen nachts Kas Nel. M 60 * um u den, Himn ein; inen alle üibet icht, des ichte licht enn tern loch vird Weihnachten. 63 dieses Licht mit seinem 2. Deine Freudenan⸗ Schein dein Himmel und äkunft macht, daß wir alle denn Alles sein. fohlich, singen, da die 4. Laß nur indessen Engel in der Nacht die helle scheinen dein Glau— gewünsch te Botschaft brin— bens⸗ und dein Liebes— gen: Kommt, nun ist der licht; mit Gott mußt du Heiland da! Gott sei O Dank, es treulich arn Wust f. en hilft dir diese Uns zu liebe kommst nicht: willst du genießen u hier in das dunkle diesen Schein, so darfst Thal der Erde; ach daß du nicht mehr dunkel sein. Herz und Zunge dir ewig, 5. Drum Jesu, schöne ewis dankbar werde! Weihnachtssonne, bestrah Jauch zt, ihr Völker, rühmt le mich mit deiner Gunst; und preist den, der euch dein Licht sei meine Weih- nun leben heißt. nachtswonne und lehre 4. Jetzt ist alles wieder mich die Weihnachtskunst,‚ da, was uns Adam einst wie ich im Lichte Wardemm eunen Menschen, singt: soll und sei des Weih-Hallelujah! Gottes Sohn nachtsglanzes voll. ist Mensch geboren! Stim Kaspar e ee i mit den Engeln an, frühmt, was er an euch gethan. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 5. El sei Gott 5. Ehre sei Gott in Gottes und Ma 69. 1n Sohn, den der Höh und auf Erden 11—— lauter Friede. Ferner um unser Leid zu wen— mache Leid und Weh 5⁰0 0 seine. 0 95 Eonn Ie nimmermehr die Christen Himmelsthron in die müde, bis du uns, o Welt hat wollen senden e Lebensfürst,‚ zu dem Vater sei willkommen, großer führen wirst. Held, du gepriesnes Licht 635 st 1— der Welt! Christoph Pfeiffer 1689—1758. Weihnachten. Mel. Eeee e gemein, die ihr ar zum Vater wollt gehen. 70. Jauchzet, ihr Him⸗ 5. Hast du denn, Höch— mel, frohlocket, ihr ster, auch meiner noch wol⸗ Wen n 0 landlen gedenken? Du willlst dem Herren, dem Heiland dich selber, dein Herze der der Menschen, zur Ehre!. ohn, Saln — ö Siebe, henken. Sollt Sehet doch da: Gott will nicht mein Sinn innigst so freundlich und nah zu sich freuen darin und sich den Verlornen sich kehren. in Demut versenken? 2. Jauchzet, ihr HDim 6. König der Ehren, mel, frohlocket, ihr Enden aus Liebe geworden zum der Erden! Gott und der Kinde, dem ich auch wieder Sünder die sollen zu mein Herze in Liebe ver⸗ Freunden nun werden. binde: du sollst es sein, Friede und Freud wird den ich erwähle allein; uns verkündiget heut; ewig entsag ich der Sünde. freuet euch, Hirten und 7.½ Süßer Immanuel, Herden! werd auch Sen in⸗ 4 wendig, komm doch, mein 15 Sehet dies Wunder, Heiland und laß mich e su der Höchste nicht länger elendig: Wahe is ent. wohne in mir, mach mich aun ganz eines mit dir und Oiene sieh RPinen Gott mich belebe beständig wird ein Kind, träget und( 590 hebet die Sünd: alles anbetet und schweiget. Mel. Vom Himmel hoch da komm x ich her. 4. Gott ist im Fleische: 71 Dies ist der Tag, wer kann dies Geheimnis den Gott gemacht, verstehen? Hier ist die sein werd in aller Welt Pforte des Lebens nun gedacht: ihn preise, was offen zu sehen. Gehet durch Jesum Christ im hinein, macht euch dem Himmel und auf Erden ist. Gerhard Tersteegen 16971769. 9. D dein gel Zeit er sandte Thron! dich, sei 3. V der faf mein E still; er ermißt, mendli 4. D Hott, ich gert da kon ren, hum eder ver⸗ in⸗ nein mich dig: mich und 1769. komm Tag, acht, Welt was im U st Weihnachten. 6⁵ 2. Die Völker haben wirst unser Freund und dein geharrt, bis daß die Bruder hier, und Gottes Zeit erfüllet ward; da Kinder werden wir. sandte Gott von seinem 8. Durch Eines Sünde Thron das Heil der Welt, fiel die Welt, ein Mittler dich, seinen Sohn. ists, der sie erhält. Was 3. Wenn ich dies Wun-zagt der Mensch, wenn der fassen will, so steht der ihn schützt, der in des mein Geist vor Ehrfurcht Vaters Schoße sitzt? still; er betet an und er g. Jauchzt, Himmel, ermißt, daß Gottes Lieb die ihr ihn erfuhrt, den unendlich ist.—. Tag der heiligsten Ge— 4. Damit der Sünder burt! Und Erde, die ihn Gnad erhält, erniedrigst heute sieht, sing ihm, dem du dich, Herr der Welt, Herrn, ein neues Lied! nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im Fleisch und wirst uns 10. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein Heil werd in aller Welt ge⸗ Din G I dacht: ihn preise, was 5. Dein Körng, Hion, durch Jesum Christ im kommt zu dir:„Ich komm,. ö.. Himmel und auf Erden ist. sse 2 10 Buche steht Duin u Christian Fürchtegott Gellert Gott, deinen Willen thu 1715—1769. ich gern.“ Gelobt sei, der da kommt im Herrn! Mel. Aus meines Herzens Grunde. 6. Herr, der du Mensch 72 Der heilge Christ ist geboren wirst, Immanuel kommen, der süße und Friedefürst, auf den Gottessohn, des freun sich die Väter hoffend sahn, alle Frommen am höchsten dich, Gott Messias, bet Himmelsthron. Auch was ich an. auf Erden ist, muß prei— 7. Du, unser Heil und sen hoch und loben mit höchstes Gut, vereinest allen Engeln droben den dich mit Fleisch und Blut, lieben heilgen Christ. — 66 Weihnachten. 2. Das Licht ist aufge⸗ gangen, die lange Nacht ist hin; die Sünde ist ge— fangen, erlöset ist der Sinn; die Sündenangst ist weg, und Liebe und Entzücken baun weite Himmelsbrücken aus je— dem schmalsten Steg. 3. Verwaiset sind die Kinder nicht mehr und vaterlos: Gott rufet selbst die Sünder in seinen Gna⸗ denschoß; er will, daß alle rein von ihren alten Schul— den, vertrauend seinen Hulden, gehn in den Him— mel ein. 4. Drum freuet euch und preiset, ihr Kindlein fern und nah! Der euch der täglich wiederkehret; es ist ein Leuchten aus der Fern, es ist ein Schim⸗ mer, ist ein Stern, von dem ich längst gehöret. 2. Nun wird ein König, aller Welt von Ewigkeit zum Heil bestellt, ein zar— tes Kind geboren; der Teufel hat sein altes Recht am ganzen menschlichen Geschlecht verspielt schon und verloren. 3. Der Himmel ist jetzt nimmer weit, es naht die selge Gotteszeit der Frei— heit und der Liebe: wohl— auf, du frohe Christenheit, daß jeder sich nach langem Streit in Friedenswerken übe! 4. Ein ewig festes Lie⸗ den Vater weiset, der heilge Christ ist da. Er ruft so freundlich drein mit süßen Liebesworten: Geöffnet sind die Pforten, ihr Kinder, kommt herein! Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. 73 Brich an, du schönes »Morgenlicht! Das ist der alte Morgen nicht, besband hält jedes Haus und jedes Land und alle Welt umfangen; wir alle sind ein heilger Stamm, der Löwe spielet mit dem Lamm, das Kind am Nest der Schlangen. 5. Wer ist noch, wel— cher sorgt und sinnt? Hier in der Krippe liegt ein Kind mit lächelnder Ge— bärde: wir grüßen dich, du St men,; willkor Gott von Mel. V 74. sprach Es we strömt Christ der H selbst seht, Mensc unsre Licht Lie⸗ Haus alle alle amm, dem Met wel⸗ Hier t ein Ge⸗ dich, du Sternenheld, willkom- men, Heiland aller Welt, willkommen auf der Erde! Gottlob Ferdinand Maximilian von Schenkendorf 1783—1817. Neujahr. 67 nieder, die sonst in öde Nacht gebannt. Wahrheit geht von Volk zu Volke, vertreibt des Irrtums düstre Wolke, denn Jesus Christus wird erkannt. Mel. Wachet auf! ruft uns die Ihr Völker, nehmt ihn auf und richtet euren Lauf 74 Nacht umhüllte froh zum Himmel. Er rings die Erde, da geht voran und macht euch sprach noch einmal Gott: Bahn, am Ziel die Krone Es werde! Und Licht ent⸗ zu empfahn. strömte seinem Thron. 3. Hör im Geist der Christus kam, das Licht Engel Chöre, auf, bring der Heiden, der Hirt will auch du ihm Preis und selbst die Herde weiden, Ehre, bring ihm dich selbst seht, Gottes Sohn wird zum Opfer dar! Du auch Menschensohn. Er hat in unsre Nacht der Wahrheit Licht gebracht. Jauchzet alle! Aus ihm nur quillt, was Herzen stillt und sie mit Zuversicht erfüllt. 2. Diese Sonn erlischt nicht wieder, sie strahlt stets neu auf Menschen bist zum Fest geladen: nimm aus der Fülle seiner Gnaden! Ein jedes Herz sei ein Altar; da brenne Licht und Glut, da flamme Glaubensmut, Hoffnung, Liebe. Empor, empor schallt unser Chor zu Gott, der uns zum Licht erkor. Karl August Döring 1783—1844. 4. Neujahr. Mel. Vom Himmel hoch da komm danken dir, Herr Jesu ich her. Christ, daß du uns in so 75. Das alte Jahr ver⸗ großer Gfahr so gnädig⸗ gangen it,; wir lich behüt't dies Jahr. 5* 68 Neujahr. 2. Wir bitten dich, du daß aufs neu ich wandeln ewger Sohn des Vaters kann. Neues Glück und in dem höchsten Thron: neues Leben wollest du du wollst dein arme aus Gnaden geben. Christenheit bewahren fer⸗ 2. Was ich dichte, was ner allezeit. ich mache, das gescheh in 3. Entzeuch uns nicht dir allein; wenn ich schlafe, dein heilsam Wort, es ist wenn ich wache, wollest der Seelen Trost und Hort; du, Herr, bei mir sein; vor falscher Lehr, Ab- geh ich aus, wollst du mich götterei behüt uns, Herr, leiten; komm ich heim, so und steh uns bei. steh zur Seiten. 4. Hilf, daß wir fliehn 3. Laß dies sein ein der Sünden Bahn und Jahr der Gnade, gieb mir fromm zu werden fangen Buße für die Sünd; hilf, an; keinr Sünd im alten daß sie mir nimmer schade, Jahr gedenk, ein gnaden-sondern ich Verzeihung reich Neujahr uns schenk. find, Herr, bei dir; nur 5. Hilf uchristlich leben, du, mein Leben, kannst seliglich zu sterben und die Sünde mir vergeben. hernach fröhlich am jüng⸗ 4. Tröste mich mit dei— sten Tage aufzustehn, mit ner Liebe, nimm, o Gott, dir in Himmel einzugehn. mein Flehen hin, weil ich 6. Zu danken und zu mich so sehr betrübe und loben dich mit allen Engeln voll Angst und Zagen bin; ewiglich: o Jesu, unsern stärke mich in meinen Glauben mehr zu deines Nöten, daß mich Sünd Namens Lob und Ehr. und Tod nicht töten. 1868 5. Herr, vn wollest Mel. Unser Herrscher, unser König. Gnade geben, daß dies 76 Hilf, Herr Jesu, Jahr mir heilig sei, und laß gelingen, hilf, ich christlich könne leben das neue Jahr geht an; sonder Trug und Heuche— laß es neue Kräfte bringen, lei, daß ich noch allhier fangne mich stehe Freud fassen, Welt Mel. M 7. gen Herrr bis hi 2 wand zum und bis z 2 und 9 und Krieg die g mnst eben. t dei⸗ Hott, il ich und bin; einen Zünd . ollest dies und eben uche⸗ lhier auf Erden fromm und selig möge werden. 6. Jesu, laß mich fröh⸗ lich enden dieses ange⸗ fangne Jahr, trage stets mich auf den Händen, stehe bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich um⸗ fassen, wenn ich soll die Welt verlassen. Johann Rist 1607—1667. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. 77 Nun laßt uns gehn und treten mit Sin⸗ gen und mit Beten zum Herrn, der unserm Leben bis hieher Kraft gegeben. 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen, 3. Durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern in schweren Un⸗ gewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß be— wahret werden: — Neujahr. 69 5. Also auch und nicht minder läßt Gott uns, seine Kinder, wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 6. Ach Hüter unsers Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Thun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue, Lob sei den starken Händen, die alles Herz— leid wenden. 8. Laß ferner dich er— bitten, o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gieb mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und dei— ner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 10. Schleuß zu die Jammerpforten und laß an allen Orten auf so viel Blutvergießen die Freu— denströme fließen. 11. Sprich deinen mil— den Segen zu allen un— sern Wegen, laß Großen 70 ů Neujahr. und auch Kleinen die Gna⸗ sei Lob gesungen, bewegt densonne scheinen. ist Herz und Sinn. 12. Sei der Verlaßnen 2. Der du mich hast er⸗ Vater, der Irrenden Be⸗ bauet, in dir besteht mein rater, der Unversorgten Heil; dir ist mein Glück Gabe, der Armen Gut und vertrauet, du bist und Habe. bleibst mein Teil. Du hast mich wohl erhalten, du bist mein fester Trost; Gedanken den hochbetrüb— dich laß ich fu walten, ten Seelen, die sich mit m mich die Not an⸗ Schwermut quälen. stößt.—— 14. Und endlich, was Laehe iwan 9)1 wealeit zwin das Meiste, füll uns mit nah. 1 iase 33— deinem Geiste, der uns auch ich; gieb, daß 1— nichts verübe, was irgend hier herrlich ziere und dort wider dich. Dir ist mei zum Himmel führe. üh r Will ergeben, ja er ist .555 Das alles wollst du nicht mehr mein, dieweil o meines Lebens mein ganzes Leben dein Leben, mir und der eigen wünscht zu sein. Christenschare zum selgen 4. Nach dir soll ich mich neuen Jahre. schicken, und, Herr, ich Paul Gerhardt 1607—1676. wills auch thun. Soll ö mich die Armut drücken, Mel. Valet will ich dir geben. ich will dabei beruhn. 78. Sauch Wanad uun Soll IeHenhld urch Plagen, durch gen, ja, Herr, befiehl du Not, durch Angst und Pein, mir. Soll ich Verachtung durch Hoffnung und durch tragen, ach ich gehorch Klagen, durch Sorgen groß auch hier. und klein bin ich, Gott 5. Soll ich verlassen Lob, gedrungen; dies Jahr leben, Herr Gott, dein ist nun dahin: dir, Gott, Wille gilt. Soll ich in 13. Hilf gnädig allen Kranken, gieb fröhliche Huten ie Heiand, 0l ich leden, 10 sein. Sol sheiden, K st auch m 6. Heut Heschlossen Gnad sei Ren ausg Herz werd Laß ich die 0 werd i⸗ auch neue dein Wor mir. Go Ml. Wie n Freu dich 70 Ab (9. ver zu der Er Hfeil wi o vergel Teuer baoth, Gott, ad joll ich dungmut 2. Ich We Furchtb bewegt ast er⸗ t mein Glück t und Du halten, Trost; walten, lot an⸗ meine lst, will daß ich irgend st mein er ist dieweil en dein sein. ich mich err, ich . Soll drücken, beruhn. ung pla⸗ fiehl du rachtung gehorch verlassen tt, dein U ich in Neujahr. 7¹ Angsten schweben, mein ich bin noch nicht genesen, Heiland, wie du willt. noch nicht ganz gewandt Soll ich denn Krankheit auf dich. Heilig! heilig! leiden, ich will gehorsam heiliger, großer Seraphi⸗ sein. Soll ich von hinnen nen⸗Herr! Wehe mir, ich scheiden, Herr, dein Will muß vergehen; denn wer ist auch mein. kann vor dir bestehen? 6. Heut ist das Jahr 3. Aber du bist auch beschlossen; Herr, deine sanftmütig, o getreues Gnad sei heut auf mich Vaterherz; in dem Bürgen neu ausgegossen, mein bist du gütig, der gefühlt Herz werd auch erneut. des Todes Schmerz. Steh Laß ich die alten Sünden, ich nicht in deiner Hand so werd ich, Gott, bei dir angezeichnet als ein Pfand, auch neuen Segen finden; so du ewig willst bewahren dein Wort verspricht es vor des alten Drachen mir. Scharen? Gottfried Wilhelm Sacer 4. Auf, mein Herz, gieb 1635—1699. dich denn wieder ganz dem Mel. Wie nach einer Wasernuelle. Friedensfürsten dar; opfre (Freu dich sehr, o meine Seele) dem der Seelen Lieder, 7 Abermal ein Jahr welcher krönet Tag und verflossen! Näher Jahr. Fang ein neues zu der Ewigkeit! Wie ein Leben an, das dich end— Pfeil wird abgeschossen, lich führen kann mit Ver⸗ so vergehet meine Zeit. langen nach dem Sterben, Treuer Herr, Gott Ze⸗da du wirst die Kron er⸗ baoth, unveränderlicher erben. Gott, ach was soll, was 5. Soll ich denn in die— soll ich bringen, deiner ser Hütten mich ein Zeit Langmut Dank zu singen? lang plagen noch, so wirst 2. Ich erschrecke, mächt⸗ du mich überschütten mit ges Wesen, Angst und Geduld, das weiß ich doch. Furcht bedecket mich; denn Richte denn dein Herz auf 72 Neujahr. mich; Jesu Christe, du und ich wollen ewig treu ver⸗ bleiben und von neuem uns verschreiben. 6. An dem Abend und am Morgen, o mein Rat, besuche mich. Laß der mir verschlungen werde ganz in dir, und ich un⸗ sterblich werde. 3. Vom Feuer deiner Liebe glüht mein Herz, daß sich entzündet was in mir ist, und mein Gemüt Heiden Nahrungssorgen sich so mit dir verbindet, nimmer scheiden mich und daß du in mir und ich dich. Prüf mich jeden Augenblick, gieb, daß ich mein Haus beschick, daß ich wache, bet und flehe, ehe denn ich schnell ver— gehe. Joachim Neander 1650-1680. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 8 Gort Lob, ein Schritt zur Ewig⸗ keit ist abermals vollendet; zu dir im Fortgang die— ser Zeit mein Herz sich sehnlich wendet, o Quell, daraus mein Leben fließt und alle Gnade sich er— gießt in meine Seel zum Leben. 2. Jeh zähle Stunden, Tag und Jahr, und wird mir allzu lange, bis es erscheine, daß ich gar, o in dir, und ich doch immer noch allhier will näher zu dir dringen. 4. O daß du selber kämest bald! Ich zähl die Augenblicke. Ach komm, eh mir das Herz erkalt und sichs zum Sterben schicke; komm doch in dei— ner Herrlichkeit, schau, deine Braut hat sich be— reit't: die Lampen sind geschmücket. 5. Doch sei dir ganz anheimgestellt die rechte Zeit und Stunde, wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, daß ich mit Herz und Munde dich kommen heiße und darauf von nun an richte meinen Lauf, daß ich dir komm entgegen. 6. Ich bin vergnügt, Leben, dich umfange, da-daß mich nichts kann von mit was sterblich ist an deiner Liebe trennen, und daß ich frei dich dar nennen, ul gebensfür mir verm mir dein 7. Dru aus Danktl das Jahr endet, un! weiter for an die P dort ober 8. Wer lässig sind wanken, Hand gest Glaubens mit durch Herz sich himmelw laß aufst sam der ein Adle gelg süfß werde h un⸗ deiner Herz; vas in Hemüt bindet, nd ich immer iher zu selber ihl die komm, erkalt terben in dei⸗ schau, ich be⸗ n sind r ganz rechte viewohl gefällt, 3 und n heiße zun an uf, daß gegen. rgnügt, nn von len, und Neujahr. 73 daß ich frei vor jedermann Seele ist zu dir schon auf⸗ dich darf den Bräutgam geflogen; du hast, weil nennen, und du, o teurer du voll Liebe bist, mich Lebensfürst, dich dort mit ganz zu dir gezogen. Fahr mir vermählen wirst und hin, was heißet Stund mir dein Erbe schenken. und Zeit: ich bin schon 7. Drum preis ich dich in der Ewigkeit, weil ich aus Dankbarkeit, daß sich in Jesu lebe. das Jahr geendet, Und August Hermann Francke 1663—1727. also auch von dieser Zeit I ei 2 4 aude, ud at 91— Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. endet, und schreite hurti ů 4 8 Jesus soll die Lo— weiter fort, bis ich gelange ů. sung sein, da ein an die Pfort Jerusalems——0. neues Jahr erschienen; dort oben. I ö 8. Wenn auchdie Hünrde en Mann 114 Wen—— . nanen zum Paniere dienen, lässig sindund meine Kniee die in sei R wanken, so biet mir Deine in seinem Bunde stehn und auf seinem Wege gehn. Hand geschwind in meines 9— Glaubens Schranken, da. 2. Jesu Name, Jesu ů ů f u Wort ‚ ů ‚ine 2 mit durch deine Kraft mein Wort soll in seinem Zion Herz sich stärke, und ich schallen; und so oft wir * 2* HOy 101 himmelwärts ohn Unter⸗ nach dem Ort, da sein laß aufsteige. Name thronet, wallen, 9. Geh, Seele, frisch mache seines Namens j— im Glauben dran und sei Ruhm unser Herz zum nur unerschrocken; laß dich Heiligtum. nicht von der rechten Bahn 3. Sein Versühnen und die Lust der Welt ablocken. sein Heil wollen wir im So dir der Lauf zu lang⸗Glauben ehren; also wird —— 0—*—* am deucht, so eile wie es uns zu teil, wird sick 9 ein Adler fleugt mit Flü-täglich bei uns mehren. geln süßer Liebe. Auch fürs neue Jahr uns 10. O Jesu, meine beut Jesu Name Seligkeit. 74 Neujahr. 4. Unsre Wege wollen stumm, der erst noch hold wir nun in Jesu Namen gesprochen— du armes gehen; geht uns dieser Herz, warum? Leitstern für, so wird alles 3. Daß nicht vergessen wohl bestehen und durch werde, was man so gern seinen Gnadenschein alles vergißt: daß diese arme voller Segen sein. Erde nicht unsre Heimat 5. Alle Sorgen, alles ist. Es hat der Herr uns Leid soll sein Name uns allen, die wir auf ihn ge— versüßen; so wird alle tauft, in Zions goldnen Bitterkeit uns zum Segen Hallen ein Heimatrecht er— werden müssen. Jesu Nam kauft. sei Sonn und Schild, wel⸗ 4. Hier gehen wir und cher allen Kummer stillt. streuen die Thränensaat Benjamin Schmolck 1672—1737. ins Feld, dort werden wir uns freuen im selgen Him— Mel. Ach Herr, mich armen Sunder melszelt; wir sehnen uns 82 Das Jahr geht still hienieden dorthin ins zu Ende, nun sei Vaterhaus und wissens: auch still, mein Herz. In die geschieden, die ruhen Gottes treue Hände leg dort schon aus. ich nun Freud und Schmerz 5. O das ist sichres und was dies Jahr um Gehen durch diese Erden— schlossen, was Gott der zeit: nur immer vorwärts Herr nur weiß, die Thrä- sehen mit selger Freudig⸗ nen, die geflossen, die keit; wird uns durch Wunden brennend heiß. Grabeshügel der klare 2. Warum es so viel Blick verbaut, Herr, gieb Leiden, so kurzes Glück der Seele Flügel, daß sie nur giebt? Warum denn hinüberschaut. immer scheiden, wo wir 6. Hilf du uns durch so sehr geliebt? So man- die Zeiten und mache fest ches Aug gebrochen, und das Herz, geh selber uns mancher Mund nun zur Seiten und führ uns heimatwä mns hieni allein, 0 Nel. Valt 3 O 8 rer Dabids L soll ewig mel ist d daß allhi Menscher dein Rei werden keit. 2. Vo auch zeu Morgenl vor dir ihn'n bi Stern at dazu do drum m set, daß König, vermeld gar wen und Gi auf ein eine gi nicht ii 7 5 Epiphanias. Ine heimatwärts. Und ist es Frieden uns hier schon uns hienieden so öde, so sselig sein. allein, 0 laß in deinem Eleonore von Reuß 1835. gessen Wi gern aune 5. Epiphanias. eimat Mel. Valet will ich dir geben. hier hast du Spott und rr uns 83 O König aller Eh⸗Hohn. u ge⸗ ren, Herr Jesu,., 4. Doch bist du schön oldnen Davids Sohn, dein Reichsgezieret, dein Glanz er⸗ cht er⸗ soll ewig währen, im Him-fstreckt sich weit, dein Güte ů mel ist dein Thron; Rif,trunwhirres und dein Ge— ir und daß allhier auf Erden den rechtigkeit. Du wollst die lensaat Menschen weit und breit Frommen schützen durch en wir dein Reich bekannt mög dein Macht und Gewalt, uHim⸗ werden zur Seelen Selig- daß sie im Frieden sitzen, en uns keit. die Bösen stürzen bald. ins 2. Von deinem Reich 5. Du wollst dich mein issens: auch zeugen die Leut aus erbarmen, in dein Reich ruhen Morgenland, die Knie sie nimm mich auf; dein Güte vor dir beugen, weil du schenk mir Armen und sichres ihn'n bist bekannt. Der segne meinen Lauf. Den Erden⸗ Stern auf dich hinweiset, Feinden wollst du wehren, rwärts dazu das göttlich Wort; dem Teufel, Sünd und reudig⸗ drum man dich billig prei-Tod, daß sie mich nicht durch set, daß du bist unser Hort. versehren: rett mich aus klare 3. Du bist ein großer aller Not. , gieb König, wie uns die Schrift 6. Du wollst in mir daß sie vermeldt, doch achtest du entzünden dein Wort, den gar wenig vergänglich Gut schönen Stern, daß falsche durch und Geld, prangst nicht Lehr und Sünden sein che fes:. auf einem Rosse, trägst meinem Herzen fern. Hilf, Her uns keine güldne Kron, thronst daß ich dich erkenne und hr uns nicht: im festen Schlosse; mit der Christenheit dich 76 Epiphanias. meinen König nenne jetzt gehn, mach feste, die im und in Ewigkeit. Zweifel stehn. Martin Behm 15571622. 6. So werden sie mit uns zugleich auf Erden Mel. O Jesu Christ, meins Lebens und im Himmelreich hier Licht. eitli 196 zeitlich und dort ewiglich 1OJesu Christe, wah⸗n ö 84. 4„wah⸗ für solche Gnade preisen res Licht, erleuchte, dich 151. dich rernnen nicht, und Johann Heermann 1585—1647. bringe sie zu deiner Herd, daß ihre Seel auch selig Luc. 1. 78. 79 werd.. 5 Mel. Unser Herrscher, unser König. 2. Erfülle mit dem M ö Srradee eniehneinn, dis in Fr Werde licht, du Gnadenschein, die im Irr— 85. Stadt der Heiden, tum verführet sein, auch 14—5 9 die, so heimlich noch ficht Wm. licht; schaue, welch ein an in ihrem Sinn ein Gl Krenden über falscher Wahn. anz mit Freuden über deinem Haupt anbricht! 3. Und was sich sonst 5 ö. e ee hat derer nicht ver⸗ verlaufen hat von dir, gessen, die im Finstern das suche du mit Gnad sind gesessen. und ihr verwundt Ge⸗2. Gottes Rat war uns wissen heil, laß sie am verborgen, seine Gnade keil. scchien uns nicht; Klein 4. Den Tauben öffne und Große mußten sorgen, das Gehör, die Stummen jedem fehlt es an dem richtig reden lehr, die Licht, das zumrechten Him— nicht bekennen wollen frei, melsleben seinen Glanz was ihres Herzens Glaube uns sollte geben. 3. Aber wie hervor— . Erleuchte, die da gegangen ist der Aufgang sind verblendt, bring her, aus der Höh, haben wir die sich von uns getrennt, das Licht empfangen, versammle, die zerstreuet welches so viel Angst und 9 geh alls weggetrel Dunkles! 4. Fest der Seele die Fins dieser Sü sern Tritt Nsu, dein leuchten Wegen. 5. De müß erft müt in Erscheim meine S Tod; H und im mir dein 6. Jes lich geh der böse helles L mir dort wo wir nen in d heit wo 2 Epiphanias. 77 ie in Weh aus der Welt hin- wir kommen jetzt mit 4.— weggetrieben, daß nichts Freuden durch deines een Dunkles übrig blieben. Geistes Trieb in diesen „ Her N 4. Jesu, reines Licht deinen Tempel und suchen Dalit der Seelen, du vertreibst mit Begier nach Simeons iü; die Finsternis, die in Exempel dich großen Gott preisen dieser Sündenhöhlen un⸗ allhier. sern Tritt macht ungewiß: 2. Du wirst von uns 13 Jesu, deine Lieb und Segen gefunden, o Herr, an leuchten uns auf unsern jedem Ort, dahin du dich Wegen. verbunden durch dein Ver⸗ r Wüng 5. Dein Erscheinung heißungswort, vergönnst t, du müß erfüllen mein Ge- noch heutzutage, daß man heiden, müt in aller Not, dein dich gleicherweis auf Glau⸗ werde Erscheinung müsse stillen bensarmen trage, wie hier ch ein meine Seel auch gar im der fromme Greis. 1 über Tod; Herr, in Freuden 3. Sei unser Glanz in bricht! und im Weinen müsse Wonne, ein helles Licht ht ver⸗ mir dein Licht erscheinen. in Pein, in Schrecken instern 6. Jesu, laß mich end⸗ unsre Sonne, im Kreuz lich gehen freudig aus ein Gnadenschein, in Zag⸗ har uns der bösen Welt, dein so heit Glut und Feuer, in Gnade helles Licht zu sehen, das Not ein Freudenstrahl, Klein mir dort schon ist bestellt, in Krankheit ein Befreier, sorgen, wo wir sollen unter Kro-ein Stern in Todesqual. m dem nen in der schönsten Klar-⸗ 4. Herr, laß auch uns en Him⸗ heit wohnen. gelingen, daß einst wie Glanz Johann Rist 1607—1667. Simeon ein jeder Christ kann singen den schönen hervor⸗ Luc. 2, 25-32. Schwanenton: Mir wer lufgang Mel. Valet will ich dir geen. den nun mit Frieden die sen wir 86. Herr Jesu, Licht Augen. zugedrückt, nach⸗ fangen, der Heiden, der dem ich schon hinieden igst und Frommen Schatz und Lieb, den Heiland hab erblickt. Glauben, mein Jesu, dich geschaut: kein Feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen, und in dem meinen du, uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. 6. Hier will es oft mir scheinen, du sähst mich strafend an, daß ich vor Angst und Weinen dich kaum erkennen kann; dort aber wirds geschehen, daß ich von Angesicht zu An— gesicht soll sehen dein immer klares Licht. Johann Franck 1618-1677. Matth. 2, 1—12. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. 87 Wer im Herzen will erfahren und da— rum bemühet ist, daß der König Jesus Christ sich in ihm mög offenbaren, der muß suchen in der Schrift, bis er diesen Schatz antrifft. 2. Er muß gehen mit den Weisen, bis der Mor— genstern aufgeht und im Herzen stille steht; so kann Epiphanias. 5. Ja, ja, ich hab im man sich selig preisen, weil des Herren Angesicht glänzt von Klarheit, Recht und Licht. 3. Denn wo Jesus ist geboren, da erweiset sich gar bald seine göttliche Gestalt, die im Herzen war verloren; seine Klar— heit spiegelt sich in der Seele kräftiglich. 4. Jesu, laß mich auf der Erden sonst nichts suchen als allein, daß du mögest bei mir sein und ich dir mög ähnlich werden in dem Leben dieser Zeit und in jener Ewigkeit. 5. So will ich mit allen Weisen, die die Welt für Thoren acht't, dich an⸗ beten Tag und Nacht und dich loben, rühmen, prei⸗ sen, liebster I Jesu, und vor dir christlich Wandeht für und für. Laurentius Laurenti 1660—1722. Matth. 2, 11. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 8 Jesu, großer Wun⸗ derstern, der aus Jakob ist erschienen, meine Seele will so gern dir an deinet nimm de guͤdig al shenken 2. Nin Hlaubens von dir damit bes dirs diel 5 auch b in dem K 3. Nin rauch des gnäͤdig di 89. d de Velt Sür Unser all der dun! Sünden, ller! 3. O der du Sünden, nen Frif 90. eisen, gesicht Recht u ist et sich ttliche Herzen Klar⸗ in der ch auf nichts aß du nund werden er Zeit geit. it allen elt für ich an⸗ cht und 1, prei⸗ ind vor eln für 60—1722. ich nicht. r Wun⸗ er aus „meine un dir Passion. 79 an deinem Feste dienen: nimm doch, nimm doch 28 7 gnädig an, was ich Armer schenken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, wie ichs von dir selber habe und damit beschenket bin, so ist dirs die liebste Gabe; laß es auch bewährt und rein in dem Kreuzesofen sein. 3. Nimm den Weih⸗ rauch des Gebets, laß ihn gnädig dir genügen; Herz und Lippen sollen stets ihn zu opfern vor dir liegen; wenn ich bete, nimm es auf und sprich Ja und Amen drauf. 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu: ach mich schmerzet meine Sünde; aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. Erdmann Neumeister 1671—1756. 6. Passion. 84 O Lamm Gottes, der du trugest der Welt Sünden, erbarm dich unser aller! 2. O Lamm Gottes, der du trugest der Welt Sünden, erbarm dich unser aller! 3. O Lamm Gottes, der du trugest der Welt Sünden, verleih uns dei— nen Frieden! Das deutsche Agnus Dei. der 90 Christe, du Lamm Gottes, du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser! 2. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser! 3. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, gieb uns deinen Frieden! Amen, Amen, Amen. Das deutsche Agnus Dei. 91 O Lamm Gottes, un⸗ schuldig am Stamm des Kreuzes geschlachtet, 1540. 80 Passion. allzeit erfunden gduldig, wiewohl du warest ver— achtet: all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen, erbarm dich unser, o Jesu! 2. O Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Kreuzes geschlachtet, all— zeit erfunden gduldig, wie— wohl du warest verachtet: all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen, erbarm dich unser, o Jesu! 3. O Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Kreuzes geschlachtet, all— zeit erfunden gduldig, wie— wohl du warest verachtet: all Sünd hast du getragen, sonstmüßten wir verzagen, gieb uns dein Frieden, v Jesu! Nikolaus Decius 1541. Mel. Christus, der uns selig macht. 92. 5 bilf. Christe Gottes Sohn, durch dein bitter Leiden, daß wir dir stets unterthan all Untugend meiden, dei— nen Tod und sein Ursach fruchtbarlich bedenken, da— für, wiewohl arm und schwach, dir Dankopfer schenken. O wir armen Sün⸗ 93. der! Unsre Misse— that, darin wir empfangen und geboren sind, hat ge— bracht uns alle in solch große Not, daß wir unter— worfen sind dem ewgen Tod. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! 2. So nicht wäre kom⸗ men Christus in die Welt und hätt angenommen unser arm Gestalt, hätten wir sein müssen ewiglich in Not; Christ hat sich gegeben für uns in den Tod. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! 3. Solche große Gnad und väterliche Gunst hat uns Gott erzeiget lauter gar umsonst; des solln wir uns trösten gegen Sünd und Tod und nicht gar verzagen vor der Hölle Glut. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! 4. Darum wolln wir loben, danken allezeit dem Vater und Sohne Michael Weiße 1540. und dem. hitten, daß Rot von! daß wir st seinm ghrie ele eison, Kr Mach Hermam Mel. O Jesu 94 Wir Her daß du für hist und dein teure vor Gotte 2. Wir! Nensch u deine heile erlös uns Tod und letten Ne 3. Beh Sünd ur neich uns Hand, do Heduldig deiner sc 4. Und die Zuver werdst sondern; kopfer +154⁴⁰ Sün⸗ Misse⸗ fangen hat ge⸗ solch unter⸗ ewgen Christe on! e kom⸗ e Welt ommen hätten wiglich at sich in den Christe son! Gnad nst hat lauter lln wir Sünd cht gar Hölle Christe son! n wir allezeit Sohne Passion. 81 und dem heilgen Geist; bitten, daß sie treiben all Not von uns fort, und daß wir stets bleiben bei sein'm heilgen Wort. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! Nach Hermann Bonn 1504-1548. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 94 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist und hast uns durch dein teures Blut gemacht vor Gott gerecht und gut. 2. Wir bitten dich, wahr Mensch und Gott, durch deine heilgen Wunden rot, erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not. 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand und reich uns dein allmächtge Hand, daß wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten deiner schweren Pein; 4. Und schöpfen draus die Zuversicht, daß du uns werdst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Herzliebster Jesu, Christoph Fischer 4 1600. 95. was hast du ver⸗ brochen, daß man ein solch scharf Urteil hat ge— sprochen? Was ist die Schuld, in was für Misse— thaten bist du geraten? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und verhöhnet, du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz ge— henket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? Ach meine Sünden haben dich geschlagen! Ich, ach Herr Jesu, habe dies ver⸗ schuldet, was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe, die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte. 5. Der Fromme stirbt, der recht und richtig wan⸗ delt, der Böse lebt, der wider Gott mißhandelt, 6 8²2 Passion. der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen, der Herr gefangen. mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 11. Alsdann so werd 6. O große Lieb, o Lieb sich deine Huld betrachten, — ohn alle Maße, gebracht auf diese Marter— straße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freu— die dich aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten, be mühen werd ich mich, Herr, deinen Willen stets den, und du mußt leiden. zu erfüllen. — 7. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. 8. Ich kanns mit mei— nen Sinnen nicht er⸗ reichen, womit doch dein Erbarmungzu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebesthaten im Werk erstatten? 9. Doch ist noch etwas, das dir angenehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden mit alten Sün— den. 10. Weils aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, so gieb 12. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach noch Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. 13. alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen, wirst du es doch nicht gar bei Seite setzen, in Gnaden wirst du dies von mir annehmen, mich nicht beschämen. 14. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehren— krone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. Johann Heermann 1585—1647. Dies Rael Der am 6. 90. W Oual mn geben mir den Trost Seelennot was Arge hold an erlaubet mit der scherzen. 2. Wi — Bollust! derbtes! so gede Leiden, wieder Satan u u, halt Gnad un hald mu weichen. 2 3. W Herze breite nichts i alsdann an dein lerlat, standen in And böse Lu 4. I‚ r mich führe. werd achten, ie Belt en, be mich, N stets dir zu u, kein „ keine blagen, Igung, merzen n. 8, obs ist zu es doch e setzen, du dies n, mich t, Herr deinem meinem Ehren⸗ ich dir, d wohl d Dank 585—1647. Passion. 83 Mel. Der am Kreuz ist meine Liebe. mich kränket, geben deine 96 Jesu, deine tiefen Wunden Kraft; wenn mein »Wunden, deine Herz hinein sich senket, Qual und bittrer Tod schöpf ich neuen Lebens— geben mir zu allen Stun⸗ saft. Deines Trostes den Trost in Leibs- und Süßigkeit wendt in mir Seelennot; fällt mir et- das bittre Leid, der du was Arges ein, denk ich mir das Heil erworben, bald an deine Pein, die da du für mich bist ge— erlaubet meinem Herzen storben. mit der Sünde nicht zu 5. Auf dich setz ich mein 2. i uih denn i Vertrauen, du bist meine 2 VYII 51 G* Wollust weiden mein enn derbtes Fleisch und Blut, er iel ninn 0 so gedenk ich an dein 55 5 ich n Diß hech—.——.— Leiden, bald wird alles Drit 55 un 50 Sahnt wieder gut. Kommt der und Heil: We Guede Satan und setzt mir heftig wird mir geben Aufer⸗ 65 halt ich ihm stehung, Licht und Leben. nad und Gnadenzeichen, ö bald muß er von dannen 6. Hab ich dich in weichen. meinem Herzen, du Brunn 3. Will die Welt mein aller Gütigkeit, o empfind Herze führen auf die ich keine Schmerzen auch breite Sündenbahn, da Letzton Kampf und nichts ist denn Jubilieren, Streit. Ich verberge mich alsdann schau ich emsig U dich: welch Feind kann an deiner Marter Cent⸗ verletzen mich? Wer sich nerlast, die du ausge⸗ legt in deine Wunden, standen hast: so kann ich der hat glücklich über— in Andacht bleiben, alle wunden. böse Lust vertreiben. Johann Heermann 1585—1647. 4. Ja für alles, was 6* 84 Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. 97 Der du, Herr Jesu, Ruh und Rast in deinem Grab gehalten hast: gieb, daß wir in dir ruhen all, und unser Leben dir gefall. 2. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut, die du erkauft mit deinem Blut, und führ uns in des Him— mels Licht zu deines Vaters Angesicht 3. Wir danken dir, o Gotteslamm, getötet an des Kreuzes Stamm: laß ja uns Sündern deine Pein ein Eingang in das Leben sein. Georg Werner 1589—1643. Mel. Herr Christ, der einig Gottssohn. 98 Wenn meine Sünd mich kränken, o mein Herr Jesu Christ, so laß mich wohl bedenken, wie du gestorben bist und alle meine Schuldenlast am Stamm des heilgen Kreuzes auf dich ge⸗ nommen hast. 2. O Wunder ohne Maßen, wer es betrachtet recht: es hat sich martern Passion. lassen der Herr für seine Knecht; es hat sich selbst der ähre Gott für mich verlornen Menschen ge— geben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, die Schuld ist allzumal be— zahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Hölle Qual und Glut. 4. Drum sag ich dir von Herzen jetzt und mein Leben lang für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not und Angstgeschrei, für dein unschuldig Ster⸗ ben, für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, sollts auch sein Schmach und Spott, silf mir g gib, Or Gott, daf dise Wel Cyempel, selk. 7. üben, W than, un lieben, ge mann ob Heuchehj⸗ mir erw Veb all 8. L Vunder kräftigli Stunder sichern! dein Ve du Wer men, de schau. Justu 99. meines du dich in die in dasä ur daß sterben: WS•2=.2 seine selbst mich N ge⸗ rdenn zünden bin bei I, die al be⸗ teures t mehr Hölle ich dir d mein ie Pein Jesu, deine eschrei, g Ster⸗ eb und nbitter en für u Ernst indliche komme oie viel daß ich tz und ts auch Spott, Passion. 85 hilf mir geduldig tragen; gieb, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und folge dem Exempel, das du mir vor— gestellt. 7. Laß mich an andern üben, was du an mir ge— than, und meinen Nächsten lieben, gern dienen jeder— mann ohn Eigennutz und Heuchelschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in meinen letzten Stunden und des ver— sichern mich, weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich anneh— men, daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius 1601—1673. 9 Jesu, meines Le— bens Leben, Jesu, meines Todes Tod, der du dich für mich gegeben in die tiefste Seelennot, in das äußerste Verderben, nur daß ich nicht möchte sterben: tausend-⸗, tausend⸗ mal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 2. Du, ach du hast aus⸗ gestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und Ban⸗ den, du gerechter Gottes— sohn, nur mich Armen zu erretten von des Teufels Sündenketten. Tausend-, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 3. Du hast lassen Wun⸗ den schlagen, dich erbärm— lich richten zu, um zu heilen meine Plagen, um zu setzen mich in Ruh; ach du hast zu meinem Segen lassen dich mit Fluch belegen. Tausend-, tau⸗ sendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 4. Man hat dich sehr hart verhöhnet, dich mit großem Schimpf belegt, gar mit Dornen dich ge— krönet: was hat dich da⸗ zu bewegt? Daß du möch⸗ test mich ergötzen, mir die Ehrenkron aufsetzen. Tau⸗ send⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 5. Du hast wollen sein geschlagen, zu befreien 86 Passion. mich von Pein, fälschlich für dein Zagen, für die lassen dich anklagen, daß tausendfachen Plagen, für ich möchte sicher sein; daß dein Angst und tiefe Pein ich möchte trostreich pran- will ich ewig dankbar sein. gen, hast du sonder Trost Ernst Christoph Homburg gehangen. Tausend- tau⸗ 1t sendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 100 O Tarnaurigkeit! 6. Du hast dich mit O Herzeleid! Ist Not bedecket, hast gelitten das nicht zu beklagen? mit Geduld, gar den her⸗Gott des Vaters einig ben Tod geschmecket, um Kind wird ins Grab ge— zu büßen meine Schuld; tragen. daß ich würde losgezählet, 2. O große Not! Der hast du wollen sein ge⸗Herr ist tot: am Kreuz quälet. Tausend⸗, tau ist er gestorben; hat da⸗ en sei dir, liebster durch das Himmelreich Jesu, Dank dafür. uns aus Lieb erworben. 7. Deine Demut hat ge— büßet meinen Stolz und* OMenschenkind, Hri⸗ Ubermut, dein Tod meinen deine Sünd hat dieses an⸗ Tod versüßet; es kommt gerichtet, da du durch die alles mir zu gut. Dein Missethat warest ganz ver— Verspotten, dein Verspeien nichtet. ö muß zu Ehren mir ge⸗ 4. Dein Bräutigam, das deihen. Tausend⸗, tau⸗ Gotteslamm, liegt hier sendmal sei dir, liebster mit Blut beflossen, welches Jesu, Dank dafür. er ganz mildiglich hat für 8. Nun, ich danke dir dich vergossen. von Herzen, Herr, für alle 5. O süßer Mund, o deine Not: für die Wun-Glaubensgrund, wie bist den, für die Schmerzen, du doch zerschlagen! Alles für den herben, bittern was auf Erden lebt, muß Tod; für dein Zittern, dich ja beklagen. 6. Oi fri, der denbet, w Herrlichte gesenbet. 0 Hilf und dich mit daß ich u möge na 0 0 V⁰ Schuld Kinder, get in& aller Si hih, wir ergiebt! hank, e Freuder Schmac Angst,L Kreuzu Ich wi 2.— der gro land m den hat feind u wählen Kind, Passion. 87 uü 6. O selig ist zu jeder der Kinder, die ich aus— 4.5 Frist, der dieses recht be— gethan zur Straf und Pein denket, wie der Herr der Zornesruten; die Straf sein. Herrlichkeit wird ins Grab ist schwer, der Zorn ist 1001. gesenket. groß: du kannst und sollst 7. O Jesu, du mein sie machen los durch Ster— Hilf und Ruh, ich bitte ben und durch Bluten.“ rigkeit! dich mit Thränen: Hilf,„Da, Dater, ja von d! Ist daß ich mich bis ins Grab Herzensgrund, leg auf, ich lagen? möge nach dir sehnen. will dirs tragen; mein einig Johann Rist 16071667. Wollen hängt an deinem ab ge Mund, mein Wirken ist Mel. An Wasserflüssen Babylon. dein Sagen.“ O Wunder— Der 10 Ein Lämmlein lieb, o Liebesmacht! Du Kreuz er gehr und trägt die kannst, was nie kein Mensch gat da Schuld der Welt und ihrer gedacht, Gott seinen Sohn Jelreich Kinder, es geht; und trä⸗ abzwingen. O Liebe, Liebe, Horben. get in Geduld die Sünden du bist stark: du streckest aller Sünder; es geht da- den in Grab und Sarg, d, mur hin, wird matt und krank, vor dem die Felsen e i ergiebt sich auf die Würge-springen. ch die bank, entzieht sich allen 4. Mein Lebetage will mz der⸗ Freuden; es nimmet an sich dich aus meinem Sinn Schmach, Hohn und Spott, nicht lassen, dich will ich am, das Angst, Wunden, Striemen, stets, gleichwie du mich, t hier Kreuz und Tod und spricht: mit Liebesarmen fassen. welches Ich wills gern leiden. Du sollst sein meines hat für 2. Das Lämmlein ist Herzens Licht, und wenn der große Freund und Hei⸗ mein Herz in Stücke bricht, und, o land meiner Seelen; den, sollst du mein Herze blei— vie bist den hat Gott zum Sünden⸗ ben. Ich will mich dir, Alles feind und Sühner wollen mein höchster Ruhm, hier⸗ t, muß wählen.„Geh hin, mein mit zu deinem Eigentum Kind, und nimm dich an beständiglich verschreiben. 88 Passion. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen; mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für und für in Dankbar— keit ergießen; und was du mir zu gut gethan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächt— nis schließen. 6. Erweitre dich, mein Herzensschrein, du sollst ein Schatzhaus werden der Schätze, die viel größer sein als Himmel, Meer und Erden. Weg mit den Schätzen dieser Welt und allem, was dem Fleisch gefällt! Ich hab ein Bessres funden: mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, ist dieses, was geflossen ist aus deines Leibes Wunden. 7. Wenn endlich ich soll treten ein in deines Reiches Freuden, so soll dein Blut mein Purpur sein, ich will darein mich kleiden; es soll sein meines Hauptes Kron, in welcher ich will vor den Thron des höch— dir, dem er mich anver⸗ traut, als eine wohlge— schmückte Braut an deiner Seite stehen. Paul Gerhardt 1607-1676. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. 102 O Haupt voll Blut und Wun⸗ den, voll Schmerz und voller Hohn, o Haupt, zum Spott gebunden mit einer Dornenkron, o Haupt, sonst schön gekrönet mit höchster Ehr und Zier, jetzt aber höchst verhöhnet, gegrüßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, voll Huld und Freund— lichkeit und dennoch im Gerichte geschlagen und verspeit, wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht mehr gleichet, so schändlich zugericht't? 3. Die Farbe deiner Wangen, der roten Lippen Pracht ist hin und ganz vergangen; des blassen Todes Macht hat alles hingenommen, hat alles sten Vaters gehen und hingeraff, du komme Leibes Kr J. Nun aduldet, Has, ich h schuldet, has; scha ich Armer dienet ha mein Erb blick dein 5. Erk Hüter, m mich an! aller Gü Guts get hat mich Und süße hat mi mancher 6. I dir stehe doch nio ich nicht dein He dein Har im letzte dann w in meine 7. Er Freuder herzlich höch⸗ nund anber⸗ vohlge— deiner H+—1676 pt, zum it einer Haupt, let mit Zier, höhnet, mir! esichte, Freund⸗ och im n und du so at dein nst kein het, so tt? deiner Lippen d ganz blassen t alles t alles Passion. 89 hingerafft, und daher bist du kommen von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Last, ich hab es selbst ver⸗ schuldet, was du getragen hast; schau her, hier steh ich Armer, der Zorn ver⸗ dienet hat, gieb mir, o mein Erbarmer, den An⸗ blick deiner Gnad. 5. Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts gethan: dein Mund hat mich gelabet mit Milch und süßer Kost, dein Geist in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll: ach möcht ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir ge— ben, wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deine Todes⸗ schmerzen, da dus so gut gemeint. Ach gieb, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei. 9. Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; wenn ich hat mich begabet mit den Tod soll leiden, so mancher Himmelslust. 6. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht; von dir will ich nicht gehen, wenn dir kraft deiner Angst wenn Pein. dein Herze bricht; dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, als⸗ dann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen thut mir wenn ich da will ich glaubensvoll Freuden und herzlich wohl, ee Kreuzesnot. tritt du dann herfür; wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Angsten und 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und laß mich sehn dein Bilde in Da will ich nach dir blicken, 90 Pas fest an mein Herz dich drücken: wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt 16071676. [Mel. O 55 ich muß dich lassen.] 10 Welt, sieh hier 5 30 Leben am Stamm des Kreuzes schwe— ben, dein Heil sinkt in den Tod. Der große Fürst der Ehren läßt willig sich beschweren mit Schlägen, Hohn und großem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, wie er mit Todesschweiße und Blut ist überfüllt; aus seinem edlen Herzen vor uner schöpften Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so ge⸗ schlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht't? Du bist ja nicht ein Sünder wie wir und unsre Kinder, von Übelthaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körn⸗ lein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, DI* sion. das dich schläget, und das betrübte Marterheer. 5. Ich bins, ich sollte lane an Händen und an Füßen gebunden in der Höll; die Geißeln und die Banden und was du ausgestanden, das hat ver— dienet meine Seel. 6. Du nimmst auf dei— nen Rücken die Lasten, die mich drücken viel schwerer als ein Stein; du wirst ein Fluch, da— gegen verehrst du mir den Segen, dein Schmer zen muß mein Labsal sein. 7. Du setzest dich zum Bürgen, ja lässest dich gar würgen für mich und meine Schuld; mir lässest de een die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir über— hoch und sehr: was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen eins m 10 Leiden l sche in meinem 10. Ich! schen, mie uhözen,! ih sei: Es ein Spiege und ein L und unver II. Ic llicken, w. soll schmi sanftem 9 die soll doch sehr Werken, thut. 12. We stechen, Namen ich zähme echt wil Nächsten verzeiher lic 13.3 mich schl demabse Ralte Augen h Lben, thun ind das eel. sollte en und den in eln und vas du hat ver⸗ auf dei Lasten, n viel Stein; ich, da⸗ u mir Schmer⸗ sal sein. ich zum dich gar Hh und lässest Dornen, dleidest Leben, eins aber will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 10. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sei auch wo Passion. 91 fliehn und lassen, so viel mir immer möglich ist. 14. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Thränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände beglei— „—*„ 9** 2 V** ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. 11. Ich will darin er blicken, wie ich mein Herz soll schmücken mit stillem, sanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich etenht. Ae doch sehr betrüben But s Werken, so die Bosheit thut. Paul Gerhardt 1607-1676. Mel. Der am Kreuz ist meine Liebe. 104 Sei mir tausend— *einal gegrüßet, der mich je und je geliebt, Jesu, der du selbst ge⸗ büßet das, womit ich dich )wie ist mir doch so wohl, wenn ich knien und liegen soll an dem Kreuze, da du 7 Mo Rio* V*—* 12. Wenn böse Zungen stirbest und um meine stechen, mir Glimpf und Seele wirbest. Namen brechen, so will 2. Heile mich, o Heil ich zähmen mich; das Un⸗ der Seelen, wo ich krank in Heil, recht will ich dulden, dem und traurig bin; nimm genblick Nächsten seine Schulden die Schmerzen, die mich über⸗ verzeihen gern und willig⸗ quälen, und den ganzen 5 Leib lich. Schaden hin, den mir n, das 13. Ich will ans Kreuz Adams Fall gebracht und allzeit mich schlagen mit dir und ich selber mir gemacht. d Ehr. dem absagen, was meinem Wird, o Arzt, dein Blut nicht Fleisch gelüst't: was deine mich netzen, wird sich all armen Augen hassen, das will ich mein Jammer setzen. 92 3. Schreibe deine blut— gen Wunden mir, Herr, in das Herz hinein, daß sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein schönstes Gut, da mein ganzes Herze ruht; laß mich hier zu deinen Füßen deiner Lieb und Gunst genießen. 4. Diese Füße will ich halten, ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten und mich selber freundlich an von dem hohen Kreuzes⸗ baum und gieb 48550 Bitte Raum, sprich: Laß all dein Trauern shwin⸗ den, ich, ich tilg all deine Sünden! Paul Gerhardt 16071676. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens 10 5 Licht. Herr Jesu Christ, ist meiner dein teures Blut Seelen höchstes Gut: das stärkt, das labt, das macht allein mein Herz von allen Sünden rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehren— kleid, dein Unschuld und Herr, so fest Passion. Gerechtigkeit macht, daß ich kann vor Gott bestehn und zu der Himmelsfreud eingehn. 3. OJesu Ehriste, Gottes Sohn, mein Trost, mein Heil, mein Gnaden— thron, dein teures Blut, dein Lebenssaft giebt mir stets neue Lebenskraft. 4. Herr Jesu, in der letzten Not, wenn mich schreckt Teufel, Höll und Tod, so laß ja dies mein Labsal sein. dein Blut macht mich von Sünden rein. Johann Olearius 1611-1684. Mel. Christus, der uns selig macht. Jesu, deine Pas⸗ 106. sion will ich jetzt bedenken; wollest mir vom Himmelsthron Geist und Andacht schenken. In dem Bilde jetzt erschein, Jesu, meinem Herzen, wie du, unser Heil zu sein, littest alle Schmerzen. 2. Gieb, daß ich recht sehen mag deine Angst und Bande, deine Schläge, deine Schmach, deine Kreu⸗ zesschande, deine Geißel, Raaun kron ükbuund hottes verbun 3. 2 Doch nicht allein ehen,„ lß uschf ein Wüchen war auch meine Süt emartert Hnade fint 4. Jsu, mich dies Reue, hil Zünde dil aufs neue. zu haben wollen me Heiland b o großem 5. Wer Sünde w der Hölle: wissen still ttelle; dich son laß sassen; li lieber S. Gott mick 6. Gie daß ich ge nachtrage t, daß bestehn lofreud Christe, Trost, naden⸗ 8 But, ebt mir kraft. in der nmich öll und es mein 1 Blut Sünden 11—1684. lig macht. le Pas⸗ ich jetzt uir vom ist und In dem „Jesu, vie du, Ittkest recht Angst ichläge, eKreu⸗ Geißel, Passion. 93 Dornenkron, Speer- und Nägelwunden, deinen Tod, o Gottes Sohn, der mich dir verbunden. 3. Doch laß mich ja nicht allein deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach fein und die Frucht verstehen. Ach die Ursach war auch ich, ich und meine Sünde: diese hat gemartert dich, daß ich Gnade finde. 4. Jesu, lehr bedenken mich dies mit Buß und Reue, hilf, daß ich mit Sünde dich martre nicht aufs neue. Sollt ich da⸗ zu haben Lust und nicht wollen meiden, was mein Heiland büßen mußt mit so großem Leiden? 5. Wenn mich meine Sünde will schrecken mit der Hölle: Jesu, mein Ge— wissen still, dich ins Mittel stelle; dich und deine Pas— sion laß mich gläubig fassen; liebet mich sein lieber Sohn, wie kann Gott mich hassen? 6. Gieb auch, Jesu, daß ich gern dir das Kreuz nachtrage, daß ich Demut von dir lern und Geduld in Plage, daß ich dir geb Lieb um Lieb. In— des laß dies Lallen— bessern Dank ich dorten geb— Jesu, dir gefallen. Sigismund von Birken 1626—1681. 10 O du Liebe mei⸗ *ner Liebe, du er⸗ wünschte Seligkeit, die du dich aus höchstem Triebe in das jammervolle Leid deines Leidens mir zu gute als ein Opfer ein⸗ gestellt und bezahlt mit deinem Blute alle Misse— that der Welt: 2. Siebe, die mit Schweiß und Thränen an dem Olberg sich betrübt, Liebe, die mit Blut und Sehnen unaufhörlich fest geliebt, Liebe, die den eignen Willen in des Vaters Willen legt und, um Gottes Zorn zu stillen, treu die Last des Kreuzes trägt; 3. Liebe, die mit starkem Herzen alle Schmach und Hohn gehört, Liebe, die nicht Angst und Schmerzen 94 Passion. noch der strenge Tod ver— sehrt, Liebe, die sich lie— bend zeiget, als sich Kraft und Atem endt, Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt; 4. Liebe, die mit ihren Armen mich zuletzt um— fangen wollt, Liebe, die aus Liebserbarmen mich zuletzt in höchster Huld ihrem Vater überlassen, die selbst sterbend für mich bat, mir die Strafe zu erlassen, weil mich ihr Verdienst vertrat; 5. Liebe, die mit so viel Wunden gegen mich als seine Braut unaufhörlich sich verbunden und auf ewig anvertraut: Liebe, laß auch meine Schmerzen, meines Lebens Jammer— pein in dem blutverwund— ten Herzen sanft in dir gestillet sein. 6. Liebe, die für mich gestorben und ein immer— während Gut an dem Kreuzesholzerworben, ach wie denk ich an dein Blut! Ach wie dank ich deinen Wunden, du verwundte Liebe du, wenn ich in der letzten Stunden sanft an deinem Herzen ruh! 7. Liebe, die sich kot gekränket und für mein erkaltet Herz in ein kaltes Grab gesenket, ach wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du ge— storben, daß ich ewig leben kann, und der Seelen Heil erworben: nimm mich ewig liebend an! Elisabeth von Senitz 1629—1679. 108 Der am Kreuz * ist meine Liebe, meine Lieb ist Jesus Christ. Weg, ihr argen Sünden— triebe, Satan, Welt und Fleisches List! Eure Lieb ist nicht von Gott, eure Lieb ist gar der Tod. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe. Frevler, was befremdets dich, daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich; so ward er mein Friedensschild, aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, * weil ich mu be. 3. Der neine Lie hesiegst m mix, wenn der für Hericht! K Gottes S seinem Bl Der am Liebe, we Glauben 4. Der meine Lie wissen, gl aus rein hat die 5 than un Bürgen strichen n am Kreu weil ich! übe. 5. De meine Li sal schwe ger, Bl nichts! Nsu lo nicht G Engeln tum. anft an h! sich tot mein kaltes ch wie 29—1679. Kreuz Liebe, 5Christ. Zünden⸗ elt und lre Lieb tt, eure d. Der le Liebe, Hlauben reuz ist Frevler, ich, daß en übe? bst für r mein er auch Der am Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe. Sünde, du besiegst mich nicht! Weh mir, wenn ich den betrübe, der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt ich nicht Gottes Sohn? Spräch ich seinem Blut nicht Hohn? Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe. Schweig,‚ Ge— wissen, glaube dran: Gott aus reinem Liebestriebe hat die Handschrift abge— than und mit meines Bürgen Blut sie durch— strichen mir zu gut. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe. Keine Trüb— sal schwer und groß, Hun— ger, Blöße, Geißelhiebe, nichts macht mich von Jesu los; nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürsten— tum. Der am Kreuz ist Passion. 9⁵ meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 6. Der am Kreuz ist meine Liebe. Komm, o Tod, du bist mein Freund! Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein Jesus mir vereint; da, da schau ich Gottes Lamm, meiner Seelen Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. Ahasverus Fritsch 1629—1701. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid. 109 So ruhest du, o meine Ruh, in deiner Grabeshöhle und erweckst durch deinen Tod meine tote Seele. 2. Man senkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens Leben; dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. O Lebensfürst, ich weiß, du wirst mich wieder auferwecken: sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? 4. Sie wird mir sein ein Kämmerlein, da ich auf Rosen liege, weil ich 96 nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 5. Gar nichts verdirbt; der Leib nur stirbt, doch wird er auferstehen und in ganz verklärter Zier aus dem Grabe gehen. 6. Indes will ich, mein Jesu, dich in meine Seele senken und an deinen bittern Tod bis in Tod gedenken. Salomo Franck 1659—1725. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 110 Jesu, der du wol— Ilen büßen für die Sünden aller Welt durch dein teures Blutvergießen, der du dich hast darge— stellt als ein Opfer für die Sünder, die verlornen Adamskinder, ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 2. Rette mich durch deine Plagen, wenn mich meine Sünde plagt. Laß, ach laß mich nicht ver— zagen, weil du selbst für mich gezagt. Hilf, daß mich dein Angstschweiß kühle, wenn ich Drang— salshitze fühle. Ach laß Passion. deine Todespein nicht an mir verloren sein. 3. Mache mich durch deine Bande von des Satans Banden frei. Hilf, daß dein erlittne Schande meine Kron und Ehre sei. Trost der Seelen, Heil der Erden, laß mich nicht zu Schanden werden. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 4. Rede durch dein Stilleschweigen, liebster Jesu, mir das Wort, wenn mich Sünden überzeugen und verklagen fort und fort, wenn mein bös Ge— wissen schreiet und mir mit Verdammnis dräuet. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 5. Laß mich Freuden⸗ rosen brechen, liebster Jesu, meine Zier, von den Dornen, die dich stechen; Jesu, nahe dich zu mir, kröne mich mit Huld und Gnade, daß kein Sündendorn mir schade. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 6. Heile Plagen, u r Shme die Geißel gen, die sinden 0 gnecht der Streiche ch laßed nicht an m 7. Ach Punden brunnen ale Kraft wenn ich lenpein. deiner E Schuld, d Ach laß nicht an n 8. Ach fers Ru Gnad un mit dein schwere mich in Sünden Kreuze deine To mir verl 9. Je befreien Augstges ausend ich Passion. 9⁷ I. 2— cht an 6. Heile des Gewissens stehe doch mir Armen Plagen, nimm von mir bei; wenn mir Wort und durch der Schmerzen Last, durch Sprach entfallen, laß mich on des die Geißeln, die dich schla-(sanft von hinnen wallen: d. Hilf, gen, die du schwer em⸗ laß mir deine Todespein Schande pfunden hast, daß ich böser Leben, Heil und Himmel hre sei. Knecht der Sünde Satans sein. 1699. u, Heil Streiche nicht empfinde. ch nicht Ach laß deine Todespein Mel Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. en. Ach nicht an mir verloren sein. 111 Ruhe hier, mein in nicht 7. Ach laß deine tiefen Geist, ein wenig sein. Wunden frische Lebens- und beschau dies Wunder brunnen sein, wenn mir groß, wie dein Gott und I* wie 3 alle Kraft verschwunden, Ehrenkönig hängt am 1m wenn ich schmacht in Wsend nackt und bloß; Heugen lenpein. In den Abgrund sschau die Liebe, die ihn 1. ud deiner Gnaden senk die triebe zu dir aus des Va⸗ bös Ge⸗ Schuld, die mich beladen. ters Schoß. vin ii Ach laß deine Todespein 2. Ob dich Jesus liebt dräuet nicht an mir verloren sein. von Herzen, kannst du hier besbein 8. Ach zerbrich des Ei⸗ am Kreuze sehn: schau, hinn. fers Rute, ach erzeige wie alle Höllenschmerzen ithenn⸗ Gnad und Huld, tilge doch ihm bis in die Seele rreuden⸗ mit deinem Blute meine gehn; Fluch und Schrecken liebster schwere Sündenschuld, laß ihn bedecken, höre doch er, von mich in der Angst der sein Klaggetön. ie dich Sünden Ruh bei deinem 3. Dies sind meiner ihe dich Kreuze finden. Ach laß Sünden Früchte, die, mein lich mit deine Todespein nicht an Heiland, ängsten dich; daß kein mir verloren sein. dieser Leiden schwer Ge— schade. 9. Jesu, komm, mich zu wichte sollt zum Abgrund despin: befreien durch dein lautes drücken mich; diese Nöten, verloren Angstgeschrei. Wenn viel die dich töten, sollt ich tausend Sünden schreien, fühlen ewiglich. 7 98 Passion. 4. Doch du hast für mich besieget Sünde, Tod und Höllenmacht, Gottes ewgem Recht genüget, sei— nen Willen ganz vollbracht und mir eben zu dem Le— ben durch dein Sterben Bahn gemacht. 5. Ach ich Sündenkind der Erden! Jesu, stirbst du mir zu gut? Soll ldein Feind erlöset werden durch dein eigen Herzensblut? Ich muß schweigen und mich beugen für dies un— verdiente Gut. 6. Seel und Leben, Leib und Glieder giebst du alle für mich hin: sollt ich dir nicht schenken wieder alles, was ich hab und bin? Ich bin deine ganz alleine; dir verschreib ich Herz und Sinn. 7. Dir will ich durch deine Gnade bleiben bis in Tod getreu. Alle Lei⸗ den, Schand und Schade sollen mich nicht machen scheu; deinen Willen zu erfüllen, meiner Seelen Speise sei. 8. Zeuch durch deines Todes Kräfte mich in dei— nen Tod hinein; laß mein Fleisch und sein Geschäfte mit dir angenagelt sein, daß mein Wille sanft und stille und die Liebe werde rein. 9. Laß in allen Leidens-— wegen deine Leiden stär— ken mich, daß mein Lei— den mir zum Segen mag gedeihen stetiglich, daß mein Herze auch im Schmerze ohne Wanken liebe dich. 10. Wenn mich schrecken meine Sünden, wenn mich Satans List anficht, ich nicht Kraft noch Gnad kann finden, wollst du mich verlassen nicht; laß dein Sterben mir erwer— ben Trost im Tod und im Gericht. 11. Jesu, nun will ich ergeben meinen Geist in deine Hand: laß mich dir alleine leben, bis ich nach dem Leidensstand bei dir wohne, in der Krone dich beschau im Vaterland. Gerhard Tersteegen 16971769. M Herzlie e Hl.d denlen, m der Liebe die dich b Schuld de erlösen. 2. Ver — ——. D.— ... — —— —. ist die“ Velt e mein Gi und En erblicken 5. Es und me nieder; und es in dei⸗ i mein eschäfte lt sein, nft und ewerde Leidens⸗ en stär⸗ ein Lei⸗ en mag 9, daß ch im Wanken schrecken un mich icht, ich Gnad ollst du cht; laß erwer⸗ und im will ich Geist in nich dir ich nach bei dir one dich cland. 6⁰ 71769. Passion. 99 Mel. Herzliebster Jesu, was hast du der, entsündigt mich, macht verbrochen. 112 Herr, stärke mich, — dein Leiden zu be— denken, mich in das Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen. 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden, an unsrer Statt gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen: menschlichen mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir ge bückt im Staube, verliere mich mit dankendem Ge müte in deine Güte. 7. Sie übersteigt die Gedanken. Allein sollt ich darum im Glauben wanken? Ich bin ein Mensch; darf der sich unterwinden, Gott zu er 3. Welch wundervoll gründen? hochheiliges Geschäfte! Sinn ich ihm nach, so za— gen meine Kräfte, mein Herz erbebt, ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen, Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen: dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst dar— nieder; es beugt mich tief und es erhebt mich wie— 8. Das Größt in Gott ist Gnad und Lieb er⸗ weisen; uns kommt es zu, sie demutsvoll zu preisen, zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget, die Gnade steiget. 9. Mein Herz ergreift, Herr, dein Verdienst im Glauben, nichts soll den Trost, den du erwarbst, mir rauben. Du starbst für mich, nun bin ich, wenn ich sterbe, des Him— mels Erbe. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 7³⁷ 10⁰ Passion. Mel. Herr und Altster deiner Kreuzgemeine. 113 Marter Christi, wer kann dein vergessen, der in dir sein Wohlsein fand? Meer der Liebe, wer kann dich er⸗ messen, wer ist nicht von Lieb entbrannt? Seele soll sich an dir näh— ren, unser Ohr soll nichts je lieber hören; alle Tage wird dies Bild schöner unserm Blick enthüllt. 2. Tausend Dank, du unser treuer Hirte, Leib und Seele beten an, daß du unter Martern für Verirrte sterbend hast ge— nug gethan. Laß uns alle treulich an dir hangen, nähre du das heilige Ver⸗ langen, dich auf deinem Thron zu sehn, deinen Ruhm dort zu erhöhn. 3. Meine Seele, matt und schuldbeladen, eilt auf deine Wunden zu, denn sie findet in dem Schoß der Gnaden Trost und Labsal, Fried und Ruh. Laß vom Kreuz nur Stärkung mich anwehen und dein Marterbild stets Unsre vor mir stehen, so geht mir bis in mein Grab nichts an Seligkeiten ab. 4. Die wir uns allhier beisammen finden, schla— gen unsre Hände ein, uns auf deine Marter zu ver— binden, dir auf ewig treu zu sein; und zum Zeichen, daß dies Lobgetöne deinem Herzen angenehm und schöne, sage Amen und zugleich: Friede, Friede sei mit euch! (Christian Renatus von Zinzendorf 17²7—1752. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. 114 Laß mir die Feier ndeiner Leiden, er⸗ habner Mittler, heilig sein. Sie lehre mich die Sünde meiden und dir mein gan— zes Leben weihn. Ich seh auf dich, der so entschlossen für mich die Last des Kreuzes trug, der mir zum Heil sein Blut ver— gossen, des Herz noch ster⸗ bend für mich schlug. 2. Wie seid ihr mir so lieb undteuer, Gethsemane und Golgatha, ihr Stätten, wo die Welt die Feier Nerallergr Hier lern üben, glassen ö mein He ieben un Wunden tem Dal nich de mit de Velteu Undan du für 4. M Riten! Heilig Kreuz! Ind jed Weihn. mein h Toden winn; dir vo daß ich bin. 5. 2 Zeiten und Go o di geht Grab en ab. allhier schla⸗ M, uns V ver⸗ ig treu zeichen, deinem und n und Friede V zinzendorf —1752. d durchs ie Feier den, er⸗ lig sein. Sünde in gan⸗ Ich seh chlossen st des er mir ut ver⸗ och ster⸗ lug. mir so semane Ztätten, e Feier Passion. 101 der allergrößten Liebe sah! der allergrößten Liebe sah. Hier lern ich jede Tugend Nach euch will ich voll uͤben, in Not und Tod Andacht schauen, wo mein gelassen sein, hier stärkt Erlöser litt und starb. mein Herz sich, Gott zu Heil uns, wenn wir auf lieben und selbst dem Tod-dich vertrauen, der uns feind zu verzeihn. die Seligkeit erwarb! 3. Drum in den stillsten Christoph Georg Ludwig Mieister meiner Stunden will ich nach deinem Kreuze sehn Mel. Alles ist an Gottes Segen und dich, o Herr, für deine 115 Unter tausend fro⸗ Wunden mit tiefgerühr⸗»hen Stunden, die tem Dank erhöhn. O laß im Leben ich gefunden, mich deine Huld ermessen, blieb nur eine mir ge— mit der dein Herz die treu, eine, wo in tausend Welt umfaßt, und nie im Schmerzen ich erfuhr in Undank es vergessen, was meinem Herzen, wer für du für mich erduldet hast. mich gestorben sei. 4. Mir sollen diese Feier. 2. Wenn sie Jesu Liebe zeiten der größten Liebe wüßten, alle Menschen heilig sein, still soll dein würden Christen, ließen Kreuz mich stets begleiten alles andre stehn, liebten und jede meiner Stunden alle nur den Einen, wür⸗ weihn. Dein Leiden sei den ewig ihn nur meinen, mein höchster Segen, dein ewig ihm zur Seite stehn. Tod mein seligster Ge- Georg Friedrich Philipp von Harden⸗ winn; mein Herz schlägt berg(Novalis) 1772—1801. dir voll Dank entgegen, Mel. Herr und Altster deiner daß ich durch dich erlöset Kreuzgemeine. bin. 11 Eines wünsch ich 5. Bleibt mir zu allen mir vor allem an⸗ Zeiten teuer, Gethsemane dern, eine Speise früh und Golgatha, ihr Stätten, und spät; selig läßts im wo die Welt die Feier Thränenthal sichwandern, 102 Ostern. wenn dies Eine mit uns Schuld und deine Huld. geht: unverrückt auf einen Als ich in der Finsternis Mann zu schauen, der mit gesessen, trugest du mit blutgem Schweiß und mir Geduld; hattest längst Todesgrauen auf sein Ant- nach deinem Schaf ge— litz Aiaesan und den trachtet, eh es auf des Kelch des Vaters trank. Hirten Ruf geachtet, und 2. Ewig soll er mir vor mit teurem Lösegeld mich Augen an wie er als erkauft von dieser Welt. ein stilles Lamm dort so 4. Ich bin dein!— blutig und so bleich zu sprich du darauf ein Amen. sehen, hängend an des Treuster Jesu, du bist Kreuzes Stamm, wie er mein! Drücke deinen süßen dürstend rang um meine Jesusnamen brennend in Seele, daß sie ihm zu sei-mein Herz hinein. Mit nem Lohn nicht fehle, und dir alles thun und alles dann auch an mich ge- lassen, in dir leben und dacht, als er rief: Es ist in dir erblassen: das sei vollbrachttt bis zur letzten Stund un— 3. Ja, mein Jesu, laß ser Wandel, unser Bund. mich nicht vergessen meine Albert Knapp 1798—1864. Ostern. 117 Christ ist erstan⸗ 3. Hallelujah, Hallelu— den von der Mar- jah, Hallelujah! Des solln ter alle; des solln wir alle wir alle froh sein, Christ froh sein, Christ will un-will unser Trost sein. ser Trost sein. Hallelujah. Halleluj jah. 2. Wär er nicht erstan⸗ Altkirchlich. 13. Jahrhundert. den, die Welt, die wär vergangen; seit daß er er⸗ 118. Gelobt sei Gott standen ist, so lobn wir imhöchsten Thron, den Herrn Veumt Christ. ñ samt Pem eingebornen Hal lelujah. Sohn, der für uns hat geun ggeth⸗ Halle schjh 2. Er is dem Tod, alle Not,! und Misse Hall ah! 3. Nun Jan Chr Tod eih U wir be dein geb singen jah, Ha jah! Nach 19. unsre S ist wied hat uns des wi sein, Gl dankbar Hallelu Huld. sternis u mit längst af ge⸗ uf des et, und d mich Velt. n Amen. u bist süßen end in Mit d alles n und has sei ud un⸗ Bund. 8-1864. Hallelu— es solln Christ sein. srhundert. Gott Thron, bornen us hat Ostern. 103 genug gethan. Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah! 2. Er ist erstanden von den. machte alles unsre Sünd, kein Unschuld war zu fin⸗ Davon kam der Tod dem Tod, hat überwunden sobald und nahm sich über alle Not, versühnet Sünd und Missethat. Hallelu⸗ jah, Hallelujah, Hallelu— jah! 3. Nun bitten wir dich, Jesu Christ, weil du vom Tod erstanden bist, ver⸗ leih uns, was uns selig ist. Hallelujah, Hallelu⸗ jah, Hallelujah! 4. Damit von Sünden wir befreit dem Namen dein gebenedeit freimögen singen allezeit. Hallelu— jah, Hallelujah, Hallelu⸗ jah! Nach Michael Weiße + 1540. 119 ist wieder erstanden und hat uns bracht das Leben: des wir sollen fröhlich sein, Gott loben und ihm dankbar sein und singen: Hallelujah. Hallelujah. 2. Den Tod niemand bezwingen konnt bei al⸗ Christ lag in To⸗ »desbanden, für unsre Sünd gegeben, der andern fraß; uns Gewalt, hielt uns in sein'm Reich gfangen. Hallelujah. 3. Christ, unser Heiland, Gottes Sohn, an unsrer Statt ist kommen und hat die Sünde abgethan, da⸗ mit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt; da bleibet nichts denn Todsgestalt, den Stachl hat er verloren. Hallelujah. 4. Es war ein wunder— licher Krieg, da Tod und Leben rungen: das Leben das behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen— Die Schrift hat verkündet das, wie da ein Tod den ein Spott der Tod ist worden. Halle⸗ lujah. 5. Hier ist das rechte Osterlamm, davon Gott hat geboten, das ist für uns ans Kreuzes Stamm in heißer Lieb gestorben. Des Blut zeichnet unsre Thür, das hält der Glaub len Menschenkindern; das 104 Ostern. dem Tode für; nicht rührn das Leben wiederbracht. kann uns der Hallelujah. Würger. Halleluj jah. 4. Die Sonn, die Erd, 6. So feiern wir das all Kreatur und was be— hohe Fest mit Herzens— freud und Wonne, läßt; er selber Sonne, der durch seiner trübet war zuvor, das freut sich heut an diesem uns der Herr erscheinen ist die das Tag, da der Welt Fürst lujah. 5. Drum wir auch bil— Gnaden Glanz erleuchtet lig fröhlich sein, singen das unsre Herzen ganz: der Sünd Nacht ist vergangen. Hallelujah. Martin Luther 1483—1546. 12 310 chienen ist der herrlich Tag, dran niemand sich gnug freuen mag: Christ, unser Herr, heut triumphiert, all sein Feind er gefangen führt. Hallelujah. 2. Die alte Schlange, Sünd und Tod, die Höll, all Jammer, Angst und Not hat überwunden Je— sus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Halle— lujah. 3. Sein Raub der Tod mußt geben her, das Le— ben siegt und ward ihm Herr; zerstöret ist nun all sein Macht, Christ hat Hallelujah fein und loben dich, Herr Jesu Christ; zu Trost du uns erstan⸗ den bist. Hallelujah. Nikolaus Herman 4 1561. Heut triumphieret . Hunes Sohn, der von dem Tod erstanden schon, Hallelujah, Halle— lujah, mit großer Pracht und Herrlichkeit; des dankn wir ihm in Ewigkeit. Hal— lelujah, Hallelujah. 2. Dem Teufel hat er sein Gewalt zerstört, ver— heert in allr Gestalt, Hal— lelujah, Hallelujah, wie pflegt zu thun ein großer Held, der seinen Feind gewaltig fällt. Hallelujah, Hallelujah. 3. O süßer Herre Jesu Christ, der du der Sün— arge in tes Kind lujah, He 5. Do allzuglei. ins Him lujah, K selgen Er all, so großem jah, Hab 6. Go höchsten nem ein Halleluje dem heil cher Wei Lob un! ljah, Mel. Ersc 1². — Ostern. 10⁵ macht der Heiland bist, Hallelu⸗daß du vom Tod erstan— ie Erd jah, Hallelujah, führ uns den bist und hast dem Tod us ho⸗ durch dein Barmherzigkeit zerstört sein Macht und 05 mit Freuden in dein Herr⸗uns das Leben wieder— Wfen lichkeit. Hallelujah, Hal- bracht. Hallelujah. Furs lelujah, 2. Wir bitten dich durch elajah ad n Len alnr deine Gnade nimm von ͤch bl. O 00 1 mehr, ob uns unsre Missethat und 7. er gleich tobet noch so hilf uns durch die Güte whe san. Wactaue Eatden d daß wir dein treue Chrsst 18 O Diene sein. Hallelujah. Ihn arge Feind, wir aber Got⸗ 3. Gott Vater in dem —.— tes Kinder sind. Halle-⸗höchsten Thron, samt sei⸗ 45 lußeh, I un 6.. nem eingebornen Sohn, ö 5. Dafür wir danken dem heilgen Geist in glei— —. allzugleich und sehnen uns cher Weis in Ewigteit sei Phieret ins Himmelreich. Halle-Lob und Preis! Halle— hn, der lujah, Hallelujah. Zum sujah. tanden selgen End Gott helf uns Thomas Hart 1600 Halle⸗ all, so singen wir mit Thomas Hartmann, um 1604. Pracht großem Schall: Hallelu— 13 1044 dankn jah, Hallelujah. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. . Hal⸗ 6. Gott Vater in dem 123 Frühmorgens, da ů höchsten Thron, samt sei⸗ die Sonn aufgeht, hat er nem eingebornen Sohn, mein Heiland Christus rt, ver⸗ Hallelujah, Hallelujah, aufersteht: vertrieben ist , Hal⸗ dem heilgen Geist in glei⸗ der Sünden Nacht, Licht, „ wie cher Weis in Ewigkeit sei Heil und Leben wieder⸗ großer Lob und Preis! Halle-bracht. Hallelujah. Feind lujah, Hallelujah. 1591. 2. Wenn ich des Nachts lelujah, oft lieg in Not verschlos⸗ Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. sen, gleich als wär ich re INsu 122 Wir danken dir, tot, läßt du mir früh die Sün⸗ Herr Jesu Christ, Gnadensonn aufgehn, nach 106 Ostern. Trauern Freud und Wonn. Hallelujah. 3. Nicht mehr denn nur drei Tage lang mein Hei— land bleibt in Todes Zwang, am dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Ehren seine Siegs— fahn schwingt. Hallelujah. 4. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz gefangen hält; drauf folgt der Sabbath in dem Grab, darin ich Ruh und Frieden hab. Hallelujah. 5. In kurzem wach ich fröhlich auf, mein Oster— tag ist schon im Lauf; ich wach auf durch des Herren Stimm, veracht den Tod mit seinem Grimm. Hal— lelujah. 6. Am Kreuz läßt Chri⸗ stus öffentlich vor allem Volke töten sich; da er durchs Todes Kerker bricht, läßt ers die Men⸗ Halle⸗ schen sehen nicht. lujah. 7. Sein Reich ist nicht erstehung von dieser Welt, kein groß Gepräng ihm hier gefällt: was arm und niedrig geht versöhnt, mit Gnad und herein, soll ihm das aller— liebste sein. Hallelujah. 8. O Wunder groß, o starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Thür. Hallelujah. 9. Wie tief Kreuz, Trüb⸗ sal oder Pein, mein Hei— land greift allmächtig drein, führt mich heraus mit seiner Hand; wer mich will halten, wird zu Schand. Hallelujah. 10. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzl ich l liebt. Wenn mir gleich alle Welt stürb ab: gnug, daß ich Christum bei mir hab— Hallelujah. 14. Erx 105.— er schützt, er tröstet mich; sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil seines Leibes Glied ich bin. Hallelujah. 12. Durch seiner Auf⸗ Kraft komm ich zur Engelbrüderschaft; durch ihn bin ich mit Gott ewgemt Hei lsah. 5 Mei sicht entset W 2 Freu ude 511 ve und Traus ljah. 14. Fur ogtoßer o dankt dir in wi Fleiß erl Ruhm un lujah. Johann H Mel. Es ist 11.5 Vo ist deil Vas kam Tefel thi er sich stel dankt, der 0 herric Krie 69 0 9e H 2. Wie dte Schlo nit ihr ki Id Ma rar ang, aller— lujah. roß, o ist ein fällt? iegt so wälzt 5Thür. „Trüb⸗ in Hei⸗ nächtig heraus er mich rd zu ah. 5, Was h weiß, h liebt. le Welt daß ich hab. schützt, erb ich, zu sich. ⁴ muß Leibes lelujah. er Auf⸗ komm rschaft; lit Gott ad und Ostern. 107 ewgem Heil gekrönt. Hal- dämpfte. Ob sie ihn in gem Heil e dal⸗dämpfte. Ob sie ihr lelujah. die Fersen sticht, so sieget 13. Mein Herz darf sie doch darum nicht: der nicht entsetzen sich, Gott Kopf ist ihr zertreten. und die Engel lieben mich 3. Lebendig Christus die Freude, did n ist kommt herfür, den Feind bereit t, vertreibet Furcht nimmt er gefangen, zer— Wat Traurigkeit. Halle— bricht der Hölle Schloß ujah. ů0— und Thür, trägt weg den 14. Für diesen Trost, Raub mit Prangen. Nichts o großer Held, Herr Jesu, ist, das in dem Sieges⸗ dankt dir alle Welt. Dort(auf den starken Held kann wollen wir mit größerm halten auf: alls liegt da Fleiß erheben deinen überwunden. Ruhm und Preis. Halle— lujah. Johann Heermann 1 585—1647. 4. Des Herren Rechte, die behält den Sieg und ist erhöhet; des Herren Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. Rechte mächtig fällt, was 12⁴4 O Tod, wo ist ihr entgegenstehet. Tod, »dein Stachel nun? Teufel, Hölle, Welt und Wo ist dein Sieg, o Hölle? ö 2 5 dnnn Leun 53— jetzt 16. Kdampfet sind, ihr Zorn Teufel thun, wie grausam ist kraftlos worden. er sich stelle? Gott sei ge⸗ 5. Es war getötet dankt, der uns den Sieg Jesus Christ, und sieh, so herrlich hat nach die⸗er lebet wieder. Weil sem Krieg durch Jesum nun das Haupt erstanden Christ gegeben! ist, stehn wir auch auf, 2. Wie sträubte sich die die Glieder. So jemand alte Schlang, als Christus Christi Worten gläubt, im mit ihr kämpfte! Mit List Tod und Grabe der nicht und Macht sie auf ihn bleibt, er lebt, ob er gleich drang, jedennoch er sie sstirbet. Sünd durch Christi Sieg 108 Ostern. 6. Wer täglich hier schlungen, des Satans durch wahre Reu mit Reich ist ganz verheert: Christo auferstehet, ist dort Lob sei dir, Gott, gesungen! vom andern Tode frei; Der Sünden Macht ist derselb ihn nicht angehet. abgethan, durch Christum Genommen ist dem Tod ist die Himmelsbahn uns die Macht, Unschuld und wieder aufgeschlossen. Leben wiederbracht und 2. Was durch des ersten unvergänglich Wesen. Adams Schuld im Para— Das ist die rechte dies verdorben, das und 7 Osterbeut, der wir teil⸗ noch mehr hat Christi Huld uns wiederum er— haftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtig⸗ worben. Der starke Held keit im Himmel und auf aus Davids Stamm hat Erden. Hier sind wir still sterbend an dem Kreuzes— und warten fort, bis un⸗stamm die Welt mit Gott ser Leib wird ähnlich dort versöhnet. Christi vertlärtem LeibeJ 0 8. O Tod, wo ist dein„3. Heut ist er aus dem Stachel nun? Wo ist dein 505 herfür mit großer Sieg, o Hölle? Was kann Machtgebrechenunestetdet uns jetzt der Teufel thun, Auf des Heils Panier, wie grausam er sich stelle? leichwie er hat gesprochen. Gott sei gedankt, der uns Er bringt nach wohlge— den Sieg so herrlich hat führtem Streit und Wie⸗ nach diesem Krieg durch der Fried und Freudigkeit Jesum Christ gegeben! und alle Himmelsschätze. (Nach Georg Weissel 1590—1635.) 4. Drum lasset uns in Justus Gesenius 1601—1673. Fröhlichkeit Herz und Ge— müt erheben, weil uns Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. ist diese Gnadenzeit vom 125 Der Hölle Pfor⸗Himmel wiedergeben. Wir ten sind zerstört, haben Christi Reich und der Tod ist nun ver-Macht; er ist hinweg, der in die H himmelsfr Denn wo lieben ist, nach kurze Nern Gliet Mohael Nel. Erschien mit Prac fürstheut! Ver seine than, scha umßhfest 2. Vor und Wald ftisches B ihr schön dieser Ir Schöpfer lelijah. 3. Die chönstef der durch die vor Taauerkl atans heert: ngen! t ist istum wuns n. ersten Para⸗ 5und Whristi m er⸗ eHeld n hat euzes⸗ t Gott 5 dem großer stecket zanier, 'ochen. ohlge⸗ 3wie⸗ digkeit schätze. ins in nd Ge⸗ il uns t vom n. Wir 9 und eg/der Ostern. 109 Tag und Nacht vor Gott uns hat verklaget. 5. Wir werden auch nach dieser Zeit wie Christus auferstehen und mit ihm in die Herrlichkeit und Himmelsfreud eingehen. Denn wo das Haupt ge— blieben ist, da müssen auch nach kurzer Frist die an⸗ dern Glieder wohnen. Michael Schirmer 1606—1673. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 126. Triumph, Tri⸗ umph! Es kommt mit Pracht der Sieges— fürst heut aus der Schlacht. Wer seines Reiches Unter— than, schau heute sein Tri⸗ umphfest an. Hallelujah. 2. Vor Freuden Thal und Wald erklingt, die Erde frisches Blumwerk bringt; ihr schöner Schmuck zu dieser Frist zeugt, daß ihr Schöpfer Sieger ist. Hal— lelujah. 3. Die Sonne sich aufs schönste schmückt und wie— der durch das Blaue blickt, die vor im schwarzen Trauerkleid beschaut den blutgen Todesstreit. Hal— lelujah. 4. Das stille Lamm jetzt nicht mehr schweigt, sich mutig als ein Löwe zeigt; kein harter Fels ihn hält und zwingt, Grab, Siegel, Riegel vor ihm springt. Hallelujah. 5. Herr Jesu, wahrer Siegesfürst, wir glauben, daß du schenken wirst uns deinen Frieden, den du bracht mit aus dem Grab und aus der Schlacht. Hallelujah. 6. Triumph, Triumph! Dich ehren wir und wol— len durch dich kämpfen hier, daß wir als Reichs— genossen dort dir folgen durch die Siegespfort. Hallelujah. Benjamin Praetorius 1636—1674. 127 Jesus, meine Zu— * versicht und mein Heiland, ist im Leben: dieses weiß ich, sollt ich nicht darum mich zufrieden geben, was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht? 110⁰ Ostern. 2. Jesus, er mein Hei⸗ land, lebt; ich werd 3—— das Leben schamenh 5 wo mein Erlöser schwebt; warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden, meine starke Glaubenshand wird in ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todes-— bann ewig von ihm tren— nen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche werden; dieses weiß ich, doch wird er mich erwecken aus der Er— den, daß ich in der Herr— lichkeit um ihn sein mög allezeit. 5. Ob dies Aug im Tode bricht, werd ich mei— nen Heiland kennen; ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen; nur die Schwach— heit um und an wird von mir sein abgethan. 3 6. Was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort hrisch und herrlich gehen; aret werd ich ausgesät, himmlisch werd ich auf— erstehen; hier geh ich na— türlich ein, dort da werd ich geistlich sein. 7. Seid getrost und hocherfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder! Gebt nicht Statt der Traurig⸗ keit: sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, wenn einst die Posaune klingt, die auch durch die Gräber dringt. 8. Lacht der finstern Erdenkluft, lacht des To⸗ des und der Höllen! Denn ihr sollt euch aus der Gruft eurem Heiland zu— gesellen; dann wird Schwachheit und Verdruß liegen unter eurem Fuß. 9. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt wollt werden. Schickt das Herze da hin— ein, wo ihr ewig wünscht zu sein. 1653. Me Luc. 2 Alle Me 28. nen 22 maus; ih voll Thri voll Verd ihre Klage st von ih Rsus gar vettreibt 2. Ach monche o len Kun bejamme zen, ihre mach; m gar allei zur Gnü mein I fragt, we rig sei. 3.W geganger ner Eit Sünde! der un die ich d Doch er geboren nich ge Schäflei 4. H ö Ostern. 111 ird dort Luc. 24, 13—35. gefunden, so ließ er mich gehen; Mel. Alle Menschen müssen sterben. nicht allein. Jesus stellt usgesät, 128. Zween der Jün- zur rechten Stunden sich ch auf⸗ ger gehn mit Seh- mit seinem Beistand ein. lich na⸗ nen über Feld nach Em-Wenn ich mich im Leid a werd maus; ihre Augen sind verzehre, gleich als ob er voll Thränen, ihre Seele ferne wäre, o so ist er ost und voll Verdruß. Man hört mehr als nah und mit 5 trigt ihre Klageworte; doch es seiner Hilfe da. rl Gebt ist 22600 ihrem Orte unser 5. Treuster Freund von Traurig⸗ Jesus gar nicht weit und allen Freunden, bleibe Christus vertreibt die Traurigkeit. ferner doch bei mir! „wenn 2. Ach es gehn noch Kommt die Welt, mich kli manche Herzen ihrem stil⸗ anzufeinden, ach so sei klingt, 55— ö 5 ö Grüber len Kummer nach, sie du auch allhier. Wenn mich bejammern ihre Schmer— Trübsalswetter schrecken, zen, ihre Not, ihr Unge— wollst du mächtig mich finstern mach; manches wandert bedecken. Komm in mei— des To⸗ gar alleine, daß es nur nem Geist zu ruhn; was l Denn zur Gnüge weine; doch du willst, das will ich thun. us der mein Jesus ist dabei, 6. Bin ich traurig und land zu⸗ fragt, was man so trau⸗betrübet, Herr, so gieb wird rig sei. mir in den Sinn, daß Lerdruß 3. Jesus ist mir nach- mich deine Seele liebet, em Fuß. gegangen, wenn ich mei⸗und daß ich der Deine ihr den ner Eitelkeit und der bin. Laß dein Wort mich mLüsten Sünde nachgehangen. O feste gründen, laß es so nd euch der unglückselgen Zeit, mein Herz entzünden, dasz ebt, dem die ich dergestalt verloren! es voller Liebe brennt werden. Doch er hat mich neu und dich immer besser da hin⸗ geboren; Jesus hat an kennt. wünscht mich gedacht und das 7. Tröst auch andre 8 S 1 1653 Schäflein wiederbracht. fromme Seelen, wenn sie 4. Hat sich eine Not tief in Kummer stehn; 112 Ostern. wenn sie in verborgnen deinen Glaubenslauf und Höhlen, Kammern, Feld und Wäldern gehn, ihrem Kummer nachzusinnen, daß sie satt sich weinen können, so sprich ihrer Seele zu: Liebes Kind, was trauerst du? 8. Kannst du bei der Welt nicht weilen, ach so laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Je— sus ist, und such, was droben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nun, was da— hinten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder Frist nimm mich auch mit dir; zu Jesu sei erhoben. Tritt laß mich deine Freuden unter dich die böse Welt teilen, sei und bleibe stets und strebe nach dem Him— bei mir. Bleibe doch in unsrer Mitten, wie dich deine Kinder bitten. Dank sei dir, o lieber Gast, daß du mich getröstet hast. Johann Neunherz 1653—1737. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 129 Wach auf, mein 139 Herz, die Nacht ist hin, die Sonn ist auf⸗ gegangen; ermuntre dei— nen Geist und Sinn, den Heiland zu empfangen, der heute durch des To— des Thür gebrochen aus dem Grab herfür, der ganzen Welt zur Wonne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf und such ein neues Leben, vollführe melszelt, wo Jesus ist zu finden. 4. Quält dich ein schwe— rer Sorgenstein, dein Je— sus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreu— zespein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht; er ist nicht fern, weil er ist auf— erstanden. 5. Geh mit Maria Mag— dalen und Salome zum Grabe, die früh dahin aus Liebe gehn mit ihrer Sal— bungsgabe: so wirst du sehn, daß Jesus Christ vom Tod heut auferstan— den ist und nicht im Grab zu finden. hat ms 0 den das, V Hachtigkeit, iberwundn Nande sch. 7. Dru Herz, fang weil Nsus er Wird al weit in di hunden de daß du a ein neues Hott im 8. Sche Belt und der Hölle Nsus leb Not, er Ichwache nngen in ein gekrör drum wi den. 9. Ach der du bis eistanden Satans und aus den, daß auf und heben dein Je⸗ ch, was Christ standen. was da⸗ scht nach u, damit der Frist n. Tritt ose Welt em Him⸗ 18 ist zu in schwe⸗ dein Je⸗ ben; es ei Kreu⸗ ud und Lirf dein n Herrn er ist r ist auf⸗ ria Mag⸗ me zum ahin aus vrer Sal⸗ wirst du 3 Christ uferstan⸗ im Grab Ostern. 6. Es hat der Löw aus Judas Stamm heut sieg⸗ reich überwunden; und das erwürgte Gotteslamm hat uns zum Heil erfun⸗ den das Leben und Ge— rechtigkeit, weil er nach überwundnem Streit die Feinde schaugetragen. 7. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, weil Jesus überwunden; er wird auch überwinden weit in dir, weil er ge— bunden der Feinde Macht, daß du aufstehst und in ein neues Leben gehst und Gott im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt und Tod, noch gar der Hölle Rachen; denn Jesus lebt, es hat kein Not, er ist noch bei den Schwachen und den Ge— ringen in der Welt als ein gekrönter Siegesheld: drum wirst du überwin⸗ den. 9. Ach mein Herr Jesu, der du bist vom Tode auf⸗ erstanden, rett uns aus Satans Macht und List und aus des Todes Ban— den, daß wir zusammen 113 insgemein zum neuen Le⸗ ben gehen ein, das du uns hast erworben. 10. Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen Got— teskindern und ewig in der Herrlichkeit von allen Überwindern, die über— wunden durch dein Blut: Herr Jesu, gieb uns Kraft und Mut, daß wir auch überwinden. Laurentius Laurenti 1660—1722. Mel. Valet will ich dir geben. 130 Ich geh zu deinem »Grabe, du großer Osterfürst, weil ich die Hoffnung habe, daß du mir zeigen wirst, wie man kann fröhlich sterben und fröhlich auferstehn, auch mit den Himmelserben ins Land des Lebens gehn. 2. Du liegest in der Erde und hast sie einge— weiht: wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut auch in den Staub zu legen, was Asch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehört. 114 Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe. Du drückst die Augen zu: so soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht ver— geht; ich werde den wohl schauen, der mir zur Sei— ten steht 4. Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei; wenn unch der Tod verriegelt, so bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab be— deckt; da werd ich den er— blicken, der mich Tode weckt. 5. Du fährest in die Höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich, da warten lauter Wenen in deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod, ich will mich dir er— geben in meiner letzten Not: ich will mein Bette machen in deine liebe vom Ostern. 3. Du schläfest in dem Gruft, da werd ich schon erwachen, wenn deine Stimme ruft. 7. Du wirst den Olberg zeigen, wo man gen Him— mel fährt; da will ich fröhlich steigen, bis daß ich eingekehrt in Salems Friedenshäuser; daheißts: Viktoria! da trägt man Siegesreiser. Ach wär ich nur schon da! Benjamin Schmolck 1672—-1737. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 131. Mein Jesus lebt, was soll ich ster⸗ ben? Hier steht mein Haupt und triumphiert. So muß ich ja das Leben erben, weil Not und Tod die Macht verliert. Kein Trauerbild erschreckt mich mehr: mein Jesus lebt, das Grab ist leer. 2. Mein Jesus siegt; drum liegt zu Füßen, was mir das Leben rauben kann. Der Tod wird völ— lig weichen müssen, mir wird der Satan unter⸗ than. Der Hölle Abgrund selber bebt; denn überall schallt: Jesus lebt! 3. Mein Hab ist 0 sadig in n ich Jpfenddf 1us Hben erhallt d Ich le b„, U in mir. d. Me also meit in meine und solli 01 Tod un Hit weil er mel hel Msus ij Benjamin Mel. Chrif 102 V* aus dein Wir tri um dein 2. D schaugett nunmehr aber kön uns ist 3. W Hütten Sisgesli ch schon deine E berg en Him⸗ will ich bis daß Salems aheißts: gi man wär ich 672—H73⁷ dd Zungen sus lebt, ich ster⸗ t mein mphiert. is Leben und Tod t. Kein eckt mich us lebt, . 6 siegt; zen, was rauben vird völ⸗ sen, mir unter⸗ Abgrund überall t! Ostern. 14⁵ 3. Mein Jesus lebt, das unsre Mitten und bringst Grab ist offen; so geh ich den Osterfried. freudig in die Gruft. Hier 4. Ach teile doch die kann ich auch im Tode Beute bei deinen Gliedern hoffen, daß mich sein Wort aus, wir alle kommen ins Leben ruft. Wie süß heute deswegen in dein erschallt die Stimme hier: Haus. Ich leb, und ihr lebt auch“ 5. Schwing deine Sie— n gaesfahne auch über unser 4. Mein Jesus bleibt Herz, den Lebenthd 35 also mein Leben, er lebt bahne vom Grabe him⸗ in meinem Herzen hier; und soll ich ihm das Leben geben, kommt mir mein Tod nicht schrecklich für, weil er mich in den Him— mel hebt, so wahr als Jesus ist und lebt. Benjamin Schmolck 1672—1737. Mel. Christus der ist mein Leben. 132 Willkommen, »Held im Streite, aus deines Grabes Kluft! Wir triumphieren heute um deine leere Gruft. 2. Der Feind wird schaugetragen und heißt nunmehr ein Spott; wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott! 3. In der Gerechten Hütten schallt schon das Siegeslied, du trittst in melwärts. 6. Laß unser aller Sün⸗— den ins Grab verscharret sein, uns einen Schatz hier finden, der ewig kann erfreun. 7. Wir sind mit dir gestorben, so leben wir mit dir; was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für. 8. Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir zu Grabe gehn, wenn wir nur dor⸗ ten selig mit dir auch auf— erstehn. 9. Der Tod kann uns nicht schaden, sein Pfeil ist nunmehr stumpf; wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon: Triumph! Benjamin Schmolck 1672—1737. 8* 116 Ostern. Mel. Was Gott thut, das ist wohl gethan. 133. O auferstandner Leben aller Siegesfürst, du Leben, heut bringst du Friede, da du wirst zur Freude uns ge— geben: zuvor bracht Not dich in den Tod; jetzt bist du auferstanden und frei von Todesbanden. 2. Die Last von unsrer Sündenschuld ließ dich in Fesseln fallen; du gabest dich aus großer Huld ans Kreuz zum Heil uns allen. Nun sind wir frei von Sklaverei, darinnen wir gefangen, weil du hervor⸗ gegangen. 3. Nun geht uns fröh— lich wieder auf die rechte Gnadensonne, die erst er— starb in ihrem Lauf, giebt Strahlen reiner Wonne. Jetzt ist die Seel mit Freudenöl von dir gesalbt und bleibet dir ewig ein⸗ verleibet. 4. Die Kraft von dei⸗ ner Majestät bricht selbst durch Grab und Steine; dein 1. ists, der uns mit erhöht zum vollen Gnadenscheine. Des To— des Wut, der Hölle Glut hat alle Macht verloren, und wir sind neu geboren. 5. O daß wir diesen teuren Sieg lebendig möch— ten kennen, und unser Herz bei diesem Krieg im Glauben möchte brennen! Denn anders nicht kann dieses Licht uns in das Leben führen, wo wir nicht Glauben Wirer 6. So brich denn selbst durch unser Herz, o in Fürst der Ehren, und laß vorher uns himmelwärts zu dir uns gläubig kehren, daß wir in dir die offne Thür zur ewgen Ruhe finden und auferstehn von Sünden. Erscheine uns mit deiner Güt, wenn wir in Buße weinen, und laß uns deinen teuren Fried zum ersten Anblick schei⸗ nen; so können wir, 0o Held, mit dir die rechten Ostern feiern und uns in 95 erneuern. Ach laß das wahre Auferstehn im Herzen uns erfahren und aus den Totel igrist wir den O08 0 WeN Hand z —19 zum Lbe Iu Mel. Herr 6 131. Hölle g Satan li Zunde mich di 5 nmer Nesflam ausgelöf 2. Herz, unt land Dat die Fure im Glau Wibf des! dein Se Zagen Grab. 3. It den, mit schnückt Banden entrückt. das Gen Des To⸗ le Glut erloren, jeboren. diesen igmöch⸗ unser uieg im rennen! ht kann in das vo wir üren. in selbst o Jesu, und laß elwärts kehren, ie offne Ruhe 3 von ins mit wir in ind laß u Fried k schei wir, o rechten uns in wahre zen uns us den Ostern. 1 Totengrüften gehn, daß Ade ist zerrissen, denn wir den Schatz bewahren, alles ist bezahlt. das teure Pfand, das deine 4. Ach willst du noch Hand zum Siegen uns nicht glauben, du unge— gegeben: so gehn wir ein wisser Geist? Kein Teufel zum Leben. kann dir rauben, was Justus Derwune Lachnen Jesus dir verheißt, der Licht, Kraft, Fried und Mel. Herr Christ, der einig Gotts⸗ Leben geneigt ist dir zu sohn. geben als seines Sieges 134. Mein Fels hat Frucht überwunden der 5. Wohlan denn, Fürst des Lebens, ich bring dir, was ich hab. Ich matte mich bei meinen Wunden ab, ich kann sie Lenhinden⸗ soll ich »Genesung finden, du mußt 2. Auf denn, mein sie 6den 215 Herz, und bringe dem Hei— Gieb meinem Glau⸗ land Dank davor, aben Klarheit, zu sehn, die Furcht und schwinge Herr Jesu Christ, daß du im Glauben dich empor; Weg, Leben, Wahrheit, wirf des Gewissens Nagen, daß du mir alles bist; dein Sorgen und dein die finstern Wolken teile Zagen in Christi leeres der bangen Zweifel, heile Grab. des Glaubens dürre Hand. 3. Ist Jesus auferstan. 7. Laß mich nicht länger den, mit Herrlichkeit ge— wanken gleich einem Rohr schmückt, so bist du ja den im Wind, besänftge die Banden des Todes mit Gedanken, die voller Un⸗ entrückt. Kein Fluch drückt ruh sind. Du bist der das Gewissen, der Schuld⸗Stuhl der Gnaden; wer Hölle ganzes Heer, der Satan liegt gebunden, die Sünde kann nicht mehr mich durchs Gesetz ver— dammen, denn alle Zor⸗ nesflammen hat Jesus ausgelöscht. 118 Ostern. mühsam und beladen, den König zu erfüllen, leb, —— 7 ⁵ 0„ 5 3 du ja zu dir. Christe, leb in mir. „Ich will nücht mehr Frdend Aest Lanteftesed erarblih bei mir mich halten auf; ich finde nichts erheb 10 2** 51 V A zu hemmen mei— 13⁵ Überwinder, nen Lauf zu deinen offnen 9. 5 nimm die Palmen, Armen, die mir dein frei o dein Zion heute bringt Erbarmen so huldreich 5/ das mit frohen Oster⸗ aufgethan. psalmen den erkämpften ). Hast du den kinaSien besingt. Wo ist verschlungen, verschling nun der Feinde Pochen ihn auch in mir; wo du und der Würger Mord— bist durchgedrungen, da geschrei, da der Schlangen laß mich folgen dir. Er⸗Kopf entzwei und der fülle mein Verlangen und Stachel abgebrochen? Tod laß den Kopf der Schlan- und Teufel liegen da; gen in mir zertreten sein. Gott sei Dank, Hallelujah! Lebst du, laß mich 2. Stecke nun die Sie— auch leben als Glied an geszeichen auf der dunklen deinem Leib, daß ich, gleich Gruft empor; was kann einem Reben, an dir, dem deiner Krone gleichen? Weinstock, bleib. Gieb Held und König, tritt Geistessaft zur Nahrung, hervor, laß dir tausend gieb Stärke zur Bewah-WEngel dienen! Denn nach rung der Pflanzung dei-harter Leidenszeit ist dein ner Hand. Tag der Herrlichkeit, 11. Leb in mir als höchste Majestät, erschie⸗ Prophete und leit mich nen. Welt und Himmel in dein Licht; als Priester jauchzen da: Gott sei Dank, mich vertrete, mein Thun Hallelujah! und Lassen richt; um dei-⸗ 3. Teile, großer Fürst, nen ganzen Willen als die Beute deiner armen Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. Herde mi lit, Zehnsuch iht Mron des deinen d I„r Hn U ind Mut o W bunde lieblil chste der Oche Gott sei? 4. Laf Gerechte ins Herz leuchtun doß sie! Hält de gefange. den Lal Vochet Schatter und der Gott sei 0. I Todes C letzte St uns— schon d Gebm un Ptten, in der Ind Gle lunn der denn die 683—1729. Gott nicht wwinder, Palmen, e bringt, Oter⸗ kämpften Wo ist Pochen r Mord⸗ chlangen und der jen? Tod gen da; llelujah! die Sie⸗ dunklen as kann gleichen? ig, tritt tausend enn nach t ist dein rlichkeit, erschie⸗ Himmel sei Dank, jer Fürst, rarmen Ostern. 119 Herde mit, die in froher da; Gott sei Dank, Halle— Sehnsucht heute vor den kujah! Thron der Gnade tritt 6. Zeige, wenn der deinen Frieden gieb uns blöde Kummer über Gruft allen: o so jauchzet Herz und Bahre weint, wie und Mut, weil das Los die Schwachheit nach dem so wundergut und aufs Schlummer dort in voller lieblichste gefallen. Denn Kraft erscheint. Sind wir der Olzweig grünet da; sterblich hier geboren, ei Gott sei Dank, Hallelujah! so nimmt das kühle Grab ichts, als nur was irdisch 4. Laß, o Sonne der I—0. W. Gerechten, deinen Strahl ab, e der E 5 e. unverloren. Unser Hüter ins Herze gehn; gieb Er⸗ hütet da; Gott sei Dank leuchtungdeinenjKnechten, Halleliien 22 daß sie geistlich auferstehn. 3—— Hält der Schlaf uns noch H e gefangen, ei so fördre selbst Glieder endlich aus der den Lauf, rufe mächtig: dumklen Nacht, bis der Wachet auf! Denn Hete e—— S si 00„ klärtem Glanz erwacht. chatten sind vergangen, Da wirst du die Krone und der helle Tag ist da; I ö Gott sei Dank, Hallelujah! geben, dann wird die ver⸗ gnügte Brust, Herr, in 5. Tilg in uns des engelgleicher Lust ewig Todes Grauen, wenn die deinen Sieg erheben, und letzte Stunde schlägt, weil wir sprechen auch allda: uns in den Himmelsauen Gott sei Dank, Hallelujah! schon die Krone beigelegt. Christian Ludwig Taddel Gieb uns in den höchsten 1706. 1775. Nöten, gieb uns mitten in der Pein deinen Trost Mel. Jesus, meine Zuversicht. und Glauben ein: o so 13 Jesus lebt, mit kann der Tod nicht töten, ihm auch ich: Tod, denn die Hoffnung blühet/ wo sind nun deine Schrek⸗ 120⁰ ken? Jesus lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken: er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht. 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich über alle Welt ge— geben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt; wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sün— der sich bekehre: Gott ver— stößt in Christo nicht; dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt, sein Heil ist mein, sein sei auch mein ganzes Leben, reines Herzens will ich sein und den Lüsten widerstreben: er verläßt den Schwachen nicht; dies ist meine Zu— versicht. 5. Jesus lebt; ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er giebt Kraft zu jeder Ostern. Pflicht; dies Zuversicht. 6. Jesus lebt, nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot wird es meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine ist meine Zuversicht! Christian Fürchtegott Gellert 1715—-1769. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 137 Hallelujah! auchzt, ihr Chöre, singt Jesu Christo Lob und Ehre! Sein herrlich großer Tag ist da. Er zerriß des Todes Banden, der Held ist aus dem Grab erstan⸗ den, der nimmer die Ver⸗ wesung sah. Sein ist Ge— walt und Macht, er hat sein Werk vollbracht. Hal— lelujah! Des Menschen Sohn trägt nun davon des herben Kampfes rei⸗ chen Lohn. 2. Glorreich hat der Held gerungen, der Hölle finstre Macht bezwungen und uns von Straf und Schuld befreit. Wir, die pisfaln unn durch 13 Lind siner Sel durch ihn Gott mit Hallelujal sein, und unser ge weihn. 3. Nu Zod nich wird der erwecken Stimme Er wu Leben u Seinen Lauf in Wir wer 0 138. andt er Den Tri Heist, zu Christen 2. He jah, Hal wir alle will un Halleluj meine nun ist Angang Velchen ot wird geben, zu ihm r, meine zott Gellert 5—1769. t uns die lelujah! rChöre, Lob und hgroßer rriß des der Held erstan⸗ die Ver⸗ ist Ge⸗ er hat ht. Hal⸗ Nenschen davon fes rei⸗ hat der er Hölle wungen raf Und Wir, die Himmelfahrt. 121 tief gefallnen Sünder, sind seiner Freud eingehn. Hal— nun durch Christus Got-lelujah! O Siegesheld, in tes Kinder und Erben jene Welt zieh uns dir seiner Seligkeit. Wir sind nach, wann dirs gefällt. durch ihn versöhnt, den 4. Tag des Lebens, Gott mit Preis gekrönt. Tag der Wonne! Wie Hallelujah! Wir sind nun wird uns sein, wenn Got⸗ sein, und ihm allein soll tes Sonne durch unsres unser ganzes Herz sich Grabes Dunkel bricht! O weihn. was werden wir empfin⸗ 3. Nun kann uns der den, wenn Nacht und Tod nicht schrecken, einst Finsternis verschwinden wird der Herr uns auf- und uns umstrahlt des erwecken durch seiner Himmels Licht! Vollender, Stimme Wundermacht. führe du uns diesem Tage Er wird unvergänglich zu, uns, die Deinen; die Leben und Herrlichkeit den Todesbahn gingst du vor⸗ Seinen geben, die ihren an, wir folgen dir in deine Lauf in ihm vollbracht. Ruh. ö Wir werden auferstehn, zu Gottfried Beneditt Funk 1734—1814. 8. Himmelfahrt. 138 Christ fuhr gen Vel Allein Gott in der Höh sei Ehr. Himmel: was 139 Auf diesen Tag sandt er uns hernieder? bedenken wir, daß Den Tröster, den heiligen Christ gen Himml ge— Geist, zu Trost der armen fahren, und danken Gott Christenheit. Hallelujah! aus höchster Bgier, mit 2. Hallelujah, Hallelu-Bitt, er woll bewahren jah, Hallelujah! Des solln uns arme Sünder hie auf wir alle froh sein, Christ Erd, die wir von wegen will unser Trost sein. mancher Gfährd ohn ihn Hallelujah! 1516. kein Hoffnung haben. 12² Himmelfahrt. 2. Drum sei Gott Lob, der Weg ist gmacht, uns steht der Himmel offen, machen gleich, als wir denn jetzt bekennen: da wird sich finden Freud Christus schließt auf mit und Mut zu ewger Zeit großer Pracht, vorhin war beim höchsten Gut. Wers ist sreu⸗ alls verschlossen. glaubt, des Herz i denvoll, dabei er sich doch rüsten soll, dem Herren nachzufolgen. 3. Wer nicht folgt und sein Willen thut, dem ists nicht Ernst zum Herren; denn der wird auch vor Gott woll, daß wirs erleben! Johann Zwick 1496—1542. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 140. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß dugen Himmelgfahren bist: o starker Gott Im⸗ manuel, stärk uns an Leib, Fleisch und Blut sein Him— stärk uns an Seel. Hal⸗ melreich versperren. Glauben liegts, sein echt, wird auch ge⸗ wiß das Leben recht zu Gott im Himml gerichtet. Am lelujah. wird der 2. Nun freut sich alle Christenheit und singt und springt ohn alles Leid. Gott Lob und Dank im 4. Solch Himmelfahrt höchsten Thron, weil unser fäht in uns an, wenn wir den Vater finden und stets die weltlich fliehen Bahn, thun uns zu Gottes Kindern; die sehn hinauf, der Vater hrab, an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, bis sie kommen. 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, zusammen Mensch zu 30 elujah. Bruder Gottes Sohn. Hallelujah. 2 3. Gen Himmel auf⸗ gefahren hoch ist er doch allzeit bei uns noch, sein Macht und Gwalt unend— lich ist, wahr Gott und aller Frist. Wohl dem, der ihm wenn erenter thut und hat uns Gott zu ihm nehmen in ihm nur frischen Mut. und seinem Sohn wird Welt, wie du willst! wer funt nad luro ste Hallhujch 5. Er uuser Tu sein Blut das Gfäng hat, daß od nicht lujah. 6. Wir Herzensg fröhlich! der unse und Blu höchstes 7. Di mel unse Brud daß wir auf dich leben ewi 8. An Nsu Ch Himr mir⸗ V LEhr, 0 0 lehten leit; füh Nmme s wir en: da Freud er Zeit Gott kleben! 90—1512 erlich Tag. ten dir, christ, gfahren tt Im⸗ an Leib, „Hal⸗ sich alle ugt und 5 Leid. ank im eil unser Sohn. jel auf— er doch och, sein unend⸗ ott und Frist. der ihm ind hat Mut. st! wer Himmelfahrt. 123 fragt nach dir? Nach ewgen Himmelssaal. Hal⸗ Christo steht unser Begier. lelujah. Hallelujah. 1607. 5. Er ist der Herr und unser Trost, der durch Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. sein Blut uns hat erlöst; 141 Auf Christi Him⸗ das Gfängnis er gefangen 12 melfahrt allein ich hat, daß uns der bittre meine Nachfahrt gründe Tod nicht schadt. Halle-und allen Zweifel, Angst lujah. und Pein hiemit stets 6. Wir freuen uns aus überwinde; denn weil das Herzensgrund und singen Haupt im Himmel ist, fröhlich mit dem Mund: wird seine Glieder Jesus der unser Bruder, Fleisch Christ zur rechten Zeit und Blut, ist unser aller⸗nachholen. höchstes Gut. Hallelujah. 7. Durch ihn der Him— 2. Weil er gezogen mel unser ist. Hilf uns, himmelan und große Gab o Bruder Jesu Christ,. pfangen, mein Herz daß wir nur trauen fes auch nur im Himmul kann, auf dich und durch dich sonst nirgends, Ruh er⸗ leben ewiglich. Hallelnjah. angen; Wltt e 8. Amen, Amen, Herr n hin, da Jesu Christ, der du gen A. hinfort mein H.6 und Himmel gfahren bist; be⸗ Sinn, nach ihm mich stets halt uns, Herr, bei veirter Were Lehr, des Teufels Trug 3. Ach Herr, laß diese und Listen wehr. Halle-Gnade mich von deiner lujah. Auffahrt spüren, daß mit 9. Komm, lieber Herr, dem wahren Glauben ich komm, es ist Zeit, zum mag meine Nachfahrt letzten Gricht in Herrlich- zieren und dann einmal, keit; führ uns aus diesem wenn dirs gefällt, mit Jammerthal in deinen Freuden scheiden aus der 12⁴4 Himmelfahrt. Welt; Herr, höre doch mein Flehen. (Nach Josua Wegelin 1604-1640.) 1661. Mel. Wie schön leuchtet der Morgen— stern. 142 Ach wundergro— 140 ßer Siegesheld, du Sündenträger aller Welt, heut hast du dich gesetzet zur Rechten Deines Vaters Kraft, der Feinde Schar gebracht zur Haft, bis auf den Tod verletzet. Mächtig, prächtig trium— phierest, und Leben ist, Herr Christ, dir untergeben. 2. Dir dienen alle Cherubim, viel tausend hohe Seraphim dich Sie— gesfürsten loben, weil du den Segen wiederbracht, mit Majestät und großer Pracht zur erhoben. Singet, klinget, rühmt und ehret den, so fähret auf zum Throne, zu empfahn die Himmels-— krone. Du bist das Haupt, hingegen! vir sind Glieder; ja es kommt von dir auf jubilierest, Tod uns Licht, Trost und Le⸗ ben; Heil, Fried und Freude, Stärk und Kraft, Erquickung, Labsal, Her— zenssaft wird uns von dir gegeben. Dringe, zwinge mein Gemüte, mein Geblüte, daß es prei— se, dir Lob, Ehr und Dank erweise. 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir, hilf, daß wir künftig für und für nach deinem Reiche trachten. Laß unser Thun ohn Wandel sein, laß uns demütig, züchtig, rein all Üppigkeit verachten; Un⸗ art, Hoffart laß uns mei— den, christlich leiden, wohl ergründen, wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz, sei unser er Ruhm und fester Platz, Freude bist. 1. darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was dro— ben ist: auf Erden wohnet Trug und List; es ist auf allen Straßen Lügen, Trü— gen, Angst und Plagen, die da nagen, die da quä— len stündlich arme Chri⸗ stenseelen. 6. Herr Hu Au G᷑ ynaden ftet, ch, Verlar 0 allen uns; urch d dei! 8 Heili llig an um sch dann so wollen M fröͤhlich Hände. Ern Mel. Aus n 143. mit fal nit prächt und mit lobsingt, lobsingt,le den dem! den, dem 2. Der genomme Himmel gehn alle er hat f holen Jef tern Sere len Cher vilkomn ind Le⸗ d und Kraft, l, Her⸗ von Dringe, hemüte, es prei⸗ dd Dank I, Uns, ir, hilf, ür und Reiche er Thun laß uns rein all n; Un⸗ ns mei⸗ n, wohl Gnade unser sei unser r Platz, erlassen. oas dro⸗ wohnet ist auf eu, Trü⸗ Plagen, da quä⸗ se Chri⸗ Himmelfahrt. 12⁵ 6. Herr Jesu, komm,. 3. Wir wissen nun die du Gnadenthron, du Sie-Stiege, die unser Haupt gesfürst, Held, Davids erhöht, wir wissen zur Sohn, komm, stille das Genüge, wie man zum Verlangen. Du, du bist Himmel geht: der Heiland allen uns zu gut, o Jesu, geht voran, will uns nicht durch dein teures Blut nach sich lassen, er zeiget ins Heiligtum gegangen. uns die Straßen, er bricht Komm schier, hilf hier: uns sichre Bahn. dann so sollen, dann so 4. Wir sollen himmlisch wollen wir ohn Ende werden, der Herr selbst fröhlich klopfen in die macht uns Platz; wir Hände. gehen von der Erden dort— Ernst 05 1680. hin, wo unser Schatz. Ihr 1½ Herzen, macht euch auft Mel. Aus meines Herzens Grunde. Wo Jesus hingegangen, 143 Der Herr fährt dahin sei das Verlangen, Rauf gen Himmel dahin sei euer Lauf. mit frohem Jubelschall, 5. Laßt uns gen Him⸗ mit prächtigem Getümmel mel dringen mit herzlicher und mit Posaunenhall: Begier, laßt uns zugleich lobsingt, lobsinget Gott, auch singen: Dich, Jesu, lobsingt,lobsingt mit Freu-suchen wir, dich, o du den dem Könige der Hei-Gottes Sohn, dich, Weg, den, dem Herren Zebaoth. dich, wahres Leben, dem 2. Der Herr wird auf- alle Macht gegeben, dich, genommen, der ganze unsers Hauptes Kron. Himmel lacht; um ihn 6. Ade mit deinen gehn alle Frommen, die Schätzen, du trugesvolle er hat frei gemacht; es Welt, dein Tand kann holen Jesum ein die lau-nicht ergötzen; weißt du, tern Seraphinen, den hel- was uns gefällt? Der len Cherubinen muß er Herr ist unser Preis, der willkommen sein. Herr ist unsre Freude und 126 Himmelfahrt. köstliches Geschmeide, zu in deinen Himmel, daß ihm geht unsre Reis. 7. Wann soll es doch geschehen, wann kommt die liebe Zeit, daß wir ihn werden in seiner Herrlichkeit? Du Tag, d wann Wint du sein, daß wir den Huidud grüßen uns und fallen ihm zu Füßen? Komm, stell edich doch ein! Gottfried Wilhelm Sacer Mel. 1635-1699. Mel. Ach Gott und Herr. 144 Zeuch uns nach dir, so kommen wir mit herzlichem Ver— langen hin, da du bist, Herr Jesu Christ, aus die— ser Welt gegangen. 2. Zeuch uns nach dir in Liebsbegier, ach reiß uns doch von hinnen, so dürfen wir nicht länger hier den Kummerfaden spinnen. Zeuch uns nach dir: Herr Christ, ach führ uns deine Himmelsstege; wir irrn sonst leicht, sind ab— geneigt vom rechten Le— benswege. Zeuch uns nach dir, so folgen wir dir nach uns nicht mehr allhier beschwer das böse Welt— Let Zeuch uns nach dir nur sür und für und gieb, daß wir nachfahren dir in dein Reich, und mach gleich den auser— wählten Scharen. Friedrich Funcke 1642 1699. Wie nach einer Wasserquelle. (Freu dich sehr, o meine Seele.) 145 Herr, auf Erden Imuß ich leiden und bin voller Angst und Weh: warum willst du von mir scheiden? warum führst vdn in die Hoh Nimm mich Armen auch mit dir, oder bleibe doch in mir, daß ich dich und deine Gaben möge täg— lich bei mir haben. 2. Laß dein Herze mir zurücke und nimm meines mit hinauf; wenn ich Seufzer zu dir schicke, mache selbst den Himmel auf; und so ich nicht beten kann, rede 50 den Vater an, denn du sitzst zu seiner Rechten; darum hilf uns, deinen Knechten. geuck n der E i M„ u hin umli gleich hin,! und meine Jeit Cigkeit, dir gel hist voran 4. Dir uben: ni der Deine doß ich chr dir heili Kommtd mich, ach dich zu de ner Füße schweigen 5. M mache fe des Vate werde get gehen ein der Weg um b Ruh und lchten Ei in deine 6. Ko Rit ist hast sose me „daß allhier Welt⸗ ich dir gieb, en dir mach auser⸗ 21699, sserguelle Seele.) Erden leiden st und lst du warum be doch ich und ge täg⸗ n. rze mir meines enn ich schicke, Himmel ht beten n Vater zu seiner hilf uns, Himmelfahrt. 127 3. Zeuch die Sinnen der Tod im Grabe nagt; von der Erde über alles richte dann die böse Welt, Eitle hin, daß ich mitsdie dein Wort für Lügen dir himmlisch werde, ob hält, und nach ausgestand— ich gleich noch sterblichnem Leide führ uns ein bin, und im Glauben zu deiner Freude. meine Zeit richte nach der Kaspar Neumann 1648—1715. Ewigkeit, bis wir auch 2 ir gelange je du Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Rn deneenen. 3(Alle Menschen müssen sterben). gen. 9——.— 4. Dir ist alles über⸗ 146. Großer Mittler, 5v* 2 IMO geben: nimm dich auch der 23— Rechten der Deinen an. Hilf mir, seined roßen Vaters siß! daß ich christlich leben und und die Schar von seinen dir heilig dienen kann. Knechten in dem Reich Kommt der Satan wider der Gnaden schützt, den mich, ach so wirf ihn unter den et 315. dich zu dem Schemel dei— 8 en der kudiekei ner Füße, daß er ewig 09 mret alch Raft schweigen müsse. Antlitz 5. Meine Wohnung schenrt 3 8 fertig droben in 2. 219 5 e 3 Vaters Haus, da ich dieser Erden und dein Werdr geentwätn bei auSier ist vollbracht; was gehen 223 15 155 denn volendet sollte werden, der Weg dahin bist du: ist geschehn durch deine darum bringe mich n dn dn eest. Ruh und nimm an dem uns gestorben, ist uns letzten Ende meinen Weitt dn Heil a Muf⸗ in deine Hände. und dein siegreich Auf⸗ 6. Komme, wenn es erstehn läßt uns in die Zeit ist, wieder, denn du Freiheit gehn. hast es zugesagt, und er⸗ 3. Nun ist dieses dein löse meine Glieder, die Geschäfte in dem obern 128 Himmelfahrt. eiligtum, die erworbnen bald mit Weinen für die Segenskräfte durch dein Sünder zu erscheinen; o Evangelium allen denen mit welcher Niedrigkeit mitzuteilen, die zum batest du zur selben Zeit! Thron der Gnaden eilen, 7. Aber nun wird deine nun wird uns durch deine Bitte von der Allmacht Hand Heil und Segen unterstützt, da in der voll⸗ Haltes mente bommnen Hutte die ver⸗ Le dn en klärte Menschheit sitzt; nun 5. kannst du des Satans deiner Brust, und an den Klagen majestätisch nieder⸗ gerechten Samen denkest schlagen, und nun macht du mit vieler Lust; du dein redend Blut unsre vertrittst, die an dich gläu⸗höse Sache gut. hen, daß sie dir vereinigt„I Reren ö bleiben, und bittst in des„Die Verdienste dei⸗ Vaters Haus ihnen eine Aer Leiden stellest du dem Wohnung aus. Vater dar und vertrittst 5. Doch vergißt du auch nunmehr mit Freuden der Armen, die der Welt deine teur erlöste Schar, noch dienen, nicht, weil daß er wolle Kraft und dein Herz dir vor Er⸗ Leben deinem Volk auf barmen über ihrem Elend Erden geben und die See⸗ bricht: daß dein Vater len zu dir ziehn, die noch ihrer schone, daß er nicht deine Freundschaft fliehn. nach Werken lohne, daß. 9. Großer Mittler, sei er ändre ihren Sinn, ach gepriesen, daß du in dem da zielt dein Bitten hin. Heiligtum so viel Treu 6. Zwar in deines an uns bewiesen; dir sei Fleisches Tagen, da die Ehre, Dank und Ruhm. Sünden aller Welt dir Laß uns dein Verdienst auf deinen Schultern la⸗vertreten, wenn wir zu gen, hast du dich vor Gott dem Vater beten; sprich gestellt, bald mit Seufzen, für uns in letzter Not, wennden der Tod. Johann Idob Nel. Jesth, (Alle Mens⸗ 47 27 verklärte Himmel f bist drüb jollt ich fallen und Freude w Glaubene ne Herrl ich, wie d alle rufe ich nicht; und meir wallen, jubiliert, triumphi 3. We Himmelẽ heit sich neuem 6 lle Him hrüchtig nommen man di ür die en; o rigkeit Zeit! deine lmacht er volh⸗ ie ver⸗ zt; nun Zatans nieder⸗ macht unsre ste dei⸗ u dem trittst reuden Schar, ft und HE auf ie See⸗ ie noch fliehn. tler, sei in dem Treu dir sei Ruhm. erdienst wir zu sprich * Not, Himmelfahrt. 129 wenn den Mundverschließt schau, ich armes Kindlein der Tod. hier ruf auch Hosiannadir. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, da ich deine Wel. Jesu, meines Lebens Leben. Klarheit seh? Sollt mein (Alle en 66½— 0 Mut noch wollen sinken, 147. Siegesfürste, Eh“ da ich deine Macht ver⸗ renkönig, höchst steh? Meinem König will verklärte Majestät, alle sich trauen, nicht vor Welt Himmel sind zu wenig, du und Teufel grauen, nur bist drüber hoch erhöht: in Jesu Namen mich beu— sollt ich nicht zu Fuß dir fallen und mein Herz vor Freude wallen, wenn mein Glaubensaug entzückt dei— ne Herrlichkeit erblickt? 2. Seh ich dich gen Himmel fahren, seh ich dich zur Rechten da, seh ich, wie der Engel Scharen alle rufen Gloria: sollt ich nicht zu Fuß dir fallen und mein Herz vor Freude wallen, da der Himmel jubiliert, weil mein König triumphiert? 3. Weit und breit, du Himmelssonne, deine Klar— heit sich ergeußt und mit neuem Glanz und Wonne alle Himmelsgeister speist; prächtig wirst du aufge— nommen, freudig man dich willkommen: heißt gen hier und ewiglich. 5. Geist und Kraft nun überfließen, drum wirk in mir kräftiglich, bis zum Schemel deiner Füßen alle Feinde legen sich. Aus Zion dein Zepter sende weit und breit bis zum Welt⸗Ende; mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen unterthan. 6. Du kannst alles aller Orten nun erfülln und nahe sein: meines Geistes ewge Pfortenstell ich offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, du mußt auch bei mir ein— kehren: ewig in mir leb und wohn als in deinem Himmelsthron. 7. Deine Auffahrt bringt mir eben Gott und Him— 0 130⁰ Himmelfahrt. mel innig nah; lehr mich Mel. O daß Ha Zungen nur im Geiste leben als ö ö 9 Zum Himmel bist r deinen Augen da Wanri 30. 149. du eingegangen, remd der Welt, der Zeit,. 90.1 5 +. 3 mit Preis gekrönt, Herr den Sinnen, bei dir ab⸗Jesn Christ. 7½½ ö Jesu Christ: wie sollte geschieden drinnen, in den n 0 .5 mich nun nicht verlangen, Himmel schon versetzt, da e* e auch dort zu sein, wo du mich Jesus nur ergötzt. 114 Dant nun bist? Ich bin ja nur Gerhard Tersteegen 1697—1769. ein Pilgrim hier; nimm Mel. Jerusalem, du hochgebaute m die Heimat mich 3u dir. Stadt.— ö 2. Vom Tode standst Mein siegend 1* Le 148. Hannt dort in M auf zum Leben, du gingst verklärt zum Him⸗ mel ein: so muß sich auch mein Geist erheben, ich darf nicht tot in Sünden zum Frieden führst. Noch—— I.— en üen kämpf ich viel hienieden e⸗ so— ich einf mit Sünd und Leden3 A schaft; doch du giebst dei⸗ 3. IUn Olberg sgen nen Frieden und Mut deine Leiden mit bittern und Siegerkraft. f an; am Ol⸗ 2. Zieh mich hinauf, berg gingst in hohen Freu⸗ der du die Stätte dort den du siegreich deine auch mir bereitet hast. Himmelsbahn: so folgt Ich schau empor zu jenem auf Leiden Herrlichkeit; selgen Ort, und leicht wird u beiden mache mich be— jede Last. Ich werde nie reit. verderben: bin ich doch 4. Du hobest segnend Gottes Kind mit allen deine Hände beim Schei— Himmelserben, die ewig den von den Deinen auf: bei dir sind. o hilf, daß einst auch ich Karl August Döring 1783—1844. vollende, von dir gesegnet, der Herrlichkeit, du lebst, beglückst, regierst. Ich bin dein Glied, doch lieg ich noch im Streit, bis du weimen on diri — zwar e dein 150 Herzer und er Feuer Liebe, nigfab die Welt Einig Hallel 51 xfüll ; Zungen mel bist gangen, t, Herr sollte langen, bo du ja nur nimm 9 zu dir. standst ben, du im Him⸗ ich auch ben, ich Sünden ben wirk ich einst fingen bittern am Ol⸗ en Freu⸗ 9 deine so folgt klichkeit; mich be⸗ segnend m Schei⸗ nen auf: auch ich gesegnet, Pfingsten. 131 meinen Lauf. Wenn ich hier Laß dieses Kleinod von dir gesegnet bin, dann mich bewahren; im Worte fahr in Frieden ich dahin. redest du zu mir, dies 5. Ich sehe dir mit leitet meines Lebens Lauf Glaubensblicken in deinen und schließt mir deinen Freudenhimmel nach; Himmel auf. mein Herz soll sich an dir 7. Einst wirst du herr⸗ erquicken, der mir die lich wiederkommen, gleich— Bahn zum Himmel brach. wie du aufgefahren bist; Sieht dich auch hier mein dann werd ich völlig auf— Auge nicht, bleibst du doch genommen, wo mir be— meine Zuversicht. reit mein Erbteil ist. So 6. Du bist von uns leb ich nun im Glauben zwar aufgefahren, doch ist hier, im Schauen aber dein Wort noch immer dort bei dir. 1829. 9. Pfingsten. 150 Komm, heiliger Gut der Gläubigen Herz, Geist, erfüll die Mut und Sinn, dein brün⸗ Herzen deiner Gläubigen stig Lieb entzünd in ihn'n. Herzen RMiel. 9 5 und entzünd in ihnen das O Herr, durch deines Feuer deiner göttlichen Lichtes Glanz zum Glau⸗ Liebe, der du durch Man-ben du versammelt hast nigfaltigkeit der Zungen das Volk aus aller Welt die Völker der ganzen Zungen; das sei dir, Herr, Welt versammelt hast in zu Lob gesungen. Halle— Einigkeit des Glaubens. Hallelujah, Hallelujah! Altkirchlich. Deutsch 1527. 15 Komm, heiliger Geist, Herre Gott, erfüll mit deiner Gnaden lujah, Hallelujah. 2. Du heiliges Licht, edler Hort, laß uns leuch— ten des Lebens Wort und lehr uns Gott recht er⸗ kennen, von Herzen Vater ihn nennen. O Herr, 9* 132 behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr, denn Jesum mit rechtem Glauben, und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Hallelujah, Hallelujah. 3. Du heilige Brunst, süßer Trost, nun hilf uns fröhlich und getrost in dein'm Dienst beständig bleiben, die Trübsal uns in Pfingsten. en Heiland, der uns bracht hat zum rechten Vater⸗ land. Kyrieleis. 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von Herzen einander lieben und im Frieden auf einem Sinn bleiben. Kyrieleis. 4. Du höchster Tröster aller Not, hilf, daß 70 79½ VY, 5 I— nicht abtreiben. O Herr, wir nicht fürchten Schand durch dein Kraft uns bereit und stärk des Flei— sches Blödigkeit, daß wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Hallelujah, Hal— lelujah. Martin Luther 1483-1546. 152 Nun bitten wir den heiligen Geist um den rechten Glauben allermeist, daß er uns behüte an unserm Ende, wenn wir heimfahrn aus diesem Elende. Kyrieleis. 2. Du wertes Licht, gieb uns deinen Schein, lehr uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treu⸗ 153 noch Tod, daß in uns die Sinne nicht gar ver— zagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrieleis. Martin Luther 1483-1546. (Strophe Laus dem 13. Jahrhundert.) Mel. Wie schön leuchtet der Mor⸗ genstern. O heilger Geist, kehr bei uns ein und laß uns deine Woh— nung sein, o komm, du Herzenssonne. Du Him⸗ melslicht, laß deinen Schein bei uns und in uns kräftig sein zu steter Freud und Wonne. Sonne, Wonne, himmlisch Leben willst du geben, wenn Glauben fonnen dein wa ren.& wir kö Zinnen zum L Leben. 3. 6 mit de uns s Pfad, nichtet Bestän treu di für, au müssen was ze dich zi deinen 4. L Balsan durch auf da Schutz Feinde bracht Vater⸗ schenk aß uns Liebe ns von lieben feinem rieleis. Tröster f, daß Schand in uns ar ver⸗ Feind klagen. 83—1546. hrhundert.) der Mor⸗ Geist, uns ein ne Woh⸗ nm, du u Him⸗ deinen und in zu steter Sonne, h Leben wenn Pfingsten. 133 wir beten; zu dir kommen wir getreten. 2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt, die sich in fromme Seelen gießt, laß deinen Trost uns hören, daß wir in Glaubenseinigkeit auch können aller Christenheit dein wahres Zeugnis leh— ren. Hre, lehre, daß wir können Herz Sinnen dir ergeben, digen Gebärden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden. 5. O starker Fels und Lebenshort, laß uns dein himmelsüßes Wort in un⸗ sern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmer— mehr von deiner weis— und heitsreichen Lehr und rei⸗ dir nen Liebe trennen. Fließe, zum Lob und uns zum gieße deine Güte ins Ge⸗ Leben. müte, daß wir können 3. Steh uns stets bei Christum unsern Heiland mit deinem Rat und führ nennen. uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gieb uns Beständigkeit, daß wir ge⸗ treu dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und beflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft da⸗ durch gestärket werden, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freu— 6. Du süßer Himmels— tau, laß dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbun⸗ den sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freu— de wirst du geben. 7. Gieb, daß in reiner Heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns fortan sei unbewußt die 134 Pfingsten. Eitelkeit, des Fleisches lauter Segen mit; laß Lust und seine toten Werke. doch, o du werter Gast, Rühre, führe unser Sin⸗Gottes Segen, den du nen und Beginnen von hast und verteilst nach der Erden, daß wir Him-deinem Willen, mich an melserben werden. Leib und Seele füllen. Michael Schirmer 1606--1673. 4. Du bist weise, voll Verstandes, was geheim Mel. Werde munter, mein Gemüte, ist, ist dir kund, zählst 15. 4.ꝛ— du allersüßte den Staub des kleinen Freude, odu aller⸗Sandes, gründst des tiefen schönstes Licht, der du uns Meeres Grund; nun du in Lieb und Leide unbe-weißt auch zweifelsfrei, suchet lässest nicht, Geist wie verderbt und blind des Höchsten, höchster ich sei, drum gieb Weis— Fürst, der du hältst und heit und vor allem, wie halten wirst ohn Aufhören ich möge Gott gefallen. alle Dinge, höre, höre, 5. Du bist heilig, läßt was ich singe. dich finden, wo man rein 2. Du bist ja die beste und heilig ist; fleuchst Gabe, die ein Mensch nur hingegen Schand und nennen kann. Wenn ich Sünden, wie die Taube dich erwünsch und habe, rein du bist: mache mich, geb ich alles Wünschen o Gnadenquell, durch dein dran. Ach ergieb dich, Waschen rein und hell; komm zu mir in mein laß mich fliehen, was du Herze, das du dir, da ich fliehest, gieb mir was du in die Welt geboren, selbst gerne siehest. zum Tempel auserkoren. 6. Du bist, wie ein 3. Du wirst aus des Schäflein pfleget, from— Himmels Throne wie mes Herzens, sanftes ein Regen ausgeschütt't, Muts, bleibst im Lieben bringst vom Vater und unbeweget, thust uns Bö⸗ vom Sohne nichts als sen alles Guts; ach ver— schieden, gettöstt dein Ei sprech und de mögen zuleget . entsage Rühm Herz nur ne verleih will u halten will se gen n wider 9.5 mich st lich ste laß Gast, n du nach ch an llen. voll eheim zählst kleinen tiefen un du lsfrei, blind Weis⸗ n, wie efallen. g, läßt m rein fleuchst und Taube e mich, och dein d hell; was du was du vie ein from⸗ sanftes Lieben ms Bö⸗ ich ver⸗ Pfingsten. 135 leih und gieb mir auch Willen hin, mach ihn aller— diesen edlen Sinn und dinge neue, daß mein Brauch, daß ich Freund Gott sich meiner freue. und Feinde liebe, keinen‚, 10. Sei mein Retter, den du liebst, betrübe. halt mich eben: wenn ich 7. Mein Hort, ich bin sinke, sei mein Stab; wohl zufrieden, wenn du wenn ich sterbe, sei mein mich nur nicht verstößt; Leben, wenn ich liege, sei bleib ich von dir unge mein Grab; wenn ich schieden, ei so bin ich gnug wieder aufersteh, ei so getröst t. Laß mich sein hilf mir, daß ich geh hin, dein Eigentum, ich ver⸗(da du in ewgen Freuden sprech hinwiederum, hier wirst die Auserwählten und dort all mein Ver-weiden. mögen dir zu Ehren an⸗é Paul Gerhardt 16071676. zulegen. 8. Allem will ich gern entsagen, was dir deinen 0 ö ö Ruhm entreißt, und mein 155. Zeuch ein zu dei⸗ Herz soll immer fragen Ren Thoren, sei nur nach dem, was du meines Herzens Gast, der verleihst. Was der Satan du, da ich geboren, mich will und sucht, will ich mer geboren hast, o hoch⸗ halten als verflucht, ich geliebter Geist des Vaters will seinen schnöden We⸗ und des Sohnes, mit beiden gleiches Thrones, gen mich mit Euiist 3u 9 wider legen. mit beiden gleich gepreist. 9. Nur allein, daß du 2. Zeuch ein, laß mich mich stärkest und mir treu⸗empfinden und schmecken lich stehest bei; hilf, mein deine Kraft, die Kraft, Helfer, wo du merkest, die uns von Sünden Hilf daß mir Hilfe nötig sei. und Errettung schafft. Brich des bösen Fleisches Entsündge meinen Sinn, Sinn, nimm den alten daß ich mit reinem Geiste Mel. Aus meines Herzens Grunde. * dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der Tod durch⸗ drang mein Leben, du hast ihn umgebracht, hast in der Taufe Kraft durch Christi blutges Sterben in mir, dem D ben, den Tod hinwegge⸗ schafft. . Du bist das heilge Ole, dadurch gesalbet ist mein Leib und meine Seele dem Herren Jesu Christ zum wahren Ei— gentum, zum Priester und Propheten, zum König, den in Nöten Gott schützt vom Heiligtum. 5. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll, dein Beten wird erhöret, dein Sin⸗ gen klinget wohl; es steigt zum Himmel an, fleht um die rechten Gaben, bis wir von dem sie ha— ben, der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, vom Trau⸗ ern hältst du nicht, er⸗ jin Händen die leuchtest uns im Leiden 136 Pfingsten. mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manchesmal hast du mit süßen Wor— ten mir aufgethan die Pforten zum güldnen Freudensaal. 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder thun zusammen, die voller Zwietracht sind. 8. Du, Herr, hast selbst ganze weite Welt, kannst Men⸗ schenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt. So gieb doch deine Gnad zum Fried und Liebes⸗ banden; verknüpf in allen Landen, was sich getren— net hat. 9. Erhebe dich und steure dem Herzleid auf der Erd, bring wieder und erneure die Wohlfahrt dei— ner Herd. Laß blühen wie zuvor die Länder, so verheeret, die Kirchen, so snt Felert)o. 10.Besc Hiten, bau Thrhl, ste ur Seite nit einer nit Vert migkeit d Gottesfi das Volk 1. Er mit rein die Häut mit Set Vertreil der dit und, we götzet, at reißt. 4 und Stä dem Stt Reich un lich aner itterlich winden, der Süt ugebe f 13. 9 Kben al Siun, sollen 0 hochen Licht. hesmal Vor⸗ im die üldnen Geist ind der stnicht, Zorn, d und Idschaft st, daß 'en sich mmen, ht sind. tt selbst ganze t Men⸗ n, wie t. So Gnad Liebes⸗ in allen getren⸗ 9 und id auf er und hrtdei⸗ blühen ider, so hen, so Pfingsten. 137 zerstöret durch Krieg und uns hier wird aus, so Feuerszorn. hilf uns fröhlich sterben 10. Beschirm die Obrig- und nach dem Tod er⸗ keiten, bau unsers Fürsten erben des ewgen Lebens Thron, steh ihm und uns Haus. zur Seiten, schmück als Paul Gerhardt 1607—1676. mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Fröm⸗156 Komm, o komm, migkeit die Jugend, mit*du Geist des Le⸗ Gottesfurcht und Tugend beus, wahrer Gott von das Volk im ganzen Land. Ewigkeit; deine Kraft sei 11. Erfülle die Gemüter nicht vergebens, sie erfüll mit reiner Glaubenszier, uns jederzeit, so wird Geist die Häuser und die Güter und Licht und Schein in mit Segen für und für. dem dunkeln Herzen sein. Vertreib den bösen Geist, 2. Gieb in unser Herz der dir sich widersetzet und Sinnen Weisheit, und, was dein Herz er-⸗Rat, Verstand und Zucht, götzet, aus unserm Herzen daß wir anders nichts be— reißt. ginnen, denn nur was 12. Gieb Freudigkeit dein Wille sucht; dein Er⸗ und Stärke, zu stehen in kenntnis werde groß und dem Streit, den Satans mach uns vom Irrtum los. Reich und Werke uns täg⸗ 3. Zeige, Herr, die lich anerbeut; hilf kämpfen Wohlfahrtsstege; was ge— ritterlich, damit wir über⸗than ist wider dich, winden, und ja zum Dienst räume ferner aus dem der Sünden kein Christ Wege, schlecht und recht ergebe sich. behüte mich; wirke Reu 13. Richt unser ganzes an Sünden Statt, wenn Leben allzeit nach deinem der Fuß gestrauchelt hat. Sinn, und wenn wirs 4. Laß uns stets dein sollen geben ins Todes Zeugnis fühlen, daß wir Rachen hin, wenns mit Gottes Kinder sind, die 138 Pfingsten. auf ihn alleine zielen, wenn sich Not und Drang⸗ sal findt; denn des Vaters liebe Rut ist uns allewege gut. und Gott; sagt das Fleisch gleich immer nein, laß dein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichre 201 8— 1 + 7 2 5. Reiz uns, daß wir uns je mehr als des Him— zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit, seufz melreiches Erben jener Herrlichkeit und Ehr, die auch in uns, wenn wir uns unser Gott erkiest und beten, und vertritt uns allezeit, so wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen muß: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange? ei so mache den Beschluß, sprich der Seele tröstlich zu und gieb Mut, Geduld und Ruh. 7. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser, nicht auszusprechen ist. 0 Heinrich Held, um 1640. 157 O heiliger Geist, * o heiliger Gott, du Tröster wert in aller Not, du bist gesandt vom Himmelsthron von Gott dem Vater und dem Sohn, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott, gieb uns 8 10 Wieh ine Mayt neuer Geist, fördre in uns die Lieb zu deinem Wort; deine Werke, wenn zum Kampf uns Satan reißt; zünd an in uns der Liebe Flamm, daß wir uns lie⸗ schenk uns Waffen in dem ben allesamt, o heiliger Krieg und erhalt in uns den Sieg. Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o 8. Herr, bewahr auch heiliger Gott, mehr unsern 5 75 V 5 + unsern Glauben, daß kein Glauben immerfort; an Teufel, Tod und Spott Christum niemand glau— uns denselben möge rau-ben kann, es sei denn ben: du bist unser Schutz durch dein Hilf gethan, heilger Gott. nach uns hekannt U 1 uns ge! Geist, o! a. 0.— Heiliger 6 gen sel Geist, o 6. O heiliger nicht in Wir sage und Dan ser Leber Geist, o Nel. Werde 158. denn me wie Sa. vomHin du dein laß des Jab übe Fleisch n, laß L sein. endlich ersichre Him⸗ jener hr, die iest und n ist. um 1640, Geist, r Gott, in aller dt vom n Gott uSohn, heiliger Geist, o eb uns u Wort; er Liebe uns lie⸗ heiliger Gott! Geist, o unsern ort; an d glau⸗ i denn gethan, Pfingsten. 139 o heiliger Geist, o heiliger ab wie die starken Ströme Gott! fließen und mein ganzes 4. O heiliger Geist, o Herz durchgießen. heiliger Gott, erleucht uns 2. Kann ein Vater hier durch dein göttlich Wort: im Leben, der doch bös mach uns den Vater recht ist von Natur, seinen lie— bekannt und Jesum, nn Kindern geben nichts er uns gesandt, o heiliger als gute Gaben nur:solltest Geist, o heiliger Gott! du denn, der du heißt 5. O heiliger Geist, o guter Vater, deinen Geist heiliger Gott, du zeigest mir nicht geben und mich uns die Himmelspfort; laben mit den guten Him⸗ laß uns hier kämpfen melsgaben? ritterlich und zu dir drin⸗ 3. Jesu, der du hinge— gen seliglich, o heiliger gangen zu dem Vater, Geist, o heiliger Gott! sende mir deinen Geist, 6. O heiliger Geist, o den mit Verlangen ich er— heiliger Gott, verlaß uns warte, Herr, von dir; laß nicht in Not und Tod. den Tröster ewiglich bei Wir sagen dir Lob, Ehr mir sein und lehren mich, und Dank jetzund und un⸗in der Wahrheit fest zu ser Leben lang, o heiliger stehen und auf dich im Geist, o heiliger Gott! Glauben sehen, 1655. 4. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, kehre Mel. Werde munter, mein Gemüte. bei mir Armen ein und 158 Gott, gieb einen sei tausendmal willkom⸗ »milden Regen, men, laß mich deinen denn mein Herz ist dürr Tempel sein; säubre du wie Sand; Vater, gieb nur selbst das Haus mei—⸗ vom Himmel Segen, tränke nes Herzens, wirf hinaus du dein durstges Land; alles, was mich hier kann laß des heilgen Geistes scheiden von den süßen, Gab über mich von oben Himmelsfreuden. 14⁰ Pfingsten. 5. Schmücke mich mit deinen ini mache mich neu, rein und schön; laß mich wahre Liebe haben und in deiner Gnade stehn: gieb mir einen starken Mut, Wee mein Fleisch und Blut, lehre mich vor Gott itreren und im Geist und Wahrheit beten. 6. So will ich mich dir ergeben, dir zu Ehren soll mein Sinn Wann was himmlisch ist, nachs streben, bis ich werde kommen hin, da mit Vater und dem Sohn dich im höch⸗ sten Himmelsthron ich er⸗ heben kann und preisen mit den süßen Engel⸗ weisen. Moritz Kramer 1646—-1702. Mel. Jesu, meine Freude. 159 Schmückt das Fest ö mit Maien, lasset Blumen streuen, zündet Opfer an; denn der Geist der Gnaden hat sich ein⸗ geladen: machet ihm die Bahn. Nehmt ihn ein, so wird sein Schein euch mit Licht und Heil er⸗ vor. Gieb uns höchstes Gut, füllen und den Kummer stillen. 2. Tröster der Betrüb— ten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und That, starker Gottesfinger, Frie— densüberbringer, Licht auf unserm—— gieb uns Kraft und Lebenssaft, laß uns deine teuren Gaben zur n laben. 3. Laß die Zungen bren⸗ nen, wenn wir Jesum nennen, führ den Geist empor; gieb uns Kraft, zu beten und vor Gott zu treten, sprich uns selber Mut, du tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben. 4. Güldner Himmels⸗ regen, schütte deinen Se— gen auf das Kirchenfeld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih, hun— dertfältig Früchte bringe und ihm stets gelinge. 5. Schlag die heilgen Flammen über uns zu⸗ sammen, wahre Liebes— glut; laß dein sanftes Vehen 4 shehen,! Ind V Blut: W8l inde bie vor di 9as Bͤse 6. Gieb Vollen u fihr mne wohn m mnser H zum eign Pfand, u wie Wir kennen nennen. 7. Y süße, u. nisse sei trag na uns mit und ber enn de Not, mit liegen, d siegen. 8. La dessenen gessen,d bandt;! dienen grünen Land, b herter ummer Betrüb⸗ liebten, That, , Frie⸗ icht auf eb uns aft, laß Gaben . mbren⸗ INesum Geist Kraft, r Gott S selber cut, du st uns hen bei . mmels⸗ nen Se⸗ henfeld; zen, die en, wo lt, und ih, hun⸗ bringe inge. heilgen s zu⸗ Liebes⸗ sanftes Pfingsten. 141 Wehen auch bei uns ge-grünen Himmelsmaien schehen, dämpfe Fleisch ewig uns erfreuen. und Blut; laß uns doch Benjamin Schmolck 1672—1737. das Sündenjoch nicht mehr Mel. Erquicke mich, du Heil der wie vor diesem ziehen und Sünder. das Böse fliehen. 160 O Gott, o Geist, 6. Gieb zu allen Dingen I Licht des Le⸗ Wollen und Vollbringen, bens, das uns in Todes— führ uns ein und aus; schatten scheint, du scheinst wohn in unsrer Seele, und lockst so lang verge— unser Herz erwähle dir bens, weil Finsternis dem zum eignen Haus; wertes Lichte feind. O Geist, Pfand, mach uns bekannt, dem keiner kann entge— wie wir Jesum recht er⸗ hen, ich laß dich gern kennen und Gott Vater den Jammer sehen. nennen. 2. Entdecke alles und 7. Mach das Kreuze verzehre, was nicht in süße, und durch Finster⸗ deinem Lichte rein, wenn nisse sei du unser Licht; mirs gleich nochso schmerz⸗ trag nach Zions Hügeln lich wäre; die Wonne uns mit Glaubensflügeln folget nach der Pein: und verlaß uns nicht, du wirst mich aus dem wenn der Tod, die letzte finstern Alten in Jesu Not, mit uns will zu Felde Klarheit umgestalten. liegen, daß wir fröhlich, 3. Dem Sündengift ist siegen. nicht zu steuern: durch— 8. Laß uns hier in-äsalbe du mich, so ge⸗ dessen nimmermehr ver⸗-schichts; du mußt von gessen, daß wir Gott ver⸗Grund auf mich erneu— wandt; dem laß uns stets ern, sonst hilft mein eig⸗ dienen: und im Guten nes Trachten nichts. O grünen als ein fruchtbar Geist, sei meines Geistes Land, bis wir dort, du Leben: ich kann mir selbst werter Hort, bei den kein Gutes geben. 142 Pfingsten. 4. Du Atem aus der Licht des Lebens, man har⸗ ewgen Stille, Sach ret deiner nie vergebens. sanft d der Seele Grund; Gerhard Tersteegen 1697—1769. er GC füll mich mit aller Got⸗ Mel. Kommt her zu mir, spricht tesfülle, und da, wo an Gottes Sohn. und Greuel stund, aß 161. Es saß ein from— Glaube, Lieb und Ehr mes Häufleindort furchtgrünen, im Geist und und wollte nach des Wahrheit Gott zu dienen. Herren Wort einmütig 5. Mein Wirken, Wol⸗ Pfingsten halten. Ach len und Beginnen sei la ß auch jetzt im Chris⸗ kindlich folgsam deinem tenstand, Herr Jesu, dei⸗ Trieb; bewahr mein Herz ner Liebe Band bei und alle Sinnen untade-frommen Gliedern walten. lig in Gottes Lieb; dein 2. Schnell fiel hernie— in mir Beten, Lehren, der auf das Haus ein Kämpfen laß mich auf starker Wind, der mit keine Weise dämpfen. Gebraus sich wundersam 6. O Geist, o Strom, erhoben. O Gotteshauch, der uns vom Sohne er⸗-ach lasse dich bei uns auch öffnet und krystallenrein spüren kräftiglich und weh aus Gottes und des uns an von oben. LammesThrone nun quillt 3. Er füllete die Woh— in stille Herzen ein, ich nung ganz, zerteilter Zun⸗ öffne Lürhe Mund und gen Feuerglanz ließ sich sinke hin zu der Quelle, auf jedem spüren. Ach daß ich trinke. nimm auch unsre Kirchen 7. Ich laß mich dir ein, laß feurig unsre Leh⸗ und bleib indessen, von rer sein, und deine Sprach allem abgekehrt, dir nah; uns rühren. ich wills Geschöpf und 4. Sie wurden all des mich vergessen, dies in-Geistes voll und fingen nigst glauben: Gott ist an zu reden wohl, wie da! Ach Gott, o Geist, o er gab auszusprechen. Cjil aud er Hlut, Herzens llier Red 5. Das gungen zuum Hei han, in hören. Irrsal au nem Wo dich die 6. Di nur ih wer nit von G. Sie sin rechten gieb, e deiner Angstet Uusrer noch re rlbeck nan har⸗ gebens. 697—1760 nir, spricht in from⸗ fleindort ich des einmütih l. Ach n Chris⸗ esu, dei⸗ nd bei uwalten. hernie⸗ vaus ein der mit indersam deshauch, uns auch und weh n. die Woh⸗ lter Zun⸗ ließ sich en. Ach eKirchen nsre Leh⸗ le Sprach all des d fingen ohl, wie sprechen. Pfingsten. 143 Erfsüll auch uns mit heil⸗ daß wir schmecken wahre ger Glut, daß wir des Freud, anstatt der schnö— Herzens blöden Mut mit den Eitelkeit, in Jesu freier Rede brechen. süßer Liebe. 5. Das Volk von allen Hieronymus Annoni 1697—1770. Zungen kann, was Gott Mel. Warum sollt ich mich denn zum Heil der Welt ge— grämen. than, in seiner Sprache 162 Höchster Tröster, hören. Ach hebe Babels— komm hernieder, Irrsal auf; laß, Jesu, dei⸗ Geist des Herrn, sei nicht nem Wort den Lauf, daß fern, salbe Christi Glieder. dich die Völker ehren. Er, der nie sein Wort ge— 6. Die Welt zwar treibt brochen, Christus hat dei⸗ nur ihren Spott, und nen Rat seinem Volk ver⸗ wer nicht merkt die Kraft sprochen. von Gott, spricht leider: 2. Geist der Weisheit, Sie sind trunken! Den gieb uns allen durch dein rechten Freudenwein uns Licht Unterricht, wie wir gieb, erquick, o Herr, in Gott gefallen. Lehr uns deiner Lieb, was noch in recht vor Gott hintreten, Angst versunken. sei uns nah und sprich Ja, 7. Dein Licht treib wenn wir gläubig beten. in des Herzens Haus 3. Hilf den Kampf des mit hellen Strahlen gänz— Glaubens kämpfen, gieb lich aus die alten Finster⸗ uns Mut, Fleisch und Blut, nisse, daß Blindheit, Irr⸗ Sünd und Welt zu däm⸗ tum, falscher Wahn und pfen. Laß uns Trübsal, was uns sonst verleiten Kreuz und Leiden, Angst kann, auf ewig weichen und Not, Schmerz und müsse. Tod nicht von Jesu schei— 8. Dein Feuer töt in den. unsrer Brust, was sich 4. Hilf uns nach dem noch regt von Sündenlust; Besten streben, schenk uns erwecke reine Triebe, auf Kraft, tugendhaft und ge⸗ 144 Pfingsten. recht zu leben. Gieb daß du trösten. Du erfüllst wir nie stille stehen, treib mit Himmelsruh die Ge— uns an, froh die Bahn müter der Erlösten, daß deines Worts zu gehen. sie nach der Angst der 5. Sei bei Schwach-Sünden Gottes Vaterhuld heit unsre Stütze; steh uns empfinden. bei, mach uns treu in 4. Mächtigstärkstduzum der Prüfungshitze. Führ, Gebet, weckst in uns in— wenn Gott uns nach dem brünstges Sehnen, das mit Leide sterben heißt, unsern stillen Seufzern fleht und Geist in des Himmels zur Wonne führt durch Freude. Thränen. Hoffnung und Ehrenfried Liebich 1713—1780. Geduld im Leiden ist dein Werk, du Geist der Freu— Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. den. 163 Geist der Wahr⸗ 5. Heiligung und Rei— heit, lehre mich nigkeit und ein gottgefällig aller Weisheit Quelle ken⸗Leben, selige Zufrieden— nen: Jesum kann ich nur heit, wahre Weisheit durch dich meinen Herrn kannst du geben. Selig, und Heiland nennen; du die an deinen Gaben teil nur kannst ihn mir ver- durch Lieb und Glauben klären und mein Herz zu haben. Gott bekehren. 6ʒ6t. Was mir fehlt, find 2. Du nur machst das ich bei dir, nur durch dich Herz gewiß und erleuchtest kann ich genesen. Komm meine Seele, daß ich in und wohne selbst in mir, der Finsternis nicht den schaffe neu mein ganzes Weg des Heils verfehle. Wesen; dann wird meine Du führst mich auf Gottes Schwachheit Stärke, und Pfade, zeugst von Wahr- ich wirke Gottes Werke. heit und von Gnade. 7. Sieh, ich öffne dir 3. Unser Tröster heißest mein Herz, läutre du es du, überschwenglich kannst auch durch Leiden, mache mih dun Schmerz Himmelsf nuir, Vote nd hind Rringen. Zamuel Gott Mel. Hert 164. der Uns Leben 9 dunkle seine K 2.— das We tes still Lichter leucht! gesicht. 3. K dem G. die we komm, Finster Relswe erfülst die Ge⸗ sten, daß ugst der zaterhuld kstduzum uns in⸗ das mit fleht und rt durch nung und n ist dein der Freu⸗ und Rei⸗ ttgefällig zufrieden⸗ Weisheit Selig, aben teil Glauben fehlt, find durch dich Komm t in mir, n ganzes ird meine ärke, und 5 Werke. öffne dir tre du es en, mache Pfingsten. mich durch Not und Schmerz würdig deiner Himmelsfreuden. Hilf mir, Vater, beten, ringen und hindurch zum Ziele dringen. Samuel Gottlob Bürde 1753—1831. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Mel. 16 O Gottes Geist und Christi Geist, der uns den Weg zum Leben weist, der uns die dunkle Erdennacht durch seine Lichter helle macht; 2. Du Hauch, der durch das Weltall weht als Got— tes stille Majestät, du aller Lichter reinstes Licht, er⸗ leucht uns Herz und An⸗ gesicht. 3. Komm, 145 bessern Welt, das wie ein Strahl vom Himmel fällt, als Gottes Macht und Gottes Lust durch— blitzt die kranke Men— schenbrust. 6. O Gottes Geist und Christi Geist, der uns wie Kinder beten heißt, der uns wie Kinder glau— ben heißt, o komm, o komm, du heilger Geist! 7. Komm, Gottes Frie— de, Gottes Mut, komm, stille Kraft, die nimmer ruht; komm, gieße dei⸗ nen Gnadenschein in Seele, Sinn und Herz mir ein! 8. Dann wandl ich wie ein Kind des Lichts im leuchte mit Glanze deines Angesichts dem Gnadenschein hell in schon meinen kurzen Er⸗ die weite Welt hinein; denlauf stets himmelein komm, mach uns in der Finsternis des lichten Him⸗ melswegs gewiß. 4. Ach hier ist alles Staub und Nacht, die Wahn und Sünde trübe macht; ach hier ist alles Not und Tod, geht uns nicht auf das Morgenrot: 5. Das Morgenrot der und himmelauf. Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Mel. Wie schön leuchtet der Mor⸗ genstern. 165 Dir jauchzet froh ö die Christenheit, du Geist der Kraft und Herrlichkeit, du aller Geis— ter Leben. Als unsers Erbes Unterpfand bist du 10 146 Trinitatis. vom Vater ausgesandt, kräftig und geschäftig uns zum Tröster uns gegeben. Jesu Glieder wirst du führen und regieren, deine Gnade leit auch uns auf unserm Pfade. 2. O welch ein großer Tag erschien, als man die Flammen sah erglühn hell über jedem Haupte! Im Sturmwind thatest du dich kund, dein Zeug— nis heiligte den Bund der Schar, die freudig glaubte. Mächtig kamst du, um die Schwachen stark zu machen, und er— klungen ist das Heil in allen Zungen. 3. O Dank für so viel göttlich Licht, das jede Finsternis durchbricht zur himmlischen Belebung. Den Menschenherzen alt und jung schaffst Kräfte du zur Heiligung, zu stil⸗ ler Gottergebung. Preis dir, Dank dir, daß du belehrest, Jesum Christum uns verklärest. tus sich erkauft, wir sind mit deiner Kraft getauft, die Welt zu überwinden. Wirk in uns allen Lieb und Zucht und laß in uns des Glaubens Frucht sich hundertfältig finden. Gnädig hilf du Gottes Erben einst im Sterben, Wunder loben. Geist vor dir, Geist Got— tes, alle flehen wir, du wollest bei uns bleiben. Geh ferner aus in alle Welt, damit, von deinem Licht erhellt, die Völker alle gläuben; führe gnä— dig sie zur Wahrheit und zur Klarheit, daß die Erde, Geist des Herrn, dein Tem⸗ pel werde. Karl August Döring 1783—1844. 10. Trinitatis. * 166. an einen Gott, Schöpfer Himmels und Wir glauben all der Erden, der sich zum Vater geben hat, daß wir seine Kinder werden. Er 4. Auch wir, die Chris— daß sie droben ewig deine 5. Wir beugen unsern vil Ins eb und! Hhewahren wil er we Hol uns surgetfür wacht, seiner N 2. Wi Zohn un der ewig st, gleich und Eh der In wahrer duͤrch! im Glal wir Wo Kreuz vom Te erstande 3. N heilgen Vater der alle heißt un schöne, heit q einem hier ab werden auch w diesem I 4* istig uns Christum die Chri⸗ wir sind getauft erwinden. lÜlen Lieb dlaß in s Frucht ig finden. Gottes Sterben, wig deine en unsern Heist Got⸗ wir, du bleiben. S in alle an deinem ie Völker ühre gnä⸗ rheit und ; die Erde, dein Tem⸗ 1783—18ʃ4. sich zum daß wir erden. Er Trinitatis. will uns allzeit ernähren, Leib und Seel auch wohl bewahren; allem Unfall will er wehren, kein Leid soll uns widerfahren; er sorgetfür uns,„thüt't und wacht, es steht alles in seiner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren, von Maria, der Jungfrauen, ist ein wahrer Mensch geboren durch den heilgen Geist im Glauben, für uns, die wir warn verloren, am Kreuz gestorben und vom Tod wieder auf— erstanden durch Gott. 3. Wir glauben an den heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt und mit Gaben zieret schöne, die ganz Christen⸗ heit auf Erden hält in einem Sinn gar eben; hier all Sünd vergeben werden; das Fleisch soll auch wieder leben; nach diesem Elend„ ist be— 147 reit't„ uns ein Leben in Ewigkeit. Martin Luther 1483-1546. 167 Wir glauben all ö Dan einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, der sich durch Je— sum, seinen Sohn, uns zum Vater hat gegeben; er will uns allzeit ernäh— ren, uns zur Seligkeit be⸗ wahren durch den heilgen Geist im Glauben, kein Leid soll uns widerfahren. Die heilige Dreifaltigkeit sei hochgelobt in Ewigkeit. Amen. (Das vorige Lied Luthers, für den liturgischen Gebrauch gekürzt.) Mel. Nun danket alle Gott. 16 Gelobet sei der ö Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben, mein Schöpfer, der mir hat mein Leib und Seel gegeben, mein Vater, der mich schützt von Mutter⸗ leibe an, der alle Augen— blick viel Guts an mir gethan. 2. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters 10* 148 Trinitatis. liebster Sohn der sich für Mel. Wie schön leuchtet der Morgen⸗ stern. mich gegeben, der mich Aer erlöset hat mit seinem 109. Fas n 15— teuren Blut, der mir im ei un n nn die ö. usei unserm Gott je mehr Glauben schenkt das aller⸗und mehr für alle seine höchste Gut. n 131——. — Werke; von Ewigkeit zu 3. Gelobet sei der Herr, Ewigkeit sei in uns allen mein Gott, mein Trost, ihm bereit't Dank, Weis⸗ mein Leben, des Vaters heit, Kraft und Stärke. werter Geist, den mir der Klinget, singet: Gnädig, Sohn gegeben, der mir herrlich, heilig, heilig, hei— mein Herz erquickt, der lig ist Gott, unser Gott, mir giebt neue Kraft, der der Herr Zebaoth! 4.— N V Fy⸗n— d Sile ihas. e de wen ö Ehr und Macht sei auch 4. Gelobet sei der Herr, dem Gotteslamm ge— mein Gott, der ewig lebet‚, bracht, in dem wir sind den alles rühmt und lobt, erwählet, das uns mit was in den Lüften schwe-seinem Blut erkauft, da— bet; gelobet sei der Herr, mit besprenget und ge— des Name heilig heißt, Gott tauft und sich mit uns Vater, Gott der Sohn und vermählet. Heilig, selig Gott der werte Geist. ist die Freundschaft und 5. Dem wir das Heilig! Gemeinschaft, die wir ha— jetzt mit Freuden lassen ben und darinnen uns klingen und mit der Engel erlaben. Schar das Heilig, Heilig! 3. Hallelujah! Gott singen, den herzlich lobt heilger Geist sei ewiglich und preist die ganze Chri- von uns gepreist, durch den stenheit: gelobet sei mein wir neu geboren, der uns Gott in alle Ewigkeit!(mit Glauben ausgeziert, Johann Olearius 1611—-1684. dem Bräutigam uns 3u⸗ geführt, den Hochzeitstag 116“ U st Weide, Ind ein I Ha Preis un serm Got mehr und Namen. aller Hin singet u dar mit Amen! Gnädig, Heilig, unser Zebaoth V 170. meines! Auge le mein A leg ichs vor dir der un Kräfte f Heschäf ich der Scööpfe 0 wasche einen Flecken er Morgen⸗ 9˙ 0 nd 0 e mehr lle seine igkeit zu ns allen , Weis⸗ Stärke. Gnädig, ilig, hei⸗ er Gott th! Preis, sei auch um ge⸗ wir sind uns mit auft, da⸗ und ge⸗ mit uns lig, selig chaft und ie wir ha⸗ men uns hl. Gott ewiglich durch den „der uns usgeziert, uns züu⸗ chzeitstag Trinitatis. 149 erkoren. Heil uns! Heil Wunder thut. Schließ uns! Da ist Freude, da mich verirrten Armen ist Weide, da ist Manna ganz ein in dein Erbar— und ein ewig Hosianna. men, daß ich von Zorn 4. Hallelujah! Lob, und Sünde hier wahre Preis und Ehr sei un⸗ Freiheit finde. Ich bin serm Gott je mehr n Sünden ohne dich: mehr und seinem großen mein Heiland, wasche mich! Namen. Stimmt an mit 3. Mein Tröster, gieb aller Himmelsschar und mir Kraft, wenn sich singet nun und immer-Versuchung zeigt, regiere dar mit Freuden: Amen, meinen Geist, wenn er Amen! Klinget, singet: zur Welt sich neigt. Lehr Gnädig, herrlich, heilig, mich den Sohn erkennen, heilig, heilig ist Gott, ihn meinen Herren nen⸗ unser Gott, der Herr nen, sein Gnadenwort ver— Zebaoth! 1655. stehen, auf seinen Wegen Mein Schöpfer, gehen. Du bist, der alles 170. steh Ilit bei iel Guteschafft mein Tröster, meines Lebens Licht; dein gieb mir Kraft! Auge leite mich, bis mir 4. Gott Bater. Sohe mein Auge bricht. Hier und Weist e bin ich, was leg ich Herz und Glieder ich bin. Ach drücke selbst vor dir zum Opfer nie⸗ dein Bild recht tief in der und widme meine meinen Sinn, erwähle Kräfte für dich und dein mein Gemüte zum Tempel Geschäfte. Du willst, daß deiner Güte, verkläre an ich der Deine sei: mein mir Armen dein gnaden— Schöpfer, steh mir bei! reich Erbarmen. Wohl 2. Mein Heiland, mie, en du der Meine wasche mich mit deinem heißt, Gott Vater, Sohn ist! reinen Blut, das alle und Geist! Flecken tilgt und lauter Johann Jakob Rambach 1693—1735. III. RKirche und Gnadenmittel. 1. Kirche. Psalm 12. 171. Ach Gott, vom Himmel sieh da⸗ rein und laß dich des er— barmen! Wie wenig sind der Heilgen dein, verlassen sind wir Armen: dein Wort man läßt nicht ha⸗ ben wahr, der Glaub ist auch verloschen gar bei allen Menschenkindern. 2. Sie lehren eitel fal⸗ ren? Wir haben Recht und Macht allein, was wir das gilt gemein: der uns sollt setzen, wer ist, meistern? 4. D arum spricht Gott: Ich muß auf sein, die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag erhöret: mein heilsam Wort soll auf den Plan, sche List, was eigen Witz getrost und frisch sie grei— erfindet; ihr Herz nicht eines Sinnes ist, in Gottes Wort gegründet; der wäh— let dies, der andre das, sie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle gar, die falschen Schein uns lehren, dazu ihr Zungstolzoffenbar spricht: Trotz! wer wills uns weh— fen an und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal bewährt, wird lauter funden; an Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stun— den: es will durchs Kreuz bewähret sein, da wird sein Kraft erkannt und Schein und leucht't stark in die Lande. ö C 6. ODas 0. Hunchren re agel Sschle int di befo schs in in⸗ Der gottlos: ů findt, 1 Leute sind ir Achl Mattin L Paal 112.6 ein 1 dute fen, er hilft aller t betrof böse Feind ht meint und viel Lis. Ristung ist 4. nsg Mit st 1 90 gar bald stteitt für: Nann, den erkoren. der ist? 6 Shisz der ind ist kein os eld m 3. Und! tel. ht und 5wir mein: sollt Gott: „ die ihr mir Klag eilsam Plan, grei⸗ Kraft durchs währt, n; an varten Stun⸗ Kreuz wird t und t stark Kirche. 151 Das wollst du, Gott, Wwahrm rein vor diesem argen Gschlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich um— her findt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Martin Luther 1483-1546. Psalm 46. 172. Ein feste Burg Nisit unser Gott, ein gute Wehr und Waf⸗— fen, er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen. Der alt böse Feind mit Ernst ers jetzt meint; groß Macht und viel List ein grausam Rüstung ist; auf Erd ist nicht seinsgleichen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, wir sind gar bald verloren; es streit't für uns der rechte Mann, den Gott selbst hat erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott; das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch ge— lingen. Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, thut er uns doch nicht; das macht: er i gericht't, ein Wörtl lein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Ga⸗— ben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: laßfahrendahin, sie habens kein Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther 1483—1546. 173 Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort und steure deiner Feinde Mord, die Jesum Chris— tum, deinen Sohn, wol— len stürzen von deinem Thron. 2. 25—— dein Macht, Herr Jesu Christ, der du 5911 aller Herren bist; beschirm dein arme Chris⸗ 15² Kirche. tenheit, daß sie dich lob 3. Es danke, Gott, und in Ewigkeit. lobe dich das Volk in gu⸗ 3. Gott heilger Geist, ten Thaten; das Land du Tröster wert, gieb bringt Frucht und bessert dein'm Volk einrlei Sinn sich, dein Wort ist wohl auf Erd, steh bei uns in geraten. Uns segne Vater der letzten Not, g'leit uns ins Leben aus dem Tod. Martin Luther 1483-1546. Psalm 67. 174 Es wolle Gott uns gnädig sein und seinen Segen geben; sein Antlitz uns mit hel— lem Schein erleucht zum ewgen Leben, daß wir er— kennen seine Werk und was ihm lieb auf Erden, und Jesus Christus Heil und Stärk bekannt den Heiden werden und sie zu Gott bekehren. 2. So danken, Gott, und loben dich die Heiden überalle, und alle Welt die freue sich und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht wal— ten; dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. und der Sohn, uns segne Gott der heilge Geist, dem alle Welt die Ehre thu, vor ihm sich fürchte aller— meist. Nun sprecht von Herzen: Amen! Martin Luther 1483-1546. 1 75 Verleih uns Frie— den gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zei— ten; es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, alleine. Martin Luther 1483—1546. Psalm 124. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 176 Wär Gott nicht mit uns diese Zeit, so soll Israel sagen, wär Gott nicht mit uns diese Zeit, wir müßten gar ver— zagen, die so ein armes Häuflein sind, veracht't von so viel Menschenkind, die an uns setzen alle. 2, st iht 30 hätt das cchlungen sin mit ge Leben: Wi ein Flut e die groß ind mit schwemme 3. Gott der nicht ihr Schlu Wie eind kommtee entgange zwei, un des Her uns bei, und der Mart Mel. Es if V 17⁷. uns hä Feinde nicht un im Hin oben, Schutz ber br und gu⸗ Land essert wohl Vater segne „dem thu, aller⸗ von —1546 Frie iglich, Zei⸗ kein uns u du, —1546. men her. nicht egeit, „ wär diese ver⸗ armes rachtt nlind, alle. Kirche. 153 2. Auf uns so zornig List, so ists mit uns ver⸗ ist ihr Sinn; wo Gott loren. hätt das zugeben, ver⸗ 2. Was Menschenkraft schlungen hätten sie uns und Witz anfäht, soll hin mit ganzem Leib und billig uns nicht schrecken: Leben: wir wärn als die er sitzet an der höchsten ein Flut ersäuft, und über Stätt, wird ihren Rat die groß Wasser läuft, aufdecken. Wenn sies und mit Gewalt ver⸗aufs klügste greifen an, schwemmet. so geht doch Gott ein 3. Gott Lob und Dank, andre Bahn; es steht in der nicht zugab, daß uns seinen Händen. ihr Schlund möcht fangen. 3. Aufsperren sie den Wie ein Vogel des Stricks Rachen weit und wollen kommt ab, ist unsre Seel uns verschlingen: Lob entgangen: Strick ist ent⸗ und Dank sei Gott alle⸗ zwei, und wir sind frei: zeit, es wird ihn'n nicht des Herren Name steht gelingen. Er wird ihrn uns bei, Gotts Himmels Strick zerreißen gar und und der Erden. stürzen ihre falsche Lehr; Martin Luther 1483—1546. sie werdens Gott nicht wehren. Psalm 124. 4. Ach Herr Gott, wie Mel. Es ist das Heil uns kommen reich tröstest du, die ganz⸗ her. lich sind verlassen; die 177 Wo Gott der Gnadenthür steht nimmer »Herr nicht bei zu. Vernunft kann das uns hält, wenn unsre nicht fassen; sie spricht: Feinde toben, und er Es ist nun alls verlorn! nicht unsrer Sach zufällt da doch das Kreuz hat im Himmel hoch dort neu geborn, die deiner oben, wo er Israels Hilfe warten. Schutz nicht ist und sel⸗ 5. Die Feind sind all ber bricht der Feinde sin deiner Hand, dazu all 154 ihr Gedanken, ihr An— schlag ist dir wohlbekannt: hilf nur, daß wir nicht wanken. Vernunft wider den Glauben ficht, aufs Künftge will sie trauen nicht, da du wirst selber trösten. 6. Den Himmel hast du und die Erd, Herr unser Gott, gegründet; gieb, daß dein Licht uns helle werd, laß unser Herz entzündet in rech— ter Lieb des Glaubens dein bis an das End beständig sein: die Welt laß immer murren. Justus Jonas 1493—-1555. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. 178 Verzage nicht, du Häuflein klein, obschon die Feinde wil⸗ lens sein, dich gänzlich zu verstören, und suchen deinen Untergang, davon dir recht wird angst und bang: es wird nicht lange währen. 2. Tröste dich nur, daß deine Sach ist Got— tes, dem befiehl die Rach schwerden bei Nacht Kirche. und laß es ihn nur wal— ten; er wird durch seinen Gideon, den er wohl weiß, dir helfen schon, dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Welt, Teufel und Höl⸗ lenpfort und was dem thut anhangen endlich werden zu Schand und Spott: Gott ist mit uns, und wir mit Gott, den Sieg wolln wir erlangen. (Gustav Adolfs Feldlied.) Michael Altenburg 1584-1640. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. 179 Herr unser Gott, laß uicht zu Schanden werden die, so in ihren Nöten und Be⸗ Tag und auf deine Güte hoffen und zu dir rufen. 2. Mache zu Schanden alle, die dich hassen, die sich allein auf ihre Macht verlassen. Ach kehre dich mit Gnaden zu uns Ar—⸗ men; laß dichs erbarmen. 3. Und schaff uns Bei⸗ stand wider unsre Feinde: wenn du ein Wort sprichst, werden si sen müssen en ni ieder 0 lehr rege 4. Wir! dem wir vegbens scherhilfe ilfe wir wolle und kämp dämpfen. b. Du der sie ke und das Häuflein traun au in Jesu Helfer!? Johann§ Mel. Erhalt 180. das Seu che hör; schläg un ie jetzt Lhr. 2. Gro Rutz unt ren hoche all unsre berlacht, nichts g. wal⸗ einen weiß, und Gott muß Höl⸗ dem dlich und uns, den ngen. ͤldlied) 1640. 5 hast Gott, zu ie, so Be⸗ und Güte ufen. nden „die Nacht dich Ar⸗ men. Bei⸗ inde: icht, Kirche. 155 werden sie bald Freunde; sie müssen Wehr und Waf⸗ fen niederlegen, kein Glied mehr regen. 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen, vergebens ists, auf Men⸗ schenhilfe bauen: mit dir wir wollen Thaten thun und kämpfen, die Feinde dämpfen. 5. Du bist der Held, der sie kann untertreten und das bedrängte kleine Häuflein retten. Wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Namen: Hilf, Helfer! Amen. Johann Heermann 1585—1647. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 180 Rett, o Herr Jesu, Freir dein Ehr, das Seufzen deiner Kir— che hör; der Feind An— schläg und Macht zerstör, die jetzt verfolgen deine Lehr. 2. Groß ist ihr List, ihr Trutz und Macht, sie fah⸗ ren hoch daher mit Pracht; all unsre Hoffnung wird verlacht, wir sind bei ihnen nichts geacht't. 3. Vergieb uns unsre Missethat, vertilg uns nicht, erzeige Gnad; be— weis den Feinden in der That, es gelte wider dich kein Rat. 4. Steh deinem kleinen Häuflein bei, aus Gnaden Fried und Ruh verleih; laß jedermann erkennen frei, daß hier die rechte Kirche sei. 5. Laß sehn, daß du seist unser Gott, der unsre Feinde macht zu Spott, zerstreuet ihre stolze Rott und hilft den Seinen aus der Not. Johann Heermann 1585—1647. Jesaias 49, 14—16. 181 Zion klagt mit Angst und Schmer— zen, Zion, Gottes werte Stadt, die er trägt in sei—⸗ nem Herzen, die er sich erwählet hat: Ach, spricht sie, wie hat mein Gott mich verlassen in der Not und läßt mich so harte pressen! Meiner hat er ganz vergessen. 2. Der Gott, der mir hat versprochen seinen 156 Beistand jederzeit, der läßt sich vergebens suchen jetzt in meiner Traurigkeit. Ach will er denn für und für grausam zürnen über mir? Kann und will er sich der Armen jetzt nicht wie vorhin erbarmen? liebte, sprach zu ihr des Herren Mund, zwar bist Kirche. es denn anders sein? Ich muß ja gedenken dein; deine Mauern muß ich bauen und dich fort und fort anschauen. 6. Wie der Säugling ohne Sorgen ruht in sei— ũ nener Mutter Schoß, bist 3. Zion, o du Vielge⸗ Schoß, bif du jetzt die Betrübte, Seel und Geist ist dir verwundt; doch stell alles Trauern ein: wo mag eine Mutter sein, die ihr eigen Kind kann hassen und aus ihrer Sorge lassen? 4. Ja wenn du gleich möchtest finden einen sol— chen Muttersinn, da die Liebe kann verschwinden, so bleib ich doch, der ich bin. Meine Treue bleibet dir, Zion, o du meine Zier! Mein Herz hast du mir besessen, deiner kann ich nicht vergessen. 5. Laß dich nicht den Satan blenden, der sonst nichts als schrecken kann; siehe, hier in meinen Händen hab ich dich ge— schrieben an. Wie mag auch du in mir geborgen; meine Treu zu dir ist groß. Dich und mich kann keine Zeit, keine Not, Ge— fahr und Streit, ja der Satan selbst nicht scheiden; bleib getreu in allem Leiden! Johann Heermann 1585—1647. Mel. Christus der ist mein Leben. 9 Ach bleib mit 18². deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ, daß uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List. 2. Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert, daß uns beid hier und dorte sei Güt und Heil beschert. 3. Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wer— tes Licht, dein Wahrheit Lermögei ch verm 5. Ach Schuze b ber Held Feind ni fäll die! 6. Ack Treue be und Go verleihe, Not. Josua Ste Mel. Herzl 5 183. gemeine, und Re scheine; den, i mache z 2. St für un wehrend Macht was kär Glieder, inem löser hier und inem wer⸗ rheit Kirche. 157 uns umschanze, wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr, dein Gnad und alls Vermögen in uns reich lich vermehr. 5. Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du star— ker Held, daß uns der Feind nicht trutze, noch fäll die böse Welt. 6. Ach bleib mit deiner V Treue bei uns, mein Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not. Josua Stegmann(2) 1588-1632. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. Christe, du Bei— „stand deinerKreuz⸗ gemeine, eile, mit Hilf und Rettung den, ihre Blutgerichte mache zu nichte. 2. Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder; alles, was kämpfet wider deine Glieder, stürze darnieder. uns er⸗ scheine; steure den Fein- Danit 3. Friede bei Kirch und Schulen uns beschere, Friede zugleich der Obrig⸗ keit gewähre, Friede dem Herzen, Friede dem Ge— wissen gieb zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben dich, o du Wächter deiner armen Herde, Him— mel und Erde. Matthäus Apelles von Löwenstern 1594—1648. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 184 Zion, gieb dich nur zufrieden, Gott ist noch bei dir darin, du bist nicht von ihm ge— schieden; er hat einen Vatersinn: wenn er straft, so liebt er auch; dies ist Gottes heilger Brauch. Zion, lerne dies bedenken; warum willst du dich so kränken? 2. Treiben dich die Meereswellen in der wil— den tiefen See, wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen Ach und Weh, schweigt dein Hei— land still dazu, gleich als in der sanften Ruh: Zion, 158 laß dich nicht bewegen, diese Flut wird sich bald legen. 3. Berg und Felsen mögen weichen, ob sie noch so feste stehn, ja die ganze Welt desgleichen möchte gar auch unter— gehn: dennoch hat es keine Not in dem Leben und im Tod; Zion, du kannst doch nicht wanken aus des Bundesgottes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Thränen deine schön— sten Perlen sein, dringt dein Seufzen und dein Stöhnen auch in deine Lieder ein, muß dein Pur⸗ pur sein das Blut und der Mangel Hab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen, du kannst deinem Gott vertrauen. 5. Dräut man dir mit Schmach und Banden, mit dem Tod und Herzeleid, ei du wirst doch nicht zu Schanden, denk nur an die Ewigkeit. Sei nur fröhlich, wohlgemut, denn der Herr ists, der es thut. Zion, Gott wird dich Kirche. schon stärken; auf den Herren mußt du merken. 6. Freue dich, es ist das Ende und der Abend schon herbei; gieb dich nur in Gottes Hände, der dich nun will machen frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn giebt er dir die Freudenkron. Zion, du wirst wieder lachen; drum so laß die Welt nur machen. 7. O ihr Engel, Him⸗ melserben, freuet euch mit Zion hier; denn die jetzt hat wollen sterben, soll nun leben für und für und sich freuen ohne Zahl in dem schönen Him— melssaal. Zion, wer will dich nun scheiden von dem Lamm und ewgen Freu— den? Joachim Pauli 1636-1708. Mel. Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren. 185 Ich lobe dich von ganzer Seelen, daß du auf diesem Erden⸗ kreis dir wollen eine Kirch erwählen zu deines Na— mens Lob und Preis, da— rinnen sich viel Menschen ö x inden in Hemein, v hren Sün But gew 2. Du hentzutage erscheinen immer de nicht dein den voll. du auf d laden alle du wilsst! lassen, die und Krün 3. Du aus viel Völker eir darinnen gesungen schönen N lich unter ihrem kö und in G begehen, von Her; 4. Da auf Werk doch kein erecht; was Gut wir denn Mit Gla enpfang den erken. es ist Abend dich e, der frei. Spott er dir Zion, achen; lt nur Him⸗ euch nn die erben, und mohne uHim⸗ er will n dem Freu⸗ 6—17⁰5, „Gott zu ch von eelen, Erden⸗ e Kirch Ma⸗ i8, da⸗ nschen Kirche. 159 finden in einer heiligen Gemein, die da von allen ihren Sünden durch Christi Blut gewaschen sein. 2. Du rufest auch noch heutzutage, daß jedermann erscheinen soll; man höret immer deine Klage, daß nicht dein Haus will wer— den voll. Deswegenschickst du auf die Straßen, zu laden alle, die man findt; du willst die auch berufen lassen, die blind und lahm und Krüppel sind. 3. Du, Gott, hast dir aus vielen Zungen der Völker eine Kirch gemacht, darinnen dein Lob wird gesungen in einer wunder— schönen Pracht, die sämt— lich unter Christo stehen als ihrem königlichen Haupt und in Gemeinschaft dies begehen, was jeder Christ von Herzen glaubt. 4. Das Heil wir nicht auf Werke gründen, weil doch kein Mensch vor Gott gerecht; und will sich et— was Gutes finden, so sind wir dennoch böse Knecht. Mit Glauben müssen wir empfangen, was Christi Leiden uns bereit't; im Glauben müssen wir er— läangen der Seelen Heil und Seligkeit. 5. Du heiligst uns zum neuen Leben, daß wir auf Gottes Wegen gehn und daß wir nach dem Guten streben und allen Lüsten widerstehn; du willst die Runzeln und die Flecken, die uns die Sünd hat an⸗ gehängt, mit der Gerech— tigkeit bedecken, die Chris— tus uns aus Gnaden schenkt. 6. Erhalt uns, Herr, im rechten Glauben noch fer— nerhin bis an das End; ach laß uns nicht die Schätze rauben: dein hei— lig Wort und Sakrament. Erfüll die Herzen deiner Christen mit Gnade, Se— gen, Fried und Freud, durch Liebesfeur sie aus— zurüsten zur ungefärbten Einigkeit. Friedrich Konrad Hiller 1662—1726. 186 Fahre fort, fahre fort, Zion, fahre fort im Licht! Mache dei— nen Leuchter helle, laß die 160⁰ erste Liebe nicht, suche stets und Leben, sei nicht wie die Lebensquelle; dringe durch die enge Pfort, fahre fort, fahre fort! Kirche. Zion, die andern tot, sei du gleich den grünen Reben; Zion, in die Kraft, für Heuchelschein, dringe ein, 2. Leide dich, leide dich! dringe ein! Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne, sei bis in den Tod getreu, siehe auf die Lebenskrone. Zion, fühlest du der Schlange Stich, leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, wenn sie dich sucht groß zu machen, achte nichts ihr Gut und Geld, laß sie deines Glau— bens lachen; Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, der dir ruft zu beiden Seiten; thue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten; Zion, beides, das was krumm und schlecht, prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott, stärke dich mit Geist 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft, weil die Bru— derliebe brennet; zeige, was der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet; Zion, durch die dir gegebne Thür brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu, laß doch nimmer lau dich finden; auf, das Kleinod rückt herbei, auf, verlasse, was dahinten! Zion, in dem letzten Kampf und Strauß halte aus, halte aus! Johann Eusebius Schmidt 1669—1745. Ach was soll ich Sünder machen. Mel. 187 Herr, wann wirst du Zion bauen, Zion, die geliebte Stadt, die sich dir ergeben hat? Ach soll sie nicht einmal schauen ihre Mauern auf—⸗ Stimm ers ufet übere erwählten Bobel ist mit ihrer vormals geachtt! 3. Höre, klaget u Dienstbark ser finste du wirst hlaget, stü deine Ma gen Babel 4. Gie daß wir! Hlauben wenn du brichst her zunicht z erlösen de du ewig! 5. Drüt es Siegel am die He Len, uns wir uns d fgel sch himmelan nand sch ht wit sei du Reben. t, für ge ein, „brich herfür Bru⸗ zeige, schaff, ut dich ch die brich ir! te aus, Treu, u dich Kleinod erlasse, ion, in pf und halte 5 Schmidt —1745. Sünder in wirst bauen, Stadt, on hat? einmal ern auf⸗ Kirche. gericht't?! Ja, der Herr verläßt sie nicht. 2. O wann soll die Stimm erschallen, da man rufet überall in der Aus⸗ erwählten Zahl: Babel, Babel ist gefallen, die mit ihrer Lügenpracht vormals war so hoch geacht't! 3. Höre, wie dein Zion klaget unter Babels Dienstbarkeit jetzt in die— ser finstern Zeit; doch du wirst den, der sie plaget, stürzen bald durch deine Macht und vertil— gen Babels Pracht. 4. Gieb nur, Jesu, daß wir wachen und im Glauben munter sein, wenn du kommst und brichst herein, alle Feind zunicht zu machen, zu erlösen deine Braut, die du ewig dir vertraut. 5. Drücke uns dein heil⸗ ges Siegel an die Stirne, an die Hand, dir zu Eh— ren, uns zum Pfand, daß wir uns durch Glaubens⸗ flügel schwingen können himmelan, da uns nie— mand schaden kann. 161 6. Zeichne mit dem heil— gen Zeichen uns, dein Volk, dein Eigentum, schönster Jesu, höchster Ruhm; so muß Satan von uns weichen, und der Mensch der Sünde flieht, wo er deine Sie⸗ gel sieht. 7. Ach wie wird dein Volk dich ehren, wenn es nun entnommen ist Babels Stolz, des Tieres List; deinen Ruhm wird es vermehren und in alle Ewigkeit dich zu loben sein bereit. 8. Darum, Zion, unbe⸗ trübet! Die Erquickungs⸗ zeit ist da, und des Her— ren Hilf ist nah. Selig, wer sich ihm ergiebet und vor seinem Heiland kann Siegeslieder stim— men an! Joachim Lange 1670—1744. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich auf, du singen. 18 Geist der ersten Wach Zeugen, die auf der Maur als treue Wächter stehn, die Tag und Nächte 1¹ 162 nimmer schweigen und die getrost dem Feind ent— gegen gehn, ja deren Schall die ganze Welt durchdringt und aller Völ— ker Scharen zu dir bringt. 2. O daß doch bald dein Feuer brennte, o möcht es doch in alle Lande gehn! Ach Herr, gieb doch in deine Ernte viel Knechte, die in treu— er Arbeit stehn. O Herr der Ernte, siehe doch dar— ein: die Ernt ist groß, da wenig Knechte sein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren diese Bitte in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrün— stig hierum anzuflehn; drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn! 4. So gieb dein Wort mit großen Scharen, die in der Kraft Evangelisten sein; laß eilend Hilf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erden— Worten uns Kirche. kreis dein Reich bald aus zu deines Namens Preis. 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme, o daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, dein Volk aus dem Gefäng— nis nähme, o würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach reiß, o Herr, den Himmel bald ent— zwei und komm herab zur Hilf und mach uns frei. 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen, es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein; ach führe bald dadurch mit Haufen der Heiden Füll in alle Thore ein; a wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Wortes Lauf. 7. O bessre Zions wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hin— dern kann, das räum, ach räum aus jedem Wege; vertilg, o Herr, den falschen Glaubens— wahn und mach uns bald von jedem Mietling frei, daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 8. Lab nedre + sntt deine eill; N auf dem E her ein, rer Mel 1 die für d flehn und 9. Du! lich Verk du der V ichter bi Menschhe den, so Weg, oHe hört der zu dir zu doch übe Vertehn. Rarl! Mel. Me 89. zusammen der Gem 6 läßt en Flam hens und wir wert Vort der fäng⸗ d es lbend Herr, ent⸗ herab Sfrei. Vort u, es dessen Nach )mit Füll 12 0 Vorael segne f. Zions was e hin⸗ räum, jedem Herr, lbens⸗ uns ietling Schul sei. Kirche. 8. Laß jede hoh und niedre Schule die Werk— statt deines guten Geistes sein, ja, sitze du nur auf dem Stuhle und prä— ge dich der Jugend sel— ber ein, daß treue Leh⸗ rer viel und Beter sein, die für die ganze Kirche flehn und schrein. 9. Du wirst dein herr⸗ lich Werk vollenden, der du der Welten Heil und Richter bist; du wirst der Menschheit Jammer wen— den, so dunkel jetzt dein Weg, o Heilger, ist. Drum hört der Glaub nie auf, zu dir zu flehn: du thust doch über Bitten und Verstehn. Karl Heinrich von Bogatzky 1690—1774. Mel. Mein Jesu, dem die Seraphinen. Dein Wort, o Herr, bringt uns zusammen, daß wir in der Gemeinschaft stehn, es läßt an uns die hei— ßen Flammen des Glau— bens und der Liebe sehn; wir werden durch das Wort der Gnaden auch 163 zur Gemeinschaft jener Schar, die um das Lamm beständig war, gelockt und kräftig eingeladen. 2. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen, ist Christus und sein teures Blut; das einge Ziel, da— rauf wir sehen, ist Chris— tus unser höchstes Gut; die einzge Regel, die wir kennen, ist sein lebendges, kräftges Wort; nach kei— nem Mann, nach keinem Ort soll je sich die Ge⸗ meinde nennen. 3. Was ist das für ein himmlisch Leben: mit Vater, Sohn und heilgem Geist in seliger Gemein— schaft schweben, genießen das, was Gott geneußt! Wie flammen da die sü⸗ ßen Triebe! Gott schüttet in sein geistlich Haus die ganze Gnadenfülle aus; hier wohnet Gott, die ewge Liebe. 4. Der Vater liebt und herzt die Kinder und schenkt den Geist, der Abba schreit; des Sohnes Treue schmückt die Sünder mit ewiger Gerechtigkeit; 11—— 164 der heilge Geist tritt mit dem Gle des Friedens und der Freude zu, das Herze schmecket Gottes Ruh, die Kraft durch— dringet Leib und Seele. 5. Die eines Herren Kirche. Mel. Wie schön leuchtet der Morgen⸗— stern. 190 Wann grünt dein 5 Erden⸗ ganzer kreis? Wann geben dir die Völker Preis und wer⸗ den unterthänig? Wann wirst du groß in mir und Leib gegessen, die stehen alln, daß, die du schufst, auch für einen Mann; 0 zu Fuß dir falln und macht sich der Feind an schrein: Der Herr ist Kö— eins vermessen, greift er sie alle an. Sie sobald nig! Gieße süße Geistes⸗ kräfte, Lebenssäfte in mich fallen betend Gott zu Schwachen, bis du alles Füßen und siegen in des Herzens Kraft; sie wollen von der Brüderschaft der Heilgen nicht das Kleinste missen. 6. Sie wallen mit ver— bundnen Herzen durchs Thränenthal ins Vater— land, bittren Schmerzen, eins reicht dem andern seine Hand, und wollen sich mit Freuden dienen, mit Herz und Auge, Hand und Fuß, bis zu dem völligen Genuß des großen Guts: Ich, ich in ihnen! Johann Ludwig Konrad Allendorf 1693—1773. 191 versüßen sich die neu wirst machen. Gerhard Tersteegen 1697-1769. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. Ach Vater, der *die arge Welt in seinem Sohn geliebet, der, was er zusagt, treulich hält und stets Erbarmen übet, sieh gnädig an die Christenheit, die du in dieser Pilgerzeit dir aus den Menschen sammelst. 2. Du willlst sie als dein Eigentum hier rein, dort herrlich machen; sie ist dein Volk, du bist ihr Ruhm, du selbst willst sie bewachen. Du kleine Her— de, hoffe still! Getrost! 66 jt di 9asReich 3. Es mser Hei an ihn gle an ihm. Satan n. Von ihm Seinen Trost u uh und 4. Mü und Tha Gottes ja selbst tenheer tes Win seine Kir erhält! drum wi⸗ 5. So Herr u Christi Mach al zu Spo Unterthe mit dei mach ur gung ha mens 3 F— Glauben fürchten gute Rit M. L Morgen⸗ int dein Erden⸗ ben dit nd wer⸗ Wann mir u Nd schuff, u und ist Kö⸗ Geistes⸗ in mich du alles . 697J—1759 ommen her. er, der Velt in bet, der, treulich rbarmen wan die du in dir aus ammelst. sie als ier vein, hen; sie bist ihr willst si ine Her⸗ Getrost! Kirche. 165 es ist des Vaters Will, das Reich dir zu bescheiden. 3. Es ist doch Christus unser Heil. S0 viel nur an ihn glauben, die haben an ihm ihren Teil, den Satan nicht soll rauben. Von ihm fließt stets den Seinen zu Erquickung, Trost und Schutz und Ruh und alle Gnadenfülle. 4. Müßt auch Gebirg und Thal ins Meer durch Gottes Schelten sinken, ja selbst das ganze Wel— tenheer vergehn auf Got— tes Winken, so fällt doch seine Kirche nie; der Herr erhält und schützet sie, drum wird sie ewig bleiben. 5. So stärk uns denn, Herr unser Gott, bei Christi Kreuzesfahnen. Mach aller Feinde Macht zu Spott, hilf deinen Unterthanen. Tröst uns mit deiner Gegenwart, mach uns, ist die Verfol⸗ gung hart, zu deines Na— mens Zeugen. 6Laß uns in froher Glaubenskraft dich ehren, fürchten, lieben und eine gute Ritterschaft für deine Wahrheit üben. Und kostets denn auch Gut und Blut, laß uns dein Wort mit Gut und Blut vor aller Welt bekennen. 7. Steht gleich die Kirche hier im Streit, wo tausend Feinde toben, wird sie doch einst zur Herrlichkeit hoch im Tri— umph erhoben. Ach nimm auch uns einst aus dem Krieg; auch uns gieb wie den andern Sieg, die jetzt schon Kronen tragen. 8. Wenn Menschen und der Engel Chor einst eine Kirche werden, dann steigt dein herrlich Lob empor vollkommner als auf Er⸗ den. Komm, Jesu, bald, wir bitten dich: Laß uns, die Deinen, ewiglich bei dir im Himmel wohnen! Philipp Friedrich Hiller 1699—1769. Mel. Errett mich, o mein lieber Herre. 0 O daß doch bald 192. dein Feuer brenn⸗ te, du unaussprechlich Lie— bender, und bald die ganze Welt erkennte, daß du bist König, Gott und Herr! 166 Kirche. 2. Zwar brennt es schon wärm, entflamme doch — hon in heller Flamme jetzt bald die ganze, weite hier, jetzt dort, in Ost und Welt und zeig dich jedem West dir, dem für uns Völkerstamme als Heiland, erwürgten Lamme, ein Friedefürst und Held. herrlich Pfingst- und Freu⸗⸗ 8. Dann tönen dir von denfest. nn. Derd Himme Limnten: so„auf Erden Wophren hüen 58 2 manches kalte, tote Herz vor den Thron des Lam— und machen Durstge freu⸗ mes hin. detrunken und heilen Johann Ludwig Fricker(e . ö 17²29—1766. Sünd- und Höllenschmerz. Mel. Fahre fort, fahre fort. 4. Erwecke, läutre und„ S ci 55 G 1. 193. Reich des Herrn, vereine des ganzen Chri— Reich des Herrn stenvolkes Schar und mach brich hervor in vollem in deinem Graderscheine Sandin Tag; deiner Strahlen dein Heil noch jedem Macht erhelle, 9881 In enbar. Malk 50 Todesschatten lag; Wolk 5. D 5550. unerschopfesu Zweifelsnebel fälle, Quell des Lebens, 8 1ũ9006 sende Licht und Wärme mächtig starker Gottes⸗ nah und fern, Reich des hauch, dein Feuermeer Herrn, Reich des Herrn. ström nicht vergebens: 2. Siege bald, siege : ach zünd in unsern Herzen bald! Komm, das kalte auch. Reich der Nacht aller En— 6. Schmelz alles, was den zu zerstören. Sieh, sich trennt, duamman und es sammelt seine Macht;: baue deinen Tempel aus; doch wer kann den Sieg laß leuchten deine heilgen dir wehren? Denn die S durch deines Sonne der Gerechtigkeit N 5V 5028 2 Vaters ganzes Haus. führt den Streit, führt 7. Beleb, erleucht, er⸗den Streit. 3. Got Held,miid ewalt s Feind da in deine alles Ab dann ume Friede si lich. 4. be bis an d laß durch Erden de erkannt, herrlicht als derd herrscher wirst. 5„ Me theh l milden L schenkind ist dein Nimm, onen, n sitz alle sind dei 6. Al die der! geht vo: bahnt d bekannt tionen, ie doch weite jedem Heiland, Held. dir von e Jubel⸗ alle, die i, knien es Lam⸗ Fricker() 9—1766. hre fort. 5 Herrn, 5 Herrn, vollem Strahlen was in g Wolk Hel fälle, Wärme leich des 5 Herrn. ld, siege das kalte aller En⸗ . Sieh, Macht; hen Sieg henn die echtigkeit it, führt Kirche. 167 3. Gottes Held, Gottes Held, mit der Gnade Siegs-— gewalt schlage Feind an Feind darnieder. Bring in deine Herrschaft bald alles Abgefallne wieder; dann umarmen Freud und Friede sich ewiglich, ewig— lich. 4. Überall, überall laß bis an der Welten Rand, laß durch jeden Kreis der Erden deinen Namen hell erkannt, deine Kraft ver— herrlicht werden, bis du als der Völker Friedefürst herrschen wirst, herrschen wirst. 5. Menschenhuld, Men⸗ schenhuld klopft in deiner milden Brust; unter Men⸗ schenkindern wohnen, das ist deines Herzens Lust. Nimm, o nimm die Nati⸗ onen, nimm zum Wohn⸗ sitz alle Länder ein: sie sind dein, sie sind dein. 6. Aber ihr, aber ihr, die der König ausgesandt, geht voran in alle Zonen, bahnt die Weg und macht bekannt unter allen Na— tionen, wie die Gnade, wo der Herr regiert, trium⸗— phiert, triumphiert. 7. Welch ein Herr, welch ein Herr! Ihm zu dienen, welch ein Stand! Wenn wir seines Dienstes pfle— gen, lohnt er unsrer schwachen Hand armes Werk mit reichem Segen; wallen wir, so wallt sein Friede mit Schritt vor Schritt, Schritt vor Schritt. 8. Kommtherbei, kommt herbei, frohe Zeiten, säu— met nicht, daß der Herr sich offenbare als der Völker Recht und Licht. Kommt, daß alle Welt erfahre, wie die Men— schenherd ihr großer Hirt weiden wird, weiden wird. Karl Bernhard Garve 1763—1841. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 194 Eine Herde und 5 ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Erde, wenn sein Tag er⸗ scheinen wird? Freue dich, du kleine Herde, mach dich auf und werde licht: Jesus hält, was er verspricht. 168 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet dämmernd sich den Heiden; blinde Pilger flehn um Licht: Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, ge— treuer Hirt, daß die Nacht zum Tage werde. Ach wie manches Schäflein irrt fern von dir und deiner Herde! Kleine Herde, zage nicht: Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht vor des Mor— genrotes Helle, und der Sohn der Wüste kniet dürstend an des Lebens Quelle; ihn umleuchtet Morgenlicht: Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren auf—⸗ gethan; rauscht, verdorrete Gebeine, macht dem Bun⸗ desengel Bahn; großer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Chris— Kirche. tus, du die Sonne, und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf! es werde Licht! Je— sus hält, was er verspricht. Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. Mel. Valet will ich dir geben. 19 Der du das Volk regierest, das dein im Glauben ist, und uns wie Lämmer führest, o Hirte Jesu Christ: sieh an die irre Herde, von deren Fleisch du warst, und sprich dein göttlich: Werde! der du die Welt gebarst. 2. Laß deinen Fittich weben auf dieser finstern Welt, und geuß des Geistes Leben ins große Toten⸗ feld. Treue, mach die Gefang— nen frei, daß Israel sich freue und Jakob selig sei. 3. Dein Jsrael erwecke, du, nun der Heiden Licht, und strahle sonder Decke ihm klar ins Angesicht. Was sie sich aufgeladen, und du erfüllt nach Recht: dein Blut komm jetzt in Halt Abraham die Gnaden au Heshlech lcht. 4. S⁰ si rn, ind B aut; so ⸗ dauern, al aut; so Wat. Schein, ei erheben, u sen in sein. Johann Mel. Nun kor 190. waltig V wo nur Ruf Mer Himmel; 2. Wo der die in den A der Sün Rat zu hat; 3. Wo losers Hu schwere e heilgen 2 weggenon 4. Kr. Gottes ne, und nd breit tt, Fried ach dich icht! N⸗ erspricht Nrummacher 7—1845. dir geben. das Voll das dein und uns hrest, o sieh an n deren indsprich rde! der arst. Fittich finstern 5Geistes e Toten⸗ Hham die Gefang⸗ rael sich selig sei. erwecke, jen Licht, er Delke lIgesich. fgeladen, h Recht: jeht in Gnaden auf dein erwählt Geschlecht. 4. So sinken alle Mau⸗ ern, und Brüder sind ver— traut; so wird ein Salem dauern, aus allem Volk erbaut; so wird ein Leib nurleben inseines Hauptes Schein, ein Tempel sich erheben, und du sein Eek— stein sein. Johann Friedrich von Meyer 177²—1849. Mel. Nun komm, der Heiden Heiland. 0 Walte, walte nah 196. und fern, allge— waltig Wort des Herrn, wo nur seiner Allmacht Ruf Menschen für den Himmel schuf. 2. Wort vom Vater, der die Welt schuf und in den Armen hält und der Sünder Trost und Rat zu uns hergesendet hat; 3. Wort von des Er⸗ lösers Huld, der der Erde schwere Schuld durch des heilgen Todes That ewig weggenommen hat; 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, der den Kirche. 169 Weg zum Himmel weist und durch seine heilge Kraft Wollen und Voll⸗ bringen schafft; 5. Wort des Lebens, stark und rein, alle Völ— ker harren dein: walte fort, bis aus der Nacht alle Welt zum Tag er⸗ wacht. 6. Auf zur Ernt in alle Welt! Weithin wogt das reife Feld; klein ist noch der Schnitter Zahl, viel der Garben überall. 7. Herr der Ernte, groß und gut, weck zum Werke Lust und Mut; laß die Völker allzumal schauen deines Lichtes Strahl. Jonathan Friedrich Bahnmaier — 1774—1841. Mel. Valet will ich dir geben. 197 Der du zum Heil erschienen der al—⸗ lerärmsten Welt und von den Cherubinen zu Sün— dern dich gesellt, den sie mit frechem Stolze ver— höhnt für seine Huld, als du am dürren Holze ver⸗ söhntest ihre Schuld: 17⁰ 2. Damit wir Kinder würden, gingst du vom Vater aus, nahmst auf dich unsre Bürden und bautest uns ein Haus; von Westen und von Sü— den, von Morgen ohne Zahl sind Gäste nun be— schieden zu deinem Abend— mahl. 2 3. Im schönen Hoch— zeitskleide, von allen Flecken rein, führst du zu deiner Freude die Völker— scharen ein; und welchen nichts verkündigt, kein Heil verheißen war, die bringen nun entsündigt dir Preis und Ehre dar. 4. Du hast den ärmsten Sklaven, wo heiß die Sonne glüht, wie deinen andern Schafen zuliebe dich gemüht und selbst den öden Norden, den ewges Eis bedrückt, zu deines Himmels Pforten erbarmend hingerückt. 5. Drum kann nicht Ruhe werden, bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu dei— nen Füßen liegt, bis du Kirche. im neuen Leben die aus— gesöhnte Welt dem, der sie dir gegeben, vors An— W gestellt. Und siehe, tausend Finsten mit Völkern ohne Licht stehn in der Nacht und dürsten nach deinem Angesicht; auch sie hast du gegraben in deinen Priesterschild, am Brunn— quell sie zu laben, der dir vom Herzen quillt. 7. So sprich dein gött— lich: Werde! Laß deinen Odem wehn, daß auf der finstern Erde die Toten auferstehn, daß, wo man Götzen fröhnet und vor den Teufeln kniet, ein willig Volk versöhnet zu deinem Tempel zieht. 8. Wir rufen, du willst hören, wir fassen, was du sprichst; dein Wort muß sich bewähren, wo— mit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen, wie viele sinds noch nicht! O du, ders uns ver⸗ sprochen, werd aller Hei— den Licht! Albert Knapp 1798-1864. er für un egal angen all auft mit Iusre Leibe en gehörer r Schn 1 Vebe Nimm uns tum, bere guhm deir birg uns; denlicht vi gen Angef 2. Nich dich erwä hast unsre nach deine denrat; u shwach u leiner ist tig, der n Stärke ha den eigne Aumut i den Himn shwach, nach und deine Scl 3. O˖ lönig, die dem, de vors M, tauseid kern ohn er Nach deinen sie haß n deinen n Brunn. ben, der quillt. dein gött 5 deinen 5 auf der hie Toten wo maun und vor niet, ein söhnet zu zieht. du willt sen, was in Vort ren, wo⸗ brichst rbrochen, och nicht! ins hel⸗ iller Hei⸗ 1798-1561. Kirche. Wachet auf! ruft uns die Stimme. Mel. 19 Einer ists, an dem wir hangen, der für uns in den Tod gegangen und uns er— kauft mit seinem Blut; unsre Leiber, unsre Her⸗ zen gehören dir, o Mann der Schmerzen, in deiner Liebe ruht sichs gut. Nimm uns zum Eigen⸗ tum, bereite dir zum Ruhm deine Kinder; ver— birg uns nicht das Gna— denlicht von deinem heil— gen Angesicht. 2. Nicht wir haben dich erwählet, du selbst hast unsre Zahl gezählet nach deinem ewgen Gna— denrat; unsre Kraft ist schwach und nichtig, und keiner ist zum Werke tüch— tig, der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich . der Schnitter wenig, drum sende treue Zeugen aus; send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzuladen zum Mahl in deines Vaters Haus; wohl dem, den deine Wahl be— ruft zum Abendmahl im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da währt die Freud heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen, die noch im Todesschatten wohnen, von deinem Himmel⸗ reiche fern! Seit Jahr⸗ tausenden ist ihnen kein Evangelium erschienen, kein gnadenreicher Mor— genstern. Glanz der Ge— rechtigkeit, geh auf, denn es ist Zeit; komm, Herr Jesu! Zeuch uns voran und mach uns Bahn, gieb deine Thüren auf— den eignen Sinn, denn gethan. Armut ist Gewinn für den Himmel; wer in sich schwach, folgt, Herr, dir nach und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. O Herr Jesu, Ehren⸗ könig, die Ernt ist groß, 5. Deine Liebe, deine Wunden, die uns ein ewges Heil erfunden, dein treues Herz, das für uns fleht, wollen wir den Seelen preisen und auf dein Kreuz so lange wei— 17˙⁴ sen, bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort: es richtet und durchbohrt Geist und Seele; dein Joch ist süß, dein Geist gewiß, offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größ— ten Dinge beginnest du still und geringe; was sind wir Armen, Herr, vor dir? Aber du wirst für uns streiten und uns mit deinen Augen leiten, auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein, wächst endlich ohne Schein doch zum Baume, weil du, Herr Christ, sein Hüter bist, dem es von Gott ver— trauet ist. Albert Knapp 1798—1864. Mel. Wie schön leuchtet der Morgen— stern. 99 Hier stehen wir 199. von nah und fern in einem Geist vor einem Herrn, vereint zu Dank und Bitte: O Jesu, selge Majestät, gekreuzigt einst und nun erhöht, tritt ein in unsre Mitte; stimm und Kirche. an, nimm an unsre Lieder, die wir wieder vor dich bringen, deiner Liebe Thun zu singen. 2. Was ein verborgnes Senfkorn war, das breitest du von Jahr zu Jahr nun aus mit mächtgen Zweigen. Zu Tausenden erwächst dein Bund und öffnet Herz und Hand und Mund, für Gottes Heil zu zeugen, deinen reinen Lebenssamen, dei— nen Namen durch die Weiten aller Länder aus— zubreiten. 3. Dein ist die Welt, dein sind auch wir, und alle Völker werden dir einst noch zu Füßen fallen. Du weckst sie aus der Todesruh und führst schon Erstlinge herzu in Salems heilge Hallen; spendest, sendest Licht und Leben allerwegen deinen Freun— den, herrschest unter dei— nen Feinden. 4. Dein sind wir, dein in Ewigkeit; drum wollen wir, du Held im Streit, an deinem Auge hängen. Wohlauf, mit Macht um⸗ gür te te dich, Han, s⁰o W Wller um Eedann wi icfrann cau, wenn swie Jehova Albert Nel. Valet n 2M0. nã ö das Heil dich als d zum Bürg De du d zwungen, aufgethan: unsre Zun lusah an 2. Im auf Erden nur dein, werden zu sein, bis ind Norde Ost und 2 Gaste wor Hochzeitsf 3. Noc Reladen, Veten aus Ruf der G dir dein erborgna as breites zu Jah mächtge Tausende Bund um nd Hand ir Gottei N, deinen imen, dei durch die inder aus die Welt wir, und erden dil ßen fallen aus der 1. in Salemé spende nd Leben en Freun⸗ unter dei wir, dein um wollen m Streit e hängen. tacht um⸗ Kirche. gürte dich, du Arm des Herrn, so werden sich die Völker um dich drängen! Alsdann wird man fröh— lich singen, Palmen schwin— gen, wenn man schauet, wie Jehovah Zion bauet. Albert Knapp 1798—1864. Mel. Valet will ich dir geben. 200. Der du in Todes-— nächten erkämpft das Heil 55 Welt und dich als den Gerechten zum Bürgen dargestellt, der du den Feind be— zwungen, den Himmel aufgethan: dir stimmen unsre Zungen ein Halle— lujah an. 2. Im Himmel und auf Erden ist alle Macht nur dein, bis alle Völker werden zu deinen Füßen sein, bis die von Süd und Norden, bis Ost und West sind deine Gäste worden bei deinem Hochzeitsfest. 3. Noch werden sie geladen, noch gehn die Boten aus, um mit dem Ruf der Gnaden zu füllen dir dein Haus. Es ist 17³ kein Preis zu teuer, es ist kein Weg zu schwer, hinauszustreun dein Feuer ins große Völkerheer. 4. O sammle deine Herden dir aus der Völ⸗ ker Zahl, daß viele selig werden und ziehn zum Abendmahl. Schleuß auf die hohen Pforten, es strömt dein Volk Beram wo's noch nicht Tag ge— worden, da zünd dein Feuer an. Christian Gottlob Barth 1799—1862. Psalm 87. Wachet auf! ruft uns die Stimme. Mel. Gottes Stadt steht 20 fest gegründet auf heilgen Bergen, es ver⸗ sich wider sie 11 u e Welt; Deirauch m, man wird an ihr mit Stau⸗ nen sehen, wer hier die Hut und Wache hält. Der Hüter Israels ist ihres Heiles Fels. Hallelujah! Lobsingt und sprecht: Wohl dem Geschlecht, das in ihr hat das Bürgerrecht! 174 Kirche. 2. Zions Thore liebt auch der Herr noch predgen vor allen der Herr mit lassen, was einst für alle gnädgem Wohlgefallen, Welt geschehn. Wo ist macht ihre Riegel stolz der Gotteslohn? Wo ist und fest, segnet, die darin-sein Gnadenthron? wird nen wohnen, weiß über⸗ man fragen. Dann kommt schwenglich dem zu lohnen‚ die Zeit, wo weit und der ihn nur thun und breit erscheint der Herr walten läßt. Wie groß der Herrlichkeit. ist seine Huld, wie trägt 5. Darum stellet ein er mit Geduld all die die Klagen! Man wird Seinen! O Gottes Stadt, noch einst zu Zion sagen: du reiche Stadt, die sol- Wie mehrt sich deiner chen Herrn und König hat! Bürger Zahl! Voll Er— 3. Große heilge Dinge staunen wird man schauen, werden in dir gepredigt, wie Gott sein Zion mäch— wie auf Erden sonst un-tig bauen und herrlich ter keinem Volk man hört. weitern wird einmal. Er— Gottes Wort ist deine hebet Herz und Sinn! Es Wahrheit; du hast den ist die Nacht schier hin Geist und hast die Klar-für die Heiden; es kommt heit, die alle Finsternis ihr Tag, sie werden wach, zerstört. Da hört man und Israel folgt ihnen fort und fort das teuer nach. werte Wort ewger Gnade. 6. Gottes Stadt, du Wie lieblich tönt, was wirst auf Erden die Mutter hier versöhnt und dort aller Völker werden, die mit ewgem Leben krönt! ewges Leben fanden hier. 4. Auch die nichts da-Welch ein Jubel, wie vom von vernommen, die fern-Reigen, wird einst von sten Völker werden kom-dir zum Himmel steigen! men und in die Thore Die Lebensbrunnen sind Zions gehn. Denen, die in dir; in dir das Wasser im Finstern saßen, wird quillt, das alles Dürsten silt. Hal Zund und Noterlöstu Gott. Karl Jol Had V 202.0 Laut mal Veltgeschi hart der Seht, gek Stunde, zuschönen was uns Laßt nicht auf, laßt! allen Men Geist, dock an Glaube meist! 2. Wal an das G Väter M und ihre verdankt. die alten lange soll den das e Sturme ihm zur redgen I alle o it Wo it Vwird kommt it und Herr et ein wird sagen: deiner oll Er⸗ thauen, mäch⸗ herrlich l. Er⸗ m! Es er hin kommt wach, ihnen dt, du Mutter en, die n hier. ie vom st von eigen! sind Wasser ürsten Kirche. stillt. Hallelujah! Von Sünd und Tod, von aller Not erlöst nur einer, Zions Gott. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 0 202 Wachet auf, er⸗ Laut * hebt die Blicke! mahnen uns die Weltgeschicke, es dränget hart der Brüder Not. Seht, gekommen ist die Stunde, die uns vereint zu schönem Bunde, zu thun, was uns der Herr gebot. Laßt nicht die Hände ruhn, auf, laßt uns Gutes thun allen Menschen im rechten Geist, doch wie es heißt: an Glaubensbrüdern aller— meist! 2. Wachet auf, schaut an das Gute, das ihr der Väter Mut und Blute und ihrer Glaubenstreu verdankt. Auf und tilgt die alten Schulden! Wie lange soll sich noch gedul— den das Schifflein, das im Sturme schwankt? Eilt ihm zur Hilf herbei! Es 175 rudert froh und frei, wenn ihm Liebe die Segel schwellt, hin durch die Welt: Gott ist es, der das Steuer hält. 3. Wachet auf! In allen Landen erheben sich, vom Tod erstanden, die Zeugen frischer Glaubensmacht. Werdet müde nicht im Werke; der Gott des Rechts ist unsre Stärke, und sei⸗ nem Lichte weicht die Nacht. Drum wirkt, so lang es Tag, so heiß er glühen mag; reift die Frucht doch im Sonnenglanz: der Ernte Kranz wiegt auf die Mühe voll und ganz. 4. Wachet auf! Die Zeit zum Wachen soll alle Glieder munter machen, und keines trete scheu hintan. Leidet eins, so leiden alle; drum wachet, daß nicht eines falle, und stehet freudig Mann für Mann. So streitet wacker fort und haltet fest am Wort! Hoch vom Himmel strahlt uns das Licht; es trüget nicht: der Herr ist unsre Zuversicht! Karl Rudolf Hagenbach 1801—1874. 176 Wachet auf! ruft uns die Stimme. Mel. 203 Zieht in Frieden eure Pfade! Mit euch des großen Gottes Gnade und seiner heilgen Engel Wacht! Wenn euch JesuHändeschirmen, gehts unter Sonnenschein und Stürmen getrost und froh Zur Einführung Wie schön leuchtet der Morgen— stern. O Jesu, Herr der 204. Herrlichkeit, du König deiner Christenheit, du Hirte deiner Herde, du siehst auf die erlöste Welt, regierst sie, wie es dir gefällt, sorgst, daß sie selig werde. Von dir sind wir auch erwählet, zuge— Mel. zählet den Erlösten, die du segnen willst und trösten. 2. Wohl, wohl dem Volke, das du liebst, nach deinem Sinn ihm Hirten giebst, die es zum Himmel führen; die auf des Le— bens rechter Bahn nach deinem Vorbild gehn vor— an und deine Lehre zieren! Kirche. bei Tag und Nacht. Lebt wohl, lebt wohl im Herrn! Er sei euch nimmer fern spät und frühe! Vergeßt uns nicht in seinem Licht, und wenn ihr sucht sein Angesicht. Gustav Friedrich Ludwig Knak 1806—1878. eines Predigers. Sorg doch stets noch, daß die Herde glücklich werde, daß den Seelen gute Füh⸗ rer niemals fehlen. 3. Wir nehmen hier von deiner Hand den Leh— rer, den du uns gesandt: Herr, segne sein Geschäfte. Die Seelen, die sich ihm vertraun, durch Lehr und Leben zu erbaun, gieb Weisheit ihm und Kräfte. Lehr ihn, hilf ihm thun und leiden, dulden, streiten, beten, wachen, selig sich und uns zu machen. 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, laß ihn sein Amt mit Freu-⸗ den thun; nichts sei, das ihn betrübe. Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, gieb uns folgsam voll treuet Hörer laß und Geme sehen ul Himmel! 5. We großer T unsern Freund u führen. ihm zuge daß dort laß keine Jesu, hi Hände, d Mel., Wie sch 205. gieb deil kund an Orte. V Stättenl wallenne ist des Vohne, Sündern voller Kl in deine Lubt Herrn! r fern dergeßt Licht, ht sein wig Knak —1878. 2 . ch, daß werde, te Füh⸗ . n hier en Leh⸗ esandt: schäfte. ich ihm hr und „ gieb Kräfte. n thun ͤtreiten, lig sich en. Geist N, laß Freu⸗ sei, das enn er it lehtt, Kirche.— 85 gieb uns ein Herz, das und Herde treu vor dir folgsam hört, ein Herz erfunden werde. voll krener Liebe. Lehrer, 6 Sei uns gesegnet Hörer laß in Freundschaft Knecht des Herrn, du und Gemeinschaft auf dich kommst im Namen unsers sehen und den Weg zum Herrn, in Jesu Christi Himmel gehen.[Namen. O Hirte, nimm 5. Wenn einst dein uns bei der Hand führ großer Tag erscheint, laß uns zum ewgen Vater⸗ unsern Lehrer, unsern land: Gott mit dir! Amen, Freund uns dir entgegen Amen. Mit dir gehn wir führen. Die Seelen sind durch die Leidenn dieser ihm zugezählt: ach gieb, Zeiten zu dem Leben, daß dort nur keine fehlt, das uns unser Gott will laß keine ihn verlieren. geben. Jesu, hilf du, veur die Hände, daß am Ende Hirt Johann Daniel Karl Bickel 1737—1779. Zur Kirchweihe. Mel. Wie W Morgen⸗ 2. Sohn Gottes, Herr ern.—* ö sder Herrlichteit, dies — N* ⁴ 205. Dürge Grund. Gotteshaus ist dir ge⸗ 170 11—— weiht, o laß dirs wohl— gieb deinen Vaternamen gefallen. Hier schalle dein Land an wieseen heilgen lebendig Wort, dein Segen Orte. Wie lieblich ist die I1e ont Aund krnt Stätte hier, die Herzen a . un Hir hier n diesen Friedenshallen. anen Ki s Rer Einheit, Reinheit gieb 5 2 N ist des Hunmels Wforte den Herzen; Angst und n te n id bei Schmerzen tilg in Gna⸗ Si, e„den, heil uns ganz vom voller Klarheit; heilge uns Seelenschaden in deiner Wahrheit. 178 Wort Gottes. 3. Gott heilger Geist, 4. Dreieinger Gott, du wertes Licht, wend Lob, Dank und Preis sei her dein göttlich Ange- dir vom Kinde bis zum sicht, daß wir erleuchtet Greis für dies dein Haus werden. Geuß über uns gesungen. Du hasts ge⸗ und dieses Haus dich schenkt und auferbaut, dir mit allmächtgen Flammen ists geheiligt und vertraut aus, mach himmlisch uns mit Herzen, Händen, Zun⸗ auf Erden. Auf zum gen. Ach hier sind wir noch Himmel zieh das Sinnen in Hütten; Herr, wir bit⸗ und Beginnen; gehts zum ten: Laß uns droben dich Sterben, hilf uns Jesu im Tempel ewig loben. Reich erwerben. Albert Knapp 17981864. 2. Wort Gottes. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns je mehr in deinr Er⸗ wend. kenntnis nehmen zu und O Gott, du höch— I. 206. Wett, d endlich bei dir finden Ruh. ster Gnadenhort, annr. Konrad Huber 1507-1577. verleih, daß uns dein göttlich Wort von Ohren 2*— Erhalt e Herr, bei deinem o zu Herzen dring, daß e s sein Kraft und Echein 207. Gaup Rer 1 Rueht vollbring. Herr Jesu Christ, ö ö weil es nun Abend worden 2. Der einge Glaub ist; dein göttlich Wort, ist diese Kraft, der fest das helle Licht, laß ja an Jesu Christo haft't; bei uns auslöschen nicht. die Werk der Lieb sind 2. In dieser letzten bö⸗ dieser Schein, dadurch wir sen Zeit verleih uns, Herr, Christi Jünger sein. Beständigkeit, daß wir 3. Verschaff bei uns dein Wort und Sakra⸗ auch, lieber Herr, daß ment rein bhalten bis an wir durch deinen Geistunser End. manchem 4. Erh deinem X des Teu Mord; gi Gnad un Einigkeit, duld. 5. Ach gar übel Erd ist Sekten u merei au kommt h 6. Den wehre de Gwalt er bringen her, zu rechte Le 7. Die Herr Je unser, s ist daru bei, die lassen fr 8. Dei Herzens Kirche Gott, kis s 5zum Haus ts ge⸗ ut, dir Ertraut „Zun⸗ ir noch ir bit⸗ en dich loben. 8—1864. ir Er⸗ zu und n Ruh. 7—157⁷. bei deinem ei uns, Chris, worden Vort, laß ja nicht. ten bö⸗ „Herr, wir Sakra⸗ bis an Wort Gottes. 179 3. Herr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt, wir sind gar sicher, träg und kalt; gieb Glück und Heil zu deinem Wort, daret es schall an manch em Ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord; gieb deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Ge⸗ duld. 5. Ach Gott, es geht gar übel zu, auf dieser Erd ist keine Ruh; viel Sekten und groß Schwär— merei auf einen Haufen kommt herbei. 6. Den stolzen Geistern wehre doch, die sich mit Gwalt erheben hoch und bringen stets was Neues her, zu fälschen deine rechte Lehr. 7. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern dein ja ist; darum so steh du denen bei, die sich auf dich ver⸗ lassn frei. 8. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz und deiner Kirche wahrer Schutz; wissens Herr, dabei erhalt uns, Herr, daß wir nichts an— ders suchen mehr. 9. Gieb, daß wir lebn in deinem Wort und darauf ferner fahren fort von hinnen aus dem Jammer— tchal zu dir in deinen Himmelssaal. (Nach Nikolaus Selnecker 1530—1592.) 1611. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 208. Wir Menschen — sind zu dem, o Gott, was geistlich ist, untüchtig; dein Wesen, Wille und Gebot ist viel zu hoch und wichtig; wir und verstehens nicht, wo uns dein gött— lich Wort und Licht den Weg zu dir nicht weiset. 2. Drum sind vor Zei⸗ ten ausgesandt Prophe— ten, deine Knechte, daß durch dieselben 1d be⸗ kannt dein heilger Will und Rechte; zum letzten ist dein einger Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. 3. Für solches Heil sei, gepreist, laß uns lieber 180 Wort Gottes. dabei verbleiben und gieb uns deinen heilgen Geist, daß wir dem Worte gläu— ben, dasselb annehmen jederzeit mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud als Gottes, nicht der Men⸗ 324. Hilf, daß der losen Sahtdet Hauf uns nicht vom Wort abwende; denn ihr Gespött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. Gieb du selbst deinem Donner Kraft, daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich bei uns wohne. 5. Offn uns die Ohren und das Herz, daß wir das Wort recht fassen, in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht Hörer nur des Wortes, sondern Thä— ter sein, Frucht hundert— fältig bringen. 6. Am Weg der Same wird sofort vom Teufel hingenommen; in Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen; der Sam, so bösen allein in die Dornen fällt, von Sorg und Wollust dieser Welt verdirbet und er— sticket. 7. Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich dem guten, fruchtbarn Lande und sein an guten Wer⸗ ken reich in unserm Amt und Stande, viel Früchte bringen in Geduld, be— wahren deine Lehr und Huld in feinem gutem Herzen. 8. Laß uns, so lang wir leben hier, den Weg der Sünder meiden, gieb, daß wir halten fest an dir in Anfechtung und Leiden; rott aus die Dor— nen allzumal, hilf uns die Weltsorg überall und Lüste dämpfen. 9. Dein Wort, o Herr, laß allweg sein die Leuchte unsern Füßen, erhalt es bei uns klar und rein, hil, daß wir draus ge— nießen Kraft, Rat und Trost in aller Not, daß wir im Leben und im Tod beständig darauf trauen. 10. Gott Vater, laß zu deiner Ehr dein Wort irk Glat Hoff D adi Mel Gottdes 209. das mir trägt, di zum Gr ligkeit ge ich alles mich füh der im Gottes mir des daß mei erwägt, Gottes Vort il , von dieser nd er⸗ r, daß h dem Lande Wer⸗ m Amt Früchte ld, be⸗ r und gutem 0 lang en Weg u, gieb, fest an ig und ie Dor⸗ ilf uns all und fen. 0 Herr, Leuchte halt es d rein, us ge⸗ at und t, daß im Tod trauen. er, laß n Wort Wort Gottes. 181 sich weit verbreiten; hilf“ 4. Gieb dem Samen Jesu, daß uns deine Lehr einen Acker, der die Frucht erleuchten mög und leiten; nicht schuldig bleibt; mache o heilger Geist, dein gött- mir die Augen wacker, lich Wort laß in uns und was hier dein Finger wirken fort und fort schreibt, präge meinem Glaub, Lieb, Geduld und Herzen ein, laß den Zweifel Hoffnung. ferne sein. David Denicke 1603-1680. 5. Was ich lese, laß Mel. Gott des Himmels und der Erden. mich merken: was du ö 209. Teures R sagest, laß mich thun. Wird 9 Gottes Munde, dein Wort den Glauben s⸗ 515 lauter Segen stärken, laß es nicht dabei trägt, dich allein hab ich heruhn, sondern gieb, daß zum Grunde meiner Se-auch dabei ihm das Leben ligkeit gelegt; in dir treff ähnlich sei. ich alles an, was zu Gott 6 Huln. Dalß ale mieinte mich führen kann. 98 5. Hilf,= 9 Waben 2. Will ich einen 0 1 schmack haben von des gie L Srimnecre Himmels Seligkeit, so Rer zumn Nelf⸗ in kannst du mich herrlich daß mein Geist arh Ren laben, weil bei dir der 5 Tuat in d ößt Tisch bereit, der mir lauter und That in den größten Nöten hat. Manna schenkt, mich mit Lebenswasser tränkt. 7. Laß dein Wort mir 3. Geist der Gnaden, einen Spiegel, Jesu nach— der im Worte mich an zufolgen, sein. Drücke Gottes Herze legt, öffne drauf ein Gnadensiegel, mir des Himmels Pforte, schleuß den Schatz im daß mein Geist hier recht Herzen ein, daß ich fest erwägt, welche Schätze im Glauben steh, bis ich Gottes Hand durch sein dort zum Schauen geh. Wort ihm zugesandt. Benjamin Schmolck 1672—1737. 182 Wort Gottes. Mel. Jesu, meine Freude. 210 Wortdes höchsten . Mundes, Engel meines Bundes, Jesu, un⸗ ser Ruhm, bald, da wir gefallen, ließest du er— schallen Evangelium, eine Kraft, die Glauben schafft, eine Botschaft, die zum Le⸗ ben uns von dir gegeben. 2. Was dein Wohlge⸗ fallen vor der Zeit uns allen fest bestimmet hat, was die Opferschatten längst verkündigt hatten, das vollführt dein Rat; was die Schrift verspricht, das trifft alles ein in Jesu Namen und ist Ja und 139 so soll Amen. 3. Alles ist vollendet: Jesu Gnade wendet alle Straf und Schuld; Jesus ist gestorben, Jesus hat erworben alle Gnad und Huld. Auch ist dies für— wahr gewiß: Jesus lebt in Preis und Ehre. Ach erwünschte Lehre! 4. Uns in Sünden Toten machen Jesu Boten dieses Leben kund. Lieb⸗ lich sind die Füße, und die Lehre süße, teuer ist der Bund. Aller Welt ist nun vermeldt durch der guten Botschaft Lehre, daß man sich bekehre. 5. Kommt, zerknirschte Herzen, die in bittern Schmerzen das Gesetz zer— schlug, kommt zu dessen Gnaden, der, für euch be— laden, alle Schmerzen trug. Jesu Blut stärkt euren Mut: Gott ist hier, der euch geliebet und die Schuld vergiebet. 6. Dieser Grund be⸗ stehet; wenn die Welt ver— gehet, fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen; mein Vertrauen evangelisch sein. Auch will ich nun würdiglich in der Kraft, die mir gegeben, evangelisch leben. 7. Jesu, deine Stärke schaffet diese Werke; stehe du mir bei. Nichts kann mich nun scheiden; hilf denn, daß mein Leiden evangelisch sei. Laß auch mich einmal auf dich als ein Kind, mit dir zu er— ben, evangelisch sterben. Heinrich Kornelius Hecker 1699—1743. Mel. O 0 Al. diesen 20 denn ich Habe un Reichtum Wort nick ten, wora ruhn? A tausend dein Wo 2. Ha Amen! auf mit mög in fest beide Laß mid flissen, d und spat deinen Mariast Nikolaus Seelen. chen de melsbal quickt d blühn u hauen; trauen ch will in der geben, Stärke stehe kann hilf Leiden auch h als u er⸗ rben. 5 Hecker 1743 Mel. O du Liebe meiner Liebe. 211 Herr, dein Wort, die edle Gabe, diesen Schatz erhalte mir; denn ich zieh es aller Habe und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gel— ruhn? Mir ists nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu thun. 2. Hallelujah! Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, daß ich mög in fest beideinem Worte stehn. Laß mich eifrig sein be— flissen, dir 9—8 dienen früh und spat, und zugleich zu deinem Namen Wort Gottes. Tagen durchschaltet. ten, worauf soll der Glaube 183 dir Frucht und Samen tragen. 2. Dein Wort ist, Herr, ein Flammenschwert, ein Keil, der Fel sen f spaltet, ein Feuer, das im Herzen zehrt und Mark und Bein O laß dein Wort noch fort und fort der Sünde Macht zer⸗ scheitern und alle Herden läutern. 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern für unsre Pilgerreise. Es führt auch Thoren hin zum Herrn und macht die Einfalt weise. Dein Himmelslicht verlösch uns nicht und leucht in jede Seele, daß deinen Füßen sitzen, uir emn dich verfehle. Maria that. Nikolaus 1700—1760. Mel. Was Gott thut, das ist wohl— gethan. 212. Dein Wort, o Herr, ist milder Tau für trostbedürftge Seelen. Laß keinemPflänz⸗ chen deiner Au den Him— melsbalsam fehlen; er⸗ quickt durch ihn laß jedes blühn und in der Zukunft Ludwig von Zinzendorf 125 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht: da ward das Wort der Gnade mein Labsal, meine Zuversicht, die Fackel meiner Pfade. Sie zeigte mir den Weg zu di und leuchtet mei— nen Schritten bis zu den 1123 Hütten. Nun halt ich mich 23— festem Sinn zu dir, dem sichern Horte: wo wendet ich mich anders 184 Taufe. hin? Herr, du En lndein in allen Lebenszeiten uns worte. Noch hör ich dein: trösten, warnen, leiten. Komm, du bist htein Das 7 O sende bald von rief 465— nicht ün Ort zu Ort den Durst nach Hen des ewgen Le— deinen Lehren, den Hunger hens. —„ aus,d dein Lebenswort und 6. Auf immer gilt dein deinen Geist zu hören; Segensbund, dein Wort und send ein Heer von ist Ja und Amen. Nie Meer zu Meer, der Herzen weich es uns aus Geist Durst zu stillen und dir und Mund und nie von dein Reich zu füllen. unserm Samen. Laß im⸗ Karl Bernhard Garve 1763—1841. merfort dein helles Wort ö 3. Taufe. Mare, 10, 1.316. heilgen Wunden am Mel. Von Gott will ich nicht lassen. Kreuzesstamm geronnen, —213 Lasset die Kind-auch ihnen kommt zu gut. Ilein kommen zu 3. Drum nach Christi mir, spricht Gottes Sohn; Verlangen bringet die Kin— sie sind mein Freud und der her, damit sie Gnad Wonne, ich bin ihr Schild erlangen, niemand es und Kron. Auch für die ihnen wehr; führet sie Kinderlein, daß sie nicht Christo zu, er will sich wärn verloren, bin ich sihr'r erbarmen, nimmt ein Kind geboren, drum sie in seine Arme, darin sie mein eigen sein. sie 4ir Ruh. 2. Der Herr gar freund- 4. Ob sie gleich zeitlich lich küsset und herzt die sterben, ihr Seele Gott Kinderlein, bezeugt mit gefällt; denn sie sind Worten süße, der Himmel Gottes Erben, lassen die ihr soll sein, dieweil sein schnöde Welt. Sie sind teures Blut, aus seinen frei aller Gfahr und dürfen 6 nit bei der E Korneliu Mel. Liebste 211 Vorte nac Kindlein weil du geben, da hinführe, melreich 2. 0 meist dief sern Ohr Wasser 1 nicht zuve wird vor genomme Reich ni 3. Da dir: nir von unse mit dein und erz men, da hier auf Himmel 4. Hi chäflei zu Himmel S S — i uns ten. von t nach unger et und ören. von perzen id dir n. —18ʃII. am nnen, u gut. Christi ie Kin⸗ Gnad d es et sie ll sich ummt darin eitlich Gott sind n die sind ürfen Taufe. 185 hier nicht leiden, sie loben Bahn, Friedefürst, sei du Gott mit Freuden dort sein Friede, Weinstock, bei der Engel Schar. hilf, daß dieser Rebe auch Kornelius Becker 1561—1604. im Glauben dich umgebe. 5. Nun wir legen an Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. dein Herz, was von Her— 214 Liebster Jesu, wir zen ist gegangen; führ die sind hier, deinem Seufzer himmelwärts und Worte nachzuleben: dieses erfülle das Verlangen: ja Kindlein kommt zu dir, den Namen, den wir geben, weil du den Befehl ge-schreibins Lebensbuch zum geben, daß man sie zu dir Leben. hinführe, denn das Him⸗ Benjamin Schmolck 1672—1737. melreich ist ihre. 2. Ja es schallet aller⸗Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. meist dieses Wort in un— 215 Nun Gott Lob! sern Ohren: wer durch Es ist vollbracht, Wasser und durch Geist und der Bund mit Gott nicht zuvor ist neugeboren, geschlossen; was uns rein wird von dir nicht auf- und selig macht, ist auf genommen und in Gottes dieses Kind geflossen; Je— Reich nicht kommen. sus hat es eingesegnet und 3. Darum eilen wir zu mit Himmelstau beregnet. dir: nimm das Pfand 2. O du dreimal selig von unsern Armen; tritt Kind, vom Dreieinigen mit deinem Glanz herfür geliebet, dem der Vater und erzeige dein Erbar-sich verbindt, dem der men, daß es dein Kind Sohn das Leben giebet, hier auf Erden und im dem der Geist ist ausge— Himmel möge werden. gossen und der Himmel 4. Hirte, nimm dein aufgeschlossen! Schäflein an, Haupt, mach 3. Werde fromm und es zu deinem Gliede, wachse groß, werde deiner Himmelsweg, zeig ihm die Eltern Freude, und dein 186 Konfirmation. selig Christenlos tröste dich 2. Schaff ihm nun ein in allem Leide; deine Taufe Herz, ein neues, und gieb sei die Thüre, welche dich ihm gewissen Geist, daß zum Himmel führe. es stets als ein getreues, Benjamin Schmolck 1672—-1737. stilles Lamm dich liebt und preist und, von Welt⸗ Mel. Gott des Himmels und der lust unbethört, stets auf e deine Stimme hört. 216. Cuter Hirt, der 3. Und wenn sichs von seine Herde mit dir verirrte in des Lebens dem eignen Blut erkauft, Wüstenei: geh ihm nach, daß dies Kind dein eigen du treuer Hirte, daß es werde, ward es heut auf unverloren sei; und am dich getauft und im heil⸗Ende seiner Bahn trag es gen Wasserbad eingetaucht selig himmelan. ö in deine Gnad. Julius Karl Reinhold Sturm 1816. 4. Konfirmation. Mel. Wer nur den lieben Gottdu hast die Frucht von läßt walten.„— Ich alrt deinem Sterben, mein 217. Ich 865 ge 996 treuer Heiland, mir ge— ö f meht Vn⸗währt; du willst in aller men, Gott Vater, Sohn Not und Pei ter und heilger Geist, ich hi Not ein, o guter at, din der eist, ich bin Geist, mein Tröster sein. Zune W 10 e e 3. Doch hab ich dir auch lar olk, das dir gehei⸗Furcht und Liebe, Treu nnee ich bin in und Gehorsam zugesagt; Christum eingesenkt, ich ich hab, o Herr, aus rei⸗ bin mit seinem Geist be— e n(Eiaer * FTy***— schenkt. nem Triebe dein Eigen 50 zu sein gewagt; hin— r Du hast zu deinem gegen sagt ich bis ins Kind und Erben, mein Grab des Satans schnö⸗ lieber Vater, mich erklärt; den Werken ab. 4. Meit auf deine dieser Bu stehn; we überschrei nicht verlo mich, dein den an, w Fall geth 5. Ich Gott, auf und Herz erwecke Treue u von meir in mir ke der nich Willen tl 6. Laf nimmer Vater, S Geist; he Bundes mich de heißt: st sterb ich dich dor Johann Jak Mel. Her 28. heißer I t von mein ir ge⸗ n aller guter sein. ir auch Treu gesagt; 18 rei⸗ Eigen⸗ hin⸗ 5 ins schnö⸗ Konfirmation. 187 4. Mein treuer Gott, dir. Nimm du dich ihrer auf deiner Seite bleibt gnädig an und leite sie dieser Bund wohl feste auf ebner Bahn. stehn; wenn aber ich ihn 2. Erhalte sie vom Irr— überschreite, so laß mich tum frei und mache sie nicht verloren gehn; nimm im Glauben treu, und mich, dein Kind, zu Gna- wenn Versuchung ihnen den an, wenn ich hab einen naht, sei du ihr Helfer, Fall gethan. Schutz und Rat. 5. Ich gebe dir, mein 3. In Schmerz und Gott, aufs neue Leib, Seel Kummer tröste sie und in und Herz zum Opfer hin; der Not verlaß sie nie, erwecke mich zu neuer gieb ihnen hier Zufrie⸗ Treue und nimm Besitz denheit und dort des Him— von meinem Sinn: es sei mels Seligkeit. in mir kein Tropfen Blut, Nach Johann Andreas Cramer — 793—1788 der nicht, Herr, deinen Willen thut. * Mel. Seelenbräutigam. 6. Laß diesen Vorsatz ö 219 Von des Him— nimmer wanken, Gott 1 1. 7. mels Thron sen— Vater, Sohn und heilger 7. 6 7% de, Gottes Sohn, deinen Geist; halt mich in deines Goit ii 6— Geist, den Geist der Stär⸗ Bundes Schranken, bis ů0 95. ke; gieb uns Kraft zum mich dein Wille sterben M 5 50 „ heilgen Werke, dir uns heißt: so leb ich dir, so anz zu weihn ewig dein sterb ich dir, so lob ich Yanz 3 m, ö dich dort für und für — MW 8 10**2 Johann Jakob Rambach 1693—-1735. 2. Mach ns selbst be reit, gieb uns Freudig— Mel. Herr Jesu Christ, dich zu keit, unsern Glauben zu uns wend. bekennen und dich unsern 218 Für diese Kinder Herrn zu nennen, dessen Orheten wir mit teures Blut floß auch uns heißer Inbrunst, Gott, zu zu gut. 2 188 Konfirmation. 3. Richte Herz und Sinn zu dem Himmel hin, wenn wir unsern Bund erneuern und gerührt vor dir beteuern, deine Bahn 3. Wir flehn um dei⸗ nen Frieden in dieser Welt voll Angst; uns sei das Heil beschieden, das du am Kreuz errangst. zu gehn, Weltlust zu ver⸗ 4. Wir flehn um deine schmähn. Stärke; du weißt, wie 4. Wenn wir betend schwach wir sind. Zu je— nahn, Segen zu empfahn, dem guten Werke stärk je— wollest du auf unsre Bit- des schwache Kind. ten uns mit Gnade über⸗ 5. Wir flehn um dei— schütten; Licht und Kraft nen Segen zum großen und Ruh ströme dann Bundestag, daß wir auf uns zu. allen Wegen dir treulich 5. Gieb auch, daß dein folgen nach. Geist, wie dein Wort ver⸗ Karl August Döring 1783—1844. heißt, unauflöslich uns vereine mit der gläubigen Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. Gemeine, bis wir dort 221 Ich bin in dir, dich sehn und dein Lob und du in mir: erhöhn. nichts soll mich, ewge Samuel Marot 1770—1865. Liebe, dir in dieser Welt entreißen. Auf Erden, wo Mel. 555 ist mein Leben. nur Sünder sind, nennst 220. Wir flehn um dei⸗ du mich freundlich schon ne Gnade, nichts dein Kind: o laß michs sind wir ohne dich; führ ewig heißen und treu mit uns auf deinem Pfade Wandel, Herz und Mund und hilf uns mächtiglich. bewahren deinen Frie— 2. Wir flehn um deine densbund. Wahrheit in unsers Le⸗ 2. Ich bin in dir, und bens Nacht; durch dich du in mir: dreieinger nur wird uns Klarheit Gott, du hast zu dir mich in unsern Geist gebracht. frühe schon berufen. Was dem Mit, en bereit, mit Innig tares St O Liebe, ich will ewig sein 3. Ich du in m ich völlig weil ich o drum fü treuer was lod irrt, nie Falle. dir heut gehe tief 4. Ic du in m mir dein zeitig an des Lel Not, ja Feind, d men mö dir will gehn, d auferste Mel. O! Herz und 95 VVV. mn dei⸗ dieser ins sei „ das gst. deine „wie Zu je⸗ tärk j⸗ m dei⸗ großen hir auf reulich 3—1844 mnerwort in dir, n mir: ewge r Welt en, wo unst schon michs eu mit Mund Frie⸗ r, und ieinger r mich Vas Konfirmation. 189 mir, dem Kindlein, war in deinem Dienste stehn; bereit't, ergreif ich heut nichts soll mich von dir mit Innigkeit an des Al- vertreiben, will auf deinen tares Stufen und sag: Wegen gehn. Du bist O Liebe, du bist mein; meines Lebens Leben, ich will dein Kind auf meiner Seele Trieb und ewig sein. Kraft, wie der Weinstock 3. Ich bin in dir, und seinen Reben zuströmt du in mir: noch wohn Kraft und Lebenssaft. ich völlig nicht bei dir, 2. Könnt ichs irgend weil ich auf Erden walle; besser haben als bei dir, drum führ mich, Jesu, der allezeit so viel tausend treuer Hirt, daß mich, Gnadengaben für mich was locket, schreckt und Armen hat bereit? Könnt⸗ irrt, nicht bringe je 0 10 90 werden Falle. O daß, was ie bei dir, Herr Jesu dir heut versprach, mir Christ, dem im Himmel geh' tief und ewig nach! und auf Erden alle Macht Ich bin in dir und egeben ist? d—— Re ganed. Nꝭ tiiaalee⸗ u in mir: komm, Herr, 4. Wo ist solch ein Herr mir deine Tugendzier früh- zu finden, der, was Jesus zeitig 1—6 As nt mir 35 29 er⸗ des Lebens Glück und kauft von Tod und Sün⸗ Not, ja selbst der letzte den mit dem eignen teu— Fei 2.„ren Blut? Sollt ich dem Feind, der Tod, nur kom-ren Blut? So der men mög im Segen. Mit nicht angehören, d der sein dir will ich durchs Leben Leben für mich gab? Sollt gehn, dir leiden, sterben, ich ihm nicht Treue schwö— auferstehn. ren, rene bis in Tod Albert Knapp 1798-1864. R Grab?ꝰ Mel. O du Liebe meiner Liebe. 4. Ja, Herr Jesu, bei (Herz und Herz vereint zusammen.) dir bleib ich so in Freude 999 Beid dr, Jesu, will wie in Leid; bei dir bleib ich bleiben, stets ich, dir verschreib ich mich 190 Abendmahl. für Zeit und Ewigkeit. der ist zum Sterben fer⸗ Deines Winks bin ich ge- tig, der sich lebend zu wärtig, auch des Rufs dir hält. aus dieser Welt; denn Karl Johann Philipp Spitta 180¹11859. 5. Abendmahl. 223 Gott sei gelobet 3. Gott geb uns allen und gebenedeiet, seiner Gnade Segen, daß der uns selber hat ge-wir gehn auf seinen We— speiset mit seinem Fleische gen in rechter Lieb und und mit seinem Blute, brüderlicher Treue, daß das gieb uns, Herr Gott, die Speis uns nicht ge— zu gute. Kyrieleison. Herr,‚ reue. Kyrieleison. Herr, durch deinen heilgen Leich- dein heilger Geist uns nam, der von deiner Mut- nimmer laß, der uns geb ter Maria kam, und das zu halten rechte Maß, heilige Blut hilf uns, daß dein arm Christen— Herr, aus aller Not. heit leb in Fried und Kyrieleison. Einigkeit. Kyrieleison. 2. Den heilgen Leib Martin Luther 1483—1546. hat er für uns gegeben zum Tod, daß wir da⸗ Mel. Wie schön leuchtet der Morgen— durch leben. Nicht größre Güte konnte er uns schen— ken, dabei solln wir sein gedenken. Kyrieleison. Herr, dein Lieb so groß dich zwungen hat, daß dein Blut an uns groß Wunder that und bezahlt unsre Schuld, daß uns stern. 224 Herr Jesu, dir Werr sei Preis und Dank für diese Seelen⸗ speis und Trank, damit du uns begabet. Im Brot und Wein dein Leib und Blut kommt uns wahrhaftig wohl zu gut Gott ist worden hold. und unsre Herzen labet, Kyrieleison. daß wir in dir uns er⸗ manuel, unsre See da zu mac ein solch das vond sei und all Bleibe, t wertes Gericht. bedenke, Lebensb stille sei des He züchtig, oben ste wir wer men vo 4. O Seligkei ten alle und Ve gends thal 0 Himmet Herr, zi risten⸗ und ison. 3.1545 Morgen⸗ u, dir und zeelen⸗ damit Im Leib uns u gut labet, 15 er⸗ Abendmahl. 191 freuen, wohl gedeihen, köstlich uns als Gäste ewig leben: solches wollest auf das beste bei ihm du uns geben. laben und ganz volle 2. Du kehrest, o Im⸗Gnüge haben. manuel, ja selber ein in 5 Das gieb du uns unsre Seel, dir Wohnung von deinem Thron, o da zu machen. Drum uns Jesu Christe, Gottes ein solches Herz verleih. Sohn, giebs durch dein das Haltete⸗ Kan bitter Leiden. Dasselbe, ei und allen eitlen Sachen meil ur lehenn her sas⸗ Bleibe, treibe unser Sire Pett 191 3—— 18 nen und Beginnen, daß für⸗ anise HSainn wir trachten, alles Eitle Reden Amen Amten, zu verachten. Ihinf uns kämpfen, hilf 3. Ach Herr, laß uns uns dämpfen alle Sün⸗ doch nehmen nicht dein den, hil' uns fröhlich wertes Nachtmahl zum überwinden. Gericht. Ein jeder recht Str. 1, 3, 4 von Bernhard von bedenke, daß er mit diesem Derschow 1591—1639. Lebensbrot im Glauben fe stille seine Not, der Fels des Heils 9 75 tränke, Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. züchtig, tüchtig dich dort. ů— 89— oben stets zu loben, bis 2 O Jesu, meine 0— Y Wonne, d oi⸗ wir werden zu dir kom— n e men von der Erden. ner Seelen Sonne, du 4. O daß wir solche Freundlichster auf Erden, Seligkeit erwarten möch⸗laß mich dir dankbar ten allezeit in Hoffnung werden. und Vertrauen und fol⸗ 2. Wie kann ich gnug— gends aus dem Jammer- sam schätzen dies himmel— thal gelangen in den süß Ergötzen und diese Himmelssaal, dein Antlitz, teuren Gaben, die uns Herr, zu schauen: tröstlich, gestärket haben! 2 Abendmahl. 3. Wie soll ich dir es danken, o Herr, daß du mich Kranken gespeiset und getränket, ja selbst dich mir geschenket! 4. Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden, die . 5. Dir danr ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir dank ich für dein Sehnen und heiß vergoßne Thränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben, das stand⸗ haft ist geblieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt schmecket mein Gemüte dein übergroße Güte; das teure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß mich nicht vergessen, daß du mir zugemessen die kräftge Himmelsspeise, wofür ich dich jetzt preise. 9. Du wollest ja die Sünde, die ich noch jetzt empfinde, aus meinem Fleische treiben und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich los— gezählet von Sünden und vermählet mit dir, mein liebstes Leben; was kannst du Wertres geben? 11. Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig Welt abtreten. 12. Nun kann ich nicht verderben, drauf will ich selig sterben und fröhlich auferstehen, o Jesu, dich zu sehen. Johann Rist 1607-1667. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. 26 O Jesu, dir sei ewig Dank für deine Treu und Gaben. Ach laß durch diese Speis und Trank mich auch das Leben haben. Willkom— men sei, du edler Gast; den Sünder nicht ver— schmähet hast: wie soll ich Dank dir sagen? 2. Herr Jesu Ehrist, du kannst allein mir Leib und Seele laben. Nun bin ich dein, und du bist * mein I Gaben:6 ich haber denbrüm hier fin Leben. 3. L sein in d mich leb ewig aul Gott, d ben, da Speis bleib, w und koe dir mit Johar 92 297 die dur komm a gangen, zu pra Herr vi den wil laden kann ve Herber —. 5 mein E freund, ach wie Thräne Sünde Duldig n der nicht dill ich öhlich „ dich —1667. ine Lust. hir sei E für haben. Speis ch das llkom⸗ Gast; ber⸗ e soll Hrist, Leib Nun bist it An mein mit allen deinen Gaben: hier hab ich, was ich haben soll, dein Gna— denbrünnlein ist stets voll, hier find ich Trost und Leben. 3. Laß mich nun ewig sein in dir; laß dir allein mich leben, und bleib du ewig auch in mir. Mein Gott, du wirst mirs ge— ben, daß ich durch diese Speis und Trank stark bleib, wenn ich bin schwach und krank, und fahr zu dir mit Freuden. Johann Olearius 1611-1684. 227 7 Schmücke dich, o liebe Seele, laß die dunkle Sündenhöhle, komm ans helle Licht ge— gangen, fange herrlich an zu prangen; denn der Herr voll Heil und Gna— den will dich jetzt zu Gaste laden; der den Himmel kann verwalten, will jetzt Herberg in dir halten. 2. Ach wie hungert mein Gemüte, Menschen— freund, nach deiner Güte; ach wie pfleg ich oft mit Abendmahl. 193 Mahl zu sehnen; ach wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Le— bensfürsten, daß in die— sem Brot und Weine Christus sich mit mir vereine. 3. Beides, Wonne und auch Beben, fühl ich jetzt im tiefsten Leben. Das Geheimnis dieser Speise und die unerforschte Weise machet, daß ich froh be— merke, Herr, die Größe deiner Stärke. Ist auch wohl ein Mensch zu fin— den, der dein Allmacht sollt ergründen? 4. Jesu, meine Lebens— sonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Le— bensquell und Licht der Sinnen, hier fall ich zu deinen Füßen: laß mich würdiglich genießen die— ser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. 5. Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel hergetrieben, daß du willig hast dein Leben Thränen mich nach deinem in den Tod für uns ge— 13 19⁴ Abendmahl. geben und dazu ganz un- ger fort, den sonst nichts verdrossen, Herr, dein Blut mag aufheben. Ich bin für uns vergossen, das der Trank: wer glaubt uns jetzt kann kräftig trän⸗ an mich, den wird nicht ken, deiner Liebe zu ge⸗ denken. 6. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Scha— den sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen deine Lie— be recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög dein Gast im Him— mel werden. Johann Franck 1618-1677. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 228 Ich komm jetzt Nals ein armer Gast, o Herr, zu deinem dürsten ewiglich; ich will ihm Labsal geben. 3. Drum führe mich, o treuer Hirt, auf deine Himmelsauen, bis meine Seel erquicket wird, wenn du sie lässest schauen die Ströme deiner Gütigkeit, die du für alle hast be— reit, so deiner Hut ver— trauen. 4. Ich armes Schäflein suche dich auf deiner grü— nen Weide; dein Lebens— manna speise mich zu Trost in allem Leide; es tränke mich dein teures Blut, auf daß mich ja kein fal— sches Gut von deiner Lie— Tische, den du für mich be scheide. bereitet hast, daß er mein 5. Gleichwie des Hir— Herz erfrische, wenn michssches mattes Herz nach der Seelenhunger nagt, wenn mich der Durst des Geistes plagt, bis ich den Schweiß abwische. 2. Nun sprichst du See— lenbischof dort: Ich bin das Brot zum Leben; dies Brot treibt auch den Hun⸗ frischem Wasser schreiet, so schreiet auch mein Seelenschmerz: ach laß mich sein befreiet von meiner schweren Sünden— pein und flöße deinen Trost mir ein, dann bin ich benedeiet. 6. Vo in mir Relle, l sch für! Suͤnde se Herr, d der deii gpeifen k Herz sic 7. Et Andacht die We deine 2 Gunst fasse, Lieben meinem herfür, mand h 8. A selbst v ist nich Nimme zu dir, Verderl lauter! istt nich mit all⸗ 9. 0 treuer in mein Nit di bereint mich, deine meine wenn häflein L grü⸗ ebens⸗ Trost tränke Blut, in fal⸗ er Lie⸗ Hir⸗ nach hreiet, mein h laß von inden⸗ heinen m bin Abendmahl. 19⁵ 6. Vor allem aber wirk in mir ein ungefärbte Reue, auf daß mein Herz sich für und für vor aller Sünde scheue; fach in mir,‚ Herr, den Glauben an, der dein Verdienst er⸗ greifen kann, damit mein Herz sich freue. 7. Entzünd in mir der Andacht Brunst, daß ich die Welt verlasse und deine Treue, Gnad und Gunst in dieser Speise fasse, daß durch dein Sieben Lieb in mir Zu meinem Nächsten wachs herfür, und ich fort nie— mand hasse. 8. Ach führe mich doch selbst von mir, bei mir uns ist nichts als Sterben. Nimm aber mich, o Herr, Heißet das zu dir, bei vir ist kein Verderben. In mir ist lauter Höllenpein, in dir ist nichts als Seligsein aller Sünd und Not entnom— wissen als nur von dir, o Gotteslamm, der du auch mich am Kreuzes— stamm aus Not und Tod gerissen. Justus Sieber 1628-1695. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. (Freu dich sehr, o meine Seele.) 299 ¼Ach Gnad über 229. alle Gnaden! Heißet das nicht Gütig— keit? Jesus hat uns selbst geladen zu dem Tisch, den er bereit't. Jesus bittet uns zu Gast, daß wir, Sorgenlast, aller men, in den Himmel möchten kommen. 2. Jesus Christus will speisen und auch selbst die Speise sein. nicht Gnad erweisen? Ist er nun nicht mein und dein? Sollten wir an seinem Heil nun hinfort nicht mit allen Himmelserben. haben teil, da er unser 9. So komm nun treuer Seelenfreund, laß in mein Herz dich schließen. Mit dir bin ich nun ganz so gedenket, daß er sich uns selber schenket? 3. Herr, du hast dich hingegeben unsertwegen vereint, ich will von keinem in den Tod, daß wir 13* 196 Abendmahl. möchten wieder leben frei von aller Qual und Not; aber deiner Liebe Macht hat dich auch dahin ge— bracht, daß du deinen Leib uns schenkest und mit deinem tränkest. 4. Hier sieht man dein treu Gemüte: du bist sonst der Arzt allein; doch willst du aus lauter Güte auch die Arznei selber sein. Du giebst dich selbst uns zu teil, daß wir möchten werden heil von den tiefen Seelenwunden, die sonst waren unver— bunden. 5. Ach zu dir komm ich geschritten, o mein liebster Jesu Christ, und will dich im Glauben bitten, weil für mich be— reitet ist dein so teurer Gnadentisch, daß sich meine Seel erfrisch: du wollst ihren Hunger stillen und in ihrem Durst sie füllen. 6. Ach so wollest du mich laben mit dem rechten Him⸗ melsbrot und mit reichem Trost begaben wider Sün— Blut uns de, Höll und Tod. Ach laß deinen Lebensquell mich auch machen weiß und hell; tränke mich denn, eh ich sterbe und vor gro— ßem Durst verderbe. 7. Dir, Herr Jesu, will ich schicken mein ganz müd und mattes Herz; ach das wollest du er— quicken, weil es fast ver— geht vor Schmerz. O mein Arzt, du kannst allein mich von Sünden machen rein. Du wollst selbst, Herr, in mir leben; dir sei ganz mein Herz ergeben. Anna Sophie von Hessen-Darmstadt 1638—1683. Mel. Wie schön leuchtet der Morgen— stern. 230 O Fels des Heils, Gotteslamm, für meine Sünd am Kreu⸗ zesstamm gemartert und geschlachtet! Dein Leiden ist ein Garten mir, der Früchte träget für und für, wonach die Seele schmachtet; wo ich stets mich wohl erquicke und erblicke Seelenweide, ja die Wurzel aller Freude. 2. De Hensbrot But ma den rein st mein in Schw ein Bor Lebenef der mich tig, Wel Sinas Zagen, will ver 3. V Liebesr mit w die Lie Da we deiner! heilgen uickt, wenn barmen Seele deinen 4. X Gottes an de zum He Ein Sü Pein! der fü Dofel! herrei mein mich n rein. Herr, ri ganz . darmstadt 1683. Morgen⸗ Heils, lamm, Kreu⸗ rt und Leiden r, der rund Seele stets ecund de, ja reude. 2. Dein Fleisch soll Le⸗ bensbrot mir sein, dein Blut macht mich von Sün—⸗ den rein, dein Kreuzholz ist mein Stecken, der mir in Schwachheit Stütze ist, ein Born, aus dem das Leben fließt, ein Schild, der mich kann decken mäch⸗ tig, wenn ich Übertreter Sinas Wetter seh mit Zagen, wenn mich Satan will verklagen. 3. Wie lieblich ist dein Liebesmahl! Da seh ich, mit welch großer Qual die Liebe dich umhüllet. Da werd ich, als aus deiner Hand, mit deinem heilgen Gnadenpfand er— quickt, mit Lust erfüllet, wenn du, Jesu, in Er⸗ barmen dich der armen Seele schenkest und an deinen Eid gedenkest. 4. Wer bin ich, o du Gotteslamm, daß dustarbst an dem Kreuzesstamm, zum Heil mich einzuladen? Ein Sünder, der verdienet Pein! Mich armen Sün⸗ der führst du ein zur Tafel deiner Gnaden, dei— nerreinen Himmelsgaben, Abendmahl. 197⁷ welche laben das Ver— langen, das auf Hoffnung war gefangen. 5. ch habe den be⸗ schwornen Bund so oft gerissen in den Grund und mein Gelübd ver— lassen. Die Schuld ist groß, der Glaube klein; doch willst du mir ver— söhnet sein und nimmer— mehr mich hassen. Dein Wort, mein Hort, bleibt beständig, wie abwendig ich gewesen; neu soll ich durch dich genesen. 6. Drum sinkt vor dir ein ledig Herz, das nichts dir bringt als Sünden— schmerz, in Selbstverleug— nung nieder. Ich bin mir selber gram, daß ich, mein Herr, so oft ver⸗ lassen dich; in Demut komm ich wieder. Willig bin ich, dir aufs neue Huld und Treue zu ver⸗ schreiben, wenn dein Geist mich nur wird treiben. 7. Ach komm in deinen Garten dann; ich will dir bringen, was ich kann, was du mir erst gegeben. Willst du noch mehr, so 198 Abendmahl. gieb es mir, ich will wieder bringen dir; der Du hast mir Lebensbrot Weinstock giebt den Reben geschenkt, ich werd aus Kräfte, Säfte, die von Edens Strom getränkt; innen Raum gewinnen, du wirst bald selber kom— aufwärts dringen, daß sie men und mich ewig dir reife Früchte bringen. vereinen in dem reinen 8. Stärk meinen Glau-Paradeise, wo du Manna ben, um das Kleid Ln zur Speise. ewigen Gerechtigkeit frei⸗. 255 Ardirdehen Ich 2— Gieb nur, daß 6 komm in fester darersantHer sich für jetzt mein 9171.19 14 Herz in Reiter Füll er⸗ dein Bundessiegel fehl, es fil dir moge ja nicht, du Den es mir 5 9 bl leibe 1; vom Bund, den ver Uchre daß ich fröhlich 30 ich erneuert hab, wird darf erscheinen, denn in ö— ich weder Furcht Heiire 11. Wathid damn mic 95394 noch Grab, die Hölle selbst hab ich Zutritt nun ge— nicht treiben. Ich will füene nun still an dir kleben, 9. Von dir hab ich das i in dir leben. Tausend Priestertum, daß ich ins 33 160 5 Welten können gegen dich innre Heiligtum darf un— michts Kelden verhüllet gehen. Den Vor⸗ 0 50 hang riß dein Tod ent⸗ 12. Laß mich, durch zwei, ich darf als Bunds dieser Speise Kraft ge⸗ genosse frei vor deinem stärket, meine Wander— Antlitz stehen. Grämen, schaft fortsetzen durch die Schämen hat ein Ende, Wüste. Gieb, daß Agyp⸗ weil die Hände sind durch⸗ tens Fleischtopf nie von graben, die für mich be⸗ dir, o Himmelsbrot, mich zahlet haben. zieh zur Dienstbarkeit der 10. Hier ist die Liebe Lüste. Komm bald, Herr, mein Panier, dein Liebes⸗halt deiner Tauben Treu altar brennt in mir, du und Glauben unzerbro— chen, wie Prand uddrih K Mel. Mis 231. du Brin den, wir Leib u uns has ner Liel unsrer selbst höhen dein durch Stärke. würdge werden zum wesen. daß w ans 6 Zünd Und fü dir tre deines in dei gersch. leben. lumen. nsbrot d aus kränkt, kom⸗ ig dir reinen Nanna paß o, mein üll er⸗ möge d, den wird Furcht e selbst h will kleben, ausend en dich durch st ge⸗ ander⸗ ch die Aghp⸗ ie von „ mich eit der „Hert, Treu erbro⸗ chen, wie dein Wort und Pfand versprochen. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 23 Herr Jesu Christ, W du höchstes Gut, du Brunnquell aller Gna— den, wir kommen, deinen Leib und Blut, wie du uns hast geladen, zu dei— ner Liebe Herrlichkeit und unsrer Seelen Seligkeit zu essen und zu trinken. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit zu diesem hohen Werke; schenk uns dein schönes Ehrenkleid durch deines Geistes Stärke. Hilf, daß wir würdge Gäste sein und werden dir gepflanzet ein zum ewgen Himmels— wesen. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir auch bis d ans Ende bleiben; laß Sünd und Not uns für und für nicht wieder von dir treiben, bis wir durch deines Nachtmahls Kraft in deines Himmels Bür— gerschaft dort ewig selig leben. 17¹13. Abendmahl. deiner zu getrösten. 199 Mel. An Wasserflüssen Babylon. 232. Ich komme, Herr, und suche dich, mühselig 900 Leladen; Gott, mein Erbarmer, würdge mich des Wun— ders deiner Gnaden. Ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, mich Ich fühle meiner Sünden Müh, ich suche Ruh und finde sie im Glauben der Erlösten. 2. Dich bet ich zuver⸗ sichtlich an, du bist das Heil der Sünder; du hast die Handschrift abgethan, und wir sind Gottes Kin— der. Ich denk an deines Leidens 3400 und an dein Wort: Es ist voll⸗ bracht! Du 90 mein Heil Lendreite, du hast für mich dich dargestellt; Gott war in dir und hat die Welt in dir mit sich versühnet. 3. So freue dich, mein Herz, in mir, er tilget deine Sünden und läßt an seinem Tische hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört 200 dich schon, spricht liebreich: Sei getrost, mein Sohn, die Schuld ist dir verge— ben; du bist in meinen Tod getauft, und du wirst feiten; sei mitten unter dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit; bewahr es hier im Glauben und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben: sieh, ich vereine mich mit dir, ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Früch— te bringen; ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot, ich will es treu erfüllen und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig sein, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn und deinen Tod zu prei— sen; laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen. Christian Fürchtegott Gellert 1715—-1769. Abendmahl. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 233 Herr, du wollst 25 uns vollbereiten zu deines Mahles Selig— uns, o Gott! Laß uns, Le⸗ ben zu empfahen, mit glau⸗ bensvollem Herzen nahen und sprich uns los von Sünd und Tod. Wir sind, o Jesu, dein; dein laß uns ewig sein! Amen, Amen. Anbetung dir! Einst feiern wir das große Abendmahl bei dir. Friedrich Gottlieb Klopstock 1724—1803. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 234 Komm, meinHerz, in Jesu Leiden strömt auch dir ein Quell der Freuden; stille hier dein sehnlich Dürsten an dem Mahl des Lebens⸗- fürsten. Daß ich einen Heiland habe, mich in sei— nem Heile labe und in sein Verdienst mich kleide, das ist meines Herzens Freude. 2. Zwar hab ich ihn alle Tage, wenn ich nach nießen. 3.Al langen mahl schenkt eigen: nun ve einen am Ki Grabe, mir se mein bleibet. 4. oft sor der si und V wunde Licht ich ei der n stabe! voll ist al 5. Verlo Klopstoc 1803. be Seele. nherz Leiden Quell e hier en an ebens⸗ einen in sei⸗ nd in kleide, erzens ihn nach ihm Sehnsucht trage; er ist auf der Himmelsreise täglich meine Seelenspeise. Daß ich einen Heiland habe, bleibt mein Alles bis zum Grabe, und ich mag nichts andres wissen, als sein Leiden zu ge⸗ nießen. 3. Aber ich will mit Ver— langen auch sein Abend— mahl empfangen, hier schenkt er sich ganz zu eigen: nimmer will ichs nun verschweigen, daß ich Heiland habe, einen Heiland habe, der am Kreuz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach wie werd ich oft so müde, wie entweicht der süße Friede! und Welt kann mich ver— wunden, wenn mir dieses Licht verschwunden, daß ich einen Heiland habe, der mit seinem Hirten— stabe sanft und mild und voll Vergeben mir nichts ist als Heil und Leben. 5. O ich Armer, ich Verlorner, ich in Sünden s Abendmahl. Sünd 201 schon Geborner, was wollt ich vom Troste wissen, wäre dies mir weggerissen, daß ich einen Heiland habe, dessen Blut mich Sünder labe! Besser wär es, nie geboren, als dies teure Wort verloren. 6. Sei gesegnet, ewge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtraun mich vergiftet, solch ein Denkmal selbst gestiftet: daß ich einen der den Gang zum Kreuz und Grabe, ja den Schritt in TodesRachen gern gethan, mich los zu machen. 7. Heilges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der in dir begegnet, der mit seinen Todeswunden die Erlösung mir erfun— den. Daß ich einen Hei⸗ land habe, der erblaßt und tot im Grabe auch für meine Schuld gelegen, will ich schmecken und erwägen. 8. Heilger Kelch, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet, des— en Blut mich lässet finden 202 Abendmahl. die Vergebung aller Sün⸗ 11. Will hinfort mich den. Daß ich einen Hei- etwas quälen, oder wird land habe, der die arme mir etwas fehlen, oder Seele labe, muß nicht wird die Kraft zerrinnen, dies mein Dürsten stillen so will ich mich nur be— und mein Herz mit Won- sinnen, daß ich einen Hei— ne füllen? land habe, der vom Kripp— 9. Er gebietet mir zu lein bis zum Grabe, bis essen, meines Jammers zum Thron, wo man ihn zu vergessen, er gebietet ehret, mir, dem Sünder, mir zu trinken und in zugehöret. Freude zu versinken, daß Ernst Gottlieb Woltersdorf ich einen Heiland habe, der sich selbst zur Opfer⸗ gabe, ja zur Nahrung wl Gott sei gelobet und gebenedeiet. und zum Leben mir aus 235 Nun sei, o Herr, freier Huld gegeben.. dir Preis und 10. Gott, was brauch Dant geweihet, Preis ich mehr zu wissen, ja und Dank aus Herzens— was will ich mehr ge- grunde! Der du mit uns nießen? Wer kann nun den Friedensbund erneu⸗ mein Heil ermessen? et, heilge uns in deinem Werd ich das nur nie Bunde. Jesus Christus, vergessen, daß ich einen der du dich für uns ge— Heiland habe! Ich bin geben, Lebensfürst, o laß frei von Tod und Grabe; in dir uns leben, bis wir wenn mich Sünd und droben im Licht ewig Hölle schrecken, so wird schaun dein Angesicht. mich mein Heiland decken. Hallelujah! 1831. 0 236 Herr Rufen, neig meiner Denn sehene Unrech kann, ben? 2. 8 denn die Si s ist umson besten niemat kann, ten je ner G 3. willh mich wird oder men, Xbe⸗ Hei⸗ tripp⸗ „ bis N ihn nder, tersdon 1761. nedeiet. Herr, und Preis zens⸗ t uns rneu⸗ einem istus, 5 ge⸗ 0 laß 5 wir ewig icht. 1831. IV. Christliches Leben. 1. Buße. Verdienst auf ihn mein Herz soll Psalm 130. 236 Aus tiefer Not —„schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen, dein gnädig Ohr neig her zu mir und meiner Bitt es öffne. Denn so du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist gethan, wer kann, Herr, vor dir blei— ben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben, es ist doch unser Thun umsonst auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann, des muß dich fürch— ten jedermann und dei— ner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein nicht bauen; lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort: das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzwei— feln nicht noch sorgen. So thu Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gotts erharre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein 204 der gute Hirt, der J erlösen wird aus seinen Sünden allen. Allein zu dir, Martin Luther 1483-1546. 237 0. Herr Jesu Christ, mein Hoffnung steht auf Erden. Ich weiß, daß du mein Tröster bist, kein Trost mag mir sonst werden: von Anbeginn ist nichts erkorn, auf Erden ist kein Mensch geborn, der mir aus Nöten helfen kann; ich ruf dich an, zu dem ich mein Vertrauen hab. 2. Mein Sünd sind schwer und übergroß und reuen mich von Herzen, derselben mach mich frei und los durch deinen Tod und Schmerzen; und zeig mich deinem Vater an, daß du hast gnug für mich gethan, so werd ich los der Sünden Last: Herr, halt mir fest, wes in du dich mir versprochen 213 Gieb mir nach deinr Barmherzigkeit den wah⸗ ren Christenglauben, auf Buße. daß ich deine Süßigkeit mög iumigerh anschauen, vor allen Dingen lieben dich und meinen Nächsten gleich als mich. Am letz⸗ ten End dein Hilf mir send, damit behend des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, dem Va⸗ ter aller Güte, und Jesu Christ, sein'm liebsten Sohn, der uns allzeit behüte, und Gott dem werten heilgen Geist, der uns allzeit sein Hilfe leist, damit wir ihm gefällig sein hier in der Zeit und folgends in der Ewigkeit. Johann Schnesing(2) 4 1567. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 23 Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, du Brunnquell aller Gna⸗ den, sieh doch, wie ich meinem Mut mit Schmerzen bin beladen und in mir hab der Hie viel, die im Ge⸗ wissen ohne Ziel mich armen Sünder drücken. 2. Er in solche aus me weil du am He shmerz nicht u in mei geh nod 3. F. das kon mein 2 fällt m ein St Furcht weiß w und m sein, w nicht h 4. A Wort d nem si mir d lacht, a zu spr alle Gr die mit zudir, vonga Verzei igkeit uen, ieben chsten leh⸗ mir des mir dem Va⸗ Jesu ebsten allzeit dem , der leist efälli tund igkeit. 1 5⁵⁷⁵ zu dit. Hris, Gut, Buße. 205⁵ 2. Erbarm dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem Herzen, die— weil du sie gebüßet hast am Holz mit Todes⸗ schmerzen, auf daß ich nicht mit großem Weh in meinen Sünden unter— geh noch ewiglich verzage. 3. Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag begangen, so fällt mir auf mein Herz ein Stein, und bin mit Furcht umfangen, ja ich weiß weder aus noch ein und müßte gar verloren sein, wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Allein dein heilsam Wort das macht mit sei— nem süßen Singen, daß mir das Herze wieder lacht, als wenns beginnt zu springen, dieweil es alle Gnad verheißt denen, die mit zerknirschtem Geist zu dir, Herr Jesu, kommen. 5. So komm ich jetzt zu dir allhie in meiner Angst geschritten und thu dich mit gebeugtem Knie von ganzem Herzen bitten: Verzeihe mir doch gnädig— lich, was ich mein Lebtag wider dich auf Erden hab begangen. 6. Stärk mich mit dei nem Freudengeist, heil mich mit deinen Wunden, tröst mich mit deinem Todesschweiß in meiner letzten Stunden und nimm mich einst, wenn dirs ge— fällt, im rechten Glauben von der Welt zu deinen Auserwählten. Bartholomäus Ringwald 1530—1598. 09 Ach Gott und 239. Herr, wie groß und schwer sind mein be— gangne Sünden! Da ist niemand, der helfen kann, in dieser Welt zu finden. 2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit bis an der Welt ihr Ende und wollt los sein des Elends mein, würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich; ver⸗ stoß mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet. Ach geh doch nicht, Gott, ins Gericht: dein Sohn hat mich versühnet. 206 4. Solls ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünde folgen müssen: so fahr hier fort und schone dort und laß mich hier wohl büßen. 5. Gieb, Herr, Miettnt vergieb die Schuld„schaff ein gehorsam Herze, daß ich nur nicht, wie's oft geschicht, mein Heil mur⸗ rend verscherze. 6. Handle mit mir, wie's dünket dir, durch dein Gnad will ichs lei— n; laß mich nur nicht dort ewiglich von dir sein abgeschieden. Martin Rutilius 1550—1618. Mel. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. 240. Du weinest vor Jerusalem, Herr Jesu, lichte Zähren; be⸗ zeugst, es sei dir ange⸗ nehm, wenn Sünder sich bekehren. Wenn ich vor dir mit Buß erschein und über meine Sünde wein, so wäschst du ab aus lauter Gnad die Missethat, die mich bisher gequälet hat. 2. Wenn deines Vaters Zorn entbrennt von we— Buße. gen meiner Sünde, zu der⸗ nenThränenich michwend, da ich Erquickung finde. Vor Gott sind sie so hoch geschätzt, wer damit seine Sünde netzt, den blickt Gott an mit Gütigkeit zu jeder Zeit und sein be— trübtes Herz erfreut. 3. Hier muß ich auch im Thränenhaus vor gro— ßer Angst oft weinen, der Welt aushalten manchen Strauß: sie martert stets die Deinen; auf allen Seiten, wo sie kann, fängt sie mit mir zu hadern an. Dies tröstet mich zu aller Frist: Herr Jesu Christ, in Not du auch gewesen bist. 4. Du zählest alle Thrä— mein, ich weiß, sie gezählet, und ob sie nicht zu zählen sein, den— noch dir keine fehlet. So oft vor dir sie regen sich, so oft sie auch bewegen dich, daß du dich mein er— barmen mußt. Dir ist be⸗ wußt mein Kreuz, drum hilfst du mir mit Lust. 5. Werjetzund säet Thrä— nen aus, hält in Geduld nen sind Gott stt ein in Freude solche“ Mann ausspret da blei mein Kr werden Freud. 0. 7 F. dank ick Freuder dadurc dir ins Wann! hinauf wählter ich rech höchste Thräne Johan 8 Mel. Va 24¹ mir ist ders To mein; daß er te still heit ke mit m der⸗ wend, inde hoch seine blickt eit 3u auch gro⸗ „ der nchen stets allen fängt an. aller Hrist wesen Thrä⸗ 5„, si b sie den⸗ 0 sich, vegen in er⸗ st be⸗ drum ust. Thrä⸗ eduld Buße. 207 Gott stille, wird Hande sein in deinem Haus, Freude ist die Fülle, 3 solche Freude, die kein Mann mit seiner Zung aussprechen kann, und die da bleibt in Ewigkeit; mein Kreuz und Leid wird werden dort zu lauter Freud. 6. Für diese Thränen dank ich dir, daß du die Freudenkrone, Herr Christ, dadurch erworben mir bei dir ins Himmels Throne. Wann du mich holen wirst hinauf zu deiner Auser— wählten Hauf, dann will ich recht lobsingen dir, o höchste Zier, für deine Thränen für und für. Johann Heermann 1585—1647. Hesekiel 33, 11. Mel. Vater unser im Himmelreich. So wahr ich lebe, 241. Huch dein Gott, mir ist nicht lieb des Sün— ders Tod; vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, daß er von Sünden hal⸗ te still, von seiner Bos⸗ heit kehre sich und lebe mit mir ewiglich. Dies Wort bedenk, 0 Wensch enkind, verzweif— le nicht in deiner Sünd. Hier findest du Trost, Heil und Gnad, die Gott dir zugesaget hat, und zwar mit einem teuren Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, denk nicht: zur Buß ist noch wohl Zeit; ich will erst fröhlich sein auf Erd; wann ich des Lebens müde werd, als— dann will ich mich, Gott wird 43 erbarmen sich. 4. Wahr ists, Gott ist wohl stets bereit dem Sün— der mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sün— digt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Un— gnad abgelohnt. 5. Gnad hat dir zuge— saget Gott von wegen Christi Blut und Tod; doch sagen hat er nicht gewollt, ob du bis mor— gen leben sollt; daß du mußt Anden, ist dir kund, bekehren wohl 208 Buße. verborgen ist die Todes⸗Gewissen ein nadentröpf⸗ stund. lein fließen. 6. Heut lebst du, heut 3. Ich, dein betrübtes bekehre dich, eh morgen Kind, werf alle meine kommt, kanns ändern sich: Sünd, so viel ihr'r in mir wer heut ist frisch, gesund stecken und mich so heftig und rot, ist morgen krank, schrecken, in deine tiefen ja wohl gar tot. So du Wunden, da ich stets Heil nun stirbest ohne Buß, gefunden. dein Seel und Leib ver⸗ 4. Durch dein unschul⸗ derben muß. dig Blut, vergossen mir 7. Hilf, o Herr Jesu, zu gut, wasch ab all meine hilf du mir, daß ich noch Sünde, mit Trost mein heute komm zu dir und Herz verbinde, der Schuld Buße thu den Augenblick, nicht mehr gedenke, ins eh mich der schnelle Tod Meer so tief versenke. hinrück, auf daß ich heut 5. Ist meine Bosheit und jederzeit zu meiner groß, so werd ich ihr'r Heimfahrt sei bereit. doch los, wenn ich dein Johann Heermann 1585—1647. Kreuz umfasse und mich Mel. Auf meinen lieben Gott n n. Vn We, Muß weinn e zu dir mur sinwet, all Angst 24. Wo soll ich fliehen ihm bald verschwindet. hin, weil ich be 6. Mir mangelt zwar schweret bin mit vielen sehr viel, doch was ich großen Sünden? Wo soll haben will, ist alles mir ich Rettung finden? Wenn zu gute erlangt mit dei—⸗ alle Welt herkäme, mein nem Blute, damit ich Angst sie nicht wegnähme. überwinde Tod, Teufel, 2. O Jesu voller Gnad, Höll und Sünde. auf dein Gebot und Rat.- 7. Dein Blut, der edle kommt mein betrübt Ge-⸗Saft, hat solche Stärk müte zu deiner großen und Kraft, daß auch ein Güte: laß du auf mein Tröpflein kleine die ganze ö Welt kar alls Teu os und 8. D dic, H laß ich ich nicht Reich u denn di worben, gestorbe 9. Herz u deinen ich mü was mi scheiden nem Le ewig bl Johann Rel. Aust 94 243. ich fall verstoß zu dir noch ent ich bege berzeih lich du Hite. 2. D macht! itröpf. rübtes meine in mir heftig tiefen ts Heil nschul⸗ n mir meine t mein Schuld ke, ins nke. Bosheit 9 ihr'r h dein d mich der sich ll Angst indet. t zwar vas ich les mir nit dei⸗ nit ich Teufel, der edle uch ein ie ganze Buße. Welt kann reine, ja gar aus Teufels Rachen frei, los und ledig machen. 8. Darum allein auf dich, Herr Christ, ver⸗ laß ich mich; jetzt kann ich nicht verderben, dein Reich muß ich ererben, denn du hast mirs er— worben, da du für mich gestorben. 9. Führ auch mein Herz und Sinn durch deinen Geist dahin, daß ich mög alles meiden, was mich und dich kann scheiden, und ich an dei— nem Leibe ein Gliedmaß ewig bleibe. Johann Heermann 1585—1647. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 243 OBVater der Barmherzigkeit, ich falle dir zu Fuße; verstoß den nicht, der zu dir schreit und thut noch endlich Buße. Was ich begangen wider dich, verzeih mir alles gnädig— lich durch deine große Güte. 2. Durch deiner All⸗ macht Meisterthat nimm 209 von mir, was mich quä— let; durch deine Weisheit schaffe Rat, worin es mir sonst fehlet; gieb Willen, Mittel, Kraft und Stärk, daß ich mit dir all meine Werk anfange und vollende. 3. O Jesu Christe, der du hast am Kreuze für mich Armen getragen aller Sünden Last, wollst meiner dich erbarmen. O wahrer Gott, o Da⸗ vids Sohn, erbarm dich mein und mein verschon, sieh an mein kläglich Rufen. 4. Laß deiner Wunden teures Blut, dein Todes— pein und Sterben mir kommen kräftiglich zu gut, daß ich nicht müß ver— derben; bitt du den Vater, daß er mir im Zorn nicht lohne nach Gebühr, wie ich es hab verschuldet. 5. O heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, wenn mich die Sündenlust anficht, laß mich von dir nicht wanken; verleih, daß nun und nimmermehr Begierd 14 21⁰ Buße. nach Reichtum oder Ehr in meinem Herzenherrsche. nicht dein Kind mehr nennen; ach nimm mich 6. Und wenn mein zu Gnaden an, laß die Stündlein kommen ist, so Menge meiner Sünden hilf mir treulich kämpfen, deinen Zorn nicht gar ent⸗ daß ich des Satans Trutz und List durch Christi Sieg mag dämpfen; auf daß mir Krankheit, Angst und Not und dann der letzte Feind, der Tod, nur sei die Thür zum Leben. David Denicke 1603-1680. 244. Herr, ich habe mißgehandelt, ja mich drückt der Sünden Last; ich bin nicht den Weg gewandelt, den du mir gezeiget hast, und jetzt wollt ich gern aus Schrecken mich vor deinem Zorn verstecken. 2. Doch wie könnt ich dir entfliehen? Du wirst allenthalben sein: wollt ich über See gleich ziehen, stieg ich in die Gruft hin⸗ ein, hätt ich Flügel gleich den Winden, gleichwohl würdest du mich finden. 3. Drum muß ich es nur bekennen: Herr, ich habe mißgethan, darf mich zünden. 4. Könnt ein Mensch den Sand gleich zählen an dem großen weiten Meer, dennoch würd es ihm wohl fehlen, daß er meiner Sünden Heer, daß er glle mein Gebrechen solltewissenauszusprechen. 5. Dir will ich die Last aufbinden, wirf sie in die tiefe See, wasche mich von meinen Sünden, mache mich so weiß wie Schnee, laß dein guten Geist mich treiben, einzig stets bei dir zu bleiben. Johann Franck 1618—1677. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. — Ich armer Mensch, 245.66 armer Sünder steh hier vor Gottes An— gesicht: Ach Gott, ach Gott, verfahr gelinder und geh nicht mit mir ins Ge— richt. Erbarme dich, er— barme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich. 2. Hetzlich meiner Hilf, da erlange, Verlorne me did Gott, über m seufzend lerliebst wollst verzeih ner Se barme Gott, über n 4. N verschu handle Sünd; schone, wieder Erbarn dich, E mer, ü 5. S so wer daß der Geh h dir ver hinfort harme mehr mich 5 die ünden ar ent⸗ Nensch zählen weiten ird es daß er er, daß rechen rechen. ie Last in die ich von mache Schnee, ist mich ts bei 18—1677. 1Gott läßt Mensch, Sünder tes An⸗ tt, ach der und ins Ge⸗ ich, er⸗ t, mein mich. Buße. 211 2. Wie ist mir doch so herzlich bange von wegen meiner großen Sünd! Hilf, daß ich wieder Gnad erlange, ich armes und verlornes Kind. Erbar— me dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich. 3. Hör, ach erhör mein seufzend Schreien, du al— lerliebstes Vaterherz: wollst alle Sünden mir verzeihen und lindern 2— ner Seele Schmerz. barme dich, erbarme dch Gott, mein Erbarmer, über mich. 4. Nicht, wie ich hab verschuldet, lohne und handle nicht nach meiner Sünd; o treuer Vater, schone, schone, erkenn mich wieder für dein Kind. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbar⸗ mer, über mich. 5. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben, sprich, daß der arme Sünder hör: Geh hin, die Sünd ist dir vergeben, nur sündige hinfort nicht mehr! Er— barme dich, erbarme dich, bists, — sucht, du segnest das, so Gott, mein über mich. Christoph Tietze 1641—1703. Erbarmer, Röm. 7, 24. 25. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 246 Wo soll ich hin, 70 wer hilfet mir⸗ Wer führet mich zum Le⸗ ben? Zu niemand, Herr, als nur zu dir will ich mich frei Wedehen⸗ Du der das Verlorne war verflucht; hilf, Jesu, dem Elenden. 2. Herr, meine Sünden ängsten mich, der Todes— leib mich plaget. OLebens⸗— gott, erbarme dich; ver— gieb mir, was mich naget. Du weißt es wohl, was mir gebricht, ich weiß es auch und sag es nicht: hilf, Jesu, dem Betrübten. 3. Du sprichst: ich soll mich fürchten nicht; du rufst: Ich bin das Leben! Drum ist mein Trost auf dich gericht't, du kannst mir alles geben. Im Tode kannst du bei mir stehn, in Not als Herzog 14*⁰ 212 Buße. vor mir gehn; hilf, Jesu, zu diesem Liebesmahl von dem Zerknirschten. der breiten Sündenstra— 4. Bist du der Arzt, en du mich auch hast der Kranke trägt: auf laden lassen. dich will ich mich legen. 2. Herr, wer bin ich? Bist du der Hirt, der Und hingegen wer bist Schwache pflegt: erquicke du? was deine Pracht? mich mit Segen. Ich Ich dem Wurm gleich an bin gefährlich krank und den Wegen, du der König schwach; heil und verbind, großer Macht; ich Staub, hör an die Klag; hilf, Erde, schwach, voll Not, Jesu, dem Zerschlagnen. du der Herr Gott Zeba⸗ 5. Ich thue nicht, Herr, oth; ich ein Scherz und was ich soll; wie kann Spiel der Zeiten, du der es doch bestehen? Es Herr der Ewigkeiten. drücket mich, das weißt„. ö du wohl; wie wird es 3. Ich unrein und ganz endlich gehen? Elender verdorben, du die höchste ich, wer wird mich doch Heiligkeit; ich verfinstert erlösen von dem Todes⸗ und ee 5 das joch? Ich danke Gott Lebens Licht und Freud; durch Christum. ich ein armes, schwaches Joachim Neander 1650—1680. Kind, lahm und Krüppel, ö taub und blind, du das Lilt. 14, 16—24. Wesen aller Wesen, ganz Mel. Wie nach einer Wasserquelle. vollkommen, auserlesen. Freu dich sehr, o meine Seele.) 4. Und doch lässest du 247 Gott, des Zepter, mich laden zu dem gro— Stuhl und Kro-ßen Hochzeitsmahl. O der ne herrschet über alle übergroßen Gnaden: ich Welt, der du deinem Her-soll in des Himmels Saal zenssohne eine Hochzeit mit dem lieben Gottes- hast bestellt, dir sei Dank lamm, meiner Seele Bräu— ohn End und Zahl, daß tigam, bei der Engel Chor für sein angenel Gottes seiner und Ki Komm ich bit wenig und T dir nit gnug! ich schu wie ich wollte. 14 Mahl der fil laß me wecken, liebreie Masch omm ind S Bot, König Staub, [ Not, Zeba⸗ ez und du der en. d ganz höchste finstert u des Freud; waches rüppel, du das „, ganz erlesen. ssest du m gro⸗ Oder en: ich 5 Saal Hottes⸗ Bräll⸗ el Chor und Reihen mich in Ewig— keit erfreuen! 5. Wen nun dürstet, soll sich laben mit dem Quell, der ewig fleußt; wen nun hungert, der soll haben Brots genug für seinen Geist. angenehmer Ort, da sich Gottes Herz und Wort seiner Braut und Hoch— zeitsgästen giebt als Speis und Trank zum besten! 6. O du großer Herr und König, der du rufst: Kommt, kommt herbei! ich bin zu gering und wenig aller deiner Lieb und Treu; ach ich kann dir nimmermehr danken gnug und also sehr, wie ich schuldig bin und sollte, wie ich auch wohl gerne wollte. 7. Zeuch du mich, dein Mahl zu schmecken, aus der finstern Erdenkluft; laß mein Ohr die Stimme wecken, die so hell und liebreich ruft: Komm, o Mensch, komm eilend, komm zu dem Lebensquell und Strom; komm zum Brot, davon zu zehren O ein Buße. 213 und den Geist damit zu nähren! 8. Offne, Herr, mir doch die Ohren zu dem Ruf, der also klingt, der zu deinen Freudenthoren, o Jerusalem, mich bringt; laß den, den du teur er— kauft, der auf dich selbst ist getauft, ja nicht in der Thoren Reihen sich der eitlen Weltlust freuen. 9. Laß das eitle Welt getümmel, das wie Schat— ten wird entfliehn, von des Lammes Mahl im Himmel, das stets bleibt, mich nicht abziehn. Kleide, Desu, in der Zeit mich mit deinem Hochzeitskleid, daß ich deine Hochzeits— ehren möge feiern ohn Aufhören. Heinrich Georg Neuß 1654—1716. Luc. 15, 1—7. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. 248 Ihr armen Sün⸗ +* der, konumnt zu Hauf, kommt eilig, kommt und macht euch auf, müh— selig und beladen: hier öffnet sich das Jesuherz 214 für alle, die in Reu und Schmerz erkennen ihren Schaden. 2. Es heißt: Er nimmt die Sünder an! Drum komm, dein Jesus will und kann dich retten und umarmen. Komm wei— nend, komm in wahrer Buß und fall im Glauben ihm zu Fuß, er wird sich dein erbarmen. 3. Ein Hirt verläßt sein Schäflein nicht, dems in der Irr an Hilf gebricht, er sucht es mit Verlangen; Buße. mich auf, weil ich ver— wirrt im Strick und Netz der Sünden. 6. Ach wehe mir, daß ich von dir gewichen bin zum Abgrund schier! Ach laß mich wiederkehren zu deiner Herde, nimm mich an und mach mich frei von Fluch und Bann; dies ist mein Herzbegehren. 7. Laß mich dein Schäf⸗ lein ewig sein, sei du mein treuer Hirt allein im Leben und im Sterben; laß mich verleugnen Welt und Sünd er lässet neunundneunzig und als ein wahres Gottes⸗ stehn und sie gar in der kind dein Himmelreich er— Wüsten gehn, das eine zu umfangen. 4. Es sucht der liebste Jesus Christ das Schäf— lein, das verloren ist, bis daß ers hat gefunden. So laß dich finden, liebe Seel, und flieh in Jesu Wundenhöhl; noch sind die Gnadenstunden. 5. O Jesu, deine Lieb ist groß: ich komm müh— selig, nackt und bloß; ach laß mich Gnade finden. erben. 8. Ich will von nun an sagen ab der Sünden⸗ lust bis in mein Grab und in dem neuen Leben in heiliger Gerechtigkeit dir dienen noch die kurze Zeit, die mir zum Heil gegeben. Laurentius Laurenti 1660—1722. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. u 249. Ach, mein Jesu, welch Verderben Ich bin ein Schaf, das sich verirrt; ach nimm wohnet nicht in meiner Brust! Denn mit andern Wamse ler Sün meine? mein a zum V Ach W. den Ket todes 3. 0 Geist! angeet nen E dein Bl schlage glieder Mamẽ 4. der Er Sünde der le mußt mich gebäre Kraft reines en G ich ja mit d 9 frei u; dies hren. Schäf⸗ u mein Leben mich oSünd Hottes⸗ eich er⸗ n nun ünden⸗ Grab Leben htigkeit e kurze n Heil 60—17²2. gehandelt. Jesu, derben meiner andern Adamserben steck ich vol⸗ ler Sündenlust. Ach ich muß dir nur bekennen: ich bin Fleisch von Fleisch zu nennen. 2. Wie verkehrt sind meine Wege, wie verderbt mein alter Sinn, der ich zu dem Guten träge und zum Bösen hurtig bin! Ach wer wird mich von den Ketten dieses Sünden— todes retten? 3. Hilf mir durch den Geist der Gnaden aus der angeerbten Not, heile mei— nen Seelenschaden durch dein Blut und Kreuzestod; schlage du die Sünden⸗ glieder meines alten Adams nieder. 4. Ich bin unten von der Erden, stecke in dem Sündengrab; soll ich wie— der lebend werden, so mußt du von oben ab mich durch deinen Geist gebären und mir neue Kraft gewähren. 5. Schaff in mir ein reines Herze, einen neu— en Geist gieb mir, daß ich ja nicht länger scherze mit der Sünden Lustbe— Buße. 215 gier; laß mich ihre Tück bald merken, mich im Geist dagegen stärken. 6. Lehr mich wachen, beten, ringen und mein böses Fleisch und Blut unters Joch des Geistes zwingen, weil es doch thut nimmer gut; was nicht kann dein Reich ererben, laß in deinem Tod er— sterben. 7. Reize mich durch jene Krone, die mir dro— ben beigelegt, daß ich mei— ner niemals schone, wenn und wo ein Feind sich regt, sondern hilf mir tapfer kämpfen, Teufel, Welt und Fleisch zu dämpfen. 8. Sollt ich etwa un— terliegen, o so hilf mir wieder auf; hilf in dei— ner Kraft obsiegen, daß ich meinen Lebenslauf un⸗ ter deinen Siegeshänden möge ritterlich vollenden. Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. Phil. 2, 12. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. (Freu dich sehr, o meine Seele.) 2 Schaffet, schaf⸗ 50. fet, Menschenkin— 216 Buße. der, schaffet eure Selig-schmäht! Unter Christi keit; bauet nicht wie freche Kreuzesschmach jaget man Sünder nur auf gegen- dem Frieden nach; wer wärtge Zeit, sondern schau- den Himmel will ererben, et über euch, ringet nach muß zuvor mit Christo dem Himmelreich und be— mühet euch auf Erden, wie ihr mögetselig werden. 2. Daß nun dieses mög geschehen, müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut und desselben Neigung gehen; sondern was Gott will und thut, das muß ewig und allein eures Lebens Richtschnur sein, es mag Fleisch und Blut in allen übel oder wohl gefallen. 3. Ihr habt Ursach zu bekennen, daß in euch noch Sündesteckt, daßihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, daß euch lauter Elend deckt, und daß Gottes Gna— denkraft nur allein das Gute schafft; ja daß au— ßer seiner Gnade in euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glau— ben kämpfet, selig, wer im Kampf besteht und die Sünden in sich dämpfet, selig, wer die Welt ver— sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig sein, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein: ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg; wahren Sie— gern wird die Krone nur zum beigelegten Lohne. 6. Mit der Welt sich lustig machen, hat bei Christen keine Statt; fleischlich reden, thun und lachen schwächt den Geist und macht ihn matt. Ach bei Christi Kreuzesfahn geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frechem Herzen sicher wol— le thun und scherzen. 7. Furcht muß man zu Gott stets tragen, denn er kann mit Leib und Seel uns zur Höllen niederschlagen; er ist, der des Geistes Ol und, nach— dem es ihm beliebt, Wol— die Sün Wam i den Krer bis ihm legt ha ße ab, senkt in⸗ immer Dringet Pforte! 9. vor de bei auf ich sein in der 6 Ach me doch ni men in nir dei fen, m schaffen 10.2 Amen! dies in in Jest Glaubet Er, er Stärk das We Chrisi t man wer erben, Sheso nicht Indern „ eure ingen, ffnung Streit iemals n Sie⸗ ie nur ohne. lt sich t bei Statt; in und Geist . Ach esfahn iemals h mit * wol⸗ en. man ragen, t Leib Höllen st, der nach⸗ Vol⸗ Buße. len und Vollbringen giebt. O so laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade an⸗ zuflehen. 8. Und dann schlagt die Sündenglieder, welche Adam in euch regt, in den Kreuzestod darnieder, bis ihm seine Macht ge— legt; hauet Händ und Fü— ße ab, was euch ärgert senkt ins Grab und denkt immer an die Worte: Dringet durch die enge Pforte! Zittern will ich vor der Sünde und da— bei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach mein Heiland, geh doch nicht mit mir Ar— men ins Gericht! Gieb mir deines Geistes Waf— fen, meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, auf daß ich in Jesu Namen so den Glaubenskampf ausführ. Er, er gebe Kraft und Stärk und regiere selbst 217 bete, ringe und also zum Himmel dringe. Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. Matth. 11, 28—-30. Mel. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. Zu dir, Herr Je⸗ 251. su, komme ich, arhdem du mich so mil— diglich zu dir hast heißen kommen. Mich drücket meiner Sünden Last, sie läßt mir keine Ruh noch Rast; würd sie mir nicht benommen, so müßt dar— unter ich vergehn, ich könn-⸗ te vor Gott nicht bestehn, vor dem die Himmel selbst nicht rein, ich müßt ein Kind des Todes sein. Herr Jesu Christ, mein Trost und Licht, mein Trost und Licht, erquicke mich und laß mich nicht. 2. Das Sündenjoch ist mir zu schwer, es drückt den Geist nur allzusehr: du, Herr, wollst es zer⸗ brechen. Gedenke, daß du diese Last darum für mich getragen hast, damit nicht möge rächen der Vater, das Werk, daß ich wache, was ich hab verschuldt, 218 vielmehr daß seine Gnad und Huld mir Armen wieder würd zu teil; mach mich durch deine Wunden heil, Herr Jesu Christ, und für mich bitt und für mich bitt, wenn Satan wider mich auftritt. 3. Zu dir steht meine Zuversicht; ich weiß von keinem Helfer nicht ohn dich, o Arzt der Sünder. All andre Helfer sind zu schlecht; du bist allein vor Gott gerecht, des Todes Überwinder, die Freistatt und der sichre Ort, das feste Schloß, der Schild und Hort, der Mittler und der Gnaden— thron, des Vaters Herz und liebster Sohn. Herr Jesu Christ, das glaube ich, das glaube ich; ach stärk in solchem Glauben mich. 4. Hinfort will ich nun jederzeit auf mich zu neh— men sein bereit dein Joch, die sanfte Bürde. Dar⸗ unter find ich Fried und Ruh, ich wachs und nehm im Guten zu; und ob ich drunter würde aus Buße. Schwachheit, die dir ist bekannt, ermüden, wird doch deine Hand mir immer wieder helfen auf, um zu vollenden meinen Lauf. Herr Jesu Christ, durch dich allein, durch dich allein kann ich hier und dort selig sein. Johann Anastasius Freylinghausen 1670—1739. Ollo. 15, 2. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 252 Jesus nimmt die Sünder an! Sa⸗ get doch dies Trostwort allen, welche von der rechten Bahn auf ver— kehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 2. Keiner Gnade sind wir wert, doch er hat in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt; sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgethan: Jesus nimmt die Sün⸗ der an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der ius m ellich! 5 nicht Rsus u der an. 4. Ko met her, trübten rufet eu aus Sül der; gl denkt da die Sül 59. V me hi meinee Heiland Gnade finden, mich tr nimmt 6. N trosten Sünden müssen Muts! weiß si glaäubig Nsus der an. 14 0 Zünder auch g den 9 linghausen 739. fich nicht. ostwort n der If ver⸗ rfallen. retten mt die de sind er hat eidlich sehet forte ist gethan: Sün⸗ Schaf es ein , der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sün⸗ der an. 4. Kommet alle, kom⸗ met her, kommet, ihr be— trübten Sünder; Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kin— der; glaubets doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter kom— me hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz ge⸗ trosten Muts; ob die Sünden blutrot wären, müssen sie kraft deines Bluts dennoch in schnee— weiß sich kehren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sün⸗ der an. 7. Jesus nimmt die Sünder an, mich hat er auch angenommen, mir den Himmel aufgethan, Buße. daß ich kommen Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister 1671—-1756. selig zu ihm und auf den Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 25 Wir Hegen hier zu deinen Füßen, ach Herr von großer Güt und Treu, und fühlen leider im Gewissen, wie sehr dein Zorn entbrennet sei. Das Maß der Sün⸗ den ist erfüllt; ach weh uns, wenn du strafen willt! 2. Doch, Bater, dent an deinen Namen, gedenk an deinen lieben Sohn. Dein Wort heißt immer Ja und Amen, dein Eid— schwur zeuget selbst davon. Du willst der Sünder Tod ja nicht: ach geh nicht mit uns ins Gericht! 3. Wir liegen hier vor dir im Staube, o Vater, mit zerknirschtem Geist; uns hält und stärkt allein der Glaube, daß du noch der Erbarmer seist. Ach hast du noch ein Vater⸗ 220 herz, so siehe doch auf unsern Schmerz. 4. Das teure Blut von deinem Sohne schreit für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnadenthrone und denke noch der alten Zeit, da du auch Gnade hast er— zeigt, dein Herz den Sün— dern zugeneigt. 5. Ach laß die wohl— verdiente Strafe nicht über unsre Häupter gehn, daß wir nicht als ver— lorne Schafe von deiner Hut verlassen stehn. Ach sammle uns in deinen Schoß und mach uns aller Plagen los. 6. Gieb Fried im Land und im Gewissen, gesunde Luft, wohlfeile Zeit; laß Lieb und Treu sich ste— tig küssen und fördre die Gerechtigkeit. Krön unser Feld mit deinem Gut, nimm Kirch und Haus in deine Hut. 7. So wollen wir dir Opfer bringen, dein eigen sein mit Leib und Seel. Es soll dein Lob gen Him— Buße. mel dringen, und dein er⸗ löstes Israel wird in den Hütten Jakobs schrein: Der Herr soll mein Gott ewig sein! Benjamin Schmolck 1672—1737. Olne. 18, 13. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 934. OKönig, dessen 254. Majestät weit über alles steiget, dem Erd und Meer zu Dienste steht, vor dem die Welt sich neiget, der Himmel ist dein helles Kleid, du bist voll Macht und Herr— lichkeit, sehr groß und wunderthätig; ich armer Mensch vermag nichts mehr, als daß ich ruf zu deiner Ehr: Gott, sei mir Sünder gnädig! 2. Hier steh ich, wie der Zöllner that, beschä— met und von ferne, ich suche deine Hilf und Gnad, o Herr, von Herzen gerne. Doch weil ich voller Feh— ler bin und, wo ich mich nur wende hin, des Ruh— mes vor dir ledig, so schlag ich nieder mein Gesicht vor dir, du klares Himmelẽ mir Sül 3. Dis ich mir angsten drum sch die Bru Herzen 0 Vater daß ich der Erd winkst, ganz ze gem Ge dich n. Gott, gnädig! 4. Y dNesum thron für die gethan, Gottes bigen X ssts, be find, se thätig. laß ihr tes Her Gott, nädig! 5. R Herz u ganzen und armer nichts ich ruf Ott, sei ig! h, wie beschä⸗ ne, ich Gnad, gerne. er Feh⸗ ch mich 5 Ruh⸗ dig, so mein klares Himmelslicht: Gott, sei mir Sünder gnädig! 3. Die Schulden, der'r ich mir bewußt, durch— ängsten mein Gewissen; drum schlag ich reuig an die Brust und will von Herzen büßen. Ich bin, o Vater, gar nicht wert, daß ich noch wandle auf der Erd; doch weil du winkst, so bet ich mit ganz zerknirschtem, ban— gem Geist, der gleichwohl dich noch Abba heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig! 4. Mein Abba, schaue Jesum an, den Gnaden— thron der Sünder, der für die Welt hat gnug gethan, durch den wir Gottes Kinder im gläu— bigen Vertrauen sind, der ists, bei dem ich Ruhe find, sein Herz ist ja gut— thätig. Ich fasse ihn und laß ihn nicht, bis Got— tes Herz mitleidig bricht; Gott, sei mir Sünder gnädig! 5. Regiere doch mein Herz und Sinn in diesem ganzen Leben. Du bist thören! Die kurze Freud, Buße. 221 mein Gott, und was ich bin, bleibt ewig dir er— geben. Ach heilige mich ganz und gar, laß meinen Glauben immerdar sein durch die Liebe thätig; und will es nicht fort wie es soll, so ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig! 6. Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf deiner Gnade; mir geh es böse oder gut, gieb nur, daß es nicht schade. Kommt dann das letzte Stündlein an, so sei mir auf der Todes— bahn, mein Jesu, selbst beirätig; und wenn ich nicht mehr sprechen kann, so nimm den letzten Seuf— zer an: Gott, sei mir Sünder gnädig! Valentin Ernst Löscher 1673—1749. Mel. Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe. A Gott rufet noch: —59. sollt ich nicht end⸗ lich hören? Wie laß ich mich bezaubern und be— 222 die kurze Zeit vergeht, und meine Seel noch so gefährlich steht. 2. Gott rufet noch: sollt ich nicht endlich kommen? Ich hab so lang die treue Stimm vernommen; ich wußt es wohl: ich war nicht, wie ich sollt, er winkte mir, ich habe nicht gewollt. 3. Gott rufet noch: wie, daß ich mich nicht gebe? Ich fürcht sein Joch, der ich in Banden lebe; ich halte Gott und meine See— le auf. Er ziehet mich: mein armes Herze, lauf! 4. Gott rufet noch: ob ich mein Ohr verstopfet, er stehet noch an meiner Thür und klopfet; er ist bereit, daß er mich noch empfang, er wartet noch auf mich, wer weiß wie lang. 5. Gieb dich, mein Herz, gieb dich nun ganz ge— fangen: wo willst du Trost, wo willst du Ruh erlangen? Laß los, laß los, brich alle Band ent— zwei! Dein Geist wird sonst in Ewigkeit nicht frei. Buße. 6. Gott locket mich: nun länger nicht verweilet! Gott will mich ganz: nun länger nicht geteilet! Fleisch, Welt, Vernunft, sag immer was du willt, meins Gottes Stimm mir mehr als deine gilt. 7. Ich folge Gott, ich will ihn ganz vergnügen, die Gnade soll im Herzen endlich siegen; ich gebe mich: Gott soll hinfort allein und unbedingt mein Herr und Meister sein. 8. Ach nimm mich hin, du Langmut ohne Maße; ergreif mich wohl, daß ich dich nie verlasse. Herr, rede nur, ich geb begie— rig acht; führ, wie du willst, ich bin in deiner Macht. Gerhard Tersteegen 1697-1769. Lue. 15, 2. — Mein Heiland 256. nimmt die Sün⸗ der an, die unter ihrer Last der Sünden kein Mensch, kein Engel trösten kann, die nirgend Ruh und Rettung finden; den'n selbst die weite Welt zu llein, di ein Gre Noses Rchroche le zugesp Freistatt Heiland der an. 0 — — — — ihrer S werden ihre N den ber da er Leben z hingeget Vater heißts: der an. 3. N thaner Schloß er spri rteibel ihr äng wird ih heer i tiefe A reinen Der Ge Tnunft, will, m mir t. ptt, ich mnügen, Herzen h gebe hinfort gt mein sein. ich hin, Maße; H daß Herr, begie⸗ vie du deiner 97—1769. Heiland e Sün⸗ ihrer 1 kein trösten Ruh den'n Belt zu klein, die sich und Gott ein Greuel sein, den'n Moses schon den Stab gebrochen und sie der Höl— le zugesprochen, wird diese Freistatt aufgethan: mein Heiland nimmt die Sün— der an. 2. Sein mehr als müt⸗ terliches Herz trieb ihn von seinem Thron auf Er⸗ den, ihn drang der Sün— der Not und Schmerz, an ihrer Statt ein Fluch zu werden; er senkte sich in ihre Not und schmeckte den verdienten Tod. Nun, da er denn sein eigen Leben zur teuern Zahlung hingegeben und seinem Vater gnug gethan, so heißts: er nimmt die Sün⸗ der an. 3. Nun ist sein aufge— thaner Schoß ein sichres Schloß gejagter Seelen; er spricht sie von dem Urteil los und tilget bald ihr ängstlich Quälen. Es wird ihr ganzes Sünden— heer ins unergründlich tiefe Meer von seinem reinen Blut versenket. Der Geist, der ihnen wird Buße. 223 geschenket, schwingt über sie die Gnadenfahn: mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 4. So bringt er sie dem Vater hin in seinen blut— befloßnen Armen. Das neiget denn den Vater— sinn zu lauter ewigem Erbarmen. Er nimmt sie an an Kindesstatt, ja al⸗ les, was er ist und hat, wird ihnen eigen über— geben, und selbst die Thür zum ewgen Leben wird ihnen fröhlich aufgethan: mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. O solltest du sein Herze sehn, wie sichs nach armen Sündern sehnet, sowohl wenn sie noch irre gehn, als wenn ihr Auge vor ihm thränet! Wie streckt er sich nach Zöll— nern aus, wie eilt er in Zachäi Haus, wie sanft stillt er der Magdalenen den milden Fluß erpreß— ter Thränen und denkt nicht, was sie sonst ge— than: mein Heiland nimmt die Sünder an. 224 er Petrum an, ob er Buße. 6. Wie freundlich blickt wirst du gern angenom— dich niederdrückt, gebeugt gleich noch so tief gefal⸗ men. Sieh, wie sein Herz len; und dies hat er nicht nur gethan, da er auf Erden mußte wallen: nein, er ist immer einer— lei, gerecht und fromm und ewig treu; und wie er unter Schmach und Leiden, so ist er auf dem Thron der Freuden den Sündern liebreich zuge— than: mein Heiland nimmt die Sünder an. 7 So komme denn, wer Sünder heißt und wen sein Sündengreul be— trübet, zu dem, der kei⸗ nen von sich weist, der sich gebeugt zu ihm be— giebet. Wie? willst du dir im Lichte stehn und ohne Not verloren gehn? Willst du der Sünde län— ger dienen, da dich zu ret— ten er erschienen? O nein, verlaß die Sündenbahn: mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Komm nur mühselig und gebückt, komm nur, so gut du weißt zu kom— men; wenngleich die Last dir offen steht und wie er dir entgegen geht! Wie lang hat er mit vie— lem Flehen sich brünstig nach dir umgesehen! So komm denn, armes Kind, heran: mein Heiland nimmt die Sünder an. 9. Sprich nicht: Ich habs zu arg gemacht, ich hab die Güter seiner Gna— den so lang und schänd— lich umgebracht, er hat mich oft umsonst geladen. Wofern dus jetzt nur red— lich meinst und deinen Fall mit Ernst beweinst, so soll ihm nichts die Hände binden, und du sollst dennoch Gnade fin— den. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann: mein Heiland nimmt die Sün— der an. 10. Doch sprich auch nicht: Es ist noch Zeit, muß erst diese Lust genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut die offnen Gnadenpforten schließen. Nein, weil er ruft, + nit beid wer dief verträun denzeit wohl ni kann. 5 nimmt 1 14.8 ins ree selig fü Sünder; nender und alle ins bei schmerz nes Liel wir uns laß uns stehen,! sagen k auch mid Kopo V Mel. Nun 98 257. er sei de sunst ist Schein! Heklorer Heburt gebeugt genom⸗ ein Herz nd wie geht! mit vie⸗ brünstig en! So s Kind, Heiland er an. ht: Ich acht, ich ler Gna⸗ schünd— er hat geladen. nur red⸗ deinen Heweinst, chts die und du lade fin⸗ enn sonst n: mein die Sün⸗ ich auch ch Rit, ese Lust wird ja heut die npforten weil er ruft, so höre du und greif mit beiden Händen zu: wer diesen Tag sein Heil verträumet, hat eine Gna— denzeit versäumet, die wohl nie wiederkommen kann. Heut komm, heut nimmt dich Jesus an. 11. Ja zeuch du selbst uns recht zu dir, hold— selig süßer Freund der Sünder; erfüll mit seh— nender Begier auch uns und alle Adamskinder; zeig uns bei unserm Seelen— schmerz dein aufgeschloß— nes Liebesherz, und wenn wir unser Elend sehen, so laß uns ja nicht stille stehen, bis daß ein jeder sagen kann: Gott Lob, auch mich nimmt Jesus an! Leopold Franz Friedrich Lehr 1709—1744. Joh. 3, 1—15. eun freut euch, lieben Christen gmein. Mel. 257 In Gottes Reich geht niemand ein, er sei denn neu geboren; sonst ist er bei dem besten Schein mit Leib und Seel verloren. Was fleischliche Geburt verderbt, in der Buße. 22⁵ man nichts als Sünd er— erbt, das muß Gott selbst verbessern. 2. Soll man mit Gott, dem höchsten Gut, in der Gemeinschaft leben, muß er ein ander Herz und Mut und neue Kräfte geben: denn nur sein gött— lich Ebenbild ist, was alleine vor ihm gilt; dies muß er in uns schaffen. 3. Ach Vater der Barm⸗ herzigkeit, was Jesus uns erworben, da er zu unsrer Seligkeit am Kreuz für uns gestorben und wieder auferstanden ist, so daß du nun versöhnet bist: das laß auch uns genießen. 4. Nimm uns, o Vater, wieder an! Ob wir gleich schnöde Sünder, die nicht, was du gewollt, gethan, so werden wir doch Kinder, wenn uns dein Geist von neuem zeugt und unser Herz zum Guten neigt im Glauben und in Liebe. 5. Drum wollest du nun durch dein Wort uns wiederum erneuern. Wir wollen dir, o treuer Hort, mit Herz und Mund be— 15 226 Buße. teuern, von nun an nicht Satans Stricken gehen. in Sicherheit, vielmehr Ruf mich, daß ich in dem mit Fleiß, Beständigkeit Herzen tiefe Schmerzen und Treu vor dir zu um die Sünde, die sich an wandeln. 6. Wir wollen was du uns giebst, hin⸗ füro fester fassen. Wir wollen dich, weil du uns liebst, nicht aus dem Herzen lassen, daß deine göttliche Natur in uns, der neuen Kreatur, be— ständig sei und bleibe. 7. Nun, Herr, laß deine Vaterhuld uns jederzeit bedecken, damit uns weder Sündenschuld noch Zorn und Strafen schrecken. Mach uns der Kindschaft ganz gewiß und schenk uns einst das Paradies, das Erbe deiner Kinder. Konrad Gebhard Stübner, um 1727. Mel. Wie schön leuchtet der Mor— genstern. Brich, heller Mor⸗ 258. genstern, herein und laß uns deinen Freu— denschein in hellen Strah— len sehen. Ermuntre mich, du Gnadenlicht, und laß die arme Seele nicht in denn, mir zeigt, empfinde. 2. Ach gieße deinen edlen Schein in mein ver— finstert Herz hinein und gieb mir reine Triebe. Vertreib die schwarze Sün— dennacht, die mir so angst und bange macht, o zeig mir deine Liebe. Was mich ewig sollte plagen, willst du tragen; zeig die Wege, wie ich zu dir kommen möge. 3. Bekehre meinen har⸗ ten Sinn, gieb, daß ich voller Reue bin um meine schweren Sünden. Zer⸗ schlag, zerknirsche Geist und Herz und laß mich wahren Seelenschmerz im Innersten empfinden. Hierzu gieb du Glaubens— triebe, reine Liebe und Verlangen, dich, mein Heil, recht zu umfangen. 4. Denn du bist ja mein Gnadenlicht, dem niemals Glanz und Schein gebricht, laß nur mit dir mich gehen. Herr, wenn ich dott vom eto⸗ muß, ke hestehen, dich, Gn Wonne als ein! 5. E Seele Reinen und rei sen. U Blutes rein u der Sü Laß do in Sdd Herzen ihr Lid — — 3 —— * — — trenne Areude. 7. B gehen. in dem merzen sich an de. deinen ein ver⸗ in und Triebe. zSün⸗ o angst „o zeig Was plagen, 1; zeig zu dir len har⸗ daß ich n meine 1. Zer⸗ e Geist aß mich merz im pfinden. laubens⸗ be und mein nfangen. bist ja t, dem dSchein mit dir r, Wenn HI Buße. ich dort den Richterschluß vom ewgen Throne hören muß, kann ich mit dir bestehen, weil ich durch dich, Gnadensonne, lauter Wonne dort erlange und als ein Gerechter prange. 5. Sy kleide meine Seele ganz in deinen reinen Schmuck und Glanz und reinge mein Gewis— sen. Uns hat ja deines Blutes Kraft, die alles rein und heilig schafft, der Sündenlast entrissen. Laß doch auch noch selbst in Schmerzen sich die Herzen zu dir neigen und ihr Licht den Menschen zeigen. 6. Dring in mein Herz, mein Licht, mein Heil; ich find an dir mein bestes Teil, drum will ich auf dich hoffen. Du hast dich fest mit mir vereint; gieb, daß mein Herz es redlich meint, da nun der Bund getroffen. Herr, dich halt ich, du der Meine, ich der Deine, ach, uns beide trenne weder Leid noch Freude. 7. Befestige mein wan⸗ 227 kend Herz, damit es sich durch keinen Schmerz von dir abwenden lasse. In dir, mein Vater, gründe mich, gieb, daß mein fester Glaube dich als seinen Schutz umfasse. Halt mich, daß ich ja nicht weiche, komm und reiche mir die Hände, daß kein Fall mich von dir wende. 8. Den Glaubens— schmuck trag ich an mir; verleih auch, daß die Tu— gendzier dem Glauben niemals fehlet. Du hast mich, Herr, zu deinem Ruhm, zu deinem ewgen Eigentum, zu deinem Kind erwählet. Selig, wenn ich diese Zierde, diese Würde nie verliere und sie einst dort ewig führe. 9. Verklär dich täglich mehr in mir, ein reich Erkenntnis gieb von dir; laß mich gewisser werden, daß ich in deiner Gnade steh und auf des Him— mels Wegen geh, so lang ich wall auf Erden. Gänz⸗ lich will ich mich ver— schreiben, dein zu bleiben, 15* DDisͥ UęℲ=kxss 228 Glaube und Rechtfertigung. daß ich droben dich kann denwerk, gieb Geisteskraft er war ewig sehn und loben. und Glaubensstärk, laß ben; 10. Erfreue mich, mein mich dich ewig kennen derzoer ö Seelenschatz, du hast in und mich stetig hier be⸗ nichts meinem Herzen Platz, er-streben, dir zu leben, bis mnir b ö füll es mit Vergnügen. ich sterbe und mit dir mnußt i Gieb ihm des Himmels das Reich ererbe. 4. D Lebenssaft, laß mich durch 12. Umgieb mich end— in Cwi deiner Liebe Kraft hier lich überall mit Gnaden— überma alles Leid besiegen. Laß proben ohne Zahl; dein sein B mich innig voll Verlan-Auge mich behüte, daß wollte1 gen dich umfangen, dich ich in deiner Gnade steh er war genießen, dies kann alle und darin immer weiter Vaterh. Not versüßen. geh durch deine Wunder— fürwab 11. Erhalte mich in güte. Täglich, stündlich es sein deinem Licht, laß alle List gieb mir Gnade, daß kein 5. 6 und Macht mich nicht von Schade, daß kein Leiden lieben deiner Gnade trennen. möge je von dir mich stt hie Vollführ in mir dein Gna⸗scheiden. 1762. hin, me Kron, 2. Glaube und Rechtfertigung. 3 VN•0*— 11 2 259. Nun freut euch, ich verloren, mein Sünd wirg f lieben Christen mich quälte Nacht und Tod ur gmein, und laßt uns fröh⸗Tag, darin ich war ge- lben“ lich springen, daß wir ge-boren; ich fiel auch im⸗ 6.D trost und all in ein uunn tiefer drein, es war Horsa Lust und Liebe singen, kein Guts am Leben mein, mir au was Gott an uns ge- die Sünd hat mich be— Jungfr wendet hat, und seine sessen. r ilt süße Wunderthat; gar 3. Mein gute Werk die den. teur hat ers erworben. 1255 nicht, es war mit r sen 2. Dem Teufel ich ge-ihn'n verdorben; der frei ö 1 in mei fangen lag, im Tod war Will haßte Gotts Gericht, in den Te en, bis it dir ch end⸗ naden⸗ dein e, daß de steh weiter Vunder⸗ tündlich daß kein Leiden r mich 17⁰2 n Sünd cht und war ge⸗ uch im⸗ es War on mein, nich be⸗ Verk die war mit der frei Gericht, er war zum Gutn erstor— ben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, da nichts denn Sterben bei mir blieb, zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, ließ es sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:„Die Zeit ist hie zu'rbarmen; fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden Not, er— würg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben.“ 6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward: er kam zu mir auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bruder wer— den. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner armen Gstalt, den Teufel wollt er fangen. Glaube und Rechtfertigung. 229 7. Er sprach zu mir: „Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles dir zu gut, das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein, da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich er— kennen wohl und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und gelehrt, das sollst du thun und lehren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu seinem Lob und Ehren. Und hüt 230 Glaube und Rechtfertigung. dich vor der Menschen in unserm Fleisch ver— Gsatz, davon verdirbt der borgen. edle Schatz; das laß ich 4. Nicht möglich war, dir zur Lede.“ dieselbe Art aus eignen Martin Luther 1483—1546. Kräften lassen, wiewohl es 935 Ruger 4* 8 ist das Heil noch mehrt ich Sünd ohn 260. Ht⸗ lommen der Maßen, denn Gleißners von Gnad und lanter Wert orhurh emer Güte. Die Werke helfen und je dem Fleisch der nimmermehr, sie mögen Sünde Schand allzeit war nicht behüten. Der Glaub angeboren: sieht Jesum Christum an., Noch mußt das Gsetz der hat gnug für uns all erfüllet sein, sonst wärn gethan, er ist der Mittler wir all verdorben; drum worden. schickt Gott seinen Sohn 8— hherein, der selber Mensch 2. Was Gott im Gsetz ist worden: das ganze geboten hat, da man es Gsetz hat er erfüllt, damit nicht konnt halten, erhub seins Vaters Zorn gestillt sich orn und große Not der über uns ging alle. vor Gott so mannigfalten: 6. Und wenn es nun 1111 Fleisch wollt nicht erfüllet ist durch den, der rn Geist, vom es konnt halten, so lerne Gsetz erfordert allermeist; jetzt ein frommer Christ es war mit uns verloren. des Glaubens recht Ge— 3. Es war ein falscher stalte; nicht mehr denn: Wahn dabei: Gott hätt„Lieber Herre mein, dein sein Gsetz drum geben, Tod wird mir das Leben als ob wir möchten selber sein, du hast für mich be— frei nach seinem Willen zahlet. leben; so ist es nur ein 7. Daran ich keinen Spiegel zart, der uns Zweifel trag, dein Wort zeigt an die sündig Art, kann nicht betrügen. Nun sagst du, verzag/ nimmer an mich demselb erkauft, verlorer 8. E Gott 0 Glaube giebt v Schein, nicht k der Gle dem 1 Lieb 6 aus 6 9. E durchs schlägt das E zuhand Sünde Nur herzu, Rast n seinen 10. gewißl lchten das ni wär, u beraub lllein h ver⸗ h war, eignen viewohl ward, ind ohn eißners dammt, ssch der eit war as Gsetz st wärn drum n Sohn Mensch ganze t, damit gestillt, ing alle. es nun den, der so lerne Christ echt Ge⸗ r denn: ein, dein as Leben mich be⸗ keinen in Wort n. Nun Glaube und Rechtfertigung. sagst du, daß kein Mensch verzag, das wirst du nimmerlügen: Wer glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der Himml erkauft, daß er nicht wird verloren.“ 8. Es ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset. Der Glaub giebt von ihm aus den Schein, so er die Werk nicht lasset. Mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts thun, bist du aus Gott geboren. 9. Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt und schlägt das Gwissen nieder, das Evangelium kommt zuhand und stärkt den Sünder wiederundspricht: „Nur kreuch zum Kreuz herzu, im Gsetz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken.“ 10. Die Werk kommen gewißlich her aus einem rechten Glauben, denn das nicht rechter Glaube wär, wolltst ihn der Werk berauben. allein der Glaub gerecht, Doch macht 231 die Werke sind des Nächsten Knecht, dran wir den Glauben merken. 11. Die Hoffnung wart't der rechten Zeit, was Gottes Wort zusagen; wann das geschehen soll zur Freud, setzt Gott kein gwisse Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des solln wir ihm vertrauen. 12. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dich 's nicht erschrecken; denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken: sein Wort laß dir gewisser sein, und ob dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß dir doch nicht grauen. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Gutthat willen Gott Vater, Sohn und heilgem Geist, der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns anfangen hat zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name. 14. Sein Reich zu⸗ komm, sein Will auf Erd gscheh wie im Himmels— 232 Glaube und Rechtfertigung. throne, das täglich Dmsdene Herr, und keiner mehr, noch heut uns werd, woll der euch das Heil ge— unsrer Schuld verscho⸗ währet. Sucht ihn all nen, als wir auch unsern Stund von Herzensgrund, Schuldnern thun, aß uns sucht ihn allein; denn nicht in Versuchung stehn, wohl wird sein dem, der lös uns vom Übel. Amen. ihn herzlich ehret. Paul Speratus 1484—1551. 4. Meins Herzens Kron, mein Freudensonn Mel. Es ist das Heil uns kommen her. sollst du, Herr Jesu, blei⸗ 261 Such, wer da ben; laß mich doch nicht »will, ein ander von deinem Licht durch Ziel, die Seligkeit zu fin⸗Eitelkeit vertreiben; bleib den: mein Herz allein du mein Preis, dein Wort bedacht soll sein, auf mich speis, bleib du mein Christum sich zu grün-Ehr, dein Wort mich lehr, den. Sein Wort ist wahr, an dich stets fest zu sein Werk sind klar, sein gläuben. heilger Mund hat Kraft 5. Wend von mir nicht und Grund, all Feind zu dein Angesicht, laß mich überwinden. im Kreuz nicht zagen; 2. Such, wer da will, weich nicht von mir, mein Nothelfer viel, die uns höchste Zier, hilf mir mein doch nichts erworben: Leiden tragen. Hilf mir hier ist der Mann, der zur Freud nach diesem helfen kann, bei dem nie Leid, hilf, daß ich mag was verdorben. Uns wird nach dieser Klag dir ewig das Heil durch ihn zu dort Lob sagen. teil, uns macht gerecht Georg Weissel 1590—1635. der treue Knecht, der für Pe. Ach Gott, vom Himmel sieh uns ist gestorben. darein. 3. Ach sucht doch den, 262 O Gottes Sohn, laßt alles stehn, die ihr Herr Jesu Christ, das Heil begehret; er ist daß man recht könne gläu⸗ 8. Me stan mdhaf i. oben Glauben daß ich 2 weise m Vater b Christe Sohn de daß ich gen G lobet u dreiein 9.—0 Gnaden kenntni nur an du verg Hilf, d mirs ge Veg, de die W Lben. 4995 Hlaub daß merke, mir en deine die do grund, denn m, der Herzens densonn u, blei⸗ ch nicht t durch 1; bleib u Vort du mein ich lehr, fest zu ir nicht P mich zagen; ir, mein ir mein hilf mir diesem ch mag dir ewig 590-1635. immel sieh Sohn, Christ, ne glau⸗ ben, nicht eignes Werk des Menschen ist, noch standhaft zu verbleiben. Drum hilf du mir von oben her, den wahren Glauben mir gewähr, und daß ich drin beharre. 2. Lehr du und unter⸗ weise mich, daß ich den Vater kenne; daß ich, o Christe Jesu, dich den Sohn des Höchsten nenne; daß ich auch ehr den heil— gen Geist, zugleich ge— lobet und gepreist in dem dreieingen Wesen. 3. Laß mich vom großen Gnadenheil die wahr Er— kenntnis finden, wie der nur an dir habe teil, dem du vergiebst die Sünden. Hilf, daß ichs such, wie mirs gebührt; du bist der Weg, der recht mich führt, die Wahrheit und das Leben. 4. Wär auch mein Glaub ein Senfkorn klein, so daß man ihn kaum merke, wollst du doch in mir mächtig sein, daß deine Gnad mich stärke, Glaube und Rechtfertigung. 233 nicht bricht, das Licht, das glimmet, vollends nicht auslöschet in den Schwachen. 5. Hilf, daß ich immer sorgsam sei, den Glauben zu behalten; ein gut Ge— wissen auch dabei, und daß ich so mög walten, daß ich sei lauter jeder⸗ zeit, ohn Anstoß, mit Gerechtigkeit erfüllt und ihren Früchten. 6. Herr, durch den Glauben wohn in mir, laß ihn sich immer stär— ken, daß er sei fruchtbar für und für und reich an guten Werken; daß er sei thätig durch die Lieb, mit Freuden und Geduld sich üb, dem Nächsten treu zu dienen. 7. Insonderheit gieb mir die Kraft, daß einst an meinem Ende ich übe gute Ritterschaft, in dir den Lauf vollende. Was du begonnen hast, voll— führ, daß sich mein Glaube dort bei dir verwandle, Herr, in Schauen. die das zerknickte Rohr] Nach David Denicke 16031680. 234 Röm. 8, 31—39. Mel. Valet will ich dir geben. 263. Ist Gott für ů so trete gleich al⸗ les wider mich; so oft ich ruf und bete, weicht al— les hinter sich; hab ich das Haupt zum Freunde und bin geliebt bei Gott, was kann mir thun der Feinde und Widersacher Rott? Glaube und Rechtfertigung. nicht in mir wäre, so dürft und könnt ich nicht vor Gottes Augen stehen und vor dem strengen Sitz; ich müßte stracks verge— hen wie Wachs in Feu— ers Hitz. 5. Der, gelöschet, der hat aus— was mit sich führt den Tod; der ists, der mich rein wäschet, macht schneeweiß, was ist 2. Nun weiß und glaub rot. In ihm kann ich ich feste, ich rühms auch mich freuen, hab einen ohne Scheu, daß Gott, der Heldenmut, darf kein Ge⸗ Höchst un Beste, mein richte scheuen, wie sonst Freund und Vater sei, ein Sünder thut. und daß in allen Fällen 6. Nichts, nichts kann er mir zur Rechten steh mich verdammen, nichts und dämpfe Sturm und nimmet mir mein Herz; Wellen und was mir brin-die Höll und ihre Flam— get Weh. men die sind mir nur ein 3. Der Grund, da ich Scherz; kein Urteil mich mich gründe, ist Christus er schrecket, kein Unheil und sein Blut; das machet, sunich betrübt, weil mich daß ich finde das ewge, mit Flügeln decket mein wahre Gut. An mir und Heiland, der mich liebt. meinem Leben ist nichts 7. Sein Geist wohnt auf dieser Erd: was Shris wir im Herzen, regieret tus mir gegeben, das ist meinen Sinn, vertreibet ů— 4 Liebe wert. Sorg und Schmerz en, 4. Mein Jesus ist mein nimmt allen Kummer hin, Ehre, mein Glanz und giebt Segen und Gedei— schönes Licht. Wenn der hen dem, was er in mir öů schnft,h schreien Kraft. 8. Un nem Ort Schreck l un d spri mall sp zwar un Gott ab der an d de ersiel es T Gott de bei ihm wie er edle, ne und He s gegl 10. 4 und Erl gericht' fall und mein H ich auck ten mi Zeit, m Ruchte Lid. 1 Lerbind seucht ists, wäschet, was ist ann ich b einen kein Ge⸗ ie sonst ts kann „nichts n Herz; e Flam⸗ nur ein eil mich Unheil il mich et mein Rliebt. wohnt regieret rtreibet merzen, ner hin, Gedei⸗ in mir Glaube und Rechtfertigung. 235 schafft, hilft mir das Abba wird verfolgt und findet schreien aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an mei— nem Orte sich Furcht und Schrecken sindt, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, de ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Geiste manch sü ßes Trostwort zu, wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle, neue Stadt, da Aug und Herze schauet, was es geglaubet hat. 10. Da ist mein Teil und Erbe mir prächtig zu— gericht't; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuch— ten mit Thränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. 11. Wer sich mit dem kein Herzeleid, Satan nur kann erdenken, der klein oder groß, der kei— den haßt, verbindet, fleucht und —1— 2—W unverzagt: der an des Herzens Grun⸗ 5 zugesagt. ein hohe, schwere Last zu leiden und zu tragen, ge— rät in Hohn und Spott; das Kreuz und alle Pla— gen die sind sein täglich Brot. 12. Das ist mir nicht verborgen, doch bin ich Gott will ich lassen sorgen, dem ich mich Es koste Leib und Leben und alles, was ich hab: an dir will ich fest kleben und nimmer lassen ab. 13. Die Welt die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich; kein Brennen, Hauen, Stechen soll tren— nen mich und dich; kein Hunger und kein Dürsten, kein Armut, keine Pein, kein Zorn der großen Für— sten soll nur ein Hin⸗ drung sein. 14. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herr lichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst, was man es sei nes soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. Glaube und Rechtfertigung. 15. Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist vol⸗ ler Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singen machet, ist, was im Him— mel ist. Paul Gerhardt 1607-1676. Phil. 1, 6. Mel. Zu dir ich mein Herz erhebe. — Ich will ganz und 264. gar nicht zweifeln in der guten Zuversicht zu dir, Jesu, trotz den Teufeln; was mein Gott will, das geschicht. Wenn die Himmel schon ver— gehn, dieses Wort bleibt ewig feste: sollt die Welt auch nicht bestehn, mein Erlöser bleibt der Beste. 2. Laß die Elemente schmelzen von des letzten Feuers Hitz, laß sich durch— einander wälzen Wasser und der Berge Spitz; wann mit Krachen alles fällt, wann aus Furcht das Volk verschmachtet: Jesus bei der Hand mich hält. Wohl dem, der es nur betrachtet! 3. Du hast mir ins Herz geschrieben, aller— höchster Gottessohn, daß du mich wirst ewig lie— ben, mich, mich Asche, Staub und Thon. O du große Majestät, wer kann deine Treu aussprechen? Nichts vor deine Liebe geht, die dein weiches Herz kann brechen. 4. Deine Gnad hat an— gefangen dieses gute Werk in mir, daß ich freudig kann gelangen zu der schmalen Himmelsthür. Du wirst mich auch lassen ein, du, der Weg, die Thür, das Leben, alles wirst du mir dann sein, wenn du dich mir selbst wirst geben. 5. Laß die Lampe mei— ner Seele, schönster Him— melsbräutigam, brennen von dem Glaubensöle, wann du kommst, o Gottes— lamm, in der letzten Mitternacht, da man wird uu diene Popaunen welcher wann sich fehren! 6. Nu wird vol angefang wird mie durch de derthat,! allein, e heilge X ell und wird me Ibachi 2. Nel. O E 205. im Gla Christus ihr ihm Demut Sanftm. in Liebd 2. D Ucht, in horgen, Gaanzoh der hell seine Kr eich er kann rechen? e Liebe hes Herz hat an⸗ te Werk freudig zu der Helsthür. ch lassen zeg, die u, alles un sein, ir selbst wpe mei⸗ er Him⸗ brennen bensöle, Gottes⸗ letzten an wird Glaube und Rechtfertigung. Posaunen hören. Selig, welcher munter wacht, wann sich alles wird ver— kehren! 6. Nun ich weiß, Gott wird vollführen, was er angefangen hat; Jesus wird mich auch regieren durch des Geistes Wun— derthat, bis Jehovah ganz allein, er, das dreimal heilge Wesen, wird mein Teil und Erbe sein; dann wird meine Seel genesen. Joachim Neander 1650-1680. 2. Kor. 13, 5. Mel. O Gott, du frommer Gott. 265. Versuchet euch doch selbst, ob ihr im Glauben stehet, ob Christus in euch ist, ob ihr ihm auch nachgehet in Demut Sanftmut, Freundlichkeit, in Lieb dem Nächsten stets zu dienen seid bereit. 2. Der Glaube ist ein Licht, im Herzen tief ver— borgen, bricht als ein Glanz hervor, scheint als der helle Morgen, erweiset seine Kraft, macht Christo gleich gesinnt, verneuert und Geduld, in 237 Herz und Mut, macht uns zu Gottes Kind. 3. Er schöpft aus Christo Heil, Gerechtigkeit und Leben und will in Einfalt es dem Nächsten wieder— geben; dieweil er über— reich in Christo worden ist, preist er die Gnade hoch, bekennet Jesum Christ. 4. Er hofft in Zuver— sicht, was Gott im Wort zusaget; drum muß der Zweifel fort, die Schwer— mut wird verjaget; sieh, wie der Glaube bringt die Hoffnung an den Tag, hält Sturm und Wetter aus, besteht im Ungemach. 5. Aus Hoffnung wächst die Lieb, weil man aus Gottes Händen nimmt alle Dinge an, nicht zür⸗ nen mag, nicht schänden; denn alles uns zu Nutz und Bestem ist gemeint, drum dringt die Liebe durch auf Freunde und auf Feind. 6. Wir waren Gottes Feind: er giebt uns in dem Sohne sein einge— bornes Kind zu einem gegen Haß; wer gläubig dies erkennt, Haß verbrennt. 7. Wie uns nun Gott gethan, thun Nächsten eben: droht er uns mit dem Tod, wir zeigen ihm das Leben; flucht er, so segnen wir; in Schande, Spott und Hohn ist unser bester Trost des Himmels Ehrenkron. 8. Setzt uns Gott auf die Prob, ein schweres Kreuz zu tragen: der Glaube bringt Geduld, macht leicht uns alled Plagen; statt Murren und Verdruß wird das Gebet erweckt, weil aller Angst und Not von Gott ein Ziel gesteckt. 9. Man lernet nur da— durch sein Elend recht verstehen wie auch des Höchsten Güt, hält an mit Bitten, Flehen, verzaget an sich selbst, erkennet sich für nichts, sucht bloß in Christo Kraft, im Ur— sprung alles Lichts. Glaube und Rechtfertigung. Gnadenthrone, setzt Liebe wird bald in Lieb entzündt, die allen wir dem ü 10. Man traut auf sein Verdienst, erlanget Geist und Stärke, in solcher Zuversicht zu üben gute Werke; steht ab vom Eigen— sinn, flieht die Vermessen⸗ heit, hält sich in Gottes— urc t in Glück und schwe— +Zeit 11. So prüfe dich denn wohl, ob Christus in dir lebet, denn Christi Leben ists, wonach der Glaube strebet; erst machet er ge⸗ recht, dann heilig, wirket Lust zu allem guten Werk: sieh, ob du auch so thust. 12. O Herr, so mehre doch in mir den wahren Glauben; so kann mich keine Macht der guten Werk Dren. wo Licht ist, geht der Schein frei— willig davon aus. Du bist mein Gott und Herr; bewahr mich als dein Haus! Joachim Justus Breithaupt 1658—1732. 266 Mein Jesu, dem die Seraphinen im Glanz der höchsten Majestät selbst mit be— ö reich deckbem wenn d er eht: anhe n beha tet mit ihrer durn 11 Do Glaru auben gang in Ind laß erquicken und dein an, o Kö die sich dir nei deine L sprich: ich erwä 3. Se voller G das nac ach höre Hemüte Armene weiß, licht ver test duu . dein d Pe auf sein t Geist Wi n gute Eigen⸗ messen⸗ Gottes⸗ schwe— ich denn in dir i Leben Glaube er ge⸗ „Wirket u Werk: 0 thust mehre wahren m mich guten vo Licht in frei⸗ 5. Du d Hert; (8 dein Breithauht 81732 su, dem aphinen höchsten mit be decktem Antlitz dienen, wenn dein Befehl an sie ergeht: wie sollten blöde Fleischesaugen, die der verhaßten Sünden Nacht mit ihrem Schatten trüb gemacht, dein helles Licht zu schauen taugen? 2. Doch gönne meinen Glaubensblicken den Ein⸗ gang in dein Heiligtum und laß mich deine Gnad erquicken zu meinem Heil und deinem Ruhm. Schau an, o König, meine Seele, die sich in Demut vor dir neigt und die als deine Braut sich zeigt; sprich: Ja du bists, die ich erwähle. 3. Sei gnädig, Jesu, voller Güte dem Herzen, das nach Gnade lechzt; ach höre doch, wie mein Gemüte: Gott, sei mir Armen gnädig! ächzt. Ich weiß, du kannst mich nicht verstoßen; wie könn— test du ungnädig sein ihm, den dein Blut von Schuld und Pein erlöst, da es so reich geflossen? 4. Ich fall in deine Gnadenhände und bitte Glaube und Rechtfertigung. 239 mit dem Glaubensgruß: Gerechter König, wende, wende die Gnade zu der Herz zensbuß! Ich bin ge— recht durch deine Wunden, es ist nichts Sträfl ichs mehr an mir; bin aber ich versöhnt mit dir, so bleib ich auch mit dir verbunden. 5. Ach laß mich deine Weisheit leiten und nimm ihr Licht nicht von mir weg; stell deine Gnade mir zur Seiten, daß ich auf dir beliebtem Steg beständig bis ans Ende wandle, damit ich auch in dieser Zeit in Lieb und Herzensfreundlichkeit nach deinem Wort und Willen handle. 6. Reich mir die Waffen aus der Höhe und stärke mich durch deine Macht, daß ich im Glauben sieg und stehe, wenn Stärk und List der Feinde wacht: so wird dein Gnadenreich auf Erden, das uns zu deiner Ehre führt und endlich gar mit Kronen ziert, auch in mir aus⸗ gebreitet werden. 240 Glaube und Rechtfertigung. 7. Ja, ja, mein Herz will dich umfassen; er⸗ wähl es, Herr, zu deinem Thron. Hast du aus Lieb ehmals verlassen des Him⸗ mels Pracht und deine Kron: so würdge auch Ruh, als bei Gott; ihm eile zu. Gott ist die Ruh. 2. Ruhe suchet jeder— mann, allermeist ein Christ. Denk auch du, mein Herz, daran, wo mein Herz, o Leben, und du immer bist. O suche laß es deinen Himmel sein, bis du, wenn dieser Bau fällt ein, mich wirst in deinen Himmel heben. 8. Ich steig hinauf zu in Lieb herab zu mir; laß mir nichts diese Freude rauben, erfülle mich nur ganz mit dir. Ich will dich fürchten, lieben, eh⸗ ren, so lang in mir das Herz sich regt; und wenn dasselb auch nicht mehr schlägt, so soll doch noch die Liebe währen. Wolfgang Christoph Deßler 1660— 1722. Mel. Himmelan, nur himmelan. 267 Ruhe ist das beste Gut, das man haben kann; Stille und ein guter Mut steigen himmelan. Die suche du; hier und dort ist keine dir im Glauben, steig du Ruh; in dir selber wohnt sie nicht; such mit Fleiß, was dir gebricht. 5½ Gott ist die Ruh. 1½ 3. Ruhe giebet nicht die Welt, ihre Freud und Pracht. Nicht giebt Ruhe Gut und Geld, Lust, Ehr, Gunst und Macht. Drum siehe zu; wer aus Gott geboren ist, sieht auf das, was droben ist. ½ Gott ist die Ruh. 4. Ruhe geben kann allein Jesus, Gottes Sohn, der uns alle ladet ein vor des Himmels Thron zur wahren Ruh. Wer den Ruf vernommen hat, gehe ein zur Gottesstadt. 7 Gott ist die Ruh., 5. Ruhe beut er willig⸗ lich den Mühselgen an, und erquicken wird er dich, wie es niemand kann. Drum komm herzu! Trühst 5 den viel, Heid ein „ sst die R 6. Ru Glauben Desum hi leicht, w aulf, was bringt R ben Herz tes Gei 36 Gott 7. Rl meist, w ein in E macht wirkt S ist, der Gottes st die! 8. Ru trägt El alle Laf ist janl chaffet die Last 1es Hilf „ Gott 9. N mein 5 Hevinn himmel et nicht eud und bt Ruhe ust, Ehr, Drum us Gott auf das, „½ Gott n kann es Sohn, ein vor ron zur Wer den n hat, tesstadt. tuh. 1 Willig⸗ gen an, wird er niemand mhemul Trägst du gleich der Lei— den viel, Gott 14 allem Leid ein Ziel. Gott ist die Ruh. 6. Ruhe kommt aus Glauben her, der nur Jesum hält. Jesus machet leicht, was schwer, richtet auf, was fällt. Sein Geist bringt Ruh; gieb im Glau⸗ ben Herz und Sinn Got— tes Geist zu eigen hin. „ Gytt ist die Ruh. 7. Ruhe findt sich aller— meist, wo Gehorsam blüht; ein in Gott ergebner Geist macht ein still wirkt Seelenruh. Selig ist, der also liebt, daß er Gottes Willen übt.:, Gott isr die Ruh. 8. Ruhe hat, wer willig trägt Christi sanftes Joch; alle Last, die er auflegt, ist ja lieblich doch und schaffet Ruh. Trage still die Last des Herrn, Got— tes Hilf ist dir nicht fern. Gott ist die Ruh. 9. Nun so suche Ruh, mein Herz, Ruh sei dein Gewinn; auf und steige himmelwärts, auf zu Jesu Glaube und Rechtfertigung. 241 hin. Er ist die Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei Gott; ihm eile zu. Gott ist die Ruh. Nach Johann Kaspar Schade 1666—-1698. Jes. 54, 10. Mel. Gott des Himmels und der Erden. Weicht, ihr Ber⸗ 268. ge, fallt, ihr Hü— gel, brechet, alle Felsen, ein: Gottes Gnade hat dies Siegel, sie will unver— ändert sein. Laß die Welt zu Trümmern gehn, Got⸗ tes Gnade wird bestehn. 2. Gott hat mir ein Wort versprochen, Gott hat einen Bund gemacht, der wird nimmermehr gebrochen, bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht: was er saget, das geschicht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, wenn gleich alles bricht und fällt, sondern ihren Zweck er— reichen, bis sie mich zu— frieden stellt. Gott ist fromm und gut und treu, ob die Welt voll Heuchelei. 16 242 Glaube und Rechtfertigung. 4. Will die Welt den ganz Vertrauen auf ihn Frieden brechen, hat sie ankerfest gericht't; auf lauter Krieg im Sinn: ihn will ich Felsen bauen, Gott hält immer sein Ver⸗ denn ich weiß, daß es sprechen; so fällt aller geschicht. Erd und Him— Zweifel hin, als wär er mel kann vergehn, sein nicht immerdar, was er Bund bleibet feste stehn. ist und was er war. Benjamin Schmolck 1672—1737. 5. Laßt sein Antlitz sich e. verstellen, ist sein Herz 2 9 Mein Friedefürst, doch treu gesinnt und dein freundliches bezeugt in allen Fällen, Regieren stillt alles Weh, daß ich sein geliebtes Kind, das meinen Geist be⸗ dem er beide Hände reicht, schwert. Wenn sich zu wenn auch Grund und dir mein blödes Herze Boden weicht. kehrt, so läßt sich bald 6. Er will Friede mit dein Friedensgeist ver— mir halten, wenn die Welt spüren: dein Gnadeublick gleich Lärmen macht. zerschmelzet meinen Sinn Ihre Liebe mag erkalten, und nimmt die Furcht ich bin bei ihm wert ge— und Unruh von mir hin. acht't; und wenn Höll 2. Gewiß, mein Freund und Abgrund brüllt, bleibt giebt solche edle Gaben, er mir doch Sonn und die alle Welt mir nicht Schild. verschaffen kann. Schau 7. Er, der Herr, ist an die Welt, schau ihren mein Erbarmer, so hat Reichtum an; er kann ja er sich selbst genennt; das ist Trost, so werd ich Ar— mer nimmermehr von ihm getrennt. Sein Er— barmen läßt nicht zu, daß er mir was Leides thu. 8. Nun es bleibt mein nicht die müden Seelen laben: mein Jesus kanns; er thuts im Uberfluß, wenn alle Welt zurücke— stehen muß. 3. O süßer Freund, wie wohl ist dem Ge— müte, 0 ermi 3 dir, sch nh dir die die all⸗ Not ve sern Ge bringt. 4.Ge wenn d mein ar tiglich! in mir entsteh kann! reichen als nur da ein andre . sich zu je mel Seligke dabei d die son dämpfe ie me Vaters mehr leit er 0. der in uf ihn t; auf bauen, daß es d Him⸗ n, sein e stehn. 7²—17³7 edefürst ndliches eist be⸗ sich zu Herzr ch bald ist ver⸗ denblit en Sinn Furcht mir hin Freund Gaben, ür nicht Schau m ihren kann in Seelen 6 kanns; lberfluß, zurück⸗ Freund, em Ge⸗ Glaube und Rechtfertigung. müte, das im Gesetz sich so ermüdet hat und nun zu dir, dem Lebensquell, sich naht und schmeckt in dir die wundersüße Güte, die alle Angst, die alle Not verschlingt und un— sern Geist zu sanfter Ruhe bringt. 4. Gewiß, mein Freund, wenn deine Liebeszeichen mein armes Herz so sänf— tiglich durchgehn, fühl ich in mir ein reines Licht entstehn, durch das ich kann das Vaterherz er— reichen, ann man dte als nur Vergebung spürt, da eine Gnadenflut die andre rührt. 29W mehr das Herz sich zu dem Vater kehret, je mehr es Kraft und Seligkeit genießt, daß es wirket Lust zur Heiligkeit dabei der Eitelkeit vergißt, die sonst den Geist ge— dämpfet und beschweret; je mehr das Herz des Vaters Liebe schmeckt, je mehr wird es zur Heilig— keit erweckt. 6. Der Gnadenquell, der in der Seele fließet, Nacht 243 der wird in ihr ein Brunn des Lebens sein, der in das Meer des Lebens springt hinein und Le— bensströme wieder von sich gießet: behält in dir dies Wasser seinen Lauf, so geht in dir die Frucht des Geistes 7. Wenn sich in dir des Herren Klarheit spie— gelt, die Freundlichkeit aus seinem Angesicht, so fängt das Leben an, aus wird Licht, die auf. Heimlichkeit der Weisheit wird entsiegelt, ja selbst dein Herz in Gottes Bild verklärt, und alle Kraft der Sünden abgekehrt. 8. Was dem Gesetz un⸗ möglich war zu geben, das bringt alsdann die Gnade selbst herfür: sie in dir und ändert nach und nach dein ganzes Le— ben, indem sie dich aus Kraft in Kräfte führt und mit Geduld und Lang— mut dich regiert. 9. Es müsse doch mein Herz auf Christum schauen; 16⁵ 2⁴⁴ Glaube und Rechtfertigung. ⁰ besuche mich, mein Auf⸗ 270 O Liebe, die den Wan gang aus der Höh, daß Himmel hat zer⸗ 105 ich das Licht in deinem rissen, die sich zu mir ins net, Lichte seh und könne Elend niederließ, was für Seelen schlechterdings der Gnade ein Trieb hat dich bewe⸗ wird al trauen! Kein Fehler sei gen müssen, der dich zu rnin x x‚ der H so groß und schwer in mir ins Jammerthal ver— ‚ mir, der mich von solchem wies? Die Liebe hat es glocht Blick der Liebe führ. selbst gethan, sie schaut wird + 10. Wenn meine Ohn-als Mutter mich in mei— nd al V macht mich darnieder nem Jammer an.“ E V schläget und deinen Geist. 2. Die Liebe ist o großs der Kindschaft in mir in deinem Herzen, daß n diämpft, wenn das Gesetz du für mich das größte 2 Wunder thust; die Liebe dies in mit meinem Glauben kämpft und lauter Angst macht dir meinetwegen zun und Furcht in mir eert⸗te e daß mir zu Gott get: so laß mich doch dein gut du unter Dornen weil di Mutterherze sehn und ruhst. O unerhörter Lie⸗ ns da neue Kraft und Zuver- besrat, der selbst des Va⸗ eborn Ufe ihr 11. So ruh ich nun, R DiEhe ist mei 59 0 Mt“ mein Heil, in deinen Ar⸗ n 44898 2 N men, du selbst sollst mir Anverwandter worden, nun u ..„„ 0 ö mein ewger Friede sein r Drud it selbst + 45.7 475 9 BV. 375 keit. 20 ö ich hülle mich in deine gnn n Enade tin. MeimWlemtrt Gottheit Quell lebt nun iu nur inem Orde dringer ist einzig dein Erbarmen; e. Orden, die Tünng V und weil du mir mein Ewigkeit vermählt sich sülst! mit der Zeit. Das Le⸗ Tod. d. Alles bist. s di ben selbst ist Mensch ge— nir n ists genr* 9——— Geist an 3 born, der Glanz der Hears rn Christian Friedrich Richter lichkeit, das Licht, das shidl 1676—1711. wir verlorn. 7.5 die den hat Zer⸗ nir ins vas für Vbewe⸗ dich zu hal ver⸗ hat es schaut in mei⸗ 0 groß n, daß größte ie Liebe etwegen mir zu Dornen kter Lie⸗ des V⸗ eisch ge⸗ ist mein worden, elbst die Der ebt nun den, dis hlt sich Das L⸗ usch ge⸗ er Herr⸗ t, das 4. In ihm wird nun die Menschheit ausgesöh— net, die Reinigkeit der Seelen wiederbracht; sie wird als Braut der Gott— heit nun gekrönet, da sie der Himmel selbst so an— gelacht. wird nun ganz erneut und als ein reiner Thron der Gottheit eingeweiht. 5. Die Weisheit spielt nun wieder auf der Er— den, dadurch das Para⸗ dies im Menschen grünt. Nun können wir aus Gott geboren werden, weil die Geburt des Herrn uns dazu dient. Die neu— geborne Seele spürt, daß sie ein andrer Geist aus ihrem Ursprung rührt. 6. Kein Elend kann nun unser Herz bezwin— gen, Immanuel ist bei uns in der Not; ich darf ja nur zur Gnadenquelle dringen, so dient mir selbst das Elend und der Tod. Der Jammer hängt mir nur noch an, der mir in Christo doch nicht schädlich werden kann. Glaube und Rechtfertigung. Die Menschheit 245 Leben funden, viel Reich— tum, Ehr und Wonne schenkt er mir: ich bin mit ihm, er ist mit mir verbunden, den ich in mir mit Liebeswirkung spür; ich bin vergnügt und ganz gestillt, weil mich der lautre Strom aus seiner Lieb erfüllt. 8. Auf, auf, mein Geist, vergiß die Trauerlieder, erfreue dich in dieser Lie— besmacht! Des Himmels Kraft und Glanz bestrahlt dich wieder, und der Ver⸗ lust ist völlig wiederbracht. O ewig, ewig wohl ist mir, daß ich in Christo nun das Wohhgefallen spür. Christian Friedrich Richter 1676—1711. Warum sollt ich mich denn grämen. Mel. 971 O was für ein 271. herrlich Wesen hat ein Christ, da er ist recht in Gott genesen; der aus ihm ist neu ge— boren und hier schon in dem Sohn ist zum Kind 7. Ich habe nun ein ewig erkoren. 246 Glaube und Rechtfertigung. 2. Wann die Seel sich von der Erden ganz los⸗ reißt, durch den Geist hei— lig hier zu werden, so ist das ihr hoher Adel, wel— chen sie je und je findet ohne Tadel. 3. Irdsche Zepter, ird⸗ sche Kronen sind ein Sand und ein Tand nebst den hohen Thronen; eine Seel, die Gott regieret, hat hier schon eine Kron, die sie ewig zieret. J. Köstlich ist sie aus⸗ geschmücket, reine Seid ist ihr Kleid, hoch ist sie be— glücket; innerlich glänzt sie von Golde, praͤnget sehr, lebt in Ehr; denn Gott ist ihr holde. 5. Doch ihr Glanz bleibt hier verdecket vor der Welt, die sie hält, als wär sie beflecket. Sie lebt jetzt in Gott verbor— gen, kriegt oft Hohn hier zum Lohn, doch sie läßt Gott sorgen. 6. Hier steht diese Ros im Grunde, und ihr Schein bleibet klein in der Prü— fungsstunde. Man tritt sie hier oft mit Füßen, aber Gott wird den Spott ihr einmal versüßen. 7. Christus, der sie hat erwählet und als Braut ihm vertraut, der sieht, was ihr fehlet; er tröst't sie im bittern Leiden, führt sie dann auf die Bahn seiner Himmels— freuden. 8. Ewig wird sie tri— umphieren, wenn ihr Hirt Christus wird in sein Haus sie führen und ihr öffnen alle Schätze, damit sie je und je sich daran ergötze. 9. Dann wird sie kein Leid mehr beugen, und ihr Glanz wird sich ganz offenbarlich zeigen: sie wird leuchten wie die Sonne; Gott allein wird stets sein ihre Freud und Wonne. 10. Dann wird sie mit Christo sitzen auf dem Thron; ihre Kron wird von Golde blitzen. Dann wird jedermann sie ken— nen und sie frei ohne Scheu hoch von Adel nennen. Jakob Gabriel Wolf 1684—1754. Nel. Od 2. der mei hält: h Nsu er vovel der Gru lich steh Himmel Erbarm ken üb die offn der sicl neigt, Herze l oder ko lorenek uns se desweg auf Err nach d desweg und fi sers H 4. alle Si Id Das l lecht v kein Spott en. sie hat Braut sieht, tröstt Liden, uf die mmels⸗ sie tri⸗ hr Hirt u sein und ihr „damit daran sie kein u, und h ganz u sss bie die in wird ud und sie mit f dem n wird Dann sie ken⸗ i ohne u Adel 61-1⁵1• Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 272 Ich habe nun den Grund gefunden, der meinen Anker ewig hält: wo anders als in Jesu Wunden? Da lag er vor der Zeit der Welt, der Grund, der unbeweg— lich steht, wenn Erd und Himmel untergeht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Den— ken übersteigt; es sind die offnen Liebesarme des, der sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht ver— loren werden, Gott will, uns soll geholfen sein: deswegen kam der Sohn auf Erden und nahm her⸗— nach den Himmel ein; deswegen klopft er für und für so stark an un⸗ sers Herzens Thür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunden recht verbinden, da findet kein Verdammen statt, Glaube und Rechtfertigung. weil Christi Blut bestän⸗ dig schreit: Barmherzig— keit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, dem will ich mich getrost vertraun und, wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes Herze schaun: da findet sich zu aller Zeit unendliche Barmher— zigkeit. 6. Wird alles andre weggerissen, was Seel und Leib erquicken kann, darf ich von keinem Troste wissen und scheine völlig ausgethan, ist die Erret— tung noch so weit: mir bleibet die Barmherzigkeit. 7. Muß ich an meinen besten Werken, darinnen ich gewandelt bin, viel Unvollkommenheit bemer— ken, so fällt wohl alles Rühmen hin; doch ist auch dieser Trost bereit: ich hoffe auf Barmher— zigkeit. 8. Es gehe mir nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist. Er wolle selbst mein Herze stillen, damit es das nur 248 nicht vergißt; so stehet es in Lieb und Leid in, durch und auf Barmherzigkeit. 9. Bei diesem Grunde will ich bleiben, so lange mich die Erde trägt; das will ich denken, tl d iebe, di vill ich denken, thein un beut: Liebe, die den Sohn treiben, so lange sich ein Glied bewegt. So sing ich einstens höchst erfreut: O Abgrund der Barm— herzigkeit! Johann Andreas Rothe 1688-1758. Mel. Werde munter mein Gemüte. 273 Ewge Liebe, mein Gemüte waget einen kühnen Blick in den Abgrund deiner Güte; send ihm einen Blick zu— rück, einen Blick voll Hei— terkeit, der die Finsternis zerstreut, die mein blödes Auge drücket, wenn es nach dem Lichte blicket. 2. Ich verehre dich, Liebe, daß du dich bewe— get hast und aus einem sreien Triebe den er⸗ wünschten Schluß gefaßt, der im Fluch versenkten Welt durch ein teures Lösegeld und des eignen Glaube und Rechtfertigung. Sohnes Sterben Gnad und Freiheit zu erwerben. 3. O ein Ratschluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlichkeit, der so einer Welt voll Armen Gnade, Trost und Hilfe nicht schont, der in ihrem Schoße wohnt, um die Sünder zu erretten aus den schweren Sünden— ketten. 4. Doch du hast, o weise Liebe, eine Ordnung auch bestimmt, daß sich der darinnen übe, der am Segen Anteil nimmt. Wer nun an den Mittler gläubt und ihm treu ergeben bleibt, der soll nicht ver— loren gehen, sondern Heil und Leben sehen. 5. Liebe, dir sei Lob gesungen für den höchst gerechten Schluß, den die o Schar verklärter Zungen rühmen und bewundern muß, den der Glaub in Demut ehrt, die Ver⸗ nunft erstaunet hört und umsonst sich unterwindet, wie sie dessen Tief er— gründet. 6. Lie hin treb gewi iß 5 jelbst m nach „, daf uuh dein Gei mir zul möge, Himmel R. Namen Buch d dann st Grauen entgege Kreatur dein Ert ner Hal nen nod trennen Mel. Jes 74. Roßer! sch, hi Zünder Geiicht Zünden dein E Gnad verben. luß voll Hubd it, der Armen en aus zünden⸗ 0 weise ng auch ich der her am t. Wer gläubt ergeben cht ver⸗ rn Heil sei Lob höchst den die Zungen undern laub in eVr⸗ ört und windet, dief er⸗ 6. Liebe, laß mich da— hin streben, meiner Wahl gewiß zu sein. Richte selbst mein ganzes Leben so nach deinem Willen ein, daß des Glaubens Frucht und Kraft, den dein Geist in mir geschafft, mir zum Zeugnis dienen möge, ich sei auf dem Himmelswege. 7. Laß mich meinen Namen schauen in dem Buch des Lebens stehn; dann so werd ich ohne Grauen selbst dem Tod entgegen gehn. Keine Kreatur wird mich, als dein Erbgut, ewiglich dei— ner Hand entreißen kön— nen noch von deiner Liebe trennen. Johann Jakob Rambach 1693—1735. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 274 Schöpfer aller Menschenkinder, großer Richter aller Welt, sieh, hier wird ein armer Sünder, vor dein streng Gericht gestellt, der in Sünden ist geboren, der dein Ebenbild verloren, Glaube und Rechtfertigung. 249 der mit Sünden sich be— fleckt, der in tiefen Schul— den steckt. 2. Mein Gewissen, das mich quälet, deine Straf— gerechtigkeit, dein Gesetz, das nichts verhehlet, samt dem Satan, stehn bereit, meine Seele zu verklagen; ich weiß nichts darauf zu sagen, denn ein Zeuge giebt sich an, der gesehn, was ich gethan. 3. Wehe mir, ich muß verderben, sehe nichts als Höll und Pein. Frecher Sünder, du mußt sterben! wird mein strenges Ur— teil sein. Es erzittert meine Seele vor des off— nen Abgrunds Höhle; wer hilft mir in dieser Not, wer errettet mich vom Tod? 4. Doch Gott Lob! die Furcht verschwindet, weil sich mir ein Mittler zeigt, weil sich ein Vertreter findet, vor dem der Ver— kläger schweigt. O be⸗ glückte, teure Stunden! Gottes Sohn hat seine Wunden und sein blutig 250 Glaube und Rechtfertigung. Lösegeld meinem Richter 8. Richter, der mich dargestellt. losgesprochen, Vater, der 5. Richter, siehe meinen mich zärtlich liebt, Mitt- Bürgen, siehe die Bezah— ler, der, was ich verbrochen lung an. Dieser ließ für und geraubt, Gott wieder mich sich würgen, dieser giebt, Geist, der mir den hat genug gethan; der hat Glauben schenket, mich in dein Gesetz erfüllet, der Jesu Wunden senket, Gott hat deinen Zorn gestillet. der Gnade, dir sei Ruhm, Herr, ich glaube; steh mir und mein Herz dein Eigen— bei, sprich von Schuld tum. und Straf mich frei. 9. Laß mich nun die 6. Ach was hör ich? Sünde hassen, die das Gnade, Gnade, Gnade! Herz mit Angst beschwert; schallet in mein Ohr; und laß mich alles unterlassen, vom finstern Todespfade was den teuren Frieden hebt mich sanft dein Zug stört. Reinge täglich mein empor. Gott spricht: Sün⸗Gewissen, laß mich eifrig der, du sollst leben, deine sein beflissen, mit Ver— Schuld ist dir vergeben; leugnung dieser Welt das sei getrost, mein lieber zu thun, was dir gefällt. Sohn, komm zu meinem Johann Jakob Rambach 1693—1735. Gnadenthron! Mel. Wie schön leuchtet der Morgen— 7. Seht, wie sich der stern. Abgrund schließet, seht, 275 Wo ist ein solcher wie sich der Himmel freut. Gott wie du? Du da das Blut des Lammes schaffst den Müden süße fließet, da mich die Ge— Ruh, Ruh, die nicht zu er⸗ rechtigkeit des vollkomm-gründen. Ein Abgrund nen Mittlers decket. Wer der Barmherzigkeit ver⸗ ist, der mich ferner schlingt ein Meer von schrecket? Wer ist, der sich Herzeleid: du, Herr, ver⸗ an mich wagt und ein giebst die Sünden. Ja Himmelskind verklagt? du, Jesu, läßt dich wür⸗ gen als! Sünden zu entbi 2. He tigkeit, desen( dich im Du bist Gottesp kommen ihm das Laß mid sonne, genießer Lob zer 3. Friedeft nach de der abg Du stell ler dar getrenn verdam. de! Bei Ungeme Güte! Friede. 4.O treuere und St feligt du blut Naahl, erhörte r mich ter, der „Mitt⸗ brochen wieder nir den mich in et, Gott Ruhm, Eigen⸗ mun die die das schwert; erlassen, Frieden ich mein h eifrig lit Ver⸗ Lelt das gefält 69317830 her Morgen⸗ n solcher du? Du jen süße ht zu er⸗ Abgrund eit ver⸗ eer von err, ver⸗ jen. Y ich wür⸗ Glaube und Rechtfertigung. gen als den Bürgen, aller Sünden mich auf ewig zu entbinden. 2. Herr, unsere Gerech— tigkeit, wie hoch wird dessen Geist erfreut, der dich im Glauben kennet! Du bist sein Schmuck, die Gottespracht, die ihn voll— kommen schöne macht, die ihm das Herz entbrennet. Laß mich ewig, Himmels— sonne, Seelenwonne, dich genießen und in deinem Lob zerfließen. 3. Holoselig süßer Friedefürst, wie hat dich nach dem Heil gedürst't der abgewichnen Kinder! Du stellest dich als Mitt— ler dar, verbindest, was getrennet war: Gott und verdammte Sünder. Freu⸗ de! Beide werden eines! Ungemeines Werk der Güte! Jesu, du bist unser Friede. 4. O Gotteslamm, dein treuer Sinn nimmt Schuld und Strafe von mir hin: sie liegt auf deinem Rücken; du blutest an des Kreuzes Pfahl, da muß dich un— erhörte Qual nach Leib 251 und Seele drücken. Diese süße Flut der Gnaden heilt den Schaden, durch die Wunden hab ich Heil und Frieden funden. 5. Mitleidender Im— manuel, es ist mein Le— ben, Leib und Seel voll Mängel und Gebrechen; doch ist dein Herz auch voller Gnad, willst weder Sünd noch Missethat am armen Staube rächen: deine reine, treue Liebe hat die Triebe, hier im Leben täglich reichlich zu vergeben. 6. Die Gnade führt das Regiment; sie macht der Sklaverei ein End, besiegt Gesetz und Sünden. Soll dein Herz frei und fröh— lich sein, so räum es ganz der Gnade ein; so kannst du überwinden. Wenn dich mächtig Sündenliebe, Fleischestriebe oft bestür— men, wird die Gnade dich beschirmen. 7. Durch deines Blutes Kraft, o Herr, befreie du mich mehr und mehr von Sünde und Verderben. Du hast mich dir, Imma⸗ 252 Glaube und Rechtfertigung. nuel, gar teur erkauft mit mich fragt; ich kann es Leib und Seel, die Selig- nur Erbarmung nennen, keit zu erben. Kleiner, so ist mein ganzes Herz reiner muß ich werden gesagt. Ich beuge mich noch auf Erden, bis ich und bin erfreut und rüh⸗ droben dich kann ohne me die Barmherzigkeit. Sünde loben. 4. Dies laß ich kein Johann Ludwig 20% Geschöpf mir rauben, dies —1½½6½ ssoll mein einzig Rühmen Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. sein; auf dies Erbarmen 276 Mir ist Erbar⸗will ich glauben, auf die⸗ »mung widerfah⸗ ses bet ich auch allein, ren, Erbarmung, deren dieses duld ich in der ich nicht wert; das zähl Not, auf dieses hoff ich ich zu dem Wunderbaren, noch im Tod. mein stolzes Herz hats: 90. der du deich nicht begehrt. Nun weiß bist an Erbarmen, nimm ich das und bin erfreut dein Erbarmen nicht von und rühme die Barm- und führe durch den herzigkeit. Tod mich Armen durch 2. Ich hatte nichts dun: 8 Lantterht n H denn Zorn verdienet und Ar n. soll bei Gott in Gnaden Barint Sulheite Rut dig sein; Gott hat mich 327n mini⸗ 5 1699176 ihm selbst versühnet und macht durchs Blut des Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Sohns mich rein. 1277 Geht hin, ihr kam dies her? Warum» gläubigen Ge⸗ eschichts? Erbarmun nant r. geschichts rmung danken, ins weite Feld ists und weiter nichts. der Ewigkeit, erhebt euch 3. Das muß ich dir, über alle Schranken der mein Gott, bekennen, das alten und der neuen Zeit: rühm ich, wenn ein Mensch erwägt, daß Gott die Aobe se und eiwir 2. Der war nic Himmel gemacht, schon de der mir dacht: d geschaffe er mir 3. Se ich sollte nen ein den woll ler geber zum Gn sen Blu geheilig 4. O mich w Anbegin mich zt zählte, Reich b hand, o nich ins chrieb! 5. W wennen vor zu d bon wel der Gü llle 3 ann ez nennen, 8 Herz ge mich nd rüh⸗ igkeit. ich kein en, dies Rühmen barmen auf die⸗ Rallein, 9 in der hoff ic du reich „ nimm icht von urch den n durch Tod zu vig vecht hme die 1699—1760 zungen hatt⸗ hin, iht jen Ge⸗ ite ded jebt euch nlen der uen Hett hott de2 Liebe sei, die ewig alt und ewig neu. 2. Der Grund der Welt war nicht geleget, der Himmel war noch nicht gemacht, so hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste zuge— dacht: da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch sei— nen eingebornen Sohn; den wollt er mir zum Mitt-— ler geben, den macht er mir zum Gnadenthron, in des— sen Blute sollt ich rein, geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vater— hand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte em— por zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß Glaube und Rechtfertigung. 253 jeder Tag sein Zeugnis giebt: Gott hat mich je und je geliebt. 6. Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hieher ge— bracht! Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein, dein bin ich, Herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner Flügel find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn, dies Wort der Wahrheit blei— bet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden der Seele Mut und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freuden, so tröstet mich dein Angesicht: da 254 Glaube und Rechtfertigung. spür ich deines Geistes Geist im höhern Chor Kraft, die in der Schwach- mit frohem Munde dich, heit alles schafft. schönste Liebe, schöner 10. Die Hoffnung schau-preist: drum eilt mein et in die Ferne durch alle Herz aus dieser Zeit und Schatten dieser Zeit; der sehnt sich nach der Ewig⸗ Glaube schwingt sich durch keit. die Sterne und sieht ins Johann Gottfried Herrmann Reich der Ewigkeit: da zeigt mir deine milde Hand mein Erbteil und läßt walten. gelobtes Land. 278 Aus Gnaden soll 14. sollt ich dich— ich selig werden! nicht ewig lieben, der du Herz, glaubst dus oder mich unaufhörlich liebst? glaubst dus nicht? Was Sollt ich mit Undant willst du dich so blöd ge— dich betrüben, da du mir bärden? Ists Wahrheit, Fried und Freude giebst? was die Schrift verspricht, Verließ ich dich, o Men-so muß auch dieses Wahr⸗ schenfreund, so wär ich sheit sein: aus Gnaden ist selbst mein ärgster Feind. der Himmel mein. 12. Ach könnt ich dich 2. Aus Gnaden! Hier nur besser ehren, welch gilt kein Verdienen, die edles Loblied stimmt ich eignen Werke fallen hin. an! Es sollten Erd und Der Mittler, der im Fleisch Himmel hören, was du, erschienen, hat diese Ehre mein Gott, an mir ge- zum Gewinn, daß uns than: nichts ist so tröst⸗sein Tod das Heil ge— lich, nichts so schön, als, bracht und uns aus Gna⸗ höchster Vater, dich er- den selig macht. höhn. 3. Aus Gnaden! Merk 13. Doch nur Geduld, dies Wort: aus Gnaden, es kommt die Stunde, da so oft dich deine Sünde mein durch dich erlöster plagt, so oft dir will der Mel. Wer nur den lieben Gott Satan s⸗ dein Gek die Verr kann, de aus Gn 4. A sein Sol übernah Last. dein Fr Sags, rühmen daß er und dir fen soll 5. A ser Gri o lange heißt. Fesu sch in seine worauf ruht, is Lamme 6. At du sich nicht: auch zu küfet A Gnader Ruh; d Gnad auf n 7. A 1 Chor N dich schöner. t mein eit und Ewih⸗ Herrmam —1791. eben Gott den sol werden! 18 oder Was blöd ge zahrheit, rspricht, 5 Wahr⸗ naden ist n. nI Hier nen, die llen hin. mFleisc iese Ehre haß uns Heil ge⸗ mus Gna⸗ nI Merk Gnaden, e Sünde will der Satan schaden, so oft dich dein Gewissen nagt. Was die Vernunft nicht fassen kann, das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und übernahm der Sünden Last. Was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sags, wenn du was zu rühmen hast. Wars nicht, daß er dein Bestes wollt und dir aus Gnaden hel— fen sollt? 5. Aus Gnaden! Die⸗ ser Grund wird bleiben, so lange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Wort anpreist, worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Lammes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, denk nicht: Wohlan, ich greif auch zu! Wahr ists, Gott rufet Adams Kinder aus Gnaden zur verheißnen Ruh; doch den geht seine Gnad nicht an, der noch auf Gnade sündgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer Glaube und Rechtfertigung. 25⁵5 dies Wort gehöret, tret ab von aller Heuchelei. Denn wenn der Sünder sich bekehret, so lernt er erst, was Gnade sei; beim Sündgen scheint die Gnad gering, dem Glauben ists ein Wunderding. 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen das Herz des Vaters aufge— than, wenns unter den Verzweiflungsschmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stär⸗ kung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! Hier— auf will ich sterben: ich fühle nichts, doch ist mir wohl; ich kenn mein sünd— liches Verderben, doch auch den, der mich heilen soll: mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil mich die Gnad schon selig macht. 10. Aus Gnaden! Dies hör Sünd und Teufel; ich schwinge meine Glau— bensfahn und geh getrost trotz allem Zweifel durchs rote Meer nach Kanaan. Ich glaub, was Jesu Wort 256 Glaube und Rechtfertigung. verspricht, ich fühl es oder keinen Ausgang wüßte und fühl es nicht. mit ungewissem Tritt ohne Christian Ludwig Scheidt Licht verzagen müßte: 1709—1761. Christus ist mein Stab und Licht; das ist meine Mel. Jesus, meine Zuversicht. Zuversicht. 279. Stark ist meines Jesu Hand, und er wird mich ewig fassen, hat zu viel an mich ge— 5. Mag die Welt im Mißgeschick beben oder ängstlich klagen; ohne Halt ist all ihr Glück, wahrlich, wandt, um mich wieder sie hat Grund zu zagen. loszulassen. Mein Erbar⸗Daß mein Anker nie zer⸗ mer läßt mich nicht; das bricht, das ist meine Zu— ist meine Zuversicht. versicht. 2. Sieht mein Klein⸗ 6. Will mein Herr mut oft Gefahr, fürcht durch strenge Zucht mich ich auch zu unterliegen: nach seinem Bild gestal⸗ Christus beut die Hand ten, dennoch will ich ohne mir dar, Christus hilft der Flucht seiner Hand nur Ohnmacht siegen. Daß stille halten. Er giebt mich Gottes Held ver⸗Gnad auch im Gericht; Deesht. ist meine Zu-das ist meine Zuversicht. ersicht. 111— e. Seäiner Hand ent⸗ 3. Wenn der Klägerreißt mich nichts; wer mich verklagt, Christus will diesen Trost mir rau⸗ hat mich schon vertreten; hen? Mein Erbarmer wenn er mich zu sichten selbst versprichts; sollt ich wagt, Christus hat für seinem Wort nicht glau⸗ mich gebeten. Daß mein ben? Jesus läßt mich Bürge für mich spricht, ewig nicht; das ist meine das ist meine Zuversicht. Zuversicht. 4. Würd es Nacht vorKarl Bernhard Garve 1763—1841. meinem Schritt, daß ich Mel. L 280 weiß, wenn al wie S verweh ewig ö wankt u die W. Truge 2.— dallert, nie ver Grund diese S sind des die Wo an di halt ich 3. A den M Feste Herr di der Hin dem di betend den di ich wei steund tt ohne nüßte: Stab meine elt in oder ne Halt ahrlich, agen. nie zer ine Zu⸗ Herr ht mich gestal⸗ ich ohne ind nur r giebt Gericht; versicht. nd ent⸗ 5) wer mir rau⸗ rbarmer sollt ic ht glau⸗ ßt mich st meine 1763-15ʃʃ Glaube und Rechtfertigung. Mel. Valet will ich dir geben. Ich weiß, woran 280. ich glaube, ich weiß, was fest besteht, wenn alles hier im Staube wie Staub und Rauch verweht. Ich weiß, was ewig bleibet, wo alles wankt und fällt, wo Wahn die Weisen treibet und Trug die Klugen hält. 2. Ich weiß, was ewig ö dauert, ich weiß, was nie verläßt; auf ewgem Grund gemauert steht diese Schutzwehr fest. Es sind des Heilands Worte, die Worte fest und klar; an diesem Felsenhorte halt ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister, der mir die Feste baut: es ist der Herr der Geister, auf den der Himmel schaut. betend niederknien, Vor dem die Seraphinen an⸗ um den die Heilgen dienen: ich weiß und kenne ihn. 257 4. Das ist das Licht der Höhe, das ist mein Jesus Christ, der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist; der nim— mermehr kann wanken, mein Heiland und mein Hort, die Leuchte der Ge— danken, die leuchtet hier und dort. 5. Er, den man blut⸗ bedecket am Abend einst begrub; er, der von Gott erwecket sich aus dem Grab erhub; der meine Schuld versöhnet, der seinen Geist mir schenkt, der mich mit Gnade krönet und ewig mein gedenkt. 6. Drum weiß ich, was ich glaube, ich weiß, was fest besteht und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht. Es blei— bet mir im Grauen des Todes ungeraubt; es schmückt auf Himmels— auen mit Kronen einst mein Haupt. Ernst Moritz Arndt 1769-1860. 258 Heiligung. 3. Heiligung. (Liebe zu Jesu. Wandel im Licht. Gebet.) 281 Vater unser im in Leidenszeit, gehorsam 7»Himmelreich, der sein in Lieb und Leid; du uns alle heißest gleich wehr und steur allem Brüder sein und dich Fleisch und Blut, das rufen an und willst das wider deinen Willen thut. Beten von uns han: gieb, 5. Gieb uns heut unser daß nicht bet allein der täglich Brot und was Mund, hilf, daß es geh man darf zur Leibesnot; von Herzensgrund: behüt uns vor Unfried 2. Geheiligt werd der und Streit, vor Seuchen Name dein, dein Wort und vor teurer Zeit, daß bei uns hilf halten rein, wir in gutem Frieden daß auch wir leben heilig stehn der Sorg und Gei⸗ lich, nach deinem Namen es müßig gehn. würdiglich. Behüt uns,. Herr, vor falscher Lehr, das arm, verführet Volk n 135 bekehr. sie uns nicht betrübe 3. Es komm dein Reich mehr, wie wir auch zu dieser Zeit und dort unsern Schuldigern ihr hernach in Ewigkeit; der Schuld und Fehl ver— heilge Geist uns wohne geben gern; zu dienen bei mit seinen Gaben mach 4— all bereit in mancherlei; des Satans rechter Lieb und Einigkeit. Zorn und groß Gewalt 7. Führ uns, Herr, in zerbrich, vor ihm dein Versuchung nicht. Wenn Kirch erhalt. uns der böse Geist an— 4. Dein Will gescheh, ficht zur linken und zur Herr Gott, zugleich auf rechten Hand, hilf uns Erden wie im Himmel- thun starken Widerstand, reich. Gieb uns Geduld im Glauben fest und wohl— 6. All unsre Schuld vergieb uns, Herr, daß 0 ein s unsre! 9. werde sern auf! zweife hiemi dein dein; Amen 28. ich bit verleil ser Fr nicht v ten mein, geben, Mchst Vort 2. ö 0 Her bet.) horsam Leid; allem t, das en thut. ut unser d was besnot: Unfried Seuchen eit, daß Frieden ind Gei.» Schuld rr, daß betrübe auch ern ihr hl ver— dienen ereit in inigkeit. Herr, in Venn jeist an und zur ilf uns erstand, nd wohl Heiligung. gerüst't und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem ÜUbel uns erlös: es sind die Zeit und Tage bös; erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not; bescher uns auch ein selig End, nimm unsre Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist: es werde wahr! Stärk un⸗ sern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, was wir hiemit gebeten han auf dein Wort in dem Namen dein; so sprechen wir das Amen fein. Martin Luther 1483—1546. 989 Ich ruf zu dir, 282. Herr Jesu Christ, ich bitt, erhörmein Klagen; verleih mir Gnad zu die— ser Frist, laß mich doch 259 es mir wohl geben, daß ich nicht wieder werd zu Spott: die Hoffnung gieb daneben, voraus wenn ich muß hie davon, daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen auf all mein eigen Thun, sonst wird michs ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund mein Fein— den mög vergeben; ver— zeih mir auch zu dieser Stund‚ schaff mir ein neues Leben; dein Wort mein Speis laß allweg sein, damit mein Seel zu näh⸗— ren, mich zu wehren, wenn Unglück geht herein, das mich bald möcht verkehren. 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir in dieser Welt abwenden; be— ständig sein ans End gieb mir, du hasts allein in Händen; und wem dus nicht verzagen. Den rech- giebst, der hats umsonst, ten Glauben, Herr, ich es mag niemand erwer— mein, den wollest du mir ben noch ererben durch geben, dir zu leben, dem Werke deine Gunst, die Nächsten nütz zu sein, dein uns errett't vom Sterben. Wort zu halten eben. 5. Ich lieg im Streit 2. Ich bitt noch mehr, und widerstreb, hilf, o o Herre Gott, du kannst Herr Christ, dem Schwa— 17⁷⁵ 260 Heiligung. chen; an deiner Gnad Leben; damit ichs brauch allein ich kleb, du kannst zum Lobe dein, zu Nutz mich stärker⸗ machen. Kommt nun Anfechtung und Gefahr, wollst du mich nicht verlassen, fest umfassen, behüten immer— dar. Ich weiß, du wirsts nicht lassen. Johann Agricola 1492-1566. 283. Herzlich lieb hab ich dich, v Sanre Ich bitt, wollst. sein von mir nicht fern mit deiner Hilf und Gnaden. Die ganze Welt erfreut mich nicht, nach Erd und Him— mel frag ich nicht, wenn ich dich nur kann haben; und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, so bist du doch mein Zuversicht, mein Teil und meines Herzens Trost, der mich durch sein Blut hat erlöst. Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmermehr. 2. Es ist ja, Herr, dein Gschenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen und Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein Gnade geben. Bel Vei Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr; in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr: und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnot. 3. Ach Herr, laß dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen, den Leib in sein'm Schlaf— kämmerlein gar sanft ohn einge Qual und Pein r ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud, o Gottessohn, mein Hei— land und mein Gnaden— thron. Herr Jesu Christ, er⸗ höre mich, erhöre mich, ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling 1532-1608. 284 Wie schön leuch— Itet der Morgen— stern v heit H siße! Sohl! Stallil mein 2 mein; lich, fr herrlit reichee sehr p 2. werte und hochg Herz melsb Cvant Milch Nsu, lisch essen, vergef 2. mein mein lein, Lebe, ein 6 deiner Leib lliebe Ohn mehr brauch zu R lächsten X dein ütmich, r Lehr, rd und allem ich, auf ldiglich, t, mein ein Herr ir mein . aß dein letzten mein in tragen, Schlaf⸗ anft ohn ein ruhn Tage. verwecke Augen Freud, 'ein Hei⸗ Gnaden⸗ Hhrist,er⸗ mich, ich ewiglich 532—1608 n leuch Morgen⸗ * stern voll Gnad und Wahr⸗ heit von dem Herrn, die süße Wurzel Jesse! Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm, mein König und mein Bräutigam, hast mir mein Herz besessen: lieb— lich, freundlich, schön und herrlich, groß und ehrlich, reich an Gaben, hoch und sehr prächtig erhaben. Ei meine Perl, du werte Kron, wahr Gottes und Marien Sohn, ein hochgeborner König! Mein Herz heißt dich ein Him melsblum; dein süßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Jesu, Jesu, Hosianna! Himm— lisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, o du mein Herr und Gott al— lein, die Flamme deiner Liebe, daß ich, o Herr, ein Gliedmaß bleib— deinem auserwählten Leib in frischem Lebens⸗ triebe. In dir laß mir ohn Aufhören sich ver⸗ mehren Lieb und Freude, all ein, dem wunderschönen Heiligung. Arme, 261 daß der Tod uns selbst nicht scheide. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenlicht, wenn du mit deinem An— gesicht mich freundlich thust anblicken. O Herr Jesu, mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich erquicken. Nimm mich freundlich in die Herr, erbarme dich in Gnaden; auf dein Wort komm ich geladen. 5. Herr Gott Vater, mein starker Held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet; dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, er ist mein Freund, ich seine Braut, drum mich auch nichts betrübet. Heil mir! Heil mir! Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben; ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Zu unserm Gott mit Saitenklang laßt nun den süßesten Gesang ganz freudenreich erschallen, dem liebsten Jesu nur 262 Heiligung. Bräutgam mein, zu Eh— ren und Gefallen. Sin⸗ get, springet, jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren, groß ist der Kö⸗ nig der Ehren. 7. Wie bin ich doch so herzlich froh, daß mein Schatz ist das A und O, der Anfang und das Ende. Er wird mich doch zu seinem Preis aufnehmen in das Paradeis, des klopf ich in die Hände. Amen, ichs thue bald zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs thu, so gieb, daß es ge— rate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann be— stehen, laß kein unnützlich Wort aus meinem Munde gehen; und wenn in mei— nem Amt ich reden soll und muß, so gieb den Worten Kraft und Nach— druck ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefähr— Amen, komm, du schöne lichkeit, so laß mich nicht Freudenkrone, bleib nicht verzagen, gieb einen Hel— lange; deiner wart ich mit Verlangen. Nach Philipp Nicolai 1556—-1608. G O 6 285. O Gott, du from mer Gytt, du Brunnquell guter Gaben, ohn den nichts ist, was ist, von dem wir alles haben: gesunden Leib gieb mir, und daß in solchem Leib ein unverletzte Seel und rein Gewissen bleib. 2. Gieb, daß ich thu mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet; gieb, daß denmut, das Kreuz hilf selber tragen; gieb, daß ich meinen Feind mit Sanftmut überwind und, wenn ich Rat bedarf, auch guten Rat erfind. 5. Laß mich mit jeder⸗ mannin Fried und Freund— schaft leben, soweit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reich— tum, Gut und Geld, so gieb auch dies dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauren: Ater dr Duld,! Schand End al scheiden zu dir Freude Räuml mer E daß er Seite 8. Wirst Welken Hand aulsstr deine! Liib w schön! erwäh — Johar Mll. Wi 86 Brude thron, Freud beißt er Zeit, nn ichs s g9e⸗ ch rede ann be⸗ mützlich Munde in mei den soll eb den d Nach⸗ f. Gefähr⸗ ch nicht len Hel— euz hilf eb, daß id mit nd und, Wf, auch t jeder⸗ Freund⸗ veit es illst du m Reich⸗ Held, so bei, daß It nichts f dieser höher nanchen * Heiligung. 263 sauren Tritt hindurch ins wahr, vor dir ist alles Alter dringen, so gieb Ge- sonnenklar und klarer als duld, vor Sünd und die Sonne. Herzlich lieb Schanden mich bewahr, ich mit Gefallen dich vor auf daß ich tragen mag allen; nichts auf Erden mit Ehren graues Haar. kann und mag mir lieber werden. 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, daß ich nicht gnug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte. Ich werd von 230 zu Tag entzündt; je mehr ich lieb, je mehr ich sind, daß ich 8. Wenn du die Toten——— 53 3 atn 3 dir laß mir deine Güte wirst an jenem Tag er⸗ins Gemüte lieblich fließen, wecken, so thu⸗ auch deine so wird sich die Lieb er⸗ Hand zu meinem Grab gießen Ien Laß hören 3. Durch deine Kraft Gn u Stimm und meinen treff ich das Fe daß ich, Leib weck auf undsührin soviel ich soll und will, schön verklärt zum aus- dich allzeit lieben könne. erwählten Hauf. Nichts auf der ganzen Johann Heermann 1585—1647. weiten Welt t, Pracht, Wol⸗ Mel. Wie schön leuchtet der Morgen— lust„Ehre, Gut und Geld, stern. wenn ich es recht besinne, 286.0 Jesu, Jesu, Got- kann mich ohn dich gnug tes Sohn, mein sam laben; ich muß haben Bruder und mein Gnaden-reine Liebe, die tröst't, thron, mein Schatz, mein wenn 50 mich betrübe. Freud und Wonne, du 4. Denn wer dich liebt, weißt es, daß ich rede den liebest du, schafst sei⸗ 7. Laß mich an meinem End auf Christi Tod ab— scheiden: die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Räumlein gönn bei from⸗ mer Christen Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seite hab. 264 nem Herzen Fried und Ruh, erfreuest sein Ge⸗ wissen; es geh ihm wie es woll auf Erd, wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, soll er doch dein genießen. Ewig selig nach dem Leide große Freude wird er finden; alles Trauern muß verschwin— den. 5. Kein Ohr hat dies jemals gehört, kein Mensch gesehen noch gelehrt, es kanns niemand beschrei⸗ ben, was denen dort für Herrlichkeit bei dir und von dir ist bereit't, die in der Liebe bleiben. Gründ lich läßt sich nicht erreichen noch vergleichen Erden⸗ schätzen das, was uns dort wird ergötzen. 6. Drum laß ich billig dies allein, o Jesu, meine Sorge sein, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir gefällt und mir dein klares Wort ver— meldt, aus Liebe mich stets übe; bis ich endlich werd abscheiden und mit Freuden zu dir kommen, Heiligung. aller Trübsal ganz ent— nommen. 7. Da werd ich deine manna, allezeit in reiner Liebe schmecken und sehn dein liebreich Angesicht mit unverwandtem Augen— licht ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich sein erquicket und ge— schmücket vor dem Throne mit der schönen Himmels— krone. Johann Heermann 1585—1647. Mel. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. 287 Hier ist mein Herz, Herr, nimm es hin, dir hab ich mich ergeben. Welt, immer fort aus meinem Sinn mit deinem schnöden Leben! Dein Thun und Tand hat nicht Bestand, des bin ich worden innen; drum schwingt aus dir sich mit Begier mein freier Geist von hinnen. 2. Gott ist mein aller— bestes Gut, nach ihm steht mein Verlangen. Achkönnt ich doch mit frohem Mut nur m hangen doch da ganz W daß ich Saal de kommer 9 3. die gal ihren“ den S die Se ihr Gi Staub Lust d nur 6 behält allen, 4. 6 nen S gen Hi Lieb 1 gier u Dinge nur in Seele neist k die vol 5. 0 was fl lass. der d du w nz ent⸗ h deine mmels⸗ reiner d sehn sicht mit Augen⸗ 515 wil, das mein r, nimm ich mich immer zinn mit Leben! and hat bin ich drum sich mit er Geist n aller⸗ m steht. chkönnt m Mut Heiligung. 265 nur meinem Gott an- wahren, daß ich die Pracht hangen! Ach daß mir der Welt nicht acht, viel— doch das Sündenjoch bald mehr nur dich verlange ganz würd abgenommen, mit dankbarm Mut, du daß ich einmal in seinen höchstes Gut, und ewig Saal des Himmels möchte dir anhange. kommen! Sebastian Franck(2) 1606- 1668. 2— E 3. Jch seh, es kann Meinenn Jeß die ganze Welt mit allen 288. Wie r— laß ich nicht; weil ihren Schätzen und was sick für mich ge deben den Sinnen wohlgefällt!“ irr 6 9.11 so erfordert meine Pflicht, die Seele micht ergötzen klettenweis an ihm zu ihr Gut verschwindt wie 40 —— 0 eleben. Er ist mieines Staub und Wind, ihr Lebens Vicht: ere Lust die muß zerstieben; aund n: demen 5»Jesum laß ich nicht. nur Gott, mein Schab,„ 5.. behält den Platz; wohl 2. Jesum laß ich nim⸗ allen, die ihn lieben! mer nicht, weil ich soll auf Erden leben. Ihm — hah i vonl Hude sicht, nen Sinn zu dir hinauf was ich bin und hab, er⸗ gen Himmel schwinge mit geben: alles ist auf ihn Lieb und herzlicher Be⸗ Jenehe 14 Jes öů— 2. gericht't: meinen Jesum gier und mich in keinem saß ich nicht 0⁴ VfYVHUS 10* 8 8 Rirench) hier, als 3 Laß vergehen das Seele Gesicht, Hören, Schmecken, Seele Leben: d er⸗JIß ö Das 10.. ö Uen Fühlen weichen, laß das Pan nen 28 letzte Tageslicht mich auf ievone Sartgung geden. dieser Welt erreichen; 5. Drum immer hin, wenn der Lebensfaden was flüchtig ist! Ich will bricht: meinen Jesum laß e reed, n. es lassen fahren; du Gott, ich nicht. der du mein Alles bist, 4. Ich werd ihn auch du wirst mich wohl be- lassen nicht, wenn ich nun 4. Gieb, daß ich mei⸗ 266 Heiligung. dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht meiner Väter Glaube pranget. Mich erfreut sein Ange— sicht: meinen Jesum laß ich nicht. 9. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meine Seele wünscht und sehnet, Jesum sein Licht, der mich hat mit Gott versöhnet, der mich freiet vom Gericht: meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten; Christus läßt mich für und für zu dem Lebensbächlein leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen laß ich nicht. Christian Keymann 1607-1662. Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ. 289. O Zesu Christ, mein Seelen so hoch mich liebst, daß ich es nicht ausspre— chen kann noch zählen, wünscht sie und Jesum gieb, daß mein Herz dich wiederum mit Lieben und Verlangen mög umfangen und als dein Eigentum nur einzig an dir hangen. 2. Gieb, daß sonst nichts in meiner Seel als deine Liebe wohne; gieb, daß ich deine Lieb erwähl als meinen Schatz und Krone. Stoß alles aus, nimm alles hin, was mich und dich will trennen und nicht gönnen, daß all mein Mut und Sinn in deiner Liebe brennen. 2 3. Wie freundlich selig, süß und schön ist, Jesu, deine Liebe! Wo diese steht, kann nichts bestehn, das meinen Geist betrübe. Drum laß nichts anders denken mich, nichts sehen, fühlen, hören, lieben, ls deine Lieb und dich, der du sie kannst vermehren. 4. O daß ich dieses schönstes hohe Gut mein ewiglich Licht, der du in deiner möcht nennen! O daß in mir die edle Glut ohn Ende möchte brennen! Ach hilf mir wachen Tag und 9 Schatz Schare mit M Reiche 5. 1 bist mi und T hast ai ein Die gehang speit u. ach laf den all⸗ im He treffen 6. A das id Liebe h Stern, mein“ labe, mein Kleid y meine in alle darin 1. wenn hilft Venn ltzeus Gut v j dich en und sangen jentum angen. t nichts § deine b, daß ähl als Krone. nimm ch und uund Ul mein deiner , seligM, „Feu, 0 diese bestehn, etrübe. anders sehen, lieben, ieb und kannst dieses ewiglich O daß lut ohn ennen! en Tag 0 Heiligung. und Nacht und diesen Schatz bewahren vor den Scharen, die wider uns mit Macht aus Satans Reiche fahren. 5. Mein Heiland, du bist mir zu lieb in Not und Tod gegangen und hast am Kreuz als wie ein Dieb und Mörder da gehangen, verhöhnt, ver⸗ speit und sehr verwundt: ach laß auch deine Wun— den alle Stunden zur Lieb im Herzensgrund mich treffen und verwunden. 6. Was ist, o Schönster, das ich nicht in deiner Liebe habe? Sie ist mein Stern, mein Sonnenlicht, mein Quell, da ich mich labe, mein süßer Wein, mein Himmelsbrot, mein Kleid vor Gottes Throne, meine Krone, mein Schutz in aller Not, mein Haus, darin ich wohne. Ach, liebste Lieb, wenn du entweichst, was hilft mir sein geboren? Wenn du mir deine Lieb entzeuchst, ist all mein Gut verloren. So gieb, 267 daß ich dich, meinen Gast, wohl such und bester Maßen möge fassen und, wenn ich dich gefaßt, in Ewigkeit nicht lassen. . Du hast mich je und je geliebt und auch nach dir gezogen; eh ich noch etwas Guts geübt, warst du mir schon ge— wogen. Ach laß doch fer ner, edler Hort, mich diese Liebe leiten und begleiten, daß sie mir immerfort beisteh auf allen Seiten. 9. Laß meinen Stand, darin ich steh, Herr, deine Liebe zieren, und wo ich etwan irre geh, alsbald zurechte führen; laß sie mich allzeit guten Rat und gute Werke lehren, steuern, wehren der Sünd, und nach der That bald wieder mich bekehren. 10. Dein Lieb sei mei ne Freud im Leid, in Schwachheit mein Ver— mögen, und wenn ich nach vollbrachter Zeit mich soll zur Ruhe legen, als— dann laß deine Liebes— treu, Herr Jesu, bei mir 268 stehen, Luft zuwehen, daß ich getrost und frei mög in dein Reich eingehen. Paul Gerhardt 1607-1676. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 290 O großer Gott, + du reines Wesen, der du die reinen Herzen dir zur steten Wohnung auserlesen, ach schaff ein reines Herz in mir, ein Herz, das von der argen Welt sich rein und unbe— fleckt erhält. 2. Vor allem mache mein Gemüte durch un— gefärbte Buße rein und laß es, Herr, durch deine Güte in Christi Blut ge— waschen sein; dann mache mich zur Reinigkeit des Lebens fertig und bereit. 3. Regiere mich nach deinem Geiste, der mein getreuer Beistand sei und Heiligung. Schwachheit merke, mein Vater, so verwirf mich nicht und stoß mich wegen meiner Werke ja nicht von deinem Angesicht. Laß mich hier in der Gnade stehn und dort in deinen Himmel gehn. 5. Nimm deinen Geist, den Geist der Liebe, ja nun und nimmermehr von mir und leite mich durch seine Triebe, durch seinen Beistand für und für; ja führe du mich durch die Zeit hin zu der selgen Ewigkeit. Johann Olearius 1611—1684. Mel. O Gott, du frommer Gott. 291 Wohlauf, mein Herz, zu Gott dein Andacht fröhlich brin— ge, daß dein Wunsch und Gebet durch alle Wolken dringe, weil Gott dich beten heißt, weil dich mir erwünschte Hilfe leiste. sein lieber Sohn so freu— Gott, stehe mir in Gna-dig treten heißt vor sei— den bei und gieb mir nen Gnadenthron. einen solchen Geist, der 2. Dein Vater ists, der neu, gewiß und willig dir befohlen hat zu beten; heißt. dein Bruder ists, der dich 4. Doch weil ich meine vor ihn getrost heißt ö reten st6„ U giobt ei dein G sein. 3. 2 Herz d versage teures Namet Vater, Kind! weiß, du Wir du wi kannst Vort Joh 202 Zens 2 gier, lange hange dirl Bräut V7 , mein ũf mich Wegen a nicht ngesicht in der dort in ehn. n Geist iebe, in nermehr ite mich e, durch für und u mich zu der 611—168, imer Gott. , mein u Gott lich brin usch und Wolken tt dich eil dich so freu⸗ vor sei u. ists, der u beten, der dich heißt Heiligung. 269 treten; der werte Tröster mir auf Erden sonst nichts ists, der dir die Wort liebers werden. giebt ein: drum muß auch 2. Unter deinem Schir- dein Gebet gewiß erhöret men bin ich vor den Stür— ⸗. men aller Feinde frei: laß 3. Da siehst du Gottes von Ungewittern rings Herz, das dir nichts kann die Welt erzittern, mir versagen; sein Mund sein steht Jesus bei. Ob es teures Wort vertreibt ja jetzt gleich kracht und blitzt, alles Zagen: was dich ob gleich Sünd und Hölle unmöglich dünkt, kann schrecken, Jesus will mich seine Vaterhand noch ge⸗ decken. ben, die von dir so viel 3 Trut, denn. alten Not abgewandt. Dracl 5 krot des Todes 4. Komm nur, komm R. Wrtt Hen Airreln freudig her in Jesu Ehristi— 2l Fu 8 Namen. Sprich: Lieber dann Tode, e s e springe; ich steh hier und Bater, hilf, ich bin dein sichrer Rul Kind! sprich: Amen!)ottes Wehn eint 5. weiß, es wird geschehn, abe Ens 2— 9 10 du wirst mich lassen nicht; A, Uid ben ö muß sich scheuen, ob sie du wirst, du willst, du so dräute kannst thun, was dein 1 Wort verspricht. eg mit allen Johann Ds 1611—1684. Schätzen! Du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust. 292 Jesu, meine Freu-Weg, ihr eitlen Ehren, de, meines Her- ich mag euch nicht hören, zens Weide, Jesu, meine bleibt mir unbewußt! Zier, ach wie lang, ach Elend, Not, Kreuz, lange ist dem Herzen Schmach und Tod soll bange und verlangt nach mich, ob ich viel muß dir! Gottes Lamm, mein leiden, nicht von Jesu Bräutigam, außer dir soll /scheiden. 270 Heiligung. 5. Gute Nacht, oWesen, mich wohlgemut deine das die Welt erlesen; mir Liebesglut. gefällst du nicht. Gute 3. Wahrer Mensch und Nacht, ihr Sünden; bleibet Gott, Trost in Not und weit dahinten, kommt nicht Tod, du bist darum Mensch mehr ans Licht. Gute geboren, zu ersetzen, was Nacht, du Stolz und verloren, durch dein Blut Pracht; dir sei ganz, du so rot, wahrer Mensch Lasterleben, gute Nacht und Gott. gegeben. 4. Meines Glaubens 6. Weicht, ihr Trauer-Licht laß verlöschen nicht; geister, denn mein Freu⸗salbe mich mit Freuden- denmeister, Jesus, tritt öle, daß hinfort in meiner herein. Denen, die Gott Seele ja verlösche nicht lieben, muß auch ihr Be- meines Glaubens Licht. trüben lauter Freude sein. ö Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Johann Franck 1618-1677. 5. So werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in dir dein Lob vermehren, weil ich für und für blei— ben werd in dir. 293 Seelenbräuti. 6. Held aus Davids *gam, Jesu, Got⸗-Stamm, deine Liebes— tes Lamm, habe Dank für flamm mich ernähre und deine Liebe, die mich zieht verwehre, daß die Welt aus reinem Triebe zu dem mich nicht versehre, ob sie Kreuzesstamm, Jesu, Got— mir gleich gram, Held aus tes Lamm. Davids Stamm. 2. Deine Liebesglut stärket Mut und Blut; wenn du freundlich mich anblickest und an deine Brust mich drückest, macht 7. Großer Friedefürst, wie hast du gedürst't nach der Menschen Heil und Leben und dich in den Tod gegeben, da du riefst: und na nennen deinen 9. 2 stirbt, um leb der w lich sch erdirk abstirb 10. du me Will lassen, dich U Glaub dich. und He kron; im 6 Haben t deiil nsch u kot und Mensch zen, wos in Biut Mensch Haubens en nicht; Freuden⸗ umeiner he nicht Licht. h in di ur, deine ren und rmehren, für blii 50 Davide Liebes⸗ ihre und die Welt re, ob si Held aus iedefür xst't nach Heil und in den du riest. 0 Heiligung. Mich dürst't! großer Frie⸗ defürst! 8. Deinen Frieden gieb aus so großer Lieb uns, nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gieb. 9. Wer der Welt ab stirbt, emsig sich bewirbt um lebendiges Vertrauen, der wird bald empfind lich schauen, daß niemand 9 verdirbt, der der Welt— abstirbt. 10. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich: ich will nimmermehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. 11. Hier durch Sport und Hol)n, dort die Ehren— kron; hier im Hoffen und im Glauben, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenkron folgt und Hohn. 2. Jesu, hilf, daß ich auhe ritterlich alles durch dich überwinde und in deinem Sieg empfinde, Ruhm, den Deinen, die dich kennen blum, in und nach dir sich Christen dir es kann mich ja kein D was mit 27¹ wie so ritterlich du ge— kämpft für mich. 13. Du mein Preis und werte Sarons⸗ mir soll nun nichts erschallen, als was nur kann gefallen, werte Saronsblum, du mein Preis und Ruhm. Adam Drese 1620—-1701. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 204. Ach sagt mir nicht von Gold und Schätzen, von Pracht und Schönheit dieser Welt; Ding ergötzen, was mir die Welt vor Augen stellt. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. Er ist alleine meine Freude, mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild, in dem ich meine Augen weide und finde, mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht ihren Lüsten, des 272 nicht, die Zeit kann alles das verwüsten, Aen⸗ schenhände Ein jeder liebe, will: mein Ziel. 4. Er ist der aller Ehren, er Herr der Herrlichkeit; er kann mir ewges Heil ge währen und retten mich aus allem Streit. jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 5. Sein Schloß kann keine Macht zerstören, sein Reich vergeht nicht mit der Zeit, sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren von nun an bis in Ewig— keit. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Jiel. was Er König ich liebe Jesum, der erschöpflich reich. der liebe, ist der Ein meine Zier, lieben Heiligung. Fleisches Schönheit dauert alles 7. Er kann mich über heben und seiner e it mmuchen gleich; el Sch ätze nen daß ich werd un— Ein je⸗ was er will ich liebe Jesum, der mein Ziel. 8. Und ob ichs zwar noch muß ertbehren, so lang ich wandre in der Zeit, so wird er mirs doch wohl gewähren im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum thu ich billig, wie ich will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. Johann Scheffler 1624-1677. 295 ke, ich Ich will dich lie— ben, meine Stär⸗ will dich lieben, ich will dich mit dem Werke 6. Sein Reichtum ist und immerwährender Be— nicht zu ergründen, allerschönstes Angesicht, sein gier; schönstes Licht, ich will dich lieben, bis mir und was von Schmuck das Herze bricht. an ihm zu finden, ver— bleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will: mein Ziel. ich liebe Jesum, der erheben, 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, als mei— nen allerbesten Freund, ich will dich lieben und so lange mich dein Gl Will dich anmn, o tigam. 3. Ad pät erk gelobte h u nic nennet, und wa mir leid daß ich 4. W war gel dich un ich hatt gewende geschaffn ists dur daßß ich 5. Il wahre 8 in Gle bracht. du Him mich Amacht; Ru güld u mich 9. Er ennen e nich nich aß meil Hen We nich über d seiner gleich; el Schätze werd un⸗ Ein je⸗ er will: der mein chs zwar ehren, so re in der mirs doch im Reiche it. Drum ie ich will, der mein 1624—167⁷. dich lie⸗ ne Stär⸗ h lieben, will dich m Werke render Be⸗ ich lieben, bis mir t. ich lieben, als mei⸗ Freund, U 2 eben und nge mich mich nicht mehr irre gehn, Heiligung. 273 dein Glanz bescheint, ichscheln oder stille stehn; will dich lieben, Gottes-erleucht mir Leib und lamm, als meinen Bräu-Seele ganz, du starker tigam. Himmelsglanz. 3. Ach daß ich dich so 7. Ich will dich lieben, spät erkennet, du hoch- meine Krone, ich will dich gelobte Schönheit du, und lieben, meinen Gott, ich dich nicht eher mein ge- will dich lieben sonder nennet, du höchstes Gut Lohne auch in der aller— und wahre Ruh! Es ist größten Not; ich will dich mir leid und bin betrübt, lieben, schönstes Licht, bis daß ich so spät geliebt. mir das Herze bricht. 4. Ich lief verirrt und Johann Scheffler 1624—1677. dich Uudan 2— Aicht Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. ich hatte mich von dir 296. Jesus ist der gewendet und liebte das schönste Nam al⸗ geschaffne Licht; nun aber ler, die auf Erden kamen, ists durch dich geschehn, huldreich, prächtig, tugend⸗ daß ich dich hab ersehn. sam, über alle andre Na⸗ 5. Ich danke dir, du men. Seiner großen Herr⸗ wahre Sonne, daß mir lichkeit gleicht kein Name dein Glanz hat Licht ge⸗ weit und breit. 5 bracht. Ich danke dir., 2. Jesus ist das Heil du Himmelswonne, daß der Welt, heilet uns von du mich froh und freisallen Sünden, Jesus ist gemacht; ich danke dir, ein starker Held, unsern du güldner Mund, daß Feind zu überwinden. du mich machst gesund. Willst du stark und sieg⸗ 6. Erhalte mich auf reich sein, laß nur Jesum deinen Stegen und laß bei dir ein. 3. Jesus ist der Lebens⸗ laß meinen Fuß in dei- baum, voller edler Tugend— nen Wegen nicht strau- früchte; findet er im Her— 18 274 Heiligung. zen Raum, wird das Un- ge litten und gestorben in kraut ganz zu nichte. it, Liebe, die mir Alles Gift und Unheil hat erstritten ewge Lust weicht, was sein Schatten und Seligkeit: Liebe, dir 150 erreicht. ergeb ich mich, dein zu ů 4. Jesus ist das höchste bleiben er wiglich. Gut in dem Himmel und 4. Liebe, die du Kraft auf Erden. Jesu Name und Leben, Licht und macht mir Mut, daß ich Wahrheit, Geist und Wort, nicht kann traurig wer- Liebe, die sich ganz er— den. Jesu Name soll geben mir zum Heil und allein mir der höchsteName Seelenhort: Liebe, dir sein. ergeb ich mich, dein zu Johann Scheffler 1624—1677.] bleiben ewiglich. ö 4 5. Liebe, die mich hat e e gebridtit an ihr onh 297. Liebe, die du mich mit Leib und Sinn, Liebe, zum V Zilde deiner die mich überwunden und Gottheit hast gemacht, menm Herze hat dahin: Liebe, die du mich so Liebe, dir ergeb ich mich, milde nach dem Fall hast dein zu bleiben ewiglich. wiederbracht: Liebe, dir 6. Liebe, die mich ewig ergeb ich müch, dein zu liebet, die für meine Seele bleiben Gialdh bitt't, Liebe, die das Lös— 2. Liebe, die du mich geld giebet und mich erkoren, eh als ich er— kräftiglich vertritt: Liebe, schaffen war, Liebe, die dir ergeb ich mich, dein du Mensch geboren und zu bleiben ewiglich. mir gleich wardst ganz 7. Liebe, die mich wird und gar: Liebe, dir ergeb erwecken aus dem Grab ich mich, dein zu bleiben der Sterblichkeit, Liebe, ewiglich. die mich wird umstecken 3. Liebe, die für mich mit dem Laub der Herr⸗ lichkit: ih mich Iuiglich Johal Ml. Ma 208 Held, N ten alle Lerlaßt meinen nehmt Ungem meiner ich lel heilgen zu mir mir, d stern der W. wie me deln st 59.— Demüt meine der fle oon sit Mein Kraft ergebe storben in „ die mir ewge Lust Rebe, dir dein zu . du Kraft Licht und tund Wort, ganz er⸗ n Heil und Liebe, dir „ dein zu . e mich hat ihr Joch inn, Liebe, unden und hat dahin: eb ich mich, n ewiglich. emich ewig. neine Seele ie das Lös⸗ und mich ritt: Liebe, mich, dein iglich. e mich wird dem Grab keit, Liebs umsteckel der Herl H ergeben, schaut auf ihn. Heiligung. 27⁵ lichkeit: Liebe, dir ergeb hen und zu meiden und ich mich, dein zu bleiben euer Herz von arger List ewiglich. zu reingen und zu schei— Johann Scheffler 1624—1677. den. Ich bin der Seelen Mel. Machs mit mir, Gott, nach Fels und Hort und führ deiner Güt. euch zu der Himmelspfort. 298 Mir nach! spricht 5. Fällts euch zu schwer, Christus unser ich geh voran, ich steh Held, mir nach, ihr Chris⸗Heuch an der Seite, ich ten alle! Verleugnet euch,‚ kämpfe selbst, ich brech verlaßt die Welt, folgt die Bahn, bin alles in meinem Ruf und Schalle; dem Streite. Ein böser nehmt euer Kreuz und Knecht, der still mag stehn, Ungemach auf euch, folgt sieht er voran den Feld— meinem Wandel nach! herrn gehn. 2. Ich bin das Licht, 6. Wer seine Seel zu ich leucht euch für mit finden meint, wird sie ohn heilgem Tugendleben; wer mich verlieren; wer sie zu mir kommt und folget hier zu verlieren scheint, mir, darf nicht im Fin-Wwird sie in Gott einfüh— stern schweben. Ich bin ren. Wer nicht sein Kreuz' der Weg, ich weise wohl, nimmt und folgt mir, ist wie man wahrhaftig wan-mein nicht wert und mei— deln soll. ner Zier. 3. Mein Herz ist voll 7. So laßt uns denn Demütigkeit, voll Liebe dem lieben Herrn mit meine Seele; mein Mund Leib und Seel nachgehen der fleußt zu jeder Zeit und wohlgemut, getrost von süßem Sanftmutsöle. und gern bei ihm im Lei— Mein Geist, Gemüte, den stehen; denn wer nicht Kraft und Sinn ist Gott kämpft, trägt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. Johann Scheffler 1624 1677. 18* 4. Ich zeig euch, das was schädlich ist zu flie— 276 Heiligung. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht leben, unser Fleisch, ihm singen. sterbe Ie tbird er 299 Lasset uns mit sterben ab, so wird er 299 IAn de uns aus dem Grab in „Jesu ziehen, sei⸗ d a M de das Himmelsleben heben. nem Vorbild folgen nach, Jesu, sterb ich, sterb ich in der Welt der Welt dun(Haß h. babe. Süifsithen⸗ der Bahn, dir, daß ich lebe für fliehen; auf der Ba zn, und sür die er uns brach, immer— 1— 4. Lasset uns mit Jesu fort zum Himmel reisen, leben! Weil er aufer⸗ irdisch noch, doch himm- 96. das Gral .. standen ist, muß das Grab lisch sein, glauben recht,— 80 uns wiedergeben. Jesu, und leben rein, in der— unser Haupt du bist, wir Lieb den Glauben weisen. ii. Iener Ietl, hieih bei sind deines Leibes Glie— Trener Jesu, bloc Neider: wo du lebst, da leben mir; gehe vor, ich folge dir. 1— —9— 5—— wir; ach erkenn uns für 2. Lasset uns mit Jesu und für, trauter Freund, leiden, seinem Vorbild für deine Brüder. Jesu, werden gleich. Nach dem dir ich lebe hier, dorten Leide folgen Freuden, Ar-ewig auch bei dir. mut hier macht dorten Sigismund von Birken 1626—1681. reich, Thränensaat die erntet Lachen, Hoffnung Ioh. 10, 14. 27. tröstet mit Geduld; es Mel. Jesu, meines Lebens Leben. kann leichtlich Gottes Huld 300 Jesu, frommer aus dem Regen Sonne»Menschenherden machen. Jesu, hier leid guter und getreuer Hirt, ich mit dir, dort teil laß mich auch dein Schäf—⸗ deine Freud mit mir. lein werden, das dein 3. Lasset uns mit Jesu Stab und Stimme führt. sterben: sein Tod uns Ach du hast aus Lieb vom andern Tod rettet dein Leben für die Schafe und vom Seelverderben, hingegeben und du gabst celv.„hingegeben von der ewiglichen Not. es auch für mich: laß Laßt uns töten, weil wir mich wieder lieben dich. lieben, seine d 0 Hel Himmel Schallet nieder. schallen rufst: mein H 3. 0 kennen wohlbe auch f wie d brann Wolfe aus riefest dich! kenne — ten he Stimi zur He sie schr benn ilen, licht! horche Rsu, . höre! leins, wird er 10 in u heben. sterb ich lebe für mit Jesu aufer⸗ das Grab n. Jesu, bist, wir des Glie— „da leben uns für Freund, . Desn, I, dorten ir. 1626—168l. 27. ebens Leben. frommer genherden Uer Hirt, in Schäf' das dein me führt aus Lieb die Schafe du gabt nich: lah ben dih Heiligung. Herden ihre Hirten zu dir schreien lehre, lieben, und ein Hirt liebt wenn sich naht des Wol— seine Herd: laß uns auchsfes Grimm; laß mein so Liebe üben, du im Schreien dir gefallen, dei— Himmel, ich auf Erd. nen Trost herwieder. Schallet deine Lieb her⸗(len. Wenn ich bete, höre nieder, soll dir meine mich, Jesu, sprich: Ich schallen wieder; wenn du höre dich. rufst: Ich liebe dich! ruft 6. Höre, Jesu, und er⸗ 92— 3 16 Dich liebe ich! höre, wenn ich ruf, an⸗ Schafe ihren Hirten klopf und schrei; Jesu, Raen dem sie auch sind dich von mir nicht kehre, wohlbekannt: laß michssteh mir bald in Gnaden auch für dich entbrennen, bei. Ja du hörst; in wie du bist für mich ent- deinem Namen ist ja alles brannt. Als des argen Ja und Amen. Nun, ich Wolfes Rachen eine Beut Ae und fühle schon aus mir wollt machen, n Trost, o Gottes riefest du: Ich hn. dich! ich auch rief: Dich At hasverus Fritsch(7) 1629—170 kenne ich! 4. Herden ihren Hir⸗ Offenb. Joh. 2, 10. ten hören, fol gen seiner Mel. Wie nach einer Wasserquelle. Stimm allein; Hirten auch(Freu dich sehr, o meine Seele.) zur Herd sich kehren, wenn 301 Sei getreu bis an sie schreien groß und klein: das Ende, daure wenn du rufest, laß mich alles redlich aus; leidest eilen, wenn du dräuest, du gleich harte Stände, nicht⸗ verweilen, laß mich mußt du dulden manchen horchen stets 00 dich, Strauß: ach das Leiden Jesu, höre du auch mich. dieser Zeit ist nicht wert 5. Höre, Jesu, und er— der Herrlichkeit, so dein höre meine, deines Schäf-Jesus dir will geben dort leins, Stimm; mich auch in jenem Freudenleben. 278 2. Sei getreu in deinem Glauben, laß dir dessen festen Grund nicht aus deinem Herzen rauben; sage den Gewissensbund, der geschlossen in der Tauf, deinem Gott nicht wieder auf: der ist gottlos und verloren, der nicht hält, was er geschworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt; an dem Nächsten Gutes übe, ob er dich gleich hat betrübt. Denke, wie dein Heiland that, als er für die Feinde bat; so mußt du verzeihen eben, so Gott anders dir ver— geben. 4. Sei getreu in deinem Hoffen; hilft Gott gleich nicht, wie du willt, Mittel hat er bald getroffen, daß dein Wünschen werd er— füllt. Denke, wie er manche Zeit dir zu helfen war bereit, obschon du dein Ohr verstopfet, wenn er bei dir angeklopfet. 5. Sei getreu in deinem Leiden; lasse dich kein Un— gemach von der Liebe Jesu scheiden, murre nicht mit Heiligung. Weh und Ach. Hilft denn was die Ungeduld? Ach sie häufet nur die Schuld; der trägt leichter, wer da träget mit Geduld, was Gott aufleget. 6. Sei getreu in Todes— stunden; halt dich glau— bensvoll an Gott, flieh getrost zu Jesu Wunden, sei getreu bis in den Tod: wer mit Jesu gläubig ringt und das sündge Fleisch bezwingt, dem will er in jenem Leben seine Freu— denkrone geben. 7. Ei wohlan, so will ich leiden, glauben, lieben, hoffen fest und getreu sein bis zum Scheiden, weil mein Jesus nicht verläßt den, der ihn beständig liebt und im Kreuze sich ergiebt. Ihm empfehl ich meine Sachen: Jesus wirds zuletzt wohl machen. Nach Benjamin Praetorius 1636—1674. Mel. Gott des Himmels und der Erden. 302 Jesus, Jesus, nichts als Jesus soll mein Wunsch sein und mein Ziel. Jetzund mach ih en ich ill denn U erfült, wie du 2.E lebe, d und sp dem is mir geg in dei führe! Willt. 9. sei m doch; nimm gesu, mir. Nsu! Herr, 4. nen durch Deine mich und Ebenb wo u 5. Heprie Liel! Unden röͤhlt dilst dem ich ein Verbündnis, daß schehe mir, mein Schild, uld? Ach e Schuld; , wer da huld, was in Todes⸗ dich glau— ott, flieh Wunden, den Tod: ubig ringt ge Fleisch will er in mnée Freu⸗ u, so will en, lieben, getreu sein den, weil ht verläßt beständig weuze sich empfehl en: Jesus hlmachen. in Praetorius 1636—1674. mels und der Jesus als Jesus sein und zund mach Heiligung. 279 ich will, was Jesus will; wie du willt, Herr, wie denn mein Herz, mit ihm du willt. erfüllt, rufet nur: Herr, Ludaemilie Elisabeth von Schwarz- wie du willt! burg⸗Rudolstadt 1640-1672. 2. Einer ist es, dem ich lebe, den ich liebe früh 25 und spat: Jesus ist es,. 303 Schatz über alle dem ich gebe, was er* Schätze, o Jesu, mir gegeben hat. Ich bin liebster Schatz, an dem in dein Blut verhüllt; ich mich ergötze, dir hab führe mich, Herr, wie du ich einen Platz Iin meinem willt. treuen Herzen, oSchönster, 3. Scheinet was, es zugeteilt, weil du mit dei⸗ sei mein Glücke, und isttnen Schmerzen mir mei— doch zuwider 95 ach 4 58 Lueh de 1e et nimm es bald zurücke; 2. Ach Freude meiner Jesu, gieb, 11 nützet Freuden, du wahres Him— mir. Gieb dich mir, Herr melsbrot, damit ich mich Jesu mild, nimm mich dir, ann r Herr, wie du willt. Seelennot ganz kräftiglich 4. Und vollbringe dei⸗kann stillen und in der nen Willen in mir und Leidenszeit mich reichlich durch mich, mein Gott. kann erfüllen mit Trost Deinen Willen laß erfüllen und Freudigkeit! mich im Leben, Freud 3. Laß, Liebster, mich und Not, sterben als dein erblicken dein freundlich Ebenbild, Herr, wann, Angesicht, mein Herze zu wo und wie du willt. erquicken, komm, komm, 5. Sei auch, Jesu, stets mein Freudenlicht; denn gepriesen, daß du dich und ohne dich zu leben ist viel dazu hast geschenkt lauter Herzeleid, vor dei— und mir erwiesen, daß ich nen Augen schweben ist fröhlich singe nun: Es ge- wahre Seligkeit. Mel. Valet will ich dir geben. 280 Heiligung. 10 4. Mein Herze bleibt lich Sehnen bring ich dir, dch fü ergeben dir immer für du Menschensohn. Laß und für, zu sterben und dich finden, laß dich fin⸗ d zu leben, und will getrost den von mir, der ich Asch 6 mit dir das schwerste und Thon. hiten, Kreuz erleiden; es soll 2. Sieh doch auf mich, hr und mich keine Pein von dei- Herr, ich bitt dich, lenke Schmer; ner Liebe scheiden noch mich nach deinem Sinn; Zen, W mir beschwerlich sein. dich alleine ich nur meine, Ewigkei 5. O Herrlichkeit der dein erkaufter Erb ich den, 0 Erden, dich mag und will bin. Laß dich finden, ser Go ich nicht; mein Geist will laß dich finden; gieb dich Do himmlisch werden und ist mir und nimm mich hin. dahin gericht't, wo Jesus 3. Ich begehre nichts, wird geschauet; da sehn o Herre, als nur deine ich mich hinein, wo Jesus freie Gnad, die du gie— ö 3 5 Hütten bauet, denn dort best, den du liebest und ist gut zu sein. der dich liebt mit der o Mer 6. Nun, Jesu, mein That. Laß dich finden, Erden Verlangen, so komm und laß dich finden; der hat Himme wohn in mir; laß fest an alles, der dich hat. Bruder dir mich hangen, komm, 4. Himmelssonne, See— vergiß meiner Seelen Zier, und lenwonne, unbeflecktes zu gut setze mich aus Gnaden in Gotteslamm, in der Höhle Hleisch deine Freudenstadt: so meine Seele suchet dich, ihm fü kann mir niemand scha- o Bräutigam. Laß dich 2. den, so bin ich reich und finden, laß dich finden, Nsum satt. starker Held aus Davids dich he Salomo Liscow 1640—1689. Stamm. am Ki 5. Hör, wie kläglich, Ind de 30. Sieh, hier bin ich, wie beweglich dir die treue ten We Ehrenkönig, lege Seele singt, wie demütig Hölleu mich vor deinen Thron; und wehmütig deines Kin— erlöst schwache Thränen, kind- des Stimme klingt. Laß mm fi ——3 auf mich, ich, lenke m Sinn: ur meine, Erb ic finden, gieb 6 mich h re 1 lur deine du gie⸗ ebest und mit der finden, der hat hat. nne, See⸗ beflecktes der Höhle chet dich, Laß dich 9 finden, 5 Davbids kläglich die treue demütig eines Kin— igt. Las Heiligung. dich finden, laß dich fin⸗ den; denn mein Herze zu dir dringt. 6. Dieser Zeiten Eitel⸗ keiten, Reichtum, Ehr und Freud, sind nur Schmerzen meinem Her⸗ zen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich fin⸗ den, laß dich finden, gro— ßer Gott, ich bin bereit. Joachim Neander 1650-1680. 2. Tim. 2, 8. Es ist gewißlich an der Zeit. 305 5 Halt im Gedächt— nis Jesum Christ, o Mensch, der auf die Erden vom Thron des Himmels kommen ist, dein Bruder hier zu werden; vergiß nicht, daß er dir zu gut hat angenommen Fleisch und Blut: dank ihm für diese Liebe. 2. Halt im Gedächtnis Mel. esum Christ, der für dich hat gelitten, ja gar am Kreuz gestorben ist und dadurch hat bestrit— ten Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod und dich erlöst aus aller Not: dant ihm für diese Liebe. W 281 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auch ge siegreich Tod erstanden ist, Not und Plage. Vedente, daß er Fried gemacht und dir das Le⸗ ben wiederbracht: dank ihm für d diese Liebe. 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der nach den Leidenszeiten gen Himmel aufgefahren ist, die Stätt dir zu bereiten, da du sollst bleiben alle— zeit und sehen seine Herr— lichleit. dank ihm für diese Liebe. 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der einst wird wiederkommen und sich, was tot und lebend ist, zu richten vorgenom— men: o denke, daß du da bestehst und mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu danken. 6. Gieb, Jesu, gieb, daß ich dich kann mit wahrem Glauben fassen und nie, was du an mir gethan, mög aus dem Herzen lassen, daß dessen ich in aller Not mich 282 Heiligung. trösten mög und durch den Tod zu dir ins Leben dringen. Cyriakus Günther 1650—1704. ar 13. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht allen singen. 306 Unter großen Gütern, die uns Christus zuge— teilt, ist die Lieb in den Gemütern Himmelsbal— sam, der sie heilt, ist ein Stern, der herrlich strah— let, und ein Kleinod, dessen Preis niemand auszu⸗ sprechen weiß, weil kein Gold es je bezahlet; ist die Macht, die jedermann zwingen und erfreuen kann. 2. Liebe kann uns alles geben, was auf ewig nützt und ziert, uns zum höchsten Stand erheben, der die Seelen aufwärts führt. Menschen- oder Engelzungen, welche Kraft sie auch beseelt, wenn da— bei die Liebe fehlt, sind noch nie ins Herz ge⸗ drungen; nur ein Erz und Schellenklang ist ihr flüchtiger Gesang. 3. Was ich von der Weisheit höre, die in alle Tiefen dringt, von ge— heimnisvoller Lehre, die sich auf zum Höchsten schwingt; selbst die Berge zu versetzen durch des Glaubens starke Kraft, die der Wunder Fülle schafft: alles ist für nichts zu schätzen, wenn darin der Liebe Geist sich nicht kräftig auch beweist. 4. Gäb ich alle meine Habe auch den Armen freudig hin, opfert ich mich selbst dem Grabe meinem Nächsten zum Gewinn, ließ ich meinen Leib gleich brennen und ertrüge jeden Schmerz: ist von Liebe leer mein Herz, würd es mir nichts nützen können. Nur der Liebe reine That ist der wahren Freude Saat. 5. Glaube, Hoffnung, Liebe leiten uns nicht nur im Pilgerstand, ihre Kraft wird uns begleiten in das wahre Vaterland. Ja es strecken ihre Gren— zen sich bis in die Ewig— keit, und doch wird die Lebe K Ind Hl se schaff hier, sie für. 6. L reinen“ in Frer laß mi Biebe, dich in mich kre allem, meint mit de Rizt, u Heist d zu de Sinn. Nach l Rel. Erh 90⁵⁷ mir, se den Th treibe zu, de Herzer 2. meine Undey treib ch nicht 0 emeine Armen fert ich Grabe uzum meinen en und chmerz: rmein nichts 6ur der ist der aat. ffnung, nicht d, ihre egleiten terland. Gren⸗ Cvig⸗ ird die Heiligung. Liebe weit über Glaub aus aus deinem Tempel und Hoffnung glänzen, und Wohnhaus. sie schafft Heil und Segen 3. Laß deines guten hier, sie beseligt für und Geistes Licht und dein für. hellglänzend Angesicht er— 6. O du Geist der leuchten mein Herz und reinen Liebe, Segensquell Gemüt, o Brunnen un— in Freud und Schmerz, erschöpfter Güt. laß mich spüren deine 4. Und mache dann Triebe, komm und senk mein Herz zugleich an dich in mein Herz, laß Himmelsgut und Segen mich kräftig widerstreben veich, gieb Weisheit, Stär— allem, was nicht gut es ke, Rat, Verstand aus dei⸗ meint mit dem Freunde, ner milden Gnadenhand. ——— mit dem Feind und mich 5. So will ich deines reizt, nur mir zu leben. Namens Ruhm ausbreiten Geist der Liebe, lenke hin als dein Eigentum und zu der Liebe meinen dieses achten für Gewinn: Sinn. wenn ich nur dir ergeben Nach Ernst Lange 1650—1727. bin. Heinrich Georg Neuß 1654-1716. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem 308 Wie wohl ist mir, 30. Ein reines Herz, no Freund der Herr, schaff in Seelen, wenn ich in dei— mir, schleuß zu der Sün- ner Liebe ruh! Ich steige den Thor und Thür, ver⸗aus der Schwermuts— treibe sie und laß nicht höhlen und eile deinen zu, daß sie in meinem Armen zu: da muß die Herzen ruh. Nacht des Trauerns schei— 2. Dir öffn ich, Jesu, den, wenn mit so ange⸗ meine Thür, ach komm nehmen Freuden die Liebe und wohne du bei mir, strahlt aus deiner Brust. treib all Unreinigkeit hin-Hier ist mein Himmel 28⁴4 Heiligung. — b schon auf Erden; wer verdammen? Die Liebe mhi wollte nicht vergnüget nimmt sich meiner an. auf d ———2 V werden, der in dir suchet 4. Führst du durch 5 Ruh und Lust? Wüsten meine Reise, ich weil 1 5 folg und lehne mich auf gnüge 2. Die Welt mag meine sulg—. + Iii Feindin heißen; es sei also dub; r. 92 25 trau 135 nicht wenn r Wolten Speise und lare 304. n Aat„„% labest aus dem Felsen Güte de sie nuür gleich will Lied Vorschm mich: ich traue deinen Vorschm erweisen bei einem freund⸗ 5 Welt, m 4 29—. Wunderwegen, sie enden Velt, lichen Gesiche. Iu dir 05 nh Wi n sich in Lieb und Segen; leien! vergnügt sich meine Seele; I runs Len der. genug, wenn ich dich bei Rsus du bist mein Freund, den n wicher ů. mir hab. Ich weiß, wen reicher ich erwähle, du bleibst R e D 55— du willst herrlich zieren sst meir mein Ireund, wenn w 10 mne 30 Der und über Sonn und Sterne W. Freundschaft weicht. Der führen, den führest du zu⸗ Welt Haß kann mich doch Wari⸗—2— ö—05— vor hinab. Richt fällen, weil in den er. Rb Ee 9 8 1101 5. Der Tod mag an⸗ Wul. Her stärksten Unglückswellen dern düster sck Eitreih Mutß mir deine Treu den Anker icl 40* Weict)t nicht, weil Seele, Herz ö 5 und Mut in dir, der du 3. Will mich des Moses verlässest keinen, o aller——— Eifer drücken, blitzt auf liebstes Leben, ruht. Wen Laben, mich des Gesetzes Weh, macht des Weges End er— Mein droht Straf und Hölle zittern, wenn aus Gefahr nach de meinem Rücken, so steig und Ungewittern er ein— undme ich gläubig in die Höh geht in die Sicherheit? mein ⸗ und flieh zu deinen heil⸗Mein Licht, so will ich nicht. gen Wunden; da hab ich auch mit Freuden aus 2. 3 schon den Ort gefunden, dieser finstern Wildnis Sünde wo mich kein Fluchstrahl scheiden zu deiner Ruh dch, K treffen kann. Tritt alles der Ewigkeit. schwin wider mich zusammen, du 6. Wie ist mir dann, guüdig bist mein Heil, wer will o Freund der Seelen, so Hrietde IE— e Liebe Wan. durch else, ich lich auf ur aus ise und Fehsen deinen e enden Segen; dich be Aß, wen zieren dSterne du zu— lag an⸗ len, mir e, Herz der du O aller⸗ ht. Wen End er⸗ Gefahr er ein⸗ herheit? will ich en alls Wildnis er Ruh dann, elen, so U Heiligung. wohl, wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, weil du, mein Gott, ver— gnügest mich. Ruh in dem Gemüte nach deiner unumschränkten Güte des Himmels süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, mit allen Schmeiche— leien! Nichts kann als Jesus mich erfreuen. O reicher Trost: mein Freund ist mein! Wolfgang Christoph Deßler 1660—1722. Herr Christ, der einig Gotts— sohn. Mel. 309 Herr Jesu, Gna⸗ densonne, wahr— haftes Lebenslicht, laß Leben, Licht und Wonne mein blödes Angesicht nach deiner Gnad erfreuen und meinen Geist erneuen; mein Gott, versag mirs nicht. 2. Vergieb mir meine Sünden und wirf sie hinter dich, laß allen Zorn ver— schwinden und hilf mir gnädiglich. Laß deine Friedensgaben mein ar— Laß solche 285 mes Herze laben; ach Herr, erhöre mich. 3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adams— sinn und laß mich dich er— wählen, auf daß ich mich forthin zu deinem Dienst ergebe und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Er⸗ kenntnis in mir, mein Seelenhort, undöffne mein Verständnis durch dein heilsames Wort, damit ich h dich gläube und in der Wahrheit bleibe zu Trutz der Höllenpfort. 5. Ach zünde deine Liebe in meiner Seelen an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann und dir zum Wohl⸗ gefallen beständig möge wallen auf rechter Lebens— bahn. 6. Nun Herr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Mut; denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und thut; hingegen meine Sinnen, mein Lassen und Beginnen ist böse und nicht gut. 286 Heiligung. Gott Teil, Vater Alles, 7. Darum, du der Gnaden, du aller Treu, wend allen mein Ein und mein mein seligstes Heil. 3. Wie Maria war be— Seelenschaden und mach flissen auf des Einigen mich täglich neu; gieb, daß ich deinen Willen be— ständig mög erfüllen, und steh mir kräftig bei. Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. Lue. 10, 41. 42. 310. Herr, dies Eine lehre mich erlennen doch. Alles andre, wie's auch scheine, ist ja nur ein schweres Joch, darunte 1. Kor. 1, 30. plaget und dennoch kein wahres Vergnügen erja— get. Erlang ich dies Eine, das alles ersetzt, so werd ich mit einem in allem ergötzt. 2. Seele, willst du die⸗ ses finden, suchs bei kei— ner Kreatur; laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Na⸗ und die tur: wo Gott Menschheit in Einem ver— einet, wo alle vollkommene Fülle erscheinet: da, da ist das beste, notwendigste Eins ist not! Ach rnur nach dir; das Herze sich naget und Genieß, da sie sich zu Jesu Füßen voller An— dacht niederließ: ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören, was Jesus ihr Heiland sie wollte beleh⸗ ren; ihr Alles war gänz— lich in Jesum versenkt, und wurde ihr alles in Einem geschenkt: 4. Also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehrten zum größesten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen; denn dein Wort, o Fesu, ist Leben und Geist: was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller r Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt: gieb nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt regieret und mich „ der n omss Wen l fenne ich der menen! 6. Ni Gott ja dich, me Nsu, es gen dül telles Herecht worben Stamm torben Heils ie worinn in Ewi 7. 9 meine deinem bist j ——— was d chen 2 st in mir a — 3 sei, J dd mein es Heil war be⸗ Einigen sich zu er An⸗ einzig sus ihr beleh⸗ L gänz⸗ ersenkt, lles in h mein r Jesu, mich hangen, jen mir. lkehrten Haufen, dennoch u; denn esu, ist : was m nicht chöchste borgen aß sich fein in ut und d nich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkom— menen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen als nur dich, mein höchstes Gut; Jesu, es muß mir gelin— gen durch dein heilges, teures Blut: die höchste Gerechtigkeit ist mir er— worben, da du bist am Stamme des Kreuzes ge— storben; die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gieb, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht; du bist ja, den ich erwähle, mirzur Heiligunggemacht: was dienet zum göttli— chen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; ent— reiße mich aller vergäng— lichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig be⸗ wußt. 8. Ja was soll ich mehr verlangen? Mich um⸗ Heiligung. 287 strömt die Gnadenflut; du bist einmal eingegan— gen in das Heilge durch dein Blut: da hast du die ewge Erlösung erfun— den, daß ich nun der höl— lischen Herrschaft entbun— den; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 9. Volles Gnügen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt, weil auf eine frische Weide mein Hirt Jesus mich ge— setzt. Nichts Süßes kann also mein Herze erlaben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein Ein und Alles sein; prüf, er⸗— fahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege; gieb, daß ich nichts achte, nicht Lei⸗ 288 Heiligung. den noch Tod, nur Je- ich die Last der Begierden sum gewinne, dies Eine empfinde, und sich mein ist not. tiefes Verderben darlegt: Johann Hente. hilf mir, daß ich vor mir selbst mag erröten und Mel. Großer Prophete, mein Herze durch dein Leiden mein begehret. sündlich Fleisch töten. 311. Jesu, hilf siegen, 4. Jesu, hilf siegen und du Fürste des lege gefangen in mir die Lebens! Sieh, wie die Lüste des Fleisches und Finsternis dringet herein; gieb, daß in mir lebe des wie sie ihr höllisches Heer Geistes Verlangen, auf— nicht vergebens mächtig wärts sich schwingend aufführet, mir schädlich durch heiligen Trieb; laß zu sein. Satan der sin- mich eindringen ins gött— net auf allerhand Ränke, liche Wesen: so wird mein wie er mich sichte, ver⸗Geist, Leib und Seele ge— störe und kränke. nesen. 2. Jesu, Hilf siegen! 5. Desu, hilf siegen, Ach wer muß nicht kla- damit auch mein Wille gen: Herr, mein Ge⸗ dir, Herr, sei gänzlich zu brechen ist immer vor seeigen geschenkt, und ich mir! Hilf, wenn die Sün⸗ mich stets in dein Wollen den der Jugend mich verhülle, wo sich die Seele nagen, die mein Gewissen zur Ruhe hinlenkt; laß mir täglich hält für. Ach mich mir sterben und alle laß mich schmecken dein dem Meinen, daß ich mich kräftig Versühnen und zählen kann unter die dies zu meiner Demüti-Deinen. gung dienen. 6. Jesu, hilf siegen und 3. Jesu, hilf siegen, laß mich nicht sinken, wenn wenn in mir die Sünde, sich die Kräfte der Lügen Eigenlieb, Hoffart und aufblähn und mit dem Mißgunst sich regt, wenn Scheine der Wahrheit sich schninle heller d shm.stl 0 Könl sehre m prüfen! . Wachen: du schläf merst ni Gebet m treten,d mein Fi wenn m Ermüdu wolsst d munterr 8. wenn a und ich Verderb lein Ve sich find sein ei Reh, ae du im 6 dich m Rufzen 9. Je laß mi ich das 9es erl awig di ingen, egierden ich mein darlegt: vor mir ten und en mein töten. egen und mir die hes und lebe des en, auf⸗ wingend rieb; laß ins gött⸗ ird mein Seele ge— siegen, in Bille n nzlich zu nkt; laß Und alle ich mich ster die egen und en, wenn r Lügen nit dem cheit sich Heiligung. 289 schminken; laß doch viel heller dann deine Kraft sehn: steh mir zur Rechten, o König und Meister, lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 7. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten; Hüter, du schläfst ja und schlume merst nicht ein. Laß dein Gebet mich unendlich ver— treten, der du versprochen, mein Fürsprech zu sein; wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, wollst du mich, Jesu, er— muntern und wecken. 8. Jesu, hilf siegen, wenn alles verschwindet und ich mein Nichts und Verderben nur seh; wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich muß sein ein verschüchtertes Reh, ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen dich mit dem innersten Seufzen vermählen. 9. Jesu hilf siegen und laß mirs gelingen, daß ich das Zeichen des Sie— ges erlang: so will ich ewig dir Lob und Dank singen, Jesu, mein Hei— land, mit frohem Gesang. Wie wird dein Name da werden gepriesen, wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen! Johann Heinrich Schröder 1667—-1699. Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. 312. O der alles hätt verloren, auch sich selbst, der allezeit nur 565 Ein hätt auserkoren, so Herz, Geist und Seel erfreut! 2. O der alles hätt vergessen, der nichts wüßt als Gott allein, dessen Güte unermessen macht das Herz still, ruhig, rein! 3. O der alles könnte lassen, daß er frei vom Eiteln all wandern möcht die Friedensstraßen durch dies dunkle Thränenthal! 4. O wär unser Aug der Seelen stetig nur auf Gott gewendt, so hätt auch das sorglich Quälen im Gewissen ganz ein End. 5. O du Abgrund aller Güte, zieh durchs Kreuz in dich hinein meine Seel, 19 290 Heiligung. Herz und Gemüte, ewig mit dir eins zu sein! Gottfried Arnold 1666—1714. Micha 2, 13. Mel. O du Liebe meiner Liebe. (Herz und Herz vereint zusammen.) 313. O Durchbrecher aller Bande, der allen Leuten als gefangen sind geacht't, weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns veracht't und schnöd ge— macht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Kreatur seufzen, rin— gen, schreien, beten um du immer bei uns bist, Erlösung von Natur, von bei dem Schaden, Spott und Schande lauter Lust und Himmel ist: übe ferner dein Gerichte wider unsern Adamssinn, bis uns dein so treu Ge— sichte führet aus dem Kerker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille, daß du en— dest dieses Werk; hiezu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es von dem Treiben führest zu der süßen Ruhestatt. 3. Ach so mußt du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht; denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns ge— richt't, ob wir wohl vor dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so harte drückt, ungeacht't der Geist in Zeiten sich auf etwas Bessers schickt. 5. Ach erheb die matten Kräfte, sich einmal zu reißen los und durch alle Weltgeschäfte durch— zubrechen frei und bloß. Weg mit Menschenfurcht und Zagen, weich, Ver— nunft-Bedenklichkeit! Fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, weg des Fleisches Zärtlichkeit! 6. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in Ewigkeit; wie dus nötig findst, so thue noch vor unsrer Abschiedszeit; aber unser Geist der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Er— Hosungf Fuͤhr d die Seel Bundes länger denn d uns gl 8.H gefang Eigenl nicht st Tod d die La Rufen, dich g die ers brochn Rensch drum storber macher frei un nach d bilbt; Gnad deiner efangen eil des iten uns nöd ge⸗ ch aber wir mit zen, rin⸗ eten um tur, von telkeiten, 0 harte der Geist I etwas e matten mal zu d durch e durch⸗ nd bloß. henfurcht ich, Ver⸗ keit! Fort Schmach weg des hkeit! gen keine dleisch in us nötig noch vor zeit; aber T bindet jen, läßt L die Er⸗ lösung findet, welcher Zeit und Maß gebricht. 7. Herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch dein Regiment; führe dei— nes Reiches Kriege, mach der Sklaverei ein End. Führ doch aus der Grub die Seelen durch des neuen Bundes Blut, laß uns länger nicht so quälen; denn du meinst es mit uns gut. 8. Haben wir uns selbst gefangen in der Lust und Eigenheit, ach so laß uns nicht stets hangen in dem Tod der Eitelkeit; denn die Last treibt uns zum Rufen, alle schreien wir dich an: zeig doch nur die ersten Stufen der ge— brochnen Freiheitsbahn. 9. Ach wie teur sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht zu sein; drum so wahr du bist ge— storben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollkommen, nach dem besten Bild ge— bildt; der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich füllt. Heiligung. 291 10. Liebe, zieh uns in dein Sterben, laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht säumen, laß uns nur nicht lässig sein; werden wir doch als wie träumen, wenn die Frei— heit bricht herein. Gottfried Arnold 1666—1714. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 314 Heilger Jesu, Heil⸗ gungsquelle, mehr als Krystall rein, klar und helle, du lautrer Strom der Heiligkeit, aller Glanz der Cherubinen und Heilig— keit der Seraphinen ist gegen dich nur Dunkel— heit. Ein Vorbild bist du mir: ach bilde mich nach dir, du mein Alles! Jesu, o du hilf mir dazu, daß ich mag heilig sein wie du. 2. Stiller Jesu, wie dein Wille dem Willen deines Vaters stille und bis zum Tod gehor⸗ sam war, also mach auch 19⁷ 292 Heiligung. gleichermaßen mein Herzo du hilf mir dazu, daß und Willen dir gelassen, ich auch gütig sei wie du. ach stille meinen Willen 5. Sanfter Jesu, warst gar. Mach mich dir gleich-unschuldig und littest alle gesinnt, wie ein gehorsam Schmach geduldig, ver— Kind, stille, stille. Jesu, gabst und ließt nicht Rach⸗ o du hilf mir dazu, daß gier aus. Niemand kann ich fein stille sei wie du. dein Sanftmut messen, bei —— der du dennoch nie ver— 3. Wachsam, Jesu, ohne an Schlummer, in großer Arbeit, Müh und Kummere bist du gewesen Tag und Nacht; mußtest täglich vie ausstehen, des Nachts lagst du vor Gott mit Flehen, du hast gebetet und ge— wacht. Gieb mir auch Wachsamkeit, daß ich zu dir allzeit wach und bete. Jesu, o du hilf mir dazu, daß ich stets wachsam sei wie du. 4. Gütger Jesu, ach wie gnädig, wie freundlich und gutthätig bist du doch gegen Freund und Feind. Deine Sonne scheinet allen, dein Regen muß auf alle fallen, ob sie dir gleich undankbar sind. Mein Gott, ach lehre mich, damit hierinnen ich dir nacharte. Jesu, dein Gefühl, dein Den— gessen den Eifer um des Vaters Haus. Mein Hei— and, ach verleih mir Sanftmut und dabei guten Eifer. Jesu, o du hilf mir dazu, daß ich sanft— mütig sei wie du. 6. Hoher Jesu, Ehren— könig, du suchtest deine Ehre wenig und wurdest niedrig und gering; wan⸗ deltest ganz arm auf Erden in Demut und in Knechts— gebärden, erhubst dich selbst in keinem Ding. liebreich, Herr, solche Demut lehr mich auch je mehr und mehr stetig üben. Jesu, o du hilf mir dazu, daß ich demütig sei wie du. 7. Keuscher Jesu, all dein Wesen war züchtig, rein und auserlesen, von tugendvoller Sittsamkeit; fen, il und Je war vo tigkei nilel,! Keib ur züchtig. mir do rein zu 8. 9 Weise Genuß uns d du hi stets! 9. stes L allem azu, daß wie du. su, warst iittest alle dig, ver⸗ icht Rach⸗ jand kann nessen, bei nie ver⸗ rum des Mein Hei⸗ leih mir abei guten 0 du hilf ich sanft⸗ du. su, Ehren⸗ . deine d wurdest ing; wan⸗ auf Erden u Rueche ubst dich em Ding. emut lehr mehr und en. Jesu, dazu, daß 1i wie du. Jesu, all r züchtig, lesen, von ittsamkeit: dein Den⸗ Heiligung. 293 ken, Sinnen, Blick, Wort und jegliches Beginnen war voller lautrer Züch— tigkeit. O mein Imma⸗ nuel, mach mir Geist, Leib und Seel keusch und züchtig. Jesu, o du hi mir dazu, so keusch und rein zu sein wie du. 8. Mäßger Jesu, deine Weise im Trinken und Genuß der Speise lehrt uns die rechte Mäßigkeit. Deine Speise wars, den Willen des Vaters treu— lich zu erfüllen und ihm zu dienen jederzeit. Herr, hilf mir meinen Leib stets zähmen, daß ich bleib dir stets nüchtern. Jesu, o du hilf mir dazu, daß ich stets nüchtern sei wie du. 9. Liebster Jesu, lieb⸗ stes Leben, mach mich in allem dir recht eben und deinem heilgen Vorbild gleich; gieb, daß mich dein Geist durchdringe, daß ich viel Glaubens— früchte bringe und tüchtig werd zu deinem Reich. Ach zieh mich ganz zu dir, behalt mich für und für, treuer Heiland! Jesu, 315. o du laß mich wie du, und wo du bist, einst finden Ruh. 1700. (Nach einem holländischen Liede von Lodenstein.) Dir, dir, Jehovah, will ich singen, denn wo ist doch ein solcher Gott wie du? Dir will ich meine Lieder bringen, ach giebmirdeines Geistes Kraft dazu, daß ich es thu im Namen Jesu Christ, so wie es dir durch ihn gefällig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; dein Geist in meinem Herzen wohne und meine Sinnen und Verstand regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl und dir darob im Herzen sing und spiel. 3. Verleih mir, Höch- ster, olche Güte, so wird 4285 mein Singen recht gethan, so klingt es schön in meinem Liede, so bet ich dich im Geist und Wahrheit an; so hebt dein Geist mein Herz zu dir 294 Heiligung. empor, daß ich dir Pfalmen dies Zeugnis habe! Drum bin ich voller Trost und sing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten mit Seufzern, die ganz un⸗ aussprechlich sind, der lehret mich recht gläubig beten, giebt Zeugnis mei— mem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sei, daher ich: Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem Herzen schallet durch deines heilgen Gei— stes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wallet ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, daß mirs die Bitte nicht ver— sagen kann, die ich nach deinem Willen hab gethan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht't und wird gewiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohns geschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich — Freudigkeit und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlange jeder— zeit, die giebst du und thustüberschwenglich mehr als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir! Ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt: in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß du mir schenkest solche Seligkeit! BartholomäusCrasselius 1667—1724. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. O süßer Stand, 316. o selig Leben, das aus der wahren Ein— falt quillt, wenn sich ein Herz Gott so ergeben, daß Christi Sinn es ganz erfüllt; wenn sich der Geist nach Christi Bilde in Licht und Recht hat aufgerich't und unter sol⸗ solchem spiel; unschul chemH Warur Welt a Rührt Das K erjaget abgett 5. von k im B die re gierde Thorh An ei linde! schön: daß i Dum ost und eiß, daß die ich e jeder⸗ du und lich mehr itte und Ich bitt der mich en selbst ist alles was ich eist und zohl mir, und in du mir Zeligkeit! 1667172ʃ hird durchs . r Stand, Leben, ren Ein⸗ sich ein eben, daß es ganz sich der sti Bilde iecht hat unter sol⸗ Heiligung. 29⁵ chem klaren Schilde durch alle falschen Höhen bricht! 2. Was andern schön und lieblich scheinet, ist solchem Herzen Kinder— spiel; was mancher für unschuldig meinet, ist sol⸗ chem Herzen schon zu viel. Warum? Es gilt der Welt absagen; hier heißts: Rührt kein Unreines an! Das Kleinod läßt sich nicht erjagen, es sei denn alles abgethan. 3. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, als die im Blute Christi liegt; die reine himmlische Be— gierde hat Stolz und Thorheit schon besiegt— An einem reinen Gottes— kinde glänzt Gottes Name schön und rein: wie könnt es denn vom eitlen Winde der Welt noch eingenom— men sein? 4. Von Sorgen, Not und allen Plagen, damit die Welt sich selbst an⸗ ficht, vom Neid, damit sich andre tragen, weiß Christi Sinn und Einfalt nicht; den Schatz, den sie im Herzen heget, behält sie wider allen Neid; ist jemand, der Lust dazu träget, das macht ihr lauter Herzensfreud. 5. O schönes Bild, ein Herz zu schauen, das sich mit Christi Einfalt schmückt! Geht hin, ihr thörichten Jungfrauen, harrt nur, bis euch die Nacht berückt. Was sind die Lampen sonder Ole? Schein ohn Einfalt und Christi Sinn. Sucht doch was Bessers für die Seele und gebt der Welt das Ihre hin. 6. Ach Jesu, drücke meinem Herzen den Sinn der lautern Einfalt ein; reiß aus, obschon mit tausend Schmerzen, der Welt ihr Wesen, Tand und Schein. Des alten Feindes Bild und Zeichen trag ich nicht mehr, drum laß mich nur der Einfalt Zier und Schmuck errei— chen: das ist die neue Kreatur. Johann Joseph Winckler 1670—1722. 296 Luk. 13, 24. Phil. 2, 12. 1. Mose 19, 15— 22. 317 Ringe recht, wenn Gottes Gnade dich nun ziehet und be— kehrt, daß dein Geist sich recht entlade von der Last, die ihn beschwert. 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebensweg ist schmal; hier bleibt alles im Ge— dränge, was nicht zielt zum Himmelssaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in Gottes Reich; will der Satan wider⸗ streben, werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe und die erste Liebe dich von der gan— zen Welt abziehe; halbe Liebe hält nicht Stich. 5. R-Ringe mit Gebet und Schreien, halte da— mit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, wärs auch Tag und Nacht ge— than. 6. Hast du dann die Perl errungen, denke ja nicht, daß du nun alles Heiligung. Böse hast bezwungen, das uns Schaden pflegt zu thun. 7. Nimm mit Furcht ja deiner Seele, deines Heils mit Zittern wahr; hier in dieser Leibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. 8. Halt ja deine Krone feste, halte männlich, was du hast: recht beharren ist das Beste, Rückfall ist ein böser Gast. 9. Laß dein Auge ja nicht gaffen nach der schnöden Eitelkeit; bleibe Tag und Nacht in Waffen, Trägheit flieh und Si⸗ cherheit. 10. Laß dem Fleische nicht den Willen, gieb der Lust den Zügel nicht; willst du die Begierden stillen, so verlischt das Gnadenlicht. 11. Wahre Treu führt mit der Sünde bis ins Grab beständig Krieg, richtet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg. 12. Wahre Treu liebt Christi Wege, steht beherzt auf ihrer iner Vo sch selbe 13. Wa dem Ge Welt nie st ihr Sd Himmel, ihr Herz 1. Velt im nicht Sod Seele, u lösen? E gut. 15. L auls der ins stille daß du mache di 16. Ei Stunden gam ko: und, we wunden, Hottes! 17. elltgegen Aght, id mein Hi mich d Ewigkei gen, das fegt zu Furcht ö‚. uwahr; be öhle 0 h in ne Krone lich, was beharren ückfall ist Auge ja lach der t; bleibe Waffen,‚ und Si⸗ Fleische gieb der lR nicht; hegierden scht das reu führt bis ins Krieg, keinem jedem auf ihrer Hut, weiß von keiner Wollustpflege, hält sich selber nichts zu gut. 13. Wahre Treu kommt R Getümmel dieser Welt niemals zu nah; ist ihr Schatz doch in dem Himmel, drum ist auch ihr Herz allda. 14. Liegt nicht alle Welt im Bösen? Steht nicht Sodom in der Glut? Seele, wer soll dich er⸗ lösen? Eilen, eilen ist hier gut. dem 15. Lauf der Welt doch aus den Händen, dring ins stille Zoar ein; eile, daß du mögst vollenden, mache dich von allem rein. 16. Eile, zähle Tag und Stunden, bis dein Bräut— gam kommt und winkte und, Gottes bringt. 7. Eile, lauf ihm doch entgegen, sprich: Mein Licht, ich bin bereit, nun mein Hüttlein abzulegen; mich dürst't nach Ewigkeit. Johann Joseph Winckler 1670—1722. der Heiligung. 297 Seelenbräutigam. Wer ist wohl wie 318. 9— ist wohl wie Mel. Jesu, süße uh? Unter vielen aus— erkoren, Leben derer, die verloren, und ihr Licht dazu, Jesu, süße Ruh! 2. Leben, das den Tod, mich aus aller Not zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket und mich aus der Not hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Herrlich— keit, du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch ver— senket in der Füll der Zeit, Glanz der Herrlich— keit. 4. Großer Siegesheld, wenn du nun über⸗ wunden, dich zum Schaue„ dithum Schauen—.— erfunden durch das 2. Sünd, Höll und elt hast du müchtig über⸗ W n und ein ewges — — Lösegeld deines Bluts, o eld. 5. Höchste Majestät, König und Prophet, dei— nen Zepter will ich küssen, ich will sitzen dir zu Füßen, wie Maria thät, höchste Majestät. & D deinen mich Ruhm als dein Eigentum durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner 6. Laß Liebe brennen als dein Eigentum, allerschönster Ruhm. 7. Deiner Sanftmut Schild, deiner Demut Bild mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn noch Stolz sich rege; vor dir sonst nichts gilt als dein eigen Bild. 8. Steure meinen Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gieb mir deinen Sinn. 9. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortsetze, und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gieb, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gieb. 11. Wenn der Wellen Heiligung. Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken; habe auf mich acht, Hüter, in der Nacht. 12. Einen Heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse und des Fleisches Lüste hasse, gieb mir, höchstes Gut, durch dein teures Blut. 13. Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todes— thal begleiten und zur Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. Johann Anastasius Freylinghausen 1670—1739. Matth. 26, 41. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. 319 Mache dich, mein Geist, bereit, wa⸗ che, fleh und bete, daß dich nicht die böse Zeit unverhofft betrete; denn es ist Satans List über viele Frommen zur Ver— suchung kommen. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sünden⸗ shlaferen sonst dar Strafe,M. dem To in Sünd sinden. 3. W kann di. Herr erle sonsten! dir noch denn Go Füll sein offne Au 4. Wa tans List erblicke, hende if berücke; die er li Strafen, schlafen. 5. Wal die Wel bezwinge sich ver sich brint fehlt schen Bri Gliedern 6. We dich,für derze, ebentli trüben Herzens „ wollst östrecken, , Hüter, denmut, nd Blut illen lass es Lüste höchstes n teures Sterben bei mir Todes⸗ und zur iten, daß ehn mich n. reylinghauseh 70—1739. I. deinem Zorn. dich, mein ereit, wa. bete, daß böse Zei etez denn List über zur Ver . eerst recht Sünden⸗ Heiligung. 299 schlafe; denn es folget verscherze; denn es ist sonst darauf eine lange voller List und kann sich Strafe, und die Not samt bald heucheln und in dem Tod möchte dich Hoffart schmeicheln. in Sünden unvermutet 7. Bete aber auch da— finden. bei mitten in dem Wachen; 3. Wache auf, sonst denn der Herre muß dich kann dich nicht unser frei von dem allen machen, Herr erleuchten. Wache, was dich drückt und be— sonsten wird dein Licht strickt, daß du schläfrig dir noch ferne deuchten; bleibest und sein Werk denn Gott will für die nicht treibest. Füll seiner Gnadengaben 8. Ja er will gebeten offne Augen haben. sein, wenn er was soll 4. Wache, daß dich Sa- geben, er verlanget unser tans List nicht im Schlaf Schrein, wenn wir wollen erblicke, weil er sonst beleben und durch ihn un— hende ist, daß er dich sern Sinn, Feind, Welt, berücke; und Gott giebt, Fleisch und Sünden kräftig die er liebt, oft in ranen ne Dae Strafen, wenn sie sicher 9. Doch wohl gut, es schlafen. muß uns schon alles glück— 5. Wache, daß dich nicht lich gehen, wenn wir ihn die Welt durch Gewalt durch seinen Sohn im bezwinge, oder, wenn sie Gebet anflehen; denn er sich verstellt, wieder an will uns mit Füll seiner sich bringe; wach und sieh, Gunst beschütten, wenn es fehlt nie hier an fal- wir glaubend bitten. schen Brüdern unter Christi 10. Drum so laßt uns Gliedern. immerdar wachen, flehn 6. Wache dazu auch für und beten, weil die Angst, dich, für dein Fleisch und Not und Gefahr immer Herze, damit es nicht näher treten; denn die freventlich Gottes Gnad Zeit ist nicht weit, da uns 300 Heiligung. Gott wird richten und die auf rauher Bahn nimmst Welt deiminten du mich dort mit Ehren Johann Burchard Freystein an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Krone der Gerechtigkeit. Herr Mel. Herzlich lieb hab ich dich, Jesu Christ, ach mit Be⸗ o Herr. gier, ach mit Begier wünsch 32 0. Herr Jesu Christ, ich zu sein, mein Gott, mein höchstes bei dir. Gut, mein Seelenschatz, 3. Mein Alles ist auf mein Herzensmut und dich gericht't; hab ich nur aller Sinne Freude, ich dich, so frag ich nicht nach bleibe dennoch stets an Himmel el und nach Er— dir; so ist auch nichts, das den. Denn wär der Him— dich von mir und unsre mel ohne dich, so könnte Liebe scheide. Du machst keine Lust 1908 mich in mir deinen Weg bekannt, tausend Himmeln werden. hältst mich bei deiner Wärst du nicht schon auf rechten Hand, regierst und Erden mein, möcht ich führst den Lebensl auf und auch nicht auf Eeden sein; Psalm 73, 23—28. hilfest meiner Schwachheit auf. Herr Jesu Christ, du bist mein Licht, du bist! mein Licht; ich folge dir, so irr ich nicht. 2. Du leitest mich nach deinem Rat, der anders nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Gehts gleich zu Zeiten wunderlich, so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohl ge— linget. Nach hartem Tritt Hölle wär, denn anch die ganze weite Welt hat nichts, das mir wie du gefällt. Herr Jesu Christ, wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. 4. Und sollte mir durch Kreuz und Not, durch Marter, durch Gewalt und Tod auch Seel und Leib verschmachten: dies alles wird, wenns auch noch mehr, ja gar wie eine mein Glaube Ii. pdoch nicht hst und bl Heil u und! Trbst ind und! muß! auch Leib sein. Her ih hoffe fe ö daßd deit Ie verläßt. Dr 9. getrost zl hältst dick und das i Ich setze auf dich, licht zerl Ind auch: Thun soll in mein Munde se kann mi Ach möd geschehn! ich warte drauf: ko Schatz, 1 Luf! Eidmann 9 Ml. Jest ö ind Gast nimmst it Ehren deinem ie Krone Herr mit Be⸗ er wünsch in Gott, s ist auf b ich nur licht nach lach Er⸗ der Him⸗ so könnte mich in u werden. schon auf nöcht ich rden sein nze weite das mir Herr Jesu nicht bist ist nichts, ich ist. mir durch t, durch walt und und Leib dies alles uch noch wie eint u Glaube doch nichts achten. Du bist und bleibest doch mein Heil und meines Herzens Trost und Teil; so wird und muß durch dich allein auch Leib und Seele selig sein. Herr Jesu Christ, ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß deine Kraft mich nicht verläßt. 5. Drum halt ich mich getrost zu dir, du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine Freude. Ich setze meine Zuversicht auf dich, mein Fels, der nicht zerbricht, in Freud und auch im Leide. Dein Thun soll alles und allein in meinem Herz und Munde sein, bis ich dich kann mit Augen sehn. Ach möchte solches bald geschehn! Herr Jesu Christ, ich warte drauf, ich warte drauf: komm, komm, mein Schatz, und nimm mich auf! Erdmann Neumeister 1671—1756. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 321 Himmelan geht unsre Bahn, wir sind Gäste nur auf Erden, Heiligung. 301 bis wir hin nach Kanaan durch die Wüste kommen werden; hier ist unser Pilgrimstand, droben un— ser Vaterland. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist, denn du bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Zweck erlesen; ein von Gott erleucht'ter Sinn kehrt in seinen Ursprung hin. 3. Himmelan! ruft Gott mir zu, wenn ich ihn im Worte höre; das Weist nir den Ort der Ruh, wo ich einmal hin— gehöre. Wenn mich dieses Wort bewahrt, halt ich eine Himmelfahrt. I. Himmelan! Mein Glaube zeigt mir das schöne Los von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Son— ne, Mond und Sterne; denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Heimat führen, da ich 302 über alle Not ewig werde triumphieren. mir se freudig folgen kann. 6. Himmelan, ach him⸗ melan! Das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn durch die Himmelslust vertreiben; himmelan steht ö 5 nach deinem Willen, was mir mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmolck 1672—-1737. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 399 Mein Gott, ich 32². klopf an deine Pforte mit Seufzen, Flehn und Bitten an, ich halte mich an deine Worte: Klopft an, so wird euch aufgethan! Ach öffne mir die Gnadenthür, in Jesu Namen steh ich hier. 2. Wer kann was von sich selber haben, das nicht von dir den Ursprung hat? Du bist der Geber aller Gaben, immer Rat und That; du bist der Brunn, der immer quillt; du bist das Gut, das immer gilt. schreit, ist, bei dir ist Heiligung. 3. Drum komm ich auch Jesus geht mit meinem Beten, das lbst voran, daß ich herzlich und voll Glaubens ist. Der mich heißt freudig vor dich treten, ist mein Erlöser Jesus Christ, und mir das Abba Herr, dein Geist der Freudigkeit. 4. Gieb, Vater, gieb der in deinem Kinde nötig ist, nur du kannst mein Ver⸗ langen stillen, weil du die Segensquelle bist. Doch gieb, o Geber, aller— meist, was mich dem Sündendienst entreißt. 5. Verleih Beständig⸗ keit im Glauben, laß meine Liebe innig sein. Will Satan mir das Kleinod rauben, so halt mit der Versuchung ein, damit mein schwaches Fleisch und Blut dem Feinde nicht den Willen thut. 6. Erweck in mir ein gut Gewissen, das weder Welt noch Teufel scheut. Wenn Züchtigungen fol— gen müssen, so schick sie in der Gnadenzeit. Durch— strich die In t Böse wied 7. Vom ich wohl n mich g l mein selbit Krellz trag ö denvoll. sich alles in arm an deiner mir gnüg mir Glüt gleich. 2 Glück nit 0 laß mit ein. 9. Wer um lang daß ich Rag; laf bor Auge Ge I, da gang aus Selgen 10.0 ih mehr lich ah laubens frendih ist mein rist, und Abba rr, dein glei: er, gieb len, woe lötig ist lein Ver⸗ weil du le bist er, aller ich dem treißt. eständij⸗ en, laß nig sein. nir das so halt ung ein, chwaches lut dem u Willen mir ein weder el schent. 0 l 30 Durch⸗ 30 das ö streich die Schuld mit Jesu Blut und mach das Böse wieder gut. 7. Vom Kreuze darf ich wohl nicht bitten, daß es mich ganz verschonen soll: mein Heiland hat ja selbst gelitten, sein Kreuz trag ich auch freu— denvoll. Doch wird Ge— duld mir nötig sein: die wollest du mir, Herr, verleihn. 8. Das andre wird sich alles fügen, ich mag nun arm sein oder reich; an deiner Huld laß ich mir gnügen, die macht mir Glück und Unglück gleich. Trifft auch das Glück nicht häufig ein, so laß mich doch zufrieden sein. 9. Wenn ich dich bitt um langes Leben, gieb, daß ich christlich leben mag; laß mir den Tod vor Augen schweben und des Gerichtes großen Tag, damit mein Aus⸗ gang aus der Welt den Seligen mich zugesellt. 10. O Gott, was soll ich mehr begehren? Du Heiligung. 303 weißt schon, was ich haben muß; du wirst mir, was mir nützt, ge— währen, denn Jesus macht den frohen Schluß: ich soll in seinem Namen flehn, so werde, was mir nützt, geschehn. Benjamin Schmolck 1672—1737. Kol. 3, 3.. 32½ Es glänzet der Christen inwen— diges Leben, ob hier auch von außen kein Schimmer sie schmückt; was ihnen der König des Himmels gegeben, das wird nur vom Auge des Geistes erblickt. Was viele ver— achten bei irdischem Trach— ten, hat ihre erleuchteten Sinne gezieret und sie zu der göttlichen Würde geführet. 2. Sie gleichen im Au⸗ ßern den Hundein der Erde und tragen auch an sich des Irdischen Bild; sie fühlen wie andre der Menschheit Beschwerde, oft sehn sie die Sonne der Freude verhüllt. Sie stehen und wandeln, sie reden und handeln, wie jeder es treibet in zeit— lichen Dingen; doch kann sie die weltliche Lust nicht bezwingen. 3. Denn innerlich sind sie von göttlichem Stam— me, geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort; es lodert in ihnen die himmlische Flamme, ent— zündet von oben, genäh— ret von dort. Die En⸗ gel, als Brüder, erfreun sich der Lieder, die hier von den Lippen der From— men erklingen und bis in das innerste Heiligtum dringen. 4. Sie wandeln auf Erden und leben im Him— mel, sie bleiben ohnmäch— tig und schützen die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, sind arm, doch sie haben, was ihnen gefällt. Sie stehen in Leiden und bleiben in Freuden, sie scheinen ge— tötet den äußeren Sin⸗ nen und führen das Le— ben des Glaubens von innen. 5. Wenn Christus, ihr Heiligung. Leben, sich wird offenba— ren, wenn er sich einst allen in Herrlichkeit zeigt, dann wird auch den from— men und gläubigen Scha— ren die Krone des ewigen Lebens gereicht. Sie wer— den regieren, mit ihm triumphieren, wie leuch— tende Sterne des Him— mels dort prangen, wenn aller Weltschimmer in Nacht ist vergangen. 6. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen, du ewige Sonne der inneren Welt, laß deinen verbor— genen Weg uns erwäh— len, wie oft auch die Menge für thöricht ihn hält. Hier wenig ge— schätzet und oftmals ver— letzet, hier stille mit Christo im Vater gelebet: das ist es, was einst uns zum Himmel erhebet. Christian Friedrich Richter 1676—1711. Mel. Es kostet viel, ein Christ zu sein. 324 Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein und nach dem Sinn des reinen Geistes leben; zwar der Natur geht es gar sauer eil Ohrist dach füh elbst zu scheren 2. Du Lil Kin darfst ja Hebe ül gut ers k Kind kar lieben. nur fern ist ni 3. De nur das es selbst fülle; de macht Schmerz in dir d Rrum ül in den 3 Not. 4. V den Ku nur dei. schwächt Wecke ni deinen S und Me Herzenl offenba⸗ sich einst keit Zeigt, den from⸗ gen Scha⸗ Sewigen Sie wer⸗ mit ihm die leuch— des Him⸗ en, wenn mer in igen. cborgenes elen, du L inneren n verbor⸗ 5 erwäh⸗ auch die hricht ihn henig ge— mals ver⸗ iit Christo bet: das einst uns rhebet. rich Richter 711. Christ zu sein. chtschwer, ist zu sein Sinn des ben zwar es 9 sauer ein, sich immerdar in Christi Tod zu geben; doch führt die Gnade selbst zu aller Zeit den schweren Streit. 2. Du parssit ja nur ein Kindlein sein, du darfst ja nur die leichte Liede üben. O blöder Geist, schau doch, wie gut ers mein: das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr: es ist nicht schwer. 3. Dein Vater fordert nur das Herz, daß er es selbst mit reiner Gnade fülle; der fromme Gott macht dir gar keinen Schmerz, die Unlust schafft in dir dein eigner Wille; drum übergieb ihn willig in den Tod,‚ so hats nicht Not. 4. Wirf nur getrost den Kummer hin, der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget; er— wecke nur zum Glauben deinen Sinn, wenn Furcht und Weh dein schwaches N Herze naget; sprich: Vater, Heiligung. 30⁵5 schau mein Elend gnädig an! so ists gethan. 5. Faß nur dein Herze in Geduld, wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe merkest. Versiehst dus oft und fehlst aus eigner Schuld, so siehe nur, daß du dein Herze stärkest: so wirds gewiß mit seiner Hilf erfreut zu seiner Zeit. 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, wenn dich wird Nacht und Fin— sternis bedecken; dein Va— ter wird nichts Schlim— mes mit dir thun, vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken; ja siehst du endlich ferner keine Spur, so glaube nur. 7. So wird dein Licht aus Nacht entstehn, und wirst dein Heil mit größ— rer Klarheit schauen; was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn, drum darfst du nur dem from— men Vater trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ so selig ist. 8. Auf, auf, mein Geist, was säumest du, dich dei— nem Gott ganz kindlich 20 zu ergeben? Heiligung. Geh ein, solcher Mensch erfährt, mein Herz, geneuß die der sich hier stets aufs süße Ruh: im Frieden Himmlische geleget— Es sollst du vor dem Vater hat wohl Müh; die Gnade schweben. Die Sorg und Last wirf nur getrost und kühn allein auf ihn. Christian Friedrich Richter 1676—1711. 325 Es kostet viel, ein Christ zu sein und nach dem Sinn des rei— nen Geistes leben; denn der Natur geht es gar sauer ein, sich immerdar in Christi Tod zu geben; und ist hier gleich ein Kampf wohl ausgericht't, das machts noch nicht. 2. Man muß hier stets auf Schlangen gehn, die leicht ihr Gift in unsre Fersen bringen; da kostets Müh, auf seiner Hut zu stehn, daß nicht das Gift kann in die Seele dringen. Wenn mans versucht, so spürt man mit der Zeit die Wichtigkeit. 3. Doch ist es wohl der Mühe wert, daß man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget, die ewiglich ein aber macht, daß mans nicht acht't. 4. Man soll ein Kind ein des Höchsten sein, reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte; wie wird der Leib so hell, so stark und rein, so herr⸗ lich sein, verklärt im An⸗ gesichte, dieweil uns da die wesentliche Pracht so schöne macht. 5. Da wird das Kind den Vater sehn, im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; der lautre Strom wird es da ganz durchgehn und es mit Gott zu einem Geist ver⸗ binden. Wer weiß, was da im Geiste wird ge— schehn? Wer mags ver— stehn? 6. Was Gott genießt, genießt es auch, was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben, der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch; wie lieblich wird es doch mit Jesu leben! Nichts hbͤher wir Würde allein. 7. Nuf, ermüde! die Mach zu veißer du, daß gebricht? für Kraf heißen. sichs doc ruhn! 500 320. dir nie sucht wieder: end An Armut 2. S mein Ve in dein 0 könnt Pein d lütet se 9.—2 meinen laserhe der N. erfährt, tets auns eget. Es die Gnade haß mans ein Kind sein, ein ein Licht ichte; i 0 so hel, n, so herr⸗ irt im An⸗ il uns da Pracht so das Kind sehn, im es ihn mit der lautre da ganz d es mit Geist weiß, w wird mags ver⸗ tt genießt „was Got m in Got immel steh Gebrauch. Id es do n! Nohth höher wird an Kraft und Würde sein als Gott allein. 7. Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht, dich durch die Macht der Finsternis zu reißen! Was sorgest du, daß dirs an Kraft gebricht? Bedenke, was für Kraft uns Gott ver— heißen. Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn! Wie wohl wirds thun! Christian Friedrich Richter 1676—1711. 326. Hier Sinn mein sich vor nieder, mein Geist sucht seinen Ursprung wieder: laß dein erfreu— end Angesicht zu meiner Armut sein gericht't. 2. Schau her, ich fühle mein Verderben, laß mich in deinem Tode sterben: o könnte doch in deiner Pein die Eigenheit er— tötet sein! 3. Du wollest, Jesu, meinen Willen mit der Ge— lassenheit erfüllen: brich der Natur Gewalt ent— legt dir Heiligung. 307 zwei und mache meinen Willen frei. 4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen Wegen übe, nur ist von der Unlauter— keit die Liebe noch nicht ganz befreit. 5. Ich muß noch mehr auf dieser Erden durch Geist geheiligt werden, der Sinn muß tiefer in dich gehn, der Fuß muß unbeweglich stehn. 6. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten, hier gelten nichts der Menschen Thaten; wer macht sein Herz wohl selber rein? Es muß durch dich ge— wirket sein. 7. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben, du bist noch immer treu ge— blieben: ich weiß gewiß, du stehst mir bei und deinen machst mich von mir selber frei. 8. Indessen will ich treulich kämpfen und stets die falsche Regung däm— pfen, bis du dir deine 20 308 Heiligung. Zeit ersiehst und mich aus hin? Wird die Finsternis solchen Netzen ziehst. der Sinnen bald zerrinnen, 9. In Hoffnung kann darin ich verwickelt bin? ich fröhlich sagen: Gott 2. Möcht ich wie das hat der Hölle Macht ge-Rund der Erden lichte schlagen, er führt mich aus werden! Seelensonne, dem Kampf und Streit gehe auf! Ich bin finster, in seine Ruh und Sicher⸗kalt und trübe: Jesu, heit. Liebe, komm, beschleunige 10. Drum will die Sorge den Lauf! meiner Seelen ich dir, 3. Wir sind ja im neuen mein Vater, ganz befehlen; Bunde, da die Stunde der ach drücke tief in meinen Erscheinung kommen ist; Sinn, daß ich in dir schon und ich muß mich stets selig bin. im Schatten so ermatten, 11. Wenn ich hieran weil du mir so ferne bist. mit Ernst gedenke und 4. Wir sind ja der Nacht mich in deinen Abgrund entnommen, da du kom⸗ senke, so werd ich von dir men; aber ich bin lauter angeblickt, und mein Herz Nacht. Darum wollst du sind der E wird von dir erquickt. 12. So wächst der Eifer mir im Streite, so schmeck ich schon die süße Beute und fühle, daß es Wahr⸗ heit ist, daß du, mein Gott, die Liebe bist. Christian Friedrich Richter 1676—1711. Mel. Ach was bin ich, mein Erretter. 32 Hüter, wird die »Nacht der Sün⸗ den nicht verschwinden? Hüter, ist die Nacht schier mir, dem Deinen, auch er— scheinen, der nach Licht und Rechte tracht't. 5. Wie kann ich des Lichtes Werke ohne Stärke in der Finsternis voll— ziehn? Wie kann ich die Liebe üben, Demut lieben und der Nacht Geschäfte fliehn? 6. Laß doch nicht den Geist der Seelen sich so quälen, zünd dein Feuer in mir an; laß mich finstres en, daß il fanh. . Daẽ unn das Rben: heller Sch das Herz erquicken, Sonne se 8. Nur den Aul taugen, je nicht ein Licht der scheinen, reine sei 9. Je Augen, rühre m denn da Plage, man das kann. Ch Mel. We 928 VV. Feinde Beute, eur bes uch m Finst ternis zerrinnen, tkelt bin wie das den( lichte elensonne, hin sastr be: Nesu, eschleunige nim neuen tunde der mmen ist; mich stet ermatten, ferne bist. a der Nacht a du kom⸗ bin lauter wollst du un, auch er⸗ nach Licht acht't. n ich des hne Stärke „rnis voll mn ich dil“ mut liebes t Geschäft nicht des len sch dein Feu“ nich finstn⸗ 7. Das Vernunftlicht kann das Leben mir nicht geben: Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken und erquicken, Jesus muß die Sonne sein. 8. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein; wenn sein helles Licht den Seinen soll er— scheinen, muß das Auge reine sein. 9. Jesu, gieb gesunde Augen, die was taugen, rühre meine Augen an; denn das ist die größte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter 1676—1711. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 28 Rüstet euch, ihr N.hinuluteDi Feinde suchen euch zur Beute, ja Satan selbst hat eur begehrt. Wappnet euch mit Gottes Worte Heiligung. Kind der Erden helle wer— den, daß ich Gutes wirken kann. 309 und kämpfet frisch an jedem Orte, damit ihr bleibet unversehrt. Ist euch der Feind zu schnell, hier ist Immanuel, Hosianna! Der Starke fällt durch diesen Held, und wir be— halten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euren Lüsten, besieget sie, die ihr seid Christen, und stehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Na— men, daß ihr nicht strau— chelt wie die Lahmen; wo ist des Glaubens Ritterschaft? Wer hier er— müden will, der schaue auf das Ziel: da ist Freude. Wohlan, so seid zum Kampf bereit; so krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wengen Jahre, eh ihr kommt auf die Toten⸗ bahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Toten wecken, und Christus wird die Welt erschrecken, so stehen wir mit Freuden auf. Gott Lob, wir sind ver— söhnt! Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht 310 lange, und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Desu, stärte deine Kinder und mach aus denen Überwinder, die du erkauft mit deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, daß wir 7 uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. Gieß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen: so bleiben wir getrost an dir im Tod und Leben für und für. Wilhelm Erasmus Arends 1677172ʃ. Mel. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. 329 Wer sich auf sei— Vene Schwachheit steurt, der bleibt in Sün— den liegen; wer nicht Heiligung. nur Schwachheit heißt, ist ihrer Bosheit Stärke; dadurch vermehrt der böse Geist gar mächtig seine Werke. Auf, Seele, auf, richt deinen Lauf zur Allmacht, die dich rettet! Des Heilands Blick zerreißt den Strick, womit du angekettet. 3. Der erste Schritt im Christentum macht von der Sünde scheiden. Bei einem waͤhren Glaubens— ruhm muß man die Welt— lust meiden. Wenn Christi Geist die Seel entreißt von ihren Todesbanden, so spürt sie Kraft, die Jesus schafft, mit dem sie auferstanden. 4. Mein Heiland, fördre selbst dein Werk, laß mich gekräftigt werden; ist doch Gerechtigkeit und Stärk Herz, Sinn und Mut mein bestes Teil auf Er⸗ erneurt, wird sich gewiß den. Du machst gerecht betrügen. Den Himmels- uns, dein Geschlecht, und weg und schmalen Steg willst zugleich uns stär— hat er nie angetreten; ken, daß wir in dir des er weiß auch nicht in Glaubens Zier, die Macht Gottes Licht, was käm-der Gnade, merken. pfen sei und beten. 5. Brich durch, o star⸗ 2. Was jetzt die Welt ker Gottessohn, damit auch wir laß Mus denthron, Zchbachhe Neine Ha Yjand de gageben, d on Heul stets siegr 6. Giel graft meh das Fleis gieb Kraf Macht schwächer pfen. Welt v gieb Kr lichten; a selbst! Rraft au Bernhard Mel. Zu d 330 * ach wie U Du, wo! streben auch wir durchbrechen; laß uns in dir, o Gna⸗ denthron, nicht mehr von Schwachheit sprechen, weil deine Hand das teure Pfand des Geistes uns gegeben, dadurch wir frei von Heuchelei im Streit stets siegreich leben. 6. Gieb Kraft, wo keine Kraft mehr ist; gieb Kraft, das Fleisch zu dämpfen; gieb Kraft, wenn Satans Macht und List uns schwächen will im Käm— pfen. Wenn uns die Welt viel Netze stellt, gieb Kraft, sie zu ver⸗ nichten; so wird in Not, ja selbst im Tod uns deine Kraft aufrichten. Bernhard Walther Marperger 1682—1746. Mel. Zu dir ich mein Herz erhebe. 330 Höchsterwünsch— tes Seelenleben, ach wie unbekannt bist du, wo des Geistes Kräfte streben nach der güldnen Himmelsruh! Ach wie eitel ist der Wah n, der des Fleisches Sinn ver— blendet, wenn er klebt der Erde an, sich zum Heiligung. Rauch und Schatten wen— det! 2. Ach wie oft bin ich geraten in dieselbe Blind— heitsnacht, wenn ich Re— gungen und Thaten nicht sorgfältig hab bewacht! Hat nicht die Erfahrung mir meine Thorheit oft gelehret, wenn ich, Herr, ich klag es dir, mich in 25397 abgezeh hret? 3. Zwar der Schluß ist oft genommen, daß ich mich wollt reißen los; aber wenns zur That sollt kommen, fand ich mich von Kräften bloß. Ich Gefangner, Armer ich! Wer reißt mir das Netz in Stücken? Fels des Heils, erbarme dich, hilf mir aus der Hölle Stricken. 4. Jesu, Stärte der Verzagten, der du giebst den Matten Ruh, wahre Zuflucht der Geplagten, zwing mein Herze, zwings dazu, daß die ganze Krea— tur nichts in meinen Au— gen scheine, und ich dar— auf denke nur, wie ich ewig sei der Deine. 5. Ach zermalme das Verlangen, das noch et— was Eitles will. Nimm den bösen Sinn gefangen, der nicht hält in allem still; gieb, daß ich in die— ser Welt nichts der Sorge wert mag achten, weil du mich darein gestellt, um nach besserm Gut zu trachten. 6. Gieb mir Augen, um zu sehen deines Rei— ches Gnadenschein; gieb mir Kräfte, um zu gehen bis ins Heiligtum hinein. Mache mich mit dir be— kannt, laß in deinen Liebes— flammen Herz und Seele sein entbrannt, knüpfe dich und mich zusammen. 7. Weichet, weicht, ihr Weltgedanken, stört nicht ferner meine Ruh! Ich will in des Lebens Schranken eilen meinem Jesu zu. Jesu will ich geben Ehr, in ihn will ich mich versenken und hinfort mich um nichts mehr, als um seine Liebe, kränken. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 33 Heiligung. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. (Freu dich sehr, o meine Seele.) Lebenssonne, de— ren Strahlen auch im Dunkeln geben Schein, die nach Würden abzu— malen, ist der Sonne Glanz zu klein: aller Sterne goldne Pracht ge— gen dich ist lauter Nacht; Mond und Sonne müssen weichen und vor deinem Glanz erbleichen. 2. Komm denn, Jesu! Deine Klarheit durch die Nacht der Sünden bricht. Zeige mir den Weg der Wahrheit, zeig dein hel— les Angesicht; treib aus meinem Herzen aus alle Schatten, laß dein Haus, drin du dich willst ewig spiegeln, Belial dir nicht verriegeln. 3. Siehst du nicht des Herzens Höhle, wie sie ist verwirrungsvoll? In dem tiefsten Grund der Seele glänzt es noch nicht, wie es soll. Ach wann wird doch einst dein Glanz meinen Geist verklären ganz? O daß alles möchte ö ste be 7 dein L Lacht Vn der aus de Velt vuch ein rife* war es Gott, den prich nod Lucht! La seinen Li wider di 5. Laf mich wat ler Mo mich, d handeln des Lel gleichwi bist des Zier, al Strahle dein B 6.0 nich, muß h und n brenne und K des Te allzu e Wird Vaserguels ine Seele) nne, de— Rlen auch Schein, N abzu⸗ Sonne n: aller racht ge⸗ Nacht; le müssen r deinem . m, Jesul durch die en bricht. Veg der dein hel⸗ treib aus aus alle ein Haus, illst ewiz dir nicht nicht des wie sie voll? A rund der noch nicht, sch wann ein Glantz verklären es möchte sterben, was nur kann dein Licht verderben! 4. Warst dus nicht, der aus der Tiefe, drin die Welt versunken lag, durch ein Wort dem Lichte riefe? Und wie plötzlich war es Tag! Starker Gott, dem nichts gebricht, sprich noch heut: Es werde Licht! Laß das Fleisch in seinen Lüsten nicht mehr wider dich sich rüsten. 5. Laß in deinem Licht mich wandeln, o du hel— ler Morgenstern. Lehr mich, daß ich recht zu Heiligung. 3⁰ nicht wehren, bei mir Sünder einzukehren. 7. Wohne, herrsche, leuchte, heile! Dir, dir räum ich Herz und Mut. Leuchte mir als Feuer— säule, fülle mich mit Licht und Glut. Eine Sonne wärmt die Welt, eine Sonne mir gefällt; ohne dieses Licht des Lebens lebt ich in der Welt ver⸗ gebens. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. Mel. O Gott, der du ein Heer fürst bist. Mein Leben ist 33½ ein Pilgrimstand: handeln aus dem Wort des Lebens lern; und gleichwie du für und für bist des Vaters Bild und Zier, also laß, Herr, deine Strahlen in mir auch dein Bildnis malen. 6. Ich muß, wie du mich, dich kennen, ich muß heilig sein wie du und wie du in Liebe brennen; gieb mir Licht und Kraft dazu. War des Tempels Dunkel nicht allzu enge deinem Licht: wird mein Elend dir ich reise nach dem Vater— land, nach dem Jerusa— lem, das droben Gott selbst als eine feste Stadt auf Bundesblut gegrün— det hat; da werd ich mei— nen Gott stets loben. Mein Leben ist ein Pil— grimstand, ich reise nach dem Vaterland. 2. So schnell ich Land und Sand verlaß, läuft sehneil des Lebens Stun— denglas, und was vorbei ist, kommt nicht wieder. Ich eile zu der Ewigkeit: 314 Heiligung. Herr Jesu, mach mich nur nommen: zeig mir im bereit, eröffne meine Au— genlider, daß ich, was zeitlich ist, veracht und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Kein Reisen ist ohn Ungemach: der Lebensweg hat auch sein Ach, man Worte deine Tritt, laß mich bei einem jeden Schritt zu deinem Heil stets näher kbommen. Mein Leben fleugt: ach eile du und fleug mit Gnad und Hilf herzu. 6. Durch deinen Geist wandelt nicht auf weichen mich heilig leit, gieb in Rosen. Der Steg ist eng, Geduld Beständigkeit, vor der Feinde viel, die mich Straucheln meinen Fuß wegreißen von dem Ziel; beschütze. Ich falle stünd— ich muß mich oft an Dor⸗ lich: hilf mir auf, zeuch nen stoßen, ich muß durch mich, damit ich dir nach⸗ dürre Wüsten gehn und kann selbst keinen Ausweg sehn. 4. Der Sonnen Glanz mir oft gebricht, der Son— nen, die mit Gnadenlicht in unverfälschte Herzen strahlet; Wind, Regen stürmen auf mich zu: mein matter Geist findt nirgend Ruh. Doch alle Müh ist schon bezahlet, wann ich die güldne Him-— melsthür mir stell in Glaub und Hoffnung für. 5. Israels Hüter, Jesu Christ, der du ein Pil— grim worden bist, da du mein Fleisch hast ange— lauf; sei mir ein Schirm in Trübsalshitze; laß dei— nen süßen Gnadenschein in Finsternis nie ferne sein. 7. Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll, vor Durst nach dir ver⸗ schmachten will, so laß mich dich zum Labsal fin— den; und wenn ich schließ die Augen zu, so bring mich zu der stolzen Ruh, da Streit und alle Müh verschwinden: laß mich da sein in Abrams Schoß dein Liebling und dein Hausgenoß. 8. Bin ich in diesem fremden Land der blinden dir jauchz merdar u Niebe brer fomm, o. hier in! mir bang Frildrich Ado Mel. Es ist 333. 933 Lobe wü Reine Tie 0 bolle Es flamu lichkeit, ganze( noch mei 2.— seinen 8 Schoß g von dem zu uns ein Ma RMreuz u in Bilt uie ste önne. 9. Hi Hlaubeg mir im itt, laß Mjeden Heil n. Mein eile du nad und en Geist gieb in keit, vor ien Fuß lle stünd⸗ ö ö , zeuch ir nach⸗ 1Schirm laß dei⸗ denschein erne sein. ir mein füll, vor i vet⸗ so laß bsal fin ich schließ so bring zen Ruh, Ale Müh ß mich da 5 Schoß nd dein 1 diesem blinden Welt schon unbekannt: dort sind die Freunde, die so wirf dich nur hinein mit allen dei nen Sünden; laß dem das Her rze sein gewährt, der mich kennen; dort werd ich mit der Himmelsschar dir jauchzend dienen im— Heiligung. ö dies Meer nicht gründen, blindlings merdar und in der reinsten dir sein Herz hat ausge⸗ Liebe brennen. Herr Jesu, leert; gieb Herz für Herz komm, o bleib nicht lang; zum“ hier in der Wüste wird mir bang. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. Um dich zu lieben; und Begierden, Mut und Mel. 333. soll ich dich mit Es ist gewißlich an der Zeit. 155 O Liebesglut, wie schrieben; Opfer. 4. Oliebster Bater, nimm es hin: gieb Kraft, Herz Sinn sei dir hiermit ver— brenn aus das Feuer böser Lust, laß ewig Lobe würdig zieren? In nichts in dieser Brust als deine Tiefen will ich mich, volle See, Es flammet Gottes Herr⸗ lichkeit, es S ganze Ewigkeit: bleibt 25 mein Herz erkaltet? O Liebe, die Gott den Sohn aus seinem Schoß genommen! Er ist von dem gestirnten Thron zu uns herabgekommen; sein Mangel, Knechtschaft, Kreuz und Grab sind uns ein Bild, zu malen ab, wie stark Gott lieben könne. 3. Hör auf zu grübeln, glaub allein! Kannst du Gnad eindringen. Mel. 334. die deine Liebe glühen. verlieren. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. Meinen Jesum laß ich nicht. Seele, was er— müdst du dich in den Dingen dieser Erden, die doch bald verzehren sich und zu Staub und Asche werden? 920. 103 sum und sein Licht, alles andre hilft dir nuhtn 2. Sammle den zer⸗ streuten Sinn, laß ihn sich zu Gott aufschwingen, richt ihn stets zum Him— mel hin, laß ihn in die Suche 316 Heiligung. Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben: eil zum Lebensquell hinzu, da kannst du sie reichlich has ben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein, so das finstre Reich gebieret; laß nur ihn dein Labsal sein, der zur Glau— bensfreude führet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 5. Geh einfältig stets einher, laß dir nichts das Ziel verrücken; Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohl er— quicken. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 6. Du bist ja ein Hauch aus Gott und aus seinem Geist geboren, darum liege nicht im Tod; bist du nicht zum Reich erkoren? Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. tern 7. Schwinge dich fein oft im Geist über alle Himmelshöhen; laß, was dich zur Erde reißt, weit von dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 8. Nahe dich dem lau— Strom, der vom Thron des Lammes fließet und auf die, so keusch und fromm, sich in reichem Maß ergießet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 9. Laß dir seine Majes— tät immerdar vor Augen schweben, laß mit brün— stigem Gebet sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 10. Sei im übrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel gelangen; glaube, daß sein Liebes— will stillen werde dein Verlangen. Drum such Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. Jakob Gabriel Wolf 1684—1754. Mel. Mas 335. hed, vol und S. sich,bezr stört de kämpft außerlid und Si doch üb 2. N. längst! mich sch Gott en gezählt, geboren Kraft, und C gründer überwin 2 ein sch alle M in sich sindt, Sünder Rat, g ind la den, s. winden 4. 0 voll Ei ich fein er alle aß, was lt, weit stehen. nd sein hilft dir em lau⸗ r vom Efließet keusch reichem Suche 1 Licht, ir nicht, e Majes⸗ r Augen it brün⸗ ch dein erheben. nd sein re hilft übrigen wirst elangen; Liebes⸗ de dein in such 1 Licht, ir nicht 68⁴—¹7⁵⁴ Mel. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan. 33 Ein Christ, ein Itapfrer Krieges-— held, voll Geist, voll Kraft und Stärke, verleugnet sich, bezwingt die Welt, zer⸗ stört des Satans Werke, kämpft innerlich und äußerlich mit Teufel, Welt und Sünden und kann doch überwinden. 2. Ich habe mich vor— längst gequält und gab mich schier verloren, bis Gott mich zu der Zahl gezählt, die er aus sich geboren. Wer will die Kraft, die alles schafft, und Christi Macht er— gründen, dadurch wir überwinden? 3. Ich sprach: Ich bin ein schwaches Kind, wie alle Menschenkinder, das in sich kein Vermögen findt, ich bin ein armer Sünder; ach Gott, gieb Rat, gieb Will und That und laß mich Gnade fin— den, so kann ich über— winden. 4. Ich war ein Mensch voll Eigensinn, voll Eigen— Heiligung. 317 lieb und Ehre; ich lebte nach den Lüsten hin und nicht nach Christi Lehre; doch, Gott sei Ehr, ich bins nicht mehr, ich streite mit den Sünden und will sie überwinden. 5. Kommt mir die alte Bosheit ein und will noch lieblich schmecken, soll Jesu Leiden, Kreuz und Pein mich heilsamlich er— schrecken; die böse Lust in meiner Brust, die liebsten Lieblingssünden, die will ich überwinden. 6. Will Menschenfurcht und Menschengunst Leid oder Freud mir machen, üb ich die edle Streiter⸗ kunst, verachte Drohn und Lachen; Welt-Haß und Gunst ist lauter Dunst, nur Schatten, die ver⸗ schwinden: drum will ich überwinden. ö 7. Leb ich in steter Trau— rigkeit, sind wenig gute Stunden in meiner kurzen Lebenszeit: ich habe Gott gefunden; der tröstet mich gar süßiglich, der kann den Schmerz verbinden, und ich will überwinden. 8. Ja muß ich in dem Pilgerland mit Gott wie Jakob ringen, so will ich durch die Glaubenshand den Allerstärksten zwin— gen; kann ich zur Stund; aus seinem Mund nicht bald den Trost empfinden, noch will ich überwinden. 9. Mir geht der Tod nicht bitter ein, ich bin schon längst gestorben; er soll mir lieb und süße sein: das Haus nur wird verdorben; Gott muß den Gast der Erdenlast 9051 solche Art entbinden. Das hilft mir überwinden. 10. Das Kleinod 90 mir vorgesteckt, ich soll nur tapfer kämpfen; Sann bleibt mein Arm stets ausgestreckt, mit Gott den Feind zu dämpfen. Nur unverzagt und frisch ge— wagt! Ich seh die Krone binden, drum will ich überwinden. 17⁰09. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund 5 Seelen. 336.89 Vaterherz, o Licht, o Leben, o treuer Hirt, Immanuel, Heiligung. dir bin ich einmal über— geben, dir, dir gehöret Leib und Seel; ich will mich nicht mehr selber führen, der Vater soll das Nind regieren: so geh nun mit mir aus und sant und leite mich nach allen Tritten. Ich geh, ach hör, o Herr, mein Bitten, für mich nicht einen Schritt allein. 2. Was kann dein schwaches Kind vollbrin— gen? Ich weiß mir gar in Keinem Rat; drum sei in groß und kleinen Dingen mir immer selber Rat und That. Du willst dich meiner gar nicht schämen, ich mag dich ja zu allem nehmen, du willst mir selber alles sein: so sollst du denn in allen Sachen den An— fang und das Ende ma— chen; dann stellt sich lauter Segen ein. 3. Du führest mich, ich kann nicht gleiten, dein Wort muß ewig feste stehn; du sprichst, dein Auge soll mich leiten, dein Angesicht soll vor mir gehn; I 1 Erb umfanget O daß il lich sei, zu dir 5 deinen L spür ich t 4. Kleinsten Weisheit damit ick ben stärt lob und deine We u, stets und Ziel lauf ich an. Dru mich gele dich mir du mir than. 5. A mich tre ich dir in nur deir kommne hier Sck Vahn. mehr fü laß Herzen Hroßen Hüber⸗ gehöret ch will selber soll das 0 geh 18 und ch nach ch geh, „ mein h nicht in. 1 dein Hollbrin mir gar drum kleinen L selber Du ier gar ch mag nehmen, her alles u denn den An de ma chlauter mich/ it n, deil ig feste st, d deil ten,d eih or mir gehn; ja deine Güt und dein Erbarmen soll mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kind— lich sei, bei allem gläubig zu dir flehe und stets auf deinen Wink nur sel he, so spür ich täglich neue Treu. 4. O daß ich auch im Kleinsten merke auf deine Weisheit, Güt und Treu, damit ich mich im Glau ben stärke, dich lieb und lob und ruhig sei und deine Weisheit lasse wal ten, stets Ordnung, Maß und Ziel zu halten; denn lauf ich vor, da lauf ich an. Drum mach im Besten mich gelassen, nichts ohne dich mir anzumaßen: was du mir thust, ist wohlge than. 5. Ach mach einmal mich tren und stille, daß ich dir immer folgen kann; nur dein, nur dein voll kommner Wille sei mir hier Schranke,—5 und Bahn. Laß mich nichts mehr für mich verlangen, ja laß mir nichts am Herzen hangen als deines großen Namens Ruhm; Heiligung. dringe du mein Herz 319 der sei allein mein Ziel auf Erden: ach laß mirs nie verrücket werden; denn ich bin ja dein Eigentum. 6. Laß mich in dir den Vater preisen, wie er die Liebe selber ist; laß deinen Geist mir klär lich weisen, wie du von ih m geschenkt mir bist. Ach offenbare deine Liebe und wirke doch die heißen Triebe der wahren Ge genlieb in mir; durch und Sinnen, daß ich hinfort mein ganz Beginnen allein zu deinem Lobe führ. Karl Heinrich von Bogatzky 1690—1774. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 337 Heiland, deine Menschenliebe war die Quelle deiner Triebe, die dein treues Herz bewogen, dich in unser Fleisch gezogen, dich mit Schwachheit über decket, dich vom Kreuz ins Grab gestrecket. O der ungemeinen Triebe deiner treuen Menschen liebe! 320⁰ Heiligung. 2. Über seine Feinde dein Erbarmen, da du weinen, jedermann mit für die ärmsten Armen Hilf erscheinen, sich der dein unschätzbar teures Blinden, Lahmen, Armen Leben in den ärgsten Tod mehr als väterlich erbar⸗gegeben, da du in der men, der Betrübten Kla- Sünder Orden aller gen hören, sich in andrer Schmerzen Ziel geworden Dienst verzehren, sterben und, den Segen zu er⸗ für die ärgsten Sünder, werben, als ein Fluch das ist Lieb, o Menschen- hast wollen sterben. — 6. Deine Lieb hat dich 3. O du Zuflucht dersgetrieben, Sanftmut und Elenden, wer hat nicht Geduld zu üben, ohne von deinen Händen Segen, Schelten, Drohen, Schla— Hilf und Heil genommen, gen andrer Schmach und der gebeugt zu dir ge⸗Last zu tragen, allen kommen? O wie ist dein freundlich zu begegnen, Herz gebrochen, wenn für die Lästerung zu seg⸗ dich Kranke angesprochen! nen, für der Feinde Schar O wie pflegtest du zu zu beten und die Mörder eilen, das Gebetne mit- zu vertreten. zuteilen! 7. Komm, laß deine 4. Die Betrübten zu Liebe decken mreinr Sün⸗ erquicken, zu den Kleinen den Meng und Flecken. dich zu bücken, die Un⸗Du hast das Gesetz er⸗ wissenden zu lehren, die füllet und desselben Fluch Verführten zu bekehren, gestillet: laß doch wider Sünder, die sich selbst dessen Stürmen deiner verstocken, täglich liebreich Liebe Schild mich schir— zu dir locken, das war, Jesu deine Weise, täglich ö—.— ens Triebe, salbe sie mit deine Freud und Speise. 4 deiner Liebe. 5. O wie hoch stieg Johann Jakob Rambach 1693—1735, men; heilge meines Her⸗ Mll Schmüs dessen Ru erkeichet, das Reill als Menf jühret, d gehört z des Vater den so vi heiten krö begleiten: 2. Hi Luft und ungezähl Geschöpft in den Wäldern, Tod und Eigentum Renschen Menschen tig Dräu 3•Dn ches Gre dich am s wo viel Seelen Haupt Muchs Mades des Gn⸗ von dir da du Armen teures sten Tod in der 1 aller jeworden 1 zu er⸗ n Fluch 6en. hat dich mut und n, ohne , Schla⸗ nach und u, allen hegegnen, zu seg ddee Schar e Mörder aß dein ner Süh⸗ HFlecken. Hesetz et⸗ ben Fluch ch wider 1 deiner ich schi ines Her he sie mi 1693-Ls Heiligung. 321 Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. und wie du das Unrecht 338 König, dem kein hassen. . 5 König gleichet, 4. In dem Reiche dei— dessen Ruhm kein Mund ner Ehren kann man stets erreichet, dem als Gott dich loben hören von dem das Reich gebühret, der himmlischen Geschlechte, als Mensch das Zepter von der Menge deiner führet, dem das Recht gKnechte, die dort ohne gehört zum Throne als Furcht und Grauen dein des Vaters eingem Sohne, verklärtes Antlitz schauen den so viel Vollkommen⸗die dich unermüdet prei⸗ heiten krönen, zieren und sen und dir Ehr und begleiten: Dienst erweisen. 2. Himmel, Wasser, n. Luft und Erde, nebst der 5. O Monarch in dreien ungezählten Herde der dir ist niemand Geschöpfe in den Feldern, zu vergleichen dem in den Seeen, in den Ueberfluß der Schätze, an Wäldern, sind, Herr über der Ordnung der Gesetze, Tod und Leben, dir zum an Vortrefflichkeit der Ga⸗ Eigentum gegeben. Tiere, ben, welche deine Bürger Menschen, Geister scheuen, haben du beschützest deine Menschensohn, dein mäch— Freunde, du bezwingest tig Dräuen. deine Feinde. 3. In des Gnadenrei⸗ 6. Herrsche auch in ches Grenzen sieht man meinemHerzen über Zorn, dich am schönsten glänzen, Furcht, Lust und Schmer⸗ wo viel tausend treue zen, laß mich deinen Seelen dich zu ihrem Schutz genießen, laß mich Haupt erwählen, die dich im Glauben küssen, durchs Zepter deines ehren, fürchten, loben, Mundes nach dem Recht lieben und mich im Ge— des Gnadenbundes sich horsam üben, hier mit von dir regieren lassen ringen, dulden, streiten, 21 322 Heiligung. hindern und den Frieden dort mit herrschen dir zur Seiten. Johann Jakob Rambach 1693—1735. Mel. Jesu, meine Freude. 339 Allgenugsam We⸗ sen, das ich hab erlesen mir zum höchsten Gut: du vergnügst alleine völlig, innig, reine Seele, Geist und Mut. Wer dich hat, ist still und satt; wer dir kann im Geist anhangen, darf nichts mehr verlangen. 2. Wem du dich gege— mindern. 4. Was genannt mag werden droben und auf Erden, alles reicht nicht zu; einer nur kann geben Freude, Ruh und Leben, eins ist not: nur du! Hab ich dich nur wesent— lich, so mag Leib und Seel verschmachten; ich wills doch nicht achten. 5. Komm, du selig We⸗ sen, das ich mir erlesen, werd mir offenbar! Mei⸗— nen Hunger stille, meinen ben, kann im Frieden Grund erfülle mit dir leben, er hat, was er selber gar. Bleib nur will. Wer im Herzens-⸗du mein Gut und Ruh, grunde lebt mit dir im Bunde, liebet und ist still; bist du da uns innig nah, muß das Schönste bald erbleichen und das Beste weichen. 3. Höchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemü— ter, Trost in aller Pein: was Geschöpfe haben, kann den Geist nicht laben; du vergnügst allein. Was ich mehr als dich begehr, kann mein Seligsein nur bis du wirst in jenem Leben dich mir völlig geben. Gerhard Tersteegen 1697—1769. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 340. Jesu, der du bist alleine Haupt und König der Gemeine, segne mich, dein armes Glied: wollst mir neuen Einfluß geben deines Geis— tes, dir zu leben; stärke mich durch deine Güt. 2 Ach hurchdring und Seget Gliedern hier zer unter all du kenne 3. On die Deine die dich köstlich si weißt, w guicket, hab erbl ergeben 4. O dienen, mit ihne Mgesich tausend in dein sie selb Pficht. 5. Ir sie rette bald zer ihre Fü —6 v⁰ last, No sei 108 6. Iüen sie ganz in deir . Frieden int mag ö und auf ht nicht in geben Leben, hur du! wesent⸗ eib und ten; ich achten. selig Ve⸗ erlesen, ar! Mei⸗ „meinen mit dir eib nur nd Ruh, n jenem L böllg 1697—1769. ttes Segen. er du bist Haupt Hemeine, narmes ir neuen nes Geis n; stärke e Güt. Heiligung. 2. Ach dein Lebensgeist durchdringe, Gnade, Kraft und Segen bringe deinen Gliedern allzumal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kennest überall. 3. O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen, o wie köstlich sind sie mir! weißt, wie michs oft er— quicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen, ich vereinge mich mit ihnen und vor deinem Angesicht wünsch ich Zion tausend Segen: stärke sie in deinen Wegen, führ sie selbst nach deiner Pflicht. 5. In der argen Welt sie rette uud den Satan bald zertrete gänzlich unter ihre Füß: töte durch den Geist von innen Fleisches⸗ lust, Natur und Sinnen; sei nur du den Deinen süß. 6. Die in Kreuz und Jesu, wir sind dein; halt uns fest, so lang wir Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben ihre Seel Du 323 dadurch werden kleiner und von allen Schlacken reiner, lauterlich in dich gewandt. 7. Laß die Deinen noch auf Erden ganz nach deinem Herzen werden; mache deine Kinder schön, abgeschieden, klein und stille, sanft, einfältig, wie dein Wille, und wie du sie gern willst sehn. 8. Sonderlich gedenke deren, die es, Herr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll: auf dein Herz will ich sie legen, gieb du jedem solchen Segen, wie es not; du kennst sie wohl. 9. Ach besuch zu dieser Stunde ihre Herzen und im Grunde sie erfreu in dir allein; zeuch mit dei— nen Liebeszügen ihre Lust und ganz Vergnügen wesentlich in dich hinein. 10. Ach du hast uns teur erworben, da du bist am Kreuz gestorben: denke, in deine Hand; laß sie leben und in dieser Wüste 21* 32⁴4 Heiligung. schweben, laß uns nimmer-besser gehen zur Abge— mehr allein. schiedenheit. Nein, Kin— 11. Bis ich einst mit der, seid nicht bang; ver⸗ allen Frommen droben achtet tausend Welten, ihr werd zusammenkommen Locken und ihr Schelten, und von allen Flecken und geht nur euren Gang. rein da vor deinem Throne 4. Gehts der Natur stehen, uns in dir, dich entgegen, so gehts gerad in uns sehen, ewig eins und fein; die Fleisch und in dir zu sein. Sinnen pflegen, noch Gerhard Tersteegen 1697—1769. schlechte Pilger sein. Ver⸗ laßt die Kreatur und was euch sonst will binden, 341 Kommt, Kinder, laßt gar euch selbst da⸗ laßt uns gehen, hinten: es geht durchs der Abend kommt herbei, Sterben nur. es ist gefährlich, stehen in dieser Wüstenei; kommt, 3 Man muß wie Pilger stärket euren Mut, zur wandeln, frei, bloß und Ewigkeit zu wandern von wahrlich leer: viel sam⸗ einer Kraft zur andern; meln, halten, handeln es ist das Ende gut. macht unsern Gang nur 2. Es soll uns nicht schwer. Wer will, der gereuen der schmale Pil⸗ trag sich tot: wir reisen gerpfad; wir kennen ja abgeschieden, mit wenigem den Treuen, der uns ge⸗ zufrieden; wir brauchens rufen hat. Kommt, folgt, ur zur Not. und trauet dem; ein jeder. 6. Schmückt euer Herz sein Gesichte mit ganzer aufs beste, sonst weder Wendung richte fest nach Leib noch Haus; wir sind Jerusalem. hier fremde Gäste und 3. Der Ausgang, der ziehen bald hinaus. Ge⸗ geschehen, ist uns fürwahr mach bringt Ungemach; nicht leid; es soll noch ein Pilger muß sich schicken, Mel. Aus meines Herzens Grunde. sich dulder den kurze . Itt sehr eng krumm 1 Dornen undmane es ist do laß sein! wir folg und breck 8. Wi kehret, v bekannt; und hör fremden man u man u unsern die auf 9. Kb uns ge gehet m bei uns sauren! machen Sonnen und erg habens 10. laßt i gehen lins fve in dies ö Abge⸗ A, Kin⸗ ö 1g; ver⸗ lten, ihr chelten, n Gang. Natur 8 gerad isch und „ noch N. Ver⸗ ind was binden, elbst da⸗ durchs ie Pilger loß und iel sam⸗ handeln ang nur vill, der ir reisen wenigem rauchens uer Herz st weder wir sind iste und u8. Ge⸗ hschikkeh, Heiligung. sich dulden und sich bücken den kurzen Pilgertag. 7. Ist gleich der Weg sehr enge, so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge und manches Kreuze trägt: es ist doch nur ein Weg; laß sein! wir gehen weiter, wir folgen unserm Leiter und brechen durchs Geheg. 8. Wir wandeln einge— kehret, veracht't und un— bekannt; man siehet, kennt und höret uns kaum im fremden Land; und höret man uns ja, so höret man uns singen von unsern großen Dingen, die auf uns warten da. 9. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, der Vater gehet mit; er selbst will bei uns stehen bei jedem sauren Tritt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach ja, wir habens gut. 10. Kommt, Kinder, laßt uns wandern, wir gehen Hand in Hand; eins freuet sich am andern in diesem wilden Land. 32⁵ Kommt, laßt uns kindlich sein, uns auf dem Weg nicht streiten, die Engel uns begleiten als unsre Brüderlein. 41. OSollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärtre zu; man trag, man helfe allen, man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, bindet fester an; ein jeder sei der Kleinste, doch auch wohl gern der Reinste auf unsrer Liebesbahn. 12. Kommt, laßt uns munter wandern, der Weg kürzt immer ab; ein Tag der folgt dem andern, bald fällt das Fleisch ins Grab. Nur noch ein wenig Mut, nur noch ein wenig treuer, von allen Dingen freier, gewandt zum ew— gen Gut. 13. Es wird nicht lang mehr währen, halt't noch ein wenig aus; es wird nicht lang mehr währen, so kommen wir nach Haus: da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen From— men daheim zum Vater 326 Heiligung. kommen; wie wohl, wie kindlich, rein, sanft und wohl wirds thun! klein, dich in Unschuld sehe, 14. Drauf wollen wirs in dir leb und stehe. denn wagen, es ist wohl 4. Menschenfreund, Im⸗ wagenswert, und gründ— manuel, dich mit mir ver⸗ lich dem absagen, was mähle; o du sanfter Liebes⸗ aufhält und beschwert. quell, salbe Geist und Welt, du bist uns zu klein, Seele, daß mein Will sanft wir gehn durch Jesu Leiten und f till ohne Widerstreben hin in die Ewigkeiten: es dir sich mag ergeben. soll nur Jesus sein. 5. Jedermann hat seine Gerhard Tersteegen 1697—1769. Lust und sein Zeitvertrei⸗ ben; mir sei eines nur Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. (Mache dich, mein Geist, bereit.) Liebster Heiland, 34⁴2. nahe dich, meinen Grund berühre, und aus allem kräftiglich mich in dich einführe, daß ich dich inniglich mög in Liebe fassen, alles andre lassen. 2. Sammle den zer⸗ streuten Sinn, treuer Hirt der Seelen, denn wenn ich in dir nicht bin, muß mein Geist sich quälen. Kreatur ängstet nur, du allein kannst geben Ruhe, Freud und Leben. 3. Mache mich von allem frei, gründlich abgeschie— den, daß ich eingekehret sei stets in deinem Frieden, bewußt: Herr, in dir zu bleiben. Alles soll folgen wohl, wenn ich mich nur übe in dem Weg der Liebe. 6. Kreaturen, bleibet fern, und was sonst kann stören. Jesus, ich will schweigen gern und dich in mir hören: schaffe du wahre Ruh, wirke nach Gefallen; ich halt still in allem. 7. Was noch flüchtig, ammle du; was noch stolz ist, beuge; was ver⸗ wirret, bring zur Ruh; was noch hart, erweiche: daß in mir nichts hinfür lebe noch erscheine als mein Freund alleine. Gerhard Tersteegen 1697—1769. — Mal. Ach 0 3153. völlig me geben; ul geschehn. von dir u ich will u ren, ohne 2. Ha Herz get Und da! sei der meinen geben,u zu lebe Tag un 3. He zur Gab das ich halte ni und pri solltest spüren, Augenb allem d gefallen ewig 0 uft und uld sehe, Khe. und, Im⸗ ů mir ver⸗ Liebes⸗ ö ist und Vill fanft erstreben zeben. hat seine itvertrei⸗ nes nur n dir zu oll folgen mich nur der Liebe. bleibet ynst kann ich will und dich chaffe du irke nach lt still in flüchtij vas noch was ver⸗ ur Ruh, erweiche 8 hinft it eine 46 leine. 1697:100 7 Ach was soll ich Sünder machen. Mel. 343 Nun so will ich denn mein Leben völlig meinem Gott er⸗ geben; nun wohlan, es ist geschehn. Sünd, ich will von dir nicht hören; Welt, ich will mich von dir keh— ren, ohne je zurück zu sehn. 2. Hab ich sonst mein Herz geteilet, hab ich hie und da verweilet, endlich sei der Schluß gemacht, meinen Willen ganz zu geben, meinem Gott allein zu leben, ihm zu dienen Tag und Nacht. 3. Herr, ich opfre dir zur Gabe all mein Liebstes, das ich habe, schau, ich halte nichts zurück; schau und prüfe meine Nieren, solltest du was Falsches spüren, nimm es diesen Augenblick. 4. Ich scheu keine Müh und Schmerzen; gründlich und von ganzem Herzen will ich folgen deinem Zug. Kann ich stetig und in allem deinen Augen nur gefallen, ach so hab ich Heiligung. schreiben; 327 5. Eines will ich nur betrachten und nicht wissen noch drauf achten, was sonst draußen mag ge— schehn: fremd der Welt und ihren Sorgen will ich hier, in dir verborgen, Jals ein wahrer Pilger gehn. 6. Dich allein will ich erwählen; alle Kräfte meiner Seelen nimm nur ganz in deine Macht. Ja ich will mich dir ver— laß es ewig feste bleiben, was ich dir hab zugesagt. Gerhard Tersteegen 16971769. Epheser 1, 21. 22. Alles ist an Gottes Segen. Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm unter— thänig, alles legt ihm Gott zu Fuß; alle Zunge soll bekennen: Jesus sei der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muß. Mel. 34 2. Fürstentümer und Gewalten, Mächte, die die Thronwacht halten, geben ihm die Herrlich— keit; alle Herrschaft dort ewig gnug. im Himmel, hier im ir⸗ 8 2—————.‚5‚ 3...—— 2 328 Heiligung. dischen Getümmel ist zu 7. Nur in ihm, o Wun⸗ seinem Dienst bereit. dergaben! können wir 3. Gehet aus dem Erlösung haben, die Er— Strom der Zeiten in das lösung durch sein Blut. Meer der Ebwigkeiten, Hörts: das Leben ist er⸗ forscht den fernen Tiefen schienen, und ein ewiges nach: kein Geist wird in Versühnen kommt in Jesu allen Gründen je Erhab- uns zu gut. ners können finden, als 8. Jesus Christus ist der Vater von ihm sprach. der Eine, der gegrün— 4. Gott, des Weltbaus det die Gemeine, die ihn großer Meister, hat die ehrt als teures Haupt. Engel wohl als Geister Er hat sie mit Blut er— und als Flammen um kaufet, mit dem Geiste den Thron; sagt er aber sie getaufet, und sie lebet, einem Knechte: Setze dich weil sie glaubt. an meine Rechte? Nein, 9. Gebt, ihr Sünder, er sprach es zu dem Sohn. ihm die Herzen, klagt, 9. Goit ist Herr, der ihr Kranten, ihm die Herr ist einer, und dem-Schmerzen, sagt, ihr Ar— selben gleichet keiner; ein⸗ men, ihm die Not. Wun⸗ zig ist der Sohn ihm den müssen Wundenheilen, gleich. Dessen Stuhl ist Heilsöl weiß er auszu⸗ unumstößlich, dessen Leben teilen, Reichtum schenkt unauflöslich, dessen Reich er nach dem Tod. ein ewig Reich. 10. Eile, du darfst dich 6. Gleicher Macht und nicht schämen! Willst du gleicher Ehren sitzt er Gnade, du sollst nehmen; unter lichten Chören, über willst du leben, das soll allen Cherubim. An der ssein; willst du erben, du Welt und Himmel Enden wirsts sehen; soll der hat er alles in den Hän-Wunsch aufs höchste ge— den; denn der Vater gab hen: willst du Jesum, er es ihm. ist dein. 11. All Zeelen so Gutefehle hen Gott Perte Wi ren! Mö Wet dich Cvangeliu 12. drückt Chr auf kurze und das zuvor: u folgen d kann sie v und ihr empor. 10. Himmel über alle alles Wi gereinigte daß eine wo sie ih 14. J heilger ollendet du Sche trägt, u mit der Chor vo: der di shlgt! 15. J b Wun⸗ nwir die Er⸗ 1 Blut. Hist er⸗ ewiges in Jesu stus ist gegrün⸗ die ihn Haupt. lut er⸗ Geiste ie lebet, Sünder, „klagt,‚ m die ihr Ar⸗ Wun⸗ nheilen, auszu⸗ schenkt 9. ufst dich Willst du iehmen; das soll ben, du oll der hste ge esum, er Heiligung. 11. Allen losgekauften Seelen solls an keinem Gute fehlen, denn sie glau⸗ ben Gott zum Ruhm. Werte Worte, teure Leh— ren! Möcht doch alle Welt dich hören, süßes Evangelium! 12. Zwar das Kreuz drückt Christi Glieder hier auf kurze Zeit darnieder, und das Leiden geht zuvor: nur Geduld, es folgen Freuden; nichts kann sie von Jesu scheiden, und ihr Haupt zieht sie empor. 13. Ihnen Himmel offen, steht ein gereinigte Gemeine weiß, daß eine Zeit erscheine, wo sie ihren König grüßt. 14. Jauchz ihm, Menge heilger Knechte, rühmt, vollendete Gerechte, und du Schar, die Palmen trägt, und du Blutvolk mit der Krone, und du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt! 15. Ich auch auf den welcher über alles Hoffen, über alles Wünschen ist; die 3209 tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm unterthänig, ehret, liebet, lobet ihn! Philipp Friedrich Hiller 1699—1769. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 345 Herz und Herz vereint zusam⸗ men sucht in Gottes Her— zen Ruh, lasset eure Lie⸗ besflammen lodern auf den Heiland zu: er das Haupt, wir seine Glieder, er das Licht und wir der Schein, er der Meister, wir die Brüder, er ist unser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder, und erneuert euren Bund, schwöret unserm Über— winder Lieb und Treu von Herzensgrund; und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, o so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt. 3. Legt es unter euch, ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder * H -E... — 33 Heiligung. für die Brüder auch das So Leben lassen kann. hat uns der Freund ge— liebet, so vergoß er dort sein Blut; denkt doch, wie es ihn betrübet, wenn ihr euch selbst Eintrag thut. 4. Hallelujah! Welche Höhen, welche Tiefen rei— cher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat, daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meis⸗ ter, uns so fühlbar nahe bist. 5. Ach, du holder Freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie es so herzlich meine, wie's dein letzter Wille war. Ja verbinde in der Wahr— heit, die du selbst im Wesen bist, alles, was von deiner Klarheit in der That erleuchtet ist. 6. So wird dein Gebet erfüllet, daß der Vater alle die, welche du in dich verhüllet, auch in seine Liebe zieh, und daß, wie du eins mit ihnen, üben soll, doch Geister lebensvoll. Zünde also sie auch eines sein, sich in wahrer Liebe die— nen und einander gern erfreun. 7. Liebe, hast du es geboten, daß man Liebe o so mache die toren, trägen an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von einem Stamme, stehen auch für einen Mann. 8. Laß uns so verei⸗ nigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes Glied mehr ist; und allein von dei— nem Brennen nehme un⸗ ser Licht den Schein: also wird die Welt er⸗ kennen, daß wir deine Jünger sein. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. Mel. Seelenbräutigam. 346 Jesu, geh voran Dauf der Lebens-⸗ bahn, und wir wollen nicht verweilen, dir ge— treulich nachzueilen; führ —= ———— — *—— — — — ⁴H 72— —— 5 D= — 2— —— S/— Schmerz Herz, kün fremdes L Nesu, lebe du uns d gieb uns Pflege; t Lauf deit Mkolaus! Mel. Mei 0 347. Uebe, d nem Gn deines Triebe r 0 Gottes ichs dei es sein, ebe die⸗ rgern du es n Liebe mache trägen Zünde flamme, n kann: einem auch für 0 verei⸗ du mit is schon den kein mehr bon dei— me un⸗ Schein. Lelt er— ir deine Zinzendo 0—1760. igam. h vorah Lebens wollen dir ge⸗ en; fiht Heiligung. uns an der Hand bis ins Vaterland. 2. Solls uns hart er⸗ gehn, laß uns feste stehn und auch in den schwer— sten Tagen niemals über Lasten klagen; denn durch Trübsal hier geht der Weg zu dir. 3 Rihret eigner Schmerz irgend unser Herz, kümmert uns ein fremdes Leiden, o so gieb Geduld zu beiden; richte unsern Sinn auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, gieb uns auch die nötge 331 zen, daß du mich von dem Fluch befreit und mir die ewge Seligkeit erworben hast durch To— desschmerzen? 2. Das hab ich an mir wahrgenommen, zu dei— ner Stunde ists geschehn, da bin ich meinem Feind entkommen, da hab ich in dein Licht gesehn, da wurde köstliches Geschmei— de, das Kleid des Heils, mir zugewandt, mir mit⸗ geteilt der Kindschaft Pfand, des Geistes selge Ruh und Freude. 3. Doch wär es, daß mein Herz noch hinge mit einem Faden an der Welt, Pflege; thu uns nach dem Lauf deine Thüre auf. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. Mel. Mein Jesu, dem die Sera⸗ phinen. 347 Wie dank ichs, Heiland, deiner Liebe, daß du von dei— nem Gnadenthron durch deines heilgen Geistes Triebe mich hast erneut, o Gottessohn? Wie dank ichs deinem treuen Her⸗ auf etwas seine Sehnsucht ginge, was dir, mein Hei— land, nicht gefällt: ach wäre dies, mein liebstes Leben, so bitt ich, zeige du Gewalt, zerreiße diesen Faden bald; mein Wille sei dir übergeben. 4. Mein ganzes Herz sei dir gegeben, zu deiner Wohnung nimm es hin, und hauch ihm ein dein selig Leben, dein Geist regier allein darin. Die 332 Heiligung. Liebe, die dich ehmals tiefste Weisheit, größte nieder in dieses Erden⸗ wesen zog und Mensch zu werden dich bewog, die zieh auch jetzt zu mir dich wieder. 5. Zerbrich, vertilge, ja zermalme, was deinem Willen nicht gefällt. Ob mich die Welt an einem Halme, ob sie mich an der Kette hält, das gilt ja gleich in deinen Augen, da nur ein ganz befreiter Geist, der alles Eitle von sich weist, und nur die lautre Liebe taugen. 6. Ja Amen, hier sind Herz und Hände, aufs neue seis dir zugesagt: ich will dich lieben ohne Ende, mein Alles werde dran gewagt. Du giebst mir einen neuen Namen, der gilt in deiner Treuen Zahl und gilt in deinem Ehrensaal, wohin die UÜberwinder kamen. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. 3 48 Heilge Einfalt, Kraft, schönste Zierde, Liebeszunder, Werk, das Gott alleine schafft! 2. Alle Freiheit geht in Banden, aller Reichtum ist nur Wind, alle Schön⸗ heit wird zu Schanden, wenn wir ohne Einfalt sind. 3. Wenn wir in der Einfalt stehen, ist es in der Seele licht; aber wenn wir doppelt sehen, so ver⸗ geht uns das Gesicht. 4. Einfalt denkt nur auf das Eine, in dem alles andre steht; Einfalt hängt sich ganz alleine an den ewigen Magnet. 5. Wer nur hat, was Jesus giebet, wer nur lebt aus seiner Füll, wer nur will, was ihm be— liebet, wer nur kann, was Jesus will; 6. Wer ihn so mit In⸗ brunst liebet, daß er sei⸗ ner selbst vergißt; wer sich nur um ihn betrübet und in ihm nur fröhlich ist; 7. Wer allein auf Je⸗ sum trauet, wer in Jesu Gnadenwunder, alles findt: der ist auf den Felserbaue Gnodenkind Wugust G Ml. Ver nur u 310.5 noch imme der Seit? schwer, das was euch Ruf anbeu offnen Mt brechet du Bahn. 2. Bede Kaiserkron tum, Ehr Welt, wo will ewii euer Kams hält: Gott die Ewigkt Ruh, voll 3. Dru Heteiltes krönet keit wer Jesu Ageben, selber Mü und träget Lohn hier de Höll! größte Zierde erk, das ͤst! geht in leichtum Schön⸗ chanden, Einfab in der t es in er wenn „so ver⸗ esicht. net nun hem alles alt häng an den hat, waß ver um rüll, wer ihm be⸗ ann, was mit In 6 er sei wer sil übet und hlich 0 auf V in Heil t auf deil Heiligung. Fels erbauet und ein selges Gnadenkind. August Gottlieb Spangenberg 17⁰0⁴4—1792. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 349 Was hinket ihr, betrogne Seelen, noch immer hin auf bei— der Seit? Fällts euch zu schwer, das zu erwählen, was euch des Himmels Ruf anbeut? O sehts mit offnen Augen an und brechet durch auf schmaler Bahn. 2. Bedenkt, es sind nicht Kaiserkronen, nicht Reich— tum, Ehr und Lust der Welt, womit euch Gott will ewig lohnen, wenn euer Kampf den Sieg er— hält: Gott selbst ists und die Ewigkeit voll Lust und Ruh, voll Seligkeit. 3. Drum gilt hier kein geteiltes Leben, Gott krönet kein geteiltes Herz: wer Jesu sich nicht ganz ergeben, der macht sich selber Müh und Schmerz und träget zum verdienten Lohn hier Qual und dort die Höll davon. 333 4. Wer aber mit Gebet und Ringen auf ewig allem Abschied giebt und den Monarchen aller Dinge von Herzen und alleine liebt, der wird der Krone wert geschätzt und auf des Königs Stuhl gesetzt. 5. Zerreißet die gelegten Schlingen, die euch in die— sem schönen Lauf verhin— dern und zum Säumen bringen, und rafft euch heut von neuem auf: auf, auf, verlaßt die falsche Ruh; auf, auf, es geht dem Himmel zu! 6. Auf, auf! Ist dieser Weg schon enge, voll Dor— nen und voll rauher Stein, bringt euch die Welt oft ins Gedränge, stellt Satan sich geharnischt ein, erhebet sich sein ganzes Reich: Immanuel ist auch bei euch. 7. Gott fordert nichts, geliebte Seelen, als daß ihr euch nur zu ihm halt't und ohne heuchlerisch Ver— hehlen vor ihm die schwa— chen Hände faltt. Er streit't für euch, er macht 334 Heiligung. die Bahn trotz dem, der steht dann unser König euch besiegen kann. da; der führt uns ein 8. Die Allmacht stehet zur stillen Ruh und teilet euch zur Seiten, die Weis⸗ heit hält bei euch die Wach, die Gottheit selber will euch leiten; folgt nur mit treuen Schritten nach. Wie manchen hat nicht diese Hand schon durch⸗ geführt ins Vaterland! 9. Nur spart es nicht auf andre Zeiten; es ist schon jetzt so viel versäumt. dem heilgen Ole; Jesu Geist ergieße sich dir in Herz und Seele. Laß den Mund alle Stund vom uns das Kleinod zu. Leopold Franz Friedrich Lehr 1709—1744. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. (Mache dich, mein Geist, bereit.) Betgemeinde, 358 350. heilge dich mit Ihr mehrt euch selbst die Gebet und Flehen heilig Schwierigkeiten, wenn ihr übergehen. das süße Heut verträumt. Eilt, eilet, denn die Gna⸗ denzeit rennt zügellos zur Ewigkeit. 10. Laßt euch das Fleisch nicht träge machen, verfluchet seine Zärtlich— keit: ihr gebt euch ja um eitle Sachen in tausend Müh und Fährlichkeit. Wie, daß ihr um das höchste Gut so faul, ver— zagt und sorglos thut? 11. Eilt, faßt einander bei den Händen; seht, wie ist unser Ziel so nah! Wie bald wird unser Da Gebet Kampf sich enden! 2. Heilige den heilgen Brand, deines Geists Ver⸗ langen, dem, ders Blut an dich gewandt, heilig anzuhangen: heilger Rauch sei es auch, der zu Gott aufgehet, wenn dein Herze flehet. 3. Das Gebet der from⸗ men Schar, was sie fleht und bittet, das wird auf dem Rauchaltar vor Gott ausgeschüttet, und da ist Jesus Christ Priester und Versühner aller seiner Diener. 4. Kann ein einiges einer gläubgen Ceelen, zen Gotte Zwecks nie wirds thur alle vor 1 zusammen 5. Wen dort und! den Kleine schen mit vereinen, Gebet ar allen: wie schallen! ˖ 6. Ol Macht vi Beten! nichts vl Freud als für Schrit wie zum! de, so Feinde. 7.—0 Hauf beté heilge Hä hailget en Ulget das Gott sich daß es d 5. Bet. Zeit voll daß man lichkeit Könii ins ein d teilet zu. edrich Leht 9—1744. einem Zorn st, beveit) emeinde dich mit e; Jesl dir in Laß den nd vom en heilig heilger eists Ver ers Blul t, heili ger Rauc zu Got ein Herz der from Hsie fleh wird al vor Gob nd da ij iester u 1 seinll 1 einigl gläubgu Heiligung. Seelen, wenns zum Her⸗ zen Gottes geht, seines Zwecks nicht fehlen: was wirds thun, wenn sie nun alle vor ihn treten und zusmmmen beten? 5. Wenn die Heilgen dort und hier, Große mit den Kleinen, Engel, Men— schen mit Begier alle sich vereinen, und es geht ein Gebet aus von ihnen allen: wie muß das er— schallen! 6. O der unerkannten Macht von der Heilgen Ohne das wird Beten! nichts vollbracht so in Freud als Nöten. Schritt für Schritt wirkt es mit, wie zum Sieg der Freun— de, so zum End der Feinde. 7. O so betet all zu Hauf, betet immer wieder; heilge Hände hebet auf, heilget eure Glieder. Hei— liget das Gebet, das zu Gott sich schwinget; betet, daß es dringet. 8. Betet, daß die letzte 335 stimmet ein insgemein mit der Engel Sehnen nach dem Tag, dem schönen. Christoph Karl Ludwig von Pfeil 1712—1784. Mel. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan. 351 Dich, Jesum, laß Dich ewig nicht, dir bleibt mein Herz er— geben. Du kennst dies Herz, das redlich spricht: Nur einem will ich leben. Du, Herr, allein, du sollst es sein, du sollst mein Trost auf Erden, mein Glück im Himmel werden. 2. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, ich halte dich im Glauben; nichts kann mir meine Zuver— sicht und deine Gnade rauben. Der Glaubens⸗ bund hat festen Grund: die deiner sich nicht schä— men, die kann dir nie— mand nehmen. 3. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht: aus gött— lichem Erbarmen gingst Zeit vollends übergehe, du für Sünder ins Ge— daß man Christi Herr⸗ lichkeit offenbaret sehe; richt und büßtest für mich Armen; aus Dankbarkeit 336 Heiligung. will ich erfreut um deines Leidens willen die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; du stärkest mich von oben. Zu dir steht meine Zuversicht, wenn meine Feinde toben: ich flieh zu dir, du eilst zu mir; wenn mich die Feinde hassen, wirst du mich nicht verlassen. 5. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; das Kreuz soll uns nicht scheiden. Es bleibet jedes Gliedes Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. 352 Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken gehen, du krönst uns mit Barm⸗ herzigkeit und eilst, uns beizustehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, vernimm mein Flehn, merk auf mein Wort; denn ich will vor dir beten. 2. Ich bitte nicht um Überfluß und Schätze dieser Erden; laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gieb Pflicht, mit seinem Haupt mir nur Weisheit und Doch all mein Verstand, dich, Gott, und Leid währt kurze Zeit, den, den du gesandt, und bald ist es überstanden, und Ruh ist dann vor⸗ handen. 6. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, nie soll mein Glaube und wenn des Leibes Hütte bricht, sterb ich mit dem Gedanken: mein Freund ist mein, und ich bin sein; er ist mein Schutz, mein Tröster, und ich bin sein Erlöster. Ehrenfried Liebich 1713—1780. wanken; mich selbst zu erkennen. 5. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren; des gurten Namens Eigentum laß mich nur nicht ver— lieren. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angesicht und frommer Freunde Liebe. 2. ⁰ bitt ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben: im Glülle in Not, mir geben Hand steh laß du mi herzigkeit! finden. Christia Mel. Nun bi — V* 2 30. sein bringt ins Herz! Gnadenar o selig, Seele do und dank 2. Wirf liches Ang und Gnad nicht, abe kanns se au kannf gnug offe esehn. 3. Oeh bei Tag genies hedacht; Ende von nd Leib: meine Lust ine Güte weit, so gehen, Barm⸗ ilst, uns I, meine , mein nmein uf mein will vor nicht um ätze dieser „so viel ich deiner Gieb heit und Hott, und mndt, und erkennen licht um „so sehr ren; des Ligentun licht ver⸗ wahrer e Pflicht deinem frommer ich dich jott, auch Leben: Heiligung. im Glücke Demut, Mut in Not, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit, laß du mich nur Barm— herzigkeit vor dir im Tode finden. Christian Fürchtegott Gellert 17¹⁵5—1769. Mel. Nun bitten wir den heiligen Geist. 2 Ach mein Herr 353. Jesu, dein Nahe⸗ sein bringt großen Frieden ins Herz hinein, und dein Gnadenanblick macht uns so selig, daß Leib und Seele darüber fröhlich und dankbar wird. 2. Wir sehn dein freund⸗ liches Angesicht voll Huld und Gnade wohl leiblich nicht, aber unsre Seele kanns schon gewahren: du kannst dich fühlbar gnug offenbaren auch un⸗ gesehn. 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht dein zu genießen recht wär bedacht; der hätt ohn Ende von Glück zu sagen, und Leib und Seele müßt 337 immer fragen: Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täg⸗ lich reichlich die Schuld verzeihn, heilen, stillen, trösten, erfreun und seg— nen und unsrer Seele als Freund begegnen ist deine Lust. 5. Ach gieb an deinem kostbaren Heil uns alle Tage vollkommnen Teil und laß unsre Seele sich immer schicken, aus Not und Liebe nach dir zu blicken ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir wei— nen, so tröst uns bald mit deiner blutigen Tods-— gestalt; ja die laß uns immer vor Augen schwe— ben und dein wahrhaf— tiges In-uns⸗leben zu sehen sein. 7. Ein herzlich Wesen und Kindlichkeit sei unsre Zierde zu aller Zeit, und die Blutbesprengung aus deinen Wunden erhalt uns solche zu allen Stun⸗ den bei Freud und Leid. 8. So werden wir bis in Himmel'ein mit dir 22 338 vergnügt wie die Kind— lein sein. Muß man gleich die Wangen noch manchmal netzen: wenn sich das Herz nur an dir stets letzen und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrabne Hand, die so viel Treue an uns gewandt, daß wir beim Drandenken beschämt da— stehen, und unser Auge muß übergehen vor Lob und Dank. Christian Gregor 1723-1801. Mel. Lobe den Herren, den mäch— tigen König der Ehren. Alles ist euer! 354. O Worte des ewigen Lebens! Fühle sie, gläubige Seele, voll heiligen Bebens. Alles ist dein! Irdischgesinnten allein tönen die Worte vergebens. 2. Göttliche Würde, entzückende Hoheit des Christen! Wallt er gleich dürftig und einsam in traurigen Wüsten, findet er gleich Thoren geachtet und reich: nie kann nach Eitlem ihn lüsten. Heiligung. 3. Immer das Auge gerichtet nach heiligen Hö— hen, sieht er die Güter der Thoren im Sturme verwehen. Wohl ihm, er faßt statt der vergängli— chen Last Güter, die nim⸗ mer vergehen. 4. Alles, was Freude gewähret im irdischen Le— ben, alles, wovor noch die Kinder der Welt hier erbeben, Leben und Tod ist euch auf Gottes Gebot unter die Füße gegeben. 5. Alles ist euer! O Christen, vom Himmel hernieder schauet der Mitt— ler auf seine erlöseten Glieder; höret, er spricht: Fürchte, du Häuflein, dich nicht; alles ist euer, ihr Brüder! 6. Seid ihr auch elend, verlassen, verfolgt und gefangen, fließen euch Zäh— ren des Grams von er— bleichenden Wangen, dro— ben im Licht, freut euch, da fließen sie nicht, dort ist das Alte vergangen. 7. Die ihr mit Christo einst herrschet, singt Lie— der der Feier; freut euch di Hohei errungen erwarb, a gatha star alls ist e Chritian Frie Mel. Jesu, Alle Mens⸗ —— 350. mich de zu freun mit Ve Knechte nie mit prangen, nie zu! Weisheit hocherhal dir. mich n freundlie aller De Khrer, lehre mit gend seh 9. G. und Sti 8 Auge igen Hö⸗ e Güter Sturme ihm, er ergängliͤ die nim⸗ Freude schen Le— or noch Lelt hier und Tod es Gebot gegeben. uer! O Himmel der Mitt erlöseten spricht: flein, dich euer, iht ich elend Igt md euch Zäh von er⸗ gen, dro eut euch icht, dott gangen. Christ ingt H⸗ reut euch der Hoheit, die Christus errungen so teuer, die er erwarb, als er auf Gol— gatha starb. Amen, ja, alles ist euer! Christian Friedrich Daniel Schubart 1739—1791. Mel. (Alle Menschen müssen sterben.) Gern in 355. mich zu fürr mich der Stille still zu freun, ohne Worte, mit Vergnügen aller Knechte Knecht zu sein, nie mit Gaben stolz zu prangen, nie zu verlangen: Weisheit fleh ich mir, hocherhabner Gott, von dir. 2. Unbekannte Wege wandeln, Wege, die dein Aug nur kennt, stille dul— den, schweigend handeln, wo kein Menschenmund mich nennt: das, du freundlicher Se aller Ade Quell und Lehrer, Jesus Christus, lehre mich, still und schwei⸗ gend sehn auf dich. 3. Gott der Niedrigen und Stillen, die so gern alles Gott, ich falle demutsvoll Menschenruhm diese Heiligung. 339 im Schatten ruhn, streng und fromm nach deinem Willen einsam leiden oder thun, laß, o Vater, mich nicht klagen, sollt ich schwere Lasten tragen, schweigend lieber in mich Jesu, meines Lebens Leben. gehn, d demutsvoll auf dich nur sehn. 4. Gott, du bist mein zu Fuße dir. Du er⸗ quickst, Heamadiast alle, schenkest Gnad und Ruh auch mir, unterstützest mein Bestreben, immer stiller dir zu leben, mei⸗ ner Ohnmacht nie zu traun, fester stets auf dich zu baun. Johann Kaspar Lavater 1741—1801. Himmelan, nur 356. himmelan soll der Wandel gehn. Was die Frommen wünschen, kann dort erst ganz ge— schehn; auf Erden nicht. Freude wechselt hier mit Leid: richt hinauf zur Herrlich keit: dein Ange⸗ sicht.: 7 2. Himmelan schwing deinen Geist jeden Mor— 22⁷ 340⁰ Heiligung. gen auf. Kurz, ach kurz Leiden führt„ die Him⸗ ist, wie du weißt, unser melsbahn.) Pilgerlauf. Fleh täglich 6. Himmelan ging Jesus neu: Gott, der mich zum Christ mitten durch die Himmel schuf, präg ins Schmach. Folg, weil du Herz mir den Beruf, sein Jünger bist, seinem „1 mach mich getreu.„Vorbild nach. Er litt 3. Himmelan hat er und schwieg; halt dich dein Ziel selbst hinaufge⸗est an Gott, wie er; stellt: sorg nicht mutlos, statt zu klagen, bete mehr; nicht zu viel um den erkämpf den Sieg. Tand der Welt; flieh die nene führt sen Sinn! Nur was du eme Hand durch die dem Himmel lebst, dir Wüste dich, ziehet dich von Schätzen dort erstrebst, im Prüfungsstand näher „ das ist Gewinn. 5½ hin zu sich im Himmels⸗ 4. Himmelan erheb rce 1013 9—5 ast dich gleich, wenn Wsuetranten gehts 25. zum Kummer drückt, weil dein Himmel hin. 9 Vater, treu und reich, 8 Himmelan führt dich stündlich auf dich blickt. zuletzt' selbst die Todes⸗ Was quält dich so? Dro-nacht. Seis“ daß sie ben in dem Land des dir sterbend jetzt kurze Lichts wei 6* Eunden zichr d ise eer e en himmlisch sroh. 12—— L 1— 4 Nacht wirds ewig hell; 5. Himmelan wallt nach dem Tod erblickst du neben dir alles Volk des schnell„ des Vaters Herrn, trägt im Himmels⸗Haus. vorschmackhier seine Lasten 9. Hallelujah! Himmel⸗ gern. O schließ dich an! an steig dein Dank schon Kämpfe drauf, wie sichs hier. Einst wirst du mit gebührt; denke, auch durch Scharen nahn, und Gott naht zu Aler Jam alles prei neu u 10. H auch du, siehst, m Throne dir zu Gelobt Jol Mel. Je 35⁷. der uns leitet. betrat 1 Jesu str den Lau nicht kra 2. U der Lohr Tod Ge Lust der ihrem 8 weihen; Amberrüt geskrone 9. De bluten seinem Er litt at dich wie er: te mehr; m- nels Walh mit ihm ½ zum ührt dich Todes⸗ daß sie t kurze hatt Auf die ig hell, llickst da Vaters himmel k schon du mit 1d Golt Heiligung. naht zu dir Aller Jammer ist vorbei, alles preist verklärt und neu, in Ewigkeit. 10. Hallelujah singst auch du, wenn du Jesum siehst, unter Jubel ein zur Ruh in den Himmel ziehst. Gelobt sei er! Der vom Kreuz zum Throne stieg, hilft auch dir zu deinem Sieg. Gelobt sei er! Johann Gottfried Schöner 1749—1818. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 357 Steil und dor— nig ist der Pfad, der uns zur Vollendung leitet. Selig ist, wer ihn betrat und im Namen Jesu streitet; selig, wer den Lauf vollbringt und nicht kraftlos niedersinkt! 2 Überschwenglich ist der Lohn der bis in den Tod Getreuen, die, der Lust der Welt entflohn, ihrem Heiland ganz sich weihen; deren Hoffnung unverrückt nach der Sie— geskrone blickt. 3. Den am Kreuz wir bluten sehn, der hat uns 34⁴¹ rrnngen und zu seines Himmels Höhn sich vom Staub empor⸗ geschwungen. Sieger in des Todes Nacht, sprach er selbst: Es ist vollbracht! 4. Zeuch, o Herr, uns hin zu dir, zeuch uns nach, die Schar der Strei— ter! Sturm und Nacht umfängt uns hier; droben ist es still und heiter. Jenseits, hinter Grab und Tod, strahlt des Lebens Morgenrot. 5. Auf denn, Streit⸗ genossen, geht mutig durch die kurze Wüste; seht auf Jesum, wacht und fleht, daß Gott selbst zum Kampf euch rüste. Der in Schwa— chen mächtig ist, giebt uns Sieg durch Jesum Christ. Samuel Gottlieb Bürde 1753—1831. Mel. 358. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. Was wär ich ohne dich ge— wesen? Was würd ich ohne dich, Herr, sein? Zu Furcht und Angsten auserlesen, ständ ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt ich sicher, was ich — — Heiligung. liebte, die Zukunft wär bleib ich sein demutsvolles ein dunkler Schlund, und Kind, gewiß, ihn unter wenn mein Herz sich Han zu haben, wenn zwei betrübte, wem thät ich meine Sorgen kund? auch nur versammelt sind. 5. O geht hinaus auf 2. Einsam verzehrt von allen Wegen und holt die heißem Sehnen, erschien mir nächtlich jeder Tag; ich folgte nur mit heißen Thränen dem weiten Lauf des Lebens nach; ich fände Unruh im Getümmel und hoffnungslosen Gram zu Haus. Wer hielte ohne Freund im Himmel, wer hielte da auf Erden aus? 3. Hat Christus sich mir kund gegeben, und bin ich seiner erst gewiß, o dann verzehrt ein lichtes Leben die bodenlose Finsternis. Nun schau ich erst des Christen Würde, mein Schicksal wird verklärt durch ihn, und leichter trag ich jede Bürde, seh in der Wüste Rosen blühn. 4. Das Leben wird zur Liebesstunde, die neue Welt spricht Lieb und Lust, und Balsam träuft in jede Wunde, und frei und voll klopft jede Brust. Für alle seine tausend Gaben Irrenden herein, streckt jedem eure Hand entgegen und ladet froh sie zu uns ein. Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glau⸗ ben schauen wir ihn an; die eines Glaubens mit uns werden, auch denen ist er aufgethan. 6. Ein alter schwerer Druck der Sünde war fest auf unser Herz gebannt; wir irrten in der Nacht wie Blinde, von Reu und Lust zugleich entbrannt. Ein jedes Werk schien uns Verbrechen, der Mensch nur Gottes Feind zu sein, und schien der Himmel uns zu sprechen, so sprach er nur von Tod und Pein. 7. Das Herz, des Le— bens reiche Quelle, gab sich der Angst der Sünde hin, und wards in un⸗ serm Geiste helle, so war nur Unruh der Gewinn. Der Sinne Lust hielt an der Erde Hefangnen vor des Schwerte Hoffnung 8. Dak ein Befreie sohn, voll und hat Feuer in angefacht. erst den H unser al wir konn ben, hof uns mit 9. Sei die Not fröhlich Schritt; gab dem diesen Gl ihn gehei vorüber licht, un Lust er wir den 10. N derbarer lige Geli von sein und sein wir. E it uns itsvolles u unter nn zwei nelt sind. laus auf holt die „ streckt entgegen e zu uns el ist bei im Glau⸗ ihn an; ens mit ch denen schwerer war fest gebannt; jer Nacht Reu und ntbrannt chien un Mensch d zu sein, Himmal so sprach und Pein des K⸗ ell, 9lb er Sund in M⸗ „so wal Gewinn. hielt a der Erde die bebenden Gefangnen fest; Furcht vor des Totenrichters n Schwerte verschlang der Hoffnung Überrest. 8. Da kam ein Heiland, ein Befreier, ein Menschen— sohn, voll Lieb und Macht, und hat ein allbelebend Feuer in unsern Herzen angefacht. Nun sahn wir erst den Himmel offen als unser altes Vaterland, wir konnten glauben, lie— ben, hoffen und fühlten uns mit Gott verwandt. 9. Seitdem verschwand die Not der Sünde, und fröhlich wurde jeder Schritt; der Eltern Liebe gab dem Kinde ins Leben diesen Glauben mit; durch ihn geheiligt zog das Leben vorüber wie im Morgen— licht, und ewger Lieb und Lust ergeben, bemerken wir den Abschied nicht. 10. Noch steht in wun— derbarem Glanze der hei— lige Geliebte hier; gerührt von seinem Dornenkranze und seiner Treue, weinen wir. Ein jeder Mensch ist uns willkommen, der Heiligung. 343 seine Hand mit uns er— greift, in seinen Bund mit aufgenommen zur Frucht des Paradieses reift. Georg Friedrich Philipp von Harden⸗ berg(Novalis) 1772-1801. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. 359. Wenn alle untreu werden, so bleib ich dir doch treu, daß Dankbarkeit auf Erden nicht ausgestorben sei. Für mich umfing dich Lei— den, vergingst für mich in Schmerz; drum geb ich dir mit Freuden auf ewig dieses Herz. 2. Oft muß ich bitter weinen, daß du gestorben bist, und mancher von den Deinen dich lebens— lang vergißt. Von Liebe nur durchdrungen, hast du so viel gethan; und doch bist du verklungen, und keiner denkt daran. 3. Du stehst voll treuer Liebe noch immer jedem bei, und wenn dir keiner bliebe, so bleibst du den— noch treu. Die treuste Liebe sieget, am Ende 3⁴44 fühlt man sie, weint bit— terlich und schmieget sich kindlich an dein Knie. 4. Ich habe dich em— pfunden; o lasse nicht von mir! Laß innig mich verbunden auf ewig sein mit dir! Einst schauen meine Brüder auch wieder himmelwärts und sinken liebend nieder und fallen dir ans Herz. Georg Friedrich Philipp von Harden— berg(Novalis) 1772—-1801. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich singen. 360 Du bist mir nah mit deiner Gna— de, vergiebst in deinem Sohn mir alle Schuld, du leitest mich des Lebens Pfade, giebst tausend Pro— ben deiner Vaterhuld. Ich schmeck und sehe deine Freundlichkeit: du trugst und trägst mich mit Barm—⸗ herzigkeit. 2. Du bist mir nah mit Vatertreue, du läßt mich nicht, der Vater nicht sein Kind; du hältst den Bund, wie oft aufs neue des Kindes Schwüre schon gebrochen sind. Gieb du Heiligung. mir, Vater, treuen Kindes⸗ sinn, nimm Wankelmut und Leichtsinn von mir hin. 3. Du bist mir nah mit deinem Lichte, er— leuchtest mir die dunkle Pilgerbahn: vor deinem Strahlenangesichte ver— schwinden Irrtum, Fin— sternis und Wahn. So lang ich leb, erleuchte mich dein Licht: von ihm geleitet, irr ich ewig nicht. 4. Du bist mir nah mit Kraft und Stärke, so oft ich bete, hilfst du mir im Streit; durch dich nur üb ich gute Werke, von Ohnmacht und Verzagtheit ganz be— freit. Du wohnst, du wirkst in mir, Allmäch⸗— tiger; du giebst mir Mut ins Herz, Allliebender. 5. Du bist mit deinem Trost mir nahe, denn meine Thränen hast du, Gott, gezäͤhlt; dein liebend Vaterauge sahe mich gnä— dig an, so oft dein Kind gefehlt; wie oft auch Not und Kummer mich ge— duict, du nit vichen 6. Du nit deine mir und 0 viel K ich nie vot so hätt ie gen jeder bin ich a Ziel noch ich mehrd nes Herr 7. Du mit dein fühls, du mich him eil ich gegen:nil denn hii Herz; o deiner L mach es Weltlust * 0. tiefem E deslieb Mrtraur dich, m lchnen, aunges Va, wol Freuden uKindes⸗ unkelmut bon mir mir nah chte, er⸗ e dunkle deinem 6 ver⸗ m, Fin⸗ hn. So erleuchte von ihm vig nicht. mir nah Stärke, hilfst du durch ich gute Ohnmacht ganz be⸗ hnst, du Allmäch⸗ mir Mut hender. deinem denh ast du, in liebend nich gnů⸗ en Kind auch Mi nich ge⸗ drückt, du hast mich stets mit reichem Trost erquickt. 6. Du bist mir nah mit deinem Frieden, in mir und außer mir ist so viel Krieg; ach wär ich nie von dir geschieden, so hätt ich längst errun— gen jeden Sieg. Doch bin ich auch von meinem Ziel noch fern, stets kost ich mehr den Frieden mei⸗ nes Herrn. 7. Du bist mir nah mit deinem Segen, ich fühls, du ziehst mit Macht mich himmelwärts; drum eil ich kindlich dir ent— gegen: nimm, Vater, nimm denn hin mein ganzes Herz; o laß es ruhn in deiner Liebe Schoß und mach es ganz von aller Weltlust los. d: Dih nahe dir mit. tiefem Sehnen, mit Kin— deslieb und freudigem Vertraun. Ich will auf dich, mein Stab, mich lehnen, laß bald dein Va⸗ ö erangissch mich schaun. Ja, wohn in mir: ein Freudenhimmel ist, wo Heiligung. 3⁴⁵ du, mein Gott, der Seele nahe bist. Karl August Döring 1783—1844. Joh. 14, 6. Mel. Valet will ich dir geben. 361 Aus irdischem Ge— tümmel, wo nichts das Herz erquickt, wer zeigt den Weg zum Him— mel, wohin die Hoffnung blickt? Wer leitet unser Streben, wenn es das Ziel vergißt? Wer führt durch Tod zum Leben? Der Weg heißt Jesus Christ. 2. Hier irren wir und fehlen, gehüllt in tiefe Nacht: durch wen wird unsern Seelen ein wah— res Licht gebracht? Von oben kommt die Klarheit, die alles uns erhellt; denn Christus ist die Wahrheit, er ist das Licht der Welt. 3. Wer giebt uns hier schon Freuden, die nie— mand rauben kann? Wer zeiget uns im Leiden den Himmelaufgethan? Wenn vor dem Tod wir beben, wer giebt dem Herzen Ruh? Heil! Christus ist 346 Vertrauen das Leben, führt uns dem Er Vater zu. Christoph Karl Julius Asschenfeldt 1792—1856. Mel. Wie schön leuchtet der Morgen⸗— stern. 362 Uns, die Gebund— znen, zu befrein, der Unheilbaren Heil zu sein, ist er herab gekom— men. All unsre Schuld und Not und Qual hat er aus Lieb und freier Wahl von uns auf sich genommen. Müden Frie— den und Elenden Heil zu senden, stieg er nieder, brachte das Verlorne wieder. 2. Der einst im Fleisch auf Erden war, ist auch noch heute unsichtbar all— waltend hier zugegen. auf Gott. nimmt sich unsrer Schwachheit an; wenn wir den steilen Pfad hinan zu klimmen nicht vermögen, trägt er, pflegt er, die erliegen, giebt zum Siegen Mut und Stärke, Geist, zu wirken Gottes Werke. 3. Zu Gottes Ruhm hat ers vollbracht. Wo ist, v Tod, nun deine Macht? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Wie weit uns auch der Sturm verschlägt, ans heimatliche Ufer trägt uns doch die letzte Welle. Fröhlich, selig auch im Leiden sind wir, scheiden voll Vertrauen, ihn dort, wie er ist, zu schauen. 1834⁴ 4. Vertrauen auf Gott. (Hingabe in seinen Willen. Was mein Gott will, das gscheh 36 allzeit, sein Will der ist Trost im Kreuz.) und züchtiget mit Maßen. Wer Gott vertraut, fest auf ihn baut, den will der beste, zu helfen den'n er nicht verlassen. er ist bereit, die an ihn glauben feste: er hilft aus Not, der fromme Gott, 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, mein Hoffnung und mein Le— 3. Dru von diese in Gottes nem Got gefällt, K ten still Seel ich meiner Du from Höll un mir über 4. N will ich wirst mit wenn m anficht, nicht ver und weh Herr, z Namen. chrt, de drauf s Amen. unsrer wenn Pfad n nicht pflegt ebt zum Stärke, Gottes Ruhm t. Wo 1 deine in Sieg, Heit uns schlägt, fer trägt e Welle. luch im scheiden hn dort, auen. 180 reuz) Maßen. mt, fes en wil Vertrauen ben; was mein Gott will, daß mir geschicht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar er selber hat gezählet; er hüt't und wacht, stets für uns tracht't, auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Drum will ich gern von dieser Welt hinfahrn in Gottes Willen zu mei— nem Gott; wanns ihm gefällt, will ich ihm hal— ten stille. Mein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Stunden. Du frommer Gott, Sünd, Höll und Tod hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, du wirst mirs nicht versagen: wenn mich der böse Feind anficht, laß mich, Herr, nicht verzagen. Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein Herr, zu Ehren deinem Namen. Wer das be⸗ gehrt, dem wirds gewährt; drauf sprech ich fröhlich Amen. 1554. auf Gott. 347 Psalm 31. 364. In dich hab ich gehoffet, Herr; hilf, daß ich nicht zu Schanden werd noch ewig— lich zu Spotte. Das bitt ich dich, erhalte mich in dir, dem treuen Gotte. 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, erhör mein Bitt, thu dich her— für, eil bald, mich zu er⸗ retten. In Angst und Weh ich lieg und steh, hilf mir in meinen Nöten. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, sei mir ein Burg, darin ich frei und ritterlich mög streiten, ob mich gar sehr der Feinde Heer anficht auf beiden Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein Hilf, mein Heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Not: wer mag mir widerstreben? 5. Herr, meinen Geist befehl ich dir; mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in 348 Vertrauen auf Gott. deine Hände; o wahrer deins Sohns Jesu Christ, Gott, aus aller Not hilf der Heil und Für⸗ 2—6 am letzten Ende. Lob, Preis und Ehr 15 Herrlichkeit sei Vater, Sohn und Geist bereit't, Lob seinem heilgen Na men! mach uns sieghaft durch Jesum Christum. 365 Wenn wir in 2. höchsten Nöten sein und wissen nicht, wo aus und ein, und finden weder Hilf noch Rat, ob wir gleich sorgen früh und spat: 2. So ist das unser Trost allein, daß wir zu⸗ sammen insgemein dich anrufen, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not; 3. Und heben unser Augse 15 Herz zu dir in wahrer Amen. Adam Reusner 1496—1575. sprach ist 5. Drum kommen wir, o Herre Gott, und klagen dir all unsre Not, weil wir jetzt stehn verlassen Die göttlich Kraft gar in großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünde groß, sprich uns derselbn aus Gnaden los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei; 7. Auf daß von Herzen können wir nachmals mit Freuden danken dir, ge— horsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. Paul Eber 1511—1569. Mel. Was mein Gott will, das 25 h allzeit. Wer Gott ver⸗ traut, hat wohl Reu und Schmerz und gebaut im Himmel und suchen der Sünd Ver⸗auf Erden; wer sich ver⸗ E und aller Strafen läßt auf Jesum Christ, Linderung. dem muß der Himmel 4. Die du verheißest werden. Darum auf dich gnädiglich allen, die darum all Hoffnung ich ganz bitten dich im Namen ffestiglich will setzen; Herr Nesu Chr u bist in“ Schmerzen 2. Und wär dem« aler Welt noch so Christ, der darnieder; dich nur mit deine Gnaden, s. mir ganz Tod noch 3. Dei ganz sich kannst m was mir! Gott, für Leben. mein Her Leib und! Herr, die und laß fehlen. Str. 1 vo 1525—1583. —8 367. denn er mir führ Straßen, scht: er Vertrauen auf Gott. 349 Chri 4.— Jesu Christ, mein Trost Hand; den Abend und du bist in Todes Not und den Morgen thut er mich En wu Schmerzen. wohl versorgen, sei wo 13 2. Und wenns gleich ich woll im Land. W, Wil wär dem Teufel sehr und 2. Wenn sich der Men— elasen aller Welt zuwider, Sert⸗ schen Hulde und Wohlthat halmd e se bift d⸗ Laat al weilehrt, so sindr sich Christ, der sie all schl ägt Gott gar balde, sein Macht darnieder; und wenn ichsund Gnad bewährt: er un unse dich nur hab um mich hilft aus aller Not, errett't ich u. mit deinem Geist und von Sünd und Schanden den l, Gnaden, so kann fürwahr von Ketten und von Ban⸗ n Cled mir ganz und gar nicht den, ja wenns auch wär on aln Tod noch Teufel schaden. der Tod. 2 3. Dein tröst ich mich 3. Auf ihn will ich ver— 1015 ganz sicherlich, denn du trauen in meiner schweren ale mi kannst mirs wohl geben, Zeit. Es kann mich nicht He rge dir ge was mir ist not, du treuer gereuen, er wendet alles deinen Gott, für dies und jenes Leid. Ihm sei es heim— preiseh Leben. Gieb wahre Reu, gestellt; mein Leib, mein mein Herz erneu, errette Seel, mein Leben sei Gott Kerth Leib und Seele. Ach höre, dem Herrn ergeben; er Herr, dies mein Wegehr schaffs, wie's ihm gefällt. wil, n und laß mein Bitt nicht 4. Es kann ihm nichts 0 fehlen. 507 tt ver dn gefallen, denn was mir Str. 1 von Joachim Magdeburg 37 y I at woh 1525—1583. Str. 2 und 3: 1597. nützlich ist. Er meints nel und gut mit uns allen, schenkt sich ver 36 Von Gott will uns den Herren Christ, an risth ich nicht lassen, sein eingebornen Sohn. Himmel denn er läßt nicht en Durch ihn er uns be⸗ afdt mir, führt mich auf rechtersscheret, was Leib und 9 gash x x˖ Seel ernähret: lobt ihn Herr ehr: er reicht mir seine ins Himmels Thron! 17 —p—— —ñ 350 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, ihn, der uns beides schenkt! Das ist ein selge Stunde, darin man sein gedenkt; sonst verdirbt alle Zeit, die wir zubringn auf Erden: wir sollen selig werden und bleibn in Ewigkeit. 6. Ach wenn die Welt vergehet mit ihrer stolzen Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geacht't, wir werden nach dem Tod tief in die Erd begraben: wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. 7. Die Seel bleibt un⸗ verloren, geführt in Abrams Schoß, der Leib wird neu geboren, von allen Sünden los, ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Herren; daran muß uns nicht irren des Teufels listig Art. 8. Darum ob ich schon dulde hie Widerwärtigkeit, wie ichs auch wohl ver— schulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freuden voll; dieselb ohn einigs Vertrauen auf Gott. Ende, dieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat; sein Sohn hat Guts die Fülle erworben uns und Gnad; auch Gott der heilge Geist im Glau⸗ ben uns regieret, zum Reich des Himmels füh— ret. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Ludwig Helmbold 1532-1598. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu wie du dir. 36 Herr, willst, so schicks mit mir im Leben und im Sterben; allein zu dir steht mein Begier, laß mich, Herr, nicht ver— derben. Erhalt mich nur in deiner Huld, sonst wie du willst; gieb mir Ge— duld, denn dein Will ist der beste. 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, und Lieb zu deinem Worte; behüt mich, Herr, vor falscher Lehr und gieb mir hier und dorte, was dut zu. bii war wͤhigkeit zen Aben. 3. Soll! eilem R Valt abse mir, Her Gnad, daß Freuden. Seel beft Herr, ein mirdurch: Amen. Kaspar& Mel. Vater 369 0* leid be— dieser 3 Geg ist ich zum deba soll lässet 5 sich zwi gen Gu 2.— denn n dir, Her Zinn. Herz R alhgeit hat. Christun erfahren 8 Vaters eschaffen hat Gutz ben uns ich Gott im Glau. ret, zum nels füh⸗ Lob, Ehr 1532—1595 schrei ich; wie du so schich eben und allein z Begier nicht ver mich nun sonst wi mir Ge Vill i und Tuol err, Worte herr, u8 und gi orte, bas Vertrauen dient zu meiner Selig⸗ keit; wend ab all Unge— rechtigkeit in meinem gan⸗ zen Leben. 3. Soll ich einmal nach deinem Rat von dieser Welt abscheiden, verleih mir, Herr, nur deine Gnad, daß es gescheh mit Freuden. Mein Leib und Seel befehl ich dir; o Herr, ein selig End gib mir durch Jesum Christum. Amen. Kaspar Bienemann 1540—1591. Mel. Vater unser im Himmelreich. 26 Ach Gott, wie 369. manches Herze— leid begegnet mir zu dieser Zeit: der schmale Weg ist trübsalvoll, den ich zum Himmel wan— deln soll. Wie schwerlich lässet Fleisch und Blut sich zwingen zu dem ew— gen Gut. 2. Wo soll ich mich denn wenden hin? Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn. Bei dir mein Herz Trost, Hilf und Rat allzeit gewiß gefunden hat. Niemand jemals auf Gott. 351 verlassen ist, der getraut hat auf Jesum Christ. 3. Resn, mein Herr und Gott allein, wie süß ist mir der Name dein! Es kann kein Trauern sein so schwer, dein süßer Nam erfreut viel mehr; kein Elend mag so bitter sein, dein süßer Nam der linderts fein. 4. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht't, so weißt du, Herr, daß ichs nicht acht: wenn ich dich hab, so hab ich wohl, was mich ewig erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel: was kann mir thun Sünd, Tod und Höll? 5. Kein bessee Treu auf Erden ist, denn nur bei dir, Herr Jesu Christ; ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Wahr⸗ heit bleibt mir ewig fest: du bist mein rechter treuer Hirt, der ewig mich be— hüten wird. 6. Jesu, mein Freud, mein Ehr und Ruhm, meins Herzens Schatz und mein Reichtum, ich 352 Vertrauen auf Gott. kanns doch ja nicht zeigen ich lebe noch, das Kreuz an, wie hoch dein Nam dir fröhlich tragen nach. erfreuen kann; wer Glaub Mein Gott, mach mich und Lieb im Herzen hat, dazu bereit, es dient zum der wirds erfahren mit Besten allezeit; hilf mir der That. mein Sach recht greifen 7. Drum hab ichs oft an, daß ich mein Lauf und viel geredt: wenn vollenden kann. ich an dir nicht Freude 11. Hilf mir auch zwin— hätt, wollt ich den Tod gen Fleisch und Blut, vor schier wünschen her, ja daß ich nie geboren wär; denn wer dich nicht im Herzen hat, der ist gewiß lebendig tot. 8. Jesu, du edler Bräut— gam wert, mein höchste Zierd auf dieser Erd, an dir allein ich mich ergötz, weit über alle güldne Schätz. so oft ich nur gedenk an dich, all mein Gemüt erfreuet sich. 9 Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, so fühl ich Fried und Trost in nür; wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein Herz recht guter Ding: dein Geist bezeugt, daß solches frei des ewgen Lebens Vor— schmack sei. 10. Drum will ich, weil Sünd und Schanden mich behüt, erhalt mein Herz im Glauben rein, so leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Begier: o mein Heiland, wär ich bei dir! Martin Moller 1547—1606. Mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. Hilf, Helfer, hilf 370. in Angst und Not, erbarm dich mein, du treuer Gott; ich bin ja doch dein liebes Kind trotz Teufel, Welt und aller Sünd. 2. Ich trau auf dich, o Gott, mein Herr; wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ, du mein Gott und Er⸗ löser bist. 3. Des von Herzen Muts md perlaß mic dein Vort hilf, du tr⸗ Nad Martin N. Mel. Es ist g D 1. dem ich u traue: zur sein Schäf schöner, gr frischen X mich, mein kräftiglich Vort der 2. Er f. techter Bo Namensey diel Trüb aufs Tode gen, so gr nicht dafü Hirt ist ein Steckn röstet. 3. Ein? er mir Sahens e en nach. ch mich ient zum hilf mir greifen in Lauf ich zwin⸗ blut, vor den mich in Herz „ so leb r allein. öst, hör 0 mein bei dir! 151½—1606 N Nöten sein uf dich Went vas Wi hab jt Christ und Er Vertrauen 3. Des freu ich mich von Herzen fein, bin gutes Muts und harre dein, verlaß mich gänzlich auf dein Wort. Hilf, Helfer, hilf, du treuer Hort! (Nach Nikolaus Selnecker 1530—1592.) Martin Moller 15471606. Psalm 23. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. Der Herr ist mein 371. getrener Hirt, dem ich mich ganz ver— traue: zur Weid er mich, sein Schäflein, führt auf schöner, grüner Aue; zum frischen Wasser leit't er mich, mein Seel zu laben träftiglich durchs selge Wort der Gnaden. 2. Er führet mich auf rechter Bahn von seines Namens wegen: obgleich viel Trübsal geht heran aufs Todes finstern Ste— gen, so grauet mir doch nicht dafür, mein treuer Hirt ist stets bei mir, sein Steckn und Stab mich tröstet. 3. Ein Tisch zum Trost iuu mir bereitt, läßt Segens Ströme fließen, auf Gott. 353 schenkt mir voll ein, läßt Ol der Freud sich auf mein Haupt ergießen: sein Güte und Barm⸗ herzigkeit werden mir folgen allezeit, in seinem Haus ich bleibe. Kornelius Becker 1561-1604. 279 Auf meinen lie⸗ 37². ben Gott trau ich in Angst und Not; der kann mich allzeit retten aus Trübsal, Angst und Nöten, mein Unglück kann er wenden, steht alls in seinen Händen. 2. Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen, ihm will ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Sterben ist mein Gewinn, und Chris— tus ist mein Leben, dem hab ich mich ergeben; ich sterb heut oder morgen, mein Seel wird er ver⸗ sorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, der du so gduldig 23 Vertrauen 35⁴4 bist für mich am Kreuz sich gar nichts nehmen, gestorben, hast mir n Heil erworben, auch uns allen zugleiche das ewig Himmelreiche: 5. Amen zu aller Stund sprech ich aus Herzens⸗ grund; du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen ewig⸗ lich preisen. Amen. 1609. Psalm 37, 5. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. Befiehl du dei— 373. ne Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden giebt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohlergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll be— auf Gott. es muß erbeten sein. 3. Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterb— lichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du aller⸗ wegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hin— dern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern er— sprießlich ist, willst thun. 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten wi— derstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurückegehn; was er sich vorgenommen und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. stehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott 6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei un— verzagt! Gott wird dich auls der der Kumn Roßen G erwarte n wirst du die Sonn Freud. 7. Auf nem Schr gen gute ren, was trübt und bist du doe der alles f sizt im führet al 8. Ih: und wal weiser 5 sich so de dich wund er, wie mit wu das Wert das dich 9. Er Beileenn berziehn seinem! in seiner sch bege du für und Nöt stag er lehmen, sein. e Treu Vater, was gut m sterb⸗ nd was n, das r Held, Stand deinem du aller eln fehlt Thun ist in Gang t; dein and hin⸗ eit darf enn du, dern er lst thun leich alle llten wi ird doch Ott nicht 5 er sih und was das muj nmen zu d Ziel. du arslt sei m⸗ vird dich Vertrauen aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gieb dei— nem Schmerze und Sor— gen gute Nacht, laß fah⸗ ren, was das Herze be— trübt und traurig macht; bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß thun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und thun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und solltst du für und für in Angst und Nöten schweben, so frag er nichts nach dir. auf Gott. 355 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst; er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron: Gott giebt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freu⸗ denpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende mit aller uns— rer Not; stärk unsre Füß und Hände und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhardt 1607—1676. Mel. Ermuntre dich, mein schwa— cher Geist. 37 Du bist ein Mensch; das weißt du wohl: was 23* 356 Vertrauen auf Gott. strebst du denn nach Din- traust und glaubest wei— gen, die Gott der Hoͤchst ter nicht, als was die alleine soll und kann zu-(Augen spüren? Was du wege bringen? Du fährst beginnst, da soll allein mit deinem Witz und dein Kopf dein Licht und Sinn durch so viel tausend Meister sein? Was der Sorgen hin und denkst: nicht auserkoren, das Wie wills auf Erden doch hältst du als verloren? endlich mit mir werden? 5. Willst du was thun, 2. Es ist umsonst! Du was Gott gefällt und dir wirst fürwahr mit allem zum Heil gedeihet, so wirf deinem Dichten auch nicht dein Sorgen auf den Held, ein einges kleines Haar den Erd und Himmel in aller Welt ausrichten; scheuet, und gieb dein und dient dein Gram Leben, Thun und Stand sonst nirgends zu, als nur fröhlich hin in Got— daß du dich aus deinerstes Hand, so wird er Ruh in Angst und Schmer⸗ deinen Sachen ein fröh— zen stürzest und selbst das lich Ende machen. Leben kürzest. 6. Ach wie so oftmals 3. Wie oft bist du in schweigt er still und thut große Not durch eignen doch, was uns nützet, Willen kommen, da dein da unterdessen unser Will verblendter Sinn den und Herz in Angsten Tod fürs Leben ange⸗sitzet, sucht hier und da nommen! Und hätte Gott und findet nichts, will sehn dein Werk und That er⸗ und mangelt doch des gehen lassen nach dem Lichts, will aus der Angst Rat, in dem dus ange⸗-sich winden und kann den fangen, du wärst zu Weg nicht finden. Grunde gangen. 7. Gott aber geht ge— 4. Und dennoch sollrade fort auf seinen weisen dein Angesicht dein gan⸗Wegen; er geht und bringt zes Leben führen? Dusuns an den Port, da Stürm u legen Her * regieret, geführet. 8. Dru sei wohlg von Sore Gott hat nimmer r vorzunehr nicht las sein Vatt dir und sammen Flammet 9. Th und lege Vaters Und flehe wie er so wirde Geist ar jetzt ni wohlgeh aus alle Pau 5 0. in dem bensri st wei⸗ as die das du allein hht und — dʃs der das Oren? 6 thun, und 0 Him b den Stand in Got⸗ wird er in fröh⸗ oftmals und thut nützet, ser Will Angsten und da will sehn och des her Angt ann den . geht ge n weisen id bringt zort, R Vertrauen Sturm und Wind sich legen. Hernachmals, wenn das Werk geschehn, da kann der Mensch alsdann erst sehn, was der, so ihn regieret, in seinem Rat geführet. 8. Drum, liebes Herz, sei wohlgemut und laß von Sorg und Grämen! Gott hat ein Herz, das nimmer ruht, dein Bestes vorzunehmen. Er kanns nicht lassen, glaube mir; sein Vaterherz ist gegen dir und uns hier allzu⸗ sammen voll allzusüßer Flammen. Thu als ein Kind und lege dich in deines Vaters Arme; bitt ihn und flehe, bis er sich dein, wie er pflegt, erbarme: so wird er dich durch seinen Geist auf Wegen, die du jetzt nicht weißt, nach wohlgehaltnem Ringen aus allen Sorgen bringen. Paul Gerhardt 1607—1676. Gieb dich zufrie— 37⁵. den und sei stille in dem Gotte deines Le— bens: in ihm ruht aller auf Gott. 35⁰ Freuden Fülle, ohn ihn mühst du dich vergebens. Er ist dein Quell und deine Sonne, scheint täg— lich hell zu deiner Wonne. Gieb dich zufrieden! 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, unge⸗ färbten, treuen Herzens; wo er steht, thut dir kei— nen Schaden auch die Pein des größten Schmerzens; Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden, ja auch den Tod hat er in Händen. Gieb dich zu— frieden! 3. Wie dirs und andern oft ergehe, ist ihm wahr⸗ lich nicht verborgen; er sieht und kennet aus der Höhe der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Thränen und faßt zu Hauf all unser Sehnen. Gieb dich zu⸗ frieden! 4. Wenn gar kein Einger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und Vertrauen heimlich Grämen, auch weiß er Zeit, dirs zu be⸗ nehmen. Gieb dich zu— frieden! 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stilles Klagen, und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen; er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gieb dich zufrieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten einher— gingen, dennoch mußt du oben liegen; denn wenn du wirst zu hoch be— schweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gieb dich zufrieden! 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Le⸗ ben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren: er hat ein Hand voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben. Gieb dich zufrieden! 358 auf Gott. 8. Der allen Vögeln in den Wäldern ihr be— scheidnes Körnlein weiset, der Schaf und Rinder auf den, Feldern alle Tage tränkt und speiset, der wird vielmehr dich Eingen füllen und dein Begehr und Notdurft stillen. Gieb dich zufrieden! 9. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts zum besten; denn das ist Gottes Ehren⸗ titel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, da greift er zu, uns wohl zu führen. Gieb dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kom— men; macht dir das Harren angst und bange: glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser, und was verzeucht, ist desto süßer. Gieb dich zufrieden! 11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten deiner Feinde von dir dichten; laß sie nur immer weidlich wirds höt richten. Freundun was kann Mensch, Gieb dich 12. Es nicht ande Menschen was webt der Erden glück nicht KreuzesS Lenden b da wird ‚ dich zufr 13. E vorhande Gott wir uns reißt den dieses Bösen. der Tod auls der lich brit zufriede 14.E zu den wählten d hier gefahren im Frier den Grr Vögehn ihr be⸗ weiset, der auf eTage et, der Eingen Begehr n. Gieb D ht: Ich wo ich ubesten; Ehren⸗ enn die Venn cht mehr t er zu, n. Gieb eich die ige, wird ich kom⸗ 5Harren : glaube rommen. schleicht ser, und ist dest ufrieden nicht z e Rottel von dit ur immet Vertrauen weidlich spotten, auf Gott. 359 Gott brechen, den ewgen Mund wirds hören und recht selbst hören sprechen: Gieb richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gieb dich zufrieden! 12. Es kann und mag nicht anders werden: alle Menschen müssen leiden z was webt und lebet auf der Erden, kann das Un⸗ glück nicht vermeiden; des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grab, da wird sichs enden. Gieb dich zufrieden! 13. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Ban⸗ den dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod herspringen und aus der Qual uns sämt⸗ lich bringen. Gieb dich zufrieden! 14. Er wird uns bringen zu den Scharen der Er— wählten und Getreuen, die hier mit Frieden ab— gefahren, sich auch nun im Frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann dich zufrieden! Paul Gerhardt 1607—1676. Mel. Valet will ich dir geben. 376 Ich bin ein Gast auf Erden und hab hier keinen Stand; der Himmel soll mir werden, da ist mein Vater⸗— land. Hier reis ich bis zum Grabe, dort in der ewgen Ruh ist Gottes Gnadengabe, die schließt all Arbeit zu. 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an als Müh und Not gewesen? So lang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. 3. Mich hat auf mei⸗ nen Wegen manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir manch Angst er— weckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, hab ich 360 doch müssen leiden und tragen mit Geduld. 4. So gings den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täg— lich halten, wenns fehlt an gutem Rat; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß. 5. Ich habe mich er⸗ geben in gleiches Glück und Leid; was will ich besser leben? Hier gilt es Müh und Streit. Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohl ge— rungen, geht nicht zur Freud hinein. 6. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt; ich wandre meine Straßen, die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maßen mein Vater trösten wird. 7. Mein Heimat ist dort oben, da aller Engel Schar den großen Herrscher lo— ben, der alles ganz und Vertrauen auf Gott. gar in seinen Händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nachdems ihm wohlgefällt. 8. Zu dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fast müde bin. Je länger ich hier walle, je wenger find ich Freud, die mei⸗ nem Geist gefalle; das Meist ist Herzeleid. 9. Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wenn dein Herz will: komm, mach ein selig Ende an meiner Wander⸗ schaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 10. Wo ich bisher ge— sessen, ist nicht mein rechtes Haus; wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab. Miel 71. 11. Du reude,du Licht du zi ich scheide Angesicht awgen Vo frendenvol helle Sonn leuchten st 12. Da wohnen, als ein G die mit K geschmücke ich herrb deinem g frei von in meine Paul Was x mein Her geben. ist mir selbst is Denn G ich bin se dos mir glich se auflegt, Gnade. Händen nd fir 5 hebt ns ihm t mein ollt ich zelt bin aß ichs länger wenger ie mei⸗ lez das d. ist zu l ist zu 1, mein in Herz will in selig Wander⸗ mich de durch Kraft. Sher ge⸗ nrechtes ein Zül tret ith nd wos het, d⸗ id wenn oschartt rab. Vertrauen 11. Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll gleich als die helle Sonne nächst andern leuchten soll. 12. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei denen, die mit Kronen du aus— geschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem großen Thun und frei von schnöden Dingen in meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt 16071676. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. Mel. Ich hab in Gottes 571 Heu und Sinn mein Herz und Sinn er— geben. Was böse scheint, ist mir Gewinn, der Tod selbst ist mein Leben. Denn Gott ist mein, und ich bin sein: was ist wohl, das mir schade? Ob er gleich schlägt und Kreuz auflegt, bleib ich in seiner Gnade. auf Gott. 361 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben. Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer, so will er mich nur üben und mein Ge— müt in seiner Güt ge⸗ wöhnen fest zu stehen; halt ich dann Stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhöhen. 3. Zudem ist Weisheit und Verstand bei ihm ohn alle Maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt, zu thun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid uns, seinen Kindern, diene; und was er thut, ist alles Zut, obs noch so traurig schiene. 4. Du denkest zwar, wann du nicht hast, was Fleisch und Blut begeh— ret, als sei mit einer großen Last dein Glück und Heil beschweret, hast spät und früh viel Sorg und Müh, an deinen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, daß, was geschicht, gescheh zu dei— nem Frommen. 362 Vertrauen 5. Fürwahr, der dich geschaffen hat und ihm zur Ehr erbauet, der hat schon längst in seinem Rat ersehen und beschauet aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen: laß ihm doch zu, daß er nur thu nach seinem Wohlgefallen. 6. Wie's Gott gefällt, so muß es sein, zuletzt du jetzt nennest Kreuz und Pein, wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld: die Gnad und Huld wird sich doch end— lich finden; all Angst und Qual wird auf einmal gleichwie ein Dampf ver— schwinden. 7. Willst du mir geben Sonnenschein, so nehm ichs an mit Freuden; solls aber Kreuz und Unglück sein, will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Thür noch ferner offen stehen; wie du mich führst und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 378. wirds dich erfreuen; was 8. Soll ich denn auch auf Gott. des Todes Weg und finstre Straßen reisen, wohlan, so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Augen weisen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt 1607— 1676. Schwing dich auf zu deinem Gott, du betrübte Seele; warum liegst du Gott zum Spott in der Schwermutshöhle? Merkst du nicht des Sa— tans List? Er will durch sein Kämpfen deinen Trost, den Jesus Christ dir er— worben, dämpfen. 2. Auf, ermanne dich und sprich: Fleuch, du alte Schlange! Was er⸗ neust du deinen Stich, machst mir angst und bange? Ist dir doch der Kopf zerknickt, und ich bin durchs Leiden meines Heilands dir entrückt in den Saal der Freuden. 3. Hab ich was nicht recht gethan, ist mirs leid von Herzen: dahin⸗ ö st der b meiner Mif ih dies vor ist mir wo I. Chris mein Ruh meine Kro dienst me da ich frei in einem das kein 5 len, brächt Geschoß u Höllen. 5. Stür Hhu, Tod! mir schade doch in m mit seine Gott, de Zohn sell Liebe, daß ö Ind Hohn betrübe. 6. Ich st mein: uns scheid liebe Kre dem bitt x 8 dring doch von den, und ud finstr wohlan, ihn und in Augen ist mein wird zu hren, daß lem Saal ehren. 160W—167 dich auß em Gott. e; Warum im Spott utshöhle des So vill durt nen Trost st dir ei n. mne dit euch, d Was er n Stich igst un doch dee und il n meing trückt i reuden. as nich ist mit dahül⸗ Vertrauen gegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen; das ist der bezahlte Lohn meiner Missethaten; bring ich dies vor Gottes Thron, ist mir wohl geraten. 4. Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Ver— dienst mein Eigentum, da ich frei in wohne als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fäl⸗ len, brächt er gleich davor Geschoß und Gewalt der Höllen. 5. Stürme, Teufel, und du, Tod! Was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden: der Gott, der mir seinen Sohn selbst verehrt aus Liebe, daß der ewge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe. 6. Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide: laß 's dringen, kommt es Hoch von geliebten Hän— den, und geschwind zer— auf Gott. 363 bricht sein Joch, wenn es Gott will wenden. 7. Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohne Zucht und Ruten: bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd auf was Guts will ziehen? 8. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen: wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen; wem hier Christus recht bewußt, hat in Gottes Garten droben die vollkommne Lust endlich zu gewarten. 9. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Thränen; aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen; da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen. 10. Ei so faß, o Christen⸗ herz, alle deine Schmer— zen; wirf sie fröhlich hin⸗ terwärts, laß des Trostes 364 Vertrauen auf Gott. Kerzen dich entz zünden Der es schickt, der wird mehr und mehr; gieb es wenden; er weiß wohl, dem großen Namen deines wie er soll all mein Un⸗ Gottes Preis und Ehr. gl lück enden. Er wird helfen! Amen. 5. Gott hat mich bei Paul Gerhardt 1607 1676. 488 Tagen oft ergötzt, sollt ich jetzt nicht auch 379. Warum sollt ich etwas tragen? Fromm mich denn grä-ist Gott und schärft mit men? Hab ich doch Chris Maßen sein Gericht, kann tum noch, wer will mir mich nicht ganz 11115 gar den nehmen? Wer will verlassen. mir den Himmel rauben, 4*5 den mir schon Gottes— Nottan banee und ate beigelegt im Glau⸗uchts Rwhr Hier thun en? 2. Nackend lag ich auf Ar 55—— We Laß dem Boden, da ich kam, Ent, dar Hsie lachen: da ich nahm meinen er— Gott, mein Heil, wird in sten Odem. Nackend werd Eil sie zu Schanden ma— ich auch hinziehen, wenn chen. ich werd von der Erd 7. Unverzagt und ohne als ein Schatten fliehen. Grauen soll ein Christ, 3. Gut und Blut, Leib, wo er ist, stets sich lassen Seel und Leben ist nicht schauen. Wollt ihn auch mein, Gott allein ist es, der Tod aufreiben, soll ders gegeben: will ers der Mut dennoch gut und wieder zu sich kehren, fein stille bleiben. nehm ers hin, ich willh 8. Kann uns doch kein ihn dennoch fröhlich ehren. Tod nicht töten, sondern 4. Schickt er mir ein reißt unsern Geist aus Kreuz zu tragen, dringt viel tausend Nöten, herein Angst und Pein, schließt das Thor der sollt ich drum verzagen? bittern Leiden und macht Hahi,daß n ur Himme 9. Allda hen I den Sck auchen recht Gut z die Welt in im Nu ver 10. Was Lebens 6 Hand volle mer der E dort sind ben, da m tus wird laben. 11. Her Brunn all ist mein, iemand ben: ich! hu dein L Blut mir Tod gegel 12. Du ich dich nicht, o n dem Herz mich,laß gen, da d ih uo ewigt Paul'6 der wirh beiß wohh mein Un. mich be t ergött icht auc Fromn härst mi richt, kann und gu Welt um nnen mi ier thun tten. H sie lachen wird i nden mi und ohj in Chris sich last t ihn aub iben, sil h gut u en doch keh „ sonden Heist al Nöteh Hhor 9 nd mach Bahn, daß man kann gehn zur Himmelsfreuden. 9. Allda will in süßen Schätzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen. Hier recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. 10. Was sind dieses ebens Güter? Hand voller Sand, Kum— mer der Gemüter: dort, dort sind die edlen Ga⸗ hen, da mein Hirt Chris⸗ us wird mich ohn Ende aben. 11. Herr, mein Hirr, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns schei— den: ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben; 12. Du bist mein, weil schützt; fasse und dich nicht, o mein Licht, aus verletzen, ih dich dem Herzen lasse. Laß nich, laß mich hingelan— Vertrauen auf Gott. ist kein I*0. 6* ö Eine Mühe, mein Sorgen ist 365 Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 380 In allen meinen Thaten laß ich den Höchsten raten, der alles kann und hat; er muß zu allen Dingen, solls anders wohl gelingen, uns selber geben Rat und That. 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine umsonst; er mags mit meinen Sachen nach sei— nem Willen machen, ich stel 0 in seine Vatergunst. Es kann mir nichts 400 ehen, als was er hat ersehen, und was mir selig ist: ich nehm es, wie ers giebet, was ihm von mir beliebet, dasselbe hab auch ich erkiest. 4. Ich traue seiner Gna— den, die mich vor allem Schaden, vor allem Übel leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner gen, da du mich und ich Sünden in Gnaden mich jich ewig werd umfangen. entbinden, durchstreichen Paul Gerhardt 16071676. meine Schuld; er wird 366 Vertrauen auf mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und haben noch mit mir Geduld. 6. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zu Handen, so tröstet mich sein kräftig Wort. 7. Hat er es denn be⸗ schlossen, so will ich un— verdrossen an mein Ver⸗ hängnis gehn: kein Unfall unter allen wird mir zu harte fallen; mit Gott will ich ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, deine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat: es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rat. Paul Flemming 1609—1640. 38 auf Gott. den lieben Gott läßt walten und hoffet auf ihn Wer nur allezeit, den wird er wunderbar erhalten in allem Kreuz und Trau⸗ rigkeit. Wer Gott dem Allerhöchsten traut, der hat auf keinen Sand ge— baut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Gna⸗ denwille, wie sein All⸗ wissenheit es fügt. Gott, der uns ihm hat auser⸗ wählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, wann es nützlich sei); wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine Heuchelei, 10 lommt ius verse 15 viel E 5, Denk Drangsalsl von Gott und daß Schoße st mit stetem die Folge viel und sein Ziel. 6. Es sehr schlett ist dem gleich, de und klein Armen e Leich; Go Wunderm erhöhn, be 7. Sin auf Gotte Licht das treu und mels rei wird er neu; den guversich den verlä Georg q. nur den Gott läßt auf ihn wird er alten in id Tau⸗ Hott den aut, de Sand ge N uns dii n? WI Weh um 1es, doß beseufze h? V reuz mn zer dunt e nur eh d sei dol vergnüh ttes On sein M gt. Got hat auset auch sch fehlt ie rechtl er f 3 nühlt uns mn den Heuchel Vertrauen auf Gott. so kommt Gott, eh wirs uns versehn, und lässet uns viel Guts geschehn. 5. Denk tnicht in deiner Drangsalshitze, von Gott verlassen seist, und daß ihm der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist: die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr schlechte Sachen, und ist dem Höchsten alles gleich, den Reichen arm und klein zu machen, den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, ver— richt das Deine nur ge— treu und trau des Him⸗ mels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu; denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark 1621—1681. ö Laß dich Gott, 382. 6ac vh Verlaßner, daß du 367 still dein Sorgen; deine Qual und deine Not ist dem Höchsten unverbor— gen, hilft er heut nicht, hilft er morgen: laß dich Gott! 2. Halt Gott still! Denn er brauchet Liebesschläge, wodurch er dich bessern will, daß sich Kindesfurcht errege. Traue seiner Va— terpflege: halt Gott still! 3. Gott ist nah, wenn er dir entfernet scheinet; ist nicht gleich die Rettung da, ist es dir zum Nutz gemeinet. Er hilft, wenn du gnug geweinet: Gott ist nah! 4. Gott ist dein, so du ihm dich nur ergiebest. Deine Pein wird süß dir sein, wenn du ihn vor allem liebest und mit Unmut nicht betrübest. Gott ist dein! 5. Lehr Gott nicht, wie und wann er dich soll hören; sein Aug steht auf dich gericht't. Währt dein Kreuz lang, laß es wäh— ren, endlich wird es sich doch kehren: lehr Gott nicht! 368 6. Liebst du Gott, wan— delst treu auf seinen We⸗ gen, wird kein Kreuz, kein Not, kein Tod dein Ver⸗ trauen niederlegen. Alles dienet dir zum Segen, liebst du Gott. Anton Ulrich von Braunschweig 1633—1714. 383 Sollt es gleich bisweilen schei— nen, als wenn Gott ver— ließ die Seinen, o so glaub und weiß ich dies: Gott hilft endlich noch gewiß. 2. Hilfe, die er aufge⸗ schoben, hat er drum nicht aufgehoben: hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenns nötig ist. 3. Gleichwie Väter nicht bald geben, wonach ihre Kinder streben, so hält Gott auch Maß und Ziel: er giebt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am allergrößten: er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. 5. Laß die Welt nur Vertrauen auf Gott, immer neiden; will sie mich nicht länger leiden, ei so frag ich nichts dar— nach: Gott ist Richter meiner Sach. 6. Will sie mich gleich von sich treiben, muß mir doch der Himmel bleiben; ist der HDimmel mein Ge⸗ winn, geb ich alles an— dre hin. 7. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, frag ich nicht nach andrer Gabe; legt man mich gleich in das Grab: gnug, Herr, wenn ich dich nur hab. Christoph Tietze 1641—1703. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 38 4 Wunderanfang, herrlichs Ende, wo die wunderweisen Hän— de Gottes führen ein und aus! Wunderweislich ist sein Raten, wunderherr— lich seine Thaten, und du sprichst: Wo wills hinaus? 2. Denke doch: es muß so gehen, was Gott weis⸗ lich heißt geschehen, ihm und dir zur Herrlichkeit; ob der Anfang seltsam scheinet, ist das End doch gut gemeir t nach 3 Gott den Flüsse Ws sinst vit 0 auch der Sort seinen P daß man muß. 4. Kein ersinnen, Hilf gew nunft ist ihre he Augenen borgnent allzu blö 5. Got len Sach wohl kar und Anf Er wird fangen, erlangen herrlich 6. D nimmer deinem sei getr Wütz wird es wirst gr will sie * leiden, hts dar⸗ Richter ich leich muß mir ö bleiben mein Ge⸗ alles an⸗ wenn ich frag ich er Gabe; gleich in 19, Herr ur hab. 16111⁰06 ottes Segen, eranfang Ende eisen Hän n ein und eislich il. nderher⸗ u, und du Shinaus! 1 es ü hen, iht rrlichkeiz seltsam End doch Muts. gut gemeinet: Friede fol⸗ get nach dem Streit. 3. Gottes Weg ist in den Flüssen und in großen Wassergüssen, und du spürst nicht seinen Fuß: so auch in dem Meer der Sorgen hält Gott seinen Pfad verborgen, daß man nach ihm suchen muß. 4. Kein Besinnen kann ersinnen, wo man könne Hilf gewinnen, die Ver— nunft ist hier zu blind; ihre halb gebrochnen Augen nicht in das Ver— borgne taugen, dem sie allzu blöde sind. 5. Gott muß man in al⸗ len Sachen, weil er alles wohl kann machen, End und Anfang geben frei. Er wird, was er ange— fangen, lassen so ein End erlangen, daß es wunder— herrlich sei. 6. Drum so laß dir nimmer grauen, lerne jott wei' deinem Gott vertrauen, sei getrost und gutes Er fürwahr, er wird es führen, daß dus wirst am Ende spüren, Vertrauen auf Gott. 369 wie er dir thut lauter Guts. 7. Du wirst an den Fingern zählen und nicht vor der Welt verhehlen, was die blinde Welt nicht kennt; er wird dir dein Kreuz versüßen, daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herrlichs End! 385 Was Gott thut, das ist wohlge— than, es bleibt gerecht sein Wille; wie er fängt meine Sachen an, will ich ihm halten stille. Er ist mein Gott, der in der Not mich wohl weiß zu erhalten, drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird mich nicht betrügen; er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mir genügen an seiner Huld und hab Geduld; er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird 24 Heinrich Arnold Stockfleth 1643—1708. 370 Vertrauen mich wohl bedenken; er auf Gott. Armen halten; drum laß als ein Arzt und Wun- ich ihn nur walten. dermann wird mir nicht Gift einschenken für Ar— zenei; drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm erge— ben in Freud und Leid: es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan; muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach mei⸗ nem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd er— götzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan; dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend trei— ben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Gott ist getreu, Samuel Rodigast 1649—1708. Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. Ein Christ kann 38 ohne Kreuz nicht sein; drum laß dichs nicht betrüben, wenn Gott ver— sucht mit Kreuz und Pein die Kinder, die ihn lieben. Je lieber Kind, je ernster sind des frommen Vaters Schläge: schau, das sind Gottes Wege. 2. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; Gott wills nicht anders haben. Auch dieses Lebens Not und Pein sind deines Vaters Gaben. Solls denn so sein, so geh es ein: es kommt von Liebeshänden; Gott wird nichts Böses senden. 3. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das Kreuz lehrt fleißig beten, zieht ab von eitlem Trug und Schein und lehrt zu Jesu treten. Drum wirfs nicht hin mit schnödem Sinn, wenns nun zu dir grenz nie nuß uns wir schli Sünden e ten Wir er unmbereit't und der en uns W 5. Ein6 Frenz nick die Sün insern l mit recht Die Wel Gott b und laß ewge Gt 6. Au Kreuz n Gott sch gen. S liebste L doch m und wo gläubig in stete will mit Dabi . rum laß ten. 1649—1708 it, das itt rist kann Euz nicht ichs nicht Gott ver⸗ und Pein n lieben. je ernste u Vaters das sind ann ohne Hott wille en. Auch Not und 5 Vatert denn so ein: Shänden ts Böse ann ohne in. Dos ßig beten sem Tuuh lehrt zu um wirß schnöden i zu di Vertrauen gekommen; es soll der Seele frommen. 4. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das muß uns immer wecken; wir schliefen sonst in Sünden ein. Wie müß⸗ ten wir erschrecken, wenn unbereit't die Ewigkeit und der Posaunen Schal— len uns würde überfallen! 5. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein: es lehrt die Sünde hassen und unsern lieben Gott allein mit rechter Lieb umfassen. Die Welt vergeht, und auf Gott. 371 zagst du doch? Gott ist gut, der aus Erbarmen alle Hilf auf Erden thut, der mit Macht und star— ken Armen machet alles wohl und gut. Gott kann besser, als wir denken, alle Not zum besten len⸗ ken. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 2. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Soll der schlum— mern oder schlafen, der das Aug hat zugericht't? Der die Ohren hat er⸗ Gott besteht. Bedenks und laß dich üben, das ewge Gut zu lieben. 6. Auch ich will ohne Kreuz nicht sein; was Gott schickt, will ich tra⸗ gen. Schickts doch der liebste Vater mein, sinds doch nur kurze Plagen und wohlgemeint. Wer gläubig weint, lebt dort in steten Freuden. Ich will mit Christo leiden! David Nerreter 1649—1726. Gott lebet noch: schaffen, sollte dieser hö— ren nicht? Gott ist Gott, der hört und siehet, wo den Frommen Weh ge— schiehet. Seele, so be⸗ denke doch: lebt doch un⸗ ser Herr Gott noch. 3. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Der den Erden— kreis verhüllet mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt er⸗ füllet, ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden 387. Seele, was ver— Hilf und Trost an allen 24³ 372 Vertrauen Enden. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 4. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, nimm zu Gott nur deinen Lauf; Gott ist groß und reich von Gnaden, hilft den Schwachen gnädig auf; Gottes Gnade währet immer, seine Treu ver— gehet nimmer. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 5. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, dein Ver⸗ brechen quälet sehr, komm zu Gott, er wird ver— senken deine Sünden in das Meer. Mitten in der Angst der Höllen kann er dich zufrieden stellen. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 6. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, und weißt weder aus noch ein, Gott wird auf Gott. dennoch dich umfassen und im Leiden bei dir sein. Gott ists, der es herzlich meinet, wo die Not am größten scheinet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 7. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Laß den Himmel samt der Erden immer— hin zu Trümmern gehn; laß die Höll entzündet werden, laß den Feind erbittert stehn, laß den Tod und Teufel blitzen: wer Gott traut, den will er schützen. Seele, so be— denke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 8. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstet wallen auf der harten Dornenbahn: es ist Gottes Wohlgefallen, dich zu führen himmelan. Gott will nach dem Jam⸗ merleben Friede, Freud und Himmel geben. Drum, o Seel, bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. Johann Friedrich Zihn 1650—1719. 385 ner Gnad alls Geld auf Gott sheh der berletzet ei denmut. 2. Der ernähret! Glück be bleibet e mich wm und noch gieret, k Helfer s. B. Vi Zachen, und Un ganz unt begehrn was mir bringen, gar selt 4. 5 Herz e wünsch. so es an Meine Aben h ergeben Heimge 5. E sen und dir sein. W ich Not am! Seele, lebt t doch noch. et noch:“ Zagst du Himmel immer⸗ rn gehn: antzündet n Feind laß den lblitzen: den wil le, so be Hoch unsen et noch⸗ zagst du du schon auf der bahn: el Agefalle, immelan. hem Janl e, Frend n. Drun, e doch: err Gol ö 165)—110 38 alles Geld und Gut. Wer Vertrauen auf Gott. Alles istan Gottes seinem Willen mein Ver— Segen und an sei⸗ langen zu Ailen, es hat ner Gnad gelegen über alles seine Zeit. 373 Ich hab ihm nichts vor— uschreiben: auf Gott sein Hoffnung wie Gott will, so muß es setzet, der behält ganz un⸗ Daasen wenn Gott will, verletzet einen freien Hel— denmut. 2. Der mich hat bisher ernähret und mir manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein; der mich wunderlich geführet und noch leitet und re— gieret, wird forthin mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig sind: ich begehr nach dem zu ringen, was mir wahre Ruh kann bringen, und man jetzt gar selten findt. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken; was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach bin ich bereit. 6. Soll ich länger all— hier leben, will ich ihm nicht widerstreben, ich ver⸗ lasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang be— stehet, alles Irdische ver⸗ gehet und fährt wie ein Strom dahin. 1676. Psalm 38, 22. Mel. O Gott, du frommer Gott. 389. A Gott, verlaß mich nicht, gieb mir die Gnadenhände: ach führe mich, dein Kind, daß ich den Lauf vol llende zu meiner Seligkeit; sei du mein Lebenslicht, mein Stab, mein Hort, mein Schutz; ach Gott, verlaß mich nicht. 2. Ach Gott, verlaß mich nicht, regiere du mein Wallen; ach laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen; gieb mir 37⁴4 Vertrauen den guten Geist, gieb Glaubenszuversicht, sei meine Stärk und Kraft; ach Gott, verlaß mich nicht. 3. Ach Gott, verlaß mich nicht, ich ruf aus Herzens⸗ grunde; ach Höchster, stärke mich injederbösen Stunde; wenn mich Versuchung plagt und meine Seel an— ficht, so weiche nicht von mir; ach Gott, verlaß mich nicht. 4. Ach Gott, verlaß mich nicht, ach laß dich doch bewegen; ach Vater, kröne doch mit reichem Himmelssegen die Werke meines Amts, die Werke meiner Pflicht, zu thun, was dir gefällt; ach Gott, verlaß mich nicht. 5. Ach Gott, verlaß mich nicht, ich bleibe dir ergeben; hilf mir, o gro— ßer Gott, recht glauben, christlich leben und selig scheiden ab, zu sehn dein Angesicht. Hilf mir in Not und Tod; ach Gott, verlaß mich nicht. Salomo Franck 1659—1725. auf Gott. Matth. 6, 25—33. Warum sollt ich mich denn grämen. Mel. 39 Warum willst du doch für morgen, armes Herz, immerwärts als ein Heide sorgen? Wozu dient dein täglich Grämen, weil Gott will in der Still sich der Not annehmen? 2. Gott hat dir ge⸗ schenkt das Leben, Seel und Leib; darum bleib ihm allein ergeben. Er wird ferner alles schen— ken; traue sest: er ver⸗ läßt nicht, die an ihn denken. 3. Sage nicht: Was soll ich essen? Gott hat dir schon allhier so viel zugemessen, daß der Leib sich kann ernähren; übri— ges wird indes Gottes Hand bescheren. 4. Sorgst du, wie du dich sollst kleiden? Jesus spricht: Sorge nicht, sol⸗ ches thun die Heiden; schau die Blumen auf den Feldern, wie so schön diese stehn und die Büum in Wäldern. fehlt auf da, müß ins noti Gott kar fassen, wenns 6 sein ver +. 2 nachtrat Gottes achtet, aach 2 und T wie ime meine Sonn, ner Se 33. nich denmn willst du morgen, nerwärts sorgen?“ u täglich Gott will der Not dir ge⸗ en, Seel im bleib ben. Er es schen⸗ er ver⸗ an ihn ht: Wad Gott hat so viel der Leib en; übri⸗ 5 Gottes „wie di n? Ksus licht, sol Heiden, nen auf so schön ie Bäu Vertrauen 5. Sorgt ein Vogel auf den Zweigen, wenn er singt, hüpft und springt, wer ihm soll anzeigen, was er essen soll und trinken? Nein, ach nein, er folgt fein nur des Himmels Winken. 6. Ach der Glaube fehlt auf Erden! Wär er da, müßt uns ja, was uns not ist, werden. Wer Gott kann im Glauben fassen, der wird nicht, wenns gebricht, von ihm sein verlassen. 7. Wer Gerechtigkeit nachtrachtet und zugleich Gottes Reich über alles achtet, der wird wahrlich nach Verlangen Speis und Trank lebenslang wie im Schlaf empfangen. 8. Laß die Welt denn sich bemühen immerhin; ach mein Sinn soll zu Jesu fliehen. Er wird geben, was mir fehlet, ob ers oft unverhofft eine Weil verhehlet. 9. Nun, Herr Jesu, meine Freude, meine Sonn, meine Wonn, mei⸗ ner Seelen Weide: sorge 375 auf Gott. nur für meine Seelen, so wird mir auch allhier nichts am Leibe fehlen. 10. Alles sei dir un⸗ verhohlen, was mir fehlt, was mich quält, großer Gott, befohlen. Sorge du, so will ich schweigen und vor dir nach Gebühr meine Kniee beugen. 11. cch will dir mit Freuden danken fort und fort, hier und dort, und will nimmer wanken. Lob und Preis sei deinem Namen! Sei mein Teil, Hilf und Heil, liebster Jesu! Amen. Laurentius Laurenti 1660—1722. Psalm 62. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 391 Was von außen und von innen täglich meine Seele drückt und hält Herz, Gemüt und Sinnen unter seiner Last gebückt, in dem allen ist dein Wille, Gott, der aller Unruh wehrt und mein Herz hält in der Stille, bis es deine Hilf erfährt. 2. Denn du bist mein Fels auf Erden, da ich 376 Vertrauen still und sicher leb; deine Hilfe muß mir werden, so ich mich dir übergeb: dein Schutz ist mein Trutz alleine gegen Sünde, Not und Tod; denn mein Leiden ist das deine, weil ich dein bin, o mein Gott. 3. Auf dich harr ich, wenn das Leiden nicht so bald zum Ende eilt; dich und mich kanns nimmer scheiden, wenns gleich noch so lang ver— weilt: und auch dies mein gläubig Hoffen hab ich nur allein von dir; durch dich steht mein Herz dir offen, daß du solches schaffft in mir. 4. Bei dir ist mein Heil und Ehre, meine starke Zuversicht; willst du, daß die Not sich mehre, weiß ich doch, du läßt mich nicht: meint der Feind mich zu er⸗ reichen und zu werfen unter sich, will ich auf den Felsen weichen, der wirft alles unter mich. 5. Liebe Leute, traut beständig auf den Herrn als euren Hort: er ist auf Gott. Gott und heißt lebendig, ist euch nah an jedem Ort. Wann und wo euch Hilfe nötig, da klopft an, er ist zu Haus, kommt und ist zur Hilf erbötig; schütt't das Herz nur vor ihm aus. 6. Aber wie kanns dem gelingen, der auf Fleisch die Hoffnung richt't? Große Leut sind samt geringen in der Not gar ohn Gewicht: traut doch lieber auf den Einen, welcher Lieb und Allmacht hat, daß er helfen kann den Seinen, und beweisets mit der That. 7. Auf dich, mein Gott, bau ich feste, geh in aller Stille hin, denn zuletzt kommt doch das Beste, und das End ist mein Gewinn: deine Allmacht hilft mir tragen, deine Lieb versüßet mir alles Bittre, alle Plagen, darum bin ich still zu dir. 8. Laß es nur, o Seele, gehen, wie es geht, und sorge nicht: endlich wirst du dennoch sehen, daß Gott übt ein recht Ge— urht. Je Ztke, daß shaden kat gilt er alle ider hat! 9. Breit deine Güt nimm mil wird hinft müte stille lich. Wer allen, gieb dir allein zu gefalle stille sein. August Hermo P. Mel. J V 0 302. dessen W fen steht vergnüge Gott füt wie es nur dem bleibt Je o bin il 2. Me Yet an di Gott, be ller Ort mag keir rdg n U— und wo da klopft „ᷣ kommt echöth, nur vor anns dem if Fleisch. richtt? nd samt Not gar raut doch Einen, Allmacht fen kann beweisetz sein Gott, h in aller n zulett 15 Beste, it men Allmacht in, deing mir alles en, darum dir. •0 10 jeht, 91 ich wi jen, echt Ge richt. Sott, inag keinen leiden, 4 Jetzo ist er deine Stärke, daß dir gar nichts schaden kann; dort ver⸗ gilt er alle Werke, so ein jeder hat gethan. 9. Breit, o Herr, doch deine Güte über mich, nimm mich in dich, so wird hinfort mein Ge— müte stille bleiben ewig⸗ lich. Werde alles und in allen, gieb uns, daß wir dir allein allzeit trachten zu gefallen, so wird alles stille sein. August Hermann Francke 1663-1727. Psalm 62, 2. Mel. Jesu, meine Freude. . Meine Seel ist 392. stille zu Gott, dessen Wille mir zu hel— fen steht; mein Herz ist vergnüget mit dem, wie's Gott füget, nimmt an, wwie es geht; geht es nur dem Himmel zu, und bleibt Jesus ungeschieden, so bin ich zufrieden. 2. Meine Seele han⸗ get an dir und verlanget, bei dir zu sein aller Ort und Zeiten und der Vertrauen auf Gott. 3⁰ ihr redet ein; von der Welt Ehr, Lust und Geld, wonach so viel sind be— flissen, mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, ach nein, nur Einer, sagt sie, und sonst keiner wird von mir ge— liebt: Jesus, der getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergiebt. Er allein, er soll es sein, dem ich wieder mich er— gebe und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge und dich gläubig lege sanft in seinen Schoß; lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. 5. Meine Seele senket alles, was sie kränket, tief in Jesu Brust. Sie wird stark durch Hoffen; was sie je betroffen, träget sie mit Lust; fasset sich ganz männiglich durch Geduld und Glauben feste: am End kommt das Beste. 378 Vertrauen auf Gott. 6. Amen, es geschiehet; kränken: Sorgen hört dem wer zu Jesu fliehet, wird Schöpfer zu, meine Seele es recht erfahrn, wie Gott sucht nur Ruh. seinen Kindern pflegt das 4. Meine Seele grämt Kreuz zu mindern und sich nicht, liebt hingegen das Glück zu sparn bis Gott im Leiden; Kummer, zu End: alsdann sich der das Herze bricht, trifft und ängstet nur die Heiden: wer Gott in dem Schoße liegt, bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht, denn sie weiß von keinen Nöten, hängt an Gottes Angesicht auch als— dann, wenn er will töten: wo sich Fleisch und Blut wendt das zuerst gekost'te Leiden, und gehn an die Freuden. Johann Kaspar Schade 1666-1698. Jesus, meine Zuversicht. Mel. Meine Seele sen— 39„et sich hin in Gottes Herz und Hände und erwartet ruhiglich seiner Wege Ziel und Ende, liegt fein stille, nackt und bloß in des liebsten Vaters Schoß. 2. Meine Seele murret nicht, ist mit allem wohl zufrieden; was der eigne Wille spricht, ist zum Tode schon beschieden; was die Ungeduld er— regt, ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht, will vielmehr an nichts gedenken, was gleich spitzen Dornen sticht und den Frieden nur kann denlicht verjagt. zu Gott, und die Zunge bleibt gebunden; also hab ich allen Spott, alle Mar⸗ ter überwunden, bin gleich⸗ wie ein stilles Meer, voll von Gottes Preis und Ehr. Johann Joseph Winckler 1670—1722. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 0 Endlich, endlich 394. muß es doch mit der Not ein Ende nehmen. Endlich bricht das harte Joch, endlich schwindet beklagt, wird das Freu⸗ 6. Meine Seel ist still Angst und schwird d doch einma 2. Endl. gosen ab, nan durc undlich kan stub sich z rüsten. E Thränensa denernte! 3. Endl Kanaan 1 Diensthau lich trifft wenn de stiegen. Jakob eir mehr wir 4. Endl Wort, d Kreuz be der Felser läßt er fließen. drum mi lich, endli Benjamin Nel. Was . sein, als zu finden hört den ime Seele ele gräm hingegen Kun mmey. e bricht. et nur tt in dem bleibt in lügt. eele klage weiß voy hängt ar t auch als will töten und Bül das Freh . eel ist si die Zung j also hu alle Mau „bin gleit Meer, Hmndöl ö ler1670Qůr1 u laß ich nit 9„ endli 5 doch mi e nehmal das hatth schwinde stiegen. läßt 395 Angst und Grämen, end— lich wird der Sorgenstein doch einmal gehoben sein. 2. Endlich bricht man Rosen ab, endlich kommt man durch die Wüsten; endlich kann der Wander— stab sich zum Vaterhause rüsten. Endlich nach der Thränensaat uns die Freu— denernte naht. 3. Endlich sieht man Kanaan nach Agyptenssd Diensthaus liegen. End— lich trifft man Tabor an, wenn der Ölberg über⸗ Endlich zieht ein Jakob ein, wo kein Esau mehr wird sein. 4. Endlich! Oduschönes Wort, du kannst alles Kreuz versüßen. Wenn der Felsen ist durchbohrt, er endlich Wasser fließen. Ei, drum merke dies: lich, endlich kommt gewiß! Benjamin Schmolck 1672—1737. Mel. Was Gott thut, das ist wohl— gethan. Gott lebt: wie kann ich traurig sein, als wär kein Gott zu finden? Er weiß gar Vertrauen auf Gott. mein Herz, End⸗Aug nicht blicket, bis er 379 wohl von meiner Pein, die ich hier muß empfin⸗ den. Er kennt mein Herz und meinen Schmerz; drum darf ich nicht ver— zagen und ihm nur alles klagen. 2. Gott hört, wenn niemand hören will: was will der Feind denn sprechen, als würde meiner Seufzer Ziel nicht durch die Wolken brechen? Ruf ich empor, so hört sein Ohr, so steigt die Hilfe nieder, und schallt das Amen wieder. 3. Gott sieht: wie kla— get denn mein Herz, als seh er nicht mein Weinen? Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz ganz Osen bar erscheinen. Kein Thränlein fällt, das er nicht zählt, worauf sein uns hat erquicket. 4. Gott führt: drum geh ich ruhig fort auf allen meinen Wegen; und wenn die Welt bald hier, bald dort will ihre Stricke legen, so pflegt er mich zwar wunderlich, doch 380 Vertrauen gnädig auch zu führen, daß mich kein Fall kann rühren. 5. Gott giebt: und wär ich noch so arm, doch soll ich nicht verderben; was hilft mir denn mein steter Harm, als müßt ich Hungers sterben? Er hat ja Brot, und wenn die Not uns nach der Wüste weiset, so werden wir ge— speiset. 6. Gott lebt: wohlan, ich merke das. Gott hört: ich wills ihm sagen. Gott sieht: er setzt den Thränen Maß. Gott führt: ich darf nicht klagen. Nur nicht betrübt! Gott giebt und liebt und wird mir endlich geben, auch dort mit ihm zu leben. Benjamin Schmolck 1672—1737. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 396 Je größer Kreuz, je näher Himmel: wer ohne Kreuz, ist ohne Gott. Bei Sündenlust und Weltgetümmel ver⸗ gißt man Hölle, Fluch und Tod. O selig ist der Mann geschätzt, den Gott auf Gott. in Kreuz setzt. 2. Je größer Kreuz, je stärker Glaube: die Palme wächset bei der Last; die Süßigkeit fließt aus der Traube, wenn du sie wohl gekeltert hast. Im Kreuze wächset uns der Mut, wie Perlen in gesalzner Flut. 3. Je größer Kreuz, je größer Liebe: der Wind bläst nur die Flammen auf, und scheinet gleich der Himmel trübe, so lachet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, gleichwie das Ol im Feuer thut. 4. Je größer Kreuz, je und Trübsal mehr Gebete: geriebne Kräuter riechen wohl. Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, so fragte man nicht nach dem Pol. Wo kämen Davids Psalmen her, wenn er nicht auch versuchet wär? 5. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen: im Thale steiget man bergan; wer durch die Wüsten oft ge⸗ gangen, der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein sdet hir flugt eõ nal 6. Je gi seber Ster ich recht a denn man Derderben, einmal al greuz/ das jert, beze triumphier 7. Ne 9 schoner Kt Schatz un die einm Throne Scheitelt teure Klei man das nicht acht 8. Ge mir dein! und je li mich die reize, so Herz mir Aebe, He dort meii trägt. Benjamin Mel. d Go . Trübsol Kreuz, j⸗ die Palmt Hsst; die aus der sie woh Im Kreuz Mut, wi zner Flut Kreuz, j der Win mmen auf gleich de „so lache ne drau mehrt de ichwie di thut. X Kreuz; gerich jen woh Schiff ke wehte, t nach de nen Dabih wenn d uchet wi er Kreuz; n:im Th0l rgan; W ten oft g let sichmi Täublei Vertrauen findet hier nicht Ruh, so fleugt es nach der Arche zu. 6. Je größer Kreuz, je lieber Sterben: man freut sich recht auf seinen Tod; denn man entgehet dem Verderben, es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuz, das Christengräber ziert, bezeugt: sie haben triumphiert. 7. Je größer Kreuz, je schöner Krone, die Gottes Schatz uns beigelegt, und die einmal vor seinem Throne der Überwinder Scheitel trägt. Ach dieses teure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht't. 8. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze je länger und je lieber sein. Daß mich die Ungeduld nicht reize, so pflanz ein solches Herz mir ein, das Glauben, Liebe, Hoffnung hegt, bis dort mein Kreuz die Krone crägt. Benjamin Schmolck 1672—-1737. Mel. O Gott, du frommer Gott. 397.ott ist und bleibt getreu! Sein Her—⸗ auf Gott. 381 ze bricht vom Lieben, pflegt er gleich oftmals auch die Seinen zu betrüben; er prüfet durch das Kreuz, wie rein der Glaube sei, wie standhaft die Geduld: Gott ist und bleibt getreu. 2. Gott ist und bleibt getreu! Er hilft ja selber tragen, was er uns auf⸗ erlegt, die Last der schweren Plagen; er braucht die Ruten oft und bleibet doch dabei ein Vater, der uns liebt: Gott ist und bleibt getreu. 3. Gott ist und bleibt getreu! Er weiß, was wir vermögen, er pfleget nie zuviel den Schwachen auf—⸗ zulegen; er macht sein Israel von Last und Ban⸗ den frei, wenn große Not entsteht: Gott ist und bleibt getreu! 4. Gott ist und bleibt getreu! Er tröstet nach dem Weinen, er läßt aus trüber Nacht die Freuden⸗ sterne scheinen; der Sturm, des Kreuzes Sturm geht augenblicks vorbei; sei, Seele, nur getrost: Gott ist und bleibt getreu. Vertrauen auf Gott. 5. Gott ist und bleibt dein Wächter schläfet ja getreu! Er stillet dein Be-noch Zu den Höhen aufzu⸗ gehren, er will dein Glau⸗ bensgold in Trübsalsglut bewähren; nimm an von Gottes Hand den Kreuz— kelch ohne Scheu, der Lebensbecher folgt: Gott ist und bleibt getreu. 6. Gott ist und bleibt getreu! Laß alle Wetter krachen, Gott wird der Trübsal doch ein solches Ende machen, daß alles Kreuz und Not dir ewig nützlich sei. So liebt der Höchste dich: Gott ist und bleibt getreu. 1695. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. Mel. 398 Gott wills machen, daß die Sachen gehen, wie es heilsam ist. Laß die Wellen sich verstellen, wenn du nur bei Jesu bist. 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen sich nur plagen, daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächter, Gott schlummert nicht. sehen wäre deine Glau⸗ benspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz; laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sei. Wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6. Willst du wanken in Gedanken, faß dich in Gelassenheit. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Freud und Leid. 7. Gottes Hände sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel. Ists be⸗ schwerlich, scheints gefähr— lich: deinem Gott ists nicht zu viel. 8. Seine Wunder sind der Zunder, da der Glaube Funken fängt: alle Thaten sind geraten jedesmal, wie ers verhängt. shimen, u ehens sein 10. Nun Ulage fein Heduld: W will verm seine Sünd 11. Di und das Bräutigan müssen b Haufen, Seite stel 12. 1 mit Thrät Jesu Joch vor dem Heilands 13. Au dem Nam halt ich! und ergel und was Johar Mel. Mein! 909. ö 3 gehn oh wählen;“ chl läfet j rt it n aufzu⸗ ine Glau⸗ eilen und t er stetz laß dein scheinen tin aud nur festz über dil Wenn dei stille, win mmer fre wanben dich Laß der ich morge Freud un zände sun Vermöh Ists H ints gefh Gott is under sih der Glauh alle Tynn jedesmn ugt. Vertrauen 9. Wann die Stunden sich gefunden, bricht die Hilf mit Macht herein; und dein Grämen zu be— schämen, wird es unver⸗ sehens sein. 10. Nun so trage deine Plage fein getrost und mit Geduld: wer das Leiden will vermeiden, häufet seine Sündenschuld. . Die da weichen und das Zeichen ihres Bräutigams verschmähn, müssen laufen zu den Haufen, die zur linken Seite stehn. 12. Aber deuen, die nit Thränen küssen ihres Jesu Joch, wird die Krone dor dem Throne ihres Heilands werden noch. 13. Amen, Amen! In dem Namen meines Jesu halt ich still; es geschehe und ergehe, wie und wann und was er will. Johann Daniel Herrnschmidt 1675—1723. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. 399 Wie— mich führt, so will ich gehn ohn alles Eigen— vählen; geschieht, was er auf Gott. 383 mir ausersehn, wird mirs an keinem fehlen. Wie er mich führt, so geh ich mit und folge willig Schritt vor Schritt in kindlichem Vertrauen. 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still und folge seinem Leiten, obgleich im Fleisch der Eigenwill will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, in Zeit und auch in Ewigkeit stets 93 5 Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt, ich ruh in seinen Händen; wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehrn und wenden, sei ihm 2— mit ganz heimgestellt: mache, wie es ihm 90 fällt, zum Leben oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wunder— lich, sein Rat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht: ich bin ja nicht mein eigen. 384 Vertrauen 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei, was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: was Gott mir wider⸗ fahren läßt, muß mir zum besten dienen. 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken. Kann ichs auch anfangs nicht verstehn, zuletzt wird er aufdecken, wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl geführet hat: dies sei mein Glaubens⸗ anker. Lampertus Gedicke 1683—1735. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. (Freu dich sehr, o meine Seele.) 400 Meine Sorgen, Angstund Plagen laufen mit der Zeit zu End; alles Seufzen, al— les Klagen, das der Herr alleine kennt, wird Gott Lob! nicht ewig sein: nach dem Regen wird ein Schein von viel tausend Sonnenblicken meinen auf Gott. 2. Meine Saat, die ich gesäet, wird zur Freude wachsen aus; wenn die Dornen abgemähet, so trägt man die Frucht nach Haus. Wenn ein Wetter ist vorbei, wird der Himmel wieder frei: nach dem Kämpfen, nach dem Streiten kommen die Erquickungszeiten. 3. Wenn man Rosen will abbrechen, muß man leiden in der Still, daß uns auch die Dornen stechen; es geht alles, wie Gott will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, das man nur im Kampf er⸗ reicht; will man hier das Kleinod finden, so muß man erst überwinden. 4. Unser Weg geht nach den Sternen, der mit Kreuzen ist besetzt; hier muß man sich nicht entfernen, ob er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewigkeit kommt kein Mensch hin sonder Streit: die in Salems Mauern wohnen, matten Geist erquicken. zeigen ihre Dornenkronen. 5. C lle From himmels! aus biel vommen; nan sie stel mes Stuh hrangend hon und ausgezieret lich trium 6. Got tehet fes ewig un Freund gäste we Streit bö erhält de führtemK Kanaan funden, hat übert Dar Ketten, dulde d dich gew Hewitter dem Bli schlag fo ner Tag holgt der die Freue Hen. Jaat, die ö ur Freude wenn die nähet, so ie Frucht Wenn ein bei, wird ieder frei; pfen, nach kommen Szeiten. an Rosen muß man Still, daf e Dornen zeht alles! Er hat jezeigt, dal Kampf er m hier dal „ so muf winden. Weg gah ernen, de ist besch. sich nih er gleit nezt. Ewigketl Lensch hil die i n wohneh, nenkronel. Vertrauen 5. Es sind wahrlich alle Frommen, die des Himmels Klarheit sehn, aus viel Trübsal herge— kommen; darum siehet man sie stehn vor des Lam⸗ mes Stuhl und Thron, prangend in der Ehren— kron und mit Palmen ausgezieret, weil sie glück— lich triumphieret. 6. Gottes Ordnung stehet feste und bleibt ewig unverrückt: seine Freund und Hochzeits— gäste werden nach dem Streit beglückt; Israel erhält den Sieg nach ge— führtem Kampf und Krieg; Kanaan wird nicht ge— funden, wo man nicht hat überwunden. 7. Darum trage deine Ketten, meine Seel, und dulde dich; Gott wird dich gewiß erretten: das Gewitter leget sich, nach dem Blitz und Donner— schlag folgt ein angeneh— mer Tag; auf den Abend folgt der Morgen, und die Freude nach den Sor— gen. 17⁰04. auf Gott. 385 Offenbg. Joh. 22, 20. 21. Mel. Christus der ist mein Leben. 401. Die Gnade sei mit allen, die Gnade unsers Herrn, des Herrn, dem wir hier wallen und sehn sein Kommen gern. 2. Auf dem so schma⸗ len Pfade gelingt uns 3a kein Tritt, es gehe seine Gnade denn bis zum Ende mit. 3. Auf Gnade darf man trauen, man traut ihr ohne Reu; und wenn uns je will grauen, so bleibts: der Herr ist treu. 4. Wird stets der Jam⸗ mer größer, so glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, du kommst, so komme doch! 5. Damit wir nicht erliegen, muß Gnade mit uns sein; denn sie flößt zu den Siegen Geduld und Glauben ein. 6. So scheint uns nichts ein Schade, was man um Jesum mißt; der Herr hat eine Gnade, die über alles ist. 386 Vertrauen 7. Bald ist es über⸗ wunden nun durch des Lammes Blut, das in den schwersten Stunden die größten Thaten thut. 8. Herr, laß es dir gefallen, noch immer ru— fen wir: Die Gnade sei mit allen, die Gnade sei mit mir! Philipp Friedrich Hiller 1699—1769. Gott ist getreu! 402. Sein Herz, sein Vaterherz ist voller Red⸗ lichkeit. Gott ist getreu bei Wohlsein und bei Schmerz, in gut und böser Zeit. Weicht, Berge, weicht! Fallt hin, ihr Hügel! Mein Glaubens⸗ grund hat dieses Siegel: Gott ist getreu! 2. Gott ist getreu! Er ist mein treuster Freund, dies weiß, dies glaub ich fest. Ich bin gewiß, daß er mich keinen Feind zu hart versuchen läßt. Er wiegt bei jeder Prüfungs⸗ stunde die Kraft von meinem Glaubenspfunde. Gott ist getreu! 3. Gott ist getreu! Er auf Gott. thut, was er verheißt, er hält, was er verspricht; wenn mir sein Wort den Weg zum Leben weist, so gleit und irr ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen, sein Wort der Wahrheit kann nicht trügen. Gott ist getreu! 4. Gott ist getreu! Er handelt väterlich, und was er thut, ist gut; sein Liebesschlag erweckt und bessert mich, die Strafe meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Himmels⸗ leiter, der Kampf macht mich zum guten Streiter. Gott ist getreu! 5. Gott ist getreu! Er giebt der bösen Welt den eignen Sohn dahin. Der Heiligste bezahlt das Lö⸗ segeld, damit ich selig bin. Um uns zu retten vom Verderben, ließ er den Ein⸗ gebornen sterben. Gott ist getreu! 6. Gott ist getreu! Mein Vater, des ich bin, sorgt für mein Seelen-— wohl. Sein Will und Wunsch, sein Zweck und wenn n Glück e bar me sch tragen er alle getreu! 8. Mein 5 noch, zu frer treu, doch d heit f Brüde gereick zum getreu . Vegif wie zů Gott deine lang berheißt werspricht; Vort den weist, ⁰0 ich nicht. lensch, er gen, sein cheit kann Gott is etreu! Et ich, und gut; sein weckt und ie Straft Das Kreu Himmelk npf mach Streiter jetreul Velt del ihin. Da lt das H selig bi etten boh er den Ei en. Gob t getrandn ich bih u Seelel! Will mo 3weck I0 Vertrauen sein Bemühn ist, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen Sünden, er läßt mich Ruh in Christo finden. Gott ist getreu! 7. Gott ist getren! Sein göttlich treuer Blick giebt sorgsam auf mich acht; er sieht mit Lust, wenn mich ein zeitlich Glück erfreut und dank⸗ bar macht. Was uns zu schwer ist, hilft er tragen und endlich stillt er alle Klagen. Gott ist getreu! 8. Gott ist getreu! Mein Herz, was fehlt dir noch, dich stets im Herrn zu freun? Sei Gott ge⸗ treu, sei unverzagt, mag doch die Welt voll Falsch⸗ heit sein. Der falschen Brüder Neid und Tücke gereicht am Ende mir zum Glücke. Gott ist getreu! 9. Gott ist getreu! Vergiß, o Seel, es nicht, wie zärtlich treu Gott ist. Gott treu zu sein, sei deine liebste Pflicht, so lang du denkst und bist. auf Gott. 387 Halt fest an Gott, sei treu im Glauben, laß dir den starken Trost nicht rauben: Gott ist getreu! Ehrenfried Liebich 17131780. Was Gott thut, das ist wohlgethan. Mel. 403 Auf Gott und nicht auf meinen Rat will ich mein Glücke bauen und dem, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt allmächtig hält, wird mich in meinen Ta⸗ gen als Gott und Vater tragen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, wieviel mir nützen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, ge— währt, wenns seine Weis⸗ heit litte. Er sorgt für mich ganz väterlich: nicht, 25·⁰ 388 Vertrauen was ich mir ersehe, sein Wille der geschehe. 4. Ist nicht ein unge⸗ störtes Glück weit schwe⸗ rer oft zu tragen als selbst das widrige Ge— schick, bei dessen Last wir klagen? Die größte Not hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahr⸗ haft glücklich macht, läßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ists überwun— den! Hofft auf den Herrn, er hilft uns gern; seid fröhlich, ihr Gerechten: der Herr hilft seinen Knechten. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. auf Gott. Mel. O Welt, ich muß 404 Ich hab in gu— Iten Stunden des Lebens Glück empfunden und Freuden ohne Zahl: so will ich denn gelassen mich auch in Leiden fas— sen; welch Leben hat nicht seine Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du gelinder, als es der Mensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen; du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und bereun. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte: sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein. dich lassen. 5. Ben seibe,bin Erber wa guub und des Tode ihdeiner bist beit! 6. Jch mer weh Geduld v ben zu will den der Herr und waẽ geschehr Chr Mel. All der Gla Siegel, im Feu Himme geltend er die will e dich lassen. x b in gu⸗ nden des npfunden Nne Zahl. gelassen aden fas⸗ hat nicht ich bin ind stetz dder, alk verdient wert mit itlich Wch doch zu dient? ich mich eine Ruh, hr lieben Dir, Gott muen und en bauen errettif ich Gnodl lle meine nen und hat mein w ifter: sei Geschäft, Trost m Vertrauen 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe: was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kum— mer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glau— ben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken: der Herr wird alles lenken, und was mir gut ist, wird geschehn. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 405 Endlich bricht der heiße Tiegel, und der Glaub empfängt sein Siegel, gleich dem Gold im Feur bewährt; zu des Himmels höchsten Freu— den werden nur durch tiefe Leiden Gottes Lieb— linge verklärt. 2. Unter Leiden prägt der Meister in die Herzen, in die Geister sein all— geltend Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer, will er auch des künftgen auf Gott. 389 Schöpfer auf dem Weg der Leiden sein. 3. Leiden bringt em— pörte Glieder endlich zum Gehorsam wieder, macht sie Christo unterthan, daß er die gebrochnen Kräfte zu dem Heiligungsge— schäfte sanft und still er⸗ neuern kann. 4. Leiden sammelt unsre Sinne, daß die Seele nicht zerrinne in den Bildern dieser Welt, ist wie eine Engelwache, die im innersten Gemache des Gemütes Ordnung hält. 5. Leiden stimmt des Herzens Saiten für den Psalm der Ebwigkeiten, lehrt mit Sehnsucht dort⸗ hin sehn, wo die selgen Palmenträger mit dem Chor der Harfenschläger preisend vor dem Throne stehn. 6. Leiden fördert unsre Schritte, Leiden weiht die Leibeshütte zu dem Schlaf in kühler Gruft; es gleicht einem frohen Boten jenes Frühlings, der die Toten zum Empfang des Lebens ruft. Vertrauen auf Gott. 7. Leiden macht im Höhen heller stets hinauf Glauben gründlich, macht uns sehen, bis die letzte gebeugt, barmherzig, kind⸗Stunde schlägt, da auch lich; Leiden, wer ist deiner uns nach treuem Ringen wert? Hier heißt man heim zu dir auf lichten dich eine Bürde, droben Schwingen eine Schar bist du eine Würde, die der Engel trägt. nicht jedem widerfährt. Karl Friedrich Harttmann 8. Brüder, solche Lei— 79999. densgnade wird in man⸗Mel Eins ist not! Ach Herr, dies Eine. nigfachem Grade Jesu 406 Zaget nicht, wenn Jüngern kund gemacht,»Dunkelheiten auf wenn sie mancher Schmerz des Lebens Pfade ruhn: durchwühlet, wenn sie Gott ist gut, er wird manchen Tod gefühlet, euch leiten, ihm ists Nächte seufzend durchge— Freude, wohlzuthun. Sind wacht. seine Gedanken nicht eure 9. Im Gefühl der tief-Gedanken, laßt dennoch, sten Schmerzen dringt das o Christen, den Glauben Herz zu Jesu Herzen nicht wanken, daß er, der immer liebender hinan; des Wurmes im Staube und um eins nur fleht gedenkt, auch sorgsam und es sehnlich: Mache deinem freundlich durchs Dunkel Tod mich ähnlich, daß ich euch lenkt. mit dir leben kann! 2. Alles Dunkel dieses 10. Endlich mit der Lebens glänzt vor Gott Seufzer Fülle bricht der wie Sonnenlicht; wir Geist durch jede Hülle, durchforschens oft ver⸗ und der Vorhang reißt gebens, seinen Blickhemmt entzwei. Wer ermisset Dunkel nicht. Er kennet denn hienieden, welch ein das Große, das Kleine, Meer von Gottesfrieden das Ferne, die Thränen droben ihm bereitet sei? der Armen, die Scharen 11. Jesu, laß zu jenen der Sterne; mit mächtiger gbeberfo a seine! Hsit ersan 3. Von erissen, Seraph! schränkt Wisen, e noch schr ren wir Kindesbe i3 nur X tigen La echebet Sinn, Armed 4. A den, sprieße Leiden jauchze regiert wenn dich fi 5. liche von E Schütz ts hinauf die letzt da auth u Ringen if lichten e Schar h Harttmamn 743—18ʃ5 herr, dies Eine icht, wenn heiten auf De ruhn: er wird ihm ist hun. Sind nicht eun dennoch, Glauben aß er, de m Staub rgsam und 95 Dunke nel diese vor Gott icht; wi oft hel lickhemmt. Er kenne Kleini. Thränas Schaulh mächtihe Vertrauen auf Gott. 391 Liebe verfolgt er den Plan, trügen, sind des heißen den seine unendliche Weis⸗Strebens wert. Hinweg heit ersann. 3. Von Erstaunen hin⸗ehrenden Sorgen! denn, ihr bangen, ent⸗ In gerissen, sinnt der hohe Gott sind die Schätze des Seraph nach; ach be-Christen verborgen, hier schränkt ist noch sein tilgt sie kein Unfall, kein Wissen, ewig fühlt er sich tobender Schmerz; auch noch schwach. Was mur-traurige Stunden be⸗— ren wir Menschen von reichern das Herz. Kindesverstande? Wir sind 6. Dulden wir gleich ja nur Wandrer im schat⸗manche Plage, der All⸗ tigen Lande. Nur Demut weise wägt sie ab; er erhebet den ängstlichen Sinn, sie wirft in die Arme des Vaters uns hin. 4. Ach erkenne dich, o Seele, fühle, wie so schwach du bist; blicke still zu Gott und wähle, was von ihm verordnet ist. Der Trübsal ent⸗ strömen oft heilige Freu— den, und Segen ent⸗ sprießet den bittersten Leiden; bedenk es und jauchze, daß Gott dich regiert, sei folgsam, auch wenn er durch Dornen dich führt. 5. Nicht das sinn⸗ liche Vergnügen wird von Christen hochgeehrt; Schätze nur, die nimmer durchschauet unsre Tage von der Wiege bis ans Grab. Was jetzt uns be⸗ trübet, soll einst uns ent⸗ zücken: o selige Hoffnung, wie kannst du erquicken! Nun ängsten die künftigen Tage uns nicht: der Ewige spricht, und das Dunkel wird Licht. 7. Schwinge dich em⸗ por vom Staube, fasse Mut, verzagter Geist! Siegen, siegen wird der Glaube, der den Herrn des Lebens preist. O laß dich das Dunkel der Erde nicht kümmern! Schon sieht ja dein Glaube die Herrlichkeit schimmern, die jenseits der Sterne 392 Vertrauen dir Jesus enthüllt; da rufst du einst jauchzend: Das Herz ist gestillt. Johann Wilhelm Reche 1763—1835. Auferstehn, ja auferstehn wirst du. Mel. 407 Ja fürwahr, uns Fführt mit sanfter Hand ein Hirt durchs 8 Pilgerland der dumklen Erde, uns, seine kleine Herde. Hallelujah. 2. Wenn im Dunkeln auch sein Häuflein irrt, er wacht, der treue Hirt, und läßt den Seinen ein freundlich Sternlein schei— nen. Hallelujah. 3. Sicher leitet aus des Todes Graun er uns zu grünen Aun, zu frischen Quellen, zu ewgen Lebens— wellen. Hallelujah. 4. Freundlich blickt sein Aug auf uns herab. Sein sanfter Hirtenstab bringt Trost und Friede; er wachet sich nicht müde. Hallelujah. 5. Ja fürwahr, er ist getreu und gut; auch unser Schicksal ruht in auf Gott. seinen Armen. Sein Name ist Erbarmen. Hallelujah. Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 408 Ich steh in meines Herren Hand und will drin stehen bleiben, nicht Erdennot, nicht Er⸗ dentand soll mich daraus vertreiben; und wenn zerfällt die ganze Welt, wer sich an ihm und wen er hält, wird wohlerhal⸗ ten bleiben. 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, und Wun⸗ der sollen schauen, die sich auf sein wahrhaftig Wort verlassen und ihm trauen. Er hats gesagt, und darauf wagt mein Herz es froh und unver⸗ zagt und läßt sich gar nicht grauen. 3. Und was er mit mir machen will, ist alles mir gelegen, ich halte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen; denn was er thut, ist immer gut, und wer von ihm behütet ruht, ist sicher allerwegen. nRane lehjjah. krummacher 45. eiich udn. imeines and und bleiben, nicht Er Wuuun wenn e Belt, und wen ohlerhal rels, ein d Wun⸗ len, die hrhasti und ihm 5 gesagz gt mein d under⸗ sich 9ab er mi ist alls ch 105 stllu 1 195 0 ö ö ist sicht cher Vertrauen 4. Ja wenns am schlimmsten mit mir steht, freu ich mich seiner Pflege; ich weiß: die Wege, die er geht, sind lauter Wun⸗ derwege. Wasböse scheint, ist gut gemeint; er ist doch nimmermehr mein Feind und giebt nur Liebesschläge. 5. Und meines Glau— auf Gott. 393 bens Unterpfand ist, was er selbst verheißen: daß nichts mich seiner starken Hand soll je und je ent— reißen. Was er ver⸗ spricht, das bricht er nicht, er bleibet meine Zuver— sicht; ich will ihn ewig preisen. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. V. Besondere Zeiten, Stände und Verhältnisse. 1. Morgen. Arbeit, Müh und Fleiß gereich zu dein'm Lob, Ehr und Preis. Nikolaus Herman 1561. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 409 Die helle Sonn leucht't jetzt her⸗ für, fröhlich vom Schlaf aufstehen wir; Gott Lob, der uns in dieser Nacht behütet vor des Teufels Macht. 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine Güt, laß deine lie⸗ ben Engelein unsre Hüter und Wächter sein; 3. Daß unser Herz im Ghorsam leb, dein'm Wort und Willn nicht wider— streb; daß wir dich stets vor Augen han in allem, das wir heben an. 4. Laß unser Werk ge⸗ raten wohl, was ein jeder Mel. ausrichten soll, daß unsre 410. Ans meines Her⸗ zens Grunde sag ich dir Lob und Dank in dieser Morgenstunde, dazu mein Leben lang, o Gott in deinem Thron, dir zu Lob, Preis und Ehren durch Christum unsern Herren, dein ein⸗ gebornen Sohn; 2. Daß du mich hast aus Gnaden in der ver⸗ gangnen Nacht vor Gfahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt demütiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, wo⸗ mit in diesem Leben ich hab erzürnet dich. 3. Du In us hüten m Tag vor 2 mein Set Gut, Eh dein Hi dazu m denn ab mein 6 wandter Bekannt Jamm. mir ni Seel 1 bring 6. 6 raden, verna Thater und L nde nd Fleiß em H man 156l ines He. nden nd Danl zenstunde en lanz m Thron, reis und Christun dein ein V mich has der vel vor Gfahs en behütt Ich bit J olst m eben, W. Heben ih ch. 3. Du wollest auch be— hüten mich gnädig diesen Tag vor Teufels List und Wüten, vor Sünden und vor Schmach, vor Feur und Wassersnot, vor Ar⸗ mut und vor Schanden, vor Ketten und vor Ban⸗ den, vor bösem, schnellem Tod. 4. Mein Leib und auch mein Seele, mein Weib, Gut, Ehr und Kind in dein Händ ich befehle, dazu mein Hausgesind; denn alles, was ich hab, mein Eltern und Ver⸗ wandten, Geschwister und Bekannten, ist dein Ge— schenk und Gab. 5. Dein Engel laß auch bleiben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der bös Feind hier in diesem Jammerthal sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe und bring mich nicht zu Fall. 6. Gott will ich lassen raten, denn er all Ding vermag. Er segne meine Thaten, mein Vornehmen und Sach; ihm hab ich Morgen. 395 heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben und was er mir gegeben; er machs, wie's ihm ge— fällt. 7. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, Gott wird es alls zusammen in Gnaden sehen an; und streck nun aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott beschieden in mein'm Beruf und Stand. 1595 Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 411 Das walt Gott —Vater und Gott Sohn, Gott heilger Geist ins Himmels Thron! Man dankt dir, eh die Sonn aufgeht; wenns Licht anbricht, man vor dir steht. 2. Drum beug ich die⸗ sen Morgen früh in rech⸗ ter Andacht meine Knie und ruf zu dir mit heller Stimm: Dein Ohren neig, mein Red vernimm. 3. Ich rühm von Her— zen deine Güt, weil du 396 mich gnädig hast behüt't, daß ich nun hab die fin⸗ stre Nacht in Ruh und Frieden zugebracht. 4. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, nimm mich auch diesen Tag in Hut, laß deine lieben En— gelein mein Wächter und Gefährten sein. 5. Dein Geist mir Leib und Seel regier und mich mit schönen Gaben zier; er führ mich heut auf rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kann. 6. Gieb Gnad, daß ich mein Werk und Pflicht mit Freuden diesen Tag verricht zu deinem Lob und meinem Nutz und meinem Nächsten thue Guts. 7. Hilf, daß ich zu re⸗ gieren wiss mein Augen, Ohren, Händ und Füß, mein Lippen, Mund und ganzen Leib; all bös Be— gierden von mir treib. 8. Bewahr mein Herz vor Sünd und Schand, daß ich, vom Übel abge— wandt, mein Seel mit Sünden nicht beschwer Morgen. und mein Gewissen nicht versehr. 9. Behüt mich heut und allezeit vor Schaden, Schand und Herzeleid, tritt zwischen mich und meine Feind, die sichtbar und unsichtbar sind. 10. Mein Aus⸗ und Eingang heut bewahr, daß mir nichts UÜbels wider— fahr; behüte mich vor schnellem Tod und hilf mir, wo mir Hilf ist not. Martin Behm 1557—1622. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 412 O heilige Drei— faltigkeit, o hoch— gelobte Einigkeit, Gott Vater, Sohn und heilger Geist, heut diesen Tag mir Beistand leist. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr, und mich der Satan nicht verletz, noch mich in Schand und Schaden setz. 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, des Sohnes Weisheit mich er⸗ quick, des heilgen Geistes Glanz und Schein erleucht meins fi Schrein. 54 M nir kräft Gilöser,! Tröster n von mir, werten E 5. Her hüte mich Herr, gi heb auf: sicht und auf mich Ma 113. Vater, Geist, Nacht li und Mi heißt, d die Welf ist erh 2. von He in dies fahr, sen niht. heut und. Schaden erzeleiz nich ud sichtbr sind. Uls⸗ und wahr, daß 5 wider ich von und hih f ist not 1557—10 t,dich zu un + ige Drei t, o hoch it, Goh d heilhe Dg mit el, Leb vahr, dx iderfah, tan nicht mich in aden seh Hulb it dei mich eEꝰ Geist erleugt meins finstern Herzens Schrein. 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei, o mein Erlöser, hilf mir frei, o Tröster wert, weich nicht von mir, mein Herz mit werten Gaben zier. 5. Herr, segne und be— hüte mich, erleuchte mich, Herr, gnädiglich, Herr, heb auf mich dein Ange— sicht und deinen Frieden auf mich richt. Martin Behm 1557-1622. 41 Gott des Himmels und der Erden, Vater, Sohn und heilger Geist, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns scheinen heißt, dessen starke Hand die Welt und was drinnen ist erhält: 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Ge— fahr, Angst, Not und Schmerzen hast behütet und bewacht, daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch Morgen. 397 meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o Herr Jesu, laß mich fin⸗ den deine Wunden offen stehn, da alleine Hilf und Rat ist für meine Misse— that. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort: nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen meine Seele samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir be— fehle unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein Ehr, mein Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum. 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Leib und 398 Morgen. Feindes Macht, List und Die besten Güter sind Anschläg von mir wende unsre Gemüter; dankbare und mich halt in guter Lieder sind Weihrauch und Acht, der auch endlich mich Widder, an welchen er zur Ruh trage nach dem sich am meisten ergötzt. Himmel zu. ö 4. Abend und Morgen Heinrich Albert 1604—1651. sind seine Sorgen; segnen 414. nsn Phen sun er »voll Freud und- n. W Wonne bringt unsern und Thaten allein. Wenn Wir 8 legen, so ist er Grenzen mit ihrem Glän⸗ 17 0 7 4 0 r a zen ein herzerquickendes, eden Hn 50— 35. ebliches Lich. Mein dn wr uns Juf⸗ Haupt und Glieder Dirsdrneehen Sühen lagen darnieder, aber Enn ne R steh ich, bin munter und 5. Ich hab erhoben zu fröhlich, schaue den Him⸗ dir hoch droben all meine mel mit meinem Gesicht. Sinnen: laß mein Be⸗ 2. Mein Auge schauet, Iimnen ohn allen Anstoß was Gott gebauet zu sei⸗ undglücklich ergehn. Laster nen Ehren und uns zu und Schande, des Satanas lehren, wie sein Vermögen Bande, Fallen und Tücke sei mächtig und groß, und euri ferne zurücke: laß wo die Frommen dann mich auf deinen Geboten sollen hinkommen, wann bestehn. sie mit Frieden von hinnen 6— Laß mich mit Freu⸗ geschieden aus dieser Er-den ohn alles Neiden den vergänglichem Schoß. sehen den Segen, den du 3. Lasset uns singen, wirst legen in meines dem Schöpfer bringen Bruders und Nächsten Güter und Gaben; was Haus. Geiziges Brennen, wir nur haben, alles sei unchristliches Rennen nach Gotte zum Opfer gesetzt! Gut mit Sünde, das tilge 4 eschvind. Herzen un . Mer Was ists ainer Sti Grunde, brechen mel und das Wer ihrer Er 8. Al aber st Vanken sein Ve ewigen und 6 men ni im He Schmer eitlich 9. 6 vergieb meine und 5 Augen Sohst, lenke! Hefälle alles Ind 6 10. Womi iter sith dankbau auch und elchen ergött. DMorgef n; segney glück ver ne Werk in. Wem so ist g wir auf er auf nis seine Schein. choben 3 all mein mein Y en Anstf hn. Laste 5Satanat und Tück rücke: Gebota mit Fean 3 Moder den d 1 meitlb Nächsth Brennei, nnennnc das tlt geschwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen, was ists gewesen? In einer Stunde geht es zu Grunde, sobald das Lüft— lein des Todes drein bläst. Alles in allen muß brechen und fallen, Him— mel und Erden die müssen das werden, was sie vor ihrer Erschaffung gewest. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden die neh— men nicht Schaden, heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, vergieb und schone, laß meine Schulden in Gnad und Hulden aus deinen Augen sein abgewandt. Sonst, Herr, regiere mich, lenke und führe, wie dirs gefället: ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich Morgen. 399 kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und Beste, Gott ist das Süßte und Aller⸗ gewißte, aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, mit Galle trän⸗ ken, und soll von Plagen ich auch was tragen: wohlan so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig meinem Ge— beine, das weißt du alleine, der du nie keinen zu sehr hast betrübt. 12. Kreuz und Elende das nimmt ein Ende; nach Meeres Brausen und Windes Sausen leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille hab ich zu warten im himmlischen Garten, dahin sind meine Gedanken gericht't. Paul Gerhardt 1607-1676. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. 41 Wach auf, mein Herz, und singe 400 dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter, dem frommen Menschen— hüter. 2. Heut, als die dunklen Schatten mich ganz um— geben hatten, hat Satan mein begehret; Gott aber hats gewehret. 3. Du sprachst: Mein Kind,‚ nun liege trotz dem, der dich betrüge; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 4. Dein Wort das ist geschehen: ich kann das Licht noch sehen, von Not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben: mein Weihrauch und mein Widder sind mein Gebet und Lieder. 6. Die wirst du nicht verschmähen; du kannst ins Herze sehen und weißt wohl, daß zur Gabe ich ja nichts Beßres habe. 7. Du wollst dein Werk vollenden, mir deinen Engel senden, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. Morgen. 8. Sprich Ja zu meinen Thaten, hilf selbst das Beste raten; den Anfang, Mitt und Ende, ach Herr, zum besten wende. 9. Mit Segen mich be— schütte, mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. Paul Gerhardt 1607—1676. 416 Morgenglanz der »Ewigkeit, Licht vom unerschöpften Lichte, schick uns diese Morgen⸗ zeit deine Strahlen zu Gesichte und vertreib durch deine Macht unsre Nacht. 2. Deiner Güte Mor⸗ gentau fall auf unser matt Gewissen, laß die dürre Lebensau lauter süßen Trost genießen und er⸗ quick uns, deine Schar, immerdar. 3. Gieb, daß deiner Liebe Glut unsre kalten Werke töte, und erweck uns Herz und Mut bei entstandner Morgenröte, daß wir, eh wir gar ver⸗ gehn, recht aufstehn. J Verk J. Ad aus der auch am unser Lei ind, ent Plage, Frendenb 5. Leu jene We Gnadenst durh d in das Vonne, ins erb Christi Mel. Me 1⁷ mir zl mit Go gethan geführe Gottes allenth gut mu gedeih 2 +. Vermö Gutes er gie und K uns u meinen Amfang ach Herr, de. mich be⸗ Herz sei ein Vort , bis ich ise. 160-160 nglanz der it, Liht ten Lichte Morgen⸗ rahlen zu treib durt nsre Nacht züte Mor⸗ unser matt die dürdd ter süßel 1 und er ine Schar, haß deinet nsre kolten und erwokl Mut be Lorgenröte,— ir gar bel⸗ sstehn 4. Ach du Aufgang aus der Höh, gieb, daß auch am jüngsten Tage unser Leib verklärt ersteh und, entfernt von aller Plage, sich auf jener Freudenbahn freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Gnadensonne; führ uns durch das Thränenfeld in das Land der süßen Wonne, da die Lust, die uns erhöht, nie vergeht. Christian Knorr von Rosenroth 1636—1689. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. 417 In Gottes Namen fang ich au, wa⸗ mir zu thun gebühret: mit Gott wird alles wohl— gethan und glücklich aus⸗ geführet; was man in Gottes Namen thut, ist allenthalben recht und gut und muß uns auch gedeihen. 2. Gott ist, der das Morgen. 401¹ so muß der Zug gesegnet sein, daß wir die Fülle haben. 3. Wer erst nach Got⸗ tes Reiche tracht't und bleibt auf seinen Wegen, der wird gar leichtlich reich gemacht durch Got— tes milden Segen: da wird der Fromme froh und satt, daß er von seiner Arbeit hat auch Armen Brot zu geben. 4. Gott ist der From⸗ men Schild und Lohn, er krönet sie mit Gnaden. Der bösen Welt ihr Neid und Hohn kann ihnen gar nicht schaden: Gott decket sie mit seiner Hand, er segnet ihre Stadt und Land und füllet sie mit Freuden. 5. Drum komm, Herr Jesu, stärke mich, hilf mir in meinen Werken; laß du mit deiner Gnade dich bei meiner Arbeit Vermögen schafft, was Gutes zu vollbringen; er giebt uns Segen, Mut und Kraft und läßt das Werk gelingen: ist er mit uns und sein Gedeihn, merken; gieb dein Ge— deihen selbst dazu, daß ich in allem, was ich thu, ererbe deinen Segen. 6. Regiere mich durch deinen Geist, den Müßig⸗— 26 402 gang zu meiden, damit, was du mich schaffen heißt, gescheh mit lauter Freuden, auf daß ich dir mit aller Treu auf dein Gebot gehorsam sei und meinen Nächsten liebe. 7. Nun, Jesu, komm und bleib bei mir! Die Werke meiner Hände be⸗ fehl ich, liebster Heiland, dir; hilf, daß ich sie voll⸗ ende zu deines Namens Herrlichkeit, und hilf, daß ich zur Abendzeit er⸗ wünschten Lohn empfange. Salomo Liscow 1640-1689. Ephes. 5, 14. Mel. Nun freut euch, lieben Christen 418. gmein. dich Erhebe meine Seel: die Finsternis vergehet, der Herr erscheint in JIsrael, sein Licht am Himmel stehet. Erhebe dich aus deinem Schlaf, daß er was Gutes in dir schaff, indem er dich erleuchtet. 2. Im Licht muß alles rege sein und sich zur Arbeit wenden; im Licht singt früh das Vögelein, Morgen. im Licht will es vollen— den: so soll der Mensch in Gottes Licht aufheben billig sein Gesicht zu dem, der ihn erleuchtet. 3. Laßt uns an unsre Arbeit gehn, den Herren zu erheben; laßt uns, indem wir auferstehn, be⸗ weisen, daß wir leben; laßt uns in diesem Gna⸗ denschein nicht eine Stun⸗ de müßig sein: Gott ists, der uns erleuchtet. 4. Ein Tag geht nach dem andern fort, und unser Werk bleibt liegen. Ach hilf uns, Herr, du treuster Hort, daß wir uns nicht betrügen; gieb, daß wir greifen an das Werk, gieb Gnade, Segen, Kraft und Stärk im Licht, das uns erleuchtet. 5. Du zeigst, was zu verrichten sei auf unsres Glaubens Wegen; so hilf uns nun und steh uns bei, verleihe deinen Segen, daß das Geschäft von deiner Hand vollführet werd in alle Land, wozu du uns erleuchtet. necht br zeit; so hellig di Geist g fürchter nachden 7.2 1.* bens se der Kra sei die? die Le Werke. in diese netbeid dieweil 8. f6 du ehh stets mich d mach tüchtit goldn Hand ewigli Mel. 0 ö 16 19 Mit Arbei eine Stun⸗ Gott ists tet. geht nach fort, und eibt liegen. Herr,. daß wir ügen; gich en an das de, Segen, ck im Licht chtet. t, was zu auf unss en; so hif steh und nen Segen, chäft von ollführet and, wozu tet. 6. Ich flehe, Herr, mach uns bereit zu dem, was dir gefällig, daß ich recht brauch der Gnaden— zeit; so flehen auch ein— hellig die Kinder, die vom Geist geborn und die sich fürchten vor dem Zorn, nachdem du sie erleuchtet. 7. Das Licht des Glau— bens sei in mir ein Licht der Kraft und Stärke, es sei die Demut meine Zier, die Lieb Werke. Die Weisheit fließt in diesem Grund und öff—⸗ net beides, Herzund Mund, dieweil die Seel erleuchtet. 8. Herr, bleib bei mir, du ewges Licht, daß ich stets gehe richtig, erfreu mich durch dein Angesicht, mach mich zum Guten tüchtig, bis ich erreich die goldne Stadt, die deine Hand gegründet hat und ewiglich erleuchtet. Peter Lackmann 1713. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 419 Das walte Gott, der helfen kann! Mit Gott fang ich die Arbeit an, mit Gott nur Morgen. das Werk der 403 geht es glücklich fort, drum ist dies auch mein erstes Wort: Das walte Gott! 2. All mein Beginnen, Thun und Werk erfordert Gottes Kraft und Stärk; mein Herz sucht Gottes Angesicht, drum auch mein Mund mit Freudenspricht: Das walte Gott! 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts, wo Gott nicht giebet, da ge— brichts; Gott giebt und thut mir alles Guts, drum sprech ich auch nun gutes Muts: Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafür; auf sein Wort werf ich aus mein Netz und sag in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! 5. Anfang und Mitte samt dem End stell ich allein in Gottes Händ; er gebe, was mir nützlich ist, drum sprech ich auch zu jeder Frist: Das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, 26* 404 Morgen. jeder keiner Feinde Neid, laß Stund; drum sprech ich hassen, wers nicht lassen auch von Herzensgrund: kann; ich stimme doch mit so gnüget mir zu Das walte Gott! Freuden an: Das walte 7. Trifft mich ein Un⸗Gott! glück: unverzagt!— doch 12. Thu ich denn was mein Werk mit Gott ge⸗ mit Gottes Rat, der mir wagt; er wird mir gnä-beistehet früh und spat, dig stehen bei, drum dies dann alles wohl geraten auch meine Losung sei: muß; drum sprech ich noch— Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Thun ein Ende hat; er giebt und machts wie er will, drum sprech ich auch fein in der Still: Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not und giebt mir auch mein täglich Brot, nach seinem alten Vaterbrauch thut er mir Guts; drum sprech ich auch: Das walte Gott! 10. Ohn ihn ist all mein Thun umsonst; nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst: mit Gott gehts fort, gerät auch wohl, daß ich kann sagen glaubensvoll: Das walte Gott! 11. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, so acht ich nimmt, Mel. mals zum Beschluß: Das walte Gott! Johann Betichius 1650—1722. O Gott, du frommer Gott. 2 O Jesu, süßes Licht, nun ist die Nacht vergangen, nun hat dein Gnadenglanz aufs neue mich umfangen, nun ist, was an mir ist, vom Schlafe aufgeweckt und hat nun in Begier zu dir sich ausgestreckt. 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken mit Leib, mit Seel, mit Geist heut diesen ganzen Tag: das soll mein Opfer sein, mag. —* weil ich sonst nichts ver⸗ tum, m vermäh raft; d Geist, 0 dich ve 4. 2 mein; dir erg und zu liebstes ach le und 1 Geist, dir ve setzt d get: seln präge benss rechti len i leid denn was der mir und spat, hl geraten chich noch— luß: Das 1650—17²2. frommer Gott su, süßes nun ist die n, nun hat lanz aufs angen, nun ir ist, vom weckt und gier zu dir . ch dir dem Gott, für 2 Ich wil d gar in senken mit mit Geist nzen Tag: Pfer sein, lichts ber⸗ 3. Drum siehe da, mein Gott, da hast du meine Seele, sie sei dein Eigen— tum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebes— kraft; da hast du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklären allermeist. 4. Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und zum Haus; ach aller⸗ liebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angele— get: laß meiner Seele sein dein Bildnis einge— präget im güldnen Glau⸗ bensschmuck, in der Ge— rechtigkeit, die allen See— len ist das rechte Ehren— kleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuschheit, mit Geduld durch deines Geistes Triebe; auch mit der Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohl Morgen. 40⁵ geschmückt und köstlich angethan. 7. Bleib du mir diesen Tag stets vor den Augen schweben; laß dein Allge— genwart mich wie die Luft umgeben, auf daß mein ganzes Thun durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe innig— lich, mein Gott, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich thu, ja rede und gedenke; durch deines Geistes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich unverrückt verbleib dein Eigentum. Joachim Lange 1670—1744. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 421 Ein neuer Tag, ein neues Leben geht mit der neuen Woche an; Gott will mir heut aufs neue geben, was mir sonst niemand geben kann; denn hätt ich seine Gnade nicht, wer gäbe mir sonst Trost und Licht? 2. Ich grüße diesen lieben Morgen und küsse 406 Morgen. Gottes Vaterhand, diese Nacht so manche Sorgen in Gnaden von die Gott, das Deine und laß mich auch das Meine thun: behüte beide, Groß mir abgewandt. Ach Herr, und Kleine, daß sie auf wer bin ich Armer doch? deiner Huld beruhn, und Du sorgst für mich, ich lebe noch. 3. Nun das erkennet meine Seele und giebt sich selbst zum Opfer hin; doch weil ich noch in die— ser Höhle mit Not und Tod umgeben bin, so weich auch heute nicht von mir, denn meine Hilfe steht bei dir. 4. Mein Glück in die— ser neuen Woche soll nur in deinem Namen blühn: ach laß mich nicht am Sündenjoche mit meinem Fleisch und Blute ziehn: gieb deinen Geist, der mich regier und nur nach deinem Willen führ. 5. Soll ich mein Brot Nöten. und bei stehn zur Seiten, wenn mit Kummer essen, so laß es doch gesegnet sein, und was du sonsten zu⸗ gemessen, das richte mir Ich bitt zum besten ein. um keinen Überfluß, nur was ich nötig haben muß. 6. So thue nun, mein daß ein jedes diesen Tag mit dir vergnügt beschlie⸗ ßen mag. Benjamin Schmolck 1672—1737. Mel. Christus, der uns selig macht. 422 Fang dein Werk mit Hesu an, Jesus hats in Händen; Jesum ruf zum Beistand an, Jesus wirds wohl enden. Steh mit Jesu morgens auf, geh mit Jesu schlafen, führ mit Jesu deinen Lauf, lasse Jesum schaffen. 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum an⸗ zubeten, daß er woll dein Helfer sein stets in allen Morgens, abends Nacht will er des Satans List und Macht dich sucht zu be— streiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten; er wird dich vor iher hehüten. Netraue nahtshi scher, d Inglück 4. W Sach m gefange eine N erlange Glück! diesem wird d auch in 59. 9 Mein sich X zu en le und la M aß se auf ruhn, und dies en Ta igt beschlie⸗ 1 197½2—1737 uns selig macht. dein Verk Jesu an, u Händen; m Mistand irds wohl mit Jesu „geh mit führ mit Lauf, lasse . soll der Jesum an⸗ r woll dein ets in allen ens, abendẽ ht will er iten, wenn List und ucht zu be⸗ dein Nsus die Feinde rd dich vor Morgen. ihrer List schützen und behüten. Setz nur das Vertrauen dein in sein All⸗ machtshände und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende. 4. Wenn denn deine Sach mit Gott also an— gefangen, ei so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen; es wird folgen Glück und Heil hier in diesem Leben, endlich wird dir Gott dein Teil auch im Himmel geben. 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach sei dir über⸗ geben; es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, Herr, in deinem Namen; laß es doch sein wohlge⸗ than! Ich sprech darauf: Amen. Um 1720. Mel. Ich dank dir schon durch deinen chr, 93 O Jesu, meines 423. Lebens Licht, nun ist die Nacht vergangen: mein Geistesaug zu dir sich richt't, dein Anblick zu empfangen. 407 2. Du hast, da ich nicht sorgen konnt, mich vor Gefahr bedecket und auch vor andern mich gesund nun aus dem Schlaf er⸗ wecket. 3. Mein Leben schenkst du mir aufs neu, es sei auch dir verschrieben, mit neuem Ernst, mit neuer Treu dich diesen Tag zu lieben. 4. Dir, Jesu, ich mich ganz befehl: im Geiste dich verkläre; dein Werk⸗ zeug nur sei meine Seel, den Leib bewahr und nähre. 5. Durchdring mit dei— nem Lebenssaft Herz, Sinne und Gedanken; be⸗ kleide mich mit deiner Kraft, in Proben nicht zu wanken. 6. Mein treuer Hirte, sei mir nah, steh immer mir zur Seiten, und wenn ich irre, wollst du ja mich wieder zu dir leiten. 7. Sei du alleine meine Lust, mein Schatz, mein Trost und Leben; kein andres Teil sei mir be— wußt, dir bin ich ganz ergeben. 8. Zeig mir in jedem Augenblick, wie ich dir soll gefallen; zeuch mich vom Bösen stets zurück, regiere mich in allem. 9. Laß mich mit Kraft und williglich mir selbst und allem sterben; zerstör du selber völliglich mein gründliches Verderben. 10. Gieb, daß ich mei⸗ nen Wandel führ im Geist, in deinem Lichte, und als ein Fremdling lebe hier vor deinem Angesichte. 11. Ach halt mich fest mit deiner Hand, daß ich nicht fall noch weiche; zeuch weiter durch der Liebe Band, bis ich mein Ziel erreiche. Gerhard Tersteegen 16971769. Mel. Ich dank dir schon durch deinen Sohn. 424 Mein erst Gefühl sei Preis und Dank: erheb ihn, meine Seele! Der Herr hört deinen Lobgesang: lobsing ihm, meine Seele! 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schließ im Frieden: wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden. 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß und schützt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu er⸗ wecken? 5. Du bist es, Herr und Gott der Welt, und dein ist unser Leben, du bist es, der es uns er⸗ hält und mirs jetzt neu gegeben. 6. Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber thun nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Le— bens gnädig wahr; auf ö weises He Plficht ert thue; 10. Da getteuer K nem Reith selig, züch durch deit H. 2 Nächsten Fleiß und mich ge Wohlerge Tugend 12. D der Lebe Furcht g nen Lauf wenn d schließe. Chri Mel. Den 25. 1. wer eit der für die benn 5 weiß, bahren? Blut in schüßt 2 a8 Auge 9 sher zer ruft seinem zu er⸗ 5„, Herr elt, und ben, du uns er⸗ letzt neu du, Gott sei deine ach einer ch dieses 1 Segen ich deine d lehre un nach llen. nes L⸗ hry auf x Morgen. dich hofft meine Seele: sei mir ein Retter in Ge⸗ fahr, ein Vater, wenn ich fehle. 9. Gieb mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig thue; 10. Daß ich als ein getreuer Knecht nach dei— nem Reiche strebe, gott— selig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 11. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue; mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue; 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße und mei⸗ nen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, be— schließe. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Den die Hirten lobten sehre. 425. Früh 9 Mor⸗ gen Jesus gehet 409 und vor allen Thüren stehet, klopfet an, wo man geflehet: Komm, Herr Jesu, unser Gast! 2. Nun so lasset ihn nicht dorten, thut ihm auf des Herzens Pforten und ruft ihn mit süßen Worten: Eile, Jesu, kehre ein! 3. Wollest täglich bei uns bleiben, alle Feinde von uns treiben, uns ins Buch des Lebens schreiben und der gute Hirte sein; 4. Weiden uns auf grüner Auen, daß wir deine Fülle schauen und auf deinen Reichtum bauen, mit dir gehen aus . ein. Amen, ja es soll ges chchen Jesus wird heut mit uns gehen, und wir werden fröhlich sehen, daß er uns nicht läßt allein. Gerhard Stip 1809—1882. 41⁰ Mittag. 2. Mittag. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Uns, Licht. 426 Gesegn Herr, die Ga⸗ ben dein, die Speis laß unsre Nahrung sein; hilf, daß dadurch erquicket werd der dürftge Leib auf dieser Erd. 2. Doch dies zeitliche Brot allein kann uns nicht gnug zum Leben sein: dein göttlich Wort die Seele speist, hilft uns zum Leben allermeist. 3. Drum gieb uns bei⸗ des, Herre Gott; hilf endlich auch aus aller Not: so preisen wir dein Gütigkeit hier und auch dort in Ewigkeit. Strophe 1 und 2: 1561, Strophe 3: 1685. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Mel. 427 Wir danken Gott für seine Gabn, die wir von ihm em⸗ pfangen habn, und bitten unsern lieben Herrn, er woll uns allzeit mehr be— schern; 2. Und speisen uns mit seinem Wort, daß wir satt werden hier und dort. Ach lieber Herr, du wollst uns gebn nach dieser Zeit das ewge Lebn. 1589. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 2 Speise, Vater, 428. deine Kinder, tröste die betrübten Sün⸗ der; sprich den Segen zu den Gaben, die wir jetzo vor uns haben, daß sie uns zu diesem Leben Stärke, Kraft und Nah⸗ rung geben: bis wir end⸗ lich mit den Frommen zu der Himmelsmahlzeit kommen. Johann Heermann 1585—1647. Mel. Lobe den Herren, den mäch⸗ tigen König der Ehren. 429 Danke dem Her⸗ ren, o Seele, dem Ursprung der Güter, der uns erquicket die Leiber und nährt die Gemüter! Gebet ihm Ehr, liebet den Gütigen sehr, stimmt 2. Du hast, o Güte, dem Leibe die Notdurft besche— an die dankenden Lieder! ret laß doch Guten nurk ut: alles is und Aiber auch durch 3. Kben yomm, spei fenden S. der Wüste das Nötig nur, daß! Mel. Herr I. 30. 3 hochgelob Sonne w Schein, in das H 2. Des dich rüh Abend b. und prei lichkeit v in Ewigk n mitsamt! gen Gei immerda Ualihäh Karl Iosias daß wir ind dort. du wollst 9 dieser Lebn. 1589 liebe Seele Viter, Kinder, ten Sün⸗ Segen zu wir jetz daß sie n Leben id Nah⸗ wir end⸗ 5rommen Smahlzeit 1585—16ʃ7 n, den müch Chren. dem Her eele, dem üter, der ie Leibet Gemüter! , liebet „, stimmit N Lieder güte, den st besche Abend. ret, laß doch die Kräfte im Guten nur werden verzeh— ret: alles ist dein, Seelen und Leiber, allein werd auch durch beide geehret. 3. Lebenswort, Jesu, komm, speise die schmach— tenden Seelen, laß in der Wüste uns nimmer das Nötige fehlen; gieb nur, daß wir innig stets 411 dürsten nach dir, ewig zur Lust dich erwählen. 4. Gütigster Hirte, du wollest uns stärken und leiten und zu der Hoch— zeit des Lammes recht— schaffen bereiten; bleib uns hier nah, bis wir dich ewig allda schmecken und schauen in Freuden. Gerhard Tersteegen 1697-1769. 3. Abend. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 4* O selges Licht, 430. Dreifaltigkeit, du hochgelobte Einigkeit, die Sonne weicht mit ihrem Schein, geuß dein Licht in das Herz hinein. 2. Des Morgens, Herr, dich rühmen wir, am Abend beten wir zu dir und preisen deine Herr⸗ lichkeit von nun an bis in Ewigkeit. 3. Gott Vater in dem höchsten Thron und Jesus Christ, sein einger Sohn, mitsamt dem werten heil— gen Geist sei nun und immerdar gepreist. Altkirchlich. Bearbeitet von Christian Karl Josias von Bunsen 1791—1860. Mel. Erhalt 2—0 25 bei deinem Wort. Hinunter ist der 431. Sonnen Schein, die finstre Nacht bricht stark herein: leucht uns, Herr Christ, du wahres Licht, laß uns im Fin⸗ stern wandeln nicht. 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag vor Schaden, Gfahr und man⸗ cher Plag durch deine Engel hast behüt't aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir habn erzürnet dich, dasselb verzeih uns gnädiglich und rechn es unsrer Seel nicht zu; laß schlafen uns in Fried und Ruh. 412 4. Durch dein Engel die Wach bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll; vor Schrecken, Angst und Feuersnot behüte uns, o lieber Gott. Nikolaus Herman 1 1561. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 432 Christe, der du bist Tag und Licht, vor dir ist, Herr, verborgen nichts. Du väterlichen Lichtes Glanz, lehr uns den Weg der Wahrheit ganz. 2. Wir bitten dein göttliche Macht: behüt uns, Herr, in dieser Nacht; bewahr uns, Herr, vor allem Leid, Gott, Vater der Barmherzigkeit. 3. So unsre Augen schlafen ein, laß unsre Herzen wacker sein; be— schirm uns, Gottes rechte Hand, und lös uns von der Sünden Band. 4. Beschirmer, Herr der Christenheit, dein Hilf uns allzeit sei bereit; hilf uns, Herr Christ, aus aller Not durch deine Abend. 5. Gedenk, o Herr, der schweren Zeit, darin der Trost. (Nach einem lateinischen Liede aus dem 7. Jahrhundert.) Wolfgang Meuslin 1497—1568. Me. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. 43 ist Die Nacht kommen, drin wir ruhen sollen: Gott walts zu Frommen nach sein'm Wohlgefallen, daß wir uns legen, in sein'm Gleit und Segen, der Ruh zu pflegen. 2. Treib, Herr, von uns fern die unreinen Geister; halt die Nacht⸗ wach gern, sei selbst unser Schutzherr: schirm beid, Leib und Seel, unter deine Flügel, send uns dein Engel. 3. Laß uns einschlafen mit guten Gedanken, fröh⸗ lich aufwachen und von dir nicht wanken, laß uns in Züchten unser Thun und Dichten zu dein'm Preis richten. heilgen Wunden rot. Leib gefangen liegt; der Seele, die du hast erlöst, der gieb, Herr Jesu, deinen auch der ihr Vormun lid hinde 5. Vater werd von ein Reich Will werd mmser Leb Sünd verg men. 9 Mel. In die —92409 134. auf Erde Christ; d sen walt in Lieb 1 nem Her 2. De vor aller auf Erd das mu nen; dr nicht 2 bvon de wennen 3. D Und trü Rewiß, err, der rin der gt; der t ellöß 1. deinen Liede alls dert) 497—1563 was hast do acht is „drin wir tt walte h seinn wir unz m Glei Ruh zu rr, von unreinen ie Nacht st unsa am beid L„, unta end unt inschlafe ken, fröh und vol! laß um er Thuh dein u Abend. 413 4. Pfleg auch der Kran⸗ ken durch deinen Gelieb⸗ ten, hilf den Gefangnen, tröste die Betrübten, pfleg auch der Kinder, sei selbst ihr Vormünder, des Feinds Neid hinder. 5. Vater, dein Name werd von uns gepreiset, dein Reich zukomme, dein Will werd beweiset; frist unser Leben, wollst die Sünd vergeben, erlös uns. Amen. Petrus Herbert 4 1571. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. 434 Mein schönste Zier und Kleinod bist auf Erden du, Herr Jesu Christ; dich will ich las— sen walten und allezeit in Lieb und Leid in mei— nem Herzen halten. 2. Dein Lieb und Treu vor allem geht, kein Ding auf Erd so fest besteht, das muß ich frei beken⸗ nen; drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht Not von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht und hält gewiß, was es verspricht, im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein, und ich bin dein, dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab: ach schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun Abend werden; laß doch dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden. 1557. Mel. Der Tag ist hin, mein Jesu, 9 bei mir bleibe. 43 Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet und, was sie soll, auf diesen Tag vollendet; die dunkle Nacht dringt allenthalben zu, bringt Menschen, Vieh und alle Welt zur Ruh. 2. Ich preise dich, du Herr der Nächt und Tage, daß du mich heut vor aller Not und Plage durch deine Hand und hochbe— rühmte Macht hast un⸗ verletzt und frei hindurch gebracht. 3. Vergieb, wo ich bei Tage so gelebet, daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet; laß alle Schuld 414 Abend. durch deinen Gnadenschein in Ewigkeit bei dir ver⸗ loschen sein. 4. Schaff, daß mein Geist dich ungehindert schaue, indem ich mich der trüben Nacht ver— traue, und daß der Leib auf diesen schweren Tag sich seiner Kraft fein sanft erholen mag. 5. Vergönne, daß der lieben Engel Scharen mich vor der Macht der Finster— nis bewahren, auf daß ich vor der List und Ty⸗ rannei der argen Feind im Schlafe sicher sei. 6. Herr, wenn mich wird die lange Nacht be— decken und in die Ruh des tiefen Grabes strecken, so blicke mich mit deinen Augen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann; 7. Und laß hernach zu⸗ gleich mit allen Frommen mich zu dem Glanz des andern Lebens kommen, da du uns hast den großen Tag bestimmt, dem keine Nacht sein Licht und Klar⸗ heit nimmt. 1648. 436. Werde munter, mein Gemüte, und, ihr Sinne, geht her⸗ für, daß ihr preiset Gottes Güte, die er hat gethan an mir, da er mich den ganzen Tag vor so man— cher schweren Plag hat behütet und in Gnaden abgewendet allen Schaden. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Art so getreulich hast bewahrt, auch den Feind hinweggetrieben, daß ich unbeschädigt blie— ben. 3. Herr, verzeihe mir aus Gnaden alle Sünd und Missethat, die mein armes Herz beladen und so gar vergiftet hat, daß auch Satan durch sein Spiel mich zur Hölle stür⸗ zen will; da kannst du allein erretten, strafe nicht mein Ubertreten. 4. Bin ich gleich von dir gewichen, stell ich mich doch wieder ein, hat uns doch dein hurch si Todespein nicht die deine Gne viel größe die ich stet 5. Od men See der Ewig mich gan Nacht unt doch, mei weil es hier; da betrübe, deiner L 6. La empfind süße Ri verschwi mit Seg Seele, Weib 1 und Gu Hausge nen S 7. 9 vor Sch vor U Rrankh treibe munter Gemüte jeht her don gethan nich den so man lag hat Gnaden Schaden. Dank sa ater der daß mit elungen, or allen Sünden getreulid auch den getrieben, digt bli⸗ eihe mit le Sünd die mein aden und hat, M urch sein alle sir annst du rafe nicht eich voh lich mich hat und ö Abend. doch dein Sohn verglichen durch sein Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld, aber deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich stets in mir befinde. 5. O du Licht der from— men Seelen, o du Glanz der Ewigkeit, dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nunmehr dunkel hier; da ich mich so sehr betrübe, tröste mich mit 6W Liebe. Laß mich diese Nacht anebinden eine sanft und süße Ruh, alles Übel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feinde, Hausgenossen sein in dei— nen Schutz geschlossen. 7. Ach bewahre mich vor Schrecken, schütze mich vor Überfall, laß mich Krankheit nicht aufwecken, treibe weg des Krieges Schall; wende Feur⸗ und Wassersnot, Pestilenz und 415 schnellen Tod; laß mich nicht in Sünden sterben, noch an Seel und Leib verderben. 8. O du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets verehre, bleibe ja mein Schutz und Rat; und mein Hort, du werter Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen: Amen, ja das soll ge— schehen. Johann Rist 1607-1667. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 437 Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder, es schläft die ganze Welt; ihr aber, meine Sinnen, auf, auf, ihr sollt beginnen, was eurem Schöpfer wohlgefällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin, ein andre Sonne, mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint. 416 3. Der Tag ist nun vergangen, die güldnen Sternlein prangen am blauen Himmelssaal; also werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammerthal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit: die zieh ich aus, dagegen wird Christus mir an⸗ legen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sei: Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt: es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn Abend. sie geschlossen, wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gna⸗ den, sei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Israel. 8. Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein; will Satan mich verschlingen, so laß die Engel singen: dies Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben ein Unfall noch Gefahr: Gott laß euch selig schlafen, stell euch die güldnen Waffen ums Bett und seiner Engel Schar. Paul Gerhardt 1607—1676. 438 Der lieben Sonne »Licht und Pracht hat nun den Tag voll⸗ führet; die Welt hat sich zur Ruh gemacht, thu, Seel, was dir gebühret: tritt an die Himmelsthür und bring ein Lied her— für, laß deine Augen, Herz und Sinn auf Jesum verdrossen, im Nu sind sein gerichtet hin. chlafe 2. Mhr Leuchtet k nit Licht iht macht Achtes v zu tausen heller in ewge Hinm Nsus, Ruhm, m Schah n 3. Mit Mete geh mich befe mein Hi sehn und Seelen. Not, kein Tod; de schlafen g wieder a 4. So mein A dich mein o bielm bewegt, Lerlange lautem iberall: bist mei bin und b. Nu chick dii kel) Gna⸗ Lallen 9 und Flügl meine m dein Satan ö‚ so ah n. dies het sein r meing te nicht fen uns r Enge 1607-100. Sonne d Praht Augen, If Nsum Abend. 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl und glänzt mit Licht und Strahlen, ihr macht die Nacht des Lichtes voll: doch noch zu tausend Malen scheint heller in mein Herz die ewge Himmelskerz, mein Jesus, meiner Seelen Ruhm, mein Schutz, mein Schatz, mein Eigentum. 3. Mit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befehlen; du wirst, mein Hüter, auf mich sehn und raten meiner Seelen. Ich fürchte keine Not, kein Hölle, Welt und Tod; denn wer mit Jesu schlafen geht, mit Freuden wieder aufersteht. 4. So oft die Nacht mein Ader schlägt, soll dich mein Geist umfangen; so vielmal sich mein Herz bewegt, soll dies sein mein Verlangen, daß ich mit lautem Schall mög rufen überall: O Jesu, Jesu, du bist mein, und ich auch bin und bleibe dein. 5. Nun, matter Geist, schick dich zur Ruh und schlaf fein sanft und stille; 417 ihr müden Augen, schließt euch zu, denn das ist Gottes Wille; schließt aber dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! So ist der Schluß recht wohl ge— macht. Nun, liebster Jesu, gute Nacht. Christian Seriver 1629—-1693. 439 Nun sich der Tag geendet hat, und keine Sonn mehr scheint, schläft alles, was sich ab— gematt't und was zuvor geweint. 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht: die Finsternis ist dir ver⸗ haßt, weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich in dieser schwarzen Nacht und schenke du mir gnädiglich den Schirm von deiner Wacht. 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an; doch aber deines Sohnes Huld hat gnug für mich gethan. 27 5. Den setz ich dir— Bürgen ein, wenn ich muß vors Gericht; ich kann ja nicht verloren sein in solcher Zuversicht. 6. Drauf thu ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein; mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh: wer wollte traurig sein? 7. Weicht, nichtige Ge⸗ danken, hin, wo ihr habt euren Lauf: ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jam— merthal, so führ mich, Herr, in Himmel ein zur auserwählten Zahl. Johann Friedrich Herzog 1647—1699. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 440 Herr, es ist von meinem Leben wiederum ein Tag dahin, lehre mich nun Achtung geben, ob ich fromm ge— wesen bin; zeige mirs auch selber an, so ich was nicht recht gethan, und hilf jetzt in allen Sachen Abend. 2. Freilich wirst du manches finden, was dir nicht gefallen hat, denn ich bin noch voller Sün— den in Gedanken, Wort und That, und vom Mor⸗ gen bis jetzund pfleget Herze, Hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ichs selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, habe noch einmal Geduld; ich bin freilich schwer beladen, doch vergieb mir alle Schuld; deine große Va⸗ tertreu werde diesen Abend neu, so will ich auch deinen Willen künf⸗ tig mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Ge— müte, daß der Schlaf nicht sündlich sei; decke mich mit deiner Güte, auch dein Engel steh mir bei. Lösche Feur und Lichter aus und bewahre sonst das Haus, daß ich morgen mit den Meinen nicht im Unglück dürfe weinen. 5. Steure den gottlo— guten Feierabend machen. sen Leuten, die im Fin⸗ lcht, d stemm di munn gle uns zu Wir ruh den Rat die That andre S Satan 6. Hl geht ni es bei! denn di munter guter H der fin seine He hilf uns daß wir 7. L sund erf rechte ich fern tichte d Oder ha heut h Tod, so Ende deine! Kaspa * Al. mir bli D —— , Wort m Mor⸗ pfleget d Mund d ost zu selber n. hu Gott we noch ich bin beladen, mir alle roße V. diesen will ic len küm⸗ terfüllen eur und d bewahte „ daß ih u Meineh ück düre gottb⸗ im din⸗ 441. stern Böses thun; sollte man gleich was bereiten, uns zu schaden, wenn wir ruhn, so zerstöre du den Rat und verhindere die That; wend auch alles andre Schrecken, das der Satan kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird; denn du bleibest ewig munter und bist wie ein guter Hirt, der auch in der finstern Nacht über seine Herde wacht: darum hilf uns, deinen Schafen, daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich denn ge— sund erwachen, wenn es rechte Zeit wird sein, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein. Oder hast du, lieber Gott, heut bestimmet meinen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Kaspar Neumann 1648—1715. Der Tag ist hin; mein Jesu, bei mir bleibe! O Seelen— licht, der Sünden Nacht Abend. 419 vertreibe, geh auf in mir, Glanz der Gerechtigkeit, erleuchte mich, ach Herr, denn es ist Zeit. 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, ge— sungen, dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh; du bist gerecht, es gehe wie es geh. 3. Nur eines ist, das mich empfindlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet. Das weißt du wohl, o Her⸗ zenskündiger, ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4. Vergieb es, Herr, was mir sagt mein Ge— wissen; Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen. Es ist mir leid, ich stell mich wieder ein, da ist die Hand: du mein, und ich bin dein. 5. Israels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, zu meinem Trost dein sieg— haft Schwert umgürte, be— wahre mich durch deine gro— ße Macht, wenn Belial nach meiner Seelen tracht't. 27⁷ 42⁰ Abend. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schla⸗ fen: ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaf—⸗ fen; o Lebenssonn, erquicke meinen Sinn. Dich laß ich nicht, mein Fels; der Tag ist hin. Joachim Neander 1650—1680. Luc. 24, 29. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 442 Wo willst du hin, »weils Abend ist, o liebster Pilgrim, Jesu Christ? Komm, laß mich so glückselig sein und kehr in meinem Herzen ein. 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, dieweil es ist so gut gemeint; du weißt, daß du zu aller Frist ein herzenslieber Gast mir bist. 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt: drum wollest du, o wah— res Licht, mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum Him⸗ mein dennacht mich nicht ver⸗ führt noch irre macht. 5. Besonders aus der letzten Not hilf mir durch einen sanften Tod. Herr Jesu, bleib! ich halt dich fest; ich weiß, daß du mich nicht verläßt. 1674 Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 443 So ist die Woche nun geschlossen, doch, treuer Gott, dein Herze nicht: wie sich dein Siegesquell ergossen, so bin ich noch der Zuver⸗ sicht, daß er sich weiter⸗ hin ergießt und uner⸗ schöpflich auf mich fließt. 2. Ich preise dich mit Hand und Munde, ich lobe dich, so hoch ich kann, ich rühme dich von Her⸗ zensgrunde für alles, was du mir gethan, und weiß, daß dir durch Jesum Christ Dank ein süßer Weihrauch ist. 3. Hat mich bei meinen Wochentagen das Kreuz auch mit besucht, so gabst du auch die Kraft mel sicher finden kann, damit die dunkle Sün⸗ zu tragen; zudem ist es voll Heil und Frucht aus liebe deiner mir: U ich auch 4. N über al agst U gedenke falles, Jesus Jesus, auf en hat. 5. D noch ni brichsti keit, de hast ve wenn i nicht st denvoll Zungen hätte ie Woche schlossen, Ott, dein sich dein ossen, so er Zuver⸗ 9 weiter⸗ id uner⸗ ich fließt. dich mit unde, ich ich kann, von Her⸗ alles, was und weif deiner Liebe, mir: und darum ich auch dafür. 4. Nur etwas bitt ich über alles, und du ver— sagst mir solches nicht: gedenke keines Sünden— falles, weil mich mein Jesus aufgericht't, mein Jesus, der die Missethat auf ewig schon gebüßet hat. 5. Dein Schwur ist ja noch nicht gebrochen, und brichst ihn nicht in Ewig— keit, da du dem Sünder hast versprochen, daß er, wenn ihm die Sünde leid, nicht sterben, sondern gna— denvoll als ein Gerechter leben soll. 6. Mein Glaube hält an diesem Segen, und will also den Wochen— schluß vergnügt und froh zurückelegen, da der Trost mich erquicken muß, daß ich ja soll in Christo dein und schon in Hoffnung selig sein. 7. Doch da mein Le— ben zugenommen, so bin ich auch der Ebwigkeit um eine Woche näher Herr, zu dank Abend. —421 kommen und warte nun der letzten Zeit, da du die Stunde hast bestimmt, die mich zu dir in Him— mel nimmt. 8. Wenn ich ja morgen früh aufs neue den Sonn⸗ tag wiedersehen kann, so scheint die Sonne deiner Treue mich auch mit neuen Gnaden an; ach ja, da teilt dein Wort und Haus den allerbesten Se— gen aus. 9. So will ich das im voraus preisen, was du mir künftge Woche giebst: du wirst es in der That erweisen, daß du mich je und immer liebst und leitest mich nach deinem Rat, bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann Neumeister 1671—1756. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 444 Der Sabbath ist vergangen, ich habe mein Verlangen nach Herzenswunsch erfüllt: Gott hat mich unterweiset, mit Lebensbrot gespeiset und meiner Seelen Durst gestillt. 2. Gott ruht durchs Wort im Herzen: drum leg ich ohne Schmerzen auch Abend. Schlafe etwas wissen mag, deine Wundergüte war mein Schild und Hütte meinen Leib zur den vergangnen Tag: sei Ruh; denn allen Sünden⸗die Nacht auch auf der schaden deckt Jesus nun Wacht und laß mich von „— in Gnaden mit seinem deinen Scharen um und Purpurmantel zu. 3. Odu dreieinig Wesen, mein Geist ist schon ge— nesen, weil ich dein Tempel bin. Ich habe Licht vom Lichte, dein leuchtend An⸗ gesichte treibt alle Finster⸗ nis dahin. 4. Du wirst schon bei mir wachen und eine Sonne machen auch mitten in der Nacht, bis bei den Cherubinen ein Sonntag ist erschienen, der alle Nacht zu Schanden macht. 5. Ich schlafe ganz ver⸗ gnüget; denn wo mein Herze lieget, da ist der Mich stört kein Weltgetümmel; es träumt mir nur vom Him⸗ mel: ach wer doch nur Engel Heer. bald droben wär! Benjamin Schmolck 1672-1737 Mel. Jesu, meine Freude. 445.Hirte deiner Scha⸗ fe, der von keinem um bewahren. 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vaterhuld; ein versöhnt Gewissen sei mein Ruhekissen: drum vergieb die Schuld. Denn dein Sohn hat mich davon durch die tief geschlagnen Wunden gnädiglich ent— bunden. 3. Laß auch meine Lie⸗ ben keine Not betrüben, sie sind mein und dein; schließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen ohne Sorgen ein. Du bei mir, und ich bei dir: also sind wir ungeschieden, und ich schlaf in Frieden. 4. Komm, verschließ die Kammer und laß allen Jammer ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel, unter deine Flügel nimm dein Küchlein ein. Decke zu mit Schutz und Ruh, so Grauen! Feind un 5. Wie Zette he hätte? X tot! Doc schlossen, verflossen desnot: wider die in Hesu X alle Stun 6. Nu thue in meine Au Leib und dir erge dul Gut mich in ich ja de du weite Benjamin Mel. Ach 446. der Ta neigt un ssch zeig Thron du zu d mein H hin. — mag, War Hütte* 9 fi der von u und oben Toben dr ein ei mein vergich n dein dabon lagten ch ent⸗ ine Le⸗ etrüben, d deil barmen en ohne bei mii, Iso sind iudih leßdi aß allen Hon MI loß l FI üg lein ein. hutz Id Abend. Ruh, so wird uns kein Grauen wecken, noch der Feind uns schrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette heut zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Doch hast du be⸗ schlossen, daß mein Zeit verflossen, kommt die To— desnot: so will ich nicht wider dich; lieg ich nur in Jesu Wunden, sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich thue in vergnügter Ruhe meine Augen zu. Seele, Leib und Leben hab ich dir ergeben, o du Hüter du! Gute Nacht! Nimm mich in acht; und erleb ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck 1672—1737. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. 446 440. Ach mein Jesu, der sieh, ich trete, da Tag nunmehr sich neigt und die Finsternis sich zeigt, hin zu deinem Thron und bete: neige du zu deinem Sinn auch mein Herz und Sinnen hin. 423 2. Meine Tage gehn geschwinde wie ein Pfeil zur Ewigkeit, und die allerlängste Zeit saust vor— bei als wie die Winde, fließt dahin als wie ein Fluß mit dem schnellsten Wasserguß. 3. Und, mein Jesu, sieh, ich Armer nehme mich doch nicht in acht, daß ich dich bei Tag und Nacht herzlich suchte, mein Erbarmer; mancher Tag geht so dahin, daß ich nicht recht wacker bin. 4. Ach ich muß mich herzlich schämen: du er— hältst und schützest mich Tag und Nacht so gnädig⸗ lich, und ich will mich nicht bequemen, daß ich ohne Heuchelei dir dafür recht dankbar sei. 5. Nun ich komme mit Verlangen, o mein Her— zensfreund, zu dir: neige du dein Licht zu mir, da der Tag nunmehr ver— gangen; sei du selbst mein Sonnenlicht, das durch alles Finstre bricht. 6. Laß mich meine Tage zählen, die du mir 42⁴ Abend. noch gönnen willt; mein Herz sei mit dir erfüllt, so wird mich nichts können qnäle n: denn wo du bist Tag und Licht, schaden uns die Nächte nicht. 7. Nun, mein teurer Heiland, wache, wache du in dieser Nacht, schütze mich mit deiner Macht, deine Liebe mich anlache. Laß mich selbst auch wach— sam sein, ob ich gleich jetzt schlafe ein. Levin Johann Schlicht 1681—1723. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 447. Treuer Jesu, wache du, weil ich jetzund will einschlafen; gönn mir und den Meinen Ruh, bleib, o Hirte, bei den Schafen; schließ die Thüre selber zu, treuster Jesu, wache du. 2. Treuer Jesu, weiche nicht; sonst wird Grauen, Furcht und Schrecken, das oft mit der Nacht an— bricht, uns voll Ach und Weh erwecken: bleib bei uns mit deinem Licht, treuster Jesu, weiche nicht. 3. Treuer Jesu, steh uns bei, daß in uns der Geist und Glaube, wenn wir schlafen, wacker sei, und der Feind uns ihn nicht raube; deine Hilfe mach uns frei, treuster Jesu, steh uns bei. 4. Treuer Jesu, wenn es nun einmal mit mir kommt zum Sterben, so bring mich zu deiner Ruh, mache mich zum Himmels⸗ erben; schließ mir selbst die Augen zu, treuster Jesu, hilf mir du. 5. Treuer Jesu, nimm zu dir endlich mich und all die Meinen, wenn der Tag nun bricht herfür, da du selber wirst er⸗ scheinen; führ uns durch die Himmelsthür, liebster Jesu, ein zu dir. 1697. Mel. Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe. 448 Abend Der kommt, die Sonne sich bedecket, und alles sich zur Ruh und Stille strecket: o meine Seel, merk auf, wo bleibest du? In Gottes Schoß, sonst nirgend findst du Ruh. 2. R du u ich irret u durch d wirret 7 sein T mein seinem beten lich, i mein dich. 9.6 da ur mein Majest Heiligt lehr i ins det „wenn ker sei ins ihn le Hilfe treuste ei. I„ wenn nit mit kben, so ler Ruh⸗ immels⸗ ir selbs treuster u. I, nimm nich und henn der herfür, virst er⸗ ns durch liebster 0 Cl „mein Jes e. Abend ie Sonne nd alles ud Still ne Seel ibest du“ ob„, sonf Ruh⸗ Abend. 2. Recht väterlich hast du mich heut geleitet, be— wahrt, verschont, gestärket und geweidet; ich bins nicht wert, daß du so gut und treu: mein Alles dir zum Dank ergeben sei. 3. Vergieb es, Herr, wo ich mich heut ver— irret und mich zu viel durch dies und das ver— wirret; es ist mir leid, es soll nicht mehr ge— schehn, nimm mich nur ein, so werd ich fester stehn. 4. Da nun der Leib sein Tagewerk vollendet, mein Geist sich auch zu seinem Werke wendet: zu beten an, zu lieben innig— lich, im stillen Grund, mein Gott, zu schauen dich. 5. Die Dunkelheit ist da und alles schweiget, mein Geist vor dir, o Majestät, sich beuget; ins Heiligtum, ins Dunkle kehr ich ein: Herr, rede du, laß mich ganz stille sein. 6. Mein Herz sich dir zum Abendopfer schenket, 42⁵ mein Wille sich in dich gelassen senket. Begierden, schweigt! Vernunft und Sinne, still! Mein müder Geist im Herren ruhen will. 7. Dem Leib wirst du bald seine Ruhe geben; laß nicht den Geist zer— streut in Unruh schweben; mein treuer Hirt, führ mich in dich hinein, in dir, mit dir kann ich ver— gnüget sein. 8. Im Finstern sei des Geistes Licht und Sonne; im Kampf und Kreuz mein Beistand, Kraft und Won⸗ ne; deck mich bei dir in deiner Hütte zu, bis ich erreich die volle Sabbaths— ruh. Gerhard Tersteegen 16971769. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 449 Nun sich der Tag geendet, mein Herz sich zu dir wendet und danket inniglich; dein holdes Angesichte zum Segen auf mich richte, er⸗ leuchte und entzünde mich. 2. Ich schließe mich aufs neue in deine Vater⸗ 426 treue und Abend. Schutz und Freundschaft auf und Herze ein: die sleischlichen fürchtet keine Strafe im Geschäfte und alle finstern Kräfte vertreibe durch dein Nahesein. 3. Daß du mich herz⸗ lich liebest, daß du mich stets umgiebest und rufst zu dir hinein, daß du ver⸗ gnügst alleine so wesent⸗ lich und reine, laß allezeit mir heilig sein. 4. Ein Tag der sagts dem andern: mein Leben sei ein Wandern zur gro— ßen Ewigkeit. O Ewig- keit, du schöne, mein Herz an dich gewöhne! Mein Heim it nicht in dieser Zeit. Gerhard Tersteegen 16971769. Mel. Val 5 will ich dir geben. 450. Vor Jesu Augen schweben, ist wahre Seligkeit; sich ihm zu eigen geben, ist, was allein erfreut. Nichts kön— nen und nichts wissen, nichts wollen und nichts thun, als Jesu folgen müssen: das heißt in Frie— den ruhn. 2. Der Christ steht aus dem Schlafe in Christi ganzen Tageslauf und ist der Tag vollendet, so legt er sich zur Ruh, von Christo unverwendet thun sich die Sinne zu. 3. So geht er fest und stille dahin bei Tag und Nacht; auf Jesum ist sein Wille, nicht auf die Welt bedacht. Er hört und sieht und fühlet, hört, sieht und fühlt doch nicht, und weiß, vomSchmerzdurchwühlet, kaum, daß ihm Weh ge— schicht. 4. Gewiß, wer erst die Sünde getilgt durch Christi Blut und gleich dem from— men Kinde auf ihn lenkt Sinn und Mut, kann auch gottselig handeln und kann bald anders nicht. Herr Jesu, lehr uns wandeln in deiner Augen Licht. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. 451 Für alle Güte sei gepreist, Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Ihr bin ich zu geringe. Vernimm den Dank, d ih dir 2. Di ner her⸗ ses hen mir mei hast vit und mi genähre 3. 5 sstdein mit den ein ruh ich vert ist alle meine kommt Zebaot jinden Mel. O diesen bet ie bin v Deue die du und fe im und det, o 0; von et thun st und und ist sein ie Welt d sieht ht und dweiß, wühlet, deh ge⸗ erst die Christi u from⸗ n lenkt un auch ndkann Her vandeln Licht. Zinzendor 17⁰0. hoffet, hen. ö Güte sei Gott heilger ich m den Dank, den Lobgesang, den ich dir kindlich bringe. 2. Du nahmst dich mei⸗— ner herzlich an, hast Gro⸗ ßes heut an mir gethan, mir mein Gebet gewähret; hast väterlich mein Haus und mich beschützet und genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk: der Geist, mit dem ich dein gedenk, ein ruhiges Gemüte, was ich vermag bis diesen Tag, ist alles deine Güte. 4. Sei auch nach deiner Lieb und Macht mein Schutz und Schirm in die— ser Nacht, vergieb mir meine Sünden; und kommt mein Tod, Herr Zebaoth, so laß mich Gnade finden. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 452 Herr, der du mir das Leben bis diesen Tag gegeben, dich bet ich kindlich an; ich bin viel zu geringe der Treue, die ich singe, und die du heut an mir gethan. Abend. 427⁷ 2. Mit dankendem Ge⸗ müte freu ich mich dei— ner Güte, ich freue mich in dir: du giebst mir Kraft und Stärke, Ge⸗ deihn zu meinem Werke, und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen: nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn, auf deine Güte hoffen, im Geist den Himmel offen und dort den Preis des Glau⸗ bens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen, ich bin bei dir in Gnaden, und in dem Himmel ist mein Teil. 5. Bedeckt mit deinem Segen, eil ich der Ruh entgegen, dein Name sei gepreist! Mein Leben und mein Ende ist dein; in deine Hände befehl ich, Vater, meinen Geist. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 453. Es ist die Nacht gekommen, in Dunkel ist verglommen der Sonne lichter Schein. Herr, Gut und Leib und Seele ich deiner Hut be— fehle; denn was ich hab, ist alles dein. 2. Wenn sich die Au⸗ gen schließen, so laß mich dein genießen im Her— zen unverwehrt. Wenn schlummern alle Hüter, so wahre du die Güter, die deine Gnade mir be⸗ schert. 3. Sei du mein Stab und Stecken, so kann mich nicht erschrecken des To— des finstres Thal; ja in der Nächte längsten kann ich mich nimmer ängsten; ich steh im Lichte all⸗ zumal. Hausstand. 4. Du hast ja, die da saßen in Todesschatten, lassen, o Herr, dein Licht erschaun: wie könnten gehn verloren, die du zum Licht erkoren und führst auf deinen Friedensaun! 5. Hast du mit hellem Sterne das Morgenland, das ferne, nach Bethle⸗ hem geführt, so gieb, wenn mir es dunkelt, daß mir der Stern dann funkelt, der mit der Gnade Strahl mich rührt. 6. Nun Herr, dir seis befohlen, was, meinem Aug verhohlen, die dunkle Nacht deckt zu. Herr, es will Abend werden: so gieb der bangen Erden im Schatten deiner Flü— gel Ruh. Gottlieb Christoph Adolf von Harleß 1806—1878. 4. Hausstand. Mel. O Gott, du frommer Gott. —454 Laß dich, Herr „Jesu Christ, durch mein Gebet bewegen; komm in mein Herz und Haus und bringe mir den Segen. Nichts richten Müh und Kunst ohn deine Hilfe aus: wo du mit Gnaden bist, kommt Se— gen in das Haus. Johann Heermann 1585—1647. Asten Mel Wi⸗ 155. Chris, dein Se heilger und ne und al herab Höhe, fleißig Alten,d Lebens 2. V Weib und u menstel Treue, in voll man, im Him Kein e kann ze nagen, dem sich lie 3. einem ich; einem Täubl und sic die da hatten, Licht önnten du zum führs neaun! hellem anland, Bethle⸗ gieb, unkelt, udann Gnade . dir seis neinem dunkle Herr, verden: Erden er Flü⸗ von Harleß —187⁷⁸. richten n deine hu mit nt Se⸗ 85—1610• Hausstand. 4²9 Mel. Wie schön leuchtet der Mor⸗ genstern. 455 Wie schön ists doch, Herr Jesu Christ, im Stande, da dein Segen ist, im Stande heilger Ehe! Wie steigt und neigt sich deine Gab und alles Gut so mild herab aus deiner heilgen Höhe, wenn sich an dich fleißig halten Jung und Alten, die im Orden eines Lebens einig worden. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl begehn und unverrückt beisam— menstehn im Bande reiner Treue, da geht das Glück in vollem Lauf, da sieht man, wie der Engel Hauf im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm kann zerschlagen, kann zer⸗ nagen, was Gott giebet dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Der Mann wird einem Baume gleich, an Asten schön, an Zweigen reich; das Weib gleicht einem Reben, der seine Träublein trägt und nährt und sich je mehr und mehr vermehrt mit Früchten, die da leben. Wohl dir, o Zier, Mannessonne, Hauseswonne, Ehren— krone, Gott denkt dein bei seinem Throne. 4. Sei gutes Muts! Wir sind es nicht, die diesen Orden aufgericht't, es ist ein höhrer Vater: der har uns je und je geliebt und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der beste Freund und Rater. Anfang, Ausgang aller Sachen, die zu machen wir gedenken, wird er wohl und weislich lenken. 5. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl ein Stündlein, da man Leides voll die Thränen lässet schießen; jedennoch, wer sich in Geduld er— giebt, des Leid wird Got—⸗ tes Huld in großen Freu⸗ den schließen. Schweige, beuge dich ein wenig: unser König wird behende machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl her, mein König, nah herzu, gieb Rat im Kreuz, in Nöten 430 Hausstand. Ruh, in Angsten Trost und Freude. Des sollst du haben Ruhm und Preis; wir wollen singen bester Weis und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Willen zu er— füllen, deinen Namen ewig loben werden. Amen. Paul Gerhardt 1607—1676. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. (Freu dich sehr, o meine Seele.) 456 Sorge doch für meine Kinder, Vater, nimm dich ihrer an; ob sie gleich vor dir sind Sünder, sind sie dir doch zugethan und durch deines Sohnes Blut gleich⸗ wohl dein erworbnes Gut: darum wirst du sie aus Gnaden wohl beschützen und beraten. 2. Sie sind dir von Kindesbeinen und von ihrer ersten Stund über⸗ geben als die Deinen, und durch deinen Gnaden⸗ bund hast du sie in ihrer Tauf väterlich genommen auf, daß sie, wenn sie sollten sterben, wären deines Reiches Erben. 3. Du hast sie bisher ernähret und so manchem Unglücksfall mehr als väterlich gewehret, der sie hier und überall hätte leichtlich umgestürzt, ja das Leben abgekürzt; aber deine Vatertreue bleibt bei ihnen täglich neue. 4. Sammeln andre große Schätze, daß ihr Haus in solchem Heil sich an Geld und Gut ergötze, so bist du mein einzig Teil. Bleib auch meiner Kinder Gott, lasse sie in keiner Not und in keinem Kreuz verderben, bis sie endlich selig sterben. 5. Schütze sie vor bösen Leuten und vor der Ver⸗ führer Schar, daß ihr Fuß nicht möge gleiten; laß sie ihre Lebensjahr in der Tugend bringen zu, bis du sie wie mich zur Ruh wirst ins kühle Grab versenken und die Seligkeit uns schenken. 6. Können sie in diesem Leben hier und wo es dir gefällt was zu deinen Ehren geben, so laß in der ganzen Welt ihnen, bb sie in Furcht l daß sie id Las Herzen 0 Freude, jüngsten vielem ich mit mag: bin hier die du Velt sei dein Mel. Ert allein ist: ja darinne wärs, 2. 9 . 2 Mann Kind i sinn vi ihrem nach f isher ichem als der hätte , 10 aber bleibt aue. andre ihr Heil Gut mein auch lasse ind in erben, erben. bösen 5 Ver⸗ 5 ihr leiten usjahr ringen mich klühle ud die Ken. diesem oo es deinen aß in ihnen, Hausstand. wo sie immer gehn, deine Furcht vor Augen stehn, daß sie dich im Thun und Lassen stets in ihre Herzen fassen. 7. Gönne mir die große Freude, daß am lieben jüngsten Tag nach so vielem Kreuz und Leide ich mit Jauchzen sagen mag: Liebster Vater, ich bin hier und die Kinder, die du mir hast in jener Welt bescheret. Ewig sei dein Nam geehret! Ludwig Heinrich Schlosser 1663—1723. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 457 Wohl einem Haus, da Jesus Christ allein das All in allem ist: ja wenn er nicht darinnen wär, wie elend wärs, wie arm und leer! 2. Wohl, wenn sich Mann und Weib und Kind in einem Glaubens— sinn verbindt, zu dienen ihrem Herrn und Gott nach seinem Willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt 431 ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottes-— dienst im Geist das äußre Werk nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Räuchwerk im Gebet be— ständig in die Höhe geht, und man nichts treibet fort und fort als Gottes Werk und Gottes Wort. 5. Woht, wenn im äußerlichen Stand mit fleißiger, getreuer Hand ein jegliches nach seiner Art den Geist der Ein⸗ tracht offenbart. 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, und wenn sie Kind und Kin— deskind versäumen nicht am ewgen Glück; dann bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus; denn es gedeiht: die El⸗ tern werden hoch erfreut, und ihren Kindern sieht mans an, wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: wich alles Volk auch von ihm fern, ich ö ——— 432 Hausstand. und mein Haus stehn bei dem Herrn. Christoph Karl Ludwig von Pfeil 171²—1784. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 458 Herr, der durch der Liebe Band Mann und Weib genau verbindet, Herr, der auf den Ehestand seines Rei— ches Wachstum gründet: segne die, die jetzt mit Beten in den Stand der Ehe treten. 2. Du hast, großer Gottessohn, einst ein from— mes Paar gesegnet; und noch jetzt auf deinem Thron bist du Helfer, der gern segnet: laß die, die sich jetzt verbinden, deine Huld und Macht empfinden. 3. Christen stehen hier vereint, deinen Segen zu erbitten: allertreusterMen— schenfreund, tritt du seg— nend in die Mitten, daß dies Paar die beste Gabe, Gottes Freundschaft, im⸗ mer habe. 4. Sei ihr Beistand in der Not, sei im Kummer ihre Freude; gieb, daß nichts als nur der Tod die verbundnen Herzen scheide: laß sie frei von Not und Sünden sich im Himmel wiederfinden. Nach Ehrenfried Liebich 1713—1780. Mel. Wie schön leuchtet der Mor— genstern. 459 Ich und mein Haus, wir sind bereit, dir, Herr, die ganze Lebenszeit mit Seel und Leib zu dienen. Du sollst der Herr im Hause sein, gieb deinen Segen nur darein, daß wir dir willig dienen. Eine kleine from— me, reine Hausgemeine mach aus allen: dir nur soll sie wohlgefallen. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort dein guter Geist stets fort und fort an unser aller Seelen; er leucht uns wie das Sonnenlicht, damits am rechten Lichte nicht im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Le⸗ ben uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß deinen Frie— den auf das Haus und ale, die aus, in erbinde. Lebe alle Tragen Demut, Liebe ün keinem f kennet d Deinen 4. Le gegründe Gnade deine gr laß uns Graun Hilfe se chem Ge lich selb in dem lassen u duld un 5. Gi sches Gl Mel. Erhal 460. Bost; v bor H⁰ uns du r Tod Herzen ei von ich im den. 3—1780. der Mor⸗ mein ir sind e ganze el und u solsst se sein, n nur willig from⸗ emeine ir nur n. ch dein guter d fort zeelen ie das tts am ht im Reiche e auch es Le⸗ uns Frie⸗ und alle, die drin wohnen, aus, im Glauben uns verbinde. Laß uns in Liebe allezeit zum Dulden, Tragen sein bereit, voll Demut, sanft und linde: Liebe übe jede Seele; keinem fehle, dran man kennet den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet sein auf deine Gnade ganz allein und deine große Güte; auch laß uns in der Nächte Graun auf deine treue Hilfe schaun mit kindli— chem Gemüte, selig, fröh— lich selbst mit Schmerzen in dem Herzen dir uns lassen und dann in Ge— duld uns fassen. 5. Giebst du uns ird— sches Glück ins Haus, so Ernte. 433 schließ den Stolz, die Wollust aus, des Reich— tums böse Gäste; denn wenn das Herz an De— mut leer und voll von eitler Weltlust wär, so fehlte uns das Beste: jene schöne, tiefe, stille Gnadenfülle, die mit Schätzen einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist, daß in dem Haus kein andrer Geist als nur dein Geist regiere; daß er, der alles wohl bestellt, der gute Zucht und Ordnung hält, uns alle liebreich ziere. Sende, spende ihn uns allen, bis wir wallen heim und droben dich in deinem Hause loben. Karl Johann 1801 ipp Spitta 1801—1859. 5. Ernte. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 460 Bescher uns 2 Herr, das täglich vor Teurung und Hungersnot durch dein Brot; vor uns Sohn, Gott Vater in dem höchsten Thron. 2. O Herr, ihn dein milde Hand, auf mach behüt uns dein Gnad und Güt lieben bekannt: ernähr 28 uns, 434 Ernte. deine Kinderlein, der du speist alle Vögelein. 3. Erhörst du doch der Raben Stimm, drum unsre Bitt, Herr, auch vernimm: denn aller Ding du Schöpfer bist und allem Vieh sein Futter giebst. 4. Gedenk nicht unsrer Missethat und Sünd, die dich erzürnet hat: laß scheinen dein Barmher— zigkeit, daß wir dich lobn in Ewigkeit. 5. O Herr, gieb uns ein fruchtbar Jahr, den lieben Kornbau uns be— wahr: vor Teurung, Hun⸗ ger, Seuch und Streit behüt uns, Herr, zu die— ser Zeit⸗ 6. Du unser lieber Va⸗ ter bist, weil Christus unser Bruder ist: drum trauen wir allein auf dich und wolln dich preisen ewiglich. Nikolaus Herman 7 1561. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. O Gott, von dem wir alles haben, die Welt ist ein sehr gro— ßes Haus, du aber teilest deine Gaben recht wie ein Vater drinnen aus. Dein Segen macht uns alle reich: ach lieber Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die Men⸗ schen alle zählen, die heut bei dir zu Tische gehn? Doch muß die Notdurft keinem fehlen, denn du weißt allem vorzustehn und schaffest, daß ein jedes Land sein Brot bekommt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet und endlich auch die Frucht genießt: der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, so das Land begießt, des Himmels Tau, der Sonne Strahl sind deine Diener all⸗ zumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise, der Acker selbst wird ihm zum Brot; es mehret sich viel⸗ fältger Weise, was an⸗ fangs schien, als wär es tot, bis in der Ernte jung und alt erlanget seinen Unterhalt. 5. Nu man erf Bunder viel. L kann m und dei kein Zi wird un als wi wert. 6. W keinmal uns de ein; ein wir es Namene und§ soll lebe Nahrun Kaspa Mel. Aus teilest t wie aus. t uns Gott, e Men⸗ die heut gehn? 'otdurft enn du zustehn in jedes ekommt aß man et und Frucht nd, der hm zum sch bieb as an⸗ wär es Ernte rlanget 5. Nun, Herr, was soll man erst bedenken? Der Wunder ist hier gar zu viel. So viel als du kann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel; denn immer wird uns mehr beschert, als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollens auch keinmal vergessen, was uns dein Segen träget ein; ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens Denkmal sein, und Herz und Mund soll lebenslang für unsre Nahrung sagen Dank. Kaspar Neumann 1648—1715. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 462. Die Ernt ist nun zu Ende, der Segen eingebracht, wor— aus Gott alle Stände satt, reich und fröhlich macht. Der alte Gott lebt noch, man kann es deut⸗ lich merken an so viel Liebeswerken; drum prei— sen wir ihn hoch. 2. Wir rühmen seine Güte, die uns das Feld Ernte. 435 bestellt und oft ohn unsre Bitte gethan, was uns gefällt, die immer noch geschont, ob wir gleich gottlos leben, die Fried und Ruh gegeben, daß jeder sicher wohnt. 3. Zwar manchen schö— nen Segen hat böses Thun verderbt, den wir auf guten Wegen sonst hätten noch ererbt; doch hat Gott mehr gethan aus unverdienter Güte, als Mund, Herz und Ge— müte nach Würden rüh— men kann. 4. Er hat sein Herz geneiget, uns Sünder zu erfreun, genugsam sich bezeiget durch Regn und Sonnenschein; wards aber nicht geacht't, so hat er sich verborgen und durch verborgnes Sorgen zum Besten uns gebracht. 5. O allerliebster Vater, du hast viel Dank ver⸗ dient; du mildester Be— rater machst, daß uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir für abge— wandten Schaden, für viel 28˙ und große Gnaden: Herr Gott, wir danken dir. 6. Zum Danke kommt das Flehen: laß uns, o frommer Gott, vor Feuer sicher stehen und aller andern Not; gieb friede— volle Zeit, erhalte deine Gaben, daß wir uns da⸗ mit laben; regier die Obrigkeit. 7. Besonders laß ge— deihen dein reines, wahres — freuen, und in allem Dinge fromme Leute sein. es doch geschehn! Ruh geneußt, Wort, daß wir uns dessen auch an unserm Ort dies gute Samkörnlein erwünschte Früchte bringe, und wir recht 8. Gieb, daß zu dir uns lenket, was du zum Unterhalt des Lebens hast geschenket, daß wir dich mannigfalt in deinen Ga⸗ ben sehn, mit Herzen, Mund und Leben dir Dank und Ehre geben; o laß 9. Kommt unser Le⸗ bensende, so nimm du unsern Geist in deine Vaterhände, da er der da ihm 436 Ernte. kein Leid bewußt: so ern⸗ ten wir mit Freuden nach ausgestandnen Leiden die Garben voller Lust. Gottfried Tollmann 1680—1766. Mel. O du Liebe meiner Liebe. (Herz und Herz vereint zusammen.) 463 Herr, die Erde ist gesegnet von dem Wohlthun deiner Hand; Güt und Milde hat geregnet, dein Ge⸗ schenk bedeckt das Land: auf den Hügeln, in den Gründen ist dein Segen ausgestreut; unser Warten ist gekrönet, unser Herz hast du erfreut. 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, daß du Speise giebst von oben und versorgest jeden Mund. Und du öffnest deine Hände, dein Ver⸗ mögen wird nicht matt, deine Hilfe, Gab und Spende machet alle froh und satt. 3. Du gedenkst in deiner Treue an dein Wort zu Noahs Zeit, daß dich nimmermehr gereue dei— ner Huld und Freund— lichkeit; v Hide stehe Auge we enden S rost unt Naght. 4. Gn gegossend Horn, li⸗ Kräuter wachsen Mächtig wehret und Ge Gut ste und gese solche dient,! Mel. Da 10. freuet 1 du weif deiner heit, o adu nick shlunm dein hilf 2. Sd Not und so ern⸗ en nach den dr st. 80—1766 ier Liebe. zusammen) Ee Erde net von deiner Milde ein Ge⸗ 5 Land: in den u Segen rWarten ser Herz zen sind auf dich id, daß bst von est jeden u öfnnes ein Ver ht matt, jab und alle froh in deiner Wort 3zu aß dich eue dei⸗ Freund⸗ Krieg und Friede. 37 lichkeit; und so lang die Erde stehet, über der dein Auge wacht, soll nicht enden Saat und Ernte, Frost und Hitze, Tag und Nacht. 4. Gnädig hast du aus⸗ gegossen deines Überflusses Horn, ließest Gras und Kräuter sprossen, ließest wachsen Frucht und Korn. Mächtig hast du abge— wehret Schaden, Unfall und Gefahr; und das Gut steht unversehret, und gesegnet ist das Jahr. 5. Herr, wir haben solche Güte nicht ver— dient, die du gethan; unser Wissen und Gemüte klagt uns vieler Sünden an. Herr, verleih, daß deine Gnade jetzt an unsre Seelen rührt, daß der Reichtum deiner Milde unser Herz zur Buße führt. 6. Hilf, daß wir das Gut der Erden treu ver— walten immerfort. Alles soll geheiligt werden durch Gebet und Gotteswort. Alles, was wir Gutes wirken, ist gesät in deinen Schoß, und du wirst die Ernte senden unaussprech— lich reich und groß. Christian H Rudolf Puchta 8081858. 6. Krieg und Friede. Mel. Da Christus geboren war. 46 Treuer Wächter IJIsrael, des sich freuet meine Seel, der du weißt um alles Leid deiner armen Christen⸗ heit, o du Wächter, der du nicht schläfst noch schlummerst, zu uns richt dein hilfreiches Angesicht. 2. Schau, wie große Not und Qual trifft dein Volk jetzt überall; täglich wird der Trübsal mehr: hilf, ach hilf, schütz deine Lehr. Wir verderben, wir vergehn; nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Hoherpriester Jesu Christ, der du eingegan— gen bist in das Heilig— tum zu Gott durch dein 438 Krieg und Friede. Kreuz und bittern Tod, uns versöhnt mit deinem Blut, ausgelöscht der Hölle Glut, wiederbracht das höchste Gut; 4. Sitzest in des Vaters Reich, ihm an Macht und Ehren gleich, unser ein⸗ ger Gnadenthron, seine höchste Freud und Kron, den er in dem Herzen trägt, dessen Fürbitt ihn bewegt, daß er keine Bitt abschlägt: 5. Kläglich schreien wir zu dir, klopfen an die Gnadenthür, wir, die du mit höchstem Ruhm dir erkauft zum Eigentum; deines Vaters Zorn ab— wend, der wie lauter Feur jetzt brennt, als gings mit der Welt zu End. 6. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Menschen— hilf hat sich gewandt; eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau und mit Zit— tern sie anschau. 7. Treuer Hort, Im⸗ manuel, du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit: Trutz dem, der uns thu ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit't. 8. Deines Vaters star⸗ ker Arm, komm und unser dich erbarm! Laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht; aller Feinde Rotten trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn. 9. Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft: deine Christen traun auf dich, auf dich traun sie festig⸗ lich. Laß sie werden nicht zu Schand, bleib ihr Helfer und Beistand; sind sie dir doch all be— kannt. 10. Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuern kann, der da Spieß und Schwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt und der Menschen Herzen wendt, di winnt eit 11. de defirst, de hat zerkn durch seir hracht de gieb uns lich, so freuen st preisen d Johann; Mel. Nun 465. edle Fri wort, da sollen! Schwert Wohlauf wieder hervor, Und sing vollen H Gemüte und spr Gnad 1 dennoch 2. W berdiene Straf ui weil ste gruͤnet di schütze Itt mit neben Gott, u aller der uns Gottes reit't. ers star⸗ nd unser aß jetzt t, drauf dNacht; ntrenn, t erkenn, en nenn. un auf hr Glück : deine auf dich, ie festig⸗ werden d, bleib Beistand; Rall be⸗ ja der der den kann, Schwert e Bogen der die mnt und Herzen Krieg und Friede. wendt, daß der Krieg ge— winnt ein End. 11. Jesu, wahrer Frie⸗ defürst, der der Schlangen hat zerknirscht ihren Kopf durch seinen Tod, wieder— bracht den Fried bei Gott, gieb uns Frieden gnädig— lich, so wird dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen dich. Johann Heermann 1585-1647. Mel. Nun lob, mein Seel, den Herren. Gott Lob, nun 465. ist erschollen das edle Fried- und Freuden— wort, daß nunmehr ruhen sollen die Spieß und Schwerter und ihr Mord. Wohlauf und nimm nun wieder dein Saitenspiel hervor, o Deutschland, und sing Lieder im hohen, vollen Chor. Erhebe dein Gemüte zu deinem Gott und sprich: Herr, deine Gnad und Güte bleibt dennoch ewiglich. 2. Wir haben nichts verdienet als schwere Straf und großen Zorn, weil stets noch bei uns grünet der freche, schnöde 439 Sündendorn. Wir sind fürwahr geschlagen mit harter, scharfer Rut, und dennoch muß man fra— gen: Wer ist, der Buße thut? Wir sind und blei⸗ ben böse, Gott ist und bleibet treu, hilft, daß sich bei uns löse der Krieg und sein Geschrei. 3. Sei tausendmal will⸗ kommen, du teure, werte Friedensgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen dein Beiunswohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket all unser Glück und Heil; wer dich betrübt und kränket, der drückt sich selbst den Pfeil des Herzleids in das Herze und löscht aus Unver— stand die güldne Freu— denkerze mit seiner eig— nen Hand. 4. Das drückt uns nie— mand besser in unsre Seel und Herz hinein als ihr zerstörten Schlösser und Städte voller Schutt und Stein, ihr vormals schö— nen Felder, mit frischer Saat bestreut, jetzt aber lauter Wälder und dürre, 440 wüste Heid, ihr Gräber voller Leichen und tapfrer Helden Schweiß, der Hel— den, derengleichen auf Erden man nicht weiß. 5. Hier trübe deine Sinnen, o Mensch, und laß den Thränenbach aus beiden Augen rinnen, geh in dein Herz und denke nach! Was Gott bisher gesendet, das sich gewendet und väter— lich bedacht, vom Grimm und scharfen Dringen zu deinem Heil zu ruhn, ob er dich möchte zwingen mit Lieb und Gutesthun. 6. Ach laß dich doch erwecken! Wach auf, wach auf, du harte Welt, eh als das harte Schrecken dich schnell und plötzlich überfällt! Wer aber Chris— tum liebet, sei unerschrock— nen Muts: der Friede, den er giebet, bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: Das Ende naht herzu; da sollt ihr bei Gott leben in ewgem Fried und Ruh. Paul Gerhardt 1607-1676. Krieg und Friede. hast du nicht geacht't; nun hat er Mel. Nun danket alle Gott. Herr Gott, dich 2 466. loben wir; re— gier, Herr, unsre Stim⸗ men, laß deines Geistes Glut in unsern Herzen glimmen. Komm, komm, o edle Flamm, ach komm zu uns allhier, so singen wir mit Lust: Herr Gott, dich loben wir. 2. Herr Gott, dich lo— ben wir; wir preisen deine Güte, wir rühmen deine Macht mit freudi⸗ gem Gemüte; es steiget unser Lied bis an des Himmels Thür und tönt mit großem Schall: Herr Gott, dich loben wir. 3. Herr Gott, dich lo— ben wir für deine großen Gnaden, daß du das Va⸗ terland von Kriegeslast entladen, daß du uns blicken läßt des güldnen Friedens Zier; drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir. 4. Herr Gott, dich lo— ben wir, die wir in lan— gen Jahren der Waffen schweres Joch und frechen Grimm erfahren. Jetzt rühmet! hetzliher Lob, Wir Herr Got 5.100 hen wir, und Wal gen, Spi zerbroche gen; der entzwei, wir mit und Mu wir dan 6. He ben wir zwar ge deinem hast weg die Vate Gnadent aufgetha wir dan 7. Her ken dir, Kirch u Nel. 9 A 167. nes Nam Orten g Stände, lle Gott. ott, dich Mr re⸗ te Stim⸗ Geistes Herzen u, komm, ich komm 0 singen err Gott, dich lo⸗ preisen rühmen t freudi steiget an des und tönt all: Herr wir. dich lo⸗ ie großen das M⸗ riegeslat du uns güldnen drum R: Herr wir. dich lo⸗ r in lan⸗ Waffen d frechen . Nlt rühmet unser Mund mit herzlicher Begier: Gott Lob, wir sind in Ruh; Herr Gott, wir danken dir. 5. Herr Gott, dich lo— ben wir, daß du die Pfeil und Wagen, Schild, Bo⸗ gen, Spieß und Schwert zerbrochen und zerschla— gen; der Strick ist nun entzwei, darum so singen wir mit Herz und Zung und Mund: Herr Gott, wir danken dir. 6. Herr Gott, dich lo— ben wir, daß du uns zwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn nicht gar hast weggeraffet; es hat die Vaterhand uns deine Gnadenthür jetzt wieder aufgethan: Herr Gott, wir danken dir. 7. Herr Gott, wir dan⸗ ken dir, daß du Land, Kirch und Häuser, den 7. Vaͤterland Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 467 Herr, höre, Herr, erhöre! Breit dei⸗ nes Namens Ehre an allen Orten aus; behüte alle Stände, durch deiner All— Vaterland und Obrigkeit. 441 frommen Fürstenstamm und dessen grüne Reiser bisher erhalten hast; gieb ferner Gnad allhier, daß auch die Nachwelt sing: Herr Gott, wir danken dir. 8. Herr Gott, wir dan⸗ ken dir und bitten: du wollst geben, daß wir auch künftig stets in gu— ter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfülle für und für, o Vater, unsern Wunsch! Herr Gott, wir danken dir. 9. Herr Gott, wir danken dir mit Orgeln und Trompeten, mit Harfen, Cymbelschall, Po⸗ saunenton und Flöten; und was nur Odem hat, lobsinge nach Gebühr: Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir. Johann Franck 1618-1677. und Obrigkeit. macht Hände schütz Kirche, Obrigkeit und Haus. 2. Ach laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schallen zu unsrer Seelen Nutz. Bewahr vor 442 Vaterland und Obrigkeit. allen Rotten, die deiner Wahrheit spotten, beut allen Widersachern Trutz. 3. Gieb du getreue Lehrer und unverdroßne Hörer, die beide Thäter sein; auf Pflanzen und Begießen laß dein Ge— deihen fließen und ernten reiche Früchte ein. 4. Gieb unserm Kaiser Glücke, laß deine Gnaden— blicke auf den Gesalbten gehn; schütz ihn auf seinem Throne und lasse seine Krone in segensvollem Glanze stehn. 5. Laß alle, die regie⸗ ren, ihr Amt getreulich führen, schaff jedermann sein Recht, daß Fried und Treu sich müssen in un⸗ serm Lande küssen, ja segne beide, Herr und Knecht. 6. Wend ab in allen GnadenͤKrieg, Feuer, Was⸗ serschaden, treib Sturm und Hagel ab, bewahr des Landes Früchte und mach uns nicht zu nichte, was deine milde Hand uns gab. 7. Gieb Ruhe uns und Friede, mach alle Feinde müde; verleih gesunde Luft; laß keine teure Zei⸗— ten in unsre Grenzen schreiten, da man nach Brot vergebens ruft. 8. Die Hungrigen er— quicke und bringe die zu— rücke, die sonst verirret sein; die Witwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um Hilfe schrein. 9. Sei allen Kindern Vater, den Müttern sei Berater, den Kleinen gieb Gedeihn. Zieh unsre zarte Jugend zur Frömmigkeit und Tugend, daß sich die Eltern ihrer freun. 10. Komm als ein Arzt der Kranken, und die im Glauben wanken, laß nicht zu Grunde gehn; die Alten heb und trage, auf daß sie ihre Plage ge⸗ duldig mögen überstehn. 11. Bleib der Ber⸗ folgten Stütze, die Rei— senden beschütze, die Ster— benden begleit mit deinen Engelscharen, daß sie in Frieden fahren zu Zions Freud und Herrlichkeit. 12. Nun, Herr, du wirst erfüllen, was wir nach 4 deiem W unt baeh uun das! Nesu Nam der Buns Henjamin Mel. O Vel 108. miüt steter auf unse ihn schü Throne, a die Krone glanzvoll 2. Go beglücken schmücker nigshaus tig walt Stamm die fernst 3. Got beglücken drücken e that: daf die Fülle Segen g das kein Klau Mal. Wie Fren dich ure Zei⸗ Hrenzen m nach ruft. igen er⸗ die zu⸗ verirret und die du mit venn sie schrein. Kindern tern sei nen gieb sre zarte mnigkeit sich die m. ein Arzt die im laß nicht hn; die age, auf lage ge— berstehn. er Ver⸗ die Rei⸗ die Ster⸗ it deinen 5 sie in u Zions ichkeit. du wirst ir nach deinem Willen in Demut jetzt begehrt; wir sprechen nun das Amen in unsers Jesu Namen, so ist gewiß der Wunsch gewährt. Benjamin Schmolck 1672—1737. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 468. Gott woll uns hoch beglücken, mit eten Gnadenblicken auf unsern König sehn; ihn schützen auf dem Throne, auf seinem Haupt die Krone lang, lang und glanzvoll lassen stehn. 2. Gott woll uns hoch beglücken, mit allem Guten schmücken das ganze Kö— nigshaus; darüber mäch— tig walten, den teuren Stamm erhalten bis in die fernste Zeit hinaus. 3. Gott woll uns hoch beglücken, ein Gottessiegel drücken auf jede Königs— that: daß Freud aus ihr die Fülle und Heil und Segen quille zum Wohl, das keinen Wandel hat. Klaus Harms 1778-1855. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. (Freu dich sehr, o meine Seele.) 469. Vater, kröne du mit Segen unsern Vaterland und Obrigkeit. 443 König und sein Haus, führ durch ihn auf deinen Wegen herrlich deinen Rat— schluß aus. Deiner Kirche sei er Schutz, deinen Fein⸗ den biet er Trutz. Sei du dem Gesalbten gnädig, segne, segne unsern König. 2. Rüst ihn mit des Glaubens Schilde, reich ihm deines Geistes Schwert, daß Gerechtig— keit und Milde ihm des Friedens Heil gewährt. Mach ihm leicht die schwere Last, die du auferlegt ihm hast. Sei in Jesu du ihm gnädig, schütze, segne un— sern König. 3. Sammle um den Thron die Treuen, die mit Rat und frommem Fleyn sest in deiner Streiter Reihen für des Landes Wohlfahrt stehn. Baue um den Königsthron eine Burg, o Gottessohn; sei du ihm auf ewig gnä— dig, leite, segne unsern König. 4. Nähre du die heilge Flamme, die das Herz des Volks erneut, daß es unserm Königsstamme —444 Liebe bis zum Tode weiht. In der Zeiten langer Nacht hast du über ihm gewacht, du erhieltest ihn uns gnädig; segne, segne unsern König. 5. Fürchtet Gott, den König ehret! Das, o Herr, ist dein Gebot, und du hast es selbst bewähret, warst gehorsam bis zum Tod. Wer dich liebt, der folget dir; drum so beten alle wir: Vor dem Bösen schütz uns gnädig, Gott, erhalte unsern König. 6. Gieb uns Mut in den Gefahren, wenn der Feind uns ernst bedroht, daß wir Treue dann be— wahren, gehen freudig in den Tod. Du bist unser Siegspanier; Gott mit uns, so siegen wir. Deine Treuen krönst du gnädig; segne, segne unsern König. 7. Breite, Herr, dein Reich auf Erden auch in unserm Lande aus, daß wir deine Bürger werden, ziehen in dein Vaterhaus. Frieden und Gerechtigkeit gieb uns, Gott, zu aller Zeit. Sei du deinem Vaterland und Obrigkeit. Volke gnädig; segne,‚ segne unsern König. Melchior Wilhelm Hülsemann 1781½1865. Mel. Nun danket alle Gott. 470 Preis, Ehr und *Lob sei dir, in dessen Schirm und Schat— ten wir bis zur Stund allhier viel Heil zu schmecken hatten, der auch zu jeder Frist allmächtig nah und fern ein Herr und König ist des Königs, unsers Herrn. 2. Du hast ihm lebens⸗ lang den Odem treu be— wahret und auf manch strengem Gang dich huld— voll offenbaret; du hast in seiner Hand das Zepter stark gemacht und unser Vaterland mit reichem Gut bedacht. 3. Du wollest deinen Geist auf seine Stirne legen, der klar ihn unter⸗ weist, des hohen Amts z pflegen; du wollst Gerech⸗ tigkeit und milder Gnade Lust ihm stellen an die Seit, ihm pflanzen in die Brust. 4. Du wollest allezeit in deinem Gleis ihn lenken und gucht set in il schenken,e lid se vo art Und! herleih, Glauben 5. Du Treu vert Treue, wi neu ein freue, daf Bund vo gechghn nes Gri Herzen 6. O flehn an feste, und ergehn il beste: gi ergißt,! so gern König b unsers Karl Georg Mel. Essi 171. andt und Vben ir Miterlank ne, segne „Hülsemamn 1—1865 65. lle Gott. Ehr und dir, in Schat⸗ r Stund Heil 3u der auch Hmächtig ein Herr Königs lebens⸗ treu be⸗ f manch ich huld⸗ du hast Zepter nd unser reichem t deinen Stirne n unter⸗ Amts zu Gerech⸗ Gnade die Seit ie Brust allezet n lenken und Zucht und Frömmig-— keit in ihm dem Lande schenken, auf daß er Vor— bild sei von jeder Tugend— art und Hilf und Schutz verleih, wo man den Glauben wahrt. 5. Du wollest seine Treu vergelten durch die Treue, womit ihn täglich neu ein gutes Volk er⸗ freue, daß dein Gebot im Bund von ihm und uns gescheh, und seines Thro— nes Grund in unserm Herzen steh. 6. O segne, was wir flehn an seinem Jahres— feste, und gieb zum Wohl— ergehn ihm deiner Gaben beste: gieb, daß ers nie vergißt, noch wir, wie du so gern ein Herr und König bist des Königs, unsers Herrn. Karl Georg Grüneisen 1802—1878. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 471 Ein Haupt hast du dem Volk ge— sandt und trotz der Feinde Toben in Gnaden unser Vaterland geeint und hoch Vaterland und Obrigkeit. 445⁵ erhoben; mit Frieden hast du uns bedacht, den Kaiser uns bestellt zur Wacht zu deines Namens Ehre. 2. Wir danken dir mit Herz und Mund, du Retter aus Gefahren, und flehn aus tiefster Seele Grund: du wollest uns be— wahren, Herr aller Herrn, dem keiner gleich, den Kai— ser und das deutsche Reich zu deines Namens Ehre. 3. Verwirf, Gott, unser Flehen nicht, laß auf des Kaisers Wegen dein huld— voll heilig Angesicht ihm leuchten uns zum Segen, und salbe ihn mit deinem Geist, daß er sich kräf— tiglich erweist zu deines Namens Ehre. 4. Ach komm, wie zu der Väter Zeit, ein Feuer anzuzünden, daß wir im Frieden und im Streit fest auf dein Wort uns gründen, ein frommes Volk, das dir vertraut und dir zum Tempel sich erbaut zu deines Namens Ehre! Julius Karl Reinhold Sturm 1816. VI. Cod, Gericht und Ewigheit. 1. Tod und 472 Nun lasset uns den Leib begrabn und daran keinen Zweifel habn: er werd am jüng⸗ sten Tag aufstehn und unverweslich hervorgehn. 2. Derselb ist Erd und von der Erd, daß er zur Erde wieder werd; und von der Erd wird er aufstehn, wenn Gotts Posaune wird angehn. 3. Sein Seele lebt ewig in Gott, der sie all⸗ hier aus lauter Gnad von aller Sünd und Misse— that durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Sein Jammer, Trüb⸗ sal und Elend ist kommen zu ein'm selgen End: er hat getragen Christi Joch, er ist gestorben und lebet noch. 5. Die Seele lebt ohn Begräbnis. alle Klag, der Leib schläft bis zum jüngsten Tag, an welchem Gott ihn wird verklärn und ewge Freude ihm gewährn. 6. Allhier ist er in Angst gewesn, dort aber wird er ganz genesn, da wird in ewger Freud und Wonn er leuchten wie die helle Sonn. 7. Nun lassen wir ihn hie fein schlafn und gehen all heim unsre Straßn, schicken uns auch mit allem Fleiß; denn der Tod kommt uns gleicher Weis. Michael Weiße 1 1540. Luk. 2, 29—32. 473 Mit Fried und Freud ich fahr dahin in Gottes Wille; getrost ist mir mein Herz trele H nich, Her und gma⸗ er mir d Heil in 9 3. Det vorgestel Gnaden, die gan laden di heilsam Ort ersck 4. Er selig Lich den, zu dich kemt zu weide Volks Jd Freud u Mart 17⁴. dem Tod uchen wi daß wir! Das bistd Uns reut Meit. ib schläft en Ta ott ihn nd ewge ährn. er in ort aber mesn, da reud und sten wie wir ihn nd gehen Straßn, uch nit enn der gleicher eße f I5l. 32. jed und ich fahr Wille; ein Herz Tod und Begräbnis. 447 und Sinn, sanft und stille: wie Gott mir verheißen hat, der Tod ist mein Schlaf worden. 2. Das macht Christus, wahr Gottes Sohn, der treue Heiland, den du mich, Herr, hast sehen lan und gmacht bekannt, daß er mir das Leben sei und Heil in Not und Sterben. 3. Den hast du allen vorgestellt mit großen Gnaden, zu seinem Reich die ganze Welt heißen laden durch dein teuer heilsam Wort, an allem Ort erschollen. 4. Er ist das hell und selig Licht für alle Hei— den, zu'rleuchten, die dich kennen nicht, und zu weiden. Er ist deins Volks Israel Preis, Ehre, Freud und Wonne. Mitten wir im Martin Luther 1483-1546. 47 Leben sind mit dem Tod umfangen. Wen suchen wir, der Hilfe thu, daß wir Gnad erlangen? Das bist du, Herr, alleine! Uns reuet unsre Misse— that, die dich, Herr, er⸗ zürnet hat. Heiliger Herre Gott, heiliger star⸗ ker Gott, heiliger barm— herziger Heiland, du ewi— ger Gott! Laß uns nicht versinken in des bittern Todes Not. Kyrieleison. 2. Mitten in dem Tod anficht uns der Höllen Rachen. Wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen? Das thust du, Herr, alleine! Es jammert dein Barmher⸗ zigkeit unsfre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger star— ker Gott, heiliger barm— herziger Heiland, du ewi— ger Gott! Laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison. 3. Mitten in der Höl— len Angst unsre Sünd uns treiben; wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine! Vergossen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde thut. Heiliger Herre Gott, heiliger star⸗ ker Gott, heiliger barm— 448⁸ herziger Heiland, du ewi— ger Gott! Laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyͤrie— leison. Martin Luther 1483—1546. 2 O Welt, ich muß 47⁵. dich lassen, ich fahr dahin mein Straßen ins ewge Vaterland. Mein Geist will ich aufgeben, dazu mein Leib und Le— ben setzen in Gottes gnädge Hand. 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet; Sterben ist mein Gewinn. Kein Blei— ben ist auf Erden, das Ewge muß mir werden, mit Fried und Freud ich fahr dahin. 3. Ob mich gleich hat betrogen die Welt, von Gott gezogendurch Schand und Büberei, will ich doch nicht verzagen, son— dern mit Glauben sagen, daß mir mein Sünd ver⸗ geben sei. 4. Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schauen wahrlich Tod und Begräbnis. durch Jesum Christ, der für mich ist gestorben, des Vaters Huld erworben, mein Mittler er auch worden ist. 5. Die Sünd mag mir nicht schaden, erlöst bin ich aus Gnaden umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu Frommen, so will ich zu ihm kommen allein durch christlich Glauben gut. 6. Wir sind unnütze Knechte, mein Thun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das ewge Leben; umsonst will er mirs geben und nicht nach mein'm Verdienst und Wahl. 7. Drauf will ich fröh⸗ lich sterben, das Himmel— reich ererben, wie er mirs hat bereit't. Hier mag ich nicht mehr bleiben, der Tod soll mich ver— treiben, mein Seele sich vom Leibe scheidt. 8. Damit fahr ich von hinnen. O Welt, thu dich besinnen; denn du mußt auch hernach. Thu dich zu Gott bekehren und von 0 Gna aauh. UU 0. Die porhander Zünd un licht dich 0 Bet Vachen; uhm 0 geben dra 10. Da am Ende: dich wend mein Bee vor Pein nimm m Herzen, ist jetzt! Johann 476. handen i fahrn m 9 leit du Christ, m berlasse; auten chlich di woll wahren. 2. Mei berden koe lis, der ben, des worben, rauch nag mir ll ich zu in durch gut. unnütze Thun is henn daß mit das onst will nd nicht Verdienst ich frͤh⸗ Himmel⸗ er mirs ier mag bleiben, ù mußt hu dich und von ihm Gnad begehren, im Glauben sei du auch nicht schwach. 9. Die Zeit ist schon vorhanden, hör auf von Sünd und Schanden und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen; sonst all irdische Sachen sollst du gutwillig geben dran. 10. Das schenk ich dir am Ende: Ade! Zu Gott dich wende; zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein Abschied zu Herzen, meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. Johann Hesse(2) 1490—1547. 476 Wenn mein Stündlein vor⸗ handen ist, und soll hin— fahrn mein Straße, so g'leit du mich, Herr Jesu Christ, mit Hilf mich nicht verlasse; mein Seel an meinem letzten End be— fehl ich dir in deine Händ: du wollst sie mir be— wahren. 2. Mein Sünd mich werden kränken sehr, mein Tod und Begräbnis. 449 Gwissen wird mich nagen, denn ihr'r sind viel, wie Sand am Meer, doch will ich nicht verzagen: ge— denken will ich an dein Tod, Herr Jesu, und dein Wunden rot; die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib in Todesnot und Schmer— zen: wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, ein ewges Leben hast du mir mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben: mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Todsfurcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin, drum fahr ich hin mit Freuden. 5. So fahr ich hin zu Jesu Christ, mein Arm thu ich ausstrecken; so schlaf ich ein und ruhe fein, kein Mensch kann mich aufwecken denn Jesus Christus, Gottes Sohn: 29 —45⁰0 Tod und Begräbnis. der wird die Himmels— thür aufthun, mich führn zum ewgen Leben. Nikolaus Herman 4 1561. Str. 5: 1575. Mel. Vater unser im Himmelreich. 477 Herr Jesu Christ, wahr Mensch und Gott, der du littst Marter, Angst und Spott, für mich am Kreuz auch endlich starbst und mir deins Vaters Huld erwarbst: ich bitt durchs bittre Leiden dein, du wollst mir Sünder gnädig sein. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot und rin— gen werde mit dem Tod, wenn mir vergeht all mein Gesicht, und meine Ohren hören nicht, wenn meine Zunge nicht mehr spricht, und mir vor Angst mein Herz zerbricht; 3. Wenn mein Verstand sich nichts besinnt, und mir all menschlich Hilf zerrinnt: so komm, o Herr Christ, mir behend zu Hilf an meinem letzten End und führ mich aus dem Jammerthal, verkürz 4. Die bösen Geister von mir treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leib abwendt: so nimm sie, Herr, in deine Händ; der Leib hab in der Erd sein Ruh, bis naht der jüngste Tag herzu. 5. Ein fröhlich Aufer— stehn verleih, am jüng— sten Gricht mein Für— sprech sei und meiner Sünd nicht mehr gedenk, aus Gnaden mir das Leben schenk, wie du hast zuge— saget mir in deinem Wort, das trau ich dir: 6.„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, wer mein Wort hält und gläubt an mich, der wird nicht kommen ins Gericht und den Tod ewig schmecken nicht; und ob er schon hier zeitlich stirbt, mit nichten er drum gar ver— dirbt; 7. Sondern ich will mit starker Hand ihn rei—⸗ ßen aus des Todes Band und zu mir nehmen in mein Reich, da soll er mir auch des Todes Qual; dann mit mir zugleich in Fruuden 2 hii digl ich 8. Ac all 1unfr daß Wir duld, bie in bom unser Gl deinm sestiglich, schlafen! V 478. gestellt,e wie's ih allhier n nicht wi Willen ic 2. Mei ist, wam schreib Maß no gezählt beid gro leines h 3. Es Jummer ind Trül Hleibens Zeit, N. Geister deinem ir bleib, el vom nimm ie Händ 5 der Erd iht der u. Aufer⸗ m jüng⸗ in Für⸗ ler Sünd enk, aus Leben ast zuge⸗ m Wort, fürwahr, er mein gläubt ird nicht richt und schmecken er schon ebt, mit gar vet⸗ ich wil ihn ri' es Band ymen in soll r gleich in Freuden leben ewiglich.“ Dazu hilf uns ja gnä⸗ diglich. 8. Ach Herr, vergieb all unsre Schuld, hilf, daß wir warten mit Ge— duld, bis unser Stünd⸗ lein kommt herbei; auch unser Glaube wacker sei, dein'm Wort zu trauen festiglich, bis wir ein— schlafen seliglich. Paul Eber 1511-1569. 478 Ich hab mein Sach Gott heim—⸗ gestellt, er machs mit mir, wie's ihm gefällt: ob ich allhier noch länger leb, nicht widerstreb, sein'm Willen ich mich ganz ergeb. 2. Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will, ich schreib ihm nicht vor Maß noch Ziel; es sind gezählt die Haare mein, beid groß wie klein, fällt keines ohn den Willen sein. 3. Es ist allhier ein Jammerthal, Angst, Not und Trübsal überall; des Bleibens ist ein kleine Zeit, Mühseligkeit und, Tod und Begräbnis. 451 wers bedenkt, ein steter Streit. 4. Es hilft kein Reich— tum, Geld noch Gut, kein Kunst noch Gunst noch stolzer Mut, fürn Tod kein Kraut gewachsen ist; mein frommer Christ, alles, was lebet, sterb— lich ist. 5. Heut sind wir frisch, gesund und stark und lie— gen morgen tot im Sarg; heut blühn wir wie die Rosen rot, bald krank und tot; ist allenthalben Müh und Not. 6. Man trägt eins nach dem andern hin, wohl aus den Augen, aus dem Sinn; die Welt vergisset unser bald, jung oder alt, auch unsrer Ehren man⸗ nigfalt. 7. Ach Herr, lehr uns bedenken wohl, daß wir sind sterblich allzumal; auch wir allhier kein Blei— ben sehn, wir müssen gehn, gelehrt und reich, jung, alt und schön. 8. Das macht die Sünd, du treuer Gott; dadurch kommt her der bittre Tod,‚ 29⁷ 452 Tod und Begräbnis. der nimmt dahin all Menschenkind, wie er sie findt, fragt nicht, wie hoch und reich sie sind. 9. Und ob mich schon mein Sünd anficht, den— noch will ich verzagen nicht: ich weiß, daß mein getreuer Gott für mich in Tod sein lieben Sohn gegeben hat. 10. Derselbe, mein Herr Jesus Christ, für all mein Sünd gestorben ist und auferstanden mir zu gut; der Höllen Glut hat er gelöscht mit seinem Blut. 11. Dem leb und sterb ich allezeit, von ihm mich auch der Tod nicht scheidt: ich leb, ich sterb, so bin ich sein; er ist allein der einge Trost und Helfer mein. 12. Das ist mein Trost zu aller Zeit in allem Kreuz und Traurigkeit: ich weiß, daß ich am jüngsten Tag ohn alle Klag werd auferstehn aus meinem Grab. 13. Mein lieben Gott von Angesicht werd ich anschaun, dran zweifl ich nicht, in ewger Freud und Seligkeit, die mir bereit't; ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit! 14. O Fesu Christe, Gottes Sohn, der du für uns hast gnug gethan, ach schleuß mich in die Wunden dein: du bist allein der einge Trost und Helfer mein. 15. Amen, mein lieber frommer Gott, bescher uns alln ein selgen Tod; hilf, daß wir mögen all— zugleich bald in dein Reich eingehn und bleiben ewig⸗ lich. Johann Leon 1 1597. 479. O Jesu Christ, meins Lebens Licht, mein Hort, mein Trost, mein Zuversicht, auf Erden bin ich nur ein Gast, und drückt mich sehr der Sünden Last. 2. Ich hab vor mir ein schwere Reis zu dir ins Himmels Paradeis; da ist mein rechtes Vater⸗ land, daran du hast dein Blut gewandt. meinerl dein Kre Vanders und Rast 5. W nicht kar Geist in schrei den Hit meine blind. 6. D laß sein mir der bricht; Ungebär Haupt! 7. Ai Herr, mein let thu mir weit au schließ m 8. Ar erweck Freud ie mir Lob, Crriste, du für gethan, in die du bist lost und lieber bescher n Tod; gen all⸗ in Reich M ewig⸗ on 1 1597. Christ Lebens „ mein versicht, ich nur ickt mich Last. or mir zu dir radeis; Vaiter⸗ st dein 3. Zur Reis ist mir mein Herz sehr matt, der Leib gar wenig Kräfte hat; allein mein Seele schreit in mir: Herr, hol mich heim, nimm mich zu dir! 4. Drum stärk mich durch das Leiden dein in meiner letzten Todespein; dein Kreuz laß sein mein Wanderstab, mein Ruh und Rast dein heilig Grab. 5. Wenn mein Mund nicht kann reden frei, dein Geist in meinem Herzen schrei; hilf, daß mein Seel den Himmel find, wenn meine Augen werden blind. 6. Dein letztes Wort laß sein mein Licht, wenn mir der Tod das Herze bricht; behüte mich vor Ungebärd, wenn ich mein Haupt nun neigen werd. 7. Auf deinen Abschied, Herr, ich trau, darauf mein letzte Heimfahrt bau: thu mir die Himmelsthür weit auf, wenn ich be— schließ meins Lebens Lauf. 8. Am jüngsten Tag erweck mein Leib; hilf, Tod und Begräbnis. 45⁵3 daß ich dir zur Rechten bleib, daß mich nicht treffe dein Gericht, das ein erschrecklich Urteil spricht. 9. Alsdann mein Leib erneure ganz, daß er leucht wie der Sonnen Glanz und ähnlich sei dein'm klaren Leib, auch gleich den lieben Engeln bleib. 10. Wie werd ich dann so fröhlich sein und singen mit den Engeln dein, und mit der Auserwählten Schar schaun ewiglich dein Antlitz klar! Martin Behm 1557—1622. 480 Valet will ich dir geben, du arge, falsche Welt; dein sünd— lich böses Leben durchaus mir nicht gefällt. Im Himmel ist gut wohnen, hinauf steht mein Begier; da wird Gott herrlich lohnen dem, der ihm dient allhier. 2. Rat mir nach deinem Herzen, o Jesu, Gottes Sohn; soll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr 454 Tod und Begräbnis. Christ, davon verkürz mir Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. alles Leiden, stärk meinen 81 Herzlich thut mich blöden Mut, laß selig mich* verlangen nach abscheiden, setz mich in einem selgen End, weil dein Erbgut. ich hie bin umfangen mit 3. In meines Herzens Trübsal und Elend; ich Grunde dein Nam und hab Lust, abzuscheiden von Kreuz allein funkelt all dieser argen Welt, sehn Zeit und Stunde, drauf mich nach ewgen Freuden. kann ich fröhlich sein. Er⸗O Jesu, komm nur bald! schein mir in dem Bilde 2. Du hast mich ja er⸗ zum Trost in meiner Not, löset von Sünd,‚, Tod, wie du, Herr Christ, so Teufel, Höll: es hat dein milde dich hast geblut't Blut gekostet, drauf ich zu Tod. mein Hoffnung stell. Wa— 4. Verbirg mein Seel rum sollt mir denn grauen aus Gnaden in deine offne vor Hölle, Tod und Sünd? Seit, rück sie aus allem Weil ich auf dich thu Schaden zu deiner Herr- bauen, bin ich ein selges lichkeit: der ist wohl hier Kind. gewesen, wer kommt ins 3. Wenngleich süß ist Himmels Schloß; der ist das Leben, der Tod sehr ewig genesen, wer bleibt bitter mir, will ich mich in deinem Schoß. doch ergeben, zu sterben 5. Schreib meinen Nam willig dir. Ich weiß ein aufs beste ins Buch des besser Leben, da meine Lebens ein und bind mein Seel fährt hin: des freu Seel fein feste ins schöne ich mich ohn Beben; Bündelein der'r, die im Sterben ist mein Gewinn. Himmel grünen und vor 4. Der Leib zwar in dir leben frei: so will ich der Erden zum Staube ewig rühmen, daß dein wiederkehrt, doch aufer⸗ Herz treue sei. weckt soll werden, durch Valerius Herberger 1562—1627. Christum schön verklärt; wird le Sonnen! PWot in Ind Won mir der 5. O⁰ auch rei hleiben h immer zz Gut, all ich es ge währt e nach§ trachte, Ewigkeit 6. Ge der He liebten nicht all Abschied bleibt i werdn i ander wi in der 7. NI ganz we Christ, ein selge den Eng ins ewe erworbe Liden 1 bhatiges 5. H len Sünder. hutmich nach d, weil gen mit end, ich iden von , sehn Freuden. ur bald! ch ja er⸗ d, Tod, hat dein rauf ich lell. Wa⸗ u grauen dSünd? dich thu n selges süß ist Lod sehr ich mich sterben weiß ein à meine des freu Beben, Gewinn. zwar in Staube aufer⸗ durch erklärt, wird leuchten als die Sonne und leben ohne Not in Himmels Freud und Wonne: was schadet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet, länger zu bleiben hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier: doch ich es gar nicht achte, es währt ein kleine Zeit; nach Himmlischem ich trachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Gesegn euch Gott der Herre, ihr Bielge⸗ liebten mein! Trauert nicht allzu sehre über den Abschied mein, beständig bleibt im Glauben; wir werdn in kurzer Zeit ein— ander wieder schauen dort in der Ewigkeit. 7. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ, allein: gieb mir ein selges Ende, send mir den Engel dein, führ mich ins ewge Leben, das du erworben hast durch dein Leiden und Sterben und blutiges Verdienst. 8. Hilf, daß ich gar Tod und Begräbnis. 4⁵⁵ nicht wanke von dir, Herr Jesu Christ; den schwachen Glauben stärke in mir zu aller Frist. Hilf ritter⸗ lich mir ringen, dein Hand mich halt in acht, daß ich mag fröhlich singen: Gott Lob, es ist vollbracht! Christoph Knoll 1563—1621. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. 482 Ich hab mich Gott ergeben, dem liebsten Vater mein; hier ist kein Immerleben, es muß geschieden sein. Der Tod kann mir nicht schaden, er ist nur mein Gewinn; in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber; o Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir lieber, da trachte ich hinein, darf mich nicht sehr beladen, weil ich wegfertig bin: in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 3. Ach selge Freud und Wonne hat mir der Herr bereit't, da Christus ist die Sonne, Leben und 456 Seligkeit. Was kann mir doch nun schaden, weil ich bei Christo bin? In Gottes Fried und Gna— den fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen, ihr Liebsten allzumal: um mich sollt ihr nicht weinen, ich weiß von keiner Qual;, den rechten Port noch heute nehmt ja fleißig in acht, in Gottes Fried und Freude fahrt mir bald alle nach. Johann Siegfried 1564—1637. (Str. 1 von Johann Leon 1597.) 483 Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt, hilf mir in meinem Leiden; versag mir nicht, was ich dich bitt: wenn meine Seel will scheiden, so nimm sie, Herr, in deine Händ; ist alles gut, wenn gut das End. 2. Gern will ich fol—⸗ gen, liebster Herr, du läßt mich nicht verderben; denn du bist doch von mir nicht fern, wenn ich gleich hier muß sterben, Tod und Begräbnis. verlassen meine liebsten Freund, die's mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, die Seel zu dir sich schwinget, in deiner Hand sie unver— sehrt durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Thränenthal, Angst, Not, Müh, Arbeit überall. 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt, die Sünd mir können nichts mehr scha— den; an dir, o Herr, ich Rettung find, ich tröst mich deiner Gnaden: dein einger Sohn aus Lieb und Huld für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Was sollt ich denn lang traurig sein, weil ich so wohl bestehe, be— kleidt mit Christi Unschuld rein, wie eine Braut her— gehe? Gehab dich wohl, du schnöde Welt: bei Gott zu leben mir gefällt. Johann Hermann Schein 1586-1630. Phil. 1, 21. Christus der ist 484. hristus der i nein Leben, Ster⸗ hen ist dem thu! nit Freu 2. Mit von dan dem Bri daß ich und ewig 3. Ich wunden Angst u seine heil ich versöl 4. We hrechen, schwer kein Wor Herr, ni zen auf. 5. W. Gedanke ein Lich her thus ihm die 6. Al uUnd still schlafen Rat un kommt 7. Ui dir klebe am Klei dir lebe wonn m liebsten mit mir eint. der Leib die Seel nget, in unver⸗ U8 Leben ist doch merthu, , Mbeit ich tröst den: dein uus Lieh ch bezaht ich demn in, wei tehe, be Unschub raut het ich wohl bei Hott fällt. 1586W—1600 ben ist mein Gewinn; dem thu ich mich ergeben, mit Freud fahr ich dahin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, auf daß ich zu ihm komme und ewig bei ihm sei. 3. Ich hab nun über— wunden Kreuz, Leiden, Angst und Not, seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus, und kann kein Wort mehr sprechen: Herr, nimm mein Seuf⸗ zen auf. 5. Wenn Sinne und Gedanken vergehn als wie ein Licht, das hin und her thut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein nach deinem Rat und Willen, kommt mein Stündelein. Und laß mich an dir kleben wie eine Klett am Kleid und ewig bei dir leben in Himmels— wonn und Freud. durch O wann Tod und Begräbnis. 457 8. Wohl in des Him— mels Throne sing ich Lob, Ehr und Preis dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geist. 1609. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 485. o meine Seele, und vergiß all Not und ual, weil dich nun Christus, dein Herre, ruft aus diesem Jammerthal. Aus Trübsal und großem Leid sollst du fahren in die Freud, die kein Ohr je hat gehöret, die in Ewigkeit auch währet. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann nach dem Ende seiner Bahn, so hab ich gewünschet eben, daß sich enden mög mein Leben. 3. Denn gleichwie die Rosen stehen unter spitzen Dornen gar, also auch die Christen gehen durch viel Angst, Not und Ge⸗ Freu dich sehr, —458 fahr. Wie die Meeres⸗ wellen sind und der un— gestüme Wind, also ist allhier auf Erden unser Lauf voller Beschwerden. 4. Welt und Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen keinem Mut; wir sind voller Angst und Plag, lauter Kreuz sind unsre Tag; gleich wann wir geboren werden, findt sich Jammer gnug auf Erden. 5. Wann die Morgen— rtaufgehet, und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer uns umfähet, Müh findt sich an allem End. Unsre Thränen sind das Brot, so wir essen früh und spat; wenn die Sonn nicht mehr thut scheinen, ist nichts denn nur Klag und Wei— nen. 6. Drum, Herr Christ, du Morgensterne, der du ewiglich aufgehst, sei von mir jetzund nicht ferne, weil dein Blut mich hat erlöst; hilf, daß ich mit uns bei Tod und Begräbnis. Fried und Freud mög von hinnen fahren heut; ach sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. 7. Ob mir schon die Augen brechen, und mir das Gehör verschwindt, meine Zung nicht mehr kann sprechen, mein Ver⸗ stand sich nicht besinnt: bist du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Himmelspfort; du wirst mich in Gnad re— gieren und die Bahn zum Himmel führen. 8. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich nun Christus, dein Herre, ruft aus diesem Jammerthal. Seine Freud und Herrlichkeit sollst du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubilieren, ohn Aufhören triumphieren. 1620. Mel. Christus der uns selig macht. 486 Einen guten Kampf hab ich auf der Welt gekämpfet; denn Gott hat so gnädig—⸗ lih Al! wunfet, Habens La eudet und nelauf Ch 2. For Hähelegt ghne, d zreud er Himmels? meines Le ich hier ve Hott, von Zeele sche 3. Di bösen We Leben m licht gef mich er Jesu, da lauter Fre Tod ist mein Verd J. Gut neine Fre Neben! um mich licht betr gang, den Erde niel Zonne lommt do der. Henrit d mög en heut, Lich nich mit erlasse. chon die und mir schwindt, cht mehr lein Ver⸗ besinnt. ein Licht en, Wez fort; du Anad r⸗ zahn zun sehr, Y 1d vergiß Ual, weil ls, dein 5 diesem ine Frend solst du mit den en, ohn phieren. 10 0. selig magt u glltes hab ih kämpfet gnädig lich all mein Leid ge— dämpfet, daß ich meines Lebens Lauf seliglich voll— Tod und Begräbnis. 459 Mel. Gottes Sohn ist kommen. 487. Herr, nun laß in Friede, lebens⸗ endet und die Seele him⸗satt und müde, deinen melauf Christo zugesendet. 2. Forthin ist beigelegt der Gerechten Krone, die mir wahre Freud erregt in des Himmels Throne; forthin meines Lebens Licht, dem ich hier vertrauet, meinen Gott, von Angesicht meine Seele schauet. 3. Dieser schnöden, bösen Welt jämmerliches Leben mir nun länger nicht gefällt; drum ich mich ergeben meinem Jesu, da ich bin jetzt in lauter Freuden: denn sein Tod ist mein Gewinn, mein Verdienst sein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund, alle meine Lieben! Alle, die ihr um mich weint, laßt euch nicht betrüben diesen Hin⸗ gang, den ich thu in die Erde nieder; schaut, die Sonne geht zur Ruh, kommt doch morgen wie— der. Heinrich Albert 1604—1651. Diener fahren zu den mir Himmelsscharen, selig und im Stillen, doch nach deinem Willen. 2. Gerne will ich ster— ben und den Himmel erben; Christus mich ge— leitet, welchen Gott be— reitet zu dem Licht der Heiden, das uns setzt in Freuden. 3. Hier hab ich gestrit⸗ ten, Ungemach erlitten, ritterlich gekämpfet, man—⸗ chen Feind gedämpfet, Glauben auch gehalten richtig mit den Alten. 4. Thränen mußt ich lassen, weinen ohne Ma⸗ ßen, schwere Gänge laufen mit der Christen Haufen, über Sünde klagen, Kreuz und Trübsal tragen. 5. Nunmehr soll sichs wenden, Kampf und Lauf sich enden; Gott will mich erlösen bald von allem Bösen. Es soll besser werden, als es war auf Erden. 460 Tod und Begräbnis. 6. Frieden werd ich finden, ledig sein von Sünden und auf allen Seiten nicht mehr dürfen streiten; mich soll ganz denleben. 7. Mir ist beigeleget, wo man Zepter träget, eine schöne Krone schon zum Gnadenlohne; da werd ich ergötzet und zur Ruh gesetzet. 8. Mein Erlöser lebet und mich selber hebet aus des Todes Kammer; da liegt aller Jammer. Fröhlich, ohne Schrecken, will er mich erwecken. 9. Dieser Leib soll gehen und in Klarheit stehen, wenn die Toten werden aufstehn von der Erden. Christum werd ich schauen, darauf kann ich trauen. 10. Ihm drum will ich singen, Lob und Ehre bringen, rühmen seine Güte mit Seel und Ge— müte, preisen seinen Na⸗ men ohn Aufhören. Amen. David Behme 16051657. 488. Ich bin ja, Herr, in deiner Macht, du hast mich an das umgeben himmlisch Freu⸗ n hältst mir auch das Leben; du kennest meiner Mon⸗ den Zahl, weißt, wann auch wieder gute Nacht muß geben; wo, wie und wann ich sterben soll, das weißt du, Vater, mehr als wohl. 2. Wen hab ich nun als dich allein, der mir in meiner letzten Pein mit Trost und Rat weiß beizuspringen? Wernimmt sich meiner Seelen an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann, und ich muß mit dem Tode ringen, wenn aller Sin— nen Kraft gebricht: thust du es, Gott mein Heiland, nicht? 3. Mich dünkt, ich liege schon vor mir in großer Hitz ohn Kraft, ohn Zier, mit höchster Herzensangst befallen; Gehör und Rede nehmen ab, die Augen 1 Meel. O Gott, 00 du ein Heerfürst wber dden bist. 30 ö 00 l suh, seht Lersuchung 4. Ich suumen Tot Herichtstal ich diesem Jammerthal— uch wird eu. Hier Hevissensl des Gesetz Zündenkin hillen, da wig Leid, Augst und 5. Herr teures G selbst mit daß ich de gehöre. X Satan me schreckt m Hurngerich deines Leid sbest du hand und nich gewe 6. Nein biß, me nich, ein Heerfürt zja, Herr, er Wacht an 30 du unter⸗ as Leben ner Mon⸗ st, wann mmerthal ite Nacht wie und ben sol, „ Vater. ich nin der mi ten Pein Rat weiß Lernimmt eelen an, in Leben mn, und em Dod ller Sin⸗ cht: thot Heiland t, ich ligg in großer ohn Zit, nsang ind Ride Augen werden wie ein Grab, doch kränkt die Sünde mich vor allen; des Sa— tans Anklag hat nicht Ruh, setzt mir auch mit Versuchung zu. 4. Ich höre der Po⸗ saunen Ton und sehe den Gerichtstag schon, der mir auch wird ein Urteil fäl— len. Hier weiset mein Gewissensbuch, da aber des Gesetzes Fluch mich Sündenkind hinab zur Höllen, da wo man ewig, ewig Leid, Ach, Jammer, Angst und Wehe schreit. 5. Herr Jesu, ich, dein teures Gut, bezeug es selbst mit deinem Blut, daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont denn Satan meiner nicht und schreckt mich durch das Zorngericht? Komm, rette deines Leidens Ehre. Was giebest du mich fremder Hand und hast so viel an mich gewandt? 6. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil, du läs⸗ sest mich, dein wahres Teil, zu fest in deinem Schoße sitzen. Hier lach Tod und Begräbnis. ich aller Macht und Not, es mag Gesetz, Höll oder Tod auf mich her don— nern oder blitzen. Die— weil ich lebte, war ich dein: jetzt kann ich keines andern sein. Simon Dach 1605-1659. 489 O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott gekom— men: ihr seid entgangen aller Not, die uns noch hält gefangen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben; was wir hie kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer sicher und befreit von allem Jammer; kein Kreuz und Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Thränen, habt das schon, wonach wir uns erst sehnen; euch wird gesungen, was durch 462 keines Ohr allhie gedrun— gen. 5. Ach wer wollte denn nicht gerne sterben und den Himmel für die Welt ererben? Wer wollt hie bleiben, sich vom Jam— mer länger lassen treiben? 6. Komm, o Christe, komm, uns auszuspan⸗ nen, lös uns aus und führ uns bald von dan— nen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach 1605 1659. Pred. Sal. 1. 490. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Leben! Wie ein Nebel bald ent⸗ stehet und bald wieder— um vergehet, so ist unser Leben, sehet! 2. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Men— schen Tage: Wie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen, so fährt unsre Zeit von hinnen. 3. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Men— Tod und Begräbnis. Wie sich wechseln Stund und Zei— ten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, so sind unsre Fröhlichkeiten. 4. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Men— schen Freude! 9 schen Schöne! Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! 5. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Men— schen Schätze! Es kann Gut und Flut entstehen, dadurch, eh wirs uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 6. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Men— schen Prangen! Der in Purpur hoch vermessen ist als wie ein Gott ge— sessen, dessen wird im Tod vergessen. 7. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Men— schen Sachen! Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen: wer Gott fürcht't, bleibt ewig stehen. Michael Franck 1609—1667. Wel Voter u 01. e macher den rein; Iund Ger ist mein Chrenkleid vor Gott ih zum zingehn. 2.Mit; ich fahr da lind ich al Dank, me derst mich wandren1 Blut gere Nsu, stä mein! 102. alles 0 Heu; was berderben werden 1 auch muß er anders Wie sich und Zei⸗ Dunke, 1 so ichkeiten. htig, ach der Men⸗ Wie ein vergehet, Lüftlein eSchöne, htig, ach der Men⸗ Es kann ntstehen, irs ung muß zu n. chtig, ach der Men Der in dermessen Gott ge⸗ dim T chtig, ah der Men⸗ les, alles das muß en: wel ibt ewij 609100 Tod und Begräbnis. Mel. Vater unser im Himmelreich. 491 In Christi Wun⸗ den schlaf 2— ein, die machen mich von Sün⸗ den rein; Christi Blut 2 und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid: damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn. 2. Mit Fried und Freud ich fahr dahin, ein Gottes⸗ kind ich allzeit bin. Hab Dank, mein Tod, du för⸗ derst mich, ins ewge Leben wandre ich, mit Christi Blut gereinigt fein. Herr Jesu, stärk den Glauben mein! 16˙8 492. Alle Menschen müssen sterben, alles Fleisch vergeht wie Heu; was da lebet, muß verderben, soll es anders werden neu; dieser Leib auch muß verwesen, wenn er anders soll genesen zu der großen Herrlichkeit, die den Frommen ist be— reit't. 2. Drum so will ich dieses Leben, weil es 463 meinem Gott beliebt, auch ganz willig von mir geben, bin darüber nicht betrübt; denn in meines Jesu Wunden hab ich schon Erlösung funden, und mein Trost in Todesnot ist des Herren Jesu Tod. 3. Jesus ist für mich gestorben, und sein Tod ist mein Gewinn, er hat mir das Heil erworben, drum fahr ich mit Freu⸗ den hin, hin aus diesem Weltgetümmel in den schönen Gotteshimmel, da ich werde allezeit schauen die Dreifaltigkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben, da viel tau⸗ send Seelen schon sind mit Himmelsglanz um⸗ geben, dienen Gott vor seinem Thron, da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist. 5. Da die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal, wo auf ihren Ehrenthronen sitzet der zwölf Boten Zahl, wo in 464 Tod und Begräbnis. so viel tausend Jahren sist Krieg und Streit, nichts alle Frommen hingefah— ren, da wir unserm Gott zu Ehrn ewig Hallelujah hörn. 6. O Jerusalem, du schöne, ach wie helle glänzest du! Ach wie lieb— lich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh! Ach der großen Freud und Wonne: jetzund gehet auf die Sonne, jetzund gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. 7. Ach ich habe schon erblicket alle diese Herr— lichkeit, jetzund werd ich schön geschmücket mit dem weißen Himmelskleid; mit der güldnen Ehrenkrone steh ich da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. Johann Georg Albinus(2) 1624—1679. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 493 Welt ade! ich bin oein müde; ich will nach dem Himmel zu: da wird sein der rechte Friede und die stolze Seelenruh. Welt, bei dir denn lauter Eitelkeit: in dem Himmel allezeit Frie— de, Freud und Seligkeit. 2. Wann ich werde da— hin kommen, bin ich aller Krankheit los und der Traurigkeit entnommen, ruhe sanft in Gottes Schoß. Welt, bei dir ist Angst und Not, endlich gar der bittre Tod; aber dort ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 3. Was ist doch der Erden Freude? Nebel, Dampf und Herzeleid. Hier auf dieser öden Heide sind die Laster ausgestreut. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit: in dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 4. Unaussprechlich schö— ne singet Gottes auser⸗ wählte Schar; heilig! heilig! heilig! klinget in dem Himmel immerdar. Welt, bei dir ist Spott und Hohn und ein steter Jammerlohn: in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 5. Nill denn laute reude ble ble ms glei⸗ sheinen, Nacht d das ei d dir ist Zorgen u dod: in lleezeit Fri Eeligkeit. 6. Nun, loch gesch uch in kur heiland u der große Velt, bei Vot, Mül lletzt der Himmel e Rguh und 7. O Relanget, chöne Cho hronen pr mme 6 Lol bei und Strei lauter Eit Himmel nuh und . Zeit, doch anbre. 0 wann eit, nichts elkeit: in zeit Frie⸗ Seligkeit. werde da⸗ Hich aller und der nommen, EsSchoß, ist Augst Rgar der dort ist reud und doch der Nebeh Herzeleid den Heide Sgestreut ist Kriiz hts denn in dem Friede, igkeit. hlich sch⸗ 5 auser⸗ heilth! ünget in nmerdar. it Spott ein steter in den Friede, it. 5. Nichts ist hier denn lauter Weinen, keine Freude bleibet nicht. Will uns gleich die Sonne scheinen, so verhüllt die Nacht das Licht. Welt, bei dir ist Angst und Not, Sorgen und der bittre Tod: in dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 6. Nun, es wird den— noch geschehen, daß ich auch in kurzer Zeit meinen Heiland werde sehen in der großen Herrlichkeit. Welt, bei dir ist lauter Not, Müh und Furcht, zuletzt der Tod: in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. wer nur dahin gelanget, wo jetzund der schöne Chor in vergüldten Kronen pranget und die Stimme schwingt empor! Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit: in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 8. Zeit, wann wirst du doch anbrechen? Stunden, o wann schlaget ihr, Tod und Begräbnis. 465 drinnen ich mich kann besprechen mit dem Schön— sten für und für? Welt, bei dir ist Krieg und Streit, lauter Qual und Traurigkeit: in dem Him— mel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 9. Jetzt will ich mich fertig machen, daß mein Thun vor Gott besteht, daß, wenn alles wird zer— krachen, es heißt: Kom⸗ met! und nicht: Geht! Welt, bei dir ist Angst— geschrei, Sorge, Furcht und Heuchelei: in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. Johann Georg Albinus(ꝰ) 1624—1679. Mel. Gott ist getreu. — 494 Es ist genug! So nimm, Herr, meinen Geist zu Zions Geistern hin. Lös auf das Band, das allgemach schon reißt, befreie meinen Sinn, der sich nach seinem Gotte sehnet, der täglich klagt und nächtlich thränet: Es ist genug! 2. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast den 30 466 Rücken wund gemacht. Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Last! Ich schwemme manche Nacht mein hartes Lager ganz mit Thränen; wie lange, lange muß ich sehnen! Es ist genug. 3. Es ist genug, wenn nur mein Jesus will; er kennet ja mein Herz. Ich harre sein und halt in— dessen still, bis er mir allen Schmerz, der in der siechen Brust mir naget, zurücke legt und zu mir saget: Es ist genug. 4. Es ist genug! Herr, wenn es dir gefällt, so spanne mich doch aus. Mein Jesus kommt: nun gute Nacht, o Welt; ich fahr ins Himmels Haus. Ich fahre sicher hin in Frieden, mein großer Jammer bleibt danieden. Es ist genug. Franz Joachim Burmeister 1633—1672. 495 Wer weiß, wie nahe mir mein Ende! Hin geht die Zeit, her kommt der Tod; ach wie geschwinde und be— Tod und Begräbnis. hende kann kommen meine Todesnot. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken, und wenn ich einmal sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein Gott! Ieh bitt Mein Gott! durch Christi Blut: me neinem 5. Mad mir den inmer bit sieb, daf Veltgetün liit sei vo Gott! M litt durc nachs nu Ende gut 6. Ach neine S Eedienste ein ich n winde;! necht er NRein Got Ich bitt Aut: m meinem 7. Nac von Jesu s sei Le ich leg di Seite n Herr un Mein Ge Ich bitt Aut: n meinem 8. Ich ö angezoger ien meine m Gott!“ 8 Ich bitt ut: machs Ende gut. bor Nacht rden, als Morgen l ich leb den, leh Osgefahr ein Gott! 9 Christ nur mit gut. mich stetz nken, und al sterben in Je 1und n eine Buß lein Gott! h Chrst! nur min gut. bei üt sellen, daß r und für in allen wiée di mit mis ein Gott Christ 467 mit meiner heilgen Tauf; du meinem Ende gut. bist mir auch daher ge— 5. Mach immer süßer wogen, hast mich zum mir den Himmel und Kind genommen auf. immer bittrer diese Welt; Mein Gott! Mein Gott! gieb, daß mir in dem Ich bitt durch Christi Weltgetümmel die Ewig-⸗Blut: machs nur mit keit sei vorgestellt. Mein meinem Ende gut. Gott! Mein Gott! Ich 9. Ich habe Jesu Leib bitt durch Christi Blut: gegessen, ich hab sein Blut machs nur mit meinem getrunken hier; nun kannst Tod und Begräbnis. Blut: machs nur Ende gut. 6. Ach Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Christi zu, dar— ein ich mich fest gläubig winde; das giebt mir recht erwünschte Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben oder Tod; ich leg die Hand in seine Seite und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 8. Ich habe Jesum angezogen schon längst in Ruh. du meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm, und er sin mir. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 10. So komm mein End heut oder morgen, sich weiß, daß mirs mit Jesu glückt; ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jesu Blut schön aus⸗ geschmückt. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 11. Ich leb indes in Gott vergnüget und sterb ohn alle Kümmernis, mir gnüget, wie mein Gott es füget, ich glaub und bin es ganz gewiß: Mein Gott! Mein Gott! Aus 30⁵ 468 Gnad durch Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut. Amilie Juliane von Schwarzburg-— Rudolstadt 16371706. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. 49 Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke deinen Tod! Der Tod kommt oft behende: wer heute frisch und rot, kann morgen und geschwinder hinweggestorben sein; drum bilde dir, o Sün⸗ der, ein täglich Sterben ein. 2. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke das Gericht! Es müssen alle Stände vor Jesu Ange— sicht; kein Mensch ist aus— genommen, ein jeder muß heran und wird den Lohn bekommen, nachdem er hat gethan. 3. Bedenke, Mensch, das Ende, der Höllen Angst und Leid, daß dich nicht Satan blende mit seiner Eitelkeit. Hier ist ein kurzes Freuen, dort aber ewiglich ein kläglich Schmerzensschreien: ach Sünder, hüte dich! Tod und Begräbnis. 4. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke stets die Zeit, daß dich ja nichts abwende von deiner Herr⸗ lichkeit, womit vor Gottes Throne die Seele wird gepflegt: dort ist die Le— benskrone den Frommen beigelegt. 5. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten auf meinen letzten Tag mit Buße mich bereiten und täglich sterben mag. Im Tod und vor Gerichte steh mir, o Jesu, bei, daß ich ins Himmels Lichte zu wohnen würdig sei. Salomo Liscow 1640—-1689. Mel. Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. —497 Wie fleugt dahin der Menschenzeit, wie eilet man zur Ewig⸗ keit! Wie wenig denken an die Stund von Her⸗ zensgrund, wie schweigt hievon der träge Mund! 2. Das Leben ist gleich⸗ wie ein Traum, ein nicht— ger, leerer Wasserschaum: dem Grase gleich, was heute steht und schnell hesgeht, aWrüber 3. Nur wͤlebest u bist, sah Berg eu hin: u enn ich Hil. So Hütten nich, o gieb, daß dug und daß, eh terben n 5. Wa in letter und Rei Tod? O dem Se merken! sonst mi Ruh. 6. V Thoren das höt das su bleibet: gier, K Wenn i dort vor Mensch, 0 satz nichts i Herr⸗ or Gottes eele wird die Le⸗ Frommen daß ich meinen nit Buße nd täglich Im Tod ichte steh ei, daß ich Lichte zu sei. 1640—1680 n Sach Goht t. ugt dahin sschen Zei, zur Ewij lig denken von Her eschweit ge Mud! ist glih ein nicht erschaum: ich, was d schnel vergeht, sobald der Wind darüber weht. 3. Nur du, mein Gott, du bleibest mir das, was du bist, ich traue dir; laß Berg und Hügel fal— len hin: mir ists Gewinn, wenn ich allein bei Jesu bin. 4. So lang ich in der Hütten wohn, so lehre mich, o Gottes Sohn; gieb, daß ich zähle meine Tag und munter wach, daß, eh ich sterb, ich 4 9 mag. Was 410 die Welt in Iehner Not, Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod? O Mensch, du läufst dem Schatten zu, das merke du, du kommst sonst nicht zur wahren Ruh. 6. Weg Eitelkeit, der Thoren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt, das such ich nur, das bleibet mir. O mein Be— gier, Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! 7. Was wird da sein, wenn ich dich seh und dort vor deinem Throne Tod und Begräbnis. 469 steh! Du unterdessen lehre mich, daß stetig ich mit klugem Herzen suche dich. Joachim Neander 1650-1680. Mel. nur den lieben Gott läßt walten. 498 Ich sterbe täg— Rlich, und mein Leben eilt immerfort zum Grabe hin; wer kann mir einen Bürgen geben, ob ich noch morgen lebend bin? Die Zeit geht hin, der Tod kommt her; ach wer nur immer fertig wär! 2. Es schickt der Tod nicht immer Boten, er kommet oft unangemeldt und fordert uns ins Land der Toten; wohl dem, der Haus und Herz bestellt! Denn ewges Unglück oder Glück hängt oft an einem Augenblick. 3. Herr aller Herren, Tod und Leben hast du allein in deiner Hand; wie lange du mir Frist gegeben, das ist und bleibt mir unbekannt; hilf, daß ich jeden Glockenschlag an meinen Abschied den— ken mag. Wer 470 Tod und Begräbnis. 4. Es kann vor Abend anders werden, als es am Morgen mit mir war; den einen Fuß hab ich auf Erden, den andern auf der Totenbahr; dahin, mer Speise bin. 5. Ein einzger Schlag kann alles enden, und Fall und Tod beisammen sein; doch schlage nur mit Vaterhänden und schleuß in Christi Tod mich ein, daß, wenn der Leib zu Boden fällt, die Seel an Jesu Kreuz sich hält. 6. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, wenn Auge, Mund und Ohr sich schleußt; drum bet ich bei gesunden Ta— gen: Herr, dir befehl ich meinen Geist. Verschlie— ßen meine Lippen sich, so schreie Jesu Blut für mich. 7. Kann ich die Mei— nen nicht mehr segnen, so segne du sie mehr als ich; wenn lauter Thrä⸗ nen um mich regnen, o Tröster, so erbarme dich Stoß ein sschließe mir den Himmel kleiner Schritt ist nur auf; verkürze wo ich der Wür⸗ und lasse der Verlaßnen Schrein durch deinen Trost erhörlich sein. 8. Dringt mir der letzte zum Herzen, so mir des Todes Schmerzen und hole mich zu dir hinauf: so wird mein Abschied keine Pein, zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck 1672— 1737. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 499 Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe; ich bin ein Mensch, der bald vergeht, und finde hier kein sol— ches Erbe, das ewig in der Welt besteht; drum zeige mir in Gnaden an, wie ich recht selig sterben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe; kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe, die Blume kann gar leicht verblühn: drum mache mich nur stets bereit hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein licht, wie weil der 2 hält: den Sched geht ein 0 Welt. Doc Gieb, da End in di 4. Mein nicht, wo welcher S bedekkt. dieses nut deine Ha weckt, mat die Stätt ist allenth 5. Nun wenn ich nimm du zu dir, m mich nit und hab beinn mir, gleich u 4. sterben s Benjamin Mel. Jes 500. Grab, de klaßnen deinen in. er letzte en, so Himmel lir des nund hinauf: lbschied eilig, 7²1¹⁷5⁵⁷ ben Gott ott, ith hl, daß bin ein dergeht ein sob ewig il drum den an, sterben ich Weiß sterbe; t sicher erbricht e, die leicht mache it hier Higkeit 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, die— weil der Tod viel Wege hält: dem einen wird das Scheiden herbe, sanft geht ein andrer aus der Welt. Doch wie du willst! Gieb, daß dabei mein End in dir nur selig sei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welcher Sand mein Grab bedeckt. dieses nur erwerbe, daß deine Hand mich aufer— weckt, mag hier, mag dort die Stätte sein: die Erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Gott, wenn ich soll sterben, so nimm du meinen Geist zu dir, mein Heiland läßt mich nicht verderben; und hab ich Jesum nur bei mir, so gilt mirs gleich und geht mir wohl, wann, wo und wie ich sterben soll. Benjamin Schmolck 1672—1737. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 500. Geht nun hin und grabt mein Grab, denn ich bin des Doch wenn ich Tod und Begräbnis. 471 Wanderns müde; von der Erde scheid ich ab, denn mir ruft des Him⸗ mels Friede, denn mir ruft die süße Ruh von den Engeln droben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Grab; meinen Lauf hab ich vollendet, lege nun den Wanderstab hin, wo alles Irdsche en— det; lege selbst mich nun hinein in das Bette son— der Pein. 3. Was soll ich hienieden noch in dem dunklen Thale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wann die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl; laß mich nun in Frieden scheiden. Deine Hoffnung, ach, ist hohl, deine Freuden werden Leiden, deine Schönheit Unbestand, alles Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne, fahret wohl mit eurer Pracht; 472 denn ich reis in weite Tod und Begräbnis. held, der Glaube, und die Ferne, reise hin zu jenem ewge Liebe spricht: Kind Glanz, worin ihr erbleichet des Vaters, zittre nicht! ganz. 6. Die ihr nun in Trauern geht, fahret wohl, ihr lieben Freunde; was von oben niederweht, tröstet ja des Herrn Ge— meinde; weint nicht ob dem eitlen Schein: droben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, daß nun ich will von der Welt den Abschied neh— men, daß ich aus dem Irrland will, aus den Schatten, aus den Sche— men, aus dem Eitlen, aus dem Nichts hin ins Land des ewgen Lichts. 8. Weinet nicht! Mein süßes Heil, meinen Hei— land, hab ich funden, und ich habe auch mein Teil in den warmen Herzens— wunden, woraus einst sein frommes Blut floß der ganzen Welt zu gut. 9. Weint nicht: mein Erlöser lebt! Hoch vom finstern Erdenstaube hell empor die Hoffnung schwebt, und der Himmels— Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Mel. Ich hab mein Sach Gott he imgeste lt. V 0 1. Wohlauf, wohlan zum letzten Gang! Kurz ist der Weg, die Ruh ist lang, Gott führet ein, Gott führet aus: wohlan, hinaus! Kein Bleiben ist im Erdenhaus. 2. Du Herberg in der Wanderzeit, du gabest Freuden, gabst auch Leid. Schließ nur getrost die Pforte zu, was trauerst du? Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. 3. Tragt ihn fein sanft ins Schlafgemach, ihr Lieben folgt ihm segnend nach. Nun gute Nacht! Der Tag war schwül im Erdgewühl. Nun gute Nacht! Die Nacht ist kühl. 4. Ein Schmuck ist auch das Leichentuch, ein Sie— geszug der Leichenzug. Triumph! der Herr macht gute Bahn, sein Kreuz voran: das winkt und deutet himmelan. Nsum Ch Volk vorh 6. O Heil erwir Herrn, den O selig, u matt, die droben ist e Rensch, b Du suchs eins ist beut ihre an dein; in Gott d 8. Was zum letztet brachtest d du mit. geht mit L Schau hi wo dein dein Her 9. Mit Haus be der Tod sie rufen: an mir, h und die t: Kind e nicht! 769—1860 Zach Gott „wohlan nGang! eg, die t führet t aus: Kein enhaus. in der in sanft h, ihr segnend Nacht! wül im n gutẽ ist li. ist auch in Sie⸗ henzug L macht Kreuz t und ö 0 Tod und Begräbnis. 5. Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein und läutet hell den Sabbath ein, der nach des Werk— tags kurzer Frist durch Jesum Christ für Gottes Volk vorhanden ist. 6. O selig, der das Heil erwirbt, der in dem Herrn, dem Mittler, stirbt! O selig, wer, vom Laufe matt, die Gottesstadt, die droben ist, gefunden hat! 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so viel, und eins ist not. Die Welt beut ihre Güter feil: denk an dein Heil und wähl in Gott das beste Teil. 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt ver⸗ geht mit Lust und Schmerz. Schau himmelwärts: da wo dein Schatz, da sei dein Herz. 9. Mit Gott bestell dein Haus bei Zeit, eh dich der Tod an Tote reiht, sie rufen: Gestern wars an mir, heut ists an dir! 47³ Hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, aus Wieg und Bett in Sarg und Grab, wann, wie und wo, ist Gott bewußt. Schlag an die Brust: du mußt von dannen, Mensch, du mußt. 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, da blüht zu schön kein Wangenrot: im Fin— stern droht der Tod und überall der Tod. 12. Ach banges Herz im Thränenthal, wo ist dein Licht, dein Lebens— strahl? Du bists, Herr, der mit Gottesmacht aus Gräbernacht das Leben hat ans Licht gebracht. 13. Dein Wort, Herr, klingt so hoch und hehr: Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr. Dein Kreuz, dein Grab, dein Aufer— stehn, dein Himmelgehn läßt uns den Himmel offen sehn. 14. Wohl dem, der sich mit dir vertraut, schon 47⁴4 Tod und Begräbnis. hier die ewgen Hütten an diesem Ort, viel Woh— baut! Er sieht das Kleinod nungen im Himmel dort, in der Fern und kämpfet bereitet ist die Stätte gern und harrt der Zu-schon am Gnadenthron, kunft seines Herrn. bereitet uns durch Gottes Sohn. 15. Nun, Thor des 17. Sein ist das Reich Friedens, öffne dich: Hin⸗ mit Allgewalt; er zeugt ein! Hier schließt die und spricht: Ich komme Wallfahrt sich! Ihr Schla⸗ bald. Ja komm, Horr fenden im Friedensreich, Jesu, führ uns ein! Wir gönnt allzugleich auch ihm harren dein: I dein ein Räumlein neben euch. Gelen Eic seie 16. Viel Gräber sind Christian Friedrich 1795—869.K Beim Tode von Kindern. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. mein Leben wird sein 50 Gott Lob, die lauter Freud. Stund ist kom⸗ 3. Gott eilet mit den men, da ich werd aufge⸗Seinen, läßt sie nicht nommen ins schöne Pa- lange weinen in diesem radeis. Ihr Eltern dürft Thränenthal. Ein schnell nicht klagen; mit Freuden und selig Sterben ist schnell sollt ihr sagen: Dem und glücklich erben des Höchsten sei Lob, Ehr und schönen Himmels Ehren— Preis. saal. 2. Kurz ist mein irdisch“ 4. Die Welt mag Netze Leben; ein beßres wird stellen: mich wird sie nun mir geben Gott in der nicht fällen, sie wird mir Ewigkeit. Da werd ich thun kein Leid. Denn wer nicht mehr sterben, in kann den verletzen, den keiner Not verderben; Christus jetzt wird setzen * ins Sclod Ziherheit 5. Zuvor Freude; jet euch scheid euer Herz, ihrs vecht l was Gott achtet, 101 lindern all⸗ 6. Gott Stunden, heilet Wun jedermann mals gesck nicht vorge er thut, i 7. Wer werdet fin frei aller weißen Kle tragen Si Händen un des Herren erhöhn: 8. Da! freuen, es lich reuen so betrüb der Gott denket zi ihm sich iebt! Q— Johann He el Woh⸗ el dort, Stätte nihron, Gottes SReich r zeugt komme „, Herr 1 Vir n, dein rich Sacht —1860. d sein nit den hiht diesem schnel tschnel en des Ehren⸗ 9Mhe ie nun d mit m wer „den setzen Tod und Begräbnis. ins Schloß vollkommner Mel Sicherheit. 5. Zuvor bracht ich euch Freude; jetzt, da ich von euch scheide, betrübt sich euer Herz. Doch wenn ihrs was Gott thut, hoch achtet, wird sich bald lindern aller Schmerz. 6. Gott zählet alle Stunden, er schlägt und heilet Wunden, er kennet jedermann. Nichts ist je— mals geschehen, das er nicht vorgesehen; und was er thut, ist wohlgethan. 7. Wenn ihr mich werdet finden vor Gott, frei aller Sünden, in weißen Kleidern stehn und tragen Siegespalmen in Händen und mit Psalmen des Herren Lob und Ruhm erhöhn: 8. Da werdet ihr euch freuen, es wird euch herz⸗ be ö nah an seinem Thron im lich reuen, daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes Willen ge— denket zu erfüllen und ihm sich in Geduld er— recht betrachtet und, giebt! 47⁵ Ermuntre dich, mein schwacher Geist. 503 Du bist zwar mein und blei⸗ best mein; wer will mirs anders sagen? Doch bist du nicht nur mein allein; der Herr von ewgen Tagen der hat das meiste Recht an dir, der fordert und erhebt von mir dich, o mein Kind, mein Wille, mein Herz und Wunsches Fülle. 2. Ach gält es wünschen, wollt ich dich, du Stern— lein meiner Seelen, vor allem Weltgut ewiglich mir wünschen und er— wählen; ich wollte sagen: Bleib bei mir, du sollst sein meines Hauses Zier, an dir will ich mein Lieben bis in mein Sterben üben. 3. Ich sehne mich nach meinem Sohn, und der mir ihn gegeben, will, daß er Himmel solle leben. Ich sprech: Ach weh, mein Licht verschwindt! Gott spricht: Willkommen, liebes Kind; dich will ich bei mir haben Johann Heermann 1585—1647. Und ewig reichlich laben. 476 4. O süßer Rat, v schönes Wort und heilger, als wir denken! Bei Gott ist ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Kränken, kein Angst, kein Mangel, kein Versehn; bei Gott lann keinem Leid ge⸗ schehn; wen Gott ver— sorgt und liebet, wird nimmermehr betrübet. 5. Ach dürft ich doch von ferne stehn und nur ein wenig hören, wenn deine Sinne sich erhöhn und Gottes Namen ehren, der heilig, heilig, heilig ist, durch den auch du geheiligt bist; ich weiß, ich würde müssen vor Freuden Thränen gießen. 6. Nun denn, und bleib also, ich will nicht um dich weinen; du lebst und bist von Herzen froh, siehst lauter Sonnen scheinen, die Son— nen ewger Freud und Ruh: da leb und bleib nur immerzu; wills Gott, will ich mit andern auch bald hinüber wandern. Paul Gerhardt 16071676. es sei Tod und* Mel. Zeuch hin, mein 504. Kind! Denn Gott selbst fordert dich aus die— ser argen Welt. Ich leide zwar, dein Tod betrübet mich; doch weil es Gott gefällt, so unterlaß ich alles Klagen und will mit stillem Geiste sagen: zeuch hin, mein Kind! 2. Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir nur in der Welt ge⸗ liehn. Die Zeit ist weg, darum befiehlt er dir, jetzt wieder fortzuziehn. Zeuch hin, Gott hat es so ver— sehen: was dieser will, das muß geschehen. Zeuch hin, mein Kind! 3. Zeuch hin, mein Kind! Im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wah⸗ rer Trost und Ruh, da wird kein Schmerzgeklagt. Hier müssen wir in Angsten schweben, dort kannst du ewig fröhlich leben. Zeuch hin, mein Kind! 4. Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, sobald es Gott ge— Gott ist getreu. ö filt. Du dm das! haufen sich lange le 0 0 wer tommt ball Zeuch hin, 5. Jahrh Die Engel all n Du siehesta lieber Sohr Krone weif dein Seele du hast in wunden. 2 Kind! Gottfried Ho Rel. O Welt, 505.N me Mel. Venn 00 506 Riu mein Lebe zen, diewe meiner S gerissen m der T muß ich jet etreu. in, mein enn Gott aus die⸗ Ich lide betrübet s Gott rlaß ich will mit n: zeuch ein Kind! hat dich Welt ⸗ ist wez dir, jeh n. Zeuch so ver⸗ ser wil. n. Zeuch einKind! dest du versagt, ist wah „da with 0 Hier Wgsen must du . Jeuch „mein en alle ott ge⸗ 4 Tod und Begräbnis. 477⁷ fällt. Du eilest fort, ehurer Unschuld sterben, so denn das Ungemach mit büßt man sie nicht ein: Haufen sich einstellt. Wer sie werden nur dort oben lange lebt, steckt lang in dom Vater aufgehoben, Leide; wer frühe stirbt, damit sie unverloren sein. * Iyo den bald zur 2——. 60 2. Sie sind ja in der Ie ui 8500 4 dl Taufe zu ihrem Christen— Dr Etnen Pacn u, u uon 0n 0 fdeinen frommen Geist—660 Dusiehestauch wie Gottes Loern 7 5 20 ihnen schaden, daß sie die lieber Sohn dir schon die Krone schon erfreut? Krone weist. Nun wohl,—— dein Seele ist entbunden, 3. O wohl auch diesem du hast im Herren über⸗Kinde! Es stirbt nicht zu wunden. Zeuch hin, mein geschwinde. Zeuch 109 Kind! du liebes Kind; du geh est Gottfried Hoffmann 16581712. ja nur se chlafen und blei⸗ Mel. O Welt, ich muß dich lassen. best bei den Schafen, die 50 Wenn kleine Him-ewig unsers Jesu sind. melserben in ih⸗ Johann Andreas Rothe 1688-1758. Beim Tode von Ehegatten. Mel. Wenn mein Stündlein vor— 8 Wer kann mein Elend handen ist. ö SOG h e 506. W. 2 Weunn ich au ihre in Traurigkeit Freundlichkeit gedenk in mein Leben nun beschlie⸗(meinem Herzen die sie ßen, dieweil der Tod von mir hat zu jeder Zeit meiner Seit so eilend hat in Freud und auch 111 gerissen mein treues Herz, Schmerzen erwiesen ganz der Tugend Schein, des beständiglich, mein Kreuz muß ich jetzt beraubet sein. und Weinen mehret sich, 478 Tod und Begräbnis. vor Angst möcht ich ver- aber komm hinauf zu dir, gehen. 3. Bei auf dieser Welt recht⸗ schaffne Liebe Der meiste Teil nicht Glauben hält, die Treu will Ich glaub und sag es ohne Scheu: die best ist doch getraute Treu; der muß ich jetzt entraten. 4. Fürwahr mir geht ein scharfes Schwert jet⸗ zund durch meine Seele, die abzuscheiden oft be⸗ gehrt aus ihres Leibes Höhle. Wo du nicht, o Herr Jesu Christ, in sol⸗ chem Kreuz mein Tröster bist, muß ich in Leid ver— zagen. 5. O treu geliebtes selges Herz, zu dir will ich mich wenden in diesem meinem großen Schmerz, will die Gedanken senden zu dir und deinem jetz— gen Stand, wie Gott dir alles Kreuz gewandt in höchste Freud und Wonne. 6. Du kommst nicht wieder her zu mir in dies betrübte Leben; ich gar en. Freudigkeit da werd ich mit dir schwe— wem soll ich ben in höchster Freude, Wonn und Lust, die deine finden? Seele täglich kost't, drauf ich mich herzlich freue. 7. O wie mit großer wolln wir einander kennen, da wird uns dann zu keiner Zeit der bittre Tod mehr tren— nen. Ach welche Freude wird dann sein, wenn ich dich, die ich jetzt bewein, mit Freuden werd um— fangen! 8. Dies will ich stets in meinem Leid mir zu Gemüte führen, erwarten in Geduld der Zeit, wie Christen will gebühren. Gott alles Trostes, steh bei mir und mich durch deinen Geist regier zu deines Namens Ehren! Johann Heermann 1585—1647. 4.— Wie nach einer Wasserquelle. (Freu dich sehr, o meine Seele.) 507 Nichts Betrüb— Iters ist auf Er⸗ den, nichts kann so zu Herzen gehn, als wenn arme Witwen werden, wenn verlaßne Waisen die Ate Po die M paltt, da Feind gar! Schirm 1 weichet,! hald erreie 3. Also die Armer Ungemach; sich erbar schreien L über den, und in Nö. Waisen n 508.0 6 en E nen in 05 lichke dis und; wird das f zu dir, ir schwe⸗ Freude, die deine t, Rrauf freue. t großer UÜn wir da wird ner Zeit ehr tren⸗ e Freude wenn ich bewein, erd um⸗ ich stetz mir z erwarten Zeit, wi jebühren tes, steh ich durh egier z Ehren! 1585—5H Wasergucl ine Secle Vetrib⸗ auf Er⸗ u so zu 5 wenn werden, Waisen Die letzten Dinge. stehn ohne Vater, ohne Mut, ohne Freunde, ohne Gut: Witwen sind ver— laßne Frauen: wer mag auf die Waisen schauen? 2. Wo die Zäune sind zerlücket, jedermann hin— übersteigt; auch ein Kind die Früchte pflücket, da die Aste sind gebeugt. Wo die Mauern sind zer— spalt't, da findt sich der Feind gar bald; wem der Schirm und Schatten weichet, den die Hitze bald erreichet. 3. Also müssen stets die Armen leiden unter Ungemach; ihrer wenge sich erbarmen: Witwen schreien Weh und Ach über den, der sie so preßt und in Nöten stecken läßt; Waisen müssen sich oft 479 schmiegen, andern untern Füßen liegen. 4. Witwen sind in Gottes Armen, Waisen sind in Gottes Schoß; ihrer will er sich erbar— men, wär die Not auch noch so groß. Ein solch ungerechter Mann tastet Gottes Auge an, der an Waisen Unrecht übet und der Witwen Herz betrübet. 5. Wenn sie bleiben in den Schranken, darin Gott sie hat gestellt, und von seiner Treu nicht wanken, weil er sich zu ihnen hält, sollen sie im Himmelsschloß werden al— les Kummers los: da soll nicht mehr wie auf Erden Witwennot gehöret werden. Michael Hunold 1621—-1672. 2. Die letzten Dinge. 50 men in seiner Herrlichkeit, zu Bös und Frommen: dann wird das Lachen werden großen Es ist gewißlich teur, wenn Dan der Zeit, daß vergehn im Gottes Sohn wird kom-Gottes Wort werden alles wird Feur, wie —8 bezeuget. 2. Posaunen wird man richten hören gehn an aller Wel— ten Ende, darauf bald auferstehn die 48⁰ Toten gar behende; die aber noch das Leben han, die wird der Herr von Stunde an verwandeln und verneuen. 3. Darnach ablesen bald Dn geschrieben, wird man ein Buch, alle Menschen jung und alt auf Erden je getrie⸗ da denn gewißlich ben, jedermann wird hören, was er hat gethan in seinem ganzen Leben. 4. O weh dem Men⸗ schen, welcher hat des Herren Wort verachtet und nur auf Erden früh und spat nach großem Gut getrachtet! Er wird fürwahr gar schlecht be— stehn und mit dem Sa— tan müssen gehn von Christo in die Hölle. 9. Fesu, Hlf zur selben Zeit von wegen deiner Wunden, daß ich im Buch der Seligkeit werd angezeichnet fun— den; daran ich denn auch zweifle nicht, denn du hast ja den Feind gericht't und meine Schuld be— zahlet. Die letzten 4—— Derhalben mein Für⸗ hunhrr sei, wenn du nun wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Dei— nen, auf daß ich samt den Brüdern mein mit was dir geh in den Himmel ein, den du uns hast er— worben. 7. O Jesu Christ, du machst es lang mit dei— nem jüngsten Tage; den Menschen wird auf Erden bang von wegen vieler Plage. Komm doch, komm doch, du Richter groß, und mach uns bald in Gnaden los von allem Übel. Amen. Bartholomäus Ringwald 1530—1598. 509. Wachet auf! ruft uns die Stimme der Wächter sehr hoch auf der Amn wach auf, du Stadt Jerusalem! Mitter⸗ nacht heißt diese Stunde. Sie rufen uns mit hel⸗ lem Munde: Wo seid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf, der Bräutgam kommt! Steht auf, die Lampen nehmt! Hallelu— J., 01 18 der Ho Mach 5 401 eN 2. Zion ter ur suhen r rvor Fr sie wachet lend auf. kommt v prächtig, sort, von? lig, ihr L ihr Sterne tomm, du Herr Jesu, Hosianna! zum Zrer halten mi mahl. 3. Glor sungen u und mit mit Harfer beln schöt Perlen an deine stehn im! hoch um Rein Aug lein Ohr jolche Fre zen wir das Hallel Uhilpp du nun und lies uche frei die Dei⸗ ich samt lein mit Himmel hast er⸗ hrist, du mit dei Ige; den uf Erden n vieler chkomm gro. bald in u allem 5 Ringwas 0—1508 ufl rust Stimme hoch auf auf, du Mitter⸗ Stunde mit hel 90 seid frauen? autgam Uf, d-e Hallell⸗ tein Für⸗ Die letzten Dinge. jah! zu der Hochzeit: ihr müs— set ihm entgegen gehn. 2. Zion hört die Wäch— ter singen, das Herz thut ihr vor Freude springen, sie wachet und steht ei— Macht euch bereit lend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mäch— tig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all zum Freudensaal und halten mit das Abend— mahl. 3. Gloria sei dir ge⸗ sungen mit Menschen— und mit Engelzungen, mit Harfen und mit Zym— beln schön. Von zwölf Perlen sind die Thore an deiner Sradt, wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gespürt, kein Ohr hat mehr gehört solche Freude: des jauch— zen wir und singen dir das Hallelujah für und für. Philipp Nicolai 1556—1608. 481 510 Jerusalem, duhoch— gebaute Stapt, wollt Gott, ich wär in dir! Mein sehnlich Herz so groß Verlangen hat und ist nicht mehr bei mir: weit über Berg und Thale, weit über blaches Feld schwingt es sich über alle und eilt aus dieser Welt. 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Lust, mit freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? 3. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, thu auf die Gnadenpfort: wie große Zeit hat mich ver— langt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit, und mir Gott hat gegeben das Erb der Ewigkeit? 4. Was für ein Volk, was für ein edle Schar kommt dort gezogen schon! 31 482 Was in Auserwählten war, ich, die beste Kron, seh die Jesus mir, der Herre, ent⸗ gegen hat gesandt, da ich noch war so ferne in meinem Thränenland. 5. Propheten groß und D Patriarchen hoch, auch Christen insgemein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klar— heit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin im schönen Paradeis, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund voll Lob und Preis: das Hallelujah reine man singt in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewig— Leit, 7. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön, mit Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und von dem süßen Ton sich regt der Freudensaal: mit hunderttausend Zungen, Die letzten Dinge. der Welt von mit Stimmen noch viel mehr, wie von Anfang gesungen das himmelische Heer. 8. Du bist mein Ziel, erhabne Gottesstadt; wie schl agt mein Herz in mir! Des Irdischen und seiner Freuden satt schwing ich mich auf zu dir, weg über Erd und Sterne. Reicht, Engel, mir die Hand! Ich seh es in der Ferne, mein hohes Vaterland. Johann Matthäus Meyfart 1590—1642. Strophe 8: 1834. 511 O Ebwigkeit, du Donnerwort, du ert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewig— keit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurig— keit nicht, wo ich mich hin— wende. Mein ganz er⸗ schrocknes Herz erbebt, daß mir die Zung am Gaumen klebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht fällt und ganz wird aufge— hoben; die Ewigkeit nur Schw hst kein sot und sizt imm , wie slber spric ein Erlö . OEw mir bang; st zu la fürwahr Drum we lange Nac großen Pe schrockichr Hächts ist und breit als die E I. Ach du so ger du einen so hart Schmerze Sünden du so lar Ach nim Herzen, 0 Mensc die Zeit schwind. 5. We bom S= muntre Scaf, 1 dein Lebe 'och viel Anfang imelische ein Ziel adt; wie in mir! id seiner wing ich veg über Reicht, Hand! r Ferne, erland. ius Mehfart he 8: 1834. keit, du vort, du Urch die Anfang Ewig⸗ Zeit, ich Traurig nich hin⸗ zanz er⸗ erbebt, ung am ick ist in endlich t fällt aufge⸗ eit nur Die letzten Dinge. 483 hat kein Ziel, sie treibet ist doch hohe Zeit, es fort und fort ihr Spiel, kommt heran die Ewigkeit, läßt nimmer ab zu toben; dir deinen Lohn zu geben. ja, wie mein Heiland Vielleicht ist heut der letzte selber spricht, aus ihr ist Tag: wer weiß, wie man kein Erlösung nicht. noch sterben mag? 3. OEwigkeit, du machst 6. O Ewigkeit, du Don⸗ mir bang; o ewig, ewig nerwort, o Schwert, das ist zu lang, hier gilt durch die Seele bohrt, o fürwahr kein Scherzen. Anfang sonder Ende! O Drum wenn ich diese Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, lange Nacht zusamt der ich weiß vor großer Trau⸗ großen Pein betracht, er-rigkeit nicht, wo ich mich schreck ich recht von Herzen. hinwende. Nimm du mich, Nichts ist zu finden weit wenn es dir gefällt, Herr und breit so schrecklich Jesu, in dein Freuden— 4. Ach Gott, wie bist Johann Rist 1607—1667. du so gerecht, wie strafst du einen bösen Knecht Mel. O Cwigkeit, du Donnerwort. so hart im Pfuhl und O Ewigkeit, du Schmerzen! Auf kurze M e Sünden dieser Welt hast mich erquicket fort und du so lange Pein bestellt. fort, o Anfang sonder Ach nimm dies wohl zu Ende! O Ewigkeit, Freud Herzen, betracht es oft, ohne Leid, ich weiß o Menschenkind: kurz ist vor Herzensfröhlichkeit gar die Zeit, der Tod ge- nichts mehr vom Elende, schwind. das sonst in diesem Leben 5. Wach auf, o Mensch, plagt, weil mir die Ewig- vom Sündenschlaf, er- keit behagt. muntre dich, verlornes 2. Kein Herrlichkeit ist Schaf, und beßre bald in der Welt, die endlich dein Leben; wach auf, es mit der Zeit nicht fällt 31⁵ — 48⁴ und gänzlich muß ver— gehen. Die Ewigkeit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, bleibt unverändert stehen; ja, wie der heilge Petrus spricht, ihr Erbe das ver— 7 ie letzten Dinge. werd ich doch einmal da— hin gelangen, wo mein schwacher Sinn stets pfle— get nach zu streben? Ich will der Welt vergessen ganz, mich sehnen nach des Himmels Glanz. welket nicht. 6. O Ewigkeit, du Freu— 3. O Ebwigkeit, du denwort, das mich er⸗ währest lang! Wenn mir squicket fort und fort, o auf Erden gleich ist bang, Anfang sonder Ende! O weiß ich, daß dies auf-Ewigkeit, Freud ohne höret. Drum wenn ich Leid, ich weiß von keiner diese lange Zeit erwäge Traurigkeit, wenn ich mich samt der Seligkeit, die zu dir wende. Herr Jesu, ewig nichts zerstöret: so gieb mir solchen Sinn acht ich alles Leiden nicht, beharrlich, bis ich komm das kaum ein Augenblick anficht. 4. Im Himmel lebt der ChristenSchar bei Gott viel tausend tausend Jahr und werden des nicht müde; sie stimmen mit den Engeln ein, sie sehen stets der Gottheit Schein, sie haben güldnen Frieden, da Chris— tus giebt, wie er verheißt, das Manna, das die Engel speist. 5. Ach wie verlanget doch nach dir mein mat— tes Herze mit Begier, du überselig Leben! Wann dahin. ö Kaspar Heunisch 1620—1690. Mel. Wie schön leuchtet der Mor— genstern. 513 Wie herrlich ist die neue Welt, die Gott den Frommen vorbehält! Kein Mensch kann sie erwerben. O Jesu, Herr der Herrlich— keit, du hast die Stätt auch mir bereit't, hilf sie mir auch ererben. Weise, preise ihre Kräfte, ihr Ge— schäfte mir Elenden: laß michauf den Anblickenden! Ahasverus Fritsch 1629—1701. ferb. Mel. Komm, des 1W 7 514. Was st Shar? T Krone, glä Sternen k ingen al nit hohen 2. Wer Palmen t Zeger i wenn er geschlagen den Sand und wel gezeuget 3. Be ner Seidt rechtigkei weißem reibet ke altet ni sind die 4. E gekämpf Gottes Ind Bli gefolgt: die erlan durch di den Sit nmal da⸗ wo mein sets psl⸗ benꝰ Ich vergessen nen nach Hanz. mich er⸗ fort, o Ende! O ud ohne Hon keiner mich mich herr Jeu, en Sinn ich komm 1620—1690, tet der Mor⸗ errlich ist ue Welt, Frommen Mensch rben. O Herrlich⸗— ie Stätt „ hilf sie Veise, e, ihr Ge⸗ dden: laß. ickenden! 1629—170l Die letzten Dinge. 48⁵ Offenb. Joh. 7, 9—17. 5. Es sind die, so viel Mel.— 0 du Geist Laneln Renind Schmer⸗ , zen, Angst und Not, im 514. Wer sind die 10 Gebet auch oft gestritten Gottes Throne mit dem hochgelobten Was ist das für eine Gott: nun hat dieser Schar? Träget jeder eine Kampf ein End, Gott Krone, glänzet gleich den hat all ihr Leid gewendt. Sternen klar; Hallelujah. 6. Es sind Zeugen eines singen all, loben Gott Namens, der uns Huld mit 2.— Schall. und Heil gebracht, haben n Wer sind die, so in dem Blut des Lam⸗ Palmen tragen wie ein mes ihre Kleider hell ge— Sieger in der Hand, macht; sind geschmückt wenn er seinen Feind mit Heiligkeit, prangen geschlagen und geleget in nun im Ehrenkleid. den Sand? Welcher Streit 7. Es sind die, so stets und welcher Krieg hat erschienen hier als Pries⸗ gezeuget diesen Sieg? fter vor dem Herrn, Tag 3. Wer sind die in rei⸗ und Nacht bereit zu die— ner Seide, welche ist Ge⸗nen, Leib und Seel ge— rechtigkeit, angethan mit opfert gern: nunmehr weißem Kleide, das zer-stehn sie all herum vor reibet keine Zeit, das ver⸗dem Stuhl im Heiligtum. altet nimmermehr? Wo 8. Wie ein Hirsch am sind diese kommen her? Mittag lechzet nach dem 4. Es sind die, so wohl Strom, der frisch und gekämpfet für des großen hell, so hat ihre Seel Gottes Ehr, haben Fleisch geächzet nach dem rechten und Blut gedämpfet, nicht Lebensquell: nun ihr gefolgt des Satans Heer; Durst gestillet ist, da sie die erlanget auf den Krieg sind bei Jesu Christ. durch des Lammes Blut 9. Auf dem Zionsberg den Sieg. sie weidet Gottes Lamm, 486 Hirt und Lamm, das ewge Gut, lieblich sie erquicken thut. 10. Ach Herr Jesu, meine Hände ich zu dir nun strecke aus, im Ge— bet mich zu dir wende, der ich noch in deinem Haus hier auf Erden steh im Streit; jag, o Herr, die Feinde weit! Die letzten Dinge. die Lebenssonn mitten in dem Stuhl sie leitet zu dem rechten Lebensbronn; und aus großer Trübsal kommen; hilf, daß ich auch überwind alle Trüb— sal, Not und Tod, bis ich komm zu meinem Gott. 14. O wie groß wird sein die Wonne, wann wir werden allermeist schauen auf dem hohen Throne Vater, Sohn und heilgen Geist! Amen, Lob sei dir bereit't, Dank und Preis in Ewigkeit! II. Hilf mir Fleisch Heinrich Theobald Schenk und Blut besiegen, Teu— e fel, Sünde, Höll und Matth. 25, 1—13. Welt; laß mich nicht dar⸗ Mel. Valet will ich dir geben. nieder liegen, wenn ein 51 Ermuntert euch, Sturm mich überfällt. ihr Frommen, Führe mich aus aller zeigt eurer Lampen Schein; Not, Herr, mein Fels, der Abend ist gekommen, mein treuer Gott. die finstre Nacht bricht 12. Gieb, daß ich seisein. Es hat sich aufge— neu geboren, an dir als ein grünes Reis wachse und sei auserkoren, durch dein Blut gewaschen weiß, meine Kleider halte rein, meide allen Schein. 13. bei den Frommen, welche, Herr, dir ähnlich sind falschen Laß mein Teil sein und Seel. machet der Bräutigam mit Pracht: auf, betet, kämpft und wachet, bald ist es Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig und füllet sie mit Ol und seid des Heils gewärtig, bereitet Leib Die Wächter Zions schreien: Der Bräu— Iihnn iß hm im Hnleluja 3. Ihr raun alle, Haupt em] 0 un 2—0 srohen Hür die Hochze auf, aul, nossen, de icht Weit 4. Er erziehen, nicht me sieht di die der schöt schein v kungszeit röte zei Tag von das Dur H 5. Be Erden, liebt, m bärden mehr l die Fre kommen wird, w den, die traut. Trübsal“ daß ich lle Trüb⸗ Tod, bis meinem roß wird e, wann allermeist m hohen zohn und men, Lob Dank und eit! Obald Schenk 56—17²7. hu dir geben. ert euch, rommen, inSchein kommen,. ht bricht ch aufge⸗ räutigam If, betet, het, bab t. Lampen t sie mit es Heil tet Seib Wächtit er Bräu⸗ Die letzten Dinge. 487 tigam ist nah; begegnet 6. Die ihr Geduld ge— ihm im Reihen und fingt tragen und mit gestorben Hallelujah! seid, sollt nun nach Kreuz 3. Ihr klugen Jung⸗und Klagen in Freuden —* Hoi 560 fraun alle, hebt nun das sonder Leid mit leben Haupt empor mit Jauch⸗ 09. zen und mit Schalle zumdos Lammes Thron mit frohen Engelchor. Die Jauchzen triumphieren in Thür ist aufgeschlossen, eurer Siegeskron. die Hochzeit ist bereit't:( H.en ist die auf, auf, ihr Reichsge⸗palme, hier ist das weiße nossen, der Bräutgam ist Kleid, hier stehn die Wei⸗ nicht weit. zenhalme in Frieden nach 55 dem Streit und nach den . Er wird nicht lang Wintertagen; hier grünen verziehen, drum schlafet die Gebein, die dort der nicht mehr ein; man Tod erschlagen; hier sieht die Bäume blühen, schenkt man Freudenwein. der schönste Frühlings⸗ 8. Hier ist die Stadt schein verheißt Erquit- der Freuden, Jerusalem, kungszeiten; die Abend-Wder Ort, wo die Erlösten 20 zeigt den schönen weiden; hier ist die sichre Tag von weitem, davor Pfort, hier sind die güld⸗ das Dunkel weicht. nen Gassen, hier ist das 5. Begegnet ihm auf Hochzeitsmahl; hier soll Erden, ihr, die ihr Zion sich niederlassen die Braut liebt, mit freudigen Ge⸗ im Rosenthal. bärden und seid nicht 9. O Jesu, meine Won⸗ mehr betrübt: es sind ne, komm bald und mach die Freudenstunden ge- dich auf; geh auf, ersehnte kommen, und der Braut Sonne, und fördre deinen wird, weil sie überwun⸗Lauf! O Jesu, mach ein den, die Krone nun ver-Ende und führ uns aus traut. dem Streit; wir heben und regieren und vor 488 Haupt und Hände nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti 1660— 1722. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 516 O wie fröhlich, o wie selig wer⸗ den wir im Himmel sein! Droben ernten wir un— zählig unsre Freudengar— ben ein. Gehen wir hier hin und weinen, dorten wird die Sonne scheinen; dort ist Tag und keine Nacht, wo man nach den Thränen lacht. 2. Es ist doch um dieses Leben nur ein jämmerliches Thun; und die Not, die uns umge— ben, lässet uns gar selten ruhn. Von dem Abend bis zum Morgen kämpfen wir mit lauter Sorgen, und die überhäufte Not heißet unser täglich Brot. 3. Ach wer nicht sehnen, bald in Zion dort zu stehn und aus diesem Thal der Thränen in den Freudenort zu gehn, wo das Kreuze sich in Palmen, unser Klage⸗ Die letzten Dinge. Last in Lust verkehrt und das Jauchzen ewig währt. 4. Da wird unser Aug erblicken, was ganz un⸗ vergleichlich ist; da wird unsern Mund erquicken, was aus Gottes Herzen fließt; da wird unser Ohr nur hören, was die Freude kann vermeh— ren; da empfindet unser Herz lauter Wonne ohne Schmerz. 5. O wie werden wir so schöne bei der Klar— heit Gottes sein! Wie wird da das Lobgetöne seiner Engel uns erfreun! Wie wird unsre Krone glänzen bei so vielen Siegeskränzen! Wie wird unser Kleid so rein, heller als die Sonne sein! 6. Manna wird uns dorten tauen, wo Gott selbst den Tisch gedeckt, sollte sich auf den immer grünen Auen, die kein Mehltau mehr befleckt. Wonne wird wie Ströme fließen, und wir werden mit den Füßen nur auf lauter Rosen gehn, die in Edens lied in Psalmen, unsre Garten stehn. 7. Ach h Nudhin kom Hottes 9 Verd ich! genommen nen Himm grund den desen Glo veichet, volle Pra heschämet 8. Nun Mrlangen Hbensfür dahin geb mich recht Unterdesse schon mei lisch wert Los in; das allers Benjamin Mel. Was 517. und lieb nen. Be Rit entfl Du zu de ein Hau ehrt und ihwährt user Aug anz un⸗ da wird. rcuicken, Herzen d unser N, was vermeh⸗ et unser ine ohne erfreun! eKrone bvielen Wie wird in, heller ein! ird uns vo Gott gedeck, grünen Mehltau Wonne fließen, mit den lauter Edens Die letzten Dinge. 7. Ach wann werd ich dahin kommen, daß ich Gottes Antlitz schau? Werd ich nicht bald aufͤ— genommen in den schö— nen Himmelsbau, dessen Grund den Perlen gleichet, dessen Glanz die Sonne weichet, dessen wunder— volle Pracht alles Gold beschämet macht? 8. Nun ich sterbe vor Verlangen, o du großer Lebensfürst: laß mich bald dahin gelangen, wo du mich recht trösten wirst. Unterdessen laß auf Erden schon mein Herze himm— lisch werden, bis mein Los in jener Welt auf das allerschönste fällt. Benjamin Schmolck 1672—1737. Mel. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan. Wir warten dein, 517. o Gottes Sohn, und lieben dein Erschei— nen. Bald ist die Warte—⸗ zeit entflohn, bald kommst du zu den Deinen. Wer an dich glaubt, erhebt sein Haupt und sieht dir 489 froh entgegen: du bringest Himmelssegen. 2. Wir warten deiner mit Geduld in unsern Prüfungstagen; du hast dein Kreuz für unsre Schuld so demutsvoll ge— tragen: wie sollten wir uns nicht mit dir zum Kreuze gern bequemen, bis dus hinweg wirst nehmen? 3. Wir warten dein, du hast uns ja das Herz schon hingenommen. Stets bist du uns im Geiste nah, doch willst du sichtbar kommen; und dann wirst du bei dir uns Ruh, bei dir uns Freude geben und ewges Himmelsleben. 4. Wir warten dein, du kommst gewiß, dir klopfen schon die Herzen, vergessen aller Kümmer— nis, vergessen aller Schmerzen. Dereinst, der⸗ einst, wann du erscheinst, soll unser Mund lob— singen und ewig Dank dir bringen. Nach Philipp Friedrich Hiller 1699—1769. 49⁰ Mel. Nun komm, der Heiden Heiland. 518 Aller Gläubgen Sammelplatz ist da, wo ihr Herz und Schatz, wo ihr liebster Jesus Christ und ihr Herze hier schon ist. 2. Eins geht da, das andre dort in die ewge Heimat fort, ungefragt, ob die und der uns nicht hier noch nützlich wär. 3. Aber wenns nun schon geschehn, und er kann nie was versehn, hat man nichts dabei zu thun als zu schweigen und zu ruhn. 4. Manches Herz, das nicht mehr da, geht uns freilich gar sehr nah: aber, Herr, du bist uns mehr, als das eigne Leben wär. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. Str. 2: Christian Gregor 1723—1801. Der lieben Sonne Licht und Pracht. Mel. 519 Die Christen gehn von Ort zu Ort durch mannigfaltgen Jam— mer und kommen in den Friedensport und ruhn in ihrer Kammer. Gott Die letzten Dinge. — nimmt sie nach dem Lauf jin seinen Armen auf; das Weizenkorn wird in sein Beet auf Hoffnung schöner Frucht gesät. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist, gelobt sein eure Schritte, du friede— voll befreiter Geist, du jetzt verlaßne Hütte! Du, Seele, bist beim Herrn, dir glänzt der Morgen— stern; euch, Glieder, deckt mit sanfter Ruh der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelassenheit der großen Offenbarung; indessen bleibt das Pilgerkleid in heiligerverwahrung. Wie ist das Glück so groß in Jesu Arm und Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn so tief hinab, so hoch hinan! Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. Hebr. 4, 9. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen 520. Es ist noch eine auf, Mel. Ruh vorhanden; müdes Herz, und werde licht! Du seufzest sier in de und deine⸗ niht: sihe Nds dich mi wird vor weiden; wi und eil her der heiße K hald, bald vollendet, deiner 2. Die! auserkoren kein Ende: da noch ke boren, die jo bestimm wollte dart diese Ruhe er uuft, er breit: Ihr und ihr säumet ni lommen z Aeblichkei 3. S˙ ihr matt manche? drückt; ei Kummerk mehr trat Ir habt Retragen; der Heil⸗ dem Lauf en auf, wird in Hoffnun hestt ihr doch elobt sein u friede: Heist, du tte! Du, i Herrn, Morgen⸗ der, deck der Liebe zu. uns in großen indessen kleid in ung. Wir groß in Schoß! 15 gleiche inab, so 1 Zinzendof 00—1760 „ , o Freund och eine handen; „ n seufzet hier in deinen Banden, und deine Sonne scheinet nicht: sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden dort wird vor seinem Stuhle weiden; wirf hin die Last und eil herzu. Bald ist der heiße Kampf geendet, bald, bald der saure Lauf vollendet, so gehst du ein zu deiner Ruh. 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, die Ruhe, die kein Ende nimmt; es hat, da noch kein Mensch ge— boren, die Liebe sie uns so bestimmt. Der Heiland wollte darum sterben, uns diese Ruhe zu erwerben; er ruft, er locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr frommen, ver— säumet nicht, heut einzu⸗ kommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, die manche Last und Bürde drückt; eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, geht nicht Die letzten Dinge. 491 will selbst eure Ruhstatt sein! Ihr seid mein Volk, gezeugt von oben; ob Sünde, Welt und Satan toben, seid nur getrost und gehet ein. 4. Was mag wohl einen Kranken laben und einen müden Wandersmann? Wo jener nur ein Bett— lein haben und sanfte darauf ruhen kann; wenn dieser sich darf nieder— setzen, an einem frischen Trunk ergötzen: wie sind sie beide so vergnügt! Doch dies sind kurze Ruhe— stunden: es ist noch eine Ruh erfunden, da man auf ewig stille liegt. 5. Da wird man Freu⸗ dengarben bringen, denn unsre Thränensaat ist aus; o welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton ins Vaters Haus! Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichen, es wird kein Tod uns mehr erreichen, wir werden auch mehr traurig und gebückt, das Lamm dort sehn: es Ihr habt des Tages Last wird beim Brünnlein uns getragen; dafür läßt euch erfrischen, die Thränen der Heiland sagen: Ichvon den Augen wischen; 492 wer weiß, was sonst noch soll geschehn! 6. Kein Durst noch Hun— ger wird uns schwächen, denn die Erquickungszeit ist da; die Sonne wird uns nicht mehr stechen, das Lamm ist seinem Volke nah. Es will selbst unter ihnen wohnen und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. Es wer— den die Gebeine grünen; der große Sabbath ist er— schienen, da man von keiner Arbeit weiß. 7. Da ruhen wir und sind im Frieden und leben ewig sorgenlos; ach fasset dieses Wort, ihr Müden, legt euch dem Heiland in den Schoß. Ach Flügel her! Wir müssen eilen und uns nicht länger hier ver— weilen: dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Jubilieren, begürte dich zum Triumphieren, auf, auf, es kommt das Ruhe— jahr! Johann Sigismund Kunth 1700—1779. Die letzten Dinge. 521 Auferstehn, ja auf⸗ erstehn wirst du, mein Staub, nach kurzer Ruh: unsterblich Leben! wird, der dich schuf, dir geben. Hallelujah. 2. Wieder aufzublühn, werd ich gesät; der Herr der Ernte geht und sam— melt Garben; er sammelt uns, die starben. Halle— lujah. 3. Tag des Danks, der Freudenthränen Tag, du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe genug geschlummert habe, er— weckst du mich. 4. Wie den Träumen⸗ den wirds dann uns sein; mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden; der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr. 5. Ach ins Allerheiligste führt mich mein Mittler dann, lebt ich im Heilig⸗ tume zu seines Namens Ruhme. Hallelujah. Friedrich Gottlieb Klopstock 17²⁴4—1803. Mel. Nun preiset alle. 522. Ich hab von fer— ne, Herr, deinen doch schon dwig wohn 3. Nur der Erde das hat m heilger Gei bin noch n szublühn der Hert und sam: sammel Halle Dantz nen Tag tes Tah aibe genmn habe, el⸗ Träumen⸗ uns sein wir ein den; der ꝛiden sind . rheiligst Mittler m Heili Namens Hah, jeb Rlopstock 1803 f alle. von fer⸗ „deinen gerne mein Herz voraus— geschickt und hätte gern mein müdes Leben, Schöp— fer der Geister, dir hin⸗ gegeben. 2. Das war so präch— tig, was ich im Geist gesehn: du bist allmäch— tig, drum ist dein so schön. Könnt ich an diesen hellen doch schon von heute an ewig wohnen! 3. Nur ich bin sündig, der Erde noch geneigt; das hat mir bündig dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug ge— x Die letzten Dinge. Thron erblickt und hätte Thronen 493 reinigt, noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. 4. Doch bin ich fröh— lich, daß mich kein Bann erschreckt; ich bin schon selig, seitdem ich das ent— deckt. Ich will mich noch im Leiden üben und dich zeitlebens inbrünsti Licht 9 0 stig lieben. 5. Ich bin zufrieden, daß ich die Stadt gesehn, und ohn Ermüden will ich ihr näher gehn und ihre hellen, goldnen Gas— sen lebenslang nicht aus den Augen lassen. Johann Timotheus 1738—1821. Hermes VII. Pfsalmen. Psalm 23. 2 Gott 523. Hirt, ich Mangel leiden; er lagert mich auf ewig grü⸗ nen Weiden, er führet mich an kühle Wasser⸗ bäche, er stärkt mein Herz, er kennet meine Schwä— che, und seine Hand führt mich auf rechtem Steige, daß sich an mir sein Name groß erzeige. 2. Und walle ich im finstern Todesthale, so weiß ich, daß ich hier auch sicher walle; du bist bei mir, wird mich leiten; ich fürchte nichts, dein Stab wird für mich streiten. Das ist mein Trost, wo ich auch wandeln möge: du bist und bleibst mein Führer auf dem Wege. 3. Im Angesicht der Neider, die mich hassen, ist mein nie werd hast du ein Mahl mir zubereiten lassen; du salbst mein Haupt mit deinem Freudenöle, dein voller Kelch erquicket meine Seele. Mir fol gen Heil und Seligkeit im Leben, einst wird dein Haus mir ewig Ruhe geben. Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 25. Zu dir ich mein Herz erhebe. 524 Meine Seele steigt auf Erden schmachtend, Herr, mein Gott, zu dir; laß mich Mel. dein Stecken nicht zu Schanden wer— den, dir vertrau ich, hilf du mir. Scham trist deine Freunde nicht, die zu dir die Zuflucht neh— men; doch wer Treu und Glauben bricht, den wirst du gewiß beschämen. 2. Zeige, deine Wege; Herr, mir mach mir Vhinen usg h treulich den Win dlitt in de nich, führ re Rde ich uuche di ich deiner 3. Herr, Iines Arm um Gnade Hest Du nic men schon Cwigkeit? si icht m mein neine Jug Rel laß mich, finden! 4. Got recht, er die recht ihr Herz; nimmt si an. Den er Licht, seiner G mütgen denn er 0 Pfade. 5. Lo lauter G. e Jühr edlichen Nahl mir du salbst it deinem in voller t meine lgen Hei m Leben, Haus mit en. 1739—199 5. Herz erheb e Seel uf Erden err, mein laß mich den Wer ich, hif m trifft nicht, di ucht neh⸗ Treu und den wirt men. rr, mir ach mi ich treulich folgen möge jedem Winke deiner Hand; leit in deine Wahrheit mich, führe mich auf rechte Pfade. Gott, mein Heil, ich suche dich; täglich harr ich deiner Gnade. 3. Herr, erbarm dich eines Armen, der zu dir um Gnade schreit. Dach— test du nicht mit Erbar— men schon an mich von Ewigkeit? Ach gedenk nicht meiner Schuld, tilge meine Jugendsünden; ein⸗ gedenk der Vaterhuld, laß mich, laß mich Gnade finden! 4. Gott ist gut und recht, er zeiget Irrenden die rechte Bahn, macht ihr Herz zu ihm geneiget, Psalmen. deinen Pfad bekannt, daß sich hält an seinen Bund. 49⁵5 Groß ist meine Missethat; drum vergieb mir, zu er⸗ füllen, was dein Mund versprochen hat, Herr, um deines Namens willen. 6. Wo ist er, der Gott ergeben ganz sich seinem Dienste weiht? Gott zeigt ihm den Weg zum Leben, führt ihn selbst zur Ewig⸗ keit; seine Seele wohnt in Ruh, wird sich Heil auf Heil erwerben; Gott sagt seinen Kindern zu, das gelobte Land zu erben. 7. Sieh, Gott ehret, wer ihn ehret, macht ihm sein Geheimnis kund; wer ihn fürchtet, o, den lehret, dem erfüllt er sei⸗ nen Bund. Meine Augen schauen stets auf den nimmt sie mit Erbarmen Herrn, ich darf nicht flie— an. Den Demütgen giebt hen; er wird, steckt mein er Licht, daß sie folgen Fuß im Netz, mich schon seiner Gnade; die Sanft-aus der Schlinge ziehen. mütgen straucheln nicht, 8. Wende dich zu mir denn er führt sie seine in Gnaden: ich bin ein— Pfade. 5. Lauter Wahrheit, sam und bedrängt, ganz mühselig und beladen, lauter Güte wird in Got- ohne Aussicht eingeengt; tes Führung kund jedem meines Herzens Angst ist redlichen Gemüte, das groß, Stoß auf Stoß wird 496 bald mich töten. Mach mich aus den Banden los, führe du mich aus den Nöten! 9. Schau, wie ich mich krümm und winde kum— mervoll in meinem Leid. Herr, vergieb all meine Sünde; stärke mich im bangen Streit. Schau, die Feinde nehmen zu, die in meiner Not mir fluchen, immer lästern, was ich thu, wütend mein Verderben suchen. 10. Herr, behüte mich auf Erden; los: rette mich! Laß mich nicht zu Schanden wer— den, ich vertrau allein auf dich; setz zur Schutz⸗ wehr meiner Seel Ein— falt und gerades Wesen! Herr, wirst du nicht Is⸗ rael bald aus aller Not erlösen? Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 34. 525. Heurn rühm den ich bin hilf— rrn allein, der stets uns ist, was er je war; sein und immerdar in meinem Lob soll jetzt Psalmen. Munde sein. Er liebt sein Eigentum: Bedräng— te, freuet euch des Herrn! O höret mich: er hilft so gern; Jehovah ist mein Ruhm. 2. Lobt, lobt den Ewi— gen! Er zeigt in seiner Größe sich: kommt, lasset uns gemeinschaftlich jetzt seinen Ruhm erhöhn! Er hält mich immer fest; ich sucht und fand ihn, mei— nen Gott. Seht, wie er bald aus aller Not, aus 062 Furcht erlöst! Die immer auf ihn schaun, die glänzen voll von Trost und Licht; Scham decket nie ihr An— gesicht, weil sie auf Gott vertraun. Elender, der Herr erhö— ret seine Stimm, aus allen Nöten hilft er ihm; und wer hilft so wie er? 4. Freund Gottes, du kannst ruhn, denn Engel Gottes lagern sich rings um dich her und sehn auf dich; was kann ein Mensch dir thun? Kommt alle, schmeckt und schaut, wie freundlich der Erbarmer Ruft hier ein nen schrein herr, er h und rettet sot; er Wil slein. O nah; Wo Harzen siech shlagenes st sein Tr 30 Matthias I Ps Ma. Wie nae Fren dich sel — W 20.0 ter schmac Quelle sch nach dir, meine Se Leid. Ic durstet m vo findei wann w stehen, h lich Antl . Racht un Speise, di michkrän Er liebt ö Ledräng⸗ des Herm er hilft so ist mein den Ewi⸗ t in seiner umt, lasset astich jegt rhöhn! Er er fest, ich d ihn, mei⸗ eht, wie er Pot, aus klöst er auf ihn änzen voll ind Licht; nie ihr An⸗ ie auf Gott Ift hier ein Herr erhö⸗ imm, aus lst er ihm; so wie er? Gottes, du enn Engel sich rings d sehn auf ein Mensch mmt alle, chaut, wie Erbarmer Psalmen. sei! O seine Güt ist täg— lich neu: wohl dem, der auf ihn traut! 5. Sieh, wenn die From—⸗ men schrein, so hörts der Herr, er hilft vom Tod und rettet sie aus aller Not; er wills und kanns allein. O er ist immer nah; wo er zerbrochne Herzen sieht und ein zer— schlagenes Gemüt, gleich ist sein Trost auch da. Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 42. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. (Freu dich sehr, o meine Seele.) 396 Wie der Hirsch 520.f Heischwilem Wet⸗ ter schmachtend nach der schreit Quelle schreit, also 497 Wo ist nun in Not dein Gott? Meine Seel zer⸗ fließtvt in Weh, daß ich nicht wie ehmals geh unter Dank⸗ und Jubelchören, dich in Zion zu verehren. 5. Seele, wie so sehr betrübet? Wie ist dir in mir so bang? Harr auf Gott, der jetzt dich übet; harr auf ihn, es währt nicht lang, dann entspringt aus Druck und Leid Freud und große Herrlichkeit. Ich will meinen Heiland loben: ewig werd mein Gott erhoben! 4. Tief sinkt meine Seele nieder hier am Jor— dan, weit entfernt, und ich singe Klagelieder, die mein Herz am Hermon nach dir, mein Retter, lernt; wie hier stürzt mit meine Seel in Druck und wilder Wut von der Höhe Leid. Ja, nach Gott nur Flut auf Flut, so seh ich dürstet mich; Lebensquell, gehäufte Plagen über mich wo find ich dich? Wann, zusammen schlagen. wann werd ich vor dir 5. Wenn ich merk auf stehen, wann dein herr-⸗Gottes Güte, die er jeden lich Antlitz sehen? Tag mir zeigt, das er⸗ 2. Thränen sind bei hebet mein Gemüte, unter Nacht und Tage meine meiner Last gebeugt. Oft Speise, da der Spott tief besing ich in der Nacht mich kränket mit der Frage: seine Liebe, seine Macht; 2* 32 498 und ich bete nicht ver— gebens zu dem Gotte meines Lebens. 6. O mein Gott, mein Fels, wie lange meiner, ach, vergissest du? Macht mir doch mein Feind so bange, und ich finde nir— gend Ruh. Es zermalmet mein Gebein, wenn die Spötter täglich schrein: Wo ist Gott, auf den du bauest, dem du all dein Heil vertrauest? 7. Seele, wie so sehr betrübet? Wie ist dir in mir so bang? Harr auf Gott, der jetzt dich übet; harr auf ihn, es währt nicht lang, dann entspringt aus Druck und Leid Freud und große Herrlichkeit. Ich will meinen Heiland loben: ewig werd mein Gott erhoben! Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 66. Jauchzt, alle Lan— 527. de, Gott zu Eh⸗ ren! Rühmt seines Na⸗ mens Herrlichkeit! Und feierlich ihn zu verklären, sei Stimm und Saite Psalmen. ihm geweiht. Sprecht: Wunderbar sind deine Werke, o Gott, die du her⸗ vorgebracht; auch Feinde fühlen deine Stärke und zittern, Herr, vor deiner Macht. 2. Dir bücke sich der Kreis der Erde, dich bete jeder willig an, daß laut ich erzähle dein Ruhm besungen wer⸗ 1n betet Hört, was de; und alles dir sei un— terthan. Kommt alle her, schaut Gottes Werke, die er an Menschenkindern that. Wie wunderbar ist seine Stärke, die er an uns verherrlicht hat! 3. Rühmt, Völker, un⸗ sern Gott; lobsinget! Jauchzt ihm, der uns sich offenbart, der uns vom Tod zum Leben bringet, vor Straucheln unsern Fuß bewahrt! Du läuterst uns durch heißes Leiden — das Silber reiniget die Glut— durch Leiden führst du uns zu Freuden; ja alles, was du thust, ist gut. 4. Ich will zu deinem Tempel wallen, dort bring ich dir mein Opfer dar; ezl mit —0 6 schuldig k die in ban am allem, vetzagt— mit mein feierich h 5. Die E meiner S Dinge hat ich ihn a Nunde, allen Sei war oft Stunde at ein Lobge 6. Gell hochgeprie Hebet ver er hat no gewiesen, nis mein klend, d immer ur Feinden! berr, ve mer, we mie von Matthias Sprecht: d deine die du her⸗ uch Feinde tärke und bor deiner e sich der dich bete „daß laut ingen wer⸗ ir sei un— ut alle her Werke, die henkindern nderbar ist die er an t hat! ölker, un⸗ lobsinget! er uns sich uns vom n bringet, n unsern Du läuterst ßes Leiden reiniget urch Leiden Freuden du thust zu deinem dort bring pfer dar bezahl mit frohem Wohl— gefallen Gelübde, die ich schuldig war; Gelübde, die in banger Stunde— an allem, nicht an dir verzagt— ich dir, o Gott, mit meinem Munde so feierlich hab zugesagt. 5. Die Gott ihr fürchtet, ich erzähle: kommt, hört und betet mit mir an! Hört, was der Herr an meiner Seele für große Dinge hat gethan! Rief ich ihn an mit meinem Munde, wenn Not von allen Seiten drang, so war oft zu derselben Stunde auf meiner Zung ein Lobgesang. 6. Gelobt sei Gott und hochgepriesen, denn mein Gebet verwirft er nicht; er hat noch nie mich ab— gewiesen, er ist in Finster⸗ nis mein Licht. Zwar elend, dürftig bin ich immer und schutzlos unter Feinden hier; doch er, der Herr, verläßt mich nim⸗ mer, wendt seine Güte nie von mir. Matthias Jorissen 1739—1823. Psalmen. 499 Psalm 68. Mel. O Mensch, bewein dein Sünde groß.(Aus des Gottlosen Thun und Werk.) Erhebet er sich, 528. unser Gott, seht, wie verstummt der Frechen Spott, wie seine Feinde fliehen! Sein furchtbar majestätscher Blick schreckt die ihn hassen weit zurück, zerstäubt all ihr Bemühen. Wie Rauch verwehet, so verweh der Schwarm, daß keiner feste steh! Wer sich nicht will besinnen, sich fort in Sünd und Lastern wälzt, muß, wie das Wachs beim Feuer schmelzt, vor Gottes Blick zerrinnen. 2. Anbetung, Ehre, Dank und Ruhm sei unserm Gott im Heilig⸗ tum, der Tag für Tag uns segnet; dem Gott, der Lasten auf uns legt, doch uns mit unsern Lasten trägt und uns mit Huld begegnet. Sollt ihm, dem Herrn der Herrlich— keit, dem Gott vollkomm⸗ ner Seligkeit, nicht Ruhm und Ehr gebühren? Er 32² 500 kann, er will, er wird in Not, vom Tode selbst und durch den Tod uns zu dem Leben führen. 3. Durch deines Gottes Huld allein kannst du ge— führt und sicher mein Volk, sieh seine Werke! Herr, führ an uns und unserm Haus dein Heil, dein Werk in Gna⸗ den aus; nur du bist unsre Stärke. Dann sehen Herrscher deinen Ruhm und werden in dein Heilig— tum dir ihre Gaben brin— gen, sich dir, dem wahren Gotte, weihn, in deiner Gnade sich erfreun und deinen Ruhm besingen. 4. Gott, furchtbar in dem Heiligtum, erschüt— ternd strahlet hier dein Ruhm: wir fallen vor dir nieder. Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott, der Herr ist seines Volkes Gott; er, er erhebt uns wieder. Wie er sein Volk so zärtlich liebt, den Schwachen Kraft und Stärke giebt! Kommt, heiligt seinen Namen! Sein Auge hat uns stets Psalmen. sein: bewacht: ihm sei An⸗ betung, Ehr und Macht. Gelobt sei Gott! Ja, Amen. Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 84. O Gott, der du ein Heer— fürst bist. Mel. * Wie reizendschön, —52 Herr Zebaoth, ist deine Wohnung, o mein Gott! Wie sehnet sich mein Herz, zu gehen, wo du dich hast geoffenbart, und bald in deiner Gegen— wart, im Vorhof, nah am Thron zu stehen! Dort jauchzet Fleisch und Geist in mir, o Gott des Lebens, auf zu dir. 2. Die Schwalb, der Sperling findt ein Haus, sie brüten ihre Jungen aus; du giebst Befrie— digung und Leben. Herr Zebaoth, du wirst auch mir, mein Herr, mein Gott, ich traue dir, bei deinem Altar Freude ge— ben. O selig, wer dort allezeit in deinem Lobe sich erfreut! 3. Wohl, wohl dem Mann, der in der Welt ch, Herr, hllt, von Veg i sein Pf jad di thal: er 5 und L Ind Kraft sehlet. sließt mild n der reic 4. Wir Mgerschaf fort von hor Gott: scheinen. het, Herr simms, Nkobs Go auch mit! wir vor stehn und dich erhöl 5. Du, Gott, scho ins in a. Ein Haus ist send, oh sehn; ja Mur zu ttes à 6 lang Welt der Böse d Macht tt! Ia, IN1823 4. du ein Heer⸗ . zendschön, ebaoth, is „ o mein hnet sich gehen, wo 'offenbart, ler Gegen⸗ ühof, nah i stehen! leisch und Gott des dir. valb, der ein Haus, e Jungen st Befrie⸗ ben. Herr virst auch rr, mein e dir, bei reude ge⸗ wer dort lem Lobe ohl dem der Welt Psalmen. dich, Herr, für seine Stärke hält, von Herzen deinen Weg erwählet. Geht hier sein Pfad durchs Thränen⸗ thal: er findet auch in Not und Qual, daß Trost und Kraft ihm nimmer fehlet. Von dir herab fließt mild und hell auf ihn der reiche Segensquell. 4. Wir wallen in der Pilgerschaft und gehen fort von Kraft zu Kraft, vor Gott in Zion zu er— scheinen. Hör mein Ge— bet, Herr Zebaoth, ver— nimms, vernimms, o Jakobs Gott, erquicke mich auch mit den Deinen, bis wir vor deinem Throne stehn und dort anbetend dich erhöhn. 5. Du, unser Schild, Gott, schau uns an, schau uns in dem Gesalbten an. Ein Tag in deinem Haus ist besser denn tau— send, ohn dich nah zu sehn; ja auf der Schwelle nur zu stehn an meines Gottes Haus ist größer, als lang in stolzer Ruh der Welt zu wohnen in der Bösen Zelt. 501 6. Denn Gott der Herr ist Sonn und Schild, er deckt uns, er ist gut und mild, er wird uns Gnad und Ehre geben. Nichts mangelt dem, der in der Not auf Gott vertraut; er hilft im Tod. Er sel⸗ ber ist der Frommen Leben. Heil dem, der stets in dieser Welt, Herr Zebaoth, an dich sich hält! Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 92. Mel. Valet will ich dir geben. 53„Schön ists, Jeho⸗ vah loben; dein Nam, o Höchster, werd mit Hochgesang erhoben, am Sabbath tief verehrt! Schön ists, des Morgens singen von deiner Gnade frei, des Abends Preis dir bringen für deine große Treu. 2. Es müssen frohe Saiten, der Laut und Harfe Klang, mit Tiefge— fühl begleiten den hohen Lobgesang. Du giebst mir Freud und Leben, wenn auf dein Thun ich merk; ich will dich, Herr, 502 erheben ob deiner Hände Werk. 3. Wie groß sind deine Werke, wie tief dein weiser Rat! Es rühmet deine Stärke, was deine Hand je that; wer hier nicht sieht und glaubet, der ist und bleibt ein Thor, der Freud und Trost sich raubet, weil er sein Herz verlor. 4. Dem Grase gleich auf Erden, grünt oft der Bösen Hauf; um einst vertilgt zu werden, wächst er so hoch hinauf; je höher sie es treiben, je tiefer ist der Fall: Herr, du wirst ewig bleiben der Höchste überall. 5. Dein Feind, der dei— ner spottet, der Schwarm, den Frevel freut, wird gänzlich ausgerottet, wird, Herr, vor dir zerstreut. Doch mich wirst du er— heben; mich salbte deine Hand, die Kraft mir giebt und Leben zu meinem Amt und Stand. 6. Wie ruhig kann ich schauen auf meine Feind umher! Weil sie vergehn Psalmen. mit Grauen, so sind sie bald nicht mehr; ich brauch nicht mehr zu hören, wie der und der mich kränkt; sie wollten mich zerstören, Gott hat es abgelenkt. 7. Die Frommen wer⸗ den leben und blühn wie Palmenflor; wie Cedern Gottes heben sie hoch ihr Haupt empor. Gepflanzt im Heiligtume fehlts ihnen nie an Saft; sie wachsen Gott zum Ruhme und stehn in voller Kraft. 8. In ihren greisen Tagen blühn sie in Dank— barkeit, noch reife Früchte tragen sie da, in Gott erfreut. Sie werden laut verkünden, daß nie ein Unrecht sei bei meinem Gott zu finden, daß mein Fels ewig treu. Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 98. Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren. Singt, singt Je— 531. hovah neue Lie— der! Er ists allein, der Wunder thut. Seht, seine Rechte sieget wieder, sein Mel. heilger N ind Mut. all unsre berr schi Sicherheit funbatt d Recht und leit. 2. Der mn sein( seine Wah er trägt seinen Ar wenn all Bold sch Kreis der sers Gott Gott wi Eden wer Gottes 5 3. Fro rühmet mit Lobg tön im in Pfalt fenklang ker, jar Gott m auchzen sein Lob lammen euren Kl 4. Das au allen 3 si „ i 0 und 50 wollten Gott hat nen wer⸗ blühn wie ie Cedern e hoch ihr Genlam 4——. wachsen hme und Kraft. R greisen in Dank⸗ fe Früchte in Gott rden laut nie ein meinem daß mein 1739—152 . Lande, Gott singt He⸗ neue Lie lein, der eht, seine der, sein Psalmen. 503 heilger Arm giebt Kraft und Mut. Wo sind nun alle unsre Leiden? Der Herr schafft Ruh und Sicherheit. Er selber of— fenbart den Heiden sein Recht und seine Herrlich— keit. 2. Der Herr gedenkt an sein Erbarmen, und seine Wahrheit stehet fest: er trägt sein Volk auf seinen Armen und hilft, wenn alles uns verläßt. Bald schaut der ganze Kreis der Erde, wie un— sers Gottes Huld erfreut; Gott will, daß sie ein Eden werde: rühm, Erde, Gottes Herrlichkeit! 3. Frohlocket, jauchzet, rühmet alle, erhebet ihn mit Lobgesang! Sein Lob tön im Posaunenschalle, in Psalter- und in Har⸗ fenklang! Auf, alle Völ— ker, jauchzt zusammen, Gott macht, daß jeder jauchzen kann; sein Ruhm, sein Lob muß euch ent— flammen: kommt, betet euren König an! 4. Das Weltmeer braus an allen Enden, jauchz, Erd, und was drauf wohnt, vereint, die Strö— me klatschen wie mit Hän— den; ihr Berge hüpft: der Herr erscheint! Er kommt, er naht sich, daß er richte den Erdkreis in Gerechtigkeit und zwischen Recht und Unrecht schlich— te, des sich die Unschuld ewig freut. Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 118. Mel. Jauchzt, alle Lande, zu Ehren. 532 Dankt, dankt dem Herrn, jauchzt, volle Chöre, denn er ist freundlich jederzeit; singt laut, daß seine Güte währe von Ewigkeit zu Ewigkeit! Jauchz, Israel, und brm ihm Ehre! Er zeigte dir es jederzeit, — frohlock!— daß seine Gnade währe von Ewig— keit zu Ewigkeit. 2. Auf, Priesterschar, bring du ihm Ehre! Du hörst und siehst es jeder— zeit,— zeugs laut!— daß seine Gnade währe von Ewigkeit zu Ewigkeit. Gott 504 Bring, Volk das Gott verehrt, ihm Ehre! Sieh, du erfährst es jederzeit, — sing froh!— daß seine Gnade währe von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit. 3. In jeder Angst, Not und Gedränge rief ich ihn, den Erbarmer, an: er giebt mir Antwort in der Enge und führt mich auf geraumer Bahn. Der Herr ist für mich, Macht und Gnade läßt mich in ihrem Schutze ruhn. Wer unternimmts, daß er mir schade? Was kann ein schwacher Mensch mir thun? 4. Der Herr ist für mich, hilft mir siegen; drum seh ich im Trium— phe schon hier alle Feinde vor mir liegen und trage seine Siegeskron. O bes— ser ists auf Gott ver— trauen, als ruhn auf Menschen Macht und Kunst; ja besser ists auf Gott vertrauen, als hof— fen auf der Fürsten Gunst. 5. Laßt alle Heiden stürmend rücken mit Macht und Wut auf mich her— Psalmen. an; o ich zerhaue sie in Stücken, weil ichs im Na— menm Gottes kann. Ja drohen mir von allen Sei— ten gezückte Schwerter nahen Tod: ich will im Namen Gottes streiten, des Arm mir immer Hilfe bot. 6. Umschwärmten sie mich gleich den Bienen, sie sind wie Dornenfeur ue uft⸗ ich habe un⸗ verzagt mit ihnen im Namen Gottes durchge— kämpft. Stark hast du, Feind, auf mich gestoßen, ich sollte fallen, wolltest du; doch Gott hilft seinen Gunstgenossen, sprang sei— nem Knechte helfend zu. 7. Der Herr ist meine Hilf und Stärke, mein Psalm singt seine Treu und Macht: mein Heiland hat durch große Werke Sieg und Erlösung uns gebracht. Nun jauchzen meines Gottes Knechte, daß ihre Hütt davon er— tönt: Gelobt sei unsers Gottes Rechte, die uns mit Sieg und Frieden krönt! it ehöhet users Got . Die gromme, sihet, froh end erliet licht, ich duch den, sset hat; Veerke froh der Erbart hat. 9. Gott nicht zum iberläßt n Zod; eren ich sollte Lettet er Er öffnet! ihn loben der Gerech mein Hei hoben, an mich beft 10.D zu dem höchsten durch bei one zu Nromme ich vor! du hörtest Mt; dir im Na⸗ uin. Ia len Sei⸗ chwerter will im streiten, immer nten sie Bienen, rnenfeur abe un⸗ nen im durchge⸗ hast du, gestoßen, wolltest ft seinen rang sei fend zu. st meine e, mein ie Tren Heiland e Verke ing uns jauchzen Knechte, won er⸗ unsers die und Frieden 8. Die Rechte Gottes ist erhöhet, die Rechte unsers Gottes siegt; der Fromme, der nun sicher stehet, frohlocket, daß der Feind erliegt. Ich sterbe nicht, ich werde leben durch den, der mich er⸗ löset hat; ich will die Werke froh erheben, die der Erbarmer für mich that. 9. Gott züchtigt mich nicht zum Verderben, er überläßt mich nicht dem Tod; er will nicht, daß ich sollte sterben, drum rettet er aus aller Not. Er öffnet mir— ich will ihn loben— die Thore der Gerechtigkeit; da, wo mein Heiland wird er— hoben, anbet ich ihn, der mich befreit. 10. Dies sind die Thore zu dem Throne der aller⸗ höchsten Majestät, wo— durch beim frohen Jubel— tone zu seinem Gott der Fromme geht: da will ich vor dir niederfallen, du hörtest mich in meiner Not; dir soll mein frohes Psalmen. Herrn Gemeine, 505 Lied erschallen, du giebst mir Leben aus dem Tod. 11. Der Stein, den einst die Tempelbauer ver— schmäht, ist Eckstein in der Höh; das dringt den denkenden Beschauer, daß er nach ihm mit Ehr— furcht seh; von unserm Gott ist das geschehen: wie herrlich ist, was er gethan! Wir können dieses Wunder sehen und beten seine Allmacht an. 12. Das ist der schönste aller Tage, den Gott uns schenkt, weil er uns liebt, daß jeder nun der Furcht entsage, sich freue, weil Gott Freude giebt. Schenk heut, Erbarmer, Heil und Segen, es ist dein Tag der Herrlichkeit! Gieb, daß wir all erfahren mögen, wie hoch, Herr, deine Gnad erfreut! 13. Gesegnet sei des die hier in seinem Namen kniet; sie sei geweiht dem Herrn alleine, der huldreich auf sie niedersieht. Der Herr ist Gott, zu dem wir wallen, bald macht er 506 uns sich offenbar; ein jeder such ihm zu gefallen und bring sich selbst zum Opfer dar. 14. Du bist mein Gott, dich will ich loben, er— heben deine Majestät. Dein Ruhm, mein Gott, werd hoch erhoben, der über alle Himmel geht. Rühmt, rühmt den Herrn! Schaut, sein Erbarmen be— strahlet uns in trüber Zeit, und seine Gnade trägt die Armen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 121. 533 Ich schau nach ienen Bergen gern: mein Heil, das ich begehr, kommts von den Bergen her? Nein, meine Hilf ist von dem Herrn, der schuf durchs Wort: Es werde! den Himmel und die Erde. 2. Er läßt nicht gleiten deinen Fuß, dein Hüter schlummert nicht, wenn dirs an Kraft gebricht. Er schläft nicht, wenn er helfen muß; sieh, Israels Psalmen. Gebieter ist auch dein Gott und Hüter. 3. Jehovah selber schützet dich, er steht in deinem Stand an deiner rechten Hand, beschattet dich so gnädiglich, daß dich bei Nacht und Tage nicht Frost noch Hitze plage. 4. Jehovah, der die Welt regiert, wacht über Leib und Seel, daß dir kein Gutes fehl. Beim Ausgang und beim Ein⸗ gang wird der Herr dich selber leiten bis in die Ewigkeiten. Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 126. 534. r Gott einst unsre Bande bricht, uns führt gen Zion in sein Licht, dann wird wie Träumenden uns sein. Wir gehn mit unserm Führer ein und jauchzen laut in Gottes-⸗ freuden nach überstandnen Pilgerleiden; dann staunt die ganze Welt uns an und ruft: Das hat der Herr gethan! 2. O ja, err gethan ö ch dies nddstehen afreut auf! de Herrlic Hefangnen m allen ann „du, m zürren Sat 3. Oft mit Thrät Ireuden mähn. Der aus und n Müh ver geht auf seinen Sar nen, doch men, und zauchzt sei — mit a einst zuri Matthias 5 Mel. Christ * 535. — ö ost beten auf seine in seinen in Gott schützet deinem rechten dich so hich bei e nicht plage. der die ht über daß dir Beim im Ein⸗ err dich in die 739—18²3 ott einst Bande rt gen t, dann menden hn mit in und Gottes⸗ tandnen staunt ms an at der Psalmen. 507 2. O ja, das hat der Herr gethan! Wir staunen auch dies Wunder an und stehen da und sehn erfreut auf ihn, den Herrn der Herrlichkeit, der den GefangnenFreiheit sendet, an allen bald sein Heil vollendet. Du kannst es thun, du, dessen Hand uns Bäche schafft im dürren Sand. 3. Oft sehn wir, die mit Thränen sän, mit Freuden ihre Früchte mähn. Der Sämann gehet aus und weint, weil alle Müh verloren scheint; geht auf und ab, streut seinen Samen mit Thrä⸗— nen, doch in Gottes Na— men, und kehrt— wie jauchzt sein froher Blick! — mit reichen Garben einst zurück. Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 128. Mel. Christus der ist mein Leben. 535 Wohl dem, der Gott verehret, oft betend vor ihm steht, auf seine Stimme höret, in seinen Wegen geht! 2. Er nähret sich vom Segen, der auf der Ar— beit ruht; Gott ist auf seinen Wegen: wohl dir, du hast es gut! 3. Die Gattin, deine Freude, wird wie ein Weinstock sein, mit Frucht und Zierat beide, dich und dein Haus, erfreun. 4. Gleich jungen Ol⸗- baums Sprossen hast du auch jung und frisch zu deinen Freudgenossen die Kinder um den Tisch. 5. Seht, wie hier in der Stille der Mann, der Gott verehrt, genießt des Se— gens Fülle; Gott giebt, was er begehrt. 6. Aus Zion fließt ihm Leben, aus Salem Friede zu, und Erd und Himmel geben sein Leben lang ihm Ruh. 7. Wer ganz auf Gott vertrauet, ihm bleibet treu gesinnt, der sieht sein Haus gebauet von Kind zu Kin⸗ deskind. 8. Gott segnet ohn Er— müden den, der sich zu ihm kehrt. Das Volk hat Psalmen. ewgen Frieden, das unsern werde! hat aus nichts Gott verehrt. hervorgebracht: er, der Matthias Jorissen 1739—1823. Herrscher aller Welt, ists, Psalm 146. Hallelujah, Gott 536. zu loben, bleibe meine Seelenfreud. Ewig sei mein Gott erhoben, meine Harfe ihm geweiht. Ja so lang ich leb und bin, dank, anbet und preis ich ihn. 2. Setzt auf Fürsten kein Vertrauen, Fürsten⸗ heil steht nimmer fest. Wollt ihr auf den Men⸗ schen bauen, dessen Geist ihn bald verläßt? Seht, er fällt, des Todes Raub, und sein Anschlag in den Staub. 3. Heil dem, der im Erdenleben Jakobs Gott zur Hilfe hat, der sich dem hat ganz ergeben, dessen Nam ist Rat und That: hofft er von dem Herrn sein Heil, seht, Gott sel— ber wird sein Teil. 4. Er, der Himmel, Meer und Erde mit all ihrer Füll und Pracht durch sein schaffendes: Es der 9425. Treu und Glauben der Herr, ists, 835 n. Armen, Unter⸗ drückten Recht verschafft, giebt mit mächtigem Er— barmen Hungernden stets Brot und Kraft, und von Zwang und Tyrannei macht er die Gefangnen frei. 6. Er, der Herr, ists, der den Blinden liebreich schenket das Gesicht. O ja, die Gebeugten finden bei ihm Stärke, Trost und Licht. Seht, wie Gott, der alles giebt, immer treu die Frommen liebt. 7. Er ists, der den Fremdling schützet, der die Witwen hält im stand, der die Waisen unterstützet, führt an seiner Vaterhand. Die ihm ruchlos wider— stehn, müssen ratlos irre gehn. 8. Er ist Gott und Herr und König, er regieret ewiglich. Zion, sei ihm unterthänig, freu mit dei— unn Kinder Dn Hert Rl Hallelu Matthias Il Ps L„ Bachet Sti . 0 28 An, A Hott zu brit Iicht ur Venn ihm Aeder, so! Rich auf ur segnet uns 90 it. S le Kraft Zin sch a stehet; baut von durch Lieb 998— 2. Unsr en Brüde dem Vol 0 urcht un⸗ sen fliehn ihre Sch Unlam Herzn ö Liden 6 Den Ster nichts , der elt, ists, Rauben rr, ists, Unter⸗ schaff, em Er⸗ en stets und von hrannei fangnen rr, ists, liebreich icht. O finden rost und e Gott, immer n liebt. er den der die stand, erstützt, terhand. wider⸗ los irre nd Herr regieret ei ihm nit dei⸗ Psalmen. nen Kindern dich: sieh, dein Herr und Gott ist da! Hallelujah, er ist nah! Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 147. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 537 Preist den Herrn! Ihm Lob zu sin⸗ gen, Anbetung unserm Gott zu bringen, ist unsre Pflicht und Seligkeit. Mel. Wenn ihm tönen unsre Lieder, so blickt er huld— reich auf uns nieder und segnet uns mit Freund— lichkeit. Seht ihr nicht seine Kraft, die Gnaden— wunder schafft? Schaut, da stehet Jerusalem, ge⸗ baut von dem, der sich durch Lieb und Macht verklärt. 2. Unsre einst verjag— ten Brüder bringt er zu ihrem Volke wieder, und Furcht und Kummer müs— sen fliehn. Er verbindet ihre Schmerzen, gießt Balsam in zerschlagne Herzen und läßt aus Leiden Freuden blühn. Den Sternen rufet er, 509 sie eilen vor ihm her; ihre Namen nennt er und führt mit Glanz ge— ziert sie still in ihrer hohen Bahn. 3. Unser Herr ist groß und prächtig, er schuf und er gebeut allmächtig; wer fasset seine Wunder— kraft? Er nur kenner seine Stärke; sie hebt und träger alle Werke, die seine Hand hervorgebracht. Wer je gebeuget kam, dem half er und entnahm ihm die Bürde; doch Fluch und Hohn wird dem zum Lohn, der frech sich wider ihn erhebt. 4. Singt dem Herrn, ihr Wechselchöre! Tönt, Harfen, unserm Gott zur Ehre, der uns aus seiner Fülle tränkt! Wenn er sich in Wolken hüllet, so wird der Erde Durst ge— stillet, und neue Kraft ihr eingesenkt. Nun ste⸗ hen Feld und Wald im grünen Schmucke bald und sind Zeugen, daß Gottes Treu ist täglich neu, der väterlich für alles sorgt. 510 5. Ihm, der was er schuf auch liebet und je— dem Tier sein Futter giebet, ihm jauchze, was nur jauchzen kann. Nicht bloß wenn wir Mangel haben, nein, auch das Rufen junger Raben hört er und nimmt sich ihrer an. Selbst ein unend— lich Meer von Seligkeit, braucht er nichts Ge— schaffnes; die Kreatur lebt davon nur, was er aus seiner Fülle schenkt. 6. Trauet nicht auf Rosses Stärke und stützt euch nicht auf Menschen⸗ werke: die Kreatur ist Eitelkeit. Das nur kann dem Herrn gefallen, wenn wir in seinen Wegen wal— len und harren seiner Gütigkeit. Es ist so recht und gut, so weise, was er thut. Heil dem Vol⸗ ke, das ihn verehrt und stets erfährt, daß ers in seiner Liebe trägt! 7. Zion, auf, den Herrn zu preisen! Jerusalem, du mußt erweisen, daß dein Volk Gottes Freunde sind. Er, der dich vom Psalmen. Feind erlöste, macht dei— ner Thore Riegel feste und segnet bis auf Kin⸗ des Kind. ist, Segen hier und Leben dir zu schenken milde für und für. 8. Fährt sein Wort herab auf Erden, wie schnell muß es vollzogen werden; nichts hemmet es in seinem Lauf. Seht den Winter, seht ihn eilen, uns Gottes Gaben mit— zuteilen: er häuft den Schnee wie Wolle auf; die Erde wird bedeckt, die Nahrungskraft ge— weckt. O der Güte! Und welche Pracht, wenn in der Nacht der Herr den Reif wie Asche streut! 9. Wirft er Eis herab in Stücken, so muß sich alles vor ihm bücken: wer kann vor seinem Frost bestehn? Doch er will nicht, daß wir ster⸗ ben, nur segnen will er, nicht verderben; drum muß die Kälte bald ver⸗ gehn. Sein milder Odem Er schafft den Grenzen Ruh, fügt Uber⸗ fluß hinzu; seine Freude 74 weht: nun ud steht MBasser as Weist, hsen feste 10. Sein 25.seine R Mel, dir, e vie kannst Hbe sehn! acht de el feste uf Kin⸗ afft den igt Uber⸗ Freude id Leben nilde für n Vort en, wie vollzogen hemmet f. Seht ihn eilen, hen mitä iuft den olle auf. bedeckt caft ge— te! Und wenn in Herr den streut! is herab muß sich bücken seinem Doch er wir ster will er, drum ald ver⸗ jer Odem Psalmen. weht: nun taut es auf und steht neu belebet. Das Wasser fleußt, wohin ers weist, das sonst wie Eisen feste stand. 10. Sein Wort giebt er, seine Rechte nur Js⸗ rael, dir, seinem Knechte: wie kannst du da die Liebe sehn! Zu so hohen 511 Gottesfreuden erhob er sonst kein Volk der Hei⸗ den, er ließ sie alle irre gehn. Du, Jakob, sollst allein des Segens Erbe sein, Hallelujah! Sing deinem Herrn und dien ihm gern! Sein Dienst ist deine Seligkeit. Matthias Jorissen 1739—1823. Geistliche Lieder. (Nicht für den kirchlichen Gebrauch.) 1 wahr, was heut geschicht: wie kommt nach großem Leiden nun ein so großes kein Haar; der Sünden Licht! Mein Heiland war gelegt da, wo man uns hinträgt, wenn von uns unser Geist gen Himmel ist gereist. 2. Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; eh ers ver— meint und denket, ist Christus wieder frei und ruft Viktoria, schwingt fröhlich hier und da sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält. 3. Das ist mir anzu⸗ schauen ein rechtes Freu— denspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will ent— nehmen meinen Mut zu— samt dem edlen Gut, so Auf, auf, mein Herz,‚ mir durch Jesum Christ mit Freuden nimm aus Lieb erworben ist. 4. Die Höll und ihre Rotten die krümmen mir kann ich spotten, bleib allzeit ohn Gefahr. Der Tod mit seiner Macht wird nichts bei mir ge— acht't; er bleibt ein totes Bild, und wär er noch so wild. 5. Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn, sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn. Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und An-— gesicht, das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick. 6. Ich hang und bleib auch hangen an Christo als ein Glied: wo mein Haupt durch ist gangen, ..—.* der Ehren, mmmer nach ur nicht ke lugemach. da kann; mmmt meir Heland ist der alles 3 8. Er b die Pfortet Himmel fü güldnen V gelesen wi wird mit: hier auch wer dortr Wird hier: Paul Erden si lur; denn Veltgetin kiit Ift in hab ichs chrst. en ist. ind ihre nen mir Sünden , bleib Rr. Der Macht mir ge⸗ ein totes er noch ist mir t ihrem ie zürnt machen, verlorn. übt mir und An⸗ glück ist e Nacht nd bleib Christo oo mein gangen, da nimmt es mich auch mit. Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not, er reißet durch die Höll, ich bin stets sein Gesell. 7. Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach und darf mich gar nicht kehren an einig Ungemach. Es tobe, was da kann; mein Haupt nimmt mein sich an, mein Heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt. 8. Er bringt mich an die Pforten, die in den Himmel führt, daran mit güldnen Worten der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht. Paul Gerhardt 1607- 1676. 2 Der beste Freund ist in dem Himmel, auf Erden sind die Freunde rar; denn bei dem falschen Weltgetümmel ist Redlich— keit oft in Gefahr. Drum hab ichs immer so ge— Geistliche Lieder. 513 meint: mein Jesus ist der beste Freund. 2. Die Menschen sind wie eine Wiege, mein Je— sus stehet felsenfest, daß, wenn ich gleich darnieder— liege, mich seine Freund— schaft doch nicht läßt. Er ists, der mit mir lacht und weint: mein Jesus ist der beste Freund. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe dem, der am meisten nützen kann, und scheinet dann das Glücke trübe, so steht die Freund⸗ schaft hinten an; doch hier ist es nicht so gemeint: mein Jesus ist der beste Freund. 4. Er läßt sich selber für mich töten, vergießt für mich sein eigen Blut; er steht mir bei in allen Nöten, er spricht für meine Schulden gut; er hat mir niemals was verneint: t mein Jesus ist der beste Freund. 5. Mein Freund, der mir sein Herze giebet, mein Freund, der mein, und ich bin sein; mein Freund, der mich bestän— 33 dig liebet; mein Freund bis in das Grab hinein. Ach hab ichs nun nicht recht gemeint? Mein Je⸗ sus ist der beste Freund. 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde! Sie sind doch gar zu wandelbar; und hätt ich hunderttau— send Feinde, so krümmen sie mir nicht ein Haar. Hier immer Freund und nimmer Feind: mein Je— sus ist der beste Freund. Benjamin Schmolck 1672—1737. Der Mensch hat nichts so eigen, so wohl steht ihm nichts an, als daß er Treu erzeigen und Freundschaft halten kann, daß er mit seinesgleichen soll treten in ein Band, versprechen, nicht zu wei— chen, mit Herzen, Mund und Hand. 2. Die Red ist uns ge⸗ geben, damit wir nicht allein für uns nur sollen leben und fern von Leu— ten sein: wir sollen uns befragen und sehn auf guten Rat, das Leid ein⸗ Geistliche Lieder. ander klagen, das uns betreten hat. 3. Was kann die Freude machen, die Einsamkeit verhehlt? Das giebt ein doppelt Lachen, was Freunden wird erzählt. Der kann des Leids sich wehren, der es von Her— zen sagt; der muß sich selbst verzehren, der ins- geheim sich nagt. 4. Gott stehet mir vor allen, die meine Seele liebt; dann soll mir auch gefallen, der mir sich herz⸗ lich giebt. Mit diesen Bundsgesellen verlach ich Pein und Not, geh auf den Grund der Höllen und breche durch den Tod. 5. Ich hab, ich habe Herzen so treu, wie sichs gebührt, die Heuchelei und Scherzen nie wissent— lich berührt! Ich bin auch ihnen wieder von Grund der Seelen hold; ich lieb euch mehr, ihr Brüder, als alles Erden— gold. Simon Dach 1605-1659. 4 Der Mond ist auf— gegangen, die gold— sile und in rung Hülle ind so hol sille Ramme Tages Jami fen und ver 3. Seht i dort stehen? halb zu se doch rund 80 sind n Zachen, die helachen, we gen sie nich 4. Wir sto linder sind Sünder un nicht viel; Aftgespinste biele Künste weiter von 5. Gott, is schaue Vergänglich Etelkeit ur ns einfälti vor dir hie uns reude amkeit bt ein was zähft ds sich n Her⸗ sc er ins⸗ ir vor Seele L auch h herz⸗ diesen lach ich eh auf Höllen n Tod. habe ie sichs uchelli vissent⸗ h bin er von hold; hr, ihr Erden⸗ 5-1659 t auf⸗ Geistliche Lieder. nen Sternlein prangen am Himmel hell und klar; der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämm⸗ rung Hülle so traulich und so hold, als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschla— fen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön! So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Au— gen sie nicht sehn. 4. Wir stolze Menschen— kinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel; wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs bauen, nicht Eitelkeit uns freun; laß uns einfältig werden und gold⸗ vor dir hier auf Erden —30⁵ wie Kinder fromm und fröhlich sein. 6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod: und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen, du unser Herr und unser Gott. 7. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder; kalt ist der Abendhauch. Ver⸗ schon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbar auch. Matthias Claudius 1740—1815. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Der rauhe Herbst kommt wieder; jetzt stimm ich meine Lieder in ihren Trauerton. Die Sommerlust vergehet; nichts in der Welt beste— het: der Mensch muß endlich selbst davon. 2. Du, Gott und Herr der Zeiten, willst, daß wir uns bereiten zu uns— rer wahren Ruh; stets zeigst du dein Gemüte, 33 516 Geistliche Lieder. schickst uns aus milder 7. Gieb einst durch Güte auch stumme, stille deine Hände mir auch Lehrer zu. ein selig Ende; die Welt 3. Die Rose läßt sich ist nur Beschwer. Was brechen, wird niemals ssie sich auserlesen, ist widersprechen des Gar— tenherren Hand; der Apfel zum Genießen fällt selbst zu deinen Füßen, ver⸗ trüglich Thun und Wesen, ein trübes, ungestümes Meer. 8. Auf ihm schiff ich lässet willig seinen Stand. mit Sorgen: bring, wenn 4. Und du, Mensch, wolltst nicht eben dich deinem Gott ergeben? Was ist dein größter Ruhm? Daß er dich hat erschaffen, geziert mit Glaubenswaffen zu seinem ewgen Eigentum. 5. Schickt er denn Kreuz und Schmerzen, nimmt er, was lieb dem Her⸗ zen: er meints doch all— zeit gut; und sind wir Gottes eigen, so laßt uns stille schweigen zu allem, allem, was er thut. 6. Wer mag der Welt Getümmel erwählen für den Himmel? Hilf, Jesu, Gottes Sohn, daß wir uns stets gewöhnen, uns nur nach dir zu sehnen und deinem heilgen Gna— denthron. du willst, schon morgen mich in den sichern Port, daß mit der Engel Wei⸗ sen ich ewig könne prei⸗ sen dich, ewges Licht und Gnadenhort! Heinrich Albert 1604-1651. Die Sach ist dein, »Herr Jesu Christ, die Sach, an der wir stehn, und weil es deine Sache ist, kann sie nicht unter⸗ gehn. Allein das Wei⸗ zenkorn, bevor es frucht⸗ bar sproßt zum Licht empor, wird sterbend in der Erde Schoß vorher vom eignen Wesen los; im Sterben los, vom eignen Wesen los. 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, durch Leiden himmelan und führest je⸗ dd, der da dir die g Vohlan, 0 ö ugleich zu Keiden und a uns durch! Thor samt zum Licht Licht empor Todes Thor Samuel Prei 7 Du lie fromme jür uns Ki ist, damit w und rein un⸗ Gottes sein 2. Du L ben Gott ge dunkles Er Himmelskin melsschein, sollen himn 3. Du l frommerCh dein Gebur ist auf Er breit bei mir das 5 bade mir fruct Licht jend in vorher n lbs; vom ‚ Fsu, Leiden rest den, der da glaubt, mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so führ uns all— zugleich zum Teil am Leiden und am Reich; führ uns durch deines Todes Thor samt deiner Sach zum Licht empor; zum Licht empor durch deines Todes Thor. Samuel Preiswerk 1799—1871. Du lieber, heilger, frommer Christ, der für uns Kinder kommen ist, damit wir sollen weiß und rein und rechte Kinder Gottes sein! 2. Du Licht, vom lie⸗ ben Gott gesandt in unser dunkles Erdenland, du Himmelskind und Him—⸗ melsschein, damit wir sollen himmlisch sein! 3. Du lieber, heilger, frommer Christ, weil heute dein Geburtstag ist, drum ist auf Erden weit und breit bei allen Kindern frohe Zeit. 4. O segne mich, ich bin noch klein, o mache mir das Herze rein; o U emn. bade mir die Seele he Geistliche Lieder. 5 in deinem reichen Him— melsquell. 5. Daß ich wie Engel Gottes sei, in Demut und in Liebe treu, daß ich dein bleibe für und für: du heil⸗ ger Christ, das schenke mir! Ernst Moritz Arndt 1769—1860. 8 Es ist ein Ros ent— sprungen aus einer Wurzel zart, wie uns die Alten sungen, von Jesse kam die Art und hat ein Blümlein bracht mitten im kalten Winter wohl zu der halben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine, davon Jesaias sagt, hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd: aus Gottes ewgem Rat hat sie ein Kind ge— boren wohl zu der halben Nacht. 3. Wir bitten dich von Herzen, Gott, Vater aller Gnad, durch dieses Kind— leins Schmerzen, die es empfunden hat: wollst uns verhilflich sein, daß wir ihm mögen machen ein Wohnung hübsch und Vor 1600. 518 Geistliche Lieder. [Mel. Was wenen ihr, daß ihr fallen sucht, die andern so „begegnet, wie er das Herz F8 Her 9 V„ 3„ 9 Sorbennt de deuri bewegt,:) die segnet, wie * Soino 5 b tenet die Gren er segnet, und trägt, wie uudd. user sie trägt. und die Kleinen, in jdem —— ie Kle +9 8— 1. 5. So kennt der Herr Volk und Land; er läßt sie i;— 77 nicht verderben, er führt dir. den Ii nnere, en lunstets gekannt, die Großen sie aus und ein, ˙, im und die Kleinen, in sed 980 Dim Sterbensi d un die Kleinen, in jedem eben und im Sterben sind Nant sie und bleiben sein.. Volk und Land, am Werk r„der Gnadentriebe durch Luhe X Glant der seines Geistes Stärk, an charen am Glauben, der Glauben, Hoffnung, Liebe, nicht schaut und doch dem als seiner Gnade Werk.: Unsichtbaren, als säh er 50 Hlf uns. Herr 0 n. 19— 6. So hilf uns, Herr, 155 288r 110 zum Glauben und halt in 995 L 8 uns fest dabei; laß nichts sich nährt die Hoffnung rauben; die ½ und vor dem Wort Liebe herzlich sei! Und 35 9— Eeh dem wird der Tag erscheinen, dort sieh wehr. da dich die Welt wird 3. Er kennt sie als die sehn, so laß uns als Seinen an ihrer Hoffnung die Deinen zu deiner Mut, die fröhlich auf dem Rechten stehn. einen, daß er der Herr Karl Johann Philipp Spitta ist, ruht, in seiner Wahr⸗ 180¹11859. heit Glanze sich sonnet 10 Geh aus, mein Herz, treu und kühn,„ die»und suche Freud in wunderbare Pflanze, die dieser lieben Sommerzeit immerdar ist grün. an deines Gottes Gaben; 4. Er kennt sie an der schau an der schönen Liebe, die seiner Liebe Gärten Zier und siehe, Frucht und die mit lau⸗wie sie mir und dir„ sich term Triebe ihm zu ge-ausgeschmücket haben. 2 Die oler Gub dalet seine einem grün lissen und die ziehen an 7. l Seide. 7 3. Die sch in died Lein fleug Kluft und die Wälde gabte Na und füllt m Berg, H Felder. 4. Die 6 Völklein a baut und Haus, da speist die schnelle Hi Reh ist fr. auls seine tiefe Gras 5. Die shen in nalen sich nit schatt en; die W dobei und Iun Lust Schaf und durh Ul „Liebe, zerk.; Hers, d hatt nichtz nz dit Ud heinen, witd 18 als deiner op Spittn 1850 nHerz eud in nerzet haben; chönen sehe „ sch en. Geistliche Lieder. 519 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Nar— cissen und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an ½ als Salomonis Seide.) 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täub— lein fleugt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbe— gabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall 1 Berg, Hügel, Thal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut 250 bewohnt sein Haus, das Schwälblein speist die Jungen; der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh„ ins tiefe Gras gesprungen. 5. Die Bächlein rau⸗ schen in dem Sand und malen sich und ihren Rand mit schattenreichen Myr— ten; die Wiesen liegen hart dabei und klingen ganz vom Lustgeschrei 5 der Schaf und ihrer Hirten.: 6. Die unverdroßne Bienenschar fleugt hin und her, sucht hier und dar ihr edle Honigspeise. Des süßen Weinstocks starker Saft bringt täglich neue Stärk und Kraft „: in seinem schwachen Reise 7. Der Weizen wäch⸗ set mit Gewalt; darüber jauchzet jung und alt und rühmt die große Güte des, der so überflüssig labt und mit so manchem Gut begabt ½ das mensch⸗ liche Gemüte. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, des gro— ßen Gottes großes Thun erweckt mir alle Sinnen: ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt,„5 aus meinem Herzen rinnen. ½ 9. Ach, dent ich, Bist du hier so schön und läßt du uns so lieblich gehn auf dieser armen Erden: was will doch wohl nach dieser Welt dort in dem rei⸗ chen Himmelszelt und güldnen Schlosse wer— en.„ 520 Geistliche Lieder. 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, da so viel tausend Seraphim mit unverdroßnem Mund und Stimm ½ ihr Hallelujah singen. 5 11. D wär ich dat stünd ich schon, ach süßer Gott, vor deinem Thron und trüge meine Palmen! So wollt ich nach der Engel Weis erhöhen dei— nes Namens Preis mit tausend schönen Psal⸗ me.. Paul Gerhardt 1607-1676. 7 11 Großer Gott, wir loben dich! Herr, wir preisen deine Stärke! Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit. 2. Alles, was dich prei— sen kann, Cherubim und Seraphinen, stimmen dir ein Loblied an; alle En— gel, die dir dienen, ru⸗ fen dir in selger Ruh: Heilig, heilig, heilig! zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth! Heilig, Herr der Kriegesheere! Star⸗ ter Helfer in der Nott Himmel, Erde, Luft und Meere sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum. 4. Sieh dein Volk in Gnaden an, hilf uns, segne, Herr, dein Erbe, leit uns auf der rechten Bahn, daß der Feind es nicht verderbe. Hilf, daß es durch Buß und Flehn dich im Himmel möge sehn. 5. Alle Tage wollen wir dich und deinen Na— men preisen und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Gieb, daß wir von Sünden heut und von Unfall sein befreit. 6. Herr, erbarm, er⸗ barme dich! Über uns, Herr, sei dein Segen! Leit und schütz uns vä— terlich, bleib bei uns auf allen Wegen: auf dich hoffen wir allein; laß uns nicht verloren sein. 17⁷9. Harr 12. mä Ales ihm er doch sog verzagt: gen tagt, Frühling ter nach; men, in a er dich b. treue Gott 2. Harr harre des ihm befehl so gern. bricht, Go nicht: gr Helfer ist! Ewige Tr Not, ret Seele, du Friedrich umphieren okommet! Sehet dae zum Hei lasset uns ins anbet anbeten d 2. Kön Herscher! Ruh: 91 zu Gott Hern Star⸗ Not!l st und t von les il Holk in uns Erbe, rechten ind eß ilf, daß Flehn gesehn wollen lien M⸗ u allen ob und ieb, daf eut und efreit u, er⸗ uns, Segen b ns ahl 1 dich „ laß sein. 1750 Geistliche Lieder 12 Harre, meine Seele, harre des Herrn! Alles ihm befehle, hilft er doch so gern. Sei un— verzagt: bald der Mor— gen tagt, und ein neuer Frühling folgt dem Win— ter nach; in allen Stür⸗ men, in aller Not wird er dich beschirmen, der treue Gott. 2. Harre, meine Seele, harre des Herrn! Alles ihm befehle, hilft er doch so gern. Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht: größer als der Helfer ist die Not ja nicht. Ewige Treue, Retter in Not, rett auch unsre Seele, du treuer Gott! Friedrich Räder 1815—1872. 13 Herbei, o ihr Gläu— bigen, fröhlich tri⸗ umphierend, o kommet, o kommet nach Bethlehem! Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! 2. König der Ehren, Herrscher der Heerscharen, 521 du ruhst in der Krippen im Erdenthal. Gott, wah— rer Gott, von Ewigkeit geboren! O lasset uns an⸗ beten, o lasset uns an⸗ beten, olasset uns anbeten den König! 3. Kommt, singet dem Herren, o ihr Engelchöre! Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen! Ehre sei Gott im Himmel und auf Er— den! O lasset uns an⸗ beten, o lasset uns an⸗ beten, o lasset uns an— beten den König! 4. Dir, der du heute bist für uns geboren, Jesu, Ehre sei dir und Ruhm! Dir, fleischgeword— nes Wort des ewgen Vaters! O lasset uns an⸗ beten, o lasset uns an⸗ beten, o lasset uns an⸗ beten den König! 14 Hoch aus den himm—⸗ lischen Höhen lächelt ein Auge so hehr; hast du dies Lächeln gesehen: ruhe, was willst du mehr? 2. Ob sich ein Wetter entladet, ob es zu Kampf Um 1819. geht und Wehr, o wenn Jehovah dir gnadet: ruhe, was willst du mehr? 3. Weinst du, er zählet die Thränen; klagst du, er giebt dir Gehör; flehst du, er stillet dein Sehnen: ruhe, was willst du mehr? 4. Wird in verlassenen Standen manchmal das Harren auch schwer, alles wird herrlich sich enden: ruhe, was willst du mehr? Friedrich Wilhelm Krummacher eh bete an 1796—1868. 15 die Macht der Liebe, die sich in Jesu offenbart; ich geb mich hin dem freien Triebe, mit dem ich Wurm geliebet ward. Ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken. 2. Wie bist du mir so sehr gewogen, und wie verlangt dein Herz nach mir! Durch Liebe sanft und stark gezogen, neigt sich mein Alles auch zu dir. Du traute Liehe, gutes Wesen, du hast mich, ich hab dich erlesen. 3. Ich fühls, du bists, Geistliche Lieder. ö dich muß ich haben; ich fühls, ich muß für dich nur sein: nicht im Ge⸗ schöpf, nicht in den Ga⸗ ben, mein Ruhplatz ist in dir allein. Hier ist die Ruh, hier ist Ver⸗ gnügen, drum folg ich deinen selgen Zügen. 4. Für dich sei ganz mein Herz und Leben, Erlöser, du mein einzig Gut. Für dich hast du mirs nur gegeben, in dir es nur und selig ruht. Versühner meines tiefen Falles, für dich ist ewig Herz und alles. 5. Lob sei dem hohen Jesusnamen, in dem der Liebe Quell entspringt, von dem hier alle Bäch— lein kamen, aus dem der Selgen Schar dort trinkt: wie beugen sie sich ohne Ende! Wir falten mit die frohen Hände. 6. O Jesu, daß dein Name bliebe im Geist mir, drück ihn tief hin⸗ ein! Laß deine süße Jesusliebe in Herz und Sinn gepräget sein! In Wort und Werk, in allem Pesen sei d uihts zu l Gerhard Ter 16.u En uferstande in unsrer und ewig! 4 Ich x jeder sagt e den gleich, allen Orte neue Himu 3. Jetzt dem neuen ein Vaterle Leben nin entzückt au 4. Hinu tiefe Meer Todes Gre kann nun in seine 3 5. Der den er b den Himu wer nurek Rat, komn 5 Haus 6. Nun nehr allh die Augen Wederse eht dich Ge⸗ n Ga⸗ ab is ier ist Ver⸗ Ig ich En. ganz Leben, einzi ast du in dir rnuht, tiefen t ewij hohen m der pringt Bäch⸗ mm der trinkt: 9 ohll n Mit 5 dein Geit hül⸗ süße 3 und N allem Geistliche Lieder. 523 Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Gerhard Tersteegen 1697-1769. 16 Ich sag es jedem, daß er lebt und auferstanden ist, daß er in unsrer Mitte schwebt und ewig bei uns ist. 2. Ich sag es jedem, jeder sagt es seinen Freun⸗ den gleich, daß bald an allen Orten tagt das neue Himmelreich. 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn erst wie ein Vaterland; ein neues Leben nimmt man hin entzückt aus seiner Hand. 4. Hinimter in das tiefe Meer versank des Todes Graun, und jeder kann nun leicht und hehr in seine Zukunft schaun. 5. Der dunkle Weg, den er betrat, geht in den Himmel aus, und wer nur hört auf seinen Rat, kommt auch ins Va⸗ ters Haus. 6. Nun weine keiner mehr allhie, wenn eins die Augen schließt; vom Wiedersehn, spät oder früh, wird dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten That ein jeder frischer glühn; denn herr— lich wird ihm diese Saat in schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein, wenn alles uns verläßt; und so soll dieser Tag uns sein ein Weltverjüngungsfest. Georg Friedrich Philipp von Har⸗ denberg(Novalis) 1772—-1801. 1 Immer muß ich wieder lesen in dem alten heilgen Buch, wie er ist so sanft gewesen, ohne List und ohne Trug; 2. Wie er hiey die Kindlein kommen, wie er hold sie angeblickt und sie in den Arm genom— men und sie an das Herz gedrückt; 3. Wie er Hilse und Erbarmen allen Kranken gern erwies und die Blö— den und die Armen seine lieben Brüder hieß; 4. Wie er keinem Sün⸗ der wehrte, der beküm— mert zu ihm kam, wie er freundlich ihn bekehrte und den Tod vom Her— zen nahm. 5. Hat die Herde sanft geleitet, die sein Vater die auf den Feldern, auf den ihm verliehn, hat Arme ausgebreitet, alle Wegen, Maienregen seinen Trost, an sein Herz zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen, les und weine mich nicht satt, wie er ist so treu gewesen, wie er uns geliebet hat. Luise Hensel 1798—1876. 1 In die Ferne möcht ich ziehen, weit von meines Vaters Haus; wo die Bergesspitzen glühen, wo die fremden Blumen blühen, ruhte meine Seele aus. 2. Hätt ich Schwingen, hätt ich Flügel, flög ich auf zu meinem Stern, über Meere, Thäler, Hü— gel, sonder Schranke, son⸗ der Zügel folgt ich immer meinem Herrn. 3. Still und selig mit Marien ihm zu Füßen säß ich da, immer möcht ich vor ihm knieen, in mich seine Worte ziehen, Geistliche Lieder. hätt ihn immer hold und nah. 4. Ach das war ein schöner Segen, wann er mit den Jüngern ging jedes Herz wie sein Wort empfing! 5. Ander Los ward uns bereitet: wie auch blühet rings das Land, wie sich rings die Ferne breitet, der uns rufet, der uns leitet, unser hol— der Freund verschwand. 6. Aufgehoben, aufge⸗ nommen in den Himmel ist er nur; herrlich will er wiederkommen, seine Treuen, Stillen, Frommen folgen immer seiner Spur. 7. Will mich denn zu— frieden geben, fassen mich im stillen Sinn; all mein Denken, Sehnen, Streben, meine Lieb und auch mein Leben geb ich meinem Freunde hin. 8. Seinen Schwestern, seinen Brüdern will ich mich in Treue nahn, an den Armen, Blöden, Nie— dern will ich dankend ihm erwidern, K mir gekhan 9. Einste Stunden, nimmt and und Heima den, und gen Wund Schmerz ft Gottlob Fe von Schen 9.. zu du süßer durch die himmlische wahre Hei fest von S von Bande trauet, hat wird ewig lujah. Zr steht unse dir wir k und Leber ins scheid 2. Wem kann uns Reufel, X Tod dul Uannst all rur heißer Brum wir Ferne rufet er hol wand. aufge⸗ immel h wil seine ymmen Spur. un zu⸗ n mich mein treben, mein neinem estern, iil ich yn, an „i⸗ 1d ihm Geistliche Lieder. 525 erwidern, was er liebend mir gethan. 9. Einst erklingen andre Stunden, und das Herz nimmt andern Lauf: Erd und Heimat ist verschwun— den, und in seinen sel⸗ gen Wunden löset aller Schmerz sich auf. Gottlob Ferdinand Maximilian von Schenkendorf 1783—1817. 19 In dir ist Freude Din allem Leide, v du süßer Jesu Christ; durch dich wir haben himmlische Gaben, du der wahre Heiland bist. Hil— fest von Schanden, rettest von Banden; wer dir ver— trauet, hat wohl gebauet, wird ewig bleiben, Halle— lujah. Zu deiner Güte steht unser Gmüte, an dir wir kleben im Tod und Leben; nichts kann uns scheiden, Hallelujah. 2. Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod; du hasts in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not. Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren mit hellem Schalle, freuen uns alle zu dieser Stunde, Halle— lujah. Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben dein Macht dort oben mit Herz und Munde, Hallelujah. 1666 Laßt mich gehn, laßt mich gehn, daß ich Jesum möge sehn! Meine Seel ist voll Ver— langen, ihn auf ewig zu umfangen und vor seinem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wolken bricht: o wann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen Frommen schau dein hol— des Angesicht? 3. Ach wie schön, ach wie schön ist der Engel Lobgetön! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, flög ich über Thal und Hügel heute noch nach Zions Höhn. 4. Wie wirds sein, wie wirds sein, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen? Herr, mein Gott, ich 526 Geistliche Lieder. kanns nicht fassen, was das wird für Wonne sein. 5. Paradies, Paradies, wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebens⸗ bäumen wird uns sein, als ob wir träumen: bring uns, Herr, ins Paradies. Gustav Friedrich Ludwig Knak den 1806—1878. 21. Herrn, ihr jugend— Lobt froh lichen Chöre! Er höret gern ein Lied zu seiner Ehre: lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! 2. Es schall empor zu seinem Heiligtume aus unserm Chor ein Lied zu seinem Ruhme: lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! 3. Vom Preise voll laß unser Herz dir singen! Das Loblied soll zu deinem Throne dringen: lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! 4. Wir stammeln hier; doch hörst du unser Lallen zum Preise dir mit Vater⸗ wohlgefallen. Dir jauch— zen wir, dir singen wir. 5. Einst kommt die Zeit, wo wir auf tausend Weisen— o Seligkeit!— dich, unsern Vater, preisen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Georg Geßner 1765—1843. 59 Miüde bin ich, geh u Ruh, schließe beide Auglein zu: Vater, laß die Augen dein über meinem Bette sein. 2. Hab ich Unrecht heut gethan, sieh es, lieber Gott, nicht an. Deine Gnad und Jesu Blut macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand; alle Menschen, groß und klein, sollen dir befohlen sein. 4. Kranken Herzen sende Ruh, nasse Augen schließe zu. Laß den Mond am Himmel stehn und die stille Welt besehn. Nun singet und Luise Hensel 1798-1876. 23. seid froh, jauchzt alle und sagt so: Unsers Herzens Wonne liegt in der Krippen bloß und seuchtet wie in seiner Y Du bist 2. Sohn Höh, nach! weh! Tröst müte, 5 und rein, dr Güte, o lieb geuch n dir! 7 3. Groß Huld, der S Schuld; verdorben und Eitelke ins erworl himmelsfre wärn wir d 4. Wo ist Irt? Ach n denn dort, ingen zusa en all, und nen klinge hummelssac värn wir! x Hach: In dulei +IOd . du hungende X Uat ging v it die ausend E preisen bigkeit, 5—158ʃ3. 0 gh schließe Vater, n über . ht heut Gott, Gnad acht jn ruhn 7 alle d klein, 1 sein. n sende schliehe Ind an ud dih wärn wir da!, 98—157⁰• (Nach: In dulci jubilo. 14. Jahrh.) 24 et und jauchtt ir sind. Geistliche Lieder. leuchtet wie die Sonne in seiner Mutter Schoß. Du bist A und O. 5: 2. Sohn Gottes in der Höh, nach dir ist mir so weh! Tröst mir mein Ge— müte, o Kindlein zart und rein, durch alle deine Güte, o liebstes Jesulein! „: Zeuch mich hin nach dir! 7: 3. Groß ist des Vaters Huld, der Sohn tilgt uns⸗— re Schuld; wir warn all verdorben durch Sünd und Eitelkeit; so hat er uns erworben die ewge Himmelsfreud.)½ Eia, wärn wir da!: 4. Wo ist der Freuden Ort? Ach nirgends mehr denn dort, da die Engel singen zusamt den Heil— gen all, und wo die Psal⸗ men klingen im hohen Himmelssaal.„½ Eia, 1648. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Weihnachtszeit! Welt ging verloren, Christ 527 ist geboren: freue, freue dich o Christenheit! 2. O du fröhliche, o du selige, gnadenbrin— gende Weihnachtszeit! Christ ist erschienen, uns zu versühnen: freue, freue dich, o Christenheit! 3. Ddu fröhliche, 9 du selige, gnadenbrin— gende Weihnachtszeit! König der Ehren, dich wolln wir hören. Freue, freue dich, o Christenheit! 1. O du fröhliche, o du selige, gnadenbrin— gende Osterzeit! Welt lag in Banden, Christ ist er⸗ standen: freue, freue dich, o Christenheit! 2. O du fröhliche, v du selige, gnadenbrin— gende Osterzeit! Tod ist bezwungen, Leben errun⸗ gen: freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbrin⸗ gende Osterzeit! Kraft ist gegeben, ihm laßt uns leben! Freue, freue dich, o Christenheit! 528 Geistliche Lieder. 1. O du fröhliche, 0 du selige, gnadenbringen— de Pfingstenzeit! Christ, unser Meister, heiligt die Geister: freue, freue dich, o Christenheit! 2. O du sröhliche, 9 du selige, gnadenbringen⸗ de Pfingstenzeit! Führ, Geist der Gnade, uns deine Pfade. Freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringen— de Pfingstenzeit! Uns, die Erlösten, Geist, willst du trösten: freue, freue dich, o Christenheit! Johannes Daniel Falk 1768-1826. 25. O selig Haus, wo dich man genommen, du wahrer Seelenfreund, Herr Jesu Christ, wo unter allen Gästen, die da kommen, du der gefeiertste und 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, in deiner Liebe eines Geistes sind, als beide eines Heils gewürdigt, keiner im Glaubensgrun⸗ de anders ist gesinnt; wo beide unzertrennbar an dir hangen in Lieb und Leid, Gemach und Unge— mach, und nur bei dir zu bleiben stets verlangen an jedem guten wie am bösen Tag. 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, du Freund der Kinder, der sie als die Seinen mit mehr als Mutterliebe hegt aufge⸗und pflegt; wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln und horchen dei— ner süßen Rede zu und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, sich liebste bist; wo aller Her-deiner freun, du lieber zen dir entgegenschlagen, und aller Augen freudig r Knecht und Magd dich auf dich sehn, wo alle Lippen dein Gebot erfra⸗ gen, und alle deines Winks gewärtig stehn. Heiland, du. 4. O selig Haus, wo kennen und wissend, wes⸗ sen Augen auf sie sehn, bei allem Werk in einem Cifer brent I deinen geschehn; d ner, deine in Demut Liebe frei, fen froh! unt ö in kleinen große Treu 5. O sel du die Frel man bein! dei zn o du d lest und a aller Tröste der einst vollendet, endlich all dahin, wo dich gesend sbeie, schön Karl Jo 20.. Osern, O hen 0 Grabesnal sllen fröh Zn sollen hen; dem st erwacht 2. Trot „ wo einer, eines beide ürdigt, lgrun. nt; wo Har an eb und Unge⸗ bei dir clangen vie am u, wo Kleinen Gebetz gt, d er, der en mi⸗ ebe heg sie zu rn sich hen de zu und Lob mt iu, sich lecbet 1„, 0 0·U Id, Weß e sehn, einen Geistliche Lieder. es Gewalten! Eifer brennen, daß nach deinem Willen mag geschehn; als deine Die— ner, deine Hausgenossen, in Demut willig und in Liebe frei, das Ihre schaf— fen froh und unverdrossen, in kleinen Dingen zeigen große Treu. 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, wo man bei keiner Freude dein vergißt; o selig Haus, wo du die Wunden hei— lest und aller Arzt und aller Tröster bist: bis je— der einst sein Tagewerk vollendet, und bis sie endlich alle ziehen aus dahin, woher der Vater dich gesendet, ins große, freie, schöne Vaterhaus. Karl Johann Philipp Spitta Ostern, 18011859. Ostern, 26. Frühlingswehen! Ostern, Ostern, Auferste⸗ hen:,: aus der tiefen Grabesnacht! Blumen sollen fröhlich blühen, Her— zen sollen heimlich glü— hen; denn der Heiland ist erwacht! 2. Trotz euch, höllische 529 Hättet ihn wohl gern behalten,„ der euch in den Abgrund zwang?: Mochtet ihr das Leben binden? Aus des Todes düstern Grün— den dringt hinan sein ew- ger Gang. 3. Der im Grabe lag gebunden, hat den Satan überwunden, und der lange Kerker bricht., Frühling spielet auf der Erden, Frühling solls im Herzen werden, herrschen soll das ewge Licht. 4. Alle Schranken sind entriegelt, alle Hoffnung ist versiegelt,: und be— flügelt jedes Herz. Und es klagt bei keiner Leiche nimmermehr der kalte, bleiche, gottverlaßne Heidenschmerz. 5. Alle Gräber sind nun heilig, Grabesträume schwinden eilig, seit im Grabe Jesus lag.:: Jah— re, Monde, Tage, Stun⸗ den, Zeit und Raum, wie schnell verschwunden, und es scheint ein ewger Tag. Gottlob Ferdinand Maximilian von Schenkendorf 1783-1817. 34 530 Geistliche Lieder. 27 Schönster Herr Je⸗ su, Herrscher aller Enden, Gottes und Ma⸗ rien Sohn! Dich will ich lieben, dich will ich ehren, du meines Herzens Freud und Kron. 2. Schön sind die Wäl⸗ der, schöner sind die Fel— der in der schönen Früh— lingszeit: Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht't die Sonne, schön leucht't der Monde und die Sternlein allzumal: Jesus leucht't schöner, Jesus leucht't reiner als alle Engl im Himmelssaal. 4. Schön sind die Blu⸗ men, schöner sind die Menschen, die in frischer Jugend sein. Sie müssen sterben, müssen verderben: Jesus lebt in Ewigkeit. 5. Alle die Schönheit Himmels und der Erden sind verfaßt in dir allein. Keiner soll werden lieber auf Erden als der schönste Jesus mein. 167⁷. 2 So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich. Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt: wo du wirst gehn und stehen, da nimm mich mit. 2. In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz. Laß ruhn zu deinen Füßen dein armes Kind: es will die Augen schließen und glauben blind. 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht: so nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich! Julie von Hausmann 1826. 2 Stille Nacht, heilige »Nacht! Alles schläft, einsam wacht nur das traute, hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar,„ schlaf in himmli⸗ scher Ruh! ½ 2. Stil Nacht! 0 gemacht, Hallelujal von fer 7 Chris, Da 3. Stil Nocht! G wie lacht göttlichen cchlägt die Christ, burt! 20 To Rerusalem König kor er kommt, Hosianna, Sei gegrü 2. 60 Sohn, sei Volk! Ge ewig Reii der Höh! bids Sohf sönig mi 5 0 Sohn! S nig milb! Fiedenstt gleich deiner ich doch rch di denn führe N selij I ann 18²5 heilige schläf, I das Paar. ockigen immli⸗ 2. Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kund gemacht, durch der Engel Hallelujah tönt es laut bon fern und nah: „: Christ, der Retter, ist D0„ 3. Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht Lieb aus deinem göttlichen Mund, da uns schlägt die rettende Stund, : Christ, in deiner Ge— burt!, Joseph Mohr 7 1848. 30 Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir, ja er kommt, der Friedefürst. Hosianna, Davids Sohn! Sei gegrüßet, König mild! 2. Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewig Reich, Hosianna in der Höh! Hosianna, Da⸗ vids Sohn! Sei gegrüßet, König mild! 3. Hosianna, Davids Sohn! Sei gegrüßet, Kö⸗ nig mild! Ewig steht dein Friedensthron, du des Geistliche Lieder. 531 ewgen Vaters Kind. Hosi— anna, Davids Sohn! Sei gegrüßet, König mild! 31 Unter Lilien jener Freuden sollst du weiden, Seele, schwinge dich empor! Als ein Adler fleug behende; Jesu Hände öffnen dir das Perlenthor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen zu dem Haufen derer, die des Lammes Thron nebst dem Chor der Seraphinen schon bedienen mit dem reinsten Jubelton. 3. Löse, erstgeborner Bruder, doch die Ruder meines Schiffleins, laß mich ein in den sichern Friedenshafen zu den Schafen, die der Furcht entrücket sein. 4. Nichts soll mir am Herzen kleben, süßes Le— ben, was die Erde in sich hält. Sollt ich noch in dieser Wüsten länger nisten? Nein, ich eil ins Himmelszelt. 5. O wie bald kannst du es machen, daß mit Lachen unser Mund er— 3⁴⁷ füllet sei! Du kannst durch des Todes Thüren träu⸗ mend führen und machst uns auf einmal frei. 6. Du hast Sünd und Straf getragen; Furcht Geistliche Lieder. ben hoch und hehr, denn Evangelisten ziehen über Inseln, Land und Meer. Um die Saaten zu be— gießen, Geist der Pfing⸗ sten, komm herab! Laß und Zagen muß nun die Lebensströme fließen ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel liegt dar— nieder: meine Glieder wer— den fröhlich auferstehn. 7. Gottes Lamm, dich will ich loben hier und droben mit der herz— lichsten Begier; du hast dich zum ewgen Leben mir gegeben: hole, Hei⸗ land, mich zu dir! Johann Ludwig Konrad Allendorf 1693—1773. Mel. O du Liebe meiner Liebe. (Herz und Herz vereint zusammen.) 32 Vater, deines Geis⸗ tes Wehen durch die ganze Christenheit läßt uns schon von ferne sehen deines Reiches Herr⸗ lichkeit; denn dein Wort wird ausgespendet durch die ganze millionenweis gesendet auf das große Ackerfeld. 2. Bald wird dieser Same blühen allenthal— weite Welt, bis zum Grabe tief hinab. 3. Sei gegrüßt, du ewger Morgen, steige, Sonne, bald empor! Weicht nun, all ihr ban⸗ gen Sorgen, Glanz des Herrn, brich schnell her⸗ vor! Seht, der Berge Spitzen glühen schon im ewgen Morgenlicht, und die Frühlingsblumen blü⸗ hen: Brüder alle, zwei— felt nicht! Johann Heinrich Jung, genannt Stilling 1740—1817. 33 Was macht ihr, daß ihr weinet und brechet mir mein Herz? Im Herrn sind wir ver— einet und bleibens aller⸗ wärts. Das Band, das uns verbindet, löst weder Zeit noch Ort: was in dem Herrn sich findet, u: das währt in ihm auch fort. ½1 2. Man die Hände schieden doch ohn nigsten sieht sich man sich, und blei Nähe 13 überall.; 3. Ma hier, du! hest, und ist doch Glied ar Nan spric wege und mal noch einem W Richtung 4. Was weinen u rig sehn? den Einen alle gehn und Pfle einer Ho sichern W Vaterland 5. S˙ Stunde Tennund nem neu unserm mpor! r ban⸗ iz des hes Berge hon in t, Und en bli⸗ „zwei Jung, 40-—18ʃ7 t iht, net und Herze ir her⸗ aller⸗ 85„ das weder vas in findet, ihm 2. Man reicht sich wohl die Hände, als sollts ge— schieden sein, und bleibt doch ohne Ende im in— nigsten Verein. Man sieht sich an, als sähe man sich zum letzten Mal, und bleibt in gleicher Nähe dem Herrn doch überall. 7½ 3. Man spricht: Ich hier, du dorten, du zie— hest, und ich bleib; und ist doch aller Orten ein Glied an einem Leib. Man spricht vom Scheide— wege und grüßt sich ein— mal noch und geht auf einem Wege 51in einer Richtung doch. 1½ 4. Was sollen wir nun weinen und so gar trau— rig sehn? Wir kennen ja den Einen, mit dem wir alle gehn. In einer Hut und Pflege, geführt von einer Hand, auf einem sichern Wege„51 ins eine Vaterland. 5. So sei denn diese Stunde nicht schwerem Trennungsleid, nein, ei— nem neuen Bunde mit unserm Herrn geweiht. Geistliche Lieder. Wenn wir uns ihn erko— ren zu unserm höchsten Gut, sind wir uns nicht verloren,„ wie weh auch Scheiden thut. 1 Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. 34 Weil ich Jesu Schäf— lein bin, freu ich mich nur immerhin über meinen guten Hirten, der mich schön weiß zu be— wirten, der mich liebet, der mich kennt und bei meinem Namen nennt. 2. Unter seinem sanften Stab geh ich ein und aus und hab unaussprechlich süße Weide, daß ich keinen Mangel leide; und so oft ich durstig bin, führt er mich zum Brunnquell hin. 3. Sollt ich denn nicht fröhlich sein, ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen wer— den Engel heim mich tra— gen in des Hirten Arm und Schoß. Amen, ja mein Glück ist groß! Luise von Hayn 1724-1782. 35 Weißt du, wie viel 79.Sternlein stehen an 53 Geistliche Lieder. dem blauen Himmelszelt? Treue nie vergißt: weiß Weißt du, wie viel Wolken ich nichts von Leide, fühle gehen weithin über alle nichts als Andacht, Lieb Welt? Gott der Herr hat und Freude. sie gezählet, daß ihm auch 2. Wenn ich ihn nur nicht eines fehlet an der habe, laß ich alles gern, ganzen großen Zahl. 2. Weißt du, wie Mücklein spielen in der heißen Sonnenglut, wie viel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasser⸗ flut? Gott der Herr rief sie mit Namen, daß sie all ins Leben kamen, daß sie nun so fröh⸗ lch sind.„ 3. Weißt du, wie viel Kinder frühe stehn aus ihrem Bettlein auf, daß sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tages⸗ lauf? Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen;:kennt auch dich und hat dich lieb. Wilhelm Hey 1789—1854. Wenn ich ihn nur habe, wenn er mein 36 nur ist, wenn mein Herz bis hin zum Grabe seine „ folg an meinem Wander— viel stabe treugesinnt nur mei⸗ nem Herrn; lasse still die andern breite, lichte, volle Straßen wandern. 3. Wo ich ihn nur habe, ist mein Vaterland; und es fällt mir jede Gabe wie ein Erbteil in die Hand. Längst ver⸗ mißte Brüder find ich nun in seinen Jüngern wieder. Georg Friedrich Philipp von Harden⸗ berg(Novalis) 1772—1801. Mel. So nimm denn meine Hände. 37 Wie könnt ich ruhig schlafen in dunkler Nacht, wenn ich, o Gott und Vater, nicht dein ge— dacht? Es hat des Tages Treiben mein Herz zer⸗ streut; bei dir, bei dir ist Frieden und Seligkeit. 2. O decke meine Män⸗ gel mit deiner Huld; du bist ja, Gott, die Liebe und die mir, um ein Leines oͤll Frer Hlück und 3. Aud vergebe, K und meine wie du chlaf ich imfrieder süüß und dein. Agne 3 Wi Un sich bewe Rettung,‚ vor des Schlägen! in der N der uns Khrie, di der See! 2. Wie gesicht M schwinder Schifflein wo dann seine Hi herrn: Mongenst Ul, ersche See! weiß „fühle Lieb nur gern, ander⸗ I mei⸗ ttill die , bolle n mur erland; ir jede teil in st ver⸗ nd ith üngern on Harden⸗ 18⁰1H• ine Hände ch ruhi ö dunkler 0 Gott dein ge⸗ 5Dnges rz. dir is keit e Mäl⸗ 1d, du Liebe und die Geduld. Gieb mir, um was ich flehe: ein reines Herz, das dir voll Freuden diene in Glück und Schmerz. 3. Auch hilf, daß ich vergebe, wie du vergiebst und meinen Bruder liebe, wie du mich liebst: so schlaf ich ohne Bangen im Frieden ein und träume süß und stille und denke dein. Agnes Franz 1794-1843. 38 Wie mit grimmgem Unverstand Wellen sich bewegen! Nirgends Rettung, nirgends Land vor des Sturmwinds Schlägen! Einer ists, der in der Nacht, einer ists, der uns bewacht: Christ Kyrie, du wandelst auf der See! 2. Wie vor unserm An⸗ gesicht Mond und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Ruder bricht, wo dann Rettung finden? Keine Hilf, als bei dem Herrn: er ist uns der Morgenstern. Christ Ky— rie, erschein uns auf der See! Geistliche Lieder. 535 3. Nach dem Sturme fahren wir sicher durch die Wellen, lassen, großer Schöpfer, dir unser Lob erschallen; lobet ihn mit Herz und Mund, lobet ihn zu jeder Stund! ö Christ Kyrie, ja dir gehorcht die See! 4. Einst in meiner letz⸗ ten Not laß mich nicht versinken! Soll ich von dem bittern Tod Well auf Welle trinken: reiche mir dann liebentbrannt, Herr, Herr, deine Glau⸗ benshand! Christ Kyrie, komm zu uns auf die See! Johannes Daniel Falk 1768—1826. Mel. Der Mond ist aufgegangen. 39 Wie ruhest du so stille in deiner weißen Hülle, du mütter⸗ liches Land! Wo sind des Frühlings Lieder, des Sommers bunt Gefieder und dein beblümtes Fest⸗ gewand? 2. Du schlummerst nun entkleidet; kein Lamm und Schäflein weidet auf dei— nen Aun und Höhn; der 536 Vöglein Lied verstummet, und keine Biene summet: doch bist du auch im Schlummer schön. 3. Die Zweig und Ast⸗ lein schimmern, und tau— send Lichter flimmern, wohin das Auge blickt. Wer hat dein Bett be— reitet, die Decke dir ge spreitet und dich so schön mit Reif geschmückt? 4. Der gute Vater dro⸗ ben hat dir dein Kleid gewoben, er schläft und schlummert nicht. So schlummre denn im Frie— den! Der Vater weckt die Müden zu neuer Kraft und neuem Licht. 5. Bald in des Lenzes Wehen wirst du verjüngt erstehen zum Leben wun⸗ derbar. Sein Odemschwebt hernieder: dann, Erde, stehst du wieder mit einem Blumenkranz im Haar. Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. 40. Wie sie so sanft ruhn, alle die Se Geistliche Lieder. und ihre Werke folgen ihnen nach in des ewigen Friedens Hütten. 2. Von ihren Augen wischt er die Thränen ab, sie kommen freudig, bringen die Garben ein, die weinend gingen, edlen Samen trugen in Hoff⸗ nung, in Liebund Glauben. 3. Wenn einst die Stim⸗ me wieder sie auferweckt des Menschensohnes, die durch die Gräber dringt, dann wird, was irdisch und verweslich, himmlisch und jugendlich auferstehen. 4. Preis, Ruhm und Ehre sei dir, o Gott, ge— bracht für deine Werke, die du an uns gethan: daß, wie in einem alle sterben, also in einem sie wieder leben. Samuel David Roller 1779—1850. O selig Haus, wo man dich aufgenommen 2. Mel. 41 Wie wird uns sein, 1wenn endlich nach dem schweren, doch nach dem letzten ausgekämpften Streit wir aus der Frem⸗ ligen, von ihrer Arbeit, de in die Heimat kehren die sie in Gott gethan, und einziehn in das Thor der Ewig den leht. mern di Schweiß erischt sehen und oft den gerthal e 2. Wie wenn w Strahlend es Überg de dann zur ins frei aler Sün wir dure ausgeschl hurückgesc Schuld Himmels Hausgene dürfen Reihn! 3. Wi wenn m zuge zu den Hin mit un suchtsvo ftei gew gen kann Hag des Hülle, w folgen ewigen Augen hränen reudig n ein, „ edlen Hoff⸗ lauben. e Stim⸗ ferweckt les, die dringt irdisch mmlisch rstehen m und Ott, ge Verks gethan em alle inem sie 79Q—151 man dith 2 ms sein, ich noc ch nach ämpften Frem⸗ kehren 16 Thor Geistliche Lieder. 537 der Ewigkeit, wenn wir den letzten Staub von unsern Füßen, den letzten Schweiß vom Angesicht gewischt und in der Nähe sehen und begrüßen, was oft den Mut im Pil— gerthal erfrischt! 2. Wie wird uns sein, wenn wir vom hellen Strahle des ewgen Lich— tes übergossen stehn, und — o der Wonne!— dann zum ersten Male uns frei und rein von aller Sünde sehn, wenn wir durch keinen Makel ausgeschlossen und nicht zurückgescheucht von Schuld und Pein als Himmelsbürger, Gottes Hausgenossen eintreten dürfen in der Selgen Reihn! 3. Wie wird uns sein, wenn nun dem Liebes— zuge zu dem, der uns den Himmel aufgethan, mit ungehaltnem, sehn— suchtsvollem Fluge die frei gewordne Seele fol— gen kann, wenn nun vom Aug des Glaubens lichte Hülle, wie Nebel vor der Morgensonne, fällt, und wir den Sohn in seiner Gottesfülle erblicken auf dem Thron als Herrn der Welt! 4. Wie wird uns sein, wenn wir ihn hören ru— fen: Kommt, ihr Geseg— neten! wenn wir, im Licht dastehend an des Gottes⸗ thrones Stufen, ihm schauen in sein gnädig Angesicht, die Augen sehn, die einst von Thränen flossen um Menschennot und Herzenshärtigkeit, die Wunden, die das teure Blut vergossen, das uns vom ewgen Tode hat befreit! 5. Wie wird uns sein! O was kein Aug gesehen, 250 Ohr gehört, kein Menschensinn empfand, das wird uns werden, wird an uns geschehen, wenn wir hineinziehn ins gelobte Land. Wohlan, den steilen Pfad hinan— geklommen! Es ist der Mühe und des Schweißes wert, dahin zu eilen und dort anzukommen, wo 538 mehr als wir verstehn der Herr beschert. Karl Johann 1501— Spitta 01—1859. 42 Wir pflügen und —wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Ge⸗ deihen steht in des Him⸗ mels Hand: der thut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Ge— deihen drauf. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn:„, drum dankt ihm, dankt, 5 und hofft auf ihn! 2. Er sendet Tau und Regen und Sonn und Mondenschein und wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot: es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn: „ drum dankt ihm, dankt„: und hofft auf ihn! Geistliche Lieder. 3. Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her, der Strohhalm und die Ster⸗ ne, das Sandkorn und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst, von ihm das schöne Früh— lingswetter und Schnee und Ungestüm. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn: r drum dankt ihm, dankt n und hofft auf ihn! 4. Er läßt die Sonn aufgehen, er stellt des Mondes Lauf; er läßt die Winde wehen und thut die Wolken auf. Er schenkt uns so viel Freude, er macht uns frisch und rot; er giebt dem Viehe Weide und seinen Men⸗ schen Brot. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn: r1 drum dankt ihm, dankt 1 und hofft auf ihn! Matthias Claudius 1740—1815. 43 Wo findet die Seele die Heimat, die Ruh? Wer deckt sie die Heim Heimat herrlich, salem dr erbaut, i t und Gott „ der e Ster⸗ u und m sind rund „von Früh⸗ Schnes le gute rvon drum und Sonn t des läßt +Und f. Er reude, h und Viehe NRen⸗ gute r von drum . und 0—18⁵5, t die eimat, kt sie Geistliche Lieder. 539 mit schützenden Fittichen zu? Ach bietet die Welt keine Freistatt uns an, wo Sünde nicht herr⸗ schen, nicht anfechten kann? Rein, nein,, hier iii sie nicht: die Hei⸗ mat der Seele ist droben im Licht. 2. Verlasset die Erde, die Heimat zu sehn, die Heimat der Seele, so herrlich, so schön! Jeru— salem droben, von Golde erbaut, ist dieses die Hei— mat der Seele, der Braut? 7„ Va, ja,„ dieses allein kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein. 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! Tod, Sünde und Schmerzen die kennt man dort nicht; das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang be— willkommt die Seele mit süßem Gesang. ½ Ruh, Ruh,„1 himmlische Ruh im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu! 18²7. I. Morgengebete. 1. Der Morgensegen Dr. Martin Luthers. Das walte Gott Vater, Sohn, heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast; und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir alle mein Thun und Leben ge— falle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. 2. Für den Sonntag. Vater der Barmherzigkeit! Gesegnet sei uns der Tag, den du uns heute erleben lässest, der Tag, an welchem wir von irdischen Geschäften ruhen und unsern Geist zum Himmel erheben dürfen. Wir sind teuer erkauft durch deinen Sohn. O lehre uns schaffen, daß wir selig werden, mit heiliger Furcht, in Zuversicht und Hoffnung. Laß uns tief empfinden, welch Glück es sei, mit geistigen und himm⸗ lischen Gütern durch deinen Sohn, Jesum Christum, gesegnet zu werden. Herr, rede du selbst zu uns, du hast Worte der Wahrheit; rede an unser Herz, du hast Worte der Liebe, des Trostes und der seligsten Hoffnung. Gieb uns erleuch⸗ tete Augen des Geistes, daß wir erkennen die Geheimnisse deines Wortes, die Ratschlüsse und Gebote deiner Liebe. Laß den unvergänglichen Samen deines Wortes in uns Frucht bringen für das ewige Leben. Segne unsre An⸗ dacht, damit sie eine Anbetung im Geist und in der Wahrheit sei. Bewahre uns vor Gedankenlosigkeit, vor Leichtsinn und vor allen sündlichen Zerstreuungen, durch welche der heutige dir und deinem Dienst geweihte Tag ent⸗ heiligt wird. Gieb, daß uns der Segen des heutigen Tages durch die ga in die Ewi Vahrheit, Dienste; de Bei d heiliger Va Herz, Mut n efäͤllig ist. 0 mit di wissen dure horsam ein ganze Woe mit deiner Nächsten it führungen streiten. M desto süßer Hilfen wie ein lie Sprich selb mir mit de trost darin, du selbst i tel und En ö I. Het Nacht von sere Hände zu preisen uns Glaul Hoffnung und Ausg laß uns di der unaus werde dein ters und d 2 18. Amen. Jesum e Nacht d bitte Sünden ben ge⸗ ele und lit mit, werden, Laß uns himm⸗ gesegnet t Worte Liebe, erleuch⸗ eimnisse 1 Lebe. in uns sre M⸗ in der it, vor durch ag ent⸗ Tages Gebete für die häusliche Andacht. 54¹1 durch die ganze Woche, durch alle Tage unseres Lebens, ja bis in die Ewigkeit begleite. Heilige uns, Vater, durch deine Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit. Heilige uns zu deinem Dienste; dein Dienst ist Leben und Seligkeit. Amen. 3. Für den Montag. Bei diesem Anfange der Woche rufe ich zu dir, o heiliger Vater, im Namen Jesu Christi, du wollest mein Herz, Mut und Sinn mit deinem heiligen Geist erfüllen, damit ich allein das denke, rede und thue, was dir wohl— gefällig ist. Ach vereinige meine Gedanken und Begier— den mit dir durch die Liebe Christi und reinige mein Ge— wissen durch sein Blut, damit ich in deinem heiligen Ge— horsam einhergehe. Siehe, ich übergebe mich dir auf diese ganze Woche, ja auf mein ganzes Leben. Stärke mich mit deiner Kraft, mache mich aufrichtig, dir und meinem Nächsten in Liebe zu dienen. Lehre mich wider alle Ver— führungen meines verderbten Herzens und böser Menschen streiten. Mache mir die Eitelkeit recht bitter, daß du mir desto süßer werdest. Hilf mir die Last dieser Woche tragen. Leite mich wie ein lieber Vater und mache mich kindlich gehorsam. Sprich selbst deinen Segen über meine Arbeit und gehe mir mit deiner Weisheit vor, damit ich fröhlich und ge— trost darin, aber auch gewissenhaft und treu sei. Ja werde du selbst in mir und allen meinen Dingen Anfang, Mit⸗ tel und Ende zu deinem Preis und meinem Heil. Amen. 4. Für die übrigen Wochentage. 1. Herr, unser Gott, der du den Schlummer der Nacht von uns verscheucht und uns versammelt hast, un— sere Hände aufzuheben zu dir und deine gerechten Gerichte zu preisen, nimm an unser Gebet und Flehen und schenke uns Glauben, der nicht zu Schanden wird, zuversichtliche Hoffnung und ungeheuchelte Liebe; segne unsern Eingang und Ausgang, unsere Gedanken, Worte und Werke, und laß uns diesen Tag beginnen unter Lob, Preis und Ruhm der unaussprechlichen Süßigkeit deiner Güte. Geheiliget werde dein Name; dein Reich komme, das Reich des Va⸗ ters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. 542 Gebete für die häusliche Andacht. 2. Wir loben, preisen und rühmen dich und danken dir, Gott unserer Väter, daß du uns aus dem Schatten der Nacht herausgeführt und uns von neuem das Licht des Tages hast sehen lassen. Zu deiner Güte flehen wir: sei gnädig über unsere Missethat und nimm an unser Gebet nach der Fülle deiner Erbarmungen. Denn du bist unsere Zuflucht für und für, barmherziger, allmächti⸗ ger Gott. Laß scheinen in unsere Herzen die wahrhaftige Sonne deiner Gerechtigkeit, erleuchte unsern Verstand und behüte alle unsere Sinne, auf daß wir als am Tage ehr⸗ bar wandeln den Weg deiner Gebote und das ewige Le— ben erlangen, wo wir uns freuen werden in deinem un⸗ zugänglichen Licht. Denn du bist die lebendige Quelle, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Amen. 3. Herr, unser Gott, heilig und unbegreiflich, der du das Licht scheinen lässest aus der Finsternis, der du uns erquickt durch den nächtlichen Schlaf und wieder aufge— wecket hast, deinen Ruhm zu preisen und deine Gnade anzurufen: nimm jetzt von uns an nach deiner grundlosen Barmherzigkeit das Opfer unserer Anbetung und unseres Danks und gewähre alle uns heilsamen Bitten. Mache uns zu Kindern des Lichts und des Tages und zu Erben deiner ewigen Güter. Gedenke, Herr, nach deiner Güte deines ganzen Volks, aller, die mit uns beten, und aller unserer Brüder, die zu Lande oder zu Meer oder wo sonst in deinem weiten Reich deiner Gnade und Hilfe be⸗ dürfen, und schütte über sie alle aus den Reichtum deiner Barmherzigkeit; auf daß wir, erlöset nach Seel und Leib, unverrückt in festem Glauben deinen heiligen und wun⸗ derbaren Namen rühmen mögen. Amen. 4. Herr, himmlischer Vater, ewiger Gott, gelobet sei deine göttliche Kraft und Allmacht, deine grundlose Güte und Barmherzigkeit, deine ewige Weisheit und Wahrheit, daß du mich in dieser Nacht mit deiner Hand bedecket und unter dem Schatten deiner Flügel hast sicher ruhen und schlafen lassen, auch vor dem bösen Feind bewahret und ganz väterlich beschirmet. Darum lobe ich dich um deine Güte und um deine Wunder, die du an den Men⸗ schenkindern thust und will dich in der Gemeine preisen. Dein Lob soll allewege in meinem Munde sein. Meine Seele soll allezeit dich, meinen Herrn, rühmen, und was in mir ist, de dergessen, gefallen de des Morge Ichr heut dieser Seelen un daß sie m nich rings Steig dein Dienst, wie Vehre dei Velt; dazt von ihnen meinen S heiligen G gedenke, de deiner gött 5. We Vten, so ger Gott, ich sage di nich diese meinem L und meine ist deine deiner Flü wahret we das Sonne Ag in de nis fliehe. ich der V. und Gewo nem Geri opfre mich ind Seele und geden zr möge ih wende ih nehme der andern danken chatten Licht en wir: unser denn du lmächt⸗ rhaftige and und ige ehr⸗ vige Le⸗ iem un⸗ Quelle, „der du du uns aufge⸗ Gnade undlosen unseres Mache u Erben er Güte ind aller oder wo Hilfe be n deiner nd Leib id wun⸗ lobet se ose Güte Lahrheit, bedecket r ruhen bewahbet dich um Men⸗ preisen. Meine was in Gebete für die häusliche Andacht. 543 mir ist, deinen heiligen Namen preisen: nimmermehr will ich vergessen, was du mir Gutes gethan hast. So laß nun dir gefallen das Lobopfer aus meinem Munde, welches ich dir des Morgens früh in Einfalt meines Herzens bringe. Ich rufe zu dir von ganzem Gemüt: du wollest mich heut diesen Tag behüten vor aller Gefahr Leibes und der Seelen und deinen lieben Engeln über mir Befehl thun, daß sie mich behüten auf allen meinen Wegen. Umgieb mich rings mit deinem Schild und führe mich auf den Steig deiner Gebote, daß ich unsträflich wandle in deinem Dienst, wie die Kinder des Tags, zu deinem Wohlgefallen. Wehre dem bösen Feind und allen Argernissen dieser Welt; dazu steure meinem Fleisch und Blut, daß ich nicht von ihnen überwältigt wider dich handle und dich mit meinen Sünden erzürne. Regiere du mich mit deinem heiligen Geist, daß ich nichts vornehme, thue, rede oder gedenke, denn allein, was dir gefällig ist und zu Ehren deiner göttlichen Majestät gereicht. Amen. 5. Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten! O du barmherzi⸗ ger Gott, dessen Güte und Treue alle Morgen neu ist: ich sage dir mit Herz und Mund Lob und Dank, daß du mich diesen Morgen wiederum gesund hast lassen von meinem Lager aufstehen und meinen Leib vor Schaden und meine Seele vor Sünden bewahrt hast. Wie groß ist deine Güte, Herr, daß Menschen unter dem Schatten deiner Flügel trauen und unter demselben so mächtig be⸗ wahret werden! Ich schaue nach der Finsternis wieder das Sonnenlicht: gieb mir Gnade, daß ich diesen ganzen Tag in deinem Lichte wandle und alle Werke der Finster⸗ nis fliehe. Ich achte den Tag für verloren, an welchem ich der Welt gedient und mich nach der Welt Thorheiten und Gewohnheiten gerichtet habe, wofür ich einst vor dei— nem Gericht eine schwere Rechenschaft geben muß. Ich opfre mich hingegen dir ganz zu deinem Dienst mit Leib und Seele. Laß mich nichts wollen, nichts vornehmen und gedenken, als was dir gefällt, auf daß der ganze Tag dir möge geheiligt sein. Ich klopfe an deine Gnadenthür, ich wende mich wieder zu der Segensquelle, aus welcher ich nehme einen Segen nach dem andern, eine Hilfe nach der andern; denn was du, Herr, segnest, das ist gesegnet 544 Gebete für die häusliche Andacht. ewiglich; wenn du deine Hand aufthust, so wird alles ge— sättigt mit Wohlgefallen. Gieb mir guten Rat, wenn ich Rat bedarf; richte meine Anschläge und Vornehmen nach deinem Willen. Entzünde in mir die Flammen dei⸗ ner göttlichen Liebe, daß ich diesen Tag meinen Glauben in den Werken zeige und in wahrer Liebe gegen dich und den Nächsten verharre, auf daß ich ohne Gewissenswunden den Abend erreiche. Wenn ich rufe zu dir, Herr mein Gott, so schweige mir nicht. Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heili gen Chor. Laß das Gebet der Elenden, Traurigen, Kranken und auch das Gebet der Meinigen und aller Frommen vor deinem Gnadenstuhl Erhörung finden! Amen. II. Abendgebete. 1. Der Abendsegen Dr. Martin Luthers. Das walte Gott Vater, Sohn, heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädig behütet hast; und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich Unrecht gethan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. 2. Für den Sonntag. Wir loben und preisen dich, Herr Gott, Vater Him⸗ mels und der Erden, daß du uns an diesem deinem Tage aus lauter Güte und Barmherzigkeit reichlich versorget hast, nicht allein dem Leibe nach mit täglichem Brote, sondern auch an unsern Seelen mit der himmlischen Speise deines Wortes. Verleihe, o treuer Gott, daß es in un⸗ sern Herzen wurzele und großen Nutzen schaffe zu deiner Ehre und unserer Seligkeit. Wir bitten auch deine väterliche Gnade, du wollest uns ja dein lauteres Wort und reinen Kirchendienst nicht entziehen. Laß uns auch, barmherziger Vater, unsere Schuld und Sünden, mit welchen wir diesen heutigen Tag möchten verunheiliget haben, nicht entgelten, sondern vergieb sie und wende sie uns zu Gnaden durch das littere Leit Iu wollest mseres ku einen göt lasen. Lo Hoffnung scheinung Heilandes die Lebene wüͤrdig un ihm eingel allen Aus gen. Erb hefreie dei Mrannei. den wahr allen dein precher u 1. B dir Lob Ucht und beit, die darin erg deinen W göttliche bollenden rücklegen jseder Tas eine Last Ruhe un und Not alles das Rsangen darnher, Ales ge⸗ venn ich rnehmen nen dei⸗ Glauben dich und swunden rr mein meines em heili⸗ raurigen, nd aller Amen. 8. Amen. ch Nsum ag gnädig eben alle ind mich hle mich, e. Dein ind keine ter Him⸗ nem Nage versorget m Broll. n Speit 3 in m⸗ zu deintt väterlich nd reinen mherziget pir diesen entgelten, durch das Gebete für die häusliche Andacht. 545 bittere Leiden und Sterben deines lieben Sohnes Jesu Christi. Du wollest auch auf die heute angehende ganze übrige Zeit unseres kurzen Lebens in diesem Jammerthal uns dir in deinen göttlichen Schutz und väterlichen Segen befohlen sein lassen. Laß deine heiligen Engel sich um uns her lagern, damit der böse Feind keine Macht an uns finde. Weil aber der Abend dieser Welt mehr nnd mehr herbeinahet und sich der Tag geneiget hat, so verleihe uns die Gnade deines Geistes, damit wir stets wachen und in lebendigem Glauben, in brünstiger Liebe, fester Hoffnung und heiligem Wandel warten der seligen Er— scheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes Jesu Christi, wenn er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten: auf daß wir ihn alsdann würdig und mit Freuden empfahen, ins ewige Leben mit ihm eingehen und den ewigen Feier- und Freudentag mit allen Auserwählten erlangen und ohne Ende halten mö— gen. Erbarme dich, o Herr, der ganzen Christenheit und befreie deine Gemeinde von aller Bedrängnis, Spott und Tyrannei. Tröste alle geängstete, betrübte Gewissen durch den wahren Tröster, den heiligen Geist, und sende uns allen deinen Frieden durch Jesum Christum, unseren Für— sprecher und einigen Mittler. Amen. 3. Für die Wochentage. 1. Barmherziger, gnädiger Gott und Vater, ich sage dir Lob und Dank, daß du Tag und Nacht geschaffen, Licht und Finsternis unterschieden hast, den Tag zur Ar— beit, die Nacht zur Ruhe, auf daß sich deine Kreatur darin erquicken möchte. Ich lobe und preise dich in allen deinen Wohlthaten und Werken, daß du mich durch deine göttliche Gnade und Schutz den vergangenen Tag hast vollenden und seine Last und Plage überwinden und zu⸗ rücklegen lassen. Es ist ja genug, lieber Vater, daß ein jeder Tag seine eigene Plage habe. Du hilfst ja immer eine Last nach der andern ablegen, bis wir endlich zur Ruhe und zu dem ewigen Tage kommen, da alle Plage und Not aufhören wird. Ich danke dir von Herzen für alles das Gute, das ich diesen Tag von deiner Hand em— pfangen habe. Ach Herr, ich bin zu geringe aller deiner Barmherzigkeit, die du täglich an mir thust. Ich danke 3⁵ 546 Gebete für die häusliche Andacht. dir auch für die Abwendung des Bösen, so mir diesen Tag hätte begegnen können, und dafür, daß ich unter dem Schatten des Höchsten und dem Schirme des All— mächtigen vor allem Unglück und vor schweren Sünden behütet geblieben bin, und bitte dich herzlich und kindlich: vergieb mir alle meine Sünde, die ich diesen Tag began⸗ gen habe mit Gedanken, Worten und Werken. Viel Bö⸗ ses habe ich gethan, viel Gutes habe ich versäumt. Ach sei mir gnädig, mein Gott, sei mir gnädig! Laß heute alle meine Sünde mit mir absterben, und gieb, daß ich immer gottesfürchtiger, heiliger, frömmer und gerechter wieder aufstehe, daß meine Seele und Geist immer zu dir wache, mit dir rede und handle. Segne mich, daß dein Name und Gedächtnis in meinem Herzen bleibe, ich wache oder schlafe. Behüte mich vor schrecklichen Träumen, vor Ein⸗ bruch der Feinde, vor Feuers⸗ und Wassersgefahr. Sei du, o Gott, mein Schatten über meiner rechten Hand, daß mich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. Laß deine heiligen Wächter mich be— hüten und deine Engel sich um mich lagern und mir aus⸗ helfen. Wecke mich wieder auf zu deinem Lob und Preise, daß ich mit neuen Kräften dir dienen möge. Wenn aber diese Nacht nach deinem unerforschlichen Ratschluß die letzte sein soll, und mein Stündlein vorhanden ist, so verleihe mir eine selige Ruhe in Jesu Christo, meinem Herrn. Amen. 2. Allmächtiger, ewiger Gott, wie freundlich bist du denen, die auf dich harren, und der Seele, die nach dir fraget. Wie hast du mich diesen Tag so gnädiglich an gesehen, der ich doch alles Guten unwürdig bin, hast nicht mit mir gehandelt nach meinen Sünden und mir nicht vergolten nach meiner Missethat. Das danke ich dir von ganzem Herzen. O Herr, laß dir angenehm sein, was ich diesen Tag in deinem Namen gethan habe; vergieb mir, was ich wider deinen göttlichen Willen gesündigt habe. Laß in mir nicht verlöschen das Licht des Glaubens und deiner Erkenntnis, laß nicht mich überfallen die grausame Finsternis der Unwissenheit, des Unglaubens und der Verzweiflung, behüte mich vor der ewigen Nacht. Herr, bleibe bei mir, denn der Tag hat sich geneiget, und es ist niemand, der mich in der Finsternis erhalten möge, denn du allein, mein Gott. Hilf uns, so wir wachen, daß wir in Ch in Srieder hertreibe Heiligen& über uns 3. U du mich! Geistes Sünden dem gebr mühselige vor aller Meine S feiern, sch gegenwär Laß a wältigen, ich meine erlöset, H wache üb Tag und mir wier dort ewi nicht schlo 4. 6 Christum du durch und elen hast vor plötzliche Himmel Du bist löblich. aus Gn habe, es auch dei beorstel dich, der verlasse, unter de Feind ni diesen unter es All⸗ Sünden indlich: began⸗ hel Bö⸗ t. Ach ute alle Immer wieder wache, Name he oder or Ein⸗ r. Sei Hand, och der nich be⸗ ir aus Preise, er diese hte sein mir eine en. bist du nach dir lich an⸗ ast nicht ür nicht dir von was ich ieb mit, t habe. ans und rausame nd der Herr, und es möge, en, daß Gebete für die häusliche Andacht. 547 wir in Christo wachen; behüte uns, so wir schlafen, daß wir in Frieden ruhen. Suche heim und regiere dieses Haus und vertreibe davon alle Schrecken des Feindes und laß deine heiligen Engel darin wohnen. Dein heiliger Segen bleibe über uns durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 3. Ich sage dir Dank, du wahres, ewiges Licht, daß du mich in dem Glanze deiner göttlichen Gnade und deines Geistes in dieses natürlichen Tages Schein vor schweren Sünden behütet hast. Laß nun, o Gott, der du die Nacht dem gebrechlichen Leibe zur Ruhe verordnet hast, meine mühselige, sündige Seele in dir ruhen und Frieden haben vor aller List und jeglichem Anlauf des bösen Geistes. Meine Sinne und Gedanken laß samt Händen und Füßen feiern, schweigen und stille sein zu dir, der du den Deinen gegenwärtig und unvergessen bist auch im tiefen Schlafe. Laß ja nicht mein träges Fleisch die arme Seele über— wältigen, daß sie dein vergesse des Nachts. Dir befehle ich meinen Geist, o Hirte, zu treuen Händen; du hast ihn erlöset, Herr, du treuer Gott. Laß mich vor dir nicht sinken, wache über mich, schirme mich mit deinen Flügeln. Wenn Tag und Nacht sich scheiden, so wecke mich und verleih mir wieder das Licht, darin ich hie wandeln und bei dir dort ewig wohnen möchte. Höre und erhöre mich, der du nicht schläfst noch schlummerst, durch Jesum Christum. Amen. 4. Gelobet seist du, o Gott und Vater, durch Jesum Christum im heiligen Geiste, du einiger, ewiger Gott, daß du durch deine mannigfaltige Güte mich armen Sünder und elenden Menschen diesen Tag so gnädiglich bewahrt hast vor allerlei Unglück und Schaden, vor Krankheit und plötzlichem Tode. Herr, deine Güte reicht, so hoch der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Du bist gnädig und barmherzig, und alle deine Werke sind löblich. Ich bitte dich, mildreicher Gott, du wollest mir aus Gnaden verzeihen alles, was ich wider dich gethan habe, es sei mit Werken, Worten oder Gedanken. Wollest auch deine Barmherzigkeit zu mir wenden und mich diese bevorstehende Nacht also lassen schlafen und ruhen, daß ich dich, der du bist die ewige Ruhe, nun und nimmermehr verlasse, sondern in dir bleibe durch den Glauben und unter deinem Schirme sicher wohne, auf daß sich der böse Feind nicht dürfe zu mir nahen und mir Schaden zufügen. 3⁵² 548 Gebete für die häusliche Andacht. Herr, du bist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Du bist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? Auf dich verlässet sich mein Herz, und mir ist geholfen; denn du bist mein Trost und mein ge⸗ waltiger Schutz. Deine Hand stärket mich, deine Rechte tröstet mich, und unter dem Schirm deines Armes habe ich Zuflucht. Siehe, mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du mir, und des Nachts schweige ich auch nicht, und du erhörst mich. Wenn ich mich zu Bett lege, so gedenke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir, denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel ruhe ich. Wenn ich im Finstern sitze, so bist du doch, Herr, mein Licht und mein Heil. O gütiger Gott, verleihe mir Gnade, wenn mein Sterbestündlein herzu nahet, und ich mich zur ewigen Ruhe soll niederlegen, daß ich dann im rechten, festen Glauben getrost und unverzagt möge seliglich zum ewigen Leben einschlafen. Amen. 5. Herr Jesu, barmherziger Heiland! Laß uns diesen Abend mit Danken vor dein Angesicht kommen. Jeder Tag ist ein Gnadengeschenk deines und unseres Vaters im Himmel; seine Güte und dein Verdienst ist es, daß wir nicht gar aus sind. Wie dürften wir armen Sünder hoffen zu leben, wenn du nicht für uns gestorben wärst! Laß uns auch heute nicht vergessen, was es dich gekostet hat, uns zu erlösen; und laß den Segen deines Leidens und Ster⸗ bens an uns nicht verloren sein. Gedenke unser auch ferner in Gnaden und laß uns deiner Treue Tag und Nacht befohlen sein. Nimm alle, die dich lieben, in deine Hände und an dein Herz und laß uns in dir fröhlich ruhen. Gieb in dieser Nacht allen Weinenden Trost, allen Müh⸗ seligen und Beladenen süße Erquickung, allen Friedlosen verleihe deinen Frieden, allen Kranken sanfte Ruhe, allen Sterbenden die selige Hoffnung der Auferstehung. Herr Jesu, bei dir allein ist ewiger Friede; zu dir fliehen wir heute Abend: zu dir wollen wir dereinst auch unsere Zuflucht nehmen, wenn der Abend unseres Lebens naht, daß wir in dir sanft und selig einschlafen zum ewigen Leben. Amen. 4. Für den Sonnabend. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. Wer kann die großen Thaten des Herrn aus Ich danke höhen, me immer un am Ende D lchen. L Haus, daf meinen Si thaten. 2 durch deii I bin de und des Ulnächtig und dieser Meine Zu Hott, auf Glauben l ganze Wot Wie viel, herzlich h. nicht verd Leiden un doch dem Nutz gesch Ache welche ich nich selbst durch das Heist dur aus Gnal welchen i eige aue harmung auch verg weiß ja r Voche an Darum und der 1 der verde unden w sollte or wem Iz, und lein ge⸗ ö Rechte 1.˙ ich, so ch nicht, lege, so von dir, n deiner bist du er Gott, uherzu hen, daß nverzagt len. diesen Jeder Vaters daß wir er hoffen Laß uns hat, uns id Ster⸗ ser auch ag und in deine h ruhen. n Müh⸗ riedlosen he, allen . Hert hen wir Zufluct wir in Amen. 1d seine ten des Gebete für die häusliche Andacht. 549 Herrn ausreden und alle seine löblichen Werke preisen! Ich danke dir auch von ganzem Herzen, ich will dich er— höhen, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will dich täglich und auch jetzt am Ende dieser Woche loben und deinen Namen verherr— lichen. Denn wer bin ich, Herr Herr, und was ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast? O du hast diese ganze Woche über nicht mit mir gehandelt nach meinen Sünden und mir nicht vergolten nach meinen Misse— thaten. Du hast mir Leben und Wohlthat erzeiget, und durch dein Aufsehen hast du meinen Odem bewahret. Ich bin des Tags unter deinem Schirm gesessen, du Höchster, und des Nachts ruhete ich unter deinem Schatten, du Allmächtiger. Warum sollte ich nicht am Ende dieses Tages und dieser Woche von ganzem Herzen zu dir sprechen: Meine Zuversicht und meine Burg? O wohl ein treuer Gott, auf den ich hoffe, auf den ich mich in völligem Glauben lehne! Denn du hast mich und mein Haus diese ganze Woche vor so mancherlei Unfall in Gnaden bewahret. Wie viel, wie reichlich hast du mir täglich vergeben! Wie herzlich hast du dich meiner Seele angenommen, daß sie nicht verdürbe! Und ob du uns auch gezüchtiget und mit Leiden und Widerwärtigkeiten heimgesuchet, so hast du uns doch dem Tode nicht übergeben, sondern es ist uns zu Nutz geschehen, daß wir deine Heiligung erlangen. Ach vergieb mir um Jesu Christi willen meine Sünden, welche ich wider dich, wider meinen Nächsten und wider mich selbst begangen habe. Schaffe mir, Gott, ein rein Herz durch das Blut Jesu deines Sohnes und einen neuen Geist durch deinen heiligen Geist. Und gleichwie du mir aus Gnaden meine vielen Übertretungen erlässest, mit welchen ich diese Woche hindurch übertreten habe, also neige auch mein Herz durch deine Erbarmungen zur Er— barmung gegen alle, die mich beleidigt haben, daß ich ihnen auch vergebe von Herzen, einem jeglichen seine Fehle. Ich weiß ja nicht, ob nicht in dieser Nacht mit dem Ende dieser Woche auch das Ende meines Lebens einbrechen möchte. Darum laß mich nicht, weder in der Sünde des Zorns und der Unversöhnlichkeit, noch sonst in einem Laster sterben oder verderben, sondern in Christo Jesu meinem Heiland er— funden werden. In diesem tröste ich mich: du, Herr, bist 550 Gebete für die häusliche Andacht. meine Zuversicht, und du, Höchster, bist meine Zuflucht. Nur bereite mich, alle die Meinigen und alle, die nach dir fragen und dein Heil lieb haben, durch deine Kraft, daß ein jeder das Werk, das du ihm befohlen hast, von Tag zu Tag treulich ausrichte und am Ende seines Lebens mit Freuden vollendet habe, damit das Ende unseres Lebens, es komme heut oder morgen, eine Befreiung vom Dienst des vergänglichen Wesens und ein Anfang der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes in jener Welt sei. Das thue, lieber Vater, um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, unsers Herrn und Heilandes, willen. Amen. III. Tischgebete. 1. Vor dem Essen. 1. Aller Augen warten auf dich, Herr, und du giebst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du thust deine Hand auf und sättigest alles, was da lebet, mit Wohlgefallen. Herr Gott, himmlischer Vater, segne uns diese deine Gaben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesum Christum unsern Herrn. Amen. 2. Komm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast. Amen. 2. Nach dem Essen. 1. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich: der allem Fleische Speise giebt, der dem Vieh sein Futter giebt, den jungen Raben, die ihn anrufen. Der Herr hat Gefallen an denen, die ihn fürch— ten und auf seine Güte warten. Wir danken dir, Herr Gott, Vater, durch Jesum Christum unsern Herrn, für alle deine Wohlthat, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. 2. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du unser Gast gewesen bist. Bleib du bei uns, so hats nicht Not; du bist das wahre Lebensbrot! Amen. Weitere Tischgebete siehe unter Nr. 426, 427, 428 und 429 des Gesangbuchs. Herr Gnade, d gesetzt ha Heiland u krrette un Wir bittet nis und st daß wir annehmen mit allem ihm unter Vohnung in seinem bleiben. Willen, d Herrlichke ziehen in Herberge Legiere u denen, di Eingang! Mache ihr weise dein schen, die Bostlosig Ehre geff sein Reicl ihnen auf in Trübse sein spür damit du heiligen heiligen Wln Hlobt se hast Gro Juflucht. nach dir aft, daß oon Tag bens mit Lebens, Dienst errlichen as thue, „ Unsers du giebst ne Hand lgefallen. ese deine nehmen, ne, was und seine iebt, der die ihn n fürch⸗ Fesum der du du unser cht Nit; 128 und Gebete für die häusliche Andacht. 551 IV. Gebete für die Festtage. 1. Advent. Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken deiner Gnade, daß du uns deinen Sohn gesandt hast und ihn gesetzt hast zum König der Gerechtigkeit und zu unserm Heiland und Erlöser, der uns aus dem Reich der Finsternis errette und uns Gerechtigkeit, Heil und Seligkeit verleihe. Wir bitten dich aber auch, erleuchte uns in seiner Erkennt— nis und stärke uns im rechten, wahren, christlichen Glauben, daß wir ihn für unsern König und Seligmacher halten, annehmen und loben und mit unsern Gaben und Kräften, mit allem, was wir von dir Gutes haben und vermögen, ihm unterthan sein und ihm dienen mögen, und l sam⸗ Wohnung unter uns und in uns habe, und wir alle Zeit in seinem Reiche und in seinem Gehorsam und Dienste bleiben. Neige der Fürsten und Gewaltigen Herz und Willen, daß sie dem Könige aller A 33 Herrn der Herrlichkeit aufthun ihre Pforten und Thore; laß ihn ein— ziehen in alle Lande, Städte und Kirchen, daß er seine Herberge bei ihnen habe und mit seinem Wort und Geist regiere und herrsche. Steure dagegen und wehre allen denen, die Christo die Pforten zuschließen und ihm den Eingang wehren oder ihn gar vertreiben und von sich stoßen. Mache ihr böses Vornehmen und ihre Anschläge zu nichte. Be— weise deine Macht und Barmherzigkeit an den armen Men⸗ schen, die noch in den Banden des Aberglaubens und in der Trostlosigkeit des Unglaubens, in gottlosem Wesen und falscher Lehre gefangen sind, daß Christus auch zu ihnen komme und sein Reich des Lichts, der Wahrheit und Gerechtigkeit bei ihnen aufrichte. Erscheine auch mit Trost und Hilfe allen, die in Trübsal, Not und Anfechtung sind, und laß sie dein Nahe— sein spüren und durch deine Gnade aufgerichtet werden, damit du, ewiger Vater, samt deinem einigen Sohn und dem heiligen Geiste mit Lob und Preis und Anbetung deines heiligen Namens gerühmet und geehret werdest! Amen. 2. Weihnachten. Allmächtiger Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, gelobt sei dein heiliger Name immer und ewiglich! Du hast Großes an uns gethan, des sind wir fröhlich; denn 552 Gebete für die häusliche Andacht. uns ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr. Ich danke dir von Herzen, daß du solche Liebe uns erzeigt und deinen eingebornen Sohn gegeben hast, auf daß wir nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Preis und Ehre sei dir, Herr Jesu! Du bist ein Menschenkind geworden, auf daß wir Gottes Kinder würden; du bist arm geworden, auf daß wir reich würden; du hast dich zur Knechtsgestalt erniedrigt, auf daß wir zum Bilde Gottes erneuert und zum Himmel erhoben würden. Wir saßen alle in Finsternis und Schatten des Todes; da bist du uns die Sonne der Gerechtigkeit ge— worden, hast uns zugewendet die herzliche Barmherzigkeit Gottes; hast Frieden und Freude herniedergebracht und lässest uns aus deiner Fülle nehmen Gnade um Gnade. Darum frohlocket auch meine Seele und singet: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! O lieber Herr und Heiland, ziehe nun ein in mein Herz, das nach dir verlangt, und erfülle es mit allen Gaben deiner Güte und Barmherzigkeit. Regiere mich mit deinem heiligen Geiste und heile mich vom Elende der Sünde. Verleihe mir Trost in allem Leide, Hilfe in aller Not, Kraft zum Widerstande in allen Anfechtungen des bösen Feindes, Beständigkeit in allen Versuchungen der Welt und meines sündlichen Fleisches und endlich den Sieg im letzten Kampfe. Erbarme dich mit deiner Heilands— liebe über mich und alle, die dein eigen sind, und gieb uns deinen Frieden, o Jesu! Amen. 3. Jahresschluß. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater! Wir sagen dir von Herzen Lob und Dank, daß du uns durch deine väter— liche Güte und Treue dieses zu Ende eilende Jahr hast überleben und uns in demselben deine Wohlthaten an Leib und Seele reichlich hast widerfahren lassen. Ach Herr, wir sind zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an uns gethan hast. Aber mit herzlicher Reue be— kennen wir dir, daß wir den Reichtum deiner väterlichen Liebe nicht nach Gebühr erkannt, sondern vielfältigerweise mißbraucht und mit Gedanken, Worten und Werken schwer und mannigfaltig wider dich in diesem Jahre gesündigt und dadurch deine gerechten Strafen wohl verdient haben. Darun hung aller deinem Vi deine väter deinen hei aten Jahr ablegen un Leben anfal Zegne uns unsrer Bal nicht, wan und der Za Huuf vollen anschauen v noch leben der uns ge Rufe aber das Wort die Toten, ihrer Arbe Herr; dig worden seiest. So allen, die bis ans Er Hand reiß sterben win tot und le Herr, und Nach ihren gew du. In und alle Güte und wir vor d ins, Gott laß unser schehen. 6 Gebete für die häusliche Andacht. 553 Wesne Darum bitten wir dich mit tiefer Demut um Verge⸗ 33— bung aller unsrer Sünden; und weil wir morgen nach hat, deinem Willen ein neues Jahr beginnen, so wollest du ge deine väterliche Huld und Treue gegen uns erneuern und hul Du deinen heiligen Geist uns schenken, damit wir mit dem Kinder alten Jahr alle alten Sünden, bösen Lüste und Begierden würden: ablegen und mit dem neuen Jahr ein neues christliches daß wir Leben anfangen und dir darin mit neuer Willigkeit dienen. erhoben Segne uns, unser Gott, und hilf uns, die flüchtigen Tage ten des unsrer Wallfahrt in deiner Furcht hinbringen. Wir wissen keit ge. nicht, wann du auch uns von unserm Tagewerk abrufen erzigkeit und der Zahl derer anreihen wirst, die in diesem Jahr ihren iht und Lauf vollendet haben. Laß uns mit heiligem Ernst ihr Ende Gnade. anschauen und nur um so mehr Fleiß anwenden, was wir hier Chre sei noch leben im Fleisch, zu leben im Glauben deines Sohnes, enschen der uns geliebet hat und sich selbst für uns dargegeben. ehe nun Rufe aber auch den Betrübten und Leidtragenden unter uns fülle es das Wort des Trostes und der Hoffnung zu, daß selig sind Regiere die Toten, die in dem Herrn sterben; denn sie ruhen von Clende ihrer Arbeit, und ihre Werke folgen ihnen nach. Hilfe in Herr Jesu! Du bist dazu gestorben und wieder leben— htungen dig worden, auf daß du über Tote und Lebendige ein Herr schungen seiest. So erhalte uns in der Gemeinschaft des Geistes mit lich den allen, die in dir selig entschlafen sind, und bewahre uns fest eilands⸗ bis ans Ende, daß weder Tod noch Leben uns aus deiner ind gieb Hand reißen dürfe. Leben wir, so laß uns dir leben; sterben wir, so laß uns dir sterben, damit wir dein seien tot und lebendig. Mach uns, o Jesu, ewig selig! Amen. dir 125 4. Neujahr. ahr hat Herr, allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Tag aten an und Nacht ist dein, du machest, daß Sonne und Gestirne sch Herr, ihren gewissen Lauf haben, Sommer und Winter machest eue, die du. In deiner Hand sind wir selber und unser Leben teue be⸗ und alle unsre Wege. Weil wir denn heute durch deine terlichen Güte und Allmacht ein neues Jahr anfangen, so kommen gerweis wir vor dein heiliges Angesicht und rufen zu dir, daß du schwer uns, Gott, erhören wollest. Neige deine Ohren zu uns, sündigt laß unser Gebet dir zu Ehren und zu unserem Besten ge— haben. schehen. Erleuchte und bekehre uns, daß wir von uns ab— 55⁴4 Gebete für die häusliche Andacht. legen den alten Menschen, der durch Lüste in Irrtum sich verderbet, und den neuen Menschen anziehen, der nach Gott geschaffen ist; gieb Gnade, daß wir das ungöttliche Wesen verleugnen, hingegen anlegen die Waffen des Lichts und ehrbarlich wandeln als am Tage. Gott, sei uns gnä⸗ dig und segne uns in der Kirche: lege dein Wort in den Mund unsrer Prediger, daß sie mit freudigem Aufthun desselben das Geheimnis des Evangelii kund machen, uns lehren, a vermahnen und strafen mit ganzem Ernst. Segne unsre Obrigkeit und gieb ihr wahre Furcht Gottes, Weisheit und Verstand, seliglich und wohl zu regieren, Friede und Einigkeit zu erhalten, auf daß wir unter ihrem Regiment noch länger haben mögen Gottes Wort, zeitlichen Frieden und Nahrung. Siehe auf den Hausstand und fördere das Werk unserer Hände. Hilf, daß Eltern Freude an ihren Kindern haben, die Kinder aber die Eltern ehren. Hilf, daß Brüder eins seien, die Nachbarn sich lieb haben, Mann und Weib in Einigkeit und rechtem Frieden leben. Siehe an die Thränen der Witwen und Waisen, verachte nicht ihr Gebet und ihre Klagen. Rette alle, die in Kreuz und Trübsal, in Krankheit und anderen Anfechtungen sind. Tröste alle, die um deines heiligen Namens und um der Wahrheit willen verfolgt werden; gieb ihnen Geduld und Trost, daß sie in allem deinen väterlichen Willen erkennen. Hilf den n daß sie sich genügen lassen und in dir reich sein lernen. Behüte die Reichen, daß sie nicht stolz seien, sondern auf dich, den lebendigen Gott, hoffen, der du ihnen allein darreichst, was sie genießen. Himmlischer Vater, du weißt, was wir bedürfen,. beschere uns, was uns gut ist, Talen und ewiglich. Lehre uns thun nach deinem Wohlgefallen, dein guter Geist führe uns auf ebener Bahn, daß wir alles, was du uns befiehlst, hören und thun und davon nicht weichen weder zur Rechten noch zur Linken. Steure allen Feinden und bekehre, die 11— ferne von dir sind; segne alle frommen Herzen, und wenn du uns in diesem Jahre willst aus diesem Jammerthale abfordern, wie wir denn nicht wissen, was heute oder morgen sich begeben mag, ach Herr, so erzeige uns die Gnade und nimm unsern Geist weg in Frieden und laß uns selig einschlafen in deinem lieben Sohn, unserm Hei— lande Jesu Christo! Amen. Große demütigen guserwã den gekom und deines hast. Wie preisen? sremd von eine Hofft du hast un un und Vort den Henusse de durch uns Stern hab wieder zur Laß uns e scheinet in Vg selbst wir dich se ster Demu und uns s Zolches th éwige Lel Herz ensgr seligmache der Liebe Gnade, d unkbaren 1 11R0 Lie 90 orsan 11 den abster rrtum sich der na 5 liche des Sahts uns gnä⸗ rt in den Aufthun ichen, uns zem Ernt. ht ates, regieren, nter ihrem „zeitlichen stand und n Freude tern ehren. n haben, en leben. 14 te in enz ngen sind. d um der eduld und erkennen. ind in dir nicht stolz joffen, der immlischer chere uns, uns thun uns auf lst, hören chten noch die noch und wenn nmerthale eute oder uns die und laf erm Hei⸗ Gebete für die häusliche Andacht. 295 5. Epiphanienzeit. Großer Himmelskönig Jesus Christus, dir sagen wir demütigen Dank, daß du nicht allein zur Freude deines auserwählten Volkes, sondern auch zum Troste der Hei— den gekommen bist, uns zu Mitgenossen deiner Gnade und deines Reiches gemacht und uns solches geoffenbaret hast. Wie sollen wir dich für deine Wohlthat genugsam preisen? Wir waren außer der D Israels und fremd von dem Testament der Verheißung, wir hatten keine Hoffnung und waren ohne dich in der Welt. Aber du hast uns herzugeführt, uns zu Bürgern mit den Hei— ligen und zu deinen a gemacht. Ach laß dein Wort den Stern sein, welchem wir folgen, um dich im Genusse deiner Gnade gewiß zu finden. Und ob wir uns durch unsere eigenen Gedanken von deinem Licht und Stern haben abwenden lassen, so bringe uns doch gnädig wieder zurecht und laß uns nicht auf Irrwegen fortgehen. Laß uns auf dein Wort achten als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunkeln Orte; laß in unsern Herzen den Tag selbst anbrechen und den Morgenstern aufgehen, daß wir dich sehen in deinem Lichte und dich anbeten in tief— ster Demut, Liebe und Gehorsam, ja alles das Unsrige und uns selbst dir zu opfern und darzulegen willig seien. Solches thue um deines herrlichen Namens willen. Amen. Passionszeit. O Herr Jesus Christus, der du uns armen verlore— nen Sündern durch dein heiliges, unschuldiges Leiden Gnade bei deinem himmlischen Vater erworben und das ewige Leben wiedergebracht hast, wir danken dir aus Herzensgrund für deine Liebe, deine Angst und Not und seligmachenden Tod und bitten dich: erhalte uns ewig in der Liebe und im Lobe deines Leidens und gieb uns Gnade, die ewige Wohlthat der teuren Erlösung mit dankbarem Herzen zu erkennen und zu preisen. Laß uns dadurch im Glauben stärker, in der Hoffnung fröhlicher, in der Liebe brünstiger, in der Geduld getroster, im Ge— horsam williger und beständiger werden und unsern Sün— den absterben. Hilf auch, daß wir an unserm Ende uns 556 Gebete für die häusliche Andacht. deines blutigen Todes, uns zur ewigen Seligkeit, freuen und trösten mögen, o Herr Jesus Christus! Amen. 7. Karfreitag. Herr, himmlischer Vater, allmächtiger, ewiger Gott, der du der armen, sündhaften Welt dich erbarmet und um aͤhret⸗ willen deines eingeborenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für alle in den Tod gegeben hast, damit wir durch ihn möchten leben und selig werden; wir danken dir für diese wunderbare Gnade und Barmherzigkeit, daß du den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht hast, damit wir in ihm würden die Gerechtigkeit, die vor dir gilt. O liebster Heiland Jesu Christ, du warest der Aller— verachtetste und Unwerteste, voller Krankheit und Schmer— zen, denn der Herr warf unser aller Sünde auf dich. Die Strafe lag auf dir, damit wir Frieden hätten, und durch deine Wunden sind wir geheilt. Darum so sei nun auch gelobet immer und ewiglich, daß du uns zu gute dies alles gethan und deinem himmlischen Vater gehorsam ge— worden bist bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz! Er⸗ barme dich noch ferner über uns, deine Erlöseten, und hilf, daß unser keiner verloren werde. Hast du doch dein Leben für uns zum Schuldopfer gegeben; so gieb nun auch deinen heiligen Geist zu unserer Bekehrung und mache uns gerecht durch deine Erkenntnis, nachdem du unsere Sünde getragen. Wir haben dir Arbeit gemacht mit unseren Sünden und Mühe mit unseren Missethaten. Hilf nun, daß wir nicht ohne Buße sterben oder dich mit sündhaftem Leben von neuem kreuzigen und durch un— gläubige Verachtung dein Blut mit Füßen treten, welches uns reinigen soll von unseren Sünden. Vielmehr ver— leihe uns, daß wir mit geängstetem Geist und zerschlagenem Herzen dein Leiden und Sterben betrachten, in wahrem und festem Glauben unsere Zuflucht nehmen zu deinen heiligen Wunden und dermaleinst eingehen zum ewigen Leben. Im übrigen beschere uns allezeit ein geduldiges Herz, nach deinem Vorbilde unser Kreuz auf uns zu nehmen und dir willig nachzufolgen, auf daß, so wir mit dir leiden, wir auch mit dir zur Herrlichkeit mögen erhoben werden! Amen. Lieb und stark rissen, Grabe al denen, di großen E Aufersteh⸗ hast die; ger Freil mit gewa dem Reic und hast bist von gedrungen daß wir Grabe ble aufersteher Munde: durch uns dich, laß daß wir f bedecket, d ters nicht Hilf uns durch den winden; 1 rufen wirf ber und werden w dich samt sen. Am attest un kreuz, de er über freuen n. Hott, der mähret⸗ sondern urch ihn für diese der von st, damit Jilt. er Aller Schmer⸗ ich. Die nd durch nun auch ute dies rsam ge⸗ euz! Er⸗ ten, und doch dein gieb nun ung und hdem du gemacht ssethaten. dich mit urch un⸗ „elches iehr ber Hlagenem hrem und heiligen ben. Im erz, nach und dir wir auch Amen. * —1 Gebete für die häusliche Andacht. 8. Ostern. Lieber Herr Jesus Christus, du allmächtiger Gott und starker Siegesfürst, der du die Bande des Todes zer⸗ rissen, in großer Majestät und Herrlichkeit aus deinem Grabe auferstanden und ein Erstling geworden bist unter denen, die da schlafen: wir danken dir an diesem deinem großen Ehrentage für dein heiliges Leiden, Sterben und Auferstehen, denn es ist alles uns zu Gute geschehen. Du hast die Pforten der Hölle zerbrochen, damit wir in ewi— ger Freiheit aus- und eingehen mögen. Du hast uns mit gewaltiger Hand ausgeführt aus dem Gefängnis und dem Reiche des Todes, dem du seine Macht genommen, und hast uns von der ewigen Dienstbarkeit erlöset. Du bist von den Toten auferstanden und mit Macht hervor— gedrungen als unser Herr und Haupt und Erzhirt, auf daß wir als deine Glieder und Schafe auch nicht im Grabe bleiben, sondern durch dich zur ewigen Herrlichkeit auferstehen sollen. Darum rufen wir heute mit fröhlichem Munde: Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum! Auch bitten wir dich, laß deine heilige Auferstehung allezeit uns trösten, daß wir festiglich glauben, du habest alle unsere Sünden bedecket, daß sie vor das Angesicht des himmlischen Va— ters nicht mehr kommen noch uns beschämen werden. Hilf uns auch endlich alle Todesnot und Schmerzen durch den freudigen Trost der Auferstehung kräftig über— winden; und wenn du durch die Stimme des Erzengels rufen wirst: Stehet auf, ihr Toten! so öffne unsere Grä— ber und laß uns dir mit Freuden entgegengehen. Dann werden wir dein heiliges Angesicht fröhlich anschauen und dich samt dem Vater und heiligen Geist in Ewigkeit prei— sen. Amen. 9. Himmelfahrt. O Heiland, der du aus Liebe zu uns dich aller dei ner Herrlichkeit entäußert und Knechtsgestalt angenommen hattest und gehorsam worden warest bis zum Tode am Kreuz, dem aber Gott auch einen Namen gegeben hat, der über alle Namen ist, o laß die Kraft deiner Herrlich— keit unseren Herzen bekannt werden, damit auch wir in 558 Gebete für die häusliche Andacht. deinem Namen uns beugen und dir, unserm Könige, die⸗ nen und anhangen. Wir danken dir, Herr Jesu, daß du durch deine Himmelfahrt uns den Weg zum Himmel ge⸗ bahnt und deines Vaters Herz uns aufgeschlossen hast. Du sitzest zur Rechten der Kraft Gottes, damit dir alle Herzen als ihrem rechtmäßigen Könige unterthan werden sollen. Siehe, hier sind Herzen, über die du als Herr und König herrschen solltest: ach sende einen Blick der Freundlichkeit auf uns herab. Herr Jesu, gieb uns himmlischen Sinn und laß uns durch deine Gnade bewahret werden vor allen eitlen, irdi⸗ schen Gedanken; sammle uns in deiner Gegenwart; stille unser Gemüt durch deine gnadenreiche Mitteilung; laß uns vor deinem Angesicht gesegnet sein. Herr, schließe durch deinen heiligen Geist unsre Augen auf, daß wir sehen mögen die Größe deiner Herrlichkeit und die Über schwenglichkeit deiner Liebe, damit wir anfangen mit gan⸗ zem Herzen, Sinn und Gemüte gen Himmel zu wandeln, vor deinem Angesichte heilig zu leben und dich zu lieben, der du uns so hoch geliebt hast. O Herr, vergieb um deiner Liebe willen, daß wir so oft von dir und deiner Auffahrt zur Herrlichkeit gehört und noch so wenig ihre Kraft in unsern Herzen erfahren haben. O daß wir dir die Ehre geben und uns deinem allmächtigen Zepter unterwerfen möchten! Verherrlichter Jesu, verherrliche dich an unseren Herzen. Werde erkannt in deiner Größe, werde geehrt und geliebt von uns und ziehe ein in unsere Herzen. Laß sie deine Werkstatt sein; schleuß sie auf, daß wir mögen ermuntert werden, dir getrost nachzuwandeln, wie du uns voran⸗ gegangen bist und das Ziel erreicht hast. Erhöre unser Seufzen, o großer Hohepriester zur Rechten Gottes; erwirb uns kraft deines Verdienstes ein kräftiges Ja und Amen. 10. Pfingsten. Wir loben und preisen dich, lieber himmlischer Vater, daß du deine Verheißung erfüllt, deinen heiligen Geist über alles Fleisch ausgegossen, deinen Himmel aufgethan und uns mit geistlichem Segen in himmlischen Gütern gesegnet hast. Nun hast du alles gethan, du Gott aller Gnade und Vater der Barmherzigkeit, was du dir vor genommen, die deines Du hast de deine Liebe selbst in u len dein 2 Erhöre nu wieder mit nicht von! Rechte gey Tau deine deinem rei sie deine weit auf u Regiere mi nach deinet auf rechter fällig und Häuser der laß die Le löschen. L Kraft, die Schwachen Seufzen v beten könn du angefar Reich zu e und Spra sagt ewigl heiligen G und von Allme Hnaden bens dich, nen und Majestät auf diesen lbendigen ige, die⸗ daß du imel ge⸗ en hast. dir alle werden als Herr rlick der laß uns en, irdi⸗ rt; stille ing; laß „schließe daß wir die Über mit gan⸗ wandeln, u lieben, 5 wir so it gehött erfahren 3 deinem u Herzen. geliebt sie deine Tmuntert 5 voran⸗ öre unser 3; erwirb Id Amen. er Vater, jen Geist ufgethan Gütern Ott aller dir vor Gebete für die häusliche Andacht. 559 genommen, und deine großen Werke auf Erden vollendet, die deines Namens Ehre sind und unser ewiges Heil Du hast den Namen deines lieben Sohnes verklärt und deine Liebe in unsere Herzen ausgegossen. Ja du willst selbst in uns wohnen, willst unser Gott sein, und wir sol— len dein Volk sein. Hochgelobt sei dein heiliger Name! Erhöre nun heute die Gebete deines Volkes. Tröste uns wieder mit deiner Hilfe und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns. Halte im Bau den Weinstock, den deine Rechte gepflanzt hat, und tränke ihn mit dem himmlischen Tau deines Segens. Laß deine Gemeinde bleiben bei deinem reinen Wort und öffne wieder ihren Mund, daß sie deine Thaten preise. Thu die Thore deines Reiches weit auf und laß die Fülle der Heiden zu ihnen eingehen. Regiere mit deinem Geist alle christliche Obrigkeit, richte nach deinem Willen die Werke ihrer Hände und leite sie auf rechtem Wege, daß sie thun möge, was dir wohlge— fällig und deinem Volke heilsam ist. Gieß über unsere Häuser den Geist der Gnade und des Gebetes aus und laß die Leuchte deines heiligen Wortes darin nicht ver— löschen. Laß deinen Geist, den Geist des Trostes und der Kraft, die Elenden erquicken, die Traurigen trösten, die Schwachen stärken und die aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen vertreten, die in großer Anfechtung nicht mehr beten können. Vollende an uns allen das gute Werk, das du angefangen hast, und mache uns würdig, dein ewiges Reich zu erlangen, da die große Schar aus allen Völkern und Sprachen dir mit neuen Zungen Lob und Dank sagt ewiglich. Dir samt deinem lieben Sohne und dem heiligen Geiste sei Ehre in der Gemeinde zu aller Zeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 11. Trinitatisfest. Allmächtiger, ewiger Gott, der du deiner Kirche aus Gnaden gegeben hast, im Bekenntnis des wahren Glau— bens dich, den Vater, Sohn und heiligen Geist, zu erken— nen und als den einigen Gott in der geheimnisvollen Majestät anzubeten: wir bitten dich, verleih uns, daß wir auf diesen allerheiligsten Glauben erbauet werden zu einer lebendigen Gemeinschaft mit dir und zu unserer Seelen 560 Gebete für die häusliche Andacht. ewigen Seligkeit. Dir, dem dreieinigen Gott, sei Anbetung, Preis und Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 12. Erntefest. Herr Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist, du bist der allmächtige Gott Himmels und der Erden, und in dir leben, weben und sind wir. Du hast aber gewollt, daß der Mensch lebe vom Brote, und hast deshalb im Anfange der Welt die Erde fruchtbar gemacht durch dein allmäch⸗ tiges Wort und nach den Tagen der Sündflut verheißen, daß, so lange die Welt stehen werde, nicht mehr aufhören soll Saat und Ernte. Daher, o Herr, währet diese ein⸗ mal von dir festgesetzte Ordnung noch immer fort. Noch immer krönest du das Jahr mit deinem Gut. Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutze der Menschen. Also bringest du Brot aus der Erde und erfüllest unsere Herzen mit Speise und Freude. O Herr, wie hast du alles so weislich geordnet. Wie groß ist auch deine Güte gegen uns, die wir deines Brotes nicht wert sind, wie wunderbar deine Allmacht, wenn du aus wenigem viel machest, wenn du reichlich Frucht schaffest aus dem Samen, der in der Erde verweset. Deine unaussprechliche Güte, Barmherzigkeit und All⸗ macht ist es, o du treuer Gott, die auch wiederum in diesem Jahre unser Land heimgesucht hat. Die Menschen hatten ihren Samen auf Hoffnung gesäet, und du hast dieselbe erfüllt, hast die Saat auf dem Felde gesegnet und uns wieder die Zeiten erleben lassen, da man erntet und einsammelt deine Gaben. Ach Herr, es ist ja alles dein, wir können ja nichts aus der Erde hervorbringen. Dazu ist es, es sei viel oder wenig, doch unendlich mehr, als wir verdienet haben. Darum Dank sei dir und deinem heiligen Namen für alles, was du uns dieses Jahr über auf dem Acker bescheret hast. Wir bitten dich aber auch, o liebreicher Vater, nimm uns nicht wieder in deinem Zorn, was du uns in deiner Gnade gegeben. Erhalte uns vielmehr das tägliche Brot, was du jetzt reichlich austeilest. Bewahre uns alles, was uns deine Güte hat einsammeln lassen, vor aller Gefahr und allem Unfall und verleihe uns dabei Leben und Ge⸗ sundheit, Ruhe und Friede, es zu genießen. Vor allem aber gieb mißbrauche se nicht! Zele heils und ander mser Lan shr reich. Regen zu wieder säe Land sein nit Korn, Nerkündige Erbar onderheit der täglic was da le ucht haber u reichlic Wenig ist, Ind wo v Hösen gen Ind Fried Ernte kon Müißwachs, uber schen heschieden, Ind dich y Endli⸗ selbst dein Ernte, we ir dich: guter San verde in Inkraut, lehre die, bon ihm d daß wir g Rreinst vo die ganze daß wir a in bewal Aubetung, men. st, du bist und in dit wollt, daß m Anfange n allmäch⸗ verheißen, r aufhören ö diese ein⸗ fort. No Du s Renschen. lest unsere ie hast du deine Güte t sind, wie enigem viel em Samen, it und All⸗ iederum in e Menschen id du hast segnet und erntet und alles dein, gen. Dazu mehr, als und deinem Jahr über gter, nimm in deiner liche Brot, alles, was ler Gefahe n und Ge⸗ Vor allem. Gebete für die häusliche Andacht. 561 aber gieb uns ein dankbares Herz, das deine Gaben nicht mißbrauche, sondern sie zu deiner Ehre anwende, damit sie nicht nur Kraft geben dem Leibe, sondern auch der Seele heilsam sind. Laß uns dieselben nicht verschwenden und andern gerne davon mitteilen. Suche noch ferner unser Land heim in Gnaden. Baue es und mache es sehr reich. Tränke seine Furchen, gieb Sonnenschein und Regen zu rechter Zeit und laß wohlgeraten, was man wieder säen wird, damit auch im künftigen Jahre das Land sein Gewächs gebe und unsere Auen dick stehen mit Korn, daß man jauchzet und singet und deinen Ruhm verkündiget immerdar. Erbarme dich auch aller unsrer Brüder, o Herr, in— sonderheit zu dieser fröhlichen Erntezeit. Du bist ja, Gott, der täglich seine milde Hand aufthut und sättiget alles, was da lebet, mit Wohlgefallen. Gedenke der Armen, die nicht haben, was sie einernten können, und lasse die, denen du reichlich bescheret hast, mit für sie einsammeln. Wo wenig ist, da segne den kleinen Vorrat, daß er genüge, und wo viel vorhanden ist, da verhüte, daß es nicht zum Bösen gemißbraucht werde. Erhalte, o Herr, uns Ruhe und Frieden im Lande, damit nicht Fremde in unsre Ernte kommen und sie verzehren. Behüte überall vor Mißwachs, teuern Zeiten und Hungersnot. Vor allem aber schenke jedem Zufriedenheit mit dem, was du ihm beschieden, damit Reiche und Arme deine Kraft erkennen und dich preisen mögen immerdar. Endlich aber, o Herr, lehre uns bedenken, daß wir selbst dein geistliches Ackerfeld sind, und du der Herr der Ernte, welche in deiner Kirche bevorsteht. Darum bitten wir dich: sende Arbeiter in diese Ernte. Hilf, daß überall guter Same ausgestreuet und die reine Lehre gepredigt werde in deiner Christenheit. Behüte die Welt vor dem Unkraut, was der Feind geschäftig ist auszustreuen. Be— kehre die, welche noch auf das Fleisch säen, daß sie nicht von ihm das Verderben ernten. Heilige uns dagegen alle, daß wir christlich gesinnt seien und auf den Geist säen und dereinst von ihm ernten das ewige Leben. Ja wenn einmal die ganze Welt reif sein wird zur letzten Ernte, so hilf auch, daß wir als reiner Weizen in deine Scheuern gesammelt und bewahret werden zur ewigen Freude. Da werden wir 36 562 Gebete für die häusliche Andacht. ohne Aufhören ernten, wie du gesagt hast, und uns freuen mit unaussprechlicher, ewiger Freude. Erhöre uns, o Herr, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen. 13. Reformationsfest. O heiliger wahrhaftiger Gott und Herr! Wie können wir Lob und Dank genug gegen dich aussprechen, daß du nach so langer Finsternis dein selig machendes Evan⸗ gelium aus großer Barmherzigkeit wieder ans Licht ge— bracht und durch treue Zeugen und Bekenner desselben unsere Kirche von verderblichen Irrtümern und Menschen-⸗ satzungen so herrlich gereinigt hast. Gieb ferner Gnade, daß wir dein untrügliches Wort, wie es dein Geist den Propheten und Aposteln eingegeben hat, samt den heiligen Sakramenten lauter und unverfälscht behalten. Wende unsere Herzen ab von unnützer Lehre, von Irrtum und Verführung. Wehre, du großer Erzhirte Jesus Christus, allen Feinden unseres Glaubens, daß keiner mit List oder Gewalt deine Schafe zerstreue und uns der gesunden und erquickenden Weide deines Wortes beraube. Bringe auch die herbei zu deiner Herde, die noch in Unwissenheit, blin⸗ dem Eifer, Unverstand und Irrtum dahingehen. Suche die Verlorenen, heile, die an ihrer Seele Schaden genommen haben. Heilige uns alle in deiner Wahrheit, daß wir nicht durch gottloses Leben deiner Kirche zur Schande gereichen, sondern würdiglich wandeln dem Evangelio und dasselbe in aller Widerwärtigkeit mit Worten und Werken bekennen. Siehe mit Gnade an den Weinberg, den du durch Jesum Christum gepflanzt und bisher gesegnet hast. Herr, du wollest uns vollbereiten, stärken, kräftigen, gründen. Dir sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 14. Königsgeburtstag. Herr aller Herren und König aller Könige, du Herr— scher über den ganzen Erdenkreis, der du alle Obrigkeit eingesetzet und gesaget hast durch deinen werten Apostel: Es ist keine Obrigkeit, ohne von Gott, und wer der Ob rigkeit widerstrebet, der widerstrebet Gottes Ordnung, laß uns die Obrigkeit für deine Ordnung erkennen, dieselbe fürchten, lieben und ehren. Gieb Gnade, daß wir durch se nit Ge ein stilles seligkeit u Könige H vie Wasse helligen& Vegen w um deinet die Ratsh Armen hi ihn fürstli die Liebe wider all schläge, ge Leben. 2 griegen u Engel. E Friede, d Herr und von that, Ube und beker nigfach w sern Gott und unse Lielfältig geantwor nicht abg nicht ge mangeln Dar men Jesu und mad den. Sie als die 6 deinem er uns guten Ke tträflich freuen o Herr, men. e können hen, daß Evan⸗ Licht ge⸗ desselben enschen⸗ Gnade, Geist den heiligen Wende tum und Christus, List oder nden und inge auch eit, blin⸗ 1. Suche enommen wir nicht gereichen, dasselbe bekennen. ch Nsum Herr, du den. Dir Mmen. du Herr⸗ Obrigkeit WMostel: der Ob⸗ ung, laß dieselbe pir durch Gebete für die häusliche Andacht. 563 sie mit Gerechtigkeit regiert werden und unter ihrem Schutz ein stilles, geruhiges Leben führen mögen in aller Gott— seligkeit und Ehrbarkeit. Und weil du, lieber Vater, der Könige Herzen in deiner Hand hast und leitest dieselben wie Wasserbäche, so regiere auch unsern König mit deinem heiligen Geist, daß er dein Wort lieb habe und auf deinen Wegen wandle. Gieb ihm deine himmlische Weisheit, die um deinen Thron ist, durch welche die Könige regieren und die Ratsherren das Recht setzen. Laß ihn das Geschrei der Armen hören und Recht und Gerechtigkeit handhaben. Laß ihn fürstliche Gedanken haben und darüber halten. Gieb ihm die Liebe der Gerechtigkeit, beständigen Mut und Tapferkeit wider alle Ungerechtigkeit, glücklichen Fortgang seiner An— schläge, getreue, verständige, kluge Räte, gesundes und langes Leben. Behüte ihn vor Heuchlern und Schmeichlern, vor Kriegen und Blutvergießen. Schütze ihn durch deine heiligen Engel. Segne das ganze Land und schaffe unsern Grenzen Friede, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 15. Bußtag. Herr, Herr Gott, barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue, der du vergiebst Misse— that, ÜUbertretung und Sünde, wir treten vor deinen Thron und bekennen mit demütigem Herzen, daß wir alle man nigfach wider dich gesündigt haben. Wir haben dich, un— sern Gott und Herrn, oftmals verlassen, haben der Welt und unserm Fleische gedient und deine heiligen Gebote vielfältig übertreten. Wenn du gerufen, haben wir nicht geantwortet; wenn du gedroht, haben wir vom Bösen nicht abgelassen; wenn du uns gezüchtigt, haben wir uns nicht gedemütiget. Ja wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den wir an dir haben sollten. Darum kommen wir jetzt zu dir und bitten im Na⸗ men Jesu, deines lieben Sohnes, vergieb uns unsere Schuld und mache uns durch sein Blut rein von allen unseren Sün⸗ den. Sieh uns an mit den Augen deiner Barmherzigkeit, nicht als die Gefallenen, sondern als die Erlösten in Jesu Christo, deinem Sohne. Schenke uns deinen heiligen Geist, daß er uns erleuchte, reinige und erneuere. Hilf uns den guten Kampf des Glaubens kämpfen und laß uns un⸗ sträflich erhalten werden bis ans Ende. 36* 564 Gebete für die häusliche Andacht. Nimm dich deiner Kirche gnädig an und schütze sie wider alle Macht und List des Feindes. Segne die Pre⸗ digt deines Wortes an allen Seelen und bewahre uns, daß der Satan den guten Samen nicht von unsern Herzen nehme. Laß deine Hilfe widerfahren unserm Vaterlande, unserm geliebten Kaiser samt seinem ganzen Hause, allen Obrigkeiten unsers Landes und unsern Gemeinden. Laß unter den Unruhen und Stürmen dieser Zeit unser Vater⸗ land deiner gnädigen Obhut befohlen sein. Sei unserm Volk eine starke Schutzwehr gegen alle Feinde und Ge— fahren, die ihm drohen: bewahre uns unter dem Schatten deiner Flügel in rechter Einigkeit, Liebe und Treue. Erbarme dich eines jeden, der heut mit bußfertigem Herzen zu dir aufblickt. Und wer noch verhärtet ist in Unbußfertigkeit, den erwecke du, o Herr, so lange es noch Zeit ist, und treibe ihn kräftig an, rechtschaffene Früchte der Besserung zu bringen. Alle Kranke und Notleidende, alle Betrübte und An-⸗ gefochtene befehlen wir deiner treuen Vaterliebe. Laß in jeder Anfechtung deinen heiligen Geist die Herzen regieren, stärken und trösten; und jede Trübsal laß geben eine fried— same Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübet werden. Welche du aber abberufen willst aus diesem Leben, in denen verherrliche deine Macht und Gnade, daß sie in getrostem Glauben von hinnen scheiden und die Seligkeit er⸗ langen, die du uns bereitet hast durch Jesum Christum. Amen. 16. Totenfest. Herr Gott, du bist unsere Zuflucht für und für; der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommet wieder, Menschenkinder! Wir gedenken heute derer, welche du im vergangenen Kirchenjahre aus diesem Leben abge— rufen hast. Du hast dich, so lange sie auf Erden wan— delten, an keinem unter ihnen unbezeugt gelassen; nun aber hast du jeden an seinen Ort gehen lassen und giebst ihm nach seinen Werken. Ach lehre uns doch, daß auch unser Leben ein Ende hat, und daß du uns dann vor dein Gericht stellen wirst. Denn unser Leben fährt schnell da hin, als flögen wir davon. Wir sind wie ein Gras, das da frühe blühet und bald welk wird und des Abends ab— gehauen wird und verdorret. Es ist nur ein Schritt wschen! hedenken schen, da diesem Ia mm in Mere di Wellen un Ms auch; lugläubig auf das Iondern at Verle ohne Buß an Jesum Rgeben h nen heilit stärke un daß wir, dann, o aufhelfen Seufzen. jühre uns und schen mit uns, und ersch unsre Si daß wir auf daß uns im stärke m zu leiden Mache u gen, die wo dunb . wir uns zurichten shüte si die Pre⸗ ahre uns, in Herzen aterlande, iuse, allen den. Laß er Vater⸗ ei unserm und Ge⸗ Schatten eue. Ißfertigem rtet ist in e és noch ie Früchte und An⸗ „ Laß in regieren, eine fried⸗ rch geübet sem Leben, daß sie in eligkeit er⸗ m. Amen. d für; der Kommet rer, welche eben abge⸗ rden wan⸗ ssen; mun Und giebt daß auc vor dein schnell da Fras, das hends ab⸗ Schritt Gebete für die häusliche Andacht. 565 zwischen uns und dem Tode. Ach lehre uns das doch bedenken und laß dein Gericht allezeit vor unseren Augen stehen, daß wir klug werden. Die Seelen derer, die in diesem Jahre dir und deiner Gnade entschlafen sind, sind nun in der Ruhe. Wir aber schweben noch auf dem Meere dieser Welt, umgeben allezeit und überall von Wellen und Klippen. Führe uns sicher hindurch und laß uns auch zu dir gelangen. Bewahre uns vor dem Ende der Ungläubigen und Unbekehrten und laß uns nicht aussäen auf das Fleisch, damit wir nicht einst das Verderben ernten, sondern auf den Geist, damit wir das ewige Leben ernten. Verleihe, barmherziger Vater, daß keiner unter uns ohne Buße sterbe und ohne den seligmachenden Glauben an Jesum Christum, der sein Leben zum Lösegelde für uns gegeben hat und unser Friede ist. Reinige uns durch dei— nen heiligen Geist von allen Werken des Fleisches und stärke uns täglich zu neuem Eifer in der Heiligung, auf daß wir, wenn du uns rufest, bereit sein mögen. Laß dann, o Gott, deinen heiligen Geist unsrer Schwachheit aufhelfen und uns bei dir vertreten mit unaussprechlichem Seufzen. Dein Licht erleuchte uns, deine Barmherzigkeit führe uns, deine Hand schütze uns, deine Gnade helfe uns und schenke uns den Eingang zu deiner Herrlichkeit. Sei mit uns, o Jesu, wenn der letzte Augenblick nun da ist, und erscheine unsern Seelen, wie du für uns gelitten und unsre Sünden getragen hast. Hilf uns, getreuer Gott, daß wir einen guten Kampf kämpfen und Glauben halten, auf daß wir die Krone des Lebens erlangen. Erhalte uns im Glauben an dich und in der Liebe zu dir und stärke uns, gern um deines Sohnes willen in der Welt zu leiden, so wirst du uns auch mit dir herrlich sein lassen. Mache uns treu und erfülle dann an uns die Verheißun— gen, die du den Deinen gegeben hast, daß sie sein sollen, wo du bist, und deine Herrlichkeit sehen. Amen. B. Schulgebete. J. In deinem Namen, lieber himmlischer Vater, schicken wir uns jetzt wieder an, die Arbeit unseres Berufes aus— zurichten und zu lehren und zu lernen, was uns befohlen 566 Schulgebete. ist. Sende dazu dein Licht und deine Wahrheit und gieb uns 13 Augen unsers Verstandes. Vor allen Dingen aber laß deine Furcht unserer Weisheit Anfang und deinen Geist unser aller Lehrer und Leiter sein. Mache unsere Herzen zu einem tiefen, weichen und reinen Lande und laß guten Samen darauf fallen, daß er darin wurzele und aufgehe und Frucht bringe zum ewigen Leben. Amen. 2. Herr, leite uns in deiner und lehre uns denn du bist der Gott, der uns hilft; täglich harren wir dein. Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist. Gedenke nicht der Sün⸗ den unserer Jugend noch unserer Übertretung, gedenke aber unser nach deiner Barmherzigkeit um i Güte willen. Lehre uns thun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist unser Gott; dein guter Geist führe uns auf ebener Bahn. Und dein Friede, der höher ist denn alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christo Jesu. Amen. 3. Wir danken dir, lieber himmlischer Vater, daß du im Schlummer der Nacht uns behütet und uns wieder versammelt hast, unsere Hände zu dir aufzuheben. Laß uns nun die Arbeit des Tages mit Freuden angreifen und die Gabe, welche du einem jeden verliehen hast, mit Treue und Demut gebrauchen. Gieb uns ein sehendes Auge, ein hörendes Ohr und ein waches Gewissen. Fülle uns frühe mit deiner Gnade und segne die Werke unserer Hände. Deinem heiligen Namen sei Ruhm und Preis jetzt und in Ewigkeit. Amen. 4. Wir loben, preisen und rühmen dich und danken dir, Gott unserm Vater, daß du uns aus dem Schatten der Nacht herausgeführt und von neuem das Licht des Tages hast sehen lassen. Zu deiner Gnade flehen wir: sei auch heute gnädig über uns, deine Kinder, und nimm an unser Gebet nach deiner Barmherzigkeit. Denn du bist ja unsere Zuflucht für und für, barmherziger, allmächtiger Gott! Laß scheinen in unsere Herzen es wahrhaftige Sonne deiner G erechtigkeit, erleuchte unsern Verstand und behüte alle unsre Sinne, auf daß wir ehrbar wandeln den Weg deiner Gebote und das ewige Leben erlangen, wo wir uns freuen werden in deinem unvergänglichen Lichte. Denn du bist die lebendige Quelle, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Amen. Ind er eber h hin Zohn, da Veg Hese usern V l Uteffe. Mensch ut M; du ms mit f Reer Got rnst die utlos V einen Se ehve du v 6. A Wib ohne hermögen luleuchten egieren höten, re und was hristliche wir gehö du in u Preis un 90 6 1. Meine des Her digen E V Siehe g Hund gieh Lor ale it Wsmn in. Mache nen Hün in wurzele en. Amen. lehre uns u wir dein. eine Güte, der Sün⸗ denke aber üte willen. un du bist ner Bahn. t, bewahre ien. er, daß du is wieder eben. Laß reifen und mit Treue des Auge, Fülle uns ke unserer und Preis ind danken u Schatten »Licht des lehen wir: und nimm enn du bist mrii vahrhaftige xstand und andeln den angen, wo hen Lichte, em Lichte Gebete für gottesdienstliche Handlungen. 567 5.„Die Augen des Herrn sehen auf eines jeglichen Weg, und er schauet auf alle ihre Gänge.“— Wir danken dir, lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen Sohn, daß deine Augen bis zu dieser Stunde auf unsern Weg gesehen und uns bewahrt haben. Nimm auch heute unsern Weg in deine Obhut, daß uns kein Übel und kein Un⸗ fall treffe. Du schauest alle unsere Gänge; wenn auch kein Mensch um uns ist, so bist du uns doch nahe und IPlehie uns; du bist uns nahe und merkest auf uns. Darum lehre uns mit fröhlicher Zuversicht auf dich trauen, der du unser treuer Gott und Vater bist. Aber lehre uns auch mit rechtem Ernst die Sünde scheuen; denn du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefällt: wer böse ist, bleibt nicht vor dir. Laß deinen Segen auf uns ruhn, uns deine Wege wallen, und lehre du uns selber thun nach deinem Wohlgefallen. Amen. 6. Allmächtiger Gott, lieber himmlischer Vater, da wir ohne deines heiligen Geistes Licht und Gnade nichts vermögen, so bitten wir dich, du wollest unsern Verstand erleuchten, unser Gedächtnis stärken und unsern Willen regieren und heiligen, daß wir alles, was wir lesen und hören, recht verstehen, was wir verstehen, wohl behalten, und was wir behalten, wohl anwenden und in einem christlichen Leben beweisen. Befestige du selbst alles, was wir gehört und gelernt haben, und bestätige das Gute, das du in uns angefangen hast, zu deines Namens Lob und Preis um Jesu Christi, unseres Heilandes, willen. Amen. C. Gebete für gottesdienstliche Handlungen. J. Beim Eingang in die Kirche. 1. Saele lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des Herrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem leben— digen Gott.“(Ps. 84, 2. 3.0 2. Herr, öffne mir die Herzensthür, zeuch mein Herz durch dein Wort zu dir, laß mich dein Wort bewahren rein, laß mich dein 343355 und Erbe sein. Amen. Siehe auch die Lieder Nr. 25, 29 und 35 des Gesangbuchs. 568 Gebete für gottesdienstliche Handlungen. II. Beim Ausgang aus der Kirche. Laß mich dein sein und bleiben, du treuer Gott und Herr; von dir laß mich nichts treiben, halt mich bei deiner Lehr. Herr, laß mich nur nicht wanken, gieb mir Beständigkeit; dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit. Amen. III. Am Tauftage. 1. Bor der Taufe. O Herr Jesu Christe, unser einiger Heiland, Trost und Seligmacher, du hast ein herzliches Wohlgefallen an den Kindlein, die zu dir gebracht werden, und nimmst sie gern an zum ewigen Leben. Denn du hast gesagt: Lasset die Kindlein zu mir kommen, denn solcher ist das Reich Gottes. Auf dies dein Wort bringen wir dies Kind durch unser Gebet zu dir und bitten: nimm es an und laß es deiner Erlösung, die du uns am Kreuz durch dein bitteres Leiden und Sterben erworben hast, durch die heilige Taufe teilhaftig werden; zeichne es in deine Hände und laß es dein sein und bleiben zu seiner Seelen Seligkeit um deines heiligen Namens willen. Amen. 2. Nach der Taufe. Allmächtiger, ewiger Gott, lieber himmlischer Vater, der du der rechte Vater bist über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden, wir sagen dir von Herzen Lob und Dank, daß du dieses Kindlein uns geschenkt und bisher behütet und nun verliehen hast, daß es durch die heilige Taufe deinem lieben Sohne, unserm Herrn Jesu Christo, und seiner Gemeinde einverleibet ist. Wir bitten dich demütiglich, du wollest dieses Kind, welches nun— mehr dein Kind und Erbe geworden ist, bei der empfan— genen Gutthat gnädiglich erhalten und treulich in der Taufgnade bewahren, damit es nach allem deinem Wohl— gefallen zur Ehre deines Namens treulich auferzogen werde, i tndig v himmel! msern H Allm mit Freu für alle Du hielte da ich dahin wa hinausgef und erh Herrn, u gethan h dich krön wohlgefal GHebet n deine Ba deinen he mir anve zu seinen du mein Ewigkeit. Alli Gnaden deine Ki selben b deinen richt ert haben: Christie denauge und ver damit st getreu v nd, Nost fallen an nimmst sie gt: Lasset das Reich ind durch nd laß es bitteres ige Taufe nd laß es igkeit um er Vater, der heißt u Herzen henkt und durch die rrn Nsu Jir bitten hes nun⸗ empfan⸗ in der u Wohl⸗ ferzogen Gebete für gottesdienstliche Handlungen. 569 werde, im wahren Glauben bis zum seligen Ende be— ständig verbleibe und endlich das verheißene Erbteil im Himmel mit allen Heiligen empfange durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Beim Kirchgang einer Wöchnerin. Allmächtiger, großer und starker Gott; ich erscheine mit Freuden vor deinem heiligen Angesicht und lobe dich für alle deine Wohlthat, womit du mich begnadigt hast. Du hieltest mich, da ich sinken wollte; du erquicktest mich, da ich schwach war; du stärktest mich, als meine Kräfte dahin waren. Du hast alles wohlgemacht und herrlich hinausgeführt, mich und mein Kindlein lebendig und ge— sund erhalten bis auf diesen Augenblick. Darum lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat; der dein Leben vom Verderben erlöset und dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Herr, laß dir wohlgefallen das Dankopfer meiner Lippen und nimm das Gebet meines Herzens gnädiglich an! Laß auch ferner deine Barmherzigkeit groß an mir werden; nimm mich in deinen heiligen, gnädigen Schutz; segne das Kind, das du mir anvertraut hast, daß es aufwachse zu deiner Ehre, zu seinem Heil und zu meiner Freude; behüte und segne du meinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Amen. IV. Am Konfirmationstage. 1J. Fürbitte für die Kinder. Allmächtiger, ewiger Gott, der du diese Kinder aus Gnaden gewürdigt hast, daß sie durch die heilige Taufe deine Kinder und Christi Miterben geworden sind, auch die— selben bisher gnädiglich erhalten, daß sie dich, Vater, und deinen Sohn Jesum Christum durch den christlichen Unter— richt erkannt und den wahren Weg zur Seligkeit erlernt haben: siehe, o lieber Vater, um deines Sohnes Jesu Christi willen diese Kinder auch jetzt aufs neue mit Gna— denaugen an. Erleuchte sie mit lebendiger Erkenntnis und vermehre in ihnen die Gabe deines heiligen Geistes, damit sie bei der erkannten Wahrheit zur Gottseligkeit getreu verbleiben bis an ihr seliges Ende. Amen. 57⁰ Gebete für gottesdienstliche Handlungen. 2. Gebet der Kinder. O du gnädiger und barmherziger Gott und Vater, deinem heiligen Namen sei Lob, Preis und Ehre, daß du bisher geholfen und diesen teuren Segenstag mich hast erleben lassen. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Große Dinge hast du an mir gethan, getreuer Gott. Was du mir in der hei— ligen Taufe zugesagt hast, das hast du mir alles getreu— lich gehalten und wirst mir es heute aufs neue zusichern als deinem Kind und Erben aller deiner himmlischen Gü— ter. O Herr, mache mir diesen Tag zu einem Segenstag für Zeit und Ewigkeit; gedenke nicht meiner Sünden und Thorheiten, sondern wende deine Augen allein auf das teure Verdienst Jesu Christi und sei mir um seinetwillen gnädig. O Herr n erneure mich im nl meines Ge— mütes, mache mich los von aller Sünde, heilige mich durch und durch, daß ich mit allen Kräften Leibes und der Seele dir diene und dich preise mit meinem Wandel. Schenke mir Kraft, mein Gelübde zu halten; segne mich für Zeit und Ewigkeit, daß ich dir zu Ehren lebe, leide und sterbe. Mach mich, o Jesu, ewig selig. Amen. Zur Vorbereitung oder Beichte. 9 1. Bußgebet. O barmherziger Gott, ewiger Vater, groß sind meine Sünden, viel und mannigfaltig ist meine Missethat, meine Übertretungen sind unzählig, denn all mein Dichten und Trachten von Jugend auf war zum Bösen geneigt. Ach Herr, wer kann merken, wie oft er fehle? Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler. Siehe, ich erkenne meine Missethat, und meine Sünde ist immer vor mir. An dir allein, o Herr, habe ich gesündigt und übel vor dir ge⸗ than, auf daß du Recht behaltest in deinen Worten. Ich bitte dich aber, du wollest nach deiner unaussprechlichen Mil E mit mir nicht ins Gericht gehen, denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. Wenn du, Herr, willst Sünde zurechnen, wer wird bestehen? Denn siehe, auf tausend Fragen können wir nicht ein Wort antworten, denn alle unsere Gerechtigkeit ist vor dir wie ein beflecktes Kleid. Deshalb und tilge! Vasche n alen mei si mir g gesin ündigt. au deine! denbe doe lbertretu Barmherz ihh beken Lad enst elwerben, Leiden un Aut für und unser Doll Vert übertretu und meif auch die l und die erfreuet, Barmher O Herr, nicht das meines Alh elender, und Mi und Wi Strafe aber all dich un des un liben e sündhaft meiner alle meij V Vater, , daß du mich hast und was ge hast du der hei⸗ es getreu⸗ zusichern ichen Gü⸗ Segenstag ünden und wauf das einetwillen eines Ge⸗ nich durch und der Vandel. segne mich lebe, leide men. ind meine hat, meine ichten und leigt. Ach rzeihe mit nne meine An dit or dir ge⸗ rten. Ich prechlichen m vor dir st Sünde tausend denn alle les Kleid. Gebete für gottesdienstliche Handlungen. 571 Deshalb erbarme dich mein, o Gott, nach deiner Güte und tilge meine Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich von meiner Missethat und reinige mich von allen meinen Sünden um deines Namens willen. Herr, sei mir gnädig, heile meine Seele, denn ich habe an dir gesündigt. Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, welche von der Welt her gewesen ist. Ge— denke doch nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen; gedenke aber mein nach deiner großen Barmherzigkeit um deiner Güte willen. O gütiger Gott, ich bekenne vor dir, daß nicht meine Werke noch mein Verdienst können austilgen meine Sünde oder deine Gnade erwerben, sondern solches vermag allein das heilige bittere Leiden unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, der sein Blut für uns vergossen hat zur Vergebung der Sünden und unsere Seelen gereinigt. In diesem Glauben rufe ich voll Vertrauen und Hoffnung zu dir, du wollest meine Übertretung aus Gnaden vergeben, meine Sünde zudecken und meine Missetht mir nicht zurechnen. Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler, auf daß meine betrübte Seele und die Gebeine, welche sehr erschrocken sind, wiederum erfreuet, getröstet und erquicket werden; denn dein ist die Barmherzigkeit und bei dir ist Gnade und viel Vergebung. O Herr, erhöre die Stimme meines Flehens und verachte nicht das Rufen meines Herzens zu dir, um Jesu Christi, meines Herrn und Heilands, willen. Amen. 2. Sündenbekenntnis. Allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Ich armer, elender, sündiger Mensch bekenne dir alle meine Sünde und Missethat, die ich begangen mit Gedanken, Worten und Werken, damit ich dich jemals erzürnet und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdienet habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr, und ich bitte dich um deiner unergründlichen Barmherzigkeit und um des unschuldigen bittern Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes Jesu Christi willen, du wollest mir armen sündhaften Menschen gnädig und barmherzig sein, mir zu meiner Besserung deines Geistes Kraft verleihen und mir alle meine Sünden vergeben. Amen. Gebete für gottesdienstliche Handlungen. 3. Nach der Vorbereitung oder Beichte. O Gott, ich habe dir zugesagt, frömmer zu werden; hilf du mirs vollenden. Gieb mir das Wollen und Voll— bringen; gieb mir deinen heiligen Geist, der mich meiner Zusage täglich erinnere. Laß alle Sündenlust, alle ver— kehrten Gedanken und Begierden und alles, was sündlich ist, in mir absterben und hilf, daß ich mein Leben lang an deiner Huld und Gnade mich erfreue, an deiner Liebe mich sättige, an deiner Treue mich halte, nach deinem Worte mich richte, durch deine Gnade christlich lebe, ge— duldig leide und durch des Herrn Jesu teures Verdienst selig sterbe und freudig in den Himmel eingehe. Amen. VI. Zur Feier des heiligen Abendmahls. 1. Gebet vor dem heiligen Abendmahl. Barmherziger Gott und Vater, wir bitten dich, du wollest in diesem Abendmahle, in welchem wir das teure Gedächtnis des bittern Todes deines lieben Sohnes Jesu Christi begehen, durch deinen heiligen Geist in unsern Herzen wirken, daß wir uns mit wahrem Glauben deinem Sohne Jesu Christo je länger je mehr ergeben, damit un— sere mühseligen und zerschlagenen Herzen mit seinem Leib und Blute, als dem ewigen Himmelsbrote, gespeiset und erquicket werden. Gieb denn, daß wir nicht mehr in un— sern Sünden, sondern er in uns und wir in ihm leben, und aufgenommen in den neuen Bund der Gnade, nicht zweifeln, du wollest ewiglich unser gnädiger Vater sein und uns unsere Sünden nimmermehr zurechnen, sondern uns an Leib und Seele versorgen, als deine lieben Kin-⸗ der und Erben. Verleihe uns auch deine Gnade, daß wir getrost unser Kreuz auf uns nehmen, uns selbst ver⸗ leugnen, unsern Heiland bekennen und in aller Trübsal mit aufgerichtetem Haupte unsers Herrn Jesu Christi war— ten, welcher unsern sterblichen Leib seinem verklärten Leibe ähnlich machen und uns zu sich in den Himmel aufneh— men wird in Ewigkeit. Amen. 2. Gebet beim Empfange des heiligen Abendmahls. Herr Jesus Christus, dein heiliger Leib stärke und be— wahre mich im rechten Glauben zum ewigenLeben. Amen. ber wahre mil 3. Dan Lobe sinen he und vergi alle deine der dein Het mit ädig is handelt n uns nicht nel über die, so ih läßt er 1 Wie rbarmet auch seine hat ihn f ihm nicht gegen un noch Sün behalten Blut ger Dent nes Sohr wir selig söhnet si Dar verkündi Sir Schwöre wie ein nen ist, d oft schwövet, te. werden; und Voll⸗ ch meiner alle ver⸗ 5 sündli eben— ner Liebe das teure hnes Jesu in unsern n deinem hamit un⸗ inem Leib eiset und hr in un⸗ m leben, ade, nicht zater sein „sondern eben Kin⸗ iade, daß elbst ver⸗ Trübsal risti war⸗ rten Leibe Raufneh⸗ dmahls. und be⸗ Amen. Bereitung zum Eide. 57³ Herr Jesus Christus, dein heiliges Blut stärke und be— wahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. 3. Danksagung nach dem heiligen Abendmahle. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat; der dir alle deine Sünden vergiebt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben von dem Verderben erlöset, der dich krö— net mit Gnade und Barmherzigkeit. Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Missethat. Denn so hoch der Him— mel über der Erde ist, läßt er seine Gnade walten über die, so ihn fürchten. So fern der Morgen ist vom Abend, läßt er unsere Übertretung von uns sein. Wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmet, so erbarmet sich der Herr über die, so ihn fürchten. Welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschonet, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Darum beweiset Gott seine Liebe gegen uns, daß Christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren; so werden wir vielmehr durch ihn behalten werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind. Denn so wir Gott versöhnet sind durch den Tod sei— nes Sohnes, da wir noch Feinde waren, vielmehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir ihm ver— söhnet sind. Darum soll mein Mund und Herz des Herrn Lob verkündigen von nun an bis in Ewigkeit. Amen. . Bereitung zum Eide. Sirach 23, 9—14. Gewöhne deinen Mund nicht zum Schwören und Gottes Namen zu führen. Denn gleich— wie ein Knecht, der oft gestäupet wird, nicht ohne Strie— men ist, also kann der auch nicht rein von Sünden sein, der oft schwöret und Gottes Namen führet. Wer oft schwöret, der sündiget oft, und die Plage wird von seinem —— 57⁴4 Bereitung zum Eide. Hause nicht bleiben. Schwöret er und verstehet es nicht, so sündiget er gleichwohl; versteht ers und verachtets, so sündiget er zwiefältig; schwöret er aber vergeblich, so ist er dennoch nicht ohne Sünde; sein Haus wird hart ge— straft werden.— Ohne Menschenfurcht und ohne Menschengefälligkeit, niemandem zu lieb und niemandem zu leid, soll ein Christ, wenn es die Obrigkeit oder die Not von ihm fordert, einen Eid schwören und dabei mit Besonnenheit und Über legung die Wahrheit sagen, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Die gewöhnliche Eidesformel lautet:„Ich schwöre bei Gott, dem Allmächtigen und Allwissenden, daß ich nach bestem Wissen und Gewissen die reine Wahrheit sagen, nichts verschweigen und nichts hinzusetzen werde, so wahr mir Gott helfe(durch Jesum Christum)“. Heilig, heilig sei der Eid selbst beim Tageslicht verdammen. euch, ihr Christen, die ihr schwöyret. Wo man falsche Eide schwört, Denkt an die Gerechtigkeit droht ein furchtbar Racheschwert. eures Richters, der euch höret. Selbst das höchste Lebensglück Alles bringt er an das Licht, muß zum Fluch dem Meineid werden, alles muß vor sein Gericht. Gott nimmt alle Huld zurück, ———66 27 Hebt ihr eure Hand zum Schwur, alles Heil verdorrt auf Erden, dann ergreif euch heilger Schrecken; jede Freude wird vergällt, weiß es keine Kreatur, und zur Wüste wird die Welt. Gott der weiß es, wirds entdecken, Drum für aller Welt Gewinn wenn ihr frevelhaft den Eid geb ich nicht des Herzens Ruhe, durch ein falsches Wort entweiht.[nicht die Überzeugung hin, Zittert: das Gewissen wacht, recht und wahr sei, was ich thue. „„ 22—— Arm und niedrig mag ich sein, bleib ich nur vom Meineid rein. ja es wird mit Feuerflammen euch beim Graun der Mitternacht, Herr, du erforschest mich und kennest mich: ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehest meine Ge— danken von ferne; ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht alles wissest. Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater, stehe du mir bei, wenn ich nun vor dir stehe und meinen Eid schwöre. Erleuchte mich, daß ich innerlich bei mir selbst recht klar alles sehe und verstehe, worüber ich Zeugnis ablegen soll, und hilf mir, daß ich offen und freimütig den nehn zum ewig meinen& N. mein Her Und siehe, awigem Alln von Herz Treue ur demütigl mehr vo sondern und uns und der deinen li Re in der h und mi ten hast We beladen trübnis ih dich deinen. deiner schibden es nicht chtets 5, so o ist hart ge⸗ kfällgkeit ein Christ, fordert, und Über⸗ ind nichts 46 hwöre bei nach eit sagen, „so wahr berdammen. chwört, cheschwert. bensglück ineid werden, zurück, Erden, ilt, ie Welt. t Gewinn ns Ruhe, hin, 5 ich thue. ich sein, neid rein. 9. ich sthe an Ge⸗ um mich Ren Vort ssest. 2 10 M leinen Eid mir selbst Zeugnis Heeimuiti Gebete in allerlei Not. 575 die Wahrheit rede in voller Aufrichtigkeit und Lauterkeit des 51090 ohne alle Menschenfurcht und Menschenge— fälligkeit. Laß kein falsches, unwahres Wort über meine Lippen kommen und laß mich allein daran denken, wie ich vor dir bestehen kann, auf daß meine Seele keinen Scha— den nehme, sondern durch deine Gnade bewahrt bleibe zum ewigen Leben. Dazu hilf mir durch Jesum Christum, meinen Herrn und Heiland. Amen. Ps. 139, 23. 24. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich es meine. Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. E. Gebete in allerlei Not. 1. Gebet um Hilfe. Allmächtiger, ewiger, barmherziger Gott, der du bist von Herzen gütig, langmütig und von großer Gnade und Treue und lässest dich des Übels rewed, wir bitten dich demütiglich, du wollest dein väterliches Angesicht nimmer— mehr von uns wenden in aller unsrer Widerwärtigkeit, sondern deine gnädige und väterliche Hand uns reichen und uns endlich von allerlei Jammer und Not des Leibes und der Seelen ewiglich erlösen, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, 56651— Herrn. Amen. 2. In innerer Anfechtung. Lieber himmlischer Vater, ich danke dir, daß du mich in der heiligen Taufe zu deinem lieben Kinde aufgenommen und mich durch dein Wort geheiliget und bisher erhal— ten hast. Weil ich aber mit großer Traurigkeit meines Herzens beladen und täglich geängstiget werde, daß ich meine Be— trübnis nicht aussagen noch aussprechen kann: so bitte ich dich, treuer Gott, verlaß mich doch nicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir, halte mich fest bei deiner Hand, daß ich nimmermehr sinke noch von dir ge⸗ schieden werde. Mit traurigem Herzen stehe ich des Mor— 576 Gebete in allerlei Not. ö gens auf, mit betrübtem Geist esse ich, mit Angst und lcet Schmerzen lege ich mich wieder nieder und habe keine donner Ruhe in mir: ach Gott, siehe an mein Elend und Kummer; Hotlosfen N ich wollte dir gerne mit fröhlichem Herzen und Munde kit mm dienen, aber ich vermag es nicht, wie stark ich mich wehre dein N und dawider streite, ich bin gar zu schwach zu diesem Sgstt, ein M großen Kampf. Darum hilf mir Schwachen, o du starker men. N Gott, und gieb mir deinen heiligen Geist, der mich er— V freue und tröste in aller meiner Traurigkeit. Ich weiß. ja, daß ich dein bin im Tode und Leben, es kann mich Ach! nichts von dir scheiden, weder Gegenwärtiges noch Zu— Hüte und ö künftiges, weder Trübsal noch Angst, ob ich gleich jetzt in velchen w Angst und Kümmernis schwebe. Ich schon ö Herr, ich hoffe auf deine Gnade, du wirst mich nicht Nu Chri unerhöret von dir lassen, sondern alle Angst aus meinem Iund zücht N ö Herzen reißen und mir ein neues Freudenlied in meinen is gnäd NNNIW Mund geben. So will ich dich für deine Güte rühmen, sher gr N loben, preisen und danken und dir dienen hier und in ins, daß 4 x Ewigkeit. Amen. e Hund. X WNNWN 3. Bei einem Ungewitter. äwale M O du großer und schrecklicher Gott, dem Sturmwinde 110 Rige MRate und Feuerflammen dienen müssen, der du auf den Wolken ich 0 RM fährst wie auf einem Wagen und deinen Donner mit Ha— ins alle gel und Blitzen auslässest: wir armen Menschen müßten lug wer iie ja in einem Augenblick verderben, wenn du deine vernich— shaffen ANI tenden Strahlen auf uns gehen hießest. Denn die Erde Uem Wu MI bebt und wird bewegt, die Grundfesten der Berge regen sich und erzittern, wenn du zornig bist. Herr, wir sehen und hören deine große Macht und entsetzen uns vor dem nicht seh Gott Vat ö — 0 Ar * erschrecklichen Rollen deines Donners. Ach gedenke nicht—— I unserer Sünden und Missethaten, sondern sei uns gnädig WWM deines Sohnes Jesu Christi willen. Bewahre uns. N um Sohnes Jesu Christi Bewah II Leib und Seele, Haus und Hof und die lieben Früchte des Feldes. Behüte uns vor grausamem Schrecken und 4. IIIE einem bösen, schnellen Tode. Nimm von uns alle Klein Ku mütigkeit und ängstliche Furcht. Erhalte und stärke in keit hält uns den wahren Glauben, herzliche Bußfertigkeit, fröhliche herr, w. ö Hoffnung und Geduld, damit wir bereit seien, wenn es wird mie dein Wille ist, aus diesem Leben selig abzuscheiden. Nimm Der IV uns, o Herr, unter den Schatten deiner Flügel, bis das chten h⸗ V Uagst und abe keine Kummer; nd Nunde nich wehre zu diesem 10 h. r mi er⸗ Ich weiß kann mi noch Zu⸗ ich jeht in mich nicht is meinem in meinen te rühmen, ier und in turmwinde hen Wolken er mit Ha⸗ en müßten ne vernich⸗ die Erde erge regen wir sehen vor dem denke nicht ms gnädig vahre uns en Früchte yecken und alle Klein⸗ stärke in fröhliche wenn es n. Nimm bis das Gebete für Kranke und Sterbende. 577 Unwetter vorüber gehe, und behüte uns, daß wir die Donnerstimme deines grimmigen Zorns, womit du die Gottlosen einst in das ewige Feuer weisen wirst, in Ewig— keit nimmermehr hören müssen, sondern nimm uns auf in dein Reich, daß wir dich, Vater, Sohn und heiligen Geist, einigen wahren Gott, in Ewigkeit preisen mögen! Amen. 4. Bei Seuchen und in Sterbenszeiten. Ach Herr Gott, gnädig und barmherzig, von großer Güte und Treue: wir erkennen deinen gerechten Zorn, welchen wir mit unseren Sünden wider uns erweckt haben. Ach schone unser, lieber Vater, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Strafe uns nicht in deinem Zorn und züchtige uns nicht in deinem Grimm. Ach Herr, sei uns gnädig nach deiner Güte und tilge unsre Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wende deine Plage von uns, daß wir nicht verschmachten von der Strafe deiner Hand. Wende dich, o Herr, und errette uns. Hilf uns um deiner Güte willen. Heile, Herr, alle Kranken und Schwachen. Sei bei ihnen in der Not, reiße sie heraus und zeige ihnen dein Heil. Nimm dich ihrer Seelen herz— lich an und vergieb ihnen alle ihre Sünde. Lehre hierbei uns alle bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden und mit Furcht und Zittern unsre Seligkeit schaffen. Laß uns, wenn unser Stündlein kommt, an dei⸗— nem Worte festhalten, in Frieden hinfahren und den Tod nicht sehen ewiglich. Erhöre uns, erhöre unsre Bitte, Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, hochgelobt in Ewig— keit. Amen. P. Gebete für Kranke und Sterbende. 1. Sprüche aus Gottes Wort für Kranke. Kurze Seufzer: Deine große herzliche Barmherzig⸗ keit hält sich hart gegen mich.(Jes. 63, 15.) Ach du, Herr, wie lange!(Ps. 6, 4.) Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen vom Leibe dieses Todes?(Röm. 7, 24.) Demütigung vor Gott: Ach Herr, unsre Misse⸗ thaten habens ja verdient.(Jerem. 14, 7.) So du willst, 37 578 Gebete für Kranke und Sterbende. Herr, Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen?(Psalm 130, 3.) Wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzig⸗ keit.(Dan. 9, 19.) Trost des Glaubens: Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde. (1. Joh. 1, 7.) Alle Züchtigung, wenn sie da ist, dünket sie uns nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein, aber danach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerech⸗ tigkeit denen, die dadurch geübet sind.(Hebr. 12, 11.) Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet, denn nachdem er bewähret ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.(Jac. 1, 12.) Die väterliche Stimme Gottes: Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, daß sie sich nicht er⸗ barme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie desselben vergäße, so will ich doch dein nicht vergessen; siehe in meine Hände habe ich dich gezeichnet.(Jes. 49, 15. 16.) Ich will dich nicht verlassen noch versäumen.(Hebr. 13, 5.) Ich habe dich je und je geliebet, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.(Jer. 31, 3.) Die Gnadenstimme Jesu Christi: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.(Joh. 7, 37. 6, 37.) Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.(2. Kor. 12, 9.) Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.(Offb. 2, 10.) (Auch können folgende Abschnitte der heiligen Schrift von dem Kranken gelesen oder demselben vorgelesen wer⸗ den: 1. Petr. 5, 6—11. Psalm 130. 25. 42. 63, 2—9. 91. Klagel. 3, 22—42. Röm. 8, 18—27, 28—39. 1. Petr. 1, 3—9. Pfsalm 126. Offb. 7, 9—17.) 2. Auf dem Krankenbette. 1. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, weil du uns geboten hast und gesprochen:„Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen,“ des⸗ wegen schreie ich zu dir in dieser meiner großen Not, 37 urch Jesum 1130 80 nun die mir auf, da auf daß 1 und preise sterben, den Leben zu wie im Hin Gnade, daß beste st, 9l Glauben un mich von d nimm meine Sohn Jesun 2. Mein Willen gefal dadurch nick Süͤnden un dern mich merksam zu Siehe, mein Leben ist w alle Mensch daß dem Y das Gericht Darum es ein End Ziel hat, 5 alles muß was ich in Stätte, so mich meine mit Buße herigen Le Velt und Seele dir nimm meit der Zeit, d ind selig st denn Lebens n lieb mauch cht er⸗ Selben ehe in 5. 16 13,5 ich zu en da mil 44.9 meine 2. 0) ne des Schrit 1bek Pete XI Mi, (des Not Gebete für Kranke und Sterbende. 579 durch Jesum Christum deinen lieben Sohn, und bitte dich, du wollest mich armen sündigen Menschen nicht verlassen. So nun diese meine Krankheit nicht zum Tode ist, so hilf mir auf, daß ich genese um deiner Barmherzigkeit willen, auf daß ich deine Macht und Kraft an mir verkündige und preise. Wo es mir aber nützlicher ist, zeitlich zu sterben, denn allhier in diesem Jammerthal und elenden Leben zu bleiben, so geschehe, Herr, dein göttlicher Wille, wie im Himmel also auch auf Erden. Verleihe mir nur Gnade, daß ich mich in deinen Willen, der allezeit der beste ist, gänzlich ergebe. Erhalte mich fest im christlichen Glauben und wahrer Erkenntnis bis an mein Ende. Laß mich von dir nimmermehr abgeschieden werden, sondern nimm meine Seele zu dir in dein Reich durch deinen lieben Sohn Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 2. Mein Gott, es hat dir nach deinem heiligen Rat und Willen gefallen, mich auf dieses Krankenbett zu legen und dadurch nicht allein mich von meinen Geschäften, meinen Sünden und sündlichen Gewohnheiten abzuschneiden, son— dern mich auch an meinen Tod zu erinnern, mich auf⸗ merksam zu machen, daß ich ein sterblicher Mensch sei. Siehe, meine Tage sind eine Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir: ach wie gar nichts sind doch alle Menschen, die doch so sicher leben! Ich weiß auch, daß dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach das Gericht. Doch vergesse ichs nur zu leicht wieder. Darum bitte ich dich: ach Herr, lehre mich doch, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. Ich weiß auch, daß ich alles muß verlassen, meine Habe, Gut, Ehr, Glück und was ich in der Welt besitze. Ich habe hier keine bleibende Stätte, sondern die zukünftige suche ich. Daran möge mich meine Krankheit erinnern, damit ich mich mit Gebet, mit Buße und Glauben, mit wahrer Prüfung meines bis⸗— herigen Lebens zum seligen Sterben bereite und also von Welt und Sünde abgezogen und mein Leben, Geist und Seele dir geheiligt werde. Siehe, mein Gott, hie bin ich, nimm meine Seele hin; aber bereite mich zuvor recht in der Zeit, daß, wenn ich sterbe, ich mög in deiner Gnade und selig sterben. Amen. 37⁵ 580 Gebete für Kranke und Sterbende. 3. Morgengebet eines Kranken. Heiliger Gott, Vater, Sohn und Geist, ich komme jetzt, da der Tag angebrochen, vor deinen Thron und danke dir, daß du mich diesen Tag wieder hast erleben lassen. Du weißt, Herr, wie ich die Nacht auf meinem Kranken⸗ bett zugebracht habe. Ich kann nicht genug deine Güte preisen, daß du das Licht der Sonne mich wieder sehen lässest. Die Sonne geht wieder auf: Herr, mein Gott, laß auch deine Gnade neu über mich aufgehn. Gieb mir mit diesem Tage neue Kräfte und neue Geduld, mein Leiden willig zu tragen. Es hat dir gefallen, Herr, mich auf dies Krankenbett zu legen: wohlan, ich will darauf bleiben, so lange es dir gefällt. Du willst mich dadurch in die Stille führen, damit du allein mit mir reden und mich unterweisen mögest, wie ich für meine Seele sorgen soll. Ich will die Zeit benutzen, mein vergangenes Leben zu prüfen: ob ich dir gedient, dich geehrt, dir gehorcht habe. Gieb, wenn ich solches verneinen muß, daß ich mich von Herzen darüber betrübe und wahre Buße thue, auch mit dir einen neuen Bund mache und also mit Furcht und Zittern schaffe, selig zu werden. Gieb, daß ich, o Jesu, den ganzen Tag möge mein Herz bei dir haben, eifrig beten, an deine Leiden, Wunden und Tod gedenken und das wahre Heil meiner Seele betrachten. Gieb mir einen schönen Trostspruch nach dem andern in mein Herz, der deiner Liebe mich versichere, deine Gnade mir ver— siegele und deiner Hilfe mich vergewissere. Erquicke mich in meiner Mattigkeit und stärke mich durch deinen heiligen Geist in meiner Schwachheit. Bewahre mich vor neuen Schmerzen, traurigen Stunden, erschreckenden Zufällen; willst du mich aber Leiden empfinden lassen, so weiche nicht von mir. Hilf mir den Tag glücklich und selig voll⸗ enden und alles mit Gelassenheit und stillem Mut an⸗ nehmen, was du mir auflegest. Siehe, mein Gott, hier bin ich, mache es mit mir, wie dir es wohlgefällt. Du bist mein Vater, ich bin dein Kind. Ich will deine Güte rühmen und deine Barmherzigkeit preisen über alles, was du an mir gethan hast. Amen. Ach du einen Tag bis auf dief deiner Vater preise ichn Schmerzen Herr, du le der Herr h hnen nicht, die Nacht b Racht nicht dich in Ewi gesährlichen. bewahre m bleibe, himr Herr ist m mich fürchte wem sollte du, o Son O du wert Beistand de erhalte mich Heilige Dre Der Herr se und samt a sein Angesit Herr erhebe Und soll ja thal, so n Freudensaa „Lobek sreise sein Seele, und der dir al Gebrechen, dich krönet Güte des omme danke assen. inken⸗ Güte sehen Gott, b mir mein mich Harauf durch n und sorgen Leben horcht mich „auch Furcht ich, haben, denken b mit Herz ber nich eiligen neuen fällen; weiche it al⸗ „ her D Güte was Gebete für Kranke und Sterbende. 581 4. Abendgebet eines Kranken. Ach du barmherziger Gott, ich habe nun wieder einen Tag überlebt. Herr, du hast nach deiner Güte bis auf diese Stunde mir mein Leben gefristet, dafür sei deiner Vatertreue herzlich Lob und Dank gesagt. Besonders preise ich deinen Namen, daß du diesen Tag meine Schmerzen und Krankheit mir hast tragen helfen. Ja, Herr, du legst eine Last auf, aber du hilfst uns auch. Der Herr hört das Schreien der Elenden und verweigert ihnen nicht, Aum was ihr Mund bittet. Ach großer Gott, die Nacht bricht herein, bleibe bei mir und weiche diese Nacht nicht von mir. O heilige Dreieinigkeit, ich lobe dich in Ewigkeit. Wende diese Nacht von mir ab alle gefährlichen und plötzlichen Zufälle; lindre meine Schmerzen; bewahre mich vor Schrecken, Angst und Unglück. Ach bleibe, himmlischer Vater, bei deinem kranken Kinde. Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? O Jesu, die Sonne ist gewichen, du, o Sonne der Gerechtigkeit, weiche nicht von mir. O du werter heiliger Geist, Tröster der Betrübten und Beistand der Elenden, bleibe bei mir, stärke mich und erhalte mich in wahrem Glauben und christlicher Geduld. Heilige Dreieinigkeit, nimm mich auf in deinen Schutz. Der Herr segne mich und behüte mich mit all den Meinen und samt allen Betrübten und Leidenden; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Und soll ja diese Nacht die letzte sein in diesem Jammer— thal, so nimm mich, Herr, in Himmel ein, in deinen Freudensaal. Amen. 5. Dankgebet nach Genesung. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, preise seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat; der dir alle deine Sünde vergiebt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöset und dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Denn die Güte des Herrn ists, daß es nicht mit mir gar aus ist, 582 Gebete für Kranke und Sterbende. seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern ist alle Morgen neu, und seine Treue ist groß. Ich habe dir, Gott, gelobet, daß ich dir danken will, so will ich dir demnach jetzt Dank opfern und meine Gelübde bezahlen, daß du mir geholfen hast. Meine Lippen und meine Seele, die du erlöset hast, sind fröhlich und lobsingen dir. Siehe, um Trost war mir sehr bange, aber du, Herr, hast dich meiner Seele herzlich angenommen, daß sie nicht verdürbe, du warfest alle meine Sünde hinter dich zu⸗ rück. Stricke des Todes hatten mich umfangen, ich dachte vielmal: nun bin ich gar dahin. Aber du hast meine Seele vom Tode errettet, die Stimme meines Flehens er⸗ höret und meine Klage in einen Reigen verwandelt. Viele sprachen von meiner Seele: sie hat keine Hilfe bei Gott. Aber auf dich hoffete mein Herz, und mir ist nun gehol⸗ fen. Da ich zu dir schrie, machtest du mich gesund. Herr, mein Gott, wie groß sind deine Wunder, die du an mir bewiesen! Ich will sie verkündigen und davon sagen, so lange ich lebe. Gelobet seist du, Herr, täglich, und ge⸗ rühmet sei dein herrlicher Name immer und ewiglich. Du aber, Herr, wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir wenden, sondern das gute Werk gnädig vollführen, so du in mir angefangen, und mich von Tag zu Tag mehr stärken und durch deinen guten Geist auf gute Wege leiten, daß ich hinfort nicht mehr sündige, damit mir nicht etwas Argeres widerfahre, sondern dir mein Leben lang diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. Laß deine Güte und Treue allewege mich behüten und befiehl deinen heiligen Engeln, daß sie mich auf den Hän⸗ den tragen, damit ich meinen Fuß nicht an einen Stein stoße. Verlaß mich nicht, Herr, mein Gott, sei nicht ferne von mir, eile mir beizustehen, Herr, meine Hilfe, auf daß dir immerfort lobsinge meine Seele und nicht stille werde. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. Amen. 6. Fürbitte für Sterbende. Allmächtiger, ewiger, barmherziger Gott, der du unser Leben erhältst auch im Tode und Sterben, wir bitten dich, du wollest die Augen deiner Barmherzigkeit wenden zu diesem unserem kranken Mitbruder, der dein Geschöpf nd Ebenbil n alle Si Nimm deines liebet denn er ist Blut gewasc So erre heit, verkürz Anklage de⸗ bösen Feinde und überwin ewigen Lebe sie ihn begle erwählten in 7. Gel 1. Ach meinem Leii du bist ja a gewesen, ack es will Abe sich geneiget mich in fest zum ewigen sterben: der verlasse ich 2. Wie schreiet mei nach Gott, dahin komn Licht mein werden, so Klarheit; zeige mir Bid, wie d ich schon w denn mein mir, stärke ein hier e t alle dir, 9 dir ahlen, meine n dir. Herr, nicht zu⸗ dachte meine 8 er⸗ Viele Gott, gehol⸗ Herr, u mir en, so d ge iglich t boll ühren, II Vege Richt Lang 0 ist Und Hah Stein ferne f daß verde Imen, nser itten uden höpf Gebete für Kranke und Sterbende. 583 und Ebenbild ist, ihn erquicken an Leib und Seele und ihm alle Sünde aus Gnade vergeben. Nimm das Opfer des unschuldigen Todes Jesu Christi, deines lieben Sohnes, für die Bezahlung seiner Missethat; denn er ist auf dessen Namen getauft und mit desselbigen Blut gewaschen und gereiniget. So errette ihn nun von den Schmerzen der Krank— heit, verkürze ihm seine Leiden. Erhalte ihn wider alle Anklage des Gewissens und wider alle Anfechtung des bösen Feindes, auf daß er im Glauben ritterlich kämpfe und überwinde. Verleihe ihm eine selige Heimfahrt zum ewigen Leben und schicke ihm deine heiligen Engel, daß sie ihn begleiten zu der himmlischen Gemeinde aller Aus— erwählten in Christo Jesu, unserm Herrn. Amen. 7. Gebete, dem Sterbenden vorzusprechen. 1. Ach barmherziger, gütiger Gott, hilf mir in meinem Leiden und in meiner Todesstunde; o mein Gott, du bist ja allezeit mein gnädiger Gott und mein Beistand gewesen, ach bleibe es auch jetzt. O Jesu, bleibe bei mir, es will Abend werden, und der Tag meines Lebens hat sich geneiget. O werter heiliger Geist, stärke mich, erhalte mich in festem Glauben bis an mein Ende, erleuchte mich zum ewigen Leben. Ich will auf Jesu Blut und Wunden sterben: dem lebe ich, dem sterbe ich, auf sein Verdienst verlasse ich mich. Amen. 2. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir; meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott; wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? Jesu, du Licht meiner Seele, wenn meine Augen wollen dunkel werden, so laß in meiner Seele aufgehen die himmlische Klarheit; weiche nicht von mir, wenn meine Augen brechen; zeige mir alsdann deine Gestalt und laß mich sehen dein Bild, wie du dich am Kreuz zu Tode geblutest hast. Ob ich schon wandre im finstern Thal, fürchte ich kein Unglück, denn mein Jesus ist bei mir. Ja, mein Jesu, bleibe bei mir, stärke mich im Glauben und laß mich dein Eigentum sein hier zeitlich und dort ewig. Amen. 584 Gebete für Kranke und Sterbende. 3. Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an. Durch deinen Todeskampf und blutigen Schweiß hilf mir, lieber Herr, ich weiche nicht von dir, ach bleibe du auch bei mir. Jesu, wenn mein Kampf angeht, so hilf mir ringen, so hilf mir siegen und überwinden; wenn die Angst meines Herzens groß wird, so führe mich aus meinen Nöten. Ich bin ja dein Eigentum, darum führe mich durch alle Angst hindurch zur Freude, zur Wonne, zur Herrlich⸗ keit. Bist du mit mir, so fürchte ich mich nicht, so bin ich selig, so werde ich zur Freude eingehen. Amen. 8. Sprüche, dem Sterbenden vorzusprechen. Ob ich schon wanderte im finstern Thal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Psalm 23, 4. Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Phil. 1, 21. Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jes. 43, 1. Der Herr wird dich erlösen von allem Übel und dir aushelfen zu seinem himmlischen Reiche; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 2. Tim. 4, 18. Herr, ich warte auf dein Heil. 1. Mose 49, 18. In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 33. Verlaß mich nicht, Herr, mein Gott, sei nicht ferne von mir. Eile mir beizustehen, Herr, meine Hilfe. Psalm 38, 22. 23. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet. Psalm 68, 21. Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöset, Herr, du treuer Gott. Psalm 31, 6. Herr Jesu, nimm meinen Geist auf. Ap.-Gesch. 7, 58. 9. Gebet am Begräbnistage. Treuer Gott, lieber himmlischer Vater, wir danken dir herzlich für alles Gute, das du dem Verstorbenen von seiner Kindheit an bis auf diese Stunde an Leib und Seele ero großen Gnade ho ewige Her uns so ter vieler tau den Leib lichn Ruf Lehre auf daß 6 Glauben, uns zu e Inseres Seligkeit. durch die laß uns Gieb auc Leben m von uns Ster nen Flei Stärken auf daß dies alle seiner sie und in K 10. K Röm. 5, 12, Lieder 2. Vo Pfalme 2. Kön. Lut. Il, Lue. 18, Lieder: hältst deinem chweiß bleibe ilf mir Angst meinen durt errlich so bin n. hte ih n und mein ch habe 43, J. ind dir ei Ehte anken NII und Gebete für Kranke und Sterbende. 585 Seele erwiesen hast, besonders, daß du ihn aus seinem großen Elend errettet, seine Seele, wie wir zu deiner Gnade hoffen, im Glauben erhalten und nunmehr in die ewige Herrlichkeit aufgenommen hast. Erfreue nun diese uns so teure Seele vor deinem Throne unter der Anzahl vieler tausend heiligen Engel und Auserwählten, und laß den Leib in seinem Grabe sanft ruhen bis zur fröh⸗ lichen Auferstehung. Lehre uns auch bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden, und in steter Buße, im wahren Glauben, in christlicher Geduld und beständiger Hoffnung uns zu einer seligen Nachfolge zubereiten und das Ende unseres Glaubens davon bringen, nämlich der Seelen Seligkeit. Tröste und erfreue uns alle wieder, die wir durch diesen Todesfall so tief betrübt worden sind, und laß uns erkennen, daß dein heiliger Wille also geschehen sei. Gieb auch, daß wir uns alle einst bei dir in dem ewigen Leben mögen wiedersehen, da niemand unsere Freude wird von uns nehmen. Steure allem Bösen in dieser Welt und unserm eige⸗ nen Fleisch und Blut und hilf uns dieselben überwinden. Stärke uns, daß wir getreu sein mögen bis in den Tod, auf daß wir einst die Krone des Lebens empfangen. Und dies alles um Jesu Christi, seines schmerzlichen Todes, seiner siegreichen Auferstehung und Himmelfahrt willen, und in Kraft des heiligen Geistes. Amen. 10. Kranken⸗ und Sterbetrost aus Bibel und Gesangbuch. 1. Vom Segen des Leidens. Röm. 5, 1—5. 2. Kor. 4, 7—18. Jac. 1, 212. Hebr. 12, 5—11. Lieder Nr. 396. 405. 2. Vom Vertrauen auf Gott und des Gebetes Kraft. Psalm 6. 23. 25. 39. 71. 77. 90. 91. 116. Jes. 38. 2. Kön. 20, 1—11. Hiskias Krankheit und Gebet. Luc. 11, 1—13. Anhalten im Gebet. Luc. 18, 1—8. desgl. Lieder: Nr. 365. 366. 370. 371. 378. 403. 406. 523. 524. 586 Gebete für Kranke und Sterbende. 3. Vom Trost und der Hilfe des Herrn. Matth. 8, 1—13. Der Hauptmann. Matth. 9, 27—33. Der Blinde. Luc. 10, 23—37. Der barmherzige Samariter. Joh. 5, 1—16. Der 38jährige Kranke. Lieder: Nr. 96. 99. 369. 379. 408. 4. Christus der Sünderfreund. Matth. 9, 1—8. Der Gichtbrüchige. Luc. 7, 36-50. Die Sünderin. Luc. 15. Das verlorene Schaf ꝛc. Luc. 23, 39—43. Der Schächer. Jes. 53. Das Lamm Gottes. Lieder: Nr. 93. 98. 230. 252. 230. 272. 278. 308. 5. Von der Geduld und Ergebung im Leiden. Matth. 11, 28—30. Klagel. 3, 17—33. Matth. 26. 27. Marc. 14. 15. Liic. 22. 23. Joh. 1. 18. 19. Lieder: Nr. 102. 104. 108. 367. 375. 385. 399. 6. Sehnsucht nach oben. 2. Kor. 5, 110. Phll. 3, 12—21. Lieder: Nr. 376. 473. 480. 484. 485. 494. 7. In tiefer Angst und Not. Psalm 6. 22. 42. 88. 130. Lieder: Nr. 102, Str. 9 u. 10. 365. 370. 389, Str. 1. 526. 8. Trost der Auferstehung. Hiob 19, 1—29. Ich weiß, daß mein Erlöser ꝛc. Matth. 9, 18—26. Jairi Töchterlein. Luc. 7, 11—16. Jüngling zu Nain. Joh. 11. Lazarus. 1. Kor. 15. Joh. 5, 24—29. 1. Thess. 4, 13—18. Lieder: 127. 520. 9. Bereitung aufs Sterben. Joh. 14. 15. 16. 17. Psalm 39. Psalm 90. Lieder: 475. 476. 480. 490. 492. 495. 10. Vom ewigen Leben. Jes. 35. Offb. 7, 9—17. 21. 22. Lieder: Nr. 489. 510. 513. 514. 522. ———— der alten un Synode aufg migten) fi an in (Die Lektior 1. Advent * . 4. I. Weihnac 2.„ Sonnt. u. L Naujahr Sonnt. n. Epiphania I. n. Epi 6. 27 1.520 Verzeichnis der alten und der neuen(von der II. und der XI. rhein. Provinzial⸗ Synode aufgestellten und durch Allerh. Ordre vom 4. Januar 1862 geneh⸗ migten) kirchlichen Bibel-Lektionen, wie solche vom 1. Advent 1862 an in der evangelischen Kirche Rheinlands in Gebrauch sind. (Die Lektionen des 1. Advent 1. Weihnacht. 2. Sonnt. n. W. 77 Neujahr Sonnt. n. N. Epiphanias 1. n. Epiph. zweiten und vierten Jahrgangs sind die altkirchlichen Episteln und Evangelien.) Erster Jahrgang. Altes Testament. Jer. 31, 31—34. Der neue Bund. Jes. 2, 2—5. Gesetz aus Zion. Hagg. 2, 2—10. Der Tem⸗ pel der Zukunft. Jes. 40, 1—9. Stimme des Predigers in der Wüste. Micha 5, 1—3. Bethlehem. Spr. 8, 22—-36. heit von Anfang. Jes. 63, 7—17. Du Herr, unser Vater. Pf. 90. Vergänglichkeit. Pf. 146. Gott hält Glauben. Jes. 49, 1—13. der Heiden. Pf. 8. Des Menschen Ehre. Pf. 53. Das Licht Allzumal Sünder. 2. Mos. 20, 1—20. Zehn Gebote. Ps. 32. Das Bekenntnis der Joh. 4, 526. Sünde. Die Weis⸗ Evangelium. Luk. 1, 67—79. Zacharias Lobgesang. Luk. 13, 18—27. Das Senf⸗ korn. Luk. 17, 20—-30. Das Reich Gottes inwendig. Matth. 3, 1—12. Johannis Predigt. Matth. 1, 18-23. Sohn des Höchsten. Joh. 1, 1—18. ward Fleisch. Luk. 2, 25-32. Simeon und die Darstellung. Luk. 4, 16—21. Das ange⸗ nehme Jahr. Matth. 3, 13—17. Die Taufe Jesu. Mark. 1, 14—22. Die Bot⸗ schaft und die Boten. Joh. 1, 35—42. Kommt und sehet es! Joh. 1, 43—51. Nathanael. Joh. 3, 22—30. Der Täufer zu Enon. Das Wort Anbetung im Geist. 5. n. Epiph. 89. Septuagef Sexagesimä Estomihi Invokavit Reminiscere Okuli Lätare Judika Palmarum Karfreitag — „Ostern 2 ar* Quasimod. Miserikordias Jubilate Bußtag Kantate Rogate Himmelfahrt Exaudi 1. Pfingsten Trinitatis Jes. 6, 1—7. Verzeichnis der kirchlichen Altes Testament. Ps. 42. Durst nach Gott. Opfer. Spr. 9, 1—12. Das Gast mahl der Weisheit. Ps. 119, 89.—105. am Gesetz. Ps. 62, 2—8. Gott hilft mir. Pred. Sal. 7, 3—9. Das Haus der Klage. Ps. 39. Wes soll ich mich trösten? Jes. 42, 1—8. Mein Knecht der Auserwählte. Klagl. 3, 18—39. Göttliche Züchtigung. Ps. 43. Richte mich, Gott! Sach. 9, 8—- 12. kommt. Jes. 583, 17. liegt auf ihm. Jes. 53, 8—12. Lebens Länge. Ps. 118, 14—29. Man singt vom Siege. Ezech. 37, 9— 14. Die Toten wieder lebendig. Jes. 54, 7—14. Die Erbar⸗ mung. Jes. 40, 25—31. Verjüngung. Dein König Die Strafe Seines Jes. 58, 1—10. Das Fasten, das Gott erwählet. Ps. 40, 2—12. Ein neu Lied. Ps. 116. Der Herr hört. Pf. 110. Sitzen zur Rechten. Ps. 122. Jerusalem und die Stämme. Joel 3, 1—5. Ausgießung. Ezech. 36, 22—28. Geistl. Besprengung. Der dreimal Ps. 50. Der Bund mehr als Freude Bibellektionen. Evangelium. Joh. 6, 53—64. Das Brot vom Himmel. Joh. 7, 33—39. Jesus war noch nicht verkläret. Luk. 6, 20—-35. Selig und Wehe. Luk. 9, 18—-26. Du bist Christus. Luk. 10,38—42. Eins ist not. Mark. 2, 18—22. Das Fasten. Luk. 7, 36—50. Die Sün⸗ derin. Luk. 10, 17—22. Rückkehr der Siebenzig. Joh. 8, 12—20. Ich bin das Licht der Welt. Joh. 11,41—53. Lazari Auf erweckung u. Kaiphas Rat. Joh. 12, 1—-19. albung und Einzug. Luk. 23, 44—49. Jesu Ver scheiden. Joh. 20, 1—10. Das leere Grab. Joh. 20, 11—18. Maria. Joh. 21, 15—19. mich lieb? Joh. 15, 9—16. Die Freunde Christi. Joh. 15, 17—27. Der Welt Haß. Luk. 13, 1—9. Gottes Lang mut. Joh. 17,1—10. Fürbitte Jesu. Luk. 11, 1—13. Er lehrt sie bitten. Joh. 17, 11—26. Nicht mehr in der Welt. Apostelg. 1, 15—-26. Mat⸗ thias. Apostelg. 2, 1—13. Pfingst⸗ Heilige. wunder. Apostelg. 2, 37—47. Die Gemeine. Matth. 28, 16—-20. Der Name des Vaters, des Sohnes u. des heil. Geistes. Hast du Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. 589 1. Altes Testament. Evangelium. 5 Brot 1. n. Trin. 1. Mos. 17, 1—7. Wandle Apostelg. 3, 1—11. Der vor mir. Lahme gehend. sus war 2.„„ II. Mos. 22, 1—18. Abra⸗Apstg. 4, 1—12. Die Apostel et. hams Versuchung. vor dem Rat. lig und 3.„„ II. Mos. 28, 10—22. Wie Apstg. 4, 13.—22. Wir können heilig ist diese Stätte. es ja nicht lassen. Du hi 4.„„ 22. Mos. 3, 1—15. Mosis Apostg. 4, 23—37. Gebet der Beruf. Gemeine. Sistnot. 5.„„ 2. Mos. 17, 1—7. Wasser Apostelg. 5, 1—11. Ananias Fasten aus dem Fels. und Sapphira. 9„„ 5. Mos. 6, 1—9. Ein Herr. Apostelg. 8, 26-38. Der ie Sin⸗ Käämmerer. 5. Mos. 32, 1—7. Gott Apostelg. 9, 1—19. Pauli Rückkehr allein die Ehre. Bekehrung. ö 8.„„ 5. Mos. 33, 1—3. Segen Apostelg. 14, 8—18. Lystra. ch bin Mosis. t. 9.„„ 1. Sam. 3, 1—19. Samuel Apostelg. 16, 16—34. Der ari Nuf und Eli. Kerkermeister. 005 Rat 10.„ 1. Sam. 7, 5—12. Denkstein Apostelg. 17, 21—34. Paulus albung der Hilfe. zu Athen. l., 2. Sam. 7, 1—16. Er soll Apostelg. 20, 15—38. Pauli su Ner mein Sohn sein. Abschied. 42.„„ 2. Sam. 7, 17—29. Wer Apostelg. 26, 24—31. Paulus bete bin ich, Herr, Herr? und Agrippa. „„ 2. Sam. 24, 10—14. Strafe Luk. 12, 1—8. Furcht und LNaria. der Volkszählung. Furcht. 4„ 1. Könige 3, 5—14. Salo⸗Luk. 15, 11—32. Der ver⸗ due mos Bitte. lorene Sohn. 15.„ 1. Könige 19, 1—18. Elias Luk. 9, 46—56. Die Donners⸗ Freund auf Horeb. kinder. 16., 2. Chron. 15, 1—8. Der Luk. 9, 57—62. Unreife Er M.l•VuW Herr ist mit euch. Nachfolger— 14.„ Ps. 130. Aus der Tiefe. Joh. 9, 1—12. Der Blind⸗ D geborne. „** 18.„„(Spr. 16, 1—9. Befiehl dem Mark. 10, 17—27. Der teel Herrn deine Wege. reiche Jüngling. ——— 19.„„ Ezech. 33, 12—20. Fromm Mark. 12, 58. Der gewesen hilft nicht. Witwe Scherflein. ö Rnchr 20.„„ Pi. 121. Der Hüter. Luk. 12, 15—23. Der reiche * Narr. Mab 2. Ps. 125. Die Berge um Mark. 12, 28—34. Das 23 Jerusalem. vornehmste Gebot. nst 2. Pf. 127. Gottes Segen. Luk. 19, 1—10. Zachäus. M 23.„„ Pf. 123. Achtung auf des Luk. 19, 11—27. Die Pfunde. Sv Herrn Wink. ö 65 24.„„ Jes. 8, 9—17. Hier ist Luk. 16, 10—17. Treue im Der Immanuel. Geringen. 70 25.„„ Psf. 126. Die Gefangenen Luk. 12, 35—46. Wachen. „ 6 Zions. 590 26. nach Trin. 1. Advent 1. Weihnacht. Sonnt. n. W. Neujahr Sonnt. n. N. Epiphanias I. n. Epiph. 2.„„ 3.„„ 4.„ 3.j„ 0 6.„ 5 Septuages. Sexagesimä Estomihi Invokavit Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Altes Testament. Jes. 63, 19. Der Tag der Rache. Ps. 103. Vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat. Evangelium. Matth. 21, 1—-9. Hosianna! Luk. 21, 25—36. Das Ende. Matth. 11, 2—10. Der Täufer im Gefängnis. Joh. 1, 19—28. Das Zeug⸗ nis Johannis. Luk. 2, 1—14. Die Geburt. Luk. 2, 15—20. Die Hirten. Ouk. 2, 33.—40. und Hanna. Luk. 2, 21. Der Name Jesus. Simeon Matth. 2, 13—23. Rahel beweint ihre Kinder. Matth. 2, 1—12. Die Weisen. Luk. 2, 41—52. rige Jesus. Joh. 2, 1-11. Der 12jäh⸗ Hochzeit zu Kana. Matth. 8, 1—13. Sei ge⸗ reinigt! Matth. 8, 23—27. Das Schiff im Sturm. Matth. 13, 24—30. Unkraut und Weizen. Matth. 17, 1—9. Die Ver⸗ 116. klärung. Matth. 20, Der Lohn der Arbeit. Luk. 8,4 15. Der Säemann. Luk. 18, 31—43. Die Leiden. — Der Blinde. Matth. 4, 1—11. Die Ver⸗ suchung. Evangelium. Luk. 12, 49—57. Zeichen der Zeit. Joh. 14, 1—6. Stätte. Die bereitete Zweiter Jahrgang. Epistel. Röm. 13, 11—14. näher. Röm. 15,4— 13. Hoffnung. 1. Kor. 4, 1—5. Der Herr richtet. Phil. 4, 4—7. Das Heil Der Heiden Freuet euch! Tit. 2, 11—14. Gnade. Apostelg. 6, 8— 7, 2. und V. 51—59. Stephanus. Gal. 4, 1—7. Der Erbe ein Kind. Gal. 3, 23—29. Gesetz und Glaube. Tit. 3, 4—8. Freundlichkeit Gottes. Jes. 60, 1—6. kommt. Röm. 12, 1—6. Der ver⸗ nünftige Gottesdienst. Heilsame Dein Licht Röm. 12, 7—16. Nicht träge, was ihr thun sollt. Röm. 12, 17—21. Fried⸗ fertigkeit. Röm. 13, 8—10. Gesetzes⸗ erfüllung. Kol. 3, 12—17. Das Band der Vollkommenheit. 2. Petr. 1, 16—21. dem heil. Berge. 1. Kor. 9, 24—10, 5. Das Kleinod für die Wettläufer. 2. Kor. 11, 19—12, 9. Ich bin wohl mehr. 1. Kor. 13. Die Liebe. Auf 2. Kor. 6, 1—10. Tag des Heils. Reminiscere Olli Lätare Judika Palmarum Karfteitag 1. Ostern 5 Ouasimod. Miserikordia Jubilate Kantate Rogate Himmelfahr Cxaudi 1. Pfingsten 2 U Trinitatis I. n. Trin. Das Heil rHeiden er Herr uet euch! Heilsame und Y. nus. 25 Erhe esetz und idlichket iin Lich der her ienst, Mech un soll Fried Reminiscere Okuli Lätare Judika Palmarum Karfreitag 1. Ostern 2 +. 7 Quasimod. Miserikordias Joh. 10, 12—-16. Jubilate Kantate Rogate Himmelfahrt Exaudi 1. Pfingsten 23 Trinitatis 4. u. DTrin. 2.„ 0 3. V 7 4. 566„„ 6. V 7. 7 7 Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Evangelium. Matth. 15, 21—28. kananäische Weib. Luk. 11, 14—28. Der Starke und Stärkere. Joh. 6, 1—15. Die Speisung. Das Joh. 8, 46—59. Ehe denn Abraham ward, bin ich. Matth. 21,1—9. Hosianna! Die Passionshistorie. Mark. 16, 1—8. Er ist auf⸗ eerstanden. Luk. 24, 13—35. Emmaus. Joh. 20, 19—31. Thomas. Der gute Hirte. Joh. 16, 16—23. und Freude. Joh. 16, 515. Der Tröster. Trauer Joh. 16, 23—30. Gebet im Namen Jesu. Mark. 16, 14—20. Aufge⸗ hoben gen Himmel. Joh. 15, 26—16, 4. Der Zeugen Geist. Joh. 14, 23—31. Wohnung machen. Joh. 3, 16—21. Gott geliebet! Joh. 3, 115. Also hat Nikodemus. Luk. 16, 19—31. und Arme. Luk. 14, 16—24. Gastmahl. Luk. 15, 1—-10. Der Reiche Großes Zöllner und Sünder. Luk. 6, 36—42. terrichter. Der Split⸗ Matth. 5, 20—26. sein Gericht. Luk. 5, 1—11. Der Fischzug.] 1. Petri 3, 8—15. Mark. 8, 1—9. Woher Brot? 591 Epistel. 1. Thess. 2, 1—7. Die Heiligung. Ephes. 5, 1—9. Gottes Nachfolger. Gal. 4, 21—31. und die Freie. Hebr. 9, 11—15. Das Sühn⸗ Die Magd opfer. Phil. 2, 5—11. Erniedrigt und erhöht. Jes. 53. 1I. Kor. 5, 6—8. Das Oster⸗ lamm. Apostelg. 10, 34—41. Petrus und Kornelius. 1. Joh. 5, 4—10. Der Glaube der Sieg. 1. Petr. 2, 21—25. Vorbild und Opfer. 1. Petr. 2, 11—20. Der gute Wandel. Jak. 1, 17—21. Alle gute Gabe. Jak. 1, 22—27. Thäter des Worts. Apostelg. 1, 1—11. Aufge nommen. 1. Petr. 4, 8—11. Gute Haushalter. Apostelg. 2, 1—13. Voll heiligen Geistes. Apostelg. 10, 42—48. Der Geist fiel auf alle. Röm. 11, 33—36. Unbe⸗ greiflichkeit Gottes. 1. Joh. 4, 16—21. Gott die Liebe. 1. Joh. 3, 13—18. Bruder⸗ liebe. 1. Petr. 5, 6—11. Demütiget euch. Röm. 8, 18—23. Seufzen der Kreatur. Allesamt gleichgesinnt. Haß und Röm. 6, 3—11. Mit Christo gestorben. Röm. 6, 19—23. Knecht⸗ schaft und Freiheit. n. Trin. 1. Advent Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Evangelium. Matth. 7, 15—-23. Falsche Propheten. Luk. 16, 1—9. Der Haus⸗ halter. Luk. 19, 41—48. Thränen über Jerusalem. Luk. 18, 9—14. Pharisäer und Zöllner. Mark. 7, 31—37. Hephata! Luk. 10, 23—37. Wer ist mein Nächster? Luk. 17, 11—19. Ein Dank⸗ barer. Matth. 6, 24—34. Nicht Gott und dem Mammon. Luk. 7, 11—17. Witwe zu Nain. Luk. 14, 1—11. Unten an! Matth. 22, 34—46. Wie dünkt euch um Christo? Matth. 9, 1—8. Der Gicht⸗ brüchige. Matth. 22, 1—14. Hochzeit⸗ lich Kleid. Joh. 4, 47—54. Der Köni⸗ gische. Matth. 18, 23—35. Der Schalksknecht. Matth. 22, 15—22. Die Zinsmünze. Matth. 9, 18—-26. Das Mägdlein schläft. Matth. 24, 15—28. Greuel der Verwüstung. Matth. 25, 31—46. Gericht über die Völker. Epistel. Röm. 8, 12—17. Schuldner nicht dem Fleisch. 1. Kor. 10, 6—13. War⸗ nende Vorbilder. 1. Kor. 12, 1—11. Geistes⸗ gaben. 1. Kor. 15, 1—10. Summa des Evangeliums. 2. Kor. 3, 4—9. Die Decke Mosis. Gal. 3, 15—22. Das Gesetz um der Sünde willen. Gal. 5, 16—24. Frucht des Geistes. Gal. 5, 25—6, 10. Im Geist wandeln. Ephes. 3, 13—21. Apostol. Fürbitte. Ephes. 4, 1—6. Einigkeit. 1. Kor. 1, 4—9. Geistlicher Wohlstand. Ephes. 4, 22—28. Tägliche Erneuung. Ephes. 5, 15—21. Vorsicht im Wandel. Ephes. 6, 10—17. Waffen⸗ rüstung. Phil. 1, 3—11. Gebet für all e. Phil. 3, 17—21. Irdischer und himmlischer Sinn. Koloss. 1, 9—14. Bitte für die Gemeine. 1. Thess. 4, 13—18. Trost um die Entschlafenen. 2. Petr. 3, 3—14. Welt⸗ ende. Matth. 25, 1—13. Kluge 1. Thess. 5, 1—11. Kinder und thörichte Jungfrauen. des Tages. Dritter Jahrgang. Evangelium. Epistel. Luk. 1, 67—79. Zacharias Hebr. 10, 19—27. Neuer Lobgesang. Zugang. Luk. 13, 18—27. Das Senf⸗ 2. Petr. 1, 2—9. Viel orn. Gnade. 2 Sonnt. N. W. Mujahr Sonnt. n. N. Cpiphanias 1. u. Epiph. 0 9.09 0 5.„ 6. Septuagesimä Sexagesimä Cstomihi Invokavit Reminisgere Okuli Lätare Judika Palmarum Karfreitag huldnyr Var⸗ Giistes Summa ie Decke Vl 5 Geset lllen. ucht des 0 Im Wposol ihkeit istlicher Lägliche Vorsicht Vaffn⸗ bet für discher Zinn. itte fit Dost nen. Melt Velt⸗ Kinder Neuer Val 3. Advent 4. 7 1. Weihnacht. 2. 5 Sonnt. n. W. Neujahr Sonnt. n. N. Epiphanias 1. n. Epiph. 2. 7 + 3. V 4. V 5. V 7 6. Septuagesimä Sexagesimä Estomihi Invokavit Reminiscere Okuli Lätare Judika Palmarum Karfreitag Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Evangelium. Luk. 17, 20—30. Das Reich Gottes inwendig. Matth. 3, 1—12. Johannis P Predigt. Matth. 1,18—23. Höchsten. Joh. 1, 1—18. ward Fleisch. Luk. 2, 25—34 Simeon und die Darstellung. Luk. 4, 16—21. Das ange⸗ nehme Jahr. Matth. 3, 13—17. Die Taufe Jesu. Mark. 1, 14—- 22. Die Bot⸗ schaft und die Boten. Das Wort Joh. 1, 35—42. Kommt und sehet es! Joh. 1, 43—-51. Natha nael. Joh. 3, 22—30. Der Täu⸗ fer zu Enon. Joh. 4, 5—26. im Geist. Joh. 6, 53—64. vom Himmel. Joh. 7, 33—39. Jesus war noch nicht verklärt. Luk. 6, 20—35. Selig und Anbetung Das Brot Wehe. Luk. 9, 18—26. Du bist Christus. Luk. 10, 38—42. Eins ist not. Mark. 2, 18- 22. Das Fasten. Luk. 7, 36—-50. Die Sün⸗ derin. Luk. 10, 17—22. Rückkehr der Siebenzig. Joh. 8, 12—20. Ich das Licht der Welt. Joh. 11, 41—53. Lazari Auferweckung u. Kaiphas Rat. Joh. 12, 1—19. und Einzug. Luk. 23, 44—49. scheiden. bin Salbung Jesu Ver⸗ Sohn des 1 Hebr. 593 Epistel. Hebr. 133 15—25. Sinai und Zion. 2. Kor. 4, 3—6. Licht aus der Finsternis. Joh. 1, 1—7. ben ist erschienen. Hebr. 2, 6—15. Mensch ge— worden. 2. Petr. 1, 10—15. für die Nachwelt. Röm. 8, 24—30. Hoffnungs⸗ seligkeit. 1. Joh. 3, 1—8. eine Liebe! Kol. 1, 24—29. Predigt an alle Menschen. 1. Kor. 1, 20—31. Die gött⸗ liche Thorheit. 3, 12—19. Das Le⸗ Sorge Seht, welch Heute! Röm. 1, 14—20. Das Evan⸗ gelium, Gottes Kraft. Röm. 2, 1—11. Güte Got⸗ tes und Tag des Zorns. Röm. 2, 12—16. Das natür liche Gesetz. Röm. 3, 19—26. dienst gerecht. Röm. 3, 27—31. Gerecht durch den Glauben. Röm. 5, 1—11. Frucht der Rechtfertigung. Jak. 3, 13—18. W von oben. Gal. 5, 13—18. Freiheit. 1. Joh. 2, 12—17. nicht lieb die Welt. Jak. 1, 2—8. Die Anfech⸗ tung Freude. Ohne Ver⸗ eisheit Beruf zur Habt 2. Kor. 7, 6—13. Göttliche Traurigkeit. 1. Petr. 1, 17—-25. Das teure Blut. Hebr. 12, 1—6. Aufsehen auf Jesum. 2. Kor. 5, 12—21. Lasset euch versöhnen. 38 594 Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Evangelium. Epistel. Irin 1. Stern(Joh, 20, 1—10. Das leere 1. Kor. 15, 12.20. Der 12. u.4 Grab. Erstling von den Toten. 2. Ostern Joh. 20, 11—18. Maria!. Kor. 15, 35—49. Die 13.„ Auferstehung der Toten. Quasimod. oh, 21, 15—19. Hast 27 Kor. 15, 5458. Tod, 14. 1 mich lieb? wo ist dein Stachel?— Miserikordias Joh. 15,9—16. e„Joh. 4, 1—8. Christ und 15. Christi. Widerch hrist. Jubilate Joh. 15„ 17—27. Der 110 Joh. 4, 9—16. Er hat 16.„„ Haß uns Werst geliebt.— Bußtag Luk. 13, 1—9. Gottes Lang⸗Offenb. Joh. 3, 1-6. Du I7. mut. hast den Namen, daß du lebst. 1 Kantate Joh. 17,110. Fürbitte Jesu. Phil. 2, 1—4. Eintracht. 275— ö Rogate 9 11, 113. Er 43 805 Tim. 2, 1—6. Fürbitte 19.„„ sie bitten. für alle. ö Himmelfahrt Joh. 17,11—26. Nicht mehr Koloss. 3, 1—4. Suchet, was in der Welt. droben ist. Exaudi Apostelgeschichte 1, 15—26. 2. Tim. 2, 8—13. Halte im 21. 99 Matthias. Gedächtnis Jesum Christ! 1. Pfingsten Apostelgeschichte 2, 1—13.]Ephes. 2, 19—22. Christl. Pfingstwunder. Haus Gottes. 2. 1 Apostelgeschichte 2, 37—47. Ephes. 4, 11—16. Haupt 25 Die Gemeine. und Glieder. Trinitatis Matth. 28, 16—20. Vater, 1. Kor. 2, 1—12. Das Ge⸗ Sohn und heiliger Geist. heimnis. 1. n. Trin. Apostelgeschichte 3, 1—11.]Röm. 8, 1—11. Fleisch und 201 Der Lahme gehend. Geist. 27 Apostelgeschichte 4, 1—12. Röm. 10, 1—11. Des Ge⸗ Die Apostel vor dem W, setzes Ende. 21 0 3.„„ Apostelgeschichte 4, 13—22. Ephes. 2, 13—18. Die Feind⸗ rase können es ja nich icht 8 bf.—3 Haltet assen. NRoloss. 4, 1—6. Haltet an 4.„„ Apostelgeschichte 4, 23—37. am Gebet. Gebet der Gemeine. Gal. 2, 17—21. Christus Im 5.„„ Apostelgeschichte 5, 111. kein Sündendiener. gangs wi Ananias und Sapphira. Röm. 10, 12—18. Der Glaube 6 Apostelgeschichte 8, 26—38. aus der Predigt. Der Kämmerer.. Tim. 1, 12—17. Das Am 7.„„ Apostelgeschichte 9, 1.=19. teure Wort. Jahrgang Pauli Bekehrung. Röm. 11, 11—21. Der wilde 8.„„ Apostelgeschichte 14, 818. Olbaum. Lystra. Röm. 11, 25—32. Alles be⸗ 9.„„ Apostelgeschichte 16, 16—34. schlossen unter den Un⸗ Der Kerkermeister. glauben. 10.„„ Apostelgeschichte 17, 21—34. 1. Kor. 3, 10—17. Der Paulus zu Athen. Grund, der gelegt ist. 11.„„ AApostelgeschichte 20, 15—38.] 1. Thess. 5, 14—24. Schluß⸗ Pauli Abschied. ermahnung. Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. 59⁵ . 8 Evangelium. Epistel. Dutn 12. n. Trin. Apostelgeschichte 26, 24 31.1. Petr. 3, 15—18. Bereit 99 Paulus und Agrippa. zur Verantwortung. en 13.„„Luk. 12, 1—8. Furcht und Röm. 8, 31—-39. Gott für . Oa Furcht. uns! Hnn 14.„„ Luk. 15, 11—32. Der ver⸗Ephes. 6, 1—9. Hauspflichten. 51 lorene Sohn. hrit u 15.„„[Luk. 9, 46—56. Die Don⸗2. Thess. 3, 6—16. Christ⸗ Er ku. nerskinder. 0 licher Fleiß. 0 0 6u, 2, 562. Unreife Jak, 3, 1 10. Sünden der . 9 Nachfolger. Zunge. —6 17.„„[Joh. 9, 1—12. Der Blind⸗2. Kor. 8, 1—9. Die Armut Daß dl geborne. Christi. 18.„„ Mark. 10, 17—27. Der reiche 1. Tim. 6, 6—16. Großer Jüngling. Gewinn. 19.„„ Mark. 12, 38—44. Der 2. Kor. 9, 6—15. Unaus⸗ Witwe Scherflein. sprechliche Gabe. het, uu 20.„„Luk. 12. 15—23. Der reiche Hebr. 4, 1—11. Die Ruhe. Narr. 21.„„ Mark. 12, 28— 34. Das vor⸗Jak. 8—13. Das könig⸗ hrh nehmste Gebot. 10 Gesetz. Christ 22.„„ Luk. 19, 1—10. Zachäus. Jak. 1, 9—12. Niedrigkeit und Höhe. Hauht 23.„„ Luk. 19, 11—27. Die Pfunde. Hebr. 12, 7—13. Die Züchti gung. Das Oe 24.„„ Luk. 16, 10—17. Treue im Jak. 5, 7—11. Die Geduld. Geringen. eisch und 25.„„ ILuk. 12, 35—46. Wachen. 2 Kor. 5, 6—11. Wir wallen. 26.„„ Lul. 12, 49—57. Zeichen 2. Kor. 4, 1318. Trübsal Des 0 der Zeit. ist zeitlich. ö ö 27.„„ Jsoh. 14, 1—6. Die bereitete 2. Kor. 13, 5—13. Prüfet ie de ö Stätte. euch selbst. ö Vierter Jahrgang. Im 4. Jahr werden die Evangelien und Episteln des 2. Jahr 47 0 gangs wieder gelesen. 160 7. D Am 1. Advent 1890, 1894, 1898 u. s. w. wird mit dem ersten Jahrgang begonnen. Der Wl Alesl hen Un— —. 38* Mor 6. Cv. Lucä? N.Lukas 4, Bibel-Lesetafel. (Die Zusammenstellung der Schriftabschnitte stimmt mit dem Bibellesezettel der Preußischen Hauptbibelgesellschaft überein. Die Zahlen hinter den Schriftabschnitten weisen auf die Lieder im Gesangbuche.) 1. Advent. ů 2. Weihnachtsfeiertag. Morgens. Abends. Morgens. Abends. M. Jesaia l, S. Ev. Matth. 21, 1-9.48/ Ep. Röm. 13,11-14.41 Dz. M. 1. Mos. 5, 8.15.42 1. Mose 12, 1-3. 50 26. Ev. Lucä 2, 15-20. 65 Ep. Titus 3, 4.:7. 64 A D.„ 49, 8.12.46(4. Mose 24, 15-17.47 27. Joh. 1-18.701. Joh. 3, 1-8.297 M. 5. Mos. 18, 15-19. Sam. 7, 8.16 Epheser„3.6. 62 Psalm 2. 66 F. 4. 20 D. Jesaia 7, 10-14. 67 Jesaia 9, 2.7. Kolosser„9. 17.82„ 45, 1—8. 284 E 2— 14, 1810. 84„ 12, 1.6.„Hebräer 0 44. 8 5„ 90. 497⁷ S.„25, 6-9. 51Psalm 24. Sonntag nach Weihnachten. B.(Cv. Lucä 2,33-40.586 Ep. Galat. 4, 1.7.68 Gv. Matt S. Ev. Lur 21,25.36.50 Ep. Röm. 15, 4-13.53 Ey. Lucs 2, 38.40. S6HEp. Galat. EIet S. CEv.Mal M. Jesaia 35, 1-10. 16 Jesaia 40, I. D. 42, 1.9. 337 49,5Y13. 70 Jahresschluß. ½ 15 .„ 51, 4.1. 7.10. 188 Dz.I N— 40 D., 54, 73. 269„ 55, L.2. Hebräer 6, Psalm 103. 7⁵ 44 F.„ 7,14.21.275„ 61, 1.8. 3 S.„ 62, 6-12. 334 Psalm 96. Neujahr. G* 90 V. V. Ir. n. Ev. Lucd 2, 21. 77 Cp. Gal. 3, 23.29. 76 S. Ev. Matt. 11,2-10.41 Ep. 1. Kor. 4 1*7 2. Matth. 3, 1-12. 79 Matth. 3, 13•17. 61 M. Jerem. 23, 1-6. 194 Lukas 3.] Joh. 1, 29-34. 80 Joh. 3— W. 25 14.25 652 4.„ 2,13.25.3380 6 S.(Ev.Matt M.„ 5. 4, 1-14. 310— D. Hesek. 34, 11-16.371„ Wsdesenss + 3 F. 3 1. 42 Maätth. Spi i S.„ 36, 22-27. 277 Pfalm 97. Epiphanias. Ir. 4. Advent. 6. Gv.Matth. 2.42.88 Jesaia 60, 1-6. 194 7.J. S. Ev. Joh. 1, 19.28. 45 Ep. Phil. 4, 4.7. 63 7. Joh. 4, 27-42. 84 Psalm 126. 40⁰⁰ M. Daniel 14 13-:18. 46 Daniel 9, 22.-27. 210 9. Sol ea„14 184 Hosea 14, 2.10. 43 Sonntag nach Neujahr. M. Joel 35 48 Amos 9, 11-15. 46 2.19. D. Micha 4, 1.5. 187 Nicha 5, 1.5. 56 S. ev. Matth. 2, 0. 1. Petria, 1210 95 0 F. Zephan. 3, 14.20.52 Haggai 2, 1-10. 193 W. Pfalm 8 Psalm 19 209. 55 S. Sacharja ,S-10.57 Psalm 113. 49 27 179„S 80. 464 Angn *. 26. 17„ 0. 366 Predig 1. Beihnachtsfeierkag. D +„. 12. 255„ 22. 237⁷ Aen Döꝛ. ö F. 5„ 5 3700„ 5. 4⁴⁷„ 119 25. Ev. Lucä 2, 1.14. 60Ep. Tit. 2, 11-14.59[S.„ 111. 649„ 8 36² V„19 1 tel der schnitten S 5 GSe; 6 GDSSSS S. Ev. Matth. M. M. 2* 9 GS S Morgens Lukas 4, Matth. Ev. Joh. 2, 1-11.17. Ep. Röm. 12,7-163 Matth. 5 „CEv. Matth. Jesaia 1, Ev. Matth. 8 „Sprichw. 8, 1-21. 286 Sprichw. 9, 1-18. Prediger 2, 1-11.5 Psalm 119,25-48.1730„ Jesaia 41, Bibel⸗Lesetafel. 1. Epiphanias. Abends Ev. Lucä 2,41 14·30. 318/ Matth 5. 4, 31-44. 337 5,27.48.317 10 18.2 2— 1— 1 5² 9 2. Epiphanias. 10j, 625 15.299 Lukas 7, 36-50. 238 „ 9, 57· 10, 38. „ 11,37— 54. 307 Joh. 5, 17.30.5 7. 309 Psalm 38. 3. Epiphanias. 8,1-13.37 Ep. Röm. 12, 17-21. 282 18. 210 Psalm 73. 32⁰ 19.250„ 84. 529 7. 244„ 86. 392 13 5„ 387. 201 12. 188„ 89, 1-19. 185 21 18, 1-20. 283 4. Epiphanias. 8. 23 „23.27. Ep. Röm. 13,8-10.297 318 374 Psalm 25375/„ 377 68, 1.12. 10 100. 26 123. 176 391 124. 17⁷ 25. 4080„ 125. 179 49, 8-18. 181„ 12. 17¹ 5. Epiphanias. 3,24-:30. 207 58, 7.14. 34 Jesaia 63, 7.16.451 64, 1-12. 253„ 65, 17— 7. 66, 13-24. 190Hesek. 33, Hesek. 36, 22 274 Jona 1. Jona 2. 1 4. 19 Pfalm 116. 4 Jesaia „ 119.2 6. Epiphanias. „[Ev. Matth. 17, 147 Ep. 2. Petri 1,16-21. 211 28⁵ 211 212 20⁷ 206 17¹ 4Psalm 119, 1-24. 119,49-72. 119, 97-120. „119,73-96. 209„ „I19, 145-160. „ü119,121-144. 208 „„ 119,161-176.182„ 14. Ep. Kol. 3, 12-17.345 35 Ep. Röm. 12,1 6. 314 S. W² 2. Matth. 39⁰⁰ Sepluagesimä. Morgens. Abends Ev. Matth. 20, 1-16. Ep. 1. Kor. 9,24-10,5. 278 188 Matth. 318 Joh. 30⁴ —*— 315 Matth 260 * 262 Psalm 6,61-71. Watth. 16, 1-1 „ 17, 14-2 Sexagesimä. Ev. Lucä 8, 4-15. 208 Ep. 2 18, 1-11. 250 Matth. Joh. 7, 1-10. 346 Lukas 7,11-24. 28 Joh. 7, 25-36. 35 342„ 6, 111. 19 2 298 8, 21-30. 283 „ 9,51 45.275 Pfalm 141. 140 Estomihi. Ev Luc. 18,31.43. 34 Ep. 1.Kr.13,1-13.306 Joh. 9, 1.9. 9N, 24·41. 418 Joh. 9, 10•2 40„ 10, 1. Mat tth. 10, 24-42. 298 Lukas 10, 21-:24 Lukas 11, 1-13.281 Matth. 11, 16 1 11, 37.54. 290 Lukas 12, ů ö„12, 13-31. 443 Psalm 91. 17 300 292 Invokavit. Ev. Matth. 4,1-11.91 Ep. 2. Kor. 6, 1-10. 92 Lukas 12,32.40.319 Lukas 12,i 48.517 „ 12,49-59. 192„ „ 13, 22.35.%„ 15, 11.24. 254„ 17, 1-10. 260 18, 1-8. 322 Pfalm 13 13. Reminiscere. Eu. Ranth. 394 Ep. 1. Thess. 4,1-7.96 Joh. 10, 22-42. 300 Markus 10, 1-16. 456 11, 1-16. 299 Matth. 19,16-30. 293 Matth. 20, 17.28. 93 1. 84 Lukas 19, 1-10.457 Lukas 19, 11 319 Joh. 11, 17-31.484 Joh. 11, 32.46. 131 é„ 11, 47-57. 99 Psalm 121. 4⁴⁵ Okuli. „[Ev. Lucä 11,14.28.98 Ep. Ephes. 5, 1-9. 101 31² N.„ 19,29.40.107 Matth. 21, 12.17 aen 11, 11-19.338 Foh. 12, 20. Joh. 12, 34-50.334 Matth. 3. h 21¹,3² 256 „2„ „ 23,29.39. 5„ 23, 13-28. 290 180 Psalm 145. 11 598 Bibel-Lesetafel. SS SO. C S E C — — Matth. 27, Foh. 19,19.29. 113Pfalm 22. Ev. Marcit16,1-8.117 Ep. I. Kor. 5,6-8. 119 Ev. Luc.24.13-35 Lukas 24, 36-47. 129 Apostg. 13,26-35 M. Joh. 20, 1-10. 124 Joh. 20, 11-1 CLätare. Miserikordias Domini. Morgens. Abends. 10 Morgens. Abends. Ev. Joh. 6, 1.15. 102 Ep. Gal. 4, 21.31.105 S. Ev. Joh. 10, 12- 194 Ep.. Petri 2,21.25. Mark. 12, 41-44. 312 Matth. 24, 114. 3010 9⁴ 441 Matth. 24, 29.36.508„ 25, 14-30.511 M. Apostg. 4, 19.-31. 350 Psalm 98. 4 „ 26, 1.5. 106 Lukas 22, 1.6. 0 D. 7. 4 2„ 59. 36 Lukas 22, 7.13. 90 Matth. 26, 20.29. 234 M.„„ 110. 338 „ 22, 24-38. 265 Joh. 13, 12„ 118,14-29. 125 Joh. 13,31-38. 297 Psalm 26. 5„3183. 18⁵ 1„ 66. 15 Zudikia. Zubilate. sKoh, r 005. 46 59.101 06 915, 1115. 342 S. Ev. Joh. 16, 16 517 Ep: 1. Petri 2,11.20. Joh 5 34¹ 15,16 340M.Apostg. 8, 1-25. 196 PI salm 132. 536 Matth. 26,30 ö 110D.„ 8, 26⸗40.193„ 139. 36 26, 57.75. 95„ 27, 1.10. 96 5 23, 1— Lukas 23, 8.12. 105 Lukas 23, 1·7. 99Lukas 23, 8-12. 105 Am Bußtage. Matth.27, 11.23. 110 Pfalm 69, 1.21.111 M. Ev. Lucä 13, 1 9.2360Ep. Psalm 102. 238 E 2 9, 950 Apostg. 9, 23 Nalmarum. F. 1„ 10, 1—16. 194 Ev. Matt. 21, 1.9.116 Ep. Phil. 2,5-11.222 sein 31. 103 Lukas 23, 2. 93 Kantalte. Ev. Joh. 16,5-15.156[Ep. Jak.1, 16- lpostg. 11, 1•⁴1⁴8. 197 Apostg. 11, 18 31² Lukas 23,33-38. 104 * 405 13, 1-12. Am grünen Donnerstage. M.„ 15,4„ 14, 1.18. 106 Ev. Joh. 13,1-15.234 Ep. 1. Kor. 11,2 D. 1416 15, 120.278 2, s,„ 16, 25-40. 261 8.„ 17, 115. 200Psalm 77. 383 Am Karfreitage. Rogate. „Ev. Matth. 27,45-54. Ep. Jes. 52, 13.53,12. S. ev„Joh. 16, 23.30. Ev. Jak. 1, 22.27. 287 10² 100 31⁵ Matth. 27,55.66. 109 Psalm 16. 97 M. Apostg 17/16.34.166 Apostg. 18, 1.28.378 D.„ 19, 1.209163 10,21.40.1 M.„ 20, 1Y16. 138 Psalm 47. 14⁴3 1. Ostertag. Am Tage der Himmelfahrt Christi. D. CEv. Marei 16, 14306v. Apafg.„ 1 2. Ostertag. F. Apostg.20, 17.38. 146 Apostg. 21, 1Y16. 445 1280Ep. Apostg. 10,34-41. S. 21, 17-39. 379 Psalm 61. 37⁰ 442 * Cxaudi. S. 5 Joh. 15,26- 2155 Ep. 1. Petri 4, 2 21, 21, 15-19. „ 21, 23 Matth. 28, 16-20. 136 „Lukas 24, 48-53. 131 Psalm 133. 345 M. Apostg. 21,40— 2222. Offenb. 1, 1.7. 505 263 D.„ 2223.õ23,11.„ I, 8.20. 146 Quasimodogeniti.— 1—3 975 2,17. 18 0.„ 23,12⸗35.3 7. 186 Ev. Joh. 20,Ad.⸗ oh.rac us.„ 24. 399„ 2, 8.11.301 4 I F. 25, 1-12. 393 2, 12-17. 298 Apostg. 4, 12.26.130 Hiob 19, 23.27.127„ 25, 13.27.392 Psalm 51. 3⁰⁵ „2, 14.28. 134 Psalm 48. 25• 3.1•—1 185„ 4½. 1. Psingstta „ 3, 1.11.1½ ,„ 93. Pfingsttag. „ 3.12.20. 8„ 5. S. Ev. Joh. 14, 23-31. Ep. Apostg. 2, 1-13. „ 4, 1.18. 121 23. 15¹ 15² er 0 Morg M Gv. Johrs, sapost 26 2 2 2. 28, Ga N 1 9 3 M.„. D %„ 8. 7. 6„ C. Cv. Luc. 16 ,1. Mose d. 9. 47 N.„ I D. V 7 14 S.U 15 2. S. Ev. Lucä I. Mose 1 „ 15 = S. Ev. Lue. 1 Mose 9„ 2 0* +„ 5 ri 2,11.290. 341 2 2 * 0⁰⁰ „1.18.106 „.J0. 255 8, L..N8 10„ 2—0.1 143 christi. t9. /41 M.Ev. Joh. 3,16-21.155 Ep.Apostg. 10,42.48. 154 Bibel-⸗Lesetafel. 590 2. Vfingstlag. Abends Morgens. 5. nach Trinitatis. Morgens. Abends. Ev. Lucä 5, 1.11.37 Ep. I.Pet.3, 1.9.56 32. 416 Römer 14, D. Apostg. 26. 399 Offenb. 2, 18.29. 14 M.„ 27, 1.20. 398 1 3, N. 1, 10-19. D.„ 27, 21.44. 376„ 3 7.1² 9. 1,20-31.3 F. ,„ 25, 3800„ 3, 14.24. 2, 1.5. 26 S.„ 28, 16-31. 384 Psalm 67. 419 Pfalm 43. 43² 0 6. nach Trinitatis. Trinitatis. IEv. Matkh S. Ev. Matth. 5, 20-26. Ep. Röm. 6, 3-11.271 5. Cv. Joh. 3, 1.15. 166 Ev.Rom 11,3. 420 7 N. I.Mose 1,. 1 2Römer 1, 1- 1. Mose 40, 1-23. 4211. Kor. 2, 6-16.153 10 11, 1.24.327 3, 1-10. 29 WM.. 210 2 41,25.43.4 „ 41, 44-57. 15 F.„ 6, 5.22.393 18 S. I. 239 Pfalm 49. . 7 ch Trinitatis 1. nach Trinikatis. 7. nach Trinikatis. S. CE 16.19-31.514ʃ S. Ev. Marci 8, 1-9.460 Ep. Röm.6,19-25 S. Ev. Luc.16,19-31.&5 Sp. 3— 0— 5 v. Luc. 16,19-31 355 p. 1. Joh. 4, 16.21. N 1. Mose 43, 1.15. 420L. Kor 95 35 43, 16-34.427 M.1. Mose 8 19Römer 3„ D. x 25 4,„ 44,„ „ 20 M.Y„ 207„ 4, 9„ D. 15 5 F 4 285⁵ 2 25„ 45, 16- 26⁰ Psalm S. 1 402 Psalm 104. 8. nach Trinitatis. S. Ev. Matt. 7,15-23.24 28 Röm 8,12.17.315 2. nach Trinitkatis. M. I. Mose 46,1 7. 26-34. 2. Kor. 37⁰ S. Ev. Lucä 14, 16-24. Ep. 1. Joh. 3, 13.18. 9 261 20 247 501 73112.27.31. M.1. Mose 17, 1-16.399[Römer 6, 12-18. 25 5846 D.„ 18, 110.583.„ 257 M. M.„ 3%„ D. 317„ F. 366 S. 1 38⁴4 Pfalm 6. 9. nach Trinilakis. 3. nach Srinitatis. S. Ev. Lucä 16, 1.9. 25 Ep. I. Kor. 10, 6-13. S. Ev. Luc. 15, 1-10.248[Ep. 1. Pet. 5,6-11.38 M. 1. Mose 23. 385 Römer 8, 31-39 2. Mose 2, 1-10 2. Kor. 6, 11-18. D.— 25— 380„/ Las 2 M.„ 1820„ V 2 8, D. 5 4408„ 277 D.„ 4, 1.17.3900% 2. F. 7. 403]„ 10, 1.11. 264.*„ 5. 179„ I0. S. 1 409 Psalm 683. 431 S.„ 6, 1-13. 180Psalm 79. 4 5 Frinikati 10. nach Trinikatis. nach Trinitatis. 0 S. Ev. Lucä 19,41.48.26 Ep. 1. Kor. 12, 1.11. S. Ev. Lucä 6, 36-42.34 Ep. Röm.8,18-23.313 152 M. 1. Mose 27, 18-29. 410 Römer 10, 12.21.188 M. 2. Mose 7. 181 Galater 1, 1-10. 261 D.„ 27, 30-45.411[„ 11, 1-12.240 182]„ 1, 11.24. 307 M.]„ 28, 10-22.412„ 11, 13-24. 276 M.]„ 12, 1.19 1830„ 2,16-21. 259 D.„ 29, 1.20. 413]0„ 11, 25-32. 278 D.„ 12, 29-42. 1844„ 3, 1.14. 260 F.„ 31, 1.18. 414„ 13, 1.7. 407.„ 13, 17.22.331 4, 11.20. 186 S.„ 32, 1-21. 415 Psalm 44. 432 S.„ 14, 1.14. 392 Psalm 25. 438 60⁰ Bibel-Lesetafel. 23. 11. nach Trinitatis. ö 17. nach Trinitkatis. Nas Morgens. Abends. Morgens. Abends. 2b.Matt S. Ev. Lucä 18,9 14.254 Ev. 1. Kor. 15, 11 S. Ev. Lucä 14, 1-11. 28 Ep. Eph. 4, 1-6. 155 ö M. Ruth 1. 287 2. Thess. 2, 1.12. 509 M. I.Chron. M. 2. Mose 14, 15-31. 110 Galater 5, 1-15. 2. 288„ 2,13.17.277 D. H. Könige D.„ 15,2, 5. 380[ ½ 2. 34⁴⁰ N.——— „, 290 1. Tim. 1, 1-11.295)• D. 10,15. 1. Sam. 1, 1-20. 2911„ 1, 12-20. 292% 7„ 2,.„ 1, 21.2, 11. 16 Psalm 36. 4⁴⁷ .„ 9. 18. nach Trinitatis. 24. 2 Z. 6 12. nach Trinitaltis. S. Ev. Matth. 22,34-46. Ep. I. Kor. 1, 4.9. 185 6. Cv. Mat S. Ev. Marci7,31-37.13 Ep. 2.Kor. 3, 32 ö M. 2. Mose 28, 1-19. 208 Epheser 2, 2, 1 M 1. Sam. 3. 1741. Tim. 2. 35⁰0 M. I. Könige WD., 290„ 5,, 4, 1.18.292],„ 65. 70⁰. M 192%„, 5. 293%„ 4. 261 N D 2 4,15—„ 7,3.13. 12„ 5, 17.25. 391% 5— F. 17 5, 10—. 8. 29⁴ 6, 1.11. 390 S 1.10. 273 Psalm I. 17 9j 1-17. 13 Pfalm 143. 4⁴⁸ 13. nach Trinitatis. 19. nach Trinitatis. S. Ev. Lucä 10,23-37.27 Ep. Gal. 3, 15-22.25 9 S. Ev. Matth. 9, 1-8.33 Ep. Ephs. 4,22-2 M. 2. Mose 34, 2 36Epheser 6, 1-9. N.1. Sam. 10, 1-16. 295. Tim. 6, 1 D. 3. Mose 10, 1.11.314„ 6, 18-2 ½„ 10, 17.27. 2972. Tim. 1, M. 4. Mose 12. 267 Phil. 1, 1„ 12. 298 1. D.„ 13, 17:34. 268„„ 13, 114.299„ 2, F.„ I4, 1.25. 269„ 2, 12.18. 250 F.„ 15, 7.29.3000„ 2,11. S.„ 14m, 26-45. 270 Psalm 30. 441 S.„ 16, 1-13. 302 Psalm 34. 14. nach Trinitatis. 0 20. nach Trinitatis. S. 11. Lucä 17,11-19. 9 Ep. Gal 5„[Ev. Matt. 22,1-14.350Ep. Ephs. 5, 15-21.3 Ben d M.4. Mose 16, 1—19.271 Phil. 3 14-23.3032. Tim. 2, 22.26. 348 die für die d D.„ 16, 20-40.272„„ 17,. 06%„ 3. 408⁸ M.„ 16,41-50. 274 Kolosser„ 12, 20-51.176„ 4, 1.8. 520 ,. 70,„ 17, 32.51. 172 Titus 1. 207 F.„ 20, 1.13.27„ 188, 1.14.45„ 2, 1104208 S.„ 20, 14.·29 278 Pfalm 39.„ 19, 118.377 Pfalm 20. 4⁵⁰ 5 15. nach Trinitatis. ö 21. nach Trinilkatis. S. Ev. Matth. Ep. Gal. 5, 25-6, 10. S. Ev. Joh. 4, 47.54.34 Ep. Eph. 6,10-17 328 516 M.I. Sam. 24. 367 Philemon 34⁵ M. 4. Mose 21, 1-9. 27 Kolosser 2,16-23. 339 D.„ 26. 1791. Petri 1, 1-12. 266 D. 25,16.. 250„, 111 3·W. 51. 47⁴4„ 1, 13-25.362 M.5. Mose31, 14.23.282„ 3, 18.-4, 1. 457 D. 2. Sam. 1, 17-27.183[„ 2, 110.340 D 34, 1.12.470„ 3 2.18. 342 F.„ 5,17.25. 304 3, 15-22. 338 F. Josua 1. 263/1. Thess. 1. 517S. 8. 306 Psalm 130. 236 ——„ 5. 384 Psalm 28. 44⁵ ih Erimitatt 22. nach Trinitkatis. nt SCev. Matth. 1822. ey. Pyil. v.an S. Ev. Lucä 7,11.17.521 Ey. Eph. 3,13.21.358 M. Josua 6, 121.1721. Thess. 2, 1·8. 189 M.]2. Sam. 12, 1-14. 243 1. Petri 4, 17. 400 7. 256„ 2, 9•20. 200 Di, 25„, Ir5. 2.„ 23. 36⁴4I0„ 3 300 M.„ 22. Petri 1, 1-14. 389 D.„ 24, 1-18.459„ 4, 8-12. 285 D. 5 4 21.209 C. 24 5, 12.28.311 F.„ 307 S.( 8.23. 286 Psalm 75 446S 1 4⁵¹ Bibel-Lesetafel. 601 23. nach Trinitatis.)) x 25. nach Trinitatis.“) Morgens. 11 Morgens. Abends. S. 100 Matth. 3 465 Ep. Phil. 3,17.21.512 3633 Matth. 24,15-28. Ep. 1.Thess. 4, 13- 521 317 21 M.]1. Chron. 29,1J-10. 305 1. Joh. 1. 189 M. 1. 65931 19. 275Hebräer 5. 146 D. 2½„ 2, 114. 297 O.„ 2„,9„ 376 M.„ 2, 2. König. 7•12* 3760„ 10, 1-18. 272 D 45/ D. 7 1.7. 3900„ 10,19.39.301 F.. 3 F. 7 5 1-14.385„ 12, 1-11. 364 S. 9. 182 Psalm 42. 516 S.„ 6, S8.23. 397 Psalm 138. 45⁵3 24. nach Trinitatis.“) 26. nach Trinitatis.) S. Ev. Matth. 9, 465127 Ep. Kol. 1, 9.-14. 283 S. Ev. Matth. 25,31.46. Ep. 2. Thes. 1, 3·10. é 14⁰ 37⁵ M.. Könige 10,1—13 5 318 M. 2 Könige 1711M• 12, 12.29. 496 D., vr 13 M]„ 17, 1-16.388s„ 2,1 13,15 D.„ 18, 1.16.370 +. 5. 209 Dan 1„ F.„ 18,17.29. 349 4. 20F.„ 25,1 2, 1-13. 6²„ 18,30-46. 13 Psalm 76. Klagel. 237 Pf alm 149. 27. nach Trinitatis.“) Morgens. Abends S. Ev. Matth. 25, 39914 Ep. 1. Thess. 5, 1-11. 51 509 M. Offenb. 5. 23 Jakobi 2, 14-26. 262 D.*„ 9•17. 515 1 3. 35⁵ M„ 10, A.O. i„ 4. 316 D.„ 20, 11.-15. 5110„ 5. 405⁵ F.„2I. 510 Juda 40² .„ 22. 401 Psalm 50. 52⁰ Von dem Sonntage ab, an dem das Totenfest gefeiert wird, werden die Lektlionen gelesen, die sür die 27. Woche nach Trinitatis angegeben sind. Verzeichnis der Liederdichter. (Die Zahlen weisen auf die Lieder im Gesangbuch, die mit einem Sternchen versehenen Zahlen auf die dem Gesangbuch angehängten geistlichen Lieder.) „Johann Agricola, geb. 1492 zu Eisleben, gest. 1566 als Hof⸗ prediger in Berlin.— 282. „Heinrich Albert, geb. 1604 zu Lobenstein im Voigtlande, gest. 1651 als Organist am Dom zu Königsberg i. Pr.— 413. 486. 55. 3. Johann Georg Albinus, geb. 1624 zu Unternessa bei Weißenfels, gest. 1679 als Pfarrer zu Naumburg.— 492(7). 493(27). Fohann Ludwig Konrad Allendorf, geb. 1693 zu Josbach bei Marburg, gest. 1773 als Pfarrer und Scholarch in Halle.— 189. 25. 1. „Michael Altenburg, geb. 1584 zu Alach bei Erfurt, gest. 1640 als Pastor an St. Andreas in Erfurt.— 178. „Hieronymus Annoni, geb. 1697 zu Basel, gest. 1770 als Pfarrer in Muttenz bei Basel.— 161. Wilhelm Erasmus Arends, geb. 1677, gest. 1721 als Pastor an St. Peter und Paul in Halberstadt.— 328. „Ernst Moritz Arndt, geb. am 26. Dezember 1769 zu Schoritz auf der Insel Rügen, bekannt als Dichter und Schriftsteller aus der Zeit der Befreiungskriege, starb am 29. Januar 1860 als Professor der neueren Geschichte zu Bonn.— 72. 164. 280. 500.*7. „Gottfried Arnold, geb. 1666 zu Annaberg in Sachsen, Schüler Speners, Professor der Geschichte in Gießen, gest. 1714 als Pastor und Inspektor(Superintendent) zu Perleberg.— 312. 313. „Christoph Karl Julius Asschenfeldt, geb. 1792 zu Kiel, gest. 1856 als Oberkonsistorialrat und Propst zu Flensburg.— 361. „Jonathan Friedrich Bahnmaier, geb. 1774 zu Oberstenfeld in Württemberg, Professor der Theologie in Tübingen, gest. 1841 als Dekan von Kirchheim unter Teck zu Owen auf einer Dienstreise.— 196. „Christian Gottlob Barth, geb. 1799 in Stuttgart, Pfarrer in Möttlingen bei Calw, nach Niederlegung seines Amtes als Volks⸗ schriftsteller und eifriger Förderer der Heidenmission in Calw thätig, wo er 1862 starb.— 200. Kornelius Becker, geb. 1561 zu Leipzig, gest. 1604 als Professor der Theologie und Pastor an St. Nikolai daselbst. Er gab 1602 den ganzen Psalter in Liedern heraus.—(26). 213. 371. 4. Martin Behm(Behemb, Bohemus), geb. 1557 zu Lauban in der Oberlausitz, gest. 1622 als Oberpfarrer daselbst.— 83. 411. 412. 479. 18. Kas Erzi Wei 19. Sig (Wi Böh Hofé 168 W. Juf Rec Uni 21. Kar Ver im 22. Her Lut 23. An seit scht und 24. Jo gest Ger rsehenen Hof⸗ 1. 1651 0. Henfels, ach bei — 189. Pastor , Heht 61. feld in + als 100 rrer in Volks⸗ thätig, Hfessor 160² han in III. V1 Verzeichnis der Liederdichter. 603 5. David Behme, geb. 1605 zu Bernstadt in Schlesien und ebenda 1657 als Herzoglich Ölsscher Hofprediger und Konsistorialrat ge storben.— 487. 3. Johann Betichius, geb. 1650 zu Steckby in Anhalt, gest. 1722 als Diakonus zu Zerbst.— 419. „Johann Daniel Karl Bickel, geb. 1737 zu Altweilnau in Nassau, gest. 1809 als Konsistorialrat und Superintendent zu Usingen, Herausgeber des Nassau-Usingischen Gesangbuches vom Jahre 1779.— 204. Kaspar Bienemann(Melissander), geb. 1540 zu Nürnberg, Erzieher am Hofe des Herzogs Johann Wilhelm von Sachsen Weimar, gest. 1591 als Generalsuperintendent zu Altenburg.— 368 I Sigismund von Birken(Betulius), geb. 1626 zu Wildenstein (Wildstein) bei Eger, mit seinen Eltern des Glaubens wegen aus Böhmen flüchtig, Erzieher am Wolfenbüttler und Mecklenburger Hofe, von Ferdinand III. geadelt und als Dichter gekrönt, starb 1681 als Privatgelehrter zu Nürnberg.— 106. 299. „Justus Henning Böhmer, geb. 1674 zu Hannover, Professor der Rechte, Kanzler des Herzogtums Magdeburg und Direktor der Universität zu Halle, woselbst er 1749 starb.— 133. Karl Heinrich von Bogatzky, geb. 1690 zu Jankowe in Schlesien, Verfasser zahlreicher Erbauungsschriften, gest. 1774 als Privatmann im Waisenhaus zu Halle.— 188. 336. Hermann Bonn(Bonnus), geb. 1504 zu Quakenbrück, Schüler Luthers, gestorben als erster Superintendent zu Lübeck 1548.—(93). Anton Ulrich, Herzog zu Braunschweig⸗Lüneburg, geb. 1633, seit 1685 Mitregent und seit 1704 regierender Herzog von Braun⸗ schweig-Wolfenbüttel, trat 1710 zur römisch⸗katholischen Kirche über und starb 1714 zu Salzdahlum.— 382. Joachim Justus Breithaupt, geb. 1658 zu Nordheim in Hannover, gest. 1732 zu Kloster Bergen als Professor der Theologie in Halle, Generalsuperintendent des Herzogtums Magdeburg und Abt des evangelischen Stifts Kloster Bergen.— 265. Samuel Gottlieb Bürde, geb. 1753 zu Breslau, gest. 1831 als Kanzleidirektor in Berlin.— 163. 357. Christian Karl Josias von Buusen, geb. 1791 zu Korbach in Waldeck, preußischer Gesandter in Rom und London, machte sich um das Kirchenlied hochverdient durch die Herausgabe des„Allgemeinen Gesang⸗und Gebetbuchs“ 1833 und starb 1860 zu Bonn.— 430. 27. Franz Joachim Burmeister, Freund und Mitarbeiter des Lieder⸗ dichters Johann Rist, geb. 1633 und gest. 1672 als Pastor in seiner Vaterstadt Lüneburg.— 494. „Matthias Clandius, der„Wandsbecker Bote“, geb. zu Reinfeld im Holsteinischen 1740, gest. zu Hamburg 1815 als Bankrevisor. —4. 42. Tobias Clausnitzer, geb. 1618 zu Thum in Sachsen, gest. 1684 als kurpfälzischer Kirchenrat zu Weiden in der Oberpfalz.— 29. „Johann Andreas Cramer, geb. 1723 zu Jöhstedt im sächsischen Erzgebirge, Professor der Theologie zu Kiel, daselbst gest. 1788. —(218). 43. Verzeichnis der Liederdichter. Bartholomäus Crasselius, geb. 1667 zu Wernsdorf bei Glauchau in Sachsen, Schüler August Hermann Franckes, starb 1724 als lutherischer Pfarrer in Düsseldorf.— 315. „Simon Dach, geb. 1605 zu Memel, gest. 1659 als Professor der Dichtkunst zu Königsberg i. Pr.— 488. 489.*3. Nikolaus Decius(Hovesch) ist nach den wahrscheinlichsten An— gaben Mönch im Kloster Steterburg bei Braunschweig, seit 1523 evangelischer Prediger in Stettin gewesen und daselbst 1541 gest. — 1. 91. Da vid Denicke, geb. 1603 zu Zittau in der Oberlausitz, gest. 1680 als Konsistorialrat in Hannover, gab in Gemeinschaft mit Justus Gesenius seit 1646 das einflußreiche Hannoversche Gesangbuch heraus, in welchem zum ersten Mal grundsätzlich und planmäßig ältere Lieder nach neuerem Geschmack umgedichtet erscheinen.— 26. 208. 243.(262). „Bernhard von Derschow(Derschau), geb. 1591 zu Königsberg i. Pr., starb ebendaselbst 1639 als Professor der Theologie, Konsi⸗ storialrat und Oberpfarrer.— 224. 36. Wolfgang Christoph Deßler, geb. 1660 zu Nürnberg, gest. 1722 als Konrektor der Schule zum heiligen Geist daselbst.— 266. 308. Karl August Döring, geb. 1783 zu Mark⸗Alvensleben im Magde— burgischen, gest. als Prediger der lutherischen Gemeinde in Elber feld und unermüdlicher Förderer der inneren Mission 1844. 74. 148. 165. 220. 360. Adam Drese, geb. 1620, gest. 1701 als fürstlich Schwarzburgischer Kapellmeister zu Arnstadt in Thüringen.— 293. Paul Eber, geb. 1511 zu Kitzingen in Unterfranken, Freund Luthers und Melanchthons, starb 1569 als Professor der Theo⸗ logie, Generalsuperintendent und Stadtpfarrer in Wittenberg.— 365. 477. „Johannes Daniel Falk, geb. zu Danzig 1768, gest. zu Weimar 1826 als Legationsrat. Er begründete eins der ersten Rettungs⸗ häuser für verwahrloste Kinder.— 24. 38. Christoph Fischer(Vischer), geb. zu Joachimsthal in Böhmen, gest. 1600 als Hofprediger und Generalsuperintendent in Celle.— 94. Paul Flemming(Fleming), geb. zu Hartenstein in Sachsen 1609, nahm 1633 teil an einer sechs Jahre dauernden Gesandtschaftsreise nach Rußland und Persien, bei deren Beginn er das Lied„In allen meinen Thaten“ dichtete, und starb infolge der Anstrengungen dieser Reise am 25. März 1640 als Arzt in Hamburg.— 380. Johann Frauck, geb. 1618, gest. 1677 als Landesältester der Niederlausitz und Bürgermeister seiner Vaterstadt Guben, nächst Paul Gerhardt der bedeutendste Kirchenliederdichter seiner Zeit, ein Schüler Simon Dachs.—(49). 86. 227. 244. 292. 466. Michael Franck, geb. 1609 zu Schleusingen, Bäcker daselbst, starb 1667 als Lehrer an der Stadtschule zu Koburg.— 490. 5. Salomo Franck, geb. zu Weimar 1659, starb daselbst 1725 als Oberkonsistorial⸗Sekretär.— 109. 389. . Sebastian Frauck, geb. 1606 zu Schleusingen, Bruder des Michael Franck, gest. 1668 als Diakonus in Schweinfurt.— 287(9). . Aug Bigt 8. 8 48. Agi Bre⸗ 49. Jol Heint Geh von 50. Jol 17¹ 51. Jol als 52. Ahr Sao die burt 17⁰ 53. Fri Per o 54. Go gest Ma 55. Ka dig 56. La gest 5/. Ch Hai zem in& 451 58. Pa der bei an 30 0. 48 3⁷ 50⁰ 59. I. ale lauchau 24 als rofessor en An⸗ it 1553 1Rges. t. 1680 Justus ingbuch nmäßig nen.— igsbetg Konsi⸗ . 17½ 6. 8, Nagde⸗ Elber⸗ 14.— cgische Freund Theo 9.— tungs⸗ hhen, 47. 48. 49. Verzeichnis der Liederdichter. 60⁵ August Hermann Francke, geb. in Lübeck am 12. März 1663, Begründer der nach ihm benannten Stiftungen in Halle, gest. als Professor der Theologie und Pastor an St. Ulrich daselbst am 8. Juni 1727.— 80. 391. Agnes Franz, geb. 1794 zu Militsch in Schlesien, gest. 1843 zu Breslau.— 37. Johann Anastasius Freylinghausen, geb. 1670 zu Ganders— heim in Braunschweig, August Hermann Franckes Schwiegersohu, Gehilfe und Nachfolger, Herausgeber der Hallischen Gesangbücher von 1704 und 1714, starb 1739.— 251. 318. 55 Burchard Freystein, geb. 1671 zu Weißenfels, gest. 1718 als Hof⸗ und Justizrat zu Dresden.— 319. 2018 Piart Ludwig Fricker, geb. 1729 zu Stuttgart, gest. 1766 ls Pfarrer zu Dettingen bei UFrach in Württemberg.— 192(2). sduhe Fritsch, geb. 1629 zu Mücheln in der Provinz Sachsen, Kanzter und Konsistorialpräsident zu Rudolstadt, wo er die beiden Gräfinnen Ludämilie und Amilie Juliane von Schwarz— burg⸗Rudolstadt zur geistlichen Dichtkunst anregte. Er starb daselbst 1701.— 108. 300(?). 513. „Friedrich Funcke, geb. 1642 zu Nossen im Erzgebirge, Kantor in Perleberg und Lüneburg, 1694 Pfarrer in Römstedt bei Lüneburg, wo er 1699 starb.— 144. „Gottfried Benedikt Funk, geb. 1734 zu„nnin in Sachsen, gest. 1814 als Konsistorialrat und Rektor des Domgymnasiums zu Magdeburg.— 137. Karl Bernhard Garve, geb. 1763 zu Jeinsen bei Hannover, Pre⸗ diger der Brüdergemeinde, gest. 1841 zu Herrnhut.— 193. 212. 279. „Lampertus Gedicke, geb. 1683 zu Gardelegen in der Altmark, gest. 1735 als Feldpropst in Berlin.— 399. „Christian Fürchtegott Gellert, geb. am 4. Juli 1715 zu Hainichen bei Freiberg im sächsischen Erzgebirge, gest. am 13. De⸗ zember 1769 als Professor 0 Dichtkunst, n.mn und Moral in Leipzig.— 21. 22. 23. 71. 112. 136. 232. 352. 403. 404. 424. 451. 452. Paul Gerhardt, nach Luther der größte unter allen Liederdichtern der evangelischen Kirche, geb. am 12. März 1607 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, 1651—1657 Propst in Mittenwalde, 1657 Diakonus an St. Nikolai in Berlin, welche Stelle er 1667 konfessioneller Zwistigkeiten wegen aufgab, seit 1669 Archidiakonus in Lübben a. d. Spree, wo er am 7. Juni 1676 starb.— 8. 9. 10. 11. 47. 48. 64. 65. 66. 67. 77. 101. 102. 103. 104. 154. 155. 263. 289. 373. 374. 375. 376. 377. 378. 379. 414. 415. 437. 455. 465. 503. 1. 10. „Justus Gesenius, geb. 1601 zu Esbeck in Hannover, gest. 1673 als Generalsuperintendent und Oberhofprediger zu Hannover. (Vergl. Denicke.)— 98. 124. „Georg Geßner, geb. 1765 zu Dübendorf bei Zürich, gest. zu Zürich 1843 als Alt-Antistes und Pfarrer am Großmünster.—*21, „Ludwig Andreas Gotter, geb. 1661, gest. 1735 als Hofrat in seiner Vaterstadt Gotha.— 17. 249. 250. 309. ——— Verzeichnis der Liederdichter. Johann Gramann(Poliander), geb. 1487 zu Neustadt in Bayern, Ecks Sekretär bei der Disputation 1519, seit 1522 Luthers Freund, starb 1541 als Pfarrer zu Königsberg i. Pr.— 3. „Christian Gregor, geb. 1723 zu Diersdorf in Schlesien, Her ausgeber des Brüdergesangbuches von 1778, gest. 1801 als Bischof der Brüdergemeinde zu Berthelsdorf.— 353.(518). Karl Georg Grüneisen, geb. 1802 zu Stuttgart, starb daselbst 1878 als Hofprediger und Oberkonsistorialrat.— 470. „Cyriakus Günther, geb. 1650 zu Goldbach bei Gotha, gest. 1704 als Lehrer am Gymnasium zu Gotha.— 305. Karl Rudolf Hagenbach, geb. 1801 zu Basel, gest. 1874 als Professor der Theologie an der Universität seiner Vaterstadt.— 202 7. Georg Friedrich Philipp von Hardenberg, als Dichter Novalis genannt, geb. 1772 auf Gut Wiederstedt im Mansfeldischen, gest 1801 als Bergassessor in Weißenfels.— 115. 358. 359. 16. 536. „Gottlieb Christoph Adolf von Harleß, geb. 1806 zu Nürn berg, Professor der Theologie zu Erlangen und Leipzig, Oberhof prediger in Dresden, zuletzt Präsident des protestantischen Ober konsistoriums in München, wo er 1878 starb.— 453. „Klaus Harms, geb. 1778 zu Fahrstedt in Süderdithmarschen, gest. 1855 als Hauptpastor an St. Nikolai und Kirchenpropst in Kiel. — 468. Thomas Hartmann war um 1604 Diakonus in Eisleben.— 122. Karl Friedrich Harttmann, geb. 1743 zu Adelberg in Württem⸗ berg, Professor an der Karlsschule, bis 1812 Dekan in Lauffen, gest. 1815 in Tübingen.— 405. „Johann Adam Haßlocher, geb. 1645 zu Speier, Pfarrer daselbst, nach der Zerstörung der Stadt durch die Franzosen Konsistorialrat und Hofprediger zu Weilburg in Nassau, wo er 1726 starb.— 31. 73. Julie von Hausmann, geb. 1826 in Riga, bis 1870 an ver⸗ schiedenen Orten, zuletzt in Biarritz, als Erzieherin thätig, seit 1870 Musiklehrerin an der St. Annenschule in Petersburg.— 28. „Luise von Hayn, geb. zu Idstein in Nassau 1724, Mitglied der Brüdergemeinde, gest. 1782 als Pflegerin der ledigen Schwestern in Herrnhut.— 34. „Heinrich Kornelius Hecker, geb. 1699 zu Hamburg, gest. 1743 als Pastor zu Meuselwitz bei Altenburg.— 53. 210. 76. Johann Heermann, geb. 1585 zu Raudten bei Wohlau in Schle⸗ sien, 1611—1634 Pastor zu Köben bei Glogau, erduldete in den Drangsalszeiten des dreißigjährigen Krieges mit seiner Gemeinde und in seinem Hause viel Kreuz und starb 1647 zu Lissa in Polen. Er ist der bedeutendste Liederdichter in dem Zeitraum zwischen Luther und Paul Gerhardt.— 84. 95. 96. 123. 179. 180. 181. 240. 241. 242. 285. 286. 428. 454. 464. 502. 506. „Heinrich Held war um 1640 Rechtsanwalt in seiner Vaterstadt Guhrau in Schlesien.— 42. 156. „Ludwig Helmbold, geb. 1532 zu Mühlhausen in Thüringen, gest 1598 als Superintendent und Pfarrer daselbst.— 4. 367. 79. Luise Hensel, geb. 1798 zu Linum bei Fehrbellin, dichtete in ihrer Jugend die beiden hier aufgenommenen Lieder, trat später zur kall 94 Paderbe Valert Gebutt⸗ mann e dreißig — 480 81. Petru Brüder 32. Nikole seines 62. 12 83. Johai in Pot und O 81. Johar Bitterf zu Dre 85. Johaf tember direkto 86. Joha als R 87. Joha zu Br 88. Anna zu M Quedl 89. Kasp Pfarre 90. Wilht Pfarre dichter R. Fried sal, ge 92. Phili 17⁴⁸ Amte bauun —10 93. Gott 17¹² 94. Ernf gest. 95. Kon als 3 96. Mel. Mein starb 0⁰0. un, Her Vichof daselbst het. 1704 1874 als 1.— 202 Movalis' hen, gest. 16. 36. zu Nürn⸗ ra Oerhof hen Ober schen, gest t in Kiel. u.— 122. Württem⸗ Kauffen, er daselbst, sistorialrat arb.— 31. 0 an ver⸗ seit 187⁰ 2 itglied der Schwestern ges. 7⁴3 in Schle⸗ ete in den Gemeinde min Polen. u zwischen 150. 181. Vaterstadt gen, gest. . ichtete in at später 80. 84. Verzeichnis der Liederdichter. 60⁷ zur katholischen Kirche über und starb 1876 als Erzieherin zu Paderborn.— 17. 22. Valerius Herberger, geb. 1562, gest. 1627 als Pfarrer in seinem Geburtsort Fraustadt in Posen, wie sein Schüler Johann Heer⸗ mann ein Kreuzträger in den Nöten der Gegenreformation und des Krieges, Verfasser zahlreicher Erbauungsschriften. — 480. „Petrus Herbert, starb 1571 als Konsenior der böhmisch-mährischen Brüderunität zu Eibenschütz.— 433. „Nikolaus Herman, Kantor zu Joachimsthal in Böhmen, Freund seines Pfarrers Johann Mathesius, starb 1561 in hohem Alter.— 62. 120. 409. 431. 460. 476. 3. Johann Timotheus Hermes, geb. 1738 zu Petznik bei Stargard in Pommern, gest. 1821 als Oberkonsistorialrat, Superintendent und Oberpfarrer in Breslau.— 522. Johann Gottfried Herrmann, geb. 1707 zu Altjeßnitz bei Bitterfeld, gest. 1791 als Oberhofprediger und Oberkonsistorialrat zu Dresden.— 277. „Johann Daniel Herrnschmidt, geb. 1675 zu Bopfingen in Würt⸗ temberg, gest. 1723 in Halle als Professor der Theologie und Mit⸗ direktor der Franckeschen Stiftungen.— 18. 398. 3. Johann Friedrich Herzog, geb. 1647 zu Dresden, gest. 1699 als Rechtsanwalt daselbst.— 439. „Johann Hesse, geb. 1490 zu Nürnberg, gest. 1547 als Pfarrer zu Breslau, wo er die Reformation einführen half.— 475(2). „Anna Sophie Landgräfin von Hessen⸗Darmstadt, geb. 1638 zu Marburg, gest. 1683 als Abtissin des evangelischen Stifts Quedlinburg.— 229. 39. Kaspar Hennisch, geb. 1620, gest. 1690 als Superintendent und Pfarrer in seiner Vaterstadt Schweinfurt.— 512. Wilhelm Hey, geb. 1789 zu Leina bei Gotha, gest. 1854 als Pfarrer und Superintendent zu Ichtershausen, bekannt als Fabel dichter.— 35. „Friedrich Konrad Hiller, geb. 1662 zu Unteröwisheim bei Bruch⸗ sal, gest. 1726 als Kanzleiadvokat zu Stuttgart.— 185. Philipp Friedrich Hiller, geb. 1699 zu Mühlhausen a. d. Enz, 1748 Pfarrer in Steinheim, wo er 1751 die Stimme verlor, dem Amte entsagen mußte und 1769 starb, Verfasser zahlreicher Er⸗ bauungsschriften und der fruchtbarste Liederdichter Württembergs. — 191. 276. 344. 401.(517). „Gottfried Hoffmann, geb. 1658 zu Löwenberg in Schlesien, gest, 1712 als Rektor des Gymnasiums in Zittau.— 504. Ernst Christoph Homburg, geb. 1605 zu Mühla bei Eisenach, .142. gest. 1681 als Rechtsanwalt in Naumburg.— 43. 99 Konrad Huber(Huober), geb. 1507 zu Bergzabern, gest. 1577 als Diakonus an St. Thomas zu Straßburg i. E.— 206. 3. Melchior Wilhelm Hülsemann, geb. 1781 zu Soest, Pfarrer zu Meinerzhagen und zu Elsey, Superintendent der Synode Iserlohn, starb im Ruhestand zu Elsey 1865.— 469. 99. 100. 101. 102. 103. 104. 105. 106. 107. 108. 109. 110. Verzeichnis der Liederdichter. Michael Hunold, geb. 1621 zu Leißnig an der Freiberger Muld gest. 1672 als Archidiakonus zu Rochlitz in Sachsen.— 507. „Justus Jonas(Jodocus Koch), geb. 1493 zu Nordhausen, als Professor zu Wittenberg einer der thätigsten Mitarbeiter Luthers, erster evangelischer Superintendent zu Halle, 1546 infolge des schmalkaldischen Krieges von dort vertrieben, starb 1555 als Superintendent zu Eisfeld in Thüringen.— 17⁷. Matthias Jorissen, geb. 1739 zu Wesel, gest. 1823 als deutscher reformierter Prediger im Haag. Seine„neue Bereimung der Psal⸗ men“ erschien zu Wesel 1798. 523. 524. 525. 526. 527. 528. 529. 530. 531. 32. 538. 534. 535. 536. 537. Johann Heinrich Jung, genannt Stilling, geb. 1740 zu Grund bei Hilchenbach im Siegerlande, bekannt durch die zahlreichen Staar operationen, die er als Arzt ausführte, Professor in Heidelberg und Marburg, verfaßte viele religiöse Schriften und seine noch heute weit verbreitete Lebensbeschreibung, gest. als Hofrat in Karlsruhe 1817.— 32. Christian Keymann, geb. 1607 zu Pankraz in Böhmen, gest. 1662 als Rektor des Gymnasiums in Zittau.— 63. 288. Friedrich Gottlieb Klopstock, geb. am 2. Juli 1724 zu Qued linburg, der Sänger des„Messias“, lebte längere Zeit in Honen⸗ hagen und später in Hamburg, wo er am 14. März 1803 als badi⸗ scher Hofrat und dänischer Legationsrat starb.— 38. 233. 521. Gustav Friedrich Ludwig Knak, geb. 1806 zu Berlin, Prediger an der Bethlehemskirche daselbst, Helt 1878 auf einer Reise zu Dünnow in mmniu— 203.*20. Albert Knapp, geb. 1798 zu Tübingen, gest. 1864 als Stadt pfarrer in Stuttgart, Herausgeber des„Evangelischen Liederschatzes“, einer Sammlung von 3572 Kirchenliedern.— 116. 197. 198. 199. 205. 221. Christoph Knoll, geb. 1563 zu Bunzlau, gest. 1621 als Diakonus in Sprottau.— 481. Christian Knorr von Rosenroth, geb. 1636 zu Altrauden bei Wohlau in Schlesien, gest. 1689 als Geheimrat und Kanzleidirektor zu Sulzbach in Bayern.— 416. 4⸗ 5 Kramer, geb. 1646 zu Ammerswort in Holstein, gest. 1702 ls Pastor zu Marne in Süderdithmarschen.— 158. Jonathan Krause, geb. 1701 zu Hirschberg, gest. 1762 als Super⸗ intendent und Pfarrer zu Liegnitz.— 37. Friedrich Adolf Krummacher, geb. in Tecklenburg, dasel bst ge⸗ tauft am 22. Juli 1767, Konrektor in Hamm, Rektor in Mörs Professor der Theologie in Duisburg, Pfarrer in Kettwig, Konsi⸗ storialrat in Bernburg, Pastor zu St. Ansgarii in Bremen, wo er am 4. April 1845 im Ruhestand starb; bekannt als Parabeldichter. — 55. 194. 407. 39. Friedrich Wilhelm Krummacher, geb. als ältester Sohn von Friedrich Adolf Krummacher zu Mörs 1796, bekannt durch seine Wirksamkeit als Prediger in Frankfurt, Ruhrort, Barmen(Ge⸗ marke), Elberfeld, Berlin, Potsdam, gest. zu Pots sdam als Hof⸗ prediger 1868.—*14. 119. Johanh ls O ber 56. 9 2. Pet Weuht 3. Friedri Pfarrer St. Als stadt Da 5. Ioachit lugust in Halle 3. Lauren in Holst Bremen. 7. Johant geb. 17⁴ an St. zösischen 8. Leopol Frankfin lutherisc Johant dann Le Pastor z „Ehrenf Liegnitz, Hirschber „Salome gest, 168 2. Valenti als Ober Matthä Mdt in des Her Martii und Me Eisleben bruar 1 deutschu Strophe 61. 119 223. 25 Jboachi ebangel 1583 he „ Samue rat und r Muld WM. ausen, als r Uhers folge'des 555 gls deutscher der Pfal⸗ 527. 528. zu Grund en Staar⸗ lberg und och heute Karlsruhe 4 gest. zu Qued⸗ u Kopen⸗ als badi⸗ 3. 521. Prediger Reise zu 6 Stadt⸗ Ischatzes“, 198. 199. Diakonus uden bei leidirektor gest. 1702 ls Super⸗ selbst ge⸗ in Möts, g, Konsi⸗ en, wo er beldichter. Zohn von urch seine men GSe⸗ als Hof⸗ 111. 112. Verzeichnis der Liederdichter. 609 Johann Sigismund Kunth, geb. 1700 zu Liegnitz, gest. 1779 als Oberpfarrer und Superintendent der Solmsschen Grafschaft zu Baruth in der Niederlausitz.— 520. Peter Lackmann, geb. zu Lübeck, Schüler August Hermann Franckes, gest. 1713 als Oberpfarrer zu Oldenburg in Holstein.— 418. 3. Friedrich Adolf Lampe, geb. 1683 zu Detmold, reformierter Pfarrer in Weeze und Duisburg, Professor in Utrecht, Pastor an St. Ansgarii in Bremen, wo er 1729 starb.— 134. 230. 330. 391. 332. 3838. 4. Ernst Lange, geb. 1650, gest. 1727 als Ratsherr in seiner Vater⸗ stadt Danzig.—(306.) 5. Joachim Lange, geb. 1670 zu Gardelegen in der Altmark, Freund August Hermann Franckes, gest. 1744 als Professor der Theologie in Halle.— 187. 420. „Laurentius Laurenti(Lorenz Lorenzen), geb. 1660 zu Husum in Holstein, gest. 1722 als Kantor und Musikdirektor am Dom in Bremen.— 87. 129. 248. 390. 515. „Johann Kaspar Lavater, als religiöser Schriftsteller bekannt, geb. 1741 zu Zürich, gest. daselbst 1801 als Kirchenrat und Pfarrer an St. Peters Münster an den Folgen einer durch einen fran⸗ zösischen Soldaten erhaltenen Schußwunde.— 355. „Leopold Franz Friedrich Lehr, geb. 1709 zu Kronberg bei Frankfurt a. M., gest. 1744 in Magdeburg als Diakonus an der lutherischen Kirche in Köthen.— 256. 349. „Johann Leon, geb. zu Ohrdruf in Thüringen, erst Feldprediger, dann Lehrer in Königssee und Groß-Mühlhausen, gest. 1597 als Pastor zu Wölfis bei Ohrdruf.— 478.(482). „Ehrenfried Liebich, geb. 1713 zu Probsthain(Probsthagen) bei Liegnitz, gest. 1780 als Pastor zu Lomnitz und Erdmannsdorf bei Hirschberg.— 162. 351. 402.(458). „Salomo Liscow, geb. 1640 zu Niemitzsch in der Niederlausitz, gest. 1689 als Diakonus zu Wurzen in Sachsen.— 303. 417. 496. 2. Valentin Ernst Löscher, geb. 1673 zu Sondershausen, gest. 1749 als Oberkonsistorialrat und Superintendent zu Dresden.— 254. 3. Matthäus Apelles von Löwenstern, geb. 1594 zu polnisch Neu⸗ stadt in Schlesien, gest. 1648 als Kaiserlicher Rat und Staatsrat des Herzogs von Münsterberg-Ols in Breslau.— 6. 183. Martin Luther, als deutscher Reformator zugleich der Begründer und Meister des deutschen evangelischen Kirchengesanges, geb. zu Eisleben am 10. November 1483, gest. ebendaselbst am 18. Fe⸗ bruar 1546. Er schuf seine 37 Lieder teils frei, teils durch Ver⸗ deutschung lateinischer Hymnen, durch Ausführung alter deutscher Strophen und durch Bearbeitung biblischer Stellen.— 2. 59. 60. 6195152. 166.(167), 171. 172. 173. 174. 175. 176. 223. 236. 259. 281. 473. 474. 5. Joachim Magdeburg, geb. 1525 zu Gardelegen in der Altmark, evangelischer Prediger, zuletzt zu Efferding in Osterreich, von dort 1583 vertrieben und seitdem verschollen.— 366. Samuel Marot, geb. 1770 zu Magdeburg, gest. als Konsistorial⸗ rat und Prediger an der neuen Kirche zu Berlin 1865.— 219. 39 Verzeichnis der Liederdichter. Bernhard Walther Marperger, geb. 1682 in Hamburg, Pfarrer in Nürnberg, der Nachfolger Speners in Dresden, wo er 1746 als Oberhofprediger und Oberkonsistorialrat starb.— 329. „Christoph Georg Ludwig Meister, geb. 1738 in Halle, seit 1774 Prediger an der Salvatorkirche in Duisburg, seit 1778 zu⸗ gleich Professor der Theologie daselbst. 1784 wurde er Prediger und Professor in Bremen, wo er 1811 starb.— 114. „Johann Mentzer, geb. 1658 zu Jahma in der Lausitz, gest. 1734 als Pastor zu Kemnitz in derselben Landschaft.— 16. Wolfgang Meuslin(Musculus), geb. 1497 zu Dieuze in Lothringen, gest. 1563 als Professor der Theologie zu Bern.— 432. „Johann Friedrich von Meyer, geb. 1772 zu Frankfurt a. M., rechtsgelehrter Senator daselbst und mehrmals Bürgermeister, auch als Bibelforscher bekannt, gest. 1849 in seiner Vaterstadt.— 195. 2. Johann Matthäus Meyfart, geb. 1590 zu Walwinkel bei Gotha, gest. 1642 als Professor der Theologie und Pastor zu Erfurt.— 510. 3. Joseph Mohr, katholischer Geistlicher, 1818 zu Oberndorf bei Salzburg, gest. 1848 zu Wagram.— 29. Martin Moller, geb. 1547 zu Kroppstädt bei Wittenberg, gest. 1606 als Oberpfarrer in Görlitz.— 369. 370. 5. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, geb. 1624 zu Halle, gest. 1685 als Pastor zu Koburg.— 68. 3. Joachim Neander, wegen seiner Lobpreisung der Herrlichkeit Gottes„der Psalmist des neuen Bundes“ genannt, geb. 1650 zu Bremen, Rektor in Düsseldorf, gest. am 31. Mai 1680 als refor⸗ mierter Prediger an St. Martini in Bremen.— 14. 15. 79. 246. 264. 304. 441. 497. „David Nerreter, geb. 1649 zu Nürnberg, gest. zu Stargard 1726 als Generalsuperintendent des Herzogtums Hinterpommern und des Fürstentums Kammin.— 386. Kaspar Neumann, geb. 1648 zu Breslau, gest. 1715 ebendaselbst als Pastor, theologischer Professor am Gymnasium und Inspektor der evangelischen Kirchen.— 32. 145. 440. 461. „Georg Neumark, geb. 1621 zu Langensalza, gest. 1681 als Biblio⸗ thekar und Archivsekretär zu Weimar.— 381 „Erdmann Neumeister, geb. 1671 zu üchteritz bei Weißenfels, gest. 252 1756 als Hauptpastor an St. Jakobi in Hamburg.— 88. 252 320. 443. „Johann Neunherz, geb. 1653 zu Waltersdorf in Schlesien, gest. 1737 als Oberpfarrer in Hirschberg.— 128. „Heinrich Georg Neuß, geb. 1654 in Elbingerode am Harz, gest. 1716 als Konsistorialrat und Superintendent in Wernigerode.— 247. 307. 3. Philipp Nicolai, geb. 1556 zu Mengeringhausen in Waldeck, half seinem Vater daselbst im Predigtamte, wurde dann 1583 Pastor in Herdecke a. d. Ruhr, 1586 an der heimlichen lutherischen Ge— meinde in Köln, 1587 Hofprediger in Wildungen, seit 1596 Pastor in Unna, wo er seine beiden berühmten Lieder veröffentlichte, seit 1601 Hauptpastor an St. Katharinen in Hamburg. Hier starb er 1608.—(284). 509. 144. 145. 146. 154. 155. 156. 158. 159. Joh. Ober Stell 2236. Joa lehre Bitte Gott zu K starb 7. Chr Stol Chr bei 2 als Gute Ben fels, San und Chr in A 52. Fri man 53. Joh Thee Gief 51. Jol Pfat gest. des Herz Ade schen Feld feld Ele ger in 7. Ch lau Pät hau 17¹ Ba gest Ma 164 ham „Pfarrer VdS als Hall, seit it.5 zu⸗ er Prediger gest. 1734 Dieuze in ern.— 432. furt a. M, lester, auch dt.— 195. lbei Gotha, kt.— 510. erndorf bei uberg, gest. „gest. 1685 Herrlichkeit eb. 1650 zu als refor⸗ 5. 79. 246. irgard 17²5 ern und des ebendaselbst d Inspektor als Biblio⸗ jenfels, gest. — 88. 252. lesien, gest Harz, ges. nigerode.— Baldeck Half 583 Pastor erishen Ge⸗ 1505 Pastor illichte, seit ier starb er 144. 154. 156. 157. 158. 159. Verzeichnis der Liederdichter. 61¹ Johann Olearius, geb. 1611 in Halle, Generalsuperintendent und Oberhofprediger des Administrators daselbst, später in gleicher Stellung zu Weißenfels, wo er 1684 starb.— 27. 28. 105. 168. 226. 290. 291. 5. Joachim Pauli, geb. 1636 zu Wilsnack in der Mittelmark, Haus⸗ lehrer in Berlin, gest. 1708 als Pfarrer in Ostrau im Kreise Bitterfeld.— 184. „Gottlieb Konrad Pfeffel, als Fabeldichter bekannt, geb. 1736 zu Kolmar, seit seinem einundzwanzigsten Jahre völlig erblindet, starb 1809 als Präsident des Konsistoriums in Kolmar.— 40. „Christoph Pfeiffer, geb. 1689 zu Ols, gest. 1758 als Pastor zu Stolz bei Frankenstein in Schlesien.— 69. „Christoph Karl Ludwig von Pfeil, geb. 1712 zu Grünstadt bei Worms, württembergischer Geheimer Legationsrat, gest. 1784 als preußischer Geheimrat und Minister(Gesandter) auf seinem Gute Deufstetten bei Ansbach.— 350. 457. „Benjamin Praetorius, geb. 1636 in Obergreißlau bei Weißen⸗ fels, gest. 1674 als Pfarrer in Großlissa.— 126.(301). „Samuel Preiswerk, geb. zu Rümlingen bei Basel 1799, Pfarrer und Antistes in Basel, wo er 1871 starb.— 356. „Christian Heinrich Rudolf Puchta, geb. 1808 zu Kadolzburg in Mittelfranken, gest. 1858 als Pastor in Augsburg.— 463. 2. Friedrich Räder, geb. 1815 zu Elberfeld, starb daselbst als Kauf⸗ mann 1872.— 12. 3. Johann Jakob Rambach, geb. 1693 zu Halle, Professor der Theologie daselbst, gest. 1735 als Professor und Superintendent in Gießen, Herausgeber des„Geistreichen Hausgesangbuchs“.— 19. 51. 52. 146. 170. 217. 275. 274. 337. 338. Johann Wilhelm Reche, geb. 1763 in Lennep, lutherischer Pfarrer zu Hückeswagen und Mülheim am Rhein, Konsistorialrat, gest. 1835 im Ruhestand zu Niederkassel am Rhein, Herausgeber des„Christlichen Gesangbuchs für die lutherischen Gemeinden im Herzogtum Berg“.— 406. Adam Reusner(Reißner), geb. 1496 zu Mindelheim im bayri⸗ schen Schwaben, Schüler Johann Reuchlins, Geheimsekretär des Feldhauptmanns Georg von Frundsberg, Anhänger Kaspar Schwenk—⸗ felds, gest. um 1575 in seinem Geburtsort.— 364. Eleonore von Reuß, geborene Gräfin zu Stolberg-Werni- gerode, geb. 1835 zu Gedern am Vogelsberg, lebt zu Jänkendorf in Schlesien.— 82. Christian Friedrich Richter, geb. 1676 zu Sorau in der Nieder⸗ lausitz, August Hermann Franckes Mitarbeiter als Inspektor des Pädagogiums und Arzt des Waisenhauses zu Halle, mit Freyling⸗ hausen der bedeutendste unter den„shallischen⸗ Liederdichtern, starb 1711.— 269. 270. 323. 324. 325. 326. 327. Bartholomäus Ringwald, geb. 1530 zu Frankfurt a. d. Oder, gest. 1598 als Pfarrer zu Langfeld in der Neumark.— 238. 508. Martin Rinkart, geb. 1586 zu Eilenburg in Sachsen, woselbst er 1649 als Archidiakonus starb. Wie Valerius Herberger und Jo⸗ hann Heermann war er seiner Gemeinde ein treuer Führer in den 39* 160. 161. 162. 163. 164. 165. 166. 167. 168. 169. 170. Verzeichnis der Liederdichter. entsetzlichen Drangsalen, von denen sie im dreißigjährigen Kriege heimgesucht ward. Sein Danklied dichtete er vor dem Jubelfeste der Augsburgischen Konfession 1630.— 5. Johann Rist, geb. 1607 zu Ottensen bei Hamburg, gest. 1667 als Pastor zu Wedel a. d. Elbe in Holstein, ein übermäßig frucht⸗ barer Dichter.— 7. 46. 76. 85. 100. 225. 436. 511. Samuel Rodigast, geb. 1649 zu Gröben bei Jena, Freund Speners, gest. 1708 als Rektor des Gymnasiums zum grauen Kloster in Berlin.— 385. Samuel Da vid Roller, geb. 1779 zu Heynitz bei Meißen, gest. 1850 als Pfarrer in Lausa bei Dresden.— 40. Johann Andreas Rothe, geb. 1688 zu Lissa bei Görlitz, 1722 bis 1737 Zinzendorfs Patronatspfarrer zu Berthelsdorf, starb als lutherischer Pastor zu Thommendorf in der Oberlausitz 1758.— 272. 505. Friedrich Rückert, geb. 1788 zu Schweinfurt, Professor der orien⸗ talischen Sprachen in Erlangen und Berlin, ein Sänger der Be— freiungskriege und unter allen deutschen Dichtern einer der seelen⸗ vollsten und formgewandtesten, starb 1866 als preußischer Geheim-⸗ rat auf seinem Landsitz Neuseß bei Koburg.— 56. Martin Rutilius, geb. 1550 zu Düben in Sachsen, gest. 1618 als Archidiakonus in Weimar.— 239. Gottfried Wilhelm Sacer, geb. 1635 in Naumburg, gest. 1699 als Kammeradvokat in Wolfenbüttel.— 78. 143. Christian Friedrich Heinrich Sachse, geb. 1785 zu Eisenberg in Thüringen, gest. 1860 als Hofprediger und Konsistorialrat in Altenburg.— 501. Johann Kaspar Schade, geb. 1666 in Kühndorf bei Meiningen, gest. 1698 als Prediger an St. Nikolai in Berlin.—(267). 392. Martin Schalling, geb. 1532 zu Straßburg, gest. 1608 als Pastor an St. Marien(Liebfrauen) in Nürnberg.— 283. Johann Scheffler, geb. 1624 zu Breslau, seit 1649 Leibarzt des Herzogs zu Ols, trat 1653 in Breslau unter dem Namen Angelus Silesius zur römisch⸗katholischen Kirche über, wurde geistlicher Rat des Fürstbischofs und starb 1677 im Kloster St. Matthias zu Breslau.— 294. 295. 296. 297. 298. Christian Ludwig Scheidt, geb. 1709 zu Waldenburg bei n gest. 1761 als Hofrat und Bibliothekar in Hanno⸗ ver.— 278. 2. Johann Hermann Schein, geb. 1586 zu Grünhain in Sachsen, gest. 1630 als Musikdirektor in Leipzig.— 483. »Hartmann Schenk, geb. 1634 in Ruhla bei Eisenach, gest. 1681 als Pfarrer in Ostheim vor der Rhön.— 30. „Heinrich Theobald Schenk, geb. 1656 zu Heidelbach in Hessen, gest. 1727 als Stadtpfarrer in Gießen.— 514. 5. Gottlob Ferdinand Maximilian von Schenkendorf, geb. 1783 in Tilsit, Sänger der Befreiungskriege, gest. als Regierungsrat in Koblenz 1817.— 73.*18. 26 Michael Schirmer, geb. 1606 zu Leipzig, gest. 1673 als Konrektor am Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin.— 44. 125. 153. 1. 18. 179. 180. 181.J Levit Lehte St. Ludt als Johe furt, Ben] berg. „Johs gest. Chri sonth Ludn 5. Joh dasel Ami Grüf zemb „Lude geb. bon 8. Chri und Qued Hen Kriege Hest. 1 üßig f Eihh a, Freund um grauen eißen, gest rlitz 17²² , starb als 1658.— der orien⸗ er der Be⸗ der seelen er Geheim⸗ gest. 1618 „gest. 1699 Eisenberg Orialrat in Meiningen, 27). 392. als Pastor eibarzt des n Angelus tlicher Rat 3 2 atthias zu enburg bei in Hanno⸗ u Sachsen, gest. 1651 in Hessen, geb. 17³⁸³ ungs Srat in Konrektor 125. 153. Verzeichnis der Liederdichter. 613 Levin Johann Schlicht, geb. 1681 zu Calbe in der Altmark, Lehrer am Pädagogium in Halle, starb 1723 als Prediger an St. Georgen in Berlin.— 446. „Ludwig Heinrich Schlosser, geb. 1663 in Darmstadt, gest. 1723 als Prediger an St. Katharinen in Frankfurt a. M.— 456. „Johann Eusebius Schmidt, geb. 1669 in Hohenfelden bei Er— furt, gest. 1745 als Pastor in Siebleben bei Gotha.— 186. „Benjamin Schmolck, geb. 1672 zu Brauchitschdorf bei Liegnitz, alr 1737 als Oberpfarrer und Inspektor in Schweidnitz, bekannt 5 Erbauungsschriftsteller.— 34. 35, 30. 81. 130. 131.132 1591 209 214. 215. 253. 225— 321. 322. 394. 395. 396. 421. 444. 445. 467. 498. 499. 516.*2. „Johann Schnesing, Chiomusus genannt, gebürtig aus Frank furt am Main, gest. 1567 als Pfarrer zu Friemar bei Gotha. 237(5 2. Johann Gottfried Schöner, geb. 1749 zu Rügheim bei Würz— burg, gest. 1818 als Stadtpfarrer an der St. Lorenzkirche in Nürn berg.— 356. Johann Heinrich Schröder, geb. 1667 zu Springe bei Hannover, gest. 1699 als Pfarrer in Meseberg bei Magdeburg.— 310. 311. „Christian Friedrich Daniel Schubart, geb. 1739 zu Ober sontheim in Schwaben, 72 heologe, dann Musiker, Organist in Ludwigsburg, gest. 1791 als Hofmusikdirektor in Stuttgart.— 354. Johann Jakob Schütz, geb. 1640 in Frankfurt am Main und daselbst als Advokat 1690 gestorben.— 13. . Amilie Juliane Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, D. Gräfin von Barby, geb. 1637 zu Rudolstadt und ebenda am 3. zember 1706 gestorben.— 12. 495. Ludämilie Elisabeth Gräfin von Schwarzburg⸗-Rudolstadt, geb. 1640, gest. 1672 als Braut des Grafen Christian Wilhelm von Schwarzburg-Sondershausen.— 302. „Christian Scriver, geb. 1629 in Rendsburg, Pfarrer in Stendal und Magdeburg, gest. 1693 als Oberhofprediger und Kirchenrat in Quedlinburg; berühmter Erbauungs-Schriftsteller.— 438. „Nikolaus Selnecker, geb. 1530 zu Hersbruck bei Nürnberg, Schüler Melanchthons, gest. 1592 als Professor der Theologie, Superintendent und Pastor an St. Thomas in Leipzig, Mitver-— fasser der Konkordienformel, ein viel verfolgter, standhafter Be⸗ kenner.— 24.(207).(370). „Elisabeth von Seuitz, geb. 1629 zu Rankau in Schlesien, Hof— fräulein am Hofe zu Brieg und zu Ols, starb 1679.— 107. „Justus Sieber, geb. zu Eimbeck in Hannover 1628, gest. 1695 als Pastor zu Schandau in Sachsen.— 228. 2. Johann Siegfried, geb. 1564, gest. 1637 als Superintendent in Schleiz.— 482. 3. August Gottlieb Spangenberg, geb. 1704 zu Klettenberg in Hannover, als Bischof der Brüdergemeinde lange Zeit in Amerika thätig, gest. 1792 in Berthelsdorf.— 348. „Paul Speratus, geb. 1484 zu Röthlen bei Ellwangen in Schwa— ben, predigte das Evangelium schon 1522 sehr freimütig im Ste— 614 195. 196. 197. 203. 204. 205. 206. 207. 208. 209. Verzeichnis der Liederdichter. phansdom zu Wien, kam 1523 nach Wittenberg, wurde 1524 auf Lutl hers Empfeh lung Hofprediger des Herzogs Albrecht von Preußen, war bei der Einführung der Reformation im Herzogtum Preußen besonders thätig und starb als lutherischer Bischof von Pomesanien zu Marienwerder 1551.— 260. Karl Johann Philipp Spitta, geb. zu Hannover 1801, gest. als Superintendent zu Burgdorf bei Hannover 1859.— 201. 222. 408. 459. 9. 25. 33. 41. 7.3 Stegmann, geb. 1588 zu Sulzfeld bei Meiningen, gest. 1632 als Professor der Theologie und Superintendent zu Rinteln. 1060 H Gerhard Stip, geb. 1809 zu Norden in Ostfriesland, gab 1851 — Sammlung von Kirchenliedern unter dem Titel„Unverfälschter Liedersegen“ heraus und starb als Privatgelehrter zu Potsdam 1882.— 425. 8. Heinrich Arnold Stockfleth, geb. 1643 zu Alfeld in Hannover, gest. 1708 Zu Münchberg bei Bayreuth als brandenburgischer Kirchenrat,‚, öbhr) Eiubn und Generalsuperintendent.— 384. Konrad Gebhard Stübner gab als Predigtamtskandidat 1727 eine Samml 225 geistlicher Lieder heraus.— 257. „Julius Karl Reinhold Sturm, geb. 1816 zu Köstritz in Thü⸗ ringen, seit 1857 Pfarrer und Kirchenrat daselbst.— 57. 216. 471. „Christian Ludwig Taddel, geb. 1706 im Mecklenburgischen, gest. 1775 als Hofrat und Justizkanzleidirektor in Rostok.— 135. „Gerhard Tersteegen, geb. zu Mörs am 25. November 1697, er⸗ lernte, nachdem er die höhere Schule seiner Vaterstadt durchgemacht hatte, die Kaufmannschaft und dann das Bandwirken in Mülheim a. d. Ruhr, wo er von seinem fünfzehnten Lebensjahre bis zu seinem am 3. April 1769 erfolgten Tode gelebt hat: ein refor⸗ mierter Mystiker mit reichem innerem Leben, durch Wort und Schrift vielen ein Seelsorger und geistlicher Führer.—(20). 36. 70. 111. 147. 160. 190. 255. 339. 340. 341. 342. 343. 423. 429. 448. 449. 15. Valentin Thilo, geb. 1607 zu Königsberg i. Pr., gest. 1662 ebenda als Professor der Beredsamkeit.— 45. Christoph Tietze(Titius), geb. zu Wilkau bei Breslau 1641, starb als Pastor zu Hersbruck bei Nürnberg 1703.— 245. 383. Gottfried Tollmann, geb. 1680 zu Lauban in der Lausitz, Pfarrer, gest. 1766 zu Laube bei Görlitz.— 462. Josua Wegelin, geb. zu Augsburg 1604, starb 1640 als Pfarrer in Preßburg.—(141). Christoph Wegleiter, geb. zu Nürnberg 1659, gest. 1706 als dor.(39. Theologie und Prediger an der Stadtkirche zu Alt⸗ orf.—(35 Michael Weiße, geb. zu Neiße in Schlesien, Pfarrer zu Lands⸗ kron und Fulneck in Böhmen, gab 1531 das erste deutsche Ge⸗ sangbuch der böhmischen Brüder heraus und starb 1540 als Brü⸗ dervorsteher in Neutomischl.— 92.(118). 472. Georg Weissel, geb. 1590 zu Domnau in Ostpreußen, gest. 1635 als Prediger zu Königsberg i. Pr.— 41.(124). 261. 210. Geor. Predit Al. Joha burg, burg. 212. Jan Hofral 213. Ernst Berlin begrüt 2. Joha 17¹9 A5. Nikol Gründ starb Ab. Chri Reb.! 217. Joho Gesan Bahn zu verwa Die 90. 110. 1 34. 335. 442. 447. Verzeichnis der Liederdichter. 61¹⁵ E 15⁵ E Wuu 210. Georg Werner, geb. 1589 in Preußisch⸗Holland, gest. 1643 als ii Pun Prediger zu Königsberg i. Pr.— 97. Pon Reußen 211. Johann Joseph Winckler, geb. 1670 zu Lucka in Sachsen-Alten⸗ msanien burg, gest. 1722 als Konsistorialrat und Domprediger in Magde— 150.. burg.— 316. 317. 393. ö 4.— 9 212. Jakob Gabriel Wolf, geb. 1684 in Greifswald, gest. 1754 als Wl. 222. Hofrat und Professor der Rechte zu Halle.— 271. 334. en i ö 213. Ernst Gottlieb Woltersdorf, geb. 1725 zu Friedrichsfelde bei ugen, gest Berlin, gest. 1761 als Stadtpfarrer zu Bunzlau in Schlesien, Mit zu Rinteln. begründer und Vorsteher des dortigen Waisenhauses.— 39. 234. 214. Johann Friedrich Zihn, geb. 1650 zu Suhl in Thüringen, gest. „gab 1851 1719 als Archidiakonus in seiner Vaterstadt.— 387. uverfülscher 215. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, geb. in Dresden 1700, i Potsdam Gründer von Herrnhut, Stifter und Bischof der Brüdergemeinde, starb 1760 zu Herrnhut.— 211. 345. 346. 347. 450. 518. 519. Hannover, 216. Christian Renatus Graf von Zinzendorf, des Vorigen Sohn, enburgischer geb. 1727 in Herrnhut, gest. 1752 in London.— 113. —— 217. Johann Zwick, geb. zu Konstanz 1496, brach durch das Züricher didat 172/ Gesangbuch von 1536 dem Kirchenliede in der reformierten Kirche 400 Bahn und starb als Pfarrer seiner Vaterstadt 1542 an der Pest lit in Thü: zu Bischofszell, wo er das durch die Seuche verwaiste Pfarramt 7. 46. 47/1. verwaltete.— 139. nburgischen, ok.— 135. Die Dichter folgender Lieder sind unbekannt: 25. 54. 58. 75. 89. 1697, er⸗ 90. 110. 117. 121. 127. 138. 140. 149. 150. 157. 169. 231. 235. 258. urchgenaht 314. 535. 362. 363. 2/2. 388. 397. 400. 410. 422. 426. 427. 434. 435 n Milheim 442. 447. 484. 485. 491. 8. 11.„13. 419. 23. 27. 30. 443. ihre bis zu ein refor⸗ Wort und —20 36. . 423. 429. gest. 1662 slau 164l, 7 90.0¹ 245. 383. 2 Pfarrer, als Pfarrer 05 ab rche zu Alt⸗ zu Lunds⸗ deutsche Ge⸗ 0 als Brü⸗ gest. 163⁵ Dein Mit Sell v Dein V uns erzeichnis D Dein Wo 4 er Tied süt⸗ F Pr. Der? 10 sich n Nr. Der am 1 Jahr verflossen. 7 1 Chnit Fesu 15 Aus meines Herzens Grunde 400 2 5 h bleih mit dei an di 256 Rß Ach d deiner Gnade. 182Vedenke zu dir 236 ch Gott,ih muß alle Gnaden 20 Oafehl du in e d⸗ Drdo Ach Gott aund in Traurigkeit 506 Bei dir deine Wege 373 Der Heil Ich Golt, verlaß wich 239 Besche„Jesu, will ich bleiben 222 aß mich her uns, Herr, 2 ihm Ach Gott, vom Hunnene 389 BDrot— das täglich Dur heil A darein 2 eschwertes Herz/ leg ab di 460 Der Herr ach we n Herzeleid 360 B Sorgen. Nahes Herr Jesu, dein 5 5 hieher heilge dich 283 Der Höll Ach mein Jer. fieh 35⁵3 Drode hat mich E Gotr ge⸗ 32— Der lieb n Jesu, sieh ich ö racht. Pra Ach mein So„ich trete 4⁴6 Brich 182 Der S Jesu, welch Verd han, du schönes M 2 Der Eal Ach Iad 11 nicht don Gn 249 Brich, heller M*— ich 7³ Der Tal hätzen SEil 11. bei . Bater,der die arge Welt 191 Christe, d 4 Dich,Je hwie nichtig ach w 91 te, der du bist Tag Di Oh Ach wundergroßer S ie flüchtig 190 Ch Licht g und 9 Al Sie is 32 zu lte in der Heh sei Ehr 14² et du Beistand deiner 3 ö Die Emn 5 ein zu dir,/ Herr Jesu Ch 0 1 Ch reuzgemeine. 183 ö Die Gnt Alle Menschin masen st dun e⸗ in n. Gottes 90 lller Gläubgen erben 492 Christ fahr gen Himm 97e gen San el De hel Alles ist an Gottes Sas 518 Christ ist erstanden 18 ö i Alles ist euer! O W Segen„388 Christ lag in Todesbanden 117 er ewigen Dedene des Christus der ist mein 8035 1* D Nul * 5 Leben.« Wesen· 39550 nd dem Herren, o 1in 4—— Dies „auf, ihr Reichsgenossen. em Ursprung d e, Am Hehen Ves de Bin. dlen 941 0. We 229 Ns Au Tag bedenken wir 139 olle Chöre.. 28 ers Rn ja auferstehn wirst 39 dai alte Jahr vergangen ist 525 1 Auf Gett und 521 Das eine selge Stunde 39 Ol Rat nicht auf meinen Das woalie ott-derl zu Eude 82 Dir, di 2— 5 ott, HIfenr. l Auf ann un 511 Gott 9065 Geit Bater 305—4¹9 Dsal nache dich bereit zott Soh Aus bereit Oohn Dusb elig werden 2 Dein König kommt in niedern Wl 0 ischem Getümmel.. 361 Dei Hüällen„ Dubistt ein König kommt, o Zion 55 Au bist me Nr. Rrunde 410 zu dir 236 Ende„496 373 leiben 222 400 ab die .. 350 tt ge⸗ 2 enlicht 73 u, her⸗ 25 g und 2 deiner 183 es„ 90 138 11⁷ Seele, Güter 429 auch 5, Ende 9 n kann 419 rund iedern— . 50 zion 57 Verzeichnis der Lieder. Dein Mittler kömmt; auf, blöde Seele 5. Dein Wort, o Herr, uns zusammen. Dein Wort, o Herr, ist milder Tau Der Abend kommt, die Sonne sich bedecket Der am Kreuz ist meine Liebe Der du das Volk regierest Der du, Herr Jesu, Ruh und Rast Der du in Todesnächten. Der du zum Heil erschienen. Der Heiland kommt, lobsinget ihm Der heilge Christei st kommen Der Herr fährt auf gen 2. Der Herr ist mein nden Hirt 3 Der Hölle Pforten sind zerstört 1 Der lieben Sonne Licht und er Sabbath ist vergangen er Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe. bringt Dich, Jesum, laß ich ewig nicht 35 Die Christen gehn von Ort zu Ort Die Ernt ist nun zu Ende Die Gnade sei mit allen Die güldne Sonne Die helle Sonn leucht't jeßt herfür. Die Nacht ist kommen, drin wir ruhen sollen Dies ist der Tag, den Gott gemacht Dies ist die Nacht, erschienen Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet Dir, dir, Jehovah, will ich singen.. Dir jauchzet fro Haicchuitenbeit Du bist ein Mensch, das weißt du wohl Du bist mir nah wetdetbenunde Du bist zwar mein und blibe mein 12— da mir Nr. Du meine Seele, singe. Durch Trauern und durch blagen 78 Du weinest vor Jerusalem Ein Christ, ein 998 er 3—. held Ein Chrit kann ohne Kreu nicht sein. Eine Herde und ein wat, Einen guten Kampf hab ich Einer ists, an dem Wit hangen Eines wünsch ich mir vor allem andern Ein feste Burg ist unser Gott Ein Haupt hast du dem Volk gesandt. Ein Kindelein so löbelich Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld Ein neuer Tag, ein neues Leben Ein reines Herz, Herr, schaff Eins ist not! Ach Herr, dies Eine Endlich bricht der heiße Tiegel Endlich, endlich muß es doch 3 Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort Erhebe dich, o meine Seel Erhebet er sich, unser Gott Ermuntert euch, ihr F Frommen Erschienen ist der herrlich Tag ĩ glänzet der Christen inwen⸗ diges Leben. Es ist das Heil uns kommen her Es ist die Nacht gekommen Es ist genug Es ist gewiß lich an der Zeit. Es ist nicht ühwen ein Christ zu sein Es ist noch eine Ruh vorhanden 52 Es kostet viel, sein. Es saß ein 5507. Häuflein dort Es wolle Gott uns gnädig sein Ewge Liebe, mein Gemüte ein Christ zu Fahre fort, fahre fort 240 61⁸ Fang dein Werk mit Jesu an Freu dich sehr, o meine Seele Freuet euch, ihr Christen alle Nr. 42² 485 63 Fröhlich soll mein Herze springen 64 Früh am Morgen Jesus gehet Frühmorgens, da die Sonn Aunet Für alle Güte sei gepreist Für diese Kinder beten wir. Geht hin, ihr gläubigen Ge— danken Geht nun hin und grabt mein Grab. Geist der V Vahrheit, lehre mich Gelobet sei der Herr Gelobet seist du, Jesu Christ Gelobt sei Gott im —— Thron. Gern in alles mich zu füͤgen 35⁰ Gesegn uns dein „Herr, die Gaben Gieb dich zufrieden und sei stil le 37 Gott, deine Güte reicht so weit 352 Gott' des Himmels und der Erden Gott, des Zepter, Stuhl und Krone Gottes Stadt steht festgegründet 2 Gottes und Marien Sohn Gott, gieb einen milden Regen Gott ist gegenwärtig Gott ist getreu Gott ist mein Hirt, nie werd ich Mangel leiden. Gott ist mein Lied.. Gott ist und bleibt getreu Gott lebet noch Gott lebt: wie kann ich We sein Gott Lob, der Sonntag kommt herbei. Gott Lob, die Stund ist kommen 5 Gott Lob, ein neues Kirchenjahr Gott Lob, ein Schritt zur 35 leit. Gott Lob, nun ist erschollen Gott rufet noch: endlich hören sollt ich nicht 42⁵ Verzeichnis der Lieder. Gott sei Dank durch alle Welt Gott sei gelobet und gebenedeiet Gott Vater, aller Dinge Grund Gott wills machen, daß die Sachen Gott woll uns 1 61 beglücken Großer Gott von alten Zeiten Großer Gott, wir fallen nieder Großer Mittler, der zur Rechten Guter Hirt, der seine Herde„2 HBallelujah, Gott zu loben Hallelujah! jauchzt, ihr Chöre Hallelujah! Lob, Preis und Ehr 1 Hallelujah, schöner Morgen. Halt im Gedächtnis Jesum Christ. Heiland, deine Menschenliebe 3 Heilge Einfalt, Gnadenwunder 3 Heilger Jesu, Heilgungsquelle? Herr, auf Erden muß ich leiden Herr, dein Wort, die edle Gabe Herr, der du mir das Leben. Herr, der durch der Liebe Band Herr, die Erde ist gesegnet Herr, du wollst uns vollbereiten Herr, es ist von meinem Leben Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott Herr Gott, dich loben wir, regier Herr, höre, Herr, erhöre Herr, ich habe mißgehandelt. Herr Jesu Christ, dein teures Dlut Herr Jesu Christ, dich zu uns wends Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, sieh voch Herr Jesu Christ, du höchstes Gut,... wir kommen Herr Jesu Christ, mein höchstes Gut, mein Seelenschatz Herr Jesu Christ, wahr Menh und Gott Herr Jesu, dir sei Preis 199 E 224 Dan Herr Jesu, Gnadensonne Herr Jesu, Licht der Heiden 32⁰ 309 86 Hetr, uun Herr, Off Hert, stů 30 b Herr, inn Sche Herk„ Wal Herr, Wi mit Herjlichl Herzlich Herz. verb Herzund Heuktrin Hier istu es Hier leg dir Hier stel fern Hilf, He Not Hilf, He Wüut Himmel! Hinunte Hirte de Höchster Höchster Höchster Hosiann Hosiann Hüter, Sü 4 De A deiet 25 rund 205 die „. 30 ücken 468 sum liebe 337 nder 348 uelle 314 iden 145 Habe 211 ben. 452 zand 458 t. 463 eiten 233 eben 440 wir, wir, 466 467 elt.244 ures 105. uns 2 hstes doch 238 hstes men 2 231 Verzeichnis der Lieder. Herr, nun laß in Friede. Herr, öffne mir die Herzensthür Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken. err, unser Gott, laß nicht zu Schanden werden. herr, wann wirst du Zion bauen err, wie du willst, so schicks mit mür Herzlich lieb hab ich dich, o Herr Herzlich thut mich Henadeen Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen V 5 Herzund Herzvereintzusammen 8 Heut triumph ieret Gottes Sohn Hier ist mein Herz, Herr, nimm es hin Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder Hier stehen wir von nah und fern Hilf, Hel ser hilf in Angst und Not Hilf, Herr Jesu, laß gelingen Himmelan geht unsre Bahn.5 Himmelan, nur himmelan Hinunter ist der Sonnen S Hirte deiner Schafe. Höchster Gott, wir danken dir Höchster röster, komm hernieder Höchsterwünschtes Hosianna, Davids Sohn, der Hosianna! Davids Sohn kommt Hüter, wird die Racht“ der Sünden Ich armer Mensch, ich armer Sünder Ich bin ein Gast auf Erden. Ich bin getauft auf deinen Namen Ich bin in dir, und du in mir Ich bin ja, Herr, in deiner Macht Ich geh zu deinem Grabe Ich habe nun den Grund ge⸗ funden Ich hab in Gottes Herz und S Sinn Ich hab in guten Stunden Schein 4: Seelenleben Nr. 487 28 112 21 221 488 .150 272 3⁰⁰ 404 Ich hab mein Sach Gott 990 neen Ich hab mich Gott ergeben. Ich hab von ferne Ich komme, Herr, und suche dich Ich komm jetzt als ein armer Gast Ich lobe dich von ganzer Seelen Ich rühm den Herrn allein. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ Ich schau nach jenen Bergen gern Ich singe dir mit Herzund Mund Ich steh an deiner Krippen hier Ich steh in meines Herren Hand Ich sterbe täglich, und mein Leben. Ich und mein Haus, bereit. Ich weiß, woran ich glaube Ich will dich lieben, meine Stärke Ich will ganz und gar nicht zweifeln Ihr armen Sünder, kommt zu Hauf 0 In allen meinen Thalen In Christi Wunden schlaf ich ein wir si ind In d dich hab ich gehoffet, Herr! In Gottes Namen fang ich an In Gottes Reich geht niemand Kli Ist Gott für mich, so trete Ja fürwahr, uns fanfter Hand Jauchzet, ihr Himmel, froh⸗ locket, ihr englischen Chöre Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren Je größer Kreuz, je näher inn Jehovah! führt mit Jehovah! Je hovah 96 40 Jerusalem, du hochgebauteStadt 510 Jesu, deine Passion Jesu, deine tiefen Wunden Jesu, der du bist alleine Jesu, der du wollen büßen Jesu, frommer menschenherden Jesu, geh voran. 106 96 340 11⁰ 300 346 6²⁰ Verzeichnis der Lieder. 0 jauc Jesu, großer Wunderstern Machs mit mir, Gott, nach Im uu Jesu, hilf siegen, du Fürste deiner Güt. 14585 Vel des Leben? Macht hoch die Thür, die Num lase Jesu, meine Freude 292 Thor macht weit.. 41 Num laßt Jesu, meines Lebens Leben„ 99Man lobt dich in der Stille—* 7 Nun laßt Jesus Christus herrscht als Marter Christi, wer kann dein Num lob, E — Um König. vergessen 4* 113 Jesus ist der schönste Nam 296 Meinen Jesum laß ich nicht!. 288 Jesus, Jesus, nichts als Jesus 302Mein erst Gefühl sei Preis Nun prei Nun ruh Jesus lebt, mit 25 auch ich 136 und Dank 42 2 00 Jesus, meine Zuversicht.. 127 Meine Seele senket sich 3223 Yum sh Jesus nimmt die Sünder an 252Meine Seele steigt auf Erden 524—0 sch Jesus soll die Losung sein„81 Meine Seel ist stille.. 392——— ö 0 Meine Sorgen, Angst und Nun o Rönig, dem kein König gleichet 338 Biagen 140 1 Komm, Heidenheiland, Lösegeld 49Mein Fels hat überwunden„134—— Komm, heiliger Geist, erfüll. 150]Mein Friedefürst, dein freund⸗— daß Komm, heiliger W Herre liches Regieren.. 269 brn Gott 151Mein Gott, ich klopf an deine Odoß ih Komm, mein Herz in Jesu Pforte— 32² O der 0 Leiden 234Mein Gott, ich weiß wohl, O du Komm, o komm, du Geist des daß ich sterbe 499 O da Li Leben 156Mein Heiland nimmt die Sün⸗ O Durch Kommst du, kommst du, Licht ver san 256— Evig der Heiden D 43 Mein Jesu, dem die Seraphinen 266 Ewigk Kommt, Kinder, laßt uns gehen 341Mein Jesus lebt, was soll ich OHelsd Kommt und laßt uns Christum stetben 131 O Gott, EHe 86 Mein Leben ist ein Pilgrimstand 332 O Gott, Mein schönste Zier und Kleinod OGottes Laß dich Gott 382 bist 434 OGottes Laß dich, Herr Jesu Christ 454Mein Schöpfer, sh mir bei. 170 O Gott, Lasset die Kindlein kommen„213 Mein siegend Hauppt148 Lebe Lasset uns mit Jesu ziehen„299 Mir Merhanengwneace 276 O Gott, Laß mich dein sein und bleiben 24Mir nach! spricht Christus, hab Laß mir die Feier deiner Leiden 114 unser Held.. 298 Oofer Lebenssonne, deren Strahlen. 331 Mit Ernst, o Menschenkinder 4⁵ O Haupt Licht vom Licht, erleuchte mich 34 Mit Fried und Freud ich fahr Oheilge Liebe, die du mich zum Bilde 297 dahin.. 473 O heilig Lie bster Heiland, nahe dich„342 Mitten wir im Leben sind 474 O heilig Liebster Jesu, wir sind hier, Morgenglanz der Ewigkeit„ 416 O hilf, deinm. 21⁴4 O Fesu Liebster Jesu, wir sind hi ier, dich 29[Nacht umhüllte rings die Erde 74 O Heu Lobe den Herren, den waächeigen Nichts Betrübters ist auf Erden 507 Lit König der Ehren 14Nun bitten wir den heiligen Geist 152 O Jesu Lobe den Herren, o meine Seele 18 Nun danket alle Go)tt. 5 Lic Lobt Gott, ihr Christen all— Nun danket all und bringet Ehr 10 O Jesn zugleich 62 Nun freut euch, lieben Christen Fesu, gmein. 259 Hsu, Vlache dich, mein Geist, bereit 319 Nun Gott Lob! Es ist vollbracht 21⁵ 1 dein 3 icht. 288 reis 424 303 Iden 524 und en. 13 und⸗ eine Hohl, 256 1˙ 206 lich 1 tand 332 inod 434 bei. 17⁰ 14⁸ hren 276 stus, 28 nder 45 fahr 2 d.474 t. 416 Erde 74 Tden 50⁷ Heist I5² Chr 10 sten 12⁰ ch 215 Verzeichnis der Lieder. Nun jauchzet all, ihr Frommen Nun alt hzt dem Herren, alle Wel Nun lasset uns den Leib be grabn Nun laßt uns gehn und treten Nun laßt uns Gott dem Herren Nun lob, mein Seel, den Herren Nun preiset alle. Nun ruhen alle Wälder Nun sei, o Herr, dir Preis und Dank geweihet Nun sich der Tag geendet hat Nun sich der Tag geendet Nun so will ich denn mein Leben! O auferstandner Siegesfürst. O daß doch bald dein Feuer brennte O daß ich tausend Zungen hätte O der alles hätt verloren. O du alersüßte Freude O du Liebe meiner Liebe. O Durchbrecher aller Bande. 313 O Ewigkeit, du Donnerwort 5 du Freudenwort 5 O Fels des Heils, o Gotteslamm? O Ewigkeit, O Gott, du frommer Gott O Gott, du höchster Gnadenhort? O Gottes Geist und Christi Geist O Gottes Sohn, Herr JesuChrist O Gott, o Geist, o Licht des Lebens O Gott, von dem wir alles haben großer Gott, du reines Wesen 2 Haupt voll Blut und Wunden O heilger Geist, kehr bei uns ein 1 O heiliger Geist, o heiliger Gott 1 O hilf, Christe, Gottes Sohn O O O O heilige Dreifaltigkeit O O Jesu Christe, wahres Licht O Jesu Christ, mein schönstes Licht O Jesu Christ, meins Lebens Licht Jesu, dir sei ewig Dank Jesu, Jesu, Gottes Sohn. Jesu, meines Lebens Licht — O Jesu, Lerr der Herrlichkeit? O O O Jesu, meine Wonne. O Jesu, süßes Licht O König aller Ehren König, dessen Majestät. 8 Lamm Gottes, der du trugest O Lamm Gottes, unschuldig. O Liebe, die den⸗ Himmel hat zerrissen. O Liebesglut, wie soll ich dich 33. O selges Licht, Dreifaltigkeit. Tod, wo ist dein Stachel nun O Traurigkeit! O Herzeleid O Vater der Barmherzigkeit. O Vaterherz, o Licht, o Leben 336 O was für ein herrlich Wesen O Welt, ich muß dich lassen. O Welt, sieh hier dein Leben O wie fröhlich, o wie selig O wie selig seid ihr 3 60 Frommen O wir armen Sünder. Preis, Ehr und Lob sei dir. Preist den Herrn! Ihm Lob zu singen Reich des Herrn. Rett, o Herr Jesu, rett dein Ehr Ringerecht, wenn Gottes Gnade 3 Rüstet euch, ihr Christenleute 32 Ruhe hier, mein Geist, ein wenig Ruhe ist das beste Gut Ochaffet, schaffet, Menschen— kinder. Schatz über alle Schätze Schmücke dich, o liebe Seele. Schmückt das Fest mit Maien Schön ists, Jehovah loben Schöpfer aller Menschenkinder? S auf zu deinem Gott à Seelenbräutigam Seele, was ermüdst du dich 3² Sei getreu bis an das Ende. Sei Lob und Ehr dem höchsten Sut Sei mir tausendmal gegrüßet Siegesfürste, Ehrenkönig süßer Stand, o selig Leben: Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig Singt, singt Lieder So ist die Woche nun geschlossen Sollt es gleich bisweilen scheinen Sollt ich meinem Gott nicht singen. Sorge doch für meine Kinder So ruhest du, o meine Ruh. So 0666 ich lebe, spricht dein Got Jehovah neue Speise, Vuhrr⸗ deine Kinder Stark ist meines Jesu Hand. Steil und dornig M der Pfad Such, wer da will, ein ander Ziel TeuresWort ausGottes Munde Thut mir auf die schöne Pforte Treuer Jesu, wache du Treuer rr Israel Triumph, Triumph! Es kommt mit Pracht Uberwinder, nimm die Palmen Uns, die Gebundnen, zu befrein Unsern Ausgang segne Gott. Unter allen großen Gütern. Unter taus 0—— frohen Stunden Mümchrakte Liebe Valet will ich dir geben. Vater, kröne du mit Segen Vater unser im Himmelreich. Verleih uns Frieden gnädiglich Versuchet euch doch selbst. Verzage nicht, du Häuflein klein Vom Himmel hoch da komm ich her. Vom Humel kam der enge Schar. Von des Himmels Thron. Von Gott will ich nicht lassen! Vor Jesu Augen schweben Wach auf, du Geist der ersten Zeugen Wach auf, mein derj die ach ist hin Verzeichnis der Lieder. Nr. 304 531 443 383 11 456 109 241 428 279 357 261 209 35 447 464 126 13⁵ 362 30 306 11⁵ 19 480 469 28¹ 17⁵ 265 178 60 Wach auf, mein Herz, und singe Wachet auf, erhebt die Blicke Wachet auf! ruft uns die Stimme Wär Gott nicht mit uns diese Zeit Walte, walte nah und fern Wann Gott einst unsre Bande bricht. Wann ariut dein ganzer Erden⸗ kreis. Warum sollt ich mich denn grämen Warum willst du doch für morgen Warum willst du draußen stehen Was Gott thut, das ist wohl— gethan Was hinket ihr, betrogne Seelen Was mein Gott will, das gscheh allzeit Was von außen und von innen Was wär ich ohne dich gewesen Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel Welt, ade! ich bin dein müde Wenn alle untreu werden. Wenn ich, o Schöpfer, Macht Wenn kleine Himmels zerben Wenn meine Sünd mich kränken Wenn mein Stündlein vor⸗ handen ist Wenn wir in höchsten Noͤten sein Werdelicht, du Stadt der Heiden Werde munter, mein Gemüte Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut Wer im Herzen will erfahren Wer ist wohl wie du. Wer nur den lieben Gott läßt walten deine Nr. 41⁵ 202² 509 16 .196 534 19⁰ 379 390 47 385 349 363 391 358 268 493 359 22 505 9 476 36⁵ 85 436 366 87⁷ 318 38¹ Wer sich auf seine Schwachheit 329 steur. Wer sind die vor Gottes Throne Wer weiß, wie nahe mir mein Enode. Wie dank ichs, Heiland, deiner Liebe Wie der Hirsch bei shwuiem Wetter 514 49⁵ .347 Wie fleug 0 Wie Got ih Wie gro Güte Wie herr Wie reize Wie schbr Cht Wescho stern Wie soll Wie wol der Willkomn Wir dar Chr Wir dar Chr Wir dar Chr Wir dant Wir sleh Wir glau Wir glar Wir liege Wir Me 0 06 Wir sing Wir war Nr. uge 415 licke 20² die .50⁰ lese 176 2 196 ande . 584 den⸗ 100 denn 379 rgen 390. . 300 imen 391 hesen 358 ügel 268 nüde 493 350 N. 505 nken 98 vor⸗ 476 sein 365 iden 85 müte 436 wohl 00 hren 87 läßt 381 90 rone 514 mein 2 iner 31 lem 5²⁰ Verzeichnis der Lieder. Wie fleugt dahin der ü Zeit Wie Gott mich führt, so wil ich gehn. Wie groß ist des Allmächtgen Güte Wie herrlich ist die neue Welt Wie reizend schön, Herr Zebaoth Wie schön ists doch, Herr Jesu Christ. Wie schön leuchtet der Morden stern Wie soll ich dich empfangen Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen Willkommen, Held im Streite! Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du gen Himmel Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tod Wir danken Gott für seine Gabn Wir flehn um deine Gnade. 22 Wir glauben all an einen Gott Wir glauben all an einen Gott Wir liegen hier zu deinen Füßen? 5 Wir Menschen sind zu dem, o Gott 9—— singen dir, Immanuel Wir warten dein, o Gottessohn 5 Nr. Wo Gott der Herr nicht bei uns hält Wohlauf, mein Herz, 5 Gott Wohlauf wohlan zum letzten Gang.. Wohl dem, der Gott vereh hret Wohl einem Haus, da Jesus Christ. Wo ist ein solcher Gott wie du Womit soll ich dich wohl loben Wort des höchsten Mundes Wo soll ich fliehen hin Wo soll ich hin, wer hilfet mir Wo willst du hin, weils Abend ist Wunderanfang, herrlichs Ende Wunderbarer König Zaget nicht, wenn Dunkelheiten Zeige dich uns ohne Hülle Zeuch ein zu deinen Thoren Zeuch hin, mein Kind. Zeuch uns nach dir.. Zicht in Buieden eure Pfade. Zion, 0 dich nur zufrieden Zion klagt mit Angst und Schmerzen Zu dir, Herr Jesu, komme ich Zum Himmel bist du ein⸗ gegangen. Zween der Jünger Behn mit Sehnen 6²23 Nr. 17˙⁰⁷ 291 501 535⁵ 45⁷ 27⁵5 17 210 242 246 442 384 15 406 38 15⁵ 504 144 203 184 181 251 149 28 6²⁴ Verzeichnis der Lieder. Von den 152 Liedern des Militärgesangbuches haben nachstehende 148 in diesem Gesangbuche Aufnahme gefunden: Wilitär⸗Cv. Ssgo.] Militar⸗SWlefab. Militar⸗HE Mübesab Wilitär⸗f Mͤelal. ien.P Wel Deioncl. i. ei Beicrg.. Weij. oeingt.Pu. We * 1 39 298 76 21⁰⁷ 116 403 2 315⁵5 40 318 77 90 11 97 3 36 41 284 78 305 118 398 4 2 42 108 70 234 119 368 5 9 43 116 80 227 120 396 6 14 44 9⁵ 81 239 121 380 3 18 4⁵ 96 2 236 12² 263 8 5 46 99 83 238 123 383 9 16 47 107 85 98 12⁴4 367 10 285 48 102 86 365 12⁵ 379 11 13 49 91 87 253 126 385 12 11 50 103 89 237 127 363 13 23 51 9⁴ 90 310 128 381 14 15 52 157 9 309 129 492 15 3 53 130 92 283 130 484 16 25 5⁴4 136 93 321 131 485 17 24 55 124 9⁴ 272 132 376 18 29 56 129 9⁵ 280 134 498 19 304 57 132 96 295 135 510 20 35 58 142 97 346 136 127 21 30 59 141 9 292 137 474 22 46 60 147 99 252 138 489 23 42 61 151 unds 100. 338 139 480 24 41 150 101 341 140 509 25 4⁵ 62 156 102 297 141 49⁵5 26 44 63 154 103 319 142 414 27 48 64 153 104 288 143 413 28 ¹ 65 159 105 276 144 41⁵5 29 68 66 155 106 313 14⁵5 431 30 64 67 169 107 286 146— 437 31 59 69 207 108 317 147 439 32 60 70 182 109 328 148 178 33 67 1 172 110 250 149 465 34 7⁵ 72 173 und 111 334 150⁴—47¹ 3⁵ 76 17⁵ 112 261 1500b 469 36 70 73 186 113 268 150 47⁰ 37 88 7⁴4 345 114 308 38 299 7⁵ 188 11⁵ 389 I) Im 9 Amen. 2) Unsere macht 3 Sind Gemei achstehende Gshß f. Mfeinl. —. Ordnung des Gottesdienstes. —„ I. Der Hauptgottesdienst. 383(Nach dem einleitenden Gemeindegesang.) ——˖6 1) Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. 900 2) Unsere Hilfe sei im Namen des Herrn, der Himmel und Erde ge— 963 mücht hat. 3) Sündenbekenntnis. Hemeinde: 44 Gemeinde: 5¹⁰ ö Herr, er⸗bar⸗me dich n un⸗ser! ehng te, er⸗ bar⸗ me dih un⸗ser! 47⁴.—— 489———————, 1.——.—— 48⁰ +89—— DISRRT. Herr, er ⸗bar-me dich Weefen J05 4) Gnadenspruch. 414 Gemeinde: 95—— V—————.—.— R—.——....—— 33 ◻2 é 43⁷— J39 V men. in 5) Ehre sei Gott in der Höhe 1 47l Gemeinde: 0 E— E——. und Auede auf Er⸗den und den Men-schen ein Wohl-ge⸗ EUE H— en ISII..... .—— IIREE— fal⸗-len. A⸗-men, A⸗men, A⸗ men. Ordnung des Gottesdienstes. 6) Der Herr sei mit euch! Gemeinde: ———— Und mit dei-nem Geis ⸗⸗ te. 7) Gebet. Epistel. Spruch. Hallelujah! Gemeinde: . —.—————.——.— „lu ⸗jah! jah! 8) Gebet. Gelobt seist du, o Christus, Amen. Gemeinde: Evangelium. A⸗ men. 9) Der Glaube, gesungen oder gesprochen; wenn gesprochen, dann — UE E—.— 2—.— ö.S..—— A⸗ men. 10) Das Predigtlied. Die Predigt. 11) Das allgemeine Kirchengebet. 12) Das Gebet des Herrn. 13) Der Segen. Gemeinde: Gemeindegesang. A⸗ men. A⸗men, A-men 7 L SSees 1 Nach 2) Eört 9 Geist Geme —— Geis Geme —— Geistliche mäd Neft hast und him lichf Gem 10 gebete ge Ordnung des Gottesdienstes. II. Die Abendmahlsfeier. Nach einleitendem Gemeindegesang folgt eine Anrede des Geistlichen. ) Spruch. 3) Geistlicher: Erhebet eure Herzen!* Gemeinde: Geistlicher: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott! Gemeinde: Geistlicher: Recht ist es und wahrhaft würdig und heilbringend, dir, All⸗ mächtiger, Dank zu sagen zu allen Zeiten und an allen Orten durch Jesum Christum, unsern Herrn, um dessentwillen du uns verschonet hast, uns unsere Sünden vergiebst und die ewige Seligkeit verheißest, und mit allen Engeln und Erzengeln und dem ganzen Heere der himmlischen Heerscharen singen wir dir und deiner unendlichen Herr— lichkeit einen Lobgesang. Gemeinde: ‚ Hei⸗lig, hei⸗lig, hei⸗lig ist der Herr Ze-ba⸗ I EEEEEEE oth! Al ⸗le Lan-de sind sei-ner Eh⸗re voll! Ho— ——— *—.———.— ————.— ..—— sian-na, Ho-sian-na in der Höh! Ge⸗lobt sei, der da kommt im Na⸗ men des Herrn! *) Anm.: Das„Heilig“ wird auch im Hauptgottesdienste vor dem Kirchen⸗ gebete gesungen. IMI IMN NMNN W Nn WN W N Aae 1 Ma 0 4 R x I A ö MANAN n V MN RIM N UE UINI N IIMN —* RuaN 4 Ordnung des Gottesdienstes. sian⸗na, Ho⸗sian-na in der Höh! 4) Geistlicher: Gebet. 5) Einsetzungsworte. 6) Geistlicher: Friede sei mit euch! Gemeinde: — 5——— ————— A⸗men, A⸗men, A⸗men. 7) Austeilung des heiligen Abendmahls. 8) Dankgebet. 9) Segen. Gemeinde: A⸗men, A⸗men, A⸗men. nDE— Druck und Verlag von W. Crüwell in Dortmund. 0 2—⁰ l 3 4— ⸗ 11 700⁷ . Il 0 I 1 ù g N W + W 4678 + Ub u. * l 6 II 0 4 4 272* 1 I ö SO0OUr Grey Corstrol Cbart Blue Cyan Green VSIIOW Rod Magenta White Grey 1 Grey 2 V Grey 4 Black