DSSEE +. 7%j ///. Rd ½ 227 77929„ * Z 2... * 7.—* 7%% D Et +⁷1 4 2 ö ö + 2 ...**— 727 Z 47 PWIi.** 2 E ö. Gesangbuch für die euangelisch⸗lutherische Kivche des Berzogtums Braunschweig vom Jahre 1902. * Wolfenbüttel. Rommissionsverlag von Julius Zwißler. Philipper 4, 6. In allen Dingen lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Psalm 92, 2. Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken, und lobsingen deinem Namen, du Höchster. Auszüge aus dem Gesangbuch zu besondern gwecken dürfen nur mit Gene des Herz. Konsistoriums hergestellt werden. ᷓI•— Vni, 8101. 1 E * ung Inhalt. 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. lehen A. Sonntagslieder Nr. 1—18. B. Jesttagslieder. 1. Advent. Nr. 19—29. Weihnachten. Nr. 30—54. „Neujahr. Nr. 55—61. „Epiphanias. Nr. 62—67. „Passion. Nr. 68—94. Ostern. Nr. 95—115. Himmelfahrt. Nr. 116—122 Pfingsten. Nr. 123— 133. Trinitatis. Nr. 134—138. „Reformationsfest. Nr. 139—143. — & oο& 2 2. Lieder von der Kirche und den Gnadenmitteln. A. Christliche Kirche(Mission). Nr. 144—162. B. Wort Gottes. Nr. 163—173. C. Tause und Kousirmation. 1. Taufe. 174—177. 2. Konfir Nr. 178—184. D. Abendmahl. 20⁰ E. Citurgis 201—212. 5. Vieber vom christlichen Leben. A. Buße und Beichte. Nr. 213—238. B. Glaube und Rechtsertigung. Nr. 239—258. C. Zesuslieder. Nr. 259—295. D. Seiligung und christlicher Wandel. Nr 296—335. ů E. Lieder vom Gebet. Nr. 336—340. vene ng Nzreuz- und Frostlieder. Nr. 341—388. b. Lob- und Danklieder. Nr. 389—410. 4. Lieder für besondere Zeiten, Verhältnisse und St A. Morgen-, Tisch- und Abendlieder. 1. Morgenlieder. Nr. 411—428. 2. Abendlieder. Nr. 429—445. B. Für besondere Amstände. 1. Jahreszeiten, Wetter, Ernte. Nr. 446—458. 2. Reiselieder. Nr. 459—460. 3. Krieg und Frieden. Nr. 461-466. C. Berufs- und Standeslieder. 1. Fürst und Obrigkeit. Nr. 467—468. 2. Eheleute und Eltern. Nr. 469—475. 3. Kinder. Nr. 476—-480. 5. Lieder von den letzten Dingen. A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. Nr. 481—517. B. Auferflehung, Gericht und ewiges Leben. Nr. 518—536. Verzeichnis der Dichter. . 22 Alphabetisches Verzeichnis. nit schräger Schrift bezeichneten Gesänge weichen vom Texte des neuen Gesangbuches stark ab, so daß sie nicht gut mit den neuen Gesängen zusammen gesungen werden können. Ach bleib bei uns Herr Ach bleib mit deiner Gnade Ach Gott und Herr. Ach Gott, verlaß mich nicht Ach Gott vom Himmel, sieh Ach Gott, wie manches Herze⸗ leid. Ach Herre, du gerechter Gott Ach Jesu, dessen Treu. Ach lieber Gott, behüte mich Ach mein Herr Jesu, dein. Ach sagt mir nichts von Gold Ach, wiederum ein Jahr ver⸗ schwunden Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Ach wundergroßer Siegesheld Allein Gott in der Höh sei Ehr Allein zu dir, Herr Jesu Alle Menschen müssen sterben Alles ist an Gottes Segen. Alle Welt, was lebt und webet Allgenugsam Wesen Allmächt'ger Vater, Gott der Also hat Gott die Welt geliebt Auf,‚ auf, ihr Reichsgenossen Auf, auf, mein Herz, mit Auf Christi Himmelfahrt Auf diesen Tag bedenken wir Auferstehn, ja auferstehn Auf Gott und nicht auf. Auf,‚ hinauf zu deiner Freude Auf, ihr Streiter, drungen Auf meinen lieben Gott Auf, Seele, auf und säume nicht Asii Gnaden soll ich selig. Hilf,s meines Herzens Grunde Aus tiefer Not schrei ich Befiehl du deine Wege. Begrabt den Leib in seine Mai dir, Jesu, will ich bleiben Bescher uns, Herr, das täglich 144 .259 Neu 14⁵ 213 296 146 341 4⁵5² 476 260 261 55 48¹ 116 134 Alt 781 782 791 824 701 88 592 770 719 798 837 397 383 74⁴ 738 771 344 797 712 178 447 825 231 Bete nur, betrübtes Herz Betgemeinde, heil'ge dich Bis hierher hat mich Gott. Bleib, Jesu, bleib bei mir. Brich an, du schönes cht. Brunn alles Heils, dich. Christe, du Beistand deiner Christe, du Lamm Gottes. Christ fuhr gen Himmel Christi Blut und Gerechtigkeit Christ ist erstanden Christ lag in Todesbanden. Christus, der ist mein Leben Das alte Jahr vergangen ist Das Jahr geht still zu Ende Das ist eine sel'ge Stunde. Das walte Gott, der helfen Das walt Gott Vater und Gott Das Wetter ist vertrieben. Dein, dein soll sein das Herze Dein König kommt in niedern Dein Wort, o Herr, ist milder Dein Wort, o Höchster, ist. Der am Kreuz ist meine Liebe Der du, Herr Jesu, Ruh und Der du zum Heil erschienen Der heil'ge Christ ist kommen Der Herr, der aller Enden. Der Herr ist Gott und keiner Der Herr ist meine Zuversicht Der Herr ist mein getreuer Hirt Der lieben Sonne Licht und Der Mond ist aufgegangen. Der Tag ist hin, mein Jesu Die Ernt ist nun zu Ende Die Gnade sei mit allen Die Gnade unsers Herrn Jesu Die güldne Sonne Die helle Sonn leucht't jezt Die Herrlichkeit der Erden. Die ihr Christi Jünger seid Neu 345 336 390 484 31 Alt 426 124 696 695 838 747 170 343 849 4⁷ Dies ist der Tag, den Gott. Dies ist die Nacht, da mir. Die wir uns allhier beisammen Dir, dir, Jehovah, willich sing. Dir, milder Geber aller Gaben Dir trau ich, Gott, und wanke Dreiein'ger Gott, ich preise dich Du bist zwar mein Du Lebensbrot, Herr Jesu. Du lieber, heilger, frommer Du, meine Seele, singe. Durch Adams Fall ist ganz Du Vater deiner Menschenkind. Du weinest vor Jerusalem. Du wiesest, Jesu, nicht die. Ehre sei dir, Christe. Ein Christ kann ohne Kreuz Eine Herde und ein Hirt Einer ist König, Immanuel Einer ist's, an dem wir hangen Eines wünsch ich mir Ein feste Burg ist unser Gott Ein Haupt hast du dem Volk Ein Herz und eine Seele war Ein Lämmlein geht und trägt Ein reines Herz, Herr, schaff Eins ist not, ach Herr, dies eine Ein Wetter steiget auf. Empor zu Gott, mein Endlich bricht der heiße Tiegel Erhalt uns, Herr, bei deinem Erhöhter Siegesfürst und Erhör, o Gott, das heiße Flehn Er kommt, er kommt Ermuntert euch, ihr Frommen Erneure mich, o ew'ges Licht Erschienen ist der herrlich Tag Erstanden ist der heilig Christ Es baut, Herr, deiner Menschen Es geht daher des TagesSchein Es glänzet der Christen. Es ist das Heil uns kommen her Es ist ein Ros entsprungen Es ist gewißlich an der Zeit Es ist nicht schwer, ein Christ Es ist noch eine Ruh vorhanden Es ist vollbracht, er ist. Es kostet viel, ein Christ zu sein Es woll uns Gott genädig sein 392 201 149 Alphabetisches Verzeichnis. Neu Alt 330 72 34744 3 337720 454621 349348 1351 38 487 186 35 217214 2990336 350 ⁵ 174193 351 150 710756 1390705 467857 720131 242799 1400707 179195 37 75 448616 2432⁵ 153706 6 Fahre fort, Ziein Fang dein Werk mit Jesu an Fortgekämpft und fortgerun⸗ gen. Freu dich sehr, 0 meine Seele Freuet euch, ihr Christen alle Fröhlich soll mein Herze. Früh am Morgen Jesus gehet Früh Morgens, da die Sonn Für alle Güte sei gepreist Geduld ist euch von nöten Geh aus, mein Herz, und suche Geht hin, ihr gläubigen Geht nun hin und grabt Gelobet sei der Herr, der Gott Gelobet sei der Herr, mein Gott Gelobet seist du, Jesu Christ Gen Himmel aufgefahren ist Gib dich zufrieden und sei. Gott, deine Güte reicht. Gott, den ich als Liebe. Gott der Vater wohn uns bei Gott des Himmels und der Gottes Stadt steht fest. Gott, gib einen milden Regen Gott ist gegenwärtig. Gott ist mein Hort. Gott ist und bleibt getreu Gott lebt, wie kann ich. Gott Lob, der Sonntag kommt Gott Lob, die Stund ist Gott Lob, ein Schritt zur. Gott Lob, nun ist erschollen Gott, mein Licht, erleuchte Gott, mein Vater, ich dein. Gott sei Dank durch alle Welt Gott sei gedankt zu ieder Zeit Gottsei gelobetund gebenedeiet Gott Vater, aller Dinge Grund Gott will's machen, daß die Großer Gott, von alten Zeiten Großer Gott, wir loben di Großer Mittler, der zur. Halleluja, jauchzt, ihr Chö. Halleluja, Lob, Preis und Ehr Halleluja, schöner Morgen Halleluja, wie lieblich stehn Halt im Gedächtnis Jesum Harre, meine Seele 190 265/788 358 AH „and, deine Menschenliebe Heil'g ster Jesu, Heil' auelle Heimat meiner Liebe Herr, dein Wort, die edle. Lerr, der du mir das Leben Herr, der du vormals hast. Herr, die Erde ist gesegnet. Herr, du fährst mit Glanz. Herr, du wollst uns vollbereiten Herr, es ist von meinem Leben Herr Gott, dich loben wir, Herr er Gott, dich loben wir, regier Herr, höre, Herr, erhöre r, ich bin dein Eigentum ich habe mißgehandelt Jesu Christ, dein teures err Jesu Christ, dich zu uns Jesu Christ, du höchstes Gut.... wir kommen. Jesu Christ, du höchstes Gut,... sieh doch Herr Jesu Christ, mein höchstes Herr Jesu Christ, wahr Mensch Herr Jesu, deine Angst und H. Jesu, dir sei Preis Hete Jesu, dir zu leben. H. Jesu, Gnadensonne Jesu, Licht der Heiden —* nun lässest du deinen 2 ffne mir die Herzenstür „stärke mich, dein Leiden „unser Gott, laß nicht von unendlichem wie du willst, so schick's zlich lieb hab ich dich lich tut mich verlangen iebster Jesu, was hast du Hunz und Herz vereint. Heut trinmphieret Gottes Hier Hier Hilf,I Hilf, dich, Herr, du rufest mein Sinn hilf in Angst. esu, laß gelingen Hilf u perr, in allen Himm geht unfre Bahn i ist der Sonne Schein .einer Schafe Höchster Gott, wir danken. Höchster Tröster, komm 312 267 309 103 313 314 436 Nen 266 168 433 463 4⁵5⁵ 12⁰ 188 433 210 462 522 219 74 221 493 59 315 435 10 123 Alphabetisches Verzeichnis. Alt 9⁴ 656 156 714 244 732 792 33⁴ 1¹⁸ 800 97⁷ 602 827 801 757 Neuf Alt Hosianna, Davids Sohn 22 Hüter, wird die Nacht 419 Jauchz, Erd, und Himmel.124 Ich armer Mensch, ich armer 222 Ich bete an die Macht.. 269 Ich bin ein Gast auf Erden 494840 Ich bin ein Kind, bin arm 477 Ich bin getauft auf deinen.175787 Ich bin ja, Herr, in deiner 495225 Ich ergebe mich dem Willen 360ʃ351 Ich erhebe mein Gemüte. 246218 Ich geh zu deinem Grabe„104766 Ich habe Lust zu scheiden.496ʃ841 Ich habe nun den Grund„247803 Ich hab in Gottes Herz.361ʃ521 Ich hab in guten Stunden 362556 Ich hab mein Sach Gott heim⸗ gestellt. 497 Ich hab mich Gott ergeben 498 Ich hab von ferne 5238 Ich heb mein Augen sehnlich 459 Ich komme, Herr, und suche 191=205 Ich lobe dich von ganzer Seele 156 Ich preise dich und singe.3632 Ich ruf zu dir, Herr Jesu.316 Ich singe dir mit Herz..395/722 Ich steh an deiner Krippe 42 Ich steh in meines Herren Hand 364 Ich sterbe täglich und mein 499842 Ich und mein Haus, wir sind 469 Ich weiß, an wen ich glaube 248804 Ich weiß, mein Gott, daß all 317377 Ich will dich lieben, meine 270805 Ich will von meiner Missetat 223793 Ich wollt, daß ich daheime wär 500 Je größer Kreuz, je näher 365/828 Jerusalem, du hochgebaute„524843 Jesu, deine Passion. 78 Jesu, deine tiefen Wunden. 79758 Jesu, der du bist alleine 318 Jesu, der du meine Seele.224 Jesu, geh voran. 271806 Jesu, großer Wunderstern 64750 Jesu, Hil siegen, du Fürste 319 Jesu, meine Freude 272807 Jesu, meiner Seele Leben„273 Jesu, meines Lebens Leben 80759 Jesus Christus—. als König 274 Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod Jesus Christus, unser Heiland, der von uns. Jesus, Jesus, nichts als Jesus Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht. Jesus nimmt die Sünder an Jesus soll die Losung sein Ihr armen Sünder, kommt zu Ihr Kinderlein, kommet Ihr Waisen, weinet nicht. Im Frieden dein, o Herre. In allen meinen Taten. In Christi Wunden schlaf ich In dich hab ich gehoffet In dir ist Freude In Gottes Namen fang ich an Ist Gott für mich, so trete Komm, heil'ger Geist, erfüll Komm, heil'ger Geist, Herre Komm, mein Herz, in Jesu Komm, o komm, du Geist. Kommst du, kommst du, Licht Kommt her, ihr seid geladen Kommt, Kinder laßt uns Kommt, laßt euch den Herren Kommt und laßt uns Christum König, dem kein König gleichet König Jesu, streite, 900 Kyrie(Litanei- 2* Laß dich Go)tete Laß dich, Herr Jesu Christ Lasset die Kindlein kommen Lasset mich voll Freude. Lasset uns mit Jesu ziehen Laß mich dein sein und bleiben Laß mich, o Herr, in allen Laßt mich gehn Laßt uns doch Christo dankbar Licht vom Licht, erleuchte mich Liebe, die du mich zum Bilde Liebster Heiland, nahe dich Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte Liebster Jesu, wir sind hier, dich Lobe den Herren, den mächt. Lobe den Herren, o meine Seele Lobt Gott, ihr Christen. Alphabetisches Verzeichnis. Neuf Alt .105ʃ697 1920711 106049 525/844 2490808 .366/829 4200386 2500830 205773 125698 1944789 126077⁴4 320ʃ810 3214309 277809 110733 323342 2780811 13734 396/723 397724 Mache dich, mein Geist, bereit Mach's mit mir, Gott, nach Macht hoch die Tür, die Tor Meinen Jesum laß ich nicht Mein erst Gefühl sei Preis Meine Seele erhebet den Herrn Meine Seel, ermuntre dich Meine Seele senket sich. Meine Seel ist stille Meine Sorgen, Angst und. Mein Gott, ich weiß wohl, daß Mein Herz, gib dich zufrieden Mein Jesu, dem die Sera⸗ phinen Mein Jesu, der du vor dem Mein Leben ist ein Pilgrimst. Mein lieber Gott, gedenke. Mein Schöpfer, steh mir bei Mir ist Erbarmung ů Mir nach, spricht Christus. Mit Ernst, o Menschenkinder Mit Fried und Freud ich fahr Mit meinem Gott geh ich. Mitten wir im Leben sind. Morgenglanz der Ewigkeit. Müde bin ich, geh zur Ruh Nie bist du, Höchster, von uns Noch läßt der Herr mich leben Nun bitten wir den heil'gen Nun bricht die finstre Nacht Nun danket alle Gott Nun danket all und bringet Nun freut euch, lieben Christen Nun geh uns auf Nun jaͤuchzet all ihr Frommen Nun jauchzt dem Herren Nun ist es alles wohlgemacht Nun kommt das neue Nun laßt uns den Leib. Nun laßt uns gehn und treten Nun laßt uns Gott dem Herren Nun lob, meinSeel, denHerren Nun preiset alle Nun ruhen alle Wälder Nun schlaf, mein liebes. Nun sich der Tag geendet hat Nun sich der Tag geendet, mein Nun singet und seid froh Nun tret ich wieder. Neu Alt 338ʃ812 24740 2800813 421⁰632 820 96 It 2 0 3 32 96 53 Alphabetisches Verzeichnis. O daß doch bald dein Feuer O daß ich tausend Zungen hätte O du allersüß'ste Freude O du fröhliche... 0 zeit. O du fröhliche„Osterzeit O dufröhliche.. Pfingstenzeit O du Liebe meiner Liebe O Durchbrecher aller Bande O Ewigkeit, du Donnerwort. O Ewigkeit, du Freudenwort O frommer und getreuer Gott O gläubig Herz, sing froh. O Gott, du frommer Gott. O Gottes Sohn, Herr Jesu O Gott, von dem wir alles O Haupt voll Blut und W. O heil'ger Geist, kehr bei uns O heil'ger Geist, oheil'ger Gott O heilige Dreifaltigkeit. O hilf, Christe, Gottes Sohn O Jesu Christe, wahres Licht O Jesu Christ, mein schönstes O Jesu, du mein Bräutigam O Jesu, Jesu, Gottes Sohn 282 O Jesu, meine Wonne O Jesu, süßes Licht. O König aller Ehren O König, dessen Majestät. O Lamm Gottes, unschuldig O Lehrer, dem kein Lehrer. O Liebe, die den Himmel hat O selig Haus, wo man dich O stärke, Mittler, stärke sie O Tod, wo ist dein Stachel O Traurigkeit, o Herzeleid. O Vater der Barmherzigkeit 2: O Vaterherz, o Licht, o Leben 3 O Welt, ich muß dich lassen O Welt, sieh hier dein Leben O wie fröhlich, o wie selig O wie selig seid ihr doch Preis, Ehr und Lob sei dir Ringe recht, wenn Gottes Rüstet euch, ihr Christenleute! Schaffet, schaffet, Menschen⸗ inder Schmerz und Klage füllt das NeuAlt 159 403/726 .128/775 47 107 129 84760 3270815 528 85761 1300776 Schmücke dich, o liebe Seele Schmückt das Fest mit Maien Schönster Herr Jesu. Schwing dich auf zu deinem Seele, geh auf Golgatha Seelenbräutigam. Seele, was ermüdst du dich Seht, Gottes Gnade ist. Sei getreu bis an das Ende Sei Gott getreu, halt seinen Sei Lob und Ehr dem höchsten Sei mir tausendmal gegrüßet Sein Kreuz und seinen Frieden 3 Selig sind des Himmels Erben Siegesfürste, Ehrenkönig Sieh hier bin ich, Ehrenkönig So führst du doch recht selig So hab ich obgesieget So jemand spricht, ich liebe. So ist die Woche nun. Sollt es gleich bisweilen Sollt ich meinem Gott nicht So nimm denn meine Hände Sorge doch für meine Kinder So ruhest du, o meine Ruh So wahr ich lebe, spricht Spar deine Buße nicht. Speis' uns, Vater, deineKinder Stark ist meines Jesu Hand Stille Nacht, heilige Nacht Stimm an das Lied vom. Straf mich nicht in deinem Zorn Such, wer da will, ein ander Tag des Zorns, o Tag Teures Wort aus Gottes Treuer Gott, ich muß dir.2 Treuer Jesu, wache du. Treuer Wächter Israels. Triumph, verlaßt die leere. Tut mir auf die schöne Pforte Unsern Ausgang segne Gott Unter Lilien jener Freuden Unumschränkte Liebe. Valet will ich dir geben Vater, laß mich Gnade finden Vater unser im Himmelreich Verleih uns Friedengnädiglich 92137 230255 232272 287821 1090¹140 15/736 16737 511/846 234269 339713 466/783 Verzage nicht, duHäuflein klein Vom Himmel hoch da komm ich Vom Himmel kam der Engel Von Gott will ich nicht lassen Vor deinen Thron tret ich. Vor dir, HerrJesu, steh ich hier Wach auf, du Geist der ersten Wach auf, meinHerz, die Nacht Wach auf, mein Herz, und singe Wachet auf, ruft uns die Walte, walte nah und fern Wandle leuchtender u. schöner Wär Gott nicht mit uns diese Warum betrübst du dich mein Warum sollt ich mich denn Warum willst du draußen Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, es bleibt Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, so denken Was mein Gott will, gescheh Was wär ich ohne dich gewesen Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Weil ich Jesu Schäflein bin Welch hohes Beispiel gabst du Welt, ade, ich bin dein müde Wenn alle untreu werden Wenn Christus seine Kirche Wenn dich Unglück hat betreten Wenn ich einst von jenem. Wenn ich ihn nur habe. Wenn ich, o Schöpfer, deine Wenn kleine Himmelserben Wennmeine Sündmichkränken Wenn mein Stündlein. Wenn wir in höchsten Nöten Werde licht, du Stadt der. Werde munter, mein Gemüte Wer Gott vertraut, hat wohl Wer ist wohl, wie du Wer nur den lieben Gott läßt Wer sind die vor GottesThrone Wer weiß, wie nahe mir mein Wie Gott mich führt, so will ich Wie groß ist des Allmächt'gen Wie könnt ich ruhig schlafen 290 291 .514 Alphabetisches Verzeichnis. Neu Alt 1410855 514691 524692 377832 419 235290 1420786 1100768 4270851 533ʃ847 17¹ 141 1430708 378 3795833 28 380ʃ834 458 3810835 288 257822 478 289453 512 160/182 329 534644 407 39 513 93794 382795 66 I 383 292/753 3844836 535 5150848 385 4080 28 479 Wie lieblich ist doch, Herr. Wie mit grimm'gem Unver⸗ stand Wie schön ists doch, Herr Jesu Wie schön leuchtet der Morgen⸗ stern vom Firmament. Wie schön leuchtet der Morgen⸗ stern voll Gnad. Wie's Gott gefällt, gefällt's Wie soll ich dich empfangen Wie wohl ist mir, o Freund Willkommen, Held im Streite Willkommen, Quell der Fr. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tod Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer. Wir glauben all an einen Gott, Vater Wirliegen hierzudeinen Füßen Wir Menschen sind zu dem Wir singen dir, Immanuel Wo findet die Seele die Heimat Wohlauf, mein Herz, zu Gott Wohlauf,‚ wohlan zum letzten Wohl einem Haus, da Jesus Wollt ihr wissen, was mein Womit soll ich dich wohl Wort des höchsten Mundes Wo soll ich fliehen hin.. Wo willst du hin, weil's Abend Wunderanfang herrlich Ende Wunderbarer König Zeige dich uns ohne Hülle Zeuch ein zu deinen Toren Zeuch uns nach dir. Zieh hin, mein Kindd Zieht in Frieden eure Pfade Zion, gib dich nur zufrieden Zion klagt mit Angst und. Zu deinen Füßen liege ich. Zu dir, Herr Jesu, komme ich Zum Licht empor, zum Lichte Zween der Jünger gehen mit Neuf Alt 17439 293/754 29743 2944823 112769 53/080 9476⁴4 258ʃ685 1380780 236796 172171 54746 173176 410ʃ730 133778 115 — E 8 I. Sonn⸗ und Fefllags⸗Lieder. A. Sonntagslieder. 1. mel. Berr Jesu dich zu uns wend. — 4. Mos. 6, 24—22. 1 — + —. + — I —— 6 I**. ꝗ—..— 5 + * +1. Brunn al⸗les Heils, dich eh⸗ren wir und öff- nen — + +——— 124 7 ——.— 4 r rr ———. 2—.— 1..— un⸗sern Mund vor dir; aus dei⸗ner Gott-heit Hei⸗ lig 5 1. 9.—.——...——— S.‚‚.‚‚.———— —* 2 ‚.I— 9 + tum dein ho⸗- her Se-⸗gen auf uns komm! 2. Der Herr, der Schöpfer, bei uns bleib, er segne uns nach Seel und Leib, und uns behüte seine Macht vor allem Ubel Tag und Nacht! 3. Der Herr, der Heiland, unser Licht, uns leuchten laß sein Angesicht, daß wir ihn schaun und glauben frei, daß er uns ewig gnädig sei. 4. Der Herr, der Tröster, ob uns schweb, sein Antlitz über uns erheb, daß uns sein Bild werd eingedrückt, und geb uns Frieden unverrückt. 5. Jehoval Vater, Sohn und Geist, o Segensbrunn, der ewig fleußt, durchfleuß Herz, Sinn und Wan⸗ del wohl, mach uns dein's Lobs und Segens Gerh. Tersteegen, g. 1697, 4 1769. voll! 2. mel. Christus der ist mein Leben. Off. Joh. 22, 21. Es 1—.— ö—— 2 —.— + 1 +— P e—33 F I I—* 2. 1——— 34.—— I—— 1— 1 1. Die Gna⸗de sei mit al⸗ len, die Gna⸗de Eh— 2 +———.— —.——*— 2.———... DED..VEZ— 4 42.2.— I——— E.————————— n⸗sers Herrn, des Herrn, dem wir hier wal⸗len und * E ö H 2— + + I. — + 1 N 42.— 7 6————. sehn sein Kom ⸗men 2. Auf dem so schmalen Pfade gelingt uns gar kein Tritt, gern. es gehe seine Gnade denn bis zum Ende mit. 11 3—4 1. Sonn⸗ und F 3. Auf Gnade darf man trauen, man traut ihr ohne Reu; und wenn uns ja will grauen, so bleibts: der Herr ist treu. 4. Wird stets der Jammer größer, so glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, esttags⸗Lieder. 6. So scheint uns nichts ein Scha⸗ was man um Jesum mißt, IÜde, der Herr hat eine Gnade, die über alles ist. 7. Bald ist es überwunden nun durch des Lammes Blut, das in den schwersten Stunden — 3 du kommst; so komme doch! die größten Taten tut. 5. Damit wir nicht erliegen, 8. Herr, laß es dir gefallen! ö muß Gnade mit uns sein; Noch immer rufen wir: 2 denn sie flößt zu den Siegen Die Gnade sei mit allen, ͤ Geduld und Glauben ein. die Gnade sei mit mir! f Phil. Friedr. Hiller, g. 1699, 4+ 1769. 0 3. Mel. Eines wünsch ich mir vor allem. d 44—. er vi Kr. 22—*——— 2 1 1 Die wir uns all⸗hier bei⸗sam-men fin-den, schla⸗gen 0 uns auf dei⸗ne Mar⸗ter zu ver-bin⸗den, dir auf EA—.——— ů— 8 Le—————— —.—. SIl 2——.— 2 un sre Hän⸗de ein ö d ——„** ——19—. Kund zum Zei⸗chen, daß dies Lob-ge⸗ 0 e-wig treu zu 2989 Zei⸗chen, daß 0 ꝝ— 4 2 N 4 ö 1 ..— III— 1— ,/ ¶d ere /v.,/ n I/. , P tö⸗ ne dei⸗nem Her-zen an-ge⸗-nehm und schö-ne, —Q ꝗ Æ; Ee 4——.— ů e nm ane, ren der E **** sa—ge A-men und zu⸗gleich: Frie⸗de, Frie⸗de i Q— ———— 1 *—— 1 HI — L, rrn. sei mit euch! Chr. R. Graf v. Finzendorf, g. 1227,4 152. 4. Mel. Wunderbarer Hönig. —0——. V. + EIE———.— EEEÆ ——— S.i...e.....2. 1 Gott ist ge-gen-wär⸗tig, las⸗set uns an-be⸗ ten Gott ist in der Mit⸗ten, al⸗les in uns schweige 12 A. Sonntagslieder. 5 —.—— EH— dne e, dn eP— /—— 4.—— 11—— und in N Chrfurcht vor ihn tre⸗ten! Wer ihn keunk, wer ihn und sich in⸗nigst vor ihm beu⸗ge! Q +— +*— U•———— E EI—.——.—.. 5— 2 2.—2 1— —— nennt, schlagt die Au⸗ gen nieder, k kommt, er⸗ gebt euch wieder! 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht gebeuget dienen; heilig, heilig, heilig singen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. Herr vernimm unsre Stimm, da auch wir Geringen unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, die uns Sünd und Welt bereiten; da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben dir zum Eigentum ergeben. Du allein sollst es sein, unser Gott und Herre, dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen, möcht ich recht dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich wie die Engel immer vor dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir für und für trachten zu gefallen, liebster Gott, in allen! 5. Du durchdringest alles, wollst mit deinem Lichte, Herr, berühren mein Gesichte! Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, laß mich so, still und froh, deine Strahlen fassen und dich wirken lassen! 6. Mache mich voll Einfalt, innig, abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden; mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag im Geist und Wahrheit; laß mein Herz überwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben! 7. Komm in mir zu wohnen, daß mein Geist auf Erden dir ein Heiligtum kann werden. Komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich stets dich lieb und ehre. Wo ich geh, wo ich steh, laß mich dein gedenken, mich in dich versenken! Gerh. TCersteegen, g. 1697, 4 169. 5. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. „ 4 3————————— S ud., rnnrrn. * ml— E.—.— + 1. Gott Lob, 921 Sonn⸗tag kommt her-bei, die 13 ——::.— —————— DEα 2 —0 E E— Wo⸗che wird nun wie-der neu; heut hat mein +.— ö 20———————————— EDEEEEE +—— 4.— 2— —33*———— 2— 20. Gott das Licht ge ⸗ macht, mein Heil hat E— S—....—— H EF inenn nurer, Rrt.-Sri nt Lser., nnn ne ———.. l mir das Le⸗ben bracht. Hal ⸗ le ⸗ lu ⸗ jal 2. Das ist der Tag, da Jesus daß nun ein Christ heißt Gottes Christ vom Tod für mich erstanden ist und schenkt mir die Gerechtigkeit, Trost, Leben, Heil und Seligkeit. Halleluja! 3. Das ist der rechte Sonnentag, da man sich nicht g'nug freuen mag, da wir mit Gott versöhnet sind, Mel. Gott des Himmels und der Erden. Halleluja!(Kind. 4. Mein Gott, laß mir dein Le⸗ benswort, führ mich zur Himmelsehrenpfort, laß mich hier leben heiliglich und dir lobsingen ewiglich! Halleluja! Joh. Olearius, g. 1611, 4 1684. E — — ö 2 0 1 Gro⸗ßer Gott von al⸗ten Rei=üten, des⸗ sen U des⸗sen Treu auf al⸗ len Sei ⸗ ten mich von 2237• 4 ö„—— H r;——.— 2 2— ——— 4.— 2 Ju⸗gend auf ge Hand die Welt re 1006 heu =te weckt des — ————— aRd ů +.— 1 +— a⸗ ges Lauf mich 2. Ach wie lieb ich diese Stunden, denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost verbunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist. zu lau⸗ter An⸗dacht auf. 3. Habe Dank für diesen Morgen, der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt und von Herzen bet't und singt, daß es durch die Wolken dringt. 14 sRüii 84. A. Sonntagslieder. 7 4. Was ist schöner als Gott dienen, was ist süßer als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht. 5. Omein Gott, sprich selberAmen, denn wir sind dein Eigentum, alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn. Kasp. Neumann, g. 1648, + 1215. 7. Mel. Gott des Himmels und der Erden. E——9—— — Q + +————³.905— 43—.* 4.—— 2.W—— i.—— 1. Hal⸗le⸗-lu⸗ ja, schö⸗ner Mor-gen, schö- ner heu⸗te fühl ich kei⸗ ne Sor ⸗ gen, denn das IEPIIIe—.— +— ö— I——.—— IE— I— IIX— * 14—— als man den ⸗ken mag, der durch sei ⸗ne ist ein lie ⸗ ber Tag, ö Q 4 3— N —————— 7— E 2.———— 7—.———— 25.„3 I———— Lieb⸗lich⸗ keit 2. Süßer Ruhetag der Seelen, Sonntag, der voll Lichtes ist, heller Tag der dunkeln Höhlen, Zeit, in der der Segen fließt, Stunde voller Seligkeit, du vertreibst mir alles Leid. 3. Ach wie schmeck ich Gottes Güte recht als einen Morgentau, die mich führt aus meiner Hütte zu des Vaters grüner Au; da hat wohl die Morgenstund edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Weltgeschäfte, heute hab ich sonst zu tun, denn ich brauche alle Kräfte, in dem höchsten Gut zu ruhn. Heut schickt keine Arbeit sich als nur Gotteswerk für mich. recht das In- ner-ste 5. Ich will in der Zionsstille er⸗freut. heute voller Arbeit sein, denn da sammle ich die Fülle von den höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen Geist mit dem Wort des Lebens speist. 6. Herr, ermuntre meine Sinnen und bereite selbst die Brust, laß mich Lehr und Trost gewinnen, gib zu deinem Manna Lust, daß mir deines Wortes Hall recht tief in mein Herze fall. 7. Segne deiner Knechte Lehren, öffne selber ihren Mund; mach mit allen, die dich hören, heute deinen Gnadenbund, daß wenn man hier fleht und singt, solches in dein Herze dringt. 8. Gib, daß ich den Tag beschließe, wie er angefangen ist; 15 8—9 segne, pflanze und begieße, der du Herr des Sabbaths bist, 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. bis ich einst auf jenen Tag ewig Sabbath halten mag. Jon. Krause, g. 1201, 4 1762. 8. Eigene Melodie. 2———————.—— +2.—.. 1I—2 II—. —. X 2.4 + 2.— ‚ I ..2 2— 1. Herr Ze e⸗su Christ, dich zu uns wend, dein'n heil⸗ gen Q —— EIDSDSISSDSDSSE i eeeee D...* I 2—.— 2 22.. m.—.— .— 2 1 I— 2—— + 4 Geist du zu uns send, mit Hilf und Gnad er uns re⸗ Q 4— + n Hn Een, i.—————UIUIĩJ— L.. 2.— 2*— m— H J+.E +— 2 2. II gier und uns den 2. Tu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein, den Glauben mehr', stärk den Ver⸗ stand, daß uns dein Nam werd wohl be⸗ kannt; 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott der Herr! Weg zur Wahr⸗-heit führ! und schauen dich von Angesicht in ew'ger Freud und sel'gem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heil'gen Geist in Einem Thron, der heiligen Dreifaltigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit! Wilhelm II., Herzog zu Sachsen⸗ Weimar(5), g. 1598, + 1662. 9• Mel. O Durchbrecher aller Bande. DRE—::! ö 1. Herz und Herz ver ⸗eint zu⸗ sam⸗men, sucht in Las⸗set eu ⸗-re Lie-bes⸗flam-men lo-dern —3—.————.—— EFAT ar nnn= dn ee n E EV 4.— nn nnnin L. e. 4.;.— Got-tes Her-zen Ruh! auf den Hei⸗land zu! —.— H. E——— 0 2.—.— 2 E—— E 2—— + 1— Glie⸗ der, er das Licht und wir der Schein, er der +—— 1— + SSSSSSIIITIIIIITT.II...I.— .——.—— Mei⸗ster, wir die Brü-der; er ist un-ser, wir sind sein. 16 IHIHNII (AANK * —————————— 2. Kommt, ach kommt, ihr Gna⸗ denkinder, und erneuert euren Bund, schwöret unserm Uberwinder Lieb und Treu von Herzensgrund! Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, o so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt. 3. Legt es unter euch, ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder auch das Leben lassen kann. So hat uns der Herr geliebet, so vergoß er dort sein Blut; denkt doch, wie es ihn betrübet, wenn ihr selbst euch Eintrag tut. 4. Halleluja, welche Höhen, welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat, daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister, uns so fühlbar nahe bist. 5. O du treuster Freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie es so herzlich meine, wie's dein letzter Wille war; A. Sonntagslieder. 10 und daß, wie du eins mit ihnen, also sie auch eines sei'n, sich in wahrer Liebe dienen und einander gern erfreun. 6. Friedefürst, laß deinen Frieden stets in unsrer Mitte ruhn, Liebe, laß uns nie ermüden deinen sel'gen Dienst zu tun. Denn wie kann die Last auf Erden und des Glaubens Ritterschaft besser uns versüßet werden, als durch deiner Liebe Kraft. 7. Liebe,— hast du uns geboten, daß man Liebe üben soll, o so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll, zünde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von Einem Stamme, stehen auch für Einen Mann. 8. Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes Glied mehr ist, und allein von deinem Brennen nehme unser Licht den Schein; also wird die Welt erkennen, daß wir deine Jünger sein. Nach N. L. v. Zinzendorf, g. 1700, + 1²60, von Ch. Gregor. 10. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. —8—— ——————.— .—.. 2—— ,e r ö *———. 19———*. „ Höch-ster Gott, wir dan⸗ken dir, daß du Hilf uns fer-ner, daß auch wir nach dem⸗ *————— 15— —222 +.— 4——— — 14. 3—— 2. FE. I.** H22.*— 1 1.— II +*. uns dein Wort geé n. n e⸗ ge ⸗ben. ö 25—.— Gieb dem Glau⸗ben sel ⸗-ben hei⸗lig le⸗ben. *—* — 2+——. II + 1. I —2— 2—— II——3— 2—.— N E**.— 22 2 2——. 2..... I V——.———...—2. 2.—— 4.—5 0— sol ⸗che Stär⸗ke, daß er tä⸗tig sei im Wer⸗ke. 2. Unser Gott und Vater, du, gib zum Wissen auch das Wollen du nur lehrst uns, was wir sollen. und zum Wollen das Vollbringen, Schenk uns deine Kraft dazu, so wird alles wohl gelingen. Joh. Adam Haslocher, g. 1645, 4 1726. 11¹. Rel. Valet will ich dir geben. 7.8. V J.*—— 1 I— ....—. 3 2 S ᷓ. —.—————— Laß mich dein sein und blei-ben, du treu⸗er von dir laß nichts mich trei-ben, halt mich bei JE. III*. .** 2—4* E—— —N 2——.— I——.... + 4 E—..— +————— Gott und Herr, dei ner Lehr! Herr, laß mich nur nicht EE= wan⸗ken, gib mir Be⸗stän⸗-dig⸗keit, ⸗für will — ů + E 1 +— 4— V E 2— +2——.— 1 I ——— 22. 1 0 9 2— II ich dir dan⸗ken in al ⸗le E⸗ wig⸗ keit. Nikol. Selnecker, g. 1552, 4 1592. 12. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. —————— H—— + D—..— 2 i nenn———— 8 1 Licht vom Licht, er-leuch-te mich bei dem Gna⸗ den⸗son- ne, zei ge dich mei⸗nem DSD‚D‚‚‚.‚‚...... i—.— EFN—— ö RꝗꝗRHĩJĩIIIII‚‚—— 9— ö— 1——— neu ⸗en Ta⸗ges ⸗lich ⸗te; ö ö 9 9 3. woh-ne mir mit mun⸗tern An⸗ ge⸗sich-te, —2 1* +—.— 2 N —. 5— 22 2—..—. + 2 5 I 2 + EIII! E— 2.— 2—*—2. ————————. Glan⸗-ze bei, daß mein Sab-bath fröh⸗-lich sei. 18 ——3————.— IIR ———4.———— A. Sonntagslieder. 13 2. Brunnquell aller Seligkeit, laß mir deine Ströme fließen, mache Mund und Herz bereit, dich in Andacht recht zu grüßen. Streu das Wort mit Segen ein, laß es hundertfrüchtig sein. 3. Zünde selbst das Opfer an, das auf meinen Lippen lieget, sei mir Weisheit, Licht und Bahn, daß kein Irrtum mich betrüget und kein fremdes Feuer brennt, welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit heilig, heilig, heilig! singen und mich in die Ewigkeit mit des Geistes Flügeln schwingen. Gib mir einen Vorschmack ein, wie es wird im Himmel sein. 5. Ruh in mir und ich in dir, bau ein Paradies im Herzen. Offenbare dich doch mir und gieß meiner Andacht Kerzen immer neue Nahrung zu, o du Liebesflamme du. 6. Dieser Tag sei dir geweiht, weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit einen Tempel zubereiten, nichts sonst wollen, nichts sonst tun, als in deiner Liebe ruhn. 7. Du bist mehr als Salomon, laß mich deine Weisheit hören; ich will deinen Gnadenthron mit gebeugten Knieen ehren, bis mir deine Sonne lacht und den schönsten Sonntag macht. Benj. Schmolck, g. 1672, 4 14757. 113. Eigene Melodie. EE.—j——.—.—— SSISISISISISIcIPI II‚II....I.. 6— n 1=..: 1 Lieb⸗ ster Je⸗su, wir sind hier, dich und Ulen ⸗ke Sin⸗nen und Be⸗ gier auf die Q 4—. +—2—— 7——— E————— dein Wort u hö ⸗ren—— in Wort an⸗ ö ö 5 5—.— daß die Her-zen sü⸗-ßen Him⸗-mels⸗-leh-ren, Q 4— N IIII—.—— e amer= v. nene Huidt n. H DDDi‚‚r.‚‚‚i——— von der Er⸗den ganz zu dir 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis umhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, tun und dichten mußt du selbst in uns verrichten. ge⸗ zo⸗gen wer-den. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, mach uns allesamt bereit, öffne Herzen, Mund und Ohren! Unser Bitten, Flehn und Singen laß, Herr Jesu, wohl gelingen! Tobias Clausnitzer, g. 16 18, 4 1684. 19 2* 14—15 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 14. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. H 4 N 1.L. + 2— I 2.— D EEEEA 12——— + +— L ö 1. Nun geh uns auf, du Mor⸗gen⸗stern, du se⸗lig⸗ Q —2————————— E.. E uis, min uuu Bs, BuneH 1 4. 7— I + 22.—— ma⸗chend Wort des Herrn, du Pfand des Heils, das uns im 2 0. dr SSPSISI.I....E ö„»»HoHH?H. — 7———— 2 2 2.2—...— I. 2. Bereitet ist für dich die Bahn, die Herzen sind dir aufgetan; wir sehnen uns nach deinem Licht und seufzen: Herr, versäum uns nicht! 3. Du Wort der Wahrheit, lautrer Quell, mach unsre Glaubensaugen hell, daß wir die Wege Gottes sehn und in der Welt nicht irre gehn. 4. Du Wort der Buße, füll das Herz uns an mit tiefem Reueschmerz, daß unser Flehn und Seufzen sei: Gott, steh uns armen Sündern bei! Sohn der Va⸗ter gab von sei- nem Thron. 5. Du Wort der Gnade, tröstend Wort, o bring uns Botschaft fort und fort von ihm, der für uns litt und starb und uns Gerechtigkeit erwarb. 6. Du Wort des Glaubens, gib uns Kraft, daß wir, der Eitelkeit entrafft, im gnädig dargebotnen Heil begreifen unser ew'ges Teil. 7. So geh uns auf, du Gottesglanz, durchdring uns und verklär uns ganz, du Wort, das noch in Kraft besteht, wenn Erd und Himmel untergeht. Julius Sturm, g. 1816, 4 1896. Mel. Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel; 15. oder: Gott des Himmels und der Erden. —Q +— E 5 ö.—ò.— WW—————— —.2*——5— 2—— 2— 8 2 8 1 Tut mir auf die schö=ne Pfor ⸗te, führt in Ach wie wird an die⸗ sem Or ⸗te mei ⸗ne —0— n o n re———— E 2 4.— 1 4 IH— 1. 1— Got-tes Haus mich ein! ö ; 67 ier ist See⸗ le fröh ⸗lich sein! Hier ist Got⸗ tes 20 A. Sonntagslieder. 16—17 —+ 1—————— I .565— + 5 7 x 2 2 1—.———— An⸗ge⸗sicht, hier ist 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir! Wo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier. Zieh doch in mein Herze ein, laß es deinen Tempel sein! 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, heil'ge du Leib, Seel und Geist, daß mein Singen und mein Beten dir ein lieblich Opfer heißt. Heil'ge du, Herr, Mund und Ohr, zieh das Herze ganz empor! 4. Mache mich zum guten Lande, wenn dein Saatkorn auf mich fällt; gib mir Licht in dem Verstande, lau⸗ ter Trost and Licht. und was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn! 5. Stärk in mir den schwachen Glauben, laß dein teures Kleinod mir nimmer aus dem Herzen rauben, halte mir dein Wort stets für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, und dein Wille werd erfüllt; nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt; speise mich mit Himmelsbrot, tröste mich in aller Not! Benjamin Schmolck, g. 1672, 4 1757. 16. mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 5.•— EEN ——— J—‚‚‚.— —— 1+—— 1——. Un ⸗sern Aus-gang seg-ne Gott, un⸗sern seg-ne un ⸗=ser täg ⸗-lich Brot, seg⸗- ne 7⁴——— S S S SS.SSI..IIIII—— 5 ESin⸗ gang Llei⸗ Ger⸗ ma un ⸗ser Tun und Laf n, 4 ö—— NH —— 0.555. nnm. n mnt:ar ——————— E sel'⸗gem Ster⸗ ben und mach uns zu Him⸗-mels⸗er⸗ben! Hartmann Schenck, g. 1654, + 1681. 17. Eigene Melodie Daun 84. EH— 4.———— EHAUEE. + 2 2 2 ——. 1 Wie lieb-lich ist doch, Herr, die Stät⸗ O gib, daß ich sie gern be ⸗ tre⸗ 21 18 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. S— mru— NH —.—— + N—— 1 II — + I 2 I ———— 2———.8— II te, da dei⸗ nes Na-mens Eh⸗-re wohnt! te, weil da dein Se⸗gen die be ⸗lohnt, EHN—— mm——— ———.— ——————— 2—— *— I die dei ⸗nes Wor⸗tes sich er⸗ freun und — E—— H —**+——2 + II * 5— j x + 7½• 44 1 dir des Her ⸗ zens An⸗dacht weihn. 2. Wohl dem, der dich in deiner 4. Gott, laß auch mir dein Antlitz Hütte, scheinen; Gott, zu verehren Ernst beweist! dein Sabbath bring auch mir Ge⸗ Du hörst sein Lob und seine Bitte winn, undstärkst mitneuerKraft den Geist, daß er auf deiner Wahrheit Bahn rechtschaffen vor dir wandeln kann. 3. Dein Wort bleibt niemals ohne Segen, wenn mans nur recht zu Herzen nimmt. Es gibt uns Trost auf Trübsals⸗ wegen, die du zu unserm Heil bestimmt, es gibtimgampf uns Mut undKraft und ist ein Schwert, das Sieg ver⸗ wenn andachtsvoll ich mit den Dei⸗ vor dir an heil'ger Stätte bin.[nen Laß dir das Lob, das wir dir weihn, ein angenehmes Opfer sein. 5. Ja, du bist Sonn und Schild den Frommen, du, Herr, gibst ihnen Gnad und Ehr; und wer nur erst zu dir gekommen, dem fehlt das wahre Glück nicht mehr. Was du verheißest, hältst du fest; wohl dem, der sich auf dich verläßt. schafft. Unbekannt. 216. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 27⁷———.— 7— II„ Z..—.ñ— 1 +* I 2—.. +*—83— . 23—.—.— 1 Zei⸗ ge di h uns oh-ne Hül⸗le, ström auf uns der daß an die⸗sem Got⸗tes⸗ta ⸗ge un⸗ser Herz der 9 35 II 4—. D—..i— I 2 2— 4— + VEE— 2. 1— + E— ku II 0 7—— Gna⸗ de Fül⸗ le, Welt ent ⸗sa ⸗ ge, daß durch dich, der starb, vom 2²2 . 1 4 + f6 2*— +*— , rn, n ne, dae dir d n mnunn, nnm, munne nnnnn dr * 1———— 22—..— Bö⸗sen uns Ge⸗fall-ne zu er⸗lö⸗sen, dei- ne glau⸗ben⸗de n 42. I———— II e. mre. anet en nerd enneuir ere- aeenne: nm Mnerü den —2 2——.—— 7 ‚‚en Ge⸗mei ⸗ ne mit dem Va⸗ter sich ver⸗ ei⸗ ne. 2. O daß frei von Erdenbürden und der Sünde Lasten würden unsre Seelen, unser Wille, sanft wie diese Sabbathstille! Daß von fern in deinen Höhen wir des Lichtes Aufgang sähen, das die Sel'gen dort verkläret, wenn der Sabbath ewig währet! 3. Was ich strahlen seh am Throne, ist es nicht der Sieger Krone? Was von jenen Höh'n ich höre, sinds nicht Uberwinderchöre?ꝰ Feiernd tragen sie die Palmen, ihr Triumph erschallt in Psalmen. Herr, du selber wollst mich weihen diesem Sabbath deiner Treuen. 4. Decke meiner Blöße Schande mit dem festlichen Gewande deiner Unschuld, daß am Tage deines Mahls ich froh es wage, dort zu wandeln, wo voll Gnaden deine Schar du eingeladen, wo nicht mehr die Streiter ringen, wo sie Siegeslieder singen. Fr. G. Ulopstock, g. 1724, 4 1805. L. Festtagslieder. J. Advent. M 5 Aus meines 5——— IEE.— 1 Auf auf, ihr 252958 48 ⸗ 1165 pe 3t LVem⸗—— un ⸗ ver⸗ ⸗sen 3315 22————— 237 Kö⸗ nig eunn her⸗an, ö gro⸗ßen Wun⸗ der⸗mann! Ihr 1 sten,—— 557*—** für, laßt uns vor al-len Din⸗-gen ihm Ho⸗-si⸗ Q— .2—— E 4—.— D..J— —.——.—— 1—.— J‚J— —i—— gen 23 mit hei⸗ li⸗ ger Be⸗gier. ö 20 1. Sonn- und Festtags⸗Lieder. 2. Auf, ihr betrübten Herzen, der König ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen, der Helfer ist schon da; seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können im Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, der König ist nicht fern; seid fröhlich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern; der Herr will in der Not mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hilf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. 4. Seid fromm, ihr Untertanen, der König ist gerecht. Laßt uns die Weg ihm bahnen, macht sie zum Einzug recht. Fürwahr, er meint es gut, drum lasset uns die Plagen, die er uns schickt, ertragen mit unerschrocknem Mut. 5. Frisch auf, ihr Hochbetrübten, der König kommt mit Macht; an uns, sein' Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein noch Zorn hinfür uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein. 6. So eilt mit schnellen Schritten, den König selbst zu sehn, er kommt in unsre Mitten stark, herrlich, sanft und schön; nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann. 7. Der König will bedenken die, so er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine Gnad und Wort. Ja, König, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. 8. Nun, Herr, du gibst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unvergleichlich, du gehst den Sündern nach; drum woll'n wir dir allein die Stimmen hoch erschwingen, dir Hosianna singen und ewig dankbar sein. Johann Rist, g. 1607, 4 1667. 220. Eigene Melodie. EE— ů———— E.. + 2 I.— 2. I + VED.WZ*— 4 2 2.:..—.— 735— I.—— 1————— 1. Dein Kö-nig kommt in nie-dern Hül-len, ihn *— 9———————— *—— 1— 7. trägt der last⸗bar'n Es'-lin Fül⸗-len, em-pfang ihn I———.——.—.— ES‚‚‚‚— ———— I—— 2—* froh, Je⸗ ru⸗sa-⸗lem! Trag ihm ent⸗ge⸗gen Frie⸗dens⸗ 2⁴4 B. Festtagslieder(Advent). 21 +— E—5 4—— — 2— V 2.——.———— 2.—.—5 nii Harn —IN———————. 2—— 2. —.—— pal⸗men, be⸗streu den Pfad mit grü⸗nen Hal-men! Q——D mein, e, Ha, dimnrrin— E.———— 1———..* I 1.—.——.—.— II So ists dem Her⸗ ren an⸗ ge⸗ nehm. 2. O mächt'ger Herrscher ohne Du kommst, auf den empörten Trif⸗ Heere, gewalt'ger Kämpfer ohne Speere, o Friedensfürst von großer Macht! Es wollen dir der Erde Herren den Weg zu deinem Throne sperren, doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden, doch aller Erde Reiche werden dem, was du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Wor⸗ ten zieht deine Schar nach den vier Orten derWelt hinaus und machtdirBahn. 4. Undwodu kommest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir be⸗ ten des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, daß du selbst hienieden kommst zu erneuen deinen Frieden, dagegen sich die Welt empört. 6.Olaß deinLicht aufErden siegen, die Macht der Finsternis erliegen und lösch der Zwietracht Glimmen aus, daß wir, dieVölker und dieThronen, vereint als Brüder wieder wohnen in deines großen Vaters Haus. droht.] Friedrich Rückert, g. 1789, 4 1866. 21. Eigene Melodie. EHE ö—.———— ö —. +* 1— ι EZ. D.*. X— 1. 25.— + 2— 25—— 2 V——— 1. Gott sei Dank durch al-le Welt, der sein Es— 5 dn 5 —..V E 5 663—*.— +.. 2————— 2——— *.—— ů—— Wort ⸗stän-dig hält und der Sün⸗der +—.— eer.—..—..— Trost und Rat 2. Was der alten Väter Schar zu uns her⸗ge „sen⸗det hatl was sie haben prophezeit, höchster Wunsch und Sehnen war, ist erfüllt in Herrlichkeit. 25 ———— 4 PFFFF!!!!!''T— 2² 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, Friedefürst, Kraft, Rat und. Held hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte dir auch eine Bahn, Herr, in meinem Herzen an! 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne tust, rein von aller Sündenlust! 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 6. Und gleichwiedeinAnkunftwar voller Sanfmut, ohn Gefahr, also sei auch jederzeit deine Sanftmut mir bereit! 7. Tröste, tröste meinen Sinn,* weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich gar hoch und kühn vermißt. 8. Laß mich, wenn du, Lebensfürst, prächtig wieder kommen wirst, freudig dir entgegen gehn und vor dir gerecht bestehn. Heinr. Held, um 1650. 22. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. —— ů—— Hün Innn— + I EI E 2. +— 2.—.—* ..2————— +*—„*—5* 1 o⸗ si⸗an ⸗ na! Da ⸗vids Sohn kommt in ach be ⸗rei ⸗ tet ihm den Thron, setzt ihm * II +— 1! + I + 2 ——.— — ein ⸗ge⸗ 90 Zi⸗ on gen; treu ⸗et Pal⸗men tau⸗send Eh⸗ren ⸗-bo ⸗ gen, ü P Q— %..—. n— 4—. N DJ... 72.—.. 50 +1 I. CE.V..—— 2.—*—— V .V I—. I—— 2 II ma ⸗chet Bahn, 2. Hosianna, sei gegrüßt! Komm, wir gehen dir entgegen; unser Herz ist schon gerüst't, will sich dir zu Füßen legen. Zeuch zu unsern Toren ein, du sollst uns willkommen sein. 3. Hosianna, Friedefürst, Ehrenkönig, Held im Streite! Alles, was du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna, lieber Gast! 26 — daß er Ein⸗zug hal⸗ten kann. Wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet hast; ach so laß uns unverdrossen deinem Scepter dienstbar sein, herrsche du in uns allein! 5. Hosianna! Steh uns bei! O Herr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heuchelei 1 dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. 6. Hosianna! Laß uns hier an den Olberg dich begleiten, Hüal B. Festtagslieder(Advent). 23 bis wir einstens für und für Eile bei uns einzugehen, dir ein Psalmenlied bereiten; du Gesegneter des Herrn, dort ist unser Bethphage: warum willst du draußen stehen? Hosianna in der Höh! Hosianna! Bist du da? 7. Hosianna nah und fern! Ja du kommst, Hallelujal Benjamin Schmolck, g. 1672, 4 1252. 23. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. ——— 4—— —3.——.—8———.— 1. —.——8— X. +—* +.—— * 0 65—. +——— 1. Kommst du, kommst du, Licht der Hei⸗ den? —————.— —.. 2 1 + III .—. +— +——— + 2 —— 25— Ja du kommst und säu⸗mest nicht, weil du — 1—.— HU———————— r I2 2—.—ß.— 2*———.— —** weißt, was uns ge⸗bricht: o du star⸗ker Q——— 1 D22———— EIRADAET————.— 5 4 E2 + E 2 I—— 2.... Trost im Lei⸗den, Je⸗ su, mei⸗ nes Her⸗zens Tür 11—— H —.5 1 I 2452.— + + 4 + I .— + + La I 30 2 steht dir of ⸗fen, komm zu mir!l 2. Ja du bist bereits zugegen, 4. Jesu, rege mein Gemüte, du Weltheiland, Jungfraunsohn; Jesu, öffne mir den Mund, meine Sinne spüren schon daß dich meines Herzens Grund deinen gnadenvollen Segen, innig preise für die Güte, deines Geistes Wunderkraft, die du mir, o Seelengast, welche Frucht und Segen schafft. lebenslang erwiesen hast. 3. Adle mich durch deine Liebe, 5. Laß durch deines Geistes Gaben, Jesu, nimm mein Flehen hin, Liebe, Glauben und Geduld, schaffe, daß mein Geist und Sinn durch Bereuung meiner Schuld, sich in deinem Lieben übe; mich zu dir sein hocherhaben. sonst zu lieben dich, mein Licht, Dann so will ich für und für steht in meinen Kräften nicht. Hosianna singen dir. Ernst Christ. Homburg, g. 1605, + 1681. 27 —— ————————— ——— 24 1. Sonn⸗ und Festtagslieder. 24. Eigene Melodie. 2————— —————————— 2+— IEE————.———.— C.—— 1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es a 1 H inennn kinmn in an unen nen nen en n Eu. ni nen vere, Sen annnn 2 2—2+2... 2*.— 2 5—.— V——————.—————3——.— kommt der Herr der Herr ⸗lich-keit, ein Kö- nig Q— 2 sün.— II——— „E0—, 2—*——— 2— 2it: ee d n al ⸗ ler Lö ⸗ nig ⸗ reich, ein Hei ⸗ land —Q —..— I zu gleich, der Heil und — E .... SAS—‚...—8— ———— es Le= ben mit sich bringt; des ⸗ hal-ben jauchzt, mit ——.——— — 9————— EEEEEEEEE—————— Freu⸗ den 5055—„lo-bet sei mein —— e e—.— 1 Gott, mein Schöp⸗fer reich von Rat 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Scepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zum End er bringt; deshalben jauchzt, mit Freuden Gelobet sei mein Gott,[singt: mein Heiland groß von Tat! 3. O wohl dem Land, o wohl der so diesen König bei sich hat! Stadt, Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat! 4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, eu'r Herz zum Tempel zubereit't! die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud, so kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad! 5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist; 28 8 ö B. Festtagslieder(Advent). 25—-26 ach zeuch mit deiner Gnade ein, den Weg zur ew'gen Seligkeit. dein Freundlichkeit auch uns er⸗[Dem Namen dein, o Herr, schein. sei ewig Preis und Ehr! Dein heil' ger Geist uns führ und leit Georg Weissel, g. 1590, + 1655. 25. mel. von Gott will ich nicht——5 Ev. Luk. 5,5—5. 4 f—. iiiͤͤä 1 Mit Ernst, o Men⸗ ⸗schen- kin-der, das Herz in bald wird das Heil der Sün⸗ der, der wun⸗der⸗ Q N N EEE.eeee .X 2 EI* + 32— 2..——.2* 2— — + II* ů————„N 1 euch be-stellt; ö en Gott aus Gnad al⸗lein der star ke Held, —7. 3....— ů — 2 +— 2 2— I EV. 14—— I———— ** +——.— Welt zum Licht und Le ⸗ben ver⸗ spro ⸗chen E 9—— f— II + 1—.— + II 2* 2 +... 1 + +*— N I.2—— + 1—— 4— N hat zu ge⸗ ben, bei al=len keh⸗ ren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig ein Herz, das richtig ist den Weg dem großen Gast, und folget Gottes Leiten, macht seine Steige richtig, das kann sich recht bereiten, laßt alles, was er haßt; zu dem kommt Jesus Christ. macht eben jeden Pfad, 4. Ach mache du mich Armen die Tal laßt sein erhöhet, zu dieser heil'gen Zeit macht niedrig, was hoch stehet, aus Güte und Erbarmen, was krumm ist, macht gerad! Herr Jesu, selbst bereit! 3. Ein Herz, das Demut liebet,‚ Zeuch in mein Herz hinein bei Gott am höchsten steht; vom Stall und von der Krippen, ein Herz, das Hochmut übet, so werden Herz und Lippen mit Angst zu Grunde geht; dir allzeit dankbar sein. Nach Val. Thilo d. Jüng., g. 16002, + 1662. 26. Mel. Aus meines Herzens Grunde. Q ———.——— DSDD 1 Nun jauch⸗ zet all, ihr From⸗ weil un ⸗ser Heil ist kom⸗ 29 27 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. —9—.— S.....I.ꝑ.PI........I.I.I.I. E———— H——— men, in die⸗ ser Gna⸗den ⸗zeit, war men, der Herr der Herr⸗lich-keit; —.8— 2 N E———————.——— EEWU——— dan un.,.— —. 7— e.—— 2—— Pracht, doch mäch-tig, N 4 . .—————— 239——— + zu ver ⸗ hee ⸗ ren und gänz⸗lich zu zer⸗ 44——— —— ————————— EE——— +Z..— 4—— ö *—— I 1—.— 2— 2. Kein Scepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt, im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die nach dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt. st5ß ⸗ ren des Teu⸗fels R eich und Macht. 4. Ihr Armen und Elenden in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemut, laßt eure Lieder klingen, dem König zu lobsingen, der ist eu'r höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit und all eu'r Klag und Weinen verwandeln ganz in Freud. Er ists, der helfen kann; halt't eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn. Mich. Schirmer, g. 1606, 4 1675. 27. Mel. Erschienen ist der herrlich Cag. 3—————— —E 4.—.. en Funn niumunmn enen Kann muri Ien. r ——2.—„ + + + +.—ꝛt.—— + △*„ 2. 1. Nun kommt das neu ⸗e Kir ⸗chen-jahr, des .——.—.— 2— ů — +—.̃— 2 2 + + EHE— L—— J...—— L —— L E 1 E J freut sich al⸗ le Chri⸗ sten⸗schar. Dein Kö⸗ nig 30 7½½ N N IIII —„I B. Festtagslieder(Advent). 28 — 7*— 1+ —+ 4 l— 1*— + I + EE——.— e n en E..—— — 2—— kommt, drum sreu dich, du wer ⸗ te⸗ Q 4—— EE ———————— 85 ig ⸗ licht le ⸗lu=jat Zi ⸗on, e⸗ wig ⸗ lich! Hal ⸗ le ⸗ lu ⸗ jal 2. Wir hören noch das Gnaden⸗laß in uns bleiben, daß wir dir wortLob und Preis sagen für und für. vom Anfang wieder immerfort, Halleluja! das uns den Weg zum Leben weist; 4. Ehr sei dem Vater und dem Gott sei für seine Gnad gepreist. Halleluja! 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, die unsern Glauben stets vermehrt, Sohn, dem heil' gen Geist in EinemThron; der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. Hallelujal Joh. Olearius, g. 16 1, 4 1684. Mel. Werde munter, mein Gemüte; 28. oder: Freu dich sehr, o meine Seele. 27— E— E* 2 2 2 + α u— IE—— E2— — II +—— E 1 Wa⸗ rum willst du drau ⸗ßen Laß dir, bei mir ein ⸗ zu⸗ *———.IIII.I.II.I...... —— j; + 7— — 2— 2*.— 2—— * V 4 * 2 X seg ne⸗ ter des SEn ge⸗ hen, wohl ge⸗ fal-älen, du mein Stern! 2————— —DDIDIEII..—.———— Du mein Je⸗-su, mei⸗ne Freud, Hel⸗fer in der —..———— Hin in—— 2 7— —— 2 2—...——..— rech ⸗ten Zeit, hilf, o Hei ⸗land, mei-nem err rti.e ni —.—— 8—.—..— ö.— 22—— +—..— 2— I— 2. Her⸗ zen von den Wun-⸗den, die mich schmer-zen! 2. Meine Wunden sind der Jam-⸗Wwelchen oftmals Tag und Nacht mer, des Gesetzes starker Hammer 31 29 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. mir mit seinem Schrecken macht. O der schweren Donnerstimm, die mir Gottes Zorn und Grimm also tief ins Herze schläget, daß sich all mein Blut beweget! 3. Will ich denn mein Elend lin⸗ dern und erleichtern meine Pein bei der Welt und ihren Kindern, sink ich vollends tief hinein: da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, gute Freunde, die mein lachen. 4. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht kraftlos wär; hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reichtum, was ists mehr als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ists, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gereuet? 5. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ; dein Erfreuen ist die Weide, da man erst recht fröhlich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht, laß mich, Herr, an dir erquicken, Jesu komm, laß dich erblicken! 6. Freu dich, Herz, du bisterhöret jetzo zeucht er bei dir ein; sein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihm zu, gib dich ganz zu seiner Ruh, öffne dein Gemüt und Seele, klag ihm, was dich drück und quäle. 7. Was du Böses hast begangen, das ist alles abgeschafft: Gottes Liebe nimmt gefangen deiner Sünde Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, und was Böses in der Welt sich will wider dich erregen, wird zu lauter Glück und Segen 8. Alles dient zu deinem From— men, was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nur wieder treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1626. 29. Mel. Valet will ich dir geben. ——— ö— E Bemit.- Sunnen nnen, Iner, Mni, mi nn nemen din E dn 1—— 2—————— —* 1 Wie soll ich dich em- pfan⸗gen und wie be⸗ al ⸗ler Welt Ver ⸗-lan-gen, o mei⸗ner ——— — SE—— jäle. gen, B. Festtagslieder(Advent). 2 — 33—— mit, was dich er ⸗ gö⸗ 92. mir kund und wis⸗send sei. 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud? Als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid, als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichtum tut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, die kein Mund kann aussagen so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, 38 du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Tür, der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht; er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld, nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zu Trost und wahrem Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 9. Wasfragtihrnach demSchreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen in Einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, dem alle Macht und List der ganzen Welt zu wenig zum Widerstande ist. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, 3 ———— 30—31 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudensaal! Paul Gerhardt, g. 1607, + 1626. 2. Weihnachten. 30. Mel. Lobt Gott, ihr Christen— ——.— 70 e,, * 1. A. so hat Gott die Welt ge⸗liebt, daß E +— N—— + E 0———. + 2 2 2. EHIIE——— +. ..—————. er aus frei-em Trieb uns sei ⸗nen Sohn zum ————— ES——— 5 4— ————— Hei⸗ Land giebt. Wie hat uns Gott so —Q [— + I— 2„——. 3— I. lieb! Wie hat 2. Was sein erbarmungsvoller schon in der Ewigkeit(Rat zu unserm Heil beschlossen hat, 2) vollführt er in der Zeit.: 3. Er, aller Menschen höchstes der alle segnen kann,(Gut, nimmt, wie die Kinder, Fleisch und 1 doch ohne Sünde, an.:½(Blut, 4. Ich freue mich, meinHeil, in dir. Du nimmst mein Fleisch an dich. Ww fehlt mir nun? Ist Gott mit „wer ist dann wider mich?:u mir, 5. Du, Sohn des Allerhöchsten, wirst auch mir Rat, Kraft und Held, uns Gott so lieb. mein Vater und mein Friedefürst, 1 sowie das Heil der Welt. 6. Was mir zumeligsein gebricht, das, Herr, erwarbst du mir. Versöhnung, Leben, Trost undicht, 1 das hab ich nun an dir.: 7. Dein Mangel wird mein reiches dein Leiden stillt mein Leid. Teil, Durch deine Knechtsgestalt, mein 1 gewinn ich Herrlichkeit.:(Heil, 8. Gelobt sei Gott, gelobt sein durch den er Gnad erweist. Sohn, Lobt, Engel, ihn vor seinem Thron! 1 Erheb ihn auch, mein Geist!:- H. C. Hecker, g. 1699, 4+ 145. 31. Mel. Hommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. 1. Brich an, du schö⸗nes Mor⸗-gen-licht! Das ist der 34 —.—— 8068 B. Festtagslieder(Weihnachten). 32 2————.——.— ö 3. —— SSSSSS S e 222 2——— +— al⸗te Mor⸗-gen nicht, der täg⸗lich wie ⸗ der⸗ —————— .——..... —— 2.—. 2*—*.—— keh⸗ ret. Es ist ein Leuch⸗ten aus der Fern, ——.——.— Hu—— II I 1——— A?/.— +*———— ——.— es ist ein Schim-mer, ist ein Stern, ——— V*— 2 +— I. —. 5 V—— 2 + + ö Q H* + ⁴ 2——.——1 —5—— 2— 2* von dem ich längst ge ⸗ hö ⸗ ret. 2. Nun wird ein König, aller Welt von Ewigkeit zum Heil bestellt, ein zartes Kind geboren. Der Teufel hat sein altes Recht am ganzen menschlichen Geschlecht verspielt schon und verloren. 3. Der Himmel ist jetzt nimmer weit; es naht die selge Gotteszeit der Freiheit und der Liebe. Wohlauf, du frohe Christenheit, daß jeder sich nach langem Streit in Friedenswerken übe! 4. Ein ewig festes Liebesband hält jedes Haus und jedes Land und alle Welt umfangen. Wir alle sind ein heil'ger Stamm, der Löwe spielet mit dem Lamm, das Kind am Nest der Schlangen. 5. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt? Hier in der Krippe liegt ein Kind mit lächelnder Gebärde. Wir grüßen dich, du Sternenheld: Willkommen, Heiland aller Welt, willkommen auf der Erde! Max von Schenkendorf, g. 185, 4 1817. 32. Mel. Aus meines Herzens Grunde. Q V— EEEEEEEEEEE 2—*DEDE.——.——— 1 Der heil-ge Christ ist kom- men, der des freun sich al ⸗ le From ⸗ men am N— —.— HII N 2———— S..—.—— 2———.———.——— sü ⸗ße Got ⸗tes⸗ sohn, auch was auf höch⸗sten Him- mels⸗thron; — ai Bamnn Lu. n E En—— ³— ‚‚‚DREr.e--‚. ———— 2———— Er den ist, muß prei⸗sen hoch und 3* 35 2— 5— 3 n n Knene. Endmn n,,men nn nun mn W-n mnnn — 2. 1. 4 lo ⸗ben mit al ⸗len En ⸗ geln Q———— n d rin mderen.. —————.——— 13 SDD‚eeel dro ⸗ ben den lie ⸗ ben heil ⸗ gen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen, die lange Nacht ist hin, die Sünde ist gefangen, erlöset ist der Sinn, die Sündenangst ist weg, und Liebe und Entzücken bau'n weite Himmelsbrücken aus jedem schmalsten Steg. 3. Verwaiset sind die Kinder nicht mehr und vaterlos, Gott rufet selbst die Sünder in seinen Gnadenschoß; er will, daß alle, rein von ihren alten Schulden, vertrauend seinen Hulden, gehn in den Himmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset, ihr Kindlein fern und nah! Der euch den Vater weiset, der heil'ge Christ ist da; er ruft so freundlich drein mit süßen Liebesworten: Geöffnet sind die Pforten, ihr Kinder, kommt herein! Ernst Moritz Arndt, g. 1769, 4+ 1860. 233. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. Q 20——. 2 4—— 4 23..—...—. —4.ꝛt— +— 22—— +— H————— 1. Dies ist der Tag, den Gott ge-macht, sein H 3— 5 ů ů—— 21— E— +.—— 22*— . 1—— I. + 2 I 1 E—.— 2*— L 2. 1 E 2—— werd in al⸗ler Welt ge⸗dacht, ihn prei⸗se, was durch —7 5 25 3.——— 519—— ⁵.** +— N u— 2———— + 5— 1 1 II. I—* +—.2* II Je⸗sum Christ im 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; Him⸗mel und auf Er⸗ den ist. er betet an und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im Fleisch, und wirst uns Heil. 36 — SHE + N⁵ + 5. DeinKönig, Zion, kommt zu dir; „ich komm, im Buche steht von mir: Gott, deinen Willen tu ich gern.“ Gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren Immanuel und Friedefürst,(wirst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott, mein Heiland, bet ich an. 7. Du unser Heil und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unserFreund und Bruderhier, und Gottes Kinder werden wir. 8. Gedanke voller Majestät, du bist es, der das Herz erhöht! Gedanke voller Seligkeit, du bist es, der das Herz erfreut. B. Festtagslieder(Weihnachten). 34 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt, Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt? 10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt, und Erde, die ihn heute sieht, singihm, dem Herrn, ein neues Lied! 11. Dies ist der Tag, den Gott ge⸗ macht, sein werd in aller Welt gedacht, ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1769. 34. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 0 ͤ A 2 2— —.— —— Q V ADD.——.—.— 8 das Kind, dem al ⸗ nen des le En⸗gel die-nen, bringt — *—.—2 4 — + 458 ist die Nacht, da mir er⸗schie — IIJ——— nrnin: win: n nirnr—41 7 —— 2 Licht in gro⸗ßen Got-tes Freund⸗-lich mei ⸗ ne Dun Eel Hei und 25 -lern 15.355 — + Welt⸗ und Sim⸗ mels⸗ lichtweicht hun⸗=dert⸗ tau⸗send Son⸗nen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnadenschein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein, er treibet weg der Hölle Macht, der Sünde und des Kreuzes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Seligkeit; 87 wenn Sonne, Mond und Stern ver⸗ gehen, vielleicht in einer kurzen Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens⸗ und dein Liebes⸗ licht; mit Gott mußt du es treulich meinen, — ———— —— ———— ———— 35—36 sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachts⸗ sonne, bestrahle mich mit deiner Gunst! 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. Dein Licht sei meine Weihnachts⸗ wonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll. Hasp. Friedr. Nachtenhöfer, g. 1624, + 1685. +35. mel. vom Himmel hoch da komm ich her. —.— 1. Du lie⸗ ber, heil ⸗ ger, Rawz mer Chris, der eeanrensue für uns Kin⸗ der kom⸗men ist, da⸗ mit wir sol⸗— Q — i— weiß und rein und rech⸗ te Kin⸗der 2. Du Licht vom lieben Gott ge⸗ in unser dunkles Erdenland, sandt du Himmelskind und Himmels⸗ schein, damit wir sollen himmlisch sein! 3. Du lieber, heil'ger, frommer Christ, weil heute dein Geburtstag ist, drum ist auf Erden weit und breit bei allen Kindern frohe Zeit. Got⸗ tes sein! 4. O segne mich, ich bin noch klein, o mache mir das Herze rein, o bade mir die Seele hell in deinem reichen Himmelsquell! 5. Daß ich wie Gottes Engel sei in Demut und in Liebe treu, daß ich dein bleibe für und für, du heil'ger Christ, das schenke mirl Ernst Moritz Arndt, g. 1769, + 1860. 9——— Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. 2 2—— 3 VH IE—— 2——6 .——— 4—— V + 4 — 1+—— 1. Em ⸗por zu Gott, mein Lob-ge-sang! Er, SPSPPSIIIIII ITITPTTII 9 dem das Lied der En-gel klang, der ho-he Freu⸗— ³ ——.— — * 0— 4— V—.—— . 2—.—....— ——.—. tag ist dal Lob sin⸗get, Got⸗tes Heil ist nah! 38 — 2. Vom Himmel kam in dunkler Nacht, der uns des Lebens Licht gebracht. Nun leuchtet uns ein milder Strahl, wie Morgenrot im dunklen Tal. 3. Er kam, des Vaters Ebenbild, vom armen Pilgerkleid umhüllt, und führet uns mit sanfter Hand, ein treuer Hirt, ins Vaterland. 4. Er, der im Himmel herrlich thront, hat unter uns als Mensch gewohnt, 37. Mel. Lobt Gott, ihr B. Festtagslieder(Weihnachten). 37—38 damit auch wir ihm werden gleich auf Erden und im Himmelreich. 5. Er leitet auf des Himmels Bahn uns, seiner Brüder Schar, hinan und wandelt unser Pilgerkleid in Sternenglanz und Herrlichkeit. 6. Empor zu Gott, mein Lobge⸗ sang! Er, dem das Lied der Engel klang, der hohe Freudentag ist dal Lobsinget, Gottes Heil ist nah! Friedrich Adolf Krummacher, g. 176², 4 1845. Christen allzugleich. 5 — i——— 8 2— — E 4——— 1. Er kommt, er kommt, der star ⸗ke E ö ö— 2— N— EU—. ö———— +..—— 1¹ Held, voll gött=lich star-ker Macht! Sein Arm zer⸗ — ———— —— Vi n* 9— ——.— 2— streut, sein Blick er ⸗ hellt des To-des Mit⸗ter⸗ Q H—— —.— II————— ———— 9———. 1 2— 14 0—.—— nacht, des To ⸗ des Mit ⸗ ter ⸗ nacht. 2. Wer kommt, wer kommt, wer ist der Held voll göttlich starker Macht? Messias ists! Lobsing ihm Welt! 1 Dir wird dein Heil gebracht.:: 3. Dir, Menschgewordner, singen Anbetung, Preis und Dank. swir An deiner Krippe schalle dir : der Erde Lobgesang!:, Daniel Schiebler, g. 1741, 4 11. 38. Eigene Melodie. —— E—— 15—— *.——.— Es ist ein Ros ent⸗sprun ⸗gen; aus als uns die Al ⸗ten sun ⸗ gen von 39 ——— 2———— — 1 2 + 2. II— ö W el zart ei ⸗ ner Wur ⸗ zel zar 3. 5 und hat ein Jes ⸗ se kam die Art CE.— +** Eꝰ— 1.— +— +— —* 2————— V. 1 +— E E II* + 996 + Blüm⸗lein bracht mit⸗ten im kal-ten Win⸗ HQ— Eh———————— H E. 1— I 1—— HI *— I 20 2 II ter woh! zu der hal ben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine, davon Jesaias sagt, hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd, aus Gottes ew'gem Rat hat sie ein Kind geboren wohl zu der halben Nacht. 3. O Jesu, bis zum Scheiden aus diesem Jammertal laß deine Hilf uns leiten hin in den Freudensaal, in deines Vaters Reich, da wir dich ewig loben. O Gott, uns das verleih! 40 Vor 1600. 39. Eigene Melodie. 2 ende„e.——— 2.—— 6 1. Freu ⸗et euch, ihr Chri⸗ sten al« le, freu ⸗e ö Q—— + + SI.J—————————— .W.—**————2Z.—. S Zaen,, Lient, ↄ imn r¼ vn, danmret dr d.— — ö ů sich, wer im-mer kann, Gott hat viel an uns ge-tan! ꝝ— —————— CSSSISIIER‚D‚‚‚—— 0 2. 22 1—— 1 „ 8 Freu⸗et euch mit gro-⸗ßem Schal⸗le, daß er Q— 2—— 12— 12— n,, —*———.——— ö uns so hoch ge-acht't, sich mit uns be⸗freund'tg macht. . 7———— ö— —.——*2 2 3 +—3—4— D+...— A.— 2— EI... 2 1 4.————. ů G Freu-de, Freu⸗de ü ⸗ ber Freu-de: Chri⸗stus re Q + rmeinn., n n nmen=rn, nn nen d nne e,.— 8 weh⸗ ret al⸗lem Lei⸗de. Won⸗ne, Won⸗ ne .—.— B. Festtagslieder(Weihnachten). 40 *2—/ ere 6.— ————————— ü⸗ber Won⸗-ne: Chri-⸗stus ist die Gna⸗den⸗son⸗ne. 2. Siehe, siehe meine Seele, so empfindet Herz und Sinn wie dein Heiland kommt zu dir, Freude, Freude über Freude: brennt in Liebe für und für, Christus wehret allem Leide. daß er in der Krippe Höhle Wonne, Wonne über Wonne: harte lieget dir zu gut, Christus ist die Gnadensonne. dich zu lösen durch sein Blut. 4. Jesu, nimm dich deiner Glieder Freude, Freude über Freude: ferner auch in Gnaden an, Christus wehret allem Leide. schenke, was man bitten kann, Wonne, Wonne über Wonne: zu erquicken deine Brüder, Christus ist die Gnadensonne. gib der ganzen Christenschar 3. Jesu, wie soll ich dir danken? Friede und ein sel'ges Jahr! Ich bekenne, daß von dir Freude, Freude über Freude: meine Seligkeit herrühr. Christus wehret allem Leide. So laß mich von dir nicht wanken, Wonne, Wonne über Wonne: nimm mich dir zu eigen hin, Christus ist die Gnadensonne. Christ. Keymann, g. 1607, 4 1662. 40. Eigene Melodie. SISꝑPIPIꝗIPIPIS‚I‚I‚ISPIPISPI‚I.I‚I‚I‚I‚I.I‚I‚ITTFTITAI—— i——— 1. Fröh⸗lich soll mein Her⸗ze sprin⸗ gen die⸗ser — DEE Zeit, da vor Freud al⸗ le En⸗ gel sin-gen. Hört, .S..I.......... hört, wie mit vol-len Cho-ren al ⸗ le .p n. Luft lau⸗te ruft: Chri⸗ stus ist ge⸗bo ⸗ ren. 2. Heute geht aus seiner Kammer 3. Nun, erliegt in seiner Krippen, Gottes Held, der die Welt ruft zu sich mich und dich, reißt aus allem Jammer. spricht mit süßen Lippen: Gott wird Mensch, dir, Mensch, zu Lasset fahren, lieben Brüder, Gottes Kind das verbind't[gute, was euch quält, was euch fehlt, scch mit unserm Blute. ich bring alles wieder. 41 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 4. Ei so kommt und laßt uns lau⸗ stellt euch ein, Groß und Klein, fen, eilt mit großen Haufen. Liebt den, der vor Liebe brennet, schaut den Stern, der euch gern Licht und Labsal gönnet. 5. Die ihr schwebt in großen Lei⸗ sehet, hier ist die Tür(den, zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 6. Wer sich fühlt beschwertimHer⸗ wer empfind't seine Sünd(zen, und Gewissensschmerzen, sei getrost: hier wird gefunden, der in Eil machet heil auch die tiefsten Wunden. 7. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände: hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 8. Süßes Heil, laß dichumfangen, laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen! Du bist meines Lebens Leben; nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 9. Ich will dich mit Fleiß bewah⸗ ich will dir leben hier ren, und mit dir heimfahren. Mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 41. Eigene Melodie. —+44 EV V———— 2—.— 2 r 1. Ge ⸗ lo ⸗ bet seist di, Je ⸗su Christ, 2—— 0 2— —— S9.—.—.— .— 4.—— daß du Mensch ge⸗ bo ⸗ ren bist von Iᷓ +— + — I 2——— ..SPSPISISISIc xIIfI. ELV——— 5—— 27 5 ei ⸗ ner Jung⸗-frau, das ist wahr, ö ö 8 +———— + + 1 E S t wü,„uii, ł, sich der En-⸗gel 2. Des ew'gen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippe find't; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ew'ge Gut. Kyrieleis! Schar. Ky ⸗ ri ⸗e ⸗leis! 3. Den aller Welt Kreis nie be⸗ der liegt in Marien Schoß;(schloß, er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Kyrieleis! 42 e, e i B. Festtagslieder(Weihnachten). 42 4. Das ew'ge Licht geht da herein, gibt der Welt ein neuen Schein; es leucht wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis! 5. Der Sohn des Vaters, Gott von ein Gast in der Welt hie ward(Art, und führt uns aus dem Jammertal, er macht uns Erb'n in seinem Saal. Kyrieleis! 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Kyrieleis! 7. Das hat er alles uns getan, sein groß Lieb zu zeigen an, des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Kyrieleis! Martin Luther, g. 1485, 4+ 1546. 24². mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 9 + * 4..——— +.———— 7——* f un Ml —2—————— 1. 10 steh an dei ⸗ ner Krip⸗pe hier, 0 kom⸗me, bring und schen-ke dir, was 40.— ö 7— ———— ——— I.— Je⸗su, du mein Le⸗ben, Nimm Ein, es du mir hast ge ⸗ ge⸗ben. W 4 2 4 4 + 1 —— N — 68 2— Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm —— SSISISISSSSIII 1—.38— ist mein Geist und ————..— 1. 42—..— ö A ————— al⸗les hin und laß dirs wohl ge⸗fal-len! 2. Du hast mit deiner Lieb erfüllt mein Adern und Geblüte; dein schöner Glanz, dein süßes Bild liegt mir ganz im Gemüte. Und wie mag es auch anders sein, wie könnt ich dich, o Herze mein, aus meinem Herzen lassen? 3. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wolltest werden. 4. Ich lag in tiefster Todesnacht, du warest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht, wie schön sind deine Strahlen! 5. Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen, und weil ich nun nichts weiter kann, 43 43 so tu ich, was geschehen. Odaß mein Sinn ein Abgrund wär, und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen! 6. Wo nehm ich Weisheit und mit Lobe zu erhöhen(Verstand, die Auglein, die so unverwandt nach mir gerichtet stehen? Der volle Mond ist schön und klar, schön ist der güldnen Sterne Schar, dies' Auglein sind viel schöner. 7. O daß doch ein so lieber Stern soll in der Krippe liegen! Für edle Kinder großer Herrn gehören güldne Wiegen. AchHeu undStrohist vielzuschlecht, Samt, Seide, Purpur wären recht, dies Kindlein drauf zu legen. 8. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu, ich will mir Blumen holen, daß meines Heilands Lager sei auf lieblichen Violen; mit Rosen, Nelken, Rosmarin aus schönen Gärten will ich ihn von oben her bestreuen. 9. Zur Seite will ich hie und dar viel weiße Lilien stecken, 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. die sollen seiner Auglein Paar im Schlafe sanft bedecken. Doch liebt viel mehr das dürre Gras dies Kindelein als alles das, was ich hier nenn und denke. 10. Du fragest nicht nach Lust der Welt noch nach des Leibes Freuden; du hast dich bei uns eingestellt an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seele Herrlichkeit durch dein selbsteignes Herzeleid, das will ich dir nicht wehren. 11. Eins aber, hoff ich, wirst dumir, mein Heiland, nicht versagen: daß ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen. So laßmich doch deinKripplein sein, komm, komm und lege bei mir ein dich und all deine Freuden! 12. Zwar sollt ich denken, wie ge⸗ ich dich bewirten werde; fring du bist der Schöpfer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde. Doch bist du so ein frommer Gast, daß du noch nie verschmähet hast den, der dich gerne siehet. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 43. Eigene Melodie. X2—3— E 2——.7 8...———.— N— ESIE +——————— .I——— L.́—. 2 2 1. Ihr Kin-der⸗lein kom-met, o kom-met doch —4— rnre F, in, n Kar,, en r EIEEE +—.— +— 7—— LH D..N ——— + 1————— 1 all, zur Krip⸗pe her kom-met in Beth-le-hems E———— P—— n, een en a n vnrn. Henun, nn — Stall und seht, was in die⸗ser hoch ⸗hei-li ⸗-gen V B. Festtagslieder(Weihnachten). 44 Nacht der Va⸗ter im Him⸗ iin für Freu⸗de uns macht. —0— ——— .—— + — —— U ——..—— +⁊ . 1— H I. V III 2. O seht in der Krippe stimmt freudig, ihr Kinder, im nächtlichen Stall, wer wollt sich nicht freun, seht hier bei des Lichtleins stimmt freudig zum Jubel hellglänzendem Strahl der Engel mit ein. in reinlichen Windeln 5. O betet: Du liebes, das himmlische Kind, du göttliches Kind, viel schöner und holder, was leidest du alles als Engel es sind. für unsere Sünd! 3. Da liegt es, ihr Kinder, Ach, hier in der Krippe auf Heu und auf Stroh, schon Armut und Not, Maria und Joseph am Kreuze dort gar noch betrachten es froh, den bitteren Tod. die redlichen Hirten 6. So nimm unsre Herzen knien betend davor, zum Opfer denn hin, hoch oben schwebt jubelnd wir geben sie gerne der Engelein Chor. mit fröhlichem Sinn. 4. O beugt wie die Hirten Ach mache sie heilig anbetend die Knie, und selig wie deins erhebet die Händlein und mach sie auf ewig und danket wie sie: mit deinem in eins. Christoph von Schmid, g. 1768, 4 1854. 44. Eigene Melodie. Q N 4— 1 Q 2 +———— e 5 2—.. + 2.ß.t.———...—— -— 2—.——— 1. Kommt und laßt uns Chri-⸗stum eh-ren, Herz und 6 —.— 5— ii eeeeee eeEe eeee qee/= ˙˖EEDEDEDEDDEE- +*—*—* Sin⸗nen zu ihm keh-ren, sin⸗get fröh⸗lich, laßt euch e—.——— e 2*— 4—— 9. ESII hö⸗ren, wer-tes Volk der Chri-sten⸗- heit! 2. Sünd und Hölle mag sich wir, die unser Heil annehmen, grämen, werfen allen Kummer hin. Tod und Teufel mag sich schämen, 3. Sehet, was hat Gott gegeben! 4⁵ — eE———————— 45—46 Seinen Sohn zum ewgen Leben. Dieser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud. 4. Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der Höh. 5. Jakobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlangen und zerstört der Hölle Reich. 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 6. O du hoch gesegn'te Stunde, da wir das von Herzensgrunde gläuben und mit unserm Munde danken dir, o Jesulein! 7. Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1626. 45. ö Eigene Melodie. R*——.————————.—— 366—————— 1. Lobt 3305— Seanrts all ⸗zu⸗ 4285 in 17 E— f—.———.— + 1 E 2———— ‚.J* + J 1 *—.— 2——‚ t——.—**— J..————— 2——— I. 1 reich und schenkt uns sei⸗nen Sohn, und schenkt uns sei⸗nen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters und wird ein Kindlein klein, Schoß er liegt dort elend, nackt und bloß 2: in einem Krippelein.:, 3. Er äußert sich all seiner G'walt, wird niedrig und gering und nimmt an sich eins Knechts Gestalt, n der Schöpfer aller Ding 4. Er wechselt mit uns wunderlich, Fleisch und Blut nimmt er an und gibt uns in seins Vaters Reich die klare Gottheit dran.: 5. Er wird ein Knecht und ich ein das mag ein Wechsel sein!(Herr, Wie könnt er doch sein freundlicher, 1 das herze Jesulein.: 6. Heut schleußt er wieder auf die zum schönen Paradeis, Tür der Cherub steht nicht mehr dafür. Gott sei Lob, Ehr und Preis!:, Nikolaus Hermann, + 1561. 2 46. Eigene Melodie. aurn u.—7.———.— 9 0⁵.. DIII di. Ln Ln wut unt uer nurr 2 9 + 2——. 1 Nun sin⸗get und seid froh 46 „jauchzt all und πρ e nach tröf o K dur o li 2— 3. der Winr dur B. Festtagslieder(Weihnachten). —. S.....I.I......I.I.I. T T T T I — DS—————— de sa⸗ get 56nr Un⸗sers Her⸗zens Won⸗ 4 1 0 n e* lle, s liegt in 505 Krip⸗ 5 bloß. und leucht doch lle 223— 1—.— ...——— als die Son ⸗ in sei⸗ner Mut⸗ter Schoß—. 76•.———————— ————.—.2..——— e ꝗDDee Du bit A und O. du bist A und O.—— —.— 2. Sohn Gottes in der Höh, so hat er uns erworben — x— —. nach dir ist mir so weh, die ew'ge Himmelsfreud;( tröst mir mein Gemüte, nach wären wir doch da! o Kindlein zart und rein, 4. Wo ist der Freudenort? durch alle deine Güte, Ach nirgends mehr als dort, o liebstes Jesulein, da die Engel singen .„ zeuch mich hin nach dir.: zusamt den Heil'gen all, — 3. Groß ist des Vaters Huld, und wo die Psalmen klingen der Sohn tilgt unsre Schuld. im hohen Himmelssaal. n. Wir war'n all verdorben 1 Ach wären wir doch da! 1 eich durch Sünd und Eitelkeit, Nach dem Lateinischen In dulci jubilo. 1646. ein 47. 0 sanctissima. —6 2 1.. nrrnyr.— 1.— du fröh⸗li=che, o du se li⸗ ge ——————— 055——. X.— 125 gna⸗den-brin⸗gen-de Weih-nachts-zeit! Welt * 7* 2—20* + 61. rrittrn nnerrntn inrrd ——.——— ging ver ⸗lo ⸗ ren, Christ ist ge⸗bo ⸗ ren .— ,.. ud freu ⸗e, freu⸗e dich, o Chri⸗sten-heit! 47 48 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 2. O du fröhliche, o du selige, Inenttingenden Weihnachtszeit! „ Christ ist erschienen, uns zu versühnen; freue, freue dich, o Christenheit!:- 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit, 1 König der Ehren, dich wollen wir hören. Freue, freue dich, o Christenheit.: Joh. Daniel Falk, g. 1768, 4+ 1826. 48. Eigene Melodie. , v. SI..I.I 77 LH— 1 O Lie⸗be, die den Him⸗mel hat zer ⸗ ris⸗sen, was für ein Trieb hat dich be we-gen müs⸗sen, unn/ 5.——— I I—. 91 I.—— 1— 1 II S die sich zu mir ins E⸗lend nie-der=ließ, der dich 35 mir 2 Jam-mer-tal ver-wies? ,—.—.— .&— Die Lie⸗be hat es selbst ge⸗ tan, sie schaut als 9— + ee, Mutehr mich in mei⸗ nem Jam-mer an. 2. Die Liebe ist so groß in deinem die Ewigkeit vermählt sich mit der Herzen, Zeit, daß du für mich das größte Wunder das Leben selbst ist Mensch geborn, tust; der Glanz der Herrlichkeit, das die Liebe macht dir meinetwegen Licht, das wir verlorn. Schmerzen,. 4. In ihm wird nun die Mensch⸗ daß mir zu gut du unter Dornen O unerhörter Liebesgrad,(ruhst. der selbst des Vaters Wort ins Fleisch gesenket hat! 3. Die Liebe ist mein Anver⸗ wandter worden, mein Bruder ist selbst die Barm⸗ herzigkeit, der Gottheit Quell lebt nun in meinem Oden, heit ausgesöhnet, die Reinigkeit der Seele wieder⸗ bracht; sie wird als Braut der Gottheit nun gekrönet, da sie der Himmel selbst so ange⸗ lacht. Die Menschheit wird nun ganz er⸗ und als reiner[neut Thron der Gottheit eingeweiht. 48 B. Festtagslieder 5. Die Weisheit spielt nun wieder auf der Erden,“) dadurch das Paradies im Men⸗ schen grünt; nun können wir aus Gott geboren werden, weil die Geburt des Herren dazu die neugeborne Seele spürt,(dient; daß sie ein andrer Geist aus ihrem Ursprung rührt. *) Sprüche 8, 50. 51. 6. Kein Elend kann nun unserm Herzen schaden, Immanuel ist bei uns in der Not. Ich gehe nur zu ihm, dem Quell der Gnaden, so dient mir selbst das Elend und der Tod; der Jammer hängt mir nur noch an, der mir in Christo doch nicht schäd⸗ lich werden kann. 7. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, dieweil sie selbst durch ihn verdam⸗ met ist. Was schaden nun der Seele ihre Flammen, (Weihnachten). 49 weil Christi Blut und Wasser in sie fließtꝰ Immanuel löscht ihren Trieb, er läßt die Seele nicht, er hat sie viel zu lieb. 8. Ich habe nun ein ewig Leben funden, viel Reichtum, Ehr und Wonne schenkt er mir; ich bin mit ihm, er ist mit mir ver⸗ bunden, den ich in mir mit Liebeswirkung spür. Ich bin vergnügt und ganz gestillt, weil mich der lautre Strom aus sei⸗ ner Lieb erfüllt. 9. Auf, auf, mein Geist, vergiß die Trauerlieder, erfreue dich in dieser Liebesmacht!l Des Himmels Kraft und Glanz bestrahlt dich wieder, und der Verlust ist völlig wieder⸗ bracht. O ewig, ewig wohl ist mir, daß ich in Christo nun ein Wohl⸗ gefallen spür. Chr. Fr. Richter, g. 1676, + 1711. Mel. O daß 6 9655 Zungen hätte. —* —— + 2 Q — — ——.— —.— 2—— 0 ö XXI — 1. Got⸗tes Gna⸗ de ist des Heils kann je-der sich er⸗schienen, sein lie⸗ber 3—— ⸗die-nen,—— er⸗ —— ͤ — 2e. Sohn ist Mensch ge ⸗ — bor'n‚,&¹- setzt, was war ver-lor'n. Das Kind hat 22 nun SPSPIPPIIIIIIIII I T I UII I 1 +*— TI wie⸗der⸗ mn die Kind⸗schaft, die euch se-lig macht. 4 49 50 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 2. Doch der für euch ist Mensch geboren, muß auch in euch geboren sein, sonst hilft's euch nicht, daß er erkoren von Gott, zu helfen euch aus Pein; wohl dem, in dem dies Wunderkind in rechter Art Gestalt gewinnt. 3. Wenn ihr denn wollt noch hier auf Erden für solche Lieb Gott dankbar sein, müßt ihr auch neu geboren werden, sonst isteu'r DanknurHeuchelschein. Wer seinem Gott will danken recht, der bleibe nicht der Sünden Knecht. 4. Drum kehret um, seid wie die Kinder, hinweg mit dem Hochmütigsein; bedenket wohl, ihr armen Sünder, wie euch zu gut Gott selbst wird klein: ach folget diesem Beispiel nach, daß euch dies Kind recht nützen mag. 5. O Jesu, meiner Seele Leben, belebe mich zu deiner Ehr, ich will dir nicht mehr widerstreben, dich lieb ich über alles sehr; ach laß mich immer willig sein, mein Herze dir zu räumen ein. 6. Gib mir dein Herz! hast du befohlen, drum geb ich's dir zum Opfer hin. Es ist dir zwar gar nicht verhohlen, wie weit es noch von deinem Sinn, du aber bist der rechte Mann, der Herz und Sinnen ändern kann. 7. So bilde denn dein schönes Wesen, o Jesu, in mein armes Herz, das du dir selbst hast auserlesen, zünd darin an die Glaubenskerz, so wird vergehn die dunkle Nacht, die Adams Fall ins Herz gebracht. 8. Die teure Lieb, die dich gezogen aus dem gestirnten Himmelssaal, die teure Lieb, die dich bewogen zu kommen in das Jammertal, die ziehe mich von allem ab, daß ich dir treu sei bis ins Grab. 9. So kann ich denn in jenem Leben mitEngeln und derFrommen Schar zu deinem Lob die Stimm erheben, ohn Ende singen immerdar: Ich danke dir, Herr Jesu Christ, daß du ein Mensch geboren bist! Sophie Eleonore, Herzogin v. Braunschweig, g. 164, 4 1711. 50— Eigene Melodie. 22—.——..—, Haue ne SI——— 2 1. Stil⸗le Nacht, hei⸗li⸗ge Nacht! Al⸗les schläft, ein⸗sam wacht ......———— S. I I.IIII I I I I I I I I I II—————————8 * nur das trau⸗te hoch-hei⸗li⸗ge 955— Hol⸗ der Q 10 +—. + V 2 2—— CSI.I..‚......... I1..— 2 +— 2— + lo⸗cki-gen Haar, schlaf in himm-li⸗-scher 50 DDRR B. Festtagslieder(Weihnachten). 51 . 7.—————** 2——. — 2— H.— EEE Ruh, schlaf in himm=li⸗scher Ruh! 2. Stille Nacht, heilige Nacht, Hirten erst kundgemacht; durch der Engel Halleluja 3. Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht Lieb aus deinem göttlichen Mund, —1— es laute von ferne und——— 10 uns schläget die rettende Stund, ½ Christ, der Retter ist da.: n Christ, in deiner Geburt!:, Joseph Mohr, g. 1292, 1 1646. 25⁰1. Eigene Melodie. Q A——.— 0.— ,nn, wn,n. ——— 1. Vom Him mel hoch da komm ich her, ich bring euch 9⁰ 7——. —, r inkuderx,.x R„ gu⸗te neu⸗e Mär; der gu⸗ten Mär bring * 5 5 2—.— N 5Seeeeeeeeeeeeeee —— 30——. ich so viel, da-von ich sing'n und sa⸗ gen will. 2.Euch ist einKindlein heutgebor'n von einer Jungfrau auserkor'n, ein Kindelein so zart und fein; das soll eu'r Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ unser Gott, der will euch führ'n aus aller Not er will eu'r Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zeichen recht, die Krippe, Windelein so schlecht, da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Merk auf, mein Herz, und sieh dort hin: „was liegt doch in dem Krippelein?ꝰ Wes ist das schöne Kindelein? Es ist das liebe Jesulein. 8. Willkommen sei, du edler Gast! Den Sünder nicht verschmähet hast und kommst ins Elend her zu mir; wie soll ich immer danken dir? 9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß. 4* 51 5²2 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 10. Und wär die Welt vielmal so weit, von Edelstein und Gold bereit't, so wär sie dir doch viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seide dein, das ist grob Heu und Windelein, darauf du König, groß und reich, herprangst, als wär's dein Himmel⸗ reich. 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir: Wie aller Welt Macht, Ehr und Gut 52. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 13. Ach mein herzliebes Jesulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, daß ich nimmer vergesse dein. 14. Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, singen immer frei das rechte Wiegenliedlein schön, mit Herzenslust den süßen Ton. 15. Lob, Ehr sei Gott im höch⸗ sten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn! Des freuen sich der Engel Schar und singen uns solch neues Jahr. Martin Luther, g. 1485, + 1546. 9 E. 3— 2 2.......‚....‚‚‚—..—.——79 2——ꝛꝛ.— N.IW E— 6.————.3..— ——— 1 Vom Him⸗mel kam der En-gel Schar, er-schien den EHH——— —.———.7 4.— +* . I— E— 35.— 2.— Hir⸗ten of⸗fen ⸗bar; sie sag ⸗-ten ihn'n: Ein %.— 5—— N —5—.— WW——— 3——— 1 1——.......———2— N IEA— E de— 2. Zu Bethlehem in Davids Stadt, wie Micha das verkündet hat; es ist der Herre Jesus Christ, der euer aller Heiland ist. 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, daß Gott mit euch ist worden ein. Er ist gebor'n eu'r Fleisch und Blut, eu'r Bruder ist das ew'ge Gut. 4. Was kann euch tun die Sünd und Todꝰ Ihr habt mit euch den wahren Gott. — + Kind⸗lein zart, das liegt dort in der Krip-pe hart. Laßt zürnen Teufel und die Höll, Gotts Sohn ist worden eu'r Gesell. 5. Er will und kann euchlassennicht, setzt ihr auf ihn eu'r Zuversicht. Es mögen euch viel fechten an, dem sei Trotz, der's nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben Recht, ihrseid nun worden GottsGeschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, geduldig, fröhlich allezeit! Martin Luther, g. 1485, 4 1546. 52 46. B. Festtagslieder (Weihnachten). 53—54 253. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. ——9 24— + 2 1 7+—.——.— 5 2 2 1—..— D—....—. 25 4————— — 122 23——— 1. Will⸗kom⸗men, Quell der Freu⸗den, mein sü⸗ —94.— ö——————————— —8.—— 11. 1* +— EA 2.—— +—— 4.—. E ö— 5—— ßer Trost im Lei⸗den, mein Schutz im fin⸗-stern E— 5 7 1 A. 2.— + I. 29 ———2 2— *— —— * +7 Tal! Will⸗kom⸗men, Heil der Sün⸗der, du Freund der —.————.—. u SSSSIIIIIIIII I IPRARTA— ꝗ — 2—. ů——.— S—1 669• 79 +—— + 7 + Men⸗schen⸗kin⸗der, will⸗kom⸗men tau⸗send⸗, tau⸗send⸗mal! 2. Zwar niedrig und geringe, Beherrscher aller Dinge, erscheinest du allhier; doch, was dem Aug entfliehet, des Heilands Größe siehet mein Glaube selbst im Stall an dir. 3. Unendliches Erbarmen! Zu Sündern, ewig armen, kehrt deine Hoheit ein; uns Freiheit, Würde, Leben, einst Kronen uns zu geben, muß Knechtsgestalt die deine sein. 4. Mit dankerfüllten Lippen nah ich mich deiner Krippen. Zwar arm ist nur mein Dank; doch laß ihn dir gefallen, des Säuglings schwaches Lallen ist, Herr, vor dir ein Lobgesang. 5. Hier schlägt uns Sünde nieder; doch Hoffnung stärkt uns wieder. Bald kommt die Zeit heran, wo ich, zu deiner Ehre entbrannt, in höhre Chöre den frohen Jubel mischen kann. H. Jul. Tode, g. 1755, 4 1707. 54. mel. vom Himmel hoch da komm ich her. 2⁴ H REEE +2 i...— 24. h +7— 2—.. ———— 1. Wir sin⸗gen dir, Im ⸗- ma⸗nu⸗el, du Le⸗bens⸗ EH 4— ¶———*— —223.—— +—.. L. 2 2 I.— S.IIW—. 2* I.——. 4J.—. * 1—. 1 + I fürst und Gna⸗den⸗quell, du Him⸗ mels⸗blum und 8— — —— —— Mor⸗gen⸗stern, du Sohn der Jung⸗frau, Herr der Herrn. 53 55 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 2. Wir singen dir mit deinem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß du, o lang gewünschter Gast, dich nunmehr eingestellet hast. 3. Von Anfang, da die Welt ge⸗ macht, hat so manch Herz nach dir gewacht; dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. 4. Ach daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein. 5. Nun bist du hier, da liegest du, hältst in dem Kripplein deine Ruh; bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommst doch bloß. 6. Du bist der Ursprung aller Freud und duldest so viel Herzeleid; bist aller Heiden Trost und Licht, suchst selber Trost und findst ihn nicht. 7. Ich aber, dein geringsterKnecht, ich sag es frei und mein es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. 8. Der Will ist da, die Kraft ist klein, doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. 9. Und bin ich gleich der Sünden voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll, ei kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. 10. Du bist mein Haupt, hin⸗ wiederum bin ich dein Glied und Eigentum und will, so viel dein Geist mir gibt, stets dienen dir, wie dir's beliebt. 11. Ich will dein Halleluja hier mit Freude singen für und für, und dort in deinem Ehrensaal soll's schallen ohne Zeit und Zahl. Paul Gerhardt, g. 1602, 4 1676. 3. Neujahr. 55. Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. Q V I * + + 1= 4 +4 + SZ.... 1 E — 222——. SEE EE E 2— —— 2 1 Ach, wie⸗ der⸗ um ein Jahr ver⸗schwun-⸗den, ein Ach, mehr als acht-mal tau⸗send Stun-den sind 9——*. ZSII— — 4————— 12.—..—.——— Jahr, und kommt nicht mehr zu-rück! weg als wie ein Au⸗ Reneelch Weg mei⸗ne —Q Z.2——.—.—.——— EH— DEEEEEEDEEEE E L 2———.—.—— . Tu⸗gen⸗den und Sün⸗den! 5⁴ Doch nein, der Rich⸗ter 500 ene I= — — I-I I-I B Festtagslieder(Neujahr). 55 *— * 1 + 4* ů — DESSEESE — al⸗ler Welt laßt jeg⸗li⸗che mich wie⸗der⸗fin⸗den, — 7 N * 2— K. ——1 LO 2 7 1. I. — 1 + 2.—.— I 2— II. wenn er vor 2. Gedanken, Worte, Tatenheere, wie? Dürft ihr Gottes Licht nicht scheun? Wenn ich dies Jahr gestorben wäre, wo würd jetzt meine Seele sein? Stünd ich verklärt bei Gottes Kin⸗ dernꝰ Wär ich von seiner Lieb entflammt? Wie? Oder hätte mit den Sündern der Allgerechte mich verdammt? 3. Der Gott, der liebt, wie Väter lieben, hat ihn mein Undank nie betrübt? Der Gott, der mir so treu geblieben, hab ich ihn auch so treu geliebt? Lebt ich für ihn, nach seinem Willen, stets als vor seinem Angesicht, fromm öffentlich und fromm im stillen, treu dem Gewissen und der Pflicht? 4. Nein, Vater, sie sind nicht zu zählen, die Sünden dieses Jahres, nein! Wie kann ich's dir und mir verheh⸗ lenꝰ Ich bin nicht wert, noch hier zu sein! Zu oft ließ ich mein Herz erkalten, zu oft verletzt ich meine Pflicht. Ich darf vor dir nicht Rechnung halten, ich zitt've: Geh nicht ins Gericht! sei ⸗ nen Thron mich stellt. 5. Nein, Vater, sie sind nicht zu zählen, die Gnaden dieses Jahres, nein! Wie kann ich's dir und mir verheh⸗ len? Ich bin nicht wert, noch hier zu sein! Wo fang ich an? Gott, welche Menge vom ersten bis zum letzten Tag! Ich weiß, daß, wenn ich Jahre sänge, ich dir zu danken nicht vermag. 6. Ich flehe dich, ach üb Erbarmen, gedenke meiner Sünden nicht und zeig dem Reuigen und Armen, der Gnade sucht, dein Angesichtl Wie freudig will ich dann mein Leben von nun an deinem Dienste weihn! Wie eifrig will ich mich bestreben, durch deinen Geist ein Christ zu seinl 7. Ich danke dir für alle Gnaden, die du dies Jahr der Welt erzeigt. Ach eile, Herr, die zu entladen, die noch das Elend niederbeugt! Ja, aller, aller Menschen Seelen will ich, mein Heiland Jesus Christ, aufs neue deiner Huld empfehlen, weil du doch aller Heiland bist. Joh. Caspar Lavater, g. 1741, + 1801. 55 56—57 1. Sonn- und Festtags⸗Lieder. Mel. Nun jaͤuchzt dem Herren alle Welt, 56. oder: Vom Bimmel hoch da komm ich her. Q I. Q%)E— +— I— EHUTEEEEE +...2—— 83.—. I.——2 Z———ἀ 2.—.—. 1. Das al⸗te Jahr ver-gan⸗gen ist, wir dan⸗ken . 2.SI.I.I... IIIIIII... EUN————.——.————— * E—————— dir, Herr Je⸗ su Christ, daß du in Not uns EHig———————— 10 ERAE———————— 2— I. EUU..— æ.S...... 2— 5.—2———— 2——— +. UE 2—.—— II 7 +— und Ge-fahr so gnä-dig⸗-lich bezschützt dies Jahr. 2. Wir bitten dich, du ew'ger Sohn und fromm zu werden fangen an; des Vaters in dem höchsten Thron, kein'r Sünd im alten Jahr gedenk, du wollst deine arme Christenheit ein gnadenreich Neujahr uns schenk. bewahren ferner allezeit. 5. Hilf christlich leben, seliglich 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam einst sterben und laß fröhlich mich Wort, am jüngsten Tage auferstehn das ist der Seelen höchster Hort; und mit dir in den Himmel gehn. vor Irrlehr und Abgötterei 6. Zu danken und zu loben dich behüt uns, Herr, und steh uns bei. mit allen Engeln ewiglich, 4. Hilf, daß wir fliehn der Sün⸗o Jesu, unsern Glauben mehr' den Bahn zu deines Namens Lob und Ehr! Joh. Steuerlein, g.(5) 1546, 4 1615. 57. Mel. Herzlich tut mich verlangen. —9 % f E—.— ö—— H 2—3.ᷓñ.—— 1 Das Jahr geht still zu En⸗ de, nun sei auch In Got⸗ tes treu⸗e Hän⸗de leg ich nun 65 ö EET— 3 1 ——, H 5.ĩĩ‚‚‚.‚‚— 3 I 0— still mein Herz. und was dies Jahr um⸗ Freud und Schmerz Jah H Z.*.— H. + 2 2 I 2 E- t»t»„hhhhhhttHthh schlof⸗sen, was Gott der Herr nur weiß, die Trä⸗nen, E—— ——————————— .2*. J II ——— die ge⸗flos-sen, die Wun⸗den bren⸗nend heiß. 56 I IIl 14441 B. Festtagslieder(Neujahr). 58 2. Warum es so viel Leiden, wir sehnen uns hinieden so kurzes Glück nur gibt? dorthin ins Vaterhaus Warum denn immer scheiden, und wissen's: die geschieden, wo wir so sehr geliebt? die ruhen dort schon aus. So manches Aug gebrochen 5. O das ist sichres Gehen und mancher Mund nun stumm, durch diese Erdenzeit: der erst noch hold gesprochen— nur immer vorwärts sehen du armes Herz, warum? mit sel'ger Freudigkeit; 3. Daß nicht vergessen werde, wird uns durch Grabeshügel was man so gern vergißt: der klare Blick verbaut, daß diese arme Erde Herr, gib der Seele Flügel, nicht unsre Heimat ist. daß sie hinüberschaut. Es hat der Herr uns allen, 6. Hilf du uns durch die Zeiten die wir auf ihn getauft, und mache fest das Herz, in Zions goldnen Hallen geh selber uns zur Seiten ein Heimatrecht erkauft. und führ uns heimatwärts! 4. Hier gehen wir und streuen Und ist es uns hinieden die Tränensaat ins Feld, so öde, so allein, dort werden wir uns freuen o laß in deinem Frieden im sel'gen Himmelszelt; uns hier schon selig sein. Eleonore Fürstin Reuß geb. Gräfin zu Stolberg, g. 1855. 50 158. mel. Es ist gewißlich an der Feit. ———.— SFPFPBPIPIPIPIPIPITPPTITtTtTTxT.T8 1.(Gott Lob, ein Schritt zur Es⸗ wig ⸗keit ist zu dir im Fort⸗gang die⸗ ser Zeit mein 1 —— ö 41—— a=ber⸗mals voll ⸗en⸗ det; Herz sich sehn-lich wen-det, — +.— ö 2—. ö 1 »»»e:ms.Ee³ ḡr aus mein Le⸗ben fließt und al ⸗-le Gna⸗de HI 4 I I. ——— + 2r w. I +L.—— 1——— sich er⸗gießt in mei⸗ne Seel zum Le ⸗ ben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und und wird mir allzulange, Jahr, bis es erscheine, daß ich gar, 57 — πκέU—— 59 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. o Leben, dich umfange, damit, was sterblich ist an mir, verschlungen werde ganz in dir, und ich unsterblich werde. 3. Doch sei dir ganzanheimgestellt die rechte Zeit und Stunde, wiewohl ich weiß, daß dir's gefällt, daß ich mit Herz und Munde dich kommen heiße und darauf von nun an richte meinen Lauf, daß ich dir komm entgegen. 4. Ich bin vergnügt, daß mich nichts von deiner Liebe trennen,(kann und daß ich frei vor jedermann dich meinen Freund darf nennen, und daß du dort, o Lebensfürst, dich ganz mit mir vereinen wirst und mir dein Erbe schenken. 5. Drum preis' ich dich aus Dank⸗ barkeit, daß sich das Jahr geendet, und also auch von dieser Zeit ein Schritt nochmals vollendet, und schreite hurtig weiter fort, bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. 6. Wenn auch die Hände lässig sind und meine Kniee wanken, so biet mir deine Hand geschwind in meines Glaubens Schranken, damit durch deine Kraft mein Her; sich stärke, und ich himmelwärts ohn Unterlaß aufsteige. 7. Geh, Seele, frisch im Glauben und sei nur unerschrocken,(dran laß dich nicht von der rechten Bahn die Lust der Welt ablocken! So dir der Lauf zu langsam deucht, so eile, wie ein Adler fleugt, mit Flügeln süßer Liebe! 8. O Jesu, meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen, du hast, weil du voll Liebe bist, mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet Stund und ich bin schon in der Ewigkeit,(Zeit, weil ich in Jesu lebe. Aug. Herm. Francke, g. 1665, 4 127. 59. Mel.—.— ich 86————— 2—. e Hn. x 3— Hilf, Hert d Je ⸗su, laß es neu⸗e laß ge⸗ lin ⸗ gen, hilf, das Kräf⸗te brin ⸗ gen, daß aufs — PPI3IIIIIIII—3 neu⸗e Jahr geht an; neu ich wan⸗deln kann; neu⸗es Glück und neu⸗es Le⸗ .L.DLA). L. * L II E —.—— — 1.2.—..— + 7* — — 2 —..—— krrn 2 ben wol⸗lest du 2. Meiner Hände Werk und Ta⸗ meiner Zunge Red und Wort sten, I 1 + 2 + — I aus Gna⸗den ge-ben! müssen nur durch dich geraten und ganz glücklich gehen fort; 58 neue Kraft laß mich erfüllen und verrichten deinen Willen. 3. Was ich dichte, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Herr, bei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten; komm ich heim, steh mir zur Seiten! 4. Laß dies sein ein Jahr der Gna⸗ laß mich büßen meine Sünd, de, hilf, daß sie mir nimmer schade, daß ich bald Verzeihung find. Niemand sonst, als du, mein Leben, kann die Sünde mir vergeben. 5. Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, B. Festtagslieder(Neujahr). 60 weil ich mich so sehr betrübe, ja voll Angst und Zagen bin; stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 6. Herr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig sei, und ich christlich könne leben sonder Trug und Heuchelei, daß ich noch allhie auf Erden fromm und selig möge werden. 7. Jesu, laß mich fröhlich enden dieses angefangne Jahr, trage stets mich auf den Händen, halte bei mir in Gefahr! Freudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. Johann Rist, g. 1607, + 1662. 60. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Q 1 +—— II. 5—7— 41. 2—.——. d— 3.—— 7——0 0— , 1 Je⸗sus soll die Lo-sung sein, da ein neu⸗es [Je⸗su Na⸗me soll al⸗ lein de⸗ nen zum Pa⸗ Q N D‚Dieeeei——— ⁊2—— + 2.————— 4—.— — Jahr er⸗ schie ⸗ nen; di — ö ie in ei ⸗nem — nie ⸗ re die ⸗ nen, x 2 2 + d—— EHA —— +* 22 I. —3—————.ñ———— EII 2. Jesu Name, Jesu Wort soll bei uns in Zion schallen, und so oft wir nach dem Ort, da sein Name thronet, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum Heiligtum! 3. Sein Versühnen und sein Heil wollen wir im Glauben ehren; also wird es uns zu teil, Bun⸗de stehn und auf sei ⸗ nem We⸗ ge gehn. 59 wird sich täglich bei uns mehren; auch fürs neue Jahr uns beut Jesu Name Seligkeit. 4. Unsre Wege wollen wir nur in Jesu Namen gehen. Geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. —.——9——— 6¹ 5. Alle Sorgen, alles Leid soll der Name uns versüßen, so wird alle Bitterkeit uns ein Segen werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 6. Jesus, aller Bürger Heil, unserm Ort ein Gnadenzeichen, unsers Landes bestes Teil, dem kein Kleinod zu vergleichen, Jesus, unser Schutz und Hort, sei die Losung fort und fort. Benjamin Schmolck, g. 162, 4 157. 61. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. RN— W.... 22——2..—59 di nni u 1 .W— + 2 2..—8 +*—...—.— 2·.....2 22..— E 1.—. 1 1. Nun laßt uns gehn und tre⸗ten mit Sin⸗ — + 4 E. A—— + 1 FEV J E——— 2 .— +—22. 2 +J— 2.—.—..— E.—— 2 1— 1..— 1 6635 + V.* 1+—.— gen und mit Be⸗ten zum Herrn, der un⸗-serm 4⁰3 ö— PPFE R 2— E I 22— 22 +—— S......2——5 22. IL —...————‚—‚ ED E 2..— 2 II ö————— 1 Le⸗ben bis hie-her Kraft ge⸗ ge-ben. 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen 3. Durchso vielAngst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden, 5. Also auch und nicht minder läßt Gott ihm seine Kinder, wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 6. Ach Hüter unsers Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Tun und Machen, 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue; Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden. 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden! 9. Gib mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 10. Schließ zu die Jammerpfor⸗ und laß an allen Orten ten auf so viel Blutvergießen die Freudenströme fließen! 11. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen und auch Kleinen wo nicht dein Augen wachen. die Gnadensonne scheinen! 60 B. Festtagslieder(Epiphanias). 62 12. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe! 13. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen. 14. Und endlich, was das meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christenschare zum sel'gen neuen Jahre! Paul Gerhardt, g. 1607, + 166. 4. Epiphanias. 62. Mel. Lobt Gott, ihr Christen allzugleich. SSSPSISISISISII II......I............. 2 2— 2.—— ö————— 1. Aufs, Ser le, auf und säu ⸗ me Q ö 2 +V +7 I 2— ++ 2 ö——— ————.— ö ö nicht! Es bricht das Licht her ⸗ für; der +—— .iiiieee SSSSSI Wun-⸗der⸗stern gibt dir Be ⸗ richt, der Held sei +— rut —...— I—— N E— ee— 7 2— —2—— 2———————2—— 2. Geh weg aus deinem Vaterland zu suchen solchen Herrn; laß deine Augen sein gewandt n auf diesen Morgenstern.: 3. Gib acht auf diesen hellen der dir aufgangen ist;(Schein, er führet dich zum Kindelein, n das heißet Jesus Christ.:; 4. Er ist der Held aus Davids die teure Saronsblum,(Stamm, das rechte echte Gotteslamm, ½ Israels Preis und Ruhm.: 5. Drum höre, merke, sei bereit, verlaß des Vaters Haus, vor der Tür, der Held sei vor der Tür. die Freundschaft, deine Eigenheit, 1 geh von dir selber aus.:: 6. Und mache dich behende auf, befreit von aller Last, und laß nicht ab von deinem Lauf, n bis du dies Kindlein hast.: 7. Halt dich im Glauben an das das fest ist und gewiß;:(Wort, das führet dich zum Lichte fort n aus aller Finsternis.: 8. O sinke du vor seinem Glanz in tiefste Demut ein und laß dein Herz erleuchten ganz 2n von solchem Freudenschein.: 61 ——— 63 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 9. Gib dich ihm selbst zum Opfer mit Geiste, Leib und Seel(dar und singe mit der Engel Schar: 2n Hier ist Immanuel. 10. O wunderbare Süßigkeit, die dieser Anblick gibt dem, dessen Herz dazu bereit ½ und dieses Kindlein liebt.: 11. Die Engel in des Himmels die freuen sich darob;[Saal, die Kinder Gottes allzumal, 1 die bringen hier ihr Lob.:: 12. Hier ist das Ziel, hier ist der wo man zum Leben geht;(Ort, hier ist des Paradieses Pfort, 5½ die wieder offen steht.: 13. Hier fallen alle Sorgen hin, zur Lust wird jede Pein; es wird erfreuet Herz und Sinn, 1: denn Gott ist ja nun dein. 14. Der zeigt dir einen andern als du vorher erkannt,[Weg, den stillen Ruh- und Friedenssteg 1 zum ewgen Vaterland. Mich. Müller, g. 165, 4 102. 63. Mel. Valet will ich dir geben. Luk. 2,22—32. ů ö—2 2 a + ERETEAEEEESEESEIEEIIIIIIITTTTITTTTTTT— — ö 1 Herr Je ⸗ su, Licht d er Hei⸗den, der From⸗-men wir kom⸗men jetzt mit Freu-⸗den durch dei-nes Q EV WJPPPP‚TI——————————— Z.———4——— +—— 25.— II— 1 Schatz und Lieb,; ö in die ⸗ sen dei⸗-nen Gei ⸗stes Trieb x‚ E——————— ö 2———.— D.iiĩ‚‚‚ Tem⸗pel und su⸗ che na mit Be⸗ gier, nach Si⸗me⸗ EH ö. 6 +— H E— +—— II E 2*3..—7——.———...—— +—————.— +2 +2 I 2 2 1 1— I ons E⸗ xem⸗ pel, di 2. Du wirst von uns gefunden, o Herr, an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheißungswort; vergönnst noch heutzutage, daß man dich gleicherweis auf Glaubensarmen trage, wie hier der fromme Greis. 3. Herr, laß auch uns gelingen, ch, gro⸗ßen Gott, a hier. daß einst wie Simeon ein jeder Christ kann singen den schönen Schwanenton: Mir werden nun mit Frieden mein Augen zugedrückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt. 4. Ja, ja ich hab im Glauben, mein Jesu, dich geschaut; 6²2 ben, B. Festtagslieder(Epiphanias). kein Feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen, und in dem meinen du, uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. 5. Hier will es oft mir scheinen, 64—65 du sähst mich strafend an, daß ich vor Angst und Weinen dich kaum erkennen kann; dort aber wird's geschehen, daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen dein immer klares Licht. Johann Franck, g. 1618, 4 167. 64. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Q 4 4* V + + I— S I...........——— —— I + L——.— 1 Je⸗ su, gro⸗ßer Wun⸗der⸗stern, der aus Ja⸗kob mei⸗ ne See⸗le will so gern dir an dei⸗nem H—— E— d d un Eumn., ¶ne 22— ——..— IEEE— D* 27—— + ist er ⸗schie ⸗ nen, X ö nimm doch, nimm doch gnä⸗ di Fe ⸗ ste die ⸗ nen; ch, chg 0 s—— 6——*——— H — + I 2.——— + 2 N .W—..——— + 1—— I II an, was ich Ar ⸗ 2. Nimm das Gold des Glaubens wie ich's von dir selber habe(hin, und damit beschenket bin; so ist dir's die liebste Gabe. Laß es auch bewährt und rein in dem Trübsalsfeuer sein. 3. Nimm den Weihrauch des Ge⸗ bets, laß denselben zu dir dringen; Herz und Lippen sollen stets mer schen ⸗-ken kann. ihn als Opfer vor dich bringen. Wenn ich bete, nimm es auf und sprich Ja und Amen drauf! 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu! Ach mich schmerzet meine Sünde, aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. Erdmann Neumeister, g. 1671, + 1756. Mel. Valet will ich dir geben. 65. .— ö 7 IE E—.— ů Hrsaud dr n mant Lan ——.— 2 2 2..———.— * S Leree —— R ⁰ O Kö⸗nig al⸗ler Eh⸗ren, Herr Je⸗su, dein Reich soll e- wi 63 g wäh⸗ren, im Him⸗mel 66 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. Q 4 . 4 W vuun n. e— 2 2 n nui, ümim Ainn.— V.2 + +—1——— + Da ⸗ vids Sohn 7 ö il da all⸗ hier au ist dein Thron; hilf 5 SW +.— 2—4—.————— Er⸗-den den Men⸗schen weit und breit dein Reich be⸗ ..—.— FH.———— 4..——..— +...2— 11— +* 1 +7 1 II kannt mög wer⸗den zur 2. Von deinem Reich auch zeugen die Leut aus Morgenland, die Knie sie vor dir beugen, dieweil sie dich erkannt; der neu Stern auf dich weiset, dazu das göttlich Wort. Drum man dich billig preiset, daß du bist unser Hort. 3. Du bist ein großer König, wie uns die Schrift vermeld't, doch achtest du gar wenig vergänglich Gut und Geld, prangst nicht auf hohem Rosse, trägst keine güldne Kron, sitzt nicht im steinern Schlosse, hier hast du Spott und Hohn. 4. Doch bist du schön gezieret, dein Glanz erstreckt sich weit, dein Güt allzeit regieret und dein Gerechtigkeit. See⸗len Se⸗lig ⸗keit. Du wollst die Frommen schützen durch dein Macht und Gewalt, daß sie im Frieden sitzen, die Bösen stürzen bald. 5. Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf, dein Güte schenk mir Armen und segne meinen Lauf! Den Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht versehren: rett mich aus aller Not! 6. Du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönen Stern, daß falsche Lehr und Sünden sei'n meinem Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. Martin Behm, g. 1557, + 1622. ** 66. Eigene Melodie. —0— — 4— + 1+..4— ED—* + +—— + 2— 23— +* LIXV. XI. +———2 4 — I—. 1— 2 1. Ver⸗de licht, du Stadt der Hei⸗ den, und du Schau⸗e, welch ein Glanz mit Freu-den — ü⸗ ber E 1622. B. Festtagslieder(Epiphanias). 67 V —.— H ö—— ö SSESEEEEI— —————..———— Sa⸗lem, wer⸗de licht! dei⸗=nem Haupt an—— Gott hat de⸗rer nicht ver⸗ +— ů—— 36—* 5³ —. ges⸗ sen, die im Fin⸗stern sind ge⸗sese⸗ sen. 2. Ach wie waren wir verblendet, ehe noch dies Licht brach an! Ja da hatte sich gewendet schier vom Himmel jedermann; unsre Augen und Gebärden klebten einzig an der Erden. 3. Gottes Rat war uns verborgen, seine Gnade schien uns nicht; Klein und Große mußten sorgen, jedem fehlt es an dem Licht, das zum rechten Himmelsleben seinen Glanz uns sollte geben. 4. Aber wie hervorgegangen ist der Aufgang aus der Höh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Weh und was Menschen mag betrüben aus der Welt hinweggetrieben. 5. Jesu, reines Licht der Seele, du vertreibst die Finsternis, die in dieser Sündenhöhle unsern Tritt macht ungewiß; Jesu, deine Lieb und Segen leuchten uns auf unsern Wegen. 6. Gib, Herr Jesu, Kraft und Stär⸗ daß wir dir zu jeder Zeit ke, durch des Glaubens Liebeswerke folgen in Gerechtigkeit und hernach im Freudenleben heller als die Sterne schweben. 7. Dein' Erscheinung müss'erfül⸗ mein Gemüt in aller Not,(len dein' Erscheinung müsse stillen meine Seel auch gar im Tod; Herr, in Freuden und im Weinen müsse mir dein Licht erscheinen. 8. Jesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt, wo wir sollen unter Kronen in der schönsten Klarheit wohnen. Johann Rist, g. 1607, + 1667. 67. Mel. Valet will ich dir geben. Q—. 4 ——83— ö nen unt.—— 2 IIEE— — 1 Zum Licht em-por, zum Lich- 18 aus Er-den⸗ in-weg vom An ⸗ge⸗ sich- die dü⸗ stre 9 2 7 — 4 H* Er +2 6 — J—————— ——*——— schau-rig-keit! ö ö ö i ⸗sten⸗ Trau-rig=keit! En stehst iut Ebri= 65 8 ö ö ——————— —FFFFIIIIII3.... 68 69 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 4 4 —.——.— SII.IPII... —2— II— E I LI ö 2 L 0 or-den, da klingt's von Mut und Licht; frei sind die ——..— f—.— 2.— E—————— ——.— 2———...— 2..D.. +—* Gei⸗ster wor ⸗den, die See⸗len zit=tern nicht. 2. Zum Licht empor, zum Leben,. 3. Er bringt das Licht zur Erde, zu Gottes Freundlichkeit! das ganze Sternenreich, Weg Sorgen, Zittern, Beben, daß alles selig werde, weg Angst der Feindlichkeit! macht Näh'n und Fernen gleich. Des Himmels Liebesfunken Drum woll'n wir fröhlich singen erleuchten alle Welt, dem Heiland Jesus Christ, die Hölle ist versunken, aus Nacht zum Lichte ringen, es herrscht der Liebesheld. wo er der König ist. Ernst Moritz Arndt, g. 1769, 4 1860. 5. Passion. 638. Eigene Melodie. ——— 35—.——.—— ö 2 2 2.—.— 2 2—.—————— E. E 1. Chri⸗ste, du Lamm Got-tes, der du trägst die 2. Chri⸗ste, du Lamm Got-tes, der du trägst die 3. Chri⸗ste, du Lamm Got-tes, der du trägst die E2.— — . Hanm Em—— 122 ö eere e 0„—.— 2— 7— — 1. Sün⸗de der Welt, 1. er ⸗ barm dich un ⸗ser! 2. Sün⸗de der Welt, 2. er ⸗ barm dich un-⸗ser! 3. Sün⸗de der Welt, —95—..—..——— —.————4 0 ee rr Hn,-mmun mudn in, unet nr=ait — ö ‚ ö 3. gib uns dei-nen Frie⸗den! A · men. 1526. Nach d. Latein. Agnus Dei. 69. mel. Zion klagt mit Angst und Schmerzen. + ö ö 1— . — Ib iyeyoeaerpD.—6⁸— 1 Der am Kreuz ist mei ⸗ ne Lie ⸗be, Weg ihr ar ⸗ gen Sün ⸗den ⸗ trie ⸗be, 66 . daß ich 3. Festtagslieder Passion). 70 3 5 IV— — ů 4 IIEE 2— E—— + 2——— mei ⸗ ne Lieb ist e⸗ sus Christ E Welt und Fleisch mit en ⸗rer List!——— —4* H SIDiDiDiDSii‚i‚i‚i‚i‚‚‚‚SSSSE.......... 2 0 n 25—.— Lieb ist nicht von Gott, eu-re Lieb ist gar der Tod. .—— 4 8 S— ———3 2 4.2——.— 2—— ö Der am Kreuz ist mei ⸗ ne Lie ⸗ be, E 0 ů ö ö EH 4„ 7 2 9*— —2 4 2 ö 0— weil ich mich im Glau⸗-ben ü⸗ be. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe! Frevler, was befremdet dich, mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich. So ist er mein Friedensschild, aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe! Sünde, du besiegst mich nicht! Weh mir, wenn ich den betrübe, der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt' ich nicht Gottes Sohn? Trät ich nicht sein Blut mit Hohn? Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebel Schweig Gewissen, glaube dran, Gott aus reinem Liebestriebe hat die Handschrift abgetan und mit meines Bürgen Blut sie durchstrichen mir zu gut. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe! Keine Trübsal noch so groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, nichts macht mich von Jesu los, nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 6. Der am Kreuz ist meine Liebe! Nun ist auch der Tod mein Freund! Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein Jesus mir vereint; da, da schau ich Gottes Lamm, meiner Seele Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 1625. 20. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. N 5— 0 e,,..— V 2—„ 1. Der du, Herr Je⸗su, Ruh und Rast in dei- nem E 67⁷ 2 — 7¹1 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. Q V.* 7 2—— ů——D —————— — ö ö ̃ ̃ Grab ge⸗- hal⸗ ten hast, gib, daß wir in dir 9 ů—— ö——— SSS.ITIIT. II.IIT. I IIIIIIIT.II T —40.—..— 2 ru hen all, und un⸗ser Le⸗ben dir ge⸗gall. 2. Verleih, o Herr, uns Stärk und 3. Wir danken dir, o Gotteslamm, Mut, getötet an des Kreuzes Stamm. die du erkauft mit deinem Blut, Laß ja uns Sündern deine Pein und führ uns in des Himmels Licht den Eingang in das Leben sein! zu deines Vaters Angesicht! Georg Werner, g. 1589, + 1645. 71. Eigene Melodie. 1I4.——.— 2. en e e. E 2 V 1 2.Q + SDSSDS.. * ö 1 Ei⸗ nes wünsch ich mir vor al-lem an⸗-dern, se ⸗ lig läßt's im Trä⸗nen⸗tal sich wan-dern, —0 /.V I +— II 7— ce, n nHr... ever/ Lam iꝑi‚ĩ‚ꝑĩꝑPꝑPꝑPꝑ‚P‚P P P‚PSPꝑP‚PIP‚PSꝑPIPIPIPI‚IIIII.. ei ne Spei ⸗se früh und spät 2— 1. 10 spät, Un⸗ver⸗rückt auf wenn dies Ei ⸗ ne mit uns geht: ö— 2*— ——— 2— —*— ei ⸗nen Mann zu schau ⸗en, der mit blut'-⸗-gem —.——— .——I————— ———— 2.— Schweiß und To⸗des⸗ 5 en auf sein Ant ⸗litz Q D ͤ—* II S DSS ‚SIIIIIIIIII I I I— 2—.— .—. +— II— 2+..]. I. nie ⸗der⸗sank und den K Kelch des Va⸗ters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen daß sie ihm zu seinem Lohn nicht feh⸗ stehen, und dann auch an mich gedacht,[le, wie er, als ein stilles Lamm, als er rief: es ist vollbracht! dort so blutig und so bleich zu sehen, 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie ver⸗ hängend an des Kreuzes Stamm; gessen wie er dürstend rang um meine See⸗ meine Schuld und deine Huld. le,‚ Als ich in der Finsternis gesessen, 68 * II B. Festtagsli trugest du mit mir Geduld; hattest längst nach deinem Schaf ge⸗ trachtet, eh es auf des Hirten Ruf geachtet, und mit teurem Lösegeld mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein!— sprich du da⸗ rauf ein Amen. eder(Passion). 72 Treuster Jesu, du bist mein! Drücke deinen süßen Jesusnamen brennend in mein Herz hinein. Mit dir alles tun und alles lassen, in dir leben und in dir erblassen: das sei bis zur letzten Stund unser Wandel, unser Bund. Albert Knapp, g. 1798, 4+ 1864. 72. Eigene Melodie. Q* + S S.....I.I.I.I.I.I.I.I.I..I.I... T I T TITI I I I III —— ö 1 Ein Lämm⸗lein geht und trägt die Schuld es geht und bü ⸗ßet in Ge⸗duld .Dq DiZS beenn„, rrri. — +— I— der Welt und ih„rer Kin⸗der; s geht da⸗ die Sün⸗den al ⸗ ler Sün⸗der; 0 Q N 4 .72 + +—.— N D. 5—55—————— W I—— hin, wird matt und krank, er⸗ gibt sich auf die Q N %. + SSISIPITI I I T I I—— ö Wür⸗ge⸗ bank, be⸗ gibt sich al⸗ ler Freu⸗ den; es —0— 1777....—.————.—.—— — 4 + E—————- Bane Eirn., n nint nm. v E—— 2————— nim⸗met an ansn und Spott, Angst, Wun⸗den, ͤ . ———..—. — Q —7 . e Strie-men, 2. Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen, den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen. „Geh hin, mein Kind, und nimm dich an, der Kinder, die ich ausgetan Kreuz 5 Tod undspricht: Ich will's gern lei-den. zur Straf und Zornesruten; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.“ 3.„Ja, Vater, ja von Herzens⸗ grund, leg auf, ich will dir's tragen; 6½ —— —— —— 72 1. Sonn⸗ und Sesttags⸗Lieder. mein Wollen hängt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen.“ O Wunderlieb, o Liebesmacht, du kannst, was nie kein Mensch ge⸗ dacht, Gott seinen Sohn abzwingen; o Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den ins Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen. 4. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen, dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen; du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn meinHerz inStückebricht, sollst du mein Herze bleiben; ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiemit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen; und was du mir zu gut getan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen. 6. Erweitre dich, mein Herzens⸗ schrein, du sollst ein Schatzhaus werden der Schätze, die viel größer sein als Himmel, Meer und Erden. Weg Ehr und Stand der eitlenWelt, weg Reichtum, Gold und alles Geld, ich hab ein Bessers funden; mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, ist dieses, was geflossen ist aus deines Leibes Wunden. 7. Das soll und will ich mir zu zu allen Zeiten machen, nutz im Streite soll es sein mein Schutz, in Traurigkeit mein Lachen, in Fröhlichkeit mein Saitenspiel, und wenn mir nichts mehr schmecken will, soll mich dies Manna speisen; im Durst soll's sein mein Wasser⸗ quell, in Einsamkeit mein Sprachgesell zu Haus und auch auf Reisen. 8. Was schadet mir des Todes Giftꝰ Dein Blut das ist mein Leben. Wenn mich der Sonne Hitze trifft, so kann's mir Schatten geben; setzt mir der Schmerz der Wehmut so find ich bei dir meine Ruh,[zu, wie auf dem Bett ein Kranker; und wenn des Kreuzes Umgestüm mein Schifflein treibet um und um, so bist du dann mein Anker. 9. Wenn endlich ich soll treten ein in deines Reiches Freuden, so soll dies Blut mein Purpur sein, ich will mich darin kleiden; es soll sein meines Hauptes Kron, in welcher ich will vor den Thron des höchsten Vaters gehen und dir, dem er mich anvertraut, als eine wohlgeschmückte Braut an deiner Seite stehen. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 16 76. 70 B. Festtagslieder Passion). 73—74 73. mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. f.————— IDDE 20—————.— ν 1 Es ist voll⸗bracht! Er ist ver⸗ schie⸗den, der Frie-de-fürst ent⸗schläft im Frie-den, —. 5 ů—, vn ———— mein Je⸗ sus schließt die Au ⸗ gen zu; die Le⸗ bens ⸗ son ⸗ ne geht zur Ruh — 2— N ——— 1 I— I E——— WZ. EV——— und sinkt in stil ⸗le To ⸗des ⸗nacht; E ů———— R 7 91——* I 2Z2.—— 1 +4 *———*DD——— 2. Es ist vollbracht! Er hat's ge⸗ sprochen, des Lebens Wort muß sprachlos sein; das Herz der Treue wird gebrochen, den Fels des Heils umfaßt ein Stein; diehöchsteKraftistnunverschmacht't, o wahres Wort: Es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! Ihr, meine Sünden, verdammet nun mein Herz nicht mehr. Vom Himmel her hörich verkünden: Des Sohnes Blut erlangt Gehör; amKreuz hat's Frieden unsgemacht. O süßes Wort: Es ist vollbracht! 0 gro ⸗ßes Wort: Es ist voll⸗ bracht! 4. Es ist vollbracht! O welch Ver⸗ langen zieht mich zu deinem Grabe hin; dich wünschen Engel zu umfangen, ruh auch in meinem Herzen drin, wo dir die Liebe Raum gemacht; o tröstlich Wort: Es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen zur Ruh auf Christi Grabesstein; die Engel sind allhier zugegen, ich schlummre sanft wie Jakob ein, die Himmelspfort ist aufgemacht, o Lebenswort: Es ist vollbracht! Salom. Franck, g. 1659, 4 1725. 14. Mel. Berr Jesu Christ, mein's Lebens Licht. d rr. i,,te 1. Herr Je⸗su Christ, dein teu⸗res Blut ist mei-ner —44 4 4 +— . ä .— 2—..2 I gan em. nme.—— —2—..—— See⸗ le höch- stes Gut, das stärkt, das labt, das 71 — 7⁵5 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. E 4•1— rreneir e rvrr ᷣnirii EN—HIIJJ——————————2 ————— 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehrenkleid, dein Unschuld und Gerechtigkeit macht, daß ich kann vor Gott bestehn und zu der Himmelsfreud eingehn. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, meinTrost, meinHeil, mein Gnaden⸗ thron, dein teures Blut, dein Lebenssaft gibt mir stets neue Lebenskraft. 4. Herr Jesu, in der letzten Not, wenn mich schreckt Teufel, Höll und Tod, so laß ja dies mein Labsal sein: Dein Blut macht mich von Sünden rein. Joh. Olearius, g. 16 11, 4 1684. 75. Mel. Herr, wie du willst, so schick's mit mir. Q + 4 EI.—— + — 0 0—— 0 L—— 2 5„ 1 Herr Je„ su, dei ⸗ ne Angst und Pein la mir vor Au ⸗ gen all ⸗zeit sein, —— ————— ů —— 3AW=W ĩ—.— und dein be⸗trüb⸗tes Lei⸗den Laß mich an die Sun ⸗de zu ver mei⸗ den./ Q err nr,e, — 4.— 385 ̃. . +7„—2— L. + dei⸗ ne gro⸗ße Not und dei- nen her-ber Q— IIIIII‚I‚‚‚‚‚————— 8GZ.. ‚.——— 2.— 7 2— — + i— E— bit⸗tern Tod, die⸗weil ich le ⸗-be, den ⸗⸗ ken! 2. Die Wunden alle, die du hast, hab ich dir helfen schlagen, auch meine große Sündenlast dir aufgelegt zu tragen. Ach liebster Heiland, schone mein, laß diese Schuld vergessen sein, laß Gnad für Recht ergehen. 3. Du hastverlassendeinenThron, bist in das Elend gangen, ertrugest Schläge, Spott und Hohn, mußtest am Kreuze hangen, auf daß du für uns schafftest Rat und unsre schwere Missetat bei Gott versöhnen möchtest. 4. Drum will ich jetzt zur Dank⸗ barkeit von Herzen dir lobsingen, und wenn du zu der Seligkeit mich wirst hinkünftig bringen, so will ich daselbst noch viel mehr, 72 r —* — v, B. Festtagslieder(Passion). 76 zusamt dem ganzen Himmelsheer, wenn ich von hier soll scheiden. dich ewig dafür loben. Ach hilf, daß ich durch deinen Tod 5. Herr Jesu, deine Angst und Pein fein sanft beschließe meine Not und dein betrübtes Leiden laß meine letzte Zuflucht sein, und selig sterbe. Amen. Nach Tob. Clausnitzer, g. 1618, 4 1684. 76. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. — —— 5— ——54 7 — —— ö — —. 5 1. Herr, stür ⸗ le Q 2— mich, dein Lei ⸗den zu be⸗ .——. Er* EEE— ——— 1— 4 2 den ⸗-ken, mich in das Meer der Lie ⸗be 1—— 4 C.e——— ———— zu ver ⸗ sen ⸗ken, die dich be⸗-wog, von +* +V V —.——— 111 2 II —..— DSDSDeeeeeee.—. al⸗ler Schuld des Bö⸗ 2. Du wolltest, Herr, ein Mensch gleich uns auf Erden und bis zum Tod am Kreuz ge⸗ horsam werden, an unsrer Statt gemartert und zer⸗ die Sünde tragen. schlagen 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte, mein Herz erbebt, ich seh und ich den Fluch der Sünde. sempfinde 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen; Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen. Dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 77 sen uns zu er ⸗lö⸗- sen. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder; es stürzt mich tief und es erhebt mich wieder; lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Ge-⸗ in deine Güte.(müte 7. So sei denn ewig auch von mir gepriesen für das Erbarmen, das du mir er⸗ wiesen, da du, mein Heiland, auch für mich dahingegeben. dein Leben 73 77 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 8. Du liebtest mich; ich will dich wieder lieben und stets mit Freuden deinen Willen üben. O gib zu diesem seligen Geschäfte stets neue Kräfte. 9. Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden ein Argernis und eine Torheit so sei's doch mir trotz allen frechen die Wahrheit Gottes.(Spottes 10. Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden kränken, so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken. Dein Kreuz, dies sei, wenn ich den Tod einst leide, mir Fried und Freude. werden, Chr. F. Gellert, g. 1716, 4 1769. Vers? und s Joh. Sam. Diterich, 9. 1721, 1 192. 77. Eigene Melodie. Eh———.— . i, Erreierert m, dimewie Hen dn EH——.—.— 7.—— 25.— 1. Herz⸗lieb ⸗-ster Je ⸗ su, was hast du ver⸗ EE 11 ů—————— T. + bro⸗chen, daß man ein solch scharf Ur⸗-teil hat ge⸗ —4242—5 EALET I 1 E 2—.—— ů——.— *——————.— spro⸗chen? Was ist die Schuld? In was für Q n ENH— H———— D— E—.————.. 22——53 2——— 1 Mis ⸗ se ⸗ ta ⸗ ten bist dyu ge⸗ ra⸗tenꝰ 2. Du wirst gegeißelt und mit Der gute Hirte leidet für die Dorn gekrönet, Schafe, ins Angesicht geschlagen und ver— höhnet, du wirst mit Essig und mit Gall ans Kreuz gehenket.(getränket, 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? Ach meine Sünden haben dich ge⸗ schlagen; ich, o Herr Jesu, habe dies verschul⸗ was du erduldet. det, 4. Wie wunderbarlich ist doch die Schuld bezahlt der Herre, der für seine Knechte.(Gerechte, 5. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marter— straße! Ich lebte mit der Welt in Lust und und du mußt leiden.[Freuden, 6. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kaun ich g'nugsam solche Treu diese Strafe! 7 ausbreiten? 4 43— B. Festtagslieder(Passion). 78 Kein's Menschenherz vermag es was dir zu schenken.(auszudenken, 7. Ich kann's mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmung zu vergleichen; wie kann ich dir denn deine Liebes⸗ im Werk erstattenꝰ[taten 8. Doch ist noch etwas, das dir angenehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, daß sie aufs neue nicht mein Herz mit alten Sünden.(entzünden 9. Weil's aber nicht besteht in eig⸗ nen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, so gib mir deinen Geist, der mich 10. Alsdann so werd ich deine Huld betrachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten, bemühen werd ich mich, Herr, deinen stets zu erfüllen. Willen 11. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach und Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. 12. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone, da will ich dir, wenn alles wird wohl Lob und Dank singen. kklingen, zum Guten führe.[regiere, Joh. Heermann, g. 1585, + 1647. 78. Mel. Christus, der uns selig macht. 124 2 5 2—+ 2—8— EA ————————.—— 1. Je⸗su, dei-ne Pas⸗si⸗on will ich jetzt be⸗ — 2—5—— + —— ö—— + ö d ,, e n n n nmnrinnenn iie — + 2———— den ⸗ken; wol⸗lest mir vom Him-mels⸗thron Geist und Q AI—— 4 E ö..——..— ů———.— 1232 + +I 1—————. n — + + — An⸗dacht schen= ken! In dem Bil⸗de jetzt er⸗schein, Q DDDRD 2———— 1—t—— Je⸗ su, mei⸗nem Her ⸗ zen, wie du, un ⸗=ser 7.——.— 10 4———4 ————— 2—— Heil zu sein, lit ⸗test al ⸗le Schmer⸗zen. 75 79 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 2. Gib, daß ich recht sehen mag deine Angst und Bande, dein Verspeien, Schläg und deine Kreuzesschande, Schmach, deine Geißel, Dornenkron, Speer⸗ und Nägelwunden, deinen Tod, o Gottessohn, der mich dir verbunden. 3. Laß mich aber nicht allein deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach fein und die Frucht verstehen. Ach die Ursach war auch ich, ich und meine Sünde, diese hat gemartert dich, daß ich Gnade fünde. 4. Jesu, lehr bedenken mich dies in Buß und Reue, hilf, daß ich mit Sünden dich martre nicht aufs neue. Sollt ich dazu haben Lust und nicht wollen meiden, was du selber büßen mußt mit so großem Leiden? 5. Wenn mir meine Sünde will machen heiß die Hölle, Jesu, mein Gewissen still', dich ins Mittel stelle, dich und deine Passion laß mich gläubig fassen! Liebet mich sein lieber Sohn, wie kann Gott mich hassen? 6. Gib auch, Jesu, daß ich gern dir das Kreuz nachtrage, daß ich Demut von dir lern und Geduld in Plage, daß ich Lieb um Lieb dir bring. Laß indes dies Lallen, bis ich dorten besser sing, Jesu, dir gefallen! Sigism. v. Birken, g. 16 26, + 1681. 79. mel. Sion klagt mit Angst und Schmerzen. 5 ö ——— —.— ů 2— 1 Je ⸗ su, dei ⸗ ne tie ⸗ fen Wun den, ge⸗ den mir zu al ⸗ len Stun ⸗ den EH + —*. + 1—— 2 dei ⸗ ne Qual und bitt-rer Tod Fällt mi Trost in Leibs⸗ und See⸗len=not. I—.—— f. — —— 1— SSSS........ et ⸗was Ar ⸗ ges ein, denk ich bald an ö ö 22— P — E —.— 3——— ** 50 ö dei ⸗ ne Pein die er ⸗lau ⸗bet mei⸗ nem * Her⸗ zen E 7 ů . 5.„ n ů—. + ͤ — 4——— 7 ö— +— 2 mit der Sün⸗de nicht zu scher-zen. 76 will gern B. Festtagslieder(Passion). 80 2. Will sich denn in Wollust weiden mein verderbtes Fleisch und Blut, so gedenk ich an dein Leiden: bald wird alles wieder gut. Kommt der Satan und setzt mir heftig zu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnadenzeichen: bald muß er von dannen weichen. 3. Ja für alles, das mich kränket, geben deine Wunden Kraft; wenn mein Herz hinein sich senket, schöpf ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit wend't in mir das bittre Leid, der du mir das Heil erworben, da du bist für mich gestorben. 4. Auf dich setz ich all mein Hoffen, du bist meine Zuversicht; dein Tod hat den Tod getroffen, daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe Teil, bringet mir Trost, Schutz und Heil; deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 5. Hab ich dich in meinem Herzen, du Brunn aller Gütigkeit, so empfind ich keine Schmerzen auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich, kein Feind kann verletzen mich. Wer sich birgt in deine Wunden, der hat glücklich überwunden. Joh. Beermann, g. 1585, + 1647. 80. Eigene Melodie. Q + Ey.ñ— I.— — ů SI I I I———.—————.—. I. 2. I— 2—— 75 0;.. 1 Je ⸗ su, mei ⸗ nes Le⸗bens Le⸗ben, der du dich für mich ge ⸗ ge⸗ben — 2——— 9.......— E..— 2 1 Je ⸗ su, mei ⸗- nes To-des Tod, 0 das in die tief ⸗ste See⸗len ⸗ not, ......— EHH 2 3* H 2 2— 7.——— 1—— äu⸗ßer ⸗ste Ver⸗der-ben, nur daß ich nicht EEE 66 E..————— I‚‚I 2 3—— möch ⸗ te ster ⸗ben, tau ⸗ send ⸗ tau⸗send⸗ 75— ö—— 6—. ᷣᷓꝑDii iiei‚i‚i ee e *—. 2.. 1 mal sei dir, 2. Du, ach du hast ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, hast getragen Strick und Banden, lieb⸗ 2 ster. Je ⸗ su, du gerechter Gottessohn, nur mich Armen zu erretten von den argen Sündenketten. 77 ————.——————— 81 1. Sonn- und sesttags⸗Lieder. Tausendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 3. Wunden ließest du dir schlagen, ließest allen Frevel zu, um zu heilen meine Plagen, um zu setzen mich in Ruh. Ach du hast zu meinem Segen lassen dich mit Fluch belegen. Tausendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 4. Man hatdich sehrhartverhöhnet, dich mit großem Schimpf belegt und mit Dornen gar gekrönet; was hat dich dazu bewegt? Daß du möchtest mich ergötzen, mir die Ehrenkron aufsetzen. Tausendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 5. Du hast dich hart lassen schla— mich zu lösen von der Pein,(gen, fälschlich lassen dich anklagen, daß ich könnte sicher sein; daß ich möchte trostreich prangen, hast du sonder Trost gehangen. Tausendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 6. Du hast lange Marterstunden ausgestanden mit Geduld, selbst den herben Tod empfunden, um zu büßen meine Schuld; daß ich losgesprochen würde trugest du der Qualen Bürde. Tausendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 7. Deine Demut hat gebüßet meinen Stolz und Übermut, dein Tod meinen Tod versüßet, es kommt alles mir zu gut; dein Verspotten, dein Verspeien muß zu Ehren mir gedeihen. Tausendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Herr für alle deine Not, für die Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bittern Tod; für dein Zittern, für dein Zagen, für die tausendfachen Plagen, deine Angst und tiefe Pein will ich ewig dankbar sein. Ernst Christ. Homburg, g. 1605 + 1681. 2 81. Mel. Es sind doch selig alle die. EESESSESESSEEEE 1—. ED. ͤ— 1„...——. EUE WSIRSDDRIEIR“——— Laßt uns doch Chri-sto dank-bar sein, daß Auch laßt uns sein der Sün-de feind, weil ꝗ 90 4—.— Cadd ——— SSSSSSE———— er ge ⸗lit-ten gro⸗ße Pein, und sei⸗ nem Got-tes Wort uns hel⸗-le scheint, Tag und Nacht —..—5 ———— IEiEEiEE EEi II — 2 H2 E II— I Wil⸗len le ⸗ ben. da⸗ nach stre- ben er ⸗ zei ⸗gen nden iden, B. Festtagslieder(Passion). 82 . SSS PPII..I...I........— ., n dn E un n aa 8—.——— D je⸗-der⸗mann, die Chri⸗stus hat an uns ge⸗tan —— Kunr. Intn. 252055 mit sei⸗nem bit⸗tern Lei-den. O Men-schen⸗ AH—** —.———.——.—..— + * 5—5 2—2—.—. +—— 2*.————4— ........................... kind, be⸗tracht das recht, wie Got⸗tes Zorn die Sün⸗de — ö....I............ ——.— 4 25—————— ——2———— 1—. IX schlägt, und tu sie ernst-lich mei-den. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. Sebald Heyden, g. 140a, 4 1561. ů——— N .— 5 ne Seel, er ⸗ mun ⸗tre dich, dei ⸗ nes er für dich gi ⸗-bet sich, da⸗ rauf * 4———— 1—— 7 EEÆe — 15— Ne ⸗ su Lieb be⸗ den ⸗ke; Ach er⸗wäg die dei ⸗ ne An⸗dacht len-ke! ,, Kr. —.— 2 2—.—5 2— E2————————— △ gro⸗ße Treu⸗e 2. Sieh, der wahre Gottes Sohn ist für dich ans Holz gehänget, sein Haupt trägt die Dornenkron, sein Leib ist mit Blut vermenget, er läßt sich für dich verwunden; wo ist größre Lieb gefunden? 3. Du, du solltest große Pein ewig leiden in der Hölle und von Gott verstoßen sein wegen vieler Sündenfälle; aber Jesus trägt die Sünden, läßt dich wieder Gnade finden. — 2 und dich dei-nes Je-su freu⸗e! 4. Durch sein Leiden ist gestillt deines Gottes Zorn und Rache, er hat das Gesetz erfüllt, gut gemacht die böse Sache, Sünde, Teufel, Tod bezwungen und den Himmel dir errungen. 5. Ich kann nimmer, nimmermehr das Geringste nur vergelten, er verbind't mich allzusehr; meine Trägheit muß ich schelten, daß ich ihn so schlecht geliebet und noch gar mit Sünd betrübet. 9 —— 83 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 6. Du, mein Jesu, du, mein Heil, dir will ich mich ganz verschreiben, daß ich dir als meinem Teil einzig will getreu verbleiben, dir zu leben, dir zu leiden, dir zu sterben, dir zu meiden. 7. Du, mein Jesu, sollst es sein, den ich mir zum Zweck gesetzet, wie du mein, so will ich dein bleiben stets und unverletzet; was du liebest, will ich lieben, was dich kränkt, soll mich betrüben. 8. Was du willst, dassei meinWill, dein Wort meines Herzens Spiegel; wenn du schlägest, halt ich still. Dein Geist bleibt mein Pfand und Siegel, daß ich soll den Himmel erben; darauf kann ich freudig sterben. 9. Nun, so bleibt es fest dabei: Jesus soll es sein und bleiben, dem ich lebe, des ich sei, nichts soll mich von Jesu treiben. Du wirst, Jesu, mich nicht lassen, ewig will ich dich umfassen. Joh. Kasp. Schade, g. 1666, 4+ 1698. Ev. Joh. 19, 50. 83. Mel. Ich hab mein' Sach Gott. FAU˙ꝛs—— ů— EI 40 L—— 2 22 L —* ö‚ 1. Nun ist es al ⸗-les wohl ge-macht, —0 N ..——*—— V— 4— EEEEEEE * ö mein Je ⸗sus ruft: Es ist voll-bracht! Der — ů—— ö HDSe—.— —— neigt sein Haupt, o Mensch, und stirbt, der dir er— —9 , en— ö 4 H wirbt das Er ⸗be, wel⸗ches nie ver⸗dirbt. 2. Der, dem an Hoheit keiner 4. Weil denn die Kreatur sich regt, gleicht. so werd auch du, o Mensch, bewegt! der Herr der Herrlichkeit erbleicht. Was Wunder, daß die Erde kracht! Die Welt deckt Nacht, denn Gottes Sohn wird umge⸗ bracht. 3. Das Heiligtum steht aufgedeckt; die Felsen bersten, alles schreckt. Die freudenlose Kreatur klagt jetzo nur den Tod des Herrschers der Natur. Der Fels zerreißt, und du wirst nicht durch dies Gericht beweget, daß dein Herz dir bricht! 5. Du selbst,(hast du es g'nug be⸗ dacht 7), du hast den Herrn ans Kreuz ge⸗ bracht. Ihm, der für dich sein Leben gab, folg in sein Grab und stirb dem Sündengreuel ab. 80 12 6. Ach, Vater, ach in Pein und Hohn erbleicht am Kreuz dein ein' ger Sohn; nun ist kein Zweifel, deine Huld tilgt meine Schuld und trägt forthin mit mir Geduld. 7. Ich will mit ihm zum Grabe gehn und, wo die Unschuld bleibet, sehn. Sein Tod soll meine Zuflucht sein, auf ihn allein schlaf ich einst sanft und selig ein. 8. Und nun dient ich der Sünde nochꝰ Wie drücket mich ihr schweres Joch! Auf, Seele, daß du dich erhebst, nur Jesu lebst, nur Jesu zu gefallen strebst. B. Festtagslieder(Passion). 84 9. Töt, Jesu, selbst in meiner Brust, was sich noch find't von böser Lust! Dein Tod, der mir das Leben schafft, gibt mir auch Kraft zu einer guten Ritterschaft. 10. Ja, Herr, mein Heiland, kräftiglich stärkst du in meinem Vorsatz mich! Ich setze freudig, auf dein Wort, den Kampf stets fort. Der reiche Lohn erfolget dort. 11. Wie dank ich g'nug dir, Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist! Dich preisich auch in Angst und Leid, doch nach der Zeit noch würd'ger in der Ewigkeit. Laurentius Laurenti, g. 1660, + 1722. 84. Eigene Melodie. —8—— 4 . —22——.— n*.— 22 1 du Lie be mei⸗ ner Lie ⸗be, die du dich aus höch⸗stem Trie⸗ be Q 3— + Nrnrh J——. ———.. .— I 1 E IX— du er⸗wünsch⸗te Se⸗ lig ⸗keit, dei ues in das jam⸗mer ⸗vol ⸗le Leid 3— EEErłY— ö—— .———en inn 23•— +— +— 1— Lei⸗dens mir zu gu⸗te als ein Op⸗fer Erh— ö 2.———— ‚ADDD 2 2**—— EV E— 22*—— 2— +** 23— 1— 2—— 1 2 2 ein ⸗ ge ⸗stellt und be⸗ zahlt mit dei⸗nem — + N— EENNh 1———— 22.——DDDD‚D‚—— — 27 znrnnmm Enn—.—————— 1⁰ 2 +7 2 85 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 2. Liebe, die mit Schweiß und Tränen an dem Olberg sich betrübt, Liebe, die mit heißem Sehnen unaufhörlich fest geliebt, Liebe, die den eignen Willen in des Vaters Willen legt und, um Gottes Zorn zu stillen, treu die Last des Kreuzes trägt. 3. Liebe, die mit starkem Herzen alle Schmach und Hohn gehört, Liebe, die voll Angst und Schmerzen blieb im Tode unversehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, als der Atem geht zu End, Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die für mich gestorben und ein immerwährend Gut an dem Kreuze mir erworben, ach wie tröstet mich dein Blut, ach wie dank ich deinen Wunden, schmerzenreiche Liebe du, wenn ich in den letzten Stunden sanft an deinem Herzen ruh! 5. Liebe, die sich tot gekränket und für mein erkaltet Herz in ein kaltes Grab gesenket, ach wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, die du mir das Heil erworben: Ew'ge Liebe, nimm mich an! Elisabeth v. Senitz, g. 1629, 4+ 1629 85. Mel. Herzlich tut mich verlangen. 9— f ——————— —— 2.—— 1 O Haupt voll Blut und Wun-den, voll Schmerz und o H 8 zum Spott ge⸗ bun⸗ den mit ei ⸗ ner 1 D — 2—— * vol ⸗ ler Hohn, TT % + — II Dor⸗ nen ⸗ ⸗« kron, •—5—I.—— ——. II +. + V EF + II + II.— 1.— + L.—— II— D I. —2 +—**— 2 +7 krö⸗net mit höch-ster Ehr und Zier, jetzt a-ber 9 30 f HII 2* ů II + 2—— I N — V. 2—— 60 2 II höchst ver⸗ höh⸗ net, ge ⸗ grü⸗ßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, davor sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte, wie bist du so bespeit! Wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schändlich zugericht't? 3. Die Farbe deiner Wangen, der roten Lippen Pracht 8² , 5²9 —85;' —N ist hin und ganz vergangen; des blassen Todes Macht hat alles hingenommen, hat alles hingerafft, und daher bist du kommen von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Last, ich hab es selbst verschuldet, was du getragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat; gib mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad! 5. Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Gut's getan; dein Mund hat mich gelabet mit Milch und süßer Kost, dein Geist hat mich begabet mit manchem Himmelstrost. 6. Ich will hie bei dir stehen, verachte mich doch nicht! Von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht; wenn dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen Freuden B. Festtagslieder(Passton). und tut mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach möcht ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deine Todesschmerzen, da du's so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei. 9. Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür! Wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Angsten kraft deiner Angst und Pein! 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und laß mich seh'n dein Bilde in deiner Kreuzesnot! Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll dich fest an mein Herz drücken: wer so stirbt, der stirbt wohl. DPaul Gerhardt, g. 1602, 4+ 1676. 86. mel. Christus, der uns selig macht. — hilf Chri⸗ ste, Got⸗ tes Sohn, durch dein bit⸗ ter E —.—.——— 14 SIIIIIIIIIAI—— + —.— 2 an Lei K den, daß wir dir stets un⸗ ter ⸗tan 83 6* —.— —*———————— FFFPTTTTTcTTTTcrTæTTTTC 4 —— De‚EEE................ . en r * all 19— tu⸗ gend mei ⸗ den, .———.—. V——.—. sen Ur⸗ 9— frucht⸗bar⸗lich be ⸗ ⸗ken, da⸗für, —5— P....————.——.. .— EE—0—— Z—— —**— wie⸗wohl arm und schwach, dir Dank⸗op⸗fer schen ⸗ken. Böhmische Brüder. 87. Eigene Melodie. 0 4 0— 44F5 2 6 + ———„nnem., imir ui,deet iden.e, den ae., wune adiiin.— DD——— O Lamm Got⸗tes, un ⸗ schul-dig am Stamm des »Vall- zeit er⸗fun⸗den ge⸗ dul-dig, wie ⸗-wohl du Q + 2222—— 8 1 + II EE 3— Kreu⸗zes ge⸗ schlach⸗te wa⸗rest ver ⸗ ach=tet, 5 2 5 v, 4½ —— TT 6 5 tra ⸗ gen, sonst müß⸗ten wir ver ⸗ za ⸗ gen. Er⸗ 25 —3 DPDt.. D 2 2 SSISISIII.I.II.I.I I II I TITITITI I I I barm dich un ⸗ ser, o Se. su! 2. O Lamm Gottes, unschuldig am Stamm desKreuzes geschlachtet, allzeit erfunden geduldig, wiewohl du warest verachtet, all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen. Erbarm dich unser, o Jesu! 3. O Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Kreuzes geschlachtet, allzeit erfunden geduldig, wiewohl du warest verachtet, all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen. Gib uns dein'n Frieden, o Jesu! Nicolaus Decius, 4 1541. 565——— Melodie. —. 2 1. 1———— AS 8.— E..— 1. O Trau⸗rig⸗keit, o Her⸗ze⸗ leid ist —+........„„ ans AE —* V II 13 U B. Festtagslieder(Passion). 89 10 — + H b I ö EE +— SSSSETSSSS 2——. 2 1 + · 2. O große Not, Gott's Sohn ist tot; am Kreuz ist er gestorben, hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind, nur deine Sünd hat dieses angerichtet, da du durch die Missetat warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, das Gotteslamm, hier liegt mit Blut beflossen, welches es ganz mildiglich hat für dich vergossen. 5. O süßer Mund, o Glaubensgrund, wie bist du doch zerschlagen! das nicht zu be⸗ kla⸗ gen? Gott des Va⸗ters ei⸗ nig Kind wird ins Grab ge 4 — 1 tra ⸗ gen. Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 6. O lieblich's Bild, schön, zart und mild, du Schmerzsohn der Jungfrauen! Niemand kann dein heißes Blut sonder Reu anschauen. 7. Hoch selig ist zu jeder Frist, der dieses recht bedenket, wie der Herr der Herrlichkeit wird ins Grab versenket. 8. O Jesu, du mein Hilf und Ruh, ich bitte dich mit Tränen: hilf, daß ich mich bis ins Grab möge nach dir sehnen. Johann Rist, g. 1607, + 1667. 9. mel. O Welt, ich muß dich lassen. 2 + I— 1— — + ‚ ö 4—.— ——2 I 1. Welt, sieh hier dein Lezben am Stamm N — 2 s— n K.— 80 2 35— 3— dein Heil sinnjßsk in den *X h —* Tod! Der gro⸗ße Fürst der ⸗ren läßt wil ⸗lig ——— sich be⸗schwe⸗ren mit Schlä⸗gen, Hohn und gro⸗ßem Spott. 85 89 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, wie er mit Todesschweiße und Blut ist überfüllt. Aus seinem edlen Herzen vor unerhörten Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht'tꝰ Du bist ja nicht ein Sünder wie wir und uns're Kinder, von Übeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und deiner Marter großes Heer. 5. Ich bin's, ich sollte büßen an Händen und an Füßen gebunden in der Höll; die Geißeln und die Banden und was du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken viel schwerer als ein Stein; du wirst ein Fluch, dagegen verehrst du mir den Segen, dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 7. Du setzest dich zum Bürgen, du lässest dich gar würgen für mich und meine Schuld; mir lässest du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr; was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich tun: Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruh'n. 10. Ich will's vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sei auch, wo ich sei; es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. 11. Ich will darin erblicken, wie ich mein Herz soll schmücken mit stillem, sanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit tut. 12. Ich will ans Kreuz mich schla⸗ mit dir und dem absagen,(gen was meinem Fleisch gelüst't. Was deine Augen hassen, das will ich flieh'n und lassen, so viel mir immer möglich ist. 13. Dein Seufzen und dein Stöh⸗ nen und die viel tausend Tränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu der ew'gen Ruh. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 86 E n B. Festtagslieder(Passion). 90. mel. Jesus, meine Zuversicht. 90—91 I 1 — 2.— 1 + Q 7 ——— 2—... 50—— 2— . —— 1 1055 W. geh auf Gol-ga⸗tha, »lund be⸗den⸗ke, was dich da *. setz dich un⸗ter für ein Trieb zur —4 II Je⸗ su Kreu 7 — —— — 12— ö Här⸗ter bist du noch als 2 * * + 0 12 + I —— 1 ‚ — E — 2. Schaue doch das Jammerbild zwischen Erd und Himmel hangen, wie das Blut mit Strömen quillt, daß ihm alle Kraft vergangen. Ach der übergroßen Not: es ist gar mein Jesus tot! 3. O Lamm Gottes ohne Schuld, alles das hatt ich verschuldet, und du hast aus großer Huld Pein und Tod für mich erduldet; daß ich nicht verloren bin, gibst du dich ans Kreuze hin. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, ich verehre deine Liebe; schaue von des Kreuzes Stamm, wie ich mich um dich betrübe; dein im Blute wallend Herz setzet mich in tausend Schmerz. 5. Nun was schenk ich dir dafür? Ich will dir mein Herze geben, dieses soll beständig hier 91. mel. Sion klagt mit Stein, wenn du hier kannst fühl⸗los sein. unter deinem Kreuze leben. Wie du mein, so will ich dein lebend, leidend, sterbend sein. 6. Laß dein Herz mir offen steh'n, öffne deiner Wunden Türe; da hinein will ich stets geh'n, wenn ich Kreuz und Not verspüre, wie ein Hirsch nach Wasser dürst't, bis du mich erquicken wirst. 7. Kreuzige mein Fleisch und Blut, lehre mich die Welt verschmähen, laß mich dich, du höchstes Gut, immer vor den Augen sehen, führ in allem Kreuze mich wunderlich, nur seliglich! 8. Endlich laß mich meine Not auch geduldig überwinden, nirgend sonst wird mich der Tod, als in deinen Wunden finden; wer darin sein Bette macht, spricht zuletzt: Es ist vollbracht. Benjamin Schmolck, g. 1672, + 17⁵². 27 Angst und Schmerzen. u iHem,. r 7 2— 33 rn 1 Sei mir tau ⸗ send ⸗-mal ge⸗ grü=ßet, Ke ⸗ su, der da selost ge; bü⸗ ßet 87 92 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 9 — j—— 25e,— ö—— —— + der mich je und — 3 1 se. liebt, das, wo ⸗- mit ich dich be⸗ — tuͤbt. —.—— I.—— 2.—— j 2 ů ——— 0 ist mir doch so wohl, wenn ich knien und .—03 E ö—— II— E 1 +— 2—.— — 2 7— lie ⸗gen soll an dem Kreu ⸗ze, da du Q— EEE*—— —— 72— ů 3 SSSSSSSSI.... stir-best und um mei⸗ ne See⸗le wir⸗best. 2. Heile mich, o Heil der Seelen, wo ich krank und traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quä⸗ und den ganzen Schaden hin,[len, den mir Adams Fall gebracht und ich selber mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen. 3. Schreibe deine blut'gen Wun⸗ mir, Herr, in das Herz hinein, den daß sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein liebstes Gut, da mein ganzes Herze ruht, laß mich hie zu deinen Füßen deiner Lieb und Gunst genießen! 4. Diese Füße will ich halten auf das best ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten und mich selber freundlich an von dem hohen Kreuzesbaum und gib meiner Bitten Raum, sprich: Laß all dein Trauren schwin⸗ ich, ich tilg all deine Sünden. den, Paul Gerhardt, g. 1602, 4 1676. 9½. Mel. O Craurigkeit, o Herzeleid. —4.—— E e e———— ————— SSSS + 4 7⁰⁴— 1. So ru⸗hest du, o mei⸗ne Ruh, —2.— 4 S— Rr.—.——2 4—.— I I I 2 —— 1.. I in dei⸗ ner Gra⸗bes ⸗ höh- le und er⸗ —2..—.— 4 N —.— 5 I DDRDIDDDEEEEEEE=— .—— E 88 — 2. Man senkt dich ein — nach vieler Pein, du meines Lebens Leben! Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. Ach bist du kalt, mein Trost und Halt! Das macht dein heißes Lieben, das dich in das kalte Grab mir zu gut getrieben. 4. O Lebensfürst, ich weiß, du wirst mich wieder auferwecken; sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? Mann Hat uννπι⁰ B. Festtagslieder(Passion). 5. Sie wird mir sein ein Kämmerlein, da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 6. Gar nichts verdirbt, der Leib nur stirbt, doch wird er auferstehen und in ganz verklärter Zier aus dem Grabe gehen. 7. Indes will ich, mein Jesu, dich in meine Seele senken und an deinen bittern Tod bis in Tod gedenken. Salomo Franck, g. 1659, 4 1725. 93. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. , rrrn,dir. rvn r.. —* I——— 2 ++— 1 Wenn mei ⸗ ne Sünd mich krän⸗ken, so laß mich wohl be-⸗-den⸗ken, PIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIIIIIII... —— 2.. 2 o mein Herr Je ⸗ su Christ, 9. a wie du ge⸗stor ⸗ben bist And ö E 5——.———.——— ö———————— mei⸗ ne Schul ⸗-den⸗-last am Stamm des heil'⸗gen 9 +— I d— Kreu⸗ zes auf dich ge ⸗ nom ⸗-men hast. 2. O Wunder ohne Maßen, wenn man's betrachtet recht: es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht; es hat sich selbst mein Herr und Gott für mich verlor'nen Menschen gegeben in den Tod. 89 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Hölle Qual und Glut. 9⁴ 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 4. D'rum sag ich dir von Herzen jetzt und mein Leben lang für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier; daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, sollt's auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gib, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und treu dem Beispiel folge, das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben, was du an mir getan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen jedermann ohn Eigennutz und Heuchelschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in meinen letzten Stunden und des versichern mich: Weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius, g. 1601, 4 1675. Mel. O Jesu Christ, mein's Lebens Licht. —— — +— — —7m 1H1..:..—.. 2.4—.— HI 2 2— IEEE E EEEEE EE * 4.—. 1. Wir dan⸗ken dir, Herr Je ⸗su Christ, daß du für —— H ILE +—— E———— ö—9—— E 2——— 7.————.————— —094 uns ge⸗ stor-ben bist und hast uns durch dein a— N 0 ——.—.——— — ———— DDiSiSEEEEEEEEEEEE —— 1 teu⸗ res Blut D ge⸗macht vor Gott ge⸗ recht und gut. 2. Und bitten, wahrer Menschund daß wir im Kreuz geduldig sein, Gott, uns trösten deiner schweren Pein; durch deine Wunden, Schmach und 4. Und schöpfen d'raus die Zu⸗ Spott: versicht, Erlös uns von dem ew'gen Tod und tröst uns in der letzten Not! du werdest uns verlassen nicht, du werdest treulich bei uns stehn, 3. Behüt uns auch vor Sünd und daß wir durchs Kreuz ins Leben ö 58 Schand gehn. und reich uns deine mächt'ge Hand, Christoph Vischer, g. 1544, 4 1597 90 —I B. Festtagslieder(Ostern). 9⁵ 6. Ostern. — Eigene Melodie. ——— 6 2 in rr,. 7* 2*—— 1 Auf, auf, mein Herz mit Freu ⸗ den nimm Wie kommt nach gro⸗ßem Lei ⸗ den nun Q. 4 I.. i, Banm.———————...—— I 4— 1.. 2 1— I——.— SD& 2—— wahr, was heut ge ⸗-schicht! Mein Hei⸗land 3— so gro ⸗ ßes Licht! +—— + —. el———— +.—v——.— +——— —2 I +*——...‚——..5 + L I+. Hani .— 460 E war ge⸗ legt da, wo man uns 2.—.—— n r: u t urr.. In,. d,—.— ( DDiDiiEEEEE von uns un⸗ ser Geist gen Him⸗mel ist 2. Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei. Eh er's vermeint und denket, ist Christus wieder frei und ruft Viktorial schwingt fröhlich hier und da sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält. 3. Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel; nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen Mut zusamt dem edlen Gut, so mir durch Jesum Christ aus Lieb erworben ist. 4. Ich hang und bleibauch hangen an Christo als ein Glied; wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt er mich auch mit. ge ⸗ reist. Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not, er reißet durch die Höll; ich bin stets sein Gesell. 5. Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach und brauch mich nicht zu kehren an einzig Ungemach; es tobe, was da kann, mein Haupt nimmt sich mein an, mein Heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt. 6. Er bringt mich an die Pforten, die in den Himmel führt, daran mit güld'nen Worten der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht. Paul Gerhardt, g. 1602, 4 1626. 9¹ 9——— 0. —————— H1. Christ ist er ⸗stan- den von der Mar⸗ter 9—— —7—— SIDĩD‚‚‚‚‚‚ĩI 2 7————.— — 2—— al ⸗le; des soll'n wir al⸗ le froh sein, — + 4 der rn e. ——........ —— EE 5. is 6 1 Christ will un ⸗ser Trost sein. Ky ⸗bri⸗e⸗leis. —* + — J—— s———— .. deine n—— 12.. 66670 E ä,— ö 2. Wär er nicht er ⸗ stan ⸗ den, so wär die Welt ver⸗ ö 0 *————— ö —— n rn. mnen————— 96 —+. 2 2*———3 I L— S 27— I gan ⸗ gen; seit da, er ⸗ stan⸗den ist, so —— 15 6 1—— ö ————— 2—.— 2— 2 2 v. 5 lob'n wir den Va⸗ ter Je ⸗ su Christ. Ky⸗ — +————— ö — A zrrr, n Enr mn Ein m mumn——.— i.— V————. 6——** —; ri e leis. 3. Hal⸗ le lu ⸗ ja, Hal⸗ n*— dn rr .—— 2——————— ————.———— le lu ⸗ja, Hal ⸗ le⸗ lu⸗ jal Des E— +— nn d enn ninen e soll'n wir al sein, Christ will ..— f Sꝑ P SSSSSPS S I I———————————— r. 0 6 2 2*— un ⸗ser Trost seim. Ay ⸗-Izi⸗ e leis. Aus dem 15. Jahrhundert. 97. Eigene Melodie. are e der n Fin——..—— —2 IA. 111—— 2 1 SSS—‚.——— EUA 2—— I——e.t......—* 354.— 1— 1— 1 Christ lag in To⸗des⸗ban ⸗ den, für uns'⸗ re der ist wie ⸗-der er⸗stan den und hat uns 9² B. Festtagslieder(Ostern). 9 SDSDe II— 9———.— ̃*—— .8——— 1 2 I— 2 2— Sünd ge ⸗ ge⸗ ben, wů 2 2 5 bracht das Le ⸗ ben 4 23 wir sele ten stöh⸗nez E..—.——.—— N ———..— 2— , sein, Gott lo ⸗ ben und dank⸗bar sein und —.—. ů—— ES..—— 2—7 SSPSP i PDPFIFFIFFIFFFF— ů—.——2 ö sin⸗gen Hal⸗le ⸗ lu—⸗ ja. Hal ⸗le⸗ lu ⸗ ja! 2. Den Tod niemand zwingen bei allen Menschenkindern;[konnt das macht' alles unsre Sünd, kein Unschuld war zu finden. Davon kam der Tod so bald und nahm über uns Gewalt, hielt uns in sein'm Reich gefangen. Halleluja! 3. Jesus Christus, Gottes Sohn, an unser Statt ist kommen und hat die Sünd abgetan; damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt; da bleibt nichts denn Tods Gestalt, den Stachel hat er verloren. Halleluja! 4. Es war ein wunderlich Krieg, da Tod und Leben rungen; das Leben behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Die Schrift hat verkündet das, wie ein Tod den andern fraß, ein Spott aus dem Tod ist worden. Halleluja! 2— 33. 5. Hie ist das recht Osterlamm, davon wir sollen leben, das sich an des Kreuzes Stamm in heißer Lieb gegeben: des Blut zeichnet unsre Tür, das hält der Glaub dem Tod für, der Würger kann uns nicht rühren. Halleluja! 6. So feiern wir das hoh Fest mit Herzensfreud und Wonne, das uns der Herr scheinen läßt. Er selber ist die Sonne, der durch seiner Gnade Glanz erleucht't uns're Herzen ganz; der Sünden Nacht ist vergangen. Halleluja! 7. Wir essen und leben wohl zum süßen Brot geladen, der alt Sauerteig nicht soll sein bei dem Wort der Gnaden. Christus will die Speise sein und speisen die Seel allein; der Glaub will kein's andern leben. Halleluja! Martin Luther, g. 1485, 4+ 1546. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. — t, Hr. —— 0 ·ter gehst aus 1. 2 Du 98 Sie dei 913 fürst und Held, 105 Gra⸗bes Tor — 2 2 ——— .. 2 2———— 2———— EE dir jauch ⸗ zet die er ⸗lö ⸗ ste Welt als wie ein Bräu ⸗ti ⸗ gam her⸗vor, —2. .— II— 2 2—.——+ + 25 + P—— 2— ꝗ————— V am Fe ⸗ste dei⸗ ner Won⸗ne. ö Mäch ⸗ tig, schön, wie die Mor⸗gen⸗son⸗ne. —— „——— +. 5— 22.—. ö— n* 5 2* E‚‚.—.———..—— 7 7—— präch⸗tig kommst du heu ⸗- te aus dem Strei⸗te, —.— .—— EKE2—...‚‚.. —..— 2. Wie majestätisch bauest du am dritten Tage deiner Ruh den Leibestempel wieder! Trotz aller Feinde List und Macht hast du dein großes Wort vollbracht: Ich sterb und lebe wieder. Gehet, sehet: alle Riegel, Band und Siegel sind zerstöret, Jesus lebt und ist verkläret. 3. Erlöste, kommt zu diesem Grab und blicket glaubensvoll hinab: ist dies die Gruft zum Schrecken?ꝰ Seit Jesus hier geschlummert hat, sind Gräber eine Ruhestatt, die Fried und Hoffnung decken. Zagt nicht, klagt nicht: diese Glieder werden wieder sich erheben und das Leben Christi leben. 4. Dann werdich ihn imLichtesehn, kommst mit Se⸗gen uns aus dei⸗ner Gruft ent⸗ge ⸗gen. gekrönt vor seinem Throne stehn mit himmlischem Entzücken. Dann ist mein Aug von Tränen leer, dann schreckt mich Sünd und Tod nicht mehr, nichts kann mich ihm entrücken. Ewig, selig, ohne Mängel, wie die Engel werd ich leben und ihm Preis und Ehre geben. 5. Indes zerstöre, starker Held, was mich noch hier zurückehält, daß ich mich zu dir schwinge. O gib mir deinen Geist, dein Licht, daß ich, wenn Herz und Auge bricht, vom Tod ins Leben dringe. Mach mich mutig in dem Streite und bereite mich bei Zeiten zum Triumph der Ewigkeiten. Christian Gottlieb Göz, g. 1246, + 180⁰05. 99. Eigene Melodie. 2———— 15511.—— 2 I +* 2— +—.. 2—— 22..—.— EE 2—.— 2.—— 1. Er⸗schie⸗nen ist der herr⸗ lich Tag, dran 9⁴ t 46, B. Festtagslieder(Ostern). . EEEEEEEEE ——— SDSD/DS/SDSDSS/SDS..SD......... e..— sich nie⸗mand g'nug freu⸗en mag; Christ, un⸗ ser &.— +— 4 mir.. Sn e...———— Herr, heut tri ⸗ um ⸗phiert, all sei ⸗ne ...........——4 5—— e, d————— EH—————————. Feind ge ⸗ fan ⸗gen führt, Hal ⸗ le ⸗ lu ⸗jal 2. Die alte Schlange, Sünd und Tod, die Höll, all Jammer, Angst undNot hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja![ben her, 3. Sein Raub der Tod mußt ge⸗ das Leben siegt und ward ihm Herr, zerstört ist nun all seine Macht, Christ hat das Leben wiederbracht. Halleluja! 4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur, all's, was betrübet war zuvor, das freut sich heut an diesem Tag, da der Welt Fürst darnieder lag. Halleluja! 5. D'rum wir auch billig fröhlich singen das Halleluja fein ssein, und loben dich, Herr Jesu Christ; zu Trost du uns erstanden bist. Hallelujal Nikolaus Hermann, 4 1561. 100. Mel. Erschienen ist der herrlich Cag. 2— ö — 10 2 + l 4 — *+ 1. Früh⸗ mor⸗ gens, da die Sonn' auf ⸗geht, mein — — 1 ů— — + — m EZII— — ——2 2— — 4 Hei⸗„land Chri⸗stus auf ⸗ er steht. Ver⸗ trie⸗ben 6 Q V FP— *. ........... — — — —— I +. +*— ist der Sün ⸗ den Nacht, ih Heil und II Le⸗ben 2. Nicht mehr als nur drei Tage lang mein Heiland bleibt im Todes⸗ zwang; wie⸗der⸗bracht. Hal ⸗ le 9⁵ —— II V — am dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Ehren seine Sieg'sfahn Hallelujal schwingt. —— 1 101 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 3. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz gefangen äl d'rauf folgt der Sabbath in dem Grab, darin ich Ruh und Frieden hab. Hallelujal 4. In kurzem wach ich fröhlich auf,‚ mein Ostertag ist schon im Lauf; ich wach auf durch des Herren Stimm, veracht den Tod mit seinem Grimm. Halleluja! 5. AmKreuz läßt Christus öffent⸗ vor allem Volke töten sich;(lich da er durchs Todes Kerker bricht, läßt er's die Menschen sehen nicht. Halleluja! 6. Sein Reich ist nicht von dieser Welt, kein groß Gepräng ihm hier gefällt: was arm und niedrig geht herein, soll ihm das Allerliebste sein. Halleluja! 7. OWunder groß, ostarker Held, wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Tür. Halleluja! 8. Kein Kreuz und keine Not sich find't, t, die Christi Sieg nicht überwind't. Er führt heraus mit seiner Hand, wer mich will halten, wird zu Halleluja! Schand. 9. Lebt Christus, was bin ich be⸗ trübtꝰ Ich weiß, daß er mich herzlich liebt; wenn mir gleich alle Welt stürb ab, g'nug, daß ich Christum bei mir hab. Halleluja! 10. Er nährt, er schützt, er tröstet mich. Sterb ich, so nimmt er mich zu sich; wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil ich ein Glied sein's Leibes bin. Halleluja! 11. Mein Herzdarfnichtentsetzen 1 7 Gott und die Engel lieben mich; die Freude, die mir ist bereit, vertreibet Furcht und Traurigkeit. Halleluja! 12. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir mit größer'm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja! Joh. Heermann, g. 1585, + 1647. . 101. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. EEEEEEEE D 1. Gott sei ge⸗dankt zu je⸗der Zeit! Die Son⸗ne EH Hannr ö— + 2 5 65—. E.———————— der Geü⸗ rech tig=keit geht auf uns zu er⸗ 96 B. Festtagslieder(Ostern). ——— —— 1—³—** + —— I—— 1— + freu ⸗en Sie bricht mit Macht aus finst⸗ rer 9 IE —. E* +— 25 I E HD.*— 2*. N I.WEb.— 22.—** II + 2——— Nacht, un al ⸗ les zu er ⸗ neu ⸗ en. 2. Es ist der Sieg'sfürst, Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Er hat dem Feind genommen des Tod's Gewalt, d'rauf ist er bald mit Freuden wieder kommen. 3. Auch hat der Herr in Sieges⸗ pracht viel Beute aus dem Grab gebracht, die will er gern uns geben: Gerechtigkeit, Heil, Friede, Freud und unverwelklich Leben. 4. D'rum geb ich dir, Immanuel, in deine Hände Leib und Seel, du bist mein Schutz auf Erden, mein Licht und Heil, mein ewig Teil; mir muß der Himmel werden. 5. Laß mich mit dir zu Grabe gehn, mit dir auch wieder auferstehn, den Lüsten stets zu steuern, daß nach der Zeit in höchster Freud ich dort mög Ostern feiern. Peter Hagen, g. 1569, + 1620. 102. mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Q 4 ————.— n DD‚‚‚iIi—‚——— 2—— 1 Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja, jauchzt, ihr Chö-re, singt Er, der Held, zer ⸗ riß die Ban ⸗ den des Q —.—.— X + + +2 ö——.—.——ß7..—.— II —.N— 2— + +— 27..—5—— + .7—‚ 1 +7 + +* 1— Je⸗su Chri-sto Preis und Eh-re! Wie groß, wie To-des und ist auf⸗er⸗stan-den, er, der für — E herr⸗ Aich ast sein a Sein ist Ge⸗walt und uns im Gra⸗be lag. Q + A ——..I 0 144 I 0 2— Mach Preis ihm, er hat's voll-bracht! Hal⸗le⸗lu⸗ 9⁷ —————————————— 103 1. Sonn⸗ und Feesttags⸗Lieder. I*— ——* + 1 ——— miii nui, — 3—— Er hats voll-bracht + ja!„er, der die Macht des 9 1 — 2.—— I. ————— — 8 To-des und des 2. Glorreich hat der Held gerun⸗ gen, hat mächtig Satans Reich bezwun⸗ von Todesketten uns befreit.(gen, Wir von Gott gefall'ne Sünder sind nun mit ihm versöhnt, sind Kin⸗ und Erben seiner Seligkeit. der Bald, bald entschlafen wir, entschlafen, Christe, dir, ruh'n in Frieden die kurze Nacht, bis deine Macht das Licht des ew'gen Tages ruft. 3. Unsern Staub mag Staub be⸗ decken, du wirst ihn herrlich auferwecken, der du des Staubes Schöpfer bist. Du wirst unvergänglich Leben und Kraft und Herrlichkeit ihm ge⸗ dem Staube, der dir teuer ist.[ben, 103. 2 Gra-bes hat. Wir werden ewig dein, gerecht und selig sein, Halleluja! Tod nndrdericht erschreckt uns nicht, denn Jesus, unser Mittler, lebt. 4. Tagdes Lebens, Tag derWonne, wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne durch unsers Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, wenn Nacht und Finsternis ver⸗ schwinden, und uns umstrahlt des Himmels Vollender, führe du(Licht! uns diesem Tage zu, uns, die Deinen! Die Todesbahn gingst du voran, wir folgen dir in deine Ruh. Gottfr. Bened. Funk, g. 1754,7 1814. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. — ö 3 +¹¹ 2— 23—— DDDDDDReee..—.— V— + 71 2 1I. Heut tri⸗ um ⸗phie-ret Got-tes Sohn, der Q N— + 4 N — 2 +— 4+.2 2—.——. +— Y 2— EEEEEEE— vom Tod ist ⸗„stan-den schon mit gro-ßer —. U— 6——— e—— N—————— .————.....—.———.— 2 — 30 2* Pracht und Herr-=lich- keit; des dank'n wir RSS ..., ihm in E⸗wig ⸗keit. Hal⸗=lu ⸗ ja! — v d LEEHI At IIII 2. Dem Teufel hat er all sein Macht zerstört und ihn zu Boden bracht, wie pflegt zu tun ein großer Held, der seinen Feind gewaltig fällt. Halleluja! 3. O auferstand'ner Jesu Christ, der du der Sünder Heiland bist, führ uns durch dein Barmherzigkeit mit Freuden in dein Herrlichkeit. Halleluja! 4. Hie ist doch nichts als Angst und Not, von Kindheit an bis in den Tod, dort aber in des Himmels Thron folgt auf den Kampf die Ehren⸗ B. Festtagslieder(Ostern). 104 5. Nun kann uns kein Feind scha⸗ den mehr; ob er gleich murrt, ist's ohn Gefähr, darnieder liegt der arge Feind, Wir aber Gottes Kinder seind. Halleluja! 6. Des danken wir ihm allzugleich und sehnen uns ins Himmelreich. Es ist am End, Gott helf uns all'n, so singen wir mit großem Schall'n: Halleluja! 7. Gott Vater in dem höchsten Thron, samt seinem eingebornen Sohn, dem heil'gen Geist in gleicher Weis' in Ewigkeit sei Lob und Preis! Halleluja![kron. Halleluja! Hasp. Stolshagius(d) 1591. 104. Mel. valet will ich dir geben. mn 1—— +.2 +F + 2.1 1.—.— E—⏑— + +—— ISS 1——— I— I +* ö— 1 Ich geh zu dei⸗ nem Gra⸗be, du gro-ßer weil ich die Hoff-nung ha⸗-be, daß du mir Q .—* E 2— EHU—= Burri mr mun— E. 2 IL I—— 25 r fürst ö · ster ⸗ fü ö. 55— wie man kann fröh ⸗lich zei ⸗gen wirst, Q— —.—————*— 2 + I 19W—1 +— +— 2—— I—.— ster⸗ben und fröh⸗lich auf⸗er ⸗ stehn, auch mit des I.I.I‚.‚.‚I‚....I........., 2 3—.ʒ——————— 12.—2——* 53 +— IL . △ 2. Du liegest in der Erde und hast sie eingeweiht: wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, Him⸗mels Er⸗ben ins Land des Le-bens gehn. auch in den Staub zu legen, was Asch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehört. 99 7 ————— 10⁵ 1. Sonn- und Festtags-Lieder. 3. Du ruhest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe; du drückst die Augen zu; so soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht; ich werde den wohl schauen, der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab war wohl versie⸗ doch brichst du es entzwei: Igelt, wenn mich der Tod verriegelt, so bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt; da werd ich den erblicken, der mich vom Tod erweckt. 5. Du fährest in die Höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauter Kronen in deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod! Ich will mich dir ergeben in meiner letzten Not. Ich will mein Bette machen in deine liebe Gruft, da werd ich schon erwachen, wenn deine Stimme ruft. 7. Du wirst den Olberg zeigen, wo man gen Himmel fährt, da will ich fröhlich steigen, bis daß ich eingekehrt in Salems ew'ge Tore, da heißt's Halleluja in der Gerechten Chore. Ach wär ich nur schon da! Benj. Schmolck, g. 1622, 4 1752. 105. Eigene Melodie. 5 iDDEEEEEE—— 1 I I 1. Je⸗sus Chri⸗stus un⸗ser Hei⸗ land, der den Tod ö *———— N —4 ů I 2 — 0———. ö CE..—.—— 2.. LZ I V K2——— 2 ü⸗ber⸗wand, ist auf⸗er ⸗stan-den, die Sünd hat ö Q + + V QDV.—— ů—— ESEEE ———— 8 I. er ge ⸗ fan ⸗ gen. Ky⸗ ri⸗e e⸗lei⸗son. 2. Der ohn Sünden war gebor'n, trug für uns Gottes Zorn; hat uns versöhnet, daß uns Gott sein Huld gönnet. Kyrie eleison. 3. Tod, Sünd, Leben und Genad, all's in Händen er hat; er kann erretten alle, die zu ihm treten. Kyrie eleison. Martin Luther, g. 1485, + 1546. 10⁰ W— — 6. B. Festtagslieder(Ostern). 106—107 Mel. Jesus, meine Huversicht. D 1 Je⸗sus lebt, mit ihm auch ich; Tod, wo sind nun Er, er lebt und wird auch— von 50 To⸗ ten 2 — H E——————— 2—— ———— II—5—. 2.— —H 2— V V 3 dei ⸗ne Schre⸗cken? auf⸗ er ⸗ we ⸗cken, er ver⸗-klärt mich in sein Q H— ——— + + H +.— 2.——— 2 II EHE Z. II 2 5 1———— 1 II Licht: dies ist 2. Jesus lebt; ihm ist das Reich über alle Welt gegeben, mit ihm werd ich auch zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht: dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt; wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre; Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht: dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt; sein Heil ist mein, sein sei auch mein ganzes Leben; reines Herzens will ich sein mei ⸗ ne Zu⸗ver=sicht. und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht: dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt; ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Seine Treue wanket nicht: dies ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt; nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot wird es meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1769. 0 107. Mel. 0 sanctissima. SSI.I.I.IIIII—— 1. O du fröh⸗ li ⸗ che, o du se ⸗-li⸗ge, S.— ꝓ—VX——5 XR—.—— +2 5— 2 2———— 2.— Baun II—ꝛ 5 .2.————— 2—.— gna⸗den ⸗ brin⸗gen ⸗de O⸗ ster baitl Wel lag in Ban⸗ den, Christ ist er ⸗stan⸗ den; 10¹ IFIFIFFFIFIFJFFF————————————ͤ—— ———— 108 I. Sonn- und Festtags⸗Lieder. QD.D———.. I 1 i +— I* I— 2 5 SDSDSISSSPSISISISSI...... — freu e, freu⸗e dich, ö Chri⸗sten- heit! 2. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit! 1 Tod ist bezwungen, Leben errungen; freue, freue dich, o Christenheitl: 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit! Kraft ist gegeben; laßt uns ihm leben! Freue, freue dich, o Christenheit!: Joh. Daniel Falk, g. 1268, + 1826. 108. mel. Nun freut euch, liebe Christen g'mein. I. Kor. 15,55. —3 EE— I.— 158 — * — IIETT.— +— 2—— E.— 18 O Tod, wo ist dein Was kann uns jetzt der Sta⸗chel nun? Wo ist dein Teu⸗fel tun, wie grau⸗sam —. — 8—.— EEEE E. Si H51 leꝰ Sieg, o Höl ⸗ 6 ö ott sei ge⸗dankt er sich stel ⸗leꝰ é sei g der ——5 I 2 I . . H 2..— — 5 E 9.—.— 5.—.—..— 2—.— uns den Sieg so herr⸗lich hat nach die⸗sem Q —— 2 +* ͤ ů I 1 — E—— 2 I +* 2 7 ů — 1—.———.— Krieg durch Je⸗süm Christ 2. Lebendig Christus kommt her⸗ den Feind nimmt er gefangen,(für, zerbricht der Hölle Schloß und Tür, trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, das in dem Siegeslauf den starken Held kann halten auf, er ist der Uberwinder. 3. Des Herren Rechte die behält den Sieg und ist erhöhet, des Herren Rechte mächtig fällt, was ihr entgegen stehet. Tod, Teufel, Hölle, Welt und Sünd durch Christi Sieg gedämpfet sind, ihr Zorn ist kraftlos worden. ge ⸗ ge ⸗ ben! 4. Es war getötet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder! Weil nun das Haupt erstanden ist, ersteh'n auch wir, die Glieder. So jemand Christi Worten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt; er lebt, ob er gleich stirbet. 5. Wer täglich hier durch wahre mit Christo auferstehet,[Reu ist dort vom andern Tode frei; derselb' ihn nicht angehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht und unvergänglich Wesen. 10² ————2——— — 6570 B. Festtagslieder(Ostern). 109 6. Das ist die reiche Osterbeut, der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, bis unser Leib wird ähnlich dort Christi verklärtem Leibe. 7. O Tod, wo ist dein Stachel Wo ist dein Sieg, o Hölle?(nun? Was kann uns jetzt der Teufel tun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat in diesem Krieg durch Jesum Christ gegeben! Nach Georg Weissel, g. 1590, 4 1655· 109. mel. Nun freut euch, liebe Christen g'mein. *— Vꝗ—— — 2—.— 5————.—⁰ 2 Fae 1——1 SD..— +2.—. I— 2— 2— * 2. 23——. I— —— 4 1 N I I* I— EADE r andent Büiin 82——..—— 35* + Hei⸗land le ⸗ bet! rn 2 Sei uns ge⸗-grüßt, er⸗ tö⸗ nen be ⸗bet. ge⸗grüßt, er Q— — 4⁵ 55*— E———— .. 2. stand⸗ner Held! Die Höll und Tod ent ⸗ riss-ne — 7% ů— 2— ů EA EEN + + + 1—** II —— II— 2— 1—. II Welt ruft dir Tri⸗ umph ent- ge ⸗ gen. 2. Was war dir, Erde, dazumal, als sich dein Grund empörte, und Jesu letzte Todesqual dich ängstlich seufzen lehrte? Ach jauchze nun in Fröhlichkeit, gesegnet sei des Herren Streit, der deinen Fluch bezwungen. 3. Ihr Himmel, laßt den Jubel⸗ durch alle Wolken fahren![klang Kommt, wiederholt den Lobgesang, ihr reinen Geisterscharen! Ehrt jetzt den Tag, wie jene Nacht, die diesen Held ans Licht gebracht, verherrlicht seine Siege. 4. Es müsse Zions Heiligtum vom Jauchzen widerschallen: Gott in der Höhe, dir sei Ruhm, den Menschen Wohlgefallen! Ihr Kreaturen, stimmt mit ein: Auf Erden müsse Frieden sein, im Himmel hohe Wonne! 5. Nun Jesu Grab die Siegel steht mir der Himmel offen;[bricht, nun stützt den eitlen Glauben nicht ein unerfülltes Hoffen. Du, Heiland, lebst und lebst in mir, du kannst, du wirst, ich folge dir, mich auch zum Vater führen. 103³ 110 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 6. Fahr auf, o seltne Siegespracht, die von der Höhe blitzet! Mein König, der, verklärt mit zur Rechten Gottes sitzet; Macht, 110. mel. Nun freut euch, liebe Christen g'mein. du, der den Tod gefesselt hält, Erlöser, Richter, Herr der Welt, laß mich dir ewig leben! Joh. Dalent. Pietsch(v), g. 1690, 4 1255. Q V + 1 + N* ů ů—.— fn e EA 5——.——— —.— 2 I— 2 EE 2 auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die Sonn ist er ⸗mun⸗tre dei-nen Geist und Sinn, den Hei-⸗land E 4— 2 +4 75 EEEEEEEE —.— — 2 2 en Afene n dn, der heu=te durch des zu em-pfan- gen, eru.. E* I To⸗des Tür ge-⸗ bro⸗chen aus dem Grab her— —0 V. N— 2——— 1— IL 72 5—.——— 2. II SSDSDSISSSSS‚SIS EEEEII... IAAE +—— für der gan⸗zen Welt zur Won-ne 2. Steh aus dem Grab der Sünden und such ein neues Leben, lauf vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nun, was dahinten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach dem Himmelszelt, wo Jesus ist zu finden. 4. Quält dich ein schwerer Sor⸗ genstein, dein Jesus wird ihn heben; 10⁴4 es kann ein Christ bei Kreuzespein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht, er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Es hat der Löw aus Juda Stamm heut siegreich überwunden, und das erwürgte Gotteslamm hat uns zum Heil gefunden das Leben und Gerechtigkeit, weil er nach überwundnem Streit die Feinde schaugetragen.“) *) Hol. 2, 15. 6. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit. weil Jesus überwunden; im eit 15. an it. B. Festtagslieder(Ostern). 111 er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du aufstehst und in ein neues Leben gehst und Gott im Glauben dienest. 7. Scheu' weder Teufel, Welt noch noch gar der Hölle Rachen, Tod, dein Jesus lebt, es hat kein' Not, er ist noch bei den Schwachen und den Geringsten in der Welt als ein gekrönter Siegesheld; drum wirst du überwinden. 8. Ach mein Herr Jesu, der du bist von Toten auferstanden, rett uns aus Satans Macht und List und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 9. Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen Gotteskindern und ewig in der Herrlichkeit von allen Überwindern, die überwunden durch dein Blut: Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut, daß wir auch überwinden. Laurent. Laurenti, g. 1660, 4 1222. 5 111. Mel. O Durchbrecher aller Bande. E 2—— — F—— +2* H. e, e,, een n U————— Wand⸗le leuch⸗ten-der und schö-ner, O-ster⸗ 5 i dein Herr und mein Ver-söh- ner stieg aus Q FIE: RN.— .,. so ⸗ne, dei⸗nen Lauf, Al ̃ 5 das Haupt er ster⸗ben Lewern Gra-be auf! Haup 5 9 —.— ———.— der n ennen= Men mnn, *— D 198—— beug⸗ 5 bargst du dich in nächt'gem Flor. Doch jetzt — 5—..——— 1—.— N +2.—*— 9 I* 2—5——.— 1 II ————t——.——————60— * +——— 1. 2. Erde, breite dich in Frieden unter deinem Himmel aus, denn dein Herr ist nicht geschieden, er zerbrach des Todes Haus. Deine starken Felsen bebten, als er seinen Geist verhaucht; grüße nun den Neubelebten, wonnevoll in Licht getaucht. komm her⸗vor und leuch-te, denn auch er stieg längst em⸗por! 3. Doch du selber, meine Seele, sag, wie feierst du den Tag, da der Herr des Grabes Höhle mit gewalt'gem Arm durchbrach? Feierst du sein Auferstehen auch in rechter Osterfreud? Kann man an dir selber sehen, welch ein hoher Festtag heutꝰ 10⁵5 11²2 4. Bist du mit ihm auferstanden aus der Sünde Todesnacht? Hast du dich von ihren Banden losgerungen, frei gemacht? Oder liegst du noch verborgen und in deinen Sünden tot? Kündet deinen Ostermorgen noch kein helles Morgenrot? 5. O dann laß dich nicht bedecken länger mehr die finst're Nacht. Sieh, dein Herr ist, dich zu wecken, von dem Tode auferwacht. Komm, vom Schlaf dich zu erheben, komm, der Fürst des Lebens ruft; wache auf zum neuen Leben, steig herauf aus deiner Gruft! 6. Sieh, er reicht dir hilfreich, gnä⸗ die durchbohrten Hände hin,(dig macht dich der Betäubung ledig, weckt mit Liebesruf den Sinn. 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder Keine Strafe sollst du scheuen, darum bleibe nicht zurück; raff dich auf, dich zu erfreuen an des neuen Lebens Glück. 7. Steig empor zum neuen Leben, denn du schliefest lang genug; Kraft zum Leben wird dir geben, der für dich den Tod ertrug. + Fang nur an erst aufzustehen, fühlst du dich auch noch so matt; der wird dir zur Seite gehen, der dich auferwecket hat. 8. Sieh, dein Herr ist auferstan⸗ daß du könnest auferstehn,(den, aus der Sünde Haft und Banden in die schönste Freiheit gehn. Willst du ihm dich nur ergeben, streift er deine Ketten ab, und du siehst dein altes Leben hinter dir als leeres Grab. Karl Johann Philipp Spitta, g. 1801, 4 1859. 11²2. Mel. Christus, der ist mein Leben. — 2—— V +S..————— 5—/ Ar s ,,. In Ee n,-h EESSS— 1. Will ⸗kom⸗men, Held im Strei⸗te, aus dei⸗nes —— *—.— FE———— ö =ꝗ—————— Gra⸗bes Kluft! Wir tri ⸗ um⸗-phie⸗- ren —— I— I 7— 2—.—— ů ,,„ heu ⸗te um dei ⸗ ne lee ⸗ re Gruft 2. In der Gerechten Hütten schallt schon das Siegeslied; du trittst in unsre Mitten und bringst den Osterfried. 3. Der Feind wird schaugetragen) und heißt nunmehr ein Spott, wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott. Rol. 2, 15. 4. Ach teile doch die Beute bei deinen Gliedern aus, wir alle kommen heute deswegen in dein Haus. 106 B. Festtagslieder(Ostern). 5. Schwing deine Siegesfahnen auch über unser Herz uns zeig uns einst die Bahnen vom Grabe himmelwärts. 6. Laß unser aller Sünden mit dir begraben sein uns einen Schatz hier finden, der ewig kann erfreun. 7. Wir sind mit dir gestorben, so leben wir mit dir; 113—114 was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für! 8. Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir zu Grabe gehn, wenn wir dereinst nur selig mit dir auch auferstehn. 9. Der Tod kann uns nicht schaden, sein Stachel ist nun stumpf, wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon Triumph! Benjamin Schmolck, g. 1622, 4+ 1752. 113. Mel. 955.——5 ist der herrlich— um,——— e, DD‚—..— — 7.—— — x 22 ö‚ 1. Wir dan⸗ken dir, Herr Je ⸗ su Christ, daß ———— ——.jß— 2— ,, en„ne 2.— I E I— du vom Tod er ⸗ stan ⸗den bist und haft dem ——— E V* +— Ear 22— 21. V———*— 23 2— 1 1 + I 2.———— —.— Tod zer ⸗stört 1 Macht und uns das —.— +————— .———— a 2—..........* II %7——————— AIIi.ee Le⸗ben wie⸗der-bracht. Hal ⸗ lu 11 2. Wir bitten dich durch deine 3. Gott Baet in dem höchsten Gnad, Thron nimm von uns unsre Missetat und hilf uns durch die Güte dein, daß wir dein' treuen Diener sein. Halleluja! 114. mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. samt seinem eingebornen Sohn, dem heil'gen Geist in gleicher Weis' in Ewigkeit sei Lob und Preis. Halleluja! Chomas Hartmann um 1604. Ev. Luk. 24, 29. 6—— ri n, 2—.——.—53 — 1. Wo willst du hin, weil's A⸗ bend ist, o lieb-ster Q —.—7..,d. Pil ⸗grim Je ⸗ su Christꝰ Komm, laß mich so glück⸗ 107 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. Eii — I 2—— 4 +— I — 2 +2 + 1— ů + — II se⸗lig sein 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, dieweil es ist so gut gemeint; du weißt, daß du zu aller Frist ein herzenslieber Gast mir bist. 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt; drum wollest du, o wahres Licht, mich Armen ja verlassen nicht. 11⁵. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 32 20 und kehr in mei⸗nem Her⸗zen ein! 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum Himmel sicher finden kann, damit die dunkle Sündennacht mich nicht verführt noch irre macht. 5. Besonders aus der letzten Not hilf mir durch einen sanften Tod! Herr Jesu, bleib, ich halt dich fest, ich weiß, daß du mich nicht verläßt. 1674. Ev. Luk. 24, 13—55. + +— — 2— —2.—...— 1. 0 der Jün⸗ger ih ⸗- re—.=gen gehn mit Seh⸗ nen ü=ber sind voll Trä-nen, ih ⸗-re 2. Ach es gehn noch manche Herzen ihrem stillen Kummer nach, sie bejammern ihre Schmerzen, ihre Not und Ungemach; manches wandert gar alleine, daß es nur zur G'nüge weine; 87—.—— S— 4 n inn.en trnirrernnnnenen. I H— II.—— Feld nach Em ⸗- ma- us; man hört ih ⸗ See ⸗ le voll Ver⸗druß, 2—— 4— V— 75——— 4 2—— — Kla-ge- wor⸗- te; doch es ist von ih- rem 9 57 1 + 2— 6— EU———— V—2 2—— + ö 2— Or ⸗ te un ⸗ ser Je⸗ sus gar nicht weit 9⁰³ 3.— 335— ——.—— +—— 2 2 4 + * ö 0— und ver ⸗ treibt die Trau ⸗ rig ⸗keit. doch mein Jesus ist dabei, fragt, was man so traurig sei. 3. Jesus ist mir nachgegangen, wenn ich meiner Eitelkeit und der Sünde nachgehangen; 108 o der unglücksel'gen Zeit, ILI◻I IL B. Festtagslieder(Bimmelfahrt). 116 die man dergestalt verloren! Doch er hat mich neu geboren, Jesus hat an mich gedacht 24. das Schäflein wieder bracht. 4. Hat sich eine Not gefunden, so ließ er mich nicht allein; Jesus stellt zur rechten Stunden sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich bei ihm beschwere, gleich als ob er ferne wäre, o so ist er mehr als nah und mit seiner Hilfe da. 5. Treuster Freund von allen Freunden, bleibe ferner noch bei mir! Kommt die Welt, mich anzufeinden, ach so sei du auch allhier! Will der Teufel mich betrügen, laß in deinem Schutz mich liegen! Komm, in meinem Geist zu ruh'n: was du willst, das will ich tun. 6. Bin ich traurig und betrübet, so gib nur in meinen Sinn, daß mich deine Seele liebet, und daß ich der deine bin. Laß dein Wort mich feste gründen, laß es auch mein Herz entzünden, daß es voller Liebe brennt und dich immer besser kennt. 7. Tröst auch andre fromme See⸗ len, wenn sie tief in Kummer stehn; wenn sie in verborgnen Höhlen, Kammern, Feld und Wäldern gehn, ihrem Kummer nachzusinnen, daß sie satt sich weinen können, so sprich ihrer Seele zu: Liebes Kind, was trauerst du? 8. Kannst du bei der Welt nicht weilen, ach so nimm mich auch mit dir, laß mich deine Freuden teilen, sei und bleibe stets bei mir! Bleibe doch in unsrer Mitten, wie dich deine Kinder bitten. Dank sei dir, o lieber Gast, daß du mich getröstet hast. Ludw. Neunherz, g. 1655, 4 1757. 7. Himmelfahrt. 116. mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. — SEEE 832.——— 23 1 1 Ach wun⸗der⸗ ßer Sie⸗ ges⸗ held, zur Rech⸗ ten Got ⸗tes in der Kraft, ———.—— .— 2 1——.———— — 2— 1— I— du Sün ⸗ den⸗ trä ⸗ ger al ⸗ler Welt, hafst dei ⸗ nem Reich den 36 ver⸗ schafft, SSSSS........— heut hast du dich ge⸗ set⸗zet 256 6 den Feind zum Tod ver⸗ 1 tig, 109 let⸗ zet; 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. n er leeee,,. —.—— 2 2——. 2.—. präch-tig tri ⸗ um⸗-phierst du und re⸗gierst du; ELEE——— 1 ———RI—2 Ei n üüen Inn Ei ꝗ EEEEEEEEEEEEEEEEE 5H— Tod und Le⸗ben, 2. Dir dienen alle Cherubim, viel tausend hohe Seraphim dich Siegesfürsten loben, weil du den Segen wiederbracht, mit Majestät und großer Macht zur Freude bist erhoben. Singet, klinget, rühmt und ehret den, der fähret auf zum Throne zu empfahn die Himmelskrone. 3. Du bist das Haupt, o Herr, und wir sind deine Glieder, nur von dir kommt auf uns Heil und Leben; Trost, Friede, Freude, Licht und Kraft: was dem Gemüt Erquickung schafft, wird uns von dir gegeben; bringe, dringe mein Gemüte, ew'ge Güte, dich zu preisen, Ehr dem Siegsherrn zu erweisen. 4. Zeuch, Jesus, uns, zeuch uns nach dir, hilf, daß wir forthin für und für nach deinem Reiche trachten. Laß unsern Wandel himmlisch sein laß uns demütig, züchtig, rein, dir ist I al⸗les un⸗ter⸗ ge ⸗ b all üppigkeit verachten. Unart, Hoffart hilf uns meiden, christlich leiden, wohl ergründen, wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz, sei unser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlassen; laß suchen uns, was droben ist; auf Erden wohnet Trug und List, es ist auf allen Straßen Lügen, Trügen, Angst und Plagen, die da nagen, die da quälen stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm, du Gnaden⸗ thron, du Siegesfürst, Held, Davids Sohn, komm, stille das Verlangen! Du, du bist allen uns zu gut, o Jesu, durch dein teures Blut ins Heiligtum gegangen. Komm, Herr, hilf, Herr! Dann so sollen, dann so wollen wir ohn Ende jauchzend heben uns're Hände. Ernst Christ Homburg, g. 1605, + 1681. 117. mel. Es ist gewißlich an der Heit. —4 ö—— II— ene — 1 Auf Chri⸗sti Him⸗ mel⸗fahrt al⸗lein ich lund al⸗len Zwei⸗ fel, Angst und Pein hier⸗ 11⁰ — en 505, EL⸗ B. Festtagslieder(Himmelfahrt). 118 — 70—8——— +.—1—** I.I— + 12. I—— 1——. —.———— mei ⸗ne Nach⸗fahrt grün ⸗de denn weil da⸗ mit stets ü⸗ ber ⸗ win ⸗de; 5 7* N— I XX +—— +— .——.————— . ꝗSE.—..— 7 ̃ 80 7 ö Haupt im Him⸗mel ist, wird sei ne Glie⸗der DS.DSDSD.Di D— —5 ee..——————— Se. EE— 2 +— 1— I —* Je⸗sus Christ zur rech⸗ten Zeit nach⸗ho ⸗= len. 2. Weil er gezogen himmelan 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich und große Gab empfangen, von deiner Auffahrt spüren, mein Herz auch nur im Himmel daß mit dem wahren Glauben ich kann, mag meine Nachfahrt zieren sonst nirgends, Ruh erlangen; und dann einmal, wenn dir's gefällt, denn wo mein Schatz gekommen hin, mit Freuden scheiden aus der Welt. da ist auch stets mein Herzund Sinn, Herr, höre doch mein Flehen! nach ihm mich sehr verlanget. Nach Josua Wegelin, g. 1604 1640. 113. mel. Nun freut euch, liebe Christen g'mein. Q Q—— ‚ 1——.— —7 5— 1————.——5 E———.——2.— E—.——....————2*8...— — —4. 1 Auf die⸗sen Tag be⸗ den⸗ken wir, daß Chri⸗stus Vund dan⸗ken Gott von Her-zen hier und flehn, er Q ee en, Fri i.::::.x. . H Eu. E—.——.— suh auf ⸗ge ⸗ fah⸗ ren,; uns ar ⸗ me Sün⸗der woll' be⸗ wah- ren Q ö—— — IUĩIJI.— 1 2—— 2— 2 hier auf Erd, die wir von we⸗gen man⸗cher + à E—.—— 2———.q‚eDDDIe G'fährd Trost nur in Hoff-nung ha ⸗ ben. 2. Gott Lob, der Weg ist nun Christus schließt auf mit großer gemacht, Pracht, uns steht der Himmel offen; was vorhin war verschlossen. 111 119 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. Wer's glaubt, des Herz ist freuden⸗und fliehen stets der Sünder Bahn, 8 dabei er sich doch rüsten soll, voll; tun uns zu Gottes Kindern; ö dem Herren nachzufolgen. die sehn hinauf, und Gott herab, ö ich 3. Wer hier nicht seinen Willen tut,‚ an Treu und Lieb geht ihn'n nichts da dem ist's nicht Ernst zum Herren; bis sie zusammenkommen. ab. da und er wird auch vor Fleisch und 5. Dann wird der Tag erst freu⸗ es Blut denreich, bie sein Himmelreich versperren. wann uns Gott zu sich nehmen ö— Am Glauben liegt's; ist der nurecht, und seinem Sohn wird machen nit so wird gewiß das Leben recht wie wir es jetzt bekennen. gleich, sei gen Himmel sein gerichtet. Da wird sich finden Freud und Mut un 4. Solch Himmelfahrt fängt in zu ew'ger Zeit beim höchsten Gut. 4 ö uns an, Gott woll, daß wir's erleben! ö bis wir den Vater finden Johann Swick, g. um 1496, 4 1542.— ö ö 119. mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. De ö——— d Iͤö 1 Hal ⸗le ⸗lu ⸗ jal Wie lieb=lich stehn KLe seit du vom ew' ⸗-gen Zi ⸗ on dort Au E 5——... 5„.— 7 ble EE 2—————— tre E 8—.——— 38 och ü ⸗ ber uns die Him⸗mels⸗höhn, ö aus ⸗ sen ⸗ dest dein le ⸗ben-dig Wort Hi——— SSSSSS... —— seit du im Him⸗mel sit⸗zest, Fröh⸗ lich und dei ⸗ ne Her⸗de schüt⸗zest. E PIX N—.— + 55 FV———————— .—— HJJ‚J——— ö—. 1 se⸗ lig schaut der Glau be von dem Stau⸗be ——— 4—— 17 eeeren dn ein Lummn:n non Rimm, mii Er.-Sai nn Sus— 2. 2.——— 4.— 1— 2. I auf zum Soh⸗ne: mei⸗ ne Hei⸗mat ist am Thro⸗-ne. ö 4˙ 2. Die Sterne leuchten ohne Zahl; ö ausgeht mit ew'ger Wonne. was ist ihr tausendfacher Strahl? Spende, sende— Was ist der Glanz der Sonne? deine hellen Lebensquellen E Ein Schatten nur von jenem Licht, reichlich nieder, das dir vom holden Angesicht großes Haupt, auf deine Glieder! 11² eder! B. Festtagslieder(Zimmelfahrt). 3. Verhüllt den Erdkreis düstre Nacht, ich weiß, daß dort ein Auge wacht, das einst um uns geweinet, das einst für uns im Tode brach; es ist dein Aug, es bleibet wach, bis neu die Sonne scheinet. O wer nunmehr nimmer klagte, nimmer zagte, seit du wachest und aus Nächten Tage machest. 4. Wohin wir ziehn durch Land und Meer, ein Himmel neigt sich drüber her, dein Himmel voller Gnaden. Da steigt erhörlich das Gebet, da wallt man sicher früh und spät vor Feindeslist und Schaden. Keiner deiner Auserwählten, Geistbeseelten bleibt verlassen; treu will ihn dein Arm umfassen. 120 5. Wir fliehn zu dir mit allem Schmerz, zu dir, wenn sich das arme Herz verwundet und zerstoßen; du brichst nicht das zerstoßne Rohr, und wenn der Docht sein Ol verlor, kommt neues hergeflossen. Im Licht soll nicht eine fehlen von den Seelen, die zum Leben dir dein Vater übergeben. 6. O sel'ger König, Jesu Christ, wie wundervoll und heilig ist, was uns in dir geschenket! In dir, der Gottes Kinder schirmt, bleibt unser Anker, wenn es stürmt, auf ewig eingesenket. Hier, hier sind wir festgebunden; unsre Stunden fliehn in Eile; dann hinauf zum ew'gen Heile! Albert Knapp, g. 1798, + 1864. 120. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. ö 4 5— +—— —* + 7 ————— 2. ů ů 2.— — 2— 5. 1 Herr, du fährst mit Glanz und Freu-den auf Doch mich drük⸗ken noch die Lei- den die⸗ ———— W„ D‚D‚..—— 2 5——. — 2— +. II zu dei ⸗ ner Herr ⸗ lich? keit. ib mir ses Le ⸗ bens, die ⸗ ser Zeit. HQ— ——.—— ————— Je ⸗ su, Mut und Kraft, daß ich mei ⸗ ne 09 + V. 4 4* 1 I— EEE 2 2———.— Wan⸗der⸗ schaff so mit dir zu-rük⸗ ke⸗ 8 121 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. Q Z n. I — — mr. ner.— le⸗ 8e, 2. Laß mir deinen Geist zurücke, aber zeuch mein Herz nach dir, wenn ich nach dem Himmel blicke, o so öffn' ihn gnädig mir! Mege meinem Flehn dein Ohr; trag es deinem Vater vor, daß er mir die Schuld vergebe, daß ich mich bekehr und lebe. 3. Lehre mich die Welt verachten und was in ihr Eitles ist, und nach dem, was dort ist, trachten, wo du, mein Erlöser, bist. Wollust, Ehrsucht und Gewinn, soll mich dies zur Erde ziehn, da ich jenseits überm Grabe eine größre Hoffnung habe? 4. Diese müsse mir nichts rauben! Du erwarbst sie teuer mir. Jetzund seh ich sie im Glauben, dorten find ich sie bei dir. daß ich stets dein blei-ben mö ⸗ ge. Dort belohnst du das Vertraun deiner Glänbigen durch Schaun und verwandelst ihre Leiden in unendlich große Freuden. 5. Dort bereit' auch mir die Stätte in des Vaters Hause zu. Rufst du frühe oder späte mich zu meines Grabes Ruh, leucht auch mir in dieser Nacht durch die Stärke deiner Macht, die des Todes Macht bezwungen und für uns den Sieg errungen. 6. Kommst du endlich glorreich an dem Ende dieser Zeit, wieder o so sammle meine Glieder, die Verwesung jetzt zerstreut. Heil'ge und verklär sie ganz, daß der Leib im Himmelsglanz, dann nicht mehr von Staub und ähnlich deinem Leibe werde! Erde, Nach Uaspar Neumann, g. 1648, 4+ 1715. 106. 121. Mel. Alle müssen sterben. —.— ů— Hren imn,nn —— 0 1 Sie⸗ges⸗für⸗ste, Eh⸗-ren⸗kö⸗ anig, höchst⸗ver⸗klä al ⸗le Him⸗mel sind zu we-nig, du bist driehrr .— ö— 0— I ,, 2——— 2 ꝗ D—— Ma ⸗je ⸗stät, hoch er⸗ höht; olt ich nicht zu Fuß dir fal-len, 9———— E 9——— ů j — qPIIDID‚‚I‚I‚‚RPI‚“— und mein Herz vor Freu⸗de wal⸗len, wenn mein Glau-bens⸗ E— 2——— ö——————— 575——— 2 aug be⸗=tracht't dei⸗ ne Herr ⸗lich 114 keit und Macht? ————— . EE V —ñ.—— B. Festtagslieder(HBimmelfahrt). 2. Seh ich dich genHimmel fahren, seh ich dich zur Rechten da, seh ich, wie der Engel Scharen alle rufen Gloria, sollt ich nicht zu Fuß dir fallen, und mein Herz vor Freude wallen, da der Himmel jubiliert, weil mein König triumphiert? 3. Weit und breit, du Himmels⸗ deine Klarheit sich ergeußt(sonne, und mit neuem Glanz und Wonne alle Himmelsgeister speist; prächtig wirst du aufgenommen, freudig heißt man dich willkommen; schau, ich armes Kindlein hier ruf auch Hosianna dir. 4. Sollt ich deinen Kelch nicht da ich deine Glorie seh? strinken, Sollt mein Mut noch wollen sinken, da ich deine Macht verstehꝰ 12² Meinem König will ich trauen, nicht vor Welt noch Teufel grauen, nur in Jesu Namen mich beugen hier und ewiglich. 5. Geist und Kraft nun überflie⸗ drum wirk in mir kräftiglich, ßen; bis zum Schemel deiner Füßen alle Feinde legen sich. Aus Zion dein Scepter sende, weit und breit bis zur Welt Ende, mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen untertan! 6. Du kannst alles allerorten nun erfüll'n und nahe sein; meines armen Herzens Pforten stell ich offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, du mußt auch bei mir einkehren; ewig in mir leb und wohn als in deinem Himmelsthron! Gerh. Tersteegen, g. 1697, 4 1269. Mel. Ach Gott und Herr. Q H —————— 4 .....I.I......... T E—— 12—2—— 1. Zeuch uns nach dir, so lau ⸗-fen wir mit — ö ——— 2• — + + —————— E ö 2 herz ⸗-li ⸗chem Ver⸗-lan gen hin, da du bist, X4. *—.— v. — nm Er. dem Eam απι—.—2 E I— DD...e......... E— 2—.——. 2. Zeuch uns nach dir, Herr Christ, und führ uns deine Himmelsstege! Wir irr'n sonst leicht, sind abgeneigt vom rechten Lebenswege. 3. Zeuch uns nach dir, Herr Je⸗su Christ, aus die⸗ser Welt ge⸗ gan gen. so folgen wir dir nach in deinen Himmel, daß uns nicht mehr allhier beschwer das böse Weltgetümmel. 4. Zeuch uns nach dir nur für und für 11⁵ 0 123—124 1. Sonn- und Festtags-Lieder. und gib, daß wir nachfahren und mach uns gleich dir in dein Reich, den auserwählten Scharen! Friedr. Fabricius(5), g. 1642, + 1703 8. Pfingsten. 123. mel. Warum sollt ich mich denn grämen. — SPSPIPIPꝗꝑSPISPSPSPSPSPI‚I‚I‚IIIIIIIIIIIIIIII. 5—2—— L 0—* 2 + . Höch ⸗ ster Trön⸗ster, komm her-⸗ nie 9*—. — 1 15 Z—— 56——— En E————— Geist des Herrn, sei nicht fern, sal⸗be Je⸗su — + ö—— 25———5— 1.— ISI TTT............IIIII...—— **— Glie-der! Er, der nie sein Wort ge-bro⸗chen, 0—— Je⸗sus hat dei⸗nen Rat sei⸗nem Volk ver⸗spro⸗chen. 2. Hilf den Kampf des Glaubens Gib, daß wir nie stille stehen, kämpfen, treib uns an, froh die Bahn gib uns Mut, Fleisch und Blut, deines Worts zu gehen. Sünd und Welt zu dämpfen.) I. Ror. 12, 31. Laß uns Trübsal, Kreuz undLeiden. 4. Sei bei Schwachheit unsre Angst und Not, Schmerz und Tod Stütze, nicht von Jesu scheiden! steh uns bei, mach uns treu 3. Hilf uns nach dem Besten) in der Prüfungshitze! streben. Führ, wenn Gott uns nach dem Leide schenk uns Kraft, tugendhaft sterben heißt, unsern Geist und gerecht zu leben. freudig in die Freude! Ehrenfr. Liebich, g. 1713, 4 1780. 30 124. Mel. Es sind doch selig alle die. Ah————— 4. —————.. U— (ad Erd, und Him⸗mel, ju⸗ble hel, die an dem trost-lo-sen Häuf-lein klein, das — — + 4 IE— 5— —.— 7 + + ———— 2 7———— Wun⸗der Gotts mit Freud er ⸗zähl, die er heut saß in fried⸗sa-mer Ge⸗mein und be ⸗tet' 116 4 705 B. Festtagslieder(Pfingsten). 124 —8³ —— W—‚————.— —..I*—2— I 1— — 21 2 ů——— hat be gan ⸗gen daß es mit Gei mit Ver⸗lan⸗ 00—— 5 it Geist ge Q + — I—I— 2 ED ñ—————— EEEE t tau⸗fet werd. Der kam mit Feu⸗ ers- glut zur Erd, — H— E— I— ů —. +*. 2— 4 I—— +— EEE 2—— 5. 2——‚— Inn + *— 43 22 2. mit star⸗kem Stur⸗mes⸗to ⸗ ben; das Haus er⸗ 2 AEEEmI. —6 ö 2 ů ů . R füllt' er ü-ber⸗all, zer- teilt man Zun-gen sah im —2.— 7 1 I.— +— II —. 5— II—— I H. EAE———— 8—. +7 li. 1— 5——— 2. I Saal und all den Her⸗ ren lo-ben. 2. Ach Herr, nun gib, daß uns auch find in Fried und Flehn dein sel'ger Wind; weh' rein von Sündenstaube ganz das Gemüt, füll an das Haus der Heil'gen dein, richt dein Werk daß aufgeh rechter Glaube,(aus, und unsre Zung ganz Feuer werd, red nichts denn dein Lob hie auf Erd und was den Nächsten bauet. Brenn rein die sündige Natur, mach uns ein' neue Kreatur, ob's Fleisch darob auch grauet. 3. Dein Wort erschallt schon lange Frist; doch dieses nur ein Anfang ist des Glaubens, der dich ehret. Dein Feld ist nun gepflanzet wohl, darum man dich jetzt bitten soll, daß solch Gut werd gemehret, und du den Segen mildiglich von oben reichest gnädiglich und gebest selig's Blühen; daß stark wirwerden durchden Geist, träg sind und schwach wir, wie du der Vater woll uns ziehen.(weißt; 4. Komm, Balsam Gottes, heil'ger erfüll die Herzen allermeist(Geist, mit deiner Liebe Brennen. Von dir allein muß sein gelehrt, wer sich durch Buß zu Gott bekehrt; gib himmlisches Erkennen. Der fleischlich Mensch sich nicht ver⸗ steht auf göttlich Ding und irre geht; in Wahrheit wollst uns leiten und uns erinnern aller Lehr, die uns gab Christus, unser Herr, daß wir sein Reich ausbreiten. 5. Vater und Sohn bist du gemein, in dir sie kommen überein, verknüpft mit ew'gem Bande. Also mach uns auch alle eins, 11⁷ 12⁵ daß sich absondre unser keins, nimm fort der Trennung Schande und halt zusammen Gottes Kind', die in der Welt zerstreuet sind durch falschen Zwang und Lehre, daß sie am Haupt fest halten an, loben Christum mit jedermann, suchen allein sein' Ehre. 6. Durch dich besteht der neue Bund, ohn dich wird Gott niemandem du neuerst unsre Herzen(kund, und rufst darin dem Vater zu, schaffst uns viel Fried und große Ruh und tröstest uns in Schmerzen, daß uns auch leiden Ehre ist, da du durch Lieb gegossen bist in unser Herz ohn Klage. Du leitest uns auf ebnem Weg und führst uns hier den rechten Steg, weckst uns am jüngsten Tage. 7. Du, der lebend'ge Brunnen⸗ 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. der Gottes Stadt durchfließet hell, erquickest das Gemüte. Durch dich besteht des Vaters Bau; du willst und gibst, daß man dir du bist die Gottesgüte.[trau, Irden Geschirr nur sind wir weich, brechen gar leicht von jedem Streich; du selbst wollst uns bewahren, uns brennen wohl in deiner Glut, daß uns der Feind nicht schaden tut, so wir von hinnen fahren. 8. Laß uns nicht sünd'gen wider dich, zum Tempel weih uns anilich) lehr uns im Glauben beten, daß Jesus Christus hie auf Erd durch dich in uns verkläret werd; all' Schwachheit wollst vertreten. Der Welt Art stark noch in uns ist, und unserm Fleisch danach gelüst't; drum wollst uns täglich strafen um Sünd und um Gerechtigkeit und um Gericht mit Gütigkeit, quell,‚ daß wir in Gott entschlafen. Ambrosius Blaurer, g. 1492, + 1564. 125. Eigene Melodie. Q N —.—2— +— SEAEE. r.; H*———— 1. Komm, hei ⸗ li⸗ger Geist, Her⸗re Gott, er⸗ 0 ö Sann u.— —&Æ 25.—— ́E.+— I—— füll mit dei-ner Gna-den Gut dei-ner Gläu⸗ 2——* 4.—— — 4* I— EEEEEEEEE—— 35—— bi ⸗gen Herz, Mut und Sinn, dein brün⸗stig —.— 2——— (7 e t— +— ent ⸗ zünd' 118 in ihn'n! O Herr, durch * . B. Festtagslieder(Pfingsten). 126 .. 60 ....II...... 123.—ß7.— ————.— dei ⸗nes Lich-tes Glanz zu dem Glau⸗ben ver⸗ Q 5— ů I— 2 2255 sam-melt hast das Volk aus al ⸗ler — ö—— N—.—.— —.——..———— — r— Welt Zun⸗gen; das sei dir, Herr, u Lob ge⸗ gen; 5 9 E..... .PP................ sun ⸗ gen. Hal⸗le-lu⸗ ja, Hal ⸗le⸗ lu⸗ja! 2. Du heiliges Licht, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort und lehr uns, Gott recht erkennen, von Herzen Vater ihn nennen! O Herr, behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr denn Jesum mit rechtem Glauben und ihm aus ganzer Macht ver⸗ Halleluja, Hallelujal!(trauen. 3. Du heilige Brunst, süßer Trost, nun hilf uns fröhlich und getrost in deinem Dienst beständig bleiben, die Trübsal uns nicht abtreiben! OhHerr, durch dein' Kraft uns bereit und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hie ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja, Halleluja! Martin Luther, g. 1485, + 1546. 1126. Eigene Melodie. 2 à——— —.—.— SSI= eeeeeeeee.e... 8———. 7.—— 2 2 255 1 Komm, o komm, du Geist des Le-bens, wah⸗ rer 0 2 Dei⸗ne Kraft sei nicht ver ⸗ge⸗ bens, sie er⸗ FE 7——— 7 2 *; +— 31 Gott von E- wig⸗keit!l so wird Geist und füll uns je ⸗ der-zeit, 95 j1 ——— —1.—— —— — —— + 4 — 7•2——2— D—— H Licht und Schein in 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir andres nicht beginnen, dem dun⸗ keln Her⸗zen sein. als nur was dein Wille sucht; dein Erkenntnis werde groß und mach uns vom Irrtum los! 119 127 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 3. Zeige, Herr, die Wohlfahrts⸗ Was getan ist wider dich,(stege! räume ferner aus dem Wege, schlecht und recht behüte mich; wirke Reu an Sünde Statt, wenn der Fuß gestrauchelt hat. 4. Laß dein Zeugnis uns empfin⸗ daß wir Gottes Kinder sind,(den, die auf ihn allein sich gründen, wenn sich Not und Drangsal find't. Denn des Vaters liebe Rut ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit, seufz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit, so wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troste daß das Herzoft rufen muß:[(bange, Ach mein Gott, mein Gott, wie o, so mache den Beschluß,(lange? sprich der Seele tröstlich zu und gib Mut, Geduld und Ruh! 7. O du Geist der Kraft und du gewisser neuer Geist,(Stärke, fördre in uns deine Werke, und wenn Satan Macht beweist, schenk uns Waffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg! 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben möge rauben; du bist unser Schutz und Gott. Sagt das Fleisch gleich immer nein, laß dein Wort gewisser sein! 9. Wenn wir endlich sollen ster⸗ so versichre uns je mehr,(ben, als des Himmelreiches Erben, jener Herrlichkeit und Ehr, die Gott gibt durch Jesum Christ und die unaussprechlich ist. Heinr. Held um 1650. 127. Eigene Melodie. ä 15—— U In 5. onein—.— or e iüi j 18 n, Enrn, e 2.*— 1 S— 1. Nun bit⸗ten 25 den heil ⸗ gen Geist D rnritr: — I um den 2 20 Glau⸗ ben al⸗ler ⸗meist, daß er un⸗serm En ⸗de, wenn wir —— 2. Du wertes Licht, gib uns dei⸗ nen Schein, —* IX II ——.EEN heim⸗fahr'n aus die-sem E⸗len ⸗de. Ky⸗ri⸗ e⸗leis! lehr uns Jesum Christ kennen al⸗ lein, 12⁰ —. B. Festtagslieder(Pfingsten). 128 daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zum rechten Va⸗ Kyrieleis![terland. 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von Herzen einander lieben und im Frieden auf einem Sinn Kyrieleis![bleiben. 4. Du höchster Tröster in aller Not, hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, daß in uns die Sinne nicht verzagen, wenn der Feind wird das Leben Kyrieleis!(verklagen. 128. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 1 Martin Luther, g. 1485, + 1546. Strophe 1 vorreformatorisch. —. ů— E—. ö——— 2—— 2 2 7 5 2 * 1. du al ler süß ⸗ ste Freu a de, 0 der du uns in Lieb und Lei ⸗ de un⸗ ++ N— 1. II + + 2— 7 4—44 ö ö .9.—————.—— du al ⸗ler⸗-schön-stes Licht, Geist des be ⸗ su ⸗ chet läst⸗ sest nicht: Q. e n en nirrrutt ————— Höch-sten, höch-ster Fürst, der du hältst und Q— +. N— —.— ö—— 2 2 E— L*— + 4 2 H—— 14 2 ohn Auf ⸗ hö⸗ ren al ⸗le 2 2 Din⸗ge, hö⸗ re, hö 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch nur nennen kann; wenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Wünschen dran. Ach ergib dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst aus des Himmels Throne 121 =re, was ich sin wie ein Regen ausgeschütt't, bringst vom Vater und vom Sohne nichts als lauter Segen mit. Laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast und verwaltst nach deinem Willen, mich an Leib und Seele füllen. 4. Du bist weis' und voll Verstan⸗ was geheim ist, ist dir kund;(des, zählst den Staub des kleinen San⸗ (des, 129 gründ'st des tiefen Meeres Grund. Nun du weißt auch zweife felsfrei, wie verderbt und blind ich sei; drum gib Weisheit und vor allem, wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden, 90 man rein und lauter ist; fliehst hingegen Schand und Sün⸗ weil du lauter Klarheit bist.(den, Mache mich, o Gnadenquell, durch dein Waschen rein und hell, laß mich fliehen, was du fl iehest, gib mir, was du gerne siehest. 6. Du bist, wie ein Schäflein pfleget, frommen Herzens, sanften Muts, bleibst im Leben unbeweget, tust uns Bösen alles Guts. Ach verleih und gib mir auch diesen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zu⸗ frieden, 1²⁰. . Sonn- und Festtags⸗Lieder. wenn du mich nur nicht verstößt; bleib ich von dir ungeschieden, ei so bin ich g'nug getröst't; laß mich sein dein Eigentum; ich versprech hinwiederum, hier und dort all mein Vermögen dir zu Ehren anzulegen. 8. Nur allein, daß du mich stär⸗ und mir treulich stehest bei.[kest Hilf, mein Helfer, wo du merkest, daß mir Hilfe nötig sei. Brich des bösen Fleisches Sinn, nimm den alten Willen hin, mach ihn allerdinge neue, daß sich mein Gott meiner freue. 9. Sei mein Retter, halt mich eben wenn ich sinke, sei mein Stab; wenn ich sterbe, sei mein Leben; wenn ich liege, sei mein Grab. Wenn ich wieder aufersteh, ei so hilf mir, daß ich geh hin, da du in ew'gen Freuden wirst dein' Auserwählten weiden. Paul Gerhardt, g. 1607, 4+ 16 76. Mel. O sanctissima. — 80* SI.IIIIIIEEIET. 1. O du fröh⸗ li⸗che, o du se⸗ li⸗-ge, 5———— Aur. m 2—.... 1. E——7——.— 2.—.— gna⸗den ⸗brin⸗gen-de Pfing⸗ ten⸗ zeit! Chris, 22. 2— 4. N— 2 v üte, Suittme hu Winordanr,————— * V I un ⸗ser Mei ⸗ ster, hei ⸗ ligt die Gei ⸗ ster; —— 7.————— Y +2 0— I sreu 7 e, freu⸗e dich, o Chri⸗-sten- heit! 12² en; B. Festtagslieder(Ofingsten). 130 2. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingstenzeit! ½ Führ, Geist der Gnade, uns deine Pfade. 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingstenzeit! Uns, die Erlösten, Geist, willst du trösten. Freue, freue dich, o Christenheit!:: Freue, freue dich, o Christenheit!:, Joh. Daniel Falk, g. 1768, 4 1826. 130. mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 4 Y J— 7+7+¹ E 1 — —— 56 — 22 Z— + 2 —— 1 E I. 1 O heil- ger Geist, kehr bei uns ein Du Him⸗mels⸗ licht, laß dei- nen Schein — 2——— — S. 4———— .——————— 1—— 1 und laß uns dei ⸗ ne Woh-⸗-nung sein, bei uns und in uns kräf ⸗tig sein EE 65., ESEEEEIEEE... 5—— ————————— o komm, du Her⸗zens⸗son⸗ne! Gon ne zu ste-ter Freud und Won⸗ne! 8 sh 1·———mj—— H........— IDRDRDDRDSDDDD— —————— V.—.—— 2——— Won⸗ne, himm-lisch Le⸗ ben willst du ge-⸗ben, HSSSES—F——— EEEEE 2, d e Lr &.——————— wenn wir be⸗ten; zu dir kom⸗men wir ge⸗tre ⸗ten. 2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt, die sich in fromme Seelen gießt, laß deinen Trost uns hören, daß wir in Glaubenseinigkeit auch können aller Christenheit dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben, dir zu Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, wenn wir auch leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und beflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, 123 131 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Gebärden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden. 5. O starker Fels, o Lebenshort, laß uns dein himmelsüßes Wort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner weisheitsreichen Lehr und treuen Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte ins Gemüte, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 6. Du süßer Himmelstau, laß dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Liebestren und sich darinnen übe; kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns forthin sei unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. Mich. Schirmer, g. 1606, + 1675. 131. Eigene Melodie. AEE— SPIIIIII... EE 1. O hei⸗li⸗ger Geist, o hei ⸗li⸗ger Gott, du — I — E J 2 x er ner Enen mn —.— Trö⸗ster wert in al ler Not! Du bist ge⸗ . 12— —.n ee I‚‚ — SI.......I.I.I.I.... 3. —.—.— 1 2.— sandt vom Him⸗mels⸗thron von Gott dem Va⸗ter EHEE r e d E +I. I I I Ln vn m; ů 1—— S... ö—.‚— + L 2 7 ¹ι 2— — L— E— und dem Sohn. O hei⸗li⸗ger Geist, o hei⸗li⸗ger Gott! 2. Oheiliger Geist, o heiliger Gott, gib uns die Lieb zu deinem Wort; zünd an in uns der Liebe Flamm, darnach zu lieben allesamt. 3. Oheiliger Geist, o heiliger Gott, mehr' unsern Glauben immerfort; anChristum niemand glauben kann, es sei denn durch dein Hilf getan. O heiliger Geist, o heiliger Gott! O heiliger Geist, o heiliger Gott! 124 ö B. Festtagslieder(Pfingsten). 4. Oheiliger Geist, oheiliger Gott, erleucht uns durch dein göttlich Wort; lehr uns den Vater kennen schon, dazu auch seinen lieben Sohn. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. Oheiliger Geist, o heiliger Gott, du zeigest uns die Himmelspfort; 132 laß uns hier kämpfen ritterlich und zu dir dringen seliglich. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 6. Oheiliger Geist, o heiliger Gott, verlaß uns nicht in Not und Tod. Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank jetzund und unser Leben lang. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 1655. 132. Mel. Jesu, meine Freude. V— ů WEEEEEEE — 2+7 Schmückt das Fest mit Mai-en“), las-set Blu-men Denn der Geist der Gna-den hat sich ein-ge⸗ SI.. TTIIII — R....— streu⸗ en, zün⸗det O⸗pfer an! Nehmt ihn ein, la⸗ den; ma⸗chet ihm die Bahn.. 22.——*— 1I.— —. 5—— +—.— 7.— Air. .—.————.—— 2**.— 23—. 1————— wird sein Schein euch mit Licht und Heil er-fül⸗ IIDDDD 275.—— 4.—.— 4 H —.—2.—— +*—.— 7 7.— II len und den Kum-mer stil ⸗len.„ ps. 118,22. 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad, gib uns Kraft und Lebenssaft, laß uns deine teuren Gaben zur Genüge laben! 3. Laß die Herzen brennen, wenn wir Jesum nennen; führ den Geist empor, gib uns Kraft zu beten; wenn vor Gott wir treten, sprich du selbst uns vor; gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben! 4. Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld, lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih, hundertfältig Frucht zu bringen, laß ihm stets gelingen. 5. Schlage deine Flammen 12⁵ 133 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. über uns zusammen, und in finstern Tagen wahre Liebesglut, sei du unser Licht; laß dein sanftes Wehen trag nach Zions Hügeln auch bei uns geschehen, uns mit Geistesflügeln dämpfe Fleisch und Blut, und verlaß uns nicht, laß uns doch am Sündenjoch wenn der Tod, die letzte Not, nicht mehr wie vor diesem ziehen mit uns will zu Felde liegen, und das Böse fliehen! daß wir fröhlich siegen. 6. Gib zu allen Dingen 8. Laß uns hier indessen Wollen und Vollbringen, nimmermehr vergessen, führ uns ein und aus; daß wir Gott verwandt. wohn in unsrer Seele, Dem laß uns stets dienen unser Herz erwähle und im Guten grünen dir zum eignen Haus! als ein fruchtbar Land, Wertes Pfand, mach uns bekannt, bis wir dort, du werter Hort, wie wir Jesum recht erkennen bei den grünen Himmelsmaien und Gott Vater nennen. ewig uns erfreuen. 7. Hilf das Kreuz uns tragen Benjamin Schmolck, g. 16 22,+ 152. 133. Eigene Melodie. — I— ů SSDSSRSISISISSII IæIIIII..... N Lnnm 1— 1 „ Zeuch ein zu dei⸗nen To der du, da ich ge⸗-bo u u III 7 1.;— 272 — 2 ꝗW.— %)— II — 2. I. mei⸗ nes Her-zens Gast, x 2 + o hoch-ge-lieb-⸗ter neu ge⸗ bo⸗ ren hast, 1—. ö 2— Q 4 7 ,——.— Geist des Va⸗ters und des Soh-nes, mit bei-den ö V 1 SSS...— glei⸗chen Thro-nes, mit bei-den gleich ge-preist! 2. Zeuch ein, laß mich empfinden daß ich mit reinem Geiste und schmecken deine Kraft, dir Ehr und Dienste leiste, die Kraft, die uns von Sünden die ich dir schuldig bin. Hilf und Errettung schafft. 3. Ich war ein wilder Reben Entsünd'ge meinen Sinn, du hast mich gut gemacht; 126 —.2 1 2—9 I + V —— XIIX II der Tod durchdrang mein Leben, du hast ihn umgebracht, mit Segen mich geschmückt, mir schon im Wasserbade versiegelt Gottes Gnade, die mich im Tod erquickt. 4. Du bist das heil'ge Ole, dadurch gesalbet ist mein Leib und meine Seele dem Herren Jesu Christ zum wahren Eigentum, zum Priester und Propheten, zum König, den in Nöten Gott schützt vom Heiligtum. 5. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll; dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl, es steiget himmelan und hört nicht auf mit Flehen, bis der die Hilf läßt sehen, der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, von Trauern hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal hast du mit süßen Worten mir aufgetan die Pforten zum güldnen Freudensaal. 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft Feind du bist, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder tu zusammen, was voller Zwietracht ist. B. Festtagslieder(Pfingsten). 8. Du, Herr, hast selbst in Händen 127 die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt; so gib doch deine Gnad zu Fried und Liebesbanden, verknüpf in allen Landen, was sich getrennet hat. 9. Beschirm die Obrigkeiten, bau unsers Fürsten Thron, steh ihm und uns zur Seiten; schmück als mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 10. Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für! Vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unserm Herzen reißt. 11. Gib Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns täglich anerbeut. Hilf kämpfen ritterlich, damit wir überwinden, und ja zum Dienst der Sünden kein Christ ergebe sich. 12. Richt unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wir's sollen geben in Todes Arme hin, wenn's mit uns hie wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ew'gen Lebens Haus! Paul Gerhardt, g. 1607, 4+ 1676. 134—135 1. Sonn⸗ und Festtagslieder. 9. Trinitatis. 134. Eigene Melodie. ö —— 2— I— FEE 44 n e wan eer..——— +—.—7 —— 3————————— 1 Al ⸗lein Gott in der Höh' sei 9 da- rum daß nun und nim- mer⸗ ...S....... — 5 2 + — mehr uns Ehr und Dank für sei ⸗„ ne Gna⸗ de, rüh⸗ ren kann kein Scha *— ᷓ—— ———— . 5., 50 Ein 3235 ge⸗ ¹ Got an uns hat; nun ist 91— — — N CHP . 1 * —.— D. f ——— 11 E — 2. Wir loben, preis n, anbeten dich, für deine Ehr wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. —0 Ganz ungemessen ist dein' Macht, ö fortan geschieht, was du bedacht: wohl uns des feinen Herren! 3. OJesuChrist, Sohn eingebor'n deines himmlischen Vaters, Versöhner derer, die verlor'n, du Stiller unsers Haders, Fried 0 Un⸗ ater⸗ laß, all Fehd hat nun ein En + ——3— RI E E—— —.—. — Lamm Gottes, heil'ger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not— erbarm dich unser aller! 4. O heil'ger Geist, du höchstes du all'rheilsamster Tröster,[Gut, vor Satans Macht nimm uns in die Jesus Christ erlöste(Hut, durch Marter groß und bittern Tod, wend allen Jammer ab und Not! Darauf wir uns verlassen. N. Decius, + 1541.(Gloria in excelsis.) 135. mel. Herr Jesu Christ, mein's Lebens Licht. , e, en Eann wir, Bnd.—.—.—.— —. 2——— 3———. E 24 e—— Endi,. Haan.—— ö* 1. Drei⸗ein'⸗ger Gott, ich prei-se dich mit Mund und 9 = 332— HU 5 4— EUU1e—..—— 7———.—— ů ö c½* 32—— Eer mnm Had— — Her⸗zen in-nig- lich, denn dei ne Gna⸗ de, Q —.——.—.————.— Güt und Treu is ü⸗ Der mir, Herr, täg-lich neu. 128 C◻᷑ B. Festtaͤgslieder(Trinitatis). 136—137 2. Laß, Vater, stets dein Kind 3. Gott, heil'ger Geist, verlaß mich sein! mich nicht, Schließ stets in deine Huld michein! so oft Versuchung mich anficht! Sohn Gottes, dein so teures Blut Sei du mein Beistand allezeit komm noch im T Tode mir zu gut. und leite mich zur Seligkeit. Unbekannter. 7 136. Eigene Melodie. 9 ö ö 4.— ö — +* 2 2 I —.2——— 2 —— E 1 1— 1 Gott der Va-⸗ter wohn uns bei und laß uns Umach uns al- ler Sün ⸗den frei und helf uns 9 II —— +—— 4 ES— 2——— —— 1 2 154. +II— SSHS0 + II* LI nicht ver ⸗der ⸗ ben Vor dem Teu⸗fel uns be⸗ se lig ster ⸗ ben! dir uns las⸗sen ganz und —Q N— , den,— —————.——..—— ——.—.— 2— wahr, halt uns bei fe⸗stem Glau ⸗ben und gar, mit al ⸗len rech⸗ten Chri ⸗ sten ent⸗ —9——.— — 2 2———— +N I—* 2223—— III 2—— 1—* J + +7 . ä*—*W8— auf dich laß uns bau ⸗ en, aus Her⸗zens⸗ fliehn des Teu ⸗fels Li ⸗ sten, mit Waf⸗fen IHI ————11————— I— j—. 6— Krn n V See dien kren A-men, A⸗-men, das sei Gott's uns rü⸗sten! n— II ————— +— II ES I H 22 II 1.—*—..—. 2 +*— I 65 II wahr, so sin ⸗ gen wir Hal ⸗ le ⸗ lu ⸗ ja 2. Jesus Christus wohn uns bei und laß uns nicht verderben, u. s. w. 3. Der heil'ge Geist wohn uns bei und laß uns nicht verderben, u. s. w. Martin Luther, g. 1485, + 1546. 137. mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. SSSSIIITTTTT... ——— 1 Hal ⸗le V lu⸗ ja! Lob, Preis und Ehr Von E⸗-wig- leit zu E-wig ⸗keit 129 V — ͥD. 138 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. E—.—.—— E 4— 5—.—..—.—— E 4— af— + + 1+ sei un⸗serm Gott je mehr und mehr sei in uns al ⸗ len ihm be ⸗ reit 45 9—.— — 50— ö D 7—— ————————— 2— für al ⸗ le sei⸗ne Wer⸗kel Klin Dank, Weis⸗heit, Kraft und Stär⸗ke. get, —— n—.. ö r. n— ů—— 55 x —...—.—.— —.—* sin-get: Hei-lig, hei-lig, hoch und herr⸗lich, —— 4½1. H + —. 5—8— 2————— 1.— EEEEEEEEEEEEEEEE 25 hei-lig ist Gott, un⸗ser Gott, der Herr Ze⸗ba⸗oth! 2. Halleluja! Preis, Ehr und Macht sei auch dem Gotteslamm gebracht, in dem wir sind erwählet; das uns mit seinem Blut erkauft, damit besprenget und getauft und sich mit uns vermählet. Heilig, selig ist die Freundschaft und Gemein⸗ die wir haben sschaft, und darinnen uns erlaben. 3. Halleluja! Gott heil'ger Geist sei ewiglich von uns gepreist, durch den wir neugeboren, der uns mit Glauben ausgeziert, zur Herrlichkeit erkoren. Schauet, schauet, da ist Freude, da ist Weide, da ist Manna und ein ewig Hosianna. 4. Halleluja! Lob, Preis und Ehr sei unserm Gott je mehr und mehr und seinem großen Namen! Stimmt an mit aller Himmelsschar und singet nun und immerdar mit Freuden: Amen, Amen! Klinget, singet: Heilig, heilig, hoch und herrlich, heilig ist Gott, unser Gott, der Herr Zebaoth! dem Bräutigam uns zugeführt, 1698. 138. Eigene Melodie. EH—————.— EGDEEEEe 2 2—— ö gn. .——— 2— ö 1. Wir glau ⸗-ben all an ei⸗ nen Gott, 2— ———.—.— — — Va⸗ter, Sohn und 13 heil'-gen Geist, an Gott, 0 — B. festtagslieder(Reformationsfesth. 139 .. 5————————. e—.— 2 2— —*.——————— den Herren Ze ⸗- ba-oth, den die Schar der Q + IEEEE• 9— ² ö——— 1.————.— —7 1—— 1——— En ⸗gel preist, der durch sei ⸗ ne gro ⸗ße E—— N —2.552——— 1 I. .. 2—....—— + II 3— I E— 2 IX Kraft al ⸗-les wir⸗ 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, Gottes und Marien Sohn, der vom Himmel kommen ist und uns führt ins Himmels Thron, der uns durch sein Blut und Tod hat erlöst aus aller Not. let, tut und schafft. 3. Wir glauben an den heil'gen der von beiden gehet aus,(Geist, der uns Trost und Beistand leist't wider alle Furcht und Graus. Heilige Dreifaltigkeit, sei gepreist zu aller Zeit. Tobias Clausnitzer, g. 16 18, 4 1684. I0. Reformationsfest. 139. I. Eigene Melodie. Psalm 46 Q— 2...*N I— +— L I 5— E— R. +*—„ + 1* 1 Ein se ⸗ ste Burg ist un ser er hilst uns frei aus al ⸗ ler 10 ö + TZI 4 2— +— —.—————— +— —— +—— 2⁊2.8.— Z.I * + Gott, ein gu ⸗ te Wehr und Waf ⸗ fen, Not, die uns jetzt hat be⸗trof ⸗ fen. ——.————— —*—+2—.— + —..———4. I— 2 2. +——..—.——**—— 23 De 50 +2; Der alt bö⸗ 235— mit Ernst er's + V 4 — ů —23...—2 13— ...... 2——.. 2 0 jetzt meint, groß Macht und viel 665. sein grau⸗sam nern: Lemmuri————ß.— + 3u., win v nium nenori,, Mn Een. Hnen mirur. E,mnnr Ernntitt ERFen E. IEE— 593 +— 2.—6— I 60——5 Rü⸗stung ist, auf Erd ist nicht seins-glei- chen. 131 9* 139—140. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. Oder II. Eigene Melodie. 8 2 + 166 7— — 22— S P P........... 1 Ein fe⸗ ste Burg ist un ⸗ ser Gott, ein Eer hilft uns frei aus al ⸗ ler Not, die 9— IE —— 7 ö +——— —— 8—2 S— ——*—. zu ⸗ te Wehr und Waf⸗ sfen, eralt uns je3zt hat be ⸗ trof ⸗ sen. —— + +— EV + II 22——..— E— e —57— 2———— bö ⸗ se Feind mit Ernst er's jetzt meint, groß ...—— ½. 2——— ö—— .————*.— Macht und viel List sein grau⸗ sam Rü⸗stung . II IH I————— 2„—3—— 1 — +.— I * 50 ö +.**„ W ist, auf Erd ist nicht seins ⸗glei-chen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts ge⸗ wir sind gar bald verloren;[tan, es streit't für uns der rechte Mann, den Gott selbst hat erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teu⸗ fel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie sau'r er sich stellt, tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht, ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein Dank dazu haben. Er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib, laß fahren dahin, sie haben's kein Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther, g. 1485, + 1546. 140. Eigene Melodie. 8— e dE SSPSPSSSISSSS I I IIIII 1. Er⸗halt uns, Herr, bei dei⸗nem Wort und steu⸗re 132 ahn lan B. Festtagslieder(Reformationsfest). 141 —0—— 10 4 S.—*— 2— 2— 2——8 E— +* 2———.— 12 +— 2Z 4——— + ———95 dei ⸗-ner Fein ⸗de Mord, die Je⸗sum Chri⸗stum, .— +— ö—— H —— +— Q+ Kniin. dei⸗ nen Sohn, wol⸗len stür-zen von dei⸗nem Thron. 2. Beweis' dein Macht, Herr Je⸗ 3. Gott heil'ger Geist, du Tröster su Christ, der du Herr aller Herren bist, beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. wert, gib dein'm Volk ein'rlei Sinn auf steh bei uns in der letzten Not,[Erd, g'leit uns ins Leben aus dem Tod! Martin Luther, g. 1485, + 1546. 141. mel. Hommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. .SSSS..........—53* 1*.—..——— Bmm rrr,.un ii, mur n ——— 1— 1. Ver⸗za⸗ge nicht, du Häuf⸗lein klein, ob⸗schon die —.— SH— — ae r eue- un. n tn ee, Sen —————— +½—— Fein⸗de wil⸗lens sein, dich gänz⸗lich zu ver⸗ E,. d e,, Hr nnrvii, —.—.— I +— 2 10 2 2——————— stö⸗ ren, und su⸗ chen dei- nen Un⸗ter⸗gang, 9 2*— + 6 4— E 7 2——————II —9———————— da ⸗von dir wird recht angst und bang; ———— — I 5 1 I —. 5 +— +* 11. 2U —..* 7— I— 2— H I—2— 10—— H . es wird nicht lan 2. Tröste dich nur, daß deine Sach ist Gottes, dem befiehl die Rach und laß es ihn nur walten! Er wird durch seinen Gideon), den er wohl weiß, dir helfen schon, dich und sein Wort erhalten. *) Richter 6, 15. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, V ge wäh⸗ren. muß Welt, Teufel und Höllenpfort und was dem tut anhangen, endlich werden zu SchandundSpott. Gott ist mit uns und wir mit Gott: den Sieg woll'n wir erlangen. Michael Altenburg, g. 1584, + 1640. (Dieses Lied ließ Gustav Adolf am Mor⸗ gen der Schlacht bei Lützen, am 16. Novbr. 1632, beim Feldgottesdienst singen.) 13³ 1. Sonn⸗ und Q Festtags⸗Lieder. 148. mel. Dir, dir, Jehovah, will ich singen. —.L. —. 2 — ——5 232—3 1 — ů 5—— 4— —. 2.5 I* Wach auf, du Geist der 1 die Tag und Näch⸗te nim⸗mer schwei⸗ gen +— er⸗sten Zeu⸗gen, Q 4 —9 4.—..— 22—— E ö —5— 2 der Wäch⸗ter, die auf Zi⸗ons Mau⸗ern stehn, und die ge ⸗trost dem Feind ent⸗ge⸗ gen⸗gehn, I. I—— ——— 450 + ———————. ja de⸗ren Schall die gan⸗ze Welt durch⸗dringt und —.½½ +—— H .rne dr eu vn, Bar,—— 2.—9§.̃—..—.—.—.—.—.— + 2. O daß dein Feuer bald ent⸗ brennte, o möcht es doch in alle Lande gehn! Ach Herr, gib doch in deine Ernte viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. Oherr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, der Knechte Zahl ist klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitte in den Mund ge⸗ O siehe, wie an allen Orten(legt. sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig darum anzu⸗ flehn; drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn. 4. Herr, gib dein Wort mit gro⸗ ßen Scharen, laß sie mit Kraft Evangelisten sein laß eilend Hilf uns widerfahren zu dir bringt. und brich in Satans Reich mit Macht hinein! O breite, Herr, auf weitem Erden⸗ kreis dein Reich bald aus zu deines Na⸗ mens Preis! 5. Ach daß die Hilf aus Zion kämel O daß dein Geist so, wie dein Wort verspricht, dein Volk aus dem Gefängnis näh⸗ me! O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei*) und komm herab zur Hilf und *) Jes. 64, 1.(mach uns frei! 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen, es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein! Ach führe bald dadurch mit Haufen der Heiden Füll zu allen Toren ein! d d B. festtagslieder(Reformation). 143 Ja wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Wortes Lauf! 7. O bessre Zions wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hin⸗ dern kann, das räum, ach räum aus jedem Wegel Vertilg, o Herr, den falschen Glau⸗ benswahn und mach uns bald von jedem Miet⸗ ling frei, daß Kirchund Schulein Garten Got⸗ tes sei. 8. Laß jede hoh' und niedre Schule die Werkstatt deines guten Geistes sein, ja sitze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selberein, daßtreuerLehrer vielundBetersein, die für die ganze Kirche flehn und schrein. 9. Herr,zürnenicht, daßichsobitte, 143. mel. Ach Gott, vom Himmel sieh darein. da ich vor dir nur Staub und Asche bin. Du, als der Brunnquell aller Güte, gibst selber mir etwas von deinem Sinn, daß mich der Menschen Elend jam⸗ mern kann; drum bitt ich, Herr, o nimm mein Bitten an! 10. Du wirst dein herrlich Wort vollenden, der du der Welten Heil und Richter bist; du wirst der Menschheit Jammer wenden, so dunkel jetzt dein Weg, oHeil' ger, ist. Drum hört der Glaub nie auf zu dir zu flehn, du tust doch über Bitten und Ver⸗ stehn. Harl Heinr. v. Bogatzky, g. 1690, +²²s. Psalm 124. 2— ————— 2 I ‚ 7 H—..—.——— , * —.— Gott nicht mit uns die se Zeit, so wär Gott nicht mit uns die ⸗se Zeit, wir ——5—— 4—— ——————————— 2. soll JS ra ⸗el sa gLen, 475 die so ein hät⸗ten müss'n ver ⸗-za ⸗ gen, —+ . 4—— X—— I—4 EH— SEEEE—..— .5— 29 2— I—— ar⸗mes Häuf⸗lein sind, ver⸗acht't von so viel 4—— EE A 5 I—— 3.—.———..——————— Men⸗ schen⸗ kind, die an uns set⸗zen al ⸗ le. 2. Auf uns so zornig ist ihr Sinn; verschlungen hätten sie uns hin wo Gott das hätt' zugeben, mit ganzem Leib und Leben; 13⁵5 —— 144 2. Kirche und wir wär'n, als die ein Flut ersäuft, und über die groß Wasser läuft und mit Gewalt verschwemmet. 3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab, Gnadenmittel. Wie ein Vogel des Stricks kommt ab,‚ ist unsre Seel entgangen. Strick ist entzwei, und wir sind frei; des Herren Name steht uns bei, des Gottes Himm'ls und Erden. daß ihr Schlund uns möcht fangen. Martin Luther, g. 1485, 4 1546. 2. Liedet von der Kitche und den Gnadenmilteln. A. Christliche Kirche(Mission). 2144. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. *— 4 EE—.—— SSSI I —.——— 1— W——.—25. —————— 5 1. Ach bleib bei uns, Herr Je-⸗su Christ, weil es nun — +— 4 — 2—.————2 2 A-⸗bend wor-den ist; dein gött-lich Wort, das +0* + V 4 — +——.—— SSSE A.——— 1.2—2——— 2 2 * ů* 56* 2 hel⸗le Licht, laß ja bei uns er=lö⸗schen nicht! 2. In dieser letzten trüben Zeit verleih uns, Herr, Beständigkeit, daß wir dein Wort und Sakrament stets rein behalten bis ans End. 3. Herr Jesu, hilf, dein Kirch er⸗ halt, wir sind arg, sicher, träg und kalt; gib Glück und Heil zu deinem Wort, damit es schall an allem Ort. 4. Erhalt uns nur beideinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord, gib deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Geduld! 5.Den stolzenGGeistern wehredoch, die sich mit Macht erheben hoch und bringen eig'ne Weisheit her, zu fälschen deine rechte Lehr. 6. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern dein ja ist; darum so steh du denen bei, die sich auf dich verlassen frei. 7. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz und deiner Kirche wahrer Schutz, dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts andres suchen mehr. 136 —ENrHNHD EUI 7 1 tab, rei; ei, en. 546. E ——— 2— 2 ——..— A. Christliche Kirche(Mission). 145—146 8. Hilf leben uns nach deinem Haar hinnen aus dem Jammertal Wort zu dir in deinen Himmelssaal. und darauf gläubig fahren fort Nach Nik. Selnecker, g. 1552,4 1592. 145. Mel. Christus, der ist mein Leben. .——————. P—I.— —— 12.—.——— + 1. Ach bleib mit dei⸗ner Gna⸗de bei uns, Herr SAIRRS——..——.— — DEDIDSDSDISDSDSPSDSDSSDSDSSESSSE.‚E E...E E.E......... —————————— Je⸗su Christ, daß uns hin⸗fort nicht scha-de des *— H IY I—— II IEDE + 1 + N 2—.—* I bö⸗ sen Fein⸗des List. 2. Ach bleib mit deinem Worte dein Gnad und all's Vermögen bei uns, Erlöser wert, in uns reichlich vermehr! daß uns beid hier und dorte 5. Ach bleib mit deinem Schutze sei Güt und Heil beschert. bei uns, du starker Held, 3. Ach bleib mit deinem Glanze daß uns der Feind nicht trutze, bei uns, du wertes Licht, noch fäll die böse Welt. dein Wahrheit uns umschanze, 6. Ach bleib mit deiner Treue damit wir irren nicht. bei uns, mein Herr und Gott, 4. Ach bleib mit deinem Segen Beständigkeit verleihe, bei uns, du reicher Herr, hilf uns aus aller Not! Josua Stegmann, g. 1588, + 1652. 146. Eigene Melodie. Psalm 12. A*—— 2——— 101———— ö 2—— 1(Ach Gott, vom Him-mel sieh da ⸗ rein und Uwie we⸗ nig sind der Heil⸗gen dein, ver⸗ ——— ö—— EE— ——— laß dich des er ⸗ bar-men, ö las ⸗sen sind wir Ar ⸗men. 2.— ö ͤ ———— ö AEDDS — läßt nicht ha⸗ben wahr, der Glaub ist auch ver⸗ 137 ————————— bWRRRRRRRRR.. 2. Kirche und Gnadenmittel. .iiiiE lo⸗schen gar bei al⸗len Men⸗schen-kin ⸗ dern. 2. Sie lehren eitel falsche List, Mein heilsam Wort soll auf den was eigen Witz erfindet; Plan, ihr Herz nicht eines Sinnes ist, in Gottes Wort gegründet. Der wählet dies, der andre das, sie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten ganz und gar, die falschen Schein uns lehren, dazu ihr Zung stolz offenbar spricht: Trotzl wer will's uns weh⸗ renꝰ? Wir haben Recht und Macht allein, was wir setzen, das gilt gemein; wer ist, der uns soll meistern? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein, die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag erhöret. getrost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feu'r sie⸗ benmal bewährt, wird lauter funden; am Gotteswort man warten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein; da wird sein Kraft erkannt und Schein und leucht't stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren vor diesem argen G'schlechte, rein und laß uns dir befohlen sein, daß sich's in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher find't, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Martin Luther, g. 1485, + 1546. 147. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. — 5——3— 2—— 5— E.. X. +2— 4— ——..—.— 1. Chri ⸗ste, du Bei⸗stand dei-ner Kreuz-ge⸗ Q—4 + „—————5 D— E.—— ꝗ—————— ————— mei=ne, ei ⸗le, mit Hilf und Ret⸗ tung 2—353 4+— 5———— EG——— E. 1— 2 —0. ö uns er ⸗schei ⸗ne! Steu ⸗re den Fein⸗den, H3.— 14 — ů—— E..2 nmn. F 4 ö 1 —2 546. 2. Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht ver⸗ hinder', alles, was kämpfet wider deine Glie⸗ stürze darnieder![der, 3. Friede bei Kirch und Schulen uns beschere, Friede zugleich der Obrigkeit ge⸗ A. Christliche Kirche(Mission) 148⁸ Friede dem Herzen, Friede dem Ge⸗ gib zu genießen! wissen 4. Also wird zeitlich deine Güt er⸗ hoben, also wird ewig und ohn Ende loben dich, o du Wächter deiner armen Himmel und Erde.(Herde, Matth. Apelles v. Löwenstern, g. 1594, 4 1648. währe, 148. Mel. Valet will ich dir geben. E2 I V. V—.—*—3* 1 H———— 1 Der du zum Heil er ⸗schie-nen der al ⸗ler⸗ Uund von den Che⸗ru ⸗ bi⸗nen zu Sün⸗dern — + I* H— rn., nin——— —5 4— I— Aü en, dn den sie mit fre ⸗chem dich ge ⸗ sellt, 3 Q 4 —————.— + 42——— E——**— 2—— 1 D——.—— 4.——— Stol ⸗ze ver ⸗ höhnt für sei ⸗ ne Huld, als *3* + /————* r de annn unneme, ninn, nin r Mn=ennmn Hidrn iitir. rr. 7————5.—.——0—— I1 L IL + 2. Damit wir Kinder würden, gingst du vom Vater aus, nahmst auf dich unsre Bürden und bautest uns ein Haus; von Westen und von Süden, von Morgen ohne Zahl sind Gäste nun beschieden zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide, von allen Flecken rein, führst du zu deiner Freude die Völkerscharen ein; du am dür⸗ren Hol-ze ver⸗söhn⸗test * ih⸗ re Schuld: und welchen nichts verkündigt, kein Heil verheißen war, die bringen nun entsündigt dir Preis und Ehre dar. 4. Drum kann nicht Friedewerden, bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu deinen Füßen liegt, bis du im neuen Leben die ausgesöhnte Welt dem, der sie dir gegeben, vors Angesicht gestellt. 39 5. Und siehe, tausend Fürsten mit Völkern ohne Licht stehn in der Nacht und dürsten nach deinem Angesicht; auch sie hast du gegraben in deinen Priesterschild,“) am Brunnquell sie zu laben, der dir vom Herzen quillt. *) 2 Mos. 28, 29. 6. So sprich dein göttlich Werde, laß deinen Odem wehn, daß auf der finstern Erde die Toten auferstehn; 2. Uirche und Gnadenmittel. daß, wo man Götzen fröhnet und vor den Teufeln kniet, ein willig Volk versöhnet zu deinem Tempel zieht. 7. Wir rufen, du wirst hören; wir fassen, was du sprichst; dein Wort muß sich bewähren, womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen, wie viele sind's noch nicht! O du, der's uns versprochen, werd aller Heiden Licht. Albert Knapp, g. 1798, + 1864. 149. Mel. Jesus, meine Zuversicht. „ 1— 5 f + DSSDEEEIIIIIIT..... RRRRRRRTT E—.—————————— — Ei⸗ne Her⸗-de und ein Hirt! Wie wird dann dir wenn sein Tag er⸗schei-nen wird! Freu ⸗e dich, du —7— ———— 3—— DDE——— bU— 4. ö de, RM 9 nac dich auf und wer⸗de Q 4 —— 2—— 10—— 2... E 2—— 14 4 I 26.——— ö—— licht: Ne ⸗ sus hält, was er ver ⸗ spricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet dämmernd sich den Heiden, blinde Pilger flehn um Licht: Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, daß die Nacht zum Tage werde. Ach wie manches Schäflein irrt fern von dir und deiner Herde! Kleine Herde, zage nicht: Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht 14⁰ vor des Morgenrotes Helle, und der Sohn der Wüste kniet dürstend an der Lebensquelle, ihn umleuchtet Morgenlicht: Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber stehen aufgetan; rauscht, verdorrete Gebeine, macht dem Bundesengel Bahn, großer Tag des Herrn erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, 7— Aiig und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonnel A. Christliche Kirche(Misston). 150 Mach dich aufl Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Adolf Krummacher, g. 1262, 4 1845. 10 ů—66 Mel. Jesu hilf siegen, du Fürste des Lebens. 5 Q—9 — 4—³ 3 10———— ½ ö EEEEE— ö 1 Ei⸗ner ist Kö⸗nig, Im-ma-nu⸗el sie⸗get; Zi⸗on hin ⸗ ge⸗gen sei in- nig ver⸗ gnü⸗get, ⁰⁷.— ö——.— S..... 836 be⸗bet, ihr Fein⸗-de, und ge-bet die Flucht. é la ⸗be dein Her⸗-ze mit himm⸗li⸗scher Frucht; .—7 ö..———5—— .— — e⸗ wi⸗ges Le⸗ben, un ⸗ end=⸗li ⸗-chen Frie⸗den, 9 N— SSIS. I I.I.I.II.I....I.III.III..... 2.SI S.SISIIIIIIIIIII..II — Freu⸗de die Fül⸗le hat er uns be⸗schie-den. 2. Stärket die Hände, ermuntert Fluten der Trübsal verrauschen, de die Herzen, vergehen: trauet mit Freuden dem ewigen Jesus, der treue, bleibt ewig dir —1 Gott: stehen. Jesus, die Liebe, versüßet die 4. Zion, wie lange hast du nun ht. Schmerzen, geweinetꝰ reißet aus Angsten, aus Jammer Auf und erhebe dein sinkendes iet und Not; Haupt! , ewig muß unsere Seele genesen Siehe, die Sonne der Freuden er⸗ in dem holdseligsten, lieblichen scheinet . Wesen. tausendmal heller, als du es ge⸗ 3. Halte, o Seele, im Leiden fein glaubt. stille, Jesus der lebet, die Liebe regieret, n, schlage die Rute des Vaters nicht die zu den Quellen des Lebens dich eine! aus; führet. bitte und schöpfe aus göttlicher Fülle] 5. Laufet nicht hin und her, eilet t. Kräfte, zu siegen im Kampfe und zur Quelle; hkeit! Strauß; Jesus der bittet: Kommtalle zu mir! 14¹ Sehet, wie lieblich, wie lauter und helle ö fließen die Ströme des Lebens all⸗ hier. Trinket, ihr Lieben, und werdet er⸗ quicket, hier ist Erlösung für alles, was drücket. 6. Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, die euch der König des Himmels anbeut; —4 selbst er, Jehovah, wird Siegern zum Lohne: wahrlich, dies Kleinod verlohnt sich den Streit; streitet nur unverzagt, seht auf die ö Krone, selber Jehovah wird Siegern zum Lohne. 7. Löwe aus Juda, da, da wird man sehen 51. 151 2. Uirche und Gnadenmittel. eine gewaltige, siegende Schar deine unendliche Hoheit erhöhen, alles, was Odem hat, ruft: er ist's gar! Sehet, wie Kronen und Throne hin⸗ fallen; höret, wie donnernde Stimmen er⸗ schallen. 8. Reichtum, Kraft, Weisheit, Preis, Stärke, Lob, Ehre Gott und dem Lamm und dem hei⸗ ligen Geist! Wenn ich da stünde, o wenn ich da wäre! Springet, ihr Bande, ihr Fesseln, zerreißt. Amen, die Liebe wird wahrlich er⸗ hören, alles, was in mir ist, lobe den Herren! J. L. K. Allendorf, g. 1695, 4 1275. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. ..——— 12..— =SSDDI‚II————— 1 Ei⸗ ner ist's, an dem wir han-gen, der Uns⸗re Lei ber, uns ⸗ re Her ⸗ zen ge⸗ ö n, en ee en ein üeren en ᷣen un e, eeen n=en, F Weaum. für uns in den Tod ge⸗gan⸗gen und uns er⸗ hör⸗en dir, o Mann der Schmer-zen, in dei- ner ö F 2 21.— ů— .— n.—————..— ö △—.— 2 kauft mit sei⸗nem Blut. Ni ö Lie-be ruht sich's gut. imm uns zum Ei⸗ gen⸗ * 9 —+* 5* +— .— inmenear.xv. . SE—— tum, be ⸗ rei-te dir zum Ruhm dei⸗ne Kin⸗ 14² LEI b 1. A. Christliche Kirche(Mission). 15² —*—— S... IIIIII.... 7 7 7⁸ der, ver-birg uns nicht das Gna⸗den⸗ licht von rl + H —. I n⸗——•———— en;—— 2 „ dei ⸗ nem heil⸗ gen An⸗ge⸗ sichtl en. 2. Nicht wir haben dich erwählet. 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig, ö du selbst hast unsre Zahl gezählet die Ernt ist groß, der Schnitter we⸗ re nach deinem ew'gen Gnadenrat. drum sende treue Zeugen aus![nig, hei⸗ Unsre Kraft ist schwach und nichtig. Sende sie hinaus in Gnaden, ist! und keiner 1 zum Werke tüchtig, viel frohe Gäste einzuladen da der nicht von dir die Stärke hat. zum Mahl in deines Vaters Haus. re! Drum brich den eig'nen Sinn, Wohl dem, den deine Wahl en, denn Armut ist Gewinn beruft zum Abendmahl ißt. für den Himmel; im Reich Gottes! er⸗ wer in sich schwach, Da ruht der Streit, en,‚ folgt, Herr, dir nach da währt die Freud und trägt mit Ehren deine Schmach. heut, gestern und in Ewigkeit. en! Albert Knapp, g. 1798, 4+ 1864. 75. 152. mel. wie schön leuchtet der Morgenstern. —:———=.— 60 4.—— RS— 1 Ein Herz und ei ⸗ ne See⸗ le war — und wie es war und wie eist, 2*———— . —— der er sten Chri ⸗-sten⸗ jün ger Schar, wo du der Herr bist, Je⸗sus Christ, 72 EH ö r⸗—— —* 1—— IX ö als Glie⸗der ei⸗ nes Lei⸗bes; L re 0— so werd es und so bleib es! ————— 19—— 0 qWDRDRDRRDRDRDIRRR. meh⸗ re Glau-ben, Lie ⸗-be und die 2755 ⸗be, ——.— —— — SIIIIIIIII.— 1 n⸗ die uns trei-ben, un⸗ver-rückt bei dir zu blei-ben. 143 153 2. Uirche und Gnadenmittel. 2. O du, der unsre Armut kennt, dein Lebenswort und Sakrament laß reichlich uns genießen! Das nähr und pfleg und stärk uns daß du in uns und wir in dir(hier, uns aneinander schließen; daß wir in dir, durch dich leben, wie die Reben auszuschlagen und einander uns zu tragen. 3. Weil du so herzlich alle liebst, weil du so reichlich allen gibst, Geduld hast, wenn sie fehlen, so sei auch aller Herz ein Herz; des einen Freud, des andern bewege aller Seelen.(Schmerz Gleiche, reiche Gnadengabe alle labe und vereine die gesegnete Gemeine. Harl Johann Phil. Spitta, g. 1801, 4 1859. 153. Eigene Melodie. Psalm 62. Q— — .—————.— 365 1 Es Wol uns Gott ge⸗ nä⸗ dig sein und sein Ant ⸗— uns mit hel ⸗lem Schein er⸗ Q— ..2—— NM—.— — 2 2 2. I— 3— , wre dn. n din., auut dse nn, er Senn nn. sei nen Se⸗ gen ge ben 15 daß wir er⸗ken⸗nen leucht zum ew⸗-gen Le ⸗ ben, é 5 2 DiDEBEDBHBHqñ‚iiDSEEEE‚ee HS erE,. L.2— 2 1— 1 I—.— .— ILI*— 12 sei⸗ ne Werk und was ihm lieb auf Er ⸗den, und Q +— D.V— +———— 1 D——————— +— EE 0 2— ‚ ⸗sus Chri⸗ stus Heil und Stärk be⸗kannt den 9 + ů— II rsn me DI—————— den, ien, r. 4.0%½ +—**—* ⁰99 Hei⸗den wer ⸗den und sie zu Gott be ⸗ keh-ren. 2. So danken, Gott, und loben dich die Heiden überalle, und alle Welt die freue sich und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht walten; dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich das Volk in guten Taten; das Land bringt Frucht und bessert dein Wort ist wohl geraten. sich, Uns segne Vater und der Sohn, uns segne Gott der heil'ge Geist! Dem alle Welt die Ehre tu, vor ihm sich fürchte allermeist! Nun sprecht von Herzen Amen! Martin Luther, g. 1485, 4 1546. A. Christliche Kirche(Misston). 15⁴ 154. Eigene Melodie. Off. Joh. 5. —— 1 2—5 1 EEESS ———— 1. Fah⸗re fort, fah⸗re fort, Zi⸗ on, fah⸗ re Q +— er—.— 1.—.——————— ö.——.—.—.— fort im Licht! Ma⸗che dei⸗nen Leuch⸗ter hel⸗ le, —— 5—.———— iSSSS··............ 99— laß die er ⸗ste Lie-be nicht, su ⸗che stets die 6 7. II — E— 68r.rni. +—* 2— 5 5 Le⸗bens ⸗quel ⸗lel Zi ⸗ on, drin-ge durch die , —** 6 +—— +*— 1 — en ⸗ ge Pfort, fah-re—— fah ⸗ re fortl n 2. Leide dich, leide dich, 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, leide ohne Scheu gion dringe ein in Gott, — Trübsal, Angst mit Spott und Hoh-stärke dich mit Geist und Leben, — sei bis in den Tod getreu, Ine, sei nicht wie die andern tot, siehe auf die Lebenskronel sei du gleich den grünen Reben! — Zion, fühlest du der Schlangen(Zion, in die Kraft, statt in den — leide dich, leide dich!(Stich, dringe ein, dringe ein!(Schein, u 3. Folge nicht, folge nicht, 6. Brich herfi für, brich herfür, Zion, folge nicht der Welt, Zion, brich herfüri in Kraft, wenn sie dich sucht groß zu machen; weil die Bruderliebe brennet, achte nichts ihr Gut und Geld, zeige, was der in dir schafft, nichts ihr Dräuen, nichts ihr Lachen! der als seine Braut dich kennet. ich Zion, wenn sie dir viel Lust ver⸗(Zion, durch die dir gegeb'ne Tür folge nicht, folge nicht!(spricht,ö brich herfür, brich herfür! ert 4. Prüfe recht, prüfe recht, 7. Halte aus, halte aus, ch, Zion, prüfe recht den Geist, Zion, halte deine Treu, , der dir ruft zu beiden Seiten; laß nicht lau und träg dich finden! t! tue nicht, was er dich heißt, Auf, das Kleinod rückt herbei, laß nur deinen Stern dich leiten! auf, verlasse, was dahinten! Zion, das, was gut scheint oder Zion, in dem letzten Kampf und vrüfe recht, prüfe recht![schlecht,. halte aus, halte aus! Strauß 46 Joh. Eusebius Schmidt, g. 16 70, 4 145. 145 1⁰ 2. Uirche und Gnadenmittel. 155. mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. 2— sün— 1 1.—5 4 S H.EE 2 EE + ä ö 1 Got⸗tes Stadt steht den⸗noch steht sie fest ge⸗ grün ⸗ det auf und wird ste ⸗ hen; man 23 1 + 22„ a I— .—— 2 ů—.——— I 4 1 1— I + + + + IE + IEE 2 I———. 13.— 9.—— heil'⸗gen Ber⸗gen, es ver⸗bün ⸗ det sich wi⸗ der wird an ihr mit Stau⸗nen se ⸗ hen, wer hier die — D..—% e en 2—* sie die gan⸗ze Welt; é‚ D— en Hu ⸗ ter IJs Hut und Wa⸗che hält. 8 V————— E————————— EAEV— 1—.———6 2.. * 45 els ist ih ⸗-res Hei⸗ les Fels. Hal⸗le⸗lu⸗ 27 +.— U* E—— + E HIIIII‚‚——————.——.— D. I—— ja! Lob ⸗ singt und sprecht: Wohl dem Ge⸗schlecht, das —— H —. I— IL —* + I —— + 1 22. II 2 21 in ihr hat das 2. Zions Tore liebt vor allen der Herr mit gnäd'gem Wohlgefal⸗ macht ihre Riegel stolz und fest, len, segnet, die darinnen wohnen, weiß überschwenglich demzulohnen, der ihn nur tun und walten läßt. Wie groß ist seine Huld! Wie trägt er mit Geduld all die Seinen! o Gottes Stadt, du reiche Stadt, die solchen Herrn und König hat! 3. Große, heil'ge Dinge werden in dir gepredigt, wie auf Erden sonst unter keinem Volk man hört. 146 . Bür⸗ger ⸗ recht! Gottes Wort ist deine Wahrheit; du hast den Geist und hast die Klar⸗ die alle Finsternis zerstört.(heit, Da hört man fort und fort das teuer werte Wort ew'ger Gnade. Wie lieblich tönt, was hier versöhnt und dort mit ew'gem Leben krönt! 4. Auch die nichts davon vernom⸗ men, die fernsten Völker werden kommen und in die Tore Zions gehn. Denen, die im Finstern saßen, wird auch der Herr noch pred'gen lassen, red'gen (lassen, A. Christliche Kirche(Misslon). 156 was einst für alle Welt gescheh'n. Wo ist der Gottessohn? Wo ist sein Gnadenthron?— wird man fragen. Dann kommt die Zeit, wo weit und breit erscheint der Herr der Herrlichkeit. 5. Darum stellet ein die Klagen! Man wird noch einst zu Zion sagen: Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Voll Erstaunen wird man schauen, wie Gott sein Zion mächtig bauen und herrlich weitern wird einmal. Erhebet Herz und Sinn! Es ist die Nacht schier hin für die Heiden; es kommt der Tag; sie werden wach, und Jsrael folgt ihnen nach. 6. Gottes Stadt, du wirst auf Er⸗ den die Mutter aller Völker werden, die ew'ges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie vom Reigen, wird einst von dir zum Himmel stei⸗ gen! Die Lebensbrunnen sind in dir. In dir das Wasser quillt, das alles Dürsten stillt. Halleluja! Von Sünd und Tod, von aller Not erlöst nur einer, Zions Gott. Karl Johann Philipp Spitta, g. 1801, 4 1859. 156. mel. Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. EH 4.—————————— EU— ü— LEC. + +. 2— —.— +. 2— 2.. 1 *— ö ö 1 Ich lo-be dich von gan⸗zer See⸗len, daß dir wol⸗len ei ⸗ ne Kirch er⸗wäh⸗len zu 5—.— J.. + 2——— I 25——..L— — HH——iIII— ö ö. du auf die ⸗ sem Er-den⸗kreis 100 vie ⸗Le dei- nes Na- mens Lob und Preis, ————— —.— 2 X. 2 LVe I—.— +2——.—3 I.I 22 + 4+..—— 1— 1* ———— ö 9935 sich zu⸗sam-men⸗fin⸗den in ei⸗ ner hei⸗li⸗ N— E+ + 1 gen Ge⸗mein, die da von al⸗-len ih⸗ ren Sün⸗den —9 — N—— I —5.—.—.—.—.—.—. — + +——— durch Chri⸗sti Blut ge⸗ wor⸗ den rein. 2. Du rufest auch noch heutzutage, man höret immer deine Klage, daß jedermann erscheinen soll; 147 daß nicht dein Haus will werdenvoll. 10* 157 2. Kirche und Gnadenmittel. Deswegen schickst du auf die Stra⸗ zu laden alle, die man find't;[ßen, du willst auch die berufen lassen, die blind undlahm undKrüppel sind. 3. Du hast dir, Gott, aus vielen Zungen und Völkern eine Kirch gemacht, darinnen dein Lob wird gesungen und deine wunderschöne Pracht; die sämtlich unter Christo stehen als ihrem königlichen Haupt und in Gemeinschaft das begehen, was jeder Christ von Herzen glaubt. 4. Das Heil wir nicht auf Werke gründen, weil doch kein Mensch vor Gott ge⸗ recht; und will sich etwas Gutes finden, so sind wir dennoch böse Knecht. Mit Glauben müssen wir empfan⸗ wasChristiLeiden uns bereit't;gen, im Glauben müssen wir erlangen der Seelen Heil und Seligkeit. 5. Du heiligst uns zum neuen Le⸗ ben, daß wir auf Gottes Wegen geh'n, und daß wir nach dem Guten streben und allen Lüsten widerstehn. Du willst die Runzeln und die Flek⸗ damit die Sünde uns gekränkt,lken, mit der Gerechtigkeit bedecken, dieChristus uns aus Gnadenschenkt. 6. Erhalt uns, Herr, im rechten Glauben noch fernerhin bis an das End. Ach laß uns nicht die Schätze rauben, dein heilig Wort und Sakrament. Erfüll die Herzen deiner Christen mit Gnade, Segen, Fried und Freud, durch Liebesfeuer sie zu rüsten zur ungefärbten Einigkeit. Friedrich Konrad Hiller, g. 1662, + 1²²6⁶. 157. mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. E I;́,H„HHHHHtKͤK«Kͤ ñ————.— 43 ö ö Kö ⸗nig Je ⸗ su, strei ⸗ te, sie ⸗ ge, daß Blick auf dei ⸗ne Frie⸗dens ⸗bo ⸗ ten, laß D 9 +. 5.—.*— nien e, n een nen de. LVE 7 411 2 7 I— al⸗les bald dir un⸗ter ⸗lie ⸗ ge, was lebt und we⸗hen dei⸗ nen Le⸗bens ⸗o ⸗ dem durchs gan-ze T——— ᷓᷓ webt in die⸗ser Welt. wei⸗te To⸗ten⸗feld! Er⸗ hö ⸗ re un ⸗ ser 48. — D. 7* Ia +1 1 n Hn im ut * — 4— — 7 +——.—6 2 Flehn und laß es 148 bald ge⸗schehn! A⸗men, A⸗ A. Cbristliche Kirche(Mission). 158—159 Q + ‚.‚ DSSESESEEEE EE.E 2———— men! So rüh-men wir und jauch⸗zen dir ein C. ö H E— 2——— + 5—— 1. ö. Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja für und für! 185²(5) 150. Mel. O Jesu Christ, mein's Lebens Licht. H 4 ESESS E W———— — üe 7—.— 3 1. O Je⸗su Chri⸗ste, wah⸗res Licht, er⸗leuch⸗te, R————.— .— die dich ken⸗nen nicht, und brin-ge sie zu E—f——.—.— IEEEEEeeeeel b — dei⸗ner Herd, daß ih⸗re Seel auch se⸗lig werd. 2. Erfülle mit dem Gnadenschein, die in Irrtum verführet sein; auch die, so heimlich noch ficht an in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit Gnad und ihr verwund't Gewissen heil', laß sie am Himmel haben teil! 4. Den Tauben öffne das Gehör, die Stummen richtig reden lehr, die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glaube sei. 5. Erleuchte, die da sind verblend't, bring her, die sich von uns getrennt, versammle, die zerstreuet gehn, mach feste, die im Zweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zugleich auf Erden und im Himmelreich, hier zeitlich und dort ewiglich für solche Gnade preisen dich. Joh. Heermann, g. 1585, 4 1647. 159. Eigene Melodie. E————.———— en. 1. O daß doch bald dein Feu ⸗er brenn=te, , —. 55 2 + +—— —....—. +——— 2.—„ +2.—. — 1— L 1 2—..— du un ⸗ aus ⸗ sprech⸗ lich Lie ⸗ ben ⸗ der, ———..— —. 2—— II ..— 1.— +—— .———.— 1*. F 1 +** 2.—. und bald die gan⸗ze Welt er⸗kenn=te, daß 149 + 4— U 0 III n bist 9 nig, 2. Zwar brennt es schon in heller Flamme jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West dir, dem am Kreuz erwürgten Lam⸗ me ein herrlich Pfingst⸗ und E 3. Und noch entzünden Himmels⸗ so manches kalte, tote Herz[funken und machen Durst'ge freudetrunken undheilen SündundHöllenschmerz; 4. Verzehren Stolz und Eigen⸗ liebe und sondern ab, was unrein ist, und mehren jener Flamme Triebe, die nur auf dich gerichtet ist. 5. Erwecke, läutre und vereine des ganzen Christenvolkes Schar und mach in deinem Gnadenscheine dein Heil noch jedem offenbar. 160. Mel. Ein feste B Gott und Herr! 6. Du unerschöpfter Quell des Le⸗ bens, allmächtig starker Gotteshauch, dein Feuermeer ström nicht verge⸗ bens, ach zünd in unsern Herzen auch. 7. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen und baue deinen Tempel aus; laß leuchten deine heil'gen Flammen durch deines Vaters ganzes Haus. 8. Beleb, erleucht, erwärm, ent⸗ flamme doch bald die ganze weite Welt und zeig dich jedem Völkerstamme als Heiland, Friedefürst und Held. 9. Dann tönen dir von Millionen der Liebe Jubelharmonien, und alle, die auf Erden wohnen, knien vor den Thron des Lammes J. L. Fricker, 4 1766. hin. urg ist unser Gott. Q —— E—— ——1 Wenn Chri⸗stus sei ne Kir ⸗che schützt, so Q J. er, der zur Rech⸗ten 5...—* 1.. V* *..——— 1 +——— ui 2 I 2 1 öl ⸗le wü ⸗ ten D 5 ten. Er ist mit Macht ihr zu ge⸗ bie Q— N 4 . — I. 5.— .— —— ge⸗beut, steht's —— E 2 2 2 D———.—..858 .—. Aschützt zu 9ENVLL ———— 2 0 A. Christliche Kirche(Mission). 161 + ———————p— 1 ——— —————— EAI ö ö D=— tum) mag doch die Höl⸗le wü ⸗ tenl 2. Gott sieht die Fürsten auf dem sich wider ihn empören;[Thron denn den Gesalbten, seinen Sohn, den wollen sie nicht ehren. Sie schämen sich des Worts des Heilands, unsers Horts, sein Kreuz ist selbst ihr Spott; doch ihrer lachet Gott, sie mögen sich empören. 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmähn, uns kann er sie nicht rauben. Der Unchrist mag ihr widerstehn, wir halten fest am Glauben. Gelobt sei Jesus Christ! Wer hier sein Jünger ist, sein Wort von Herzen hält, dem kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rauben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm ver⸗ traut, laßt euch kein Drohn erschrecken. Der Gott, der von dem Himmel wird uns gewiß bedecken.(schaut, Der Herr, der starke Gott, hält über sein Gebot, gibt uns Geduld in Not und Kraft und Mut im Tod; was will uns da erschrecken? Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 769. 161. mel. Hion klagt mit Angst und Schmerzen. 2——— é— —————— 2 . 2 2** Zi ⸗ on, gib dich nu zu ⸗frie ⸗den du bist nicht von ihm ge⸗ schie⸗den, E——— D.— 1— + I—.. +2. HAEE——— 2 2——— —* ö ö 5—.— Gott ist noch bei dir da⸗ rin, Wenn er 53* hat ei ⸗nen Va⸗ ter⸗sinn al—. .SI.SISISISISIPIPISIPI. III. T—————— E———„— straft, so liebt er auch, dies ist sein he⸗ 0 — N* 4——7— 2 1— 2..— + ASSSSS lieb ⸗ter Brauch; Zi ⸗ on, ler ⸗ ne dies be⸗ E————.— D den⸗ken, wa⸗rum willst du dich so krän⸗ken? 2. Treiben dich die Meereswellen in der wilden tiefen See, 1 wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen Ach und Weh, 51 162 2. Kirche und Gnadenmittel. schweigt dein Heiland still dazu, gleich als schliefe er in Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, diese Flut wird sich bald legen. 3. Berge, Felsen möchten weichen, ob sie noch so feste stehn, ja die ganze Welt desgleichen möchte gar auch untergehn: dennoch hat es keine Not in dem Leben und im Tod; Zion, du kannst doch nicht wanken aus des Bundesgottes Schranken. 5. Müssen schon allhie die Tränen deine schönsten Perlen sein, muß das Seufzen und das Stöhnen schon das beste Lied dir sein, muß dein Purpur sein das Blut, und der Mangel Hab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen, du kannst deinem Gott vertrauen. 5. Droht man dir mit Schmachund Banden, mit dem Tod und Herzeleid, ei du wirst doch nicht zu schanden, denk nur an die Ewigkeit! Sei nur fröhlich, wohlgemut, denn der Herr ist's, der es tut. Zion, Gott wird dich schon stärken, dieses mußt du eben merken. 6. Freue dich, nun ist das Ende und der Abend schon herbei; gib dich nur in Gottes Hände, der dich nun will machen frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn gibt er dir die Freudenkron. Zion, du wirst wieder lachen, drum so laß die Welt nur machen! 7. O ihr Engel, Himmelserben, freuet euch mit Zion hier! Denn die jetzt hat wollen sterben, soll nun leben für und für und sich freuen ohne Zahl in dem schönen Himmelssaal. Zion, wer will dich nun scheiden von dem Lamm und ew'gen Freu⸗ Joach. Pauli, g. um 1656,(den? + nach 16 74. 162. Eigene Melodie. Jesaia 49, 14—16. e,.— ö„— —3 22 7— 0 + SE 2 2— 2 ů +7 1 Zi ⸗ on klagt mit Angst und Schmerzen, die er fräht in sei ⸗ nem Her⸗zen, ö H ‚..—— O IIIIIIIIIE Zi ⸗ on, Got⸗tes wer ⸗te Stadt ** 7 i die ersich er ⸗ wäh let hat. Ach spricht E EEED — 8 1— 4 4 + 2——— 2 7 2——— ** ꝑ„—3 23— 15 sie, wie hat mein Gott mich ver⸗las⸗sen in der Not — 1——. 2 —..— — + + und läßt mich so har ⸗ te B. Wort Gottes. 163 ö 4* II —*—— 2.— TDi 0 2— Mei ⸗ ner hat 2. Der Gott, der mir hat verspro⸗ seinen Beistand jederzeit, chen der läßt sich vergebens suchen jetzt in meiner Traurigkeit. Ach will er denn für und für so gar grausam zürnen mir? Kann und will er sich der Armen jetzt nicht wie vorhin erbarmen? 3. Zion, o du Vielgeliebte, sprach zu ihr des Herren Mund, zwar bist du jetzt die Betrübte, Seel und Geist ist dir verwund't, doch stell alles Trauern ein! Wo mag eine Mutter sein, die ihr eigen Kind kann hassen und aus ihrer Sorge lassen? 4. Ja, wenn du gleich möchtest einen solchen Muttersinn, finden da die Liebe kann verschwinden, so bleib ich doch, der ich bin. Meine Treue bleibet dir, er ganz ver ⸗gese⸗ sen. Zion, o du meine Zier; mein Herz hast du mir besessen, deiner kann ich nicht vergessen. 5. Laß dich nicht den Satan blen⸗ den, der sonst nichts als schrecken kann; siehe, hier in meinen Händen hab ich dich geschrieben an. Wie mag es denn anders sein? Ich muß ja gedenken dein, deine Mauern muß ich bauen und dich fort und fort anschauen. 6. Stets auf dich sieht mein Er⸗ barmen, du liegst mir auf meinem Schoß, wie ein Kind in Mutterarmen; meine Treu zu dir ist groß. Dich und mich kann keine Zeit, keine Not, Gefahr und Streit, ja der Satan selbst nicht scheiden; bleib getreu in allem Leiden! Joh. Heermann, g. 1585, 4 1647. B. Wort Gottes. 1163. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1 E 7 4 ů————— ** +. I— 1 6 ist ei⸗ne sel'⸗ ge Stun⸗de, Je⸗su, da man und das Herz von Her⸗zens⸗grun⸗de tief in dei⸗ne 84 NV . —6* IXX 1 T — —. — + dein ge⸗ denkt Wun⸗den senkt. .———— E— 0 ö— ů II—— —..DD————— Je⸗sum su⸗chen, fin⸗den, nen- nen, das er⸗fül⸗let 153 164 2. Kirche und Snadenmittel. 4 ...... 2.——.——. — uns⸗re Zeit mit der höch-sten Se⸗=lig⸗keit. 2. Jesus, deine Gnadenquelle 3. Nun, so laß auch diese Stunde ——— + *——— E I * I— X—— s fließt so gern ins Herz hinein, dein Gedächtnis in uns sein, deine Sonne scheinet helle, in dem Herzen, in dem Munde denn du willst genossen sein; leb und herrsche du allein! und bei aller Segensfülle Laß uns deiner nie vergessen! ist dein Wunsch und ernster Wille., Wie Maria still gesessen, daß man, weil dein Brünnlein voll, da sie deinen Mund gehört, unaufhörlich schöpfen soll. also mach uns eingekehrt! E. G. Woltersdorf, g. 1725, 4 1761. 164. mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. * II 2———.—.— SPSPSPSPITPIPIITIT IPITI I ITIIIII....T EV 1 1.—— 1— V. —— 1 Dein Wort, o Herr, ist mil⸗der Tau für Laß kei⸗nem Pflänz⸗chen dei⸗ ner Au den + I.V— I +N 2—.2* II e 5.—ᷣ——.— 1 31 VZ..——— 1 V—.. trost⸗be⸗ dürft'⸗ge See⸗len. ö ö er ⸗ quickt durch i Him⸗mels⸗bal⸗sam feh⸗len; 9 ch ihn laß E. 17— I +— + +— I — HH—IüD‚— je⸗des blühn und in der Zu⸗kunft Ta⸗gen dir FHU— EHEDf E 2.—— 85— + 2.— 2 I Frucht und Sa⸗ men tra ⸗ genl 2. Dein Wort ist, Herr, ein IFlam⸗es führt auch Toren hin zum Herrn menschwert, und macht die Einfalt weise. ein Keil, der Felsen spaltet, Dein Himmelslicht ein Feuer, das im Herzen zehrt verlösch uns nicht und Mark und Bein durchschaltet. und leucht in jede Seele, O laß dein Wort daß keine dich verfehle. noch fort und fort 4. Ich suchte Trost und fand ihn der Sünde Macht zerscheitern nicht; und alle Herzen läutern! da ward das Wort der Gnade 3. Dein Wortist uns derWunder⸗mein Labsal, meine Zuversicht, für unsre Pilgerreise,[stern die Fackel meiner Pfade. 15⁴4 51 B. Wort Sottes. 165 Sie zeigte mir den Weg zu dir und leuchtet meinen Schritten bis zu den ew'gen Hütten. 5. Nun halt ich mich mit festem zu dir, dem sichern Horte. Sinn Wo wendet' ich mich anders hin? Herr, du hast Lebensworte. Noch hör ich dein: Komm, du bist mein! Das rief mir nicht vergebens ein Wort des ew'gen Lebens. 6. Auf immer gilt dein Segens⸗ bund, dein Wort ist Ja und Amen. Nie weich es uns aus Geist und zu preisen deinen Namen; Mund, laß immerfort dein helles Wort in allen Lebenszeiten uns trösten, warnen, leiten! 7. O sende bald von Ort zu Ort den Durst nach deinen Lehren, den Hunger aus, dein Lebenswort und deinen Geist zu hören; und send ein Heer von Meer zu Meer, der Herzen Durst zu stillen und dir dein Reich zu füllen. Karl Bernh. Garve, g. 1765, 4 1841. 165. mel. Wie lieblich ist doch, Herr, die Stätte. —— .5—— —— — 0 5—DHD‚‚ 5 2 EHUEEE——— 2 2.. ——. + Dein Wort, o Höch ⸗ster, es gibt dem Sün ⸗der ist voll ⸗kom⸗ und dem From⸗ 2.———— 2——.— 2.. 41.— 2—* 22.——— 2——2——.—.—. H men; es lehrt uns uns ⸗ re gan⸗-ze Pflicht, men zum Le⸗ ben si⸗ chern Un ⸗ter ⸗ richt. 4—.— 4— 8. +— I.— ————— 2— 2 r 7*— 7 O se ⸗ölig, wer * . V 1— II E 1 1 2—.— 1 1 H 2—* 3 N ——2—— I . wahrt und mit 2. Es leuchtet uns auf unsern We⸗ gen, vertreibt des Irrtums Finsternis; es füllt mit Freuden, bringt uns Segen und machet unser Herz gewiß. Es lehrt uns, Höchster, was du bist, und was dir wohlgefällig ist. Ge⸗ hor⸗sam ehrtl 3. Dein Wort ermuntert, dich zu lieben, lehrt, wieviel Guts du denen gibst, die freudig dein Gebot ausüben, und wie du väterlich uns liebst. Und was, o Herr, dein Mund ver⸗ spricht, bleibt ewig wahr und trüget nicht. 155 166 4. Gott, deine Zeugnissesindbesser und mehr der Sehnsucht 1965 1 0 Ihr Wert ist köstlicher und größer, als alles noch so feine Gold; wer das tut, was dein Wort gebeut, dem ist dein Segen stets bereit. 2. Kirche und Gnadenmittel. 5. Drum laß auch mich mit Lust betrachten, d. was mich dein Wort, oHöchster,lehrt, und auf das mit Gehorsam achten, was es von mir zu tun begehrt; so fließen Trost und Seelenruh auch mir aus deinem Worte zu. Nach Joh. Hasp. Lavater, g. 1741, + 1801. 166. Mel. Ach Gott und Herr. „— EA I I——... X—— SPDPDPDPFPFTTFTFTTTFTITITTTISII..... ** ö 1—— Gott ist mein Hort, und auf sein Wort soll 22..........— EEEIE— N— 7 mei ⸗ne See⸗le trau ⸗en. Ich wand ⸗le hier, —— —.D 7— ́— n, n dLe r,, Lan L— * DSDSDSDSD/DSDD ii i iEiiiEiiEiieee eeeee mein Gott, vor dir 2. Dein Wort ist wahr; laß immerdar mich seine Kräfte schmecken, laß keinen Spott, o Herr mein Gott, mich von dem Glauben schrecken! 3. Wo hätt' ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie verstünd' ich nie, wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt der Seele Wert, Unsterblichkeit und Leben. Zur Ewigkeit ist diese Zeit von dir mir übergeben. 5. Dein ew'ger Rat, die Missetat der Sünder zu versühnen, im Glau⸗ben, nicht im Schau⸗en. denkenntich nicht, wärmir dies Licht nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz in Reu und Schmerz der Sünden nicht verzagen. Nein, du verzeihst, lehrst meinen ein gläubig Abba sagen.(Geist 7. Mich zu erneu'n, mich dir zu weihn, ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh vermagich's nie, dein Wort gibt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, laß uns dies Wort, denn du hast's uns gegeben. Es sei mein Teil, es sei mir Heil und Kraft zum ew'gen Leben! Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1769. B. Wort Gottes. 167 167. mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. H V— —IINSRSIT——..— 7„— IRRRRRAIII—— 1 Gott Va⸗ter, al ⸗ ler Din ⸗ge Grund, Wie lieb⸗lich ist die Stät ⸗te hier! e 2 1—— I— 2——————— 25 4.— 1——. gib dei ⸗ nen Va ⸗ ter ⸗ na⸗ men kund Die Her ⸗ zen wal ⸗ len auf zu dir, 5—.— H nrn, nn munn Hus, mamt, Imm, nin iinna nm nit:, nin.— ͥZᷓPPDD* 2—..—— an die= sem heil'⸗gen Or⸗te. Woh⸗ne hier ist des Him-mels Pfor⸗te. A H E——— 3—5 4 N V 4—2—2z +—„—— HII SS—— S2..—————— 1—¹ 2 2.— 2.— vol⸗ler Klar⸗heit; heil'⸗ge uns in dei⸗ner Wahr⸗heit. 2. Sohn Gottes, Herr der Herr⸗ lichkeit, dies Gotteshaus ist dir geweiht, o laß dir's wohlgefallen. Hier schalle dein lebendig Wort, dein Segen walte fort und fort in diesen Friedenshallen. Einheit, Reinheit gib den Herzen; Angst und tilg in Gnaden[Schmerzen und nimm von uns allen Schaden. 3. Gott heil'ger Geist, du wertes Licht, wend her dein göttlich Angesicht, daß wir erleuchtet werden. Gieß über uns und dieses Haus dich mit allmächt'gen Flammen aus, mach himmlisch uns auf Erden. Lehrer, Hörer, Kinder, Väter, früher, später geht's zum Sterben; hilf uns Jesu Reich ererben. 4. Dreiein'ger Gott, Lob, Dank und Preis sei dir vom Kinde bis zum Greis für dies dein Haus gesungen. Du hast's geschenkt und auferbaut, dir ist's geheiligt und vertraut mit Herzen, Händen, Zungen. Ach hier sind wir noch in Hütten, Herr, wir bitten: Stell uns droben in den Tempel, dich zu loben. Alb. Knapp, g. 1798, g. 1864. 15⁷ 168—169 2. Kirche und Gnadenmittel. 163. Mel. O Durchbrecher aller Bande. N——.— LL +— + I 3.60. 20 —— EEEEEEE 2———— ů — I E—.— 1.J Herr, dein Wort, die ed⸗le Ga⸗ be, die⸗sen denn ich zieh es al⸗ ler Ha⸗ be und dem H 4 E.— EAEE r—F—— +* Schatz er ⸗hal ⸗-te mir, enn dein Wort soll nicht mehr größ⸗ten Reich⸗tum 955 x cht mehr Q⁰— E—— DEeeeeeeee. Lus, Huuen—..—— 2...———— RAEV— 1—— gel⸗ten, wo⸗rauf 10 der Glau⸗ be ruhn? Mir ist's 9⁰— i nicht um tau⸗ send Wel⸗ten, a⸗ber um dein Wort zu tun. 2. Halleluja, Ja und Amen! laß mich eifrig sein beflissen, Herr, du wollest auf mich sehn, dir zu dienen früh und spat daß ich mög' in deinem Namen und zugleich zu deinen Füßen fest bei deinem Worte stehn; sitzen, wie Maria tat. V. 5 N. L. v. Hinzendorf, g. 1700, 4 1760. .2. Chstn. Gregor, g. 1755, 4 1801. 169. mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. ..IFI.I.I.I.I.. T +— + h— 1. Herr, öff⸗ne mir die Her⸗zens⸗tür, zieh mein Herz ———— 4———— e e..5 — durch dein Wort zu dir, laß mich dein 9386 be⸗wah⸗ren 0— —— 2 — 2— —.— ——— 2 11. — I. I.—* rein, laß mich dein Kind und Er-be sein! 2. Dein Wort bewegt des Herzens 3. Ehr sei dem Vater und dem Grund, Sohn, dein Wort macht Leib und Seel ge⸗ dem heil' gen Geist in Einem Thron! sund, Der heiligen Dreieinigkeit deinWort ist's, das mein Herzerfreut, sei Lob und Preis in Ewigkeit! dein Wort gibt Trost und Seligkeit. Joh. Olearius, g. 1611, 4 1684. IIII 158 64— 66 6F9⁰43 B. Wort Gottes. 170 170⁰. Mel. Gott des Himmels und der Erden. ....IS.SII.I‚II..........—— .—— 42——.— 12—.——.. — 2———.—.* 1 1. Teu⸗res Wort aus Got⸗tes Mun ⸗de, das mir dich al⸗lein hab ich zum Grun ⸗-de mei⸗ner —— — 1— N DE— lau⸗ter Se⸗ gen trägt, in dir Se⸗lig ⸗keit ge ⸗ legt; n dit tresf ich Z—— — + + + n d. — 2 2—. al ⸗les an, was zu Gott mich füh⸗ren kann. 2. Will ich einen Vorschmack ha⸗ 6. Gib dem Samkorn einen Acker, ben, der die Frucht nicht schuldig bleibt; welcher nach dem Himmel schmeckt, so kannst du mich herrlich laben, weil bei dir ein Tisch gedeckt, der mir lauter Manna schenkt, mich mit Lebenswasser tränkt. 3. Du, mein Paradies auf Erden, schließ mich stets im Glauben ein, laß mich täglich klüger werden, daß dein heller Gnadenschein mir bis in die Seele dringt und die Frucht des Lebens bringt. 4. Geist der Gnade, der im Worte mich an Gottes Herze legt, öffne mir des Himmels Pforte, daß mein Geist hier recht erwägt, was für Schätze Gottes Hand durch sein Wort ihm zugesandt. 5. Lasse mich in diesen Schranken sonder eitle Sorgen sein, schließe mich mit den Gedanken in ein stilles Wesen ein, daß die Welt mich gar nicht stört, wenn mein Herz dich reden hört. mache mir die Augen wacker, und was hier dein Finger schreibt, präge meinem Herzen ein, laß den Zweifel ferne sein! 7. Was ich lese, laß mich merken; was du sagest, laß mich tun! Wird dein Wort den Glauben stär⸗ laß es nicht dabei beruhn,[ken, sondern gib, daß auch dabei ihm das Leben ähnlich sei. 8. Hilf, daß alle meine Wege nur nach dieser Richtschnur gehn. Was ich hier zum Grunde lege, müsse wie ein Felsen stehn, daß mein Geist auch Rat und Tat in den größten Nöten hat. 9. Laß dein Wort mir einen Spie⸗ in der Folge Jesu sein, gel drücke drauf ein Gnadensiegel, schließ den Schatz im Herzen ein, daß ich fest im Glauben steh, bis ich dort zum Schauen geh. Benjamin Schmolck, g. 1672, 4 1257. 159 171—17 2. Uirche und Gnadenmittel. 1l. Mel. Gott sei Dank durch alle Welt. ö 2 0 * ⸗. d dei 1. Wal ⸗te, wal ⸗ te nah und fern, all⸗ ge⸗ 38 EHN 2 5— 5 EEE——— e wol⸗ tig Wort des Herrn, wo nur sei⸗ ner 3 E——.——— 23———— La DDDDSiSSSSeEE 30 A macht Ruf Men⸗schen für den Him⸗mel schuf. daf 2. Wort vom Vater, der die Welt 5. Wort des Lebens stark undrein, l schuf und in den Armen hält alle Völker harren dein; 11 und der Sünder Trost und Rat walte fort, bis aus der Nacht 6 zu uns hergesendet hat. alle Welt zum Tag erwacht. 5 4 3. Wort von des Erlösers Huld, 6. Auf zur Ernt in alle Welt! der der Erde schwere Schuld Weithin wogt das reife Feld, Der durch des heil'gen Todes Tat klein ist noch der Schnitter Zahl, 0 ewig weggenommen hat. viel der Arbeit überall. Gi 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, 7. Herr der Ernte groß und gut, der den Weg zum Himmel weist weck zum Werke Lust und Mut, 5 und durch seine heil'ge Kraft laß die Völker allzumal 9 Wollen und Vollbringen schafft. schauen deines Lichtes Strahl! ö Jonathan Friedrich Bahnmaier, g. 1724, 4 1841. 10 172. mel. Es ist das Heil uns kommen her. Ev. Luk. 8,4—15. EHA 1.———..—— H—— es E— 1—.———— 2———.— daf 1 Wir Men⸗schen sind zu dem, o Gott, was des Udein We⸗sen, Wil⸗le und Ge⸗bot ist Fri CE5IO———T—— 6 2—.—.—1 2.— vor geist⸗lich ist, un ⸗-tüch⸗tig; eei an ů in d viel zu hoch und wich⸗-tig; wir wis⸗sen's und ver⸗ EARDESSSSEEEEEEEE 4˙ 2... ö‚—5 2.— —— ste⸗hen's nicht, wo uns dein gött⸗lich Wort und SSSIEI I...... ———..—.— 2—5.— r. re.— 8 Licht den Weg zu dir nicht wei= sel. B. Wort Gottes. 173³ 2. Drum sind vor Zeiten ausge⸗ Propheten, deine Knechte,(sandt daß durch dieselben würd' bekannt dein heil'ger Will' und Rechte; zum letzten ist dein ein'ger Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. 3. Für solches Heil sei, Herr, ge⸗ Laß uns dabei verbleiben spreist! und gib uns deinen heil'gen Geist, daß wir dem Worte gläuben, dasselb' annehmen jederzeit mit Sanftmut, Ehrfurcht, Lieb und Freud als Gottes, nicht der Menschen. 4. Hilf, daß der losen SpötterHauf uns nicht vom Wort abwende; denn ihr Gespött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. Gib du selbst deinem Worte Kraft, daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich bei uns wohne. 5. Offn' uns die Ohren und das daß wir das Wortrechtfassen, Herz, in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht Hörer nur allein des Wortes, sondern Täter sein, Frucht hundertfältig bringen. 6. Am Weg der Same wird sofort vom Teufel hingenommen; in Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen; der Same, so in Dornen fällt, von Sorg und Wollust dieser Welt verdirbet und ersticket. 7. Ach hilf, Herr, daß wir werden dem guten fruchtbarn Lande lgleich und sein an guten Werken reich in unserm Amt und Stande, viel Früchte bringen in Geduld, bewahren deine Lehr und Huld im feinen, guten Herzen. 8. Laß uns, so lang wir leben hier, den Weg der Sünder meiden, gib, daß wir halten fest an dir in Anfechtung und Leiden. Rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Weltsorg überall und böse Lüste dämpfen! 9. Dein Wort, o Herr, laß allweg die Leuchte unsern Füßen, Isein erhalt es bei uns klar und rein, hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Trost in aller Not, daß wir im Leben und im Tod beständig darauf trauen. 10. Gott Vater, laß zu deiner Ehr dein Wort sich weit ausbreiten, hilf, Jesu, daß uns deine Lehr erleuchten mög und leiten, o heil'ger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung! David Denicke, g. 1605, 4 1680. 173. Mel. Jesu, meine Freude. EHN— A ö + 1—— ——.2 I + I h 2 2 W..22—.——— + + V. 2.—.2———*— l1. I..———— 121 1.(Wort des höch-sten Mun-des, En⸗gel mei⸗nes Ubald, da wir ge⸗fal-len, lie⸗ßest du er⸗ 161 11 —‚eee uuee——.— ————.———.ñ———— I ————* —— —. 2. Kirche und Gnadenmittel. D 2.— I— I 1 +*— 2.— —— I IX——. Bun⸗des, Je⸗su, un⸗ser Ruhm, 9— ei ⸗ne Kraft, die schal-len E-van-ge⸗li-um, —I* + 44*— EEEEDEEEEEE EH 3—2—.— 2.—.— Glau⸗ben schafft, ei- ne Bot-schaft, die zum Le⸗ s— N EOA—.— ů— ——— 2....— I 5 5 27 ben uns von dir ge ⸗ ge⸗ ben. 2. Was sein Wohlgefallen vor der Zeit uns allen fest bestimmet hat, was der Opfer Schatten längst verkündet hatten, das vollführt sein Rat. Was die Schrift verspricht, dastrifft alles ein in Jesu Namen und ist Ja und Amen. 3. Alles ist vollendet, Jesu Gnade wendet allen Zorn und Schuld. Jesus ist gestorben, Jesus hat erworben alle Gnad und Huld. Auch ist dies fürwahr gewiß: Jesus lebt in Preis und Ehre; ach erwünschte Lehre! 4. Uns in Sünden Toten machen Jesu Boten dieses Leben kund. Lieblich sind die Füße, und die Lehren süße, teuer ist der Bund. Aller Welt ist nun vermeldt durch der guten Botschaft Lehre, daß man sich bekehre. Heinr. Cornelius Hecker, g. 1699, 4 leas die in bittern Schmerzen das Gesetz zerschlug, kommt zu dessen Gnaden, der für euch beladen alle Schmerzen trug. Jesu Blut stärkt euren Mut, Gott ist hier, der euch geliebet und die Schuld vergibet. 6. Dieser Grund bestehet; wenn die Welt vergehet, fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen; so soll mein Vertrauen evangelisch sein; auch will ich nun würdiglich dieser Kraft, die mir gegeben, evangelisch leben. 7. Jesu, deine Stärke schaffet diese Werke, stehe du mir bei! Nichts kann mich nun scheiden, hilf denn, daß mein Leiden evangelisch sei. Laß auch mich einmal auf dich, als ein Kind mit dir zu erben, evangelisch sterben! 16² 5. Kommt, zerknirschte Herzen, C. Taufe und Honfirmation(Caufe). 174—17⁵5 C. Taufe und Konsirmation. J. Taufe. 174. mel. wie lieblich ist doch, Herr, die Stätte. ö ů +— —.————— ů 1 Du wie ⸗ sest, Je ⸗ su, nicht die Klei⸗ Uer⸗kannt'st auch Kin-der für die Dei⸗ Csr t— + S S. I I...IIIIIII.II.I.I.I.I.I........... +— nen, die dir die El=⸗tern brach⸗-ten, ab, nen und sahst voll Huld auf sie her ⸗ab. —2— 4 INWAID‚————.—— — V +.—..——9— 45.5— Laßt, sprachst du, las-set sie zu mir und Iin. E— I . nn wen mn vienn. wißt, das Him⸗- mel ⸗ reich ist ihr. 2. Dirseiauchdieses Kindempfoh⸗ dir, dessen Treu unwandelbar![len, Wir bringen's, wie du selbst befoh⸗ dir in der heil gen Taufe dar. len, Ach segn' es, Vater, Sohn und Geist, wie uns dein teures Wort verheißt. 3. Durch dieses Siegeldeiner Gna⸗ wirdjedes RechtderChristen sein.de Weih du es in dem Wasserbade zu deinem Kind und Erben ein. O selig, kennt es einst den Wert des Glücks, daß es dir angehört! Christoph Friedr. Neander, g. 1224, 4+ 1802. 17⁵. 2—— Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. — 4.— 7 + ů—— —..5— E.—2— + I + —————— 1 Ich bin ge-tauft auf dei- nen Na- men, Gott Uich bin ge-zählt zu dei- nem Sa⸗- men, zum Q—— E 4—*———— 2—. Lune e Kin Va⸗ ter, Sohn 1n. heil'-ger Volk, das dir · hei ⸗ ligt heißt; Gais, x‚ ich bin in — e. Chri⸗stum ein⸗ge⸗senkt, 7 bin mit sei⸗nem Geist be⸗schenkt. 163 11˙ 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt, du hast die Frucht von deinem Ster⸗ ben, mein treuer Heiland, mir gewährt, du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; ich hab, o Herr, aus reinem Triebe dein Eigentum zu sein gewagt; hingegen sagt ich bis ins Grab des Satans schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, 176. mel. Aus meines 555 Grunde. 2. Kirche und Gnadenmittel. so laß mich nicht verloren gehn; nimm mich, dein Kind, zu Gnadenan, wenn ich hab einen Fall getan. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin, erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen tut. 6. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, GottVater, Sohn und heil'gerGeist! Halt mich in deines Bundes Schran⸗ ken, bis mich dein Wille sterben heißt. So leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für. Joh. Jak. Rambach, g. 1695, 4 1755. Ev. Mark. 10, 15—16. 4— ————— ee — 1. Las⸗ set die Kind-lein kom ⸗ men zu sie sid mein Freud und Won ⸗ ne, ich . 0 x erren vrm r u, xm. Eer———.— SI‚..——4— 2Z.‚——— 5 +——.2.2 II +— bin.————.— mir, spricht Got-tes Sohn, — für die Kin ⸗de⸗ lein, 05 sie h wüär'n ver⸗lo⸗ ren, bin ich ein —9 p ———.— S Kind ge⸗ bo ⸗ ren, drum sie mein ei-gen sein. 2. Der Herr gar freundlich küsset dieweil sein teures Blut, und herzt die Kindelein, bezeugt mit Worten süße, der Himmel ihr soll sein, das aus den heil'gen Wunden am Kreuzesstamm geronnen, auch ihnen kommt zu gut. C. Taufe und Ronfirmation(Taufe). 3. Drum nach Christi Verlangen bringet die Kindlein her, damit sie Gnad erlangen, niemand es ihnen wehr! Führet sie Christo zu, er will sich ihr'r erbarmen; legt sie in seine Arme, darin sie finden Ruh. 177 4. Ob sie gleich zeitlich sterben, ihr' Seele Gott gefällt; denn sie sind Gottes Erben, lassen die schnöde Welt. Sie sind frei aller G'fahr, brauchen hie nicht zu leiden und loben Gott mit Freuden dort bei der Engel Schar. Cornelius Becker, g. 1561, + 1604. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 22———*..———— We..‚.... tr.:.ttGͤobu——— Lieb⸗ster Je⸗su, wir sind hier, dei ⸗ nem Die- ses Kind⸗lein kommt zu dir, weil du 4———— 1 2— ———.— 2 wn—.—..— — I——— II. 2 + 7%0—ι Wor⸗te nach⸗- zu ⸗ le⸗-ben. .8 daß man sie zu den Be⸗ fehl ge⸗ ge⸗ben, 1.—— 12— 0— AN +* 1 +.——.—* 4—. Chri⸗ sto füh⸗ re, denn das Him⸗mel⸗reich ist ih ⸗re. 2. Ja es schallet allermeist dieses Wort in unsern Ohren: wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neu geboren, wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kommen. Darum eilen wir zu dir; nimm dies Pfand von unsern Ar⸗ tritt mit deinem Glanz herfür[men, und erzeige dein Erbarmen, daß es dein Kind hier auf Erden und im Himmel möge werden. 4. Wasch es, Jesu, durch dein Blut von den angeerbten Flecken, laß es bald nach dieser Flut deinen Purpurmantel decken, schenk ihm deiner Unschuld Seide, daß es ganz in dich sich kleide. 5. Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedefürst, schenk ihm den Frieden, Weinstock, hilf, daß diese Rebe auch im Glauben dich umgebe. 6. Nun, wir legen an dein Herz, was von Herzen ist gegangen; führ die Seufzer himmelwärts und erfülle das Verlangen, ja den Namen, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zum Leben. Benjamin Schmolck, g. 1672, 4 1752. 165⁵ V N n 178 2. HKirche und Gnadenmittel. 2. Ronfirmation. 1²86. Mel. O Durchbrecher aller Bande. 2— ů—0 — — II 2 4—1— 9 — .n r er, —5* 12— 1 Bei dir, Je ⸗ su, Unichts soll mich von ill ich blei⸗ben, stets in dir ver⸗trei⸗ben, will auf P P P P‚P‚P...P.‚‚‚B‚‚‚ii E——.——2.— E— i⸗ ien⸗ste stehn de. nem Dien ⸗ ste stehn, Du bist mei⸗ nes Le⸗bens dei⸗ nnen We⸗gen gehn. —9— 2— ů 1— ů — 12—.— 2..—— ESSEFE E2 5—.—————.— + 2.*—*—„* Le⸗ben, mei⸗ ner See⸗le Trieb und Kraft, wie der — Q* 4—— , ͤr, e, e.e e, dn e ren Hrnvulr — Wein⸗stock sei⸗nen Re⸗ben zu⸗strömt Kraft und Le-bens⸗saft. 2. Könnt ich's irgend besser haben als bei dir, der allezeit so viel tausend Gnadengaben für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getroster werden als bei dir, Herr Jesu Christ, dem im Himmel und auf Erden alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesus tat, mir tut, mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für mich gab, sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich so in Freude wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn mein Tag sich neigt, wenn es nun will Abend werden, und die Nacht herniedersteigt. Lege segnend dann die Hände mir aufs müde, schwache Haupt, sprechend: Sohn, hier geht's zu En⸗ aber dort lebt, wer hier glaubt. de, 6. Bleibmir dannzur Seitestehen, graut mir vor dem kalten Tod als dem kühlen, scharfen Wehen vor dem Himmelsmorgenrot. Wird mein Auge dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist. H. J. Obil. Spitta, g. 1801, 4 1859. 166 4—— ö— 2.— —81 C. TCaufe und HKonfirmation(Konfirmation). 179 Konfirmationslied, wie es die Gemeinde singt. 179. mel. Uomm, heiliger Geist, Herre Gott. ——.——— e. d.. 1. Er⸗hör, o Gott, das hei⸗ße Flehn der Q — 5, Enennrer, —— WCW.... Kin⸗der, die hier vor dir stehn! Er-bar⸗mend .—— N———. H——.———— 3 —..2 V——„—— + 4—„ 44 1 + + 0 blick auf sie her ⸗ nie- der, denn dein sind —* —.5 5——.————— EIIE——— + I I +— —— V— I sie, sind Chri-sti Glie ⸗-der. Gib ih=⸗nen, 2.——.—. . 72— +2— I—— 2 3———..— I* E 4 09 I—— ES Va⸗ ter, Sohn und Geist, den Se-gen, den dein Q SFFIIIF————— — 22 2——— Wort ver⸗-heißt, er« fül ⸗le sie mit dei⸗ — 7—— 7 ů— — 0—.5—— .... 5 i nen Ga-ben, laß sie mit dir Ge⸗mein⸗schaft Q L.VY— 1 H ieeeee. A ——. 0—— IIDIIn ha ⸗ ben, er-bar-me dich, er⸗bar⸗me dich! 2. Sie wollen, deiner sich zu freun, sich ganz nun deinem Dienste weihn, den Taufbund feierlich erneuern und dir mit Herz und Mund be⸗ teuern, in ihrem Glauben fest zu stehn, in ihrem Tun auf dich zu sehn, im Wandel rein und rein im Herzen ihr Heil nie sorglos zu verscherzen. Gib Kraft dazu, gib Kraft dazu! Wie es die Konfirmanden singen. 1. Erhör, o Gott, das heiße Flehn von uns, die wir hier vor dir stehn! Erbarmend blick auf uns hernieder, denndein sind wir, sind Christi Glie⸗ der. Gib uns Gott Vater, Sohn und Geist, den Segen, den dein Wort verheißt, erfüll uns du mit deinen Gaben, laß uns mit dir Gemeinschaft haben, erbarme dich, erbarme dich! 167 180—181 2. Wir wollen, deiner uns zu freun, uns ganz nun deinemDienste weihn, den Taufbund feierlich erneuern und dir mit Herz und Mund be⸗ teuern, 2. Kirche und Gnadenmittel. in unserm Glauben fest zu stehn, in unserm Tun auf dich zu sehn, im Wandel rein und rein im Herzen das Heil nie sorglos zu verscherzen. Gib Kraft dazu, gib Kraft dazu! Elieser Küster, g. 1752, 4 1799. Nach der Konfirmation. 180. Mel. Es woll uns Gott genädig sein. —— 3 Q + x 2 +.— en d.*—.————.— 3.. 95„—— sstäar ⸗ ke, Mitt ⸗ler, stär ⸗„ ke sie, sie, und laß sie ihr Ver⸗traun auf dich im ——..——— N +— 2*——— J— L——5—— GISS + 1— —.—— e, dei⸗ ne Teu'r⸗er ⸗ lö ⸗ sten; Drei⸗einger, sie ge⸗ Tod und Le⸗ben trön⸗ sten; r. ge⸗ Q 4 E 7———— EFHDEEEEEEEEEEEEE I.2 1 +— 1— 1.—— 2*„ 3 ‚ 2 lob⸗ten dir, dir selbst in dei⸗ne Hän ⸗de: O .———————— — 2..—5 ö——5 21. 2— ,, ,,— Gott, dein Ei ⸗ gen-tum sind wir, sind's jetzt und ISSSSS— Ln S,e eee d I L L.. ————.————— bis ans En ⸗ de und wol⸗len's e-wig blei-ben. Balthasar Münter, g. 1755, 4 1795, verändert durch Küster. 181. Mel. Herzlich tut mich verlangen. 2———— . e e, urer.„———— 2 I——— 1 Herr Je⸗ su, dir zu le⸗ben, ge⸗lobt mein dir bin ich hin ⸗ge ⸗ ge-ben schon durch der DDDDEDE + nn Hinm, Mat. F—— EE— 2 2— *— 1— Herz und Mund; du hast mich Tau ⸗fe Bund, hast mich ja so E 2—— ——— 7 I...—..—— U——.—— ten er mit dei⸗ nem Blut er⸗ kauft und mit des 168 — dirn + C. Taufe und Honfirmation(Konfirmation). 182 Q J. II II E +*—. II 1 II —.N—— 2.——* II 5.2 +.* h III Gei⸗stes Feu⸗ er 2. Herr Jesu, dir zu leiden, gelob ich, hilf dazu; so wird kein Kreuz mich scheiden von dir, o höchste Ruh. Du büßtest meine Schulden am Kreuz, mein Herr und Gott; sollt ich nicht gern erdulden um dich auch Leid und Spott?ꝰ 3. Herr Jesu, dir zu sterben, gelob ich heilig an; wer mit dir stirbt, soll erben dein himmlisch Kanaan. O laß mit dir zu Grabe den alten Menschen gehn und, reich an Gnadengabe, den neuen auferstehn. 2383— 77 auf dei⸗ nen To 6— d ge⸗tauft. 4. Herr Jesu, tot und lebend gelob ich dein zu sein; mein Herz schlägt freudebebend nur dir, nur dir allein; und was ich heut gelobe, hilf, daß es auch gescheh, daß in der Feuerprobe des Glaubens Gold besteh. 5. Herr Jesu, bis ans Ende sei du mein Schild im Streit, daß mir kein Feind entwende der Seelen Seligkeit. Ach hilf, daß bis zum Throne ich halte, was ich hab, daß niemand raub die Krone, die deine Huld mir gab. Adolf Stöber, g. 1810, 4 1892. 182. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. —— 2 X.—. 1 + 1 + *—— 2 7— 0 66— 0— 1 Las ⸗ set mich voll Freu-de spre⸗ chen: Uder bei mensch-li ⸗chen Ge⸗bre⸗chen ö 27 ArvIW, ETE 2..— 2 22...—— **— 0 2 4 1—— Ich bin ein ge⸗ tauf⸗ter Christ, Was sind den ⸗-noch ein Kind Got⸗tes ist. Q 2— 4 + . e e ini n. ui——..— SEE— al ⸗-le Schät-ze nüt ⸗ze, da ich ei? nen . 0 + ⁸— 2 2 en— e, e, —́—0—. E E=.——————— Schatz be ⸗ sit ⸗ ze, der mir al? les —.—..—.— 1.——..— A SSiiieeeS EE Heil ge-bracht und mich e⸗ wig 169 183 2. Kirche und Gnadenmittel. 2. Keine Sünde macht mir bange, ich bin ein getaufter Christ; denn ich weiß gewiß: so lange dieser Trost im Herzen ist, kann ich mich von Angst der Sünden, Jesu, durch dein Blut entbinden, weil das teure Wasserbad mich damit besprenget hat. 3. Satan, laß dir dieses sagen: Ich bin ein getaufter Christ; und damit kann ich dich schlagen, ob du noch so grausam bist. Da ich bin zur Taufe kommen, ist dir alle Macht genommen, und von deiner Tyrannei machet Gottes Bund mich frei. 4. Freudig sag ich, wenn ich sterbe: Ich bin ein getaufter Christ, denn das bringet mich zum Erbe, das im Himmel droben ist. Lieg ich gleich im Todesstaube, so versichert mich der Glaube, daß mir auch der Taufe Kraft Leib und Leben wieder schafft. 5. Nun so soll ein solcher Segen mir ein Trost des Lebens sein. Muß ich mich zu Grabe legen, schlaf ich auch auf solchen ein. Ob mir Herz und Augen brechen, soll die Seele dennoch sprechen: Ich bin ein getaufter Christ, der nun ewig selig ist. Erdmann Neumeister, g. 1671, 4 1756. 183. Eigene Melodie. 4—5 —— ů.—.—...—..—— 3 +—**—— +— 2 2 0.——0 E—.——— 2.—. 1 Mein Schöp-fer, steh mir bei, sei mei⸗ nes dein Au⸗ ge lei ⸗te mich, bis mir mein — 2— A Ee 2— 2——e ö — 22 2.—.—— Le=bens Licht; Le ⸗bens Licht; Hi 4— 5 ier le ich Herz un Au ⸗ ge bricht. 9 ich Herz —— B r Errnnrni EDE EEEEEEEEE Glie-der vor dir zum Op⸗fer nie-der und E 6 0———— e e in iee er,=e H ————————— wid-me mei ⸗ ne Kräf⸗te für dich und dein Ge— — 42— E— 2 2 de 35 2 2—5 0 2—— schäf ⸗-te Du willst, daß ich der Dei⸗ ne 2 II I. II — I—G..—5— + I ü U 2———— II 2—— 7 2 4 nr. Lunmn 1 à sei, mein Schöp⸗fer steh mir bei! 0 * gen C. Caufe und Konfirmation(Konfirmation). 184 2. Mein Heiland, wasche mich mit deinem reinen Blut, das alle Flecken tilgt und lauter Wunder tut. Schließ mich verirrten Armen ganz ein in dein Erbarmen, daß ich von Zorn und Sünde hier wahre Freiheit finde. Ich bin voll Sünden ohne dich, mein Heiland, wasche mich! 3. Mein Tröster, gib mir Kraft, wenn sich Versuchung zeigt, regiere meinen Geist, wenn er zur Welt sich neigt. Lehr mich den Sohn erkennen, ihn meinen Herren nennen, sein Gnadenwort verstehen, auf seinen Wegen gehen. Du bist, der alles Gute schafft, mein Tröster, gib mir Kraft! 4. Gott Vater, Sohn und Geist, dir bin ich, was ich bin. Ach drücke selbst dein Bild recht tief in meinen Sinn, erwähle mein Gemüte zum Tempel deiner Güte, verkläre an mir Armen dein gnadenreich Erbarmen! Wohl mir, wenn du der Meine heißt, Gott Vater, Sohn und Geist! Joh. Jak. Rambach, g. 1695, 4 1755. 184. mel. Was mein Gott will, gescheh allzeit. SSSSI— —..——.—5 + 4—— 2—.—.— —— 1 Sei Gott ge-treu, halt sei- nen Bund, 0 leg die⸗sen Stein zum er⸗sten Grund, bleib 2— 4+.—— 8......—2—— E 8—— 5 e een., n —.——— II Mensch, in dei-nem Le-ben, ö ö Denk an den ihm al-lein er ⸗ ge-ben! SESiee.— — 7„—*— I— 2 ö—————— 3 Kauf in dei⸗ner Tauf, da er sich dir ver⸗schrie⸗ Q —*— 4.— 01 DSEDei——— ————— ben bei sein Hem Eid in E-wig=keit 7 e— 3 H E— 2——— ö—..—— —3— + 1 II als Va⸗ter dich 2. Sei Gott getreu, laß keinen zu lie=ben. Dies höchste Gut macht rechten Mut; der Trübsal dich abkehren![Wind kann seine Huld dir werden, Ist er dein Vater, du sein Kind, was willst du mehr begehren? nichts Bessersist, mein lieberChrist, im Himmel noch auf Erden. 171 18⁵ 2. Kirche und Gnadenmittel. 3. Sei Gott getreu von Jugend laß dich nicht Lust noch Leiden(auf, in deinem ganzen Lebenslauf von seiner Liebe scheiden! Sein alte Treu wird täglich neu, auf sein Wort kannst du bauen; was er verspricht, das bricht er nicht; drauf sollst du kühnlich trauen. 4. Sei Gott getreu in deinem darein er dich gesetzet;(Stand, wenn er dich hält mit seiner Hand, wer ist, der dich verletzet? Wer seine Gnad zur Brustwehr hat, kein Teufel kann ihm schaden; wo diese Wehr steht um dich her, da ist dir wohl geraten. 5. Sei Gott getreu, sein liebes standhaftig zu bekennen,[Wort steh fest darauf an allem Ort, laß dich davon nicht trennen! Was diese Welt in Armen hält, muß alles noch vergehen; sein liebes Wort bleibt ewig fort ohn alles Wanken stehen. 6. Sei Gott getreu, der immer sich läßt treu und gnädig finden; streit unter ihm nur ritterlich, laß über dich den Sünden ja wider Pflicht den Zügel nicht! Wär je ein Fall geschehen, so sei bereit, durch Buß beizeit nur wieder aufzustehen. 7. Sei Gott getreu bis in den Tod und laß dich nichts abwenden! Er wird und kann in aller Not dir treuen Beistand senden. Und käm auchgleich der Hölle Reich mit aller Macht gedrungen, wollt auf dich zu, so glaube du, du bleibest unbezwungen. 8. Wirst du Gott also bleiben treu, wird er sich dir erweisen, daß er dein lieber Vater sei, wie er dir hat verheißen, und eine Kron zum Gnadenlohn im Himmel dir aufsetzen; da wirst du dich dann ewiglich in seiner Treu ergötzen. Michael Franck, g. 1609, 4 1667. D. Abendmahl. — 185. Mel. Jesus, meine Suversicht. ——.—.—— 10—— 515 1. Die ihr Chri⸗ sti J Jün⸗ ger seid, teu⸗ re, mit⸗er⸗ al ⸗le sei⸗nem Dienst ge⸗weiht, al ⸗ le—.— — HI nm, niren n lö ⸗ste Brü ⸗ der, Lei bes Glie te, kommt, er⸗ Q— ee.—.— 4.12 + I neut en⸗ ren Bund der Se 2 lig„ keit. 17² sich 2. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt sein Leben! Seht, wie er die Menschen liebt, da er selbst sich für sie gibt. 3. Die mit voller Zuversicht, Mittler, deines Heils sich freuen, die laß stets in diesem Licht wandeln und sich ganz dir weihen. Laß ihr Herz vom Stolze rein, voll von deiner Demut sein. 4. Tröste, die in Traurigkeit über ihre Seelen wachen. Stärke, Herr der Herrlichkeit, ihren Glauben, hilf den Schwachen. Die gebeugt von ferne stehn, können unerhört nicht flehn. 5. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt sein Leben! Seht, wie er die Menschen liebt, da er selbst sich für sie gibt. 6. Hoherpriester, Jesu Christ! Du bist einmal eingegangen in das Heiligtum; du bist als ein Fluch ans Kreuz gehangen. Also bist du durch den Tod eingegangen, Sohn, zu Gott! 7. Hoherpriester, ja du bist auch für diese eingegangen. Sprich sie los, Herr Jesu Christ, wenn sienun dein Mahlempfangen. Laß sie, großer Mittler, nicht nunmehr kommen ins Gericht. 8. Augenblick voll heil'gen Grauns, voller Wonn und süßen Bebens! 17 D. Abendmahl. 185 Teures Pfand des künft'gen Schauns, Uberzeugung jenes Lebens! Laß, wenn sie zum Herrn sich nahn, von ihm Gnad um Gnad empfahn. 9. Nehmet hin und eßt sein Brot!l Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt sein Leben! Seht, wie er die Menschen liebt, da er selbst sich für sie gibt. 10. Jesu Christi Kreuzestod werd in aller Welt verkündigt. Er hilft uns von aller Not, er hat uns vor Gott entsündigt. Jesus Christ, mit Preis gekrönt, hat uns Staub mit Gott versöhnt. 11. In den Chor der Himmel schwingt, Herr, sich unser stammelnd Lallen; wenn, von Seraphim umringt, unsre Väter niederfallen, opfert dir ihr Lobgesang für dein Sterben Preis und Dank. 12. Ausgeschüttet warest du, warst wie Wasser hingegossen; deine Pein verschafft uns Ruh, deines Todes Wunden flossen und bedeckten dich mit Blut, uns und aller Welt zu gut. 13. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt sein Leben! Seht, wie er die Menschen liebt, da er selbst sich für sie gibt. 14. Deiner Zunge Durstwar heiß, heißer noch der Durst der Seele; müd in deines Todes Schweiß hing dein Leib, und deine Seele lechzte schmachtender zum Herrn; doch schien seine Hilfe fern. 15. Du geheimnisvolle Nacht, du entreißt uns dem Verderben. Tod, den keiner je gedacht, du errettest uns vom Sterben; Tod, mit Schrecken ganz umhüllt, Gottes Zorn hast du gestillt! 16. Jesus rief: Mein Gott, mein Gott, 2. Kirche und Gnadenmittel. warum hast du mich verlassen? Drauf starb er den Kreuzestod; wer kann diese Liebe fassen? Fluch und Tod sind nun nicht mehr; gebt, ach gebt dem Sieger Ehr! 17. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt sein Leben! Seht, wie er die Menschen liebt, da er selbst sich für sie gibt. Friedr. Gottl. Klopstock, g. 1224, 4+ 1805. 186. mel. HBerr Jesu Christ, du höchstes Gut. Q J Z.—* en, nnn i. mi Enmne eer mr Bm. Huumn ,. 1 Du Le⸗bens⸗-brot, Herr Je⸗-su Christ, kann Uder nach dem Him-mel hung-rig ist und E.. E* 2 L— 2—4 dich ein Sün ⸗der ha-ben, so bitt ich sich mit dir will la-ben, —.————.—— — +2 nn* 53— 1— ..—— 2 ZS.—————.2—* + —+ E 2——— wol ⸗-lest so rei ⸗-ten mich, 2. Auf grüner Aue wollest du mich diesen Tag, Herr, leiten, den frischen Wassern führen zu, den Tisch für mich bereiten. Ich bin zwar sündlich, matt und krank, doch laß mich deinen Gnadentrank aus deinem Becher schmecken! 3. Du gnadenreiches Himmels⸗ du wollest mir verzeihen,(brot, daß ich recht 174 wür dig wer-de. daß ich in meiner Seelennot zu dir muß kläglich schreien. Des Glaubens Kleid bedecke mich, auf daß ich möge würdiglich an deiner Tafel sitzen. 4. Tilg allen Haß und Bitterkeit, o Herr, aus meinem Herzen, laß mich die Sünd in dieser Zeit bereuen ja mit Schmerzen! Des neuen Bundes Osterlamm, dr V 25 u mich, rkeit, Zeit im, D. Abendmahl. du meiner Seele Bräutigam, laß mich dich recht genießen! 5. Zwar bin ich deiner Gunst nicht als der ich jetzt erscheine(wert, mit Sünden allzuviel beschwert, die schmerzlich ich beweine. In solcher Trübsal tröstet mich, Herr Jesu, daß du gnädiglich der Sünder dich erbarmest. 6. Ich bin ein Mensch, krank von der Sünd, laß deine Hand mich heilen! Erleuchte mich, denn ich bin blind, du kannst mir Gnad erteilen. Ich bin verdammt, erbarme dich! Ich bin verloren, rette mich und hilf aus lauter Gnade! 187. Q 187 7. Mein Bräutigam, komm her zu und wohn in meiner Seele, mir daß sie dich liebe für und für und sich mit dir vermähle. Ach laß doch deine Süßigkeit für meine Seele sein bereit und stille ihren Jammer! 8. Du Lebensbrot, Herr Jesu Christ, komm, selbst dich mir zu schenken! O Blut, das du vergossen bist, komm eilig, mich zu tränken! Ich bleib in dir, du bleibst in mir, drum wirst du, meiner Seele Zier, mich einst auch auferwecken. Johann Rist, g. 1602, 4 1662. Eigene Melodie. 2————.—.————.— —..—————! ꝓ s: ö 1 Gott sei ge⸗ lo-⸗bet und ge-be⸗ne⸗ dei⸗et, mit sei⸗nem Flei⸗-sche und mit sei-nem Blu⸗te; * x——— H — J 2 4„— —.— + Ir— 4— —2.— I— P—. 11 1 1 +* 6. der uns sel ⸗ ber hat ge ⸗ spei ⸗ set das gib uns, Herr Gott, zu gu ⸗ tel .—.— ö 4* 1—7 ———————— Ky ⸗ ri ⸗e le ⸗ i ⸗ son! Herr, durch dei ⸗ nen 355..———1U— 5 7.— 5 e—‚e‚‚—— ——————.— — T hei li⸗- gen Leich nam, der von dei ⸗ner 2. dich g'zwun⸗gen hat 3. uns nim-mer laß S i iSiSiDi‚i‚i‚iitEi‚i‚ii‚Ei‚EsI‚IE.......... ——IIJ————————————.— 17⁵ IFFFFT——2— X ,., E——.—.2.—.—5=—— 5. 2+7 27—— Blut hilf uns, Herr, aus al ⸗ler Not! ů.— H — +— 49 r.——— ah⸗„ie le i ⸗ son! 2. Den heil'gen Leib hater für uns 3. Gott geb uns allen seiner Gnade gegeben Segen, zum Tod, daß wir dadurch leben. Nicht größre Güte konnte er uns schenken, dabei wir sein soll'n gedenken. Kyrieleison! Herr, dein Lieb so groß dich g'zwungen hat, daß dein Blut an uns groß Wunder und bezahlt unsre Schuld, I[tat daß uns Gott ist worden hold. Kyrieleison! Martin Luther, g. 1485, 4 daß wir gehn auf seinen Wegen in rechter Lieb und brüderlicher Treue, daß uns die Speis nicht gereue. Kyrieleison! Herr, dein heil'ger Geist uns nim⸗ mer laß, der uns geb zu halten rechte Maß, daß dein arm Christenheit leb in Fried und Einigkeit. Kyrieleison! 1546. Strophe 1 vorreformatorisch. 188. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. 4 —*—— 5—..— +— 4577—.— FH.———2—.— 3 EQZ..S‚r? 8 E Herr, du wollst uns Laß uns, Le⸗ben voll ⸗be⸗ rei ⸗ zu em ⸗pfa⸗- hen, mit + 2 + I E 20 + J +— ——— ——— —————..— 7 j ö — 0 71 [◻ dei⸗nes Mah ⸗les Se⸗lig glau⸗bens⸗vol⸗lem Her⸗zen na⸗- hen und sprich uns V kei ⸗ten, sei mit ⸗ten FII.. D , en e*— H 1. + II II———..— 21. J 55— L un⸗ter uns, o Gott! ö — 4 los von Sünd und Tod! Wir sind, o Je ⸗su, — N + D 2—.— SS˖ S. I I I IIAIIII.... —3*—— dein; dein laß uns e⸗wig sein! A⸗men, A⸗ 176 anf, D. Abendmahl. 189—190 —— 6—•— + X + EAeeeeeeeeeee. &— 4.———.———— men! An ⸗be ⸗tung dir! Einst fei⸗ern wir das Q —— ..— 2———— 22— 2*— SIq—‚— ** gro⸗ße A⸗bend ⸗mahl bei dir. Nach Fr. Gottl. Hlopstock, g. 1724, 4 1805. A Eigene Melodie. — I ů—*— —— 1* +——*—. X. 22— 1— 2—..—— . 4—— 2.̃—— 33 anin Je su Christ, du höch=stes Gut, du wir kom⸗men, dei⸗ nen 35 und Blut, wie S.........— Brunn⸗quell al-ler Gna⸗ den, dei ⸗öner du uns hast ge ⸗ la⸗ den, EE ů dn binnnn——— —.55.*— + V„— 7 —+...—...——— 4 ———— Lie ⸗be Herr ⸗lich=keit und 8 ⸗rer See⸗len . Se ⸗lig⸗keit zu 2. O Jesu, mach uns selbst bereit zu diesem hohen Werke, schenk uns dein schönes Ehrenkleid durch deines Geistes Stärke! Hilf, daß wir würd'ge Gäste sein und werden dir gepflanzet ein zum ew'gen Himmelswesen. es⸗sen und zu trin⸗ken. auch bis ans Ende bleiben; laß Sünd und Not uns für und für nicht wieder von dir treiben, bis wir durch deines Nachtmahls Kraft in deines Himmels Bürgerschaft dort ewig selig werden. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir 1724. 190. mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 2 ,rt,iien, 70 4 Ia dr e⸗ su, Im Brot und 17⁷ dir sei Preis und Dank Wein dein Leib und Blut 12 2. Uirche und Gnadenmittel. 2. Du kehrest, o Immanuel, ja selber ein in unsre Seel, dir Wohnung da zu machen; drum uns ein solches Herz verleih, das von der Weltlieb ledig sei und allen eitlen Sachen. Bleibe, treibe unser Sinnen und Beginnen, daß wir trachten, N alles Ird'sche zu verachten. 3. Ach Herr, laß uns doch nehmen nicht dein wertesNachtmahlzum Gericht! Ein jeder recht bedenke, daß er mit diesem Lebensbrot im Glauben stille seine Not; ů der Fels des Heils uns tränke,“) züchtig, tüchtig WMI dich dort oben stets zu loben, bis wir werden zu dir kommen von der Erden. 1. Nor. 10, 4. 17⁸ —2— —. I* 7— EEE 2— 2— + 2 +2— SSPSPSPSS.I.....I...... für die ⸗ se See⸗len⸗speis und Trank, kommt uns wahr-haf-tig wohl zu gut 2 ö———— EESEEEEEEEEEEE.—— da⸗mit du uns be ⸗ ga⸗bet! Das wir und uns⸗re Her⸗zen la⸗bet. . S...........—T ö— — 5„ in dir uns er⸗freu⸗-en, wohl ge-dei-hen, Es ů IEEE 2—5— +* ö 5— I——— 2 2— 2—2— SSꝗSDSPSPIPSPIPISICIIcIcII Ic IIIIII e-wig le⸗ben, sol⸗ches wol-lest du uns ge-ben! 4. O daß wir solche Seligkeit erwarten möchten allezeit in Hoffnung und Vertrauen, und folgends aus dem Jammertal gelangen in den Himmelssaal, da wir Gott werden schauen, tröstlich, köstlich, uns als Gäste auf das beste bei ihm laben und ganz volle G'nüge haben. 5. Das gib du uns von deinem Thron, o Jesu Christe, Gottes Sohn, gib's durch dein bitter Leiden! Dasselbe, weil wir leben hier, laß uns betrachten für und für, all Böses darum meiden! Amen, Amen, hilf uns kämpfen, hilfuns dämpfen alle Sünden, hilf uns fröhlich überwinden! D. 1/ 5, 4 Bernh. Derschow, g. 1591, 116359, V. 2 u.5 Han. Gesangb. 1657. —————.——— ENra 1 EE — tal 94, 55 7. D. Abendmahl. 191 191. mel. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld. —— 5—— —————— 2——— ö— 4—— 1. Ich kom mé, Herr, und su che dich, Gott, mein Er ⸗bar ⸗-mer, würd'⸗ge mich Q N DII I———— III 1 —.—5 + + 4 DD.— müh⸗ se⸗lig und be ⸗ la⸗den. Ii lie r des 5255 dei⸗ner Gna⸗den! 8 2— 25.— —. 5 I——5 2— ,de, ati. D2———— hier vor dei-nem Thron, Sohn Got-tes und des Q 4 1— .2JF.—.— II S ꝑSꝑISISISIS III æ E EE I +—— 1—. Men⸗-schen Sohn, mich dei-ner zu ge— trö⸗ sten, ich Q .—. 9———— f ...... I.. I T T T P——————. füh⸗le mei-ner Sün ⸗ den Müh, ich su⸗ che Q 4 —92—— I 1 I— EHN — 1— II S S S S SSSISSISISII I I I IIIIII Ruh und fin ⸗ de 2. Dich bet ich zuversichtlich an, du bist das Heil der Sünder, du hast die Handschrift abgetan, und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht und an dein Wort: Es ist vollbracht! Du hast mein Heil verdienet, du hast für mich dich dargestellt, Gott war in dir und hat die Welt in dir mit sich versühnet. 3. So freue dich, mein Herz, in Er tilget deine Sünden mir! und läßt an seinem Tische hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, spricht liebreich: Sei getrost, mein die Schuld ist dir vergeben, Sohn, 179 . 25 im Glau⸗ben der Er ⸗lö⸗sten. du bist in meinen Tod getauft und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das GlückderSeligkeit, bewahr es hier im Glauben und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben! Sieh, ich vereine mich mit dir, ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich,‚ und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein ich will es treu erfüllen(Gebot, und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. 12* ———''— 192 2. Uirche und Laß mich von nun an würdig sein, Laß mich den Ernst der Heiligung mein ganzes Herz dir, Herr, zu Gnadenmittel. durch eine wahre Besserung und deinen Tod zu preisen.[weihn mir und der Welt beweisen! Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1769. 192. Eigene Melodie. 222.—————3——2 E wen bar, Kaur; ae, rt— 2— 1. Je⸗sus Chri ⸗ stus, un⸗ser Hei ⸗ land, xeiee — ö 2 2 Seeteeee.— —— 77 der von uns den Got ⸗tes ⸗ zorn wandt, — 2.. 1— 2 N 7—. 2— EHN 5 1*.——*—.— 2 2. 2—— durch das bit⸗tre Lei⸗-den sein half er Q————. 2232————— 3 VW— II ——————— ö 1 SSISISIS.SISI.II.IIII.II I——————— 2 0 uns aus de. Höl le Pein. 2. Daß wir nimmer des vergessen, gab er uns sein'n Leib zu essen, verborgen im Brot so klein, und zu trinken sein Blut im Wein. 3. Wer sich will zu dem Tisch machen, der hab wohl acht auf sein Sachen; wer unwürdig hinzugeht, für das Leben den Tod empfäht. 4. Du sollst Gott denVater preisen, daß er dich so wohl wollt speisen und für deine Missetat in den Tod sein'n Sohn geben hat. 5. Du sollst glauben und nicht wanken, daß es Speise sei den Kranken, deren Herz von Sünden schwer und vor Angst ist betrübet sehr. 6. Solch groß Gnad und Barm⸗ herzigkeit 18⁰ sucht ein Herz in großer Arbeit;“) ist dir wohl, so bleib davon, daß du nicht kriegest bösen Lohn. ) d. i. Seelennot. 7. Er spricht selber: Kommt, ihr Armen, laßt mich über euch erbarmen; kein Arzt ist dem Starken not, sein Kunst wird an ihm gar ein Spott. 8. Hättst du dir was konnt erwer⸗ ben, was braucht ich für dich zu sterbenꝰ Dieser Tisch auch dir nicht gilt, so du selber dir helfen willt. 9. Glaubst du das von Herzens⸗ grunde und bekennst es mit dem Munde, so bist du recht wohl geschickt, und die Speise dein Seel erquickt. 33).5„‚.59§—..—————ß— ug D. Abendmahl. 193—194 10. Die Frucht soll auch nicht aus⸗daß er dein genießen kann, bleiben: wie dein Gott an dir hat getan. deinen Nächsten sollst du lieben, Martin Luther, g. 1485, + 1546. 193. Eigene Melodie. 1 12⁴—— 2.. S.....———.I..— 2— 1.—— ö— 2.—..—. cre 0 * 1. Im Frie⸗den dein, Her⸗ re mein, laß D....‚—.— 5—.——————— ziehn mich mei- ne Stra⸗ßen. Wie mir dein Mund ——̃—— —— EF EFEFT 5*.———.—— 2——— ge ⸗ ge-ben kund, schenkst Gnad du oh- ne Q 4 —— 2...———.— Di qñ‚‚‚iiiieiiee‚iiieeeee — + + + 3.— 2.— I.—— 2 72 Ma ⸗ßen, hast mein Ge⸗sicht das sel'-ge Licht —Q— .. I. H 1 + + I ——— 2* 13 N 1 2 1.—— + II „* des Hei⸗lands schau⸗en lasf sen. 2. Mir armem Gast bereitet hast 3. O Herr, verleih, daß Lieb und das reiche Mahl der Gnaden. in dir uns all verbinden,[Treu Das Lebensbrot stillt Hungers Not, daß Hand und Mund zu jeder Stund heilt meiner Seele Schaden. dein Freundlichkeit verkünden, Ob solchem Gut jauchzt Sinn und bis nach der Zeit den Platz bereit mit all'n, die du geladen.[Mut an deinem Tisch wir finden. Nach Johannes Englisch, 4 1577. 194. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. H + ö ö —————.— ———6 2—2 2—— 1 Komm, mein Herz.in Je⸗su Lei⸗den strömt auch dir ein Stil⸗le hier dein sehn⸗lich Dür⸗sten an dem Mahl des ⁰4 2——.— — 2** — x EE ö — 2— 2 ů — 2 * 2 Quell der Freu⸗den! ů 2 Le⸗bens-für-sten. Daß ich ei-nen Hei⸗ land 181 194 2. Kirche und Gnadenmittel. 4— J.— 4+24 H LI—— 2 4 H E———— —.————.— ha⸗be, mich in sei-⸗nem Hei⸗-le la- be und in sein Ver⸗dienst Q. E—*A ..˖j—— I 24.— 1 SꝗSꝗ SIP I‚IIPSPSISPS IISI‚II— II 0 23 I 72 mich klei ⸗ de, das ist mei⸗nes Her-zens Freu⸗de. 2. Zwar hab ich ihn alle Tage, wenn ich nach ihm Sehnsucht trage; er ist auf der Himmelsreise täglich meine Seelenspeise. Daß ich einen Heiland habe, bleibt mein alles bis zum Grabe, und ich mag nichts andres wissen, als sein Leiden zu genießen. 3. Aber ich will mit Verlangen auch sein Abendmahl empfangen. Hier schenkt er sich ganz zu eigen, nimmer will ich's nun verschweigen, daß ich einen Heiland habe, der am Kreuz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach wie werd ich oft so müde! Wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich verwun⸗ den, wenn mir dieses Licht verschwunden, daß ich einen Heiland habe, der mit seinem Hirtenstabe sanft und mild und voll Vergeben mir nichts ist als Heil und Leben. 5. O ich Armer, ich Verlorner, ich in Sünden schon Geborner! Was wollt' ich vom Troste wissen, wäre dies mir weggerissen, daß ich einen Heiland habe, dessen Blut mich Sünder labe! Besser wär es, nie geboren, als dies teure Wort verloren. 182 6. Sei gesegnet, ew'ge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtraun mich vergiftet, solch ein Denkmal selbst gestiftet, daß ich einen Heiland habe, der den Gang zum Kreuz und Grabe, ja den Schritt in Todes Rachen gern getan, mich los zu machen. 7. Heil' ges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der in dir begegnet, der mit seinen Todeswunden die Erlösung mir erfunden! Daß ich einen Heiland habe, der erblaßt und tot im Grabe auch für meine Schuld gelegen, will ich schmecken und erwägen. 8. Heil'ger Kelch, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet, dessen Blut mich lässet finden die Vergebung aller Sünden! Daß ich einen Heiland habe, der die arme Seele labe, muß nicht dies mein Dürsten stillen und mein Herz mit Wonne füllen? 9. Er gebietet mir zu essen, meines Jammers zu vergessen, er gebietet mir zu trinken und in Freude zu versinken, daß ich einen Heiland habe, der sich selbst zur Opfergabe, ja zur Nahrung und zum Leben mir aus freier Huld gegeben. 10. Gott, was brauch ich mehr zu wissen, et, en 17 ja was will ich mehr genießen? Wer kann nun mein Heil ermessenꝰ Werd ich das nur nie vergessen, daß ich einen Heiland habe! Ich bin frei von Tod und Grabe. Wenn mich Sünd und Hölle schrek⸗ ken, so wird mich mein Heiland decken. D. Abendmahl. 195 11. Will hinfort mich etwas quä⸗ oder wird mir etwas fehlen, len oder wird die Kraft zerrinnen, so will ich mich nur besinnen, daß ich einen Heiland habe, der vom Kripplein bis zum Grabe, bis zum Thron, wo man ihn ehret, mir, dem Sünder, zugehöret. E. G. Woltersdorf, g. 1725, 4 1761. 195. Mel. Aus meines Herzens Grunde. + 2.+ 2 3* + +—— 4 SSSST—— —. 1—*.—.— 1 Kommt her, ihr seid ge ⸗ la⸗ der sü ⸗ße Herr der Gna⸗ 2————.———— 1+—I +.*——. I I.* D.V. 2— 8—— + + u. II— L 2— 6— 1—* 27 H—.—.— den, der Hei⸗land ru ⸗fet euch, der den, an Huld und Lie-be reich; +— ———1+ 2*—— +— 2 1I..————.— EEeeee Erd und Him ⸗ mel lenkt, will Gast-mahl Q——4—— — + ͤ——————I—— re nenn im, Srm., un E, nni i. num uEmn en Eren vin=Hus Einunr. — L—.— 1 42— 2— mit euch hal-ten und wun-der ⸗ bar ge⸗ Q———— II‚——— EL 22——.. I 2—* E.S 2222..——* L.— 2* stal ⸗ ten, was er in Lie ⸗be schenkt. 2. Kommt her, verzagte Sünder, und werft die Angste weg, kommt her, versöhnte Kinder, hier ist der Liebesweg: empfangt die Himmelslust, die heil'ge Gottesspeise, die auf verborgne Weise erquicket jede Brust. 3. Kommt her, betrübte Seelen, die Not und Jammer drückt, mit Gott euch zu vermählen, 183 der wunderbar beglückt; kommt, legt auf ewig ab der Sünde lange Säumnis, empfanget das Geheimnis, das Gott vom Himmel gab. 4. O wunderbare Treue, so lockst du mich zu dir? O wunderbare Weihe, so nahst du selig mirꝰ Ich soll der Sünden Tod in deinem Blute trinken, 196 2. Kirche und Gnadenmittel. vergehen und versinken in deiner Liebe, Gottꝰ 5. O Wonne kranker Herzen, die mir von oben kam! Verwunden sind die Schmerzen, getröstet ist der Gram; was von dem Himmel fleußt, hat lieblich sich ergossen, mein Herz ist gar durchflossen vom süßen Liebesgeist. 6. O Wonne kranker Herzen, die von den Sternen stammt und mir mit heißen Kerzen die sel'ge Brust durchflammt, die unergründlich labt mit milden Himmelsbächen; wie kann die Zunge sprechen, wie groß mich Gott begabt! 7. Drum jauchze, meine Seele, hell aus der Sünden Nacht, verkünde und erzähle die tiefe Wundermacht, die unermeßlich süß, ein Born der Liebe, quillet und jeden Jammer stillet, der fast verzweifeln ließ. 8. Drum jauchze, meine Seele, drum jauchze deinem Herrn! Verkünde und erzähle die Gnade nah und fern, den Wunderborn im Blut, die sel'ge Himmelsspeise, die auf verborgne Weise dir gibt das höchste Gut! Ernst Moritz Arndt, g. 1269, + 1860. 196. Eigene Melodie. —..—— JZ. 4 I— + ͤ— J.. + + 2 4.½ L. X.—9——.—85—— I.„ 2— *———— +.— +— 1 Mein e. su, der du vor dem Schei⸗ uns hast die Früch=te dei ⸗ner Lei⸗ — 2— J.— II—... SSPSꝑPSPICICPIPICPIPCCPCPC III..T.T—— E.—— 2.—. ·˙— Ir 55 12 den in dei⸗ner letz⸗ten Trau⸗er⸗nacht— den in ei⸗nem Te⸗sta⸗-ment ver⸗macht, E——.—— E. —* E— + 1.——ð——* —— 4; 2.5R* prei⸗sen gläu⸗bi ⸗ge Ge ⸗ mü⸗ter dich, —— +.*——.——— ———— 2•·———. E————w— Stif⸗ter die⸗ser ho =hen Gü⸗ter. 2. So oft wir dieses Mahl ge⸗ Dein Blut, dein Tod und deine nießen, Schmerzen wird dein Gedächtnis bei uns neu; erneuern sich in unserm Herzen. man kann aus jeder Probeschließen, wie brünstig deine Liebe sei. 3. Es wird dem zagenden Gewis⸗ ein neues Siegel aufgedrückt, ssen 18⁴ 59, ii ii daß unser Schuldbrief sei zerrissen, daß unsre Handschrift sei zerstückt, daß wir Vergebung unsrer Sünden in deinen blut'gen Wunden finden. 4. Das Band wird fester zugezo⸗ gen, das dich und uns zusammenfügt; die Freundschaft, die wir sonst ge⸗ pflogen, fühlt, wie sie neue Stützen kriegt; wir werden mehr in solchen Stun⸗ den mit dir zu einem Geist verbunden. 5. Dies Brot kann wahre Nah⸗ rung geben, dies Blut erquicket unsern Geist; es mehrt sich unser innres Leben, wenn unser Glaube dich geneußt; wir fühlen neue Kraft und Stärke in unserm Kampf und Glaubens⸗ werke. 6. Wir treten in genaure Bande mit deines Leibes Gliedern ein, mit denen wir in solchem Stande ein Herz und eine Seele sein; D. Abendmahl. 197 der Geist muß mehr zusammen⸗ fließen, da wir ein Fleisch und Blut genießen. 7. Dein Fleisch muß uns zum Pfande dienen, daß unser Fleisch, jetzt schwachheit⸗ voll, einst herrlich aus dem Staube grü⸗ und unverweslich werden soll, nen ja daß du uns ein ewig Leben nach diesem kurzen werdest geben. 8. O teures Lamm, so edle Gaben hast du in dieses Mahl gelegt. Da wir dich selbst zur Speise haben, wie wohl ist unser Geist verpflegt! Dies Mahl ist unter allen Leiden ein wahrer Vorschmack jener Freuden. 9. Dir sei Lob, Ehr und Preis gesungen! Ein solcher hoher Liebesschein verdient, daß aller Engel Zungen zu dessen Ruhm geschäftig sein. Wird unser Geist zu dir erhoben, so wird er dich vollkommner loben. Joh. Jak. Rambach, g. 1695, 4 1755. 197. Eigene melodie. —— Lieb am Kreu⸗——— danm für mich den— ge⸗ EI —.. f H—— . ————— lit⸗ten hast, ge⸗nom-men weg der Sün⸗den Last, 2. Ich komm zu deinem Abendmahl, ich bin krank, unrein, arm und bloß, verderbt durch manchen Sündenfall ach Herr, mein Gott, mich nicht ver⸗ 185 stoß! 198 2. Kirche und 3. Du bist der Arzt, du bist das Licht, du bist der Herr, dem nichts gebricht; du bist der Brunn der Heiligkeit, du bist das rechte Hochzeitskleid. 4. Drum, o Herr Jesu, bitt ich dich, in meiner Schwachheit heile mich; was unrein ist, das mache rein durch deinen hellen Gnadenschein! 5.Erleuchte mein verfinstert Herz, zünd an die schöne Glaubenskerz, mein Armut in Reichtum verkehr und meinem Fleische steur und wehr, 6. Daß ich das wahre Himmelsbrot, dich, Jesu, wahrer Mensch und Gott, mit solcher Ehrerbietung nehm, wie mir es heilsam, dir genehm. 7. Lösch alle Laster aus in mir, mein Herz mit Liebund Glauben zier, und was sonst ist von Tugend mehr, das pflanz in mir zu deiner Ehr! 8. Gib, was mir nütz an Seel und Gnadenmittel. was schädlich ist, fern von mir treib, komm in mein Herz/ laß mich mit dir vereinigt bleiben für und für! 9. Hilf, daß durch deines Mahles Kraft das Bös' in mir werd abgeschafft, erlassen alle Sündenschuld, erlangt des Vaters Lieb und Huld. 10. Vertreibe alle meine Feind, die sichtbar und unsichtbar seind, den guten Vorsatz, den ich führ, durch deinen Geist mach fest in mir. 11. Mein Leben, Sitten, Sinn und Pflicht nach deinem heil'gen Willen richt, ach laß mich meine Tag in Ruh und Friede christlich bringen zu, 12. Bis du mich, o du Lebensfürst, zu dir in Himmel nehmen wirst, daß ich bei dir dort ewiglich an deiner Tafel freue mich. Leib, Joh. Heermann, g. 1585, 4 1647. 0. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. I + J.— EERE—. IE 2 22 +7 +— 2 2— 2 2 5 V — 3 O Je⸗ su mei⸗ ne Won ⸗ ne, du mei⸗ E 29⁵ ü I. E ⸗Bürewmn, Samttrde, ee 2 5—— ——* ö 0— ner See⸗len Son⸗ne, du Freund-lich-ster auf Q 4 4 E II 2 1 H r0————— E ö ů——— 2. Wie kann ich g'nugsam schätzen dies himmlische Ergötzen und diese teuren Gaben, die uns gestärket haben? 3. Wie soll ich dir es danken, o Herr, daß du mich Kranken 186 laß mich dir dank-bar wer⸗den! gespeiset und getränket, ja selbst dich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden, die du für mich empfunden. är; w sy i u D. Abendmahl. 199 5. Dir dank ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir dank ich für dein Sehnen und heiß vergoßne Tränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist geblieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt schmecket mein Gemüte dein übergroße Güte; dies teure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß mich nicht vergessen, daß du mir zugemessen die kräft'ge Himmelsspeise, wofür mein Herz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde, die ich noch in mir finde, aus meinem Fleische treiben und kräftig in mir bleiben. 10. Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten! 11. Nun kann ich nicht verderben; drauf will ich selig sterben und fröhlich auferstehen, o Jesu, dich zu sehen. Johann Rist, g. 1607, 4 1667. 199. Eigene Melodie. .———— . 7—, rreen, e, n, e 1. Schmük⸗ e dich, o lie⸗be See⸗le, laß die dunk⸗le komm ans hel⸗le Licht ge⸗gan⸗gen, fan ge herr=lich V 2 + +—0 ö 22.—5 II ½—.* E—* +—— 1. W*— var II— Suͤn⸗den höh⸗le, ün⸗den · le, D enn der Herr voll an zu pran⸗gen!— Weit Mrd. E EH 2..— + EEEE ———... Gna⸗den will dich jetzt zu Ga-ste la-den; der den Him⸗mel kann =IN I ———* 2 SSSSSISIIII IIIIIIIIIIIII.I———— D— ET 2. Eile, wie Verlobte pflegen, deinem Bräutigam entgegen, der mit süßen Gnadenworten klopft an deines Herzens Pforten. Säume nicht, ihm aufzuschließen, wirf dich hin zu seinen Füßen, sprich: O Herr, laß dich umfassen, von dir will ich nicht mehr lassen. 7 ů ö ver ⸗wal-ten, will jetzt Her⸗berg in dir hal⸗ten. 3. Mag ein köstlich Gut auf Erden sonst um Geld verkaufet werden, du, o Herr, für deine Gaben willst nicht Erdenschätze haben, und in allen Bergesgründen könnt ich ja kein Kleinod finden, daß ich bei dem heil'gen Mahle, Herr, dein Manna dir bezahle. 187 2. Kirche und Gnadenmittel. 4. Ach wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach wie pfleg ich oft mit Tränen mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebensfürsten, daß in diesem Brot und Weine Christus sich mit mir vereine! 5. Beides, Wonne und auch Bangen, fühl ich jetzt mein Herz umfangen. Das Geheimnis dieser Speise und die unerforschte Weise macht, daß ich voll Staunen merke, Herr, die Größe deiner Werke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, der dein Allmacht kann ergründen? 6. Jesu, meines Lebens Sonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen! Hier fall ich zu deinen Füßen: Laß mich würdiglich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. 7. Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel hergetrieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 8. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Schaden sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mag dein Gast im Himmel werden. Johann Franck, g. 16 18, 4 1677. Vor der Abendmahlsfeier eines Kranken. 200. Mel. Vater unser im Himmelreich. EH——.2—— ů— DPDPPSIPIIIIIS“ 1. Zu dei⸗ nen Fü⸗ßen lie ge ich, mein I. HAE I f 41 D— 41 1 ö 4 I +* E.I +—— V—.——55 2— .— I I————9——— Je ⸗su, blik ⸗ke doch auf mich! Du bist der ——— ..— ae.. +— 120———..——.—. 2—.— Arzt und Win⸗ der⸗ mann, der al ⸗ le⸗ zeit er⸗ Eh————— EAE——.— —*—— 4*— 1. ö 1. E w— ret ⸗ten kann; drum, bin ich dleic von Hül ⸗fe EAH— N SISISSS.SIS.I. ‚.......... ——— 7—..— ö AI 7. bloß, so ist doch mein Ver⸗ trau ⸗en groß 18⁸ dreise. E. Liturgische Gesänge. 2. Die Seele mach ant ersten heil, mein Jesu, meines Herzens Teil, besprenge sie mit deinem Blut und mach all meine Sünden gut, und dann gib, nach vergebner Schuld, bei meiner Schwachheit auch Ge⸗ duld! 3. Berühre mich mit deiner Hand, die so viel Böses abgewandt. 201—202 Dein Leib mich speise, da ich krank, dein Blut sei meiner Seele Trankl Ich will, wie Lazarus, allein in Krankheit auch der Deine sein. 4. Wenn's meiner Seele selig ist, so heile mich, Herr Jesu Christ; soll sterben aber besser sein, wohl mir, auf Jesum schlaf ich ein. Mach's, Jesu, Jesu, durch dein Blut mit mir an Leib und Seele gut! Christ. Heinr. Zeibich, g. 167, 4 1748. E. Citurgische Gesänge. 201. Eigene Melodie. SSISSSESESESIS iI‚ ‚I‚ II............... — Wꝗ——.—...— EIESSEE—.— Eh-re sei dir, Chri-ste, der du lit-test Not, SII.—.—..— 0 2. 224 2 +2. .. L 2— +27.——.—.. S— an dem Stamm des Kreu⸗zes für uns bit⸗tern Tod, ——— 4.—— 2.— u. 1—7— 2** 1— E. I 2 II + 2——. L 2νμπνìì¹ì% — +— +— 1— + herr⸗schest mit dem Va⸗ter in der E-wig=keit; EITTTTTRTRTRT — 1 2— 4— 2 2.ĩH‚II‚II..—68——2—— E 1 2.— +2 I— 44 hilf uns ar-men Sün⸗dern zu der Se⸗lig-keit! SSSISPIIITITITITII..II.ITI..I..I....—— ͤ Lyh ⸗ ri e lei son, EChri sie e 695———..—— ..—————3—— A ——————— n lei son, Ky ⸗ ri⸗e e: lei⸗ son! Aus dem 14. Jahrhundert. Nach dem Latein. Laus tibi, Christe. 202. Eigene Melodie. —94— ö SEDEEEEE————— 2.JEI.—.—..———— 2— —— + 5 1— E n 1 1. Er⸗stan⸗den ist der hei ⸗lig Christ, Hal⸗ 1 8 20³ 2. Kirche und Gnadenmittel. 4—— e an el— iDEEEEEE le ⸗ lu-ja, Hal⸗le⸗-lu- ja, der al⸗ler Welt ein IIII..... T— ́pfIfI..—————*————T Trö⸗ster 2. Und wär er nicht erstanden Halleluja, Halleluja,(hehr, die Welt alsdann vergangen wär, Halleluja, Halleluja! 3. Doch seit daß er erstanden ist, Halleluja, Halleluja, so loben wir den Herren Christ, Halleluja, Halleluja! 4. O Jesu, lieber Herre Gott, Halleluja, Halleluja, Aus dem 14. Jahrhundert. sst, Hal ⸗le⸗ lu ⸗ ja, Hal ⸗le⸗ lu ⸗ jal behüt uns vor der Sünden Not, Halleluja, Halleluja! 5. Gib, daß wir von dem Tod er⸗ Halleluja, Halleluja, Istehn, mit dir ins neue Leben gehn, Halleluja, Hallelujal 6. Zu dieser österlichen Zeit, Halleluja, Halleluja, sei Gott der Herr gebenedeit. Halleluja, Halleluja! Nach d. Lat. Surrexit Christus hodie. 203. Eigene Melodie. Q——— N— —.—.———.—2——— EE 8=..—.—. e e e 2—.— 2 I—— 1— 1. Christ fuhr T gen Him ⸗- mel. Was sandt er +½. EV 1— Fs 2—.—— 8.— 2— E. + 2*—— 15 2.—— 2 20 uns her ⸗ nie ⸗ der? Den Trö ⸗ster, den hei⸗ —. + 3— annen ö aun— —————....—..— li ⸗ gen Geist, zu Trost der ar-men Chri⸗-sten⸗ — +— J.V I II— 2— .— ÆE —— 0 4.— 1— I 1———— heit. Hal lelu ⸗ ja! 2. Hal ⸗ le ⸗ lu⸗ — + A —. +— I a en e d,————————‚—— SS DPSP‚PSPSSIPSSS‚I......——— * ö‚————.— 3a0, Hal ⸗ le lu V —.— ö I FE—— ö 4Z———.— 4 EEEE x 20—— ja! Des solln wir al-le froh sein, Christ will er⸗ ehn, * E. Liturgische Gesänge. 204— 205 — 6 ———————..———— I. 1 1 un ⸗ ser Trost sein. Hal⸗ le ⸗ lu ⸗ jal Aus dem 15.(5) Jahrhundert. 5 2204. Eigene Melodie. EEEEE———.———....— —22——— 1—1. 2—2— Y—. 3.——.—..—— 665 Gen Him ⸗-mel auf ⸗ ge ⸗ fah ⸗ren ist, Hal⸗ eere aennrne t r, re r — 2 ö—— ů—. ——— l lu. aia, der Kö⸗nig der Eh- ren .—— ö ö 222.—— unnet— I öäPAII+ Je ⸗ sus Christ. Hal ⸗le⸗ lu ⸗ ja! 2. Er sitzt zu Gottes rechter Hand, wie zu ihm g'sprochen hat der Herr. Halleluja, Halleluja! herrscht über Himm'l und alle Land. 5. Drum jauchzen wir mitgroßem Halleluja! Halleluja, Schall'n, 3. Nun ist erfüllt, was g'schrieben dem Herren Christ zum Wohlge⸗ Halleluja, list. Halleluja! fall'n. in Psalmen von dem Herren Christ. 6. Der heiligen Dreieinigkeit, Halleluja! Halleluja, 4. Nun sitzt beim Herren Davids sei Lob und Preis in Ewigkeit! Halleluja,[Herr, Halleluja! 1609. Nach dem Lateinischen Coelos ascendit hodie. 205. Eigene Melodie. SSISISISIIIIII.II.I..II.I........... — 27 2—.——.—— Komm, hei-li- ger Geist, er⸗füll die Her-zen ‚I‚I P P P FFIPIPIPII—PIPIE—m—... iiiiiieeeeeeeiieeee dei⸗ner Gläu⸗-bi-gen und ent⸗zünd in ih-nen Q —. 1—— 2—. * 12..2 + + 40 2.7— ————...— I 1.—— das Feu ⸗ er dei⸗ner gött⸗li⸗chen Lie ⸗be, Q N— —I N + 14 —4 I.—2— 2— 2 n R. N——— 22.—.—— *D— +— der du durch Man- nig-fal⸗ tig„keit der 191 4———.————‚——ꝛß7— ADSDii eieiei‚e‚.e i............... . 11. W..—2——————— — I.— 2 L 1+.— Zun⸗gen die Völ⸗ ker der gan ⸗ zen Welt ver⸗ 9——.— 4—.—— —...eeñ—i. E— 2— sam⸗ ml 9——— in Ei ⸗nig⸗ keit des Glau⸗ ů 6———...— ———— + .j—DRIDi.* ** 77—— bens. Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja, Hal ⸗le⸗lu⸗ ja! Altkirchlich. 206. Die Litanei. I. Pastor oder Chor. II. Gemeinde oder Chor. 40 EV. ——.— Lu— 7— 7 e Ky ⸗ ri ⸗e, le i: son, ö—— E—— EHN— ů Chri ⸗ste, e2 le ⸗ i son, Q H — ID.V— E— H ů Kyh ⸗ ri e, le ⸗ i son, Q—4 575 F.a I4 j——.————— 2* I***——. 12— Chri ⸗ste, er⸗- hö-re uns. ½f7 I — + E——— 1. Herr Gott Va⸗ter im Him⸗mel, 2. Herr Gott Sohn 0 Welt Hei⸗ land, 1. 3. Herr Gott hei ⸗li⸗ ger Geist, J.. I 5 I ——.—.————. ** 1.2.3. er⸗barm dich ü⸗ber uns. Sei uns gnä⸗dig, ver⸗schon uns, lie⸗ber Her⸗re Gott. 4. 2. Sei uns gnä⸗dig, hilf uns, lie-ber Her⸗re— H ——+ 82 22 SSSSSI...I.... I BVor al⸗len Sün⸗den be⸗hüt uns, lie⸗ber Her⸗re Gott. 192 E. Liturgische Gesänge. ............... Vor al⸗lem Irr⸗sal, vor al⸗lem U⸗bel, Q 2 ————— vor des Teu⸗fels Trug und List, vor bö- sem schnel-len Tod, vor Pesti⸗lenz und teu ⸗ rer Zeit, vor Krieg und Blut-ver⸗-gießen, vor Auf ruhr und Zwie ⸗tracht, vor Ha-gel und Un ⸗ge- wit=ter, vor Feu-ers⸗und Was-sers=not, u. oor dem e ⸗ wi ⸗gen Tod II I + I —— SSSS * +V1 be-hüt uns, lie-ber Her⸗re Gott. I. 5 Durch dei-ne hei⸗li⸗ge Ge-burt, durch dei⸗nen Todeskampf und blu ⸗ti⸗ gen Schweiß, durch dein Kreuz und Tod, u. durch dein heiliges Auferstehn und Him⸗mel ⸗fahrt I — ——5 H SSII..I..I I I II II—— hilf uns, lie-ber Her re Gott. I. ů I I SS——— In uns⸗rer letz⸗ten Not, 11. am jüng⸗sten Ge-richt —5 2 2 2u E—— hilf uns, lie-ber Her-re Gott. I. — 9 II— EEEE + E———— —F8 Wir armen Sün⸗der bit ⸗ten: .—.— I 5 DIDIDIDISISSSSSSS—.— Du wol-lest uns er-hö-ren, lie-ber Her⸗re Gott, 193 13 all ihre Diener, Wächter und Hirten Und deine heilige christliche Kirche re⸗ gie⸗ ren und füh⸗ ren, im heilsamen Wort und heiligem Le⸗ben er-hal-ten, al⸗len Rotten und Arger⸗ nis⸗ sen weh⸗ren, al⸗le Irrige und Verführte wie⸗-der brin-gen, den Satan unter unsre Fü⸗ße tre⸗ten, treue Arbeiter in deine Ern⸗te sen⸗den, deinen Geist und Kraft zum Wor⸗te ge⸗ben, . allen Betrübten und Blöden helfen und sie trö⸗sten, II ——————— I. er⸗hör uns, lie-ber Her ⸗re Gott. —————3—— Al⸗len Königen und Fürsten Fried und Ein⸗tracht ge-ben, dem Kaiser Heil und Se⸗gen schen-⸗ken, unsern Landesherrn gnädig⸗ lich be-schüt-zen, alle Obrigkeit in Stadt und Land mit deinem Geiste leiten und be hü⸗ten, allen, so in Not und Gefahr sind, mit Hil⸗fe er⸗schei⸗nen, aller Kinder und Kranken pfle-gen und war-ten, alle unschuldig Gefangenen los und le⸗ dig las⸗sen, alle Witwen und Waisen verteidigen und ver- sor-gen, 11 aller Menschen dich er bar⸗men, II I. er⸗ hör uns, lie⸗ber Her⸗re Gott. E.v— . — Unsern Feinden, Verfolgern und Lästerern vergeben und sie be-keh⸗ ren, die Früchte auf dem Lande geben und uns gnädig⸗ und be-wah⸗ren lich er⸗-hö-⸗-ren. + 5— ISDSESeSEeeEe 2 ö— ———jt.—— 1 113 O Je ⸗su Chri⸗ste, Got-tes Sohn, —2 — +— er ⸗hör uns, lie ⸗ber Her-re Gott. 194 II , n, n 1.— s[I E. Liturgische Gesänge. 207 I. + 22— ————. 1. O du Lamm Gottes, das der Welt Sün-de trägt, 2. O du Lamm Gottes, das der Welt Sün-de trägt, II. 3. O du Lamm Gottes, das der Welt Sün⸗de trägt, ——— + .—. ——j—.—4.— + 1. er⸗barm dich ü⸗ber uns. 2. er⸗barm dich ü⸗ber uns. 3. ver-leih uns ste⸗ten Frie ⸗ den. 96 1. —2.—.— E— S —— E—— Chri⸗ste, er ⸗-hö-re uns. E/ E— E ů ———..——— KLy ⸗ri ⸗ e,— e ⸗ le ⸗i ⸗ son E 1.— ——. ——— E—— +—7 . A. II Chri=ste, e⸗ le ⸗i ⸗ son, ——— II ön Ky ⸗ri⸗„ e⸗le⸗i⸗ son. A men. Altkirchlich. Deutsch durch Martin Luther, g. 1485, 4 1546. 207. Lobgesang des Sacharias.(Das Benediktus.) I. Mel. Siebenter Psalmenton. Luk. 1, 68- 29. ———. 2— — + 1. Gelobet sei der Herr, der Gott IJjra ⸗ els, 2. und hat uns aufge⸗ rich⸗tet ein Horn des Heils 3. wie er vor Zei ⸗ten ge⸗re⸗det hat 4. daß er uns errettete von un⸗ sern Fein ⸗ den 5. und die Barmherzigkeit erzeigete un⸗-sern Vä ⸗ tern 6. und an den Eid, den er geschwo⸗ ren hat unserm Va⸗ter Abra ⸗ ham, 7. daß wir, erlöset aus der Hand uns⸗rer Fein ⸗de, 8. in Heiligkeit und Ge⸗rechtig-keit, 9. Und du Kindlein wirst ein Pro⸗ phet des Höch⸗sten hei ⸗ ßen, 195 237 —————————“—“———D,r —— 522..8 208 2. Kirche und Gnadenmittel. — 5——— 295————— — 0. und Erkenntnis des Heils ge 11. durch die herzliche Barmherzigkeit un-sers Got ⸗tes, 12. auf daß er erscheine denen, die da sitzen in Finsternis und Schat⸗ten des Lo ⸗ des, 13. Lob und Preis sei Gott, dem Vater und dem Soh ⸗ ne best seinem Volk, ö 1.14. wie es war im Anfang, jetzt und immer-dar, ————— 1———— . denn er hat be⸗ sucht und er⸗löset sein Volk, 2. in dem Hause seines Die⸗ners Da ⸗ vid; 3. durch den Mund seiner hei⸗ligen Pro⸗phe ⸗ ten, 4. und von der Hand aller, die uns has ⸗ sen, 5. und gedächte an sei nen heiligen Bund 6. uns zu ge ⸗« ben, 7. ihm dieneten ohne Furcht un-ser Leben ⸗lang 8. die ihm ge⸗fällig ist. 9. du wirst vor dem Herrn her⸗ gehen, daß du seinen Weg be⸗rei ⸗ test 10. die da ist in Vergebung ih⸗rer Sün ⸗de, 11. durch welche uns besuchet hat der Aufgang aus der Hö ⸗ he, 12. und richte unsre Füße auf den Weg des Frie ⸗dens. 13. und dem hei ⸗ligen Gei ⸗ste, 14. und von Ewigkeit zu E⸗ wigkeit. A ⸗ men. 208. Lobgesang Simeéons.(Nunc dimittis.) Mel. Achter Psalmenton. Luk. 2, 29—32. 2—** —————— 1. Herr, nun lässest du deinen Die⸗ ner in Frie⸗den fah⸗ren, 2. denn meine Augen haben deinen Hei⸗land ge⸗se⸗ hen, 3. ein Licht, zu er⸗ leuch⸗ten die Hei⸗den 4. Eh ⸗ re sei dem Vater und dem Soh⸗ne 5. wie es war im Anfang, jetzt und im⸗merdar 196 II. E. Liturgische Gesänge. 209 ——5 15 2 73 1. wie du ge ⸗ sagt hast; 2. den du bereitet hast vor al⸗len Völ⸗kern, 3. und zum Preis deines Vol⸗kes JS ⸗=rael. 4. und dem hei⸗ligen Gei⸗ste, 5. und von Ewigkeit zu E⸗wigkeit. A⸗men. 209. Lobgesang der Maria.(Das Magnifikat.) I.— Mel. Neunter Psalmenton. Luk. 1,46—55. —.—— 1. Mei ne Seele er⸗ he⸗bet den Her ⸗ ren, 2. denn er hat seine elende Magd an⸗ge ⸗ se ⸗ hen; 3. denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist, 4. und seine Barmherzigkeit währet im ⸗mer für und für 5. Er übet Ge⸗ walt mit seinem Arm 6. Er stö ⸗ ßet die Ge⸗ wal⸗ti ⸗ gen vom Stuhl 7. Die Hungrigen füllet er mit Gü ⸗ tern 8. Er denket der Barm⸗herzig⸗keit 9. wie er geredet hat un⸗sern Vä ⸗ tern, 10. Lob und Preis sei Gott dem Vater und dem Soh ⸗ne 11. wie es war im Anfang, Q— jetzt und immer⸗dar, 4—t —25 .ñ—..——— — 1. und mein Geist freuet sich Gottes, mei- nes Heilan⸗des, 2. sie ⸗he, von nun an werden mich selig preisen al le Kindes⸗kind, 3. und des Na⸗me heilig ist, 4. bei de⸗nen, die ihn fürch ⸗ten. 5. und zer⸗streut, die hoffärtig sind in ih ⸗res Herzens Sinn. 6. und er⸗ 7. und 8. und hilft seinem Die⸗ner he⸗bet die Niedri⸗gen. läs⸗set die Reichen leer. Israel auf, Sa⸗men ewig⸗- lich. 9. A⸗ bra-ham und seinem 10. und dem hei⸗ligen Gei ⸗ste, 11. und von E⸗wigkeit zu E⸗wigkeit. A 197 * men. 2. Kirche und Gnadenmittel. 210. Eigene Melodie.— I. Dastor oder Chor. II. Gemeinde oder Chor. 2 9 ö—————— SSISSSSSeieeeE 1 2.— 5ue ‚ 1. Herr Gott, dich lo⸗ben wir, Herr Gott, wir dan⸗ken dir. 9 x ů —— — 1 —.—*—.— 4—— —— j ˙ 2—— I. I V —.. Dich, Va⸗ter in E⸗wig⸗keit ehrt die Welt weit und breit. Q ů — 125⁴½— .— + — 2.— .—— I. auch Che ⸗ ru ⸗ bim und Se ⸗ ra⸗ phim * N— N 2.+.— N—. E- 2 7 2 2 2 2— —— 15 sin ⸗ gen im ⸗ mer mit ho ⸗ her Stimm: —— E—— I 22—** 22—— I 2—— * 2—— 2 II——5 2—— 22 —.— 1 +1.—. 5„„— .1 Hei⸗lig ist un-ser Gott, hei-lig ist un⸗-ser Gott. 4685 I 22 2—— EE——.— i enen mne IRIRIRTTT——————————————————— I. Hei ⸗lig ist un⸗ser Gott, der Her⸗re Ze-ba⸗oth! A N V 2— +— S— 2 2 2 12 H +2. Dein gött ⸗ lich Macht und Herr-lich-keit Der hei ⸗ li ⸗ gen zwölf Bo ⸗ ten Zahl 5 die teu ⸗ ren Märt'⸗ rer all ⸗ zu ⸗ mal ö die gan ze wer ⸗ te Chri ⸗ sten ⸗ heit Dich, Gott Va⸗ ter im höch-sten Thron, 11 den hei⸗li⸗ gen Geist und Trö⸗ ster wert — 5 ů n;., —2 V.* I E—* 2——— 2 II —*—— E 1 geht ü⸗ ber Him⸗mel und Er ⸗ de weit und die lie⸗-ben Pro⸗phe ⸗-ten all, lo ⸗ben dich, Herr, mit gro-ßem Schall, ö rühmt dich auf Er ⸗ den al ⸗le ⸗ zeit. dei ⸗ nen rech⸗ten und ein'- gen Sohn, mit rech-tem Dienst sie lobt und ehrt. 198 8080 —ͤ2. 3 E. Liturgische Gesänge. 210 I—. dne, dn 4. * F I 17 35. Du Kö ⸗ nig der Eh ⸗ ren, Fe ⸗ su Ehrisi, Q 1 N .— 1—* V N, — 2 0 2 +— 5 5— 2 1 Gott Va⸗ ters e⸗ wi ⸗ ger Sohn du bist; 9 4 2 I —* + +* Ii. — 2— 1.— E 2— der Jung-frau Leib nicht hast ver⸗-schmäht, Du hast dem Tod zer-stört sein Macht Du sitzt zur Rech ⸗ ten Got ⸗=tes gleich u.. Ein Rich ⸗ ter vu zu ⸗ künf⸗ tig bist 2•—*—— x 4— + 211 EH— 9 7— 7 ö n. E A zu er ⸗lön⸗ sen das mensch-lich Ge⸗schlecht. und all Chri-sten zum Him= mel bracht. mit al ⸗ler Ehr ins Va ⸗ters Reich. I. all des, was tot und le-bend ist. 1225„— 2—— ö—— —6 4. Nun hilf uns, Herr, den Die= nern dein, * ů ö — + 2 + + E 2—— 2—— 2 E 5 ů——— 0—.— die mit dein'm teur'n Blut er ⸗löͤ⸗ set sein, —— +I —— 2— J 7⁴ .932 2 +.— 1er— L laß uns im Him⸗ mel ha⸗ ben teil II. V 3 4 x L —*— +* +— 15. ——**. + + 53 5————*—— 2 LD I. mit den Hei⸗li⸗ gen im e⸗wi⸗gen Heil! 9—— L +.2.— +——— ————— 52.2—2 ů 2.. 7— 60 9 0 2 11 Hilf dei ⸗ nem Volk, Herr Je-⸗ su Christ, **— N2 LE *—— E—* 7 2.* E EE—————— 77—— 10. und seg ⸗- ne, das dein Erb=teil ist, ö . + wart und pfleg ihr zu al ⸗ler Beit 199 211 2. Kirche und Gnadenmittel. I. 5——— 4 2 1— 1 70—— 0 0— 2 2—— und heb sie hoch in E-wig ⸗keit! 1.„ ö— ö 2 E 2 ö— 1 EN 2 2 ö 2 Wlu U—— 1I. 5. Täg ⸗lich, Herr Gott, wir lo ⸗ben dich —— 7—— ———————— 2.— . und ehrn dein'in Na ⸗ men ste-tig-lich. — U— . ö ö 5 5— —————————.— — BDe ⸗ hüt uns hent, vo treu ⸗ er Golt, Sei uns gnä⸗ dig, 0 Her ⸗ re Gott, 11 Zeig uns dei ⸗ ne Barm ⸗ her ⸗ zig-keit, ————— II 2 2 2 2— 9 2— ———— vor al ⸗ ler Sünd und Mise⸗ se ⸗ tatl sei uns gnä⸗ dig in al ⸗ler Not! wie un ⸗ sre Hoff-nung zu dir steht. — 4 ö — ö ——2 2— 2 2.—.— 11 Auf dich hof ⸗ sen wir, lie ⸗ ber Herr, HQ +— ‚ 4 + ◻ 1 +—. 110— 33. 2 2— 1—— in Schan-den laß uns nim-mer⸗-mehr! I. A. II. — HI — II en, e — 2.——27 ar — A men. Martin Luther, g. 1485, 4 1546. Nach dem Latein. Te deum laudamus. 21¹. Eigene Melodie. Strophe und 2;? und 8; 15 und 14. PIPIFII TTT ———— 1. Tag des Zorns, o Tag voll Grau⸗en, da die Welt den 2. Zit⸗tern in der Er⸗de Grün⸗den wird des Rich⸗ters 200 Ff —1 4 [IV / us. n E. Liturgische Gesänge. 211 — I —5.... 1 — +— 5 ö—.—— 2 1. ne mal., e vn — —⁵⁵ ‚ Herrn soll schau⸗en nach dem Wort, dem wir ver⸗trau⸗en! Nahn ver⸗kün-den, der die Her-zen will er⸗grün⸗den. Strophe 5 und 4; 9 und 10; 15 und 16. — ö Eae 1 * K.—.— +— ——— + —— 3. Wun⸗der⸗bar Po-sau-nen-hal⸗len wird durch je⸗des 4 Erd und Tod wird sehn +— 1* —— 2* ——.— 1——— 2 1—5..——.— II 22* 2— ů ö—..——2 — Grab er⸗schal⸗len, auf, zum Thro⸗nel ru⸗fend al⸗len! Gruft ent⸗schwe⸗ben, Ant⸗wort sei⸗ nem Herrn zu ge-ben. Strophe 5 und 6; 1und 12; 17. +* f—— ——.— ö 5—.* 45 2 2— + 1 + 5. Und ein Buch wird sich ent ⸗fal=ten, drin die Schuldder — VI. —— ö 5 — 2 1—.— E ‚... ,. *—* 8 —— + II II— 2—.—+ ——— — +*+ Welt ent⸗hal-ten, ü-ber die Ge⸗richt zu hal=ten. Got⸗tes Soh-ne al⸗-les zu ver-dien⸗tem Loh-ne. 7. Was soll dann ich Armer sagen? wer mich zu vertreten wagen, wo selbst die Gerechten zagen? 8. Furchtbar hocherhabner König, Quell der Liebe, Heiland gnädig, mach du mich der Sünden ledig! 9. Jesu, deiner Lieb gedenke, daß du für mich kamst, bedenke, darum einst mir Gnade schenke! 10. Bist voll Schmerz mich suchen gangen, hast für mich am Kreuz gehangen, nicht umsonst sei Tod und Bangen. 11. Richter der gerechten Rache, deiner Huld mich teilhaft mache, eh der Tag des Zorns erwache. 12. Gleich Verworfnen fühl ich Bangen, Schuld macht glühen meine Wan⸗ gen; mein Gebet laß Gnad erlangen! 13. Du, der lossprach einst Marien und dem Schächer hast verziehen, hast auch Hoffnung mir verliehen. 14. Gar unwürdig ist mein Flehen, laß du, Heiland, Gnad mich sehen, nicht ins ew'ge Feuer gehen! 15. Von den Böcken wollst mich scheiden, zu den Schafen mich geleiten, stell'n zu deiner rechten Seiten. 201 ——————— 212 2. Kirche und Gnadenmittel. 16. Ruf', wenn in die ew'gen 17. Sieh, nach dir streck ich die Flammen Hände, sinken, die du willst verdammen, zum Zerknirschten, Herr, dichwende, 2—9 nai e, Luut, Aie,— V2 +———— EH—— 18. Tag voll Trä-nen, wo mit Grau-en Gott die Kre⸗a⸗ *.——5— 2 2 SII— SSIS.SPIPI.II.......I.I.III.I.I.I..——4 tur soll schau ⸗en, auf-er⸗-ste⸗hend aus dem Gra-be! G8.———— +—05 ——————5 EFAEEEEE ——————— Nimm die Schuld, Herr, al-len a-be!l From-mer Je⸗su, Hei⸗ Q + ö 4 N ..—.. 2.— H————.—— ᷑ , e,rn e,⸗üe, I. v A.e.n.nA ,, ———.———— „—7 land du, schen⸗ke all'n die ew'-ge Ruh!l- A men! Aus dem Lateinischen: Dies irae, dies illa. übersetzung von Bunsen. 212. Eigene Melodie. 2. Kor. 15, 15. 9⁰— ö 2 SDSDSPSPSDSPSSSSPSISISIPSISI SIEIE IEIEI‚IIIE‚EI‚... EN 2..— 2 22..—..— 2 MA I— Die Gna⸗de un⸗sers Herrn Je⸗ su Chri⸗ 0—. Pan 194.————ĩ + +* + 2.4 1*—— HFH——2 2.—..— 2..—. E 2—....——.2 E 2.— H 2 H1—— X.·:.. sti und die Lie⸗be Got⸗tes und die Ge⸗ — 9 75—— + ‚ 4——— ů + 1 4 10—— 2 2. 2—.4.——— mein⸗schaft des heil'⸗ gen Gei ⸗ stes sei mit uns / 35— N —22.—** + 1——. HII —..IW 1 +—.— 1 II 2. 4* 1— I 1I—I al⸗len, mit uns al-len. A⸗men. 20² IIIII ——.2U2——— 3. Lieder vom christlichen Leben. A. Buße und Beichte. 213. Eigene Melodie. —————— +— DEEEE — L... 1—.* 1 — 1. Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind 5 2 — — +.—. —— — I 22— +.—— 1 1—— ö‚.— 1.— — mein be⸗gang-nen Sün⸗den! — 7 Da ist nie⸗-mand, EEl — 5—.—.——.—..— —.— 2.—.— .—.— EIEI I *—— III — — der hel⸗fen kann, 2. Lief ich gleich weit zu solcher Zeit bis an der Erden Enden und wollt los sein des Elends mein, würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich, verstoß mich nicht, wie ich's wohl hab verdienet. Ach geh doch nicht, Gott, ins Gericht, dein Sohn hat uns versühnet. 4. Soll's ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünde folgen müssen, auf die⸗ser Welt zu fin⸗den. so fahre fort, nur schone dort, laß mich nicht ewig büßen! 5. Gib auch Geduld, vergiß der Schuld, schaff ein gehorsam Herze, daß ich mein Heil, mein bestes Teil, durch Murren nicht verscherze. 6. Verfahr mit mir, wie's dünket dir, ich will es gerne leiden; nur wollst du mich nicht ewiglich von deiner Liebe scheiden. Rutilius, g. 1550, + 1618. 214. Eigene Melodie. —0— I 2—————52— ES————— D 1 Al⸗ lein zu dir, Herr Je ⸗su Christ, nIch weiß, daß du mein Trö ⸗ ster bist, 2— ö n, V.* 7⁷⁰————— N I1 —.2 1...2 10 V I 1 14.—= 11 E öꝑD‚DDDERER‚iSE‚E‚iSSISISSSei‚S‚sSS............... mein Hoff⸗nung steht auf Er ⸗ den. kein Trost mag mir sonst wer den. 203 5. Lieder vomtchristlichen Leben. —————— —— 2— E—.— Von An⸗be⸗ginn ist nichts er⸗kor'n, auf Er-den — 2— + V 22. II 4—. „nerdr. 1.— ö ů ——— 2—— ist kein Mensch ge⸗bor'n, der mir aus Nö⸗ ten —2— 4 L—— + II—..—. den ne min, ane e e n vi. EE 6—5—.— ö 2—09— 20 77 +„ 1D— 23 hel⸗fen kann: Ich 255 dich an, du bist al⸗ —— EE—— 1 E—— Hn e. nrrvumnen; ů 1—— lein der rech ⸗ te Mann. 2. Mein Sünd ist schwer und über⸗ und reuet mich von Herzen;(groß derselben mach mich frei und los durch deinen Tod und Schmerzen und zeig mich deinem Vater an, daß du genug für mich getan, so werd ich los der Sünden Last; Herr, halt mir fest, wes du dich mir versprochen hast. 3. Gib mir nach dein'r Barm⸗ herzigkeit den wahren Christenglauben, auf daß ich deine Süßigkeit mög' inniglich anschauen, 215. v. 1, 5 und 4. Mel. vor allen Dingen lieben dich und meinen Nächsten gleich als mich. Am letzten End dein' Hilf mir send, damit behend des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten dem Vater aller Güte,[Thron, und Christo, seinem lieben Sohn, der uns allzeit behüte, und Gott dem werten heil'gen Geist, der uns sein' Hilfe allzeit leist, damit wir ihm gefällig sein hier in der Zeit und vollends in der Ewigkeit. Johann Schneesing, 4 1567. O Vater, allmächtiger Gott. —— 5———— SSS EE Æ— 35———— All⸗mächt'⸗ger Va⸗ter, Gott der Huld! Zu SS I... dei⸗ner Lang⸗ mut und Ge⸗ buld flehn wir, ver⸗ —NV +—— 2.— gib uns uns!„re Schuld. Er⸗barm dich ü⸗ ber 20⁴ ——22— A. Buße und Beichte. 8 I 8 sus Chri⸗stus! 3. Uns, die wir standhaft ringen. 4. Laß, heil'ger Geist, uns streben hilf du den Lauf vollbringen. Für uns bist du gestorben; erbarm dich über uns! Er⸗barm dich Psalm 150. von Sünden rein zu leben. Du kannst die Kraft uns geben; erbarm dich über uns! Nach Joh. Spangenberg, g. 1484, + 1550. du willst, so schick's mit mir. 216. Eigene Melodie; oder: Herr, wie A 4— —— — 4 I. J II 2—.— + fer Not schrei ich zu Dein gnä-⸗dig Oh-ren kehr zu mir, und mei⸗ner dir, Herr Gott, er⸗ H* * + hör mein 9 du —* ——— 7 I— en. Denn so fen. 2.*— 1—* 125— D was Sünd und Un⸗recht — 2 7 4 —— 2— tan, wer kann, Herr, vor dir 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad die Sünde zu vergeben;und Gunst, es ist doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann; des muß dich fürchten jedermann und deiner Gnade leben. 20⁵ blei- ü⸗ ber —— ben? 3. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die'mir zusagt sein wertes Wort; das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren. 217 3. Lieder vomsch 4. Und obes währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herzan Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So tu JIsrael rechter Art, das aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gotts erharre. ristlichen Leben. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. Martin Luther, g. 1485, 4+ 1546. 217. mel. Was mein Gott will, gescheh allzeit. 8—*—.— 2 3 + + 7* .rri... 1 Durch A-dams Fall ist ganz ver-derbt mensch⸗ das⸗selb Gift ist auf uns ge⸗erbt, daß Q— U ——.—0 à—— .— en n Lnemr unt V wuun win mn r SE—* lich Na⸗ tur und We⸗sen, ö ö ö ohn Got-tes wir nicht konn⸗ten g'ne-sen 2 E...— — 5—— ———.—.——..—— * 7 Trost, der uns er⸗-löst hat von dem gro⸗Fen Scha⸗ 2. Weil denn die Schlang Eva hat daß sie ist abgefallen(bracht, von Gottes Wort, das sie veracht, dadurch sie in uns allen bracht hat den Tod, so war ja not, daß uns auch Gott sollt geben sein lieben Sohn, der Gnaden in dem wir möchten leben. Thron, 3. Wie uns nun hat ein fremde in Adam all verhöhnet,(Schuld also hat uns ein fremde Huld ——————— N....— 2——;—.————— ——.— 9—————— den, dar ⸗ ein die Schlang E=- va be⸗zwang, Q D N** II nenenene wum duen enme ire: dern En. enent. t ————. Gotts Zorn auf sich zu la-den. in Christo all versöhnet; und wie wir all durch Adams Fall sind ew'gen Tods gestorben, also hat Gott durch Christi Tod verneut, was war verdorben. 4. So er uns denn sein'n Sohn ge⸗ schenkt, da wir sein Feind noch waren, der für uns ist ans Kreuz gehenkt, getöt't, gen Himm'l gefahren, dadurch wir sein von Tod und Pein 206 IITITII HIIII II.. 1+—— A. Buße und Beichte. 218 erlöst, so wir vertrauen auf diesen Hort, des Vaters Wort: wem wollt vorm Sterben grauen? 5. Er ist der Weg, das Licht, die die Wahrheit und das Leben, Pfort, des Vaters Rat und ewigs Wort, den er uns hat gegeben zu einem Schutz, daß wir mit Trutz an ihn fest sollen glauben; darum uns bald kein Macht noch G'walt aus seiner Hand wird rauben. 6. Der Menschist gottlos und ver⸗ sein Heil ist auch noch ferne,[flucht, der Trost bei einem Menschen sucht und nicht bei Gott dem Herren; denn wer sich will ein andres Ziel ohn diesen Tröster stecken, den mag gar bald des Teufels mit seiner List erschrecken. G'walt 7. Wer hofft auf Gott und dem vertraut, wird nimmermehr zu Schanden; denn wer auf diesen Felsen baut, ob ihm gleich geht zuhanden viel Unfalls hie, hab ich doch nie den Menschen sehen fallen, der sich verläßt auf Gottes Trost; er hilft sein'n Gläub'gen allen. 8. Ich bitt, o Herr, aus Herzens⸗ grund, du wollst nicht von mir nehmen dein heil'ges Wort aus meinem sowirdmich nicht beschämen Mund, mein Sünd und Schuld; denn in dein Huld setz ich all mein Vertrauen; wer sich nun fest darauf verläßt, der wird den Tod nicht schauen. 9. Mein'n Füßen ist dein heil'ges ein Leuchte nah und ferne, Wort ein Licht, das mir den Weg weistfort; so dieser Morgensterne in uns aufgeht, so bald versteht der Mensch die hohen Gaben, die Gottes Geist denen verheißt, die Hoffnung darauf haben. Lazarus Spengler, g. 1479, 4 1554. 218. Mel. Christus, der uns selig macht. — 9 u. 2—„ EN+*..— —.—5 +— 2.— 2——** I +. 1.—. *————————— 1. Gott, mein Va⸗ter, ich, dein Kind, fal⸗ le vor dir . DD—— DD ee n n emm.,— 5——— ———— nie ⸗ der. Sie-⸗he, was mein Herz em⸗ pfind't, und er⸗ —A—— + —.55— 5— 3.—.6.. ;. 5 ö— E 1 barm dich wie-der. Groß ist mei⸗ne, n— ——. . die mich in-nigst reu=et; grö-⸗ßer dei-ne 207 rvomschristlichen Leben. 2. Zwar ich bin's nicht wert, zu dir kindlich aufzusehen; doch du bleibst ein Vater mir, du vernimmst mein Flehen, kennst mein Herz, ermunterst mich, es vor dir zu stillen. Du erhörst mich väterlich noch um Christi Willen. 3. Du bist meine Zuversicht, wenn die Schuld auch quälet. Dein Geschöpf verwirfst du nicht, hast dir's ja erwählet. Der du deinen Sohn für mich RAAIWA in den Tod gegeben! . Sein Erlöster bin auch ich, teu'r erkauft zum Leben. 4. Dieses soll in jedem Schmerz mein Vertraun erwecken; vor der Sünde soll mein Herz, nicht vor dir erschrecken. 2 + I¹1 E. x—— a, E——*— 2————— Va⸗ter⸗ huld, die mich noch er ⸗ freu=et. Trauen will ich, Vater, dir stets die Sünde hassen, nie vergessen, daß du mir soviel Schuld erlassen. 5. Preis sei dem Allgütigen, der mein Seufzen kennet! Der dem Gnadesuchenden freien Zutritt gönnet! Sing es, Seele, vor dem Herrn, fleuß von Freuden über! Gott, dein Gott, verstößt nicht gern, er begnadigt lieber. 6. Ewig bist du so gesinnt, Schöpfer meiner Seele! Ach wenn ich, dein strauchelnd Kind, noch aus Schwachheit fehle, so gedenkst du, der du weißt, daß mein Herz dich ehret, ich sei Staub, und du verzeihst dem, der wiederkehret. Christoph Friedrich Neander, g. 1224, 4+ 1802. 219. Eigene Melodie. ———* d e n un I‚— . Herr, ich ha-be miß⸗ ge- han- delt, ja mich ich bin nicht den Weg ge⸗-wan- delt, den du EHHE•——— H— ,,.. N ͤ 11————— ö— drückt der Sün⸗den Last, ö 1 nilr ges zeis get hast und jetzt wollt ich gern aus Schrek⸗ in—— + 5e, e, den rrer.—— 2— —*—— ö 23—— 4—..— ken mich vor dei- nem Zorn ver-stek-ken. 2. Doch wie könnt ich dir entflie⸗wollt ich über See gleich ziehen, du wirst allenthalben sein; hen? stieg ich in die Gruft hinein, 208 . A. Buße und Beichte. hätt ich Flügel gleich den Winden, gleichwohl würdest du mich finden. 3. Drum, ich muß es nurbekennen, Herr, ich habe mißgetan, darf mich nicht dein Kind mehr nen⸗ Ach nimm mich zu Gnaden an, nen. laß die Menge meiner Sünden deinen Zorn nicht gar entzünden! 4. Könnt ein Mensch den Sand gleich zählen an dem großen, weiten Meer, dennoch würd es ihm wohl fehlen, daß er meiner Sünden Heer, daß er alle mein Gebrechen sollte wissen auszusprechen. 5. Wein', ach wein' jetzt um die meiner beiden Augen Bach![Wette, 220. 8²0 O daß ich g'nug Zähren hätte, zu betrauern meine Schmach! O daß aus dem Träuenbronnen käm ein starker Strom geronnen! 6. Aber, Christe, deine Wunden und dein teuerwertes Blut machen meine Seel gesunden, löschen meiner Sünden Glut, drum will ich, mein Angst zu stillen, mich in deine Wunden hüllen. 7. Dir will ich die Last aufbinden, wirf sie in die tiefste See, wasche mich von meinen Sünden, mache mich so weiß wie Schnee, laß den guten Geist mich treiben, einzig stets bei dir zu bleiben. Johann Franck, g. 1618, 4 1677. Eigene Melodie. Q lh, dr,.n.—.— 2— 9— +— 7— — 1 Herr Je su Christ, du höch⸗stes Gut, du Usieh doch, wie ich in mei-nem Mut mit .———.— EU. 2 P..:r, Ss, Ese U Brunn⸗quell al ⸗ ler Gna⸗den,) 8 ö 15 ö und in mir Schmer⸗zen bin be ⸗ la⸗- den 2————— —— 5 2 itmrn nen.mnni Hund.nr den. 7— 2——— 2— hab der Pfei⸗le viel die im Ge⸗wis⸗sen S.SS.S..I.. I.. I I... 7;*———— ———— EE— 2 oh-ne Ziel 2. Erbarm dich mein in solcher nimm sie aus meinem Herzen, Last, dieweil du sie gebüßet hast am Holz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht vor großem Weh in meinen Sünden untergeh und ewiglich verzage. 209 mich ar⸗men Sün ⸗der drük⸗ken. 3. Fürwahr, wenn mir daskommet was ich mein Tag begangen, lein, so fällt mir auf das Herz ein Stein, und bin mit Furcht umfangen; ja ich weiß weder aus noch ein und müßte stracks verloren sein, wenn ich dein Wort nicht hätte. 14 221 4. Jedoch dein heilsam Wort das mit seinem süßen Singen, macht daß mir das Herze wieder lacht und schier beginnt zu springen; dieweil es alle Gnad verheißt für die, die mit zerknirschtem Geist zu dir,» Jesu, kommen. 5. So komm ich auch zu dir allhie in meiner Angst geschritten und tu dich mit gebeugtem Knie von ganzem Herzen bitten: Verzeihe mir doch gnädiglich, was ich mein Lebtag wider dich auf Erden hab begangen. 6. OHerr, vergib, vergibmir'sdoch 221. 5. Lieder vom christlichen Leben. um deines Namens willen und tu in mir das schwere Joch der Übertretung stillen, daß sich mein Herz zufrieden geb und dir hinfort zu Ehren leb mit kindlichem Gehorsam. 7. Stärkmichmitdeinem Freuden⸗ heil mich mit deinen Wunden, geist, tröst mich mit deinem Todesschweiß in meiner letzten Stunden und nimm mich einst, wenn dir's ge⸗ fällt, im rechten Glauben von der Welt zu deinen Auserwählten! Barthol. Ringwaldt, g. 1532,4 1599. Mel. O Jesu Christ, mein's Lebens Licht. 4. 2 ö— ,. ve denr.:,., —— 2 2— 2— 27.— FEE 1. Hier bin ich, Herr, du ru-fest mir, du zie-hest 22.— 20⁷————— E ndn r= e e, n., EY— 0———.— 3——.—— 5 mich, ich fol 29e dir. Du for⸗ derst von mir Q EE. 1 SS.S.SSPSS SISISIII Herz und Sinn, mein Schöp-fer, nimm, ach nimm es hin! 2. Ich hab oft deinen Wink ver⸗ schmäht, es ist mir leid, ich komme spät; doch ist mir lieb, daß deine Güt noch auf mich armen Sünder sieht. 3. Ich wag es aber länger nicht, zu unterlassen meine Pflicht, ich komme, Herr, voll Reu und Buß; ach aber, ach wie wankt mein Fuß! 4. Es gehtmir, wie es Petrusging: dort kommt ein Sturm, ich sink, ich sink. Ach reiche mir die starke Hand, so wird das Sinken abgewandt. 5. Du riefest mich, nun ruf ich dir. Mein Heiland, komm zu Hilfe mir! Mein matter Fuß kann nirgend fort, ach trage mich an Stell und Ort! 6. Flößt du mir MattemKräfte ein, so werd ich künftig stärker sein; so folg ich dir, mein Herr und Gott, durch Flut und Glut, durch Not und Tod. Joh. Jak. Rambach, g. 1695,4 1755. 210 A. Buße und Beichte. 222—223 222. mel. wer nur den lieben Gott läßt walten. ............. F—T —— 2 ñ—— 7 0— 1 Ich ar-mer Mensch, ich ar-mer Sün-der ach Gott, ach Gott, ver-fahr ge-lin ⸗- der Es——— 3 S I I I F FIPIFIPIAII......... E e 2——.———— Got steh hier vor =tes An ⸗ge⸗ 2015 und geh nicht mit mir ins Ge-richt! *— ö— ö—— —————— PF 12————————— Er ⸗bar me dich, er ⸗ bar ⸗me dich, XHE. RAAm 1—.— — 2 2 2— Z— ——.——— EREEEEEE 11. + Gott, mein Er ⸗ bar-mer, ü⸗ ber mich! 2. Wie ist mir doch so herzlich bange, wie kränkt mich meine große Sünd; hilf, daß ich wieder Gnad erlange, ich armes und verlornes Kind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 3. Hör, ach erhör mein seufzend Schreien und neig zu mir dein Vaterherz; wollst alle Sünden mir verzeihen und lindern meines Herzens Schmerz. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben, sprich, daß der arme Sünder hör: Geh hin, die Sünd ist dir vergeben, nur sündige hinfort nicht mehr. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Nicht, wie ich hab verschuldet, lohne und handlenicht nach meiner Sünd; o treuer Vater, schone, schone, erkenn mich wieder als dein Kind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 6. Ich zweiflenicht, ich binerhöret, erhört von deiner Gnad und Treu, weil sich der Trostim Herzen mehret; drum will ich enden mein Geschrei: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! Christoph Cietze, g. 164, 4 1705. Mel. Herr, wie du willst, so schick's mit mir. Q —2—— 2—— SS............. I I—I——— *———***—— 1 Ich will von mei ⸗ ner Mis⸗ se ⸗tat du wol-lest selbst mir Hilf und Rat 21¹ 145 3. Lieder vomtchristlichen Leben. — 5 arr + ———————— ů ..———————— , earr, zum Her⸗ ren mich be ⸗ keh- ren; ö ů9980 Gott, be sche und dei⸗ nes bie ⸗zu, 0 ott, be⸗ sche ren %.. 1——— EN—.———5———— 2.—6— 1 E 1+—.— gu⸗ten Gei⸗stes Kraft, der neu ⸗e Her⸗ zen .,...—.—.———— exe,—3— in uns schafft, aus Gna⸗de mir ge⸗- wäh⸗⸗ ren! 2. Ein Mensch kann von Natur doch sein Elend selbst empfinden;[nicht er ist ohn deines Geistes Licht blind, taub, ja tot in Sünden, verkehrtist Will, Verstandund Tun. Desgroßen Jammerswollstdunun, o Vater, mich entbinden! 3. Herr, klopf in Gnaden bei mir und führ mir wohl zu Sinnen, lan was Böses ich vor dir getan; du kannst mein Herz gewinnen, daß ich aus Kummer und Beschwer laß über meine Wangen her viel heiße Tränen rinnen. 4. Wie hast du doch auf mich ge⸗ wandt den Reichtum deiner Gnaden! Mein Leben dank ich deiner Hand, du hast mich überladen mit Ruh, Gesundheit, Ehr und Brot, du machst, daß mir noch keine Not bis hieher konnte schaden. 5. Hast auch in Christo mich er⸗ tief aus der Hölle Fluten,(wählt daß niemals mir es hat gefehlt an irgend einem Guten; und daß ich ja dein eigen sei, hast du mich auch aus großer Treu gestäupt mit Vaterruten. 2¹² 6. Bisher hab ich in Sicherheit ganz unbesorgt geschlafen, gesagt: Es hat noch lange Zeit, Gott pflegt nicht bald zu strafen, er fähret nicht mit unsrer Schuld so strenge fort, es hat Geduld der Hirte mit den Schafen. 7. Dies alles jetzt zugleich erwacht, mein Herz will mir zerspringen; ich sehe deines Donners Macht, dein Feuer auf mich dringen; du regest wider mich zugleich des Todes und der Hölle Reich, die wollen mich verschlingen. 8. Herr Jesu, nimm michzudirein, ich flieh zu deinen Wunden; laß mich da eingeschlossen sein und bleiben alle Stunden; dir ist ja, o du Gotteslamm, all meine Schuld am Kreuzesstamm zu tragen aufgebunden. 9. Dies stelle deinem Vater für daß er sein Herze lenke und gnädig sich kehr her zu mir, nicht meiner Sünde denke, auf daß er meine Sündenlast, die du auf dich genommen hast, ins tiefe Meer versenke. Luise Henriette Kurfürstin von Brandenburg(5), g. 1627, 4 1667 7 amm für, mir, t, ast, von 1667 A. Buße und Beichte. 22⁴4 224. Mel. Alle Menschen müssen sterben. .iDieeie ieii‚ie‚ei 42—— 1— V.—— 1 —. Je⸗ su, der du mei⸗ ne See⸗le »Laus des Teu⸗fels fin⸗strer Höh⸗le — hast durch dei⸗nen und der schwe⸗ren 23 — * 2 —. I 2 1 — 4— —— 77* +— —— 7 2 bit⸗tern Tod kräf⸗t Sün⸗den⸗not —— 2 3 ——. E 4—.—— amnd mich sol⸗ches las⸗sen wis⸗sen durch dein an⸗ge⸗ —..—— iieer ———.———.— JZ— ⁵57— S...———— neh⸗mes Wort, sei doch jetzt, o Gott, mein Hort! 2. Herr, ich muß es ja bekennen, daß nichts Gutes wohnt in mir; das zwar, was wir Wollen nennen, halt ich meiner Seele für; aber Fleisch und Blut zu zwingen und das Gute zu vollbringen folget gar nicht, wie es soll; was ich nicht will, tu ich wohl. 3. Aber, Herr, ich kann nicht wis⸗ wie viel meiner Fehler sein,[sen, mein Gemüt ist ganz zerrissen durch der Sünden SchmerzundPein, und mein Herz ist matt von Sorgen; ach vergib mir, was verborgen, rechne nicht die Missetat, die dich, Herr, erzürnet hat. 4. Jesu, du hast weggenommen meine Schulden durch dein Blut; laß es, o Erlöser, kommen meiner Seligkeit zu gut, und dieweil du so zerschlagen hast die Sünd am Kreuz getragen, ei so sprich mich endlich frei, daß ich ganz dein eigen sei. 5. Wenn ich vors Gericht soll tre⸗ da man nicht entfliehen kann, sten, ach so wollest du mich retten und dich meiner nehmen an. Du allein, Herr, kannst es wehren, daß ich nicht den Fluch darf hören: Ihr zu meiner linken Hand seid von mir noch nie erkannt. 6. Du ergründest meine Schmer⸗ du, Herr, kennest meine Pein.(zen, Es ist nichts in meinem Herzen als dein herber Tod allein. Dies meinHerz, mit Leid vermenget, durch dein teures Blut besprenget, so am Kreuz geflossen ist, geb ich dir, Herr Jesu Christ. 7. Nun ich weiß, du wirst mir stil⸗ mein Gewissen, das mich plagt; len es wird deine Treu erfüllen, was du selber hast gesagt: daß auf dieser weiten Erden keiner je verloren werden, sondern ewig leben soll, wenn er nur ist glaubensvoll. 213 8. Herr, ich glaube, hilf mir Schwachen, laß mich ja verderben nicht! Du, du kannst mich stärker machen, wenn mich Sünd und Tod anficht. 3. Lieder vom christlichen Leben. Deiner Güte will ich trauen, bis ich fröhlich werde schauen dich, Herr Jesu, nach dem Streit in der süßen Ewigkeit. Johann Rist, g. 1607, 4 1667. 225. mel. Hommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. Ev. Luk. 15,1—2. N ͤ * 1 2— — .——— 2. Es heißt: Er nimmt die Sünder an! drum komm, dein Jesus will und dich retten und umarmen.(kann Komm weinend, komm in wahrer Buß und fall im Glauben ihm zu Fuß: er wird sich dein erbarmen. 3. Ein Hirt verläßt sein Schäflein nicht, dem's in der Irr an Hilf gebricht, er sucht es mit Verlangen; er lässet neunundneunzig stehn und sie gar in der Wüste gehn, das eine zu umfangen. 4. Es sucht der liebste Jesus Christ das Schäflein, das verloren ist, 214 ———.— E—————.— . I...I......——— 1. Ihr ar⸗men Sün⸗der, kommt zu Hauf, kommt ei⸗lig, 8—— 1 E——— DDI—— 5 en unüri e an ni, wuin, ——— 7 +.— ö kommt und macht euch auf müh-se- lig und be⸗ .......I..... I..I I I I I I I—.— EE— la⸗den: hier öff ⸗-net sich das Je-sus-herz H2—5— 3 n,— 0 5.— —.— 7— 2—— 2.. 2— +— für al ⸗(e, die in Reu und Schmerz .——— ,—.*—— ů——. H— 2 7 1———— 2 55 A — 2*——— 1 er ⸗ken ⸗nen ih ren Scha⸗den. bis daß er's hat gefunden. So laß dich finden, liebe Seel, und flieh in Jesu Wundenhöhl; noch sind die Gnadenstunden. 5. O Jesu, deine Lieb ist groß! Ich komm mühselig, nackt und bloß: ach laß mich Gnade finden! Ich bin ein Schaf, das sich verirrt; ach nimm mich auf, weil ich verwirrt im Strick und Netz der Sünden. 6. Ach wehe mir, daß ich von dir gewichen bin zum Abgrund schier! Ach laß mich wiederkehren zu deiner Herde, nimm mich an und mach mich frei vom Fluch und dies ist mein Herzbegehren! Bann: ————2.——....22 8784148 ORul A. Buße und Keichte. 7. Laß mich dein Schäflein ewig sei du mein treuer Hirt allein ssein, im Leben und im Sterben; laß mich vom eiteln Weltgesind ausgehn und mich als Gottes Kind um dich, mein Heil, bewerben. 226-—227 8. Ich will von nun an sagen ab der Sündenlust bis in mein Grab und in dem neuen Leben in Heiligkeit, Gerechtigkeit dir dienen noch die kurze Zeit, die mir zum Heil gegeben. Laurentius Laurenti, g. 1660, 4122. 226. mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. Q +—. +. 44 + 4 I. N 1 1—.— SSSSSIIII EE.E... 1. O from⸗mer und ge⸗ treu ⸗ er Gott, .— ö——.— 1——.— 0———— ————— 2 2— ich hab ge ⸗ bro⸗chen dein Ge⸗bot —. ————— n rusm.- um:.n s ———— und sehr ge ⸗ sün-digt wi ⸗ der dich: das ——— j ——...— I.—— 22...—5 —.———— ist mir leid und reu ⸗ et mich. 2. Weil aber du, o gnäd'ger Gott, nicht hast Gefalln an meinem Tod, und ist dein herzliches Begehrn, daß ich mich soll zu dir bekehrn: 3. Auf dies Wort, lieber Vater fromm, ich armer Sünder zu dir komm, und bitt dich durch den bittern Tod und heilige fünf Wunden rot 4. Dein's lieben Sohnes Jesu Christ, der mir zu gut Mensch worden ist: Laß deine Gnad und Gütigkeit mehr gelten denn Gerechtigkeit; 5. Verschon, o Herr, laß deine zudecken alle meine Schuld, Huld so werd ich arm verlornes Kind ledig und los all meiner Sünd. 6. Ich will, o Herr, nach deinem Wort mich bessern, leben fromm hinfort, damit ich mög nach dieser Zeit gelangen zu der Seligkeit. Unbekannter 1645. 227. mel. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld. Ev. Luk. 18,15. 1.—.— —— R— ———— 1 O Kö⸗ nig, des ⸗-sen Ma-⸗je=stät dem Erd und Meer zu Dien-ste steht, 215 + LV 4 .. in irnnrn. ninn n vne——— D——————— r. — ů weit ü⸗ber al ⸗les stei⸗get, ů4— ö; er Him⸗ mel vor dem die Welt sich nei⸗get, Q— —— II 5 5 2— 2— 1 + 64•—4 2— n, dn n,. — ist dein hel ⸗les Kleid, du bist voll Macht und Q N—44 Z.. 7 NI +—— nrenrt irennn i n,— nint: hir E——————— — ö 3 ö; Herr⸗lich⸗-keit, sehr groß und wun⸗-der⸗tä ⸗tig; ich Q. I N E.XV. 2 2—=...—— 1— =n—— Z.—7 +* ———.— ar⸗mer Mensch ver mag nichts mehr, als daß i Q 4— DJ + I— er den ee Sere vin Hnn Mmr. a Hr i H —————————.—. EE * ruf zu dei ⸗ ner Ehr: Gott, sei mir Sün⸗der gnä⸗dig! 2. Hier steh ich, wie der Zöllnertat, beschämet und von ferne, ich suche deine Hilf und Gnad, o Herr, von Herzen gerne; doch weil ich voller Fehler bin und Sünde meinen ganzen Sinn zum Guten macht untätig, so schlag ich nieder mein Gesicht vor dir, du reines Himmelslicht. Gott, sei mir Sünder gnädig! 3. Die Schulden, der ich mir be⸗ durchängsten mein Gewissen;[wußt, drum schlag ich reuig an die Brust und will von Herzen büßen. Ich bin, o Vater, ja nicht wert, daß ich noch wandle auf der Erd; doch weil du winkst, so bet ich mit ganz zerknirschtem, bangen Geist, der gleichwohl dich noch Abba heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig! 4. Mein Vater, schaue Jesum an, 216 den Gnadenthron der Sünder, der für die Welt genug getan, durch den wir Gottes Kinder im gläubigen Vertrauen sind, der ist's, bei dem ich Ruhe find, sein Herz ist ja guttätig. Ich fasse ihn und laß ihn nicht, bis Gottes Herz mitleidig bricht. Gott, sei mir Sünder gnädig! 5. Regiere du mein Herz und Sinn in diesem ganzen Leben! Du bist mein Gott und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Ach heilige mich ganz und gar, laß meinen Glauben immerdar sein durch die Liebe tätig! Und will es nicht fort, wie es soll, so ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig! 6. Mein Leben und mein Sterben allein auf deiner Gnade; sruht mir geh es gleich bös oder gut, A. Buße und Beichte. 228 gib nur, daß es nicht schade. Kommt dann das letzte Stündlein Und wenn ich nicht mehr sprechen kann, so sei mir auf der Todesbahn, lan, so nimm den letzten Seufzer an: mein Jesu, selbst beirätig! Gott, sei mir Sünder gnädig! Valent. Ernst Löscher, g. 1675, 4 17409. Q 223. mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. . 1 2—— — — 2 X—— 2 2 — +7——n—— EE DID O Va⸗ter . der Barm⸗ her⸗zig ⸗ keit, ich der zu dir schreit und + 1. ver⸗stoß den nicht, * 1 II —* ——— II— HQ • * 2 2 + n derrn —.—— 2 fal=le dir zu Fu x Was ich be⸗ tut noch end-lich B —— V 1 ..... SPII.II....... ————— gan⸗gen wi ⸗ der dich, ver ⸗Wzeih mir al ⸗les ———— 2—— EFEE I— ———— 2. Durch deiner Allmacht Wun⸗ dertat nimm von mir, was mich quälet; durch deine Weisheit schaffe Rat, worin es mir sonst fehlet; gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk, daß ich mit dir all meine Werk anfange und vollende. 3. O Jesu Christe, der du hast am Kreuze für mich Armen getragen aller Sünden Last, wollst meiner dich erbarmen! O wahrer Gott, o Davids Sohn, erbarm dich mein und meinverschon, sieh an mein kläglich Rufen! 4. Laß deiner Wunden teures dein Todespein und Sterben(Blut, mir kommen kräftiglich zu gut, daß ich nicht müss' verderben. —— 7 gnä⸗dig⸗lich durch dei⸗ ne gro⸗ße Güu⸗ tel Bitt du den Vater, daß er mir im Zorn nicht lohne nach Gebühr, wie ich es hab verschuldet. 5. O heil'ger Geist, du wahres Regierer der Gedanken,(Licht, wenn mich die Sündenlust anficht, laß mich von dir nicht wanken! Verleih, daß nun und nimmermehr Begierd nach Wollust, Geld und Ehr in meinem Herzen herrsche. 6. Und wenn mein Stündlein kommen ist, so hilf mir treulich kämpfen, daß ich des Satans Trotz und List durch Christi Sieg mög dämpfen, auf daß mir Krankheit, Angst und Not und dann der letzte Feind, der Tod, nur sei die Tür zum Leben. David Denicke, g. 1605, + 1680. 217 229—230 5. Lieder vom echristlichen Leben. 229. Eigene Melodie. 2— 2 .SSSITIII.I — 1. Sieh, hier bin ich, Eh- ren⸗kö- nig, le⸗ ge mich vor 9 ů 0 I 1 +———7 + 4 5 2—...—.—.— ö—— ....e.—. 2.....—...— DID.‚.‚... —.—.—.— Ear.& + W dei⸗ R schwa⸗ che Trä-nen, kind⸗lich Seh⸗nen äBHBĩ»tĩ»„öj„„„,,cK„ bring ich dir, du Men-schen-sohn. Laß dich fin-den, . PSIIII.II II IIIII. laß dich fin⸗azden von mir, der ich Asch und Ton. 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich den, der dich liebt in der Tat. bitt dich, Laß dich finden, laß dich finden, lenke mich nach deinem Sinn! der hat alles, der dich hat. Dich alleine ich nur meine, 4. Dieser Zeiten Eitelkeiten, dein erkaufter Erb ich bin. Reichtum, Wollust, Ehr und Freud Laß dich finden, laß dich finden, sind nur Schmerzen meinem Her⸗ gib dich mir und nimm mich hin! welches sucht die Ewigkeit. zen, 3. Ich begehre, Herr, gewähre Laß dich finden, laß dich sinden, mir nur deine freie Gnad, großer Gott, ich bin bereit. die du gibest, weil du liebest Joachim Neander, g. 1650, + 1680. Kan 230. Mel. Vater unser im Himmelreich. uin vim d. denun ů— ö—*. EaE 2—* I.—— ̃— 82 2.——— LZ..——— 2 — 0 1. So wahr ich le⸗be, spricht dein Gott, mir EEEE EEDIIIEFEEIEEIFIIFIFIIIEI————— +*— ist nicht lieb des Sün⸗-ders Tod, viel-mehr ist —9 — 2 S. S.............. 1 dies mein Wunschund Will, daß er von Sün⸗den ........—..— hal⸗ te still, von sei⸗ ner Bos-heit keh- re 218 A. Buße und Beichte. 231 .— 4 V NI V 2.— XII sich und le⸗ be m 2. Dies Wort bedenk, o Menschen⸗ kind, verzweifle nicht in deiner Sünd! Hier findest du Trost, Heil und die Gott dir zugesaget hat,[Gnad, und zwar mit einem teuren Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, denk nicht: Zur Buß ist noch wohl Zeit, ich will erst fröhlich sein auf Erd, und wenn ich lebensmüde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ist's, Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit, doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt. — N it mir L⸗ 5. Gnad hat dir zugesaget Gott von wegen Christi Blut und Tod, zusagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt. Daß du mußt sterben, ist dir kund, verborgen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich! Eh morgen kommt, kann's ändern sich; wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Seel und Leib dort brennen muß. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heute komm zu dir und Buße tu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit. Joh Heermann, g. 1585, 4+ 1647. 231. Mel. O Gott, du frommer Gott. — 2—— II 3—— 22...——— + 2.2 I— 2 SE 7— 2— — Spar dei ne Bu ⸗ße nicht von ei⸗ nem du weißt nicht, wann du mußt aus die⸗ser —.— H— EHREEE- — 7 Br— 5 0, n Du mußt nach dei- nem Welt weg wan ⸗ dern. a +„ H EEEE— * 2——.——* Tod vor Got-tes An-ges⸗ sicht; ach den-ke Q E D..‚t......— 20——— * 1— ů 2.———.— —.—————— flei⸗ßig dran. Spar d ei ⸗ ne Bu ⸗ße nicht. 219 udn 2. Spar deine Buße nicht, bis daß du alt wirst werden; du weißt nicht Zeit und Stund, wie lang du lebst auf Erden. Wie bald verlöschet doch der Menschen Lebenslicht, wie bald ist es geschehn! Spar deine Buße nicht. 3. Spar deine Buße nicht bis auf das Todesbette, zerreiße doch beizeit die starke Sündenkette, denk an die Todesangst, wie da das Herze bricht, mach dich von Sünden los. Spar deine Buße nicht. 4. Spar deine Buße nicht, weil du bist jung von Jahren, ö da du erst Lust und Freud willst in der Welt erfahren. 3. Lieder vom christlichen Leben. Die Jungen sterben auch und müssen vors Gericht; drum ändre dich beizeit. Spar deine Buße nicht. 5. Spar deine Buße nicht; dieweil du noch kannst beten, so laß nicht ab, vor Got in wahrer Buß zu treten. Bereue deine Sünd; wenn dieses nicht geschicht, weh deiner armen Seel! Spar deine Buße nicht. 6. Spar deine Buße nicht, ach ändre heut dein Leben und sprich: ich hab mein Herz nun meinem Gott ergeben, ich setz auf Jesum Christ all meine Zuversicht; so wirst du selig sein. Spar deine Buße nicht. ö Johann Friedrich Stark, g. 1680, 4 1756. . 232. Eigene Melodie. Psalm 6. N— 11 2,, en e en dmn, un, e nm, Krt. ————— 1 Straf mich nicht in dei⸗nem Zorn, gro⸗ßer Gott, ver⸗ 908 er⸗dienst nicht 9—— Q N 7 2— CELL..—.—*—2.—. L.22 +*— 2..... 1 2 +—7 x Hat die Sünd dich ent⸗zünd't, laß um — Ehri⸗ sti wil ⸗len 2. Zeig mir deine Vaterhuld, stärk mit Trost mich Schwachen! ö Ach Herr, hab mit mir Geduld, ö wollst gesund mich machen, ö heil die Seel mit dem Ol 22⁰ 1.— r— stil⸗len. deiner großen Gnaden, wend ab allen Schaden! 3. Ach ich bin so müd und und matt von den schweren Plagen, mein Herz ist der Seufzer satt, dei⸗nen Zorn sich die nach Hilfe fragen. Wie so lang machst du bang meiner armen Seele in der Schwermutshöhlel 4. Weicht, ihr Feinde, weicht von Gott erhört mein Beten; smir, nunmehr darf ich mit Begier vor sein Antlitz treten. Teufel, weich, Hölle, fleuch! A. Buße und Beichte. Was mich vor gekränket, hat mir Gott geschenket. 5. Vater, dir sei ewig Preis hier und auch dort oben, wie auch Christo gleicherweis, der allzeit zu loben, heil'ger Geist, sei gepreist, hoch gerühmt, geehret, daß du mich erhöret. Joh. Ge. Albinus, g. 1624, 4 1679. 2233. Mel. Sion klagt mit Angst und Schmerzen. Q— + n ů en. 1 Treu ⸗ er Gott, ich muß dir kla Agen ob dir wohl sind mei ⸗ ne Pla⸗ gen Q— ——.— ——— 9 2 2——— mei ⸗- nes Her⸗ zens Jam⸗mer⸗stand, r0⸗ße bes⸗ ser als mir selbst be⸗ kannt; 9997 — 4—5 ö 2 ᷓ—— 756.. 7 2 2=.—— E*—.— 2 m 6. Schwach⸗ heit ich bei mir in An⸗fech⸗tung Q —. II— E — 4—— 2— EEV— +— 5.0 4½ ö ů r⸗ oft ⸗mals spür, wenn der Sa⸗ tan al ⸗len icht EEEEY 35 1 — e— ———————.—. — Glau⸗ben will aus mei=nem Her⸗zen rau⸗ben. am 2. Du Gott, dem nichts ist ver⸗ höre, wie ich sehnlich bete, borgen, laß mich werden nicht zu Spott, weißt, daß ich nichts von mir hab, nichts von allen meinen Sorgen; alles ist, Herr, deine Gab. ö Was ich Gutes find an mir, ö das hab ich allein von dir; auch den Glauben mir und allen gibst du, wie dir's mag gefallen. 3. O mein Gott, vor den ich trete jetzt in meiner großen Not, 221 mach zunicht des Teufels Werk, meinen schwachen Glauben stärk, daß ich nimmermehr verzage, Christum stets im Herzen trage. 4. Jesu, Brunnquell aller Gnaden, der du niemand von dir stößt, der mit Schwachheit ist beladen, sondern deine Jünger tröst, sollt ihr Glaube auch so klein ——.—..ñ—.—ü— ——.—j— 44.1iittt: üttiän 4 . 234 wie ein kleines Senfkorn sein, wolltst du sie doch würdig schätzen, große Berge zu versetzen. 5. Laß mich Gnade vor dir finden, der ich bin voll Traurigkeit; hilf du mir selbst überwinden, so oft ich muß in den Streit; meinen Glauben täglich mehr', deines Geistes Schwert verehr, damit ich den Feind kann schlagen, alle Pfeile von mir jagen. 6. Heil'ger Geist ins Himmels Throne, gleicher Gott von Ewigkeit mit dem Vater und dem Sohne, der Betrübten Trost und Freud, der du in mir angezünd't, so viel ich an Glauben find, über mir mit Gnade walte, ferner deine Gab erhalte! 7. Deine Hilfe zu mir sende, o du edler Herzensgast, und das gute Werk vollende, das du angefangen hast. Blas das kleine Fünklein auf, bis daß nach vollbrachtem Lauf ich den Auserwählten gleiche und des Glaubens Ziel erreiche. 8. Gott, groß über alle Götter, heilige Dreieinigkeit, außer dir ist kein Erretter, tritt mir selbst zur rechten Seit, wenn der Feind die Pfeil abdrückt, 3. Lieder vomtchristlichen Leben. mir will allen Trost verschlingen und mich in Verzweiflung bringen. 9. Zeuch du mich aus seinen die er mir geleget hat, Stricken, laß ihm fehlen seine Tücken, drauf er sinnet früh und spat. Gib Kraft, daß ich allen Strauß ritterlich mög stehen aus, und so oft ich noch muß kämpfen, hilf mir meine Feinde dämpfen! 10. Reiche deinem schwachenKinde, das auf matten Füßen steht, deine Gnadenhand geschwinde, bis die Angst vorüber geht. Wie die Jugend gängle mich, daß der Feind nicht rühme sich, er hätt ein solch Herz gefället, das auf dich sein Hoffnung stellet. 11. Du bist meineHilf, meinLeben, mein Fels, meine Zuversicht, dem ich Leib und Seel ergeben; Gott, mein Gott, verzeuch doch nicht! Eile, mir zu stehen bei, brich des Feindes Pfeil entzwei, laß ihn selbst zurücke prallen und mit Schimpf zur Hölle fallen! 12. Ich will alle meine Tage rühmen deine starke Hand, daß du meine Plag und Klage hast so herzlich abgewandt. Nicht nur in der Sterblichkeit soll dein Ruhm sein ausgebreit't, ich will's auch hernach erweisen meine Schwachheit mir aufrückt, und dort ewiglich dich preisen. Joh. Beermann, g. 1585, + 1647. 234. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. —7. ö——„ —— 5—— II 1 Va⸗ ter, laß mich Gna⸗de fin ⸗den, trö⸗ Udenn die Men ge mei- ner Sün-den macht 222 A. Buße und Beichte. 234 ——— r, ururr. 2— 2— ste mein ge ⸗ äng ⸗stet Herz, Ee be mir Ban ⸗gig- keit und Schmerz. — 2 +—— 2+. +* +* — mein Gott, wie ich — 8 2 12— hier de-⸗muts-voll, ge⸗ — I +—— 5 5 35 ꝙ——2 F— 2 2..— 2 ö 2 2 7 beugt vor dir, — reu ⸗- ig, trau- rig, scham-rot — . 8——— II.—2 —. +—— 2*.„— ste⸗ he 2. Du bist heilig; ich hingegen bin voll Ungerechtigkeit. Was kann dich zur Huld bewegen? Ach auf deine Gütigkeit setz ich meine Zuversicht, denn, Herr, sollte dein Gericht über mich nach Recht ergehen, wie würd ich vor dir bestehen? 3. Doch nach deinemWort undLeh⸗ willst du keines Sünders Tod,(re sondern daß er sich bekehre und frei werde seiner Not. Dieser Trost erquickt auch mich. Gläubig, Vater, fleh ich dich: Laß für meine schweren Sünden auch mich Armen Gnade finden. 4. Dein Sohn selbst kam auf die und vergoß sein teures Blut, Erde daß ein jeder selig werde, der hier glaubt und Buße tut. Ach sein Kreuz und Dornenkron bring auch ich vor deinen Thron; durch sein heilig Blutvergießen laß auf mich Erbarmung fließen. 5. Längst zwar sollt ich sein ge⸗ kommen; und dich um Ver⸗ge⸗bung fle ⸗ he. doch, Herr, deiner Gütigkeit ist dadurch noch nichts entnommen, noch, noch ist die Gnadenzeit. Keine Buße ist zu spät, wenn sie nur von Herzen geht; o so wird ja auf mein Flehen Gnade noch für Recht ergehen. 6. Gott, du Gott der Lieb und Treue! Laß durch Jesu Tod und Pein meine späte Buß und Reue dir noch wohlgefällig sein. Denke doch nicht weiter dran, wieviel Böses ich getan, mein undankbar Sündenleben wollst du huldreich mir vergeben. 7. Vater, heilige mich Sünder, sieh nicht an, was ich getan, nimm mich unter deine Kinder wiederum aus Gnaden an; und dann rühm und preis' ich dich, Vater, jetzt und ewiglich! Höre mich in Jesu Namen, sprich zu meinen Bitten Amen! Nach Christ. Gensch von Breitenau, g. 1658, 4 152, veränd. durch Elieser Gottl. Küster, g. 1752, + 199. 223 235—236 5. Lieder vomtchristlichen Leben. 235. mel. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. EEB———— ö .———— H 1. Vor dir, Herr Je⸗su, steh ich hier, mein Herz sehnt 37 Ach, groß ist mei⸗ne Mis⸗se⸗tat; doch, Mitt⸗ler, —9 N J.— ů 6—— E, d,n, n,. sich nach Trost bei dir; was darf ich Ar⸗ dei⸗ ne Huld und Gnad läßt Sün⸗der nicht ——4 2 —— 2 mer sa ⸗ gen?ꝰ * e⸗su, deir ⸗ ver ⸗ Za 2 2 gen. H V 2 xü dein Ver⸗ SSEee — dienst al⸗lein macht mich von al⸗len Sün⸗den rein, Q 2..— .—— V 4 f—— — ½ wenn ich in wah⸗rer Reu und Buß an dich glaub 2 ,e. und di zn Fuß. Herr Je su . *——.——— ͤ.— 7—. 4— 2 2—„ 22.... 25„Christ! Ich glaub an dich, ich trau⸗e dir, ich E I. IIIX C. I. .+. IXI —— 7 — will mich bes⸗sern, hilf du mir. Unbekannt(1610. 236. mel. Wer uur den lieben Gott läßt walten. E 1— H— N H———————.—.— 2—— Eie 5. 2 1— lie ⸗gen 91 zu dei⸗ nen Fü⸗ßen, 1 ů ö — füh⸗len lei⸗der im Ge⸗-wis⸗-sen, — 2— .—. 2—— EV 2 7 2 90 Herr von 9⁰ ⸗ßer Güt 25 Treu, wie sehr dein Zorn ent ⸗bren-net sei. 22⁴4 II —+ S * HH l Ver⸗ i D — — 6 — t l U A. Buße und Beichte. 237 4 L II +.....—. SSIIIIIII E 1 — Das Maß der Sün⸗den ist er ⸗füllt, ach weh uns, — 2 ꝗ———— 35 wenn du stra⸗fen willt. 2. Doch, Vater, denk an deinen 5. Ach laß die wohlverdiente Namen, Strafe gedenk an deinen lieben Sohn! Dein Wort heißt immer Ja und Amen, dein Eidschwur zeuget selbst davon. Du willst der Sünder Tod ja nicht. Ach geh nicht mit uns ins Gericht! 3. Wir liegen vor dir in dem Stau⸗ be,‚ und unser Herz ist ganz zerknirscht; nur tröstet uns allein der Glaube, daß du dich noch erbarmen wirst. Ja, du hast noch ein Vaterherz, drum siehe doch aufunsernSchmerzl 4. Das teure Blut von deinem Sohne schreit für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnaden⸗ throne und denke noch der alten Zeit, da du auch Gnade hast erzeigt, dein Herz dem Sünder zugeneigt. nicht über unsre Häupter gehn, daß wir nicht als verlorne Schafe von deiner Hut verlassen stehn. Ach sammle uns in deinen Schoß und mach uns aller Plagen los! 6. Gib Fried im Land und im Gewissen, gesunde Luft, wohlfeile Zeit, laß Lieb und Treu sich stetig küssen und fördre die Gerechtigkeit, krön unser Feld mit deinem Gut, nimm Kirch und Haus in deine Hut! 7. So wollen wir dir Opfer bringen, und deine sein mit Leib und Seel. Es soll dein Lob gen Himmel und dein erlöstes Israel(dringen, stimm in die Lieder Zions ein: Der Herr soll mein Gott ewig sein! Benjamin Schmolck, g. 1622, 4 1757. — 2237. Mel. Auf meinen lieben Gott. V N ů f6 N 1— ———————.———— *——— 1.———— 1. Wo soll ich flie-hen hin, weil ich be⸗schwe⸗ret 9⁰ N ö ——.— I 1 I— SSSIPI‚IIIITITITTIEIPII........ NE —— CZ‚...— bin mit vie ⸗len gro⸗ßen Sün⸗den? Wo kann ich — 5—.— 222—5 5——.—2——— E———— 4.—— Ret⸗tung fin⸗den? Wenn al ⸗le Welt her=kä⸗ 15 225 5. Lieder vom christlichen Leben. J 22 2— de 4 Sätitt — * I — — æ·.... 7.— 1H— 2 me, mein Angst sie nicht weg-näh-me. 2. O Jesu voller Gnad, auf dein Gebot und Rat kommt mein betrübt Gemüte zu deiner großen Güte, laß du auf mein Gewissen ein Gnadentröpflein fließen! 3. Ich, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, so viel ihr'r in mir stecken und mich so heftig schrecken, in deine tiefen Wunden, da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut, vergossen mir zu gut, wasch ab all meine Sünde, mit Trost mein Herz verbinde und ihrer nicht gedenke, ins Meer sie tief versenke! 5. Du bist der, der mich tröst't, weil du mich selbst erlöst; was ich gesündigt habe, hast du verscharrt im Grabe; da hast du es verschlossen, da wird's auch bleiben müssen. 6. Ist meine Sünde groß, so werd ich ihr'r doch los, wenn ich dein Kreuz umfasse und mich darauf verlasse. Wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald verschwindet. +.5. Mel. Her zlich lieb hab 7. Mir mangelt zwar sehr viel; doch was ich haben will, ist alles mir zu gute erlangt mit deinem Blute, damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 8. Und wenn des Satans Heer mir ganz entgegen wär, darf ich doch nicht verzagen; mit dir kann ich sie schlagen. Dein Blut darf ich nur zeigen, so muß ihr Trutz bald schweigen. 9. Dein Blut, der edle Saft, hat solche Stärk und Kraft, daß auch ein Tröpflein kleine die ganze Welt kann reine, ja gar aus Teufels Rachen frei, los und ledig machen. 10. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich. Jetzt kann ich nicht verderben, dein Reich muß ich ererben, denn du hast mir's erworben, da du für mich gestorben. 11. Führ auch mein Herz und Sinn durch deinen Geist dahin, daß ich mög alles meiden, was mich und dich kann scheiden, und ich an deinem Leibe ein Gliedmaß ewig bleibe. Joh. Heermann, g. 1585, 4 1647. ich dich, oBerr. Ev. Matth. 11,28-50, — —9695 22 +—— ⸗* l + 7=—. 3 +.—, —.‚e.—— E—— DD.DHD‚D‚.— 85 b. 1 Zu dir, Herr Je⸗ su, mei ⸗ ner Sün⸗den Last, sie Mich drük⸗ket . ich, nach⸗ kom⸗ me 2² A. Buße und Beichte. 238 —— 362*.——.—... .‚‚‚‚——..—— — 7 07 I ö. dem du mich so mil⸗dig⸗ lich zu dir hast läßt mir kei ⸗ ne Ruh noch Rast; würd sie mir IIIED —— ů——..—— + X——— XI— 1—. .— 2 +.. 3———.2 1 E—.——— 3 hei ⸗ ßen kom ⸗ men. soumüßt dar nicht bez nom ⸗ men, 5 H.—— DDD—.— —*—— EII 4— 1 0. nnt Han 2———5·5.——— ———— EE um ter ich veizgehn, ich könn⸗te nicht vor „ er H1 ER SSDD‚‚DDD‚DD——— — 0 Gott be⸗stehn,—vor den die Him⸗ mel selbst nicht e, drrnnr minrr EE—— 7— ö—— V 0 V. 2—— 3 4 Lein ich müßt ein Kind des To ⸗des sein. Q 4 HEA— 2. 3—— 2— — 127—.——— Herr Je⸗su Christ, mein Trost und Licht, mein 331———————— Se DIiiiEE‚‚‚e‚‚e‚‚‚.‚‚‚‚.‚ —— 1——— 1—1 Trost und Licht, er⸗ quik⸗ke mich und laß mich nicht. 2. Das Sündenjoch ist mir zu schwer, es drückt mein Herze allzusehr, du, Herr, wollst es zerbrechen! Gedenke, daß du diese Last darum für mich getragen hast, damit nicht möchte rächen der Vater, was ich hab verschuld't, vielmehr, daß seine Gnad und Huld mir Armen wieder würd zu teil. Mach mich durch deine Wunden heil, Herr Jesu Christ, und für mich bitt, und für mich bitt, wenn Satan wider mich auftritt. 3. Zu dir steht meine Zuversicht, ich weiß von keinem Helfer nicht ohn dich, o Arzt der Sünder. All andre Helfer sind zu schlecht, du bist allein vor Gott gerecht, des Todes Überwinder, die Freistatt und der sichre Ort, das feste Schloß, der Schild und Hort, der Mittler und der Gnadenthron, des Vaters Herz und liebster Sohn. Herr Jesu Christ, das glaube ich, das glaube ich, ach stärk in solchem Glauben mich! 15² 227 239 4. Hinfort will ich nun jederzeit auf mich zu nehmen sein bereit dein Joch, die sanfte Bürde; darunter find ich Fried und Ruh, ich wachs und nehm im Guten zu. Und ob ich drunter würde aus Schwachheit, die dir ist bekannt, 3. Lieder vom christlichen Leben ermüden, wird doch deine Hand mir immer wieder helfen auf, um zu vollenden meinen Lauf. Herr Jesu Christ, durch dich allein, durch dich allein kann ich hier und dort selig sein. J. Anast. Freylinghausen, g. 1670, + 1⁵9. B. Glaube und Rechtfertigung. 32³0. Eigene Melodie. x a + 24. e — V. 1 2— 1 Auf, hin⸗auf zu dei⸗ ner Freu⸗de, mei⸗ ne Jweg, hinweg mit dei⸗nem Lei⸗de, hin zu EEV— 2— RDE= H—— I.— I I. See⸗ le, Herz und Sinn; V ö dei nem Je⸗su hin! Er ist dein Schah Q 4 4 E +* AJ.* SSꝗSPIPIIIIIIIIFIIFF F T IFIIFIIF—— Je⸗ sus ist dein ein ⸗zig Le⸗ben; will die 2. Fort, nur fort, steig immer in die Höh zu Jesu auf;[weiter an, hinan die Glaubensleiter klimme mit geschwindem Lauf. Gott ist dein Schutz; Jesus bleibet dein Beschirmer wider alle Seelbestürmer und bietet Trutz. 3. Fest, fein fest dich angehalten an die starke Jesustreu; laß du, laß du Gott nur walten, seine Güt ist täglich neu; er meint's recht gut. Welt nicht Raum dir ge ben, Wenn die Feinde dich anfallen, 228 bei ihm ist Platz. müssen sie zurücke prallen; hab guten Mut. 4. Ein, hinein in Gottes Kammer, die dir Jesus aufgetan; klag und sag ihm deinen Jammer, rufe ihn um Hilfe an. Er steht dir bei. Wenn dich alle Menschen hassen, kann und will er dich nicht lassen, das glaube frei. 5. Hoch, so hoch du kannst erheben deine Sinne von der Erd, schwinge dich, dem zu ergeben, was du hast, der dein ist wert. B. Glaube und Dein Jesus ist's, der um dich so treulich wirbet und für dich aus Liebe stirbet; drum sein du bist. 6. Auf, hinauf, was droben suche, trachte doch allein dahin, Rechtfertigung. 240 wo dein Jesus; sonst verfluche allen schnöden Sündensinn. Zum Himmel zu! Welt und Erde muß verschwinden, nur bei Jesu ist zu finden die wahre Ruh. J. K. Schade, g. 1666, + 1698. 240. Mel. O daß ich tausend SZungen hätte. Eph. 2, 8. 9. n..ͤͤͤͤ„ Vj; 6 — 5 1.— Gna⸗den soll ich V — ig wer⸗den. Herz, glaubst du's, Was willst du dich so b ge⸗ bär⸗den? Ist's Wahr⸗heit, 2, en n.—— o⸗ der glaubst du's nicht? di was die Schrift ver⸗spricht, so muß auch die ⸗ses PSPFPFIFIFIFIFIFIII. T ,, Wahr heit sein: Aus Gna⸗ 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen, die eignen Werke fallen hin. Der Mittler, der im Fleisch erschie⸗ hat diese Ehre zum Gewinn, nen, daß uns sein Tod das Heil gebracht und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden, so oft dich deine Sünde plagt, so schwer du immer bist beladen, so oft dich dein Gewissen nagt; was die Vernunft nicht fassen kann, das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und übernahm die Sündenlast. Was nötigt ihn, dein Freund zu wer⸗ ö den? Sag's, wenn du was zu rühmen hast. 2 55. ist der Him⸗mel dein. War'snicht, daß er dein Bestes wollt und dir aus Gnaden helfen sollt? 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, so lange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Wort anpreist, worauf all unser Glaube ruht, ist: Gnade durch des Sohnes Blut. 6. Aus Gnadenl Doch, du sichrer Sünder, denknicht:Wohlan, ichgreif auch zu! Wahr ist's, Gott rufet Adams Kin⸗ der aus Gnaden zur verheißnen Ruh; doch nimmt er nicht zu Gnaden an, wer noch auf Gnade sünd'gen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, tret ab von aller Heuchelei! 29 241—242 Dann, wenn der Sünder sich be⸗ kehret, so lernt er erst, was Gnade sei; beim Sünd'gen scheint die Gnad gering, dem Glauben ist's ein Wunderding. 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen das Herz des Vaters aufgetan, wenn's unter größter Angst und Schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? 3. Lieder vomtchristlichen Leben. 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben; ich fühle nichts, doch mir ist wohl. Ich kenn mein sündliches Verder⸗ ben, doch auch den, der mich heilen soll. Mein Geist ist froh, meinHerze lacht, weil mich die Gnad schon selig macht. 10. Aus Gnaden! Dies hör Sünd und Teufel; ich schwinge meine Glaubensfahn durchs rote Meer nach Kanaan; ich fühl es oder fühl es nicht. Christ. Ludw. Scheidt, g. 1709, 4 1761. 43 241. mel. G Zesu Christ, mein's Lebens Licht. —— ö EE Q H — EAHE——.—4 — 7— EE—— .—.—..xxxͤ —— 1. Chri⸗sti Blut und Ge⸗ rech-tig-keit, das ist mein Q +* 4 e 7 ———.—5———— . n inn Ven mr,—.—— Schmuck und Eh⸗ren⸗kleid; da-mit will ich vor Q 7— Gott be⸗stehn, wenn ich 2. Und wenn ich durch des Herrn Verdienst noch so treu würd in seinem Dienst, gewänn den Sieg dem Bösen ab und sündigte nicht bis ins Grab: 3. So will ich, wenn ich zu ihm zum Him⸗mel werd ein⸗gehn. sondern: da kommt ein Sünder her, der gern fürs Lösgeld selig wär! 4. Gelobet seist du, Jesu Christ, daß du ein Mensch geboren bist und hast für mich und alle Welt bezahlt ein ewig Lösegeld. komm, N. L. Graf v. Zinzendorf, g. 1700, nicht denken mehr an gutundfromm, + 1760. 242. Eigene Melodie. Ev. Luk. 10, 41. 42.— 1. Hor. I, 50. — 12 ...—.... —2 .— 1 Eins ist not, ach Al ⸗les an⸗dre, 0 1 230 Herr, dies Ei⸗ ne leh⸗re wie's auch schei- ne, ist ja ich glaub, was Jesu Wort verspricht, und geh getrost, trotz allem Zweifel, B. Glaube und Rechtfertigung. 242 — . e-, ——————..—.——.————.— 7— 53 mich er ⸗ ken⸗nen doch! dar un ⸗ter das nur ein schwe⸗res Joch, it 8.—— ů 6966—..—.———— — 2 2— — Her ⸗ze sich na ⸗-get und pla⸗get und —2— SSSISS.III..III.I.II.I.I.I...... 2.————— den-noch kein wah⸗res Ver ⸗gnü⸗ gen er⸗ EISISIEESEEEEEEEEE— hnrn n. 2——.. 2———3 0. 7— ů ja ⸗ get. Er⸗ lang ich dies Ei ⸗ ne, das —7. ů 2— E ö 1———— D I.— +*—— —— ö— al, les er ⸗ setzt, so werd ich mit —— de e e 2.— 25—— ee Ei ⸗nem in al⸗lem er ⸗götzt. 2. Seele, willst du dieses finden,‚ ihr alles war gänzlich in Jesum such's bei keiner Kreatur, versenkt, laß, was irdisch ist, dahinten, und wurde ihr alles in Einem ge⸗ schwing dich über die Natur! schenkt: Wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, wo alle vollkommene Fülle erschei⸗ net, da, da ist das beste, notwendige Teil, mein Ein und mein Alles, mein se⸗ ligstes Heil. 3. Wie, dies eine zu genießen, sich Maria dort befliß, als sie sich zu Jesu Füßen voller Andacht niederließ: ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören, was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren, 4. Also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur nach dir; laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir! Ob viel auch umkehren zum größe⸗ sten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nach⸗ laufen, denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist. Was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weis heit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt. 231 Gib nur, daß sich auch mein Wille 243 5. Lieder vom christlichen Leben. fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt regieret und mich zu der Weisheit, die himm⸗ lisch ist, führet. Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkom⸗ ö menen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja ö bringen als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen durch dein heil'ges, teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht; du bist ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles entreiße mich aller vergänglichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig be⸗ wußt! 8. Ja was soll ich mehr verlangen? Auf mich strömt die Gnadenflut. Du bist einmal eingegangen in das Heil'ge durch dein Blut; da hast du die ew'ge Erlösung er⸗ funden, daß ich nun der Herrschaft der Hölle entbunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 9. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein Ein und Alles sein; prüf, erfahre, wie ich's meine, tilge allen Heuchelschein! Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichen Stege, und leitemich, Höchster, auf ewigem Wege, gib, daß ich hier alles nur achte für Spott und Jesum gewinne: dies Eine ist not. J. Beinr. Schröder, g. 166 7, + 1699. gegeben; 22⁴3. Eigene Melodie. Röm. 5, 25—28. —49— 4 4 4 4 4 EE L*—— 2——— C 2 6*. V„I + XE 1—..* 2 1.— 1 Es ist das Heil uns kom⸗men her von die Werk die hel-fen nim⸗mer⸗mehr, sie —. 4 4 4 E 2—— 122 3I.—.—5—2 .IIE—— E 2 GWUD— 2———— Gnad und lau⸗ter Gü⸗ te, kön⸗nen nicht be⸗ hü⸗ 232 605 der Glaub sieht Je⸗sum [U◻◻n ine ist not. 1699. B. Glaube und — Rechtfertigung. ⁰ %e + CIXI Au 1 Chri⸗stum an, 7 171⁴½9— —.—.— + E— VS ö — — N — *—— I 2 tan, er 2. Was Gott im G'setz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und große Not vor Gott so mannigfalten; vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom G'setz erfordert allermeist; es war mit uns verloren. 3. Es war ein falscher Wahn dabei: Gott hätt sein G'setz drum geben, als ob wir könnten selber frei nach seinem Willen leben. So ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sündig Art in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, dieselbig Art aus eignen Kräften lassen; wiewohl es oft versuchet ward, doch mehrt sich Sünd ohn Maßen; denn Gleißners WerkGott hoch ver⸗ dammt, und jedem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren. 5. Doch mußt das G'setz erfüllet sonst wärn wir all verdorben. sein, Drum schickt Gott seinen Sohn her⸗ der selber Mensch ist worden; sein das ganz Gesetz hat er erfüllt, damit sein's Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, ist der Mitt⸗ler *— wor ⸗den. des Glaubens recht Gestalte. Nicht mehrdenn: Lieber Herremein, dein Tod wird mir das Leben sein, du hast für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kann nicht betrügen. Nun sagst du, daß kein Mensch ver⸗ (das wirst du nimmer lügen):(zag Wer glaubt an mich und wird ge⸗ tauft, demselben ist der Himm'l erkauft, daß er nicht werd verloren. 8. Er ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset; der Glaub gibt aus von ihm den so er die Werk nicht lasset; Schein, mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts bist du aus Gott geboren. stun, 9. Es wird die Sünd durchs G'setz erkannt und schlägt das G'wissen nieder; das Evangelium kommt zu Hand und stärkt den Sünder wieder und spricht: Nur kreuch zum Kreuz herzu, im G'setz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken. 10. Die Werk die kommen g'wiß⸗ aus einem rechten Glauben; llich her denn das nicht rechter Glaube wär, wollt'st ihn der Werk berauben. so lerne jetzt ein frommer Christ Doch macht allein der Glaub gerecht; 33 2⁴44 die Werk die sind des Nächsten Knecht, dran wir den Glauben merken. 11. Die Hoffnung wart't der rech⸗ was Gottes Wort zusage;(ten Zeit, wann das geschehen soll zu Freud, setzt Gott kein g'wisse Tage. Er weiß wohl, wann's am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des soll'n wir ihm vertrauen. 12. Ob sich's anließ, als wollt er laß dich es nicht erschrecken, nicht, denn wo er ist am besten mit, da will er's nicht entdecken. Sein Wort laß dir gewisser sein, und ob dein Fleisch spräch lauter so laß dir doch nicht grauen.[Nein, 3. Lied er vom christlichen Leben. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem um dieser Guttat willen[Preis Gott Vater, Sohn und heil'gem Der woll mit Gnad erfüllen, Geist! was er in uns ang'fangen hat, zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name. 14. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd g'scheh wie im Himmelsthrone, das täglich Brot ja heut uns werd; wollst unsrer Schuld verschonen, als wir auch unsernSchuldnerntun, laß uns nicht in Versuchung stehn, lös uns vom Ubel! Amen. Paul Speratus, g. 1484, 4 1551. 244. mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Va + I.II— 5—N— Q—— + 2— 2——— I 1— Geht hin, ihr gläu ⸗-bi ⸗ gen Ge⸗dan⸗ ken, ins er ⸗ hebt euch ü⸗ ber al ⸗le Schran⸗ken der E———..— ERASSSS‚. 2. ——— I— 1..——— wei ⸗te Feld der E⸗ wig ⸗keit, er⸗wägt, daß al ⸗ ten und der neu ⸗en Zeit, 19—7 Q 4— e nn e duie d. 2 DD.‚.. E 217 W.Dn —„— I I——.—— I1. Gott die Lie⸗be 2. Der Grund der Welt war nicht geleget, der Himmel war noch nicht gemacht, da hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht; da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen eingebornen Sohn; den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnadenthron, in dessen Blute sollt ich rein, geheiliget und selig sein. 4. OWunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! 234 O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte empor zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag sein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt. 6. Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hieher gebracht! Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein, dein bin ich, Herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner find ich die ungestörte Ruh.(Flügel Der feste Grund hat dieses Siegel: Wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn, dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden der Seele Mut und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freu⸗ B. Glaube und Rechtfertigung. ö 245 so tröstet mich dein Angesicht; da spür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwachheit alles schafft. 10. Die Hoffnung schauet in die Ferne durch alle Schatten dieser Zeit, der Glaube schwingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich der Ewigkeit; da zeigt mir deine milde Hand mein Erbteil und gelobtes Land. 11.Osolltich dich nicht ewig lieben, der du mich unaufhörlich liebstꝰ Sollt ich mit Undank dich betrüben, da du mir Fried und Freude gibst? Verließ ich dich, o Menschenfreund, so wär ich selbst mein ärgster Feind. 12. Ach könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied stimmt ich an! Es sollten Erd und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir getan; nichts ist so köstlich, nichts so schön als, höchster Vater, dich erhöhn. 13. Doch nur Geduld! Es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöster Geist im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist; drum eilt mein Herzaus dieser Zeit und sehnt sich nach der Ewigkeit. Joh. Gottfr. Herrmann, g. 1707, + 1²91. 235 den, 245. mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. ———.Z. EEA 2 5 ir u. vninnt vin Emmimr en Ln. n, w. — ö Ei² 7— 1 Herr von un ⸗ end ⸗li⸗ chem Er ⸗ bar⸗men, Uich dan ⸗-ke dir mit an⸗ dern Ar⸗men, ——— ü ẽ——ẽ——8—— ISIIIIAEs.———————————eetetetetetesesetetes‚.I‚‚— ISISISIPIAI‚IAI‚IAIAIAII‚I‚II‚I‚‚‚‚‚‚ TUTIIT — 5. Lieder vom christlichen Leben. ö 2. ——— — + — —.—.—.— 2.— IIll 4. du un⸗er⸗gründ⸗lich mit ei⸗nem gan⸗zen Lie⸗bes⸗meer, Sün⸗den ⸗heer 1.—. — 525 — — 5—.— 2 I + — 1 —— .... Huld in Je⸗su Christ, die 2. Für dein so allgemein Erlösen, für die Bezahlung aller Schuld, für deinen Ruf an alle Bösen und für das Wort von deiner Huld, ja für die Kraft in deinem Wort dankt dir mein Herze hier und dort. 3. Für deinen heil'gen Geist der Liebe, der Glauben wirkt in unserm Geist, weil doch des Glaubens Kraft und Triebe ein Werk der Allmacht Gottes heißt; für die Befestigung darin dankt dir mein neugeschaffner Sinn. 4. Für dein so tröstliches Ver⸗ daß deine Gnade ewig sei;(sprechen, wenn Berge bersten, Hügel brechen, steht doch dein Bundund deine Treu; wenn Erd und Himmel weicht und fällt, so lebt doch Gott, der Glauben hält. 5. Für deine teuren Sakramente als Siegel deiner wahren Schrift, wo Gott, damit ich glauben könnte, vor der Welt ge⸗ we⸗sen ist. ein Denkmal seiner Wunder stift't: für diese Gnaden in der Zeit dankt dir mein Herz in Ewigkeit. 6. Ja Mund und Herze soll dir danken, doch bittet auch meinHerz und Mund: Laß weder Mund nochHerzewanken und gründe mich auf diesen Grund! Erhalte nur durch deine Treu mich bis ans Ende auch dabeil 7. Laß mich in Liebe heilig leben, unsträflich, dir zum Lobe, sein; versichere mein Herz darneben, es reiße keine Lust noch Pein mich von der Liebe Gottes hin, weil ich in Jesu Christo bin. 8. Tod, Leben, Trübsal, Angst und Leiden, was Welt und Hölle in sich schließt, nichts soll mich von der Liebe schei⸗ die da in Christo Jesu ist.(den, Ja Amen, Vater aller Treu, zähl mich den Auserwählten beil Phil. Friedr. HRiller, g. 1699, 4 1769. 30 2246. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. E— 12 E——..—5 2......— 7 2——.. 7 5 1 Ich er⸗ he⸗ be mein Ge⸗mü⸗te sehn⸗suchts⸗ denn ich ken⸗ ne dei⸗ ne Gü⸗te, o wie EHD—— ·— ů—— 99—*——.I——— .I 29. I——.* HE.E— H— I.* +.—— 4 voll, mein Gott, zu äel) Gott der Lie be teu ⸗ er ist sie mir! IIOEE SSSE 2 88 SSSSEE EE SE S P Mriiifij B. Glaube und Rechtfertigung. 247 35 IIü—— 2 0————— und des Le⸗ bens! Kei⸗ ner harrt auf dich ver⸗ 2— 9 50 6 + 2 I +——5 .——*—.——— 3 —. 1— 2—— — bens. Nur Ver⸗ äch ⸗ ter dei ⸗ ner Huld Q SII‚IIEsI‚IEIEIEIEIEIEI. ,e⸗ 2——— 7—— 2. Lehre mich, Herr, deine Wege, deinen Willen zeige mir; daß ich nicht verirren möge, führe du mich selbst zu dir. Gott, du siehest mein Vertrauen, sicher kann ich auf dich bauen. Deine Vaterliebe ist ewig, wie du selber bist. 3. Ach gedenke an die Sünden meiner Jugendjahre nicht, laß mich Armen Gnade finden, Gott, vor deinem Angesicht. Alle Sünden, die mich reuen, willst du, Vater, ja verzeihen. O so höre denn auch mich; meine Seele hofft auf dich. 4. Gott, du willst des Sünders seine Seele ist dir wert.(Leben, Gnädig willst du ihm vergeben, wenn er sich zu dir bekehrt. Mitten auf dem Sündenwege stür ⸗ zet ih ⸗ re eig ⸗ ne Schuld. machst du sein Gewissen rege. Wohl dem, der zu seiner Pflicht umkehrt, den verwirfst du nicht. 5. Du erquickest die Elenden, deren Herz sich dir ergibt, die sich flehend zu dir wenden, über ihre Schuld betrübt. Freude schenket deine Güte dem geängsteten Gemüte, welchem du die Sündenlast liebreich abgenommen hast. 7. Dir will ich mich ganz ergeben; Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! Laß mich immer heilig leben, Herr, vor deinem Angesicht. Keine schnöde Lust der Sünden müsse mich mehr überwinden. Ach bewahr, ich bitte dich, meinen Geist und stärke mich. Nach J. K. Lavater, g. 1641, + 1801, von J. Sam. Diterich g. 1221,11292. 247. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. —————.— SESESSE.....— 10 1 Ich ha⸗ be nun den Grund ge⸗fun⸗ den, der —. Wo an⸗ders, als in Je⸗ su Wun⸗den? Da 3,—— Z, E— D—..— mei⸗nen An⸗ker e⸗wig hält. der Grund, der un⸗be⸗ lag er vor der Zeit der Welt, 237 3. Lieder vom christlichen Leben. . H— 65 —4 5——— 2.—. 2 — weg⸗ lich stcht wenn Erd und Him⸗ mel 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt; es sind die offnen Liebesarme des, der sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren wer⸗ den, Gott will, uns soll geholfen sein; deswegen kam der Sohn auf Erden und nahm hernach den Himmel ein, deswegen klopft er für und für so stark an unsers Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sün⸗ den durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunden recht verbin⸗ dafindet keinVerdammen statt, lden, weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit! Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, dem will ich mich getrost vertraun und, wenn mich meine Sünden krän⸗ ken, nur bald nach Gottes Herzen schaun; da findet sich zu aller Zeit unendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles andre weggerissen, was Seel und Leib erquicken kann, 248. t.70 un ⸗ter⸗ geht. darf ich von keinem Troste wissen und scheine völlig ausgetan, ist die Errettung noch so weit: mir bleibet die Barmherzigkeit. 7.Beginnt das Irdische zu drücken, ja häuft sich Kummer und Verdruß, daß ich mich noch in vielen Stücken mit eitlen Dingen mühen muß, werd ich dadurch oft sehr zerstreut, so hoff ich doch Barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen besten Wer⸗ darinnen ich gewandelt bin,(ken, viel Unvollkommenheit bemerken, so fällt wohl alles Rühmen hin, doch ist auch dieser Trost bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe nur nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist. Er wolle selbst mein Herze stillen, damit es das nur nicht vergißt; so stehet es in Lieb und Leid in, durch und auf Barmherzigkeit. 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben, so lange mich die Erde trägt; das will ich denken, tun und treiben so lange sich ein Glied bewegt. So sing ich einst auch nach der Zeit: O Abgrund der Barmherzigkeit! Joh. Andr. Rothe, g. 1688, + 1258. 7 Mel. Valet will ich dir geben. SSS SS........ Hf— ——. 1 * —. E * wenn 2 1 Ich weiß, an wen ich Ilur⸗ be,‚ al ⸗les hier im Stau⸗be ich weiß, was wie Staub und 238 B. Glaube und Rechtfertigung. — N E— + =——————.—— 1 II* +———2— fest be ⸗steht, I ö gan; Rauch ver ⸗weht; ů ich weiß, was e⸗ wig n——— 3 ..— blei⸗bet, wo al=les wankt und fällt, wo Wahn die ESSEEEEEEEEE π́ꝗϰί ́—¼—— n. E.— ß, 5 ö n en en Wei ⸗sen trei ⸗bet und Trug die Klu⸗ gen hält. 2. Ich weiß, was ewig dauert, der nimmermehr kann wanken, ut, ich weiß, was nie verläßt; mein Heiland und mein Hort— auf ew'gem Grund gemauert die Leuchte der Gedanken, r⸗ steht diese Schutzwehr fest. die leuchtet hier und dort. en, Es sind des Heilands Worte, 5. Er, den man blutbedecket n, die Worte fest und klar; an diesem Felsenhorte ö 2— ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister, der mir die Feste baut; am Abend einst begrub, er, der von Gott erwecket sich aus dem Grab erhub, der meine Schuld versöhnet, der seinen Geist mir schenkt, en es ist der Herr der Geister, der mich mit Gnade krönet en auf den der Himmel schaut, und ewig mein gedenkt. vor dem die Seraphinen 6. Drum weiß ich, was ich glaube anbetend niederknien, ich weiß, was fest besteht eit. um den die Heil'gen dienen,— und in dem Erdenstaube ich ich weiß und kenne ihn. nicht mit als Staub verweht. jen 4. Das ist das Licht der Höhe, Es bleibet mir im Grauen das ist mein Jesus Christ, des Todes ungeraubt, en“ der Fels, auf dem ich stehe, es schmückt auf Himmelsauen 3 der diamanten ist, mit Kronen einst mein Haupt. eit: Ernst Mor. Arndt, g. 1769, 4 1860. itl 249. Mel. Jesus, meine Suversicht. I„ EEEEE SS.SS....— 1 25 Je⸗sus nimmt die Sün⸗der an. Sa⸗get doch dies — wel⸗che von der rech-ten Bahn auf ver⸗kehr⸗ten —— —...— as nd——5 99— 25 1 Hier ist, was sie ret⸗ten 5. Lieder vom christlichen Leben. ——— .2 2 + 5 274 2 27 2———— — DD 1 kann: Je⸗ sus nimmt die Sün-der 2. Keiner Gnade sind wir wert; doch hat er in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubt es doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir ———. an. Gnade zur Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrosten Muts; ob die Sünden blutrot wären, müssen sie kraft deines Bluts dennoch sich in schneeweiß kehren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewissen quält mich nicht; wer will mich bei Gott verklagen? Der mich frei und ledig spricht hat die Schulden abgetragen, daß mich nichts verdammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimmt die Sünder an, mich hat er auch angenommen und den Himmel aufgetan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister, g. 1671, 4 156. Mel. Valet will ich dir geben. Röm. 8, 51. 2—— + — 1 — Gott für mich, so oft ich ruf und 4 2 L II II II I 1ů— 1= Hab ich das Haupt zum 1 1 + — 5 Freun⸗de und bin ge⸗liebt bei Gott, was kann mir B. Glaube und Rechtfertigung. 250 —— 10 —.—.. S S.S........ I IIII. 2 2 2— tun der Fein⸗de und Wi⸗der⸗ sa ⸗cher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühm's auch ohne Scheu, daß Gott, der Höchst und Beste, mein Freund und Vater sei, und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh und dämpfe Sturm und Wellen und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut; das machet, daß ich finde das ew'ge, wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe wert. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, mein Glanz und schönes Licht. Wenn der nicht in mir wäre, so dürft und könnt ich nicht vor Gottes Augen stehen und vor dem Sternensitz, ich müßte stracks vergehen, wie Wachs in Feuershitz. 5. Der, der hat ausgelöschet, was mit sich führt den Tod; der ist's, der mich rein wäschet, macht schneeweiß, was ist rot. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder tut. 6.Nichts, nichts kann mich verdam⸗ nichts nimmet mir mein Herz; men, die Höll und ihre Flammen, die sind mir nur ein Scherz; 241 kein Urteil mich erschrecket, kein Unheil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Her⸗ regieret meinen Sinn, zen, vertreibet Sorg und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin; gibt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schrecken find't, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem manch süßes Trostwort zu:(Geiste wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle neue Stadt, da Aug und Herze schauet, was es geglaubet hat. 10. Da ist mein Teil und Erbe mir prächtig zugericht't; wenn ich gleich fall und sterbe, füllt doch mein Himmel nicht. uß ich auch gleich hier feuchten mit Tränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. 16 251 3. Lieder vomtschristlichen Leben. 11. Wer sich mit dem verbindet, den Satan fleucht und haßt, der wird verfolgt und findet ein hohe schwere Last zu leiden und zu tragen, gerät in Hohn und Spott, das Kreuz und alle Plagen die sind sein täglich Brot. 12. Das ist mir nicht verborgen, doch bin ich unverzagt; Gott will ich lassen sorgen, dem ich mich zugesagt. Es koste Leib und Leben und alles, was ich hab, an dir will ich fest kleben und nimmer lassen ab. 13. Die Welt die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich; kein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein Hunger und kein Dürsten, kein Armut, keine Pein, kein Zorn der großen Fürsten der soll mir ein Hind'rung sein. un 14. Kein Engel, keine Freuden,* kein Thron, kein Herrlichkeit, Re kein Lieben und kein Leiden, die kein Angst, kein Herzeleid, un was man nur kann erdenken, spr es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken ö der aus deinem Arm und Schoß. ö ach 15. Mein Herze geht in Sprüngen Ge und kann nicht traurig sein, Ic ist voller Freud und Singen, ö sieht lauter Sonnenschein. wie Die Sonne, die mir lachet, den ist mein Herr Jesus Christ,—5 das, was mich singen machet, 4 ist, was im Himmel ist. un! Daul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 0 4251. Eigene Melodie. — L*— E——— , en, enmn;nenen Hae er Bu rd. M. EE 2————— 4—.——̃—— 4 1 Mein Je⸗ su, dem die Se⸗ ra⸗- phi-nen im Rselbst mit be- deck-tem Ant-litz die- nen, wenn — 35 ů 2⁵5— ö— — 2 7——4——.— 7 2.— —**——.—0 2. H—— ö Glanz der höch-sten Ma-je-stät wie soll t un dein Be⸗fehl an sie er⸗-⸗geht:—ert ö —— ststel blö⸗ de Flei⸗sches⸗ au⸗ gen, die der ver- haß⸗ten 9⁰⁴ STT 2—— 2 H—— In 24v, ———— 2— 205———————w Sün⸗de Nacht mit ih- rem Schat⸗-ten trüb ge⸗—7 Q V AWMX E· X N5 N I HII SSRSPIPITRTRTITITITII‚I‚I‚I‚I‚I.‚I‚IIII.‚I‚I.II‚I‚I...... — ö E.—. E— 122 macht, dein hel⸗les Licht zu schau⸗en tau- gen? 242 uden, f. üngen 7 u. 2. Doch gönne meinen Glaubens⸗ blicken den Eingang in dein Heiligtum und laß mich deine Gnad erquicken zu meinem Heil und deinem Ruhm. Reich deinen Scepter meiner Seele, die sich in Demut vor dir neigt und dir als deine Braut sich zeigt; sprich: Ja du bist's, die ich erwähle. 3. Sei gnädig, Jesu, voller Güte dem Herzen, das nach Gnade lechzt, ach höre doch, wie mein Gemüte: Gott, sei mir Armen gnädigl ächzt. Ich weiß, du kannst mich nicht ver⸗ stoßen; wie könntest du ungnädig sein dem, den dein Blut von Schuld und erlöst, da es so reich geflossen? Pein 4. Ich fall in deine Gnadenhände und bitte mit dem Glaubensgruß: Gerechter König, wende, wende die Gnade zu der Herzensbuß! Ich bin gerecht durch deine Wunden, es ist nichts Sträflichs mehr an mir; bin aber ich versöhnt mit dir, so bleib ich auch mit dir verbunden. 5. Ach laß mich deine Weisheit lei⸗ ten und nimm ihr Licht nicht von mir weg; stell deine Gnade mir zur Seiten, daß ich auf dir beliebtem Steg beständig bis ans Ende wandle, 252. B. Glaube und Rechtfertigung. 8⁵5² damit ich auch zu dieser Zeit in Lieb und Herzensfreudigkeit nach deinem Wort und Willen handle. 6. Reich mir die Waffen aus der Höhe und stärke mich durch deine Macht, daß ich im Glauben sieg und stehe, wenn Stärk und List der Feinde wacht; so wird dein Gnadenreich auf Erden, das uns zu deiner Ehre führt und endlich gar mit Kronen ziert, auch in mir ausgebreitet werden. 7. Ja, ja, mein Herz will dich um⸗ fassen, erwähl es, Herr, zu deinem Thron. Hast du aus Lieb ehmals verlassen des HimmelsPracht und deine Kron, so würd'ge auch mein Herz, o Leben, und laß es deinen Himmel sein, bis du, wenn dieser Bau fällt ein, mich wirst in deinen Himmel heben. 8. Ich steig hinauf zu dir im Glau⸗ steig du in Lieb herab zu mir;(ben, laß mir nichts diese Freude rauben, erfülle mich nur ganz mit dir. Ich will dich fürchten, lieben, ehren, so lang in mir das Herz sich regt, und wenn dasselb' auch nicht mehr schlägt, so soll doch noch die Liebe währen. W. Chr. Deßler, g. 1660, 4 1722. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. ——————*—— —.—2 5— J— II— ——— III— — R.„ 1 Mir ist Er⸗bar⸗mung wi⸗der ⸗ fah⸗ren, das zähl ich zu dem Wun-der ⸗ba⸗ren, 243 I J. I „— 19—.—— ö — ———. — 0 K47 Er ⸗bar-mung, de ⸗ren ich nicht wert; mein stol ⸗zes Herz hat's nie be ⸗ gehrt. QA. +. JZ..L.V I 4.— 2 2—.——————. +2.—2 Zin Ki. n... Nun weiß ich das und bin er ⸗ freut —9—5 22...—— ö———.—, E.— 2. +—.57 7 2—7— 2 2 25.5—— 2—— 1— und rüh ⸗me die Barm ⸗her⸗- zig=keit. 2. Ich hatte nichts als Zorn ver⸗ 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir dienet, und soll bei Gott in Gnaden sein; er hat mich mit sich selbst versühnet, macht durch das Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her? warum ge⸗ schieht'sꝰ Erbarmung ist's und weiter nichts. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; ich kann es nur Erbarmung nennen, so ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. 253. Eigene rauben, dies soll mein einzig Rühmen sein; auf dies Erbarmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Er⸗ barmen, nimm dein Erbarmen nicht von mir und führe durch den Tod mich Ar⸗ men durch meines Heilands Tod zu dir! Da bin ich ewig hoch erfreut und rühme die Barmherzigkeit. Phil. Friedr. Hiller, g. 1699, 4 169. Melodie. V — 7 e—5.— ů ,h,/—.D..—. EEEE..——— Nun freut Luch, lie⸗ be Chri⸗sten g'mein, und laßt uns 4 244 daß wir ge⸗trost und all in ein mit Lust und x n ö——.——— ö —.5——.—5 2 CENI*— I—..—— 2 2 — +— II 4 fröh⸗lich sprin⸗gen röh⸗=gen, ö. was Gott an uns ge⸗ Lie ⸗be sin ⸗gen, 0 V 4 —2.* xů 1 —2 22 2—..—.— 5 2 +* EIE2—• 2.——* +* *————— wen ⸗det hat und sei ⸗ ne sü ⸗ ße Wun⸗der⸗ B. Glaube und Rechtfertigung. ö— NXI— V *. I 2 ̃—D— I ——. +4* + L SIJ—. 1——— 1 E tat; gar teu'r hät er's er ⸗ wor ⸗ ben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren; mein Sünd mich quälte Nacht und darin ich war geboren; Tag, ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hatt mich besessen. 3. Mein guten Werk die galten es war mit ihn'n verdorben; nicht, der frei Will haßte Gotts Gericht, er war zum Gut'n erstorben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir zur Hölle mußt ich sinken. sblieb, 4. Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen. Er wandt zu mir das Vaterherz; es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ's sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Die Zeit ist zu erbarmen; Sohn: fahr hin, meinsHerzens werte Kron, und sei das Heil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben! 6. Der Sohn dem Vater g' horsam er kam zu mir auf Erden[ward; von einer Jungfrau rein und zart, Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner armen Gestalt; den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt dich an es soll dir jetzt gelingen; smich, ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein dazu mein Leben rauben;(Blut, das leid ich alles dir zu gut; das halt mit festem Glauben. DendTod verschlingt dasLeben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein; da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater fahr ich von diesem Leben;(mein da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren, mich erkennen wohl, und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab und gelehrt, das sollst du tun und lehren, damit das Reich Gottswerd gemehrt zu Lob und seinen Ehren. Und hüt dich vor der Menschen Satz, davon verdirbt der edle Schatz! Das laß ich dir zur Letze. er sollt mein Bruder werden. Martin Luther, g. 1485, 4 1546. 1254. mel. Es ist gewißlich an der Feit. U— ——— 1— 1 +—— * 1 O Got⸗tes Sohn, Herr Je⸗su Christ, daß nicht je ⸗der⸗man⸗nes Ding so ist, noch 245⁵ 254 5. Lieder vom christlichen Leben. — 2.———— E— 5—— 2— 4—.—2———— L.2 1— II———— man recht kön ne gläu ⸗ben, Drum hilf du stand⸗haft zu ver-blei-ben. Q E— N H— —— ̃IDIDDDDiiiiiieieeeeeeeeeeeEE * 77 I—j mir von o⸗ ben her, des wah⸗-ren Glau-bens + IEEEEEEEE— —.————.——.— 1— mich be⸗währ und daß ich drin be⸗ har ⸗ re. 2. Lehr du und unterweise mich, daß ich den Vater kenne, daß ich, o Jesu Christe, dich den Sohn des Höchsten nenne, daß ich auch ehr den heil'gen Geist, zugleich gelobet und gepreist in dem dreiein'gen Wesen. 3. Laß mich vom großen Gnaden⸗ die wahr Erkenntnis finden,(heil wie der nur an dir habe teil, dem du vergibst die Sünden. Hilf, daß ich'ssuch, wie mir'sgebührt, du bist der Weg, der mich recht führt, die Wahrheit und das Leben. 4. Gib, daß ich traue deinem Wort, es wohl ins Herze fasse, daß sich mein Glaube immerfort auf dein Verdienst verlasse, daß zur Gerechtigkeit mir werd, wenn ich von Sünden bin beschwert, dein Kreuztod zugerechnet. 5. Den Glauben, Herr, laß trösten des Bluts, so du vergossen, ssich auf daß in deinen Wunden ich bleib allzeit eingeschlossen und durch den Glauben auchdieWelt und was dieselb am höchsten hält, allzeit für Schaden achte. 6. Wär auch mein Glaube noch so klein, und daß man ihn kaum merke, wollst du doch in mir mächtig sein, daß deine Gnad mich stärke, die das zerstoßne Rohr nicht bricht, das glimmend Docht auch vollends auslöschet in den Schwachen. nicht 7. Hilf, daß ich stets sorgfältig sei, den Glauben zu behalten, ein gut Gewissen auch dabei, und daß ich so mög walten, daß ich sei lauter jederzeit, ohn Anstoß, mit Gerechtigkeit erfüllt und ihren Früchten. 8. Herr, durch den Glauben wohn laß ihn sich immer stärken, lin mir, daß er sei fruchtbar für und für und reich an guten Werken, daß er sei tätig durch die Lieb, mit Freude und Geduld sich üb, dem Nächsten treu zu dienen. 9. Insonderheit gib mir die Kraft, daß vollends bei dem Ende ich übe gute Ritterschaft, zu dir allein mich wende in meiner letzten Stund und Not, des GlaubensEnd durch deinenTod, die Seligkeit, erlange. 10. Herr Jesu, der du angezünd't das Fünklein in mir Schwachen: was sich vom Glauben in mir find't, 246 B. Glaube und Rechtfertigung. das wollst du stärker machen. Was du gefangen an, vollführ 255—-—256 bis an das End, daß dort bei dir auf Glauben folg das Schauen. David Denicke, g. 1605, + 1680. 255. Mel. Zesus, meine Fuversicht. .... ... 22—5— 1 Lavat⸗ ist mei⸗nes Je⸗su Hand, und er wird mich hat zu viel an mich ge-wandt, um mich wie⸗der ̃—— SSPSPPIII— 22 2 2 2— HE 52—.——— ig fas⸗sch,I Wein e⸗ wig as⸗ sen, ein Er ⸗bar-mer läßt mi los ⸗ zu ⸗ las ⸗ 52. 5 ich a —.— 2Z.——.— +, rir. 2————— —— nicht, das ist mei ⸗ ne Zu ⸗ ver ⸗ sicht. 2. Sieht mein Kleinmut oft Ge⸗leben oder ängstlich klagen, fürcht ich auch zu unterliegen:(fahr, Christus beut den Arm mir dar, Christus hilft der Ohnmacht siegen. Daß mich Gottes Held verficht, das ist meine Zuversicht. 3. Wenn der Kläger mich verklagt, Christus hat mich schon vertreten; wenn er mich zu sichten wagt, Christus hat für mich gebeten. Daß mein Bürge für mich spricht, das ist meine Zuversicht. 4. Würd es Nacht vor meinem Schritt, daß ich keinen Ausgang wüßte und mit ungewissem Tritt ohne Licht verzagen müßte, Christus ist mein Stab und Licht, das ist meine Zuversicht. 5. Mag die Welt im Mißgeschick ohne Halt ist all ihr Glück, wahrlich sie hat Grund zu zagen. Daß mein Anker nie zerbricht, das ist meine Zuversicht. 6. Will mein Herr durch sanfte Zucht mich nach seinem Bild gestalten, o so will ich ohne Flucht seiner Hand nur stiller halten. Dann erschreckt mich kein Gericht, das ist meine Zuversicht. 7. Seiner Hand entreißt mich nichts, sollt ichihn mit Kleinmut schmähen? Mein Erbarmer selbst verspricht's, sollt ich ihm sein Wort verdrehen? Nein, er läßt mich ewig nicht, das ist meine Zuversicht. KarlBernhard Garve, g. 1765,4+841. Mel. Wunderbarer König. 2 E+ EX 2—— — . +2—. —.— um⸗ shränk.te Lie⸗ daß sie in die Strah⸗ Aen dei⸗ner Lang⸗mut bli⸗cken, be, gön-ne blö⸗den Au⸗gen, 247 5. Lieder vom echristlichen Leben. 9⁰— ö EE 1.——— II S... E—— 9 2—— 113 5 III 25— 2 40 7 7 2—, a—.— ) die sonst kaum auf Er⸗den tau⸗gen, die den Erd⸗kreis wär⸗mend schmük⸗ken und zugleich freuden⸗ 9 5————0—— .,, reich Bö⸗sen und den Dei⸗nen mit der Son⸗ne schei⸗nen. 2. Wasser, Luft und Erde, legt die Pfeile gerne nieder,) ja dein ganz Gebiete welche doch immer noch ist ein Schauplatz deiner Güte. neue Schuld erreget, Deiner Langmut Ehre wenn sie kaum geleget. Ps. 2, 4. wird durch neue Proben 5. Herr, es hat noch keiner, immer herrlicher erhoben. der zu dir gegangen, O wie weit, o wie breit statt der Gnade Recht empfangen; über Berg und Hügel wer zu deinen Füßen streckt sie ihre Flügel! sich mit Tränen senket, 3. Was wir davon denken, dem wird Straf und Schuld geschen⸗ was wir sagen können, Unser Schmerzrührt dein Herz, lket. ist ein Schatten nur zu nennen. und du willst der Armen Tag für Tag zu leiden, gnädig dich erbarmen. Tag für Tag zu dulden 6. König, sei gepriesen, soviel Millionen Schulden daß du so verschonest und dazu ohne Ruh und uns nicht nach Werken lohnest. lieben für das Hassen, Deiner Hand sei Ehre, Herr, wer kann das fassen! die so wohl regieret 4. Du vergibest Sünde, und mit Ruhm den Scepter führet. hörst der Sünder Flehen, Fahre fort, Zions Hort, wenn sie weinend vor dir stehen. Langmut auszuüben Deine Rechte dräuet und die Welt zu lieben. und erbarmt sich wieder, Joh. Jak. Rambach, g. 1695, + 1735. 257. Eigene Melodie. ——— , ee. 2 0 .— 1 Weicht, ihr Ber⸗ge, fallt, ihr Hü⸗gel, brecht, ihr Got⸗ tes Gna-de hat das Sie-gel, sie will Q — 2—4 5 II 2* 2 S..... E —— 57½5 H 1— Fel ⸗sen, al ⸗ le ein: ů ver-än⸗dert sein. Laß die Welt zu 248 nest. hret. B. Glaube und Rechtfertigung. 258 —.—.— - Trüm⸗mern gehn, 2. Gott hat mir ein Wort ver⸗ sprochen, Gott hat einen Bund gemacht, der wird nimmermehr gebrochen, bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht, es geschieht, was er verspricht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, wenn gleich alles bricht und fällt, sie wird ihren Zweck erreichen, weil sie ewig Glauben hält. Gott ist fromm und gut und treu, sei die Welt voll Heuchelei. 4. Will die Welt den Frieden bre⸗ hat sie lauter Krieg im Sinn, schen, Gott hält immer sein Versprechen; so fällt aller Zweifel hin, als wär er nicht immerdar, was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen, ist sein Herz doch treu gesinnt und bezeugt in allen Fällen, Got-tes Gna⸗— wird be⸗ stehn. daß ich sein geliebtes Kind, dem er beide Hände reicht, wenn auch Grund und Boden weicht. 6. Er will Friede mit mir halten, wenn die Welt sich auch empört; ihre Liebe mag erkalten, achtet doch mein Gott mich wert, und wenn Sturm und Donner brüllt, bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbar⸗ so hat er sich selbst genannt;(mer, das ist Trost, so werd ich Armer immer als sein Kind erkannt. Sein Erbarmen läßt nicht zu, daß er mir was Leides tu. 8. Nun es bleibt mein ganz Ver⸗ ankerfest auf ihm beruhn; trauen auf ihn will ich Felsen bauen, was er sagt, das wird er tun. Erd und Himmel kann vergehn, sein Bund bleibet feste stehn. Benj. Schmolck, g. 162, 4 1752. 90 258. m Melodie. nn:nmi.r.. Ee de ae n Eunmn, fi.. *— 1..— I 1. Wir glau⸗ben all an Ei-⸗ nen Gott, Schöp⸗fer — 68— —* 1— 2————.— —— 7* VZ.. 2—ꝛ..—.— (9. E U.———— 2 Him⸗mels und der Er⸗ den, der sich zum Va⸗ ter ...........— Ae—2—.———...e.....— ge⸗ ben hat, daß wir sei⸗- ne Kin-der wer-den. —Q IxDPiDiDiESDiDiiSeeeiiiiiiiieeii ee— — +—...—.—— ——————— Er will uns all⸗ zeit er⸗ näh⸗ ren, Leib und 249 3. Lieder vom christlichen Leben. *. N 4 4 ——————— *—.—————.— 22 uu 2———.————.— 8 ö 7 2. 5—.—— Q ½⁴ — — ½— Seel auch wohl be-wah⸗ren; al⸗-lem Un⸗fall will er 5 nv ů—.=— ,, dn, de Lrer, Lse, I.2 1———.— 2 der weh ⸗ ren, kein Leid soll uns wi⸗-der⸗fah⸗ren. der ——— der —— 3—— 2— 2— 2—.— + 2—.— 2 er Er sor⸗get für uns, hüt't und wacht, es der — 1 sei E, LnnmnFiem Lnenn ene 4 sich 25 9.—— 2—— + 8 steht al ⸗les in sei⸗ ner Macht. iu 2. Wir glauben auch an Jesum 3. Wir glauben an den heil'gen er Christ, Geist, der seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren, von Maria der Jungfrauen ist ein wahrer Mensch geboren durch den heil'gen Geist im Glauben; für uns, die wir war'n verlor'n, am Kreuz gestorben und vom Tod wieder auferstanden durch Gott. Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt und mit Gaben zieret schöne, die ganze Christenheit auf Erden hält in einem Sinn gar eben; hie all Sünd vergeben werden; das Fleisch soll auch wieder leben; nach diesem Elend ist bereit uns ein Leben in Ewigkeit. Amen. Martin Luther, g. 1485, 4+ 1546. C. Zesuslieder. Eigene Melodie. Ach Je⸗ su, des⸗sen Treu im Him- mel [durch kei- nes Men⸗schen Mund kann g'nug ge⸗ ö 0 EEEEEEE und auf Er⸗ den ö prie ⸗sen e m 5 2 —.—— ISSSSSSSSSR du, ein wah-⸗ rer Mensch ge⸗ bor'n, hast von mir 25⁰ HIUEssl —. ² + —. 255 C. Jesuslieder. ab-ge-wandt, daß ich nicht bin ver-lor'n. 2. Dein Name heil'ge mich, 4. Er sei mein Himmelsweg, der ich bin ganz beflecket, die Wahrheit und das Leben der heil'ge Jesusnam, und wolle mir zuletzt der alle Sünd bedecket; aus Gnaden dieses geben, er kehre ab den Fluch, daß ich alsdann in ihm den Segen zu mir wend, dies Leben schließe wohl, sei meine Stärk, dadurch wenn meine Sterbenszeit sich alle Schwachheit end't. und Stunde kommen soll. 3. Er sei mein Licht, das mich 5. Dir leb ich und in dir, in Finsternis erleuchte; in dir will ich auch sterben; er sei der Himmelstau, Herr, sterben will ich dir; der mich in Hitz anfeuchte; in dir will ich ererben er sei mein Schirm und Schild, das ew'ge Himmelreich, mein Schatten, Schloß und Hut, das du erworben mir; mein Reichtum, Ehr und Ruhm, von dir verklärt will ich er sei mein höchstes Gut. dir dienen für und für. Joh. Beermann, g. 1585, 4 1647. 260. mel. Nun bitten wir den heiligen Geist. Q 4 —.5——— den m 4 1————— —————————m 1. Ach mein Herr Je⸗ su, dein Na⸗ he⸗ sein Q— 2..2.— ö 74 1— 2—— VD— ——.‚—.— — ——.—.—.—. ——— bringt gro ßen Frie-den ins Herz hi ⸗nein, und dein .—.—.—.——.. S.. I..I.I........... Gna⸗den ⸗an ⸗=blick macht uns so se- lig, daß Leib +——.— ZE—.—4 .I‚‚‚‚.‚.‚——.—.—— ——— 2 BOPß;: uc0mNl!l IlL I 2. Wir sehn dein freundliches An-aber unsre Seele kann's schon ge⸗ gesicht wahren, voll Huld und Gnade wohl leiblich du kannst dich fühlbar g'nug offen⸗ nicht, auch ungesehn.[baren, 251 261 5. Lieder vomtchristlichen Leben. 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht dein zu genießen recht wär bedacht! Der hätt ohne Ende von Glück zu sagen, und Leib und Seele müßt immer Wer ist wie du?ꝰ fragen: 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täglich reichlich die Schuld ver⸗ zeihn, heilen, stillen, trösten, erfreun und segnen und unsrer Seele als Freund be⸗ ist deine Lust.(gegnen, 5. Ach gib an deinem kostbaren Heil uns alle Tage vollkommnen Teil und laß unsre Seelen sich immer schicken, aus Not und Liebe nach dir zu ohn Unterlaß. blicken 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald mit deiner blutigen Todsgestalt, ja die laß uns immer vor Augen schweben 0 und dein wahrhaftiges In-uns⸗ zu sehen sein!(leben 2 7. Ein herzlich Wesen und Kind⸗ seiunsre Bierdezualler Zeit, llichkeit und die Blutbesprengung aus dei⸗ nen Wunden 550 erhalt uns solche zu allen Stunden 50 bei Freud und Leid! Ein 8. So werden wir bis in Himmel 0 hinein ö mit dir vergnügt wie die Kindlein des sein; 36 muß man gleich die Wangen noch manchmal netzen: Eu wenn sich das Herz nur an dir stets 0 und stillen kann. letzen 9. Du reichst uns deine durch⸗ grabne Hand, die soviel Treue an uns gewandt, daß wir beim Drandenken beschämt dastehen, und unser Auge muß übergehen vor Lob und Dank. Christian Gregor, g. 1725, 4 1801. —ꝗ◻— 261. mel. wie lieblich ist doch, Herr, die Stätte. 2 6— ů 3, inremn=. 7 II.J—*— E... + 2———.— — 0—.——— 1 Ach sagt mir nichts von Gold und Schät— es kann mich ja kein Ding er ⸗göt⸗ E 1— x H— E ee en, nen— D 7—— 2——.‚..e.e zen, von Pracht und Schön-heit die-ser Welt;—4 zen, das mir die Welt vor Au⸗gen stellt.— Esh—— ö——— ————— — 12 0 2—— 2— je„ der lie „ be, was er will, ich C. Jesuslieder. II 4 HI +—— III — IX 2 Hh ͤ— —9—————.— 2—— 5— Je lie ⸗be 2. Er ist alleine meine Freude, mein Gold, mein Schatz, mein schön⸗ stes Bild, an dem ich meine Augen weide und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, des Fleisches Schönheit dauert nicht, die Zeit kann alles das verwüsten, was Menschenhände zugericht't. Ein jeder liebe, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Sein Schloß kann keine Macht zerstören, sein Reich vergeht nicht mit der Zeit, sein Thron bleibt stets in gleichen von nun an bis in Ewigkeit. Ehren Ein jeder liebe, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. sum, der mein Ziel. 5. Sein Reichtum ist nicht zu er⸗ gründen, sein allerschönstes Angesicht und was von Schmuck um ihn zu finden, verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 6. Er kann mich über all's erheben und seiner Klarheit machen gleich, er kann mir so viel Schätze geben, daß ich werd unerschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 7. Und ob ich's zwar noch muß entbehren, so lang ich wandre in der Zeit, so wird er mir's doch wohl gewähren im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum tu ich billig, was ich will, und liebe Jesum, der mein Ziel. Johann Scheffler, g. 1624, 4+ 1627. 262. Mel. Jesu, meine Freude. ů 2 IE 1— EDSE 2— ö—.———— —— 2— 2. 2——— 1. All ⸗ge- nug⸗sam We⸗sen, das ich hab er⸗ du—4— al ⸗—• ne, 3385—0 in ⸗ mi, E — n.,.. le⸗ sen rei ⸗ ne — mir zum höch⸗sten Gut: See⸗le, Geist und Mut. x Wer dich hat, ist 2• serr r„. + +—02——— ——...—.—.—— — still und satt; wer dir kann im Geist an- han⸗ Q —— V I —2. I—„ +— II SIEE 2— 2—.— 2— H —2.——— IIAH1 1 II gen, darf nichts mehr ver-lan⸗ ger. 253 2. Wem du dich gegeben, kann im Frieden leben, er hat, was er will. Wer im Herzensgrunde lebt mit dir im Bunde, liebet und ist still. Bist du da uns innig nah, muß das Schönste bald erbleichen und das Beste weichen. 3. Höchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüter, Trost in aller Pein: was Geschöpfe haben, kann den Geist nicht laben; du vergnügst allein. Was ich mehr als dich begehr, kann mein Seligsein nur hindern 3. Lieder vom christlichen Leben. 4. Was genannt mag werden droben und auf Erden, alles reicht nicht zu. Einer nur kann geben Freude, Ruh und Leben. Eins ist not: nur du! Hab ich dich nur wesentlich, ich will's gar nicht achten. 5. Komm, du selig Wesen, das ich mir erlesen, werd mir offenbar. Meinen Hunger stille, meinen Grund erfülle mit dir selber gar. Bleib nur du mein Gut und Ruh, bis du wirst in jenem Leben und den Frieden mindern. dich mir völlig geben. Gerh. Tersteegen, g. 1697, 4 1769. 263. mel. Was mein Gott will, gescheh allzeit. Q — 159—— n d d rere Hr e —0————*— 25 1 Dein, dein soll sein das Her-ze mein, dir hast mich be⸗kleid't, si cher ge=leit't im 1666 5 ee, Bn Br.— ES— 2—.— ö SSSEESe E2———. sie ⸗ ben Hernn und Got⸗ te; Mich soll von Weg dei ⸗ ner Ge ⸗ bo ⸗ te. 2—— 2.2 ů ö— x — 2 n l 2 2. V drü. —. +..—5 7— E 2— ———— ö dir, so du's gönnst mir, kein. Gwalt ab⸗ zie⸗ E ö— D— 2 2— 4. +2 1—..* 2—— —N——— 2—.—— 35————— 2 hen; und wich auch schon das Fleisch da⸗ von, * +* II —— 1— 2.—— 2— 1, 4 I! E— 2 V— 2.— II 3..—2—‚ 1 II 56 sol doch das Herz wicht slie ⸗hen. 2. Dein, dein soll sein das Herze] Du gibst recht Freud, vertreibst all du auserwählter Christe! [mein, du wahre Lebensfriste. Leid 25⁴ so mag Leib und Seel verschmachten: all eid C. Jesuslieder. 264 All mein Begier steht hin zu dir in Lust und Freud von Herzen. Du bist mein Hort; dein ewig Wort vertreibt mir all mein Schmerzen. 3. Dein, dein soll sein das Herze duHilfund Trost der Armen![mein, Sieh an den Streit, den ich erleid, und tu dich mein erbarmen.[reut; Dem Feind gebeut, die Sünd aus⸗ das gescheh dir, Herr, zu Ehren. Zeuch mich nach dir und tu in mir allzeit den Glauben mehren. Leo Judae, g. 1482, + 1542. 2264. Mel. Alle Menschen 2355 sterben. +— — V— 1.0—* 4 2˙ T 2 IIII —— ,. J 4— ßer Witt⸗ler, der zur Rech⸗ten und die Schar von sei⸗ sei⸗nes gro⸗ßen nen Knech⸗ten in dem Reich der B r, K,—.— —.— dĩ — — 5 Va⸗ters sitzt I Gna ·de—— den auf dem er-hab-nen Thro⸗ne, Q +— ire e de ir b,d ..iD... in der kö⸗ nig⸗ li⸗chen Kro⸗ne, al⸗les Heer der IDSDSDSESDSISiSiSSiSiii Ee.. e. E⸗ wig=keit 2. Dein Geschäft auf dieser Erden und dein Opfer ist vollbracht, was vollendet sollte werden, das ist gänzlich ausgemacht. Da du bist für uns gestorben, ist uns Gnad und Heil erworben, und dein siegreich Auferstehn läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Aber nun ist dein Geschäfte in dem obern Heiligtum, die erworbnen Segenskräfte durch dein Evangelium allen denen mitzuteilen, die zum Thron der Gnade eilen, nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen mit ver⸗hüll⸗tem Ant=litz scheut, trägest du auf deiner Brust,“) und an den gerechten Samen denkest du mit vieler Lust. Du vertrittst, die an dich gläuben, daß sie dir vereinigt bleiben, bittest in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. ) 2 Mos. 59, 44. 5. Doch vergißt du auch der Ar⸗ die der Welt noch dienen, nicht,(men, weil dein Herz dir vor Erbarmen über ihrem Elend bricht; daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, darauf zielt dein Bitten hin. 6. Die Verdienste deiner Leiden 25⁵ 265 3. Lieder vom christlichen Leben. stellest du dem Vater dar und vertrittst nunmehr mit Freu⸗ deine teu'r erlöste Schar,(den daß er wolle Kraft und Leben deinem Volk auf Erden geben und die Seelen zu dir ziehn, die noch deine Freundschaft fliehn. 7. Großer Mittler, sei gepriesen, 265. mel. Es ist das Heil uns kommen her. daß du in dem Heiligtum so viel Treu an uns bewiesen, dir sei Ehre, Dank und Ruhm! Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten, sprich für uns in letzter Not, wennden Munderschließt der Tod. Joh. Jak. Rambach, g. 1695, 4 155 2. Tim. 25, 8. — F5. — Z, rir errenerrrr.rirme. 1. 1980 im Ge⸗ ⸗dächt⸗nis Iresum Christ 0 vom—— des——9—=-mels kom-men ist, dein HHn ED. EE—.—.—.—.— Lensch, der auf die Er ⸗den Mensch, f ‚ ver⸗giß nicht, daß er Bru-⸗der da zu wer⸗ den; 1 9 71 4*— 3 ů— ͤ— 222.—9 4 +* VEZIJ I I— Sr 1390 22.....———.— —4.—— 1—— 1— dir zu gut hat an ⸗ge- nom-men Fleisch und 0— V DS.—* 2. Halt im Gedächtnis Jesum der für dich hat gelitten,[Christ, ja gar am Kreuz gestorben ist und hat dadurch bestritten Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod und dich erlöst aus aller Not, dank ihm für diese Liebe! 3. Halt im Gedächtnis Jesum der auch am dritten Tage(Christ, siegreich vom Tod erstanden ist, befreit von Not und Plage. Bedenke, daß er Fried gemacht und dir das Leben wieder bracht, dank ihm für diese Liebe! 4. Halt im Gedächtnis Jesum der nach den Leidenszeiten[Christ, 1 HI I II — J 2 1—.—.—— E H. 1— 2*—.—* I — + Blut, dant ihm für die⸗ se Lie bel gen Himmel aufgefahren ist, die Stätt dir zu bereiten, da du sollst bleiben allezeit und sehen seine Herrlichkeit, dank ihm für diese Liebe! 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der einst wird wiederkommen und sich, was tot und lebend ist, zu richten vorgenommen. O sorge, daß du da bestehst und mit ihm in sein Reich eingehst ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann mit wahrem Glauben fassen 256 und nie, was du an mir getan, O. Jesuslieder. 266 mög aus dem Herzen lassen, daß dessen ich in aller Not 266. mich trösten mög und durch den Tod zu dir ins Leben dringen. Cyriakus Günther, g. 1650, 4 1704. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 4.—— ö ö— ,n.x Li SDD— 2—õ E 1. oedet dei⸗ne Men⸗ ⸗schen⸗lie⸗be war die Quel⸗le un⸗ser die dein treu⸗es Herz be⸗wo⸗gen, 3555 in + 2. —. dei⸗ ner Trie⸗be, é Fleisch ge ⸗zo ⸗gen, — dich mit Schwach⸗heit ü-ber⸗ 4—.— 469————...—.. IIEIE ů 1 4 2— *2 2.——— dek⸗ket, dich vom Kreuz ins Grab ge⸗strek⸗ket. O der un⸗ge⸗mei⸗ 9 25 I I 20 I J ů II +. S 226. 2— 2 HI XV. 2— 2—* 2 + 2— II nen Trie ⸗ be 2. Über seine Feinde weinen, jedermann mit Hilf erscheinen, sich der Blinden, Lahmen, Armen mehr als väterlich erbarmen, der Betrübten Klage hören, sich in andrer Dienst verzehren, sterben für die ärgsten Sünder, das ist Lieb, o Menschenkinder! 3. O du Zuflucht der Elenden, wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf und Heil genommen, der gebeugt zu dir gekommen? O wie ist dein Herz gebrochen, wenn dich Kranke angesprochen! O wie pflegtest du zu eilen, das Gebetne mitzuteilen! 4. Die Betrübten zu erquicken, zu den Kleinen sich zu bücken, die Unwissenden zu lehren, die Verführten zu bekehren, dei⸗ ner treu⸗en Men:schen⸗lie⸗bel Sünder, die sich selbst verstocken, täglich liebreich zu sich locken, war mit Schwächung deiner Kräfte dein gewöhnliches Geschäfte. 5. Owie hoch stieg dein Erbarmen, da du für die ärmsten Armen dein unschätzbar teures Leben in den ärgsten Tod gegeben, da du in der Sünder Orden aller Schmerzen Ziel geworden und, den Segen zu erwerben, als ein Fluch hast wollen sterben! 6. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanftmut und Geduld zu üben, ohne Schelten, Drohen, Schlagen andrer Schmach und Last zu tragen, allen freundlich zu begegnen, für die Lästerung zu segnen, für der Feinde Schar zu beten und die Mörder zu vertreten. 17 257⁷ 267·-268 3. Lieder vom christlichen Leben. 7. Komm, laß deine Liebe decken laß mich wider dessen Stürmen meiner Sünden Meng und Flecken! deiner Liebe Schild beschirmen! Du hast das Gesetz erfüllet und desselben Fluch gestillet; Heil'ge meines Herzens Triebe, salbe sie mit deiner Liebel Joh. Jak. Rambach, g. 1695, 11²8⁸.ü 267. mel. Jesu, meine Freude. ů à.— ö— ö . N——*—.—— 231 En dre, de n. 0—2—8 1. Hei ⸗mat mei-ner Lie-beé, Ziel der heil'⸗gen. wo mein Je⸗sus wei⸗let, Frie⸗dens⸗stadt, es Sirn ni.——— 2.—„. 2 ů— ů————..— 2— ————.——.———— Trie⸗be, Ort der sel'-gen Ruh, Herr, wie lang uderd ei ⸗let dir mein Seh⸗-nen zu! 0 —** I 1 ich—— bang, an die Er⸗den-not ge⸗-bun⸗ —2— E——.—— 5 e 8— 0 7—— den, zäh ⸗len 2. Zwar sollt ich nicht zählen, sollte mich nicht quälen; denn die Zeit entflieht, und ich kann mit Freuden sehn, wie durch das Leiden mich mein Jesus zieht. Näher stets zur Heimat geht's. Folgt ich nur dem Liebeszuge auch im Liebesfluge! 3. Doch ich geh so träge auf dem Lebenswege meinem Jesu nach, dankend halb, halb zagend, nach dem Ausgang fragend 7., Tag und Stun⸗-den? und mit manchem Ach. ganz mir selber abzusagen und mein Kreuz zu tragen! 4. Lehr mich stiller gehen, treuer auf dich sehen, den ich oft betrübt. Jesu, voll Erbarmen hast du ja mich Armen je und je geliebt. Lauter Güt ist's, die mich zieht zu dir, meine Liebe. O wie schwer ward mir's bisher, hin zum Ziel der heil'gen Triebe, Franz Baerter, g. 1797, 4+ 187g. 2638. mel. 565 65 lieb hab ich dich, o Herr. Psalm 75, 25—28. 94— —. — . ²in + — 2—— —— ů„ x ..D..‚..CE‚.‚..‚. ..—2 S.. — ich blei⸗be 1 Herr Je⸗ Christ, mein höch-stes Gut, mein See⸗len⸗ den⸗noch stets an dir; so ist auch C. Jesuslieder. H I II — — . V EV schatz, mein Her-zens⸗mut dich von mir 0 0—— und al ⸗ler und uns⸗re nichts, das A— + + 2 Ha du —— — — ne ö be schei 23.44 Freu —— EE— 4 * * DLE E E* 2* — 2222—*.— . Weg be⸗kannt, hältst mich bei dei⸗ ner rech⸗ten Hand, 4 9— N — E 8— —— . l ...— ö 4..—. —0 3 — — 20 re⸗gierst und führstden Le⸗bens⸗lauf und hil ⸗ fest E — —— — — . V N ** . 1— *— mei-ner Schwach-heit auf. Herr Je ⸗ su + — I Fiii — — 2 2*—— — * XX. bist mein Licht; ich — + H * — I. 2 2 ö— 0 — ——— rn Hmr. — I. fol ⸗ge dir, so 2. Du leitestmichnachdeinem Rat, der andres nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Geht's gleich zu Zeiten wunderlich, so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohl gelinget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn nimmst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Krone der Gerechtigkeit. Herr Jesu Christ, ach mit Begier, ach mit Begier wünscht ich mich heute noch bei dir. 3. MeinAlles ist auf dich gericht't; hab ich nur dich, so frag ich nicht 259 irr ich nicht. nach Himmel und nach Erden. Denn wär der Himmel ohne dich, so könnte keine Lust für mich in tausend Himmeln werden. Wärst du nicht schonaufErdenmein, möcht ich auch nicht auf Erden sein, denn auch die ganze weite Welt hat nichts, das mir wie du gefällt. Herr Jesu Christ, wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. 4. Und sollte mir durch Kreuz und Not, durch Marter, durch Gewalt und Tod 17² 269 auch Seel und Leib verschmachten, dies alles wird, wenn's auch noch ja gar wie eine Hölle wär, mehr, mein Glaube doch nichts achten. Du bist und bleibest doch mein Heil und meines Herzens Trost und Teil; so wird und muß durch dich allein auch Leib und Seele selig sein. Herr Jesu Christ, ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß deine Kraft mich nicht verläßt. 5. Drum halt ich mich getrost zu dir, du aber hältst dich auch zu mir, 269. 3. Lieder vom christlichen Leben. und das ist meine Freude. Ich setze meine Zuversicht auf dich, mein Fels, der nicht zer⸗ in Freud und auch im Leide. bricht, Dein Tun soll alles und allein in meinem Herz und Munde sein, bis ich dich kann mit Augen sehn. Ach möchte solches bald geschehn! Herr Jesu Christ, ich warte drauf, ich warte drauf, komm, komm, mein Heiland, nimm mich aufl Erdmann Neumeister, g. 1671,1156. 28925 989— — 3 EA= Q — —4 H d. Ich be⸗ an die Macht der Lie⸗ be, geb h hin dem frei ⸗ en Trie⸗ 5 1 t 2—.*— IE DDSSSSS SSS.S..... IH die sich in Je⸗su of⸗ fen⸗bäart; ich— mit dem auch ich ga lie ⸗ bet —————————.— EH 2— 535—— 9—— S.Deee.ee. ———3—— 1— 1— I— ward; ich will an⸗ statt an mich zu den ⸗ken, —28 + .............—————— —— 2—. 2 ů——E 1.‚‚ ———— 1—.... 22.— 4 1 IZI— 49———... ins Meer der Lie⸗ mich ver ⸗ sen ken. 2. Wie bist du mir so n und wie verlangt dein Herznachmir! Durch Liebe sanft und tief gezogen neigt sich mein Alles auch zu dir; du traute Liebe, gutes Wesen, du hast mich und ich dich erlesen. 3. Ich fühl's: du bist's, dich muß ich haben; ich fühl's: ich muß für dich nur sein. Nicht im Geschöpf, nicht in denGaben, 20⁰0 mein Ruhplatz ist in dir allein. Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen, drum folg ich deinen sel'gen Zügen. 4. Für dich sei ganz mein Herz und Leben, Erlöser, du mein einzig Gut; für dich hast du mir's nur gegeben, in dir es nur und selig ruht. Hersteller meines schweren Falles, für dich sei ewig Herz und alles 5. Ehr sei dem hohen Jesusnamen, in dem der Liebe Quell entspringt, von dem hier alle Bächlein kamen, aus dem der Sel'gen Schar dort trinkt. Wie beugen sie sich ohne Ende, wie falten sie die frohen Hände! C. Jesuslieder. 270 6. O Jesu, daß dein Name bliebe im Grunde tief gedrücket ein! Möcht deine süße Jesusliebe in Herz und Sinn gepräget sein! Im Wort, im Werkund allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Gerh. Tersteegen, g. 1697, 4 1769. 270. Eigene Melodie. 12—* 1*—— d,. Ich will dich lie⸗ben, mei ⸗ ne Stär⸗ sich will dich lie-ben mit dem Wer⸗ ———— 25 5 ,,. — le, ich will dich lie⸗ ben, mei ⸗ ne Zier, — ke und im ⸗ mer⸗ wäh⸗ ren ⸗ der Be⸗gier, be, 7— ö—— ——. + + ID be,— 2.— —— ich will dich lie-ben, schön⸗stes Licht, bis IIT öEE beh— mir das Her⸗ ze bricht. 2. Ich will dich lieben, omein Leben, nun aber ist's durch dich geschehn, — als meinen allerbesten Freund, daß ich dich hab ersehn. ken, ich will dich lieben und erheben, 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, so lange mich dein Glanz bescheint‚ daß mir dein Glanz das Licht ge⸗ ich will dich lieben, Gotteslamm, bracht; 1 als meinen Bräutigam. ich danke dir, du Himmelswonne, 1 3. Ach daß ich dich so spät erkennet‚ daß du mich frei und froh gemacht; m. du hochgelobter Heiland du, ich danke dir, du süßer Mund, ugen, und dich nicht eher mein genennet,‚ daß du mich machst gesund. ügen. du höchstes Gut und wahre Ruh! 6. Erhalte mich auf deinen Stegen Herz Es ist mir leid, ich bin betrübt, und laß mich nicht mehr irre gehn, eben, daß ich so spät geliebt. laß meinen Fuß in deinen Wegen ö 4. Ich lief verirrt und war ver- nicht straucheln oder stille stehn, eben, blendet,‚ erleucht mir Leib und Seele ganz, ich suchte dich und fand dich nicht; du starker Himmelsglanz! lles, ich hatte mich von dir gewendet 7. Ich will dich lieben, meine Krone, les! und liebte das erschaffne Licht; sich will dich lieben, meinen Gott, 261 271—272 5. Lieder vomtchristlichen Leben. ich will dich lieben sonder Lohne sich will dich lieben, schönstes Licht, auch in der allergrößten Not, bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler, g. 1624, 4 1672. 1271.& Mel. Seelenbräutigam. e Saumu ů—————— V. E. ETE ——— 4—.— Je⸗ su, geh vor⸗ an auf der Le⸗bens⸗=bahn, Q— + ö 6 ........... L. 2——— und wir wol⸗len nicht ver⸗wei⸗len dir ge⸗ SSSSII 2 25——.—9 2 5— treu⸗ lich nach ⸗-zu ⸗ ei ⸗len; führ uns an der —9—F6 r N Dn. —2..———— I 2 A N EHe 22.—...— +— 2—..— —*——— Hand bis ins Va⸗ ter⸗land! 2. Soll's uns hart ergehn, o so gib Geduld zu beiden, laß uns feste stehn richte unsern Sinn und auch in den schwersten Tagen auf das Ende hin! niemals über Lasten klagen, 4. Ordne unsern Gang, denn durch Trübsal hier Jesu, lebenslang! geht der Weg zu dir. Führst du uns durch rauhe Wege, 3. Rühret eigner Schmerz gib uns auch die nöt'ge Pflege! irgend unser Herz, Tu uns nach dem Lauf kümmert uns ein fremdes Leiden, deine Türe auf! Nik. Ludw. v. Zinzendorf, g. 1700, 4 1760. 272. Eigene Melodie. ........... ö—..—.. ISIIIIII..—— rr E e—.— 1. Je ⸗ su, mei⸗ ne Freu⸗de, mei⸗nes Her⸗zens ach wie lang, ach lan ge ist dem Her-⸗zen — E 2 + II DDDDeeDe 0———.— 2 Wei⸗ de, Je ⸗su, mei ⸗ ne Zier, Ich bin ban ge und ver⸗langt nach dir! — —— 7 — 7 2 ͤ———— ö — dein und du bist mein, au⸗ßer dir soll 262 O. Jesuslieder. • 1+—— I — I —.—2—74 ů 2— + — 243 N ä————. 7—. mir auf Er⸗den nichts sonst Lie⸗ber's wer⸗den. — 2. Unter deinem Schirmen 4. Gute Nacht, o Wesen, bin ich vor den Stürmen das die Welt erlesen, aller Feinde frei. mir gefällst du nicht. Laß die Erde zittern, Gute Nacht, ihr Sünden, — laß die Welt erschüttern, bleibet weit dahinten, mir steht Jesus bei. kommt nicht mehr ans Licht! ge⸗ Ob es jetzt gleich kracht und blitzt., Gute Nacht, du Stolz und Pracht, 12 obgleich Sünd und Hölle schrecken, dir sei ganz, du Sündenleben, .— Jesus will mich decken. gute Nacht gegeben. er 3. Weg mit allen Schätzen, 5. Weicht, ihr Trauergeister, du bist mein Ergötzen, denn mein Freudenmeister, Jesu, meine Lust. Jesus tritt herein. Weg, ihr eitlen Ehren, Denen, die Gott lieben, ich mag euch nicht hören, muß auch ihr Betrüben bleibt mir unbewußt! lauter Freude sein. Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod Duld ich schon hier Spott und Hohn, soll mich, muß ich gleich viel leiden, dennoch bleibst du auch im Leide, nicht von Jesu scheiden. Jesu, meine Freude. Johann Franck, g. 1618, 4 1677. 101 32⁷3. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 4 ͤͤ 1 Je ⸗ su, mei ⸗ ner See⸗ le Le⸗ ben, — 2 0 60 dir will ich mich ganz er ⸗ ge ⸗ ben H— II — AEe‚eeeeDDeee‚.— .—.— 2. 1—. 2— — mei⸗ nes Her- zens höch- ste Freud, ö ö ö ö mei ⸗ nen 18 et ⸗zo und in E⸗ wig ⸗ keit; n AÆA.———.—. 3 66550 —— IDRE.—————.—.———— ——— Gott will ich dich nen-nen und vor al ⸗ler ..—.—. 5 2———.— 1 Wel be ⸗ ken ⸗ nen. Ich bin dein, und 45—.—— N ——..——*— —3—— I ‚ 8. 6———.—— du bist mein, ich will kei⸗ nes an-⸗-dern sein. 2638 27⁴4 2. Deine Güt hat mich umfangen, als mich erst die Welt empfing; dir bin ich schon angehangen, als an Mutterbrust ich hing; dein Schoß hat mich aufgenommen, wenn ich nur bin zu dir kommen. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 3. Auf der Kindheit wilden Wegen folgte mir stets deine Güt; deines Geistes Trieb und Regen regte mir oft das Gemüt, so ich etwa fehlgetreten, daß ich wieder käm mit Beten. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 4. Ach wie oft hat in der Jugend deine Hand mich angefaßt, wenn ich Frömmigkeit und Tugend weggeworfen und gehaßt! Ach ich wäre längst gestorben ohne dich und längst verdorben! Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 5. Ja in meinem ganzen Leben hat mich stets dein Licht geführt; du hast, was ich hab, gegeben, du hast meinen Lauf regiert; deine Güt, die täglich währet, hat mich immerdar ernähret. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 3. Lieder vom christlichen Leben. 6. Irr ich, sucht mich deine Liebe; fall ich, hilfet sie mir auf. Ist es, daß ich mich betrübe, tröst't sie mich in meinem Lauf. Bin ich arm, gibt sie mir Güter; haßt man mich, ist sie mein Hüter. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 7. Dein Geist zeiget mir das Erbe, das im Himmel beigelegt; ich weiß, wenn ich heute sterbe, wo man meine Seel hinträgt: zu dir, Jesu, in die Freude; Trotz dem, der mich von dir scheide. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 8. Drum ich sterbe oder lebe, bleib ich doch dein Eigentum, an dich ich mich ganz ergebe, du bist meiner Seele Ruhm, meine Zuversicht und Freude, meine Süßigkeit im Leide. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 9. Höre, Jesu, noch ein Flehen, schlag mir diese Bitt nicht ab: Wenn mein Augen nicht mehr sehen, wenn ich keine Kraft mehr hab, mit dem Mund was vorzutragen, laß mich doch zuletzt noch sagen: Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. Nach Christian Scriver, g. 1629, + 1695. 35 5274. Mel. Alles ist an Gottes Segen. Eph. 1, 21. 22. —. +—. E + +—— +.— 2—..— —.A X. + +.— + ij.— 22— ů x.— 3— 1. Je ⸗ sus Chri⸗ stus herrscht als Kö-nig, E ö.— ö EEEE.— al ⸗les wird ihm un⸗ ter ⸗ tä⸗nig, al ⸗les 264 C. Jesuslieder. ⸗ e 2—.——— 2———— 2— 2 1— I legt ihm Gott zu Fuß. Al⸗le Zun⸗ge soll be⸗ PIIIIItt IT.......T86—.— ————————=—— — 8— 1*— I ken⸗nen, sus sei der Herr zu nen⸗nen, E E.— H—. 2 2.— 2— ——— dem man Eh⸗ re ge ⸗ ben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten, Mächte, die die Thronwacht halten, geben ihm die Herrlichkeit. Alle Herrschaft dort im Himmel, hier im irdischen Getümmel ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gott ist Herr; derHerr ist Einer, und demselben gleichet keiner, nur der Sohn, der ist ihm gleich. Dessen Stuhl ist unumstößlich, dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich. 4. Gleicher Macht und gleicher Eh⸗ sitzt er unter lichten Chören(ren über allen Cherubim. In der Welt und Himmel Enden hat er alles in den Händen; denn der Vater gab es ihm. 5. Nur in ihm, o Wundergaben! können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. Hört's: das Leben ist erschienen, und ein ewiges Versühnen kommt in Jesu uns zu gut. 6. Gebt, ihr Sünder, ihm die Her⸗ klagt, ihr Kranken, ihm die Schmer⸗ sagt, ihr Armen, ihm die Not![zen, Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod. 7. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder hier auf kurze Zeit darnieder, und das Leiden geht zuvor. Nur Geduld, es folgen Freuden, nichts kann sie von Jesu scheiden, und ihr Haupt zieht sie empor. 8. Jauchz' ihm, Menge heil' ger Knechte, rühmt, vollendete Gerechte, und du Schar, die Palmen trägt, und du Blutvolk in der Krone und du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt! 9. Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin. Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm unterthänig! Ehret, liebet, lobet ihn! zen, Phil. Friedr. Hiller, g. 1699, 4 1769. 127⁵5. Mel. Homm, o komm, du Geist des Lebens. 12 2——.—.—— n.. — 1 Je⸗ sus, Je⸗sus, nichts als Je-sus soll mein Jetz- und mach ich ein Ver-bünd-nis, daß ich 265 —— . IX Wunsch sein und mein Ziel. x ö will, was Je⸗sus will; denn mein Herz, mit E— — ihm er⸗füllt, ru⸗fet nur: Herr, wie du willt! 2. Einer ist es, dem ich lebe, 4. Und vollbringe deinen Willen den ich liebe früh und spat; in mir und durch mich, mein Gott, Jesus ist es, dem ich gebe, deinen Willen laß erfüllen was er mir gegeben hat. mich im Leben, Freud und Not, Ich bin in dein Blut verhüllt, sterben als dein Ebenbild, führe mich, Herr, wie du willt! Herr, wann, wo und wie du willt. 3. Scheinet was, es sei mein 5. Sei auch, Jesu, stets gepriesen, und ist doch zuwider dir, Glücke, daß du dich und viel dazu ach so nimm es bald zurücke, mir geschenket und erwiesen, Jesu, gib, was nützet mir. daß ich fröhlich singe nun: Gib dich mir, Herr Jesu mild, Mir geschehe, Gott, mein Schild, nimm mich dir! Herr, wie du willt! wie du willt! Herr, wie du willt! Ludämilia Elisabeth, Gräfin zu Schwarzburg⸗Rudolstadt, g. 1640,+ 1672. 276. Eigene Melodie. Q 4 4 SDSPSSDS.................— 2 2 ö ů 22.— SD‚Di‚‚‚ee 1 In dir ist Freu⸗de in al⸗lem Lei ⸗-de, [Durch dich wir ha-ben himm⸗li⸗ sche Ga-ben, E— * e— 2 H—— o du ü⸗ßer Je⸗sus Christ! hil-fest von du der wah⸗re Hei⸗land bist; Zu dei⸗- ner Q 4 — 2 2 2. 2— EEEEEEEEE EEEEEE ————— ů—— Schan⸗den, ret⸗test von Ban⸗den; wer dir ver⸗ Gü⸗ute steht un-ser Ge⸗ mü⸗te, an dir wir ö— I— Diiiiei.i.—. 9—.—.——— ö—.— trau⸗-et, hat wohl ge⸗ bau⸗et, wird e⸗ wig kle-ben im Tod und Le-ben, nichts kann uns 2. Wenn wir dich haben, C. Jesuslieder. 8——iĩ— 2 +— +— 15 — IEE—— blei ⸗ ben, Hal⸗ 1 · lu ⸗ ja! schei ⸗ den. Hal ⸗le⸗ lu ⸗ ja! dein Lob vermehren — — kann uns nicht schaden mit hellem Schalle, freuen uns alle llt! Teufel, Welt, Sünd oder Tod; zu dieser Stunde, Halleluja! HH9n du hast's in Händen, Wir jubilieren und triumphieren, 11. kannst alles wenden, lieben und loben ; wie nur heißen mag die Not. dein Macht dort oben Drum wir dich ehren, mit Herz und Munde. Halleluja! ot, Joh. Lindemann,(5) 4 um 1650. jillt 277. mel. Schmücke dich, o liebe Seele. n n ..... dlen K 1. Kö⸗nig, dem kein Kö⸗ nig glei⸗chet, des⸗sen Ruhm kein hen als Gott das Reich ge⸗büh⸗ret, der als Mensch das ild,—, dn Le,ern, Win er e, 622. Seep⸗ ter süh⸗ 7 dem das Recht ge- hört zum n Ker. rr ———————— — Thro⸗ne als des Va⸗ters ein Hem Se Hen so⸗viel Voll⸗kom⸗ 57 5—— 3 .e * 7⁰— — men⸗hei“⸗ ten krö⸗nen, zie⸗ren und be⸗=glei⸗ten: — 2. Himmel, Erde, Luft und Meere, die durchs Scepter deines Mundes aller Kreaturen Heere nach dem Recht des Gnadenbundes müssen dir zu Diensten stehen; sich von dir regieren lassen — was du willst, das muß geschehen. und wie du das Unrecht hassen. — Fluch und Segen, Tod und Leben. 4. In dem Reiche deiner Ehren 10 alles ist dir übergeben, kann man stets dich loben hören und vor deines Mundes Schelten von dem himmlischen Geschlechte, 1 zittern Menschen, Engel, Welten. von der Menge deiner Knechte, 8 3. In des Gnadenreiches Grenzen die dort ohne Furcht und Grauen sieht man dich am schönsten glänzen, dein verklärtes Antlitz schauen, 0 wo viel tausend treue Seelen die dich unermüdet preisen 18 dich zu ihrem Haupt erwählen, und dir Ehr und Dienst erweisen. 267 278 dir ist niemand zu vergleichen an dem Überfluß der Schätze, an der Ordnung der Gesetze, an Vollkommenheit der Gaben, welche deine Bürger haben; du beschützest deine Freunde, du bezwingest deine Feinde. 6. Herrsche auch in meinem Herzen 5. Lieder vom christlichen Leben. 5. Herr in allen diesen Reichen, über Zorn, Lust, Furcht und Schmerzen, laß mich deinen Schutz genießen, gläubig dich ins Herze schließen, ehren, fürchten, loben, lieben und mich im Gehorsam üben, hier mit ringen, dulden, streiten, dort mit herrschen dir zur Seiten. Joh. Jak. Rambach, g. 1695, + 1755. 22738. Mel. Homm, o komm, du Geist des Lebens. —6 ů— ů f I 2.—. 2....* I +Z.— EEEEEEEEEEEEEE — 1. Lie ⸗be, die du mich zum Bil-de dei ⸗ner Lie ⸗be, die du mich so mil⸗ de dem Q EAERh—— 7—.— SSPSSSSSIIIIII ott⸗ heit ast e⸗ macht Sott ⸗h 2— 0 t, Lie ⸗ 45 dir er⸗ Fall hast wie⸗ der⸗ 3 E...— + ö E— 7—SZZ....—.—— 30 —. +— +— I E I E 1—— 2* L — geb ich mich, 2. Liebe, die du mich erkoren, eh als ich geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren und mir gleich wardst ganz und gar, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten ew'ge Lust und Seligkeit, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Liebe, die sich bloß ergeben Wort, mir zum Heil und Seelenhort, Liebe, dir ergeb ich mich,‚ dein zu bleiben ewiglich. dein zu—— ⸗wig⸗lich. 5. Liebe, die 95 hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden und mein Herz hat ganz dahin, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet, die für meine Seele bitt't, Liebe, die das Lösgeld gibet und mich kräftiglich vertritt, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich einst wird führen aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich dort wird zieren mit dem Kranz der Herrlichkeit, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 268 Joh. Scheffler, g. 1624,4 1677. L n C. Jesuslieder. 279—280 2279. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. ö 7.9— + 1 ö —4.—.— 1 4Z.— J——5— 44½54.—— II +—jt.—ß7*— *.—. 1— 2 4— I 1 Lieb⸗ster Hei⸗land, na⸗he dich, mei⸗nen Geist be⸗ LJund aus al⸗lem kräf⸗tig⸗lich mich in dich ein⸗ —0—. +. EHe—e— —2— 7 2....—..——..— in ⸗ nig⸗lich mög in H◻— D‚—..—— ——.—— 1 1— EEEE I. Lie ⸗be fas⸗ sen, 2. Sammle den zerstreuten Sinn, treuer Hirt der Seelen, denn wenn ich in dir nicht bin, muß mein Geist sich quälen. Kreatur ängstet nur, du allein kannst geben Ruhe, Freud und Leben. 3. Mache mich von allem frei, gründlich abgeschieden, daß ich eingekehret sei stets in deinem Frieden, kindlich rein, sanft und klein, dich in Unschuld sehe, in dir leb und stehe. 4. Menschenfreund Immanuel, dich mit mir vermähle; o du sanfter Liebesquell, salbe Geist und Seele, daß mein Will sanft und still ohne Widerstreben dir sich mag ergeben. al⸗les an⸗dre las⸗sen. 5. Jedermann hat seine Lust und sein Zeitvertreiben; mir sei eines nur bewußt, Herr, in dir zu bleiben. Alles soll folgen wohl, wenn ich mich nur übe in dem Weg der Liebe. 6. Kreaturen, bleibet fern, und was sonst kann stören! Jesu, ich will schweigen gern und dich in mir hören. Schaffe du wahre Ruh; wirke nach Gefallen, ich halt still in allen. 7. Was noch flüchtig, sammle du; was noch stolz ist, beuge; was verwirret, bring zur Ruh; was noch hart, erweiche, daß in mir nichts hinfür lebe noch erscheine als mein Freund alleine. Gerh. Tersteegen, g. 1697, 4 1269. 280. Eigene Melodie. Q 4 + .*.—..——— ++— 5.— 2— +I..— ++— J +—.— EE 55655558.—.—— nicht; weil er sich für Mei⸗nen Je⸗sum laß ich so er⸗for-dert mei⸗ne Pflicht, nur al⸗ lein für 269 —ꝝ —..— 0—— 1— + 5.—— x x EE DeE ——.— H— Rr Er ist mei⸗ nes i— SPPSSSIIIIIII Le⸗bens Licht, mei⸗nen Je⸗sum laß ich nicht. 2. Jesum laß ich ewig nicht, Mich erfreut sein Angesicht, weil ich soll auf Erden leben; meinen Jesum laß ich nicht. ihm hab ich voll Zuversicht, 5. Nicht nach Welt, nach Him⸗ was ich bin und hab, ergeben. mel nicht Alles ist auf ihn gericht't, meine Seele seufzt und sehnet, meinen Jesum laß ich nicht. Jesum sucht sie und sein Licht, 3. Laß vergehen das Gesicht, der mich hat mit Gott versöhnet, Hören, Schmecken, Fühlen weichen, der mich frei macht vom Gericht; laß das letzte Tageslicht meinen Jesum laß ich nicht. mich auf dieser Welt erreichen: 6. Jesum laß ich nicht von mir, wenn der Lebensfaden bricht, geh ihm ewig an der Seiten; meinen Jesum laß ich nicht. Christus läßt mich für und für 4. Ich werd ihn auch lassen nicht. zu dem Lebensbächlein leiten. wenn ich nun dahin gelanget, Selig, wer mit mir so spricht: wo vor seinem Angesicht Meinen Jesum laß ich nicht. unsrer Väter Glaube pranget. Christian Keymann, g. 160, + 1662. Mel. Ich ruf zu dir, Berr Jesu Christ. Q —. ,—.*E—— O Je ⸗su Christ, mein schön-stes Licht, der 1 ö ů Uso hoch mich liebst, daß ich es nicht aus-— J II — 2 — 2. —2— H 2 ꝗ +4 +— —— 2 du in dei ⸗ ner See⸗ len spre⸗ chen kann noch zäh-len, II 2..—.... ö ů P——⁴1 S....I.I.I.I.I.I.I............... H.—.— 2 Herz dich wie⸗ der- um mit Lie- ben und Ver⸗ II. 4 N— —. 4———.— 1— +— HIE—ꝛ S—‚.‚—.—* 2.————— ——23⁊ 890.. lan⸗gen mög um⸗fan⸗gen und als dein Ei⸗ gen⸗ 270⁰ —— 2.6 62. 32 n C. Jesuslieder. +. 7 — +* ——* tum nur ein ⸗zig an 2. Gib, daß sonst nichts in meiner als deine Liebe wohne;[Seel gib, daß ich deine Lieb erwähl als meinen Schatz und Krone. Stoß alles aus, nimm alles hin, was mich und dich will trennen und nicht gönnen, daß all mein Mut und Sinn in deiner Liebe brennen. 3. Wie freundlich, selig, süß und ist, Jesu, deine Liebe! schön Wo diese wohnt, kann nichts ent⸗ das meinen Geist betrübe.(stehn, Drum laß nichts andres denken nichts sehen, fühlen, hören,(mich, lieben, ehren als deine Lieb und dich, der du sie kannst vermehren. 4. Mein Heiland, du bist mir zu⸗ in Not und Tod gegangen(Ülieb und hast am Kreuz als wie ein Dieb und Mörder da gehangen, verhöhnt, verspeit und sehr ver⸗ Ach laß mich deine Wunden[wund't. alle Stunden mit Lieb im Herzensgrund auch schmerzen und verwunden! 282. mel. wie schön leuchtet der Morgenstern. . dir han⸗ gen. 5. Du hast mich je und je geliebt und auch nach dir gezogen; eh ich noch etwas Guts geübt, warst du mir schon gewogen. Ach laß doch ferner, edler Hort, mich diese Liebe leiten und begleiten, daß sie mir immerfort beisteh auf allen Seiten. 6. Laß meinen Stand, darin ich Herr, deine Liebe zieren ssteh, und, wo ich etwa irre geh, alsbald zurechte führen; laß sie mich allzeit guten Rat und gute Werke lehren, steuren, wehren der Sünd und nach der Tat bald wieder mich bekehren! 7. Laß sie sein meine Freud im Leid, in Schwachheit mein Vermögen; und wenn ich nach vollbrachter Zeit mich soll zur Ruhe legen, alsdann laß deine Liebestreu, Herr Jesu, bei mir stehen, Luft zuwehen, daß ich getrost und frei mög in dein Reich eingehen. Daul Gerhardt, g. 1602, +4 1676. 9 ⁴— öSiSiDSDSiSiSiSiSiSiSi''‚ꝑ és Eéü‚I‚I‚I‚EEIEIEIEIEIEIIEEIIIII.E .. 1 Je⸗ su, Je ⸗« su, Got ⸗ tes Sohn, du weißt es, daß ich re= de wahr, —— —— 2——...——— ——————.— 15——— 332— 1— mein Bru-der vor dir ist 27¹1 und mein Gna⸗-den⸗thron, al ⸗ les son ⸗ nen ⸗ klar 282 3. Lieder vomtechristlichen Leben. —.— :r rrrnrire Lir, L. *——— DSDD‚ — mein Schatz, mein Freud und Won⸗ne, Herz=lich und kla⸗ rer als die Son-ne. E————— — 2 Tur*——— —— 2.D..—— — ö lieb ich mit Ge⸗fal ⸗-len dich vor al=len, — + EINAAD— 65*.——— 2 e nn. u, ie, Huu——— n. ů.— — 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, daß ich nicht g'nug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte. Ich werd von Tag zu Tag entzünd't, je mehr ich lieb, je mehr ich find, daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir deine Güte ins Gemüte lieblich fließen, so wird sich die Lieb ergießen. 3. Durch deine Kraft treff ich das daß ich, so viel ich soll und will, Ziel, dich allzeit lieben möge. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Ehre, Freude, Gut und wenn ich es recht erwäge,(Geld, kann mich ohn dich g'nugsam laben; ich muß haben reine Liebe; die tröst't, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den lie⸗ best du, schaffst seinem Herzen Fried und erfreuest sein Gewissen.[Ruh, Es geh ihm, wie es woll auf Erd, wenn ihn gleich ganz das Kreuz ver⸗ soll er doch dein genießen. zehrt, Ewig, selig nichts auf Er-den kann und mag mir lie⸗ber wer-den. nach dem Leide große Freude wird er finden, alles Trauern muß verschwinden. 5. Kein Ohr hat dies jemals ge⸗ hört, kein Mensch gesehen noch gelehrt, es kann's niemand beschreiben, was denen dort für Herrlichkeit bei dir und von dir ist bereit, die in der Liebe bleiben. Gründlich läßt sich nicht erreichen noch vergleichen den Weltschätzen dies, was uns dort wird ergötzen. 6. Drum laß ich billig dies allein, o Jesu, meine Sorge sein, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir gefällt, und mir dein klares Wort vermeld't, aus Liebe mich stets übe, bis ich endlich werd abscheiden und mit Freuden zu dir kommen, aller Trübsal ganz entnommen. 7. Da werd ich deine Freundlich⸗ keit, die jetzt gerühmt ist weit und breit, in reiner Liebe schmecken und sehn dein liebreich Angesicht 272 mit unverwandtem Augenlicht ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich C. Jesuslieder. 283 sein erquicket und geschmücket vor dem Throne mit der schönen Himmelskrone. Joh. Heermann, g. 1585, 4+ 1642. 283. mel. Vater unser im Zimmelreich. ...,. ————— 2—.—— 2 1. O Leh⸗rer, dem kein Leh⸗rer gleich, an .——.———.—..—* —— e dare e * 5588— und an 923— 85— 0 98855——5 des ew'⸗—— H E E— 1 Ba ters hoch⸗ ser at 5s 2. be⸗ ihntbn durch —%4H— IZ.V —. 5—— 2— üntnin e.— 5 Wort und Tat, den Gott zu un⸗serm Heil ge⸗ EE +—.— 1. —. +* IL I———.* +— II ———— I sandt und 2. Du kamst aus deines Vaters und machtest alle Siegel los, Schoß damit sein Rat umgeben war; durch dich wird alles offenbar und an das hellste Licht gestellt, was Finsternis umschlossen hält. 3. Du weisest uns die wahre Spur zu Gott, dem Schöpfer der Natur; du hast den Weg uns recht gezeigt, auf welchem man zum Himmel steigt; was du vom Vater selbst gehört, das hast du unverfälscht gelehrt. 4. Du sahest in der Gottheit Licht mit aufgedecktem Angesicht, was nach des Himmels weisem Rat man künftig zu erwarten hat; du sagst es deutlicher zuvor als jemals der Propheten Chor. ihn ge⸗salbt mit 27³ — eig⸗ner Hand! 5. Das Lehramt, welches du ge⸗ hast du mit Heiligkeit geziert führt, und mit viel Wundern oft bestärkt, daraus man deine Allmacht merkt, ja endlich, als es Gott geschickt, ein blutig Siegel drauf gedrückt. 6. Du bist es, Herr, von dem das Amt, das dieVersöhnung predigt,stammt, du machst durch treuer LehrerMund noch jetzt dein Heil den Menschen kund; begleite stets mit deiner Kraft ihr Amt, damit es Nutzen schafft. 7. Du sendest, wie dein Wort ver⸗ heißt, noch immer deinen guten Geist, der allen Seelen, die er liebt, Erkenntnis, Licht undWahrheit gibt, 18 284285 5. Lieder vomtchristlichen Leben. und der, wo man ihn nicht vertreibt‚ mach mich von Eigendünkel frei, dein Wort in Herz und Sinnen damit ich dir gehorsam sei. schreibt. Du sollst mein höchster Lehrer sein, 8. Ach laß, ohimmlischer Prophet,‚ führ mich in deine Schule ein. mich schauen deine Majestät; Joh. Jak. Rambach, g. 1695, 4 1255. 2. Schön sind die Wälder, noch schöner die Felder in der schönen Frühlingszeit; Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht't die Sonne, noch schöner der Monde und die Sterne allzumal; 284. Eigene Melodie. Q ——————— EU e E 2. I I 1— I 1 1. Schön⸗ster Herr Je ⸗ su, Herr⸗scher al-ler Innn—.———— EEAEEE —— ñ—— 1 ů D En ⸗ den, Got ⸗tes und Ma ⸗ ri ⸗ en Q —. 2——— —. 95 ꝙι———.—..* 2 2 SSDSISS‚..‚.. Sohn, dich will ich lie ⸗ben, dich will ich ———.— E 7—.—— 5——— EEE.—. E D 922— 88——— 2.22 eh ⸗ ren, du mei⸗ner See⸗le Freud und Kron! Jesus leucht't schöner, Jesus leucht't reiner, als all die Engel im Himmelssaal. 4. Alle die Schönheit Himmels und der Erde ist nur gegen ihn wie Schein, keiner auf Erden lieber kann werden als der schönste Jesus mein. 1677. 285. Eigene Melodie. V N—.—————3——— A..... V ö rit. 5—— EEEEEEEEEEEEEEEEEEEE 1. See⸗len⸗bräu ⸗ti⸗gam, Je⸗su, Got⸗tes Lamm, 1F⁴⁰ V— PDPDSDSS/S/S...... I. IPI II....... .....—— ha⸗-be Dank für dei⸗ ne Lie⸗be, die mich Q 4 4 V. E DIDSDSDDDSDSDSDDSDD‚‚D‚‚ EE D—— ——... zieht aus rei⸗ nem Trie⸗ be von der Sün-de 27⁴4 C. Jesuslieder. * — I. 4 2— I* Ai + I — Schlamm, 2. Deine Liebesglut stärket Mut und Blut; wenn du freundlich mich anblickest und an deine Brust mich drückest, macht mich wohlgemut deine Liebesglut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod, du bist darum Mensch geboren, zu ersetzen, was verloren, durch dein Blut so rot, wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens Licht laß verlöschen nicht, salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in ihr dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 6. Deinen Frieden gib aus so großer Lieb uns, den Deinen, die dich kennen Je⸗ su Got⸗tes Lamm! und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gib! 7. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich; ich will nimmermehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. 8. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron; hier im Hoffen und im Glauben, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenkron folgt auf Spott und Hohn. 9. Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich überwinde und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekämpft für mich. 10. Du mein Preis und Ruhm, werte Himmelsblum, in mir soll nun nichts erschallen, als was dir nur kann gefallen, werte Himmelsblum, du mein Preis und Ruhm! Adam Drese, g. 1620, + 1701. 286. Mel. Jesus, meine Zuversicht. — t— x—. n Eun nm, e de nen en Eoaeidn bremrnre, —————— ö 1 See-le, was er-müd'st du dich in den Din⸗gen die doch bald ver-zeh-ren sich und zu Staub und H—— 4——— +..— I— Z.— 1. 211 3— 1— I 3—3*5——2 I E + +—2 I + 2— LSE 1 die ⸗ser Er=den le⸗ 2„ 2 Qe æ u A⸗sche wer⸗-den? x Su⸗ che Je⸗ sum und sein 18² 287 5. Lieder vom christlichen Leben. —5———— 5—.— 5=.——— e II 1 33 Licht, al ⸗les an⸗dre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott aufschwingen, richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad eindringen! Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben: eil zur Lebensquell hinzu, da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 4. Geh in Einfalt stets einher, laß dir nichts das Ziel verrücken; Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 5. Du bist ja ein Hauch aus Gott und aus seinem Geist geboren, bist erlöst durch Christi Tod; bist du nicht zum Reich erkoren? Suche Jesum und sein Licht, 6. Schwinge dich nur oft im Geist über alle Himmelshöhen, laß, was dich zur Erde reißt, unter deinen Füßen stehen! Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 7. Nahe dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lammes fließet und auf die, so keusch und fromm, sich in reichem Maß ergießet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 8. Laß dir seine Majestät immerdar vor Augen schweben, laß mit brünstigem Gebet sich dein Herz zu ihm erheben! Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 9. Sei im übrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel gelangen, glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen. Drum such Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. alles andre hilft dir nicht. Jak. Gabr. Wolf, g. 1685, + 154. 23⁷. mel. Es ist gewißlich an der Heit. 1**— H— =—..—.u=x em,. 50 1 n⸗ wer da will ein an-der Ziel, die Umein Herz al ⸗lein be⸗dacht soll sein, au .—e‚e.·/= ——— J———— Se⸗ lig⸗ keit zu fin ⸗ den, é; 00 ö sein Wort ist 1—0•4—.—.— sich zu grün⸗ den; —2722..—— 4 4 4 — +. 1. — Pr.· . wahr, sein Werk ist—— R— en heil'⸗-ger Mund hat 276 C. Jesuslieder. 2. ., 2————.— Kraft und Grund, all Feind zu ü⸗ ber⸗win ⸗ den. Geist 2. Such wer da will Nothelfer sollst du, Herr Jesu, bleiben, die uns doch nichts erworben,[viel, laß mich dochnicht von deinem Licht hier ist der Mann, der helfen kann, durch Eitelkeit vertreiben, bei dem nie was verdorben. bleib du meinPreis, dein Wort mich ö Uns wird das Heil durch ihn zu teil, bleib du mein Ehr, speis', uns macht gerecht der treue Knecht‚ dein Wort mich lehr, rom, der für uns ist gestorben. an dich stets fest zu gläuben. ießet 3. Ach sucht doch den, laßt alles 5. Wend von mir nicht dein An⸗ mm, die ihr das Heil begehret! Istehn, gesicht, Er ist der Herr und keiner mehr, laß mich in Kreuz nicht zagen! der euch das Heil gewähret. Weich nicht von mir, mein höchste Sucht ihn all Stund von Herzens- hilf mir mein Leiden tragen!(Zier, sucht ihn allein,[(grund, Hilf mirzur Freud nach diesemLeid, Rn, denn wohl wird sein hilf, daß ich mag nach dieser Klag dem, der ihn herzlich ehret. dir ewig dort Lob sagen. 4. Mein Herzenskron, mein Freu⸗ Georg Weissel, g. 1590, 4 1655. densonn 288. mel. Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. 4 5 D ů— I— 2—.— 2 igen SSSE‚..— 7 2——— E———— — 19 4—.———— ö 1 Was wär ich oh- ne dich ge⸗ we⸗ sen, was icht Zu Furcht und Ang⸗sten aus⸗ er ⸗le⸗ sen ständ E— 90 SDSDSDSS‚SSSSISIIIII würd ich oh- ne dich wohl sein? ö—— ich in wei ⸗ter Welt al ⸗lein. Richts würzt ich — 2 +— ꝙ—..— E H—* ö‚ 4*—— ie——————— uf si⸗cher, was ich lieb⸗te, die Zu⸗kunft wär ein 5——— ö— ——.* I V—.— .Ve +—— I +.—.—— 3.2—2—— +..—. 2..— ö 7 61 01685 t dunk⸗ler Schlund, und wenn mein Herz sich tief be-trüb⸗te, ,.g. ——— 2——..—————— it 323 wem tät ich mei⸗ ne Sor ⸗ ge kund ꝰ 277 2. Einsam verzehrt von Lieb und Sehnen erschien mir nächtlich jeder Tag; ich folgte nur mit heißen Tränen dem wilden Lauf des Lebens nach. Ich fände Unruh im Getümmel und hoffnungslosen Gram zuHaus. Wer hielte ohne Freund imHimmel, wer hielte da auf Erden aus? 3. Hat Christus sich mir kundge⸗ geben, und bin ich seiner erst gewiß, wie schnell verzehrt ein lichtes Leben die bodenlose Finsternis! Für alle seine tausend Gaben bleib ich sein demutvolles Kind, gewiß, ihn unter uns zu haben, wenn zwei auch nur versammelt sind. 4. O geht hinaus auf allen Wegen und holt die Irrenden herein, streckt jedem eure Hand entgegen und ladet froh sie zu uns ein. Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an; die eines Glaubens mit uns werden, auch denen ist er aufgetan. 5. Das Herz, des Lebens reiche Quelle, ein böses Wesen wohnte drin; und ward's in unserm Geiste helle, so war nur Unruh der Gewinn. Ein eisern Band hielt an der Erde 889. 289 5. Lieder vom christlichen Leben. die bebenden Gefangnen fest; Furcht vor des Todes Richter⸗ schwerte verschlang der Hoffnung Überrest. 6. Da kam ein Heiland, ein Be⸗ freier, ein Menschensohn voll Lieb und Macht und hat ein allbelebend Feuer in unserm Innern angefacht. Nun sahn wir erst den Himmel offen als unser altes Vaterland; wir konnten glauben nun und hoffen und fühlten uns mit Gott verwandt. 7. Seitdem verschwand die Not der Sünde, und fröhlich wurde jeder Schritt, man gab zum schönsten Angebinde den Kindern diesen Glauben mit; durch ihn geheiligt zog das Leben vorüber wie ein sel'ger Traum, und ew'ger Lieb und Lust ergeben bemerkte man den Abschied kaum. 8. Noch steht in wunderbarem der heilige Geliebte hier; Glanze gerührt von seinem Dornenkranze, von seiner Treue, weinen wir. Ein jeder Mensch ist uns willkom⸗ men, der seine Hand mit uns ergreift und, in sein Herz mit aufgenommen, zur Frucht des Paradieses reift. Fr. v. Hardenberg(Novalis), g. 1222, 4 1801. 7 Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt. 9 EUE—— ——2— SIIEIIIIRIITe— — 4.—.— 1—.. W. J 4 ů Welch ho-hes Bei⸗spiel gabst du mir, Sollt ich nicht gern und mit Be-gier, mein Hei⸗land, dir nach⸗zu 278 C. Jesuslieder. Deeeeee erte durch dein ben l 1. est ah⸗ men stee⸗ben, und nicht den Weg, den Be⸗ E 1——.———— N He., EEEEEE nd 425 du be⸗tratst, auch gehn und das tun, was du tatst? ücht, 2. Dein Herz war voller Heilig⸗ 5. Ein Opfer unsrer Missetat, so rein, wie deine Lehre, kkeit, liebt'st du uns doch als Freunde, dein Tun Lieb und Rechtschaffen-erfüllt'st für uns des Vaters Rat, ffen dein Endzweck Gottes Ehre,(heit, und batest selbst für Feinde. für uns allhier Zufriedenheit Du starbst, gehorsam bis zum Tod, ffen und dort die ew'ge Seligkeit. und ehrtest auch im Tode Gott. dt. 3. Darum entäußertest du dich 6. Dies große Beispiel hast du mir t und stiegst vom Himmel nieder, zur Richtschnur hinterlassen, de, wardst Mensch, ein armer Mensch daß ich gesinnet sei, gleich dir, ritt, wie ich in meinem Tun und Lassen. nde und meiner Schwachheit Brüder, Komm, sprichst du, nimm dein Kreuz ; der Bosheit Raub, der Leute Spott, auf dich, ben in deinem Wandel gleich wie Gott. komm, folge mir und tu, wie ich. 4. In Knechtsgestalt erschienest 7. Ich komme, Herr, gib Kraft und den. um uns zu Herrn zu machen;(du, daß ich mein Heil erkenne,(Licht, 3. den Kranken gabst du Trost und dein wahrer Jünger sei und nicht n Ruh, mich fälschlich nur so nenne, när und warst stark in den Schwachen; damit ich deinem Beispiel treu öe, du trugst die Leiden mit Geduld, auch andern selbst ein Beispiel sei. m und trugst sie sonder eigne Schuld. Chr. Felix Weiße, g. 1726, 4 1804. ien, 290. mel. Berzlich tut mich verlangen. ft—— in v en, DSiRn— t. V 1 Wenn al⸗ le un⸗treu wer⸗den, so bleib ich 19. daß Dank⸗bar⸗keit auf Er-den nicht aus ⸗ ge⸗ —.— e L,tre: L, dr. ———— dir doch treu, 5 ö ff stor ⸗ben ö sei Sur mich 66 fing dich —. EEEET—.—— S.S........... Lei-den, ver-gingst für mich in Schmerz; drum geb ich 279 N . — J 0— 83——— 2 H 291 9 + — 2. h 2— —.— 55. dir mit Freu⸗den auf 2. Oft muß ich bitter weinen, daß du gestorben bist, und mancher von den D Deinen dich lebenslang vergißt. Von Liebe nur durchdrungen hast du so viel getan, der Welt das Heil errungen, doch keiner denkt daran. 3. Du stehst voll treuer Liebe noch immer jedem bei, und wenn dir keiner bliebe, so bleibst du dennoch treu; Friedr. v. Hardenberg, e⸗ wig die⸗ ses Herz die treuste Liebe sieget, am Ende fühlt man sie, weint bitterlich und schmieget sich kindlich an dein Knie. 4. Ich habe dich empfunden; o lasse nicht von mir! Laß innig mich verbunden auf ewig sein mit dir! Einst schauen meine Brüder auch wieder himmelwärts und sinken liebend nieder und fallen dir ans Herz. g. 12²2, + 1801. 1291. Eigene Melodie. ——— 435;xt!B0—?????——— 1. Wenn ich ihn nur ha be; wenn er mein nur Q—— ——„ —.I I I I I—— * ist, wenn mein Herz bis hin zum Cra be. 2—.——— I. 3 e,. unn ue. nrn: rprn in een m *— E6 V 2—— sei ⸗ ne Treu⸗e nie ver⸗gißt, weiß ich nichts von SI SSII IEIII.......... —————⁵ Ar. E F:— Lei⸗de, füh⸗ le nichts als An⸗=dacht, Lieb und Freu-de. 2. Wenn ich ihn nur habe, laß ich alles gern, folg an meinem Wanderstabe treugesinnt nur meinem Herrn, lasse still die andern breite, lichte, volle Straßen wan⸗ 3. Wenn ich ihn nur habe,(dern. schlaf ich fröhlich ein, ewig wird zu süßer Labe seines Herzens Flut mir sein, die mit sanftem Zwingen(gen. alles wird erweichen und durchdrin⸗ 4. Wenn ich ihn nur habe, hab ich auch die Welt, und des Himmels reiche Gabe meinen Blick nach oben hält; hingesenkt im Schauen,(grauen. kann mir vor dem Irdischen nicht 28⁰ 5. Wo ich ihn nur habe, ist mein Vaterland, und es fällt mir jede Gabe C. Jesuslieder. 292 wie ein Erbteil in die Hand; längst vermißte Brüder swieder. find ich nun in seinen Jüngern Friedr. v. Hardenberg, g. 1272, + 1801. 429. Mel. Seelenbräutigam. e ee. I— 4*.—9— 2——.———— 1. Wer ist wohl wie du, Je su, sü= 58 ———— 5 N—— N 6——.————I——. — LJ V.—— 1 + 2.. * 2. Leben, das den Tod, mich aus aller Not zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket und mich aus der Not hat geführt zu Gott. 3. Glanz der Herrlichkeit, du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch versenket in der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 4. Großer Siegesheld, Tod,‚ Sünd, Höll und Welt hast du mächtig überwunden und ein ew'ges Heil erfunden durch das Lösegeld deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät, König und Prophet, deinen Scepter will ich küssen, N. ht Ruhꝰ Un⸗ter vie⸗ len aus ⸗er⸗ko⸗ren, Le⸗ben Q + —— I*— 12.—** 3. 1 EEN—*——.—————* 2 ö * 1—— 2——— de⸗ rer, die ver⸗lo⸗ ren, und ihr Licht da⸗ Q—— 50. e; a, en u, ure, r. —N 2—.3— 7— I——0.— II — 4.——— I zu, Je⸗ su, sü ⸗ ße Ruhl mit Maria dir zu Füßen sitzen früh und spät, höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm als dein Eigentum durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen als dein Eigentum, allerschönster Ruhm! 7. Deiner Sanftmut Schild, deiner Demut Bild mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn noch Stolz sich rege; vor dir sonst nichts gilt als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gib mir deinen Sinn! 28¹ 293 5. Lieder vom christlichen Leben. 9. Wecke mich recht auf, habe auf mich acht, daß ich meinen Lauf Hüter, in der Nacht! unverrückt zu dir fortsetze, 12. Einen Heldenmut, und mich nicht in seinem Netze der da Gut und Blut Satan halte auf; gern um deinetwillen lasse fördre meinen Lauf. und des Fleisches Lüste hasse, 10. Deines Geistes Trieb gib mir, höchstes Gut, in die Seele gib, durch dein teures Blut! daß ich wachen mög und beten, 13. Soll's zum Sterben gehn, freudig vor dein Antlitz treten; wollst du bei mir stehn, ungefärbte Lieb in die Seele gib! mich durchs Todestal begleiten 11. Wenn der Wellen Macht und zur Herrlichkeit bereiten, in der trüben Nacht daß ich einst mag sehn will des Herzens Schifflein decken‚ mich zur Rechten stehn. wollst du deine Hand ausstrecken; J. A. Freylinghausen, g. 16 70, T1759. 293. Eigene Melodie. 2⁰———— —— ö Wie—110 Lach es der Mor⸗ gen⸗ stern, Du Da-vids Sohn aus Ja- kobs Stamm, nn Hra 7 9.2 r EEEEEEEEEEEEEE.— 33 voll Gnad und Wahr⸗ heit von dem Herrn mein Kö⸗ nig und mein Bräu ⸗ti⸗ gam, A V..*— LXL nrr. rirn ripe., nürm——.——— I‚————irn—— aus Ju ⸗ da auf⸗ge⸗ gan⸗gen. lieb ⸗lich du hast mein Herz um⸗fan⸗gen: —H— LD.—. V————. ....* 3——— 2—.— 20.— 2—.—. 2—.—.— Wx 2 sreund⸗ lich, schön und präch⸗ tig, groß und mäch⸗ tig, Q — H1 2 E— II F in. Ban l 1 . re d rr.— reich an Ga⸗ben, ü⸗ ber les hoch er⸗ 58 ben. 2. O meine Perle, werte Kron, ist lauter Milch und Honig. Sohn Gottes und Mariens Sohn, Herr, dich preis' ich, du hochgeborner König, Hosianna! Himmlisch Manna, meinHerz ist voll von deinemRuhm, das wir essen, dein süßes Evangelium deiner kann ich nicht vergessen. 282 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, du Gottesglanz und Himmelsschein, die Flamme deiner Liebe! Und stärk mich, daß ich ewig bleib, o Herr, ein Glied an deinem Leib, in frischem Lebenstriebe! Nach dir wallt mir mein Gemüte, ew'ge Güte, bis es findet dich, des Liebe mich entzündet. 4. Von Gott kommt mir ein Freu⸗ denlicht, wenn ich dein holdes Angesicht seh freundlich auf mich blicken. O Jesu, du mein höchstes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und mich innerlich erquicken.(Blut Nimm mich freundlich in die Arme, Herr, erbarme dich in Gnaden! Auf dein Wort komm' ich geladen. 5. Gott Vater, o du starker Held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat sich mit mir vertraut, mein Herz auf ihn mit Freuden C. Jesuslieder. 29⁴4 was ist's, das mich betrübet? Preis dir! Heil mir! Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben; ewig soll mein Herz ihn loben. 6.Spielt unserm Gott mit Saiten⸗ und laßt den süßesten Gesang[klang ganz freudenreich erschallen. Ich will mit meinem Jesus Christ, der mir mein ein und alles ist, in steter Liebe wallen. Singet, klinget, jubilieret, triumphieretl Dankt dem Herren, ihm, dem König aller Ehren! 7. Wie freu ich mich, Herr Jesu Christ, daß du der Erst und Letzte bist, der Anfang und das Ende. Du wirst mich einst zu deinem Preis aufnehmen in das Paradeis, froh falt ich meine Händel Amen, Amen, komm, o schöne Freudenkrone, bleib nicht lange, weil ich sehnlich dein verlange. Phil. Nicolai, g. 1556, 4 1608. schaut, 1294. Eigene Melodie. EH* 5— 9— ö— enen irn meninsn mmenein Emi r.. nirr: Irrin Hr uen. Hnur nHi, Eni nm E 2—— ů 155——— 1 Wie wohl ist mir, o Freund der See⸗ UIch. stei⸗ge aus der Schwer-muts-höh⸗ EH-—— ö n em, numn amm, wnt Inn In=t dne rm r Ern. e.-Ha n, BerrN l ——‚— r. I le, wenn ich in dei ⸗ ner Lie⸗ be ruh. 33le und ei ⸗ le dei ⸗nen Ar⸗men zu. 233., Himm— 5 +.. 1—— +———— I*...*.———3 6————* 5—— 2—.2— 2— Da muß die Nacht des Trau⸗erns schei⸗den, wenn 283 294 3. Lieder vom christlichen Leben. ——.—.. SSII TTTTEEI— ——.— ö——— +„ 8„ mit so an ⸗ge⸗ neh-men Freu-den die Lie ⸗be Q — 2 EU— Ze d E w- Lan, ö HWE 1—.—— + ö 70 strahlt aus dei- ner Brust. Hier ist mein Him⸗-mel 4 ——* Eimen. SIS.I.I SII PFIAII..... — 2— 8.‚..— schon auf Er-den; wer woll⸗-te nicht ver-gnü-get FFTTTTTT — 4 2 1—— EFE 2. 5 Ee —.—..—.—.. wer⸗-den, der 2. Die Welt mag schmähen oder es sei alsoichtrau ihrnicht, spreisen, wenn sie mir gleich will Lieb er⸗ weisen bei einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele, du bist mein Freund, den ich erwähle, du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, weil in den stärksten Unglückswellen mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich der Sünde Last er⸗ drücken, blitzt auf mich des Gesetzes Weh, droht Straf und Hölle meinem Rük⸗ so steig ich gläubig in die Höh sken, und flieh in deine heil'gen Wunden; da hab ich schon den Ort gefunden, wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, du bist mein Heil. Wer will ver⸗ dammenꝰ Die Liebe nimmt sich meiner an. in dir su⸗chet Ruh und Lustꝰ 4. Führst du durch Wüsten meine Reise, ich folg und lehne mich auf dich. Du gibst miraus den Wolken Speise und labest aus dem Felsen mich.“) Ich traue deinen Wunderwegen, sie enden sich in Lieb und Segen; genug, wenn ich dich bei mir hab. Ich weiß: Wen du willst herrlich zieren und über Sonn und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. *) J. Hor. 10, 2—4. 5. Der Tod mag andern düster scheinen, mir nicht, weil Seele, Herz und Mut in dir, der du verlässest keinen, o allerliebstes Leben, ruht. Wen macht des Weges End erzit⸗ tern, wenn aus Gefahr und Ungewittern er eingeht in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden aus dieser finstern Wildnis scheiden zu deiner Ruh der Ewigkeit. 28⁴ 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn aufdich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh in dem Gemüte nach deiner unumschränkten Güte 295. 4.34 D. Heiligung und christlicher Wandel. 295—-296 des Himmels süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, mit allen Schmeiche⸗ leien! Nichts kann, als Jesus, micherfreu⸗ en. O reicher Trost: Mein Freund ist mein! W. Chr. Deßler, g. 1660, + 1722. Eigene Melodie. R ů— III—+— EWESEEEEEEEE rn. rr, d. 1 Wollt ihr wis⸗sen, was mein Woe Wollt ihr sehn mein „Wollt ihrler⸗nen, was ich weiß?[Wollt ihr hö-ren, n ů—*.—— ů ——.— 1——1 + 2.—— J II Uui 7— ö Ei⸗ gen⸗tum? was mein Ruhmꝰ 2. Wer ist meines Glaubens Grund? Wer stärkt und erweckt den Mund? Wer trägt meine Straf und Schuldꝰ Wer schafft mir des Vaters Huld? Jesus, der Gekreuzigte! 3. Wer ist meines Lebens Teil, meines Geistes Kraft und Heil? Wer macht rein mich und gerecht? Wer macht mich zu Gottes Knechtꝰ Jesus, der Gekreuzigte! 4. Wer ist meines Leidens Trost? Wer schützt, wenn der Feind erbostꝰ Wer erquickt mein mattes Herz? Je⸗sus, der Ge⸗kreu⸗-zig ⸗tel Wer verbindet meinen Schmerzꝰ Jesus, der Gekreuzigte! 5. Wer ist meines Todes Todꝰ Wer hilft in der letzten Not? Wer versetzt mich in sein Reich? Wer macht mich den Engeln gleich? Jesus, der Gekreuzigte! 6. Und so wißt ihr, was ich weiß, ihr wißt meinen Zweck und Preis. Glaubt, lebt, duldet, sterbet dem, der uns Gott macht angenehm: Jesu, dem Gekreuzigten! Joh. Chr. Schwedler, g. 1672, + 1750. D. Heiligung und christlicher Wandel. 296. Mel. O Gott, du frommer Gott. —.— ů—. d H, ann ven. oen dnn 60 2 4.2 2— — 9 2—*—.—.— 1 ch Gott, ver-laß mich nicht, gib mir die Vach füh ⸗-re mich, dein Kind, daß ich den 28⁵ 297 5. Lieder vom echristlichen Leben. Gna⸗-den ⸗ hän ⸗ de, ö ö u mei⸗ner Se⸗lig⸗ Lauf voll en ⸗ de 5 lig —.0 Y. +. 5n—— ——————————.——.— S IIR keit, sei du mein Le⸗-bens=licht, mein Stab, mein Q + , r nrrrrnrnerire. *—— I Hort, mein Schutz, ach Gott, ver⸗ laß mich nicht! 2. Ach Gott, verlaß mich nicht, 4. Ach Gott, verlaß mich nicht, regiere du mein Wallen, ach laß dich doch bewegen, ach laß mich nimmermehr ach Vater, kröne doch in Sünd und Schande fallen; mit reichem Himmelssegen gib mir den guten Geist, die Werke meines Amts, gib Glaubenszuversicht, die Werke meiner Pflicht, sei meine Stärk und Kraft, zu tun, was dir gefällt, ach Gott, verlaß mich nicht! ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht, 5. Ach Gott, verlaß mich nicht, ich ruf aus Herzensgrunde, ich bleibe dir ergeben; ach Höchster, stärke mich hilf mir, o großer Gott, in jeder bösen Stunde! recht glauben, christlich leben Wenn mich Versuchung plagt und selig scheiden ab, und meine Seel anficht, zu sehn dein Angesicht, so weiche nicht von mir, hilf mir in Not und Tod, ach Gott, verlaß mich nicht! ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck, g. 1659, 4 1725. 2297. Eigene Melodie. * + IEI .S....II. . At⸗les ist an Got⸗tes Se⸗gen und an sei⸗ner 4 +— FEE + IE. 4— 4 S ln. dne.. aner,. V 2 2——————.— Gnad ge⸗le-gen, ü⸗ber al ⸗les Geld und Gut. 4 4 4 4 IEE—— I ͤ— E.— E——— EHI ——. 2 +.—.—— n ernin n REE I 5 I——— 1+. + I Wer auf Gott sein Hoff⸗nung set⸗ zet, der be⸗halt ganz 28 2. und ist un Der in ——————— D. Heiligung und christlicher Wandel. 298 9 4 2——..——— PIꝑPIII.II.I..... — SN un⸗ver ⸗let⸗ zet 2. Der mich hat bisher ernähret und mir manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein. Der mich wunderlich geführet und noch leitet und regieret, wird forthin mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig sind; ich begehr nach dem zu ringen, was mir wahre Ruh kann bringen und man jetzt gar selten find't. 4. Hoffnung kann das Herz er⸗ quicken; was ich wünsche, wird sich schicken, ei ⸗-nen frei⸗ en so es anders Gott gefällt. Hel⸗den⸗mut. Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Wil⸗ mein Verlangen zu erfüllen,(len es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben, wie Gott will, so muß es bleiben, wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich länger allhier leben, will ich ihm nicht widerstreben, ich verlasse mich auf ihn; ist doch nichts, das lang bestehet, alles Irdische vergehet und fährt wie ein Strom dahin. 1626. 298. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. 9 ö ö 2—— 05 e ⸗: L. ————— E* 1. Auf, ihr Strei ⸗ter, durch⸗ ge⸗ drun⸗- gen, E 56—*—— .———— auf und folgt dem Hei-land nach, der durch 2235 + 1⁴½ +I—*— EU————.———— 1 770——— Mar⸗ter, Hohn und Schmach sich auf Zi- ons +——9 + —— 4————— EHA.— IDII...—— U 122.—..— 2 Burg geschwungen! Nach!— das Haupt hat schon ge⸗siegt; —9— — E 8 2— 2.—..—„ 1 weh dem Glied, das mü ⸗ßig liegt. 2. Fort, nur nach mit Wachen, Be⸗ Fort!— was seid ihr so verzagt? ten! Christus hat den Sieg erjagt 287 299 und der Schlange Kopf zertreten. Rufet laut im Siegeston: Schwert des Herrn und Gideon! 3. Kein Erlöster müsse sprechen: ich bin elend, arm und schwach, und durch so viel Ungemach kann kein armer Sünder brechen, denn der Herr ist's, der uns heilt und den Schwachen Kraft erteilt. 4. Sind wir schwach— bei ihm ist Stärke; sind wir arm— der Herr ist reich. Wer ist unserm König gleich? Unser Gott tut Wunderwerke. 5. Lieder vom christlichen Leben. Sagt, ob der nicht helfen kann, dem der Himmel untertan. 5. Niemand kann zu Salem thro⸗ der nicht recht mit Jesu kämpft[nen, und des Fleisches Lüste dämpft, weil wir noch im Fleische wohnen. Nur durch Ringen, Kampf und kommet man zur Sicherheit. Streit 6. Nun so wachet, kämpfet, ringet, streitet mit Gebet und Flehn, bis wir auf der Höhe stehn, wo das Lamm die Fahne schwinget. Ist der Erde Werk getan, geht des Himmels Sabbath an. G. Buchka, g. 1705, 4 152. 299. mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. ...i ꝛi. vir. *.T——.——.—7575 +— — 7—— 1 Du Va⸗ter dei ⸗ ner Men⸗schen⸗ kin⸗ der, und des⸗ sen Herz auch ge-gen Sün⸗ der 2 — ö— ‚— E— 25* rn nn.- e e der du die Lie— be sel ⸗ 168 bist, ö noch gü⸗ tig und voll Mit ⸗leid ist! ö —— 2— WN.32.—. ö.——————— Laß 35 von gan ⸗ 555 Her⸗- zen 355 —— — E im Le⸗ben und im To ⸗de sein. 2. Gib, daß ich als dein Kind dich da du mich als ein Vater liebst, liebe, und so gesinnt zu sein mich übe, wie du mir selbst die Vorschrift gibst. Was dir gefällt, gefall auch mir, nichts scheide mich, mein Gott, von dir. 3. Vertilge, Herr, durch deine Lie⸗ in mir die Liebe zu der Welt be und gib, daß ich Verleugnung übe, wenn mir das Eitle noch gefällt. Wie könnt ich je die Kreatur dir vorziehn, Schöpfer der Natur! 4. Laß mich um deiner Liebe willen gern tun, was mir dein Wort gebent. Kannich's nicht, wieichsoll, erfüllen, so sieh auf meine Willigkeit und rechne mir nach deiner Huld 288 ö die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld. 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das tut, was dir, o Gott, mißfällt. Drum laß es mich mit Sorgfalt meiden, gefiel es auch der ganzen Welt. Die kleinste Sünde selbst zu scheun, laß, Vater, mich beflissen sein. 6. Aus Liebe laß mich alles leiden, was mir dein weiser Rat bestimmt. D. Beiligung und christlicher Wandel. 300—301 Auch Trübsal führt zu ew'gen Freu⸗ den; wer ihre Last gern auf sich nimmt, sie willig trägt und weislich nützt, wird mächtig von dir unterstützt. 7. In deiner Liebe laß mich sterben, so ist auch Sterben mein Gewinn; dann werd ich deinen Himmel erben, wo ich dir ewig nahe bin. Da wird die Lieb in vollem Schein und unaussprechlich bei dir sein. Nach Benj. Schmolck, g. 1622,4152. 2300. Mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. Q—— + en, r nt rn Hali e arr —⁰⁵ X—.— +.— 2 2— 1. Ein rei⸗nes Herz, Herr, schaff in mir, 2 8 ö 4—— r n r.nn schließ zu der Sün ⸗de Tor und Tür, Q —— 2 1. JZ.———..— ——.——— 8 ver ⸗ trei⸗ be sie und laß nicht zu, daß 7³½ ͤ—.̃— H +2— 2 2 IX EIN 7— 2.— N — 0——*— I sie in mei ⸗ nem Her ⸗ zen ruh. 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür, ach komm und wohne du bei mir, treib all Unreinigkeit hinaus aus deinem Tempel, deinem Hausl 3. Laß deines guten Geistes Licht und dein hellglänzend Angesicht erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter Güt! 4. Und mache dann mein Herz zu⸗ gleich Mel. Alles ist an Gottes Segen. an Himmelsgut und Segen reich, gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand aus deiner milden Gnadenhand! 5. So will ich deines Namens Ruhm ausbreiten als dein Eigentum und dieses achten für Gewinn, wenn ich nur dir ergeben bin. Heinr. G. Neuß, g. 1654, + 1716. + E———. 1. End⸗lich bricht der hei⸗ße Tie⸗gel und der Glaub em⸗ 289 19 ö I ů 2—— +. + — — 4 22 +— ——— *— +. E — pfängt sein Sie⸗gel, gleich dem Gold im Feu'r be⸗währt, —E 2 IᷓI 10— 0——.— 2 I +——— zu des Him⸗mels höch⸗sten Freu⸗den wer⸗den nur durch 4 + IE ——— + 2——0 —— tie fe Lei⸗ den Got⸗tes Lieb⸗lin 2. Unter Leiden prägt der Meister in die Herzen, in die Geister sein allgeltend Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer, will er auch des künft'gen Schöpfer auf dem Weg der Leiden sein. 3. Leiden bringt empörte Glieder endlich zum Gehorsam wieder, macht sie Christo untertan, daß er die gebrochnen Kräfte zu dem Heiligungsgeschäfte sanft und still erneuern kann. 4. Leiden sammelt unsre Sinne, daß die Seele nicht zerrinne in den Bildern dieser Welt; ist wie eine Engelwache, die im innersten Gemache des Gemütes Ordnung hält. 5. Leiden stimmt des Herzens Sai⸗ für den Psalm der Ewigkeiten, ten lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, wo die sel'gen Palmenträger mit dem Chor der Harfenschläger preisend vor dem Throne stehn. 6. Leiden fördert unsre Schritte, Leiden weiht die Leibeshütte zu dem Schlaf in kühler Gruft; es gleicht einem frohen Boten jenes Frühlings, der die Toten zum Empfang des Lebens ruft. 290 —.—— LE 2—7 .——— L — „ge ver⸗klärt. 7. Leiden macht im Glauben gründlich, macht gebeugt, barmherzig, kindlich; Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, droben bist du eine Würde, die nicht jedem widerfährt. 8. Brüder, solche Leidensgnade wird in mannigfachem Grade Jesu Jüngern kund gemacht, wenn sie mancher Schmerz durch⸗ wühlet, wenn sie manchen Tod gefühlet, Nächte seufzend durchgewacht. 9. Im Gefühl der tiefsten Schmer⸗ en dringt das Herz zu seinem n immer liebender hinan, und um eins nur fleht es sehnlich: mache deinem Tod mich ähnlich, daß ich mit dir leben kann. 10. Endlich mit der Seufzer Fülle bricht der Geist durch jede Hülle, und der Vorhang reißt entzwei. Wer ermisset dann hienieden, welch ein Meer von Gottesfrieden droben ihm bereitet seil 11. Jesu, laß zu jenen Höhen heller stets hinauf uns sehen, — U ner⸗ zen D. Heiligung und christlicher Wandel. 302—303 bis die letzte Stunde schlägt, heim zu dir auf lichten Schwingen da auch uns nach treuem Ringen 302. mel. O Jesu Christ, eine Schar der Engel trägt. K. Fr. Hartmann, g. 1745, 4+ 1815. mein's Lebens Licht. + + 3————.—.——3 —3————..—.————.——.— 2—..—2—. 8.—....—53—.—— —— 2——— uie. 1. Er⸗neu⸗re mich, o ew'⸗ges Licht, und laß von — 1.—.—..2 i.— 2 4—.— 0 111——— ——.———4. dei nem An-⸗ge-⸗sicht mein Herz und Seel mit . 2 4 — 2* ö—— ErE. — ——— 2. Ertöt in mir die schnöde Lust, feg aus den alten Sündenwust, ach rüst mich aus mit Kraft und Mut, zu streiten wider Fleisch und Blut. ————.‚— dei⸗nem Schein durch⸗leuch⸗tet und er⸗ fül⸗let sein! und nichts sonst, als was du willst, will, ach Herr, mit ihm mein Herz erfüll! 4. Auf dich laß meine Sinnen gehn, laß sie nach dem, was droben, stehn 7 3. Schaff in mir, Herr, den neuen bis ich dich schau, o ew'ges Licht, Geist‚ von Angesicht zu Angesicht. der dir mit Lust Gehorsam leist't Joh. Friedr. Ruopp, + 1708. 303. ö Eigene Melodie. Kol. 5, 5—4. Q —— e 2.———— IEI——**. +—— 154. 373 —2. ö 1 Es glän⸗zet der Chri⸗sten in-wen⸗-di⸗ ges was ih-nen der Kö-nig des Him-mels ge⸗ 3— EU 2—— 9— E E Anee. 5———— Le⸗ ben, ob ⸗ gleich sie von au-ßen die ge⸗ ben, ist kei⸗ nem als ih ⸗- nen nur — I——. — e dan. 7—.—5——. SIDRSDD‚‚‚.———— 355 7 Fit ö on⸗- ne ver⸗brannt; Was nie-mand ver⸗ spü⸗ ret sel⸗-ber be⸗kannt. sv 4 — —0 + Es—3—— 2 •—— Hn nn.—. SSIII E 4— 2——— V— —4—— nie⸗mand be⸗ rüh⸗ ret, ha 291 t ih⸗ re er⸗leuch⸗te⸗ten 19⁷ 303 3. Lieder vom christlichen Leben. Q 4 .—— I I DDDDe= — 2+ 3„ Sin⸗ ne ge⸗zie⸗ret und sie zu der gött⸗li⸗chen + II 4—*. I II +—— II 8 SSDSSSS...—— Wür⸗de ge⸗ füh⸗ret. 2. Sie scheinen von außen oft arm und geringe, ein Schauspiel der Engel, verlacht von der Welt, doch innerlich sind sie voll herrlicher Dinge, der Zierrat, die Krone, die Jesu ge⸗ das Wunder der Zeiten, lfällt; die hier sich bereiten, den König, der einst sie zur Herr⸗ lichkeit führet, zu grüßen, mit heiligem Schmucke gezieret. 3. Denn innerlich sind sie aus gött⸗ lichem Stamme, geboren aus Gott durch sein mäch⸗ tiges Wort, ein Funke und Flämmlein aus gött⸗ licher Flamme, entzündet von oben, genähret von Die Engel sind Brüder,(dort. die ihre Loblieder mit ihnen gar fröhlich und wonnig⸗ lich singen; das muß denn ganz herrlich, ganz prächtig erklingen. 4. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, sie finden, die Armsten, was ihnen gefällt. Sie stehen im Leiden und bleiben in Freuden, sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen und führen das Leben des Glau⸗ bens von innen. 5. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden, lich stellt, so werden sie mit ihm als Herren der Erden auch herrlich erscheinen zum Wun⸗ Sie werden regieren, der der Welt. mit ihm triumphieren, den Himmel als prächtige Lichter auszieren; da wird man die Freude gar offenbar spüren. 6.Frohlocke, du Erde, und jauchzet, ihr Hügel, daß du diesen göttlichen Samen ge⸗ neußt; denn das ist des Ewigen göttliches Siegel zum Zeugnis, daß er dir noch Segen Du sollst noch mit ihnen(verheißt. aufs prächtigste grünen, wenn erst ihr verborgenes Leben er⸗ scheinet, wonach sich dein Seufzen mit ihnen vereinet. 7. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen, 92 wenn er sich einst, wie er ist, öffent⸗ then en nnen lau⸗ nen. wird rden, stellt, erren Erden W Un⸗ Welt. ichter eren; enbar üren. ichzet, zügel, V4⁴v⁵ ge⸗ eußt; liches siegel Segen heißt. en er⸗ einet, ihnen einet. n der eelen, ffent⸗ ö du heimlische Zierde der inneren Welt; laß deine verborgenen Wege uns wählen, wenngleich uns die Schmach deines D. Heiligung und christlicher Wandel. Kreuzes entstellt. 304. Hier übel benennet und wenig erkennet, hier heimlich mit Christo im Vater gelebet, dort öffentlich mit ihm im Himmel geschwebet. Chr. Fr. Richter, g. 1676, 4 1711. mel. Es kostet viel, ein Christ zu sein. r sirerr eirt. inir.v 1. Es ist nicht schwer, ein Christ zu fein und DSDSDDDSDeeEe nach dem Sinn des rei- nen Gei⸗stes le⸗-ben; zwar + +———— 5 .———‚——— —— EJ.— der Na⸗tur geht es 95—.— er 9 sich im⸗mer⸗ HQ— [ I 1— 5 —— 2..— H 1——— dar in Chri⸗ sti Tod zu i führt die ........ ne Gna⸗de selbst zu 2. Du darfst ja nur ein Kindlein sein, du darfst ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Geist, schau doch, wie gut er's mein, das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht es ist nicht schwer. so sehr, 3. Dein Vater fordert nur das Herz, daß er es selbst mit reiner Gnade fülle; der fromme Gott macht dir gar kei⸗ nen Schmerz, al⸗ler Zeit den schwe⸗ren Streit. die Unlust schafft in dir dein eigner Wille. Drum übergib ihn willig inden Tod, so hat's nicht Not. 4. Wirf nur getrost den Kummer in, der nur deinHerzvergeblich schwächt und plaget; erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, wennFurcht und Weh deinschwaches Herze naget; sprich: Vater, schau mein Elend so ist's getan.(gnädig an! 293 5. Faß nur dein Herze in Geduld, 305 5. Lieder vom christlichen Leben. wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe merkest. Versiehst du's oft und fehlst aus eigner Schuld, so sieh, daß du dich durch die Gnade stärkest; so gilt dein Fehl und kindliches Ver⸗ als nicht geschehn. sehn 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, wenn dich wird Nacht und Finster⸗ nis bedecken; dein Vater wird nichts Schlimmes mit dir tun; vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken, ja, siehst du endlich ferner keine so glaube nur![Spur, 7. So wird dein Licht aufs neu entstehn, und wirst dein Heil mit größrer Klarheit schauen; was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn, drum darfst du nur dem frommen Vater trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wahrer so selig ist.(Christ 8. Auf, auf, mein Geist, was sän⸗ mest du, dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Herz, genieß die süße Ruh, in Frieden sollst du vor dem Vater schweben. Die Sorg und Last wirf nur getrost allein auf ihn. und kühn Chr. Fr. Richter, g. 1626, 4 1711. Eigene n V᷑R 1— 4. 55 065 stet viel, ein inn zu sein 900 4— 2.—...—.—.—. —.—, L. 2— +..— nach dem Sinn des rei⸗nen Gei⸗stes le⸗ ben, denn .............. öᷓ...‚. H— 2— vm. 3———— H——— 2 der Na⸗ tur geht es gar sau⸗er ein, sich im-mer⸗ Q EEE.———½— HE 2.— ö. HER—— dar in Chri⸗sti Tod zu ge⸗ben; und ist hier —2 4 7—— 2—— D 2*+*— SZ2..—. 28——* 5— —. 2———— V.—— —.7—— 1 J Vgleich ein Kampf wohl aus⸗ en richtt, das macht's noch nicht. 2. Man muß hier stets auf die leicht ihr Gift in unsre Fersen Schlangen gehn, bringen; 29⁴4 ISIH RNI a da kostet's Müh auf seiner Hut zu stehn, daß nicht das Gift kann in die Seele dringen. Wenn man's versucht, so spürt man die Wichtigkeit.(mit der Zeit 3. Doch ist es wohl der Mühe wert, wenn man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget, die ewiglich ein solcher Mensch er⸗ fährt, der sich hier stets aufs Himmlische geleget. Es hat wohl Müh, die Gnade aber daß man's nicht acht't. macht, 4. Man soll ein Kind des Höchsten sein, ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte; wie wirst du da so stark, so hell und rein, so herrlich sein, so lieblichim Gesichte, dieweil dich da die wesentliche Pracht so schön gemacht. 5. Da wird das Kind denVater sehn, im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; Q D. BHeiligung und christlicher Wandel. 306 der lautre Strom wird es da ganz durchgehn und es mit Gott zu Einem Geist verbinden. Wer weiß, was da im Geiste wird Wer mag's verstehn?(geschehnꝰ 6. Was Gott genießt, genießt es auch, was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben; der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch, wie lieblich wird es doch mit Jesu leben! Nichts höher wird an Kraft und als Gott allein. Würde sein, 7. Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht, dich durch die Macht der Finsternis zu reißen. Was sorgest du, daß dir's an Kraft gebrichtꝰ Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen. Wie gut wird sich's doch nach der wie wohl wird's tun! Arbeit ruhn, Chr. Fr. Richter, g. 16 26, 4 1211. 306. mel. Alles ist an Gottes Segen. EAH —— 2 H 2 . IAVI * Fort⸗- ge⸗ Kkämpft und fort⸗ 96 ⸗run ⸗gen, bis—— Lich⸗ ·te E— U Mn. —.....— 4— II— 21— 24.— EE—.—— +7— + I*—. ———. 1+.—.—— 2 4— ge⸗—.—— S, es,— 2 See⸗ sein! 1 13 1 286 — — — +— II * —— 7 2 2. ö Durch die hes⸗ ů25 Duns kel⸗ Dei- En wird din Hei⸗ nd — I. dich be- glei⸗ ten, Mut spricht er den Sehwa⸗ chen ein. 29⁵ 307 5. Lieder vom tchristlichen Leben. 2. Bei der Hand will er dich fassen; scheinst du gleich von ihm verlassen, glaube nur und zweifle nicht! Bete, kämpfe ohne Wanken; bald wirst du voll Freude danken, bald umgibt dich Trost und Licht. 3. Bald wird dir sein Antlitz schei⸗ harre, hoffe bei dem Weinen, nen; stets beglückt dich seine Wahl. Er will dich im Glauben üben; Gott, die Liebe, kann nur lieben, Wonne wird bald deine Qual. 4. Weg von aller Welt die Blicke! Schau nicht seitwärts, nicht zurücke, nur auf Gott und Ewigkeit. Nur zu deinem Jesu wende Aug und Herz und Sinn und Hände, bis er himmlisch dich erfreut. 5. Aus des Jammers wilden Wo⸗ hat dich oft herausgezogen(gen seiner Allmacht treue Hand. Nie zu kurz ist seine Rechte; wo ist einer seiner Knechte, der bei ihm nicht Rettung fand? 6. Schließ dich ein in deine Kam⸗ mer geh und schütte deinen Jammer aus in Gottes Vaterherz. Kannst du gleichihn nichtempfinden, Worte nicht, nicht Tränen finden, klag ihm schweigenddeinenSchmerz. 7. Kräftig ist dein tiefes Schwei Gott wird sich als Vater zeigen,(gen, glaube nur, daß er dich hört; glaub, daß Jesus dich vertreten, glaube, daß, was er gebeten, Gott, sein Vater, ihm gewährt. 8. Drum sowill ichnichtverzagen mich vor Gottes Antlitz wagen, flehen, ringen fort und fort. Doch ich werd ihn überwinden; wer ihn sucht, der wird ihn finden, er gelobt's in seinem Wort. Joh. H. Lavater, g. 1741, 4 1801. 1307.— ist 35 an der—— E* derm ö S.e.. E— 2— + + I 2—. 2 *—— 1— * ott dei: e Gü du krönst uns te reicht so weit, so mit Barm⸗her⸗zig ⸗keit und . ————* ——.—————. —— ö—— +— weit die Wol⸗ ken ge⸗ hen; 25 Herr, mei ⸗ ne eilst uns bei⸗ zu ⸗ ste⸗hen. —2 I1——.—— 2 4 2 2 5—..— 0 21 3— —— II— 1 50 4——— Burg, mein Fels, mein Hört, ver⸗nimm mein Flehn, merk 2 V. 2. U un, ͤ— II 1.8— II— 2— II IE a** II 7 t—283— 2—4 II *——. D II 2. Ich bitte nicht um Überfluß und Schätze dieser Erden, auf mein Wort, denn 0 will vor dir be⸗ ten. laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden; 296 D. Heiligung und christlicher Wandel. gib mir nur Weisheit und Verstand, dich Gott und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und so sehr sieMenschen rühren‚ Ruhm, des guten Namens Eigentum laß mich nur nicht verlieren! Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, 308—-309 der Ruhm vor deinem Angesicht und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, Herr Zebaoth, auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demut, Mut in Not, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit; laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden! Chr. F. Gellert, g. 1215, 4 1269. Liebster Jesu, wir sind hier. —04 Gott mein Qabt, er⸗leuch⸗te mich, daß ich hier dich 9655 ich, Je⸗ sus Chri-stus, dich mei⸗-nen Herrn und 1— ů—.— II ö— — e Hrt. + — II —— ů 1 11. 2 +. 1—.— +.—— —— LL er⸗ken⸗ racht Hoch⸗ ster, laß mich doch auf Er-⸗den Hei⸗land nen ⸗ ne. — N U 5r., n, 5 se zu deut Him⸗ mel wer⸗den. 2. Lautre Wahrheit ist dein Wort; lehre mich es recht verstehen, hilf selbst meinem Forschen fort, lehre mich recht einzusehen, was zu meinem Heil mich führet, und was mir zu tun gebühret. 3. Aber laß mich nicht allein richtig seinen Sinn verstehen, laß mein Herz auch folgsam sein, den erkannten Weg zu gehen. Werdichkennt und bleibt in Sünden, der kann nimmer Gnade finden. 4. Gib, daß ich den Unterricht 2309. deines Wortes treu bewahre, daß ich, was es mir verspricht, reichlich an mir selbst erfahre. Ja, mein Glaube sei in Leiden mir ein Quell von Trost und Freu⸗ den. 5. O verleihe mir die Kraft, deinem Wort gemäß zu handeln und vor dir gewissenhaft als dein treues Kind zu wandeln, so wird einst in jenem Leben mich dein hellres Licht umgeben. Joh. Sam. Diterich, g. 1221, 4 1702. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. — N — — + + +7 1. Herr, hö ⸗ re, Herr, er ⸗ hö⸗re, breit dei⸗ 297 309 5. Lieder vom christlichen Leen. 94 — I— EU— 2 10——— 2————3.— 5355— 2—— nes Na⸗mens Eh⸗ re an al⸗ len Or ⸗=ten —.—— ö 5 2—5 , nd Him ime A,. le Stän⸗ de durch dei- ner X 23. 2.— 2— — 2 0 IIIIIII All⸗ macht Hän⸗de, schütz Kir ⸗che, O-brig⸗-keit und Haus! 2. Ach laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schallen zu unsrer Seelen Nutz! Bewahr vor allen Rotten, die deiner Wahrheit spotten, biet allen deinen Feinden Trutzl! 3. Gib du getreue Lehrer und unverdross'ne Hörer, die beide Täter sein; auf Pflanzen und Begießen laß dein Gedeihen fließen und ernte reiche Früchte ein! 4. Gib unserm Fürsten Glücke, laß deine Gnadenblicke auf den Gesalbten gehn, schütz ihn auf seinem Throne und lasse seine Krone allzeit in vollem Glanze stehn! 5. Laß alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen, schaff jedermann sein Recht, daß Fried und Treu sich müssen in unserm Lande küssen, und segne beide, Herrn und Knecht! 6. Wend ab in allen Gnaden Krieg, Feuer, Wasserschaden, treib Sturm und Hagel ab, bewahr des Landes Früchte und mache nicht zunichte, was deine milde Hand uns gab. 7. Gib uns den lieben Frieden, mach alle Feinde müde, verleih gesunde Luft, laß keine teuren Zeiten in unsre Grenzen schreiten, daß man nach Brot vergebens rust. 8. Die Hungrigen erquicke und bringe die zurücke, die sonst verirret gehn! Die Witwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um Hilfe flehn. 9. Sei allen Kindern Vater, den Müttern sei Berater, den Kindern gib Gedeihn, zieh unsre zarte Jugend zur Frömmigkeit und Tugend, daß sich die Eltern ihrer freun. 10. Komm als ein Arzt der Kran⸗ und die im Glauben wanken, ken, laß nicht zu Grunde gehn! Die Alten heb und trage, auf daß sie ihre Plage geduldig mögen überstehn. 11. Bleib der Verfolgten Stütze, die Reisenden beschütze, die Sterbenden begleit mit deinen Engelscharen, daß sie im Frieden fahren zu Zions Freud und Herrlichkeit. 298 n. ütze, keit. 12. Nun, Herr, du wirst erfüllen, was wir nach deinem Willen in Demut jetzt begehrt. D. Heiligung und christlicher Wandel. 310 Wir sprechen nun das Amen in unsers Jesu Namen, so ist gewiß der Wunsch gewährt. Benjamin Schmolck, g. 1622,4 1252. 310. Eigene Melodie. II.* 1 ö— I 1 VD +223 12 I——— 1. =———— 2— —4 2 1. Herr Je ⸗ su, Gna ⸗den ⸗-son=ne, laß Le-ben, Licht und Won=ne eer.. — 1 1+.. I. 1— wahr⸗haft'-ges Le-bens-licht, nach dei mein blö ⸗-des A ge⸗sicht——— ., — Gnad er ⸗ freu ⸗en und mei ⸗ nen Geist er⸗ — I—.— 1* —+5—.— 2—.—=—— EIX. + 2— +— + ———.— neu ⸗en, mein Gott, ver ⸗ sag mir's nicht! 2. Vergib mir meine Sünden und wirf sie hinter dich, laß allen Zorn verschwinden und hilf mir gnädiglich, laß deine Friedensgaben mein armes Herze laben, ach Herr, erhöre mich! 3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adamssinn und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin zu deinem Dienst ergebe und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verständnis durch dein heilsames Wort, damit ich an dich gläube und in der Wahrheit bleibe zu Trutz der Höllenpfort. 299 5. Ach zünde deine Liebe in meiner Seele an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann und dir zum Wohlgefallen beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn. 6. Nun Herr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Mut, denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und tut; hingegen meine Sinnen, mein Lassen und Beginnen ist böse und nicht gut. 7. Darum, du Gott der Gnaden, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu! Gib, daß ich deinen Willen stets suche zu erfüllen, und steh mir kräftig bei! Ludw. Andr. Gotter, g. 166 1,11755. —:——......—ñ..—e 311 3. Lieder vom christlichen Leben. 211• Eigene Melodie. — 1—· +—+ 24 2— +—— E I X + 2———.— ————.———3 * 1. Herz⸗lich lieb hab ich dich, o Herr; ich Die gan⸗ze Welt er⸗freut mich nicht, nach 253— 1— e s——. ——— 2.— 2 2.—.— bitt, wollst sein von mir nicht fern mit dei⸗ ner Erd und Him⸗ mel— ich— wenn ich dich 1—9— ö R —2—.. 2— Güt und Gna„den. nur kaun ha —5 Und wenn wir Q 1 5—— .+—„— +—2 E — 5 2————.—.— 9 gleich mein Herz zer⸗bricht, bist du doch mei⸗ne Q* E ö WW 7— — IDDsiiR‚R —* Zu⸗ ver⸗— mein Teil und mei ⸗-nes Her⸗zens — +—— EIN 7 2 43 7—— — i ö= Trost, der mich durch sein Blut hat er=löst. IEN———— E ME— 1———— I Herr Je⸗ su Christ, mein Gott und Herr, mein ..............—— EH 2 2.— 2 2—— 3 Gott und Herr, in Schan-den laß mich nim-mer⸗mehr. 2. Es ist ja, Herr, dein G'schenk Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, und Gab des Satans Mord und Lügen wehr, mein Leib und Seel und was ich in allem Kreuz erhalte mich, in diesem armen Leben; hab auf daß ich's trag geduldiglich. damit ich's brauch zum Lobe dein, Herr Jesu Christ, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein Herr und Gott, mein Herr mein, und Gott, wollst mir dein Gnade geben tröst mir mein Seel in Todesnot! 300 D. Heiligung und christlicher Wandel. 312 3. Ach Herr, laß dein liebEngelein daß meine Augen sehen dich am letzten End die Seele mein in aller Freud, o Gottessohn, in Abrahams Schoß tragen,(lein mein Heiland und mein Gnaden⸗ ·— 145 den Leib in sein⸗ m Schlafkämmer⸗Herr Jesu Christ,(thron! gar sanft ohn ein ge Qual und Pein erhöre mich, erhöre mich, ch ruhn bis zum jüngsten Tage. ich will dich preisen ewiglich. Alsdann vom Tod erwecke mich, Martin Schalling, g. 1552, + 1608. 312. mel. Wachet auf, ruft uns die 55 88 er 4— ö 0...— — 1 Heil'⸗ger Je ⸗ su, Heil'-gungs⸗quel ⸗le, mehr Al-ler Glanz der Che- ru⸗-bi ⸗ nen, die ö di vi. ———————— 2—— — als Kri⸗stall rein, klar und hel ⸗-le, du laut⸗rer — Hei⸗lig⸗ keit der Se⸗ ra⸗phi⸗ nen ist ge⸗ gen SISSEESESEE 56, RIIe— Suumder Heiria-eil Ein Vor ⸗ hild bist du dich nur Dun⸗kel=heit. —. ———— 7— —* mir; ach bil⸗de mich—0 dir, du mein Al⸗ ·— 4—— 0 2—— 5—— les! Je ⸗ su, Je⸗ su, Khif mir i„ zu, daß 9 II I 8— 7— ö ä.— .——— I ꝛehr. N—.—— ehr ich mag hei⸗ lig sein wie du! h⸗ 2. Stiller Jesu, wie dein Wille wie ein gehorsam Kind, dem Willen deines Vaters stille stille, stille! Jesu, Jesu, und bis zum Tod gehorsam war: hilf mir dazu, also mach auch gleichermaßen daß ich fein stille sei wie du! arr mein Herz und Willen dir gelassen‚, 3. Wacher Jesu, ohne Schlummer, ott, ach stille meinen Willen gar. in großer Arbeit, Müh und Kum⸗ not! Mach mich dir gleich gesinnt mer 301 313 bist du gewesen Tag und Nacht; mußtest täglich viel ausstehen, des Nachts lagst du vor Gott mit Flehen und hast gebetet und gewacht. Gib mir auch Wachsamkeit, daß ich wie du allzeit wach und bete. Jesu, Jesu, hilf mir dazu, daß ich stets wachsam sei wie du! 4. Güt'ger Jesu, ach wie gnädig, wie liebreich bist du, wie guttätig, selbst gegen Feinde wie gelind! Deine Sonne scheinet allen, dein Regen muß auf alle fallen, ob sie dir gleich undankbar sind. Mein Herr, ach lehre mich, damit hierinnen ich dir nacharte. Jesu, Jesu, hilf mir dazu, daß ich auch gütig sei wie du! 5. Sanfter Jesu, warst unschuldig und littest alle Schmach geduldig, vergabst und ließt nicht Rache aus. Niemand kann dein Sanftmut mes⸗ sen, bei der kein Eifer dich gefressen als der um deines Vaters Haus.“) 3. Lieder vom christlichen Leben. Mein Heiland, ach verleih mir Sanftmut und dabei guten Eifer. Jesu, Jesu, hilf mir dazu, daß ich sanftmütig sei wie du! 6. Würd'ger Jesu, Ehrenkönig, du suchtest deine Ehre wenig und wurdest niedrig und gering; wandeltest ganz arm auf Erden in Demut und in Knechtsgebärden, erhubst dich selbst in keinem Ding. Herr, solche Demut lehr mich auch je mehr und mehr stetig üben. Jesu, Jesu, hilf mir dazu, daß ich demütig sei wie du! 7. Liebster Jesu, liebstes Leben, mach mich in allem dir ergeben und deinem heil'gen Vorbild gleich. Gib, daß mich dein Geist durch⸗ dringe, daß ich viel Glaubensfrüchte bringe und tüchtig werd zu deinem Reich. Ach zieh mich ganz zu dir, behalt mich für und für, treuer Heiland. Jesu, Jesu, laß mich wie du und wo du bist einst finden Ruh! oh. 2, 12. Unbekannt 1700. 2.6—— Eigene Melodie. ——————— —2————.—— I— i 2.—2.—..—. 1. Hier legt mein Sinn sich vor dir nie-der, mein —95 27—.———— 4 — 2 1 2...— 2 I—LE— ———. CC— —— Geist sucht sei ⸗nen——— wie⸗ 5.— dein er⸗ 93 F + 6———— freu⸗end An⸗ge⸗sicht zu mei⸗ ner Ar⸗mut sein ge⸗=richt't! 30² —— 'tl D. Heiligung und 2. Schau her, ich fühle mein Ver⸗ derben, laß mich in deinem Tode sterben; o könnte doch in deiner Pein die Eigenheit ertötet sein! 3. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen Wegen übe, und doch ist von Unlauterkeit die Liebe noch nicht ganz befreit. 4. Ich muß noch mehr auf dieser Erden durch deinen Geist geheiligt werden, der Sinn muß tiefer in dich gehn, der Fuß muß unbeweglich stehn. 5. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten, hier gelten nichts der Menschen Taten; wer macht sein Herz wohl selber reinꝰ Es muß durch dich gewirket sein. 6. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben, du bist noch immer treu geblieben; ich weiß gewiß, du stehst mir bei und machst mich von mir selber frei. christlicher Wandel. 314 7. Indessen will ich treulich käm⸗ pfen und stets die falsche Regung däm⸗ bis du dir deine Zeit ersiehst[pfen, und mich aus solchen Netzen ziehst. 8. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: Gotthat der Hölle Machtgeschlagen, Gott führt mich aus dem Kampf und Streit in seine Ruh und Sicherheit. 9. Drum will die Sorge meiner Seelen ich dir, mein Vater, ganz befehlen; ach drücke tief in meinen Sinn, daß ich in dir schon selig bin. 10. Wenn ich mit Ernst hieran gedenke und mich in deinen Abgrund senke, so werd ich von dir angeblickt, und mein Herz wird von dir er⸗ quickt. 11. So wächst der Eifer mir im Streite, so schmeck ich schon des Sieges Beute und fühle, daß es Wahrheit ist, daß du, mein Gott, die Liebe bist. Christ. Friedr. Richter, g. 1676, 4 1711. 314. Mel. Werde munter mein Gemüte. 3—— ———.—— Q* — EI +* 1. Hilf uns, Herr, wohl an-fan-⸗ in al⸗len Din⸗=gen, daß wir gen und voll⸗ brin⸗gen,—5 uns —6 ———.——— 4—— * „ser Amt und Werk Weis.hei, Kraft und Stärkl O⸗ne 0 — 1 +.— I„ II.* VLI—3—200 ——— 1 1 I L. EII Gunst ist all un⸗ser Werk um⸗sonst; hilf uns, Herr, in 303 3. Lieder vomtschristlichen Leben. + — + — —6 D E 2*— II II —. al⸗len Din⸗gen und laß al ⸗les wohl ge- lin⸗gen! 2. Hilf uns, Herr, an allen Orten‚ 4. Hilf uns, Herr, aus allem Leide wo wir dein bedürftig sein, in der letzten Todesnot, brich der Hölle Macht und Pforten laß uns fahren hin mit Freude und gib deinem Häufelein, und durch deinen bittern Tod deiner armen Christenheit, kommen in das Paradeis, Liebe, Fried und Einigkett! uns zur Freude, dir zum Preis! Hilf uns, Herr, in allen Dingen Hilf uns, Herr, in allen Dingen und laß alles wohl gelingen! und laß alles wohl gelingen! 3. Hilf uns, Herr, in allen Nöten, 5. Hilfuns, Herr, in letzten Zügen, aller Trübsal und Gefahr, hilf! Nach unsrer Zuversicht laß uns keine Drangsal töten, laß uns ritterlich obsiegen +1 — + — ET nimm doch unser also wahr, und zu Schanden werden nicht!l daß Kreuz, Elend und Verdruß O Herr Jesu, deine Hand uns zum besten dienen muß. leist' uns Hilfe und Beistand, Hilf uns, Herr, in allen Dingen daß wir nach vollbrachtem Ringen und laß alles wohl gelingen! Lob und Dank dir ewig singen. Nach Martin Rinckart, g. 1586, + 16409. 31⁵5. Mel. Jesus, meine Zuversicht. —Z———— 1——— E EEEDEE D———.— — 1 Him⸗mel ⸗an geht un⸗sre Bahn, wir sind Gä⸗ste bis wir hin nach Ka-na ⸗- an durch die Wükste V—— ö ö— — 1 I— L... 12—1 2— EE 15 1 II. 4.— +.. 2 2 112—4.— LiE H— ——— T.— + It. 1 nur auf Er ⸗den,——.—— ier ist un⸗ser Pil-grim⸗ kom- men wer ⸗den. 8 ser Pil⸗s ö ——— An 9* 2— H +.—.—— II D 2.—— II V——— E LL stand, dro-ben un ⸗-ser Va⸗ter-land. 2. Himmelan schwing dich, mein 3. Himmelan! ruft er mir zu, Geist‚ wenn ich ihn im Worte höre; denn du bist ein himmlisch Wesen das weist mir den Ort der Ruh, und kannst das, was irdisch heißt, wo ich einmal hingehöre. nicht zu deinem Werk erlesen. Wenn mich dieses Wort bewahrt, Ein von Gott erleucht'ter Sinn halt ich eine Himmelfahrt. kehrt zu seinem Ursprung hin. 4. Himmelan! denk ich allzeit, 304 wenn und eine! Nach folgt and, Ringen ingen. + 64)9, . zä⸗ste Lü⸗ste D. Heiligung und christlicher Wandel. wenn er mir die Tafel decket, und mein Geist hier allbereit eine Kraft des Himmels schmecket. Nach der Kost im Jammertal folgt des Lammes Hochzeitmahl. 5. Himmelan! Mein Glaubezeigt mir das schöne Los von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Sonne, Mond und Sterne, denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein. 6. Himmelan wird mich der Tod 316 in die rechte Heimat führen, da ich über alle Not ewig werde triumphieren; Jesus geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen kann. 7. Himmelan, ach himmelan! das soll meine Losung bleiben, ich will allen eitlen Wahn durch die Himmelslust vertreiben. Himmelan nur steht mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin. Benj. Schmolck, g. 1672, + 1257. 316. Eigene Melodie. 2.— +.—,————— S.SPSIII. 1. Ich ruf zu dir, Herr Je⸗ su Christ, ich bitt, er⸗ ver⸗leih mir Gnad zu die⸗ser Frist, laß mich doch 2 ———— 7— ,,.,.. hö ör mein Kla⸗ gen, ‚ Den rech-ten Glau—⸗ nicht ver⸗ za⸗ gen! Glau⸗ben, Herr, ich Q— 4 —.— I—.— II*A.— SSSPSISISIIIIIIIIIII.I.I **—. mein', den wol-lest du mir ge—⸗ ben, dir zu le⸗ben, dem Q N dnärn.ren.rnnenni..en,xr.,i, H——. 23— n 3 H1 Näch⸗sten nütz zu sein, dein Wort zu hal⸗ten e ⸗ ben 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, du kannst es mir wohl geben, daß ich nicht wieder werd zu Spott: die Hoffnung gib daneben, voraus wenn ich muß hie davon, daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen auf all mein eigen Tun; sonst wird's mich ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Herzens⸗ grund den Feinden mög vergeben; verzeih mir auch zu dieser Stund schaff mir ein neues Leben! Dein Wort mein Speis' laß allweg damit mein Seel zu nähren, ssein, mich zu wehren, wenn Unglück schlägt herein, das mich von dir möcht kehren. 4. Laß mich kein Lust noch Furcht in dieser Welt abwenden, von dir beständig sein ans End gib mir, du hast's allein in Händen; 5 305⁵ 20 317 und wem du's gibst, der hat's um⸗ es mag niemand erwerben[sonst, noch ererben durch Werke deine Gunst, die uns errett't vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und wider⸗ streb, hilf, o Herr Christ, dem Schwachen! 317. 3. Lieder vomsechristlichen Leben. An deiner Gnad allein ich kleb, du kannst mich stärker machen. Kommt nunAnfechtung her, sowehr, daß sie mich nicht umstoße. Du kannst machen, daß mir's nicht bringt Gefahr; ich weiß, du wirst's nicht lassen. Johann Agricola, g. 1492, 4+ 1566. mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. —— . % — + 9 — ů 0 — 4 1. Ich welß, mein Gott daß a ö 0 — 9 — und Werk in ů * all — + mein Tun 1 2 2 —— 2.— — dei⸗ nem Wil⸗ len ruhn, von 9 + — ——— ö— —.—— * — — 2— ——2—— Se⸗ gen; was re⸗ gierst, das geht und steht auf du Macht, daß sein Rat werd ins Werkgebracht und seines Gangs sich freue; des Höchsten Rat der macht's allein, daß Menschenrat gedeihe. 3. Oft denkt der Mensch in seinem dies oder jenes sei ihm gut,[Mut, und ist doch weit gefehlet; oft sieht er auch für schädlich an, was doch Gott selbst erwählet. 4. So fängt auch mancher weise Mann ein gutes Werk zwar fröhlich an und bringt doch nicht zum Stande; er baut ein Schloß und festes Haus, Q ————..— ——.— 2—.— ————.2 rech-ten, gu⸗ten We⸗gen. 2. Es steht in keines Menschen 5. Wie mancher ist in seinem Sinn fast über Berg und Spitzen hin, und eh er sich's versiehet, so liegt er da, und hat sein Fuß vergeblich sich bemühet. 6. Drum, lieber Vater, der du Kron undScepter trägst in deinem Thron und aus den Wolken blitzest, vernimm mein Wort und höre mich vom Stuhle, da du sitzest. 7. Verleihe mir das edle Licht, das sich von deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch deine Kraft erwecket. 8. Gib mir Verstand aus deiner doch nur auf lauter Sande. 306 Höh, D. Heiligung und auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Willen; wehr, sei du mein Freund und treuer Rat, was recht ist, zu erfüllen. 9. Prüf alles wohl, und was mir r; gut, sen. das gib mir ein; was Fleisch und 1566. erwählet, das verwehre!(Blut Der höchste Zweck, das beste Teil sei deine Lieb und Ehre! 10. Was dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seele Sonn und Zier, gefallen und belieben; was dir zuwider, laß mich nicht in Werk und Tat verüben! 11. Ist's Werk von dir, so hilf zu Glück, ist's Menschentun, so treib's zurück und ändre meine Sinnen! Was du nicht wirkst, pflegt von ihm ö in kurzem zu zerrinnen. Iselbst 12. Sollt aber dein und unser christlicher Wandel. 318 was du selbst angefangen hast durch Weisheit deiner Hände. 14. Ist gleich der Anfang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bittern Sorgen treten, so treib mich nur ohn Unterlaß zu seufzen und zu beten. 15.Wer fleißig betet und dir traut, wird alles, davor sonst ihm graut, mit tapfrem Mut bezwingen; sein Sorgenstein wird in der Eil in tausend Stücke springen. 16. Der Weg zum Guten ist gar wild, mit Dorn und Hecken ausgefüllt; doch wer ihn freudig gehet, kommt endlich, Herr, durch deinen wo Freud und Wonnestehet. Geist, 17. Du bist mein Vater, ich dein Kind; was ich bei mir nicht hab und find, hast du zu aller G'nüge. Sinn Feind So hilf nur, daß ich meinen Stand hin, an dem, was dein Herz gut gemeint, wohl halt und herrlich siege. beginnen sich zu rächen, 18. Dein soll sein aller Ruhm und Fuß ist das mein Trost, daß seinen Zorn Ehr, du leichtlich könnest brechen. ich will dein Tun je mehr und mehr Kron 13. Tritt du mir zu und mache aus hocherfreuter Seelen Thron leicht. vor deinem Volk und aller Welt, was mir sonst fast unmöglich deucht, so lang ich leb, erzählen. e mich und bring zum guten Ende, Paul Gerhardt, g. 1607, 4+ 1676. icht,— 2316. Mel. Alles ist an Gottes 9556 —— zü 4—*————— iiDDDRDD. Krast 1. Je⸗su, der du bist al-lei⸗ ne Haupt und Kö⸗nig SEE deiner————— Höh, der Ge⸗mei⸗ ne, seg- ne mich, dein ar⸗-mes Glied; 807 20² S.=.=.IPIPI.I V E½ ⁰⁰⁶ͤ8 ———.— ..— 23—. — ů 2 +* 2— & zwollst mir neu⸗ en Ein⸗fluß ge-ben dei- nes, Gei⸗stes, I— ö—..—— 242.——— I+ E—— 1—3. LL — + 2 12*———..—— 2 I 355— 2————.— I dir zu le⸗ben; stär⸗ke 2. Ach, dein Lebensgeist durchdrin⸗ Gnade, Kraft und Segen bringe sge, deinen Gliedern allzumal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kennest überall. 3. O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen; o wie teuer sind sie mir! Du weißt, wie mich's oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen; ich verein'ge mich mit ihnen, und vor deinem Angesicht wünsch ich Zion tausend Segen; stärke sie in deinen Wegen, führ sie selbst nach deiner Pflicht. 5. Die in Kreuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben ihre Seel in deine Hand; laß sie dadurch werden kleiner und von allen Schlacken reiner, ganz allein zu dir gewandt. mich durch dei⸗ ne Güt. 6. Laß die Deinen noch auf Erden ganz nach deinem Herzen werden; mache deine Kinder schön, abgeschieden, klein und stille, sanft, einfältig, wie dein Wille, und wie du sie gern willst sehn. 7. Sonderlich gedenke deren, die es, Herr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll. Auf dein Herz will ich sie legen, gib du jedem solchen Segen, wie es not; du kennst sie wohl. 8. Ach du hast uns teu'r erworben, da du bist am Kreuz gestorben; denke, Jesu, wir sind dein! Halt uns fest, solang wir leben und in dieser Wüste schweben; laß uns nimmermehr allein. 9. Bis wir einst mit allen From⸗ dort bei dirzusammenkommen smen und, von allen Flecken rein, dort vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns sehen, ewig eins in dir zu sein. Gerhard Tersteegen, g. 1697, 4 1769. 3319. Eigene Melodie. 8 . NE— + I 1if. ., d,. 1 Je su, hilf sie⸗gen, du Für⸗ste des Le⸗bensl wie sie ihr höl-li⸗sches Heer nicht ver-ge-bens 7—.—— n;... Sieh, wie die Fin⸗ster mäch⸗tig auf- füh- ret, 308 =nis drin⸗get Iher ⸗ ein; mir schäd⸗lich zu sein. D. Heiligung und christlicher Wandel. 319 — DDD D—.— 4.7 L dn, Lin si ———0 Sa⸗tan der sin=net au + 2 f al ⸗ler⸗ hand Rän⸗ ke, . +—..— f ů .— SS............. wie er mich sich-te, ver-stö-re und krän⸗ ke. 2. Jesu, hilf siegen! Ach wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir! Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für. Ach laß mich schmecken dein kräftig Versühnen und dies zu meiner Demütigung dienen! 3. Jesu, hilf siegen! Wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt, wenn ich die Last der Begierden empfinde, und sich mein tiefes Verderben dar⸗ legt, so hilf, daß ich vor mir selbst mag erröten und durch dein Leiden mein sünd⸗ lich Fleisch töten. 4. Jesu, hilf siegen und lege ge⸗ fangen in mir die Lüste des Fleisches und gib, daß bei mir lebe des Geistes Ler⸗ langen, aufwärts sich schwingend durch hei— ligen Trieb. Laß mich eindringen ins göttliche Wesen, 309 so wird mein Geist, Leib und Seele genesen. 5. Jesu, hilf siegen, damit auch mein Wille dir, Herr, sei gänzlich zu eigen ge⸗ schenkt und ich mich stets in dein Wollen verhülle, wo sich die Seele zur Ruhe hin⸗ lenkt. Laß mich mir sterben und alle dem Meinen, daß ich mich zählen kann unter die Deinen. 6. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken; wenn sich die Kräfte der Lüge auf⸗ blähn und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken, laß doch viel heller dann deine Kraft sehn! Steh mir zur Rechten, o König und Meister, lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 7. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten, Hüter, du schläfst aundschlummerst nicht ein; laß dein Gebet mich unendlich ver⸗ treten, der du versprochen, mein Fürsprech zu sein. 320 5. Lieder vomtchristlichen Leben. Wenn mich dieNacht mit Ermüdung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 8. Jesu, hilf siegen! Wenn alles verschwindet und ich mein Nichts und Verderben nur seh, wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich muß sein ein verschüchter⸗ tes Reh, ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen 320. dich mit dem innersten Seufzen ver⸗ mählen. 9. Jesu, hilf siegen und laß mir's gelingen, daß ich das Zeichen des Sieges er⸗ lang. So will ich ewig dir Lob und Dant singen, Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang. Wie wird dein Name da werden ge⸗ priesen, wo du, o Held, dich so mächtig er⸗ wiesen. J. H. Schröder, g. 1667, 4 1690. Mel. Von Gott will ich 995———— .ST——.—— SPSISISISSIPISSIIIIIIcI es m —0 1 Kommt, Kin⸗der, laßt uns ge⸗fähr⸗lich A⸗bend die⸗ ser ge⸗ hen, der ste⸗hen in E D W——. II kommt her⸗ dei; kommt, stär-ket eu⸗ren Mut, zur Wü⸗ste ⸗ nei; f öur ———— E———2—...—.—...— +..— —.* E⸗ 0— zu Q wan-dern, von ei ⸗ ner —7.—— 5 Kraft zur an-dern; es 2. Es soll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat; kommt, folgt und trauet dem, ein jeder sein Gesichte mit ganzer Wendung richte fest nach Jerusalem! 3. Geht's der Natur entgegen, so geht's gerade doch. ů—— 1 e/ anx i n i en, ist das En⸗-de gut. Die Fleisch und Sinne pflegen, sind schlechte Pilger noch. Verlaßt die Kreatur und was euch sonst will binden; laßt gar euch selbst dahinten, es geht durchs Sterben nur! 4. Man muß wie Pilger wandeln, frei, bloß und wahrlich leer; viel sammeln, halten, handeln macht unsern Gang nur schwer. 310 Wer will, der trag sich tot, wir reisen abgeschieden, mit wenigem zufrieden; wir brauchen's nur zur Not. 5. Schmückt euer Herz aufs beste, sonst weder Leib noch Haus, wir sind hier fremde Gäste und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach; ein Pilger muß sich schicken, sich dulden und sich bücken den kurzen Pilgertag. 6. Ist gleich der Weg sehr enge, so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge und manches Kreuze trägt; es ist doch nur ein Weg; laß sein, wir gehen weiter, wir folgen unserm Leiter und brechen durchs Geheg! 7. Kommt, Kinder, laßt uns ge⸗ der Vater gehet mit.[hen, Er selbst will bei uns stehen in jedem sauren Tritt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach ja, wir haben's gut. 8. Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu, D. Heiligung und christlicher Wandel. 321 man trag, man helfe allen, man pflanze Lieb und Ruh! Kommt, schließt euch fester an, ein jeder sei der Kleinste, doch wohl auch gern der Reinste auf unsrer Liebesbahn! 9. Kommt, laßt uns munterwan⸗ der Weg kürzt immer ab;[dern, ein Tag der folgt dem andern, bald fällt das Fleisch ins Grab; nur noch ein wenig Mut, uur noch ein wenig treuer, von allen Dingen freier, gewandt zum ew'gen Gut! 10. Es wird nicht lang mehr wäh⸗ halt't noch ein wenig aus![ren, Es wird nicht lang mehr währen so kommen wir nach Haus; da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen Frommen daheim zum Vater kommen; wie wohl, wie wohl wird's tun! 11. Drauf wollen wir's denn wa⸗ es ist wohl wagenswert,(gen, und gründlich dem absagen, was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein, wir gehn durch Jesu Leiten hin in die Ewigkeiten, es soll nur Jesus sein. Gerh. Tersteegen, g. 1697, 4 1269. 4—— — 321. mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Ev. Mattth 5, 1—11. ö — —. 5 + ͤ 6... E. Kommt, laßt euch den wel ⸗che die sind, .ee Her ⸗-ren leh- ren, kommt die ge ⸗ hö ⸗ ren zu Q N — ö + 7—. HH..FII uaund ler ⸗ net all ⸗ zu ⸗ mal, 33 die be⸗ der rech ⸗ ten Chri ⸗ sten Zahl, 311 321 3. Lieder vomtchristlichen Leben. HQ—— + + 2 —.* II— E.—— +——— L +—— +— ken ⸗nen mit dem Mund, glau-ben fest von 2——— E I 12. 427 II EN— +2.———— DN—— 2—.— Her⸗zens⸗-grund und be-mü-⸗ hen sich da⸗ Q +— V D——— A E .——— 2 ne-ben, Gut's zu 2. Selig sind, die Demut haben und sind allzeit arm im Geist, rühmen sich gar keiner Gaben, daß Gott werd allein gepreist, danken dem auch für und für, denn das Himmelreich ist ihr. Gott wird noch zu Ehren setzen, die sich selbst gering hier schätzen. 3. Selig sind, die Leide tragen, da sich göttlich Trauern find't, die beseufzen und beklagen ihr und andrer Leute Sünd, die deshalben traurig gehn, oft vor Gott mit Tränen stehn. Diese sollen noch auf Erden und dann dort getröstet werden. 4. Selig sind die frommen Herzen, da man Sanftmut spüren kann, welche Hohn und Trutz verschmer⸗ weichen gerne jedermann,(zen, die nicht suchen eigne Rach und befehlen Gott die Sach. Diese will der Herr so schützen, daß sie noch das Land besitzen. 5. Selig sind, die sehnlich streben nach Gerechtigkeit und Treu, daß an ihrem Tun und Leben nicht Gewalt noch Unrecht sei, die da lieben gleich und recht, sind aufrichtig, fromm und schlecht, tun, so lang sie le — + —— — 4 4* 2— —.6 Geiz, Betrug und Unrecht hassen. Die wird Gott satt werden lassen. 6. Selig sind, die aus Erbarmen sich annehmen fremder Not, sind mitleidig mit den Armen, bitten treulich für sie Gott; die behilflich sind mit Rat, auch wo möglich mit der Tat, werden wieder Hilf empfangen und Barmherzigkeit erlangen. 7. Selig sind, die funden werden reines Herzens jederzeit, die in Werk, Wort und Gebärden lieben Zucht und Heiligkeit. Diese, welchen nicht gefällt die unreine Lust der Welt, sondern sie mit Ernst vermeiden, werden schauen Gott mit Freuden. 8. Selig sind, die Friede machen und drauf sehn ohn Unterlaß, daß man mög in allen Sachen fliehen Hader, Streit und Haß; die da stiften Fried und Ruh, raten allerseits dazu, sich auch Friedens selbst befleißen, werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig sind, die müssen dulden Schmach, Verfolgung, Angst und Pein, da sie es doch nicht verschulden 312 den den D. Heiligung und christlicher Wandel. 322. und gerecht befunden sein. Sanftmut auch an Feinden übe, Ob des Kreuzes gleich ist viel, die Gerechtigkeit stets liebe; setzet Gott doch Maß und Ziel, 11. Daß ich Armen helf und diene, und hernach wird er's belohnen immer hab ein reines Herz, ewig mit den Ehrenkronen. die in Unfried stehn, versühne, 10. Herr, regier zu allen Zeiten dir anhang in Freud und Schmerz. meinen Wandel hier auf Erd, Vater, hilf von deinem Thron, daß ich solcher Seligkeiten daß ich glaub an deinen Sohn auch aus Gnaden fähig werd. und durch deines Geistes Stärke Gib, daß ich mich acht gering, mich befleiße rechter Werke. meine Klag oft vor dich bring, David Denicke(5), g. 1605, + 1680. 322. mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. H— —.— N— II—. +—————— SESIPII... TRT————— . ö 2 Las⸗set uns mit Je⸗ su zie-hen, sei⸗nem in der Welt der 355— ent⸗ flie-hen, auf der —65 5 e 22 — 7 Vor⸗bild fol ⸗gen nach, Bahn, die er uns brach, 2 ö im⸗mer⸗fort zum Him⸗-mel — 42——4 D————— 2— I+ ee, r nre ee e, DEEEEE 2. in Vmmen, darre r— 8 L 2—— 12 o Q In .23.8— 1+—.———. E—— n Fnn 330——.———— IIII 1—— 603 ů—9 8— 33 1 recht und le- ben rein, in Re Lieb den Glau⸗ ben 2 . wei⸗sen. Treu⸗er Je⸗su, bleib bei mir, — 9 9——— I —.— +——————. EE II E.——— B.—— II 554—* 1—— II geh vor ⸗ an, ich fol ⸗ge dir. 2. Lasset uns mit Jesu leiden, Hoffnung tröstet mit Geduld; seinem Vorbild werden gleich; es kann leichtlich Gottes Huld nach dem Leide folgen Freuden, aus dem Regen Sonne machen. Armut hier macht droben reich, Jesu, hier leid ich mit dir, Tränensaat die erntet Lachen, dort teil deine Freud mit mir! 313 323—324 3. Lasset uns mit Jesu sterben; sein Tod schützt vorm andern Tod, reißt die Seel aus dem Verderben, wendet ab die ew'ge Not. Laßt uns töten, weil wir leben, unser Fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in des Himmels Leben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe für und für. 5. Lieder vomtchristlichen Leben. 4. Lasset uns mit Jesu leben; weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder, wo du lebst, da leben wir; ach erkenn uns für und für, trauter Freund, für deine Brüder! Dir, o Jesu, leb ich hier und dort ewig auch bei dir. Sigism. v. Birken, g. 1626, 4+ 1681. 0 323. mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 2. .... 1 Laß mich, o Herr, in al⸗len Din⸗gen — Gib selbst das Wol-len und Voll-brin⸗gen; EVXIEE N—— II 3 ————— EiiSSE — 77„ 42 auf dein Wort sehn und dir mich weihn. Nimm Geistund laß mein Herz dir ge⸗ hei⸗ligt sein. m Veen IE! I— 4 — — e, 7* 1.2...2 ————— EI W.... ö ö—.4 DEEEEEeNI 2 V ——4 7 +Leib zum Op⸗fer hin; dein, Herr, ist al-les, was ich bin. 2. Gib meinem Glauben Mut und Stärke, laß in der Lieb ihn tätig sein, daß man an seinen Früchten merke, er sei kein Traum, kein falscher Schein. Stärk mich in meiner Wanderschaft und gib zumKampfeSieg undKraft. 3. Laß mich, so lang ich hier soll leben, im Glückund Unglück sein vergnügt und deinem Willen mich ergeben, der alles mir zum besten fügt; gib Demut, wenn du mich beglückst, Geduld, wenn du mir Leiden schickst. 4. Ach hilf mir beten, wachen, ringen, bracht, dir Dank und Ruhm und Ehre brin⸗ dir, der du alles wohl gemacht.[gen, Dann werd ich rein und unentweiht dich loben, Gott, in Ewigkeit. Henriette Kathar. von Gersdorff, g. 1648, 4 1726. 324. mel. wer nur den lieben Gott läßt walten. 1.(Mein lie ⸗ber Gott, denn au⸗ßer dir 3 9 9 E——————— ˖—————— —————D.̃— AH„ ge ⸗ den-ke mei⸗ner ist nir-gends ei- ner, 14 so will ich, wenn mein Lauf voll⸗ ——— — 1* 1*V +. ——*—+ —. al ⸗le im be ⸗=sten jett und 3 zeit, Trost er ⸗ freut. der mich mit Rat und r, 4——— 1E— 2* 2 +◻. 1— +— 2 der! Dein Wort macht mich voll Zu⸗ver⸗sicht und sagt mir: *.emn Lunmn nun Ennan in rmt, Snn. ————— 681. Du ver ⸗ gißt mein nicht. 2. Gedenke meiner, wenn ich höre Und hab ich dich, so lacht mein Mut, — dein süßes Evangelium, wenn Welt und Teufel böse tut. und mache mir die Himmelslehre 6. Gedenke meiner auch in allen, zu Saft und Kraft im Christentum, woran ich nicht gedenken kann, — daß deine Aussaat wohl geling[und blicke mich mit Wohlgefallen und hundertfältig Früchte bring. in meinem ganzen Leben an! 3. 3. Gedenke meiner, wenn ich bete‚ Denn gibst du mir, was dir gefällt, nd und merke stets in Gnaden drauf! so ist's um mich recht gut bestellt. —— Weil ich in Christo vor dich trete, 7. Gedenke meiner, wennich sterbe. — so schließ dein Vaterherze auf, und wenn mich alle Welt vergißt; 12 doch gib mir nichts als dies allein,‚ versetze mich in jenes Erbe, was mir kann gut und selig sein. wo du mein Teil und Leben bist. 10 4. Gedenke meiner, wenn ich falle, Denn bliebst du nicht im Himmel icks, und wirf mich nicht im Zorne hin! so wollt ich nie geboren sein.(mein, icks. Weil ich wie andre Menschen alle 8. Ich will mich über nichts be⸗ 1 im Fleische schwach und blöde bin, in deine Hände hast du mich[trüben, gen, so fördre meinen Gang und Stand zu Heil und Segen angeschrieben; oll⸗ durchKraft und Stärke deinerHandl drum sieht die Hoffnung blos auf acht, 5. Gedenke meiner, wenn ich leide! dich rin⸗ Wen hab ich sonst als dich allein,‚ und denkt, im Glauben ungekränkt, Hen, der bei der Menschen Haß und Neide daß Gott im besten meiner denkt. Heiht mein Freund und Tröster.—— ErdmannNeumeister, g. 16 7 1,½1156. sein? 30„——— Mel. Mach's mit mir,—.——————— Güt. E——*. 1 Mir 205 spricht Chri⸗stus, un⸗ser Held, mir nach, ihr Ver⸗leug⸗net euch, ver-laßt die Welt, folgt mei⸗nem 31⁵ 326 3. Lieder vom echristlichen Leben. 1³ 65 2 —— 2—. 5 —— al=lel! Chri-sten Ruf und Schal-le! — 2 — er Kreuz und V é Nehmt eu ,— 5———— D—— 2.— — I —— + Un⸗ge⸗mach auf euch, 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch mit heil'gem Tugendleben; für wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herzist voll Demütigkeit, voll Liebe mein Gemüte; mein Mund der fließt zu jeder Zeit von Sanftmut und von Güte; mein Geist und Wille, Kraft und Sinn ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schädlich zu fliehen und zu meiden ist, und euer Herz von arger List zu rein'gen und zu scheiden. Ich bin der Seele Fels und Hort und führ euch zu der Himmelspfort. folgt mei-nem Wan-del nach! 5. Fällt's euch zu schwer, ich geh ich steh euch an der Seite,(voran, ich kämpfe selbst und breche Bahn, bin alles in dem Streite. Istehn, Ein Kriegsmann darf nicht stille sieht er voran den Feldherrn gehn. 6. Wer seine Seelzu finden meint, wird sie ohn mich verlieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben mitLeib und Seel nachgehen(Herrn und wohlgemut, getrost und gern bei ihm im Leiden stehen. Kron Wer nicht gekämpft, trägt auch die des ew'gen Lebens nicht davon. Johann Scheffler, g. 1624, 4 1677. 326. 3 s mit mir, Gott,— deiner Güt. — E—.— ů 2— ö=. 2——0 2.—..—— e.—.—.—.— ......—— 1 RMie bist du, Höch-ster, von uns fern; du wirkstan Wo ich nur bin, Herr al-ler Herrn, bin ich in un men, murmn. mn r II=.—5—.—— —.. 5————..— 72 II.—.— +.— LII —E.J—..— E— FEEe———— + 2—2 —5——— + I————.— al⸗len En⸗-den. ö ö Durch dich nur leb und at-me ich; dei⸗nen Hän⸗ den. E 1 . denn dei⸗ ne Rech- te schüt⸗zet mich. 316 2.8 du pꝛ Du s du sit Nicht und D. Heiligung und 2. Was ich gedenke, weißest du, du prüfest meine Seele. Du siehst es, wenn ich Gutes tu, du siehst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem Aug entfliehn und nichts mich deiner Huld ent⸗ ziehn. 3. Wenn ich in stiller Einsamkeit mein Herz an dich ergebe und, über deine Huld erfreut, lobsingend dich erhebe, so hörst du es und stehst mir bei, daß ich dir immer treuer sei. 4. Du merkst es, wenn des Her⸗ verkehrte Wege wählet.(zens Rat Und bleibt auch eine böse Tat vor aller Welt verhehlet, so weißt du sie und strafest mich zu meiner Beßrung väterlich. christlicher Wandel. 327 5. Du hörest meinen Seufzern zu, daß Hilfe mir erscheine. Voll Mitleid, Vater, zählest du die Tränen, die ich weine. Du siehst und wägest meinen Schmerz und stärkst mit deinem Trost mein Herz. 6. O drück, Allgegenwärtiger, dies tief in meine Seele; daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, mein Herz zur Zuflucht wähle; daß ich dein heilig Auge scheu und dir zu dienen eifrig sei. 7. Laß überall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln und stärke mich denn auch mit Kraft, vor dir getrost zu wandeln, daß du, o Gott, stets um mich seist, das tröst und beßre meinen Geist. Nach C. C. Sturm, von David Bruhn, g. 1727, + 1²S:2. 23²27. 256. Melodie. E Esl —. 33 55 O Durch⸗bre⸗cher al⸗ 1. der da ⸗den.—.— ler Ban⸗ de, der du im⸗mer Schan⸗ de. a 95 Z—5 ö 4— 2. bei uns 955 4 lust ver-süßt: ü⸗be fer⸗ner dein Geruh⸗te wi⸗der Q— 4 SENENE——— .PPPP 56 un⸗sern A⸗dams⸗sinn, bis dein tren⸗ es An⸗ age⸗sich⸗ te Q ——— x— n n, uns führt aus dem Ker-ker hin. 2. Ist's doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk; hierzu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, 317 daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es aus dem Treiben führest zu der süßen Ruhestatt. 328 3. Ach so mußt du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht; denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns gericht't, ob wir wohl vor allen Leuten als gefangen sind geacht't, weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns der Welt zum Spott gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Kreatur seufzen, ringen, schreien, beten um Erlösung von Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so harte drückt, ungeacht't der Geist in Zeiten sich auf etwas Beßres schickt. 5. Ach erheb die matten Kräfte, sich einmal zu reißen los und durch alle Weltgeschäfte durchzubrechen frei und bloß. Weg mit Menschenfurcht undZagen, weich', Vernunftbedenklichkeit, fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, weg des Fleisches Zärtlichkeit! 6. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in Ewigkeit; wie du's nötig findest, tue noch vor unsrer Abschiedszeit; 5. Lieder vom christlichen Leben. aber unser Geist, der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung findet, die dein treuer Mund verspricht. 7. Herrscher, herrsche, Sieger, sie⸗ König, brauch dein Regiment; Ige, führe deines Reiches Kriege, mach der Sklaverei ein End; denn die Last treibt uns zu rufen, alle flehen wir dich an; zeig doch nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn. 8. Ach wieteu'rsindwirerworben, nicht der Menschen Knecht' zu sein. Drum, so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollkommen nach dem besten Bild gebild't; der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich füllt. 9. Liebe, zeuch uns in dein Ster⸗ laß mit dir gekreuzigt sein,[ben, was dein Reich nicht kann ererben, führ ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht säumen, laß uns nur nicht lässig sein; werden wir doch als wie träumen, wenn die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold, g. 1666, + 1714. 323. Eigene Melodie. Q—— —— 2; II I.—— SDSISS II IIIE. 2————— ö 1 O Gott, du from-mer Gott, du Brunn⸗-quell gu-ter »ohn den nichts ist, was ist, von dem wir al=les EV ů II 5——— j D— L.. —.— SS.. 2⁴—... 318 ben 21—5— ge⸗ sun⸗den Leib gib mir, und daß in + D. Heiligung und christlicher Wandel. + + 12— IE 21 0——4—— sol⸗ Len Leib ein un⸗ver⸗letz- te Seel und —6 I ——— I rein Ge⸗wis⸗sen 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet. Gib, daß ich's tue bald, zu der Zeit, da ich soll; und wenn ich's tu, so gib, daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen; laß kein unnützlich Wort aus meinem Munde gehen, und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß! 4. Find't sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen, gib einen Heldenmut, das Kreuz hilf selber tragen! Gib, daß ich meinen Feind mit Sanftmut überwind und, wenn ich Rat bedarf, auch guten Rat erfind. 5. Laß mich mit jedermann in Fried und Freundschaft leben, so weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben bleib. an Reichtum, Gut und Geld, so gib auch dies dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauren Tritt hindurch ins Alter dringen, so gib Geduld, vor Sünd und Schanden mich bewahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End auf Christi Tod abscheiden, die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden, dem Leib ein Räumlein gönn bei frommer Christen Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seite hab. 8. Wenn du die Toten wirst an jenem Tag erwecken, so tu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken, laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schön verklärt zum auserwählten Hauf! Joh. Heermann, g. 1585, 4 1647. — Mel. Wie wohl ist— 0 8955— der Seelen. d T .—2———.—.— 47 1 O es ter⸗ herz, o Licht, dir bin ich ein-⸗ 319 Le⸗ ben, o mal ü⸗ber⸗ge-ben, dir, 329 5. Lieder vom christlichen Leben. treu⸗ er Hirt, Im⸗ma⸗nu⸗ — * be vi, .— r. Ich will Urt uht n mehr el, dir ge⸗ hö⸗ret mei⸗ ne Seel. 0 2.——.—— : ,xnnr w. 2 sel⸗ber säh⸗ ren, der Va⸗ter soll das Kind re⸗ 9³³——• FE 2*—— DSi‚iiieeeeeeeeee‚e e../ —95 2.—— ö E 3½ renz so geh nun mit mir aus und ein und Q— ——— 2=...————2=..E S EDIRDEEDDIII— * lei⸗te nich auf al⸗len Trit⸗ten! Ich geh, ach hör, o EH EEEEEEEEEE 2——2 Herr, mein Bit⸗ten, 2. Was kann dein schwaches Kind vollbringen? Ich weiß mir gar in keinem Rat; drum sei in groß und kleinem Din⸗ mir immer selber Rat und Tat. gen Du willst dich meiner gar nicht schä⸗ men, ich kann dich ja zu allem nehmen, du willst mir selber alles sein; so sollst du denn in allen Sachen den Anfang und das Ende machen, dann stellt sich lauter Segen ein. 3. Du leitest mich, ich kann nicht gleiten; dein Wort muß ewig feste stehn: du sprichst, dein Auge soll mich leiten, dein Angesicht soll vor mir gehn, ja deine Güt und dein Erbarmen ö soll mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kindlich sei, bei allem gläubig zu dir flehe und stets auf deinen Wink nur sehe, so spür ich täglich neue Treu. für mich nicht ei⸗ nen Schritt al⸗lein. 4. O daß ich auch im kleinsten merke auf deine Weisheit, Güt und Treu, damit ich mich im Glauben stärk, dich lieb und lob und ruhig sei und deine Weisheit lasse walten, stets Ordnung, Maß und Ziel zu halten, sonst, lauf ich vor, da lauf ich an. Drum mach im besten mich gelassen, nichts ohne dich mir anzumaßen; was du nur tust, ist wohlgetan. 5. Ach mach einmal mich treu und stille, daß ich dir immer folgen kann; nur dein, nur dein vollkommner Wille sei mir hier Schranke, Lauf und Bahn! Laß mich nichts mehr für mich ver⸗ langen, ja laß mir nichts am Herzen hangen als deines großen Namens Ruhm; der sei allein mein Ziel auf Erden; ach laß mir's nie verrücket werden; denn ich bin ja dein Eigentum. 6. Ich sehne mich, nur dir zu leben, der du mein Herr und Bräut'gam bist. Was dir sich nicht will ganz ergeben und was nicht deines Willens ist, das strafe bald in dem Gewissen, laß Blut undWasser auf mich fließen und tilge, was nicht lauter heißt. D. Heiligung und christlicher Wandel. 330 unddann dasHeil derarmen Herden nach einer reinen Lieb im Geist! 7. So lob und lieb ich in der Stille und ruh als Kind in deinem Schoß. DasSchäfleintrinkt aus deiner Fülle, die Braut steht aller Sorgen bloß; sie sorget nur allein in allen, dir, ihrem Bräut'gam, zu gefallen, sie schmückt und hält sich dir bereit. Ach zeuch mich, zeuch mich weit von hinnen; — Laß nur dein Lob zur Lust mir wer⸗was du nicht bist, laß ganzzerrinnen, den o reiner Glanz der Ewigkeit! 1955 H. H. v. Bogatzky, g. 1690, + 14. 330. Eigene Melodie. — FFF.......... II—— lein IiEEEE eeE 3— nsten 1. Rin⸗ge 32—05 wenn Got⸗tes Gna⸗de dich nun zie ⸗ het . SSP....— stärk, und be⸗ ⸗kehrt, daß dein Geist sich recht ent⸗la⸗ de ei—— 1—7 V i Ziel zu von der Last, die ihn be⸗schwert. halten, 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, 6.NimmmitFurchtjadeinerSeele, ich an. und der Lebensweg ist schmal; deines Heils mit Zittern wahr; elassen, hier bleibt alles im Gedränge, hier in dieser Leibeshöhle jaßen; was nicht zielt zum Himmelsaal. schwebst du täglich in Gefahr. etan. 3. Kämpfe bis aufsBlut undLeben, 7. Halt ja deine Krone feste, eu und dring hinein in Gottes Reich; halte männlich, was du hast; stille, will der Satan widerstreben, recht beharren ist das beste, aunn; werde weder matt noch weich! Rückfall wird zur schweren Last. mner 4. Ringe, daß dein Eifer glühe. 8.WahreTreuführtmit der Sünde Wille und die erste Liebe dich bis ins Grab beständig Krieg, fund von der ganzen Welt abziehe; richtet sich nach keinem Winde, Bahn! halbe Liebe hält nicht Stich. sucht in jedem Kampf den Sieg. ch ver⸗ 5. Ringe mit Gebet und Schreien, 9. Wahre Treu liebt Christi Wege, angen, halte damit feurig an; steht beherzt auf ihrer Hut, hangen laß dich keine Zeit gereuen, weiß von keiner Wollustpflege, tuhm: wär's auch Tag und Nacht getan. hält sich selber nichts zu gut. 321 21 331 5. Lieder vomtchristlichen Leben. 10. Wahre Treu kommt dem Ge⸗11. Dies bedenket wohl, ihr Strei⸗ Daß dieser Welt niemals zu nah; tümmel streitet recht und fürchtet euch; ster, wäh⸗ ist ihr Schatz doch in dem Himmel, geht doch alle Tage weiter, unde so ist auch ihr Herz allda. bis ihr kommt ins Himmelreich. uns J. J. Winckler, g. 1670, 4 1722. 4. 331. mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. und ———* die EEDSD — 5 1 Rü⸗stet euch, ihr Chri⸗sten⸗leu ⸗ te! Die +*(wapp⸗net euch mit Got ⸗tes Wor ⸗ te und 0 7—.— 2 2—252——— n i. mrnn. Fein ⸗de su⸗chen euch zur Beu ⸗ te, ja Sa ⸗tan 1 käm ⸗pfet frisch an je⸗dem Or ⸗t —— II r selbst hat eu'r 0 ö blei⸗bet un⸗ ver⸗sehrt. Ist euch der Feind zu e.—da.⸗⸗ mit ihr VX N J—4* 1— 1. — 1—— n. wuun vnen Buri Hausnuur;— 6 2*—3———.........*— 5 n———— 1E—— —.——55—— +— 2————.—0 9— n—— schnell, hier ist Im⸗ma⸗ nu ⸗el. Ho ⸗si ⸗ an⸗ 70 DSDEEE EEEE SSISISISIIIE— nal Der Star⸗ke fällt durch die⸗ sen Held, und 2 23—. D.I.. 0 H. 0 wir be⸗ hal⸗ten mit das Feld. rü 2. Reinigt euch von euren Lüsten. Wohlan, so seid zum Kampf bereit, besieget sie, die ihr seid Christen, so krönet euch die Ewigkeit.* und stehet in des Herren Kraft! 3.Streitet recht die wen' gen Jahre, 15 Stärket euch in Jesu Namen, eh ihr kommt auf die Totenbahre; 23 daß ihr nicht strauchelt wie die Lah-kurz, kurz ist unser Lebenslauf.. men. Wenn Gott wird die Toten wecken, 0 Wo ist des Glaubens Ritterschaft? und Christus wird die Welt er⸗ 53 +ꝗ Wer hier ermüden will, schrecken, un ö der schaue auf das Ziel, so stehen wir mit Freuden auf. i da ist Freude. Gott Lob, wir sind versöhnt! 322 Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange, und Gottes Sohnhat längstens schon uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder und mach aus denen überwinder, die du erkauft mit deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. D. Heiligung und christlicher Wandel. 332 daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. Gieß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen, so halten wir getreu an dir im Tod und Leben für und für. Wilh. Erasmus Arends, 4 1221. Philipp. 2, 12. 332. ä —— 4* 4 II J 6 2 +7 + D— 0 1 2. *—8 fet, schaf⸗ fet, Men: schen⸗kin⸗ der, schaf⸗fet Eu=TLEe bau-et nicht, wie sich re Sün⸗der, nur auf ge⸗gen⸗ ů II ö D———— SSENI——— Se ⸗lig⸗keit, wärt'⸗ge Zeit, son⸗dern schau⸗et ü ⸗ber euch, E— 4—. 2— , e.x.e. +— 2 + . E——— rin⸗get nach dem Him⸗-mel⸗reich und be-mü⸗ het euch auf Q— —— ö— Er⸗den, 2. Daß nun dieses mög geschehen, so bekämpfet Fleisch und Blut und der Welt zu widerstehen, rüstet euch mit Kraft und Mut; Gottes Wille soll allein eures Lebens Richtschnur sein, mag es eure schwachen Herzen nun erfreuen oder schmerzen. 3. Ihr habt Ursach zu bekennen, daß in euch noch Sünde steckt, daßihr FleischvomFleischzunennen, daß euch lauter Elend deckt, und daß Gottes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft, wie ihr mö⸗ get se⸗ 5— wer ⸗ den. ja daß außer seiner Gnade in euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben käm⸗ selig, wer im Kampf besteht(pfet, und des Fleisches Lüste dämpfet, selig, wer die Welt verschmäht! Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem Frieden nach, wer den Himmel will ererben, muß zuvor mit Christo sterben. 5.Werdetihrnichttreulichringen, sondern träg und lässig sein, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein. 323³ 21⁷ 333 Ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg, nur den Siegern wird die Krone beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit der Welt sich lustig machen hat bei Christen keine Statt, fleischlich reden, tun und lachen schwächt den Geist und macht ihn Ach bei Christi Kreuzesfahn matt. geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frechem Herzen sicher wolle tun und scherzen. 7. Furcht muß man vor Gott stets tragen, denn er kann mit Leib und Seel uns zur Hölle niederschlagen, er ist's, der des Geistes Ol und, nach dem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen gibt. O so laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen. 8. Und dann schlagt die Sünden⸗ welche Adam in euch regt,[glieder, 5. Lieder vom christlichen Leben. in den Kreuzestod darnieder, bis ihm seine Macht gelegt. Hauet Händ und Füße ab, was euch ärgert, senkt ins Grab') und denkt oftmals an die Worte: Dringet durch die enge Pforte! Matth. 5, 30. 9. Zitternwill ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht, gib mir deines Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen! 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, daß ich so in Jesu Namen meinen Glaubenskampf vollführ. Er, er gebe Kraft und Stärk und regiere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe und also zum Himmel dringe. Ludw. Andr. Gotter, g. 166 1, + 155. 333. Mel. Freu dich sehr, o meine m. Q 45.— 5 f E———.——.— — 1. Sei ge⸗treu bis an das En⸗ de, da⸗mit kei⸗ne dich von dei-nem Je⸗ su wen⸗ de, sei ihm treu bis 2 ö——. E E——— 2— 2— 7—.— —— Qual und Not 31——— ö in den Tod! 45 das Lei⸗den die⸗ 170 Zeit Q Z.IXL— it nicht wert der Herr⸗lich⸗keit, die dein Je⸗ 47 8 dir will —— 5* SPSISISISIPISIPIPIPIPIPIPIII———— — ge⸗ben dort in sei ⸗nem Freu⸗den ⸗le ⸗ ben. 324 2. Sei getreu in deinem Glauben, laß dir dessen festen Grund ja nicht aus dem Herzen rauben, halte treulich deinen Bund, den dein Herz durchs Wasserbad fest mit Gott geschlossen hat. Der ist gottlos und verloren, der ihm treulos hat geschworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt; auch die Lieb am Nächsten übe, wenn er dich gleich oft betrübt. Denke, wie dein Heiland tat, als er für die Feinde bat; du mußt, soll dir Gott vergeben, auch verzeihn und liebreich leben. 4. Sei getreu in deinem Hoffen, traue fest auf Gottes Wort! Hat dich Kreuz und Not betroffen und Gott hilft nicht alsofort, hoff auf Jesum festiglich, sein Herz bricht ihm gegen dich, seine Hilf ist schon vorhanden; Hoffnung machet nie zu Schanden. D. Heiligung und christlicher Wandel. 334 5. Sei getreu in deinem Leiden und laß dich kein Ungemach, keine Not von Jesu scheiden, murre nicht in Weh und Ach! Denn du machest deine Schuld größer durch die Ungeduld; selig ist, wer willig träget, was sein Gott ihm auferleget. 6. Sei getreu in Todesstunden, halt dich glaubensvoll an Gott, flieh getrost in Christi Wunden, sei getreu bis in den Tod! Wer mit Jesu gläubig ringt, ihn wie Jakob hält und zwingt, dem will er in jenem Leben seine Freudenkrone geben. 7. Nun wohlan, ich bleib im Leiden, Glauben, Lieb und Hoffnung fest, ich bin treu bis an das Scheiden; Jesus, der mich nicht verläßt, ist, den meine Seele liebt, dem sie sich im Kreuz ergibt; ihm befehl ich meine Sachen, denn ichweiß, erwird's wohl machen. Nach Benj. DPrätorius, g. 1656,+ 1674. 334. Mel. Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt. 9* — E———————— 2—— + 1. So je⸗mand spricht, ich der treibt mit Got⸗ tes lie ⸗be Gott Nund haßt doch Wahr⸗heit Spott und reißt sie —.—— .— ‚‚..—......e,,.— sei=öne Brü 4 der, Gott ist die Lieb und ganz dar ⸗ nie ⸗der. EEN——— will, daß ich den Näch⸗sten lie⸗ 2. Wir haben Einen Gott und sind Eines Leibes Glieder, Herrn, 32⁵5 be gleich als mich. drum diene deinem Nächsten gern. denn wir sind alle Brüder. 335 5. Lieder vom christlichen Leben. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, mein Nächster ist sein Kind wie ich. 3. Ein Heil ist unser aller Gut. Ich sollte Brüder hassen, die Gott durch seines Sohnes Blut so hoch erkaufen lassen? Daß Gott mich schuf und mich ver⸗ sühnt, hab ich dies mehr als sie verdient? 4. Du schenkst mir täglich so viel chuld, du Herr von meinen Tagen, ich aber sollte nicht Geduld dem nicht verzeihn, dem du vergibst, und den nicht lieben, den du liebsts 5. Was ich den Frommen hier ge⸗ dem Kleinsten auch von diesen, stan, das sieht er, mein Erlöser, an, als hätt ich's ihm erwiesen. Undich, ich sollt ein Mensch nochsein und Gott in Brüdern nicht erfreunꝰ 6. Ein unbarmherziges Gericht wird über den ergehen, der nicht barmherzig ist, der nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gib mir, Gott, durch deinen Geist mit meinen Brüdern tragen, 335.—.— ein Herz, das dich durch Liebe preist. Chr. F. Gellert, g. 1215, 4 1769. 8575— 1.. nimm Deun mei⸗ ne bis an mein se⸗lig —0 Hin⸗de und fühen ve mich En⸗ de 1—0 e⸗wig ⸗ lcht IEAE Ich mag a Eem nicht — 50 · bn uht ei⸗ nen Schritt, 4 2 — Q V + wo du wirst gehn und 2. In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz. Laß ruhn zu deinen Füßen dein armes Kind: es wird die Augen schließen und glauben blind. ste⸗hen, da nimm mich mit! 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Ziele, auch durch die Nacht. So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich! Julie Hausmann, g. 1826, 4+ 1902. E. Lieder vom Gebet. E. CLieder vom Gebet. 336. mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. Offenb Joh. 8,5—5. 336 4 25—— Er— 14—.—— 1+.——.—— 1 rmium——— 4. ee 2—— 3.—...—— X X*— 2 43— 2—1 1. Bet⸗ge⸗ mein⸗de, heil⸗ ge dich mit dem heil'⸗-gen Je⸗su Geist er ⸗gie ße sich dir in Herz und n. d.. , nicht—— laß den Mund al ⸗le Stund von Ge⸗ ö FEEEE——... n, de n d eij. bet und Fle ⸗hen hei⸗lig ü⸗ ber⸗ ge⸗hen! 269. 2. Heilige der Seele Glut und es geht Ein Gebet und ihr heiß Verlangen, aus von ihnen allen, dem, der für dich gab sein Blut, wie muß das erschallen! T heilig anzuhangen. 6. O der unerkannten Macht E Heil'ger Rauch sei es auch, von der Heil'gen Beten, x der zu Gott aufgehet, ohne das wird nichts vollbracht wenn dein Herze flehet. so in Freud als Nöten; — 3. Das Gebet der frommen Schar, Schritt für Schritt wirkt es mit, — was sie fleht und bittet, wie zum Sieg der Freunde ritt, das wird auf dem Rauchaltar so zum End der Feinde. vor Gott ausgeschüttet, 7. O so betet alle drauf, —4 und da ist Jesus Christ betet immer wieder, 1! Priester und Versühner heil'ge Hände hebet auf, 1 aller seiner Diener. heiligt eure Glieder, 4. Kann ein einiges Gebet heiliget das Gebet, Einer gläub'gen Seelen, das zu Gott sich schwinget, wenn's zum Herzen Gottes geht, betet, daß es dringet! seines Zwecks nicht fehlen, 8. Betet, daß die letzte Zeit was wird's tun, wenn sie nun vollends übergehe, alle vor ihn treten daß man Christi Herrlichkeit und zusammen betenꝰ offenbaret sehe; 5. Wenn dieHeil'gen dort undhier,‚ stimmet ein insgemein 0 Große mit den Kleinen, mit der Engel Sehnen Engel, Menschen mit Begier alle sich vereinen, nach dem Tag, dem schönen! C. H. Ludw. v. Pfeil, g 1712,41784. 3827 5. Lieder vomtchristlichen Leben. 337. Eigene Melodie. Ev. Joh. 16, 25—30. warnen,;trinrrn,Bien ne. ...— Dir, dir, Je ⸗ ho⸗ vah, will ich sin-⸗ gen, Dir will ich mei⸗ ne Lie⸗der brin ⸗-gen, ————— N EHa A 4— ES E... 2 —— 1 2 2— 1 denn wo ist doch ein sol⸗cher Gott, wie du? ach gib mir dei⸗nes Gei⸗stes Kraft da⸗ zu, SDSDSDSDSDSED‚I‚‚ D. daß ich es tu im Na⸗men Je⸗ su Christ, so ——— 2 + . 1 L I * 5—— ů—.— + J. 2 1— wie es dir durch ihn ge 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir, dein Geist in meinem Herzen wohne und meine Sinne und Verstand re⸗ gier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl und dir darob im Herzen sing und spiel. 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht getan, so klingt es schön in meinem Liede, und ich bet dich im Geist und Wahr⸗ heit an, so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir ver⸗ +. r. — 1 ⸗fäl ⸗lig ist. mit Seufzern, die ganz unaus⸗ sprechlich sind; der lehret mich recht gläubig beten, gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sei, daher ich Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem Herzen schallet durch deines heil'gen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wallet ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, daß mir's die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Willen hab getan. 6. Was mich dein Geist selbstbitten lehret, das ist nach deinem Willen einge⸗ richt't weil es im Namen deines Sohns treten geschicht, 32 und wird gewiß von dir erhöret, 2 x von denn durch welchen ich dein Kind und Erbe bin und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlange jederzeit, die gibst du und tust überschweng⸗ lich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. E. Lieder vom Gebet. 338 8. Wohl mir, ich bitt in Jesu Na⸗ men,/ der mich zu deiner Rechten selbst vertritt; in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glau⸗ ben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewig⸗ keit, daß du mir schenkest solche Selig⸗ keitl Barthol. Crasselius, g. 1667, + 1724. 3338. Mel. Straf mich nicht in deinem Forn. Ev. Matth. 26,4. ———— 80———8————— SPSPIꝑIꝑIꝑ.ꝑIIIII I I TITITTT daß dich nicht die b Inddeh dich, mein Geist, besreit, wa⸗che, fleh und 6ö⸗ se Zeit un⸗ver⸗hofft be⸗ . I + — II 4— EIE—ñ—* V. I——..— +——. 1 4 2. 0 2 denn es ist Sa⸗tans List ü⸗ ber . —FHFFHFHF—— Iai 20———.— ———— a — —2 Z Ern + — I— vie le From⸗-men 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe, denn es folget sonst darauf eine lange Strafe, und die Not samt dem Tod möchte dich in Sünden unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kannst du nicht Christi Klarheit sehen; wache, sonst wird dir sein Licht ewig ferne stehen; denn Gott will für die Füll seiner Gnadengaben offne Augen haben. zur Ver⸗su⸗chung kom⸗men. 4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf mag finden, weil er sonst behende ist, heimlich dich zu binden; und Gott gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe; 329 wach und sieh, es fehlt nie hier an falschen Brüdern unter Christi Gliedern. 339 6. Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; denn es ist voller List und kann sich bald heucheln und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen, denn der Herr, der muß dich frei von dem allen machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 339. 3. Lieder vom christlichen Leben. 8. Ja er will gebeten sein, wenn er was soll geben; er verlanget unser Schrei'n, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden. 9. Drum so laßt uns immerdar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Not und Gef fahr immer näher treten. Denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Joh. Burch. Freystein, 1720 Eigene Melodie. E— 1. Var⸗ ter Un⸗ ser nn 5—.— +— +—— CLA—— + 22—.—5— 1— ——————.——— du uns al ⸗le hei⸗ ßent gleich, Brü⸗der sein I. 5 + + ES DiiDiDiieeee— H E—.— und dich ru⸗-fen an und willst das Be⸗ten D—— 1. 1 -— 7 42————.— von uns han, gib, daß nicht bet' al⸗lein der ——— H I———— I HNNII +2.—. 5 2* + 4 II ⁰ÿV— 1—— 7 IL — 3 r Mund, hilf, daß 2. Geheiligt werd der Name dein, dein Wort bei uns hilf halten rein, daß auch wir leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, das arm', verführte Volk bekehr! 3. Es komm dein Reich zu dieser * es geh von Her-zens⸗grund. und dort hernach in Ewigkeit, der heil'ge Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei. Des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt! 4. Dein Will gescheh, Herr Golt, zugleich Zeit 380 auf Erden wie im Himmelreich. Gib uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid, wehr und steu'r allem Fleisch und das wider deinen Willen tut.[Blut, inden 5. Gib uns heut unser täglich Brot und was man darf zur Leibesnot, erdar behüt uns vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, ahr daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müssig gehn. 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr, daß sie uns nicht betrübe mehr, 17²⁰. wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern; zu dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Einigkeit! 7. Führ uns, Herr, in Versuchung — 2 — 340. E. Lieder vom Gebet. 340 Wenn uns der böse Geist anficht, zur linken und zur rechten Hand hilf uns tun starken Widerstand, im Glauben fest und wohl gerüst't und durch des heil'gen Geistes Trost! 8. Von allem übel uns erlös, es sind die Zeit und Tage bös. Erlös uns von dem ew'gen Tod und tröst uns in der letzten Not, bescher uns auch ein selig's End, nimm unsre Seel in deine Händ! 9. Amen, das ist, es werde wahr, stärk unsern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, was wir hiemit gebeten han auf dein Wort, in dem Namen dein; so sprechen wir das Amen fein. Martin Luther, g. 1485, + 1546. nicht! Mel. Ach Jesu, dessen Treu. n. 2 ů‚——.—— ——. i. —— 1 Wohl auf, mein Herz, zu Gott dein An ⸗dacht daß dein Wunsch und Ge⸗ bet durch al le —4 N — IEEEE Ardöh ⸗lich brin⸗e, weil dich Gott be⸗ ten heißt, weil —— Wol⸗ken drin⸗ge, — SSPSIPIIIIIIIT ⁊ 3 EE * 5 dich sein lie ⸗ ber Sohn so freu dig tre⸗ ten TPTITTITTT.. I I I bei SSSPSISISI.....I......... ö 1 heißt vor sei ⸗nen Gna-den⸗thron. walt 2. Dein Vater ist's, der dir der werte Tröster ist's, halt! befohlen hat zu beten; der dir die Wort gibt ein: gat 3 ö 1918 Gotz dein Bruder ist's, der dich drum muß auch dein Gebet heich vor ihn getrost heißt treten; gewiß erhöret sein. 331 341 3. Da siehst du Gottes Herz, das dir nichts kann versagen. Sein Mund, sein teures Wort vertreibt ja alles Zagen. Was dich unmöglich deucht, kann seine Vaterhand noch geben, die von dir so viel Not abgewandt. 5. Lieder vom christlichen Leben. 4. Komm nur, komm freudig her in Jesu Christi Namen, sprich: Lieber Vater, hilf ich bin dein Kind, sprich Amenl Ich weiß, es wird geschehn, du wirst mich lassen nicht, du wirst, du willst, du lannst tun, was dein Wort verspricht. Joh. Olearius, g. 16 1½½, 4 1686. F. Kreuz- und Trostlieder. 341. mel. Vater unser im Himmelreich. 22— 2 I— E +——1. —— + N EEEEEEEE——.— V 1. Ach Gott, wie man⸗ches Her⸗ ze⸗leid be⸗geg⸗net mir 1 zu — II TIILI —3— 2 ů— Rur .—.— die⸗ser Zeit; der schma⸗le Wl ist trüb⸗ sal⸗voll den E 1 6 ———— ++.—. S SSSI.IIIIFITITITITIIITI.IIIII.I... 2. Wo soll ich mich denn wenden hinꝰ Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn; bei dir mein Herz Trost, Hilf und allzeit gewiß gefunden hat;[Rat niemand jemals verlassen ist, der hat getraut auf Jesum Christ. 3. Jesu, mein Herr und Gottallein, wie süß ist mir der Name dein! Es kann kein Trauern sein so schwer, dein süßer Nam erfreut viel mehr; kein Elend kann so bitter sein, dein süßer Trost der lindert's fein. 4. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht't, EEE— — ich zum Him⸗mel wan⸗dern soll; wie schwer doch läs⸗set —— 4 %.———— E i —————— Fleisch und Blut sich zwin⸗gen zu dem ew' gen Gul so weißt du, Herr, daß ich's nicht acht wenn ich dich hab, so hab ich wohl, was ewig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, was kann mir tun Sünd, Tod und Höll? 5. Kein beß're Treu aufErden ist, denn nur bei dir, Herr Jesu Christ ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Wahrheit bleibt mir ewig fest, du bist mein rechter treuer Hirt, der ewig mich behüten wird. 6. Jesu, mein Freund, mein Ehr und Ruhm, 332 F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 34² zig her mein's Herzens Schatz und mein so fühl ich Fried und Trost in mir; Reichtum, wenn ich in Nöten bet und sing, ich kann's doch ja nicht zeigen an, so wird mein Herz recht guter Ding; nt wie hoch dein Nam erfreuen kann; dein Geist bezeugt, daß solches frei wer Glaub und Lieb im Herzen hat, des ew'gen Lebens Vorschmack sei. der wird's erfahren mit der Tat. 10. Drum will ich, weil ich lebe st 7. Drum hab ichꝰ's oft und viel ge⸗ noch, cht red't: das Kreuz dir fröhlich tragen nach. 6g. Wenn ich an dir nicht Freude hätt, Mein Gott, mach mich dazu bereit, so wollt den Tod ich wünschen her, es dient zum besten allezeit; ja daß ich nie geboren wär; hilf mir mein Sach recht greifen an, —.— denn wer dich nicht im Herzen hat,‚ daß ich mein'n Laufvollenden kann. — der ist gewiß lebendig tot. 11. Hilf mir auch zwingen Fleisch —— 8. Jesu, du edler Bräut'gam wert, und Blut, r zu mein höchste Zier auf dieser Erd, vor Sünd und Schanden mich behüt, —— an dir allein ich mich ergötz erhalt mein Herz im Glauben rein, —.— weit über alle güldnen Schätz; so leb und sterb ich dir allein. den so oft ich nur gedenk an dich, Jesu, mein Trost, hör mein Begier: all mein Gemüt erfreuet sich. o mein Heiland, wär ich bei dir! 9. Wenn ich mein Hoffnung stell Martin Moller(d), g. 1547, 4 1606. ⸗ set zu dir, 342. mel. Was Gott tut, das ist— ——.— d niht 1. Auf Gott und nicht auf mei⸗ nen Rat wil acht; und dem, der mich er⸗schaf-fen hat, mit wohl, ᷣxdhet e— . Seel ich mein ük ⸗ke bau⸗ en Dund 127 zer Seen⸗ le trau⸗en. Er, der die Welt all⸗ — aun⁰— en ist,— ö I hrit; mäch⸗tig hält, wird mich in mei⸗nen Ta⸗ gen als rläßt, FE + N M hitt, Gott und Va⸗ ter tra⸗gen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, mein Glück und meine Bürde. Chr wie viel mir nützen würde, Was zagt mein Herzꝰ uhn, bestimmte meine Lebenszeit, Ist auch ein Schmerz, 333 343 5. Lieder vomtschristlichen Leben. der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz und hätte, was ich bitte,(begehrt, mir gnädig, eh ich's bat, gewährt, wenn's seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich. Nicht was ich mir ersehe, sein Wille, der geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir klagen? Die größte Not hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glück⸗ lich macht, läßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlich⸗ Wie bald ist sie verschwunden! skeit? Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ist's überwunden! Hofft auf den Herrn! Er hilft uns gern; seid fröhlich ihr Gerechten! Der Herr hilft seinen Knechten. Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1760. 2343. Eigene Melodie. ö E ů— 1— ů—— 0 SDDEEEEe EEEEE— — ir.—.— 1. Auf mei⸗nen lie⸗ben Gott trau ich in Angstund . —5—0 2—— E 2..——— EE 2—— ö Not. Der kann mich all-zeit ret⸗ten aus Trüb⸗sal, E 5 ö——• DIDIPIDSSPSSDPIPEi E‚‚e‚e‚ꝑꝑxꝑPꝑPꝑPꝑIPæ ꝑ......——— E— i. „Angst und Nö⸗ ten, mein Un⸗glück kann er wen⸗ H. +22.— I. +— I ENN 2..—...—2—...—0 J L..UI 2————l den, steht all's in sei⸗ nen Hän⸗den. 2. Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen; ihm tu ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, ist Sterben mein Gewinn, und Ehristus ist mein Leben; 33⁴4 dem tu ich mich ergeben. Ich sterb heut oder morgen, mein Seel wird er versorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, der du geduldig bist ö für mich am Kreuz gestorben, hast mir das Heil erworben, uns allen auch zugleiche das ew'ge Himmelreiche 5. Amen zu aller Stund sprech ich aus Herzensgrund. Du wollest selbst uns leiten, rn. 344. 35—— tut mich 2351.47„ F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 344 Herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen ewiglich preisen. Amen. 1609. Psalm 37, 5. — I hat, x ͤ H 7 6 1 + 2 ö— Be⸗ nehnd di dei ⸗ne We⸗ ge und was dein ich⸗ 1. der al⸗ler⸗treu⸗ 77 Pfle⸗ge des, der den eit?.+ I ä 0 P— 2 6• j— — 13 2 4— 2 0 2 Her⸗ ze kränkt 15 Him⸗mel lenkt; der Wol⸗ken, Luft und DSDDDDEEEEE...— +————— 4 2—— n. Lauf und Bahn, der wird auch — Win⸗ Den gibt We⸗ge, ————— 2 1 — n, — x We⸗ge fin⸗den, da dein Fuß ge⸗ hen kann. nd 2. DemHerren mußtdu trauen, dein Werk kann niemand hindern, wenn dir's soll wohlergehn, dein Arbeit darf nicht ruhn, 2— auf sein Werk mußt du schauen, wenn du, was deinen Kindern al wenn dein Werk soll bestehn. ersprießlich ist, willst tun. Mit Sorgen und mit Grämen 2 und mit selbsteigner Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen, —— es muß erbeten sein. — 3. Dein ew'ge Treu und Gnade, — o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dir's nicht; dein Tun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; 5. Und ob gleich alle Teufel hie wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; was er sich vorgenommen und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! „Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 335 34⁵ 5. Lieder vom christlichen Leben. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und tun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben und, sollt'st du für und für in Angst und Nöten schweben, als frag er nichts nach dir. Mel. Jesus, meine Fuversicht. 10. Wird's aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da du's am mindsten gläubst; er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron; Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach mit aller unsrer Not! Ende Stärk unsre Füß und Hände und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhardt, g. 1607, 4+ 1676. 2—— +— —8—.— 6 0— nr.. — 1 Be⸗te nur, be⸗trüb⸗ tes Herz, wenn dich Angst und Uklag und sag Gott dei⸗ nen Schmerz, er wird end⸗ lich SISSPSPS F F.˖ e PIIIFIIFIFFITITITFTTITITITTIT'TTxT.TT'T'T'T'T'T'T'æ᷑łFeäTTRT Kum⸗mer krän⸗kSn 8 HE Gott wird dein Ge⸗-bet un an dich den⸗ken;& ——.—* 2 LE 5— 15 ö*W 44 —— * 2 0 2— 2 H 2 — Flehn, ist es dir zur rechten Zeit gewähren; glaube nur, es wird geschehn, 336 ernst⸗lich, nicht ver⸗schmähn. 2. Gott wird dein Gebet und Flehn was die Frommen hier begehren, denn Gott kennet deinen Schmerz; bete nur, betrübtes Herz. 3. Bete nur, betrübtes Herz, bete stets in Jesu Namen; wirf die Sorgen hinterwärts, Gott spricht schon das süße Amen; deines Jesu Tod und Blut macht dein Beten recht und gut. 4. Deines Jesu Tod und Blut stillt diehellentbrannten Flammen; bete mit beherztem Mut, Gottkann dichnunnichtverdammen. Sei getreu bis in den Tod. Beten hilft aus aller Not. F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 346 5. Beten hilft aus aller Not, ei so bete ohne Zweifel; bist du arm, Gott schenkt dir Brot; schreckt dich Hölle, Welt und Teufel, bete nur, so wirst du sehn, Gott wird dir zur Seite stehn. 6. Gott wird dir zur Seite stehn; vor wem sollte dir nun grauen? Mußt du hier auf Dornen gehn, endlich sollst du Rosen schauen, denn Gott kennet deinen Schmerz: bete nur, betrübtes Herz. J. G. Hrause, g. 1685, 4+ 1746. 3346. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. Psalm 25. * +—.——— RHEE— 11 F J—— + 5————— F——3 22....* 2.—.— 2..— 2.— — 12.— 2—.— 1. Der Herr, der al ⸗ler En ⸗ den re⸗ giert 41 EEEE—.— 00 . 33 mit sei⸗ nen Hän⸗den, der Brunn der ew'⸗ gen 951 +— EEHHN + Güc⸗ter, 2. So lang ich diesen habe, fehlt mir's an keiner Gabe, der Reichtum seiner Fülle gibt mir die Füll und Hülle. 3. Er lässet mich mit Freuden auf grüner Aue weiden, führt mich zu frischen Quellen, schafft Rat in schweren Fällen. 4. Wenn meine Seele zaget und sich mit Sorgen plaget, weiß er sie zu erquicken, aus aller Not zu rücken. 5. Er lehrt mich tun und lassen, führt mich auf rechter Straßen, läßt Furcht und Angst sich stillen um seines Namens willen. der ist mein Hirt und Hü⸗ter. 6. Und ob ich gleich vor andern im finstern Tal muß wandern, fürcht ich doch keine Tücke, bin frei vor dem Unglücke; 7. Denn du stehst mir zur Seiten, schützt mich vor bösen Leuten; dein Stab, Herr, und dein Stecken benimmt mir all mein Schrecken. 8. Du setzest mich zu Tische, machst, daß ich mich erfrische, wenn mir mein Feind viel Schmer⸗ erweckt in meinem Herzen. zen 9. Du salbst mein Haupt mit Ole und füllest meine Seele, die leer und durstig saße, 337 mit vollgeschenktem Maße. 22 Du bist des Schwachen Stärke. Die Augen, welche auf dich schaun, sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rat und stark von Tat, mit gnadenvollen Händen wirst du dein Werk vollenden. 3. Noch nie hat sich, wer dich ge⸗ verlassen sehen müssen; liebt, du läßt ihn, wenn ihn Not umgibt, doch deinen Trost genießen. Des Frommen Herz wird frei von Schmerz, der Sünder eitles Dichten pflegst du, Herr, zu vernichten. 338 347 5. Lieder vom christlichen Leben. 10. Barmherzigkeit und Gutes im Hause, da du wohnest wird mein Herz gutes Mutes, und Frommsein wohl belohnest. voll Lust, voll Freud und Lachen, 12. Ich will dich hier auf Erden so lang ich lebe, machen. und dort, da wir dich werden 11. Ich will dein Diener bleiben selbst schaun i im Himmel droben, und dein Lob herrlich treiben hoch rühmen, sing'n und loben. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 347. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. ———— 12———— 2—— — 2.—.—.——....— . 1. Der Herr ist mei⸗ ne Zu⸗ver⸗ sicht, mein Dem sehlt es nie an Trost und Licht, der Q .—— I .SSSS.SS.S....... 3—— einz⸗ ger 995— im Le⸗ ben. Gott ist sein Gott sich dem Herrn er⸗ ge⸗ben. ist sein Gott,auf ——— ö S....——————— sein Ge⸗bot wird sei ⸗ ne See⸗le stil⸗ le, ihm .S.......I........... .—— SEl gnügt des Va⸗ ters Wil ⸗le. 2. Wer wollte dir, Herr, nicht ver⸗ 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf traunꝰ Gott! Der Toren Trost verschwindet, wenn der Gerechte in der Not das Herz des Schöpfers findet. Wenn jener fällt, ist er ein Held; er steht, wenn jene zittern, als Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große Hoffnung die dir dein Glaube reichet. hin, Verflucht sind, die zu Menschen fliehn, verflucht, wer von Gott weichet. Dein Heiland starb; er, er erwarb auf seinem Todeshügel dir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her mein der „auf sich Ungewitter sammeln. Gott hilft, wenn Christen freuden⸗ zu ihm um Gnade stammeln. eer Die Zeit der Qual, der Tränen Zahl zählt er, er wiegt die Schmerzen und wälzt sie von dem Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuversicht, auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Glück ge⸗ wenn ich mich sorgend quäle. bricht, F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 348 Wer wollte sich nicht ganz auf dich, Allmächtiger, verlassen und sich im Kummer fassenꝰ 8. In deine Hand befehle ich mein Wohlsein und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich, dir will ich mich ergeben. Sei du mein Gott und einst im Tod mein Fels, auf den ich traue, bis ich dein Antlitz schaue. Nach Christ. Chr. Sturm, g. 1740, 4 1786. 348. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. Psalm 25. —— 4 ů— Wmn ö— ³= .———1 2.—7 I I... ENN....— + 7 E. 2 2.ñ—— 27272—. —.0————.— 1 Der Herr ist mein ge⸗treu ⸗er Hirt, mir der Hü⸗ter, der nicht schläft noch irrt, kann +E** SSII.—353—— SIIIII... F, AEIIAIEAE ‚ FFF————— —— 15— wird kein Gu⸗ tes feh⸗len; E eider mir nur Heil er ⸗ wäh ⸗len. .—**— EÆV +*—— 2. GHc 7 + +— + +*I‚..— 2— 2— I— 0 1———— C—..H mich auf grü⸗ner Au die Spei ⸗se gibt vom 95— ů IE—— 1—•1. 2.— 22 0— 2———.2. A NN* E.— 2 E. E ZZ..DĩD‚ r., Le⸗bens⸗tau des Gei⸗stes sei- ner Gna ⸗de. 2. Er führet mich zum reinen der mein Gemüt beglücket, Quell, zum Wasser, welches frisch und hell den schwachen Mut erquicket. Er leitet mich auf rechter Bahn, er nimmt sich meines Ganges an um seines Namens willen. 3. Und ob ich wall im finstern Tal, fürcht ich doch keinen Schaden; sein Auge wachet überall, ich bin der Sorg entladen. Sein Stab und Stecken trösten mich, 339 auf seine Treu und Macht kann ich gar ruhig mich verlassen. 4. Du machst mir einen Tisch bereit im Auge meiner Feinde, verscheuchest Angst und Traurigkeit, sprichst freundlich zu dem Freunde; du salbst mein Haupt mit Ol, du schenkst mir voll den Becher ein und lenkst zum Himmel hin mein Sehnen. 5. Ja Gutes und Barmherzigkeit wird lebenslang mir werden; 22˙ 349 5. Lieder vom christlichen Leben. ich bleib im Haus des Herrn die die ich noch leb auf Erden.(Zeit, Und ist des Lebens Wallfahrt aus, dann trägt mich in sein Vaterhauz der Flügel treuer Liebe. Joh. Fr. v. Meper, g. 1722, 4 1840 43⁴9. Mel. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. — 4— ů 56. n. EEEEeE 12 e EE EEEEEE 4 ö. ö Dir trau ich, Gott, und wan⸗ke nicht, wenn gleich von Mein Hel⸗fer und mein Gott bist du, durch den mein E D‚—‚—3 . —. F— 6 mei⸗ ner Hoff⸗nung Licht der letz ⸗-te Fun⸗ Herz doch end-lich Ruh und Freu⸗de wie⸗ H un Bisa.. + ken schwin ⸗ det.— der 2 fin. det. Von je⸗her hast du . 5 4. N —— 1— + 1 2 + 20 2— ö + + I. J.— ———. — ö— mich ge⸗führt und mei⸗nes Wan⸗dels Lauf re⸗giert, 4——.— 2— — 2 I——— + 2 + Z..* — ö mit se⸗gen⸗vol ⸗ler Va⸗ter ⸗-hand so man ⸗che E ö E 2— 1 E.L.—— + E 35—.— 4————— 2..— ——— 1 17 + 1— 4 Not hin ⸗ weg ⸗ ge⸗wandt. Un ⸗ end ⸗li⸗ Q 4—,.* —nl— 75 N ESSEEEEEEEE —559— I— cher, ich trau auf dich; du lei⸗test mich; ich — 251 IE———.— I Pirnt, 1. E*— I .. 2* + III — 1—* IIX kämpf und sie ⸗ ge, Gott, durch dich. 2. Schwer ist der Kampf der Lei⸗ du gehst mit uns nicht ins Gericht, den, schwer, strafst nicht nach unsern Schulden. kaum fühl ich Mut und Stärke mehr, Bald ist der Tränen Maß gefüllt noch länger auszudulden. bald meiner Seelen Schmerz ge⸗ Doch ewig, Vater, zürnst du nicht, stillt 3⁴0⁰0 H—— ö 24.—.—..‚‚ —— 2— 2— 2 ö 4— — — — + II * I — M richt, lden. füllt, ge⸗ tillt bald hat Gott all mein Flehn erhört, mich g'nug geprüft und mich be⸗ Du Gott der Huld![(währt. Erhört von dir, lobsingt in mir dann meine ganze Seele dir. 3. Ach, alle Leiden dieser Zeit sind doch nicht wert der Herrlichkeit, die du wirst offenbaren. Bald wird auch mir der Duldung Lohn, bald steh auch ich vor deinem Thron F. Hreuz⸗ und Crostlieder. 350 mit treuer Kämpfer Scharen und danke dann dir, Gott, verklärt, der jetzt mich prüft, mich dann be⸗ daß ich von allen Leiden frei[währt, ein Seliger des Himmels sei. Barmherziger! Fest ohne Graun will ich dir traun; denn einst werd ich dein Antlitz schaun. Joh. Joach. Eschenburg, g I7as, g. 1820. Herzog Friedr. Wilhelms Kampflied 1809. 350. Mel. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. EHH I—— 2— endrnnn 3. EntrHH Hthr Enn;, Imn:, nmnn, nun,=r,= He. I.—— Du wei⸗nest vor Je⸗ ru ⸗ sa⸗lem, Ube⸗zeugst, es sei dir an ⸗ ge⸗nehm, — 2— R 1 2 E X I— Ziiie.‚e‚‚.e‚..e.::. II— — 5 +— 2 +* 1 2 II 8 v* · 2 Herr Je⸗ su, hei⸗ ße Zäh ren, wenn Sün⸗der sich be⸗ keh ⸗ ren; 5„——— ——— 2—— I— 2. +— 1 2— —. +—— +2 + +7*3—— + XE. wenn ich vor dir mit Buß er⸗schein und ü⸗ber ————— X. I E 2—— +— — +—— E 0 Nòꝰi 2—3— mei ⸗ ne Sün⸗den wein, so wäschst du ab aus —...— 4——.— —— A..‚‚iii‚eee. lau⸗ter Gnad die — er, N E——— Mis ⸗ se⸗tat, die mich bis⸗ —... + 5 2.— —. 2. Vunrrær ——4 1 her ge ⸗ quä ⸗ let 2. Wenn deines Vaters Zorn ent⸗ von wegen meiner Sünde, übrennt zu deinen Tränen ich mich wend, da ich Erquickung finde. Vor Gott sind sie so hoch geschätzt; wer damit seine Sünde netzt, hat. den blickt Gott an mit Gütigkeit zu jeder Zeit und sein betrübtes Herz erfreut. 3. Hier muß ich auch im Tränen⸗ vor großer Angst oft weinen,(haus der Welt aushalten manchen Strauß, 341 351 sie martert stets die Deinen. Auf allen Seiten, wo sie kann, fängt sie mit mir zu hadern an. Dies tröstet mich zu aller Frist, Herr Jesu Christ: in Not du auch gewesen bist. 4. Du zählest alle Tränen mein; ich weiß, sie sind gezählet; und ob sie nicht zu zählen sein, dennoch dir keine fehlet. So oft vor dir sie regen sich, so oft bewegen sie auch dich, daß du dich mein erbarmen mußt. Dir ist bewußt(Lust. mein Kreuz, drum hilfst du mir mit 5. Wer jetzund säet Tränen aus, hält in Geduld Gott stille, —.— 5. Lieder vom christlichen Leben. wird fröhlich sein in deinem Haus wo Freude ist die Fülle, ja solche Freude, die kein Mann mit seiner Zung aussprechen kann, und die da bleibt in Ewigkeit. Mein Kreuz und Leid wird werden dort zu lauter Freud. 6. Für diese Tränen dant ich dir, daß du die Freudenkrone, Herr Christ, dadurch erworben mir bei dir im Himmelsthrone. Wenn du mich holen wirst hinauf zu deiner Auserwählten Hauf, dann will ich recht lobsingen dir, o höchste Zier, für deine Tränen für und für. Joh. Beermann, g. 1585, + 1647. ————.— Gott tut,—— ist wohlgetan. 5 1. 100 Shuned kann oh⸗ne Kreuz Wicht sein; drum wenn Gott ver⸗ sucht mit Kreuz und Pein die — III 1 . I.— IL—— laß dich's nicht be⸗ trü⸗ben, 1 ö ö Je lie⸗ ber Kind, je Kin⸗der, die ihn lie⸗ben. Q 14 D. 1 1 1— ERAEEEEEEEEEE we den nnr. 2— ñ— 1— 2— ‚ ern⸗ster sind des Raen men Va⸗ters Schlä⸗ e. Schau, e EEEEEEEI das sind Got⸗tes We⸗ge. 2. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; Gott will's nicht anders haben. Auch dieses Lebens Not und Pein sind deines Vaters Gaben. Soll's denn so sein, so gib dich drein: es kommt von Liebeshänden; Gott wird nichts Böses senden. 3. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das Kreuz lehrt fleißig beten, ziehtab vom eitlen Trug und Schein 342 — und lehrt zu Jesu treten. Drum wirfs nicht hin mit schnödem Sinn, wenn's nun zu dir gekommen; es soll der Seele frommen. 4. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das muß uns immer wecken; wir schliefen sonst in Sünden ein. Wie müßten wir erschrecken, wenn unbereit't die Ewigkeit und der Posaunen Schallen uns würde überfallen! 5. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. 352. F. Kre uz⸗ und Crostlieder. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 352 Es lehrt die Sünde hassen und unsern lieben Gott allein mit rechter Lieb umfassen. Die Welt vergeht, nur Gott besteht. Bedenk's und laß dich üben, das ew'ge Gut zu lieben. 6. Auch ich will ohne Kreuz nicht ein. Was Gott schickt, will ich laaen Schickt's doch der liebste Vater mein, sind's doch nur kurze Plagen und wohlgemeint! Wer gläubig weint lebt dort in steten Freuden. Ich will mit Christo leiden. David Nerreter, g. 1649, 4 1226. Hebr. 10, 55—52. I 2V, d— I——. ————— N.———..‚— — Ge⸗duld ist euch von nö⸗ten, wenn Sor⸗ge, 4. +** lund was euch mehr will tö⸗ten euch in das Q— 12.94—. + 8II* 2*— 12 2. D———.— 1 2 II—— +. 1 I— Gram und Leid D ů ziits— O aus⸗er⸗wähl⸗ te Zahl, soll Her⸗ze schneid't. ² 4 +— + m.• E——..— — SDDD‚e— 23 e—— euch kein Tod nicht tö n⸗ ten, ist euch Ge⸗ Q R V —. 1 I r.— IL —. + + IB—y— + 1— I U——“ CSSSSSSASSSErl — H—, duld von nö⸗ten, das sag ich noch ein-mal. 2. Geduld ist Gottes Gabe und seines Geistes Gut, der schenket sie zur Habe, sobald er in uns ruht; der edle, werte Gast erlöst uns von dem Zagen und hilft uns treulich tragen 3. Geduld kommt aus dem Glau⸗ und hängt an Gottes Wort,(ben das läßt sie sich nicht rauben, das ist ihr Heil und Hort; das ist ihr hoher Wall, da hält sie sich verborgen, läßt Gott den Vater sorgen und fürchtet keinen Fall. die große Bürd und Last. 343 353 5. Lieder vom christlichen Leben. 4. Geduld tut Gottes Willen, ist wie ein schönes Licht, erfüllet sein Gebot davon, wer an ihm hanget, und weiß sich wohl zu stillen mit Gottes Hilf erlanget in aller Feinde Spott. ein fröhlich Angesicht. Es lache, wem's beliebt; 7. Geduld ist mein Verlangen wird sie doch nicht zu Schanden. und meines Herzens Lust, Es ist bei ihr vorhanden nach der ich oft gegangen; ein Herz, das nichts drauf gibt. das ist dir wohl bewußt, 5. Geduld dient Gott zu Ehren Herr voller Gnad und Huld, und läßt sich nimmermehr ach gib mir und gewähre von seiner Liebe kehren; mein Bitten, ich begehre und schlüg er noch so sehr, nichts anders als Geduld. so ist sie doch bedacht, 8. Geduld ist meine Bitte, sein heil'ge Hand zu loben, die ich sehr oft und viel spricht: Der im Himmel droben saus dieser Leibeshütte hat alles wohl gemacht. zu dir, Herr, schicken will. 6. Geduld erhält das Leben, Kommt dann der letzte Zug, vermehrt der Jahre Zahl, so gib durch deine Hände vertreibt und dämpft daneben auch ein geduldig Ende, manch Angst und Herzensqual, so hab ich alles g'nug. Paul Gerhardt, g. 1607, + 1676. E— 2* 353. Eigene Melodie. .——— U+ ö S..J— I. 2 1 IX W. 2 8W3.— + I +* H 2— I—— 2——. 2 2 0 dich zu ⸗frie⸗den und sei sttilAe In ihm ruht al⸗ler Freu⸗de Fül⸗le, ohn ihn + 2— Q —— I EEEEEEEEE * Got ⸗te dei ⸗ nes Le⸗ bens! er ist dein mühst du dich ver⸗ ge⸗bens; 5 — 2 6 5—...2—* 1.. ——.—. ů ů 13.2— +— — ͤ .— 28 Quell und dei ⸗ ne Son⸗ ne, scheint täg ⸗lich C ½½5 ENN— EEEE—.—.— 2——.— 33%.———. Li. * hell zu dei⸗ner Won⸗ne. Gib dich zu ⸗frie⸗den 2. Er ist voll Lichtes, Trosts und wo er steht, tut dir keinen Schaden Gnaden, auch die Pein des größten Schmer⸗ ungefärbten, treuen Herzens; zens. 34⁴4 ———————— gen Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden, ja auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden! 3. Wie dir's und andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; er sieht und kennet aus der Höhe der betrübten Herzen Sorgen. Erzählt denLauf der heißen Tränen und faßt zu Hauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden! 4. Wenn gar kein einz'ger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster wer⸗ und zu deinem Besten schauen. den Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, auch weiß er Zeit, dir Sabzunehmen. Gib dich zufrieden! 5. Er hört die Seufzer deiner See⸗ und des Herzens stilles Klagen,(len und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen. Er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bit⸗ Gib dich zufrieden! ten. 6. Laß dich dein Elend nicht be⸗ zwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten einher gingen, dennoch mußt du oben liegen. Denn wenn du wirst zu hoch be⸗ schweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon er⸗ Gib dich zufrieden!(höret. 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie du's halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, 34⁵ F. Hreuz⸗ und Crostlieder. 353 wird auch Unterhalt bescheren. Er hat ein Hand, voll aller Gaben, daSeeundLand sich muß von laben. Gib dich zufrieden! 8. Der allen Vöglein in den Wäl⸗ dern ihr bescheidnes Körnlein weiset, der Schaf und Rinder in den Feldern alle Tage tränkt und speiset, der wird viel mehr dich ein gen fül⸗ len, und dein Begehr und Notdurft stil⸗ Gib dich zufrieden!(len. 9. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts zum Besten. Denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, da schickt er zu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die Hilf in et⸗ was lange, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das Harren angst und ban⸗ glaube mir, es ist deinFrommen.(ge, Was langsam schleicht, faßt man gewisser, und was verzeucht, ist desto süßer! Gib dich zufrieden! 11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten deiner Feinde von dir dichten; laß sie nur immer weidlich spotten, Gott wird's hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Mensch, Gib dich zufrieden!(groß machenꝰ 35⁴ 5. Lieder vom echristlichen Leben. 12. Hat er doch selbst auch wohl 14. Esistein Ruhetagvorhanden, andre das Seine, da uns unser Gott wird lösen; alsen wenn er's sehen könnt und wollte. er wird uns reißen aus den Banden Leide Wo ist ein Glück so klar und reine,‚ dieses Leibs und allem Bösen. Leide dem nicht etwas fehlen sollte? Eswird einmal der Tod herdringen das i Wo ist ein Haus, das könnte sagen: und aus der Qual uns sämtlic den! ich weiß durchaus von keinen Pla⸗Gib dich zufrieden!(bringen. Leide Gib dich zufrieden![gen? 15. Er wird uns bringen zu den 4.G 13. Es kann und mag nicht anders Scharen als e werden, der Erwählten und Getreuen, denn alle Menschen müssen leiden; die hier mit Frieden abgef jahren, wills was webt und lebet auf der Erden, sich auch nun im Frieden freuen, Auch kann das Unglück nicht vermeiden. da sie den Grund, der nicht kann zu d Des Kreuzes Stab schlägt unsre brechen, komt Lenden den ew'gen Mund selbst hören spre⸗ alles bis in das Grab; da wird sich's en⸗Gib dich zufrieden! schen: 5. Gib dich zufrieden![den. Paul Gerhardt, g. 4602, 1676. bei t 354. Eigene Melodie. 910 ——— ů,——.— Laß 1. Gott, den ich als Lie ⸗be ken ⸗ne, der du E 1— E E E EE 0 — + 1.— ö Krank⸗heit auf mich legst und des Lei⸗dens Flamm er⸗ regst, EEI 0 V Z.——.. daß ich da⸗von glüh und bren⸗ne, bren⸗ne doch das ............ T T T T— —.mieeeeee 149——.2 DS —. 2——.— Bö⸗ se ab, das den Geist bis⸗her— 6 das der Gerbe nn Win Deit, die ich öf⸗ ters ve von hab. 2. In der Schwachheit sei du kräf- was mein Fleisch und Mark ver⸗ in dem Schmerze sei mir süß, tig, zehret, 2. schaffe, daß ich dich genieß, was den Körper jetzt beschweret, er l wenndieKraukheitstrengundheftig. hat die Liebe selbst erregt. was Denn was jetzt den Leib bewegt, 3. Leiden ist jetzt mein Geschäfte, die 346 andres kann ich jetzt nicht tun, als nur in dem Leiden ruhn. Leiden müssen meine Kräfte, Leiden ist jetzt mein Gewinst, das ist jetzt des Vaters Wille, den verehr ich sanft und stille, Leiden ist mein Gottesdienst. 4. Gott, ich nehm's aus deinen Hän⸗ als ein Liebeszeichen an,(den denn in solcher Leidensbahn willst du meinen Geist vollenden. Auch die Labung, die man mir zu des Leibes Stärkung gibet, kommt von dir, der mich geliebet, alles kommt, mein Gott, von dir. 5. Laß nur nicht den Geist ermü⸗ bei des Leibes Mattigkeit,(den daß er sich zu aller Zeit in dich senk in Lieb und Frieden. Laß des Leibes Angst und Schmerz F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 355 nicht der Seele Auffahrt hindern und die Ruhe in mir mindern, unterstütze du das Herz! 6. Hilfmir, daß ich ganz bescheiden und mit aller Freudigkeit, Ruhe und Gelassenheit mög auf meinem Bette leiden. Denn wer hier am Fleische leid't, wird errettet von den Sünden, so den Körper oft entzünden, und an seinem Geist erneut. 7. Dir empfehl ich nun mein Leben und dem Kreuze meinen Leib; gib, daß ich mit Freuden bleib an dich völlig übergeben. Dann so weiß ich festiglich, ich mag leben oder sterben, daß ich nicht mehr kann verderben, denn die Liebe reinigt mich. Christ. Friedr. Richter, g. 1676,f711. 355. Mel. Ach Jesu, dessen Treu. *— 0———— ö — 2.——.— 2—.—— 2—— sein Her ⸗ ze 5l 2 ist und bleibt ge⸗ treu, pflegt er gleich öf ⸗ ter⸗mal die Sei⸗ nen e. * bricht vom Lie⸗ 22.— zu be ⸗trü⸗ben. Er prü⸗ fet durch das Q —— Z. + —.—— —.—— J.—— —23......‚..e.—...—. D Kreuz, wie rein der 2—7 be sei, wie stand⸗haft Q —.. 252.—1 4—— 1 —.. F 2..—08*—.. —*—— it 5 die Ge⸗ duld; Gott ist 2. Gott ist und bleibt getreu; er hilft ja selber tragen, was er uns auferlegt, die Last der schweren Plagen. 347 und bleibt ge⸗ treu. Er braucht die Ruten oft und bleibet doch dabei ein Vater, der uns liebt Gott ist und bleibt getreu. 356 5. Lieder vom tchristlichen Leben. 3. Gott ist und bleibt getreu; 5. Gott ist und bleibt getreu; er weiß, was wir vermögen, er stillet dein Begehren, er pfleget nie zu viel er will dein Glaubensgold den Schwachen aufzulegen. in Trübsalsglut bewähren. Er macht sein Jsrael Nimm an von Gottes Hand von Last und Banden frei, den Kreuzkelch ohne Scheu, wenn große Not entsteht; der Lebensbecher folgt; Gott ist und bleibt getreu. Gott ist und bleibt getreu. 4. Gott ist und bleibt getreu; 6. Gott ist und bleibt getreu. er tröstet nach dem Weinen, Laß alle Wetter krachen, er läßt aus trüber Nacht Gott wird der Trübsal doch die Freudensterne scheinen. ein solches Ende machen, Es geht der Kreuzessturm daß alles Kreuz und Not im Augenblick vorbei; dir ewig nützlich sei. sei, Seele, nur getrost! So liebt der Höchste dich. Gott ist und bleibt getreu. Gott ist und bleibt getreu. 1695. 356. mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. 2 J.EL II + + 2 I III‚.‚. FPTTI 1 I.— +—— EIESSSSeeeeeeeE EEE..=—— *** 1 Gott lebt, wie kann ich trau⸗rig sein, als Er weiß ja wohl von mei⸗ner Pein, die Q——è J— + ——222 II* IT ——•— 2—— E.* ++— ———— wär kein Gott zu fin⸗den? ̃ Er kennt mein Herzund ich hier muß emp⸗fin⸗den. Herz — 4 — 5 + ILI + In— N. LLX.—.. +2 12— I—— E... II 12.—— 2.————.—t. I 7 + + I* 227 2 mei⸗ nen Schmerz, so darf ich nicht ver ⸗-za⸗ gen und 22— 5 2....2 LI P.— 2 I II LVV.——. I——+* II **——— ihm nur al ⸗les kla⸗gen. 2. Gott hört, wenn niemand hö- so steigt die Hilfe nieder ren will: und schallt das Amen wieder. was will der Feind denn sprechen, 3. Gott sieht, wie klaget denn mein Seufzen werde nicht zum Ziel mein Herz, hin durch die Wolken brechen? als säh er nicht mein Weinen? Ruf ich empor, so hört sein Ohr, Vorihmmußauchdertiefste Schmerz 348 ganz offenbar erscheinen. Kein Tränlein fehlt, das er nicht zählt, worauf sein Aug nicht blicket, bis er uns hat erquicket. 4. Gott führt, drum geh ich ru⸗ auf allen meinen Wegen; hig fort mag mir die Welt bald hier und dort arglistig Stricke legen, so wird er mich zwar wunderlich, doch immer selig führen, daß mich kein Fall kann rühren. 5. Gott gibt, und wär ich noch doch soll ich nicht verderben. soarm, F. Hreuz- und Crostlieder. 357 WashilftmirdennmeinsteterHarm, als müßt ich Hungers sterben? Er hat ja Brot, und wenn die Not uns nach der Wüste weiset, doch werden wir gespeiset. 6. Gott lebt, wohlan, ich merke Gott hört,ich will'sihmsagen. das. Gott sieht, er setzt den Tränen Maß. Gott führt, ich darf nicht zagen. Gott gibt und liebt. Nur nicht be⸗ Er wird mir endlich geben,[trübt! auch dort mit ihm zu leben. Benjamin Schmolck, g. 1622,+ 1752. 357. Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. Va 4 4 + —————— 7 ů 7 8—— II• 7 ——————.——— 1. Gott wills ma⸗chen, daß die Sa ⸗ chen ge⸗ hen, Q 4 +I —— I I—— +I I 2— EAE— EIAEV DI—— 1 I — wie es heil⸗sam ist. I 1 Laß die Wel⸗len im⸗mer 9 —..— ö H —..— 3—— 2 27—.—..—.—.65.—...2.—. + 43 —— D—.— schwel⸗len, wenn du nur 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur sich plagen, da der Unglaub leidet Straf. 3. Du Verächter, Gott, dein Wäch⸗ ter schläfet ja noch schlummert nicht; zu den Höhen aufzusehen wäre deine Glaubenspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz. Laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste, daß das Beste bei Je⸗su bistl über dich beschlossen sei, wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6. Nimmer klage, niemals zage, wenn der Herr dir Leiden gibt; der sie sendet, auch sie wendet, der hat nie ohn Furcht betrübt. 7. Willst du wanken in Gedanken, faß dich in Gelassenheit. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Freud und Leid. 8. Gottes Hände sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel. Ist's beschwerlich, scheint's gefähr⸗ 349 Deinem Gott ist nichts zu viel.[lich, 358—359 3. Lieder vom christlichen Leben. 9. WenndieStunden sichgefunden, 11. Aber denen, die mit Tränen bricht die Hilf mit Macht herein, küssen ihres Jesu Joch, und dein Grämen zu beschämen, wird die Krone auf dem Throne wird es unversehens sein. ihres Heilands werden noch. 10. Nun so trage deine Plage 12.Amen, Amen! In demNamen fein getrost und mit Geduld meines Jesu halt ich still; wer das Leiden will vermeiden, es geschehe und ergehe, häufet seine Sündenschuld. wie und wann und was er will. J. D. Herrnschmidt, g. 1625, 4 1725. EH N—— ür EII DIDIDESESESDSDSSSSE .—2— 1. Har re, mei ⸗ ne See⸗le, har⸗re des Herrn, EAEE ů ö .SSSS............ — 7 al ⸗les ihm be⸗feh⸗le, hilf ——— —7. 3 2 ö*— * er doch so gern! . 4 1— 3 X.—— 2— H——..—.— 2— ISIEII 22 +——. 5 Sei un⸗ver⸗ zagt, bald der Mor⸗gen tagt, Q— —4 I +—— 22—*— I H6— 2—.————...... S........... IR.— und ein neu⸗er Früh⸗ling folgt dem Win ⸗ ter nach. * 3 +—* .————— n een L. EFD 2— +2.—. T7—.2 * mr. mihinu, 2—— In al⸗len Stür⸗men, in al⸗ler Not wird er ⁰ ĩ.—.— dich be⸗schir⸗men, der treu ⸗e Gott. 2. Harre, meine Seele, größer als der Helfer harre des Herrn, ist die Not ja nicht. alles ihm befehle, Ewige Treue, Retter in Not, hilft er doch so gern!(uns nicht; rett' auch unsre Seele, Wenn alles bricht, Gott verläßt du treuer Gott! Joh. Friedr. Räder, g. 1815, 4 1872. 1359. Eigene Melodie. N 4* 4——4 ———.— 4 —2 I 2 Z. 2—.— E——.——— 1 Rio wie du willst, so schicks mit mir al ⸗lein zu dir steht mein Be⸗gier, 350 F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 360 nen SSSSSSSEEEEEE E ꝑPꝑPSPSPSPSPSPIPSPSPISPIPIIPIIPIIIIII... ben 657 ö im Le⸗ und im Ster⸗ben one laß— Hert, nicht ver ⸗ der⸗hend t mich 1—— ů im 2.i——— . nur in dei⸗ ner Huld, sonst wie du willst; gib dill. SSD— I 2— +1 L n 1—— 1725. 9—— wür Ge⸗duld, denn n il ist der be à ste. 2— 2. Zucht, Ehr und Treu verleih 3.Soll icheinmal nach deinem Rat mir, Herr, von dieser Welt abscheiden, n, und Lieb zu deinem Worte, verleih mir, Herr, nur deine Gnad, — behüt mich, Herr, vor falscher Lehr daß es gescheh mit Freuden. und gib mir hier und dorte, Mein Leib und Seel befehl ich dir, nl was dient zu meiner Seligkeit, o Herr, ein selig End gib mir wend ab all Ungerechtigkeit durch Jesum Christum! Amen. in meinem ganzen Leben! Haspar Bienemann, g. 1540, 71591. — 360. mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. .SPSPSPPIIIII ch—* — 1 Ich er.. gebe mich dem Wil⸗len mei⸗nes — Uder wird— an mir er⸗ 655 len, was mir d er 1—.— — 4. e . ——355 E Got⸗tes ganz und gar; 2—— höch⸗ster Gott, 22 nüt⸗ Het im⸗mer⸗—— Q —— 2— ů —. 5—* 2.——.—.—.—...—.. nie⸗der! Al ⸗les,— ich hab und bin, 9—65 10 — ——— 1 — IIEI ́121 2—.—‚J.—* 51— L—— dir 0 ei⸗ gen! hin. Su gabst es, dir 9eb ich's wie⸗der; ma⸗che 2...—.............. 2.. — dar⸗aus, was du willt, was duwillst mein Buttund Schild! 2. Von dir hab ich ja mein Leben. Mir zum Heil hast du gegeben Gott, der du mein Vater bist! deinen Sohn selbst, Jesum Christ; 351 IIII 361 und mein sichrer, treuer Führer, der mir deine Wege weist, ist ja selbst dein guter Geist. Hab ich denn nun zum Regierer dich, o du dreiein'ger Gott, o so schreckt mich keine Not. 3. Und wiekönnt'ich doch verzagen, ging es noch so wunderlich, da ich kann bis heute sagen: Gottes Güte führet mich! Nun, erleb ich denn auch morgen, o so lebt doch auch mein Gott, der für mich in jeder Not treu und liebreich ferner sorgen, weis' und gut mich führen wird, weil er Vater ist und Hirt. 4. Ginge mir es, wie ich wollte, so ging es mir selten gut. Wenn das stets geschehen sollte, 5. Lieder vom christlichen Leben. was sich wüns cht mein eigner Mut würd ich oft mein Unglück wählen ich erfahre gar zu oft Böses, wenn ich Guts gehofft: meine besten Wünsche fehlen. Drum in Gott, mein Herz, sei stilll Mir geschehe, was Gott will. 5. Was Gott will, geschehe immer; was ich will und schädlich ist, das laß ja geschehen nimmer, Gott, der du so gütig bist! Und da dir mein Unvermögen, dir zu folgen, ist bekannt, o so laß doch deine Hand meiner Schwachheit Kraft beilegen. Und dann, Vater, folg ich dir; was du willst, geschehe mir! Ludämilie Elis. Gräfin zu Schwarzb⸗ Rudolstadt, g. 1640, 4 1672. 361. mel. Was mein Gott will, gescheh allzeit. E l ö— — De—— ů 2..— — 1 Ich hab in Got⸗ 108 Herz und Sien mein Was bö ⸗se scheint, ist mir Ge⸗win der *————— 2—5 n r. ASIS*— + Ea—.. 2—4 8—.. 9 und Sinn er ⸗ ge⸗ben. Ich bi* Tod s— ist mein Le⸗ ben. mu zn E.—— 2— E +— 4— + 2* 2.* 22 r, Sohn des, der den Thron des Him⸗mels auf⸗ ge⸗ zo⸗ * ö ö SPSPSPSPSIS.IS.IIT. I.I.I.I.I I I TT . 7— +++ gen; ob er gleich schlägt und Kreuz aub ld H E 2 0 Ee 2.——.—.— E—— 22—..—— 2.— II 32 IX — bleibt 55 sein Herz ge⸗wo ⸗ gen. 2. Das kann mir fehlen nimmer⸗Wenn er mich auch gleich wirst inz mein Vater muß mich lieben. mehr, so will er mich nur üben Meer 352 pfft: en. ei still! ill. immer; ist irst ins Meer, r Mut, vählen, F. Hreuz⸗ und Crostlieder. 362 und mein Gemüt in seiner Güt gewöhnen, fest zu stehen; halt ich denn stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhöhen. 3. Zudem ist Weisheit und Ver⸗ bei ihm ohn alle Maßen; Istand Zeit, Ort und Stund ist ihm be⸗ zu tun und auch zu lassen.[kannt Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid uns, seinen Kindern, diene; und was er tut, ist alles gut, ob's noch so traurig schiene. 4. Du denkest zwar, wenn du nicht was Fleisch und Blut begehret, hast, als sei mit einer großen Last dein Glück und Heil beschweret, hast spat und früh viel Sorg und Müh, an deinen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, daß, was geschicht, gescheh zu deinem Frommen. 5. Fürwahr, der dich geschaffen und sich zur Ehr erbauet,(hat der hat schon längst in seinem Rat ersehen und beschauet aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen; laß ihm doch zu, daß er nur tu nach seinem Wohlgefallen. 6. Wenn's Gott gefällt, so muß es wird zuletzt dich freuen; les sein, was du jetzt nennest Kreuz und wird dir zum Trost gedeihen. Pein, Wart in Geduld, die Gnad undHuld wird sich doch endlich finden; all Angst und Qual wird aufeinmal gleich wie ein Dampf verschwinden. 7. Ei nun, mein Gott, so fall ich getrost in deine Hände;(dir nimm mich und mach es du mit mir bis an mein letztes Ende, wie du wohl weißt, daß meinem dadurch sein Nutz entstehe,[Geist und deine Ehr je mehr und mehr sich in ihr selbst erhöhe. 8. Willst du mir geben Sonnen⸗ schein, so nehm ich's an mit Freuden; soll's aber Kreuz und Unglück sein, will ich's geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Tür noch ferner offen stehen, wie du michführst und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 9. Soll ich denn auch des Todes und finstre Straße reisen, Weg wohlan, so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Augen weisen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1626. I 362. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 28³4 ö — 4— 2*— —2.— 2 4 1* 2— 4— ——— 2 +————— + ———— +—— U 1. Ich hab in gu ⸗ ten Stun⸗den des Le⸗ . ——** + 22 2 + 4. 1 V. I 2 . 1 2—.R——. 1— 20——— 2 + bens Glück emp⸗fun⸗den und Freu⸗den 8⁵53 23 5. Lieder vomtchristlichen Leben. H 2 2—.— ———— —„ ge⸗ las⸗ sen mich auch in — 83— 1 ů S...— J—. + + 2 + 2.—. 2. +* + 27 33.—..—.—..—.—— 2. Ja Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du gelinder, als es der Mensch verdient. Sollt ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen; du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und bereun. 9.— Lei⸗den fas⸗sen; welch Le-⸗ben hat nicht sei- ne Quals Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Todꝰ Auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Der Herr wird alles lenken, und was mir gut ist, wird geschehn. Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1760. 363. Mel. Aus meines 5—— Grunde. OPsalm 50. — 1— SI.. DSSDIDRDRRRRR —2 en, Li. 1. Ich prei 90 und sin* ge, Herr, die mir so gro ⸗-ße Din ⸗ ge bis⸗ E EN— .......... TTT——— 13—7——..—. II her er ⸗wie⸗sen hat; dei ⸗ ne Wun⸗der⸗gnad, é denn das ist mei ⸗ ne Q 8— —— 2.—..————j E.—..I— ————.——Z...... 2— ———.——S3.....—.4....—— —. I. Pflicht, in mei⸗nem gan⸗zen Le⸗ben dir Lob—1 .—— rIIE VEII E 22—— —— 45 22.—. Dank zu ge ⸗ ben; mehr hab und kann ich nicht. 2. Herr, mein Gott, da ich Kranker vom Bette zu dir schrei, 35⁴ da wird dein Heil mein Anker, da stehst du treulich bei. Da andre fahren hin zur finstern Todeshöhle, da hältst du meine Seele und mich noch, wo ich bin. 3. Ihr Heiligen, lobsinget und danket unserm Herrn, der, wenn die Not eindringet, bald hört und herzlich gern uns Gnad und Hilfe gibt; rühmt ihn, des Hand uns träget und, wenn er uns ja schläget, nicht allzusehr betrübt. 4. Gott hat ja Vaterhände und strafet mit Geduld, sein Zorn nimmt bald ein Ende, sein Herz ist voller Huld und gönnt uns lauter Guts. Den Abend währt das Weinen, des Morgens macht das Scheinen der Sonn uns gutes Muts. 5. Ich sprach zur guten Stunde, da mir's noch wohl erging: Ich steh auf festem Grunde, acht' alles Kreuz gering; ich werde nimmermehr, das weiß ich, niederliegen; F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 36⁴4 denn Gott der kann nicht trügen, der liebt mich gar zu sehr. 6. Als aber dein Gesichte, mein Gott, sich von mir wandt, da war mein Trost zunichte, da lag mein Heldenstand es war mir angst und bang, ich führte schwere Klagen mit Zittern und mit Zagen: Herr mein Gott, wie so lang! 7. Nun wohl, ich bin erhöret, mein Seufzen ist erfüllt; mein Kreuz ist umgekehret, mein Herzleid ist gestillt; mein Grämen hat ein End, es sind von meinem Herzen der bittern Sorgen Schmerzen durch dich, Herr, abgewend't. 8. Ach daß zu deiner Ehre mein Ehre sich erhüb und nimmer stille wäre, bis daß ich deine Lieb und ungezählte Zahl der großen Wunderdinge mit ew'gen Freuden singe im güldnen Himmelssaal. Paul Gerhardt, g. 1607, + 1676. .. not, mei ⸗- nes Her⸗ ren Hand nicht Er⸗den⸗tand 4 1 I**——0 .— E++———.‚..— —— I*—— II —— ö— —— 2 will drin ste⸗ hen blei——5 und wenn zer⸗ mich dar⸗aus ver ⸗ trei⸗ben; —9 .*— — + 1 4 4—. —.———— 2——.— fällt die gan ⸗ze Welt, wer sich an ihm, und 355 23* 3. Lieder vom christlichen Leben. 4. 4 N — 25 2—*— I.— .—— + — wen er hält, wird wohl⸗be ⸗ hal-ten blei ⸗ben. 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, 4. Ja wenn's am schlimmsten mit und Wunder sollen schauen, freu ich mich seiner Pflege;(mirsteht, die sich auf sein wahrhaftig Wort ich weiß, die Wege, die er geht, verlassen und ihm trauen. sind lauter Wunderwege. Er hat's gesagt, und darauf wagt Was böse scheint, ist gut gemeint, mein Herz es froh und unverzagt er ist doch nimmermehr mein Feind und läßt sich gar nicht grauen. und gibt nur Liebesschläge. 3. Und was er mit mir machen 5. Und meines Glaubens Unter⸗ ist alles mir gelegen; will, ist, was er selbst verheißen:[pfand ich halte ihm im Glauben still daß nichts mich seiner starken Hand und hoff auf seinen Segen; soll je und je entreißen. denn was er tut, ist immer gut, Was er verspricht, das bricht er und wer von ihm behütet ruht, Er bleibet meine Zuversicht, nichtt ist sicher allerwegen. ich will ihn ewig preisen. C. J. Phil. Spitta, g. 1801, 4 1859. 365. mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. ...——3——— 2 q . E—.—— aum zunm.. xrmmn 1 Je grö⸗ßer Kreuz je nä⸗ her Him⸗mel. Bei Sün⸗den⸗lust und Welt⸗ge ⸗ tüm⸗mel FE——— IDI Wer oh ⸗ ne Kreuz, ist oh ⸗- ne Gott. ver ⸗gißt man Höl ⸗ le, Fluch und Tod. —4..— —J 1 I— 2 1 B* +. 2. +— E—. 2*— E.—— +———.— 2 2— 1—— Ose lig ist der Mann ge⸗schätzt, ——— FFPFIEl— I— —.—* + + EI E.*.— 2* IE + RV II —.— +— 2— 1— 56 1I.—.— den Gott in Kreuz und Trüb sal setzt. 2. Je größer Kreuz, je beßrer Das Gold wird auf dem Feuerherd, Christe. ein Christ in mancher Not bewährt. Gott prüft uns an dem Probestein; 3. Je größer Kreuz, je stärkrer wie mancher Garten lieget wüste, Glaube. fällt nicht ein Tränenregen drein. Die Palme wächset bei der Last, 356 ö Gerie die Süßigkeit fließt aus der Traube, wenn du sie wohl gekeltert hast. Im Kreuze wächset uns der Mut, wie Perlen in gesalzner Flut. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe. Der Wind bläst nur die Flammen auf, undscheinet gleich derhimmeltrübe, so lachet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, gleichwie das Ol im Feuer tut. 5. Je größer Kreuz, je mehr Ge⸗ Hand bete. Geriebne Kräuter duften wohl; ct 0 wenn um das Schiff kein Sturm⸗ lnich. wind wehte, so fragte man nicht nach dem Pol. 1685 Wo kämen Davids Psalmen her, wenn er nicht auch versuchet wärꝰ 6. Je größer Kreuz, je mehr Ver⸗ — langen. . Im Tale steiget man bergan; wer durch die Wüsten oft gegangen, der sehnet sich nach Kanaan. F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 366 Das Täublein, find't es hier nicht, so fliegt es nach der Arche zu.[Ruh, 7. Je größer Kreuz, je lieber Ster⸗ ben. Man freut sich recht auf seinen Tod, denn man entgehet dem Verderben, es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuz, das Christengräber ziert, bezeugt, sie haben triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre Krone, die Gott den Seinen beigelegt, und die einmal vor seinem Throne der Überwinder Scheitel trägt. Ach dieses teure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht't. 9. Gekreuzigter, laß mir dein je länger und je lieber sein! Kreuze Daß mich die Ungeduld nicht reize, so pflanz ein solches Herz mir ein, das Glauben, Liebe, Hoffnung hegt, bis dort mein Kreuzdie Kroneträgt. Benjamin Schmolck, g. 1672, +1757. tt 4—.— 366. mel. G welt, ich muß dich lassen. d.— 2*—— 2 +— ++— SDDRSS— — ö 3 1. In al ⸗len mei⸗ nen Ta⸗ ten laß ich Q E— 3 IIAAAAAAAI..— — den Höch⸗-sten ra⸗ ten, der al ⸗les kann und —2 4— bt.— 2—2—.—. 2. 2 I˖ * +— 7 + ni. hat, er muß zu al=len Din⸗gen; solls an⸗ders 1———————— 0. RSRSRSESSSESSSeEeeeeeeeeEEEEEEEE aube..——— Zast, wohl ge⸗lin⸗gen, mir sel-ber ge⸗ben Rat und Tat. 3 57 367 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst; er mag's mit meinen Sachen nach seinem Willen machen, ich stell es ganz in seine Gunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen und was mir selig ist; ich nehm es, wie er's giebet; was ihm von mir beliebet, das hab ich willig auch erkiest. 4. Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Übel schützt; leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und haben noch mit mir Geduld. 5. Lieder vom christlichen Leben. 6. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden und was mir stößt zu handen, so tröstet mich sein heilig Wort. 7. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen in mein Verhängnis gehn; kein Unfall unter allen wird mir zu harte fallen, mit Gott will ich ihn überstehn. Ihm hab ich mich ergeben zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß ja wohl die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, seine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat. Es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe der weiß zu allen Sachen Rat. DPaul Flemming, g. 1609, 4 1640. 367. Eigene Melodie. Psalm 31, 1—6. + EE* +———* 2 ET—4.— 2 a,. +—— 0.— E* 5 1. In dich hab ich hof⸗ je, Herr, hilf, daß ich Q—— E%.N—68—— ů + Bu* +— 32Z.— 2 4. I II— + LI E.— 4———„ nicht zu Schan⸗-den werd noch e- wig⸗lich zu E—— 5——— 2½½7 Le h- EMEL E. D. 2...*.0 L 1. 2——..——— 16• i 2. 25 0 7 1— Spot⸗te. Das bitt ich dich: er- hal⸗te mich in .* H E— 4— II LIN + 1 +* I I 1.. 1 1 I—...— + + I 87———— E =ner Treu, Herr der, nden den, Wort, ssen, tehn. ben 2. Dein gnädig Ohr neig her zu erhör mein Bitt, tu dich herfür, mir, eil bald, mich zu erretten! In Angst und Weh ich lieg und hilf mir in meinen Nöten! ssteh, 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, sei meine Burg, darin ich frei und ritterlich mög streiten wider mein' Feind', der gar viel an mir auf beiden Seiten. Iseind 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein Hilf, mein Heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Not; wer kann mir widerstreben? F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 368 5. Mir hat die Welt trüglich ge⸗ richt't mit Lügen und durch falsch Gedicht viel Netz und heimlich Stricke; Herr, nimm mein wahr in der Ge⸗ hüt mich vor falscher Tücke![fahr, 6.Herr, meinenGeist befehlich dir, mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in deine Hände! O wahrer Gott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende! 7. Lob, Preis und Ehr und Herr⸗ lichkeit sei Vater, Sohn und Geist bereit, Lob seinem heil'gen Namen! DiegöttlichKraft mach uns sieghaft durch Jesum Christum! Amen. Adam Reusner, g. 1496, 4 um 1575. 368. Eigene Melodie. 3 ff— II DPDPPPTTTTTTTTTII — L HN V.*. 1. Laß dich Gott, du Ver⸗laß⸗-ner, still' dein Sor⸗gen, dei⸗ne —9— 4+ .—— 12————————— 1 EIEDEEE WANS ö——2—— —* Qual und dei-ne Not ist dem Höch-sten un⸗ver⸗bor⸗gen, Q —— +.— 1 EEHA ——.—3———— + 7 S SS.....IIII..IIIIII IIIIIII hilft er heut nicht, hilft 2. Halt Gott still, denn er brauchet Liebesschläge, wodurch er dich bessern will, daß sich Kindesfurcht errege. Traue seiner Vaterpflege, halt Gott still! 3. Gott ist nah, wenn er dir entfernet scheinet; ist nicht gleich die Rettung da, ist es dir zum Nutz gemeinet; 359 er mor⸗gen. Laß dich Gott! er hilft, wenn du g'nug geweinet. Gott ist nah. 4. Gott ist dein, so du ihm dich nur ergibest; deine Pein wird Freude sein, wenn du ihn vor allem liebest und mit Unmut nicht betrübest. Gott ist dein. 5. Lehr Gott nicht, wie und wann er dich soll hören. DDDSSeeeEeEEEEEEEEE EE—————— —FFFFJJ— 369—370 Sein Aug steht auf dich gericht't. Währt dein Kreuz lang, laß es wäh⸗ endlich wird es sich doch kehren. ren, Lehr Gott nicht! 6. Liebst du Gott, wandelst treu auf seinen Wegen, 369. Mel. Meinen Jesum laß ich 5. Lieder vom christlichen Leben. wird kein Kreuz, kein Not, kein Tod dein Vertrauen niederlegen. Alles dienet dir zum Segen, liebst du Gott. Ant. Ulrich, Herzog zu Braunschweig⸗ Wolfenbüttel, g. 1655, 4+ 1714. nicht. 54 2 —— X L * Mei⸗ ne See⸗le sen ⸗ket ru⸗ BZ;]:]b—.— sich hin in Got⸗tes hig ⸗-lich sei⸗ ner We⸗ge . und er⸗war⸗ tet . — * — —5 ; + — L—4 1 XE — de de,‚ Herz und Hän Ziel —— liegt fein stil ⸗le, — IIIPU RS—— nackt 2. Meine Seele murret nicht, ist mit allem wohl zufrieden; was der eigne Wille spricht, ist zum Tode schon beschieden. Was die Ungeduld erregt, ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht, will vielmehr an nichts gedenken, was gleich spitzen Dornen sticht und den Frieden nur kann kränken. Sorgen hört dem Schöpfer zu, meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen Gott im Leiden; Kummer, der das Herze bricht, 30. trifft und ängstet nur die Heiden. Wer Gott in dem Schoße liegt, bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht, denn sie weiß von keinen Nöten, hängt an Gottes Angesicht, auch alsdann, wenn er will töten. Wo sich Fleisch und Blut beklagt, wird das Freudenlicht verjagt. 6. Meine Seel ist still zu Gott, und die Zunge bleibt gebunden. Also hab ich allen Spott, alle Marter überwunden, bin gleich wie ein stilles Meer, voll von Gottes Preis und Ehr. Joh. Jos. Winckler, g. 16 70, 4 17²2. — Mel. Jesu, meine Freude. V —G* 27—** — . * +—— 2+ + 7 I 7 2 7 1 Luch= ne Seel ist mein Herz ist ver⸗ — 2— stil gnü⸗ get —— le zu Gott, des⸗sen mit dem, wie's Gott 360 F. Hreuz⸗ und Trostlieder. TrT 1 1I * +.. EIX — .. — 1 Wil ⸗le mir zu hel⸗fen steht; fü⸗get, nimmt an, wie es geht. Geht es nur dem + S. — — XX — VII .— 2 IIII IIX 1— und bleibt Je⸗sus un ⸗ ge⸗ schie⸗ ö ö—— H 5 4—.——.. ö H ————.— 1— H ——. 5.DI 3— 1 tes x‚ ich den, so bin 2 2** zu ⸗frie⸗den. . 2. Meine Seele hanget wie die Ruh so groß, I— an dir und verlanget, die da fleußt aus stillem Geist. Gott bei dir zu sein Wer sich weiß in Gott zu schicken, , aller Ort und Zeiten, den kann er erquicken. — und mag keinen leiden, 5. Meine Seele senket der ihr redet ein; alles, was sie kränket, hoß. von der Welt, Ehr, Lust und Geld, tief in Jesu Brust; eiden wonach so viel sind beflissen, sie wird stark durch Hoffen; egt mag sie gar nichts wissen. was sie je betroffen, 3. Nein, ach nein, nur Einer, träget sie mit Lust, sagt sie, und sonst keiner fasset sich ganz männiglich iten wird von mir geliebt; durch Geduld und Glauben feste; Jesus der getreue, am End kommt das Beste. töten in dem ich mich freue, 6. Amen, es geschiehet; klagt, sich mir ganz ergibt. wer zu Jesu fliehet, 9t Er allein, er soll es sein, wird es recht erfahr'n, Bott dem ich wieder mich ergebe wie Gott seinen Kindern en und ihm einzig lebe. pflegt das Kreuz zu mindern 4. Gottes Güt erwäge und das Glück zu spar'n und dich gläubig lege bis zu End; alsdann sich wend't: er sanft in seinen Schoß! das zuerst gekost'te Leiden, hr Lerne ihm vertrauen, und gehn an die Freuden. 1722 so wirst du bald schauen, Joh. Kasp. Schade, g. 1666, + 1698. —— 37¹1. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. — ö ö ö—— RDRD........— *. ö 7 Mei⸗ne Sor⸗gen, Angst und Pla⸗gen lau⸗fen mit der bott al ⸗les Seuf⸗zen, al ⸗les Kla⸗gen, das der Herr al⸗ 361 wird zur Freude wachsen aus; kommen die Erquickungszeiten. ten muß man leiden in der Still, Er hat uns ein Ziel gezeigt, das man nur im Kampf erreicht; will man hier das Kleinod finden, zeigen ihre Dornenkronen. I N. + —— IL ů iii‚i‚ — 2 I— Zeit zu End; ö wird, Gott Lob, nicht e⸗ wig sei ei ⸗ne kennt, ich ig sein ⁵5—..— ö .— + +— + 2½ & Nach dem Re⸗ gen wird ein Schein von viel tau⸗send Son⸗nen⸗ —.— + — 9——— ** 2. Meine Saat, die ich gesäet, wenn die Dornen abgemähet, so trägt man die Frucht nach Haus; wenn ein Wetter ist vorbei, wird der Himmel wieder frei; nach dem Kämpfen, nach dem Strei⸗ 3. Wenn man Rosen will ab⸗ brechen, daß uns auch die Dornen stechen; es geht alles, wie Gott will. so muß man erst überwinden. 4. Unser Weg geht nach den Ster⸗ der mit Kreuzen ist besetzt; nen, hier muß man sich nicht entfernen, ob er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewigkeit kommt kein Mensch hin ohne Streit; die in Salems Mauern wohnen, — blik⸗ken mei ⸗ nen mat⸗ten Geist er ⸗ quik ⸗ ken. 5. Es sindwahrlichalle Frommen, die des Himmels Klarheit sehn, aus viel Trübsal hergekommen, darum siehet man sie stehn vor des Lammes Stuhl und Thron, prangend in der Ehrenkron und mit Palmen ausgezieret, weil sie glücklich triumphieret. 6. Gottes Ordnung stehet feste und bleibt ewig unverrückt; seine Freund und Hochzeitsgäste werden nach dem Streit beglückt; Jsrael erhält den Sieg nach geführtem Kampf und Krieg; Kanaan wird nicht gefunden, wo man nicht hat überwunden. 7. Darum trage deine Ketten, Seele, und gedulde dich, Gott wird dich gewiß erretten; das Gewitter leget sich, nach dem Blitz und Donnerschlag folgt ein angenehmer Tag; auf den Abend folgt der Morgen, und die Freude nach den Sorgen. Unbekannt 1704. 362 372. mel. O welt, ich muß dich lassen. — 1 A I*— IS—— 2 DSDISIqIII.I —7—.—— 1. Mein Herz, gib dich zu ⸗-frie-den und blei⸗ F. Ureuz⸗ und Crostlieder. 372 μ½.—————.— ....— 90 be ganz ge⸗schie ⸗den von Sor⸗ge, Furcht und iE Graml Die Not, die dich jetzt drük⸗ket, hat Gott dir en⸗.———————— 29 DDIie—..— 35 2 zu ⸗ge⸗schik⸗ket; sei still und halt dich wie ein Lamm! 2. Mit Sorgen und mit Zagen 7. Er will uns dadurch ziehen en, und unmutsvollen Klagen zu Kindern, die da fliehen häufst du nur deine Pein; durch Stillesein und Hoffen wird, was dich jetzt betroffen, on erträglich, sanft und lieblich sein. 3. Kann's doch nicht ewig währen: oft hat Gott unsre Zähren, eh man's meint, abgewischt; ste wenn's bei uns heißt: Wie lange wird mir so angst und bange! ste so hat er Leib und Seel erfrischt. ickt: 4. Gott pflegt es so zu machen, nach Weinen schafft er Lachen, rieg; nach Regen Sonnenschein; nach rauhen Wintertagen muß uns der Lenz behagen: er führt in Höll und Himmel ein. 5. Indes ist abgemessen ö die Last, die uns soll pressen, auf daß wir werden klein; lag was aber nicht zu tragen, darf sich nicht an uns wagen, sein. gen, und sollt's auch nur ein Quentlein gen. 6. Denn es sind Liebesschläge, 704. wenn ich es recht erwäge, womit er uns belegt; nicht Schwerter, sondern Ruten das, was ihm mißbehagt, den alten Menschen schwächen, den Eigenwillen brechen, die Lust ertöten, die uns plagt. 8. Er will uns dadurch lehren, wie wir ihn sollen ehren mit Glauben und Geduld, und sollt er uns in Nöten auch lassen, ja gar töten, uns doch getrösten seiner Huld. 9. Denn was will uns auch schei⸗ von Gott und seinen Freuden, den dazu er uns versehn? Man lebe oder sterbe, so bleibet uns das Erbe des Himmels ewiglich doch stehn. 10. Ist Christus unser Leben, so muß uns, seinen Reben, der Tod sein ein Gewinn; er mag die Leibeshöhle zerbrechen, doch die Seele(hin. fliegt auf zum Bau des Himmels 11. Drum gib dich ganzzufrieden, mein Herz, und bleib geschieden von Sorge, Furcht und Leid! Vielleicht wird Gott bald senden, die dich auf ihren Händen — sind's, damit Gott zum Guten — die Seinigen hienieden schlägt. 363 hintragen in die Herrlichkeit. J. A. Freylinghausen, g. 16 70,4 1259. 5. Lieder vom christlichen Leben. 373. Mel. Christus, der uns selig macht. uuin. 7 7• EIZ.* END..————.—.— —* 22 2—— 1. Schwing dich auf zu dei⸗nem Gott, du be⸗trüb⸗te 42—— ö 6 5⁷* + 1 + ů EEEEEEEEEEEEEE 0 See⸗-le!l War⸗um liegst du Gott zum Spott SZ2 + in der Schwer⸗m muts⸗ höh⸗ lẽ?ꝰ Me rlst d nicht des 2 —— + 2—— —— 1 V V. —— * 2+2+—2—23 2 2.—— — S⸗ tans List? Er will durch sein Kämp⸗ — dei⸗nen —— H 2 2— 1 4 4 —— — Trost, den Je⸗ sus Christ 2. Hab ich was nicht recht getan, ist mir's leid von Herzen; dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen; denn das ist das Lösegeld meiner Missetaten, bring ich dies vor Gottes Thron, ist mir wohl geraten. 3. Christi UnschuldistmeinRuhm, sein Recht meine Krone, sein Verdienst mein Eigentum, da ich frei in wohne als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoß und Gewalt der Höllen. 4. Stürme, Teufel und du Tod: was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden, der Gott, der mir seinen Sohn selbst verehrt aus Liebe, daß der ew'ge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe. 864 dir er⸗wor⸗ben, dämp ⸗fen. 5. Ich bin Gottes, Gott ist mein wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide, laß es dringen, kommt es doch von geliebten Händen, und geschwind zerbricht sein Joch, wenn es Gott will wenden. 6. Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohne Zucht und Ruten. ö Bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd will zum Guten ziehen? 7. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen; wer hie zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen. Wem hier Christus recht beunft, hat in Gottes Garten 0 droben die vollkommne Lust endlich zu erwarten. F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 374 8. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Tränen, aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen; denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen; da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen. 9. Ei so faß, o Christenherz, alle deine Schmerzen, wirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr, gib dem großen Namen deines Gottes Preis und Ehr! Er wird helfen. Amen. Paul Gerhardt, g. 1607, 4+ 1676. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 5 —— 2 — — 1 — ‚‚= 1. Sein Kreuz und sei ⸗nen Frie⸗den hat uns — 2— H 4 * 2— J——— e emenn der Herr be⸗ schie⸗-den in die ⸗ ser ar ⸗ men ......— ——. 2———— Welt. Was er uns hin ⸗ 4 V. ter⸗las sen, das wol⸗len 2 II 7* 4 14.— —.— Z.EA— — — 2 2————.———— — 7 +* wir er⸗fas⸗sen, wie's sei⸗ nem wei⸗sen Rat ge⸗fällt. 2. Wohl ist sein Kreuz oft drückend; doch wie so süß erquickend ist seines Friedens Wehn! Wir dürfen nicht verzagen, in allen unsern Plagen will er ja treulich bei uns stehn. 3. Er kann uns nicht ersparen, was selber er erfahren auf seiner Pilgerbahn; ihn hat die Welt verhöhnet, mit Dornen ihn gekrönet, geführt den Todesberg hinan. 4. Und wie er war auf Erden, so sind auch seine Herden, die er mit Blut erkauft; sie sind auf seine Leiden zu gleichem Kampf und Streiten, sie sind in seinen Tod getauft. 5. Doch durch sein Blutvergießen wollt er uns ganz erschließen sein ew'ges Freudenreich. Er hat, da er gestorben, den Frieden uns erworben, dem nichts auf dieser Erde gleich. 6. So gehn auch wir durch Kriege, durch Kreuz und Not zum Siege, durch Tod zum Leben ein, und auf den rauh'sten Wegen erblüht uns ew'ger Segen; das Herbste muß uns nützlich sein. 7. Und daß wir nicht ermüden, so schmecken wir den Frieden 365⁵ 375 des Herrn in allem Leid. Wir sind beglückt und fröhlich 5. Lieder vom christlichen Leben. und schon in Hoffnung selig. Durch Leiden geht's zurHerrlichkeit. Friedr. Weyermüller, g. 1810,4 1872. 375. mel. O selig Haus, wo man——— —04 ———— —‚..————— 2 2 —1.EJ...— + M ⁰-.— 55=.. +—— 1 So führst du doch recht se⸗ lig, Herr, die Wie könn ⸗test dFu es bö⸗ se mit uns H EAI. ö—— 1 2 r————— —. Dei⸗nen, ja se⸗ lig und doch mei⸗stens wun⸗der⸗ mei⸗nen, da dei⸗ ne Treu nicht kann ver⸗leug⸗nen IIIIIIIIIIII.....I.... . L ö 2—.—2 4.—..— —.2* IL— 1— lich. 0 + 757 Die We⸗ge sind oft krumm und doch ge⸗ sich? —0————— E 11277 PIU+ ö— ESSSS..‚.‚..— 2— 9—— + I—— rad, dar⸗ auf du läßt die Kin⸗der zu dir HQ+ D.—— gehn da pflegt es Run⸗ der⸗ selt⸗ sam aus⸗ 250 achn —9 — V + +— ů 4..‚‚I 6——— mute, doch tri⸗ um⸗ phiert zu ⸗ 2. Dein Geist hängt nie an mensch⸗ lichen Gesetzen, so die Vernunft und gute Meinung stellt. Den Zweifelsknoten kann dein Schwert verletzen und lösen auf, nach dem es dir ge⸗ fällt. Du reißest wohl die stärksten Band entzwei; was sich entgegensetzt, muß sinken hin; ein Wort bricht oft den allerhärtsten Sinn; letzt dein n. 66⸗ her Rat. dann geht dein Fuß auch durch Un⸗ wege frei. 3. Was unsre Klugheit will zu⸗ sammenfügen, teilt dein Verstand in Ost und We⸗ sten aus; was mancher unter Joch und Last will biegen, setzt deine Hand frei an der Sterne Haus. Die Welt zerreißt, und du verknüpfst in Kraft; sie bricht, du baust; sie baut, du reißest ein; 366 ihr Glanz muß dir ein dunkler Schatten sein, dein Geist bei Toten Kraft und Leben schafft. 4. Will die Vernunft was fromm und selig preisen, so hast du's schon aus deinem Buch getan; wem aber niemand will dies Zeug⸗ nis weisen, den führst du in der Still selbst himmelan. Den Tisch der Pharisäer läßt du stehn und speisest mit den Sündern, sprichst sie frei. Wer weiß, was öfters deine Ab⸗ sicht seiꝰ Wer kann der tiefsten Weisheit Ab⸗ grund sehn? 5. Was alles ist, gilt nichts in deinen Augen; was nichts ist, hast du, großer Herr, recht lieb. Der Worte Pracht und Ruhm kann dir nicht taugen, du gibst die Kraft durch deines Geistes Trieb. Die besten Werke bringen dir kein Lob: sie sind versteckt, der Blinde geht vorbei, wer Angen hat, sieht sie doch nicht so frei; die Sachen sind zu fein, der Sinn zu grob. 6. Bald scheinst du etwas hart uns anzugreifen, bald fhrest du mit uns ganz säu⸗ berlich. F. Kreuz⸗ und CTrostlieder. 867⁷ Geschieht's, daß unser Sinn sucht auszuschweifen, so weist die Zucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wir denn mit blöden Au⸗ gen hin, du küssest uns, wir sagen Beßrung z5u; drauf schenkt dein Geist dem Herzen wieder Ruh und hält im Zaum den ausgeschweif⸗ ten Sinn. 7. Du kennst, o Vater, wohl das schwache Wesen, die Ohnmacht und der Sinne Un⸗ verstand; man kann uns fast an unsrer Stirn ablesen, wie es um schwache Kinder sei be⸗ wandt. Drum greifst du zu und hältst und trägest sie, brauchst Vaterrecht und zeigest Muttertreu; wo niemand meint, daß etwas deine sei, da hegst du selbst dein Schäflein je und je. 8. Also gehst du nicht die gemei⸗ nen Wege, dein Fuß wird selten öffentlich ge⸗ sehn, damit du sehst, was sich im Herzen rege, wenn du in Dunkelheit mit uns willst gehn. Das Widerspiel legst du vor Augen dar von dem, was du in deinem Sinne hast 376 wer meint, er habe deinen Rat ge⸗ faßt, der wird am End ein andres oft gewahr. 9. O Auge, das nicht Trug noch Heucheln leidet, gib mir der Klugheit scharfen Un⸗ terscheid, dadurch Natur von Gnad man un⸗ An terscheidet, ANI. das eigne Licht von deiner Heiter⸗ keit. Laß doch mein Herz dich niemals ö meistern nicht, ö brich ganz entzwei den Willen, der ö sich liebt, erweck die Lust, die sich nur dir er⸗ gibt ö und tadelt nie dein heimliches Ge⸗ ö richt. ö 10. So zieh mich denn hinein in ö deinen Willen und trag und heg und führ dein armes Kind! Dein innres Zeugnis soll den Zwei⸗ fel stillen, 5. Lieder vom christlichen Leben. dein Geist die Furcht und Lüste überwind! Du bist mein Alles, denn dein Sohn ist mein, dein Geist regt sich ganz kräftiglich in mir, ich brenne nun nach dir in Liebs⸗ begier, wie oft erquickt mich deiner Klar⸗ heit Schein! 11. Drum muß die Kreatur mir immer dienen, kein Engel schämt nun der Gemein⸗ schaft sich die Geister, die vor dir vollendet grünen, sind meine Brüder und erwarten mich. Wie oft erquicket meinen Geist ein Herz, das dich und mich und alle Christen liebt! Ist's möglich, daß mich etwas noch betrübt? Komm, Freudenquell, weich' ewig, aller Schmerzl Gottfried Arnold, g. 1666, 4+ 1714. ö 1376. Eigene Melodie. eerr. 1. Sollt es gleich bis wei⸗ len schei⸗ nen, als ob —.——. e=,e,.. weiß 2. Hilfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht aufgehoben; ich dies: Gott hilft 868 E.— Gott ver⸗ ließ die Sei⸗ nen, o so glaub und 5 ö +2— —, nddxnn dnrn end⸗lich noch ge⸗ wiß. hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenn's nötig ist. 3. Gleich wie Väter nicht bald wonach ihreKinder streben,(geben, so hält Gott auch Maß und Ziel, er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am allergrößten; er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. 5. Will mir Satan bange machen, ich kann seine Macht verlachen; drückt mich schwer des Kreuzes Joch, Gott mein Vater lebet noch. 6. Laß die Welt nur immer nei⸗ F. Hreuz⸗ und Crostlieder. 377 Will sie mich nicht länger leiden, ei so frag ich nichts darnach, Gott ist Richter meiner Sach. 7. Will sie gleich mich von sich trei⸗ ben, muß mir doch der Himmel bleiben; ist der Himmel mein Gewinn, geb ich alles andre hin. 8. Ach, Herr, wenn ich dich nur habe, frag ich nicht nach andrer Gabe; legt man mich gleich in das Grab, g'nug Herr, wenn ich dich nur hab! den!][ Christoph Cietze, g. 1641, 4 1205. endet ů awen 377. Eigene Melodie. mih, E E it ei 1 Von Gott will ich nicht las⸗sen, denn er läßt 9820 führt mich auf rech⸗-ter Stra⸗ßen, da ich ging 5 ⁷ 1———5— risten*—.— 2 7—— icht von mir ö ö ö noch nih i Er reicht mir sei- ne Hand, den übt? in der Der. ö LI.E D—4 D— 2— Wig, SSREE merzl 5 ö———— 1214 A-bend und den Mor-gen tut er mich wohl ver— ——— II e,Lr DISISSiD AISE————————*— II 2—— 4— — sorg ⸗en, wo ich auch sei im Land. ob 2. Auf ihn will ich vertrauen Gut meint er's mit uns allen, in meiner schweren Zeit; 2— es kann mir gar nicht grauen, und er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; — mein Leib, mein Seel, mein Leben 5. sei Gott dem Herrn ergeben, er schaff's, wie's ihm gefällt. 3. Es tut ihm nichts gefallen, 223 denn was mir nützlich ist. 369 schenkt uns den Herren Christ, ja seinen lieben Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret, lobt ihn ins Himmels Thron! 4. Lobt ihn mit Herz und Munde, ihn, der uns beides schenkt; das ist ein sel'ge Stunde, darin man sein gedenkt; 24 378 5. Lieder vom christlichen Leben. verlor'n ist alle Zeit, ohn ihn vollbracht auf Erden. Wir sollen selig werden und bleib'n in Ewigkeit, 5. Auch wenn die Welt vergehet mit ihrer stolzen Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vorher war geacht't. Wir werden nach dem Tod tief in die Erd begraben; wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. 6. Darum ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich's auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freude voll, die, weil ich Christum kenne und meinen Herrn ihn nenne, mir widerfahren soll. 7. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat; sein Sohn hat Gut's die Fülle erworben uns und Gnad; auch Gott der heil'ge Geist im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Ludwig Helmbold, g. 1552, 4 1590. Eigene Melodie. ———— 2.— 4 4 4 —2 5— 1ꝛ — 2..2.. 1 ö — 1. War⸗um be⸗trübst du dich, mein Herz, be⸗küm⸗merst — JID +— +. 2 , dich und trä⸗ gest Schmerz nur um das zeitllich 4 X 4 + 2 R„ En Eim ninnnint:Funeren——— T———— Gut? Ver⸗trau du dei⸗nem Herrn und Gott, der .—— H n en,,-n würe:. ——4— 1— II 2. Er kann und will dich lassen nicht, er weiß auch wohl, was dir gebricht, Himmel und Erd ist sein. Mein Vater und mein Herre Gott, der mir beisteht in aller Not! 3. Weil du mein Gott und Vater bist, wirst du dein Kind verlassen nicht, du väterliches Herz. Ich Staub und Asche habe hier sonst keinen Trost als nur bei dir. al ⸗le Ding er⸗schaf fen hat. 4. Der Reich' verläßt sich auf sein Gut, ich aber will dir traun, mein Gott; ob ich gleich werd veracht't, so weiß ich und glaub festiglich, wer dir vertraut, dem mangelt's nicht. 5. Ach Gott, du bist noch heut so als du gewesen ewiglich, kreich, mein Traum steht ganz zu dir. Mach mich an meiner Seele reich, so hab genug ich ewiglich. 370 —4——— —— t. — — — * U — UUE 6. Der zeitlich Ehr will ich ent⸗ behr'n, wollst mir das Ew'ge nur gewähr'n, das du erworben hast durch deinen herben bittern Tod; das bitt ich dich, mein Herr und Gott! 7. Alles, was ist auf dieser Welt, es sei Gold, Silber oder Geld, Reichtum und zeitlich Gut, das währt nur eine kleine Zeit und hilft doch nicht zur Seligkeit. F. Hreuz⸗ und Crostlieder. 379 8. Ich dank dir, Christ, o Gottes Sohn, daß du mir solches kund getan durch dein göttliches Wort. Verleih mir auch Beständigkeit zu meiner Seele Seligkeit! 9. Lob, Ehr und Preis sei dir ge⸗ für alle dein erzeigt Wohltat; lsagt ich bitt demütiglich: Laß mich nicht von dein'm Ange⸗ verstoßen werden ewiglich! ssicht 1565. 379. Eigene Melodie. —————— 2— I 7—.— ESEEE V 2—— +— 1. War⸗ um sollt ich mich denn grä-men? Hab ich do E + ·3 2 I 4—— err: VL I 2 11 1 1 d — 2 ———— E—*— Fü—1 1 + I. I— II— .——————.. **— 2—* mir den Him-mel rau ⸗ben, den mir schon Q* N 17⁷ IIN 2 +—n 0.—5 2+—.—— 3.0— EI ——e“ee Got⸗tes Sohn bei⸗ge⸗legt im Glau⸗ben? 2. Gut und Blut, Leib, Seel und ist nicht mein, Gott allein Leben ist es, der's gegeben. Will er's wieder zu sich kehren, nehm er's hin, ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 3. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 4. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergötzt, sollt ich jetzt nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 5. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier tun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen! Gott, mein Heil, wird in Eil sie zu schanden machen. 37¹ 274. 380 6. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben. 7. Kann uns doch kein Tod nicht sondern reißt unsern Geist[töten, aus viel tausend Nöten, schließt das Tor der bittern Leiden und macht Bahn, da man kann gehn zu Himmelsfreuden. 8. Allda will in süßen Schätzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen; hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. 9. Was sind dieses Lebens Güter? 5. Lieder vom christlichen Leben. Eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüter. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt, Christus, wird mich ohn Ende laben. 10. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben; 11. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich, und ich dich ewig werd umfangen. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 7 380. Eigene Melodie. .S..... I.. I......... FHR 5..— D‚.reeeee. E. II IZ.—— I 1———. ** 2 ö——— 1 Was Gott tut, das ist wohl⸗ge⸗ tan, es bleibt ge⸗ wie er fängt mei⸗ne Sachen an, will ich ihm Q— +— ‚‚.I————5.—————.— SS UE E— WiI.— 2 2—— 2.— V recht sein Wil⸗le; Er i ö ö ů ö r ist mein Gott, der in der N hal⸗ten stil-le. x‚ r Rot mich ——— +. ES +— —. 5 1—— I..— I* E.* I1IL UEIIIAA 1—. I.— V — L 2————— I 2 +— *0— +* + wohl weiß zu 2. Was Gott tut, das ist wohl⸗ er wird mich nicht betrügen,[getan, er führet mich auf rechter Bahn; so laß ich mich begnügen an seiner Huld und hab Geduld, er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. er⸗hal⸗ten, drum laß ich ihn nur wal⸗-ten. 3. Was Gott tut, das ist wohl⸗ er wird mich wohl bedenken;[(getan, er als ein Arzt und Wundermann wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 37²2 4. Was Gott tut, das ist wohl⸗ er ist mein Licht und Leben,[getan, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid, es kommt die 2 da öffentlich erscheinet,(Zeit, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan; muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, F. Hrenz⸗ und Crostlieder. 381 laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohl⸗ dabei will ich verbleiben.(getan, Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten, drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, g. 1649, + 1208. se 381. Eigene Melodie. —. 4 1— I—.4 —.—— + I..—. 2 2.——.—. .—1 TSI—63.*....— II RDH4— 2. 2 1——— 51 1 Was mein Gott will, ge⸗scheh all⸗zeit, Zu hel⸗fen dem er ist sein Will der be⸗reit, der an ihn N 2 2 2—— —.— I.‚IIIIt 2 DD‚I.‚..—— .— II— 1+.— 10—.—. ist der be⸗ste. Er hi ö r hilft aus Not, der from⸗ ott glau⸗bet fe=ste. hilf f.Rte Sott, nwr dvne rrr,,. —, e im 2.. n mun 2——. 1—.——.——— 3 und züch⸗ti-get mit Ma⸗ßen; wer Gott ver⸗traut, fest SDDDRSDIDDDDDSS.... —————— I I *— auf ihn baut, den will 2. Gott ist mein Trost, mein Zu⸗ versicht, mein Hoffnung und mein Leben; was mein Gott will, daß mir ge⸗ will ich nicht widerstreben.(schicht, Sein Wort ist wahr, denn all mein er selber hat gezählet.[Haar Er hüt't und wacht und hat wohl auf daß uns ja nichts sehlet. sacht, 3. Drum, muß ich Sünder von der hinfahr'n nach Gottes Willen Welt zu meinem Gott, wann's ihm ge⸗ C— 222.— will ich ihm halten stille. fällt, 37³3 er nicht ver⸗las ⸗ sen. Mein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Stunden. O frommer Gott, Sünd, Höll und hast du mir überwunden. Tod 4. Noch eins, Herr, will ich bitten du wirst mir's nicht versagen: dich, Wenn mich der böse Geist anficht, laß, Herr, mich nicht verzagen, hilf, steu'rund wehr, ach Gott, mein zu Ehren deinem Namen!(Herr, Wer das begehrt, dem wird's ge⸗ währt. Drauf sprech ich fröhlich: Amen. Um 1554. 382-383 5. Lieder vom christlichen Leben. 2332. Eigene Melodie. 2. Chron. 20 Q—— nr. iroe nnewenen de,. E XE 2—— H—— +.. 2 1. Wenn wir in höch-sten Nõö ⸗ ten sein *2 ö ů— — 4— 0...—. 5—.—5 2.—. ———— 2— und wis ⸗ sen nicht, wo aus noch ein, 5= ö—— 1 2.. ——*— 1— S—— und fin⸗den we ⸗ der Hilf noch Rat, ob⸗ 37 5 H —2.—. 2. + 4 I E.N—— 2 2 2— II —— n— 12— I gleich wir sor ⸗gen 2. So ist das unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein dich rufen an, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not, 3. Und heben unser Aug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz und flehen um Begnadigung und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißest gnädiglich all denen, die drum bitten dich im Namen deins Sohns Jesu Christ, der unser Heil und Fürsprach ist. früh und spat, 5. Drum kommen wir, Herr unser und klagen dir all unsre Not, Gott, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sündegroß, sprich uns davon in Gnaden los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei, 7. Auf daß von Herzen wir dafür hernach mit Freude danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hie und dort. Daul Eber, g. 1511, 4 1569. 383. Mel. Was mein Gott will, gescheh. S —.—.—.—...—— 1+.—2 —0 Wer Gott ver⸗ traut, hat wer sich ver⸗ läßt auf o ge⸗ Hmn im Hn⸗ mer 401 sum Christ, dem muß der und auf Er⸗ den; é Him⸗mel wer⸗den. Dar⸗um auf dich all Hoff-nung ich SSSIIIIEE ganz fest all⸗ zeit tu set⸗ zen, Herr J Je⸗su Christ, mein 37⁴4 —53—*T3.—+22 Q F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 384 . F Trost du bist 2. Und wenn's gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider, dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlägt darnieder. Und wenn ich dich nur hab um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar nicht Tod noch Teufel schaden. in To⸗des Not und Schmer⸗zen. 3. Dein tröst ich mich ganz sicher⸗ lich, denn du kannst mir's wohl ne was mir ist not, getreuer Gott, in dies'm und jenem Leben. Gib wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seelel Ach höre, Herr, dies mein Begehr und laß mein Bitt nicht fehlen! O. 1. Joach. Magdeburg, g. 1525, 4 nach 1585. D. 2 u. 5 1597. Aüe Eigene Melodie. ——.—— 4— 1..—..—————3——.— *——.... LV 3 4 nur den lie⸗ ben Gott läßt wal⸗ten er=h den— er wun⸗-der⸗- bar„hal-⸗ten v x. L II E ̃—— FIFI I *——— nn und hof ⸗ fet auf, ihn al ⸗ le ⸗ zeit, in al ⸗ler Not und Trau⸗rig ⸗ keit. —2—52 E E.————— meie Wer Gott dem Al⸗ler⸗ bc sten trnt, der hat auf 2— -.. E———— el 14·*1 kei⸗ nen Sand ge⸗ baut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen, was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwissenheit es fügt; Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freuden⸗ stunden, er weiß wohl, wann es nützlich sei. Wenn er uns nur hat treu erfun⸗ und merket keine Heuchelei,(den so kommt Gott, eh wir's uns ver⸗ sehn, 37⁵ und lässet uns viel Gut's geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drang⸗ salshitze, daß du von Gott verlassen seist, und daß ihm der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist; die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott geringe Sachen, und ist dem Höchsten alles gleich, den Reichen klein und arm zu machen, 385. mel. Berr, wie du wi 385 5. Lieder vomtchristlichen Leben. den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Se⸗ so wird er bei dir werden neu.(gen, Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark, g. 1621, 4 1681. llst, so schick's mit mir. 2. Wie Gott mich führt, so bin ich und folge seinem Leiten, still obgleich im Fleisch der Eigenwill will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit in Zeit und auch in Ewigkeit, stets seinen Rat zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich ver⸗ ich ruh in seinen Händen.(gnügt, Wie er es schickt und mit mir fügt, wie er's will kehr'n und wenden, sei ihm hiermit ganz heimgestellt; 4—————.—— SSSSSSSSI.......T ————— 1 Wie Gott mich führt, so will ich gehn ohn al-les ge⸗schieht, was er mir aus-er-sehn, wird mir's an —0— ——.——4— ————— ö—.—5— ——— r lah. Wie er mich führt, so kei nem feh-len. ++——— U SDSPSPSPSPSPSPSISIIIIIIIIIIII.I geh ich mit und fol ⸗ge wil⸗ lig Schritt vor Schritt 5— 1.———4 + ————4 + 11.*+— EN—— 2 ZIi—.— ——— 1 ⁊—— e in kind ⸗ li⸗chem Ver ⸗ trau en. er mach es, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb in seinen Vaterwillen. lich mich Scheint's der Vernunft gleich wunderlich, sein Rat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich im Glauben, Hoffen, Leiden. treu 376 Steht er mit seiner Kraft mir bei, was will mich von ihm scheiden?ꝰ Ich fasse in Geduld mich fest; was Gott mir widerfahren läßt, muß mir zum besten dienen. 6. Wie Gott mich führt, so will F. Krenz- und Crostlieder. 386 es geh durch Dorn und Hecken. Kann ich's auch anfangs nicht ver⸗ zuletzt wird er's aufdecken,(stehn, wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl geführet hat. Dies sei mein Glaubensanker. ich gehn, Lampertus Gedicke, g. 1685, 4 1755. 386. Eigene Melodie. —Q—— 4 +— EEE— H*— 1. Wie mit grimm'⸗gem Un ⸗ver⸗stand Wel⸗=len . E. n ee eee ö + +2— 0 23 nir d. Biü m..——.. ———— sich be-we⸗gen! Nir-gends Ret⸗tung, nir⸗gends Land —v 4 ———.— 2———— —.95 2 4—— XI———— .— 2;——*—— D*. 2 vor des Sturm⸗-winds Schlä-gen! Ei⸗- ner ist, der * —.——.——— FPFPIII EE ——— in der Nacht, Ei⸗ner ist, der Q uns be⸗wacht: ¶ —— 2——.—— SPS.SPSISII SI IIIIIIIIIIIIII Christ Ky-ri⸗e, komm zu uns auf die See! 2. Wie vor unserm Angesicht Mond und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Steuer bricht, wo nun Rettung finden? Wo sonst als nur bei dem Herrn? Seht ihr nicht den Abendstern? Christ Kyrie, komm zu uns auf die See! 3. Einst, in meiner letzten Not, laß mich nicht versinken! Soll ich von dem bittern Strom Well auf Welle trinken, 377⁷ reiche mir dann liebentbrannt, Herr, Herr, deine Glaubenshand! Christ Kyrie, komm zu uns auf die Seel 4. Nach dem Sturme fahren wir sicher durch die Wellen, lassen, großer Schöpfer, dir unser Lob erschallen, loben dich mit Herz und Mund, loben dich zu jeder Stund. Christ Kyrie, ja dir gehorcht die Seel Joh. Daniel Falk, g. 176s, 4 1826. 5. Lieder vom christlichen Leben. 387. mel. Was mein Gott will, gescheh allzeit. + —— Q D V 2 ů———————— 1———— 1 Wie's Gott ge⸗fällt, ge⸗fällt's mir auch ich Ob mich zu ⸗zei ⸗ten beißt der Rauch, und Q— D—5——.. — 2*—2. 2— 1—. 2—.——.—3 EIE... laß mich gar nicht ir- ren! all Sa⸗che wenn sich schon ver⸗wir„ren— 1.—.——— ͤ +. I , n, i nmer Einei. —.————— 1—— gar, weiß ich sir⸗wahr, Gott wird's zu⸗ letzt wohl stel⸗ 4 2 I— + Z....‚...—.... e nrnnni. len. Wie er's er⸗ sehn, muß es be⸗stehn; soll's —— d —4——.— 5—* IL HEE 4.—.... E II 1 II sein, so 2. Wie's Gott gefällt, so nehm das andre laß ich fahren. sich's hin, Was nicht soll sein, stell ich dahin. Gott will mich recht erfahren, ob ich ihm will auch halten still, und wird wohl Gnad bescheren; dran zweifl' ich nicht. Soll's sein (man spricht), so sei's; dem kann nichts wehren. 3. Wie's Gott gefällt, laß ich's geschehn, ich will mich drein ergeben; wollt ich sein'm Willen widerstehn, umsonst wär all mein Streben, dieweil fürwahr all Tag und Jahr bei Gott sind ausgezählet. Ich schick mich drein; soll's ja so so sei's bei mir erwählet. ssein, 4. Wie's Gott gefällt, so mag's in Lieb und auch im Leide; sergehn dahin laß ich die Sachen stehn, 378 sei's ohn Quä⸗len. daß sie mir sollen beide gefallen wohl, darum mich soll Ja oder Nein nicht schrecken. Schwarz oder weiß, soll's sein, so sei's! Dann wird Gott Gnad erwecken. 5. Wie's Gott gefällt, da läuft's drob laß ich andere sorgen; hinaus, kommt mir das Glück nicht heut ins so wart ich sein auf morgen.[Haus, Was mir beschert, bleibt unver⸗ ob sich's schon tut verziehen;(wehrt, mich nicht drum reiß. Soll's sein, so sei's! Will's Gott, kommt's ohne Mühen. 6. Wie's Gott gefällt, nichts weiter will von Gott ich sonst begehren; Gott hat gestellet mir ein Ziel, so lang wird müssen währen das Leben mein. Ich geb mich drein, auf guten Grund will bauen und nicht aufs Eis. Soll's sein, so sei's! Will Gott allein vertrauen. 7. Wie's Gott gefällt, so nehm will um Geduld ihn bitten. sich's an, Gott ist allein, der helfen kann; F. Hreuz⸗ und Crostlieder. 388 und wenn ich schon wär mitten in Angst und Not, läg gar am Tod, so wird er mich wohl retten gewalt'ger Weis. Soll's sein, so sei's! Ich g'winn's; wer wollt nun wetten? Ambrosius Blaurer, g. 1492, + 1564. 333. Mel. Alles ist an Gottes Segen. Q 4 B,—.. 2 5—— Har* +————* * + 1 +— 1. Wun⸗der⸗ an ⸗ fang, herr ⸗ lich En ⸗ de, DD.i— EIEEEEEEEEEE E 2 1 IE 7 E— 2 7 1 5.— wo die wun⸗der ⸗ wei ⸗sen Hän⸗de Got⸗tes Q 1 + 4 — 1—.—** ꝗ1—.—————2—— r. füh⸗ ren ein und aus! Wun-der-weis-lich ist sein Va H+ N 4 —— 1— 122.— I 5 + 1 I rirn Ra⸗ten, wun⸗der-herr⸗lich sei ne Ta ⸗ten, —Q— .————.——— 7 E 7—— 2 II —5.——*— II und du sprichst: Wo will's hin ⸗aus? 2. Denke doch: es muß so gehen, was Gott weislich heißt geschehen, ihm und dir zur Herrlichkeit. Ob der Anfang seltsam scheinet, ist das End doch gut gemeinet, Friede folget nach dem Streit. 3. Gottes Weg ist in den Flüssen und in großen Wassergüssen, und du spürst nicht seinen Fuß:“) so auch in dem Meer der Sorgen hält Gott seinen Pfad verborgen, daß man nach ihm suchen muß. *) Ps. 77, 20. 4. Kein Besinnen kann ersinnen, wo man könne Hilf gewinnen, 379 die Vernunft ist hier zu blind; ihre halb gebrochnen Augen nicht in das Verborgne taugen, dem sie allzublöde sind. 5. Gott muß man in allen Sachen weil er alles wohl kann machen, End und Anfang geben frei. Er wird, was er angefangen, lassen so ein End erlangen, daß es wunderherrlich sei. 6. Drum so laß dir nimmer grauen, lerne deinem Gott vertrauen, sei getrost und gutes Muts! Er fürwahr, er wird es führen, 7 389—390 daß du's wirst am Ende spüren, wie er dir tut lauter Guts. 7. Du wirst an den Fingern zählen und nicht vor der Welt verhehlen, 3. Lieder vom christlichen teben. was die blinde Welt nicht kennt. Er wird dir dein Kreuz versüßen daß du wirst bekennen müssen: ö Wunderanfang, herrlich End! H. A. Stockfleth, g. 1645, 4 1708. G. Cob- und Danklieder. 2389. Mel. Gott des Himmels und der Erden. Psalm 100. d nininnnn, wine ne————— E 4 2———.—5 EETLINEI. *——. 2— 2— 1 Al ⸗le Welt, was lebt und we⸗ bet auf dem was nur sei ne Stimm er- he⸗bet, brin⸗ge 4 422— 1* 2 II + 10 II — wei⸗ten Er⸗ den ⸗kreis, Die ⸗net ihm Gott Dank, Ruhm und Preis!— 221—— EEEEEE.—— SS —6 2 7—— die⸗nen kann, 2. Gott, Gott ist's, der durch sein Werde und durch seiner Allmacht Ruf unsern Leib aus Staub und Erde, unsern Geist vernünftig schuf; wir sind seiner Schöpfung Ruhm, sein erlöstes Eigentum. 3. Kommt, mit Ehrfurcht zu er⸗ scheinen vor dem Angesicht des Herrn! Kommt frohlockend mit den Seinen, freu⸗dig stimmt eu'r Lob⸗lied an! lobt ihn herrlich, dient ihm gern! Denn der Herr ist jederzeit reich an Gnad und Gütigkeit. 4. Gott des Himmels und der höchster, unerschaffner Geist![Erde, Schöpfer, Mittler, Tröster werde jetzt und immerdar gepreist! Mache Herz und Lippen rein, dir ein würdig Lied zu weihn. Nach Joh. Franck, g. 1618, 4 l6eꝛ, verändert durch Joh. L. Paulmann, g. 1728, + 1802. 390. mel. Nun freut euch, lieben Christen g'mein. i 4—W i — 7 1 Bis hie⸗her hat mich Gott ge-bracht durch sei⸗ ne Ubis hie- her hat er Tag und Nacht be-wahrt Herz Q + 3 veer wuunn, un mm. r Eizrirr. . DD— gro ⸗-ße ü ⸗ te, 4— und Ge ⸗ mü ⸗ie, bis hie⸗-her hat er bewi In nu der K bis h G. Lob⸗ und Danklieder. 391 —5— x i rnn nn dien nnnnt rr, dnen r. ......— leit't, bis hie-her hat Lmich er⸗ ————4 +— I *— 2 5——— + I— YI . freut, bis hie⸗her mir ge ⸗ hol ⸗fen. 2. Hab Lob und Ehre, Preis und für die bisher'ge Treue, Dank die du, o Gott, mir lebenslang bewiesen täglich neue. In mein Gedächtnis schreib ich an: der Herr hat Groß's an mir getan, bis hierher mir geholfen. 3. Hilf fernerweit, mein treuster hilf mir zu allen Stunden,(Hort, hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wunden, damit ich sag bis in den Tod: durch Christum hilf du mir, mein wie du bisher geholfen.(Gott, Xmilie Juliane, Gräfin zu Schwarzburg⸗Rudolstadt, g. 1652, 4 1206. 391. Mel. Es ist das H eil uns kommen her. — II—2— ů— H—. K. 1— 2— 1 Der Herr ist Wer ist ihm Gott, und kei⸗ner mehr; froh⸗ gleich, wer ist, wie er, so 4 EEEEE lockt ihm, al le From-men! herr⸗lich, so voll-kom-⸗ menꝰ Der Herr ist großl sein ............ HUUe? 2 — 2—.—53 7—.— 7 14—. 1—.—— Nam' ist groß! Er ist un-end⸗lich, gren-zen⸗— 65— A +— 1— +— H +— II .— 2—— los in sei- nem gan-zen We ⸗sen. 2. Ihn trifft kein Wechsel flücht'⸗ nie größer oder kleiner(ger Zeit; wird seines Namens Herrlichkeit, der Erst' ist er, sonst keiner. Wir Menschen sind von gestern her; eh' noch die Erde war, war er, noch eher als die Himmel. 3. Um seinen Thron her strömt ein das ihn vor uns verhüllet.(Licht, Ihn fassen alle Himmel nicht, wie weit er sie erfüllet! Er bleibet ewig, wie er war, verborgen und nur offenbar in seiner Werke Wundern. 4. Wo wären wir, wenn seineKraft uns nicht gebildet hätte? Er kennet uns, kennt, was er schafft, der Wesen ganze Kette. 381 392 Bei ihm ist Weisheit und Verstand, die Kraft und Stärke seiner Hand umspannet Erd und Himmel. 5. Ist er nicht nah? Ist er nicht Weiß er nicht aller Wege?[fern? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch verbergen möge? Die Finsternis ist vor ihm Licht; Gedanken selbst entfliehn ihm nicht, noch ehe sie entstehen. 6. Wer schützt den Weltbau ohne o Herr, vor seinem Falle? dich, Allgegenwärtig breitet sich dein Fittich über alle! Du bist voll Freundlichkeit und 5. Lieder vom christlichen Leben. barmherzig, gnädig, voll Geduld, ein Vater, ein Verschoner! 7⁵ Unsträflich bist du, heilig, gut und reiner, als die Sonnel Wohl dem, der deinen Willen tut; denn du vergiltst mit Wonne! Du hast Unsterblichkeit allein, bist selig, wirst es ewig sein; hast Freuden, Gott, die Fülle. 8. Du nur bist würdig, Lob und zu nehmen, Preis und Ehre. Dank Kommt, werdet Gottes Lobgesang, ihr alle seine Heere! Der Herr ist Gott, und keiner mehr! Wer ist ihm gleich, wer ist, wie er, Huld, so herrlich, so vollkommen? Joh. Andreas Cramer, g. 1725, 4 1288. 392. Mel. Valet will ich dir geben. Psalm 146. *—.—— ů HIE — F +.—— 2 D.IW—— +*———. +— j..———..—— 2—— 2—.— 2 IS—— 1 Du mei⸗ne See⸗le, sin ⸗ge, wohl⸗ auf und dem, wel⸗chem al ⸗le Din⸗ge zu Dienst und 2 ..—— II*..*— m, i winen i Bünnn Funi Ee——— IEAEV*m 2.— IIL in ge scbn 0 will den Her⸗ren Wil ⸗len stehn. n—.———— — I 4.—..— 2 1—1. 1¹1 + 4 EE—*— +*——3——— .—5——— 1— 1—— dro⸗ben hier prei⸗sen auf der Erd; ich will ihn — A — 1 II N2 1I CET + 2——2.—.——.— ——* + 1 II.— 1 I—1 ö—— 1 2— herz⸗-lich lo⸗-ben, so lang ich le-⸗ ben werd. 2. Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil. Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt; sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig ungetrübt. 3. Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht; das weisen die Geschäfte, die seine Hand gemacht: 382 —— G. Lob⸗ und Danklieder. 393 der Himmel und die Erde nund die da sind gefangen, mit ihrem ganzen Heer die reißt er aus der Qual. und die unzähl'ge Herde 6. Er ist das Licht der Blinden, im großen, wilden Meer. erleuchtet ihr Gesicht, 4. Hier sind die treuen Sinnen, und die sich schwach befinden, die niemand Unrecht tun, die stellt er aufgericht't. all denen Gutes gönnen, Er liebet alle Frommen, die in der Treu beruhn. und die ihm günstig seind, Gott hält sein Wort mit Freuden, die finden, wenn sie kommen, und was er spricht, geschicht, an ihm den besten Freund. und wer Gewalt muß leiden, 7. Ach ich bin viel zu wenig, den schützt er im Gericht. zu rühmen seinen Ruhm. 5. Er weiß viel tausend Weisen Der Herr ist ew'ger König, zu retten aus dem Tod. ich eine welke Blum; Er nährt und gibet Speisen jedoch weil ich gehöre zur Zeit der Hungersnot, gen Zion in sein Zelt, macht schöne, rote Wangen ist's billig, daß ich ehre oft bei geringem Mahl, sein Lob vor aller Welt. ö Paul Gerhardt, g. 160, + 1676. „393. mel. Nun danket alle Gott. I 2—* 7 iEEEEEEEE 4„ Ge⸗lo-bet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Rren öp⸗fer, der mir hat mein Leib und Seel ge⸗ 0———— E SE 2 HE W8W——3....—————.—— Le⸗ben, ö ö 5r mein Va⸗ter, der mich schützt von Mut⸗ter⸗lei⸗ be 3 SIPIPIIIIII...........—... ESEDEDEEEIEEIEIEEIEIEIEEIEIEIEII — an, der al⸗le Au⸗gen-blick viel Guts an mir ge⸗tan. 2. Gelobet sei der Herr, 3. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, des Vaters werter Geist, der sich für mich gegeben, den mir der Sohn gegeben, der mich erlöset hat der mir mein Herz erquickt, mit seinem teuren Blut, der mir gibt neue Kraft, der mir im Glauben schenkt der mir in aller Not das allerhöchste Gut. Rat, Trost und Hilfe schafft. 383 39⁴4 4. Gelobet sei der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was in den Lüften schwebet, gelobet sei der Herr, des Namen heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der werte Geist! 5. Lieder vomtchristlichen Leben. 5. Dem wir das Heilig jetzt mit Freuden lassen klingen und mit der Engelschar das Heilig, Heilig singen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit. Gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit! Joh. Olearius, g. 1611, 4 1684. 1394. Eigene Melodie. T——— 1. Kn ßer Gott, wir lo ⸗ ben dich; Herr, wir Vor dir neigt die Er iade sich und be⸗ —— Wrrel D— prei-sen dei=ne Stär⸗ ke. Whar dert dei ⸗ ne Wer⸗ke. Wie du warst vor 9.— EÆiEEEE 2.5.—.—. 10 EEEEE EEEEEE + al⸗ler Zeit, Cherubim und Seraphinen, stimmen dir ein Loblied an; alle Engel, die dir dienen, rufen dir in sel'ger Ruh: Heilig, heilig, heilig zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth, heilig, Herr der Kriegesheere, slarker Helfer in der Not, Himmel, Erde, Luft und Meere sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum. 4. Der Apostel heil'ger Chor, der Propheten große Menge schickt zu deinem Thron empor neue Lob-⸗ und Dankgesänge; der Blutzeugen große Schar lobt und preist dich immerdar. so bleibst du in E ⸗ 2. Alles, was dich preisen kann, wig⸗Kkeitl 5. Auf dem ganzen Erdenkreis loben Große und auch Kleine dich, Gott Vater; dir zum Preis singt die heilige Gemeine; sie verehrt auf deinem Thron deinen eingebornen Sohn. 6. Sie verehrt den heil'gen Geist, welcher uns mit seinen Lehren und mit Troste kräftig speist, der, o König aller Ehren, der mit dir, Herr Jesu Christ, und dem Vater ewig ist. 7. Du, des ew'gen Vaters Sohn, hast die Menschheit angenommen; du bist auch von deinem Thron zu uns auf die Welt gekommen, Gnade hast du uns gebracht, 38⁴ von der Sünde frei gemacht. 684. G. Lob⸗ und 8. Nunmehr steht das Himmels⸗ allen, welche glauben, offen; tor du stellst uns dem Vater vor, wenn wir kindlich auf ihn hoffen. Endlich kommst du zum Gericht, Zeit und Stunde weiß man nicht. 9. Steh, Herr, deinen Dienern bei, welche dich mit Demut bitten; alle machtest du ja frei durch den Tod, so du gelitten. Nimm uns nach vollbrachtem Lauf zu dir in den Himmel auf. 10. Sieh dein Volk in Gnaden an, hilf uns, segne, Herr, dein Erbe; leit es auf der rechten Bahn, Danklieder. 395 daß der Feind es nicht verderbe. Wart und pfleg es in der Zeit, heb es hoch in Ewigkeit. 11. Alle Tage wollen wir dich und deinen Namen preisen und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Rett aus Sünden, rett aus Tod, sei uns gnädig, Herre Gott. 12. Herr, erbarm, erbarme dich! Auf uns komme, Herr, dein Segen; deine Güte zeige sich allen der Verheißung wegen. Auf dich hoffen wir allein, laß uns nicht verloren sein Übersetzung des Tedeum 1229. 395. Mel. Nun danket all und bringet Ehr. 2——— e‚eeee— ,.. 12—— 1. Ich sin ge dir mit Herz und Mund, Herr, 4— n,. rnn ra.——.— mei⸗ nes Her ⸗ zens Lust, ich sing und 15—.— auf 1—5— + .......——— H I—— +—— +2— 1 Er ⸗den kund, was mir von dir be⸗wußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn und ew'ge Quelle seist,(der Gnad daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch? Was ha⸗ auf dieser ganzen Erd,(ben wir das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Himmels⸗ hoch über uns gesetzt? zelt Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und zu seinen Zeiten find't?(Most 6. Wer gibt uns Leben und Ge⸗ Wer hält mit seiner Hand[blüt? den güldnen, werten, edlen Fried in unserm Vaterlandꝰ 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt du, du mußt alles tun,(von dir, du hältst die Wach an unsrer Tür und läßt uns sicher vuhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, Frost? 385 25 396 3. Lieder vomechristlichen Leben. bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Ge⸗ und schlägst nicht allzusehr, duld ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und wirst du gar leicht erweicht(schreit, und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Ehren reicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe und was sein Kummer sei;(wein', kein Zähr⸗ und Tränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel mit dem, was ewig steht,(aus und führst uns in des Himmels wenn uns die Erd entgeht.[Haus, 13. Wohlauf, mein Herze, sing und habe guten Mut, lund spring dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Jugend versorget und ernährtꝰ Jauf Wie manchen schwerenUnglückslauf hat er zum Heil gekehrt! 17. Er hat noch niemals was ver⸗ in seinem Regiment, sehn nein, was er tut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun und red ihm nicht darein, so wirst du hier im Frieden ruhn und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt, g. Z8— + 1626. 3396. Eigene Melodie. FEEE—„—*— 1 Lo⸗ ⸗be den Her-ren, den mäch-ti⸗-gen Kö⸗nig der Umei⸗ne ge⸗lie-be⸗-te See⸗le, das ist mein Be⸗ —.D— I— —— E 2 2 ren, 121 1n X Kom⸗met zu Hauf, Psal⸗ter und Har⸗fe, wacht EE DSSI 4 AEE M I.———.———— IL auf, las set den Lob⸗ge⸗sang hö⸗ ren! 2. Lobe den Herren, der alles so wie es dir selber gefällt; herrlich regieret‚ hast du nicht dieses verspüret? der dich auf Adelers Fittichen sicher (geführet, der dich erhält, 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, 386 SN G. Lob⸗ und Danklieder. 397 der dir Gesundheit verliehen, dich In wie viel Not freundlich geleitet. hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen Denke daran,[der Liebe geregnet. was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was Odem hat, lobe mit Abra⸗ Er ist dein Licht, hams Samen! Seele, vergiß es ja nicht, Lobende schließe mit Amen! Joachim Neander, g. 1650, 4 1680. 24 3397.„Eigene Melodie. Psalm 146. — SSDD.. ERN-.‚..‚eee·. nb dun: ia.: n — 7 5— REEEEE 2 1 Lo⸗be den Her⸗ ren, o mei ⸗ ne See ⸗lel * Aweil ich noch Stun⸗den auf Er ⸗ den zäh ⸗le, Q —i II nnn. SiE E will 0 nlo⸗ ben bis zum Tod; S0 Der Leib und 3 3 will ich lob-sin-gen mei⸗nem Gott. Q — ö—*—— —..— 7⸗4 123——. 2—3—— 1* I—— Seel ge ⸗ ge⸗-ben hat, wer-de ge⸗-prie⸗sen —— * früh und s pat: 2. Fürsten sind Menschen, vom, Weib geboren und kehren um zu ihrem Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil denn kein Mensch uns helfen rufe man Gott um Hilfe an. skann, Halleluja, Halleluja! 3. Selig, ja selig ist derzu nennen, des Hilfe der Gott Jakobs ist, der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesenHerrn zum Beistand hat, 387 Har 55— lu⸗ a, Ha⸗ les lu ⸗ ja! findet am besten Rat und Tat. Halleluja, Halleluja! 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden und was darinnen ist gemacht; alles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ist der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Halleluja! 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, er ist's, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis' be⸗ scheiden, 25² 398—399 was ihnen dient zur Lebenskraft; die hart Gebundnen macht er frei, und seiner Gnad ist mancherlei. Halleluja, Halleluja! 6. Sehende Augen gibt er den Blinden, erhebt die tief gebeuget gehn; wo er kann gläubige Seelen finden, die läßt er seine Liebe sehn. SeinAufsicht ist des FremdenTrutz, Witwen und Waisen hält er Schutz. Halleluja, Halleluja! 7. Aber der Gottesvergeßnen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück, 3. Lieder vomchelstlichen Leben. daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich, Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Halleluja! 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen des, der so große Wunder tut. Alles, was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem Mut. Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heil'gen Geist! Halleluja, Halleluja! J. D. Herrnschmidt, g. 1675, 4 1725. 3938. Eigene Melodie. Sirach 50, 2 ů ö 50, 24. E 5— PIFI I T + EEEEE.I—— 2250 3. 2——.— 2 7—— **— I E—. Nun dand ket al ⸗-le Gott mit He er-zen Mund und der gro⸗ 5 Din⸗ge tut an uns und al ⸗len ——.—.— U— 22.——. W SIIIIIIITITT Hän⸗den, der uns von Mut⸗ter⸗leib und Kin⸗des⸗bei⸗ 2 En⸗den, 4 220 SS............... IIIIE EE— +..—. E EEEE 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort. an un⸗zäh⸗lig viel zu 175 und noch jetz-und ge⸗. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne und dem, der beiden gleich im höchsten Himmelsthrone, ihm, dem dreiein'gen Gott, wie es anfänglich war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. Martin Rinckart, g. 1586, 4 1649. 1399. Eigene Melodie. Sirach 50, 24. ————— E 2—.—.— e 2 7 S————. 1. Nun dan ket all und brin-get Ehr, ihr 388 G. Lob⸗ und Danklieder. .ñ‚‚‚‚—— .— hich. En⸗ 2—— Heer im Him⸗mel stets ver⸗meldtt. — 2. Ermuntert euch und singt mit 6. Er lasse seinen Frieden ruhn Aen 5 Gott, unserm höchstenGut, Schall in unserm Volk und Land, ö der seine Wunder überall er gebe Glück zu unserm Tun ben und große Dinge tut; und Heil in allem Stand. Rut 3. Der uns von Mutterleibe an 7. Er lasse seine Lieb und Güt eist frisch und gesund erhält, um, bei und mit uns gehn; eist und wo kein Mensch nicht helfen was aber ängstet und bemüht, sich selbst zum Helfer stellt; kann, gar ferne von uns stehn. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch be. 8. So lange dieses Leben währt, 135. doch bleibet gutes Muts,(trübt, sei er stets unser Heil 24. die Straf erläßt, die Schuld vergibt und bleib auch, wenn wir von der — und tut uns alles Guts. abscheiden, unser Teil. Erd —.8 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, 9. Er drücke, wenn das Herze nd. erfrische Geist und Sinn uns unsre Augen zu bricht, en und werf all Angst, Furcht, Sorg und zeig uns drauf sein Angesicht — ins Meeres Tiefe hin. und Schmerz dort in der ew'gen Ruh. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. ien 4 1400. Eigene Melodie. Psalm 100. IAA—.—.. 2— 1, 3—— + 9—— A dr* 1. Nun— dem Her⸗ren, al⸗le Welt, kommt her, zu —. I. + I 71 + — 4—— —.— ö ott, I 2—— — J.. 1. 25 T7* +— sei⸗ nem Dienst kuch stellt; kommt mit 0560=lok⸗ Ten, 155 EEN——— ö‚ ..........—..— säu-met nicht, kommt vor 2. Erkennt, daß Gott ist unser Herr, 49. der uns erschaffen ihm zur Ehr, 24. und nicht wir selbst, durch Gottes Gnad — ein jeder Mensch sein Leben hat. sein hei⸗ lig An ⸗ ge⸗sicht. 3. Er hat uns ferner wohl bedacht und uns zu seinem Volk gemacht, zu Schafen, die er ist bereit zu führen stets auf gute Weid. 4. Die ihr nun wollet bei ihm sein, 389 kommt, geht zu seinen Toren ein — 401—402 mitLoben durch derPsalmenKlang, zu seinem Vorhof mit Gesang. 5. Dankt unserm Gott, lobsinget ihm, rühmt seinen Nam mit lauter Stimm, lobsingt und danket allesamt! Gott loben das ist unser Amt. 6. Er ist voll Güt und Freund⸗ 3. Lieder vom christlichen Leben. voll Lieb und Treu zu jeder Zeit; sein Gnade währet dort und hier, und seine Wahrheit für und für. 7. Gott Vater in dem höchsten Thron und Jesus Christ, sein ein ger Sohn, samt Gott dem werten heil'gen Geist sei nun und immerdar gepreist. David Denicke(5), g. 1605, 4 1680, lichkeit,(nach Corn. Becker). 4401. Eigene 2487 —.—— +——— D 4—.— — ů.......... 3 4—— 1. Nun laßt uns—2 dem Her ren Dank sa⸗ Q 2— gen und ihn eh⸗ ren für al ⸗lee sei ⸗ne 472 U 2— 10. .—.—.—. Ga⸗ben, die wir emp⸗ fan gen ha⸗ben. 2. Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein gegeben; dieselben zu bewahren, tut er nie etwas sparen. 3. Nahrung gibt er dem Leibe; die Seele muß auch bleiben, wiewohl tödliche Wunden sind kommen von der Sünde. 4. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben, Christus, für uns gestorben; der hat das Heil erworben. 5. Sein Wort, sein Tauf, sein dient wider allen Unfall, Nachtmahl der heil'ge Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben, im Himmel soll'n wir haben, o Gott, wie große Gaben! 7. Wir bitten deine Güte, daß sie hinfort behüte uns Große mit den Kleinen; du kannst's nicht böse meinen. 8. Erhalt uns in der Wahrheit, gib ewigliche Freiheit, zu preisen deinen Namen durch Jesum Christum. Amen. Ludwig Helmbold, g. 1552, 4 1598. 2402... 24.—55. Psalm 105. * n der i, mi. nnuri rie. ..r— 1 13— lob, mein Seel, den Her Sein Wohl⸗ stat tut er „ren, was in mir meh ⸗ ren, ver⸗giß es 390 G. Lob⸗ un d Danklieder. ist, den Na⸗men sein! 4 ö 2 ö 1 EEE n, 1 Hat dir dein Sünd ver⸗ nicht, o Her ⸗ze mein! 40 Unnrn —4 ge ⸗ Een und heilt dein Schwach⸗ heit groß, er⸗ —— 1—*—— 2 ———.. H DIDDEE — ö 22———————— rett't dein ar⸗- mes Le⸗ ben, nimmt dich in sei⸗nen e e e, — + + RA——.— E — gleich der Recht, be⸗ hü⸗ — IL SSS.— tet die leid'n in 2. Er hat uns wissen lassen sein heilig Recht und sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen, es mangelt an Erbarmung nicht. Sein'n Zorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld; die Gnad tut er nicht sparen, den Blöden ist er hold. Sein Güt ist hoch erhaben ob den'n, die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend ist unsre Sünd dahin. 3. Wie Väter sich erbarmen ob ihrer jungen Kindelein, so tut der Herr uns Armen, wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt uns arme Knechte und weiß, wir sind nur Staub, ein bald verwelkt Geschlechte, 391 sei ⸗ nem Reich. ein Blum und fallend Laub; der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da, also der Mensch vergehet, sein End das ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewigkeit bei seiner lieb'n Gemeine, die steht in seiner Furcht bereit, die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich; ihr starken Engel waltet sein's Lobs und dient zugleich dem großen Herrn zu Ehren und treibt sein heilig Wort; mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. 5. Sei Lob und Preis mit Ehren Gott Vater, Sohn und heil'gem Geist! 4⁰³ Der woll in uns vermehren, 3. Lieder vom christlichen Leben. daß unser Herz und Sinn was er aus Gnaden uns verheißt, ihm allezeit anhangen. daß wir ihm fest vertrauen, uns ganz verlass'n auf ihn, von Herzen auf ihn bauen, Drauf singen wir zur Stund: Amen, daß wir's erlangen, glaub'n wir von Herzensgrund. V. 1—4 von Joh. Gramann, g. 1487, 4 1541. 05 403. Ann 25.—— — I 1 — ᷓ Z—— 3.—.———.—.— O daß ich tau⸗ end Zun⸗gen hät⸗te und ei⸗ nen 1 170 so stimmt ich da-mit um die Wet⸗te vom al ⸗ler⸗ SSEI— E— DRDRRDRRD‚iree‚.— a⸗ send⸗ fa chen Mund, tief⸗sten Her⸗zens⸗grund é ein Lob-lied nach dem SiiEEE SS..... an⸗dern an von dem, was Gott an mir ge⸗tan. 2. O daß doch meine Stimme zu Gottes Ruhm belebet sein schallte und stimmet lieblich mit mir ein! bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes meines Herren Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich! 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräschen in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier 392 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben, denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sei, o allerliebster Vater, unendlich Lob für Leib und Geist, für alles, mildester Berater, was deine Güte mir erweist, was du in deiner ganzen Welt zu meinem Wohlsein hast bestellt. 7. Mein treuster Jesu, sei gepriesen, daß dein erbarmungsvolles Herz sich mir so hilfreich hat erwiesen und mich durch Blut und Todes⸗ schmerz von aller Teufel Grausamkeit zu deinem Eigentum befreit. 8. Auch dir sei ewig Ruhm und o heiligwerter Gottesgeist,[Ehre, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach wo ich etwas Guts verricht, das wirket nur dein göttlich Licht. 9. Wer überströmet mich mit Se⸗ genꝰ Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen We⸗ Du, du, o Herr Gott Zebaoth! genꝰ Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld. 10. Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage zwar wunderbar, doch wohl geführt, denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht dochgewahr. 11. Wie sollt ich nun nicht voller G. Kob⸗ und Danklieder. 404 in deinem steten Lobe stehnꝰ Wie wollt ich auch im tiefsten Leide nicht triumphierend einher gehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. 12. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein. 13. Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin! Im Himmel soll es besser werden, wenn ich bei deinen Engeln bin. Da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja vor. Freude Johann mRentzer, g. 1685, + 1754. 404. mel. Nun freut euch, lieben Christen g'mein. E—— ö— /——.— +— FE ö +———— I 2—— II * O gläu ⸗big Herz, sing froh und frei und gib Lob dei⸗nem ge⸗denk, daß er dein Va⸗ter sei, den du all=zeit sollst 11—3—— Q —.— — SSII... —DD Her⸗ ren; eh ⸗ ren, die⸗weil du kei⸗ ne Stund ohn ihn mit ——— Q —2 —— 82———...—. —.———..—.—..—...e ——— — —*— ö ö 0.* al⸗ler Sorg in dei⸗nem Sinn dein Le⸗ben kannst er⸗näh⸗ren. 2. Er ist's, der dich von Herzen daß nicht der Feind erlangt den und sein Gut mit dir teilet, liebt und deinen Schatz zerteilet. Sieg dir deine Missetat vergibt und deine Wunden heilet, 3. Er ist barmherzig und sehr gut den Armen und Elenden, dich waffnet zum geistlichen Krieg, die sich von allem Ubermut 393 405 3. Kieder vom tchristlichen Leben. zu seiner Wahrheit wenden; er nimmt sie als ein Vater auf und gibt, daß sie den rechten Lauf zur Seligkeit vollenden. 4. Wie sich ein treuer Vater neigt und Guts tut seinen Kindern, also hat sich auch Gott erzeigt allzeit uns armen Sündern; er hat uns lieb, ist voller Huld, vergibt uns gnädig alle Schuld, macht uns zu Überwindern. 5. Er gibt uns seinen guten Geist, erneuet unsre Herzen, daß wir vollbringen, was er heißt, ob's auch das Fleisch mag schmerzen. Er hilft uns hie mit Gnad und Heil, verheißt uns auch ein herrlich Teil von seinen ew'gen Schätzen. 6. Nach unsrer Ungerechtigkeit hat er uns nicht vergolten, sondern erzeigt Barmherzigkeit, da wir verderben sollten. Mit seiner Gnad und Gütigkeit ist uns und allen er bereit, die nur ihm dienen wollten. 7. Was er nun angefangen hat, das will er auch vollenden; nur geben wir uns seiner Gnad, zum Opfer seinen Händen und tun daneben unsern Fleiß, gewiß, er werd zu seinem Preis all unsern Wandel wenden. 8. O Vater, steh uns gnädig bei, weil wir sind im Elende, daß unser Tun aufrichtig sei und nehm ein löblich Ende; leucht uns mit deinem hellen Wort, daß uns an diesem dunklen Ort kein falscher Schein verblende. 9. O Gott, nimm an zu Lob und was wir einfältig singen, Dank, und gib dein Wort mit freiem Klang, mach's durch die Herzen dringen! O hilf, daß wir mit deiner Kraft durch recht geistliche Ritterschaft des Lebens Kron erringen. Michael Weiße, 4 1542. 405. mel. Es ist das Heil uns kommen her. Sei Lob und Ehr dem höch⸗sten Gut, dem dem Gott, der al-le Wun⸗der tut, dem E 35 Z... 1H— ———RR ——, +. H— 1 I.— E 2 I Va⸗ter al⸗ ler Gü ⸗ te, mit sei⸗nem rei⸗che Gott, der mein Ge⸗mü ⸗ te—.— Q N 4 1— IEEEEEEE EꝘ———....——— Trost er⸗füllt, dem Gott, der al⸗len Jam⸗-mer E— 1 — n en. Er mi IEAEV— I E— II * 2. 2 2— stillt. Gebt un⸗serm G ott die Eh 2 rel 394 G. Lob⸗ und Danklieder. 406 2. Es danken dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Güte walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht, ist alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nimmer von seinem Volk geschieden, nicht er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilf erman⸗ die alle Welt erzeiget,(geln muß, so kommt, so hilft der Überfluß, der Schöpfer selbst und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgend finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben o Gott, von nun an ehren,(lang, man soll, Gott, deinen Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich! Gebt unserm Gott die Ehrel 8. Ihr, die ihr Christi Namen gebt unserm Gott die Ehre,[nennt, ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott, der Herr ist Gott, der Herr ist Gott. Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht mit Jauchzen Dank zu bringen, bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre! Joh. Jak. Schütz, g. 1640, 4 1690. 406. Eigene Melodie. Q 2 X I*X +— IS SSISI....... .. 2 ö 1 Sollt ich mei⸗nem Gott nicht sin⸗gen? Sollt ich Denn ich seh in al-len Din⸗gen, wie so PPIII—— ö 44—. 1— 2— I.— 0— üihm nicht dank-bar sein? gut er's mit mir mein. é Ist doch nichts als lau⸗ter 39⁵5 — IIE — 25 1.2 Lie⸗ben, das sein treu⸗es Her⸗ze regt, das ohn En⸗de — 2.———* SDSDSDSDi.... L.—.— 1. L 25 1— Eeei.—..—• hegt und trägt, die in sei⸗nem Dienst sich ü⸗ben. Al⸗les Es————. Ding währt sei⸗ne Zeit, 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm gedeckt, mich geschützt mit Vatertreue, seit er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und des ich mich jetzt erfreue. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu nein er gibt ihn für mich hin, steuer, daß er mich vom ew'gen Feuer durch sein teures Blut gewinn. O du ungegründ'ter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Füh⸗ gibt er mir in seinem Wort,[rer, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort, daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Macht zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 3 1531—— 2... Got⸗tes Lieb in E⸗wig⸗keit. 5. Meiner Seele Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Not entstehen, nimmt er's gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Ver⸗ mögen, nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält: Tier und Kräuter und Getreide, in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. 96 ————— S I ö ere 6 Lob- und Danklieder. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie ein Vater seinem Kinde sein Herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde tut und aus der Bahne weicht, also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu gut, will mein Fehlen mit der Rut und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Seine Strafen, seine Schläge, ob es mir gleich bitter scheint, dennoch, wenn ich's recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 1407. 407 10. Das weiß ich fürwahr und lasse mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein, also wird auch nach der Pein, wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Weil denn weder Ziel noch sich in Gottes Liebe find't,[Ende ei so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 16 76. Mel. Es 2 das 5242. uns——— her. SDRDDD— ———— 1 Wenn die Lie⸗be, ich, o Schöp⸗ ser, dei ne Macht, die die ür al ⸗le wacht, an⸗ A —8—— — 7. 2— S U ⸗ 555 Weis eit dei⸗ner We be⸗tend ü⸗-ber⸗le P 7· 12.— ——..— 2———— 1. 1— — + — 5 I r n, 1 —. un nicht, wie ich dich 4—3— — 5. — 4 5 4 2.— — — 0 — 2. Mein Auge sieht, wohin es .R soll, mein Gott u mein Herr und die Wunder deiner Werke:[blickt, 397 Va ⸗ ter. der Himmel, prächtig ausge⸗ schmückt, 408 5. Lieder vom rchristlichen Leben. preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät?ꝰ Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Laufꝰ Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde mit Vorrat uns zu segnen? lauf, O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner mich, ruft die Saat, hat Gott ge⸗ macht, bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine so wunderbar bereitet, Hand der Mensch, ein Geist, den sein Ver⸗ dich zu erkennen leitet, stand der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott unser Vater, sei gepreist, und alle Welt sag Amen! Und alle Welt fürcht ihren Herrn und hoff auf ihn und dien ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 169. Pracht, 408. Eigene Melodie. Q — ⁊2 2.—..— EEEEEEEE ————— 1.. 1. Wie groß ist des All-mächt'-gen Gü⸗tel Ist Uder mit ver⸗här ⸗te⸗tem Ge⸗ mü⸗te den — 17.57 ů* ö I——.— DS—. DSDSꝗS‚S‚SSSS..S...... 22*———„1. v der ein Mensch, den sie nicht rührt? Mein, sei ne Dank er⸗stickt, der ihr ge⸗ bührt?—— ——— 2.———.—— ESe. 1——. I—— Lie ⸗be zu er⸗mes⸗sen sei e⸗ wig mei⸗ne ꝗ N —.— 5———— Zx,en.. E R—— 0 größ⸗te Pflicht. Der Herr hat mein noch nie ver⸗ges⸗sen, —.— 5—————.— H2 E——.— FiSSE.iie 1 +...—. 29— 2 + ver⸗giß, mein 28 Herz, auch sei-ner nicht! 398 SIIIIIIII— 7* S S 4˙½%½ G. Lob⸗ und Danklieder. 409 2. Wer hat mich wunderbar be⸗ reitetꝰ Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Ge⸗ wissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück ge⸗ nießenꝰ Ist's nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist, wo du mit Herrlichkeit umgeben Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freu⸗ den, durch Gottes Güte sind sie dein: sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören? den Weg, den er mir zeigt, nicht gehnꝰ Sein Will ist mir ins Herz ge⸗ schrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille, ich soll vollkommen sein, wie er. Indem ich dies Gebot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. OGott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein, sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn, sie tröste mich zur Zeit der Schmer⸗ zen, sie leite mich zur Zeit des Glüks und sie besieg in meinem Herzen, die Furcht des letzten Augenblicks! Chr. F. Gellert, g. 1215, 4 1269. 409. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. .———————— ö —2— ¹„*—.— 2ꝛ.—‚ 0 4*—. +**— 1 ö Wo⸗mit ol ich dich wohl lo⸗ben, mäch⸗ ti⸗ Sen ⸗de mir da⸗ zu von o⸗ben dei⸗ nes 4⁰ II ů —.———..— IE 2 E— ger Herr Ze⸗ ba⸗ Gei ⸗ stes Kraft, mein oth? Goll) Denn ich kann mit nichts er ⸗rei⸗ chen dei ⸗ ne Gnad und Lie⸗ bes⸗ 399 —— f6 P ů + ö 2 un Tau⸗ send⸗-tau ⸗ send ⸗mal sei dir,* ö ö un — + 2 0 2 Ta Kön⸗ nig, Dank da ⸗ für! ö re 2. Herr, entzünde mein Gemüte, kamst du, Herr mein Gott, zu mir, 1 daß ich deine Wundermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht; denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 3. Denk ich, wie ich dich verlassen und gehäufet Schuld auf Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen vor der Langmut und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getragen mit Erbarmen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 4. Ach ja, wenn ich überlege, mit was Lieb und Gütigkeit du durch so viel Wunderwege mich geführt die Lebenszeit, so weiß ich kein Ziel zu finden noch den Grund hier zu ergründen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 5. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sünden Höhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesöhnet haben und mit Kraft zum Leben laben. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 6. Bald mit Lieben, bald mit Lei— nur mein Herze zu bereiten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlaugen möcht an deinem Willen hangen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 7. Wie ein Vater nimmt und gibet, nachdem's Kindern nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, Herr mein Gott, zu jeder Frist und dich meiner angenommen, wenn's auch gleich aufs höchste kommen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 8. Mich hast du auf Adlersflügeln oft getragen väterlich, in den Tälern, auf den Hügeln wunderbar errettet mich. Wenn schien alles zu zerrinnen, ward doch deiner Hilf ich innen, Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 9. Fielen tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 10. Vater, du hast mir erzeiget den lauter Gnad und Gütigkeit, 40⁰ Seiten ehr, X, üngen, gen. zeiget und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 11. Tausendmal sei dir gesungen, G. Lob⸗ und Danklieder. 410 Herr, mein Gott, Preis, Lob und daß es mir bisher gelungen.(Dank, Ach laß meines Lebens Gang ferner doch durch Jesu Leiten nur gehn in die Ewigkeiten! Da will ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir. L. Andr. Gotter, g. 1661, 4 1735 410. Eigene Melodie. * E *‚..—.——2..——.— ———.————— DEEE * 1 Dai⸗ ⸗der⸗ ba⸗ arer Kö⸗nig, Herr⸗scher von uns al⸗len, Dei⸗ne Gna⸗den ⸗strö-me hast du las⸗ sen flie⸗ ßen, 2 —— 65 —. 0 H— ——...— 2.— — *— — + — laß ⁵5 un⸗ ser Lob ge⸗fal⸗len! 00 wir schon dich oft ver-lie⸗ 255 — Hilf uns noch, stärkuns 1 .— —— 1 — ——— — —— doch, laß die Zun⸗ge 2. Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Taten mehr als aller Menschen Staaten; großes Licht der Sonne, sende deine Strahlen, die das große Rund bemalen; lobet gern, Mond und Stern, seid bereit zu ehren einen solchen Herren! 3. O du meine Seele, singe fröhlich, singe, singe deine Glaubenslieder! Was den Odem holet, jauchze, preise, klinge! sin⸗ cgen, laß die Stim⸗me klin⸗=gen! Wirf dich in den Staub darnieder! Er ist Gott Zebaoth, er nur ist zu loben hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe, wer den Herren kennet, wer den Herren Jesum liebet; Halluleja singe, welcher Christum nennet, sich von Herzen ihm ergibet. O wohl dir! Glaube mir: Endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben. Joachim Neander, g. 1650, 4+ 1680. IY. Lieder für besondere Zeiken, Verhälknisse und Blände. A. Morgen⸗, Tisch- und Abendlieder. J. Morgenlieder. 411¹. Eigene Melodie. ⸗nes Her⸗ zens Grun ⸗ de sag in die ⸗ Mor⸗ gen ⸗ stun ⸗ de, da⸗ chr W Dant 43. 30 Aaint Leen Lans, o Gott in dei⸗ nem 22 .2————..—.——— E—.— —‚—— 13——— +. 1 Thron, dir zu Lob, Preis und Eh⸗ren durch b um +——. 1.——.w— . 357 ⸗ sern Her ⸗ ren, dein'n ein⸗-ge⸗ bor⸗nen Sohn, 2 2. 0 80 mich hast aus Gnaden ich dir, o Herr, befehle, in der vergangnen Nacht dazu mein Hausgesind + erst vor Fährlichkeit und Schaden als dein Geschenk und Gab, mei behütet und bewacht. mein Eltern und Verwandten, dru Ich bitt demütiglich, mein Brüder und Bekannten Da wollst mir mein Sünd vergeben, und alles, was ich hab. 3. womit in diesem Leben 5. Dein'n Engel laß auch bleiben ich hab erzürnet dich. und weichen nicht von mir, wo 3. Du wollest auch behüten den Satan zu vertreiben, Go mich gnädig diesen Tag auf daß der bös Feind hier ODrr vors Teufels List und Wüten, in diesem Jammertal ö Da vor Sünden und vor Schmach, sein Tück an mir nicht übe, 4 vor Feu'r und Wassersnot, nicht Leib und Seel betrübe ot vor Armut und vor Schanden, und mich nicht bring zu Fall. ö auf vor Ketten und vor Banden, 6. Gott will ich lassen raten, un vor bösem schnellen Tod. denn er all Ding vermag. Do 4. Mein'n Leib und meine Seele, Er segne meine Taten, 5 mein Weib, Gut, Ehr und Kind mein Vornehmen und Sach! 402 iben A. Morgen⸗, Tisch⸗ u. Abendlieder(Morgenlieder). 412 Ihm, hab ich heimgestellt mein'n Leib, mein Seel, mein Leben und was er mir sonst geben; er mach's, wie's ihm gefällt. 7. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, es wird in Gottes Namen sein alles wohlgetan, und streck nun aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott beschieden in mein'm Beruf und Stand. 1592. 412. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. —3—.—. ‚‚— —..—.— .——Ä 70 1 2—— 1. Das wal⸗ te Gott, der hel ⸗ fen kann! Mit 9—— dymns, mnrs. ini Warn.— SꝓPSPP..I...I.. Gott fang ich mein Ar⸗ beit an, mit Gott nur J — — *—.— — 2l—f—4 — — * + +*—.— V .— e— 3.2 —— 5 3* geht es glück ⸗lich fort, drüm ist auch dies mein Q + —.—— H — I— I , n=ant ir Huis,iri,r u, i., V, Hüruut-Eirti, — er⸗stes Wort: Das wal ⸗te 2. All mein Beginnen, Tun und Werk erfordert Gottes Kraft und Stärk; mein Herz sucht Gottes Angesicht, drum auch mein Mund mit Freude Das walte Gott! spricht: 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts, wo Gott nicht gibet, da gebricht's; Gott gibt und tut mir alles Guts, drumsprechichnunauchgutes Muts: Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafür; auf sein Wort werf ich aus mein Netz und sag in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! 5. Anfang und Mitte samt dem End Gott! stell ich ich allein in Gottes Händ': er gebe, was mir nützlich ist, drum sprech ich auch zu jeder Frist: Das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, so g'nüget mir's zu jeder Stund, drum sprech ich auch von Herzens⸗ Das walte Gott!(grund: 7. Trifft mich ein Unglück: unver⸗ zagt! ist doch mein Werk mit Gott gewagt; er wird mir gnädig stehen bei, drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und bis all mein Tun einEnde hat, spat, er gibt und nimmt, macht's, wie er will, 403 267 413 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. drum sprech ich auch fein in der Still: Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not und gibt mir auch mein täglich Brot; nach seinem alten Vaterbrauch tut ermir Guts, drum sprechichauch: Das walte Gott! 10. Ohn Gott nichts glückt und seine Gunst, nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst; mit Gott geht's fort, gerät auch wohl, daß ich kann sagen glaubensvoll: Das walte Gott! 11. Teilt Gott was mit aus Gütig⸗ so acht' ich keiner Feinde Neid, kkeit, laß hassen, wer's nicht lassen kann, ich stimme doch mit Freude an: Das walte Gott! 12. Tu ich denn was mit Gottes der mir beistehet früh und spat, Rat, dann alles wohl geraten muß, drum sprech ich nochmals zum Be⸗ Das walte Gott!(Beschluß: Johann Betichius, g. 1650, 4 1222. 413. mel. Berr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1211. ö—— ——. E— =ter und Gott Sohn, Gott heil'⸗ ger ——. —.— ——— 2.—.——— Geist ins 175 mels Thron Mandantt dir, eh die Sonn auf⸗ —3 ——— — 2. Drum beug ich diesen Morgen in rechter Andacht meine Knie[früh und ruf zu dir mit heller Stimm, dein Ohren neig, mein Red ver⸗ nimm! 3. Ich rühm vonHerzen deine Güt, weil du mich gnädig hast behüt't, daß ich nun hab die finstre Nacht in Ruh und Friede zugebracht. 4. Mein Gott, ich bitt durchChristi Blut, nimm mich auch diesen Tag in Hut, laß deine lieben Engelein mein Wächter und Gefährten seinl 5. Dein Geist mein Leib und Seel ö regier ad mich mit schönen Gaben zier, 40⁴ geht, wenn's Licht an⸗ brich, man vor de sieht er führ mich heut auf rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kann. 6. Gib Gnad‚ daß ich mein Werk und Pflicht mit Freude diesen Tag verricht zu deinem Lob und meinem Nutz und meinem Nächsten tue Guts. 7. Bewahr mein Herz vor Sünd und Schand, daß ich vom Übel abgewandt mein SeelmitSünden nichtbeschwer und mein Gewissen nicht versehr. 8. Mein'n Aus⸗und Be bewahr, daß mir nichts Übels widerfahr; behüte mich vor schnellem Tod und hilf mir, wo mir Hilf ist not. Martin Behm, g. 1557, 4 1622. Bahn, n kann. Werk Pflicht richt n Nutz Buts. Sünd ichand, dt schwer rsehr. igheut ewahr, Fahr; Tod st not. 1622. A. Morgen⸗, Tisch⸗ u. Abendlieder(Morgenlieder). 414. Eigene 414 Melodie. S..—— 1. Die aulde ne IE —.——— 2—7— 5 2 +.—.2— —— aa — DEE— b ringt un⸗sern Gren⸗zen mit ih⸗ͤ rem Glän⸗zen 9 1— aörni ernreeirennr. — 7———— 25 2—— ein herz⸗er ⸗quik⸗ken ⸗des, lieb ⸗li⸗ches Licht. aaresnin, n 2 —— 2 2—*— 12 4— 4 ů 2. I DE... —6 mun⸗ ter— sröh⸗ lich 2 *. a⸗ ber nun steh ich, 4 —2 9 2— 1— —— R.‚ ——„.——..—.—.— DIE— ien 80 E aen Him⸗mel 2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei mächtig und und wo die Frommen(groß, dann sollen hinkommen, wann sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Erde vergänglichem 3. Lasset uns singen,(Schoß. dem Schöpfer bringen Güter und Gaben, was wir nur haben, alles sei Gotte zum Opfer gesetzt. Die besten Güter sind unsre Gemüter, dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergötzt. mit mei⸗nem Ge⸗ sicht. 4. Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit 5. Ich hab erhoben[Schein. zu dir hoch droben all meine Sinnen; laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich er⸗ Laster und Schande, gehn! des bösen Feinds Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke, stehn! laß mich auf deinen Geboten be⸗ 40⁵ 41⁵ 6. Laß mich mit Freuden ohn alles Neiden sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und Nähesten Geiziges Brennen,[Haus. unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde von meinem Herzen und wirf es 7. Menschliches Wesen, hinaus! was ist's gewesen? In einer Stunde geht es zu Grunde, sobald die Lüfte des Todes drein alles in allem(wehn; muß brechen und fallen, Himmel und Erden die müssen das werden, was sie gewesen vor ihrem Entstehn. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanken, seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Sein Heil und Gnaden(Grund. die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, vergib und schone, laß meine Schulden in Gnad und Hulden aus deinen Augen sein abgewandtl 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. Sonsten regiere mich, lenke und führe, wie dir's gefället, ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und Beste, Gott ist das Süß'ste und Allergewiß'ste, aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, mit Galle tränken, und soll von Plagen ich auch was tragen, wohlan, so mach es, wie dir es be⸗ Was gut und tüchtig, iebt. was schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du alleine, hast niemals keinenzu sehre betrübt. 12. Kreuz und Elende das nimmt ein Ende; nach Meeres Brausen und Windes Sausen leuchtet der Sonne gewünschtes Freude die Fülle(Gesicht. und selige Stille hab ich zu warten im himmlischen Garten; dahin sind meine Gedanken gerichkt. Paul Gerhardt, g. 1607, 1676. 415. 2— Berr Jesu Christ, dich zu uns wend. na.—— + ———.— 1. Die hel⸗ 18 Sonn leucht't jetzt her⸗ für, fröh⸗lich vom 406 — S re2ee?ꝰ Hand. Wort: trübt. A. Morgen⸗, Tisch⸗ u. Abendlieder(Morgenlieder). 416 — 7———— H 2—3—.——2. 4 ö 0— DI0 chlaf auf⸗ste⸗hen wir; Gott Lob, der uns in die⸗ ser SPSPSIS.SITITITITITI.I.II...... —... de nen.. remntmmnmn. Nacht be⸗hüt't hat 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine Laß deine lieben Engelein(Güt! unsre Hüter und Wächter sein; 3. Daß unser Herz in G'horsam leb, dein'm Wort und Will'n nicht wider⸗ streb, vor des Teu⸗fels Macht! daß wir dich stets vor Augen han in allem, was wir heben an. 4. Laß unser Werk geraten wohl, das ein jeder ausrichten soll, daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß gereich zu dein'm Lob, Ehr und Preis. Niklas Hermann, + 1561. Mel. Christus, der uns selig macht. 1 — 8 7%½½— 7⁰ .————— 2 — +* ——— SI.i— 1. Fang dein Werker nit Je⸗su an, Je⸗sus hat's in —*————.—— EHAEEE 2—— — e d. Hän ⸗den; Je⸗sum ruf zum Bei⸗stand an, SSSIII...——— 1*—..—* 2 7—— 1.———— 4 Je ⸗sus wird's wohl en ⸗ den. Steh mit Je⸗su 4— + E riam RAIRDRDIDR— EHE E*—2—.— 1+ ⁊— 2...J— 63— *————— Mor⸗gens auf, geh mit Je⸗su schla ⸗fen, führ mit E II— N N 2 EIELIA —. 2— V7 ESILI 1——— D...— 3— 1 EIII + +———2———— + EIIN —.7* 4————...—— Je⸗su dei⸗nen Lauf, las⸗se Je⸗sum schaf⸗fen! 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, daß er woll dein Helfer sein stets in allen Nöten. Morgens, Abends und bei Nacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht dich sucht zu bestreiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten, er wird dich vor ihrer List schützen und behüten. Setz nur das Vertrauen dein in sein Allmachtshände und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende. 407 417—418 4. Wenn denn deine Sach mit also angefangen, ei so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen; es wird folgen Glück und Heil hier in diesem Leben, endlich wird dir Gott dein Teil auch im Himmel geben. (Gott 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. 5. Nun Herr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben, es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben! All mein Werk greif ich jetzt an, Herr, in deinem Namen, laß es doch sein wohlgetan! Ich sprech darauf Amen. Um rög. 417. Mel. Hommt und laßt uns Christum ehren. dr. DSIIHH‚‚=—. SE ASIESTSSISEITTTT‚ne 2.—— 1 + 1*Ʒ— +* 1. Früh am Mor⸗gen Je ⸗ sus ge⸗het und vor Q— HZ...—.—. I 1— EWSDPDPDPEEEEE EEEETTESFEFEFEFEFEIEEIEIEEEEEEEEEE E L.— +.. 4— 1— 1————— —— nn Hhe t, klop⸗fet an, wo man ge⸗ —Q— +. 1———— ETEIEI en L. 8 1— E 0* fle-het: Komm, Herr Je⸗ su, un 7 ser Gast! 2. Nun so lasset ihn nicht dorten, tut ihm auf des Herzens Pforten und ruft ihn mit süßen Worten: Eile, Jesu, kehre ein! 3. Wollest täglich bei uns bleiben, alle Feinde von uns treiben, uns ins Buch des Lebens schreiben und der gute Hirte sein; 4. Weiden uns auf grüner Auen, daß wir deine Fülle schauen und auf deinen Reichtum bauen, mit dir gehen aus und ein. ö 5. Amen, ja es soll geschehen! Jesus wird heut mit uns gehen, und wir werden fröhlich sehen, daß er uns nicht läßt allein. — Gerh. Chr. H. Stip, g. 1809, 4 1882. 4 2413. ö Eigene Melodie. 2 .—+— I—— SP TTITIIIII 5—5 1. Gott des Him⸗mels und der Er ⸗= den, Va⸗ ter, — der 8 Tag und 2—— läßt wer⸗ den, Sonn und SS I............. I ITIITII.. *—— DRRREEEEEE ·7 2 Sohn und heil'⸗ger Geist, des⸗sen sür ke Mond uns IAschei ⸗nen heißt, .—— I1E=— 1 ů I E e DDD eN— 1— r Hand die Welt und was drin- nen ist er- hält, 408 A. Morgen⸗, Cisch⸗ u. Abendlieder(Morgenlieder). 419 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Not und Schmer⸗ hast behütet und bewacht,(zen daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o Herr Jesu, laß dich finden und dein Herz mir offen stehn, da alleine Hilf und Rat ist für meine Missetat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Mor⸗ geistlich auferstehen mag(gen und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort, sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hortl Nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum! 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert, g. 1604, 4 1651. —¹9.——— melodie ů——— * + 1. 31 .—.— 1. Hü⸗ter, wird die Nacht der Sün⸗den nicht ver⸗ xxxxxxxx — +———————....—...— VQ2— N. schwin⸗den? Hük⸗ter, ist d Nacht schier hin? 6— E——————————— EX. + E* 117—. nrl EEI 2— 7* L—— — 10———* 7 Wird die Fin⸗ster ⸗nis der Sin⸗nen bald zer⸗ A2— EL— f.* I2—— NI 2, an= Enn Eue. ee in nni nirgin, H—.—l — rin nen, dar⸗ein ich ver⸗wik⸗ kelt binꝰ 2. Möcht ich wie das Rund der lichte werden;[Erden Seelensonne, gehe auf! ö Ich bin finster, kalt und trübe; Jesu, Liebe, komm, beschleunige den Laufl 3. Wir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung kommen ist, und ich muß mich stets im—.—9 so ermatten, weil du mir so ferne bist. 409 ö ö 42⁰ 4. Wir sind ja der Nacht entnom⸗ da du kommen,(men, aber ich bin lauter Nacht; darum wollst du mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach Licht und Rechte tracht't. 5. Das Vernunftlicht kann das mir nicht geben, Leben Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken und erquicken, Jesus muß die Sonne sein. 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. 6. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein; wenn sein helles Licht den Seinen soll erscheinen, N muß das Auge reine sein. 7. Jesu, gib gesunde Augen, die was taugen, rühre meine Augen an! Denn das ist die größte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. Chr. Friedr. Richter, g. 1676, 4 111. 14²⁰. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. EH 5————. ů ..ex ————— 2— 2 1 In Got⸗ tes Na⸗men fang ich an, was ö mit Gott wird al⸗ les wohl-ge ⸗ tan und 4 2 0 —— 2— ö 2— 55 2 E mir zu tun ge ⸗ büh =ret, ⸗ ret. — 1*. ——— +2 III glück⸗lich aus ⸗ge ⸗ füh +— 1 2** 1— — 2* +* + 2 +2 1— —— 65 Got⸗tes Na⸗ men tut, ist —90 1— —5.—0 ———2 2—* 2.—— +—ꝛß. +.—.———.—— 2...—5 — J— I—I — I +recht und gut 2. Gott ist, der das Vermögen was Gutes zu vollbringen, sschafft, er gibt uns Segen, Mut und Kraft und läßt das Werk gelingen; ist er mit uns und sein Gedeihn, so muß der Zug gesegnet sein zum reichen Uberflusse. 3. Wer erst nach Gottes Reiche tracht't und bleibt auf seinen Wegen, der wird gar leichtlich reich gemacht und kann uns auch ge⸗ dei-hen. durch Gottes milden Segen. Da wird der Fromme immer satt, daß er von seiner Arbeit hat auch Armen Brot zu geben. 4. Gott ist der FrommenSchild und er krönet sie mit Gnaden;(Lohn, der bösen Welt ihr Neid und Hohn kann ihnen gar nicht schaden. Gott decket sie mit seiner Hand, er segnet ihre Stadt und Land und füllet sie mit Freude. 410 A. Morgen⸗, CTisch⸗ u. Abendlieder(Morgenlieder). 421 5. Drum komm, Herr Jesu, stärke hilf mir in meinen Werken,(mich, laß du mit deiner Gnade dich bei meiner Arbeit merken, gib dein Gedeihen selbst dazu, daß ich in allem, was ich tu, ererbe deinen Segen. 6. Regiere mich durch deinen Geist, den Müßiggang zu meiden, daß das, was du mich schaffen heißt, gescheh mit lauter Freuden; 421. hilf, daß ich dir mit aller Treu auf dein Gebot gehorsam sei und meinen Nächsten liebe. 7. Nun, Jesu, komm und bleib Die Werke meiner Hände(bei mir! befehl ich, liebster Heiland, dir, hilf, daß ich sie vollende zu deines Namens Herrlichkeit, und gib, daß ich zur Abendzeit erwünschten Lohn empfange. Salomon Liscow, g. 1640, 4+ 1689. Mel. Ich dank——.— durch—.—— vint ů 2— 2 4 +7 1. Mein erst Ge⸗ rühl sei Preis und Dank, er⸗ heb ihn, — 2—A—..— 22— EHE E—.* 2 72 1 —— 2 ö— * mei⸗ne Sel⸗Kt Der Herr 95 dei⸗nen Lob⸗ge⸗sang, 9 5* HII —.— + J + II ......8LJ.——* 2—* + + I * lob⸗sing ihm, 2. Mich selbst zu schützen ohne lag ich und schlief in Frieden. Macht Wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3. Du bist es, Herr und Gott der und dein ist unser Leben;(Welt, du bist es, der es uns erhält und mir's jetzt neu gegeben. 4. Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 5. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen und lehre du mich selber tun nach deinem Wohlgefallen. 6. Nimm meines Lebens gnädig auf dich hofft meine Seele,(wahr, 411 mei⸗ne See⸗lel sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 7. Gib mir ein Herz voll Zuver⸗ erfüllt mit Lieb und Ruhe,(sicht, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig tue; 8. Daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 9. Daß ich dem Nächsten beizustehn nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue; 10. Daß ich das Glück der Lebens⸗ in deiner Furcht genieße(zeit und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1769. 422—423 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. 4²22. Eigene Melodie. E—2..— nnrntvnn Hen e ren, Edur, ni—.— —— 1 sshce uns die der Ischick uns die ⸗ E⸗wig⸗xkeit, se——1 Licht vom un⸗er⸗ dei ⸗ ne——. len .. 2— ů— EREREEEEEEEE EEEEE—.— —.— 4— 2 I. LS.. schöpf⸗ten Lich⸗te, zu Ge⸗sich⸗te 2. Deiner Güte Morgentau fall auf unser matt Gewissen; laß die dürre Lebensau lauter süßen Trost genießen und erquick uns, deine Schar, immerdar! 3. Gib, daß deiner Liebe Glut unsre kalten Werke töte, und erweck uns Herz und Mut bei entstandner Morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht aufstehn. C. Änorr v. Rosenroth, und ver⸗treib durch deine Machtuuser re Ruch 4. Ach du Aufgang aus der Höh, gib, daß auch am jüngsten Tage unser Leib verklärt ersteh und entfernt von aller Plage sich auf jener Freudenbahn freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Gnadensonne, führ uns durch das Tränenfeld in das Land der süßen Wonne, da die Lust, die uns erhöht, nie vergeht. g. 1656, + 1689. 423. Mel. Christus, der ist mein Leben. —8.— 4 QE.EE + 2—— ——— P P — 3 1. Noch läßt der Herr mich le⸗ben! Mit fröh⸗li⸗chem Ge⸗ SSEIIIFIIFFt.t.. ö 4 2 + 22— 5——4 42424— 2D.— —* irs müt eil ich, ihn zu 2. Zu ihm entzückt mich wieder der Morgensonne Pracht, ich falle vor ihm nieder, der sie und mich gemacht. 3. Du, Herrscher aller Welten, nimmst dich auch meiner an; wie soll ich dir vergelten, was du an mir getan? 4. Wirst du nach Opfern schauen? Sie gelten nichts vor dir; x***——* er⸗he⸗ben; er hört mein frü⸗hes Lied! du forderst nur Vertrauen, nur Liebe, Gott, von mir. 5. So will ich dir lobsingen, mich deines Namens freun, nach deiner Gnade ringen, mein ganzes Herz dir weihn. 6. O Tilger meiner Sünden, mein Mittler, Jesu Christ, laß mich den Trost empfinden, daß du so gnädig bist. 4¹² 7. Dir hab ich mich ergeben, ich freue mich in dir! Erfreuender, als Leben, ist deine Güte mir. 8. Sie führe mich auch heute auf deiner Tugend Pfad. Du ewig Weiser leite mich selbst nach deinem Rat. 424. A. Morgen⸗, Cisch⸗ u. Abendlieder(Morgenlieder). 9. Daß ich am ersten trachte nach dem, was dir gefällt, mehr deinen Beifall achte als allen Ruhm der Welt. 10. Bereit, den Lauf zu schließen auf deinen Wink, o Gott, und lauter im Gewissen: so finde mich der Tod. Chr. Fr. Neander, g. 124, + 1802. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. — — 4** + 4 1—1 N 2*2— J 2.*—.— 2 — ů—— +; Nün tret ich wie⸗der — aus der Ruh und für neu ⸗e Plag mir — — 7 ir N * . uacht weiß ich, was — — 72—.— 2—.—* + ⁴⁷— ů +. —D++ geh dem sau⸗ ren Ta⸗ge zu, ů. wie mir ist heu⸗te noch be ⸗ geg⸗nen mag; doch weiß ich, +—.4 4— EÆHEEE—— 4 4 ů—————— E auf ⸗er ⸗ le ⸗ get.— mein from-mer Gott in daß mich trä ⸗ get .———⁵—1 2—— ö EEEEE— —2—.—5——— 7 7 + sei⸗ner Hut, 2. Zwar meine Bürd ist täglich ö neu, doch ist mein Gott auch täglich treu, der träget meine Sorgen. Vor Abends keiner recht vernimmt, was ihm den Tag all ist bestimmt; es baͤhnt ein jeder Morgen mir einen frischen Weg zur Pein, der kann mit Gott erstiegen sein. 3. Wie wenig hab ich oft gedacht, daß so würd sein zu End gebracht die saure Tagesbürde/ doch hab sich Abends wohl gespürt, daß du mich, höchster Gott, geführt, 2.—.— daß mir die Last nicht Scha⸗den tut. daß mich dein Schein und Würde geleitet, mir geleuchtet hat auf meinen Weg und Kreuzespfad. 4. Weil ich denn des versichertbin, was trauerst du, verzagter Sinn, die Bürd auf dich zu legen? Trag, was du kannst, Gott träget ö mit; der Herr der Welt der strauchelt bei ihm ist lauter Segen. Ünicht, Mit ihm geh ich denn frisch daran und scheue nicht die Leidensbahn. 5. So ist getrost mein frischer Mut, 413 ———— 4²⁵ wenn ich mich in des Höchsten Hut kann eingeschlossen sehen; doch daß ich des versichert sei, muß ich von Sünden leben frei und Gottes Wege gehen; mein Gott geht nimmer meinen Steg, wo ich nicht wandle seinen Weg. 6. Drum, liebster Gott, leit mei⸗ nen Fuß, daß ich dir folg in wahrer Buß und läutre mich von Sünden! So kann ich als ein kühner Held bestreiten diese böse Welt mit dir sie überwinden; so tret ich mutig an den Tag und scheue nicht, was kommen mag. 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. 7. Ich leg auf dich, mein Gott und Herr, was mir zu tragen wird zu schwer, die Last, die mich gebogen; ich lege meine Würd und Stand in deine große Allmachtshand, die du mir nie entzogen; mit der hast du von Jugend auf geleitet meinen Lebenslauf. 8. Ich leg in deinen Schoß hinein, die meine Blutsverwandte sein; da sind sie wohl beschlossen; o Vater, meine arme Seel in Jesu Christ ich dir befehl; du wirst sie nicht verstoßen, wenn sie vom Leibe scheid't der Tod. Ich leg mich ganz in dich, mein Gott. Ant. Ulrich, Herzog zu Braunschweig⸗Wolfenbüttel, g. 1655,4+ 171. 425. mel. O Jesu Christ, mein's Lebens Licht. INEEEEE E ES— IEEEAEE 3 1. O hei⸗li ⸗ge Drei⸗ fal⸗tig⸗ keit, o hoch⸗ge⸗ — S S..PIPI........... EEEEEEEEEEEE— 1 lob⸗te Ei ⸗ nig ⸗keit, Gott Va⸗ter, Sohn und Q EEEES.. n CEI. S.......—..——— —— LI 1.— Tag mir Bei⸗stand leist! heil⸗ger Geist, 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr, daß mich der Satan nicht verletz noch mich in Schand und Schaden setz. 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, des Sohnes Weisheit mich erquick, des heil'gen Geistes Glanz und Schein heut die⸗sen erleucht mein's finstern Herzens Schrein! 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig o mein Erlöser, hilf mir frei,(bei, o Tröster wert, weich nicht von mir, mein Herz mit werten Gaben zier! 5. Herr, segne und behüte mich, erleuchte mich, Herr, gnädiglich, Herr, heb auf mich dein Angesicht und deinen Frieden auf mich richt! Nach Martin Behm, g. 1557, + 1622 414 A. Morgen⸗, Tisch-⸗ u. Abendlieder(Morgenlieder). 426 426. mel. Ach Zesu, dessen Creu. ——“ I.iii‚‚IIRIIT—— 2.——————— 1 I su, sü⸗ßes Licht, nun ist die Nacht ver⸗ nun hat dein Gna⸗den⸗glanz aufs neu⸗e mich um⸗ . V 4 ů ann.——. nun ist, was an mir ist, vom Schla⸗fe auf⸗ge⸗ gan⸗gen, fan⸗gen, I— — N H 11— NMN 1—5— 1 DEEEEAEE———.——1 ———..—— 2 —— .. weckt und hat nun in Be⸗gier zu dir sich aus⸗ge⸗streckt. 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken mit Leib, mit Seel, mit Geist heut diesen ganzen Tag; das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein Gott, da hast du meine Seele, sie sei dein Eigentum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebeskraft; da hast du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklären allermeist! 4. Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und zum Haus. Ach allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget: laß meiner Seele sein dein Bildnis eingepräget 415 im güldnen Glaubensschmuck, in der Gerechtigkeit, so allen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuschheit, mit Geduld durch deines Geistes Triebe, auch mit der Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohlgeschmückt und köstlich angetan. 7. Laß mir doch diesen Tag stets vor den Augen schweben, daß dein Allgegenwart mich wie die Luft umgebe, auf daß mein ganzes Tun durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich tu, ja rede und gedenke; durch deines Geistes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich unverrückt verbleib dein Eigentum. Joachim Lange, g. 1670, 4 1744. ———————— 427—428 4. Lieder für be 4²⁷. Mel. Nun laßt uns Gott dem Berren I sondere Seiten. +* Q EEEEE ö .——3—.— 2—.—5..—.—— 2+— — 7.—.— 2— 26 1. Wach auf, mein Herz, und sin ⸗ge dem Schöp⸗ EH—... I—. 22 2 1—..— + CLI.— 2 1+. 2.—. + II—. I 3.————.—— fer al ⸗ler Din⸗ge, dem Ge⸗ ber al⸗ler HE ö FFE +.— 2. 25441 + —224..„ 2 Han 2. J.—... II— E 2. D—.— LI—.— 2— 11— D.. 1. 12— XI 30 Gü⸗ter, 2. Heut, als die dunkeln Schatten mich ganz umgeben hatten, hast du, o Gott, gewehret, daß mich kein Leid versehret. 3. Du sprachst: Mein Kind, nun trotz dem, der dich betrüge![liege Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 4. Dein Wort, Herr, ist geschehen, ich kann das Licht noch sehen, von Not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben: hie bring ich meine Gaben, mein Weihrauch, Farrn und Widder sind mein Gebet und Lieder. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. dem from⸗men Men⸗schen⸗hü⸗ter! 6. Die wirst du nicht verschmähen, du kannst ins Herze sehen und weißt wohl, daß zur Gabe ich ja nichts Bessers habe. 7. So wollst du nun vollenden dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. 8. Sprich ja zu meinen Taten, hilf selbst das Beste raten, den Anfang, Mitt' und Ende, ach Herr, zum Besten wende! 9. Mit Segen mich beschütte, mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 428. ö— 2.———— — 1— 7 — ——..—— — Wie schön leuch All Kre„ 0 4—— „tet der Mor- gen-stern tur macht sich her-für, —— 2 N 2 ED— 1 —.—— 1———.—.— — —— 4——— vom Fir ⸗ ma- ment des ed ⸗len Lich des Him⸗mels fern, tes Pracht und Zier e, d.err.— —— e—.— 2— 2 ——.——— mnm mur.: 20 die Nacht ist nun ver⸗ 5 Was lebt, mit Freu ⸗den zu 416 gan⸗gen. emp⸗ fan-gen. hmähen, Gabe (lenden nden, Taten, Inde, nde! hütte, e, se, „+ 167⁰. —7 ü-b d stern „ für, A. Morgen⸗, Tisch⸗ u. Abendlieder(Morgenlieder). 428 I H— +— N——* ————.— +— — RR 7 üTT 2———2.—— was schwebt, hoch in Lüf-ten, tief in Klüf⸗ten, * ,ee, e n n ui,, dax nane Hun een aenenn ner, iunde urin läßt zu Eh⸗ ren sei⸗nem Go 2. Du, o mein Herz, dich auch ů aufricht, erheb die Stimm und säume nicht, dem Herren Lob zu bringen: denn, Herr, du bist's, dem Lob ge⸗ bührt, und dem man billig musiziert, dem man läßt innig klingen mit Fleiß Dank, Preis, Freudensaiten, daß von weiten man kann hören, dich, o meinen Heiland, ehren. 3. Du, o mein Jesu, meine Freud in aller Angst und Traurigkeit, du hast mich heut befreiet; du hast der Feinde Macht gewehrt, mir Schutz und sanfte Ruh beschert, des sei gebenedeiet. Mein Mut, mein Blut soll nun singen, soll nun springen, all mein Leben soll dir Dankeslieder geben. 4. Ei mein Herr, süßerLebenshort, laß ferner deiner Gnaden Pfort mir heut auch offen bleiben; sei meine Burg und festes Schloß und laß kein feindliches Geschoß daraus mich jemals treiben. Stell dich vor mich hin zu kämpfen und zu dämpfen Pfeil und Eisen, wenn der Feind will Macht bewei⸗ sen. 3 23 + tt ein Dank⸗lied hö⸗ren. 5. Gieß deiner Gnaden reichen Strahl auf mich vom hohen Himmelssaal, mein Herz in mir erneue; dein guter Geist mich leit und führ, daß ich nach meines Amts Gebühr zu tun mich innig freue. Gib Rat und Tat, laß mein Sinnen und Beginnen stets sich wenden, meinen Lauf in dir zu enden. 6. Wend Unfall ab, kann's anders wo nicht, so geb ich mich darein, sein, ich will nicht widerstreben. Doch komm, o süßer Morgentau, mein Herz erfrisch, daß ich dir trau und bleib im Kreuz ergeben. Bis ich endlich nach dem Leiden zu den Freuden werd erhoben, da ich dich kann ewig loben. 7. Indes, mein Herze, sing und spring, in allem Kreuz sei guter Ding, der Himmel steht dir offen. Laß Schwermut dich nicht nehmen denk, daß die liebstenKindelein sein, allzeit das Unglück troffen. Drum so sei froh, glaube feste, daß das Beste, so bringt Frommen, wir in jener Welt bekommen. Burkh. Wiesenmeyer, 4 nach 1653. 27 417 429 4. Lieder für besondere SZeiten ꝛc. 2. Abendlieder. 429. Eigene Melodie. E———— 122.——— E—. I. I..—.— ........‚ 1 Der lie ⸗ben Son- ne Licht und Pracht hat 5 die Welt hat sich zur Ruh ge⸗macht; tu, —J.— 4—.— N X H 415 — I*—..— 1 + + 1— IX .—— I 1 2 IX I nun den Tag voll⸗füh ⸗ ret, trütt ant. dis 2 Seel, was dir ge- büh⸗ ret, EH—— j—— FE2—— 2—6 + 2 3—.*— —*— 4.—.—ß7 2——* 3 . n.—.——— 2 Him⸗mels⸗tür und bring ein Lied her⸗-für, laß 1 2————— EH— IIII—..⸗r ————*———— 2.—— dei ⸗ ne Au⸗gen, Herz und Sinn auf Je⸗sum E..—— +..2 + 1 LVL IE +— 2 2— II —. 1— II sein ge⸗ rich⸗tet und gebet eure Strahlen, ihr macht die Nacht des Lichtes voll, doch noch zu tausend Malen scheint heller in mein Herz die ew'ge Himmelskerz, mein Jesus, meiner Seele Ruhm, mein Schutz, mein Schatz undEigen⸗ tum. 3. Der Schlaf zwar herrschet in der bei Menschen und bei Tieren; Nacht doch Einer ist, der oben wacht, bei dem kein Schlaf zu spüren. Es schlummert, Jesu, nicht dein Aug, auf mich gericht't, drum soll mein Herz auch wachend daß Jesus wache nicht allein.(sein, 4. Verschmähe nicht dies schlichte das ich dir, Jesu, singe;(Lied, in meinem Herzen ist kein Fried, bis ich es zu dir bringe. hin! 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl Ich bringe, was ich kann, ach nimm es gnädig an! Es ist doch herzlich gut gemeint, o Jesu, meiner Seele Freund. 5. Mit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befehlen, du wirst, mein Schutzherr, auf mich zum Besten meiner Seelen.[sehn Ich fürchte keine Not, auch selber nicht den Tod; denn wer mit Jesu schlafen geht, mit Freude wieder aufersteht. 6. Nun, matter Leib, gib dich zur und schlafe sanft und stille, Ruh ihr müden Augen schließt euch zu, denn das ist Gottes Wille. Schließt aber dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! So wird der Schluß recht wohl ge⸗ Nun Jesu, Jesu, gute Nacht!(macht. Christian Scriver, g. 1629, 4 1695. 418 A. Morgen⸗, Cisch⸗ u. Abendlieder(Abendlieder). 430—431 430. Mel. O—. ich muß dich lassen. +.* E— +— 2*— — 2— 8 E 2 1. Der Mond ist auf- ge⸗ gan⸗gen, die gold⸗ Q 4— ———— 1iꝛ— ENE ——————— en Stern⸗lein pran⸗gen am Him⸗mel hell und klar, 47— +— 5 53—.—. 1——* 172 rrn,— II ——— — der Wald schtschwerz und schwei ⸗get und aus den — 4 E— 1 ——3 2—„—— ⸗ riere e. — 2 1.———— Wie⸗sen stei⸗get der wei ⸗ße Ne⸗ ⸗belwun⸗der⸗bar. 2. Wie ist die Welt so stille 5. Gott, laß uns dein Heil schauen, und in der Dämmrung Hülle auf nichts Vergänglich's trauen, so traulich und so hold, nicht Eitelkeit uns freun! als eine stille Kammer, Laß uns einfältig werden wo ihr des Tages Jammer und vor dir hier auf Erden verschlafen und vergessen sollt. wie Kinder fromm undfröhlich sein! 3. Seht ihr den Mond dort stehen? 6. Wollst endlich sonder Grämen Er ist nur halb zu sehen aus dieser Welt uns nehmen und ist doch rund und schön. durch einen sanften Tod, So sind wohl manche Sachen, und wenn du uns genommen, die wir getrost belachen, laß uns in Himmel kommen, weil unsre Augen sie nicht sehn. du unser Herr und unser Gott! 4. Wir stolzen Menschenkinder 7. So legt euch denn, ihr Brüder, sind eitel arme Sünder in Gottes Namen nieder! und wissen gar nicht viel; Kalt ist der Abendhauch. wir spinnen Luftgespinste Verschon uns, Gott, mit Strafen und suchen viele Künste und laß uns ruhig schlafen und kommen weiter von dem Ziel. und unsern kranken Nachbar auch! Matthias Claudius, g. 1740, 4+ 1815. 431. mel. Mein Ber und Seel den Rerren hoch erhebet. Q EII N E —— 2 2 ů 5*.eeeeee.... 2 2 2— 2— 97 2 1. Der Tag ist hin, mein Je⸗ su, bei mir blei⸗be, 1 22— 1 E E 2— 2— 55 EI — 1—5—. 2.— .22—— ů—. o See ⸗len=licht, der Sün⸗den Nacht ver⸗trei⸗be, 4¹9 27⁷ 432 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. Q* —— ö—.— 5— 2 H— 22 22.—.— geh auf in mie, Glanz der Ge⸗ rech⸗tig⸗keit, Q L.V 1 2——. N —4 2 2—ꝛßꝛ7. 2— E— 2 2— 1 er ⸗leuch-te mich, ach Herr, denn es ist Zeit. 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen, dir sei die Ehr, daß alles wohl ge⸗ lungen nach deinem Rat, ob ich's gleich nicht versteh; du bist gerecht, es gehe, wie— geh. 3. Nur eines ist, das michempfind⸗ lich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet. Das weißt du wohl, o Herzens⸗ kündiger, ich strauchle noch wie ein Unmün⸗ diger. 4. Vergib es, Herr, was mir sagt mein Gewissen; Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen. Es ist mir leid, ich stell mich wieder ein, da ist die Hand: du mein, und ich bin dein. 5. Jsraels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte, bewahre mich durch deine große Macht, wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht't. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen, ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen! O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn! Dich laß ich nicht, mein Fels. Der Tag ist hin. Joachim Neander, g. 1650, 4 1680. 432. mel. Mit meinem Gott e ich zur Ruh. —., rne. — 1. Für al⸗le Guü— ⸗ te sei ge⸗preist, — 5—————— EA—— 2— ,.... Gott Va⸗ ter,— und heib⸗ ger Geistl Ihr Q— —.—* 4.— 1— ——2 ñ———————— bin ich zu ge⸗ rin⸗ ge; er⸗nimm den Dank, +² 4— —— 2ZS..... — den Lob⸗ge⸗sang, den ich dir kind⸗lich sin— ge. 4²⁰ . ieder ein, Iui — Dank, 8 A. Morgen-, Tisch- und Abendlieder(Abendlieder). 433—434 2. Du nahmst dich meiner herzlich hast Großes heut an mir getan, lan, mir mein Gebet gewähret, hast väterlich mein Haus und mich beschützet und genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Ge⸗ schenk, der Geist, mit dem ich dein gedenk, ein ruhiges Gemüte; 1433. was ich vermag bis diesen Tag, ist alles deine Güte. 4. Sei auch, nach deiner Lieb und Macht, mein Schutz und Schirm in dieser vergib mir meine Sünden; Nacht, und kommt mein Tod, Herr Ze⸗ so laß mich Gnade finden.[baoth, Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1769. Mel. O—. ich muß dich lassen. —— ————— E— 2 4— 1. Herr, der du mir das Le⸗ ben bis die⸗ 4 4 4 —— + 2 — + 7—— 2 — + — 2 sen Tag 9 ge⸗ben, dich bet ich kind-lich an. E + A* 0—— + 2—— 12— 2— 2 ö 12——— ————— IJ i=rin ⸗ +— 1 Ich bin viel zu ge⸗ rin ge der Treu ⸗e, EH— + 1 I5IORE‚-.——— .—22——— die ich sin⸗ge, und die 2. Mit dankendem Gemüte freu ich mich deiner Güte, ich freue mich i in dir. Du gibst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn, auf deine Güte hoffen, im Geist den Himmel offen(sehn! und dort den Preis des Glaubens ne du heut an mir ge⸗ůtan. 4. Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen, ich bin bei dir in Gnaden, und in dem Himmel ist mein Teil. 5. Bedeckt mit deinem Segen eil ich der Ruh entgegen; dein Name sei gepreist! Mein Leben und mein Ende ist dein, in deine Hände — s munter, mein— befehl ich, Vater, meinen Geist. Chr. F. Gellert, g. 1715, 4+ 1769. —2———+ N VX. V 2 ö— 651 1 err es ist von W nemt Le⸗ bn wie⸗der⸗ leh⸗re mich nun Ach⸗tung ge⸗ben, ob ich 42¹ Q— ——— IL* 2*—— ——. 2 II—*— 2— . 5D..ñ— + 2—— 2* *— 2— E. LX— 1 + um ein Tag da⸗hin; zei⸗ge mir's auch sel ⸗ber fromm ge⸗ we⸗ sen bin; Q 43 4 — + +.2 2 I 4646 en m.. ——— 2—.——‚ an, so ich wornchrh ge⸗ tan, und hilf jetzt in 151 .— al⸗len Sa⸗chen gu⸗ten Fei⸗er ⸗ 2.Freilichwirstdu manches finden, was dir nicht gefallen hat, denn ich bin noch voller Sünden in Gedanken, Wort und Tat, und vom Morgen bis jetzund pfleget Herze, Hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ich's selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, habe noch einmal Geduld! Ich bin freilich schwer beladen, doch vergib mir alle Schuld! Deine große Vatertreu werde diesen Abend neu, so will ich noch deinen Willen künftig mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, daß der Schlaf nicht sündlich sei, decke mich mit deiner Güte, auch dein Engel steh mir bei! Lösche Feu'r und Lichter aus und bewahre sonst das Haus, daß ich morgen mit den Meinen nicht im Unglück müsse weinen. a⸗-bend ma⸗chen. 5. Steure den gottlosen Leuten, die im Finstern Böses tun; sollte man gleich was bereiten, uns zu schaden, wenn wir ruhn, so zerstöre du den Rat und verhindere die Tat! Wend auch allen andern Schrecken, den der Satan kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird, denn du bleibest ewig munter und bist wie ein guter Hirt, der auch in der finstern Nacht über seine Herde wacht; darum hilf uns, deinen Schafen, daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich denn gesund erwachen, wenn es rechte Zeit wird sein, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein. Oder hast du, lieber Gott, heut bestimmet meinen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Kaspar Neumann, g. 1648, 4 115. 2435. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. ....... ISSSS— x— 3.2. 1. Hin⸗ un ⸗ter ist der Son-ne Schein, die fin-stre * 422 A. Morgen⸗, Cisch⸗ und Abendlieder(Abendlieder). 436 E + SSSPSSISISITITITITITITITTTITITITITITITITIIIII Nacht bricht stark her-ein, leucht uns, Herr Christ, du Q — 2— H— 1 . wah-res Licht, laß uns 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag vor Not, Gefahr und mancher Plag durch deine Engel hast behüt't aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir heut erzürnet dich, das, Herr, verzeih uns gnädiglich im Fin⸗stern üab⸗den nicht! und rechn' es unsrer Seel nicht zu, laß schlafen uns in Fried und Ruh! 4. Der Engel Wach um uns bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll! Vor Schrecken, Angst und Feuers⸗ behüte uns, o lieber Gott!(not Niklas Hermann, 4+ 1561. 436. Mel. Jesu, meine Freude. 22 DHEHIII =.... 1 Hir ⸗te dei⸗ ner Scha⸗ fe, der von kei⸗nem Udei ⸗ ne Wun⸗der⸗gü ⸗ te war mir Schild und ——— —— III 2— IL— ͤ—— — II 2—. 2—4— — la⸗fe et⸗was wis⸗sen ma 8 Schla= 0 Sei die Nacht auch Hüt ⸗te den ver⸗gang⸗nen Tag. V———.— 55 auf der Wacht und laß mich von dei⸗ nen Scha⸗ — 90 EEN— +—.̃— N EAD—— H 332— 7— 1———— +— ren um und um be ⸗ wah ⸗ren. 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vaterhuld, ein versöhnt Gewissen sei mein Ruhekissen, drum vergib die Schuld! Denn dein Sohn hat mich davon durch die tief geschlagnen Wunden gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben keine Not betrüben, sie sind mein und dein; schließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen ohne Sorgen ein! Du bei mir und ich bei dir, also sind wir ungeschieden, und ich schlaf in Frieden. 423 437— 438 4. Lieder für bes 4. Komm, verschließ die Kammer und laß allen Jammer ferne von uns sein! Sei du Schloß und Riegel, unter deinen Flügel nimm dein Küchlein ein, decke zu mit Schutz und Ruh, so wird uns kein Grauen wecken, noch der Satan schrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette heut zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Doch hast du beschlossen, daß mein Ziel verflossen, .437. Es Melodie. ondere Seiten ꝛc. kommt die Todesnot, so will ich nicht wider dich; lieg ich nur in Jesu Wunden, sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich tue in vergnügter Ruhe Mund und Augen zu. ö Seele, Leib und Leben hab ich dir ergeben, o du Hüter du! Gute Nacht! Nimm mich in Acht! Und erleb ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck, g. 162,4 157. IDDDDDE 1. Mit mei⸗nem Gott geh ich zu Ruh und tu in ——— —.— mein Au⸗ Hen zu, denn Gottim Him⸗-mels⸗ thro⸗ ne A⸗ ber— auf daß ich si⸗cher 090 2. Ich rufe zu dir, Herr Jesu Christ, der du allein mein Helfer bist, laß mich kein Leid erfahren, durch deinen Schutz vors Teufels dein' Engel mich bewahren![Trutz 3. Befiehl den starken Hel Rnen daß sie stets um und bei uns sein; all Ubel von uns wende! ö Gott heil'ger Geist, dein Hilf uns an unserm letzten Ende! leist V. 1: Cornel. Becker, g. 1561, +1604. V. 2 und 5: Unbekannt. 433. Eigene Melodie. .——===— E + V**—VWZ..I +S..——— LENCAE.— +2 V* 7 ꝙ+—35 + 555**. L— 2.—— 1. Mü ⸗ de bin ich, geh zu. Ruh, schlie⸗ße ———***— I ——. 5 V* V HE. 2 .V. 7— N)— —————— I V. mei ⸗ ne Au⸗ gen zu; Va⸗ter, laß die „ A. Morgen-⸗, Tisch⸗ u. Abendlieder(Abendlieder). * + ** 2 ir — 2 II ⁵ +. Au⸗gen dein 2. Hab ich Unrecht heut getan, sieh es, lieber Gott, nicht an, deine Gnad und Jesu Blut macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand, * L* ü⸗ber mei⸗nem Bet⸗te sein. alle Menschen groß und klein sollen dir befohlen sein. 4. Kranken Herzen sende Ruh, nasse Augen schließe zu, laß den Mond am Himmel stehn und die stille Welt besehn! 1816. Luise Hensel, g. 1798, 4 1876. Am Sonntag Abend. 439. Mel. Nun sich der Tag geendet hat. 1— 6 1 5 . ae.,x...... Ler, n nx —.—— 1. Nun bricht die fin-stre Nacht her⸗ein, des 2.— + N 2— +— S. 4— 60—— ᷓ* 23 AO 2— +— I. Ta⸗ ges Glanz ist tot; je⸗-doch, mein Herz, schlaf Q— 4 ererxre aeee.,, 1—— 2.— 2*—„—— — 2 2 ä——=.—— noch nicht ein, geh, red zu-vor mit Gott. 2. O Gott, du großer Herr der den niemand sehen kann,(Welt, du siehst ja mich in deinem Zelt, hör auch mein Seufzen an! 3. Der Tag, den ich nunmehr voll⸗ der war besonders dein;(bracht, drum hätt er auch bis in die Nacht dir sollen heilig sein. 4 Vielleicht ist dieses nicht geschehn, denn ich bin Fleisch und Blut und pfleg es öfters zu versehn, wenn gleich der Wille gut. 5. Nun such ich deinen Gnaden⸗ sieh meine Schuld nicht an[thron, und denke, daß dein lieber Sohn für mich genug getan. 6. Schreib alles, was man heut in unsre Herzen ein(gelehrt, und lasse die, so es gehört, dir auch gehorsam sein. 7. Erhalte ferner noch dein Wort und tu uns immer wohl, damit man stets an diesem Ort Gott diene, wie man soll. 8. Indessen such ich meine Ruh; o Vater, steh mir bei und gib mir deinen Engel zu, daß er mein Wächter sei. 9. Gib allen eine gute Nacht, die heute recht gelebt, und beßre den, der unbedacht 42⁵ hat wider dich gestrebt. 440 10. Woferne dir mein Tun gefällt, so hilf mir morgen auf, daß ich noch ferner in der Welt vollbringe meinen Lauf. mich in den Himmel ein, da wird in deiner Herrlichkeit mein Sabbath ewig sein. Kaspar Neumann, g. 1648, 4 1715. 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. 11. Und endlich führe, wenn es 2440. mel. O Welt, ich muß dich lassen. — 2n.— end, ri,. — 5—— 2———— — 1. Nun ru⸗ hen al⸗ le Wäl⸗der, Vieh, Men⸗ 5 ů ö— 4 4 4* +1 Iun*4— 1 ———2 2—72*2 42 L—— Le. , I — es schläft die gan-ze Welt; —7—2+—.2.— *.—*— EILXXN— 2* 1* 2 ———————— ihr a ⸗ ber, mei⸗ ne Sin⸗nen, auf, auf, ihr 3— ů ——7 + —2.— A 2 1—.. 1 J— IEa 2.— 2—.— + I 2——— E.— 2—— + sollt be⸗gin⸗nen, was eu⸗ rem Schöp⸗fer wohl⸗ ge⸗fällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind; fahr hin, ein andre Sonne, mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, die güldnen Sterne prangen am blauen Himmelssaal; also werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammertal. 4. Der Leib eilt nun zu Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus, dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände ssind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sei; Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt; es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen, im Nu sind sie geschlossen; wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, sei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Israel! 8. Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich verschlingen, so laß die Englein singen: Dies Kind soll unverletzet sein. 4² (Zeit, 2. N. du schl die Fir weil di 3. G in dies und sck den Se 4. Zu die mie ach abe hat g'r 5. De wenn i ich kan in solc un es (Zeit, Nen⸗ 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben ein Unfall noch Gefahr; A. Morgen⸗, Cisch⸗ u. Abendlieder(Abendlieder). 441—442 Gott laß euch selig schlafen, stell euch die güldnen Waffen ums Bett und seiner Engel Schar! Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1626. 441. Eigene Melodie. 22 4 + I ——.—* — 1 *—— e.*.— —— kei ⸗ ne Sonn mehr scheint, schläft al⸗-les, was sich ů. D— 2 + ++ ——— + 2* 4 .— 1 .— lab⸗ ge⸗matt't und was zu⸗vor ge⸗weint. 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht; die Finsternis ist dir verhaßt, weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an in dieser finstern Nacht(mich und schenke du mir gnädiglich den Schirm von deiner Wacht! 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden die mich bei dir klagt an; Schuld, ach aber deines Sohnes Huld hat g'nug für mich getan. 5. Den setz ich dir zum Bürgen wenn ich muß vor Gericht; lein, ich kann ja nicht verloren sein in solcher Zuversicht. 6. Drauf tu ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein; mein Gott wacht jetzt in meiner wer wollte traurig sein? Ruh; 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euren Lauf; ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jammertal, so führ mich, Herr, im Himmel ein zur auserwählten Zahl. 9. Und also leb und sterb ich dir, du Herr Gott Zebaoth; im Tod und Leben hilfst du mir aus aller Angst und Not. Joh. Fr. Herzog, g. 1647, 4 1699. 442. mel. O Welt, ich muß dich lassen. — —.— V— ͤ X 2 5.———.—— —————. ————— I Nun sich der Tag ge⸗ en⸗det, mein Herz E. 7———— — 2— 2 2—. 2— 2— 2— zu dir sich wen⸗det und dan⸗ ket in⸗ nig⸗ lich; 427 4. Lieder für besondere SZeiten ꝛc. ( und Schutz und Herze ein; die fleischlichen Geschäfte und alle finstern Kräfte vertreibe durch dein Nahesein! 3. Daß du mich stets umgibest, daß du mich herzlich liebest in deine Vatertreue —90 5—— 2 22.22.—*—— + I 41 IE——— 12— 4 E h dein hol ⸗des An ge⸗sich⸗te um Se⸗ gen E 5 ů ——.....—— IN ä.—— Mil auf mich rich-te, er⸗leuch te und ent-zün⸗ de michl 14 ö ö ö 14 2. Ich schließe mich aufs neue daß du vergnügst alleine so wesentlich, so reine, laß früh und spat mir wichtig sein! 4. Ein Tag der sagt's dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit du schöne, mein Herz an dich gewöhne! und rufst zu dir hinein, Mein Heim ist nicht in dieser Zeit. Gerhard Tersteegen, g. 1697,4 1760. mwill ein⸗schla dei⸗nen Scha 1. 1— 4Z..... fe 2010 1 443. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. V———— Wi D 1—.5 Lin enn— 1. Treu ⸗= er Je⸗ su, wa⸗che du, weil ich jetzt⸗ und ö gib mir und den Mei-nen Ruh, bleib, o Hirt, bei ¶— 5— ieee eee — II +. +.— schließ die Tü⸗ren sel-ber zu, 2. Treuer Jesu, weiche nicht, sonst wird Grauen, Furcht und ö ö ö Schrecken, MixN. das oft mit der Nacht einbricht, . uns mit Ach und Weh erwecken. Bleib bei uns mit deinem Licht, treuer Jesu, weiche nicht! 3. Treuer Jesu, steh uns bei, —¶ daß in uns der Geist und Glaube, wenn wir schlafen, wacker sei, 42⁸ 5————— ö ².— 3 E 5— 4— EEEI treu⸗ er Je⸗ su, wa⸗che du! und kein Feind uns solchen raube. Deine Hilfe mach uns frei, treuer Jesu, steh uns beil 4. Treuer Jesu, wenn es nun einmal mit mir kommt zum Ster⸗ so bring mich zu deiner Ruh,(ben, mache mich zum Himmelserben, schließ mir selbst die Augen zu, treuer Jesu, meine Ruh! 5. Treuer Jesu, nimm zu dir bleibe gen michl tig sein! andern, A. Morgen⸗, Tisch⸗ u. Abendlieder(Abendlieder). endlich mich und all die Meinen! Wenn der Tag nun bricht berfür, da du selber wirst erscheinen, V4⁴⁴. führ uns durch die Himmelstür, liebster Jesu, ein zu dir. Unbekannt 1692. Eigene Melodie. + .—4 — + II T daß ihr prei⸗ 4 + X + 2 1. Wer⸗de mun⸗ter, mein Ge⸗mü⸗te, und ihr set Got-tes Gü ⸗te, die er V +I.—. 5 + v. Hum Mruu. SPSPSPSPIPIIII T I I I——I——..— Sin ne, geht her⸗ für⸗ als er mich den gan⸗zen — hat ge⸗ tan an mir, 53 II——.— +— IIII T 2———. EEE Tag vor so man⸗cher schwe⸗ren Plag, vor Be⸗trüb⸗nis, Q +* B——————..——3 EEEE N— 2...— D....— +... S...1 Schand und Scha-den treu be⸗ hü⸗ tet hat in Gna⸗den. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Art so getreulich hast bewahrt, auch die Feind hinweg getrieben, daß ich unbeschädigt blieben. 3. Bin ich gleich von dir gewichen, stell ich mich doch wieder ein; hat uns doch dein Sohn verglichen durch sein Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld, aber deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich stets in mir befinde. 4. O du Licht der frommen See⸗ o du Glanz der Ewigkeit,(len, dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit; bleibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nunmehr dunkel schier. Da ich mich so sehr betrübe, tröste mich mit deiner Liebe. 5. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh, alles Ubel laß verschwinden, decke mich mit Segen zul Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feind und Hausgenossen sei'n in deinen Schutz geschlossen. 6. Ach bewahre mich vorSchrecken, schütze mich vor Überfall, laß mich Krankheit nicht aufwecken, treibe weg des Krieges Schall, wend ab Feu'r und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod, laß mich nicht in Sünden sterben, noch an Leib und Seel verderben! 7. O du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat, 429 ⁴5 Jesu, den ich stets verehre, bleibe ja mein Schutz und Rat! Und mein Hort, du werter Geist, 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlichs Flehen! Amen, ja es soll geschehen. Johann Rist, g. 1607, + 1667. Am Schlusse der Woche. 445. mel. Wie lieblich ist doch, Herr, die Stätte. 2 ———— ........I....I.I.. IIT...— 1 So ist die Wo ⸗ch nun ge⸗schlos⸗ Wie sich dein Se⸗ gens⸗ quell er ⸗gos⸗ — 4 ——5———.—.—— —— 0 2.—. ö— 5 ö ö sen, doch, treu ⸗er Gott, dein Her⸗ ze nicht. sen, so bin ich noch der Zu⸗ver ⸗sicht, .— P ꝗ IꝗP‚........ ESS daß. wei ⸗ter ⸗ hin er ⸗ gießt und 7 4 3 ů ͤ 5 2 9—— — 2 4.—.. I. —— 7 An ⸗ er⸗ schöpf⸗lich 2. Ich preise dich mit Hand und Munde, ich lobe dich, so hoch ich kann, ich rühme dich von Herzensgrunde für alles, was du mir getan, und weiß, daß dir durch Jesum Christ mein Dank ein süßer Weihrauch ist. 3. Hat mich bei meinen Wochen⸗ tagen das liebe Kreuz auch mit besucht, so gabst du auch die Kraft zum Tragen. Zudem, es ist voll Heil und Frucht in deiner Liebe, Herr, zu mir, und darum dank ich auch dafür. 4. Nur etwas bitt ich über alles, ach du versagst mir solches nicht: auf mich fließt. Gedenke keines Sündenfalles, weil mich mein Jesus aufgerichtt, mein Jesus, der die Missetat auf ewig schon gebüßet hat. ‚ 5. Dein Schwur ist ja noch nie gebrochen, und brichst ihn nicht in Ewigkeit, da du dem Sünder hast versprochen, daß er, wenn ihm die Sünde leid, nicht sterben, sondern gnadenvoll als ein Gerechter leben soll. 6. Mein Glaube hält an diesem Segen und will also den Wochenschluß vergnügt und froh zurücke legen, da der Trost mich ergötzen muß, daß ich in Christo solle dein und schon in Hoffnung selig sein 430⁰ 7. D Hrochen, vigkeit, prochen, ide leid, denvoll . diesem Segen hlaß legen, muß, in ig sein B. Für besondere Umstände(Jahreszeiten, Wetter, Ernte). 7. Doch da mein Leben zugenom⸗ so bin ich auch der Ewigkeit men, um eine Woche näher kommen und warte nun der letzten Zeit, da du die Stunde hast bestimmt, die mich zu dir in Himmel nimmt. 8. Und wenn ich morgen früh aufs neue den Sonntag wieder sehen kann, 446⸗ mich auch mit neuen Gnaden an; ach ja, da teilt dein Wort und Haus. den allerbesten Segen aus. 9. So will ich das im voraus preisen, was du mir künft'ge Woche gibst. Du wirst es in der Tat erweisen, daß du mich je und immer liebst und leitest mich nach deinem Rat, so blickt die Sonne deiner Treue bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann Neumeister, g. 161,11756. B. Für besondere Amstände. J. Jahreszeiten, Wetter, Ernte. 446. Eigene Melodie. —— ů—— H—*— 2———— . W83.—. 2—.—— 2* I 1. Geh aus, mein Herz, und su⸗che Freud in die⸗ser Q V 4 I.— 4—— b e den nn..—————.—— IEE...—.—.———— A.**— lieben Som⸗mer⸗zeit an dei⸗nes Got⸗tes Gas⸗ ben, S.....— III———— ** schau an der schö-nen Gär⸗ten Zier und 598.—4 Q—— ——* I—— 2— + — +— d rerrn in* 2 + +=— 2.———..—.——.., wie sie mir und dir sich aus-ge⸗schmük⸗ket ha⸗ben. 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Narzissen und die Tulipan die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fleugt aus seiner Kluft*) und macht sich in die Wälder; *) Jerem. 48, 28. 4 die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus, das Schwäblein speist die Jungen; der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh ins tiefe Gras gesprungen. 31 146 5. Die Bächlein rauschen in dem Sand und malen sich in ihrem Rand mit schattenreichen Myrten; die Wiesen liegen hart dabei und klingen ganz vom Lustgeschrei der Schaf und ihrer Hirten. 6. Die unverdroßne Bienenschar fleugt hin und her, sucht hie und dar ihr edle Honigspeise; des süßen Weinstocks starker Saft bringt täglich neue Stärk und Kraft in seinem schwachen Reise. 7. Der Weizen wächset mit Ge⸗ walt; darüber jauchzet jung und alt und rühmt die große Güte des, der so überflüssig labt und mit so manchem Gut begabt das menschliche Gemüte. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen. 9. Ach, denk ich, bist du hier so schön und läßt du's uns so lieblich gehn auf dieser armen Erden, was will doch wohl nach dieser Welt dort in dem reichen Himmelszelt und güldnen Schlosse werden? 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein? Wie muß es da wohl klingen, 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. da so viel tausend Seraphim mit eingestimmtem Mund und ihr Halleluja singen?(Stimm 11. O wär ich da! O stünd ich schon, ach süßer Gott, vor deinem Thron und trüge meine Palmen! So wollt ich nach der Engel Weis' erhöhen deines Namens Preis mit tausend schönen Psalmen. 12. Doch gleichwohl will ich, weil ich noch hier trage dieses Leibes Joch, auch nicht ganz stille schweigen; mein Herze soll sich fort und fort an diesem und an allem Ort zu deinem Lobe neigen. 13. Hilf mir und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fleußt, daß ich dir stetig blühe; gib, daß der Sommer deiner Gnad in meiner Seele früh und spat viel Glaubensfrücht erziehe. 14. Mach in mir deinem Geiste Raum, daß ich dir werd ein guter Baum, und laß mich Wurzel treiben. Verleihe, daß zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben. 15. Erwähle mich zum Paradeis und laß mich bis zur letzten Reis an Leib und Seele grünen, so will ich dir und deiner Ehr allein und sonsten keinem mehr hier und dort ewig dienen. Paul Gerhardt, g. 160², + l6rs, — nd Ptimm d ich schon, Thron Hagelfeier. 4447. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 27 12.— ö———. A I. —.— 1. Be⸗ scher un 5 Herr das täg⸗lich Brot, vor Teu⸗=rung 2— 6 2 2 TT——— — 1 2 I +— und vor Hun⸗gers ⸗not be⸗ hüt uns durch dein n Q—— —— 4 60 .PDPSPSPSPSPSSI P I I IIIIIIIII ME 1— 1— 6 I lie-ben Sohn, Gott Va-ter in dem höch— stün Thron! 2. OHerr, tu auf dein milde Hand, laß scheinen dein Barmherzigkeit, mach uns dein Gnad und Güt be⸗daß wir dich lob'n in Ewigkeit. kannt‚ 5. O Herr, gib uns ein fruchtbar ernähr uns, deine Kinderlein, Jahr, 22 du speist alle Vögelein. den lieben Kornbau uns bewahr, 3. Erhörst du doch der Raben vor Teurung, Hunger, Seuch und Stimm, Streit drum unsre Bitt, Herr, auch ver⸗ behüt uns, Herr, zu dieser Zeit! nimm, 6. Du unser lieber Vater bist, denn aller Ding du Schöpfer bist weil Christus unser Bruder ist; und allem Vieh sein Futter gibst. drum trauen wir allein auf dich 4. Gedenk nicht unsrer Missetat und woll'n dich preisen ewiglich. und Sünd, die dich erzürnet hat; Niklas Hermann, + 1561. 5448. Mel. Es ist das Beil uns kommen her. WE— + 2— Es bann, Herr, dei⸗=ner 221 schen Schar auf boff da ⸗bei von Johr zu Jahr, daß 94 —— dein Ge⸗ heiß die Er⸗ 5— ver⸗sor⸗— wer⸗ ee e ininn 66 täg⸗ lich Brot samt Ret⸗ ung a er Angst m ünd , nterv —————— 438 +*— 2— Not uns freund⸗ Aich wollst be ⸗sche⸗ ren. — 33 B. Für besondere Umstände(Jahreszeiten, Wetter, Ernte). 447—448 449 2. Gib reine Luft und Sonnen⸗ fruchtbaren Tau undRegen, sschein, damit die Früchte wohl gedeihn durch deinen milden Segen, die hier zu Lande früh und spat der Ackermann geworfen hat auf dein Wort in die Erde. 3. Vergebens ist all unsre Kunst, all Müh und Zubereiten, wenn nicht, Gott, deine Gnad und hier unsern Fleiß begleiten. Gunst Nur du regierst des Wetters Lauf, durch dich wächst jede Pflanze auf, durch dich nur bringt sie Früchte. 4. Herr, straf uns nicht in deinem gedenk an deine Güte;(Zorn, erhalte unsrer Felder Korn, und gnädig es behüte 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. vor hartem Frost und Hagelschlag, vor Dürre und was sonst noch mag den Früchten Schaden bringen. 5. Gib gnädig, was uns deine jetzt in der Hoffnung weiset, Hand auf daß damit im ganzen Land werd Arm und Reich gespeiset. So wird dich loben groß und klein, die Alten und die Kinderlein und was auf Erden lebet. 6. Wir trauen dir, o großer Gott, laß deine Gnade walten! Du weißt gar wohl, was uns ist hast lange hausgehalten not, und wirst regieren ferner so, daß man durch deinen Segen froh wird deinen Namen preisen. Barthol. Ringwald, g. 1550, 4 1598. Beim Gewitter. 7449. Mel. Auf meinen lieben Gott. —9055 ft.*—* ———— 1— 18 + 1 ‚ V. 4.—. +—.——— 2 57r .—— 1. Ein Wet⸗ter stei⸗get auf. Mein Herz, zu Gott hin⸗ FFIIIIIT 1—. 1—.—.— ESSSI I EIIIITII.............—— E 22.—.———.——. auf! Fall ihm ge-schwind zu Fu⸗ße durch wah- re ö Q—4 FEE D 11 2 4 22..— IE—— öꝗSDSD ꝑ‚‚‚‚‚ 2 Reu und Bu ⸗ße, da- mit gleich dei ⸗ ne Sün⸗ P. e——. — 2. Herr, der du gut und fromm, zu dir ich gläubig komm, bitt dich um dein Erbarmen, du wollest doch mich Armen um Christi willen schonen und nicht nach Sünden lohnen. den durch Chri-⸗sti Tod ver⸗-schwin-den. 3. Durch Christi teures Blut mach mir ein Herz und Mut, das sich nicht knechtisch scheue, das vielmehr deiner Treue in allem kindlich traue und auf dein Helfen baue. 43⁴4 4. Ich will mit dem, was mein, dir ganz ergeben sein; dein Flügel wird uns decken, verjagen alles Schrecken und lassen uns aus Gnaden das Wetter gar nicht schaden. B. Für besondere Umstände(Jahreszeiten, Wetter, Ernte). 450 5. Wohlan, verlaß uns nicht, bleib unsre Zuversicht und laß dein Vaterlieben auch jetzt an uns sich üben! So woll'n wir, weil wir leben, dir Preis und Chre geben. Amilie Juliane, Gräfin zu Schwarzburg⸗Rudolstadt, g. 1657, 4 1706. Nach dem Gewitter. 450. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. —0 e, ua 1—.— SbE—5.—.—5 2—2... .5— 1 2.—.— 2.— 4 1.(Das Wet⸗ter ist ver⸗trie- ben durch dei⸗ ne du bist stets bei uns blie⸗ben, hast Si⸗ cher⸗ *X —. Ie ——*— + . 4 Gnad und Kraft, heit ver ⸗schafft; *——.— ...— —— — ———— 278 2 1 1— 1 1⁷—6⁰* — E 5, mien Era.— ů— ·— wil ⸗de Meer be ⸗ dräu ⸗et, die Jün⸗ger 9 1 —— 1..— I*— 11 — 22. DIDI— 2— 7 7 2 7 2 7— 4 2—— bald er ⸗ freu ⸗et, der 2. Haus, Hof, Gut, Leib und Leben hat deine Gnadenhand behütet und daneben beschützet unser Land. Dein gnädig Angesicht läßt du uns wieder schauen, die wir uns dir vertrauen mit starker Zuversicht. 3. Dankopfer wir dir bringen für das, was du getan; von deiner Macht wir singen; nimm's, Vater, gnädig an Hel ⸗fer du stets bist. durch Christum deinen Sohn um sein's Verdienstes willen, der deinen Zorn kann stillen, der wahre Gnadenthron. 4. Ach Herr, am jüngsten Tage, wenn der herein nun fällt, daß er mit Donnerschlage anzündet diese Welt, so streck uns deine Hand und zeuch uns, die wir gläuben an dich und treu verbleiben, hinauf ins Vaterland. Joh. Heermann, g. 1585, + 1647. 43⁵ 28• 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. Bei anhaltender Nässe. 451—452 ............. DD‚ EEEE—— 1 Schmerz und Kla⸗ge füllt das Land, Gott, hör un⸗ser Soll der Se⸗gen dei⸗ ner Hand uns ver⸗lo⸗ ren —.6F—8———..—.— E DSD PSPI I. I T.TFT.IPIPIII............—.——— — + I——. + 2— ID—0— le⸗hen! Fle⸗h Zeig uns doch Gna- de noch, Va⸗ ter ge ⸗ henꝰ FFFIFIFIIIIII.I rre S3....— DEE 2————2.—— E— 22— 22..——— + 1 — H— 2—— NREEEEE voll Er ⸗ bar-men, hilf, ach hilf uns Ar-men. 2. Du regierst der Wolken Lauf‚ 3. Sende warmen Sonnenschein, du gebeutst dem Regen; der die Frucht erquicke. sprich ein Wort, so hört er auf Auf dich schaue ich allein und uns bleibt der Segen. mit des Glaubens Blicke. Steh uns bei und zerstreu, Unsre Not kennst du, Gott: Herr, durch deine Rechte eil uns beizustehen, bald des Himmels Nächte. laß uns Hilfe sehen. Joh. Leonh. Bäßler, g. 1745, 4 1811. Bei anhaltender Dürre. 452. mel. Herr, wie du willst, so schick's mit mir. —.—— 115— II., — huat Her⸗ re, du ge⸗rech ⸗ter Gott, wir ha⸗bens mit uns⸗rer Sünd und Mis⸗se- tat, daß un ⸗ser 2—— 1 II 1⁴ 1 1* + 1— 1 +. I I 1. — +—0 12.2——4— 1 + 12— —* süu. EI 1 23— II—— + 1 wohl ver ⸗ die-net da ieh und en⸗ Feld nicht grü⸗net, 6 Vieh Men⸗schen Q V— N. 23 4 II + I—1 EEEEE II E+NE 7. 1— um— trau⸗rig sein. Wenn du zu⸗schließt den Him⸗mel dein, ⁰4— xi.. — 5 2———.— 1 3 4 U 2— dann müs⸗ sen wir ver⸗ schmach ⸗ ten. 436 B. Für besondere Umstände die wollst du uns verzeihen; all unsre Hoffnung steht zu dir, Trost, Hilf tu uns verleihen; 2. Herr, unsre Sünderkennen wir, (Jahreszeiten, Wetter, Ernte). 453 3. Gedenke, Herr, an deinen Bund! Um deines Namens willen bitten wir dich von Herzensgrund, tu unsre Not doch stillen. ⸗ ser gib Regen und den Segen dein Allmächtig ist der Name dein, ren um deines Namens will'n allein, solch's kannst du alles tun allein, — Herr, unser Gott und Tröster!(Herr, unser Gott und Tröster! —. 1592. ö Erntedankfest. ter 453. Mel. Aus meines Herzens Grunde. — n, un— 1—.——— —— S....I.———————....— Die Ernt ist nu zu En⸗ de, der men 4. ö wor⸗ aus Gott al ⸗ le Stän ⸗ de satt, enschein, ö r.———— iiEEEEE Se⸗gen ein⸗ge⸗bracht, 105 230 reich und fröh⸗lich Wacht 2960 alein Gutt kebt tt:———5———————— PPPP——— noch, man kann es deut⸗lich mer⸗ken an so⸗ viel ꝗ..I———...———.—— DDDDSDSITTTI..... Lie ⸗bes-wer ⸗ ken, drum prei⸗sen wir ihn hoch. ö 2. Wir rühmen seine Güte, 4. Er hat sein Herz geneiget, ö die uns das Feld bestellt uns Sünder zu erfreun, —.— und oft uns ohne Bitte genugsam sich bezeuget =hn getan, was uns gefällt; durch Tau und Sonnenschein. n er die immer noch geschont, Ward's aber nicht geacht't, — ob wir gleich gottlos leben, so hat er sich verborgen ——— die Fried und Ruh gegeben, und durch verborgnes Sorgen schen daß jeder sicher wohnt. zum Besten uns gebracht. 3. Zwar manchen schönen Segen 5. O allerliebster Vater,* ——.— hat böses Tun verderbt, du hast viel Dank verdient;* — den wir auf guten Wegen du mildester Berater dein, sonst hätten noch ererbt; machst, daß uns Segen grünt. doch hat Gott mehr getan Wohlan, dich loben wir —— aus unverdienter Güte, für abgewandten Schaden, als Mund, Herz und Gemüte für viel und große Gnaden; nach Würden rühmen kann. Herr Gott, wir danken dir. 43⁷ 454 6. Zum Danken kommt das Fle⸗ Laß uns, o frommer Gott,(hen: vor Feuer sicher stehen und aller andern Not, gib friedensvolle Zeit, erhalte deine Gaben, daß wir uns damit laben, regier die Obrigkeit! 7. Besonders laß gedeihen dein teuerwertes Wort, daß wir uns dessen freuen, und auch an unserm Ort dies gute Samkörnlein verlangte Früchte bringe, und wir in allem Dinge recht fromme Leute sein. 454. —9 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. 8. Gib, daß zu dir uns lenket, was du zum Unterhalt des Leibes hast geschenket, daß wir dich mannigfalt in deinen Gaben sehn, mit Herzen, Mund und Leben dir Dank und Ehre geben. O laß es doch geschehn! 9. Kommt unser Lebensende, so nimm du unsern Geist in deine Vaterhände, wo er der Ruh geneußt, wo ihm kein Leid bewußt; so ernten wir mit Freuden nach ausgestandnem Leiden die Garben voller Lust. Gottfried Tollmann, g. 16 80, 4 1766. mel. O daß ich 88586 SZungen—— . 1. Dir, mil⸗der Ge⸗ ber al ⸗ Du hörst W— iun⸗ gen Ra ler Ga⸗ben, Herr, ben, du — — — — r,. dir ge⸗ büh⸗ret Ruhm und Dank. Lob liebst der Ler⸗che Q ge⸗ sang. mein 0 öS.... ..— fangsteigt auf zu dir, 0 2. Die kleinste deiner Kreaturen macht deine Weisheit offenbar; man siehet deiner Güte Spuren und deine Macht von Jahr zu Jahr. Der kleinste Halm ruft laut uns zu: Wie klein sind wir, wie groß bist du! 3. Du sorgst für uns nach Vater⸗ weise, erhältst die Werke deiner Hand, gibst allem, was da lebet, Speise, nei⸗ge, Herr, dein Ohr zu mir. beschirmst und segnest jedes Land. Du liebest unveränderlich; der Bösen selbst erbarmst du dich. 4. Das Saatkorn wird in deinem Namen auf Hoffnung in das Land gestreut; du schirmst, Allmächtiger, den Sa⸗ dein ist der ErdeFruchtbarkeit.men, Du gibst allein zur Arbeit Kraft; du bist's, der das Gedeihen schafft. 38 enket, ben nde, Land. u dich. deinem Namen streut; en Sa⸗ Imen, Kraft, schafft. 5. Mild öffnest du den Schoß der Erde; du tränkst die Flur von oben her, gibst, daß die Saat erquicket werde, und machst die Ähre segenschwer, du träufelst mit dem kühlen Tau die Fruchtbarkeit auf Feld und Au. 6. So bringt denn bei den vollen Scheuern dem Herrn der Ernte Ehre dar; laßt uns den Bund mit Gott er⸗ neuern, des Güte groß und wunderbar. Gelobt seist du, des Vaterhand aufs neu gesegnet unser Land! 7. Der du aus liebendem Er⸗ barmen uns nährst, treib uns zum Wohl⸗ tun an; B. Für besondere Umstände(Jahreszeiten, Wetter, Ernte). 45⁵5 ein jeder sei ein Trost der Armen, wer ihren Mangel stillen kann. Herr, weil du Reich und Armellebst, so dien auch beiden, was du gibst. 8. Durch dich ist alles wohl geraten auf dem Gefild, das wir bestellt. Doch reifen auch des Glaubens Saaten auf deines Sohnes Erntefeldꝰ Sindwir auch, wenneraufuns sieht, ein Acker, der ihm grünt und blüht? 9. Der List des Feindes wollst du wehren, wenn er geschäftig Unkraut streut; die Frucht des Wortes laß sich mehren zu deinem Ruhme weit und breit, damit am großen Erntetag ein jeder Garben bringen mag. Ehrenfried Liebich, g. 1215, 4 180. 2455. Mel. O Durchbrecher aller Bande. —— N SSSSEEEE. — 1. Knt die Er ⸗ de ist ge⸗=seg-net von dem Wohl⸗tun Güt und 123505 de hat ge⸗ reg- net, dein Ge⸗—— be⸗ —.—— —.—. v dei⸗ner Hand, E deckt das Vand. Auf den Hü⸗geln, in den Grün⸗den ist dein —5 ů + III Se⸗gen aus⸗ge⸗streut; un⸗ser War⸗ten ist ge⸗krö⸗-net, Q N— SISSSSIIAEE‚Ieeee. ——.— 1— WSDiJ‚.l un⸗- ser Herz hast du er⸗freut. 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, daß du Speise gibst von oben und versorgest jeden Mund. 439 Und du öffnest deine Hände, dein Vermögen wird nicht matt, deine Hilfe, Gnad und Spende machet alle froh und satt. 456 3. Gnädig hast du ausgegossen deines Überflusses Horn, ließest Gras und Kräuter sprossen, ließest wachsen Frucht und Korn. Mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr, und das Gut steht unversehret, und gesegnet ist das Jahr. 4. Herr, wir haben solche Güte nicht verdient, die du getan; unser Wissen und Gemüte klagt uns vieler Sünden an. Chr. Rud. Beinr. Puchta, g. 1808, + I— Melodie. 456. 4. Lieder für besondere SZeiten ꝛc. Herr, verleih, daß deine Gnade jetzt an unsre Seelen rührt, daß der Reichtum deiner Milde unser Herz zur Buße führt. 5. Hilf, daß wir dies Gut der Erden treu verwalten immerfort; alles soll geheiligt werden durch Gebet und Gottes Wort. Alles, was wir Gutes wirken, ist gesät in deinen Schoß, und du wirst die Ernte senden unaussprechlich reich und groß. 1858. —. — . Nun Pialeen al⸗le Got⸗tes Barm⸗ her⸗zig⸗ keit, lob ihn mit urn—.——— 2 151 eer rn L. 30 Schal⸗le, wer ⸗te⸗ste Chri⸗ sten⸗heitl Er läßt dich ——— freund⸗ lich zu sich la-den, freu⸗ e dich, IJõ⸗— n— , 2—2 —— sei⸗=ner Gna⸗ 805. e di 2. Der Herr regieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, froh ihm zu Fuße fällt. Viel tausendEngel um ihn schweben, „ Psalter und Harfen ihm Ehre geben. 3. Wohl auf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein, zur grünen Weide stellet euch willig ein! Da läßt er uns sein Wort verkünden, 1 machet uns ledig von allen Sünden. ch, Ie- ra⸗el, Virrer Gna⸗ 1.5 4. Er gibet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal; er schaffet früh'n und späten Regen, 1 füllet uns alle mit seinem Se— 5. Drum preis und ehre(gen.:; seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, werteste Christenheit! Uns soll hinfort kein Unfall schaden, : freue dich, Israel, seiner Gna⸗ (den!:, M. A. v. Löwenstern, g. 1594, 4+ 1648. 44⁰ 4 2. W die her Doch n denn di und sc sein Br 3. Di und en der Wi die Wi desHir sind de 4. Ui der Ac es mel B. Für besondere Umstände(Jahreszeiten, Wetter, Ernte). 457—458 457. Mel. O daß ich tausend Hungen hätte. + + —— + 2 Gott, von dem wir al⸗les ha-ben, die d a ⸗ ber tei ⸗lest dei⸗ ne Ga⸗ben recht —————— E ö Welt ist ein sehr gro⸗ßes Haus, ö D wie ein Va⸗ter drin⸗nen aus. x‚ ein Seegen E........... + I—— ⸗ le reich, ach lie-⸗ber Gott, wer ist dir gleichr 2. Wer kann die Menschen alle was anfangs schien als wär es tot, zählen, bis zu der Ernte Jung und Alt die heut bei dir zu Tische gehn? Doch muß die Notdurft keinem feh— denn du weißt allen vorzustehn[len, und schaffest, daß ein jedes Land sein Brot bekommt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoff⸗ nung säet und endlich auch die Frucht genießt; derWind, der durch die Felder wehet, die Wolke, so das Land begießt, desHimmels Tau, der Sonne Strahl sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise, der Acker selbst wird ihm zu Brot, es mehret sich vielfält'ger Weise, erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, was soll man erst bedenken? Der Wunder ist hier gar zu viel. So viel als du kann niemand schen⸗ ken, und dein Erbarmen hat kein Ziel, denn immer wird uns mehrbeschert, als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollen's auch keinmal ver⸗ gessen, was uns dein Segen träget ein; ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens Denkmal sein, und Herz und Mund soll lebenslang für unsre Nahrung sagen Dank. Kaspar Neumann, g. 1648, 4+ 1715. Bei sparsamer Ernte. 458. mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. — 05 5.—.— 0———.— —2—. Saten n.rnnnenin Eme nt nrn.ren e. mur IZ. II I—— I— —— Was Gott tut, das ist wohl⸗ ge⸗ tan, so 1. Wenn man nicht reich-lich ern-ten kann, liebt. 44¹ 7 H 22 A— 5—.— 4—.2— EE —.—— Z. 2.— 5 I33..‚——— ö— —99— 0 DEE 11—.—.—— 0— den⸗ken Got⸗tes Kin⸗ er uns doch nicht min⸗ der. ö der⸗ Er zieht das Herz doch 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Im Nehmen und im Geben sind wir bei ihm stets wohl daran und können ruhig leben. Er nimmt und gibt, weil er uns liebt, und seine Hände müssen wir stets in Demut küssen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Er zeigt uns oft den Segen, und ehe man ihn ernten kann, muß sich die Hoffnung legen; weil er allein der Schatz will sein, so nimmt er andre Güter und bessert die Gemüter. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Es geh nach seinem Willen. Läßt sich es auch zum Hunger an, weiß er ihn doch zu stillen, —.——.— PIIIIIII TTTTTTT—.— ů 2—. 2. 0h ö—— 3. him⸗mel⸗wärts, ob wir gleich oft auf Er⸗den bei 9— + +— SSSISIIII...... .——..—. Z. IX Man ⸗gel trau⸗rig wer⸗den. obgleich das Feld nicht viel enthält. Man kann bei wenig Brocken satt werden und frohlocken. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Das Feld mag traurig stehen, wir gehn getrost auf seiner Bahn und wollen ihn erhöhen. Sein Wort verschafft uns Lebenskraft, es nennt uns Gottes Erben, wie können wir verderben? 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan, so wollen wir stets schließen. Ist gleich bei uns kein Kanaan, wo Milch und Honig fließen, doch ist's genung zur Sättigung, wenn Gott das Wen'ge segnet und uns mit Huld begegnet. Benjamin Schmolck, g. 1672,4+ 175². 2. Reiselieder. 459. Mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. Psalm 121. ͤ— I— .—.......—— — 12——.574—8— 4 S iJIi ö——— 1. Ich heb mei — — J— —— 4— +.——— —— 1 V Il — ——+—————. 11 I . 2 0 7 Ber⸗ge hoch hinauf, bis mir mein Gott vom Him⸗mels. 142 B. Für besondere Umstände(Reiselieder). 460 ————— SPSPSPIPSPIPII A. 1— 2—.—.—— thron mrit sei ⸗ ner Hilf 2. Mein Hilfe kommt mir von dem Herrn, er hilft uns ja von Herzen gern; Himmel und Erd hat er gemacht, er hält über uns Hut und Wacht. 3. Er führet dich auf rechter Bahn, so daß dein Fuß nicht gleiten kann; setz nur auf Gott dein Zuversicht, der uns behütet, schläfet nicht. 4. Der treue Hüter Jsrael bewahret dir dein Leib und Seel; er schläft nicht weder Tag nochNacht, wird auch nicht müde von der Wacht. 5. Vor allem Unfall gnädiglich der fromme Gott behütet dich; unter dem Schatten seiner Gnad bist du gesichert früh und spat. 6. Der Sonne Hitz, des Mondes Schein sollen dir nicht beschwerlich sein. Gott wendet alle Trübsal schwer zu deinem Nutz und seiner Ehr. 7. Kein Ubel muß begegnen dir, des Herren Schutz ist gut dafür. In Gnad bewahret deine Seel der treue Hüter Israel. 8. Der Herr dein'n Ausgang stets bewahr, zu Weg und Steg gesund dich spar, bring dich zu Haus in sein'm Geleit von nun an bis in Ewigkeit. Corn. Becker, g. 1561, 4 1604. 460. mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. ——. 2.— SSESEEI E I IEAEI 1 +—— I————..— 3— ö ů Zieht in Frie⸗den eu ⸗ re Pfa ⸗ de! Mit Wenn euch Je ⸗ su Hän⸗-de schir-men, geht's Q —— ⁵⁵⁷ I 2———— Dxrvv. HinmiIHW Hs Eu Enm n2.v ——— euch des gro⸗ßen Got⸗tes Gna⸗de und sei⸗ ner un⸗ter Son⸗nen⸗schein und Stür-men ge⸗trost und 9—.— H 5—.— 4 /—4——3— 2. 7. 1443—5—— 2— LIX—— 6 ͤ— heil'⸗gen En-gel Wacht! WGSN l, lebt wohl im — froh bei Tag und Nacht. Lebt wohl, ů—0 4 ee errer mirrt ititeren, — RA—* + 22—.·..—ů——— +——.— —. IEAE——.— 2 I 2 + + 2 ———2 ö Eusrrr, Henti. Allels: Herrn! Er sei euch nim⸗-mer fern spät und frü⸗ 0 443 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. —0 + 4 — 22—————*—— 2—.—..——— ——— 5——5 —2 2——— he. Ver-⸗ geßt uns nicht in sei⸗nem Licht und n.—— II E— ö——* ——.— 5.———— 9—— wenn ihr sucht sein An⸗ ge⸗ sicht. G. F. L. Knak, g. 1806, 4 1828. 3. Krieg und Frieden. 461. Mel. Nun lob, mein Seel, den Herren. —5 2———. 2—.— II— E—.——— 2 2 79 E—.—.— 1 Gott Lob, nun ist er ⸗schol ⸗- len das ed⸗le . daß nun⸗mehr ru⸗hen sol ⸗ len die Spieß und Q en deer n,—ñ—IIIIIT—.———— EVN 1.— +J.——.————2 ́———— 2*— D‚‚———— e e Wohl⸗-auf und nimm nun Schwer⸗ter und ihr Mord. 4 5 L— I— +* E E—.— I X.....————.äe. „„ 85—— wie ⸗ der dein Sai⸗ten⸗spiel her ⸗ vor, 0 — 4 FEE——— D E.i,ein, mum n E Hs-H.,eit ir, Eire,- Emem E,W ——.———— 1—— — + Deutsch⸗land, und sing Lie-der im ho-hen, vo 9 4 4 4 4 — 2— 2 2— ů— 7......*— W...—.—2—...—.——7.—ñ—— ꝗ E————.—.——— Chor! Er ⸗he⸗be dein Ge⸗ mü⸗ te ii I.II.I...... RRRR 2 I— 2. I 60 I.....— J dei⸗nem Gott und sprich: Herr, dei-ne Gnad und —6—4—— 1.—— + 2—.——.: 0 2 I. Gü⸗ te bleibt den⸗noch e ⸗ wig ⸗=lich. In dich hat Gott versenket all unser Glück und Heil; wer dich betrübt und kränket, der drückt sich selbst den Pfeil 2⁴⁴ 2. Sei tausendmal willkommen, du teure, werte Friedensgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen dein Beiunswohnen in sich hab. 1828. V-W é — und I B. Für besondere Umstände(Arieg und Frieden). des Herzleids in das Herze Wer aber Christum liebet, und löscht aus Unverstand sei unerschrocknen Muts, die güldne Freudenkerze der Friede, den er gibet, mit seiner eignen Hand. bedeutet alles Guts. 3. Ach laß dich doch erwecken! Er will die Lehre geben: Wach auf, wach auf, du harte Welt, Das Ende naht herzu, eh als das letzte Schrecken da sollt ihr bei Gott leben dich schnell und plötzlich überfällt. in ew'gem Fried und Ruh. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 462. Mel. Nun danket alle Gott. ER SSSSSS....I................. SDSDSDSDIE‚ 1 Herr Gott, dich lo-ben wir, re⸗gier, Herr, uns ⸗ re laß dei⸗nes Gei⸗stes Glut in un⸗sern Her⸗zen 9Q L 1jII NS.II—— 2—. DSEE.............. . 2— II.— I—— ů ů— Stim⸗men,— 5 ů(Komm, komm o ed⸗le Flamm, ach komm zu uns all⸗ glim⸗men! Q SDSDSDSDDDSE DEE ——= —1——.— hier, so sin-gen wir mit Lust: Herr Gott, dich lo⸗ben wir. 2. Herr Gott, dich loben wir, der Waffen schweres Joch wir preisen deine Güte, und frechen Grimm erfahren. wir rühmen deine Macht Jetzt rühmet unser Mund mit herzlichem Gemüte. mit herzlicher Begier: Es steiget unser Lied Gott Lob, wir sind in Ruh! bis an des Himmels Tür Herr Gott, wir danken dir. und tönt mit großem Schall: 5. Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, dich loben wir. daß du die Pfeil und Wagen, 3. Herr Gott, dich loben wir Schild, Bogen, Spieß und Schwert für deine großen Gnaden, zerbrochen und zerschlagen. daß du das Vaterland Der Strick ist nun entzwei, von Kriegeslast entladen, darum so singen wir daß du uns blicken läßt mit Herzen, Zung und Mund: des güldnen Friedens Zier; Herr Gott, wir danken dir. drum jauchzet alles Volk: 6. Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, dich loben wir. daß du uns zwar gestrafet, 4. Herr Gott, dich loben wir, jedoch in deinem Zorn die wir in vielen Jahren nicht ganz hast weggeraffet; 14⁵ + 17 öW 463 es hat die Vaterhand uns deine Gnadentür jetzt wieder aufgetan: Herr Gott, wir danken dir. 7. Herr Gott, wir danken dir, daß du Land, Kirch und Häuser, den edlen Fürstenstamm und dessen grüne Reiser bisher erhalten hast; gib ferner Gnad allhier 4. Lieder für be sondere Zeiten ꝛc. daß auch die Nachwelt sing: Herr Gott, wir danken dir. 8. Herr Gott, wir danken dir und bitten, du wollst geben, daß wir auch künftig stets in stolzer Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfüll jetzt nach Begier, o Vater, unsern Wunsch! Herr Gott, wir danken dir. Johann Franck, g. 1618, 4 1677. 4463. Mel. Herr, wie du willst, so schick's mit mir. Psalm 85. EEEH—..—⁴ . ö.2 2..—. 2—— — 8.— 12 +.— 1 1 Herr, der du vor-mals hast dein Land 6 und IJs3 ra ⸗ el aus Fein ⸗des Hand Q——— — ,, n rr Hrnrt n. —IIIII—. mit Gna⸗-den an ⸗ ge blik ⸗ket é der du die ——— lö ⸗ set und er quik⸗ket; ——..— 1——— 4—————— + —+.— 2*————— 2 — 2— E 2— Sünd und Mis⸗se⸗tat, die dein Volk vor be⸗ 4 1———— itn enn d nn irn iinemrnmim.nn erden. tuumnem Eom mmnn enne iI— S —— + 2—.— 22... +* 22* —————— n in— gan⸗gen hat, hast vä⸗ ter⸗lich ver-zie* hen,; 2. Herr, der du deines Eifers Glut hast vorher abgewendet und nach dem Zorn das süße Gut der Lieb und Huld gesendet: ach frommes Herz, ach unser Heil, nimm weg und heb auf in der Eil, was uns anjetzo kränket. 3. Lösch aus, Herr, deinen großen Grimm im Brunnen deiner Gnaden. Erfreu und tröst uns wiederum nach ausgestandnem Schaden. Willst du denn zürnen ewiglich, und sollen deine Fluten sich ohn alles End ergießen? 4. Willst du, o Vater, uns denn nun einmal wieder laben lnicht und sollen wir an deinem Licht nicht wieder Freude haben? Ach gieß aus deines Himmels Haus, Herr, deine Güt und Segen aus auf uns und unsre Häuser. 5. Ach daß ich hören sollt das Wort erschallen bald auf Erden, daß Friede sollt an allem Ort, wo Christen wohnen, werden! 4⁴6 dir B. Für besondere Umstände(Krieg und Frieden). Ach daß uns doch Gott sagte zu des Krieges Schluß, der Waffen und alles Unglücks Ende![Ruh 6. Ach daß doch diese böse Zeit sich stillt in guten Tagen, damit wir in dem großen Leid nicht möchten ganz verzagen! Doch ist ja Gottes Hilfe nah, und seine Gnade stehet da all denen, die ihn fürchten. 7. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott schon wieder zu uns wenden, den Krieg und alle andre Not nach Wunsch und also enden, daß seine Ehr in unserm Land 464 und überall werd recht erkannt, ja stetig bei uns wohne. 8. Die Güt und Treue werden einander grüßen müssen, sschön Gerechtigkeit wird einher gehn, und Friede wird sie küssen. Die Treue wird mit Lust und Freud auf Erden blühn, Gerechtigkeit wird von dem Himmel schauen. 9. Der Herr wird uns viel Gutes Das Land wird Früchte geben, tun: und die in seinem Schoße ruhn, die werden davon leben. Gerechtigkeit wird dennoch stehn und stets in vollem Schwange gehn zur Ehre seines Namens. Paul Gerhardt, g. 1602, 4 1676. 464. mel. Berzliebster Jesu, was 55 du verbrochen. Q—4 — 9— TII D———.— ö nnr E SDRSRSiHi‚I‚‚e‚nrr—— 1. Herr un⸗ ser Gott, laß nicht zu schan⸗den wer⸗ den die, — V Z—.— U 0 2E 2.— + 4 NP———....— 14. 2 Ne 2Z...—— 3.—.—..—— 33•7 2— 2. M ah zu ihuden alle, die dich hassen, die sich allein auf ihre Macht ver⸗ lassen; ach kehre dich mit Gnade zu uns laß dich's erbarmen!(Armen, 3. Und schaff uns Beistand wider unsre Feinde! Wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald Freunde, sie müssen Wehr und Waffen nie⸗ kein Glied mehr regen.[derlegen, 4· Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen; vergebens ist's, auf Menschenhilfe bauen; mit dir wir wollen Taten tun und die Feinde dämpfen. kämpfen, 5. Du bist der Held, der sie kann untertreten und das bedrängte kleine Häuflein retten. Wir traun auf dich, wir schrein in Hilf, Helfer- Amen. Jesu Namen: Joh. Heermann, g. 1585, 4+ 1647. 2⁴⁷ 465 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. 5465. Eigene Melodie. aller iEEE uß d — ‚i‚——.— aller E e 9. A 1. Treu ⸗er Wäch⸗ter Js ⸗ ra ⸗ el, des sich freu⸗et— —0 ö auf ih ——— 5 M I Ees n v.——— — 2————.————...—— deine —3—— I1—..—. 1—— I.— 22 auf di mei ⸗ ne Seel, der du weißt um al⸗les Leid Laß f EE.nn.— U züz— 00 E bleib E..—— x— 170 2207 ind s 25 dei⸗ner ar⸗men Chri⸗sten- heit, o du Wäch⸗ter, 1105 Q —.—— 4—.—— DPI‚HDPD‚DiiEiDii iiiieiii ieiei‚i‚i‚iq‚ie e‚ʒ ‚ der de 4— 7. D. 1— 12..— I 7 3 der du nicht schläfst noch schlum-merst, zu uns richt EH— +——— E H————— 2.——— —— 2— 1—.—. 2* II dein hilf-⸗ rei⸗ches An- ge⸗-sicht! 2. Schau, wie große Not und trifft dein Volk jetzt überall;[Qual täglich wird der Trübsal mehr. Hilf, ach hilf, schütz deine Lehr! Wir verderben, wir vergehn, nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Hoherpriester Jesu Christ, der du eingegangen bist in den heil'gen Ort zu Gott durch dein Kreuz und bittern Tod, hast versöhnt uns durch dein Blut, ausgelöscht der Hölle Glut, wiederbracht das höchste Gut. 4. Sitzest in des Vaters Reich, ihm an Macht und Ehre gleich, unser ein'ger Gnadenthron, seine höchste Freud und Kron, den er in dem Herzen trägt, wie sich selbst zu lieben pflegt, dem er keine Bitt abschlägt. 5. Kläglich schreien wir zu dir, klopfen an die Gnadentür, wir, die du mit höchstem Ruhm dir erkauft zum Eigentum, dein Erbarmen hat kein End, deines Vaters Zorn abwend, der jetzt wie ein Feuer brennt. 6. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt. Eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau' und mit Zittern sie anschau. 7. Treuer Hort Immanuel, du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit, Trutz dem, der uns tu ein Leidl Gottes Straf ist ihm bereit. 8. Deines Vaters starker Arm, komm und unser dich erbarm! Laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht. C. Berufs⸗ u. Standeslieder(Fürst u. Obrigkeit). 466—467 aller Feinde Rotten trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn. 9. Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft, deine Christen traun auf dich, auf dich traun sie festiglich. Laß sie werden nicht zu schand, bleib ihr Helfer und Beistand, sind sie dir doch all bekannt. 10. Du bist ja der Heldund Mann, der den Kriegen steuern kann, der da Spieß und Schwertzerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt, und der Menschen Herzen wend't, daß der Krieg gewinnt ein End. 11. Jesu, wahrer Friedensfürst, der der Schlange hat zerknirscht ihren Kopf durch seinen Tod, wiederbracht den Fried bei Gott, gib uns Frieden gnädiglich! So wird dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen dich. Joh. Heermann, g. 1585, 4 1647. 466. Eigene Melodie. / ů ö—.—.————r‚r..— 1— SIIII— R———— 1.—— — Ver⸗leih uns Frie⸗-den gnä⸗ dig- lich, Herr —2— — 2 8.2 22.——— E * 2 +— +— ———.——— ů—— Gott, zu un⸗ sern Zei⸗ ten! Es ist doch 2.— r + E 2— I——.. ˖— 0 25 5— EE———— ja kein an⸗drer nicht, der für uns könn⸗te 23— + +— 2..—— EIA RSEIRIAIAIHIIIRIR——— strei ⸗ ten, denn du un⸗ ser Gott al⸗lei=ne. Martin Luther, g. 1485, 4 1546. C. Rerufs- und Standeslieder. J. Fürst und Obrigkeit. 467. mel. Nun freut euch, liebe Christen g'mein. HA—.——— =in Lumuim dnn: demdu Hi n: Erernin, mi inminmn. + Ein Haupt hast du dem in Gna⸗den un⸗ ser und trotz der ge⸗ eint und Volk ge⸗sandt, Va⸗ ter⸗land 4 + I + j V. e. r O—14 2—2—..—.— + ů .— 2 E x‚ Fein ⸗de To ben Mit Frie⸗den hast du hoch er ⸗ ho-ben. 29 468 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. S TTTTT..—— uns be⸗ dacht, den Kai⸗ 981— be⸗ stellt zur Wacht zu —— — —— 2 dei⸗ nes Na⸗mens Eh 2. Wir danken dir mit Herz und du Retter aus Gefahren, Mund, und flehn aus tiefster Seele Grund, du wollest uns bewahren, Herr aller Herrn, dem keiner gleich, den Kaiser und das deutsche Reich zu deines Namens Ehre. 3. Verwirf, Gott, unser Flehen laß auf des Kaisers Wegen nicht, dein huldvoll heilig Angesicht ihm leuchten uns zum Segen und salbe ihn mit deinem Geist, daß er sich kräftiglich erweist zu deines Namens Ehre. 4. Ach komm, wie zu der Väter ein Feuer anzuzünden,[OZeit, daß wir im Frieden und im Streit fest auf dein Wort uns gründen! Ein frommes Volk, das dir vertraut und dir zum Tempel sich erbaut zu deines Namens Ehre. Julius Sturm, g. 1816, 4 1896. Am Geburtstage des Landesherrn. Mel. Nun danket alle Gott. 1 Preis Ehr und Lob sei dir, in des⸗sen vwir bis zur Stund all-hier viel Heil zu Q ů H. 2——————— A—— öSSDSPSPSPSSSISI...... 0 Schirm und Schat⸗ ten der auch zu ——— ken hat⸗ ten, je⸗der Frist all⸗ eri,—— mäch ⸗ tig h 10 fern ein Herr und Hel⸗ fer ee, 9 1——— 1 ist des Für⸗sten, un⸗sers Herrn. 2. Du hast ihm lebenslang den Odem treu bewahret und auf manch strengem Gang dich huldvoll offenbaret; 4⁵⁰ du hast in seiner Hand das Scepter stark gemacht und unser Vaterland mit reichem Gut bedacht. dein 3. Du wollest deinen Geist 5. Du wollest seine Treu auf seine Stirne legen, vergelten durch die Treue, der klar ihn unterweist, womit ihn täglich neu des hohen Amts zu pflegen; ein gutes Volk erfreue, du wollst Gerechtigkeit daß dein Gebot im Bund und milder Gnade Lust von ihm und uns gescheh, ihm stellen an die Seit, und seines Thrones Grund ihm pflanzen in die Brust. in unserm Herzen steh. 4. Du wollest allezeit 6. O segne, was wir flehn in deinem Gleis ihn lenken an seinem Jahresfeste, und Zucht und Frömmigkeit und gib zum Wohlergehn in ihm dem Lande schenken, ihm deiner Gaben beste! auf daß er Vorbild sei Gib, daß er's nie vergißt von jeder Tugendart noch wir, wie du so gern und Hilf und Schutz verleih, ein Herr und Helfer bist wo man den Glauben wahrt. des Fürsten, unsers Herrn. HKarl G. Grüneisen, g. 1802, 4 1878. 2. Eheleute und Eltern. 469. mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 4 2—— 2———— 1 Ich und mein Haus, wir sind be ⸗ reit, Du sollst der Herr im Hau⸗ se sein, — —— ů * 1• 2 2——— 1• 2————— r r.. dir, Herr, die gan ⸗ ze Le⸗bens ⸗ zeit gib dei ⸗nen Se ⸗ gen nur dar ⸗ ein, 22— V. II —————————.—— 2 mit Seel und Leib zu die⸗nen. Ei ⸗ ne dus wir dir wil⸗ lig 2 E ö S SS...—.—.—.—....—.—.—...i 2 klei⸗ ne, from⸗ me, rei ⸗ ne Haus⸗ge⸗ mei ⸗ ne E— H——— N mach aus al⸗len! Dir nur soll sie wohl⸗ge⸗fal⸗ len. 2.Es wirke durch dein kräftigWort an unser aller Seelen! dein guter Geist stets fort und fort Es leucht uns wie das Sonnenlicht, 45¹ 28— C. Berufs⸗ und Standeslieder(Eheleute und Eltern). 469 470 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. damit's am rechten Lichte nicht im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Leben uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß deinen Frieden auf das und alle, die drin wohnen, aus, Haus im Glauben uns verbinde, laß uns in Liebe allezeit zum Dulden, Tragen sein bereit, voll Demut sanft und linde! Liebe übe jede Seele, keinem fehle, dran man kennet den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet sein auf deine Gnade ganz allein und deine große Güte! Auch laß uns in der Nächte Graun auf deine treue Hilfe schaun mit kindlichem Gemüte, selig, fröhlich, selbst mit Schmerzen in demHerzen dir uns lassen und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns ird'sches Glück ins Haus, so schließ denStolz, die Weltlust aus, des Reichtums böse Gäste! Denn wenn das Herz an Demut leer und voll von eitler Weltlust wär, so fehlte uns das Beste: jene schöne, tiefe, stille Gnadenfülle, die mit Schätzen einer Welt nicht zu ersetzen. 6.Und endlich flehn wir allermeist, daß in dem Haus kein andrer Geist als nur dein Geist regiere. Der ist's, der alles wohl bestellt, der gute Zucht und Ordnung hält, der alles liebreich ziere. Sende, sende ihn uns allen, bis wir wallen heim und oben dich in deinem Hause loben. H. J. Phil. Spitta, g. 1804, 4 1859. 470. mel. O Gott, du frommer Gott. 1 ES= 2— 30..ꝗ 5 EFaee— I 120 2——— E— 42— 1 + Laß dich, Herr Je⸗ su Christ,„ mein Ge⸗ komm in mein Haus und Herz und brin ⸗ge ......——————— EI—— bet be⸗ we ⸗gen, ö All Ar⸗beit, Mü mir den Se ⸗ gen! h und —— 6 .——————— Kunst ohn dich nichts rich tet aus, wo du mit —...— Eiiii Gna⸗de bist, kommt Se⸗gen in das Haus. Joh. Heermann, g. 1585,4 1647. 4⁵² C. Berufs⸗ und Standeslieder 471. (Eheleute und Eltern). 471—472 Mel. Nun sich der Tag geendet hat. — SSS........... 1. Nun schlaf, mein lie⸗ 55 Kin ⸗de⸗ lein, und ii tu dein Aug⸗ lein zu, denn Gott der will dein * HEA ů——.— are P.P.....— Va ⁊ter sein, drum schlaf in gu⸗ ter Ruhl 2. Dein Vater ist der liebe Gott und will's auch ewig sein, der Leib und Seel gegeben hat dir durch die Eltern dein. 3.Er schenkt dirseinen lieben Sohn, den schenkt er in den Tod; derkamaufErd vomHimmelsthron, half dir aus aller Not. 4. Er schickt dir seine Engelein zu Hütern Tag und Nacht, daß sie bei deiner Wiege sein und halten gute Wacht. 5. Dem Vater und der Mutter befiehlt er dich mit Fleiß,(dein daß 36 dir treue Pfleger sein, ziehn dich zu Gottes Preis. 6. Das liebe Jesulein will sein dein liebes Brüderlein, drum schlaf, du liebes Kindelein, so wirst du selig sein. 7. Der heil'ge Geist der segne dich, bewahr dich alle Zeit, sein heil'ger Nam behüte dich, schütz dich vor allem Leid! 8. So nimm du recht an Gnade zu, an Alter und Verstand, und halte deine Kindesruh in Jesu Schoß und Hand! Nach Joh. Mathesius, g. 1504, 4+ 1565. 247². Eigene Melodie. A enern ernri nenenne e. ——.—— — se:; lig Haus, wo man dich auf ⸗ge⸗ wo un ⸗ ter al ⸗ len Gä⸗sten, die da 4———— 2 LIII— H—. —2—4———ꝗ—. 2————— ——Hi—— nom⸗men, du wah⸗rer See⸗len⸗ ⸗freund, Herr Je-sus kom⸗men, du der ge⸗ fei⸗ ert ⸗ste und lieb-ste ö 5 Duntin H.— IISSS —..———.—— 4——— Christ ů bist: wo al⸗ler Her⸗ zen dir ent⸗ ge⸗ gen — 5 4⁵3 47² 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. 26— ——211.—— — A— ‚II + — schla- gen und al ⸗ler Au⸗gen freu⸗dig auf dich Q— N +4 EEEEE 2—2—————— sehn, wo al ⸗ler Lip⸗ pen dein Ge⸗bot er⸗fra⸗gen, DSDIIEEE.....—‚ +. 2 494 +. +SI...—..— +—4+— 1.. + —————II.————— und al ⸗le dei⸗ nes Winks ge⸗wär⸗tig stehn. 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in Einer, in deiner Liebe Eines Geistes sind, als beide Eines Heils gewürdigt, keiner im Glaubensgrunde anders ist ge⸗ sinnt; wo beide unzertrennbar an dir han⸗ gen, in Lieb und Leid, Gemach und Un⸗ gemach, und nur bei dir zu bleiben stets ver⸗ langen an jedem guten wie am bösen Tag. 3. Oselig Haus, wo man die lieben Kleinen mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, du Freund der Kinder, der sie als die Seinen mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln und horchen deiner süßen Rede zu und lernen früh dein Lob mit Freu⸗ den stammeln, sich deiner freun, du lieber Heiland du. —.5⁰4 4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen und wissend, wessen Augen auf sie sehn, bei allem Werk in Einem Eifer brennen, daß es nach deinem Willen mag ge⸗ ö schehn; als deine Diener, deine Hausge⸗ nossen, in Demut willig und in Liebe frei, das Ihre schaffen froh und unver⸗ drossen, in kleinen Dingen zeigen große Treu. 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, wo man bei keiner Freude dein ver⸗ gißt o selig Haus, wo du die Wunden heilest und aller Arzt und aller Tröster bist; bis jeder einst sein Tagewert voll⸗ endet, und bis sie endlich alle ziehen aus dahin, woher der Vater dich gesen⸗ det, ins große, freie, schöne Vaterhaus. K. J. Phil. Spitta, g. 1801, 4 1859. ö C. Berufs⸗ und Standeslieder(Eheleute und Elternͤ).. 473 22. Mel.— dich sehr, o meine Seele. 4 325 . EI —. 2 ö. + I 2 7 Sor ⸗ ge b st doch für mei ⸗ n sie gleich vor dir sind Sün⸗der, sind 0. e Kin ⸗ der, Va⸗ H ö 1 + + IE.. . W. r‚„ nimm dich ih sie dir doch zu ⸗„ rer an! 1un und durch Q 4 + * I — e E᷑ dei ⸗ nes Soh⸗— Blut gleich⸗ wohl dein er⸗ 23521.—— 1 V 5 2———— V—— worb'⸗ nes Gut; dar⸗ um— du sie aus 2— + N N ———— I——0 ——7 2 2..— 2 I.——.—.—— 2— Gna⸗den wohl be⸗schüt⸗ zen und be* ra ⸗ ten. 2. Sie sind dir von Kindesbeinen und von ihrer ersten Stund übergeben als die Deinen, und durch deinen Gnadenbund hast du sie in ihrer Tauf väterlich genommen auf, daß sie, wenn sie sollten sterben, wären deines Reiches Erben. 3. Du hast sie bisher ernähret und so manchem Unglücksfall mehr als väterlich gewehret, der sie hier und überall hätte leichtlich umgestürzt, ja das Leben abgekürzt; aber deine Vatertreue bleibt bei ihnen täglich neue. 4. Sammeln andre große Schätze, daß ihr Haus in solchem Heil sich an Geld und Gut ergötze, so bist du mein einzig Teil. Bleib auch meiner Kinder Gott, lasse sie in keiner Not und in keinem Kreuz verderben, bis sie endlich selig sterben. 5. Schütze sie vor bösen Leuten und vor der Verführer Schar, daß ihr Fuß nicht möge gleiten. Laß sie ihre Lebensjahr' in der Tugend bringen zu, bis du sie wie mich zur Ruh wirst ins kühle Grab versenken und die Seligkeit uns schenken. 6. Können sie in diesem Leben hier und wo es dir gefällt was zu deinen Ehren geben, so laß in der ganzen Welt ihnen, wo sie immer gehn, deine Furcht vor Augen stehn, daß sie dich im Tun und Lassen stets in ihre Herzen fassen. 7. Gönne mir die große Freude, daß am lieben jüngsten Tag 4⁵⁵ . I ————— 2.74 nach so vielem Kreuz und Leide ich mit Jauchzen sagen mag: Liebster Vater, ich bin hier 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. und die Kinder, die du mir hast in jener Welt bescheret. Ewig sei dein Nam geehret! Ludw. Heinr. Schlosser, g. 1665,7125. 47⁴4. Mel. Wie—— leuchtet der— 4 7. e. 1 Wie schön ist's doch, Herr Je ⸗ su Christ, im Wie steigt und neigt sich dei ⸗ne Gab und 2+. EDDRDiiee‚—.——— E.Z J...‚..—.—— I —.—2.— I—— 1—— V Stan ⸗-de, da dein Se⸗ gen ist, im Stan⸗ al ⸗les Gut so mild her⸗ ab aus dei⸗ 2— S. ö .I———— 1—5—— F de heil⸗⸗ger hel ů ‚ * un( ner heil'⸗gen Hö⸗ he, DPDPDPDPP —..— .———.—— Sanrennnnt Enerine. ennn.r xi,— nnnndr.— * flei⸗ßig hal⸗ten Jung und Al⸗ten, die im A— + 1 —... N.— + b— FE ů——— eeE.——— * 2 2———— 2*—— 2—— Or⸗den Ei ⸗ nes Le⸗bens ei⸗ nig wor⸗den. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl verstehn und unverrückt beisammen stehn im Bande reiner Treue, da geht das Glück in vollem Lauf, da sieht man, wie der Engel Hauf im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott gibet dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Sei gutes Muts! Wir sind es die diesen Orden aufgericht't,(nicht, es ist ein höhrer Vater; der hat uns je und je geliebt und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der beste Freund und Rater; Anfang, Ausgang aller Sachen, die zu machen wir gedenken, wird er wohl und weislich lenken. 4. Zwar bleibt's nicht aus, es kommt ja wohl ein Stündlein, da man Leides voll die Tränen lässet fließen; jedennoch, wer sich in Geduld ergibt, des Leid wird Gottes Huld in großen Freuden schließen. Schweige, beuge dich ein wenig, unser König wird behende machen, daß die Angst sich wende. 4⁵56 nde. C. Berufs⸗ und Standeslieder(Eheleute und Eltern). 5. Wohl her, mein König, nah herzu! Gib Rat in Kreuz, in Nöten Ruh, in Angsten Trost und Freude! Des sollst du haben Ruhm und Preis, 47 wir wollen singen bester Weis' und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Willen zu erfüllen, deinen Namen ewig loben werden. Amen. Paul Gerhardt, g. 1602, 4 1626. 3• Mel. O Jesu Christ, mein's Lebens Licht. HN— 4 .....— SSSE SIPIPI‚IPIFIPIPIFITITITITITITIAIAI...——— — + +* 9 1. Wohl ei⸗nem Haus, da Je⸗sus Christ al⸗lein das Q 4 4 4 ü II ILI 2—3— —⁴⁷⁷ 2—— +.— 2— 1 S.SPSPISIPIIIIIIII IIIII.... 2 All in al⸗lem ist. Ja, wenn er nicht dar⸗ Q U. N II + S.. FUET..——.. ESEEEEEEEEEEEEEEEEEEE in⸗nen wär, wie 2. Wohl, wenn sich Mann und Weib und Kind in einem Glaubenssinn verbind't, zu dienen ihrem Herrn und Gott nach seinem Willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienst im Geist das äußre Werk nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Rauchwerk im Gebet beständig in die Höhe geht, und man nichts treibet fort und fort als Gottes Werk und Gottes Wort. 5. Wohl, wenn im äußerlichen mitfleißiger, getreuerHand Stand ein jegliches nach seiner Art e⸗ lendwär's, wie arm und leer! 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind und wenn sie Kind und Kindeskind versäumen nicht am ew'gen Glück. Dann bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus, denn es. gedeiht; die Eltern werden hocherfreut, und ihren Kindern sieht man's an, wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: Wich alles Volk auch von ihm fern, ich und mein Haus stehn bei dem Herrn. Chr. K. L. v. Pfeil, g. 1212, 4 184. den Geist der Eintracht offenbart. 4⁵⁷ 476—477 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. 3. Kinder. 476. mel. Berr Jesu Christ, dich zu uns wend. — 1. Ach lie⸗ber Gott, be⸗ hü⸗ te ni und mei⸗ ne ——.————— ů—— 2.. +—— + 2.* ——0N—m— ö—.—— 2. El⸗tern gnä⸗dig⸗lich, auch mein' Ge⸗ schwi⸗ster vor Ge⸗ f ů 1— ö—— I 5 2*—— +— 1 1* E—.— EEE =ahr mit dei⸗nem star⸗ken Arm be⸗wahrl 2. Und alle, die uns sind verwandt, beschütz durch deine rechte Hand! Behüte mich vor aller Sünd, hilf, daß ich werd ein frommes Kind. Joh. Beermann, g. 1585, 4 1647. 477. mel. Nun danket all und bringet Ehr. E——— EEEEEEE—————— RSSDSDSDe.e——— Ꝙ 2———* 3—— 1. Ich bin ein Kind, bin arm und klein, und a 1.—. I ,, nn er,„ nint nm. —————— wei ne Kraft ist schwach; ich woll⸗te ger⸗ne —* 2 1 2* I I—— 2—75— + —.3.3.——.—.—.—. 2—————— se ⸗ lig sein und weiß nicht, wie ich's mach. 2. Mein Heiland, du warst mir ein armes kleines Kind(zu gut und hast mich durch dein teures Blut erlöst von Tod und Sünd. 3. Mein liebster Heiland, rat' mir was ich zur Dankbarkeit(nun, für alle deine Lieb soll tun, und was dein Herz erfreut. 4. Du selber hast es mich gelehrt, daß du mein junges Herz zu einem Opfer hast begehrt, Herr, zieh es himmelwärts. 5. Du hast mich in der Taufe ja mit deinem Heil bekleid't und, eh ich etwas wußt und sah, zu deinem Kind geweiht. 6. Bewahr mein Herz und halt es von allem, was befleckt; rein laß stets in dir mich fröhlich sein, von deiner Gnad bedeckt. 7. Nimmst du mich früh aus dieser dann ist mir wohlgeschehn,(Zeit, ich komm in jene Herrlichkeit, wo ich dich werde sehn. 8. Doch soll ich länger hier noch nehm ich an Jahren zu, ssein, so hilf, daß ich stets bleibe dein 45⁵⁸ und fröhlich Gutes tu. und C. Berufs⸗ und Standeslieder(Kinder). 478—479 9. Und schließ ich endlich meinen so hebe mich zu dir hinauf: in Liebe gegen dich,(Lauf dann freu ich ewig mich. N. L. Graf v. Sinzendorf, g. 1200, 4 1260. 478. Eigene Melodie. 4522—3——..— F— S — 2——.„*—2— 7——.— 1. Weil 5 Je⸗ su Schäf⸗ Len bin, freu ich mich nur n⸗dererrer,e, ene, k im ⸗-mer⸗ hu ü⸗ ber mei⸗ nen gu⸗ ten W5 ten, *.———.—.———— .—„ +———.—— der mich schön weiß zu be⸗ wir⸗ten, der mich lie⸗bet, Q 10— 111 2 —— +—.— 2— —*— Il mich kennt und bei mei⸗nem Na⸗men nennt. 2. Unter seinem sanften Stab 3. Sollt ich nun nicht fröhlich sein, geh ich aus und ein und hab da ich sein bin und er mein? unaussprechlich süße Weide, Denn nach diesen schönen Tagen daß ich keinen Hunger leide; werd ich endlich heimgetragen und so oft ich durstig bin, in des Hirten Arm und Schoß. führt er mich zum Brunnquell hin. Amen, ja, mein Glück ist groß! Henr. Luise v. Hayn, g. 1724, 4 182. 479. Mel. So nimm denn meine Hände. B—— 12—— .⁷⁴— 2 1— 1 ——1 Wie könnt ich ru⸗hig schla⸗fen in dunk⸗ler Nacht, wenn ich, o Gott und Va⸗ter, nicht dein ge⸗dacht? EE 1———— iEs hat des Ta⸗ges Trei⸗ben mein Herz zer⸗streut; SSS SPSII....IFFIFFIFITFTTPIPIPIAIII—IA—I—......... —.. 2— bei dir, bei dir ist Frie⸗den und Se ⸗lig ⸗keit. 2. O decke meine Mängel Gib mir, um was ich flehe: mit deiner Huld, ein reines Herz, du bist ja, Gott, die Liebe das dir voll Freuden diene und die Geduld. in Glück und Schmerz. 45⁵9 vumnummm nmuum—= 480 4. Lieder für 3. Auch hilf, daß ich vergebe, wie du vergibst, und meinen Bruder liebe, wie du mich liebst; besondere Zeiten ꝛc. so schlaf ich ohne Bangen in Frieden ein und träume süß und stille und denke dein. Agnes Franz, g. 1794, 4 1845. Für Waisen. 480. Mel. O Gott, du frommer Gott. E————— E EE———— 222 H—..———.— —.—.—————.— —— 4—— 1— I. 1 Ihr Wai⸗ sen, wei⸗ net nicht! Wie, könnt ihr 95 nicht Ver⸗las ⸗ set euch auf Gott, der wird euch nicht ver⸗ D 6 LL— ———— 2+. III IEI* n L.—..8— 57 2——6 2— E 2.——0 2—— 10 bn. Sind gleich die El⸗tern tot, so le ⸗bet + V. + J. II I II + ................ + L* den ⸗-noch Gott; weil a- ber Gott noch lebt, so 1 — habt ihr kei-ne 2. Gott ist und bleibet stets ein Vater aller Waisen, der will sie insgesamt ernähren, kleiden, speisen. Demselben trauet nur, der nimmt sich euer an; seht, er ist euer Schatz und euer Helfersmann. 3. Gott ist ein reicher Gott, er wird euch wohl versorgen; er weiß ja eure Not, sie ist ihm nicht verborgen; ob ihr schon wenig habt, ist auch der Vorrat klein, so will fürs künftige Gott der Versorger sein. 4. Ja glaubet, bleibet fromm und geht auf Gottes Wegen, erwartet mit Geduld den euch verheißnen Segen und weichet nicht von Gott, vertraut ihm allezeit; so werd't ihr glücklich sein in Zeit und Ewigkeit. Joh. Fr. Stark, g. 1680, 4 1756. 5. Mider von den letzken Dingen. A. Sterbe- und Begräbnislieder. 2481. Eigene Melodie. 1663. SRSESSSSSSSEEEEEEIIIAII—— E J——————— 11. Ach wie flüch⸗tig, ach wie nich⸗tig ist des Men⸗schen ö ◻ 4Z——— —— D** ö Le⸗ben! Wie ein Ne⸗bel bald ent⸗ste⸗het und auch wie⸗der ů— IISTTII——— er⸗——..—. 2—.—..— 7„ —— bald ver⸗ge⸗het, so ist un⸗ser Le⸗ben, se⸗het! 2.— 2. Ach wie flüchtig, ach wie nich⸗ 6. Ach wie flüchtig, ach wie nich⸗ bet sind der Menschen Tage![tig ist der Menschen Prangen! IÜtig Wie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen, so fährt unsre Zeit von hinnen. 3. Ach wie flüchtig, ach wie nich⸗ ist der Menschen Freude! Ütig Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Strei⸗ so sind unsre Fröhlichkeiten. lten, 4. Ach wie flüchtig, ach wie nich⸗ ist der Menschen Schöne! IÜtig Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! 5. Ach wie flüchtig, ach wie nich⸗ ist der Menschen Dichten! IÜtig Der, so Kunst hat lieb gewonnen und manch schönes Werk ersonnen, ist dem Tode nicht entronnen. Der in Purpur hoch vermessen ist als wie ein Gott gesessen, dessen wird im Tod vergessen. 7. Ach wie flüchtig, ach wie nich⸗ ist des Menschen Herrschen! Itig Der durch Macht ist hochgestiegen, muß zuletzt aus Unvermögen in dem Grab erniedrigt liegen. 8. Ach wie flüchtig, ach wie nich⸗ sind der Menschen Schätze![tig Es kann Glut und Flut entstehen, dadurch, eh wir uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 9. Ach wie flüchtig, ach wie nich⸗ sind der Menschen Sachen! IÜtig Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen; wer Gott fürcht't, wird ewig stehen. Michael Franck, g. 1609, + 1667. 175⁶. Eigene Melodie. * — N 1— + 7 I—6.383 + + ** 1 + 12 II 4 + . * 1 Al⸗le Men;schen AIwas da — müs⸗sen ster⸗ben, le⸗bet, muß ver⸗-der⸗ben, — al⸗les Fleisch ver⸗ soll es an⸗-ders 461 5. Lieder von den letzten Dingen. IX.— F. 17 11 ͤ SII.——..— 22— I—— I* 2 Oaot wi Hem Die⸗ Leib der 3——5 we⸗ wer⸗— neu. 27 9⁰4 EI———1—.—.— —„ an⸗ders soll 98 5 ne ⸗ dee zu der gro⸗ ßen .——— 2—3332— —.— 3— I 1—.——— Herr⸗lich⸗keit, die 2. Drum so will ich dieses Leben, weil es meinem Gott beliebt, auch ganz willig von mir geben, bin darüber nicht betrübt. Denn in meines Jesu Wunden hab ich schon Erlösung funden, und mein Trost in Todesnot ist des Herren Jesu Tod. 3. Jesus ist für mich gestorben, und sein Tod ist mein Gewinn, er hat mir das Heil erworben; drum fahr ich mit Freuden hin, hin aus diesem Weltgetümmel in den schönen Gotteshimmel, da ich werde allezeit schauen die Dreieinigkeit. 4. Da wird sein das Freuden⸗ da viel tausend Seelen schon leben, sind mit Himmelsglanz umgeben, dienen Gott vor seinem Thron; da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: heilig, heilig, heilig heißt, den From⸗men Gott der Vater, Sohn und Geist. ist be⸗reit. 5. Da die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal; wo auf ihren Ehrenthronen sitzet der zwölf Boten Zahl; wo in so viel tausend Jahren alle Frommen hingefahren; wo dem Herrn, der uns versöhnt, ewig Halleluja tönt. 6. O Jerusalem, du schöne, ach wie helle glänzest du! Ach wie lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh!l Ach der großen Freud und Wonne, jetzo gehet auf die Sonne, jetzo gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag! 7. Ach ich habe schon erblicket alle diese Herrlichkeit, jetzo werd ich schön geschmücket mit dem weißen Himmelskleid, mit der güldnen Ehrenkrone steh ich da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. Joh. Georg Albinus, g. 1624, + 1679. — 24383. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. +—.————ñjꝛ;t—ß—— —2.—2———5——— h. 2 ELaee + + 1 ν Hüt— 1. Be⸗grabt den Leib in sei⸗ne Gruft, bis ihn des 462 ·nne, A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 484 —— 2— ZjLa ——. rs Stim⸗me ruft Wir sä⸗ en ihn, einst — + —II Lan. Rich⸗te 4 5* M V— — 2 1— — — — — 2—52 0 4 —. + —— 2 —— 1 2. Aus Staube schuf ihn einst der Herr! Er war schon Staub und wird's nun mehr; er liegt, er schläft, verwest, erwacht dereinst aus dieser Todesnacht. 3. Des Frommen Seele lebt bei der sie aus aller ihrer Not,(Gott, aus aller ihrer Missetat durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Hier hat ihn Trübsal oft ge⸗ drückt, nun wird er, Gott, von dir erquickt. Hier wandelt' er im finstern Tal, nun ist er frei von Schmerz und und steigt ver⸗klärt zu Gott hin⸗auf. 5. Gott blieb er treu bis an sein Grab, nun wischt Gott seine Tränen ab. Was sind die Leiden dieser Zeit, Gott, gegen deine Herrlichkeit! 6. Nun, du Erlöster, schlaf in Ruh! Wir gehn nach unsern Hütten zu und machen zu der Ewigkeit mit Freud und Zittern uns bereit. 7. Ach, Jesu Christ, dein bittrer Tod stärk uns in unsrer letzten Not. Laß unsre ganze Seele dein und freudig unser Ende sein! Fr. Gottl. Klopstock, g. 1724, 4+ 1805. Qual. 484. Mel. Ach Jesu, dessen Treu. 2—.——— 3—— + ..,.. 1. Bleib, Jen⸗ su, bleib bei mir, es will nun der Tag hat sich ge⸗ neigt mit mei⸗ ner .———— Wn——— S...—.— DDeEEEEEEEE &———.—.—— Zeit auf Er⸗den, A⸗bend wer⸗den; é mein Ab⸗schied stellt sich ein; die — + 1 1 r,—.— — Stun⸗de naht sich nun, da ich soll auf der — Q —.——— —.5—. + —.. +— 12— + 1 IXI uannmn —2— Welt die 2. Die Zeit der Pilgrimschaft, die ich hier angefangen, letz⸗te Rei⸗se tun. ist über Berg und Tal durch Kreuz und Not gegangen. 463 485—-—486 Du aber warst bei mir, auch wenn ich's nicht gemerkt, und hast das matte Herz durch deinen Trost gestärkt. 3. So wirst du mich zuletzt, mein Jesu, nicht verlassen, mein Glaube soll dich fest mit beiden Armen fassen. 5. Lieder von den letzten Dingen. Ich weiche nicht von dir, so fürchte dich nur nicht! 4. Drum fürcht ich mich auch nicht wird meine Seele scheiden, so führest du sie ein ins Paradies der Freuden: so wird der böse Weg des ganzen Lebens gut, Ach ja, ich höre schon, wenn man den letzten Schritt was mir dein Mund verspricht: mit dir zum Himmel tut. Erdm. Neumeister, g. 1671, 4 1756. 485. Eigene Melodie. Philipp. 1, 2l. —.——— EFNTAESSEEEEEEEEEEEEEEE 2—— 1. Chri⸗ stus der ist mein Le⸗ ben, und Ster⸗ben mein Ge⸗ — 2— 4 r Hür. Len e— e———.⅛ßß7—;ß5— ——— 2 —— winn; dem tu ich mich er⸗ge⸗ben, mit Fried fahrich da⸗ hin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, daß ich mög zu ihm kommen und ewig bei ihm sein. 3. Nun hab ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not, durch seine heil'gen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus, und kann kein Wort mehr sprechen: Herr, nimm mein Seufzen auf! 5. Wenn Sinne und Gedanken vergehen wie ein Licht, das hin und her muß wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille, laß, Herr, mich schlafen ein nach deinem Rat und Willen, wann kommt mein Stündelein. 7. An dir laß gleich den Reben mich bleiben allezeit, und ewig bei dir leben in deiner Seligkeit! 8. Wohl in des Himmels Throne sing ich Lob, Ehr und Preis Gott Vater und dem Sohne und auch dem heil'gen Geist. Unbekannter 1608. 436. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. d v— 2—— S‚. 2— 2—— — 122—— +— +— 1. Die Herr⸗lich⸗keit der 2 den muß Rauch Q 4* —f 5* 2 2W—.—5 CEIAN 2—...——. ——.——— und A⸗ sche wer⸗den, 464 kein Fels, kein Erz kann kein P nicht; ⁰ — + I ** -V +α 5 stehn. Dies, was uns kann er ⸗göt⸗-zen, was wir für Q —E.— 4 I —*. N* 2... II T& 2—2— +; 2— 2— H. EE SE 45—— + LI + e⸗-wig schät⸗zen, wird als ein leich⸗ter Traum ver⸗gehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Wahn; sobald der Geist gewichen, und dieser Mund erblichen, fragt keiner, was man hier getan. 3. Es hilft kein weises Wissen, wir werden hingerissen ohn einen Unterscheid. Was nützt der Schlösser Menge? Dem hie die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen, was Müh und Fleiß gewinnen und saurer Schweiß erwirbt. Was Menschen hier besitzen, kann für den Tod nicht nützen; dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5. Ist eine Lust, ein Scherzen, das nicht ein heimlich Schmerzen mit Herzensangst vergällt? Was ist's, womit wir prangen? Wo wirst du Ehr erlangen, die nicht in Hohn und Schmach verfälltꝰ 6. Was pocht man auf die Thro⸗ da keine Macht noch Krone(ne, kann unvergänglich sein? Es mag vom Totenreihen kein Scepter dich befreien, 7. Wie eine Rose blühet, wenn man die Sonne siehet begrüßen diese Welt, die, eh der Tag sich neiget, eh sich der Abend zeiget, verwelkt und unversehns abfällt, 8. So wachsen wir auf Erden und hoffen groß zu werden und schmerz⸗ und sorgenfrei, doch eh wir zugenommen und recht zur Blüte kommen, bricht uns des Todes Sturm ent⸗ zwei. 9. Wir rechnen Jahr auf Jahre, indessen wird die Bahre uns vor die Tür gebracht. Drauf müssen wir von hinnen und, eh wir uns besinnen, der Erde sagen gute Nacht. 10. Auf, Herz, wach und bedenke, daß dieser Zeit Geschenke den Augenblick nur dein. Was du zuvor genossen, ist als ein Strom verflossen; was künftig, wessen wird es sein? 11. Verlache Welt und Ehre, Furcht, Hoffen, Gunst und Lehre und geh den Herren an, der immer König bleibet, den keine Zeit vertreibet, der einzig ewig machen kann. 12. Wohl dem, der auf ihn trauet, kein Purpur, Gold nochedler Stein. er hat recht fest gebauet. 465 30 487 Und ob er hier gleich fällt, wird er doch dort bestehen 467⁷. 5. Lieder von den letzten Dingen. und nimmermehr vergehen, weil ihn die Stärke selbst erhält. Andreas Gryphius, g. 1616, 4+ 1664. Mel. Ermuntre dich, mein.—5 515 55 ——2 — 1 5 bist zwar mein 88 blei⸗ best mein, wer Doch bist du nicht nur mein al ⸗=lein, der E—.—— —.——— e 4.— it 20 will mir an⸗ders sa gen?ꝰ der hat 832 Herr 35— ew'⸗—— Ta ⸗ gen ...—. — 5.—— mei⸗ ste Reht an dir der for-dert ee ö HAE 277½ e Err Hin ri. Hr —*——*.——— und er⸗ hebt von mir dich, o mein Sohn, mein DD‚ꝑ‚E.‚I.......... EAOeEEEEE —9—.———— n nr, yn Büs- man An. Wil⸗le, mein Herz und Wun⸗ sches Fül⸗ le. 2. Ach gält es wünschen, wollt[4. Ich sehne mich nach meinem ich dich, du Sternlein meiner Seelen, vor allem Weltgut ewiglich mir wünschen und erwählen. Ich wollte sagen: Bleib bei mir, du sollst sein meines Hauses Zier, an dir will ich mein Lieben bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein Herz und meint ů es gut, Gott aber meint's noch besser. Groß ist die Lieb in meinem Mut, in Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr, Gott ist der Väter Haupt und Ehr, ein Quell, da Alt und Jungen in aller Welt entsprungen. 466 und der mir ihn gegeben, Sohn, will, daß er nah an seinem Thron im Himmel solle leben. Ich sprech: Ach weh, mein Licht verschwind't, Gott spricht: Willkomm, du liebes dich will ich bei mir haben(Kind, und ewig reichlich laben. 5. O süßer Rat, o schönes Wort und heil'ger, als wir denken! Bei Gott ist ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Kränken, kein Angst, kein Mangel, kein Ver⸗ sehn bei Gott kann keinem Leid geschehn wen Gott versorgt und liebet, wird nimmermehr betrübet. A. Sterbe⸗ und 6. Wir Menschen sind ja auch die Unsrigen zu zieren;[bedacht, wir gehn und sorgen Tag und Nacht, wie wir sie wollen führen in einen feinen, sel'gen Stand, und ist doch selten so bewandt mit dem, wohin sie kommen, als wir's uns vorgenommen. 7. Wie manches junges, frommes wird jämmerlich verführet(Blut durch bös Exempel, daß es tut, was Christen nicht gebühret. Da hat's denn Gottes Zorn zu Lohn, auf Erden nichts als Spott und der Vater muß mit Grämen(Hohn, sich seines Kindes schämen. 8. Ein solches darf ich ja nun an meinem Sohn erwarten;(nicht der steht vor Gottes Angesicht und geht in Christi Garten, hat Freude, die ihn recht erfreut, und ruht von allem Herzeleid; er sieht und hört die Scharen, die uns allhier bewahren. 9. Er sieht und hört der Engel Mund, sein Mündlein hilft selbst singen; weiß alle Weisheit aus dem Grund und red't von solchen Dingen, die unser keiner noch nicht weiß, „438. Begräbnislieder. die auch durch unsern Fleiß und Schweiß wir, weil wir sind auf Erden, nicht ausstudieren werden. 10. Ach sollt ich doch von ferne und nur ein wenig hören,(stehn wenn deine Sinne sich erhöhn und Gottes Namen ehren, der heilig, heilig, heilig ist, durch den du auch geheiligt bist: ich weiß, ich würde müssen vor Freude Tränen gießen; 11. Ich würde sprechen: Bleib all⸗ nun will ich nicht mehr klagen:[hier, Ach mein Sohn, wärst du noch bei mir! nein, sondern: Komm, du Wagen Eliä, hole mich geschwind und bring mich dahin, da mein Kind und so viel liebe Seelen so schöne Ding erzählen! 12. Nun es sei ja und bleib also, will nicht mehr um dich weinen; du lebst und bist von Herzen froh, siehst lauter Sonnen scheinen, die Sonnen ew'ger Freud und Ruh; hier leb und bleib nun immerzu, ich will, will's Gott, mit andern auch bald hinüber wandern. Paul Gerhardt, g. 1602, 4+ 1676. Eigene Melodie. 4 U 7 1E.37— 2. * 1—— dich sehr, o mei⸗ ne See⸗ + 2 2— 2* le, und ver⸗-giß all weil dich Chri-stus nun, dein Her-re, ruft aus die⸗sem 2— LEII —8—— —..— IL + —— 22——. II— Not und Qual, Jam⸗mer⸗tal. é Aus der Trüb-sal, Angst und Leid 40² 2— 5. Lieder von den letzten Dingen. 189 SSSSSEE— ——— Jsollst du fah⸗ ren in die Freud, die kein Ohr je hat ge⸗ ö 2 II... 2 += 1—— hö⸗ret, die in * 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf' aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann nach dem Ende seiner Bahn, so hab ich gewünscht, mein Leben A hin in Gottes Händ zu geben. NN 3. Denn gleich wie die Rosen stehen unter Dornenspitzen gar, also auch die Christen gehen durch viel Angst, Not und Gefahr. Wie die Meereswellen sind und der ungestüme Wind, also ist allhier auf Erden unsre Wallfahrt voll Beschwerden. 4. Welt und Teufel, Sünd und unser eigen Fleisch und Blut(Hölle, plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei keinem Mut. Wir sind voller Angst und Plag, reich an Kreuz sind unsre Tag; gleich wann wir geboren werden, find't sich Jammer g'nugauf Erden. 5. Wenn die Morgenröt herleuchtet, und der Schlaf sich von uns wend't, Sorg und Kummer daher schleichet, E⸗wig⸗keit auch wäh⸗ ret. Unsre Tränen sind das Brot, so wir essen früh und spat; wenn die Sonn aufhört zu scheinen, hörtdoch nicht aufKlag und Weinen. 6. Drum, Herr Christ, du Mor⸗ der du ewiglich aufgehst,(gensterne, sei du jetzt von mir nicht ferne, weil dein Blut mich hat erlöst. Hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut, ach sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. 7. Ob mir schon die Augen brechen, und mir das Gehör verschwind't, meineZung nicht mehrkannsprechen, mein Verstand sich nicht besinnt, bist du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Himmelspfort, du wirst selig mich regieren und die Bahn zum Himmel führen. 8. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich Christus nun, dein Herre, ruft aus diesem Jammertal. Seine Freud und Herrlichkeit sollst du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubilieren Mäh sich find't an allem End. und auf ewig triumphieren. 16²⁰. ... I 1 Geht nun hin und gra von der Er⸗-⸗de sche 468 489. mel. Jesus, meine Zuversicht. SIII. DI.I.. id ich ab, einen, zeinen. Mor⸗ sterne, rne, löst. Freud It, Straße, classe. rechen, vind't, rechen, sinnt, d Hort, port, A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 490 — 4. — Wan-derns mü⸗de⸗ an⸗ ⸗de, ö e r ruft di Him⸗ mels Frie-de,———.—— H———— 3——— —. ö 2 —————— e Ruh von den En ⸗ geln dro ⸗ ben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein 6. Die ihr nun in Trauern geht, Grab; meinen Lauf hab ich vollendet, lege nun den Wanderstab hin, wo alles Ird'sche endet, lege selbst mich nun hinein in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch in dem dunklen Tale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, laß mich nun in Frieden scheiden! Deine Hoffnung, ach, ist hohl, deine Freuden werden Leiden, deine Schönheit Unbestand, eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne, fahret wohl mit eurer Pracht, denn ich reis' in weite Ferne, reise hin zu jenem Glanz, worin ihr erbleichet ganz. fahret wohl, ihr lieben Freunde! Was von oben niederweht, tröstet froh des Herrn Gemeinde; weint nicht ob dem eitlen Schein, droben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, daß nun ich will von der Welt den Abschied nehmen, daß ich aus dem Irrtum will, aus den Schatten, aus den Schemen“, aus dem Eitlen, aus dem Nichts hin ins Land des ew'gen Lichts. ) Wesenlose Bilder. Ps. 38, 2. 8. Weinet nicht: mein süßes Heil, meinen Heiland hab ich funden und ich habe auch mein Teil in den warmen Herzenswunden, woraus einst sein frommes Blut floß der ganzen Welt zu gut. 9. Weint nicht: mein Erlöser lebt; hoch vom finstern Erdenstaube hell empor die Hoffnung schwebt, und der Himmelsheld, der Glaube, und die ew'ge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt, g. 1769, 4+ 1860. 4490. mel. O welt, ich muß dich lassen. 7—.—*—— 7.— ee nen, uut— ar— 16 1. Gott Lob, die Stund ist kom-men, da ich E— 4 ............ ů werd auf ⸗ge⸗ nom⸗ men 469 ins schö ⸗ ne 491 5. Lieder von den letzten Dingen. ů *— ö 3 2— 2 2 3—— S—— deis. Ihr El⸗-tern dürft nicht kla⸗gen, mit Freu⸗-de 4* X— ö E EE S ——1 2 I.— 1 sollt ihr sa⸗gen: Dem Höch⸗sten sei Lob, Ehr und Preis! 2. Kurz ist mein irdisch Leben, ein bessers wird mir geben Gott in der Ewigkeit. Da werd ich nicht mehr sterben, in keiner Not verderben, mein Leben wird sein lauter Freud. 3. Gott eilet mit den Seinen, läßt sie nicht lange weinen in diesem Tränental. Ein schnell und selig Sterben ist schnell und glücklich erben des schönen Himmels Ehrensaal. 4. Wie öfters wird verführet manch Kind, an dem man spüret rechtschaffne Frömmigkeit! Die Welt voll List und Tücke legt heimlich ihre Stricke, bei Tag und Nacht, zu jeder Zeit. 5. Ihr Netze mag sie stellen, mich wird sie nun nicht fällen, sie wird mir tun kein Leid. Denn wer kann den verletzen, den Christus jetzt wird setzen ins Schloß vollkommner Sicher⸗ heit?ꝰ 6. Zuvor bracht ich euch Freude, jetzt, nun ich von euch scheide, betrübt sich euer Herz. Doch wenn ihr's recht betrachtet und, was Gott tut, hoch achtet, wird sichbald lindern aller Schmerz. 7. Gott zählet alle Stunden, er schlägt und heilet Wunden, er kennet jedermann. Nichts ist jemals geschehen, das er nicht vorgesehen, und was er tut, ist wohlgetan. 8. Wenn ihr mich werdet finden vor Gott, frei aller Sünden, in weißer Seide stehn und tragen Siegespalmen in Händen und mit Psalmen des Herren Lob und Ruhm erhöhn, 9. Da werdet ihr euch freuen, es wird euch herzlich reuen, daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes Willen gedenket zu erfüllen und ihm sich in Geduld ergibt. 10. Ade, nun seid gesegnet! Was jetzund euch begegnet, ist andern auch geschehn, viel müssen's noch erfahren. Nun, Gott woll euch bewahren! Dort wollen wir uns wiedersehn! Joh. Heermann, g. 1585, 4 lé47. 491. Mel. Vater unser im Himmelreich. n Mir,——— ö f. 3 EE 7— 2222 Lanbirn———— 7——— II 1. Herr Je⸗su Christ, wahr'r Mensch und Gott, der 47⁰ hrenl ersehn! 1 1647. —— A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 491 6 * 2— 1. —4+ — I* ö 0 ö ö du littst Mar-ter, Angst und Spott, für mich am 2 4 * 2* M. +4 6—5 mur urrer, Ar Mameund ————————— ö— ².— ——— — —————— Kreuz auch end-lich starbst und mir dein's Va⸗ters +— * 2 5— + —— 1 . R D ꝗ—2 — —— ö—— — 2 +⁰ ö———— Huld er⸗ warbst, ich bitt durchs bitt⸗ ve Lei⸗ den 74— 5 —— ö ——.—— — — IBSI ů —— 2. Wenn ich nun komm in Ster⸗ bensnot und ringen werde mit dem Tod, wenn mir vergeht all mein Gesicht und meine Ohren hören nicht, wenn meine Zunge nicht mehr spricht und mir vor Angst mein Herz zer⸗ bricht, 3. Wenn mein Verstand sich nicht besinnt, und mir all menschlich Hilf zer⸗ rinnt: so komm, o Herr Christ, mir behend zu Hilf an meinem letzten End und führ mich aus dem Jammertal, verkürz mir auch des Todes Qual! 4. Die bösen Geister von mir treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leib abwend't. So nimm sie, Herr, in deine Händ! Der Leib hat in der Erd sein Ruh, bis sich der jüngst Tag naht herzu. 5. Ein fröhlich Auferstehn verleih, am jüngsten G'richt mein Fürsprech sei 47 *— dein, du wollst mir Sün⸗der gnä⸗dig sein. und meiner Sünd nicht mehr gedenk, aus Gnade mir das Leben schenk! Wie du hast zugesaget mir in deinem Wort, das trau ich dir: 6. Fürwahr, fürwahr, euch sage ich: Wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins Gericht und den Tod ewig schmecken nicht; und ob er gleich hie zeitlich stirbt, mit nichten er drum ganz verdirbt; 7. Sondern ich will mit starker Hand, ihn reißen aus des Todes Band und zu mir nehmen in mein Reich; da soll er denn mit mir zugleich in Freuden leben ewiglich. Dazu hilf uns ja gnädiglich! 8. Ach Herr, vergib all unsre Schuld! Hilf, daß wir warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbei, auch unser Glaub stets wacker sei, dein'm Wort zu trauen festiglich, bis wir entschlafen seliglich. Panul Eber, g. 1511. 4 1569. 5. Lieder von den letzten Dingen. 0 492. Eigene Melodie. -————— —2 2— 2 2—.̃— 1. Herz⸗ lich tut mich ver⸗ lan⸗ gen nach ei nem weil—ͤ— 2 bin um⸗fan⸗ gen mit Trüb⸗-sal 9.— 5 7 ů ——— 2 2 2 + —— II X— sel'⸗gen End, ab Lust ab ⸗ zu⸗ uden de kend zu .——.—.—.—.TRC„— ů—.—. 2 E— 7 7——.— schei den von die⸗ ser ar⸗ gen Welt, sehn mich nach — 2——.— 2—. j j—* ew'⸗ gen Freu⸗den; o 2. Du hast mich ja erlöset von Sünd, Tod, Teufel, Höll, es hat dein Blut gekostet; drauf ich mein Hoffnung stell. Warum sollt mir den grauen vor Hölle, Tod und Sünd? Weil ich auf dich tu bauen, bin ich ein selig Kind. 3. Wenn gleich süß ist das Leben, der Tod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben, zu sterben willig dir. Ich weiß ein besser Leben, da meine Seel fährt hin; des freu ich mich gar eben, Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden zu Staub und Asche kehrt, doch auferweckt soll werden durch Christum schön verklärt, wird leuchten als die Sonne und leben ohne Not in Himmelsfreud und Wonne; — 2—* 2 Je⸗ su, komm nur bald! was schad't mir denn der Tod? 47⁴ 5. Ob mich die Welt auch reizet, zu bleiben länger hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier, doch ich das gar nicht achte, es währt ein kleine Zeit; das Himmlisch ich betrachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Gesegn' euch Gott der Herre, ihr Vielgeliebten mein! Trauert nicht allzu sehre über den Abschied mein! Beständig bleibt im Glauben! Wir werd'n in kurzer Zeit einander wieder schauen dort in der Ewigkeit. 7. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ, allein: Gib mir ein selig Ende, send mir dein Engelein, führ mich ins ew'ge Leben, das du erworben hast, als du dich hingegeben für meine Sündenlast. I E U — —— — enden A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 493—494 8. Hilf, daß ich ja nicht wanke Hilf mir ritterlich ringen, von dir, Herr Jesu Christ, dein Hand mich halt mit Macht, den schwachen Glauben stärke daß ich mög fröhlich singen: in mir zu aller Frist! Gottlob, es ist vollbracht! Christoph Knoll, g. 1565, 4 1650. 493. mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. 6 5——— e n en mr: nen —————.—— 5 1. Hilf, Hel⸗fer, hilf in Angst und Not, er⸗barm dich ö.———*—— 5 x. mein,——— treu⸗er Gott! Ich bin in 990 dein lie⸗bes —. 5— ö +——.—7 ———————— 22 —.——— Kind trotz Teu⸗fel, Welt und al⸗ler Sünd. 2. Ich trau auf dich, o Gott mein 3. Des freu ich mich vonHerzen fein, Herr. bin gutes Muts und harre dein, Wenn ich dich hab, was will ich verlaß mich gänzlich auf dein'n mehr? Nam'n. Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ, Hilf, Helfer, hilf, drauf sprech ich du mein Gott und Erlöser bist. Am'n. AIX 1596. 494. Mel. Berzlich tut mich verlangen. Psalm 119, 19. 5 ö‚—————2.—2 0 . 25— 1 Ich bin ein Gast auf Er⸗ den und hab hier Uder Him-mel soll mir wer-den, da ist mein HIE ö — 1— E; N— 233 2*—————...— +2* *— 2 2—.— + I—— 1— T* + + IX —6 16r land. Hier wall ich bis zum V 6 +* ——— 2 2 e — 5 2 Gra⸗be, 36 in der ew'-gen Ruh ist Got⸗tes I ᷑V * . 9 N 71 I— 1 42—* 1 Ai...—.— 2 4 H 2. 2——I + Gna⸗den⸗ga be, die schließt al Ar⸗beit zu. 47³ 7 22222...........‚ 494 5. Lieder von den letzten Dingen. 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an denn Müh und Not gewesen? So lang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt, Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir oft Angst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ich's gleich nicht verschuld't, hab ich doch müssen leiden und tragen mit Geduld. 4. So ging's den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenn's fehlt an gutem Rat; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß. 5. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid; was will ich besser leben? Hier gilt es Müh und Streit. Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein. 6. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt. Ich wandre meine Stroße, die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maße mein Vater trösten wird. 4 7 4 7. Mein Heimat ist dort droben, da aller Engel Schar den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen Händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nach dem's ihm wohlgefällt. 8. Dorthin steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ich's fast müde bin. Je länger ich hier walle, je wen'ger find ich Freud, die meinem Geist gefalle, das meist ist Herzeleid. 9. Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wenn dein Herz will. Komm, mach ein selig Ende mit meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft! 10. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus; wenn mein Ziel ausgemessen, alsdann tret ich hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wann ich ausgehauchet, so legt man mich ins Grab. 11. Du aber, meine Freude, du, meines Lebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht, ins Haus der ew'gen Wonne, da ich stets freudenvoll, gleich als die helle Sonne, nebst andern leuchten soll. ben, igen, öse will. ende ! 12. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast; A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. da will ich herrlich singen von deinem großen Tun und frei von schnöden Dingen in meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1626. 495. Eigene Melodie. ICIRIRIRIRTRTRTRTRTRTRRRRRRRTRTRR—4 ů 2..—— 5 2 2 22. 221 2— * 4 2 EEEEE Ich bin ja, Herr, in dei⸗ ner Macht, du hast du ken⸗ nest mei⸗ ner Mon⸗den Zahl, weißt, wann Q + 3 4 SH—— . mich an dies Licht ge⸗bracht, du un⸗ter⸗hältst mir ich die⸗sem Jam⸗mer⸗ tal auch wie⸗der gu ⸗ te Q II N 25 H + I L 4 + +— 2 V.—.—9— 2*— 2. + 14. + II— 2. 1363* auch das Le⸗ ben; Nacht muß ge ben; wo, wie und wann ich 4 e . — 22.. 2. Wen hab ich nun, als dich allein, der mir in meiner letzten Pein mit Trost und Rat weiß beizu⸗ springen? Wer nimmt sich meiner Seele an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann, und ich muß mit dem Tode ringen, wenn aller Sinne Kraft gebricht? Tustdues, Gott mein Heiland, nicht? 3. Mich dünkt, da lieg ich schon vor mir in großer Hitz, ohn Kraft, ohn Zier, mit höchster Herzensangst befallen, Gehör und Rede nehmen ab, die Augen werden mir ein Grab, doch kränkt die Sünde mich vor allen, 47⁵5 ster ⸗ ben soll, d3s weißt du, Va⸗ ter, mehr als wohl. des Satans Anklag hat nicht Ruh, setzt mir auch mit Versuchung zu. 4. Ich höre der Posaunen Ton und seh auch den Gerichtstag schon, der mir auch wird ein Urteil fällen. Hier weiset mein Gewissensbuch, da aber des Gesetzes Fluch mich Sündenkind hinab zur Höllen. Wer hilft mir nun in dieser Not, wo du nicht Gott, du Todes Tod? 5. Der Teufel hat nicht Macht an ich habe bloß gesündigt dir, mir, dir, der du Missetat vergibest. Was maßt sich Satan dessen an, der kein Gesetz mir geben kann, nichts hat an dem, was du, Herr, liebest? 496 5. Lieder von den letzten Dingen. Er nehme das, was sein ist, hin, ich weiß, daß ich des Herren bin. 6. Herr Jesu, ich, dein teures Gut, bezeug's mit deinem eig'nen Blut, daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont dennSatan meiner nicht und schreckt mich durch das Zorn⸗ gerichtꝰ Komm, rette deines Leidens Ehre! Was gibest du mich fremder Hand und hast so viel an mich gewandt? 7. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil, du lässest mich, dein wahres Teil, zu tief in deinen Wunden sitzen. Hie lach ich aller Macht und Not, es mag Gesetz, Höll oder Tod auf mich her donnern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein, jetzt kann ich keines Fremden sein. Simon Dach, g. 1605, 4 1659. 496. Mel. Valet will ich dir geben. Q ——8—— e, E—*.——— L. 1 EA I E + 1— — 5 5 ha ⸗be Lust zu schei⸗den, ich seh⸗ ne mich mit Freu⸗den mein Sinn geht nach Zi ⸗ ons n. —*——— +* 4 + III* ZTI 1 —.— E1I* * +.— W aus der Welt; Frie⸗ dens⸗zelt. x Weil a ⸗ ber uns l. — + — E 4 1—..—...—.— e i N ö 2.—— . I*3— 0— II Stun⸗kde zum Ab⸗schied kei-ner nennt, so hört aus Q— + 7 I 1 1 E J—....———— mei ⸗ nem Mun⸗de mein 2. Gott Vater, meine Seele bescheid ich deiner Hand; aus dieser dunkeln Höhle führ sie ins Vaterland. Du hast sie mir gegeben, so nimm sie wieder hin, daß ich in Tod und Leben nur dein alleine bin. 3. Was werd ich, Jesu, finden, das dir gefallen kann? Ach nimm doch meine Sünden als ein Vermächtnis an; * letz⸗ tes Te⸗ sta⸗ nient. wirf sie in deine Wunden wie in ein Meer hinein, so hab ich Heil gefunden und schlafe selig ein. 4. Dir, o du Geist der Gnade, laß ich den letzten Blick; zieh ich des Todes Pfade, so sieh auf mich zurück; ach fleh in meinem Herzen, wenn ich kein Glied mehr rühr, und stell in meinen Schmerzen mir nichts als Jesum für. 476 ade, ihr, zen A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 497 5. Ihr Engel, nehmt die Tränen von meinen Wangen an; ich weiß, daß euer Sehnen sonst nichts erfreuen kann. Wenn Leib und Seele scheiden, tragt mich in Jesu Schoß, so bin ich voller Freuden und aller Tränen los. 6. Euch aber, meine Lieben, die ihr mich dann beweint, euch hab ich was verschrieben: Gott, euren besten Freund. Drum nehmt den letzten Segen, es wird gewiß geschehn, daß wir auf Zions Wegen einander wiedersehn. 7. Zuletzt sei dir, o Erde, mein blasser Leib vermacht, damit dir wieder werde, was du mir zugebracht. Mach ihn zu Asch und Staube, bis Gottes Stimme ruft; denn dieses sagt mein Glaube: Er bleibt nicht in der Gruft. 8. Dies ist mein letzter Wille, Gott drückt das Siegel drauf. Nun wart ich in der Stille, bis daß ich meinen Lauf durch Christi Tod vollende; so geh ich freudig hin und weiß, daß ich ohn Ende des Himmels Erbe bin. Benj. Schmolck, g. 1622, 4 1752. 497. Eigene Melodie. +* N 4 5— EEE. . Ich hab mein' SachGol heim⸗ge-stellt, er mach's mit ———7 ö* +———.———5 —.—————— mir, wie's e⸗——— Soll— all⸗hier noch län-ger— —Q • 5 —— Z d wnn ohn Wi⸗der⸗ slreb n 42 m Wil⸗len tu ich mich er⸗geb'n. 2. Mein' Zeit und Stund ist, wann Gott will; ich schreib ihm nicht vor Maß und Ziel. Es sind gezählt die Haare mein, beid, groß und klein; fällt keines ohn den Willen sein. 3. Es ist allhie ein Jammertal, Angst, Not und Trübsal überall; des Bleibens ist ein' kleine Zeit voll Müh und Leid, und wer's bedenkt, ist stets im Streit. 4. Heut sind wir frisch, gesund und stark, und morgen liegen wir im Sarg; heut blühen wir wie Rosen rot, bald krank und tot; ist allenthalben Müh und Not. 5. Man trägt eins nach dem an⸗ dern hin, wohl aus den Augen, aus dem Sinn; die Welt vergisset unser bald, jung oder alt, auch unsrer Ehren mannigfalt. 477 498 5. Lieder von den letzten Dingen. 6. Ach Herr, lehr uns bedenken wohl, daß wir sind sterblich allzumal, auch haben hie kein'n Aufenthalt, davon muß bald Gelehrt, Reich, Schön, Jung oder Alt. 7. Das macht die Sünd, du treuer Gott, daher kam uns der bittre Tod; der nimmt und frißt all Menschen⸗ wie er sie find't, kind, fragt nicht, wes Stands und Ehr sie sind. 8. Ich hab hie wenig guter Tag, mein täglich Brotist Müh und Klag. Wann mein Gott will, so will ich in Frieden ziehn; hin Tod schad't mir nicht, ist mein Ge⸗ winn. 9. Und ob mich schon mein' Sünd anficht, dennoch will ich verzagen nicht; ich weiß, daß mein getreuer Gott für mich in Tod sein'n liebsten Sohn gegeben hat. 10. Derselbe, mein Herr Jesus Christ, für all mein' Sünd gestorben ist und auferstanden mir zu gut, der Hölle Glut gelöscht mit seinem teuern Blut. 11. Dem leb undsterb ich allezeit, von ihm der bittre Tod nicht scheid't. Ich leb, ich sterb, so bin ich sein; er ist allein der einig Trost und Helfer mein. 12. Das ist mein Trost zu aller Zeit in allem Kreuz und Traurigkeit. Ich weiß, daß ich am jüngsten Tag ohn alle Klag werd auferstehn aus meinem Grab. 13. Mein'n lieben Gott von An⸗ gesicht werd ich anschaun, dran zweifl' ich nicht, in ew'ger Freud und Seligkeit, die mir bereit; ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit. 14. OJesu Christe, Gottes Sohn, der du für uns genug getan, ach hilf mir durch die Wunden dein; du bist allein der einig Trost und Helfer mein. 15. Amen, mein lieber, frommer bescher uns einen sel'gen Tod,[Gott, hilf, daß wir mögen alle hier bald sein bei dir, in deinem Reiche für und für. Johann Leon, 4 1597. 5 4938. Mel. Herzlich tut mich.—„— D. ö 2..,... — t 1 S0 hab mich Gott er⸗ ge⸗ ben, dem lieb⸗ sten bier ist kein Im⸗ mer⸗Le⸗ ben, es muß ge⸗ 0 d.. Errt ö EXÆ E* 2 I 2 2 — 4..— I 2 1 7— 2575 II I— hde sein Der Tod kann mir nicht A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. ů — ů— +* *— 6 2—— — 2—.—.—— scha er ist nur mein Ge⸗winn, in Got⸗tes 4 + . 2— 2 2—— ꝗ — SDI——+ H 2 2 0—— S A. 7— 2 Fried und Gna⸗ den fahr ich mit Freud da⸗ hin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber; Was kann mir doch nun schaden, o Welt, was acht' ich dein? weil ich bei Christo bin? Der Himmel ist mir lieber, In Gottes Fried und Gnaden da trachte ich hinein, fahr ich mit Freud dahin. darf mich nicht sehr beladen, 4. Gesegn'euch Gott, ihr Meinen, weil ich wegfertig bin, ihr Liebsten allzumal! in Gottes Fried und Gnaden Um mich sollt ihr nicht weinen, fahr ich mit Freud dahin. ich weiß von keiner Qual. 3. Ach sel'ge Freud und Wonne. Den rechten Port noch heute hat mir der Herr bereit't, nehmt fleißig ja in acht, da Christus ist die Sonne, in Gottes Fried und Freude Leben und Seligkeit. fahrt mir bald alle nach! V. Johann Leon, 4 1597. v. 2—4 Joh. Siegfried, g. 1564, + 1652. 499. mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. nMH. ö 12—.—— ö 22— 3—.—5 ů—— ö 2 25 6—.4 2— ů 375 . 9——. Ich ster ⸗-be täg„lich, und mein Le⸗ ben — kann mir ei ⸗ nen Bür⸗gen e=ben, ERR 2.—. IIX .—— .— 2—— 2—.——.—.— ⸗fort zum Gra⸗be hin. ob ich noch mor-⸗gen le ⸗ bend bin? +— W.—...— en 2.————— ö ö—.— X.. 2.— I. 2 Die Zeit geht hin, der Tod kommt her; ꝗ.P.PI.I..I..II.I....... I I IIII IIIIIA ——* + 2—2——.. 1 EE— DS— 1— 7— I 997— 7 7. ach wer nur im⸗-mer fer⸗tig wär. 2. Ein Mensch, der sich mit Sün-fällt endlich unversehens ab. den träget,‚ Ich weiß, es ist der alte Schluß, ist immer reif zu Sarg und Grab, daß ich zur Erde werden muß. der Apfel, der den Wurm schon heget‚ 3. Es schickt der Tod nicht immer 470 Boten, 500 5. Lieder von den letzten Dingen. er kommet oft unangemeld't und fordert uns ins Land der Toten. Wohl dem, der Haus und Herz be⸗ stellt, denn ew'ges Unglück oder Glück hängt nur an Einem Augenblick. 4. Herr aller Herren, Tod und Leben hast du allein in deiner Hand; wie lange du mir Frist gegeben, das ist und bleibt mir unbekannt. Hilf, daß ich jeden Glockenschlag an meinen Abschied denken mag. 5. Es kann vor Abend anders werden, als es am Morgen mit mir war; den einen Fuß hab ich auf Erden, den andern auf der Totenbahr. Ein einz'ger Schritt ist nur dahin, wo ich der Würmer Speise bin. 6. Ein einz'ger Schlag kann alles enden, und Fall und Tod beisammen sein. Doch schlage nur mit Vaterhänden und schließ in Christi Tod mich ein, daß, wenn der Leib zu Boden fällt, die Seel an Jesu Kreuz sich hält. 7. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, wenn Auge, Mund und Ohr sich schleußt; drum bet ich bei gesunden Tagen: Herr, ich befehl dir meinen Geist. Verschließen meine Lippen sich, so schreie Jesu Blut für mich. 8. Kann ich die Meinen nicht mehr segnen, so segne du sie mehr als ich; wenn lauter Tränen um mich reg⸗ o Tröster, so erbarme dich Ünen, und lasse der Verlaßnen Schrein durch deinen Trost erhörlich sein! 9. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, so schließe mir den Himmel auf, verkürze mir die Todesschmerzen und hole mich zu dir hinauf, so wird mein Abschied keine Pein, zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck, g. 162, 4 1252. 500. Mel. O Jesu Christ, mein's Lebens Licht. ..— ů—V2d ů— 11 ö— ———————* I + 1.— +I + L L 2 2—.——.—* LX.— +. 1h1 25—..DZ.C‚.....— 1. Ich wollt, daß ich da-⸗ hei⸗me wär, den Trost der * H + 1 ů + 4 EV+E* 1— L 222 1— II......— Welt ich gern ent⸗behr. Da⸗ heim im Him⸗ mel 25 E — 4 — + ..... +.— mei⸗ ne ich, d0 ich Gott schau⸗ e e⸗wig=lich. 2. Wohlauf, mein Seel, und richt Denn alle Welt ist dir zu klein, dich dar,‚ du kommest denn erst wieder heim. dort wartet dein der Engel Schar. 3. Daheim ist Leben ohne Tod, 480 A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 501—502 und ganze Freud ohn alle Not. ob's morgen oder heut geschicht. Da sind doch tausend Jahr wie heut,‚ Da es denn anders nicht mag sein, und nichts, das dich verdrießt und so fleuch der Welt gar falschen reut. Schein! 4. Wohlauf, mein Herz und all[6. Bereu dein Sünd, als wollst mein Mut, du gleich und such das Gut ob allem Gut! schon morgen ziehn gen Himmel⸗ Was das nicht ist, das schätz gar klein reich. und sehn dich allzeit wieder heim. Ade, Welt, Gott gesegne dich! 5. Du hast doch hie kein Bleiben Gen Himmelreich nun fahre ich. nicht, Heinrich v. Laufenberg, 4 1455. 501. Mel. Vater unser im Himmelreich. ö— +——— 0. II. 1. In Chri⸗sti Wun⸗den schlaf ich ein, die 4 ——— ——.— e Lrre, de e. Q — ma⸗ chen mich von Sün⸗den rein, Chri⸗sti Blut E*—— —..— Er + und Ge⸗ rech⸗tig„keit das ist mein Schmuck und ee i, in dne 233— 72————.— Eh-ren-kleid; da- mit will ich vor Gott be⸗ E—— AITTT— *3. stehn, wenn ich zum Him-mel werd ein⸗ hn 2. Mit Fried und Freud ich fahr ins ew'ge Leben wandre ich dahin, mit Christi Blut gereinigt fein. ein Gotteskind ich allzeit bin. Herr Jesu, stärk den Glauben mein! Dank hab, mein Tod, du förderst Paul Eber(d), g. 1511, 4 1569. mich, 502. Eigene Melodie. —— ..... 2 d ee. —2— D 2.— 1. Mach's mit mir, Gott, uach dei- ner Güt, hilf mir in Ruf ich dich an, ver- sag mir's nicht! Wenn mei⸗ne 481 2 III — II ——. 0— I * 5. Lieder von den letzten Dingen. 9 .——— 2————— —— 4— EE 2....—— 1——— 8 H—— 4—— mei⸗ nen Lei ⸗den! + so nimm sie, Herr, in Seel will schei⸗den, X EH 1—— 4.—— PRh HH 2.—— 2——— CEI—.—.— Z.6 + 2—52— 1 71—— 2.—.—— 14.— 2——2.— dei ⸗ne Händ! Ist al⸗les gut, wenn gut das End. 2. Gern will ich folgen, liebster 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt, Herr, du wirst mir's nicht verderben. Ach du bist doch von mir nicht fern, wenn ich gleich hier muß sterben, verlassen meine liebsten Freund, die's mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, die Seel zu dir sich schwinget, in deiner Hand sie unversehrt durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Tränental, Angst, Not und Trübsal überall. die Sünd mir können nichts mehr schaden, an dir, o Herr, ich Rettung find, ich tröst mich deiner Gnaden. Dein ein'ger Sohn aus Lieb und Huld für mich bezaͤhlt hat alle Schuld. 5. Was wollt ich denn lang trau⸗ weil ich so wohl bestehe,(rig sein, bekleid't mit Christi Unschuld rein wie eine Braut hergehe? Gehab dich wohl, du schnöde Welt, bei Gott zu leben mir gefällt. Joh. Berm. Schein, g. 1586, 4+ 1650. 503. mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Q .IIIII— E. 2 2— — 1 2 ů 0 122.... 1—..—.—* 3———— 1— ——— + — 2 1 Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich ster ⸗be, —⁵ und fin ⸗-det hier kein sol⸗ches Er-be, EII——— II D‚....... V ich bin ein Mensch, der bald ber ⸗ geh das e⸗ wig in der Welt be ⸗steht: x ö 2222.—5——.— DEE drum zei⸗ge mir in Gna⸗den an, wie ich recht EE ä— ö—— 25— II —.— SiDiII‚‚‚‚—— se ⸗ lig ster ben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, kein Augenblick geht sicher hin. wann ich sterbe: Wie bald zerbricht docheine Scherbe, 48² —— w——— A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. — die Blume kann gar leicht ver doch wenn ich dieses nur ererbe, blühn: daß deine Hand mich auferweck, n drum mache mich nur stets bereit so nehm ich jede Stelle ein, hier in der Zeit zur Ewigkeit. die Erd ist allenthalben dein. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie] 5. Nun liebster Gott, wenn ich ja ich sterbe, sterbe, 6u dieweil der Tod viel Wege hält: so nimm du meinen Geist zu dir, zelt, dem einen wird das Scheiden herbe, auf daß ich dort mit Christo erbe; zünd wenn sonst ein andrer sanfte fällt, und hab ich den am Grabe hier, en, doch wie du willst, gib, daß dabei so gilt mir's gleich und geht mir's ind, mein End in dir nur selig sei. wohl, 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo wann, wo und wie ich sterben und ich sterbe, soll. Huld und welcher Sand mein Grab be⸗Benjamin Schmolck, g. l6 72, + 1252. huld. deckt; raut⸗ 504. Eigene Melodie. Ev. Luk. 2, 29—52. sein,—— 0—.— Eanun rein——.—— e 1. Mit Fried und Freud ich fahr da⸗ hin in Got⸗ies elt, M. unin— P..——.—— 2——..— 650. 55—— ö 5„5—— Wil ⸗ le, ge⸗ trost ist mir mein Herz und R FꝗPꝗPFPFPDP PDPFPFFFFPFPFFF IꝗI iS.. ö 8——— F „Sinn, sanft und stil ⸗ le. Wie Gott mir ver⸗ —.—— x—— 1 ů41.—— 9— 2 20— 1 hei⸗ßen hat: der Tod ist mein Schlaf— ⸗den. t: x 2. Das macht Christus, wahr'r heißen laden —. der treue Heiland,[Gottes Sohn, durch dein teuer heilsam Wort, — den du mich, Herr, hast sehen lan an allem Ort erschollen. recht und g'macht bekannt, 4. Er ist das hell und selig Licht —— daß er sei das Leben mein für die Heiden, —.— und Heil in Not und Sterben. zu erleuchten, die dich kennen nicht, 3. Den hast du allen vorgestellt und zu weiden. mit großen Gnaden, Er ist deins Volks Israel erbe zu seinem Reich die ganze Welt der Preis, Ehr, Freud und Wonne. 483 Martin Luther, g. 1485, + 1546. 31 505 3. Lieder von den letzten Dingen. 505. Eigene Melodie. D. 1 4 I...I DD +* 2 1— 2. 1— 1 Mit⸗ten wir im Le⸗ ben sind mit dem Wen such'n wir, der Hil ⸗ fe tu, daß wir 6— 1 I 2 —————...— S....—— S———..—— J.2 Ä 1— 0 II—0 + EZ..—— 22 8 Tod f ö od um⸗ fan ⸗ gen. D as bist Gnad er ⸗ ⸗ ⸗⸗lan⸗ 9912 st du, 21/— 3 2 E ö—.—.——.— 7 2 2— ED.De‚—.——— —. Herr, al ⸗lei ⸗ ne. Uns reu ⸗et uns ⸗ re 0 4 EN e LII 2 1— 1 E E..W—6— 1* Ee Mis⸗se ⸗tat, die dich, Herr, er ⸗ zür- net hat. EEEE——.——..—..——. E 2 + 7— 2..——2 2 12..— 79—— 2—— E Hei ⸗li⸗ ger Her=re Gott, hei⸗ liader star⸗ker Gott, 2 ö 1 4 .... hei ⸗li⸗ ger barm- her ⸗zi⸗ ger Hei⸗„äland, du e⸗ 22.——.———.— I E—.—.————— n—— Z wi⸗ ger Gott, laß uns nicht ver ⸗ sin ⸗ ken in des .............. E———————————. bit⸗tern To⸗ des Not! Kh„ri ⸗ e⸗ lei⸗ son. 2. Mitten in dem Tod anficht uns der Hölle Rachen. Wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen? Das tust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit unsre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht verzagen vor der tiefen Hölle Glut!l Kyrieleison! 3. Mitten in der Hölle Angst unsre Sünd uns treiben. Wo soll'n wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergossen ist dein teures Blul, das g'nug für die Sünde tut. Heiliger Herre Gott, 484 MT * A. Sterbe⸗ und heiliger, starker Gott, heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, Begräbnislieder. 506 laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost! Kyrieleison! Martin Luther, g. 1485, 4 1546. Nach dem Lateinischen Notkers des ältern Media vita in morte sumus. Eigene Melodie. Gemeinde. HQ* E PE— 1...— 1 x x E. .——————— 1. Nun laßt uns den Leib be⸗ gra⸗-ben und dar⸗ an 9³3 ů x ů E 1 + 1—— E EE —.————— 4. einn Zwei⸗fel ha-ben, er werd am jüng⸗sten Q— E +2———*————— ö ———.—.. —— EEEE—————— Tag auf⸗stehn und un⸗ver⸗wes⸗lich her-vor-gehn. 2. Erd ist er und von der Erden, wird auch zu Erd wieder werden, und von der Erd wieder aufstehn, wenn Gott's Posaune wird angehn. 3. Sein Seele lebt ewig in Gott, der sie allhie aus lauter Gnad von aller Sünd und Missetat durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend ist kommen zu ein'm sel'gen End. Er hat getragen Christi Joch, ist gestorben und lebet doch. Ch 1. So traget mich nun immer hin, da ich so lang verwahret bin, bis Gott, mein treuer Seelenhirt, mich wieder auferwecken wird. 2. Ja freilich durch den Tod ich zu Asche wieder und zu Erd, werd doch wird das schwache Fleisch und Bein von meinem Gott verwahret sein. 5. Die Seele lebt ohn alle Klag⸗ der Leib schläft bis an jüngsten Tag, an welchem ihn Gott verklären und ew'ge Freud wird gewähren. 6. Hier ist er in Angst gewesen, dort aber wird er genesen, in ewiger Freud und Wonne leuchten wie die helle Sonne. 7. Nun lassen wir ihn hie schlafen und gehn all heim unsre Straßen, schicken uns auch mit allem Fleiß, denn der Tod kommt uns gleicher Weis'. or Böhmische Brüder. 3. Mein Leib bleibt hie der Wür⸗ mer Spott, die Seele lebt bei ihrem Gott, der sie durch sein so bittres Leid erlöset hat zur Seligkeit. 4. Was mich für Trübsal hat verletzt, wird nun in höchste Lust versetzt; die Welt ist nur ein Jammertal, dort ist ein rechter Freudensaal. 485⁵ 507 5. Lieder von den letzten Dingen. 5. Wenn alle Welt zu Trümmern bricht, und Gott wird halten sein Gericht, so wird mein Leib verkläret stehn und in das Himmelreich eingehn. 6. Wie manche Widerwärtigkeit hatt ich bei meiner Lebenszeit! Nun aber ist mir nichts bewußt als aller Auserwählten Lust. 7. So laßt mich denn in sanfter Ruh und geht nach eurer Wohnung zu, ein jeder denke Tag für Tag, wie er auch selig werden mag. Georg Neumark, g. 1621, 4 1681 Gemeinde und Chor. 8. Das helf uns Christus, unser rost, von Teufels G'walt und ew'ger Pein der uns hat durch sein Blut erlöst Ihm sei Lob, Preis und Ehr allein! V. 8s Martin Luther. 507. Eigene Melodie. 4 N V— VX 2 —.— ö ů....——— 3————..— —————— 1. O Welt, ich muß dich las⸗sen, ich fahr Q— —.—2— 9 e— 1* iDSDSDSD.............‚‚.Z‚⸗. da⸗hin mein Stra⸗ßen ins ew' ⸗-ge Va ⸗ ter⸗ — ö — ö 0— Hπ.—. E——— land. Mein'n Geistwill ich auf ⸗-ge⸗ben, da-zu mein Q E — 2.—5 4 D‚——— .—25 —— ————— n— Leib und Le⸗ben set⸗zen 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet, Sterben ist mein Gewinn; kein Bleiben ist auf Erden, das Ew'ge muß mir werden, mit Fried und Freud fahr ich dahin. 3. Ob mich gleich hat betrogen die Welt, von Gott gezogen durch Schand und Büberei, will ich doch nicht verzagen, sondern mit Glauben sagen, daß mir mein Sünd vergeben sei. in Got=tes gnäd'⸗ge Hand. 4. Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schauen wahrlich durch Jesum Christ, der für mich ist gestorben, des Vaters Huld erworben, mein Mittler er auch worden ist. 5. Die Sünd kann mir nicht erlöst bin ich aus Gnaden sschaden, umsonst durch Christi Blut. Kein Werkkommt mir zu Frommen, so ich will zu ihm kommen, allein der christlich Glaube gut. 486 — — 1 den, nen, t. A. Sterbe⸗ und 6. Ich bin ein unnütz Knechte, mein Tun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das ew'ge Leben; umsonst will er mir's geben und nicht nach mein'm Verdienst und Wahl. 7. Drauf will ich fröhlich sterben, das Himmelreich ererben, wie er mir's hat bereit't; hie mag ich nicht mehr bleiben, der Tod tut mich vertreiben, mein Seele sich vom Leibe scheid't. 8. Damit fahr ich von hinnen. O Welt, tu dich besinnen, denn du mußt auch mir nach; —..——— Begräbnislieder. 508 tu dich zu Gott bekehren und von ihm Gnad begehren, im Glauben sei du auch nicht schwach. 9. Die Zeit ist schon vorhanden, hör auf von Sünd und Schanden und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen, sonst all irdischen Sachen sollst du gutwillig geben dran. 10. Das schenk ich dir am Ende: Ade, zu Gott dich wende! Zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein'n Abschied zu Herzen! Mein's Bleibens ist jetzt hie nicht mehr. Johann Besse(o), g. 1490, 4 1542. 503. Mel. Berzlich tut mich verlangen. 22 ů + bů 1 So hab ich ob-ge- sie-get, mein Lauf ist Uich bin gar wohl ver-gnü⸗ get, zu tau⸗send EIIEE ——— H— 1 — SDSDSDSDPDSDSDSS SISII........... — l bracht—— nun voll-bracht,—— 2* 2 an ⸗ker Nacht! Ihr a⸗ ber, mei⸗ ne E I—— EEEEEE—— Lie⸗ben, tut nicht so äng-stig-lich! Was wollt ihr Q— 4 DDDD——— ——— F— 2.——4 E 0* euch be⸗ trü⸗ben? Steht's doch sehr gut um mich. 2. Denkt, Vater, wie viel Sorgen, wie manche wache Nacht, wie manchen düstern Morgen ein liebes Kind oft macht. Was ihm kann widerfahren, das fürchtet, wer es liebt. Den Kummer könnt ihr sparen, drum seid nicht so betrübt. 3. Ach Mutter, laßt die Zähren, stellt euer Klagen ein, des Höchsten sein Begehren das muß erfüllet sein. 487 509 5. Lieder von den letzten Dingen. Warum ihr jetzo weinet und gar zu kläglich tut, das ist sehr wohl gemeinet: Gott machet alles gut. 4. Die Freude, die sich reget bei einem Wandersmann, wenn er die Reis' hinleget und kommet glücklich an; die Freude, die empfindet ein Schiffer, wenn sich schier ein sichrer Hafen findet, die spür ich jetzt bei mir. 5. Fahr hin, o Angst und Schmer⸗ fahr immer, immer hin! zen, Ich freue mich von Herzen, daß ich erlöset bin. Ich leb in tausend Freuden in meines Schöpfers Hand; da trifft und rührt kein Leiden, so dieser Welt bekannt. 6. Schmückt meinen Sarg mit Kränzen, wie sonst ein Sieg'smann prangt. Aus jenem Himmelslenzen hat meine Seel erlangt die ewig grüne Krone; die werte Siegespracht rührt her von Gottes Sohne, der hat mich so bedacht. 7. Doch netzet ihr die Wangen, ihr Eltern, über mir, euch hat das Leid umfangen, das Herze bricht euch schier; des Vaters treue Liebe sieht sehnlich in mein Grab, die Mutter stehet trübe und kehrt die Augen ab. 8. Ich war euch nur geliehen auf eine kurze Zeit, will Gott mich zu sich ziehen, so werfet hin das Leid und sprecht: Gott hat's gegeben, Gott, nimm's, du hast das Recht, bei dir steht Tod und Leben, der Mensch ist Gottes Knecht. 9. Daß ihr mein Grab müßt sehen, zeigt unsern schwachen Stand; daß es sobald geschehen, tut Gottes Vaterhand. Gott wird das Leid euch stillen; ich sterbe nicht zu jung, wer stirbt nach Gottes Willen, der stirbt schon alt genung. (Nachruf der Betrübten.) 10. Fahr wohl, o liebe Seele, genieß der süßen Lust! Uns in der Trauerhöhle ist nichts hievon bewußt. Wann wird doch angelangen desselben Tages Schein, daß du uns wirst empfangen? O möcht er heute sein! Gottfr. Wilh. Sacer, g. 1655, + 1699. 509. Mel. Herzlich tut mich verlangen. Q N V— II E——.— 2— 2. 2— Viel⸗leicht läuft heut dein ird'⸗scher 1 Stimm an das Lied vom Ster⸗ ben, den ern⸗ sten zu En ⸗ de 488 . A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 510 1 —4. ‚. iiEEE= Ab⸗schieds⸗sang! ů ö er bens. gang; und eh die Son ⸗ne — —.*— 1. + Rsin⸗ det be⸗schließt du dei⸗nen Lauf, und wenn die Q — IE—— ö 2 ö— 9—53 85 Son⸗ ne stei⸗get, stehst du mit ihr nicht auf. 2. Es gibt nichts Ungewissers als Leben, Freud und Not; allein auch nichts Gewissers als Scheiden, Sterben, Tod. Wir scheiden von dem Leben bei jedem Lebensschritt; uns stirbt die Freud im Herzen, und unser Herz stirbt mit. 3. An unserm Pilgerstabe ziehn wir dahin zum Grab, und selbst ein Koͤnigsscepter ist nur ein Pilgerstab. Ein Pilgerkleid hat allen die Erde hier beschert; wir tragen's auf der Erde und lassen's auf der Erd. 4. So sing das Lied vom Sterben, das alte Pilgerlied, weil deine Straße täglich dem Grabe näher zieht. Laß dich es mild und freundlich wie Glockenton umwehn, es läute dir zum Sterben, doch auch zum Auferstehn. KHarlJoh. Phil. Spitta, g. 1801,41859. 510. Mel. Hüter, wird die Nacht der Sünden. E— ů——— —— 5—* 10— 2— 1—. I——————————————— 1. Un⸗ ter Li⸗ lien je⸗ ner Freu⸗den sollst du . Eem. EIHTs•—— ——————— —— 1 20 wei⸗ den, See⸗le, schwin⸗ge dich em ⸗ por! E 1—— 12 ..—.— ů——.— 2..— —..V.— II 2—7 ·E. V. 2 Is⸗— Als ein Ad⸗ler fleug be⸗ hen⸗de! Je⸗ su — ELII—..— IL x dunev 2—.———— — 2.—— I— I — Hän ⸗de öff⸗ nen schon 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen zu dem Haufen das Per⸗ len⸗tor. derer, die des Lammes Thron nebst dem Chor der Seraphinen 489 511 5. Lieder von den letzten Dingen. schon bedienen 6. O wie bald kannst du es machen, mit dem reinsten Jubelton. daß mit Lachen 3. Löse, erstgeborner Bruder, unser Mund erfüllet sei, doch die Ruder du kannst durch des Todes Türen meines Schiffleins, laß mich ein träumend führen in den sichern Friedenshafen und machst uns auf einmal frei. zu den Schafen, 7. Du hast Sünd und Straf ge⸗ die der Furcht entrücket sein. Furcht und Zagen tragen, 4. Nichts soll miramHerzen kleben, muß nun ferne von mir gehn. süßes Leben, Tod, dein Stachel liegt danieder, was die Erde in sich hält. meine Glieder Sollt ich in der Wüste weilen werden fröhlich auferstehn. und nicht eilen? 8. Gotteslamm, dich will ich loben Nein, ich eil ins Himmelszelt. hier und droben 5. Herzensheiland, laß den Glau-mit der herzlichsten Begier. mir nichts rauben,[ben Du hast dich zum ew'gen Leben Glauben, der durch alles dringt. mir gegeben, Nach dir sehnt sich meine Seele hole, Heiland, mich zu dir! in der Höhle, J. L. K. Allendorf, g. 1695, 4 175. bis sie sich von hinnen schwingt. 511. Eigene Melodie. E— ů— E 25 2 HF———.—.—.—. 22.2————— 1. Va⸗ let will ich dir ge⸗ben, du ar⸗ge, — dein sünd⸗lich bö⸗-ses Le⸗ ben durch⸗- aus mir E II +.—.— + 5— Dr l ru. uur, Eurdu—— 7— 0——=.———4—— 1.— II———— H fal ⸗ sche Rabl. é Im Him⸗ mel ist gut nicht ge⸗ E SE— FH—.— 2 2 de nt. Ln woh-nen, hin-auf steht mein Be-gier; da wird Gott ů 22— A —.—.—— ö——— EHS— nuu.——.—..———41—7 E2————..— 35—.IIJII . herr ⸗lich loh- nen dem, der ihm dient all--hier. hilf mir, Herr Christ, davon, verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Mut, 2. Rat mir nach deinem Herzen, o Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, 49⁰ 1775. A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 512 laß selig mich abscheiden, zu deiner Herrlichkeit! setz mich in dein Erbgut! Der ist wohl hie gewesen, 3. In meines Herzens Grunde wer kommt ins himmlisch Schloß; dein Nam und Kreuz allein ewig ist der genesen, funkelt all Zeit und Stunde, wer bleibt in deinem Schoß. drauf kann ich fröhlich sein. 5. Schreib meinen Nam'n aufs Erschein mir in dem Bilde ins Buch des Lebens ein Übeste zu Trost in meiner Not, und bind mein Seel gar feste wie du, Herr Christ, so milde ins schöne Bündelein dich hast geblut't zu Tod. der'r, die im Himmel grünen 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden und vor dir leben frei, in deiner offnen Seit, so will ich ewig rühmen, rück sie aus allem Schaden daß dein Herz treue sei. Valerius Herberger, g. 1562, 4 1622. 518. Eigene Melodie. S.*.— +— II——. . 1. Welt a⸗de, ich bin dein mü⸗de, ich will Q— Q◻.— 1— 6 P—...—.—. nach dem Him⸗mel zu; da wird sein der rech ⸗ 6 9 f 1—— f6 . . Frie-de und die stof ⸗ze See⸗len⸗ruh. Welt, bei 2555.————.—.— rnn,., irist Krieg und Streit, nichts Denn lau⸗ ter ——.— + 0 Ei⸗tel⸗keit, in dem Him⸗mel al⸗le⸗ zeit — IM ————.— e Frie⸗de, Ruh und Se⸗lig ⸗ keit. 2. Ich bin schon dahin gekommen, aber hier ist allezeit ich bin meiner Krankheit los, Friede, Freud und Seligkeit. allen Schmerzen ganz entnommen, 3. Was empfind ich da für Freude, ruhe sanft in Gottes Schoß. was ist hier für Herrlichkeit! In der Welt war Angst und Not, UÜbersüße Himmelsweide endlich gar der bittre Tod, labet mich schon allbereit. 491 513 5. Lieder von den letzten Dingen. Weltr, bei dir ist Krieg und Not, Krankheit und zuletzt der Tod, hier im Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 4. Unaussprechlich schöne singet Gottes auserwählte Schar, heilig, heilig, heilig klinget in dem Himmel immerdar. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, Angst und lauter Eitelkeit, aber hier ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 5. Laßt doch euer Trauern bleiben, liebste Freunde, weinet nicht! Es ist gar nicht zu beschreiben, wie mir hier so wohl geschicht; denn bei euch war Angst und Not, Schmerzen und der bitt're Tod, hier im Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 6. Denket, daß es wird geschehen, daß ihr mich in kurzer Zeit fröhlich werdet wiedersehen in der großen Herrlichkeit. Denn bei euch war nichts denn Not, Müh und Angst und gar der Tod, aber hier ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 7. Ich bin nur vorangegangen, will euch allen Anlaß geb'n, daß euch soll danach verlangen, wo wir ewig sollen leb'n. Denn die Welt hat Krieg und Streit, all ihr Tun ist Eitelkeit, aber hier ist allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. Joh. G. Albinus(7), g. 1624, + 1679. 0 1513. mel. O Welt, ich muß dich lassen. %——— 2* 2 ee..—— *. Wenn klei⸗ ne Him⸗mels⸗er⸗ ben in ih⸗ .4—4 —— 2* 2— 2 2.—„— 5 rer Un⸗ 05—=ben, so büßt man sie nicht 0 J. +** ein, sie wer⸗den nur dort o⸗ben vom Va⸗ter .—————5 10 „He,, L bumn, eewi5— . auf⸗ ge⸗ho⸗ben, da⸗mit sie un⸗ver⸗lo⸗ ren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Christenlaufe für Christum eingeweiht und noch bei Gott in Gnaden; was sollt es ihnen schaden, daß Jesus sie zu sich entbeut? 492 3. O wohl auch diesem Kinde! Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen und bleibest bei den Schafen, die ewig unsers Jesu sind. Joh. Andr. Rothe, g. 1688, 4 1758. hen, Not, Tod, gen, n, reit, — HIN —. — — 758. A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 614—515 0 1514. Eigene Melodie. EE— ů.—. 222. ... 1 + 1 1 2 1 I.....ñ—— X. + 1—H + L— I.‚....— V.——— 2..— 1.—— 1. Wenn mein Stünd⸗lein vor⸗han⸗den ist, fahr'n mein Stra⸗ße, so g'leit du mich, Herr Je⸗ su — 2 —2—— + ———.— —. 23—— ———— mich nicht ver⸗ las ⸗sel Mein Seel an ————.— —.—..— E—— ———— 5 0 mei⸗nem letz⸗ ten End be ⸗ sehl—— dir in —3 H .—— I + 96835—5——— — dei⸗ne. Hund, 15 wollst 2. Mein' Sünd' mich werden krän⸗ ken sehr, mein G'wissen wird mich nagen, denn ihr sind viel wie Sand am doch will ich nicht verzagen, Meer; gedenken will ich an dein'n Tod, Herr Jesu, und dein Wunden rot, die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib in Todesnot und Schmerzen; wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, ein ewig's Leben hast du mir mit deinem Tod erworben. sie mir ber„wah-ren! 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben; mein höchster TrostdeinAuffahrtist, Tod's Furcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin, drum fahr ich hin mit Freuden. 5. Ich fahr dahin zu Jesu Christ, mein'n Arm tu ich ausstrecken; so schlaf ich ein und ruhe fein, kein Mensch kann mich aufwecken denn Jesus Christus, Gottes Sohn; der wird die Himmelstür auftun, mich führ'n zum ew'gen Leben. V. 1—4 Niklas Hermann, 4 1561. RK V. 5 1574. 69 515. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. E...*.——————— ᷓ—.— EV. + I 1.—— SI I— 72——— IEAE— 211— 4..— L he mir mein En⸗ de 7 40 50 weiß, wie na⸗ ach wie ge-schwin-⸗ de und be⸗ hen⸗de — ö 12.— 2..... — — 2 2 7 + ů— 1— 1+.+ 220 — 4—..— I +—.— Hin geht die kann kom⸗men mei ⸗ne Zei her kommtder Tod; WMem Gatbi To⸗-des⸗ notl 493 51⁵ 5. Lieder von den letzten dingen. )bittdurch Chri⸗sti Blut: Mach' 5 nur mitmei⸗nem En⸗de gutl 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Tod'sgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken und, wenn ich einstens sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich beizeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für und sage stets in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schick's mit mir! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 5. Mach immer süßer mir den Himmel und immer bitt'rer mir die Welt, gib, daß mir in dem Weltgetüm⸗ die Ewigkeit sei vorgestellt.(mel Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 6. Ach Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Jesu zu, darein ich mich festgläubig winde; das gibt mir recht erwünschte Ruh. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 7. Nichts ist, das mich von Jesu schei de, nichts, es sei Leben oder Tod; ich leg die Hand in seine Seite und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gutl 8. Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heil'gen Tauf; du bist mir auch daher gewogen, hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Jesu Leib gegessen, ich hab sein Blut getrunken hier; nun kann er meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 10. So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mir's mit Jesu glückt, ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 11. Ich leb indes in dir ver⸗ 494 gnüget A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 516 und sterb ohn alle Kümmernis. Mir g'nüget, wie mein Gott es Mein Gott, durch Christi teures Blut füget; machst du's mit meinem Ende gut. ich glaub und bin des ganz gewiß: Umilie Juliane, Gräfin zu Schwarz⸗ burg⸗Rudolstadt, g. 1652, 4 1706. 9155 Mel. 0 365 mein Sach n ——— 1. Wohl⸗auf, wohl⸗an zum letz-ten Gang! Kurz ist der ö 650——— +——— ö va— u.— —..— — — 7259* inir„e 2—9 25 2—— die—— 5—. Gott füh⸗ ret ein, Gott füh⸗ret aus. . 2 . Kin Wr zaus! Kein Blei⸗ben ist im Er-den⸗haus. 2. Du Herberg in der Wanderzeit, gehab dich wohl und laß dein Leid, schleuß nur getrost die Pforte zu; was trauerst duꝰ Dein Gast geht hin zur ew'gen Ru 3. Tragt ihn fein sanft ins Schlaf⸗ gemach, ihr Lieben, folgt ihm segnend nach! Nun gute Nacht, der Tag war im Erdgewühl;(schwül nun gute Nacht, die Nacht ist kühl. 4. Ein Schmuckist auch dasLeichen⸗ ein Siegeszug der Leichenzug.[tuch, Triumph, der Herr macht gute Sein Kreuz voran,([Bahn! das winkt und deutet himmelan. 5. Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein und läutet hell den Sabbath ein, der nach des Werktags kurzer Frist durch Jesum Christ für Gottes Volk vorhanden ist. 6. O selig, wer das Heil erwirbt, der in dem Herrn, dem Mittler, stirbt! O selig, wer, vom Laufe matt, die Gottesstadt, h. die droben ist, gefunden hat! 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Todꝰ Du suchst so viel, und eins ist not. Die Welt beut ihre Güter feil; denk an dein Heil und wähl in Gott das beste Teil. 8. Was sorgst du bis zum letzten Trittꝰ Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schau himmelwärts;(Schmerz. da, wo dein Schatz, da sei dein Herz. 9. Mit Gott bestell dein Haus bei⸗ eh dich der Tod an Tote reiht, Izeit, sie rufen: Gestern war's an mir, heut ist's an dir!(hier. Hier ist kein Stand, kein Bleiben 495 517 10. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, aus Wieg und Bett in Sarg und Grab, wann, wie und wo, ist Gott bewußt. Schlag an die Brust,(mußt. du mußt von dannen, Mensch, du 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, da blüht zu schön kein Wangenrot; im Finstern droht der Tod und überall der Tod. 12.Ach bangesHerzim Leichental, wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl? Du bist es, Jesu, der mit Macht aus Gräbernacht das Leben hat ans Licht gebracht. 13. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr: Wer an mich glaubt, stirbt nimmer⸗ mehr! Dein Kreuz, dein Grab, dein Auf⸗ dein Himmelgehn erstehn, läßt uns den Himmel offen sehn. 6. Lieder von den letzten Dingen. 14. Wohl dem, der, Herr, mit dir vertraut, schon hier die ew'gen Hütten bauti Er sieht das Kleinod in der Fern und kämpfet gern und harrt der Zukunft seines Herrn. 15. Nun, Tor des Friedens, öffne dich! Hinein! Hier schließt die Wallfahrt sich. Ihr Schlummernden im Friedens⸗ gönnt allzugleich reich, auch ihm ein Räumlein neben euch. 16. Viel Gräber sind an diesem Ort, viel Wohnungen im Himmel dort. Bereitet ist die Stätte schon am Gnadenthron, bereitet ihm durch Gottes Sohn. 17. Sein ist das Reich mit All⸗ gewalt; er zeugt und spricht: Ich komme bald. Ja, komm, Herr Jesu, führ uns ein; wir harren dein. Amen, dein laß uns ewig sein! Chr. Fr. H. Sachse, g. 1785, 4 1860. 1517. Eigene Melodie. CH I———*———— FPFPDtE— 2.* +—. 2.— ELiaree— 1.72 1.2 2——.— + 2— 22. 4 I— 1—— 1 Zieh hin, mein Kind, denn Gott selbst for⸗ 7 3 Ich lei⸗de zwar, dein Tod be-trüsbet H 5———„ 7——.—8—— 6. EREEEEEEEE TEEE 3.25 I—— 1 I dich aus die⸗ ser ar⸗gen Welt. so un⸗ter⸗ zmich; doch weil es Gott ge⸗ 289— und will mit EHEV— n. Vx 4.— —— 21 +2* 4 IIII— + 2—— EE 10 TSS.....* ü 22.— DINI +* + E 2—.L 42— 2511½41111. laß ich al⸗ les Kla⸗ gen stil⸗lem Gei⸗ste sa ⸗ gen: Zieh hin, mein Kind! 496 ——— 2. Zieh hin, mein Kind, der Schöpfer hat dich mir nur in der Welt geliehn. Die Zeit ist aus, darum befiehlt jetzt wieder fortzuziehn. ser dir Zieh hin, Gott hat es so versehen, was dieser will, das muß geschehen. Zieh hin, mein Kind! 3. Zieh hin, mein Kind, im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, da wird kein Schmerz erfragt. Hier müssen wir in Angsten schwe⸗ ben, dort kannst du ewig fröhlich leben. Zieh hin, mein Kind! B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 518 4. Zieh hin, mein Kind, wir folgen so bald es Gott gefällt. lalle nach, mit Haufen sich einstellt.(mach Wer lange lebt, steckt lang im Leide, wer frühe stirbt, kommt bald zur Zieh hin, mein Kind“(Freude. 5. Zieh hin, mein Kind, die Engel warten schon auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, wie Gottes lieber dir schon die Krone weist. Sohr Nun wohl, dein Seele ist entbun⸗ den, du hast im Herren überwunden. Zieh hin, mein Kind! Gottfr. Hoffmann, g. 1658, + 1712. (Beim Tode von Kindern Nr. 487, 490, 508, 515, 517.) B. Auferstehung, Gericht und ewiges CLeben. 518. Eigene Melodie. * ů.—— ͤ——11 SDDD‚‚iii‚‚IT——— —0 1* 4. + + 1. Auf⸗er⸗stehn, ja auf⸗er⸗stehn wirst du, mein Q N + + EE + + II I——— 2— 41 ·—————— S...— ———— D‚.‚“—.—— — Staub, nach kur-zer Ruh. un⸗ sterb⸗lich's Le⸗ ben wird EE — —— ——5 I— SDSSSS I I 275 der dich schuf, dir 2. Wieder aufzublühn werd ich Der Herr der Ernte geht(gesät. und sammelt Garben uns ein, uns ein, die starben. Halleluja! 3. Tag des Danks, der Freuden⸗ tränen Tag, ge⸗ben. Hal le ⸗ lu ⸗ jal du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe genug geschlummert habe, erweckst du mich. 4. Wie den Träumenden wird's dann uns sein. Mit Jesu gehn wir ein 497 32 Du eilest fort, eh denn das Unge⸗ 519 5. Lieder von den letzten Dingen. zu seinen Freuden. mein Mittler dann, lebt ich Der müden Pilger Leiden im Heiligtume sind dann nicht mehr. zu seines Namens Ruhme. 5. Ach ins Allerheiligste führt mich Halleluja! Fr. Gottl. Klopstock, g. 1724, 4 1805. 519. Mel. Valet will ich dir geben. Ev. Matth. 25/— Q —— +* 4+22...—— 3— 2..— E..—— E —————— Q Er⸗mun⸗tert euch, ihr From⸗men, zeigt eu⸗rer Lam⸗pen der A⸗bend ist ge⸗kom⸗- men, die 8 stre IB 2 E ——0— —— 55. +— 4 ö—— f + —.— 12.——.— 2..—.2 FFF I— Procht; auf, berbet, kämpft und wa⸗chet, bald 1 6s ai 15. Li.. I 1 — II . E +2 + — 2 7— 2. Macht eure Lampen fertig die Abendröte zeigt und füllet sie mit Ol den schönen Tag von weiten, und seid des Heils gewärtig, vor dem das Dunkle weicht. bereitet Leib und Seel! 5. Begegnet ihm auf Erden, Die Wächter Zions schreien: ihr, die ihr Zion liebt, Der Bräutigam ist nah, mit freudigen Gebärden begegnet ihm im Reihen und seid nicht mehr betrübt! und singt Halleluja! Es sind die Freudenstunden 3. Ihr klugen Jungfraun alle, gekommen, und der Braut hebt nun das Haupt empor wird, weil sie überwunden, mit Jauchzen und mit Schalle die Krone nun vertraut. zum frohen Engelchor! 6. Die ihr Geduld getragen Die Tür ist aufgeschlossen, und mit gestorben seid, die Hochzeit ist bereit; sollt nun nach Kreuz und Klagen auf, auf, ihr Reichsgenossen, in Freude sonder Leid der Bräut'gam ist nicht weit. mit leben und regieren 4. Er wird nicht lang verziehen. und vor des Lammes Thron drum schlafet nicht mehr ein; mit Jauchzen triumphieren man sieht die Bäume blühen, in eurer Siegeskron. der schönste Frühlingsschein 7. Hier sind die Siegespalmen, verheißt Erquickungszeiten; hier ist das weiße Kleid, 498 AHARTR B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 520 hier stehn die Weizenhalmen komm bald und mach dich auf, im Frieden nach dem Streit geh auf, ersehnte Sonne, und nach den Wintertagen, und fördre deinen Lauf! hier grünen die Gebein, O Jesu, mach ein Ende 16035. die dort der Tod erschlagen, und führ uns aus dem Streit, 15 hier schenkt man Freudenwein. wir heben Haupt und Hände 8. O Jesu, meine Wonne, nach der Erlösungszeit. — Laur. Laurenti, g. 1660, 4+ 122. 92u 5 1520. Eigene Melodie. I * + 1 + riht—.—....—..—.— —— ů Es ist ge⸗ wiß⸗lich an der Zeit, daß —Z in sei⸗ ner gro⸗ßen Herr⸗lich ⸗keit, zu ——2 7 +„ ů — Got⸗tes Sohn wird kom-men* — 3 rich⸗-ten Bös' und From⸗-me. Da wird das — ö— SDSSSISIIII‚‚I La⸗chen wer-den teu'r, wenn al=les wird ver⸗ ,.,, ,, vrd.ee, n un nteun Worthrn art gehn im Feu'r, wie Got⸗ tes Wort be-zeu⸗get. 2. Posaunen wird man hören gehn und nur auf Erden früh und spat an aller Welten Ende, nach großem Gut getrachtet! darauf bald werden auferstehn Er wird fürwahr gar schlecht be⸗ all Toten gar behende; stehn die aber noch das Leben han, und mit dem Satan müssen gehn die wird der Herr von Stunde an von Christo in die Hölle. verwandeln und verneuen. 5. O Jesu, hilf zur selben Zeit 3. Darnach wird man ablesen bald von wegen deiner Wunden, agen ein Buch, darin geschrieben, daß ich im Buch der Seligkeit was alle Menschen, jung und alt,‚ werd angezeichnet funden. auf Erden han getrieben; Daran ich denn auch zweifle nicht, da denn gewiß ein jedermann denn du hast ja den Feind gericht't wird hören, was er hat getan und meine Schuld bezahlet. ů in seinem ganzen Leben. 6. Derhalben mein Fürsprecher nen,* 4. O weh demselben, welcher hat wenn du nun wirst erscheinen, sei, des Herren Wort verachtet und lies mich aus dem Buche frei, 499 32*⁷ 521 5. Lieder von den letzten Dingen. darinnen stehn die Deinen; auf daß ich samt den Brüdern mein mit dir geh in den Himmel ein, den du uns hast erworben. 7. O Jesu Christ, du machst es mit deinem jüngsten Tage;(lang den Menschen wird auf Erden bang von wegen vieler Plage; komm doch, komm doch, du Richter groß, und mach uns bald in Gnaden los vor allem Übel! Amen. Barthol. Ringwald, g. 1559, 4+ 1592. Nach dem Latein.: Dies irae, dies illa. 25¹1. mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. Ebr. 4, 9. E.—..——.— n —.—.——— E SII—— 30 1 Es ist noch ei ⸗ ne Ruh vor-han⸗ 'Du seuf⸗ zest hier in dei ⸗ nen Ban⸗ . ——* 2—53 +— f EÆ— + 1 I. 2 1 +— —1. 2—— I 2.— 21 55—.— den, auf, mü⸗ des Herz, und wer⸗de licht! den, und dei ⸗ ne Son ⸗ ne schei⸗net nicht. i ö..— 7 7— — 8——— 2— 25—7 + Sieh auf das Lamm, das dich mit Freu⸗-den dort ů* ‚..3— E————* ů ö 2, * + 7* Last und eil her⸗ Bald ist der hei ⸗ße Va 4 2—.—.... E . 6635 Kampf ge⸗en⸗det, bald, bald der sau⸗ 10 Laufvall⸗ —8 — ů I SDSDPSPSSPSPSISIS........ en⸗det, so gehst du ein zu dei= ner Ruh. 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, Ihr müden Seelen und ihr from⸗ die Ruhe, die kein Ende nimmt; men, es hat, da noch kein Mensch geboren, die Liebe sie uns schon bestimmt. Das Gotteslamm wollt darum ster⸗ uns die se Ruhe zu erwerben; ben, es ruft, es locket weit und breit: versäumet nicht, heut einzukommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit. 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, die manche Last und Bürde drückt, 500 -I„y„& B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 522 eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, geht nicht mehr traurig und gebückt! Ihr habt des Tages Last getragen, dafür läßt euch der Heiland sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein; ihr seid mein Volk, gezeugt von oben, ob Sünde, Welt und Teufel toben, seid nur getrost und gehet ein! 4. Was mag wohl einen Kranken laben und einen müden Wandersmann? Wo jener nur ein Bettlein haben und sanfte darauf ruhen kann, wenn dieser sich darf niedersetzen, an einem frischen Trunk ergötzen, wie sind sie beide so vergnügt! Doch dies sind kurze Ruhestunden; es ist noch eine Ruh erfunden, da man auf ewig stille liegt. 5. Da wird man Freudengarben bringen, denn unsre Tränensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid, Tod und es wird beim Brünnlein uns er⸗ frischen, die Tränen von den Augen wischen; wer weiß, was sonst noch soll ge⸗ schehn? 6. Kein Durst noch Hunger wird uns schwächen, denn die Erquickungszeit ist da; die Sonne wird uns nicht mehr stechen, das Lamm ist seinem Volke nah, es will selbst über ihnen wohnen und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. Es werden die Gebeine grünen; der große Sabbath ist erschienen, da man von keiner Arbeit weiß. 7. Da ruhen wir und sind im Frie⸗ und leben ewig sorgenlos.(den Ach fasset dieses Wort, ihr Müden, legt euch dem Heiland in den Schoß! Ach Flügel her, wir müssen eilen und uns nicht länger hierverweilen, dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Jubi⸗ dergleichen lieren! wird müssen fliehn und von uns Begürte dich zum Triumphieren! weichen. Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Wir werden auch das Lamm dort Joh. Sigism. Knuth, g. 1700, 4 179. sehn, 1522. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. 77———— . * 1. Herr, ich bin dein Ei gen⸗tum, Mir zum Heil und dir zum Ruhm hast du mir's ge⸗ dein ist auch mein + 30— H— 2... r E. 2 4— 2—.SEET +7— +.——— 77 1— Le⸗ben Kol é Vä ⸗ter⸗lich führst du mich auf des ge-ben. 501 523 5. Lieder von den letzten Dingen. Q —6F— 4 —— EEEE ö... .FI F Le⸗ bens We⸗ gen 2. Bald kommst du mit großer zum Gericht auf Erden,(Kraft dann soll ich zur Rechenschaft dargestellet werden. Dein Gericht schonet nicht, Richter aller Welten! denn du willst vergelten. 3. Weh dann mir in Ewigkeit, wenn ich deine Gabe, meine Kräfte, meine Zeit, hier gemißbraucht habe! Weh dann mir, hab ich hier dein Geschenk verschwendet und nicht angewendet! 4. Möchte täglich dein Gericht mir vor Augen schweben, möcht ich mich, stets meiner Pflicht treu zu sein, bestreben! Daß ich nie töricht sie außer Augen setzte, noch mit Fleiß verletzte. 5. Lehre mich gewissenhaft meine Tage zählen, eingedenk der Rechenschaft nur was gut ist wählen. mei⸗nem Ziel ent⸗ge⸗gen. Gib, daß ich ernstlich mich täglich und auch heute darauf vorbereite. 6. Zeigt sich erst die Ewigkeit furchtbar in der Nähe, o dann ist es nicht mehr Zeit, daß um Gnad ich flehe. Wenn der Tod mir schon droht, kann ich deinen Willen, Herr, nicht mehr erfüllen. 7. Mein Gewissen strafe mich gleich für jede Sünde, Mittler, daß ich bald durch dich Gnade such und finde. Rufe 90 dann mir zu: Such in mir dein Leben, dann ist dir vergeben. 8. Einst am Tage des Gerichts werd ich mit den Frommen zu dem Anschaun deines Lichts gnädig aufgenommen. Wonnevoll, Jesu, soll dich im höhern Leben dann mein Dank erheben. Balthasar Münter, g. 1255, + 1795. 523. mel. Nun preiset alle. G2 21— 3.—— ů I. 2——S LII ER EDDe—.. 1. Ich hab von fer⸗ne, Herr, dei⸗nen Thron er⸗blickt und hät⸗te ———————— 3— —p—UIIIDID‚IDDIDIIIIJ—— — 22 122..—— ger⸗=ne mein Herz vor⸗aus⸗ =ge⸗ schickt und hät⸗te gern mein — 2 I IPIPIFII IJ. ——— mü⸗ des Le⸗ben, Schöp⸗ fer der Gei⸗ ster, dir hin⸗ ge⸗ ge-ben, 502 E chts 18 — — 2 12— — L—. ——— — + VI. IIXX XXII + Schöp⸗fer der 2. Das war so prächtig, was ich im Geist gesehn; du bist allmächtig, drum ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen Thronen doch schon von heute an ewig woh⸗ 3. Nur bin ich sündig, Unen! der Erde noch geneigt; das hat mir bündig dein heil'ger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt, noch nicht ganz innig mit dir ver⸗ einigt. V Gei⸗ster dir hin ⸗ge⸗ ge-⸗ben. 4. Doch bin ich fröhlich, daß mich kein Bann erschreckt; ich bin schon selig, seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben und dich zeitlebens inbrünstig lie⸗ 5. Ich bin zufrieden, ben. daß ich die Stadt gesehn, und ohn Ermüden will ich ihr näher gehn und ihre hellen goldnen Gassen lebenslang nicht aus den Augen lassen. Joh. T. Hermes, g. 1258, 4+ 1821. 1524. Eigene Melodie. ———————— PI. 2. 2. + I— + Je⸗ ru⸗ sa⸗ lem, du hoch-ge⸗ bau⸗ te Stadt, 4. ö Mein sehn⸗lich Herz so groß Ver⸗lan⸗ gen hat, 9. SD —NV 15.850 ..SS........ wollt Gott, ich wär in dir!. und ist nicht mehr bei mir. Watt IE—.——. ů— E SDiD‚iii ˖ EE.eeee —— 2 2535— 2—2—— Berg und Ta⸗le, weit ü⸗ber bla⸗ches Feld schwingt ..—.——..— t es sich ü⸗ber al ⸗ 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier, daß ich mitLust und freiemFreuden⸗ die Seele geb von mir(mund in Gottes treue Hände zum auserwählten Pfand, le und eilt aus die⸗ser Welt. daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? 3. OEhrenburg, sei nun gegrüßet tu auf der Gnaden Pfort!(mir, Wie manche Zeit hat mich verlangt eh ich bin kommen fort(nach dir, aus jenem bösen Leben, 503 525⁵5 5. Lieder von den letzten Dingen. aus jener Nichtigkeit, und Gott mir hat gegeben das Erb der Ewigkeit. 4. Was für ein Volk, welch eine edle Schar kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten trägt nun die Ehrenkron,(war, die Jesus mir entgegen vom Himmel hat gesandt, da ich auf fernen Wegen noch war im Tränenland. 5. Propheten groß und Patriar⸗ auchChristen insgemein, schen hoch, die weiland trugen ihres Kreuzes und der Tyrannen Pein,(Joch schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich angelan⸗ im schönen Paradeis,(get bin von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis. Das Halleluja reine singt man in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit, 7. Mit Jubelklang, mit Instru⸗ menten schön, mit Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und von dem süßen Ton sich regt der Freudensaal, mit hunderttausend Zungen, mit Stimmen noch viel mehr, wie von Anfang gesungen das große Himmelsheer. Joh. M. Meyfart, g. 1590, 4 1642. 525. Eigene Melodie. —0— + ee,.er DEDSDSDSDDDDiii ...—.. 1— 22... I +7 Ꝙ—..———— 1 Je⸗sus, mei⸗ne Zu⸗ver⸗ sicht und mein Hei⸗land, Die⸗ses weiß ich; sollt ich nicht dar-um mich zu⸗ —.2— . II I 4— —— DDED —2 2 + II 1 Li ND... 2 ist im Le⸗ ben. frie den ge⸗ 4 +* —0 J I* 2 2 II EE. —.— nacht mir auch für Ge⸗ dan⸗ken macht? 2. Jesus, er mein Heiland, lebt, ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt; warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich ziehtꝰ 3. Ich bin durch derHoffnungBand zu genau mit ihm verbunden, meine starke Glaubenshand wird in ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. 504 lan⸗ bin d der inn, 8. tru⸗ hön, dem Ton B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 526 4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche werden; das gesteh ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. 5. Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen Heiland, kennen, ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen; nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgetan. 6. Was hie kranket, seufztund fleht, wird dort frisch und herrlich gehen; irdisch werd ich ausgesät, himmlisch werd ich auferstehen; hie geh ich natürlich ein, nachmals werd ich geistlich sein. 7. Seid getrost und hocherfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder! Gebt nicht statt der Traurigkeit! Sterbt ihr, Christus ruft euch wie⸗ wann einst die Posauneklingt,(der, die auch durch die Gräber dringt. 8. Lacht der finstern Erdenkluft, lacht des Todes und der Höllen, denn ihr sollt euch aus der Gruft eurem Heiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Ver⸗ liegen unter eurem Fuß.(druß 9. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt wollt werden. Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg(d), g. 1627, 4 1667. 526. Eigene Melodie. 2— 3——.— 2— SII— 1. Laßt mich gehn, laßt mich gehn, daß ich 17* + E N D... 2. 2 2..... L 27 2 ꝙ1—— 2 Je⸗ sum mö⸗ ge sehn! Mei⸗ ne Seel ist Q* I V*88J. +*—————— D ñq‚‚‚ PPP‚P‚‚i‚i‚ii‚‚‚‚e= I + 0* 21 25. 10 voll Ver ⸗lan⸗gen, ihn auf e⸗ wig zu um⸗ HQ .— ö— 4 4— 2— —**————..— H * ¶ fan⸗gen und vor sei- nem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wolken bricht! O wann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen Frommen schau dein holdes Angesicht! 3. Ach wie schön, ach wie schön ist der Engel Lobgetön! Hätt' ich Flügel, hätt' ich Flügel, flög ich über Tal und Hügel heute noch nach Zions Höhn. 4. Wie wird's sein, wie wird's sein, wenn ich zieh in Salem ein, 50⁵5 527 in die Stadt der goldnen Gassen! Herr mein Gott, ich kann's nicht fassen, was das wird für Wonne sein. 5. Paradies, Paradies, 5. Lieder von den letzten Dingen. wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen wird uns sein, als ob wir träumen. Bring uns, Herr, ins Paradies! G. Fr. Ludw. Knak, g. 1806, 4 1878. 527. mel. Ich bin ja, Berr, in deiner Macht. 2 +* —..*—— I — + II—* 2.—.— 2 2 2 2.....—— n. E 2———— 1 Mein de=ben ist ein Pil⸗grim⸗stand; ich rei⸗ Gott selbst als ei ne fe⸗ ste Stadt auf Bun⸗ V 4—* j EF— 7—...—65——— se nach dem VBa⸗ ter⸗land, nach dem Je⸗ ru⸗sa⸗ des⸗blut ge⸗grün⸗det hat; da werd ich ihn ohn E j——— 2—— ◻ 5 ů 1——— 2 E. 2* II I I lem, das dro ⸗ ben——— em, da Mei ö ö Mein Le⸗ben ist En⸗ de lo⸗e ben. st ein V 4— N + 4w7 V SSSIII‚I.II...... LV. 1 5 Pil⸗grim⸗stand, ich 2. Es rinnet ohne Unterlaß hin meines Lebens Stundenglas, und was vorbei ist, kommt nicht ich eile zu der Ewigkeit.(wieder; Herr Jesu, mach mich nur bereit, eröffne meine Augenlider, daß ich, was zeitlich ist, veracht und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Kein Reisen ist ohn Ungemach, der Lebensweg hat auch sein Ach. Man wandelt nicht auf weichen Rosen; der Steg ist eng, der Feinde viel, die mich abreißen von dem Ziel; ich muß mich oft an Dornen stoßen, ich muß durch dürre Wüsten gehn und kann selbst keinen Ausweg sehn. 3 I— rei⸗se nach dem Va⸗ter⸗land. 4. Der Sonne Glanz mir oft ge⸗ bricht, der Sonne, die ihr Gnadenlicht in unverfälschte Herzen strahlet; Wind, Regen stürmen auf mich zu, mein matter Geist find't nirgends Ruh; doch alle Müh ist schon bezahlet, wenn ich das güldne Himmelstor mir stell inGlaub und Hoffnungvor. 5. IJsraels Hüter, Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da dumeinFleischhastangenommen, zeig mir im Worte deine Tritt, laß mich bei einem jeden Schritt zu deinem Heil stets näher kommen. Mein Leben flieht; ach eile du und komm mit Gnad und Hilf herzu. 506 — in I B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 528 6. Durch deinen Geist mich heilig so bring mich zu der stolzen Ruh, gib in Geduld Beständigkeit,(leit‚ da Streit und alle Müh verschwin⸗ imen. vor Straucheln meinen Fuß be⸗ den: dies! schütze. laß mich da sein in Abrams Schoß 1878. Ich falle stündlich, hilf mir auf, dein Liebling und dein Hausgenoß. zieh mich, damit ich dir nachlauf, 8. Bin ich in diesem Pilgerland sei mir ein Schirm in Trübsalshitze. der blinden Welt gleich unbekannt, — Laß deinen süßen Gnadenschein dort sind die Freunde, die mich ei⸗ in Finsternis nie ferne sein. kennen; Bun⸗ 7. Wenn mir mein Herz, o Gna⸗ dort werd ich mit der Himmelsschar denfüll,‚ dir jauchzend dienen immerdar — vor Durst nach dir verschmachten und in der reinsten Liebe brennen. sa⸗ will, Mein Heiland, komm, o bleib nicht ohn so laß mich dich zum Labsal finden; lang, — und wenn ich schließ die Augen zu, hier in der Wüste wird mir bang. 2 Fr. Adolf Lampe, g. 1685, + 1729. ö* 1528. Eigene Melodie. V.— 0... ——.— 1 CE⸗ wig⸗-keit, du Don-ner ⸗wort, 0 1896—— O E⸗wig ⸗keit, Zeit oh⸗ ne Zeit, ich EEE D— ft ge⸗ EE—*——————.— richt, Schwert, das durch die See⸗le bohrt, o An⸗fang icht weiß vor gro⸗ßer Trau⸗rig⸗keit nicht, wo ich let; ᷣ SxArxrxr?ꝛ ⁵·c.— ch zu, n n S—8———...— Au gends son-der En ⸗del ö RR Ruh; mich hin⸗wen ⸗de. Doru S enn hlet, in————— V. + 2⁰½r èEI gvor. Herz er-bebt, daß mir die Zung am Gau⸗-men klebt. rist, 2. Kein Unglück ist in aller Welt, 3. OEwigkeit, du machst mir bang, bist, das endlich mit der Zeit nicht fällt o ewig, ewig ist zu lang, men, und ganz wird aufgehoben; hier gilt fürwahr kein Scherzen. itt, die Ewigkeit nur hat kein Ziel, Drum, wenn ich diese lange Nacht ritt sie treibet fort und fort ihr Spiel, zusamt der großen Pein betracht, men. läßt nimmer ab zu toben, erschreck ich vecht von Herzen; u ja wie mein Heiland selber spricht,‚ nichts ist zu finden weit und breit erzu. aus ihr ist keine Lösung nicht. so schrecklich als die Ewigkeit. 507 529 4. Ach Gott, wie bist du so gerecht, wie strafest du die bösen Knecht im heißen Pfuhl der Schmerzen; auf kurze Sünden dieser Welt hast du so lange Pein bestellt. Ach nimm dies wohl zu Herzen und merk auf dies, o Menschenkind: kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. 5. Wach auf, o Mensch, vom Sün⸗ denschlaf, ermuntre dich, verlornes Schaf, und beßre bald dein Leben! Wach auf, es ist doch hohe Zeit, 5. Lieder von den letzten Dingen. es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag; wer weiß doch, wie man sterben magd 6. O Ewigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele o Anfang sonder Ende! sbohrt, O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Herr Jesu, wenn es dir gefällt, eil ich zu dir ins Himmelszelt. Johann Rist, g. 1607, 4+ 1667. 1529. Mel. O Swigkeit, du Donnerwort. EHEEN——— ZSZ.ZIn. +— 13. 2 2.—.— EZ. XI— 2—1— 2... 2 14———— —. +— 1 I— 1 —⏑ 72; L 1 O E⸗wig⸗ keit, du Freu⸗den⸗wort, das — 5 wig⸗ keit, Freud oh- ne Leid, ich , unn, e Ln,ninnnr nneen n. nien Im n n. ———————— V mich er ⸗ quik-ket fort und fort, o An-⸗fang weiß vor Her-zens⸗fröh⸗lich-keit—gar nichts mehr E 2757———— F—. n— SSII—.— 7 IEE— 2 II— I— 2—— dn. das sonst in die-⸗ sem vom E⸗ len ⸗de, ¹— 37— 2— —..—„Em—.————.— DE.. +. VJ....e 1 2... + rt, EII IEE.. 71M 2—ꝛ—— 1— 2. Kein Herrlichkeit ist in der Welt, die endlich mit der Zeit nicht fällt und gänzlich muß vergehen; die Ewigkeit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, bleibt unverändert stehen, ja, wie das Wort des Herren spricht, ihr Erbe das verwelket nicht. 3. O Ewigkeit, du währest lang! Wenn mir auf Erden gleich ist bang, * +2 die E⸗ wig⸗keit be⸗hägt. weiß ich, daß dies aufhöret. Drum, wenn ich diese lange Zeit erwäge samt der Seligkeit, die gar nichts mehr zerstöret, so acht ich alles Leiden nicht, das kaum den Augenblick anficht. 4. Was ist doch aller Christen Qual, die Pein der Märt'rer allzumal, so vieles Kreuz und Leiden? 508 Wenn manes gleich zusammenträgt und alles auf die Wage legt, sodann zur andern Seiten dort jenes Lebens Herrlichkeit, wie wird es überwogen weit! 5. Im Himmel lebt der Christen Schar bei Gott viel tausendtausend Jahr und werden des nicht müde. Sie stimmen mit den Engeln ein, sie sehen stets der Gottheit Schein, sie haben güldnen Friede, da Christus gibt, wie er verheißt, das Manna, das die Engel speist. 6. Ach wie verlanget doch nach dir mein mattes Herze mit Begier, B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 530 du übersel'ges Leben! Wann komm ich doch einmal dahin, wohin mein schwacher, blöder Sinn, sich allzeit übt zu streben! Ich will der Welt vergessen ganz, mich sehnen nach des Himmels Glanz. 7. O Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weiß von keiner Traurigkeit, wenn ich mich zu dir wende. Herr Jesu, gib mir solchen Sinn beharrlich, bis ich komm dahin. Haspar Heunisch, g. 1620, 4+ 1690. 1530. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 2* N— f 2 I v na a, srnrr, ts ö DPDꝑDiDꝑ‚ꝑ‚ꝑiꝑiꝑ‚i‚ D‚‚i‚iii‚i‚i‚i‚‚‚ii‚i‚eiSSSDSeeeeee. ee 2— ů; 70 1 O wie fröh⸗lich, o wie se⸗lig wer⸗den wir im Dro⸗ben ern⸗ten wir un⸗zäh⸗lig uns⸗re Freu⸗den⸗ + 4 + — U— ö ö u — IE +——..— 7—.— Him⸗mel sein! e ö ; Ge⸗ hen wir hier hin und wei⸗nen, gar-ben ein. Q In—— 4 — Z.D....——..—— . ee, rer=I r. Bene ans- n 8.:N., Ber.- Huir nin. EE————.——— dor⸗ ten wird die Son⸗ne schei⸗nen, dort ist Tag und 1————— ˙˖——— —832*— + +—— kei ⸗-ne Nacht, wo man nach den Trä⸗nen lacht. 2. Es ist doch um dieses Leben nur ein jämmerliches Tun, und die Not, die uns umgeben, lässet uns gar selten ruhn. Von dem Abend bis zum Morgen kämpfen wir mit lauter Sorgen, und die überhäufte Not heißet unser täglich Brot. 509 3. Ach wer sollte sich nicht sehnen, bald in Zion dort zu stehn und aus diesem Tal der Tränen in den Freudenort zu gehn, wo das Kreuze sich in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, unsre Last in Lust verkehrt, und das Jauchzen ewig währt! 581 4. Da wird unser Aug erblicken, was ganz unvergleichlich ist; da wird unsern Mund erquicken, was aus Gottes Herzen fließt; da wird unser Ohr nur hören, was die Freude kann vermehren; da empfindet unser Herz lauter Wonne sonder Schmerz. 5. O wie werden wir so schöne bei der Klarheit Gottes sein! Wie wird da das Lobgetöne seiner Engel uns erfreun! Wie wird unsre Krone glänzen bei so vielen Siegeskränzen, wie wird unser Kleid so rein, 5. Lieder von den letzten Dingen. heller als die Sonne sein! 6. Ach wann werd ich dahin kom⸗ daß ich Gottes Antlitz schau?(men, Werd ich nicht bald aufgenommen in den schönen Himmelsbau, dessen Grund den Perlen gleichet, dessen Glanz die Sonne weichet, dessen wundervolle Pracht alles Gold beschümet macht? 7. Nun, ich sterbe vor Verlangen, o du großer Lebensfürst, laß mich bald dahin gelangen, wo du mich recht trösten wirst. Unterdessen laß auf Erden schon mein Herze himmlisch werden, bis mein Los in jener Welt auf das allerschönste fällt. Benjamin Schmolck, g. 1672, 4 157. 531. Eigene Melodie. 9 4 .....————.—— E E 0—— 2— 1. O wie se ⸗lig seid ihr doch, ih r From⸗men, Q— ů—— — 77 2.— 2——— 2——————————— die ihr durch den Tod zu Gott ge⸗ kom⸗men! 2* EAE——.. E—.— 2—.27 4 7 2. Ee ‚* 7 + Ihr seid ent⸗-gan⸗- gen al ⸗ler Not, die — UI ..... EH— uns noch hält ge ⸗ fan 2. Muß man doch hier wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrek⸗ was wir hie kennen, ken schweben; ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer 510 — „gen. sicher und befreit von allem Jam⸗ kein Kreuz und Leiden(mer, ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Tränen, ihr habt schon, wonach wir uns erst euch wird gesungen, sehnen, was durch keines Ohr allhie ge⸗ drungen. ——— B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 532 5. Ach wer wollte denn nicht gerne 6. Komm, o Christe, komm, uns⸗ sterben auszuspannen, und den Himmel für die Welt er⸗lös' uns auf und führ uns bald von Wer wollt hier bleiben, lerben? Bei dir, o Sonne,(dannen! sich den Jammer länger lassen ist der frommen Seelen Freud und treiben? Wonne. Simon Dach, g. 1605, + 1659. 532. mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Offenb. Joh. 14, 15. D——0— EO— e——— 5* e⸗lig sind des Him⸗mels Er ⸗ ben, die Nach den letz-ten Au⸗gen⸗blik ⸗ ken des 9 EE 25 5— ö . n Hm, ISIITITITTT ů ———————— To ⸗ten, die im Her⸗ ren ster⸗ben, zur Auf · er⸗ To⸗ des⸗schlum-mers folgt Ent- zük-ken, folgt Won⸗ne + ö E——— 22 FH————— EEDE.— EEE———— ste⸗hung ein- ge-weiht. r. ö ö n Frie ⸗ den ru⸗hen der Un⸗sterb⸗lich-keit.— *— ö— in im H.i—..—— —— 2‚.—..—9* 2— 7 sie, los von der Er⸗-de Müh. Ho⸗si⸗ an⸗ 4 4 ————— 9— 5— EIee—— DED E—*——— na! Vor Got⸗ tes Thron zu sei-⸗ nem Sohn be⸗ —I4 ISISISIITISIS.— E ——.——————* 4—— . V glei⸗ten ih ⸗re. Wer ⸗ ke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und wischt unsre Tränen ab, Ehre, alle Tränen. Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre Er hat's vollbracht; sei dir, Versöhner Jesu Christ! nicht Tag, nicht Nacht Ihr, der Uberwinder Chöre, wird an des Lammes Throne sein. bringt Dank, Anbetung, Preis und 3. Nicht der Mond, nicht mehr dem Lamme, das geopfert ist! Ehre, die Sonne Er sank wie wir ins Grab; scheint uns alsdann; er ist uns ö 511 Sonne, 533 5. Lieder von den letzten Dingen. ö der Sohn, dieHerrlichkeit desHerrn. das Alt ist nun nicht mehr. d Heil, nach dem wir weinend rangen, Halleluja! 13 nun bist du, Heil, uns aufgegangen, Er sank hinab wie wir ins Grab; k nicht mehr im Dunkeln, nicht von er ging zu Gott, wir folgen ihm. Nun weinen wir nicht mehr,[fern. Fr. G. Klopstock, g. 1224, 4 1805. 533. Eigene Melodie. Ev. Matth. 25, 1—15. EV———.— ů.— + FE—.— 12..— 1* LI 13—— 23...22 2— + 2.—.— . 1 2 1.—————— 25*„* 1 Wa⸗chet auf, ruft uns die Stim ⸗- me der Mit ⸗ter⸗ nacht heißt die⸗ se Stun ⸗de; sie b V 4 2.* H 4 EU——..—, ni, Hn mumn-H. r. ö Wäch⸗ter sehr hoch auf der Zin⸗ ne, wach auf, du ru ⸗fen uns mit hel-⸗lem Mun⸗de: Wo seid ihr E———.— 7 ö — Stadt Je⸗ ru⸗ sa⸗ lem! klu⸗gen Jung⸗frau⸗en? x Wohl⸗auf, der Bräut'⸗gam e, dni wineie..— 2 .——.—*.— 7—— 7 kömmt, steht auf, die Lam-pen nehmt! Hal⸗le⸗lu⸗ er EES xxxxxxx , n=, 65 ja! Macht euch be⸗reit zu der Hoch- zeit, ihr n EH +— N u S‚‚‚‚—— —3—— 1— II müs⸗set ihm ent ⸗ ge⸗ gen gehn! 2. Zion hört die Wächter singen. Herr Jesu, Gottes Sohn! b das Herz tut ihr vor Freude Hosianna! springen, Wir folgen all zum Freudensaal sie wachet und steht eilend auf. und halten mit das Abendmahl. ö Ihr Freund kommt vom Himmel 3. Gloria sei dir gesungen prächtig‚ mit Menschen- und mit Engel⸗ von Gnaden stark, von Wahrheit zungen, mächtig, mit Harfen und mit Zimbeln schön! ihr Licht wird hell, ihr Stern geht Von zwölf Perlen sind die Tore Nun komm, du werte Kron,(auf. an deiner Stadt; wir stehn im Chore 512 ensaal mahl. n ngel⸗ zungen, schön! Tore Chore B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 534-535 der Engel hoch um deinen Thron. solche Freude. Kein Aug hat je gespürt, Drum jauchzen wir und singen dir kein Ohr hat je gehört das Halleluja für und für. Phil. Nicolai, g. 1556, + 1608. 534. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 2 x—— ů 7.— ö.———— ..— 2 2—— 2* 41 —„*— 1.— 19— 1 Wenn ich einst von je⸗nem Schlum⸗mer, wel⸗cher Tod heißt, Uund, er ⸗löst von al⸗lem Kum⸗mer, je⸗nen schö⸗nern HQ 1.W*—— II +——.— it 955 ire. 2.— 7 r auf ⸗ er ⸗steh o dann waE ⸗ders Mor⸗gen seh, dann wach ich an-ders auf, EEEEEEESEE EEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE denn am Ziel ist dann mein Lauf. Sor⸗gen, die mich angst⸗voll Q ů J....————— 1 SSPSIIIIIIIII I I I I I I I I—— ö— 2.—0 2 mach⸗iten, werd ich dann für Träu⸗me ach ⸗ ten. 2. Hilf, daß keiner meiner Tage, 3. Daß ich nicht untröstbar zittre, Vater meiner Lebenszeit, wenn mein letzter Tag erscheint, einst mich im Gericht verklage, mich nicht Höllenangst erschüttre, er sei ganz von mir entweiht. wenn mein Freund nun um mich Auch noch heute wacht ich auf; lindre dann die Todespein, sweint, Herr, mein Gott, zu dir hinauf laß mein End ihm lehrreich sein, müsse jeder Tag mich leiten, daß ich ihn zum Himmel weise mich zur Ewigkeit bereiten. und dich, Herr des Todes, preise. Fr. G. Ulopstock, g. 1224, + 1805. — 535. mel. Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel. Off. Joh. 2, 15—12. 9———— 1—8— 6555——.— 2— ö 5—.— 2—— 1 ————*3 4 ö ů 1 Wer sind die vor Got-tes Thro⸗ne? Was ist Trä⸗ get je ⸗ der ei ⸗ ne Kro⸗ ne, glän⸗zen .— i e ai 2 Henr—— ————————.— ——— I*— das für ei ⸗ ne Schar? Han le e In wie die Ster⸗ ne klar, 21 — 1 N 221.* e e— —2 E— ö ö sin-gen all, lo- ben Gott mit ho-hem Schall. 513 5 536 2. Wer sind die, so Palmen tragen wie ein Sieger in der Hand, welcher seinen Feind geschlagen, hingestrecket in den Sand? Welcher Streit und welcher Krieg hat gezeuget diesen Sieg? 3. Wer sind die in reiner Seide göttlicher Gerechtigkeit, angetan mit weißem Kleide, das bestäubet keine Zeit und veraltet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, so wohl gerungen für des großen Gottes Ehr, haben Welt und Tod bezwungen, folgend nicht dem sünd'gen Heer, die erlanget auf den Krieg durch des Lammes Blut den Sieg. 5. Es sind die, so viel erlitten, Trübsal, Schmerzen, Angst und im Gebet auch oft gestritten Not, mit dem hochgelobten Gott; nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewend't. 6. Es sind Zweige eines Stam⸗ mes, der uns Huld und Heil gebracht, haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht; sind geschmückt mit Heiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 5. Lieder von den letzten Dingen. hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern; nunmehr stehn sie all herum vor dem Stuhl im Heiligtum. 8. Dahin streck auch ich die Hände, o Herr Jesu, zu dir aus, mein Gebet ich zu dir wende, der ich noch in deinem Haus hier auf Erden steh im Streit: Treibe, Herr, die Feinde weit! 9. Hilf mir in dem Kampfe siegen wider Sünde, Höll und Welt, laß mich nicht darnieder liegen, wenn ein Sturm mich überfällt. Führe mich aus aller Not, Herr, mein Fels, mein treuer Gott! 10. Daß mein Teil sei bei den Frommen, welche, Herr, dir ähnlich sind, und auch ich, der Not entnommen, als dein dir getreues Kind dann genahet zu dem Thron, nehme den verheißnen Lohn. 11. Welches Wort faßt diese Wonne, wenn ich mit der heil gen Schar in den Strahl der reinen Sonne leucht auch wie die Sterne klar! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! 7. Es sind die, so stets erschienen Heinr. Th. Schenck, g. 1656, + 1222. 536. Eigene Melodie. H—. ——.———.—.—. 1. Wo fin⸗det die See-⸗le die Hei⸗=mat, die Ruh, wer —.— EIEHFHFEZ— 4 4—*—2 —5.—..—2 5—— E S.S.S..I............—.— deckt sie mit schüt-zen⸗ den 514 Fit-ti⸗chen zu? Ach, bie⸗ Hände, e/ eit: rit! siegen t, en, fällt. Gott! den nmen, d, imen, „ se onne, char onne lar! 1222. ) Ja, ja M dieses allein B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 2— E ö ö— 2— 2—.— 605,—— —* tet die Welt kei⸗ ne Frei⸗statt uns an, wo —Qc 7+ꝗ—.— 2 4— ————5 5——8—.—— ,,,.. Sün⸗de nicht kom-men, nicht an ⸗ fech-ten kann? 22—— SSII ee, enn Nein, nein, nein, nein, hier ist sie nicht, die 2 EIE 2 ZtEee. Hei⸗mat der See⸗le 2. Verlasse die Erde, die Heimat zu sehn, die Heimat der Seele, so herrlich so schön! Jerusalem droben, von Golde ge⸗ baut, ist dieses die Heimat der Seele, der Braut? kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein. ist dro⸗ ben im Licht. 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! Tod, Sünde und Schmerzen die kennt man dort nicht; das Rauschen der Harfen, der lieb⸗ liche Klang bewillkommt die Seele mit süßem Gesang. Ruh, Ruh, himmlische Ruh im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu! Ludw. Jörgens, g. 1791, +um 1852. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Anhang derjenigen Melodieen, welche an Stelle der vor den Gesängen stehenden gesungen werden können. 1. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. .—....... ᷣ + ꝗSSPIPIPIITITTTTTT T —7 2— SPSSSSSSI 2. Freu dich sehr, o meine 386858 17 EE 3. Gott des dimmelt und der erden. —— I—I— —.2 0⸗ E. HEEEEEEE—— ———.—— —0 SS——————— 2015 265 420 es 5 zu uns wend. 5. Herse 0 lieb hab ich dich, o Herr. 4* — E.——.——— 5. v. r— ——..— 9—7. Hmu e H⁰. DD . 516 Anhang. 34 4 2 e. HV II 2 iii .FH— — — 1 + — — + 6 0 — — E— + II ie: * 3 + 7*—..— 4. 4 I* — 2— — — 5„ I.II.... 6. igen — I — — — — 7 L. Q V I. — + I —— — II II 1 — — 8— EI — 4 I 14—— 1 Herzlich tut mich verlangen. 2 FEHH WUU EHUH I Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt. 2. —0— XI —— + 2.:. * —.—— —3 2.—2— I O Welt, ich muß dich lassen. —6 — . — EE XV. 22.—— — d 1.— 3 — II ssll FIA NIl + 7 I‚‚m EIII I EIII IIN XIII 3 +7 — 2232 0 Was mein Gott will, gescheh allzeit. 9. N I —— + — — —— 7 1 1 — 2 I — —. 2 — — HE 5 ——— H ——— E- —‚— — Ris IIE ——— 2 T —* Verzeichnis der Dichter. Agricola, Johann(Schnitter, Magister Grickel), Mitverfasser des Interim, g. 1492 zu Eisleben, 1566 als Hofprediger zu Berlin. 316. Albert, Heinrich, g. 1604 zu Lobenstein im Voigtlande, 4 1651 als Organist zu Königsberg i. Pr. 418. Albinus, Johann Georg, g. 1624 zu Unternessa bei Weißenfels, 4 1679 als Pfarrer zu Naumburg. 232. 482. 512. Allendorf, Joh. Ludw. Konrad, g. 1693 zu Josbach bei Marburg, 1773 als Pastor und Scholarch zu Halle. 150. 510. Altenburg, Michael, g. 1584 zu Alach bei Erfurt, 4 1640 als Pastor zu „Erfurt. 141. Amilie Juliane, Gemahlin des Grafen Albrecht Anton zu Schwarz— burg 1953 dolstadt, geb. Gräfin von Barby, g. 1637, 4 1706. 390. 449. 515. Angelus Silesius siehe Scheffler. Anton Ulrich, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, g. 1633, regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel seit 1685, trat 1710 öffentlich zur römischen Kirche über, 1 1714 zu Salzdahlum. 368. 424. Arends, Wilh. Erasmus, 1721 als Pastor zu Halberstadt. 331. Arndt, Ernst Moritz, g. 1769 zu Schoritz auf Rügen, 4 1860 als Professor emer. der Geschichte zu Bonn. 32. 35. 67. 195. 248. 489. Arnold, Gottfried, g. 1666 zu Annaberg im Königreich Sachsen, Professor zu Gießen, 1 1714 als Pastor und Inspektor zu Perleberg. 327. 375. Bahnmaier, Jonathan Friedrich, g. 1774 zu Oberstenfeld in Württem⸗ berg, 1 1841 als Dekan in Kirchheim unter Teck. 171. Bäßler, Johann Leonhard, g. 1745, 1 1811 als Rektor zu Memmingen. 451. Becker, Kornelius, g. 1561 zu Leipzig, 4 1604 als Professor der Theologie und Pastor daselbst. 176. 437. 459. Behm, Martin(Behemb, Bohemus), g. 1557 zu Lauban in der Oberlausitz, 1 1622 als Pastor prim. daselbst. 65. 413. 425. Betichius, Johann, g. 1650 zu Steckby in Anhalt⸗Zerbst, 1722 als Dia⸗ konus zu Zerbst. 412. Bienemann, Kaspar(Melissander), g. 1540 zu Nürnberg, 1 1591 als Generalsuperintendent zu Altenburg. 359. von Birken, Sigismund(Betulius), g. 1626 zu Wildstein bei Eger, 4 1681 als Privatgelehrter in Nürnberg. 78. 322. Blaurer, Ambrosius, g. 1492 zu Constanz, 1564 zu Winterthur. 124. 387. von Bogatzky, Karl Heinrich, g. 1690 zu Jankowe in Schlesien, 4 1774 als Privatmann im Waisenhause zu Halle. 142. 329. Böhmische oder Mährische Brüder. Ihre Lieder(zum Teil aus dem Jahre 1331 übersetzt) gaben Michael Weiße(14 1542 in Neutomischl) im Jahre 1531 und Joh. Horn(4 1547 zu Jungbunzlau) im Jahre 1544 heraus. 86. 506. Bruhn, David, g. 1727 zu Memel, 1782 als Pastor zu Berlin. 326. Buchka, Johann Simon, g. 1705 zu Arzberg bei Bayreuth, 1 1752 als Hilfsprediger zu Hof im Voigtlande. 298. Chiomusus siehe Schneesing. Claudius, Matthias, der Wandsbecker Bote, g. 1740 zu Reinfeld bei Lü⸗ beck, T 1815 als Bankrevisor zu Altona. 430. 518 — 20 öS80 80800 ES8 5—5 —0 —5— Verzeichnis der Dichter. Clausnitzer, Tobias, g. 1618 od. 1619 zu Thum bei Annaberg, 1684 als kurpfälzischer Kirchenrat zu Weiden in der Oberpfalz. 13. 75. 138. Cramer, Johann Andreas, g. 1723 zu Jöhstadt im sächsischen Erzgebirge, 1 1788 als Professor der Theologie und Prokanzler der Universität Kiel. 391 Crasselius, Bartholomäus(Crasselt), g. 1667 zu Wernsdorf im König⸗ reich Sachsen, 4 1724 als Pfarrer zu Düsseldorf. 337. Dach, Simon, g. 1605 zu Memel, 1 1659 als Professor der Dichtkunst zu Königsberg i. Pr. 495. 531. Deceius, Nikolaus(Hovesch?), Mönch im Kloster Steterburg bei Braun⸗ schweig, 1523 evang. Prediger in Stettin, 4 1541 daselbst. 87. 134. Denicke, David, g. 1603 in Zittau im Königreich Sachsen, 4 1680 als Kammer⸗ und Konsistorialrat in Hannover, gab in Gemeinschaft mit Ge⸗ senius das(New ordentlich) hannöversche Gesangbuch von 1646 heraus. 172. 228. 254. 308. 321. 400. Derschow, Bernhard, g. 1591 zu Königsberg i. Pr., 4 1639 als Professor der Theologie, Konsistorialrat und Oberpfarrer daselbst. 190. Deßler, Wolfgang Christoph, g. 1660 zu Nürnberg, 4 1722 als Konreltor der Schule zum heil. Geist daselbst. 251. 294. Diterich, Johann Samuel, g. 1721 zu Berlin, 1 1797 als Oberkonsisto⸗ rialrat und Pastor daselbst. Herausgeber der Lieder für den öffentlichen Gottesdienst, Berlin 1765, in welchem Buche er die Kirchenlieder auf das willkürlichste umarbeitete. 246. 299. Drese, Adam, g. 1620 zu Weimar(2), 4 1701 als fürstlich Schwarzburgi⸗ scher Kapellmeister zu Arnstadt in Thüringen. 285. Eber, Paul, g. 1511 zu Kitzingen in Unterfranken, Freund Luthers, 4 1569 als Generalsuperintendent und Professor der Theologie zu Wittenberg. 382. 491. 501. Eleonore, Fürstin Reuß, geb. Gräfin zu Stolberg, g. 1835. 57. Englisch, Johann, g. in Buchsweiler, Prediger in Straßburg i. Elsaß, + 1577. 193. Eschenburg, Johann Joachim, g. 1743 zu Hamburg, 1820 zu Braun⸗ schweig als Professor der alten Literatur und Canonicus. 349. Fabricius, Friedrich, g. 1642 zu Stettin, 4 1703 als Pastor das. 122. Falk, Joh. Daniel, g. 1768 zu Danzig, 1 1826 als Legationsrat zu Weimar. 47. 107. 129. 386. Fischer siehe Vischer. Fleming, Paul, g. 1609 zu Hartenstein im Königreich Sachsen, 4 1640 als Doktor der Medizin zu Hamburg. 366. Franck, Johann, g. 1618 zu Guben in der Niederlausitz, 4 1677 als Bürger⸗ meister daselbst. 63. 199. 219. 272. 389. 462. Franck, Michael, g. 1609 zu Schleusingen in Thüringen, 4 1667 als Lehrer an der Stadtschule zu Koburg. 184. 481. Franck, Salomo, g. 1659 zu Weimar, 1 1725 als Oberkonsistorialsekretär daselbst. 73. 92. 296. Francke, August Hermann, g. 1663 zu Lübeck, Begründer der Franckeschen Satte Sr. in Halle, 4 1727 als Professor der Theologie und Pastor zu Halle. 58. Franz, Agnes, g. 1794 in Militsch i. Schlesien, 4 1843 in Breslau als Vorsteherin einer Armenschule. 479. 519 Verzeichnis der Dichter. Freylinghausen, Johann Anastasius, g. 1670 zu Gandersheim in Braun⸗ schweig, Schwiegersohn Franckes, 4 1739 als Pastor und Direktor der Franckeschen Stiftungen zu Halle. 238. 292. 372. Freystein, Johann Burchard, g. 1671 zu Weißenfels, 4 1718 als Hof⸗ und Justizrat zu Dresden. 338. Fricker, Johann Ludwig, 1766 als Pfarrer zu Dettingen unter Urach. 159. Funk, Gottfried Benedikt, g. 1734 zu Hartenstein im Königreich Sachsen, 5 301 02 Konsistorialrat und Rektor des Domgymnasiums zu Magde⸗ urg. 102. Garve, Karl Bernhard, g. 1763 zu Jeinsen bei Hannover, bis 1836 Predi⸗ ger der Brüdergemeinde zu Neusalz a. d. O., 4 1841 zu Herrnhut. 164.255. Gedicke, Lampertus, g. 1683 zu Gardelegen in der Altmark, 1 1735 als Feldprobst zu Berlin. 385. Gellert, Christian Fürchtegott, g. 1715 zu Hainichen im sächsischen Erz⸗ gebirge, 41769 als außerordentlicher Professor der Dichtkunst, Beredsam⸗ keit und Moral zu Leipzig. 33. 76. 106. 160. 166. 191. 307. 334. 342. 362. 407. 408. 421. 432. 433. Gensch von Breitenau, Christoph, g. 1638 zu Naumburg, Hofrat des Dibrer 234. Plön und dänischer Geheimrat, 1732 als Privatmann zu übeck. Gerhardt, Paulus, g. 1607 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, 1651 bis 1657 Probst zu Mittenwalde in Brandenburg, 1657—1667 Diakonus zu Berlin, 4 1676 als Archidiakonus zu Lübben. 28. 29. 40. 42. 44. 54. 61. 72. 85. 89. 93. 95. 128. 133. 250. 281. 317. 344. 346. 352. 353. 361. 363. 373. 379. 392. 395. 399. 406. 414. 427. 440. 446. 461. 463. 474. 487. 494. von Gersdorf, Henriette Katharina, g. von Friesen, g. 1648 zu Sulz⸗ bach, Gemahlin des kursächsischen Geheimrats v. G. in Dresden, Groß⸗ mutter Zinzendorfs, 4 1726 zu Großhennersdorf bei Herrnhut. 323. Gesenius, Justus, g. 1601 zu Esbeck in Hannover, 1 1673 als Oberhof⸗ prediger und Generalsuperintendent zu Hannover(siehe Denicke). 93. Gotter, Ludwig Andreas, g. 1661 zu Gotha, 4 1735 als Hof- und Assi⸗ stenzrat daselbst. 310. 332. 409. Göz, Christian Gottlieb, g. 1746 zu Hengen bei Urach, 1803 als Pfarrer zu Plieningen. 98. Gramann, Johann(Poliander), g. 1487 zu Neustadt in Bayern, Freund Luthers, 1 1541 als Pastor zu Königsberg i. Pr. 402. Gregor, Christian, g. 1723 zu Dirsdorf in Schlesien, 4 1801 als Bischof der Brüdergemeinde zu Berthelsdorf. Herausgeber des Brüdergesangbuchs von 1778. 9. 168. 260. Grüneisen, Karl Georg, g. 1802 zu Stuttgart, 4 1878 daselbst als Hof⸗ prediger und Oberkonsistorialrat. 468. Gryphius, Andreas, g. 1616 zu Großglogau in Schlesien, 4 1664 als Landschaftssyndikus daselbst. 486. ö Günther, Cyriacus, g. 1650 zu Goldbach bei Gotha, 1 1704 als Lehrer am Gymnasium zu Gotha. 265. Hagen, Peter, g. 1569 auf Gut Henneberg in Ostpreußen, 4 1620 als Rektor der Domschule in Königsberg. 101. von Hardenberg, Friedrich Leopold, Freiherr(Novalis), 9. 1772 auf Gut Wiederstedt im Mansfeldischen, 4 1801 als Assessor zu Weißenfels. 288. 290. 291. 520 e . e aun⸗ der Hof⸗ 159. hsen, igde⸗ redi⸗ 255. als Erz⸗ am⸗ 34⁴2. tdes in zu Lbis i8 zu .7½2. 373. 94. zulz⸗ roß⸗ chof⸗ Ass⸗ urrer eund schof uchs Hof⸗ als hrer als Verzeichnis der Dichter. Härter, Franz, g. 1797 in Straßburg i. Els., 4 1874 als Pfarrer das. 267. Hartmann, Thomas, war 1604 Diakonus zu Eisleben. 113. Harttmann, Karl Friedrich, g. 1743 zu Adelberg in Württemberg, zuletzt Pfarrer in Lauffen a. Neckar, 4 1815 in Tübingen. 301. Haslocher, Johann Adam, g. 1645 in Speier, 1726 als Konsistorialrat und Hofprediger zu Weilburg in Nassau. 10. Hausmann, Julie, g. 1826 zu Riga, Erzieherin, 1902 in Petersburg. 335. von Hayn, Henriette Luise, g. 1724 zu Idstein in Nassau, 1782 als Oberin der ledigen Schwestern zu Herrnhut. 478. Hecker, Heinrich Kornelius, g. 1699 zu Hamburg, 1743 als Pfarrer zu Meuselwitz bei Altenburg. 30. 175. Heermann, Johann, g. 1585 zu Raudten im Fürstentum Wohlau in Schle⸗ sien, Pastor zu Köben in Schlesien, 41647 zu Lissa in Posen. 77. 79. 100. 158. 162. 197. 230. 233. 237. 244. 259. 282. 328. 350. 450. 464. 465. 470. 476. 490. Heinrich v. Laufenberg, Priester und Dekan zu Freiburg im Breisgau, + 1455. 500. He g. zu Guhrau in Schlesien, um 1650 Sachwalter daselbst. 21. 126. Helmbold, Ludwig, g. 1532 zu Mühlhausen in Thüringen, 1598 als Superintendent und Pfarrer daselbst. 377. 401. Hensel, Luise, g. 1798 zu Linum bei Fehrbellin, Tochter eines evangelischen Pfarrers, trat 1818 zur römischen Kirche über, Erzieherin, 4 zu Pader⸗ born 1876. 438(gedichtet 1816). erberger, Valerius, g. 1562 zu Fraustadt in Posen, 4 1627 als Pfarrer daselbst. 511. Herman, Niklas, 7 1561 in hohem Alter als Kantor zu Joachimstal in Böhmen. 45. 99. 415. 435. 447. 514. Hermes, Johann Timotheus, g. 1738 zu Petznik bei Stargard in Pommern, + 1821 als Oberkonsistorialrat, Superintendent und Pastor prim. zu Bres⸗ lau. 523. Herrmann, Johann Gottfried, g. 1707 zu Altjeßnitz bei Bitterfeld, als Oberhofprediger zu Dresden. 244. Herrnschmidt, Johann Daniel, g. 1675 zu Bopfingen in Württemberg, + 172²3 als Professor der Theologie und Mitdirektor der Franckeschen Stiftungen zu Halle. 357. 397, Herzog, Johann Friedrich, g. 1647 zu Dresden, + 1699 als Rechtsanwalt daselbst. 441. Hesse, Johann, g. 1490 zu Nürnberg, 1547 als Pfarrer zu Breslau. 507. Heunisch, Kaspar, g. 1620 zu Schweinfurt in Unterfranken, 5 1690 als Superintendent daselbst. 529. Heyden, Sebald, g. 1494(9 zu Nürnberg, 1 1561 als Rektor der Sebalds⸗ schule daselbst. 81. Hiller, Friedrich Konrad, g. 1662 zu Unteröwisheim bei Bruchsal, 17² als Kanzleiadvokat zu Stuttgart. 156. Hiller, Philipp Friedrich, g. 1699 zu Mühlhausen in Württemberg, 4 1769 als Pfarrer zu Steinheim am Aalbuch in Württemberg; 1751 verlor er seine Stimme. 2. 156. 245. 252. 274. Hoffmann, Gottfried, g. 1658 zu Plagwitz bei Löwenberg in Schlesien, 1171² als Rektor des Gymnasiums zu Zittau im Königreich Sachsen. 51⁷. 521 Verzeichnis der Dichter. Homburg, Ernst Christoph, g. 1605 zu Mühla bei Eisenach, 4 1681 als Rechtskonsulent zu Naumburg. 23. 80. 116. Horn siehe Böhmische Brüder. Judä, Leo, g. 1482 zu Rappoldsweiler, T 1542 als Pfarrer zu Zürich. 263. Jörgens, Ludwig, g.1791 in Gütersloh, Prediger in Amerika,f um 1837. 536. Keymann, Christian, g. 1607 zu Pankraz in Böhmen, 1 1662 als Rektor des Gymnasiums zu Zittau im Königreich Sachsen. 39. 280. Klopstock, Friedrich Gottlieb, g. 1724 zu Quedlinburg, 4 1803 als badi⸗ scher Hofrat und dänischer Legationsrat zu Hamburg. 18. 185. 188. 483. 518. 532. 534. Knak, Gustav Friedrich Ludwig, g. 1806 zu Berlin, 4 1878 als Pastor zu Berlin in Dünnow bei Stolpmünde. 460. 526. Knapp, Albert, g. 1798 zu Tübingen, 4 1864 als Stadtpfarrer zu Stutt⸗ gart. 71. 119. 148. 151. 167. Knoll, Christoph, g. 1563 zu Bunzlau in Schlesien, 4 1621 als Diakonus zu Sprottau in Schlesien. 492. Knorr von Rosenroth, Christian, g. 1636 zu Altraudten in Schlesien, + 213 25 Geheimrat und Kanzleidirettor zu Sulzbach in der bayr. Ober⸗ pfalz. 422. Krause, Johann Gottfried, g. 1685 zu Greussen im Schwarzburgischen, 1 1746 als Hauptpfarrer und Superintendent zu Dahma. 345. Krause, Jonathan, g. 1701 zu Hirschberg in Schlesien, T 1762 als Super⸗ intendent zu Liegnitz. 7. Krummacher Friedrich Adolf, g. 1767 zu Tecklenburg in Westfalen, 1845 als reform. Pastor emerit. zu Bremen. 36. 149. Kunth, Johann Sigismund, g. 1700 zu Liegnitz, 4 1779 als Superinten⸗ dent zu Baruth in der Oberlausitz. 521. Küster, Elieser Gottlieb, g. 1732 zu Watzum, 4 1799 als Pastor und Gene⸗ ralsuperintendent zu Braunschweig. 179.(234.) Lampe, Friedrich Adolf, g. 1683 zu Bremen, 4 1729 als reformierter Pre⸗ diger an St. Ansgarii daselbst. 527. Lange, Joachim, g. 1670 zu Gardelegen in der Altmark, 4 1744 als Pro⸗ fessor der Theologie zu Halle. 426. Laufenberg siehe Heinrich. Laurenti, Laurentius(Lorenz Lorenzen), g. 1660 zu Husum, 1 1722 als Musikdirektor und Kantor zu Bremen. 83. 110. 225. 519. Lavater, Johann Kaspar, g. 1741 zu Zürich, 4 1801 als reformierter Pre⸗ diger daselbst. 55. 165. 246. 306. Leon, Johann, g. zu Ohrdruf in Thüringen, 4 1597 als Pastor zu Wölfis bei Ohrdruf. 497. 498. Liebich, Ehrenfried, g. 1713 zu Probsthain bei Liegnitz, 4 1780 als Pastor zu Lomnitz bei Hirschberg in Schlesien. 123. 454. Lindemann, Johann, 1580— 1630 Kantor zu Gotha. Er soll aus der Familie der Mutter Luthers stammen. 276(7). Liscow, Salomo, g. 1640 zu Niemitzsch in der Lausitz, 4 1689 als Dia⸗ konus zu Wurzen im Königreich Sachsen. 420. Löscher, Valentin Ernst, g. 1673 zu Sondershausen, 4 1749 als Oberkon⸗ sistorialrat und Superintendent zu Dresden. 227. von Löwenstern, Matthäus Apelles, g. 1594 zu polnisch Neustadt bei Oppeln in Schlesien, 4 1648 als kaiserlicher Rat zu Breslau. 147. 456. 52² 31 als 263. . 536. ektor badi⸗ 483. tor zu Stutt⸗ konus esien, Ober⸗ schen, uper⸗ 18⁴⁵ nten⸗ hene⸗ Pre⸗ Pro⸗ als Pre⸗ ölfis istor der Dia⸗ kon⸗ bei 6. Verzeichnis der Dichter. Ludämilia Elisabeth, Gräfin zu Schwarzburg-Rudolstadt, g. 1640, 1 1672 als Braut des Grafen Christian Wilhelm von Schwarzburg⸗Son⸗ dershausen. 275. 360. Luise Henriette, Tochter des Prinzen Heinrich Friedrich von Oranien, g. 1627 im Haag, Gemahlin des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, 4 1667 zu Berlin. Es ist zweifelhaft, ob die ihr zuge⸗ schriebenen Lieder von ihr verfaßt sind. 223. 525. Luther, Martin, g. 10.November 1483 zu Eisleben, 1am 18. Februar 1546 daselbst. 41. 51. 52. 97. 105. 125. 127. 136. 139. 140. 143. 146. 153. 187. 192. 216. 253. 258. 339. 466. 504. 505. 506. Magdeburg, Joachim, g. 1525 zu Gardelegen in der Altmark, tnach 1583 als Prediger im Osterreichischen. 383. Mathesius, Johann, g. 1504 zu Rochlitz im Königreich Sachsen, als Student Luthers Haus- und Tischgenosse, 1 1565 als Pastor zu Joachimstal. 471. Melissander siehe Bienemann. Mentzer, Johann, g. 1658 zu Jahma in der Lausitz, T 1734 als Pastor zu Kemnitz bei Bernstadt in der Lausitz. 403. von Meyer, Johann Friedrich, g. 1772 zu Frankfurt a. M., 1 1849 als Appellationsgerichtspräsident daselbst. 348. Meyfart, Johann Matthäus, g. 1590 zu Walwinkel im Gothaischen, 4 1642 als Professor der Theologie und Pastor zu Erfurt. 524. Mohr, Joseph, g. 1792 zu Salzburg, katholischer Priester, 41848 als Vikar zu Wagrein im Salzkammergut. 50. Moller, Martin, g. 1547 zu Kropstädt bei Wittenberg, + 1606 als Pastor prim. zu Görlitz in der Lausitz. 341. Müller, Michael, g. 1673 zu Blankenburg a. Harz, + 1704 als Kandidat der Theologie zu Schaubeck in Württemberg. 62. Münter, Balthasar, g. 1735 zu Lübeck, 4 1793 als Pastor an der deutschen Kirche zu Kopenhagen. 180. 522. Nachtenhöfer, Kaspar Friedrich, g. 1624 zu Halle, 4 1685 als Pastor zu Koburg. 34. Neander, Joachim, g. 1650 zu Bremen, 7 1680 als reformierter Diakonus daselbst. 229. 396. 410. 431. Neander, Christoph Friedrich, g. 1724 zu Eckau in Kurland, 4 1802 als Propst zu Gränzhof in Kurland. 174. 218. 423. Nerreter, David, g. 1649 zu Nürnberg, 1726 zu Stargard als General⸗ superintendent des Herzogtums Hinterpommern. 351. Neumann, Kaspar, g. 1648 zu Breslau, 4 1715 als Kircheninspeltor und Pastor prim. daselbst. 6. 120. 434. 439. 457. Neumark, Georg, g. 1621 zu Langensalza in Thüringen, 1681 als Bi⸗ bliothekar und Archivsekretär zu Weimar. 384. 506. Neumeister, Erdmann, g. 1671 zu Uchteritz bei Weißenfels, 4 1756 als Hauptpastor zu Hamburg. 64. 182. 249. 268. 324. 445. 481. Neunherz, Johann, g. 1653 zu Waltersdorf in Schlesien, 1 1737 als Ober⸗ pfarrer zu Hirschberg. 115. Neuß, Heinrich Georg, g. 1654 zu Elbingerode im Harz, 4 1716 als Kon⸗ sistorialrat und Superintendent zu Wernigerode. 300. Nicolai, Philipp, g. 1556 zu Mengeringhausen in Waldeck, 1608 als Hauptpastor zu Hamburg. 293. 533. Novalis siehe Hardenberg. 523 Verzeichnis der Dichter. Olearius, Johann, g. 1611 zu Halle, 4 1684 als Oberhofprediger und Generalsuperintendent zu Weißenfels. 5. 27. 74. 169. 340. 393. Pauli, Joachim, g. um 1636 zu Wilsnack in der Mittelmark, 1674 Haus⸗ lehrer zu Berlin. 161. Paulmann, Johann Ludwig, g. 1728 zu Vorwohle, 1 1807 als Pastor zu Braunschweig. 389. von Pfeil, Christoph Karl Ludwig, g. 1712 zu Grünstadt in der bayrischen Pfalz, württembergischer Geh. Legationsrat, 4 1784 als preußischer Ge⸗ heimrat und Minister zu Deufstetten im Ansbachschen. 336. 475. Pietsch, Johann Valentin, g. 1690 zu Königsberg, 1733 als Professor der Dichtkunst daselbst. 109. Poliander siehe Gramann. Prätorius, Benjamin, g. 1636 zu Obergreißlau bei Weißenfels, 1674(9 als Pastor zu Großlissa bei Delitzsch in der Provinz Sachsen. 333. Puchta, Christian Rudolf Heinrich, g. 1808 zu Kadolzburg in Mittelfran⸗ ken, T 1858 als Pastor zu Augsburg. 455. Räder, g. 1815 zu Elberfeld, 4 1872 daselbst als Handlungsgehülfe. 358. Rambach, Johann Jakob, g. 1693 zu Halle, 4 1735 als Professor der Theo⸗ 0 Superintendent zu Gießen. 175. 183. 196. 221. 256. 264. 266. Reusner, Adam(Reißner), g. 1496 zu Mindelheim, Geheimsekretär Georgs sad 2—507.— ein Anhänger Schwenkfeldts, um 1575 in seiner Vater⸗ tadt. Richter, Christian Friedrich, g. 1676 zu Sorau in der Lausitz, 4 1711 als Arzt des Waisenhauses zu Halle. 48. 303. 304. 305. 313. 354. 419. Ringwald, Bartholomäus, g. 1530 zu Frankfurt a. d. Oder, 4 1598 als Pfarrer zu Langenfeld in der Neumark. 220. 448. 520. Rinkart, Martin, g. 1586 zu Eilenburg in der Provinz Sachsen, 1 1649 als Archidiakonus daselbst. 314. 398. Rist, Johann, g. 1607 zu Ottensen bei Hamburg, 1667 als Pastor zu We⸗ del an der Elbe in Holstein. 19. 59. 66. 88. 186. 198. 224. 444. 528. Rodigast, Samuel, g. 1649 zu Gröben bei Jena, 4 1708 als Rektor am grauen Kloster zu Berlin. 380. Rothe, Johann Andreas, g. 1688 zu Lissa bei Görlitz in der Lausitz, Pfar⸗ rer zu Berthelsdorf, 4 1758 als lutherischer Pastor zu Thommendorf in der Lausitz. 247. 513. Rückert, Friedrich, g. 1789 zu Schweinfurt am Main, Professor in Erlangen und Berlin, 4 1866 als preußischer Geheimrat zu Neuseß bei Koburg. 20. Ruopp, Johann Friedrich, g. zu Straßburg, 4 1708 als Adjunkt der theo⸗ logischen Fakultät zu Halle. 302. Rutilius, Martin(Rüdel), g. 1550 zu Düben in der Provinz Sachsen, 1 1618 als Diakonus zu Weimar. 213. Sacer, Gottfried Wilhelm, g. 1635 zu Naumburg, 1 1699 als Kammer⸗ advokat zu Wolfenbüttel. 508. Sachse, Christian Friedrich Heinrich, g. 1785 zu Eisenberg in Sachsen⸗Al⸗ tenburg, 1 1860 als Hofprediger und Konsistorialrat in Altenburg. 516. Schade, Johann Kaspar, g. 1666 zu Kühndorf bei Meiningen, 4 1698 als Diakonus zu Berlin. 82. 239. 370. Schalling, Martin g. 1532 zu Straßburg, 1 1608 als Pastor zu Nürn⸗ berg. 311. C G * G TEEEAEEEEE jer und Pastor hrischen jer Ge⸗ ofessor 67⁴4⁰½ elfran⸗ . 358. Theo⸗ 1. 266. heorgs Vater⸗ 3 als 98 als 16⁴0 u We⸗ 8 or am Pfar⸗ orf in angen g. 20. theo⸗ chsen, mer⸗ n⸗Al⸗ 516. 8 als eürn⸗ Verzeichnis der Dichter. Scheffler, Johann(Angelus Silesius), g. 1624 zu Breslau, Leibarzt des Herzogs von Ols, trat 1653 zur römischen Kirche über, geistlicher Rat des 0. 1 1677 im Kloster St. Matthias zu Breslau. 261. 270. 278. 325. Scheidt, Christian Ludwig, g. 1709 zu Waldenburg bei Schwäbisch⸗Hall in Württemberg, 4 1761 als Hofrat und Bibliothekar zu Hannover. 240. Schein, Johann Hermann, g. 1586 zu Grünhain bei Zwickau im König⸗ reich Sachsen, T 1630 als Musikdirektor zu Leipzig. 502. Scheuck, Hartmann, g. 1634 zu Ruhla bei Eisenach, 1681 als Pfarrer zu Ostheim vor der Rhön. 16. Schenk, Heinrich Theobald, g. 1656 zu Heidelbach a. d. Schwalm in Hessen, 1727 als Stadtpfarrer in Gießen. 535. von Schenkendorf, Ferdinand Max Gottfried, g. 1784 zu Tilsit, 41817 als Regierungsrat zu Koblenz. 31. Schiebeler, Daniel, g. 1741 zu Hamburg, 7 daselbst 1771 als Doktor der Rechte und Advokat. 37. Schirmer, Michael, g. 1606 zu Leipzig, 4 1673 als Konrektor am Gym⸗ nasium zum grauen Kloster zu Berlin. 26. 130. Schlosser, Ludwig Heinrich, g. 1663 zu Darmstadt, 1723 als Prediger zu Frankfurt a. M. 473. ö von Schmid, Christoph, g. 1768 in Dinkelsbühl, 4 1854 als Domherr in Augsburg. 43. Schmidt, Johann Eusebius, g. 1669 zu Hohenfelden bei Erfurt, 4 1745 als Pastor zu Siebleben bei Gotha. 154. Schmolck, Johann Benjamin, g. 1672 zu Brauchitschdorf bei Liegnitz, 11737 als Pastor prim. und Inspektor zu Schweidnitz. 12. 15. 22. 60. 90. 104. 112. 132. 170. 177. 236. 257. 299. 309. 315. 356. 365. 436. 458. 496. 499. 503. 530. Schneesing, Johann(Chiomusus), g. zu Frankfurt a. M., 1 1567 als Pfarrer zu Friemar bei Gotha. 214. Schröder, Johann Heinrich, g. 1667 zu Springe bei Hannover, 1699 als Pfarrer zu Meseberg bei Wollmirstedt in der Provinz Sachsen. 242. 319. Schütz, Johann Jakob, g. 1640 zu Frankfurt a. M., 1 1690 als Advokat und verschiedener Reichsstände Rat daselbst. 405. Seriver, Christian, g. 1629 zu Rendsburg, Pastor zu Magdeburg, 1693 als Oberhofprediger und Kirchenrat zu Quedlinburg. 273. 429. Schwedler, Johann Christoph, g. 1672 zu Krobsdorf in Schlesien, 4 1730 als Pfarrer zu Niederwiese in der Oberlausitz. 295. Selnecker, Nikolaus, g. 1532 zu Hersbruck bei Nürnberg, Schüler Melanch⸗ thons, Professor in Leipzig und Jena, auch Superintendent in Hildesheim, Mitarbeiter an der Konkordienformel, 1592 als Professor der Theologie und Superintendent zu Leipzig. 11. 144. von Senitz, Elisabeth, g. 1629 zu Rankau in Schlesien, Hoffräulein am Hofe zu Brieg und zu Ols, 4 1679. 84. Siegfried, Johann, g. 1564, 1637 als Superintendent zu Schleiz. 498. Sophie Eleonore, Herzogin zu Braunschweig⸗Bevern, g. 1674, 1711 als Kanonissin zu Gandersheim. 49. Spangenberg, Johann, g. 1484 zu Hardegsen in Hannover, seit 1524 der erste evang. Prediger an St. Blasien in Nordhausen, 4 1550 als Super⸗ intendent zu Eisleben. 215. 525 ö ö ö 4 Verzeichnis der Dichter. Spengler, Lazarus, g. 1479 zu Nürnberg, Rechtsgelehrter und Rats⸗ schreiber daselbst, Freund Luthers und Beförderer der Reformation, 1534 zu Nürnberg. 217. Speratus, Paul(Hoffer), g. 1484 zu Röthlen bei Ellwangen, 1524 Hof⸗ prediger Herzog Albrechts von Preußen, luth. Bischof von Pomesanien, + 1554 zu Marienwerder. 243. Spitta, Karl Johann Philipp, g. 1801 zu Hannover, 4 1859 als Super⸗ 475.65 zu Burgdorf bei Hannover. 111. 152. 155. 178. 182. 364. 469. 472. 509. Starck, Johann Friedrich, g. 1680 zu Hildesheim, 4 1756 als Pastor und Konsistorialrat zu Frankfurt a. M. 231. 480. Stegmann, Josua, g. 1588 zu Sulzfeld bei Meiningen, 1 1632 als Pro⸗ fessor der Theologie und Superintendent zu Rinteln. 145. Steuerlein, Johann, g. 1546 zu Schmalkalden, 4 1613 als Stadtschult⸗ heiß zu Meiningen. 56. Stip, Gerhard Chryno Hermann, g. 1809 zu Norden in Ostfriesland, einige Jahre Pastor zu Osteel bei Norden, als Privatmann 1882 zu Pots⸗ dam. 417. Stockfleth, Heinrich Arnold(Dorus), g. 1643 zu Alfeld in Hannover, 1708 als Kirchenrat, Oberhofprediger und Generalsuperintendent zu Mönchs⸗ berg bei Bayreuth in Mittelfranken. 388. Stöber, Adolf, g. 1810 zu Straßburg i. Els., 1 1892 zu Mülhausen i. E. als emer. Pfarrer und Konsistorialpräsident. 181. Stolshagius, Kaspar, 1591 Pastor zu Iglau in Mähren. 103. Sturm, Christoph Christian, g. 1740 zu Augsburg, 1786 als Hauptpastor in Hamburg. 326. 347. Sturm, Julius, g. 1816 zu Köstritz, T 1896 als Pfarrer daselbst. 14. 467. Tersteegen, Gerhard, g. 1697 zu Mörs, 4 1769 als Bandmacher zu Mühl⸗ heim a. d. Ruhr(reform.). 1. 4. 121. 262. 269. 279. 318. 320. 442. Thilo, Valentin, der jüngere, g. 1607 zu Königsberg i. Pr., 1662 als Professor der Beredsamkeit daselbst. 26. Tietze, Christoph(Titius), g. 1641 zu Wilkau bei Breslau, 1703 als Pa⸗ stor zu Hersbruck bei Nürnberg. 222. 376. Tollmann, Gottfried, g. 1680 zu Lauban in der Lausitz, 1766 als Pastor zu Leube bei Görlitz in der Lausitz. 453. Vischer, Christoph, g. zu Joachimstal in Böhmen, 1600 als General⸗ superintendent zu Celle. 94. Wegelin, Josua, g. 1604 zu Augsburg, 1 1640 als evang. Pfarrer zu Preßburg in Ungarn. 117. Weiße, Michael, g. zu Neisse in Schlesien, Pfarrer zu Landskron u. Ful⸗ neck in Mähren, 1 1542 als Vorsteher der Brüder in Neutomischl. 404. (siehe auch Böhmische Brüder.) Weiße, Christian Felix, g. 1726 zu Annaberg, 1 1804 als Kreissteuerein⸗ nehmer zu Leipzig. 289. Weissel, Georg, g. 1590 zu Domnau in Ostpreußen, 4 1635 als Prediger zu Königsberg i. Pr. 24. 108. 287. Werner, Georg, g. 1589 zu Pr.⸗Holland, 4 1643 als Diakonus zu Königs⸗ berg i. Pr. 70. Weyermüller, Friedrich, g. 1810 zu Niederbronn i. Elsaß, Spezereihänd⸗ ler, 7 1877 als Mitglied des Kirchenvorstandes daselbst. 374. 526 Verzeichnis der Dichter. Wiesenmeyer, Burkhard, um 1640 Lehrer am Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin, nach 1653 als Pfarrer in Petershagen. 428. Wilhelm II., Herzog zu Sachsen⸗Weimar, g. 1598 zu Altenburg, 4 1662 zu Weimar. 8. Winckler, Johann Josef, g. 1670 zu Lucka in der Lausitz, T 1722 als Kon⸗ sistorialrat und Domprediger zu Magdeburg. 330. 369. Wolf, Jakob Gabriel, g. 1684(1683) zu Greifswald, 1 1754 als Hofrat und Professor der Rechte zu Halle. 286. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, g. 1725 zu Friedrichsfelde bei Berlin, 4 1761 als Stadtpfarrer zu Bunzlau in Schlesien. 163. 194. geibich, Christoph Heinr., g. 1677 zu Mölbis bei Leipzig 4 1748 als Pro⸗ fessor der Theologie, Konsistorialassessor und Probst zu Wittenberg. 200. von Zinzendorf, Graf Nikolaus Ludwig, g. 1700 zu Dresden, Stifter der evang. Brüdergemeinde, 4 1760 zu Herrnhut. 9. 168. 241. 271. 477. von Zinzendorf, Graf Christian Renatus, des Vorigen Sohn, geb. zu Herrnhut 1727, 4 daselbst 1752. 3. Zwick, Johann, g. um 1496 zu Konstanz, 1542 als reform. Pfarrer seiner Vaterstadt zu Bischofzell in der Schweiz während der Pest. 118. Unbekannt sind die Verfasser folgender Lieder: 17. 38. 46. 69. 96. 114. 131. 135. 137. 157. 189. 226. 235. 284. 297. 312. 343. 355. 371. 378. 381. 383. 394. 411. 416. 436. 443. 452. 485. 488. 493. Nach dem Lateinischen. 68. 394. 527 Lektionar enthaltend Episteln und Evangelien auf die Bonn- und Nesttage nebst Alttestamenklichen Teten sowie die Leidensgeschichte unsers Berrn und Beilandes Jesu Christi und die Beschreibung der Zerstörung der Stadt Jerusalem. & Dazu eine Bibellesetafel. 9 Wolfenbüktel. Kommissionsverlag von Julius Swißler. Episteln und Evangelien. Erster Jahrgang. Am 1. Sonnkage des Advents. Epistel. Nöm. 13, 11—14. Weil wir solches wissen, nämlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf; sintemal unser Heil jetzt näher ist, denn da wir gläubig wurden; die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeikommen: so lasset uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes. Lasset uns ehrbarlich wandeln als am Tage; nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Un⸗ zucht, nicht in Hader und Neid; sondern ziehet an den Herrn Jesum Christ, und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. Evangelium. Matth. 21, 1—9. Da sie nun nahe an Jerusalem kamen, gen Bethphage, an den Olberg, sandte Jesus seiner Jünger zween, und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt; und alsbald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein Füllen bei ihr; löset sie auf, und führet sie zu mir. Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprechet: Der Herr bedarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen. Das geschah aber alles, auf daß erfüllet würde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht:„Saget der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig, und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen der lastbaren Eselin.“ Die Jünger gingen hin, und taten wie ihnen Jesus befohlen hatte; und brachten die Eselin und das Füllen, und legten ihre Kleider drauf, und setzten ihn drauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die andern hieben Zweige von den Bäumen, und streueten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Am 2. Sonntage des Advenks. Epistel. Nöm. 15, 4—13. Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrie⸗ ben, auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben. Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einerlei gesinnet seid unter einander nach Jesu Christ, auf daß ihr einmütiglich mit Einem Munde lobet Gott und den Vater unsers Herrn Jesu Christi. Darum nehmet euch unter einander auf, gleich⸗ wie euch Christus hat aufgenommen zu Gottes Lobe. Ich sage aber, —14. unde da st, denn er nahe nis und deln als und Un⸗ Jesum verde. an den Hihnen: werdet löset sie d sagen, h lassen. ist durch ehe, dein und auf hin, und elin und drauf. hieben das Volk na dem Herrn! 1—13. geschrie⸗ doffnung uch, daß auf daß r unsers gleich⸗ üge aber, daß Jesus Christus sei ein Diener gewesen der Beschneidung um der Wahrheit willen Gottes, zu bestätigen die Verheißungen, den Vätern geschehen; daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben stehet:„Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem Namen singen.“ Und abermal spricht er:„Freuet euch, ihr Heiden, mit seinem Volk!“ Und abermal:„Lobet den Herrn, alle Heiden, und preiset ihn, alle Völker!“ Und abermal spricht Je⸗ saja:„Es wird sein die Wurzel Jesses, und der auferstehen wird, zu herrschen über die Heiden; auf den werden die Heiden hoffen.“ Der Gott aber der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, daß ihr völlige Hoffnung habt durch die Kraft des heili⸗ gen Geistes. Evangelium. Tuk. 21, 25—36. Und es werden Zeichen geschehen an der Sonne und Mond und Sternen; und auf Erden wird den Leuten bange sein, und werden zagen; und das Meer und die Wasserwogen werden brausen; und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Kräfte werden sich bewegen. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfänget zu geschehen, so sehet auf, und erhebt eure Häupter, darum daß sich eure Erlösung nahet. Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Sehet an den Feigenbaum und alle Bäume; wenn sie jetzt ausschlagen, so sehet ihr's an ihnen und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles geschehe. Him⸗ mel und Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht. Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht beschweret werden mit Fressen und Saufen und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieser Tag schnell über euch; denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen. So seid nun wacker allezeit, und betet, daß ihr würdig werden möget, zu entfliehen diesem allen, das geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn. Am 3. Sonntage des Advenks. Epiltel. 1. Ryr. 4, 1—5. Dafür halte uns jedermann: für Christi Diener und Haushalter über Gottes Geheimnisse. Nun suchet man nicht mehr an den Haus⸗ haltern, denn daß sie treu erfunden werden. Mir aber ist's ein Ge⸗ ringes, daß ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen 1* Erster Jahrgang. 3 Episteln und Evangelien. Tage; auch richte ich mich selbst nicht. Denn ich bin mir nichts be⸗ wußt; aber darinnen bin ich nicht gerechtfertiget; der Herr ist's aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finstern ver⸗ borgen ist, und den Rat der Herzen offenbaren; alsdann wird einem jeglichen von Gott das Lob widerfahren. Evangelium. Matth. 11, 2—10. Da aber Johannes im Gefängnis die Werke Christi hörete, sandte er seiner Jünger zween und ließ ihm sagen: Bist Du, der da kommen soll, oder sollen wir eines andern warten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und saget Johannes wieder, was ihr sehet und höret: Die Blinden sehen, und die Lahmen gehen, die Aus⸗ sätzigen werden rein, und die Tauben hören, die Toten stehen auf, und den Armen wird das Evangelium geprediget; und selig ist, der sich nicht an mir ärgert. Da die hingingen, fing Jesus an zu reden zu dem Volk von Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wüste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her webt? Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Könige Häusern. Oder was seid ihr hin⸗ ausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist denn ein Prophet. Denn dieser ist's, von dem geschrieben stehet:„Siehe, Ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.“ Am 4. Sonnkage des Advents. Epistel. Philipy. 4, 4—7. Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermal sage ich: Freuet euch! Eure Lindigkeit lasset kundsein allen Menschen. Der Herr ist nahe. Sorget nichts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu! Evangelium. Iyph. 1, 19—28. Und dies ist das Zeugnis des Johannes, da die Juden sandten von Jerusalem Priester und Leviten, daß sie ihn fragten: Wer bist du? Und er bekannte und leugnete nicht; und er bekannte: Ich bin nicht Christus. Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin's nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein. Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? daß wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagest du von dir selbst? Ric die spr⸗ den vor rier ete: Erster Jahrgang. 5 Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Richtet den Weg des Herrn! wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Und die gesandt waren, die waren von den Pharisäern; und fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufest du denn, so du nicht Christus bist, noch Elia, noch der Prophet? Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennet. Der ist's, der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, des ich nicht wert bin, daß ich seine Schuh⸗ riemen auflöse. Dies geschah zu Bethabara jenseit des Jordans, da Johannes taufte. Am 1. Weihnachtstage. Epistel. CTit. 2, 11—14. Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen, und züchtiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste, und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt, und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes, Jesu Christi, der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlösete von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken. Evangelium. Tuk. 2, 1—14. Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schät⸗ zung war die allererste, und geschah zur Zeit, da Cyrenius Land⸗ pfleger in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auf auch Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertraueten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihrer Herde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürch⸗ teten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht; siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr Episteln und Evangelien. werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmli⸗ schen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! Am 2. Weihnachtstage. Epistel. Tit. 3, 4—8. Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers Heilandes,— nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des hei⸗ ligen Geistes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christ, unsern Heiland, auf daß wir durch desselbigen Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung. Das ist gewißlich wahr. Oder die Lektinn am Jeiertage 2.55. Apystelgesch. 6, 8—-15; 7, 55—59 Stephanus aber, voll Glaubens 295 Kräfte, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Da stunden etliche auf von der Schule, die da heißet der Libertiner, und der Kyrener und der Alexanderer und derer, die aus Cilicien und Asien waren, und be⸗ fragten sich mit Stephanus. Und sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, aus welchem er redete. Da richteten sie zu etliche Männer, die sprachen: Wir haben ihn gehöret Läster⸗ worte reden wider Mose und wider Gott. Und bewegten das Volk und die Altesten und die Schriftgelehrten; und traten herzu., und rissen ihn hin, und führeten ihn vor den Rat; und stelleten falsche Zeugen dar, die sprachen: Dieser Mensch höret nicht auf, zu reden Lästerworte wider diese heilige Stätte und das Gesetz. Denn wir haben ihn hören sagen: Jesus von Nazareth wird diese Stätte zer⸗ stören, und ändern die Sitten, die uns Mose gegeben hat. Und sie sahen auf ihn alle, die im Rat saßen, und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.— Wie er aber voll heiliges Geistes war, sah er auf gen Himmel, und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen, und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen. Sie schrieen aber laut, und hielten ihre Ohren zu, und stürmeten ein⸗ mütiglich auf ihn ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Jüßen eines Jünglings, der hieß Saulus, und steinigten Stephanus, der anrief und sprach: Herr Jesu, nimm meinen Geist auf! Er kniete aber rippe umli⸗ tt in llen! ottes, gkeit, te er hei⸗ durch ꝛnade Das und der der d be⸗ tehen teten ister⸗ Volk und alsche reden wir zer⸗ id sie wie war, esum nmel Sie ein⸗ igten eines nrief aber Erster Jahrgang. 7 nieder und schrie laut: Herr, behalt ihnen diese Sünde nicht! Und als er das gesagt, entschlief er. Evangelium. Tuk. 2, 15—20. Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten unter einander: Laßt uns nun gehen gen Bethlehem, und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend, und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kind gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte, und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehreten wieder um, preiseten und lobten Gott um alles, das sie gehöret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. Am Syonntage nach Weihnachten. Epistel. Gal. 4, 1—7. Ich sage aber, solange der Erbe unmündig ist, so ist zwischen ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Güter; sondern er ist unter den Vormündern und Pflegern bis auf die Zeit, die der Vater bestimmt hat. Also auch wir, da wir un⸗ mündig waren, waren wir gefangen unter den äußerlichen Satzun⸗ gen. Da aber die Zeit erfüllet ward, sandte Gott seinen Sohn, ge⸗ boren von einem Weibe und unter das Gesetz getan, auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erlöste, daß wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohns in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Also ist nun hie kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder; sind's aber Kinder, so sind's auch Erben Gottes durch Christum. Evangelium. Luk. 2, 33—40. Und sein Vater und Mutter wunderten sich des, das von ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen), auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlecht Asser; die war wohl betaget, und hatte gelebt sieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer Jungfrauschaft; und war nun eine Witwe bei vier und achtzig Jah⸗ ren; die kam nimmer vom Tempel, diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Dieselbige trat auch hinzu zu derselbigen Stunde, 8 Episteln und Evangelien. und pries den Herrn, und redete von ihm zu allen, die da auf die Erlösung zu Jerusalem warteten. Und da sie es alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehreten sie wieder nach Galiläa zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs, und ward stark im Geist, voller Weisheit; und Gottes Gnade war bei ihm. Am Neujahrstage. Epistel. Gal. 3, 23—29. Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Chri⸗ stum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wieviel euer auf Christum getauft sind, die haben Christum angezogen. Hie ist kein Jude noch Grieche, hie ist kein Knecht noch Freier, hie ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid all— zumal Einer in Christo Jesu. Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Same und nach der Verheißung Erben. Evangelium. Tuk. 2, 21. Und da acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er im Mutterleibe empfangen ward. Oder für die Altarvorlesung Plalm 90. OErr, Gott, Du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden, und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist Du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit, der du die Menschen lässest sterben, und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder! Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, und sind wie ein Schlaf; gleich wie ein Gras, das doch bald welk wird, das da frühe blühet und bald welk wird, und des Abends abgehauen wird und verdorret. Das machet dein Zorn, daß wir so vergehen, und dein Grimm, daß wir so plötzlich dahin müssen. Denn unsre Missetaten stellest du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesichte. Darum fahren alle unsre Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz. Unser Leben währet siebenzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und wenn's köstlich gewesen ist, so ist's Mühe und Arbeit gewesen; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon. Wer glaubt's aber, daß du so sehr zürnest? Und wer fürchtet sich vor uf die atten ihrer Geist, Besetz übart Chri⸗ der ister. stum aben kein all⸗ r ja irde, dem die bist ssest send wie und ird, Uen hen, isre icht irch ser e und on. vor Erster Jahrgang. 9 solchem deinem Grimm? Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. HErr, kehre dich doch wieder zu uns und sei deinen Knechten gnädig! Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang. Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden. Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Ehre ihren Kindern. Und der HErr, unser Gott, sei uns freundlich, und fördere das Werk unsrer Hände bei uns; ja das Werk unsrer Hände wolle er fördern! Jür die Predigt freier Text. Am Bonntage nach Neujahr. Epistel. 1. Petr. 3, 20—22. In der Arche Noahs wurden wenige, das ist acht Seelen, ge⸗ rettet durchs Wasser; welches nun auch uns selig macht in der Taufe, die durch jenes bedeutet ist, nicht das Abtun des Unflats am Fleisch, sondern der Bund eines guten Gewissens mit Gott, durch die Auf⸗ erstehung Jesu Christi, welcher ist zur Rechten Gottes in den Him⸗ mel gefahren, und sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Kräfte. Evangelium. Matth. 3, 13—17. Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johan⸗ nes, daß er sich von ihm taufen ließe. Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf wohl, daß ich von dir getauft werde, und Du kommest zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß es jetzt also sein; also gebühret es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's ihm zu. Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf über ihm. Und er sah den Geist Gottes gleich als eine Taube herabfahren und über ihn kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe. Am Feste der heil. drei Könige, Epiphanias. Jesaja 60, 1—6. Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HErrn gehet auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich, und Dunkel die Völker; aber über dir gehet auf der HErr, und seine Herrlichkeit erscheinet über dir. Und die Hei⸗ den werden in deinem Licht wandeln, und die Könige im Glanz, der über dir aufgehet. Hebe deine Augen auf, und siehe umher! Diese alle versammelt kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen, und deine Töchter auf dem Arme hergetragen werden. Dann wirst du deine Lust sehen, und ausbrechen, und dein Herz wird 10 Episteln und Evangelien. sich wundern, und ausbreiten, wenn sich die Menge am Meer zu dir bekehret, und die Macht der Heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die jungen Kamele aus Midian und Epha. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen, und des HErrn Lob verkündigen. Evangelium. Matth. 2, 1—12. Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgen⸗ land gen Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborne König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland, und sind kommen, ihn anzubeten. Da das der König Herodes hörete, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem; und ließ versammeln alle Hohepriester und Schriftgelehrten unter dem Volk, und erforschete von ihnen, wo Christus sollte geboren werden. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande; denn also stehet geschrieben durch den Propheten:„Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist mit nichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein Herr sei.“ Da berief Herodes die Weisen heimlich, und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und wies sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so saget mir's wieder, daß ich auch komme und es anbete. Als sie nun den König gehöret hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stund oben über, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreuet, und gingen in das Haus, und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an, und taten ihre Schätze auf, und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken; und zo⸗ gen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. Am 1. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. Nöm. 12, 1—6. Ich ermahne euch nun, lieben Brüder, durch die Barmherzig⸗ keit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Got⸗ tesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter zu dir Nenge n und hrauch e, zur orgen⸗ ig der d sind schrak alle schete ihm: durch st mit U mir V Da von lehem und nd es Und g vor war. n das fielen nkten n im id zo⸗ 1—6. erzig⸗ indig, Got⸗ ndert röget, wille. unter Erster Jahrgang. 11 euch, daß niemand weiter von sich halte, denn sich's gebührt zu hal⸗ ten; sondern daß er von sich mäßiglich halte, ein jeglicher, nach dem Gott ausgeteilet hat das Maß des Glaubens. Denn gleicherweise als wir in Einem Leibe viel Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geschäft haben, also sind wir viele Ein Leib in Christo, aber unter einander ist einer des andern Glied; und haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Evangelium. Tuk. 2, 41—52. Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest. Und da er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder zu Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern wußten's nicht. Sie meineten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit, und suchten ihn unter den Gefreundten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem und suchten ihn. Und es begab sich, nach dreien Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhörete und sie fra⸗ gete. Und alle, die ihm zuhöreten, verwunderten sich seines Ver⸗ stands und seiner Antworten. Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ist's, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meines Vaters ist? Und sie verstunden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab, und kam gen Nazareth, und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Her⸗ zen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen. Am 2. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. Röm. 12, 6—16. Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat jemand Weissagung, so sei sie dem Glauben gemäß. Hat jemand ein Amt, so warte er des Amts. Lehret jemand, so warte er der Lehre. Ermahnet jemand, so warte er des Ermahnens. Gibt je⸗ mand, so gebe er einfältiglich. Regieret jemand, so sei er sorgfältig. Übet jemand Barmherzigkeit, so tue er's mit Lust. Die Liebe sei nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an. Die brüderliche Liebe unter einander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbie⸗ tung zuvor. Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brün⸗ 12 Episteln und Evangelien. stig im Geiste. Schicket euch in die Zeit. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet. Nehmet euch der Heiligen Notdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch verfolgen; segnet und fluchet nicht. Freuet euch mit den Fröhlichen und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn unter einander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. Evangelium. Joh. 2, 1—11. Und am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Kana in Galiläa; und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch saget, das tut. Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkrüge ge⸗ setzt nach der Weise der jüdischen Reinigung, und ging in je einen zwei oder drei Maß. Jesus spricht zu ihnen: Füllet die Wasserkrüge mit Wasser. Und sie fülleten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpfet nun, und bringet's dem Speisemeister. Und sie brachten's. Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, von wannen er kam(die Diener aber wußten's, die das Wasser geschöpft hatten), rufet der Speisemeister dem Bräuti⸗ gam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zum ersten guten Wein, und wenn sie trunken worden sind, alsdann den geringern; du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn. Am 3. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. Röm. 12, 17—12. Haltet euch nicht selbst für klug. Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Fleißiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. Ist es mög⸗ lich, soviel an euch ist, so habt mit allen Menschen Frieden. Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn [Gottes]; denn es stehet geschrieben:„Die Rache ist mein, Ich will vergelten, spricht der Herr.“ So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Laß dich nicht das Böse überwin⸗ den, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Evangelium. Matkh. 8, 1—13. Da Jesus aber vom Berge herabging, folgete ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Aussätziger kam, und betete ihn an und sprach: Seer?r 2 nung, iligen segnet t mit nicht rigen. liläa; urden pricht cht zu t noch euch ge ge⸗ einen krüge hnen: ten's. wesen ten's, räuti⸗ „ und st den Jesus chkeit. —12. 5 mit mög⸗ tächet Zorn will speise aurige rwin⸗ Volks hrach: Erster Jahrgang. 13 Herr, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. Und Jesus streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will's tun, sei ge⸗ reiniget! Und alsbald ward er von seinem Aussatz rein. Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu, sage es niemand, sondern gehe hin, und zeige dich dem Priester, und opfere die Gabe, die Mose befohlen hat, zu einem Zeugnis über sie. Da aber Jesus einging zu Kapernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gichtbrüchig, und hat große Qual. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Der Haupt⸗ mann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach gehest, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe unter mir Kriegsknechte; und wenn ich sage zu einem: Gehe hin! so gehet er; und zum andern: Komm her! so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das! so tut er's. Da das Jesus hörte, ver⸗ wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgeten: Wahr⸗ lich, ich sage euch, solchen Glauben hab ich in Israel nicht gefunden. Aber ich sage euch: Viele werden kommen vom Morgen und vom Abend, und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich sitzen; aber die Kinder des Reichs werden ausgestoßen in die Finster⸗ nis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappen. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht ward gesund zu derselbigen Stunde. Am 4. Sonnkage nach Epiphanias. Epistel. Röm. 13, 8—10. Seid niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch unter einander liebet; denn wer den andern liebet, der hat das Gesetz erfüllet. Denn das da gesagt ist:„Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soll nichts gelüsten;“ und so ein andres Gebot mehr ist, das wird in diefem Wort zusammengefasset:„Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst.“ Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. Evangelium. Matth. 38, 23—27. Und Jesus trat in das Schiff und seine Jünger folgeten ihm. Und siehe, da erhub sich ein groß Ungestüm im Meer, also daß auch das Schifflein mit Wellen bedeckt ward; und Er schlief. Und die Jünger traten zu ihm, und weckten ihn auf und sprachen: Herr, hilf uns, wir verderben! Da sagt er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, war⸗ um seid ihr so furchtsam? Und stund auf und bedräuete den Wind 14 Episteln und Evangelien. und das Meer; da ward es ganz stille. Die Menschen aber verwun⸗ derten sich und sprachen: Was ist das für ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorsam ist? Am 5. Sonnt. nach Epiphanias. Epistel. Rolyss. 3, 12—17. So ziehet nun an, als die Auserwählten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld, und vertrage einer den andern, und vergebet euch unter ein⸗ ander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Über alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit; und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in Einem Leibe; und seid dankbar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich woh⸗ nen in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen lieblichen Liedern, und singet dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott und dem Vater durch ihn. Evangelium. Matth. 13, 24—-30. Jesus legte ihnen ein ander Gleichnis vor und sprach: Das Him⸗ melreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säete. Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind, und säete Unkraut zwischen den Weizen, und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesäet? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daß wir hingehen und es ausjäten? Er sprach: Nein! auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjätet. Lasset beides mit einander wachsen bis zu der Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut, und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuer. Am 6. Sonnk. nach Epiphanias. Epistel. 2. Petr. 1, 16—2I. Wir sind nicht klugen Fabeln gefolget, da wir euch kundgetan haben die Kraft und Zukunft unsers Herrn Jesu Christi, sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen, da er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm geschah von der großen Herrlichkeit:„Dies ist mein lieber Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe.“ Und diese Stimme haben wir gehöret vom rwun⸗ Wind 2—17. n und ftmut, er ein⸗ is euch be, die cegiere Leibe; woh⸗ almen t dem n oder danket 3Him⸗ Acker nkraut wuchs ten die guten krautꝰ en die 1? Er raufet, sen bis nittern in, daß cheuer. 6—21. dgetan ondern Gott, geschah in dem et vom Erster Jahrgang. 15 Himmel geschehen, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr drauf achtet als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr für das erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung. Denn es ist noch nie keine Weissagung aus menschlichem Willen hervor⸗ gebracht, sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, ge⸗ trieben von dem heiligen Geist. Evangelium. Matth. 17, 1—9. Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, und führte sie beiseits auf einen hohen Berg; und ward verkläret vor ihnen; und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß als ein Licht. Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia, die redeten mit ihm. Pe⸗ trus aber antwortete und sprach zu Jesu: Herr, hie ist gut sein; willst du, so wollen wir hie drei Hütten machen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Da er noch also redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören. Da das die Jünger höreten, fielen sie auf ihr Angesicht, und erschraken sehr. Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Stehet auf und fürchtet euch nicht! Da sie aber ihre Augen aushuben, sahen sie niemand denn Jesum allein. Und da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt dies Ge⸗ sicht niemand sagen, bis des Menschen Sohn von den Toten aufer⸗ standen ist. Am Synnt. Sepftuagestmä. Epistel. 1. Ror. 9, 24 bis 10, 5. Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber Einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber, der da kämpfet, enthält sich alles Din⸗ ges; jene also, daß sie eine vergängliche Krone empfahen, wir aber eine unvergängliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs ungewisse; ich fechte also, nicht als der in die Luft streichet; sondern ich betäube meinen Leib und zähme ihn, daß ich nicht den andern predige und selbst verwerflich werde. Ich will euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten, daß unsre Väter sind alle unter der Wolke gewesen, und sind alle durchs Meer gegangen, und sind alle auf Mose getauft mit der Wolke und mit dem Meer, und haben alle einerlei geistliche 16 Episteln und Evangelien. Speise gegessen, und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken; sie tranken aber von dem geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus. Aber an ihrer vielen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie wurden niedergeschlagen in der Wüste. Evangelium. Matth. 20, 1—16. Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiter zu mieten in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Taglohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde, und sah andere an dem Markte müßig stehen, und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. Und sie gingen hin. Abermal ging er aus um die sechste und neunte Stunde, und tat gleich also. Um die elfte Stunde aber ging er aus, und fand andere müßig stehen und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hie den ganzen Tag müßig? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns nie⸗ mand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Wein⸗ berg, und was recht sein wird, soll euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe den Arbeitern, und gib ihnen den Lohn, und heb an an den letzten bis zu den ersten. Da kamen, die um die elfte Stunde gedinget wa⸗ ren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie würden mehr empfahen; und sie emßfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfingen, murre⸗ ten sie wider den Hausvater und sprachen: Diese letzten haben nur Eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und die Hitze getragen haben. Er antwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht un⸗ recht. Bist du nicht mit mir eins worden um einen Groschen? Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem Letzten ge⸗ ben, gleich wie dir. Oder habe ich nicht Macht, zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehest du darum scheel, daß ich so gütig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählet. Am Bonnk. Sexagestmä. Epistel. 2. Ror. 11, 19 bis 12, 9. Ihr vertraget gerne die Narren, dieweil ihr klug seid. Ihr ver⸗ traget, so euch jemand zu Knechten machet, so euch jemand schindet, so euch jemand nimmt, so jemand euch trotzet, so euch jemand in das Angesicht streicht. Das sage ich nach der Unehre, als wären wir schwach worden. Worauf aber jemand kühn ist, lich rede in Torheit) G U de E ke fi S tö SEEEE unken; * war denn korgen rit den Erst nd sah Gehet cht ist. neunte r aus, het ihr ns nie⸗ Wein⸗ Abend Rufe letzten get wa⸗ ersten pfingen murre⸗ en nur die wir te aber icht un⸗ oschenꝰ zten ge⸗ ch will, ig bin? en sein. 12, 9. yr ver⸗ schindet, in das cen wir Torheit) Erster Jahrgang. 17 darauf bin ich auch kühn. Sie sind Ebräer, ich auch. Sie sind Is⸗ raeliter, ich auch. Sie sind Abrahams Same, ich auch. Sie sind Diener Christi, lich rede törlich) ich bin's wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin öfter gefangen, oft in Todesnöten gewesen. Von den Juden habe ich fünfmal empfan⸗ gen vierzig Streiche weniger eins. Ich bin dreimal gestäupet, ein⸗ mal gesteiniget, dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht hab ich zugebracht in der Tiefe des Meers. Ich bin ost gereiset; ich bin in Fährlichkeit gewesen durch die Flüsse, in Fährlichkeit durch die Mörder, in Fährlichkeit unter den Juden, in Fährlichkeit unter den Heiden, in Fährlichkeit in den Städten, in Fährlichkeit in der Wüste, in Fährlichkeit auf dem Meer, in Fährlichkeit unter den falschen Brüdern; in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße; ohne was sich sonst zuträgt, nämlich daß ich täglich werde angelaufen und trage Sorge für alle Gemeinen. Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird geärgert, und ich brenne nicht? So ich mich ja rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, welcher sei gelobet in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht lüge. Zu Damaskus, der Landpfleger des Königes Aretas verwahrele die Stadt der Damasker und wollte mich greifen, und ich ward in einem Korbe zum Fenster aus durch die Mauer niedergelassen, und entrann aus seinen Händen. Es ist mir ja das Rühmen nichts nütze; doch will ich kommen auf die Gesichte und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menschen in Christo, vor vierzehn Jahren list er in dem Leibe gewesen, so weiß ichs nicht; oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ichs auch nicht; Gott weiß es) ward derselbige entzücket bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denselbigen Menschen lob er in dem Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es). Er ward entzücket in das Paradies, und hörte unaussprechliche Worte, welche kein Mensch sagen kann. Für denselbigen will ich mich rühmen; für mich selbst aber will ich mich nichts rühmen, ohne meiner Schwachheit. Und so ich mich rühmen wollte, täte ich darum nicht törlich; denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber des, auf daß nicht jemand mich höher achte, denn er an mir siehet oder von mir höret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offen⸗ barungen überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Ileisch, nämlich des Satanas Engel, der mich mit Fäusten schlage, auf daß ich mich nicht überhebe. Dafür ich dreimal dem Herrn geflehet habe, daß er 2 — 18 Episteln und Evangelien. von mir wiche; und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf daß die Kraft Christi bei mir wohne. Evangelium. Tuk. 3, 4—15. Da nun viel Volks bei einander war, und aus den Städten zu ihm eileten, sprach er durch ein Gleichnis: Es ging ein Säemann aus zu säen seinen Samen; und indem er säete, fiel etliches an den Weg, und ward vertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen's auf. Und etliches fiel auf den Jels; und da es aufging, verdorrete es, darum daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's. Und etli⸗ ches fiel auf ein gut Land; und es ging auf, und trug hundertfältige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der hörel Es fragten ihn aber seine Jünger und sprachen, was dies Gleichnis wäre? Er aber sprach: Euch ist's gegeben, zu wissen das Geheimnis des Reichs Gottes; den andern aber in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hören. Das ist aber das Gleichnis: Der Same ist das Wort Gottes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hören; darnach kommt der Teufel, und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels, sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an; und die haben nicht Wurzel; eine Zeitlang glauben sie, und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Das aber unter die Dornen fiel, sind die, so es hören, und gehen hin unter den Sorgen, Reichtum und Wollust dieses Lebens, und ersticken, und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Land sind, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen, und bringen Frucht in Geduld. Am Sonntage Estomihi. Epistel. 1. Ror. 13, 1—13. Wenn ich mit Menschen⸗ und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen könnte, und wüßte alle Geheim⸗ nisse und alle Erkenntnis, und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe, und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht unge⸗ nade rum daß rrnach H daß id die: nd die ꝛit der 1d die, Bollust er auf einem 3. d hätte ngende eheim⸗ daß ich . Und n Leib e. Die e Liebe t unge⸗ Erster Jahrgang. 19 bärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie lässet sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freuet sich aber der Wahrheit; sie verträget alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden, und die Sprachen aufhören werden, und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommne, so wird das Stückwerk aufhören. Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind, und war klug wie ein Kind, und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, tat ich ab, was kindisch war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesichte. Jetzt erkenne ich's stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. Evangelium. Tuk. 18, 31—43. Jesus nahm aber zu sich die Zwölfe und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, das geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird überantwortet werden den Heiden; und er wird verspottet und geschmähet und verspeiet werden; und sie werden ihn geißeln und töten, und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Sie aber vernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wußten nicht, was das Gesagte war. Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege und bettelte. Da er aber hörte das Volk, das hindurchging, forschte er, was das wäre. Da verkündigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge vorüber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Die aber vornean gin⸗ gen, bedräueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Jesus aber stund stille, und hieß ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe zu ihm brachten, fragte er ihn und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soll? Er sprach: Herr, daß ich sehen möge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! dein Glaube hat dir geholfen. Und alsobald ward er sehend, und folgte ihm nach, und pries Gott. Und alles Volk, das solches sah, lobte Gott. Am 1. Synnk. i. d. Jasten, Invoravik. Epistel. 2. Nr. 6, 1—10. Wir ermahnen aber euch als Mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfahet. Denn er spricht:„Ich habe dich in der 2* 20 Episteln und Evangelien. angenehmen Zeit erhöret, und habe dir am Tage des Heils gehol⸗ fen.“ Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. Und wir geben niemand irgend ein Argernis, auf daß unser Amt nicht verlästert werde; sondern in allen Dingen beweisen wir uns als die Diener Gottes, in großer Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Angsten, in Schlägen, in Gefängnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, in Keuschheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, in dem heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerech⸗ tigkeit zur Rechten und zur Linken, durch Ehre und Schande, durch böse Gerüchte und gute Gerüchte; als die Verführer und doch wahr⸗ haftig; als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten, und doch nicht ertötet; als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts innehaben, und doch alles haben. Evangelium. Matth. 4, 1—11. Da ward Jesus vom Geist in die Wüste geführt, auf daß er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brot werden. Und er antwortete und sprach: Es stehet geschrieben:„Der Mensch lebet nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes gehet.“ Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt, und stellte ihn auf die Zinne des Tem⸗ pels, und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so laß dich hinab; denn es stehet geschrieben:„Er wird seinen Engeln über dir Befehl tun, und sie werden dich auf den Händen tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“ Da sprach Jesus zu ihm: Wie⸗ derum stehet auch geschrieben:„Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen.“ Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg, und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlich⸗ keit, und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, so du nieder⸗ fällst und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Heb dich weg von mir, Satan! denn es stehet geschrieben:„Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen.“ Da verließ ihn der Teufel; und siehe, da traten die Engel zu ihm und dieneten ihm. Am 2.Svnnk. i. d. Jasten, Neminiscere. Epist. 1. Thell. 4, 1—7. Weiter, lieben Brüder, bitten wir euch und ermahnen in dem Herrn Jesu(nach dem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollet gehol⸗ Heils. Amt r uns stöten, lIrbeit, ut, in ndem erech⸗ durch wahr⸗ enden, et; als e doch ben. daß er dierzig u ihm Brot „Der glichen Teufel Tem⸗ hinab; Befehl deinen Wie⸗ „ nicht n sehr rrlich⸗ nieder⸗ eg von Gott, Teufel; 1. in dem sollet Erster Jahrgang. 21 wandeln und Gott gefallen), daß ihr immer völliger werdet. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesum. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr meidet die Hurerei, und ein jeglicher unter euch wisse sein Gefäß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Brunst der Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen; und daß niemand zu weit greife, noch vervorteile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist der Rächer über das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung. Evangelium. Matth. 15, 21—28. Und Jesus ging aus von dannen, und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon. Und siehe, ein kananäisch Weib ging aus derselbigen Grenze, und schrie ihm nach und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine Tochter wird vom Teufel übel geplaget. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt denn nur zu den verlornen Schafen von dem Hause Israel. Sie kam aber, und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kin⸗ dern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hündlein von den Brosamlein, die von ihrer Herrn Tisch fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Weib, dein Glaube ist groß! Dir geschehe, wie du willst. Und ihre Tochter ward gesund zu derselbigen Stunde. Am 3. Synnk. in den Nasten, Oruli. Epistel. Eyhes. 5, 1—9. So seid nun Gottes Nachfolger als die lieben Kinder, und wan⸗ delt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebet, und sich selbst dargegeben für uns zur Gabe und Opfer, Gott zu einem süßen Ge⸗ ruch. Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Geiz lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zustehet, auch nicht schandbare Worte und Narrenteidinge oder Scherz, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Hurer oder Unreiner oder Geiziger, welcher ist ein Götzendiener, Erbe hat in dem Reich Christi und Gottes. Lasset euch niemand ver⸗ führen mit vergeblichen Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum seid nicht ihre Mitgenossen. Denn ihr waret weiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts; 22 Episteln und Evangelien. die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit. Evangelium. Tuk. 11, 14—28. Und Jesus trieb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibt die Teufel aus durch Beelzebub, den Obersten der Teufel. Die an⸗ dern aber versuchten ihn, und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken, und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wüste, und ein Haus fällt über das andere. Ist denn der Satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich bestehen? Dieweil ihr saget, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So aber Ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber durch Gottes Fin⸗ ger die Teufel austreibe, so kommt ja das Reich Gottes zu euch. Wenn ein starker Gewappneter seinen Palast bewahret, so bleibt das Seine mit Frieden. Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt und überwindet ihn, so nimmt er ihm seinen Harnisch, darauf er sich verließ, und teilet den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. Wenn der unsaubre Geist von dem Menschen ausfähret, so durchwandelt er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet ihrer nicht; so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's mit Besemen gekehret und ge⸗ schmücket. Dann gehet er hin, und nimmt sieben Geister zu sich, die ärger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da, und wird hernach mit demselbigen Menschen ärger denn vorhin. Und es begab sich, da er solches redete, erhub ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren. Am 4. Bonnk. in den Nasten, Tätare. Epistel. Gal. 4, 21—31. Saget mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt, habt ihr das Gesetz nicht gehöret? Denn es stehet geschrieben, daß Abraham zween Söhne hatte, einen von der Magd, den andern von der Freien. Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren; der aber von der Freien ist durch die Verheißung geboren. Die Worte be⸗ deuten etwas. Denn das sind die zwei Testamente: eins von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebiert, welches ist die Hagar; t und nd es d das treibt ie an⸗ vom hnen: wüste, auch saget, Teufel ausꝰ Fin⸗ euch. bt das ommt er sich er ist Wenn Indelt ht er: bin. id ge⸗ h, die en sie orhin. kk die hat, sind, —31. r das ween reien. aber e be⸗ dem agar; Erster Jahrgang. 23 denn Hagar heißet in Arabien der Berg Sinai, und kommt überein mit Jerusalem, das zu dieser Zeit ist, und ist dienstbar mit seinen Kindern. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie; die ist unser aller Mutter. Denn es stehet geschrieben:„Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierest, und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist; denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat.“ Wir aber, lieben Brüder, sind, Isaak nach, der Verheißung Kinder. Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfolgete den, der nach dem Geist geboren war, also gehet es jetzt auch. Aber was spricht die Schrift?„Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohn; denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohn der Freien.“ So sind wir nun, lieben Brüder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freien. Evangelium. Joh. 6, 1—15. Darnach fuhr Jesus weg über das Meer an der Stadt Tiberias in Galiläa. Und es zog ihm viel Volks nach, darum daß sie die Zei⸗ chen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg, und setzte sich daselbst mit seinen Jüngern. Es war aber nahe die Ostern, der Juden Fest. Da hub Jesus seine Augen auf, und siehet, daß viel Volks zu ihm kommt, und spricht zu Phi⸗ lippus: Wo kaufen wir Brot, daß diese essen?(Das sagte er aber, ihn zu versuchen; denn Er wußte wohl, was er tun wollte.) Philip⸗ pus antwortete ihm: Für zweihundert Groschen Brot ist nicht genug unter sie, daß ein jeglicher unter ihnen ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Pe⸗ trus: Es ist ein Knabe hie, der hat fünf Gerstenbrote und zween Fische; aber was ist das unter so viele? Jesus aber sprach: Schaffet, daß sich das Volk lagere. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei fünftausend Mann. Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie den Jüngern, die Jünger aber denen, die sich ge⸗ lagert hatten; desselbigen gleichen auch von den Fischen, wie viel sie wollten. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sam⸗ melt die übrigen Brocken, daß nichts umkomme. Da sammelten sie, und fülleten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die überblieben denen, die gespeiset worden. Da nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da Jesus nun merkte, daß sie khommen würden und ihn haschen, daß sie ihn zum Könige mach⸗ ten, entwich er abermal auf den Berg, er selbst allein. 24 Episteln und Evangelien. Am 5. Synnk. in den Jasten, Audira. Epistel. Ebr. 9, 11—15. Christus aber ist kommen, daß er sei ein Hoherpriester der zu⸗ künftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommnere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöp⸗ fung ist, auch nicht durch der Böcke oder Kälber Blut, sondern durch sein eigen Blut Einmal in das Heilige eingegangen, und hat eine ewige Erlösung erfunden. Denn so der Ochsen und der Böcke Blut und die Asche von der Kuh, gesprenget, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, wie vielmehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Fehl durch den ewigen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem le⸗ bendigen Gott! Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testa⸗ ments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die so be rufen sind, das verheißne ewige Erbe empfahen. Evangelium. Aph. 8, 46—-59. Jesus sprach: Welcher unter euch kann mich einer Sünde zei⸗ hen? So ich euch aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der höret Gottes Worte; darum höret ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott. Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß Du ein Samariter bist und hast den Teufel? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie suchet und richtet. Wahr⸗ lich, wahrlich, ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel hast. Abraham ist ge⸗ storben und die Propheten, und Du sprichst: So jemand mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Bist Du mehr denn unser Vater Abraham, welcher gestorben ist? und die Propheten sind gestorben. Was machst Du aus dir selbst? Jesus antwortete: So Ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, von welchem ihr sprecht, er sei euer Gott; und kennet ihn nicht; Ich aber kenne ihn. Und so ich würde sagen: Ich kenne sein nicht, so würde ich ein Lügner, gleichwie ihr seid. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort. Abraham, euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag sehen sollte; und er sah ihn und freute sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt, und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin 15. r zu⸗ ütte, schöp⸗ durch eine Blut ju der r sich hat, em le⸗ Testa⸗ nden so be⸗ de zei⸗ r mir ret ihr n und er bist Teufel, suche Wahr⸗ halten, den zu ist ge⸗ Wort r denn pheten ortete: rmein Gott; sagen: Ir seid. Vater, Hfreute fünfzig ihnen: rd, bin Erster Jahrgang. Vs D 2• 2. — — — —2— — — — * — —. — — — — — 2 — 2 +— — derbarg sich und ging zum Tempel hinaus. Am Palmsonnkage. Epistel. Phil. 2, 5—11. Ein jeglicher sei gesinnet, wie Jesus Christus auch war, welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er's nicht für einen Raub, Gott gleich sein, sondern äußerte sich selbst, und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein andrer Mensch, und an Gebärden als ein Mensch erfunden; erniedrigte sich selbst, und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöhet, und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen alle derer Kniee, die im Him⸗ mel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen beken⸗ nen sollen, daß Jesus Christus der Herr sei zur Ehre Gottes, des Vaters. Evangelium. Malth. 21, 1—9. Da sie nun nahe an Jerusalem kamen, gen Bethphage, an den Olberg, sandte Jesus seiner Jünger zween, und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt; und alsbald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein Füllen bei ihr; löset sie auf, und führet sie zu mir. Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprechet: Der Herr bedarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen. Das geschah aber alles, auf daß erfüllet würde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht:„Saget der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig, und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen der lastbaren Eselin.“ Die Jünger gingen hin, und taten wie ihnen Jesus befohlen hatte; und brachten die Eselin und das Füllen, und legten ihre Kleider drauf, und setzten ihn drauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die andern hieben Zweige von den Bäumen, und streueten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Am grünen Donnerstage. Epistel. I. Ryr. 11, 23—32. Ich habe es von dem Herrn empfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm das Brot, dankte, und brach's, und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; solches tut zu meinem Gedächtnis. Desselbigen gleichen auch den Kelch nach dem Abend⸗ mahl, und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Episteln und Evangelien. Blut; solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis. Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkündigen, bis daß er kommt. Welcher nun unwürdig von diesem Brot isset oder von dem Kelch des Herrn trin⸗ ket, der ist schuldig an dem Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und also esse er von diesem Brot, und trinke von diesem Kelch. Denn welcher unwürdig isset und trinket, der isset und trinket ihm selber zum Gericht, damit daß er nicht unterscheidet den Leib des Herrn. Darum sind auch viel Schwache und Kranle unter euch, und ein gut Teil schlafen. Denn so wir uns selber rich⸗ teten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet wer⸗ den, so werden wir von dem Herrn gezüchtiget, auf daß wir nicht samt der Welt verdammt werden. Für die Altarvorlesung das vierte Baupistück der Leidensgelschichle. Evangelium. Iph. 13, 1—17. Vor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkannte, daß seine Zeit kommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater, wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und bei dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischarioth, ins Herz gegeben, daß er ihn verriete, und Jesus wußte, daß ihm der Vater hatte alles in seine Hände gegeben, und daß er von Gott kommen war und zu Gott ging: stund er vom Abendmahl auf, legte seine Kleider ab, und nahm einen Schurz und umgürtete sich. Darnach goß er Wasser in ein Becken, hub an, den Jüngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurze, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus; und derselbige sprach zu ihm: Herr, solltest Du mir meine Füße waschen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was Ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst's aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen. Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt. Spricht Jesus zu ihm: Ver gewaschen ist, der bedarf nichts denn die Füße waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wußte seinen Verräter wohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider, und sehte sich wieder nieder und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heißet mich Meister und Herr, und saget recht Denn , sollt er nun trin. drersg trinke er isset scheidet Kranke er rich⸗ et wer⸗ ir nicht 5 seine wie er sie biz tte dem daß er in seine zu Gott id nahm in ein knete sie Simon r meine Ich tue, a sprach . Jesus ein Teil ze allein, m: Wer idern er r wußte ein. Da ind setzte was ich get recht Erster Jahrgang. 27 dran, denn ich bin's auch. So nun Ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt ihr auch euch unter einander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie Ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer denn sein Herr, noch der Apostel größer denn der ihn gesandt hat. So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut. Am Karfreitage. Jür die Alkarvorlesung das fünfte Bauplslück der Leidensgeschichte. Jür die Predigt freie Cexle. Am 1. Ostertage. Epistel. 1. Kyr. 5, 6—8. Euer Ruhm ist nicht fein. Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig versäuert? Darum feget den alten Sauerteig aus, auf daß ihr ein neuer Teig seid, gleichwie ihr unge⸗ säuert seid. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, für uns geopfert. Darum lasset uns Ostern halten, nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, son⸗ dern in dem Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit. Evangelium. Mark. 16, 1—8. Und da der Sabbath vergangen war, kauften Maria Magda⸗ lena und Maria, des Jakobus Mutter, und Salome Spezerei, auf daß sie kämen, und salbeten ihn. Und sie kamen zum Grabe am ersten Tage der Woche sehr frühe, da die Sonne aufging. Und sie sprachen unter einander: Wer wälzet uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen dahin, und wurden gewahr, daß der Stein abgewälzet war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab, und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein lang weiß Kleid an; und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht. Ihr suchet Jesum von Nazareth, den Gekreuzig⸗ ten; er ist auferstanden, und ist nicht hie; siehe da die Stätte, da sie ihn hinlegten. Gehet aber hin und sagt's seinen Jüngern und Pe⸗ trus, daß er vor euch hingehen wird nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen schnell heraus, und flohen von dem Grabe; denn es war sie Zittern und Entsetzen an⸗ kommen; und sagten niemand nichts; denn sie fürchteten sich. Am 2. Ostertage. Epistel. Apyllelgesch. 10, 34—41. Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansiehet; sondern in allerlei Volk, wer ihn fürchtet und rechttut, der ist ihm angenehm. 28 Episteln und Evangelien. Ihr wisset wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israel gesandt hat, und verkündigen lassen den Frieden durch Jesum Chri⸗ stum(welcher ist ein Herr über alles), die durchs ganze jüdische Land geschehen ist, und angegangen in Galiläa nach der Taufe, die Jo⸗ hannes predigte: wie Gott denselbigen Jesum von Nazareth gesalbet hat mit dem heiligen Geiste und Kraft; der umhergezogen ist, und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältiget waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles des, das er getan hat im jüdischen Lande und zu Jerusalem. Den haben sie getötet und an ein Holz gehangen. Denselbigen hat Gott aufer⸗ wecket am dritten Tage, und ihn lassen offenbar werden, nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwähleten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden war von den Toten. Evangelium. Tuk. 24, 13—35. Und siehe, zween aus ihnen gingen an demselbigen Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Feld Wegs weit, des Name heißt Emmaus. Und sie redeten mit einander von allen diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich mit einander, nahte Jesus zu ihnen, und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht kannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterwegen, und seid traurig? Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist Du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen drinnen gesche⸗ hen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, mäch⸗ tig von Taten und Worten, vor Gott und allem Volk; wie ihn unsre Hohenpriester und Obersten überantwortet haben zur Verdammnis des Todes, und gekreuziget. Wir aber hoffeten, Er sollte Israel er⸗ lösen. Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß solches ge⸗ schehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern; die sind frühe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht ge⸗ funden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe, und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn sahen sie nicht. Und Er sprach zu ihnen: O ihr Toren und träges Herzens, zu glau⸗ ben alle dem, das die Propheten geredet haben; mußte nicht Christus solches leiden, und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Mose und allen Propheten, und legte ihnen alle Schriften aus, die VSrael Chri⸗ Land ie Jo⸗ esalbet t, und ältiget 3 des, haben aufer⸗ mallem Hzir mit n war age in ꝛit, des diesen ich mit er ihre aber andelt Namen dlingen gesche⸗ chen zu mäch⸗ unsre mmnis ael er⸗ hes ge⸗ Insern; icht ge⸗ gesehen, Grabe, e nicht. u glau⸗ hristus an von tus, die Erster Jahrgang. 29 von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum Ilecken, da sie hin⸗ gingen; und Er stellte sich, als wollte er fürder gehen. Und sie nö⸗ tigten ihn und sprachen: Bleib bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen ge⸗ öffnet, und erkannten ihn. Und Er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen unter einander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? Und sie stunden auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt, und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschie⸗ nen. Und sie erzähleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt wäre an dem, da er das Brot brach. Am 1.vnnk. n. Oflern, Auastmodogrniti. Ey. 1. Ivhn. 5, 4—10. Alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der da glaubet, daß Jesus Gottes Sohn ist? Dieser ist's, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut; und der Geist ist's, der da zeuget; denn der Geist ist die Wahrheit. Denn drei sind, die da zeugen, der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei sind beisammen. So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis größer; denn Gottes Zeugnis ist das, das er gezeuget hat von seinem Sohn. Wer da glau⸗ bet an den Sohn Gottes, der hat solches Zeugnis bei sich. Evangelium. Iyh. 20, 19—31. Am Abend aber desselbigen ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein, und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, daß sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermal zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende Ich euch. Und da er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden erlasfet, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Thomas aber, der Zwölfe einer, der da heißet Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: 30⁰ Episteln und Evangelien. Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Händen sehe die Nägelmale, und lege meinen Jinger in die Nägelmale, und lege meine Hand in seine Seite, will ich's nicht glauben. Und über acht Tage waren abermal seine Jün⸗ ger drinnen, und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! Darnach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her, und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her, und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig sondern gläubig. Thomas ant⸗ wortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Auch viel andere Zei⸗ chen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in die⸗ sem Buch. Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei Christ, der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen. Am 2. Sonntage narh Ostern, Misericurdias Domini. Epistel. 1. Petr. 2, 21—25. Dazu seid ihr berufen; sintemal auch Christus gelitten hat für uns, und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen; welcher keine Sünde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden; welcher nicht wieder schalt, da er gescholten ward, nicht dräuete, da er litt, er stellte es aber dem heim, der da recht richtet; welcher unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil worden. Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrei zu dem Hirten und Bischofe eurer Seelen. Evangelium. Ioh. 10, 12—16. Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässet sein Leben für die Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen, und verlässet die Schafe und fleucht; und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schafe. Der Mietling aber fleucht; denn er ist ein Mietling und achtet der Schafe nicht. Ich bin der gute Hirte, und erkenne die Meinen, und bin be. kannt den Meinen, wie mich mein Vater kennet, und Ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle; und dieselben muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird Eine Herde und Ein Hirte werden. gri sch⸗ Sei von Fro und als alle: des 8 sei einen will Jün⸗ üren i mit her, sie in 3 ant⸗ pricht st du. eZei⸗ n die⸗ us sei Leben ni. at für seinen rug in holten der da hat an orben, dorden. ekehret en für Schafe Schafe E. Der Schafe bin be⸗ ne den e noch n muß d Eine Erster Jahrgang. 31 Am 3. Sonnt. n. Ostern, Aubilate. Epistel. 1. Petr. 2, 11—20. Lieben Brüder, ich ermahne euch als die Fremdlinge und Pil⸗ grime: enthaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten, und führet einen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die, so von euch afterreden als von Übeltätern, eure guten Werke sehen und Gott preisen, wenn's nun an den Tag kommen wird. Seid untertan aller menschlicher Ordnung um des Herrn willen, es sei dem Könige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als die von ihm gesandt sind zur Rache über die Übeltäter und zu Lobe den Frommen. Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohltun verstopfet die Unwissenheit der törichten Menschen, als die Freien, und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes. Tut Ehre jedermann. Habt die Brüder lieb. Fürchtet Gott. Ehret den König. Ihr Knechte, seid untertan mit aller Furcht den Herren, nicht allein den gütigen und gelinden, son⸗ dern auch den wunderlichen. Denn das ist Gnade, so jemand um des Gewissens willen zu Gott das Übel verträgt und leidet das Un⸗ recht. Denn was ist das für ein Ruhm, so ihr um Missetat willen Streiche leidet? Aber wenn ihr um Wohltat willen leidet und er⸗ duldet, das ist Gnade bei Gott. Evangelium. Aoh. 16, 16—23. Jesus sprach zu seinen Jüngern: Über ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen; und aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen; denn Ich gehe zum Vater. Da sprachen etliche unter seinen Jüngern unter einander: Was ist das, das er saget zu uns: über ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen, und: Ich gehe zum Vater? Da sprachen sie: Was ist das, das er saget: über ein kleines? Wir wissen nicht was er redet. Da merkte Jesus, daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Davon fraget ihr unter einander, daß ich gesagt habe: über ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen; ihr aber werdet traurig sein; doch eure Traurigkeit soll in Freude verkehret werden. Ein Weib, wenn sie gebiert, so hat sie Traurigkeit; denn ihre Stunde ist kommen; wenn sie aber das Kind geboren hat, denket sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt geboren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure 32 Episteln und Evangelien. Freude soll niemand von euch nehmen. Und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen. Am 4. Sonnkage n. Ostern, Cankate. Evistel. J ak. 1, 17—21. Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veränderung noch Wechsel des Lichts und der Finsternis. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erstlinge seiner Kreaturen. Darum, lieben Brüder, ein jeg⸗ licher Mensch sei schnell zu hören; langsam aber zu reden, und lang. sam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit, und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzet ist, wel. ches kann eure Seelen selig machen. Evangelium. Iyh. 16, 5—15. Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und nie⸗ mand unter euch fraget mich: Wo gehest du hin? sondern dieweil ich solches zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauerns worden. Aber Ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß Ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch; so ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen um die Sünde und um die Gerechtigkeit und um das Gericht: um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich; um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich hinfort nicht sehet; um das Gericht, daß der Fürst dieser Welt gerichtet is Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnet's jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird ö euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von ihm selber re. das wird er reden, und was zu⸗ den, sondern was er hören wird, künftig ist, wird er euch verkündigen. Derselbige wird mich verkli⸗ ren; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen. Alles was der Vater hat, das ist mein. Darum hab ich gesagt: Er wird's von dem Meinen nehmen und euch verkündigen. Am 5. Sonnk. n. Ostern, Rogate. Epistel. Jak. 1, 22—27. Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein, dadurch ihr euch selbst betrüget. Denn so jemand ist ein Hörer des Worts und nicht ein Täter, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Ange. sicht im Spiegel beschauet. Denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er davon und vergisset von Stund an, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das vollkommne Gesetz der Ireiheit, und dar Tage x —21. oben erung zeuget ß wir in jeg⸗ lang⸗ r Gott it, und t, wel⸗ nd nie⸗ weil ich vorden. jingehe. so ich kommt, keit und ich; um hinfort chtet ist. tragen. er wird ber re⸗ was zu⸗ verklö⸗ ündigen. 2—27. durch ihr prts und Ange⸗ zat, gehet ar. Wer nd dar⸗ agt: Er Erster Jahrgang. 33 innen beharret, und ist nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter, derselbige wird selig sein in seiner Tat. So sich jemand unter euch lässet dünken, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern täuschet sein Herz, des Gottesdienst ist eitel. Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen, und sich von der Welt unbefleckt behalten. Evangelium. Aoh. 16, 23—30. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bit⸗ ten werdet in meinem Namen, so wird er's euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sei. Solches hab ich zu euch durch Sprichwörter geredet. Es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichwörter mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. An demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, daß Ich den Vater für euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum daß ihr mich liebet, und glaubet, daß Ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und kommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm seine Jünger: Siehe, nun redest du frei heraus und sagest kein Sprichwort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weißt, und bedarfst nicht, daß dich jemand frage; darum glauben wir, daß du von Gott ausgegangen bist. Am Jeste der Bimmelf. Christi. Epistel. Apostelgesch. 1, 1—11. Die erste Rede hab ich getan, lieber Theophilus, von alle dem, das Jesus anfing, beide, zu tun und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln(welche er hatte erwählet) durch den heiligen Geist Befehl getan hatte, welchen er sich nach seinem Leiden lebendig erzeiget hatte durch mancherlei Erwei⸗ sungen, und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang, und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Verheißung des Vaters, welche ihr habt gehöret sprach er] von mir; denn Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem heiligen Geiste getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so zusammenkommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel?ꝰ Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat; sondern ihr 3 — 3⁴ Episteln und Evangelien. werdet die Kraft des heiligen Geistes empfahen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde. Und da er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehends, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen gen Himmel fahrend, siehe, da stunden bei ihnen zween Männer in wei⸗ ßen Kleidern, welche auch sagten: Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren. Evangelium. Mark. 16, 14—20. Zuletzt, da die Elfe zu Tische saßen, offenbarte sich Jesus und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härtigkeit, daß sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden. Und sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt, und prediget das Evan⸗ gelium aller Kreatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Hände legen, so wird's besser mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Him⸗ mel, und sitzet zur rechten Hand Gottes. Sie aber gingen aus, und predigten an allen Orten; und der Herr wirkte mit ihnen, und be⸗ kräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen. Am 6. Sonnk. nach Ostern, Exaudi. Epistel. 1. Petr. 4, 8—11. So seid nun mäßig und nüchtern zum Gebet. Vor allen Din⸗ gen aber habt unter einander eine brünstige Liebe; denn die Liebe deckt auch der Sünden Menge. Seid gastfrei unter einander ohne Murmeln. Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Got⸗ tes. So jemand redet, daß er's rede als Gottes Wort. So jemand ein Amt hat, daß er's tue als aus dem Vermögen, das Gott dar⸗ reichet, auf daß in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesum Christ, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Evangelium. Ioh. 15, 26 bis 16, 4. Wenn aber der Tröster kommen wird, welchen Ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, euch id in id da Volke gen wei⸗ was euch sehen und nicht Und wan⸗ wird rden. „sind neuen liches ie die Herr, Him⸗ „ und id be⸗ 3—11. Din⸗ Liebe ohne die er Golt⸗ mand t dar⸗ Jesum igkeit! senden gehet, Erster Jahrgang. 35 der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seid von Anfang bei mir gewesen. Solches hab ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch in den Bann tun. Es kommt aber die Zeit, daß wer euch tötet, wird meinen, er tue Gott einen Dienst dran. Und solches werden sie euch darum tun, daß sie weder meinen Vater noch mich erkennen. Aber solches habe ich zu euch ge⸗ redet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, ihr dran gedenket, daß Ich's euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt; denn ich war bei euch. Am 1. Pfingsttage. Epistel. Apystelgesch. 2, 1—13. Und als der Tag der Pfingsten erfüllet war, waren sie alle ein⸗ mütig bei einander. Und es geschah schnell ein Brausen vom Him⸗ mel, als eines gewaltigen Windes, und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilet wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und wurden alle voll des heiligen Geistes, und fingen an, zu predigen mit andern Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen. Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfürchtige Män⸗ ner aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist. Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen, und wurden bestürzt; denn es hörte ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten. Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen unter ein⸗ ander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darinnen wir geboren sind? Parther und Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamien und in Judäa und Kappadocien, Pontus und Asien, Phrygien und Pamphylien, Agypten und an den Enden von Libyen bei Kyrene und Ausländer von Rom, Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie mit unsern Zungen die großen Taten Gottes reden. Sie entsetzten sich aber alle, und wurden irre, und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Die an⸗ dern aber hatten's ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßes Weins. Evangelium. Iyh. 14, 23—31. Wer mich liebet, der wird mein Wort halten, und mein, Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr höret, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Solches hab ich zu euch geredet weil ich bei 3 Episteln und Evangelien. euch gewesen bin. Aber der Tröster, der heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, derselbige wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe Ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht, und fürchte sich nicht. Ihr habt gehöret, daß Ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater ist größer denn ich. Und nun hab ich's euch gesaget, ehe denn es ge. schieht, auf daß, wenn es nun geschehen wird, ihr glaubet. Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und hat nichts an mir. Aber auf daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich also tue, wie mir der Vater geboten hat: stehet auf und lasset uns von hinnen gehen. Am 2. Püngsttage. Epiltel. Apostelgesch. 10, 42—46. Der Herr hat uns geboten zu predigen dem Volk und zu zeu⸗ gen, daß Er ist verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Toten. Von diesem zeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfahen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhöreten. Und die Gläubigen aus der Beschnei. dung, die mit Petrus kommen waren, entsetzten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen ward; denn sie höreten, daß sie mit Zungen redeten und Gott hoch priesen. Da ant. wortete Petrus: Mag auch jemand das Wasser wehren, daß diese nicht getauft werden, die den heiligen Geist empfangen haben gleich⸗ wie auch wir? Und befahl, sie zu taufen in dem Namen des Herrn. Evangelium. Iyh. 3, 16—21. Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubet, der ist schon gerichtet; denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Sohns Gottes. Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt kommen ist, und die Menschen liebeten die Finsternis mehr denn das Licht; denn ihre Werke waren böse. Wer Arges tut, der hasset das Licht, und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestrafet werden. Wer aber die Wahrheit tut, der sind kenn erfo Ode gege ihn Niko Nach rer v tust, Wah gebo⸗ spric istꝰ boren Es se kann borer ist G müsse und d er ko Geist mag ein ich sa⸗ haben wenn wenn fähret nämli der N erhöh mein alles Den Ich esich und euch er ist 3 ge⸗ verde Welt, gden stehet 8. zeu⸗ nund seinen fahen st auf schnei⸗ 9 auf nn sie a ant· diese gleich⸗ perrn. Sohn indern sesandt ch ihn aber n den zericht, en die Wer t, auf it tut, Erster Jahrgang. 37 der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan. Am Crinitatisfeste. Epistel. Nöm. 11, 33—36. O welch eine Tiefe des Reichtums, beide der Weisheit und Er⸗ kenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und un⸗ erforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm was zuvor gegeben, daß ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. Evangelium. Joh. 3, 1—15. Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster unter den Juden; der kam zu Jesu bei der Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, daß du bist ein Leh⸗ rer von Gott kommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die Du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und ge⸗ boren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom JIleisch ge⸗ boren wird, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dich's nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden. Der Wind bläset, wo er will, und du hörest sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, von wannen er kommt, und wohin er fähret. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel, und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, das wir wissen, und zeugen, das wir gesehen haben; und ihr nehmet unser Zeugnis nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde? Und niemand fähret gen Himmel, denn der vom Himmel herniederkommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muß des Menschen Sohn erhöhet werden, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 38 Episteln und Evangelien. Am 1. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Joh. 4, 16—21. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott und Gott in ihm. Darinnen ist die Liebe völlig bei uns, daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibet die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben; denn Er hat uns erst geliebet. So jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasset seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siehet, wie kann er Gott lie⸗ ben, den er nicht siehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, daß wer Gott liebet, daß der auch seinen Bruder liebe. Evangelium. Tuk. 16, 19—31. Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und köstlicher Leinwand, und lebte alle Tage herrlich und in Freu⸗ den. Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voller Schwären, und begehrte, sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen die Hunde, und lecketen ihm seine Schwären. Es begab sich aber, daß der Arme starb, und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch, und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hub er seine Augen auf, und sah Abra. ham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein, und sende Lazarus, daß er das Außerste seines Fingers ins Wasser tauche, und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er ge⸗ tröstet, und du wirst gepeiniget. Und über das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß die da wollten von hinnen hinabfahren zu euch, könnten nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüberfahren. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn sendest in meines Vaters Haus; denn ich habe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mose und die Pro⸗ pheten; laß sie dieselbigen hören. Er aber sprach: Nein, Vater Abra. ham; sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, ob jemand von den Toten aufstünde. daß rpur Freu⸗ vor iden unde, Arme choß. n der bra⸗ und „ daß meine vrach: eben, er ge⸗ n uns innen en zu aß du üder, Ort Pro⸗ Abra⸗ ürden pheten Toten Erster Jahrgang. 39 Am 2. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Joh. 3, 13—18. Verwundert euch nicht, meine Brüder, ob euch die Welt hasset. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben kommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Totschläger; und ihr wisset, daß ein Totschläger hat nicht das ewige Leben bei ihm blei⸗ bend. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß Er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat, und siehet seinen Bruder darben, und schließt sein Herz vor ihm zu,— wie bleibet die Liebe Gottes bei ihm? Meine Kindlein, laßt uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. Evangelium. Tuk. 14, 16—24. Es war ein Mensch, der machte ein groß Abendmahl, und lud viele dazu. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abend⸗ mahls, zu sagen den Geladenen: Kommt, denn es ist alles bereit! Und sie fingen an alle nach einander sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hinausgehen, und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andre sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam, und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig, und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt, und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Land⸗ straßen und an die Zäune, und nötige sie hereinzukommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, daß der Männer keiner, die geladen sind, mein Abendmahl schmecken wird. Am 3. Sonnkage nach Trinitatis. Epistel. 1. Petr. 5, 6—11. So demütiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn Er sorget für euch. Seid nüchtern und wachet; denn euer Wider⸗ sacher, der Teufel, gehet umher wie ein brüllender Löwe, und suchet, welchen er verschlinge. Dem widerstehet fest, im Glauben, und wisset, daß eben dieselbigen Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen 40 Episteln und Evangelien. Herrlichkeit in Christo Jesu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, stärken, kräftigen, gründen. Demselbigen sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Evangelium. Tuk. 15, 1—10. Es naheten aber zu ihm allerlei Zöllner und Sünder, daß sie ihn höreten. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murreten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an, und isset mit ihnen. Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat, und so er der eines verlieret, der nicht lasse die neun und neunzig in der Wüste, und hingehe nach dem verlornen, bis daß er's finde? Und wenn er's gefunden hat, so leget er's auf seine Achseln mit Freuden. Und wenn er heim⸗ kommt, rufet er seinen Freunden und Nachbarn, und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das ver⸗ loren war. Ich sage euch: Also wird auch Freude im Himmel sein über Einen Sünder, der Buße tut, vor neun und neunzig Gerech⸗ ten, die der Buße nicht bedürfen. Oder welch Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie der einen verlieret, die nicht ein Licht anzünde, und kehre das Haus, und suche mit Fleiß, bis daß sie ihn finde? Und wenn sie ihn gefunden hat, rufet sie ihren Freundinnen und Nach⸗ barinnen und spricht: Freuet euch mit mir; denn ich habe meinen Groschen gefunden, den ich verloren hatte. Also auch, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über Einen Sünder, der Buße tut. Am 4. Bonntage nach Trinitatis. Epistel. Römer 8, 18—23. Ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbaret werden. Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sintemal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Wil⸗ len, sondern um des willen, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung. Denn auch die Kreatur frei werden wird von dem Dienst des ver⸗ gänglichen Wesens zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß alle Kreatur sehnet sich mit uns, und ängstet sich noch immerdar. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft, und warten auf unsers Leibes Erlösung. Evangelium. Tuk. 6, 36—42. Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werd so w Maß ihr n Gleie Were nicht so ist Brud wahr Brud selbst den 2 aus d Am barmt wort dazu und g rede, Bösen die A auf il Böses nachke seid il erschr das X Schiff wusche war, setzte f gehört werfet wortet arbeit Erster Jahrgang. 41 werdet ihr nicht verdammt. Vergebet, so wird euch vergeben. Gebt, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt und überflüssig Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisenꝰ Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? Der Jünger ist nicht über seinen Meister; wenn der Jünger ist wie sein Meister, so ist er vollkommen. Was siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht ge⸗ wahr? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und du siehest selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zeuch zuvor den Balken aus deinem Auge, und besiehe dann, daß du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest. Am 5. Synntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Petr. 3, 8—15. Endlich aber seid allesamt gleich gesinnet, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Schelt⸗ wort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet, und wisset, daß ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen erbet. Denn wer leben will und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, daß sie nichts Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trügen. Er wende sich vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn merken auf die Gerechten, und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des Herrn stehet wider die da Böses tun. Und wer ist, der euch schaden könnte, so ihr dem Guten nachkommet? Und ob ihr auch leidet um Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht, und erschreckt nicht; heiliget aber Gott den Herrn in euren Herzen. Evangelium. Tuk. 5, 1—11. Es begab sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu hören das Wort Gottes, und Er stund am See Genezareth, und sah zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten, und wuschen ihre Netze: trat er in der Schiffe eines, welches Simons war, und bat ihn, daß er's ein wenig vom Lande führte. Und er setzte sich und lehrte das Volk aus dem Schiff. Und als er hatte auf⸗ gehört zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Höhe, und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug tut. Und Simon ant⸗ wortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht ge⸗ arbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz 42 Episteln und Evangelien. auswerfen. Und da sie das taten, beschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz zerriß. Und sie winketen ihren Gesellen, die im andern Schiff waren, daß sie kämen und hülfen ihnen ziehen. Und sie kamen, und fülleten beide Schiffe voll, also daß sie sanken. Da das Simon Petrus sah, fiel er Jesu zu den Knieen und sprach: Herr, gehe von mir hinaus! ich bin ein sündiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken ankommen und alle, die mit ihm waren, über diesem Fischzug, den sie mit einander getan hatten; desselbigen glei⸗ chen auch Jakobus und Johannes, die Söhne Zebedäus, Simons Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; denn von nun an wirst du Menschen fahen. Und sie führeten die Schiffe zu Lande, und verließen alles, und folgeten ihm nach. Am 6. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Röm. 6, 3—11. Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christ getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist aufer⸗ ö weckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber samt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, so werden wir auch seiner Auf⸗ erstehung gleich sein, dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuziget ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der Sünde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus, von den Toten erwecket, hinfort nicht stirbet; der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen. Denn das er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben zu Einem Mal; das er aber lebet, das lebet er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde ge⸗ storben seid, und lebet Gott in Christo Jesu, unserm Herrn. Evangelium. Matth. 5, 20—26. Ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser denn der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmel⸗ reich kommen. Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Ge⸗ richts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr! der ist des höllischen Feu⸗ ers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf den Altar opferst, und wirst allda eingedenk, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so enge „die ehen. nken. rach: in es über glei⸗ mons von fe zu —11. sind, raben zufer⸗ sollen t ihm Auf ⸗ Tensch „daß der ist orben, „daß wird as ist lebet pe ge⸗ n der mel⸗ : Du sein. 3 Ge⸗ st des Feu⸗ t, und be, so Erster Jahrgang. 4³3 laß allda vor dem Altar deine Gabe, und gehe zuvor hin und ver⸗ söhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm und opfre deine Gabe. Sei willfertig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermal⸗ eins überantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und werdest in den Kerker geworfen. Ich sage dir wahr⸗ lich: Du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest. Am 7. Sonntage nach CTrinitatis. Epistel. Röm. 6, 19—23. Ich muß menschlich davon reden um der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habet zu Dienste der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zu der andern, also begebet auch nun eure Glieder zu Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Sünde Knechte waret, da waret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jetzt schämet; denn das Ende derselbigen ist der Tod. Nun ihr aber seid von der Sünde frei und Gottes Knechte worden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm rn. —— Evangelium. Mark. 8, 1—9. Zu der Zeit, da viel Volks da war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich, und sprach zu ihnen: Mich jammert des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret, und haben nichts zu essen; und wenn ich sie ungegessen von mir heim ließe gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten; denn etliche sind von ferne kommen. Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hie in der Wüste, daß wir sie sättigen? Und er fragte sie: Wie viel habt ihr Brote? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote, und dankte und brach sie, und gab sie seinen Jün⸗ gern, daß sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem Volk vor. Und hatten ein wenig Fischlein; und er dankte, und hieß dieselbigen auch vortragen. Sie aßen aber, und wurden satt; und huben die übrigen Brocken auf, sieben Körbe. Und ihrer waren bei viertau⸗ send, die da gegessen hatten; und er ließ sie von sich. Am 38. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Röm. 8, 12—17. So sind wir nun, lieben Brüder, Schuldner nicht dem Fleisch, daß wir nach dem Fleisch leben. Denn wo ihr nach dem Fleisch 44 Episteln und Evangelien. lebet, so werdet ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tötet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geist Gottes treibet, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet, sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! Derselbige Geist gibt Zeugnis un⸗ serm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit er⸗ hoben werden. Evangelinm. Malth. 7, 15—23. Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen, oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringet gute Früchte; aber ein fauler Baum bringet arge Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer ge⸗ worfen. Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es wer⸗ den nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viel Taten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr ÜUbeltäter! Am 9. Sonnkage nach Crinitatis. Epistel. 1. Ryr. 10, 6—13. Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen, daß wir nicht uns gelüsten lassen des Bösen, gleichwie jene gelüstet hat. Werdet auch nicht Abgöttische, gleichwie jener etliche wurden, als geschrieben ste⸗ het:„Das Volk setzte sich nieder zu essen und zu trinken und stund auf zu spielen.“ Auch lasset uns nicht Hurerei treiben, wie etliche unter jenen Hurerei trieben, und fielen auf Einen Tag drei und zwanzig tausend. Lasset uns aber auch Christum nicht versuchen, wie etliche von jenen ihn versuchten und wurden von den Schlangen um⸗ gebracht. Murret auch nicht, gleichwie jener etliche murreten, und wurden umgebracht durch den Verderber. Solches alles widerfuhr jenen zum Vorbilde; es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf des ꝛeist nen tet, hen un⸗ der, isti, er· dern jren von uUter urge ein um, ge⸗ ver⸗ eich nel. ben nem men euch 13. uns uch ste⸗ und iche nd wie um⸗ nd uhr auf Erster Jahrgang. 4⁵ welche das Ende der Welt kommen ist. Darum, wer sich lässet dün⸗ ken, er stehe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine denn menschliche Versuchung betreten; aber Gott ist getreu, der euch nicht lässet versuchen über euer Vermögen, sondern machet, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihr's könnt ertragen. Evangelium. LTuk. 16, 1—9. Er sprach aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; der ward vor ihm berüchtiget, als hätte er ihm seine Güter umgebracht. Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Tu Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein. Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben kann ich nicht, so schäme ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, daß sie mich in ihre Häuser nehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn, und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Tonnen Ols. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich und schreibe flugs fünfzig. Darnach sprach er zu dem andern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreib achtzig. Und der Herr lobete den ungerechten Haushalter, daß er klüglich getan hatte; denn die Kinder dieser Welt sind klüger denn die Kinder des Lichtes in ihrem Geschlechte. Und Ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten. Am 10. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Ror. 12, 1—11. Von den geistlichen Gaben aber will ich euch, lieben Brüder, nicht verhalten. Ihr wisset, daß ihr Heiden seid gewesen, und hin⸗ gegangen zu den stummen Götzen, wie ihr geführt wurdet. Darum tu ich euch kund, daß niemand Jesum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesum einen Herrn heißen ohne durch den heiligen Geist. Es sind mancherlei Gaben; aber es ist Ein Geist. Und es sind mancherlei Amter; aber es ist Ein Herr. Und es sind mancherlei Kräfte; aber es ist Ein Gott, der da wirket alles in allen. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutz. Einem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben zu reden von der Erkenntnis nach demselbigen Geist; einem andern der Glaube 46 Episteln und Evangelien. in demselbigen Geist; einem andern die Gabe gesund zu machen in demselbigen Geist; einem andern Wunder zu tun; einem andern Weissagung; einem andern Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirket derselbige einige Geist, und teilet einem jeglichen seines zu, nach dem er will. Evangelium. Tuk. 19, 41—48. Und als Jesus nahe hinzukam, sah er die Stadt an, und weinte über sie und sprach: Wenn doch auch du erkennetest zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet! Aber nun ist's vor deinen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagen⸗ burg schlagen, dich belagern, und an allen Orten ängsten; und wer⸗ den dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen, darum daß du nicht erkannt hast die Zeit, darinnen du heimgesucht bist. Und er ging in den Tempel, und fing an auszutreiben, die darinnen verkauften und kauften, und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: „Mein Haus ist ein Bethaus“; ihr aber habt's gemacht zur Mör⸗ dergrube. Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Vornehmsten im Volk trachteten ihm nach, daß sie ihn umbrächten; und fanden nicht, wie sie ihm tun sollten; denn alles Volk hing ihm an und hörte ihn. Am 11. Synnkage nach Trinitatis. Epistel. 1. Ryr. 15, 1—10. Ich erinnere euch aber, lieben Brüder, des Evangeliums, das ich euch verkündiget habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, durch welches ihr auch selig werdet: wel⸗ chergestalt ich es euch verkündiget habe, so ihr's behalten habt; es wäre denn, daß ihr's umsonst geglaubet hättet. Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, daß Christus gestorben sei für unsre Sünden nach der Schrift; und daß er be⸗ graben sei, und daß er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift; und daß er gesehen worden ist von Kephas, darnach von den Zwölfen. Darnach ist er gesehen worden von mehr denn fünf hundert Brüdern auf Einmal, deren noch viel leben, etliche aber sind entschlafen. Darnach ist er gesehen worden von Jakobus, dar⸗ nach von allen Aposteln. Am letzten nach allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, gesehen worden. Denn ich bin der ge⸗ ringste unter den Aposteln, als der ich nicht wert bin, daß ich ein Apostel heiße, darum daß ich die Gemeine Gottes verfolget habe. in dern dern Dies ichen einte einer inen daß agen⸗ wer⸗ arum bist. innen eben: Mör⸗ riester ihm utun 1—10. 3, das bt, in : wel⸗ bt; es e euch hristus er be⸗ ich der ch von n fünf e aber 8, dar⸗ n mir, der ge⸗ ich ein t habe. Erster Jahrgang. 47 Aber von Gottes Gnade bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gear⸗ beitet denn sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Evangelium. Tuk. 18, 9—14. Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: Es gingen zween Menschen hinauf in den Tempel zu beten, einer ein Pharisäer, der andre ein Zöllner. Der Pharisäer stund, und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner; ich faste zweimal in der Woche, und gebe den Zehnten von allem, das ich habe. Und der Zöllner stund von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust, und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertiget in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöhet, der wird erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der wird erhöhet werden. Am 12. Sonntage nach Crinitatis. Epistel. 2. NRor. 3, 4—9. Ein solch Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott. Nicht daß wir tüchtig sind von uns selber, etwas zu denken, als von uns selber, sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott, welcher auch uns tüchtig gemacht hat, das Amt zu führen des neuen Testaments, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. So aber das Amt, das durch die Buchstaben tötet und in die Steine ist gebildet, Klarheit hatte, also daß die Kinder Israel nicht konnten ansehen das Angesicht Moses um der Klarheit willen seines Angesichtes, die doch aufhöret, wie sollte nicht vielmehr das Amt, das den Geist gibt, Klarheit ha⸗ ben! Denn so das Amt, das die Verdammnis prediget, Klarheit hat, vielmehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget, überschweng⸗ liche Klarheit. Evangelium. Mark. 7, 31—37. Und da Jesus wieder ausging von den Grenzen von Tyrus und Sidon, kam er an das galiläische Meer, mitten in das Gebiet der zehn Städte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders, und legete ihm die Finger in die Ohren, und spützte, und rührte seine Zunge, und sah auf gen Himmel, — 48 Episteln und Evangelien. seufzte und sprach zu ihm: Hephata! das ist: Tu dich auf! Und als⸗ bald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los, und er redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten's niemand sagen. Je mehr Er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten, und wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend. Am 13. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Gal. 3, 15—22. Lieben Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: ver⸗ wirft man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätiget ist, und tut auch nichts dazu. Nun ist ja die Verheißung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht:„durch die Samen“, als durch viele, sondern als durch Einen:„durch deinen Samen“, welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestätiget ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheißung sollte durchs Gesetz aushören, welches gegeben ist über vier hundert und dreißig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Ver⸗ heißung gegeben; Gott aber hat's Abraham durch Verheißung frei geschenkt. Was soll denn das Gesetz? Es ist hinzukommen um der Sünde willen, bis der Same käme, dem die Verheißung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler; Gott aber ist einig. Wie? ist denn das Gesetz wider Gottes Verheißungen? Das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze. Aber die Schrift hat alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Ver⸗ heißung käme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. Evangelium. Tuk. 10, 23—37. Und er wandte sich zu seinen Jüngern und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, das ihr sehet. Denn ich sage euch: Viel Propheten und Könige wollten sehen, das ihr sehet, und ha⸗ ben's nicht gesehen, und hören, das ihr höret, und haben's nicht ge⸗ höret. Und siehe, da stund ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben er⸗ erbe? Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liesest du? Er antwortete und sprach:„Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte, und deinen Nächsten als dich selbst so w zu J sprac Jeri ihn, sich a da er da er riter sein, und berge zweer sein; ich w Näch sprac ihm: Am Fleise Geist Werl solche keit,‚ Welc Lüst ten d begeg erhul deinen allen dich Erster Jahrgang. 49 selbst.“ Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nächster? Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho, und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus, und schlugen ihn, und gingen davon, und ließen ihn halb tot liegen. Es begab sich aber ohngefähr, daß ein Priester dieselbige Straße hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber. Desselbigen gleichen auch ein Levit, da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber. Ein Sama⸗ riter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden, und goß drein Ol und Wein, und hub ihn auf sein Tier, und führte ihn in die Her⸗ berge, und pflegte sein. Des andern Tages reiste er, und zog heraus zween Groschen, und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. Welcher dünkt dich, der unter diesen dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tu desgleichen. Am 14. Sonntage nach Trinitalis. Epistel. Gal. 5, 16—24. Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Ileisch gelüstet wider den Geist, und den Geist wider das Ileisch; dieselbigen sind wider ein⸗ ander, daß ihr nicht tut, was ihr wollet. Regieret euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetze. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch habe zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütig⸗ keit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden. Evangelium. Tuk. 17, 11—19. Und es begab sich, da Jesus reisete gen Jerusalem, zog er mit⸗ ten durch Samarien und Galiläa. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die stunden von ferne, und erhuben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarme 50 Episteln und Evangelien. dich unser! Und da er sie sah, sprach er zu ihnen: Gehet hin und zeiget euch den Priestern. Und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da er sah, daß er gesund worden war, kehrte er um, und pries Gott mit lauter Stimme, und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen, und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein worden? Wo sind aber die Neune? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte und gäbe Gott die Ehre, denn dieser Fremdling? Und er sprach zu ihmt: Stehe auf, gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen. Am 15. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Gal. 5, 25 bis 6, 10. So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln. Lasset uns nicht eiteler Ehre geizig sein, einander zu entrüsten und zu hassen. Lieben Brüder, so ein Mensch etwa von einem Fehl über⸗ eilet würde, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr die ihr geistlich seid; und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch ver⸗ suchet werdest. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Ge⸗ setz Christi erfüllen. So aber sich jemand läßt dünken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betrüget sich selbst. Ein jeglicher aber prüfe sein eigen Werk, und alsdann wird er an ihm selber Ruhm haben und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird seine Last tra⸗ gen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der teile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch säet, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch säet, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten. Wer aber auf den Geist säet, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen. Evangelium. Matth. 6, 24—34. Niemand kann zweien Herren dienen. Entweder er wird den einen hassen, und den andern lieben; oder wird dem einen anhan⸗ gen, und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die und den den auf ein nicht iner ieser aube „ 10. deln. und über⸗ t, ihr ver⸗ Ge⸗ twas, prüfe aben t tra⸗ llerlei t sich Wer nten. ewige erden; . Als nann, d den nhan⸗ und LVeben, „‚ was peiseꝰ rdem in die Erster Jahrgang. 51 Scheunen; und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist aber unter euch, der seiner Länge Eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht beklei⸗ det gewesen ist, als derselbigen Eins. So denn Gott das Gras auf dem Jelde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürft. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht für den andern Mor⸗ gen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigne Plage habe. Am 16. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Ephel. 3, 13—21. Darum bitte ich, daß ihr nicht müde werdet um meiner Trüb⸗ sale willen, die ich für euch leide, welche euch eine Ehre sind. Der⸗ halben beuge ich meine Kniee vor dem Vater unsers Herrn Jesu Christi, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißet im Himmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem in⸗ wendigen Menschen, daß Christus wohne durch den Glauben in euren Herzen, und ihr durch die Liebe eingewurzelt und gegründet werdet, auf daß ihr begreifen möget mit allen Heiligen, welches da sei die Breite und die Länge und die Tiefe und die Höhe; auch er⸗ kennen die Liebe Christi, die doch alle Erkenntnis übertrifft, auf daß ihr erfüllet werdet mit allerlei Gottesfülle. Dem aber, der über⸗ schwenglich tun kann über alles, das wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die da in uns wirket, dem sei Ehre in der Gemeine, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Evangelium. Tuk. 7, 11—17. Und es begab sich darnach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Jünger gingen viel mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und 4* ———....6.........‚‚.— 52 Episteln und Evangelien. da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen, und sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu, und rührte den Sarg an; und die Träger stunden. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe auf! Und der Tote richtete sich auf, und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine Furcht an, und priesen Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestan⸗ den, und Gott hat sein Volk heimgesucht. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jüdische Land und in alle umliegende Länder. Am 17. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Ephes. 4, 1—6. So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie sich's gebührt eurem Beruf, darinnen ihr berufen seid, mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe, und seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Ein Leib und Ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eures Berufs. Ein Herr, Ein Glaube, Eine Taufe, Ein Gott und Vater unser aller, der da ist über euch allen, und durch euch alle und in euch allen. Evangelium. Luk. 14, 1—11. Und es begab sich, daß Jesus kam in ein Haus eines Obersten der Pharisäer auf einen Sabbath, das Brot zu essen; und sie hielten auf ihn. Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wasser⸗ süchtig. Und Jesus antwortete und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprach: Ist's auch recht, auf den Sabbath hei⸗ len? Sie aber schwiegen stille. Und er griff ihn an und heilte ihn, und ließ ihn gehen. Und antwortete und sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, dem sein Ochse oder Esel in den Brunnen fällt, und er nicht alsbald ihn herauszeucht am Sabbathtage? Und sie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben. Er sagte aber ein Gleich⸗ nis zu den Gästen, da er merkte, wie sie erwähleten, obenan zu sitzen, und sprach zu ihnen: Wenn du von jemand geladen wirst zur Hoch⸗ zeit, so setze dich nicht obenan, daß nicht etwa ein Vornehmerer denn du von ihm geladen sei, und dann komme, der dich und ihn geladen hat, und spreche zu dir: Weiche diesem! und du müssest dann mit Scham untenan sitzen. Sondern wenn du geladen wirst, so gehe hin und setze dich untenan, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, er spreche zu dir: Freund, rücke hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tische sitzen. Denn wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der soll erhöhet werden. ciesen 'stan⸗ ihm inder. —6. ß ihr seid, einer eit im t, wie Herr, der da ersten hielten asser⸗ ehrten th hei⸗ te ihn, zelcher t, und pnnten Bleich⸗ sitzen, Hoch: r denn geladen in mit he hin eladen Ehre selbst driget, Erster Jahrgang. 53 Am 18. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Ror. 1, 4—9. Ich danke meinem Gott allezeit eurethalben für die Gnade Got⸗ tes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seid durch ihn in allen Stücken reich gemacht, an aller Lehre und in aller Erkenntnis; wie denn die Predigt von Christo in euch kräftig worden ist, also daß ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jesu Christi, welcher auch wird euch fest erhalten bis ans Ende, daß ihr unsträflich seid auf den Tag un⸗ sers Herrn Jesu Christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr be⸗ rufen seid zur Gemeinschaft seines Sohns Jesu Christi, unsers Herrn. Evangelium. Matth. 22, 34— 46. Da aber die Pharisäer höreten, daß er den Sadducäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm:„Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte.“ Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andre aber ist dem gleich:„Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst.“ In diesen zweien Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisäer bei ein⸗ ander waren, fragte sie Jesus und sprach: Wie dünkt euch um Chri⸗ stus? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt:„Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße“? So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und wagte auch nie⸗ mand von dem Tage an hinfort, ihn zu fragen. Am 19. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Ephes. 4, 22—28. So leget nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der durch Lüste im Irrtum sich verderbet. Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts, und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Hei⸗ ligkeit. Darum leget die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeg⸗ licher mit seinem Nächsten, sintemal wir unter einander Glieder sind. Zürnet und sündiget nicht; lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Lästerer. Wer ge⸗ stohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Händen etwas Gutes, auf daß er habe zu geben dem Dürftigen. 5⁴4 Episteln und Evangelien. Evangelium. Matth. 9, 1—8. Da trat Jesus in das Schiff, und fuhr wieder herüber, und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gicht⸗ brüchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sünden sind dir vergeben. Und siehe, etliche unter den Schristge⸗ lehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert Gott. Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr so Arges in euren Herzen? Welches ist leichter, zu sagen: Dir sind deine Sünden ver⸗ geben; oder zu sagen: Stehe auf und wandle? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden, die Sünden zu vergeben— sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Stehe auf, heb dein Bette auf und gehe heim! Und er stund auf und ging heim. Da das Volk das sah, verwunderte es sich und pries Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat. Am 20. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Ephel. 5, 15—21. So sehet nun zu, wie ihr vorsichtiglich wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen, und kaufet die Zeit aus; denn es ist böse Zeit. Darum werdet nicht unverständig, sondern verständig, was da sei des Herrn Wille. Und saufet euch nicht voll Weins, dar⸗ aus ein unordentlich Wesen folget, sondern werdet voll Geistes; redet unter einander in Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singet und spielet dem Herrn in euren Herzen, und saget Dank allezeit für alles Gott und dem Vater in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi; und seid unter einander untertan in der Furcht 5 Evangelium. Matth. 22, 1—14. Und Jesus antwortete und redete abermal durch Gleichnisse zu ihnen und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der seinem Sohn Hochzeit machte; und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen. Aber⸗ mal sandte er andere Knechte aus und sprach: Saget den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet, und alles bereit; kommt zur Hochzeit! Aber sie verachteten das, und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andre zu seiner Hantierung. Etliche aber griffen seine Knechte, höhneten und töteten sie. Da das der König hörte, ward er zornig, und schickete seine Heere aus, und brachte diese Mörder um, und zündete ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gäste waren's nicht wert. Darum gehet hin auf die und Bicht⸗ luben deine iftge⸗ Jesus euren ver⸗ aber ünden , heb I. Da solche 5—21. schickete te ihre t zwar auf die Erster Jahrgang. 55 Straßen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Und die Knechte gingen aus auf die Straßen, und brachten zusammen, wen sie fan⸗ den, Böse und Gute; und die Tische wurden alle voll. Da ging der König hinein, die Gäste zu besehen, und sah allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an, und sprach zu ihm: Freund, wie bist du hereingekommen, und hast doch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummte. Da sprach der König zu seinen Dienern: Bin⸗ det ihm Hände und Füße, und werfet ihn in die Finsternis hinaus! da wird sein Heulen und Zähneklappen; denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählet. Am 21. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Ephel. 6, 10—17. Zuletzt, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr be⸗ stehen könnt gegen die listigen Anläufe des Teufels. Denn wir ha⸗ ben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herrn der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Um deswillen, so ergreifet den Harnisch Gottes, auf daß ihr an dem bösen Tage Widerstand tun und alles wohl ausrichten und das Jeld behalten möget. So stehet nun, umgürtet eure Lenden mit Wahr⸗ heit und angezogen mit dem Panzer der Gerechtigkeit, und an den Beinen gestiefelt, als fertig zu treiben das Evangelium des Frie⸗ dens. Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöschen könnt alle feurige Pfeile des Bösewichtes; und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, wel⸗ ches ist das Wort Gottes. Evangelium. Iph. 4, 47—54. Und es war ein Königischer, des Sohn lag krank zu Kaperna⸗ um. Dieser hörte, daß Jesus kam aus Judäa nach Galiläa, und ging hin zu ihm und bat ihn, daß er hinabkäme und hülfe seinem Sohne; denn er war todkrank. Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht. Der Königische sprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe denn mein Kind stirbt. Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensch glaubete dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und indem er hinabging, begegneten ihm seine Knechte, verkündigten ihm und spra⸗ chen: Dein Kind lebet. Da forschte er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm worden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Jieber. Da merkte 56 Episteln und Evangelien. der Vater, daß es um die Stunde wäre, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause. Das ist nun das andre Zeichen, das Jesus tat, da er aus Judäa nach Galiläa kam. Am 22. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Philipp. 1, 3—11. Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke,(welches ich allezeit tue in alle meinem Gebet für euch alle, und tue das Gebet mit Freuden), über eurer Gemeinschast am Evangelium vom ersten Tage an bis her; und bin desselbigen in guter Zuversicht, daß, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollführen bis an den Tag Jesu Christi. Wie es denn mir billig ist, daß ich dermaßen von euch allen halte, darum daß ich euch in meinem Her⸗ zen habe in diesem meinem Gefängnis, darin ich das Evangelium verantworte und bekräftige, als die ihr alle mit mir der Gnade teil⸗ haftig seid. Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen ver⸗ langt von Herzensgrund in Jesu Christo. Und darum bete ich, daß eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntnis und Erfahrung, daß ihr prüfen möget, was das Beste sei, auf daß ihr seid lauter und unanstößig bis auf den Tag Christi, erfüllet mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum geschehen in euch zu Ehre und Lobe Gottes. Evangelium. Matth. 18, 23—35. Darum ist das Himmelreich gleich einem Könige, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Da er's nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir's alles bezahlen. Da jammerte den Herrn desselbi⸗ gen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbe Knecht hinaus, und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig; und er griff ihn an, und würgte ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist! Da fiel sein Mitknecht nieder, und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, ich will dir's alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin, und warf ihn ins Gefängnis, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt, und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, das sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm anzen r aus 3—11. es ich Gebet ersten 5, der ühren aß ich Her⸗ jelium e teil⸗ n ver. „ daß intnis if daß et mit hen in seinen n ihm nun Weib el der d mit ;selbi⸗ auch. echte, , und Da heduld ndern has er en si 5, das ch zu Erster Jahrgang. 57 ihm: Du Schalksknecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, die⸗ weil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himm⸗ lischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehle. Am 23. Sonntage nark Trinitatis. Epistel. Philipp. 3, 17—21. Folget mir, lieben Brüder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Weinen, daß sie sind die Feinde des Kreuzes Christi, welcher Ende ist die Verdamm⸗ nis, welchen der Bauch ihr Gott ist, und ihre Ehre zu Schanden wird, derer, die irdisch gesinnet sind. Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilands Jesu Christi, des Herrn, welcher unsern nichtigen Leib verklären wird, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge sich untertänig machen. Evangelium. Matth. 22, 15— 22. Da gingen die Pharisäer hin, und hielten einen Rat, wie sie Jesum fingen in seiner Rede; und sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Dienern und sprachen: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist, und lehrest den Weg Gottes recht, und du fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was dünkt dich? Ist's recht, daß man dem Kaiser Zins gebe oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weiset mir die Zins⸗ münze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Überschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Da sie das höreten, verwunderten sie sich, und ließen ihn und gingen davon. Am 24. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Rol. 1, 9—14. Derhalben auch wir von dem Tage an, da wir's gehöret haben, hören wir nicht auf für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllet werdet mit Erkenntnis seines Willens in allerlei geistlicher Weis⸗ heit und Verstand, daß ihr wandelt würdiglich dem Herrn zu allem Gefallen, und fruchtbar seid in allen guten Werken, und wachset in der Erkenntnis Gottes, und gestärket werdet mit aller Kraft nach 58 Spisteln und Evangelien. seiner herrlichen Macht zu aller Geduld und Langmütigkeit mit Freuden, und danksaget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht; welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsternis, und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden. Evangelium. Malth. 9, 18— 26. Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer, und fiel vor ihm nieder, und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jesus stund auf und folgte ihm nach und seine Jün— ger. Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und rührte seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei ihr selbst: Möchte ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselbigen Stunde. Und als er in des Ober⸗ sten Haus kam und sah die Pfeifer und das Getümmel des Volks, sprach er zu ihnen: Weichet! denn das Mägdlein ist nicht tot, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand; da stund das Mägd⸗ lein auf. Und dies Gerücht erscholl in dasselbige ganze Land. Am 25. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Chell. 4, 13—18. Wir wollen euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten von denen, die da schlafen, auf daß ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn so wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind durch Jesum, mit ihm führen. Denn das sagen wir euch als ein Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und überbleiben auf die Zukunft des Herrn, werden denen nicht vorkommen, die da schlafen. Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst. Dar⸗ nach wir, die wir leben und überbleiben, werden zugleich mit den— selbigen hingerückt werden in den Wolken dem Herrn entgegen in der Luft, und werden also bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch nun mit diesen Worten unter einander. Evangelium. Matth. 24, 15—-28. Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung(da⸗ von gesagt ist durch den Propheten Daniel), daß er stehet an der hei— it mit hat zu on der seines 1 Blut, bersten hter ist vird sie e Jün⸗ gehabt, Denn jren, so sprach Ind das 3Ober⸗ Volks, sondern etrieben Mägd⸗ 13—18. denen, ern, die estorben fen sind als ein auf die schlafen. Stimme ten vom t. Dar⸗ mit den⸗ gegen in o tröstet ing lda⸗ der hei⸗ Erster Jahrgang. 59 ligen Stätte,(wer das lieset, der merke drauf!) alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist; und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen; und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen. Weh aber den Schwangern und Säugerinnen zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbath. Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, als nicht gewesen ist von Anfang der Welt bis her, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkürzt, so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwähleten willen werden die Tage verkürzt. So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hie ist Christus, oder: da, so sollt ihr's nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen, und große Zeichen und Wunder tun, daß verführet werden in den Irrtum(wo es möglich wäre) auch die Auserwähleten. Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt. Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste, so gehet nicht hinaus; siehe, er ist in der Kammer, so glaubt nicht. Denn gleichwie der Blitz ausgehet vom Aufgang und scheinet bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohns. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler. Am 26.Sonnkage nack Trinitatis. Epistel. 2. Petr. 3, 3—13. Und wisset das aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eignen Lüsten wandeln, und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibet es alles, wie es von Anfang der Kreatur ge⸗ wesen ist. Aber Mutwillens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vor Zeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser, und im Wasser be⸗ standen durch Gottes Wort; dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dierelbigen mit der Sintflut verderbet. Also auch der Himmel, der jetzund ist, und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Zeuer behalten werden auf den Tag des Gerichts und Ver⸗ dammnis der gottlosen Menschen. Eines aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, daß Ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie Ein Tag. Der Herr verzieht nicht die Ver⸗ heißung, wie es etliche für einen Verzug achten, sondern er hat Ge⸗ duld mit uns, und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zer⸗ gehen werden mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, wer⸗ r 6⁰ Episteln und Evangelien. den verbrennen. So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des Herrn, in welchem die Himmel vom Jeuer zergehen und die Elemente vor Hitze zer⸗ schmelzen werden? Wir warten aber eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnet. Evangelium. Matth. 25, 31—46. Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herr⸗ lichkeit und alle heilige Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit; und werden vor ihm alle Völker versam⸗ melt werden. Und er wird sie von einander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich ge⸗ speiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich beherberget. Ich bin nacket gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir kommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen, und haben dich ge⸗ speiset? oder durstig, und haben dich getränket? Wann haben wir dich einen Gast gesehen, und beherberget? oder nacket, und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen, und sind zu dir kommen? Und der König wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt Einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Jeuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getränket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich nicht beherberget. Ich din nacket gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besucht. Da werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich ge. sehen hungrig oder durstig oder einen Gast oder nacket oder krank oder gefangen, und haben dir nicht gedienet? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt Einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht . Ich krank verden ich ge⸗ krank ihnen t getan h nicht Erster Jahrgang. 61 getan. Und sie werden in die ewige Pein gehen; aber die Gerechten in das ewige Leben. Am 27. Sonntage nach CTrinitatis. Epistel. 1. Thell. 5, 1—11. Von den Zeiten aber und Stunden, lieben Brüder, ist nicht not, euch zu schreiben; denn ihr selbst wisset gewiß, daß der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb in der Nacht. Denn wenn sie werden sagen: Es ist Friede, es hat keine Fahr, so wird sie das Ver⸗ derben schnell überfallen, gleichwie der Schmerz ein schwanger Weib, und werden nicht entfliehen. Ihr aber, lieben Brüder, seid nicht in der Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife. Ihr seid allzumal Kinder des Lichtes und Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsternis. So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken. Wir aber, die wir des Tages sind, sollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit. Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesum Christ, der für uns gestorben ist, auf daß, wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben sollen. Darum er⸗ mahnet euch unter einander, und bauet einer den andern, wie ihr Dantt ku Evangelium. Matth. 25, 1—13. Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen, und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen; aber sie nahmen nicht Ol mit sich. Die klugen aber nahmen Ol in ihren Gefäßen samt ihren Lampen. Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und ent⸗ schliefn. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; gehet aus, ihm entgegen! Da stunden diese Jungfrauen alle auf, und schmückten ihre Lampen. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Ole, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; gehet aber hin zu den Krämern, und kaufet für euch selbst. Und da sie hingingen, zu kau⸗ fen, kam der Bräutigam; und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne 62 Episteln und Evangelien. euer nicht. Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird. Am Cage Mariä Reinigung. Tektion. Maleach. 3, 1—4. Siehe, ich will meinen Engel senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bunds, des ihr begehret, siehe, er kommt! spricht der HErr Zebaoth. Wer wird aber den Tag seiner Zukunft erleiden mögen? und wer wird bestehen, wenn er wird er⸗ scheinen? Denn er ist wie das Jeuer eines Goldschmieds und wie die Seife der Wäscher. Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen; er wird die Kinder Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HErrn Speisopfer bringen in Gerechtigkeit; und wird dem HErrn wohlgefallen das Speisopfer Judas und Jerusalems wie vorhin und vor langen Jahren. Evangelium. Tuk. 2, 22—32. Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses ka⸗ men, brachten sie ihn gen Jerusalem, auf daß sie ihn darstelleten dem Herrn(wie denn geschrieben stehet in dem Gesetz des Herrn: „Allerlei Männliches, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem Herrn geheiliget heißen“); und daß sie gäben das Opfer, nach dem gesagt ist im Gesetz des Herrn, ein Paar Turteltauben oder zwo junge Tauben. Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Na⸗ men Simeon; und derselbe Mensch war fromm und gottesfürchtig, und wartete auf den Trost Israels, und der heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort worden von dem heiligen Geist, er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor den Christ des Herrn gesehen. Und kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, daß sie für ihn täten, wie man pfleget nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme, und lobte Gott und sprach: Herr, nun lässest du deinen Diener im Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volks Israel. Am Tage Wariä Verkündigung. Tektion. Jesaja 7, 10—15, Und der HErr redete abermal zu Ahas und sprach: Fordere dir ein Zeichen vom HErrn, deinem Gott, es sei unten in der Hölle oder droben in der Höhe. Aber Ahas sprach: Ich will's nicht for⸗ dern, daß ich den HErrn nicht versuche. Da sprach er: Wohlan, so höre belei euch schw Imi zu v Got frau Hau zu il ist 2 sch, das! hast im Heiß und und nes Eng Der über darr Soh auch sechf bei bin Eng Am hast verg duer von und über tunde, —4. Weg Herr, ehe, er seiner ird er⸗ ud wie Silber Gold gen in isopfer ses ka⸗ telleten Herrn: oll dem ich dem her zwo it Na⸗ ürchtig, war in Geist, rist des Tempel. daß sie ihn auf deinen eAugen or allen 5 deines 10—15, Fordere er Hölle icht for⸗ phlan, so Erster Jahrgang. 6³ höret, ihr vom Hause David: Ist's euch zu wenig, daß ihr die Leute beleidiget, ihr müßt auch meinen Gott beleidigen? Darum so wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger, und wird einen Sohn gebären, den wird sie heißen Immanuel. Butter und Honig wird er essen, wann er weiß, Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen. Evangelium. Tuk. 1, 26—-38. Und im sechsten Monat ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jung⸗ frau, die vertrauet war einem Manne, mit Namen Joseph, vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeiete unter den Weibern. Da sie aber ihn sah, erschrak sie über seiner Rede und gedachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden im Leibe, und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen. Der wird groß und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben; und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und sei⸗ nes Königreichs wird kein Ende sein. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, sintemal ich von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum auch das Heilige, das von dir geboren wird, wird Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Gefreundte, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter, und gehet jetzt im sechsten Mond, die im Geschrei ist, daß sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr. Am Tage der Bagelfeier. Jür die Altarvorlesung Plalm 85. HErr, der du bist vormals gnädig gewesen deinem Lande, und hast die Gefangenen Jakobs erlöset; der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk, und alle ihre Sünde bedeckt(Sela); der du vormals hast allen deinen Zorn aufgehoben, und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns; tröste uns, Gott, unser Heiland, und laß ab von deiner Ungnade über uns! Willst du denn ewiglich über uns zürnen, und deinen Zorn gehen lassen für und für? Willst 6⁴ Episteln und Evangelien. Du uns denn nicht wieder erquicken, daß sich dein Volk über dir freuen möge? HErr, erzeige uns deine Gnade und hilf uns! Ach, daß ich hören sollte, was Gott der HErr redet; daß er Frieden zu⸗ sagte seinem Volk und seinen Heiligen, auf daß sie nicht auf eine Torheit geraten! Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn fürch⸗ ten, daß in unserm Lande Ehre wohne; daß Güte und Treue ein⸗ ander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen, daß Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue; daß uns auch der HErr Gutes tue, und unser Land sein Gewächs gebe; daß Gerechtigkeit fürder vor ihm bleibe, und im Schwang gehe. der Pfalm 104. Tobe den Berrn— Balleluja! Jür die Predigt freier Cext. Am Zyhannisfeste. Lektion. Jesaja 40, 1—5. Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott; redet mit Jern⸗ salem freundlich, und prediget ihr, daß ihre Ritterschaft ein Ende hat, denn ihre Missetat ist vergeben; denn sie hat Zwiefältiges emp⸗ fangen von der Hand des HErrn um alle ihre Sünden. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem HErrn den Weg, macht auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Tale sollen erhöhet werden, und alle Berge und Hügel sollen ge. niedriget werden, und was ungleich ist, soll eben, und was höckericht ist, soll schlicht werden; denn die Herrlichleit des HErrn soll offen. bart werden, und alles Fleisch mit einander wird es sehen. Denn des HErrn Mund hat's geredet. Evangelium. LTuk. 1, 57—80. Und Elisabeth kam ihre Zeit, daß sie gebären sollte; und sie gebar einen Sohn. Und ihre Nachbarn und Gefreundten höreten, daß der Herr große Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und freueten sich mit ihr. Und es begab sich am achten Tage, kamen sie, zu be⸗ schneiden das Kindlein; und hießen ihn nach seinem Vater Zacharias. Aber seine Mutter antwortete und sprach: Mit nichten, sondern er soll Johannes heißen. Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner Freundschaft, der also heiße. Und sie winketen seinem Vater, wie er ihn wollte heißen lassen. Und er forderte ein Täfelein, und schrieb also: Er heißt Johannes. Und sie verwunderten sich alle. Und alsbald ward sein Mund und seine Zunge aufgetan, und er redete und lobete Gott. Und es kam eine Furcht über alle Nachbarn; und diese Geschichte ward alle ruchtbar auf dem ganzen jüdischen Gebirge. Und alle, die es höreten, nahmen's zu Herzen und spra⸗ her dir Uch, den zu⸗ uf eine fürch⸗ ue ein⸗ eue auf aß uns be; daß t Jeru⸗ n Ende es emp⸗ ist eine ern den t! Alle llen ge⸗ öckericht l offen⸗ Denn und sie höreten, freueten „zu be⸗ charias. idern er riemand seinem Zäfelein, sich alle. und er ichbarn; üdischen 1d spr Erster Jahrgang. 6⁵5 chen: Was, meinest du, will aus dem Kindlein werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Und sein Vater Zacharias ward des heiligen Geistes voll, weissagte und sprach: Gelobet sei der Herr, der Gott Israels; denn er hat besucht und erlöset sein Volk; und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils in dem Hause seines Die⸗ ners David, wie er vor Zeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten; daß er uns errettete von unsern Jeinden und von der Hand aller, die uns hassen, und Barmherzigkeit erzeigete unsern Vätern, und gedächte an seinen heiligen Bund und an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham; uns zu geben, daß wir, erlöset aus der Hand unsrer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm ge⸗ fällig ist. Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten heißen; du wirst vor dem Herrn hergehen, daß du seinen Weg bereitest, und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk, die da ist in Vergebung ihrer Sünden, durch die herzliche Barmherzigkeit unsers Gottes, durch welche uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, auf daß er erscheine denen, die da sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Und das Kind⸗ lein wuchs, und ward stark im Geist; und war in der Wüste, bis daß er sollte hervortreten vor das Volk Israel. Am Tage Mariä Beimsuchung. Lektion. Jesaja 11, 1—5. Und es wird eine Rute aufgehen von dem Stamm Isais, und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen; auf welchem wird ruhen der Geist des HErrn, der Geist der Weisheit und des Ver⸗ standes, der Geist des Rats und der Stärke, der Geist der Erkennt⸗ nis und der Furcht des HErrn. Und Wohlgeruch wird ihm sein die Furcht des HErrn. Er wird nicht richten, nach dem seine Augen sehen, noch Urteil sprechen, nach dem seine Ohren hören, sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen, und recht Urteil sprechen den Elenden im Lande; und wird mit dem Stabe seines Mundes die Erde schlagen, und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein, und der Glaube der Gurt seiner Hüften. Evangoelium. Tuk. 1, 39—56. Maria aber stund auf in den Tagen, und ging auf das Gebirge eilends zu der Stadt Judas, und kam in das Haus des Zacharias, und grüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward 5 66 Episteln und Evangelien. des heiligen Geistes voll, und rief laut und sprach: Gebenedeiet bist du unter den Weibern, und gebenedeiet ist die Frucht deines Leibes. Und woher kommt mir das, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Siehe, da ich die Stimme deines Grußes hörete, hüpfte mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Und o selig bist du, die du geglaubt hast! denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem Herrn. Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes. Denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist, und des Name heilig ist; und seine Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürch⸗ ten. Er übet Gewalt mit seinem Arm, und zerstreuet, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößet die Gewaltigen vom Stuhl, und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllet er mit Gütern, und läßt die Reichen leer. Er denket der Barmherzigkeit, und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat unsern Vätern, Abra⸗ ham und seinem Samen ewiglich. Und Maria blieb bei ihr bei dreien Monaten; darnach kehrte sie wiederum heim. Am WMichaelisfeste. Lektion. Offenb. Inh. 12, 7—12. Und es erhub sich ein Streit im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen; und der Drache stritt und seine Engel, und siegeten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefun⸗ den im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißet der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführet, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen. Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unsers Gottes worden, und die Macht seines Christus, weil der Verkläger unserer Brüder verworfen ist, der sie verklagte Tag und Nacht vor Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lam⸗ mes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses, und haben ihr Leben nicht geliebet bis an den Tod. Darum freuet euch, ihr Him⸗ mel, und die darinnen wohnen! Evangelium. Matth. 18, 1—11. Zu derselbigen Stunde traten die Jünger zu Jesu und spra⸗ chen: Wer ist doch der Größte im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich, und stellte das mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß ihr euch umkehret, und werdet wie die sich reid nim mick gehe der weh Han dir. eing dest reiß zum das diese sehe Mer Am dem komi groß ner sind seine und Dent seine Herz men ihrer und Geda HEr: an se Volk⸗ Händ t bist eibes. u mir züpfte die du igt ist herrn, er hat Hherden ige an seine sürh⸗ ffärtig Stuhl, ütern, d hilft Abra⸗ hr bei 2 2. d seine d seine gefun⸗ che, die ganze Engel timme, nd das 5, weil te Tag Lam⸗ en ihr Him⸗ d spra⸗ ief ein hrlich, det wie Erster Jahrgang. 67 die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst niedriget wie dies Kind, der ist der Größte im Himmel⸗ reich. Und wer Ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber ärgert dieser Geringsten Einen, die an mich glauben, dem wäre besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehänget, und er ersäuft würde im Meer, da es am tiefsten ist. Weh der Welt der Argernis halben! Es muß ja Argernis kommen; doch weh dem Menschen, durch welchen Argernis kommt! So aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haue ihn ab, und wirf ihn von dir. Es ist dir besser, daß du zum Leben lahm oder ein Krüppel eingehest, denn daß du zwo Hände oder zween Füße habest, und wer⸗ dest in das ewige Jeuer geworfen. Und so dich dein Auge ärgert, reiß es aus, und wirf's von dir. Es ist dir besser, daß du einäugig zum Leben eingehest, denn daß du zwei Augen habest, und werdest in das höllische Feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel. Denn des Menschen Sohn ist kommen, selig zu machen, das verloren ist. Am Erntedankfeste. Jür die Altarvorlesung Plalm 95, 1—8. Kommt herzu, laßt uns dem HErrn frohlocken, und jauchzen dem Hort unsers Heils! Lasset uns mit Danken vor sein Angesicht kommen, und mit Psalmen ihm jauchzen! Denn der SErr ist ein großer Gott, und ein großer König über alle Götter. Denn in sei⸗ ner Hand ist, was unten in der Erde ist, und die Höhen der Berge sind auch sein. Denn sein ist das Meer, und Er hat's gemacht; und seine Hände haben das Trockne bereitet. Kommt, laßt uns anbeten und knieen und niederfallen vor dem HErrn, der uns gemacht hat. Denn Er ist unser Gott, und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand. Heute, so ihr seine Stimme höret, so verstocket euer 3 DOder Plalm 111. Ich danke dem HErrn von ganzem Herzen im Rat der From⸗ men und in der Gemeine. Groß sind die Werke des HErrn; wer ihrer achtet, der hat eitel Lust dran. Was er ordnet, das ist löblich und herrlich, und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich. Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige HErr. Er gibt Speise denen, so ihn fürchten; er gedenket ewiglich an seinen Bund. Er läßt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, daß er ihnen gebe das Erbe der Heiden. Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht; alle seine Gebote sind rechtschaffen. 68 Episteln und Evangelien. Sie werden erhalten immer und ewiglich, und geschehen treulich und redlich. Er sendet eine Erlösung seinem Volk; er verheißet, daß sein Bund ewiglich bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name. Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang; das ist eine feine Klug. heit, wer darnach tut, des Lob bleibet ewiglich. FJür die Predigt freier Cext. Am Reformationsfeste. Jür die Altarvorles. 1. Rvr. 3, 4—23. So einer saget: Ich bin Paulisch; der andre aber: Ich bin Apollisch,— seid ihr nicht fleischlich? Wer ist nun Paulus? Wer ist Apollos? Diener sind sie, durch welche ihr seid gläubig worden, und dasselbige, wie der Herr einem jeglichen gegeben hat. Ich habe gepflanzet, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen ge. geben. So ist nun weder der da pflanzet, noch der da begeußt, et⸗ was, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. Der aber pflanzet und der da begeußt, ist einer wie der andre. Ein jeglicher aber wird sei. nen Lohn empfahen nach seiner Arbeit. Denn wir sind Gottes Mit. arbeiter; ihr seid Gottes Ackerwerk und Gottes Gebäu. Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein andrer bauet darauf. Ein jeglicher aber sehe zu, wie er darauf baue. Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christ. So aber jemand auf diesen Grund bauet Gold, Silber, edle Steine, Holz, Heu, Stoppeln, so wird eines jeglichen Werk offenbar werden; der Tag wird's klar machen; denn es wird durchs Feuer offenbar werden, und welcherlei eines jeglichen Werk sei, wird das Feuer bewähren. Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebauet hat, so wird er Lohn empfahen. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er des Schaden leiden; er selbst aber wird selig werden, so doch als durchs Feuer. Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid, und der Geist Gottes in euch wohnet? So jemand den Tempel Gottes ver: derbet, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig der seid ihr. Niemand betrüge sich selbst. Welcher sich unter euch dünket weise zu sein, der werde ein Narr in dieser Welt, daß er möge weise sein. Denn dieser Welt Weisheit ist Torheit bei Gott. Denn es stehet geschrieben:„Die Weisen erhaschet er in ihrer Klug. heit.“ Und abermal:„Der Herr weiß der Weisen Gedanken, daß sie eitel sind.“ Darum rühme sich niemand eines Menschen. Es ist alles euer; es sei Paulus oder Apollos, es sei Kephas oder die Welt, es sei das Leben oder der Tod, es sei das Gegenwärtige oder das ich und et, daß ie. Die Klug⸗ 4—23. ch bin Wer vorden; ch habe hen ge⸗ ußt, et⸗ zet und vird sei⸗ es Mit⸗ ch nach als ein ber sehe d legen jemand Iz, Heu, der Tag werden, währen. so wird so wird doch als und der ttes ver⸗ st heilig; ter euch daß er bei Gott. er Klug⸗ ken, daß Es ist die Welt, oder das Sweiter Jahrgang. 69 Zukünftige, alles ist euer, ihr aber seid Christi, Christus aber ist 2250 Zür die Prrdigtk freier Crxk. Am Bußtage. Jür die Altarvorlelung ein Bukpfalm, etwa Pfalm 130. Aus der Tiefe rufe ich, HErr, zu dir. HErr, höre meine Stim⸗ me, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens! So du willst, HErr, Sünden zurechnen, HErr, wer wird bestehen? Denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte. Ich harre des HErrn; meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele war⸗ tet auf den HErrn von einer Morgenwache bis zur andern. Israel hoffe auf den HErrn; denn bei dem HErrn ist die Gnade, und viel Erlösung bei ihm; und Er wird Israel erlösen aus allen seinen Gr Oder Plalm 25. Nach dir, HErr, verlanget mich— seiner Not. DOder Plalm 143, 1—11. HErr, erhöre mein Gebet— Gerechtigkeit willen. 86 Episteln und Evangelien Sweiter Jahrgang. Am 1. Sonntage des Advents. Lektion. Psalm 24, 3—10. Wer wird auf des HErrn Berg gehen? und wer wird stehen an seiner heiligen Stätte? Der unschuldige Hände hat und reines Herzens ist; der nicht Lust hat zu loser Lehre und schwöret nicht fälschlich: der wird den Segen vom HErrn empfahen und Gerechtig⸗ keit von dem Gott seines Heils. Das ist das Geschlecht, das nach ihm fraget, das da suchet dein Antlitz, Gott Jakobs.(Sela.) Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe! Wer ist derselbige König der Ehren? Es ist der HErr, stark und mächtig, der HErr, mächtig im Streit. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren ein⸗ ziehe! Wer ist derselbige König der Ehren? Es ist der HErr Ze⸗ baoth, Er ist der König der Ehren.(Sela.) Evangelium. Matth. 11, 25—30. Zu derselbigen Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast, und hast es den Unmündigen 70 Episteln und Evangelien. offenbaret. Ja, Vater; denn es ist also wohlgefällig gewesen vor dir. Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn, und wem es der Sohn will offenbaren. Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. Am 2. Sonnkage des Advents. Lektion. Jerem. 31, 31—34. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen. Nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern machte, da ich sie bei der Hand nahm, daß ich sie aus Agyptenland führete; welchen Bund sie nicht gehalten haben, und Ich sie zwin. gen mußte, spricht der HErr; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der ö HErr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihren Sinn ö schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein. Und wird keiner den andern, noch ein Bruder den andern lehren und sagen:„Erkenne den HErrn,“ sondern sie sollen mich alle ken⸗ nen, beide, klein und groß, spricht der HErr. Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben, und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. Evangelium. Tuk. 17, 20— 25. Da Jesus aber gefraget ward von den Pharisäern: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden; man wird auch nicht sagen: Siehe, hie, oder: da ist es. Denn sehet, das Reich Got. tes ist inwendig in euch. Er sprach aber zu den Jüngern: Es wird die Zeit kommen, daß ihr werdet begehren zu sehen Einen Tag des Menschensohns, und werdet ihn nicht sehen. Und sie werden zu euch sagen: Siehe hie, siehe da. Gehet nicht hin und folget auch nicht. Denn wie der Blitz oben vom Himmel blitzet, und leuchtet über alles, das unter dem Himmel ist, also wird des Menschen Sohn an seinem Tage sein. Zuvor aber muß er viel leiden, und verworfen werden von diesem Geschlechte. Am 3. Sonntage des Advents. Lektion. Jesaja 55, 6—11. Suchet den HErrn, solang er zu finden ist; ruft ihn an, solang er nahe ist. Der Gottlose lasse von seinem Wege, und der Übeltäter r dir. mand t den haren. h will mir; et ihr meine —384. ch mit Bund Bätern enland zwin· in, den cht der Sinn tt sein. lehren lle ken lihnen nken. Wann : Das rd auch ch Got⸗ 5 wird Cag des zu euch h nicht. er alles, seinem werden 6-—11. „solang beltäter Sweiter Jahrgang. 7¹ seine Gedanken, und bekehre sich zum HErrn, so wird er sich sein er⸗ barmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr; sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege, und meine Gedanken denn eure Gedanken. Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt, und nicht wieder dahin kommt, sondern feuchtet die Erde, und machet sie fruchtbar und wachsend, daß sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen: also soll das Wort, so aus meinem Munde gehet, auch sein. Es soll nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, das mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu ich's sende. Evangelium. Matth. 3, 1—12. Zu der Zeit kam Johannes der Täufer, und predigte in der Wüste des jüdischen Landes und sprach: Tut Buße, das Himmel⸗ reich ist nahe herbeikommen. Und er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen:„Es ist eine Stimme eines Pre⸗ digers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg und machet rich⸗ tig seine Steige.“ Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamel⸗ haaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig. Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und das ganze jüdische Land und alle Länder an dem Jordan; und ließen sich taufen von ihm im Jordan, und be⸗ kannten ihre Sünden. Als er nun viel Pharisäer und Sadducäer sah zu seiner Taufe kommen, sprach er zu ihnen: Ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, daß ihr dem zukünftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu, tut rechtschaffene Frucht der Buße. Denket nur nicht, daß ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kin⸗ der zu erwecken. Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel ge⸗ legt. Darum, welcher Baum nicht gute Frucht bringet, wird abge⸗ hauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker denn ich, dem ich auch nicht ge⸗ nugsam bin, seine Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. Und Er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen, und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit ewigem Jeuer. Am 4. Sonntage des Advenks. Tektiyn. Jesaja 12, 1—6. Zu derselbigen Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, HErr, daß du zornig bist gewesen über mich, und dein Zorn sich gewendet hat, 72 Episteln und Evangelien. und tröstest mich. Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher, und fürchte mich nicht; denn Gott der HErr ist meine Stärke und mein Psalm, und ist mein Heil. Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen. Und werdet sagen zur selbigen Zeit: Danket dem HErrn, prediget seinen Namen, machet kund unter den Völkern sein Tun, verkündiget, wie sein Name so hoch ist. Lobsinget dem HErrn, denn er hat sich herrlich bewiesen; solches sei kund in allen Landen. Jauchze und rühme, du Einwohnerin zu Zion; denn der Heilige Israels ist groß bei dir. Evangelium. Ivph. 3, 22—36. Darnach kam Jesus und seine Jünger in das jüdische Land, und hatte daselbst sein Wesen mit ihnen, und taufte. Johannes aber taufte auch noch zu Enon, nahe bei Salim, denn es war viel Wassers daselbst; und sie kamen dahin, und ließen sich taufen. Denn Johan⸗ nes war noch nicht ins Gefängnis gelegt. Da erhub sich eine Frage unter den Jüngern des Johannes mit den Juden über die Reini⸗ gung. Und kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseit des Jordans, von dem du zeugetest, siehe, der taufet, und jedermann kommt zu ihm. Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom Himmel. Ihr selbst seid meine Zeugen, daß ich gesagt habe, ich sei nicht Christus, sondern vor ihm her gesandt. Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund aber des Bräutigams stehet und höret ihm zu, und freuet sich hoch über des Bräutigams Stimme. Dieselbige meine Freude ist nun erfüllet. Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen. Der von oben her kommt, ist über alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde, und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist über alle, und zeuget, was er gesehen und gehöret hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. Wer es aber annimmt, der besiegelt's, daß Gott wahrhaftig ist. Denn wel⸗ chen Gott gesandt hat, der redet Gottes Worte; denn Gott gibt den Geist nicht nach dem Maß. Der Vater hat den Sohn lieb, und hat ihm alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubet, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubet, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm. Am 1. Weihnachtstage. Epistel. Ephel. 1, 3—6. Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gü⸗ tern durch Christum. Wie er uns denn erwählet hat durch denselbi⸗ und mein öpfen danket ölkern dem allen n der Land, 5 aber Bassers ohan⸗ Frage Reini⸗ er, der e, der te und egeben abe, ich ut hat, 92 und dtimme. 0 aber er von e. Der gesehen Wer es n wel⸗ gibt den ind hat bet, der ird das isti, der sen Gü⸗ enselbi⸗ Sweiter Jahrgang. 73 gen, ehe der Welt Grund gelegt war, daß wir sollten sein heilig und unsträflich vor ihm in der Liebe; und er hat uns verordnet zur Kindschaft gegen ihm selbst durch Jesum Christ, nach dem Wohlge⸗ fallen seines Willens, zu Lob seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten. Evangelium. Tuk. 2, 1—14. Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schät⸗ zung war die allererste, und geschah zur Zeit, da Cyrenius Land⸗ pfleger in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auf auch Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertraueten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürch⸗ teten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht; siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmli⸗ schen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen! Am 2. Weihnachtstage. Epistel. Ebr. 1, 1—6. Nachdem vor Zeiten Gott manchmal und mancherlei Weise ge⸗ redet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben über alles, durch welchen er auch die Welt gemacht hat; welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit und das Eben⸗ bild seines Wesens, und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort, und hat gemacht die Reinigung unsrer Sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majestät in der Höhe, und ist so viel besser worden denn die Engel, so gar viel einen höhern Namen 74 Episteln und Evangelien. er vor ihnen ererbet hat. Denn zu welchem Engel hat er jemals ge⸗ sagt:„Du bist mein Sohn, heute habe Ich dich gezeuget“? Und abermal:„Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein“? Und abermal, da er einführet den Erstgebornen in die Welt, spricht er:„Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.“ Evangelium. Iyh. 1, 1—14. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbige war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheinet in der Finster⸗ nis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. Es ward ein Mensch von Gott gesandt, der hieß Johannes. Derselbige kam zum Zeugnis, daß er von dem Licht zeugete, auf daß sie alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern daß er zeugete von dem Licht. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch das⸗ selbige gemacht; und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigen. tum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben; welche nicht von dem Geblüt, noch von dem Willen des Fleisches, noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch, und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohns vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Am Soynntage nach Weihnachten. Epistel. Rolyls. 2, 6—10. Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christum Jesum, so wandelt in ihm, und seid gewurzelt und erbauet in ihm, und fest im Glauben, wie ihr gelehret seid, und seid in demselbigen reichlich dankbar. Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die Philosophie und lose Verführung nach der Menschen Lehre und nach der Well Satzungen, und nicht nach Christo. Denn in ihm wohnet die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und ihr seid vollkommen in ihm, wel. cher ist das Haupt aller Fürstentümer und Obrigkeit. Evangelium. Iyh. 1, 15—18. Johannes zeuget von ihm, rufet und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir ge⸗ wesen ist; denn er war eher denn ich. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch I ge⸗ Und ein“ꝰ pricht t, und Alle nichts Leben inster⸗ Nensch ugnis, n. Er 8 war n diese h das⸗ Eigen⸗ n aber die an n dem ondern wohnte eit als heit. 6-—10. Jesum, nd fest reichlich losophie er Welt e ganze m, wel⸗ war es, mir ge⸗ e haben st durch Sweiter Jahrgang. 75 Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christ worden. Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborne Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat es uns verkündiget. Am Neujahrstage. Epistel. 1. Timoth. 2, 1—6. So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerst tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, auf daß wir ein geruhig und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Denn solches ist gut und angenehm vor Gott, unserm Heiland, welcher will, daß allen Menschen geholfen werde, und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist Ein Gott und Ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, daß solches zu seiner Zeit geprediget würde. Evangelium. Luk. 2, 21. Und da acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er im Mutterleibe empfangen ward. DOder für die Altarvorlesung Plalm 121. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt von dem HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Juß nicht gleiten lassen; und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. Der HErr behütet dich, der HErr ist dein Schatten über deiner rechten Hand, daß dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. Der HErr behüte dich vor allem Abel; er behüte deine Seele. Der HErr behüte deinen Ausgang und Ein⸗ gang von nun an bis in Ewigkeit. Jür die Predigt freier Cextł. Am Sonntage nach Neujahr. Epistel. Jak. 4, 13—17. Wohlan nun, die ihr saget: Heute oder morgen wollen wir gehen in die oder die Stadt, und wollen Ein Jahr da liegen und Handel treiben und gewinnen; die ihr nicht wisset, was morgen sein wird. Denn was ist euer Leben? Ein Dampf ist's, der eine kleine Zeit währet, darnach aber verschwindet er. Dafür ihr sagen solltet: So der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun. Nun aber rühmet ihr euch in eurem Hochmut. Aller solcher Ruhm ist böse. Denn wer da weiß Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde. 76 Episteln und Evangelien. Evangelium. Malth. 2, 13—23. Da sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum und sprach: Stehe auf, und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir, und fleuch nach Agyptenland, und bleib allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, daß Herodes das Kindlein suche, dasselbe umzubringen. Und er stund auf, und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht, und entwich nach Agyptenland; und blieb allda bis nach dem Tod des Herodes, auf daß erfüllet würde, das der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht:„Aus Agypten hab ich meinen Sohn ge⸗ rufen.“ Da Herodes nun sah, daß er von den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig, und schickte aus, und ließ alle Kinder zu Beth⸗ lehem töten und an ihren ganzen Grenzen, die da zweijährig und drunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleiß von den Weisen er⸗ lernet hatte. Da ist erfüllet, das gesagt ist von dem Propheten Jere⸗ mia, der da spricht:„Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei ge⸗ höret, viel Klagens, Weinens und Heulens; Rahel beweinte ihre Kinder, und wollte sich nicht trösten lassen; denn es war aus mit ihnen.“ Da aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum in Agyptenland und sprach: Stehe auf, und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir, und zeuch hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kinde nach dem Leben stunden. Und er stund auf, und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich, und kam in das Land Jsrael. Da er aber hörete, daß Archelaus im jüdischen Lande König war anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete er sich, dahin zu kommen. Und im Traum empfing er Befehl von Gott, und zog in die Orter des galiläischen Landes, und kam und wohnete in der Stadt, die da heißt Nazareth, auf daß erfüllet würde, das da gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazarenus heißen. Am Nelte der heil. 3 Rönige, Epiph. Tektion. Jesaja 42, 1—8. Siehe, das ist mein Knecht, ich erhalte ihn, und mein Auser⸗ wähleter, an welchem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben, er wird das Recht unter die Heiden bringen. Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. Das zerstoßne Rohr wird er nicht zer brechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. Er wird das Recht wahrhaftiglich halten lehren. Er wird nicht matt werden noch verzagen, bis daß er auf Erden das Recht anrichte; und die Inseln werden auf sein Gesetz warten. So spricht Gott, der E und den in( dich Lich die Fin und Göt Zeit land Jud kom er 1 Hol von 3u den nich kom beri war spra ihr' bete sieh ihne war in d und sche ihne und Am Her ist Engel nimm iland, rodes „ und „und d des pheten hn ge⸗ war, Beth⸗ g und en er⸗ Jere⸗ rei ge⸗ e ihre us mit Engel sprach: ir, und de nach in und r aber seines Traum äischen zareth, en: Er g, 1—6. Auser · hbe ihm pringen. rd man icht zer sen. Er üht matt richte; bott, der Sweiter Jahrgang. 77 HErr, der die Himmel schaffet und ausbreitet, der die Erde machet und ihr Gewächs, der dem Volk, so drauf ist, den Odem gibt, und den Geist denen, die drauf gehen: Ich, der HErr, habe dir gerufen in Gerechtigkeit, und habe dich bei deiner Hand gefasset, und habe dich behütet, und habe dich zum Bund unter das Volk gegeben, zum Licht der Heiden; daß du sollst öffnen die Augen der Blinden, und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen, und die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker. Ich, der HErr, das ist mein Name; und will meine Ehre keinem andern geben, noch meinen Ruhm den Göten. Evangelium. Matth. 2, 1—12. Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgen⸗ land gen Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborne König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland, und sind kommen, ihn anzubeten. Da das der König Herodes hörete, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem; und ließ versammeln alle Hohepriester und Schriftgelehrten unter dem Volk, und erforschete von ihnen, wo Christus sollte geboren werden. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande; denn also stehet geschrieben durch den Propheten:„Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist mit nichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein Herr sei.“ Da berief Herodes die Weisen heimlich, und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und wies sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so saget mir's wieder, daß ich auch komme und es an⸗ bete. Als sie nun den König gehöret hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stund oben über, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreuet, und gingen in das Haus, und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an, und taten ihre Schätze auf, und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken; und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. Am 1. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. Ephel. 5, 8—14. Ihr waret weiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts; die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit; und prüfet. 78 Episteln und Evangelien. was da sei wohlgefällig dem Herrn. Und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, strafet sie aber viel⸗ mehr. Denn was heimlich von ihnen geschieht, das ist auch zu sagen schändlich. Das alles aber wird offenbar, wenn's vom Licht gestrafet wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: „Wache auf, der du schläfest, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.“ Evangelium. Matth. 4, 12— 22. Da nun Jesus hörte, daß Johannes überantwortet war, zog er in das galiläische Land; und verließ die Stadt Nazareth, kam und wohnete zu Kapernaum, die da liegt am Meer, an den Grenzen Sebulons und Naphthalis; auf daß erfüllet würde, das da gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht:„Das Land Sebulon und das Land Naphthali, am Wege des Meers, jenseit des Jordans, und das heidnische Galiläa, das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen, und die da saßen am Ort und Schatten des Todes, denen ist ein Licht aufgegangen.“ Von der Zeit an fing Jesus an, zu predigen und zu sagen: Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeikommen. Als nun Jesus an dem galiläischen Meer ging, sah er zween Brüder, Simon, der da heißt Petrus, und An⸗ dreas, seinen Bruder, die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer. Und er sprach zu ihnen: Jolget mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen. Alsbald verließen sie ihre Netze und folgeten ihm nach. Und da er von dannen fürbaß ging, sah er zween andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Jo⸗ hannes, seinen Bruder, im Schiff mit ihrem Vater Zebedäus, daß sie ihre Netze flickten; und er rief ihnen. Alsbald verließen sie das Schiff und ihren Vater und folgeten ihm nach. Am 2. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. Röm. 1, 16—20. Ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig machet alle, die daran glauben, die Juden vornehmlich und auch die Griechen. Sintemal darinnen offenbaret wird die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben stehet:„Der Ge⸗ rechte wird seines Glaubens leben.“ Denn Gottes Zorn vom Him⸗ mel wird offenbart über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten. Denn was man von Gott weiß, ist ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart, damit daß Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige nschaft r viel · sagen strafet ißt es: o wird ar, zog im und renzen gesagt ꝛebulon ordans, aß, hat chatten an fing nelreich 1 Meer nd An⸗ enn sie ich will e Netze sah er ind Jo⸗ us, daß sie das 6—20. denn es glauben, arinnen kommt der Ge⸗ Him⸗ chtigkeit Denn 8 ihnen e ewige Sweiter Jahrgang. 79 Kraft und Gottheit, wird ersehen, so man des wahrnimmt, an den Werken, nämlich an der Schöpfung der Welt; also daß sie keine Entschuldigung haben. Evangelium. LTuk. 4, 14—- 24. Und Jesus kam wieder in des Geistes Kraft nach Galiläa; und das Gerücht erscholl von ihm durch alle umliegende Orte. Und Er lehrete in ihren Schulen, und ward von jedermann gepriesen. Und er kam gen Nazareth, da er erzogen war, und ging in die Schule nach seiner Gewohnheit am Sabbathtage, und stund auf und wollte lesen. Da ward ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und da er das Buch herumwarf, fand er den Ort, da geschrieben stehet: „Der Geist des Herrn ist bei mir, darum daß er mich gesalbet hat; er hat mich gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstoßenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollen, und den Blinden das Gesicht, und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen, und zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.“ Und als er das Buch zutat, gab er's dem Diener, und setzte sich. Und aller Augen, die in der Schule waren, sahen auf ihn. Und er fing an, zu sagen zu ihnen: Heute ist diese Schrist er⸗ füllet vor euren Ohren. Und sie gaben alle Zeugnis von ihm, und wunderten sich der holdseligen Worte, die aus seinem Munde gin⸗ gen, und sprachen: Ist das nicht Josephs Sohn? Und er sprach zu ihnen: Ihr werdet freilich zu mir sagen dies Sprichwort: Arzt, hilf dir selber! Denn wie große Dinge haben wir gehört zu Kaper⸗ naum geschehen! Tu auch also hie in deiner Vaterstadt. Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch: Kein Prophet ist angenehm in sei⸗ nem Vaterlande. Am 3. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. Röm. 5, 1—5. Nun wir denn sind gerecht worden durch den Glauben, so ha⸗ ben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesum Christ, durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darinnen wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Trübsale, dieweil wir wissen, daß Trübsal Geduld bringet; Geduld aber bringet Erfahrung; Erfahrung aber bringet Hoffnung; Hoffnung aber läßt nicht zu Schanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den heili⸗ gen Geist, welcher uns gegeben ist. 80 Episteln und Evangelien. Evangelium. Jyh. 4, 5—14. Da kam er in eine Stadt Samarias, die heißet Sichar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Joseph gab. Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich also auf den Brunnen; und es war um die sechste Stunde. Da kommt ein Weib von Samaria, Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken. Denn seine Jünger wa. ren in die Stadt gegangen, daß sie Speise kauften. Spricht nun das samaritische Weib zu ihm: Wie bittest Du von mir zu trinken, so du ein Jude bist, und ich ein samaritisch Weib?(Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern.) Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkennetest die Gabe Gottes, und wer der ist, der zu dir saget: Gib mir zu trinken, du bätest ihn, und er gäbe dir lebendiges Wasser. Spricht zu ihm das Weib: Herr, hast du doch nichts, damit du schöpfest, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn lebendig Wasser? Bist Du mehr, denn unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? und er hat daraus getrunken und seine Kinder und sein Vieh. Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer dieses Wassers trinket, den wird wieder dürsten; wer aber des Wassers trinken wird, das Ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht dürsten; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige Leben quillet. Am 4. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. Ephel. 2, 17—22, Christus ist kommen, hat verkündiget im Evangelium den Frie⸗ den euch, die ihr ferne waret, und denen, die nahe waren; denn durch ihn haben wir den Zugang alle beide in Einem Geiste zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbauet auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist; auf welchem der ganze Bau in einander gefüget wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn, auf welchem auch ihr mit erbauet werdet zu einer Behausung Gottes im Geist. Evangelium. Iph. 4, 15—26. Spricht das Weib zu ihm: Herr, gib mir dasselbige Wasser, auf daß mich nicht dürste, und ich nicht herkommen müsse, zu schöp⸗ fen. Jesus spricht zu ihr: Gehe hin, rufe deinem Manne, und komm her. Das Weib antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen nahe aber Reise, sechste öpfen. wa⸗ n das en, so Juden ortete d wer ind er , hast woher Vater haraus te und irsten; wird werde, in das 7—22, Frie⸗ durch Vater. Bürger Grund st; auf heiligen det zu Wasser, schͤp. komm keinen keinen Sweiter Jahrgang. 81 Mann. Fünf Männer hast du gehabt, und den du nun hast, der ist nicht dein Mann; da hast du recht gesagt. Das Weib spricht zu ihm: Herr, ich sehe, daß Du ein Prophet bist. Unsre Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr saget, zu Jerusalem sei die Stätte, da man anbeten solle. Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem Berge noch zu Jerusalem werdet den Vater anbeten. Ihr wisset nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil lkommt von den Ju⸗ den. Aber es kommt die Zeit, und ist schon jetzt, daß die wahrhafti⸗ gen Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahr⸗ heit; denn der Vater will haben, die ihn also anbeten. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Spricht das Weib zu ihm: Ich weiß, daß Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn derselbige kommen wird, so wird er's uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet. Am 5. Sonnk. nach Epiphanias. Epistel. 2. Cimoth. 3,. 10—17. Du aber bist nachgefolget meiner Lehre, meiner Weise, meiner Meinung, meinem Glauben, meiner Langmut, meiner Liebe, meiner Geduld, meinen Verfolgungen, meinen Leiden, welche mir widerfah⸗ ren sind zu Antiochien, zu Ikonion, zu Lystra, welche Verfolgungen ich da ertrug; und aus allen hat mich der Herr erlöset. Und alle, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, müssen Verfolgung leiden. Mit den bösen Menschen aber und verführerischen wird's je länger je ärger, verführen und werden verführet. Du aber bleibe in dem, das du gelernet hast, und dir vertrauet ist, sintemal du weißt, von wem du gelernet hast. Und weil du von Kind auf die heilige Schrift weißt, kann dich dieselbige unterweisen zur Seligkeit durch den Glau⸗ ben an Christum Jesum. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, daß ein Mensch Gottes sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt. Evangelium. Ioh. 7, 10—18. Als aber Jesu Brüder waren hinaufgegangen, da ging Er auch hinauf zu dem Fest, nicht offenbarlich, sondern als heimlich. Da suchten ihn die Juden am Fest und sprachen: Wo ist der? Und es war ein groß Gemurmel von ihm unter dem Volk. Etliche sprachen: Er ist fromm; die andern aber sprachen: Nein, sondern er verführet das Volk. Niemand aber redete frei von ihm um der Furcht willen 6 8² Episteln und Evangelien. vor den Juden. Aber mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte. Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift, so er sie doch nicht gelernet hat? Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern des, der mich gesandt hat. So jemand will des Willen tun, der wird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei, oder ob Ich von mir selbst rede. Wer von ihm selbst redet, der suchet seine eigne Ehre; wer aber suchet die Ehre des, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und ist keine Ungerechtigkeit an ihm. Am 6. Bonnk. nach Epiphanias. Epistel. 1. Ror. 1, 25—31 Die göttliche Torheit ist weiser, denn die Menschen sind, und die göttliche Schwachheit ist stärker, denn die Menschen sind. Sehet an, lieben Brüder, euren Beruf; nicht viel Weise nach dem Fleisch, nicht viel Gewaltige, nicht viel Edle sind berufen; sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählet, daß er die Weisen zu Schanden machte; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählet, daß er zu Schanden machte, was stark ist; und das Unedle vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählet, und das da nichts ist, daß er zunichte machte, was etwas ist, auf daß sich vor ihm kein Fleisch rühme. Von ihm kommt auch ihr her in Christo Jesu, welcher uns gemacht ist von Gott zur Weisheit und zur Ge⸗ rechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, auf daß(wie ge⸗ schrieben stehet),„wer sich rühmet, der rühme sich des Herrn“. Evangelium. Aph. 7, 37—53. Aber am letzten Tage des Jestes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubet, wie die Schrift saget, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfahen sollten, die an ihn glaubten; denn der heilige Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht ver⸗ kläret. Viele nun vom Volk, die diese Rede höreten, s prachen: Dieser ist wahrlich der Prophet. Andere sprachen: Er ist Christus. Etliche aber sprachen: Soll Christus aus Galiläa kommen? Spricht nicht die Schrift, von dem Samen Davids und aus dem Flecken Beth⸗ lehem, da David war, solle Christus kommen? Also ward eine Zwietracht unter dem Volk über ihm. Es wollten aber etliche ihn greifen; aber niemand legte die Hand an ihn. Die Knechte kamen zu den Hohenpriestern und Pharisäern; und sie sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? Die Knechte antworteten: Es in den achen: Jesus ondern in, der on mir Ehre; rhaftig, 25—31 d, und Sehet Ileisch en was Weisen das hat und das let, und daß sich Christo zur Ge⸗ (wie ge⸗ u*. ar, trat mir und es Leibe er aber en; denn licht vel⸗ Dieser „Etliche cht nicht n Beth⸗ ard eine liche ihn e kamen u ihnen: eten: Es Sweiter Jahrgang. hat nie kein Mensch also geredet wie dieser Mensch. Da antworteten ihnen die Pharisäer: Seid ihr auch verführet? Glaubet auch irgend ein Oberster oder Pharisäer an ihn? Sondern das Volk, das nichts vom Gesetz weiß, ist verflucht. Spricht zu ihnen Nikodemus, der bei der Nacht zu ihm kam, welcher einer unter ihnen war: Richtet unser Gesetz auch einen Menschen, ehe man ihn verhöret und erkennet, was er tut? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch ein Galiläer? Forsche und siehe, aus Galiläa stehet kein Prophet auf. Und ein jeglicher ging also heim. Am Sonntage Septuagesimä. Epistel. Röm. 10, 8—18. Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen. Denn so du mit deinem Munde bekennest Jesum, daß er der Herr sei, und glaubest in deinem Herzen, daß ihn Gott von den Toten auferwecket hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubet, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennet, so wird man selig. Denn die Schrift spricht:„Wer an ihn glaubet, wird nicht zu Schanden werden.“ Es ist hie kein Unterschied unter Juden und Griechen; es ist aller zumal Ein Herr, reich über alle, die ihn an⸗ rufen. Denn„wer den Namen des Herrn wird anrufen, soll selig werden.“ Wie sollen sie aber anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben stehet:„Wie lieblich sind die Füße derer, die den Frieden verkündigen, die das Gute verkündigen!“ Aber sie sind nicht alle dem Evangelium gehor⸗ sam. Denn Jesaja spricht:„Herr, wer glaubet unserm Predigen?“ So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes. Ich sage aber: Haben sie es nicht gehöret? Wohl, es ist ja in alle Lande ausgegangen ihr Schall und in alle Welt ihre Worte. Evangelium. Matth. 9, 35—38. Und Jesus ging umher in alle Städte und Märkte, lehrte in ihren Schulen, und predigte das Evangelium von dem Reich, und heilete allerlei Seuche und allerlei Krankheit im Volke. Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselbigen; denn sie waren verschmach⸗ tet und zerstreuet wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenig sind der Ar⸗ beiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende. 6* 8⁴ Episteln und Evangelien. Am Sonntage Sexagenmä. Epistel. 2. Thell. 3, 1—5. Weiter, lieben Brüder, betet für uns, daß das Wort des Herrn laufe und gepriesen werde wie bei euch, und daß wir erlöset werden von den unverständigen und argen Menschen. Denn der Glaube ist nicht jedermanns Ding. Aber der Herr ist treu; der wird euch tärken und bewahren vor dem Argen. Wir versehen uns aber zu zuch in dem Herrn, daß ihr tut und tun werdet, was wir euch ge⸗ bieten. Der Herr aber richte eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu der Geduld Christi. Evangelium. Mark. 4, 26—32. Jesus sprach: Das Reich Gottes hat sich also, als wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft, und schläft, und stehet auf, Nacht und Tag; und der Same gehet auf und wächset, daß er's nicht weiß; denn die Erde bringet von ihr selbst zum ersten das Gras, darnach die Ahren, darnach den vollen Weizen in den Ahren. Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schicket er bald die Sichel hin; denn die Srnte ist da. Und er sprach: Wem wollen wir das Reich Gottes vergleichen? und durch welch Gleichnis wollen wir es vorbilden? Gleichwie ein Senfkorn, wenn das gesäet wird aufs Land, so ists das kleinste unter allen Samen auf Erden; und wenn es gesäet ist, so nimmt es zu, und wird größer denn alle Kohlkräuter, und ge⸗ winnet große Zweige, also daß die Vögel unter dem Himmel unter seinem Schatten wohnen können. Am Sonntage Estomihi. Epistel. 1 Kyr. 1, 18—24. Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft. Denn es stehet geschrieben:„Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.“ Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weltweisen? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn dieweil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erlannte, gefiel es Gott wohl, durch törichte Predigt selig zu machen die, so daran glauben; sintemal die Juden Zeichen fordern und die Griechen nach Weisheit fragen, wir aber predigen den gekreuzigten Christ, den Juden ein Argernis und den Griechen eine Torheit, denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, pre. digen wir Christum, göttliche Kraft und göttliche Weisheit. Evangelium. Ioh. 11, 47—54. Da versammelten die Hohenpriester und die Pharisäer einen Rat und sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch tut viel Zeichen nn ein „Nacht t weiß; darnach sie aber enn die Gottes bilden? so ists esäet ist, und ge⸗ el unter 24. perloren t. Denn heit der werfen.“ sind die Torheit in seiner Predigt Zeichen predigen Griechen hen, pre jer einen Zeichen. Sweiter Jahrgang. 8⁵ Lassen wir ihn also, so werden sie alle an ihn glauben; so kommen dann die Römer, und nehmen uns Land und Leute. Einer aber unter ihnen, Kaiphas, der desselben Jahrs Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisset nichts, bedenket auch nichts; es ist uns besser, Ein Mensch sterbe für das Volk, denn daß das ganze Volk verderbe. Solches aber redete er nicht von sich selbst, sondern dieweil er des⸗ selbigen Jahrs Hoherpriester war, weissagte er; denn Jesus sollte sterben für das Volk, und nicht für das Volk allein, sondern daß er auch die Kinder Gottes, die zerstreuet waren, zusammenbrächte. Von dem Tage an ratschlagten sie, wie sie ihn töteten. Jesus aber wan⸗ delte nicht mehr frei unter den Juden, sondern ging von dannen in eine Gegend nahe bei der Wüste, in eine Stadt, genannt Ephrem, und hatte sein Wesen daselbst mit seinen Jüngern. ö Am 1. ynnk. i. d. Nasten, Invoravit. Epistel. Ebr. 12, 1—4. Darum auch wir, dieweil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasset uns ablegen die Sünde, so uns immer anklebt und träge macht, und lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist, und aufsehen auf Jesum, den Anfänger und Voll⸗ ender des Glaubens; welcher, da er wohl hätte mögen Freude haben, erduldete er das Kreuz, und achtete der Schande nicht, und ist gesessen zur Rechten auf dem Stuhl Gottes. Gedenket an den, der ein solches Widersprechen von den Sündern wider sich erduldet hat, daß ihr nicht in eurem Mut matt werdel und ablasset. Denn ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden über dem Kämpfen wider die Sünde. Evangelium. Malth. 16, 21—23. Von der Zeit an fing Jesus an und zeigte seinen Jüngern, wie er müßte hin gen Jerusalem gehen, und viel leiden von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten, und getötet werden, und am dritten Tage auferstehen. Und Petrus nahm ihn zu sich, fuhr ihn an und sprach: Herr, schone dein selbst; das widerfahre dir nur nicht! Aber er wandte sich um und sprach zu Petrus: Heb dich, Satan, von mir! du bist mir ärgerlich; denn du meinest nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist. Am 2.Snnk. i. d. Tasten, Neminisrere. Epist. 1. Petr. 4, 12—19. Ihr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befrem⸗ den(die euch widerfähret, daß ihr versucht werdet), als widerführe euch etwas Seltsames, sondern freuet euch, daß ihr mit Christo leidet, auf daß ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben möget. Selig seid ihr, wenn ihr geschmä⸗ 86 Episteln und Evangelien. het werdet über dem Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruhet auf euch. Bei ihnen ist er ver⸗ lästert, aber bei euch ist er gepriesen. Niemand aber unter euch leide als ein Mörder oder Dieb oder Übeltäter, oder der in ein fremd Amt greifet. Leidet er aber als ein Christ, so schäme er sich nicht, er ehre aber Gott in solchem Fall. Denn es ist Zeit, daß anfange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns, was will's für ein Ende werden mit denen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seele befehlen, als dem treuen Schöpfer, in guten Werken. Evangelium. Matth. 20, 20—-28. Da trat zu ihm die Mutter der Kinder des Zebedäus mit ihren Söhnen, fiel vor ihm nieder und bat etwas von ihm. Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Laß diese meine zween Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten und den an⸗ dern zu deiner Linken. Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Könnet ihr den Kelch trinken, den Ich trinken werde, und euch taufen lassen mit der Taufe, da Ich mit ge⸗ tauft werde? Sie sprachen zu ihm: Ja, wohl. Und er sprach zu ihnen: Meinen Kelch sollt ihr zwar trinken, und mit der Taufe, da Ich mit getauft werde, sollt ihr getauft werden; aber das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben, stehet mir nicht zu, sondern denen es bereitet ist von meinem Vater. Da das die Zehn höreten, wurden sie unwillig über die zween Brüder. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisset, daß die weltlichen Fürsten herrschen, und die Oberherrn haben Gewalt. So soll es nicht sein unter euch, sondern, so jemand will unter euch gewaltig sein, der sei euer Diener. Und wer da will der Vornehmste sein, der sei euer Knecht. Gleich⸗ wie des Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene, und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele Am 3. Synnt. in den Fasten, Oruli. Epistel. Röm. 8, 28—39, Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohns, auf daß derselbige der Erst⸗ geborne sei unter vielen Brüdern. Welche er aber verordnet hal, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat, die hat er auch Geist er ver⸗ ch leide fremd nicht; nfange 5, was Gottes vo will en nach treuen it ihren sprach e zween den an⸗ 9• Ihr den Ich mit ge⸗ rach zu ufe, da ditzen zu sondern höreten, f sie zu errschen, er euch; Diener. Gleich⸗ en lasse, ür viele. 28-39. ige zum n welche eich sein er Erst⸗ net hat, er auch Sweiter Jahrgang. 87 gerecht gemacht; welche er aber hat gerecht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht. Was wollen wir nun hiezu sagen? Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? Welcher auch seines eignen Sohns nicht hat verschonet, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Aus⸗ erwähleten Gottes beschuldigen? Gott ist hie, der da gerecht machet. Wer will verdammen? Christus ist hie, der gestorben ist, ja viel⸗ mehr, der auch auferwecket ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns. Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Fährlich⸗ keit oder Schwert? Wie geschrieben stehet:„Um deinetwillen wer⸗ den wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlacht⸗ schafe.“ Aber in dem allen überwinden wir weit um des willen, der uns geliebet hat. Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärti⸗ ges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm Herrn. Evangelium. Tuk. 19, 1—10. Und er zog hinein und ging durch Jericho. Und siehe, da war ein Mann, genannt Zachäus, der war ein Oberster der Zöllner, und war reich; und begehrte Jesum zu sehen, wer er wäre, und konnte nicht vor dem Volk; denn er war klein von Person. Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, auf daß er ihn sähe; denn allda sollte er durchkommen. Und als Jesus kam an dieselbige Stätte, sah er auf und ward sein gewahr, und sprach zu ihm: Za⸗ chäus, steig eilend hernieder; denn ich muß heute zu deinem Hause einkehren. Und er stieg eilend hernieder, und nahm ihn auf mit Freuden. Da sie das sahen, murreten sie alle, daß er bei einem Sünder einkehrte. Zachäus aber trat dar und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und so ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfältig wieder. Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, sintemal er auch Abrahams Sohn ist. Denn des Menschen Sohn ist kommen, zu suchen und selig zu machen, das verloren ist. Am 4. Sonnt. in den Fasten, Lätare. Epistel. 2. Ror. 5, 14—21. Die Liebe Christi dringet uns also; sintemal wir halten, daß so Einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben, und er ist darum für alle gestorben, auf daß die, so da leben, hinfort nicht 88 Episteln und Evangelien. ihnen selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstan. den ist. Darum von nun an kennen wir niemand nach dem Ileisch nen wir ihn doch jetzt nicht mehr. Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu worden. Aber das alles von Gott, der uns mit ihm selber ver. söhnet hat durch Jesum Christ, und das Amt gegeben, das die Ver⸗ söhnung prediget. Denn Gott war in Christo, und versöhnte die Welt mit ihm selber, und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu, und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt; denn Gott vermahnet durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Evangelium. Joll. 12, 1—8. Sechs Tage vor den Ostern kam Jesus nach Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische saßen. Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefälschter, köstlicher Narde, und salbete die Füße Jesu, und trocknete mit ihrem Haare seine Füße; das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischarioth, der ihn hernach verriet: Warum ist diese Salbe nicht verkauft um drei. hundert Groschen und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, und hatte den Beutel und trug was gegeben ward. Da sprach Jesus: Laß sie mit Frieden; solches hat sie behalten zum Tage meiner Begräbnis Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. Am 5. Sonnk. in den Nasten, Iudira. Epistel. Ebr. 10, 19—27. So wir denn nun haben, lieben Brüder, die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut Jesu, welchen er uns bereilet hat zum neuen und lebendigen Wege durch den Vorhang, das ist, durch sein Fleisch, und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes: so lasset uns hinzugehen mit wahrhaftigem Herzen in völli⸗ gem Glauben, besprenget in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen, und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser; und lassel uns halten an dem Bekenntnis der Hoffnung, und nicht wanken, und ob wir auch Christum gekannt haben nach dem Fleisch, so ken. erstan. leisch; so ken⸗ isto, so st alles er ver. ie Ver. nte die zu, und o sind t durch ien mit ms zur keit, die lien, da ute von Martha e saßen. östlicher Haare nd hatte Laß sie gräbnis. hr nicht 19—27. eit zu⁰m bereilet das ist, 3 Haus in völli⸗ m bösen d lasset wanken, be. Da oth, der im drei⸗ er nicht, Sweiter Jahrgang. 89 denn er ist treu, der sie verheißen hat; und lasset uns unter einander unser selbst wahrnehmen mit Reizen zur Liebe und guten Werken, und nicht verlassen unsere Versammlung, wie etliche pflegen, sondern unter einander ermahnen; und das so viel mehr, so viel ihr sehet, daß sich der Tag nahet. Denn so wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir für⸗ der kein ander Opfer mehr für die Sünden, sondern ein schrecklich Warten des Gerichtes und des Feuereifers, der die Widersacher ver⸗ zehren wird. Evangelium. Matth. 23, 29—39. Jesus sprach: Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Propheten Gräber bauet, und schmücket der Gerechten Gräber, und sprecht: Wären wir zu unsrer Väter Zeiten gewesen, so wollten wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Pro⸗ pheten Blut. So gebt ihr über euch selbst Zeugnis, daß ihr Kinder seid derer, die die Propheten getötet haben. Wohlan, erfüllet auch ihr das Maß eurer Väter! Ihr Schlangen, ihr Otterngezüchte! wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen? Darum siehe, Ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und derselbi⸗ gen werdet ihr etliche töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geißeln in euren Schulen, und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der andern; auf daß über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut an des gerechten Abel bis aufs Blut Zacharias, des Sohnes Berechjas, welchen ihr getötet habt zwischen dem Tempel und Altar. Wahrlich, ich sage euch, daß solches alles wird über dies Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusa⸗ lem, die du tötest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt sind! wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt. Siehe, euer Haus soll euch wüst gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Am Palmsonntage. Epistel. Ebr. 5, 5—9. Christus hat sich nicht selbst in die Ehre gesetzt, daß er Hoher⸗ priester würde, sondern der zu ihm gesagt hat:„Du bist mein Sohn, heute habe Ich dich gezeuget.“ Wie er auch am andern Ort spricht: „Du bist ein Priester in Ewigkeit, nach der Ordnung Melchisedeks.“ Und er hat in den Tagen seines Fleisches Gebet und Flehen mit starkem Geschrei und Tränen geopfert zu dem, der ihm von dem Tode konnte aushelfen; und ist auch erhöret, darum daß er Gott in 90 Episteln und Evangelien. Ehren hatte. Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, das er litt, Gehorsam gelernet. Und da er vollendet war, ist er worden allen, die ihm gehorsam sind, eine Ursache zur ewigen Seligkeit. Evangelium. Aph. 17, 1—5. Solches redete Jesus, und hub seine Augen gen Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist hie, daß du deinen Sohn verklärest, auf daß dich dein Sohn auch verkläre; gleichwie du ihm Macht hast gegeben über alles Fleisch, auf daß er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christ, erkennen. Ich habe dich verkläret auf Erden, und vollendet das Werk, das du mir gegeben hast, daß ich es tun sollte. Und nun verkläre mich Du, Vater, bei dir selbst mit der Klarheit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Am grünen Donnerstage. Epistel. 1. Ror. 10, 16. 17. Der gesegnete Kelch, welchen wir segnen, ist der nicht die Ge. meinschaft des Bluts Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn Ein Brot ist's, so sind wir viele Ein Leib; dieweil wir alle Eines Brots teilhaftig sind. Für die Altarvorlesung das vierbe Bauplstück der Leidensgeschichte. Evangelium. Matth. 26, 17—29. Aber am ersten Tage der süßen Brote traten die Jünger zu Jesu, und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir dir bereiten, das Osterlamm zu essen? Er sprach: Gehet hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist nahe, ich will bei dir die Ostern halten mit meinen Jüngern. Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Osterlamm. Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen. Und da sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. Und sie wurden sehr betrübt, und huben an, ein jeglicher unter ihnen, und sagten zu ihm: Herr, bin ich's? Er ant⸗ wortete und sprach: Der mit der Hand mit mir in die Schüssel tauchte, der wird mich verraten. Des Menschen Sohn gehet zwar dahin, wie von ihm geschrieben stehet; doch weh dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre ihm besser, daß der⸗ selbige Mensch nie geboren wäre. Da antwortete Judas, der ihn verriet und sprach: Bin ich's Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst och an Har, ist ewigen iel und klärest, cht hast e allen, sie dich, Jesum ollendet nd nun ich bei 17 die Ge⸗ „ist das ist's, so tig sind. nger zu ten, das u einem ist nahe, Und die üben an, Er ant⸗ (tauchte, welchen ten das Zwölfen. iter euch hin, wie daß der⸗ der ihn u sagst Sweiter Jahrgang. es. Da sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte, und brach's, und gab's den Jüngern und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trin⸗ ket alle daraus; das ist mein Blut des neuen Testaments, welches vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Wein⸗ stocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich. Am Rarfreitage. Jür die Altarvorlesung das fünfte Baupistück der Leidensgeschichte. Jür die Predigt freie Cexte. Am 1. Ostertage. Epistel. 1. Petr. 1, 3—9. Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelk⸗ lichen Erbe, das behalten wird im Himmel euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahret werdet zur Seligkeit, welche be⸗ reitet ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit. In derselbigen werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wo es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, auf daß euer Glaube recht⸗ schaffen und viel köstlicher erfunden werde denn das vergängliche Gold, das durchs Jeuer bewähret wird, zu Lobe, Preis und Ehre, wenn nun offenbaret wird Jesus Christus, welchen ihr nicht gesehen und doch lieb habt, und nun an ihn glaubet, wiewohl ihr ihn nicht sehet, und werdet euch freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude und das Ende eures Glaubens davonbringen, nämlich der Seelen Seligkeit. Evangelium. Tuk. 24, 1—12. Aber am ersten Tage der Woche sehr frühe kamen sie zum Grabe, und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen. Sie fanden aber den Stein abgewälzet von dem Grabe; und gingen hinein, und fanden den Leib des Herrn Jesu nicht. Und da sie darum bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zween Männer mit glänzenden Kleidern. Und sie erschraken, und schlugen ihre Angesichter nieder zu der Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hie, er ist 9² Episteln und Evangelien. auferstanden. Gedenket dran, wie er euch sagte, da er noch in Gali⸗ läa war, und sprach: Des Menschen Sohn muß überantwortet wer⸗ den in die Hände der Sünder, und gekreuziget werden, und am drit⸗ ten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte. Und sie gingen wieder vom Grabe, und verkündigten das alles den Elfen und den andern allen. Es war aber Maria Magdalena und Jo⸗ hanna und Maria, des Jakobus Mutter, und andere mit ihnen, die solches den Aposteln sageten. Und es deuchten sie ihre Worte eben, als wären's Märlein, und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stund auf und lief zum Grabe, und bückte sich hinein, und sah die leinenen Tücher allein liegen; und ging davon, und es nahm ihn wunder, wie es zuginge. Am 2. DOstertage. Epistel. 1. Ryr. 15, 51—58. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle ent. schlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und dasselbe plötz⸗ lich in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen, und die Toten werden auferstehen unverwes⸗ lich, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muß anzie⸗ hen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche wird anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterb⸗ lichkeit, dann wird erfüllet werden das Wort, das geschrieben stehet: „Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?“ Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum. Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unbeweglich, und nehmet immer zu in dem Werk des Herrn, sintemal ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn. Evangelium. Iyg. 20, 11—18. Maria aber stund vor dem Grabe und weinte draußen. Als sie nun weinte, guckte sie in das Grab, und siehet zween Engel in wei⸗ ßen Kleidern sitzen, einen zu den Häupten und den andern zu den Füßen, da sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. Und dieselbigen sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück, und siehet Jesum stehen, und weiß nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meinet, es sei Gali⸗ et wer⸗ m drit⸗ Ind sie Elfen nd Jo⸗ ien, die e eben, r stund einenen vunder, ille ent. be plötz es wird verwes⸗ wesliche ganzie⸗ inziehen nsterb⸗ stehet: tachel? ist die aber sei Jesum ich, und set, daß Als sie in wei⸗ zu den selbigen en: Sie sie ihn ück, und ht Jesus t, es sei Sweiter Jahrgang. 9³ der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast Du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingeleget? so will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm: Rabbuni, das heißet: Meister. Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an; denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria Magdalena kommt und verkündiget den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen, und solches hat er zu mir gesagt. Am 1. Svnnk. n. Ostern, Auastmodogeniti. Ep. 1. Cim. 6, 12—16. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist, und bekannt hast ein gut Bekennt⸗ nis vor vielen Zeugen. Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig machet, und vor Christo Jesu, der unter Pontius Pilatus bezeuget hat ein gut Bekenntnis, daß du haltest das Gebot ohne Flecken, untadelig, bis auf die Erscheinung unsers Herrn Jesu Christi, welche wird zeigen zu seiner Zeit der Selige und allein Gewaltige, der König aller Könige und Herr aller Herren, der allein Unsterb⸗ lichkeit hat, der da wohnet in einem Licht, da niemand zukommen kann, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; dem sei Ehre und ewiges Reich! Amen. Evangelium. Ioh. 21, 15—19. Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon Jona, hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, Du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer! Spricht er wieder zum andernmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, Du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Schafe! Spricht er zum drittenmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum dritten⸗ mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, Du weißt alle Dinge, Du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Da du jünger warest, gürtetest du dich selbst, und wandeltest, wo du hin⸗ wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein andrer wird dich gürten und führen, wo du nicht hinwillst. Das sagte er aber, zu deuten, mit welchem Tode er Gott preisen würde. Und da er das gesaget, spricht er zu ihm: Folge mir nach! 9⁴ Episteln und Evangelien. Am 2. Sonntage nach Ostern, Miserirordias Dumini. Epistel. Ephel. 2, 4—10. Gott, der da reich ist an Barmherzigkeit, durch seine große Lie⸗ be, damit er uns geliebet hat, da wir tot waren in den Sünden, hat er uns samt Christo lebendig gemacht(denn aus Gnade seid ihr selig worden), und hat uns samt ihm auferwecket, und samt ihm in das himmlische Wesen gesetzt in Christo Jesu, auf daß er erzeigete in den zukünftigen Zeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christo Jesu. Denn aus Gnade seid ihr selig worden durch den Glauben, und dasselbige nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus den Werken, auf daß sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu gu. ten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daß wir dar⸗ innen wandeln sollen. Evangelium. Ivph. 6, 35—50. Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glau⸗ bet, den wird nimmermehr dürsten. Aber ich habe es euch gesagt, daß ihr mich gesehen habt, und glaubet doch nicht. Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel kommen, nicht daß ich meinen Willen tue, sondern des, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, das er mir gegeben hat, sondern daß ich's auferwecke am jüngsten Tage. Denn das ist der Wille des, der mich ge⸗ sandt hat, daß, wer den Sohn siehet und glaubet an ihn, habe das ewige Leben; und Ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. Da mur⸗ reten die Juden darüber, daß er sagte: Ich bin das Brot, das vom Himmel kommen ist, und sprachen: Ist dieser nicht Jesus, Josephs Sohn, des Vater und Mutter wir kennen? Wie spricht Er denn: Ich bin vom Himmel kommen? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Murret nicht unter einander. Es kann niemand zu mir kom⸗ men, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat; und Ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. Es stehet geschrieben in den Propheten:„Sie werden alle von Gott gelehret sein.“ Wer es nun höret vom Vater und lernet's, der kommt zu mir. Nicht daß jemand den Vater habe gesehen, ohne der vom Vater ist; der hat den Vater gesehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glau⸗ bet, der hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben Manna gegessen in der Wüste, und sind gestorben Die nich Am wir mit wir verl kleid Hüt liebe liche tet, wir nen, ben meh Her daß Gla sind sage gehe zu n das mas den Wal mich Und ihm spri Phi Am ford und ni. ze Lie⸗ en, hat r selig in das in den Gnade ide seid 8 euch, jemand zu gu⸗ ir dar⸗ Lebens. h glau⸗ gesagt, as mir mt, den ommen, ndt hat. daß ich aß ichẽs mich ge⸗ 8 ewige 0a mur ⁴αs vom Josephs r denn: rach zu sir kom⸗ at; und chrieben Wer icht daß hat den ich glau⸗ 3. Eure storben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, auf daß, wer davon isset, nicht sterbe. Am 3. Synntage n. Ostern, Jubilate. Epistel. 2. Ror. 5, 1—9. Wir wissen aber, so unser irdisch Haus dieser Hütte zerbrochen wird, daß wir einen Bau haben, von Gott erbauet, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist, im Himmel. Und darüber sehnen wir uns auch nach unsrer Behausung, die vom Himmel ist, und uns verlanget, daß wir damit überkleidet werden; so doch wo wir be⸗ kleidet und nicht bloß erfunden werden. Denn dieweil wir in der Hütte sind, sehnen wir uns und sind beschweret; sintemal wir wollten lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden, auf daß das Sterb⸗ liche würde verschlungen von dem Leben. Der uns aber dazu berei⸗ tet, das ist Gott, der uns das Pfand, den Geist, gegeben hat. So sind wir denn getrost allezeit und wissen, daß dieweil wir im Leibe woh⸗ nen, so wallen wir ferne vom Herrn; denn wir wandeln im Glau⸗ ben und nicht im Schauen. Wir sind aber getrost, und haben viel⸗ mehr Lust außer dem Leibe zu wallen und daheim zu sein bei dem Herrn. Darum fleißigen wir uns auch, wir sind daheim oder wallen, daß wir ihm wohlgefallen. Evangelium. Ayh. 14, 1—9. Jesus sprach zu seinen Jüngern: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubet an Gott und glaubet an mich. In meines Vaters Hause sind viel Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten. Und wenn ich hin⸗ gehe, euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo Ich bin. Und wo Ich hingehe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm Tho⸗ mas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehest; und wie können wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich kennetet, so kennetet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennet ihr ihn, und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genüget uns. Jesus spricht zu ihm: So lang bin ich bei euch, und du kennest mich nicht, Philippus? Wer mich siehet, der siehet den Vater. Am 4. Sonntage n. Ostern, Cantate. Epistel. 1. Petr. 3, 15—18. Seid allezeit bereit zur Verantwortung jedermann, der Grund fordert der Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmütigkeit und Furcht; und habt ein gut Gewissen, auf daß die, so von euch Sweiter Jahrgang. 9⁵ 96 Episteln und Evangelien. afterreden als von Übeltätern, zu Schanden werden, daß sie ge⸗ schmäht haben euren guten Wandel in Christo. Denn es ist besser, so es Gottes Wille ist, daß ihr von Wohltat wegen leidet denn von Ubeltat wegen. Sintemal auch Christus einmal für unsre Sünden gelitten hat, der Gerechte für die Ungerechten, auf daß er uns zu Gott führete, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. Evangelium. Matth. 10, 16—20. Siehe, Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; dar⸗ um seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch überant⸗ worten vor ihre Rathäuser, und werden euch geißeln in ihren Schu⸗ len. Und man wird euch vor Fürsten und Könige führen um meinet⸗ willen, zum Zeugnis über sie und über die Heiden. Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. Am 5. Synnk. n. Ostern, Nygate. Epistel. Röm. 8, 24—27. Wir sind wohl selig, doch in der Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man siehet, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man des hoffen, das man siehet? So wir aber des hoffen, das wir nicht sehen, so warten wir sein durch Geduld. Desselbigen gleichen auch der Geist hilft unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt, sondern der Geist selbst vertritt uns aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen. Der aber die Herzen forschet, der weiß, was des Geistes Sinn sei; denn er vertritt die Heiligen nach dem, das Gott gefällt. Evangelium. Malth. 7, 7—11. Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfähet; und wer da suchet, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet ums Brot, der ihm einen Stein biete? Oder so er ihn bittet um einen Fisch, der ihm eine Schlange biete? So denn ihr, die ihr doch arg seid, könnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten. Am Feste der Bimmelfahrt Christi. Epistel. Rol. 3, 1—4. Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Trachtet nach dem, das gest aber auch ich; fülle Pro nis, gesch Tote und Jeri euch Star der die schiet an, ren Am keit, selbst ihr welch und die er ge und Gew nicht alle der des, bitten e ge⸗ ꝛesser, von ünden ns zu macht dar⸗ uben. erant⸗ Schu⸗ neinet⸗ e euch reden reden Vaters 4—27. g aber, hoffen, hen, s Geist r beten 8 aufs orschet, eiligen klopfet et; und Ifgetan. 3 Brot, FJisch rg seid, hr wird 1—4. droben ich dem, Sweiter Jahrgang. 97 das droben ist, nicht nach dem, das auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in der Herrlichkeit. Evangelium. Tuk. 24, 44—58. Jesus sprach aber zu seinen Jüngern: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles er⸗ füllet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Moses, in den Propheten und in den Psalmen. Da öff nete er ihnen das Verständ⸗ nis, daß sie die Schrift verstunden, und sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also mußte Christus leiden, und auferstehen von den Toten am dritten Tage, und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern, und anheben zu Jerusalem. Ihr aber seid des alles Zeugen. Und siehe, Ich will euch senden die Verheißung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis daß ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe. Er führte sie aber hinaus bis gen Bethanien; und hub die Hände auf und segnete sie. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen, und fuhr auf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an, und kehreten wieder gen Jerusalem mit großer Freude; und wa⸗ ren allewege im Tempel, priesen und lobeten Gott. Am 6. Sunnk. nach Ostern, Exaudi. Epistel. Ephel. 1, 17—28. Der Gott unsers Herrn Jesu Christi, der Vater der Herrlich⸗ keit, gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung zu seiner selbst Erkenntnis, und erleuchtete Augen eures Verständnisses, daß ihr erkennen möget, welche da sei die Hoffnung eures Berufs, und welcher sei der Reichtum seines herrlichen Erbes an seinen Heiligen, und welche da sei die überschwengliche Größe seiner Kraft an uns, die wir glauben nach der Wirkung seiner mächtigen Stärke, welche er gewirket hat in Christo, da er ihn von den Toten auferwecket hat und gesetzt zu seiner Rechten im Himmel, über alle Fürstentümer, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was genannt mag werden, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen; und hat alle Dinge unter seine Füße getan, und hat ihn gesetzt zum Haupt der Gemeine über alles, welche da ist sein Leib, nämlich die Fülle des, der alles in allen erfüllet. Evangelium. Iyh. 14, 15—21. Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote; und Ich will den Vaker bitten, und er soll euch einen andern Tröster geben, daß er bei euch 7 98 Episteln und Evangelien. bleibe ewiglich, den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfahen; denn sie siehet ihn nicht, und kennet ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibet bei euch, und wird in euch sein. Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch. Es ist noch um ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen; denn Ich lebe, und ihr sollt auch leben. An demselbigen Tage werdet ihr erkennen, daß Ich in meinem Vater bin, und ihr in mir, und Ich in euch. Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist's, der mich liebet. Wer mich aber liebet, der wird von meinem Vater ge⸗ liebet werden, und Ich werde ihn lieben, und mich ihm offenbaren. Am 1. Püingsttage. Epistel. 2. Ror. 3, 17 bis Rap. 4, 6. Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Nun aber spiegelt sich in uns allen des Herrn Klarheit mit aufgedecktem Angesichte, und wir werden verkläret in dasselbige Bild von einer Klarheit zu der andern, als vom Herrn, der der Geist ist. Darum, dieweil wir ein solch Amt haben, nach dem uns Barmherzig⸗ keit widerfahren ist, so werden wir nicht müde, sondern meiden auch heimliche Schande, und gehen nicht mit Schalkheit um, fälschen auch nicht Gottes Wort, sondern mit Offenbarung der Wahrheit bewei⸗ sen wir uns wohl an aller Menschen Gewissen vor Gott. Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren werden, verdeckt; bei welchen der Gott dieser Welt der Ungläubigen Sinn verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christ, daß er sei der Herr, wir aber eure Knechte um Jesu willen. Denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi. Evangelium. Apystelgesch. 2, 32—41. Petrus sprach: Jesum hat Gott auferweckt; des sind wir alle Zeugen. Nun er durch die Rechte Gottes erhöhet ist, und empfangen hat die Verheißung des heiligen Geists vom Vater, hat er ausge⸗ gossen dies, das ihr sehet und höret. Denn David ist nicht gen Him⸗ mel gefahren. Er spricht aber:„Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße.“ So wisse nun das ganze Haus Israel gewiß, daß Gott diesen Jesum, den ihr gekreuziget habt, zu einem kann aber h will m ein t mich Tage n mir, 8, der ter ge⸗ baren. „ 6. „da ist eit mit je Bild eist ist. herzig⸗ in auch in auch bewei⸗ st nun verden, Sinn jeliums nn wir r Herr, ieß das Schein uchtung te Jesu vir alle pfangen ausge⸗ en Him⸗ meinem nde lege Israel u einem Sweiter Jahrgang. 99 Herrn und Christ gemacht hat. Da sie aber das höreten, ging's ihnen durchs Herz, und sprachen zu Petrus und zu den andern Aposteln: Ihr Männer, lieben Brüder, was sollen wir tun? Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfahen die Gabe des heiligen Geists. Denn euer und eurer Kinder ist diese Ver⸗ heißung, und aller, die ferne sind, welche Gott, unser Herr, herzu⸗ rufen wird. Auch mit viel andern Worten bezeugte er und ermahnte und sprach: Lasset euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht. Die nun sein Wort gerne annahmen, ließen sich taufen; und wurden hinzugetan an dem Tage bei dreitausend Seelen. Am 2. Pfingsttage. Epistel. Ephel. 4, 11—16. Christus hat etliche zu Aposteln gesetzt, etliche aber zu Prophe⸗ ten, etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern, daß die Heiligen zugerichtet werden zum Werk des Amts, dadurch der Leib Christi erbauet werde, bis daß wir alle hinankommen zu einerlei Glauben und Erkenntnis des Sohns Gottes, und ein vollkommner Mann werden, der da sei im Maße des vollkommenen Alters Christi, auf daß wir nicht mehr Kinder seien, und uns wägen und wiegen lassen von allerlei Wind der Lehre durch Schalkheit der Menschen und Täuscherei, damit sie uns erschleichen zu verführen. Lasset uns aber rechtschaffen sein in der Liebe, und wachsen in allen Stücken an dem, der das Haupt ist, Christus, von welchem aus der ganze Leib zusammengefüget ist und ein Glied am andern hanget durch alle Ge⸗ lenke, dadurch eins dem andern Handreichung tut nach dem Werk eines jeglichen Gliedes in seinem Maße, und machet, daß der Leib wächset zu seiner selbst Besserung; und das alles in der Liebe. Evangelium. Apyostelgesch. 2, 42—47. Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der Ge⸗ meinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Es kam auch alle Seelen Furcht an; und geschahen viel Wunder und Zeichen durch die Apostel. Alle aber, die gläubig waren worden, waren bei einander, und hielten alle Dinge gemein. Ihre Güter und Habe verkauften sie, und teileten sie aus unter alle, nach dem jedermann not war. Und sie waren täglich und stets bei einander einmütig im Tempel, und brachen das Brot hin und her in Häusern, nahmen die Speise, und lobeten Gott mit Freuden und einfältigem Herzen, und hatten Gnade bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat hinzu täglich, die da selig wurden, zu der Gemeine. 7* 10⁰ Episteln und Evangelien. Am Crinitatis-Jeste. Epistel. 1. Ror. 2, 7—16. Wir reden von der heimlichen, verborgenen Weisheit Gottes, welche Gott verordnet hat vor der Welt zu unsrer Herrlichkeit, welche keiner von den Obersten dieser Welt erkannt hat; denn wo sie die er⸗ kannt hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuziget, sondern wie geschrieben stehet:„Das kein Auge gesehen hat, und kein Ohr gehöret hat, und in keines Menschen Herz kommen ist, das Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.“ Uns aber hat es Gott offenbaret durch seinen Geist, denn der Geist erforschet alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, ohne der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also auch weiß niemand, was in Gott ist, ohne der Geist Gottes. Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; welches wir auch reden, nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der heilige Geist lehret, und richten geistliche Sachen geistlich. Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und kann es nicht erkennen; denn es muß geistlich gerichtet sein. Der geistliche aber richtet alles, und wird von niemand gerichtet. Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? oder wer will ihn unterweisen? Wir aber haben Christi Sinn. Evangelium. Matth. 28, 16—-20. Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf einen Berg, da⸗ hin Jesus sie beschieden hatte. Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; etliche aber zweifelten. Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin, und lehret alle Völker, und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes; und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Am 1. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Timoth. 6, 6—1I1. Es ist aber ein großer Gewinn, wer gottselig ist und lässet sich genügen. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum offen⸗ bar ist, wir werden auch nichts hinausbringen. Wenn wir aber Nah⸗ rung und Kleider haben, so lasset uns genügen. Denn die da reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Stricke und viel törich ter und schädlicher Lüste, welche versenken die Menschen ins Verder. ben und Verdammnis. Denn Geiz ist eine Wurzel alles Ubels; des Bottes, welche die er. uziget; 1d kein 5 Gott nbaret Ich die enschen h weiß haben Gott, jes wir lehren richten nimmt 28 nicht he aber hat des ir aber erg, da⸗ sie vor „redete el und gufet sie es; und Ich bin 6—11. sset sch offen. er Nah⸗ da reich törich · Verder⸗ els; des Sweiter Jahrgang. 10¹ hat etliche gelüstet, und sind vom Glauben irregegangen, und machen ihnen selbst viel Schmerzen. Aber du, Gottes Mensch, fliehe solches! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut. Evangelium. Tuk. 12, 16—21. Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, des Jeld hatte wohl getragen. Und er gedachte bei ihm selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nicht, da ich meine Früchte hinsammle. Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen, und größere bauen, und will drein sammeln alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter; und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat auf viel Jahre; habe nun Ruhe, iß, trink und hab guten Mut. Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr, diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wes wird's sein, das du bereitet hast? Also gehet es, wer sich Schätze sammelt, und ist nicht reich in Gott. Am 2. Synntage nach Trinitatis. Epistel. 2. Petr. 1, 2—11. Gott gebe euch viel Gnade und Frieden durch die Erkenntnis Gottes und Jesu Christi, unsers Herrn! Nachdem allerlei seiner göttlichen Kraft, was zum Leben und göttlichen Wandel dienet, uns geschenkt ist durch die Erkenntnis des, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend, durch welche uns die teuren und aller⸗ größesten Verheißungen geschenkt sind, nämlich daß ihr dadurch teil⸗ haftig werdet der göttlichen Natur, so ihr fliehet die vergängliche Lust der Welt: so wendet allen euren Fleiß daran, und reichet dar in eurem Glauben Tugend, und in der Tugend Erkenntnis, und in der Erkenntnis Mäßigkeit, und in der Mäßigkeit Geduld, und in der Geduld Gottseligkeit, und in der Gottseligkeit brüderliche Liebe, und in der brüderlichen Liebe gemeine Liebe. Denn wo solches reichlich bei euch ist, wird's euch nicht faul noch unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unsers Herrn Jesu Christi; welcher aber solches nicht hat, der ist blind, und tappet mit der Hand, und vergisset der Reini⸗ gung seiner vorigen Sünden. Darum, lieben Brüder, tut desto mehr Fleiß, euren Beruf und Erwählung festzumachen; denn wo ihr sol⸗ ches tut, werdet ihr nicht straucheln, und also wird euch reichlich dar⸗ gereicht werden der Eingang zu dem ewigen Reich unsers Herrn und Heilandes Jesu Christ. Evangelium. Matth. 13, 44—50. Abermal ist gleich das Himmelreich einem verborgnen Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand, und verbarg ihn, und ging hin vor 102 Episteln und Evangelien. Freuden über demselbigen, und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Kauf⸗ mann, der gute Perlen suchte. Und da er Eine köstliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte dieselbige. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Netze, das ins Meer geworfen ist, damit man allerlei Gattung fähet. Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gefäß zusammen; aber die faulen werfen sie weg. Also wird es auch am Ende der Welt gehen. Die Engel werden ausgehen, und die Bösen von den Gerechten scheiden, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappen sein. Am 3. Sonnkage nach Trinitatis. Epistel. 2. Ryr. 7, 8—10. Lieben Brüder, daß ich euch durch den Brief habe traurig ge⸗ macht, reuet mich nicht. Und ob's mich reuete, dieweil ich sehe, daß der Brief vielleicht eine Weile euch betrübt hat, so freue ich mich doch nun, nicht darüber, daß ihr seid betrübt worden, sondern daß ihr betrübt seid worden zur Reue. Denn ihr seid göttlich betrübet worden, daß ihr von uns ja keinen Schaden irgend worinnen neh⸗ met. Denn die göttliche Traurigkeit wirket zur Seligkeit eine Reue, die niemand gereuet; die Traurigkeit aber der Welt wirket den Tod. Evangelium. Tuk. 15, 11—32. Jesus sprach: Ein Mensch hatte zween Söhne; und der jüngste unter ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Teil der Güter, das mir gehört. Und er teilte ihnen das Gut. Und nicht lang darnach sammelte der jüngste Sohn alles zusammen, und zog ferne über Land; und daselbst brachte er sein Gut um mit Prassen. Da er nun all das Seine verzehret hatte, ward eine große Teurung durch dasselbige ganze Land, und er fing an zu darben. Und ging hin und hängte sich an einen Bürger desselbigen Landes, der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit Trebern, die die Säue aßen; und niemand gab sie ihm. Da schlug er in sich und sprach: Wie viel Taglöhner hat mein Vater, die Brot die Fülle haben, und ich verderbe im Hunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen, und zu ihm sagen: Va⸗ ter, ich habe gesündiget in den Himmel und vor dir, und bin hinfon nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße; mache mich als einen deiner Taglöhner. Und er machte sich auf, und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn, lief und fiel ihm um seinen Hals und küßte ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündiget in den Himmel e, und Kauf⸗ e fand, selbige. Meer er voll uten in vird es und die uerofen 8—10. urig ge⸗ ehe, daß ich mich ern daß betrübet ien neh⸗ ne Reue, den Tod. jüngste Teil der icht lang zog ferne sen. Da ng durch hin und eüihn auf Bauch zu sie ihm. in Vater, Ich will gen: Va⸗ n hinfonun als einen em Vater. r, und es ihn. Der Himmel Zweiter Jahrgang. und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet das beste Kleid hervor, und tut ihn an, und gebet ihm einen Fingerreif an seine Hand und Schuhe an seine Jüße; und bringet ein gemästet Kalb her, und schlachtet's; lasset uns essen und fröhlich sein; denn dieser mein Sohn war tot, und ist wieder lebendig worden; er war verloren, und ist gefunden worden. Und fingen an fröhlich zu sein. Aber der älteste Sohn war auf dem Felde; und als er nahe zum Hause kam, hörte er das Gesänge und den Reigen; und rief zu sich der Knechte einen und fragte, was das wäre. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist kommen, und dein Vater hat ein gemästet Kalb ge⸗ schlachtet, daß er ihn gesund wieder hat. Da ward er zornig, und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. Er aber antwortete und sprach zum Vater: Siehe, so viel Jahre diene ich dir, und habe dein Gebot noch nie übertreten; und du hast mir nie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen Freunden fröhlich wäre. Nun aber dieser dein Sohn kommen ist, der sein Gut mit Huren verschlungen hat, hast du ihm ein gemästet Kalb geschlachtet. Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und gutes Muts sein; denn dieser dein Bruder war tot, und ist wieder lebendig worden; er war verloren, und ist wiedergefunden. Am 4. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Röm. 7, 18—25. Ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Ileische, wohnet nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber Vollbringen das Gute finde ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. So ich aber tue, das ich nicht will, so tue ich dasselbige nicht, sondern die Sünde, die in mir woh⸗ net. So finde ich mir nun ein Gesetz, der ich will das Gute tun, daß mir das Böse anhanget. Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüte, und nimmt mich gefangen in der Sünde Gesetz, welches ist in meinen Gliedern. Ich elender Mensch! wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes? Ich danke Gott durch Jesum Christ, unsern Herrn. So diene ich nun mit dem Gemüte dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleische dem Gesetze der Sünde. Evangelium. Matth. 5, 1.12. Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte 10⁴ Episteln und Evangelien. sie und sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Him. melreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen ge⸗ tröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmher⸗ zigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die rei⸗ nes Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolget werden; denn das Himmelreich ist ihr. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmä. hen und verfolgen, und reden allerlei Ubels wider euch, so sie daran lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel wohl belohnet werden. Am 5. Sonntage nach CTrinitatis. Epistel. 1. Petr. 2, 1—10, So leget nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alles Afterreden; und seid begierig nach der vernünfti⸗ gen lautern Milch als die jetzt gebornen Kindlein, auf daß ihr durch dieselbige zunehmet, so ihr anders geschmeckt habt, daß der Herr freundlich ist, zu welchem ihr kommen seid als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber bei Gott ist er aus. erwählet und köstlich. Und auch ihr, als die lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichen Hause und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesum Christum. Darum stehet in der Schrift:„Siehe da, ich lege einen auserwähle⸗ ten, köstlichen Eckstein in Zion; und wer an ihn glaubet, der soll nicht zu Schanden werden.“ Euch nun, die ihr glaubet, ist er köstlich; den Ungläubigen aber ist der Stein, den die Bauleute verworfen haben, und zum Eckstein worden ist, ein Stein des Anstoßens und ein Fels des Argernisses; die sich stoßen an dem Wort und glauben nicht dran hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; die ihr wei⸗ land nicht ein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, und weiland nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid. Evangelium. Ioh. 1, 43—51. Des andern Tages wollte Jesus wieder nach Galiläa ziehen, und findet Philippus, und spricht zu ihm: Folge mir nach! Philip⸗ pus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Pe⸗ dazu sie auch gesetzt sind. Ihr aber seid das auserwählete Geschlecht das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigen⸗ tums, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen trus. gefun⸗ ben h sprach sprich men u kein 8 Jesus da du wortet der Ki glaube Feigen zu ihn den H fahren Am 6. U wird,! in sein daß we hat un Darun Lieben was w daß wi ist. Ur sich, gle und die auf daf Wer in Him⸗ n ge⸗ n das h der mher⸗ ie rei⸗ id die id, die ich ist schmü⸗ daran wohl 1—10. uchelei rünfti⸗ durch Herr ndigen 1 aus⸗ bauet opfern istum. wähle⸗ l nicht ch; den haben, t dran, chlecht, igen erufen r wei⸗ deiland ziehen, Philip⸗ d Pe⸗ n Fels Sweiter Jahrgang. 10⁵ trus. Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrie⸗ ben haben, Jesum, Josephs Sohn von Nazareth. Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es. Jesus sah Nathanael zu sich kom⸗ men und spricht von ihm: Siehe, ein rechter Israeliter, in welchem kein Falsch ist. Nathanael spricht zu ihm: Woher kennest du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe denn dir Philippus rief, da du unter dem Feigenbaum warest, sah ich dich. Nathanael ant⸗ wortete und spricht zu ihm: Rabbi, Du bist Gottes Sohn, Du bist der König von Jsrael. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du glaubest, weil ich dir gesagt habe, daß ich dich gesehen habe unter dem Feigenbaum; du wirst noch Größeres denn das sehen. Und spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich sage ich euch: von nun an werdet ihr den Himmel offen sehen, und die Engel Gottes hinauf⸗ und herab⸗ fahren auf des Menschen Sohn. Am 6. Bynnk. nach Trinit. Epistel. 1. Ivh. 2, 28 bis Rap. 3, 8. Und nun, Kindlein, bleibet bei ihm, auf daß, wenn er offenbaret wird, wir Freudigkeit haben und nicht zu Schanden werden vor ihm in seiner Zukunft. So ihr wisset, daß er gerecht ist, so erkennet auch, daß wer recht tut, der ist von ihm geboren. Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, daß wir Gottes Kinder sollen heißen! Darum kennet euch die Welt nicht; denn sie kennet ihn nicht. Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder, und ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, daß wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reiniget sich, gleichwie Er auch rein ist. Wer Sünde tut, der tut auch unrecht, und die Sünde ist das Unrecht. Und ihr wisset, daß Er ist erschienen, auf daß er unsere Sünden wegnähme, und ist keine Sünde in ihm. Wer in ihm bleibet, der sündiget nicht; wer da sündiget, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt. Kindlein, lasset euch niemand verführen. Ver recht tut, der ist gerecht, gleichwie Er gerecht ist. Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündiget von Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zer⸗ störe Evangelium. Ioh. 15, 1—11. Ich bin der rechte Weinstock, und mein Vater der Weingärtner. Einen jeglichen Reben an mir, der nicht Frucht bringet, wird er wegnehmen; und einen jeglichen, der da Frucht bringet, wird er rei⸗ 106 Episteln und Evangelien. nigen, daß er mehr Frucht bringe. Ihr seid schon rein um des Wortz willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir, und Ich in euch Gleichwie der Rebe kann keine Frucht bringen von ihm selber, er bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in min Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibet, und Ich in ihm, der bringet viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichtz tun. Wer nicht in mir bleibet, der wird weggeworfen wie eine Rebe, und verdorret, und man sammelt sie, und wirft sie ins Jeuer, und müssen brennen. So ihr in mir bleibet, und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch wider⸗ fahren. Darinnen wird mein Vater geehrt, daß ihr viel Frucht bringet, und werdet meine Jünger. Gleichwie mich mein Vater lie⸗ bet, also liebe Ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe. So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie Ich meines Vaters Gebote halte, und bleibe in seiner Liebe. Solches rede ich zu euch, auf daß meine Freude in euch bleibe, und eure Freude vollkom. men werde. Am 7. Sonntage nach CTrinitatis. Epistel. 1. Iph. 2, 1—6. Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, auf daß ihr nicht sün diget. Und ob jemand sündiget, so haben wir einen Fürsprecher be dem Vater, Jesum Christ, der gerecht ist. Und derselbige ist die Ver söhnung für unsre Sünden; nicht allein aber sür die unseren, son dern auch für der ganzen Welt. Und an dem merken wir, daß wir ihn kennen, so wir seine Gebote halten. Wer da saget: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in solchem it keine Wahrheit. Wer aber sein Wort hält, in solchem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihn sind. Wer da saget, daß er in ihm bleibet, der soll auch wandeln, gleichwie Er gewandelt hat. Evangelium. Tuk. 6, 43—49. Jesus sprach: Es ist kein guter Baum, der faule Frucht trag, und kein fauler Baum, der gute Frucht trage. Ein jeglicher Baum wird an seiner eignen Frucht erkannt. Denn man lieset nicht Jeigen von den Dornen, auch so lieset man nicht Trauben von den Hecken Ein guter Mensch bringet Gutes hervor aus dem guten Schatz sek nes Herzens; und ein boshaftiger Mensch bringet Böses hervor aub dem bösen Schatz seines Herzens. Denn wes das Herz voll ist, de gehet der Mund über. Was heißt ihr mich aber Herr, Herr, und uuh nicht, was ich euch sage? Wer zu mir kommt, und höret meine Res Wortz in euch lber, er in mir. het, und r nichtz e Rebe, ier, und in euch ) wider⸗ Frucht ater lie⸗ yr meine meines de ich zu vollkom⸗ 2, 186. licht sün⸗ echer bei die Ver⸗ ren, son. daß wir enne ihn, olchem ist hrlich die in ihn wandehn, cht trage, er Baum ht Feigen n Hecken. chatz ser rvor aub ll ist, de „und tit rine Redz Sweiter Jahrgang. 10⁷ und tut sie, den will ich euch zeigen, wem er gleich ist. Er ist gleich einem Menschen, der ein Haus bauete, und grub tief, und legete den Grund auf den Fels. Da aber Gewässer kam, da riß der Strom zum Hause zu, und mochte es nicht bewegen; denn es war auf den Fels gegründet. Wer aber höret und nicht tut, der ist gleich einem Menschen, der ein Haus bauete auf die Erde ohne Grund; und der Strom riß zu ihm zu, und es fiel alsbald, und das Haus gewann einen großen Riß. ů Am 8. Sonnkage nach Trinitatis. Epistel. Jakob. 2, 8—12. So ihr das königliche Gesetz erfüllet nach der Schrift:„Liebe deinen Nächsten als dich selbst,“ so tut ihr wohl; so ihr aber die Per⸗ son ansehet, tut ihr Sünde und werdet überführt vom Gesetz als Übertreter. Denn so jemand das ganze Gesetz hält und sündiget an Einem, der ist's ganz schuldig. Denn der da gesagt hat:„Du sollst nicht ehebrechen,“ der hat auch gesagt:„Du sollst nicht töten.“ So du nun nicht ehebrichest, tötest aber, bist du ein Ubertreter des Ge⸗ setzes. Also redet und also tut, als die da sollen durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden. Evangelium. Matth. 15, 1—14. Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisäer von Je⸗ rusalem und sprachen: Warum übertreten deine Jünger der Altesten Aufsätze? Sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen. Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Auffätze willen? Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter fluchet, der soll des Todes sterben. Aber ihr lehret: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht:„Es ist Gott gegeben, das dir sollte von mir zu nutz kom⸗ men,“ der tut wohl. Damit geschieht es, daß niemand hinfort seinen Vater oder seine Mutter ehret, und habt also Gottes Gebot aufge⸗ hoben um eurer Aussätze willen. Ihr Heuchler, es hat wohl Jesaja von euch geweissaget und gesprochen:„Dies Volk nahet sich zu mir mit seinem Munde, und ehret mich mit seinen Lippen; aber ihr Herz ist ferne von mir; aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die nichts denn Menschengebote sind.“ Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihm: Höret zu und vernehmet's! Was zum Munde eingehet, das verunreiniget den Menschen nicht; sondern was zum Munde ausgehet, das verunreiniget den Menschen. Da traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Weißt du auch, daß sich die Pharisäer ärgerten, da sie das Wort höreten? Aber er antwortete 10 Episteln und Evangelien. und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht pflanzte, die werden ausgereutet. Lasset sie fahren! sie sind blinde Blinden⸗ leiter. Wenn aber ein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube. Am 9. Sonnkage nach Trinikatis. Epistel. 1. Iph. 2, 12—17, Lieben Kindlein, ich schreibe euch; denn die Sünden sind euch vergeben durch seinen Namen. Ich schreibe euch Vätern; denn ihr kennet den, der von Anfang ist. Ich schreibe euch Jünglingen; denn ihr habt den Bösewicht überwunden. Ich habe euch Kindern geschrie⸗ ben; denn ihr kennet den Vater. Ich habe euch Vätern geschrieben; denn ihr kennet den, der von Anfang ist. Ich habe euch Jünglingen geschrieben; denn ihr seid stark, und das Wort Gottes bleibt bei euch, und habt den Bösewicht überwunden. Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. So jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergehet mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibet in Ewigkeit. Evangelium. Matth. 19, 16—26. Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, daß ich das ewige Leben möge haben? Er aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nichh falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter; und: du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst. Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlet mir noch? Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, ver⸗ kaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schaß im Himmel haben, und komm und folge mir nach. Da der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt von ihm; denn er hatte viel Güter. Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen. Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Da das seine Jünger höre⸗ ten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Men⸗ schen ist's unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich. lanzte, linden. e beide 2—17, 1d euch nn ihr 1; denn eschrie. rieben, glingen ei euch, t, noch Ät nicht leisches Vater, ist; wer er, was r aber enn der Sweiter Jahrgang. 109 Am 10.vnnk. nach Trinitatis. Epistel. 2. Ror. 6, 1418 u. 7, 1. Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Un⸗ gläubigen? Was hat der Tempel Gottes für eine Gleiche mit den Götzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht:„Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wan⸗ deln, und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“ Darum gehet aus von ihnen, und sondert euch ab, spricht der Herr, und rüh⸗ ret kein Unreines an, so will Ich euch annehmen und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmäch⸗ tige Herr. Dieweil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieb⸗ sten, so lasset uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen, und fortfahren mit der Heiligung in der Furcht Gottes. Evangelium. Iyh. 2, 13— 22. Und der Juden Ostern waren nahe, und Jesus zog hinauf gen Jerusalem; und fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil hatten, und die Wechsler. Und er machte eine Geißel Haus Stricken, und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Scha⸗ Gebote. st nicht lst nich deinen : Das r noch? in, ver⸗ Schatz üngling Güter. ch: Ein sage ich je, denn er höre⸗ n selig m Men⸗ fen und Ochsen, und verschüttete den Wechslern das Geld, und stieß die Tische um; und sprach zu denen, die die Tauben feil hatten: Tra⸗ get das von dannen, und machet nicht meines Vaters Haus zum Kauf⸗ hause. Seine Jünger aber gedachten dran, daß geschrieben stehet: „Der Eifer um dein Haus hat mich gefressen.“ Da antworteten nun die Juden und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns für ein Zeichen, daß du solches tun mögest? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brechet diesen Tempel, und am dritten Tage will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbauet; und Du willst ihn in dreien Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Da er nun auferstanden war von den Toten, gedachten seine Jünger dran, daß er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und der Rede, die Jesus gesagt hatte. Am 11. Sonntage nach Trinikatis. Epistel. Phil. 3, 7—14. Was mir Gewinn war, das hab ich um Christi willen für Scha⸗ den geachtet. Ja, ich achte es noch alles für Schaden gegen die über⸗ schwengliche Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um welches willen ich alles habe für Schaden gerechnet, und achte es für Kot, auf daß ich Christum gewinne, und in ihm erfunden werde, daß ich nicht 110 Episteln und Evangelien. habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christum kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird, zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, daß ich seinem Tode ähnlich werde, damit ich entgegenkomme zur Auferstehung der Toten. Nicht, daß ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen möchte, nachdem ich von Christo Jesu ergriffen bin. Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht, daß ich's ergriffen habe. Eines aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich zu dem, das da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Kleinod, welches vorhält die himm⸗ lische Berufung Gottes in Christo Jesu. Evangelium. Tuk. 10, 38—42. Es begab sich aber, da sie wandelten, ging Er in einen Markt. Da war ein Weib mit Namen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus. Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich zu Jesu Füßen, und hörte seiner Rede zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fra⸗ gest du nicht darnach, daß mich meine Schwester läßt allein dienen? Sage ihr doch, daß sie es auch angreife. Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe; Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählet, das soll nicht von ihr genommen werden. Am 12. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Ebr. 12, 5—14. Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn, und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst; denn welchen der Herr lieb hat, den züchtiget er; und er stäupt einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt. So ihr die Züchtigung erduldet, so erbietet sich euch Gott als Kindern; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtiget? Seid ihr aber ohne Züchtigung, welcher sie alle sind teilhaftig wos⸗ den, so seid ihr Bastarde und nicht Kinder. Und so wir haben unste leiblichen Väter zu Züchtigern gehabt und sie gescheuet, sollten wir denn nicht vielmehr untertan sein dem Vater der Geister, daß wir leben? Denn jene haben uns gezüchtiget wenig Tage nach ihren Dünken; dieser aber zu Nutz, auf daß wir seine Heiligung erlangen. Alle Züchtigung aber, wenn sie da ist, dünkt uns nicht Freude, son. dern Traurigkeit zu sein; aber darnach wird sie geben eine friedsame Irucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübt sind. Darum rich. tet wieder auf die lässigen Hände und die müden Kniee, und tut ge⸗ wisse Lahm gegen Herr: 0 rusalé heißet viel& Wasse Teich Wasse Seuc dreißi und v gesun Mens under sprich bald! Es we zu der nicht, macht ten si Bette es wa Darn du bif was Am! 0 ch den n Gott seiner n Tode Toten. sei; ich ich von ost noch se, was ge nach himm. Markt. fin ihr e sich zu sich viel err, fra⸗ dienen? tete und he; Eins icht von 2, 5—14. rn, und der Hert n, den er uch Gotl üchtiget? ftig wor⸗ den unste lten wir daß win ch ihren erlangen. eude, son. riedsane um rich d tut g. Sweiter Jahrgang. 111 wisse Tritte mit euren Füßen, daß nicht jemand strauchele wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde. Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche wird niemand den derrn sehen. Evangelium. Iyh. 5, 1—14. Darnach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf gen Je⸗ rusalem. Es ist aber zu Jerusalem bei dem Schaftor ein Teich, der heißet auf ebräisch Bethesda, und hat fünf Hallen, in welchen lagen viel Kranke, Blinde, Lahme, Verdorrte, die warteten, wann sich das Wasser bewegte. Denn ein Engel fuhr herab zu seiner Zeit in den Teich, und bewegte das Wasser. Welcher nun der erste, nachdem das Wasser beweget war, hineinstieg, der ward gesund, mit welcherlei Seuche er behaftet war. Es war aber ein Mensch daselbst, acht und dreißig Jahre lang krank gelegen. Da Jesus denselbigen sah liegen, und vernahm, daß er so lang gelegen war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, wenn das Wasser sich beweget, der mich in den Teich lasse; und wenn ich komme, so steiget ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein Bette und gehe hin! Und also⸗ bald ward der Mensch gesund, und nahm sein Bette und ging hin. Es war aber desselbigen Tages der Sabbath. Da sprachen die Juden zu dem, der gesund war worden: Es ist heute Sabbath; es ziemt dir nicht, das Bette zu tragen. Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, der sprach zu mir: Nimm dein Bette und gehe hin! Da frag⸗ ten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bette und gehe hin? Der aber gesund war worden, wußte nicht, wer es war; denn Jesus war gewichen, da so viel Volks an dem Ort war. Darnach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe zu, du bist gesund worden; sündige hinfort nicht mehr, daß dir nicht et⸗ was Argeres widerfahre. Am 13. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Ioh. 4, 7—12. Ihr Lieben, lasset uns unter einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer lieb hat, der ist von Gott geboren und kennet Gott. Wer nicht lieb hat, der kennet Gott nicht; denn Gott ist Liebe. Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. Darinnen stehet die Liebe: nicht daß wir Gott geliebet haben, sondern daß Er uns geliebet hat und gesandt seinen Sohn zur Ver⸗ söhnung für unsre Sünden. Ihr Lieben, hat uns Gott also geliebet, so sollen wir uns auch unter einander lieben. Niemand hat Gott je⸗ 112 Episteln und Evangelien. mals gesehen. So wir uns unter einander lieben, so bleibet Gott in uns, und seine Liebe ist völlig in uns. Evangelium. Mark. 12, 28—- 34. Und es trat zu ihm der Schriftgelehrten einer, der ihnen zuge höret hatte, wie sie sich mit einander befrageten, und sah, daß er ihnen fein geantwortet hatte, und fragte ihn: Welches ist das vor⸗ nehmste Gebot vor allen? Jesus aber antwortete ihm: Das vor⸗ nehmste Gebot vor allen Geboten ist das:„Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist ein einiger Gott; und du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und von allen deinen Kräften.“ Das ist das vornehmste Gebot. Und das andre ist ihm gleich:„Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst.“ Es ist kein ander größer Gebot denn diese. Und der Schrist. gelehrte sprach zu ihm: Meister, du hast wahrlich recht geredet, denn es ist Ein Gott, und ist kein andrer außer ihm; und denselbigen lie. ben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüte, von ganzer Seele und von allen Kräften, und lieben seinen Nächsten als sich selbst, das it mehr denn Brandopfer und alle Opfer. Da Jesus aber sah, daß en vernünftiglich antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht ferne von dem Reich Gottes. Und es wagte ihn niemand weiter zu fragen. Am 14. Sonnt. nach Trinitatis. Epistel. 1. Cimoth. 1, 12—17, Ich danke unserm Herrn Christo Jesu, der mich stark gemacht und treu geachtet hat, und gesetzt in das Amt, der ich zuvor war ein Lästerer und ein Verfolger und ein Schmäher; aber mir ist Barm⸗ herzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan im Unglau⸗ ben. Es ist aber desto reicher gewesen die Gnade unsers Herrn samt dem Glauben und der Liebe, die in Christo Jesu ist. Das ist gewiß⸗ lich wahr und ein teuer wertes Wort, daß Christus Jesus kommen ist in die Welt, die Sünder selig zu machen, unter welchen ich der vor⸗ nehmste bin. Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, auf daß an mir vornehmlich Jesus Christus erzeigete alle Geduld zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben. Aber Gott, dem ewigen Könige, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren und allein Weisen sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen. Evangelium. Tuk. 7, 36—50. Es bat Jesum aber der Pharisäer einer, daß er mit ihm äße. Und er ging hinein in des Pharisäers Haus, und setzte sich zu Tich Und siehe, ein Weib war in der Stadt, die war eine Sünderin. die vernahm, daß er zu Tische saß in des Pharisäers Hause, brachie Gott in N zuge⸗ daß er as vor⸗ as vor⸗ r Herr, Herrn, Gemüte ot. Und als dich Schrift. 'et, denn igen lie⸗ eele und „ das ist „ daß er erne von agen. 12.—17, gemacht war ein t Barm⸗ Unglau⸗ rn samt st gewiß⸗ mmen ist der vor⸗ hren, auf duld zum en. Aber üchtbaren ihm äße. zu Tisch rrin. Da „ brachte Sweiter Jahrgang. 113 sie ein Glas mit Salbe, und trat hinten zu seinen Füßen, und weinte, und fing an, seine Füße zu netzen mit Tränen und mit den Haaren ihres Haupts zu trocknen, und küßte seine Füße, und salbte sie mit Salbe. Da aber das der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüßte er, wer und welch ein Weib das ist, die ihn anrühret; denn sie ist eine Sünderin. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sage an. Es hatte ein Wucherer zween Schuldner. Einer war schuldig fünfhundert Groschen, der andre fünfzig. Da sie aber nicht hatten, zu bezahlen, schenkte er's beiden. Sage an, welcher unter denen wird ihn am meisten lieben? Simon antwortete und sprach: Ich achte, dem er am meisten geschenket hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht ge⸗ richtet. Und er wandte sich zu dem Weibe und sprach zu Simon: Siehest du dies Weib? Ich bin kommen in dein Haus, du hast mir nicht Wasser gegeben zu meinen Füßen; diese aber hat meine Jüße mit Tränen genetzet, und mit den Haaren ihres Haupts getrocknet. Du hast mir keinen Kuß gegeben; diese aber, nachdem sie hereinkom⸗ men ist, hat sie nicht abgelassen, meine Jüße zu küssen. Du hast mein Haupt nicht mit Ol gesalbet; sie aber hat meine Füße mit Salbe ge⸗ salbet. Derhalben sage ich dir: Ihr sind viele Sünden vergeben, denn sie hat viel geliebet; welchem aber wenig vergeben wird, der liebet wenig. Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben. Da fingen an, die mit zu Tisch saßen, und sprachen bei sich selbst: Wer ist dieser, der auch die Sünden vergibt? Er aber sprach zu dem Weibe: Dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin mit Frieden. Am 15. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 2. Ror. 4, 7—18. Wir haben aber solchen Schatz in irdenen Gefäßen, auf daß die überschwengliche Kraft sei Gottes und nicht von uns. Wir haben allenthalben Trübsal; aber wir ängsten uns nicht. Uns ist bange; aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung; aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt; aber wir kommen nicht um; und tragen um allezeit das Sterben des Herrn Jesu an unserm Leibe, auf daß auch das Leben des Herrn Jesu an unserm Leibe offenbar werde. Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu willen, auf daß auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleische. Darum so ist nun der Tod mächtig in uns, aber das Leben in euch. Dieweil wir aber denselbi⸗ gen Geist des Glaubens haben, nach dem geschrieben stehet:„Ich glaube, darum rede ich,“ so glauben wir auch, darum so reden wir 8 114 Episteln und Evangelien. auch und wissen, daß der, so den Herrn Jesum hat auferweckt, wird uns auch auferwecken durch Jesum, und wird uns darstellen samt euch. Denn es geschieht alles um euretwillen, auf daß die über⸗ schwengliche Gnade durch vieler Danksagen Gott reichlich preise. Dar⸗ um werden wir nicht müde, sondern ob unser äußerlicher Mensch ver⸗ dirbet, so wird doch der innerliche von Tage zu Tage erneuert. Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig. Evangelium. Matth. 10, 24—33. Der Jünger ist nicht über seinen Meister, noch der Knecht über den Herrn. Es ist dem Jünger genug, daß er sei wie sein Meister, und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheißen, wie viel mehr werden sie seine Hausgenossen also heißen! So fürchtet euch denn nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was ihr höret in das Ohr, das predigt auf den Dächern. Und fürch⸗ tet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht mö⸗ gen töten. Fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben mag in die Hölle. Kauft man nicht zween Sperlinge um Einen Pfennig? Dennoch fällt derselbigen keiner auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählet. So fürchtet euch denn nicht; ihr seid besser denn viel Sper⸗ linge. Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich be⸗ kennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmli⸗ schen Vater. Am 16. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Ebr. 4, 9—13. Darum ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volke Gottes. Denn wer zu seiner Ruhe kommen ist, der ruhet auch von seinen Werken gleichwie Gott von seinen. So lasset uns nun Fleiß tun, einzukom⸗ men zu dieser Ruhe, auf daß nicht jemand falle in dasselbige Bei⸗ spiel des Unglaubens. Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräf⸗ tig und schärfer denn kein zweischneidig Schwert, und dringet durch, bis daß es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Und keine Krea⸗ tur ist vor ihm unsichtbar, es ist aber alles bloß und entdeckt vor sei⸗ nen Augen; von dem reden wir. wird samt über⸗ Dar⸗ h ver⸗ Denn oüber If das st, das t über keister, Izebub heißen! n, das wissen t; und fürch⸗ cht mö⸗ d Seele ge um de ohne üpt alle Sper⸗ ich be⸗ leugnet immli⸗ 513. Denn Werken zukon⸗ ge Bei⸗ d kräf⸗ t durch, und ist ö e Krea⸗ vor sei⸗ ö Sweiter Jahrgang. 1¹⁵ Evangelium. Iyh. 9, 1—7. Und Jesus ging vorüber und sah einen, der blind geboren war. Und seine Jünger frageten ihn und sprachen: Meister, wer hat ge⸗ sündiget, dieser oder seine Eltern, daß er ist blind geboren? Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündiget noch seine Eltern, sondern daß die Werke Gottes offenbar würden an ihm. Ich muß wirken die Werke des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Welt. Da er solches gesaget, spützte er auf die Erde, und machte einen Kot aus dem Speichel, und schmierte den Kot auf des Blinden Augen, und sprach zu ihm: Gehe hin zu dem Teich Siloah(das ist verdolmetscht: gesandt) und wasche dich. Da ging er hin und wusch sich und kam sehend. Am 17. Sonnkage nach Trinitatis. Epistel. Rol. 2, 16—20. So lasset nun niemand euch Gewissen machen über Speise oder über Trank oder über bestimmten Feiertagen oder Neumonden oder Sabbathen; welches ist der Schatten von dem, das zukünftig war; aber der Körper selbst ist in Christo. Lasset euch niemand das Ziel verrücken, der nach eigener Wahl einhergehet in Demut und Geist⸗ lichkeit der Engel, des er nie keins gesehen hat, und ist ohne Ursache aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn, und hält sich nicht an dem Haupt, aus welchem der ganze Leib durch Gelenke und Fugen Hand⸗ reichung empfähet und zusammengehalten wird, und also wächst zur göttlichen Größe. So ihr denn nun abgestorben seid mit Christo den Satzungen der Welt, was lasset ihr euch denn fangen mit Satzungen, als lebtet ihr noch in der Weltꝰ Evangelium. Tuk. 6, 1—10. Und es begab sich auf einen Aftersabbath, daß er durchs Ge⸗ treide ging, und seine Jünger rauften Ahren aus und aßen, und rie⸗ ben sie mit den Händen. Etliche aber der Pharisäer sprachen zu ihnen: Warum tut ihr, das sich nicht ziemet zu tun auf die Sabbathe? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht das ge⸗ lesen, das David tat, da ihn hungerte, und die mit ihm waren? Wie er zum Hause Gottes einging, und nahm die Schaubrote und aß, und gab auch denen, die mit ihm waren; die doch niemand durfte essen, ohne die Priester allein? Und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist ein Herr auch des Sabbaths. Es geschah aber auf einen andern Sabbath, daß er ging in die Schule und lehrete. Und da war ein Mensch, des rechte Hand war verdorret. Aber die Schriftgelehr⸗ 8* 116 Episteln und Evangelien. ten und Pharisäer hielten auf ihn, ob er auch heilen würde am Sab⸗ bath, auf daß sie eine Sache zu ihm fänden. Er aber merkete ihre Gedanken, und sprach zu dem Menschen mit der dürren Hand: Stehe auf, und tritt hervor! Und er stund auf, und trat dahin. Da sprach Jesus zu ihnen: Ich frage euch, was ziemet sich zu tun auf die Sab⸗ bathe, Gutes oder Böses? das Leben erhalten oder verderben? Und er sah sie alle umher an, und sprach zu dem Menschen: Strecke aus deine Hand! Und er tat's; da ward ihm seine Hand wieder zurecht⸗ gebracht, gesund wie die andre. Am 18. Svnntage nach Trinitatis. Epistel. Jak. 2, 13—17. Es wird aber ein unbarmherzig Gericht über den gehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; und die Barmherzigkeit rühmet sich wider das Gericht. Was hilft's, lieben Brüder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? So aber ein Bruder oder Schwester bloß wäre, und Mangel hätte der täglichen Nahrung, und jemand unter euch spräche zu ihnen: Gott berate euch, wärmet euch, und sättiget euch; gäbet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist: was hülfe sie das? Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber. Evangelium. Mark. 12, 41—44. Und Jesus setzte sich gegen den Gotteskasten, und schaute, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten; und viel Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; die machen einen Heller. Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt denn alle, die eingelegt haben. Denn sie ha⸗ ben alle von ihrem übrigen eingelegt; diese aber hat von ihrer At⸗ mut alles, was sie hatte, ihre ganze Nahrung, eingelegt. Am 19. Sonnt. nach Trinit. Epistel. Rololl. 3, 16 bis Rap. 4,2. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lob⸗ gesängen und geistlichen lieblichen Liedern, und singet dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Wer⸗ ken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott und dem Vater durch ihn. Ihr Weiber, seid untertan euren Män⸗ nern in dem Herrn, wie sich's gebührt. Ihr Männer, liebet eure Weiber, und seid nicht bitter gegen sie. Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen; denn das ist dem Herrn gefällig. Ihr Sab⸗ eäihre Stehe sprach Sab⸗ Und ke aus urecht⸗ 17. n, der let sich agt, er ich der er bloß unter sättiget 8 hülfe t er tot üte, wie legten ein ein sprach ehr in sie ha⸗ rer Ar⸗ p. 42. ö n aller d Lob⸗ errn in t Wer⸗ et Gott Män⸗ et eure horsam g. M Sweiter Jahrgang. 11⁷ Väter, erbittert eure Kinder nicht, auf daß sie nicht scheu werden. Ihr Knechte, seid gehorsam in allen Dingen euren leiblichen Herrn, nicht mit Dienst vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern mit Einfältigkeit des Herzens und mit Gottesfurcht. Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn, und nicht den Menschen; und wisset, daß ihr von dem Herrn empfahen werdet die Vergeltung des Erbes; denn ihr dienet dem Herrn Christo. Wer aber unrecht tut, der wird empfahen, was er unrecht getan hat; und gilt kein An⸗ sehen der Person. Ihr Herrn, was recht und billig ist, das beweiset den Knechten, und wisset, daß ihr auch einen Herrn im Himmel habt. Haltet an am Gebet, und wachet in demselbigen mit Danksa⸗ gung. Evangelium. Matth. 12, 46—50. Da Jesus noch also zu dem Volk redete, siehe, da stunden seine Mutter und seine Brüder draußen, die wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden. Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter? und wer sind meine Brüder? Und reckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, derselbige ist mein Bruder, Schwester und Mutter. Am 20. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Jak. 3, 13—18. Wer ist weise und klug unter euch? Der erzeige mit seinem gu⸗ ten Wandel seine Werke in der Sanftmut und Weisheit. Habt ihr aber bittern Neid und Zank in eurem Herzen, so rühmet euch nicht, und lüget nicht wider die Wahrheit. Das ist nicht die Weisheit, die von oben herab kommt, sondern irdisch, menschlich und teufelisch. Denn wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel böses Ding. Die Weisheit aber von oben her ist aufs erste keusch, darnach fried⸗ sam, gelinde, läßt sich sagen, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ohne Heuchelei. Die Frucht aber der Gerechtigkeit wird gesäet im Frieden denen, die den Frieden halten. Evangelium. Tuk. 9, 51—56. Es begab sich aber, da die Zeit erfüllet war, daß er sollte von hinnen genommen werden, wendete Er sein Angesicht, stracks gen Je⸗ rusalem zu wandeln. Und er sandte Boten vor sich hin; die gingen hin und kamen in einen Markt der Samariter, daß sie ihm Herberge bestelleten. Und sie nahmen ihn nicht an, darum daß er sein Ange⸗ sicht gewendet hatte, zu wandeln gen Jerusalem. Da aber das seine 118 Episteln und Evangelien. Jünger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, daß Feuer vom Himmel falle und verzehre sie, wie Elia tat? Jesus aber wandte sich, und bedräute sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid? Des Menschen Sohn ist nicht kommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erhalten. Am 21. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Röm. 14, 7—13. Unser keiner lebet ihm selber, und keiner stirbet ihm selber. Le⸗ ben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum, wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig worden, daß er über Tote und Lebendige Herr sei. Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du andrer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richtstuhl Christi darge⸗ stellet werden; denn es stehet geschrieben:„So wahr als Ich lebe, spricht der Herr, mir sollen alle Kniee gebeuget werden, und alle Zungen sollen Gott bekennen.“ So wird nun ein jeglicher für sich selbst Gott Rechenschaft geben. Darum lasset uns nicht mehr einer den andern richten; sondern das richtet vielmehr, daß niemand sei⸗ nem Bruder einen Anstoß oder Argerniß darstelle. Evangelium. Matth. 9, 9—13. Und da Jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und sprach zu ihm: Jolge mir! Und er stund auf und folgete ihm. Und es begab sich, da er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viel Zöllner und Sünder, und saßen zu Tische mit Jesu und seinen Jüngern. Da das die Pharisäer sahen, spra⸗ chen sie zu seinen Jüngern: Warum isset euer Meister mit den Zöll⸗ nern und Sündern? Da das Jesus hörte, sprach er zu ihnen: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Gehet aber hin und lernet, was das sei:„Ich habe Wohlgefallen an Barmher⸗ zigkeit und nicht am Opfer.“ Ich bin kommen, die Sünder zur Buße zu rufen, und nicht die Frommen. Am 22. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Röm, 2, 1—9. Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der da richtet; denn worinnen du einen andern richtest verdammst du dich selbst; sintemal du eben dasselbige tust, das du richtest. Denn wir wissen, daß Gottes Urteil ist recht über die, so solches tun. Denkest du aber, o Mensch, der du richtest die, so solches tun, und tust auch dasselbige, daß du dem Urteil Gottes entrinnen llst du, hre si, sprach: enschen ondern —13. er. Le⸗ dir dem Herrn. wieder zu aber, test du darge⸗ ch lebe, nd alle für sich yr einer and sei⸗ am Zoll Und er saß im u Tische n, spra⸗ en Zöll. en: Die het aber armher⸗ ur Buße 1—9. wer du richtest, das du die, so solches trinnen Sweiter Jahrgang. 119 werdest? Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmütigkeit? Weißt du nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet? Du aber nach deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufest dir selber den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offen⸗ barung des gerechten Gerichtes Gottes, welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken: Preis und Ehre und unvergängliches Wesen denen, die mit Geduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben; aber denen, die da zänkisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit, Ungnade und Zorn; Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die da öses tun. —— Evangelium. Tuk. 13, 1—9. Es waren aber zu derselbigen Zeit etliche dabei, die verkündig⸗ ten ihm von den Galiläern, welcher Blut Pilatus samt ihrem Opfer vermischet hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder gewesen sind, dieweil sie das erlitten haben? Ich sage: Nein; sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Oder meinet ihr, daß die achtzehn, auf welche der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor allen Menschen, die zu Jerusalem wohnen? Ich sage: Nein; sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Wein⸗ berge; und kam und suchte Frucht darauf und fand sie nicht. Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre kommen, und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum, und finde sie nicht; haue ihn ab; was hindert er das Land? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laß ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedünge ihn, ob er wollte Frucht brin⸗ gen; wo nicht, so haue ihn darnach ab. Am 23. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Ebr. 10, 35—39. Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber ist euch not, auf daß ihr den Willen Gottes tut und die Verheißung empfahet. Denn„noch über eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und nicht verziehen. Der Ee⸗ rechte aber wird des Glaubens leben. Wer aber weichen wird, an dem wird meine Seele kein Gefallen haben.“ Wir aber sind nicht von denen, die da weichen und verdammet werden, sondern von de⸗ nen, die da glauben und die Seele erretten. 1²⁰ Episteln und Evangelien. Evangelium. Aph. 11, 1—27. CEa lag aber einer krank, mit Namen Lazarus, von Bethanien, in dem Flecken Marias und ihrer Schwester Martha.(Maria aber war, die den Herrn gesalbet hat mit Salbe und seine Füße getrocknet mit ihrem Haar; derselbigen Bruder, Lazarus, war krank.) Da sandten seine Schwestern zu ihm und ließen ihm sagen: Herr, siehe, den du lieb hast, der liegt krank. Da Jesus das hörte, sprach er: Die Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, daß der Sohn Gottes dadurch geehret werde. Jesus aber hatte Martha lieb und ihre Schwester und Lazarus. Als er nun hörte, daß er krank war, blieb er zween Tage an dem Ort, da er war. Darnach spricht er zu seinen Jüngern: Laßt uns wieder nach Judäa ziehen. Seine Jünger sprachen zu ihm: Meister, jenes Mal wollten die Juden dich steinigen, und du willst wieder dahin ziehen? Jesus antwortete: Sind nicht des Tages zwölf Stunden? Wer des Tages wandelt, der stößet sich nicht; denn er siehet das Licht dieser Welt. Wer aber des Nachts wandelt, der stößet sich; denn es ist kein Licht in ihm. Sol⸗ ches sagte er, und darnach spricht er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, daß ich ihn aufwecke. Da sprachen seine Jünger: Herr, schläft er, so wird's besser mit ihm. Jesus aber sagte von seinem Tode; sie meineten aber, er redete vom leiblichen Schlaf. Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben; und ich bin froh um euretwillen, daß ich nicht dagewesen bin, auf daß ihr glaubet; aber lasset uns zu ihm ziehen. Da sprach Thomas, der genannt ist Zwilling, zu den Jüngern: Laßt uns mitziehen, daß wir mit ihm sterben. Da kam Jesus, und fand ihn, daß er schon vier Tage im Grabe gelegen war. Bethanien aber war nahe bei Jerusa⸗ lem, bei fünfzehn Feld Weges; und viel Juden waren zu Martha und Maria kommen, sie zu trösten über ihren Bruder. Als Martha nun hörte, daß Jesus kommt, gehet sie ihm entgegen; Maria aber blieb daheim sitzen. Da sprach Martha zu Jesu: Herr, wärest du hie gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben; aber ich weiß auch noch, daß was du bittest von Gott, das wird dir Gott geben. Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder soll auferstehen. Martha spricht zu ihm: Ich weiß wohl, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am jüngsten Tage. Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubet, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubest du das? Sie spricht zu ihm: Herr, ja; ich glaube, daß Du bist Christus, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen ist. ure Perso solane gängl nach eines it eh Zeiter aufert daß il keusch ungef aus v gängli lebend ist wi Blum Sweiter Jahrgang. 12¹ Am 24. Synntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Petr. 1, 17—25. Sintemal ihr den zum Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so führet euren Wandel, solange ihr hie wallet, mit Furcht, und wisset, daß ihr nicht mit ver⸗ gänglichem Silber oder Gold erlöset seid von eurem eiteln Wandel nach väterlicher Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi, als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, der zwar zuvor ersehen ist, ehe der Welt Grund gelegt ward, aber offenbaret zu den letzten Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferwecket hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, auf daß ihr Glauben und Hoffnung zu Gott haben möchtet. Und machet keusch eure Seelen im Gehorsam der Wahrheit durch den Geist zu ungefärbter Bruderliebe, und habt euch unter einander brünstig lieb aus reinem Herzen, als die da wiederum geboren sind, nicht aus ver⸗ gänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da ewiglich bleibet. Denn„alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit der Menschen wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorret und die Blume abgefallen; aber des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit.“ Das ist aber das Wort, welches unter euch verkündiget ist. Evangelium. Aoh. 11, 32—45. Als nun Maria kam, da Jesus war, und sah ihn, fiel sie zu seinen Füßen und sprach zu ihm: Herr, wärest du hie gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. Als Jesus sie sah weinen und die Ju⸗ den auch weinen, die mit ihr kamen, ergrimmte er im Geist und be⸗ trübte sich selbst und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie spra⸗ chen zu ihm: Herr, komm und sieh es. Und Jesu gingen die Augen über. Da sprachen die Juden: Siehe, wie hat er ihn so lieb gehabt! Etliche aber unter ihnen sprachen: Konnte, der dem Blinden die Augen aufgetan hat, nicht verschaffen, daß auch dieser nicht stürbe? Da ergrimmte Jesus abermal in ihm selbst, und kam zum Grabe. Es war aber eine Kluft, und ein Stein darauf gelegt. Jesus sprach: Hebt den Stein ab. Spricht zu ihm Martha, die Schwester des Ver⸗ storbenen: Herr, er stinkt schon; denn er ist vier Tage gelegen. Jesus spricht zu ihr: Hab ich dir nicht gesagt, so du glauben würdest, du solltest die Herrlichkeit Gottes sehen? Da huben sie den Stein ab, da der Verstorbene lag. Jesus aber hub seine Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, daß du mich erhöret hast; doch Ich weiß, daß du mich allezeit hörest; aber um des Volkes willen, das umherstehet, sage ich's, daß sie glauben, Du habest mich gesandt. Da 12² Episteln und Evangelien. er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm hen aus! Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchem an Füßen und Händen, und sein Angesicht verhüllet mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löset ihn auf und lasset ihn gehen. Viel nun der Juden, die zu Maria kommen waren und sahmn was Jesus tat, glaubten an ihn. ů Am 25. Synntage nach Trinitatis. Epistel. Ebr. 3, 12—15, Sehet zu, lieben Brüder, daß nicht jemand unter euch ein argez ungläubiges Herz habe, das da abtrete von dem lebendigen Goti. sondern ermahnet euch selbst alle Tage, solange es heute heißet, daß nicht jemand unter euch verstocket werde durch Betrug der Sünde. Denn wir sind Christi teilhaftig worden, so wir anders das ange⸗ fangene Wesen bis ans Ende sest behalten. Indem gesagt wird: „Heute, so ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzn nicht.“ Evangelium. Matth. 21, 33—43. Es war ein Hausvater, der pflanzte einen Weinberg, und führte einen Zaum drum, und grub eine Kelter drinnen, und baute einen Turm, und tat ihn den Weingärtnern aus, und zog über Land. Da nun herbeikam die Zeit der Früchte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, daß sie seine Früchte empfingen. Da nahmen die Weingärtner seine Knechte; einen stäupten sie, den andern töteten sie, den dritten steinigten sie. Abermal sandte er andere Knechte, mehr denn der ersten waren; und sie taten ihnen gleich also. Dar nach sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Da aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie unter einander: Das ist der Erbe; kommt, laßt uns ihn töten, und sein Erbgut an uns bringen! Und sie nahmen ihn, und stießen ihn zum Weinberge hinaus, und töteten ihn. Wenn nun der Herr des Weinberges kommen wird, was wird er diesen Weingärt⸗ nern tun? Sie sprachen zu ihm: Er wird die Bösewichter übel um⸗ bringen, und seinen Weinberg andern Weingärtnern austun, die ihm die Früchte zu rechter Zeit geben. Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift:„Der Stein, den die Bauleute ver⸗ worfen haben, der ist zum Eckstein worden. Von dem Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Augen“? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volke gegeben werden, das seine Früchte bringt. Am 26. Sonnkage nach Trinitatis. Epistel. 1.Chell. 5, 14—24. Wir ermahnen aber euch, lieben Brüder, vermahnet die Unge⸗ zognen, tröstet die Kleinmütigen, traget die Schwachen, seid geduldig geger verge und dankl Jesu nicht, Sche durch den 1 ist er ihnen zwee zog! hatte ner. auch mach Über schaf und fünf wom Knec setzer zwee Zent nen. du b gehe Zent hart melst verb Seir ler sami Wech Mei omm her⸗ abtüchem lit einem lasset ihn ind sahen, 12.—15, ein argez jen Gott, eißet, daß r Sünde. das ange⸗ igt wird: e Herzen nd führte ute einen and. Da te zu den hmen die n töteten Knechte, so. Dar n sich vor n sahen, uns ihn ihn, und nun der Veingärt⸗ übel um⸗ stun, die en: Habt eute ber⸗ n ist das Darum nd einem 14—24. ie Unge⸗ geduldiz Sweiter Jahrgang. 123 gegen jedermann. Sehet zu, daß keiner Böses mit Bösem jemand vergelte, sondern allezeit jaget dem Guten nach, beide unter einander und gegen jedermann. Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlaß, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch. Den Geist dämpfet nicht, die Weissagung verachtet nicht, prüfet aber alles, und das Gute behaltet. Meidet allen bösen Schein. Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz samt Seele und Leib müsse bewahret wer⸗ den unsträflich auf die Zukunft unsers Herrn Jesu Christi. Getreu ist er, der euch rufet, er wird's auch tun. Evangelium. Matth. 25, 14—30. Ein Mensch, der über Land zog, rief seinen Knechten, und tat ihnen seine Güter aus; und einem gab er fünf Zentner, dem andern zween, dem dritten einen, einem jeden nach seinem Vermögen, und zog bald hinweg. Da ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit denselbigen, und gewann andere fünf Zent⸗ ner. Desgleichen auch, der zween Zentner empfangen hatte, gewann auch zween andere. Der aber Einen empfangen hatte, ging hin, und machete eine Grube in die Erde, und verbarg seines Herrn Geld. Über eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte, und hielt Rechen⸗ schaft mit ihnen. Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legete andere fünf Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir fünf Zentner getan; siehe da, ich habe damit andere fünf Zentner ge⸗ wonnen. Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude! Da trat auch herzu, der zween Zentner empfangen hatte und sprach: Herr, du hast mir zween Zentner getan; siehe da, ich habe mit denselben zween andre gewon⸗ nen. Sein Herr sprach zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude! Da trat auch herzu, der Einen Zentner empfangen hatte und sprach: Herr, ich wußte, daß du ein harter Mann bist; du schneidest, wo du nicht gesäet hast, und sam⸗ melst, da du nicht gestreuet hast; und fürchtete mich, ging hin, und verbarg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deine. Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du Schalk und fau⸗ ler Knecht! wußtest du, daß ich schneide, da ich nicht gesäet habe, und sammle, da ich nicht gestreuet habe, so solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich kommen wäre, hätte ich das Meine zu mir genommen mit Wucher. Darum nehmet von ihm den 12⁴ Episteln und Evangelien. Zentner, und gebet's dem, der zehn Zentner hat. Denn wer da hat dem wird gegeben werden, und wird die Fülle haben; wer aber nich hat, dem wird auch, das er hat, genommen werden. Und den un. nützen Knecht werft in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappen. Am 27. Honnt. nach Trinitatis. Lekkivn. Offenb. Iphh. 21, 1—7. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nich mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusa. lem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, bereitet als eine 9. schmückte Braut ihrem Mann. Und hörte eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen; und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen; und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das erste ist vergangen. Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß. Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dur⸗ stigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird's alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. Evangelium. Mark. 13, 33—37. Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann es Zeit ist. Gleich als ein Mensch, der über Land zog, und ließ sein Haus und gab seinen Knechten Macht, einem jeglichen sein Werk, und ge⸗ bot dem Türhüter, er sollte wachen. So wachet nun; denn ihr wisset nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob er kommt am Abend oder zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder des Morgens; auf daß er nicht schnell komme, und finde euch schlafend. Was ih aber euch sage, das sage ich allen: Wachet! Am Cage Mariä Reinigung. Lektion. Micha 4, 1—4. In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HErm Haus ist, fest stehen, höher denn alle Berge, und über die Hügel er⸗ haben sein, und die Völker werden dazu laufen. Und viel Heiden werden gehen und sagen: Kommt, laßt uns hinauf zum Berge des HErrn gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege, und wir auf seiner Straße wandeln; denn aus Zion wird r da hat, ber nicht den un. Heulen 21,1—, denn der ist nich Jerusa eine ge. mme von censchen, n, und er ibwischen lehr sein, das erste ich mache orte sind hen. Ich dem Dur⸗ st. Wer Bott sein, n es Zeit in Haus, und ge⸗ hr wisset Abend orgens; Was ich —4. HErrn pügel er⸗ (Heiden erge des ns lehre ion wird Sweiter Jahrgang. 12⁵ das Gesetz ausgehen, und des HErrn Wort aus Jerusalem. Er wird unter großen Völkern richten, und viel Heiden strafen in fernen Lan⸗ den. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andre ein Schwert aufheben, und werden nicht mehr kriegen lernen. Ein jeglicher wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen ohne Scheu; denn der Mund des HErrn Zebaoth hat's geredet. Evangelium. Tuk. 2, 22—32. Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses ka⸗ men, brachten sie ihn gen Jerusalem, auf daß sie ihn darstelleten dem Herrn(wie denn geschrieben stehet in dem Gesetz des Herrn:„Aller⸗ lei Männliches, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem Herrn geheiliget heißen“); und daß sie gäben das Opfer, nach dem gesagt ist im Gesetz des Herrn, ein Paar Turteltauben oder zwo junge Tau⸗ ben. Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon; und derselbe Mensch war fromm und gottesfürchtig, und wartete auf den Trost Israels, und der heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort worden von dem heiligen Geist, er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor den Christ des Herrn gesehen. Und kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, daß sie für ihn täten, wie man pfle⸗ get nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme, und lobte Gott und sprach: Herr, nun lässest du deinen Diener im Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volks Israel. Am Sonntage Mariä Verkündigung. Lektivn. Micha 5,1—3. Und du, Bethlehem Ephratha, die du klein bist unter den Tausen⸗ den in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, welches Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. In⸗ des läßt er sie plagen bis auf die Zeit, daß die, so gebären soll, gebo⸗ ren habe; da werden dann die übrigen seiner Brüder wiederkommen zu den Kindern Israel. Er aber wird auftreten und weiden in Kraft des HErrn und im Sieg des Namens des HErrn, seines Gottes. Und sie werden wohnen; denn er wird zur selbigen Zeit herrlich wer⸗ den, so weit die Welt ist. Evangelium. Tuk. 1, 26—38. Und im sechsten Monat ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jung⸗ 126 Episteln und Evangelien. frau, die vertrauet war einem Manne, mit Namen Joseph, vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeiete unter den Weibern. Da sie aber ihn sah, erschrak sie über seiner Rede und gedachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden im Leibe, und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen. Der wird groß und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben; und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und sei⸗ nes Königreichs wird kein Ende sein. Da sprach Maria zu den Engel: Wie soll das zugehen, sintemal ich von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum auch das Heilige, das von dir geboren wird, wird Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Gefreundte, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter, und gehet jetzt in sechsten Mond, die im Geschrei ist, daß sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr. Am Cage der Bagelfeier. Jür die Altarvorlesung Plalm65, Gott, man lobet dich in der Stille zu Zion, und dir bezahlt man Gelübde. Du erhörest Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir. Unsre Missetat drücket uns hart; Du wollest unsre Sünde vergeben. Wohl dem, den du erwählest und zu dir lässest, daß er wohne in dei⸗ nen Höfen; der hat reichen Trost von deinem Hause, deinem heiligen Tempel. Erhöre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit, Gott, un⸗ ser Heil, der du bist Zuversicht aller auf Erden und ferne am Meer; der die Berge fest setzt in seiner Kraft, und gerüstet ist mit Macht; der du stillest das Brausen des Meers, das Brausen seiner Wellen und das Toben der Völker, daß sich entsetzen, die an den Enden woh⸗ nen, vor deinen Zeichen. Du machst fröhlich, was da webet, beide gegen Morgen und gegen Abend. Du suchest das Land heim, und wässerst es, und machest es sehr reich. Gottes Brünnlein hat Was⸗ sers die Fülle. Du lässest ihr Getreide wohl geraten, denn also bauest du das Land. Du tränkest seine Furchen und seuchtest sein Gepflüg⸗ tes; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewächs. Du krönest das Jahr mit deinem Gut, und deine Jußstapfen triefen von E Saget het, er und w werde. werde wird; der fli ist gen Brun und 9 und e reiner drauf Löwe gefun Erlös mit J und? h, vom gel kam er Herr ber ihn Hruß ist wia; du werden Jesus werden; d geben; und sei⸗ zu dem le weiß? ist wird schatten; Gottes indte, ist jetzt im i. Denn ziehe, ich Und der alm 65, ahlt man zu dir. dergeben. e in dei⸗ heiligen Gott, un⸗ Meer; Macht; r Wellen den woh⸗ het, beide eim, und at Was⸗ so bauest Gepflüg⸗ ichs. Du iefen von Sweiter Jahrgang. 127 Fett. Die Weiden in der Wüste sind auch fett, daß sie triefen, und die Hügel sind umher lustig. Die Anger sind voll Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, daß man jauchzet und singet. Oder Plalm 147. Lobet den Herrn— Halleluja. Jür die Predigt freier Texk. Am Johannisfeste. Leklivn. Jelaja 35, 3—10. Stärket die müden Hände und erquickt die strauchelnden Kniee! Saget den verzagten Herzen: Seid getrost, fürchtet euch nicht! Se⸗ het, euer Gott, der kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen. Alsdann werden der Blinden Augen aufgetan werden, und der Tauben Ohren werden geöffnet werden; alsdann werden die Lahmen löcken wie ein Hirsch, und der Stummen Zunge wird Lob sagen. Denn es werden Wasser in der Wüste hin und wie⸗ der fließen und Ströme im dürren Lande. Und wo es zuvor trocken ist gewesen, sollen Teiche stehen; und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Da zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen. Und es wird daselbst eine Bahn sein und ein Weg, welcher der heilige Weg heißen wird, daß kein Un⸗ reiner drauf gehen darf; und derselbige wird sür sie sein, daß man drauf gehe, daß auch die Toren nicht irren mögen. Es wird da kein Löwe sein, und wird kein reißend Tier drauf treten, noch daselbst gefunden werden, sondern man wird frei sicher daselbst gehen. Die Erlöseten des HErrn werden wieder kommen, und gen Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein, Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. Evangelium. Mark. 6, 17—29. Er aber, Herodes, hatte ausgesandt, und Johannes gegriffen und ins Gefängnis gelegt um der Herodias willen, seines Bruders Philippus Weib; denn er hatte sie gefreiet. Johannes aber sprach zu Herodes: Es ist nicht recht, daß du deines Bruders Weib habest. Herodias aber stellte ihm nach, und wollte ihn töten, und konnte nicht. Herodes aber fürchtete Johannes; denn er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war; und verwahrte ihn, und gehorchte ihm in vielen Sachen, und hörte ihn gerne. Und es kam ein gelege⸗ ner Tag, daß Herodes auf seinen Jahrstag ein Abendmahl gab den Obersten und Hauptleuten und Vornehmsten in Galiläa. Da trat hinein die Tochter der Herodias und tanzete, und gefiel wohl dem 128 Episteln und Evangelien. Herodes und denen, die am Tisch saßen. Da sprach der König zum Mägdlein: Bitte von mir, was du willst, ich will dir's geben. Und schwur ihr einen Eid: Was du wirst von mir bitten, will ich dir ge ben, bis an die Hälfte meines Königreichs. Sie ging hinaus und sprach zu ihrer Mutter: Was soll ich bitten? Die sprach: Das Haut Johannes des Täufers. Und sie ging alsbald hinein mit Eile zun Könige, bat und sprach: Ich will, daß du mir gebest jetzt zur Stunde auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers. Der König war betrübt; doch um des Eides willen und derer, die am Tische saßen, wollte er sie nicht lassen eine Fehlbitte tun. Und alsbald schickte hin der König den Henker, und hieß sein Haupt herbringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis, und trug her sein Haupt auf einer Schüssel und gab's dem Mägdlein, und das Mägd⸗ lein gab's ihrer Mutter. Und da das seine Jünger höreten, kamen sie und nahmen seinen Leib, und legten ihn in ein Grab. Am Tage Mariä Beimsuchung. Lektivn. Jerem. 33, 14—16,. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, daß ich das gnädige Wort erwecken will, welches ich dem Hause Israel und dem Hause Juda geredet habe. In denselbigen Tagen und zur selbigen Zeit wil ich dem David ein gerecht Gewächs aufgehen lassen; und soll Recht und Gerechtigkeit anrichten auf Erden. Zur selbigen Zeit soll Juda geholfen werden, und Jerusalem sicher wohnen; und man wird sie nennen: Der Herr unsre Gerechtigkeit. Evangelium. Tuk. 1, 39—56. Maria aber stund auf in den Tagen, und ging auf das Gebirge eilends zu der Stadt Judas, und kam in das Haus des Zacharias, und grüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des heiligen Geistes voll, und rief laut und sprach: Gebenedeiet bist du unter den Weibern, und gebenedeiet ist die Frucht deines Leibes. Und woher kommt mir das, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Siehe, da ich die Stimme deines Grußes hörete, hüpfte mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Und o selig bist du, die du geglaubt hast! denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem Herrn. Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrm, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes. Denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist, und des Name heilig ist; und seine seinem ham 1 dreien 7 zählen Stuhl Palme Heil se Und a die vie ten Gi Dank keit zu sprach und w es. Ur Trübs. helle g Gottes auf de hunger oder i weiden abwisc nig zum en. Und dir ge⸗ aus und 3 Haupt Sile zum Stunde r König n Tische alsbald bringen. her sein 3 Mägd⸗ „ kamen 14—16, gnädige m Hause Zeit will oll Recht oll Juda wird sie Gebirge acharias, en Gruß eth ward deiet bist 3 Leibes. zu mit e, hüpst u, die du jesagt ist n Herrn, in er hat werden dinge an ind seine Sweiter Jahrgang. 129 Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürch⸗ ten. Er übet Gewalt mit seinem Arm, und zerstreuet, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößet die Gewaltigen vom Stuhl, und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllet er mit Gütern, und läßt die Reichen leer. Er denket der Barmherzigkeit, und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat unsern Vätern, Abra⸗ ham und seinem Samen ewiglich. Und Maria blieb bei ihr bei dreien Monaten; darnach kehrte sie wiederum heim. Am Michaelisfeste. Lektion. Offenb. Joh. 7, 9—17. Darnach sah ich, und siehe, eine große Schar, welche niemand zählen konnte, aus allen Heiden und Völkern und Sprachen, vor dem Stuhl stehend und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und Palmen in ihren Händen, schrieen mit großer Stimme und sprachen: Heil sei dem, der auf dem Stuhl sitzt, unserm Gott und dem Lamm! Und alle Engel stunden um den Stuhl und um die Altesten und um die vier Tiere, und fielen vor dem Stuhl auf ihr Angesicht und bete⸗ ten Gott an und sprachen: Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewig⸗ keit uu Ewigkeit! Amen. Und es antwortete der Altesten einer und sprach zu mir: Wer sind diese mit den weißen Kleidern angetan? und woher sind sie kommen? Und ich sprach zu ihm: Herr, Du weißt 25. Und er sprach zu mir: Diese sind's, die kommen sind aus großer Trübsal, und haben ihre Kleider gewaschen, und haben ihre Kleider helle gemacht im Blut des Lammes. Darum sind sie vor dem Stuhl Gottes, und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Stuhl sitzt, wird über ihnen wohnen. Sie wird nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf sie fallen die Sonne oder irgend eine Hitze; denn das Lamm mitten im Stuhl wird sie weiden, und leiten zu den lebendigen Wasserbrunnen, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Evangelium. Mark. 10, 13—16. Und sie brachten Kindlein zu ihm, daß er sie anrührete; die Jünger aber fuhren die an, die sie trugen. Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Laßt die Kindlein zu mir kommen, und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfähet als ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie, und legte die Hände auf sie, und segnete sie. 13⁰ Episteln und Evangelien. Am Erntedankfeste. Jür die Altarvorlesung Plalm 67. Gott sei uns gnädig und segne uns; er lasse uns sein Antlit leuchten!(Sela.) Daß man auf Erden erkenne seinen Weg, unter allen Heiden sein Heil. Es danken dir, Gott, die Völker; es danken dir alle Völker. Die Völker freuen sich und jauchzen, daß du die Leute recht richtest, und regierest die Leute auf Erden.(Sela.), Cs danken dir, Gott, die Völker; es danken dir alle Völker. Das Land gibt sein Gewächs. Es segne uns Gott, unser Gott. Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn! Oder Pfalm 145. Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will dich täglich loben, und deinen Namen rühmen immer und ewiglich. Der HErr ist groß und sehr löblich, und seine Größe ist unausforschlich. Kindeskinder werden deine Werke preisen und von deiner Gewalt sagen. Ich will reden von deiner herrlichen schönen Pracht und von deinen Wundern; daß man soll sagen von deinen herrlichen Taten, und daß man erzähle deine Herrlichkeit; daß man preise deine große Güte, und deine GOe⸗ rechtigkeit rühme. Gnädig und barmherzig ist der HErr, geduldig und von großer Güte. Der HErr ist allen gütig, und erbarmet sic aller seiner Werke. Es sollen dir danken, HErr, alle deine Werte, und deine Heiligen dich loben und die Ehre deines Königreichs rih⸗ men, und von deiner Gewalt reden, daß den Menschenkindern deine Gewalt kund werde und die herrliche Pracht deines Königreichs, Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft währet für und für. Der HErr erhält alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind. Aller Augen warten auf dich, und Du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf, und er⸗ füllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Der HErr ist gerecht in allen seinen Wegen, und heilig in allen seinen Werken. Der HErr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und höret ihr Schreien, und hilft ihnen. Der HErr behütet alle, die ihn lieben, und wird verti gen alle Gottlosen. Mein Mund soll des HErrn Lob sagen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich. Jür die Predigt freier Text. Am Reformativnskeste. Für d. Altarvorl. Philipy. 1, 27-30. Wandelt nur würdiglich dem Evangelium Christi, auf daß, al ich komme und sehe euch oder abwesend von euch höre, ihr stehet in nach Miss mein habei in de ich bi Sün' borgr dige weiß fröhlt meine Gott, wirf Geist einem Wege den X Zung mein Opfer dir ni ein ge n 67. Antlitz g, unter 3 danken 6 du die ela.) Es as Land egne uns n Namen id deinen und sehr r werden ill reden dern; daß n erzähle deine Ge⸗ „geduldig armet sich e Werke, eichs rüh⸗ dern deine pnigreichs. et für und falle, die Du gibst f, und e gerecht in Der HErr ufen. Er eien, und ird vertil. agen, und ch., 2730. I daß, b stehet in ö ö Sweiter Jahrgang. 131 Einem Geist und Einer Seele, und samt uns kämpfet für den Glau⸗ ben des Evangeliums, und euch in keinem Weg erschrecken lasset von den Widersachern, welches ist ein Anzeichen, ihnen der Verdammnis, euch aber der Seligkeit, und dasselbige von Gott. Denn euch ist ge⸗ geben um Christi willen zu tun, daß ihr nicht allein an ihn glaubet, sondern auch um seinetwillen leidet, und habet denselbigen Kampf, welchen ihr an mir gesehen habt, und nun von mir höret. Jür die Predigt freier Text. Am Buftage. Jür die Altarvorlesung ein Bußpfalm, elwa Plalm 51, 3—19. Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich wohl von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde. Denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir. An dir allein hab ich gesündigt, und übel vor dir getan, auf daß du recht behaltest in deinen Worten, und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst. Siehe, ich bin in sündlichem Wesen geboren, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen. Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Ver⸗ borgnen liegt; du lässest mich wissen die heimliche Weisheit. Entsün⸗ dige mich mit Ysop, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schnee⸗ weiß werde. Laß mich hören Freude und Wonne, daß die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast. Verbirg dein Antlitz von meinen Sünden, und tilge alle meine Missetaten. Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz, und gib mir einen neuen gewissen Geist. Ver⸗ wirf mich nicht von deinem Angesichte, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Tröste mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem freudigen Geist rüste mich aus. Ich will die Übertreter deine Wege lehren, daß sich die Sünder zu dir bekehren. Errette mich von den Blutschulden, Gott, der du mein Gott und Heiland bist, daß meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme. Herr, tue meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhm verkündige. Denn du hast nicht Lust zum Opfer, ich wollte dir's sonst wohl geben; und Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist; ein geängstet und zerschlagen Herz wirst du, Gott, nicht verachten. Oder Pfalm 32. Wohl dem— und rühmet, alle ihr Frommen. 132 Alttestamentliche Texte zur Auswahl für Predigten über freie Texte. Am 1. Sonntage des Advents. Jerem. 31, 31—84. (Der neue Bund.) Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen. Nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern machte, da ich sie bei der Hand nahm, daß ich sie aus Agyptenland führete; wel⸗ chen Bund sie nicht gehalten haben, und Ich sie zwingen mußte, spricht der HErr; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der HErr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein. Und wird keiner den andern, noch ein Bruder den andern lehren und sagen:„Erkenne den HErrn'“, sondern sie sollen mich alle kennen, beide, klein und groß, spricht der SErr. Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben, und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. Am 2. Sonntage des Advoents. Maleachi 4. (Der große und schreckliche Cag des Berrn.) Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen; da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der künftige Tag wird sie anzünden, spricht der HErr Zebaoth, und wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen. Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln; und ihr sollt aus⸗und eingehen, und hüpfen wie die Mastkälber. Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Asche unter euren Füßen werden des Tages, den Ich machen will, spricht 9 + 9 I der HErr Zebaoth. Gedenkt des Gesetzes Moses, meines Knechts, das ich ihm befohlen habe auf dem Berge Horeb an das ganze I rael samt den Geboten und Rechten. Siehe, Ich will euch senden den Propheten Elia, ehe denn da komme der große und schreckliche Tag des HErrn. Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Kindern und das Herz der Kinder zu ihren Vätern, daß ich nicht komme, und das Erdreich mit dem Bann schlage. Am 3. Sonntage des Advents. Irl. 40, 1—8. (Cröstet, tröstet mein Volk!) Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott; redet mit Jerusa⸗ lem freundlich, und prediget ihr, daß ihre Ritterschaft ein Ende hat, wecker Wie t am 2 mehr Feuer zu mi wie di Muni werde Name die He Kraft werde seinen rechti, des H x sender lit dem nachen. hte, da e; wel⸗ spricht Hause Il mein e sollen andern, Errn“, icht der Sünde n Ofen; künftige dd ihnen Namen il unter wie die en Asche („ spricht Knechts, nze Iꝛ. nden den iche Tag Kindern ime, und Jerusa⸗ nde hat, Alttestamentliche Texte. denn ihre Missetat ist vergeben; denn sie hat Zwiefältiges empfan⸗ gen von der Hand des HErrn um alle ihre Sünden. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem HErrn den Weg, macht auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Tale sollen erhöhet werden, und alle Berge und Hügel sollen genie⸗ driget werden, und was ungleich ist, soll eben, und was höckericht ist, soll schlicht werden; denn die Herrlichkeit des HErrn soll offenbart werden, und alles Fleisch mit einander wird es sehen. Denn des Errn Mund hat's geredet. Es spricht eine Stimme: Predige! Und er sprach: Was soll ich predigen? Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorret, die Blume verwelket; denn des HErrn Geist bläset drein. Ja, das Volk ist das Gras. Das Gras verdorret, die Blume verwelkt; aber das Wort unsers Gottes bleibet ewiglich. Am 4. Synntage des Advents. 5. Myse 18, 15—19. (Verheißung des Propheten.) Einen Propheten wie mich wird der HErr, dein Gott, dir er⸗ wecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen. Wie du denn von dem HErrn, deinem Gott, gebeten hast zu Horeb am Tage der Versammlung, und sprachst: Ich will hinfort nicht mehr hören die Stimme des HErrn, meines Gottes, und das große Jeuer nicht mehr sehen, daß ich nicht sterbe. Und der HErr sprach zu mir: Sie haben wohl geredet. Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern, und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde. Und wer meine Worte nicht hören wird, die er in meinem Namen reden wird, von dem will Ich's fordern. Am 1. Weihnachtstage. Jes. 9, 6. 7. (Uns ist ein Kind geboren.) Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig⸗Vater, Friedefürst; auf daß seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhl Davids und in seinem Königreich, daß er's zurichte und stärke mit Gericht und Ge⸗ rechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HErrn Zebaoth. Am 2. Weihnachtstage. Micha 5, 1—3. (Bethlehem Ephratha.) Und du, Bethlehem Ephratha, die du klein bist unter den Tau⸗ senden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Jsrael Herr 134 Alttestamentliche Cexte. sei, welches Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. Indes läßt er sie plagen bis auf die Zeit, daß die, so gebären soll, ge. boren habe; da werden dann die übrigen seiner Brüder wiederkom. men zu den Kindern Israel. Er aber wird auftreten und weiden in Kraft des HErrn und im Sieg des Namens des HErrn, seines Gol. tes. Und sie werden wohnen; denn er wird zur selbigen Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist. Am Sonntage nach Weihnachten. Iel. 63, 7—16. (Bist du doch unser Vater.) Ich will der Gnade des HErrn gedenken und des Lobes des HErrn in allem, das uns der HErr getan hat, und der großen Güte an dem Hause Israel, die er ihnen erzeiget hat nach seiner Barm⸗ herzigkeit und großen Gnade. Denn er sprach: Sie sind ja mein Volk, Kinder, die nicht falsch sind. Darum war er ihr Heiland. Wer sie ängstete, der ängstete ihn auch, und der Engel seines Angesichts half ihnen. Er erlösete sie, darum daß er sie liebete, und ihrer scho⸗ nete. Er nahm sie auf, und trug sie allezeit von alters her. Aber sie erbitterten und entrüsteten seinen heiligen Geist; darum ward er ihr Feind, und stritt wider sie. Und sein Volk gedachte wieder an die vorigen Zeiten, an Mose: Wo ist denn nun, der sie aus dem Meer führete samt dem Hirten seiner Herde? Wo ist, der seinen heiligen Geist unter sie gab? der Mose bei der rechten Hand führte durch seinen herrlichen Arm? der die Wasser trennte vor ihnen her, auf daß er sich einen ewigen Namen machte? der sie führte durch die Tie⸗ fen wie die Rosse in der Wüste, die nicht straucheln? Wie das Vieh ins Feld hinabgehet, brachte der Geist des Herrn sie zur Ruhe; also hast du dein Volk geführet, auf daß du dir einen herrlichen Namen machtest. So schaue nun vom Himmel, und siehe herab von deiner heiligen herrlichen Wohnung. Wo ist nun dein Eifer, deine Macht?ꝰ Deine große herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich. Bist Du doch unser Vater. Denn Abraham weiß von uns nicht, und. rael kennet uns nicht. Du aber, HErr, bist unser Vater und unser Erlöser; von alters her ist das dein Name. Am Neujahrstage. Plalm 90, 1—17. (Berr, Gott, du bist unsre Zuflucht.) Ein Gebet Moses, des Manns Gottes. Herr, Gott, Du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden, und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist Du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit, der du die Menschen lässest sterben, und sprichst: Kommt sen ist. oll ge⸗ erkom⸗ iden in 5 Got⸗ herrlich 2 2. hes des n Güte Barm⸗ a mein d. Wer gesichts er scho Aber sie d er ihr an die Meer heiligen e durch er, auf die Tie⸗ as Vieh he; ahso Namen deiner Macht? H. Bit nd NX. d unser Du bist und die wigkeit Kommt Alttestamentliche Cexte. 13⁵ wieder, Menschenkinder! Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, und sind wie ein Schlaf; gleich wie ein Gras, das doch bald welk wird, das da frühe blühet, und bald welk wird, und des Abends abgehauen wird und verdorret. Das machet dein Zorn, daß wir so vergehen, und dein Grimm, daß wir so plötzlich dahin müssen. Denn unsre Missetaten stellest du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesichte. Darum fahren alle unsre Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz. Unser Leben währet siebenzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und wenn's köstlich gewesen ist, so ist's Mühe und Arbeit gewesen; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon. Wer glaubt's aber, daß du so sehr zür⸗ nestꝰ und wer fürchtet sich vor solchem deinem Grimm? Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. HErr, kehre dich doch wieder zu uns und sei deinen Knechten gnädig! Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang. Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden. Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Ehre ihren Kindern. Und der HErr, unser Gott, sei uns freundlich, und fördere das Werk unsrer Hände bei ims; ja, das Werk unsrer Hände wolle er fördern! Oder Plalm 121. (Singang und Ausgang.) Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt von dem HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Juß nicht gleiten lassen; und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. Der HErr behütet dich, der HErr ist dein Schatten über deiner rechten Hand, daß dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. Der HErr behüte dich vor allem Ubel; er behüte deine Seele. Der HErr behüte deinen Ausgang und Ein⸗ gang von nun an bis in Ewigkeit. Am Sonntage nach Neujahr. Pflalm 73, 23—28. (Berr, wenn ich nur dich habe.) Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat, und nimmst mich end⸗ lich mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, 136 Alttestamentliche Texte. so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. Denn, siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du bringest um alle, die wider dich huren. Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte, und meine Zuversicht setze auf den Herrn, HErrn, daß ich verkündige all dein Tun. Am Epiphaniasfeste. Jes. 2, 2—5. (Von Sion geht das Gesetz aus.) Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HErrn Haus ist, fest stehen, höher denn alle Berge, und über alle Hügel erhaben werden; und werden alle Heiden dazu laufen, und viel Völker hingehen, und sagen: Kommt, laßt uns auf den Berg des HErrn gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege, und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen, und des HErrn Wort von Jerusalem. Und er wird richten unter den Heiden, und strafen viel Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andre ein Schwert aufheben, und werden hinfort nicht mehr kriegen lernen. Kommet nun, ihr vom Hause Jakob, laßt uns wandeln im Licht des HErrn! Am 1. Sonntage nach Epiphanias. Plalm 122. (Wir werden in das Haus des Rerrn gehen.) Ich freute mich über die, so mir sagten: Lasset uns ins Haus des HErrn gehen! Unsre Füße stehen in deinen Toren, Jerusalem. Jerusalem ist gebauet, daß es eine Stadt sei, da man zusammenkom⸗ men soll, da die Stämme hinaufgehen, die Stämme des HErrn, wie geboten ist dem Volk Israel, zu danken dem Namen des HErrn. Denn daselbst stehen die Stühle zum Gericht, die Stühle des Hauses David. Wünschet Jerusalem Glück! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben! Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen. Um des Hauses willen des HErrn, unsers Gottes, will ich dein Bestes suchen. Am 2. Sonntage nach Epiphanias. Jel. 61, 1—6. (Der Geist des Herrn ist über mir.) Der Geist des Herrn, HErrn ist über mir, darum daß mich der HErr gesalbet hat. Er hat mich gesandt, den Elenden zu predigen, die zerbrochnen Herzen zu verbinden; zu verkündigen den Gefange⸗ nen die Freiheit, den Gebundenen, daß ihnen geöffnet werde; zu ver⸗ kündigen ein gnädiges Jahr des HErrn und einen Tag der Rache n Teil. est um ch mich en, daß ist, fes berden; en, und Hause Handen en, und ter den rter zu ird kein hinfort ob, laßt * 3 Haus usalem. enkom⸗ rn, wie OErrn. en, die Glück in will ich unsers Hauses Alttestamentliche Texte. 137⁷ unsers Gottes; zu trösten alle Traurigen; zu schaffen den Traurigen zu Zion, daß ihnen Schmuck für Asche, und Freudenöl für Traurig⸗ keit, und schöne Kleider für einen betrübten Geist gegeben werden; daß sie genannt werden Bäume der Gerechtigkeit, Pflanzen des HErrn zum Preise. Sie werden die alten Wüstungen bauen, und was vor Zeiten zerstöret ist, aufrichten; sie werden die verwüsteten Städte, so für und für zerstöret gelegen sind, erneuen. Fremde werden stehen, und eure Herde weiden, und Ausländer werden eure Ackerleute und Weingärtner sein. Ihr aber sollet Priester des HErrn heißen, und man wird euch Diener unsers Gottes nennen; und werdet der Hei⸗ den Güter essen, und in ihrer Herrlichkeit euch rühmen. Am 3. Sonntage nach Epiphanias. 2. Rönige 5, 1—19. (Naeman.) Naeman, der Feldhauptmann des Königs zu Syrien, war ein trefflicher Mann vor seinem Herrn und hoch gehalten; denn durch ihn gab der HErr Heil in Syrien. Und er war ein gewaltiger Mann, und aussätzig. Die Kriegsleute aber in Syrien waren herausgefal⸗ len, und hatten eine junge Dirne weggeführt aus dem Lande Israel; die war am Dienst des Weibes Naemans. Die sprach zu ihrer Frau: Ach, daß mein Herr wäre bei dem Propheten zu Samaria! der würde ihn von seinem Aussatz losmachen. Da ging er hinein zu seinem Herrn, und sagte es ihm an, und sprach: So und so hat die Dirne aus dem Lande Israel geredet. Der König zu Syrien sprach: So zieh hin, ich will dem Könige Israels einen Brief schreiben. Und er zog hin, und nahm mit sich zehn Zentner Silbers und sechstausend Gulden und zehn Feierkleider; und brachte den Brief dem Könige JIsraels, der lautete also: Wenn dieser Brief zu dir kommt, siehe, so wisse, ich habe meinen Knecht Naeman zu dir gesandt, daß du ihn von seinem Aussatz losmachest. Und da der König Israels den Brief las, zerriß er seine Kleider und sprach: Bin ich denn Gott, daß ich töten und lebendig machen könnte, daß er zu mir schicket, daß ich den Mann von seinem Aussatz losmache? Merket und sehet, wie sucht er Ursache zu mir! Da das Elisa, der Mann Gottes, hörte, daß der König Js⸗ raels seine Kleider zerrissen hatte, sandte er zu ihm, und ließ ihm sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Laß ihn zu mir kommen, daß er innewerde, daß ein Prophet in Israel ist. Also kam Naeman mit Rossen und Wagen, und hielt vor der Tür am Hause Elisas. Da sandte Elisa einen Boten zu ihm, und ließ ihm sagen: Gehe hin, und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wieder erstattet und rein werden. Da erzürnte Naeman, und 138 Alttestamentliche Cexte. zog weg, und sprach: Ich meinte, er sollte zu mir herauskommen und hertreten, und den Namen des HErrn, seines Gottes, anrufen, und mit seiner Hand über die Stätte fahren, und den Aussatz also abtun. Sind nicht die Wasser Amana und Pharphar zu Damaskus besser denn alle Wasser in Israel, daß ich mich drinnen wüsche und rein würde? Und wandte sich, und zog weg mit Zorn. Da machten sich seine Knechte zu ihm, redeten mit ihm und sprachen: Lieber Vater, wenn dich der Prophet etwas Großes hätte geheißen, solltest du es nicht tun? Wieviel mehr, so er zu dir saget: Wasche dich, so wirst du rein. Da stieg er ab, und taufte sich im Jordan siebenmal, wie der Mann Gottes geredet hatte; und sein Fleisch ward wieder erstattet wie ein Fleisch eines jungen Knaben, und ward rein. Und er kehrte wieder zu dem Mann Gottes samt seinem ganzen Heer. Und da er hineinkam, trat er vor ihn, und sprach: Siehe, ich weiß, daß kein Gott ist in allen Landen, außer in Israel; so nimm nun den Segen von deinem Knecht. Er aber sprach: So wahr der HErr lebt, vor dem ich stehe, ich nehme es nicht. Und er nötigte ihn, daß er's nähme; aber er wollte nicht. Da sprach Naeman: Möchte denn deinem Knechte nicht gegeben werden dieser Erde eine Last, soviel zwei Maultiere tragen? Denn dein Knecht will nicht mehr andern Göttern opfern und Brandopfer tun, sondern dem HErrn. Nur darinnen wolle der HErr deinem Knecht gnädig sein: wo ich anbete im Hause Rimmons, wenn mein Herr ins Haus Rimmons gehet, daselbst anzubeten, und er sich an meine Hand lehnet! Er sprach zu ihm: Zieh hin mit Frieden. Am 4. Sonntage nach Epiphanias. Plalm 93. (Der EErr ist König.) Der Herr ist König und herrlich geschmückt; der HErr ist ge⸗ schmückt, und hat ein Reich angefangen, soweit die Welt ist, und zu⸗ gerichtet, daß es bleiben soll. Von Anbeginn stehet dein Stuhl fest, Du bist ewig. SErr, die Wasserströme erheben sich, die Wasser⸗ ströme erheben ihr Brausen, die Wasserströme heben empor die Wel. len, die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtiglich; der HErr aber ist noch größer in der Höhe. Dein Wort ist eine rechte Lehre. Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses, o HErr, ewiglich. Am 5. Sonntage nach Epiphanias. Besekiel 33, 10—16. (Ich habe kein Gefallen an dem Tode des Gottlosen.) Darum, du Menschenkind, sage dem Hause Israel: Ihr sprecht also: Unsere Sünden und Missetaten liegen auf uns, daß wir dar⸗ unter vergehen; wie können wir denn leben? So sprich zu ihnen: Priest an der in ein mit F will d verbre ihm 6 Hie bi deiner Und s hams, sein A n und „ und abtun. besser d rein en sich Vater, du es irst du ie der stattet kehrte da er n Gott en von dem ich ; aber dnechte Hultiere opfern lle der mons, n, und in mit ist ge⸗ und zu⸗ fest; asser⸗ e Wel⸗ tiglich; e rechte ich. 16. 1.) sprecht ir dar⸗ ihnen: Alttestamentliche Texte. 139 So wahr als Ich lebe, spricht der Herr, HErr, ich habe keinen Ge⸗ fallen am Tode des Gottlosen, sondern daß sich der Gottlose bekehre von seinem Wesen, und lebe. So bekehret euch doch nun von eurem bösen Wesen. Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel? Und du, Menschenkind, sprich zu deinem Voll: Wenn ein Gerechter Böses tut, so wird's ihn nicht helfen, daß er fromm gewesen ist; und wenn ein Gottloser fromm wird, so soll's ihm nicht schaden, daß er gottlos gewesen ist. So kann auch der Gerechte nicht leben, wenn er fündigt. Denn wo ich zu dem Gerechten spreche, er soll leben, und er verläßt sich auf seine Gerechtigkeit und tut Böses, so soll aller seiner Frömmigkeit nicht gedacht werden, sondern er soll sterben in seiner Bosheit, die er tut. Und wenn ich zum Gottlosen spreche, er soll ster⸗ ben, und er bekehret sich von seiner Sünde, und tut, was recht und gut ist, also daß der Gottlose das Pfand wiedergibt, und bezahlet, was er geraubt hat, und nach dem Wort des Lebens wandelt, daß er kein Böses tut: so soll er leben, und nicht sterben, und aller seiner Sünden, die er getan hat, soll nicht gedacht werden; denn er tut nun, was recht und gut ist; darum soll er leben. Am 6. Sonntage nach Epiphanias. 2. Myse 3, 1—6. (Berufung Mosis.) Mose aber hütete der Schafe Jethros, seines Schwähers, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe hinter die Wüste, und kam an den Berg Gottes Horeb. Und der Engel des HErrn erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Busch. Und er sah, daß der Busch mit Feuer brannte, und ward doch nicht verzehret; und sprach: Ich will dahin, und beschauen dies große Gesicht, warum der Busch nicht verbrennet. Da aber der HErr sah, daß er hinging, zu sehen, rief ihm Gott aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hie bin ich. Er sprach: Tritt nicht herzu, zeuch deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehest, ist ein heilig Land. Und sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abra⸗ hams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. Am Sonntage Septuagestmä. Jer. 9, 23. 24. (Wer sich rühmet, der rühme sich des HErrn.) So spricht der HErr: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weis⸗ heit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums. Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich des, daß er mich wisse und kenne, daß Ich der HErr bin, 140 Alttestamentliche Texte. der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übet auf Erden; denn solches gefällt mir, spricht der HErr. Am Bonntage Sexagefmä. Amops 8, 11. 12. (Bunger nach dem Wort Sottes.) Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, HErr, daß ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot, oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des HErrn, zu hören; daß sie hin und her, von einem Meer zum andern, von Mitternacht gegen Morgen umlaufen, und des HErrn Wort suchen, und doch nicht finden werden. Am Sonntage Estomihi. Jer. 8, 4—9. (Mein Volk geht irre.) Darum sprich zu ihnen: So spricht der HErr: Wo ist jemand, so er fällt, der nicht gerne wieder aufstünde? Wo ist jemand, so er irre gehet, der nicht gerne wieder zurechtkäme? Dennoch will ja dies Volk zu Jerusalem irre gehen für und für. Sie halten so hart an dem falschen Gottesdienst, daß sie sich nicht wollen abwenden lassen. Ich sehe und höre, daß sie nichts Rechtes reden. Keiner ist, dem seine Bosheit leid wäre, und spräche: Was mache ich doch! Sie laufen alle ihren Lauf wie ein grimmiger Hengst im Streit. Ein Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit, eine Turteltaube, Kranich und Schwalbe merken ihre Zeit, wann sie wiederkommen sollen; aber mein Voll will das Recht des HErrn nicht wissen. Wie möget ihr doch sagen: „Wir wissen, was recht ist, und haben die heilige Schrift vor uns?“ Ist's doch eitel Lüge, was die Schriftgelehrten setzen. Darum müssen solche Lehrer zu Schanden, erschreckt und gefangen werden; denn was können sie Gutes lehren, weil sie des HErrn Wort verwerfen? Am Bonntage Invoravit. 1. Myse 22, 1—14. (Isaaks Opferung.) Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham, und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hie bin ich. Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land Morija, und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. Da stund Abraham des Mor⸗ gens frühe auf, und gürtete seinen Esel, und nahm mit sich zween Knaben und seinen Sohn Isaak; und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf, und ging hin an den Ort, davon ihm Gott gesagt hatte. Am dritten Tage hub Abraham seine Augen auf, und sah die Stätte von ferne; und sprach zu seinen Knaben: Bleibt ihr hie mit dem( angeb nahm er ab beide Mein er spr Bran sehen Unde daselb Isaak Hand rief il Abral nicht Gott meine der h hin, v nes S Dahe siehet. auch! kenne keit se Güte dir. erbar kanns Und! sollst vorüb Hand Hand sicht denn einen t, oder hören, ernacht ch nicht emand, d, so er ja dies hart an lassen. m seine Hen alle h unter chwalbe in Voll sagen: r uns? müssen enn was en? prach zu sprach: gehe hin pfer auf 2s Mor⸗ h zween ndopfer, t gesagt sah die hie mit Alttestamentliche Texte. 141 dem Esel; ich und der Knabe wollen dorthin gehen; und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen. Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer, und legte es auf seinen Sohn Isaak; er aber nahm das Jeuer und Messer in seine Hand, und gingen die beide mit einander. Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hie bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hie ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich er⸗ sehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beide mit einander. Und als sie kamen an die Stätte, die ihm Gott sagte, baute Abraham daselbst einen Altar, und legte das Holz drauf, und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz, und reckte seine Hand aus, und faßte das Messer, daß er seinen Sohn schlachtete. Da rief ihm der Engel des HErrn vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hie bin ich. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben, und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, daß du Gott fürchtest, und hast deines einigen Sohnes nicht verschonet um meinetwillen. Da hub Abraham seine Augen auf, und sah einen Wid⸗ der hinter sich in der Hecke mit seinen Hörnern hangen; und ging hin, und nahm den Widder, und opferte ihn zum Brandopfer an sei⸗ nes Sohnes Statt. Und Abraham hieß die Stätte: Der HErr siehet. Daher man noch heutiges Tages sagt: Auf dem Berge, da der HErr 2 Am Sonntage Reminisrere. 2. Myle 33, 17—23. (Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig.) Der HErr sprach zu Mose: Was du jetzt geredet hast, will ich auch tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen. Er aber sprach: So laß mich deine Herrlich⸗ keit sehen. Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht alle meine Güte vorübergehen lassen, und will ausrufen des HErrn Namen vor dir. Wem ich aber gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wes ich mich erbarme, des erbarme ich mich. Und sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich siehet. Und der HErr sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir; da sollst du auf dem Fels stehen. Wenn denn nun meine Herrlichkeit vorübergehet, will ich dich in der Felskluft lassen stehen, und meine Hand soll ob dir halten, bis ich vorübergehe. Und wenn ich meine Hand von dir tue, wirst du mir hintennach sehen; aber mein Ange⸗ sicht kann man nicht sehen. 142 Alttestamentliche Texte. Am Synnkage Druli. Jer. 26, 1—15. (Ob sie vielleicht hören wollen und sich bekehren.) Im Anfang des Königreichs Jojakims, des Sohns Josias, des Königs in Juda, geschah dies Wort vom HErrn, und sprach: So spricht der HErr: Tritt in den Vorhof am Hause des HErrn, und predige allen Städten Judas, die da hereingehen, anzubeten im Hause des HErrn, alle Worte, die ich dir befohlen habe, ihnen zu sagen, und tue nichts davon. Ob sie vielleicht hören wollen, und sich bekeh ren, ein jeglicher von seinem bösen Wesen, damit mich auch reuen möchte das Übel, das Ich gedenke ihnen zu tun um ihres bösen Wan⸗ dels willen. Und sprich zu ihnen: So spricht der HErr: Werdet ihr mir nicht gehorchen, daß ihr in meinem Gesetze wandelt, das ich euch vorgelegt habe, daß ihr höret auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, welche Ich stets zu euch gesandt habe, und ihr doch nicht hören wolltet: so will ich's mit diesem Hause machen wie mit Silo, und diese Stadt zum Fluch allen Heiden auf Erden machen. Da nun die Priester, Propheten und alles Volk höreten Jeremia, daß er solche Worte redete im Hause des HErrn, und Jeremia nun ausge⸗ redet hatte alles, was ihm der HErr befohlen hatte, allem Volk zu sagen, griffen ihn die Priester, Propheten und das ganze Volk, und sprachen: Du mußt sterben! Warum darfst du weissagen im Namen des HErrn und sagen: Es wird diesem Hause gehen wie Silo, und diese Stadt soll so wüste werden, daß niemand mehr drinnen wohne? Und das ganze Volk sammelte sich im Hause des HErrn wider Jere⸗ mia. Da solches höreten die Fürsten Judas, gingen sie aus des Kö⸗ nigs Hause hinauf ins Haus des HErrn, und setzten sich vor das neue Tor des HErrn. Und die Priester und Propheten sprachen vor den Fürsten und allem Volk: Dieser ist des Todes schuldig; denn er hat geweissagt wider diese Stadt, wie ihr mit euren Ohren gehöret habt. Aber Jeremia sprach zu allen Fürsten und zu allem Volk: Der HErr hat mich gesandt, daß ich solches alles, das ihr gehöret habt, sollte weissagen wider dies Haus und wider diese Stadt. So bessert nun euer Wesen und Wandel, und gehorchet der Stimme des HErrn, eures Gottes, so wird den HErrn auch gereuen das Übel, das er wider euch geredet hat. Siehe, ich bin in euren Händen; ihr mögets machen mit mir, wie es euch recht und gut dünkt. Doch sollt ihr wis⸗ sen: wo ihr mich tötet, so werdet ihr unschuldig Blut laden auf euch selbst, auf diese Stadt und ihre Einwohner. Denn wahrlich, der HErr hat mich zu euch gesandt, daß ich solches alles vor euren Ohren reden sollte. x‚ ias, des ch: So rn, und 1Hause sagen, bekeh⸗ reuen Wan⸗ det ihr ich euch te, der ch nicht t Silo, Da nun daß er ausge⸗ Volk zu I, und Namen lo, und vohne? r Jere⸗ des Kö⸗ 8 neue or den er hat t habt. rHErr „sollte rt nun Errn, das er nögets hr wis⸗ uf euch ch, der Ohren Alttestamentliche Cexte. 143 Am Bynntage Lätare. Jes. 52, 7—10. (Die Boten, die Frieden verkündigen.) Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Boten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen; die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König! Deine Wächter rufen laut mit ihrer Stimme, und rühmen mit einander; denn man wird's mit Augen sehen, wenn der HErr Zion bekehret. Lasset fröhlich sein, und mit ein⸗ ander rühmen das Wüste zu Jerusalem; denn der HErr hat sein Volk getröstet und Jerusalem gelöset. Der HErr hat offenbart sei⸗ nen heiligen Arm vor den Augen aller Heiden; daß aller Welt En⸗ den sehen das Heil unsers Gottes. ö Am Bonntage Judira. 4. Myse 21, 4—9. (Die Erhöhung der Schlange in der Wüste.) Da zogen sie von dem Berge Hor auf dem Wege gegen das Schilfmeer, daß sie um der Edomiter Land hinzögen. Und das Volk ward verdrossen auf dem Wege, und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus Agypten geführt, daß wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hie, und unsre Seele elelt über dieser magern Speise. Da sandte der HErr feurige Schlan⸗ gen unter das Volk; die bissen das Volk, daß viel Volks in Israel starb. Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, daß wir wider den HErrn und wider dich geredet haben; bitte den HErrn, daß er die Schlangen von uns nehme. Mose bat für das Volk. Da sprach der HErr zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange, und richte sie zum Zeichen auf; wer gebissen ist, und siehet sie an, der soll leben. Da machte Mose eine eherne Schlange, und richlete sie auf zum Zeichen; und wenn jemanden eine Schlange biß, so sah er die eherne Schlange an, und blieb leben. Am Sonntage Palmarum. Hach. 9, 8—12. (Dein König kommt zu dir sanftmütig.) Und ich will selbst um mein Haus das Lager sein wider Kriegs⸗ volk, daß es nicht dürfe hin⸗ und herziehen, daß nicht mehr über sie fahre der Treiber; denn ich habe es nun angesehen mit meinen Au⸗ gen. Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jeru⸗ salem, jauchze; siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin. Denn ich will die Wagen abtun von Ephraim und die Rosse von Jerusalem, und der Streitbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden lehren unter den Heiden, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis ans andre und vom Strom bis an 144 Alttestaͤmentliche Texte. der Welt Ende. Auch lasse ich durchs Blut deines Bundes los deine Gefangenen aus der Grube, da kein Wasser innen ist. So kehret euch nun zur Festung, ihr, die ihr auf Hoffnung gefangen liegt; denn auch heute verkündige ich, daß ich dir Zwiefältiges vergelten will. Am Gründonnerstage. Plalm 111. (Der Berr hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder.) Halleluja! Ich danke dem HErrn von ganzem Herzen im Rat der Frommen und in der Gemeine. Groß sind die Werke des HErrn; wer ihrer achtet, der hat eitel Lust dran. Was er ordnet, das it löblich und herrlich, und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich. Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige HErr. Er gibt Speise denen, so ihn fürchten; er gedenket ewiglich an seinen Bund. Er läßt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, daß er ihnen gebe das Erbe der Heiden. Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht; alle seine Gebote sind rechtschaffen. Sie werden erhalten immer und ewiglich, und geschehen treulich und redlich. Er sendet eine Erlösung seinem Volk; er verheißet, daß sein Bund ewiglich bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name. Die Furcht des HErrn ist der Weisheit Anfang; das ist eine feine Klug⸗ heit, wer darnach tut, des Lob bleibet ewiglich. Am KRarfreitage. Plalm 22, 2— 20. (Warum hast du mich verlassen d) Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich heule, aber meine Hilfe ist ferne. Mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts schweige ich auch nicht. Aber Du bist heilig, der du wohnest unter dem Lob Israels. Unsre Väter hoffeten auf dich; und da sie hoffeten, halfest du ihnen aus. Zu dir schrieen sie, und wurden errettet; sie hoffeten auf dich, und wurden nicht zu Schanden. Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks. Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf:„Er klage es dem HErrn, der helfe ihm aus und errette ihn, hat er Lust zu ihm.“ Denn Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du warest meine Zuversicht, da ich noch an meiner Mutter Brüsten war. Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an; Du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an. Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hie kein Helfer. Große Farren haben mich umge⸗ ben, gewaltige Stiere haben mich umringet; ihren Rachen sperren sie auf wider mich wie ein brüllender und reißender Löwe. Ich bin ausge mein Kräft mein Hund sie he Gebe teilen wand helfer Man Recht höhet ben, zücht die danke gehen Stein Das Dies drinn Rech mein du w dein dir is beim und Jabb m Rat Errn; das ist Er hat ersth viglich seinem seiner haffen. ch und iß sein . Die Klug⸗ Ich ich, so er Du Väter zu dir urden h, ein sehen, „Er r Lust en; du war. tt bon gst ist umge⸗ Herren ch bin Alttestamentliche CTexte. 14⁵ ausgeschüttet wie Wasser, alle meine Gebeine haben sich zertrennet; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzen Wachs. Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen, und du legest mich in des Todes Staub. Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bösen Rotte hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben. Ich kann alle meine Gebeine zählen. Sie aber schauen, und sehen ihre Lust an mir. Sie teilen meine Kleider unter sich, und werfen das Los um mein Ge⸗ wand. Aber Du, HErr, sei nicht ferne; meine Stärke, eile mir zu elfen! 39 Am 1. POltertage. Pflalm 118, 14—24. (Die Rechte des Herrn behält den Sieg.) Der HErr ist meine Macht und mein Psalm, und ist mein Heil. Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HErrn behält den Sieg; die Rechte des HErrn ist er⸗ höhet; die Rechte des HErrn behält den Sieg. Ich werde nicht ster⸗ ben, sondern leben und des HErrn Werke verkündigen. Der HErr züchtiget mich wohl; aber er gibt mich dem Tode nicht. Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, daß ich dahin eingehe und dem HErrn danke. Das ist das Tor des HErrn; die Gerechten werden dahin ein⸗ gehen. Ich danke dir, daß du mich demütigest und hilsest mir. Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein worden. Das ist vom HErrn geschehen, und ist ein Wunder vor unsern Augen. Dies ist der Tag, den der HErr macht; laßt uns freuen, und fröhlich drinnen sein. Am 2. Ostertage. Plalm 16, 8—11. (Dein Reiliger wird die Verwesung nicht sehen.) Ich habe den HErrn allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, so werde ich fest bleiben. Darum freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist fröhlich; auch mein Fleisch wird sicher liegen. Denn du wirst meine Seele nicht der Hölle lassen, und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich. Am Sonntage Qualimodoygeniti. 1. Myse 32, 22—31. (Jakobs Kampf.) Also ging das Geschenk vor ihm her; aber er blieb dieselbe Nacht beim Heer, und stund auf in der Nacht, und nahm seine zwei Weiber und die zwo Mägde und seine elf Kinder, und zog an die Furt des Jabbok, nahm sie, und führte sie über das Wasser, daß hinüberkam, 10 146 Alttestamentliche Cexte. was er hatte; und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. Und da er sah, daß er ihn nicht übermochte, rührte er das Gelenk seiner Hüfte an; und das Gelenk der Hüfte Jakobs ward über dem Ringen mit ihm verrenkt. Und er sprach: Laß mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber er antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. Er sprach: Wie heißest du? Er antwortete: Jakob. Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob hei⸗ ßen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen ge. kämpft, und bist obgelegen. Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißest du? Er aber sprach: Warum fragest du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst. Und Jakob hieß die Stätte Pniel, Rn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist ge⸗ nesen. Am Sonntage Wiserirordias Doymini. Plalm 23. (Der HRerr ist mein Hirte.) Der HErr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue, und führet mich zum frischen Wasser; er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um sei⸗ nes Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn Du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Ol, und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und werde bleiben im Hause des HErrn immerdar. Am Sonntage Iubilate. Ies. 40, 26—31. (Die auf den RBErrn harren, kriegen neue Kraft.) Hebet eure Augen in die Höhe und sehet! Wer hat solche Dinge geschaffen, und führet ihr Heer bei der Zahl heraus? Er rufet sie alle mit Namen; sein Vermögen und starke Kraft ist so groß, daß es nicht an Einem fehlen kann. Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagest: Mein Weg ist dem HErrn verborgen, und mein Recht gehet vor meinem Gott vorüber? Weißt du nicht? Hast du nicht gehöret? Der HErr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unaus⸗ sorschlich. Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unver⸗ mögenden. Die Knaben werden müde und matt, und die Jünglinge fallen; aber die auf den HErrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen, und nicht matt wer⸗ den, daß sie wandeln, und nicht müde werden. er nal seine barme meine meine denn! meine und E dern sie gil aus m komm ich's s 2 ten, b wird deiner opferr der T wirdei Melch bis die mochte, r Hüste sprach: vortete: zest dus kob hei⸗ chen ge⸗ ): Sage wie ich e Pniel, Rist ge. 3. r weidet Wasser; um sei⸗ rn Tal, nd Stab meiner Holl ein. nq, und ö e Dinge cufet sie „daß es ob, und nd mein Hast du er Erde unaus⸗ Unver⸗ inglinge daß sie att wer⸗ Alttestamentliche Texte. Am Sonnkage Cantate. Pfalm 98. (Singet dem EErrn ein neues Lied.) Singet dem HErrn ein neues Lied; denn er tut Wunder. Er sieget mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm. Der HErr läßt sein Heil verkündigen; vor den Völkern läßt er seine Gerechtig⸗ keit offenbaren. Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Prael. Aller Welt Enden sehen das Heil unsers Gottes. Jauchzet dem HErrn, alle Welt, singet, rühmet und lobet! Lobet den HErrn mit Harfen, mit Harfen und Psalmen; mit Drommeten und Posau⸗ nen jauchzet vor dem HErrn, dem Könige! Das Meer brause, und was drinnen ist; der Erdboden, und die drauf wohnen. Die Wasser⸗ ströme frohlocken, und alle Berge seien fröhlich vor dem HErrn; denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit Recht. Am Bonnkage Rogate. Aes. 55, 6—11. (Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken.) Suchet den HErrn, solang er zu finden ist; ruft ihn an, solang er nahe ist. Der Gottlose lasse von seinem Wege, und der Übeltäter seine Gedanken, und bekehre sich zum HErrn, so wird er sich sein er⸗ barmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HErr; sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege, und meine Gedanken denn eure Gedanken. Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt, und nicht wieder dahin kommt, son⸗ dern feuchtet die Erde, und machet sie fruchtbar und wachsend, daß sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen: also soll das Wort, so aus meinem Munde gehet, auch sein. Es soll nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, das mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu 2 90 Am Bimmelfahrtsfeste. Plalm 110, 1—4. (Setze dich zu meiner Rechten.) Der HErr sprach zu meinem Herrn:„Setze dich zu meiner Rech⸗ ten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege.“ Der HErr wird das Scepter deines Reichs senden aus Zion. Herrsche unter deinen Feinden! Nach deinem Sieg wird dir dein Volk williglich opfern in heiligem Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenröte. Der HErr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen:„Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks.“ 10*³ 148 Alttestamentliche Texte. Am Sonntage Exaudi. Plalm 42. (Meine Seele dürstet nach GSott.) Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem leben. digen Gott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Ange. sicht schaue? Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? Wenn ich denn dez innewerde, so schütte ich mein Herz heraus bei mir selbst; denn it wollte gerne hingehen mit dem Haufen, und mit ihnen wallen zun Hause Gottes mit Frohlocken und Danken unter dem Haufen, die da seiern. Was betrübest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht. Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir; darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und Hermo⸗ nim, auf dem kleinen Berg. Deine Fluten rauschen daher, daß hie eine Tiefe und da eine Tiefe brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich. Der HErr hat des Tages verheißen seine Güte, und des Nachts singe ich ihm, und bete zu dem Gott meines Lebens. Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mein ver⸗ gessen? Warum muß ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget? Es ist als ein Mord in meinen Gebeinen, daß mich mein Jeinde schmähen, wenn sie täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er mei⸗ nes Angesichts Hilfe und mein Gott ist. Am 1. Pngsttage. Bel. 36, 22—- 28. (Das neue Herz.) Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht der Herr, OErr: Ich tue es nicht um euretwillen, ihr vom Hause Israel, son⸗ dern um meines heiligen Namens willen, welchen ihr entheiliget habt unter den Heiden, zu welchen ihr kommen seid. Denn ich will meinen großen Namen, der vor den Heiden entheiligt ist, den ihr unter den. selbigen entheiliget habt, heilig machen. Und die Heiden sollen er⸗ fahren, daß Ich der HErr sei, spricht der Herr, HErr, wenn ich mich vor ihnen an euch erzeige, daß ich heilig sei. Denn ich will euch aus den Heiden holen, und euch aus allen Landen versammeln, und wie⸗ der in euer Land führen. Und will rein Wasser über euch sprengen, daß ihr rein werdet. Von all eurer Unreinigkeit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neu Herz und einen neuen Geist in euch geben, und will das steinerne Herz auz eurem will u chen, darna gegeb habe! der di Jakol ser gi meine Nachl den X wird mit se Jõrac und se der L ö auf e Temp gel; und Heilit Ehre Rufe ich ve Volk Zeba zu m Zang Sieh genor Stin unser et meine m leben⸗ Ange⸗ cht, wel denn des denn ich len zun N, die da ruhig in 5er mir Seele in Hermo⸗ daß hie gen und zen seine t meinez nein ver⸗ ind mich ch meine un dein ruhig in er mei⸗ ser Hert, ael, son⸗ iget habt Imeinen ter den⸗ ollen er⸗ ich mich prengen, en euren perz und perz aus euch aus nd wie ⸗ Alttestamentliche Texte. 149 em Fleisch wegnehmen, und euch ein fleischern Herz geben; ich uuemen ent m geben, und will solche Leute aus euch ma⸗ die in meinen Geboten wandeln, und meine Rechte halten, und inr tun. Und ihr sollet wohnen im Lande, das ich euren bean gegeben habe, und sollet mein Volk sein, und Ich will euer Gott sein. ö Am 2. Pfingsttage. Jes. 44, 1—6. (Ich will Wasser gießen auf das Durstige.) So höre nun, mein Knecht Jakob, und Israel, den ich mhm habe! So spricht der HErr, der dich gemacht und bereitet hat, 1 ö dir beistehet von Mutterleibe an: Fürchte dich nicht, ein Len gakob, und du Jesurun, den ich erwählet habe! Denn ich 17 2. ießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre; ich wil „u Geist auf deinen Samen gießen und meinen Segen auf deine Aachhammnen, daß sie wachsen sollen wie Gras, wie die Weiden an den Wass erbächen. Dieser wird sagen: Ich bin des nnen 100 ah wird genannt werden mit dem Namen Jakob; und ieser 9 it seiner Hand dem HErrn zuschreiben, und wird mit dem amer H—1—— icht der HErr, der König Jsraels, Israel genannt werden. So sprich + ö 3 n und sein Erlöser, der HErr Zebaoth: Ich bin der Erste, Ich der Letzte, und außer mir ist kein Gott. Am Crinitatisfeste. Jes. 6, 1—8. (Das dreimal heilig.) ö ö Des Jahrs, da der König Usia starb, sah ich Hn sühte Leu auf einem hohen und erhabnen Stuhl, und a. 2 Tempel. Seraphim stunden über ihm, ein 2eal her hat 9ue Fiß⸗ gel; mit zween deckten sie ihr Antlitz, mit zween deckten sie 65 Prach und mit zween flogen sie. Und einer rief zum La 10 Rnde Heilig, heilig, heilig ist der HErr Zebaoth, dinn. bies Ehre voll! Daß die Überschwellen bebeten von der 0.Wdeh in Rufens, und das Haus ward voll Rauchs. Da Amn ich: 4 deg ich vergehe! Denn ich bin Denn ih Hute ben 95 05 2 r Volk von unreinen Lippen; denn ich r sehen mit meinen Augen. Da flog der Seraphim ei ö anch, ud hatte eine glühende Kohle in der Hand, 56 0 150 1. Zange vom Altar nahm, und rührte meinen W05— act ben 35 Siehe hiemit sind deine Lippen gerühret, daß deine 9200 eee genommen werde, und deine Sünde versöhnet sei. un e Stimme des Herrn, daß er sprach: Wen soll ich—iin. unser Bote sein? Ich aber sprach: Hie bin ich, sende mich! 150 Alttestamentliche Texte. DOder: 4. Myl. 6, 22—27. (Der Aaronitische Segen.) Und der HErr redete mit Mose und sprach: Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: Also sollt ihr sagen zu den Kindern Iã. rael, wenn ihr sie segnet: Der HErr segne dich, und behüte dich; der HErr lasse sein Angesicht leuchten über dir, und sei dir gnädig; der HErr hebe sein Angesicht über dich, und gebe dir Frieden. Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, daß Ich sie segne. Am 1. Sonntage nach Trinitatis. 5. Mos. 6, 4—13. (Du sollst Gott lieben von ganzem Berzen.) Höre, Israel, der HErr, unser Gott, ist ein einiger HErr. Und du sollst den HErrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermögen. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen; und sollst sie deinen Kin dern einschärfen, und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzes, oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest, oder aufstehest, und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen dir ein Denkmal vor deinen Augen sein; und sollst sie über deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore. Wenn dich nun der HErr, dein Gott, in das Land bringen wird, das er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, dir zu geben, große und feine Städte, die du nicht gebauet hast, und Häuser, alles Guts voll, die du nicht gefüllet hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausge⸗ hauen hast, und Weinberge und Olberge, die du nicht gepflanzt hast daß du issest, und satt wirst: so hüte dich, daß du nicht des HErrn vergessest, der dich aus Agyptenland, aus dem Diensthaus geführet hat; sondern sollst den HErrn, deinen Gott, fürchten, und ihm die⸗ nen, und bei seinem Namen schwören. Am 2. Sonntage nach Trinitatis. Spr. Sal. 9, 1—10. (Das Mahl der Weisheit.) Die Weisheit bauete ihr Haus, und hieb sieben Säulen, schlach⸗ tete ihr Vieh, und trug ihren Wein auf, und bereitete ihren Tisch, und sandte ihre Dirnen aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt: Wer unverständig ist, der mache sich hieher! und zum Narren sprach sie: Kommt, zehret von meinem Brot, und trinket des Weins, den ich schenke; verlasset das unverständige Wesen, so werdet ihr leben, und gehet auf dem Wege der Klugheit. Wer den Spötter züchtiget, der muß Schande auf sich nehmen, und wer den Gottlosen straft, der muß ge⸗ höhnet werden. Strafe den Spötter nicht, er hasset dich; strafe den on und In Is⸗ ich; der igz der enn ihr segne. 3. r. Und Herzen, ich dit en Kin. esitzes stehest, dir ein Hauses Ir, dein raham, d feine die du ausge⸗ zt hast, HErrn eführet m die⸗ Alttestamentliche Texte. 151 Weisen, der wird dich lieben. Gib dem Weisen, so wird er noch wei⸗ ser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen. Der Weisheit Anfang ist des HErrn Furcht, und den Heiligen er⸗ kennen, ist Verstand. Am 3. Sonntage nach Trinitatis. Ies. 12. (Danklied der Erlöseten.) Zu derselbigen Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, HErr, daß du zornig bist gewesen über mich, und dein Zorn sich gewendet hat, und tröstest mich. Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher, und fürchte mich nicht; denn Gott der HErr ist meine Stärke und mein Psalm, und ist mein Heil. Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen. Und werdet sagen zur selbigen Zeit: Danket dem HErrn, prediget seinen Namen, machet kund unter den Völkern sein Tun, verkündiget, wie sein Name so hoch ist. Lobsinget dem HErrn, denn er hat sich herrlich bewiesen; solches sei kund in allen Landen. Jauchze und rühme, du Einwohnerin zu Zion; denn der Heilige Is⸗ raels ist groß bei dir. Am 4. Sonntage nach Trinitatis. Iel. 65, 17—19. 24. 25. (Die neue Erde.) Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und neue Erde schaf⸗ fen, daß man der vorigen nicht mehr gedenken wird, noch zu Herzen nehmen; sondern sie werden sich ewiglich freuen und fröhlich sein über dem, das ich schaffe. Denn siehe, Ich will Jerusalem schaffen zur Wonne und ihr Volk zur Freude. Und ich will fröhlich sein über Jerusalem, und mich freuen über mein Volk; und soll nicht mehr drinnen gehört werden die Stimme des Weinens, noch die Stimme des Klagens. Und soll geschehen, ehe sie rufen, will Ich antworten; wenn sie noch reden, will Ich hören. Wolf und Lamm sollen weiden zugleich, der Löwe wird Stroh essen wie ein Rind, und die Schlange soll Erde essen. Sie werden nicht schaden, noch verderben auf mei⸗ nem ganzen heiligen Berge, spricht der HErr. Am 5. Sonntage nach Trinitakis. Rlagl. Jer. 3, 22—32. (Die Güte des EErrn ist, daß wir nicht gar aus sind.) Die Güte des HErrn ist, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. Der HErr ist mein Teil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen. Denn der HErr ist freundlich dem, der auf ihn harret, und der Seele, die nach ihm fraget. Es ist 15² Alttestamentliche Texte. ein köstlich Ding, geduldig sein, und auf die Hilfe des HErrn hoffen. Es ist ein köstlich Ding einem Mann, daß er das Joch in seiner Ju⸗ gend trage; daß ein Verlassener geduldig sei, wenn ihn etwas überfäll, und seinen Mund in den Staub stecke, und der Hoffnung erwarte; und lasse sich auf die Backen schlagen und viel Schmach anlegen. Denn der HErr verstößet nicht ewiglich, sondern er betrübt wohl, und erbarmet sich wieder nach seiner großen Güte. Am 6. Bonntage nach Trinitatis. Pfalm 1. (Der Weg der Gerechten und der Weg der Gottlosen.) Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, da die Spötter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des HErrn, und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzet an den Wasserbächen, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht; und was er macht, das gerät wohl. Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreuet. Darum bleiben die Gottlosen nicht im Gerichte, noch die Sünder in der Gemeine der Gerechten. Denn der HErr kennet den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg vergehet. Am 7. Sonntage nach Trinilatis. Jes. 62, 6—12. (wächter auf den Mauern Jerusalems.) O Jerusalem, ich will Wächter auf deine Mauern bestellen, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nimmer stille schweigen sollen, und die des HErrn gedenken sollen; auf daß bei euch kein Schweigen sei, und ihr von ihm nicht schweiget, bis daß Jerusalem zugerichtet und gesetzt werde zum Lobe auf Erden. Der HErr hat geschworen bei seiner Rechten und bei dem Arm seiner Macht: Ich will dein Ge⸗ treide nicht mehr deinen Feinden zu essen geben, noch deinen Most, daran du gearbeitet hast, die Fremden trinken lassen; sondern die, so es einsammeln, sollen's auch essen, und den HErrn rühmen; und die ihn einbringen, sollen ihn trinken in den Vorhöfen meines Heilig⸗ tums. Gehet hin, gehet hin durch die Tore, bereitet dem Volk den Weg; machet Bahn, machet Bahn, räumet die Steine hinweg; werft ein Panier auf über die Völker! Siehe, der HErr lässet sich hören bis an der Welt Ende: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt, siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung ist vor ihm. Man wird sie nennen das heilige Volk, die Erlöseten des HErrn, und dich wird man heißen die besuchte und unverlassene Stadt. Prop ihres denen gehen „Es u HᷣErr sein X HErr losen lassen werde liefen bei m predig bösen HErr jeman der He HErr. weisso hat ge weisso mein dem ar über d wer al sich St nicht h sen zer N kommt rein; Werke zu best Herzi er Ju⸗ erfällt, warte, nlegen. wohl, V n.) ch tritt ondern 5 Tag zächen, welken ttlosen oleiben ine der her der en, die sollen, eigen richtet woren in Ge⸗ Most, die, so nd die eilig⸗ kk den werft hören Heil st vor Errn, Alttestamentliche Texte. 153 Am 8. Bonntage nach Trinitatis. Jor. 23, 16—29. (Das Wort Gottes Feuer und Hammer.) So spricht der HErr Zebaoth: Gehorcht nicht den Worten der Propheten, so euch weissagen. Sie betrügen euch; denn sie predigen ihres Herzens Gesicht, und nicht aus des HErrn Munde. Sie sagen denen, die mich lästern:„Der HErr hat's gesagt, es wird euch wohl⸗ gehen;“ und allen, die nach ihres Herzens Dünkel wandeln, sagen sie: Es wird kein Unglück über euch kommen.“ Aber wer ist im Rat des hErrn gestanden, der sein Wort gesehen und gehört habe? Wer hat sein Wort vernommen und gehöret? Siehe, es wird ein Wetter des Errn mit Grimm kommen, und ein schrecklich Ungewitter den Gott⸗ losen auf den Kopf fallen. Und des HErrn Zorn wird nicht nach⸗ lassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet ihr's wohl erfahren. Ich sandte die Propheten nicht, doch liefen sie; ich redete nicht zu ihnen, doch weissagten sie. Denn wo sie bei meinem Rat blieben, und hätten meine Worte meinem Volk ge⸗ predigt, so hätten sie dasselbe von ihrem bösen Wesen und von ihrem bösen Leben bekehret. Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HErr, und nicht auch ein Gott von ferne her? Meinst du, daß sich jemand so heimlich verbergen könne, daß Ich ihn nicht sehe? spricht der HErr. Bin Ich's nicht, der Himmel und Erde füllet? spricht der HErr. Ich höre es wohl, was die Propheten predigen, und falsch weissagen in meinem Namen, und sprechen: Mir hat geträumet, mir hat geträumet. Wann wollen doch die Propheten aufhören, die falsch weissagen, und ihres Herzens Trügerei weissagen, und wollen, daß mein Volk meines Namens vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern erzählet? gleichwie ihre Väter meines Namens vergaßen über dem Baal. Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen? spricht der OErr. Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HErr, und wie ein Hammer, der Fel⸗ sen zerschmeißt? Am 9. Sonnkage nach Trinitatis. Syr. Sal. 16, 1—9. (Des Menschen Weg und Gottes Weg.) Der Mensch setzt sich's wohl vor im Herzen; aber vom HErrn kommt, was die Zunge reden soll. Einen jeglichen dünken seine Wege rein; aber der HErr wäget die Geister. Befiehl dem HErrn deine Werke, so werden deine Anschläge fortgehen. Der HErr macht alles zu bestimmtem Ziel, auch den Gottlosen für den bösen Tag. Ein stolz Herz ist dem HErrn ein Greuel, und wird nicht ungestraft bleiben, 154 Alttestamentliche Texte. wenn sie sich gleich alle an einander hängen. Durch Güte und Treue wird Missetat versöhnet, und durch die Furcht des HErrn meidet man das Böse. Wenn jemands Wege dem HErrn wohlgefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden. Es ist besser wenig mit Gerechtigkeit, denn viel Einkommens mit Unrecht. Des Men⸗ schen Herz erdenkt sich seinen Weg, aber der HErr allein gibt, daß er fortgehe. Am 10. Sonntage nach Trinitatis. Jer. 7, 1—11. (Die Predigt am Tor des TCempels.) Dies ist das Wort, welches geschah zu Jeremia vom HErrn, und sprach: Tritt ins Tor im Hause des HErrn, und predige daselbst dies Wort und sprich: Höret des HErrn Wort, ihr alle von Juda, die ihr zu diesen Toren eingehet, den HErrn anzubeten! So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und Wesen, so will ich bei euch wohnen an diesem Ort. Verlasset euch nicht auf de Lügen, wenn sie sagen: Hie ist des HErrn Tempel, hie ist des HErm Tempel, hie ist des HErrn Tempel! Sondern bessert euer Leben und Wesen, daß ihr recht tut einer gegen den andern, und den Frend⸗ lingen, Waisen und Witwen keine Gewalt tut, und nicht unschuldiz Blut vergießet an diesem Ort; und folget nicht nach andern Göttem zu eurem eignen Schaden: so will ich immer und ewiglich bei eut wohnen an diesem Ort, im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe. Aber nun verlasset ihr euch auf Lügen, die nichts nütze sind. Daneben seid ihr Diebe, Mörder, Ehebrecher und Meineidige, und räuchert dem Baal, und folget fremden Göttern nach, die ihr nich kennet. Darnach kommt ihr dann, und tretet vor mich in diesen Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprecht: Es hat keine Not mit uns, weil wir solche Greuel tun. Haltet ihr denn dit Haus, das nach meinem Namen genannt ist, für eine Mördergrube? Siehe, Ich sehe es wohl, spricht der HErr. Am 11. Sonntage nach Trinitatis. Dan. 9, 15—18. (Auf deine große Barmherzigkeit.) Und nun, Herr, unser Gott, der du dein Volk aus Agyptenland geführt hast mit starker Hand, und hast dir einen Namen gemacht, wie er jetzt ist: wir haben ja gesündiget und sind leider gottlos g⸗ wesen. Ach, Herr, um aller deiner Gerechtigkeit willen wende b deinen Zorn und Grimm von deiner Stadt Jerusalem und deinen heiligen Berg. Denn um unsrer Sünden willen und um unsrer Vä⸗ ter Missetaten willen trägt Jerusalem und dein Volk Schmach bi allen, die um uns her sind. Und nun, unser Gott, höre das Gebet dein tum, Gott sind, liege dern Buch stern HEr dem mit d so w durch stürze allem und lang, ihr n ches 5 salem und L d Treue meidet allen, so r wenig 8 Men⸗ ibt, daß 8 rrn, und Ibst dies „ die ihr richt der Vesen, so t auf die 3 HErrn eben und Fremd⸗ nschuldig Göttern bei euch gegeben ütze sind. dige, und ihr nicht n diesem Es hat penn dies ergrube? 18. ptenland gemach, pttlos ge⸗ vende ab d deinem srer V. Imach bi as Gebet deines Knechtes und sein Flehen, und siehe gnädiglich an dein Heilig⸗ tum, das verstöret ist, um des Herrn willen. Neige dein Ohr, mein Gott, und höre, tue deine Augen auf und siehe, wie wir verstöret sind, und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist. Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsre Gerechtigkeit, son⸗ dern auf deine große Barmherzigkeit. Am 12. Sonnkage nach CTrinitatis. Jes. 29, 18—21. (Die Cauben hören.) Und zur selbigen Zeit werden die Tauben hören die Worte des Buchs, und die Augen der Blinden werden aus dem Dunkel und Fin⸗ sternis sehen, und die Elenden werden wieder Freude haben am HErrn, und die Armen unter den Menschen werden fröhlich sein in dem Heiligen Israels; wenn die Tyrannen ein Ende haben, und es mit den Spöttern aus sein wird, und vertilget sein werden alle die, so wachen, Mühe anzurichten, welche die Leute sündigen machen durchs Predigen, und stellen dem nach, der sie strafet im Tor, und stürzen durch Lügen den Gerechten. Am 13. Synntage nach Trinitatis. Bach. 7, 4—10. (Barmherzigkeit gegen die Brüder.) Und des HErrn Zebaoth Wort geschah zu mir und sprach: Sage allem Volk im Lande und den Priestern und sprich: Da ihr fastetet und Leid truget im fünften und siebenten Monat diese siebenzig Jahre lang, habt ihr mir so gefastet? Oder da ihr aßet und tranket, habt ihr nicht für euch selbst gegessen und getrunken? Ist's nicht das, wel⸗ ches der HErr predigen ließ durch die vorigen Propheten, da Jeru⸗ salem bewohnet war, und hatte die Fülle samt ihren Städten umher, und Leute wohneten, beide, gegen Mittag und in den Gründen? Und des HErrn Wort geschah zu Sacharja und sprach: Also sprach der HErr Zebaoth: Richtet recht, und ein jeglicher beweise an seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit; und tut nicht unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen; und denke keiner wider seinen Bruder etwas Arges in seinem Herzen. Am 14. Sonnkage nach Trinitatis. Pfsalm 50, 14— 23. (Opfere Gott Dank.) Opfere Gott Dank, und bezahle dem Höchsten deine Gelübde! Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was verkündigest du meine Rechte, und nimmst meinen Bund in deinen Mund, so du doch Zucht hassest, und wirfest meine Worte hinter dich? Wenn du einen Alttestamentliche Cexte. 15⁵5 156 Alttestamentliche Cexte. Dieb siehest, so läufest du mit ihm, und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern. Deinen Mund lässest du Böses reden, und deine Zunge treibet Falschheit. Du sitzest und redest wider deinen Bruder; deiner Mutter Sohn verleumdest du. Das tust du, und ich schweige; da meinest du, ich werde sein gleichwie du. Aber ich will dich strafen, und will dir's unter Augen stellen. Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinraffe, und sei kein Retter da. Ver Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes. Am 15. Sonntage nach Trinitalis. 1. KRön. 17, 8—16. (Elias und die Witwe.) Da kam das Wort des HErrn zu Elia und sprach: Mache dich auf, und gehe gen Zarpath, welche bei Sidon liegt, und bleibe da⸗ selbst; denn ich habe daselbst einer Witwe geboten, daß sie dich ver. sorge. Und er machte sich auf, und ging gen Zarpath. Und da er kam an das Tor der Stadt, siehe, da war eine Witwe, und las Holz auf. Und er rief ihr und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Ge⸗ fäße, daß ich trinke. Da sie aber hinging, zu holen, rief er ihr und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brots mit. Sie sprach: So wahr der HErr, dein Gott, lebet, ich habe nichts Gebacknes, ohne eine Handvoll Mehls im Kad und ein wenig Ol im Kruge. Und siehe, ich habe ein Holz oder zwei aufgelesen, und gehe hinein, und will mir und meinem Sohn zurichten, daß wir essen, und sterben. Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht; gehe hin und mach's, wie du gesagt hast, doch mache mir am ersten ein kleines Gebacknes davon, und bringe mir's heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du darnach auch ma⸗ chen. Denn also spricht der HErr, der Gott Israels: Das Mehl in Kad soll nicht verzehret werden, und dem Olkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, da der HErr regnen lassen wird auf Erden. Sie ging hin, und machte, wie Elia gesagt hatte. Und er aß, und sie auch und ihr Haus eine Zeitlang. Das Mehl im Kad ward nicht ver⸗ zehret, und dem Olkrug mangelte nichts nach dem Wort des HErrn, das er geredet hatte durch Elia. Am 16. Sonntage nach Trinitatis. Biob 5, 17—26. (Er schlägt und heilt.) Siehe, selig ist der Mensch, den Gott strafet; darum weigre dich der Züchtigung des Allmächtigen nicht. Denn Er verletzet, und ver⸗ bindet; er zerschlägt, und seine Hand heilet. Aus sechs Trübsalen wird er dich erretten, und in der siebenten wird dich kein Ubel rüh⸗ ren. In der Teurung wird er dich vom Tod erlösen und im Kriege it den Zunge deiner ge; da trafen, Gottes Wer n zeige — 5. che dich ibe da⸗ ich ver. da er 15 Holz im Ge⸗ ihr und ich: So hne eine iehe, ich ill mir sprach gt hast bringe uch ma⸗ Pehl im angeln en. Sie sie auch cht ver. HOErrm, 6. gre dich ind ver⸗ rübsalen bel rüh⸗ Kriege Alttestamentliche Texte. 157 von des Schwertes Hand. Er wird dich verbergen vor der Geißel der Zunge, daß du dich nicht fürchtest vor dem Verderben, wenn es kommt. Im Verderben und Hunger wirst du lachen, und dich vor den wilden Tieren im Lande nicht fürchten; sondern dein Bund wird sein mit den Steinen auf dem Felde, und die wilden Tiere auf dem Lande werden Frieden mit dir halten; und wirst erfahren, daß deine Hütte Frieden hat; und wirst deine Behausung versorgen, und nichts vermissen; und wirst erfahren, daß deines Samens wird viel wer⸗ den und deine Nachkommen wie das Gras auf Erden; und wirst im Alter zu Grab kommen, wie Garben eingeführt werden zu seiner Zeit. Am 17. Sonntkage nach Trinitatis. Plalm 75, 5—8. (Gott erniedrigt und erhöht.) Ich sprach zu den Ruhmredigen: Rühmet nicht so, und zu den Gottlosen: Pochet nicht auf Gewalt, pochet nicht so hoch auf eure Ge⸗ walt, redet nicht halsstarrig, es habe keine Not, weder von Aufgang, noch von Niedergang, noch von dem Gebirge in der Wüste. Denn Gott ist Richter, der diesen niedriget, und jenen erhöhet. Am 18. Sonntage nach Trinitatis. 2. Chron. 1, 7—12. (Salomos Gebet um Weisheit.) In derselben Nacht aber erschien Gott Salomo, und sprach zu ihm: Bitte, was soll ich dir geben? Und Salomo sprach zu Gott: Du hast große Barmherzigkeit an meinem Vater David getan, und hast mich an seiner Statt zum Könige gemacht; so laß nun, HErr, Gott, deine Worte wahr werden an meinem Vater David; denn Du hast mich zum Könige gemacht über ein Volk, des so viel ist als Staub auf Erden. So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, daß ich vor diesem Volk aus⸗ und eingehe; denn wer kann dies dein großes Volk richten? Da sprach Gott zu Salomo: Weil du das im Sinn hast, und hast nicht um Reichtum, noch um Gut, noch um Ehre, noch um deiner Feinde Seele, noch um langes Leben gebeten, sondern hast um Weisheit und Erkenntnis gebeten, daß du mein Volk richten mögest, darüber ich dich zum Könige gemacht habe, so sei dir Weisheit und Erkenntnis gegeben; dazu will ich dir Reichtum und Gut und Ehre geben, daß deinesgleichen unter den Königen vor dir nicht gewesen ist, noch werden soll nach dir. Am 19. Sonnkage nach Trinikatis. Plalm 32, 1—7. (Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind.) Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sün⸗ de bedecket ist! Wohl dem Menschen, dem der HErr die Missetat 158 Alttestamentliche Cexte. nicht zurechnet, in des Geist kein Falsch ist! Denn da ich's wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein täglich Heu⸗ len. Denn deine Hand war Tag und Nacht schwer auf mir, daß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird. Darum bekannte ich dir meine Sünde, und verhehlte meine Missetat nicht. Ich sprach: Ich will dem HErrn meine Übertretungen bekennen. Da vergabst Du mir die Missetat meiner Sünde. Um deswillen werden alle Hei⸗ ligen zu dir beten zur rechten Zeit; darum, wenn große Wasser⸗ fluten kommen, werden sie nicht an dieselbigen gelangen. Du bist mein Schirm; du wirst mich vor Angst behüten, daß ich errettet gar fröhlich rühmen kann. Am 20. Sonnkage nach Trinitatis. Spr. Sal. 2, 1—8. (Laß dein Ohr auf Weisheit achtgeben.) Mein Kind, so du willst meine Rede annehmen, und meine Ge⸗ bote bei dir behalten, daß dein Ohr auf Weisheit acht hat, und du dein Herz mit Fleiß dazu neigest; ja, so du mit Fleiß darnach rufest und darum betest, so du sie suchest wie Silber, und forschest sie wie Schätze: alsdann wirst du die Furcht des HErrn vernehmen, und Gottes Erkenntnis finden. Denn der HErr gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Verstand. Er läßt's den Auf— richtigen gelingen, und beschirmet die Frommen, und behütet die, so recht tun, und bewahret den Weg seiner Heiligen. Am 21. Sonntage nach Trinitatis. 2. Sam. 7, 17—29. Wer bin ich und was ist mein Haus d Da Nathan alle diese Worte und all dies Gesicht David gesagt hatte, kam David, der König, und blieb vor dem HErrn, und sprach: Wer bin ich, Herr, HErr, und was ist mein Haus, daß du mich biz hieher gebracht hast? Dazu hast du das zu wenig geachtet, Herr, HErr, sondern hast dem Hause deines Knechts noch von fernem Zu⸗ künftigem geredet, und das nach Menschenweise, Herr, HErr! Und was soll David mehr reden mit dir? Du erkennest deinen Knecht, Herr, HErr! Um deines Worts willen und nach deinem Herzen hast du solche große Dinge alle getan, daß du sie deinem Knecht kundtätest Darum bist du auch groß geachtet, HErr, Gott; denn es ist keiner wie du, und ist kein Gott denn du, nach allem, das wir mit unsern Ohren gehört haben. Denn wo ist ein Volk auf Erden wie dein Voll Israel, um welches willen Gott ist hingegangen, sich ein Volk zu er⸗ lösen, und sich einen Namen zu machen, und solch große und schresk liche Dinge zu tun auf deinem Lande vor deinem Volk, welches du dir erl Und di keit; ur Gott, sein H Name Zebaot David raels, ein He er dies deine? nen Kt Knecht⸗ geredet werden Am seinem und sei sen, un hoffen, A˖ Ac den zuf eine T fürchter einande auf der auch de Gerecht gesagt sprach: ich bi Herr, m Zu⸗ Und Rnecht, en hast dtätest. keiner unsern n Volk zu er⸗ schrech hes du Alttestamentliche Cexte. 159 dir erlöset hast von Agypten, von den Heiden und ihren Göttern? Und du hast dir dein Volk Jsrael zubereitet, dir zum Volk in Ewig⸗ keit; und Du, HErr, bist ihr Gott worden. So bekräftige nun, HErr, Gott, das Wort in Ewigkeit, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast; und tu, wie du geredet hast: so wird dein Name groß werden in Ewigkeit, daß man wird sagen: Der HErr Zebaoth ist der Gott über Israel, und das Haus deines Knechts David wird bestehen vor dir. Denn du, HErr Zebaoth, du Gott Js⸗ raels, hast das Ohr deines Knechts geöffnet, und gesagt: Ich will dir ein Haus bauen. Darum hat dein Knecht sein Herz gefunden, daß er dies Gebet zu dir betet. Nun, Herr, HErr, Du bist Gott, und deine Worte werden Wahrheit sein. Du hast solches Gute über dei⸗ nen Knecht geredet. So hebe nun an, und segne das Haus deines Knechts, daß es ewiglich vor dir sei; denn Du, Herr, HErr, hast's geredet, und mit deinem Segen wird deines Knechts Haus gesegnet werden ewiglich. Am 22. Bonntage nach Trinitatis. Spr. Sal. 24, 14—20. (Der Gerechte fällt und steht wieder auf.) Also lerne die Weisheit für deine Seele. Wenn du sie findest, so wird's hernach wohlgehen, und deine Hoffnung wird nicht umsonst sein. Laure nicht als ein Gottloser auf das Haus des Gerechten; ver⸗ störe seine Ruhe nicht. Denn ein Gerechter fällt siebenmal, und ste⸗ het wieder auf; aber die Gottlosen versinken in Unglück. Freue dich des Jalles deines Feindes nicht; und dein Herz sei nicht froh über seinem Unglück; der HErr möchte es sehen, und ihm übel gefallen, und seinen Zorn von ihm wenden. Erzürne dich nicht über den Bö⸗ sen, und eifre nicht über die Gottlosen. Denn der Böse hat nichts zu hoffen, und die Leuchte der Gottlosen wird verlöschen. Am 23. Sonntage nach Trinitatis. Plalm 85, 9—14. (Güte und Creue, Gerechtigkeit und Friede.) Ach, daß ich hören sollte, was Gott der HErr redet; daß er Frie⸗ den zusagte seinem Volk und seinen Heiligen, auf daß sie nicht auf eine Torheit geraten! Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn fürchten, daß in unserm Lande Ehre wohne; daß Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen; daß Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue; daß uns auch der HErr Gutes tue, und unser Land sein Gewächs gebe; daß Gerechtigkeit fürder vor ihm bleibe und im Schwang gehe. ——————— 160 Alttestamentliche Texte. Am 24. Synntage nach Trinitatis. Plalm 39, 5—14. (Cehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben muß.) Aber, HErr, lehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sie gehen daher wie ein Schemen, und machen sich viel vergebliche Unruhe; sie sammeln, und wissen nicht, wer es einnehmen wird. Nun, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Errette mich von aller meiner Sünde, und laß mich nicht den Narren ein Spott wer⸗ den. Ich will schweigen, und meinen Mund nicht auftun; denn Du hast's getan. Wende deine Plage von mir; denn ich bin verschmachtet von der Strafe deiner Hand. Wenn du einen züchtigest um der Sünde willen, so wird seine Schöne verzehret wie von Motten. Ach wie gar nichts sind doch alle Menschen! Höre mein Gebet, HErr, und ver⸗ nimm mein Schreien, und schweige nicht über meinen Tränen; denn ich bin dein Pilgrim und dein Bürger, wie alle meine Väter. Laß ab von mir, daß ich mich erquicke, ehe denn ich hinfahre, und nicht mehr hie sei. Am 25. Sonntage nach Trinitatis. Bivb 14, 1—5. (Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Seit.) Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit, und ist voll Unruhe; gehet auf wie eine Blume, und fällt ab; fleucht wie ein Schatten, und bleibt nicht. Und du tust deine Augen über einen sol⸗ chen auf, daß du mich vor dir ins Gericht zeuchst. Kann wohl ein Reiner kommen von dem Unreinen? Auch nicht einer. Er hat seine bestimmte Zeit, die Zahl seiner Monde stehet bei dir; du hast ein Ziel gesetzt, das wird er nicht überschreiten. Am 26. Sonnkage nach Trinitatis. Plalm 126. (Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.) Wenn der HErr die Gefangnen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein. Da wird man sagen unter den Heiden: Der HErr hat Großes an ihnen getan. Der HErr hat Gro⸗ ßes an uns getan; des sind wir fröhlich. HErr, bringe wieder unsre Gefangenen, wie du die Bäche wiederbringest im Mittagslande. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin, und weinen, und tragen edlen Samen; und kommen mit Freuden, und bringen ihre Garben. meine nichts leben! jebliche Nun, ich von tt wer⸗ nn Du nachtet Sünde vie gar id ver⸗ i; denn Laß ab t mehr ist voll vie ein en sol⸗ ohl ein at seine rin Ziel werden achens ter den e. Die in, und n, und t Gro⸗ unsre Alttestamentliche Texte. 161 Am 27. Synntage nach Trinitatis. Jes. 35, 3—10. (Die Erlöseten Sions werden kommen mit Freuden.) Stärket die müden Hände und erquickt die strauchelnden Kniee! Saget den verzagten Herzen: Seid getrost, fürchtet euch nicht! Se⸗ het, euer Gott, der kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen. Alsdann werden der Blinden Augen aufgetan werden, und der Tauben Ohren werden geöffnet werden; alsdann werden die Lahmen löcken wie ein Hirsch, und der Stummen Zunge wird Lob sagen. Denn es werden Wasser in der Wüste hin und wie⸗ der fließen und Ströme im dürren Lande. Und wo es zuvor trocken ist gewesen, sollen Teiche stehen; und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Da zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen. Und es wird daselbst eine Bahn sein und ein Weg, welcher der heilige Weg heißen wird, daß kein Unreiner drauf gehen darf; und derselbige wird für sie sein, daß man drauf gehe, daß auch die Toren nicht irren mögen. Es wird da kein Löwe sein, und wird kein reißend Tier drauf treten, noch daselbst gefunden werden, sondern man wird frei sicher daselbst gehen. Die Erlöseten des HErrn werden wieder kommen, und gen Zion kommen mit Jauch⸗ zen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein, Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. Am Tage der Darstellung Jesu im Tempel. Plalm 96, 1—10. (Sagt, daß der HErr Vönig sei.) Singet dem HErrn ein neues Lied; singet dem HErrn, alle Welt! Singet dem HErrn, und lobet seinen Namen; verkündiget von Tag zu Tage sein Heil! Erzählet unter den Heiden seine Ehre, unter allen Völkern seine Wunder! Denn der HErr ist groß, und hoch zu loben, wunderbarlich über alle Götter. Denn alle Götter der Völker sind Götzen; aber der HErr hat den Himmel gemacht. Es stehet herrlich und prächtig vor ihm, und gehet gewaltiglich und löblich zu in seinem Heiligtum. Ihr Völker, bringet her dem HErrn, bringet her dem HErrn Ehre und Macht! Bringet her dem HErrn die Ehre seines Namens; bringet Geschenke, und kommt in seine Vorhöfe! Betet an den HErrn in heiligem Schmuck; es fürchte ihn alle Welt! Sagt unter den Heiden, daß der HErr König sei, und habe sein Reich, so weit die Welt ist, bereitet, daß es bleiben soll; und richtet die Völker recht. Am Cage der Verkündigung Mariä. Plalm 2. (Du bist mein Sohn.) Warum toben die Heiden, und die Völker reden so vergeblich? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen mit 11 162 Alttestamentliche Cexte. einander wider den HErrn und seinen Gesalbeten:„Lasset uns zer· reißen ihre Bande, und von uns werfen ihre Seile!“ Aber der im Himmel wohnet, lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer. Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken.„Aber Ich habe meinen König eingesetzt auf meinen heiligen Berg Zion.“ Ich will von der Weise predigen, daß der HErr zu mir gesagt hat:„Du bist mein Sohn, heute hab Ich dich gezeuget, heische von mir, so will ich dir die Heiden zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum. Du sollst sie mit einem eisernen Seepter zerschlagen, wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen.“ So laßt euch nun weisen, ihr Könige, und laßt euch züchtigen, ihr Richter auf Erden! Dienet dem HErrn mit Furcht, und freuet euch mit Zittern! Küsset den Sohn, daß er nicht zürne, und ihr umkommet auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald entbrennen. Aber wohl allen, die auf ihn trauen! Am Jvhannisfest. Jes. 54, 7—10. (Der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen.) Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit gro⸗ ßer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich dein erbarmen, spricht der HErr, dein Erlöser. Denn solches soll mir sein wie das Wasser Noahs, da ich schwur, daß die Wasser Noahs sollten nicht mehr über den Erdboden gehen. Also hab ich geschworen, daß ich nicht über dich zürnen, noch dich schelten will. Denn es sollen wohl Berge weichen, und Hügel hinfallen; aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HErr, dein Erbarmer. Am Tage der Beimsuchung Mariä. Pfsalm 89, 2—6. (Eine ewige Gnade wird aufgehen.) Ich will singen von der Gnade des HErrn ewiglich, und seine Wahrheit verkündigen mit meinem Munde für und für, und sage also: Daß eine ewige Gnade wird aufgehen, und du wirst deine Wahr⸗ heit treulich halten im Himmel.„Ich habe einen Bund gemacht mit meinem Auserwähleten; ich habe David, meinem Knechte, geschwo⸗ ren: Ich will deinen Samen bestätigen ewiglich, und deinen Stuhl bauen für und für.“ Und die Himmel werden, HErr, deine Wunder preisen, und deine Wahrheit in der Gemeine der Heiligen. ö kam terget seiner träun Spitz under HEr: da dr Sam tet we dich 1 werde 8 zer⸗ er im wird wird neinen HErr euget, ud der cepter h nun Srden! Küsset Wege; uf ihn it gro⸗ igesicht er mit , dein da ich dboden „ noch Hügel ud der , dein 6. d seine id sage Wahr⸗ cht mit ꝛschwo⸗ Stuhl Zunder Alttestamentliche Texte. 163 Am Michaelistage. 1. Mos. 28, 10— 22. (Die Bimmelsleiter.) Aber Jakob zog aus von Beer⸗Seba, und reiste gen Haran, und kam an einen Ort, da blieb er über Nacht; denn die Sonne war un⸗ tergegangen. Und er nahm einen Stein des Orts, und legte ihn zu seinen Häupten, und legte sich an demselbigen Ort schlafen. Und ihm träumte; und siehe, eine Leiter stund auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen dran auf und nieder; und der HErr stund oben drauf, und sprach: Ich bin der HᷣErr, Abrahams, deines Vaters, Gott, und Isaaks Gott; das Land, da du auf liegest, will ich dir und deinem Samen geben. Und dein Same soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebrei⸗ tet werden gegen Abend, Morgen, Mitternacht und Mittag; und durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden. Und siehe, Ich bin mit dir, und will dich behüten, wo du hin zeuchst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht lassen, bis daß ich tue alles, was ich dir geredet habe. Da nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Gewißlich ist der HErr an diesem Ort, und ich wußte es nicht; und fürchtete sich, und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hie ist nichts anders denn Gottes Haus, und hie ist die Pforte des Himmels. Und Jakob stund des Morgens frühe auf, und nahm den Stein, den er zu seinen Häupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Mal, und goß Ol oben drauf, und hieß die Stätte Beth⸗El; vorhin aber hieß die Stadt Lus. Und Jakob tat ein Gelübde, und sprach: So Gott wird mit mir sein, und mich behüten auf dem Wege, den ich reise, und mir Brot zu essen geben, und Kleider anzuziehen, und mich mit Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soll der HErr mein Gott sein; und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Mal, soll ein Gotteshaus werden; und alles, was du mir gibst, des will ich dir den Zehnten Keben. Am Reformationsfest. Plsalm 46. (Die feste Burg.) Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenn gleich die Welt unterginge, und die Berge mitten ins Meer sänken, wenn gleich das Meer wütete und wallte, und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig blei⸗ ben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft 11* 164 Alttestamentliche Texte. ihr früh am Morgen. Die Heiden müssen verzagen, und die König⸗ reiche fallen; das Erdreich muß vergehen, wenn er sich hören läßt. Der HErr Zebaoth ist mit uns; der Gott Jakobs ist unser Schutz. Kommt her, und schauet die Werke des HErrn, der auf Erden solch Zerstören anrichtet; der den Kriegen steuert in aller Welt; der Bo⸗ gen zerbricht, Spieße zerschlägt, und Wagen mit Feuer verbrennt. Seid stille, und erkennt, daß Ich Gott bin. Ich will Ehre einlegen unter den Heiden; ich will Ehre einlegen auf Erden. Der HErr ge⸗ baoth ist mit uns; der Gott Jakobs ist unser Schutz. Am Erntedankfest. Pfalm 34, 2—9. (Schmeckt und sehet, wie freundlich der HRerr ist.) Ich will den HErrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. Meine Seele soll sich rühmen des HErrn, daß es die Elenden hören, und sich freuen. Preiset mit mir den HErrn, und laßt uns mit einander seinen Namen erhöhen. Da ich den HErrn suchte, antwortete er mir, und errettete mich aus aller meiner Jurcht. Welche auf ihn sehen, die werden erquicket, und ihr Angesicht wird nicht zu Schanden. Da dieser Elende rief, hörte der OErr, und half ihm aus allen seinen Nöten. Der Engel des HErrn lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft ihnen aus. Schmeckt und sehet, wie freundlich der HErr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet! Am Rirchweihtage. Plalm 84. (Wie lieblich sind deine Wohnungen.) Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des HErrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Denn der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken: deine Altäre, HErr Zebaoth, mein König und mein Gott. Wohl de. nen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten, und von Herzen dir nachwandeln, die durch das Jammertal gehen, und machen daselbst Brunnen. Und die Lehrer werden mit viel Segen geschmückt. Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, daß man sehen muß, der rechte Gott sei zu Zion. HErr, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimmꝰ, Gott Jakobs! Gott, unser Schild, schaue doch; siehe an das Antlißz deines Gesalbeten! Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser denn sonst tausend. Ich will lieber der Tür hüten in meines Gottes Hause, denn wohnen in der Gottlosen Hütten. Denn Gott der HErr ist Sonne und Schild, der HErr gibt Gnade und Ehre; er wird kein Gutes schen, 2 laß de willst, bei dir meine tet au hoffe Erlös: Sünd unser Lazar den 2 mons einer Salb Jüße hatte zerbr sahen örr ist d kein Alttestamentliche Texte. 16⁵ Gutes mangeln lassen den Frommen. HErr Zebaoth, wohl dem Men⸗ schen, der sich auf dich verläßt! Am Buftage. Pfsalm 130. (Aus der Ciefe rufe ich, Herr, zu dir.) Aus der Tiefe rufe ich, HErr, zu dir. Herr, höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens! So du willst, HErr, Sünden zurechnen, Herr, wer wird bestehen? Denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte. Ich harre des HErrn meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele war⸗ tet auf den Herrn von einer Morgenwache bis zur andern. Israel hoffe auf den HErrn; denn bei dem HErrn ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm; und Er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden. 6 Die Leidensgeschichte unsers Berrn und Beilandes Jesu Christi nach den vier Evangelien. I. Das DOstermahl. 1. Die Salbung. 1. Sechs Tage vor den Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl im Hause Si⸗ mons, des Aussätzigen, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische saßen. Da nahm Maria ein Pfund Salbe, und salbete die Füße Jesu, und trocknete mit ihrem Haar seine Jüße; das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Und sie hatte ein Glas mit ungefälschtem und köstlichem Nardenwasser, und zerbrach das Glas, und goß es auf sein Haupt. Da das seine Jünger sahen, wurden sie unwillig und murreten über sie, und es sprach sei⸗ ner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischarioth, der ihn her⸗ nach verriet: Wozu dienet diese Vergeudung? Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen, und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, und hatte den Beutel, und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Lasset sie mit Frieden! Was bekümmert ihr das Weib? Sie hat ein gut Werk an mir getan. Ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun, mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte, sie ist zuvor⸗ kommen, meinen Leichnam zu salben zu meinem Begräbnis. Wahr⸗ 166 Die Leidensgeschichte lich, ich sage euch: Wo dies Evangelium geprediget wird in der gan⸗ zen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat. 2. Lesus kündigk sein Leiden an, und Iudas erbielel lich zum Perrat. 2. Es war aber nahe das Fest der süßen Brote, das da Ostern heißet. Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr wisset, daß nach zween Tagen Ostern wird, und des Menschen Sohn wird überant⸗ wortet werden, daß er gekreuziget werde. Da versammelten sich die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Altesten im Volke in den Palast des Hohenpriesters, der da hieß Kaiphas, und hielten Rat, wie sie Jesum mit Listen griffen und töteten. Sie fürchteten sich aber vor dem Volk, und sprachen: Ja nicht auf das Fest, auf daß nicht ein Aufruhr werde im Volk! Und Judas, genannt Ischarioth, der da war aus der Zahl der Zwölfe, ging hin, und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten, wie er ihn wollte ihnen überantworten, und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Da sie das höreten, wurden sie froh, und boten ihm dreißig Silberlinge. Und er versprach es, und suchte von dem an Gelegenheit, daß er ihn ver⸗ riete und überantwortete ohne Lärmen.? 3. Die Bereikung. 3. Aber am ersten Tage der süßen Brote, auf welchen man mußte opfern das Osterlamm, traten die Jünger zu Jesu und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir dir bereiten, das Osterlamm zu essen? Und er sandte seiner Jünger zween, Petrus und Johannes, und sprach zu ihnen: Gehet hin in die Stadt, und wenn ihr hineinkommt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug; folget ihm nach in das Haus, da er hineingehet, und saget zu dem Hausherrn: Der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist nahe, ich will bei dir die Ostern halten, wo ist die Herberge, darinnen ich das Osterlamm essen möge mit meinen Jüngern? Und er wird euch einen großen Saal zeigen; daselbst richtet für uns zu. Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und gingen hin und kamen in die Stadt, und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Osterlamm. Und am Abend kam er, und setzte sich zu Tisch, und die zwölf Apostel mit ihm.s 1 Joh. 12, 1—8. Matth. 26, 6—13. Mark. 14, 3—9. 2 Luk. 22, 1. 2. Matth. 26, 1—5. Mark. 14, 1. 2. Luk. 22, 3—6. Matth. 26, 14—16. Mark. 14, 10. 11. à Luk. 22, 7—14. Matth. 26, 17—20. Mark. 14, 12—17. 4 Osterl daß ie werde Nehm euch, i stocks meine aus d die in Aben dem wußt daß e⸗ mahl gürte gern er un zu iht und es al sollst dich mon das nicht rein, spra gan· s sie stern nach rant. hrten er da und 4* lder t den rach: e das Und ver⸗ nußte en zu ssen? prach wird ihm errn: ir die essen Saal ihnen und amm. postel unsers Zerrn und Beilandes Jesu Christi. 167 4. Das Osterlamm. 4. Und Jesus sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlanget, dies Osterlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide; denn ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis daß es erfüllet werde im Reiche Gottes. Und er nahm den Kelch, dankte, und sprach: Nehmet denselbigen, und teilet ihn unter euch; denn wahrlich, ich sage euch, ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Wein⸗ stocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.“ 5. Die Jußwaschung. 5. Da nun Jesus erkannte, daß seine Zeit kommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater, wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und bei dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischarioth, ins Herz gegeben, daß er ihn verriete, und Jesus wußte, daß ihm der Vater hatte alles in seine Hände gegeben, und daß er von Gott kommen war, und zu Gott ging: stund er vom Abend⸗ mahl auf, legte seine Kleider ab, und nahm einen Schurz, und um⸗ gürtete sich. Darnach goß er Wasser in ein Becken, hub an, den Jün⸗ gern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurze, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus; und derselbige sprach zu ihm: Herr, solltest du mir meine Füße waschen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was Ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen. Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir. Spricht zu ihm Si⸗ mon Petrus: Herr, nicht die Jüße allein, sondern auch die Hände und das Haupt. Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, der bedarf nichts, denn die Füße waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wußte seinen Verräter wohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein.“ 6. Ein Beispiel habe ich euch gegeben. 6. Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider, und setzte sich wieder nieder, und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heißet mich Meister und Herr, und saget recht dran, denn ich bin's auch. So nun Ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt ihr auch euch unter einander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß Luk. 22, 15—18. Matth. 26, 29. Mark. 14, 25. 2 Joh. 13, 1—11. 168 Die Leidensgeschichte ihr tut, wie Ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer denn sein Herr, noch der Apostel größer, denn der ihn gesandt hat. So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut. Nicht sage ich von euch allen; ich weiß, welche ich erwählet habe. Aber es muß die Schrift erfüllet werden:„Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen.“ Jetzt sage ich's euch, ehe denn es geschieht, auf daß, wenn es geschehen ist, ihr glaubet, daß Ich's bin. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer aufnimmt, so ich jemand senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf der mich gesandt hat. 7. Einer unker euch wird mich verraken. 7. Da solches Jesus gesagt hatte, ward er betrübet im Geist, und zeugete und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. Siehe, die Hand meines Verräters ist mit mir über Tische. Da wurden die Jünger sehr betrübt, und sahen sich unter⸗ einander an, und ward ihnen bange, von welchem er redete, und huben an, ein jeglicher unter ihnen, und sagten zu ihm einer nach dem andern: Herr, bin ich's? und der andre: bin ich's? Er antwor⸗ tete und sprach: Der mit der Hand mit mir in die Schüssel tauchte, der wird mich verraten. Des Menschen Sohn gehet zwar dahin, wie von ihm geschrieben stehet; doch weh dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre ihm besser, daß der⸗ selbige Mensch nie geboren wäre. Es war aber einer unter seinen Jüngern, der zu Tische saß an der Brust Jesu, welchen Jesus lieb hatte, dem winkte Simon Petrus, daß er forschen sollte, wer es wäre, von dem er sagte. Denn derselbige lag an der Brust Jesu, und er sprach zu ihm: Herr, wer ist's? Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein, und gab ihn Judas, Simons Sohn, dem Ischarioth. Und nach dem Bis⸗ sen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald. Dasselbige aber wußte niemand über dem Tische, wo⸗ zu er's ihm sagete. Etliche meineten, dieweil Judas den Beutel hatte, Jesus spräche zu ihm: Kaufe, was uns not ist auf das Fest, oder, daß er den Armen etwas gäbe. Da er nun den Bissen genommen hatte, ging er sobald hinaus. Und es war Nacht.? 8. Einsehung des heiligen Abendmahls. 8. Da Judas aber hinausgegangen war, spricht Jesus: Nun ist des Menschen Sohn verkläret, und Gott ist verkläret in ihm. Ist Joh. 13, 12—20. Joh. 13,21-30. Luk. 22,21—23. Matth. 26,21—25. Mark. 14,18—21. Gott ve und wi D Jünge gegeber auch de aus; de euch un ches tu alle da 9. Weile sagte: auch er liebet, bet. T so ihr antwo aber d warun dich la lassen er euc beten, bekehr 1 ohne? gehab nun,! die T Schw. den a rechne ößer, ihr's habe. der „auf rlich, erde, auf, „und euch mir nter⸗ und nach wor⸗ ichte, „wie schen der⸗ inen lieb äre, d er n ich und Bis⸗ tust, wo⸗ atte, daß atte, n ist Ist 2I. unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. 169 Gott verkläret in ihm, so wird ihn Gott auch verklären in ihm selbst, und wird ihn bald verklären. Da nahm Jesus das Brot, dankte, und brach's, und gab's den Jüngern, und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird, das tut zu meinem Gedächtnis. Desselbigen gleichen auch den Kelch, nach dem Abendmahl, und sprach: Trinket alle dar⸗ aus; das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Sol⸗ ches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis. Und sie tranken alle daraus.“ 9. Ein neu Gebot. 9. Jesus aber sprach: Lieben Kindlein, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich suchen; und, wie ich zu den Juden sagte: wo Ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen, sage ich jetzt auch euch. Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebet habe, auf daß auch ihr einander lieb ha⸗ bet. Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt. Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo gehest du hin? Jesus antwortete ihm: Da Ich hingehe, kannst du mir diesmal nicht folgen, aber du wirst mir hernachmals folgen. Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir diesmal nicht folgen? Ich will mein Leben für dich lassen. Jesus antwortete ihm: Solltest du dein Leben für mich lassen? Simon, Simon, siehe, der Satanas hat euer begehrt, daß er euch möchte sichten wie den Weizen; Ich aber habe für dich ge⸗ beten, daß dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dermaleins dich bekehrest, so stärke deine Brüder.“ 10. Es muß vollendel werden, das geschrieben steht. 10. Und Jesus sprach zu ihnen: So oft ich euch ausgesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie sprachen: Nie keinen. Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desselbigen gleichen auch die Tasche; wer aber nicht hat, verkaufe sein Kleid, und kaufe ein Schwert. Denn ich sage euch: Es muß noch das auch vollendet wer⸗ den an mir, das geschrieben stehet:„Er ist unter die Übeltäter ge⸗ rechnet.“ Denn was von mir geschrieben stehet, das hat ein Ende. Joh. 13,31.32. Matth. 26,26—29. Mark. 14, 22—25. Luk. 22, 19.20. Vergl. 1. Kor. 11, 23—25. Joh. 13, 33—38. Luk. 22, 31—34. 170 Die Leidensgeschichte Sie sprachen aber: Herr, siehe, hie sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug. II. Jesus in Gethlemane. 1. Des Pelrus Permessenheit. 11. Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, ging Jesus hin⸗ aus nach seiner Gewohnheit über den Bach Kidron an den Olberg. Es folgeten ihm aber seine Jünger nach an denselbigen Ort. Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir, denn es stehet geschrieben:„Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.“ Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galiläa. Petrus aber ant⸗ wortete und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an dir ärgerten, so will ich doch mich nimmermehr ärgern. Jesus sprach zu ihm: Wahr⸗ lich, ich sage dir: Heute in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal krä⸗ het, wirst du mich dreimal verleugnen. Petrus aber sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müßte, so will ich dich nicht verleugnen. Desgleichen sagten auch alle Jünger.“ 12. Jesu Ankunft in Gelhsemane. 12. Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe, der hieß Geth⸗ semane. Da war ein Garten, darein ging Jesus und seine Jünger. Judas aber, der ihn verriet, wußte den Ort auch; denn Jesus ver⸗ sammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern. Und Jesus sprach zu seinen Jüngern: Setzet euch hie, bis daß ich dorthin gehe, und bete. Und nahm zu sich Petrus und Jakobus und Johannes, die zween Söhne des Zebedäus, und fing an zu trauern, zu zittern und zu za⸗ gen, und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod, bleibet hie und wachet mit mir. Betet, auf daß ihr nicht in Anfech⸗ tung fallet.“ 13. Jesu Gebetskampf. 13. Und Jesus riß sich von ihnen bei einem Steinwurf, fiel nie⸗ der auf sein Angesicht auf die Erde, und betete, daß, so es möglich wäre, die Stunde vorüberginge; und sprach: Abba, mein Vater, es ist Dir alles möglich; überhebe mich dieses Kelchs; doch nicht wie Ich will, sondern wie Du willst. Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. 1 Luk. 22, 35—38. „Matth. 26, 30—35. Mark. 14, 26—31. Luk. 22, 39. Joh. 18,. „Matth. 26, 36—38. Mark. 14, 32—34. Luk. 22, 40. betete sielen Zwölfe henprie Schwe nun J. sprach Nazare sprach: er sie zareth. Suchet füllet mir ge sagt:! sicher. Rabbi warur aber 5 hin. lberg. — Da rgern lagen, aber r ant⸗ en, so Bahr⸗ krä⸗ ihm: gnen. Geth⸗ inger. ver⸗ ich zu bete. ;ween u za⸗ Tod; nfech nie⸗ öglich , es e Ich vom unsers Kerrn und Heilandes Jesu Christi. 17¹ Und er kam zu seinen Jüngern, und fand sie schlafend, und sprach zu Petrus: Simon, schläfest du? Vermochtest du nicht Eine Stunde mit mir zu wachen? Wachet, und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Zum andern Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, daß dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn, so ge⸗ schehe Dein Wille. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Es ward aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die sielen auf die Erde. Und er kam wieder, und fand sie abermal schla⸗ send vor Traurigkeit; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er ließ sie, und ging abermal hin, und betete zum dritten Mal, und redete dieselbigen Vorte. Und er stund auf von dem Gebet, und kam zum dritten Mal zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug. Siehe, die Stunde ist hie, daß des Men⸗ schen Sohn in der Sünder Hände überantwortet wird. Stehet auf, laßt uns gehen! Siehe, der mich verrät, ist nahe.“ 14. Jesus und die Bäscher. 14. Und alsbald, da er noch redete, siehe, da kam Judas, der Zwölfe einer, welcher hatte zu sich genommen die Schar und der Ho⸗ henpriester und Pharisäer Diener, mit Fackeln und mit Lampen, mit Schwertern und mit Stangen. Und Judas ging vor ihnen her. Wie nun Jesus wußte alles, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Sie antworteten ihm: Jesum von Nazareth. Jesus spricht zu ihnen: Ich bin's. Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bin's, wichen sie zurück und fielen zu Boden. Da fragte er sie abermal: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: Jesum von Na⸗ zareth. Jesus antwortete: Ich habe es euch gesagt, daß Ich's sei. Suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen.(Auf daß das Wort er⸗ füllet würde, welches er sagte: Ich habe der keinen verloren, die du mir gegeben hast.)? 15. Der Ruß des Audas. 15. Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen gegeben, und ge⸗ sagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet, und führet ihn sicher. Und alsbald trat er zu Jesu und sprach: Gegrüßest seist du, Rabbi! und küßte ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du kommen? Juda, verrätest du des Menschen Sohn mit 1Matth. 26, 39—46. Mark. 14, 35—42. Luk. 22, 41—46. „Joh. 18, 3—9. Matth. 26, 47. Mark. 14, 43. Luk. 22, 47. 172 Die Leidensgeschichte einem Kuß? Da traten sie hinzu, und legten die Hände an Jesum und griffen ihn. 16. Petrus mik dem Schwerk. 16. Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert drein schla⸗ gen? Und siehe, Simon Petrus hatte ein Schwert, und zog es aus, und schlug nach des Hohenpriesters Knechte, und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Jesus aber antwortete und sprach: Lasset sie doch so serne machen. Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn, und sprach zu Petrus: Stecke dein Schwert in die Scheide an seinen Ort. Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf Legionen Engel? Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat? Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also gehen. 17. Die Macht der Ninsternis. 17. Zu der Stunde sprach Jesus zu den Scharen und zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und den Altesten, die über ihn kommen waren: Ihr seid ausgegangen als zu einem Mör⸗ der, mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fahen. Bin ich doch täglich gesessen bei euch und habe gelehret im Tempel, und ihr habt keine Hand an mich gelegt; aber dies ist eure Stunde, und die Macht der Finsternis. Und das ist alles geschehen, daß erfüllet würden die Schriften der Propheten. Da verließen ihn alle Jünger, und flohen. Und es war ein Jüngling, der folgete ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der bloßen Haut; und die Jünglinge griffen ihn. Er aber ließ die Leinwand fahren, und floh bloß von ihnen.s III. Jesus vor dem hohen Rat. 18. Jesus vor dem Bohenpriester Bannas. 18. Die Schar aber und der Oberhauptmann und die Diener der Juden nahmen Jesum, und banden ihn, und führeten ihn aufs erste zu Hannas, der war Kaiphas Schwäher, welcher des Jahrs Ho⸗ herpriester war. Es war aber Kaiphas, der den Juden riet, es wäre gut, daß Ein Mensch würde umgebracht für das Volk. Aber der Hohepriester fragte Jesum um seine Jünger und um seine Lehre. Jesus antwortete ihm: Ich habe frei öffentlich geredet Matth. 26, 48—50. Mark. 14, 44—46. Luk. 22, 47. 48. „Matth. 26,51—54. Mark. 14, 47. Luk. 22, 49—51. Joh. 18, 10. 11. Matth. 26, 55. 56. Mark. 14, 48—52. Luk. 22, 52. 53. vor de Tempe borgen die gel gen wi Diener Sollst Hab ie recht g den zu alle H. 1 suchten den kei stimme und sp⸗ der mi anderr stimme mitten was d wortet Da ze: geläste seine ten ihr 2 etliche ener aufs Ho⸗ väre um edet .11. unsers Rerrn und Heilandes Jesu Christi 173³ vor der Welt; ich habe allezeit gelehret in der Schule und in dem Tempel, da alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Ver⸗ borgenen geredet. Was fragest du mich darum? Frage die darum, die gehöret haben, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, dieselbi⸗ gen wissen, was ich gesagt habe. Als er aber solches redete, gab der Diener einer, die dabei stunden, Jesu einen Backenstreich, und sprach: Sollst du dem Hohenpriester also antworten? Jesus antwortete: Hab ich übel geredet, so beweise es, daß es böse sei; habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich? Und Hannas sandte ihn gebun⸗ den zu dem Hohenpriester Kaiphas, dahin zusammenkommen waren alle Hohenpriester, Altesten und Schriftgelehrten.“ 19. Die falschen Beugen. 19. Die Hohenpriester aber und Altesten und der ganze Rat suchten falsch Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihn töteten, und fan⸗ den keins. Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmete nicht überein. Zuletzt traten herzu zween falsche Zeugen, und sprachen: Wir haben gehöret, daß er sagte: Ich will den Tempel, der mit Händen gemacht ist, abbrechen, und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Händen gemacht sei. Aber ihr Zeugnis stimmete noch nicht überein. Und der Hohepriester stund auf, trat mitten unter sie und sprach zu ihm: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? Aber Jesus schwieg stille, und ant⸗ wortete nichts.? 20. Das Codesurkeil. 20. Da fragete ihn der Hohepriester abermal, und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagest, ob du seiest Christus, der Sohn Gottes, des Hochgelobten? Jesus sprach zu ihm: Du sagst es, Ich bin's. Doch sage ich euch: Von nun an wird's geschehen, daß ihr sehen werdet des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Kraft, und kommen in den Wolken des Himmels. Da zerriß der Hohepriester seine Kleider, und sprach: Er hat Gott gelästert, was bedürfen wir weiter Zeugnisses? Siehe, jetzt habt ihr seine Gotteslästerung gehört. Was dünkt euch? Sie aber verdamm⸗ ten ihn alle und sprachen: Er ist des Todes schuldig.s 21. Jesu Berspottung. 21. Die Männer aber, die Jesum hielten, verspotteten ihn, und etliche fingen an, ihn zu verspeien, und zu verdecken sein Angesicht, Joh. 18, 12—14. 19—24. „Matth. 26, 59—63. Mark. 14, 55—61. » Matth. 26, 63—66. Mark. 14, 61—64. 17⁴ Die Leidensgeschichte und schlugen ihn mit Fäusten. Etliche aber schlugen ihn ins Ange⸗ sicht, und sprachen: Weissage uns, Christe, wer ist's, der dich shuuge Und viel andere Lästerungen sagten sie wider ihn. 22. Die Perleugnung des Petrus. 22. Simon Petrus aber folgte Jesu nach von ferne und ein andrer Jünger. Derselbige J Jünger war dem Hohenpriester bekannt, und ging mit Jesu hinein in des Hohenpries ters Paaes, Petrus aber stund draußen vor der Tür. Da ging der andre Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus und redete mit der Türhüterin, und führte Petrus hinein. Es stunden aber die Knechte und Diener und hatten ein Kohlenfeuer gemacht mitten im Hof, denn es war kal, und wärmeten sich. Petrus aber setzte sich unter sie, auf daß er säh wo es hinaus wollte. Da kam des Hohenpriesters Mägde eine, die Türhüterin; und da sie sah Petrus sitzen bei dem Licht, und sich wärmen, schaute sie ihn an, und sprach: Und du warest auch mit dem Jesu von Galiläa. Bist du nicht auch dieses Menschen Jünger einer? Er leugnete aber vor ihnen allen und sprach: Weib, ich bin's nicht; ich kenne ihn nicht, weiß auch nicht, was du sagest. Und über eine kleine Weile ging Pe⸗ trus hinaus in den Vorhof; und der Hahn krähte. Als Petrus aber zur Tür hinausging, sah ihn eine andre und sprach zu denen, die da⸗ bei stunden: Dieser war auch mit dem Jesu von Nazareth. Und er leugnete abermal, und schwur dazu: Ich kenne des Menschen nicht. Und über eine Weile, bei einer Stunde, bekräftigte es ein andrer, und sprach: Wahrlich, dieser war auch mit ihm. Da traten hinzu, die da stunden, und sprachen zu Petrus: Wahrlich, du bist auch einer von denen, denn du bist ein Galiläer, und deine Sprache verrät dich. Spricht des Hohenpriesters Knechte einer, ein Gefreundter des, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihm? Da verleugnete Petrus abermal, hub an sich zu verfluchen und zu schwören, und sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagest, ich kenne des Menschen nicht. Und alsbald krähte der Hahn zum andern Male. Und der Herr wandte sich und sahe Petrus an. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zwei⸗ mal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und ging hinaus, und weinte bitterlich.? 1 Matth. 26, 67. 68. Mark. 14, 65. Luk. 22, 63—65. Matth. 26, 58. 69—75. Mark. 14, 54. 66— 72. Luk. 22, 54—62. Joh. 18, 15—18. 25—27. 2 Alteste nicht u diesen Ange⸗ hlug? d ein kannt, aber r dem iterin, iener, kalt, ö sähe, unsers Berrn und Beilandes Jesu Christi. 17⁵ 23. Die Morgenversammlung des hohen Raks. 23. Des Morgens aber, als es Tag ward, sammelten sich die Altesten des Volks, die Hohenpriester und Schriftgelehrten und füh⸗ reten ihn hinauf vor ihren Rat, und sprachen: Bist du Christusꝰ sage es uns. Er sprach aber zu ihnen: Sage ich's euch, so glaubet ihr's nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht, und lasset mich doch nicht los. Darum von nun an wird des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er sprach zu ihnen: Ihr saget's, denn ich bin's. Sie aber sprachen: Was bedürfen wir weiter Zeugnisses? Wir haben's selbst gehöret aus seinem Munde.“ IV. Jesus vor Pilatus. 24. Des Perräters Ende. 24. Da stund der ganze Haufe auf, und banden Jesum und füh⸗ reten ihn hin vor das Richthaus, und überantworteten ihn dem Land⸗ pfleger Pontius Pilatus, und es war frühe. Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereute es ihn, und brachte herwieder die dreißig Silber⸗ linge den Hohenpriestern und den Altesten und sprach: Ich habe übel getan, daß ich unschuldig Blut verraten habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? Da siehe du zu. Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hub sich davon, ging hin und erhängte sich selbst. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen, denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rat, und kauften den Töpfersacker darum zum Begräbnis der Pilger. Daher ist derselbige Acker genannt der Blut⸗ acker bis auf den heutigen Tag. Da ist erfüllet, das gesagt ist durch den Propheten Jeremias, da er spricht:„Sie haben genommen drei⸗ ßig Silberlinge, damit bezahlet war der Verkaufte, welchen sie kauf⸗ ten von den Kindern Israel, und haben sie gegeben um den Töpfers⸗ acker, als mir der Herr befohlen hat.“ 25. Vor dem Richthaus. 25. Die Juden aber gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein würden, sondern Ostern essen möchten. Da ging Pila⸗ tus zu ihnen heraus, und sprach: Was bringet ihr für Klage wider diesen Menschen? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wäre die⸗ ser nicht ein Ubeltäter, wir hätten ihn dir nicht überantwortet. Da Matth. 27, 1. Mark. 15, 1. Luk. 22, 66—71. 2 Matth. 27, 1—10. Mark. 15, 1. Luk. 23, 1. Joh 18, 28. 176 Die Leidensgeschichte eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen niemand töten. Auf daß erfüllet würde das Wort Jesu, welches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterben würde. Jesus aber stund vor dem Landpfleger. Und sie fingen an, ihn zu verklagen, und sprachen: Die⸗ sen finden wir, daß er das Volk abwendet, und verbietet, den Schoß dem Kaiser zu geben, und spricht, Er sei Christus, ein König.! 26. Der Rönig der Wahrheit. 26. Da ging Pilatus wieder hinein ins Richthaus und rief Jehu, fragte ihn und sprach zu ihm: Bist du der Juden König? Jesus ant⸗ wortete: Redest du das von dir selbst oder haben's dir andere von mir gesagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet. Was hast du ge⸗ tan? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden drob kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde, aber nun ist mein Reich nicht von dannen. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du den. noch ein König? Jesus antwortete: Du sagst's, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt kommen, daß ich für die Wahr⸗ heit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und sprach zu den Hohenprie⸗ stern und zum Volk: Ich finde keine Schuld an diesem Menschen. Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart. Und da er von ihnen und den Altesten verklagt ward, antwortete er nichts. Pilatus aber fragte ihn abermal und sprach zu ihm: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen, hörest du nicht? Und er antwor⸗ tete ihm nicht auf Ein Wort, also daß sich auch der Landpfleger seh verwunderte.“ 27. Jesus vor Berodes. 27. Die Hohenpriester aber hielten an, und sprachen: Er hat das Volk erreget damit, daß er gelehret hat hin und her im ganzen jüdischen Lande, und hat in Galiläa angefangen bis hieher. Da aber Pilatus Galiläa hörete, fragte er, ob er aus Galiläa wäre. Und als er vernahm, daß er unter Herodes' Obrigkeit gehörte, übersandte er ihn zu Herodes, welcher in dens elbigen Tagen auch zu Jerusalem war. Da aber Herodes Jesum sah, ward er sehr froh; denn er hätte ihn längst gerne gesehen; denn er hatte viel von ihm gehöret, und hoffte, er würde ein Zeichen von ihm sehen. Und er fragte ihn man. Joh. 18, 28—32. Matth. 27, 11. Luk. 23, 2. „Joh. 18,33—38. Matth. 27,11—14. Mark. 15,2—5. Luk. 33,3.4 cherlei Schri mit se ganzes los! D und spꝛ er sei kreuzig Was h ihm; d 1 mand da er rdem Die⸗ Schoß Jqj, ant⸗ e von E und uu ge⸗ Wäre npfen, mein den. rönig. Vahr⸗ imme. jesag, nprie⸗ n. r von ilatus ichts? twor⸗ r sehr r hat anzen aber id als dte er war. hätte und man; 3.3.. unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. 177 cherlei; er antwortete ihm aber nichts. Die Hohenpriester aber und Schristgelehrten stunden, und verklagten ihn hart. Aber Herodes mit seinem Hofgesinde verachtete und verspottete ihn, legte ihm ein weiß Kleid an, und sandte ihn wieder zu Pilatus. Auf den Tag wurden Herodes und Pilatus Freunde miteinander, denn zuvor wa⸗ ren sie einander feind.! 28. Jesus oder Barabbas. 28. Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Obersten und das Volk zusammen und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als der das Volk abwende; und siehe, ich habe ihn vor euch verhöret, und finde an dem Menschen der Sachen keine, de⸗ ren ihr ihn beschuldiget; Herodes auch nicht; denn ich habe euch zu ihm gesandt, und siehe, man hat nichts auf ihn gebracht, das des To⸗ des wert sei. Darum will ich ihn züchtigen und loslassen. Auf das Osterfest aber hatte der Landpfleger die Gewohnheit, dem Volk Einen Gefangenen loszugeben, welchen sie begehrten. Und das Volk ging hinauf und bat, daß er täte, wie er pflegte. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor andern, der hieß Barabbas, welcher war um eines Aufruhrs und Mords willen ins Gefängnis geworfen. Und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Ihr habt eine Gewohnheit, daß ich euch einen auf Ostern losgebe. Welchen wollt ihr, daß ich euch losgebe? Barabbas oder Jesum, von dem gesagt wird, er sei Christus, der Juden Königꝰ Denn er wußte wohl, daß die Hohenpriester ihn aus Neid überant⸗ wortet hatten. Und da er auf dem Richtstuhl saß, schickte sein Weib zu ihm, und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten, ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. Aber die Hohenpriester und Altesten überredeten und reizten das Voll, daß sie viel lieber um Barabbas bitten sollten, und Jesum um⸗ brächten. Da antwortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich euch soll losgeben? Wollt ihr, daß ich euch den König der Juden losgebe? Da schrie der ganze Haufe und sprach: Hinweg mit diesem, und gib uns Barabbas los! Da rief Pilatus abermals zu ihnen, und wollte Jesum loslassen, und sprach: Was soll ich denn machen mit Jesu, von dem gesagt wird, er sei Christus? Sie riefen aber, schrieen und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn! Der Landpfleger aber sprach zum dritten Mal zu ihnen: Was hat er denn Ubels getan? Ich finde keine Ursach des Todes an ihm; darum will ich ihn züchtigen und loslassen. Aber sie lagen ihm Mark. 15, 3—5. Matth. 27, 12—14. Luk. 23, 5—12. 12 .— 5——— 17⁸ Die Leidensgeschichte an mit großem Geschrei, und schrieen noch viel mehr: Kreuzige ihn! Und ihr und der Hohenpriester Geschrei nahm überhand.“ 29. Die Dornenkrone. 29. Da nahm Pilatus Jesum, und ließ ihn geißeln. Die Kriegs⸗ knechte des Landpflegers aber führten Jesum hinein in das Richt⸗ haus, und sammelten über ihn die ganze Schar; und zogen ihn aus, und legten ihm einen Purpurmantel an; und flochten eine Dornen⸗ krone, und setzten sie ihm auf sein Haupt, und ein Rohr in seine rechte Hand, und beugeten die Kniee vor ihm, und beteten ihn an; und fin⸗ gen an, ihn zu grüßen, spotteten ihn und sprachen: Gegrüßest seist du, der Juden König! Und spieen ihn an, und nahmen das Rohr, und schlugen damit sein Haupt, und gaben ihm Backenstreiche.? 30. Sehel, welch ein Mensch. 30. Da ging Pilatus wieder heraus, und sprach zu ihnen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm finde. Also ging Jesus heraus, und trug eine Dornenkrone und Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch! Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und spra— chen: Kreuzige, kreuzige! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin, und kreuziget ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm. Die Ju⸗ den antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soll er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht.“ 31. Der lehte Rellungsversuch. 31. Da Pilatus das Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr; und ging wieder hinein in das Richthaus, und spricht zu Jesu: Von wan⸗ nen bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort. Da sprach Pila⸗ tus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszugeben? Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von oben herab gegeben; darum, der mich dir überantwortet hat, der hat's größere Sünde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn losließe. Die Juden aber schrieen und sprachen: Läßt du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich zum Könige machet, der ist wider den Kaiser. Da Pilatus das Wort hörete, führete er Jesum heraus, und setzte sich auf den Richtstuhl an der Stätte, die da heißt Hochpflaster, 1Luk. 23, 13—16. Matth. 27, 15—23. Mark. 15, 6—14. Luk. 23, 17—23. Joh. 18, 39. 40. „ Foh. 19,—3. Mark. 15, 16—19. Matth. 27, 26—30. Joh. 19, 4—7. purma und fü! UV einen? der vor ber, die ihnen, mich, st siehe, e sind die die Bri ortet zuden nisers rden und aster, Hk. 23, unsers Herrn und Beilandes Jesu Christi. 179 auf Ebräisch aber Gabbatha. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer König! Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem! Kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König denn den Kaiser! 32. Pilakus willigk in die Rreuzigung Jesu. 32. Da aber Pilatus sahe, daß er nichts schaffte, sondern daß ein viel größer Getümmel ward, gedachte er dem Volk genug zu tun, und urteilte, daß ihre Bitte geschähe, nahm Wasser, und wusch die Hände vor dem Volk, und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten, sehet ihr zu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder! Da gab er ihnen den los, der um Aufruhrs und Mords willen war ins Gefäng⸗ nis geworfen, um welchen sie baten; aber Jesum übergab er ihrem Willen, daß er gekreuzigt würde.? V. Die Kreuzigung. 33. Simon von Ryrene. 33. Da nahmen die Kriegsknechte Jesum, zogen ihm den Pur⸗ purmantel aus, und zogen ihm seine eigenen Kleider an, nahmen ihn und führeten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten. Und er trug sein Kreuz. Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen, der vorüberging, mit Namen Simon von Kyrene, der vom Felde kam(der ein Vater war des Alexander und Rufus), den ergriffen sie, und legten das Kreuz auf ihn, und zwangen ihn, daß er's Jesu nachtrüge.“ 34. Weinet nicht über mich, sondern weinel über euch. 34. Es folgte ihm aber nach ein großer Haufe Volks und Wei⸗ ber, die klageten und beweineten ihn. Jesus aber wandte sich um zu ihnen, und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weinet nicht über mich, sondern weinet über euch selbst und über eure Kinder. Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht gesäuget haben! Dann werden sie anfangen, zu sagen zu den Bergen: Fallet über uns! und zu den Hügeln: Decket uns! Denn so man das tut am grünen Holz, was will am dürren werden? Es wurden aber auch hingeführt zween andere Übeltäter, daß sie mit ihm abgetan würden.“ Joh. 19, 815. Matth. 27, 24—26. Luk. 23, 24. 25. Joh. 19, 16 „Matth. 27. 31. 32. Mark. 15, 20. 21. Lut. 23, 26. Joh. 19, 16. „Luk. 23, 27—32. 12* 18⁰0 Die Leidensgeschichte 35. Das erste Wort Jesu am Rreuze. 35. Und da sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das ist verdeutschet Schädelstätte, gaben sie ihm Myrrhe im Wein zu trinken; und da er's schmeckte, wollte er es nicht trinken. Daselbst kreuzigten sie ihn, und mit ihm zween Übeltäter zu beiden Seiten, einen zur Rechten und einen zur Linken, Jesum aber mitten inne. Da ward die Schrift erfüllet, die da sagt:„Er ist unter die Übeltäter gerechnet.“ Und es war um die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun. Pilatus aber schrieb eine Uberschrift, was man ihm Schuld gab, die Ursache seines Todes, und setzte sie auf das Kreuz zu seinen Häup⸗ ten; und war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König. Diese Überschrift lasen viel Juden; denn die Stätte war nahe bei der Stadt, da Jesus gekreuziget ward. Und es war geschrieben in ebräi⸗ scher, griechischer und lateinischer Sprache. Da sprachen die Hohen. priester der Juden zu Pilatus: Schreib nicht: Der Juden König, sondern, daß er gesaget habe: Ich bin der Juden König. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das hab ich geschrieben.“ 36. Die Verteilung der Kleider Jesu. 36. Die Kriegsknechte aber, da sie Jesum gekreuziget hatten, nahmen seine Kleider, und machten vier Teile, einem jeglichen Kriegs⸗ knechte ein Teil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenähet, von oben an gewirket durch und durch. Da sprachen sie unter einan. der: Lasset uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wes er sein soll. Auf daß erfüllet würde die Schrift, die da saget:„Sie haben meine Kleider unter sich geteilet, und haben über meinen Rock das Los geworfen.“ Solches taten die Kriegsknechte, und sie saßen allda und hüteten sein, und das Volk stund und sah zu.“ 37. Das zweile Wort Jesu Uam Rreuze. 37. Die aber vorübergingen, lästerten ihn, und schüttelten ihre Köpfe, und sprachen: Pfui dich, wie fein zerbrichest du den Tempel Gottes, und bauest ihn in dreien Tagen! Hilf dir nun selber; bist du Gottes Sohn, so steig herab vom Kreuz! Desgleichen auch die Hohenpriester spotteten sein unter einander, samt den Schristgelehr⸗ Matth. 27, 33. 34. 37. 38. Mark. 15, 22. 2. 25—-28. Luk. 23, 38. 34. 38. Joh. 19, 18—22. Matth. 27, 35. 36. Mark. 15, 24. Luk. 23, 34. 35. Joh. 19, 23. 24. ten und Altesten, und sprachen: Andern hat er geholfen, und kann ihm se der K und gl zu ihn ihn ar Christ waren und ur fürchte nis bi was u tan. 1 Reich! heute 3 Mutte: Da nu er lieb Sohn Mutt: 3⁰ das ga unsers Rerrn und Heilandes Jesu Christi. 181 ihm selber nicht helfen. Ist er Christus, der Auserwählte Gottes, das der König in Israel, so steige er nun vom Kreuze, daß wir sehen, 1 zu und glauben. Er hat Gott vertrauet, der erlöse ihn nun, hat er Lust elbst zu ihm; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Es verspotteten iten, ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm, und sprachen: Bist du nne. Christus, so hilf dir selbst. Aber der Übeltäter einer, die da gehenkt täter waren, lästerte ihn und sprach: Bist du Christus, so hilf dir selbst gten. und uns. Da antwortete der andre, strafte ihn, und sprach: Und du icht, fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdamm⸗ nis bist? Und zwar wir sind billig drinnen, denn wir empfahen, gab, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes ge⸗ äup⸗ tan. Und sprach zu Jesu: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein onig. Reich kommest. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: i der heute wirst du mit mir im Paradies sein.! räi⸗ 38. Das drikle Wort Iesu am Rreuze. hen⸗ 38. Es stund aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner 119, Mutter Schwester, Maria, Kleophas Weib, und Maria Magdalena. atus Da nun Jesus seine Mutter sah, und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohn! Darnach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine itten, Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.? iegs 39. Das vierte Work Jesu am Rreuze. ähet, 39. Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsternis über nan. das ganze Land bis zu der neunten Stunde, und die Sonne verlor sein ihren Schein. Und um die neunte Stunde schrie und rief Jesus laut aben und sprach: Eli, Eli, lama asabthani, d. i. verdolmetscht: Mein das Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und et⸗ allda liche, die dabei stunden, da sie das höreten, sprachen sie: Siehe, er ruft dem Elias.“ 40. Die drei lehten Worke Jesu am Rreuze. ihre 40. Darnach, da Jesus wußte, daß schon alles vollbracht war, mpel daß die Schrift erfüllet würde, spricht er: Mich dürstet. Da stund jbist ein Gefäß voll Essigs; und bald lief einer unter ihnen, nahm einen die Schwamm, und füllte ihn mit Essig, und steckte ihn auf ein Rohr, lehr⸗ und hielt es ihm dar zum Munde, und tränkte ihn. Die andern aber kann sprachen: Halt, laß sehen, ob Elias komme, und ihm helfe. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und Maith. 27, 39—44. Mark. 15, 29—32. Luk. 23, 35—43. 3.24„Joh. 19, 25—27. — Matth. 27, 45—47. Mark. 15, 33—35. Luk. 23, 44. 3,3 1 182 Die Leidensgeschichte Jesus schrie abermal laut, und sprach: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt, neigte er das Haupt, und verschied.! 41. Die Beichen nach dem Code Jesu. 41. Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke, von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebete, und die Jelsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf, und stunden auf viele Lei. ber der Heiligen, die da schliefen, und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung, und kamen in die heilige Stadt, und erschienen vielen. Aber der Hauptmann und die bei ihm waren und bewahre⸗ ten Jesum, da sie sahen das Erdbeben, und was da geschah, und daß er mit solchem Geschrei verschied, erschraken sie sehr, und der Haupt⸗ mann pries Gott und sprach: Wahrlich, dieser ist ein frommer Mensch und Gottes Sohn gewesen! Und alles Volk, das dabei war und zu⸗ sah, da sie sahen, was da geschah, schlugen sie an ihre Brust und wandten wieder um. Es stunden aber alle seine Bekannten von ferne, und die Weiber, die ihm aus Galiläa waren nachgefolget, und hatten ihm gedienet, da er in Galiläa war, und sahen das alles, unter welchen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jako⸗ bus und Joses, und Salome, die Mutter der Kinder des Zebedäus, und viel andere, die mit ihm hinauf gen Jerusalem gegangen waren.“ IV. Das Begräbnis Iesu. 42. Die Grablegung. 42. Die Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am Kreuze blieben den Sabbath über(denn desselbigen Sabbaths Tag war groß), baten sie Pilatus, daß ihre Beine gebro⸗ chen und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte, und brachen dem ersten die Beine, und dem andern, der mit ihm gekreuzi⸗ get war. Als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, daß er schon ge⸗ storben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der Kriegs⸗ knechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es be⸗ zeuget, und sein Zeugnis ist wahr; und derselbige weiß, daß er die Wahrheit saget, auf daß auch ihr glaubet. Denn solches ist geschehen, daß die Schrift erfüllet würde:„Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen.“ Und abermal spricht eine andre Schrift:„Sie werden sehen, in wel⸗ chen sie gestochen haben.“ Matth. 27, 48—50. Mark. 15, 36. 37. Lul. 23, 46. Joh. 19, 28—30. 2 Matth. 27, 51—56. Mark. 15, 38—41. Luk. 23, 47—49. s Joh. 19, 31—37. gelegt Salbe Des 6 henpr Herr, lebte: man! Jüng erstar der e hin, 1 ten de unsers Herrn und Reilandes Jesu Christi. 183 Darnach am Abend kam ein reicher Mann von Arimathia, der Stadt der Juden, mit Namen Joseph, ein ehrbarer Ratsherr, ein guter, frommer Mann, der hatte nicht gewilligt in ihren Rat und Handel, welcher auch auf das Reich Gottes wartete; denn er war ein Jünger Jesu, doch heimlich aus Furcht vor den Juden. Der wagte es, und ging hinein zu Pilatus, und bat, daß er möchte abnehmen den Leichnam Jesu. Pilatus aber verwunderte sich, daß er schon tot war, und rief dem Hauptmann, und fragte ihn, ob er schon lange gestorben wäre. Und als er's erkundet von dem Hauptmann, er⸗ laubte er es und befahl, man sollte den Leichnam dem Joseph geben. Und Joseph kaufte eine Leinwand. Es kam aber auch Nikodemus, der vormals bei der Nacht zu Jesu kommen war, und brachte Myrrhe und Aloe unter einander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den Leichnam Jesu, und wickelten ihn in die reine Leinwand, und banden ihn in leinene Tücher mit den Spezereien, wie die Juden pflegen zu begraben. Es war aber an der Stätte, da er gekreuziget ward, ein Garten, und im Garten ein neu Grab, welches Joseph hatte lassen in einen Fels hauen, darinnen niemand je gelegt war. Daselbst hin legten sie Jesum um des Rüsttages willen der Juden, dieweil das Grab nahe war, und wälzten einen großen Stein vor die Tür des Grabes, und gingen davon. Und der Sabbath brach an. Es waren aber allda Maria Magdalena und Maria, des Joses Mutter, die setzten sich gegen das Grab, und die andern Weiber, die mit ihm kom⸗ men waren aus Galiläa, die beschaueten das Grab und wie sein Leib gelegt ward. Sie kehreten aber um, und bereiteten Spezerei und Salben. Und den Sabbath über waren sie stille nach dem Gesetz. Des andern Tages, der da folget nach dem Rüsttage, kamen die Ho⸗ henpriester und die Pharisäer sämtlich zu Pilatus, und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser Verführer sprach, da er noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferstehen. Darum befiehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Jünger kommen, und stehlen ihn, und sagen zum Volk: Er ist auf⸗ erstanden von den Toten; und werde der letzte Betrug ärger denn der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hüter; gehet hin, und verwahret, wie ihr wisset. Sie gingen hin, und verwahre⸗ ten das Grab mit Hütern, und versiegelten den Stein.“ ————— 1Matth. 27, 57—66. Mark. 15, 42—47. Luk. 23, 50—56. Joh. 19, 38—42. 184 Beschreibung der Serstörung Beschreibung der Zerstörung der Stadt Jerusalem. Als das vormals von Gott so hoch begnadigte Volk der Juden das Maß seiner Sünden durch die Verwerfung des Sohnes Gottes erfüllt hatte, ward es von den Strafgerichten Gottes getroffen, die durch Mosen und die Propheten und von dem Sohne Gottes selber ihm zuvor angedroht waren. Das Werkzeug hierbei in Gottes Hand waren die Römer, ein Volk von fern her, des Sprache sie nicht kannten, das wie ein Adler flog, ein freches Volk, das nicht ansah die Person der Alten, noch schonte der Jünglinge; wie denn schon Moses bezeugt hatte, daß ein solches Volk über sie kommen würde, wenn sie der Stimme ihres Gottes nicht gehorchten(5. Moses 26, 49). Das Strafgericht selber ward aber also vollzogen. Nachdem die Juden Jesum Christum verworfen und gekreuzigt hatten, wurden sie hingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt. Sie übertraten immer augenfälliger die heiligen Gebote Got⸗ tes und setzten ihre ganze Religion nur in eine abergläubische Beob⸗ achtung äußerlicher Gebräuche. Die Ungerechtigkeit nahm zu, und die Liebe erkaltete. Vornehme und Geringe überließen sich mit frechem Leichtsinn allen Lastern. Uppigkeit, Unordnungen und Spaltungen zeigten sich allenthalben. Jerusalem und das ganze Land ward mit Räubern und Mördern angefüllt. Der Greuel der Verwüstung stand an heiliger Stätte. Die römischen Landpfleger steuerten solchen Un⸗ ordnungen nicht nur nicht, sondern förderten sie wohl gar, um dann bei dem nachherigen Einschreiten desto größere Erpressungen und Gewalttätigkeiten sich erlauben zu können. So nahm z. B. der Land⸗ pfleger Gessius Florus einmal bei Unterdrückung eines Aufstandes einen Teil des Tempelschatzes für sich weg, ließ 3000 Juden in Je⸗ rusalem niederhauen und viele Vornehme geißeln und kreuzigen. Solch Verfahren erbitterte dann wieder die Juden und reizte sie um so mehr, das ohnehin verhaßte Joch der Römer abzuwerfen, so daß Rotten und Aufruhr nichts Seltenes waren. Als nun gar die Juden über Cestius, den Landpfleger von Syrien, der auch einmal zur Un⸗ terdrückung eines solchen Aufruhrs herbeigekommen war, einen klei⸗ nen Sieg davongetragen hatten und überdies gerade damals die An⸗ kunft eines weltlichen Messias recht zuversichtlich erwarteten, brach der Aufstand im ganzen Lande aus und ward der Krieg gegen die Römer beschlossen. Die Mauern Jerusalems wurden ausgebessert und befestigt, der Feldherr Josephus mit einem Heere von 100 000 Jeldher auch di als Au Judäa als er Rom 1 Titus, I tausen⸗ teils ur aber ii stander malige hatte; Eifers verübt mittle: üden ttes „die lber sand sicht die oses sie Das Hzigt licht Bot⸗ eob⸗ die hem gen mit and Un⸗ ann und nd⸗ des Je- jen. um daß den In⸗ lei⸗ In⸗ ach die ert 0⁰ der Stadt Jerusalem. 18⁵ Mann nach Galiläa geschickt, um dort den Römern entgegen zu tre⸗ ten, wenn sie von Syrien aus ins Land kommen würden; und alles übte sich in den Waffen. Die Christen in Jerusalem jedoch, eingedenk der Weisung und des Befehls des Herrn, sahen das Gericht Gottes herannahen und flohen über die Berge nach Pella am jenseitigen Ufer des Jordans. Die Römer ließen nicht lange auf sich warten, und die Adler sammelten sich. Der römische Feldherr Vespasian drang mit einem mächtigen Heere in Galiläa ein und unterwarf eine Stadt nach der andern. Josephus, der sich im offenen Felde nicht halten konnte, warf sich in die starke Festung Jotapata bei Tiberias und widerstand dort 7 Wochen lang dem Feinde. Da erstiegen aber in einer nebelichten Nacht die römischen Soldaten die Mauern, und alles, was Waffen trug, ward niedergemetzelt. Josephus selber entkam und flüchtete mit 29 Juden in die trockenen Wasserleitungen der Stadt, wo einige mit⸗ leidige Frauen ihn und seine Begleiter insgeheim ernährten. Er ward jedoch auch hier von den Römern entdeckt; seine 29 Begleiter töteten sich gegenseitig, um nicht den Heiden in die Hände zu fallen; Josephus selber aber ließ sich gefangennehmen und ward von Vespa⸗ sian dahin begnadigt, daß er als Gefangener in seinem Zelte bleiben mußte. Und das geschah gewiß nicht ohne göttliche Zulassung; denn Gott wollte einen Zeugen haben, der die Erfüllung seiner Gerichte aller Welt verkündigen könnte; und Josephus war nicht nur ein Jeldherr, sondern auch ein gelehrter Geschichtsschreiber und hat dann auch die Geschichte dieses Krieges und der Zerstörung Jerusalems als Augenzeuge beschrieben. Vespasian drang nun weiter siegreich in Judäa ein und war schon in die Nähe von Jerusalem gekommen, als er in Rom zum Kaiser ausgerufen ward. Er eilte deshalb nach Rom und überließ die weitere Führung des Krieges seinem Sohne Titus, der um Jerusalem eine Wagenburg schlug. In Jerusalem selber wimmelte es von allerlei Volk; denn viel tausend Juden waren dorthin geeilt, teils um die Stadt zu schützen, teils um hinter ihren starken Mauern Schutz zu suchen. Es herrschte aber in der Stadt die größte Zwietracht. Drei Parteien insonderheit standen sich einander gegenüber: 1) Die Partei Simons, eines vor⸗ maligen Räuberhauptmanns, der die Außenwerke der Stadt inne⸗ hatte; 2) die Zeloten, d. h. Eiferer, die unter dem Vorwande des Eifers für den Glauben und die Freiheit die größten Grausamkeiten verübten, und die unter Anführung des Johannes von Giscala die mittlere Stadt besetzt hielten, und 3) die Partei Eleasars, der, von 186 Beschreibung der Zerstörung 20 000 Idumäern unterstützt, des Tempels sich bemächtigt hatte. Diese drei Parteien bekämpften sich gegenseitig mit Schwert, Feuer und Dolch. Der Hohepriester Ananias, den Josephus als den besten Mann seiner Zeit schildert und der Eintracht herzustellen suchte, ward nebst 12 000 angesehenen Einwohnern umgebracht. Johannes von Giscala drang mit seinen Bewaffneten in den Tempel ein, den Ele⸗ asar geöffnet hatte, um das Volk zum Opfer zuzulassen, bemächtigte sich des Tempels und richtete ein entsetzliches Blutbad an, worin Tausende umkamen, wie jene Galiläer, deren Blut Pilatus samt ihrem Opfer vermischt hatte. Tag und Nacht hörte man nichts alz das Geschrei der Kämpfenden und den Jammer der Trauernden. Die Töchter Jerusalems weinten über sich selbst und über ihre Kinder. Inzwischen hatte nun auch Titus die Stadt von außen belagert und an allen Orten geängstet. Am 15. Tage stießen die Römer mit ihren Sturmböcken, die ein Rabbiner jener Zeit das Schwert des Würgengels nennt, die äußerste Mauer ein; und 9 Tage nachher ward auch die innere Mauer erobert. Die Römer drangen in den zunächst gelegenen Teil der Stadt, und Ströme Bluts flossen in den engen Gassen. Darauf richtete Titus seinen Angriff gegen den Tem⸗ pel und die Burg Antonia. Um den Tempel zu erhalten und das Blutvergießen zu vermeiden, ließ er zuvor den Juden Frieden an⸗ bieten, wenn sie sich ergeben wollten. Allein die Juden wollten nichtz von einer Übergabe wissen. Und doch war die Not in der Stadt aufs höchste gestiegen. Eine furchtbare Hungersnot peinigte die Ver⸗ teidiger. Bewaffnete drangen in alle Häuser, Lebensmittel aufzu⸗ suchen. Eltern und Kinder rissen einander die Speise vor dem Munde weg. Man aß das Leder der Schuhsohlen und die Riemen an den Schilden. Man suchte in den Düngerhaufen nach Knochen. Leichen Verhungerter lagen in den Straßen und verpesteten die Luft. Ja, es geschah, was Moses auch zuvor verkündigt hatte: Eine vornehme Frau,„ein Weib, das zuvor zärtlich und in Lüsten gelebt, daß sie nicht hat versucht, ihre Füße auf die Erde zu setzen vor Zärtlichkeit und Wohllust, hat ihr eigen Kind heimlich geschlachtet und gegessen in dem Mangel, Angst und Not, womit die Stadt von den Feinden gedrängt ward.“ Als dies Titus hörte, hob er seine Hände gen Him⸗ mel und rief Gott zum Zeugen an, daß er unschuldig an diesen Greueln sei, da er wiederholt Frieden angeboten habe. Viele Juden in Jerusalem suchten dem Elend dadurch zu entgehen, daß sie des Nachts heimlich aus der Stadt flohen. Allein sie wurden von den Römern ergriffen und fanden keine Gnade bei ihnen. Als sich einst euren das H Stein neuem der Stadt Jerusalem. 187 das Gerücht verbreitete, die geflüchteten Juden hätten Gold verschluckt, schnitten die römischen Soldaten in einer Nacht 2000 gefangenen Ju⸗ den die Bäuche auf, um Gold in ihren Eingeweiden zu suchen. Die meisten der Geflüchteten aber wurden von den Römern gekreuzigt, das Angesicht gegen die Tempelmauern gerichtet, so daß nach kurzer Zeit die Juden von der Zinne ihres Tempels Tausende ihrer Brüder am Kreuze mußten hangen sehen. Das Blut des auf Golgatha von ihnen Gekreuzigten kam über sie und über ihre Kinder. Titus hatte unterdes die Belagerung fortgesetzt und auch die Burg Antonia erobert, so daß nur noch der Tempel mit seinen Ne⸗ bengebäuden und einigen Mauertürmen in der Gewalt der Juden war. Um Tempel und Menschen zu schonen, ließ Titus den Juden nochmals Frieden anbieten und ihnen namentlich vorstellen, wie ihr Heiligtum zu Grunde gehen würde, wenn der Kampf fortgesetzt werde. Allein abermals vergebens!„Nun so sei es denn!“ rief Titus.„Wir wollen den Kampf fortsetzen; aber den Tempel will ich auch gegen euren Willen erhalten.“ Doch er konnte mit aller seiner Macht nicht das Haus erhalten, von dem der Herr gesagt hat, daß an ihm kein Stein auf dem andern bleiben sollte.— Die Römer berannten von neuem die Mauern und eroberten bald die beiden nördlichen Vor⸗ hallen des Tempels, die eine Beute der Jlammen wurden. Nach sechs Tagen unaufhörlichen Stürmens wurden endlich auch die östlichen Vorhallen erobert und niedergebrannt. Darauf ging es an den Tem⸗ pel selbst. Titus hatte verboten, Jeuer an das Gebäude zu legen; ein Soldat stieg aber dennoch, als der Kampf am hitzigsten war, einem andern auf die Schultern und warf einen Jeuerbrand durch das goldene Fenster in den Tempel. Er zündete; die Flammen griffen um sich, und in kurzer Zeit brannte der Tempel lichterloh, daß an ein Löschen nicht zu denken war. Da stieg die Wut und Verzweiflung der Juden aufs höchste. Der ganze Tempelberg ward ein Leichen⸗ haufen. In wenigen Stunden lag der Tempel in Asche. 6000 Wei⸗ ber und Kinder, die ein falscher Prophet auf die flachen Dächer des Tempels, als auf eine sichere Burg, geführt hatte, kamen in den Flammen um. Und das geschah am 10. August des Jahres 70 nach Christi Geburt. Da Titus sah, daß der Tempel,„das Prachtstück des römischen Reichs“, wie er ihn nannte, zerstört war, gab er Befehl, nun auch die ganze Stadt niederzubrennen und dem Erdboden gleich zu ma⸗ chen. Nur drei Mauertürme sollten stehen bleiben, aus denen die Juden zuletzt selbst geflohen waren, und die so fest waren, daß Ti⸗ 188 Beschreibung der Zerstörung der Stadt Jerusalem. tus, als er sie besichtigte, ausrief:„Gott selbst hat die Juden aus diesen Bollwerken getrieben, denn was hätten wir mit unsern Werk⸗ zeugen gegen solche Türme ausrichten können!“ Der Befehl des Ti⸗ tus ward so pünktlich vollzogen, daß man, wie Josephus berichtet, bald nicht mehr glauben konnte, es habe hier je eine Stadt gestanden. Jerusalem ward zertreten von den Heiden und geschleift, und ward kein Stein auf dem andern gelassen. Mehr als eine Million und 300 000 Juden sind in diesem Kriege getötet; 97 000 sind gefangen und von diesen die einen gekreuzigt, die andern den wilden Tieren vorgeworfen, und die jungen Kinder als Sklaven verkauft. Von der Zeit an ist Israel ohne König, ohne Fürsten, ohne Opfer, ohne Altar, ohne Priester und ohne Heiligtum geblieben(Hos. 3, 4). Und der Herr hat das Volk zerstreut unter alle Reiche auf Erden(5. Mos. 28, 25). Und hat sie unter allen Heiden sichten lassen, gleichwie man mit einem Siebe sichtet(Amos 9, 9). Und hat sie zu einem Sprichwort und Spott gemacht unter allen Völkern (5. Mos. 28, 37). Und hat ihnen ein bebendes Herz gegeben und ver⸗ schmachtete Augen und eine verdorrete Seele, daß sie unter den Völ. kern kein bleibendes Wesen haben und ihre Fußsohlen keine Ruhe finden(5. Mos. 28, 65). Ihre Plagen sind wunderlich, groß und langwierig gewesen(5. Mos. 28, 59). Ihr Haus ist ihnen wüste geworden. Und das alles ist über sie gekommen darum, daß sie den Ratschluß Gottes von ihrer Seligkeit verachtet und, statt sich von dem verheißenen Heiland Jesu Christo sammeln zu lassen unter seine Flügel, ihn, den Sohn Gottes, verworfen und gekreuzigt haben. Und ihr Haus wird ihnen wüste gelassen werden, bis sie sprechen: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn(Matth. 23, 39). Der du dieses liesest, siehe dich wohl vor, daß du nicht auch den Sohn Gottes verachtest und mit Sünden kreuzigst. Schaue die Güte und den Ernst Gottes! Den Ernst an denen, die gefallen sind; die Güte aber an dir, sofern du an der Güte bleibest, sonst wirst du auch abgehauen werden(Röm. 11, 22). Diensta Mittwo Donner: Freitag Sonnab Sonnta Montac Dienste Mittwo Donner Freitag Sonnal 25. De; Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend 25. Dezemb. 26. Dezemb. 27. 5 235. 7 30. v Bibellesetafel.“) 1. Advent. Co⸗ Morgens. Abends. v: Matthäus 21, 1—9.[Ep: Römer 13, 11— I. Mose 3, 8—15. 1. Mose 12, 15. 2 40, 5—12. 4. 24, 15—17. 5.— 18, 15—19. 2. Samuelis 4, 816. Jesaja 7, 10—14. Jesaja 9, 2—7 11. 1—10. 12, E0. 25, 6—9. Psalm 24. 2. Advent. Ev: Lukas 21, 25—36. Ep: Römer 15, 4—13. Jesaja 35, 1—10. Jesaja 40, 1—11. 42, 1—5. 2 49, 5—13. 51, 411 52, 7—10 54, 713. 55, 10. 57, 141. 61, 1—5. 62, 6—12. Psalm 96. 3. Advoent. Ev: Matthäus 11, 2—10.] Ep: 1. Korinther 4, 1—5. Jeremia 23, 1—6. Lukas, 5—25. 31, 31—34. 1, 26—38. 10 33, 14—26. 1, 39—56. Hesekiel 94, 11. 1, 57—80. 3 34, 23—31. Matthäus 1, 18.—25. 36, 22—-27. Psalm 9⁷. 4. Advent. Ev: Johannes 1, 19—28. Ep: Philipper 4, 4—7. Daniel 7, 13—18. Daniel 22—27. Hosea 2, 14—23. Hosea 4, 2—10. Joel 3, 1—-5. Amos 9, 11—15. Micha 4, 1—5. Micha 5, 1—3. Zephanja 3, 14-20. Haggai 2, 1—10. Sacharja 9, 8—10. Psalm 113. 1. Weihnachtstag. Ev: Lukas 2, 1—14.] Ep: Titus 2, 11—14 2. Weihnachtstag. Ev: Lukas 2, 15—20. Ep: Titus 3, 4—7. Johannes 1, 118.11 Johannis 3, 1—8. Epheser, 3—6. Psalm 2. Kolosser 9, 9—17.. 45, 1—8. Ebräer 1, 1—4.* 90. *) Herausgegeben von der Preußischen Haupt⸗Bibelgesellschaft. 31. Dezemb. 1. Januar 2. 3. 4. 5. 7 Januar * Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Synntag nach Weihnachten. Bibellesetafel Morgens. Abends. Ev: Lukas 2, 33—40.] Ep: Galater 4, Jahresschluß. Ebräer 6, 11—20. Psalm 103. Neujahr. Ev: Lukas 2, 21. Ep: Galater 2, Matthäus 3, 1—12. Matthäus 3, Johannes 1, 29—34. Johannes 1, 8 2, 13—25 8 3, 4, 1—14. 4, Epiphanias. Ev: Matthäus 2, 1—12. Ep: Jesaja 60⁰, Johannes 4, 27—42. Psalm 126. Bynntag nach Neujahr. Ev: Matthäus 2, 13—23. Ep: 1. Petri 4, Psalm 8. Psalm 19. 27.• 80. 46.• 40. • 112.* 32. 85. 5. — 111. 3. 1. Epiphanias. Ev: Lukas 2, 41-52. Ep: Römer 12, Lukas 4, 14—30. Matthäus 4, 4. 144. 5, Matthäus 5, 27—48. 6, 7, 1—14. 7, 8, 26. 4.. 9, 9, 27—38. Psalm 29. 2. Epiphanias. Ev: Johannes 2, 1—11. Ep: Römer 12, Matthäus 10, 1—15. Lukas 7, 13, 31—35. 9, 13, 44—52.„ 10, 13, 53—58. 11, Johannes 5, 1—16. Johannes 5, * 5, 31—47. Psalm 38. 3. Epiphanias. Ev: Matthäus 8, 1—13. Ep: Römer 12, Jesaja 1, 1—-18. Psalm 73. 2, 1—19.. 7 8⁴. 5, 1—7. 86. 6, 1—13.* 87. — 26, 112. 89, * 26, 13—21. 18, 1—7. 1—19. 1—20. Sonntag Montag Diensta Mittwos Donner⸗ Freitag Sonnab Sonntag Montag Diensta Mittwo Donner⸗ Freitag Sonnab Sonnta Montag Diensta Mittwo Donner Freitag Sonna Sonnta Montac Dienste Mittwo Donner Freitag Sonnal Sonnto Monta Dienst. Mittwe Donner Freitag Sonna Sonnt: Monta Dienst Mittw Donne Freita Sonna 6. —25. I9. Is8. 29. I. —16. —50. 62. —42. —54. 30. 21. 19. 20. Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag reitag Eonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Bibellesetafel. 19¹ 4. Epiphanias. Morgens. Abends. Ev: Matthäus 8, 23—27. Ep: Römer 13, 8—10. Jesaja 41, 1—14. Pfalm 68, 1—12. * 43, 1—13.* 100. 44, 1—8.* 123. 45, II1I1 124. 45, 12—25.„ 125. — 40, 8—18.. 4. 5. Epiphanias. Ev: Matthäus 13, 24—-30. Ep: Kolosser 3, 12—17. Jesaja 58, 7—14. Jesaja 63, 7—16. • 64, 1—12. 65, 17—25. 66, 13—24. Hesekiel 31, 1—19. Hesekiel 36, 22— 28. Jona 1. Jona 2. 3. 4. Psalm 116. 6. 47 Ev: Matthäus 17, 1—9. Ep: 2. Petri 1, 16—21. Sprichwörter 8, 1.21 Sprichwörter 9, 1—18. Prediger 2, 1—11. Psalm 119, 1—24. Psalm 119, 25—48.» 119, 49—72. 119, 73- 96..»„ 119, 97.120. 119, 121-144. 119, 145-160. 119, 161-176. 14. Beptuagelimä. Ev: Matthäus 20, 1—16. Ep: 1. Korinther 9, 24-10, 5. Markus 7—13. Matthäus 14, 1—12. Matthäus 14, 22—33. Johannes 6, 22—34. Johannes 6, 35—51. 6, 52—60. 6, 64— Matthäus 15, 1—20. Matthäus 16, 1—12. 16, 13—28. 17, 14—27. Pfalm 138. Sexagefmä. Ev: Lukas 415. Ep: 2.Korinther 11, 19.-12, 9. Matthäus 18, 1—11. Matthäus 18, 12-22. Johannes 7, 1—10. Lukas 9, 51—56. 7, 11—24. Johannes 7, 25—36. 7, 37—53. 8, 1—11. 8, 12—20. 8, 21—30. — 8, 31—45. Psalm 141. Estomihi. Ev: Lukas 18, 31—43. Ep: 1. Korinther 13, 1—13. Johannes 9, 1—9. Johannes 9, 10—23. 9, 24—41. 10, 1—11. Matthäus 10, 24-42. Lukas 10, 21—24. Lukas 11, 1—13. Matthäus 11, 16—24. 11, 37—54. Lukas 12, 1—12. * 12, 13—31. Psalm 91. Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Bibellesetafel. Invoravit. Morgens. Abends. Ev: Matthäus 4, 1—11.] Ep: 2. Korinther 6, Lukas 12, 32—40. Lukas 12, 12, 49—59. 13, 13, 22—35. 14, 15, 11—24. 15, — 17, 1—10. 17, 18, 1—8. Psalm 13. Reminisrere. Ev: Matthäus 15, 21—28.] Ep: 1. Thessalon. 4, Johannes 10, 22—42. Markus 10, 11, 1—16. Matthäus 19, Matthäus 20,.. 20, Lukas 19, 1—10. Lukas 19, Johannes 11, 17—31. Johannes 11, 11, 47—57. Psalm 121. DOruli. Ev: Lukas 11, 14—28.] Ep: Epheser 5, Lukas 19, 29—40. Matthäus 21, Markus 11, 11—19. Johannes 12, Johannes 12, 34—50. Matthäus 21¹, Matthäus 21, 33—46. 22, 25, 1—12. 23, 23, 29—39. Psalm 145. Lätare. Ev: Johannes 6, 1—15. Ep: Galater 4, Markus 12, 41—44. Matthäus 24, Matthäus 24, 29—36. 5 2⁵, 26, 1—5. Lukas 22, Lukas 22, 7—13. Matthäus 26, 22, 24—-38. Johannes 13, Johannes 13, 31—38. Psalm 26. Judira. Ev: Johannes 8, 46—59.] Ep: Ebräer 9, Johannes 14, 1—21. Johannes 15, 15, 16—25. 17, Matthäus 26, 30—46. Matthäus 26, 26, 57—75 27, Lukas 23, 1—7. Lukas 23, Matthäus 27, 11—23.¶ Psalm 69, Palmarum. Ev: Matthäus 21, 1—9. Ep: Philipper 2, Matthäus 27, 24—31. Lukas 23, Lukas 23, 33—38. 23, Johannes 19, 19—29. Psalm 22. Am grünen 4—13 Cu. 1 8 Ev: Johannes 13, 1—15.] Ep: 1. Korinther 1, Mittwie Donner Freitag Sonna Sonnte Monta Dienst Mittw Donne Freitat Sonna Sonnt Monta Dienst Mittw Donne Freita Sonne Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Bibellesetafel. Am Karfreitage. Morgens. Abends. v: Matthäus 27, 45—-54.C esaja 52, 13—53, 12. Matthäus 27, 55—66. Pfanm 25 16. 1. Ostertag. [Ev: Markus 16, 1—8.[Ep: 1. Korinther 5, 6—8. 2. Ostertag. Ev: Lukas 24, 13—35. Ep: Apostelgesch. 10, 34—41. Lukas 24, 36—47. Apostelges schichte 13, 26—33. Johannes 20, 1—10. 20, 11—18. 21, 1—14. 21, 15—19 21, 20—25. Matthäus 28, 16—20 Lukas 24, 48-53.¶ Psalm 133. Quasimodogeniti. Ev: Johannes 20, 19—31. Dioh Ra 5, 4—10. Aposte Reschichte 1, 12—26. Hiob 19, 23—27 2, 14- 28. Psalm 48. 2, 29—47. 72. * 3, 1D=l.* 93. 5 3„...* 95. 4, 1—18.* 23. Ev: Johannes 10, 12—16. Apostelgeschichte 4, 19—31. 4, 32—5,11. 5, 12—24. 5, 25—42. 6, 1—15. — 7, 44—59. Jubilate. Ev: Johannes 16, 16—23. Apostelgeschichte 8, 1—25. 8, 26—40. 9, I.22. 9, 23—31. 9, 32—43. · 10, 17—33. Cantate. Ev: Johannes 16, 5—15. Apostelgeschichte 11, 1—18. 5 12, 1.—25. 13, 44—52. 14, 19—28. 16, 9—24. — 17, 1—15. Miserirordias Domini. Ep: 1. Petri 2, 21—25. Pfalm 98 99. 110. 118, 14—29 122. 66. Ep: 1. Petri 2, 11—20. Psalm 132. • 139. 56. 62. Wwoagefciche 10, 1—16. Psalm 147. Ep: Jakobi 1, 16—21. Apostelgeschichte 11, 19—30. 13 1. 14, 118. 15, 1—20. 16, 25—40. Bibellesetafel. 1, 22—27. 19, 21—40. Rygate. Morgens. Abends. Sonntag Ev: Johannes 16, 23—30. Ep: Jakobi Montag Apostelgeschichte 17, 16—34. Apostelgeschichte 18, 1—28. Dienstag• 19, 1—20. Mittwoch 20, 1—16. Psalm 47. Am Cage der Bimmelfahrt Christi. 16, 14—20. Ep: Apostelgesch. 1, 1—li. Donnerstag Ev: Markus Eymmn Apostelgeschichte 20, 17—38. Apostelgeschichte 21, 1—16. onnabend 21, 17— 39. Psalm 61. Exaudi. Sonntag Ev: Johannes 15,26—16, 4. Ep: 1. Petri 4, 8—11. Montag Apostelgesch. 21,40—22,22. Offenbarung 1, 1—7. Dienstag• 22, 23—23, 11. 1, 8—20. Mittwoch 23, 12—35 2, 1—7. Donnerstag 24.• 2, 8—11. Freitag 25, 1—12. 2, 12—17. Sonnabend— 25, 13—27. Psalm 51. 1. Pfingsttag. Sonntag Ev: Johannes 14, 23—31.[Ep: Apostelgesch. 2, 1—13, 2. Pfringsttag. Montag Ev: Johannes 3, 16—21. Ep: Apostelgesch. 10, 42—48. Dienstag Abpostelgeschichte 26. Offenbarung 2, 18—29. Mittwoch 27, 1—20. 3, 1—6 Donnerstag 27, 21—44.„ 3, 7—13. Freitag 28, 1—15.• 3, 14—22. Sonnabend— 28, 16—31. Psalm 67. Trinitatis. Sonntag Ev: Johannes 3, 1—15. Ep: Römer 11, 33—36. Montag I. Mose 1, 1—31. Römer 1, 1—12. Dienstag 2, 16— 25. 1, 13—23. Mittwoch 3. 2, 1— Donnerstag 4, 1—16.. 2, 17—29. Freitag 6, 5—22. 5, 1— Sonnabend 7. Psalm 49. 1. nach Trinitatis. Sonntag Ev: Lukas 16, 19—31. Ep: 1. Johannis 4, 16—21. Montag 1. Mose 8. Römer 3, 21—31. Dienstag 9, 8—29.• 4, 1—8. Mittwoch 11, 1—9. 4, 9—25. Donnerstag 13, 1—18.• 5, 1—II. Freitag 14, 824. 5, 12—2ʃ. Sonnabend 15, 1-18. Psalm 104. Sonnta Montag Diensta Mittwo Donner Freitag Sonnah Sonnta Montag Diensta Mittwo Donner Freitag Sonnab Sonnta Montag Diensta Mittwo Donner Freitag Sonnab Sonntaf Montag Diensta Mittwo Donner: Freitag Sonnab Sonntar Montag Diensta Mittwo Donner⸗ Freitag Sonnab Sonntas Montag Diensta Mittwo Donnere Freitag Sonnab —27. 28. —40. —Ii. —16. —II. —. —20. —7. —II. “. Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Connabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Bibellesetafel. 2. nach Trinitatis. Morgens. Abends. Ev: Lukas 14, 16—24. Ep: 1. Johannis 3, 1. Mose 17, 1—16. Römer 6, „ 18, 1—16..„ 7, 18, 17—33..„ 7, 19, 1425., 21, I. 8, „ 22, 1—19. Psalm 6. 3. nach Trinitatis. Ev: Lukas 15, 1—10. Ep: 1. Petri 5, 1. Mose 23. Römer 8, 24, 1—14.„ 9, 24, 15—28.* 2, * 24, 29—49.* 2, 24, 50—67.* 40, „ 27, 1—17. Psalm 63. 4. nach Trinitatis. Ev: Lukas 6, 36—42. Ep: Römer 8, 1. Mose 27, 18—29. Römer 10, 27, 30—45.»„ 41, 28, 10—22. 11, 29, 120.. 5 41, 31, 1—18. 1 18, 32, 1—-21. Psalm 44. 5. nach Trinitatis. Ev: Lukas 5, 1—11. Ep: 1. Petri 9, 1. Mose 32, 22—32. Römer 14, 33, 1—17. 14, „ 35, 1—15. 1. Korinther 1, 37, 1.. 1, * 37, 18—36.* 2, 39. Psalm 43. 6. nach Trinitatis. Ev: Matthäus 5,20—26. Ep: Römer 6, 1. Mose 40, 1—23. 1. Korinther 2, 41, 1—24. 5 3, 5 41, 25—43. 3, 41, 44—57. 6, 8 4, 117. 9, 42, 1838. Psalm 33. 7. nach Trinitatis. Ev: Markus 8, 1—9. Ep: Römer 6, 1. Mose 43, 1—15. 1. Korinther 10, 7 43, 16—34.„ 12, 44, 113. 15, 44, 14—34. 15, 45, 1—15. 15, * 4⁵, 16—28. Psalm 55. 13—18. 12—18. 1—13. 14—25. 1—11. 24—30. 6—11. 31—39. 1—13. 14—21. 22—33. 1—11. 18—23. 12—21. 1—12. 13—24. 25—32. 1—7. 8—15. 1—9. 10—23. 10—19. 20—31. 1—5. 3—11. 6—16. 1—10. 11—23. 1—12. 13—23. 19—23. 14—33. 12—31. 12—28. 29—49. 50—58. 196 Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Bibellesetafel. 8. nach Trinitatis. Morgens. Ev: Matthäus 7, 15—23. Abends. Ep: Römer 8 1. Mose 46,1—7. 26—34. 2. Korinther 4, 47, 1—12.27—31. 1, 48, 1—20. 4. — 49, 29—50, 14.— 5, „ 50, 14—26. 5, 2. Mose 1, 6—22. Psalm 17. 9. nach Trinitatis. Ev: Lukas 16, 1—9. Ep: 1.Korinther 10, 2. Mose 2, 110. 2. Korinther 6, — 2, 11—25. 7 5, 115. 8, — 4, 1—17.„ 9. — 5. 10. 6, 1—13. Psalm 7˙9. 10. nach Trinitatis. Ev: Lukas 19, 41—48. Ep: 1. Korinther 12, 2. Mose 7. Galater, 11. 1, 12, 1—19. 2, 12, 29—42. 3, 15,17.5 4, 14, 1—14. Psalm 25. 11¹. 1911 Trinitatis. Ev: Lukas 18, 9—14. Ep: 1. Korinther 15, 2. Mose 14, 15—31. Galater 5, 5 15, 20—26. 6, 16, 1—14. Epheser 1, 16, 15—35. 1, 17, 1—16. 2, — 19. Psalm 94. 12. nach CTrinitatis. Ev: Markus 7, 31—37. Ep: 2. Korinther 3, 2. Mose 20, 1—19. Epheser 2, * 24.* 3, 32, 114. 4, — 32, 15—35. 4, 233, 12—23. 5 5, 34, 1—-10. Psalm 1. 13. nach Trinitatis. Ev: Lukas 10, 23—37. Ep: Galater 3, 2. Mose 34, 27—35. Epheser 6, 3. Mose 10, 1—11.* 6, 4. Mose 12. Philipper 1, 13, 17—34. 1, • 14, 1—25.„ 2, — 14, 26—45. Psalm 30. Diens Mitin Donn Freite Sonn Sonn Mont Diens Mittu Donn Freit Sonn Sonn Mon Dien⸗ Mitt: Donn Freit Sonr 12—17. 1—11. 12—22. 110. 11—21. 6—13. 11—18. 1—15. 1—11. 1—10. 11—24. 16—21. 1—14. 11—20, 1—10. 1—15. 11—18. 1—14. 15—23. 1—10. 4—11. 1—22. 1—12. 7—14. 5—21. 0—14. 15—22. 1—9. 8—24. 2—21. 2—30. 2—18. Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Bibellesetafel. 14. nach Trinikatis. Morgens. Abends. Ev: Lukas 17, 11—19. Ep: Galater 5, 16—24. 4. Mose 16, 1—19. Philipper 5, 1816. 16, 20—40. 4, 8— 23. 16, 41—-50. Kolosser 1, 1—8. — 27,.—. 1, 15—29. „ 20, 1815. 2, 11 20, 14—-29. Psalm 39. 5. nark Trinitatis. Ev: Watthäns 6, 24—34. Ep: Galater 5, 25—6, 10. 4. Mose 21, 1—9. Kolosser 2, 16—23. 25, 1624. 5, Id. 5. Mose 31, 42. 5,18.4,1. 34, 112. 4, 2818. Josua 1.*. Thescr 1. 3. Psalm 28. 16. nach Trinitatis. Ev: Lukas 7, 11—17. Ep: Epheser 3, 13—21. Josua 1—21. 1. Thessalonicher 2, 1—8. 7. 2, 9—20, 23. 3. 24, 118.— 4, 8—12. 24, 19—33.— 5, 12—28. Richter 2, 8—23. Psalm 75. 17. nach Trinitatis. Ev: Lukas 14, 1—11. Ep: Epheser 4, 1—6. Ruth 4. 2. Thessalonicher 2, 1—12 1 2. 2, 13—17 * 3.* 3. 4. 1. Timotheus 1, 1—11. 1. Samuelis 1, 1—20. 1, 12—20. 1, 21—2, 11. Psalm 36. 18. nach Crinitatis. 10 Matthäus 22, 34—46. Ep: 1. Korinther 1, 4—9. Samuelis 3. 1. Timotheus 2 4,. 1.16. 3. 5.* 4. 7, 3—13. 5, 17—25. 8.* 6, 1. 9, 1—17.¶ Psalm 143. 19. nach 97½ Ev: Matthäus 9, 1—8. Ep: Epheser 4, 22—28. 1. Samuelis 10, 1—16 1. Timotheus 6, 12—21. 10, 17—-27. 2. Timotheus 1, 1—7. 12.* 4, 818. 13, 1—14. 2, 1—10. 15, 7—29. 2, 11—21 16, 1—13.] Psalm 34. Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend *) Von dem Sonntage ab, an dem das Totensest gefeiert wird, werden die Lektionen gelesen, die für die 27. Woche nach Trinitatis angegeben sind. Bibellesetafel. 20. nach Trinitatis. Morgens. Abends. Ev: Matthäus 22, 1—14. Ep: Epheser 1. Samuelis 16, 14—23. 2. Timotheus 17, 1—19. „ 14, 0—51. 17, 32—51. Titus 18, 1—14. 0 19, 1—-18. Psalm 21. nach Trinitatis. Ev: Johannes 4, 47—54. Ep: Epheser 1. Samuelis 24. Philemon. 26. 4. Petri * 31.* 2. Samuelis 1, 17—27.„ 5, 17—25. * 6. Psalm 22. nach Trinitatis. Ev: Matthäus 18, 23—35.] Ep: Philipper 2. Samuelis 12, 1—-14. 1. Petri 2 12, 15—23. 15, 1—14. 2. Petri 2 16, 5—15. 18, 1—17. 24. Psalm 23. nach Trinitatis. Ev: Matthäus 22, 15—22. Ep: Philipper 1. Chronika 29, 1—10. 1. Johannis 1. Könige 3, 3—15. 8, 1—21. — 8, 22—30. 8, 54-66.• — 9, 1—9. Psalm 24. nack Trinitatis.“) Ev: Matthäus 9, 18—26. Ep: Kolosser 1. Könige 10, 1—13. 1. Johannis 17, 1—16.] Ebräer Am Buftage. Lukas 13, 1—9. Psalm 1. Könige 18, 1—16. Ebräer 18, 17—29. „ 18, 30—46. Psalm — —— H — —— 6 4, 1 7 2 130. 102. 3 2 76. ktionen Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag ö „äi Bibellesetafel. 25. nach Trinitatis.) 199 Morgens. Abends. Ev: Matthäus 24, 15—28.] Ep: 1. Thessalon. 5 13—18. 1. 19. Ebräer 21, 1—19.. 2. Könige 2, 1—14. 10, 1—18. 5 2, 1. 10, 19—39. 5 5, 114. 12, 1.t. 6, 8—23. Pfalm 138. 26. nach Trinitatis 42, Ev: Matthäus 25, 31—46. Ep: 2. Thessalon. 1, 3—10. 2. Könige 17, 1—23. Ebräer 12, 12—29. • 18, 1—8. 13, 1—14. * 20.* 13, 15—25. 22. Jakobi 1, 1—15. 25, 122. 2, IIS. Klagl. Jerem. 3, 22—-39. Psalm 149. 27. nackh Trinitatis.“) Ev: Matthäus 25, 1—13. Ep: 1. Thessalon. 5,&˖cA1—11. Offenbarung 5. Jakobi 2, 14—26. 7, 9—17.* 3. 10, 1—9.— 4. 20, 1125.. 5. * 21. Judã +. „ 22. Psalm 150. *) Von dem Sonntage ab, an dem das Totenfest gefeiert wird, werden die Lektionen gelesen, die für die 27. Woche nach Trinitatis angegeben sind. Gebete. A. RNirchengebete. 1. Allgemeines Rirchengebet. Ewiger, allmächtiger Gott! Wir beten dich in tiefster Ehrfurcht an und danken dir demütiglich für die unzähligen Wohltaten, womit du uns bisher ohne unser Verdienst und Würdigkeit an Leib und Seele reich gesegnet hast. Wir preisen dich insonderheit, daß du dein seligmachendes Wort und reinen christlichen Gottesdienst noch immer unter uns erhältst, obschon wir vor dir bekennen müssen, daß wir nicht getreu in deinen Wegen wandeln. So laß uns denn auch unser Gebet um alles, was unsre irdische Wohlfahrt betrifft, vor deinen heiligen Thron bringen. Walte mit deiner allmächtigen Gnade über dem deutschen Kaiser, über dem Regenten unsers Landes und seinem ganzen Hause, so auch über allen, die du deinen Völkern auf Erden zu Obrigkeiten gegeben hast. Segne unser gesamtes deutsches Vaterland, und beschütze seine Kriegsmacht zu Wasser und zu Lande. Erhalte die ganze Christen⸗ heit bei der Wahrheit deines Wortes und beim lieben Frieden. Gib daß(in unsrer Stadt und) in unserm Lande deine Ehre wohne, daß Güte und Treue daselbst einander begegnen, daß Gerechtigkeit und Friede sich küssen. Laß dir zu dem Ende all unsre Schulen und Bil⸗ dungsanstalten ganz besonders befohlen sein. Mache sie zu Pflanz⸗ stätten nicht nur nützlicher und heilsamer Kenntnisse, sondern auch christlicher Tugenden und Sitten. Wende Feuers- und Wassersnot, Krieg und Seuchen, Mißwachs und teure Zeit in Gnaden von uns ab. Segne hingegen des Hand⸗ werkers Fleiß und des Landmanns Arbeit mit fruchtbarem Gedeihen. Sei ein Vater der Witwen und Waisen, ein Helfer der Kranken und Notleidenden, ein Tröster der Vereinsamten, der Verstörten und Be⸗ trübten. Belebe unser aller Herzen mit dem Geiste der Liebe, damit wir einer für des andern Wohl gern und mit Freuden tun mögen, was einem jeglichen in seinem Stande möglich ist. Und da wir nur Fremdlinge und Gäste auf Erden sind und hie⸗ selbst keine bleibende Stätte haben, sondern dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht: so hilf uns, daß wir dazu im Glauben und wahrer Gottesfurcht täglich uns vorbereiten und tun mögen das Werk, wozu du uns auf Erden berufen hast, dieweil es noch Tag ist, ehe denn die Nacht kommt, da niemand mehr Unwi den g Und ircht ‚mit und dein mer wir A. Hirchengebete. 201 wirken kann.— Zuletzt aber, wann dieses Leben vorüber ist und unser letztes Stündlein kommt, dann steh uns bei mit deiner Kraft und hilf uns aus zu deinem himmlischen Reiche. Solches alles verleihe uns, o himmlischer Vater, durch deinen lieben Sohn Jesum Christum, unsern Herrn, in dessen Namen wir ferner also beten: Vater unser, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsre Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. 2. Advent. Herr Jesu Christe, du Sohn des allmächtigen Gottes, wir dan⸗ ken dir von ganzem Herzen, daß du vom Himmel herab ins Fleisch gekommen bist und menschliche Natur angenommen hast. Du hast deine Gottheit mit unserer Menschheit vereinigt, darum vereinige dich auch mit unserm Herzen. Zwar ist dasselbe fleischlich und irdisch, aber du kannst es durch deine Kraft himmlisch und göttlich machen. Ziehe denn in unsere Herzen ein und mache dir darin eine beständige Wohnung. Komm und hilf uns, daß wir durch wahren Glauben und ein gottseliges Leben dir beständig dienen mögen und allezeit in guter Bereitschaft erfunden werden, damit wir bei deiner letzten Wieder⸗ kunft das Ende des Glaubens, der Seelen Seligkeit davon bringen und dir samt deinem und unserm himmlischen Vater und dem heili⸗ gen Geiste Lob, Ehr, Preis und Dank sagen. Amen. 3. Weihnacht. Herr Jesu Christe, du Heiland aller Menschenkinder, wie sollen wir deine unbegreifliche Liebe zur Genüge rühmen und preisen, daß du uns arme Menschen so hoch gewürdigt und als ein Mensch gleich wie wir, dazu arm und elend, hast wollen geboren werden, damit du uns von Sünde und allem Elende erlösen und bei deinem himmli⸗ schen Vater wiederum zu Gnaden bringen möchtest. Für solche Liebe und Demut sei dir, o gnädiger Heiland, ewiglich von uns Lob und Dank gesagt. Laß uns denn diese frohe Botschaft mit Worten und Werken immer weiter ausbreiten, daß die Schlafenden erweckt, die Unwissenden erleuchtet, die Verkehrten bekehret und die Leidtragen⸗ den getröstet werden, daß die Elenden es hören und sich freuen.— Und weil du darum Mensch geworden bist, daß du durch dein Leben, 202 Gebete. Leiden und Sterben unser Mittler und Versöhner bei Gott sein möchtest, so hilf uns, daß wir durch wahre Buße und festen Glauben in allen christlichen Tugenden leben, damit wir dieser großen Wohl⸗ tat, die du uns durch deine heilige Geburt erworben hast, schon hier in diesem Erdental mit freudiger Zuversicht genießen mögen, bis wir dort in deinem Himmelreiche in ewiger Seligkeit mit allen Engeln und Auserwählten dich ohne Ende rühmen und preisen werden. 4. Jahresschluß. Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge worden, und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Wir aber vergehen in der Zeit, und unser Leben fähret schnell dahin, als flögen wir davon. Darum kommen wir zu dir, du unsere einzige Hilfe, unser ewiger Trost, denn deine Gnade weicht nicht, und der Bund deines Friedens fällt nicht, Herr, unser Erbarmer! Wir danken dir, o Gott, für allen Segen deines Wortes, den du in dem verflossenen Jahre uns reichlich zu⸗ gewendet hast. Du bist uns nahe gewesen mit deinem Geiste, so oft wir in diesem Heiligtume versammelt waren, auch heute, da wir zum letzten Male in diesem Jahre gemeinschaftlich dein Angesicht gesucht haben. Laß dein heiliges Wort in unseren Herzen bewahrt bleiben, damit unser Ausgang aus dem alten, und unser Eingang in das neue Jahr gesegnet sei. Gib, daß wir das alte Jahr in ernster Stille, wie es Christen geziemt, beschließen und das neue in deinem Namen be⸗ ginnen. O Herr, laß dein Antlitz freundlich über uns leuchten, und schenke uns bei der Flucht unserer Tage die edelste aller Gaben, dei⸗ nen Frieden in Christo Jesu, unserm Herrn. Amen. 5. Neujahr. Allmächtiger, gnädiger Gott und Vater, wir haben heute aber⸗ mals ein Jahr unseres Lebens zu Ende gebracht und kommen vor dein heiliges Angesicht mit Loben und Danken, daß du uns in dem⸗ selben dein väterliches Herz in guten und in bösen Tagen genugsam hast erkennen lassen. Was wären wir ohne dich gewesen, o Gott, in allen unseren Nöten und Gefahren, wenn deine gnädige Hand uns nicht beschirmet und errettet hätte. Verzeihe uns alle Sünde und Missetat. Fange mit diesem neuen Jahre an, uns aufs neue zu segnen. Erhalte uns dein reines Wort. Erbaue Kirche und Schule. Erleuchte alle Prediger und Lehrer. Stärke alle Regenten und Obrig⸗ keiten. Segne alle Hausväter und Hausmütter. Regiere Kinder und Gesinde. Bewahre uns vor Krieg und Aufruhr. Wende ab Seuchen und mit d Gesu kinde die u sen h getar tröst Beist fahre die a gebo⸗ lich v endli Herz Heid zu de deine stern Him Land mit; Licht und rer? unser wir Friet zwise Anlä Vate ewig Herr dern sein Iben vohl⸗ hier wir geln den. die bist Zeit, rum denn scht, egen zu⸗ o oft zum sucht iben, neue „wie n be⸗ und „dei⸗ aber vor dem⸗ gsam Gott, Hand ünde ue zu hule. brig⸗ und uchen A. Kirchengebete. 20³ und Teurung. Beschere uns gedeihliche Witterung. Kröne das Jahr mit deinem Gute. Gib Friede im Lande, Freude unseren Herzen, unseren Leibern und erbarme dich aller deiner Menschen⸗ inder. Du auch, o treuer Heiland Jesu Christe, sei gepriesen für alle die unzähligen Wohltaten, die du uns armen Sündern bisher erwie⸗ sen hast, bleibe auch in Zukunft mit deiner erlösenden Liebe uns zu⸗ getan, daß wir deines teuren Verdienstes in Not und Tod uns ge⸗ trösten mögen. O Herr, heiliger Geist, Lob und Preis sei dir gesagt für deinen Beistand, für deine Hilfe und tröstliche Leitung, die du uns hast er⸗ fahren lassen. Regiere uns auch ferner durch deine Gnade, daß wir die alte Sünde und Missetat mit dem alten Jahre ablegen, ein neu⸗ geborenes Herz in dieses neue Jahr mitbringen, heilig und unsträf⸗ lich vor dir wandeln, unsern christlichen Beruf wohl ausführen und endlich die Krone der ewigen Herrlichkeit erlangen mögen. Amen. 6. Epiphanias. Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, wir danken dir von Herzen, daß du dich unserer Voreltern, die in der Finsternis des Heidentums wandelten, in Gnaden angenommen und sie und uns zu deinem Reiche berufen hast. Erhalte uns ferner das helle Licht deines seligmachenden Wortes, als den einzigen und gewissen Leit⸗ stern, der uns aus dieser dunkeln und verkehrten Welt zu deinem Himmelreiche führen muß. Breite seinen Schein aus durch alle Lande und Finsternisse. Erleuchte unsere Herzen, daß wir demselben mit Fleiß folgen, unsern Heiland, Jesum Christum, der da ist das Licht und Leben der Welt, immer ernstlicher suchen und ihn in Wort und Tat freudig bekennen und ehren. Laß uns auch in dieser unse⸗ rer Pilgrimschaft keine Mühe, Gefahr noch Unlust scheuen, sondern unserm Heiland und Erlöser in Not und Tod getrost nachfolgen, bis wir einst durch deine Gnade das vorgesetzte Ziel, deine himmlische Friedens⸗ und Freudenstadt erreichen werden. Bewahre uns in⸗ zwischen, wie du den Weisen aus dem Morgenlande getan, vor allen Anläufen des Teufels und der bösen Welt, damit wir unser wahres Vaterland bei dir sicher und unverrückt erreichen mögen, um deiner ewigen Liebe und Barmherzigkeit willen in Christo Jesu, unserm Herrn. Amen. 7. Palsionszeit. 1. O Herr Jesus Christus, der du uns armen verlorenen Sün⸗ dern durch dein heiliges, unschuldiges Leiden Gnade bei deinem himm⸗ 20⁴4 Gebete. lischen Vater erworben und das ewige Leben wieder gebracht hast, wir danken dir aus Herzensgrund für deine Liebe, deine Angst und Not und deinen seligmachenden Tod und bitten dich: Erhalte uns ewig in der Liebe und im Lobe deines Leidens und gib uns Gnade, die ewige Wohltat der teuren Erlösung mit dankbarem Herzen zu erkennen und zu preisen. Laß uns dadurch im Glauben stärker, in der Hoffnung fröhlicher, in der Liebe heißer, in der Geduld getroster, im Gehorsam williger und beständiger werden und unseren Sünden absterben. Hilf auch, daß wir an unserm Ende deines blutigen To⸗ des uns zur ewigen Seligkeit freuen und trösten, o Herr Jesus Christus. Amen. 2. Herr Jesus Christus, du Lamm Gottes, wir danken dir von Herzen, daß du der Welt Sünde getragen hast und durch dein Lei⸗ den und deinen Tod das Sühnopfer für uns geworden bist. Du hast dich in der Sünder Hände hingegeben und bist um unsertwillen verspottet, gegeißelt, mit Dornen gekrönet und gekreuzigt worden. Ach verleihe uns Gnade, daß wir durch die andächtige Betrachtung deines heiligen Leidens und Todes von Herzen gedemütiget, unter allen Anfechtungen im Leben und Sterben getröstet und zu dem Kampfe wider Sünde und Welt mächtig gewaffnet werden. Du hast uns, o lieber Heiland, ein Vorbild gelassen, daß wir sollen nachfol⸗ gen deinen Fußstapfen. Gib, daß wir im Aufsehen auf dich, den An⸗ fänger und Vollender unseres Glaubens, laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist, auch einst des Glaubens Ende, der Seelen Seligkeit davonbringen und dich für deine unaussprechliche Liebe loben und preisen immer und ewiglich. Amen. 8. Rarfreitag. Wir danken dir, o Jesu Christe, du heiliger, barmherziger Hei⸗ land, daß du uns arme verlorene Menschen ohne all unser Verdienst und Würdigkeit durch dein heiliges Leiden und Sterben von der Sünde Macht und Fluch erlöset hast. O, Herr Jesu Christe, wie groß ist dein Leiden, wie schwer ist deine Pein, wie viel ist deiner Marter, wie bitter und schmerzlich ist dein Tod, wie unaussprechlich ist deine Liebe, damit du uns deinem himmlischen Vater versöhnet hast. Du hast am Olberge in schwerer Todesangst blutigen Schweiß vergossen, du bist verlassen von allen deinen Jüngern, du bist gebunden durch die Hände der Gottlosen, du bist vor ungerechten Richtern fälschlich verklagt, du bist verurteilt, verspeiet und verhöhnet und mit Fäusten ins Angesicht geschlagen.— Um unserer Missetat willen bist du ver⸗ wun gege täter und mit Her⸗ de. auf dein bitte wir tröst uns meh Ger leber zum aller sicht heili nen, ber den nem von stehi mäck hina Aufe A. Kirchengebete. 2⁰⁵ wundet und um unserer Sünde willen bist du geschlagen.— Du bist gegeißelt und mit Dornen gekrönet, du bist mitten unter die Übel⸗ täter gerechnet, du bist als ein Fluch ans Kreuz gehänget, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, und in deinem höchsten Durst mit Essig und Galle getränket. Endlich ist dir im Todesschmerz das Herz gebrochen, und hast deine Seele gegeben in deines Vaters Hän⸗ de. So hast du, o heiliger, gerechter Mittler, unsere Schuld bezahlet, auf daß wir durch deine Wunden geheilet würden. Für all diese Marter und Seelenpein sagen wir dir nun als deine Erlösten Lob und Dank, und bitten dich, laß dein heiliges, bitteres Leiden an keinem von uns verloren sein, sondern gib, daß wir uns dessen von Herzen wider alle Anfechtung unseres Gewissens trösten, auch dasselbe uns dazu dienen lassen, daß alle böse Lust in uns ausgelöschet, dagegen aber alle Tugenden eingepflanzt und ge⸗ mehret werden, auf daß wir, der Sünde abgestorben, hinfort der Gerechtigkeit leben, deinem Vorbilde getreulich nachfolgen, christlich leben, geduldig leiden, selig sterben, und durch den Tod mit dir zum ewigen Leben eingehen mögen, wo wir dich schauen werden nach allem Leide in deiner göttlichen Herrlichkeit von Angesicht zu Ange⸗ 3½ Ken,( hil Ghriste, Gottes Sohn, durch dein bitter Leiden, daß wir dir stets untertan all Untugend meiden, deinen Tod und sein Ursach fruchtbarlich bedenken, — dafür, wiewohl arm und schwach, dir Dankopfer schenken. Amen.) 9. Ostern. Ewiger, allmächtiger Gott, himmlischer Vater, es freuen sich alle heilige Engel, es freuen sich alle deine Auserwählten, die dich ken⸗ nen, es freuet sich auch unser Herz und unsere Seele, daß dein lie⸗ ber Sohn, der um unserer Sünden willen gestorben war, heute von den Toten wieder auferstanden ist und alle unsere Missetat in sei⸗ nem Grabe verborgen und versiegelt hat. Dafür danken wir dir nun von Grund der Seelen und bitten dich um solcher fröhlichen Aufer⸗ stehung willen, du wollest uns aus dem Todesschlafe der Sünden mächtig auferwecken, daß wir alle unsere Lust und Verlangen zu dir hinauf in den Himmel haben mögen. Laß uns durch diese siegreiche Auferstehung unseres Heilandes allezeit fröhlich und getrost sein, daß 206 Gebete. Sünde und Tod getilget sind, und daß es nun mit uns keine Not mehr habe, wenn wir nur mit wahrem Glauben die Gerechtigkeit ergreifen, die dein lieber Sohn uns erworben hat. Darin erhalte uns gnädiglich, so lange wir hier zu leben haben, bis wir dermaleinst völlig zu dir kommen, dich von Angesicht zu Angesicht schauen und mit allen heiligen Engeln und Auserwählten ewig rühmen und loben werden. Amen. In Jesu, unsers auferstandenen Heilandes Namen. Amen. 10. Bimmelfahrt. Herr Jesu Christe, du erhöheter Siegesfürst, Lob, Ehre, Preis und Dank sei dir gesagt, daß du nach erhaltenem fröhlichen Siege wider Sünde, Tod, Teufel und Hölle gen Himmel aufgefahren bist und dich zur Rechten deines himmlischen Vaters gesetzt hast, wo du als Haupt deiner Gemeinde dich unser in allen Nöten annimmst und als unser ewiger Hoherpriester treulich für uns bittest. Gib uns deine Gnade, daß wir mit unsern Herzen und Gedanken bei dir seien allezeit. Laß uns alle Eitelkeit der Welt verachten und in steter Be⸗ reitschaft deiner herrlichen Wiederkunft warten. Wir glauben und trösten uns nun festiglich, weil du, unser Haupt, gen Himmel ge⸗ fahren bist, du werdest uns, deine Glieder, nicht immer im Elende zurücklassen, sondern dermaleinst sicher zu dir holen. So hilf denn, wenn die Zeit herannahet, da du uns abfordern wirst, daß wir mit gläubigem Herzen, mit betendem Munde und mit fester Zuversicht auf dein heiliges Verdienst in Frieden fahren mögen. Bis dahin er⸗ halte uns beständig bei deinem Wort und deinen heiligen Sakra⸗ menten, und gib uns durch deinen Geist Kraft und Stärke, alle Hin⸗ dernisse unsrer Wallfahrt freudig und getrost zu überwinden. Tröste uns in aller Widerwärtigkeit, schütze uns wider alle Feinde und laß uns endlich mit erwünschtem Siege in deine ewige Herrlichkeit ge⸗ langen. Dir samt dem Vater und dem heiligen Geiste sei Lob und Preis gesagt jetzt und in alle Ewigkeit. Amen. 11. Pfingsten. O Gott heiliger Geist, der du am heutigen Tage die Herzen der Apostel erfüllet und durch sie deine heilige Kirche auf Erden gegrün⸗ det hast, wir bitten dich herzlich, du wollest auch in uns wohnen und uns also regieren und führen, daß wir das Ende unsers Glaubens, der Seelen Seligkeit davon bringen mögen. Du bist ein Geist der Lehre, unterweise uns in deinem heiligen Worte, daß wir dasselbe wohl fassen und behalten mögen. Lehre uns unsern Gott recht er⸗ kenne Geist herzl Wolk Reini schaff Sünd Du b allen der 2 Sorg wir! gen. zuma läßt, dann Sünd gelaf auf s. gen? preis Amer wir! nen g unser bei d mach sen d Land uns sei un Geist genm recht recht Ause ewig Nam A. Kirchengebete. 207 kennen und über alles fürchten, lieben und vertrauen. Du bist ein Geist des Gebets, so erwecke in uns eine heilige Begier, allezeit mit herzlicher Andacht rechtschaffen zu beten, daß wir damit durch die Wolken dringen und Erhörung finden mögen. Du bist ein Geist der Reinigkeit und Heiligkeit, reinige unser Gewissen von allem Bösen, schaffe in uns ein reines Herz und keusches Gemüt, daß wir allen Sünden und bösen Lüsten feind seien und in keine Sünde willigen. Du bist ein Geist aller Tugenden, laß uns als deinen Tempel mit allen christlichen Tugenden schön geschmücket sein. Du bist ein Geist der Freude und des Trostes, vertreibe bei uns alle kleinmütigen Sorgen und mache uns freudig und getrost in aller Trübsal, damit wir unserm Heilande durch Not und Tod mit freudigem Mute fol⸗ gen. Treibe von uns des Satans Schrecken und alle Anfechtungen; zumal an unserm letzten Ende, wenn uns aller menschliche Trost ver⸗ läßt, da stehe du uns bei mit deinem göttlichen Troste. Gib uns als⸗ dann ein freudiges Herz und versichere uns der Vergebung unsrer Sünden, der Gnade und Kindschaft Gottes, daß wir still und gott⸗ gelassen unsre Seele in die Hände unsers Erlösers befehlen und also auf sein heiliges Verdienst selig einschlafen, auch hernach in der ewi⸗ gen Freude dich für alle deine Wohltaten ohne Ende rühmen und preisen mögen, Amen, um deiner Liebe und Barmherzigkeit willen, 12. Crinitatisfest. O du heiliger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist, wir danken dir, daß du dich durch dein heiliges Wort uns zu erken⸗ nen gegeben hast in deiner Macht und Herrlichkeit. Erhalte uns und unsern Nachkommen solche deine seligmachende Erkenntnis. Laß uns bei derselben fest beharren und nichts von derselben uns abwendig machen. Wir loben dich, wir ehren dich, wir beten dich an und prei⸗ sen dich: Heilig, heilig, heilig ist unser Gott, der Herr Zebaoth; alle Lande, Himmel und Erde sind seiner Ehre voll. O Gott Vater, sei uns gnädig und erfreue uns mit deiner Liebe. O du Sohn Gottes, sei uns gnädig und erhalte uns durch dein Verdienst. O Gott heiliger Geist, sei uns gnädig, erquicke und tröste uns mit deiner heiligen Ge⸗ genwart. O du heiliger, dreieiniger Gott, sei uns gnädig, hilf uns recht glauben, christlich leben, geduldig leiden und endlich, wenn die rechte Zeit kommt, selig sterben, damit wir mit allen Engeln und Auserwählten dich von Angesicht zu Angesicht schauen und daselbst ewig lieben, loben und preisen mögen. Amen, Herr Jesu, in deinem Namen, Amen. pDpDDp‚———— 208 Gebete. 13. Bagelfeier. Herr, allmächtiger Gott, du König Himmels und der Erden, der du durch deine überschwengliche Güte den ganzen Erdboden mit allerlei Früchten zierest und erfüllest; wir bitten dich um deiner Barmherzigkeit willen, du wollest unser Land segnen, daß es seine Früchte gebe zu seiner Zeit; denn ohne deinen Segen ist alle unsre Arbeit umsonst. Gib vom Himmel her Regen und Sonnenschein, daß alles wachse und gedeihe. Schließe den Himmel nicht zu über uns um unsrer Sünde willen, sondern suche das Land heim mit deiner Fülle. Tränke seine Furchen, feuchte sein Gepflügtes, segne sein Ge⸗ wächs. Kröne das Jahr mit deinem Gute, daß deine Fußstapfen triefen von Fett, so werden die Wohnungen in der Wüste auch fett werden; die Hügel umher werden lustig sein und die Auen werden prangen mit Korn, daß man jauchzet und singet.— So laß dir, o himmlischer Vater, in deinen gnädigen Schutz befohlen sein die liebe Saat und alle Früchte des Erdreichs. Bewahre sie in Frost und Hitze, in Regen und Ungewitter; bewahre sie vor Sturm und Hagel, vor Verheerung und allem Schaden. Behüte uns vor Mißwachs und Teuerung, vor Hunger und Kummer. Erhöre uns in deinem Him⸗ mel, und verlaß uns nicht um der Sünde willen deines Volkes; son⸗ dern versorge uns gnädiglich mit aller Notdurft des Lebens, auf daß wir in allen Dingen deine göttliche Kraft und deine milde Hand mit Danksagung erkennen und dich preisen, der du uns reichlich ernährest an Leib und Seele hier zeitlich und dort ewiglich. Amen. 14. Erntedankfest. Herr Gott Himmels und der Erden, der du allein kannst geben Regen und fruchtbare Zeiten und die Herzen der Menschen erfüllen mit Speise und Freude, wir sagen dir Dank, daß du wiederum die Arbeit unserer Hände gesegnet und dies Jahr gekrönt hast mit dei⸗ nem Gute, so daß wir mit fröhlichem Mute die Früchte des Feldes einsammeln konnten in die Scheunen. Darüber jauchzen und singen wir zu dir: Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden, der uns vom Mutterleibe an lebendig erhält und tut uns alles Gute. Preise, Jerusalem, den Herrn, und lobe, Zion, deinen Gott, der deinen Grenzen Friede schafft und segnet dein Land mit Wein und Korn und allerlei Frucht.—Segne und behüte nun, o ge⸗ treuer Gott, alles, was du uns bescheret hast, daß wir es nach dei⸗ nem Willen anwenden und in Frieden genießen mögen. Uns selber aber laß als lebendige Zweige deiner Pflanzung also leben, daß wir einst ben al len w deine 8 Güte dürfer schäme den V alles, sind v• gerech kaltet keinen Gott,! unsere Barml wir sin denn, denke r unser! ja nich O Her unserer nen Ki test; so zen geh in dein von der sicht de höhet z sein he Kreuz! Du aud uns un nicht de und den danken, den, mit iner eine nsre daß uns iner Ge⸗ pfen fett rden 1, 0 liebe und gel, und him⸗ son⸗ daß mit rest eben illen die dei⸗ Ides igen ulen uns inen mit ge⸗ dei⸗ lber wir A. Hirchengebete. 209 einst am Tage der Ernte durch deine heiligen Engel in vollen Gar⸗ ben als guter Weizen in deine Scheunen gesammelt werden. So wol⸗ len wir dir mit allen Heiligen ein fröhliches Danklied singen und deine Güte preisen in alle Ewigkeit. Amen. 15. Bußtag. Herr, Herr, barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue, wir liegen hier vor deinem heiligen Angesichte und dürfen unsere Augen nicht aufheben zu dir. Denn wir müssen uns schämen, daß wir so gesündigt haben, obschon du uns so väterlich den Weg des Heils gewiesen hast. Wir haben dich nicht geliebt über alles, und unsern Nächsten wie uns selbst. Wir haben gesündigt und sind von deinen Geboten abgewichen, also daß auch bei uns die Un⸗ gerechtigkeit hat überhand genommen, weil die Liebe in vielen er— kaltet ist. Darum ist deine Hand schwer über uns, und wir finden keinen Frieden in unsern Herzen.— Aber, o heiliger und gerechter Gott, wir erkennen und bekennen vor dir unsern großen Undank und unsere mannigfache Sünde, und wir bitten demütiglich, erzeige deine Barmherzigkeit über uns. Denn du kennest, was für ein Gemächte wir sind, du gedenkest daran, daß wir Staub sind. So vergib uns denn, o Herr, alle unsere Übertretungen um deiner Güte willen. Ge⸗ denke nicht mehr unserer und unserer Väter Sünde, sondern gedenke unser nach deiner Barmherzigkeit, die da ewiglich währet. Du willst ja nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehre und lebe. O Herr, bekehre uns, so werden wir bekehrt, und laß uns nicht um unserer Untreue willen zu Grunde gehen. Hast du dich doch der klei⸗ nen Kinder zu Ninive einst erbarmt, daß du die Stadt nicht verderb⸗ test; so laß nun unsere und der ganzen Christenheit Not dir zu Her— zen gehen. Strafe uns nicht in deinem Zorn und züchtige uns nicht in deinem Grimm, sondern sei uns gnädig, Herr, und errette uns von der Hand aller, die uns hassen. Siehe deswegen an das Ange⸗ sicht deines lieben Sohnes, unseres Mittlers Jesu Christi, der er⸗ höhet zu deiner Rechten für uns bittet und uns vertritt. Siehe an sein heiliges Haupt, von der Dornenkrone zerrissen; siehe an sein Kreuz und Leiden, seine Marter und seinen Tod, und sei uns gnädig. Du auch, o gebenedeiter Friedefürst, Herr Jesu Christe, habe du über uns und über die ganze Christenheit Gedanken des Friedens und nicht des Leides, so wollen wir dich, unsern Erlöser, samt dem Vater und dem heiligen Geiste, dafür von Herzen loben und deinem Namen danken, daß er so lieblich ist, hier zeitlich und dort ewiglich. Amen. 14 PSPSPSPSPSPSPSPISISIPIIPIPII‚I‚‚‚‚‚.........— SSS‚‚.‚......— 210 Gebete. 16. Tytenfeier. Allmächtiger, ewiger Gott, deine Jahre währen für und für, wir aber vergehen in der Zeit, denn alles Fleisch ist wie Heu, und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blume; das Gras verdorret, die Blume fällt ab. Lehre uns bedenken, daß es ein Ende mit uns haben muß, daß unser Leben ein Ziel hat, und wir davon müssen, damit wir uns allezeit bereit halten und auf ein seliges Ende im Glauben warten. Laß des Todes Gedanken und seinen Stachel uns nicht erschrecken, sondern laß uns allezeit aufsehen auf unsern Herrn Jesum Christum, der dem Tode die Macht genommen und Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat. Er⸗ halte uns durch deinen Geist im Glauben und bei gutem Gewissen, daß wir nicht fäen auf das Fleisch, von welchem wir das Verderben ernten, sondern säen auf den Geist, zu ernten das ewige Leben. Bei dem Heimgange der Unsern, die in dem Herrn sterben, gib uns zu erkennen, daß sie selig sind von nun an, daß sie zu dir kommen, wo nicht Leid ist, noch Geschrei, noch Schmerzen, und daß du abwischest alle Tränen von ihren Augen. Herr Gott, du schauest allen Jammer und alles Elend; die Armen befehlen dir ihre Sache, du bist der Witwen und Waisen Helfer. Erscheine mit deinem kräftigen Troste allen Angefochtenen und Betrübten, und laß sie samt ihren im Glau⸗ ben entschlafenen Toten, die sie betrauern, mit Freuden einst gestellt werden vor dein Angesicht. Wenn aber unsre Zeit und Stunde kommt, so laß auch uns als deine Knechte im Frieden fahren. Be⸗ hüte uns vor einem bösen, schnellen Tode, laß uns voll Glaubens und reich an Früchten der Gerechtigkeit unsern Geist in deine Hände befehlen, und also unsern Lauf mit Freuden vollenden und das ewige Leben ergreifen. Amen. 17. Wyckhenbetstunden. Barmherziger Gott und Vater, nachdem wir abermals eine Woche zurückgelegt haben und in eine neue eingetreten sind, so dan⸗ ken wir dir für alle uns erwiesenen Wohltaten. Du hast dein Wort und Sakrament unter uns rein und lauter erhalten, uns Ruhe und Frieden, auch tägliche Nahrung beschert. Du hast uns der vorigen Woche Tage und Plage gnädig überwinden helfen und lässest uns diese Woche mit Gesundheit und Freuden antreten. Für solche und alle anderen Guttaten sagen wir dir von Herzen Lob und Dank. Weil wir aber in der vergangenen Woche wider dich, Herr unser Gott, vielfältig gesündigt haben, so ist uns solches herzlich leid, und bitten wir alle um Gnade und Vergebung. Gib, daß wir aus der für, und Hras Ende avon liges inen wauf imen Er⸗ issen, Trben Bei 18 zu , wo schest nmer t der roste Hlau⸗ stellt tunde Be⸗ ibens zände ewige eine dan⸗ Wort eRund rigen t uns und Dank. unser und 3 der A. Hirchengebete. 211 alten Woche keine alten Sünden mit in die neue nehmen. Gib uns neue Herzen und einen neuen gewissen Geist. Laß deine Gnade alle Morgen über uns neu aufgehen und erhalte uns bei deinem reinen Worte und bei dem rechten Gebrauche der heiligen Sakramente. Stärke auch mit Kraft aus der Höhe unsre Landesherrschaft und alle christlichen Obrigkeiten. Fördere guten Rat und nützliche Tat und wende Krieg, Seuche, Teuerung, Feuersbrunst, Wassersnot und sonst alles Herzeleid in Gnaden von uns ab. Gib uns Friede und Gesundheit, auch Glück und Heil zu unser aller Beruf und Stande. Und weil wir nun mit der neuen Woche unsre Amts⸗ und Berufs⸗ arbeit wieder antreten, so fange, o Gott, von neuem an uns zu segnen. Laß uns das Werk, dazu du uns berufen hast, mit Freuden angreifen und führe durch deinen Segen alles, was wir in deinem Namen anfangen, zu deiner Ehre, zu unserer und unseres Nächsten Wohlfahrt glücklich hinaus. Gefällt es dir aber, lieber Vater, uns in der angehenden Woche mit Kreuz und Trübsal heimzusuchen, so gib Geduld und mache uns das Kreuz nicht schwerer, als wir es tra⸗ gen können. Hast du endlich über einen oder den andern unter uns beschlossen, ihn in dieser Woche durch den zeitlichen Tod aus dieser Welt abzufordern, so gib demselben hier ein seliges Ende, daß er dort ewig bei dir sei, und wir zuletzt insgesamt nach aller Mühe und Ar⸗ beit auf Erden bei dir im Himmel einen Sabbath nach dem andern in ewiger Freude und Herrlichkeit feiern nögen. Das verleihe uns, o Gott, in des heiligen Geistes Kraft durch Jesum Christum. Amen. 18. Betstunde nach der Feier des heiligen Abendmahls. Nun, mein Heiland, in deiner Kraft will ch hingehen, und was noch übrig ist, im Fleische zu leben, will ich nach deinem Willen zu⸗ bringen. Weil es aber nicht in eines Menschen Kraft steht, wie er wandle oder seinen Gang richte, so gib du mir das Vollbringen. Re⸗ giere mich durch deinen heiligen Geist, laß deine Güte und Treue mich allewege behüten. Laß mich empfinden, daß du durch den Glau⸗ ben in mir wohnest, durch die Liebe in mir lebest und durch die Hoff⸗ nung mich täglich stärkest. Gib, daß ich ohne Heuchelei in Sanftmut und Demut beständig einhergehe, damit dein Leben an mir offenbar werde. Gib mir alle Tage neue Kraft, daß ich mich selbst verleugne, die Welt verschmähe, dein Kreuz auf mich nehme und dir beständig nachfolge. Gib mir Mut und Stärke, daß ich meinen Feinden getrost widerstrebe, die Werke des Teufels in mir beständig töte, auch die Welt und was in der Welt ist, als Augenlust, Fleischeslust und hoff⸗ färtiges Wesen, siegreich überwinde. Laß mich in allen Stücken an 14* 212 Gebete. dir, meinem Haupte, wachsen und fruchtbar sein in allen guten Wer⸗ ken. Vollführe du selbst das gute Werk, das du in mir angefangen hast. Bleibe in mir und laß mich bleiben in dir; laß mich in deiner Liebe und Erkenntnis zunehmen, daß ich im Glauben bleibe, einen guten Kampf kämpfe, und durch den Tod zu dir in das ewige Leben dringe, wo Freude die Fülle und liebliches Wesen ist zu deiner Rech⸗ ten ewiglich, da ich dann mit allen Auserwählten vor deinem Throne stehen und singen werde: Lob, Preis und Dank und Weisheit und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. B. Beicht⸗ und Abendmahlsgebete. 1. Vor der Beichte. Herr, du hast gesagt: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Auf solche deine Verheißung komme ich zu dir und glaube festiglich, ich werde nicht hinausgestoßen werden. Ich komme aber, weil ich mühselig und beladen bin. Es drückt und beschweret mich der Sünden Last, welche ich in demütiger Beichte vor deinem Angesicht niederlege. Ach Vater, ich habe gesündigt in den Himmel und vor dir, ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Kind heiße. Du aber bist gnädig und barmherzig und von großer Güte. Darum trete ich mit gläubiger Zuversicht zu deinem Gnadenstuhle und be⸗ gehre demütiglich Gnade. Erlaß mir, o Gott, was ich dir schuldig bin, ich kann nicht zahlen aus Unvermögen, du aber kannst es mir erlassen aus Gnade. Geh nicht, ach geh nicht mit deinem Knechte (mit deiner Magd) ins Gericht. Rechne mir die Sünden nicht zu, die mein Gewissen beschweren, und verzeih mir auch die verborgenen Fehler. Siehe an das Blut deines Sohnes, dasselbe ist vergossen für die Sünde der Welt. Ich bin auch in der Welt und bin ein Sünder, darum ist es auch für mich vergossen. Ach Herr, du hast mich geschla⸗ gen, verbinde mich; du hast mich zerrissen, heile mich. Gib mir Glau⸗ ben und Beständigkeit, daß ich an deinem Tische ein würdiger Gast sei und in der Gottseligkeit zunehme. Führe und regiere mich hinfort, daß ich das Gute, so ich mir vorgenommen, ins Werk richten möge. Beuge das Herz zur Gottesfurcht, öffne die Ohren zum fleißigen Aufmerken auf dein Wort, die Lippen zum Lobe deines Namens. Segne meine Arbeit, verleih Frieden im Hause und öffentlich, wende ab die Argernisse, behüte die Meinen und regiere all unser Tun, daß es dir angenehm und den Gläubigen heilsam sein möge. Höre mein Seufzen, o mein Gott, ja erhöre es, daß ich in dir und du in mir sein und bleiben mögest. Amen. mein wahr Gna Leibe mich ich d Selie Tisch B. Beicht⸗ und Abendmahlsgebete. 213 2. Nack der Beichte. Ich will den Herrn loben allezeit, sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. Denn da ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht. Er hat meine Seele beim Leben erhalten, er hat meine Traurigkeit in Freude verwandelt, er hat meine Finsternis licht gemacht. Darum freue ich mich und bin fröhlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhöchster. Laß mich noch ferner vor deinen Augen Gnade finden. Weise mir, Herr, dei⸗ nen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit. Erhalte mein Herz bei dem einigen, daß ich deinen Namen fürchte. Lehre mich tun nach dei⸗ nem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Erhalte meinen Gang auf deinen Jußsteigen, daß meine Tritte nicht gleiten. Rüste mich aus mit Kraft aus der Höhe und mache meine Wege ohne Wandel, damit ich Glauben und gut Gewissen behalte und in deiner Gnade bleiben möge. Das bitte ich um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, meines einigen Erlösers und Heilandes willen. Amen. 3. Morgengebet am Abendmahlskage. Allmächtiger und barmherziger Gott und Vater, ich danke dir von Grund meines Herzens für deinen Schutz und Schirm in dieser Nacht und für den frohen Morgen, welchen du mich erleben lässest. Gelobt sei deine Barmherzigkeit, die alle Morgen neu ist und mich heute zu deinem Hause, zu deinem Altare beruft und einladet. O Herr, weil ich nun mit den Haufen, die da feiern, zu deinem Abendmahle kommen will, so bereite du mich selbst dazu. Willst du eine reine Wohnung in mir finden, so reinige und heilige selbst mei⸗ nen Leib und Seele. Leite mich mit deinen Augen, führe mich mit deiner Hand zum Reichtum deiner Güte, tröste mich mit deinem An⸗ gesichte. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir. Erhalte mich in beständiger Andacht, be⸗ wahre mich vor bösen Gedanken, nimm mich in deinen besonderen Gnadenschutz und weiche nicht von mir. Heiliger Jesu, vereinige du dich an diesem Tage mit meinem Leibe und mit meiner Seele. Speise mich mit deinem Leibe, tränke mich mit deinem Blute, auf daß mein schwacher Glaube gestärkt und ich deiner Gnade, der Vergebung meiner Sünden und der ewigen Seligkeit versichert werde, daß ich als ein würdiger Gast an deinem Tische erscheine. Nun, Herr Gott Vater, sei mein Schutz und Beistand. Herr Jesu, sei meiner Seele Speise, Licht und Leben. Und du, Herr Gott 214 Gebete. heiliger Geist, erleuchte mich und erhalte mich in der wahren Heili⸗ gung, daß ich in dem Stande der Gnade, in welchen ich heute aufs neue trete, Zeit meines Lebens verbleiben möge. O Herr, hilf, o Herr, laß wohl gelingen. Deinem heiligen Namen sei Lob, Ehre und Dank gesagt immer und ewiglich. Amen. 4. Int Binzugehen zum Altar. O Gott Vater im Himmel, erbarme dich über mich und sei mir gnädig, deinem Kinde, welches jetzt mit kindlicher Furcht zu deinem heiligen Altar kommt. Laß mich deiner himmlischen Mahlzeit ge⸗ nießen, wie du sie mir bereitet hast, nämlich zu meiner Seele Se⸗ ligkeit. O Gott Sohn, der Welt Heiland, erbarme dich über mich und laß mich jetzt bei deinem heiligen Abendmahl ein dir angenehmer Gast sein. Gib mir, was du verheißen hast, nach deiner Wahrheit und laß mich nehmen, was mir von dir beschieden ist, zu meiner Ge⸗ rechtigkeit. O Gott heiliger Geist, erbarme dich über mich und verleihe mir deine Gnade, daß ich dieses heilige Sakrament würdig empfange, da⸗ mit meinen schwachen Glauben stärke, mein kaltes Herz mit Liebe entzünde, mein blödes Gewissen tröste, meine Hoffnung erfrische, mein sündhaftes Leben bessere und darauf selig werde. O Herr hilf,‚ o Herr, laß wohl gelingen. Amen. O Herr Jesu Christe, ich bin nicht würdig, daß du eingehest in mein sündiges Herz, du weißt aber und erkennst meine große Armut und Not, darum ich von Herzen begehre deiner Gegenwart, zu spei⸗ sen, zu trösten und zu stärken meine arme Seele. Sprich sie an mit Einem Wort, so wird sie gesund. Amen. Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. 5. Beim Empfang des heiligen Abendmahls. Herr Jesu Christe, dein heiliger Leib stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. Herr Jesu Christe, dein heiliges Blut stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. 6. Nach dem Empfang des heiligen Abendmahls. Herr Jesu Christe, ich sage dir herzlich Lob und Dank, daß du mich jetzt abermal so gnädig an deinem Tische mit deinem Leibe und Blute gespeist und getränkt hast, und bitte dich von Herzen, laß mir solches gedeihen zur Stärkung meines Glaubens, zur Besserung mei⸗ nes alls ich e ganz taten unser Herz scher himn wert unser heilit rung hige schen rung oder getre im Glar seine auf aber entge lische Freu gen in V B. Beicht⸗ und Abendmahlsgebete. 21⁵ nes Lebens, zum Schirm meiner Seele und zu sicherer Geleitung aus diesem Jammertal in das ewige Vaterland. Bleibe in mir, daß ich ewiglich bleibe in dir. Amen. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen, dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen; du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stücke bricht, sollst du mein Herze bleiben, ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben. 7. Abendgebet am Abendmahlstage. Allmächtiger, ewiger Gott, der du allewege unsere Schwachheit ganz väterlich bedenkest und daher neben andern unzählbaren Wohl⸗ taten, die du uns erzeigest, auch die Nacht zur notwendigen Ruhe unsers müden Leibes gnädiglich verordnet hast, ich bitte dich von Herzen, verzeihe mir und allen denen, welche du heute mit himmli⸗ scher Speise und Trank begnadigt hast, alles, wodurch wir deiner himmlischen Güte nach unserer großen Schwachheit aufs neue un⸗ wert geworden sind. Gib uns, Herr, ein ernstlich Mißfallen aller unserer sündlichen Gebrechlichkeiten, entzünde in uns durch deinen heiligen Geist eine unauslöschliche Begierde nach der täglichen Besse⸗ rung. Verleihe nun, o Herr und getreuer Vater, eine stille und ru⸗ hige Nacht in deinem Frieden mir und allen freudenmüden Men⸗ schen, sowie auch denen, die ohne deine besondere Gabe und Erhö⸗ rung dieser Bitte vor Krankheit, Kummer, Herzeleid, Anfechtungen oder Leibesschmerzen nicht schlafen könnten. Wache du über uns, du getreuer Vater, erleuchte die Augen unsers Gemütes, daß wir nicht im Tode der Sünden entschlafen, sondern wachen im lebendigen Glauben, welcher allezeit in der Lampe unsers Herzens brenne und seine notwendige Nahrung habe von dem Ole deines heiligen Geistes, auf daß, wenn du kommst zu der Stunde, die uns verborgen, dir aber allein bewußt ist, wir dir, unserm geliebten Bräutigam, fröhlich entgegengehen und dann mit dir eingelassen werden in deinen himm⸗ lischen Freudensaal, wo du dich mit allen Gläubigen in ewiger Liebe, Freude und Seligkeit vereinigen und erfreuen wirst bei deinem ewi⸗ gen Abendmahle. Amen. 216 Gebete. C. Gebete für die tägliche häusliche Andacht. a. Morgengebete. 1. Luthers Morgensegen. Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen. Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden. Und an Jesum Christum, seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestor⸗ ben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kom⸗ men wird zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen. ö Vater unser, der du bist im Himmel. Geheiliget werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsre Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir all mein Tun und Le⸗ ben wohlgefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände; dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. 2. Morgengebet am Bonnkage. Barmherziger, getreuer Gott, du ewiger Vater unseres Herrn Jesu Christi, der du mit deinem Sohne und dem heiligen Geiste re⸗ gierest in Ewigkeit, wir sagen dir Lob und Dank für alle Wohltaten, die wir ohne Unterlaß von deiner milden Güte empfangen, daß du uns die ganze Zeit unsers Lebens, wie auch die vergangene Nacht, so väterlich behütet und uns den heutigen Tag gesund hast lassen er⸗ leben. Insonderheit danken wir dir, daß du bei uns das helle Licht deines Evangeliums hast lassen aufgehen, bei welchem wir dich und dein lebe woll men könn liebe durch allen Lust die heilig Herz sonde ken f wir schen stund licher mals hat m nen. Preis wohl. tretun Güte ganze nem des S Übles allen bewal Seele nen). nahe. Ausge Betrü wenn C. Gebete für die tägliche häusliche Andacht. 217 deinen Willen recht erkennen und lernen mögen, wie wir christlich leben und selig sterben sollen. Wir bitten dich, gütiger Gott, du wollest solch Gnadenlicht des Evangeliums uns und unsern Nachkom⸗ men erhalten; und damit wir dein angenehmes Volk sein und bleiben können, so vergib uns alle unsere Sünde und Missetaten um deines lieben Sohnes, unsers Heilandes Jesu Christi willen, und heilige uns durch deinen heiligen Geist je länger je mehr, daß wir der Welt und allen weltlichen Lüsten von Herzen entsagen und unsere Freude und Lust darin suchen, daß wir dir dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. Offne unsere Ohren und Herzen, daß wir dein heiliges Wort mit Freuden hören, mit Fleiß erwägen und in reinem Herzen behalten, dich getrost anrufen und nicht allein diesen Tag, sondern auch alle übrigen Tage unsers Lebens von allen bösen Wer⸗ ken feiern, bis wir endlich zu dem ewigen Sabbathtag gelangen, da wir deine großen Taten mit allen Auserwählten, Engeln und Men⸗ schen, rühmen und preisen werden in alle Ewigkeit. Amen. 3. Morgengebet am Montage. Barmherziger, mildreicher Gott und Vater, in dieser Morgen⸗ stunde erscheine ich vor dem Throne deiner göttlichen Güte mit herz⸗ lichem Danke, daß du nach zurückgelegter finsterer Nacht mich aber⸗ mals gesund und frisch hast aufstehen lassen. O Vater, deine Hand hat mich geschützet, daß mich nichts hat betrüben oder beschädigen kön⸗ nen. Damit nun ferner mein Mund deines Ruhmes und deines Preises täglich voll sei, so vergib mir alle meine Sünde und tu mir wohl. Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend noch meiner Über⸗ tretung, gedenke aber meiner nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen, und regiere mich heute, diese angehende Woche und die ganze Zeit meines Lebens, daß ich in allem meinem Vornehmen dei⸗ nem Worte folge. Behüte mich, liebster Vater, vor der Versuchung des Satans und meines eigenen Fleisches und Blutes, daß ich nichts Übles tue noch wider dich sündige. Laß deine heiligen Engel mich auf allen meinen Wegen behüten, daß ich vor allem Schaden väterlich bewahrt werde. Denn dir, o Gott, übergebe ich meinen Leib und Seele(mein Haus und Hof, mein Weib und Kind und alle die Mei⸗ nen). Behüte, schütze und erhalte mich, daß sich kein Ubel zu mir nahe. Sei du mein Schild und Schirm, segne meinen Eingang und Ausgang und verlaß nicht, die deinen Namen kennen. Tröste alle Betrübte und Kranke. Hilf allen Notleidenden und Verlassenen. Und wenn auch eine trübe Unglückswolke nach deinem Willen über mich 218 Gebete. kommen sollte, so gib mir Geduld und Rat. Gesegne auch, liebster Vater, heute und die ganze Woche über meine Arbeit und Nahrung und die Werke meines Berufs, daß meine Mühe und Arbeit nicht verloren sei. Laß mich stets an dich gedenken, dich in meinem Herzen behalten und deine Furcht vor Augen haben, daß ich christlich lebe und selig sterbe. Das verleihe mir um Jesu Christi, deines lieben Sohnes willen. Amen. 4. Myrgengebet am Dienstage. Gelobet seist du, o Gott, mein Schöpfer, gelobt seist du, o Gott, mein Heiland, gelobet seist du, o Gott, mein höchster Tröster, der du mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz bist und mich die vergangene Nacht wiederum vor allen geistlichen und leiblichen Feinden so väterlich bewahret hast. Ich bitte dich demütiglich, du wollest auch diesen Tag deine Güte über mich ausstrecken und mich mit deiner Barmherzigkeit erfüllen, auch vor Sünden und allem Ubel gnädiglich behüten. Umgib mich, o Herr, rings mit deinem Schilde, daß der böse Feind und seine Werkzeuge mir keinen Schaden zufügen können. Erhalte mich in deiner Furcht, daß ich nicht sündige, sondern dich herzlich liebe und dein Knecht deine Magd) sei ewiglich. Verleih mir auch deine Gnade, daß ich die Werke meines Berufes treulich und fleißig ausrichte. Gib dein Gedeihen zu meinem Amt und Stand, segne mein Brot und Wasser und richte all mein Vorhaben, Tun und Arbeit zu deinem Lob, auch zu meiner zeitlichen und ewigen Wohlfahrt. Wende von mir alle bösen Krankheiten und was mir an Seel und Leib schädlich sein mag. Insonderheit aber behüte mich vor einem bösen, schnellen Tode und vor allerlei Herzeleid. Dein heiliger Geist weiche nur nicht von mir. Dein guter Engel sei allezeit zwi⸗ schen mir und allen meinen Feinden, daß sie keine Hand an mich le⸗ gen können. Deine Gnade und Segen sei ewiglich ob mir. Amen. 5. Morgengebet am Mittwoch. O Herr Gott, Vater und Herr meines Lebens, ich danke dir von Grund meiner Seele, daß du auch in dieser vergangenen Nacht die Hand deiner väterlichen Barmherzigkeit über mich gehalten, mich durch den Schutz deiner heiligen Engel behütet hast und mich zu dei⸗ nem Lobe wieder aufstehen lassen. Ich bitte dich durch Christum, dei⸗ nen Sohn, laß mich dir diesen Tag zu gleicher Gnade, Liebe und Jürsorge befohlen sein. Regiere mein Herz, Sinn und Gedanken, Worte und Werke durch deinen werten und heiligen Geist, daß ich nichts ÜUbles tue. Leite mich auf ebner Bahn und laß mein Herz dei— nen meir bei d meir dir d begn Zieh Sei ich n mir Liebe Nim dend Irre Jsre derse diese werd Nam unser führt deine an u unser scheir keit, wir auch Amet Schil du at bitte lieblit wart. stes. bishe C. Gebete für die tägliche häusliche Andacht. 219 nen Tempel und Wohnung sein. Ach Herr, allmächtiger Gott, du bist mein Vater, ich dein Kind; verlaß mich nicht, mein Heil steht allein bei dir. In deinem Namen, o Vater, fange ich alles an, gib, daß ich mein Werk in deiner Kraft vollbringe, für deinen väterlichen Beistand dir danke, mit dem, was mir deine Güte verliehen hat, mich kindlich begnügen lasse und nicht nach mehr oder nach Verbotenem trachte. Zieh mich von der Welt und ihrer Lust ab, ich begehre ihrer nicht. Sei du mir nur, mein Gott, nicht schrecklich in der Not, denn wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Du bist mir werter, als alle Schätze der Welt. Ach gib, daß ich dich, du süße Liebe, nimmermehr verlasse. Bleibe diesen Tag und allezeit bei mir. Nimm dich auch nach deiner großen Liebe aller Armen und Notlei⸗ denden, aller Bekümmerten und Trostlosen, aller Verlornen und Irrenden, insonderheit deiner verlorenen Schafe aus dem Hause Israel an, sei das ewige Heil deiner Kirche und laß auch mich in derselben ein wahres und lebendiges Glied sein, daß, wenn ich aus diesem Leben scheiden soll, ich zu dir in den Himmel aufgehoben werde. Ach Vater, erhöre mich und gewähre mir meine Bitte, in dem Namen deines Sohnes Jesu. Amen. 6. Morgengebet am Donnerstage. Wir loben, preisen und rühmen dich, wir danken dir, du Gott unserer Väter, daß du uns aus dem Schatten der Nacht herausge⸗ führt und uns von neuem das Licht des Tages hast sehen lassen. Zu deiner Güte flehen wir: Sei gnädig über unsere Missetat und nimm an unser Gebet nach der Fülle deiner Erbarmung. Denn du bist unsere Zuflucht für und für, barmherziger, allmächtiger Gott. Laß scheinen in unsere Herzen die wahrhaftige Sonne deiner Gerechtig⸗ keit, erleuchte unsern Verstand und behüte unsere Sinne, auf daß wir als am Tage ehrbarlich wandeln den Weg deiner Gebote und auch dermaleinst im ewigen Freudenlichte dich selig schauen mögen. Amen. 4 7. Murgengebot am Frritage. Herr Jesu, deine Liebe ist in der vergangenen Nacht mein Schild und Schirm gewesen. Ich danke dir für alle deine Güte, die du an mir armen und elenden Menschen so gnädig bewiesen, und bitte dich, zeige mir auch heute diesen Tag deine Gestalt, denn sie ist lieblich. Erfreue die Seele deines Kindes mit deiner heiligen Gegen⸗ wart. Stärke mich mit dem Beistande deines werten heiligen Gei⸗ stes. Vergib mir alle meine Sünde und Missetat, mit welcher ich bisher wider dich und deine heilige Liebe mißgehandelt habe, und 2²20 Gebete. regiere heute und allezeit mein ganzes Leben und meine Werke, daß ich nichts Böses tue, nichts Gutes unterlasse. Herr Jesu, stärke mei⸗ nen Glauben, mehre meine Liebe zu dir und gib mir ein festes Ver⸗ trauen zu deinem heiligen Versöhnungsblute. Zeuch mich nach dir, so werde ich den Weg deiner Gebote nimmermehr vergessen. Herr Jesu, der du an dem heutigen Tage deinen heiligen Leib in das Grab hast legen lassen, ach gib mir deine Gnade, daß ich meine Sünde tief vergrabe und sie nimmermehr über mich herrschen lasse. Sei mit mir in allen meinen Verrichtungen, laß sie wohl geraten, wenn sie in dir getan sind. Erbarme dich auch aller, die dir anhangen, und gib einem jeden sein täglich Brot und verlaß deine Gemeine nicht, deren Erzhirte du bist. Gib uns ferner die Süßigkeit deiner heiligen Liebe zu genießen, und wenn wir endlich am Ende unseres Lebens den Weg des Todes gehen sollen, so laß deinen Tod unser Leben und dein heiliges Grab unsere Ruhe sein, daß wir durch den Tod zum Leben eingehen. Erhöre uns, o Jesu, um deines Namens und um deiner Liebe willen. Amen. 8. Morgengebet am Bonnabend. Herr Gott, himmlischer Vater, in dieser Morgenstunde befehle ich dir meinen Leib und meine Seele in deine liebreiche Regierung, in deinen mächtigen Schutz, in deine väterliche Aufsicht und Treue. Laß mir und den lieben Meinigen heute nichts Ubles begegnen und keine Plage unserm Hause sich nahen. Laß deinen heiligen Geist uns kräftig regieren und unser Herz zum kindlichen Gehorsam len⸗ ken, daß wir von den Wegen der wahren Gottseligkeit nicht abwei⸗ chen. Segne mich heute an Leib und Seele, segne meinen Aus⸗ gang und Eingang, segne meine Haushaltung und Nahrung. Laß mir in allen meinen Geschäften und Vornehmen dein himmlisches Licht leuchten, deine Kraft mich stärken, deine Liebe mich dringen, daß ich in Gerechtigkeit wandle, meinen Taufbund stets vor Augen habe und meinem Nächsten mit aufrichtiger Liebe begegne. Gib, daß ich die Zeit, die ich noch zu leben habe, wohl und christlich anwende, zu deines herrlichen Namens Chre, meines Nächsten Dienst und meiner selbst Besserung. Gib mir auch die Gnade, daß ich mich mei⸗ ner Sterblichkeit stets erinnere und meine Gedanken allezeit aus dem Zeitlichen in das Himmlische und Ewige richte. Und wenn ich dann meinen Lauf vollendet und das Ziel, welches du mir in Gnaden ge⸗ setzt, erreicht habe, so verleih mir nach deiner großen Barmherzigkeit um Jesu Christi willen ein sanftes, fröhliches und seliges Ende. Amen. seine mit 2 ben, Chri F i A„ u — — . S &Ꝙ C. Gebete für die tägliche häusliche Andacht. b. Tischgebete. Vor dem Elsen. Aller Augen warten auf dich und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebet mit Wohlgefallen. Herr Gott, himmlischer Vater, segne uns und diese deine Ga⸗ ben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 1. Gesegn' uns, Herr, die Gaben dein, die Speis' laß unsre Nahrung sein, hilf, daß dadurch erquicket werd der dürft'ge Leib auf dieser Erd. 2. Doch dies zeitliche Brot allein kann uns nicht g'nug zum Leben sein, dein göttlich Wort die Seele speist, hilft uns zum Leben allermeist. 3. Drum gib uns beides, Herre Gott! Hilf endlich auch aus aller Not! So preisen wir dein Gütigkeit hier und auch dort in Ewigkeit. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. Speis' uns, Vater, deine Kinder, tröste die betrübten Sünder, sprich den Segen zu den Gaben, die wir jetzo vor uns haben, daß sie uns zu diesem Leben Stärke, Kraft und Nahrung geben, bis wir endlich zu den Frommen an die Himmelstafel kommen. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1. Wir danken Gott für seine Gab'n, die wir von ihm empfangen hab'n, und bitten unsern lieben Herrn, er woll hinfort uns mehr bescher'n, 2. Und speisen uns mit seinem Wort, daß wir satt werden hier und dort. Ach lieber Herr, du wollst uns geb'n nach dieser Zeit das ew'ge Leb'n! 222 Gebete. Nach dem Elsen. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte wäh⸗ ret ewiglich. Wir danken dir, Herr Gott himmlischer Vater, durch Jesum Christum, unsern Herrn, für alle deine Wohltat, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. Mel Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du uns'r Gast gewesen bist. Bleib du bei uns, so hat's nicht Not, du bist das rechte Lebensbrot. C. Abendgebete. 1. Luthers Abendsegen. Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen. Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden. Und an Jesum Christum, seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestor⸗ ben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kom⸗ men wird zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen. Vater unser, der du bist im Himmel. Geheiliget werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsre Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Ubel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. äh⸗ um ind iels ern der or⸗ der zur Om⸗ che, ung ein mel gib hre enn eit. um, ast, ich enn ide. acht C. Gebete für die tägliche häusliche Andacht. 223 2. Abendgebet am Bonnkage. Herr, allmächtiger Gott, barmherziger Vater, ich danke dir herz⸗ lich, daß du mich heute so gnädig behütet und Gnade verliehen hast, dein Wort zu hören, deinen Namen anzurufen und auch der leib⸗ lichen Ruhe und Erquickung zu genießen. Herr, wie groß ist deine Güte, die du uns armen Menschen erweisest. Vergib mir, o lieber Vater, alle meine Sünde um Christi willen und regiere mich durch deinen heiligen Geist, daß ich dem, was ich heute aus deinem heiligen Wort gelernt, in beständigem Glauben, gottseligem Leben und fröh⸗ licher Geduld fleißig und von Herzen nachkomme. Und gleichwie dein lieber Sohn, mein einiger Heiland Jesus Christus, an diesem Tage siegreich von den Toten auferstanden ist, also verleih mir Gnade, in einem neuen Leben vor dir zu wandeln. Ich bitte dich auch, lieber Vater, du wollest diese Nacht in deinen väterlichen Schutz nehmen meinen Leib und Seele und alles, was du mir gegeben hast, daß der böse Feind und seine Werkzeuge keine Macht an mir finden. Dein heiliger Geist erleuchte mich, daß ich dein nimmermehr vergesse. Deine allmächtige Hand erhalte mich. Dein heiliger Engel beschütze mich. Deine väterliche Güte segne und erquicke mich, damit ich mor⸗ gen gesund und mit Freuden aufstehen und dir nach deinem Willen dienen möge. Und wenn ich im zeitlichen Tode werde entschlafen sein, so gib durch die Auferstehung Jesu Christi, daß ich an jenem Tage fröhlich aus dem Tode wiederum hervorgehen möge zur ewigen Herr⸗ lichkeit. Amen. 3. Abendgebet am Montage. Allmächtiger, treuer Gott, ich danke dir, daß du mich und die Meinigen diesen Tag über väterlich behütet und alles Unglück gnä⸗ diglich von uns abgewendet hast. Ich will mich nun in deinem Na⸗ men zur Ruhe begeben und auf meinem Lager unter deinem Schutze sanft entschlafen. Verzeih mir doch, lieber Vater, alle meine Sünden und Fehltritte, mit denen ich dich diesen Tag wissentlich oder un⸗ wissentlich beleidigt und erzürnt habe. Gib mir eine ruhige Nacht und einen stillen Schlaf, daß ich nicht erschreckt werde. Du Hüter Jsraels, der du weder schläfst noch schlummerst, wache über mich. Bleibe bei mir, denn es ist Abend worden, und der Tag hat sich ge⸗ neiget. Sei du in Finsternis meiner Seele helles Licht, daß ich mich, ob ich schon im Finstern schlafe, doch nicht fürchte. Laß meine Seele in dir ruhen, und ob mich der Tod erschleichen wollte, so erhalte mein Herz und meinen Geist, daß ich zu dir wache und dein sei im Leben und im Tode. Ich befehle dir auch all die Meinen, meine Freunde 224 Gebete. und Nachbarn, dazu auch Haus und Hof. Gib, o treuer Vater, eine stille, ruhige Nacht auch allen denen, die in Kümmernis, Krankheit, Herzeleid, Not und Anfechtung sind, die ohne deine wunderbare Hand vor Leibes und der Seele Schmerzen den Schlaf nicht finden. Behüte uns vor allem Übel. Wecke mich frühe sanst auf zu deines Namens Ehre und lehre mich deinen Willen tun nach deinem Wohl⸗ gefallen. Und wenn ich an meinem letzten Ende meine Augen zu⸗ schließe und selig in deiner Gnade einschlafe, so erwecke mich am Tage der Auferstehung alles Fleisches fröhlich zum ewigen Leben. 2 lmen 4. Abendgebet am Dienstage. Allmächtiger, ewiger Gott, wie freundlich bist du denen, die auf dich harren, und der Seele, die nach dir fraget. Wie hast du mich die⸗ sen Tag so gnädiglich angesehen, der ich doch alles Guten unwürdig bin, hast nicht mit mir gehandelt nach meinen Sünden und mir nicht vergolten nach meiner Missetat. Das danke ich dir von ganzem Her⸗ zen. O Herr, laß dir angenehm sein, was ich diesen Tag in deinem Namen getan habe; vergib mir, was ich wider deinen göttlichen Wil— len gesündigt habe. Laß in mir nicht verlöschen das Licht des Glau⸗ bens und deiner Erkenntnis, laß nicht mich überfallen die grausame Finsternis der Unwissenheit, des Unglaubens und der Verzweiflung, behüte mich vor der ewigen Nacht. Herr, bleibe bei mir, denn der Tag hat sich geneiget, und es ist niemand, der mich in der Finsternis erhalten möge, denn du allein, mein Gott. Hilf uns, so wir wachen, daß wir in Christo wachen; behüte uns, so wir schlafen, daß wir in Frieden ruhen. Suche heim und regiere dieses Haus und vertreibe davon alle Schrecken des Feindes und laß deine heiligen Engel darin wohnen. Dein heiliger Segen bleibe über uns durch Jesum Chri⸗ stum, unsern Herrn. Amen. 5. Abendgebrt am Mittwoch. Ich sage dir Dank, du wahres, ewiges Licht, daß du mich in dem Glanze deiner göttlichen Gnade und deines Geistes in dieses na⸗ türlichen Tages Schein vor schweren Sünden behütet hast. Laß nun, o Gott, der du die Nacht dem gebrechlichen Leibe zur Ruhe verordnet hast, meine mühselige, sündige Seele in dir ruhen und Frieden ha⸗ ben vor aller List und jeglichem Anlauf des bösen Geistes. Meine Sinne und Gedanken laß samt Händen und Füßen feiern, schweigen und stille sein zu dir, der du den Deinen gegenwärtig und unvergessen bist auch im tiefen Schlafe. Laß ja nicht mein träges Fleisch die arme Seele überwältigen, daß sie dein vergesse des Nachts. Dir be⸗ väter! und o in der ser N Nam wider verlei Geiste ewige erbar Jesu Sühn auch f meine diesen alle m verder che me C. Gebete für die tägliche häusliche Andacht. 22⁵ fehle ich meinen Geist, o Hirte, zu treuen Händen; du hast ihn er⸗ löset, Herr, du treuer Gott. Laß mich von dir nicht sinken, wache über mich, schirme mich mit deinen Flügeln. Wenn Tag und Nacht sich scheiden, so wecke mich und verleihe mir wieder das Licht, darin ich hie wandeln und bei dir dort ewig wohnen möchte. Höre und er⸗ höre mich, der du nicht schläfst noch schlummerst, durch Jesum Chri⸗ stum. Amen. 6. Abendgebet am Donnerstage. Herr Gott Vater, voll Gnade und Güte, der du Barmherzigkeit erweisest bis in das tausendste Glied, wie soll ich deinem Namen genugsam Ehre und Ruhm geben, daß du mich so herzlich geliebt und diesen Tag ohne allen Schaden und Gefahr hast hinbringen lassen. Ach Vater, nimm an meiner Statt das vollkommene Opfer deines liebsten Sohnes Jesu Christi an und sei mir um seinetwillen auch ferner gnädig und barmherzig, denn ohne dich, mein Gott, bin ich in der Finsternis dieser Nacht verloren. Du aber bist mein Licht und starker Hort, nimm mich in deine Gnadenarme, o Gott, der du ver⸗ heißen, meiner nimmermehr zu vergessen. Vergib mir meine Sün⸗ den und schaffe in mir einen neuen, freudigen Geist, daß ich allezeit in kindlichem Vertrauen zu dir rufe: Abba, lieber Vater! Deiner väterlichen Fürsorge übergebe ich auch diese Nacht meinen Leib, Seele und all das Meine. Wache über mich, daß ich vor allem Leid behütet in deiner Gnade wieder erwache und dich preise. Tröste auch in die⸗ ser Nacht alle Bekümmerten und Betrübten und laß allen, die den Namen deines Sohnes Jesu in wahrem Glauben anrufen, Hilfe widerfahren. Und weil der Schlaf ein Vorbote des Todes ist, so verleih mir, o gütiger Vater, deine Gnade und den Beistand deines Geistes, daß ich mich also bereite, daß ich am Ende meiner Tage zur ewigen Ruhe des Himmels aufgenommen werde. Erhöre mich und erbarme dich mein, o Gott, um der kräftigen Fürbitte deines Sohnes Jesu willen. Amen. 7. Abendgebet am Freitage. O Herr Jesu Christe, du geduldiges Gotteslamm und heiliges Sühnopfer für all meine Sünde, ja nicht allein für meine, sondern auch für der ganzen Welt Sünde, dir danke ich abermal von Grund meines Herzens, daß du mich an Leib und Seele durch deinen Schutz diesen Tag so väterlich behütet hast. Dich bitte ich, du wollest mir alle meine Sünden, so ich heute diesen Tag aus Schwachheit meiner verderbten Natur und Anreizung des bösen Geistes getan habe, wel⸗ che mein Herz und Gewissen sehr beschweren und drücken, gnädiglich 15⁵ verzeihen und vergeben. Und weil ich mich nun zur Ruh und Schlaf will niederlegen, wollest du deine Gnade über mich ausbreiten, daß ich darunter in Fried und Ruh diese Nacht mit dem Leibe schlafen, mit der Seele aber allezeit zu dir wachen möge. Laß mich also dei⸗ ner herrlichen Zukunft zum jüngsten Gericht wahrnehmen und mit herzlichem Seufzen auf dich warten, bis ich dermaleinst gar zu dir selig von hinnen fahre. Dazu hilf mir, treuer Heiland, mit dem Va⸗ ter und heiligem Geiste hochgelobet in Ewigkeit. Amen. 8. Abendgebet am Bonnabend. Barmherziger Gott und Vater, ich sage dir von Herzen Lob und Dank, daß du dich meiner die Zeit meines Lebens so väterlich angenommen und mich diesen Tag über und sonderlich die ganze Woche bis auf diese Stunde vor allem Unglück Leibes und der Seele gnädig behütet hast. Ich bitte dich ferner, du wollest alle meine Sün⸗ den, die ich heut und die ganze Woche wider dich und meinen Näch⸗ sten wissentlich und unwissentlich getan, durch deine Gnade, welche alle bußfertigen Sünder bei dir haben, zudecken und ihrer nimmer⸗ mehr gedenken. Hilf gnädiglich, daß ich aus der alten Woche in ein neu christlich Leben trete, dir und allen Auserwählten im Himmel gefallen möge, und laß mich diese angehende Nacht in deine gnädi⸗ gen Arme befohlen sein, daß ich sicher ruhen und schlafen, frisch und gesund zu deinem ferneren Lob wieder aufstehen möge; und wenn mein Stündlein vorhanden ist, nimm mich zu dir, Herr Jesu Christ, denn ich bin dein und du bist mein, wie gern wollt ich bald bei dir sein. Amen. D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe und in allerlei Not. 1. Danklagung für Gottes Wohltaten. Ewiger, allmächtiger Gott, du bist mein Leben, meine Wohl⸗ fahrt, meine Seligkeit, ich aber bin ein Staub der Erde und unter⸗ winde mich, vor deinem Angesicht allhier zu stehen und dich zu loben. Verwirf mein armes Lobgebet nicht, o Herr, und nimm mein Dank⸗ opfer in Christo Jesu gnädig an. Du hast mich von Anfang meines Lebens bis auf diese Stunde an Leib und Seele gespeist und ernährt. Du hast mich vor unzähl⸗ baren Gefährlichkeiten Leibes und der Seele bewahrt oder daraus errettet. Du hast mich mit Langmut getragen, zum Wege meiner Seligkeit ohne Unterlaß und auf mancherlei Weise gerufen und zu meinem seligen Christenstande bekehrt. Das alles hast du mir getan D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe usw. 22⁷ um Jesu Christi willen, der sich allen meinen Schmerzen, Strafen und Schanden und zuletzt meinem Tode unterworfen hat, auf daß ich endlich bei dir in ewiger Seligkeit fröhlich sein könnte. Wie soll ich dir, o mein Gott und Vater, für alle deine Treue und Barmherzigkeit danken? Wie soll ich dir danken, Herr Jesu, der du mit deinem Verdienste, mit Leben und voller Genüge, ja mit dir selber den armen Sünder speisest und tränkest? Ich vermag alle⸗ wege nichts Gutes, wie sollte ich danken können? Gib du selbst, o Herr, mir in meine Hände, was ich bin und habe, und verleih mir alsdann, daß ich zum schwachen Danke dir wieder übergebe und opfere, was ich bin und habe, und mein Opfer von deinem Altare nicht wieder raube, so lange ich lebe. Dein heiliger Wille allein werde in mir, an mir und durch mich in allen Dingen vollbracht und mein Leben zu deinem Preis vollführt, so lange es noch währt. Das hilf mir nach deiner großen Liebe. Amen. 2. Gebet um Gyttes Hegen in Beruf und Baus. O allmächtiger, ewiger und barmherziger Gott, dieweil du mit Worten und Werken genugsam bewiesen hast, daß du als ein getreuer Bater für uns sorgest, und hast uns gnädiglich zu Kindern ange⸗ nommen und einem jeden seinen Beruf gegeben, darinnen er dir und dem Nächsten dienen soll, so bitten wir dich von Herzen, lieber Vater, gib Gnade, daß wir unsers Berufes fleißig wahrnehmen und im Gehorsam als deine treuen Kinder allezeit erfunden werden. Fördere die Werke unsers Haushaltens also, daß wir ja unsere Her⸗ zen nicht an die Güter dieser Welt hängen noch jemand dadurch Argernis geben, sondern laß uns alle zeitlichen Güter und Gaben, so wir durch deinen Segen empfangen haben, in stillem Wesen mit täglicher Danksagung genießen und gebrauchen. Wollest auch von uns abwenden allen Müßiggang, unnötige Sorge der Nahrung und alles, was dir mißfällt, und bei uns und in uns fördern alles, was dir wohlgefällt, auf daß wir in all unserm Tun deinem Befehle nach⸗ gehen und alle Sorgen und Anliegen aus rechtem Glauben auf dich werfen. Denn du weißt alles, was uns mangelt und not ist; das wollest du uns gnädiglich verleihen. Amen. 3. Gebet der Eltern für ihre Rinder. Getreuer, lieber Gott und Vater, Schöpfer und Erhalter aller Kreaturen, wir danken dir von Herzen für die Kinder, die du uns durch deinen Segen gegeben hast, und bitten dich herzlich, weil du gesagt hast, du wollest deinen heiligen Geist geben allen, die dich dar⸗ 15² 228 Gebete. um bitten, begnade auch unsere armen Kinder mit deinem heiligen Geiste, der in ihnen die wahre Furcht Gottes anzünde, welche der Weisheit Anfang ist. Beselige sie mit deiner wahren Erkenntnis, laß sie in dem wahren seligmachenden Glauben und in aller Gottseligkeit aufwachsen und darin bis ans Ende verharren. Gib ihnen ein gläu⸗ biges, gehorsames, demütiges Herz, auch Weisheit und Verstand, daß sie wachsen und zunehmen an Alter und Gnade bei dir und den Men⸗ schen. Pflanze in ihr Herz die Liebe deines göttlichen Wortes, daß sie seien andächtig im Gebet und Gottesdienst, ehrerbietig gegen die Diener des Wortes und gegen jedermann, schamhaftig in Worten und Werken, treu und fleißig in Geschäften, verständig und glück⸗ selig in Verrichtungen ihres Berufes, richtig in allen Dingen, sanft⸗ mütig und freundlich gegen alle Menschen. Behüte sie vor allen Argernissen dieser Welt, sei ihr Schutz in allerlei Gefahr, daß sie nicht plötzlich umkommen. Laß uns ja nicht Unehre und Schande, sondern Freude und Ehre an ihnen erleben, daß durch sie auch dein Reich vermehret und die Zahl der Gläubigen groß werde, daß sie auch im Himmel um deinen Tisch her sitzen mögen als die himmli⸗ schen Olzweige und dich mit allen Auserwählten ehren, loben und preisen mögen, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Darauf bete den 127. und 128. Psalm. Für die Früchte des Feldes: s. Uirchengebete 15.(Hagelfeier.) 4. Beim Beginn der Ernte. Allmächtiger Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, der du fröhlich machst, was da webet, beide des Morgens und des Abends, bauest selbst das Land und segnest sein Gewächs: wir danken dir, daß du auch dieses Jahr unser Land heimgesucht hast und das Ge⸗ treide wohl geraten lassen. Wir wollen nun deinen Segen einsam⸗ meln und bitten dich herzlich, du wollest uns dazu gute und bequeme Witterung verleihen, das Angesicht der Erde fröhlich machen und deine liebe Sonne scheinen lassen, damit unsere Früchte, vor allem Schaden behütet und zu ihrer Vollkommenheit gebracht, von uns in gutem Frieden fein trocken eingesammelt, mit Danksagung aus deiner milden Hand angenommen und zur Notdurft unsers Leibes in guter Gesundheit genossen werden. Du weißt, lieber Vater, daß wir des täglichen Brotes und deines Erdsegens hoch bedürfen, weil du es so geordnet, daß der Mensch vom Brote lebe und sein Herz damit stärke. Darum so gönne uns auch für dieses Jahr deinen gezeigten Segen, und wie du angefangen hast, uns zu segnen, so segne uns noch fer⸗ wider kenne zu sei bring nicht züchti mächt deine in de barm gewis kindli gen, der gr mut i D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe usw. 229 ner, gib uns unsere Speise zu seiner Zeit, tu deine milde Hand auf und sättige uns mit deinem Gut. Herr, du erhörest Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir. Höre auch jetzt unser Gebet und vernimm unser Schreien, auf daß wir dein väterliches Herz erkennen und dich für deine Wohltat loben und preisen, so lange wir leben. Dazu hilf uns, du frommer Gott, und gib uns, was wir für uns selber nicht vermögen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlich⸗ keit in Ewigkeit. Amen. Dankgebet nach der Ernte: s. Kirchengebete 14.(Erntedankfest.) 5. Am Geduld in Leidenszeiten. Allmächtiger, gütiger Gott, der du bist eine Stärke der Schwa⸗ chen, ein Trost der Betrübten, eine Zuflucht der Verlassenen, eine Hilfe der Angefochtenen, ein Leben der Sterbenden, ein Gott der Geduld und alles Trostes, du siehest, wie schwach, blöde und verzagt wir sind, und daß wir im Kreuze ohne deine göttliche Hilfe und Bei⸗ stand nicht bestehen können. Deswegen rufe ich zu dir, wenn du mir Krankheit oder sonst Widerwärtigkeit nach deinem göttlichen Willen und Wohlgefallen zuschickest, du wollest mich darunter fest im Glau⸗ ben und beständig in der Geduld erhalten. Verleih mir Gnade, daß ich deine väterliche Hand und Züchtigung mit sanftem Geiste und stillem Herzen ertragen möge. Gib mir Geduld in Leidenszeit, wel⸗ che mir hoch vonnöten ist, und lehre mich, daß ich dir, meinem Gott, stille halte, wenn es mir übel gehet, damit ich die Trübsal nicht achte für ein Zeichen deiner Ungnade und in meinem Herzen nicht etwa wider dich murre oder sonst ungeduldig werde, sondern laß mich er⸗ kennen, daß, welchen du, Herr, lieb hast, denselben du auch züchtigest zu seiner Besserung; denn die Trübsal bringt Geduld, Geduld aber bringt Erfahrung, Erfahrung bringt Hoffnung, Hoffnung aber läßt nicht zu schanden werden, und selig ist der Mann, den du, Gott, züchtigest. Darum soll sich niemand weigern der Züchtigung des All⸗ mächtigen, denn du verletzest und verbindest, du zerschmeißest, und deine Hand heilet. Aus sechs Trübsalen wirst du mich erretten, und in der siebenten wird mich kein Ubel rühren. So hilf nun, ewiger, barmherziger Gott, daß sich meine Seele mit Geduld fasse und in gewisser Hoffnung unabgewendet stets an dir bleibe, auf daß ich mit kindlicher Zuversicht dein väterliches Herz, unter dem Kreuze verbor⸗ gen, erkennen möge, mit allerlei Kraft mächtig gestärkt werde nach der großen Macht deiner Herrlichkeit, und mit aller Geduld und Lang⸗ mut in aller Anfechtung und Widerwärtigkeit gewappnet stehe und 230 Gebete. fröhlich mit dankbarem Gemüte in aller Not samt allen deinen Gläubigen dich preisen möge; auf daß, wie ich mit Christo Jesu, deinem lieben Sohne, allhier leide, also auch mit ihm zur ewigen Herrlichkeit erhoben werde. Amen. 6. In Anfechtungen. O mein Herr Jesu Christe, ich bitte dich von Grund meines Herzens, sprich mir diese Himmelsfreude allezeit in mein Herz und schreib sie an mit der goldenen Schrift des Glaubens in mein Ge⸗ müt, daß du mein Jesus, mein Heiland, mein Helfer, mein Erlöser, mein Gott und Herr seiest, damit ich als ein Kind Gottes und Erbe des ewigen Lebens in diesem Elend dich, den Brunnquell aller Freude und Trostes, allezeit in meinem Herzen trage, auf daß ich alle An⸗ fechtung und Widerwärtigkeit mit fröhlicher Geduld überwinde, dem Teufel mit fröhlichem Glauben widerstehe, mit fröhlicher Zuversicht bete, alle Mühseligkeit meines Berufs mit Freuden dulde und ein⸗ mal, wann du willst, in fröhlicher Hoffnung ein seliges Ende nehmen möge. Amen. 7. In Kriegszeiten. Heiliger und barmherziger Gott, erzeige uns deine Gnade und hilf uns. Schwere Wetter steigen auf, Kriegsgeschrei ist rings um uns her. Ach daß wir unter dem Toben der Völker deine Stimme hörten und deinen Geist uns strafen ließen! Mit Langmut hast du uns geschont und Geduld mit uns gehabt, aber wir sind über deine Güte um so sicherer geworden, haben deine Wohltaten mißbraucht, dein Wort vergessen, haben viel wider einander gemurrt, aber wenig für einander gebetet, haben mit unserer Weisheit, unserm Vermö⸗ gen und Werk Götzendienst getrieben, statt auf dich allein unsere Hoffnung zu setzen. Aber nun kommen wir wieder zu dir, Herr, unser Gott. Laß uns eins werden in Erkenntnis unserer Sünde, daß wir auch eins werden im Vertrauen auf deine Erbarmung. Nimm von uns, Herr, jegliche Verschuldung, um Christi willen ver⸗ gib uns unsere Sünde. Deine Gnade sei unser Trost, dein Friede unsere Kampfesrüstung. Sei eine feurige Mauer um unser Vater⸗ land her und erzeige dich herrlich darinnen. Wächst die Not, so ma⸗ che die Liebe brennender, daß sie rastlos einhergehe und den Ver⸗ wundeten und Kranken Pflege bringe, den Armen und Hungernden Obdach und Speise. Knüpfe durch die Trübsal neue Bruderbande, führe uns durch Kampf und Sieg zu neuen Siegen deines Reiches und laß über unserm deutschen Vaterlande einen Frieden aufgehen, der deines Namens Ehre ist. Herr Gott, sei uns gnädig und er⸗ D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe usw. 231 barme dich über uns, erhöre unser Gebet um Jesu Christi willen. en 8. In teurer Zeit. Ach Herr, du großer und gewaltiger Gott, reich über alle, die dich anrufen, wir bekennen dir von Grund unserer Herzen, daß wir die Teurung und Hungersnot, die uns betroffen, mit unsern viel⸗ fältigen Sünden wohl verdient haben. Du, Herr, hast dich nicht un⸗ bezeugt gelassen, sondern uns viel Gutes getan und bisher fruchtbare Zeiten gegeben und unsere Herzen erfüllt mit Speise und Freude. Wir aber haben für solche deine Wohltaten dir nicht gedankt noch gedient. Darum, o gerechter Gott, hast du uns billig solchen Segen entzogen und den Stab des Brotes zerbrochen. Ach Herr, sei uns gnädig und vergib uns unsere Sünden um Jesu Christi willen. Tu deine milde Hand auf und sättige uns wieder nach deinem Wohlge⸗ fallen. Suche das Land heim und wässere es und mache es frucht⸗ bar, deine Brünnlein, Herr, haben ja Wassers die Fülle. Laß das Getreide wohl geraten, baue das Land und segne sein Gewächs, kröne das Jahr mit deinem Gute. Gott, der du rufen kannst dem, das nicht ist, daß es sei; der du dem Vieh sein Futter gibst, den jun⸗ gen Raben, die dich anrufen, laß doch uns Menschen, die wir nach deinem Ebenbilde geschaffen, auf deinen Namen getauft, ja mit dem teuren Blute Jesu Christi, deines Sohnes, erkauft sind, nicht ver⸗ schmachten. Erquicke uns doch wieder, denn unser aller Augen sehen auf dich. Herr Jesu, dich hat ja des Volkes gejammert, das nur et⸗ liche Tage bei dir verharrt und Hunger gelitten hatte, so laß dich doch auch unser Elend jammern, die wir jetzt Teurung und Kummer leiden. Hebe doch wieder an zu segnen die Hände deiner Knechte, denn was du, Herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich. Verleih auch uns allen wahre, herzliche Buße und regiere uns durch deinen Geist, daß wir deine väterliche Güte besser erkennen und deine Gaben und Wohltaten mit größerer Dankbarkeit gebrauchen. Vor allen Dingen aber speise uns mit dem geistlichen Brote deines heiligen Wortes zu unserer Seligkeit und laß uns trachten nach dem, was droben ist, da Christus ist, damit wir dermaleinst mit ihm seiner himmlischen Gü⸗ ter genießen mögen in alle Ewigkeit. Amen. 9. Bei grohem Angewitter. O du großer und erschrecklicher Gott, dem Sturmwinde und Jeuerflammen dienen müssen, der du auf den Wolken fährest wie auf einem Wagen und deinen Donner mit Hagel und Blitzen auslässest, wir armen Menschen müßten ja in einem Augenblicke verderben, Gebete. wenn du deine Donnerstrahlen auf uns gehen ließest. Denn die Erde bebt und wird bewegt, die Grundfesten der Berge regen sich und beben, wenn du zornig bist. Herr, wir sehen und hören deine große Macht und entsetzen uns vor dem erschrecklichen Prasseln dei⸗ nes Donners. Ach gedenke nicht unserer Sünden und Missetaten, sondern sei uns gnädig um deines Sohnes Jesu Christi willen. Ver⸗ folge uns doch nicht mit deinem Wetter und zerschmettere uns nicht mit deinen Donnerschlägen; bewahre uns Leib und Seele, Haus, Hof, Vieh und die lieben Früchte auf dem Felde. Behüte uns vor grausamen Schrecken und einem bösen, schnellen Tode. Nimm von uns alle Kleinmütigkeit und ungläubige Furcht. Erhalte und stärke in uns den wahren Glauben, herzliche Bußfertigkeit, fröhliche Hoff⸗ nung und Geduld, damit wir bereit seien, wenn es dein Wille ist, aus diesem Leben selig abzuscheiden. Nimm uns, o Herr, unter den Schatten deiner Flügel, bis das Ungewitter vorübergehe, und behüte uns, daß wir die Donnerstimme deines grimmigen Zorns, womit du die Gottlosen dermaleinst in das höllische Feuer weisen wirst, in Ewigkeit nimmermehr hören müssen, sondern nimm uns auf in dein Reich, daß wir dich, Vater, samt deinem Sohne Jesu Christo und dem heiligen Geiste, einigen wahren Gott, in Ewigkeit preisen mö⸗ gen. Amen. 10. Bei Sturm und Wallerfluten. Allmächtiger, großer und starker Gott, der du Himmel und Erde in deiner Hand hast, sieh doch an unsere große Not und Gefahr, darin wir jetzt schweben. Du hast die Winde mit Ungestüm ausgehen lassen und die Wasserfluten daherrauschen, daß uns bange ist, und unsere Herzen wollen verzagen. Ach halt ein, du Gott aller Güte und Barmherzigkeit, vergib uns unsere Sünden und Missetat, unn unsers Mittlers und Fürsprechers Jesu Christi willen. Laß vor dich kommen das Seufzen der Bedrängten, behüte die Schiffe und alle, die auf dem Meere fahren, mache unsere Dämme und Deiche fest, be⸗ wache unsere Häuser und Habe, laß die Gefahr und Angst gnädig vorübergehn. Du hast einst Noah in der großen Flut wunderbar erhalten und nachher den Regenbogen als Gnadenzeichen in die Wol⸗ ken gesetzt, mache auch diesmal den verheerenden Fluten ein Ende und tu ein Zeichen an uns, daß es uns wohl gehe. Du hast dich Elias nach Sturm, Feuer und Erdbeben in stillem, sanftem Sausen offenbart, laß auch jetzt den Sturm sich wieder legen und eraquicke unsere bangen Herzen mit friedlicher Stille, daß wir deine Nähe merken. Herr Jesu Christe, du bist der Mann, dem Wind und Meer ü„Snnsn Fr E?E nunr? N ⏑&xx¶]/ D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlãässe usw. 233 gehorchen muß, stille das Brausen des Windes und das Toben der Wellen. Sprich nur Ein Wort, so ist uns geholfen, so wollen wir dir danken um deine Güte und um deine Wunder, die du an den Menschenkindern tust, und deinen Namen preisen hie zeitlich und dort ewiglich. Amen. 11. Bei Seuchen und in Sterbenszeiten. Ach Herr Gott, gnädig und barmherzig, von großer Güte und Treue, wir erkennen deinen gerechten Zorn, welchen wir mit unsern Sünden wider uns erweckt haben. Ach schone unser, lieber Vater, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Strafe uns nicht in dei⸗ nem Zorn und züchtige uns nicht in deinem Grimm. Ach Herr, sei uns gnädig, sei uns gnädig nach deiner Güte und tilge unsere Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wende deine Plage von uns, daß wir nicht verschmachten von der Strafe deiner Hand. Wende dich, o Herr, und errette uns. Hilf uns um deiner Güte willen. Heile, Herr, alle Schwachen und Kranken. Sei bei ihnen in der Not. Reiße sie heraus und zeige ihnen dein Heil. Nimm dich ihrer Seelen herzlich an und vergib ihnen alle ihre Sünde. Lehre uns hiebei alle bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden und mit Furcht und Zittern unsere Seligkeit schaffen. Laß uns, wenn unser Stündlein kommt, an deinem Worte festhalten, in Frieden hinfahren und den Tod nicht sehen ewiglich. Erhöre uns, erhöre uns, erhöre unsere Bitte, Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, hochgelobt in Ewigkeit. Amen. Darnach lies Psalm 90. 91. 12. Am kägliche Bereitschaft zum Sterben. Ach lieber Gott und Herr, ich lebe und weiß nicht wie lange, ich muß sterben, und weiß nicht wann; du, mein himmlischer Vater, weißt es. Wohlan, soll dieser Tag loder diese Nacht und Stunde) die letzte meines Lebens sein, Herr, so geschehe dein Wille, der ja allezeit und allewege der beste ist. Nach demselben deinem heiligen Willen laß mich allezeit bereit sein, in wahrem Glauben an meinen Erlöser Jesum Christum zu leben und zu sterben. Allein, mein frommer Gott, gewähre mir diese Bitte, daß ich nicht plötzlich in meinen Sün⸗ den sterben und verderben möge. Stelle sie mir in diesem Leben zu meiner Bekehrung unter Augen, damit sie mir nicht am jüngsten Tage zu meiner Verdammnis vorgestellet und zugerechnet werden mögen. Verleih mir, daß ich noch in der Gnadenzeit meine mannig⸗ faltigen schweren Sünden erkenne, bekenne, sie von Herzen bereue, 234 Gebete. einen festen Vorsatz fasse, mein Leben zu bessern, und auch Verge⸗ bung derselben von dir erlange. Alsdann, mein Gott, geschehe dein heiliger Wille; laß mich sterben, wann es dir gefällt, nur gib mir ein sanftes und seliges Ende. Barmherziger Gott und Vater, der du bei deinem Leben geschworen hast, du wollest nicht den Tod des Gott⸗ losen, sondern daß er sich von seinem bösen Wesen bekehre und lebe, Gott Sohn, der Welt Heiland, der du alle, die an dich glauben, bei deiner Wahrheit versichert hast, was sie den Vater in deinem Na⸗ men bitten werden, das wolle er ihnen geben, Gott heiliger Geist, der du unserer Schwachheit aufhilfst und wenn wir nicht wissen, was und wie wir erhörlich beten sollen, uns mit unaussprechlichem Seus— zen vertrittst, erbarme dich über mich armen Sünder und laß diese meine Bitte Ja, Amen und erhört sein. In deine Hände befehle ich meinen Geist, du hast mich erlöset, du getreuer Gott. Amen. 13. Gebete für ein krankes Rind. 1. Herr Jesu, du treuer und barmherziger Heiland, erbarme dich unser und dieses kranken Kindleins. Du hast einst das Kind des Königischen gesund gemacht, da sein Vater dich bat, und hast des Jairus Töchterlein vom Tode aufgeweckt; so wissen wir, daß du auch hier gnädiglich helfen kannst. Du guter Hirte, nimm dich in Gnaden dieses deines elenden Schäfleins an. Es ist ja dein Eigentum. Du hast es in der heiligen Taufe angenommen und zu den Deinen hinzu⸗ getan; so ziehe doch die Hand nicht ab von dem, was dein ist. Herr, unser Heiland, wir möchten wohl dieses Kindlein noch behalten. Ist es ihm und uns gut, daß es länger lebe, so schenke es uns noch ein⸗ mal und verleih ihm wieder Kraft und Gesundheit, so wollen wir dich loben für deine Treue und Gnade. Hast du aber beschlossen, dies Kindlein aus dieser argen und sündhaften Welt abzurufen und zu deinem ewigen Frieden und zur Schar deiner Auserwählten heimzu⸗ führen, so geschehe dein Wille. Wir weigern uns des Kreuzes nicht, das du uns auflegen willst. Stärke nur unsern Glauben und gib uns den Geist der heiligen Stille, daß wir aus deinen treuen Hän⸗ den alles dahinnehmen, es gefalle uns oder gefalle uns nicht. Herr, erbarme dich unser. An dein Herz und in deine Hände legen wir dies Kindlein, so ist's wohlgeborgen und selig in Zeit und Ewigkeit. Amen. 2. Allmächtiger, barmherziger Gott, lieber himmlischer Vater! Du hast gesagt: Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Auf solchen deinen Befehl und gnädige Ver⸗ heißung kommen wir zu dir in unsrer Not und bitten dich demütig⸗ — RR ⏑— TM o n hnh — D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe usw. 235 lich für unser liebes krankes Kind. Siehe an seinen Jammer und Elend und erbarme dich. Nimm es in deine Gnadenarme und hilf ihm. Du bist ja dieses Kindleins rechter Vater, denn du hast es in der heiligen Taufe zu deinem Kinde angenommen. Darum erbarme dich seiner, wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmt. Laß dir seine Angst und Schmerzen zu Herzen gehen und lindere sie. Stärke es durch deine Kraft, und wofern du ihm sein Leben zu fristen be⸗ schlossen hast, so schaffe Rat und gute Mittel und gib dazu dein gött⸗ liches Gedeihen, daß es bald genesen möge. Willst du es aber von diesem zeitlichen Jammertale erlösen und zu dir in den Himmel neh⸗ men, ach so schenke ihm einen sanften und seligen Tod und fasse seine Seele in deine Hand, da sie keine Qual anrühren wird, damit es mit allen Gläubigen und Auserwählten dich ewiglich loben und preisen möge. Amen, in Jesu Namen, Amen. 14. Gebete eines Rranken. 1. O Herr, himmlischer Vater, du bist ja ein getreuer Gott und lässest niemand über sein Vermögen versucht werden, sondern schaf⸗ fest, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß wir sie ertragen mögen, ich bitte dich in meinen großen Nöten und Schmerzen, laß mir das Kreuz nicht zu schwer werden. Stärke mich, daß ich es mit Geduld ertragen möge und an deiner Barmherzigkeit nimmermehr verzage. O Christe, des lebendigen Gottes Sohn, der du des Kreuzes Pein für mich gelitten hast und endlich für meine Sünde gestorben bist, zu dir rufe ich aus meines Herzens Grunde: Erbarme dich über mich sündigen Menschen, vergib mir alle meine Übertretungen, die ich in meinem ganzen Leben begangen habe. Erhalte mich im wah⸗ ren Glauben bis an mein Ende. O Gott heiliger Geist, du wahrer Tröster in aller Not, erhalte mich in der Geduld und herzlichen An⸗ rufung Gottes, heilige mich mit wahrer Zuversicht und weiche nicht von mir in meiner letzten Not. Leite mich aus diesem Jammertale in das rechte Vaterland. Amen. 2. Herr Jesu Christe, du hast deinen Boten zu mir geschickt, nämlich diese meine Krankheit, und mich zur Buße ermahnen lassen. Siehe, mein Herr, ich erkenne deinen gnädigen Willen, bin gehorsam und bekehre mich zu dir. Mein Gott, ich sende dir wieder einen Bo⸗ ten, nämlich mein armes Gebet und mein Seufzen. O Herr, nimm mein Flehen an und laß meine Seufzer vor dich kommen. Gefällt dir's, mein Erlöser, und ist mir's gut und selig, daß ich leben soll, wohl, so richte mich auf und hilf, daß es ein neues, gesundes, christ⸗ liches Leben sei bis an mein Ende. Gefällt dir's nicht, daß ich lebe, 236 Gebete. sondern soll dies das Ende sein, wohl, so sei es ein seliges Ende. So komm, Herr Jesu, bald und nimm meine Seele in deine Hände. Amen. 3. O allmächtiger, starker Gott, der du bist gnädig und barm⸗ herzig, geduldig und von großer Güte und Treue, vergibest Sünde und Missetat, zu dir rufe ich, du wollest mir alle meine Sünde aus Gnade verzeihen und meine Seele wider alle Anfechtung stärken und erhalten. Komm mir zu Hilfe und stehe mir bei, daß der Glaube in mir nicht wanke, die Hoffnung nicht verzage, die Liebe nicht erkalte, menschliche Schwachheit vor Schrecken des Todes nicht versinke. Und wenn mein Stündlein kommt, so laß mich in Frieden fahren, denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen. An diesen Heiland glau⸗ be ich und auf ihn hoffe ich. Ach Herr, laß mich nicht zu schanden werden, denn du bist meine Hilfe und Stärke. Siehe mich an mit den Augen deiner Barmherzigkeit und wende zu mir deine väterliche Huld, durch Jesum Christum deinen Sohn, der mit seinem heiligen Leiden und Sterben uns eine ewige Erlösung erworben hat. Amen. 15. Dankgebet eines Genelenden. Herr, mein Gott, mein Trost, mein Erretter, mein einiger Not⸗ helfer, dir danke ich von Grund meines Herzens für deine unaus⸗ sprechlichen, vielfältigen Wohltaten, die du mir armen Sünder er⸗ zeiget hast, sonderlich aber, daß du in meiner großen Not, Krankheit und Elend mich in Gnaden angesehen, mein Herz gestärkt, mein Ge⸗ bet erhört und mir so väterlich wiederum aufgeholfen hast. Ich danke dir, Herr, daß du zornig über mich gewesen bist, und dein Zorn sich so gewendet hat, daß du mich nun wiederum tröstest. Ach wie gut ist mir es, daß du mich gedemütigt hast. Du hast, o lieber Vater, mich gezüchtigt, damit ich nicht mit der gottlosen Welt verdammt werde. Um Trost war mir sehr bange, aber, Herr, du hast dich mei⸗ ner Seele herzlich angenommen, wie soll ich dir vergelten all das Gute, das du an mir getan hast? Ich will dir danken mein Lebe⸗ lang und deinen Ruhm verkündigen für und für. Da ich dich, Herr, suchte, antwortetest du mir und errettetest mich aus meiner Not. Du verlässest die nicht, die dich suchen. Du erhörest Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir. Du bist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilfst denen, die zerschlagene Gemüter haben. Ach mein Gott, verleihe mir eine herzliche, beständige Buße durch die Kraft des heiligen Geistes um Jesu Christi willen, damit ich hinfort nicht mehr sündige, auf daß mir nicht etwas Argeres widerfahre, sondern daß ich mich mein Lebelang vor solcher Betrübnis meiner Seele hüte. D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe usw. 237 Beschütze mich auch hinfort durch deine heiligen Engel, daß sie mich bewahren auf allen meinen Wegen. Und dieweil ich doch endlich die⸗ ses Leben werde lassen und sterben müssen, so erhalte und vermehre in mir den wahren seligmachenden Glauben, Gottesfurcht, Geduld und Trost, damit ich ritterlich kämpfen, selig überwinden und fröh⸗ lich in dein himmlisches Reich eingehen möge, dich, o Vater aller Barmherzigkeit, samt deinem Sohne und heiligem Geist, den einigen wahren Gott, ewiglich zu preisen. Dir, o allerhöchster Gott, sei Lob, Ehre und Dank gesagt in alle Ewigkeit. Amen. 16. Am Geduld in langwieriger Krankheit. O Herr Jesu Christe, der du in den Tagen deines Fleisches in höchster Geduld all dein Elend ausgestanden und uns unsere Seelen mit Geduld zu fassen befohlen hast, du siehst mein betrübtes Elend, hörst mein Seufzen, das ich auf meinem Angstlager ausgieße. Du weißt, wie meine Schwachheit und Gebrechlichkeit so groß und heftig ist. Wie soll ich aber tun, du frommer Herr? Keine Arznei weiß ich als das Kräutlein Geduld. Dieweil aber dasselbe nicht wächst in dem ungebauten Garten meines Fleisches und Blutes, denn der Geist ist zwar willig, aber das Fleisch ist schwach, so stärke du mich mit dem Geiste der Gnade und des Trostes, gib mir Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid, damit ich wider deine Gerichte nicht murre, sondern mit Freuden ein Halleluja darein singe und gewiß dafür halte, du wollest mitten unter deinen Zuchtruten gedenken dei⸗ ner väterlichen Barmherzigkeit, mich züchtigen, aber mit Maße, mich strafen, aber nicht in deinem Zorn, mich töten, aber wieder lebendig machen, mir eine Last auflegen, aber wiederum aushelfen. Du bist ja der Gott, der da hilft, und der Herr Herr, der vom Tode errettet, hochgelobt in Ewigkeit. Amen. 17. Sprüche aus Gottes Woyrt für Kranke. Bange Seufzer: Deine große herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich.(Jes. 63, 15.) Ach du Herr, wie lange?(Psalm 6, 4.) Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes?(Röm. 7, 24.) Demütigung vor Gott: Ach Herr, unsere Missetaten ha⸗ ben's ja verdient.(Jer. 14, 7.) So du willst, Herr, Sünde zurech⸗ nen, Herr, wer wird bestehen?(Psalm 130, 3.) Wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Dan. 9, 18.) Trost des Glaubens: Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde.(I. Joh. 1, 7.] Alle Züchti⸗ 238 Gebete. gung, wenn sie da ist, dünket sie uns nicht Freude, sondern Traurig⸗ keit zu sein, aber darnach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübet sind.(Ebr. 12, 11.) Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet, denn nachdem er bewähret ist, wird er die Krone des Lebens empfahen, welche Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.(Jak. 1, 12.) Die väterliche Stimme Gottes: Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, daß sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie desselbigen vergäße, so will ich doch dein nicht vergessen. Siehe, in die Hände hab ich dich gezeichnet.(Jes. 49, 15. 16.) Ich will dich nicht verlassen noch versäumen.(Ebr. 13, 5.) Ich habe dich je und je geliebet, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.(Jer. 31, 3.) Die Gnadenstimme Jesu Christi: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.(Joh. 7, 37. 6, 37.) Laß dir an meiner Gnade genü⸗ gen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.(2. Kor. 12, 9.) Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens ge⸗ ben.(Offenb. 2, 10.) Auch können folgende längere Abschnitte göttlichen Wortes von dem Kranken gelesen oder ihm vorgelesen werden: 1. Petr. 5, 6—11. Psalm 130. Psalm 25. Psalm 42. Psalm 63, 2—9. Psalm 91. Klagelieder 3, 22—42. Röm. 8, 18—27. Röm. 8, 28—39. 1. Petr. 1, 3—9. Psalm 126. Offenb. 7, 9—17. 18. Morgengebet eines Kranken. O du getreuer Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, ich sage dir von Herzen Lob und Dank, daß du mich armen kranken Menschen diese Nacht über so gnädig erhalten, gestärket und das er⸗ quickende Tageslicht wieder hast sehen und erleben lassen. Gelobt sei deine Gnade und Barmherzigkeit, welche über mich waltet, so hoch der Himmel über der Erde ist. Ich bitte dich, vergib mir alle meine Sünde, erneure, vermehre deine Liebe und Treue diesen Morgen und allezeit an mir armen Menschen und laß deine Güte nicht von mir weichen. Tröste und stärke mich mit deinem heiligen Geiste, daß ich in allem nach deinem Willen leben und leiden möge. Ach Herr, verlaß mich nun und nimmermehr mit deinem Schutze. Laß aufhö⸗ ren die böse Zeit; wenn es, lieber Herr und Gott, dein Wille ist, so mache meinen schwachen Leib gesund, oder bringe mich bald und seliglich aus diesem Elende zu deiner ewigen Herrlichkeit durch das bittere Leiden und Sterben und durch die siegreiche Auferstehung D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe usw. 239 Jesu Christi, deines lieben Sohnes, welcher als unser Mittler alle unsere Krankheit getragen, unsere Schmerzen auf sich geladen und uns durch seine Wunden geheilet hat. Nun, ich befehle dir nochmals meinen Leib, Seele und alles, was du mir gegeben, in deinen väter⸗ lichen Schutz; dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Der Segen, Schutz und Kraft Gottes des Baters, des Sohnes und des heiligen Geistes sei über mir und bei mir jetzt und in alle Ewigkeit. Amen. 19. Abendgebet eines Rranken. Heiliger Herr und Gott, barmherziger himmlischer Vater, ich danke dir, daß du mir bis hieher so gnädig geholfen und mich nun abermals einen beschwerlichen Krankheitstag in diesem Elend hast zurücklegen lassen. Ich bitte dich von Grund des Herzens, vergib mir um Christi, meines höchsten Seelen⸗Arztes und Heilandes willen, alle meine Sünde und hilf mir Kranken auch durch diese bevorste⸗ hende Nacht hindurch mit deiner Gnade, Kraft und Trost. Mein Leib will sich zur Ruhe legen, ach dieselbe gönne mir gnädiglich zur Erquickung dieses meines schwachen Leibes. Behüte mich vor der ewigen Nacht um Jesu Christi willen und laß mich das liebe Tages⸗ licht wiederum erfreulich sehen, auch dermaleinst den Glanz des ewi⸗ gen Tages in himmlischer Herrlichkeit unaufhörlich schauen. In⸗ dessen, weil ich meiner selbst nicht pflegen kann, so lege die Wacht deiner heiligen Engel zu mir, über meine Seele und Leib und alles, was du mir gegeben, daß mir kein Feind noch Unfall schade. Herr Gott Vater, erbarme dich diese Nacht über dein armes Geschöpf. Herr Gott Sohn, der Welt Heiland, siehe gnädiglich an deinen Die⸗ ner und erkauftes Gut. Herr Gott heiliger Geist, tröste und führe mich seliglich in diesem und nach diesem zu dem ewigen Leben. Deine Gnade und Wahrheit, o du heilige Dreifaltigkeit, walte über mich in Ewigkeit. Amen. 20. Gebet eines Rranken, der lich zum Sterben schickt. O Vater aller Gnade, erbarme dich über meine arme Seele. Vergib mir alle meine Sünde, die ich leider wider dich getan habe. Verachte nicht dein armes Geschöpf, verschmähe mich nicht, der ich deiner Hände Werk bin. Laß den nicht umkommen, welchen du ge⸗ macht und geschaffen hast, denn auf dich hoffe ich, du bist meine Hilfe und mein Gott. O Christe, wahrer Heiland, der du bist das Lamm Gottes, welches da trägt die Sünde der Welt, der du mich mit deinem Blute gewaschen und gereinigt hast, ich bitte dich durch dein bitteres Leiden, sonderlich aber durch die Schmerzen, die du zu der Stunde 240 Gebete. deines Todes empfunden hast: Erbarme dich über meine arme Seele bei ihrem Ausgange und führe sie zum ewigen Leben. O Gott heili⸗ ger Geist, du süßer Trost, erhalte mein Herz wider alle Anfechtung des bösen Feindes, stärke meinen Glauben, daß ich festiglich glaube eine Vergebung der Sünden und ein ewiges Leben. So befehle ich nun, o heilige Dreieinigkeit, meinen Geist in deine Hände. Du treuer rin du hast mich erlöset, der du lebest und regierest in Ewigkeit. men. 21. Gebete der Umstehenden für den Sterbenden. Allmächtiger, gütiger Gott, der du unser Leben erhältst im Tod und Sterben, wir bitten dich, du wollest die Augen der Barmherzig⸗ keit wenden zu diesem kranken Menschen und ihn erquicken an Leib und Seele und ihm alle seine Sünden aus Gnaden vergeben. Nimm an das Opfer des unschuldigen Todes Jesu Christi, deines lieben Sohnes, für die Bezahlung seiner Missetat. Er ist ja auch auf des⸗ selbigen Namen getauft und mit desselbigen Blut gewaschen und ge⸗ reinigt. So errette ihn nun von des Leibes Qual und Pein. Ver⸗ kürze ihm seine Schmerzen, erhalte ihn wider die Anklage des Ge⸗ wissens und wider alle Anfechtung des bösen Feindes, auf daß er im Glauben ritterlich kämpfe und überwinde. Verleihe ihm eine selige Heimfahrt zum ewigen Leben. Schicke deine heiligen Engel her, daß sie ihn begleiten zur Versammlung aller Auserwählten, in Christo Jesu, unserm Herrn. Amen. O Herr Jesu Christe, der du allein bist die Tür zum ewigen Leben, daß, wer durch dich eingeht, selig werden mag, wir bitten dich von Herzen, du wollest solche Gnadentür diesem Dahinsterbenden auftun und ihn aus der Anfechtung der Sünde und des Teufels List und Macht bald erlösen. Ach Herr, hilf ihm, daß er im finstern Tale und Schatten des Todes nicht irre gehe noch verderbe, sondern du, als ein getreuer Hirte, nimm auf dieses verlorene Schaf und deinen Knecht, laß ihm dein Wort in seinem Herzen leuchten, stehe ihm in aller Not bei und zeige ihm dein Heil, laß ihn nicht entfallen aus des rechten Glaubens Trost, nimm seine Seele in deine Hände und pflege ihrer mit Gnaden, auf daß sie keine Qual anrühre, und gib also ihm das ewige Leben. Amen. 22. Sprüche, den Sterbenden zuzusprechen. Ob ich schon wanderte im finstern Tale, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Psalm 23, 4. Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Philipp. 1, 21. D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe usw. 241 Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jes. 43, 1. Der Herr wird dich erlösen von allem Übel und dir aushelfen zu seinem himmlischen Reiche; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 2. Tim. 4, 18. Herr, ich warte auf dein Heil. 1. Mos. 49, 18. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 33. Verlaß mich nicht, Herr! Mein Gott, sei nicht ferne von mir! Eile mir beizustehen, Herr, meine Hilfe! Psalm 38, 22. 28. Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3, 16. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn Herrn, der vom Tode errettet. Psalm 68, 21. Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist, du hast mich erlöset, Herr, du treuer Gott. Psalm 31, 6. Herr Jesu, nimm meinen Geist auf. Ap.⸗Gesch. 7, 58. Abschiedssegen. Der allmächtige Gott stärke dich, wider alle Anfechtung ritter⸗ lich zu kämpfen und im wahren Glauben bis ans Ende zu verharren! Der Herr Jesus Christus sei mit dir und begleite dich in das ewige Leben und verleihe dir am jüngsten Tage eine fröhliche Auferste⸗ hung! Amen, Amen, Amen. 23. Gebet nach dem Tode eines KRindleins. Herr Jesu Christe, du ewiger Gott und Heiland, der du so freund⸗ lich der Kindlein dich angenommen und sie zu dir gerufen und ge⸗ segnet hast, wir zweifeln nicht, daß du auch dieses unser liebes Kind⸗ lein zu dir in deine ewige Freude gerufen und mit Leben und Selig⸗ keit gesegnet habest. Aber, Herr, unser Gott und Heiland, unsre Seele ist betrübt, und wir tragen Leid, weil du unser liebes Kind so frühe dahingenommen. Wenn wir schon wissen, daß du es wohl mei⸗ nest, da du mit ihm aus diesem bösen Leben geeilet, so will es uns doch fast schwer werden, uns stille in deinen heiligen Willen zu fügen. So hilf du selbst uns durch deinen heiligen Geist und stärke unsern Glauben, daß wir deinen Rat ehren und preisen, auch wenn wir ihn nicht verstehen. Wir danken dir, daß du unser liebes Kindlein in der heiligen Taufe zu deinem Kinde angenommen, es zum ewigen Leben wiedergeboren und ihm das Erbe des Himmels zugesprochen hast. 16 242 Gebete. Darum sind wir der guten Zuversicht, daß es nunmehr in deinem Frieden und in der ewigen Ruhe ist. Hilf, lieber Herr, daß wir um⸗ kehren und werden wie die Kinder, auf daß auch wir dereinst mit Freuden einschlafen und zur ewigen Ruhe der Heiligen gelangen mö⸗ gen durch deine ewige Gnade und Barmherzigkeit. Amen. 24. An Begräbniskagen.— Barmherziger, gnädiger Gott, der du nach deinem unerforsch⸗ lichen, aber gewißlich gnädigen Ratschluß uns mit schwerem Leid heimgesucht hast, wir sagen dir Lob und Dank, daß du uns auch deine heiligen Tröstungen darreichest im Worte des Lebens. So sind wir nun nicht wie die andern, die keine Hoffnung haben, sondern wir wissen es, daß du unsere sterblichen Leiber zur Herrlichkeit und zum ewigen Leben auferwecken willst am jüngsten Tage. Dessen getrösten wir uns auch heute, da wir ein edles Samenkorn in deinen heiligen Acker legen auf den Tag der Auferstehung. Ach Herr, deine Wege sind wunderbar, wer kann sie verstehen? Deine Gerichte sind heilig und hoch, wer darf darüber murren? Du hast alles wohlgemacht, und dein Wille ist gut und gnädig, auch wenn du uns heimsuchst mit Trauer und Herzeleid. Darum wollen wir stille sein und dir unsere Sache befehlen. Tröste uns, Gott, unser Heiland, und verlaß uns nicht in unserm Leide. Du bist nahe, und dein Erbarmen hat noch kein Ende. Bleibe bei uns und sei unsers Herzens Trost und unser Teil. Gib, daß uns nichts von dir und deiner Liebe scheide. In deine Hände befehlen wir uns ganz und gar. Erbarme dich unser und sei uns gnädig jetzt und im letzten Stündlein und am Tage des Gerichts, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn. Amen. Darnach lies 1. Thess. 4, 13—18. Offenb. 7, 9—17. 4* In der nachfolgenden Ordnung des Hauptgottesdienstes ꝛc. ist auf Seite 13 zu lesen: Darauf erhebt sich die Gemeinde und singt stehend den Gesang Nr. 235(a. G. Nr. 290). Ordnung des Hauptgottesdienstes an den Bynn- und JFesttagen. nicht nach unsrer Missetat. Gottesdienstordnung. 1 ——— d [Chorgesang. ir ir Eingangslied. i Eingangs⸗-Antiphone. 0 a. An Bynntagen. ge Past. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. 9 Gem. , ö nit EEE—— PE..2— 22. re E ne Lobe den Herrn, meine See⸗ le, und vergiß nicht, 2—. 7 4.— I er EVE 1———606— ne ⁷ 2 sei was er dir Gu⸗ tes ge⸗ tan hat. 16 Fn. b. An Jesltagen. Past. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Gem. e —2 4Z.— 1— — + Lo ⸗ be den Herrn, meine See ⸗le, und vergiß II iih̃. E—= 35—— ö nicht, was er dir Gu⸗tes ge⸗ tan hat. auf Buß-Spruch. ing Past. Herr, handle nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns Ordnung der Gottesdienste. Gem. Kyrie. E CD. 1— 1 1 ¹α II+ +—— 1. E 2——.— 2——— —.— 1— I— 1—1 +2 1 2 aZ.ꝛ.. — 77 Herrr— ,/ er ⸗ bar-me dich un ⸗ser! 9 2.— T. 4 1 11 EDEEE—— — 2 +1——— — 1——.—— I E—.—2 Chri ⸗ste, er ⸗ bar ⸗ me dich un ⸗ ser! 20 566. 0.— + Lar... IVv ꝗ 2—— 1— 1 2— 1— 2 +—— 77 3*3— TrP IV Herr—, er ⸗ bar⸗me dich un ⸗ serl Gnaden-Antiphone. Past. Bei dem Herrn findet man Hilfe. Halleluja! em. HE— EEF 22 E 1.—— —— 2——.—.—— — + 1+— 2 I Und seinen Segen über sein Volk. Hal⸗le ⸗ lu⸗ ja! Am ersten Advent. Past. Bereitet dem Herrn den Weg. Halleluja! Gem. Machet seine Steige richtig. Halleluja! Weihnachten. Past. Euch ist heute der Heiland geboren. Halleluja! Gem. Welcher ist Christus der Herr. Halleluja! Epiphanias. Past. Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt. Halleluja! Gem. Und die Herrlichkeit des Herrn gehet auf über dir. Halleluja! Palston. Past. Christus ist um unserer Missetat willen verwundet. Gem. Und um unserer Sünde willen zerschlagen. 4— Ostern. Past. Christus ist um unserer Sünde willen dahingegeben. Halleluja! Gem. Und um unserer Gerechtigkeit willen auferwecket. Halleluja! Bimmelfahrt. Past. Christus ist aufgehoben zum Himmel. Halleluja! Gem. Und sitzet zur Rechten Gottes des Vaters. Halleluja! Rugsten. Past. Der Herr hat alssnosen v. seinem Geiste über d. Gemeinde. Hall.! Gem. Den Geist der Gnade und des Gebets. Halleluja! Trinitatis. Past. Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth. Halleluja! Gem. Alle Lande sind seiner Ehre voll. Halleluja! PUWTe Ge —7—w-rt;'rdßNìn; Sonn⸗ und Festtage. Erntedankfest. Past. Es danken dir, Gott, die Völker. Halleluja! Gem. Es danken dir alle Völker. Halleluja! Reformationsfelt. Past. Dein Wort ist meines Fußes Leuchte. Halleluja! Gem. Und ein Licht auf meinen Wegen. Halleluja! Tytenfeier. Past. Leben wir, so leben wir dem Herrn. Halleluja! ö Gem. Sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Halleluja! Gloria in excelsis. a. An Synntagen. Past. Ehre sei Gott in der Höhe! 65—.—6 ö*— 2 34. H. — Und Fried' auf Er ⸗den und den Men⸗ E LI ;ꝛꝛ—.—.—.——— LI ö 5— B. schen—5 Wohl⸗ 98„fal⸗ len.“) b. An Jesttagen. ö Gem. Ehre sei Gott in der Höhe! —9—5 ———————H— — —— Und Frie-de auf Er-den, den Men⸗-schen ein Wohl⸗ ge⸗ — HF—— N—— E DDD.——— fal„ len. Hal ⸗le⸗ lu⸗ja! Hal⸗le⸗ lu⸗jal“) ö Gruß. Past. Der Herr sei mit euch. 6 2·— n 2— 1 ll.! em. sggggggg Und mit dei⸗ nem Geist. * Anmerkung. Statt:„Und Friede auf Erden“ kann auch von der ö Gemeinde das Lied:„Allein Gott in der Höh' sei Ehr'“ gesungen werden. 1* Ordnung der Gottesdienste. Kollekte. Past. Lasset uns beten: ꝛc. G N— 1 H Gem. ASIeee —— —— A.«„nien. Epistel oder Evangelium. Gec“. Herr, laß meine Seele in deinem Worte leben. Halleluja! em. E I +*. I — 4— Daß sie dich lobe immer und ewiglich. Halle⸗lu-ja! Belienntnislied. LE I* + 7 II I 2 EEEIEEI— Du treu⸗er Gott, sei hoch⸗ ge⸗preist, Gott, Va⸗ ter, Sohn und heil'⸗ ger Geist, E EEE 2.5——;..—. EEEE 5 I H——.. J I 2— hast uns dein Wort ge ⸗ ge ⸗ ben! Wwir du un ⸗ser Licht und Le ⸗- ben, H.H LCLLAI 2— 2+ 1 2—— V 2 2—..;ßt—* I— + I +—————— 2....———4 4 1 + 1 V E. L glau⸗ben und be⸗ ken-nen dich, und uns⸗ re LCLLE 4——— I AII 2—— De w +„— N— + 2— 14.—%f 1.— +—.——*— 4—2.5.5J]0. D. 2— 2—. I +LIL See⸗le hofft auf dich, stärk uns den Glau⸗ben. A⸗ men KAirchliche Gesangstücke des Chors. An hohen Felltagen(statt des Bekenntnisliedes:) Das apostolische Hlaubensbekenntnis. Past. Lasset uns nun mit dem gemeinsamen Bekenntnis der christlichen Kirche vor Gott treten und also sprechen: 0 glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden. u )½ 10—.sseeeeetetete Sonn⸗ und Festtage. 5 Und an Jesum Christum, seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestorben und begraben, nieder⸗ gefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, auf⸗ gefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Ge⸗ meinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. —04 J... 1 1 21 Gem——0— 1— 8—— 3.— ISI... ——.——.—..——— — A⸗ men, A⸗ men, A ⸗ men. Kirchliche Gesangstücke des Chors. Das Hauptlied. Die Predigt. (Abkündigungen mit dem Friedensgruß.) Gesang der Gemeinde. Das allgemeine Kirchengebet. Bater unser. Gem 605— em. + A⸗ men. Schluß-Antiphone. Past. Schaff in mir, Gott, ein reines Herz. Halleluja! Gem. 2— FS.Ul A — 2 24.— EEE 22..—.— 1 —ür.D Und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Hal⸗le⸗lu ⸗ ja! Am ersten Advent. Past. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch. Halleluja! Gem. Daß der König der Ehren einziehe. Halleluja! Weihnachten. Past. Also hat Gott die Welt geliebt. Halleluja! Gem. Daß er seinen eingebornen Sohn gab. Halleluja! Epiphanias. Past. Lobet den Herrn, alle Heiden. Halleluja! Gem. Und preiset ihn, alle Völker. Halleluja! Passion. Past. Gott hat seines eigenen Sohnes nicht verschonet. Gem. Sondern ihn für uns alle dahingegeben. N II ö IIAMN 6 Ordnung der Gottesdienste. NN Hhlern. Past. Christus hat dem Tode die Macht genommen. Halleluja! Gem. Und das Leben und ein unvergängliches Wesen an das Licht ge⸗ bracht. Halleluja! Bimmelfahrt. Past. Gott hat Christum erhöhet über alles. Halleluja! Gem. Und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist. Halleluja! Pfingsten. Past. Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet. Halleluja! Gem. Schmücket das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars. Halleluja! Trinitatis. Past. Wir loben Gott den Vater, Sohn und heiligen Geist. Halleluja! Gem. Und preisen ihn von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja! [[Ernkedankfest. Past. Die Augen des Herrn sehen auf die, so ihm vertrauen. Halleluja! Halleluja! Reformativnefest. Past. Herr, dein Wort bleibet ewiglich. Halleluja! Gem. Deine Wahrheit währet für und für. Halleluja! Tytenfeier. Past. Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Gem. Ja, der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit. Schluß-Kollekte. Past. Lasset uns beten: ꝛc. Q Gem..SEIet.I DD A« men. Segen. Past. Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. 125 1 —— ———+ A⸗ men, A⸗men. 222 Gem. Gem. Er errettet ihre Seelen vom Tode und ernähret sie in der Teuerung. S H◻TSS S 6 7, Das heilige Abendmahl. Das heilige Abendmahl. Past. Der Herr sei mit euch. Gem. U Q T.H III +2 II +7 1 xiie Und mit dei⸗ nem Geist. Past. Erhebet zum Himmel eure Herzen. Gem. 2.— .5— 4— r n Wir ha⸗ben sie er⸗ ho ⸗ben. Past. Danksaget dem Herrn, unserm Gott. Gem. +2— 2..———. TC D 6 —.—— EII Das ist bil ⸗lig und recht. Past. Wahrlich es ist billig und recht, daß wir dir, unserm Gott, danksagen und dich loben, weil dein lieber Sohn mit seinem bittern Leiden für unsere Sünde bezahlet hat, welcher um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen ist, darum wir mit allen Engeln und Erzengeln und allen himm⸗ lischen Heerscharen zu deiner Ehr' ohne Unterlaß sagen: Gem. Q I.— 2— —————— 23 +—— m—— 7———.————— ———— 2—— 4 +*+— Hei ⸗lig ist Gott, der Her ⸗ re Ze ⸗ ba ⸗ oth, U E ö—.—.— 2 E— 2 1 2—. 2 2 + L———.—— 2— E„ x—— hei ⸗ lig ist Gott, der Her⸗ re Ze ⸗ ba ⸗ oth, 9 E— —. a'i:g— ——————— * hei=lig ist Gott, der Her ⸗re Ze⸗ ba ⸗ oth, 2 2— N 11.——— EI E 2——— 11—— — 2— 2——9 7 220 0 Ehr die gan⸗ ze Welt er ⸗fül ⸗let hat. Ordnung der Gottesdienste. Darnach wendet sich der Geistliche zu den Kommunikanten und spricht:“) Meine Geliebten in Gott, weil wir das Abendmahl unsers Herrn Jesu Christi wollen halten, so lasset uns Gott den Vater im Namen Jesu Christi anrufen und von Grund des Herzens also beten: Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken dir von Herzen, daß du deinen einigen lieben Sohn, unsern Herrn und Heiland, Jesum Christum für unsere Sünde zu unserer Seligkeit hast Mensch werden und am Kreuz eines bittern Todes sterben lassen, welcher uns auch befohlen hat, dieses Gedächtnis seines Leidens und Sterbens im heiligen Abendmahl zu halten, in welchem er uns seinen Leib zu einer Speise und sein Blut zu einem Tranke gibt, damit wir desto fester glauben möchten, sein Tod und Blutvergießen am Kreuz sei unsere gewisse Seligkeit. Stärke dazu unsern schwachen Glauben, auf daß wir würdige Gäste bei dieser himmlischen Mahlzeit seien, und laß uns an das Leiden und Sterben deines lieben Sohnes so zu unserm Troste gedenken, daß wir die süße Kraft desselben in unserm Herzen freudig empfinden mögen. Gib uns deinen heiligen Geist, daß wir verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste und in kindlicher Furcht dir allezeit leben und dienen in recht⸗ schaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Laß auch einen jeglichen unter uns sein Kreuz auf sich nehmen, deinem lieben Sohne nach⸗ folgen und einer den andern lieben, gleichwie dein lieber Sohn uns geliebet hat. Denn es ist dieses heilige Sakrament ein Brot, wir alle aber ein Leib, weil wir eines Brotes teilhaftig werden und aus einem Kelche trinken. Gib uns auch und allen gläubigen Christen, was uns sonst nützlich und dienlich ist, dieses Leben in deiner Furcht zu führen, selig zu beschließen und endlich die ewige Seligkeit zu erlangen. Darauf sprechet nun von Herzen einmütig: Amen. Gem. spricht: Amen. Der Geistliche wendet sich gegen den Altar und singt: Vater unser, der du bist im Himmel. Geheiliget werde dein Name. Zu uns komme dein Reich. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heut. *) Das folgende Gebet kann da weggelassen werden, wo als Eingang zum heil. Abendmahle die Beichthandlung unmittelbar vorhergegan— gen ist. die ιπππ πππι⁰έ⁷⁷π⁰π˙0 Das heilige Abendmahl. 9 Und erlaß uns unsere Schuld, wie wir erlassen unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Ubel: 7— Gem. EHN ö—.2e— A ⸗ men 4 Der Geistliche singt darauf die Einsetzungsworte: Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach's und gab's seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset, das ist F mein Leib, der für euch ö gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen ö nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte, gab ihn und ö sprach: Trinket alle daraus. Dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis. HBierauf spricht oder singt der Geistliche: Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt, erbarm dich unser! Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt, erbarm dich unser! Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt, gib uns 136 Frieden. Amen!*) 22ᷣ A .SSSSSS...... A 5 men. Darnach wendet sich der Geisli ce zur Gemeinde und spricht: Der Friede des Herrn sei mit euch allen! Amen! Hierauf beginnt die Austeilung des Sakraments. Der Geistliche be— dient sich dabei folgender Worte: 1 Nehmet hin und esset, das ist der Leib Jesu Christi, für eure Sünde in den Tod gegeben, der stärke und erhalte euch im wahren Glauben zum ewigen Leben. Amen. Nehmet hin und trinket, das ist das Blut Jesu Christi, für eure Sünde vergossen, das stärke und erhalte euch im wahren Glauben zum ewigen Leben. Amen. *) Wenn 5„Christe“ vom Geistlichen gesungen wird dann respon⸗ diert die Gemeinde mit„Amen“. 10 Ordnung der Gottesdienste. Während der Austeilung werden Passionslieder oder Gesänge vom heiligen Abendmahl gesungen. Nach der Austeilung verliest der Geistliche den 25. Psalm: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. f Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feinde, du salbest mein Haupt mit Ol und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. Darauf intoniert der Geistliche, gegen den Altar gewandt: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich. Gem. H— — II 2.— 2———— 4 —— 2.IILD Und seine Güte wäh⸗ ret e⸗ wig ⸗lich. 4 Sodann singt der Geistliche die Uollekte: Wir danken dir, allmächtiger Herre Gott, daß du uns durch diese heilsame Gabe hast erquicket, und bitten deine Barmherzigkeit, daß du uns solches gedeihen lassest zu starkem Glauben gegen dich und zu brünstiger Liebe unter uns allen, um Jesu Christi, unsers Herrn willen. * Gem. PESI 24— em———— 22— 2 62 A A« men Past. Der Herr segne dich und behüte dich,—4. der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. — — EHEEE + A Gem—1. XA *— 1 XII —— , A⸗ men, A⸗ men. Nach dem Amen kann noch ein Schlußgesang gesungen werden. 1 4 16. 17. ——⅛i-i:iππì⁰ιππe⅜πmι¼ῦ⁰π⁰π⁰πππùù)ì)☚!ZdEι⁷⁷½᷑-z; Antiphonen. 11 Antiphonen. (Zum Gebrauche neben den bereits in der Ordnung des Haupt⸗ gottesdienstes enthaltenen.) Hosianna dem Sohne Davids. Halleluja! Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Halleluja! „Ein Kind ist uns geboren. Halleluja! Ein Sohn ist uns gegeben. Halleluja! Das Wort ward Fleisch. Halleluja! Und wohnete unter uns. Halleluja! Kündlich groß ist das gottselige Geheimnis. Halleluja! Gott ist geoffenbaret im Fleisch. Halleluja! „Jesus Christus gestern und heute, Halleluja! Und derselbe in Ewigkeit. Halleluja! Himmel und Erde werden vergehen, Aber des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit! Die Heiden werden in Deinem Lichte wandeln. Halleluja! Und die Könige im Glanze, der über Dir aufgeht. Halleluja! „Die Strafe liegt auf Ihm, auf daß wir Frieden hätten, Und durch Seine Wunden sind wir geheilet. „Der Herr ist auferstanden. Halleluja! Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja! „Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Halleluja! Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat. Halleluja! „Trachtet nach dem, was droben ist. Halleluja! Da Christus ist, sitzend zur rechten Hand Gottes. Halleluja! Herr, tue meine Lippen auf. Halleluja! Daß mein Mund Deinen Ruhm verkündige. Halleluja! „Gott, sei uns gnädig nach Deiner Güte, Und tilge unsere Sünden nach Deiner Barmherzigkeit. „Barmherzig und gnädig ist der Herr. Halleluja! Geduldig und von großer Güte. Halleluja! Rufe mich an in der Not, so will Ich dich erretten. Halleluja! Und du sollst Mich preisen. Halleluja! Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Halleluja! Wohl dem, der auf Ihn trauet. Halleluja! Ich will den Herrn loben, so lange ich lebe. Halleluja! Und meinem Gott lobsingen, weil ich hier bin. Halleluja! I 1 12 Ordnung der Gottesdienste. 18. Herr, zeige uns Deine Wege. Halleluja! Und lehre uns Deine Steige. Halleluja! 19. Kommt herzu und lasset uns dem Herrn frohlocken. Halleluja! Und jauchzen dem Hort unsers Heiles. Halleluja! 20. Herr, nun lässest Du Deinen Diener in Frieden fahren. Halleluja! Denn meine Augen haben Deinen Heiland gesehen. Halleluja! Bauplgoltesdienst am Gründonnerstage und Karfreitage. Nachdem es ausgeläutet hat, kniet der Pastor gegen den Altar und betet unter dem Anschlagen der Betglocke: Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, erbarme Dich unser! Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, erbarme Dich unser! Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, gib uns Deinen Frieden! Vater unser u. s. w. Hierauf Gemeindegesang, der Bedeutung des Tages gemäß. Dann verliest der Pastor am Altare nach einem biblischen Segens⸗ wunsche am Gründonnerstage das vierte, am Karfreitage das fünfte SHauptstück der Leidensgeschichte des Herrn.) Das Hauptlied, nach der Bedeutung des Tages ausgewählt. Die Predigt wird am Gründonnerstage über die Epistel oder das Evangelium des Tages, als des Gedächtnistages der Einsetzung des heiligen Abendmahls, am Harfreitage aber über einen von dem Prediger zu wählenden Passions⸗ text gehalten. Am Harfreitage kann sich an die Predigt die allgemeine ) An beiden Tagen kann ein Chorgesang folgen; auch ist es nicht un⸗ statthaft, in die Vorlesung selbst an geeigneten Stellen einzelne Gesang⸗ verse einzulegen. 5— Gründonnerstag. Karfreitag. Bußtag. 13 Bauplgottesdienst am Bußtage. Der Pastor betet zu Anfang das„Christe, du Lamm Gottes“ und das „Vaterunser“ wie am Gründonnerstage und Harfreitage. Dann Gemeindegesang, der Bedeutung des Cages gemäß. Hierauf verliest der Geistliche am Altare einen der Bußpsalmen, wozu die Gemeinde sich erhebt.“) Das Hauptlied. Die Vredigt wird über den vorgeschriebenen Bußtext gehalten. Darauf erhebt sich die Gemeinde und singt stehend den Gesang Nr. 290. Daran schließt sich die allgemeine Veichte.) Past.: Geliebte in Christo! Wollet euch nun vor dem heiligen Gotte demütigen und das Bekenntnis eurer Sünden mit bußfertigem und gläubigem Herzen ablegen, indem ein jeglicher mit mir also spricht: Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater, ich armer fündiger Mensch bekenne vor Deinem heiligen Angesichte, daß ich leider schwer und mannigfaltig gesündigt habe(nicht allein mit äußerlichen groben Sünden, sondern auch mit innerlicher Blindheit, Unglauben, Zweifel, Kleinmütigkeit, Ungeduld, Hoffart, bösen Lüsten, Geiz, heimlichem Neid, Haß, Mißgunst und anderen Sünden), daß ich auf mancherlei Weise mit Gedanken, Worten und Werken Deine allerheiligsten Gebote übertreten habe, wie Du, mein Herr und Gott, das wohl an mir erkennst und ich leider so vollkommen nicht erkennen kann. Aber solches alles ist mir leid und reuet mich sehr, und ich begehre von Herzen Deine Gnade, o Gott, durch Deinen lieben Sohn, Jesum Christum, und bitte, daß Du mir alle meine Sünden vergeben und Deinen heiligen Geist zur Besserung meines Lebens mitteilen wollest. Amen. Herr, erbarme Dich unser! Christe, erbarme Dich unser! Herr, erbarme Dich unser! Amen. Ist das nun euer aller aufrichtiges Bekenntnis? Sind eure Sünden euch von Herzen leid, setzet ihr all euer Vertrauen auf die Gnade Gottes in Christo und gelobet ihr, euer Leben hinfort mit Hier kann ein Chorgesang folgen. *) Statt der Beichte kann auch ein Bußtagsgebet gesprochen werden, worauf die Gemeinde mit„Amen“ antwortet. 14 Ordnung der Gottesdienste. Gottes Hilfe nach Gottes Willen anzustellen? so bezeuget solches selbst vor Gott und sprechet: Ja! Gem.: Ja! Darauf die Absolution. Past.: Der allmächtige Gott hat Sich euer erbarmet, und ich, als verordneter Diener der christlichen Kirche, verkündige euch auf solch euer Bekenntnis nach dem Befehle unseres Herrn Jesu Christi die Vergebung aller eurer Sünden im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Gehet hin in Frieden. Allen Unbußfertigen aber gebe Gott Seinen heiligen Geist, daß sie mögen wahre Buße tun und selig werden. Amen. Biernach Fürbitte für die HKommunikanten, sofern das heilige Abend⸗ mahl gefeiert wird. Sodann das„Vaterunser“ und„Der Friede Hottes u. s. w.“ Darnach der zur Kommunion überleitende Hesangvers. Ist keine Kommunion, so kann nach dem Gesangverse die Litanei gesungen werden. Mit Antiphone, Kollekte und Hegen wird der Gottesdienst beschlossen. HBauptgottesdienst am Bagelfeiertage. 1. Gemeindegesang.— 2, Salutatio.— 3. Antiphone. Past. Herr, erzeige uns Deine Gnade und Güte. Halleluja! Gem. Daß unser Land sein Gewächs gebe. Halleluja! 4. Kollekte. 5. Bsalm 85; Herr, der Du bist vormals gnädig gewesen Deinem Lande, und hast die Gefangenen Jakobs erlöset; Der Du die Missetat vormals vergeben hast Deinem Volk, und alle ihre Sünden bedecket, Sela; Der Du vormals hast allen Deinen Zorn aufgehoben, und Dich gewendet von dem Grimm Deines Zorns; Tröste uns, Gott, unser Heiland, und laß ab von Deiner Ungnade über uns. Willst Du denn ewiglich über uns zürnen, und Deinen Zorn gehen lassen immer für und für? Willst Du uns denn nicht wieder erquicken, daß sich Dein Volk über Dich freuen möge? Herr, erzeige uns Deine Gnade, und hilf uns. ———— Bußtag Hagelfeiertag. 15 Ach, daß ich hören sollte, daß Gott der Herr redete, daß Er Frieden zusagte Seinem Volk, und Seinen Heiligen, auf daß sie nicht auf eine Torheit geraten. Doch ist ja Seine Hilfe nahe denen, die Ihn fürchten, daß in unserm Lande Ehre wohne; Daß Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen; Daß Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue; Daß uns auch der Herr Gutes tue, damit unser Land sein Ge⸗ wächs gebe; Daß Gerechtigkeit dennoch vor Ihm bleibe, und im Schwange gehe. 6. Gemeindegesang. 7. Vredigt über einen freien Text. 8. Gemeindegesang. 9. Altargebet.“) Herr, allmächtiger Gott, Du König Himmels und der Erden, der Du durch Deine überschwengliche Güte den ganzen Erdboden mit allerlei Früchten zierest und erfüllest, wir bitten Dich um Deiner Barmherzigkeit willen, Du wollest unser Land segnen, daß es seine Früchte gebe zu seiner Zeit; denn ohne Deinen Segen ist alle unsere Arbeit umsonst. Gib vom Himmel her Regen und Sonnenschein, daß alles wachse und gedeihe. Schließe den Himmel nicht zu über uns um unsrer Sünde willen, sondern suche das Land heim mit Deiner Fülle. Tränke seine Furchen, feuchte sein Gepflügtes, segne sein Gewächs. Kröne das Jahr mit Deinem Gute, daß Deine Fuß⸗ stapfen triefen von Fett, so werden die Wohnungen in der Wüste auch fett werden; die Hügel umher werden lustig sein und die Auen werden prangen mit Korn, daß man jauchzet und singet.— So laß Dir, o himmlischer Vater, in Deinen gnädigen Schutz befohlen sein die liebe Saat und alle Früchte des Erdreichs. Bewahre sie in Frost und Hitze, in Regen und Ungewitter; bewahre sie vor Sturm und Hagel, vor Verheerung und allem Schaden. Behüte uns vor Miß⸗ wachs und Teuerung, vor Hunger und Kummer. Erhöre uns in Deinem Himmel, und verlaß uns nicht um der Sünde willen Deines Volkes; sondern versorge uns gnädiglich mit aller Notdurft des Lebens, auf daß wir in allen Dingen Deine göttliche Kraft und Deine )nter besonderen Verhältnissen, in denen der Inhalt des Gebets nicht angemessen erscheint, sind Anderungen des Inhalts zulässig. 16 Ordnung der Gottesdienste. milde Hand mit Danksagung erkennen und Dich preisen, der Du uns Anen ernährest an Leib und Seele, hier zeitlich und dort ewiglich. men. Lasset uns ferner mit den Worten des 67. Psalms also beten: Gott sei uns gnädig und segne uns; Er lasse uns Sein Autlitz leuchten. Sela. Daß wir auf Erden erkennen Seinen Weg, unter allen Heiden Sein Heil. Es danken Dir, Gott, die Völker; es danken Dir alle Völker. Die Völker freuen sich und jauchzen, daß Du die Leute recht richtest, und regierest die Leute auf Erden. Sela. Es danken Dir, Gott, die Völker; es danken Dir alle Völker. Das Land gibt sein Gewächs. Es segne uns Gott, unser Gott. Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte Ihn. Vaterunser mit Amen der Gemeinde. 10. Antiphone. Past. Aller Augen warten auf Dich, Herr. Halleluja! Gem. Und Du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Halleluja! 11. Kollelte.— 12. Segen. 13. Schlußvers.(Uann auch wegfallen.) Die sonn⸗ und festtägigen Jrüh- und Nachmittags-Gottesdienste und die Wochen⸗Gottesdienste mit Predigt. 1. Eingangslied. 2. Am Altar: Salutatio, Antiphone und Kollelte. Verlesung eines Abschnittes aus der heiligen Schrift. 3. Gemeindegesang. 4. Predigt über die Sonntags⸗ oder Festtags⸗Perikope (oder einen freien Cext). Sum Schluß: Der Priede Gottes u. s. w. 5. Gemeindegesang. 6. Am Altar: Gebet und Baterunser. Antiphone, Kollekte und Hegen. 7. Gemeindegesang.(Hann auch fortfallen.) Es kann auch nach dem Vaterunser sogleich der Segen gesprochen und damit der Gottesdienst geschlossen werden. Schließt sich an den Gottesdienst die Feier des heiligen Abendmahls an, so fallen Antiphone, Hollekte und Segen fort und wird nach einem Früh⸗, Nachmittags⸗ und Wochengottesdienste. Katechismuslehre. 17 Bibelwort, z. B.„Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei mit euch allen“, durch das Lied:„Vor Dir, Herr Jesu, steh ich hier“ zur Hommu⸗ nion übergeleitet. Wo es herkömmlich ist, kann im Nachmittags⸗Gottesdienste vor der Dredigt auch die liturgische Ordnung des Hauptgottesdienstes in An⸗ wendung kommen. Katechismuslehre. 1. Gemeindegesang. 2. Past. Unsere Hilfe stehet im Namen des Herrn. Halleluja! Gem. Der Himmel und Erde gemacht hat. Halleluja! Past. Der Herr sei mit euch. Gem. Und mit deinem Geist. Past. Kollekte. Gem. Amen. 3. Hierauf kann von zwei Kindern ein Hauptstück des lutherischen Ka⸗ techismus mit der Erklärung aufgesagt werden. 4. Katechisation, welche mit einem Gebete und dem Vaternunser ge⸗ schlossen wird. 5. Gesang. 6. Past. Dein lehre mich tun nach Deinem rn. m. Halleluja! Gem. Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Halleluja! Past. Lasset uns beten:(Kollekte). Gem. Amen. 7. Segen. 8. Schlußvers.(Hann auch fortfallen.) Wenn einige Sonntage benutzt werden sollen, der Gemeinde Mittei⸗ lungen zu machen aus dem Gebiete der äußeren und innern Mission, der Arbeit des Gustav Adolfvereines und der Reformationsgeschichte, so sind die Mitteilungen an Stelle von Nr. 5 und 4 zu setzen. Bei der Hatechismuslehre an Wochentagen kann auf das Eingangs⸗ lied sofort die KHatechisation folgen, und der Gottesdienst nach einem Gebete nebst Vaterunser mit Segen und Gesang geschlossen werden. Wochenbetstunde. Nachdem es ausgeläutet hat, tritt der Pastor an den Altar und spricht unter dem Anschlagen der Betglocke: 1. Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, erbarme Dich unser! Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, erbarme Dich unser! Gottesdienstordnung. 2 18 Ordnung der Gottesdienste. Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, gib uns Deinen Frieden! Vaterunser. 2. Die Gemeinde singt einen Morgen- oder Lobgesang. 3. Der Pastor verliest am Altar nach einem Botum einen Abschnitt aus der heiligen Schrist, welchen er in der Kürze auslegt. 4. Gemeindegesang. 5. Danach spricht er ein Gebet. 6. Past.(am Altar): Herr, erbarme Dich unser. Christe, erbarme Dich unser. Herr, erbarme Dich unser. Vaterunser. 7. Past. Gott, gib Fried in Deinem Lande. Gem. Glück und Heil zu allem Stande. Past. Lasset uns beten: Herr Gott, himmlischer Vater, der Du heiligen Mut, guten Rat und rechte Werke schaffest, gib Deinen Dienern den Frieden, welchen die Welt nicht kann geben, auf daß unser Herz an Deinen Geboten hange, und wir zu unserer Zeit durch Deinen Schutz stille und sicher vor Feinden leben, durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unsern Herrn. Gem. Amen. 8. Segen. 9. Gem. Unsern Ausgang segne Gott u. s. w. oder Verleih uns Frieden gnädiglich u. s. w. (Nr. 9 kann auch wegfallen.) Jastengottesdienste. Wo während der Fastenzeit vor dem Sonntage Palmarum besondere Fastengottesdienste gehalten werden, sind dieselben mit dem„Christe, Du Lamm Gottes“ u. s. w. und dem Vaterunser zu beginnen, im übrigen aber nach dem Ermessen des Pastors, je nach der liturgischen Befähigung der Gemeinde und dem örtlichen Herkommen einzurichten. Die Betstunden am Montag, Dienstag und Mittwoch in der stillen Woche werden, wie die Gottesdienste am Gründonnerstag und Harfreitag, mit dem„Christe, Du Lamm Gottes“ u. s. w. und dem Vaterunser be— gonnen. Bei der Verlesung der Hauptstücke der Leidensgeschichte können an geeigneten Stellen passende Gesangverse eingelegt werden. Die weitere ———— ch ere Du zen ng len ag, be⸗ ien ere Wf Wochenbetstunde. Fastengottesdienste. Lesegottesdienst. Beichthandlung. 19 liturgische Ausgestaltung der Gottesdienste an den bezeichneten drei Tagen ist auch hier dem Ermessen des Pastors je nach der liturgischen Befähigung der Gemeinde und dem örtlichen Herkommen überlassen. Lesegottesdienst. Falls in Vertretung des Geistlichen der Gottesdienst durch den Gpfer⸗ mann bezw. Lehrer abgehalten wird, so hat derselbe in nachstehender Ordnung zu verlaufen: 1. Gemeindegesang.— 2. Verlesung der Epistel. 3. Gemeindegesang. 4. Vorlesung der vom Geistlichen vorgeschriebenen Predigt. 5. Kirchengebet. 6. Vaterunser. Segen. 7. Schlußvers.(Hann auch wegfallen.) Offentliche Beichthandlung. Bußgesang. Past.: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Hierauf können nach Auswahl des Geistlichen noch folgende Schrift— sprüche verlesen werden: Joh. 3, 16: Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen ein⸗ geborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht ver⸗ loren werden, sondern das ewige Leben haben. 1. Joh. 1, 8. 9, 7: So wir sagen, wir haben keine Sünde, so ver⸗ führen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. So wir aber unsere Sünde bekennen, so ist Gott treu und gerecht, daß er uns die Sünde vergibt und reiniget uns von aller Untugend. Und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. Ps. 51, 19: Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist; ein geängstetes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten. Ps. 51, 3: Gott sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünde nach deiner Barmherzigkeit. 2* 20 Ordnung der Gottesdienste. Ezech. 33, 11: So wahr ich lebe, spricht der Herr Herr: Ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daß sich der Gott⸗ lose bekehre von seinem Wesen und lebe. Jes. 44, 22: Ich vertilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünde wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich. Matth. 11, 28—30: Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht:— oder ein Bußpsalm, etwa Ps. 32, 1—7: Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedecket ist. Wohl dem Menschen, dem der Herr die Missetat nicht zurechnet, in des Geist kein Falsch ist. Denn da ich es wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein täglich Heulen. Denn deine Hand war Tag und Nacht schwer auf mir, daß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird. Darum bekenne ich dir meine Sünde und verhehle meine Missetat nicht. Ich sprach: Ich will dem Herrn meine Übertretung bekennen. Da vergabst du mir die Missetat meiner Sünde. Dafür werden dich alle Heiligen bitten zur rechten Zeit; darum, wenn große Wasserfluten kommen, werden sie nicht an dieselbigen gelangen. Du bist mein Schirm; du wollest mich vor Angst behüten, daß ich errettet ganz fröhlich rühmen könne. Amen. Beichtrede, welcher ein geeignetes Schriftwort zu Grunde zu legen ist. Nach Schluß derselben fährt der Geistliche fort: Geliebte in Christo! Wollet euch nun vor dem heiligen Gotte demütigen und das Bekenntnis eurer Sünden mit bußfertigem und gläubigem Herzen ablegen, indem ein jeglicher mit mir also spricht: Der Geistliche, zum Altar gewandt, spricht die folgende Beichte: Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater, ich armer, sündiger Mensch bekenne vor deinem heiligen Angesichte, daß ich leider schwer und mannigfaltig gesündigt habe(nicht allein mit äußerlichen, groben cc e 2.—=—— e Beichthandlung. 21 Sünden, sondern auch mit innerlicher Blindheit, Unglauben, Zweifel, Kleinmütigkeit, Ungeduld, Hoffart, bösen Lüsten, Geiz, heimlichem Neid, Haß, Mißgunst und anderen Sünden), daß ich auf mancherlei Weise mit Gedanken, Worten und Werken deine allerheiligsten Gebote übertreten habe, wie du, mein Herr und Gott, das wohl an mir er⸗ kennst und ich leider so vollkommen nicht erkennen kann. Aber solches alles ist mir leid und reuet mich sehr, und ich begehre von Herzen deine Gnade, o Gott, durch deinen lieben Sohn, Jesum Christum, und bitte, daß du mir alle meine Sünden vergeben und deinen heiligen Geist zur Besserung meines Lebens mitteilen wollest. Amen. Herr, erbarme dich unser! Christe, erbarme dich unser! Herr, erbarme dich unser! Amen. Darauf wendet sich der Geistliche zur Gemeinde und spricht: Ist das nun euer aller aufrichtiges Bekenntnis? Sind eure Sünden euch von Herzen leid, setzet ihr all euer Vertrauen auf die Gnade Gottes in Christo und gelobet ihr, euer Leben hinfort mit Gottes Hilfe nach Gottes Willen anzustellen? so bezeuget solches selbst vor Gott und sprechet: Ja! Gem.: Ja! Absolution. Past.: Der allmächtige Gott hat sich euer erbarmet, und ich, als verordneter Diener der christlichen Kirche, verkündige euch auf solch euer Bekenntnis nach dem Befehle unseres Herrn Jesu Christi die Vergebung aller eurer Sünden im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Gehet hin in Frieden. Amen.“) Lasset uns beten: Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken dir für deine große Gnade und Barmherzigkeit, daß du durch deinen eingeborenen Sohn eine ewige Versöhnung gestiftet und durch sein heiliges Wort auch uns der Vergebung unserer Sünden hast versichern lassen; wir bitten ) Wenn die Feier des heiligen Abendmahls sich unmittelbar an die Beichthandlung anschließt, wie bei Hommunionen an Wochentagen, so können die auf die Absolution folgenden Stücke wegfallen, und es wird nur ein auf die Feier des heiligen Abendmahls überleitender Gesang gesungen. *) Hier kann auch Psalm 103, V. 1 bis 12 eingeschaltet werden. 22 Ordnung der Gottesdienste. dich, regiere unsere Herzen durch deinen heiligen Geist, daß wir für solche deine Gnade dir allezeit dankbar bleiben, derselben in allen Nöten und Anfechtungen uns getrösten und in einem neuen, heiligen Leben vor dir wandeln mögen, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Vaterunser.— Segen.— Schlußgesang. Die Ronfirmationshandlung. Past.: Geliebte Söhne und Töchter, wollet ihr nun euren Tauf⸗ bund mit Gott bestätigen, euren christlichen Glauben, in welchem ihr nach der Lehre unserer evangelisch-lutherischen Kirche unterwiesen seid, öffentlich bekennen und das Taufgelübde, das einst eure Paten für euch abgelegt, nun selber auf euch nehmen, so sprechet: Ja. (achdem die Gemeinde nach Aufforderung des Geistlichen sich erhoben hat, fährt derselbe fort:) So frage ich euch nun vor Gott und dieser christlichen Gemeinde: 1) Glaubet ihr an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden? Und an Jesum Christum, seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, ge⸗ storben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder aufgestanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen Er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten? Und an den heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben? so antwortet: Ja, das glauben wir.“) Antwort: Ja, das glauben wir. *) Statt dieser Frage kann auch folgende Form gebraucht werden: So fordere ich euch nun auf, euren christlichen Glauben zu bekennen, indem einer von euch im Namen eurer aller ihn sprechen möge(oder: indem ihr alle gemeinsam ihn sprechen möget). Einer der Knaben spricht das apostolische Glaubensbekenntnis(oder: die Konfirmanden sprechen das apostolische Glaubensbekenntnis). So frage ich euch nun vor Gott und dieser christlichen Gemeinde: Be— kennt ihr euch alle von Herzen zu diesem christlichen Glauben, auf den ihr getauft seid, so antwortet: Ja, wir glauben. Antwort: Ja, wir glauben. 7+N n d 7 6 a 9 — i 6 Konfirmationshandlung. 23 2) Ich frage euch weiter: Gelobet ihr, diesem allerheiligsten Glauben gemäß durch die Gnade Gottes würdiglich zu wandeln, euch vor Sünden zu hüten und gottselig zu leben? so antwortet: Ja, das geloben wir. Antwort: Ja, das geloben wir. 3) Ich frage euch zum dritten: Wollet ihr in solchem rechten Glauben und gottseligen Wandel mit Gottes Hilfe bis an euer Ende beharren und, damit ihr solches wohl vollbringen möget, euch mit fleißigem Gebet zu Gottes Wort und Tisch treulich halten? so ant⸗ wortet: Ja, mit Gottes Hilfe. Antwort: Ja, mit Gottes Hilfe. Auf solch euer Bekenntnis und Gelübde bezeuge ich euch kraft meines Amtes als verordneter Diener der christlichen Kirche, daß der Gnadenbund Gottes, des dreieinigen, welchen Er in der heiligen Taufe euch zugesagt und versiegelt hat, feststeht, bestätige euch als Glieder unserer evangelisch-lutherischen Kirche und, wie ihr damit alle Verpflichtungen derselben übernehmt, so spreche ich euch zu alle Rechte, Güter und Gaben, die unser Herr Jesus Christus Seiner gläubigen Gemeinde erworben und geschenkt hat. Solches tue ich im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Lasset uns nun zur Stärkung und Kräftigung dieser Kinder im rechten Glauben und wahrhaftiger Gottseligkeit den Beistand des allmächtigen Gottes anrufen und also für sie beten: Allmächtiger und barmherziger Gott, Vater unseres Herrn Jesu Christi, der Du allein alles Gute in uns anfängst, bestätigest und vollendest, wir danken Dir von Herzen, daß Du diese Kinder Deiner Kirche geschenkt, durch die heilige Taufe wiedergeboren und nun auch so weit erleuchtet hast, daß sie diese Deine Gnade und Güte und ihre Erlösung in Christo, Deinem liebem Sohne, unserm Herrn, auch selbst erkennen und vor Deiner Gemeinde jetzt bekaunt haben. Wir bitten Dich, Du wollest das gute Werk, das Du in ihnen an⸗ gefangen hast, stärken, Deinen heiligen Geist in ihnen mehren, auf daß sie in Deiner Kirche und Gemeinde, im wahren Glauben Deines heiligen Evangeliums stetig bleiben und beständig verharren, und keine falsche Lehre noch fleischliche Lüste sie von der bekannten Wahr⸗ heit abführen mögen. Sondern gib ihnen, daß sie zu Deinem heiligen Wohlgefallen an Christo, Deinem Sohne, unserm gemein⸗ 2⁴ samen Haupte, immerdar wachsen, in aller Weisheit, Heiligkeit und Gerechtigkeit, damit sie Dich und Deinen lieben Sohn, unsern Herrn, samt dem heiligen Geiste als alleinigen wahren Gott immer voll⸗ kommener erkennen, herzlicher lieben und vor aller Welt mit Worten und all ihrem Leben je länger desto beständiger bekennen, loben und preisen; daß sie also nach ihrem Taufbunde Glauben und gut Gewissen bewahren, christlich leben, geduldig leiden, ritterlich ringen und durch Tod und Leben zu Dir in den Himmel dringen mögen, durch denselben unsern Herrn Jesum Christum, der mit Dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret, hochgelobet in Ewigkeit. Amen. Vaterunser. Der Friede Gottes, welcher höher ist, denn alle Vernunft, be⸗ wahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu zum ewigen Leben. Amen. 9—— EEN ——.—.— ***** . ½39* —6** W. 4 S NN A —.— W Atn 1 VVA WIIEE — itithinne R — AEann AI AN 2 rAIAAN*** — —*—*** S A * Ipe——9—9———.—* NNA IE— 32 +— —* V + V— + 2— N D——— en IR — *8 SS 2*9—+9—.—.——99——.—— err