Nach Evangeliſches Geſangbuch. Nach Zuſtimmung der Provinzialſynode vom Jahre 1884 zur Einführung in der Provinz Prandenburg mit Genehmigung des Evangeliſchen Oberkirchenrats herausgegeben vom Königlichen KRonſiſtorium. Berlin 1908. Verlag von Trowitzſch und Sohn, Wilhelmſtraße 29. Die Namen der Urheber dieſes Werkes ſind zur Eintragung in die Eintragungsrolle bei dem Stadtrat zu Leipzig angemeldet. (§s 9, 11, 39, Geſ. v. 11. Juni 1870, B. G. Bl. S. 339.) Unw.⸗Slbl. LGiessen XV XVI XVII XVIII gung gemeldet. 339.) VII. VIII. Himmelfahrk. Uberſicht des Inhaltes. . Beten, Loben und Danken. A. Lob und Dank Nr. 1—21. B. Bitten und Fürbitten Nr. 22—35. .Der Cag des Berrn. .Advenk.. . Weihnachten. . Deujahr. I. Epiphanie. A. Epiphaniasfeſt Nr. 102— 106. B. Prophetiſches Amt Chriſti Nr. 107—115. Paſſion. Pffern A. Himmelfahrtsfeſt Nr. 168— 179. B. Königreich Chriſti Nr. 180— 189. .Pfingſten .Trinikatisfeſt .Rirche . I. Million. . Work Goktes. Predigtamt Nr. 247 und 248. Weihe des Gotteshauſes Nr. 249 und 250. Taufe und KRonfirmation Taufe Nr. 251— 256. Konfirmation Nr. 257— 263. .Kbendmahl . Buße. II. Glaube. 36— 54 55— 71 72— 92 93— 101 102—115 116—143 144— 167 168— 189 190— 206 207— 211 212— 228 264— 281 282—301 302— 335 IV XIX XXIII XXIV. XXII. Üüberſicht des Inhaltes. Peiligung......... A. Wandel im Licht Nr. 336—378. B. Liebe zum Herrn Nr. 379— 407. C. Nächſtenliebe Nr. 408— 416. D. Kampf und Sieg Nr. 417— 434. „Gotkkverkrauen und Troſt im KRreu Bermn und Hauk........ A. Allgemeine Berufslieder Nr. 486— 494. B. Hausſtand(dabei Trauungslieder) Nr. 495— 503. Reiſelied Nr. 504. Paterland und Dbrigkeik...... Geburtstag des Landesherrn Nr. 506 und 507. Eideslied Nr. 508. Krieg und Frieden Nr. 509— 514. Landesnöte Nr. 515—517. Beſondere Beiken..... „Morgenlieder Nr. 518—543. „Tiſchlieder Nr. 544— 549. Abendlieder Nr. 550— 571. Wochenanfang und Wochenſchluß Nr. 572 und 573. „Jahreszeiten Nr. 574 und 575. „Ernte⸗ und Wetterlieder Nr. 576—585, leklen Dinge.......:.. „Sterbensbereitſchaft, Tod und Begräbnis Nr. 586—634. Beim Tode von Kindern Nr. 629— 634. Auferſtehung, Gericht und ewiges Leben Nr. 635—654. 9 F A8RN SSwP Verzeichnis der Dichter. Anhang zum Geſangbuch. I. Gebreke......... A. Morgen- und Abend-Gebete. 1. Morgengebete S. 465— 470. Für den Sonntag S. 465. 466. Für die Wochentage S. 466— 469. Insbeſondere für den Montag und Freitag S. 469. 470. Nr. Seite 336— 434 435— 485 486—504 518— 585 586—654 449— 462 Seite 465— 515 465— 476 6— 434 8— 585 6— 654 19— 462 Seite 35— 515 35— 476 Überſicht des Inhaltes. V Seite 2 Abendgebete S. 470— 476. Für den Sonntag S. 471. Für die Wochentage S. 471— 475. Insbeſondere für den Freitag und Sonn⸗ abend S. 475. 476. B. Tiſchgebeke......... 476 477 C. 1. Vor dem Eſſen S. 476. 2. Nach dem Eſſen S. 476. 477 kellarbrfr.............. 477 4591 . Advent S. 477. . Weihnachten S. 477— 479. . Jahreswechſel S. 479. 480. 4 Epiphanienzeit S S. 481. .Paſſionszeit S. 481. 482. . Lenrirrag S. 482. .Oſterſonnabend S. 483. .Oſtern S. 483. 484. .Himmelfahrt S. 484. 485. 10. Pfingſten S. 485. 486. 11. Trinitatisfeſt S. 487 12. Ernte⸗ Dankfeſt S S. 487. 488. 13. Reformationsfeſt S. 488. 14. Bußtag S. 488. 489. 15. Totenfeier S. 489. 490. 16. Geburtstag des Kaiſers S. 490. 491. O 900 G Cd/ do— .Beicht- und Abendmahls-Gebeke..... 491— 497 1. Vor der Beichte S. 491. 492. 2. Nach der Beichte S. 492. 493. 3. Bibliſche Abſchnitte für Abendmahlstage S. 493. 4. Am Morgen des Abendmahls stages S. 493. 494. 5. Vor dem heiligen Abendmahl S. 494. 495. 6. Nach dem Abendmahl S. 495. 496. 7. Am Abend des Abendmahlstages S. 496. 497 . Für beſondere Cage des häuslichen Tebens. 497—503 1. Am Trauungstage S. 497. 498. 2. Gebet chriſtlicher Eheleute S. 498. 3. Nach der Geburt eines Kindes S. 498. 499. 4. Am Tauftage eines Kindes S. 499. 500. b5. Beim Kirchgang einer Wöchnerin S. 500. 6. Gebet der Eltern für ihre Kinder S. 500. 501. 7. Am Konfirmationstage S. 501. 8. Am Geburtstag S. 502. 9. Auf der Reiſe S. 502. 503. 10. Fürbitte für einen Reiſenden S. 503. VI Überſicht des Inhaltes. F. Gebete für beſondere Döte....... In mancherlei Kreuz und Trübſal S. 503. 504. Bei großem Ungewitter S. 504. Nach dem Unwetter S. 504. 505. In Kriegszeiten S. 505. 506. „Bei Seuchen und in Sterbenszeiten S. 506. In teurer Zeit S. 506. 507. G. Gebete für Rranke und Sterbende 1. Sprüche aus Gottes Wort für Kranke S. 507. 508. 2. Auf dem Krankenbette S. 508. 509. 3. Morgengebet eines Kranken S. 509. 510. 4. Abendgebet eines Kranken S. 510. 5. Dankgebet nach der Geneſung S. 510. 511. 6. Auf dem Sterbelager S. 511. 7 8 9 . r 8 90 do— 2* In Todesnöten S. 511. 512. 6. Fürbitte für den Sterbenden S. 512. 9. Kurze Seufzer und Gebete, dem Sterbenden vorzuſprechen S. 512. 513. 10. Sprüche, dem Sterbenden vorzuſprechen S. 513. 514. 11. Gebet, wenn der Kranke verſchieden iſt S. 514 12. Kranken⸗ und Sterbetroſt aus Bibel und Ge⸗ — ſangbuch S. 514. 515. II. Verxichnis der Epiſteln und Evangelien an Sonn- und Feſttagen......... III. Geſchichte des Teidens und Sterbens unſers Berrn und Beilandes Jelu Chriſti nach den vier Evangeliſten........... IV. Der kleine Ratechismus D. Martin Tukthers V. Geiſtliche Volkslieder Verzeichnis der Lieder...... Ordnung des Gottesdienſtes im Auszug. Seite 503— 507 507— 515 516— 520 521— 537 538— 544 545— 563 564— 572 eite —507 —515 Plalm 100. Iauchzet dem 5Errn, alle Welt! Dienet dem BErrn mit Vreuden, RKommt vor sein Angelicht mit Prohlochen! Erkennet, daß der BErr Golt ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst, Zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide. Gehet zu leinen TCoren ein mit Danken, Zu seinen Vorhöfen mil Loben; 6—520 Danket ihm, lobet seinen Vamen! 1—537 Denn der Beérr ist kreundlich, 3854⁴4 Und leine Gnade währet ewig, 5—563 Und seine Wahrheit für und für. 64—572 Kol. 3, 16. Tasset das Work Christi unler Rend——3 2 Pen mil Weisheil; lehret und vermahnel en se nd Tbhen und geiltlichen lieblichen Liedern, und linget dem Berrn in eurem Berzen. Jak. 5, 13. ill jemand gutes Leidel jemand unter euch, der bete: Muls, der linge Plalmen. Alein Und Da Darum, Uns rüh Ein Wol Nun ist All Fehr 2. Wir Für dein Daß du, Regierst Ganz un Fort gscd Wohl ur 3. 0 Deines h Versöhne Du Still Lamm E Nimm an Erbarm 4. O he Du allrh Vors Ter Die Jesu Durch M Abwend Dazu win wohnen in il Plalmen und linget nand gules l. Beten, Loben und Danhen. A. Lob und Dank. 1. Alein Gott in der Höh sei Ehr Und Dank für seine Gnade, Darum, daß nun und nimmermehr Uns rühren kann kein Schade; Ein Wohlgefalln Gott an uns hat, Nun ist groß Fried ohn Unterlaß, All Fehd hat nun ein Ende. 2. Wir loben, preisn, anbeten dich Für deine Ehr; wir danken, Daß du, Gott Vater, ewiglich Regierst ohn alles Wanken; Ganz ungemessen ist dein Macht, Fort gschieht, was dein Will hat bedacht: Wohl uns des feinen Herren! 3. O Jesu Christ, Sohn ein⸗ geborn Deines himmlischen Vaters, Versöhner derer, die verlorn, Du Stiller unsers Haders; Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, Nimm an die Bitt von unsrer Not, Erbarm dich unser aller! 4. O heilger Geist, du höchstes Gut, Du allrheilsamster Tröster, Vors Teufels Gwalt fortan behüt, Die Jesus Christ erlöste Durch Marter groß und bittern Tod, Abwend all unsern Jammr und Not; Dazu wir uns verlassen. Nik. Decius, 4 1541. 2. Mel. Gott des Himmels und der Erden. Dankt dem Herrn, ihr Gottes⸗ knechte, Kommt, erhebet seinen Ruhm; Er hält Israels Geschlechte Doch noch für sein Eigentum; Jesus Christus ist noch heut, Gestern und in Ewigkeit. 2. Sprich nicht: Es ist dieser Zeiten Nicht mehr wie es vormals war; Gott macht seine Heimlichkeiten Jetzo niemand offenbar; Was er vormals hat getan, Das geht dieser Zeit nicht an. 3. Sprich so nicht; des Höchsten Hände Sind mit nichten jetzt zu schwach, Seine Güt hat auch kein Ende, Er ist gnädig vor wie nach. Jesus Christus ist noch heut, Gestern und in Ewigkeit. 4. Halte dich in allen Dingen Nur in deines Gottes Treu; Laß dich nicht zur Freude bringen, Ehe dich dein Gott erfreu; Such in aller deiner Not Nichts zum Trost, als deinen Gott. 5. All ihr Knechte Gottes, höret, Sucht den Herrn in eurer Not: Wer zu andern hin sich kehret, Als zu ihm, dem wahren Gott, Der verscherzt sein eigen Glück, Gehet irr und fällt zurück. A 2 Beten, Loben und Danken. 6. Die nur, die dem Herrn ver⸗ trauen, Gehen auf der rechten Bahn; Die in Angst, in Furcht und Grauen Ihn nur einzig rufen an, Denen wird allein bekannt Gottes Herrlichkeit und Hand. 7. Drum dankt Gott, ihr Gottes⸗ knechte, Kommt, erhebet seinen Ruhm; Er hält Israels Geschlechte Doch noch für sein Eigentum; Jesus Christus ist noch heut, Gestern und in Ewigkeit. Heinr. Georg Neuß, 4 1716. 3. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. D er Herr ist Gott und keiner mehr, Frohlockt ihm, alle Frommen! Wer ist ihm gleich? Wer ist wie er, So herrlich, so vollkommen? Der Herr ist groß, sein Nam ist groß, Unendlich ist und grenzenlos Der Herr in seiner Größe. 2. Er ist und bleibet wie er ist. Wer strebet nicht vergebens Ihn auszusprechen? Wer ermißt Die Dauer seines Lebens? Wir Menschen sind von gestern her; Eh noch die Erde ward, war er, Und ewig wird er bleiben. 3. Um seinen Thron her strömt ein Licht, Das ihn vor uns verhüllet; Ihn fassen alle Himmel nicht, Die seine Größ erfüllet. Er bleibet ewig wie er war, Verborgen und doch offenbar In seiner Werke Wundern. Anbetung, Preis und Ehre. 4. Wo wären wir, wenn seine Kraft Uns nicht gebildet hätte? Er kennt uns, kennet was er schafft, Der Wesen ganze Kette. Bei ihm ist Weisheit und Verstand Und Kraft und Stärke, seine Hand Umspannet Erd und Himmel. 5. Ist er nicht nah, ist er nicht fern? Weiß er nicht aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn Ein Mensch verbergen möge? Wölkt keine Schatten um euch her, Gedanken selbst erkennet er Im tiefsten Herzensgrunde. 6. Wer schützt den Weltbau dih dich, O Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich Dein Fittich über alle; Du bist voll Freundlichkeit, voll Huld, Barmherzig, gnädig, voll Geduld, Ein Vater, ein Verschoner. 7. Unsträflich bist du, heilig, gut Und reiner als die Sonne. Wohl dem, der deinen Willen tut; Denn du vergiltst mit Wonne. Du hast Unsterblichkeit allein, Bist selig und wirst ewig sein Der Seligkeiten Fülle. 8. Dir nur gebühret Lob und Dank, Kommt, werdet Gottes Lobgesang, Ihr alle seine Heerel Der Herr ist Gott und keiner mehr: Wer ift ihm gleich? Wer ist wie er, So herrlich, so vollkommen? Joh. Andr. Cramer, T 1788 Mel Du me Wohlauf Dem, we Zu Dien Ich will Hier pre⸗ Ich will So lang 2. Woh Nach Ja Wer dem Der hat Das höch Den schö Sein Her Bleibt en 3. Hier Die uner Das weis Die seine Der Him Mit ihrer Und die Im groß 4. Hier Die niem All denen Die in de Gott hält Und was 8 HBerr Ge Dich, All Engel Auch Cher Heilig ist senn seine Kraft 2 er schafft, Verstand eine Hand immel. st er nicht fern? ge? dem Herrn möge? u euch her, t er inde. ltbau ohne dich,‚ alle? sich keit, voll Huld, oll Geduld, ;ner. heilig, gut nne. Willen tut; Wonne. allein, wig sein t Lob und Dank, Ehre. Lobgesang, einer mehr: er ist wie er, nmen? ner, T 1788 Beten, Loben und Danken. 4. Mel. Valet will ich dir geben. Du meine Seele, singe, Wohlauf und singe schön Dem, welchem alle Dinge Zu Dienst und Willen stehn. Ich will den Herren droben Hier preisen auf der Erd, Ich will ihn herzlich loben, So lang ich leben werd. 2. Wohl dem, der einzig schauet Nach Jakobs Gott und Heil. Wer dem sich anvertrauet, Der hat das beste Teil, Das höchste Gut erlesen, Den schönsten Schatz geliebt: Sein Herz und ganzes Wesen Bleibt ewig unbetrübt. 3. Hier sind die starken Kräfte, Die unerschöpfte Macht; Das weisen die Geschäfte, Die seine Hand gemacht: Der Himmel und die Erde Mit ihrem ganzen Heer Und die unzählge Herde Im großen wilden Meer. 4. Hier sind die treuen Sinnen Die niemand Unrecht tun, All denen Gutes gönnen, Die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden Und was er spricht, geschicht, 5 7 ö ö Und wer Gewalt muß leiden, Den schützt er im Gericht. 5. Er weiß viel tausend Weisen, Zu retten aus dem Tod; Er nährt und gibet Speisen Zur Zeit der Hungersnot, Macht schöne rote Wangen Oft bei geringem Mahl, Und die da sind gefangen, Die reißt er aus der Qual. 6. Er ist das Licht der Blinden, Tut auf der Tauben Ohr, Und die sich schwach befinden, Die richtet er empor. Er liebet alle Frommen, Und deren Auge weint, Die finden, wann sie kommen, An ihm den besten Freund. 7. Er ist der Fremden Hütte, Der Waisen Gut und Hab, Erfüllt der Witwen Bitte, Wird selbst ihr Trost und Stab; Die aber, die ihn hassen, Von seinem Geiste nicht Sich ziehn und strafen lassen, Die trifft sein Strafgericht. 8. Ach ich bin viel zu wenig, Zu rühmen seinen Ruhm, Der Herr allein ist König, Ich eine welke Blum; Jedoch weil ich gehöre Gen Zion in sein Zelt, Ists billig, daß ich ehre Sein Lob vor aller Welt. P. Gerhardt, 4 1676. 5. Der Lobgesang Te Deum laudamus. Der erste Chor. HBerr Gott, dich loben wir, Dich, Vater in Ewigkeit, All Engel und Himmelsheer, Auch Cherubim und Seraphim Heilig ist unser Gott! Der andere Chor. Herr Gott, wir danken dir. Ehrt die Welt sehr weit und breit. Und was dienet deiner Ehr, Singen immer mit hoher Stimm: Heilig ist unser Gott! A2 4 Beten, Loben und Danken. Beide Chöre. Heilig ist unser Gott, der Herre Zebaoth! Der erste Chor. Dein göttlich Macht und Herrlich⸗ keit Der heiligen zwölf Boten Zahl Die teuren Märtrer allzumal Die ganze werte Christenheit Dich, Gott Vater, im höchsten Thron, Den heiligen Geist und Tröster wert Du König der Ehren, Jesu Christ, Der Jungfrau Leib nicht hast ver⸗ schmäht, Du hast dem Tod zerstört sein ö Macht Du sitzt zur Rechten Gottes gleich Ein Richter du zukünftig bist Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, Laß uns im Himmel haben teil Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ, Wart und pfleg ihr zu aller Zeit Täglich, Herr Gott, wir loben dich Behüt uns heut, o treuer Gott, Sei uns gnädig, o Herre Gott, Zeig uns deine Barmherzigkeit, Auf dich hoffen wir, lieber Herr, Der andere Chor. Geht über Himml und Erden weit. Und die lieben Propheten all, Loben dich, Herr, mit großem Schall. Rühmt dich auf Erden allezeit. Deinen rechten und eingen Sohn, Mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. Gott Vaters ewger Sohn du bist; Zu erlösen das menschlich Ge⸗ chlecht. Und all Christen zum Himmel bracht Mit aller Ehr ins Vaters Reich. Alles, was tot und lebend ist. Die mit deinm teurn Blut er⸗ löset sein. Mit den Heiligen in ewgem Heil. Und segne, das dein Erbteil ist; Und heb sie hoch in Ewigkeit. Und ehrn dein Namen stetiglich. Vor aller Sünd und Missetat. Sei uns gnädig in aller Not. Wie unser Hoffen zu dir steht. In Schanden laß uns nimmermehr. Amen. Altkirchlich. Deutsch von Dr. Martin Luther, 4 1546. 6. Mel. Nun komm der Heiden Heiland. Ps. 148. HBimmel, Erde, Luft und Meer Zeugen von des Schöpfers Ehr; Meine Seele, sing auch du, Bringe auch dein Lob herzul 2. Seht das große Sonnenlicht, Wie es durch die Wolken bricht; Mondesglanz und Sternenpracht Loben Gott in stiller Nacht. 3. Sehet, wie den Erdenball Gott geziert hat überall; Wälder, Felder, Baum und Tier Zeigen Gottes Finger hier. 4. Seht, wie durch die Lüfte hin Frisch und froh die Vögel ziehn; Feuerflammen, Sturm und Wind Seines Willens Diener sind. 5. Seht Wie sie st Von der Rauschen 6. Ach me Stellst du Drücke tie Was du l Mel. Lobt 6 I ch singe Herr, mei Ich sing un Was mir 2. Ich w Und ewge Daraus un Viel Heil 3. Was Auf dieser Das uns, Allein geg 4. Wer h Hoch über Wer ist es Mit Tau 5. Wer w Wer schütz Wer mach Zu seinen 6. Wer Wer hält O r. rden weit. ten all, t großem Schall. allezeit. gen Sohn, lobt und ehrt. n du bist; schlich Ge— schlecht. umHimmel bracht. ters Reich. dend ist. Blut er⸗ löset sein. wgem Heil. rrbteil ist; wigkeit. n stetiglich. Missetat. ler Not. dir steht. mmermehr. her, 4 1546. ernenpracht Nacht. rdenball Al; na und Tier hier. ie Lüfte hin zögel ziehn;ʒ tund Wind r sind. Beten, Loben und Danken. 5 5. Seht der Wasserwellen Lauf, Wie sie steigen ab und auf; Von der Quelle bis zum Meer Rauschen sie des Schöpfers Ehr. 6. Ach mein Gott, wie wunderbar Stellst du dich der Seele dar! Drücke tief in meinen Sinn, Was du bist und was ich bin. J. Neander, 4 1680. 4 Mel. Lobt Gott ihr Christen allzugleich. Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust, Ich sing und mach auf Erden kund, Was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad Und ewge Quelle seist, Daraus uns allen früh und spat Viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch? Was haben wir Auf dieser ganzen Erd, Das uns, o Vater, nicht von dir Allein gegeben werd? 2 4. Wer hat das schöne Himmels⸗ zelt Hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und Most Zu seinen Zeiten findt? Geblüt? Wer hält mit seiner Hand Den güldnen, werten, edlen Fried In unserm Vaterland?, 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, Du, du mußt alles tun; Du hältst die Wach an unsrer Tür Und läßt uns sicher ruhn.: 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, Bleibst immer fromm und treu Und stehst uns, wenn wir in Gefahr Geraten, herzlich bei. 7 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld Und schlägst nicht allzusehr; Ja endlich nimmst du unsre Schuld Und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, Wirst du gar leicht erweicht Und gibst uns, was uns hoch erfreut Und dir zur Ehr gereicht.: 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein Und was sein Kummer sei; Kein stilles Tränlein ist so klein, Du hebst und legst es bei.: 12. Du füllst des Lebens Man⸗ gel aus Mit dem, was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring Und habe guten Mut: Dein Gott, der Ursprung aller Ding, 6. Wer gibt uns Leben und Ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, 6 Beten, Loben und Danken. Dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und Schild, dein Hülf und Heil, Schafft Rat und läßt dich nicht.: 15. Was kränkst du dich in dei⸗ nem Sinn Und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin Auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Ju⸗ gend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglücks⸗ lauf Hat er zum Heil gekehrtl 17. Er hat noch niemals was versehn In seinem Regiment: Nein, was er tut und läßt ge⸗ 3 schehn, Das nimmt ein gutes End. ½ 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun Und red ihm nicht darein, So wirst du hier in Frieden ruhn Und ewig fröhlich sein. P. Gerhardt, 4 1676. 8. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren, Meine geliebete Seele, das ist mein Begehren: Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf, Lasset den Lobgesang hören! 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, Der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet, Der dich erhält, Wie es dir selber gefällt. Hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet: In wie viel Not Hat nicht der gnädige Gott Über dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, Der aus dem Himmel mit Strö⸗ men der Liebe geregnet; Denke daran, Was der Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht, Lobende schließe mit Amen! J. Neander, 1680. 9. Ps. 146. den Herren, o meine Seele, Ich will ihn loben bis zum Tod. Weil ich noch Stunden auf Erden zähle, Will ich lobsingen meinem Gott. Der Leib und Seel gegeben hat, Werde gepriesen früh und spat. Hallelujah, Hallelujah. 2. Fürsten sind Menschen vom Weib geboren Und kehren um zu ihrem Staub, Ihre Anschläge sind auch verloren, Wenn nun das Grab nimmt sei⸗ nen Raub. Weil dann kein Mensch uns hel⸗ fen kann, Rufe man Gott um Hülfe an. Hallelujah, Hallelujah. 3. Selie Des Hülf Der sich v Und hofft Wer dies Findet a Halle 4. Diese Und was Alles mu Was er 1 Er ist der Welcher 1 Halle 5. Zeige Er ists, de Hungrige Was ihne Die harte Und seine Halle 6. Seher Erhebt, d Wo er Die läßt Sein Au Witwen Halle 7. Aber Kehrt er Daß sie r künstlich h bereitet, iehen, dich h geleitet: Gott tet! der deinen rgesegnet, mit Strö⸗ geregnet; ann, gnet. vas in mir n Namen! lobe mit s Samen! ht, men! er, 4 1680. ieine Seele, zum Tod. auf Erden zähle, inem Gott. egeben hat, und spat. ujah. ischen vom eib geboren rem Staub, ch verloren, nimmt sei⸗ nen Raub. ch uns hel⸗ fen kann, ülfe an. ujah. Beten, Loben und Danken. 7 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, Des Hülfe der Gott Jakobs ist, Der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen Und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, Findet am besten Rat und Tat. Hallelujah, Hallelujah. 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden Und was darinnen ist, gemacht; Alles muß pünktlich erfüllet wer⸗ den, Was er uns einmal zugedacht. Er ist der Herrscher aller Welt, Welcher uns ewig Glauben hält. Hallelujah, Hallelujah. 5. Zeigen sich welche, die Un⸗ recht leiden: Er ists, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis be⸗ scheiden, Was ihnen dient zur Lebenskraft; Die hart Gebundnen macht er frei, Und seiner Gnad ist mancherlei. Hallelujah, Hallelujah. 6. Sehende Augen gibt er den Blinden, Erhebt, die tiefgebeuget gehn; Wo er kann gläubige Seelen finden, Die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz, Witwen und Waisen hält er Schutz. Hallelujah, Hallelujah. 7. Aber der Gottesvergeßnen Kehrt er mit starker Hand zurück, Daß sie nur machen verkehrte Schritte Und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich, Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Hallelujah, Hallelujah. 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen Des, der so große Wunder tut. Alles, was Odem hat, rufe Amen Und bringe Lob mit frohem Mut! Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geistl Hallelujah, Hallelujah. J. D. Herrnschmidt, 4 1723. 10. Mel. Nun lob mein Seel den Herren. Man lobt dich in der Stille, Du hocherhabner Zionsgott; Des Rühmens ist die Fülle Vor dir, du starker Zebaoth. Du bist doch, Herr, auf Erden Der Frommen Zuversicht; In Trübsal und Beschwerden Läßt du die Deinen nicht. Dirum soll dich stündlich ehren Mein Mund vor jedermann Und deinen Ruhm vermehren, So lang er lallen kann. 2. Es müssen, Herr, sich freuen, Die du zu deinem Volk gemacht, Und stets das Lob erneuen: Preis sei Gott unserm Herrn ge⸗ bracht! Sein Name sei gepriesen, Der große Wunder tut, Und der auch mir erwiesen ien Das, was mir nütz und gut Tritte Nun dies ist meine Freude, Daß ich stets hang an dir, Und mich nichts von dir scheide, So lang ich walle hier. 8 Beten, Loben und Danken. 3. Herr, du hast deinen Namen Sehr herrlich in der Welt gemacht; Denn als die Schwachen kamen, Hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget, Nun wie vergelt ichs dir? Ach bleibe mir geneiget, So will ich für und für Den Kelch des Heils erheben Und preisen weit und breit Dich hier, mein Gott, im Leben Und dort in Ewigkeit. Joh. Rist, 4 1667. 11. Sir. 50, 24— 26. Nun danket alle Gott Mit Herzen, Mund und Händen, Der große Dinge tut An uns und allen Enden, Der uns von Mutterleib Und Kindesbeinen an Unzählig viel zu gut Und noch jetzund getan. 2. Der ewig reiche Gott Woll uns bei unserm Leben Ein immer fröhlich Herz Und edlen Frieden geben Und uns in seiner Gnad Erhalten fort und fort Und uns aus aller Not Erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, Dem Vater und dem Sohne Und dem, der beiden gleich Im höchsten Himmelsthrone, Ihm, dem dreieingen Gott, Wie es anfänglich war Und ist und bleiben wird Jetzund und immerdar. M. Rinkart, 1649. 12. Mel. Lobt Gott ihr Christen allzugleich. Nun danket all und bringet Ehr, Ihr Menschen in der Welt, Dem, dessen Lob der Engel Heer Im Himmel stets vermeldt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, Der seine Wunder überall Und große Dinge tut. 3. Der uns von Mutterleibe an Frisch und gesund erhält Und, wo kein Mensch mehr helfen kann, Sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, Doch gnädig unser denkt, Die Straf erläßt, die Schuld ver⸗ gibt, Und uns viel Gutes schenkt. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, Erfrische Geist und Sinn Und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz Ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn Auf unserm Volk und Land; Er gebe Glück zu unserm Tun Und Heil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt Um, bei und mit uns gehn, Was aber ängstet und bemüht, Gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, Sei er stets unser Heil; Und wenn wir scheiden von der Er * Verbleib er unser Teil. 9. Er dr Uns unsre Und zeig u Dort in de Mel. Herr Je Nun jau Rommt her Rommt m Kommt vo 2. Erkenn Der uns e Und nicht Ein jeder 9 3. Er hat: Und uns zi Zu Schafer Zu führen 4. Die ihr Kommt, ge Mit Loben Zu seinem 5. Dankt: Rühmt sei! Lobsingt ur Gott loben, 6. Er ist Uzugleich. id singt it Schall ut, rleibe an hr helfen kann, tellt. eich hoch betrübt, / huld ver⸗ gibt, enkt. lich Herz, n cht, Sorg Schmerz den ruhn Land; m Tun nd. und Güt gehn, bemüht, n. en währt, ö von der Erd, Beten, Loben und Danken. 9 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, Uns unsre Augen zu Und zeig uns drauf sein Angesicht Dort in der ewgen Ruh. P. Gerhardt, 4 1676. 13. Mel. Herr Jesu Christ dich zu uns wend. Ps. 100. Nun jauchzt dem Herren, alle Welt! Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt, Kommt mit Frohlocken, säumet nicht, Kommt vor sein heilig Angesicht. 2. Erkennt, daß Gott ist unser Herr, Der uns erschaffen ihm zur Ehr, Und nicht wir selbst: durch Got⸗ tes Gnad Ein jeder Mensch sein Leben hat. 3. Er hat uns ferner wohl bedacht Und uns zu seinem Volk gemacht, Zu Schafen, die er ist bereit Zu führen stets auf guter Weid. 4. Die ihr nun wollet bei ihm sein, Kommt, geht zu seinen Toren ein Mit Loben durch der Psalmen Klang, Zu seinem Vorhof mit Gesang. 5. Dankt unserm Gott, lobsinget ihm, Rühmt seinen Nam mit lauter Stimm, Lobsingt und danket allesamt: Gott loben, das ist unser Amt. 6. Er ist voll Güt und Freund⸗ lichkeit, Voll Lieb und Treu zu jeder Zeit: Sein Gnade währet dort und hier Und seine Wahrheit für und für. 7. Gott Vater in dem höchsten Thron Und Jesus Christ, sein einger Sohn, Samt Gott, dem werten heilgen Geist Sei nun und immerdar gepreist. Nach Corn. Becker, 4 1604, von Dayv. Denicke. 14. Ps. 103. Nun lob, mein Seel, den Herren, Was in mir ist den Namen sein! Sein Wohltat tut er mehren, Vergiß es nicht, o Herze mein! Hat dir dein Sünd vergeben Und heilt dein Schwachheit groß, Errett dein armes Leben, Nimmt dich in seinen Schoß, Mit Trost dich überschüttet, Verjüngt dem Adler gleich; Der Herr schafft Recht, behütet Die Leidenden im Reich. 2. Er hat uns wissen lassen Sein herrlich Recht und sein Ge⸗ richt, Dazu sein Güt ohn Maßen, Es mangelt an Erbarmung nicht; Sein Zorn läßt er wohl fahren, Straft nicht nach unsrer Schuld, Die Gnad tut er nicht sparen, Den Blöden ist er hold; Sein Güt ist hoch erhaben Ob den, die fürchten ihn; So fern der Ost vom Abend, Ist unsre Sünd dahin. 3. Wie Väter sich erbarmen Ob ihrer jungen Kindlein klein, 10 Beten, Loben und Danken. So tut der Herr uns Armen, Wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt das arm Gemächte, Er weiß, wir sind nur Staub, Ein bald verwelkt Geschlechte, Ein Blum und fallend Laub: Der Wind nur drüber wehet, So ist es nimmer da; Also der Mensch vergehet, Sein Ende ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine Steht fest und bleibt in Ewigkeit Bei seiner lieben Gmeine, Die steht in seiner Furcht bereit, Die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich: Ihr starken Engel waltet Seins Lobs und dient zugleich Dem großen Herrn zu Ehren Und treibt sein heilges Wort. Mein Seel soll auch vermehren Sein Lob an allem Ort. 5. Sei Lob und Preis mit Ehren Gott Vater, Sohn und heilgem Geist; Der wolle in uns mehren, Was er aus Gnaden uns verheißt, Daß wir ihm fest vertrauen, Uns lassen ganz auf ihn, Von Herzen auf ihn bauen, Mit unserm Mut und Sinn Ihm kindlich stets anhangen. Drauf singen wir zur Stund: Amen, ich werds erlangen, Glaub ich von Herzensgrund. J. Gramann, 1 1541. 15. 9 daß ich tausend Zungen hätte Und einen tausendfachen Mund, So stimmt ich damit um die Wette Vom allertiefsten Herzensgrund Ein Loblied nach dem andern an Von dem, was Gott an mir getan. 2. O daß doch meine Stimm erschallte Bis dahin, wo die Sonne steht, O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, So lang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank Und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß Und stehet munter im Geschäfte Zu Gottes meines Herren Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich Und lobe Gott herzinniglich. 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, Bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräschen in den Feldern, Ihr Blumen, laßt doch eure Zier Zu Gottes Ruhm belebet sein Und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach alles, alles, was ein Leben Und einen Odem in sich hat, Soll sich mir zum Gehülfen geben; Denn mein Vermögen ist zu matt, Die großen Wunder zu erhöhn, Die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sei, o allerliebster Vater, Unnendlich Lob für Leib und Geist, Für alles, mildester Berater, Was deine Güte mir erweist, Was du in deiner ganzen Welt Zu meinem Wohlsein hast bestellt. 7. Mein treuster Jesu, sei ge⸗ priesen, Daß dein erbarmungsvolles Herz Sich mir so hülfreich hat erwiesen Und mich durch Blut und Todes⸗ schmerz Von aller Zu deine 8. Auch O heilig Für dein Die mich Ach wo i Das wirke 9. Wer Bist du e Wer schü Du, du, Du trägf Unsäglich 10. Ich Schon so Daß du n Zwar wu Denn in Ward ich 11. Wie In deinen Wie sollt ic Nicht triur Und fiele So will ich 12. Ich So lange Ich will di So lange Ja, wenn So stimm i dern an lir getan. Stimm erschallte ie steht, Jauchzen wallte, ufe geht! ein Dank sang! denn, ihr e Kräfte? ren Fleiß Heschäfte en Preis! hicke dich glich. rin den Wäldern, hmit mir! n in den Feldern, eure Zier et sein t mir ein! ein Leben h hat, fen geben; t zu matt, erhöhn, nich stehn. ter Vater, und Geist, rater, rweist, zen Welt ast bestellt. u, sei ge⸗ priesen, holles Herz it erwiesen ind Todes⸗ schmerz Beten, Loben und Danken. 11 Von aller Teufel Grausamkeit Zu deinem Eigentum befreit. 8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, O heilig werter Gottesgeist, Für deines Trostes süße Lehre, Die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach wo ich etwas Guts verricht, Das wirket nur dein göttlich Licht. 9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, du reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr, Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sünden⸗ schuld Unsäglich gnädige Geduld. 10. Ich hab es ja mein Lebetage Schon so manch liebes Mal ge⸗ spürt, Daß du mich unter vieler Plage Zwar wunderbar, doch wohl ge— führt; Denn in der größesten Gefahr Ward ich dein Trostlicht doch ge— wahr. 11. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden In deinem steten Lobe stehn? Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden Nicht triumphierend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, So will ich doch nicht traurig sein. 12. Ich will von deiner Güte singen, So lange sich die Zunge regt, Ich will dir Freudenopfer bringen, So lange sich mein Herz bewegt. Ja, wenn der Mund wird kraft⸗ los sein, So stimm ich noch mit Seufzen ein. 13. Ach nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen Gnaden hin; Im Himmel soll es besser werden, Wenn ich bei deinen Engeln bin: Da sing ich dir im höhern Chor Viel tausend Hallelujah vor. Joh. Mentzer, 4 1734. 16. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. Hei Lob und Ehr dem höchsten Gut, Dem Vater aller Güte, Dem Gott, der alle Wunder tut, Dem Gott, der mein Gemüte Mit seinem reichen Trost erfüllt, Dem Gott, der allen Jammer stillt; Gebt unserm Gott die Ehrel 2. Es danken dir die Himmelsheer, O Herrscher aller Thronen, Und die auf Erden, Luft und Meer In deinem Schatten wohnen, Die preisen deine Schöpfermacht, Die alles also wohl bedacht; Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, Das will er auch erhalten, Darüber will er früh und spat Mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich Ist alles recht und alles gleich; Gebt unserm Gott die Ehrel 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod Und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir, Ach danket, danket Gott mit mir; Gebt unserm Gott die Ehrel ññꝑñꝓñH—p‚DypD‚/‚: 12 Beten, Loben und Danken. 5. Der Herr ist noch und nim⸗ mer nicht Von seinem Volk geschieden; Er bleibet ihre Zuversicht, Ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er Die Seinen stetig hin und her; Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hülf er⸗ mangeln muß, Die alle Welt erzeiget, So kommt, so hilft der Überfluß, Der Schöpfer selbst, und neiget Die Vateraugen denen zu, Die sonsten nirgends finden Ruh; Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang, O Gott, von nun an ehren; Man soll, Gott, deinen Lobgesang An allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, Mein Geist und Leib erfreue dich; Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, Gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, Gebt unserm Gott die Ehrel Die falschen Götzen macht zu Spott; Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott; Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht, Mit Jauchzen Dank zu bringen, Bezahlet die gelobte Pflicht Und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht Und alles, alles recht gemacht; Gebt unserm Gott die Ehrel Joh. Jak. Schütz, 4 1690. 17. Hollt ich meinem Gott nicht singen, Sollt ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in allen Dingen, Wie so gut ers mit mir mein. Ists doch nichts als lauter Lieben, Das sein treues Herze regt, Das ohn Ende hegt und trägt, Die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder Über seine Jungen streckt, Also hat auch hin und wieder Mich des Höchsten Arm gedeckt, Alsobald im Mutterleibe, Da er mir mein Wesen gab Und das Leben, das ich hab Und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, Nein, er gibt ihn für mich hin, Daß er mich vom ewgen Feuer Durch sein teures Blut gewinn. O du unergründter Brunnen, Wie will doch mein schwacher Geist, Ob er sich gleich hoch befleißt, Deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, Gibt er mir in seinem Wort, Daß er werde mein Regierer Durch die Welt zur Himmelspfort; Daß er mir mein Herz erfülle Mit dem hellen Glaubenslicht, Das des Todes Reich zerbricht Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Mein Hat er je Will dem Nimmt er Wenn m Nichts ver Kommt m Sein Ver Alles Din Gottes Li 6. Himm Hat er m Wo ich n Find ich, u Tier und In den E In den B Überall ist Alles Din Gottes Lie 7. Wenn Und ermu Daß ich a Schaue ne Wäre mei Hätte mi Nicht gelei Aus so ma Alles Ding Gottes Lie Oe Wie e ein Herz Ob es glei Tut und Also hält Mir mein Will mein Und nicht Alles Ding Gottes Lie 9. Seine tt nicht singen, bar sein? ingen, mein. r Lieben, gt, trägt, üben. Zeit, Gefieder kt, wieder gedeckt, gab hab treibe. Zeit, nicht zu teuer, nich hin, n Feuer gewinn. unnen, icher Geist, Hefleißt, önnen? ů Zeit, t. en Führer, Wort, egierer melspfort; erfülle enslicht, zerbricht acht stille. e Zeit, it. Beten, Loben und Danken. 13 5. Meiner Seele Wohlergehen Hat er ja recht wohl bedacht; Will dem Leibe Not entstehen, Nimmt ers gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Ver⸗ mögen Nichts vermag, nichts helfen kann, Kommt mein Gott und hebt mir an Sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere Hat er mir zum Dienst bestellt. Wo ich nur mein Aug hinkehre, Find ich, was mich nährt und hält: Tier und Kräuter und Getreide, In den Gründen, in der Höh, In den Büschen, in der See, Überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen Und ermuntert mein Gemüt, Daß ich alle liebe Morgen Schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, Hätte mich sein Angesicht Nicht geleitet, wär ich nicht Aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie ein Vater seinem Kinde Sein Herz niemals ganz entzeucht, Ob es gleich bisweilen Sünde Tut und aus der Bahne weicht; Also hält auch mein Verbrechen Mir mein frommer Gott zu gut, Will mein Fehlen mit der Rut Und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Seine Strafen, seine Schläge, Ob es mir auch bitter scheint, Dennoch, wenn ichs recht erwäge, Sind es Zeichen, daß mein Freund, Der mich liebet, mein gedenke Und mich von der schnöden Welt, Die mich hart gefangen hält, Durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Das weiß ich fürwahr und lasse Mirs nicht aus dem Sinn entgehn: Christenkreuz hat seine Maße Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, Tritt der schöne Sommer ein: Also wird auch nach der Pein, Wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Weil denn weder Ziel noch Ende Sich in Gottes Liebe findt, Ei so heb ich meine Hände Zu dir, Vater, als dein Kind, Bitte, wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu umfangen Tag und Nacht Hier in meinem ganzen Leben, Bis ich dich nach dieser Zeit Lob und lieb in Ewigkeit. P. Gerhardt, 4 1676. 18. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht, Die Weisheit deiner Wege, Die Liebe, die für alle wacht, Anbetend überlege, So weiß ich, von Bewundrung voll, Nicht, wie ich dich erheben soll, Mein Gott, mein Herr und Vater! ‚‚‚WDP‚ 14 Beten, Loben und Danken. 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, Die Wunder deiner Werke: Der Himmel, prächtig ausge⸗ schmückt, Preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, Mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, Dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, Bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, Mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; Bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand So wunderbar bereitet, Der Mensch, ein Geist, den sein Verstand Dich zu erkennen leitet: Der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, Ist sich ein täglicher Beweis Von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, Erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sei gepreist, Und alle Welt sag Amen! Und alle Welt fürcht ihren Herrn Und hoff auf ihn und dien ihm gern: Wer wollte Gott nicht dienen? Chr. F. Gellert, 4 1769. 19. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. Wie groß ist des Allmächtgen ö Güte! Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt, Der mit verhärtetem Gemüte Den Dankerstickt, der ihm gebührt? Nein, seine Liebe zu ermessen Sei ewig meine größte Pflicht: Der Herr hat mein noch nie ver⸗ gessen, Vergiß, mein Herz, auch seiner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar be⸗ reitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich ge⸗ leitete Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Ge⸗ wissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts ge⸗ nießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, Zu welchem du erschaffen bist, Wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, Durch Gottes Güte sind sie dein, Sieh, darum mußte Christus lei⸗ den, Damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren Und seine Er sollte Den Weg, Sein Will Sein Wor Gott soll Und mein 5. Dies i Ich soll v Je mehr i Stell ich se Lebt seine So treibt f Und ob ic Herrscht de 6. O Gott Mir immer Sie stärk in Mein ganz Sie tröste Sie leite mi Und sie bes Die Furcht Mel. Alle Womit si Mächtiger Sende mir Deines Geif Denn ich ka Deine Gna Tausend, t. Großer Kö ien ihm gern: ienen? + 1769. chs Kreuz nächtgen Güte! sie nicht rührt, müte gebührt? iessen Pflicht: nie ver⸗ gessen, iner nicht. erbar be⸗ reitet? ht bedarf. mich ge⸗ leitet! derwarf. im Ge⸗ wissen? aue Kraft? Guts ge⸗ nießen? les schafft? „in jenes Leben, en bist, umgeben, wie er ist. Freuden, d sie dein, hristus lei⸗ den, 3sein. It ich nicht ehren Beten, Loben und Danken. 15 Und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, Den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz ge— schrieben, Sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben Und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: Ich soll vollkommen sein wie er; Je mehr ich dies Gebot erfülle, Stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, So treibt sie mich zu jeder Pflicht, Und ob ich schon aus Schwach⸗ heit fehle, Herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe Mir immerdar vor Augen sein: Sie stärk in mir die guten Triebe, Mein ganzes Leben dir zu weihn; Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, Sie leite mich zur Zeit des Glücks, Und sie besieg in meinem Herzen Die Furcht des letzten Augenblicks. Chr. F. Gellert, 1769. 20. Alle Menschen müssen sterben. Womit soll ich dich wohl loben, Mächtiger Herr Zebaoth? Sende mir dazu von oben Mel. Denn ich kann mit nichts erreichen Deine Gnad und Liebeszeichen. Tausend, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 2. Herr, entzünde mein Gemüte, Daß ich deine Wundermacht, Deine Gnade, Treu und Güte Stets erhebe Tag und Nacht; Denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 3. Denk ich, wie ich dich verlassen, Wie ich häufte Schuld mit Schuld, So möcht ich vor Scham erblassen Vor der Langmut und Geduld, Womit du, o Gott, mich Armen Hast getragen aus Erbarmen. Tausend, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 4. O wie hast du meine Seele Stets gesucht zu dir zu ziehn, Daß ich nicht das Ziel verfehle, Möchte zu den Wunden fliehn, Die mich ausgesöhnet haben Und mit Kraft zum Leben laben. Tausend, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. Herr, lauter Gnad und Wahrheit Sind vor deinem Angesicht; Du, du trittst hervor in Klarheit, In Gerechtigkeit, Gericht, Daß man soll aus deinen Werken Deine Güt und Allmacht merken. Tausend, tausendmal sei dir, 5. 4, Großer König, Dank dafür. 6. Wie du setzest jedem Dinge Zeit, Zahl, Maß, Gewicht und Ziel, Damit keinem zu geringe Möcht geschehen, noch zu viel, So hab ich auf tausend Weisen ö Deine Weisheit auch zu preisen. 3 istes K oii. ie i5%— 4 Deines Geistes Kraft, mein Gott;: Tausend, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 7. Bald mit Lieben, bald mit Leiden 16 Beten, Loben und Danken. Kamst du, Herr mein Gott, zu mir, Nur mein Herze zu bereiten, Sich ganz zu ergeben dir, Daß mein gänzliches Verlangen Möcht an deinem Willen hangen. Tausend, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 8. Wie ein Vater nimmt und gibet, Wie es Kindern nützlich ist, So hast du mich auch geliebet, Herr mein Gott, zu jeder Frist Und dich meiner angenommen, Wenns aufs höchste war gekom⸗ men. Tausend, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 9. Du hast mich auf Adlers⸗ flügeln Oft getragen väterlich, In den Tälern, auf den Hügeln Wunderbar errettet mich; Schien auch alles zu zerrinnen, Ward doch deiner Hülf ich innen. Tausend, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 10. Vater, du hast mir erzeiget Lauter Gnad und Gütigkeit, Und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, Und durch dich, o Geist der Gnaden, Werd ich stets noch eingeladen. Tausend, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür. 11. Tausendmal sei dir gesungen, Herr mein Gott, Preis, Lob und Dank, Daß es mir so wohl gelungen: Ach laß meines Lebens Gang Ferner doch durch Jesu Leiten Nur gehn in die Ewigkeiten. Da will ich, Herr, für und für Ewig, ewig danken dir. Ludw. Andr. Gotter, 4 1735. 21. Wunderbarer König, Herrscher von uns allen, Laß dir unser Lob gefallen. Deine Gnadenströme Hast du lassen fließen, Ob wir schon dich oft verließen. Hilf uns noch, Stärk uns doch; Laß die Zunge singen, Laß die Stimme klingen! 2. Himmel, lobe prächtig Deines Schöpfers Taten, Mehr als aller Menschen Staaten. Großes Licht der Sonne, Sende deine Strahlen, Die das große Rund bemalen. Lobet gern, Mond und Stern, Seid bereit zu ehren Einen solchen Herren! 3. O du meine Seele, Singe fröhlich, singe, Singe deine Glaubenslieder. Was den Odem holet, Jauchze, preise, klinge, Wirf dich in den Staub darnieder. Er ist Gott Zebaoth, Er ist nur zu loben Hier und ewig droben. 4. Hallelujah bringe, Wer den Herren kennet, Wer den Herren Jesum liebet; Hallelujah singe, Welcher Christum nennet, Sich von Herzen ihm ergibet. O wohl dir, Glaube mir, Endlich wirst du droben Ohne Sünd ihn loben. J. Neander, 4 1680. Mel. Cl Ach ble Bei uns, Daß uns Des bösen 2. Achel Bei uns, Daß uns Sei Güt 3. Ach b Bei uns, Dein Wah Damit wi 4. Ach b Bei uns, Dein Gnal In uns re 5. Ach bl Bei uns, Daß uns! Noch fäll 6. Ach bl. Bei uns, u Beständigk Hilf uns a Mel. Straf Betgemei Mit dem Jesu Geist Dir in Her Laß d Alle S Ulen. m, in Staaten. ne,‚ bemalen. „ , lieder. „ b darnieder. n. tet, uim liebet; nnet, mergibet. ben N. nder, 1 1680. Daß uns beid hie und dorte Beten, Loben und Danken. 17 B. Bitten und Fürbitten. 22. Mel. Christus der ist mein Leben. Ach bleib mit deiner Gnade Bei uns, Herr Jesu Christ, Daß uns hinfort nicht schade Des bösen Feindes List. 2. Ach bleib mit deinem Worte Bei uns, Erlöser wert, Sei Güt und Heil beschert. 3. Ach bleib mit deinem Glanze Bei uns, du wertes Licht, Dein Wahrheit uns umschanze, Damit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen Bei uns, du reicher Herr, Dein Gnad und alls Vermögen In uns reichlich vermehr. 5. Ach bleib mit deinem Schutze Bei uns, du starker Held, Daß uns der Feind nicht trutze, Noch fäll die böse Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue Bei uns, mein Herr und Gott, Beständigkeit verleihe, Hilf uns aus aller Not. J. Stegmann, 7 1632. 23. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn Belgemeinde, heilge dich Mit dem heilgen Ole; Jesu Geist ergieße sich Dir in Herz und Seele. Laß den Mund Alle Stund Von Gebet und Flehen Heilig übergehen. Und ihr groß Verlangen, Dem, der für dich gab sein Blut, Innig anzuhangen: Heilger Rauch Sei es auch, Der zu Gott aufgehet, Wenn dein Herze flehet. 3. Das Gebet der frommen Schar, Was sie fleht und bittet, Das wird auf dem Rauchaltar Vor Gott ausgeschüttet, Und da ist Jesus Christ Priester und Versühner Aller seiner Diener. 2. Heilige der Seele Glut 4. Kann ein einiges Gebet Einer gläubgen Seelen, Wenns zum Herzen Gottes geht, Seines Zwecks nicht fehlen: Was wirds tun, Wenn sie nun Alle vor ihn treten Und zusammen beten? 5. Wenn die Heilgen dort und hier, Große mit den Kleinen, Engel, Menschen, mit Begier Alle sich vereinen, Und es geht Ein Gebet Aus von ihnen allen, Wie muß das erschallen! 6. O der unerkannten Macht Von der Heilgen Beten! Ohne das wird nichts vollbracht So in Freud als Nöten; Schritt vor Schritt Wirkt es mit B 18 Beten, Loben und Danken. Wie zum Sieg der Freunde, So zum End der Feinde. 7. O so betet alle drauf, Betet immer wieder, Heilge Hände hebet auf, Heilget eure Glieder; Heiliget Das Gebet, Das zu Gott sich schwinget, Daß hinauf es dringet. 8. Betet, daß die letzte Zeit Vollends übergehe, Daß man Christi Herrlichkeit Offenbaret sehe; Stimmet ein Insgemein Mit der Engel Sehnen Nach dem Tag, dem schönen. Chr. K. L. v. Pfeil, 4 1784. 24. D ir, dir, Jehova, will ich singen, Denn wo ist doch ein solcher Gott, wie du? Dir will ich meine Lieder bringen, Ach gib mir deines Geistes Kraft dazu, Daß ich es tu im Namen Jesu Christ, So wie es dir durch ihn gefällig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, Damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; Dein Geist in meinem Herzen wohne Und meine Sinnen und Verstand regier, Daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl Und dir darob im Herzen sing und spiel. 3. Verleih mir, Höchster, solche üte, So wird gewiß mein Singen recht getan, So klingt es schön in meinem Liede, So bet ich dich im Geist und Wahrheit an; So hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, Daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten Mit Seufzern, die ganz unaus⸗ sprechlich sind, Der lehret mich recht gläubig beten, Gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind Und ein Miterbe Jesu Christi sei, Daher ich Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem Her⸗ zen schallet Durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, So bricht dein Vaterherz und wallet Ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, Daß mirs die Bitte nicht ver⸗ sagen kann, Die ich nach deinem Willen hab getan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, Das ist nach deinem Willen ein⸗ gericht Und wird gewiß von dir erhöret, Weil es im Namen deines Sohns geschicht, Durch welchen ich dein Kind und Erbe bin Und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Woh Drum bi Und weif Die ich Die gibst! Als ich ve 8. Wohl Der mich 9556 Wae Wohl mir, Daß du mi Barth Mel. Es ist Gott, dei So weit d Du krönst Und eilst, Herr, mei Vernimm 1 Denn ich 2. Ich bit Und Schätz Laß mir, f Nach deine Gib mir n r, solche Güte, Singen yt getan, mLiede, eist und heit an; Herz zu empor, sing im en Chor. bei dir vertreten unaus⸗ lich sind, dig beten, ʒeist, daß ein Kind hristi sei, r Vater! schrei. nem Her⸗ n schallet stes Kraft id Trieb, herz und wallet nich vor ißer Lieb, sicht ver⸗ zen kann, illen hab getan. eist selbst en lehret, illen ein⸗ gericht ir erhöret, ses Sohns geschicht, Kind und Erbe bin 3nad um nade hin. Beten, Loben und Danken. 19 7. Wohl mir, daß ich dies Zeug⸗ nis habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit Und weiß, daß alle gute Gabe, Die ich von dir verlange jeder⸗ zeit, Die gibst du und tust überschweng⸗ lich mehr, Als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir! ich bitt in Jesu Namen, Der mich zu deiner Rechten selbst vertritt: In ihm ist alles Ja und Amen, Was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir, jetzt und in Ewigkeit, Daß du mir schenkest solche Selig⸗ keit! Bartholom. Crasselius, 4 1724. 25. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. Gott, deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken gehen, Du krönst uns mit Barmherzig⸗ keit Und eilst, uns beizustehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, Vernimm mein Flehn, merk auf mein Wort, Denn ich will vor dir beten! 2. Ich bitte nicht um Überfluß Und Schätze dieser Erden; Laß mir, so viel ich haben muß, Nach deiner Gnade werden. Gib mir nur Weisheit und Ver⸗ stand, Dich, Gott, und den, den du ge⸗ sandt, Und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, So sehr sie Menschen rühren; Des guten Namens Eigentum Laß mich nur nicht verlieren. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, Der Ruhm vor deinem Angesicht Und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, Herr Zebaoth, Auch nicht um langes Leben: Im Glücke Demut, Mut in Not, Das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit, Laß du mich nur Barmherzigkeit Vor dir im Tode finden. Chr. F. Gellert, 4 1769. 26. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Herr, höre, Herr, erhöre, Breit deines Namens Ehre An allen Orten aus; Behüte alle Stände, Durch deiner Allmacht Hände Schütz Kirche, Obrigkeit und Haus. 2. Ach laß dein Wort uns allen Noch ferner reichlich schallen Zu unsrer Seele Nutz. Bewahr uns vor den Rotten, Die deiner Wahrheit spotten, Beut allen Widersachern Trutz. 3. Gib du getreue Lehrer Und unverdroßne Hörer, Die beide Täter sein; Auf Pflanzen und Begießen Laß dein Gedeihen fließen Und ernten reiche Früchte ein. B 2 20 Beten, Loben und Danken. 4. Du wollst das Land beglücken Und stets mit Gnadenblicken Auf unsern Kaiser sehn; Schütz ihn auf seinem Throne Und lasse seine Krone In segensvollem Glanze stehn. 5. Laß alle, die regieren, Ihr Amt getreulich führen, Schaff jedermann sein Recht, Daß Fried und Treu sich müssen In unserm Lande küssen, Ja segne beide, Herr und Knecht. 6. Wend ab in allen Gnaden Krieg, Feuer, Wasserschaden, Treib Sturm und Hagel ab, Bewahr des Landes Früchte Und mache nicht zu nichte, Was deine milde Hand uns gab. 7. Gib Ruhe uns und Friede, Mach alle Feinde müde; Verleih gesunde Luft; Laß Not und teure Zeiten Nicht übers Land sich breiten, Da man nach Brot vergebens ruft. 8. Die Hungrigen erquicke Und bringe die zurücke, Die in der Irre gehn; Die Witwen und die Waisen Wollst du mit Troste speisen, Wenn sie zu dir um Hülfe flehn. 9. Erhalt in jeder Ehe Beim Glücke wie beim Wehe Rechtschaffne Frömmigkeit; In Ehrbarkeit und Tugend Gedeihe unsre Jugend, Zu deines Reiches Dienst bereit. 10. Sei du ein Arzt der Kranken, Und die im Glauben wanken, Laß nicht zu Grunde gehn; Die Alten heb und trage, Auf daß sie ihre Plage Geduldig mögen überstehn. 11. Bleib der Verfolgten Stütze, Die Reisenden beschütze, Die Sterbenden geleit Mit deinen Engelsscharen, Daß sie in Frieden fahren In Zions Freud und Herrlichkeit. 12. Nun, Herr, du wirst erfüllen, Was wir nach deinem Willen In Demut jetzt begehrt; Wir sprechen nun das Amen In unsers Jesu Namen, So ist all unser Flehn erhört. B. Schmolck, 4 1737. 27. Berr, wie du willst, so schicks mit mir Im Leben und im Sterben! Allein zu dir steht mein Begier, Laß mich, Herr, nicht verderben. Erhalt mich nur in deiner Huld, Sonst wie du willst; gib mir Ge⸗ duld, Denn dein Will ist der beste. 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, Und Lieb zu deinem Worte; Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr Und gib mir hier und dorte, Was dient zu meiner Seligkeit; Wend ab all Ungerechtigkeit In meinem ganzen Leben. 3. Soll ich einmal nach deinem Rat Von dieser Welt abscheiden, Verleih mir, Herr, nur deine Gnad, Daß es gescheh mit Freuden. Mein Leib und Seel befehl ich dir; O Herr, ein selig End gib mir Durch Jesum Christum. Amen. K. Bienemann, 1591. Mel. Was Bif mi Von Her, Und ich Wenn mi Verleih, d In meine Gib mir Meid alle 2. Hilf, Mich dein Hab imme In wahre Vor dir e All meine Mein Tre In ewgen 3. Die L Daß sie n Rechtschaff In meinen Daß ich ir Dich und Und mich k Von deine 4. Behütg Mein Herz Auch alle 4 Zur Demu Was sich Laß michel Trost, Frie Sich in m u Stütze, I/ en erlichkeit. erfüllen, Lillen lmen rhört. + 17³7⁷. so schicks mit mir ben! Begier, erderben. ier Huld, mir Ge⸗ duld, beste. u verleih lir, Herr, orte; scher Lehr dorte, zeligkeit; gleit en. ha deinem Rat den, ine Gnad, uden. hefehl ich dir; gib mir Amen. t. + 1591. Beten, Loben und Danken. 21 28. Mel. Was mein Gott will gescheh allzeit. Bif mir, mein Gott, hilf, daß nach dir Von Herzen mich verlange, Und ich dich suche mit Begier, Wenn mir wird angst und bange. Verleih, daß ich mit Freuden dich In meiner Angst bald finde; Gib mir den Sinn, daß ich üon ö in Meid alle Schand und Sünde. 2. Hilf, daß ich stets mit Reu und Schmerz Mich deiner Gnad ergebe, Hab immer ein zerknirschtes Herz, In wahrer Buße lebe, Vor dir erschein, herzlich bewein All meine Missetaten. Mein Trost und Licht, ach laß mich nicht In ewgen Tod geraten. 3. Die Lust des Fleisches dämpf in mir, Daß sie nicht überwinde. Rechtschaffne Lieb und Lust zu dir In meinem Herzn anzünde, Daß ich in Not bis in den Tod Dich und dein Wort bekenne, Und mich kein Trutz noch Eigennutz Von deiner Wahrheit trenne. 4. Behüte mich vor Zorn und Grimm, Mein Herz mit Sanftmut ziere. Auch alle Hoffart von mir nimm, Zur Demut mich anführe. Was sich noch findt von alter Sünd, Laß mich hinfort ablegen, Trost, Fried und Freud laß jeder⸗ zeit Sich in mir Armen regen. 5. Den Glauben stärk, die Lieb erhalt, Die Hoffnung mache feste, Daß ich von dir nicht wanke bald, Beständigkeit ists beste; Den Mund bewahr, daß nicht Gefahr Durch ihn mir werd erwecket. Gib Brot dem Leib, doch daß er bleib Von Wollust unbeflecket. 6. Gib, daß ich treu und fleißig sei In dem, was mir gebühret, Daß ich auch nicht von Heuchelei Und Ehrgeiz werd verführet; Leichtfertigkeit, Haß, Zank und Neid Laß in mir nicht verbleiben. Verstockten Sinn und Diebsge⸗ winn Wollst ferne von mir treiben. 7. Hilf, daß ich folge treuem Rat, Von falscher Meinung trete, Den Armen helfe mit der Tat, Für Freund und Feind stets bete, Dien jedermann so viel ich kann, Das Böse haß und meide Nach deinem Wort an allem Ort, Bis ich von hinnen scheide. J. Heermann, 4 1647. 29. Mel. Freu dich sehr o meine Seele. 5˙¹ uns, Herr, in allen Dingen, Daß wir unser Amt und Werk Wohl anfangen und vollbringen, Gib uns Weisheit, Kraft und Stärk. Ohne deine Segenshand Ist verloren Stadt und Land. Hilf uns, Herr, in allen Dingen Und laß alles wohl gelingen. ——— .— 2² Beten, Loben und Danken. 2. Hilf uns, Herr, an allen Orten, Vergib mir alle meine Schuld, Wo uns Hülfe nötig ist; Brich der Höllen Macht und Pforten Und gib uns zu jeder Frist Und der ganzen Christenheit Liebe, Fried und Einigkeit. Hilf uns, Herr, in allen Dingen Und laß alles wohl gelingen. 3. Hilf uns, Herr, in allen Nöten, Aller Trübsal und Gefahr; Laß uns keine Drangsal töten, Nimm doch unser also wahr, Daß Kreuz, Elend und Verdruß Uns zum Besten dienen muß. Hilf uns, Herr, in allen Dingen Und laß alles wohl gelingen. 4. Hilf uns, Herr, aus allem Grauen In der größten Sündenangst, Daß wir auf die Zahlung bauen, Die du hast getan schon längst. O Herr Jesu, laß dein Blut Uns ja kommen auch zu gut. Hilf uns, Herr, in allen Dingen, Und laß alles wohl gelingen. 5. Hilf uns, Herr, aus allem Leiden In der letzten Todesnot, Laß uns fahren hin mit Freuden Und durch dich und deinen Tod Bald und glücklich kommen fort Zum ersehnten Lebensport. Hilf uns, Herr, in allen Dingen Und laß alles wohl gelingen. M. Rinkart, 4 1649. 30. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. Ich komme vor dein Angesicht, Verwirf, o Gott, mein Flehen nicht: Du Gott der Gnade und Geduld. 2. Schaff du ein reines Herz in mir, Ein Herz voll Lieb und Furcht zu dir, Ein Herz voll Demut, Preis und Dank, Ein ruhig Herz mein lebelang. 3. Sei mein Beschützer in Ge⸗ fahr; Ich harre deiner immerdar. Ist wohl ein Übel, das mich schreckt, Wenn deine Rechte mich bedeckt? 4. Ich bin ja, Herr, in deiner Hand, Von dir empfing ich den Verstand; Erhalt ihn mir, o Herr, mein Hort, Und stärk ihn durch dein göttlich Wort. 5. Laß, deines Namens mich zu freun, Ihn stets vor meinen Augen sein; Laß, meines Glaubens mich zu freun, Ihn stets durch Liebe tätig sein. 6. Was du mich lehrst, das ist mein Heil, Dir folgen sei mein bestes Teil; Nach deines Reichs Gerechtigkeit Laß, Herr, mich trachten allezeit. 7. Ich bin zu schwach aus eig⸗ ner Kraft Zum Kampf mit meiner Leiden⸗ ö ö schaft; Drum ziehe du mit Kraft mich an, Daß ich den Sieg erlangen kann. 8. Gib von den Gütern dieser Welt, Mir, Herr, so viel, als dir gefällt; Gib de Zu sein 9. Sch So ma Und laß Mich ei 10. G Daß ich Und da Ich nien 11. E Ders tre Mit mir Mir Ra 12. Be Und we So blei Verlaß 13. U So nim Und sei Mein Se Verleih Laß mic schuld, Geduld. Herz in mir, Furcht zu dir, reis und schreckt, bedeckte in deiner Hand, Verstand; iein Hort, n göttlich Wort. mich zu freun, ugen sein; mich zu freun, ätig sein. t, das ist nein Heil, tes Teil; echtigkeit allezeit. aus eig⸗ ner Kraft er Leiden⸗ schaft; üt mich an, igen kann. ern dieser Welt, dir gefällt; Beten, Loben und Danken. 23 Gib deinem Knecht ein mfig eil, Zu seinem Fleiße Glück und Heil. 9. Schenkt deine Hand mir Über⸗ fluß, So mach mich mäßig im Genuß, Und laß, die Dürftgen zu erfreun, Mich einen frohen Geber sein. 10. Gib mir Gesundheit und verleih, Daß ich sie deinem Dienste weih, Und daß aus Sorgsamkeit für sie Ich niemals mich der Pflicht ent⸗ zieh. 11. Erwecke mir stets einen Freund, Ders treu mit meiner Wohlfahrt meint, Mit mir in deiner Furcht sich übt, Mir Rat und Trost und Beispiel gibt. 12. Bestimmst du mir ein läng⸗ res Ziel, Und werden meiner Tage viel, So bleibe meine Zuversicht, Verlaß mich auch im Alter nicht. 13. Und wird sich einst mein Ende nahn, So nimm dich meiner herzlich an Und sei durch Christum, deinen Sohn, Mein Schirm, mein Schild, mein großer Lohn. Chr. F. Gellert, 4 1769. 31. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ Ich bitt, erhör mein Klagen; Verleih mir Gnad zu dieser Frist, Laß mich doch nicht verzagen. 7 Den rechten Weg, o Herr, ich mein, Den wollest du mir geben, Dir zu leben, Dem Nächsten nütz zu sein, Dein Wort zu halten eben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, Du kannst es mir wohl geben, Daß ich nicht wieder werd zu Spott: Die Hoffnung gib daneben, Voraus wenn ich muß hie davon, Daß ich dir mög vertrauen Und nicht bauen Auf all mein eigen Tun, Sonst wird michs ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Herzens⸗ grund Den Feinden mög vergeben; Verzeih mir auch zu dieser Stund, Schaff mir ein neues Leben; Dein Wort mein Speis laß all⸗ weg sein, Damit mein Seel zu nähren, Mich zu wehren, Wenn Unglück schlägt herein, Das mich bald möcht verkehren. 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir In dieser Welt abwenden; Beständig sein ans End gib mir, Du hasts allein in Händen; Und wem dus gibst, der hats umsonst, Es mag niemand erwerben Noch ererben Durch Werke deine Gunst, Die uns errett vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und wider⸗ streb, Hilf, o Herr Christ, dem Schwa⸗ chen; —ü‚ 24 Beten, Loben und Danken. Von deiner Gnad allein ich leb, Du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung und Ge⸗ fahr, Wollst du mich nicht verlassen, Fest mich fassen, Behüten immerdar, Ich weiß, du wirsts nicht lassen. J. Agricola, 4 1566. 32. Die Litanei. Ryrie, eleison! Christe, eleison! Kyrie, eleison! Christe, erhöre uns! Herr Gott, Vater im Himmel, Erbarm dich über uns! Herr Gott Sohn, der Welt Hei⸗ land, Erbarm dich über uns! Herr Gott, heiliger Geist, Erbarm dich über uns! Sei uns gnädig! Verschon uns, lieber Herre Gott! Sei uns gnädig! Hilf uns, lieber Herre Gott! Vor allen Sünden, Vor allem Irrsal, Vor allem Übel, Vor des Teufels Trug und List, Vor bösem schnellen Tod, Vor Pestilenz und teurer Zeit, Vor Krieg und Blutvergießen, Vor Aufruhr und Zwietracht, Vor Feur⸗ und Wassersnot, Vor Hagel und Unwetter, Vor dem ewigen Tod Behüt uns, lieber Herre Gott! Durch deine heilige Geburt, Durch deinen Todeskampf und blutigen Schweiß, Durch dein Kreuz und Tod, Durch dein heiliges Auferstehn und Himmelfahrt, In unsrer letzten Not, Am jüngsten Gericht Hilf uns, lieber Herre Gott! Wir arme Sünder bitten, Du wollst uns erhören, lieber Herre Gott! Unnd deine heilige christliche Kirche regieren und führen, Alle Bischöfe, Pfarrherren und Kirchendiener im heil⸗ samen Wort und hei⸗ ligen Leben behalten, Allen Rotten und Argernissen wehren, Alle Irrige und Verführte wieder⸗ bringen, Den Satan unter unsere Füße treten, Treue Arbeiter in deine Ernte senden, Deinen Geist und Kraft zum Worte geben, Allen Betrübten und Blöden hel⸗ fen und sie trösten, Erhör uns, lieber Herre Gott! Allen Königen und Fürsten Fried und Eintracht geben, Unserm Kaiser steten Sieg wider seine Feinde gönnen, Ihn mit allen seinen Gewaltigen leiten und schützen, Unsern Rat und Gemeine segnen und behüten, Erhör uns, lieber Herre Gott! Allen, so in Not und Gefahr sind, mit Hülf erscheinen, Allen Aller Alle Alle Aller Unser Die F Und Er! O Jef Erl O du Erb O du Erb O du Very Christe Kyrie, Christe Kyrie, impf und Schweiß, Tod, Auferstehn mmelfahrt, 'r Herre Gott! ten, erhören, rre Gott! tliche Kirche ind führen, herren und ier im heil⸗ rt und hei⸗ n behalten, Argernissen wehren, ihrte wieder⸗ bringen, insere Füße treten, deine Ernte senden, Kraft zum Worte geben, Blöden hel⸗ d sie trösten, eber Herre Gott! ürsten Fried tracht geben, Sieg wider inde gönnen, n Gewaltigen und schützen, meine segnen und behüten, leber Herre Gott! d Gefahr sind, ülf erscheinen, Beten, Loben und Danken. Allen Schwangern und Säugern fröhliche Frucht und Gedeihen geben, Aller Kinder und Kranken pfle⸗ gen und warten, Alle unschuldig Gefangene los und ledig lassen, Alle Witwen und Waisen ver⸗ teidigen und versorgen, Aller Menschen dich erbarmen, Unsern Feinden, Verfolgern und Lästerern vergeben und sie bekehren, Die Früchte auf dem Lande geben und bewahren, Und uns gnädiglich erhören. Erhör uns, lieber Herre Gott! O Jesu Christe, Gottes Sohn, Erhör uns, lieber Herre Gott! O du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, Erbarm dich über uns! O du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, Erbarm dich über uns! O du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, Verleih uns steten Fried! Christe, erhöre uns! Kyrie, eleison! Christe, eleison! (Beide Chöre.) Kyrie, eleison. Amen. Dr. Martin Luther, 4 1546. 33. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Mein Gott, ich klopf an deine ö Pforte Mit Seufzen, Flehn und Bitten an, Ich halte mich an deine Worte: 2⁵5 Klopft an, so wird euch aufge⸗ tan! Ach öffne mir die Gnadentür, Mein Jesus klopft selbst an mit mir. 2. Wer kann was von sich sel⸗ ber haben, Das nicht von dir den Ursprung hat? Du bist der Geber aller Gaben, Bei dir ist immer Rat und Tat, Du bist der Brunn, der immer quillt, Du bist das Gut, das immer gilt. 3. Drum komm ich auch mit meinem Beten, Das herzlich und voll Glauben ist; Der mich vor dich hat heißen treten, Ist mein Erlöser Jesus Christ, Und der in mir das Abba schreit, Ist, Herr, dein Geist der Freu⸗ digkeit. 4. Gib, Vater, gib nach deinem Willen, Was deinem Kinde nötig ist, Nur du kannst mein Verlangen ö stillen, Weil du die Segensquelle bist; Doch gib, du Geber, allermeist, Was meiner Seelen selig heißt. 5. Verleih Beständigkeit im Glauben, Will Satan Das Laß meine Liebe brünstig sein; mir das Kleinod rauben, So halt mit der Versuchung ein, Damit mein armes Fleisch und Blut Dem Feinde nichts zu Willen tut. 6. Erweck in mir ein gut Ge⸗ wissen, Teufel scheut; weder Welt noch 26 Beten, Loben und Danken. Wenn Züchtigungen folgen müssen, So schick sie in der Gnadenzeit. Durchstreich die Schuld mit Jesu Blut Und mach das Böse wieder gut. 7. Vom Kreuze darf ich wohl nicht bitten, Daß es mich gar verschonen soll, Hat doch mein Jesus selbst gelitten, Und also leid ich billig wohl; Doch wird Geduld gar nötig sein, Die wollest du mir, Herr, verleihn. 8. Das andre wird sich alles fügen, Ich möge arm sein oder reich; An deiner Huld laß mir genügen, Die macht mir Glück und Un⸗ glück gleich. Kommt zeitlich Gut nicht reich⸗ lich ein, Wirds doch genug zur e ein. 9. Ich bitte nicht um langes Leben, Nur daß ich christlich leben mag; Laß mir den Tod vor Augen schweben Und des Gerichtes großen Tag, Damit mein Ausgang aus der Welt Den Eingang in den Himmel hält. B. Schmolck, 4 1737. 34. Mel. Ein feste Burg ist unser Gott. 9 Jesu, einig wahres Haupt Der heiligen Gemeine, Die an dich, ihren Heiland, glaubt Und nur auf dir alleine Als ihrem Felsen steht, Der nie untergeht, Wenn gleich die ganze Welt Zertrümmert und zerfällt: Erhör, erhör uns, Jesu. 2. Laß uns, dein kleines Häu⸗ felein, Das sich zu dir bekennet, Dir ferner anbefohlen sein, Erhalt uns ungetrennet. Wort, Tauf und Abendmahl Laß in seiner Zahl Und ersten Reinigkeit Bis an den Schluß der Zeit Zu unserm Troste bleiben. 3. Hilf, daß wir dir zu aller Zeit Mit reinem Herzen dienen, Laß uns das Licht der Seligkeit, Das uns bisher geschienen, Zur Buße kräftig sein Und zum hellen Schein, Der unsern Glauben mehrt, Der Sünden Macht zerstört Und fromme Christen machet. 4. Laß uns beim Evangelio Gut, Blut und Leben wagen, Mach uns dadurch getrost und froh, Das schwere Kreuz zu tragen; Gib uns Beständigkeit, Daß uns Lust und Leid Von dir nicht scheiden mag, Bis wir den Jubeltag Bei dir im Himmel halten. 5. Auf unsers Landesvaters Haus Geuß von dem Gnadenthrone Den Segen deines Blutes aus; Umstrahle seine Krone Mit deiner Herrlichkeit, Ihm zur Sicherheit, Zu seiner Feinde Trutz Und zum gewünschten Schutz Uns, deinen armen Kindern. 6. Erbarm dich deiner Christen⸗ heit Vermehre deine Herde; ö Für uns, dein armes Häuflein, streit, fällt: esu. kleines Häu⸗ felein, endmahl t der Zeit leiben. zu aller Zeit dienen, der Seligkeit, hienen, in hein, umehrt, zerstört en machet. Evangelio en wagen, trost und froh, zu tragen; eit, Leid den mag, tag lhalten. desvaters Haus adenthrone Blutes aus; pne bkeit, rutz ten Schutz Kindern. einer Christen⸗ heit, rde; mes Häuflein, streit, Beten, Loben und Danken. 27 Daß es erhalten werde; Den Argernissen wehr, Was dich haßt, bekehr, Was sich nicht beugt, zerbrich: Mach endlich seliglich An aller Not ein Ende. J. Mentzer, 4 1734. 35. Vater unser im Himmelreich, Der du uns alle heißest gleich Brüder sein und dich rufen an Und willst das Beten von uns han: Gib, daß nicht bet allein der Mund, Hilf, daß es geh von Herzens⸗— grund. 2. Geheilget werd der Name dein, Dein Wort bei uns hilf halten rein, Daß auch wir leben heiliglich, Nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, Das arm, verführet Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu 4 eit Und dort hernach in Ewigkeit; Der heilge Geist uns wohne bei Mit seinen Gaben mancherlei; Des Satans Zorn und groß Ge— walt Zerbrich, vor ihm dein Kirch er— halt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich Auf Erden wie im Himmerreich. Gib uns Geduld in Leidenszeit, Gehorsam sein in Lieb und Leid; Wehr und steur allem Fleisch und Blut, Das wider deinen Willen tut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot Und was man darf zur Leibesnot; Behüt uns vor Unfried und Streit, Vor Seuchen und vor teurer Zeit, Daß wir in gutem Frieden stehn, Der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr, Daß sie uns nicht betrübe mehr, Wie wir auch unsern Schuldigern Ihr Schuld und Fehl vergeben gern; Zu dienen mach uns all bereit In rechter Lieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Herr, in Ver⸗ suchung nicht. Wenn uns der böse Geist anficht, Zur linken und zur rechten Hand Hilf uns tun starken Widerstand, Im Glauben fest und wohlgerüst Und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Übel uns erlös: Es sind die Zeit und Tage bös; Erlöse uns vom ewgen Tod Und tröst uns in der letzten Not; Bescher uns auch ein selig End, Nimm unsre Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist: es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, Auf daß wir ja nicht zweifeln dran, Das wir hiemit gebeten han Auf dein Wort in dem Namen dein; So sprechen wir das Amen fein! Dr. Martin Luther, 1546. 28 II. Der Tag des Berrn. 36. Mel. Gott des Himmels und der Erden. Ps. 100. Ale Welt, was lebt und webet, Was in Feld und Häusern ist, Was nur Stimm und Zung er⸗ hebet, Jauchze Gott zu jeder Frist! Dienet ihm, wer dienen kann, Kommt mit Lust zu ihm heran. 2. Sprecht: Der Herr ist unser Meister, Er hat uns aus nichts gemacht, Unsre Leiber, unsre Geister An die lichte Welt gebracht; Wir sind seiner Allmacht Ruhm, Seine Schaf und Eigentum. 3. Gehet ein zu seinen Pforten, Geht durch seines Vorhofs Gang, Lobet ihn mit schönen Worten, Saget ihm Lob, Preis und Dank; Denn der Herr ist jederzeit Voller Gnad und Gütigkeit. 4. Gott des Himmels und der Erde, Vater, Sohn und heilger Geist, Daß dein Ruhm bei uns groß werde, Beistand selbst und Hülf uns leist: Wenn er nicht stärkt mein blödes Gib uns Kräfte und Begier, Dich zu preisen für und für. Joh. Franck, 4 1677. Der Tag des Herrn. 37. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. Beschwertes Herz, leg ab die Sorgen, Erhebe dich, gebeugtes Haupt: Es kommt der angenehme Morgen, Da Gott zu ruhen uns erlaubt. Die Ruhe hat er vorgeschrieben Und selbst den Ruhetag geweiht; Auf, auf, des Herrn Gebot zu üben, Zu seinem Dienst sei gern bereit. 2. Auf, laß die Welt aus dei⸗ nem Sinne, Dein irdisch Werk muß ferne stehn; Du sollst zu höherem Gewinne In deines Gottes Tempel gehn, Ihm zu bezahlen deine Pflichten, Froh zu vermehren seinen Ruhm, In tiefster Demut zu verrichten Dein geistlich Werk und Priester⸗ tum. Mel. 3. So bin ich, Gott, vor dir er⸗ schienen Und fleh um deines Geistes Kraft, Wie kann ich dir wohl würdig dienen, Wenn er nicht in mir wirkt und schafft? Wie soll ich freudig vor dich treten, Wenn er nicht stillt der Sünden Schmerz? Wie kann ich gläubig zu dir beten, Herz? 4. Kann meines Herzens Harfe klingen, Wenn sie dein Finger nicht berührt? Denn d Und be Ist dein Daß m Unaufh 3. Nu Dein E In den Leb un durchs Kreuz leg ab die Sorgen, Haupt: me Morgen, us erlaubt. geschrieben dag geweiht; bot zu üben, gern bereit. At aus der⸗ nem Sinne, ferne stehn; Gewinne mpel gehn, ne Pflichten, einen Ruhm, verrichten ind Priester⸗ tum. vor dir er⸗ schienen Beistes Kraft, pohl würdig dienen, ir wirkt und schafft? x dich treten, der Sünden Schmerz? zu dir beten, mein blödes Herze? erzens Harfe klingen, icht berührt? Der Tag Kann ich zu dir empor mich schwingen, Wenn nicht dein Arm mich auf⸗ wärts führt? Kann ich ein reines Opfer werden, Wenn nicht dein Feuer auf mich fällt, In mir verzehrt die Lust der Erden Und mich belebt für jene Welt? 5. Erkauft hat Jesus mich so teuer, Zu seinem Tempel mich geweiht: Hier sei dein Herd, hier sei dein Feuer, Die Fülle deiner Herrlichkeit; Vollführe, was du angefangen, Neig auch zu mir dein Angesicht, Dann ist der Seele aufgegangen Des Sabbats rechtes Freudenlicht. Nach Chr. Wegleiter, 4 1706. 38. Mel. Alle Menschen müssen sterben. Das ist eine selge Stunde, Jesu, da man dein gedenkt Und das Herz von Herzensgrunde Tief in deine Wunden senkt. Wahrlich, nichts als Jesum kennen, Jesum suchen, finden, nennen, Das erfüllet unsre Zeit Mit der höchsten Seligkeit. 2. Jesu, deine Gnadenquelle Fließt so gern ins Herz hinein; Deine Sonne scheinet helle, Denn du willst genossen sein. Und bei aller Segensfülle Ist dein Wunsch und ernster Wille, Daß man, weil dein Brünnlein voll, Unaufhörlich schöpfen soll. 3. Nun so laß auch diese Stunde Dein Gedächtnis in uns sein; In dem Herzen, in dem Munde Leb und herrsche du allein. des Herrn. 29 Laß uns deiner nie vergessen. Wie Maria einst gesessen, Da sie dir hat zugehört, Also mach uns eingekehrt! E. Gottl. Woltersdorf, 4 1761. 39. Christus der ist mein Leben. Die Gnade sei mit allen, Die Gnade unsers Herrn, Des Herrn, dem wir hier wallen Und sehn sein Kommen gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade Gelingt uns ja kein Tritt, Es gehe seine Gnade Denn bis zum Ende mit. 3. Auf Gnade darf man trauen, Man traut ihr ohne Reu; Und wenn uns je will grauen, So bleibts: der Herr ist treu. 4. Wird stets der Jammer größer, So glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, Du kommst, so komme doch! 5. Damit wir nicht erliegen, Muß Gnade mit uns sein; Denn sie flößt zu dem Siegen Geduld und Glauben ein. 6. So scheint uns nichts ein Schade, Was man um Jesum mißt; Der Herr hat eine Gnade, Die über alles ist. 7. Bald ist es überwunden Nur durch des Lammes Blut, Das in den schwersten Stunden Die größten Taten tut. 8. Herr, laß es dir gefallen, Noch immer rufen wir. Die Gnade sei mit allen, Die Gnade sei mit mir! Ph. Fr. Hiller, 1769. Mel. 30 Der Tag des Herrn. 40. Mel. Wunderbarer König. Gott ist gegenwärtigl Lasset uns anbeten Und in Ehrfurcht vor ihn treten. Gott ist in der Mitten: Alles in uns schweige Und sich innigst vor ihm beuge! Wer ihn kennt, Wer ihn nennt, Schlagt die Augen nieder, Gebt das Herz ihm wieder! 2. Gott ist gegenwärtig, Dem die Cherubinen Tag und Nacht gebeuget dienen; Heilig, heilig, heilig Singen ihm zur Ehre Aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm Unsre Stimm, Wenn auch wir Geringen Unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig Allen Eitelkeiten, Die uns Sünd und Welt bereiten. Da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben, Dir zum Eigentum ergeben. Du allein Sollst es sein, Unser Gott und Herre, Dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen, Möcht ich recht dich preisen Und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich wie die Engel Immer vor dir stehen Und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir Für und für Trachten zu gefallen, Liebster Gott, in allem. 5. Luft, die alles füllet, Drin wir immer schweben, Aller Dinge Grund und Leben; Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder: Ich senk mich in dich hinunter. Ich in dir, Du in mir: Laß mich ganz verschwinden, Dich nur sehn und finden. 6. Du durchdringest alles, Wollst mit deinem Lichte, Herr, berühren mein Gesichte! Wie die zarten Blumen Willig sich entfalten Und der Sonne stille halten: Laß mich so Still und froh Deine Strahlen fassen Und dich wirken lassen. 7. Mache mich voll Einfalt, Innig, abgeschieden, Sanft und still in deinem Frieden; Mach mich reines Herzens, Daß ich deine Klarheit Schauen mag in Geist und Wbeit eit. Laß mein Herz Überwärts Wie ein Adler schweben Und in dir nur leben. 8. Komm, in mir zu wohnen, Daß mein Geist auf Erden Dir ein Heiligtum kann wer⸗ den; Komm, du nahes Wesen, Dich in mir verkläre, Daß ich stets dich lieb und ehrel Wo ich geh, Wo ich steh, Laß mich dein gedenken, Mich in dich versenken. G. Tersteegen, 4 1769. Mel. G allo Sc llet, veben, ind Leben; d Ende, er. ) hinunter. zwinden, inden. t alles, zichte, Gesichtel nen e halten: n sen. Einfalt, nem Frieden; derzens, heit st und Wahr⸗ heit. eben en. zu wohnen, Erden kann wer⸗ den; Vesen, e, eb und ehrel uken, ken. eegen, 4 1769. Der Tag des Herrn. 31 41. Mel. Gott des Himmels und der Erden. Großer Gott von alten Zeiten, Dessen Hand die Welt regiert, Dessen Treu auf allen Seiten Mich von Jugend auf geführt, Heute weckt des Tages Lauf Mich zu lauter Andacht auf. 2. Ach wie lieb ich diese Stunden, Denn sie sind des Herren Fest, Das mit so viel Trost verbunden, Da mein Gott mich ruhen läßt Und durch seinen guten Geist Mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen, Der mir Zeit zum Guten schenkt; Das sind unsre besten Sorgen, Wenn der Mensch an Gott gedenkt, Betet und von Herzen singt, Daß es durch die Wolken dringt. 4. Was ist schöner als Gott dienen? Was ist süßer als sein Wort, Da wir sammeln wie die Bienen Und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht Also nach dem Himmel tracht. 5. O mein Gott, sprich selber Amen, Denn wir sind dein Eigentum. Alles preise deinen Namen, lles mehre deinen Ruhm, Bis es künftig wird geschehn, Daß wir dich im Himmel sehn. K. Neumann, 1715. 42. Mel. Gott des Himmels und der Erden. Baueluah schöner Morgen, Schöner als man denken magl Heute fühl ich keine Sorgen, Denn das ist ein lieber Tag, Der durch seine Lieblichkeit Recht das Innerste erfreut. 2. Süßer Ruhetag der Seele, Sonntag, der voll Lichtes ist, Heller Tag in dunkler Höhle, Zeit, in der der Segen fließt! Stunde voller Seligkeit, Du vertreibst mir alles Leid. 3. Ach wie schmeck ich Gottes Güte Recht als einen Morgentau, Die mich führt aus meiner Hütte Zu des Vaters grüner Au; Da hat wohl die Morgenstund Edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Weltgeschäfte, Heute hab ich sonst zu tun; Denn ich brauche alle Kräfte, In dem höchsten Gott zu ruhn. Heut schickt keine Arbeit sich, Als nur Gotteswerk für mich. 5. Ich will in der Zionsstille Heute voller Arbeit sein; Denn da sammle ich die Fülle Von den höchsten Schätzen ein, Wenn mein Jesus meinen Geist Mit dem Wort des Lebens speist. 6. Herr, ermuntre meine Sinnen Und bereite selbst die Brust; Laß mich Lehr und Trost gewinnen, Gib zu deinem Manna Lust, Daß mir deines Wortes Schall Recht tief in mein Herze fall. 7. Segne deiner Knechte Lehren, Offne selber ihren Mund; Mach mit allen, die dich hören, Heute deinen Gnadenbund, Daß, wenn man hier fleht und singt, Solches in dein Herze dringt. 8. Gib, daß ich den Tag beschließe, Wie er angefangen ist; Segne, pflanze und begieße, 32 Der Tag des Herrn. Der du Herr des Sabbats bist, Bis ich einst auf jenen Tag Ewig Sabbat halten mag. Jonath. Krause, 4 1762. 43. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. Herr, es ist der Tag erschienen, Der mich dein gedenken heißt Und mich zu dem Himmel weist; Sieh, ich komme, dir zu dienen An dem Tage deiner Ruh; Gib mir Schwachen Kraft dazu. 2. Halte fern an diesem Morgen Von mir das Geräusch der Welt, Die mir nur zu leicht gefällt. Brich die Macht der eitlen Sorgen, Daß ich heut, von allem frei, Dir allein ergeben sei. 3. Schmücke mich mit deinen Gaben, Stärke mich mit deiner Kraft, Die den neuen Menschen schafft. Welche Wonne werd ich haben, Wenn in heiliger Begier Ich mich freue, Herr, in dir! 4. Gib, daß mich dein Wort durchdringe, Steh mit deinem Geist mir bei, Daß es in mir kräftig sei. Wenn ich bete, wenn ich singe, Siehe du mich gnädig an Und laß mich dein Heil empfahn. 5. Laß mich nicht in Sünde fallen, Laß mich fest im Glauben stehn, Voll Vertrauen auf dich sehn. Lieber Vater, hilf uns allen, Daß der Ruhe heilger Tag Uns ein Segen werden mag! K. Neumann, 7 1715. 44. 5* Jesu Christ, dich zu uns wend, Dein heilgen Geist du zu uns send, Mit Hülf und Gnad er uns regier Und uns den Weg zur e ühr. 2. Tu auf den Mund zum Dnt ein, Bereit das Herz zur Andacht fein, Den Glauben mehr, stärk den Verstand, Daß uns dein Nam werd wohl bekannt; 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott der Herrl Und schauen dich von Angesicht In ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, Dem heilgen Geist in einem Thron, Der heiligen Dreifaltigkeit Sei Lob und Preis in Ewigkeit! Wilhelm II., Herz. zu Weimar, + 1662. 45. Mel. Erhalt uns Herr bei deinem Wort. Terr, öffne mir die Herzenstür, Zeuch durch dein Wort mein Herz zu dir; Laß mich dein Wort bewahren rein, Laß mich dein Kind und Erbe sein. 2. Dein Wort bewegt des Her⸗ zens Grund, Dein Wort macht Leib und Seel gesund, Dein Wort ist, das mein Herz erfreut, Dein Wort gibt Trost und Se⸗ ligkeit. dich zu uns wend, zu uns send, er uns regier zur Wahrheit führ. ind zum Lobe dein, Andacht fein, jr, stärk den Verstand, nawerd wohl bekannt; tit Gottes Heer: ott der Herrl von Angesicht d selgem Licht. ater und dem Sohn, einem Thron, Itigkeit in Ewigkeitl rz. zu Sachsen⸗ + 1662. bei deinem Wort. die Herzenstür, ein Wort mein Herz zu dir; bewahren rein, und Erbe sein. wegt des Her⸗ zens Grund, Leib und Seel gesund, as mein Herz erfreut, Trost und Se⸗ ligkeit. Der Tag des Herrn. 3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, Dem heilgen Geist in einem Thron, Der heiligen Dreieinigkeit Sei Lob und Preis in Ewigkeit! Joh. Olearius, 4 1684. 46. Mel. Liebster Jesu wir sind hier. 5⁰Her Gott, dir danken wir, Daß du uns dein Wort gegeben; Innig bitten wir von dir: Hilf uns heilig darnach leben; Gib dem Glauben solche Stärke, Daß er tätig sei durch Werke. 2. Uns, o Vater, lehrest du, Was wir tun und glauben sollen: Schenk uns deine Kraft dazu, Gib zum Wissen uns das Wollen Und zum Wollen das Vollbringen, So wird alles wohl gelingen. 3. Gib uns, eh wir gehn nach I Haus, Deinen väterlichen Segen. Breite deine Hände aus, Leite uns auf deinen Wegen. Laß uns hier gesegnet gehen, Dort gesegnet auferstehen. J. Ad. Haßlocher, + 1726. 47. Mel. Ringe recht wenn Gottes Gnade. Iein, Jesu, Brunn des Lebens Stell, ach stell dich bei uns ein; Laß uns nun und nie vergebens Wirken und beisammen sein! 7 2. Bist du mitten unter denen, Welche sich nach deinem Heil é 33 Mit vereinten Herzen sehnen, O so sei auch unser Teil! 3. Lehr uns singen, lehr uns beten, Hauch uns an mit deinem Geist, Daß wir vor den Vater treten, Wie's dein Mund die Kinder heißt. 4. Heiland, laß uns dich er⸗ kennen, Komm, erkläre selbst dein Wort, Daß wir dich recht Meister nennen Und dir folgen immerfort. 5. O gesalbtes Haupt der Glieder, Nimm auch uns zu solchen an; Bring das Abgefallne wieder Auf die frohe Himmelsbahn! 6. Gib uns Augen, gib uns Ohren, Gib uns Herzen, die dir gleich, Mach uns redlich, neugeboren, Herr, zu deinem Himmelreich! 7. Ach ja, laß uns Christen werden, Christen, die ein Licht der Welt, Christen, die ein Salz der Erden, Wie's dem Vater wohl gefällt! H. Annoni, 4 1770. 48. Mel. Herzlich tut mich verlangen. Laß mich dein sein und bleiben, Du treuer Gott und Herr! Von dir laß mich nichts treiben, Halt mich bei deiner Lehr. Herr, laß mich nur nicht wanken, Gib mir Beständigkeit; Dafür will ich dir danken In alle Ewigkeit. N. Selnecker, 4 1592. C 3⁴ 49. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Ticht vom Licht, erleuchte mich Bei dem neuen Tageslichte; Gnadensonne, zeige dich Meinem muntern Angesichte, Wohne mir mit Glanze bei, Daß mein Sabbat fröhlich sei. 2. Brunnquell aller Süßigkeit, Laß mir deine Ströme fließen, Mache Mund und Herz bereit, Deiner Gnade zu genießen. Streu das Wort mit Segen ein, Laß es hundertfrüchtig sein. 3. Zünde selbst das Opfer an, Das auf meinen Lippen lieget, Sei mir Weisheit, Licht und Bahn, Daß kein Irrtum mich betrüget Und kein fremdes Feuer brennt, Welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit Heilig, Heilig, Heiligl singen Und mich in die Ewigkeit Mit des Geistes Flügeln schwin⸗ gen; Gib mir einen Vorschmack ein, Wie es wird im Himmel sein. 5. Dieser Tag sei dir geweiht, Weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit Einen Tempel zubereiten: Nichts sonst wollen, nichts sonst tun,‚, Als in deiner Liebe ruhn. Der Tag des Herrn. 50. TLiebster Jesu, wir sind hier, Dich und dein Wort anzuhören: Lenke Sinnen und Begier Auf die süßen Himmelslehren, Daß die Herzen von der Erden Ganz zu dir gezogen werden. 2. Unser Wissen und Verstand Ist mit Finsternis umhüllet, Wo nicht deines Geistes Hand Uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, tun und dichten Wollst du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott ge— boren, Mach uns allesamt bereit, Offne Herzen, Mund und Ohren; Unser Bitten, Flehn und Singen Laß, Herr Jesu, wohl gelingen. T. Clausnitzer, 4 1684. 51. Mel. Hier ist mein Herz o Seel. Ps. 139, 23. 0 großer Geist, des Wesen alles füllet, Und den kein Ort in seine Gren⸗ zen hüllet, Der unumschränkt Sich niedersenkt Mit seiner Kraft in alle Dinge, Dem nichts zu groß, nichts zu 6. Du bist mehr als Salomon: Laß mich deine Weisheit hören; Ich will deinen Gnadenthron Mit gebeugten Knieen ehren, Bis mir deine Sonne lacht Und den schönsten Sonntag macht. B. Schmolck, 4 1737. geringe: 2. Du weißt und hörst, was deine Kinder beten, Duyu siehst, wenn sie verborgen vor dich treten, Macht gleich ihr Mund Nicht alles kund, ind hier, anzuhören: egier elslehren, der Erden werden. d Verstand mhüllet, stes Hand t erfüllet; nd dichten 18 verrichten. Herrlichkeit, us Gott ge⸗ boren, bereit, 5und Ohren; und Singen hl gelingen. nitzer, 4 1684. Herz o Seel. . 8 Wesen alles füllet, in seine Gren⸗ zen hüllet, inkt alle Dinge, oß, nichts zu geringe: d hörst, was Kinder beten, verborgen vor dich treten, hr Mund Id, Der Tag des Herrn. 35 So kannst du selbst des Herzens Sehnen Mit Segen und Erhörung krönen. 3. Vor Menschen bleibt jetzt man⸗ ches Tun verborgen, Dir aber ist die Nacht ein klarer Morgen, Und dein Gericht Wird an das Licht Und an die helle Sonne bringen, Was finstre Wolken jetzt umringen. 4. O Auge, das nicht Trug und Falschheit leidet, Wohl dem, der auch verborgne Sünden meidet, Der los und frei Von Heuchelei Vor dir und Menschen redlich handelt Und unter deiner Aufsicht wandelt. 5. Erforsche selbst die innersten Gedanken, Ob sie vielleicht von deiner Richt⸗ schnur wanken, Lenk Herz und Sinn Zur Wahrheit hin, Sei du der Leitstern meiner Füße, Bis ich, mein Licht, die Augen schließe! J. J. Rambach, 4 1735. 52. Mel. Jesus, Jesus, nichts als Jesus. Tut mir auf die schöne Pforte, Führt in Gottes Haus mich ein! Ach wie wird an diesem Orte Meine Seele fröhlich sein: Hier ist Gottes Angesicht, Hier ist lauter Trost und Licht. 2. Ich bin, Herr, zu dir ge⸗ kommen, Komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung hast genommen, Da ist lauter Himmel hier. Zieh doch in mein Herz hinein, Laß es deinen Tempel sein. 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, Heilge du Leib, Seel und Geist, Daß mein Singen und mein Beten Dir ein lieblich Opfer heißt. Heilge du, Herr, Mund und Ohr, Zieh das Herze ganz empor. 4. Mache mich zum guten Lande, Wenn dein Saatkorn auf mich fällt; Gib mir Licht in dem Verstande, Und was mir wird vorgestellt, Präge meinem Herzen ein, Laß es mir zur Frucht gedeihn. 5. Stärk in mir den schwachen Glauben, Laß dein teures Kleinod mir Nimmer aus dem Herzen rauben; Halte mir dein Wort stets für, Daß es mir zum Leitstern dient Und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, Und dein Wille werd erfüllt; Nichts laß meine Andacht stören, Wenn der Brunn des Lebens quillt. Speise mich mit Himmelsbrot, Tröste mich in aller Not. B. Schmolck, 4 1737. 53. Mel. Liebster Jesu wir sind hier. Unsern Ausgang segne Gott, Unsern Eingang gleichermaßen, Segne unser täglich Brot, Segne unser Tun und Lassen, Segne uns mit selgem Sterben Und mach uns zu Himmelserben. H. Schenk, 4 1681. C2 36 Adv 54. Mel. Schmücke dich o liebe Seele. ö Aeisd dich uns ohne Hülle, Ström auf uns der Gnade Fülle, Daß an diesem Gottestage Unser Herz der Welt entsage, Daß durch dich, der starb, vom Bösen Uns Gefallne zu erlösen, Deine glaubende Gemeine Mit dem Vater sich vereine. 2. O daß frei von Erdenbürden Und der Sünde Lasten würden Unsre Seelen, unser Wille Sanft wie diese Sabbatstille! Daß in deines Himmels Höhen Wir von fern den Aufgang sähen Jenes Lichts, das dann verkläret, 55. Mel. Aus meines Herzens Grunde. Auf, auf, ihr Reichsgenossen! Der König kommt heran, Empfahet unverdrossen Den großen Wundermann! Ihr Christen, geht herfür, Laßt uns vor allen Dingen Ihm Hosianna singen Mit heiliger Begier. 2. Auf, ihr betrübten Herzen, Der König ist gar nah; Hinweg all Angst und Schmerzen, Der Helfer ist schon da. Seht, wie so mancher Ort Wenn der Sabbat ewig währet! ent. 3. Was ich strahlen seh am Throne, Ist es nicht der Sieger Krone? Was von dort herab ich höre, Sinds nicht Überwinderchöre? Feiernd tragen sie die Palmen, Ihr Triumph erschallt von Psal⸗ men. Herr, du selber wollst mich weihen Diesem Sabbat deiner Treuen. 4. Decke meiner Blöße Schande Mit dem festlichen Gewande Deiner Unschuld, daß am Tage Deines Mahls ich froh es wage Dort zu wandeln, wo voll Gnaden Deine Schar du eingeladen, Wo nicht mehr die Streiter rin⸗ gen, Wo sie Siegeslieder singen. F. G. Klopstock, 4 1803. III. Advenk. Hochtröstlich ist zu nennen, Da wir ihn finden können: Im Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, Der König ist nicht fern; Seid fröhlich, ihr Verzagten, Dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not Mit reichem Trost euch speisen, Er will euch Hülf erweisen, Ja dämpfen gar den Tod. 4. Seid fromm, ihr Untertanen, Der König ist gerecht; Laßt uns die Weg ihm bahnen, Macht sie zum Einzug recht. Fürwahr, er meint es gut, Drum lasset uns die Plagen, Die er Mit 1 5. F. Der K An ur Hat er Nun u Noch, Diewei Läßt f 6. So Den K Er kon Stark, Nun tt Den H Der al Und u 7. De Die, so Mit kö Als der Durch O Kön Wir al Dich fr 8. Nun Wirst se 405 lieb u geh Drum Die Sti Dir Ho Und ew Mel. Ack Dein Sanftmi nseh am Throne, r Krone? ich höre, erchöre? Palmen, t von Psal⸗ men. nich weihen Treuen. ße Schande wande am Tage h es wage voll Gnaden eladen, Streiter rin⸗ gen, ingen. tock, + 1803. ennen, önnen: f und Wort. elgeplagten, fern; rzagten, rgenstern. Not uch speisen, eweisen, 1Tod. Untertanen, 1; hm bahnen, ug recht. s gut, Plagen, Advent. Die er uns schickt, ertragen Mit unerschrocknem Mut. Der König kommt mit Macht; An uns, sein Herzgeliebten, Hat er schon längst gedacht. Empfang ihn froh, Zerusalem! Trag ihm entgegen Friedenspal⸗ 5. Frisch auf, ihr Hochbetrübten, Nun wird kein Angst noch Pein Noch Zorn hinfür uns schaden, Dieweil uns Gott aus Gnaden Läßt seine Kinder sein. 6. So eilt mit schnellen Schritten, Den König selbst zu sehn; Er kommt in unsre Mitten Stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, Den Heiland zu begrüßen, Der alles Kreuz versüßen Und uns erlösen kann. 7. Der König will bedenken Die, so er herzlich liebt, Mit köstlichen Geschenken, Als der sich selbst uns gibt Durch seine Gnad und Wort. O König, hocherhoben, Wir alle wollen loben Dich freudig hier und dort. 8. Nun Herr, du gibst uns reichlich, Wirst selbst doch arm und schwach; Du liebest unvergleichlich, Du gehst den Sündern nach. Drum wolln wir dir allein Die Stimmen hoch erschwingen, ir Hosianna singen Und ewig dankbar sein. Joh. Rist, + 1667. 56. Mel. Ach Jesu meiner Seelen Freude. Dein König kommt in niedern Hüllen Sanftmütig, auf der Eslin Füllen: ö men, Bestreu den Pfad mit grünen Halmen, So ists dem Herren angenehm. 2. O mächtger Herrscher ohne Heere, Gewaltger Kämpfer ohne Speere, OFriedensfürst von großer Machtl Es wollen dir der Erde Herren Den Weg zu deinem Throne sperren; Doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von die— ser Erden, Doch aller Erde Reiche werden Dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten Zieht deine Schar nach den vier Orten Der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest hergezogen, Da ebnen sich des Meeres Wogen, Es schweigt der Sturm, von dir bedroht. den empörten Triften Des Lebens neuen Bund zu stiften, Und schlägst in Fessel Sünd in⸗ Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, O komme du auch jetzt aufs neue Zu uns, die wir sind schwer verstört! Not ist es, daß du selbst hienieden Kommst zu erneuen deinen Frieden, Dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, Du kommst, auf Die Macht der Finsternis erliegen 38 Advent. Und lösch der Zwietracht Glim⸗ men aus, Daß wir, die Völker und die Thronen, Vereint als Brüder wieder wohnen In deines großen Vaters Haus. Friedr. Rückert, 4 1866. 57. Mel. Wie wohl ist mir o Freund der Seelen. Dein Mittler kömmt; auf, blöde Seele, Die Mosis Fluch und Donner schreckt, Die in der bangen Trauerhöhle In Fesseln trüber Schwermut steckt. Der Fluch vergeht, die Bande springen, Es reißen Satans feste Schlingen, Die den gefangnen Geist beklemmt. Du kannst nun Heil und Freiheit hoffen: Gott ist versöhnt, sein Himmel offen, Dein gnadenvoller Mittler kömmt. 2. Dein Lehrer kömmt, laß deine Ohren Auf seinen Mund gerichtet sein; Er zeigt den Weg, den du verloren, Er flößt dir Licht und Wahrheit ein. Was tief in Schatten war gestellet, Hat dein Prophet dir aufgehellet Und die Gewalt der Nacht ge⸗ hemmt. Er macht dir kund des Vaters Willen Und gibt dir Kraft, ihn zu er⸗ üllen: Und lehre ute Wie sie sich von Sünden Deinweisheitsreicher Lehrerkömmt. Prangen, 3. Dein König kömmt, doch ohne ö Sein Aufzug ist an Armut reich; Auf, deinen Fürsten zu empfan⸗ gen, Der dir an tiefster Schwachheit gleich Komm, Hand und Scepter dem zu küssen, Der dich wird so zu schützen wissen, Daß dich kein Angststrom über⸗ schwemmt. Tu wie getreue Untertanen, Komm her und schwör zu seinen Fahnen: Dein längst ersehnter König kömmt. 4. Dein Alles kömmt, dich zu ergötzen, Dein As und O ist vor der Tür; Wer dieses Gut recht weiß zu schätzen, Vertauschet gern die Welt dafür. So greif denn zu mit beiden Händen, Da dich, mein Geist, von allen Enden Ein Meer der Gnaden überströmt; Eröffne deines Herzens Türen, Ihn in sein Eigentum zu führen: O armes Nichts, dein Alles kömmt. J. J. Rambach, 1735. 58. Gottes Sohn ist kommen Uns allen zu Frommen Hier auf diese Erden In armen Gebärden, Daß er uns von Sünde Freiet und entbünde. 2. Er kommt auch noch heute Und lehret die Leute, Zur Buß sollen wenden, Von Irrtum und Torheit Treten zu der Wahrheit. 3. Die Und set Durch Mit ga Denen Ihre S 4. Der Reicht Sich sel Sein L Daß sie In ihre 5. Die Und be Dem H Trachte Die wet Auch vi 6. Den Kommt Da wir Ihre S= Und sie Zu der 7. Von Wie die Wenn d Erstehn Und zu Sich da— 8. Da Seines Erben a Doch die Dahin, Ihr Unt 9. Jesu Wollest ö Daß wir Werden Und so Zur ewi nut reich; empfan⸗ gen, hwachheit gleich. pter dem zu küssen, zen wissen, om über⸗ chwemmt. men, zu seinen Fahnen: rig kömmt. „dich zu ergötzen, der Tür; weiß zu schätzen, Zelt dafür. nit beiden Händen, von allen Enden überströmt; Türen, zu führen: lles kömmt. ich, 4 1735. ummen en ide ioch heute den den, rheit heit. 3. Die sich sein nicht schämen Und sein Dienst annehmen Durch ein rechten Glauben Mit ganzem Vertrauen, Denen wird er eben Ihre Sünd vergeben. 4. Denn im heilgen Mahle Reicht er dar für alle Sich selber zur Speise, Sein Lieb zu beweisen, Daß sie sein genießen In ihrem Gewissen. 5. Die an ihn fest gläuben Und beständig bleiben, Dem Herren in allem Trachten zu gefallen, Die werden mit Freuden Auch von hinnen scheiden. 6. Denn bald und behende Kommt ihr letztes Ende: Da wird er vom Bösen Ihre Seel erlösen Und sie mit ihm führen Zu der Engel Chören. 7. Von da wird er kommen, Wie die Welt vernommen, Wenn die Toten werden Erstehn von der Erden Und zu seinen Füßen Sich darstellen müssen. 8. Da wird er sie scheiden: Seines Reiches Freuden Erben alle Frommen, Doch die Bösen kommen Dahin, wo sie müssen Ihr Untugend büßen. 9. Jesu, unser Leben, Wollest gnädig geben, Daß wir alle Stunden Werden gläubig funden Und so auch verscheiden Zur ewigen Freuden. Joh. Horn, 4 1547. Advent. 39 59. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. Gottlob, ein neues Kirchenjahr Macht uns die große Treue Des ewgen Gottes offenbar; Und nun will er aufs neue Den alten, hochbeschwornen Bund, Den einzig festen Glaubensgrund Durch seinen Geist uns lehren. 2. Auf, Zion, Preis und Ehr und Ruhm Dem höchsten Herrn zu singen! Dein königliches Priestertum Muß Dank zum Opfer bringen. Gelobt sei Gott, der durch sein ö Wort Die Christenheit und diesen Ort Zu seinem Tempel weihet. 3. Wir sind nicht wert der neuen Huld Des Gottes aller Gnaden, Des alten Menschen alte Schuld, Die wir auf uns geladen, Nimmt unsern eignen Ruhm da⸗ hin; Denn sie bewies den alten Sinn Noch stets mit neuen Sünden. 4. Ach Herr, gib uns den neuen Geist Und mach uns durch die Güte, Die sich an uns aufs neu erweist, Erneuert im Gemüte. Den neuen Menschen zieh uns an, Der dir allein gefallen kann In seinem ganzen Leben. 5. Hiezu erhalt uns, Herr, dein Wort Samt Tauf und Abendmahle, So wandern wir mit Freuden fort In diesem dunklen Tale. Herr, segne dieses Kirchenjahr, 40 Laß Kirch und Schul, Tauf und Altar Mach es, wie du gerne tust, Uns deine Wege zeigen. 6. Gib deinen Hirten Kraft und Geist Zu reiner Lehr und Leben, Dein Wort, das Gottes Weide Als ö Deine Sanftmut mir bereit. heißt, Der Herde rein zu geben; Laß alle Hörer Täter sein, Damit kein heuchlerischer Schein Des Glaubens Kraft verleugne. 7. So halten und vollenden wir Das Kirchenjahr auf Erden; Dabei befehlen wir es dir, Wie wir es enden werden. Hier bleibt die Kirche noch im Streit; Kommt aber einst die Ewigkeit, Dann wird sie triumphieren! H. C. Hecker, 4 1743. 60 Mel. Nun komm der Heiden Heiland. Gott sei Dank durch alle Welt, Der sein Wort beständig hält Und der Sünder Trost und Rat Zu uns her gesendet hat. 2. Was der alten Väter Schar Höchster Wunsch und Sehnen war, Was sie haben prophezeit, Ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hülf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, Der wohl zweigestammte Held Hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn Dir in meinem Herzen an. x ö Advent. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, Es gehöret dir allein; Rein von aller Sündenlust. 6. Und wie deine Zukunft war Voller Sanftmut, ohn Gefahr, Also sei auch jederzeit 7. Tröste, tröste meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin, Und des Satans schlaue List Sich gar hoch vor mir vermißt. 8. Tritt der Schlange Kopf ent⸗ zwei, Daß ich, aller Angste frei, Dir im Glauben um und an Selig bleibe zugetan. 9. Laß mich, wenn du Lebens⸗ fürst Prächtig wiederkommen wirst, Freudig dir entgegengehn Und vor dir gerecht bestehn. Heinr. Held, um 1650. 61. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Hosianna! Davids Sohn Kommt in Zion eingezogen. Ach bereitet ihm den Thron, Setzt ihm tausend Ehrenbogen; Streuet Palmen, machet Bahn, Daß er Einzug halten kann. 2. Hosianna! sei gegrüßt, Komm, wir gehen dir entgegen; Unser Herz ist schon gerüst, Will sich dir zu Füßen legen. Zeuch zu unsern Toren ein, Du sollst uns willkommen sein. 3. Hosiannal Friedefürst, Ehrenkönig, Held im Streite; Alles, u Das ist Deine? Und de 4. Hos Wir sin Die du Ach so Deinem Herrsche 5. Hosi Dich in Wollte Deine 43 Ei so ke Gottes 1 6. Hosi O Herr, Daß wi Dir das Du nim Der dir 7. Hosi Eile bei Du Gese Warum Hosianne Ja du k Mel. M Romm, Dessen al Komm, Tor und Komm in Romm, X 2. Zeue ig, ein, tust, lust. unft war Hefahr, »eit. n Sinn, löde bin, e List vermißt. Kopf ent⸗ zwei, rei, nd an u Lebens⸗ fürst wirst, hn stehn. um 1650. ich nicht. ohn ngezogen. Thron, enbogen; et Bahn, kann. üßt, mentgegen; erüst, nlegen. n ein, men sein. ürst, Streite; Advent. 41 Alles, was du schaffen wirst, Das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, Und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna! lieber Gast, Wir sind deine Reichsgenossen, Die du dir erwählet hast; Ach so laß uns unverdrossen Deinem Scepter dienstbar sein, Herrsche du in uns allein. 5. Hosiannal laß uns, Herr, Dich in deiner Sanftmut küssen; Wollte gleich die Knechtsgestalt Deine Majestät verschließen, Ei so kennet Zion schon Gottes und auch Davids Sohn. 6. Hosianna! steh uns bei, O Herr, hilf, laß wohl gelingen, Daß wir ohne Heuchelei Dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, Der dir nicht gehorchen kann. 7. Hosianna nah und fern! Eile bei uns einzugehen, Du Gesegneter des Herrn; Warum willst du draußen stehen? Hosianna! bist du da? Ja du kommst, Hallelujah! B. Schmolck, 4 1737. 62. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Rommm, du wertes Lösegeld, Dessen alle Heiden hoffen; é Komm, o Heiland aller Welt, Tor und Türen stehen offen: Komm in deiner Gotteszier, Komm, wir warten mit Begier. 2. Zeuch auch in mein Herz hinein. O du großer Ehrenkönig, Laß mich deine Wohnung sein! Bin ich armer Mensch zu wenig, Ei, so soll mein Reichtum sein, Wenn du bei mir ziehest ein. 3. Nimm mein Hosianna an Mit des Sieges Palmenzweigen: So viel ich nur immer kann, Will ich Ehre dir erzeigen Und im Glauben dein Verdienst Mir aneignen zum Gewinst. 4. Hosianna! Davids Sohn, Ach Herr, hilf, laß wohl gelingen, Laß dein Scepter, Reich und Kron Uns viel Heil und Segen bringen, Daß in Ewigkeit besteh Hosianna in der Höhl ö J. G. Olearius, 4 1711. 63. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. 4 Romm, Heidenheiland, Lösegeld, Komm, schönste Sonne dieser Welt, Laß abwärts flammen deinen Schein, Denn so will Gott geboren sein. 2. Komm an von deinem Ehren⸗ thron, Sohn Gottes und der Jungfrau Sohn, Komm an, du zweigestammter Held, Geh mutig durch dies Tal der Welt. 3. Du nahmest erdwärts deinen Lauf AUnnd stiegst auch wieder himmel⸗ auf: Dein Abfahrt war zum Höllental, Die Rückfahrt in den Sternensaal. 42 Advent. 4. O höchster Fürst, dem Vater gleich, Besieg hier dieses Fleisches Reich; Denn unsers siechen Leibes Haft Sehnt sich nach deiner t raft. 5. Es glänzet deiner Krippe Strahl, Ein Licht leucht durch dies finstre Tal, Es gibt die Nacht so hellen Schein, Der da wird unverlöschlich sein. Joh. Franck, 1677. 64. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. Rommst du, kommst du, Licht der Heiden? Ja, du kommst und säumest nicht, Weil du weißt, was uns gebricht; O du starker Trost im Leiden, Jesu, meines Herzens Tür Steht dir offen, komm zu mir. 2. Ja, du bist bereits zugegen, Du Weltheiland, Jungfraunsohn; Meine Sinne spüren schon Deinen gnadenvollen Segen Und die Wunder deiner Kraft, Welche Frucht und Leben schafft. 3. Adle mich durch deine Liebe, Jesu, nimm mein Flehen hin, Schaffe, daß mein Geist und Sinn Sich in deinem Lieben übe; Sonst zu lieben dich, mein Licht, Steht in meinen Kräften nicht. 4. Jesu, rege mein Gemüte, Jesu, öffne mir den Mund, Daß dich meines Herzens Grund Innig preise für die Güte, Die du mir, o Seelengast, Lebenslang erwiesen hast. 5. Laß durch deines Geistes bi en, Liebe, Glauben und Geduld, Durch Bereuung meiner Schuld Mich zu dir sein hoch erhaben; Dann so will ich für und für Hosianna singen dir. E. Chr. Homburg, 7 1681. 65. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. Lob sei dem allerhöchsten Gott! Erbarmend sah er unsre Not Und sandte Jesum, seinen Sohn, Zu uns von seiner Himmel Thron. 2. Ihn sandt er, unser Trost zu sein, Vom Sündendienst uns zu befrein, Mit Licht und Kraft uns beizu⸗ stehn Und uns zum Himmel zu erhöhn. 3. O welch ein liebevoller Rat, Welch unaussprechlich große Tat! Welch Gnadenwerk, dem keines gleicht, Das nie der Menschen Lob er⸗ reicht. 4. Was sind wir, daß das höchste Gut So große Dinge an uns tute Was sind wir, daß uns Gott so liebt, Uns seinen Sohn zum Heiland gibt 5. Ei nimm ihn heut mit Freu⸗ den an, Bereit ihm deines Herzens Bahn, Auf daß er komm in dein Gemüt, Und du genießest seiner Güt. 6. Bei An dem Doch hö So war 7. Wie Erschein So kom Zum Ri 8. Dar Die Fre Und in Macht e 9. Gel Der uns Gelobt s Sein Ri Macht Es komi Der Kön Ein Heil Der Hei Derhalbe Gelobet Mein Se 2. Er is Sanftmü Sein Köt Sein Scee All unsre eistes Ga⸗ ben, duld, r Schuld erhaben; nd für 9, + 1681. omm ich her. sten Gott! e Not ien Sohn, nel Thron. r Trost zu sein, zu befrein, uns beizu⸗ stehn zu erhöhn. oller Rat, große Tat! dem keines gleicht, n Lob er⸗ reicht. das höchste Gut ns tut? 1s Gott so liebt, m Heiland gibt mit Freu⸗ den an, zens Bahn, ein Gemüt, er Güt. Advent. 43 6. Bei solcher Treu gibt er dir teil An dem von ihm erworbnen Heil; Doch hörst du seine Stimme nicht, So wartet deiner das Gericht. 7. Wie er voll Huld und Freund⸗ lichkeit Erscheint in dieser Gnadenzeit, So kommt er einst mit Majestät, Zum Richter aller Welt erhöht. 8. Dann trifft die Sünder ewge Pein; Die Frommen gehn zum Leben ein, Und in des Vaters ewgem Reich Macht er sie seinen Engeln gleich. 9. Gelobt sei von uns Jesus Christ, Der uns zum Heil erschienen ist! Gelobt sei Gott, der ihn gesandt, Sein Ruhm erfülle jedes Land! Nach Mich. Weiße, 4 1542. 66. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit: Es kommt der Herr der Herr⸗ lichkeit, Der König aller Königreich, Ein Heiland aller Welt zugleich, Der Heil und Leben mit sich bringt, Derhalben jauchzt, mit Freuden Gelobet sei mein Gott, Mein Schöpfer reich von Rat. 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, Sein Königskron ist Heiligkeit, Sein Scepter ist Barmherzigkeit; All unsre Not zum End er bringt, singt: Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, Mein Heiland groß von Tat. 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, So diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen insgemein, Da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, Bringt mit sich lauter Freud und Wonn; Gelobet sei mein Gott, Mein Tröster früh und spat. 4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit! Eur Herz zum Tempel zubereit; Die Zweiglein der Gottseligkeit Steckt auf mit Andacht, Lust und Freud, So kommt der König auch zu euch, Ja, Heil und Leben mit zugleich; Gelobet sei mein Gott, Voll Rat, voll Tat, voll Gnad. 5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, Meins Herzens Tür dir offen ist; Ach zeuch mit deiner Gnaden ein, Dein Freundlichkeit auch uns er⸗ schein. Dein heilger Geist uns führ und leit Den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, Sei ewig Preis und Ehr! G. Weissel, + 1635. 67. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. Mit Ernst, o Menschenkinder, Das Herz in euch bestellt, Bald wird das Heil der Sünder, —————— 44 Advent. Der wunderstarke Held, Den Gott aus Gnad allein Der Welt zum Licht und Leben Versprochen hat zu geben, Bei allen kehren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gast; Macht seine Steige richtig, Laßt alles, was er haßt; Macht eben jeden Pfad, Die Tal laßt sein erhöhet; Macht niedrig, was hoch stehet, Was krumm ist, macht gerad. 3. Ein Herz, das Demut liebet, Bei Gott am höchsten steht; Ein Herz, das Hochmut übet, Mit Angst zu Grunde geht, Ein Herz, das richtig ist Und folget Gottes Leiten, Das kann sich recht bereiten, Zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Armen Zu dieser heilgen Zeit Aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hinein Vom Stall und von der Krippen, So werden Herz und Lippen Dir allzeit dankbar sein. Val. Tyilo, 4 1662. 68. Mel. Aus meines Herzens Grunde. Nun jauchzet all, ihr Frommen, In dieser Gnadenzeit, Weil unser Heil ist kommen, Der Herr der Herrlichkeit; Zwar ohne stolze Pracht, Doch mächtig, zu verheeren Und gänzlich zu zerstören Des Teufels Reich und Macht. 2. Kein Scepter, keine Krone Sucht er in dieser Welt; Im hohen Himmelsthrone Ist ihm sein Reich bestellt. Er will hie seine Macht Und Majestät verhüllen, Bis er des Vaters Willen Ini Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden, Nehmt diesen König an, Wollt ihr beraten werden Und gehn die rechte Bahn, Die nach dem Himmel führt. Denn wenn ihr ihn verachtet Und nur nach Hoheit trachtet, Des Höchsten Zorn euch rührt. 4. Ihr Armen und Elenden In dieser bösen Zeit, Die ihr an allen Enden Müßt haben Angst und Leid, Seid dennoch wohlgemut, Laßt eure Lieder klingen, Dem König zu lobsingen, Der ist eur höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen In seiner Herrlichkeit, Der euer Leid und Weinen Verwandeln wird in Freud: Er ists, der helfen kann; Macht eure Lampen fertig, Seid seiner stets gewärtig, Er ist schon auf der Bahn. Mich. Schirmer, 4 1673. 27 69. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. Nun kommt das neue Kirchen⸗ jahr, Des freut sich alle Christenschar; Dein König kommt, drum freue dich, Du wertes Zion, ewiglich. Hallelujah. 2. Wir Vom An Das un Gott sei Hal 3. Gott Die unf Das laß Lob und Hal Mel. Wie so Und wie O aller; O meine⸗ O Jesu, Mir selbt Damit, u Mir kunꝛ 2. Dein Und grüt Und ich! Ermunter Mein He In steten Und dein So gut e 3. Was Zu meine Als Leib In ihrem Als mir! Da Fried Da bist d Und hast Krone ne Alt. en ht. Erden, en ihn, führt. rachtet rachtet, ) rührt. lenden Leid, ut, n, n, . erscheinen inen reud: ; tig, tig, ahn. r, 1673. errlich Tag. e Kirchen⸗ jahr, istenschar; rum freue dich, ich. Advent. 2. Wir hören noch das Gnaden⸗ wort Vom Anfang immer wieder fort, Das uns den Weg zum Leben weist: 4⁵ 4. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; Ich stand in Spott und Schanden, Gott sei für seine Gnad gepreist. Hallelujah. 3. Gott, was uns deine Wahr⸗ heit lehrt, Die unsern Glauben stets ver⸗ mehrt, Das laß uns bleiben, daß wir dir Lob und Preis sagen für und für. Hallelujah. J. Olearius, 4 1684. 70. Mel. Valet will ich dir geben. Wie soll ich dich empfangen, Und wie begegn ich dir, O aller Welt Verlangen, O meiner Seele Zier? O Jesu, Jesu, setze Mir selbst die Fackel bei, Damit, was dich ergötze, Mir kund und wissend sei. 2. Dein Zion streut dir Palmen Und grüne Zweige hin, Und ich will dir in Psalmen Ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen In stetem Lob und Preis Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen Zu meinem Trost und Freud, Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid? Als mir das Reich genommen, Da Fried und Freude lacht, Da bist du, mein Heil, kommen Und hast mich froh gemacht. Du kommst und machst mich groß Und hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie irdscher Reichtum tut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben Zu mir vom Himmelszelt, Als das geliebte Lieben, Damit du alle Welt In ihren tausend Plagen Und großen Jammerlast, Die kein Mund aus kann sagen, So fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, Du hochbetrübtes Heer, Bei welchem Gram und Schmerze Sich häufet mehr und mehr: Seid unverzagt, ihr habet Die Hülfe vor der Tür; Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Armes Macht: Er kommt, er kommt mit Willen, Ist voller Lieb und Lust, All Angst und Not zu stillen, Die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken Vor eurer Sünden Schuld, Nein, Jesus will sie decken Mit seiner Lieb und Huld: Er kommt, er kommt den Sündern Zu Trost und wahrem Heil, Schafft, daß bei Gottes Kindern Verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien Der Feind und ihrer Tück? 46 Weihnachten. 2. Wir warten dein, doch mit Geduld In unsern Prüfungstagen; Du hast dein Kreuz für unsre Schuld Der Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick: Er kommt, er kommt, ein König, Dem alle Macht und List Der ganzen Welt zu wenig Zum Widerstande ist. 10. Er kommt zum Weltgerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, Und hol uns allzumal Zum ewgen Licht und Wonne In deinen Freudensaal. P. Gerhardt, 1676. So demutsvoll getragen: Wie sollten wir Uns nicht mit dir Zum Kreuze gern bequemen, Bis dus hinweg wirst nehmen? 3. Wir warten dein, du hast uns ja Das Herz schon hingenommen. Stets bist du uns im Geiste nah, Und dann wirst du Bei dir uns Ruh, Bei dir uns Freude geben, Bei dir ein Himmelsleben. 71. Mel. Was Gott tut, das ist wohl getan. Wir warten dein, o Gottes Sohn, Und lieben dein Erscheinen; Bald ist die Wartezeit entflohn, Bald kommst du zu den Deinen. 4. Wir warten dein, du kommst gewiß; Dir klopfen schon die Herzen, Vergessen aller Kümmernis, Vergessen aller Schmerzen. Dereinst, dereinst, Wann du erscheinst, Wie soll das Lied dir klingen Und ewig dir lobsingen! K. B. Garve, 4 1841. Wer an dich glaubt, Erhebt sein Haupt Und sieht dir froh entgegen: Du bringst ja Himmelssegen. V. Weihnachten. 72 2. Was sein. 7 Ra Mel. Lobt Gott ihr Christen allzugleich. Asso hat Gott die Welt geliebt, Daß er aus freiem Trieb Den eingebornen Sohn uns gibt; 3. Er, unser Heil und höchste Wie hat er uns so lieb! Gut, Beschloß von Ewigkeit, Die große wundervolle Tat Vollführt er in der Zeit. Doch willst du sichtbar kommen; Der alle Nimmt Doch oh 4. Du Mir Ra Mein Ve Der Hei 5. Wa⸗ Das, He Versöhn Das hab 6. Dei Den M Der höch 7. Gelol In dieser Lobt, Eng Erheb ihr Mel. Komi Brich a Das ist d Der täglii Es ist ein Es ist ein Von dem 2. Nun w Von Ewie doch mit Geduld gen; für unsre Schuld n: iemen, nehmen? „du hast uns ja lommen. Geiste nah, rkommen; „Hu eben, ben. du kommst gewiß; Herzen, ernis, rzen. st, klingen nl we, 1 1841. nungsvoller Rat „ le Tat zeit. ind höchstes Gut Weihnachten. 47 Der alle segnen kann, Nimmt wie die Kinder Fleisch und Blut, Doch ohne Sünde an. 4. Du Sohn des Allerhöchsten Ein zartes Kind geboren; wirst Mir Rat und Kraft und Held, Mein Vater und mein Friedefürst, Der Heiland aller Welt. 5. Was mir zum Seligsein ge⸗ bricht, Das, Herr, erwirbst du mir: Versöhnung, Leben, Trost und Licht, Das hab ich nur in dir. 6. Dein Mangel wird mein Überfluß, Dein Leiden stillt mein Leid, Dein Niedrigsein schafft mir Ge⸗ nuß Der höchsten Herrlichkeit. 7. Gelobt sei Gott, gelobt sein Sohn In dieser Freudenzeit! Lobt, Engel, ihn vor seinem Thron, Erheb ihn, Christenheit! H. C. Hecker, 4 1743. 73. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. Brich an, du schönes Morgen⸗ licht! Das ist der alte Morgen nicht, Der täglich wiederkehret; Es ist ein Leuchten aus der Fern, Es ist ein Schimmer, ist ein Stern, Von dem ich längst gehöret. 2. Nun wird ein König aller Welt, Von Ewigkeit zum Heil bestellt, Der Teufel hat sein altes Recht Am ganzen menschlichen Geschlecht Verspielt schon und verloren. 3. Der Himmel ist jetzt nimmer weit, Es naht die selge Gotteszeit Der Freiheit und der Liebe: BWohlauf, du frohe Christenheit, Daß jeder sich nach langem Streit In Friedenswerken übe. 4. Ein ewig festes Liebesband Hält jedes Haus und jedes Land Und alle Welt umfangen; Wir alle sind ein heilger Stamm, Der Löwe spielet mit dem Lamm, Das Kind am Nest der Schlangen. 5. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt? Hier in der Krippe liegt ein Kind Mit lächelnder Gebärde: Wir grüßen dich, du Sternenheld, Willkommen, Heiland aller Welt, Willkommen auf der Erde! M. v. Schenkendorf, 4 1817. 74. Mel. Wie schön leucht uns der Morgenstern. Der Heiland kommt, lobsinget ihm, Dem Herrn, dem alle Seraphim Das Heilig, Heilig singen! Er kommt, der eingeborne Sohn, Verläßt des Himmels hohen Thron, Um Heil der Welt zu bringen. Preis dir, Daß wir Von den Sünden Rettung finden, Gnad empfangen Und zum Himmelreich gelangen. 48 Weihnachten. 2. Willkommen, Friedefürst und Held, Erlöser, Mittler, Heil der Welt, Willkommen hier auf Erden! Du kommst der sündgen Welt zu gut, Du kleidest dich in Fleisch und B lut, Willst unser Bruder werden. Ja du, Jesu, Kommst uns Armen voll Erbar⸗ men mild entgegen, Wandelst unsern Fluch in Segen. 3. Du bringst uns Trost, Zu⸗ friedenheit, Heil, Leben, ewge Seligkeit; Sei hoch dafür gepriesen! O Herr, zu arm und schwach sind wir, Die Treue zu vergelten dir, Die du an uns erwiesen! Da wir Allhier Im Verderben müßten sterben, bringst du Leben; O was kannst du Größres ge⸗ ben? 4. Wir bringen dir ein dankbar Herz Und wollen fromm in Freud und Schmerz Nach deinem Vorbild wandeln. Verwirf dies unser Opfer nicht Und gib uns deines Geistes Licht, Wie dirs gefällt zu handeln; Zeig dich Freundlich, Hilf uns Schwachen, daß wir wachen, beten, ringen Und zu deinem Reiche dringen. Magdeburg 1786. 75. Mel. Aus meines Herzens Grunde. Der heilge Christ ist kommen, Der süße Gottessohn, Des freun sich alle Frommen Im höchsten Himmelsthron. Auch was auf Erden ist, Muß preisen hoch und loben Mit allen Engeln droben Den lieben, heilgen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen, Die lange Nacht ist hin; Die Sünde ist gefangen, Erlöset ist der Sinn; Die Sündenangst ist weg, Und Liebe und Entzücken Baun weite Himmelsbrücken Aus jedem schmalsten Steg. 3. Nun sind nicht mehr die Kinder Verwaist und vaterlos; Gott rufet selbst die Sünder In seinen Gnadenschoß; Er will, daß alle rein Von ihren alten Schulden, Vertrauend seinen Hulden, Gehn in den Himmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset, Ihr Kinder fern und nah! Der euch den Vater weiset, Der heilge Christ ist da. Er ruft so freundlich drein Mit süßen Liebesworten: Geöffnet sind die Pforten, Ihr Kinder, kommt herein! E. M. Arndt, 4 1860. 76. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her Dies ist der Tag, den Gott ge⸗ macht Sein werd in aller Welt gedacht Ihn pre Im Him 2. Die V Bis daß Da sandte Das Heil 3. Wenn So steht Er betet Daß Gott 4. Dam Erniedrig Nimmst se Erscheinst 5. Herr, Immanue Auf den d Dich, Gott 6. Du, un Vereinest d Wirst uns. Und Gotte 7. Durch Ein Mittle Was zagt Der in des 8. Jauchz Den Tag Grunde. ommen, numen ron. + loben n ist. zangen, 3 + eg, en ücken Steg. die Kinder ünder 7 den, den, ein. ind preiset, nah! eiset, a. drein n: ten, rein! dt, 4 1860. komm ich her in Gott ge⸗ macht zelt gedacht Weihnachten. Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist. 2. Die Völker haben dein geharrt, Bis daß die Zeit erfüllet ward: Da sandte Gott von seinem Thron Das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, So steht mein Geist vor Ehr⸗ furcht still; Er betet an und er ermißt, Daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, Erniedrigst du dich, Herr der Welt, Nimmst selbst an unsrer Mensch⸗ heit teil, Erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. 5. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, Auf den die Väter hoffend sahn, Dich, Gott mein Heiland, bet ich an. 6. Du, unser Heil und höchstes Gut, Vereinest dich mit Fleisch und Blut, Wirst unser Freund und Bruder hier, Und Gottes Kinder werden wir. 7. Durch eines Sünde fiel die Welt, Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, Der in des Vaters Schoße sitzt? 8. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, Den Tag der heiligsten Geburt! 49 Und Erde, die ihn heute sieht, Sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 9. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, Sein werd in aller Welt gedacht; Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist. Chr. F. Gellert, 4 1769. ½ Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Dies ist die Nacht, da mir er⸗ schienen Des großen Gottes Freundlichkeit; Das Kind, dem alle Engel dienen, Bringt Licht in meine Dunkelheit, Und dieses Welt⸗ und Himmels⸗ licht Weicht hunderttausend Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, Versäume nicht den Gnadenschein; Der Glanz in dieser kleinen Höhle Streckt sich in alle Welt hinein; Er treibet weg der Höllen Macht, Der Sünden und des Todes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen Das Licht der klaren Seligkeit; Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, Vielleicht in einer kurzen Zeit, Wird dieses Licht mit seinem Schein Dein Himmel und dein alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen Dein Glaubens⸗ und dein Liebes⸗ licht! D 50 Weihnachten. Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonst hilft dir diese Sonne nicht: Willst du genießen diesen Schein, So darfst du nicht mehr dunkel sein. schöne Weih⸗ ů nachtssonne, Bestrahle mich mit deiner Gunst, Dein Licht sei meine Weihnachts⸗ wonne Und lehre mich die Weihnachtskunst, Wie ich im Lichte wandeln soll Und sei des Weihnachtsglanzes voll. K. F. Nachtenhöfer, 4 1685. 5. Drum Jesu, 78. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. Empor zu ihm, mein Lobgesang, Dem einst das Lied der Engel klaͤng! Der hohe Freudentag ist da, Lobsinget, Gottes Heil ist nah. 2. Geboren ward in dunkler Nacht, Der uns des Lebens Licht gebracht. Nun leuchtet uns im tiefen Tal Der ewgen Morgenröte Strahl. 3. Er kam, des Vaters Ebenbild, In menschliche Natur gehüllt, Damit auch wir ihm würden gleich Auf Erden und im Himmelreich. 4. Der jetzt im Himmel herrlich 1. thront, Hat unter uns als Mensch gewohnt Und führet uns mit sichrer Hand, Ein treuer Hirt, ins Vaterland. 5. Empor zu ihm, mein Lobgesang, Dem schon der Engel Lied erklang! Welch hoher Freudentag ist da! Ihr Christen, singt Hallelujah! F. A. Krummacher, 1 1845. 79. Ermmtre dich, mein ä eist, Und trage groß Verlangen, Ein Kind, das Ewigvater heißt, Mit Freuden zu empfangen. Dies ist die Nacht, darin es kam Und menschlich Wesen an sich nahm, Dadurch die Welt mit Treuen Als seine Braut zu freien. 2. Willkommen, Held aus Davids Stamm Du König aller Ehren, Willkommen, Jesu, Gottes Lamm, Ich will dein Lob vermehren; Ich will dir all mein Leben lang Von Herzen sagen Preis und Dank, Daß du, da wir verloren, Für uns bist Mensch geboren. 3. O großer Gott, wie konnt es sein, Dein Himmelreich zu lassen, Zu kommen in die Welt hinein, Da nichts denn Neid und Hassen! Wie konntest du die große Macht, Dein Königreich, die Freuden⸗ pracht, Dein selig Gottesleben Für solche Feind hingeben? 4.Brichan, duschönes Morgenlicht, Und laß den Himmel tagen, Du Hirtenvolk, erschrecke nicht, Weil dir die Engel sagen, Daß dieses schwache Kindelein Soll unser Trost und Freude sein Dazu den Satan zwingen Und letzlich Friede bringen. 5. O liebes Kind, o süßer Knab, Holdselig von Gebärden, Mein Bruder, den ich lieber hah Als alle Schätz auf Erden, Komm, Jesu, in mein Herz hinein Komm eil Komm, ke Dein Lag 6. Du, de Mein höc Was soll Für deine Ach nimu Ja alles, u Ich will Dir ewig 7. Lob, Sei dir ve Daß du m Und hast n Hilf, daß i Stets preif Und mög! In Ewigke V reuet eu Freue sich, Gott hat vi Freuet euch Daß er ung Sich mit un Freude, Fre Christus we Wonne, Woa Jesus ist di 2. Siehe, f Wie dein H. Brennt in Daß er in d Liegt als Ki Dich zu löse Freude, Fre Christus wel schwacher Geist, zen, r heißt, gen. ues kam ich nahm, Treuen en. 1s Davids Stamm es Lamm, iehren; eben lang und Dank, en, eboren. nutes sein, ssen, lt hinein, d Hassen! oße Macht, Freuden⸗ pracht, ben? orgenlicht, tagen, ke nicht, gen, ndelein reude sein gen ngen. ißer Knab, N, lieber hab den, herz hinein Weihnachten. 51 Komm eilend, laß die Krippe dein, Komm, komm, ich will beizeiten Dein Lager dir bereiten. 6. Du, des sich meine Seele freut, Mein höchstes Gut, mein Leben, Was soll ich dir aus Dankbarkeit Für deine Liebe geben? Ach nimm von mir Leib, Seel und Geist, Ja alles, was Mensch ist und heißt, Ich will mich ganz verschreiben, Dir ewig treu zu bleiben. 7. Lob, Preis und Dank, Herr Jesu Christ, Sei dir von mir gesungen, Daß du mein Bruder worden bist Und hast die Welt bezwungen; Hilf, daß ich deine Gütigkeit Stets preis in dieser Gnadenzeit Und mög hernach dort oben In Ewigkeit dich loben. Joh. Rist, 4 1667. 80. Aenet euch, ihr Christen alle, Freue sich, wer immer kann, Gott hat viel an uns getan. Freuet euch mit großem Schalle, Daß er uns so hoch geacht, Sich mit uns befreundt gemacht. Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Jesus ist die Gnadensonne. 2. Siehe, siehe, meine Seele, Wie dein Heiland kommt zu dir, Brennt in Liebe für und für, Daß er in der dunklen Höhle Liegt als Kindlein dir zu gut, Dich zu lösen durch sein Blut. Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. ö Wonne, Wonne über Wonne: Jesus ist die Gnadensonne. 3. Jesu, wie soll ich dir danken? Ich bekenne, daß von dir Meine Seligkeit herrühr: So laß mich von dir nicht wanken; Nimm mich dir zu eigen hin, So empfindet Herz und Sinn Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Jesus ist die Gnadensonne. 4. Jesu, nimm dich deiner Glieder Ferner noch in Gnaden an; Schenke, was man bitten kann, Zu erquicken deine Brüder; Gib der ganzen Christenschar Frieden und ein selges Jahr. Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Jesus ist die Gnadensonne. Chr. Keymann, 1662. 81. EI röhlich soll mein Herze springen Dieser Zeit, Da vor Freud Alle Engel singen. Hört, hört, wie mit vollen Chören Alle Luft Laute ruft: Christus ist geboren! 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, Der die Welt Reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch dir, Mensch, zu gute, Gottes Kind, Das verbindt Sich mit unserm Blute. D 2 52 Weihnachten. 3. Nun er liegt in seiner Krippen, Ruft zu sich Mich und dich, Spricht mit süßen Lippen: Lasset fahren, liebe Brüder, Was euch quält, Was euch fehlt, Ich bring alles wieder. 4. Ei so kommt und laßt uns laufen, Stellt euch ein, Groß und klein, Kommt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet, Schaut den Stern, Der uns gern Licht und Labsal gönnet. 5. Die ihr schwebt in großen Leiden, Sehet, hier Ist die Tür Zu den wahren Freuden; Faßt ihn wohl, er wird euch führen An den Ort, Da hinfort Euch kein Kreuz wird rühren. 6. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, Wer empfindt Seine Sünd Und Gewissensschmerzen, Sei getrost: hier wird gefunden, Der in Eil Machet heil Auch die tiefsten Wunden. 7. Die ihr arm seid und elende, Kommt herbei, Füllet frei Eure Glaubenshände. Hier sind alle guten Gaben Und das Gold, Da ihr sollt Euer Herz mit laben. —— 8. Süßes Heil, laß dich umfangen, Laß mich dir, Meine Zier, Unverrückt anhangen. Du bist meines Lebens Leben: Nun kann ich Mich durch dich Wohl zufrieden geben. 9. Meine Schuld kann mich nicht drücken; Denn du hast Meine Last All auf deinem Rücken. Kein Fleck ist an mir zu finden; Ich bin gar Rein und klar Aller meiner Sünden. 10. Ich will dich mit Fleiß be⸗ wahren, Ich will dir Leben hier Und mit dir heimfahren. Mit dir will ich endlich schweben Voller Freud Ohne Zeit Dort im andern Leben. P. Gerhardt, 4 1676. 82. Gelobet seist du, Jesu Christ, Daß du Mensch geboren bist Von einer Jungfrau, das ist wahr Er ist ein Der alle Hallel 4. Das er Gibt der? Es leuchtn Und uns d Hallel 5. Der S Ein Gast Und führt Macht Erbe Hallelt 6. Er ist a Daß er un Und uns it Und seinen Hallelu 7. Das he Sein groß Des freu sii Und dank i Hallelu Mel. Lobe de Kön auchzet, il Des freuet sich der Engel Schar Singet Lant Hallelujah. 2. Des ewgen Vaters einig Kind Jetzt man in der Krippe findt, der Sehet doch! Gott will so In unser armes Fleisch und Blu Zu den Verl Verkleidet sich das ewge Gut. Hallelujah. 2. Jauchzet locket, ih 3. Den aller Weltkreis nie beschloß Gott und de Der liegt in Marien Schoß; au Fr Weihnachten. 53 imfangen, Er ist ein Kindlein worden klein, Friede und Freud Der alle Ding erhält allein. Wird uns verkündiget heut; Hallelujah. Freuet euch, Hirten und Herden. 4. Das ewge Licht geht da herein, 3. Sehet dies Wunder, wie tief Leben: Gibt der Welt ein neuen Schein; sich der Höchste hier beuget; Es leucht wohl mitten in der Nacht Sehet die Liebe, die endlich als Und uns des Lichtes Kinder macht. Liebe sich zeiget. Hallelujah. Gott wird ein Kind, mich nicht 5. Der Sohn des Vaters, Gott Träget und hebet die Sünd: drücken; von Art, Alles anbetet und schweiget. Ein Gast in der Welt hie ward 4. Gotl ist iur Ii —— 2 2 Gott ist im Fleische: wer kann Und führt uns aus dem 0 dies Geheimnis verstehen? . ů‚ Hier is ie for 8 Lebens zu finden; Macht Erben uns in seinem Saal. Hier ist die want ehten uu Phen Hallelujah. 2 ö Gehet hinein, ö 6. Er ist auf Erden kommen arm, Macht euch dem Kinde gemein, Daß er unser sich erbarm ö Die ihr zum Vater wollt gehen. Fleiß be. Und uns im Himmel mache reich*. Awahren Und seinen lieben Engeln gleich. 5. Hast du denn, Höchster, auch Hallelujah. meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herz voll Erbarmen, mir schenken; Sollt nicht mein Sinn Innigst sich freuen darin Und sich in Demut versenken? 7. Das hat er alles uns getan, n. Sein groß Lieb zu zeigen an, h schweben Des freu sich alle Christenheit Und dank ihm des in Ewigkeit. Hallelujah. 12 07 ö . Dr. M. Luther, 4 1546. 6. König der Ehren, aus Liebe dt, 4 1676. ö geworden zum Kinde, Dem ich auch wieder mein Herze 83—— Iin Liebe verbinde, 29. Du sollst es sein,. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen 645 ich 1ag ich der i u Christ, König der Ehren. wig entsag ich der Sünde. en bist auchzet, ihr Himmel, frohlocket. 7. Süßer Immanuel, werd auch as ist wahr R. ihr Engel in Chören, in mir nun geboren; igel Schar Singet dem Herren, dem Heiland Komm doch, mein Heiland, und laß der Menschen, zu Ehren! mich nicht länger verloren: einig Kind Sehet doch da: Wohne in mir, 73. ope findt, Gott will so freundlich und nah Mach mich ganz eines mit dir, h und Blu Zu den Verlornen sich kehren. Der du mich liebend erkoren. ge Gut. 2. Jauchzet, ihr Himmel, froh⸗ locket, ihr Enden der Erden, nie beschloß Gott und der Sünder, die sollen Schoß; zu Freunden nun werden. 8. Menschenfreund Zesu, dich lieb ich, dich will ich erheben Laß mich doch einzig nach deinem ö Gefallen nur leben; . V 10 5⁴4 Weihnachten. Gib mir auch bald, Jesu, die Kindesgestalt, Mach mich dir völlig ergeben. G. Tersteegen, 4 1769. 84. Mel. Nun freut euch lieben Christen gmein. Ich steh an deiner Krippe hier, O Jesu, du mein Leben, Ich komme, bring und schenke dir, Was du mir hast gegeben. Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm Rin hin Und laß dirs wohl gefallen. 2. Du hast mit deiner Lieb erfüllt Mein Adern und Geblüte; Dein schöner Glanz, dein süßes Bild Liegt mir stets im Gemüte. Und wie mag es auch anders sein? Wie könnt ich dich, du Herze mein, Aus meinem Herzen lassen? 3. Da ich noch nicht geboren war, Da bist du mir geboren Und hast mich dir zu eigen gar, Eh ich dich kannt, erkoren; Eh ich durch deine Hand gemacht, Da hat dein Herze schon bedacht, Wie du mein wolltest werden. 4. Ich lag in tiefer Todesnacht, Der heilgen Engel Schar, Die Gott den Vater loben Du wurdest meine Sonne, Die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht Des Glaubens in mir zugericht, Wie schön sind deine Strahlen! 5. Ich sehe dich mit Freuden an Und kann nicht satt mich sehen; Und weil ich nun nicht weiter kann, So tu ich, was geschehen: O daß mein Sinn ein Abgrund wär, Und meine Seel ein weites Meer, Daß ich dich möchte fassen! 6. Du fragest nicht nach Lust der Welt, Noch nach des Leibes Freuden; Du hast dich bei uns eingestellt, An unsrer Statt zu leiden, Suchst meiner Seelen Trost und Freud Durch dein selbst eignes Herzeleid Das will ich dir nicht wehren. 7. Eins aber, hoff ich, wirst du mir Mein Heiland, nicht versagen: Daß ich dich möge für und für In meinem Herzen tragen. So laß mich deine Krippe sein, Komm, komm und kehre bei mi— ein Mit allen deinen Freuden. P. Gerhardt, 1 1676. 85. Mel. Ich dank dir lieber Herre. Iyr Christen auserkoren, Freut euch von Herzen sehr: Der Heiland ist geboren. Recht gute neue Mär! Des freuen sich dort oben Jetzt fort und immerdar. 2. So singen sie mit Schalle: Ihr Christen insgemein, Freut euch von Herzen alle Ob diesem Kindelein. Euch, euch ist es gegeben Und hat das Heil bereit, Daß ihr In steter 3. Kein Denn di Euch bri Was wo Den Hin Dem, der Daran se Euch frer 4. Nun An eurer Denn Ch Was euck Tod, Teu Sind gan Bei Gott Das menj — Me Rommt Herz und Singet frü Wertes Vo 2. Sünd Tod und 2 Wir, die 1 Werfen all 3. Sehet, Seinen So Dieser kan Aus dem L 4. Seine Lieb und Uns, die S Zu besuche n: Abgrund wär, ites Meer, sen! nach Lust der Welt, ßreuden; ingestellt, den, Trost und Freud Herzeleid, wehren. „ wirst du mir ersagen: rund für agen. ippe sein, re bei mi eit den. dt, 4 1676. eber Herre. ren, en sehr: cen. * oben char, loben dar. t Schalle: ein, en alle eben rreit, Weihnachten. 55⁵ Daß ihr bei Gott sollt leben In steter Seligkeit. 3. Kein Mensch sich ja betrübe, Denn dieses Kindelein Euch bringet süße Liebe: Was wollt ihr traurig sein? Den Himmel will es schenken Dem, der ihm glaubet fest: Daran sollt ihr gedenken, Euch freuen auf das best. 4. Nun ist euch Recht gesprochen An eurer Feinde Schar; Denn Christus hat zerbrochen, Was euch zuwider war. Tod, Teufel, Sünd und Hölle Sind ganz und gar geschwächt; Bei Gott hat seine Stelle Das menschliche Geschlecht. G. Werner, 1 1643. 86. Mel. Qauem pastores. Rommt und laßt uns Christum ehren, Herz und Sinnen zu ihm kehren; Singet fröhlich, laßt euch hören, Wertes Volk der Christenheit. 2. Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen; Wir, die unser Heil annehmen, Werfen allen Kummer hin. 3. Sehet, was hat Gott gegeben! Seinen Sohn zum ewgen Leben. Dieser kann und will uns heben Aus dem Leid ins Himmels Freud. 4. Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, Uns, die Satan hat betrogen, Zu besuchen aus der Höh. 5. Jakobs Stern ist aufgegangen, Stillt das sehnliche Verlangen, Bricht den Kopf der alten Schlan⸗ gen Und zerstört der Hölle Reich. 6. O gebenedeite Stunde, Da wir das von Herzensgrunde Glauben und mit unserm Munde Danken dir, o Jesu Christ! 7. Schönstes Kindlein in dem Stalle, Sei uns freundlich, bring uns alle Dahin, da mit süßem Schalle Dich der Engel Heer erhöht. P. Gerhardt, 4 1676. 87. Lobt Gott, ihr Christen, allzu⸗ gleich In seinem höchsten Thron, Der heut schleußt auf sein Him⸗ melreich Und schenkt uns seinen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß Und wird ein Kindlein klein, Er liegt dort elend, nackt und bloß In einem Krippelein. 3. Er äußert sich all seiner Gwalt, Wird niedrig und gering Und nimmt an sich die Knechts⸗ gestalt, Der Schöpfer aller Ding. 4. Er liegt an seiner Mutter Brust, Ihr Milch die ist sein Speis, An dem die Engel sehn ihr Lust, Denn er ist Davids Reis, 5. Das seinem Stamm entsprie⸗ ů ßen sollt In dieser letzten Zeit, 56 Weihnachten. Durch welchen Gott aufrichten wollt Sein Reich, die Christenheit.: 6. Er wechselt mit uns wunderlich, Fleisch und Blut nimmt er an, Gibt uns in seines Vaters Reich Die klare Gottheit dran. 7. Er wird ein Knecht und ich ein Herr, Das mag ein Wechsel sein! Wie könnte wohl noch freundlicher Der liebe Jesus sein? 8. Heut schleußt er wieder auf die Tür Zum schönen Paradeis, Der Cherub steht nicht mehr dafür, Gott sei Lob, Ehr und Preis. Nik. Hermann, 1561. 88. I Liebe, die den Himmel hat zerrissen, Die sich zu mir ins Elend niederließ, Was für ein Trieb hat dich be⸗ wegen müssen, Der dich zu mir ins Jammertal verwies? Die Liebe hat es selbst getan, Sie schaut als Mutter mich in meinem Jammer an. 2. Die Liebe ist so groß in dei⸗ nem Herzen, Daß du für mich das größte Wunder tust; Die Liebe macht dir meinetwegen Schmerzen, Daß mir zu gut du unter Dor⸗ nen ruhst. O unerhörter Liebesrat, Der selbst des Vaters Wort ins Fleisch gesenket hat! 3. Die Liebe ist mein Anver⸗ wandter worden, Mein Bruder ist selbst die Barm⸗ herzigkeit. Der Gottheit Quell lebt nun in meinem Orden, Die Ewigkeit vermählt sich mit der Zeit. Das Leben selbst ist Mensch ge⸗ born, Der Glanz der Herrlichkeit, das Licht, das wir verlorn. 4. In ihm wird nun die Mensch⸗ heit ausgesöhnet, Die Reinigkeit der Seelen wieder⸗ bracht: Sie wird als Braut der Gottheit nun gekrönet, Da sie der Himmel selbst so an⸗ gelacht. Die Menschheit wird nun ganz erneut Und als ein reiner Thron der Gottheit eingeweiht. 5. Die Weisheit spielt nun wie⸗ der auf der Erden, Dadurch das Paradies im Men⸗ schen grünt. Nun können wir aus Gott ge⸗ boren werden, Weil die Geburt des Herren dazu dient. Die neugeborne Seele spürt, Daß sie ein andrer Geist aus ihrem Ursprung rührt. 6. Kein Elend kann nun unserm Herzen schaden: Immanuel ist bei uns in der Not. Ich gehe hin zu ihm, dem Quell der Gnaden, So dient mir selbst das Elend und der Tod. Der Jammer hängt mir nur noch an, ni Dieweil sie Was schader Weil Christi r loht die 8. Ich hab Viel Reichtu Ich bin mit Den ich in 9. Auf, auf Erfreue dich Des Himmel Und der Ver O ewig, ewit Daß ich in C Cł Bem Himm Ich bring eu Der guten M Davon ich sit wer⸗ rden, arm⸗ gkeit. nin rden, mit Zeit. ge⸗ horn, das lorn. nsch⸗ hnet, ieder⸗ racht: ttheit önet, an⸗ lacht. ganz rneut der veiht. wie⸗ rden, Men⸗ rünt. t ge⸗ erden, dazu dient. „ aus rührt. nserm jaden: rNot. Quell taden, Elend Tod. nur ch an, Weihnachten. 57 Der mir in Christo doch nicht schädlich werden kann. 7. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, Dieweil sie selbst durch ihn ver⸗ dammet ist. Was schaden nun der Seele ihre Flammen, Weil Christi Blut und Wasser in sie fließt? Immanuel löscht ihren Trieb: Er läßt die Seele nicht, er hat sie viel zu lieb. 8. Ich habe nun ein ewig Leben funden, Viel Reichtum, Ehr und Wonne schenkt er mir: Ich bin mit ihm, er ist mit mir verbunden, Den ich in mir mit Liebeswir— kung spür. Ich bin vergnügt und ganz gestillt, Weil mich der lautre Strom aus seiner Lieb erfüllt. 9. Auf, auf, mein Geist, vergiß die Trauerlieder, Erfreue dich in dieser Liebesmacht! Des Himmels Kraft und Glanz bestrahlt dich wieder, Und der Verlust ist völlig wieder⸗ bracht. O ewig, ewig wohl ist mir, Daß ich in Christo nun das Wohl⸗ gefallen spür. Chr. Fr. Richter, 4 1711. 89. Bem Himmel hoch da komm ich her, Ich bring euch gute, neue Mär, Der guten Mär bring ich so viel, Davon ich singn und sagen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn, Von einer Jungfrau auserkorn, Ein Kindelein so zart und fein, Das soll eur Freud und We ein. 3. Es ist der Herr Christ unser Gott, Der will euch führn aus aller Not, Er will eur Heiland selber sein, Von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, Die Gott der Vater hat bereit, Daß ihr mit uns im Himmelreich Sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zeichen recht, die Windeln schlecht, Da findet ihr das Kind gelegt, Das alle Welt erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein Und mit den Hirten gehn hinein, Zu sehn, was Gott uns hat be⸗ schert, Mit seinem lieben Sohn verehrt. Die Krippe und 7. Sei uns willkommen, edler Gast! Den Sünder nicht verschmähet hast Und kommst ins Elend her zu mir; Wie soll ich immer danken dir? 8. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, Wie bist du worden so gering! Auf dürrem Gras liegst du, Herr Christ, Der du Herr aller Herren bist. 9. Und wär die Welt vielmal so weit, Von Edelstein und Gold bereit, So wär sie doch dir viel zu klein Zu sein ein enges Wiegelein. 58 Weihnachten. 10. Der Sammet und die Sei⸗ den dein, Das ist grob Heu und Windelein, Darauf du König groß und reich Herprangst, als wärs dein Him⸗ melreich. 11. Das hat also gefallen dir, Die Wahrheit anzuzeigen mir, Wie aller Welt Macht, Ehr und Gut Vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 12. Ach du herzlieber Jesu mein, Mach dir ein Bette sanft und rein, Zu ruhn in meines Herzens Schrein, Daß ich nimmer vergesse dein. 13. Lob, Ehr sei Gott im höch⸗ sten Thron, Der uns schenkt seinen eingen Sohn: Des freuet sich der Engel Schar Und singet uns solch neues Jahr! Dr. M. Luther, 4 1546. 90. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. DVom Himmel kam der Engel Schar, Erschien den Hirten offenbar; Sie sagten ihn'n: Ein Kindlein zart Das liegt dort in der Krippe hart, 2. Zu Bethlehem in Davids Stadt, Wie Micha das verkündet hat; Es ist der Herre Jesus Christ, Der euer aller Heiland ist. 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, Daß Gott mit euch ist worden ein; Er ist geborn eur Fleisch und Blut, Eur Bruder ist das ewge Gut. 4. Was kann euch tun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott Laßt zürnen Teufel und die Höll, Gotts Sohn ist worden eur Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht, Setzt ihr auf ihn eur Zuversicht; Es mögen euch viel fechten an, Dem sei Trotz, ders nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben recht, Ihr seid nun worden Gotts Ge⸗ schlecht; Des danket Gott in Ewigkeit, Geduldig, fröhlich allezeit. Dr. M. Luther, 4 1546. 91. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. Wie sollen wir dir, Vater, dan⸗ ken? Nein, deine Lieb ist viel zu groß, Ist unaussprechlich, ohne 3 deu en/ Du gibst den Sohn aus deinem Schoß. Du sendest uns den Eingebornen Von deinem Thron zum Staub herab, Zu uns Gefallnen, uns Verlornen, Und weihest ihn für uns dem Grab. 2. Frohlocket ihm! Er steigt her⸗ nieder, Ein Mensch, gleich uns ein Mensch zu sein; Er nennet Sünder seine Brüder Und macht sie von der Sünde rein. Damit wir wieder Gott gefallen, Vergießet Er bringt Und Lieb 3. O Lie Ist in der Kein Lobg Nicht, was Des Himm Um hier v Wer kann So lieben 4. Nun Daß ewig Zu deinen Führt uns Nun fließt Nur Seligt Der Gott, d Gibt mit de 5. Ach d Zu dir, d Ach daß wi Die wärms O möcht Gäbst du Kein Men Die Liebe 6. O habe Ich lebe di Wer jetzt, Gericht un Denn auf Sohn Gott Zünd Tod? hren Gott. Höll, zesell. lassen nicht, csicht; an, lassen kann. haben recht, 3Ge⸗ Hecht; it, 1546. Kreuz dan⸗ ken? groß, chran⸗ ken, einem Schoß. ornen Staub herab, ornen, Grab. gt her⸗ nieder, Nensch sein; rüder erein. fallen, Weihnachten. Vergießet er sein teures Blut; Er bringt Unsterblichkeit uns allen, Und Lieb ist alles, was er tut. 3. O Liebe, Liebe, deinesgleichen Ist in der ganzen Schöpfung nicht! Kein Lobgesang kann sie erreichen, Nicht, was der Engel Zunge spricht. Des Himmels Herrlichkeit verlassen, ö Um hier verfolgt, erwürgt zu sein, Wer kann die Huld, die Demut fassen? So lieben kann der Sohn allein. 4. Nun wissen wir, Gott voll Erbarmen, Daß ewig du die Liebe bist. Zu deinen offnen Vaterarmen Führt uns Erlöste Jesus Christ. Nun fließt von dir nur Heil und Leben, Nur Seligkeit kommt her von dir. Der Gott, der seinen Sohn gegeben, Gibt mit dem Sohn auch alles mir. — 5. Ach daß wir ganz in Liebe brennten Zu dir, dem Herrn in Knechts⸗ gestaltl Ach daß wir besser danken könnten; Die wärmisten Herzen sind zu kalt! O möcht uns doch dein Geist entzünden, Gäbst du uns göttliches Gefühl! Kein Mensch kann würdig sie empfinden, Die Liebe ohne Maß und Ziel. 6. O habe Dank für deine Liebe! Ich lebe dir allein, mein Heil! Wer jetzt, auch jetzt noch Sünder bliebe, Gericht und Elend wär sein Teil. Denn auf den Wolken wirst du kommen, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, ö 59 Die Sünder richten, und die Frommen Erhöhn zu dir an deinen Thron. J. K. Lavater, 4 1801. 92. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. Wir singen dir, Immanuel, Du Lebensfürst und Gnadenquell, Du Himmelsblum und Morgen⸗ stern, Du Sohn der Jungfrau, Herr der Herrn. Hallelujah. 2. Wir singen dir mit deinem Heer Aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, Daß du, o lang gewünschter Gast, Dich nunmehr eingestellet hast. Hallelujah. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, Hat so manch Herz nach dir ge⸗ wacht, Auf dich gehofft so lange Jahr Der Väter und Propheten Schar. Hallelujah. 4.„Ach daß der Herr aus Zion käm Und unsre Bande von uns nähm! Ach daß die Hülfe bräch herein, So würde Jakob fröhlich sein!“ Hallelujah. 5. Nun bist du hier, da liegest du, Hältst in der Krippe deine Ruh, Bist klein und machst doch alles groß, Bekleidst die Welt und kommst doch bloß. Hallelujah. SPSPSPFPIFIFIPIPFPIPIPIPIRIPIISSSSeeteeeeeee Wdtaswlt, 60 Neujahr. 6. Ich aber, dein geringster Knecht, Ich sag es frei und mein es recht: JIch liebe dich, doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will. Hallelujah. 7. Der Will ist da, die Kraft ist klein; Doch wird dir nicht zuwider sein Mein armes Herz, und was es kann, Wirst du in Gnaden nehmen an. Hallelujah. 8. Und bin ich gleich der Sünde voll, Hab ich gelebt nicht wie ich soll, Ei kommst du doch deswegen her, Daß sich der Sünder zu dir kehr. Hallelujah. 9. So faß ich dich nun ohne Scheu, Du machst mich alles Jammers frei, Du trägst den Zorn, du würgst den Tod, Verkehrst in Freud all Angst und Not. Hallelujah. 10. Du bist mein Haupt, hin⸗ wiederum Bin ich dein Glied und Eigentum Und will, so viel dein Geist mir gibt, Stets dienen dir, wie dirs beliebt. Hallelujah. 11. Ich will dein Hallelujah hier Mit Freuden singen für und für, Und dort in deinem Ehrensaal Solls schallen ohne Zeit und Zahl: Hallelujah. P. Gerhardt, 4 1676. V. Veujahr. 93. Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. 1. Sam. 7, 12. Bis hieher hat mich Gott gebracht Durch seine große Güte, Bis hieher hat er Tag und Nacht Bewahrt Herz und Gemüte. Bis hieher hat er mich geleit, Bis hieher hat er mich erfreut, Bis hieher mir geholfen. 2. Dir sei Lob, Ehre, Preis und Dank Für die bisherge Treue, Die du, o Gott, mir lebenslang Bewiesen täglich neue; In mein Gedächtnis schreib ich an: Der Herr hat wohl an mir ge⸗ tan, Bis hieher mir geholfen. 3. Hilf fernerweit, mein treuster Hort, Hilf mir zu allen Stunden, Hilf mir an all und jedem Ort, Hilf mir durch Jesu Wunden, Damit ich sag bis in den Tod: Durch Christi Blut hilft mir mein Gott, Er hilft, wie er geholfen! Amilie Juliane v. Schwarzburg⸗ Rudolstadt, + 1706. Mel. Vom H D as alte Wir danker Daß du in So gnädig 2. Wir bit Des Vaters Du wollst Bewahren 3. Entzeus Das ist der Vor Irrleh Behüt uns, 4. Hilf, da Und fromm Keinr Sünd Eingnadenr 5. Hilf chr Einst sterben Am jüngsten Und mit di 6. Zu dant Mit allen G O ZJesu, unf Zu deines 9 I Mel. Herzli. D as Jahr Nun sei auch In Gottesnt Leg ich nun Und was die Was Gott di Jammers frei, du würgst den Tod, Angst und Not. haupt, hin⸗ wiederum d Eigentum Geist mir gibt, dirs beliebt. llelujah hier ür und für, Ehrensaal it und Zahl: udt, 1 1676. schreib ich an: an mir ge⸗ tan, fen. nein treuster Hort, unden, jedem Ort, Wunden, den Tod: ft mir mein Gott, [fen! hwarzburg- 1706. Neujahr. 61 94. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. Das alte Jahr vergangen ist; Wir danken dir, Herr Jesu Christ, Daß du in Not uns und Gefahr So gnädiglich beschützt dies Jahr. 2. Wir bitten dich, du ewger Sohn Des Vaters in dem höchsten Thron: Du wollst dein arme Christenheit Bewahren ferner allezeit. 3. Entzeuch uns nicht dein heil⸗ sam Wort, Das ist der Seelen höchster Hort; Vor Irrlehr und Abgötterei Behüt uns, Herr, und steh uns bei. 4. Hilf, daß wir fliehn der Sün⸗ den Bahn Und fromm zu werden fangen an; Keinr Sünd im alten Jahr gedenk, Ein gnadenreich Neujahr unsschenk. 5. Hilf christlich leben, seliglich Einst sterben und laß fröhlich mich Am jüngsten Tage auferstehn Und mit dir in den Himmel gehn, 6. Zu danken und zu loben dich Mit allen Engeln ewiglich. O Jesu, unsern Glauben mehr Zu deines Namens Lob und Ehr. Joh. Steuerlein, 4 1613. 95. Mel. Herzlich tut mich verlangen. Das Jahr geht still zu Ende, Nun sei auch still, mein Herz. In Gottes treue Hände Leg ich nun Freud und Schmerz, Und was dies Jahr umschlossen, Was Gott der Herr nur weiß, Die Tränen, die geflossen, Die Wunden brennend heiß. 2. Warum es so viel Leiden, So kurzes Glück nur gibt? Warum denn immer scheiden, Wo wir so sehr geliebt? So manches Aug gebrochen, Und mancher Mund nun stumm, Der erst noch hold gesprochen— Du armes Herz, warum? 3. Daß nicht vergessen werde, Was man so gern vergißt: Daß diese arme Erde Nicht unsre Heimat ist. Es hat der Herr uns allen, Die wir auf ihn getauft, In Zions goldnen Hallen Ein Heimatrecht erkauft. 4. Hier gehen wir und streuen Die Tränensaat ins Feld, Dort werden wir uns freuen Im selgen Himmelszelt; Wir sehnen uns hienieden Dorthin ins Vaterhaus Und wissens, die geschieden, Die ruhen dort schon aus. 5. O das ist sichres Gehen Durch diese Erdenzeit: Nur immer vorwärts sehen Mit selger Freudigkeit; Wird uns durch Grabeshügel Der klare Blick verbaut, Herr, gib der Seele Flügel, Daß sie hinüberschaut. 6. Hilf du uns durch die Zeiten Und mache fest das Herz, Geh selber uns zur Seiten Und führ uns heimatwärts. Und ist es uns hienieden So öde, so allein, O laß in deinem Frieden Uns hier schon selig sein. Eleonore v. Reuß, 4 1903. 6²2 Neujahr. 96. Nun freut euch lieben Christen gmein. Das liebe neue Jahr geht an, Das alte hat ein Ende: Frisch auf und freu sich jedermann, Erhebe Herz und Hände Zu unserm Gott im Himmelsthron, Dank ihm und seinem lieben Sohn, Auch Gott dem heilgen Geiste! 2. Gott Vater hat den Sohn gesandt, Gott Sohn ist Mensch geboren, Gott heilger Geist macht dasbekannt Uns, die wir warn verloren. Im selgen lieben Gotteswort Geschrieben ists an manchem Ort Und wird uns klar verkündet. 3. Die reine Lehr und Sakrament Wir habn in unserm Lande, Fromm Obrigkeit, gut Regiment, Glück, Heil in allem Stande, Gott krönt das Jahr mit seinem Gut Und hält die Schul in guter Hut, Auch aller Christen Häuser. 4. Des danken wir dem lieben Mel. Herrn Und freun uns solcher Güte. Er woll den Feinden steurn und wehrn Und uns fort auch behüten. Er geb ein selig neues Jahr Und helf uns zu der Engel Schar, Da wolln wir ihn schön preisen. Cyr. Schneegaß, 4 1597. 97. Herzlich tut mich verlangen. Mel. D urch Trauern und durchPlagen, Durch Not, durch Angst und Pein, In dir besteht mein Heil; Durch Hoffnung und durch Klagen, Durch manchen Sorgenstein Bin ich, gottlob, gedrungen; Dies Jahr ist nun dahin: Dir, Gott, sei Lob gesungen, Bewegt ist Herz und Sinn. 2. Der du mich hast erbauet, Dir ist mein Glück vertrauet, Du bist und bleibst mein Teil. Du hast mich wohl erhalten, Du bist mein fester Trost; Dich laß ich ferner walten, Wenn mich die Not anstößt. 3. Mein Gott, o meine Liebe, Was du willst, will auch ich; ö Gib, daß ich nichts verübe, Was irgend wider dich; Dir ist mein Will ergeben, Ja, er ist nicht mehr mein, Dieweil mein ganzes Leben Dein eigen wünscht zu sein. 4. Nach dir soll ich mich schicken, Und, Herr, ich wills auch tun, Soll mich die Armut drücken, Ich will dabei beruhn. Soll mich Verfolgung plagen, Ja, Herr, befehle mir. Soll ich Verachtung tragen, Ach ich gehorch auch hier. ö 5. Soll ich verlassen leben, Herr Gott, dein Wille gilt. Soll ich in Angsten schweben, Mein Heiland, wie du willt. Soll ich denn Krankheit leiden, Ich will gehorsam sein. Soll ich von dannen scheiden, Herr, dein Will ist auch mein. 6. Heut ist das Jahr beschlossen; Herr, deine Gnade sei ö Auf mich neu ausgegossen, Mein Herze werd auch neu. ö Laß ich die alten Sünden, So werd ick Auch neuen Dein Wort Mel. Es ist Gottlob, ei Ist abermals Zu dir im 7 Mein Herz f O Quell, d Und alle Gn Zu meiner S 2. Ich zähle Und wird m Bis es ersche O Leben, dick Damit, was Verschlungen Und ich unste 3. Vom Feue Mein Herz, d Du bists, mit! Aus aller Kr. Ich leb in di Doch möcht ich Noch immer 1 4. O daß du Ich zähl die! Ach komm, eh Und sich zum Komm doch in Schau, deine 2 Die Lampen f 5. Doch sei Die rechte Zei Klagen, ein jen; gen, in. bauet, auet, 1 Teil. lten, en, ößt. Liebe, ich; be, en, ein, ben ein. schicken, tun, ücken, lagen, gen, x. ben, ilt. peben, villt. leiden, eiden, mein. eschlossen; en, meu. n/ ————————— Neujahr. So werd ich, Gott, bei dir Auch neuen Segen finden; Dein Wort verspricht es mir. G. W. Sacer, 1699. 98. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit Ist abermals vollendet; Zu dir im Fortgang dieser Zeit Mein Herz sich sehnlich wendet, O Quell, daraus mein Leben fleußt, Und alle Gnade sich ergeußt Zu meiner Seele Leben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr, Und wird mir allzulange, Bis es erscheine, daß ich gar, O Leben, dich umfange, Damit, was sterblich ist an mir, Verschlungen werde ganz in dir, Und ich unsterblich werde. 3. Vom Feuer deiner Liebe glüht Mein Herz, das du entzündet. Du bists, mit dem sich mein Gemüt Aus aller Kraft verbindet. Ich leb in dir und du in mir, Doch möcht ich, o mein Heil, zu dir Noch immer näher dringen. 4. O daß du selber kämest bald! Ich zähl die Augenblicke. Ach komm, eh mir das Herz erkalt Und sich zum Sterben schicke. Komm doch in deiner Herrlichkeit, Schau, deine Braut hat sich bereit, Die Lampen sind geschmücket. 5. Doch sei dir ganz anheim⸗ ö gestellt Die rechte Zeit und Stunde; 63 Wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, Daß ich mit Herz und Munde Dich kommen heiße und darauf Von nun an richte meinen Lauf, Daß ich dir komm entgegen. 6. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann Von deiner Liebe trennen, Und daß ich frei vor jedermann Dich darf den Bräutgam nennen, Und du, o teurer Lebensfürst, Dich dort mit mir vermählen wirst Und mir dein Erbe schenken. 7. Drum preis ich dich in Dank⸗ barkeit, Daß sich das Jahr geendet Und also auch von dieser Zeit Ein neuer Schritt vollendet, Unnd schreite hurtig weiter fort, Bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. 8. Wenn auch die Hände lässig sind, Und meine Kniee wanken, So beut mir deine Hand geschwind In meines Glaubens Schranken, Damit durch deine Kraft mein Herz Sich stärke, und ich himmelwärts Ohn Unterlaß aufsteige. 9. Geh, Seele, frisch im Glauben dran Und sei nur unerschrocken; Laß dich nicht von der rechten Bahn Die Lust der Welt ablocken. So dir der Lauf zu langsam deucht, So eile wie ein Adler fleugt Mit Flügeln süßer Liebe. 10. O Jesu, meine Seele ist Zu dir schon aufgeflogen, Du hast, weil du voll Liebe bist, Mich ganz zu dir gezogen. 6⁴ Fahr hin, was heißet Stund und Zeit: Ich bin schon in der Ewigkeit, Weil ich in Jesu lebe. A. H. Francke, 4 1727. 99. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. Gott ruft der Sonne, ruft dem Mond, Das Jahr darnach zu teilen; Er, der im Himmel ewig thront, Er heißt die Zeiten eilen; Er ordnet Jahre, Tag und Nacht, Laßt uns erhöhn den Gott der Macht Und dankbar vor ihm weilen! 2. Herr, der da ist und der da war, Dich rühmen alle Zungen! Dir sei für das entflohne Jahr Ein heilig Lied gesungen: Für Leben, Wohlfahrt, Trost wart a Für Fried und Ruh, für jede Tat, Die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dies Jahr gesegnet ein, Das du uns neu gegeben; Verleih uns Kraft, die Kraft ist dein, In deiner Furcht zu leben. Zu segnen bist du stets bereit, Wenn wir nach der Gerechtigkeit Und deinem Reiche streben! 4. Gib mir, wofern es dir gefällt, Des Lebens Ruh und Freuden; Doch schadet mir das Glück der Welt, So gib mir Kreuz und Leiden. Nur stärke mit Geduld mein Herz, Neujahr. Auf daß mich nimmer Not und Schmerz Von deiner Liebe scheiden. 5. Hilf deinem Volke väterlich In diesem Jahre wieder. Erbarme der Verlaßnen dich Und der bedrängten Brüder. Gib Glück zu jeder guten Tat Und laß dich, Gott, mit Heil und Rat Auf unsern König nieder. 6. Daß Weisheit und Gerechtigkeit Auf seinem Stuhle throne, Daß Tugend und Zufriedenheit In unserm Lande wohne, Daß Treu und Liebe bei uns sei: Dies, lieber Vater, dies verleih In Christo, deinem Sohne. Nach Chr. F. Gellert, 4 1769. 100. Mel. Unser Herrscher, unser König. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen, Hilf, das neue Jahr geht an; Laß es neue Kräfte bringen, Daß aufs neu ich wandeln kann. Neues Glück und neues Leben Wollest du aus Gnaden geben. 2. Meiner Hände Werk und Taten, Meiner Zunge Red und Wort Müssen nur durch dich geraten Und ganz glücklich gehen fort. Neue Kraft laß mich erfüllen Und verrichten deinen Willen. ö 3. Was ich dichte, was ich mache, Das gescheh in dir allein; Wenn ich schlafe, wenn ich wache, Wollest du, Herr, bei mir sein. ö Geh ich aus, wollst du mich leiten, Komm ich heim, so steh zur Seiten. I v. 4. Laß die Laß mich bi Hilf, daß sie Daß ich bal Niemand son Kannst die 5. Trösteen Nimm, o Go Wenn ich m Ja voll Ang Stärke mich Daß mich S 6. Herr, du Daß dies Ja Und ich chri Sonder Trut Daß ich noch Fromm und 7. Jesu, laf Dieses angefe Trage mich Halte bei mi Freudig will Wenn ich sol Mel. Wach au Nun laßt u Mit Singen Zum Herrn, Bis hieher K 2. Wir gehn Von einem 3 Wir leben un Vom alten bi 3. Durch s Not und Schmerz en. väterlich oeL. zerechtigkeit one, riedenheit gne, dei uns sei: s verleih ohne. ert, 4 1769. nser König. gelingen, eingen, es Leben en geben. und Taten, nd Wort geraten then fort. erfüllen Willen. 8 ich mache, llein; nich wache, mir sein. mich leiten, hr geht an; mdeln kann. — zur Seiten. Neujahr. 4. Laß dies sein ein Jahr der Gnade, Laß mich büßen meine Sünd; Hilf, daß sie mir nimmer schade, Daß ich bald Vergebung find; Niemand sonst, als du, mein Leben, Kannst die Sünde mir vergeben. 5. Tröste mich mit deiner Liebe, Nimm, o Gott, mein Flehen hin, Wenn ich mich so sehr betrübe, Ja voll Angst und Sorge bin; Stärke mich in meinen Nöten, Daß mich Sünd und Tod nicht töten. 6. Herr, du wollest Gnade geben, Daß dies Jahr mir heilig sei, Und ich christlich könne leben Sonder Trug und Heuchelei, Daß ich noch allhier auf Erden Fromm und selig möge werden. 7. Jesu, laß mich fröhlich enden Dieses angefangne Jahr, Trage mich auf deinen Händen, Halte bei mir in Gefahr; Freudig will ich dich umfassen, Wenn ich soll die Welt verlassen. J. Rist, 4 1667. 101. Mel. Wach auf mein Herz und singe. Nun laßt uns gehn und treten Mit Singen und mit Beten Zum Herrn, der unserm Leben Bis hieher Kraft gegeben. 2. Wir gehn dahin und wandern Von einem Jahr zum andern, Wir leben und gedeihen Vom alten bis zum neuen, 3. Durch so viel Angst und Plagen, 65 Durch Zittern und durch Zagen, Durch Krieg und große Schrecken, Die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern In schweren Ungewittern Die Kindlein hier auf Erden Mit Fleiß bewahret werden: 5. Also auch und nicht minder Läßt Gott uns, seine Kinder, Wenn Not und Trübsal blitzen, In seinem Schoße sitzen. 6. Ach Hüter unsers Lebens, Fürwahr, es ist vergebens Mit unserm Tun und Machen, Wo nicht dein Augen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue, Die alle Morgen neue, Lob sei den starken Händen, Die alles Herzleid wenden. 8. Laß ferner dich erbitten, O Vater, und bleib mitten In unserm Kreuz und Leiden Ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gib mir und allen denen, Die sich von Herzen sehnen Nach dir und deiner Hulde, Ein Herz, das sich gedulde. 10. Schleuß zu die Jammer⸗ pforten Und laß an allen Orten, Wo Krieg und Blutvergießen, Die Friedensströme fließen. 11. Sprich deinen milden Segen Zu allen unsern Wegen, Laß Großen und auch Kleinen Die Gnadensonne scheinen. 12. Sei der Verlaßnen Vater, Der Irrenden Berater, Der Unversorgten Gabe, Der Armen Gut und Habe. E 66 Epiphanie. 13. Hilf gnädig allen Kranken, Gib fröhliche Gedanken Den hochbetrübten Seelen, Die sich mit Schwermut quälen. 14. Und endlich, was das meiste, Füll uns mit deinem Geiste, Der uns hier herrlich ziere Und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollst du geben, O meines Lebens Leben, Mir und der Christenschare Zum selgen neuen Jahre. P. Gerhardt, 1676. VI. Epiphanie. A. Epiphaniaskfest. 102. Mel. Valet will ich dir geben. Der du zum Heil erschienen Der allerärmsten Welt Und von den Cherubinen Zu Sündern dich gesellt, Den sie mit frechem Stolze Verhöhnt für seine Huld, Als du am dürren Holze Versöhntest ihre Schuld: 2. Daß uns ein Vater würde, Gingst du vom Vater aus, Nahmst auf dich unsre Bürde Und bautest uns ein Haus; Von Westen und von Süden, Von Morgen ohne Zahl Sind Gäste nun beschieden Zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide, Von allen Flecken rein, Führst du zu deiner Freude Die Völkerscharen ein; Und welchen nichts verkündigt, Kein Heil verheißen war, Die bringen nun entsündigt Dir Preis und Ehre dar. 4. Drum kann nicht Friede werden, Bis deine Liebe siegt, Bis dieser Kreis der Erden Zu deinen Füßen liegt, Bis du im neuen Leben Die ausgesöhnte Welt Dem, der sie dir gegeben, Vors Angesicht gestellt. 5. Und siehe, tausend Fürsten Mit Völkern ohne Licht Stehn in der Nacht und dürsten Nach deinem Angesicht; Auch sie hast du gegraben In deinen Priesterschild, Am Borne sie zu laben, Der dir vom Herzen quillt. 6. So sprich dein göttlich Werde, Laß deinen Odem wehn, Daß auf der finstern Erde Die Toten auferstehn; Daß, wo man Teufeln frönet Und vor den Götzen kniet, Ein willig Volk, versöhnet, Zu deinem Tempel zieht. A. Knapp, 1864 Mel. Herzl L HNBerr Jesu Der Fro Wir komme Durch deine In diesen d Und suchen Nach Simeo Dich großen 2. Du wirf O Herr, an Dahin du d Durch dein Vergönnst n Daß man di Auf Glauber Wie hier der 3. Sei unse Ein helles Li In Schrecken Im Kreuz ei In Zagheit In Not ein In Krankheit Ein Stern ir 4. Herr, laß Daß einst wi Ein jeder Ch— Den schönen Mir werden Die Augen zi Nachdem ich Den Heiland 5. Ja, ja, ic Mein Jesu, d Kein Feind ka Dräut er auck Ich wohn in Und in dem Uns scheiden! Kein Angst, ke ziere führe. du geben, hre. ddt, + 1676. cht Friede werden, rden 5 en Hden, Fürsten t nd dürsten 7 ben d, n/ uillt. lich Werde, N, rde frönet liet, gnet, ht. p, + 1864 Epiphanie. 67 103. Mel. Herzlich tut mich verlangen. Luc. 2, 25—32. Ben Jesu, Licht der Heiden, Der Fronmimen Schatz und Lieb, Wir kommen jetzt mit Freuden Durch deines Geistes Trieb In diesen deinen Tempel Und suchen mit Begier Nach Simeons Exempel Dich großen Gott allhier. 2. Du wirst von uns gefunden, O Herr, an jedem Ort, Dahin du dich verbunden Durch dein Verheißungswort, Vergönnst noch heutzutage, Daß man dich gleicherweis Auf Glaubensarmen trage, Wie hier der fromme Greis. 3. Sei unser Glanz in Wonne, Ein helles Licht in Pein, In Schrecken unsre Sonne, Im Kreuz ein Gnadenschein, In Zagheit Glut und Feuer, In Not ein Freudenstrahl, In Krankheit ein Befreier, Ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß auch uns gelingen, Daß einst wie Simeon Ein jeder Christ kann singen Den schönen Schwanenton: Mir werden nun mit Frieden Die Augen zugedrückt, Nachdem ich schon hienieden Den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, Mein Jesu, dich geschaut: Kein Feind kann dich mir rauben, Dräut er auch noch so laut. Ich wohn in deinem Herzen, Und in dem meinen du, Uns scheiden keine Schmerzen, Kein Angst, kein Tod dazu. 6. Hier will es oft mir scheinen, Du sähst mich strafend an, Daß ich vor Angst und Weinen Dich kaum erkennen kann; Dort aber wirds geschehen, Daß ich von Angesicht Zu Angesicht soll sehen Dein immer klares Licht. J. Franck, 1677. 104. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Matth. 2, 1—12. Mau, großer Wunderstern, Der aus Jakob ist erschienen, Meine Seele will so gern Dir an deinem Feste dienen: Nimm doch, nimm doch gnädig an, Was ich Armer schenken kann. 2. Nimm das Gold des Glau⸗ bens hin, Wie ichs von dir selber habe Und damit beschenket bin; So ist dirs die liebste Gabe; Laß es auch bewährt und rein In dem Trübsalsfeuer sein. 3. Nimm den Weihrauch des Gebets, Laß denselben zu dir dringen; Herz und Lippen sollen stets Ihn als Opfser vor dich bringen. Wenn ich bete, nimm es auf Und sprich Ja und Amen drauf. 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu, Ach mich schmerzet meine Sünde; Aber du bist fromm und treu, Daß ich Trost und Gnade finde Und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. E. Neumeister, + 1756. E2 68 105. Mel. Valet will ich dir geben. 0 König aller Ehren, Herr Jesu, Davids Sohn, Dein Reich soll ewig währen, Im Himmel ist dein Thron; Hilf, daß allhier auf Erden Den Menschen weit und breit Dein Reich bekannt mög werden Zur Seelen Seligkeit. 2. Von deinem Reiche zeugen Die Leut aus Morgenland, Die Knie sie vor dir beugen, Dieweil sie dich erkannt. Der Stern auf dich hinweiset, Vazu das göttlich Wort; Trum man dich billig preiset, Daß du bist unser Hort. 3. Du bist ein großer König, Wie uns die Schrift vermeldt, Doch achtest du gar wenig Vergänglich Gut und Geld, Prangst nicht auf stolzem Rosse, Trägst keine güldne Kron, Thronst nicht in hohem Schlosse; Hier hast du Spott und Hohn. 4. Doch bist du schön geschmücket, Dein Glanz erstreckt sich weit, Dein Güte fern hinblicket Und dein Gerechtigkeit. Du wollst die Frommen schützen Durch dein Macht und Gewalt, Daß sie im Frieden sitzen, Die Bösen stürzen bald. 5. Du wollst dich mein erbarmen, In dein Reich nimm mich auf; Dein Güte schenk mir Armen Und segne meinen Lauf. Den Feinden wollst du wehren, Dem Teufel, Sünd und Tod, Daß sie mich nicht versehren: Rett mich aus aller Not. Epiphanie. 6. Du wollst in mir entzünden Dein Wort, den schönen Stern, Daß falsche Lehr und Sünden Sein meinem Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne Und mit der Christenheit Dich meinen König nenne Jetzt und in Ewigkeit. M. Böhm, 4 1622. 106. Mel. Unser Herrscher, unser König. Werde licht, du Stadt der Heiden, Und du, Salem, werde licht; Schaue, welch ein Glanz mit Freuden Über deinem Haupt anbricht! Gott hat derer nicht vergessen, Die im Finstern sind gesessen. 2. Dunkelheit die mußte weichen, Als dies Licht kam in die Welt, Dem kein andres ist zu gleichen, Welches alle Ding erhellt: Die nach diesem Glanze sehen, Dürfen nicht im Finstern gehen. 3. Gottes Rat war uns verborgen, Seine Gnade schien uns nicht; Klein und Große mußten sorgen, Jedem fehlt es an dem Licht, Das zum rechten Himmelsleben Seinen Glanz uns sollte geben. 4. Aber wie hervorgegangen Ist der Aufgang aus der Höh, Haben wir das Licht empfangen, Welches so viel Angst und Weh Aus der Welt hinweggetrieben, Daß nichts Dunkles übrig blieben. 5. Jesu, reines Licht der Seelen, Du vertreibst die Finsternis, Die in dieser Sündenhöhlen Unsern Tritt macht ungewiß; Jesu, deine Leuchten un 6. Dein Er Mein Gemi Dein Ersche Meine Seel Herr, in Fr Müsse mir B Mel. Herzli Aus irdisck Wo nichts d Wer zeigt de Wohin die§ Wer leitet u Wenn es das Wer führt di Der Weg he 2. Hier irre Gehüllt in ti Durch wenen Ein wahres; Von oben kor Die alles uns Denn Christi Er ist das Lis 3. Wer gib Die niemand er zeiget un Den Himmel enn vor der Wer gibt dem Heil! Christus Führt uns der K. J. A entzünden en Stern, Sünden fern. nne heit nne ym, 4 1622. inser König. t der Heiden, de licht; Glanz mit Freuden mbricht! vergessen, gesessen. ßte weichen, die Welt, zu gleichen, hellt: ize sehen, stern gehen. verborgen, ns nicht; ten sorgen, em Licht, melsleben (lte geben. gegangen der Höh, empfangen, und Weh ggetrieben, prig blieben. der Seelen, sternis, höhlen ungewiß; Epiphanie. 69 7. Jesu, laß mich endlich gehen Freudig aus der bösen Welt, Dein so helles Licht zu sehen, Das mir dort schon ist bestellt, Wo wir sollen unter Kronen In der schönsten Klarheit woh⸗ nen. J. Rist, + 1667. Jesu, deine Lieb und Segen Leuchten uns auf unsern Wegen. 6. Dein Erscheinung müß erfüllen Mein Gemüt in aller Not, ö Dein Erscheinung müsse stillen Meine Seel auch gar im Tod; Herr, in Freuden und im Weinen Müsse mir dein Licht erscheinen. B. Prophetisches Amt Christi. 107. 108. Herzlich tut mich verlangen. Schmücke dich o liebe Seele. N 25615 W Bd deine Menschenliebe us irdischem Getümmel, War die Quelle deiner Triebe, Wo nichts das Herz erquickt, Die dein treues Herz bewogen, Wer zeigt den Weg zum Himmel, Dich in unser Fleisch gezogen, Wohin die Hoffnung blickte Dich mit Schwachheit überdecket, Wer leitet unser Streben, Dich vom Kreuz ins Grab ge⸗ Wenn es das Ziel vergißt? strecket, Wer führt durch Tod zum Leben? O der ungemeinen Triebe Der Weg heißt Jesus Christ. Deiner treuen Menschenliebe! 2. Hier irren wir und fehlen, 2. Über seine Feinde weinen, Gehüllt in tiefe Nacht: Jedermann mit Hülf erscheinen, Durch wen wird unsern Seelen Sich der Blinden, Lahmen, Armen Ein wahres Licht gebracht? Mehr als väterlich erbarmen, Von oben kommt die Klarheit, Der Betrübten Klagen hören, Die alles uns erhellt, Sierber 1.—5 n„Cunder Denn Christus i— erben für die ärgsten Sünder, W n Heit; Das ist Lieb, o Menschenkinder. 3. O du Zuflucht der Elenden, Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hülf und Heil genommen, Der gebeugt zu dir gekommen? O wie ist dein Herz gebrochen, Wenn dich Kranke angesprochen, O wie pflegtest du zu eilen, Das Gebetne mitzuteilen. 4. Die Betrübten zu erquicken, Zu den Kleinen dich zu bücken, Die Unwissenden zu lehren, Mel. Mel. h Er ist das Licht der Welt. 3. Wer gibt uns hier schon Freuden, Die niemand rauben kann? Wer zeiget uns im Leiden Den Himmel aufgetan? Wenn vor dem Tod wir beben, Wer gibt dem Herzen Ruh? Heil! Christus ist das Leben, Führt uns dem Vater zu. K. J. Asschenfeldt, 4 1856. 70 Die Verführten zu bekehren, Sünder, die sich selbst verstocken, Täglich liebreich zu dir locken, Das war, Jesu, deine Weise, Täglich deine Freud und Speise. 5. O wie hoch stieg dein Erbarmen, Da du für die ärmsten Armen Dein unschätzbar teuer Leben In den ärgsten Tod gegeben, Da du in der Sünder Orden Aller Schmerzen Ziel geworden Und, den Segen zu erwerben, Als ein Fluch hast wollen sterben. 6. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanftmut und Geduld zu üben, Ohne Schelten, Drohen, Klagen Andrer Schmach und Last zu tragen, Allen freundlich zu begegnen Für die Lästerung zu segnen, Für der Feinde Schar zu beten Und die Mörder zu vertreten. 7. Herr, laß deine Liebe decken Meiner Sünden Meng und Flecken. Du hast das Gesetz erfüllet Und desselben Fluch gestillet: Laß mich wider dessen Stürmen Deiner Liebe Schild beschirmen. Heilge meines Herzens Triebe, Salbe sie mit deiner Liebe. J. J. Rambach, 4 1735. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Beuan Jesu, Heilgungsquelle, Mehr als Kristall rein, klar und helle, Du lautrer Strom der Heiligkeit, Aller Glanz der Cherubinen Und Heiligkeit der Seraphinen Ist gegen dich nur Dunkelheit. Ein Vorbild bist du mir: Epiphanie. Ach bilde mich nach dir, Du mein alles! O Jesu, du, Hilf mir dazu, Daß ich mag heilig sein wie du. 2. Stiller Jesu, wie dein Wille Dem Willen deines Vaters stille Und bis zum Tod gehorsam war, Also mach auch gleichermaßen Mein Herz und Willen dir gelassen, Ach stille meinen Willen gar Mach mich dir gleichgesinnt, Wie ein gehorsam Kind, Stille, stille. O Jesu, du, Hilf mir dazu, Daß ich fein stille sei wie du. 3. Wacher Jesu, ohne Schlummer, In großer Arbeit, Müh und Kummer Bist du gewesen Tag und Nacht; Mußtest täglich viel ausstehen, Des Nachts lagst du vor Gott mit Flehen Und hast gebetet und gewacht. Gib mir auch Wachsamkeit, Daß ich zu dir allzeit Wach und bete. O Jesu, du, Hilf mir dazu, Daß ich stets wachsam sei wie du. 4. Gütger Zesu, ach wie gnädig, Wie liebreich, freundlich und gut⸗ tätig Bist du doch gegen Freund und Feind! Deine Sonne scheinet allen, Dein Regen muß auf alle fallen, Ob sie dir gleich undankbar sind. Mein Gott, ach lehre mich, Damit hierinnen ich Dir nacharte. O Jesu, du, Hilf mir dazu, Daß ich auch gütig sei wie du. ö ö 5. Sanf Und litte Vergabst Wer kan Bei der Als der Mein He Mir Sa Guten E O Zesu, Hilf mir Daß ich 6. Hohen Du suchteé Und wur Wandelte In Demut Erhubst d Herr, solc Mich auch Stetig übe O Jesu, Hilf mir! Daß ich d 7. Keusch War züchti Von unget Denken, R Gebärden, War ganz O mein J Mach mir Keusch und O Jesu, di Hilf mir d So keusch u 8. Liebste Mach mich Und deinem Mich mit e Daß ich Und tüchtig h dir, g sein wie du. vie dein Wille Vaters stille gehorsam war, eichermaßen en dir gelassen, Willen gar ichgesinnt, Kind, sei wie du. ne Schlummer, t, Müh und Kummer ag und Nacht; el ausstehen, du vor Gott mit Flehen nd gewacht. chsamkeit, zeit sam sei wie du. ch wie gnädig, idlich und gut⸗ tätig n Freund und Feindl net allen, auf alle fallen, ndankbar sind. hre mich, ch g sei wie du. Epiphanie. 71 5. Sanfter Jesu, warst unschuldig Und littest alle Schmach geduldig, Vergabst und übtst nicht Rache aus; Wer kann deine Sanftmut messen, Bei der kein Eifer dich gefressen, Als der um deines Vaters Haus. Mein Heiland, ach verleih Mir Sanftmut und dabei Guten Eifer. O Jesu, du, Hilf mir dazu, Daß ich sanftmütig sei wie du. 6. Hoher Jesu, Ehrenkönig, Du suchtest deine Ehre wenig Und wurdest niedrig und gering; Wandeltest ganz arm auf Erden, In Demut und in Knechtsgebärden, Erhubst dich selbst in keinem Ding. Herr, solche Demut lehr Mich auch je mehr und mehr Stetig üben. O Jesu, du, Hilf mir dazu, Daß ich demütig sei wie du. 7. Keuscher Jesu, all dein Wesen War züchtig, keusch und auserlesen, Von ungetrübter Sittsamkeit; Denken, Reden, Glieder, Sinnen, Gebärden, Kleidung und Beginnen War ganz in lautrer Züchtigkeit. O mein Immanuel, Mach mir Geist, Leib und Seel Keusch und züchtig. O Jesu, du, Hilf mir dazu, So keusch und rein zu sein wie du. 8. Liebster Jesu, liebstes Leben, Mach mich in allem dir recht eben Und deinem heilgen Vorbild gleich; dringe, Glaubensfrüchte bringe Und tüchtig werd zu deinem Reich. Daß ich viel Ach zeuch mich ganz zu dir, Behalt mich für und für, Treuer Heiland! O Jesu, du, Laß mich wie du, Und wo du bist, einst finden Ruh. 1700. 110. Freu dich sehr o meine Seele. Matth. 5. Mommit laßt euch den Herren lehren, Kommt und lernet allzumal, Welche die sind, die gehören In der rechten Christen Zahl: Die bekennen mit dem Mund, Glauben auch von Herzensgrund Und bemühen sich daneben, Guts zu tun, so lang sie leben. 2. Selig sind, die Demut haben Und sind allzeit arm im Geist, Rühmen sich gar keiner Gaben, Daß Gott werd allein gepreist, Danken dem auch für und für; Denn das Himmelkreich ist ihr. Gott wird dort zu Ehren setzen, Die sich selbst gering hier schätzen. 3. Selig sind, die Leide tragen, Da sich göttlich Trauern findt, Die beseufzen und beklagen Ihr und andrer Leute Sünd; Die deshalben traurig gehn, Oft vor Gott mit Tränen stehn: Diese sollen noch auf Erden Und dann dort getröstet werden. Mel. 4. Selig sind die frommen Herzen, Da man Sanftmut spüren kann, Mich mit Geist und Kraft durch⸗ Welche Hohn und Trutz ver⸗ schmerzen, Weichen gerne jedermann; Die nicht suchen eigne Rach Und befehlen Gott die Sach: 72 Epiphanie. Diese will der Herr so schützen, Daß das Erdreich sie besitzen. 5. Selig sind, die sehnlich streben Nach Gerechtigkeit und Treu, Daß an ihrem Tun und Leben Kein Gewalt noch Unrecht sei; Die da lieben gleich und recht, Niemals sind der Sünde Knecht, Geiz, Betrug und Unrecht hassen: Die wird Gott satt werden lassen. 6. Selig sind, die aus Erbarmen Sich annehmen fremder Not, Sind mitleidig mit den Armen, Bitten treulich für sie Gott; Die behülflich sind mit Rat, Auch wo möglich mit der Tat, Werden wieder Hülf empfangen Und Barmherzigkeit erlangen. 7. Selig sind, die funden werden Reines Herzens jederzeit, Die in Werk, Wort und Gebärden Lieben Zucht und Heiligkeit: Diese, welchen nicht gefällt Die unreine Lust der Welt, Sondern sie mit Ernst vermeiden, Werden schauen Gott mit Freuden. 8. Selig sind, die Friede machen Und drauf sehn ohn Unterlaß, Daß man mög in allen Sachen Fliehen Hader, Streit und Haß: Die da stiften Fried und Ruh, Raten allerseits dazu, Sich auch Friedens selbst befleißen, Werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig sind, die müssen dulden Schmach, Verfolgung, Angst und Pein, Da sie es doch nicht verschulden Und gerecht befunden sein: Ob des Kreuzes gleich ist viel, Setzet Gott doch Maß und Ziel, Und hernach wird ers belohnen Ewig mit der Ehrenkronen. 10. Herr, regier zu allen Zeiten Meinen Wandel hier auf Erd Daß ich solcher Seligkeiten Auch aus Gnaden fähig werd. Gib, daß ich mich acht gering, Meine Klag oft vor dich bring, Sanftmut auch an Feinden übe, Die Gerechtigkeit stets liebe; 11. Daß ich Armen helf und diene, Immer hab ein reines Herz, Die im Unfried stehn, versühne, Dir anhang in Freud und Schmerz. Vater, hilf von deinem Thron, Daß ich glaub an deinen Sohn Und durch deines Geistes Stärke Mich befleiße rechter Werke. Nach J. Heermann, 1 1647. 111. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. TLasset uns mit Jesu ziehen, Seinem Vorbild folgen nach, In der Welt der Welt entfliehen; Auf der Bahn, die er uns brach, Immerfort zum Himmel reisen, Irdisch noch, schon himmlisch sein, Glauben recht und leben rein, In der Lieb den Glauben weisen, Treuer Jesu, bleib bei mir, Geh voran, ich folge dir. 2. Lasset uns mit Jesu leiden, Seinem Vorbild werden gleich, Nach dem Leide folgen Freuden, Armut hier macht droben reich; Tränensaat die erntet Lachen, Hoffnung tröstet mit Geduld, Es kann leichtlich Gottes Huld Aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir, Dort teil deine Freud mit mir. 3. Lass Sein To Reißt d Wendet Laßt un Unser F So wird In des Jesu, ste Daß ich 4. Lassi Weil er Muß da Jesu, un Wir sint Wo du Ach erke Trauter Dir, o Und dor Mel. W Lebens Auch im Dich na Ist der Aller St Gegen d Mond u Und vor 2. Kor Allen S Zeige mi Zeig dei Treib ar Alle Sch Drin du Keine M u allen Zeiten ier auf Erd ligkeiten fähig werd. acht gering, *Tr dich bring, 1 Feinden übe, tets liebe; men helf und diene, eines Herz, ehn, versühne, id und Schmerz. inem Thron, deinen Sohn Geistes Stärke ter Werke. ermann, + 1647. 30 u Gott nicht singen. Jesu ziehen, olgen nach, Welt entfliehen; e er uns brach, Himmel reisen, himmlisch sein, d leben rein, Slauben weisen, b bei mir, ge dir. it Jesu leiden, werden gleich, olgen Freuden, t droben reich; rntet Lachen, mit Geduld, Gottes Huld Sonne machen. 9 mit dir, reud mit mir. Epiphanie. 73 3. Lasset uns mit Jesu sterben, Sein Tod schützt vorm andern Tod, Reißt die Seel aus dem Ver⸗ derben, Wendet ab die ewge Not. Laßt uns töten, weil wir leben, Unser Fleisch, ihm sterben ab: So wird er uns aus dem Grab In des Himmels Leben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, Daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben! Weil er auferstanden ist, Muß das Grab uns wieder geben. Jesu, unser Haupt du bist, Wir sind deines Leibes Glieder, Wo du lebst, da leben wir; Ach erkenn uns für und für, Trauter Freund, für deine Brüder. Dir, o Jesu, leb ich hier Und dort ewig auch bei dir. Sigm. v. Birken, 4 1681. 112. Mel. Werde munter mein Gemüte. Ledensfonne, deren Strahlen Auch im Dunkeln geben Schein, Dich nach Würden abzumalen, Ist der Sonne Glanz zu klein: Aller Sterne güldne Pracht, Gegen dich ists lauter Nacht. Mond und Sonne müssen weichen Und vor deinem Glanz erbleichen. 2. Komm denn, Jesu! deine Klarheit Allen Sündendunst durchbricht, Zeige mir den Weg zur Wahrheit, Zeig dein helles Angesicht; Treib aus meinem Herzen aus Alle Schatten, laß dein Haus, Drin du dich willst ewig spiegeln, Keine Macht der Welt verriegeln. 3. Laß in deinem Licht mich wandeln, O du heller Morgenstern; Lehr mich, daß ich recht zu handeln Aus dem Wort des Lebens lern, Und gleich wie du für und für Bist des Vaters Bild und Zier, Also laß auch deine Strahlen In mir, Herr, dein Bildnis malen. 4. Wohne, herrsche, leuchte, heile! Dir, dir räum ich Herz und Mut; Sei mir stets zur Feuersäule, Fülle mich mit Licht und Glut. Eine Sonne wärmt die Welt, Eine Sonne mir gefällt; Würde die mich nicht beseelen, Müßt ich meines Ziels verfehlen. 5. Ja willst du dich schon ver⸗ stecken Einen Augenblick vor mir, Es soll mich doch nicht erschrecken; Ich will schweigen, trauen dir: Du wirst deinen Bund und Eid Halten fest in Ewigkeit. Wenn die Sonne wird vergehen, Bleibet doch dein Wort mir stehen. 6. Du sollst auch im Finstern heißen Meines Herzens einges Licht. Tod und Grab kann nicht zer⸗ reißen, Was dein Testament verspricht. Prüfe, forsch mich wie du willt, Du bleibst mir doch Sonn und Schild; Hast du dich mir schon entnommen, Du wirst eilend wieder kommen. 7. Komm nur bald, laß deine Waisen Dir nachschmachten nicht zu lang; Auf des Lebens schweren Reisen Wird der Seele oft gar bang. Ende meinen Kampf und Lauf, 74 Epiphanie. Geh in Herrlichkeit mir auf, Laß vor deinem Thron mich stehen Und dein Antlitz ewig sehen. F. A. Lampe, 1 1729. 113. Mel. Vater unser im Himmelreich. 9 Lehrer, dem kein andrer gleich, An Eifer, Lieb und Weisheit reich, Des ewgen Vaters höchster Rat, Prophet, berühmt durch Wort und Tat, Den Gott zu unserm Heil gesandt Und ihn gesalbt mit eigner Hand, 2. Du wiesest uns die wahre Spur Zu Gott, dem Schöpfer der Natur; Du hast den Weg uns recht gezeigt, Auf welchem man zum Himmel steigt. Was du vom Vater selbst gehört, Das hast du unverfälscht gelehrt. 3. Du bist das wahre Licht der Welt; So hat Gott selbst dich dargestellt; So haben dich bekannt gemacht Die Wunder, die du hast vollbracht; Du hast besiegelt durch den Tod, Was du gelehret, sei von Gott. 4. Nachdem du eingegangen bist, Wo aller Weisheit Urquell ist, Machst du durch deiner Boten Mund Noch jetzt dein Heil den Menschen kund; Du bist es, Herr, von dem das Amt, Das die Versöhnung predigt, stammt. 5. Noch immer hilfst du deinem Wort In seinen Siegen mächtig fort; Du sendest, wie dein Mund ver⸗ heißt, Noch immer deinen heilgen Geist, Durch den du Kraft zum Glauben ö schenkst Und unser Herz zum Guten lenkst. 6. Ach laß, o himmlischer Prophet, Mich schauen deine Majestät, Mach mich von Eigendünkel frei, Damit ich dir gehorsam sei; Du sollst mein höchster Lehrer sein, Führ mich in deine Schule ein. J. J. Rambach, 7 1735. 114. 0 Ursprung des Lebens, O ewiges Licht, Da niemand vergebens Sucht, was ihm gebricht; Lebendige Quelle, Die lauter und helle Sich aus seinem heiligen Tempel ergießt Und in die begierigen Seelen ein⸗ fließt! 2. Du sprichst: Wer begehret Zu trinken von mir, Was ewiglich nähret, Der kommet allhier Sind himmlische Gaben, Die kräftiglich laben; Er trete im Glauben zur Quelle heran, Hier ist, was ihn ewig beseligen kann. 3. Hier komm ich, mein Hirte, Mich dürstet nach dir; O Liebster, bewirte Dein Schäflein allhier. Du kannst dein Versprechen Mir Armen nicht brechen, Du siehe Auch gi 4. O X Geist, S Und wer Hat him Dies rec Kann al Es singe Es weiß 5. Drut Wie dein Laß gän Den sehr Im Mee Laß heil Mich it Es werd 6. Wen Was sche So gib, Gehorsar Denn all Mit trin Den du Die wer 7. Drur Mein Je Da wo t Kein Leil Wo Frer Mund ver⸗ heißt, heilgen Geist, zum Glauben schenkst Guten lenkst. scher Prophet, Majestät, endünkel frei, sam sei; er Lehrer sein, Schule ein. ibach, 4 1735. ebens, ens richt; ligen Tempel ergießt n Seelen ein⸗ fließt! r begehret , tben, 27 n zur Quelle heran, wig beseligen kann. mein Hirte, ir er. sprechen cechen, Du siehest, wie elend und dürftig ich bin; Auch gibst du die Gaben aus Gnaden nur hin. 4. O Brunnquell, du labest Geist, Seele und Mut, Und wen du begabest, Hat himmlisches Gut. Dies recht zu genießen, Kann alles versüßen; Es singet, es jauchzet das fröh⸗ liche Herz, Es weiß nichts von Kummer und nagendem Schmerz. 5. Drum gib mir zu trinken, Wie dein Wort verheißt; Laß gänzlich versinken Den sehnenden Geist Im Meer deiner Liebe; Laß heilige Triebe Mich immerfort treiben zum Himmlischen hin, Es werde mein Herze ganz trun⸗ ken darin. 6. Wenn du auch vom Leiden Was schenkest mir ein, So gib, dir mit Freuden Gehorsam zu sein. Denn alle die, welche Mit trinken vom Kelche, Den du hast getrunken im Leiden allhier, Die werden dort ewig sich freuen mit dir. 7. Drum laß mich auch werden, Mein Jesu, erquickt, Da wo deine Herden Kein Leiden mehr drückt, Wo Freude die Fülle, Epiphanie. 75⁵ Wo liebliche Stille, Wo Wonne, wo Jauchzen, wo Herrlichkeit wohnt, Wo heiliges Leben wird ewig be⸗ lohnt. Chr. J. Koitsch, + 1735 115. Miel. Sollt es gleich bisweilen scheinen. Meister, deine Worte Sind die rechte Himmelspforte. Deine Lehren sind der Pfad, Der uns führt zu Gottes Stadt. 2. O wie selig, wer dich höret, Wer von dir will sein gelehret, Wer zu jeder Zeit und Stund Schaut auf deinen treuen Mund. 3. Sprich doch ein in meiner Höhle, Rede doch zu meiner Seele, Lehr sie halten bis in Tod Deiner Liebe Liebsgebot. 4. Hilf mir mich im Lieben üben Und Gott über alles lieben; Meinen Nächsten gleich wie mich Laß mich lieben inniglich. 5. Lehr mich heilige Gebärden, Laß mir deine Demut werden; Gieß mir deine Sanftmut ein, Laß mich klug in Einfalt sein. 6. Also werd ich mich verbinden Ganz mit dir und Ruhe finden: Also werd ich in der Zeit Sein gelehrt in Ewigkeit. J. Scheffler, + 1677 76 Passion. VII. Passion. 116. Mel. Dir, dir Jehova will ich singen. Ac sieh ihn dulden, bluten, ster⸗ ben, O meine Seele, sag ihm frommen Dank: Sieh Gottes eingen Sohn und Erben, Wie mächtig ihn die treuste Liebe drang! Wer hat wohl je so heiß wie er geliebt, Der auch sein Leben für die Sün⸗ der gibt? 2. Wie dunkel waren jene Stunden, O Herr, und welche Lasten drück⸗ ten dichl Wie quoll das Blut aus deinen Wunden; Und ach, es floß zum Heil und Trost für mich! Noch heute ruft es mir ermun⸗ ternd zu, Daß du mich liebst, du heilger Dulder du. 3. So sollt es sein: du mußtest leiden; Dein Tod macht mir des Vaters Liebe kund. Er wird für mich ein Quell der Freuden, Ein Siegel auf den ewgen Frie⸗ densbund. So wahr dich Gott zum Opfer gab für mich, So feste stehts, er liebt mich väterlich. 4. Dein bin ich nun und Gottes Erbe, Ich sehe in sein Vaterherz hinein. Wenn ich im Glauben leb und sterbe, Dann ist die Seligkeit des Him⸗ mels mein. Ob Sonn und Mond und Erde untergehn: Mir bleibt doch ewig Gottes Gnade stehn. 5. Was fürcht ich noch des Grabes Schrecken? Dein Tod nahm ja dem Tode seine Macht. Mag meinen Leib die Erde decken; Zum Leben bist du, Lebensfürst, erwacht: Zum Leben geh auch ich aus meiner Gruft Verklärt hervor, wenn deine Stimme ruft. 6. Nimm hin den Dank für deine Plagen, Den dir, mein Retter, treue Liebe bringt; Noch heißern Dank will ich dir sagen, Wenn dir mein Geist im Chor der Engel singt. Dann stimmen alle Selgen jauch⸗ zend ein, Der ganze Himmel wird dann Zeuge sein. Joh. Aug. Hermes, 1 1822. 117. Mel. Freu dich sehr o meine Seele. Der am Kreuz ist meine Liebe, Meine Lieb ist Jesus Christ. Weg, ihr argen Sündentriebe, Satan, We Eure Lieb Eure Lieb Der am Kr Weil ich m 2. Der am Frevler, we Daß ich mi Jesus gab So ward e Aber auch Der am Kr Weil ich m 3. Der am Sünde, du Weh mir, Der für mit Kreuzigt ich Trät ich nick Der am Kr Weil ich mi 4. Der am Schweig, G Gott aus re Hat die Har Und mit me Sie durchstr Der am Kre Weil ich mi 5. Der am Keine Trübs Hunger, Blö Nichts macht Nicht Gewal Engel nicht, Der am Kre Weil ich mie 6. Der am Nun ist auch Wenn ich wi Wird mein Da, da schar herz hinein. n leb und sterbe, des Him⸗ mels mein. und Erde untergehn: dig Gottes nade stehn. noch des Schrecken? dem Tode ine Macht. rde decken; Zebensfürst, erwacht: h ich aus iner Gruft enn deine imme ruft. Dank für ne Plagen, treue Liebe bringt; ch dir sagen, mim Chor ingel singt. gen jauch⸗ zend ein, vird dann Zeuge sein. es, 4 1822. ieine Seele. eine Liebe, Christ. entriebe, Passion. 77 Satan, Welt und Fleischeslist! Eure Lieb ist nicht von Gott, Eure Lieb ist gar der Tod. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe. Frevler, was befrenidet dich, Daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich; So ward er mein Friedensschild, Aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe. Sünde, du besiegst mich nicht. Weh mir, wenn ich den betrübe, Der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt ich nicht Gottes Sohn? Trät ich nicht sein Blut mit Hohn? Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe. Schweig, Gewissen, glaube dran: Gott aus reinem Liebestriebe Hat die Handschrift abgetan Und mit meines Bürgen Blut Sie durchstrichen mir zu gut. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe. Keine Trübsal, noch so groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, Nichts macht mich von Jesu los; Nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 6. Der am Kreuz ist meine Liebe. Nun ist auch der Tod mein Freund. Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, Wird mein Jesus mir vereint; Da, da schau ich Gottes Lamm, Meiner Seele Bräutigam.—4— Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 1668. 118. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. D er du, Herr Jesu, Ruh und Rast In deinem Grab gehalten hast: Gib, daß wir in dir ruhen all, Und unser Leben dir gefall. 2. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut, Die du erkauft mit deinem Blut, Und führ uns in des Himmels Licht Zu deines Vaters Angesicht. 3. Wir danken dir, o Gottes⸗ lamm, Getötet an des Kreuzes Stamm: Laß ja uns Sündern deine Pein Den Eingang in das Leben sein. G. Werner, 4 1643. 119. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. Die Seele Christi heilge mich, Sein Geist versenke mich in sich, Sein Leichnam, der für mich ver⸗ wundt, Der mach mir Leib und Seel ge⸗ sund. 2. Das Wasser, welches auf den Stoß Des Speers aus seiner Seite floß, Das sei mein Bad, und all sein Blut Erquicke mir Herz, Sinn und Mut. T 78 3. Der Schweiß von seinem An⸗ gesicht Laß mich nicht kommen ins Gericht, Sein ganzes Leiden, Kreuz und Pein, Das wolle meine Stärke sein. 4. O Jesu Christ, erhöre mich, Nimm und verbirg mich ganz 5 dich, Schließ mich in deine Wunden ein, Daß ich vorm Feind kann sicher sein. Laß ewiglich dein Lob erschalln. J. Scheffler, T 1677. Daß sie ihm zu seinem Lohn 120. Mel. Herr und Altster deiner Kreuz⸗ gemeine. Die wir uns allhier beisammen finden, Schlagen unsre Hände ein, Uns auf deine Marter zu ver⸗ binden, Dir auf ewig treu zu sein; Und zum Zeichen, daß dies Lob⸗ getöne Deinem Herzen angenehm und Sage Amen und zugleich: Friede, Friede sei mit euch! Chr. Ren. v. Zinzendorf, 4 1752. 121. Mel. Herr und Altster deiner Kreuz⸗ gemeine. Eines wünsch ich mir vor allem andern, Eine Speise früh und spät; Passion. Selig läßts im Tränental sich wandern, Wenn dies eine mit uns geht: Unverrückt auf einen Mann zu schauen, Der mit blutgem Schweiß und Todesgrauen Auf sein Antlitz niedersank Und den Kelch des Vaters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, Wie er als ein stilles Lamm 5. Ruf mir in meiner letzten Not Dort so blutig und so bleich zu Und setz mich neben dich, mein Gott, Daß ich mit deinen Heil lln ö. Weelie Gsepfherlen Wie er dürstend rang um meine sehen, Hängend an des Kreuzes Stamm, Seele, nicht fehle, Und dann auch an mich gedacht, Als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen Meine Schuld und deine Huld. Als ich in der Finsternis gesessen, Trugest du mit mir Geduld; Hattest längst nach deinem Schaf getrachtet, Eh es auf des Hirten Ruf ge⸗ achtet, Und mit teurem Lösegeld schöne, Mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein!— sprich du darauf ein Amen. Treuster Jesu, du bist mein! Drücke deinen süßen Jesusnamen Brennend in mein Herz hinein. Mit dir alles tun und alles lassen, In dir leben und in dir erblassen: Das sei bis zur letzten Stund Unser Wandel, unser Bund! Alb. Knapp, 4 1864. Mel. 2 Ein Lä Der Welt Es geht Die Sün! Es geht Ergibt sic Entzieht f Es nimm Angst, Wi Und sprich 2. Das L Und Heila Den, den Und Sühn Geh hin, 1 Der Kinde Zur Straf Die Straf Du kannst! Durch Ste 3. Ja, Va Leg auf, i Mein Wo Mein Wirl O Wunder Du kannst, Gott seinen O Liebe, L ntal sich vandern, geht: Nann zu schauen, deiß und esgrauen ink rs trank. ar Augen stehen, amm bleich zu sehen, Stamm, um meine Seele, em Lohn icht fehle, h gedacht, bracht! mich nie vergessen ne Huld. 8 gesessen, eduld; nem Schaf getrachtet, Ruf ge⸗ sprich du ein Amen. mein! esusnamen rz hinein. alles lassen, r erblassen: Stund Bund! pp, 4 1864. Passion. Du streckest den in Grab und 122. An Wasserflüssen Babylon. Joh. 1, 29. Mel. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld Der Welt und ihrer Kinder, Es geht und träget in Geduld Die Sünden aller Sünder; Es geht dahin, wird matt und krank, Ergibt sich auf die Würgebank, Entzieht sich allen Freuden, Es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod Und spricht: Ich wills gern lei⸗ den. 2. Das Lämmlein ist der große Freund Und Heiland meiner Seelen; Den, den hat Gott zum Sünden⸗ feind Und Sühner wollen wählen. Sarg, Vor dem die Felsen springen. 4. Mein Lebetage will ich dich Aus meinem Sinn nicht lassen, Dich will ich stets, gleichwie du mich, Mit Liebesarmen fassen. bricht, Sollst du mein Herze bleiben. Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, Hiemit zu deinem Eigentum Beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit Bei Nacht und Tage singen, Mich selbst auch dir zu aller Zeit Zum Freudenopfer bringen; Mein Bach des Lebens soll sich dir Und deinem Namen für und für In Dankbarkeit ergießen; Und was du mir zu gut getan, Das will ich stets, so tief ich kann, Geh hin, mein Kind, und nimm dich an Der Kinder, die ich ausgetan Zur Straf und Zornesruten; Die Straf ist schwer, der Zorn ist groß: Du kannst und sollst sie machen los Durch Sterben und durch Bluten. 3. Ja, Vater, ja, von Herzens⸗ grund, Leg auf, ich wills gern tragen; In mein Gedächtnis schließen. 6. Erweitre dich, mein Herzens⸗ schrein, Du sollst ein Schatzhaus werden Der Schätze, die viel größer sein Als Himmel, Meer und Erden. Weg mit den Schätzen dieser Welt, Weg Ehre, Wollust, Pracht und Geld! Ich hab ein Bessers funden: Mein großer Schatz, Herr Jesu Mein Wollen hängt an deinem Mund, Mein Wirken ist dein Sagen. O Wunderlieb, o Liebesmacht, Du kannst, was nie ein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark, Christ, Ist dieses, was geflossen ist Aus deines Leibes Wunden. 7. Das soll und will ich mir zu Nutz Zu allen Zeiten machen; Im Streite soll es sein mein Schutz, In Traurigkeit mein Lachen, In Fröhlichkeit mein Saitenspiel, 8⁰ Passion. nichts mehr schmecken will, Soll mich dies Manna speisen; Im Durst solls sein mein Wasser⸗ quell, In Einsamkeit mein Sprachgesell Zu Haus und auch auf Reisen. 8. Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut das ist mein Leben. Wenn mich der Sonne Hitze trifft, So kann mirs Schatten geben; Setzt mir der Wehmut Schmerze zu, So find ich bei dir meine Ruh, Wie auf dem Bett ein Kranker; Und wenn des Kreuzes Ungestüm Mein Schifflein treibet um und um, So bist du dann mein Anker. 9. Wann endlich ich soll treten ein In deines Reiches Freuden, So soll dies Blut mein Purpur sein, Ich will mich darein kleiden; Es soll sein meines Hauptes Kron, In welcher ich will vor den Thron Des höchsten Vaters gehen Und dir, dem ich mich anvertraut, Als eine wohlgeschmückte Braut An deiner Seite stehen. P. Gerhardt, 4 1676. Und wenn mir 123. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. Berr Jesu Christ, dein teures Blut Ist meiner Seelen höchstes Gut: Das stärkt, das labt, das macht allein Mein Herz von allen Sünden rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehrenkleid, Dein Unschuld und Gerechtigkeit Macht, daß ich kann vor Gott bestehn Und zu der Himmelsfreud ein⸗ gehn. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, Mein Trost, mein Heil, mein Gnadenthron, Dein teures Blut, dein Lebenssaft Gibt mir stets neue Lebenskraft. 4. Herr Jesu, in der letzten Not, Wenn mich schreckt Teufel, Höll und Tod, So laß ja dies mein Labsal sein: Dein Blut macht mich von Sün⸗ den rein. Joh. Olearius, 4 1684. 124. Mel. Herzliebster Jesu was hast du verbrochen. Berr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken, Mich in das Meer der Liebe zu versenken, Die dich bewog, von aller Schuld des Bösen Uns zu erlösen. 2. Du wolltest, Herr, ein Mensch gleich uns auf Erden Und bis zum Tod am Kreuz ge⸗ horsam werden; An unsrer Statt gemartert und zerschlagen Die Sünde tragen. 3. Welch wundervoll hochheili⸗ ges Geschäftel Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte, Mein Herz erbebt, 10 seh und ich empfinde Den Fluch der Sünde. 4. Gott Eott ist Dies kan1 Am Krer 5. Es m Es stürzt Lehrt mi Zu Gotte 6. O He Ich liege Verliere n In deine 7. Sie ül Allein, so! Ich bin e Gott zu 6 8. Das Uns kom Zu sehn, Die Gnad 9. Unen Ich bin vj Du hast Am Kreu⸗ or Gott bestehn eud ein⸗ gehn. Ps Sohn, l, mein enthron, sebenssaft enskraft. tzten Not, fel, Höll ind Tod, bsal sein: on Sün⸗ den rein. „ + 1684. as hast du Leiden zu bedenken, Liebe zu versenken, er Schuld des Bösen in Mensch auf Erden Kreuz ge⸗ uwerden; rtert und erschlagen hochheili⸗ Geschäftel so zagen ne Kräfte, seh und empfinde 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen; Eott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen: Dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken Am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder; Es stürzt mich tief und es erhebt mich wieder, Lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde Zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, Ich liege hier vor dir gebückt im ö Staube, Verliere mich mit dankendem Ge⸗ müte In deine Güte. 7. Sie übersteigt die menschlichen Gedanken; Allein, sollt ich darum im Glau⸗ ben wanken? Ich bin ein Mensch: darf der sich unterwinden, Gott zu ergründen? 8. Das Größt in Gott ist Gnad und Lieb erweisen; Uns kommt es zu, sie demutsvoll zu preisen, Zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget, Die Gnade steiget. 9. Unendlich Glück! du littest uns zu gute: Ich bin versöhnt in deinem teuren Blute; Du hast mein Heil, da du für mich gestorben, Am Kreuz erworben. Paffion. 81 10. So bin ich denn schon selig hier im Glauben, So wird mir nichts, nichts meine Krone rauben, So werd ich dort, von Herrlich⸗ keit umgeben, Einst ewig leben. Chr. F. Gellert, 4 1769. 125. Bermliebster Jesu, was hast du verbrochen, Daß man ein solch scharf Urteil hat gesprochen? Was ist die Schuld, in was für Missetaten Bist du geraten? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, Ins Angesicht geschlagen und verhöhnet, Du wirst mit Essig und mit Gall getränket, Ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? Ach meine Sünden haben dich ge⸗ schlagen! Ich, o Herr Jesu, habe dies ver⸗ schuldet, Was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe. Die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, Für seine Knechte. 5. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, Die dich gebracht auf diese Mar⸗ terstraßel F 8² Passion. — Ich lebte mit der Welt in Lus und Freuden, Und du mußt leiden! 6. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, Wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? es Auf meinem Haupte stehn die Kein menschlich Herz vermag es auszudenken, Was dir zu schenken. 7. Ich kanns mit meinen Sin⸗ nen nicht erreichen, Womit doch dein Erbarmen zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebestaten Im Werk erstatten? 8. Doch ist noch etwas, was dir angenehme: Wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, Daß sie aufs neue nicht mein Herz entzünden Mit alten Sünden. 9. Weils aber nicht besteht in eignen Kräften, Fest die Begierden an das Kreuz zu heften, So gib mir deinen Geist, der mich regiere, Zum Guten führe. 10. Alsdann so werd ich deine Huld betrachten, Aus Lieb zu dir die Welt für ö gar nichts achten, Bemühen werd ich mich, Herr, deinen Willen Stets zu erfüllen. 11 Ich werde dir zu Ehren alles wagen, tKein Kreuz mehr achten, keine Schmach noch Plagen, Nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen Nehmen zu Herzen. 12. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne Ehrenkrone, Da will ich dir, wenn alles wohl wird klingen, Lob und Dank singen. Joh. Heermann, 7 1647. 126. Nun freut euch lieben Christen gmein. Mel. Ich danke dir für deinen Tod, Herr Jesu, und die Schmerzen, Die du in deiner letzten Not Empfandst in deinem Herzen: Laß die Verdienste solcher Pein Ein Labsal meiner Seele sein, Wenn mir die Augen brechen. 2. Ich danke dir für deine Huld, Die du mir hast erzeiget, Da du mit Zahlung meiner Schuld Dein Haupt zu mir geneiget. Ach neig dich auch zu mir, mein Gott, Wenn ich gerat in Todesnot, Daß ich die Gnade spüre. 3. Laß meine Seel in deiner Gunst Aus ihrem Leibe scheiden, Auf daß an mir nicht sei umsonst Dein teuerwertes Leiden. Nimm sie hinauf zur selben Frist, Wo du ihr liebster Jesus bist, Und laß mich ewig leben. J. Scheffler, 4 1677. Mel. Che Leu, de Will ich Wollest en Geist und In dem Jesu, me Wie du, Littest all 2. Gib, Deine An Deine Se Deine Kr Deine Ge Speer⸗ ui Deinen 2 Der mich 3. Doch Deine Ma Laß mich Und die Ach die 1 Ich und Diese hat Daß ich 4. Jesu, Dies mit Hilf, daß Martreen Sollt ich Und nicht Was du Mit so g 5. Wann Schrecken Jesu, mei Dich ins Dich und Laß mich Liebet mi Wie kann ten, keine h Plagen, ig, nichts sschmerzen Jesu, wird m Throne stehn die hrenkrone, alles wohl d klingen, m, + 1647. ben Christen inen Tod, chmerzen, n Not Herzen: cher Pein ele sein, brechen. deine Huld, get, iner Schuld jeneiget. mir, mein Gott, )desnot, üre. in deiner Gunst den, sei umsonst en. selben Frist, esus bist, ben. fler, 1 1677. 127. Mel. Christus der uns selig macht. Nuu, deine Passion Will ich jetzt bedenken; Wollest mir vom Himmelsthron Geist und Andacht schenken. In dem Bilde jetzt erschein, Jesu, meinem Herzen, Wie du, unser Heil zu sein, Littest alle Schmerzen. 2. Gib, daß ich recht sehen mag Deine Angst und Bande, Deine Schläge, deine Schmach, Deine Kreuzesschande, Deine Geißel, Dornenkron, Speer⸗ und Nägelwunden, Deinen Tod, o Gottes Sohn, Der mich dir verbunden. 3. Doch so laß mich nicht allein Deine Marter sehen, Laß mich auch die Ursach fein Und die Frucht verstehen. Ach die Ursach war auch ich, Ich und meine Sünde: Diese hat gemartert dich, Daß ich Gnade finde. 4. Jesu, lehr bedenken mich Dies mit Buß und Reue, Hilf, daß ich mit Sünde dich Martre nicht aufs neue. Sollt ich dazu haben Lust Und nicht wollen meiden, Was du selber büßen mußt Mit so großem Leiden? 5. Wann mich meine Sünde will Schrecken mit der Hölle: Jesu, mein Gewissen still, Dich ins Mittel stelle; Dich und deine Passion Laß mich gläubig fassen; Liebet mich sein lieber Sohn, Wie kann Gott mich hassen? Passion. 6. Gib auch, Jesu, daß ich gern Dir das Kreuz nachtrage, Daß ich Demut von dir lern Und Geduld in Plage, Daß ich dir geb Lieb um Lieb. Indes laß dies Lallen, Bessern Dank ich dorten geb, ZJesu, dir gefallen. Sigm. v. Birken, 4 1681. 128. Mel. Zion klagt mit Angst und Schmerzen. Iesu, deine tiefen Wunden, Deine Qual und bittrer Tod Geben mir zu allen Stunden Trost in Leibs-⸗ und Seelennot; Fällt mir etwas Arges ein, Denk ich bald an deine Pein, Die erlaubt nicht meinem Herzen, Mit der Sünde je zu scherzen. 2. Will sich denn in Lüsten weiden Mein verderbtes Fleisch und Blut, So gedenk ich an dein Leiden, Bald wird alles wieder gut. Kommt der Satan und setzt mir Heftig zu, halt ich ihm für Deine Gnad und Gnadenzeichen, Bald muß er von dannen weichen. 3. Ja. für alles, was mich kränket, Geben deine Wunden Kraft; Wenn mein Herz hinein sich senket, Schöuf ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit Wendt in mir das bittre Leid, Der du mir das Heil erworben, Da du bist für mich gestorben. 4. Auf dich setz ich all mein Hoffen, Du bist meine Zuversicht: Dein Tod hat den Tod getroffen, Daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe teil, Bringet mir Trost, Schutz und Heil; 2 8⁴ Deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 5. Hab ich dich in meinem Herzen, Du Brunn aller Gütigkeit, So empfind ich keine Schmerzen Auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich, Kein Feind kann verletzen mich. Wer sich legt in deine Wunden, Der hat glücklich überwunden. Joh. Heermann, 1 1647. 129. Aen, meines Lebens Leben, Jesu, meines Todes Tod, Der du dich für mich gegeben In die tiefste Seelennot, In das äußerste Verderben, Nur daß ich nicht möchte sterben Tausend, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 2. Du, ach du hast ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Hast getragen Strick und Banden, Du gerechter Gottessohn, Nur mich Armen zu erretten Von des Teufels Sündenketten. Tausend, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 3. Wunden ließest du dir schlagen, Ließest allen Frevel zu, Um zu heilen meine Plagen, Um zu setzen mich in Ruh. Ach du hast zu meinem Segen Lassen dich mit Fluch belegen. Tausend, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 4. Man hat dich sehr hart ver⸗ höhnet, Dich mit großem Schimpf belegt Und mit Dornen gar gekrönet; Was hat dich dazu bewegt? Passion. Daß du möchtest mich ergötzen, Mir die Ehrenkron aufsetzen. Tausend, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 5. Du hast dich hart lassen schlagen, Mich zu lösen von der Pein, Fälschlich lassen dich anklagen, Daß ich könnte sicher sein. Daß ich möchte trostreich prangen, Hast du sonder Trost gehangen. Tausend, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 6. Du hast lange Marterstunden Ausgestanden mit Geduld, Selbst den herben Tod empfunden, Um zu büßen meine Schuld. Daß ich würde losgezählet, Hast du wollen sein gequälet Tausend, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 7. Deine Demut hat gebüßet Meinen Stolz und Übermut, Dein Tod meinen Tod versüßet, Es kommt alles mir zu gut. Dein Verspotten, dein Verspeien Muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Herr, für alle deine Not, Für die Wunden, fürdie Schmerzen, Für den herben, bittern Tod, Für dein Zittern, für dein Zagen, Für die tausendfachen Plagen, Deine Angst und tiefe Pein Will ich ewig dankbar sein. E. Chr. Homburg, 4 1681. 130. Mel. Liebster Jesu wir sind hier. Meine Seel, ermuntre dich, Deines Jesu Lieb bedenke; Wie er Darauf Ach erwe Und dich 2. Sieh Ist für! Sein Har Sein Leil Er läßt Wo ist g 3. Du, Ewig leil Und von Wegen v Aber Jest Läßt dich 4. Ich ka Das Geri Er verbin Meine Tr Daß ich i Und noch 5. Du, n Dir will ie Daß ich Einzig wi Dir zu le Dir zu ste 6. Du, n Den ich n Wie du n Bleiben st Was duel Was dichk 7. Was Dein Wor Wenn du Dein Gei Darauf ka ergötzen, fsetzen. ei dir, für. en schlagen, Pein, nklagen, sein. hprangen, gehangen. sei dir, rfür. rterstunden uld, mpfunden, Schuld. ählet, equälet sei dir, afür. gebüßet hermut, d versüßet, zu gut. Verspeien edeihen. sei dir, afür. von Herzen, tot, Schmerzen, rn Tod, dein Zagen, Plagen, PPein rsein. urg, 4 1681. r sind hier. tre dich, enke; Passion. 85⁵ Wie er für dich gibet nih, Darauf deine Andacht lenke. Ach erwäg die große Treue Und dich deines Jesu freue! 2. Sieh, der wahre Gottessohn Ist für dich ans Kreuz gehänget, Sein Haupt trägt die Dornenkron, Sein Leib ist mit Blut vermenget, Er läßt sich für dich verwunden; Wo ist größre Lieb gefunden? 3. Du, du solltest große Pein Ewig leiden in der Hölle Und von Gott verstoßen sein Wegen vieler Sündenfälle; Aber Jesus trägt die Sünden, Läßt dich wieder Gnade finden. 4. Ich kann nimmer, nimmermehr Das Geringste nur vergelten, Er verbindt mich allzusehr; Meine Trägheit muß ich schelten, Daß ich ihn so schlecht geliebet Und noch gar mit Sünd betrübet. Daß ich dir, als meinem Teil, Einzig will getreu verbleiben, Dir zu leben, dir zu leiden, Dir zu sterben, dir zu meiden. 6. Du, mein Jesu, sollst es sein, Den ich mir zum Zweck gesetzet, Wie du mein, so will ich dein Bleiben stets und unverletzet; Was du liebtest, will ich lieben, Was dich kränkt, soll mich betrüben. 7. Was du willst, das sei mein gel; Wenn du schlägest, halt ich still: Dein Geist bleibt mein Pfand und Siegel, Daß ich soll den Himmel erben; Darauf kann ich freudig sterben. 8. Nun so bleibt es fest dabei: Jesus soll es sein und bleiben, Dem ich lebe, des ich sei, ö Nichts soll mich von Jesu treiben. Du wirst, Jesu, mich nicht lassen, Ewig will ich dich umfassen. J. K. Schade, 4 1698. 131. 0 du Liebe meiner Liebe, Du erwünschte Seligkeit, ö Die du dich aus höchstem Triebe In das jammervolle Leid Deines Leidens mir zu gute Als ein Opfer eingestellt Und bezaͤhlt mit deinem Blute Alle Missetat der Welt: 2. Liebe, die mit Schweiß und Tränen An dem Olberg sich betrübt, Liebe, die mit heißem Sehnen 8 e. Unaufhörlich fest geliebt, 5 Du, mein Jesu, du mein Heil, Liebe, die den eignen Willen Dir will ich mich ganz verschreiben, In des Vaters Willen legt Und, um Gottes Zorn zu stillen, Treu die Last des Kreuzes trägt; 3. Liebe, die mit starkem Herzen Alle Schmach und Hohn gehört, Liebe, die nicht Angst und Schmer⸗ zen, Noch der strenge Tod versehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, Da der Atem geht zu End, Liebe, die sich liebend neiget, Als sich Leib und Seele trennt; 4. Liebe, die mit ihren Armen Mich zuletzt umfangen wollt, Liebe, die aus Liebserbarmen Mich zuletzt in höchster Huld Ihrem Vater überlassen, Die selbst schmachtend für mich bat, Mir die Strafe zu erlassen, Weil mich ihr Verdienst vertrat; 86 Passion. Und daher bist du kommen 5. Liebe, die für mich gestorben Und ein immerwährend Gut An dem Kreuze mir erworben, Ach wie tröstet mich dein Blut! Ach wie dank ich deinen Wunden, Schmerzensreiche Liebe du, Wenn ich in den letzten Stunden Sanft an deinem Herzen ruh! 6. Liebe, die sich tot gekränket Und für mein erkaltet Herz In ein kaltes Grab gesenket, Ach wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, Daß ich ewig leben kann. Die du mir das Heil erworben, Ewge Liebe, nimm mich an! Elis. v. Senitz, 4 1679. 132. Mel. Herzlich tut mich verlangen. 0 Haupt voll Blut und Wunden, Voll Schmerz und voller Hohn, O Haupt, zum Spott gebunden Mit einer Dornenkron, O Haupt, sonst schön gekrönet Mit höchster Ehr und Zier, Jetzt aber höchst verhöhnet, Gegrüßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, Davor sonst schrickt und scheut Das große Weltgewichte, Wie bist du so bespeit, Wie bist du so erbleichet, Wer hat dein Augenlicht, Dem sonst kein Licht mehr gleichet, So schändlich zugericht? 3. Die Farbe deiner Wangen, Der roten Lippen Pracht Ist hin und ganz vergangen; Des blassen Todes Macht Hat alles hingenommen, Hat alles hingerafft, ö Von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erduldet, Ist alles meine Last, Ich hab es selbst verschuldet, Was du getragen hast; Schau her, hier steh ich Armer, Der Zorn verdienet hat, Gib mir, o mein Erbarmer, Den Anblick deiner Gnad. 5. Erkenne mich, mein Hüter, Mein Hirte, nimm mich an; Von dir, Quell aller Güter, Ist mir viel Guts getan: Dein Mund hat mich gelabet Mit Milch und süßer Kost, Dein Geist hat mich begabet Mit mancher Himmelslust. 6. Ich will hier bei dir stehen, Verachte mich doch nicht; Von dir will ich nicht gehen, Wenn dir dein Herze bricht; Wenn dein Haupt wird erblassen Im letzten Todesstoß, Alsdann will ich dich fassen In meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen Freuden Und tut mir herzlich wohl, Wenn ich in deinem Leiden, Mein Heil, mich finden soll: Ach möcht ich, o mein Leben, An deinem Kreuze hier Mein Leben von mir geben, Wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, O Jesu, liebster Freund, Für deine Todesschmerzen, Da dus so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte Zu dir und deiner Treu, Und wenn ich nun erkalte, In dir mein Ende sei. 9. Wenn ich einmal soll scheiden, So scheide nicht von mir, Wenn So tri. Wenn Wird 1 So rei Kraft d 10. E Zum 2 Und la In dei Da wil Da wil Fest an Wer so Mel. 0 hilf Durch d Daß wi All Unt Deinen Fruchtb Dafür, Dir Da O La Am S Allzeit 9 Wiewoh All Sün Sonsten Erbarm 2. O L Am Si Allzeit e mmen raft. rr, erduldet, schuldet, st; ich Armer, hat, barmer, Snad. ein Hüter, nich an; Güter, etan: h gelabet r Kost, begabet Aslust. dir stehen, richt; ht gehen, e bricht; ird erblassen „ h fassen d Schoß. nen Freuden ) wohl, Leiden, den soll: in Leben, ier rgeben, mir! on Herzen, und, nerzen, eint. ch halte Treu, erkalte, sei. soll scheiden, mir, Passion. 87 Wenn ich den Tod soll leiden, So tritt du dann herfür; Wenn mir am allerbängsten Wird um das Herze sein, So reiß mich aus den Angsten Kraft deiner Angst und Pein. 10. Erscheine mir zum Schilde, Zum Trost in meinem Tod Und laß mich sehn dein Bilde In deiner Kreuzesnot; Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll Fest an mein Herz dich drücken: Wer so stirbt, der stirbt wohl. P. Gerhardt, 4 1676. 133. Mel. Christus der uns selig macht. 0 hilf, Christe, Gottes Sohn, Durch dein bitter Leiden, Daß wir, dir stets untertan, All Untugend meiden, Deinen Tod und sein Ursach Fruchtbarlich bedenken, Dafür, wiewohl arm und schwach, Dir Dankopfer schenken. M. Weiße, 4 1542. 134. 0 Lamm Gottes, unschuldig Am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet, Allzeit erfunden geduldig, Wiewohl du warest verachtet: All Sünd hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen, Erbarm dich unser, o Jesu, o Jesul 2. O Lamm Gottes, unschuldig Am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet, Allzeit erfunden geduldig, Wiewohl du warest verachtet: All Sünd hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen, Erbarm dich unser, o Jesu, o Zesul 3. O Lamm Gottes, unschuldig Am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet, Allzeit erfunden geduldig, Wiewohl du warest verachtet: All Sünd hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen, Gib uns dein Frieden, o Jesu, o Jesu! N. Decius, 4 1541. 135. U Traurigkeit, O Herzeleid, Ist das nicht zu beklagen? Gott des Vaters einig Kind Wird ins Grab getragen. 2. O große Not, Gotts Sohn ist tot, Am Kreuz ist er gestorben: Hat dadurch das Himmelreich Uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind, Nur deine. Sünd Hat dieses angerichtet, Da du durch die Missetat Warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, Das Gotteslamm, Liegt hier mit Blut beflossen, Welches er ganz mildiglich Hat für dich vergossen. 5. O süßer Mund, O Glaubensgrund, Wie bist du doch zerschlagen! Alles was auf Erden lebt, Muß dich ja beklagen. 88 Passion. 6. O selig ist Zu jeder Frist, Der dieses recht bedenket, Wie der Herr der Herrlichkeit Wird ins Grab gesenket. 7. O Jesu, du Mein Hülf und Ruh, Ich bitte dich mit Tränen, Hilf, daß ich mich bis ins Grab Möge nach dir sehnen. Joh. Rist, 4 1667. 136. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 9 Welt, sieh hier dein Leben Am Stamm des Kreuzes schweben, Dein Heil sinkt in den Tod; Der große Fürst der Ehren Läßt willig sich beschweren Mit Schlägen, Hohn und großem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, Sein Leib ist ganz mit Schweiße Des Blutes überfüllt; Aus seinem edlen Herzen Vor unerschöpften Schmerzen Ein Seufzer nach dem andernquillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, Mein Heil, und dich mit Plagen So übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder, Wie wir und unsre Kinder, Von Übeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, Die sich wie Körnlein finden Des Sandes an dem Meer, Die haben dir erreget Das Elend, das dich schläget, Und deiner Marter großes Heer. 5. Ich bins, ich sollte büßen, An Händen und an Füßen Gebunden in der Höll; Die Geißeln und die Banden Und was du ausgestanden, Das hat verdienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken Die Lasten, die mich drücken Viel schwerer als ein Stein; Du wirst ein Fluch, dagegen Verehrst du mir den Segen, Dein Schmerzen muß mein Lab⸗ sal sein. 7. Du setzest dich zum Bürgen, Du läßt dich gar erwürgen Für mich und meine Schuld; Mir lässest du dich krönen Mit Dornen, die dich höhnen, Und leidest alles mit Geduld. 8. Ich bin, mein Heil, verbunden All Augenblick und Stunden Dir überhoch und sehr: Was Leib und Seel vermögen, Das soll ich billig legen Allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun ich kann nicht viel geben In diesem armen Leben, Eins aber will ich tun: Es soll dein Tod und Leiden, Bis Leib und Seele scheiden, Mir stets in meinem Herzen ruhn. 10. Ich wills vor Augen setzen, Mich stets daran ergötzen, Ich sei auch wo ich sei: Es soll mir sein ein Spiegel Der Unschuld und ein Siegel Der Lieb und unverfälschten Treu. 11. Wie heftig unsre Sünden Den frommen Gott entzünden, Wie Rach und Eifer gehn, Wie grausam seine Ruten, Wie zornig seine Fluten, Will ich aus deinem Leiden sehn. 12. Ich will darin erblicken, Wie ich mein Herz soll schmücken Mit stil Und wi Die mie Mit We 13. We/ Mir Gli So will Das Un Dem Ne Verzeihe 14. Je Mit dir Was mae Was dei Das wil So viel 15. D Und die Die dir Die solle In dein Begleiter Mel. Fr Richtet Die Veri So will An des Sie verd Die verg Und klag Doch es 2. Aber Sucht de Zum Erf Meinen Mir soll gen jen, in Lab⸗ sal sein. zürgen, en juld; n hnen, zuld. rbunden den rögen, nd Ehr. el geben iden, den, n ruhn. n setzen, „ egel iegel en Treu. ünden inden, , N, en sehn. cken, hmücken v.affrrrrdnurr.———.— N Passion. 89 Mit stillem, sanftem Mut, Und wie ich die soll lieben, Die mich doch sehr betrüben Mit Werken, so die Bosheit tut. 13. Wenn böse Zungen stechen, Mir Glimpf und Namen brechen, So will ich zähmen mich; Das Unrecht will ich dulden, Dem Nächsten seine Schulden Verzeihen gern und williglich. 14. Ich will ans Kreuz mich schlagen Mit dir und dem absagen, Was meinem Fleisch gelüst: Was deine Augen hassen, Das will ich fliehn und lassen, So viel mir immer möglich ist. 15. Dein Seufzen und dein Stöhnen, Und die viel tausend Tränen, Die dir geflossen zu, Die sollen mich am Ende In deinen Schoß und Hände Begleiten zu der ewgen Ruh. P. Gerhardt, 4 1676. Mel. Freu dich sehr o meine Seele. Richtet auf des Heilands Leiden Die Vernunft ihr Denken hin, So will sie allein sich weiden An des Dulders hohem Sinn; Sie verdammt der Feinde Wut, Die vergoß des Heilgen Blut, Und klagt über Christi Schmerzen; Doch es heiligt nicht die Herzen. 2. Aber meines Geistes Sehnen Sucht den höheren Gewinn: Zum Ersterben zu gewöhnen Meinen tief verderbten Sinn. Mir soll Christi Schmach und Pein e Seines Todes Kraft genießen. Nicht ein rührend Bild nur sein; Nein, ins Herz will ich ihn schlie⸗ ßen, 3. Dies Geheimnis seiner Schmer⸗ zen, Das verborgen ist der Welt, Hat der Glaube meinem Herzen In das hellste Licht gestellt: Alle sündliche Begier Tötet Christi Tod in mir, Und durch ihn wird mir gegeben, Aufzustehn zum neuen Leben. 4. Drum in meines Herzens Grunde Trag ich ihn, den Seelenfreund, Der zum ewgen Gnadenbunde Mit den Gläubgen sich vereint Und durch seines Todes Kraft Neues Leben in mir schafft, Wie auf den erstorbnen Auen Wir beim Wehn des Lenzes schauen. 5. Alle Hoffart drückt sie nieder, Hebt in Kleinmut mich empor, Gibt in Schwachheit Stärke wie⸗ der, Zieht aus Zweifeln mich hervor, Hält mich zwischen Lust und Leid In der rechten Mäßigkeit; Ja ich find die tiefste Stille, Wenn am Kreuze hängt mein Wille. 6. O geheimnisreiche Liebe, Die sich mir im Glauben schenkt, Wecke neue Lebenstriebe, Wenn mein Blick zum Kreuz sich lenkt. Alle Kraft und alles Heil Deines Leidens sei mein Teil; Alles andre mag vergehen, Bleibet mir dein Kreuz nur stehen. Nach G. Arnold, 4 1714. 9⁰ Passion. 138. Mel. Jesus meine Zuversicht. eele, geh auf Golgatha, Setz dich unter Jesu Kreuze Und bedenke, was dich da Für ein Trieb zur Buße reize. Willst du unempfindlich sein, O so bist du mehr als Stein. 2. Schaue doch das Jammerbild Zwischen Erd und Himmel hangen, Wie das Blut mit Strömen quillt, Daß ihm alle Kraft vergangen. Ach der übergroßen Not: Jesus ist, mein Jesus, tot. 3. O Lamm Gottes ohne Schuld, Alles das hab ich versehuldet, Und du hast aus großer Huld Pein und Tod für mich erduldet. Daß ich nicht verloren bin, Gabst du dich ans Kreuz dahin. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, Ich verehre deine Liebe; Schaue von dem Kreuzesstamm, Wie ich mich um dich betrübe; Dein im Blute wallend Herz Setzet mich in tausend Schmerz. 5. Eines will ich tun für dich: Ich will dir mein Herze geben; Dieses soll beständiglich Unter deinem Kreuze leben. Wie du mein, so will ich dein Lebend, leidend, sterbend sein. 6. Laß dein Herz mir offen stehn, Offne deiner Wunden Türe; Da hinein will ich stets gehn, Wenn ich Kreuz und Not verspüre, Wie ein Hirsch nach Wasser dürst, Bis du mich erquicken wirst. 7. Kreuzige mein Fleisch und Blut, Lehre mich die Welt verschmähen; Laß mich dich, du höchstes Gut, Immer vor den Augen sehen; Führ in allem Kreuze mich Wie du willst, nur seliglich. 8. Endlich laß mich meine Not Auch geduldig überwinden; Nirgends sonst wird mich der Tod Als in deinen Wunden finden. Wer sich hier sein Bette macht, Spricht zuletzt: Es ist vollbracht. B. Schmolck, 4 1737. 139. Mel. Zion klagt mit Angst und Schmerzen. HBei mir tausendmal gegrüßet, Der mich je und je geliebt, Jesu, der du selbst gebüßet Das, womit ich dich betrübt. Ach wie ist mir doch so wohl, Wenn ich knien und liegen soll An dem Kreuze, da du stirbest Und um meine Seele wirbest. 2. Heile mich, o Heil der Seelen, Wo ich krank und traurig bin; Nimm die Schmerzen, die mich quälen, Und den ganzen Schaden hin, Den mir Adams Fall gebracht Und ich selber mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich, netzen, Wird sich all mein Jammer setzen. 3. Schreibe deine blutgen Wun⸗ den Mir, Herr, in das Herz hinein, Daß sie mögen alle Stunden Bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein schönstes Gut, Da mein ganzes Herze ruht; Laß mich hier zu deinen Füßen Deiner Lieb und Gunst genießen. 4. Di Auf de Schaue Und n Von d Und g Sprich Ich, ic Mel. 9 22 O mei In dei Und er Meine 2. Me Nach v Du me Dich he Fels de 3. O Ich we Michen Sollte Vor de 4. Sie Ein Kä Da ich Weil ie Tod ur 5. Ga Der Le Doch m Und in Aus de 6. In Mein es Gut, sehen; lich ich. ine Not ꝛn; der Tod finden. macht, albracht. + 1737. zst und grüßet, bt, Bet rübt. wohl, jen soll stirbest irbest. r Seelen, ig bin; die mich quälen, uhin, bracht icht. ut mich, netzen, er setzen. in Wun⸗ den hinein, nden stes Gut, uht; Füßen genießen. Passion. 9¹ 4. Diese Füße will ich halten, Auf das best ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten Und mich selbsten freundlich an Von dem hohen Kreuzesbaum Und gib meiner Bitte Raum, Sprich: Laß all dein Trauern ö schwinden, Ich, ich tilg all deine Sünden. P. Gerhardt, 4 1676. 140. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid. H0 ruhest du, O meine Ruh, In deiner Grabeshöhle Und erweckst durch deinen Tod Meine tote Seele. 2. Man senkt dich ein Nach vieler Pein, Du meines Lebens Leben; Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. O Lebensfürst, Ich weiß, du wirst Mich wieder auferwecken: Sollte denn mein gläubig Herz Vor der Gruft erschrecken? 4. Sie wird mir sein Ein Kämmerlein, Da ich auf Rosen liege, Weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 5. Gar nichts verdirbt, Der Leib nur stirbt; Doch wird er auferstehen Und in ganz verklärter Zier Aus dem Grabe gehen. 6. Indes will ich, Mein Jesu, dich In meine Seele senken Und an deinen bittern Tod Bis zum Tod gedenken. Sal. Franck, 4 1725. 141. Mel. O du Liebe meiner Liebe. Wenn doch alle Seelen wüßten, Jesu, daß du freundlich bist, Und der Zustand wahrer Christen Unaussprechlich selig istl Ach wie würden sie mit Freuden Aus der Welt Gemeinschaft gehn Und bei deinem Blut und Leiden Fest und unbeweglich stehn! E. Woltersdorf, 4 1761. 142. Wenn meine Sünd mich kränken, O mein Herr Jesu Christ, So laß mich wohl bedenken, Wie du gestorben bist Und alle meine Schuldenlast Am Stamm des heilgen Kreuzes Auf dich genommen hast. 2. O Wunder ohne Maßen, Wer es betrachtet recht: Es hat sich martern lassen Der Herr für seine Knecht; Selbst seinen eignen Sohn hat Gott Für mich verlornen Menschen Gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden Der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, Die Schuld ist allzumal Bezahlt durch Christi teures Blut, Daß ich nicht mehr darf fürchten Der Höllen Qual und Glut. 92 Passion. 4. Drum sag ich dir von Herzen Jetzt und mein Leben lang Für deine Pein und Schmerzen, O Jesu, Lob und Dank, Für deine Not und Angstgeschrei, Für dein unschuldig Sterben, Für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bittres Leiden Mich reizen für und für, Mit allem Ernst zu meiden Die sündliche Begier, Daß mir nie komme aus dem Sinn, Wie viel es dich gekostet, Daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Pla⸗ gen, Sollts auch sein Schmach und Spott, Hilf mir geduldig tragen; Gib, o mein Herr und Gott, Daß ich verleugne diese Welt Und folge dem Exempel, Das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben, Was du an mir getan, Und meinen Nächsten lieben, Gern dienen jedermann Ohn Eigennutz und Heuchelschein Und, wie du mir erwiesen, Aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden Mich trösten kräftiglich In meinen letzten Stunden Und des versichern mich, Weil ich auf dein Verdienst nur trau, Du werdest mich annehmen, Daß ich dich ewig schau. J. Gesenius, 4 1673. 143. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, Daß du für uns gestorben bist Und hast uns durch dein teures Blut Gemacht vor Gott gerecht und gut. 2. Wir bitten dich, wahr Mensch und Gott, Durch deine heilgen Wunden rot, Erlös uns von dem ewgen Tod Und tröst uns in der letzten Not. 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand Und reich uns dein allmächtge Hand, Daß wir im Kreuz geduldig sein, Uns trösten deiner schweren Pein 4. Und schöpfen draus die Zu⸗ versicht, Du werdest uns verlassen nicht, Sondern ganz treulich bei uns stehn, Daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Chr. Fischer, 4 1600. Hallelu 2. Sit Der da Rühmt Was se Wer ka Mächti Im Tꝛ Seht de Da ihr Hallelu 3. Un Sank e Uns zu Steht e Tod,‚ di Deine Deine Und de Ob ma Hallelu 4. Au Ging e Laßt u ens Licht. r Jesu Christ, n bist teures Blut und gut. Mensch id Gott, den rot, en Tod ten Not. r Sünd Schand mächtge Hand, dig sein, ůen Pein die Zu⸗ versicht, nicht, dei uns stehn, s Leben gehn. + 1600. *..——:Rêr'ê'ͤ;eDN /J:......:.i........‚—. Ostern. 93 VIII. Ostern. 144 Dann ist Sterben uns Gewinn. 5 Haltet unter Lust und Leiden Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. Im Gedächtnis Jesum Christ, N Der vom Tod erstanden ist: uferstanden, auferstanden Unvergänglich sind die Freuden Ist der Held, der uns versöhnt! Des, der nach dem Himmel strebt. Seht, wie hat nach Schmerz und Hallelujah! Jesus lebt. Schanden Gott mit Ehren ihn gekrönt! 5. Freut euch seiner, Gottes Dort auf seines Vaters Throne, Kinder, Über Schmerz und Tod erhöht, Er sei euer Lobgesang. Herrscht er nun in Majestät. Bringt dem Todesüberwinder Fallet nieder vor dem Sohne, Ewig Ehre, Preis und Dank, Der uns einst zu sich erhebt. Rühmt es in Versuchungsstunden, Wenn euch Sünd und Elend droht, Rühmt es in der Todesnot: 2. Singt dem Herrn, er ist er⸗ Unser Herr hat überwunden, standen, Der uns einst zu sich erhebt. Der da starb auf Golgatha. Hallelujah! Jesus lebt. Rühmt es laut in allen Landen: Nach J. K. Lavater, 4 1801. Was sein Mund verhieß, geschah. Wer kann ihm noch widerstreben? ö Mächtig steigt der Held empor, 1 45 Im Triumph bricht er hervor.— Hallelujah! Jesus lebt. Seht des Abgrunds Pforten beben, Da ihr Sieger sich erhebt. Cyrist ist erstanden Hallelujah! Jesus lebt. Von der Marter alle; Des solln wir alle froh sein, 3. Uns vom Tode zu befreien, es solln wir alle froh ist will Trost sein. Sank er in des Grabes Nacht: Walemng 00 9 Uns zum Leben zu erneuen, Steht er auf durch Gottes Macht. 2. Wär er nicht erstanden, Tod, du bist in Sieg verschlungen, So wär die Welt vergangen; Deine Schrecken sind gedämpft, Seit daß er erstanden ist, Deine Herrschaft ist bekämpft, So lobn wir den Vater Jesu Christ. Und das Leben ist errungen; Hallelujah. Ob man unsern Leib begräbt, Hallelujah! Jesus lebt. 3. Hallelujah, Hallelujah, Halle⸗ lujahl 4. Aus dem Grab uns zu er⸗ Des solln wir alle froh sein, heben, Christ will unser Trost sein. Ging er zu dem Vater hin; Hallelujah. Laßt uns ihm zur Ehre leben, um 1200. 9⁴4 Ostern. 146. Crist lag in Todesbanden, Für unsre Sünd gegeben; Der ist wieder erstanden Und hat uns bracht das Leben; Des wir sollen fröhlich sein, Gott loben und dankbar sein Und singen Hallelujah. Hallelujah. 2. Den Tod niemand zwingen konnt Bei allen Menschenkindern; Das macht alles unsre Sünd, Kein Unschuld war zu finden. Davon kam der Tod so bald Und nahm über uns Gewalt, Hielt uns in sein'm Reich gefangen. Hallelujah. 3. Jesus Christus, Gottes Sohn, An unser Statt ist kommen Und hat die Sünd abgetan, Damit dem Tod genommen All sein Recht und sein Gewalt; Da bleibt nichts denn Tods Gestalt, Den Stachel hat er verloren. Hallelujah. 4. Es war ein wunderlich Krieg, Da Tod und Leben rungen; Das Leben behielt den Sieg, Es hat den Tod verschlungen. Die Schrift hat verkündet das, Wie ein Tod den andern fraß, Ein Spott aus dem Tod ist worden. Hallelujah. 5. Hier ist das recht Osterlamm, Das hat uns Gott gegeben, Das ließ an des Kreuzes Stamm In heißer Lieb sein Leben. Des Blut zeichnet unsre Tür, Das hält der Glaub dem Tod für, Der Würger kann uns nicht rühren. Hallelujah. 6. So feiern wir das hoch Fest Mit Herzensfreud und Wonne, Das uns der Herr scheinen läßt: Er ist selber die Sonne, Der durch seiner Gnaden Glanz Erleucht unsre Herzen ganz; Der Sünden Nacht ist vergangen. Hallelujah. 7. Wir essen und leben wohl, Zum süßen Brot geladen; Der alt Sauerteig nicht soll Sein bei dem Wort der Gnaden. Christus selbst will die Kost sein Und speisen die Seel allein; Der Glaub will keins andern leben. Hallelujah. Dr. Martin Luther, 4 1546. 147. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Der Tod ist tot, das Leben lebet, Das Grab ist selbst begraben nun; Mein Jesus, der sein Haupt er⸗ hebet, Will ferner nicht im Kerker ruhn Und stellt mir diese Losung für: Ich leb, und ihr lebt auch mit mir. 2. Nun liegt der Tod zu meinen Füßen, Der Fürst des Lebens stirbt nicht mehr; Er weiß die Gräber aufzuschließen, Er stürzt das finstre Sündenheer. Das Siegeslied klingt herrlich hier: Ich leb, und ihr lebt auch mit mir. 3. Mein Jesus, Wahrheit, Weg und Leben, Der Leben hat und Leben gibt, Wie soll ich den Triumph erheben, Der Rach an meinen Feinden übt? Sie liegen dort, du rufest hier: Ich leb, und ihr lebt auch mit mir. 4. T Wer w Die Leb Und ler Da lese Ich leb 5. O Mein Wie er So wer Weil 3 Ich leb, hoch Fest Wonne, nen läßt: n Glanz anz; rgangen. Gnaden. Rost sein ein; ern leben. „+ 1546. ugen hätte. ben lebet, ben nun; daupt er⸗ hebet, ker ruhn ung für: mit mir. u meinen Füßen, irbt nicht mehr; ischließen, ndenheer. rlich hier: mit mir. heit, Weg id Leben, en gibt, gerheben, nden übt? est hier: mit mir. Ostern. 9⁵ 4. Das Haupt belebet seine Glieder: Wer wollte denn gestorben sein? Die Lebenssonne scheint uns wieder Und leuchtet bis ins Grab hinein; Da lesen wir die Grabschrift hier: Ich leb, und ihr lebt auch mit mir. 5. O Tod, mich kannst du nicht erschrecken, Mein Jesus nimmt das Eühn in; Wie er sich selber konnt erwecken, So werden wir erweckt durch ihn. Weil Jesus lebt, so leben wir: Ich leb, und ihr lebt auch mit mir. B. Schmolck, 4 1737. 148. Mel. Herr Gott dich loben alle wir. Eimme dich, mein Geist, erfreut Des hohen Tags der Herrlichkeit; Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der von dem Tod erstanden ist. 2. Fühl alle Dankbarkeit für ihn, Als ob er heute dir erschien, Als spräch er: Friede sei mit dir! So freue dich, mein Geist, in mir. 3. Schau über dich und bet ihn an: Er mißt den Sternen ihre Bahn; Er lebt und herrscht mit Gott vereint Und ist dein König und dein Freund. 4. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar Dem, der da ist und der da war! Sein Name sei gebenedeit Von nun an bis in Ewigkeit! 5. O Glaube, der das Herz 91 öht! Was ist der Erde Majestät, Wenn sie mein Geist mit der vergleicht, Die ich durch Gottes Sohn er⸗ reicht? 6. Vor seinem Thron, in seinem Reich Unsterblich, heilig, Engeln gleich Und ewig, ewig selig sein: Herr, welche Herrlichkeit ist mein! 7. Du, der du in den Himmeln thronst, Ich soll da wohnen, wo du wohnst, Und du erfüllst einst mein Ver⸗ traun, Dich in der Herrlichkeit zu schaun. 8. Ich soll, wenn du, des Lebens Fürst, In Wolken göttlich kommen wirst, Erweckt aus meinem Grabe gehn Und rein zu deiner Rechten stehn. 9. Mit Engeln und mit Sera⸗ phim, Mit Thronen und mit Cherubim, Mit allen Frommen aller Zeit Soll ich mich freun in Ewigkeit. 10. Nie komm es mir aus mei⸗ nem Sinn, Was ich, mein Heil, dir schuldig bin, Damit ich mich, in Liebe treu, Zu deinem Bilde stets erneu. 11. Er ists, der alles in uns schafft: Sein ist das Reich, sein ist die Kraft. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der von dem Tod erstanden ist! Chr. F. Gellert, 4 1769. 149. Erschienen ist der herrlich Tag, Dran sich niemand gnug freuen mag, 96 Ostern. Christ, unser Herr, heut trium⸗ Verschlossen, gleich als wär ich tot, 8. Wi ö phiert, Läßt du mir früh die Gnadensonn All Dalle—. führt. Aufgehn, nach nd Wonm Mein allelujah. un onn. 2. Die alte Schlange, Sünd Hallelujah. er mn ö und Tod, 3. Nicht mehr denn nur drei Die Höll, all Jammer, Angst Tage lang Ha und Not Mein Heiland bleibt in's Todes* Hat überwunden Jesus Christ, Zwang, 9. Lel Der Hall leah Tod erstanden ist. Am dritten Tag durchs Grab—30 allelujah. er dringt Ich wei hwei 3. Sein Raub der Tod mußt Und Haltenarnn 80f ui89. 02 Wennn ö geben her, Hallelujah. ö Gnug, d Das Leben siegt und Lerr 4». Jetzt ist der Tag, da mich Ha 4— err; die Welt Zerstört ist nun all seine Macht, Mit Schmach am Kreuz gefan⸗ 10. Er Christ hat das Leben wiederbracht. gen hãlt;. Hallelujah. Drauf folgt der Sabbat in demi Sterb i 4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur,. Grab, Wé Alles, was war betrübt zuvor, Darin ich Ruh und Frieden hab. Weil ich Das freut sich heut an diesem Tag, Hallelujah. Ha Da Hanemh. darniederlag. 5. In kurzem wach ich fröhlich 11195 auf, 53— 5. Drum wir auch billig fröh- Mein Ostertag ist schon im Lauf: ů lich 9 Ich wach auf durch des Herren Komm Singen das Hallelujah fein Stimm, Dureh Und loben dich, Herr Jesu Christ; Veracht den Tod mit seinem Mit G Zu Trost du uns erstanden bist. ö Grimm. 275 Hallelujah. Hallelujah. ö Ha Nik. Hermann, 1561. 6. Der Herr den Tod zu Boden 12. M schlägt, 1 50 Da er selbst tot und sich nicht regt, Gott un Geht aus dem Grab in eigner Die Fre Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. ‚ Kraft, Vertreil — Tod, Teufel, Höll nichts an ihm Ha Arühmorgens, da die Sonn auf⸗ Hallejah schafft. 13. Ft geht, allelujah.. Fi Mein Heiland Christus aufersteht: ö Vertrieben ist der Sünden Nacht, Womm derdeind, Oin er uicht fulte Dor I wiederbracht. Kein Angststein liegt so schwer Eer 4⁷—0 auf mir, Erheben 2. Wenn ich des Nachts oft lieg Er wälzt ihn von des Herzens Tür. 9 in Not Hallelujah. N är ich tot, radensonn en Freud ud Wonn. nur drei Tage lang u's Todes Zwang, chs Grab er dringt e schwingt. da mich die Welt uz gefan⸗ gen hält; it in dem Grab, ieden hab. ch fröhlich auf, im Lauf: hes Herren Stimm, it seinem Grimm. zu Boden schlägt, nicht regt, in eigner Kraft, ts an ihm schafft. arker Heldl nicht fällt? so schwer auf mir, rzens Tür. Ostern. 97 8. Wie tief Kreuz, Trübsal oder Pein, Mein Heiland greift allmächtig drein, Führt mich heraus mit seiner Hand; Wer mich will halten, wird zu Schand. Hallelujah. 9. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt; Wenn mir gleich alle Welt stürb ab, Gnug, daß ich Christum bei mir hab. Hallelujah. mich; Sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, Weil ich ein Glied seins Leibes bin. Hallelujah. 11I. Durch seiner Auferstehung Kraft Komm ich zur Engelbrüderschaft; Durch ihn bin ich mit Gott ver⸗ söhnt, Mit Gnad und ewgem Heil gekrönt. Hallelujah. 12. Mein Herz darf nicht ent⸗ setzen sich, Gott und die Engel lieben mich: Die Freude, die mir ist bereit, Vertreibet Furcht und Traurigkeit. Hallelujah. 13. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir mit größerm Fleiß Erheben deinen Ruhm und Preis. Hallelujah. Joh. Heermann, 4 1647. 151. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. E jauchzt, ihr Chöre, Singt Jesu Christo Preis und Ehre, Wie groß, wie herrlich ist sein Tag! Er, der Held, zerriß die Banden Des Todes und ist auferstanden, Er, der für uns im Grabe lag. Sein ist Gewalt und Macht, Preis ihm, er hats vollbracht! Hallelujah! Er hats vollbracht, 10. Er nährt. er schützt. er tröstet Er, der die Macht 2. Centehet, erschüßt. er tuner Des Todes und des Grabes hat. 2. Glorreich hat der Held ge⸗ rungen, Hat mächtig Satans Reich be⸗ zwungen, Von Todesketten uns befreit. Wir von Gott gefallne Sünder Sind nun mit ihm versöhnt, sind Kinder Und Erben seiner Seligkeit. Bald, bald entschlafen wir, Entschlafen, Christe, dir, Ruhn in Frieden Die kurze Nacht, Bis deine Macht Das Licht des ewgen Tages ruft. 3. Unsern Staub mag Staub bedecken, Du wirst ihn herrlich auferwecken, Der du des Staubes Schöpfer bist. Du wirst unvergänglich Leben Und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, Dem Staube, der dir teuer ist. Wir werden ewig dein, Gerecht und selig sein. Hallelujah! Tod und Gericht G IEE==== SSSPSS——— 9. Ostern. Erschreckt uns nicht, ö Denn Jesus, unser Mittler, lebt. 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne, Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne Durch unsers Grabes Dunkel bricht! O, was werden wir empfinden, Wenn Nacht und Finsternis ver⸗ schwinden, Und uns umstrahlt des Himmels Licht!l Vollender, führe du Uns diesem Tage zu, Uns, die Deinen! Die Todesbahn Gingst du voran, Wir folgen dir in deine Ruh. G. B. Funk, 1 1814 152. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Hallelujah! Jesus lebet. Auf, ihr Erlösten, und erhebet Des großen Mittlers Majestät. Hörts, betrübte Sünder, gebet Der Freude Raum, denn Jesus lebet, Gott hat ihn aus dem Staub erhöht. Ihm jauchze Preis und Dank, O Seele, dein Gesang! Hallelujah! Dich, großer Held, Erhebt die Welt, Weil deine Hand den Sieg behält. 2. Jesu Jünger, wehrt dem Leide, Lobsinget ihm und nehmt voll Freude Am Siege teil, den er erstritt. Seht, der Tod ist überwunden, Die ganze Hölle ist gebunden; Er herrscht, der für euch starb und litt. Laßt seine Feinde dräun; Ihr könnt getrost euch freun. Jesus lebet Von Ewigkeit Zu Ewigkeit, Derselbe gestern und auch heut. 3. Ihr auch dürft nicht trostlos beben, Ihr Sünder, Gott will euch ver⸗ geben, Wenn ihr die Schuld mit Ernst bereut. Durch des Todes Überwinder Ist er versöhnt und gegen Sünder Ein Vater der Barmherzigkeit. Der Heiland steigt empor, Nun ist des Himmels Tor Allen offen. Gott ist versöhnt, Vom Himmel tönt Der Freudenruf: Gott ist versöhnt! 4. Tod, wo sind nun deine Schrecken? Nicht ewig wird das Grab uns decken, Verwest der Leib gleich in der Gruft. Einst wird er zum bessern Leben Sich aus des Todes Staub erheben, Wenn Jesus den Entschlafnen ruft. Dann wird des Todes Feld Zu einer regen Welt; Alles lebet, So wie erneut Zur Frühlingszeit Sich alles regt und alles freut. 5. Wandeln wir auf deinen We⸗ gen, O Auferstandner, welch ein Segen Erwartet uns am Ziel der Bahn! Nach des Lebens Kampf und Leiden Erhebst du uns zu ewgen Freuden, Die uns dein Kampf und Sieg gewann. Bald sind sie unser Teil, Bald krö Deines L Halleluje Der Her Bald ist eut tr Der Hall Mit grof Des dank Hall. 2. Dem Zerstört 1 Halls Wie pfleg Der seine Hall. 3 freun. ich heut. t trostlos beben, euch ver⸗ geben, mit Ernst bereut. hinder n Sünder zigkeit. or, or versöhntl un deine Schrecken? drab uns decken, der Gruft. ern Leben b erheben, fnen ruft. Feld es freut. einen We⸗ gen, ein Segen der Bahn! und Leiden Freuden, und Sieg gewann. l, Ostern. 99 Bald krönet uns das Heil Deines Lebens. Hallelujah! Der Herr ist nah, Bald ist der Tag des Sieges da! Chr. Chr. Sturm, 4 1786. 153. B triumphieret Gottes Sohn, Der vom Tod ist erstanden —. schon, Hallelujah, Hallelujah, Mit großer Pracht und n eit; Des danken wir in Ewigkeit. Hallelujah, Hallelujah. 2. Dem Teufel hat er seine Macht Zerstört und ihn zu Boden bracht, Hallelujah, Hallelujah, Wie pflegt zu tun ein großer Held, Der seine Feind gewaltig fällt. Hallelujah, Hallelujah. 3. O süßer Herre Jesu Christ, Der du der Sünder Heiland bist, Hallelujah, Hallelujah, Führ uns durch dein Barmher⸗ zigkeit Mit Freuden in dein Herrlichkeit. Hallelujah, Hallelujah. 4. Nun kann kein Feind uns schaden mehr, Ob er gleich tobet noch so sehr; Hallelujah, Hallelujah. Im Staube liegt der arge Feind, Wir aber Gottes Kinder sind. Hallelujah, Hallelujah. 5. Dafür wir danken allzugleich Und sehnen uns ins Himmelreich. Hallelujah, Hallelujah. Zum selgen End, Herr, bring uns all, So singen wir mit großem Schall Hallelujah, Hallelujah. 6. Gott Vater in dem höchsten Thron Samt seinem eingebornen Sohn, Hallelujah, Hallelujah, Dem heilgen Geist in gleicher Weis In Ewigkeit sei Lob und Preis! Hallelujah, Hallelujah. 1591. 154. Werde munter mein Gemüte. Hauchzel Gott in allen Landen, Jauchze, du erlöste Schar! Denn der Herr ist auferstanden, Der für uns getötet war. Jesus hat durch seine Macht Das Erlösungswerk vollbracht, Welches er auf sich genommen, Da er in das Fleisch gekommen. 2. Sünde, was kannst du mir schaden? Nun erweckst du keine Not: Alle Schuld, die mich beladen, Ist bezahlt durch Christi Tod. Das Gesetz hat er erfüllt, Also Fluch und Zorn gestillt Und mir durch sein Wiederleben Die Gerechtigkeit gegeben. 3. Hölle, wo sind deine Banden? Strick und Ketten sind entzwei. Da mein Jesus auferstanden, Bin ich vom Gefängnis frei. Und wie seine Höllenfahrt Im Triumph vollzogen ward, So ist seinen Reichsgenossen Nun der Himmel aufgeschlossen. Mel. 4. Tod, du kannst an mir nichts haben, Muß ich gleich zu Grabe gehn; Die mit Jesu sind begraben, G 2 I 100⁰ Werden mit ihm auferstehn. Sterben ist nun mein Gewinn, Also fahr ich freudig hin, Da der Trost vor Augen schwebet: Jesus, mein Erlöser, lebet! 5. Jesus, mein Erlöser, lebet, Welches ich gewißlich weiß. Gebet, ihr Erlösten, gebet Seinem Namen Dank und Preis! Singet, singt Hallelujah! Rufet, ruft: Der Sieg ist da! Singt und ruft in allen Landen: Heut ist Christus auferstanden! E. Neumeister, 4 1756. 155⁵. Mel. Valet will ich dir geben. Ich geh zu deinem Grabe, Du großer Osterfürst, Weil ich die Hoffnung habe, Daß du mir zeigen wirst, Wie man kann fröhlich sterben Und fröhlich auferstehn, Auch mit den Himmelserben Ins Land des Lebens gehn. 2. Du liegest in der Erde Und hast sie eingeweiht: Wenn ich begraben werde, Daß sich mein Herz nicht scheut Auch in den Staub zu legen, Was Asch und Staub vermehrt, Weil dir doch allerwegen Die Erde zugehört. 3. Du ruhest in dem Grabe, Daß ich auch meine Ruh An diesem Orte habe. Du schließt die Augen zu, So soll mir gar nicht grauen, Wenn mein Gesicht vergeht; Ich werde den wohl schauen, Der mir zur Seiten steht. Ostern. 4. Dein Grab war wohl ver⸗ siegelt, Doch brichst du es entzwei; Wenn mich der Tod verriegelt, So bin ich dennoch frei: Du wirst den Stein schon rücken, Der auch mein Grab bedeckt; Da werd ich den erblicken, Der mich vom Tode weckt. 5. Du fährest in die Höhe Und zeigest mir die Bahn, Wohin ich endlich gehe, Da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, Wo lauter Glanz um dich, Da warten lauter Kronen In deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben, O meines Todes Tod, Ich will mich dir ergeben In meiner letzten Not: Ich will mein Bette machen In deine liebe Gruft, Da werd ich schon erwachen, Wenn deine Stimme ruft. B. Schmolck, 4 1737. 156. Mel. Was Gott tut das ist wohl getan. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, Er ist schon hier mein Leben; Wer gläubig sich zu ihm erhebt, Darf vor dem Tod nicht beben. Ich folg ihm nach, Der Bahn mir brach; Auf Todesnacht und Grauen Folgt selges Licht und Schauen. 2. Du lebst, du lebst, du starker Held, Du Todesüberwinder! Du bist das Heil der ganzen Welt, Du bist der Trost der Sünder. Wer dich umfaßt, Den Der Sün Der dar 3. Du L Und täg Du stärke Bei mein O U Daß Auch seli Und wan 4. Du Mein Tꝛ Du weiß Du wirst In Und Im Tod Wirst du 5. Bereit Für dein So lang i In dieser Gib, Im Dann wi Der Über — Mel. Jesus e Tod, wof Jesus leb Von den Er verklä Dies ist 2. Jesus Über alle vohl ver⸗ siegelt, wei; erriegelt, 1. on rücken, edeckt; ken, eckt. ien, dich,‚ nen lich. Leben, ben lachen achen, uft. ck, 4+ 1737. wohl getan. rlöser lebt, Leben; hm erhebt, ht beben. „ ach; drauen Schauen. tarker Held, inzen Welt, Sünder. Ostern. 101 Dem wird die Last Der Sünden abgenommen, Der darf zum Vater kommen. 3. Du lebst, mein Arzt, du heilest noch Und täglich mein Gebrechen; Du stärkest mich, was zag ich doch Bei meiner Seele Schwächen? O leb in mir, Daß ich in dir Auch selig leben möge Und wandeln deine Wege. 4. Du lebst, du bist in Nacht mein Licht, Mein Trost in Not und Plagen; Du weißt, was alles mir gebricht, Du wirst mirs nicht versagen. In Zweifeln Rat Und Kraft zur Tat, Im Tode selges Leben Wirst du den Deinen geben. 5. Bereite dir noch mehr mein Herz Für deine Seligkeiten, So lang ich gegen Lust und Schmerz In dieser Welt muß streiten. Gib, daß ich treu Im Kampfe sei, Dann wird auch mir zum Lohne Der Überwinder Krone. K. A. Döring, 4 1844. Mel. Jesus meine Zuversicht. Jesus lebt, mit ihm auch ich: Tod, wo sind nun deine Schrecken? Jesus lebt und wird auch mich Von den Toten auferwecken: Er verklärt mich in sein Licht; Dies ist meine Zuversicht. 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich Über alle Welt gegeben; Mit ihm werd auch ich zugleich Ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; Dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt, wer nun verzagi, Lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, Daß der Sünder sich bekehre: Gott verstößt in Christo nicht; Dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt, sein Heil ist mein, Sein sei auch mein ganzes Leben, Reines Herzens will ich sein Und den Lüsten widerstreben: Er verläßt die Schwachen nicht; Dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt, ich bin gewiß, Nichts soll mich von Jesu scheiden, Keine Macht der Finsternis, Keine Herrlichkeit, kein Leiden: Er gibt Kraft zu dieser Pflicht; Dies ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt, nun ist der Tod Mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot Wird es meiner Seele geben, Wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Chr. F. Gellert, 4 1769. 158. Jesus, nieine Zuversicht Und mein Heiland, ist im Leben: Dieses weiß ich, sollt ich nicht Darum mich zufrieden geben, Was die lange Todesnacht Mir auch für Gedanken machte 2. Jesus, er mein Heiland, lebt; Ich werd auch das Leben schauen, Sein, wo mein Erlöser schwebt; Warum sollte mir denn grauen? 10² Ostern. Lässet auch ein Haupt sein Glied, Welches es nicht nach sich zieht? 9. Nur daß ihr den Geist erhebt Von den Lüsten dieser Erden Und euch dem schon jetzt ergebt, 3. Ich bin durch der Hofnnng Band Zu genau mit ihm verbunden, Meine starke Glaubenshand Wird in ihn gelegt befunden, Daß mich auch kein Todesbann Ewig von ihm trennen kann. Ich bin Fleisch und muß daher Auch einmal zu Asche werden; Das gesteh ich, doch wird er Mich erwecken aus der Erden, Daß ich in der Herrlichkeit Um ihn sein mög allezeit. 5. Dieser meiner Augen Licht Wird ihn, meinen Heiland, kennen; Ich, ich selbst, kein Fremder nicht, Werd in seiner Liebe brennen; Nur die Schwachheit um und an Wird von mir sein abgetan. 6. Was hier kranket, seufzt und fleht, Wird dort frisch und herrlich gehen; Irdisch werd ich ausgesät, Himmlisch werd ich auferstehen; Hier geh ich natürlich ein, Nachmals werd ich geistlich sein. 7. Seid getrost und hoch erfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder! Gebt nicht statt der Traurigkeit; Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, Wenn einst die Posaune klingt, Die auch durch die Gräber dringt. 8. Lacht der finstern Erdenkluft, Lacht des Todes und der Höllen; Denn ihr sollt euch aus der Gruft Eurem Heiland zugesellen; Dann wird Schwachheit und Ver⸗ ö druß Liegen unter eurem Fuß. Dem ihr beigefügt wollt werden. Schickt das Herze da hinein, Wo ihr ewig wünscht zu sein. Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg, + 1667. 159. Mel. Was Gott tut das ist wohl getan. auferstandner Siegesfürst, Du Leben aller Leben! Heut bringst du Friede, da du wirst Zur Freude uns gegeben. Bracht unsre Not Dich in den Tod, Jetzt bist du auferstanden Und frei von Todesbanden. 2. Nun geht uns fröhlich au Die rechte Gnadensonne, Die erst erstarb in ihrem Lauf, Gibt Strahlen neuer Wonne; Jetzt ist die Seel Mit Freudenöl Von dir gesalbt und bleibet Dir ewig einverleibet. 3. Die Kraft von deiner Majestät Bricht selbst durch Grab und Steine; Dein Sieg ists, der uns mit erhöht Zum vollen Gnadenscheine; Des Todes Wut, Der Hölle Glut Hat alle Macht verloren, Und wir sind neu geboren. 4. O daß wir diesen teuren Sieg Lebendig möchten kennen, Und unser Herz bei diesem Krieg Im Glauben möchte brennen! Der Kan Uns in Als wer 5. So O Jesu, Und laß Zu dir Daf Die Zur ewe Und auf 6. Laß Auch in 225— aus 2. Lebet Den Fei Zerbricht Trägt we Nichts ist Den start Er ist de eist erhebt Erden zt ergebt, It werden. inein, zu sein. fürstin von 1667. wohl getan. esfürst, da du wirst n. en iden. ich wieder auf „ m Lauf, onne; eibet Majestät rab und Steine; mit erhöht ine; n, ren. uren Sieg n, sem Krieg ennen! Ostern. 103 Denn anders nicht Kann dieses Licht Uns in das Leben führen, Als wenn wir Glauben spüren. 5. So brich denn selbst durch unser Herz, O Jesu, Fürst der Ehren, Und laß vorher uns himmelwärts Zu dir uns gläubig kehren, Daß wir in dir Die offne Tür Zur ewgen Ruhe finden Und auferstehn von Sünden. 6. Laß uns das wahre Auferstehn Auch innerlich erfahren, Uns aus den Totengrüften gehn, Daß wir den Schatz bewahren, Das teure Pfand, Das deine Hand Zum Siegen uns gegeben, So gehn wir ein zum Leben. J. H. Böhmer, 4 1749. 160. Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. 0 Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel tun, Wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg So herrlich hat nach diesem Krieg Durch Jesum Christ gegeben. 2. Lebendig Christus kommt her⸗ für, Den Feind nimmt er gefangen, Zerbricht der Höllen Schloß und Tür, Trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, was in dem Siegeslauf Den starken Held kann halten auf: Er ist der Uberwinder. 3. Des Herren Rechte, die behält Den Sieg und ist erhöhet, Des Herren Rechte mächtig fällt, Was ihr entgegenstehet. Tod, Teufel, Hölle, Welt und Sünd Durch Christi Sieg Rd, sind, Ihr Zorn ist kraftlos worden. 4. Es war getötet Jesus Christ, Und sieh, er lebet wieder. Weil nun das Haupt erstanden ist, Erstehn auch wir, die Glieder. So jemand Christi Worten gläubt, Im Tod und Grabe der nicht bleibt, Er lebt, ob er gleich stirbet. 5. Wer täglich hier durch wahre eu Mit Christo auferstehet, Ist dort vom andern Tode frei, Derselb ihn nicht angehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht Und unvergänglich Wesen. 6. Das ist die reiche Osterbeut, Der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit Im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, Bis unser Leib wird ähnlich dort Christi verklärtem Leibe. 7. O Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel tun, Wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg So herrlich hat nach diesem Krieg Durch Jesum Christ gegeben. Nach G. Weissel, 1635. 10⁴ Ostern. 161 Mel. Nun freut euch lieben Christen gmein. HBei fröhlich alles weit und breit, Was vormals war verloren, Weil heut der Herr der Herrlich⸗ keit, Den Gott selbst auserkoren Zum Sündenbüßer, der sein Blut Am Kreuz vergossen uns zu gut, Vom Tod ist auferstanden. 2. Wie schön hast du durch deine Macht Du wilder Feind des Lebens, Den Lebensfürsten umgebracht! Dein Stachel ist vergebens Durch ihn geschossen, schnöder Feind: Du hättest wahrlich wohl gemeint, Er würd im Staube bleiben. 3. Nein, nein, er trägt sein Haupt empor, Ist mächtig durchgedrungen Durch deine Bande, durch dein Tor, Ja hat im Sieg verschlungen Dich selbst, daß, wer an ihn nur gläubt, Von dir jetzt ein Gespötte treibt Und spricht: Wo ist dein Stachel? 4. Denn deine Macht die ist dahin Und keinen Schaden bringet Dem, der sich stets mit Herz und Sinn Zu diesem Fürsten schwinget, Der fröhlich spricht: Ich leb, aihr ihr Sollt mit mir leben für und für, Weil ich es euch erworben. 5. Der Tod hat keine Kräfte mehr, Wir dürfen ihn nicht scheuen: Ich bin sein Siegsfürst und sein Herr, Des sollt ihr euch erfreuen; Dazu so bin ich euer Haupt, Drum werdet ihr, wenn ihr mir glaubt, Als Glieder mit mir leben. 6. Der Höllen Sieg der ist auch mein, Ich habe sie zerstöret; Es darf nicht fürchten ihre Pein, Wer mich und mein Wort höret; Und weil des Teufels Macht 2 ist Gedämpft, sein Kopf zertreten ist, Mag er ihm auch nicht schaden. 7. Nun Gott sei Dank, der uns den Sieg Durch Jesum hat gegeben Und uns den Frieden für den Krieg Und für den Tod das Leben Erworben, der die Sünd und Tod, Welt, Teufel, Höll und was in Not Uns stürzet, überwunden! P. Gerhardt, 4 1676. 162. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. Aberwinder, nimm die Palmen, So dein Zion heute bringt, Das mit frohen Osterpsalmen Den erkämpften Sieg besingt. Wo ist nun der Feinde Pochen Und der Würger Mordgeschrei, Da der Schlangen Kopf entzwei Und der Stachel abgebrochen? Tod und Teufel liegen da; Gott sei Dank, Hallelujahl 2. Stecke nun die Siegeszeichen Auf der dunklen Gruft empor; Was kann deiner Krone gleichen? Held ur Laß dir Denn un Ist dein Höchste Welt ur Gott sei 3. Teil Deiner Die in Vor der Deinen O so ja Weil doe Und au Fried u Gott sei 4. Laß Deinen Gib Erl Daß sie Hält der Ei so fö Rufe m Denn di Und der Gott sei 5. Tilg Wenn d Weil un Schon d Gib un Gib uns Deinen O so ka Denn di Gott sei 6. Zeige Über Gr Wie die Dort in Sind wi Ei so ni en; aupt, ihr mir glaubt, en. ist auch mein, hre Pein, rt höret; acht und List reten ist, schaden. der uns den Sieg n für den Krieg eben und Tod, was in Not l + 1676. icht singen. Palmen, igt, uUmen singt. Pochen eschrei, entzwei ochen? 0/ II eszeichen mpor; gleichen? Ostern. 10⁵ Held und König, tritt hervor, Laß dir tausend Engel dienen! Denn nach harter Leidenszeit Ist dein Tag der Herrlichkeit, Höchste Majestät, erschienen. Welt und Himmel jauchzen da: Gott sei Dank, Hallelujah! 3. Teile, großer Fürst, die Beute In verklärtem Glanz erwacht. Deiner armen Herde mit, Die in froher Sehnsucht heute Vor den Thron der Gnade tritt; Deinen Frieden gib uns allen: O so jauchzet Herz und Mut, Weil das Los so wundergut Und aufs lieblichste gefallen. Fried und Freude grünen da; Gott sei Dank, Hallelujah! 4. Laß, o Sonne der Gerechten, Deinen Strahl ins Herze gehn; Nichts, als nur was irdisch, ab, Und der Staub ist unverloren. Unser Hüter hütet da; Gott sei Dank, Hallelujah! 7. Rufe die verdorrten Glieder Endlich aus der dunklen Nacht Bis der Aschenhaufe wieder Da wirst du die Krone geben, Dann wird die vergnügte Brust Gib Erleuchtung deinen Knechten, Daß sie geistlich auferstehn. Hält der Schlaf uns noch gefangen, Ei so fördre selbst den Lauf, Rufe mächtig: Wachet auf! Denn die Schatten sind vergangen, Und der helle Tag ist da; Gott sei Dank, Hallelujah! 5. Tilg in uns des Todes Grauen, Wenn die letzte Stunde schlägt, Weil uns in den Himmelsauen Schon die Krone beigelegt. Gib uns in den höchsten Nöten, Gib uns mitten in der Pein Deinen Trost und Glauben ein; O so kann der Tod nicht töten, Denn die Hoffnung blühet da; Gott sei Dank, Hallelujah! 6. Zeige, wenn der blöde Kummer Über Gruft und Bahre weint, Wie die Schwachheit nach dem Schlummer Dort in voller Kraft erscheint. Sind wir sterblich hier geboren, Ei so nimmt das kühle Grab Ach laß mich als dein Glied auch Herr, in engelgleicher Lust Ewig deinen Sieg erheben, Und wir sprechen auch allda: Gott sei Dank, Hallelujah! Chr. L. Taddel, 4 1775. 163. Mel. Preis, Lob, Ehr, Ruhm. Derkläͤrtes Haupt, nun lebest du, leben; Kannst du dem Elend sehen zu, Willst du dein Kind nicht auch erheben Aus Not und Tod, aus Sünd und Eigenheit, Zu leben dir in wahrer Heiligkeit? 2. Du lebest, fremde dieser Erd, Im Paradies, in Gottes Frieden; Gib, daß ich auch im Geiste werd Also von allem abgeschieden, Dem Eitlen tot und dir im Geist gemein: So leb in mir, o Lebensfürst, allein. 3. Brich durch, es koste, was es will, Was du nicht bist, laß in mir sterben, Daß ich auch mög dies frohe Ziel, Den Auferstehungsstand ererben: 106 Ostern. Ich kann ja nichts, ich lieg im Tod verhaft, Wirk du in mir durch deines Le⸗ bens Kraft. 4. Wirk du in mir, zeuch him⸗ melwärts Begierden, Sinnen und Gedanken, Daß, wo du bist, mein ganzes Herz Von nun an lebenmagohn Wanken. Du bist nicht fern; wer dich nur liebet rein, Der kann im Geist bei dir im Himmel sein. G. Tersteegen, 4 1769. 164. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin, Die Sonn ist aufgegangen, ö Ermuntre dich, mein Geist und Sinn, Den Heiland zu empfangen, Der heute durch des Todes Tür Gebrochen aus dem Grab herfür Der ganzen Welt zur Wonne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf Und such ein neues Leben, Vollführe deinen Glaubenslauf Und laß dein Herz sich heben Gen Himmel, da dein Jesus ist, Und such, was droben, als ein Christ, Der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nun, was dahinten ist, Und tracht nach dem, was droben, Damit dein Herz zu jeder Frist Zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt Und strebe nach dem Himmelszelt, Wo Jesus ist zu finden. ů 4. Drückt dich ein schwerer Sor⸗ genstein, Dein Jesus wird ihn heben; Es kann ein Christ bei Kreuzes⸗ pein In Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn Und sorge nicht; er ist nicht fern, Weil er ist auferstanden. 5. Geh mit Maria Magdalen Und Salome zum Grabe, Die früh dahin aus Liebe gehn Mit ihrer Salbungsgabe: So wirst du sehn, daß Jesus Christ Vom Tod heut auferstanden ist Und nicht im Grab zu finden. 6. Es hat der Löw aus Judas Stamm Heut siegreich überwunden; Und das erwürgte Gotteslamm Hat uns zum Heil erfunden Das Leben und Gerechtigkeit, Weil er nach überwundnem Streit Die Feinde schaugetragen. 7. Wohlauf, mein Herz, fang an den Streit, Weil Jesus überwunden; Er wird auch überwinden weit In dir, weil er gebunden Der Feinde Macht, daß du auf⸗ stehst Und in ein neues Leben gehst Und Gott im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt noch Tod, Noch auch der Hölle Rachen; Denn Jesus lebt, es hat kein Not, Er ist noch bei den Schwachen Und den Geringen in der Welt Als ein gekrönter Siegesheld; Drum wirst du überwinden. 9. Ach mein Herr Jesu, der du bist Vom Tode auferstanden, Rett u Und a Daß n Zum Das d 10. S Von a Und et Von a Die ül Herr J Daß enu Mel. Wimn Aus de Wir tr Um de 2. In Schallt Du tri Und br 3. Der Und he Wir ab Mit un 4. Ach Bei dei Wir all Desweg 5. Sch Auch u Den Le Vom E 6. Laß Mit dir rer Sor⸗ genstein, den; Kreuzes⸗ pein eben. n Herrn icht fern, dalen gehn 18 Christ den ist inden. Judas Stamm n; lamm den keit, mStreit fang an Streit, nweit du auf⸗ stehst gehst ienest. l, Welt ch Tod, hen; ein Not, hachen Welt held; den. r du bist Ostern. 107 Rett uns aus Satans Macht und List Und aus des Todes Banden, Daß wir zusammen insgemein Zum neuen Leben gehen ein, Das du uns hast erworben. 10. Sei hochgelobt in dieser Zeit Von allen Gotteskindern, Und ewig in der Herrlichkeit Von allen Überwindern, Die überwunden durch dein Blut: Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut, Daß wir auch überwinden. L. Laurenti, + 1722. 165. Mel. Christus der ist mein Leben. Wilkommen, Held im Streite, Aus deines Grabes Kluft! Wir triumphieren heute Um deine leere Gruft. 2. In der Gerechten Hütten Schallt schon das Siegeslied, Du trittst in unsre Mitten Und bringst den Osterfried. 3. Der Feind wird schaugetragen Und heißt nunmehr ein Spott; Wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott! 4. Ach teile doch die Beute Bei deinen Gliedern aus, Wir alle kommen heute Deswegen in dein Haus. 5. Schwing deine Siegesfahne Auch über unser Herz, Den Lebensweg uns bahne Vom Grabe himmelwärts. 6. Laß unser aller Sünden Mit dir begraben sein, Uns einen Schatz hier finden, Der ewig kann erfreun. 7. Wir sind mit dir gestorben, So leben wir mit dir; Was uns dein Tod erworben, Das stell uns täglich für. 8. Wir wollen hier ganz fröhlich Mit dir zu Grabe gehn, Wenn wir dereinst nur selig Mit dir auch auferstehn. 9. Der Tod kann uns nicht den en, Sein Stachel ist nun stumpf, Wir sind bei Gott in Gnaden Und rufen schon Triumph! B. Schmolck, 4 1737. 166. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. Wir danken dir, Herr Jesu Christ Daß du vom Tod erstanden bist Und hast dem Tod zerstört sein Macht Und uns das Leben wiederbracht. Hallelujah. 2. Wir bitten dich durch deine Gnad, Nimm von uns unsre Missetat Und hilf uns durch die Güte dein, Daß wir dein treue Diener sein. Hallelujah. 3. Gott Vater in dem höchsten Thron Samt seinem eingebornen Sohn, Dem heilgen Geist in gleicher Weis' In Ewigkeit sei Lob und Preis! Hallelujah. Th. Hartmann, 1604. — ————— ——— öäRrRrRRRRTRRREIE——— 108 167. Mel. Alle Menschen müssen sterben. Aen der Jünger gehn mit Sehnen Über Feld nach Emmaus; Ihre Augen sind voll Tränen, Ihre Seele voll Verdruß, Und sie wechseln Klageworte; Doch es ist von ihrem Orte Unser Jesus gar nicht weit Und vertreibt die Traurigkeit. 2. Ach es gehn noch manche Herzen Ihrem stillen Kummer nach, Sie bejammern voller Schmerzen Ihre Not, ihr Ungemach; Manches wandert gar alleine, Daß es nur zur Gnüge weine; Doch mein Jesus ist dabei, Fragt, was man so traurig sei? 3. Wenn zwei Seelen sich be⸗ sprechen, So ist er der dritte Mann; Er bemerket die Gebrechen, Redet, was uns trösten kann. Denn er kann uns nicht versäumen, Wie wir glaubenslos oft träumen; Er hat alles im Gesicht, Seine Treu verläßt uns nicht. 4. Jesus ist mir nachgegangen, Wenn ich meiner Eitelkeit Und der Sünde nachgehangen. O der unglückselgen Zeit, Die ich dergestalt verloren! Doch er hat mich neu geboren, Jesus hat an mich gedacht Und das Schäflein wiederbracht. 5. Hat sich eine Not gefunden, So ließ er mich nicht allein. Jesus stellt zur rechten Stunde Ostern. Sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich im Leid verzehre, Gleich als ob er ferne wäre, O so ist er mehr als nah Und mit seiner Hülfe da. 6. Treuster Freund von allen Freunden, Bleibe weiter doch bei mir! Kommt die Welt, feinden, Ach so sei du auch allhier. Wenn mich Trübsalswetter schrek⸗ ken, Wollst du mächtig mich bedecken. Komm, in meinem Geist zu ruhn, Was du willst, das will ich tun. 7. Bin ich traurig und betrübet, Herr, so gib mir in den Sinn, Daß mich deine Seele liebet, Und daß ich der Deine bin. Laß dein Wort mich fester gründen, Laß es so mein Herz entzünden, Daß es voller Liebe brennt Und dich immer besser kennt. 8.Tröst auchandrefrommeSeelen, Wenn sie tief in Sorgen stehn, Wenn sie in verborgnen Höhlen, Kammern, Feld und Wäldern gehn, Ihrem Kummer nachzusinnen, Daß sie sich satt weinen können, Sprich dann ihren Seelen zu: Liebes Kind, was trauerst du? 9. Kannst du bei der Welt nicht weilen, Ach so nimm mich auch mit dir; Laß mich deine Freuden teilen, Sei und bleibe stets bei mir. Bleibe doch in unsrer Mitten, Wie dich deine Kinder bitten. Daank sei dir, o lieber Gast, Daß du mich getröstet hast. J. Neunherz, 4 1737. mich anzu⸗ Mel. V N5 Du S Heut Zur R Hast! Den 7 9 Trium Alles 2. Di Viel te Dich e Weil d Mit N Zur F S K Rühmt Zu em 3. Di Sind 6 Auf un Heil, ein. erzehre, ire, n allen eunden, rI anzu⸗ feinden, rschrek⸗ ken, edecken. u ruhn, ich tun. etrübet, n. ründen, zünden, it int. Seelen, stehn, Höhlen, n gehn, men, können, zu: du? lt nicht weilen, nit dir; eilen, nir. tten, Himmelfahrt. 109 IX. Bimmelkahrt. A. Bimmelfahrtsfelt. 168. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ach wundergroßer Siegesheld, Du Sündenträger aller Welt, Heut hast du dich gesetzet Zur Rechten Gottes in der Kraft, Hast deinem Reich den Sieg ver⸗ schafft, 11*— Laß uns demütig, züchtig, rein Den Feind zum Tod verletzet. Mächtig, Prächtig Triumphierst du und regierst du, Tod und Leben, Alles ist dir untergeben. 2. Dir dienen alle Cherubim, Viel tausend hohe Seraphim Dich Siegesfürsten loben, Weil du den Segen wiederbracht, Mit Majestät und großer Pracht Zur Freude bist erhoben. Singet, Klinget, auf zum Throne, Zu empfahn die Himmelskrone. Mein Gemüte, ewge Güte, dich ö zu preisen, Ehr dem Siegsherrn zu erweisen. 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir, Hilf, daß wir fortan für und für Nach deinem Reiche trachten. Laß unsern Wandel himmlisch sein, All Uppigkeit verachten. Unart, Hoffart Hilf uns meiden, christlich leiden, wohl ergründen, Wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Jesu, unser Schutz und ö Schatz, Sei unser Ruhm und fester Platz, Darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was droben ist, Auf Erden wohnet Trug und List, Es ist auf allen Straßen Rühmt und ehret den, der fähret Lügen Trügen, Angst und Plagen, die da nagen, 3. Du bist das Haupt, hingegen wir Sind Glieder, ja es kommt von dir Auf uns Licht, Trost und Leben, Heil, Friede, Freude, Stärk und Kraft; Gemüt Erquickung schafft, Wird uns von dir gegeben. Bringe, Dringe Was dem die da quälen Stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm, du Gnaden⸗ thron, Held, Davids Sohn, Komm, stille das Verlangen; Du bist uns allen ja zu gut, O Jesu, durch dein teures Blut Ins Heiligtum gegangen. Komm, Herr! Du Siegesfürst, 110 Himmelfahrt. Hilf, Herr! Dann so sollen, dann so wollen wir ohn Ende Fröhlich klopfen in die Hände. E. Chr. Homburg, 1681. 169. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. Auf Christi Himmelfahrt' allein Ich meine Nachfahrt gründe Und allen Zweifel, Angst und Pein Hiermit stets überwinde; Denn weil das Haupt im Him⸗ mel ist, Wird seine Glieder Jesus Christ Zur rechten Zeit nachholen. 2. Weil er gezogen himmelan Und große Gab empfangen, Mein Herz auch nur im Himmel kann, Sonst nirgends, Ruh erlangen; Denn wo mein Schatz Wh in, Da ist hinfort mein Herz und Sinn, Nach ihm mich stets verlanget. 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich Von deiner Auffahrt spüren, Daß mit dem wahren Glauben ich Mag meine Nachfahrt zieren Und dann einmal, wenn z ge⸗ ällt, Mit Freuden scheiden aus der Welt; Herr, höre dies mein Flehen. Jos. Wegelin, 1640. Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. Auf diesen Tag bedenken wir, Daß Christus aufgefahren, Bittend, Gott woll bewahren Uns arme Sünder hier auf Erd, Die wir, von Not und Tod be⸗ schwert, Ohn ihn kein Hoffnung haben. 2. Lob sei ihm, der die Bahn gemacht! Uns steht der Himmel offen: Christus schleußt auf mit großer Pracht, Was vorhin war verschlossen. Wers glaubt, des Herz ist voll; Dabei er sich doch rüsten soll, Dem Herren nachzufolgen. 3. Wer nun nicht seinen Willen tut, Dient nicht mit Ernst dem Herren; Der aber wird vor Fleisch und Blut Sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegts, so der ist echt, So wird gewiß das Leben recht Zum Himmel sein gerichtet. 4. Solch Himmelfahrt fäht in iis au, Wenn wir den Vater finden Und fliehen stets die breite Bahn, Tun uns zu Gottes Kindern; Die sehn hinauf und Gott herab, An Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, Bis sie zusammen kommen. 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, Wenn Gott uns zu sich nehmen Und seinem Sohn wird machen gleich, Wie wir denn jetzt bekennen; Da wird sich finden Freud und Mut Zu ewger Zeit beim höchsten Gut. Gott woll, daß wirs erleben! Voll Danks und herzlicher Begier, Joh. Zwick, 4 1542. Corij Was se Den T Zu Tri He Hallelu Des so Christ He Er zeige Er brick 4. Wir Der Her Wir gel hren luf Erd, Tod be⸗ schwert, haben. e Bahn gemacht! fen: großer Pracht, ssen. freuden⸗ voll; soll, . Willen tut, Herren; schund Blut ren. ist echt, n recht et. fäht in uns an, den e Bahn, ern; t herab, t ihn'n chts ab, n. ag erst Hdenreich, iehmen machen gleich, ien; ud und Mut en Gut. hen! + 1542. 171. Christ fuhr gen Himmel: Was sandt er uns hernieder? Den Tröster, den heiligen Geist, Zu Trost der armen Christenheit. Hallelujah! Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah! Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Hallelujah! 15. Jahrh. 172. Mel. Aus meines Herzens Grunde. D er Herr fährt auf gen Himmel Mit frohem Jubelschall, Mit prächtigem Getümmel Und mit Posaunenhall: Lobsingt, lobsinget Gott, Lobsingt, lobsingt mit Freuden Dem Könige der Heiden, Dem Herren Zebaoth. 2. Der Herr wird aufgenommen In seines Himmels Pracht; Um ihn gehn alle Frommen, Die er hat frei gemacht; Es holen Jesum ein Die lautern Cherubinen, Den hellen Seraphinen Muß er willkommen sein. 3. Wir wissen nun die Stiege, Die unser Haupt erhöht, Wir wissen zur Genüge, Wie man zum Himmel geht: Der Heiland geht voran, Will uns zurück nicht lassen, Er zeiget uns die Straßen, Er bricht uns sichre Bahn. 4. Wir sollen himmlisch werden, Der Herr macht uns selbst Platz; Wir gehen von der Erden Himmelfahrt. 111 Dorthin, wo unser Schatz. Ihr Herzen, macht euch auf; Wo Jesus hingegangen, Dahin sei das Verlangen, Dahin sei euer Lauf. 5. Laßt uns zum Himmel dringen Mit herzlicher Begier, Laßt uns zugleich auch singen: Dich, Jesu, suchen wir, Dich, o du Gottes Sohn, Dich, Weg, dich, wahres Leben, Dem alle Macht gegeben, Dich, unsers Hauptes Kron. 6. Fahr hin mit deinen Schätzen, Du trugesvolle Welt, Dein Tand kann nicht ergötzen; Weißt du, was uns gefällt? Der Herr ist unser Preis, Der Herr ist unsre Freude Und köstliches Geschmeide, Zu ihm geht unsre Reis'. 7. Wann soll es doch geschehen, Wann kommt die liebe Zeit, Daß wir ihn werden sehen In seiner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du sein, Daß wir den Heiland grüßen Und fallen ihm zu Füßen? Komm, stelle dich doch ein! G. W. Sacer 4 1699. 173. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. Es fähret heute Gottes Sohn Hinauf zu seines Vaters Thron, Er gehet ein zur Herrlichkeit, Die überall ist ausgebreit. Hallelujah. 2. Er hat zerstört des Teufels Macht, Sein Heer erlegt und umgebracht, 112 Wie mit Gewalt ein starker Held Im Treffen seine Feinde fällt. Hallelujah. 3. Zwing unser Fleisch, Herr Jesu Christ, Der du der Sünder Heiland bist: Daß wir, indem du uns machst rein, Teilhaftig deines Sieges sein. Hallelujah. 4. Laß sein den Feind in uns gedämpft, Weil du uns hast das Heil er⸗ kämpft, Tilg aus sein Werk, daß er nicht mehr Sich wider unsre Seel empör. Hallelujah. 5. Zeuch und führ uns mit dir zugleich Als Gottes Kinder in dein Reich, Da wir ein ewges Freudenlied Darbringen deiner Treu und Güt. Hallelujah. 6. Gott Vater, sei von uns ge⸗ preist Samt deinem Sohn und heilgem Geist: Der heilge unsrer Seelen Grund, Damit dir danke Herz und Mund. Hallelujah. Halle 1714. 174. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. Iyr aufgehobnen Segenshände, Voll Heil, voll Wunderkraft des Herrn, Ihr wirkt und waltet bis ans Ende, Uns ungesehn, doch niemals fern. Himmelfahrt. Im Segnen seid ihr aufgefahren, Im Segnen kommt ihr einst zurück; Auch in des Glaubens Zwischen⸗ jahren Bleibt ihr der Seelen Trost und Glück. 2. Ihr segnet Christi Schar hie⸗ nieden Mit Freude, die ohn Ende währt; Ihr legt auf sie den hohen Frieden, Den keine Welt uns sonst beschert: Ja segnend ruht ihr auf den Seinen; Dies beugt und stärkt uns bis ans Grab, Und wenn wir Sehnsuchtstränen ö ö weinen, So trocknet dies die Tränen ab. mit Gotteskraft die Herzen 3. Ihr zieht Zu ihm und an sein Herz hinauf; Ihr stillt, ihr heilt die Seelen⸗ schmerzen, Ihr helft der Schwachheit mächtig Quf. Ihr brecht den Zwang, der Her⸗ zen kettet, Ihr faßt und stärkt des Pilgers Hand, Ihr hebt, ihr tragt und ihr errettet Und führt uns bis ins Tantd. and. 4. Einst öffnet ihr die Himmels⸗ toxe Der treuen Erdenpilgerschar Und reicht dem Überwinderchore Des ewgen Lebens Krone dar. Dann, dann, mit jeder Gottes⸗ gabe, Mit jedem Heil begabt durch euch, Jauchzt eurem goldnen Königs⸗ stabe Des weiten Himmels Königreich. K. Garve, 1841. Mel. 5 Nun fr Der Her Lobsinge Lobsinge 2. Die Erzeigen Und jar Das tun 3. Der Da wir Lobsinge Lobsinget 4. Wir Wir sind Das sehr Und dan 5. Es h Der Sata Allsamt z Durch Ge 6. Den Auf daß Uns tröste Behüt un 7. Also Zur ewge Allein der Die recht 8. So Und lobet ihr einst zurück; Z3wischen⸗ jahren rost und Glück. schar hie— nieden de währt; Frieden, beschert: auf den Seinen; uns bis 18 Grab, tstränen weinen, inen ab. otteskraft e Herzen z hinauf; Seelen⸗ hmerzen, mächtig auf. der Her⸗ en kettet, Pilgers Hand, r errettet 8Vater⸗ land. Himmels⸗ tore har derchore e dar. Gottes⸗ gabe, irch euch, Königs⸗ stabe migreich. + 1841. Himmelfahrt. 113 175. Mel. Herr Gott dich loben alle wir. Nun freut euch, Gottes Kinder all, Der Herr fährt auf mit großem Schall: Lobsinget ihm, lobsinget ihm, Lobsinget ihm mit lauter Stimm. 2. Die Engel und all Himmels⸗ heer Erzeigen Christo göttlich Ehr Und jauchzen ihm mit frohem Schall, Das tun die lieben Engel all. 3. Der Herr hat uns die Stätt bereit, Da wir bleiben in Ewigkeit: Lobsinget ihm, lobsinget ihm, Lobsinget ihm mit lauter Stimm. 4. Wir sind Erben im Himmel⸗ reich, Wir sind den lieben Engeln gleich: Das sehn die lieben Engel gern Und danken mit uns Gott dem Herrn. 5. Es hat mit uns nun nimmer Not: Der Satan, Sünd und ewger Tod Allsamt zu Schanden worden sind Durch Gottes und Marien Kind. 6. Den heilgen Geist sendt er herab, Auf daß er unser Herz erlab, Uns tröste durch sein göttlich Wort, Behüt uns vor des Teufels Mord. 7. Also baut er die Christenheit Zur ewgen Freud und Seligkeit; Allein der Glaub an Jesum Christ Die recht Erkenntnis Gottes ist. 8. So danket nun dem lieben Herrn Und lobet ihn von Herzen gern; Lobsinget mit der Engel Chor, Daß es zum Himmel schall einpor. 9. Gott Vater in der Ewigkeit, Es sagt dir deine Christenheit Groß Ehr und Dank mit höchstem Fleiß, Zu allen Zeiten Lob und Preis. I0.HerrJesu Christe, Gottes Sohn, Gewaltig, herrlich, prächtig, schön, Es dankt dir deine Christenheit Von nun an bis in Ewigkeit. 1I1. Du heilger Geist, du wahrer Gott, Du Tröster wert in aller Not, Wir rühmen dich, wir loben dich Und sagen Dank dir ewiglich. Er. Alberus, 4 1553. 176. Mel. Alle Menschen müssen sterben. Hiegesfürst und Ehrenkönig, Du verklärte Majestät, Alle Himmel sind zu wenig, Du bist drüber hoch erhöht: Sollt ich nicht zu Fuß dir fallen, Und mein Herz vor Freude wallen, Wenn mein Glaubensaug entzückt Deine Herrlichkeit erblickt? 2. Seh ich dich gen Himmel fahren, Seh ich dich zur Rechten da, Hör ich, wie der Engel Scharen Rufen froh Hallelujah: Sollt ich nicht zu Fuß dir fallen, Und mein Herz vor Freude wallen, Da der Himmel jubiliert, Und mein König triumphiert? 3. Weit und breit, du Himmels⸗ sonne, Leuchtet deine Herrlichkeit, Die mit neuem Glanz und Wonne 9 114 Himmelfahrt. Selge Geister hoch erfreut; Prächtig wirst du aufgenommen, Jauchzend heißt man dich will⸗ kommen: Schau, dein Kind im Staube hier Ruft auch Hosianna dir. 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, Da ich deine Klarheit seh? Sollte jetzt mein Mut noch sinken, Da ich deine Macht versteh? Meinem König will ich trauen, Vor dem Feind soll mir nicht grauen, Nur in Jesu Namen mich Beugen hier und ewiglich. 5. Herr, dein reicher Geist ergieße Über uns sich kräftiglich, Bis zum Schemel deiner Füße Alle Feinde legen sich. Herr, zu deinem Scepter wende Alles bis zum fernsten Ende; Mache dir auf Erden Bahn, Alle Herzen untertan. 6. Nun erfüllst du aller Orten Alles durch dein Nahesein, Heiland, meines Herzens Pforten Stehen offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, Komm, bei mir auch einzukehren, Ewig in mir leb und wohn Als in deinem Himmelsthron. G. Tersteegen, 1 1769. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. W ir danken dir, Herr Jesu Christ, Daß du gen Himmel fahren bist: O starker Gott Immanuel, Stärk uns an Leib, stärk uns an Seel. Hallelujah. 2. Nun freut sich alle Christenheit Und jubiliert in Ewigkeit: Gott Lob und Dank tim höchsten Thron, Unser Bruder ist Gottes Sohn. Hallelujah. 3. Gen Himmel aufgefahren hoch Ist er doch allzeit bei uns noch; Sein Macht und Reich unendlich ist, Wahr Gott und Mensch zu aller Frist. Hallelujah. 4. Wohl dem, der ihm vertrauen tut Und hat an ihm ein frischen Mut. Welt, wie du willst! wer fragt nach dir? Nach Christo steht unsre Begier. Hallelujah. 5. Er ist der Herr und unser Trost, Der uns durch sein Blut hat erlöst; Das Gfängnis er gefangen hat, Daß uns der bittre Tod nicht schad. Hallelujah. 6. Wir freuen uns aus Herzens⸗ grund Und singen fröhlich mit dem Mund: Der unser Bruder, Fleisch und Blut, Ist unser allerhöchstes Gut. Hallelujah. 7. Durch ihn der Himmel unser ist. Hilf uns, o Bruder Jesu Christ, Daß wir nur fest vertraun auf dich Und durch dich leben ewiglich. Hallelujah. 8. Amen, Amen, Herr Zesu Christ, Der du gen Himmel fahren bist, Erhalt uns, Herr, bei reiner Lehr, Des Teufels Trug und Listen wehr. Hallelujah. ö 9. Kom Zum Wé Führ un In dein Hal 10. Wi Wir seh Da wir Das Am Hall Mel Zeuch So komsu Mit herz Hin, da O Jesu Aus diese 2. Zeuck Herr Chr Uns dein Sonst irr Leicht ab Vom reck 3. Zeuck So folget Dir nach Daß uns Allhier be Das böse 4. Zeuch Nur für Und gib, Dir in d Und mac Den ause hristenheit eit: n höchsten Thron, s Sohn. ahren hoch uns noch; iendlich ist, h zu aller Frist. vertrauen tut schen Mut. wer fragt nach dir? re Begier. inser Trost, t hat erlöst; ngen hat, nicht schad. 1s Herzens⸗ grund dem Mund: leisch und Blut, Gut. iel unser ist. esu Christ, un auf dich ewiglich. Jesu Christ, fahren bist, einer Lehr, ind Listen wehr. Himmelfsahrt. 11⁵ 9. Komm, lieber Herr, komm, es ist Zeit, Zum Weltgericht in Herrlichkeit; Führ uns aus diesem Jammertal In deinen ewgen Freudensaal. Hallelujah. 10. Wir singen Amen noch ein— mal, Wir sehnen uns in's Himmels Saal, Da wir mit allen Engeln dein Das Amen wollen singen fein. Hallelujah. 1607. 178. Mel. Ach Gott und Herr. Zeuch uns nach dir, So kommen wir Mit herzlichem Verlangen Hin, da du bist, O Jesu Christ, Aus dieser Welt gegangen. 2. Zeuch uns nach dir, Herr Christ, und führ Uns deine Himmelsstege; Sonst irren wir Leicht ab von dir, Vom rechten Lebenswege. 3. Zeuch uns nach dir, So folgen wir Dir nach in deinen Himmel, Daß uns nicht mehr Allhier beschwer Das böse Weltgetümmel. 4. Zeuch uns nach dir Nur für und für Und gib, daß wir nachfahren Dir in dein Reich, Und mach uns gleich Den auserwählten Scharen. Fr. Funcke, 4 1699. 179. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Aum Himmel bist du einge⸗ gangen, Mit Preis gekrönt, Herr Jesu Christ: Wie sollte mich nun nicht ver⸗ langen, Auch dort zu sein, wo du nun bist? Ich bin ja nur ein Pilgrim hier; Nimm in die Heimat mich zu dir. 2. Vom Tode standst du auf zum Leben, Du gingst verklärt zum Himmel ein; So muß sich auch mein Geist er⸗ heben, Ich darf nicht tot in Sünden sein. Ein neues Leben wirk in mir, So komm ich einst gewiß zu dir. 3. Am Olberg fingen deine Leiden Mit bittern Todesängsten an; Am Olberg gingst in hohen Freu⸗ den Du siegreich deine Himmelsbahn: So folgt auf Leiden Herrlichkeit; Zu beiden mache mich bereit. 4. Du hobest segnend deine Hände Beim Scheiden von den Deinen auf: O hilf, daß einst auch ich vollende, Von dir gesegnet, meinen Lauf! Wenn ich von dir gesegnet bin, Dann fahr in Frieden ich dahin. 5. Ich sehe dir mit Glaubens⸗ blicken In deinen Freudenhimmel nach; Mein Herz soll sich an dir er— quicken, Der mir die Bahn zum Himmel brach. 92 116 Himmelfahrt. Sieht dich auch hier mein Auge nicht, Bleibst du doch meine Zuversicht. 6. Du bist von uns zwar auf⸗ gefahren, Doch ist dein Wort noch immer hier. Laß dieses Kleinod mich bewahren; Im Worte redest du zu mir, Dies leitet meines Lebens Lauf Und schließt mir deinenHimmelauf. 7. Einst wirst du herrlich wieder⸗ kommen, Gleichwie du aufgefahren bist; Dann werd ich völlig aufgenom⸗ men, Wo mir bereit mein Erbteil ist. So leb ich nun im Glauben hier, Im Schauen aber dort bei dir. Berlin 1829. B. Rönigreich Christi. 180. Einer ist König, Immanuel sieget, Bebet, ihr Feinde, und gebet die Flucht! Zion hingegen, sei innig vergnüget, Labe dein Herze mit himmlischer Frucht: Ewiges Leben, unendlichen Frie⸗ den, Freude die Fülle hat er uns be⸗ schieden. 2. Stärket die Hände, ermuntert die Herzen, Trauet mit Freuden dem ewigen Gott: Jesus, die Liebe, versüßet die Schmerzen, Reißet aus Angsten, aus Jammer und Not; Ewig muß unsere Seele genesen In dem holdseligsten, lieblichen Wesen. 3. Halte, o Seele, im Leiden fein stille, Schlage die Rute des Vaters nicht aus; Bitte und schöpfe aus göttlicher Fülle Kräfte, zu siegen im Kampfe und Strauß; Fluten der Trübsal verrauschen, vergehen: Jesus, der treue, bleibt ewig dir stehen. 4. Zion, wie lange hast du nun geweinet? Auf, und erhebe dein sinkendes Hauptl Siehe, die Sonne der Freuden erscheinet Tausendmal heller, als du es ge⸗ glaubt. Jesus der lebet, die Liebe re⸗ gieret, Die zu den Quellen des Lebens dich führet. 5. Laufet nicht hin und her, eilet zur Quelle; Jesus der bittet: Kommt alle zu mir! Sehet, wie lieblich, wie lauter und helle Fließen die Ströme des Lebens allhier. Trinket, ihr Lieben, und werdet erquicket: Hier ist Erlösung für alles, was drücket. 6. St Die eut Jesus Wahrli Streitet Jesus 7. Dro Eine ge Seine! Bringet Sehet, Höret, 8. Re Gott u Wenn Spring Amen, Alles u Mel. Große Seines Und die In dem ich wieder⸗ kommen, 'en bist; aufgenom⸗ men, rbteil ist. uben hier, t bei dir. erlin 1829. ampfe und Strauß; errauschen, vergehen: t ewig dir stehen. üst du nun geweinet? sinkendes Hauptl r Freuden erscheinet du es ge⸗ glaubt. Liebe re⸗ gieret, des Lebens dich führet. d her, eilet zur Quelle; mt alle zu mir! wie lauter und helle des Lebens allhier. ind werdet erquicket: alles, was drücket. Himmelfahrt. 117 6. Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, Die euch der König des Himmels anbeut; Jesus wird selber den Siegern zum Lohne: Wahrlich, dies Kleinod verlohnet den Streit; Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, Jesus wird selber den Siegern zum Lohne: 7. Droben am Stuhle des Lamms wird man sehen Eine gewaltige siegende Schar Seine unendliche Hoheit erhöhen, Bringen im Tempel den Lob⸗ gesang dar. Sehet, wie Kronen und Throne hinfallen; Höret, wie donnernde Stimmen erschallen: 8. Reichtum, Kraft, Weisheit, Preis, Stärke, Lob, Ehre Gott und dem Lamm und dem heiligen Geist! Wenn ich da stünde, o wenn ich da wäre! Springet, ihr Bande, ihr Fesseln, zerreißt! Amen, die Liebe wird wahrlich erhören. Alles was in mir ist, lobe den Herren! J. L. K. Allendorf, 4 1773. 181. Mel. Jesu der du meine Seele. Großer Mittler, der zur Rechten Seines großen Vaters sitzt Und die Schar von seinen Knechten In dem Reich der Gnaden schützt, Den auf dem erhabnen Throne In der königlichen Krone Alles Heer der Ewigkeit Mit verhülltem Antlitz scheut! 2. Dein Geschäft auf dieser Erden Und dein Opfer ist vollbracht, Was vollendet sollte werden, Das ist gänzlich ausgemacht; Da du bist für uns gestorben, Ist uns Gnad und Heil erworben, Und dein siegreich Auferstehn Läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun ist dieses dein Geschäfte In dem obern Heiligtum, Die erworbnen Segenskräfte Durch dein Evangelium Allen denen mitzuteilen, Die zum Thron der Gnaden eilen, Nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen Trägest du auf deiner Brust, Und an den gerechten Samen Denkest du mit vieler Lust; Du vertrittst, die an dich gläuben, Daß sie dir vereinigt bleiben, Und bittst in des Vaters Haus Ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen, Die der Welt noch dienen, nicht, Weil dein Herz dir vor Erbarmen Über ihrem Elend bricht: Daß dein Vater ihrer schone, Daß er nicht nach Werken lohne, Daß er ändre ihren Sinn, Ach da zielt dein Bitten hin. 6. Zwar in deines Fleisches Tagen, Da die Sünden aller Welt Dir auf deinen Schultern lagen, Hast du dich vor Gott gestellt, Bald mit Seufzen, bald mit Weinen Für die Sünder zu erscheinen; 118 Himmelfahrt. O mit welcher Niedrigkeit Batest du zur selben Zeit! 7. Aber nun wird deine Bitte Von der Allmacht unterstützt, Da in der vollkommnen Hütte Die verklärte Menschheit sitzt; Nun kannst du des Satans Klagen Majestätisch niederschlagen, Und nun macht dein redend Blut Unsre böse Sache gut. 8. Die Stellest du dem Vater dar Und vertrittst nunmehr mit Freu⸗ den Deine teur erlöste Schar, Daß er wolle Kraft und Leben Deinem Volk auf Erden geben Und die Seelen zu dir ziehn, Die noch deine Freundschaft fliehn. 9. Großer Mittler, sei gepriesen, Daß du in dem Heiligtum So viel Treu an uns bewiesen; Dir sei Ehre, Dank und Ruhm. Dein Verdienst laß uns vertreten, Wenn wir zu dem Vater beten; Sprich für uns in letzter Not, Wenn den Mund verschließt der Tod. J. J. Rambach, 1735. 182. Mel. Alles ist an Gottes Segen. Jeiu, der du bist alleine Haupt und König der Gemeine, Segne mich, dein armes Glied: Harfen mir neuen Einfluß geben Deines Geistes, dir zu leben Stärke mich durch deine Güt. 2. Ach dein Lebensgeist durch⸗ wil dringe, Gnade, Kraft und Segen bringe Verdienste deiner Leiden Deinen Gliedern allzumal, Wo sie hier zerstreuet wohnen Unter allen Nationen, Die du kennest überall. 3. O wie lieb ich, Herr, die Deinen, Die dich suchen, die dich meinen, O wie köstlich sind sie mir! Du weißt, wie michs oft erquicket, Wenn ich Seelen hab erblicket, Die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen, Ich ͤ vereinge mich mit ihnen, Und vor deinem Angesicht Wünsch ich Zion tausend Segen: Stärke sie in deinen Wegen, Führ sie selbst nach deiner Pflicht. 5. In der argen Welt sie rette Und den Satan bald zertrete Gänzlich unter ihre Füß; Töte durch den Geist von innen Fleischeslust, Natur und Sinnen, Sei nur du den Deinen süß. 6. Die in Kreuz und Leiden leben, Stärke, daß sie ganz ergeben Ihre Seel in deine Hand; Laß sie dadurch werden kleiner Und von allen Schlacken reiner, Lauterlich in dich gewandt. 7. Laß die Deinen noch auf Erden Ganz nach deinem Herzen werden; Mache deine Kinder schön, Abgeschieden, klein und stille, Sanft, einfältig, wie dein Wille, Und wie du sie gern willst sehn. 8. Sonderlich gedenke deren, Die es, Herr, von mir begehren, Daß ich für sie beten soll. Auf dein Herz will ich sie legen, Gib du jedem solchen Segen, Wie es not; du kennst sie wohl. 9. Ach besuch zu dieser Stunde Ihre Herzen und im Grunde Sie er Zeuch Ihre L Wesent 10. T Da du Denke, Halt u Und in Laß ut 11.. 1 Drober Und v Dort» Uns in Ewig Jede 3 Jesus Dem eu 2. Fü Mächte Geben Alle H Hier in Ist zu 3. Gi Hat di Und al Sagt Setze d Nein, nal, wohnen die Deinen, ch meinen, mir! ft erquicket, erblicket, dir. ir dienen, ihnen, sicht nd Segen: Legen, ner Pflicht. t sie rette zertrete üß; von innen id Sinnen, n süß. üiden leben, rgeben ind; nkleiner en reiner, andt. auf Erden en werden; jön, stille, dein Wille, willst sehn. deren, begehren, soll. sie legen, Segen, sie wohl. Tr Stunde Hrunde z—t———————s——..—————————————ÿmh Himmelfahrt. 119 Sie erfreu in dir allein; Zeuch mit deinen Liebeszügen Ihre Lust und ganz Vergnügen Wesentlich in dich hinein. 10. Teuer hast du uns erworben, Da du bist am Kreuz gestorben, Denke, Jesu, wir sind dein; Halt uns fest, so lang wir leben Und in dieser Wüste schweben, Laß uns nimmermehr allein: 11. Bis ich einst mit allen Frommen Droben werd zusammenkommen Und von allen Flecken rein Dort vor deinem Throne stehen, Uns in dir, dich in uns sehen, Ewig eins in dir zu sein. G. Tersteegen, 4 1769. 183. Mel. Alles ist an Gottes Segen. I esus Christus herrscht als König, Alles wird ihm untertänig, Alles legt ihm Gott zu Fuß; Jede Zunge soll bekennen, Jesus sei der Herr zu nennen, Dem man Ehre geben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten, Mächte, die die Thronwacht halten, Geben ihm die Herrlichkeit; Alle Herrschaft dort im Himmel, Hier im irdischen Getümmel Ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gott, des Weltbaus großer Meister, Hat die Engel wohl als Geister Und als Flammen um den Thron; Sagt er aber je zu Knechten: Setze dich zu meiner Rechten? Nein, er sprach es zu dem Sohn. 4. Gott ist Herr, der Herr ist einer, Und demselben gleichet keiner; Einzig ist der Sohn ihi gleich. Dessen Stuhl ist ununistößlich, Dessen Leben unauflöslich, Dessen Reich ein ewig Reich. 5. Nur in ihm, o Wundergaben! Können wir Erlösung haben, Die Erlösung durch sein Blut. Hörts: das Leben ist erschienen, Und ein ewiges Versühnen Kommt in Jesu uns zu gut. 6. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, ihm die ö Schmerzen, Sagt, ihr Armen, ihm die Not!l Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod. 7. Allen losgekauften Seelen Solls an keinem Gute fehlen, Denn sie glauben Gott zum Ruhm. Werte Worte, teure Lehren! Möcht doch alle Welt dich hören, Süßes Evangelium! 8. Zwar auch Klagt, ihr Kranken, Kreuz drückt Christi Glieder Hier auf kurze Zeit darnieder, Und das Leiden geht zuvor: Nur Geduld, es folgen Freuden; Nichts kann sie von Jesu scheiden, Und ihr Haupt zieht sie empor. 9. Ihnen steht ein Himmel offen, Welcher über alles Hoffen, Über alles Wünschen ist; Die geheiligte Gemeine Weiß, daß eine Zeit erscheine, Da sie ihren König grüßt. 10. Jauchzt ihm, all ihr heilgen Knechte, Rühmt, vollendete Gerechte, Und du Schar, die Palmen trägt! —— 12⁰ Und ihr Märtrer mit der Krone, Und du Chor vor seinem Throne, Der die Gottesharfen schlägt! 11. Ich auch auf der tiefsten Stufen, Ich will glauben, reden, rufen, Ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, Alles sei ihm untertänig, Ehret, liebet, lobet ihn! Ph. F. Hiller, 4 1769. 184. Mel. Schmücke dich o liebe Seele. König, dem kein König gleichet, Dessen Ruhm kein Mund erreichet, Dem als Gott das Reich gebühret, Der als Mensch das Scepter führet, Dem das Recht gehört zum Throne Als des Vaters eingem Sohne, Den so viel Vollkommenheiten Krönen, zieren und begleiten: 2. Himmel, Erde, Luft und Meere, Aller Kreaturen Heere Müssen dir zu Diensten stehen; Was du willst, das muß geschehen. Fluch und Segen, Tod und Leben, Alles ist dir übergeben, Und vor deines Mundes Schelten Zittern Menschen, Engel, Welten. 3. In des Gnadenreiches Grenzen Sieht man dich am schönsten glänzen, Wo viel tausend treue Seelen Dich zu ihrem Haupt erwählen, Die durchs Scepter deines Mundes Nach dem Recht des Gnadenbundes Sich von dir regieren lassen Und wie du das Unrecht hassen. 4. In dem Reiche deiner Ehren Rann man stets dich loben hören Himmelfahrt. Von dem himmlischen Geschlechte, Von der Menge deiner Knechte, Die dort ohne Furcht und Grauen Dein verklärtes Antlitz schauen, Die dich unermüdet preisen Und dir Ehr und Dienst erweisen. 5. Herr in allen diesen Reichen, Dir ist niemand zu vergleichen An dem Überfluß der Schätze, An der Ordnung der Gesetze, An Vollkommenheit der Gaben, Welche deine Bürger haben; Du beschützest deine Freunde, Du bezwingest deine Feinde. in meinem 6. Herrsche auch Herzen Über Zorn, Lust, Furcht und Schmerzen, Laß mich deinen Schutz genießen, Gläubig dich ins Herze schließen, Ehren, fürchten, loben, lieben Und mich im Gehorsam üben, Hier mit ringen, dulden, streiten, Dort mit herrschen dir zur Seiten. J. J. Rambach, 4 1735. 185. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. König Jesu, streite, siege, Daß alles bald dir unterliege, Was lebt und webt in dieser Welt. Blick auf deine Friedensboten, Laß wehen deinen Lebensodem Durchs ganze weite Totenfeld. Erhöre unser Flehn Und laß es bald geschehn! Amen, Amen! So rühmen wir Und jauchzen dir Ein Hallelujah für und für. 18²⁷ Geschlechte, Knechte, ud Grauen schauen, eisen t erweisen. u Reichen, rgleichen Schätze, Gesetze, r Gaben, aben; eunde, einde. meinem Herzen lrcht und hmerzen, genießen, schließen, lieben nüben, , streiten, ur Seiten. h, 1+ 1735. )ie Stimme. iege, erliege, in dieser Welt. Sboten, nsodem tenfeld. n! für. 18²7⁷ Himmelfahrt. 121 186. Mein Jesu, dem die Seraphinen Im Glanz der höchsten Majestät Nur mit bedecktem Antlitz dienen, Wenn dein Befehl an sie ergeht: Wie sollten blöde Fleischesaugen, Die der verhaßten Sünde Nacht Mit ihrem Schatten trüb gemacht, Dein helles Licht zu schauen tau⸗ gen? 2. Doch gönne meinen Glaubens⸗ blicken Den Eingang in dein Heiligtum Und laß mich deine Gnad er⸗ quicken Zu meinem Heil und deinem Ruhm. Von fern steht die beschämte Seele; Doch wenn sie reuevoll sich beugt, Bist du es, der sich gnädig neigt Und spricht: Du bists, die ich er⸗ wähle. 3. Sei gnädig, Jesu voller Güte, Dem Herzen, das nach Gnade lechzt; Ach höre doch, wie mein Gemüte: Gott, sei mir Armen gnädig! ächzt. Ich weiß, du kannst mich nicht verstoßen; Wie könntest du ungnädig sein Dem, den dein Blut von Schuld und Pein Erlöst, da es so reich geflossen. 4. Ich fall in deine Gnadenhände Und bitte mit dem Glaubensgruß: Gerechter König, wende, wende Die Gnade zu der Herzensbuß! Ich bin gerecht durch deine Wun⸗ den, Es ist nichts Sträflichs mehr an mir; Bin aber ich versöhnt mit dir, So bleib ich auchmit dir verbunden. 5. Ach laß mich deine Weisheit leiten Und nimm ihr Licht nicht von mir weg; Stell deine Gnade mir zur Seiten, Damit ich auf dem schmalen Steg Beständig bis ans Ende wandle, Damit ich auch zu jeder Zeit In Lieb und Herzensfreudigkeit Nach deinem Wort und Willen handle. 6. Reich mir die Waffen aus der Höhe Und stärke mich durch deine Macht, Daß ich im Glauben sieg und stehe, Wenn Stärk und List der Feinde ö wacht: So wird dein Gnadenreich auf Erden, Das uns zu deiner Ehre führt Und endlich gar mit Kronen ziert, Auch in mir ausgebreitet werden. 7. Ja, ja, mein Herz will dich umfassen, Erwähl es, Herr, zu deinem Thron. Hast du aus Lieb ehmals verlassen Des Himmels Pracht und deine Kron: So würdge auch mein Herz, o Leben, Und laß es deinen Himmel sein, Bis du, wenn dieser Bau fällt ein, Mich wirst in deinen Himmel heben. 8. Ich steig hinauf zu dir im Glauben, Steig du in Lieb herab zu mir; Laß mir nichts diese Freude rau⸗ ben, Erfülle mich nur ganz mit dir. Ich will dich fürchten, lieben, ehren, So lang in mir das Herz sich regt, Und wenn dasselb auch nicht mehr schlägt, So soll doch noch die Liebe währen. W. Chr. Deßler, 4 1722. 122 Himmelfahrt. 187. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 0 Durchbrecher aller Bande, Der du immer bei uns bist, Bei dem Schaden, Spott und Schande Lauter Lust und Himmel ist, Übe ferner dein Gerichte Wider unsern Adamssinn, Bis uns dein so treu Gesichte Führet aus dem Kerker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille, Daß du endest dieses Werk; Hiezu wohnt in dir die Fülle Aller Weisheit, Lieb und Stärk: Daß du nichts von dem verlierest, Was er dir geschenket hat, Und es aus dem Treiben führest Zu der süßen Ruhestatt. 3. Ach so mußt du uns vollenden, Willst und kannst ja anders nicht; Denn wir sind in deinen Händen, Dein Herz ist auf uns gericht; Ob wir wohl von allen Leuten Als gefangen sind geacht, Weil des Kreuzes Niedrigkeiten Uns der Welt zum Spott gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, Da wir mit der Kreatur Seufzen, um Erlösung beten Von der sündigen Natur, Von dem Dienst der Eitelkeiten, Der uns an sich hält gebannt, Ungeacht der Geist in Zeiten Sich dem Höchsten zugewandt. 5. Ach erheb die matten Kräfte, Sich einmal zu reißen los Und durch alle Weltgeschäfte Durchzubrechen frei und bloß. Weg mit Menschenfurcht und Za⸗ gen, Weich, Vernunftbedenklichkeit! Fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, Fort des Fleisches Zärtlichkeit! 6. Wir verlangen keine Ruhe Für das Fleisch in Ewigkeit; Wie dus nötig findest, tue Noch vor unsrer Abschiedszeit; Aber unser Geist der bindet Dich im Glauben, läßt dich nicht, Bis er die Erlösung findet, Die dein treuer Mund verspricht. 7. Herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch dein Regiment; Führe deines Reiches Kriege, Mach der Sklaverei ein End. Ach die Last treibt uns zu rufen, Alle flehen wir dich an: Zeig uns nur die ersten Stufen Der gebrochnen Freiheitsbahn. 8. Ach wie teur sind wir er⸗ worben, Nicht der Menschen Knecht zu sein; Drum so wahr du bist gestorben, Mußt du uns auch machen rein, Rein und frei und ganz vollkom⸗ men, Nach dem besten Bild gebildt; Der hat Gnad um Gnad genom⸗ men, Wer aus deiner Füll sich füllt. 9. Liebe, zeuch uns in dein Ster⸗ ben, Laß mit dir gekreuzigt sein, Was dein Reich nicht kann er⸗ erben, Führ ins Paradies uns ein! Doch wohlan, du wirst nicht säumen, Laß uns nur nicht lässig sein; Werden wir doch als wie träumen, Wenn die Freiheit bricht herein. G. Arnold, 1 1714. Mel. V2¶ Ereuer Deiner Sieh doh Großer Tobt un Und ver Deine Ki Und dein 2. Du, Wir sind Menscher Wo nicht Zu der Und dich Für dein Und der 3. Es tr Deiner 2 Jesu, dei Deines L Und den Wir zu Dazu kar Deine M 4. Stär Den bei Fleisch un Und mit Uns zu Deine W Deiner K Und wir 5. Hilf Der Verf Der Verf Daß sie Nimm di Leit auch mach und Plagen, lichkeit! e Ruhe igkeit; tue edszeit; indet dich nicht, idet, verspricht. „Sieger, siege, giment; riege, End. zu rufen, Stufen tsbahn. wir er⸗ worben, t zu sein; gestorben, chen rein, vollkom⸗ men, zebildt; d genom⸗ men, ch füllt. dein Ster⸗ ben, sein, kann er⸗ erben, ein! rst nicht säumen, g sein; träumen, t herein. „1 1714. rrr....—.—..———.... Himmelfahrt. 123 188. Mel. Zion klagt mit Angst und Schmerzen. — Ereuer Hirte deiner Herde, Deiner Glieder starker Schutz, Sieh doch, wie die Asch und Erde, Großer Gott, mit Grimm und Trutz Tobt und wütet wider dich Und vermißt sich freventlich, Deine Kirche zu zerstören Und dein Erbteil zu verheeren. 2. Du, Herr, bist ja unser König, Wir sind dein mit Leib und Seel: Menschenhülf ist hier zu wenig, Wo nicht du, Immanuel, Zu der Deinen Rettung wachst Und dich selbst zu Felde machst, Für dein wahres Wort zu kämpfen Und der Feinde Rott zu dämpfen. 3. Es trifft deines Namens Ehre, Deiner Wahrheit Heiligtum, Jesu, deine Glaubenslehre, Deines Leidens Kraft und Ruhm Und den Dienst, den dir allein Wir zu leisten schuldig sein: Dazu kannst du ja nicht schweigen, Deine Machthand wirst du zeigen. 4. Stärke nur den schwachen Glauben, Den bei so betrübter Zeit Fleisch und Satan uns zu rauben Und mit Furcht und Blödigkeit Uns zu schrecken sind bemüht. Deine Weisheit kennt und sieht Deiner Kinder schwach Vermögen Und wird nicht zu viel auflegen. 5. Hilf den Deinen und bekehre Der Verfolger blindes Heer; Der Verfolgung steur und wehre, Daß sie uns nicht sei zu schwer. Nimm dich der Bedrängten an, Leit auch auf die rechte Bahn, Die noch jetzt durch Satans Lügen Sich selbst um ihr Heil betrügen. 6. Laß uns recht und redlich handeln Und, in Taubeneinfalt dir Ganz gelassen, heilig wandeln, Doch dabei uns klüglich hier Schicken in die böse Zeit Und vor falscher Heiligkeit, Auch der Feinde List und Wüten Uns mit Schlangenklugheit hüten. 7. Laß mit Beten und mit Wachen Stets uns stehn auf unsrer Hut Und nur dich, Herr, lassen machen, So wird alles werden gut. Jesus streitet für uns hier Und vertritt uns dort bei dir, Bis wir auf der neuen Erden Mit ihm triumphieren werden. Henriette K. v. Gersdorf, 4 1726. 189. Mel. Wunderbarer König. Unumschränkte Liebe, Gönne blöden Augen, Die sonst kaum auf Erden taugen, Daß sie in die Strahlen Deiner Langmut blicken, Die den Erdkreiswärmendschmücken Und zugleich Freudenreich Bösen und den Deinen Mit der Sonne scheinen. 2. Wasser, Luft und Erde, Ja dein ganz Gebiete Ist ein Schauplatz deiner Güte; Deiner Langmut Ehre Wird durch neue Proben Immer herrlicher erhoben. O wie weit, O wie breit 12⁴4 Pfingsten. Über Berg und Hügel Streckt sie ihre Flügel. ö 3. Was wir davon denken, Was wir sagen können, Ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden So viel Millionen Schulden, Und dazu Ohne Ruh Lieben für das Hassen, Herr, wer kann das fassen? 4. Du vergibest Sünde, Hörst der Sünder Flehen, Wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet Und erbarmt sich wieder, Legt die Pfeile gerne nieder, Obwohl doch Immer noch Neue Schuld sich reget, Wenn dein Zorn sich leget. 5. Herr, es hat noch keiner, Der zu dir gegangen, Statt der Gnade Recht empfan⸗ gen: Wer zu deinen Füßen Sich mit Tränen senket, Dem wird Straf und Schuld ge⸗ schenket. Unser Schmerz Rührt dein Herz, Und du willst der Armen Gnädig dich erbarmen. 6. König, sei gepriesen, Daß du so verschonest Und uns nicht nach Werken lohnest; Deiner Hand sei Ehre, Die so wohl regieret Und mit Ruhm das Sceepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmut auszuüben Und die Welt zu lieben. J. J. Rambach, 1 1735. X. Pfingsten. 190. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Dir jauchzet froh die Christen⸗ heit, Du Geist der Kraft und Herrlichkeit, Du aller Geister Leben. Als unsers Erbes Unterpfand Bist du vom Vater ausgesandt, Zum Tröster uns gegeben. Jesu Glieder Wirst du führen und regieren, deine Gnade Leit auch uns auf unserm Pfade. 2. O welch ein großer Tag erschien, Als man die Flammen sah erglühn Hell über jedem Haupte! Im Sturmwind tatest du dich kund, Dein Zeugnis heiligte den Bund Der Schar, die freudig glaubte. Mächtig Kamst du, Um die Schwachen stark zu machen, und erklungen Ist das Heil in allen Zungen. 3. O Dank fürso viel göttlich Licht, Das jede Finsternis durchbricht, Für himmlische Belebung! Und laß Sich hun Gné Hilf Gottes 6 Ewig de 5. Wir Geist Go Du woll. Geh fern Damit, Die Völk Füh Gnä Sie zur Geist de Mel. Geist d Des Gehr einer, empfan⸗ gen: chuld ge— schenket. en n lohnest; ter führet. „4+ 1735. yerschien, herglühn du dich kund, en Bund glaubte. imachen, rklungen ungen. lich Licht, chbricht, gl Pfingsten. 12 Den Menschenherzen alt und jung Schaffst Kräfte du zur Heiligung, Zu stiller Gottergebung. Preis dir, Dank dir, Daß du kräftig und geschäftig uns belehrest, Jesum Christum uns verklärest. 4. Auch wir, die Christus sich erkauft, Wir sind mit deiner Kraft getauft, Die Welt zu überwinden, Wirk in uns allen Lieb und Zucht Und laß in uns des Glaubens Frucht Sich hundertfältig finden. Gnädig Hilf du Gottes Erben einst im Sterben, daß sie droben Ewig deine Wunder loben. 5. Wir beugen unsern Geist an dir, Geist Gottes, alle flehen wir, Du wollest bei uns bleiben. Geh ferner aus in alle Welt, Damit, von deinem Licht erhellt, Die Völker alle gläuben; Führe Gnädig Sie zur Wahrheit und zur Klar⸗ heit, daß die Erde, Geist des Herrn, dein Tempel werde! K. A. Döring, 4 1844. 191. O du Liebe meiner Liebe. Geist des Glaubens, Geist der Stärke, Des Gehorsams und der Zucht Mel. Schöpfer aller Gotteswerke, Träger aller Himmelsfrucht, Geist, der einst der heilgen Männer, Kön'ge und Prophetenschar, Der Apostel und Bekenner Trieb und Kraft und Zeugnis war: 2. Rüste du mit deinen Gaben Auch uns schwache Kinder aus, Kraft und Glaubensmut zu haben, Eifer für des Herren Haus; Eine Welt mit ihren Schätzen, Menschengunst und gute Zeit, Leib und Leben dranzusetzen In dem großen, heilgen Streit. 3. Gib uns Abrahams gewisse, Feste Glaubenszuversicht, Die durch alle Hindernisse, Alle Zweifel siegend bricht, Die nicht bloß dem Gnadenbunde Trauet froh und unbewegt, Auch das Liebste jede Stunde Gott zu Füßen niederlegt. 4. Gib uns Josephs keusche ö Sitten, Wenn die Welt ohn Scham und Zucht Uns durch Dräuen und durch Bitten In ihr Garn zu ziehen sucht. Lehr uns fliehen, lehr uns meiden, Was der Seele bringt Gefahr, Hohn und Haß geduldig leiden, Gott getreu sein immerdar. 5. Gib uns Moses' brünstig Beten Um Erbarmung und Geduld, Wenn durch freches Übertreten Unser Volk häuft Schuld auf Schuld; Laß uns nicht mit kaltem Herzen Unter den Verirrten stehn, Nein, mit Moses' heilgen Schmer⸗ zen Für sie seufzen, weinen, flehn. 126 Pfingsten. 6. Gib uns Davids Mut, zu Kön'ge und Prophetenschar, streiten Mit den Feinden Israels, Sein Vertraun in Leidenszeiten Auf den Herren, seinen Fels, Feindeslieb und Freundestreue, Seinen königlichen Geist Und ein Herz, das voller Reue Gottes Gnade sucht und preist. 7. Gib Elias' heilge Strenge, Wenn den Götzen dieser Zeit Die verführte blinde Menge Tempel und Altäre weiht: Daß wir nie vor ihnen beugen Der Apostel und Bekenner, Auch bei uns werd offenbar! Ph. Spitta, 4 1859. 192. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. Geist des Herrn, dein Licht allein Muß der Kirche leuchten, Sonst wird eignen Wahnes Schein Uns wie Wahrheit deuchten. Haupt und Knie, auch nicht zum Schein, Sondern fest als deine Zeugen Dastehn, wenn auch ganz allein. 8. Gib uns der Apostel hohen, Ungebeugten Zeugenmut, Aller Welt trotz Spott und Drohen Zu verkünden Christi Blut. Laß die Wahrheit uns bekennen, Die uns froh und frei gemacht; Gib, daß wirs nicht lassen können, Habe du die Übermacht! 9. Gib gleich Stephanus uns Frieden Mitten in der Angst der Welt, Wenn das Los, das uns be⸗ schieden, In den schwersten Kampf uns stellt; In dem wildesten Getümmel Gib uns Glaubensheiterkeit; Offn im Sterben uns den Himmel, Zeig uns Jesu Herrlichkeit. 10. Geist des Glaubens, Geist der Stärke, Des Gehorsams und der Zucht, Schöpfer aller Gotteswerke, Träger aller Himmelsfrucht, Geist, du Geist der heilgen Männer, Dann entzweit Leerer Streit, Die auf deine Lehren Einzig sollen hören. 2. Lehr uns treu, du Geist des Herrn, Nach der Wahrheit ringen, Alle Menschenmeinung gern Dir zum Opfer bringen. Wer sind wir? Drum nur dir Bleibe Kraft und Ehre Reiner Gotteslehre. 3. Lehr uns auch bei deinem Schein Unsre Schwäche prüfen; Ohne dich dringt niemand ein In des Herzens Tiefen. Nur die hier Schon aus dir Sind aufs neu geboren, Offnen Aug und Ohren. 4. Was den Frieden Gottes mehrt, Das mach allen wichtig; Was den Stolz des Wissens nährt, Sei uns klein und nichtig. Eins ist notl Himmelsbrot Laß uns niemals fehlen; Wohl dann unsern Seelen! 5. Der l Ihn hilf Und ihn Vor der Wal Star Müssen f All um 6. Ihn Seiner X Daß als Sich sein Aller Bau Himmel Christi K Mel. Fre Geistve Du, der Und von Auf die Steh mit Daß ich Und mein Mög ein 2. Laß Deine W Wenn icl Deine W Lenke kré Auf das Lehrst du Werd ich 3. Heili Durch di Daß ich Und ihm Voll Ver Seinen em Zorn. ht allein Schein ten. zeist des Herrn, n/ ern deinem Schein d ein mehrt, Pfingsten. 12⁷ 5. Der das Haupt der Kirche ist, Ihn hilf uns bekennen Und ihn unsern Herrn und Christ Vor der Welt auch nennen. Wahr und frei, Stark und treu Müssen sich die Seinen All um ihn vereinen. 6. Ihn verklär in deiner Kraft Seiner Boten Lehre, Daß als Christi Jüngerschaft Sich sein Volk bewähre. Aller Welt Bau zerfällt; Himmel selbst vergehen: Christi Kreuz muß stehen. K. B. Garve, 4 1841. 193. Mel. Freu dich sehr o meine Seele. Geist vom Vater und vom Sohne, Du, der unser Tröster ist Und von Gottes ewgem Throne Auf die Gläubgen sich ergießt, Steh mit deiner Kraft mir bei, Daß ich Gott geweihet sei, Und mein Herz schon hier auf Erden Mög ein Tempel Gottes werden. 2. Laß auf jedem meiner Wege Deine Weisheit mit mir sein, Wenn ich bange Zweifel hege, Deine Wahrheit mich erfreun. Lenke kräftig meinen Sinn Auf das Wohl der Seele hin; Lehrst du mich das Rechte wählen, Seinen Willen zu vollbringen, Müsse mir durch dich gelingen. 4. Warne mich, so oft zu Sünden Mein Gemüt versuchet wird; Laß mich bald den Rückweg finden, Hab ich mich von dir verirrt. Nimm in deine Zucht mein Herz, Wirk in mir der Reue Schmerz, Daß ich mich in Demut beuge Und den Sinn zur Beßrung neige. 5. Treib mich kräftig zum Gebete, Wenn mir Hülfe nötig ist, Daß zu Gottes Thron ich trete Durch den Mittler Jesus Christ; Hilf mir gläubig auf ihn schaun Und auf sein Verdienst nur baun, Daß ich mög auf mein Verlangen Gnad um Gnad von ihm emp⸗ fangen. 6. In des Lebens Müh und Leiden Steh mit deinem Trost mir bei, Daß ich überall mit Freuden Gottes Führung folgsam sei. Gib mir ein gelaßnes Herz, Laß mich selbst im Todesschmerz Deines Trostes Kraft empfinden Und einst siegreich überwinden. Nach G. Hoffmann, 1 1712. 194. Mel. Jesu komm doch selbst zu mir. Geist vom Vater und vom Sohn, Weihe dir mein Herz zum Thron, Schenke dich mir immerdar, Werd ich nie das Heil verfehlen. 3. Heilige des Herzens Triebe, Durch die Gnade schaff es neu, Daß ich Gott vor allem liebe Und ihm kindlich dankbar sei. Voll Vertraun auf ihn zu sehn, Seinen Namen zu erhöhn, So wie heut der frommen Schar. 2. Geist der Wahrheit, leite mich; Eigne Leitung täuschet sich, Daß sie leicht des Ziels verfehlt Und statt Heil sich Unglück wählt. 3. Geist des Glaubens, stärk in mir Solchen Glauben für und für, 128 Pfingsten. Der mich Christo einverleibt Und zu guten Werken treibt. 4. Geist des Betens, steh mir bei, Wenn ich um Errettung schrei; Mach mein Bitten freudig, rein, So wirds auch erhörlich sein. 5. Geist der Lieb, erweck in mir Guter Gaben Füll und Zier, Daß ich hilfreich, mild und treu, Deiner Gnade Werkzeug sei. 6. Geist der Heiligung, verklär Jesum in mir mehr und mehr; Mindre stets, was mich befleckt, Mehre, was du selbst erweckt. 7. Geist des Trostes, tröste mich Durch dein Zeugnis innerlich; Wenn mir mein Gewissen droht, Hilf mir aus der Seelennot. 8. Geist der Hoffnung, rufe du Meiner Seel ermunternd zu, Daß ich deiner stets mich freu Und in Hoffnung selig sei. H. J. Tode, 4 1797. 195. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. Gott Vater, sende deinen Geist, Den uns dein Sohn erbitten heißt, Aus deines Himmels Höhen; Wir bitten, wie er uns gelehrt, Laß uns doch ja nicht unerhört Von deinem Throne gehen. 2. Kein Menschenkind hier auf der Erd Ist dieser edlen Gabe wert, Bei uns ist kein Verdienen; Hier gilt gar nichts als Lieb und Gnad, Die Christus uns verdienet hat Mit Büßen und Versühnen. 3. Es jammert deinen Vatersinn Der große Jammer, da wir hin Durch Adams Fall gefallen. Durch dieses Fallen ist die Macht Des bösen Geistes leider bracht Auf ihn und auf uns alle. 4. Dein Geist hält unsers Glau⸗ bens Licht, Wenn alle Welt dawider ficht Mit Sturm und vielen Waffen; Und wenn auch gleich der Fürst der Welt Selbst wider uns sich legt ins Feld, So kann er doch nichts schaffen. 5. Der Geist, den Gott vom Himmel gibt, Der leitet alles, was ihn liebt, Auf wohlgebahnten Wegen; Er setzt und richtet unsern Fuß, Daß er nicht anders treten muß, Als wo man findt den Segen. 6. Er macht geschickt und rüstet aus Die Diener, die des Herren Haus In diesem Leben bauen; Er ziert ihr Herz, Mund und Ver⸗ stand Und läßt sie, was sonst unbekannt, Zu unserm Besten schauen. 7. Er öffnet unsers Herzens Tor, Wenn sie sein Wort in unser Ohr Als edlen Samen streuen, Gibt Kraft dem ausgestreuten Wort, Läßt es in Segen wachsen fort Und auch zur Frucht gedeihen. 8. Er lehret uns die Furcht des Herrn, Liebt Reinigkeit und wohnet gern In frommen, keuschen Seelen; Was niedrig ist, was Tugend ehrt, Was Buße tut und sich bekehrt, Das pflegt er zu erwählen. 9. Er if Und steh Vor dem Er linder Läßt uns Getrost u 10. O s Läßt dies In seiner Wer ihn Den wird In Gotte 11. Nun Hör uns Uns aller Gib dein Regiere 1 Im ewge Mel. Waru Bewbster Geist Sei Salbe Ch Er, der n Chri Dein Seinem 2 2. Schöp Jede Jede Ist ohn Ach das Wer Wie Treu zu Vatersinn mwir hin Ulen. die Macht bracht Ale. ers Glau⸗ ens Licht, r ficht Waffen: der Fürst der Welt ins Feld, schaffen. zott vom imel gibt, n liebt, gen; ern Fuß, eten muß, Segen. ind rüstet aus ren Haus und Ver⸗ stand nbekannt, ien. zens Tor, inser Ohr n, gestreuten Wort, sen fort edeihen. urcht des Herrn, hnet gern Seelen; gend ehrt, bekehrt, len. Pfingsten. 129 9. Er ist und bleibet stets getreu Und steht uns auch im Tode bei, Vor dem nichts kann bestehen; Er lindert unsre letzte Qual, Läßt uns den Weg zum Himmels⸗ saal Getrost und fröhlich gehen. 10. O selig, wer in dieser Welt Läßt diesen hohen Gast das Zelt In seiner Seel aufschlagen! Wer ihn aufnimmt in dieser Zeit, Den wird er dort zur ewgen Freud In Goties Hütte tragen. 11. Nun Herr und Vater aller Güt, Hör unsern Wunsch: geuß ins ö Gemüt Uns allen diese Gabe; Gib deinen Geist, der uns allhier Regiere und dort für und für Im ewgen Leben labe! P. Gerhardt, 4 1676. 196. Mel. Warum sollt ich mich denn grämen. B'wbter Tröster, komm her⸗ nieder, Geist des Herrn, Sei nicht fern, Salbe Christi Glieder. Er, der nie sein Wort gebrochen, Christus hat Deinen Rat Seinem Volk versprochen. 2. Schöpfer unsers neuen Lebens, Jeder Schritt, Jeder Tritt Ist ohn dich vergebens. Ach das Seelenwerk ist wichtig; Wer ist wohl, Wie er soll, Treu zu handeln tüchtig? 3. Weck uns auf vom Sünden⸗ schlafe, Rette doch Heute noch Die verlornen Schafe; Reiß die Welt aus dem Verderben, Laß sie nicht Im Gericht Der Verstockung sterben. 4. Geist der Wahrheit, gib uns allen Durch dein Licht Unterricht, Wie wir Gott gefallen. Lehr uns recht zum Vater treten, Sei uns nah Und sprich: Ja, Wenn wir gläubig beten. 5. Hilf den Kampf des Glau⸗ bens kämpfen, Gib uns Mut, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen. Laß nicht Trübsal, Angst und Leiden, Kreuz und Not, Pein und Tod Uns von Jesu scheiden. 6. Hilf uns nach dem Kleinod streben, Mach uns treu, Ohne Scheu Jesu ganz zu leben. Laß uns niemals stille stehen, Treib uns an, Froh die Bahn Seines Heils zu gehen. 7. Sei in Schwachheit unsre Stütze, Gib im Streit Freudigkeit, Trost in Trübsalshitze. 130⁰ Pfingsten. Führ, wenn Gott uns nach dem Leide Sterben heißt, Unsern Geist Freudig in die Freude. E. Liebich, 4 1780. 197. Momm heiliger Geist, Herre Gott, Erfüll mit deiner Gnaden Gut Deiner Gläubigen Herz, Mut und Sinn, Dein brünstig Lieb entzünd in ihn'n. O Herr, durch deines Lichtes Glanz Zum Glauben du versammelt hast Das Volk aus aller Welt Zungen; Das sei dir, Herr, zu Lob gesungen. Hallelujah, Hallelujah. 2. Du heiliges Licht, edler Hort, Laß uns leuchten des Lebens Wort Und lehre uns Gott recht erkennen, Von Herzen Vater ihn nennen. O Herr, behüt vor fremder Lehr, Daß wir nicht Meister suchen mehr, Denn Jesum mit rechtem Glauben Und ihm aus ganzer Macht ver⸗ trauen. Hallelujah, Hallelujah. 3. Du heilige Glut, süßer Trost, Nun hilf uns fröhlich und getrost In deinem Dienst beständig blei⸗ ben, Daß Trübsal uns nicht abtreiben. O Herr, durch dein Kraft uns bereit Und stärk des Fleisches Blödigkeit, Daß wir hier ritterlich ringen, Durch Tod und Leben zu dir dringen. Hallelujah, Hallelujah. Dr. M. Luther, 4 1546. 198. 21 o komm, du Geist des Lebens, Wahrer Gott von Ewigkeit! Deine Kraft sei nicht vergebens, Sie erfüll uns jederzeit, So wird Geist und Licht und Schein In dem dunkeln Herzen sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, Daß wir anders nichts beginnen, Denn nur was dein Wille sucht; Dein Erkenntnis werde groß Und mach uns vom Irrtum los. 3. Zeige, Herr, die Wohlfahrts⸗ stege; Was getan ist wider dich, Räume ferner aus dem Wege, Schlecht und recht behüte mich; Wirke Reu an Sünden Statt, Wenn der Fuß gestrauchelt hat. 4. Laß dein Zeugnis uns emp⸗ finden, Daß wir Gottes Kinder sind, Die auf ihn allein sich gründen, Wenn sich Not und Drangsal findt; Denn des Vaters liebe Rut Ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten Frei mit aller Freudigkeit, Seufz auch in uns, wenn wir beten, Und vertritt uns allezeit, So wird unsre Bitt erhört Und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange, Daß das Herz oft rufen muß: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange? O so ma Sprich d Und gib 7. O D Du gewi Fördre i Und wen Schenk ur Und erhe 8. Herr Daß kein Uns dens Du bist Sagt das Laß dein 9. Wenn So versie Als des Jener He Die Gott Und die Nun bit Um den re Daß er un Wenn wi Erba 2. Du Lehr un Daß wir Der uns Erba Geist des Lebens, keitl! rgebens, icht und Schein sein. d Sinnen nd Zucht, ohlfahrts⸗ stege; Wege, e mich; Statt, helt hat. uns emp⸗ finden, sind, gründen, gsal findt; Rut zu ihm treten it, wir beten, muß: Sott, wie lange? Pfingsten. 131 O so mache den Beschluß, Sprich der Seele tröstlich zu Und gib Mut, Geduld und Ruh. 7. O du Geist der Kraft und Stärke, Du gewisser, neuer Geist, Fördre in uns deine Werke, Und wenn Satan Macht beweist, Schenk uns Waffen in dem Krieg Und erhalt in uns den Sieg. 8. Herr, bewahr uns unsern Glauben, Daß kein Teufel, Tod noch Spott Uns denselben möge rauben: Du bist unser Schutz und Gott; Sagt das Fleisch gleich immer nein, Laß dein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir endlich sollen sterben, So versichre uns je mehr Als des Himmelreiches Erben Jener Herrlichkeit und Ehr, Die Gott gibt durch Jesum Christ, Und die unaussprechlich ist. H. Held, um 1650. 199. Nun bitten wir den heiligen Geist Um den rechten Glauben allermeist, Daß er uns behüte an unserm Ende, Wenn wir heimfahrn aus diesem Elende. Erbarm dich, Herr! 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein, Lehr uns Jesum Christ kennen allein, Daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, Der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Erbarm dich, Herr! 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, Laß uns empfinden der Liebe Brunst, Daß wir uns von Herzen ein⸗ ander lieben Und im Frieden auf einem Sinn bleiben. Erbarm dich, Herr! 4. Du höchster Tröster in aller Not, Hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, Daß in uns die Sinne nimmer verzagen, Wenn der Feind wird das Leben verklagen. Erbarm dich, Herr! Dr. M. Luther, 4 1546. (V. 1 um 1200.) 200. Mel. Freu dich sehr o meine Seele. 0 du allersüß'ste Freude, O du allerschönstes Licht, Der du uns in Lieb und Leide Unbesuchet lässest nicht, Geist des Höchsten, höchster Fürst, Der du hältst und halten wirst Ohn Aufhören alle Dinge, Höre, höre, was ich singel! 2. Du bist ja die beste Gabe, Die ein Mensch je nennen kann. Wenn ich dich erwünsch und habe, Geb ich alles Wünschen dran. Ach ergib dich, komm zu mir In mein Herze, das du dir, Da ich in die Welt geboren, Selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst als ein milder Regen Ausgegossen von dem Thron, Bringst uns nichts als lauter Segen 32 132 Pfingsten. Von dem Vater und dem Sohn. Laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast Und verteilst nach deinem Willen, Meine ganze Seel erfüllen. 4. Du bist weise, voll Verstandes, Das Geheimste ist dir kund, Hast gezählt den Staub des San⸗ des Und durchschaut des Meeres Grund: Nun du weißt auch zweifelsfrei, Wie verderbt und blind ich sei, Drum gib Weisheit, gib uns allen, Daß wir mögen Gott gefallen. 5. Du bist heilig und zu finden, Wo man rein und heilig ist, Fliehst hingegen Schand und Sünden, Weil du lauter Reinheit bist: Mache mich, o Gnadenquell, Rein und züchtig, keusch und hell; Laß mich fliehen, was du fliehest, Gib mir, was du gerne siehest. 6. Deine Huld hat keine Schran⸗ ken, Du bist fromm und sanften Muts, Bleibst im Lieben ohne Wanken, Tust uns Bösen alles Guts; Ach verleih und gib mir auch Diesen edlen Sinn und Brauch, Daß ich Freund und Feinde liebe, Keinen, den du liebst, betrübe. 7. O mein Hort, ich bin zufrieden, Wenn du nur nicht weichst von mir, Bleib ich von dir ungeschieden, Bin ich stets getrost in dir. Laß mich sein dein Eigentum, Ich versprech hinwiederum, Hier und dort all mein Vermögen Dir zu Ehren anzulegen. 8. Allem will ich gern entsagen, Was dir deinen Ruhm entreißt, Und mein Herz soll immer fragen Nur nach dem, was du verleihst. Was der Satan will und sucht, Will ich hassen als verflucht, Ich will seinen schnöden Wegen Mich mit Ernst zuwiderlegen. 9. Wohl mir, wenn nur du mich stärkest Und mir treulich stehest bei; Hilf, mein Helfer, wo du merkest, Daß mir Hülfe nötig sei, Brich des Fleisches bösen Sinn, Nimm den alten Willen hin, Daß er sich in dir erneue, Und mein Gott sich meiner freue. 10. Sei mein Retter, halt mich eben, Wenn ich sinke, sei mein Stab; Wenn ich sterbe, sei mein Leben, Wenn ich liege, sei mein Grab; Wenn ich wieder aufersteh, O so hilf mir, daß ich geh Hin, wo du in ewgen Freuden Wirst die Auserwählten weiden. P. Gerhardt, 4 1676. 201. Mel. Erquicke mich du Heil der Sünder. 0 Gott, o Geist, o Licht des Le⸗ bens, Das uns im Todesschatten scheint, Du scheinst und lockst so lang vergebens, Weil Finsternis dem Lichte feind. O Geist, dem keiner kann entgehen, Dich laß ich gern mein Herze sehen. 2. Entdecke alles und verzehre, Was nicht in deinem Lichte rein, Wenn mirs gleich noch so schmerz⸗ lich wäre; Folgt do Du wirst In Jesu 3. Ich ka Das ist d Du mußt Sonst hill O Geist, f Ich kann 4. Du Od Durchweh Füll mich Und da, Laß Glaul In Geist 5. Mein Sei kindlic Bewahrm Untadelig Dein in m Laß mich se 6. O Ge Eröffnet u Aus Gott Nun quill. Ich öffner Hin zu der Ich(e entsagen, entreißt, er fragen verleihst. 1d sucht, lucht, 1 Wegen legen. rdu mich stärkest bei; 1merkest, „ n Sinn, hin, ue, ner freue. mich eben, 1 Stab; in Leben, Grab; teh, geh Freuden weiden. „+ 1676. er Sünder. t des Le⸗ bens, en scheint, so lang ergebens, hte feind. entgehen, rze sehen. berzehre, chte rein, schmerz⸗ ich wäre; Pfingsten. 133 Folgt doch die Wonne nach der ein: Du wirst mich aus dem finstern Alten In Jesu Klarheit umgestalten. 3. Ich kann nicht selbst der Sünde steuern, Das ist dein Werk, du Quell des Lichts; Du mußt von Grund aus mich erneuern, Sonst hilft mein eignes Trachten nichts. O Geist, sei meines Lebens Leben: Ich kann mir selbst kein Gutes geben. 4. Du Odem aus der ewgen Stille, Durchwehe sanft der Seele Grund, Füll mich mit aller Gottesfülle, Und da, wo Sünd und Greuel stund, Laß Glauben, Lieb und Ehrfurcht grünen, In Geist und Wahrheit Gott zu dienen. 5. Mein Wirken, Wollen und Beginnen Sei kindlich folgsam deinem Trieb; Bewahr mein Herz und alle Sinnen Untadelig in Gottes Lieb; Dein in mir Beten, Lehren, ben en Laß mich auf keine Weise dämpfen. 6. O Geist, o Strom, der uns vom Sohne Eröffnet und kristallenrein Aus Gottes und des Lammes Throne Nun quillt in stille Herzen ein, Ich öffne meinen Mund und sinke Hin zu der Quelle, daß ich trinke. 7. Ich laß mich dir und bleib indessen, Von allem abgekehrt, dir nah; Ich will die Welt und mich ver⸗ gessen, Dies innigst glauben: Gott ist dal O Gott, o Geist, o Licht des Le⸗ bens, Man harret deiner nie vergebens. G. Tersteegen, 4 1769. 202. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 0 heilger Geist, kehr bei uns ein Und laß uns deine Wohnung sein, O komm, du Herzenssonne! Du Himmelslicht, laß deinen Schein Bei uns und in uns kräftig sein Zu steter Freud und Wonne. Sonne, Wonne, Himmlisch Leben willst du geben, wenn wir beten; Zu dir kommen wir getreten. 2. Du Quell, draus alle Weis⸗ heit fleußt, Die sich in fromme Seelen geußt, Laß deinen Trost uns hören, Daß wir in Glaubenseinigkeit Auch können aller Christenheit Dein wahres Zeugnis lehren. Höre, Lehre, Daß wir können Herz und Sin⸗ nen dir ergeben, Dir zum Lob und uns zum Le⸗ ben. 3. Steh uns stets bei mit dei⸗ nem Rat Und führ uns selbst den rechten Pfad, Die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Beständigkeit, daß wir 13⁴ Pfingsten. Getreu dir bleiben für und für, Wenn wir auch leiden müssen. Schaue, Baue, Was zerrissen und beflissen, dich zu schauen, Und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft Empfinden und zur Ritterschaft Dadurch gestärket werden, Auf daß wir unter deinem Schutz Begegnen aller Feinde Trutz Mit freudigen Gebärden. Laß dich Reichlich Auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, Von Gott dem Vater und dem Alles Unglück überwinden. 5. O starker Fels, o Lebenshort, Laß uns dein himmelsüßes Wort In unsern Herzen brennen, Daß wir uns mögen nimmermehr Von deiner weisheitsreichen Lehr Und treuen Liebe trennen. Fließe, Gieße Deine Güte ins Gemüte, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 6. Du süßer Himmelstau, laß dich In unsre Herzen kräftiglich Und schenk uns deine Liebe, Daß unser Sinn verbunden sei Dem Nächsten stets mit Liebestreu Und sich darinnen übe. Kein Neid, Kein Streit, Dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit Wir führen unsre Lebenszeit, Sei unsers Geistes Stärke, Daß uns forthin sei unbewußt Die Eitelkeit, des Fleisches Lust Und seine toten Werke. ö Rühre, Führe Unser Sinnen und Beginnen von der Erden, Daß wir Himmelserben werden. M. Schirmer, 1 1673. 203. 0 heiliger Geist, o heiliger Gott, Du Tröster wert in aller Not, Du bist gesandt vom Himmels⸗ thron Sohn, O heiliger Geist, o heiliger Gott! 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott, Gib uns die Lieb zu deinem Wort; Zünd an in uns der Liebe Flamm, Danach zu lieben allesamt, O heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gottl Mehr unsern Glauben immerfortl An Christum niemand glauben kann, Es sei denn durch dein Hülf ge⸗ an, O heiliger Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gottl Erleucht uns durch dein göttlich Wort: Lehr uns den Vater kennen schon, Dazu auch seinen lieben Sohn, O heiliger Geist, o heiliger Gottl 5. O heiliger Geist, o heiliger Gottl Du zeigst den Weg zur psoet ort; Laß uns hier kämpfen ritterlich Und zu O heilige 6. O h Verlaß u Wir sage Allzeit u O heilige Mel HBahmüs Lasset Bl Zündet! Denn de Hat sich Machet i Nehmt ih Euch mi Und den 2. Tröst Siegel de Geist vol Starker Sanfter Licht auf Gib uns Laß uns Zur Gen 3. Laß Wenn w Führ der Gib uns Wenn ve Sprich d Gib uns Tröst un Bei der 4. Gold Schütte! Auf das bewußt hes Lust innen von der Erden, werden. r, + 1673. iger Gott, er Not, Himmels⸗ thron und dem Sohn, iger Gott!l liger Gott, iem Wort; de Flamm, imt, iger Gott!l liger Gottl mmerfortl glauben kann, iger Gotti liger Gottl in göttlich Wort: nen schon, nSohn, iger Gottl liger Gottl Himmels⸗ pfort; ritterlich Pfingften. 13⁵ Und zu dir dringen seliglich, O heiliger Geist, o heiliger Gott! 6. O heiliger Geist, o heiliger Gott, Verlaß uns nicht in Not und Tod. Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank Allzeit und unser Leben lang, O heiliger Geist, o heiliger Gott! 1638. 204. Mel. Jesu meine Freude. Bahmückt das Fest mit Maien, Lasset Blumen streuen, Zündet Opfer an; Denn der Geist der Gnaden Hat sich eingeladen, Machet ihm die Bahn. Nehmt ihn ein, so wird sein Schein Euch mit Licht und Heil erfüllen Und den Kummer stillen. 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, Starker Gottesfinger, Sanfter Friedensbringer, Licht auf unserm Pfad: Gib uns Kraft und Lebenssaft, Laß uns deine teuren Gaben Zur Genüge laben. 3. Laß die Herzen brennen, Wenn wir Jesum nennen, Führ den Geist empor; Gib uns Kraft zu beten; Wenn vor Gott wir treten, Sprich du selbst uns vor; Gib uns Mut, du höchstes Gut, Tröst uns kräftiglich von oben Bei der Feinde Toben. 4. Goldner Himmelsregen, Schütte deinen Segen Auf das Kirchenfeld; Lasse Ströme fließen, Die das Land begießen, Wo dein Wort hinfällt, Und verleih, daß es gedeih; Hundertfältig Frucht zu bringen Laß ihm stets gelingen. 5. Schlage deine Flammen UÜber uns zusammen, Wahre Liebesglut; Laß dein sanftes Wehen Auch bei uns geschehen, Dämpfe Fleisch und Blut; Laß uns doch am Sündenjoch Nicht mehr wie vor diesem ziehen Und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, Führ uns ein und aus; Wohn in unsrer Seele, Unser Herz erwähle Dir zum eignen Haus; Wertes Pfand, mach uns bekannt, Wie wir Jesum recht erkennen Und Gott Vater nennen. 7. Hilf das Kreuz uns tragen Und in finstern Tagen Sei du unser Licht; Trag nach Zions Hügeln Uns mit Glaubensflügeln Und verlaß uns nicht, Wenn der Tod, die letzte Not, Will mit uns zu Felde liegen, Daß wir fröhlich siegen. 8. Laß uns hier indessen Nimmermehr vergessen, Daß wir Gott verwandt; Dem laß uns stets dienen Und im Guten grünen Als ein fruchtbar Land, Bis wir dort, du werter Hort, Bei den grünen Himmelsmaien Ebwig uns erfreuen. B. Schmolck, 4 1737. 136 Pfingsten. I 205. Mel. Unser Herrscher, unser König. Htrahl der Gottheit, Kraft der Höhe, Geist der Gnaden, wahrer Gott, Höre, wie ich Armer flehe, Das zu geben, was mir not; Laß den Ausfluß deiner Gaben Auch mein dürres Herze laben. 2. Glaube, Weisheit, Rat und Stärke, Furcht, Erkenntnis und Verstand, Das sind deiner Gottheit Werke, Dadurch wirst du uns bekannt; Dadurch weißt du recht zu lehren, Wie wir Gott und Jesum ehren. 3. Teurer Lehrer, Gottes Finger, Lehr und schreibe deinen Sinn Auch ins Herz mir, deinem Jünger, Nimm mich ganz zu eigen hin, Daß ich dann von deiner Fülle Reichlich lerne, was dein Wille. 4. Laß das Feuer deiner Liebe Rühren meine Zung und Mund, Daß ich auch mit heißem Triebe Gottes Taten mache kund; Laß es selbst mein Herz entzünden Und verzehren alle Sünden. 5. Leg hingegen meiner Seele Deine heilge Salbung bei, Daß, geweiht mit deinem Ole, Auch mein Leib dein Tempel sei; Bleib auch bei mir, wenn ich sterbe, Daß ich Christi Reich ererbe. 6. Strahl der Gottheit, Kraft der Höhe, Geist der Gnaden, wahrer Gott, Höre, wie ich Armer flehe, Das zu geben, was mir not; Laß den Ausfluß deiner Gaben Auch mein dürres Herze laben. Berlin 1713. 206. Mel. Aus meines Herzens Grunde. Zeuch ein zu deinen Toren, Sei meines Herzens Gast, Der du, da ich geboren, Mich neu geboren hast, O hochgeliebter Geist Des Vaters und des Sohnes, Mit beiden gleiches Thrones, Mit beiden gleich gepreist! 2. Zeuch ein, laß mich empfinden Und schmecken deine Kraft, Die Kraft, die uns von Sünden Hülf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, Daß ich mit reinem Geiste Dir Ehr und Dienste leiste, Die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein wilder Reben, Du hast mich gut gemacht; Der Tod durchdrang mein Leben, Du hast ihn umgebracht, Mit Segen mich geschmückt, Mir schon im Wasserbade Versiegelt Gottes Gnade, Die mich im Tod erquickt. 4. Du bist das heilge Ole, Dadurch gesalbet ist Mein Leib und meine Seele Dem Herren Jesu Christ Zum wahren Eigentum, Zum Priester und Propheten, Zum König, den in Nöten Gott schützt vom Heiligtum. 5. Du bist ein Geist, der lehret, Wie man recht beten soll; Dein Beten wird erhöret, Dein Singen klinget wohl; Es steiget himmelan Und hört nicht auf mit Flehen, Bis der läßt Hülfe sehen, Der allen helfen kann. 6 Du! Vom Ti Erleucht Mit dei Ach ja, Hast du Mir au Zum gü 7. Du Ein Fre Willst en Zorn, 3 Der Fei Willst,! Sich wi Was vo 8. Du, Die gan Kannst Wie dir So gib Zu Frie Verknüf Was sie 9. Bese Bau un Steh ih Schmüc Die Alt Mel. Erl Brum Und öfft Aus dei Dein ho Grunde. oren, st, ohnes, ones, st! mpfinden aft, Sünden afft. 7 7 ein Leben, t, zückt, de heten, ten tum. der lehret, l; et, ohl; Flehen, n, Trinitatisfest. 137⁷ 6 Du bist ein Geist der Freuden, Mit Frömmigkeit die Jugend, Vom Trauern hältst du nicht, Mit Gottesfurcht und Tugend Erleuchtest uns im Leiden Das Volk im ganzen Land. Mit deines Trostes Licht.. ö Ach ja, wie manchesmal 10. Erfülle die Gemüter Hast du mit süßen Worten Mit reiner Glaubenszier, Mir aufgetan die Pforten Die Häuser und die Güter Zum güldnen Freudensaal! Wert ib85 für und für; . Du bist ein Geist der Liehe, Der sich dir widersehet; Ein Freund der Freundlichkeit, Und, was dein Herz ergötzet Willst nicht, daß uns betrübe Aus unserm Herzen reißt Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit; Der Feindschaft Feind du bist, 11. Gib Freudigkeit und Stärke, Willst, daß in Liebesflammen Zu stehen in dem Streit, Sich wieder tu zusammen, Den Satans Reich und Werke Was voller Zwietracht ist. Uns täglich anerbeut; 8. Du, Herr, hast selbst in Händen Dunntt wün Hnenn Die ganze weite Welt, mun wir mmwinden,. Kannst Menschenherzen wenden, Und ja zum Dienst der Sünden Wie dir es wohl gefällt; Kein Christ ergebe sich. So gib doch deine Gnad Zu Fried und Liebesbanden, Verknüpf in allen Landen, Was sich getrennet hat. 9. Beschirm die Obrigkeiten, Wenns mit uns hier wird aus: Bau unsers Fürsten Thron, So hilf uns fröhlich sterben Steh ihm und uns zur Seiten, Und nach dem Tod ererben Schmück als mit einer Kron Des ewgen Lebens Haus. Die Alten mit Verstand, P. Gerhardt, 4 1676. 12. Richt unser ganzes Leben Allzeit nach deinem Sinn, Und wenn wirs sollen geben In Todes Arme hin, XI. Crinitatisfest. 2. Der Herr, der Schöpfer, bei 207. uns bleib, Mel. Erhalt uns Herr bei deinem Wort. Er segne uns nach Seel und Leib, 4. Mos. 6 24—26. Und uns behüte seine Macht Vor allem Übel Tag und Nacht. Brunn alles Heils, dich ehren wir Und öffnen unsern Mund vor dir; 3. Der Herr, der Heiland, unser Aus deiner Gottheit Heiligtum Licht, Dein hoher Segen auf uns komm. Uns leuchten laß sein Angesicht, 138 Trinitatisfest. Daß wir ihn schaun und 90 fren rei, Daß er uns ewig gnädig sei. 4. Der Herr, der Tröster, ob uns schweb, Sein Antlitz über uns erheb, Daß uns sein Bild werd ein⸗ gedrückt, Und geb uns Frieden unverrückt. 5. Jehova, Vater, Sohn und Geist, O Segensbrunn, der ewig fleußt, Durchfleuß Herz, Sinn und Wan⸗ del wohl, Mach uns deins Lobs und Se⸗ gens voll! G. Tersteegen, 4 1769. 208. Mel. Nun danket alle Gott. Galobet sei der Herr, Mein Gott, mein Licht, mein Leben, Mein Schöpfer, der mir hat Mein Leib und Seel gegeben, Mein Vater, der mich schützt Von Mutterleibe an, Der alle Augenblick Viel Guts an mir getan. 2. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, mein Heil, mein Leben, Des Vaters liebster Sohn, Der sich für mich gegeben, Der mich erlöset hat Mit seinem teuren Blut, Der mir im Glauben schenkt Das allerhöchste Gut. 3. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, mein Trost, mein Leben, Des Vaters werter Geist, Den mir der Sohn gegeben, Der mir mein Herz erquickt, Der mir gibt neue Kraft, Der mir in aller Not Rat, Trost und Hülfe schafft. 4. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, der ewig lebet, Den alles lobt und preist, Was durch ihn lebt und webet: Gelobet sei der Herr, Des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn Und Gott der werte Geist. J. Olearius, + 1684. 209. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. HBallelujah! Lob, Preis und Ehr Sei unserm Gott je mehr und mehr Für alle seine Werke; Von Ewigkeit zu Ewigkeit Sei in uns allen ihm bereit Dank, Weisheit, Kraft und Stärkel Klinget, Singet: Gnädig, herrlich, heilig, heilig, heilig ist Gott, Unser Gott, der Herr Zebaoth! 2. Hallelujah! Preis, Ehrund Macht Sei auch dem Gotteslamm gebracht, In dem wir sind erwählet, Das uns mit seinem Blut erkauft, Damit besprenget und getauft Und sich mit uns vermählet. Heilig, Selig Ist die Freundschaft und Gemein⸗ schaft, die wir haben Und darinnen uns erlaben. 3. Hallelujah! Gott heilger Geist Sei ewiglich von uns gepreist, Durch den wir neu geboren, Der uns mit Glauben ausgeziert, Gnädig Unser Mel. Hend Da ich Daß, u Ich im Lehre 2 Und di 2. Me Daß ic Daß, u Mir ar Sprich Dich zꝛ 3. He Und en Daß ic Voller Brich d Aus de rgenstern. und Ehr iehr und mehr it reit ) Stärkel heilig, ist Gott, baoth! d Macht gebracht, let, erkauft, etauft hlet. Gemein⸗ r haben en. ger Geist preist, ren, Sgeziert, ——ͤ⸗ ͥ c;F'ͤrs Trinitatisfest. 139 Dem Himmelreich uns zugeführt, Zur Herrlichkeit erkoren. Schauet, Schauet: Da ist Freude, da ist Weide, da ist Manna Und ein ewig Hosianna. 4. Hallelujah! Lob, Preis und Ehr Sei unserm Gott je mehr und mehr Und seinem großen Namen. Stimmt an mit aller Himmelsschar Und singet nun und immerdar Mit Freuden Amen, Amen. Klinget, Singet: Gnädig, herrlich, heilig, heilig, heilig ist Gott, Unser Gott, der Herr Zebaoth! B. Crasselius, 4 1724. 210. Mel. Liebster Jesu wir sind hier. Bende, Vater, deinen Geist, Da ich vor dein Antlitz trete, Daß, wie du mich selber heißt, Ich im Geist und Wahrheit bete; Lehre mich, dich recht erkennen Und dich Abba, Vater nennen. 2. Mein Herr Jesu, hilf du mir, Daß ich bet in deinem Namen, Daß, was Gott verheißt in dir, Mir auch werde Ja und Amen; Sprich für mich und laß mich sehen Dich zur Rechten Gottes stehen. 3. Heilger Geist, erleuchte mich Und entzünde mein Verlangen, Daß ich Gottes Huld durch dich Voller Inbrunst mög empfangen; Brich die Trägheit, zeuch die Sinnen Aus der Welt zu dir von hinnen. 4. Heilige Dreieinigkeit, Ursprung aller guten Gaben, Laß mich wahre Freudigkeit Und im Herzen Zeugnis haben, Daß du stets nach deinem Willen Wollest meine Bitt erfüllen. J. Schrader, 1 1737. 211. Wir glauben all an einen Gott/ Schöpfer Himmels und der Erden, Der sich zum Vater geben hat, Daß wir seine Kinder werden. Er will uns allzeit ernähren, Leib und Seel auch wohl bewahren; Allem Unfall will er wehren, Kein Leid soll uns widerfahren; Er sorget für uns, hüt und wacht,:, Es steht alles in seiner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, Seinen Sohn und unsern Herren, Der ewig bei dem Vater ist, Gleicher Gott von Macht undEhren, Von Maria, der Jungfrauen, Ist ein wahrer Mensch geboren Durch den heilgen Geist im Glau⸗ ben Für uns, die wir warn verloren, Am Kreuz gestorben und vom Tod Wieder auferstanden durch Gott. 3. Wir glaubenandenheilgenGeist, Gott mit Vater und dem Sohne, Der aller Blöden Tröster heißt Und mit Gaben zieret schöne, Die ganz Christenheit auf Erden Hält in einem Sinn gar eben; Hie all Sünd vergeben werden; Das Fleisch soll auch wieder leben; Nach diesem Elend ist bereit Uns ein Leben in Ewigkeit. Dr. M. Luther, 4 1546. 140 Kirche. XII. Kirche. 212. Christe du Beistand deiner Kreuz⸗ gemeine, Eile, mit Hülf und Rettung uns erscheine; Steure den Feinden, ihre Blut⸗ gerichte : Mache zu nichte. 2. Streite doch selber für uns arme Kinder, Wehre dem Teufel, seine Macht verhinder; Alles, was kämpfet wider deine Glieder, : Stürze darnieder. 3. Friede bei Kirch und Schulen uns beschere, Friede zugleich der Obrigkeit ge⸗ währe; Friede dem Herzen, Friede dem Gewissen : Gib zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben, Also wird ewig und ohn Ende loben Dich, o du Wächter deiner armen Herde, u: Himmel und Erde. M. A. v. Löwenstern, 4 1648. 213. Mel. Nun sich der Tag geendet hat. Der du noch in der letzten Nacht, Eh du für uns erblaßt, Den Deinen von der Liebe Macht So schön gepredigt hast: 2. Erinnre deine kleine Schar, Die sich sonst leicht entzweit, Daß deine letzte Sorge war Der Glieder Einigkeit. N. L. Graf von Zinzendorf, 4 1760. 214. Ps. 46. Ein feste Burg ist unser Gott, Ein gute Wehr und Waffen, Er hilft uns frei aus aller Not, Die uns jetzt hat betroffen. Der alt böse Feind Mit Ernst ers jetzt meint; Groß Macht und viel List Sein grausam Rüstung ist; Auf Erd ist nicht seinsgleichen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan, Wir sind gar bald verloren, Es streit für uns der rechte Mann, Den Gott selbst hat erkoren. Fragst du, wer der iste Er heißt Jesus Christ, Der Herr Zebaoth, Und ist kein andrer Gott; Das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teu⸗ fel wär Und wollt uns gar verschlingen, So fürchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, Wie saur er sich stellt, Tut er uns doch nicht; Das macht: er ist gericht, Ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Da Und ke Er ist Mit se Nehme Gut, 6 Laß fa Sie ha Das R Esn Und se Sein A Erleuch Daß w Und w Und J Bekann Und sie 2. So Herr E Und al Und sin Daß di Und lä Dein V Die all In reck 3. Es Das V Das L Dein X Uns ses Uns ses Dem a Vor ihr Nun sp Schar, weit, var + 1760. r Gott, ffen, ler Not, en. st nichts getan, ren, e Mann, ren. 5 en. oll Teu⸗ fel wär hlingen, so sehr, . ällen. Kirche. 14¹ 4. Das Wort sie sollen lassen stahn Und kein Dank dazu haben; Er ist bei uns wohl auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: Laß fahren dahin, Sie habens kein Gewinn, Das Reich muß uns doch bleiben. Dr. M. Luther, 4 1546. 215. Ps. 67. Es wolle Gott uns gnädig sein Und seinen Segen geben; Sein Antlitz uns mit hellem Schein Erleucht zum ewgen Leben, Daß wir erkennen seine Werk Und was ihm lieb auf Erden, Und Jesu Christi Heil und Stärk Bekannt den Heiden werden Und sie zu Gott bekehren. 2. So danken dir und loben dich, Herr Gott, die Heiden alle, Und alle Welt die freue sich Und sing mit großem Schalle, Daß du auf Erden Richter bist Und läßt die Sünd nicht walten; Dein Wort die Hut und Weide ist, Die alles Volk erhalten, In rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich Das Volk in guten Taten; Das Land bringt Frucht und bessert sich, Dein Wort ist wohl geraten. Uns segne Vater und der Sohn, Uns segne Gott der heilge Geist, Dem alle Welt die Ehre tu, Vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen Amen! Dr. M. Luther, 4 1546. 2¹16. XI ahre fort, fahre fort, Zion, fahre fort im Licht! Mache deinen Leuchter helle, Laß die erste Liebe nicht, Suche stets die Lebensquelle; Zion, dringe durch die enge Pfort, Fahre fort, fahre fort! 2. Leide dich, leide dich! Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne, Sei bis in den Tod getreu, Siehe auf die Lebenskronel Zion, fühlest du der Schlangen Stich, Leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, Wenn sie dich sucht groß zu machen, Achte nichts ihr Gut und Geld, Nichts ihr Dräuen, nichts ihr Lachen. Zion, wenn sie dir viel Lust ver⸗ ö spricht, Folge nicht, folge nichtl 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, Der dir ruft zu beiden Seiten; Tue nicht, was er dich heißt, Laß nur deinen Stern dich leiten; Zion, das, was gut scheint oder schlecht, Prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott, Stärke dich mit Geist und Leben, Sei nicht wie die andern tot, Sei du gleich den grünen Reben; Zion, in die Kraft, für Heuchel⸗ schein, Dringe ein, dringe ein! 14² Kirche. 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft, Weil die Bruderliebe brennet; Zeige, was der in dir schafft, Der als seine Braut dich kennet; Zion, durch die dir gegebne Tür Brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu, Laß nicht lau und träg dich finden; Auf, das Kleinod rückt herbei, Auf, verlasse, was dahinten! Zion, in dem letzten Kampf und Strauß Halte aus, halte aus! J. E. Schmidt, + 1745. 217. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Ps. 87. Gottes Stadt steht fest gegründet Auf heilgen Bergen, es verbündet Sich wider sie die ganze Welt; Dennoch steht sie und wird stehen, Man wird an ihr mit Staunen sehen, Wer hier die Hut und Wache hält. Der Hüter JIsraels Ist ihres Heiles Fels. Hallelujah! Lobsingt und sprecht: Wohl dem Geschlecht, Das in ihr hat das Bürgerrecht! 2. Zions Tore liebt vor allen Der Herr mit gnädgem Wohl⸗ gefallen, Macht ihre Riegel stark und fest, Segnet, die darinnen wohnen, Weiß überschwenglich dem zu loh⸗ nen, Der ihn nur tun und walten läßt. Wie groß ist seine Huld, Wie trägt er mit Geduld All die Seinen! O Gottes Stadt, Du reiche Stadt, Die solchen Herrn und König hat! 3. Große heilge Dinge werden In dir gepredigt, wie auf Erden Sonstunter keinem Volk man hört. Gottes Wort ist deine Wahrheit, Du hast den Geist und hast die Klarheit, Die alle Finsternis zerstört. Da hört man fort und fort Das teuerwerte Wort Ewger Gnade. Wie lieblich tönt, Was hier versöhnt Und dort mit ewgem Leben krönt! 4. Auch die nichts davon ver⸗ nommen, Die fernsten Völker werden kommen Und in die Tore Zions gehn. Denen, die im Finstern saßen, Wird auch der Herr noch pred⸗ gen lassen, Was einst für alle Welt geschehn. Wo ist der Gottessohn? Wo ist sein Gnadenthron? Wird man fragen. Dann kommt die Zeit, Wo weit und breit Erscheint der Herr in Herrlichkeit. 5. Darum stellet ein die Klagen, Man wird noch einst zu Zion sagen: Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Voll Erstaunen wird man schauen, Wie Gott sein Zion mächtig bauen Und herrlich weitern wird einmal. Erhebet Herz und Sinn! Es ist die Nacht schier hin Für die Heiden; Es kommt ihr Tag, Sie werden wach, Und Israel folgt ihnen nach. 6. G Die N Die en Welch Wird Die Le In dir Das a Hallelr Von S Von a Erlöst Mel. Ei Groß Deiner Sieh n Und di Wie si Wollen 2. Ist Bis in Seelen, Lassen Statt d Herrsch önig hat! werden uf Erden nan hört. Wahrheit, hast die Klarheit, ört. fort den krönt! von ver⸗ nommen, kommen gehn. saßen, och pred⸗ en lassen, geschehn. nẽ rrlichkeit. e Klagen, on sagen: ger Zahl! schauen, tig bauen Heinmal. in nach Kirche. 143 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden Die Mutter aller Völker werden, Die ewges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie vom Reigen, Wird einst von dir zum Himmel steigen! Die Lebensbrunnen sind in dir. In dir das Wasser quillt, Das alles Dürsten stillt. Hallelujah! Von Sünd und Tod, Von aller Not Erlöst nur einer, Zions Gott. Ph. Spitta, 4 1859. 218. Mel. Einer ist König, Immanuel sieget. Großer Immanuel, schaue von oben Deiner Gemeine Bedrängnis und Not; Sieh deiner Feinde vermessenes Toben Und die Gefahr, die dein Erbteil bedroht; Wie sie noch immer bekämpfen den Glauben, Wollen dein Wort und dich selber uns rauben. 2. Ist nicht die Macht des Ver⸗ derbens gedrungen Bis in der Deinen geheiligten Kreis? Seelen, die früher so eifrig ge— rungen, Lassen jetzt nach in gottseligem Fleiß. Statt des Verlangens nach ewigen Gütern Herrschet die Welt in den schwa⸗ chen Gemütern. 3. Oft wird im Herzen der Glaube geboren, Aber er stirbt, weil ihm Nahrung gebricht; Lebt er auch, hat er die Kraft doch verloren, Völlig zu dringen durchs Finstre zum Licht, Freudigen Mutes dich, Herr, zu bekennen. Menschenfurcht höret man Weis⸗ heit jetzt nennen. 4. Tief ist in Trauer die Kirche versenket, Die uns als geistige Mutter ge⸗ biert, Tief durch die Trennung so vieler gekränket; Einheit im Geiste sich täglich ver⸗ liert. Viele sich scheiden und viele sich spalten, Weil man die Liebe so lässet er⸗ kalten. 5. Du, der da sitzet dem Vater ö zur Rechten, Herrschend und waltend aus himm⸗ lischer Höh, Gib, daß im Kampf mit den feind⸗ lichen Mächten Glaube und Liebe und Kirche be⸗ steh. Kräftig und freudig die Wahrheit zu lehren, Laß uns gelingen dem Vater zu Ehren. 6. Gib, daß der Glaube mit himmlischer Klarheit Dring in das Dunkel der Seelen hinein, Daß sich die Liebe entzünd an der Wahrheit, Enger sich schließe der Christen Verein. DD..TFTFJFJJ4——...—.— PSPSIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPITIIIIII 144 Kirche. Du bist der einzige Hirte der Herde: Gib, daß sie selber auch eine nur werde. Nach Chr. A. Bernstein, 4 1699. 219. Mel. O du Liebe meiner Liebe. erz und Herz vereint zusammen Sucht in Gottes Herzen Ruh, Lasset eure Liebesflammen Lodern auf den Heiland zu: Er das Haupt, wir seine Glieder, Er das Licht und wir der Schein, Er der Meister, wir die Brüder, Er ist unser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Got⸗ teskinder, Und erneuert euren Bund, Schwöret unserm Überwinder Lieb und Treu von Herzensgrund. Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, O so flehet um die Wette, Bis sie Jesus wieder stählt. 3. Legt es unter euch, ihr Glieder, Auf so treues Lieben an, Daß ein jeder für die Brüder Auch das Leben lassen kann. So hat uns der Herr geliebet, So vergoß er dort sein Blut; Denkt doch, wie es ihn betrübet, Wenn ihr selbst euch Eintrag tut. 4. O du treuster Freund, vereine Deine dir geweihte Schar, Daß sie es so herzlich meine, Wies dein letzter Wille war, Und daß, wie du eins mit ihnen, Also sie auch eines sein, Sich in wahrer Liebe dienen Und einander gern erfreun. 5. Friedefürst, laß deinen Frieden Stets in unsrer Mitte ruhn, Liebe, laß uns nie ermüden, Deinen selgen Dienst zu tun. Denn wie kann die Last auf Erden Und des Glaubens Ritterschaft Besser uns versüßet werden, Als durch deiner Liebe Kraft? 6. Liebe, hast du es geboten, Daß man Liebe üben soll, O so mache doch die toten, Trägen Geister lebensvoll; Zünde an die Liebesflamme, Daß ein jeder sehen kann: Wir, als die von einem Stamme, Stehen auch für einen Mann. 7. Laß uns so vereinigt werden, Wie du mit dem Vater bist, Bis schon hier auf dieser Erden Kein getrenntes Glied mehr ist, Und allein von deinem Brennen Nehme unser Licht den Schein; Also wird die Welt erkennen, Daß wir deine Jünger sein. Nach N. L. Graf v. Zinzendorf, 4 1760. 220. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. U Jesu Christe, wahres Licht, Erleuchte, die dich kennen nicht, Und bringe sie zu deiner Herd, Daß ihre Seel auch selig werd. 2. Erfüll mit deinem Gnaden⸗ schein, Die in Irrtum verführet sein, Auch die, so heimlich noch ficht an In ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat Von dir, das suche du mit Gnad Und sein verwundt Gewissen heil, Laß sie am Himmel haben teil. Hier z Die gr Zu dei 2. Ar Des S Dadur Sich v Hat sie Und si In Ei 3. Ac Uns, 2 Und n Hinwie Gib, de In ein In dei 4. Ach Sie jät en Frieden ruhn, üden, utun. auf Erden terschaft rden, Kraft? eboten, oll, ten, oll; mime, nn: 1Stamme, Mann. gt werden, — bist, er Erden mehr ist, 1 Brennen Schein; ennen, sein. zrf, 4 1760. Lebens Licht. res Licht, ien nicht, er Herd, ig werd. 1 Gnaden⸗ schein, ret sein, och ficht an her Wahn. rlaufen hat mit Gnad vissen heil, aben teil. Kirche. 14⁵ 4. Den Tauben öffne das Gehör, Die Stummen richtig reden lehr, Die nicht bekennen wollen frei, Was ihres Herzens Glaube sei. 5. Erleuchte, die da sind verblendt, Bring her, die sich von uns getrennt; Versammle, die zerstreuet gehn, Mach feste, die im Zweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zugleich Auf Erden und im Himmelreich, Hier zeitlich und dort ewiglich Für solche Gnade preisen dich. Joh. Heermann, 4 1647. 221. 0 Vater der Barmherzigkeit, Der du dir deine Herden Gesammelt zur Apostel Zeit Und herrlich lassen werden, Wie man der Lieb im Streit ver⸗ gißt, Im Unverstande brennet, Wie alles in Verwirrung geht, Da eins das andre nicht versteht, Sich ohne Not entzweiet. 5. Ach Herr, hilf solchem Ubel ab, Versammle deine Herde, Daß unter deines Wortes Stab Sie wieder einig werde, Daß das Band der Vollkommenheit, Die Liebe, uns aus allem Streit In deinem Geiste bringe. 6. Wie schön und lieblich sieht es aus, Wenn Brüder sind zusammen Du hast durch deines Geistes Kraft Die große Schar der Heidenschaft Zu deinem Reich berufen. 2. Aus ihrer Mannigfaltigkeit Des Streits und vieler Sprachen, Dadurch sie in der Welt zerstreut Sich voneinanderbrachen, Hat sie dein guter Geist geführt Und sie mit Herrlichkeit geziert In Einigkeit des Glaubens. ö ö Einträchtiglich in einem Haus Mel. Ach Gott vom Himmel sieh darein. inträchtiglich in einem Haus Und stehn in Liebesflammen, Wenn sie im Geist zusammen stehn, Zu Gott in einem Sinne flehn Und halten an mit Beten! 7. Dann fließet Gottes Geist und Gnad Von Christo zu uns nieder Auf die, so er erwählet hat, Auf alle seine Glieder; Das ist die Frucht der Einigkeit, Heil, Segen, Leben allezeit Und alle Himmelsgüter. 3. Ach sei doch auch zu dieser Zeit Uns, Vater, wieder gnädig Und mach uns von der Zungen Streit Hinwieder frei und ledig; Gib, daß dein Häuflein für und für In einem Geiste diene dir, In deiner Liebe lebe. 4. Ach schaue, wie des Satans List Sie jämmerlich zertrennet, Heinr. Georg Neuß, 4 1716. 222. Mel. Nun komm der Heiden Heiland. Ps. 133. Hieh, wie lieblich und wie fein Ists, wenn Brüder friedlich sein, Wenn ihr Tun einträchtig ist, Ohne Falschheit, Trug und List. 2. Denn daselbst verheißt der Herr Reichen Segen nach Begehr R —— 146 Kirche. Und das Leben in der Zeit Und auch dort in Ewigkeit. 3. Sonne der Gerechtigkeit, Gehe auf zu unsrer Zeit; Brich in deiner Kirche an, Daß die Welt es sehen kann. 4. Jesu, Haupt der Kreuzgemein, Mach uns alle, groß und klein, Durch dein Evangelium Ganz zu deinem Eigentum. 5. O Herr Jesu, Gottes Sohn, Schaue doch von deinem Thron, Schaue die Zertrennung an, Die ein Mensch nicht bessern kann. 6. Sammle, großer Menschenhirt, Alles, was sich hat verirrt; Laß in deinem Gnadenschein Alles ganz vereinigt sein. 7. Bind zusammen Herz und Herz, Laß uns trennen keinen Schmerz; Knüpfe selbst durch deine Hand Das geweihte Brüderband. 8. Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit Sei dem Höchsten allezeit, Der, wie er ist drei in ein, Uns in ihm läßt eines sein! V. 1. 2. v. M. Müller, + 1704. 223. Mel. Mein Jesu dem die Seraphinen. Nns bindet, Herr, dein Wort zusammen, In der Gemeinschaft fest zu stehn, So daß der Liebe heilge Flammen Stets in den Gläubgen sind zu sehn. Wir werden durch dies Wort der Gnaden Auch zur Gemeinschaft jener Schar, Die längst vor uns hienieden war, Gelockt und kräftig eingeladen. 2. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen, Ist Christus und sein teures Blut; Das einzge Ziel, worauf wir sehen, Ist Christus, unser höchstes Gut. Die einzge Regel, die wir kennen, Ist sein lebendig kräftges Wort; Nach keinem Mann, nach keinem Ort Soll je sich die Gemeinde nennen. 3. Was für ein reich beseligt Leben, Mit Gott und seinem heilgen Geist Durch Christum in Gemeinschaft schweben Und haben, was er uns verheißt! Was glühen da für selge Triebe! Hier schüttet in sein geistlich Haus Gott seine Gnadenfülle aus; Hier wohnet er, die ewge Liebe! 4. Ja uns liebt Gott als seine Kinder, Schenkt uns den Geist, der: Vater! schreit; Des Sohnes Treue schmückt uns Sünder Mit ewiger Gerechtigkeit. Und tritt der Geist mit seinem Ole Des Friedens und der Freud hinzu: O dann erquickt uns Trost und Ruh, Und neue Kraft stärkt Leib und Seele. 5. Die sich nach einem Meister nennen, Stehn alle auch für einen Mann; Vergebens will der Feind sie trennen; In einem greift er alle an. Sie fallen betend Gott zu Füßen Und siegen in des Heilands Kraft; Denn er will von der Brüderschaft Der Heilgen auch nicht einen missen. 6. So Durchs Versüße Eins re Und wo So sehr Auf Jes Sie sind N Mel. B.rns Obschon Dich gär Und such Davon d Es wird 2. Des Ist Gott Und laß Er wird Den er Dich un 3. So Muß Ter Und wa Endlich Gott ist Den Sie uf dem stehen, 5 Blut; r sehen, s Gut. kennen, Wort; keinem Ort ennen. beseligt Leben, n Geist uschaft weben rheißt! Triebe! Haus 8 Liebe! seine einder, Vaterl! schreit; kt uns zünder m Ole Freud hinzu: st und Ruh, und Seele. steister nnen, Nann; id sie nnen; yüßen Kraft; schaft rissen. Kirche. 6. So wallen die verbundnen Herzen Durchs Tränental ins Vaterland, Versüßen sich der Erde Schmerzen, Eins reicht dem andern seine Hand. Und wollen sie einander dienen, So sehn sie mit des Glaubens Blick Auf Jesum und ihr wahres Glück: Sie sind in ihm, er ist in ihnen. Nach J. L. Allendorf, 4 1773. 224. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. Veraa⸗ nicht, du Häuflein klein, Obschon die Feinde willens sein, Dich gänzlich zu verstören, Und suchen deinen Untergang, Davon dir recht wird angst und bang; Es wird nicht lange währen. 2. Des tröst dich nur, daß deine Sach Ist Gottes, dem befiehl die Rach Und laß du ihn nur walten; Er wird durch seinen Gideon, Den er wohl weiß, dir helfen 225. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Wachet auf, erhebt die Blicke! Laut mahnen uns die Weltge⸗ schicke, Es dränget hart der Brüder Not. Seht, gekommen ist die Stunde, Die uns vereint zu schönem Bunde, Zu tun, was uns der Herr gebot. Laßt nicht die Hände ruhn, Auf, laßt uns Gutes tun Allen Menschen Im rechten Geist, Doch wie es heißt: An Glaubensbrüdern allermeist. 2. Wachet auf, schaut an das Gute, Das ihr der Väter Mut und Blute Und ihrer Glaubenstreu verdankt. Auf und tilgt die alten Schulden! Wie lange soll sich noch gedulden Das Schifflein, das im Sturme schwankte Eilt ihm zur Hülf herbeil Es rudert froh und frei, Wenn ihm Liebe schon, Dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, Muß Teufel, Welt und Höllenpfort Und was dem tut anhangen, Endlich werden zu Schand und Spott: Die Segel schwellt, Hin durch die Welt: Gott ist es, der das Steuer hält. 3. Wachet auf! In allen Landen Erheben sich, vom Tod erstanden, Die Zeugen frischer Glaubens⸗ macht; Werdet müde nicht im Werke, Der Gott des Rechts ist unsre Stärke, Und seinem Lichte weicht die Nacht. Gott ist mit uns und wir mit f Reift doch die Frucht Im Sonnenglanz; Gott, Den Sieg wolln wir erlangen. M. Altenburg, 4 1640. (Gustav Adolfs Feldlied.) Drum wirkt, so lang es Tag, So heiß er glühen mag; Der Erntekranz Wiegt auf die Mühe voll und ganz. K 2 148 ö Kirche. 4. Wachet auf! Die Zeit zum Wachen Soll alle Glieder munter machen, Und keines trete scheu hintan. Leidet eins, so leiden alle; Drum wachet, daß nicht eines falle, Und stehet freudigMann für Mann. So streitet wacker fort Und haltet fest am Wort! Hoch vom Himmel Strahlt uns das Licht; Es trüget nicht: Der Herr ist unsre Zuversicht! K. R. Hagenbach, 4 1874. 226. Mel. Ein feste Burg ist unser Gott. Wenn Christus seine Kirche schützt So mag die Hölle wüten; Er, der zur Rechten Gottes sitzt, Hat Macht, ihr zu gebieten. Er ist mächtig nah; Gebeut er, stehts da. Er schützt seinen Ruhm, Sein Volk und Eigentum; Mag doch die Hölle wüten! 2. Gott siehts, wenn Fürsten auf dem Thron Sich wider ihn empören Und den Gesalbten, seinen Sohn, Nicht wollen gläubig ehren. Sie weichen vom Wort, Vom Herrn, unserm Hort, Sein Kreuz ist ihr Spott; Doch richtet sie einst Gott, Sie mögen sich empören. 3. Der Spötter mag die Wahr⸗ heit schmähn, Uns kann er sie nicht rauben. Der Frevler mag ihr widerstehn, Wir halten fest am Glauben. Preis dir, Jesu Christ! Wer dein Jünger ist, Dein Wort herzlich hält, Dem kann die ganze Welt Die Wahrheit nimmer rauben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut, Laßt euch kein Drohn erschrecken! Der Gott, der von dem Himmel schaut, Wird uns gewiß bedecken. Der Herr Zebaoth Hält fest sein Gebot, Gibt Hilf in der Not Und Kraft und Mut im Tod; Was will uns dann erschrecken? Nach Chr. F. Gellert, 4 1769. 227. Ps. 124. Wo Gott der Herr nicht bei uns hält, Wenn unsre Feinde toben, Und er nicht unsrer Sach zufällt Im Himmel hoch dort oben, Wo er Israels Schutz nicht ist Und selber bricht der Feinde List, So ists mit uns verloren. 2. Was Menschenkraft und Witz anfäht, Soll uns billig nicht schrecken: Er sitzet an der höchsten Stätt, Der wird ihrn Rat aufdecken. Wenn sie's aufs klügste greifen an, So geht doch Gott ein andre Bahn; Es steht in seinen Händen. 3. Aufsperren sie den Rachen weit Und wollen uns verschlingen: Lob und Dank sei Gott allezeit, Es wird ihn'n nicht gelingen. Er wird ihrn Strick zerreißen gar Und stü Sie wer 4. Ack Die gän Die Gn Vernun Sie spri Da doch Die dein 5. Dieð Dazu a Ihr Anf Hilf nu Vernun Aufs Kü Da du 6. Den Hast du Dein Li Das He In recht Bis an Die We Zion kE Zion, C Die er Die er Ach, spr Mich ve Und läf Meiner 2. Der 1 lIuben. hr ihm ertraut, hrecken! Himmel schaut, Tod; recken? + 1769. cht bei is hält, zufällt en, ht ist de List, ud Witz anfäht, cken: Stätt, ken. jfen an, Bahn; . en weit zen: lezeit, gen. ũ;en gar Kirche. 149 Und stürzen ihre falsche Lehr, Sie werdens Gott nicht wehren. 4. Ach Herr Gott, wie reich tröstest du, Die gänzlich sind verlassen, Die Gnadentür steht nimmer zu. Vernunft kann das nicht fassen; Sie spricht: Es ist nun alls verlorn, Da doch das Kreuz hat neu geborn, Die deiner Hülf erwarten. 5.Die Feind sindallindeiner Hand, Dazu all ihr Gedanken, Ihr Anschlag ist dir wohl bekannt: Hilf nur, daß wir nicht wanken. Vernunft wider den Glauben ficht, Aufs Künftge will sie trauen nicht, Da du wirst selber trösten. 6. Den Himmel und auch die Erden Hast du, Herr Gott, gegründet; Dein Licht laß uns helle werden, Das Herz in uns entzündet In rechter Lieb des Glaubens dein, Bis an das End beständig sein: Die Welt laß immer murren. Justus Jonas, 4 1555. 228. Jes. 49, 14—16. 3 ion klagt mit Angst und Schmer⸗ zen, Zion, Gottes werte Stadt, Die er trägt in seinem Herzen, Die er ihm erwählet hat; Ach, spricht sie, wie hat mein Gott Mich verlassen in der Not Und läßt mich so harte pressen! Meiner hat er ganz vergessen. 2. Der Gott, der mir hat ver⸗ sprochen E—h—p Seinen Beistand jederzeit, Der läßt sich vergebens suchen Jetzt in meiner Traurigkeit. Ach will er denn für und für Grausam zürnen über mir? Kann und will er sich der Armen Jetzt nicht wie vorhin erbarmen? 3. Zion, o du vielgeliebte, Sprach zu ihr des Herren Mund, Zwar du bist jetzt die betrübte, Seel und Geist ist dir verwundt; Doch stell alles Trauern ein: Wo mag eine Mutter sein, Die ihr eigen Kind kann hassen Und aus ihrer Sorge lassen? 4. Ja wenn du gleich möchtest finden Einen solchen Muttersinn, Da die Liebe kann verschwinden, So bleib ich doch, der ich bin. Meine Treue bleihet dir, Zion, o du meine Zierl Du hast mir mein Herz besessen, Deiner kann ich nicht vergessen. 5. Laß dich nicht den Satan blenden, Der sonst nichts als schrocken kann; Siehe, hier in meinen Händen Hab ich dich geschrieben an. Wie mag es denn anders sein? Ich muß ja gedenten dein; Deine Mauern muß ich bauen Und dich fort und fort anschauen. 6. Wie der Säugling ohne Sorgen Ruht in seiner Mutter Schoß, Bist auch du in mir geborgen, Meine Treu zu dir ist groß. Dich und mich kann keine Zeit, Keine Not, Gefahr und Streit, Ja der Satan selbst nicht scheiden; Bleib getreu in allem Leiden! Joh. Heermann, 7 1647. 15⁰ Mission. XIII. Missivn. 229. Mel. Valet will ich dir geben. Der du in Todesnächten Erkämpft das Heil der Welt Und dich als den Gerechten Zum Bürgen dargestellt, Der du den Feind bezwungen, Den Himmel aufgetan: Dir stimmen unsre Zungen Ein Hallelujah an. 2. Im Himmel und auf Erden Ist alle Macht nur dein, Bis alle Völker werden Zu deinen Füßen sein, Bis die von Süd und Norden, Bis die von Ost und West Sind deine Gäste worden Bei deinem Hochzeitsfest. 3. Noch werden sie geladen, Noch gehn die Boten aus, Um mit dem Ruf der Gnaden Zu füllen dir dein Haus. Es ist kein Preis zu teuer, Es ist kein Weg zu schwer, Hinaus zu streun dein Feuer Ins große Völkerheer. 4. O sammle deine Herden Dir aus der Völker Zahl, Daß viele selig werden Und ziehn zum Abendmahl. Schleuß auf die hohen Pforten, Es strömt dein Volk heran: Wo's noch nicht Tag geworden, Da zünd ein Feuer an! Chr. G. Barth, 4 1862. 230. Mel. Jesus meine Zuversicht. Eine Herde und ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Erde, Wenn sein Tag erscheinen wirde Freue dich, du kleine Herde, Mach dich auf und werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden. Und die Herrlichkeit des Herrn Nahet dämmernd sich den Heiden: Blinde Pilger flehn um Licht; Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, Daß die Nacht zum Tage werde. Ach wie manches Schäflein irrt Fern von dir und deiner Herdel Kleine Herde, zage nicht; Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht Vor des Morgenrotes Helle, Und der Sohn der Wüste kniet Dürstend an des Lebens Quelle; Ihn umleuchtet Morgenlicht: Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgetan; Rauscht, verdorrete Gebeine, Macht dem Bundesengel Bahn; Großer Tag des Herrn, erscheinel Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, Und au Licht u Mach d Jesus h Mel. We Einer Der für Und un Unsre L Gehörer In deir Nimm Bereite Deine ö Verbirg Das Gr Von de 2. Nich Du selb Nach de Unsre K Und kei Der nick Drum l Denn 2 Für der Wer in Folgt, Und trä 3. O f Die Err Drum Send ar Viel fro Zum M Wohl d Beruft rsicht. Hirt! o Erde, n wirde rde, de Licht! vicht. ch fern? Weiden. Herrn Heiden: Licht; richt. uer Hirt, e werde. in irrt r Herdel richt. bel flieht lle, e kniet Quelle; icht: richt. tan; ne, Bahn; rscheine! htl richt. rlichkeit! onne, Mission. Und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne. Mach dich auf und werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. F. A. Krummacher, 4 1845. 231. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Ener ists, an dem wir hangen, Der für uns in den Tod gegangen Und uns erkauft mit seinem Blut; Unsre Leiber, unsre Herzen Gehören dir,oMannderSchmerzen, In deiner Liebe ruht sichs gut. Nimm uns zum Eigentum, Bereite dir zunn Ruhm Deine Kinder; Verbirg uns nicht Das Gnadenlicht Von deinem heilgen Angesicht. 2. Nicht wir haben dich erwählet, Du selbst hast unsre Zahl gezählet Nach deinem ewgen Gnadenrat; Unsre Kraft ist schwach und nichtig, Und keiner ist zum Werke tüchtig, Der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, Denn Armut ist Gewinn Für den Himmel; Wer in sich schwach, Folgt, Herr, dir nach Und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig, Die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, Drum sende treue Zeugen aus; Send auch uns hinaus in Gnaden, Viel frohe Gäste einzuladen Zum Mahl in deines Vaters Haus; Wohl dem, den deine Wahl Beruft zum Abendmahl Im Reich Gottes! Da ruht der Streit, Da währt die Freud Heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen, Die noch im Todesschatten wohnen, Von deinem Himmelreiche fern! Seit Jahrtausenden ist ihnen Kein Evangelium erschienen, Kein gnadenreicher Morgenstern. Glanz der Gerechtigkeit, Geh auf, denn es ist Zeit! Komm, Herr Jesu, Zeuch uns voran Und mach uns Bahn, Gib deine Türen aufgetan! A. Knapp, 4 1864. 232. Mel. Nun komm der Heiden Heiland. Iesu, bittend kommen wir Mit den Deinen jetzt zu dir: Hör auf unser kindlich Flehn, Was wir bitten, laß geschehn. 2. Jesu, ziehe bei uns ein, Laß uns ganz dein eigen sein; Schenk uns allen deinen Geist, Den dein teures Wort verheißt. 3. Weck die tote Christenheit Aus dem Schlaf der Sicherheit, Mache deinen Ruhm bekannt Überall im ganzen Land. 4. Laß dein Wort zu dieser Zeit Kräftig schallen weit und breit, Allen Heiden werde kund Deiner Gnade Friedensbund. 5. Tu der Völker Türen auf; Deines Himmelreiches Lauf Hemme keine List noch Macht, Schaffe Licht in dunkler Nacht. 152 Mission. 6. Gib den Boten Kraft und Mut, Allmächtig starker Gotteshauch, Dein Feuermeer ström nicht ver⸗ Glaubenshoffnung, Liebesglut; Laß viel Früchte deiner Gnad Folgen ihrer Tränensaat. 7. Zion, danke deinem Herrn! Was du bittest, tut er gern; Ja er kommt mit seinem Reich: Was ist seinen Freuden gleich! J. F. Bahnmaier, 4 1841. Errett mich o mein lieber Herre. 9 daß doch bald dein Feuer brennte, Du unaussprechlich Liebender, Und bald die ganze Welt erkennte, Daß du bist König, Gott und Herr! 2. Zwar brennt es schon in heller Flamme Jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West Mel. Dir, dem für uns erwürgten Lamme, Ein herrlich Pfingst- und Freuden⸗ fest. 3. Und noch entzünden Himmels⸗ funken So manches kalte, tote Herz Und machen Durstge freudetrunken Und heilen Sünd- und Höllen⸗ schmerz, 4. Verzehren Stolz und Eigenliebe Und sondern ab, was unrein ist, Und mehren jener Flamme Triebe, Die dir nur glüht, Herr Jesu Christ. 5. Erwecke, läutre und vereine Des ganzen Christenvolkes Schar Und mach in deinem Gnaden⸗ scheine Dein Heil noch jedem offenbar. 6. Du unerschöpfter Quell des Lebens, gebens, Ach zünd in unsern Herzen auchl 7. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen Und baue deinen Tempel aus; Laß leuchten deine heilgen Flam⸗ men Durch deines Vaters ganzes Haus. 8. Beleb, erleucht, erwärm, ent⸗ flamme Doch bald die ganze, weite Welt Und zeig dich jedem Völkerstamme Als Heiland, Friedefürst und Held. 9. Dann tönen dir von Millionen Der Liebe Jubelharmonien, Und alle, die auf Erden wohnen, Knien vor den Thron des Lam⸗ mes hin. J. L. Fricker, 4 1766. 234. Hei willkommen, Davids Sohn, Der in seines Vaters Namen Sich erhebet auf den Thron Über Jakobs Haus und Samen, Welchem Gott ein Reich bestimmt, Dem die Reiche dieser Erden Alle müssen dienstbar werden, Das kein Ende jemals nimmt. 2. Sei gesegnet, teures Reich, Das ein solcher Herr besitzet, Dem kein Herr auf Erden gleich, Der das Recht mit Nachdruck schützet. Schwinge dich mit Macht empor, Groß durch Frieden, reich an Freuden, Unter Juden, unter Heiden Strahl in hellem Glanz hervor. 3. De Müsse Und se Müsse Selbst Mache Und z Seinen 4. Sch Unter Ich wi In me Ich ge Zu der Die da Wo m 5. Ja Seid e Jesus Wird Komm Komm Ach da Hier, e hauch, icht ver⸗ gebens, en auch! htrennt, sammen Haus; n Flam⸗ men es Haus. rm, ent⸗ flamme ite Welt rstamme nd Held. tillionen n, wohnen, es Lam⸗ nes hin. + 1766. 5 Sohn, men on Samen, stimmt, den eden, mmt. Reich, het, gleich, ichdruck schützet. empor, ich an reuden, n ervor. Mission. 153 3. Deines Königs Majestät Müsse jedes Volk verehren, Und so weit die Sonne geht, Müsse sich sein Ruhm vermehren. Selbst der kleinen Kinder Mund Mache zum Verdruß der Feinde Und zur Freude seiner Freunde Seinen großen Namen kund. 4. Schreibe mich, Herr, auch mit an Unter deine Untertanen; Ich will dir, so gut ich kann, In mein Herz die Wege bahnen. Ich geselle mich im Geist Zu den ungezählten Reihen, Die das Hosianna schreien, Wo man dich willkommen heißt. 5. Jauchzt, ihr Kräfte, freuet euch, Seid ermuntert, meine Sinnen! Jesus und sein Gnadenreich Wird bei euch nun Raum ge⸗ winnen. Kommt und schwört den Huld⸗— gungseid, Kommt und küßt den Sohn der Liebe. Ach daß niemand außen bliebe! Hier, ach hier ist Seligkeit. J. J. Rambach, 1 1735. 235. Mel. Nun komm der Heiden Heiland. Walee, walte nah und fern, Allgewaltig Wort des Herrn, Wo nur seiner Allmacht Ruf Menschen für den Himmel schuf. 2. Wort vom Vater, der die Welt Schuf und in den Armen hält Und der Sünder Trost und Rat Zu uns hergesendet hat, 3. Wort von des Erlösers Huld, Der der Erde schwere Schuld Durch des heilgen Todes Tat Ewig weggenommen hat, 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, Der den Weg zum Himmel weist Und durch seine heilge Kraft Wollen und Vollbringen schafft, 5. Wort des Lebens, stark und rein, Alle Völker harren dein: Walte fort, bis aus der Nacht Alle Welt zum Tag erwacht. 6. Auf zur Ernt, in alle Welt! Weithin wogt das weiße Feld; Klein ist noch der Schnitter Zahl, Viel der Garben überall. 7. Herr der Ernte, groß und gut, Weck zum Werke Lust und Mut, Laß die Völker allzumal Schauen deines Lichtes Strahl. J. F. Bahnmaier, 1 1841. 236. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Was rührt so mächtig Sinn und Herz? Was hebt die Blicke himmelwärts? Wem schallen die Gesänge? Zu dir drängt sich aus fernem Land, Vereinigt durch des Glaubens Band, Der Völker frohe Menge. Schöpfer! Heiland! Geist der Wahrheit! deine Klarheit füllt die Erde, Daß sie glaub und selig werde. 2. Ein himmlisch Feuer ist ent⸗ flammt Durch dich, der aus dem Himmel stammt 154 Mission. Und uns zum Himmel leitet; Es glüht gewaltig fort und fort, Wo sich dein seligmachend Wort In Lauterkeit verbreitet. Glaube, Liebe Füllt die Seelen, die dich wählen, läutert, reinigt, Bis in dir sich alles einigt. 3. Herr, du gibst Sieg, dich preisen wir, Der kalte Nordpol glüht von dir, O Licht, das allen scheinet! Des Negers Sklavenkette bricht, Der Inseln Menge jauchzt dem Licht, Das alle Völker einet. Falscher Götter Tempelhallen sind zerfallen; auf den Trümmern Siehet man das Kreuz nun schim⸗ mern. 4. Des blutgen Halbmonds Licht erbleicht, Des Ostens falscher Schimmer weicht Vor deiner Wahrheit Sonne. Schon blickt mit reuiger Begier Ein Häuflein Jakobs, Herr, nach dir, Ahnt der Vergebung Wonne. Ist die Fülle Aller Heiden einst mit Freuden eingegangen, Wird auch Jakob Heil erlangen. 5. Dein Geist erfüll die Boten all, Laß ihres Wortes Freudenschall Durch alle Länder dringen. Mit Kraft von oben angetan, Laß sie bekämpfen Sünd und Wahn Und Heil den Völkern bringen. Eins nur Wolle Ihre Seele; dich nur wähle, dir nur traue, Wer da hilft am großen Baue. 6. Vertilge alle Eigensucht, Gemächlichkeit und Leidensflucht Und heilge dir die Herzen; Verleih zu jedem Opfer Mut, Für dich zu wagen Gut und Blut, Zu dulden Hohn und Schmerzen. Hilf uns, Heiland, Und vermehre dir zur Ehre deine Herde, Bis dein Reich vollendet werde. J. F. Bahnmaier, 1 1841. 237. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Zieht in Frieden eure Pfade! Mit euch des großen Gottes Gnade Und seiner heilgen Engel Wacht! Wenn euch Jesu Hände schirmen, Gehts unter Sonnenschein und Stürmen Getrost und froh bei Tag und Nacht. Lebt wohl, lebt wohl im Herrn! Er sei euch nimmer fern Spät und frühel Vergeßt uns nicht In seinem Licht, Und wenn ihr sucht sein Angesicht. G. Knak, 4 1878. Mel. He IB Weil es Dein gů Laß ja 2. In Verleih Daß wé Behalte 3. He Wir sin Gib Gl Damit 4. Erl Und we Gib dein Fried, E 5. Ach Auf die Viel S. Auf ein 6. De Die sich Und br Zu fälse 7. Die Nicht u etan, id und Wahn ingen. hle, dir r traue, Baue. ht, isflucht 3 Nut, 1d Blut, nerzen. re deine Herde, werde. + 1841. Stimme. fadel! Gnade Wacht! hirmen, n und türmen ag und Nacht. Herrn! igesicht. 1878. Wort Gottes. 15⁵ XIV. Wort Gottes. 238. Mel. Herr Jesu Christ dich zu uns wend. IB bleib bei uns, Herr Jesu Christ, Weil es nun Abend worden ist; Dein göttlich Wort, das helle Licht, Laß ja bei uns erlöschen nicht. 2. In dieser letzten bösen Zeit Verleih uns, Herr, Beständigkeit, Daß wir dein Wort und Sakra⸗ ment Behalten rein bis an das End. 3. Herr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt, Wir sind arg, sicher, träg und kalt; Gib Glück und Heil zu deinem Wort, Damit es schall an allem Ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort Und wehr des Teufels Trug und Mord; Gib deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. 5. Ach Gott, es geht gar übel zu, Auf dieser Erd ist keine Ruh; Viel Sekten und groß Schwär⸗ merei Auf einen Haufen kommt herbei. 6. Den stolzen Geistern wehre doch, Die sich mit Macht erheben hoch Und bringen eigne Weisheit her, Zu fälschen deine rechte Lehr. 7. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, Nicht unser, sondern dein ja ist; Darum so steh du denen bei, Die sich auf dich verlassen frei. 8. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz Und deiner Kirche wahrer Schutz; Dabei erhalt uns, lieber Herr, Daß wir nichts andres suchen mehr. 9. Hilf leben uns nach deinem Wort Und darauf gläubig fahren fort Von hinnen aus dem Jammertal Zu dir in deinen Himmelssaal. N. Selnecker, 4 1592. 239. Ps. 12. Nc Gott, vom Himmel sieh darein Und laß dich des erbarmen! Wie wenig sind der Heilgen dein, Verlassen sind wir Armen; Dein Wort man läßt nicht haben wahr, Der Glaub ist auch verloschen gar Bei allen Menschenkindern. 2. Sie lehren eitel falsche List, Was eigen Witz erfindet; Ihr Herz nicht eines Sinnes ist, In Gottes Wort gegründet; Der wählet dies, der andre das, Sie trennen uns ohn alle Maß Und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten ganz und gar, Die falschen Schein uns lehren, Dazu ihr Zung stolz offenbar Spricht: Trotzl wer wills uns wehren? 156 Wort Gottes. Wir haben Recht und Macht allein, Was wir setzen, das gilt gemein: Wer ist, der uns sollt meistern? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein, Die Armen sind verstöret; Ihr Seufzen dringt zu mir herein, Ich hab ihr Klag erhöret: Mein heilsam Wort soll auf den Plan, Getrost und frisch sie greifen an Und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal Bewährt, wird lauter funden; An Gottes Wort man warten soll Desgleichen alle Stunden; Es will durchs Kreuz bewähret sein, Da wird sein Kraft erkannt und Schein Und leucht stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein Vor diesem argen Gschlechte, Und laß uns dir befohlen sein, Daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, Wo diese losen Leute sind In deinem Volk erhaben. D.. M. Luther, 4 1546. 240. Mel. Was Gott tut das ist wohl getan. D ein Wort, o Herr, ist milder Tau Für trostbedürftge Seelen. Laß keinem Pflänzchen deiner Au Den Himmelsbalsam fehlen; Erquickt durch ihn Laß jedes blühn Und in der Zukunft Tagen Dir Frucht und Samen tragen. 2. Dein Wort ist, Herr, ein Flammenschwert, Ein Keil, der Felsen spaltet, Ein Feuer, das im Herzen zehrt Und Marl und Bein durchschaltet. O laß dein Wort Noch fort und fort Der Sünde Macht zerscheitern Und alle Herzen läutern. 3. Dein Wort ist uns der Wun⸗ derstern Für unsre Pilgerreise. Es führt auch Toren hin zum Herrn Und macht die Einfalt weise. Dein Himmelslicht Verlösch uns nicht Und leucht in jede Seele, Daß keine dich verfehle. 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht: Da ward das Wort der Gnade Mein Labsal, meine Zuversicht, Die Fackel meiner Pfade. Sie zeigte mir Den Weg zu dir Und leuchtet meinen Schritten Bis zu den ewgen Hütten. 5. Nun halt ich mich mit festem Sinn Zu dir, dem sichern Horte: Wo wendet ich mich anders hin? Herr, du hast Lebensworte. Noch hör ich dein: Komm, du bist mein! Das rief mir nicht vergebens, Ein Wort des ewgen Lebens. 6. Auf immer gilt dein Segens⸗ bund, Dein Wort ist Ja und Amen. Nie weich es uns aus Geist und Mund Und nie von unserm Samen. La De In alle Uns tri 7. O‚s Den Di Den Hu Und de Un Vo Der He Und dir Erhal Und ster Die Jesu Stürzen 2. Bew Der du Beschirn Daß sie 3. Gott Gib Eint Steh be Leit uns Mel Gott i Und auf Soll me Ich wan Mein G/ Im Gla Herr, ein enschwert, altet, zen zehrt chschaltet. heitern 1. der Wun⸗ derstern hin zum Herrn weise. , ind fand ihn nicht: Gnade versicht, . hritten en. nit festem Sinn rte: ders hin? rte. n! ebens, bens. Segens⸗ bund, Amen. zeist und Mund amen. Wort Gottes. Laß immerfort Dein helles Wort In allen Lebenszeiten Uns trösten, warnen, leiten. 7. O sende bald von Ort zu Ort Den Durst nach deinen Lehren, Den Hunger aus, dein Lebenswort Und deinen Geist zu hören; Und send ein Heer Von Meer zu Meer, Der Herzen Durst zu stillen Und dir dein Reich zu füllen. K. B. Garve, 4 1841. 241. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort Und steure deiner Feinde Mord, Die Jesum Christum, deinen Sohn, Stürzen wollen von deinem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, Der du Herr aller Herren bist; Beschirm dein arme Christenheit, Daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. Gott heilger Geist, du Tröster wert, Gib Eintracht deinem Volk auf Erd; Steh bei uns in der letzten Not, Leit uns ins Leben aus dem Tod. Dr. M. Luther, 4 1546. 242. Mel. Ach Gott und Herr. ott ist mein Hort, Und auf sein Wort Soll meine Seele trauen. Ich wandle hier, Mein Gott, vor dir Im Glauben, nicht im Schauen. ö 2. Dein Wort ist wahr; Laß immerdar Mich seine Kräfte schmecken; Laß keinen Spott, ⸗ O Herr, mein Gott, Mich von dem Glauben schrecken. 3. Wo hätt ich Licht, Wofern mich nicht Dein Wort die Wahrheit lehrte. Gott, ohne sie Verständ ich nie, Wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt Der Seele Wert, Unsterblichkeit und Leben, Daß diese Zeit Zur Ewigleit Mir sei von dir gegeben. 5. Dein ewgen Rat, Die Missetat Der Sünder zu versühnen, Den kennt ich nicht, Wär mir dies Licht Nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz In Reu und Schmerz Der Sünden nicht verzagen: Nein, du verzeihst, Lehrst meinen Geist Ein gläubig Abba sagen. 7. Mich zu erneun, Mich dir zu weihn, Ist meines Heils Geschäfte, Durch meine Müh Vermag ichs nie, Dein Wort gibt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, Laß uns dies Wort, Denn du hasts uns gegeben: Es sei mein Teil, Es sei mir Heil Und Kraft zum ewgen Leben. Chr. F. Gellert, 4 1769. 158 Wort Gottes. 243. Mel. O du Liebe meiner Liebe. Jgerr, dein Wort, die edle Gabe, Diesen Schatz erhalte mir; Denn ich zieh es aller Habe Und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, Worauf soll der Glaube ruhn? Mir ists nicht um tausend Welten, Aber um dein Wort zu tun. 2. Hallelujah! Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, Daß ich mög in deinem Namen Fest bei deinem Worte stehn. Laß mich eifrig sein beflissen, Dir zu dienen früh und spat, Und zugleich zu deinen Füßen Sitzen, wie Maria tat. N. L. Graf v. Zinzendorf, 4 1760. 244. Mel. Nun bitten wir den heiligen Geist. 9 Himmelsgabe, du Gotteswort, Des Lebens Leuchte, des Glau⸗ bens Hort, Heilshelm, Schwert des Geistes, bald Sturmesbrausen Und bald sanftwehendes Friedens⸗ sausen! Hallelujah. 2. Frohlockt ihr, denen es offen⸗ bart Und als Kraft Gottes bewähret ward! Wo dies Wort nicht waltet, ruhn Todesnächte, Und trostlos schleppen der Sünde Knechte Ihr Elendsjoch. 3. Herr, laut erschalle dein Gna⸗ denwort Durch alle Kreise der Erde fort, Daß die Todesschläfer ringsum erwachen: Dein Wort kann Steine lebendig machen Mit Geisteskraft. 4. Es eil und siege mit hellem Schall Mit deines Heeres Drommeten⸗ hall, Daß zu Boden stürzen des Satans Mauern: Nur Gottes Tempel und Wort soll dauern In Ewigkeit. K. B. Garve, 7 1841. 245. Mel. Gott des Himmels und der Erden. Teures Wort aus Gottes Munde, Das mir lauter Segen trägt, Dich allein hab ich zum Grunde Meiner Seligkeit gelegt; In dir treff ich alles an, Was zu Gott mich führen kann. 2. Will ich einen Vorschmack haben Von des Himmels Seligkeit, So kannst du mich herrlich laben, Weil bei dir der Tisch bereit, Der mir lauter Manna schenkt Und mit Lebenswasser tränkt. 3. Geist der Gnaden, der im Worte Mich an Gottes Herze legt, Offne mir des Himmels Pforte, Daß mein Geist hier recht erwägt, Was für Schätze Gottes Hand Durch sein Wort ihm zugesandt. 4. La Sonder Schließ In ein Daß die Wenn n 5. Gib Der die Mache Und wa Präge: Laß der 6. Wa⸗ Was du Wird d Laß es Sonderi Ihm doe 7. Hilf Nur nac Was ich Müsseen Daß me In den 8. Laß Jesu na Drücke! Schleuß Daß ich Bis ich Mel. Es Wir 9 Was gei ein Gna⸗ denwort rde fort, ringsum rwachen: lebendig machen it hellem Schall mmeten⸗ hall, Satans Mauern: id Wort (dauern + 1841. der Erden. »Munde, rägt, Grunde 7 en kann. rschmack haben keit, ch laben, ereit, schenkt änkt. der im Worte gt, Pforte, erwägt, Hand gesandt. Wort Gottes. 159 4. Laß mich stets in diesen Schranken Sonder eitle Sorgen sein; Schließe mich mit den Gedanken In ein stilles Wesen ein, Daß die Welt mich gar nicht stört, Wenn mein Herz dich reden hört. 5. Gib dem Saatkorn einen Acker, Der die Frucht nicht schuldig bleibt; Mache mir die Augen wacker, Und was hier dein Finger schreibt, Präge meinem Herzen ein, Laß den Zweifel ferne sein. 6. Was ich lese, laß mich merken; Was du sagest, laß mich tun. Wird dein Wort den Glauben stärken, Laß es nicht dabei beruhn, Sondern gib, daß auch dabei Ihm das Leben ähnlich sei. 7. Hilf, daß alle meine Wege Nur nach dieser Richtschnur gehn; Was ich hier zum Grunde lege, Müsse wie ein Felsen stehn, Daß mein Geist auch Rat und Tat In den größten Nöten hat. 8. Laß dein Wort mir einen Spiegel, Jesu nachzufolgen, sein. Drücke drauf ein Gnadensiegel, Schleuß den Schatz im Herzen ein, Daß ich fest im Glauben steh, Bis ich dort zum Schauen geh. B. Schmolck, 4 1737. 246. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. Wir Menschen sind zu dem, o Gott, Was geistlich ist, untüchtig; Dein Wesen, Wille und Gebot Ist viel zu hoch und wichtig; Wir wissen und verstehens nicht, Wo uns dein göttlich Wort und Licht Den Weg zu dir nicht weiset. 2. Drum sind vorzeiten aus⸗ gesandt Propheten, deine Knechte, Daß durch dieselben würd bekannt Dein heilger Will und Rechte; Zum letzten ist dein einger Sohn, O Vater, von des Himmels Thron Selbst kommen, uns zu lehren. 3. Für solches Heil sei, Herr, gepreist, Laß uns dabei verbleiben Und gib uns deinen guten Geist, Daß wir dem Worte gläuben, Es gern annehmen jederzeit Mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud Als Gottes, nicht der Menschen. 4. Hilf, daß der losen Spötter Schar Uns nicht vom Wort abwende; Denn ihr Gespött samt ihnen gar Mit Schrecken nimmt ein Ende. Gib du selbst deinem Donner Kraft, Daß deine Lehre in uns haft, Auch reichlich bei uns wohne. 5. Offn uns die Ohren und das Herz, Daß wir das Wort recht fassen, In Lieb und Leid, in Freud und Schmerz Es aus der Acht nicht lassen; Daß wir nicht Hörer nur allein Des Wortes, sondern Täter sein, Frucht hundertfältig bringen. 6. Am Weg der Same wird sofort Vom Teufel hingenommen; 160 Wort Gottes. In Fels und Steinen kann das Wort Die Wurzel nicht bekommen; Der Sam, so in die Dornen fällt, Von Sorg und Wollust dieser Welt Verdirbet und ersticket. 7. Ach hilf, Herr, daß wir wer⸗ den gleich Dem guten, fruchtbarn Lande Und sein an guten Werken reich In unserm Amt und Stande, Viel Früchte bringen in Geduld, Bewahren deine Lehr und Huld In feinem, gutem Herzen. 8. Laß uns, so lang wir her, ier, Den Weg der Sünder meiden, Gib, daß wir halten fest an dir In Anfechtung und Leiden; Rott aus die Dornen allzumal, Hilf uns die Weltsorg überall Und böse Lüste dämpfen. 9. Dein Wort, o Herr, laß all⸗ weg sein Die Leuchte unsern Füßen, Erhalt es bei uns klar und rein, Hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Trost in aller Not, Daß wir im Leben und im Tod Beständig darauf trauen. 10. Gott Vater, laß zu deiner Ehr Dein Wort sich weit verbreiten; Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr Erleuchten mög und leiten; O heilger Geist, dein göttlich Wort Laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung. D. Denicke, 4 1680. Predigtamt. 247. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. U Jesu, Herr der Herrlichkeit, Du König deiner Christenheit, Du Hirte deiner Herde, Du siehst auf die erlöste Welt, Regierst sie, wie es dir gefällt, Sorgst, daß sie selig werde. Von dir Sind wir Auch erwählet, zugezählet den Erlösten, Die du segnen willst und trösten. 2. Wohl deinem Volk, daß du es liebst, Nach deinem Sinn ihm Hirten gibst Die es zum Himmel führen, 4 Und die voll Eifer, Geist und Kraft, Voll göttlich tiefer Wissenschaft Das Herz der Sünder rühren. Treue Hirten Laß den Seelen niemals fehlen und die Herden Mit den Hirten selig werden. 3. Wir nehmen hier von deiner Hand Den Lehrer, den du uns gesandt: Herr, segne seine Werkel Die Seelen, die sich ihm ver⸗ traun, Durch Lehr und Leben zu er⸗ baun, Gib Weisheit ihm und Stärke. Lehr ihn, Hilf ihm Laß ke 14 9 Biet d Treu 6. Se Wir h In Je O Hi Führ Gott: Y G Durch Das u „laß all⸗ weg sein gen, und rein, nießen aller Not, ãim Tod n. deiner Ehr rbreiten; ine Lehr iten; tlich Wort und fort Hoffnung. e, + 1680. Zeist und Kraft, enschaft rühren. us fehlen ie Herden erden. on deiner Hand gesandt: ihm ver⸗ traun, na zu er⸗ baun, Stärke. Wort Gottes. 161 Tun und leiten, dulden, streiten, beten, wachen, Selig sich und uns zu machen. 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, Laß ihn sein Amt mit Freuden tun; Nichts sei, das ihn betrübe. Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, Gib uns ein Herz, das folgsam hört, Ein Herz voll treuer Liebe. Lehrer, Hörer Laß in Freundschaft und Gemein⸗ schaft feste stehen Und den Weg zum Himmel gehen. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, Laß unsern Lehrer, unsern Freund Uns dir entgegenführen. Du hast die Seelen all gezählt, Du willst es nicht, daß eine fehlt, Laß keine ihn verlieren. Jesu, Hilf du, Biet die Hände, daß am Ende Hirt und Herde Treu vor dir befunden werde. 6. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn, Wir heißen dich willkommen gern In Jesu Christi Namen. O Hirte, nimm uns bei der Hand, Führ uns zum ewgen Vaterland: Gott mit dir! Amen, Amen. Mit dir Gehn wir Durch die Leiden dieser Zeiten zu dem Leben, Das uns unser Gott will geben. J. D. K. Bickel, 1809. 248. Mel. Dir, dir Jehova will ich singen. Wach auf, du Geist der ersten Zeugen, Der Wächter, die auf Zions Mau⸗ ern stehn, Die Tag und Nächte nimmer schweigen, Und die getrost dem Feind ent⸗ gegengehn, Ja deren Schall die ganze Welt durchdringt Und aller Völker Scharen zu dir bringt. 2. O daß doch bald dein Feuer brennte, O möcht es doch in alle Lande gehn! Ach Herr, gib doch in deine Ernte Viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. O Herr der Ernte, siehe doch dar⸗ ein: Die Ernt ist groß, der Knechte Zahl ist klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten Uns diese Bitte in den Mund ge⸗ legt. O siehe, wie an allen Orten Sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, Dich herzinbrünstig darum anzu⸗ flehn, Drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn. 4. Herr, gib dein Wort mit großen Scharen, Laß sie mit Kraft Evangelisten sein; Laß eilend Hülf uns widerfahren Und brich in Satans Reich mit Macht hinein. L 162 O breite, Herr, auf weitem Erden⸗ kreis Dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 5. Ach daß die Hülf aus Zion käme, O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, Dein Volk aus dem Gefängnis nähme, O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei Und komm herab zur Hülf und mach uns frei! 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen, Es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein, Ach führe bald dadurch mit Haufen Der Heiden Füll zu allen Toren ein; Ja wecke doch auch Jsrael bald auf, Und also segne deines Wortes Lauf! 7. O bessre Zions wüste Stege, Und was dein Wort im Laufen hindern kann, Das räume bald aus jedem Wege; Wort Gottes. Vertilg, o Herr, den falschen Glau⸗ benswahn; Von Mietlingen mach deine Kirche frei, Daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 8. Laß jede hoh und niedre Schule Die Werkstatt deines guten Gei⸗ stes sein; Ja sitze du nur auf dem Stuhle Und präge dich der Jugend selber ein, Daß treue Lehrer viel und Beter sein, Die für die ganze Kirche flehn und schrein. 9. Du wirst dein herrlich Werk vollenden, Der du der Welten Heil und Richter bist, Du wirst der Menschheit Jammer wenden, So dunkel jetzt dein Weg, o Heil⸗ ger, ist. Drum hört der Glaub nie auf, zu dir zu flehn, Du tust doch über Bitten und Verstehn. K. H. v. Bogatzky, 4 1774. Weihe des Gotteshauses. 249. Mel. Jesus meine Zuversicht. NA. wie heilig ist der Ort, Ach wie selig ist die Stätte! Hier, hier ist des Himmels Pfort, Hier erhöret Gott Gebete, Hier erschallet Gottes Wort; O wie heilig ist der Ort! 2. Heil war in des Zöllners Haus, Weil er Christum aufgenommen; Und hier rufet Jesus aus: Selig sind, die zu mir kommen! Deren Herzen nimmt er ein, Daß sie auch sein Tempel sein. 3. O welch Heil ist bis hieher Diesem Hause widerfahren! ö Wenn der Herr nicht bei uns wär, Der sie Woher Der de 4. O Sind d Laßt u Hier er Einen Den kei 5. Ble Speis 1 Das di Herr, l Deine Bis die Schöne Die wi 2. Wir Ein Jal Und hö Den ed Das un Vergebt Si Be hen Glau⸗ enswahn; ine Kirche frei, n Garten zottes sei. re Schule uten Gei⸗ stes sein; n Stuhle »nd selber ein, ind Beter sein, iche flehn d schrein. lich Werk ollenden, heil und hter bist, Jammer wenden, o Heil⸗ ger, ist. nie auf, zu flehn, tten und Verstehn. 1774. ommen! ein, el sein. hieher n!* ins wär, Wort Gottes. 163 Der sich uns will offenbaren, Woher hätten wir den Geist, Der den Weg zum Himmel weist? 4. O wie lieblich, o wie schön Sind des Herren Gottesdienste! Laßt uns froh zu ihnen gehn, Hier erlangt man zum Gewinste Einen Schatz, der ewig währt, Den kein Raub noch Rost verzehrt. 5. Bleibe bei uns, lieber Gast, Speis uns ferner mit dem Worte, Das du uns gegeben hast. Herr, laß auch an diesem Orte Deine Kirche feste stehn, Bis die Welt wird untergehn. B. Schmolck, 4 1737. 250. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ant her, ihr Christen, voller Freud, Erzählet Gottes Freundlichkeit, Kommt her und laßt erklingen Die Stimm des Dankens unserm Gott, Laßt uns dem Herren Zebaoth Mit frohem Munde singen. Singet, Bringet Schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, Die wir hier genossen haben. 2. Wir gehn in diesem Gotteshaus Ein Jahr nun wieder ein und aus Und hören da verkünden Den edlen Schatz, das Gnaden⸗ wort, Das uns erschließt des Lebens Pfort, Vergebung unsrer Sünden. Singet, Bringet Schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, Die wir hier genossen haben. 3. Da sehen wir mit Freuden an Die Dienste, die man leisten kann Dem Herrn in seinem Tempel; Da hört man mit Verwundern zu, Was Gott für große Taten tu Und Wunder ohn Exempel. Singet, Bringet Schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, Die wir hier genossen haben. 4. Da kommt die Christenheit zuhauf Und opfert Gott sich selber auf Zum Dienst und Wohlgefallen; Da ist Gebet und andres mehr, Was Gott gereicht zu Lob und Ehr; O gottbeliebtes Wallen! Singet, Bringet Schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, Die wir hier genossen haben. 5. Da wird Gerechtigkeit gelehrt, Da wird Gottseligkeit gehört, Da wird der Glaub entzündet; Geduld, Lieb, Hoffnung, Arch⸗ Zucht Und was noch mehr des Geistes Frucht, Wird alles da gegründet. Singet, Bringet Schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, Die wir hier genossen haben. 6. O große Wohltat, die Gott tut, O heilges, gnadenreiches Gutl L2 164 Taufe und Konfirmation. Kommt her, kommt, liebe Christen. Da wohnt der Herr der Wümtat eit; Wohl denen, die sich allezeit Zu seinem Dienste rüsten. Singet, Bringet Schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, Die wir hier genossen haben. 7. Ja, der du hier hast Feur und Herd, Dein Nam wird billig hoch geehrt, O Gott von großen Taten! Gelobt sei Gott an diesem Ort, Allwo sein heilig teures Wort Bisher so wohl geraten. Singet, Bringet Schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, Die wir hier genossen haben. 8. Und nun, o Höchster, bitten wir: Laß uns auch künftig für und für Allhier zusammenkommen; Bewahr die Kirch und die Gemein Und die darinnen Lehrer sein, So werden dir die Frommen Singen, Bringen Schöne Weisen und dich preisen um die Gaben Die sie zu genießen haben. J. Chr. Arnschwanger, 1 1696. XV. Caufe und Ronfirmation. Taufe. 251. Christ unser Herr zum Jordan kam Nach seines Vaters Willen, Von Sankt Johanns die Taufe nahm, Sein Amt recht zu erfüllen; Da wollt er stiften uns ein Bad, Zu waschen uns von Sünden, Ersäufen auch den bittern Tod Durch sein selbst Blut und Wun⸗ den: Es galt ein neues Leben. 2. Sein Jünger heißt der Herre Christ: Geht hin, all Welt zu lehren, Daß sie verlorn in Sünden ist, Sich soll zur Buße kehren. Wer gläubet und sich taufen läßt, Soll dadurch selig werden; Ein neugeborner Mensch er heißt, Der nicht mehr könne sterben, Das Himmelreich soll erben. 3. Das Aug allein das Wasser sieht, Wie Menschen Wasser gießen; Der Glaub im Geist die Kraft versteht Des Blutes Jesu Christi, Und ist für ihn ein rote Flut, Von Christi Blut gefärbet, Die allen Schaden heilen tut, Von Adam her geerbet, Auch von uns selbst begangen. Dr. M. Luther, 4 1546. Jesut, Nimme Zum Und h 2.= Gebier O kom Zähl e Schenk Versen Als Le Nimm Jesu, Sprich Und b Ins B 3. He Nun g Unden Halts! Und m Ach de Holdse Barml ns preisen es Gaben, haben. bitten wir: r und für en; ie Gemein er sein, mmen ch preisen die Gaben hen. r, 1 1696. n. en. ufen läßt, Hden; er heißt, terben, rben. s Wasser sieht, gießen; die Kraft versteht , e Flut, Het, n tut, gangen. 6„ + 1546. Taufe und Konfirmation. 165⁵5 252. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. er vom Kreuze du regierest Und Davids Kron und Scepter führest, Hort Abrahams und Jakobs Fels, Laß die Wolken Gnade regnen, Streck aus die Priesterhand zum Segen Und tue wohl, Fürst Israels! Sieh an dies arme Kind, In Sünden tot und blind, Jesu, Jesu! Nimms gnädig ein Zum Busen dein Und hauch ihm Geist und Odem ein. 2. Tauf es selbst auf deinen Namen, Gebier es neu zu deinem Samen, O komm mit Wasser, Geist und Blut! Zähl es unter deine Erben, Schenk ihm die Frucht von dei⸗ nem Sterben, Versenks in deine Gnadenflut. Als Lohn für deinen Schmerz Nimms hin, du Heilandsherz, Jesu, Jesu! Sprich: Du bist mein, Und bind es ein Ins Bündlein der Lebendgen dein! (Vach der Caufe.) 3. Herr, dir ists nun übergeben, Nun grün es auf mit deinen Reben Und werde stark in deinem Licht! Halts in deines Bundes Schranken, Und möcht es weichen, Herr, und wanken, Ach deine Gnade wanke nicht! Holdselger Bräutigam, Barmherzig Gotteslamm, Halt ihm Treue! Wie's immer geh, Dein Bund besteh; Dein Lieben heißet„Je und Je“. F. W. Krummacher, 1 1868. 253. Mel. Liebster Jesu wir sind hier. Gott und Vater, nimm jetzund Dieses Kind von unsern Armen; Nimm es auf in deinen Bund Und erzeig ihm dein Erbarmen, Daß es alle Lebenstage Deiner Kindschaft Zeichen trage. 2. Wasche es mit deinem Blut, Treuer Jesu, von den Sünden; Laß in seiner Taufe Flut Den geerbten Fluch verschwinden Und sein Leben auf der Erden Deinem Vorbild ähnlich werden. 3. Und du, werter heilger Geist, Schenk ihm deine Gnadenkräfte; Treibe, wie dein Bund verheißt, Selbst in ihm des Heils Geschäfte, Daß dies Kind an Jesu Leibe Ein lebendig Glied stets bleibe. J. J. Spreng, 4 1768. 254. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. Gott Vater, höre unsre Bitt, Teil diesem Kind den Segen mit, Erzeig ihm deine Gnade; Es sei dein Kind: Nimm weg die Sünd, Daß ihm dieselb nicht schade. 2. Herr Christe, nimm es gnä⸗ dig auf Durch dieses Bad der heilgen Tauf 166 Taufe und Konfirmation. Zu deinem Glied und Erben, Damit es dein Mög allzeit sein Im Leben und im Sterben. 3. Und du, o werter heilger Geist, Samt Vater und dem Sohn ge⸗ preist, Wollst gleichfalls zu uns kommen, Damit jetzund In deinen Bund Es werde aufgenommen. 4. O heilige Dreieinigkeit, Dir sei Lob, Ehr und Dank bereit Für diese große Güte. Gib, daß dafür Wir dienen dir, Vor Sünden uns behüte. J. Bornschürer, 4 1677. 255. Vach der Caufe. Mel. Gott des Himmels und der Erden. Guter Hirt, der seine Herde Mit dem eignen Blut erkauft, Daß dies Kind dein eigen werde, Ward es heut auf dich getauft Und im heilgen Wasserbad Eingetaucht in deine Gnad. 2. Schaff ihm nun ein Herz, ein neues, Und gib ihm gewissen Geist, Daß es stets als ein getreues, Stilles Lamm dich liebt und preist Und, von Weltlust unbetört, Stets auf deine Stimme hört. 3. Und wenn sichs von dir verirrte In des Lebens Wüstenei: Geh ihm nach, du treuer Hirte, Daß es unverloren sei; Und am Ende seiner Bahn Trag es selig himmelan! J. Sturm, 1 1896. 256. Mel. Liebster Jesu wir sind hier. Tiebster Jesu, wir sind hier, Deinem Worte nachzuleben: Dieses Kindlein kommt zu dir, Weil du den Befehl gegeben, Daß man sie zu Christo führe, Denn das Himmelreich ist ihre. 2. Ja es schallet allermeist Dieses Wort in unsern Ohren: Wer durch Wasser und durch Geist Nicht zuvor ist neu geboren, Wird von dir nicht aufgenommen Und in Gottes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir, Nimm das Pfand von unsern Armen; Tritt mit deinem Glanz herfür Und erzeige dein Erbarmen, Daß es dein Kind hier auf Erden Und im Himmel möge werden. 4. Hirte, nimm das Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede. Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedefürst, schenk ihm den Friede, Weinstock, hilf, daß diese Rebe Auch im Glauben dich umgebe. 5. Nun, wir legen an dein Herz, Was von Herzen ist gegangen; Führ die Seufzer himmelwärts Und erfülle das Verlangen: Ja den Namen, den wir geben, Schreib ins Lebensbuch zum Le⸗ ben. B. Schmolck, 4 1737. Bahn ni m, 1 1896. sind hier. id hier, eben: zu dir, geben, to führe, ist ihre. meist Ohren: durch Geist boren, genommen )t kommen. zu dir, on unsern Armen; z herfür rmen, auf Erden werden. häflein an, em Gliede. die Bahn, den Friede, se Rebe umgebe. dein Herz, egangen; nelwärts igen: vir geben, 9 zum Le⸗ ben. ck, 1 1737. Taufe und Konfirmation. 167 Ronfirmation. 257. Mel. O du Liebe meiner Liebe. Bei dir, Jesu, will ich bleiben, Stets in deinem Dienste stehn; Nichts soll mich von dir vertreiben, Will auf deinen Wegen gehn. Du bist meines Lebens Leben, Meiner Seele Trieb und Kraft, Wie der Weinstock seinen Reben Zuströmt Kraft und Lebenssaft. 2. Könnt ichs irgend besser haben Als bei dir, der allezeit So viel tausend Gnadengaben Für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getroster werden Als bei dir, Herr Jesu Christ, Dem im Himmel und auf Erden Alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu finden, Der, was Jesus tat, mir tut, Mich erkauft von Tod und Sünden Mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, Der sein Leben für mich gab? Sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich, So in Freude wie in Leid. Bei dir bleib ich, dir verschreib ich Mich für Zeit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, Auch des Rufs aus dieser Welt; Denn der ist zum Sterben fertig, Der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nah auf dieser Er⸗ ö den, Bleib auch, wenn mein Tag sich neigt, Wenn es einst will Abend werden, ö Und die Nacht herniedersteigt; Wenn mein Aug wird dunkler, trüber, Dann erleuchte meinen Geist, Daß ich fröhlich zieh hinüber, Wie man nach der Heimat reist. Ph. Spitta, 4 1859. 258. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Ic bin getauft auf deinen Na⸗ men, Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Ich bin gezählt zu deinem Samen, Zum Volk, das dir geheiligt heißt; Ich bin in Christum eingesenkt, Ich bin mit seinem Geist beschenkt. 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, Mein lieber Vater, mich erklärt; Du hast die Frucht von deinem Sterben, Mein treuer Heiland, mir gewährt; Du willst in aller Not und Pein, O guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; Ich hab, o Herr, aus reinem Triebe Dein Eigentum zu sein gewagt; Hingegen sagt ich bis ins Grab Des Satans schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt dieser Bund wohl feste stehn; Wenn aber ich ihn überschreite, So laß mich nicht verloren gehn; üę—— 168 Taufe und Konfirmation. Nimm mich, dein Kind, zu Gna⸗ den an, Wenn ich hab einen Fall getan. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; Erwecke mich zu neuer Treue Und nimm Besitz von meinem Sinn: Es sei in mir kein Tropfen Blut, Der nicht, Herr, deinen Willen tut. 6. Laß meinen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Halt mich in deines Bundes Schranken, Bis mich dein Wille sterben heißt: So leb ich dir, so sterb ich dir, So lob ich dich dort für und für. J. J. Rambach, 4 1735. 259. Mel. O Ewigkeit du Donnerwort. Ich bin in dir und du in mir: Nichts soll mich, ewge Liebe, dir In dieser Welt entreißen. Auf Erden, wo nur Sünder sind, Nennst du mich freundlich schon dein Kind, O laß michs ewig heißen Und treu mit Wandel, Herz und Mund Bewahren deinen Friedensbund. 2. Ich bin in dir und du in mir: Dreieinger Gott, du hast zu dir Mich frühe schoön berufen. Was mir, dem Kindlein, war be⸗ reit, Ergreif ich heut voll Innigkeit An des Altares Stufen Und sag: O Liebe, du bist mein, Ich will dein Kind auf ewig sein. 3. Ich bin in dir und du in mir: Noch wohn ich völlig nicht bei dir, Weil ich auf Erden walle; Drum führ mich, Jesu, treuer Hirt, Daß mich, was locket, schreckt und irrt, Nicht bringe je zu Falle. O daß, was ich dir heut versprach, Mir gehe tief und ewig nach. 4. Ich bin in dir und du in mir: Komm, Herr, mir deine Tugendzier Frühzeitig anzulegen, Daß mir des Lebens Glück und Not, Ja selbst der letzte Feind, der Tod, Nur kommen mög im Segen. Mit dir will ich durchs Leben gehn, Dir leiden, sterben, auferstehn. A. Knapp, 4 1864. 260. Mel. Jesu meines Lebens Leben. TLasset mich voll Freuden sprechen: Ich bin ein getaufter Christ, Der bei menschlichen Gebrechen Dennoch ein Kind Gottes ist. Was sind alle Schätze nütze, Da ich einen Schatz besitze, Der mir alles Heil gebracht Und mich ewig selig macht? 2. Keine Sünde macht mir bange; Ich bin ein getaufter Christ, Und ich weiß gewiß, so lange Dieser Trost im Herzen ist, Kann ich mich von Angst der Sünden, Jesu, durch dein Blut entbinden, Weil das teure Wasserbad Mich damit besprenget hat. 3. S. Ich bi Und d Ob du Da ick Ist di Und v Mache So ve Mel. X Hei O Me Leg di Bleib Denk Da er Bei se Als X Hist mein, ewig sein. u in mir: ht bei dir, lez euer Hirt, jreckt und irrt, bersprach, nach. u in mir: ugendzier und Not, der Tod, Segen. ben gehn, rstehn. „+ 1864. 8 Leben. sprechen: hrist, brechen s ist. lütze, tze, acht ucht? ir bange; hrist, lange ist, ugst der Sünden, ntbinden, ad hat. Taufe und Konfirmation. 169 3. Satan, laß dir dieses sagen: Ich bin ein getaufter Christ, Und damit kann ich dich schlagen, Ob du noch so grausam bist. Da ich bin zur Taufe kommen, Ist dir alle Macht genommen, Und von deiner Tyrannei Machet Gottes Bund mich frei. 4. Freudig sag ich, wenn ich sterbe: Ich bin ein getaufter Christ, Denn das bringet mich zum Erbe, Das im Himmel droben ist. Lieg ich gleich im Todesstaube, So versichert mich der Glaube, Daß mir auch der Taufe Kraft Leib und Leben wieder schafft. 5. Nun, so soll ein solcher Se⸗ gen Mir ein Trost des Lebens sein. Muß ich mich zu Grabe legen, Schlaf ich auch auf solchen ein. Ob mir Herz und Augen brechen, Soll die Seele dennoch sprechen: Ich bin ein getaufter Christ, Der nun ewig selig ist. E. Neumeister, 4 1756. 261. Mel. Was mein Gott will gescheh allzeit. Hei Gott getreu, halt seinen Bund, O Mensch, in deinem Leben; Leg diesen Stein zum ersten Grund, Bleib ihm allein ergeben; Denk an den Kauf in deiner Tauf, Da er sich dir verschrieben Bei seinem Eid, in Ewigkeit Als Vater dich zu lieben. 2. Sei Gott getreu von Jugend auf Laß dich kein Lust noch Leiden In deinem ganzen Lebenslauf Von seiner Liebe scheiden; Sein alte Treu wird täglich neu, Sein Wort steht nicht auf Schrau⸗ ben; Was er verspricht, das bricht er nicht, Das sollst du kühnlich glauben. 3. Sei Gott getreu in deinem Stand, Darein er dich gesetzet; Wenn er dich hält mit seiner Hand, Wer ist, der dich verletzet? Wer seine Gnad zum Schilde hat, Kein Teufel kann ihm schaden; Wo diese Wehr um einen her, Dem bleibet wohl geraten. 4. Sei Gott getreu, sein liebes Wort Standhaftig zu bekennen; Steh fest darauf an allem Ort, Laß dich davon nicht trennen. Was diese Welt in Armen hält, Muß alles noch vergehen; Sein liebes Wort bleibt ewig fort Ohn alles Wanken stehen. 5. Sei Gott getreu, der immer sich Läßt treu und gnädig finden; Streit unter ihm nur ritterlich, Laß über dich den Sünden Ja wider Pflicht den Zügel nicht. Wär doch der Fall geschehen, So sei bereit, durch Buß beizeit Nur wieder aufzustehen. 6. Sei Gott getreu bis in den Tod Und laß dich nichts abwenden; Er wird und kann in aller Not Dir treuen Beistand senden. Und käm auch gleich der Hölle Reich I ö 170 Taufe und Konfirmation. Mit aller Macht gedrungen, Wollt auf dich zu, so glaube du, Du bleibest unbezwungen. 7. Wirst du Gott also bleiben treu, Wird er sich dir erweisen, Daß er dein lieber Vater sei, Wie er dir hat verheißen, Und eine Kron zum Gnadenlohn Im Himmel dir aufsetzen; Da wirst du dich dann ewiglich In seiner Treu ergötzen. M. Franck, 4 1667. 262. Mel. Seelenbräutigam. Von des Himmels Thron Sende, Gottes Sohn, Deinen Geist, den Geist der Stärke; Gib uns Kraft zum heilgen Werke, Dir uns ganz zu weihn, Ewig dein zu sein. 2. Mach uns selbst bereit, Gib uns Freudigkeit, Unsern Glauben zu bekennen Und dich unsern Herrn zu nennen, Dessen teures Blut Floß auch uns zu gut. 3. Richte Herz und Sinn Zu dem Himmel hin, Wenn wir unsern Bund erneuern Und gerührt vor dir beteuern, Deine Bahn zu gehn, Weltlust zu verschmähn. 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, Wollest du auf unsre Bitten Uns mit Gnade überschütten; Licht und Kraft und Ruh Ströme dann uns zu. 5. Gib auch, daß dein Geist, Wie dein Wort verheißt, Unauflöslich uns vereine Mit der gläubigen Gemeine, Bis wir dort dich sehn Und dein Lob erhöhn. S. Marot, 4 1865. 263. Mel. Jesu der du meine Seele. Wandelt glaubend eure Wege, Gott sei eure Zuversicht! Seid befohlen seiner Pflege, Scheut auch seine Prüfung nicht. Treffen Schmerzen euch und Lei⸗ den, Trübt euch schwerer Kampf die Freuden: Seid voll Glaubens! Kampf und Leid Führen euch zur Seligkeit. 2. Wandelt liebend eure Wege, Lieb ist Christi neu Gebot; Daß sie stets in euch sich rege, Schaut auf seinen heilgen Tod. Schaut der Liebe Sieg im Sohne; Denkt der euch verheißnen Krone, Die aus lichter Ferne schon Beut der treuen Liebe Lohn. 3. Wandelt hoffend eure Wege In des Geistes Freudigkeit; Und daß niemand Zweifel hege, Ob sein Wirken wohl gedeiht! Treu nur müßt ihr sein und beten, Und der Geist wird euch ver⸗ treten. Glaubend, liebend, hoffend lebt, Bis euch Gott zu sich erhebt! J. H. v. Aschen, 4 1842. Mel. Bane Komm Und g Und a Mittler Und ei Komm Meiner 2. Vor de Du nu Und b Und d Ist mi Daß 1 Fest a Beist, ine, + 1865. Seele. Wege, ge, g nicht. ind Lei⸗ den, mpf die reuden: npf und Leid . Wege, rege, 1 Tod. Sohne; Krone, on d beten, ch ver⸗ treten. d lebt, ebtl + 1842. Abendmahl. 171 XVI. Abendmahl. 264. Mel. Freu dich sehr o meine Seele. Bang und doch voll selger Freu⸗ den Komm ich, Herr, auf dein Gebot Und gedenk an deine Leiden Und an deinen Kreuzestod. Mittler, der du für uns starbst Und ein ewig Heil erwarbst, Komm mit deines Todes Segen Meiner Seele jetzt entgegen. 2. Nimmer könnt ich Gnade finden Vor des Heilgen Angesicht; Du nur tilgest meine Sünden Und befreist mich vom Gericht. Und dies Mahl aus deiner Hand Ist mir stets ein neues Pfand, Daß mein Herz darf mit Ver⸗ trauen Fest auf Gottes Gnade bauen. 3. Möcht ich, Jesu, nicht ver⸗ gebens Mich zu deinem Tische nahn! Möcht ich dieses Brot des Lebens Nicht mir zum Gericht empfahn! Nein, dies Mahl erwecke mich, Inniger zu lieben dich Und mit heilgem Ernst zu meiden, Was mich je von dir kann schei⸗ den. 4. Diesen Vorsatz, den ich fasse, Präge tief dem Herzen ein, Daß ich nimmer von dir lasse, Keinem folg, als dir allein. Ziehe selbst mich ganz zu dir; Deine Gnade sei mit mir, Daß ich alle Macht der Sünde Als dein Jünger überwinde. 5. Sollt ich dennoch wieder fehlen, Wollst du mir zur Seite stehn; Sollt ich falsche Wege wählen, Eile dann, mir nachzugehn. Suche den Verirrten auf, Lenk zur Buße meinen Lauf, Daß ich in des Vaters Armen Gnade finde und Erbarmen. 6. Ewig, Herr, will ich dir danken, Daß dein Tod mein Leben ist; Daß auch, wenn wir Schwache wanken, Du der Deinen Stärke bist. Dir, der keinen je verläßt, Dir vertrau ich froh und fest, Du wirst mich stets freundlich leiten Und zum Himmel zubereiten. Nach B. Münter, 1 1793. 265. Christe, du Lamm Gottes, Der du trägst die Sünde der Welt, Erbarme dich unser! 2. Christe, du Lamm Gottes, Der du trägst die Sünde der Welt, Erbarme dich unser! 3. Christe, du Lamm Gottes, Der du trägst die Sünde der Welt, Gib uns deinen Frieden! Amen. Alte Kirche. Deutsch seit 1526. 172 Abendmahl. 266. Gott sei gelobet und gebenedeiet, Der uns selber hat gespeiset Mit seinem Fleische und mit sei⸗ nem Blute, Das gib uns, Herr Gott, zu gute. Kyrie eleison! Herr, durch deinen heiligen Leich⸗ nam, Der von deiner Mutter Maria kam, Und das heilige Blut, Hilf uns, Herr, aus aller Not. Kyrie eleison! 2. Der heilge Leichnam ist für uns gegeben Zum Tod, daß wir dadurch leben. Nicht größre Güte konnte er uns schenken, Dabei wir sein solln gedenken. Kyrie eleison! Herr, dein Lieb so groß dich zwungen hat, Daß dein Blut an uns groß Wunder tat Und bezahlt unsre Schuld, Daß uns Gott ist worden hold. Kyrie eleison! 3. Gott geb uns allen seiner Gnade Segen, Daß wir gehn auf seinen Wegen In rechter Lieb und brüderlicher Treue, Daß uns die Speis' nicht gereue. Kyrie eleison! Herr, dein heilger Geist uns nim⸗ mer laß, Der uns geb, zu halten rechte Maß, Daß dein arm Christenheit Leb in Fried und Einigkeit. Kyrie eleison! Dr. M. Luther, 4 1546. (V. 1 vor 1500.) 267. Mel. Freu dich sehr o meine Seele. 5 err, du hast für alle Sünder Einen reichen Tisch gedeckt, Wo das Brot der armen Kinder Nach des Vaters Liebe schmeckt; Heute nun bin ich dein Gast, Wie du mir befohlen hast: Laß mich nicht mit argem Herzen Deine große Huld verscherzen. 2. Heilige du mein Gemüte, Alles Arge treibe aus, Daß auch meines Herzens Hütte Werde dein geweihtes Haus; Denn ich hoffe nur auf dich, Liebster Jesu, höre mich Und laß deinen Tisch auf Erden Mir des Himmels Vorschmack werden. 3. Hilf mir, daß ich recht be⸗ denke, Wie der Herr sein Fleisch und Blut Seinen armen Knechten schenke, Und was deine Liebe tut, Und verleihe, daß ich nicht Eß und trinke zum Gericht, Was du, Jesu, für mein Leben Zur Erlösung hast gegeben. 4. Nimm jetzt die Vernunft ge⸗ fangen, Daß ich gläube recht und schlecht, Und erwecke mein Verlangen, Wenn mein Fleisch den Eifer schwächt, Gib Empfindung meiner Not Und Begierde nach dem Brot, Wielches allen Hunger stillet Und das Herz mit Gott erfüllet. 5. Bist du doch der Fürst des Lebens, Jesus if Nimmer Für die Drum e Teile m Und laß Trost au 6. Sin Nähr ut Und we Wo nick Laß die Meines Daß die Künftig 7. Laß Und die Oder u Angst u So vers Einenen Daß ich Mir dur 8. Hilf Deinen Laß mie Der mi Nimm n Bis ich Und die Meinen Seele. ßünder deckt, Kinder meckt; ast, Herzen zen. Erden chmack herden. cht be⸗ denke, h und Blut henke, , eben . uft ge⸗ angen, chlecht, jen, Eifer wächt, dot st des zebens, Abendmahl. 173 Jesus ist der Name dein, Nimmermehr kannst du vergebens Für die Welt gestorben sein; Drum erhöre, was ich bitt: Teile mir dich selber mit Und laß heut in mein Gewissen Trost aus deinen Wunden fließen. 6. Sind wir doch aus dir ge⸗ boren, Nähr uns auch durch deine Kraft, Und weil alles da verloren, Wo nicht Jesus Hülfe schafft, Laß dies Brot und diesen Wein Meines Herzens Manna sein, Daß die Wirkung dieser Speise Künftig in der Tat sich weise. 7. Laß mich deine Liebe schmecken Und die Güter jener Welt; Oder wenn mich Furcht und Schrecken, Angst und Schwachheit überfällt, So verschaffe mir dein Blut Einen wahren Freudenmut, Daß ich meinen Trost im Glauben Mir durch niemand lasse rauben. 8. Hilf mir recht ins Herze fassen Deinen herben, bittern Tod; Laß mich auch niemanden hassen, Der mit mir genießt ein Brot. Nimm mich ganz vollkommen ein, Bis ich werde bei dir sein Und die Fülle deiner Gaben, Meinen Gott und alles haben. K. Neumann, 7 1715. 268. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. HBerr Jesu Christ, du höchstes Gut, Du Brunngquell aller Gnaden: Wir kommen, deinen Leib und Blut, Wie du uns hast geladen, Zu deiner Liebe Herrlichkeit Und unsrer Seelen Seligkeit Zu essen und zu trinken. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit Zu diesem hohen Werke; Schenk uns dein schönes Ehren⸗ kleid Durch deines Geistes Stärke. Hilf, daß wir würdge Gäste sein Und werden dir gepflanzet ein Zum ewgen Himmelswesen. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir Auch bis ans Ende bleiben; Laß Sünd und Not uns für üüe ür Nicht wieder von dir treiben, Bis wir durch deines Nachtmahls Kraft In deines Himmels Bürgerschaft Dort ewig selig werden. 1713 269. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Berr Jesu, dir sei Preis und Dank Für diese Seelenspeis' und Trank, Damit du uns begabet. Im Brot und Wein dein Leib und Blut Kommt uns wahrhaftig wohl zu gut Und unsre Herzen labet: Daß wir In dir Und nach allem Wohlgefallen heilig leben, Solches wollest du uns geben. 174 ö Abendmahl. 2. Du kehrest, o Immanuel, Ja selber ein in unsre Seel, Dir Wohnung da zu machen. Drum uns ein solches Herz keih, leih, Das von der Weltlieb ledig sei Und allen eitlen Sachen. Bleibe, Treibe Unser Sinnen und Beginnen, daß wir trachten Alles Irdsche zu verachten. 3. Ach Herr, laß uns doch neh⸗ men nicht Dein wertes Nachtmahl zum Ge⸗ richt! Ein jeder recht bedenke, Daß wir mit diesem Lebens⸗ brot Im Glauben stillen unsre Not, Der Fels des Heils uns tränke, Züchtig, Tüchtig Dich dort oben stets zu loben, bis wir werden Zu dir kommen von der Erden. 4. O daß wir solche Seligkeit Erwarten möchten allezeit In Hoffnung und Vertrauen Und folgends aus dem Jammertal Eingehen in des Himmels Saal, Da wir Gott werden schauen Tröstlich, Köstlich Uns als Gäste auf das beste bei ihm laben und ganz volle Gnüge haben. 5. Das gib du uns von deinem Thron, O Jesu Christe, Gottes Sohn, Gibs durch dein bitter Leiden. Dasselbe, weil wir leben hier, Laß uns betrachten für und für, All Böses darum meiden. Amen, Amen, Hilf uns kämpfen, hilf uns dämpfen alle Sünden, Hilf uns fröhlich überwinden. Bernh. v. Derschau, 4 1639. 270. Mel. An Wasserflüssen Babylon. Ich komme, Herr, und suche dich Mühselig und beladen; Gott, mein Erbarmer, würdge mich Des Wunders deiner Gnaden. Ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, Mich deiner zu getrösten. Ich fühle meiner Sünden Müh, Ich suche Ruh und finde sie Im Glauben der Erlösten. 2. Dich bet ich zuversichtlich an, Du bist das Heil der Sünder; Du hast die Handschrift abgetan, Und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht Und an dein Wort: Es ist voll⸗ bracht! Du hast mein Heil verdienet, Du hast für mich dich darge⸗ stellt; Gott war in dir und hat die Welt In dir mit sich versühnet. 3. So freue dich, mein Herz, in mir, Er tilget deine Sünden Und läßt an seiner Tafel hier Dich Gnad um Gnade finden. Du ruf Spricht Die Se Du bis Und di Von ge 4. De Bewah Und la Dir de Sieh, i Ich bit So wi Ich he Und di Wird 5 75. Ja Ich wi Und bi Um Kr Laß mi Mein Und de Laß mi Durch Mir ut ümpfen ünden, den. 1639. zylon. suche dich vürdge mich den. Thron, enschen Sohn, Müh, sie ich an, der; getan, er. Macht t voll⸗ bracht! iet, darge⸗ stellt; at die Welt erz, in mir, hier den. Abendmahl. 175 Du rufst, und er erhört dich schon, Spricht liebreich: Sei getrost, mein Sohn, Die Schuld ist dir vergeben; Du bist in meinen Tod getauft, Und du wirst dem, der dich er⸗ kauft, Von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der Se⸗ ligkeit, Bewahr es hier im Glauben Und laß durch keine Sicherheit Dir deine Krone rauben: Sieh, ich vereine mich mit dir, Ich bin der Weinstock, bleib an mir, So wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, Und durch die Liebe gegen mich Wird dir der Sieg gelingen. 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot, Ich will es treu erfüllen Und bitte dich durch deinen Tod Um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig sein, Mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn Und deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der Heiligung Durch eine wahre Besserung Mir und der Welt beweisen. Chr. F. Gellert, 4 1769. 271. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. ch komm jetzt als ein armer Gast, O Herr, zu deinem Tische, Den du für mich bereitet hast, Daß er mein Herz erfrische, Und wenn mein Sehnen ist gestillt, Daß auch der Dank, der 13 10 7 In aller Dank sich mische. 2. Du selber sprichst in deinem Wort: Ich bin das Brot zum Leben; Dies Brot treibt auch den Hun⸗ ger fort, Den sonst nichts mag aufheben. Ich bin der Trank: wer glaubt an mich, Dem will ich jetzt und ewiglich Der Labung Fülle geben. 3. Drum führe mich, o treuer Hirt, Auf deine Himmelsauen, Bis meine Seel erquicket wird, Wenn du sie lässest schauen Die Ströme deiner Gütigkeit, Die du für alle hast bereit, So deiner Hut vertrauen. 4. Ich armes Schäflein suche dich Auf deiner grünen Weide; Dein Lebensmanna speise mich Zum Trost in allem Leide; Es tränke mich dein teures Blut, Auf daß mich ja kein falsches Gut Von deiner Liebe scheide. 5. Gleichwie des Hirsches mattes Herz Nach frischem Wasser schreiet, So schreiet auch mein Seelen⸗ schmerz: Ach laß mich sein befreiet Von meiner schweren Sündenpein Und schenk den Lebenstrank mir ein, Dann bin ich benedeiet. 6. Vor allem aber wirk in mir Die ungefärbte Reue, Auf daß mein Herz sich für und für Vor aller Sünde scheue; 176 Abendmahl. Fach in mir, Herr, den Glauben an, Der dein Verdienst ergreifen kann, Damit mein Herz sich freue. 7. Entzünd in mir der Andacht Brunst, Daß ich die Welt verlasse Und deine Treu und Brudergunst In dieser Speise fasse, Daß durch dein Lieben Lieb in mir Zu meinem Nächsten wachs herfür, Ich auch den Feind nicht hasse. 8. So komm nun, o mein Seelen⸗ freund, Laß in mein Herz dich schließen! Mit dir bin ich nun ganz vereint Und will von keinem wissen, Als nur von dir, o Gotteslamm, Dieweil du mich am Kreuzesstamm Aus Not und Tod gerissen. 9. O liebster Heiland, habe Dank Für deine Gnadengaben, Für deine Speise, deinen Trank, Die mich erquicket haben. Mit Himmelsgütern wirst du mich, O Lebensfürst, einst ewiglich In deinem Reiche laben. J. Sieber, 4 1695. 272. Mel. Schmücke dich o liebe Seele. Msu, Freund der Menschenkinder, Heiland der verlornen Sünder, Der zur Sühnung unsrer Schulden Kreuzesschmach hat wollen dulden: Wer kann fassen das Erbarmen, Das du trägest mit uns Armen? In der Schar erlöster Brüder Fall ich dankend vor dir nieder. 2. Ja auch mir strömt Heil und Segen Herr, aus deiner Füll entgegen: In dem Elend meiner Sünden Soll bei dir ich Hülfe finden; Meine Schulden willst du decken, Mich befrein von Furcht und Schrecken, Willst ein ewig selges Leben Als des Glaubens Frucht mir geben. 3. Mich, den Zweifelnden, den Schwachen, Willst du fest im Glauben machen, Ladest mich zu deinem Tische, Daß mein Herz sich dort erfrische. So gewiß ich Wein genossen, Ist dein Blut für mich geflossen; So gewiß ich Brot empfangen, Werd ich Heil in dir erlangen. 4. Ja du kommst, dich mit den Deinen In dem Nachtmahl zu vereinen; Du, der Weinstock, gibst den Reben Saft und Kraft zum neuen Leben. Durch dich muß es mir gelingen, Reiche, gute Frucht zu bringen Und durch Frömmigkeit zu zeigen, Daß ich gänzlich sei dein eigen. 5. Nun, so sei der Bund erneuet, Und mein Herz dir ganz geweihetl Auf dein Vorbild will ich sehen Und dir nach, mein Heiland, gehen. Was du hassest, will ich hassen, Stets von dir mich leiten lassen; Was du liebest, will ich lieben, Nie durch Untreu dich betrüben. 6. Doch ich kenne meine Schwäche; Schwer ist, was ich dir verspreche. Werd ich dir auch Glauben halten Und im Guten nie erkalten? O steh du mir bei und stärke Mich zu jedem guten Werke; Hilf, daß ich die Lust zur Sünde Durch dich kräftig überwinde. 7. Gi Sich a Daß, Keinen Schaff Mache Die di Deine 8. K Jesus Daß e Bald Große Tag Daß r Herr, tgegen: ünden iden; decken, ht und chrecken, den cht mir geben. en, den wachen, machen, ische, erfrische. ssen, eflossen; ungen, ungen. mit den Deinen ereinen; n Reben Leben. elingen, ingen zeigen, eigen. erneuet, eweihetl sehen „gehen. hassen, lassen; lieben, trüben. hwäche; espreche. halten en? tärke rke; Sünde inde. Abendmahl. 17⁷ 7. Gib, daß ich und alle Christen Sich auf deine Zukunft rüsten, Daß, wenn heut der Tag schon käme, Keinen, Herr, dein Blick beschäme. Schaff ein neues Herz den Sün⸗ dern, Mache sie zu Gottes Kindern, Die dir leben, leiden, sterben, Deine Herrlichkeit zu erben. 8. Komm, die Juden und die Heiden, Jesus Christus, bald zu weiden, Daß ein Hirt sei, eine Herde Bald aus allen Völkern werde! Großes Abendmahl der Frommen, Tag des Heils, wann wirst du kommen, Daß wir mit der Engel Chören, Herr, dich sehn und ewig ehren! Nach J. K. Lavater, 4 1801. 273. Mel. Schmücke dich o liebe Seele. Nouan, mein Herz, in Jesu Leiden Strömt auch dir ein Quell der Freuden; Stille hier dein sehnlich Dürsten An dem Mahl des Lebensfürsten. Daß ich einen Heiland habe, Mich in seinem Heile labe Und in sein Verdienst mich kleide, Das ist meines Herzens Freude 2. Zwar hab ich ihn alle Tage, Wenn ich nach ihm Sehnsucht trage; Er ist auf der Himmelsreise Täglich meine Seelenspeise. Daß ich einen Heiland habe, Bleibt mein alles bis zum Grabe, Und ich mag nichts andres wissen, Als sein Leiden zu genießen. 3. Aber ich will mit Verlangen Auch sein Abendmahl empfangen, Hier schenkt er sich ganz zu eigen: Nimmer will ichs nun verschwei⸗ gen, Daß ich einen Heiland habe, Der am Kreuz und in dem Grabe, Wie sein Wort mir sagt und schreibet, Mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach wie werd ich oft so müde, Wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich ver⸗ wunden, Wenn mir dieses Licht verschwun⸗ en, Daß ich einen Heiland habe, Der mit seinem Hirtenstabe Sanft und mild und voll Ver⸗ geben Mir nichts ist, als Heil und Leben. 5. O ich Armer, ich Verlorner, Ich in Sünden schon Geborner, Was wollt ich vom Troste wissen, Wäre dies mir weggerissen, Daß ich einen Heiland habe, Dessen Blut mich Sünder label Besser wär es, nie geboren, Als dies teure Wort verloren. 6. Sei gesegnet, ewge Liebe, Daß du mir aus treuem Triebe, Da das Mißtraun mich vergiftet, Solch ein Denkmal selbst gestiftet: Daß ich einen Heiland habe, Der den Gang zum Kreuz und Grabe, Ja den Schritt in Todes Rachen Gern getan, mich los zu machen. 7. Heilges Brot, sei mir gesegnet, Weil mir der in dir begegnet, Der mit seinen Todeswunden Die Erlösung mir erfunden. Daß ich einen Heiland habe, M 178 Abendmahl. Der erblaßt und tot im Grabe Auch für meine Schuld gelegen, Will ich schmecken und erwägen. 8. Heilger Kelch, sei mir gesegnet, Weil mir der mit dir begegnet, Dessen Blut mich lässet finden Die Vergebung aller Sünden. Daß ich einen Heiland habe, Der die arme Seele labe, Muß nicht dies mein Dürsten stillen Und mein Herz mit Wonne füllen? 9. Er gebietet mir zu essen, Meines Jammers zu vergessen, Er gebietet mir zu trinken Und in Freude zu verfinken, Daß ich einen Heiland habe, Der sich selbst zur Opfergabe, Ja zur Nahrung und zum Leben Mir aus freier Huld gegeben. 10. Gott, was brauch ich mehr zu wissen, Ja was will ich mehr genießen? Wer kann nun mein Heil er⸗ messen? Werd ich das nur nie vergessen, Daß ich einen Heiland habe! Ich bin frei von Tod und Grabe; Wenn mich Sünd und Hölle schrecken, So wird mich mein Heiland decken. 11. Will hinfort mich etwas quälen, Oder wird mir etwas fehlen, Oder wird die Kraft zerrinnen, So will ich mich nur besinnen, Daß ich einen Heiland habe, Der vom Kripplein bis zum Grabe, Bis zum Thron, wo man ihn ehret, Mir, dem Sünder, zugehöret. E. Woltersdorf, 4 1761. 274. Mel. Helft mir Gotts Güte preisen. Monmnt her, ihr seid geladen, Der Heiland rufet euch, Der treue Herr der Gnaden, An Huld und Liebe reich; Der Erd und Himmel lenkt, Will Gastmahl mit euch halten Und wunderbar gestalten, Was er in Liebe schenkt. 2. Kommt her, verzagte Sünder, Und werft die Angste weg; Kommt her, versöhnte Kinder, Hier ist der Lebenssteg. Empfangt die Himmelslust, Die heilge Geistesspeise, Die auf verborgne Weise Erquicket jede Brust. 3. Kommt her, betrübte Seelen, Die Not und Jammer drückt, Mit Gott euch zu vermählen, Der wunderbar beglückt. Kommt, legt auf ewig ab Der Sünde bange Säumnis, Einpfanget das Geheimnis, Das Gott vom Himmel gab. 4. O wunderbare Treue, So lockst du mich zu dir! O wunderbare Weihe, So nahst du dich zu mir! Ich soll der Sünden Tod In deinem Blute trinken, Vergessen und versinken In deine Liebe, Gott! 5. O Wonne kranker Herzen, Die mir von oben kam! Verschwunden sind die Schmerzen, Getröstet ist der Gram; Was von dem Himmel fleußt, Hat lieblich sich ergossen; Mein Herz ist gar durchflossen Vom süßen Liebesgeist. 6. D Hell e Verků Die tu Die u Ein 2 Und; Der f .— Drun Verků Die 6 Den Die st Die c6 Dir preisen. laden, den, it halten Sünder, 9 uder, rzen, merzen, leußt, lossen Abendmahl. Und daß die Handschrift sei zer⸗ stückt 6. Drum jauchze, meine Seele, Hell aus der Sündennacht; Verkünde und erzähle Die tiefe Wundermacht, Die unermeßlich süß, Ein Born der Liebe, quillet Und jeden Jammer stillet, Der fast verzweifeln ließ. 7. Drum jauchze, meine Seele, Drum jauchze deinem Herrn; Verkünde und erzähle Die Gnade nah und fern: Den Wunderborn im Blut, Die selge Himmelsspeise, Die auf verborgne Weise Dir gibt das höchste Gut. E. M. Arndt, 1 1860. 275. Mel. Erquicke mich du Heil der Sünder. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden In deiner letzten Trauernacht Uns hast die Früchte deiner Leiden In einem Testament vermacht: Es preisen gläubige Gemüter Dich, Stifter dieser hohen Güter. 2. So oft wir dieses Mahl ge⸗ nießen, Wird dein Gedächtnis bei uns neu, Und neue Lebensströme fließen Uns zu von deiner Lieb und Treu. Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen Erneuern sich in unsern Herzen. 3. Es wird dem zagenden Ge⸗ 5 wissen Ein neues Siegel aufgedrückt, Daß unser Schuldbrief sei zer⸗ rissen, Daß wir Vergebung unsrer Sün⸗ den In deinen blutgen Wunden fin⸗ den. 4. Dies Brot kann wahre Nah⸗ rung geben, Dies Blut erquicket unsern Geist; Es mehrt sich unser innres Leben, Wenn unser Glaube dich geneußt: Wir fühlen neue Kraft und Stärke In unserm Kampf⸗ und Glau⸗ benswerke. 5. Wir treten in die engsten Bande Mit deines Leibes Gliedern ein, Mit denen wir in solchem Stande Ein Herz und eine Seele sein: Der Geist muß mehr zusammen⸗ fließen, Da wir ein Fleisch und Blut genießen. 6. Dein Leib muß uns zum Pfande dienen, Daß unser Fleisch, das schwach⸗ heitvoll, Einst herrlich aus dem Staube grünen Und unverweslich werden soll, Ja daß du uns ein ewig Leben Nach diesem kurzen werdest geben. 7. O teures Lamm, so edle Ga⸗ ben Hast du in dieses Mahl gelegt. Da wir dich selbst zur Speise haben, Wie wohl ist unser Geist ver⸗ pflegt! Dies Mahl ist unter allen Leiden Ein wahrer Vorschmack jener Freuden. J. J. Rambach, 1 1735. M 2 18⁰ Abendmahl. 276. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. D Jesu, du mein Bräutigam, Der du aus Lieb am Kreuzesstamm Für mich den Tod gelitten hast, Genommen weg der Sünden Last, 2. Ich komm zu deinem Abend⸗ mahl, Verderbt durch manchen Fanihaul, all, Ich bin krank, unrein, nackt und bloß, Blind und arm; ach mich nicht verstoß. 3. Du bist der Arzt, du bist das Licht, Du bist der Herr, dem nichts ge⸗ bricht. Du bist der Brunn der Heiligkeit, Du bist das rechte Hochzeitkleid. 4. Darum, Herr Jesu, bitt ich dich In meiner Schwachheit, heile mich; Was unrein ist, das mache rein Durch deinen hellen Gnadenschein. 5. Erleuchte mein verfinstert Herz, Zünd an die schöne Glaubenskerz; Mein Armut in Reichtum verkehr Und meinem Fleische steur und wehr, 6. Auf daß ich dich, du wahres Brot Der Engel, wahrer Mensch und Gott, Mit solcher Ehrerbietung nehm, Wie mir es heilsam, dir genehm. 7. Lösch alle Laster aus in mir, Mein Herz mit Lieb und Glau⸗ ben zier, Und was sonst ist von Tugend mehr, Das pflanz in mir zu deiner Ehr. 8. Gib, was mir nütz zu Seel und Leib, Was schädlich ist, fern von mir treib, Komm in mein Herz, laß mich mit dir Vereinigt bleiben für und für. 9. Hilf, daß durch deiner Mahl⸗ zeit Kraft Das Bös' in mir werd abgeschafft, Erlassen alle Sünd und Schuld, Erlangt des Vaters Gnad und Huld. 10. Vertreibe alle meine Feind, Die sichtbar und unsichtbar seind. Den guten Vorsatz, den ich führ, Durch deinen Geist mach fest in mir. 11. Mein Leben, Sitten, Sinn und Pflicht Nach deinem heilgen Willen richt. Ach laß mich meine Tag in Ruh Und Friede christlich bringen zu, 12. Bis daß du mich, o Lebens⸗ fürst, Zu dir in Himmel nehmen wirst, Daß ich bei dir dort ewiglich An deiner Tafel freue mich. J. Heermann, 1 1647. 277. Mel. Wach auf mein Herz und singe. 0 Jesu, meine Wonne, Du meiner Seelen Sonne, Du Freundlichster auf Erden, Laß mich dir dankbar werden. 2. Wie kann ich gnugsam schätzen Dies himmlische Ergötzen Und diese teuren Gaben, Die uns gestärket haben. tz zu Seel und Leib, von mir treib, laß mich mit dir ind für. ner Mahl⸗ zeit Kraft ibgeschafft, id Schuld, znad und Huld. ine Feind, tbar seind. mich führ, fest in mir. ten, Sinn nd Pflicht illen richt. ig in Ruh ringen zu, o Lebens⸗ fürst, men wirst, wiglich mich. n, 1 1647. z und singe. ie, me, Erden, werden. im schätzen n , . Abendmahl. 181 3. Wie soll ichs dir verdanken, O Herr, daß du mich Kranken Gespeiset und getränket, Ja selbst dich mir geschenket. 4. Ich lobe dich von Herzen Für alle deine Schmerzen, Für deine Schläg und Wunden, Die du für mich empfunden. 5. Dir dank ich für dein Leiden, Den Ursprung meiner Freuden, Dir dank ich für dein Sehnen Und heiß vergoßne Tränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben, Das standhaft ist geblieben, Dir dank ich für dein Sterben, Das mich dein Reich läßt erhen. 7. Jetzt schmecket mein Gemüte Dein übergroße Güte; Dies teure Pfand der Gnaden Tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß michs nicht vergessen, Daß du mir zugemessen Die kräftge Himmelsspeise, Wofür mein Herz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde, Die ich noch in mir finde, Aus meinem Fleische treiben Und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losgezählet Von Sünden und vermählet Mit dir, mein liebstes Leben; Was kannst du Wertres geben? 11. Laß mich die Sünde meiden, Laß mich geduldig leiden, Laß mich mit Andacht beten Und von der Welt abtreten. 12. Nun kann ich nicht verderben, Drauf will ich selig sterben Und freudig auferstehen, O Jesu, dich zu sehen. Joh. Rist, + 1667. 278. HOchmücke dich, o liebe Seele, Laß die dunkle Sündenhöhle, Komm ans helle Licht gegangen, Fange herrlich an zu prangen; Denn der Herr voll Heil und Gnaden Will dich jetzt zu Gaste laden; Der den Himmel kann verwalten, Will jetzt Herberg in dir halten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, Deinem Bräutigam entgegen, Der mit süßen Gnadenworten Klopft an deines Herzens Pforten, Säume nicht, ihm aufzuschließen, Wirf dich hin zu seinen Füßen, Sprich: O Herr, laß dich umfassen, Von dir will ich nicht mehr lassen. 3. Ach wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte; Ach wie pfleg ich oft mit Tränen Mich nach dieser Kost zu sehnen; Ach wie pfleget mich zu dürsten Nach dem Trank des Lebens⸗ fürsten; Wünsche stets, daß mein Gebeine Sich durch Gott mit Gott vereine! 4. Beides, Wonne und auch Bangen, Fühl ich jetzt mein Herz um⸗ fangen. Das Geheimnis dieser Speise Und die unerforschte Weise Macht, daß ich voll Staunen merke, Herr, die Größe deiner Werke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, Der dein Allmacht kann ergründen? 5. Nein, Vernunft die muß hier weichen, Kann dies Wunder nicht erreichen, Daß dies Brot nie wird verzehret, 182 Abendmahl. Ob es gleich viel tausend nähret, Und daß mit dem Saft der Reben Uns wird Christi Blut gegeben. O der großen Heimlichkeiten, Die nur Gottes Geist kann deuten! 6. Jesu, meines Lebens Sonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen, Hier fall ich zu deinen Füßen: Laß mich würdiglich genießen Dieser deiner Himmelsspeise, Mir zum Heil und dir zum Preise. 7. Herr, es hat dein treues Lieben Dich vom Himmel hergetrieben, Daß du willig hast dein Leben In den Tod für uns gegeben Und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, Das uns jetzt kann kräftig tränken, Deiner Liebe zu gedenken. 8. Jesu, wahres Brot des Lebens, Hilf, daß ich doch nicht vergebens Oder mir vielleicht zum Schaden Sei zu deinem Tisch geladen! Laß mich durch dies Seelenessen Deine Liebe recht ermessen, Daß ich auch, wie jetzt auf Erden, Mög dein Gast im Himmel werden. Joh. Franck, 4 1677 279. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. Tretet her zum Tisch des Herrn, Gott hat euch geladen; Eure Herzen sein nicht fern Von dem Mahl der Gnaden! Betet, wacht, Habet acht, Was euch Gott wird geben Zu dem ewgen Leben. 2. Kommt in Reu und wahrem Leid Über eure Sünden; Demut und Gottseligkeit Lasset bei euch finden. Schlagt die Brust, Des bewußt, Was ihr habt verschuldet, Eh ihr Straf erduldet. 3. Geht heran, schön angetan Mit dem Glaubenskleide: Solche Gäste nimmt Gott an, Sie sind seine Freude. Nehmt die Speis', Gleicherweis' Trinkt sein Blut vergossen, O ihr Tischgenossen. 4. So ihr würdig eßt und trinkt Von dem Brot und Weine: Solches Sakrament euch bringt Lebenstrost alleine. Danket Gott, Liebt in Not, Lebt als Gottes Kinder, Werdet nicht mehr Sünder. 5. Jesu, Jesu, höchstes Gut, König aller Frommen, Laß doch deinen Leib und Blut In mein Herze kommen Seliglich, Das bitt ich, Herr, in deinem Namen Hochgelobet, Amen! Nach Joh. G. Müller, 4 1745 280. Mel. Herr wie du willst so schicks mit mir. Wi—⸗ heilig ist die Stätte hier, Wo ich voll Andacht stehe! Sie ist des Himmels Pforte mir, Den ich jetzt offen sehe. wahrem Leid ud trinkt ne: bringt + 174⁵ amit mir. e hier, el te mir, Abendmahl. 183 O Lebenstor, o Tisch des Herrn, Vom Himmel bin ich nicht mehr fern Und fühle Gottes Nähe. 2. Wie heilig ist dies Lebensbrot, Dies reiche Gnadenzeichen, Vor dem des Herzens Angst und Not Und alle Qualen weichen! O Brot, das meine Seele nährt, O Manna, das mir Gott gewährt, Dich will ich jetzt genießen. 3. Wie heilig ist doch dieser Trank, Der mein Verlangen stillet, Der mein Gemüt mit Lob und Dank Und heilger Freud erfüllet! O Lebenstrank, o heilges Blut, Das einst geflossen mir zu gut, Dich will ich jetzt empfangen. 4. Welch Glück und welch ein Ruhm ist mein, Welch Heil hab ich gefunden! Mein Jesus kehret bei mir ein, Mit ihm werd ich verbunden. Wie ist mein Herz so freudenvoll, Daß ich in Jesu leben soll, Und er in mir will leben! 5. O wär doch auch mein Herz geweiht Zu einer heilgen Stätte, Damit der Herr der Herrlichkeit An mir Gefallen hätte! O wäre doch mein Herz der Ort, An welchem Jesus fort und fort Aus Gnaden Wohnung machtel 6. Mein Jesu, komm und heilge mich; Was sündlich ist, vertreibe, Damit ich nun und ewiglich Dein Tempel sei und bleibe. Von dir sei ganz mein Herz erfüllt Und laß dein heilig Ebenbild Beständig an mir leuchten. 7. Nun du hast himmlisch mich erquickt, Du hast dich mir gegeben. In dir, der mich so hoch beglückt, Will ich nun immer leben. Laß mich, mein Heiland, allezeit, Von nun an bis in Ewigkeit Mit dir vereinigt bleiben! V. E. Löscher, 4 1749. 281. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Wie lieblich ist dein Liebesmahl! Da seh ich, mit was Angst und Qual Die Liebe dich umhüllet; Da werd ich, als aus deiner Hand, Mit deinem teursten Gnadenpfand Erquickt, mit Lust erfüllet, Wenn du, Jesu, In Erbarmen dich der armen Seele schenkest Und an deinen Eid gedenkest. 2. Ich hab den festbeschwornen Bund So oft gerissen in den Grund Und mein Gelübd verlassen. Die Schuld ist groß, der Glaube klein, Doch willst du mir versöhnet sein Und nimmermehr mich hassen. Dein Wort, Mein Hort, Bleibt beständig, wie abwendig ich gewesen: Ich soll durch dich neu genesen. 3. Drum sinkt vor dir ein ledig ö Hergz, Das nichts dir bringt als Sün⸗ denschmerz, In Selbstverdammung nieder. 18⁴ Buße. Ich bin mir selber gram, daß ich, Mein Schatz, so oft verlassen dich, Ich komm in Demut wieder. Willig Bin ich, Dir aufs neue Huld und Treue zu verschreiben, Wenn dein Geist mich nur wird treiben. 4. Stärk meinen Glauben, um das Kleid Der ewigen Gerechtigkeit Freimütig anzuziehen. Ich komm in fester Zuversicht, Dein Bundessiegel fehlt ja nicht, Du hast es mir verliehen, Daß ich Fröhlich Hier erscheine, und durch deine offnen Wunden Hab ich freien Zutritt funden. 5. Von dir hab ich das Priester⸗ tum, Daß ich ins innre Heiligtum Darf unverhüllet gehen. Den Vorhang riß dein Tod ent⸗ zwei, Ich darf als Bundsgenosse frei Vor deinem Antlitz stehen. Grämen, Schämen Hat ein Ende, weil die Hände sind durchgraben, Die für mich bezahlet haben. 6. Gib nur, daß so, wie sich für jetzt je Mein Herz in deiner Füll ergötzt, Es in dir möge bleiben; Und daß den Vorsatz, den ich hab Erneuert, keine Furcht, kein Grab, Noch Hölle mag vertreiben. Ich will Nun still An dir hangen, dich umfangen; tausend Welten Können gegen dich nichts gelten. Fr. Ad. Lampe, 1 1729. XVII. Bußhe. 282. Ac Gott und Herr, Wie groß und schwer Sind mein begangne Sünden! Da ist niemand, Der helfen kann, In dieser Welt zu finden. 2. Lief ich gleich weit Zu solcher Zeit Bis an der Erden Enden Und wollt los sein Des Elends mein, Würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich, Verstoß mich nicht, Wie ichs wohl hab verdienet. Ach geh doch nicht, Gott, ins Gericht: Dein Sohn hat mich versühnet. 4. Solls ja so sein, Daß Straf und Pein Auf Sünde folgen müssen, So fahr hie fort, Nur schone dort, Laß mich nicht ewig büßen. 5. Gib auch Geduld, Vergib die Schuld, tum Lod ent⸗ zwei, sse frei 1 Hände fangen; Welten gelten. + 1729. en. Buße. 18⁵5 Schaff ein gehorsam Herze, Daß ich mein Heil, Mein bestes Teil, Durch Murren nicht verscherze. 6. Verfahr mit mir Wie's dünket dir, Ich will es gerne leiden; Nur wollst du mich Nicht ewiglich Von deiner Liebe scheiden. M. Rutilius, 4 1618 283. Ach was soll ich Sünder machen, Ach was soll ich fangen an? Mein Gewissen klagt mich an, Es beginnet aufzuwachen. Dies ist meine Zuversicht: Meinen Jesum laß ich nicht. 2. Zwar es haben meine Sünden Meinen Jesum oft betrübt, Doch weiß ich, daß er mich liebt, Und er läßt sich gnädig finden; Drum ob mich die Sünd anficht: Meinen Jesum laß ich nicht. 3. Ob auch schweres Kreuz und Leiden, Wie's bei Christen oft entsteht, Mit mir hart darniedergeht, Solls mich doch von ihm nicht scheiden. Auf ihn ist mein Herz gericht: Meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich weiß wohl, daß unser Leben Nichts als flüchtger Nebel ist, Da wir hier zu aller Frist Mit dem Tode sind umgeben; Und wer weiß, was heut geschicht? Meinen Jesum laß ich nicht. 5. Sterb ich bald, wird meine Seele Los der Welt Beschwerlichkeit, Ich ruh bis zur vollen Freud, Weiß, daß in des Grabes Höhle Jesus bleibt mein helles Licht: Meinen Jesum laß ich nicht. 6. Durch ihn will ich wieder leben, Denn er wird zur rechten Zeit Wecken mich zur Seligkeit Und sie mir aus Gnaden geben; Muß ich schon erst vors Gericht: Meinen Jesum laß ich nicht. 7. Jesus soll mein Jesus bleiben, Bis ich werde wandern fort Zu des Himmels Freudenpfort, Der mich ihm wird einverleiben, Nehmen in sein Freudenlicht: Meinen Jesum laß ich nicht. J. Flitner, 4 1678. 284. Alein zu dir, Herr Jesu Christ, Mein Hoffnung steht auf Erden; Ich weiß, daß du mein Tröster bist, Kein Trost mag mir sonst werden; Von Anbeginn ist nichts erkorn, Auf Erden ist kein Mensch geborn, Der mir aus Nöten helfen kann, Ich ruf dich an, Du bist allein der rechte Mann. 2. Mein Sünd ist schwer und übergroß Und reuet mich von Herzen, Derselben mach mich frei und los Durch deinen Tod und Schmerzen Und zeig mich deinem Vater an, Daß du genug für mich getan, So werd ich los der Sündenlast: Herr, halt mir fest, Wes du dich mir versprochen hast. 186 Buße. 3. Gib mir nach deinr Barm⸗ herzigkeit Den wahren Christenglauben, Auf daß ich deine Süßigkeit Mög inniglich anschauen, Vor allen Dingen lieben dich Undmeinen Nächstengleichalsmich; Am letzten End dein Hülf mir send, Damit behend Des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, Dem Vater aller Güte, Und Christo, seinem lieben Sohn, Der uns allzeit behüte, Und Gott dem werten heilgen Geist, Der uns allzeit sein Hülfe leist, Damit wir ihm gefällig sein Hier in der Zeit Und einst auch in der Ewigkeit. J. Schneesing, 1 1567. 285. Mel. Herzliebster Jesu was hast du verbrochen. Aus einem tief vor dir gebeug⸗ ten Herzen Ruf ich zu dir in meinen Sünden⸗ schmerzen: O mache mich, Gott, meines ö Kummers ledig Und sei mir gnädig. 2. Beschämt erkenn und fühl ich meine Sünden; Laß, Vater, mich Erbarmung vor dir finden. Willst du auf Schuld und Über⸗ tretung sehen, Wer wird bestehen? 3. Bei dir allein, Herr, steht es, zu vergeben, Du willst nicht, daß wir sterben, sondern leben; Uns soll die Größe deiner Liebe lehren, Dich treu zu ehren. 4. Verzeihe mir in Christo meine Fehle; Dein harrt im Glauben meine müde Seele. Laß Trost und Ruh, um des Ver⸗ söhners willen, Mein Herz erfüllen. 5. Vom Abend an bis zu dem frühen Morgen Hoff ich auf dich, o stille meine Sorgen! Du schenkest ja Beladenen und Müden Gern deinen Frieden. 6. Ja hoffe nur, mein Herz, auf Gottes Gnade; Sie ist viel größer als dein Seelenschade, Und endlich wird sie dich von allem Bösen Gewiß erlösen. Nach F. K. v. Moser, 4 1798. 286. Ps. 130. Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen, Dein gnädig Ohr neig her zu mir Und meiner Bitt es öffnel Denn so du willst das sehen an, Was Sünd und Unrecht ist getan, Wer kann, Herr, vor dir bleiben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, Die Sünden zu vergeben, sterben, 1 leben; er Liebe lehren, o meine Fehle; meine e Seele. des Ver⸗ willen, zu dem Morgen meine Sorgen! in und Müden zu dir, ufen, zu mir jen an, getan, Reiben? Gnad Gunst, Buße. 18⁷ Es ist doch unser Tun umsonst, Auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann, Des muß dich fürchten jedermann Und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hof⸗ fen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen; Auf ihn mein Herz soll lassen sich Und seiner Güte trauen, Die mir zusagt sein wertes Wort: Das ist mein Trost und treuer Hort, Des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht Und wieder an den Morgen, Doch soll mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht noch sorgen. So tu Israel rechter Art, Der aus dem Geist geboren ward, Und seines Gotts erharre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, Bei Gott ist viel mehr Gnade; Sein Hand zu helfen hat kein Ziel, Wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, Der Israel erlösen wird Aus seinen Sünden allen. Dr. M. Luther, 1546. 287. 5³⁴⁷ ich habe mißgehandelt, Ja mich drückt der Sünden Last, Ich bin nicht den Weg gewandelt, Den du mir gezeiget hast, Und jetzt wollt ich gern aus Schrecken Mich vor deinem Zorn verstecken. 2. Doch wie könnt ich dir ent⸗ fliehen? Du wirst allenthalben sein; Wollt ich über See gleich ziehen, Stieg ich in die Gruft hinein, Hätt ich Flügel gleich den Winden, Gleichwohl würdest du mich finden. 3. Drum muß ich es nur be⸗ kennen: Herr, ich habe mißgetan, Darf mich nicht dein Kind mehr nennen; Ach nimm mich zu Gnaden an, Laß die Menge meiner Sünden Deinen Zorn nicht gar entzünden. 4. Könnt ein Mensch den Sand gleich zählen An dem großen weiten Meer, Dennoch würd es ihm wohl fehlen, Daß er meiner Sünden Heer, Daß er alle mein Gebrechen Sollte wissen auszusprechen. 5. O daß meine Augen wären Tränenquellen Tag für Tag! O daß ich mit heißen Zähren Möcht betrauern meine Schmach! Laß mein Weinen, laß mein Flehen Steigen, Herr, zu deinen Höhen. 6. Dir will ich die Last aufbinden, Wirf sie in die tiefe See, Wasche mich von meinen Sünden, Mache mich so weiß wie Schnee, Laß den guten Geist mich treiben, Einzig stets bei dir zu bleiben. J. Franck, 4 1677. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 5 err Jesu Christ, du höchstes Gut, 2 Du Brunnauvell aller Gnaden, 188 Buße. Sieh doch, wie ich in meinem Mut Mit Schmerzen bin beladen Und in mir hab der Pfeile viel, Die im Gewissen ohne Ziel Mich armen Sünder drücken. 2. Erbarm dich mein in solcher Last, Nimm sie von meinem Herzen, Dieweil du sie gebüßet hast Am Kreuz mit Todesschmerzen; Auf daß ich nicht vor großem Weh In meinen Sünden untergeh Und ewiglich verzage. 3. Fürwahr, kommt alles mir zu Sinn, Was ich von je begangen, So fällt mir aller Mut dahin, Und bin mit Furcht umfangen. Ja ich weiß weder aus noch ein Und müßte ganz verloren sein, Wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Jedoch dein heilsam Wort das macht Mit seinem süßen Klingen, Daß mir das Herze wieder lacht Und froh beginnt zu singen, Weil Gnade uns dein Wort ver⸗ heißt Für die, die mit zerknirschtem Geist Zu dir, o Jesu, kommen. 5. So komm ich jetzt zu dir allhie In meiner Not geschritten Und will dich mit gebeugtem Knie Von ganzem Herzen bitten: Verzeihe mir doch gnädiglich, Was ich mein Lebtag wider dich Auf Erden hab gesündigt. 6. Vergib mir doch, o Herr mein Gott, Um deines Namens willen. Du wollst in mir die große Not Der Übertretung stillen, Daß sich mein Herz zufrieden geb Und dir hinfort zu Ehren leb Mit kindlichem Gehorsam. 7. Stärk mich mit deines Geistes Mut, Heil mich durch deine Wunden, Wasch mich mit deiner Gnade Flut In meinen letzten Stunden Und führ mich einst, wenn dirs gefällt, Im rechten Glauben aus der Welt Zu deinen Auserwählten. B. Ringwaldt, 4 1599. 289. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Ich armer Mensch, ich armer Sünder Steh hier vor Gottes Angesicht. Ach Gott, ach Gott, verfahr ge⸗ linder Und geh nicht mit mir ins Gericht. Erbarme dich, erbarme dich, Gott mein Erbarmer, über mich. 2. Wie ist mir doch so herzlich bange Von wegen meiner großen Sünd! Hilf, daß ich wieder Gnad erlange, Ich armes und verlornes Kind. Erbarme dich, erbarme dich, Gott mein Erbarmer, über mich. 3. Hör, ach erhör mein sehnlich Schreien, Du allerliebstes Vaterherz: Wollst alle Sünden mir verzeihen Und lindern meiner Seele Schmerz. Erbarme dich, erbarme dich, Gott mein Erbarmer, über mich. 4. Nicht, wie ich hab verschuldet, lohne Und handle nicht nach meiner Sünd: n leb n. 8 Geistes Mut, Zunden, lade Flut den enn dirs gefällt, der Welt + 1599. Gott läßt harmer Sünder gesicht. fahr ge⸗ linder Gericht. dich, der mich. ich bange n Sünd! erlange, 3Kind. ich der mich. sehnlich Schreien, 3 herzeihen Schmerz. dich, er mich. eschuldet, lohne meiner Sünd: Buße. 189 O treuer Vater, schone, schone, Erkenn mich wieder für dein Kind. Erbarme dich, erbarme dich, Gott mein Erbarmer, über mich. 5. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben, Sprich, daß der arme Sünder hör: Geh hin, die Sünd ist dir vergeben, Nur sündige hinfort nicht mehr. Erbarme dich, erbarme dich, Gott mein Erbarmer, über mich. 6. Ich zweifle nicht, ich bin er⸗ höret, Erhört von deiner Gnad und Treu, Weil sich der Trost im Herzen mehret, Drum will ich enden mein Geschrei: Erbarme dich, erbarme dich, Gott mein Erbarmer, über mich. Chr. Tietze, 1703. 290. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. Ich will von meiner Missetat Zum Herren mich bekehren: Du wollest selbst mir Hülf und Rat Hiezu, o Gott, bescheren Und deines guten Geistes Kraft, Der neue Herzen in uns schafft, Aus Gnaden mir gewähren. 2. Der Mensch kann von Natur doch nicht Sein Elend recht empfinden, Bleibt ohne deines Geistes Licht Blind, taub und tot in Sünden; Verkehrt ist Herz, e un: Des großen Jammers komm mich nun, O Vater, zu entbinden. 3. Herr, klopf in Gnaden bei mir an Und führ mir wohl zu Sinnen, Was Böses ich vor dir getan; Du kannst mein Herz gewinnen, Daß ich aus Kummer und Beschwer Laß über meine Wangen her Viel heiße Tränen rinnen. 4. Wie hast du doch auf mich gewandt Den Reichtum deiner Gnaden. Mein Leben dank ich deiner Hand, Die hat mich reich beladen Mit Ruh, Gesundheit, Ehr und Brot, Du machst, daß mir noch keine Not Bis hieher können schaden. 5. Hast auch in Christo mich erwählt Tief aus der Hölle Fluten, Daß niemals mir es hat gefehlt An irgend einem Guten; Und daß ich ja dein eigen sei, Hast du mich auch aus großer Treu Gestäupt mit Vaterruten. 6. Bisher hab ich in Sicherheit Fein unbesorgt geschlafen, Gesagt: Es hat noch lange Zeit, Gott pflegt nicht bald zu strafen, Er fähret nicht mit unsrer Schuld So strenge fort, es hat Geduld Der Hirte mit den Schafen. 7. Dies alles jetzt zugleich erwacht, Mein Herz will mir zerspringen, Ich sehe deines Donners Macht, Dein Feuer auf mich dringen; Es regt sich wider mich zugleich Des Satans und der Hölle Reich, Die wollen mich verschlingen. 8. Herr Jesu, nimm mich bei dir ein, Ich flieh zu deinen Wunden, 190 Buße. Die du, o Heiland, wegen mein Am Kreuze hast empfunden, Als unser aller Sünden Müh Dir, o du Gotteslamm, ward hie Zu tragen aufgebunden. 9. Wollst mich durch deines Todes Pein Und durch dein heilig Leiden Von allen meinen Sünden rein, In deine Unschuld kleiden. Von wegen deines Kreuzes Last Erquick, was du zermalmet hast, Mit deines Trostes Freuden. 10. So angetan will ich mich hin Vor deinen Vater machen; Ich weiß, er lenket seinen Sinn Und schaffet Rat mir Schwachen. Er weiß, was Fleischeslust und Welt Und Satan uns für Netze stellt, Die uns zu stürzen wachen. 11. Wie werd ich mich mein Leben lang Vor solcher Plage scheuen Durch deines guten Geistes Drang, Den du mir wollst verleihen, Daß er von aller Sünden List Und dem, was dir zuwider ist, Helf ewig mich befreien. Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg, 1 1667. 291. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. Ior armen Sünder, kommt zu⸗ hauf, Zu Jesu macht euch eilig auf, Mühselig und beladen! Er öffnet sein erbarmend Herz Für alle, die in Reu und Schmerz Erkennen ihren Schaden. 2. Es heißt: Er nimmt die Sünder an! Drum komm zu dem, der helfen kann, Such Ruh in seinen Armen; Komm weinend, komm in wahrer Buß Und fall im Glauben ihm zu Fuß, Er wird sich dein erbarmen. 3. Verlässet wohl ein treuer Hirt Sein Schäflein, wenn es sich ver⸗ irrt? Er sucht es mit Verlangen; Er läßt die andern alle stehn, Dem einen sorglich nachzugehn, Das eine zu umfangen. 4. So sucht der Heiland Jesus Christ Die Seele, die verloren ist, Bis daß er sie gefunden. Ach laß dich finden, wenn er lockt, O Sünder, bleibe nicht verstockt, Noch sind die Gnadenstunden. 5. O Jesu, deine Lieb ist groß! Mühselig komm ich, arm und bloß, Ach laß mich Gnade finden! Verloren war ich und verirrt; Herr, nimm mich auf, du treuer Hirt, Und tilge meine Sünden. 6. Laß mich dein Schäflein ewig sein, Sei du mein treuer Hirt allein Im Leben und im Sterben; Laß mich verleugnen Welt und Sünd Und als ein wahres Gotteskind Dein Himmelreich ererben. 7. Ich will von nun an sagen ab Der Sündenlust bis in mein Grab, Und in dem neuen Leben In Dir Die umt die uder an! er helfen kann, nen; wahrer Buß zu Fuß, nen. euer Hirt sich ver⸗ irrt? en; stehn, zugehn, id Jesus Christ ist, wer lockt, verstockt, nden. ist großl ind bloß, den! erirrt; u treuer Hirt, ein ewig sein, allein hen; zelt und Sünd teskind 1. agen ab in Grab, Buße. 191 In heiliger Gerechtigkeit Dir dienen noch die kurze Zeit, Die mir zum Heil gegeben. L. Laurenti, 4 1722. 292. Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an, Die unter ihrer Last der Sünden Kein Mensch, kein Engel trösten kann, Die nirgend Ruh und Rettung finden. In ihrer tiefen Seelennot, Wenn das Gesetz Verdammnis droht, Wenn sie verklaget das Gewissen, Und sie der Gnade Kraft ver⸗ missen, Sehn sie die Freistatt aufgetan: Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 2. Sein überschwenglich liebend Herz Trieb ihn von seinem Thron zur Erden; Ihn drang der Sünder Weh und Schmerz, Ein Tilger ihrer Schuld zu wer⸗ den; Er senkt sich ganz in ihre Not Und schmeckt für sie den bittern Tod. Nun, da er hat sein eigen Leben, Sie zu versöhnen, hingegeben Und für die Welt genug getan, So heißts: Er nimmt die Sün⸗ der an. 3. Nun nimmt er auf in seinen Schoß Die bangen und verzagten Seelen; Er spricht sie von dem Urteil los Und endet bald ihr ängstlich Quälen; 3 wird ihr ganzes Sündenheer Wie in ein unergründlich Meer Durch sein Verdienst hinabgesenket, Sein Geist wird ihnen dann ge⸗ schenket Zum Führer auf der Gnadenbahn: Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 4. So bringt er sie dem Vater hin, Trägt sie in seinen treuen Armen, Das neiget dann den Vatersinn Zu lauter herzlichem Erbarmen. Er nimmt sie an an Kindes Statt, Und alles, was er ist und hat, Wird ihnen eigen übergeben, Die Pforte zu dem ewgen Leben Wird ihnen fröhlich aufgetan: Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 5. O solltest du sein Herze sehn, Wie sichs nach allen Sündern sehnet, Wenn sie noch in der Irre gehn, Wenn schon ihr Auge vor ihm tränet! Er streckt die Hand nach Zöllnern aus, Er scheut nicht ihr verachtet Haus; Den reuevollen Magdalenen Stillt er so mild die heißen Tränen, Gedenkt nicht, was sie sonst getan: Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 6. Wie freundlich blickt er Pe⸗ trum an, Obgleich sein Fall ihn tief be⸗ trübet. Seht. wie er Feinde lieben kann, Da seinen Mördern er vergibet; Wie huldvoll macht am Kreuz sein Mund 192 Buße. Dem Schächer Gnad und Leben kund! Obgleich die Jünger ihn verlassen, Eilt er, sie liebend zu umfassen; Sie dürfen dem Erstandnen nahn: Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 7. Und dies hat er nicht nur getan, Da man ihn sah auf Erden Ren en; Noch jetzt nimmt er die Sünder an Und läßt sein Gnadenwort er⸗ schallen; Denn ewig bleibet er sich gleich, An Lieb und an Erbarmen reich. Wie er war unter Schmach und Leiden, So ist er auf dem Thron der Freuden Den Sündern liebreich zugetan: Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 8. So komme mit gebeugtem Geist, Wen seine Sünde tief betrübet, Zu ihm, der keinen von sich weist, Der reuevolle Sünder liebet. Wie? willst du nicht dein Heil verstehn, Mutwillig noch verloren gehn, Nachdem der Retter dir erschienen? Willst du noch jetzt der Sünde dienen? O nein, verlaß die Sündenbahn: Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 9. Komm nur mühselig und ge⸗ bückt, Komm nur, wie er dich heißet kommen; Wenn auch die Last dich nieder⸗ drückt, Du wirst doch gnädig angenom⸗ men. Sieh, wie sein Herz dir offen steht, Und wie er dir entgegengeht: Wie hat er dich gelockt mit Flehen, Wie lang sich nach dir umgesehen! So komm denn, Sünder, komm heran: Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 10. Sprich nicht: Ich sündigte zu schwer, Ich bin zu sehr mit Schuld be⸗ laden, Für mich ist keine Rettung mehr, Mich nimmt der Herr nicht an zu Gnaden. Wenn du es jetzt nur redlich meinst, Nur ernstlich deinen Fall beweinst, So laß die bangen Zweifel schwin⸗ den, Du wirst vor ihm noch Gnade finden. Er hilft, wenn niemand helfen kann: Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 11. Doch sprich auch nicht: Es ist noch Zeit, Jetzt muß ich noch die Welt ge⸗ nießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut Die offne Gnadenpforte schließen. Nein, weil er ruft, so höre du Und tritt zum Gnadenstuhl hinzu. Wer auch das Heute nur ver⸗ träumet, Hat leicht die Gnadenzeit ver⸗ säumet, Ihm wird hernach nicht aufgetan: Heut komm, heut nimmt dich Jesus an. 12. O zeuch uns alle recht zu dir, Holdselger Heiland aller Sünder, Erfüll n Uns, die! Zeig ur Dein un Und wer So laß Bis daß Gottlob, Das ist 2. Wei Nicht L Und ist Daß ich 3. Auf Ich arr Und bit Und sei 4. Ick Der mit Laß dei Mehr 5. Ver Zudecke So wer Ledig 1 6. Ich igenom⸗ geht: Flehen, gesehen! komm heran: ie Sün⸗ der an. sündigte schwer, juld be⸗ laden, g mehr, richt an Gnaden. h meinst, Hdeweinst, schwin⸗ den, Gnade finden. dhelfen kann: ie Sün⸗ der an. icht: Es och Zeit, Velt ge⸗ nießen; eich heut chließen. re du 1hinzu. ur ver⸗ träumet, eit ver⸗ säumet, ufgetan: mt dich esus an. t zu dir, Sünder, Buße. 193 Erfüll mit himmlischer Begier Uns, die von Gott gewichnenKinder. Zeig uns bei unserm Seelen⸗ schmerz Dein unaussprechlich liebend Herz, Und wenn wir unser Elend sehen, So laß uns ja nicht stille stehen, Bis daß ein jeder sagen kann: Gottlob, auch michnimmt Jesus an. L. F. F. Lehr, 4 1744. 293. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. 0 frommer und getreuer Gott, Ich hab gebrochen dein Gebot Und sehr gesündigt wider dich, Das ist mir leid und reuet mich. 2. Weil aber du, o gnädger Gott, Nicht Lust hast an des Sünders Tod, Und ist dein herzliches Begehr, Daß ich mich wieder zu dir kehr: 3. Auf dies Wort, lieber Vater fromm, Ich armer Sünder zu dir komm Und bitte dich durch Christi Tod Und seine heilgen Wunden rot, 4. Ich bitte dich durch Jesum Christ, Der mir zu gut Mensch worden ist: Laß deine Gnad und Gütigkeit Mehr gelten, denn Gerechtigkeit. 5. Verschon, o Herr, laß deine uld Zudecken alle meine Schuld; So werd ich arm verlornes Kind Ledig und los all meiner Sünd. 6. Ich will, o Herr, nach deinem Wort Mich bessern, leben fromm hinfort, Damit ich mög nach dieser Zeit Gelangen zu der Seligkeit. Berlin 1648. 294. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 0 König, dessen Majestät Weit über alles steiget, Dem Erd und Meer zu Dienste steht, Vor dem die Welt sich neiget, Der Himmel ist dein helles Kleid, Du bist voll Macht und Herrlichkeit, Sehr groß und wundertätig; Ich armer Wurm vermag nichts mehr, Als daß ich ruf zu deiner Ehr: Gott, sei mir Sünder gnädig. 2. Hier steh ich, wie der Zöllner tat, Beschämet und von ferne, Ich suche deine Hülf und Gnad, O Herr, von Herzen gerne. Doch weil ich voller Flecken bin, Und Sünde meinen ganzen Sinn Zum Guten macht untätig, So schlag ich nieder mein Gesicht Vor dir, du reines Himmelslicht: Gott, sei mir Sünder gnädig. 3. Die Schulden, der ich mir be⸗ wußt, Durchängsten mein Gewissen; Drum schlag ich reuig an die Brust Und will von Herzen büßen. Ich bin, o Vater, gar nicht wert, Daß ich noch wandle auf der Erd; Doch weil du winkst, so bet ich Mit ganz zerknirschtem, bangem Geist, Der gleichwohl dich noch Abba heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig. N 194 Buß 4. Mein Abba, schaue Jesum an, Den Gnadenthron der Sünder, Der für die Welt genug getan, Durch den wir Gottes Kinder Im gläubigen Vertrauen sind, Der ists, bei dem ich Ruhe find, Sein Herz ist ja guttätig. Ich fasse ihn und laß ihn nicht, Bis Gottes Herz mitleidig bricht. Gott, sei mir Sünder gnädig. 5. Regiere doch meinHerz und Sinn In diesem ganzen Leben: Du bist mein Gott, und was ich bin, Bleibt ewig dir ergeben. Ach heilige mich ganz und gar, Laß meinen Glauben immerdar Sein durch die Liebe tätig; Und will es nicht fort, wie es soll, So ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig. 6. Mein Leben und mein Sterben ruht Allein auf deiner Gnade; Mir geh es böse oder gut, Gib nur, daß mir nichts schade. Kommt dann das letzte Stünd— lein an, So sei mir auf der Todesbahn, Mein Jesu, selbst beirätig; Und wenn ich nicht mehr sprechen kann, So nimm den letzten Seufzer an: Gott, sei mir Sünder gnädig! V. Löscher, 4 1749. 295. Mel. Herr wie du willst so schicks mit mir. 0 Vater der Barmherzigkeit, Ich falle dir zu Fuße; Verstoß den nicht, der zu dir schreit Und tut noch endlich Buße. 0 v. Was ich begangen wider dich, Verzeih mir alles gnädiglich Durch deine große Güte. 2. Durch deiner Allmacht Wun⸗ dertat Nimm von mir, was mich quälet; Durch deine Weisheit schaffe Rat In allem, wo mirs fehlet; Gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk, Daß ich mit dir all meine Werk Anfange und vollende. 3. O Jesu Christe, der du hast Am Kreuze für mich Armen Getragen aller Sünden Last, Wollst meiner dich erbarmen. O wahrer Gott, o Davids Sohn, Erbarm dich mein und mein ver⸗ schon, Sieh an mein kläglich Rufen. 4. Laß deiner Wunden teures Blut, Dein Todespein und Sterben Mir kommen kräftiglich zu gut, Daß ich nicht müss' verderben; Bitt du den Vater, daß er mir Im Zorn nicht lohne nach Gebühr, Wie ich es hab verschuldet. 5. O heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, Wenn mich die Sündenlust anficht, Laß mich von dir nicht wanken; Verleih, daß nun und nimmermehr Die blinde Lust nach Geld und Ehr In meinem Herzen herrsche. 6. Und wenn mein Stündlein kommen ist, So hilf mir treulich kämpfen. Daß ich des Satans Trutz und List Durch Christi Sieg mag dämpfen; Auf da Und dar Nur sei Mel. Hchaff Mein K Es fühl, Die ihn Und die Ach ma Wie du Ich ste Beherr Der he Im Le dich, nich cht Wun⸗ dertat h quälet; haffe Rat et; raft und Stärk, ine Werk du hast men Last, rmen. ds Sohn, mein ver⸗ schon, Rufen. ures Blut, terben zu gut, derben; z er mir h Gebühr, det. u wahres Licht, ust anficht, wanken; nmermehr d und Ehr rsche. Stündlein mmen ist, impfen. itz und List dämpfen; Buße. 195 Auf daß mir Krankheit, Angst und Not Und dann der letzte Feind, der Tod, Nur sei die Tür zum Leben. Hannover 1646. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. Ps. 51, 12—14. Hchaff in mir, Gott, ein reines Herz, Mein Herz ist ganz verderbet; Es fühlet von der Sünde Schmerz, Die ihm ist angeerbet, Und die es noch tut ohne Scheu. Ach mache, daß es wieder sei, Wie du es erst erschaffen. 2. Gib mir auch einen neuen Geist, Der wie du sei gesinnet, Der dir stets anhang allermeist Und, was du willst, beginnet. Gib, daß er hasse Fleisch und Blut Und übe Glauben in Demut, Zucht, Sanftmut, Hoffnung, Liebe. 3. Verwirf von deinem Angesicht, Ob ich es gleich verdienet, Mich, allerliebster Vater, nicht, Weil Jesus mich versühnet; Laßnimmer, nimmer, nimmermehr Mich, dein Kind, also fallen sehr, Daß du es von dir würfest. 4. Den heilgen Geist nimm nicht von mir, Den bösen Geist vertreibe, Damit er mich nicht nehme dir, Ich stets dein sei und bleibe. Beherrschet mir Herz, Sinn und Mut Der heilge Geist, so ist es gut Im Leben und im Sterben. 5. Mit deiner Hülfe tröste mich, Hilf und vergib die Sünden; Wenn meine Seele suchet dich, So laß dich von ihr finden Und dein Verdienst, Herr Jesu Christ, Darinnen Trost und Hülfe ist Wider Sünd, Tod und Teufel. 6. Dein freudger Geist erhalt mich doch Mit seinem Freudenöle, Damit nicht der Verzweiflung Joch Verderbe meine Seele. Sei meine Freude du allein, Ach laß mich deine Freude sein Und führe mich zur Freude! L. Elisabeth v. Schwarzburg⸗ Rudolstadt, 4 1672. Mel. Vater unser im Himmelreich. Hes. 33, 11. 5⁰ wahr ich lebe, spricht dein Gott, Mir ist nicht lieb des Sünders Tod; Vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, Daß er von Sünden halte still, Von seiner Bosheit kehre sich Und lebe mit mir ewiglich. 2. Dies Wort bedenk, o Men⸗ schenkind, Verzweifle nicht in deiner Sünd. Hier findest du Trost, Heil und Gnad, Die Gott dir zugesaget hat, Und zwar mit einem teuren Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, Denk nicht: Zur Buß ist noch wohl Zeit; Ich will erst fröhlich sein auf Erd; N2 196 Buße. Wenn ich des Lebens müde werd, Alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein 258 ich. 4. Wahr ists, Gott ist wohl stets bereit Dem Sünder mit Barmherzigkeit; Doch wer auf Gnade sündigt hin, Fährt fort in seinem bösen Sinn Und seiner Seelen selbst nicht schont, Dem wird mit Ungnad einst ge⸗ lohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott Von wegen Christi Blut und Tod; Zusagen hat er nicht gewollt, Ob du bis morgen leben sollt; Daß du mußt sterben, ist dir kund, Verborgen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich, Eh morgen kommt, kanns ändern ich: Wer heut ist frisch, gesund und rot, Ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, Dein Leib und Seel verderben muß. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, Daß ich noch heute komm zu dir Und Buße tu den Augenblick, Eh mich der schnelle Tod hinrück, Auf daß ich heut und jederzeit Zu meiner Heimfahrt sei bereit. J. Heermann, 1647. 298. Mel. Herzlich lieb hab ich dich o Herr. Vor dir, Herr Jesu, steh ich hie, Ich beug in Demut meine Knie Und seufze mit Wehklagen: Mein große Sünd und Missetat Zum Tode mich verdammet hat; Doch will ich nicht verzagen. Herr Jesu Christ, dein Blut allein Macht mich von allen Sünden rein, Weil ich fest glaube und dabei Im Herzen habe wahre Reu. Herr Jesu Christ, das dank ich dir, Ich will mich bessern, hilf du mirl Görlitz 1611. 299. Wenn wir in höchsten Nöten sein Und wissen weder aus noch ein Und finden weder Hilf noch Rat, Ob wir gleich sorgen früh und spat: 2. So ist das unser Trost allein, Daß wir zusammen insgemein Dich rufen an, o treuer Gott, Um Rettung aus der Angst. ö 0 3. Und heben unser Aug und Herz Zu dir in wahrer Reu und Schmerz Und flehen um Begnadigung Und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißest gnädiglich All denen, die drum bitten dich. Wir flehn im Namen Jesu Christ, Der unser Heil und Fürsprech ist. 5. Drum kommen wir, Herr, unser Gott, Und klagen dir all unsre Not, Weil wir jetzt stehn verlassen gar In großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünden ö groß, Sprich uns davon aus Gnaden los; Steh un Mach u 7. Auf Hernach Gehorsa Dich all Mel. W; Wir 1 Ach Her: Und fü Wie seh Das M Ach weh 2. Dos Gedenk Dein X Dein Ei Du will Ach geh 3. Wi Drum 4. Da Schreit Schau Und de imet hat; agen. lut allein iden rein, d dabei dir, Ffdu mirl clitz 1611. Nöten sein noch ein noch Rat, und spat: rost allein, gemein rGott, lngst und Not g und Herz d Schmerz digung derung, gnädiglich itten dich. esu Christ, rsprech ist. vir, Herr, nser Gott, sre Not, rlassen gar id Gefahr. re Sünden groß, 18 Gnaden los; Buße. 197 Steh uns in unserm Elend bei, Mach uns von allen Plagen frei; 7. Auf daß von Herzen wir dafür Hernach mit Freuden danken dir, Gehorsam sein nach deinem Wort, Dich allzeit preisen hier und dort. P. Eber, 1569. 300. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Wir liegen hier zu deinen Füßen, Ach Herr von großer Güt und Treu, Und fühlen leider im Gewissen, Wie sehr dein Zorn entbrennet sei. Das Maß der Sünden ist erfüllt, Ach weh uns, wenn du strafen willt. 2. Doch, Vater, denk an deinen Namen, Gedenk an deinen lieben Sohn! Dein Wort heißt immer Ja und Amen, Dein Eidschwur zeuget selbst davon. Du willst der Sünder Tod ja nicht: Ach geh nicht mit uns ins Gericht. 3. Wir liegen vor dir in dem Staube, Und unser Herz ist ganz zerknirscht; Nur tröstet uns allein der Glaube, Daß du dich noch erbarmen wirst. Ja du hast noch ein Vaterherz, Drum sieh doch jetzt auf unsern Schmerz. 4. Das teure Blut von deinem Sohne Schreit für uns um t eit. Schau doch von deinem Gnaden⸗ ö throne Und denke noch der alten Zeit, Da du auch Gnade hast erzeigt, Dein Herz dem Sünder zugeneigt. 5. Ach laß diewohlverdiente Strafe Nicht über unsre Häupter gehn, Daß wir nicht als verlorne Schafe Von deiner Hut verlassen stehn. Ach sammle uns in deinen Schoß Und mach uns aller Plagen los! 6. Gib Fried im Land und im Gewissen, Gesunde Luft, wohlfeile Zeit, Daß Lieb und Treu einander küssen, Und fördre die Gerechtigkeit. Krön unser Feld mit deinem Gut, Nimm Kirch und Haus in deine Hut. 7. So wollen wir dir Opfer bringen Und deine sein mit Leib und Seel; Es soll dein Lob gen Himmel dringen, Und dein erlöstes IJsrael Stimm in die Lieder Zions ein: Der Herr soll mein Gott ewig sein! B. Schmolck, 4 1737 301. Mel. Auf meinen lieben Gott. Wo soll ich fliehen hin, Weil ich beschweret bin Mit viel und großen Sünden? Wo kann ich Rettung finden? Wenn alle Welt herkäme, Mein Angst sie nicht wegnähme. 2. O Jesu voller Gnad, Auf dein Gebot und Rat Kommt mein betrübt Gemüte Zu deiner großen Güte: Laß du auf mein Gewissen Ein Gnadentröpflein fließen. 198 Glaube. 3. Durch dein unschuldig Blut, Vergossen mir zu gut, Wasch ab all meine Sünde, Mit Trost mein Herz verbinde, Der Schuld nicht mehr gedenke, Ins Meer sie tief versenke. 4. Du bist es, der mich tröst, Weil du mich selbst erlöst; Was ich gesündigt habe, Hast du verscharrt im Grabe; Da hast du es verschlossen, Da wirds auch bleiben müssen. 5. Ist meine Sünde groß, Werd ich doch ihrer los, Wenn ich dein Kreuz umfasse Und mich darauf verlasse: Wer sich zu dir nur findet, All Angst ihm bald verschwindet. 6. Mir mangelt zwar sehr viel, Doch was ich haben will, Ist alles mir zu gute Erlangt mit deinem Blute, Damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 7. Und wenn des Satans Heer Mir ganz entgegen wär, Darf ich doch nicht verzagen, Mit dir kann ich sie schlagen; Dein Blut darf ich nur zeigen, So muß ihr Trotz bald schweigen. 8. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich; Jetzt kann ich nicht verderben, Dein Reich muß ich ererben, Denn du hast mirs erworben, Da du für mich gestorben. 9. Führ auch mein Herz und Sinn Durch deinen Geist dahin, Daß ich mög alles meiden, Was mich und dich kann scheiden, Und ich an deinem Leibe Ein Gliedmaß ewig bleibe. Joh. Heermann, 7 1647. XVIII. Glaube. 302. Mel. Lobe den Herren den mächtigen König der Ehren. 1. Kor. 3, 22. Ales ist euer, o Worte des ewi⸗ gen Lebens! Fühle sie, gläubige Seele, voll heiligen Bebens: Alles ist dein! Irdischen Menschen allein Tönen die Worte vergebens. 2. Göttliche Würde, entzückende Hoheit des Christen! Wallt er gleich dürftig und ein⸗ sam in traurigen Wüsten, Findet er gleich Toren geachtet und reich, Nie kann nach Eitlem ihn lüsten. 3. Immer das Auge gerichtet nach heiligen Höhen, Sieht er die Güter der Toren im Sturme verwehen; Wohl ihm, er faßt Statt der vergänglichen Last Güter, die nimmer vergehen! 4. Alles, was Freude gewähret im irdischen Leben, Alles, we Leben un Ist euch Unter die 5. Alles Schauet Höret, er Fürchte, Alles ist 6. Seid 1 Fließen e Freut eu Dort ist 7. Die i schet, Freut euc Die er er Als er at Amen, ja Cł Mel. O da Aus Gr Herz, gla Was will Ists Wal So muß e6 Aus Gna Sünde. ans Heer zagen, lagen; zeigen, chweigen. dich, mich; derben, rben, vorben, en. und Sinn in, den, scheiden, e ibe. „+ 1647. und ein⸗ Wüsten, , n lüsten. gerichtet n Höhen, Toren im derwehen; Last gehen! gewähret m Leben, Glaube. 199 Alles, wovor noch die Kinder der Welt hier erbeben, Leben und Tod Ist euch auf Gottes Gebot Unter die Füße gegeben. 5. Alles ist euer, ihr Christen; vom Himmel hernieder Schauet der Mittler auf seine ihm ähnlichen Glieder. Höret, er spricht: Fürchte, du Häuflein, dich nicht, Alles ist euer, ihr Brüder! 6. Seid ihr auch elend, verlassen und krank und gefangen, Fließen euch Zähren des Grams von erbleichenden Wangen: Droben im Licht, Freut euch, da fließen sie nicht; Dort ist das Alte vergangen. 7. Die ihr mit Christo einst herr⸗ schet, singt Lieder der Feier: Freut euch der Hoheit, die Christus errungen so teuer, Die er erwarb, Als er auf Golgatha starb. Amen, ja alles ist euer. Chr. F. D. Schubart, 4 1791. 303. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Aus Gnaden soll ich selig wer⸗ den! Herz, glaubst dus, oder glaubst dus nicht? Was willst du dich so blöd ge— bärden? Ists Wahrheit, was die Schrift verspricht, So muß auch dieses Wahrheit sein: 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen, Die eignen Werke fallen hin. Der Mittler, der im Fleisch er⸗ schienen, Hat diese Ehre zum Gewinn, Daß uns sein Tod das Heil ge— bracht Und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden, So oft dich deine Sünde plagt, So oft dir will der Satan schaden, So oft dich dein Gewissen nagt. Was die Vernunft nicht fassen kann, Das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden Und übernahm die Sündenlast. Was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sags, wenn du was zu rühmen hast. Wars nicht, daß er dein Bestes wollt Und dir aus Gnaden helfen sollt? 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, So lange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, Was Gott in seinem Wort an⸗ preist, Worauf all unser Glaube ruht, Ist Gnade durch des Lammes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, Denk nicht: Wohlan, ich greif auch zu! Wahr ists, Gott rufet Adams Kinder Aus Gnaden ist der Himmel dein. Aus Gnaden zur verheißnen Ruh; 200 Glaube. Doch nimmt er nicht zu Gnaden an, Wer noch auf Gnade sündgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, Tret ab von aller Heuchelei, Denn wenn der Sünder sich be⸗ kehret, So lernt er erst, was Gnade sei; Beim Sündgen scheint die Gnad gering: Dem Glauben ists ein Wunder⸗ ding. 8. Aus Gnaden bleibt dem blö⸗ den Herzen Das Herz des Vaters aufgetan, Wenns unter Angst und heißen Schmerzen Nichts sieht und nichts mehr hof⸗ fen kann. Wo nähm ich oftmals Lan er, Wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben; Ich fühle nichts, doch mir ist wohl; Ich kenn mein sündliches Ver⸗ derben, Doch auch den, der mich heilen soll; Mein Geist ist froh, die Seele lacht, Weil mich die Gnade selig macht. 10. Aus Gnaden! Hör es, Sünd und Teufel; Ich schwinge meine Glaubensfahn Und geh getrost, trotz allem Zweifel, Durchs rote Meer nach Kanaan. Ich glaub, was Jesu Wort ver⸗ spricht, Ich fühl es oder fühl es nicht. Chr. L. Scheidt, 4 1761. 304. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. Christi Blut und Gerechtigkeit, Das ist mein Schmuck und Ehren⸗ kleid, Damit will ich vor Gott bestehn, Wenn ich in Himmel werd ein⸗ gehn. 2. Das heilige unschuldge Lamm, Das an dem rauhen Kreuzes⸗ stamm Für meine Sünd gestorben ist, Erkenn ich für den Herrn und Christ. 3. Ich glaube, daß sein teures Blut Das allerunschätzbarste Gut, Und daß es Gottes Schätze füllt Und ewig in dem Himmel gilt. 4. Und würd ich durch des Herrn Verdienst Auch noch so treu in seinem Dienst, Gewönns auch allem Bösen ab Und sündigte nicht bis ins Grab: 5. So will ich, wenn ich zu ihm komm, Nicht denken mehr an gut noch fromm, Sondern: Da kommt ein Sünder her, Der gern fürs Lösgeld selig wär. 6. Nun weil ich noch im Leben bin, So ist mein ganzes Herz und Sinn, Daß meinem Volk, der Witheih eit, Ich drauf will helfen aller Zeit, 7. Daß unser hochgelobter Gott Mit seines Kindes Blut und Tod Uns alse Daß es k 8. Gelo Der du Und haf Bezahlt 9. Du Des Vat Erbarme Und seg N. L. Mel. D as if Ein Wo Daß Je Und wil Das ist Daß Je 2. Meit Er heile Er ist e Der ihn Das ist Daß Je 3. Mei Er suche Er holt Er ist z Das ist Daß Je 4. Lob Du hast Du Oste Du Fre ib begraben. rechtigkeit, ind Ehren⸗ kleid, tt bestehn, werd ein⸗ gehn. oge Lamm, Kreuzes⸗ stamm rben ist, serrn und Christ. eures Blut Gut, hätze füllt mel gilt. des Herrn Verdienst em Dienst, Bösen ab ins Grab: ich zu ihm komm, gut noch fromm, in Sünder her, selig wär. Leben bin, aller Zeit, bter Gott und Tod Glaube. 201 Uns also hoch geliebet hat, Daß es kein Mensch faßt in der Tat. 8. Gelobet seist du, Jesu Christ, Der du ein Mensch geboren bist Und hast für mich und alle Welt Bezahlt ein ewges Lösegeld. 9. Du Ehrenkönig, Jesu Christ, Des Vaters einger Sohn du bist, Erbarme dich der ganzen Welt Und segne, was sich zu dir hält! N. L. Graf v. Zinzendorf, 4 1760. 305. Mel. Machs mit mir Gott nach deiner Güt. 1. Tim. 1, 15. Das ist ein teuer wertes Wort, Ein Wort, sehr lieb zu hören: Daß Jesus ist der Sünder Hort Und will die Armen lehren. Das ist ein teuer wertes Wort, Daß Jesus ist der Sünder Hort. 2. Mein Jesus nimmt die Kran⸗ ken an, Er heilet allen Schaden; Er ist ein Gast bei jedermann, Der ihn zu sich geladen. Das ist ein teuer wertes Wort, Daß Jesus ist der Sünder Hort. 3. Mein Jesus ist ein treuer Hirt, Er suchet, was verloren; Er holt zurück, was sich verirrt, Er ist zum Heil erkoren. Das ist ein teuer wertes Wort, Daß Jesus ist der Sünder Hort. 4. Lob sei dir, Jesu, Gottes Sohn, Du hast die Schuld getragen, Du Osterlamm, du Gnadenthron, Du Freistatt, wenn wir zagen. Das ist ein teuer wertes Wort, Daß Jesus ist der Sünder Hort. 5. Ach gib mir, daß ich diese Gnad Und meine Sünd erkenne, Daß ich, mein Hirte, früh und spat Nach dir vor Liebe brenne Und denk an dieses werte Wort, Daß Jesus ist der Sünder Hort. H. Neuß, 4 1716. 306. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. Der Glaub ist eine Zuversicht Zu Gottes Gnad und Güte; Der bloße Beifall tut es nicht: Es muß Herz und Gemüte Durchaus zu Gott gerichtet sein Und gründen sich auf ihn allein, Ohn Zweifel, ohne Wanken. 2. Wer sein Herz also stärkt und steift In völligem Vertrauen Und Jesum Christum recht ergreift, Auf sein Verdienst zu bauen: Der hat des Glaubens rechte Art Und kann zur seligen Hinfahrt Sich schicken ohne Grauen. 3. Das aber ist kein Menschenwerk, Der Glaube kommt vom Herren; Drum bitt, daß er in dir ihn stärk Und täglich wolle mehren. Laß aber auch des Glaubens Schein, Die guten Werke, an dir sein; Sonst ist dein Glaube eitel. 4. Es ist ein schändlich böser Wahn, Des Glaubens sich zu rühmen Undgehndochaufder Sünder Bahn, Das Christen nicht kann ziemen. Wer das tut, der soll wissen frei, 202 Sein Glaube sei nur Heuchelei, Werd ihn zur Hölle bringen. 5. Drum lasse sich ein frommer Christ Mit Ernst sein angelegen, Daß er aufrichtig jeder Frist Sich halt in Gottes Wegen, Daß sein Glaub ohne Heuchelei VorGott dem Herrn rechtschaffen sei Und vor dem Nächsten leuchte. J. Kasp. Schade, 4 1698. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Röm. 8, 28-30. Die Gnade geht durch Stufen Mit denen, die berufen Nach Gottes Vorsatz sind. Er hats zuvor ersehen, Sein Vorsatz muß bestehen, So wie sein Sohn ist, wird das Kind. 2. O großes Haupt der Glieder, Du Erster deiner Brüder: Man hats in dir allein, Berufen sein vom Sterben, Verordnet sein zum Erben, Gerecht gemacht und herrlich sein. 3. Herr Gott, auf jedem Grade Von dieser hohen Gnade Sei dir dein Ruhm gebracht. Dir singt zu deinen Ehren, Wer deinen Ruf kann hören, Dir dankt, wen du gerecht gemacht. 4. Dich rühmt, wer herrlich worden Als Glied vom Kinderorden, Auch in der Leidenszeit. Dort auf der höchsten Stufen Wird alles jauchzend rufen: Gott, dir sei Macht und Herrlichkeit! Ph. F. Hiller, 4 1769. Glaube. 308. Röm. 5, 8—19. D urch Adams Fall ist ganz ver⸗ derbt Menschlich Natur und Wesen; Das Gift ist auch auf uns geerbt, Wir konnten nicht genesen Ohn Gottes Trost, der uns er⸗ löst Von all dem großen Schaden, Seitdem die Schlang Eva be⸗— zwang, Den Zorn auf sich zu laden. 2. Doch wir durch des einen Schuld In Adam all verdorben, So hat uns auch des einen Huld In Christo all erworben; Und wie wir all durch Adams Fall Sind ewgen Tods gestorben, Also hat Gott durch Christi Tod Erneuert, was verdorben. wie 3. So Gott uns seinen Sohn geschenkt, Da wir noch Feinde waren, Der für uns ist ans Kreuz ge⸗ henkt, Gestorben, aufgefahren, Dadurch wir sein von Tod und Pein Erlöst, so wir vertrauen In diesen Hort, des Vaters Wort: Wem wollt vor Sterben grauen? 4. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, Die Wahrheit und das Leben, Des Vaters Rat und ewges Wort, Den er uns hat gegeben Zu einem Schutz, daß wir mit Trutz An ihn Bei seine Aus sein 5. Der Sein He Der Tr. Und nick Denn we Als diese Den ma Mit sein 6. Wer Wird ni Denn we Hat Hül Hab ich Den Me Der sich Er hilft 7. Ich! Du woll Dein he So wird Mein S= Setz ich Wer sich Der wir 8. Mei Ein Lick Hell sch So diese In uns ganz ver⸗ derbt Wesen; ns geerbt, sen uns er⸗ löst chaden, Eva be⸗ zwang, aden. zurch des n Schuld u, nen Huld n; h Adams Fall rben, hristi Tod n. en Sohn geschenkt, aren, Kreuz ge⸗ henkt, Tod und Pein u ers Wort: grauen? das Licht, die Pfort, Leben, ges Wort, n wir mit Trutz Glaube. 203 An ihn fest sollen glauben; Bei seiner Wacht kann keine Macht Aus seiner Hand uns rauben. 5. Der Mensch ist gottlos und verflucht, Sein Heil ist auch noch ferne, Der Trost bei einem Menschen sucht Und nicht bei Gott dem Herren. Denn wer sich will ein ander Ziel, Als diesen Tröster stecken, Den mag gar bald des Teufels Gwalt Mit seiner List erschrecken. 6. Wer hofft auf Gott und ihm vertraut, Wird nimmermehr zu Schanden; Denn wer auf diesen Felsen baut, Hat Hülfe stets zuhanden; Hab ich doch nie im Unglück hie Den Menschen sehen fallen, Der sich verläßt auf Gottes Trost: Er hilft sein'n Gläubgen allen. 7. Ich bitt, o Herr, aus Herzens⸗ grund, Du wollst nicht von mir nehmen Dein heilges Wort von meinem Mund, So wird mich nicht beschämen Mein Sünd und Schuld; in deine Huld Setz ich all mein Vertrauen; Wer sich nun fest darauf verläßt, Der wird den Tod nicht schauen. 8. Mein'n Füßen ist dein heil⸗ ges Wort Ein Licht, das nah und ferne Hell scheint und mir den Weg weist fort; So dieser Morgensterne In uns aufgeht, so bald ver— steht Der Mensch die hohen Gaben, Die Gottes Geist denen ver⸗ heißt, Die Hoffnung darein haben. L. Spengler, 4 1534. 309. Luc. 10, 42. Eins ist not, ach Herr, dies eine Lehre mich erkennen doch; Alles andre, wie's auch scheine, Ist ja nur ein schweres Joch, Darunter das Herze sich naget und plaget Und dennoch kein wahres Ver⸗ gnügen erjaget. Erlang ich dies eine, das alles ersetzt, So werd ich mit einem in allem ergötzt. 2. Seele, willst du dieses finden, Suchs bei keiner Kreatur; Laß, was irdisch ist, dahinten, Schwing dich über die Natur, Wo Gott und die Menschheit in einem vereinet Und alle vollkommene Fülle er⸗ scheinet: Da, da ist das beste notwendige Teil, Mein ein und mein alles, mein seliges Heil. 3. Wie dies eine zu genießen Sich Maria dort befliß, Als sie sich zu Jesu Füßen Voller Andacht niederließ: Das Herz ihr entbrannte, nur einzig zu hören, Was Jesus ihr Heiland sie wollte belehren; 204 Glaube. Ihr alles war gänzlich in Jesum versenkt, Und wurde ihr alles in einem ge⸗ schenkt: 4. Also ist auch mein Verlangen, Liebster Jesu, nur nach dir; Laß mich treulich an dir hangen, Schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehren zum größesten Haufen, So will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen; Denn dein Wort, o Jesu, ist Le⸗ ben und Geist: Was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle In dir ja verborgen liegt; Gib nur, daß sich auch mein Wille Fein in solche Schranken fügt, Darinnen die Demut und Einfalt regieret Und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, So hab ich der Weisheit vollkom⸗ menen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, Als nur dich, mein höchstes Gut; Jesu, es muß mir gelingen Durch dein heilges, teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, Da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben, Die Kleider des Heils ich da habe erlangt, Worinnen mein Glaube in Ewig⸗ ö keit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele Auch nach deinem Bild erwacht, Du bist ja, den ich erwähle, Mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wan⸗ del und Leben, Ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; Entreiße mich aller Wee ust, Dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8. Ja waͤs soll ich mehr verlangen? Auf mich strömt die Gnadenflut; Du bist einmal eingegangen In das Heilge durch dein Blut: Da hast du die ewge Erlösung erfunden, Daß ich nun der Herrschaft der Hölle entbunden; Dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, Im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 9. Drum auch, Jesu, du alleine Sollst mein ein und alles sein; Prüf, erfahre, wie ichs meine, Tilge allen Heuchelschein; Sieh, ob ich auf bösem, betrüg⸗ lichem Stege, Und leite mich, Höchster, auf ewi⸗ gem Wege; Gib, daß ich nur alles hier achte für Spott Und Jesum gewinne: dies eine ist not. J. H. Schröder, 1699. 310. Es ist das Heil uns kommen her Von Gnad und lauter Güte: Die Werke helfen nimmermehr, Sie mögen nicht behüten. Der Gla Der hat Er ist d 2. Wa⸗ Da mat Erhub Die nie Vom F Den da Es war 3. Es w Gott hé Als ob Nach se So ist Der un In uns 4. Nie Aus eie Wiewol Doch m Denn 6 Undjede Allzeit 5. Noc Sonst Drum Der sel Das ga Damit Der üb 6. 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Nicht möglich wars, dieselbe Art Aus eignen Kräften lassen, Wiewohl es oft versuchet ward, Doch mehrt sich Sünd ohn Maßen. Denn Gleisners Werk Gott hoch verdammt, Undjedem Fleischder Sünde Schand Allzeit war angeboren. 5. Noch mußt's Gesetz erfüllet sein, Sonst wärn wir all verdorben; Drum schickt Gott seinen Sohn herein, Der selber Mensch ist worden; Das ganz Gesetz hat er erfüllt, Damit des Vaters Zorn gestillt, Der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist Durch den, der es konnt halten, So lerne jetzt ein frommer Christ Des Glaubens recht Gestalten. Nicht mehr denn: Lieber Herre mein, Dein Tod wird mir das Leben sein, Du hast für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag, Dein Wort kann nicht betrügen; Nun sagst du, daß kein Mensch verzag, Das wirst du nimmer lügen: Wer glaubt an mich und wird getauft, Dem ist der Himmel schon erkauft, Daß er nicht wird verloren. 8. Es sind gerecht vor Gott allein, Die dieses Glaubens leben; Doch wird des Glaubens heller Schein Durch Werke kund sich geben. Mit Gott der Glaub ist wohl daran, Die Lieb tut Gutes jedermann, Bist du aus Gott geboren. 9. Die Sünde, durchs Gesetz er⸗ kannt, Schlägt das Gewissen nieder; Das Evangelium kommt zur Hand Und stärkt den Sünder wieder Und spricht: Komm nur zum Kreuz herzu, Im Gsetz ist weder Rast noch Ruh Mit allen seinen Werken. 10 Die Werk gewißlich in. er Aus einem rechten Glauben; Denn das nicht rechter Glaube wär, Wolltst ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub ge⸗ recht, Die Werke sind des Nächsten Knecht, Dran wir den Glauben merken. 11. Die Hoffnung harrt der rech⸗ ten Zeit, Was Gottes Wort zusage; 206 Glaube. Wann das geschehen soll zur Freud, Setzt Gott nicht Stund noch Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist, Und übt an uns kein arge List: Das solln wir ihm vertrauen. 12. Und ob er nicht zu helfen scheint, Laß dich es nicht erschrecken; Denn wo er es am besten meint, Da will ers nicht entdecken: Sein Wort laß dir gewisser sein, Und ob das Fleisch spräch lauter Nein, So laß doch dir nicht grauen. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis Um dieser Guttat willen Gott Vater, SohnundheilgemGeist; Der woll mit Gnad erfüllen, Was er in uns anfangen hat, Zu Ehren seiner Majestät, Daß heilig werd sein Name. 14. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd Steh wie im Himmelsthrone; Das täglich Brot noch heut uns werd; Herr, unsrer Schuld verschone, Als wir auch unsern Schuldnern tun; Laß uns nicht in Versuchung stehn; Lös uns vom Übel. Amen. P. Speratus, 4 1551. 311. Mel. Ich dank dir schon durch deinen ö Sohn. Gedanke, der uns Leben gibt, Wer kann dich ganz durchdenken: Also hat Gott die Welt geliebt, Uns seinen Sohn zu schenken! 2. Gedanke voller Majestät, Umringt von Finsternissen, Hoch über die Vernunft erhöht, Stillst du doch mein Gewissen. 3. Ich kann der Sonne Wunder nicht, Noch ihren Bau ergründen, Und doch kann ich der Sonne Licht Und ihre Kraft empfinden. 4. So kann ich auch nicht Gottes Rat Von Jesu Tod ergründen, Allein das Göttliche der Tat, Das kann mein Herz empfinden. 5. Nimm mir den Trost, daß Jesus Christ Der Sünder Schuld getragen, Daß er mein Gott und Heiland ist, So werd ich angstvoll zagen. 6. Ist Christi Wort nicht Gottes Sinn, So werd ich irren müssen Und, wer Gott ist und was ich bin Und werden soll, nicht wissen. 7. Nein diesen Trost der Christen⸗ heit Soll mir kein Spötter rauben, Ich fühle seine Göttlichkeit Und halte fest am Glauben. 8. Des Welterlösers Eigentum, Durch ihn des Himmels Erbe, Dies bin ich, und das ist mein Ruhm, Auf den ich leb und sterbe. 9. Er hat mir seinen Geist gesandt, Im Glauben mich zu stärken, Und bildet mich durch seine Hand Zu allen guten Werken. 10. So lang ich seinen Willen gern Mit reinem Herzen tue, So fühl Und scht 11. Un Und ich So weif Und tut 12. Ich Und ich Daß er Vom S 13. Er So oft Und hil Treu vi 14. So Für die So müßf Von de 15. Will ich Wie soll Mit ihr νt 0 Mel. O Gegt Ins we Erhebt Der alt Erwägt Die ew jestät, ssen, t erhöht, zewissen. le Wunder nicht, iden, onne Licht den. icht Gottes Rat den, r Tat, mmpfinden. rost, daß sus Christ tragen, Heiland ist, zagen. cht Gottes Sinn, sen as ich bin wissen. r Christen⸗ heit rauben, keit uben. igentum, 8 Erbe, ist mein Ruhm, erbe. st gesandt, stärken, eine Hand zillen gern Glaube 207 So fühl ich eine Kraft des Herrn Und schmecke Fried und Ruhe. 11. Und wenn mich meine Sünde kränkt, Und ich zum Kreuze trete, So weiß ich, daß er mein gedenkt Und tut, warum ich bete. 12. Jch weiß, daß mein Erlöser lebt, Und ich ihn schauen werde, Daß er mich einst zu sich erhebt Vom Staube dieser Erde. 13. Erfüll mein Herz mit Dank⸗ barkeit, So oft ich dich nur nenne, Und hilf, daß ich dich allezeit Treu vor der Welt bekenne. 14. Soll ich dereinst noch würdig sein, Für dich hier Schmach zu leiden, So müsse mich nicht Schmach und Pein Von deiner Liebe scheiden. 15. Hat Gott uns seinen Sohn geschenkt, Will ich noch sterbend denken, Wie sollt uns der, der ihn geschenkt, Mit ihm nicht alles schenken! Nach Chr. F. Gellert, 4 1769. 31²2. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Geht hin, ihr gläubigen Ge⸗ danken, Ins weite Feld der Ewigkeit, Erhebt euch über alle Schranken Der alten und der neuen Zeit: Erwägt, daß Gott die Liebe sei, Die ewig alt und ewig neu. 2. Der Grund der Welt war nicht geleget, Der Himmel war noch nicht ge⸗ macht, So hat Gott schon den Trieb ge⸗ heget, Der mir das Beste zugedacht: Als ich noch nicht geschaffen war, Da reicht er mir schon Gnade dar. 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben Durch seinen eingebornen Sohn; Den wollt er mir zum Mittler geben, Den macht er mir zum Gnaden⸗ thron, In dessen Blute sollt ich rein, Geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte Vor allem Anbeginn der Welt Und mich zu ihren Kindern zählte, Für welche sie das Reich bestellt. O Vaterhand, o Gnadentrieb, Der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte Hinauf zu dieser Quelle steigt, Von welcher sich ein Strom der Güte Zu mir durch alle Zeiten neigt, Daß jeder Tag sein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt. 6. Wer bin ich unter Millionen Der Kreaturen seiner Macht, Die in der Höh und Tiefe wohnen, Daß er mich bis hieher gebracht! Ich bin ja nur ein dürres Blatt, Ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe Der herzlichen Barmherzigkeit, Womit, o Schöpfer aller Dinge, 208 Glaube. Mich deine Liebe stets erfreut; Ich bin, o Vater, selbst nicht mein, Dein bin ich, Herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner Flügel Find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: Wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn, Dies Wort der Wahrheit 22—0 stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden Der Seele Mut und Kraft gebricht, So salbest du mein Haupt mit Freuden, So tröstet mich dein Angesicht; Da spür ich deines Geistes Kraft, Die in der Schwachheit alles schafft. 10. Die Hoffnung schauet in die Ferne Durch alle Schatten dieser Zeit; Der Glaube schwingt sich durch die Sterne Und sieht ins Reich der Ewigkeit; Da zeigt mir deine milde Hand Mein Erbteil und gelobtes Land. 11. O sollt ich dich nicht ewig lieben, Der du mich unaufhörlich liebst? Sollt ich mit Undank dich betrüben, Da du mir Fried und Freude gibst? Verließ ich dich, o Menschenfreund, So wär ich selbst mein ärgster Feind. 12. Ach könnt ich dich nur besser ehren, Welch edles Loblied stimmt ich an! Es sollten Erd und Himmel hören, Was du, mein Gott, an mir getan; Nichts ist so köstlich, nichts so schön, Als, höchster Vater, dich erhöhn. 13. Doch nur Geduld, es kommt die Stunde, Da mein durch dich erlöster Geist Im höhernChor mit frohem Munde Dich, schönste Liebe, schöner preist; Drum eilt mein Herz aus 4.— eit Und sehnt sich nach der Ewigkeit. J. G. Herrmann, 4 1791. 313. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 2. Tim. 2, 8. Nalt im Gedächtnis Jesum Christ, O Mensch, der auf die Erden Vom Thron des Himmels kom⸗ men ist, Dein Bruder hier zu werden; Vergiß nicht, daß er dir zu gut Hatangenommen Fleisch und Blut; Dank ihm für diese Liebe. 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der für dich hat gelitten, Ja gar am Kreuz gestorben ist Und hat dadurch bestritten Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod Und dich erlöst aus aller Not; Dank ihm für diese Liebe. 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der auch am dritten Tage Siegreich vom Tod erstanden ist, Befreit von Not und Plage. Bedenke, daß er Fried gemacht Und dir das Leben wiederbracht; Dank ihm für diese Liebe. 4. Halt Der nach Gen Him Die Stät Da du si Und sehe Dank ihr 5. Halt Der einst Und sich, Zu richte O sorge, Und miti Ihm ewi 6. Gib, Mit wah Und nie, Mög aus Daß desse Mich tröf Zu dir it Mel. Ic‚ bin Durch Cl Was kann Was ach Ist er ar Gleichwie Laß imm Auch alle 2. Was! Von Got Verfolgur ts so schön, ich erhöhn. es kommt ie Stunde, löster Geist hem Munde öner preist; aus dieser Zeit T Ewigkeit. nn, 1 1791. kommen her. :ssum Christ, die Erden imels kom⸗ men ist, werden; dir zu gut hund Blut; iebe. nis Jesum Christ, ten, torben ist ritten öll und Tod ller Not; iebe. nis Jesum Christ, Tage standen ist, Plage. 5gemacht iederbracht; iebe. Glaube. 209 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der nach den Leidenszeiten Gen Himmel aufgefahren ist, Die Stätt dir zu bereiten, Da du sollst bleiben allezeit Und sehen seine Herrlichkeit; Dank ihm für diese Liebe. 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der einst wird wiederkommen Und sich, was tot und lebend ist, Zu richten vorgenommen: O sorge, daß du da bestehst Und mit ihm in sein Reich eingehst, Ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann Mit wahrem Glauben fassen Und nie, was du an mir getan, Mög aus dem Herzen lassen, Daß dessen ich in aller Not Mich trösten mög und durch den Tod Zu dir ins Leben dringen. Cyriacus Günther, 1704. 314. Mel. Valet will ich dir geben. Röm. 8, 35—39. Ich bin bei Gott in Gnaden Durch Christi Blut und Tod: Was kann mir nun noch schaden? Was acht ich alle Not? Ist er auf meiner Seiten, Gleichwie er wahrlich ist, Laß immer mich bestreiten Auch alle Höllenlist. 2. Was wird mich können scheiden Von Gottes Lieb und Treu? Verfolgung, Armut, Leiden Und Trübsal mancherleis— Mag Schwert und Blöße walten, Mag man in tausend Pein Mich für ein Schlachtschaf halten: Der Sieg bleibt dennoch mein. 3. Ich kann um dessen willen, Der mich geliebet hat, Gnug meinen Unmut stillen Und fassen Trost und Rat; Denn das ist mein Vertrauen, Der Hoffnung bin ich voll, Die weder Angst noch Grauen Mir ewig rauben soll: 4. Daß weder Tod noch Leben Und keiner Engel Macht, Wie hoch sie möchte schweben, Kein Fürstentum, kein Pracht, Nichts dessen, was zugegen, Nichts, was die Zukunft trägt, Nichts, was da hochgelegen, Nichts, was die Tiefe hegt, 5. Noch sonst, was je erschaffen, Von Gottes Liebe mich Soll scheiden oder raffen; Denn diese gründet sich Auf Christi Tod und Sterben; Ihn fleh ich gläubig an, 0 Der mich, sein Kind und Erben, Nicht lassen will noch kann. Simon Dach, 1 1659. 31⁵. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Ich bin in allem wohl zufrieden, Befind mich ruhig und vergnügt, Weil ich hab Gottes Lieb hienieden, Mein Jesus mir im Herzen liegt, Der heilge Geist mich lehrt und leit, Und Gottes Wort mein Herzerfreut. O 210 Glaube. 2. Es trotzt mein Herz in meinem Leibe Auf Gott, weil ich sein eigen Kind. Trotz dem, der mich von Gott abtreibe, Es sei Welt, Satan oder Sünd: Gott ist mein alles ohne Trug, Ich habe Gott und hab genug. 3. Soll Leid für Freud mir sein gesendet Und für das Leben gar der Tod, Ich bins zufrieden, weil mir wendet Zu meinem Besten alles Gott. Wie Gott will, so ist auch mein Will, Wie er es macht, so schweig ich still. 4. Um mich hab ich mich aus⸗ bekümmert, Die Sorge ist auf Gott gelegt; Ob Erd und Himmel gleich zer⸗ trümmert, So weiß ich doch, daß Gott mich trägt; Und wenn ich habe meinen Gott, So frag ich nichts nach Not undTod. 5. Solch einen Sinn laß, Gott, mich haben, Wie jetzt, so bis ins Grab hinein: Mit deinen Leid⸗ und Freuden⸗ gaben, Wie du sie gibst, zufrieden sein, Genießen deiner Seligkeit Zur Lebens- und zur Sterbenszeit. Amilie Juliane v. Schwarzburg⸗ Rudolstadt, 4 1706. 316. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Ich habe nun den Grund ge⸗ funden, Der meinen Anker ewig hält: Wo anders als in Jesu Wunden? Da lag er vor der Zeit der Welt, Der Grund, der unbeweglich steht, Wenn Erd und Himmel untergeht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, Das alles Denken übersteigt; Es sind die offnen Liebesarme Des, der sich zu dem Sünder neigt, Dem allemal das Herze bricht, Wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein; Deswegen kam der Sohn auf Erden Und nahm hernach den Himmel ein; Deswegen klopft er für und für So stark an unsre Herzenstür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden Durch Christi Tod Whet atl Das heißt die Wunde recht ver⸗ binden, Da findet kein Verdammen statt, Weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, Dem will ich mich getrost vertraun Und, wenn mich meine Sünden kränken, Nur bald nach Gottes Herzen schaun: Da findet sich zu aller Zeit Unendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles andre weggerissen, Was Seel und Leib erquicken kann; Darf ich von keinem Troste wissen Und scheine völlig ausgetan;z Ist die Errettung noch so weit: Mir bleibet doch Barmherzigkeit. 7. Begi Ja häu Daß ic Mit eitl Werd ie So hoff 8. Mi Darinne Viel Un So fällt Doch ist Ich hof 9. Es g Bei dem Er woll Damit So stehe In, dure 10. Be So lant Das wi So lang So sing O Abgr Und Tr su Wunden? it der Welt, veglich steht, el untergeht. Erbarmen, ersteigt; iebesarme ünder neigt, rze bricht, mmen nicht. ht verloren werden, eholfen sein; hn auf Erden Himmel ein; ür und für erzenstür. velcher alle Sünden verschlungen hatl de recht ver⸗ binden, immen statt, ändig schreit: nherzigkeitl nich gläubig senken, ost vertraun ine Sünden kränken, 'ttes Herzen schaun: er Zeit igkeit. weggerissen, quicken kann; Troste wissen 8getan;ʒ och so weit: rmherzigkeit. Glaube. 211 7. Beginnt das Irdische zu drücken, Ja häuft sich Kummer und Ver⸗ druß, Daß ich mich noch in vielen 25 ů Stücken Mit eitlen Dingen mühen muß; Werd ich geängstet und zerstreut: So hoff ich auf Barmherzigkeit. 8. Muß ich in meinen besten Werken, Darinnen ich gewandelt bin, Viel Unvollkommenheit bemerken, So fällt wohl alles Rühmen hin; Doch ist auch dieser Trost bereit: Ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe mir nach dessen Willen, Bei dem so viel Erbarmen ist. Er wolle selbst mein Herze stillen, Damit es das nur nicht vergißt; So stehet es in Lieb und Leid In, durch und auf Barmherzigkeit. 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben, So lange mich die Erde trägt; Das will ich denken, tun und treiben, So lange sich ein Glied bewegt. So sing ich einstens hocherfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! J. A. Rothe, 4 1758. 317. Mel. Valet will ich dir geben. Ic‚ weiß, an wen ich glaube, Ich weiß, was fest besteht, Wenn alles hier im Staube Wie Staub und Rauch verweht; Ich weiß, was ewig bleibet, Wo alles wankt und fällt, Wo Wahn die Weisen treibet, Und Trug die Klugen hält. 2. Ich weiß, was ewig dauert, Ich weiß, was nie verläßt; Auf ewgem Grund gemauert Steht diese Schutzwehr fest. Es sind des Heilands Worte, Die Worte fest und klar; An diesem Felsenhorte Halt ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister, Der mir die Feste baut: Es ist der Herr der Geister, Auf den der Himmel schaut, Vor dem die Seraphinen Anbetend niederknien, Um den die Heilgen dienen, Ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Höhe, Das ist mein Jesus Christ, Der Fels, auf dem ich stehe, Der diamanten ist, Der nimmermehr kann wanken, Mein Heiland und mein Hort, Die Leuchte der Gedanken, Die leuchtet hier und dort. 5. Drum weiß ich, was ich glanbe, Ich weiß, w was fest besteht Und in dem Erdenstaube Nicht mit als Staub verweht. Es bleibet mir im Grauen Des Todes ungeraubt; Es schmückt auf Himmelsauen Mit Kronen einst mein Haupt. Nach E. M. Arndt, 1860. 318. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. ö Ich weiß von keinem andern Grunde, Als den der Glaub in Christo hat; Ich weiß von keinem andern Bunde, O 2 212 Glaube. Von keinem andern Weg und Rat, Als daß man elend, nackt und bloß Sich legt in seines Heilands Schoß. 2. Ich bin zu meinem Heiland kommen Und eil ihm immer besser zu; Ich bin auch von ihm aufgenom⸗ men Und find in seinen Wunden Ruh; Er ist mein Schatz, mein Erb und Teil, Und außer ihm weiß ich kein Heil. 3. Ich bleib in Christo nun er⸗ funden Und bin in ihm gerecht und rein; Bleib ich mit ihm nur stets ver⸗ bunden, Da kann ich immer sicher sein: Gott sieht auch mich in Christo an, Daher mich nichts Bntpng ann. 4. Ich fühle zwar in mir noch Sünde, Allein die schadet mir nicht mehr, Dieweil ich mich in Christo finde; Doch aber beuget sie mich sehr, Und halt ich nichts gering und klein, Sonst dringt ein sichres Wesen ein. 5. Ich kämpfe gegen mein Ver⸗ derben, Doch gläubig und in Christi Kraft: Deralte Mensch muß täglich sterben, Der noch nicht tot am Kreuze haft; Jedoch dies macht mich arm und klein Und lehrt nach Christo ernstlich schrein. 6. Ich suche stets vor ihm zu stehen Und seh in allem ihn nur an, Nach seinem Wink einherzugehen, Daß nichts mein Ziel verrücken kann. Ich seufze stets: Herr, steh mir bei, Daß ich dein rechter Jünger seil 7. Ich bleib im tiefsten Demuts⸗ grunde Und will aus Christo nimmer gehn; Ich bleib im großen Gnaden⸗ bunde Der allgemeinen Liebe stehn Und hang an Christo ganz allein: Dies soll mein Grund auf ewig sein. 8. Mein Jesu, laß mich in dir bleiben Und nie aus deinen Wunden gehn; Laß mich den Geist des Glaubens treiben Und fest in deinem Frieden stehn, Stets wachsam, still und niedrig sein, So reißet nichts den Grund mir ein. K. H. v. Bogatzky, 4 1774. 319. Mel. Jesus meine Zuversicht. Luc. 15, 2. Iesus nimmt die Sünder an! Saget doch dies Trostwort allen, Welche von der rechten Bahn Auf verkehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 2. Keiner Gnade sind wir wert, Doch hat er in seinem Worte Eidlich sich dazu erklärt; ö Sehet nur, die Gnadenpforte Ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. We Suchet Jesus,! Suchet Daß es Jesus enu 4. Kor Kommet Jesus v Macht a Glaubt Jesus n 5. Ich Und bel Laß, me Gnade Daß die Jesus n 6. Ich Ob die Müssen Sich den Da ich Jesus n 7. Jesi Mich ar Mir der Daß ich Und au Jesus n Mel. Ist Ge Gleich e So oft Weicht Hab ich nur an, iherzugehen, el verrücken kann. steh mir bei, Jünger seil ten Demuts⸗ grunde immer gehn; en Gnaden⸗ bunde Ee stehn ganz allein: uf ewig sein. mich in dir bleiben unden gehn; es Glaubens treiben rieden stehn, und niedrig sein, Grund mir ein. itzly, 4 1774. Zuversicht. ünder an! stwort allen, en Bahn verfallen. en kann: inder an. d wir wert, m Worte ärt; ö enpforte tan: inmder an. Glaube. 213 3. Wenn ein Schaf verloren ist, Suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das Verirrte, Daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, Kommet, ihr betrübten Sünder; Jesus rufet euch, und er Macht aus Sündern Gottes Kinder; Glaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier Und bekenne meine Sünden; Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, Daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrosten Muts, Ob die Sünden blutrot wären, Müssen sie kraft deines Bluts Sich dennoch in schneeweiß kehren, Da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Jesus nimmt die Sünder an, Mich auch hat er angenommen, Mir den Himmel aufgetan, Daß ich selig zu ihm kommen Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. E. Neumeister, 4 1756. 320. Mel. Valet will ich dir geben. Röm. 8, 31—39. Ist Gott für mich, so trete Gleich alles wider mich; So oft ich ruf und bete, Weicht alles hinter sich; Hab ich das Haupt zum Freunde Und bin geliebt bei Gott, Was kann mir tun der Feinde Und Widersacher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste, Ich rühms auch ohne Scheu, Daß Gott, der Höchst und Beste, Mein Freund und Vater sei, Und daß in allen Fällen Er mir zur Rechten steh Und dämpfe Sturm und Wellen Und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, Ist Christus und sein Blut; Das machet, daß ich finde Das ewge, wahre Gut. An mir und meinem Leben Ist nichts auf dieser Erd: Was Christus mir gegeben, Das ist der Liebe wert. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, Mein Glanz und helles Licht; Wenn der nicht in mir wäre, So dürft und könnt ich nicht Vor Gottes Augen stehen Und vor dem Sternensitz; Ich müßte stracks vergehen Wie Wachs in Feuerhitz. 5. Der, der hat ausgelöschet, Was mit sich führt den Tod; Der ists, der rein mich wäschet, Macht schneeweiß, was ist rot. In ihm kann ich mich freuen, Hab einen Heldenmut, Darf kein Gerichte scheuen, Wie sonst ein Sünder tut. 6. Nichts, nichts kann mich ver⸗ dammen, Nichts macht hinfort mir Schmerz; Die Höll und ihre Flammen, Die ängsten nicht mein Herz; Kein Urteil mich erschrecket, 214 Glaube. Kein Unheil mich betrübt, Weil mich mit Flügeln decket Mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, Regieret meinen Sinn, Vertreibt mir Sorg und Schmerzen, Nimmt allen Kummer hin, Gibt Segen und Gedeihen Dem, was er in mir schafft, Hilft mir das Abba schreien Aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte Sich Furcht und Schrecken findt, So seufzt und spricht er Worte, Die unaussprechlich sind Mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, Der an des Herzens Grunde Ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Geiste Manch süßes Trostwort zu, Wie Gott dem Hülfe leiste, Der bei ihm suchet Ruh, Und wie er hab erbauet Ein edle neue Stadt, Da Aug und Herze schauet, Was es geglaubet hat. 10. Da ist mein Teil und Erbe Mir prächtig zugericht, Wenn ich gleich fall und sterbe, Fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten Mit Tränen meine Zeit, Mein Jesus und sein Leuchten Durchsüßet alles Leid. 11. Die Welt die mag zerbrechen, Du stehst mir ewiglich; Kein Brennen, Hauen, Stechen Soll trennen mich und dich; Kein Hunger und kein Dürsten, Kein Armut, keine Pein, Kein Zorn des großen Fürsten Soll mir ein Hindrung sein. 12. Kein Engel, keine Freuden, Kein Thron, kein Herrlichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, Kein Angst, kein Herzeleid; Was man nur kann erdenken, Es sei klein oder groß, Der keines soll mich lenken Aus deinem Arm und Schoß. 13. Mein Herze geht in Sprüngen Und kann nicht traurig sein, Ist voller Freud und Singen, Sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, Ist mein Herr Jesus Christ; Das, was mich singen machet, Ist, was im Himmel ist. P. Gerhardt, 4 1676. 321. Mel. Jesu der du meine Seele. Hahß, o Jesu, mir auf Erden Meinen Ruf und Gnadenwahl Alle Tage fester werden, Daß ich mit der Deinen Zahl, Die ihr schönes Erbteil können Ewig unverwelklich nennen, Bis zu dir durch Gottes Macht Werd im Glauben durchgebracht. Chr. Gregor, 4 1801. 322. Mel. O Ewigkeit du Donnerwort. Mein Glaub ist meines Lebens Ruh Und führt mich deinem Himmel zu, O du, an den ich glaube! Ach gib Daß dies Nichts m Tief prä Welch He 2. Du Zu deine Durch de Nun bin Nicht mel Du bist Mir, der Ist diese 3. Ich b Mein He Die Sche Ich duld Und bin Ich leide Gott selb Hier kur 4. Waẽ Ihr seid Der ich Bald ruf Belohnet Weil ich Bald, ba Und Him 5. Bin Nicht m In mein Mit Fre n Fürsten ng sein. e Freuden, rrlichkeit, Leiden, zeleid; erdenken, 5, lenken d Schoß. n Sprüngen rig sein, Singen, schein. lachet, Christ; n machet, ist. dt, + 1676. eine Seele. iuf Erden radenwahl den, nen Zahl, eil können nennen, ttes Macht urchgebracht. »gor, 4 1801. Donnerwort. eines Lebens Ruh Himmel zu, aube! Ach gib mir, Herr, Beständigkeit, Daß diesen Trost der Sterblichkeit Nichts meiner Seele raube. Tief präg es meinem Herzen ein, Welch Heil es ist, ein Christ zu sein. 2. Du hast dem sterblichen Ge⸗ schlecht Zu deiner Ewigkeit sein Recht Durch deinen Tod erworben. Nun bin ich nicht mehr—10 und Staub, Nicht mehr des Todes ewger Raub: Du bist für mich gestorben. Mir, der ich dein Erlöster bin, Ist dieses Leibes Tod Gewinn. 3. Ich bin erlöst, ich bin ein Christ, Mein Herz ist ruhig und vergißt Die Schmerzen dieses Lebens. Ich dulde, was ich dulden soll, Und bin des hohen Trostes voll: Ich leide nicht vergebens. Gott selber mißt mein Teil mir zu, Hier kurzen Schmerz, dort ewge Ruh. 4. Was seid ihr, Leiden dieser Zeit? Ihr seid nicht wert der Herrlich⸗ keit, Der ich entgegenschaue. Bald ruft mich Gott, und ewiglich Belohnet und erquickt er mich, Weil ich ihm fest vertraue; Bald, bald verschwindet mir mein Schmerz, Und Himmelsfreuden schmeckt mein Herz. 5. Bin ich gleich schwach, so trag ich doch Nicht mehr der Sünde in.. voll Joch In meinem Lauf auf Erden. Mit Freuden üb ich meine Pflicht; Glaube. 215 Doch fühl ich wohl, ich bin noch nicht, Was ich dereinst soll werden; Mich beuget täglich meine Schuld Doch weiß ich auch, Gott 145 395. uld. 6. Der du den Tod für mich be⸗ zwangst, Duhast mich, Mittler, aus der Angst, In der ich lag, gerissen. Nur dir verdank ich meine Ruh; Denn meine Wunden heiltest du Und stilltest mein Gewissen; Und fall ich noch in meinem Lauf, So richtest du mich wieder auf. 7. Gelobt sei Gottl ich bin ein Christ, Und seine Gnad und Wahrheit ist An mir auch nicht vergebens. Sein Wort hilft mir zur Heiligung, Die Gnade wirkt Erneuerung Des Herzens und des Lebens. Ich fühle, daß des Geistes Kraft Den neuen Menschen in mir schafft. 8. Dank sei dir, Vater, Dank und Ruhm, Daß mich dein Evangelium Lehrt glauben, hoffen, lieben. Was mir schon jetzt in dieser Zeit Den Vorschmack gibt der Seligkeit, Wie sollt ich das nicht üben? Erhalte stets mein Herz dabei, So preis' ich ewig deine Treu. B. Münter, 1 1793. 323. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Mein Gott, du weißt am aller⸗ besten, Was mir zu meinem Heil gereicht; 216 Glaube. Des müsse sich mein Herz getrösten, So oft dein Rat mich niederbeugt: 211 dich allein, Herr, laß mich baun Und dir mit ganzem Herzen traun. 2. Reiß alles weg aus meiner Seele, Was dich nicht sucht und 4hr⸗ 5 Wenn ich mir meine Schuld ver⸗ hehle, So prüfe mich je mehr und mehr; Zeig mir, wie ich beschaffen bin, Und gib mir meines Heilands Sinn; 3. Daß ich in Wahrheit könne sprechen: Du bist mein Vater, bist mein Heil, Voll Gnade heilst du mein Ge⸗ brechen Und schenkest mir an Christo Teil; Du bist mein allerbester Freund, Ders allzeit herzlich mit mir meint. 4. Denn darf ich dich nur Vater nennen, O Abgrund der Barmherzigkeit, So wird mir nichts mehr schaden können, So dient zum Heil auch Kreuz und Leid. Mir wird das Bitterste versüßt, Wenn du in meinem Herzen bist. 5. Drum gib, daß ich recht kind⸗ lich glaube, In dir getrost und unverzagt, Und nichts den selgen Trost mir raube, Den mir dein Wort hat zugesagt; Dein Geist erkläre meinem Geist, Was Gnad und Vatertreue heißt. 6. Du unerschaffnes, höchstesWesen Hast vor der Welt an mich gedacht, Mich schon, da ich noch nicht ge⸗ wesen, Zum Erben deines Heils gemacht; Ich sollte dein in Christo sein Und frei von aller Schuld und Pein. 7. Dein Kind, mein Jesus, hat vollendet, Was du beschlossen vor der Zeit, Hat Schuld und Strafen abge⸗ wendet, Erworben mir die Seligkeit; Dein Geist macht mir dies Heil bekannt, Sein Zeugnis ist mein Unterpfand. 8. Was soll ich von der Güte sagen, Die ich auch sonst bisher gespürt, Mit der du mich in meinen Tagen So wunderbar, so treu geführt, Und welche mir in Ewigkeit Hält unvergänglich Gut bereit. 9. Weil ich denn auf so viele Weise, Mein Vater, bin dein Eigentum, So gib, daß ich dich würdig preise Und freudig mehre deinen Ruhm; Laß mich dir dienen allezeit In Unschuld und Gerechtigkeit. 10. Nun Amen, es sei fest be⸗ schlossen, Nur daß des heilgen Geistes Kraft Bleib über mir stets ausgegossen, Als welcher alles Gute schafft. So bleibts in Ewigkeit dabei, Daß du mein und ich deine sei. Nach Israel Clauder, 7 1721. Mel. N Mir Erbarn Das ze Mein st Nun w Und rü 2. Ich Und sol Er hat Macht Wo ka Erbarn So ist Ich ber Und rů 4. Di Dies sol Auf die Auf die Auf die Auf die 5. Ge Nimm öchstesWesen mich gedacht, loch nicht ge⸗ wesen, eils gemacht; hristo sein Schuld und Pein. Jesus, hat vollendet, dor der Zeit, trafen abge⸗ wendet, seligkeit; ir dies Heil bekannt, Unterpfand. on der Güte sagen, Sher gespürt, ieinen Tagen reu geführt, Ewigkeit Gut bereit. auf so viele Weise, n Eigentum, dich würdig preise einen Ruhm; allezeit erechtigkeit. sei fest be⸗ schlossen, Geistes Kraft ausgegossen, ute schafft. keit dabei, ch deine sei. uder, 7 1721. 324. Mel. Nach einer Prüfung kurzer Tage. Mir ist Erbarmung widerfahren, Erbarmung, deren ich nicht wert; Das zähl ich zu dem Wunder⸗ baren, Mein stolzes Herz hats nie begehrt. Nun weiß ich das und bin erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. 2. Ich hatte nichts als Zorn ver⸗ dienet Und soll bei Gott in Gnaden sein; Er hat mich mit sich selbst ver⸗ sühnet, Macht durch das Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her? warum ge⸗ schiehts? Erbarmung ists und weiter nichts. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, Das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; Ich kann es nur Erbarmung nen⸗ nen, So ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, Dies soll mein einzig Rühmen sein; Auf dies Erbarmen will ich Wn en, Auf dieses bet ich auch allein, Auf dieses duld ich in der Not, Auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, Nimm dein Erbarmen nicht von mir Glaube. 217 Und führe durch den Tod mich Armen Durch meines Heilands Tod zu dir; Da bin ich ewig hocherfreut Und rühme die Barmherzigkeit. Ph. F. Hiller, 4 1769. 325. Nun freut euch, liebe Christen gmein, Und laßt uns fröhlich springen, Daß wir getrost und all in ein Mit Lust und Liebe singen, Was Gott an uns gewendet hat, Und seine süße Wundertat; Gar teur hat ers erworben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag, Im Tod war ich verloren, Mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, Darin ich war geboren; Ich fiel auch immer tiefer drein, Es war kein Guts am Leben mein, Die Sünd hatt mich besessen. 3. Mein guten Werk die galten nicht, Es war mit ihn'n verdorben; Der frei Will haßte Gotts Gericht, Er war zum Gutn erstorben; Die Angst mich zu verzweifeln trieb, Da nichts denn Sterben bei mir blieb, Zur Hölle mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit Mein Elend übermaßen; Er dacht an sein Barmherzigkeit, Er wollt mir helfen lassen; Er wandt mir zu das Vaterherz, Es war bei ihm fürwahr kein Scherz, Ließ es sein Bestes kosten. 218 Glaube. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit ist hie zu erbarmen; Fahr hin, meines Herzens werte Kron, Und sei das Heil dem Armen Und hilf ihm aus der Sünden Not, Erwürg für ihn den bittern Tod Und laß ihn mit dir leben. 6. Der Sohn dem Vater g'hor⸗ sam ward; Er kam zu mir auf Erden, Von einer Jungfrau rein und zart; Er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, Er ging in meiner armen Estalt, Den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, Es soll dir jetzt gelingen; Ich geb mich selber ganz für dich, Da will ich für dich ringen; Denn ich bin dein, und du bist mein, Und wo ich bleib, da sollst du sein, Uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, Dazu mein Leben rauben; Das leid ich alles dir zu gut, Das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, Mein Unschuld trägt die Sünde dein, Da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein Fahr ich von diesem Leben; Da will ich sein der Meister dein, Den Geist will ich dir geben, Der dich in Trübnis trösten soll Und lehren mich erkennen wohl Und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab und ge⸗ lehrt, Das sollst du tun und lehren, Damit das Reich Gotts werd ge⸗ mehrt Zu seinem Lob und Ehren. Und hüt dich vor der Menschen Gsatz, Davon verdirbt der edle Schatz; Das laß ich dir zur Letze. Dr. M. Luther, 4 1546. 326. Mel. Ach Gott vom Himmel sieh darein. 0 Gottes Sohn, Herr Jesu Christ, Daß man recht könne gläuben, Nicht eignes Werk des Menschen ist, Noch standhaft zu verbleiben. Drum hilf du mir von oben her, Den wahren Glauben mir gewähr, Und daß ich drin beharre. 2. Lehr du und unterweise mich, Daß ich den Vater kenne; Daß ich, o Christe Jesu, dich Den Sohn des Höchsten nenne; Daß ich auch ehr den heilgen Geist, Zugleich gelobet und gepreist In dem dreieingen Wesen. 3. Laß mich vom großen Shen eil Die wahr Erkenntnis finden, Wie der nur an dir habe teil, Dem du vergibst die Sünden. Hilf, daß ichs such, wie mirs ge⸗ bührt; Du bist der Weg, der recht mich führt, Die Wahrheit und das Leben. I. Wä So daß Wollst d Daß dei Die da Das Lick Auslösch 5. Hilf, Den Gl. Ein gut Und daf Daß ich Ohn An Erfüllt 6. Herr Laß ihn Daß er Und reie Daß er Mit Fre Dem Nô 7. Inso Daß ein Ich übe In dir Was du Daß sich Verwant Ruhe Das un Stille u Steigen Die Hier un nnen wohl t leiten. tts werd ge⸗ mehrt Ehren. er Menschen Gsatz, edle Schatz; Letze. ther, 4 1546. nel sieh darein. „Jesu Christ, e gläuben, Menschen ist, rbleiben. on oben her, mir gewähr, harre. erweise mich, enne; esu, dich ten nenne; heilgen Geist, gepreist Wesen. ßen Gnaden⸗ heil finden, habe teil, Sünden. vie mirs ge⸗ bührt; rrecht mich führt, as Leben. Glaube. 219 4. Wär auch mein Glaub ein 190 Senfkorn klein, So daß man ihn kaum merke, Wollst du doch in mir mächtig sein, Daß deine Gnad mich stärke, Die das zerknickte Rohr nicht bricht, Das Licht, das glimmet, vollends nicht Auslöschet in den Schwachen. 5. Hilf, daß ich immer sorgsam sei, Den Glauben zu behalten; Ein gut Gewissen auch dabei, Und daß ich so mög walten, Daß ich sei lauter jederzeit, Ohn Anstoß, mit Gerechtigkeit Erfüllt und ihren Früchten. 6. Herr, durch den Glauben wohn in mir, Laß ihn sich immer stärken, Daß er sei fruchtbar für und für Und reich an guten Werken; Daß er sei tätig durch die Lieb, Mit Freuden und Geduld sich üb, Dem Nächsten treu zu dienen. 7. Insonderheit gib mir die Kraft, Daß einst an meinem Ende Ich übe gute Ritterschaft, In dir den Lauf vollende. Was du begonnen hast, vollführ, Daß sich mein Glaube dort bei dir Verwandle, Herr, in Schauen. D. Denicke, 4 1680. 327. Ruhe ist das beste Gut, Das uns laben kann; Stille und ein guter Mut Steigen himmelan. Die suche du; Hier und dort ist keine Ruh, Als bei Gott, ihm eile zu. Gott ist die Ruh. 2. Ruhe suchet jedermann, Allermeist ein Christ. Denk auch du, mein Herz, daran, Wo du immer bist. O suche Ruh; In dir selber wohnt sie nicht; Such mit Fleiß, was dir gebricht; Gott ist die Ruh. 3. Ruhe gibet nicht die Welt, Ihre Freud und Pracht. Nicht gibt Ruhe Gut und Geld, Lust, Ehr, Gunst und Macht. Drum siehe zu; Wer aus Gott geboren ist, Sieht auf das, was droben ist. Gott ist die Ruh. 4. Ruhe geben kann allein Jesus, Gottes Sohn, Der uns alle ladet ein Vor des Himmels Thron Zur wahren Ruh. Wer den Ruf vernommen hat, Gehe ein zur Gottesstadt. Gott ist die Ruh. 5. Ruhe beut er williglich Den Mühselgen an, Und erquicken wird er dich, Wie es niemand kann. Drum komm herzu. Trägst du gleich der Leiden viel, Gott setzt allem Leid ein Ziel. Gott ist die Ruh. 6. Ruhe kommt aus Glauben her, Der nur Jesum hält. Jesus machet leicht, was schwer, Richtet auf, was fällt. Sein Geist bringt Ruh; Gib im Glauben Herz und Sinn Gottes Geist zu eigen hin. Gott ist die Ruh. N 220 Glaube. 7. Ruhe findt sich allermeist, Wo Gehorsam blüht; Ein in Gott ergebner Geist Macht ein still Gemüt, Wirkt Seelenruh. Selig ist, der also liebt, Daß er Gottes Willen übt. Gott ist die Ruh. 8. Ruhe hat, wer willig trägt Christi sanftes Joch; Alle Last, die er auflegt, Ist ja lieblich doch Und schaffet Ruh. Trage still die Last des Herrn, Gottes Hülf ist dir nicht fern. Gott ist die Ruh. 9. Nun so suche Ruh, mein Herz, Ruh sei dein Gewinn; Auf und steige himmelwärts, Auf zu Jesu hin. Er ist die Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, Als bei Gott; ihm eile zu. Gott ist die Ruh. Nach J. K. Schade, 1698. 328. E führst du doch recht selig, Herr, die Deinen, Ja selig und doch meistens wun⸗ derlich. Wie könntest du es böse mit uns meinen, Da deine Treu nicht kann ver⸗ leugnen sich? Die Wege sind oft krumm und doch gerad, Darauf du läßt die Kinder zu dir gehn; Da pflegt es wunderseltsam aus⸗ zusehn, Doch triumphiert zuletzt dein hoher Rat. 2. Dein Geist hangt nie an mensch⸗ lichen Gesetzen, So die Vernunft und gute Mei⸗ nung stellt. Den Zweifelsknoten kann dein Schwert verletzen Und lösen auf, nachdem es dir gefällt. Du reißest wohl die stärksten Band entzwei: Was sich entgegensetzt, muß sin⸗ ken hin; Ein Wort bricht oft den aller⸗ härtsten Sinn, Dann geht dein Fuß auch durch Unwege frei. 3. Was unsre Klugheit will zu⸗ sammenfügen, Teilt dein Verstand in Ost und Westen aus; Was mancher unter Joch und Last will biegen, Setzt deine Hand frei an der Sterne Haus. Die Welt zerreißt, und du ver⸗ knüpfst in Kraft; Sie bricht, du baust; sie baut, du reißest ein. Ihr Glanz muß dir ein dunkler Schatten sein; Dein Geist bei Toten Kraft und Leben schafft. 4. Will die Vernunft was fromm und selig preisen, So hast dus schon aus deinem Buch getan; Wem aber niemand will dies Zeugnis weisen, Den führst du in der Stille himmelan. Den Tisch der Pharisäer läßt du stehn Und speise Wer weiß, Wer kann 5. Was e Was nicht Der Wort Du gibst Die besten Sie sind ve Wer Auge Die Sacher 6. O Her Der du ur Wenn uns So sehn n Die Weish Dergetf Und gänge 7. Bald Bald fähr Geschiehts, So weist etzt dein hoher Rat. nie an mensch⸗ chen Gesetzen, nd gute Mei⸗ nung stellt. kann dein wert verletzen chdem es dir gefällt. tärksten Band entzwei: tzt, muß sin⸗ ken hin; ft den aller⸗ ärtsten Sinn, ß auch durch Unwege frei. gheit will zu⸗ ammenfügen, in Ost und Westen aus; Joch und Last will biegen, frei an der Sterne Haus. und du ver⸗ pfst in Kraft; sie baut, du reißest ein. rein dunkler Schatten sein; »n Kraft und Leben schafft. ft was fromm selig preisen, aus deinem Buch getan; d will dies ugnis weisen, 1der Stille himmelan. isäer läßt du stehn Glaube. 221 Und speisest mit den Sündern, sprichst sie frei. Wer weiß, was öfters deine Ab⸗ sicht sei? Wer kann der tiefsten Weisheit Abgrund sehn? 5. Was alles ist, gilt nichts in deinen Augen; Was nichts ist, hast du, großer Herr, recht lieb; Der Worte Pracht und Ruhm mag dir nichts taugen, Du gibst die Kraft durch deines Geistes Trieb. Die besten Werke bringen d h, ob Sie sind versteckt, der Blinde geht vorbei; Wer Augen hat, sieht sie, doch nicht so frei: Die Sachen sind zu klar, der Sinn zu grob. 6. O Herrscher, sei von uns ge⸗ benedeiet, Der du uns tötest und lebendig machst. Wenn uns dein Geist der Weis⸗ heit Schatz verleihet, So sehn wir erst, wie wohl du für uns wachst. Die Weisheit spielt bei uns, wir spielen mit; Bei uns zuwohnenistihrlauterLust, Die reget sich in deiner Vaterbrust Und gängelt uns mit zartem Kin⸗ derschritt. 7. Bald scheinest du gar hart uns anzugreifen, Bald fährest du mit uns ganz säuberlich. Geschiehts, daß unser Sinn sucht auszuschweifen, So weist die Zucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wir dann mit blöden Augen hin: Du blickst uns an, wir sagen Beßrung zu; Drauf schenkt dein Geist dem Herzen wieder Ruh Und hält im Zaum den ausge⸗ schweiften Sinn. 8. Du kennst, o Vater, wohl das schwache Wesen, Die Ohnmacht und des Herzens Unverstand. Man kann uns fast an unsrer Stirn ablesen, Wie es um schwache Kinder sei bewandt; Drum greifst du zu und hältst und trägest sie, Brauchst Vaterrecht und zeigest Muttertreu; Wo niemand meint, daß etwas deine sei, Da hegst die Deinen du und läßt sie nie. 9. Also gehst du nicht die ge⸗ meinen Wege, Dein Fuß wird selten öffentlich gesehn, Damit du siehst, was sich im Her⸗ zen rege, Wenn du in Dunkelheit mit uns willst gehn. Das Widerspiel legst du vor Augen dar was du in deinem Sinne hast. Wer meint, er habe deinen Rat gefaßt, Der wird am End ein andres oft gewahr. Von dem, 10. O Auge, das nicht Trug noch Heucheln leidet, Gib mir der Klugheit scharfen Unterscheid, 22² Glaube. Der die Natur von Gnade unter⸗ ů9 5 scheidel Das eigne Licht von deiner Hei⸗ terkeit. Laß doch mein töricht Herz dich meistern nicht, Brich ganz entzwei den Willen, der sich liebt; Erweck die Lust, die sich nur dir ergibt Und tadelt nie dein heimliches Gericht. 11. Will etwa die Vernunft dir widersprechen Und schüttelt ihren Kopf zu dei⸗ nem Weg, So wollst du ihre Festung nieder⸗ brechen, Daß ihre Höhe sich beizeiten leg. Kein fremdes Feuer sich in mir ö entzünd, Das ich vor dich in Torheit brin⸗ gen möcht Und dir wohl gar so zu gefallen ö dächt. Ach selig, wer dein Licht ergreift und findt! 12. So zieh mich denn hinein in deinen Willen Und trag und heg und führ dein armes Kind. Dein innres Zeugnis soll den Zweifel stillen, Dein Geist die Furcht und Lüste überwind. Du bist mein alles, denn dein Sohn ist mein; Dein Geist regt sich ganz kräftig⸗ lich in mir; Ich brenne nur nach dir in Liebs⸗ ö begier. Wie oft erquickt mich deiner Klar⸗ 4 heit Schein! 13. Drum muß die Kreatur mir immer dienen, Kein Engel schämt nun der Ge⸗ meinschaft sich; Die Geister, die vor dir vollendet grünen, Sind meine Brüder und erwar⸗ ten mich. Wie oft erquicket meinen Geist ein Herz, Das dich und mich und alle Christen liebt. Ists möglich, daß mich etwas noch betrübt? Komm, Freudenquell; weich ewig, aller Schmerzl G. Arnold, 4 1714. 329. Mel. Wie wohl ist mir o Freund der Seelen. 0 hab ich nun den Fels erreichet, Worauf mein Glaube sicher ruht, Den Fels, der keinen Stürmen weichet Und keiner wilderregten Flut. Er kann vor der Gewalt der Wellen, Selbst vor der ganzen Macht der Höllen Mir Schutz und Sicherheit ver⸗ leihn. Mein Herz, verbanne Furcht und Grauen; Hier kannst du dir nun Hütten bauen, Nur hier muß deine Wohnung sein. 2. Mich warf die Menge meiner Sünden Wie ein empörtes Meer herum,, Ich ward ein traurig Spiel den Winden Ward des Verderbers Eigentum; Mir droht Mit graue Mit ewger Ich sah mii Der offnen Und rangr 3. Doch Erblickte J Es drangenr In sein er Er hielt m Und sprac Tritt nur i Geheilt bin Ich habe 5 Und für m 4. Unden Nun, treue Was könt Der größt Bei solchen Wie wird Mit Kräft O Herr, i Zu unwer Ich habe n 5. Nun Es wüte Ich sehe o Auf aller Der Tod Mein Fel Kreatur mir imer dienen, nun der Ge⸗ einschaft sich; dir vollendet grünen, und erwar⸗ ten mich. neinen Geist ein Herz, dalle Christen liebt. ch etwas noch betrübte [; weich ewig, ler Schmerzl nold, 4 1714. ro Freund der Fels erreichet he sicher ruht, ien Stürmen weichet gten Flut. Ut der Wellen, en Macht der Höllen zicherheit ver⸗ leihn. ie Furcht und Grauen; nun Hütten bauen, Vohnung sein. Menge meiner Sünden Meer herum,⸗ rig Spiel den Winden rs Eigentum; Glaube. 223 Mir drohte furchtbar mein Ge⸗ wissen Mit grauenvollen Finsternissen, Mit ewger Qual und Seelennot; Ich sah mich schon mit Angst und Beben Der offnen Hölle hingegeben Und rang mit Leben und mit Tod. 3. Doch mitten in des Todes Nöten Erblickte Jesus meinen Schmerz, Es drang mein tränenvolles Beten In sein erbarmend Mittlerherz. Er hielt mir vor sein Kreuz und Sterben Und sprach: Ich laß dich nicht verderben, Tritt nur im Glauben kühn herzu. Geheilt bin ich durch seine Wunden, Ich habe Trost bei ihm gefunden Und für mein Herz die wahre Ruh. 4. Und wie so wohl ist meiner Seelen Nun, treuer Seelenfreund, bei dir! Was könnte mich noch länger quälen? Der größte Schmerz liegt hinter mir. Bei solchem Reichtum deiner Güte, Wie wird mein lechzendes Gemüte Mit Kräften jener Welt erfüllt!“ O Herr, ich bin viel zu geringe, Zu unwert solcher hohen Dinge, Ich habe nichts, was vor dir gilt. 5. Nun laß die Tiefen immer brausen, Es wüte ungestüm das Meer: Ich sehe ohne Furcht und Grausen Auf aller finstern Mächte Heer. Der Tod selbst kann mich nicht erschrecken, Mein Fels, mein Heiland wird mich decken Auch in der allerbängsten Zeit. Ihr Berge möget untergehen, Mein Fels bleibt ewig, ewig stehen, Auf ihm ruht meine Seligkeit. L. F. Lehr, 4 1744. 330. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. + 150 hoff ich denn mit sestem Mut Auf Gottes Gnad und Christi Blut; Ich hoff ein ewig Leben. Gott ist ein Vater, der verzeiht, Hat mir das Recht zur Seligkeit In seinem Sohn gegeben. 2. Herr, welch ein Rit hrnt lich Heil An dir und deiner Gnade teil, Teil an dem Himmel haben; Im Herzen durch den Glauben rein, Dich lieben und versichert sein Von deines Geistes Gaben! 3. Dein Wort, das Wort der Seligkeit, Wirkt himmlische Zufriedenheit, Wenn wir es treu bewahren; Es spricht uns Trost im Elend zu, Es gibt dem müden Herzen Ruh und stärkt uns in Gefahren. 4. Erhalte mir, o Herr, mein Hort, Den Glauben an dein göttlich Wort Um deines Namens willen; Laß ihn mein Licht auf Erden sein, Ihn täglich mehr mein Herz er⸗ % neun Und mich mit Trost erfüllen. Chr. F. Gellert, 4 1769.— 22⁴4 Glaube. 331. Mel. Jesus meine Zuversicht. HStark ist meines Jesu Hand, Und er wird mich ewig fassen, Hat zu viel an mich gewandt, Um mich wieder loszulassen. Mein Erbarmer läßt mich nicht, Das ist meine Zuversicht. 2. Sieht mein Kleinmut oft Gefahr, Fürcht ich auch zu unterliegen: Christus beut die Hand mir dar, Christus hilft der Ohnmacht siegen. Daß mich Gottes Held verficht, Das ist meine Zuversicht. 3. Wenn der Kläger mich verklagt, Christus hat mich schon vertreten; Wenn er mich zu sichten wagt, Christus hat für mich gebeten. Daß mein Bürge für mich spricht, Das ist meine Zuversicht. 4. Würd es Nacht vor meinem Schritt, Daß ich keinen Ausgang wüßte Und mit ungewissem Tritt Ohne Licht verzagen müßte: Christus ist mein Stab und Licht, Das ist meine Zuversicht. 5. Mag die Welt im Mißgeschick Beben oder ängstlich klagen; Ohne Halt ist all ihr Glück, Wahrlich, sie hat Grund zu zagen. Daß mein Anker nie zerbricht, Das ist meine Zuversicht. 6. Will mein Herr durch sanfte t Mich nach seinem Bild gestalten, O so will ich ohne Flucht Seiner Hand nur stille halten. Dann erschreckt mich kein Gericht, Das ist meine Zuversicht. 7. Seiner Hand entreißt mich nichts; Wer will diesen Trost mir rauben? Mein Erbarmer selbst versprichts; Sollt ich seinem Wort nicht glau⸗ ben? Jesus läßt mich ewig nicht, Das ist meine Zuversicht. K. B. Garve, 4 1841. 332. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Was freut mich noch, wenn dus ö nicht bist, Herr Gott, der doch mir alles ist, Mein Trost und meine Wonne! Bist du nicht Schild, was decket mich, Bist du nicht Licht, wo finde ich Im Finstern eine Sonne? Keine Reine Wahre Freude auch im Leide, auch für Sünden Ist, Herr, außer dir zu finden. 2. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist, Mein Herr, Erlöser Jesu Christ, Mein Friede und mein Leben? Heilst du mich nicht, wo find ich Heil, Bist du nicht mein, wo ist mein Teil, Gibst du nicht, wer wird geben? Meine Eine Wahre Freude, wahre Weide, wahre Gabe Hab ich, wenn ich Jesum habe. 3. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist O Geist, der uns gegeben ist Zum Führ Bist du n Führst du Hilfst duer Meine Eine Wahre Fr Ist in dir, Mel. Die 2 Wa⸗ wãa Und ohne! Zu Furcht Ständ ich Nichts wüß Die Zuku Und went Wem tät i 2. Hast ab Ist ein Ge Wie schne Dann jede Mit dir bi Die Welt R Das Paral Blüht herr 3. Ja di Du Mense Du hast e In meine utreißt mich nichts; mir rauben? versprichts; t nicht glau⸗ ben? g nicht, sicht. arve, 1841. er Morgenstern. ch, wenn dus nicht bist, mir alles ist, ine Wonne! „ was decket mich, wo finde ich zonne? h im Leide, für Sünden zu finden. noch, wenn „us nicht bist, Jesu Christ, nein Leben? oo find ich Heil, wo ist mein Teil, wird geben? zahre Weide, wahre Gabe Jesum habe. ) noch, wenn dus nicht bist egeben ist Glaube. 225⁵ Zum Führer der Erlösten? Bist du nicht mein, was sucht mein Sinn, Führst du mich nicht, wo komm ich hin, Hilfst du nicht, wer will trösten? Meine Eine Wahre Freude, Trost im Leide, Heil für Schaden Ist in dir, o Geist der Gnaden. Ph. Fr. Hiller, 4 1769. 333. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. Was wär ich ohne dich gewesen, Und ohne dich, was würd ich sein? Zu Furcht und Angsten auserlesen, Ständ ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt ich sicher, was ich liebte, Die Zukunft wär ein dunkler Schlund, Und wenn mein Herz sich tief betrübte, Wem tät ich meine Sorgen kund? 2. Hast aber du dich kund gegeben, Ist ein Gemüt erst dein gewiß, Wie schnell verzehrt dein Licht und Leben Dann jede öde Finsternis! Mit dir bin ich aufs neu geboren, Die Welt wird mir verklärt durch ich, Das Paradies, das mir verloren, Blüht herrlich wieder auf für mich. 3. Ja du, mein Heiland, mein Befreier, Du Menschensohn voll Lieb und Macht, Du hast ein allbelebend Feuer In meinem Innern angefacht. Durch dich seh ich den Himmel offen, Als meiner Seele Vaterland; Ich kann nun glauben, freudig hoffen Und fühle mich mit Gott verwandt. 4. O gehet aus auf allen Wegen Und ruft die Irrenden herein, Streckt allen eure Hand entgegen Und ladet froh sie zu uns ein! Der Himmel ist bei uns auf Erden, Im Glauben schauen wir ihn an, Und wenn sie unsers Glaubens werden, Ist er auch ihnen aufgetan. Fr. v. Hardenberg, 1 1801. 334. Mel. Jesus, Jesus, nichts als Jesus. Jes. 54, 10. WMeicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel, Brecht, ihr Felsen, alle ein: Gottes Gnade hat das Siegel, Sie will unverändert sein. Laß die Welt zu Trümmern gehn, Gottes Gnade wird bestehn. 2. Gott hat mir ein Wort ver⸗ sprochen, Gott hat einen Bund gemacht, Der wird nimmermehr gebrochen, Bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht; Es geschieht, was er verspricht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, Wenn gleich alles bricht und fällt, Sie wird ihren Zweck erreichen, Weil sie ewig Glauben hält. Gott ist fromm und gut und treu, Sei die Welt voll Heuchelei. 4. Will die Welt den Frieden brechen. P 226 Glaube. Hat sie lauter Krieg im Sinn, Gott hält immer sein Versprechen. So fällt aller Zweifel hin, Als wär er nicht immerdar, Was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen, Ist sein Herz doch treu gesinnt Und bezeugt in allen Fällen, Daß ich sein geliebtes Kind, Dem er beide Hände reicht, Wenn auch Grund und Boden weicht. 6. Er will Friede mit mir halten, Wenn die Welt sich auch empört. Ihre Liebe mag erkalten, Achtet doch mein Gott mich wert. Ob auch Höll und Abgrund brüllt, Bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer, So hat er sich selbst genannt; Das ist Trost, so werd ich Armer Immer als sein Kind erkannt. Sein Erbarmen läßt nicht zu, Daß er mir was Leides tu. 8. Nun so soll mein ganz Vertrauen Ankerfest auf ihm beruhn; Auf ihn will ich Felsen bauen, Was er sagt, das wird er tun. Erd und Himmel kann vergehn, Doch sein Bund bleibt ewig stehn. B. Schmolck, 4 1737. 335. Mel. O Liebe die den Himmel hat zerrissen. Wie herrlich ists, ein Schäflein Jesu werden Und in der Huld des treusten Hirten stehn! Kein höh'rer Stand ist auf der ganzen Erden, Als unverrückt dem Heiland nach⸗ zugehn. Was alle Welt nicht geben kann, Das trifft ein solches Lamm bei seinem Hirten an. 2. Hier findet es die angenehmsten Auen, Hier wird ihm stets ein frischer Quell entdeckt; Kein Auge kann die Gaben über⸗ schauen, Die es allhier in reicher Menge schmeckt. Hier wird ein Leben mitgeteilt, Das unverwelklich ist und nie vorübereilt. 3. Wie läßt sichs da so froh und ruhig sterben, Wenn hier das Schaf im Schoß des Hirten liegt! Es darf sich nicht vor Höll und Tod entfärben, Sein treuer Hirt hat Höll und Tod besiegt. Büßt gleich der Leib sein Leben ein, So wird die Seele doch kein Raub des Moders sein. 4. Das Schäflein bleibt in seines Hirten Händen, Wenn gleich vor Zorn Welt, Höll und Abgrund schnaubt. Es wird es ihm kein wilder Wolf entwenden, Weil der allmächtig ist, an den es glaubt. Es kommt nicht um in Ewigkeit Und wird im Todestal von Furcht und Fall befreit. 5. Wer leben will und gute Tage sehen, Der wende sichzu dieses Hirten Stab; Hier wird Da ihm Hier wird Dieweil d 6. Doch sch Mel. Du Ale Chꝛ Von dem Und wie Christus f Aber wen Du mußt 6 Wenn du Stimmen 2. Lieblit Ihr Belad Aber das Gehet ein Fröhlich j Bei des§ Doch will Keiner sei 3. Jesum Darum, u Alles, was Das kann )'ist auf der anzen Erden, Heiland nach⸗ zugehn. geben kann, es Lamm bei m Hirten an. angenehmsten Auen, 8 ein frischer Riell entdeckt; Gaben über⸗ schauen, reicher Menge schmeckt. u mitgeteilt, ist und nie vorübereilt. so froh und ruhig sterben, haf im Schoß Hirten liegt! vor Höll und od entfärben, hat Höll und Tod besiegt. sein Leben ein, och kein Raub Moders sein. leibt in seines irten Händen, orn Welt, Höll und schnaubt. nwilder Wolf entwenden, g ist, an den es glaubt. nin Ewigkeit tal von Furcht d Fall befreit. und gute Tage sehen, es Hirten Stab; Heiligung. 227 Hier wird sein Fuß auf süßer Weide gehen, Da ihm die Welt vorhin nur Treber gab; Hier wird nichts Gutes je vermißt, Dieweil der Hirt ein Herr der Schätze Gottes ist. 6. Doch ist dies nur der Vor⸗ schmack größrer Freuden; Es folget noch die lange Wtert eitl Da wird das Lamm die Seinen herrlich weiden, Wo der krystallne Strom das Wasser beut. Da siehet man erst klar und frei, Wie schön und auserwählt ein Schäflein Jesu sei. J. J. Rambach, 1 1735. XIX. Beiligung. A. Wandel im Licht. 336. Mel. Du o schönes Weltgebäude. Ale Christen hören gerne Von dem Reich der Herrlichkeit, Und wie allen, nah und ferne, Christus seine Gnade beut; Aber wenn sie hören sagen: Du mußt Christi Kreuz auch tragen, Wenn du willst sein Jünger sein, Stimmen wenige mit ein. 2. Lieblich ist es wohl zu hören: Ihr Beladnen, kommt zu mirl Aber das sind harte Lehren: Gehet ein zur engen Tür! Fröhlich jauchzend folgen alle Bei des Hosianna Schalle; Doch will bis in Tod und Pein Keiner sein Begleiter sein. 3. Jesum treu und einzig lieben Darum, weil er Jesus ist, Alles, was er fordert, üben, Das kann nur der wahre Christ; Sollt auch alles von ihm fliehen, Jeder Trost sich ihm entziehen, Wird er sagen für und für: Dennoch bleib ich stets an dir. 4. Ja, Herr, nur um deinetwillen Bist du wert geliebt zu sein; Mein Verlangen kannst du stillen, Du bist gütig, heilig, rein. Mag drum Seel und Leib ver⸗ schmachten, Dich will ich stets höher achten; Was auf Erden ich verlier, Find ich besser doch in dir. 1741. 337. Mel. Lobe den Herren den mächtigen König der Ehren. Cpriste, mein Leben, mein Hoffen, mein Glauben, mein Wallen, Urquell des Lichtes, das Christen kann einzig gefallen; P2 228 Heiligung. Richte den Sinn, Treuer Weltheiland, dahin, Ruhm dir zu bringen vor allen. 2. Einzig Geliebter, du Wonne, dich will ich erheben, Ich will mich gänzlich dir schenken und völlig hingeben: Nimmst du mich hin, Ist es mein großer Gewinn, Kränken wird nichts dann mein Leben. 3. Eines, das nötig, laß mächtig vor allem bestehen: Ruhe der Seelen; laß alles, was eitel, vergehen! Einzig die Lust Ist mir nun ferner bewußt, Christus, mir ewig ersehen. 4. Herzog des Lebens, du wollest mich selber regieren, So daß das Leben ich selig und heilig mag führen; Gib du den Geist, Reiche, was göttlich nur heißt, Himmlisch die Seele zu zieren. 5. Friedensfürst, laß mich im Glau⸗ ben dir treulich anhangen; Eile zu stillen dies Wünschen, mein höchstes Verlangen; Von dir nichts mehr, O du mein Heil, ich begehr, Nimm mich dir selber gefangen. 6. Centnerschwer sind mir die Bür⸗ den, wo du nicht hilfst tragen; Alles was irdisch ist, trachtet die Christen zu plagen. Laß es denn sein: Lebt man nur Christo allein, Er wird die Kraft nicht versagen. 7. Nun denn so will ich auch immer und ewiglich hassen Bürden, die Christum, das Kleinod, nicht in sich einfassen; Er soll mir sein Reichtum und alles allein: Gott, Gott, wer wollte dich lassen? J. W. Kellner v. Zinnendorf, + 1788. 338. Mel. O du Hüter Israel. Christen sind ein göttlich Volk, Aus dem Geist des Herrn gezeuget, Ihm gebeuget Und von seiner Flammenmacht Angefacht; Vor des Heilands Augen schweben, Das ist ihrer Seele Leben, Die sein Blut hat rein gemacht. 2. Königskronen sind zu bleich Vor der Gottverlobten Würde; Eine Hürde Wird zum himmlischen Palast; Und die Last, Drunter starke Helden klagen, Wird den Kindern leicht zu tragen, Die die Kreuzeskraft gefaßt. 3. Ehe Jesus unser wird, Eh wir unser selbst vergessen Und gesessen Zu den Füßen unsers Herrn, Sind wir fern Von der ewgen Bundesgnade, Von dem schmalen Lebenspfade, Von dem hellen Morgenstern. 4. Pilgrimschaft zur Ewigkeit Bleibet immerdar beschwerlich, Ja gefährlich, Bis man ringt und dringt zu dir, Einge Tür, Einge Ursach der Vergebung, Glut der göttlichen Belebung, Jesu, unsers Heils Panier. 5. Zeuch m Zeuch mich Deine Trie Führen mi Durch die Daß ich ge Und so lar Bis ich sch 6. Da ist Du hast de Unverzaget Und das c Daß ich de Und du m Wenn du n Hätte das 7. Nun, Fahre hin, Meine We Sei des H. Vor der L Meine Ehꝛ Meine Fre Meine Zie N. L. Gꝛ Mel. Hüter, Dich bege Sein Verl. Du bist ut Strecke dei Uns entge Herr, wir 2. Wer v Uns zu ge Wer als d Gib, du h Was uns Not zum „das Kleinod, sich einfassen; allein: te dich lassen? òVX er Jsrael. göttlich Volk, derrn gezeuget, üUmmenmacht gen schweben, Leben, ein gemacht. ind zu bleich oDtten Würde; chen Palast; den klagen, ꝛicht zu tragen, st gefaßt. * wird, vergessen ers Herrn, indesgnade, Lebenspfade, orgenstern. ur Ewigkeit heschwerlich, dringt zu dir, Zergebung, Belebung, Panier. Heiligung. 2²0 5. Zeuch mich hin, erhöhter Freund, Zeuch mich an dein Herz der Liebe, Deine Triebe Führen mich, du Siegesheld, Durch die Welt, Daß ich ganz dein eigen bleibe Und so lange an dich gläube, Bis ich schau im Himmelszelt. 6. Da ist meine Hand und Herz! Du hast deine Seel gewaget Unverzaget, Und das alles bloß allein, Daß ich dein Und du meine heißen könntest; Wenn du nicht vor Liebe brenntest, Hätte das nicht können sein. 7. Nun, ihr Kronen, fahret hin, Fahre hin, erlaubte Freude, Meine Weide Sei des Herren letztes Mahl Vor der Qual; Meine Ehre seine Schande, Meine Freiheit seine Bande, Meine Zier die Ros im Tal. N. L. Graf v. Zinzendorf, 4 1760. 339. Mel. Hüter, wird die Nacht der Sünden. D ich begehrt des Herzens Bangen, Sein Verlangen, Du bist unser bestes Teil. Strecke deine Hand voll Segen Uns entgegen: Herr, wir warten auf dein Heil. 2. Wer vermag Heil, Licht und Leben Uns zu geben, Wer als du, o höchstes Gut? Gib, du himmlisches Erbarmen, Was uns Armen Not zum wahren Leben tut. 3. Gib uns, daß wir schon auf Erden Himmlisch werden; Daß der Pilgergang allhier Nicht nach Eitelkeiten gehe, Nein, zur Höhe: Unser Wandel sei bei dir! 4. Wenn uns Freudentage lachen, Hilf uns wachen, Und dein Geist sei nimmer fern: Daß uns nicht des Leichtsinns Tücke Schlau berücke; Unsre Lust sei Lust am Herrn. 5. Will das Herz in bangen Tagen Weichlich zagen, Flöß uns Kraft in Geist und Mark Und o mach uns, Herr, im Streite, Dir zur Seite, Zu des Glaubens Siegen stark! 6. Laß uns weder Glück noch Leiden Von dir scheiden, Mach uns tapfer, sanft und still. Stark in dir und ohne Klagen Hilf uns sagen: Geh es, wie mein Vater will! 7. Standhaft lehr uns bis zum Schauen Dir vertrauen, Unverrückt durch Freud und Not, Daß wir hier schon, dir ergeben, Ewig leben, Siegreich über Grab und Tod. K. B. Garve, 4 1841. 340. Du, o schönes Weltgebäude, Magst gefallen, wem du willt: Deine scheinbarliche Freude Ist mit lauter Angst umhüllt. Denen, die den Himmel hassen, 230 Heiligung. Will ich ihre Weltlust lassen: Mich verlangt nach dir allein, Allerschönster Jesus mein! 2. Müde, die der Arbeit Menge Und der heiße Strahl beschwert, Wünschen, daß des Tages Länge Werde durch die Nacht verzehrt, Daß sie nach so vielen Lasten Könnten sanft und friedlich rasten: Mein Wunsch ist, bei dir zu sein, Allerschönster Jesus mein! 3. Andre mögen durch die Wellen Und durch Wind und Klippen gehn, Ihren Handel zu bestellen, Und da Sturm und Not ausstehn: Ich will meine Glaubensflügel Schwingen an die Sternenhügel, Ewig da bei dir zu sein, Allerschönster Jesus mein! 4. Tausendmal pfleg ich zu sagen Und noch tausendmal dazu: Ach würd ich ins Grab getragen, Ei so käm ich ja zur Ruh, Und mein bestes Teil das würde, Frei von dieser Leibesbürde, Je und ewig um dich sein, Allerschönster Jesus mein! 5. Komm, o Tod, du Schlafes Bruder, Komm und führe mich nur fort; Löse meines Schiffleins Ruder, Bring mich in den sichern Port. Es mag, wer da will, dich scheuen: Du kannst mich vielmehr erfreuen; Denn durch dich komm ich hinein Zu dem schönsten Jesus mein! 6. Ach daß ich des Leibes Bande Heute noch verlassen müßt, Käme zum gelobten Lande, Wo das Haus des Friedens ist: Da wollt ich in heilgen Chören Mit den Engeln dich verehren, Rühmen deiner Gottheit Schein, Allerschönster Jesus mein! 7. Doch weil ich die Seelenauen Und den güldnen Himmelssaal Jetzt nicht kann nach Wünschen schauen, Sondern muß im Tränental Noch in Not die Treue üben, Ei so soll doch all mein Lieben Bis zum Ende bei dir sein, Allerschönster Jesus mein! Joh. Franck, 4 1677. 341. Mel. An Wasserflüssen Babylon. Du Wort des Vaters, rede du Und stille meine Sinnen; Sag an, ich höre willig zu, Ja lehre frei von innen: So schweigt mein Sinn mit sei⸗ nem Tand, Und du bekommst die Oberhand Nach deinem Rat und Willen. Dir räum ich all mein Innres ein, Das wollest du, ja du allein Mit deinem Geist erfüllen. 2. Um eins, mein Jesu, bitt ich dich,‚ Und das laß dich erbitten: Dein Herz, dein Herz das gib in mich, Ein Herz von guten Sitten, Ein Herz, das wie ein kleines Kind, Keusch, niedrig, gütig, rein, gelind, Einfältig und bedächtig, Ein Herz, das Leid im Stillen trägt Und sich in Staub und Asche legt, Ein Herz in Liebe mächtig; 3. Ein Herz, das Gott in Lau⸗ terkeit Und Gottes Kinder liebe, Ein Herz, Und wahre Ein Herz, Das ohne Mit dem en Ein Herz, Und ganz Die Liebe 4. Nur di Und bitt e Ach siehe, Vor allem Du bist mei Du bist mei Auf dich b Du hast mi Zu deinem Mit eignen 5. Du bist! Zu deinen Bin ich mi Aus dir bi Ich bin zu Und als ei Ein Werk, An dem d Zu dem di Das sich v 6. Du bist Vom Vate Und wie• Für mich Nun denn Des Satar Und meine Führ dein heit Schein, nein! Seelenauen mmelssaal 9Wünschen schauen, änental ue üben, ein Lieben r sein, nein! mck, 1677. n Babylon. rs, rede du nen; lig zu, ien: nn mit sei⸗ nem Tand, Oberhand d Willen. Innres ein, u allein üllen. bitt ich dich, itten: das gib in mich, Sitten, kleines Kind, rein, gelind, g, Stillen trägt d Asche legt, ächtig; jott in Lau⸗ terkeit iebe, Heiligung. Ein Herz, das sanfte Folgsamkeit Und wahre Demut übe, Ein Herz, das mäßig, wachsam, klug, Das ohne Murren, ohne Trug, Mit dem wohl auszukommen; Ein Herz, das allenthalben frei Und ganz von nichts gefangen sei, Die Liebe ausgenommen. 4. Nur dies bitt ich, o Herr, von dir Und bitt es deinetwegen; Ach siehe, diese Bitt ist mir Vor allem angelegen. Du bist mein Schöpfer, steh mir bei; Du bist mein Heiland, voller Treu, Auf dich bin ich getaufet; Du hast mich dir, o höchster Ruhm, Zu deinem Erb und Eigentum Mit eignem Blut erkaufet. 5. Du bist mein Bürg und Herzens⸗ freund; Zu deinen Mitgenossen Bin ich mit deinem Stamm ver⸗ eint, Aus dir bin ich entsprossen; Ich bin zu deinem Bild gemacht Und als ein Kind bei dir geacht, Ein Werk, das ewig bleibet, An dem du Wohlgefallen trägst, Zu dem du zarte Neigung hegst, Das sich vom Himmel schreibet. 6. Du bist, mein Jesu, mir zu gut Vom Vater ausgegangen, Und wie man sonst den Mördern tut, Für mich am Kreuz gehangen; Nun denn so überwind in mir Des Satans Werk, der Welt Be⸗ gier Und meines Fleisches Pochen; Führ dein Gericht hinaus zum Sieg, 231 Bring mich zur Ruhe nach dem Krieg, Du hast mirs ja versprochen. 7. O Leben, Arbeit, Leiden, Not Des Heilands meiner Seelen, O meines Jesu Angst und Tod, Euch will ich mich befehlen: Geht in mich ein und laßt mich sehn Das Leben aus dem Tod erstehn In allen meinen Kräften; Hilf mir, o du geschlachtet Lamm, An deines heilgen Kreuzes Stamm Den Leib des Todes heften. 8. Ach präge deinen Tod in mich, Der all mein böses Wesen In mir ertöte kräftiglich, So werd ich recht genesen. Gieß aus dir selber in mich ein Dein Leben, das so heilig, rein, Holdselig, ohne Tadel; Mach mich von aller Heuchelei, Ja allen Missetaten frei Und schenk mir deinen Adel. 9. Alsdann wird deine Majestät Mich ganz zum Tempel haben, Darin sie ihren Ruhm erhöht Durch ihre hohen Gaben. Es wird an solchem stillen Ort Die Weisheit ihr geheimes Wort Nach ihrem Willen führen Und ihren Sitz je mehr und mehr Mit ihren Wundern, Pracht Chr r Und großen Taten zieren. 10. Wohlan, so lebe Gott in mir, In ihm ich leb und webe, Damit mein Herz ihn für und für Nach Würden hoch erhebe, Und meine Liebe ganz allein In Lieb und Leid, zu Lust und Pein An seiner Liebe hange, 232 Bis ich nach wohlbestandner Prob In vollem Licht zu Gottes Lob Sein Anschaun dort erlange. J. A. Bengel, 4 1752. 342. Mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. Einrrein⸗ Herz, Herr, schaff in mir, Schleuß zu der Sünde Tor und Tür, Vertreibe sie und laß nicht zu, Daß sie in meinem Herzen ruh. 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür, Ach komm und wohne du bei mir, Treib all Unreinigkeit hinaus Aus deinem Tempel und Wohn⸗ haus! 3. Laß deines guten Geistes Licht Und dein hellglänzend Angesicht Erleuchten mir Herz und Gemüt, O Brunnen unerschöpfter Güt! 4. Und mache dann mein Herz zugleich An Himmelsgut und Segen reich, Gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand Aus deiner milden Gnadenhand. 5. So will ich deines Namens Ruhm Ausbreiten als dein Eigentum Und dieses achten für Gewinn, Wenn ich nur dir ergeben bin. H. G. Neuß, 4 1716. 343. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Einst selig dort zu werden, Das ist und bleibt auf Erden Mein heiliger Beruf. Heiligung. Gott, dem ich freudig glaube, Weckt mich einst aus dem Staube, Er, der aus Staube mich erschuf. 2. Die Erde, da wir wallen, Oft straucheln, stehn und fallen, Ist nur ein Pilgerland; Zum Himmel soll uns leiten, Zur Ewigkeit bereiten Der Frommen kurzer Ubungsstand. 3. So soll nicht Lust noch Leiden Von meinem Gott mich scheiden, Der ich unsterblich bin. Was ist mein irdisch Leben? Wozu ist mirs gegeben? Wie lange währts, so ists dahin! 4. Einst selig dort zu werden, Das ist und bleibt auf Erden Mein heiliger Beruf. So sei all mein Bestreben, Nur ihm allein zu leben, Ihm, der zur Ewigkeit mich schuf. G. B. Funk, 4 1814. 344. Mel. O Jesu Christ meins Lebens Licht. Ernenne mich, o ewges Licht, Und laß von deinem Angesicht Mein Herz und Seel mit deinem Schein Durchleuchtet und erfüllet sein. 2. Ertöt in mir die schnöde Lust, Feg aus den alten Sündenwust; Bewaffne mich mit Kraft und Mut, Zu streiten wider Fleisch und Blut 3. Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, Der dir mit Lust Gehorsam leist Und nichts sonst, als was du willst, will: Ach Herr, mit ihm mein Herz erfüll! 4. Auf d Laß sie nack Bis ich di Von Ange Es glän Obgleich f Was ihne Ist keinem Was niem Was niem Hat ihre Und sie zi 2. Sonst Und trage Sie leider Sie essen In leiblic Im Schlo Sieht ma: Nur daß 3. Doch Geboren Es lodert g glaube, dem Staube, mich erschuf. r wallen, und fallen, nd; us leiten, n Ibungsstand. t noch Leiden nich scheiden, in. Leben? den? o ists dahin! zu werden, luf Erden treben, eben, it mich schuf. Funk, 4 1814. 18 Lebens Licht. wges Licht, uAngesicht mit deinem Schein füllet sein. schnöde Lust, Sündenwust; raft und Mut, isch und Blut rr, den neuen Geist, ehorsam leist als was du willst, will: in Herz erfüll! Heiligung. 233 4. Auf dich laß meine Sinnen gehn, Laß sie nach dem, was droben, stehn, Bis ich dich schau, o ewges Licht, Von Angesicht zu Angesicht. J. F. Ruopp, 4 1708. 345. Es glänzet der Christen inwen⸗ diges Leben, Obgleich sie von außen die Sonne verbrannt; Was ihnen der König des Him⸗ mels gegeben, Ist keinem als ihnen nur selber bekannt. Was niemand verspüret, Was niemand berühret, Hat ihre erleuchteten Sinne ge⸗ zieret Und sie zu der göttlichen Würde geführet. 2. Sonst sind sie des Adams natürliche Kinder Und tragen das Bildnis des Ir⸗ dischen auch; Sie leiden am Fleische wie an⸗ dere Sünder, Sie essen und trinken nach nö⸗ tigem Brauch; In leiblichen Sachen, Im Schlafen und Wachen Sieht man sie vor andern nichts Sonderlichs machen, Nur daß sie die Torheit der Welt⸗ lust verlachen. 3. Doch innerlich sind sie aus göttlichem Stamme, Geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort, Es lodert in ihnen die himmlische Flamme, Entzündet von oben, genähret von dort; Die Engel sind Brüder, Die ihre Loblieder Mit ihnen gar freundlich und in⸗ niglich singen, Das muß denn ganz herrlich, ganz prächtig erklingen. 4. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, Sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt; Sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, Sie kriegen, die Armsten, was ihnen gefällt. Sie stehen im Leiden, Sie bleiben in Freuden, Sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen Und führen das Leben des Glau⸗ bens von innen. 5. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden, Wenn er sich einst, wie er ist, öffentlich stellt, So werden sie mit ihm, als Für⸗ sten der Erden, Auch herrlich erscheinen zum Wun⸗ der der Welt: Sie werden regieren, Mit ihm triumphieren, Wie leuchtende Sterne des Him⸗ mels dort prangen, Wenn aller Welt Schimmer in Nacht ist vergangen. 6. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen, Du heimliche Zierde der inneren Welt, Laß deinen verborgenen Weg uns erwählen, Wenngleich uns die Schmach dei⸗ nes Kreuzes entstellt: 23⁴ Heiligung. Hier übel genennet Und wenig erkennet, Hier heimlich mit Christo im Va⸗ ter gelebet, Dort öffentlich mit ihm im Him⸗ mel geschwebet. Chr. Fr. Richter, 4 1711. 346. Mel. Es kostet viel ein Christ zu sein. Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein Und nach dem Sinn des reinen Geistes leben; Zwar der Natur geht es gar sauer ein, Sich immerdar in Christi Tod zu geben; Doch führt die Gnade selbst zu aller Zeit Den schweren Streit. 2. Du darfst ja nur ein Wursein, ein, Du darfst ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Geist, schau doch, wie gut ers mein, Das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr: Es ist nicht schwer. 3. Dein Vater fordert nur dasHerz/ Daß er es selbst mit reiner Gnade fülle; Der fromme Gott macht dir gar keinen Schmerz, Die Unlust schafft in dir dein eigner Wille; Drumübergib ihn willig in den Tod, So hats nicht Not. 4. Wirf nur getrost den Kum⸗ mer hin, Der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget; Erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, Wenn Furcht und Weh dein schwaches Herze naget; Sprich: Vater, schau mein Elend gnädig an! So ists getan. 5. Faß nur dein Herze in Ge⸗ duld, Wenn du nicht gleich des Vaters Hülfe merkest. Versiehst dus oft und fehlst aus eigner Schuld, So sieh, daß du dich durch die Gnade stärkest: So ist dein Fehl und kindliches Versehn Wie nicht geschehn. 6. Laß nur dein Herz im Glau⸗ ben ruhn, Wenn dich wird Nacht und Fin⸗ sternis bedecken; Dein Vater wird nichts Schlim⸗ mes mit dir tun, Vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken; Ja siehst du endlich ferner keine Spur, So glaube nur. 7. So wird dein Licht aus Nacht entstehn, Und wirst dein Heil mit größrer Klarheit schauen; Was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn, Drum darfst du nur dem from⸗ men Vater trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wah⸗ rer Christ So selig ist. 8. Auf, Dich dein Geh ein, Im Fried Die Sorg Allein au Mel. Her Es kenn Und hat Die Groß In jedem Er läßt si Er führt Im Leben Sind sie 2. Er ker Am Glau Und doch Als säh e Der aus Und durck Und vor Und mit 3. Er ker An ihrer Die fröhli Daß er de In seiner Sich sonn Die wund Die imme 4. Er ker Die seiner t den Kum⸗ mer hin, 3vergeblich und plaget; uben deinen Sinn, Weh dein Herze naget; mein Elend gnädig an! erze in Ge⸗ duld, )des Vaters ülfe merkest. )Bfehlst aus ner Schuld, h durch die ade stärkest: id kindliches Versehn rz im Glau⸗ ben ruhn, ht und Fin⸗ ris bedecken; hts Schlim⸗ nit dir tun, und Wind erschrecken; ferner keine Spur, )t aus Nacht entstehn, mit größrer heit schauen; irst du dann or dir sehn, dem from⸗ ater trauen. sie ein wah⸗ rer Christ Heiligung. 23⁵ 8. Auf, auf, mein Geist, was säumest du, Dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Herz, geneuß die süße Ruh: Im Frieden sollst du vor dem Vater schweben. Die Sorg und Last wirf nur ge⸗ trost und kühn Allein auf ihn. Chr. Fr. Richter, 4 1711. 347. Mel. Herzlich tut mich verlangen. Es kennt der Herr die Seinen Und hat sie stets gekannt, Die Großen und die Kleinen, In jedem Volk und Land; Er läßt sie nicht verderben, Er führt sie aus und ein, Im Leben und im Sterben Sind sie und bleiben sein. 2. Er kennet seine Scharen Am Glauben, der nicht schaut Und doch dem Unsichtharen, Als säh er ihn, vertraut; Der aus dem Wort gezeuget Und durch das Wort sich nährt Und vor dem Wort sich beuget Und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen An ihrer Hoffnung Mut, Die fröhlich auf dem einen, Daß er der Herr ist, ruht, In seiner Wahrheit Glanze Sich sonnet treu und kühn, Die wunderbare Pflanze, Die immerdar ist grün. 4. Er kennt sie an der Liebe, Die seiner Liebe Frucht Und die mit lauterm Triebe Ihm zu gefallen sucht, Die andern so begegnet, Wie er das Herz bewegt, Die segnet, wie er segnet, Und trägt, wie er sie trägt. 5. So kennt der Herr die Seinen, Wie er sie stets gekannt, Die Großen und die Kleinen, In jedem Volk und Land,‚ Am Werk der Gnadentriebe Durch seines Geistes Stärk, An Glauben, Hoffnung, Liebe, Als seiner Gnade Werk. 6. So hilf uns, Herr, zum Glauben Und halt uns fest dabei; Laß nichts die Hoffnung rauben, Die Liebe herzlich sei! Und wird der Tag erscheinen, Da dich die Welt wird sehn, So laß uns als die Deinen Zu deiner Rechten stehn. Ph. Spitta, 4 1859. 348. Es kostet viel, ein Christ zu sein Und nach dem⸗ Sinn des reinen Geistes leben; Denn der Natur geht es gar sauer ein, Sich immerdar in Christi Tod zu geben; Und ist hier gleich ein Kampf wohl ausgericht, Das machts noch nicht. 2. Man muß hier stets auf Schlangen gehn, Die leicht ihr Gift in unsre Fersen bringen; Da kostets Müh, auf seiner Hut zu stehn, 236 Heiligung. Daß nicht das Gift kann in die Seele dringen. Wenn mans versucht, so spürt man mit der Zeit Die Fährlichkeit. 3. Doch ist es wohl der Mühe wert, Wenn man mit Ernst die Herr⸗ lichkeit erwäget, Die ewiglich ein solcher Mensch erfährt, Der sich stets hier aufs Himm⸗ lische geleget. Es hat wohl Müh, die Gnade aber macht, Daß mans nicht acht. 4. Man soll ein Kind ei. ein, Ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte; Wie wird der Leib so hell und stark und rein, So herrlich sein, verklärt im An⸗ gesichte, Dieweil uns da die wesentliche Pracht So schöne macht. 5. Da wird das Kind den Vater sehn, Im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; Der lautre Strom wird es da ganz durchgehn Und es mit Gott zu einem Geist verbinden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn? Wer mags verstehn? 6. Da gibt sich ihm die Weis⸗ heit ganz, Die es hier stets als Mutter hat gespüret; Sie krönet es mit ihrem Perlen⸗ kranz Und wird als Braut der Seele zugeführet, Und das Geheimnis wird ganz offenbar, Das in ihr war. 7. Was Gott genießt, genießt es auch, Was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben, Der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch; Wie lieblich wird es doch mit Jesu leben! Nichts höher wird an Kraft und Würde sein, Als Gott allein. 8. Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht, Dich durch die Macht der Finster⸗ nis zu reißen, Was sorgest du, daß dirs an Kraft gebricht? Bedenke, was uns Gott für Kraft verheißen. Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn, Wie wohl wirds tun! Chr. Fr. Richter, 4 1711. 349. Mel. Befiehl du deine Wege. V ein niedrig sein auf Erden, Vergnügt mit Gottes Huld, Geduldig in Beschwerden, Bei Feinden ohne Schuld, Im Unrecht ohne Schaden, Still in der Lästerung: Das wirkt der Geist der Gnaden, Der Geist der Mäßigung. 2. Er le Das unse Daß Got Als Fein Daß Dul Daß Leid Gott lege Den Teil 3. Dir Gedankt Für diese Für solch Wenn Jo Da wird Jetzt ruh Als Geist Mel. Vor Geh hit In Demi Lern das Sein gro Frag nac Du darfsf Mußt Fr Nur sehn 2. Willl Und vor So kannf Was dein Sieht jen Und track Nur glüc Der hat 3. Doch Dem Die So wirst Zu sehn, Das tue hrem Perlen⸗ kranz it der Seele zugeführet, wird ganz offenbar, t, genießt es auch, vird ihm in Zott gegeben, reit ihm zum Gebrauch; es doch mit Jesu leben! n Kraft und Würde sein, Seist, ermüde nicht, t der Finster⸗ is zu reißen, daß dirs an raft gebricht? ott für Kraft verheißen. doch nach der Arbeit ruhn, nl chter, 4 1711. eine Wege. auf Erden, 8 Huld, erden, schuld, chaden, ng: der Gnaden, gung. Heiligung. 237 2. Er lehrt uns vom Erbarmen, Das unser Vater übt, Daß Gottes Sohn uns Arme Als Feinde doch geliebt; Daß Dulden Gottes Wille, Daß Leiden Gnade sei: Gott lege in der Stille Den Teil im Himmel bei. 3. Dir sei, du Geist der Liebe, Gedankt für deine Zucht, Für diese sanften Triebe, Für solche Glaubensfrucht. Wenn Jesus wird erscheinen, Da wird sein Knecht erfreut: Jetzt ruhst du ob den Seinen Als Geist der Herrlichkeit. Ph. Fr. Hiller, 4 1769. 350. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. Geh hin nach Gottes Willen In Demut und Vertraun, Lern das Gebot erfüllen, Sein großes Feld zu baun! Frag nach der Ernte nicht: Du darfst den Lohn nicht messen, Mußt Freud und Lust vergessen, Nur sehn auf deine Pflicht. 2. Willst du nur sein geborgen Und vor der Welt geehrt, So kannst du nicht besorgen, Was deinem Herrn gehört. Sieht jemand auf Gewinn Und trachtet hier auf Erden Nur glücklicher zu werden, Der hat den Lohn dahin. 3. Doch hast du deine Gaben Dem Dienst des Herrn geweiht, So wirst du Augen haben Zu sehn, was er gebeut. Das tue still und gern: Du darfst nicht zaudernd wählen, Nicht rechnen und nicht zählen, Er ruft, du folgst dem Herrn. 4. Nur frisch an allen Enden Die Arbeit angefaßt! Mit unverdroßnen Händen Sei wirksam ohne Rast: Das ist der rechte Mut. Streu aus den edlen Samen, Arbeit in Gottes Namen, So keimt und wächst es gut. 5. So wird von Stund zu Stunde Das Feld des Herrn gedeihn Und bald auf seinem Grunde Kein Unkraut sichtbar sein. Schlag alles aus dem Sinn, Was sonst dich hielt gefangen, Dein Wünschen und Verlangen, Und gib dich gänzlich hin. J. Fr. Möller, 4 1861. 351. Mel. Freu dich sehr o meine Seele. Gott, vor dessen Angesichte Nur ein reiner Wandel gilt, Ewges Licht, aus dessen Lichte Stets die reinste Klarheit quillt, Deines Namens Heiligkeit Werde stets von uns gescheut: Laß sie uns doch kräftig dringen, Nach der Heiligung zu ringen. * 2. Heilig ist dein ganzes Wesen, Und kein Böses ist an dir; Ewig bist du so gewesen, Und so bleibst du für und für. Was dein Wille wählt und tut, Ist unsträflich, recht und gut, Und mit deines Armes Stärke Wirkst du stets vollkommne Werke. 3. Herr, du willst, daß deine Kinder Deinem Bilde ähnlich sein; 238 Heiligung. Nie besteht vor dir der Sünder; Denn du bist vollkommen rein. Du bist nur der Frommen Freund, Übeltätern bist du Feind; Wer beharrt in seinen Sünden, Kann vor dir nicht Gnade finden. 4. O so laß uns nicht verscherzen, Was dein Rat uns zugedacht; Schaff in uns stets reine Herzen, Töt in uns der Sünden Macht. Denn was sind wir, Gott, vor dir? Du bist heilig, aber wir Sind verderbt, und wer kann zählen, Großer Gott, wie oft wir fehlen? 5. Uns von Sünden zu erlösen, Gabst du deinen Sohn dahin; O so reinige vom Bösen Durch ihn unsern ganzen Sinn. Gib uns, wie du selbst verheißt, Gib uns deinen guten Geist, Daß er unsern Geist regiere Und zu allem Guten führe. 6. Keiner sündlichen Begierde Bleibe unser Herz geweiht, Unsers Wandels größte Zierde Sei rechtschaffne Heiligkeit. Mach uns deinem Bilde gleich; Denn zu deinem Himmelreich Wirst du, Herr, nur die erheben, Die im Glauben heilig leben. Nach J. Chr. Zimmermann, 4 1783. 352. Mel. Ringe recht wenn Gottes Gnade. Heilge Einfalt, Gnadenwunder, Tiefste Weisheit, größte Kraft, Schönste Zierde, Liebeszunder, Werk, das Gott alleine schafft! 2. Alle Freiheit geht in Banden, Aller Reichtum ist nur Wind, Alle Schönheit wird zu Schanden, Wenn wir ohne Einfalt sind. 3. Wenn wir in der Einfalt stehen, Ist es in der Seele licht; Aber wenn wir doppelt sehen, So vergeht uns das Gesicht. 4. Einfalt ist ein Kind der Gnade, Eine kluge Ritterschaft, Die auf ihrem schmalen Pfade Nicht nach dem und jenem gafft. 5. Einfalt denkt nur auf das eine, In dem alles andre steht; Einfalt hängt sich ganz alleine An den ewigen Magnet. 6. Wer nur hat, was Jesus schenket, Wer nur lebt aus seiner Füll, Wer nur geht, wie er ihn lenket, Wer nur will, was Jesus will; 7. Wer ihn so mit Inbrunst liebet, Daß er seiner selbst vergißt, Wer sich nur um ihn betrübet Und in ihm nur fröhlich ist; 8. Wer allein auf Jesum trauet, Wer in Jesu alles findt: Der ist auf den Fels erbauet Und ein selges Gnadenkind. A. G. Spangenberg, 4 1792. 353. Zerr Jesu, Gnadensonne, Wahrhaftes Lebenslicht, Laß Leben, Licht und Wonne Mein blödes Angesicht Nach deiner Gnad erfreuen Und meinen Geist erneuen; Mein Gott, versag mirs nicht. 2. Verg Und wir Laß aller Und hilf Laß dein Mein ar Ach Herr 3. Vertr Den alter Und laß Auf daß Zu deine Und dir Weil ich 4. Beför In mir, Und öffn Durch de Damit ic Und in d Zu Trutz 5. Ach; In meine Daß ich ö Dich ewie Und dir Beständig Auf recht 6. Nun à Verleih n Denn da⸗ Din dein ingegen Mein Laf Sind böst 7. Darut Du Vater Wend all Und mac Gib, daß Stets suc Und steh t in Banden, rur Wind, zu Schanden, falt sind. Sinfalt stehen, licht; pelt sehen, „Gesicht. id der Gnade, At, alen Pfade jenem gafft. auf das eine, steht; anz alleine gnet. Jesus schenket, einer Füll, er ihn lenket, Jesus will; übrunst liebet, vergißt, )n betrübet öhlich ist; Jesum trauet, indt: 8 erbauet denkind. iberg, 4 1792. nsonne, inslicht, d Wonne cht rfreuen rneuen; mirs nicht. Heiligung. 2. Vergib mir meine Sünden Und wirf sie hinter dich, Laß allen Zorn verschwinden Und hilf mir gnädiglich. Laß deine Friedensgaben Mein armes Herze laben, Ach Herr, erhöre mich. 3. Vertreib aus meiner Seelen Den alten Adamssinn Und laß mich dich erwählen, Auf daß ich mich forthin Zu deinem Dienst ergebe Und dir zu Ehren lebe, Weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis In mir, mein Seelenhort, Und öffne mein Verständnis Durch dein heilsames Wort, Damit ich an dich gläube Und in der Wahrheit bleibe Zu Trutz der Höllenpfort. 5. Ach zünde deine Liebe In meiner Seele an, Daß ich aus innerm Triebe Dich ewig lieben kann Und dir zum Wohlgefallen Beständig möge wallen Auf rechter Lebensbahn. 6. Nun Herr, verleih mir Stärke, Verleih mir Kraft und Mut; Denn das sind Gnadenwerke, Die dein Geist schafft und tut; Hingegen meine Sinnen, Mein Lassen und Beginnen Sind böse und nicht gut. 7. Darum, du Gott der Gnaden, Du Vater aller Treu, Wend allen Seelenschaden Und mach mich täglich neu; Gib, daß ich deinen Willen Stets suche zu erfüllen, Und steh mir kräftig bei. L. A. Gotter, 4 1735. ö ö ö 239 354. Mel. Was mein Gott will gescheh allzeit. Bier ist mein Herz, Herr, nimm es hin, Dir hab ich mich ergeben; Welt, immer fort aus meinem Sinn Mit deinem schnöden Leben! Dein Tun und Tand hat nicht Bestand, Des bin ich worden innen; Drum schwingt aus dir sich mit Begier Mein freier Geist von hinnen. 2. Gott ist mein allerbestes Gut, Nach ihm steht mein Verlangen. Ach könnt ich doch mit frohem Mut Nur meinem Gott anhangen! Ach daß mir doch das Sündenjoch Vom Nacken wär genommen, Daß ich einmal in seinen Saal Des Himmels möchte kommen! 3. Ich seh, es kann die ganze Welt Mit allen ihren Schätzen, Und was den Sinnen wohl gefällt, Die Seele nicht ergötzen; Ihr Gut verschwindt wie Staub und Wind, Ihr Lust die muß zerstieben; Nur Gott, mein Schatz, behält den Platz; Wohl allen, die ihn lieben! 4. Gib, daß ich meinen Sinn zu dir Hinauf gen Himmel schwinge Mit Lieb und herzlicher Begier Und mich in keinem Dinge Erfreue hier, als nur in dir, Gott, meiner Seele Leben. Du allermeist kannst meinem Geist Die volle Sättgung geben. 2⁴⁰ Heiligung. 5. Drum immer hin, was flüchtig ist! Ich will es lassen fahren; Du Gott, der du mein alles bist, Du wirst mein Herz bewahren, Daß ich die Pracht der Welt nicht acht, Vielmehr nur ihn verlange Mit Herz und Mut, das höchste Gut, Und ewig ihm anhange. Seb. Franck, 1668. 355. Mel. Zeuch meinen Geist triff meine Sinnen. Zier legt mein Sinn sich vor dir nieder, Mein Geist sucht seinen Ursprung wieder; Laß dein erfreuend Angesicht Zu meiner Armut sein gericht. 2. Schau her, ich fühle mein Verderben, Laß mich in deinem Tode sterben; O könnte doch in deiner Pein Die Eigenheit ertötet sein! meinen Willen Mit der Gelassenheit erfüllen; Brich der Natur Gewalt entzwei Und mache meinen Willen frei. 3. Du wollest, Jesu, 4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe Und mich in deinen Wegen übe, Nur ist von der Unlauterkeit Die Liebe noch nicht ganz befreit. 5. Ich muß noch mehr auf dieser Erden Durchdeinen Geistgeheiligt werden, Der Sinn muß tiefer in dich gehn, Der Fuß muß unbeweglich stehn. 6. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten, Hier gelten nichts der Menschen Taten Wer macht sein Herz wohl selber rein? Es muß durch dich gewirket sein. 7. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben, Du bist noch immer treu geblieben; Ich weiß gewiß, du stehst mir bei Und machst mich von mir selber frei. 8. Indessen will ich treulich kämpfen Und stets die falsche Regung dämpfen, Bis du dir deine Zeit ersiehst Und mich aus solchen Netzen ziehst. 9. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: Gott hat der Hölle Macht ge⸗ schlagen, Gott führt mich aus dem Kampf und Streit In seine Ruh und Sicherheit. 10. Drum will die Sorge meiner Seelen Ich dir, mein Vater, ganz befehlen; Ach drücke tief in meinen Sinn, Daß ich in dir schon selig bin. 11. Wenn ich mit Ernst hieran gedenke Und mich in deine Tiefen senke, So werd ich von dir angeblickt, UndmeinHerzwird von direrquickt. 12. So wächst der Eifer mir im Streite, Ich habe Und füh Daß du, Mel. imme Wir Bis wir Durch die Hier ist Droben 2. Himꝛ Denn du Und kanr Nicht zu Ein von Kehrt zu 3. Hime Wenn ick Das weif Wo ich e Wenn m Halt ich 4. Him Wenn er Und meit Eine Kra Nach der Folgt des 5. Himn Mir das Daß mein Über So Denn ihr Gegen je 6. Himu In die r rin dich gehn, weglich stehn. har nicht selbst zu raten, der Menschen Taten z wohl selber rein? gewirket sein. hl dein treues Lieben, treu geblieben; stehst mir bei mir selber frei. ich treulich kämpfen lsche Regung dämpfen, zeit ersiehst n Netzen ziehst. nu ich fröhlich sagen: le Macht ge⸗ schlagen, is dem Kampf und Streit Sicherheit. Sorge meiner Seelen ganz befehlen; neinen Sinn, on selig bin. Ernst hieran gedenke Tiefen senke, zir angeblickt, on direrquickt. Eifer mir im Streite, Heiligung. 2⁴¹ Ich habe schon des Sieges Beute Und fühle, daß es Wahrheit ist, Daß du, mein Gott, die Liebe bist. Chr. Fr. Richter, 4 1711. 356. Mel. Jesus meine Zuversicht. immelan geht unsre Bahn, Wir sind Gäste nur auf Erden, Bis wir hin nach Kanaan Durch die Wüste kommen werden; Hier ist unser Pilgrimstand, Droben unser Vaterland. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist, Denn du bist ein himmlisch Wesen Und kannst das, was irdisch heißt, Nicht zu deinem Werk erlesen; Ein von Gott erleuchter Sinn Kehrt zu seinem Ursprung hin. 3. Himmelan! ruft er mir zu, Wenn ich ihn im Worte höre; Das weist mir den Ort der Ruh, Wo ich einmal hingehöre; Wenn mich dieses Wort bewahrt, Halt ich eine Himmelfahrt. 4. Himmelan! denk ich allzeit, Wenn er mir die Tafel decket, Und mein Geist hier allbereit Eine Kraft des Himmels schmecket: Nach der Kost im Jammertal Folgt des Lammes Hochzeitsmahl. 5. Himmelan! mein Glaube zeigt Mir das schöne Los von ferne, Daß mein Herz schon aufwärts steigt ber Sonne, Mond und Sterne; Denn ihr Licht ist viel zu klein Gegen jenen Glanz und Schein. 6. Himmelan wird mich der Tod In die rechte Heimat führen. Da ich über alle Not Ewig werde triumphieren. Jesus geht mir selbst voran, Daß ich freudig folgen kann. 7. Himmelan, ach himmelan! Das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn Durch die Himmelslust vertreiben: Himmelan steht mir mein Sinn, Bis ich in dem Himmel bin. Benj. Schmolck, 4 1737. 357. Mel. Ruhe ist das beste Gut. Bimmelan, nur himmelan 9 Soll der Wandel gehn. Was die Frommen wünschen, kann Dort erst ganz geschehn; Auf Erden nicht. Freude wechselt hier mit Leid: Richt hinauf zur Herrlichkeit Dein Angesicht. 2. Himmelan schwing deinen Geist Jeden Morgen auf. Kurz, ach kurz ist, wie du weißt, Unser Pilgerlauf. Fleh täglich neu: Gott, der mich zum Himmel schuf, Präg ins Herz mir den Beruf, Mach mich getreu! 3. Himmelan hat er dein Ziel Selbst hinauf gestellt; Sorg nicht mutlos, nicht zu viel Um den Tand der Welt. Flieh diesen Sinn. Nur was du dem Himmel lebst, Dir von Schätzen dort erstrebst, Das ist Gewinn. 4. Himmelan erheb dich gleich, Wenn dich Kummer drückt, Weil dein Vater, treu und reich, Q 242 Heiligung. Stündlich auf dich blickt. Was quält dich so? Droben in dem Land des Lichts Weiß man von den Sorgen nichts; Sei himmlisch froh. 5. Himmelan wallt neben dir Alles Volk des Herrn, Trägt im Himmelsvorschmack hier Seine Lasten gern. O schließ dich an! Kämpfe drob, wie sichs gebührt; Denke, auch durch Leiden führt Die Himmelsbahn. 6. Himmelan ging Jesus Christ Mitten durch die Schmach, Folg, weil du sein Jünger bist, Seinem Vorbild nach. Er litt und schwieg. Halt dich fest an Gott, wie er; Statt zu klagen, bete mehr; Erkämpf den Sieg. 7. Himmelan führt seine Hand Durch die Wüste dich, Ziehet dich im Prüfungsstand Näher hin zu sich Im Himmelssinn. Von der Weltlust freier stets Und mit ihm vertrauter gehts Zum Himmel hin. 8. Himmelan führt dich zuletzt Selbst die Todesnacht. Sei es, daß sie dir auch jetzt Kurze Schrecken macht: Harr aus, harr aus! Auf die Nacht wirds ewig hell; Nach dem Tod erblickst du schnell Des Vaters Haus. 9. Hallelujah! Himmelan Steig dein Dank schon hier. Einst wirst du mit Scharen nahn, Und Gott naht zu dir. Aus ist der Streit, Aller Jammer ist vorbei, Alles jauchzt verklärt und neu In Ewigkeit. 10. Hallelujah singst auch du, Wann du Jesum siehst, Unter Jubel ein zur Ruh In den Himmel ziehst. Gelobt sei er! Der vom Kreuz zum Throne stieg Hilft auch dir zu deinem Sieg. Gelobt sei er! J. G. Schöner, 4 1818. 358. 5 üter, wird die Nacht der Sünden 2 Nicht verschwinden? Hüter, ist die Nacht schier hin? Wird die Finsternis der Sinnen Bald zerrinnen, Darein ich verwickelt bin? 2. Möcht ich wie das Rund der Erden Lichte werden; Seelensonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe, Jesu Liebe, Komm, beschleunige den Laufl 3. Wir sind ja im neuen Bunde, Da die Stunde Der Erscheinung kommen ist, Und ich muß mich stets im Schatten So ermatten, Weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht ent⸗ nommen, Da du kommen; Aber ich bin lauter Nacht. Darum wollst du mir, dem Deinen, Auch erscheinen, Der nach Licht und Rechte tracht. 5. Wie kr Ohne Ste In der 8 Wie kann Demut lit Und der 6. Laß d Sich so g Zünd dei Laß mich Helle wer Daß ich( 7. Das Mir nicht Jesus und Jesus mu Und erqu Jesus mu 8. Nur d Kann nick Seine Kle Wenn sein Soll ersch Muß das 9. Jesu, Die was Rühre me Denn das Wenn am Man das Mel. Her Ich bin Und hab Der Hime Da ist me Hier wall orbei, t und neu st auch du, Throne stieg, inem Sieg. höner, 4 1818. ht der Sünden den? schier hin? der Sinnen It bin? das Rund der Erden uf! und trübe, den Lauf! neuen Bunde, mmen ist, ts im Schatten ne bist. r Nacht ent⸗ nommen, Nacht. r, dem Deinen, Rechte tracht. Heiligung. 5. Wie kann ich des Lichtes Werke Ohne Stärke In der Finsternis vollziehn? Wie kann ich die Liebe üben, Demut lieben Und der Nacht Geschäfte fliehn? 6. Laß doch nicht den Geist der Seelen Sich so quälen, Zünd dein Feuer in mir an; Laß mich finstres Kind der Erden Helle werden, Daß ich Gutes wirken kann. 7. Das Vernunftlicht kann das Leben Mir nicht geben; Jesus und sein heller Schein, Zesus muß das Herz anblicken Und erquicken, Jesus muß die Sonne sein. 8. Nur die Decke vor den Augen Kann nicht taugen. Seine Klarheit kann nicht ein; Wenn sein helles Licht den Seinen Soll erscheinen, Muß das Auge reine sein. 9. Jesu, gib gesunde Augen, Die was taugen, Rühre meine Augen an; Denn das ist die größte Plage, Wenn am Tage Man das Licht nicht sehen kann. Chr. Fr. Richter, 4 1711. 359. Herzlich tut mich verlangen. Ich bin ein Gast auf Erden Und hab hier keinen Stand; Der Himmel soll mir werden, Da ist mein Vaterland. Hier wall ich bis zum Grabe, Mel. 2⁴3 Dort in der ewgen Ruh Ist Gottes Gnadengabe, Die schließt all Arbeit zu. 2. Was ist mein ganzes Wesen Von meiner Jugend an, Denn Müh und Not gewesen? So lang ich denken kann, Hab ich so manchen Morgen, So manche liebe Nacht Mit Kummer und mit Sorgen Des Herzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen Manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen Hat mir oft Angst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, Ob ichs gleich nicht verschuldt, Hab ich doch müssen leiden Und tragen mit Geduld. 4. So gings den lieben Alten, An deren Fuß und Pfad Wir uns noch täglich halten, Wenns fehlt an gutem Rat; Sie zogen hin und wieder, Ihr Kreuz war immer groß, Bis daß der Tod sie nieder Legt in des Grabes Schoß. „Ich habe mich ergeben In gleiches Glück und Leid; Was will ich besser leben? Hier gilt es Müh und Streit. Es muß ja durchgedrungen, Es muß gelitten sein; Wer nicht hat wohl gerungen, Geht nicht zur Freude ein. 6. So will ich zwar nun treiben Mein Leben durch die Welt, Doch denk ich nicht zu bleiben In diesem fremden Zelt; Ich wandre meine Straße, Die zu der Heimat führt, Da mich ohn alle Maße Mein Vater trösten wird. 82 2⁴4⁴4 7. Mein Heimat ist dort oben, Da aller Engel Schar Den großen Herrscher loben, Der alles ganz und gar In seinen Händen träget Und für und für erhält Und alles hebt und leget, Nachdems ihm wohl gefällt. 8. Dorthin steht mein Verlangen, Da wollt ich gerne hin, Die Welt bin ich durchgangen, Daß ichs fast müde bin. Je länger ich hier walle, Je wenger find ich Freud, Die meinem Geist gefalle; Das meist ist Herzeleid. 9. Die Herberg ist zu böse, Der Trübsal ist zu viel. Ach komm,‚ mein Gott, und löse Mein Herz, wenn dein Herz will: Komm, mach ein selig Ende Mit meiner Wanderschaft, Und was mich kränkt, das wende Durch deinen Arm und Kraft. 10. Wo ich bisher gesessen, Ist nicht mein rechtes Haus; Wenn mein Ziel ausgemessen, Alsdann tret ich hinaus, Und was ich hier gebrauchet, Das leg ich alles ab, Und wann ich ausgehauchet, So legt man mich ins Grab. 11. Du aber, meine Freude, Du meines Lebens Licht, Du ziehst mich, wenn ich scheide, Hin vor dein Angesicht, Ins Haus der ewgen Wonne, Da ich stets freudenvoll Gleich als die helle Sonne Mit andern leuchten soll. 12. Da will ich immer wohnen, Und nicht nur als ein Gast, Bei denen, die mit Kronen Heiligung. Du ausgeschmücket hast; Da will ich herrlich singen Von deinem großen Tun Und frei von schnöden Dingen In meinem Erbteil ruhn. P. Gerhardt, 4 1676 360. Mel. Nun preiset alle. 0 hab von ferne, Herr, deinen Thron erblickt Und hätte gerne Mein Herz vorausgeschickt Und hätte gern mein müdes Leben, : Schöpfer der Geister, dir hin⸗ gegeben. 2. Das war so prächtig, Was ich im Geist gesehn. Du bist allmächtig, Drum ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen Thronen : Doch schon von heute an ewig wohnen! 3. Nur ich bin sündig, Der Erde noch geneigt; Das hat mir bündig Dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt : Noch nicht ganz innig mit dir vereinigt.:, 4. Doch bin ich fröhlich, Daß mich kein Bann erschreckt; Ich bin schon selig, Seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben Und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, Daß ich die Stadt gesehn, Und ohn Ermüden Will ich ihr näher gehn ö Und ihre ) Lebensl — * Mel. Hel 223 Roumt Der Aben Es ist gef In dieser Rommt, f Zur Ewie Von einer Es ist da⸗ 2. Es so Der schme Wir kenn Der uns Kommt, f Ein jeder Mit ganz Fest nach 3. Gehts So gehts Die Fleise Sind schle Verlaßt d Und was Laßt gar Es geht d 4. Man n Frei, blof Viel samr Macht un Wer will, Wir reiser Mit weni Wir brau 5. Schmi Sonst wei hast; singen Tun den Dingen ruhn. rhardt, 4 1676. . eiset alle. e, ö u erblickt geschickt müdes Leben, eister, dir hin⸗ gegeben. rächtig, gesehn. t so schön. hellen Thronen heute an ewig wohnen! 1½ indig, ieigt; 'ig gezeigt. enug gereinigt innig mit dir vereinigt.:, röhlich, nn erschreckt; „ utdeckt. im Leiden üben sens inbrünstig lieben. den, gesehn, gehn Heiligung. Und ihre hellen goldnen Gassen Lebenslang nicht aus den Augen lassen. Joh. Tim. Hermes, 4 1821. 361. Mel. Helft mir Gotts Güte preisen. Aoummt, Kinder, laßt uns gehen, Der Abend kommt herbei; Es ist gefährlich, stehen In dieser Wüstenei. RKommt, stärket euren Mut, Zur Ewigkeit zu wandern, Von einer Kraft zur andern; Es ist das Ende gut. 2. Es soll uns nicht gereuen Der schmale Pilgerpfad; Wir kennen ja den Treuen, Der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; Ein jeder sein Gesichte Mit ganzer Wendung richte Fest nach Jerusalem. 3. Gehts der Natur entgegen, So gehts gerade doch; Die Fleisch und Sinne pflegen, Sind schlechte Pilger noch. Verlaßt die Kreatur Und was euch sonst will binden; Laßt gar euch selbst dahinten: Es geht durchs Sterben nur. 4. Man muß wie Pilger wandeln, Frei, bloß und wahrlich leer: Viel sammeln, halten, handeln, Macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot; Wir reisen abgeschieden, Mit wenigem zufrieden; Wir brauchens nur zur Not. 5. Schmückt euer Herz aufs beste, Sonst weder Leib noch Haus; 24⁵ Wir sind hier fremde Gäste Und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach; Ein Pilger muß sich schicken, Sich dulden und sich bücken Den kurzen Pilgertag. 6. Laßt uns nicht viel besehen Das Kinderspiel am Weg. Durch Säumen und durch Stehen Wird man verstrickt und träg. Es geht uns all nicht an; tur fort, nur fortgerungen, Durch alles durchgedrungen, Es ist so bald getan. 7. Ist gleich der Weg sehr enge, So einsam, krumm und schlecht, Der Dornen in der Menge Und manches Kreuze trägt; Es ist doch nur ein Weg; Laß sein: wir gehen weiter, Wir folgen unserm Leiter Und brechen durchs Geheg. 8. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, Der Vater gehet mit; Er selbst will bei uns stehen Bei jedem sauren Tritt; Er will uns machen Mut, Mit süßen Sonnenblicken Uns locken und erquicken; Ach ja, wir habens gut. 9. Sollt wo ein Schwacher fallen, So greif der Stärkre zu; Man trag, man helfe allen, Man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, schließt euch fester an; Ein jeder sei der Kleinste, Doch wohl auch gern der Reinste Auf unsrer Liebesbahn. 10. Kommt, laßt uns munter wan⸗ dern, Der Weg kürzt immer ab; Ein Tag der jsolgt dem andern, Bald fällt das Fleisch ins Grab. 246 Nur noch ein wenig Mut, Nur noch ein wenig treuer, Von allen Dingen freier Gewandt zum ewgen Gut. 11. Es wird nicht lang mehr währen, Halt noch ein wenig aus; Es wird nicht lang mehr währen, So kommen wir nach Haus: Da wird man ewig ruhn, Wann wir mit allen Frommen Daheim zum Vater kommen: Wie wohl, wie wohl wirds tun! 12.Draufwollenwirsdenn wagen, Es ist wohl wagenswert, Und gründlich dem absagen, Was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein, Wir gehn durch Jesu Leiten Hin in die Ewigkeiten: Es soll nur Jesus sein. G. Tersteegen, 4 1769. 362. Mel. Dir, dir Jehova will ich singen. Laß mich, o Herr, in allen Dingen Auf deinen Willen sehn und dir mich weihn; Gib selbst das Wollen und Voll⸗ bringen Und laß mein Herz dir ganz ge⸗ heiligt sein. Nimm meinen Leib und Geist zum Opfer hin; Dein, Herr, ist alles, was ich hab und bin. 2. Gib meinem Glauben Mut und Stärke, Laß ihn durch Menschenliebe tätig sein, Daß man an seinen Früchten merke, Heiligung. Er sei kein eitler Traum und falscher Schein. Er stärke mich in meiner Wander⸗ schaft Und gebe mir zum Kampf und Siege Kraft. 3. Laß mich, so lang ich hier soll leben, Auch an dem bösen Tage sein vergnügt Und deinem Willen mich ergeben, Der mir zum Besten alles weis⸗ lich fügt. Gib Furcht und Demut, wann du mich beglückst, Geduld und Trost, wann du mir Trübsal schickst. 4. Ach hilf mir beten, wachen, ringen, So will ich einst, wann ich den Lauf vollbracht, Dir ewig Dank und Ehre bringen, Dir, der du alles hast so wohl gemacht. Dann werd ich heilig, rein, ganz dir geweiht, Dein Lob verkündigen in Ewigkeit. G. J. Zollikofer, 4 1788. 363. Mel. Komm, o komm du Geist des Lebens. Liebe, die du mich zum Bilde Deiner Gottheit hast gemacht, Liebe, die du mich so milde Nach dem Fall hast wiederbracht: Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die du mich erkoren, Eh als ich erschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren Undmirgleich wardst ganz und gar: Liebe, di Dein zu 3. Lieb Und gest Liebe, di Ewge Li Liebe, di Dein zu 4. Liebe Licht und Liebe, di Mir zun Liebe, di Dein zu 5. Liebe An ihr Liebe, di Und mei Liebe, di Dein zu 6. Liebe Die für Liebe, di Und mie Liebe, di Dein zu 7. Liebe, Aus den Liebe, di Mit dem Liebe, di Dein zu Mel. Koꝛ Meine⸗ Ist der Meiner um und falscher Schein. leiner Wander⸗ schaft m Kampf und Siege Kraft. lang ich hier soll leben, sen Tage sein vergnügt 1mich ergeben, en alles weis⸗ lich fügt. Demut, wann mich beglückst, wann du mir Trübsal schickst. beten, wachen, ringen, wann ich den auf vollbracht, d Ehre bringen, hast so wohl gemacht. lig, rein, ganz dir geweiht, en in Ewigkeit. llikofer, 4 1788. 5. Geist des Lebens. Hh zum Bilde ist gemacht, so milde t wiederbracht: )mich, viglich. nich erkoren, en war, sch geboren st ganz und gar: Heiligung. 247 Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten Und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten Ewge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort, Liebe, die sich bloß ergeben Mir zum Heil und Seelenhort: Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebunden An ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden Und mein Herz hat ganz dahin: Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet, Die für meine Seele bitt, Liebe, die das Lösgeld gibet Und mich kräftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich einst wird führen Aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich dort wird zieren Mit dem Kranz der Herrlichkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. J. Scheffler, 4 1677. 364. Mel. Komm, o komm du Geist des Lebens. Meines Lebens beste Freude Ist der Himmel, Gottes Thron; Meiner Seele beste Weide Ist mein Jesus, Gottes Sohn; Was mein Herze recht erfreut, Ist in jener Herrlichkeit. 2. Andre mögen sich erquicken An den Gütern dieser Welt; Ich will nach dem Himmel blicken Und zu Jesu sein gesellt; Denn der Erde Gut vergeht, Jesus und sein Reich besteht. 3. Reicher kann ich nirgend werden, Als ich schon in Jesu bin; Alle Schätze dieser Erden Sind ein schnöder Angstgewinn; Jesus ist das rechte Gut, Welches sanft der Seele tut. 4. Glänzet gleich das Weltge— pränge, Ist es lieblich anzusehn, Währt es doch nicht in die Länge, Und ist bald damit geschehn; Plötzlich pfleget aus zu sein Dieses Lebens Glanz und Schein. 5. Aber dort des Himmels Gaben, Die niein Jesus inne hat, Können Herz und Seele laben, Machen ewig reich und satt, Und vergeht zu keiner Zeit Jenes Lebens Herrlichkeit. 6. Ein Tag zu des Heilands Füßen Ist viel besser, als die Welt Tausend Jahr in Lust genießen; Aber ewig sein gestellt Zu des Herren rechter Hand, Bleibt ein auserwählter Stand. 7. Ach so gönne mir die Freude, Jesu, die dein Himmel hegt! Sei du selber meine Weide, Die mich hier und dort verpflegt, Und an dir recht froh zu sein, Nimm mich in den Himmel ein. Sal. Liscov, 4 1689. 2⁴48 Heiligung. Mel. Nun sich der Tag geendet hat. Mein Gott, das Herz ich bringe dir Zur Gab und zum Geschenk; Du forderst dieses ja von mir, Des bin ich eingedenk. 2. Gib mir, mein Sohn, dein Herz, sprichst du. O welch ein heilsam Wort! Es zeigt den Weg zur wahren Ruh, Zum Frieden hier und dort. 3. So nimm mein Herz, o Va⸗ ter, an, Verschmäh die Gabe nicht, Obgleich dem, was ich geben kann, Der Wert vor dir gebricht. 4. Noch ist dies Herz voll Eitelkeit Und nicht vom Bösen frei; Noch ist es mit sich selbst im Streit Und fühlt nicht wahre Reu. 5. O beuge meinen starren Sinn, Erweich dies harte Herz, Daß es vor dir sich werfe hin In Tränen und in Schmerz. 6. Dann reinge du, Herr Jesu Christ, Mich durch dein teures Blut, Weil du am Kreuz gestorben bist Mir und der Welt zu gut. 7. Gib mir nach deiner Mittler⸗ huld An deiner Gnade teil; Es ist zur Tilgung meiner Schuld Doch außer dir kein Heil. 8. Mit dir, o heilger Geist, laß mich Auch in Gemeinschaft sein, Ergieß um Christi willen dich Tief in mein Herz hinein. 9. Hilf, daß ich sei im Glauben treu An Christum, Gottes Sohn, Und ihn bekenne sonder Scheu Trotz seiner Feinde Hohn. 10. Hilf, daß ich sei im Hoffen fest, Voll Demut und Geduld, Daß ich, wenn alles mich verläßt, Vertraue Gottes Huld. 11. Hilf, daß mein Lieben lauter sei Und wachse immer mehr, Dem Nächsten dien ohn Heuchelei Zu Gottes Preis und Ehr. 12. So nimm mein Herz zum Tempel ein, O Gott, schon in der Zeit Und laß es deine Wohnung sein Auch in der Ewigkeit. 13. Dir geb ich mich zu eigen hin, Zu tun, was dir gefällt; Ich weiß, daß ich der Deine bin, Der Deine, nicht der Welt. Nach J. K. Schade, 4 1698. 366. Mel. Ich bin ja, Herr, in deiner Macht. Mein Leben ist ein Pilgrimstand: Ich reise nach dem Vaterland, Nach dem Jerusalem, das droben Gott selbst als eine feste Stadt Auf Bundesblut gegründet hat; Da werd ich ihn ohn Ende loben. Mein Leben ist ein Pilgrimstand, Ich reise nach dem Vaterland. 2. So schnell ich Land und Sand verlaß, So schnell läuft auch mein Stunden⸗ glas, Und was vorbei ist, kommt nicht wieder. Ich eile Herr Jes Eröffne Daß ich, Und nur 3. Kein Der Lebe Man wa Der Steg Die mich Ich muf Ich muß Und kan 4. Der Der Son In unve Wind, Re Mein mo Doch alle Wenn ich Mir stell 5. JSrac Der du e Da du 1 Zeig mir Laß mich Zu deinem Mein Leb Und komn 6. Durck Gib in G Vor Stra Ich falle Glauben treu es Sohn, nder Scheu Hohn. im Hoffen fest, zeduld, mich verläßt, uld. ieben lauter sei mehr, ohn Heuchelei nd Ehr. in Herz zum Tempel ein, er Zeit Wohnung sein eit. h zu eigen hin, efällt; der Deine bin, r Welt. schade, 1698. in deiner Macht. Pilgrimstand: Vaterland, ,‚ das droben feste Stadt gründet hat; n Ende loben. Pilgrimstand, Vaterland. ind und Sand verlaß, nein Stunden⸗ glas, kommt nicht wieder. Heiligung. 2⁴9 Ich eile zu der Ewigkeit: Herr Jesu, mach mich nur bereit, Eröffne meine Augenlider, Daß ich, was zeitlich ist, veracht Und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Kein Reisen ist ohn Ungemach: Der Lebensweg hat auch sein Ach, Man wandelt nicht auf weichen Rosen. Der Steg ist eng, der Feinde viel, Die mich wegreißen von dem Ziel; Ich muß mich oft in Dornen stoßen, Ich muß durch dürre Wüsten gehn Und kann selbst keinen. sehn. ehn. 4. Der Sonne Glanz mir oft gebricht, Der Sonne, die mit Gnadenlicht In unverfälschte Herzen strahlet; Wind, Regen stürmen auf mich zu: Mein matter Geist findt nirgend Ruh. Doch alle Müh ist schon bezahlet, Wenn ich das güldne Himmelstor Mir stell in Glaub und Hoffnung vor. 5. Jsraels Hüter, Jesu Christ, Der du ein Pilgrim worden bist, Da du mein Fleisch hast ange⸗ nommen: Zeig mir im Worte deinen Tritt, Laß mich bei einem jeden Schritt Zu deinem Heil stets näher kommen. Mein Leben fleucht: ach eile du Und komm mit schneller Hülf herzu! 6. Durch deinen Geist mich hei⸗ lig leit, Gib in Geduld Beständigkeit, Vor Straucheln meinen Fuß be⸗ schütze. Ich falle stündlich: hilf mir auf, Zeuch mich, damit ich dir nach⸗ lauf; Sei mir ein Schirm in Trübsals⸗ hitze; Laß deinen süßen Gnadenschein In Finsternis nie ferne sein. 7. Wenn mir mein Herz, o Gna⸗ denfüll, Vor Durst nach dir verschmachten will, So laß mich dich zum Labsal fin⸗ den; Und wenn ich schließ die Augen zu, So bring mich zu der stolzen Ruh, Da Streit und alle Müh ver⸗ schwinden: Laß mich da sein in Abrams Schoß Dein Liebling und dein Haus⸗ genoß. 8. Bin ich in diesem Pilgerland Der blinden Welt gleich unbe⸗ kannt: Dort sind die Freunde, die mich kennen; Dort werd ich mit der Himmels⸗ schar Dir jauchzend dienen immerdar Und in der reinsten Liebe brennen. Mein Heiland, komm, ach bleib nicht lang, Hier in der Wüste wird mir bang. F. A. Lampe, 4 1729. 367. Mel. Nun sich der Tag geendet hat. Bicht um ein flüchtig Gut der Zeit, Ich fleh um deinen Geist, O Gott, den mir zur Seligkeit Dein teures Wort verheißt. 250 Heiligung. 2. Die Weisheit, die vom Him⸗ mel stammt, O Vater, lehr er mich, Die Weisheit, die das Herz ent⸗ flammt Zur Liebe gegen dich. 3. Dich lieben, Gott, ist Seligkeit, Gern tun, was dir gefällt, Wirkt reinere Zufriedenheit, Als alles Glück der Welt. 4. Alsdann hab ich zu dir Ver⸗ traun Durch deinen freudgen Geist; Er lehret mich fest darauf baun, Daß du mir gnädig seist. 5. Er leite mich zur Wahrheit hin, Zur Tugend stärk er mich Und zeige, wenn ich traurig bin, Auch mir als Tröster sich. 6. Er schaff in mir ein reines Herz, Besiegle deine Huld Und waffne mich in jedem Schmerz Mit Mut und mit Geduld. Chr. F. Neander, 4 1802. 368. Mel. Machs mit mir Gott nach deiner Güt. Vie bist du, Höchster, von uns fern, Du wirkst an allen Enden. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, Bin ich in deinen Händen. Durch dich nur leb und atme ich, Und deine Rechte schützet mich. 2. Des Herzens Tiefen kennest du, Du prüfest meine Seele; Du siehest, was ich Gutes tu, Du siehst auch, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem Aug entfliehn Und nichts mich deiner Hand ent⸗ ziehn. 3. Du merkst es, wenn des Her⸗ zens Rat Verkehrte Wege wählet; Du kennest auch die böse Tat, Die sich der Welt verhehlet. Mit Ernst und Liebe strafst du mich Zu meiner Beßrung väterlich. 4. Wenn ich in stiller Einsamkeit Mein Herz zu dir erhebe Und, über deine Huld erfreut, Mich gänzlich dir ergebe, So hörst du es und stehst mir bei, Daß ich dir immer treuer sei. 5. Du hörest meinen Seufzern zu, Daß Hülfe mir erscheine; Mit Vaterliebe zählest du Die Tränen, die ich weine. Du siehst und wägest meinen Schmerz Und stärkst mit deinem Trost mein Herz. 6. O drück, Allgegenwärtiger, Dies tief in meine Seele, Daß sie nur dich, mein Gott und Herr, Zu ihrer Zuflucht wähle Und stets dein heilig Auge scheu, Dir treu und dir gehorsam sei. 7. Laß überall gewissenhaft Nach deinem Wort mich handeln Und stärke mich mit Mut und Kraft, Getrost vor dir zu wandeln. Daß du, o Gott, stets um mich seist, Das tröst und beßre meinen Geist. Chr. Chr. Sturm, 1 1786. Mel. We O daß Mit gan Daß nic Zu gehn Daß, we Mir Luf 2. Daß Zur heil, Undletzte In gute Daß ich Sobald 3. Daß Dir auch Und keir Wodeine Daß ich, Doch dei 4. So Nicht S In dein Fragt ic In dein Wüßt ick 5. Om Durch de Und rich Auf dein enn ich fehle. in deinem Aug entfliehn iner Hand ent⸗ ziehn. wenn des Her⸗ zens Rat ählet; die böse Tat, verhehlet. e strafst du mich ng väterlich. iller Einsamkeit erhebe Huld erfreut, ergebe, d stehst mir bei, T treuer sei. sen Seufzern zu, scheine; hlest du ch weine. wägest meinen Schmerz deinem Trost mein Herz. egenwärtiger, e Seele, mein Gott und Herr, wähle ilig Auge scheu, gehorsam sei. ewissenhaft t mich handeln mit Mut und Kraft, 1 wandeln. ts um mich seist, re meinen Geist. Sturm, 1 1786. Heiligung. 251 369. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Ps. 119. 0 daß mein Leben deine Rechte Mit ganzem Ernste hielte doch, Daß nichts mich aus dem Gleise brächte, Zu gehn in deinem sanften Joch, Daß, was du, Gott, geboten hast, Mir Lust und Freude wär, nicht Last! 2. Daß mir dein Wort zum Licht und Rechte, Zur heilgen Losung, zum Bescheid Undletzten Ausspruch dienenmöchte In guter und in böser Zeit, Daß ich nicht schwankte, was ich wollt, Sobald ich wüßte, was ich sollt! 3. Daß ich aufs Wort dir im⸗ mer glaubte, Dir auch aufs Wort gehorsam wär Und keine Freiheit mir erlaubte, Wo dein Gebot mirklar, doch schwer; Daß ich, wenn noch so matt und schwach, Doch deinem Worte folgte nach! 4. So wär mein Leben recht ein Leben, Nicht Stückwerk bloß von bös und gut; In deinen Willen hingegeben Fragt ich nicht mehr nach Fleisch und Blut; In deinem Dienste froh und frei Wüßt ich, was rechte Freiheit sei. 5. O mach mir deine Worte süße Durch deines guten Geistes Drang Und richte selber meine Füße Auf deinen Weg mein Leben lang! Denn deine Rechte sind mein Teil Und meines Lebens wahres Heil. 6. Laß deine Gnade mich ver⸗ söhnen Mit allem, was dein Wort gebeut, Undzum Gehorchen mmichgewöhnen, Nicht, weil mein Herz die Strafe scheut, Nein, weils in deiner Liebe ruht Und dir dein Recht mit Freuden tut. Ph. Spitta, 4 1859. 370. Mel. Ringe recht wenn Gottes Gnade. der alles hätt verloren, Auch sich selbst, der allezeit Nur das ein hätt auserkoren, So Herz, Geist und Seel erfreut! 2. O der alles hätt vergessen, Der nichts wüßt, als Gott allein, Dessen Güte unermessen Macht das Herz still, ruhig, rein! 3. O der alles könnte lassen, Daß er frei vom Eiteln all Wandern möcht die Friedens⸗ straßen Durch dies dunkle Tränental! 4. O wär unser Herz entnommen Dem, was lockt durch eitlen Glanz Und hält ab, zu Gott zu kommen, In dem alle Güt ist ganzl 5. O daß wir Gott möchten finden In uns durch der Liebe Licht Und uns ewig ihm verbinden: Außer ihm ist eitel Nicht. 6. O wär unser Aug der Seelen Stetig nur auf Gott gewendt, So hätt auch das bange Quälen Im Gewissen ganz ein End. 252 Heiligung. 7. O du Abgrund aller Güte, Zeuch durchs Kreuz in dich hinein Geist, Seel, Herz, Sinn und Ge⸗ müte, Ewig mit dir eins zu sein! G. Arnold, 1 1714. 371. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. 0 süßer Stand, o selig Leben, Das aus der wahren Einfalt quillt, Wenn sich ein Herz Gott so er⸗ geben, Daß Christi Sinn es ganz erfüllt; Wenn sich der Geist nach Christi Bilde In Licht und Recht hat aufgericht Und unter solchem klaren Schilde Durch alle falschen Höhen bricht! 2. Was andern schön und lieb⸗ lich scheinet, Ist solchem Herzen Kinderspiel; Wasmancherfürunschuldigmeinet, Ist solchem Herzen schon zu viel. Warum? Es gilt der Welt ab⸗ sagen; Hier heißts: Rührt kein Unreines an! Das Kleinod läßt sich nicht er⸗ jagen, Es sei denn alles abgetan. 3. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, Als die im Blute Christi liegt; Die reine himmlische Begierde Hat Stolz und Torheit schon be⸗ siegt. An einem reinen Gotteskinde Glänzt Gottes Name schön und rein: Wie könnt es denn vom eitlen Winde Der Welt noch eingenommen sein? 4. Von Sorgen, Not und allen Plagen, Damit die Welt sich selbst anficht, Vom Neid, damit sich andre tra⸗ gen, Weiß Christi Sinn und Einfalt nicht; Den Schatz, den sie im Herzen heget, Behält sie wider allen Neid; Ist jemand, der Lust dazu träget, Das macht ihr lauter Herzensfreud. 5. O schönes Bild, ein Herz zu schauen, DassichmitChristi Einfalt schmückt! Geht hin, ihr törichten Jung⸗ frauen, Harrt nur, bis euch die Nacht berückt. Was sind die Lampen sonder Ole? Schein ohne Christi Einfaltssinn. Sucht doch was Bessers für die Seele Und gebt der Welt das Ihre hin. 6. Ach Jesu, drücke meinem Herzen Den Sinn der lautern Einfalt ein; Reiß aus, obschon mit tausend Schmerzen, Der Welt ihr Wesen, Tand und Scheinl Des alten Feindes Bild und Zeichen Trag ich nicht mehr, drum laß mich nur Der Einfalt Zier und Schmuck erreichen: Das ist die neue Kreatur. J. J. Winckler, 4 1722. Mel. Wie 0 Vate O treuer Dir bin Dir, dir Ich will Der Vate So geh n Und leite Ich geh, Für mich 2. Was Ich weiß Drum se Mir imn Du willsf Ich mag Du wills So sollst Den Ar Dann ste 3. Du Dein Wo Du sprie Dein An Ja deine Soll mi O daß i Bei allen Und stet So spür in vom eitlen Winde enommen sein? Not und allen Plagen, h selbst anficht, sich andre tra⸗ gen, und Einfalt nicht; sie im Herzen heget, llen Neid; st dazu träget, r Herzensfreud. „ ein Herz zu schauen, infalt schmückt!l richten Jung⸗ frauen, uch die Nacht berückt. en sonder Ole? i Einfaltssinn. zessers für die Seele das Ihre hin. rücke meinem Herzen rn Einfalt ein; mit tausend Schmerzen, n, Tand und Scheinl s Bild und Zeichen hr, drum laß mich nur und Schmuck erreichen: reatur. inckler, 1 1722. Heiligung. 2⁵53 372. Mel. Wie wohl ist mir o Freund der Seelen. O Vaterherz, o Licht und Leben, O treuer Hirt, Immanuel, Dir bin ich einmal übergeben, Dir, dir gehöret meine Seel; Ich will mich nicht mehr selber führen, Der Vater soll das Kind regieren: So geh nun mit mir aus und ein Und leite mich nach allen Tritten. Ich geh, ach hör, o Herr, mein Bitten, Für mich nicht einen Schritt allein. 2. Was kann dein schwaches Kind vollbringen? Ich weiß mir gar in Keinem Rat; Drum sei in groß und kleinen Dingen Mir immer selber Rat und Tat. Du willst dich meiner gar nicht schämen, Ich mag dich ja zu allem nehmen,‚ Du willst mir selber alles sein: So sollst du denn in allen Sachen Den Anfang und das Ende machen; Dann stellt sich lauter Segen ein. 3. Du führest mich, ich kann nicht gleiten, Dein Wort muß ewig feste stehn; Du sprichst, dein Auge soll mich leiten, Dein Angesicht soll vor mir gehn; Ja deine Güte und Erbarmen Soll mich umfangen und um⸗ armen. O daß ich nur recht kindlich sei, Bei allem gläubig zu dir flehe Und stets auf deinen Wink nur sehe, So spür ich täglich neue Treu. 4. O daß ich auch im Kleinsten merke Auf deine Weisheit, Güt und Treu, Damit ich mich im Glauben stärke, Dich lieb und lob und ruhig sei Und deine Weisheit lasse walten, Stets Ordnung, Maß und Ziel zu halten; Denn lauf ich vor, da lauf ich an. Drum mach im Besten mich ge⸗ lassen, Nichts ohne dich mir anzumaßen: Nur was du tust, ist wohl getan. 5. Ach mach einmal mich treu und stille, Daß ich dir immer folgen kann; Nur dein, nur dein vollkommner Wille Sei meine Schranke, Lauf und Bahn. Laß mich nichts mehr für mich verlangen, Ja laß mir nichts am Herzen hangen, Als deines großen Namens Ruhm; Der sei allein mein Ziel auf Er⸗ den; Ach laß mirs nie verrücket werden, Denn ich bin ja dein Eigentum! 6. Laß mich in dir den Vater preisen, Wie er die Liebe selber ist; Laß deinen Geist mir klärlich weisen, Wie du von ihm geschenkt mir bist. Ach offenbare deine Liebe Und wirke doch die heißen Triebe Der wahren Gegenlieb in mir; Durchdringe du mein Herz und Sinnen, Daß ich hinfort mein ganz Be⸗ ginnen Allein zu deinem Lobe führ. 25⁴4 Heiligung. 7. So lob und lieb ich in der Stille Und ruh als Kind in deinem Schoß; Das Schäflein trinkt aus deiner Fülle, Die Braut steht aller Sorgen bloß; Sie sorget nur allein in allen Dir, ihrem Bräutgam, zu gefallen: Sie schmückt und hält sich dir bereit. Ach zeuch mich, zeuch mich weit von hinnen; Was du nicht bist, laß ganz zer⸗ rinnen, O reiner Glanz der Ewigkeit! K. H. v. Bogatzky, 4 1774. 373. Luc. 13, 24. Ringe recht, wenn Gottes Gnade Dich nun ziehet und bekehrt, Daß dein Geist sich recht entlade Von der Last, die ihn beschwert. 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, Und der Lebensweg ist schmal; Hier bleibt alles im Gedränge, Was nicht zielt zum Himmelssaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, Dring hinein in Gottes Reich; Will dir Satan widerstreben, Werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe, Und die erste Liebe dich Von der ganzen Welt abziehe; Halbe Liebe hält nicht Stich. 5. Ringe mit Gebet und Schreien, Halte damit feurig an; Laß dich keine Zeit gereuen, Wärs auch Tag und Nacht getan. 6.Nimmmit FurchtjadeinerSeele, Deines Heils mit Zittern wahr; Hier in dieser Leibeshöhle Schwebst du täglich in Gefahr. 7. Halte deine Krone feste, Halte männlich, was du hast: Recht beharren ist das Beste, Rückfall wird zur schweren Last. 8. Laß dem Fleische nicht den Willen, Gib der Lust den Zügel nicht; Willst du die Begierden stillen, So verlischt das Gnadenlicht. 9. WahreTreu führtmitder Sünde Bis ins Grab beständig Krieg, Richtet sich nach keinem Winde, Sucht in jedem Kampf den Sieg. 10. Wahre Treu liebt Christi Wege, Steht beherzt auf ihrer Hut, Weiß von keiner Wollustpflege, Hält sich selber nichts zu gut. 11. Wahre Treu kommt dem Ge⸗ tümmel Dieser Welt niemals zu nah; Ist ihr Schatz doch in dem Himmel, So ist auch ihr Herz allda. 12.Diesbedenketwohl, ihr Streiter, Streitet recht und fürchtet euch! Geht doch alle Tage weiter, Bis ihr kommt ins Himmelreich. J. J. Winckler, 4 1722. 374. Mel. Jesus meine Zuversicht. Heele, was ermüdst du dich In den Dingen dieser Erden, Die doch bald verzehren sich Und zu Ste Suche Jesu Alles andr 2. Samml Laß ihn sich Richt ihn Laß ihn in Suche Jesi Alles andr 3. Du ve Dein betrü Eil der Le Da kannst Suche Jest Alles andr 4. Fliehe So das fit Laß nur d Der zur 6 Suche Jes Alles andr 5. Geh e Laß dir ni Gott wird Dich, den Suche Jes Alles and— 6. Du bif Und aus Bist erlöst Und zu se Suche Jef Alles and 7. Schwi Über alle Laß, was Unter dei Suche Je Alles and 8. Nahe Der vom jadeinerSeele, ittern wahr; Shöhle in Gefahr. one feste, 18 du hast: das Beste, schweren Last. sche nicht den Willen, gügel nicht; »rden stillen, nadenlicht. tmitder Sünde indig Krieg, inem Winde, mpf den Sieg. bt Christi Wege, ihrer Hut, Vollustpflege, hts zu gut. ommt dem Ge⸗ tümmel Is zu nah; ndem Himmel, erz allda. ohl, ihrtreiter, fürchtet euchl ge weiter, 5 Himmelreich. Zinckler, 4 1722. k. ne Zuversicht. idst du dich ieser Erden, zehren sich Heiligung. 2⁵⁵ Und zu Staub und Asche werden? Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, Laß ihn sich zu Gott aufschwingen, Richt ihn stets zum Himmel hin, Laß ihn in die Gnad eindringen. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, Dein betrübtes Herz zu laben; Eil der Lebensquelle zu, Da kannst du sie reichlich haben! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein, So das finstre Reich gebieret; Laß nur den dein Labsal sein, Der zur Glaubensfreude führet. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 5. Geh einfältig stets einher, Laß dir nichts das Ziel verrücken; Gott wird aus dem Liebesmeer Dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 6. Du bist ja ein Hauch aus Gott Und aus seinem Geist geboren, Bist erlöst durch Christi Tod Und zu seinem Reich erkoren. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 7. Schwinge dich nur oft im Geist Über alle Himmelshöhen, Laß, was dich zur Erde reißt, Unter deinen Füßen stehen. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 8. Nahe dich dem lautern Strom, Der vom Thron des Lammes fließet Und auf die, so keusch und fromm, Sich in reichem Maß ergießet. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 9. Laß dir seine Majestät Immerdar vor Augen schweben, Laß mit brünstigem Gebet Sich dein Herz zu ihm erheben Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 10. Sei im übrigen ganz still, Du wirst schon zum Ziel gelangen; Glaube, daß sein Liebeswill Stillen werde dein Verlangen. Drum such Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. J. Wolf, 4 1754. 375. HBich, hier bin ich, Ehrenkönig, Lege mich vor deinen Thron; Schwache Tränen, kindlich Sehnen Bring ich dir, du Menschensohn. Laß dich finden, laß dich finden, Bin ich gleich nur Asch und Ton. 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, Lenke mich nach deinem Sinn; Dich alleine ich nur meine, Dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden, Gib dich mir und nimm mich hin. 3. Ich begehre, Herr, gewähre Mir nur deine freie Gnad, Die du gibest, weil du liebest Den, der dich liebt in der Tat. Laß dich finden, laß dich finden, Der hat alles, der dich hat. 4. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud, 25⁵6 Heiligung. Sind nur Schmerzen meinem Her⸗ zen, Welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden, Großer Gott, ich bin bereit. J. Neander, 1 1680. 376. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. 5⁰ bin ich nun kein Kind der Erden, Kein Bürger dieser Eitelkeit; Mein Hiersein soll nicht ewig wer⸗ den, Ich walle eilend durch die Zeit: Mein Vaterland ist in der Höhe, Wo mein geliebter Vater wohnt, Und wo ich meinen Bruder sehe, Der zu der Rechten Gottes thront. 2. Bald sind die wengen Trauer⸗ stunden Bei Hoffnung und Geduld entflohn, Bald hab ich völlig überwunden, Die frohste Stunde nahet schon; Aus dieses Lebens engen Grenzen Schwingt dann mein Geist sich himmelan, Und dort, wo Lust und Wonne glänzen, Wird ihm die Pforte aufgetan. 3. Ich bin dazu erschaffen worden, Dazu durch Christi Blut erkauft Und zu der Himmelsbürger Orden, Zum Eigentum des Herrn getauft; Der Geist, der mir zum Pfand geschenket, Macht meinen Geist gewiß und fest, Daß auch bei allem, was mich kränket, Mein Glaube mich nicht zweifeln läßt. 4. Nur eins bekümmert meine Seele Und macht das Herz mir sorgen⸗ voll: Ob mir der rechte Schmuck nicht fehle, Wenn ich sein Mahl dort schmecken soll. Ich weiß, vor meines Königs Augen Gilt nur ein ganz befreiter Geist; Vor ihm kann nur das Herze taugen, Das alles Fremde Schaden heißt. 5. Ein Glaube, der nur ihn er⸗ wählet Und still in seiner Liebe ruht, Zu heißer Liebe uns beseelet, Die seinen Willen treulich tut; Der ihn bis an das Kreuz begleitet Und achtet nicht die Schmach der Welt, Für Gottes Ehre mutig streitet: Das ist der Schmuck, der ihm ge⸗ fällt. 6. Nur du, mein Heiland, kannst es wissen, Wie viel mir noch hieran gebricht; Mein Auge schwebt in Finster⸗ nissen, Ich Armer kenn mich selber nicht. Doch ist ein inniges Verlangen In mir durch deinen Geist erregt, Dir ganz und einzig anzuhangen Mit allem, was mein Herz bewegt. 7. Was ich nicht habe, kannst du geben, Was ich nicht bin, das bist du mir: Nimm hin mein Herz, es zu be⸗ leben, Ich überlaß es gänzlich dir. Gib mir den Glauben und die Liebe Und bilde mich nach deinem Bild, Erfülle mich mit Zu leiden, wo du 8. Zermalm, ze Was dir nicht völl Zerstoß, zerschlage Was sich nicht gän Herr, greif die ang Recht bei der tief Laß keinen Bann it Der mich und die 9. Ich reich gelob Und sage dir auf Ich liebe dich ohr Du meiner Seele Ich liebe dich nicht Wenn du erquick Ich liebe dich au Und wenn dein 9 10. So komm ie Du nahst in Lieb Mir Kron und Pu Du öffnest mir de Wann werd ich Und wann, ach O laß mich bald Dann lob und li L. J 37 Mel. O Gott du 2. Kor. Dersuchet euch Ob ihr im Glau Ob Christus in Ob ihr ihm auch tut; begleitet iach der Welt, streitet: ihm ge⸗ fällt. „kannst wissen, gebricht; Finster⸗ nissen, er nicht. langen t erregt, thangen bewegt. kannst geben, du mir: 3 zu be⸗ leben, dir. die Liebe em Bild, Heiligung. 257 Erfülle mich mit heilgem Triebe, Zu leiden, wo dus haben willt. 8. Zermalm, zerbrich, o Herr, verbrenne, Was dir nicht völlig wohl gefällt; Zerstoß, zerschlage und zertrenne, Was sich nicht gänzlich zu dir hält. Herr, greif die angebornen Sünden Recht bei der tiefsten Wurzel an, Laß keinen Bann in mir sich finden, Der mich und dich einst trennen kann. 9. Ich reich gelobend beide Hände Und sage dir aufs neue zu: Ich liebe dich ohn alles Ende, Du meiner Seelen wahre Ruh; Ich liebe dich nicht nur in Freuden, Wenn du erquickest meinen Geist, Ich liebe dich auch unter Leiden, Und wenn dein Ruf mich sterben heißt. 10. So komm ich dir geschmückt entgegen, Du nahst in Liebe dich zu mir, Mir Kron und Purpur anzulegen, Du öffnest mir des Himmels Tür. Wann werd ich dich, mein Heil, umfangen? Und wann, ach wann verklärst du mich? O laß mich bald dahin gelangen, Dann lob und lieb ich ewig dich! L. F. F. Lehr, 4 1744. 377. Mel. O Gott du frommer Gott. 2. Kor. 18, 5. Bersuchet euch doch selbst, Ob ihr im Glauben stehet, Ob Christus in euch ist, Ob ihr ihm auch nachgehet In Demut und Geduld, In Sanftmut, Freundlichkeit, In Lieb dem Nächsten stets Zu dienen seid bereit. 2. Der Glaube ist ein Licht, Im Herzen tief verborgen, Bricht als ein Glanz hervor, Scheint als der helle Morgen, Erweiset seine Kraft, Macht Christo gleich gesinnt, Verneuert Herz und Mut, Macht uns zu Gottes Kind. 3. Er schöpft aus Christo Heil, Gerechtigkeit und Leben Und will in Einfalt es Dem Nächsten wiedergeben; Dieweil er überreich In Christo worden ist, Preist er die Gnade hoch, Bekennet Jesum Christ. 4. Er hofft in Zuversicht, Was Gott im Wort zusaget; Drum muß der Zweifel fort, Die Schwermut wird verjaget; Sieh, wie der Glaube bringt Die Hoffnung an den Tag, Hält Sturm und Wetter aus, Besteht in Ungemach. 5. Aus Hoffnung wächst die Lieb, Weil man aus Gottes Händen Nimmt alle Dinge an, Nicht zürnen mag, nicht schänden; Denn alles uns zu Nutz Und Besten ist gemeint, Drum dringt die Liebe durch Auf Freunde und auf Feind. 6. Wir waren Gottes Feind: Er gibt zum Gnadenthrone Sein eingebornes Kind, Versöhnt uns in dem Sohne, Setzt Liebe gegen Haß; Wer gläubig dies erkennt, R 25⁵ Heiligung. Wird bald in Lieb entzündt, Die allen Haß verbrennt. 7. Wie uns nun Gott getan, Tun wir dem Nächsten eben; Droht er uns mit dem Tod, Wir zeigen ihm das Leben; Flucht er, so segnen wir; In Schande, Spott und Hohn Ist unser bester Trost Des Himmels Ehrenkron. 8. Legt Gott zur Prüfung auf Ein schweres Kreuz zu tragen: Der Glaube bringt Geduld, Macht leicht uns alle Plagen; Statt Murren und Verdruß Wird das Gebet erweckt, Weil aller Angst und Not Von Gott ein Ziel gesteckt. 9. Man lernet nur dadurch Sein Elend recht verstehen Wie auch des Höchsten Güt, Hält an mit Bitten, Flehen, Verzaget an sich selbst, Erkennet sich für nichts, Sucht bloß in Christo Kraft, Der Quelle alles Lichts. 10. Man traut auf sein Verdienst, Erlanget Geist und Stärke, In solcher Zuversicht Zu üben gute Werke; Steht ab vom Eigensinn, Flieht die Vermessenheit, Hält sich in Gottesfurcht In Glück und schwerer Zeit. 11. So prüfe dich denn wohl, Ob Christus in dir lebet, Denn Christi Leben ists, Wonach der Glaube strebet; Erst machet er gerecht, Dann heilig, wirket Lust Zu allem guten Werk: Sieh, ob du auch so tust. 12. O Herr, so mehre doch In mir den wahren Glauben, So kann mich keine Macht Der guten Werk berauben. Wo Licht ist, geht der Schein Freiwillig davon aus; Du bist mein Gott und Herr, Bewahr mich als dein Haus. J. J. Breithaupt, 4 1732. 378. Mel. Alle Menschen müssen sterben. Wer das Kleinod will erlangen, Der muß laufen, was er kann; Wer die Krone will empfangen, Der muß kämpfen als ein Maͤnn; Dazu muß er sich in Zeiten Auf das beste zubereiten, Alles andern müßig gehn, Was ihm kann im Wege stehn. 2. Liebster Jesu, deine Güte Hält auch mir ein Kleinod vor, Das entzücket mein Gemüte, Ziehet Herz und Aug empor. O wie glänzt die schöne Krone Von dem hohen Ehrenthrone, Die du in der Herrlichkeit Deinen Streitern hältst bereit! 3. Mein verderbter Eigenwille Hat bald dies, bald das zu tun, Hält im Laufen vielmal stille Und will in dem Streite ruhn. Satan macht mich auch fast mürbe, Daß mir auch der Sieg verdürbe, Wo mir deine treue Kraft Nicht die nötge Hülfe schafft. 4. Drum, mein Jesu, steh mir Armen In so großer Schwachheit bei, Laß dich meiner Not erbarmen, Mache mich von allem frei, Was mir will me Komm, mich selbst Gib mir Kraft Fördre meinen 5. Es verlohnt sie Ob mirs gleich 37 Mel. Nun bitten w' Ach mein Herr Bringt großen Und dein Gna Daß Leib und Und dankbar w' 2. Wir sehn Voll Huld und Aber unsre Se Du kannst dich Auch ungesehn. 3. O wer nur Dein zu genieße Der hätt ohn Et Und unsre See Wer ist wie du? sterben. langen, kann; fangen, Maͤnn; ten „ stehn. Züte od vor, ite, por. Krone one, ereitl nwille zu tun, stille ruhn. t mürbe, erdürbe, t afft. teh mir Armen t bei, armen, ei, Heiligung. 259 Was mir will mein Ziel verrücken; Komm, mich selbst recht zuzuschicken, Gib mir Kraft und Freudigkeit, Fördre meinen Lauf im Streit. 5. Es verlohnt sich wohl der Mühe, Ob mirs gleich oft sauer wird, Wenn ich mich der Welt entziehe Und dir folge, treuer Hirt: Deine sichre Gnadenkrone Ist mir übergnug zum Lohne; Wirst nur du mein Beistand sein, So ist sie in kurzem mein. J. Mentzer, 4 1734. B. Liebe zum Berrn. 6 379. Mel. Nun bitten wir den heiligen Geist. Ach mein Herr Jesu, dein Nahe⸗ sein Bringt großen Frieden ins Herz hinein, Und dein Gnadenanblick macht uns so selig, Daß Leib und Seele darüber fröhlich Und dankbar wird. 2. Wir sehn dein freundliches Angesicht Voll Huld und Gnade wohl leib⸗ lich nicht, Aber unsre Seele kanns schon gewahren: Du kannst dich fühlbar gnug offenbaren Auch ungesehn. 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht Dein zu genießen recht wär be⸗ dacht! Der hätt ohn Ende von Glück zu sagen, Und unsre Seele müßt immer fragen: Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, geduldig ein, Uns täglich reichlich die Schuld verzeihn, Heilen, stilln und trösten, erfreun und segnen Und unsrer Seele als Freund be⸗ gegnen Ist deine Lust. 5. Ach gib an deinem kostbaren Heil Uns alle Tage vollkommnen Teil Und laß unsre Seele sich immer schicken, Aus Not und Liebe nach dir zu blicken Ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald Mit deiner blutigen Todsgestalt; Ja die laß uns immer vor Augen schweben Und dein wahrhaftiges Inuns⸗ leben Zu sehen sein. 7. Ein herzlich Wesen und Kind⸗ lichkeit Sei unsre Zierde zu aller Zeit, Und die Blutbesprengung aus deinen Wunden Erhalt uns solche zu allen Stunden Bei Freud und Leid. R 2 260 Heiligung. 8. So werden wir bis zum Him⸗ ů mel ein Mit dir vergnügt wie die Kind⸗ lein sein; Muß man gleich die Wangen noch manchmal netzen: Wenn sich das Herz nur an dir Und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durch⸗ grabne Hand, Die so viel Treue an uns gewandt, Daß wir daran denkend beschämt dastehen, Und unser Auge muß übergehen Vor Lob und Dank. Chr. Gregor, 1801. 380. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Nc sagt mir nichts von Gold und Schätzen, Von Pracht und Schönheit dieser Welt! Es kann mich ja kein Ding ergötzen, Was mir die Welt vor Augen stellt. Ein jeder liebe, was er will: Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 2. Er ist alleine meine Freude, Mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild, In dem ich meine Augen weide Und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will: Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, Des Fleisches Schönheit dauert nicht, Die Zeit kann alles das verwüsten, Was Menschenhände zugericht. Ein jeder liebe, was er will: Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Er ist der König aller Ehren Er ist der Herr der Herrlichkeit; Er kann mir ewges Heil gewähren ergötzen Und retten mich aus allem Streit. Ein jeder liebe, was er will: Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 5. Sein Schloß kann keine Macht zerstören, Sein Reich vergeht nicht mit der Zeit, Sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren Von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will: Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 6. Sein Reichtum läßt sich nicht ergründen, Sein allerschönstes Angesicht Und was von Schmuck um ihn zu finden, Verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will: Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 7. Er kann mich über alles heben Und seiner Klarheit machen gleich; Er kann mir so viel Schätze geben, Daß ich werd unerschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will: Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 8. Und ob ichs zwar noch muß entbehren, So lang ich wandre in der Zeit, So wird er mirs doch wohl ge⸗ währen Im Reiche seiner Herrlichkeit. Ein jeder liebe, was er will: Ich liebe Jesum, der mein Ziel. J. Scheffler, 4 1677. 38 Mel. Herr ich ha Ach was sind Dürftig, jämmer Ach was sind wi Ach Herr Jesu, Laß dich unsre? Die wir dir vor 2. Ohne dich, h Rommt man nich Welche fast auf Unsern Füßen 9 Sie kann trotzen! Undhältunsmitil 3. Darum stärk: Sei in Finsterni Offne unsre Her Zeig dein freund Leucht, o Sonn,: So wird sich da 4. Faß uns an Führ uns durch Daß wir auf de Gehen fort ohn Laß uns meiden Und nicht wiede 5. Laß den Gei Geben unserm( Daß wir brünstie Nach der Liebe Ach Herr, mach: So ist unser Le 6. Dann wird Schallen aus de Dann wird alle Und dir singen Dann wird auf Jesus hoch gelo P. richt. ill: u Ziel. Ehren ichkeit; währen Streit. ill: n Ziel. »Macht rstören, mit der Zeit, gleichen Ehren Reit. ill: n Ziel. ich nicht ründen, cht um ihn finden, richt. ill: n Ziel. heben gleich; e geben, ch muß tbehren, der Zeit, vohl ge⸗ währen keit. Hill: n Ziel. + 1677/. Heiligung. 261 Mel. Herr ich habe mißgehandelt. Ach was sind wir ohne Jesum? Dürftig, jämmerlich und arm. Ach was sind wir? Voller Elend; Ach Herr Jesu, dich erbarm. Laß dich unsre Not bewegen, Die wir dir vor Augen legen. 2. Ohne dich, herzliebster Jesu, Kommt man nicht durch diese Welt, Welche fast auf allen Wegen Unsern Füßen Netze stellt; Sie kann trotzen und kann heucheln UndhältunsmitihremSchmeicheln. 3. Darum stärk uns, liebster Jesu, Sei in Finsternis das Licht; Offne unsre Herzensaugen, Zeig dein freundlich Angesicht; Leucht, o Sonn, mit Lebensblicken, So wird sich das Herz erquicken. 4. Faß uns an, o treuer Jesu, Führ uns durch die Pilgerstraß, Daß wir auf den rechten Wegen Gehen fort ohn Unterlaß; Laß uns meiden alle Stricke Und nicht wieder sehn zurücke. 5. Laß den Geist der Kraft, Herr Jesu, Geben unserm Geiste Kraft, Daß wir brünstig dir nachwandeln Nach der Liebe Eigenschaft. Ach Herr, mach uns selber tüchtig, So ist unser Leben richtig. 6. Dann wird Lob und Dank, Herr Jesu, Schallen aus des Herzens Grund; Dann wird alles jubilieren, Und dir singen Herz und Mund. Dann wird auf der ganzen Erden Jesus hoch gelobet werden. P. Lackmann, 4 1713. 382. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Ps. 73, 25. 26. 6 Ach wenn ich dich, mein Gott, nur habe, Nach Erd und Himmel frag ich nicht; Nichts ist, das meine Seele labe, Als du, mein Gott, mein Trost, mein Licht. Rühmt sich die Welt mit ihrer Lust: Ohn dich ist mir kein Trost bewußt. 2. Soll Leib und Seele mir ver⸗ schmachten, Ich hoffe doch getrost auf dich; Nichts will ich alle Plagen achten, An dir allein erquick ich mich; Legt sich auch alles wider mich, Es bleibt dabei: ich liebe dich. — 3. Hab ich nur dich, so hab ich alles, Was meine Seele wünschen kann; Auch fürcht ich mich gar keines Falles: Liebst du mich nur, was ficht mich an? Drum spricht mein Herz: Du bist mein Teil, In dir ist meiner Seele Heil. B. Schmolck, 4 1737. 383. Mel. Jesu meine Freude. Rugennalam Wesen, Das ich hab erlesen Mir zum höchsten Gut: Du vergnügst alleine Völlig, innig, reine Geist und Seel und Mut. 262 Heiligung. Wer dich hat, ist still und satt; Wer dir kann im Geist anhangen, Darf nichts mehr verlangen. 2. Wem du dich gegeben, Kann in Frieden leben, Er hat, was er will; Wer im Herzensgrunde Mit dir lebt im Bunde, Liebet und ist still. Bist du da und innig nah, Muß das Schönste bald erbleichen Und das Beste weichen. 3. Höchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüter, Trost in aller Pein; Was Geschöpfe haben, Kann den Geist nicht laben, Du vergnügst allein. Was ich mehr als dich begehr, Kann mein Seligsein nur hindern Und den Frieden mindern. 4. Was genannt mag werden Droben und auf Erden, Alles reicht nicht zu; Einer nur kann geben Freude, Trost und Leben, Eins ist not: nur du! Hab ich dich nur wesentlich, So mag Leib und Seel verschmach⸗ ten, Ich wills doch nicht achten. 5. Ehr samt allen Schätzen Und was mag ergötzen, Will ich missen gern; Freude, Trost und Gaben, Die sonst andre haben, Will ich auch entbehrn. Du sollst sein mein Teil allein, Der mir soll trotz andern Dingen Ruh und Freude bringen. 6. Komm, du selig Wesen, Das ich mir erlesen, Werd mir offenbar! Meinen Hunger stille, Meinen Grund erfülle Mit dir selber gar. Komm, nimm ein mein Kämmer⸗ lein, Daß ich allem mich verschließe Und nur dich genieße. 7. Laß, o Herr, mit Freuden Mich von allem scheiden, Fern der Kreatur; Innig dir ergeben, Kindlich mit dir leben, Sei mein Himmel nur! Bleib nur du mein Gut und Ruh, Bis du wirst in jenem Leben Dich mir völlig geben. G. Tersteegen, 4 1769. 384. Auf, hinauf zu deiner Freude, Meine Seele, Herz und Sinn! Weg, hinweg mit deinem Leide, Hin, zu deinem Jesus hin! Er ist dein Schatz, Jesus ist dein einzig Leben; Will die Welt nicht Raum dir geben, Bei ihm ist Platz. 2. Fort, nur fort, steigimmer weiter In die Höh zu Jesu auf! An, hinan die Glaubensleiter Klettre mit geschwindem Lauf. Gott ist dein Schutz; Jesus bleibet dein Beschirmer Wider alle Seelbestürmer Und bietet Trutz. 3. Fest, nur fest dich angehalten An die starke Jesustreu! Laß du, laß du Gott nur walten, Seine Güt ist täglich neu. Er meint es gut; Wenn die 8 Müssen sie Hab ge 4. Ein, hine Die dir Jes Klag und sa⸗ Rufe ihn ut Er steh Wenn dich Kann und n Das gl 5. Hoch/ so h Kannst erhe Schwing zu Gib ihm hi Er ists Der um die Und für die Drum 6. Auf, hin Trachte doce Wo dein J Allen schnö Zum H Welt und E Nur bei Je Die w Mel. Wollt i Einer n Daß ihm Einer nur Betend vo 3 Jesus, d 2. Einer In den tu Einer na Kämmer⸗ lein erschließe Freuden en, r! t und Ruh, Leben gen, 4 1769. er Freude, id Sinn! nem Leide, shin! m dir geben, . mmer weiter auf! ensleiter mer angehalten eu! nur walten, neu. Wenn die Feinde dich anfallen, Müssen sie zurückeprallen, Hab guten Mut! 4. Ein, hinein in Gottes Kammer, Die dir Jesus aufgetan! Rlag und sag ihm deinen Jammer, Rufe ihn um Hilfe an! Er steht dir bei; Wenn dich alle Menschen hassen, Kann und will er dich nicht lassen, Das glaube frei. 5. Hoch, so hoch du dich vom Staube Kannst erheben himmelwärts, Schwing zu Jesu sich dein Glaube, Gib ihm hin dein ganzes Herz! Er ists allein, Der um dich so treulich wirbet Und für dich aus Liebe stirbet, Drum bist du sein. 6. Auf, hinaufl was droben, suche; Trachte doch allein dahin, Wo dein Jesus; sonst verfluche Allen schnöden Sündensinn. Zum Himmel zu! Welt und Erde muß verschwinden; Nur bei Jesu ist zu finden Die wahre Ruh. J. K. Schade, 4 1698. Mel. Wollt ihr wissen, was mein Preis. Einer nur ist ewig wert, Daß ihm Ehre widerfährt, Einer nur, daß alle Welt Betend vor ihm niederfällt: 2: Jesus, der vom Himmel kam. 2. Einer hat der Menschheit Last In den treuen Arm gefaßt; Einer nahm ins eigne Grab Heiligung. Aller Sünder Schuld hinab: : Jesus, der am Kreuze starb.: 3. Einer hat aus Todesnacht Leben an das Licht gebracht, Daß ein Strahl aus jener Welt Unsrer Tage Nacht erhellt: : Jesus, der vom Tod erstand.: 4. Einer hat den Zorn gestillt, Dessen Opfer ewig gilt, Der den Sündern jeder Frist Ein barmherzger Priester ist: : Jesus, der gen Himmel fuhr. 5. Einer wohnt im Heiligtum Und vollendet Gottes Ruhm, Sammelt, heiligt und erbaut Seinen Tempel, seine Braut: Jesus, der vom Himmel kommt.:: S. Preiswerk, 4 1871. 386. Terzlich lieb hab ich dich, o Herr! Ich bitt, wollst sein von mir nicht fern Mit deiner Hülf und Gnaden. Die ganze Welt erfreut mich nicht, Nach Erd und Himmel frag ich nicht, Wenn ich nur dich kann haben; Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, So bist doch du mein Zuversicht, Mein Teil und meines Herzens Trost, Der mich durch sein Blut hat. löst. Herr Jesu Christ, Mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, In Schanden laß mich nimmer⸗ mehr. 264 Heiligung. 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab Mein Leib und Seel und was ich hab In diesem armen Leben; Damit ichs brauch zum Lobe dein, Zum Nutz und Dienst des Näch⸗ sten mein, Wollst mir dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, Des Satans Mord und Lügen wehr; In allem Kreuz erhalte mich, Auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, Mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, Tröst mir mein Seel in Todesnot. 3. Ach Herr, laß deine Engelein Am letzten End die Seele mein In Abrahams Schoß tragen, Den Leib in seinem Kämmerlein Gar sanft ohn einge Qual und Pein Ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, Daß meine Augen sehen dich In aller Freud, o Gottes Sohn, Mein Heiland und mein Gnaden⸗ thron! Herr Jesu Christ, Erhöre mich, erhöre mich, Ich will dich preisen ewiglich. M. Schalling, 4 1608. 387. Mel. Es ist genug. Ich habe gnug, mein Herr ist Jesus Christ, Ich weiß von keinem mehr; Wer nur sein Knecht und treuer Jünger ist, Der sorget nicht so sehr. Ich will ganz meinem Gott an⸗ hangen Und nicht mehr nach der Welt verlangen, : So hab ich gnug. ½ 2. Ich habe gnug, ich bin der Sorgen los Und kränke nicht das Herz; Ich bin vergnügt und sitz in Gottes Schoß, Der lindert allen Schmerz; Ich sorge nicht mehr für mein Leben, Der Höchste kann mir alles geben, ): Ich habe gnug. 3. Ich habe gnug, Gott, der die Vögel speist Und alle Welt ernährt, Gott, der das Gras und Blumen wachsen heißt Und ihnen Schmuck beschert, Der wird auch meinen Leib er⸗ nähren, Nahrung und Kleider mir be⸗ scheren, : Ich habe gnug. 4. Ich habe gnug und sorge für den Geist, Das andre fällt mir zu; Nur Gottes Reich, das Jesus suchen heißt, Das gibt mir wahre Ruh; Ich trachte nur, des Vaters Willen In Kraft des Geistes zu erfüllen: z: Drum hab ich gnug. ½ 5. Ich habe gnug; ich lieg an Jesu Brust, Da schwindet aller Schmerz. Was will ich mehr? Dort find ich Himmelslust, Dort stillt sich ganz mein Herz; Den Himmel Was wird inj Ich habe Mel. Wie wo I9 will dick Mein Heilan Die Welt he Nun schenkst Die Ruh, m Der alle Kö Die uns der Ach daß ich Vor deiner Die alles W 2. Wie fre Wie ging mi Ich floh dich, Und rang na Du aber na In deiner L Und offenba Nimm,‚, See Mein ganze Entreiß mir 3. O lehre Damit ichen Lehr mich L. Gott an⸗ hangen der Welt verlangen, —* 7* ich bin der orgen los Herz ind sitz in ttes Schoß, merz; für mein Leben, alles geben, ott, der die ögel speist t nd Blumen chsen heißt eschert, en Leib er⸗ nähren, r mir be⸗ scheren, id sorge für den Geist, u; das Jesus ichen heißt, Ruh; ters Willen zu erfüllen: 91 ch lieg an esu Brust, hmerz. ort find ich immelslust, iein Herz; Den Himmel hab ich schon auf Erden, Was wird in Lautte.. erst werdeni Ich habe gnug. „Halle 17¹⁴4. 388. Mel. Wie wohl ist mir o Freund der Seelen. I0 will dich immer treuer lieben, Mein Heiland, gib mir Kraft dazu. Die Welt hat lang mich umge⸗ trieben, RNun schenkst du mir die wahre Ruh, Die Ruh, mit der nichts zu ver⸗ gleichen, Der alle Königskronen weichen, Die uns den Himmel offen zeigt. Ach daß ich ganz in Lieb zerflösse Vor deiner Liebe Wundergröße, Die alles Wissen übersteigt! 2. Wie freundlich hast du mich gezogen, Wie ging mir dein Erbarmen nach! Ich floh dich, der du mich bewogen, Und rang nach Tod und Ungemach. Du aber nahmst ohn mein Ver⸗ langen In deiner Liebe mich gefangen Und offenbaretest dich mir. Nimm, Seelenfreund, für Diese Treue Mein ganzes Herz, das ich dir weihe, Entreiß mirs. und nimm es dir. 3. O lehre mich, mich ganz ver⸗ gessen, Damit ich nur an dich gedenk: Lehr mich nach dir nur alles messen, Heiligung. 265 Damit ich ganz in dich mich senk. Ich wünsch in mir ganz zu ver⸗ schwinden, Um dich vollkommener zu finden, Du süße Lieb und höchstes Gut! Werd ich mich recht in dich ver— lieren, So wirst du Kräfte in mich führen, Daß ich dich lieb mit heißer Glut. 4. Ich hange nicht an deinen Gaben, Dich, Jesu, such ich ganz allein; Soll ich nichts mehr zu fühlen haben, Ich will auch so zufrieden sein. Vertausch den Trieb nach eitlen Freuden Mit der Bereitschaft, still zu leiden, Und mach in allem mich getreu. Nimm hin mein Wollen, Denken, Richten, Wirken, Tichten, Daß nichts denn du mehr übrig sei. Mein eignes Laufen, 5. Mir ist am seligsten geraten, Wenn ichaus eigner Wahl nichts tu. Ein andrer sinn auf große Taten; Mein Geist erblicket eine Ruh, Worin er bleibend das vollführet, Was von des Geistes Trieben rühret, Und das heißt recht in Gott getan. O mischte sich doch in mein Lieben Nichts mehr von meinen eignen Trieben, So fing ich recht zu lieben an! 6. Getreuer Jesu, soll ich hoffen, Daß meine Liebe treuer werd? Ach ja, dein Herze steht noch offen Dem, welcher ernstlich Hülf be⸗ gehrt. Ich flieh zum Reichtum deiner Güte, 266 Heiligung. Durchleuchte du, Herr, mein Ge⸗ müte, Daß ich, was du nicht selber bist, Erkenn und haß und dämpf 5 6 töte; So schau ich nach der Morgenröte, Wie hell die Sonne selber ist. J. A. Flessa, 4 1776. 389. Ic will dich lieben, meine Stärke, Ich will dich lieben, meine Zier, Ich will dich lieben mit dem Werke Und immerwährender Begier; Ich will dich lieben, schönstes Licht, Bis mir das Herze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, Als meinen allerbesten Freund, Ich will dich lieben und erheben, So lange mich dein Glanz be⸗ scheint, Ich will dich lieben, Gotteslamm, Als meinen Bräutigam. 3. Ach daß ich dich so spät erkennet, Du hochgelobter Heiland du, Und dich nicht eher mein genennet, Du höchstes Gut und wahre Ruhl Es ist mir leid, ich bin betrübt, Daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war ver⸗ blendet, Ich suchte dich und fand dich nicht; Ich hatte mich von dir gewendet Und liebte das geschaffne Licht; Nun aber ists durch dich geschehn, Daß ich dich hab ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, Daß mir dein Glanz hat Licht gebracht, Ich danke dir, du Himmelswonne, Daß du mich froh und frei gemacht, Ich danke dir, du süßer Mund, Daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen Und laß mich nicht mehr irre gehn, Laß meinen Fuß in deinen Wegen Nicht straucheln oder stille stehn; Erleuchte Leib und Seele ganz, Du starker Himmelsglanz. 7. Ich will dich lieben, meine Krone, Ich will dich lieben, meinen Gott, Ich will dich lieben sonder Lohne Auch in der allergrößten Not; Ich will dich lieben, schönstes Licht, Bis mir das Herze bricht. J. Scheffler, 4 1677. 390. Mel. Jesu meines Lebens Leben. Joh. 10, 14. 27. Jesu, frommer Menschenherden Guter und getreuer Hirt, Laß mich auch dein Schäflein werden, Das dein Stab und Stimme führt. Ach du hast aus Lieb dein Leben Für die Schafe hingegeben, Und du gabst es auch für mich: Laß mich wieder lieben dich. 2. Herden ihre Hirten lieben, Und ein Hirt liebt seine Herd: Laß uns auch so Liebe üben, Du im Himmel, ich auf Erd. Schallet deine Lieb hernieder, Soll dir meine schallen wieder, Wenn du rufst: Ich liebe dich, Ruft mein Herz: Dich liebe ich. 3. Schafe ihren Hirten kennen, Dem sie auch sind wohlbekannt: Laß mich au Wie du bist Als des are Mich zur 2 Riefest du: Ich auch ri 4. Herden Folgen ihre Hirten sich Wenn sie ꝛr Wenn du ꝛr Wenn du dr Laß mich h Jesu, höre 5. Höre, Meine, dein Mich auch Wenn sich ne Laß mein Deinen Tro Wenn ich b Jesu, sprich 6. Höre, 2 Wenn icheꝛr Zesu, dich! Steh mir b Ja du hörf Ist ja alles Nun ich gle Deinen Tro Weu, kom: Und verblei Komm doch, Liebster, der 2. Tausend Weil sonst Tausendmal Jesu, Jesu, frei gemacht, üßer Mund, t gesund. deinen Stegen ehr irre gehn, deinen Wegen r stille stehn; Seele ganz, glanz. ieben, meine Krone, meinen Gott, sonder Lohne ößten Not; chönstes Licht, bricht. effler, 4 1677. ebens Leben. 27. nschenherden Hirt, in Schäflein werden, stimme führt. b dein Leben egeben, ch für mich: den dich. ten lieben, eine Herd: be üben, auf Erd. hernieder, len wieder, liebe dich, h liebe ich. ten kennen, ohlbekannt: Laß mich auch für dich entbrennen, Wie du bist für mich entbrannt. Als des argen Wolfes Rachen Mich zur Beute wollte machen, Riefest du: Ich kenne dich; Ich auch rief: Dich kenne ich. 4. Herden ihre Hirten hören, Folgen ihrer Stimm allein; Hirten sich zur Herde kehren, Wenn sie rufen groß und klein; Wenn du rufest, laß mich eilen, Wenn du dräuest, nicht verweilen, Laß mich horchen stets auf dich, Jesu, höre du auch mich. 5. Höre, Jesu, und erhöre Meine, deines Schäfleins, Stimm; Mich auch zu dir schreien lehre, Wenn sich naht des Wolfes Grimm; Laß mein Schreien dir gefallen, Deinen Trost herniederschallen, Wenn ich bete, höre mich; Jesu, sprich: Ich höre dich. 6. Höre, Jesu, und erhöre, Wenn ich ruf, anklopf und schrei, Zesu, dich von mir nicht kehre, Steh mir bald in Gnaden bei. Za du hörst; in deinem Namen Ist ja alles Ja und Amen. Nun ich glaub und fühle schon Deinen Trost, o Gottes Sohn! S. v. Birken, 4 1681. 391. Aeu, komm doch selbst zu mir Und verbleibe für und für; Komm doch, werter Seelenfreund, Liebster, den mein Herze meint! 2. Tausendmal begehr ich dich, Weil sonst nichts vergnüget mich. Tausendmal schrei ich zu dir: Jesu, Jesu, komm zu mirl Heiligung. 267 3. Keine Lust ist auf der Welt, Die mein Herz zufriedenstellt. Jesu, nur dein Beimirsein Nenn ich meine Lust allein. 4. Aller Engel Glanz und Pracht Und was ihnen Freude macht, Ist mir, süße Seelenfreud, Ohne dich nur Herzeleid. 5. Nimm nur alles von mir hin, Ich verändre nicht den Sinn. Du, o Jesu, mußt allein Ewig meine Freude sein. 6. Keinem andern sag ich zu, Daß ich ihm mein Herz auftu; Dich alleine laß ich ein, Dich alleine nenn ich mein. 7. O so komm denn in mein Herz Und vermindre meinen Schmerz; Denn ich schreie für und für: Jesu, Jesu, komm zu mir! 8. Nun, ich warte mit Geduld, Bitte nur um diese Huld, Daß du in der Todespein Wollst mein Trost, o Jesu, sein! J. Scheffler, 4 1677. 392. .. meine Freude, Meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier, Ach wie lang, ach lange Ist dem Herzen bange Und verlangt nach dir! Du bist mein, und ich bin dein, Außer dir soll mir auf Erden Nichts sonst lieber werden. 2. Unter deinem Schirmen Bin ich vor den Stürmen Aller Feinde frei: Laß von Ungewittern 268 Heiligung. Rings die Welt erzittern, Mir steht Jesus bei. Ob die Welt in Trümmer fällt, Ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3. Trotz dem alten Drachen, Trotz dem Todesrachen, Trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe, Ich steh hier und singe In gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht: Erd und Abgrund muß sich scheuen, Ob sie noch so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen, Du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust! Weg, ihr eitlen Ehren, Ich mag euch nicht hören, Bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod, Soll mich, ob ich viel muß leiden, Nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen, Das die Welt erlesen, Mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, Bleibet weit dahinten, Kommt nicht mehr ans Licht! Gute Nacht, du Stolz und Pracht, Dir sei ganz, du Sündenleben, Gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister, Denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, Muß auch ihr Betrüben Lauter Segen sein. Duld ich schon hier Spott undHohn, Dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. F. Franck, 4 1677. 393. Mel. Nun komm der Heiden Heiland. Iesus ist mein Freudenlicht, Wenn er hell in mir anbricht, Meiner Seele Ruhestatt, Wenn sie keine Kraft mehr hat. 2. Jesus ist mein starker Held; Wenn der Teufel mich anfällt, Und die Sünde groß sich macht, Ich ihr Trotzen ganz veracht. 3. Ach mein Jesu, laß mich dir Sein verpfändet für und für, Laß mich Armen dir allein In der Lieb ergeben sein! 4. Alle, die ihr Jesum sucht, Kommt, genießet seine Frucht, Die Leib, Geist und Seel erquickt, Euch zum Siegen macht geschickt. 5. Herzensjesu, Siegesfürst, Meine Seele nach dir dürst; Jeden Feind in mir besieg, Daß ich nicht im Kampf erlieg. 6. Nach dem Siegen nimm mich auf Zu dem auserwählten Hauf, Da du mir den Gnadenlohn Geben wirst, o Gottes Sohn! 7. Auf, ihr Überwinder, seht, Jesus euch entgegengeht, Um für wenig Schmach und Hohn Zu verleihn die Ehrenkron. 8. Hallelujah, Gloria! Auf, des Herren Tag ist nah, Wachet, haltet euch bereit! Jetzt kommt die Erquickungszeit. G. Arnold, 1 1714. Mel. Jesu Jeus schwe Jesus liegt Von ihm wil Weil ich hie Er ist meine Meines Herz Meiner Seel Jesum lieb 2. Jesus fu Wie ein gül Er vertreibtu Er ist mein, Drum ergrei Wenn ich soll Er ist meine Jesum laß i 3. Jesu hal Da ich von Und von ne In der heilg Ihm will iche Ihn in aller Es sei Leben Jesus hilft c 4. Jesum u Wenn ich ge Seines Geist Ruhn in mei Ja wenn ick Oder wieder Bleibt doch Meiner Seel 5. Jesum 1 Der am best Er gesegne Die ich fröh Daß in sein Alles glückli deiden Heiland. udenlicht, r anbricht, tatt, t mehr hat. tarker Held; ich anfällt, 5ß sich macht, 3 veracht. laß mich dir und für, rallein sein! um sucht, ne Frucht, Seel erquickt, acht geschickt. gesfürst, r dürst; besieg, impf erlieg. nimm mich auf n Hauf, denlohn s Sohn! ider, seht, jeht, ch und Hohn nkron. al ist nah, Hereit! ö uickungszeit. rold, 4 1714. 394. Mel. Jesu meines Lebens Leben. Leius schwebt mir in Gedanken, Jesus liegt mir stets im Sinn: Von ihm will ich nimmer wanken, Weil ich hier im Leben bin. Er ist meiner Augen Weide, Meines Herzens höchste Freude, Meiner Seele schönste Zier, Jesum lieb ich für und für. 2. Jesus funkelt mir im Herzen Wie ein güldnes Sternelein; Er vertreibt mir Angst und Schmer⸗ zen, Er ist mein, und ich bin sein. Drum ergreif ich ihn mit Freuden, Wenn ich soll von hinnen scheiden. Er ist meines Lebens Licht, Jesum laß ich von mir nicht. 3. Jesu habe ich geschworen, Da ich von den Sünden rein Und von neuem ward geboren In der heilgen Taufe mein. Ihm will ichs auch treulich halten, Ihn in allem lassen walten, Es sei Leben oder Tod; Jesus hilft aus aller Not. 4. Jesum will ich bei mir haben, Wenn ich gehe aus und ein; Seines Geistes Trost und Gaben Ruhn in meines Herzens Schrein; Ja wenn ich zu Bette gehe Oder wiederum aufstehe, Bleibt doch Jesus früh und spat Meiner Seelen Schutz und Rat. 5. Jesum will ich lassen raten, Der am besten raten kann; Er gesegne meine Taten, Die ich fröhlich fange an, Daß in seinem teuern Namen Alles glücklich sei und Amen: Heiligung. So wird alles werden gut, Wenn nur Jesus Hülfe tut. 6. Jesus, meiner Jugend Leiter, Der regieret meinen Sinn, Wird auch sein mein Trostbereiter, Wenn ich alt und kraftlos bin; Krümmen dann sich meine Glieder, Geht die Lebenssonne nieder, Wird verdunkelt mein Gesicht, Meinen Jesum laß ich nicht. 7. Jesus soll in allem Leiden Mein getreuer Beistand sein; Nichts, nichts soll mich von ihm scheiden, Es soll keine Herzenspein, Keine Trübsal, keine Schmerzen Reißen ihn aus meinem Herzen; Ob mir gleich mein Herz zerbricht, Laß ich dennoch Jesum nicht. 8. Jesu leben, Jesu sterben, Jesu einzig eigen sein Und mit Jesu dorten erben, Dies ist mein Gewinn allein. Jesu will ich sein und bleiben, Nichts, nichts soll mich von ihm treiben: Laß ich gleich Gut, Blut und Ehr, Jesum dennoch nimmermehr. Wesel 1692. 395. Mel. Wie wohl ist mir o Freund der Seelen. Lebst du in mir, o wahres Leben, So sterb in mir, was du nicht bist; Ein Blick von dir kann Beßres geben, Als was der Welt das Beste ist. O Jesu, du sollst mein verbleiben, Nichts soll mich von der Liebe treiben, Die du mir zugesaget hast; 27⁰ Heiligung. O süße Wonne, die mich tränket, Wenn sich die Seel in dich ver⸗ senket, Und deine Gnade mich umfaßt! 2. Herz, das in Liebesglut ge⸗ storben, Ach laß mein Herz in Flammen stehn! Entzünd ein Herz, das du er⸗ worben, Und laß darinnen untergehn, Was du nicht bist, o mein Ver⸗ gnügen; Laß mich in deiner Liebe siegen, Ja siege du nur selbst in mir: So werd ich fröhlich triumphieren, So wird dein Todessieg mich zie⸗ ren, So leb und leid und sterb ich dir. 3. Zünd auch in mir die Liebes⸗ flammen Zum Dienste deiner Glieder an: Bind mich und ihre Not zusam⸗ men, Damit ich mich versichern kann, Ich sei also wie du gesinnet, Wenn mein Geist die Gestalt ge⸗ winnet, Die deinem Geist recht ähnlich ist: So werd ich Freund und Feinde lieben, So wird ihr Kummer mich be⸗ trüben, Wie du mir vorgegangen bist. 4. Gib mir des Glaubens Licht und Kräfte, Damit er wahre Früchte treibt; Mach mich zur Rebe voller Säfte, Die fest an dir, dem Weinstock, bleibt; Du bist der Fels, auf den ich baue, Du bist mein Heiland, dem ich traue, Du bist des Glaubens fester Grund. Wenn sich die Zweifelsstunden finden, So laß die Hülfe nicht verschwin⸗ den Und mach den kranken Geist ge⸗ sund. 5. Hilf, daß die Hoffnung nicht erlieget, Und daß dein Kreuz ihr Anker ist; Gib, daß sie alle Angst besieget Durch dich, der du mein alles bist. Die Welt mag auf das Eitle bauen, Ich aber will auf dich nur schauen, O Jesu, meiner Hoffnung Licht; Ich will dich stets in Lieb um⸗ fassen, Dich, der du mich nicht wirst ver⸗ lassen, Denn deine Liebe wanket nicht. 6. Willst du mich noch im Leben wissen, So leb ich, weil es dir beliebt; Werd ich vom Tode hingerissen, So bin ich gleichfalls nicht be⸗ trübt. Dein Leben laß stets in mir leben, Dein Sterben laß mir Stärke geben, Wenn nun die letzte Not erscheint. Ich will dir meinen Willen schen⸗ ken, Ich will im Tod und Leben denken, Daß du es gut mit mir gemeint. 7. O Jesu, hör, was ich gebeten, Und gib, wonach die Seele dürst; Vergönne mir, zu dir zu treten, Damit du ganz mein eigen wirst. Ach hilf mir streiten, kämpfen, ringen, Hilf mir den Lauf durch dich voll⸗ bringen Und stärk Wenn ich d Und mich So ift mei Ph. B. S Meinen Weil er sic So erfordet Nur allein Er ist mein Meinen Je 2. Jesun Weil ich so Ihm hab i Was ich bi Alles ist ar Meinen Je 3. Laß ve Hören, Schr Laß das le⸗ Mich auf d Wenn der Meinen Je 4. Ich wer Wenn ich Wo vor sei Unsrer Vät Mich erfreu Meinen Je 5. Nicht Meine Seel Jesum such Der mich h Der mich fr Meinen Jet fester Grund. weifelsstunden finden, cht verschwin⸗ den iken Geist ge⸗ sund. voffnung nicht erlieget, ihr Anker ist; ngst besieget nein alles bist. uf das Eitle bauen, h nur schauen, offnung Licht; in Lieb um⸗ fassen, licht wirst ver⸗ lassen, vanket nicht. noch im Leben wissen, dir beliebt; e hingerissen, Als nicht be⸗ trübt. in mir leben, mir Stärke geben, Not erscheint. Willen schen⸗ ken, Leben denken, tmir gemeint. as ich gebeten, ie Seele dürst; dir zu treten, in eigen wirst. ten, kämpfen, ringen, urch dich voll⸗ bringen Und stärk mich durch dein teures Blut! Wenn ich dich nur im Herzen habe Und mich an dir, o Jesu, labe, So ist mein Tod und Leben gut. Ph. B. Sinold v. Schütz, 4 1742. 396. Meinen Jesum laß ich nicht; Weil er sich für mich gegeben, So erfordert meine Pflicht, Nur allein für ihn zu leben. Er ist meines Lebens Licht: Meinen Jesum laß ich nicht. 2. Jesum laß ich nimmer nicht, Weil ich soll auf Erden leben. Ihm hab ich voll Zuversicht, Was ich bin und hab, ergeben; Alles ist auf ihn gericht: Meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, Hören, Schmecken, Fühlen weichen, Laß das letzte Tageslicht Mich auf dieser Welt erreichen; Wenn der Lebensfaden bricht: Meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, Wenn ich nun dahin gelanget, Wo vor seinem Angesicht Unsrer Väter Glaube pranget. Mich erfreut sein Angesicht: Meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Him⸗ mel nicht Meine Seele seufzt und sehnet, Jesum sucht sie und sein Licht, Der mich hat mit Gott versöhnet, Der mich frei macht vom Gericht: Meinen Jesum laß ich nicht. Heiligung. 271 6. Jesum laß ich nicht von mir, Geh ihm ewig an der Seiten; Christus läßt mich für und für Zu dem Lebensbächlein leiten; Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. Chr. Keymann, 1 1662. 397. Mel. Ach Gott und Herr. Mein Freund ist mein, Und ich bin sein, Ihm hab ich mich ergeben. In Glück und Freud Bin ich bereit, Dir, Jesu, stets zu leben. 2. Ich glaub an dich, An dir hang ich Und will dich auch nicht lassen, Bis du mich wirst, O Lebensfürst, Mit deiner Gnad umfassen. 3. Mir zum Gewinn Gabst du dich hin; Dein Todesangst und Sterben Hat mich versöhnt, Ja gar gekrönt Zu einem Himmelserben. 4. Die Kreuzeslast, Die du hier hast Für mich auf dich genommen, Macht mich befreit Von allem Leid, Das sonst auf mich gekommen. 5. Nun werd ich gleich In deinem Reich Den frohen Engeln werden Und sicher sein Von aller Pein, Von dieser Welt Beschwerden. 274 Heiligung. 6. Trotz sei dem Tod Und aller Not! Von dir kann mich nichts wenden, Weil ich forthin Verwahret bin In deinen treuen Händen. 7. Trotz aller Welt! Hier ist der Held, Der für mich ist gestorben; Dadurch er hat Die güldne Stadt Des Himmels mir erworben. 8. Herr Jesu Christ, Allein du bist Mein höchster Schatz auf Erden. Ach laß mich nicht, Mein Lebenslicht, Von dir geschieden werden! 9. Denn du bist mein, Und ich bin dein, Dir hab ich mich ergeben In Glück und Freud, In Kreuz und Leid, Im Sterben und im Leben. Anna Sophie v. Hessen, 4 1683. 398. Mein Salomo, dein freundliches Regieren Stillt alles Weh, das meinen Geist beschwert. Wenn sich zu dir mein blödes Herze kehrt, So läßt sich bald dein Friedens⸗ geist verspüren: Dein Gnadenblick zerschmelzet mei⸗ nen Sinn Und nimmt die Furcht und Unruh von mir hin. 2. Gewiß, mein Freund gibt solche edle Gaben, Die alle Welt mir nicht ver⸗ schaffen kann. Schau an die Welt, schau ihren Reichtum an; Er kann ja nicht die müden See⸗ len laben: Mein Jesus kanns; er tuts im Überfluß, Wenn alle Welt zurückestehen muß. 3. O Seelenfreund, wie wohl ist dem Gemüte, Das im Gesetz sich so ermüdet hat Und nun zu dir, dem Seelen⸗ leben, naht Und schmeckt in dir die wunder⸗ süße Güte, Die alle Angst, die alle Not ver⸗ schlingt Und unsern Geist zu sanfter Ruhe bringtl 4. Gewiß, mein Freund, wenn deine Liebeszeichen Mein armes Herz so sänftiglich durchgehn, So wird in mir ein reines Licht entstehn, Durch das ich kann das Vater⸗ herz erreichen, In dem man nichts als nur Ver⸗ gebung spürt, Da eine Gnadenflut zur andern führt. 5. Je mehr das Herz sich zu dem Vater kehret, Je mehr es Kraft und Seligkeit genießt, Daß es dabei der Eitelkeit vergißt, Die sonst den Geist gedämpfet und beschweret; Je mehr das Herz des Vaters Liebe schmeckt, Je mehr wird es zur Heiligkeit erweckt. 6. Der G Der wird So in das Und Leben Behält in So geht i 7. Wenn Die Freut So wird d Die Heimli Ja selbst Und alle 8. Was Das brine Sie wirket Und änder Indem si Und mit 9. Es nii Besuche m Daß ich Und könne ir nicht ver⸗ schaffen kann. „schau ihren Reichtum an; ie müden See⸗ len laben: er tuts im Überfluß, sckestehen muß. „wie wohl ist dem Gemüte, o ermüdet hat dem Seelen⸗ leben, naht die wunder⸗ süße Güte, alle Not ver⸗ schlingt usanfter Ruhe bringtl ßreund, wenn eLiebeszeichen so sänftiglich durchgehn, n reines Licht entstehn, in das Vater⸗ herz erreichen, 8 als nur Ver⸗ gebung spürt, it zur andern führt. erz sich zu dem Vater kehret, und Seligkeit genießt, itelkeit vergißt, ist gedämpfet ind beschweret; rz des Vaters Liebe schmeckt, zur Heiligkeit erweckt. 6. Der Gnadenquell, der in der Seele fließet, Der wird in ihr ein Brunn des Lebens sein, So in das Meer des Lebens quillt hinein Und Lebensströme wieder von sich gießet: Behält in dir dies Wasser seinen Lauf, So geht in dir die Frucht des Geistes auf. 7. Wenn sich in dir des Herren Klarheit spiegelt, Die Freundlichkeit aus seinem Angesicht, So wird dadurch das Leben an⸗ gericht; Die Heimlichkeit der Weisheit wird entsiegelt, Ja selbst dein Herz in solches Bild verklärt Und alle Kraft der Sünden ab⸗ gekehrt. 8. Was dem Gesetz unmöglich war zu geben, Das bringt alsdann die Gnade selbst herfür: Sie wirket Lust zur Heiligkeit. ir Und ändert nach und nach dein ganzes Leben, Indem sie dich aus Kraft in Kräfte führt Und mit Geduld und Langmut dich regiert. 9. Es müsse doch mein Herz nur Christum schauen! Besuche mich, mein Aufgang aus der Höh, Daß ich das Licht in deinem Lichte seh Und könne ganz auf deine Gnade trauen! Heiligung. 273 Kein Fehler sei so groß und schwer in mir, Der mich von solchem Blick der Liebe führ. 10. Wenn meine Schuld mich vor dir niederschläget Und deinen Geist der Kindschaft in mir dämpft, Wenn das Gesetz mit meinem Glauben kämpft Und lauter Angst und Furcht in mir erreget: So laß mich doch dein en ehn Und neue Kraft und Zuversicht entstehn. 11. So ruh ich nun, mein Heil, in deinen Armen: Du selbst sollst mir mein ewger Friede sein; Ich hülle mich in deine Gnade ein, Mein Element ist einzig dein Er⸗ barmen; Und weil du mir mein ein und alles bist, So ists genug, wenn dich mein Geist genießt. Chr. Fr. Richter, 4 1711. 399. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. U Jesu, Jesu, Gottes Sohn, Mein Bruder und mein Gnaden⸗ thron, Du meine Freud und Wonne, Du weißt es, daß ich rede wahr, Vor dir ist alles sonnenklar Und klarer als die Sonne. Herzlich Lieb ich Mit Gefallen dich vor allen; nichts auf Erden Kann und mag mir lieber werden. S ö 27⁴4 Heiligung. 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, Daß ich nicht gnug kann 2ie dich, Wie ich dich lieben wollte. Ich werd von Tag zu Tag entzündt; Je mehr ich lieb, je mehr ich find, Daß ich dich lieben sollte. Von dir Laß mir Deine Güte ins Gemüte lieblich fließen, So wird sich die Lieb ergießen. 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel, Daß ich, so viel ich soll und will, Dich allzeit lieben möge. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Gut und Geld, Wenn ich es recht erwäge, Kann mich Ohn dich Gnugsam laben; ich muß haben ö reine Liebe, Die tröst, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den lie⸗ best du, Schaffst seinem Herzen Fried Wuh, Ah, Erfreuest sein Gewissen; Es geh ihm wie es woll auf Erd, Wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, Soll er doch dein genießen, Ewig Selig Nach dem Leide große Freude wird er finden; Alles Trauern muß verschwinden. 5. Kein Ohr hat dies 11010 ört, Kein Mensch gesehen noch gelehrt, Es läßt sich nicht beschreiben, Was denen dort für Herrlichkeit Bei dir und von dir ist bereit, Die in der Liebe bleiben. Gründlich Läßt sich ů Nicht erreichen, noch vergleichen Erdenschätzen Das, was uns dort wird ergötzen. 6. Drum laß ich billig dies allein, O Jesu, meine Sorge sein, Daß ich dich herzlich liebe, Daß ich in dem, was dir gefällt Und mir dein klares Wort ver⸗ meldt, Aus Liebe mich stets übe; Bis ich Endlich Werd abscheiden und mit Freuden zu dir kommen, Aller Trübsal ganz entnommen. 7. Da werd ich deine Freund⸗ lichkeit, Die schon auf Erden mich erfreut, In reiner Liebe schmecken Und sehn dein liebreich Angesicht Mit unverwandtem Augenlicht Ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich Werd ich Sein erquicket und geschmücket vor dem Throne Mit der schönen Himmelskrone. J. Heermann, 1 1647. 400. Mel. Valet will ich dir geben. Hchatz über alle Schätze, O Jesu, liebster Schatz, An dem ich mich ergötze, Hier hab ich einen Platz In meinem treuen Herzen Dir, Schönster, zugeteilt, Weil du r Mir mein 2. Ach F Du wahre Damit ich Das mein Ganz kräf Und in de Mich reich Mit Trost 3. Laß, Dein freu Mein Her Komm, ko. Denn ohn Ist lauter Vor deine Ist wahre 4. Es bl= Dir imme Zu sterber Und will Das schwe Es soll m Von deine Noch mir 5. O Het Dich mag Mein Geif Und ist de Wo Jesus Da sehn i Wo Jesus Denn dor 6. Nun, So komm Laß fest a Romm, m Und setze In deine So kann So bin ic r Herrlichkeit r ist bereit, eiben. ch vergleichen Erdenschätzen wird ergötzen. lig dies allein, ge sein, h liebe, das dir gefällt es Wort ver⸗ meldt, 8übe; d mit Freuden dir kommen, entnommen. deine Freund⸗ lichkeit, mich erfreut, mecken reich Angesicht Augenlicht ud Schrecken. d geschmücket dem Throne immelskrone. mann, 1 1647. . ch dir geben. Schätze, chatz, rgötze, Platz Herzen geteilt, Weil du mit deinen Schmerzen Mir meinen Schmerz geheilt. 2. Ach Freude meiner Freuden, Du wahres Himmelsbrot, Damit ich mich kann weiden, Das meine Seelennot Ganz kräftiglich kann stillen Und in der Leidenszeit Mich reichlich kann erfüllen Mit Trost und Freudigkeit! 3. Laß, Jesu, mich erblicken Dein freundlich Angesicht, Mein Herze zu erquicken, Romm, komm, mein Freudenlicht; Denn ohne dich zu leben, Ist lauter Herzeleid, ö Vor deinen Augen schweben Ist wahre Seligkeit. 4. Es bleibt mein Herz ergeben Dir immer für und für, Zu sterben und zu leben, Und will getrost mit dir Das schwerste Kreuz erleiden, Es soll mich keine Pein Von deiner Liebe scheiden, Noch mir beschwerlich sein. 5. O Herrlichkeit der Erden, Dich mag und will ich nicht; Mein Geist will himmlisch werden Und ist dahin gericht, Wo Jesus wird geschauet; Da sehn ich mich hinein, Wo Jesus Hütten bauet, Denn dort ist gut zu sein. 6. Nun, Jesu, mein Verlangen, So komm und wohn in mir; Laß fest an dir mich hangen, Komm, meiner Seele Zier, Und setze mich aus Gnaden In deine Freudenstadt: So kann mir niemand schaden, So bin ich reich und satt. ö S. Liscov, 1 1689. Heiligung. 401. Bedlenhrmuigann, Jesu, Gottes Lamm, Habe Dank für deine Liebe, Die mich zieht aus reinem Triebe Von der Sünden Schlamm, Jesu, Gottes Lamm! 2. Deine Liebesglut Stärket Mut und Blut; Wenn du freundlich mich anblickest Und an deine Brust mich drückest, Macht mich wohlgemut Deine Liebesglut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod, Du bist darum Mensch geboren, Zu ersetzen, was verloren, Durch dein Blut so rot, Wahrer Mensch und Gott!l 4. Meines Glaubens Licht Laß verlöschen nicht; Salbe mich mit Freudenöle, Daß hinfort in meiner Seele Ja verlösche nicht Meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir Bleiben für und für; Deine Liebe will ich ehren Und in ihr dein Lob vermehren, Weil ich für und für Bleiben werd in dir. 6. Held aus Davids Stamm, Deine Liebesflamm Mich ernähre und verwehre, Daß die Welt mich nicht versehre, Ob sie mir gleich gram, Held aus Davids Stamm! 7. Großer Friedefürst, Wie hast du gedürst Nach der Menschen Heil und Leben Und dich in den Tod gegeben, S 2 276 Heiligung. Da du riefst: Mich dürst, Großer Friedefürst! 8. Deinen Frieden gib Aus so großer Lieb Uns, den Deinen, die dich kennen Und nach dir sich Christen nennen; Denen du bist lieb, Deinen Frieden gib! 9. Wer der Welt abstirbt, Emsig sich bewirbt Um lebendiges Vertrauen, Der wird bald empfindlich schauen, Daß niemand verdirbt, Der der Welt abstirbt. 10. Nun ergreif ich dich, Du mein ganzes Ich: Ich will nimmermehr dich lassen, Sondern gläubig dich umfassen, Weil im Glauben ich Nun ergreife dich. 11. Wenn ich weinen muß, Wird dein Friedensgruß Meine Tränen auch begleiten Und zu deinen Wunden leiten, Daß mein Tränenfluß Sich bald stillen muß. 12. Wenn ich mich aufs neu Wiederum erfreu, Ists zugleich auch deine Freude, Bis ich dort auf deiner Weide Ewiglich aufs neu Mich mit dir erfreu. 13. Hier durch Spott und Hohn, Dort die Ehrenkron; Hier im Hoffen und im Glauben, Dort im Haben und im Schauen; Denn die Ehrenkron Folgt auf Spott und Hohn. 14. Jesu, hilf, daß ich Allhier ritterlich Alles durch dich überwinde Und in deinem Sieg empfinde, Wie so ritterlich Du gekämpft für mich. 15. Du mein Preis und Ruhm, Als dein Eigentum Will ich durch dies Leben wallen Dir zur Ehr und Wohlgefallen, Ich dein Eigentum, Du mein Preis und Ruhm! A. Drese, 4 1701. 402. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. Huch, wer da will, ein ander Ziel, Die Seligkeit zu finden: Mein Herz allein bedacht soll sein, Auf Christum sich zu gründen. Sein Wort ist wahr, sein Werk ist klar Sein heilger Mund hat Kraft und Grund, All Feind zu überwinden. 2. Such, wer da will, thwig viel, Die uns doch nichts erworben: Hier ist der Mann, der helfen kann, Bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zu teil, Uns macht gerecht der treue Knecht, Der für uns ist gestorben. 3. Ach sucht doch den, laßt alles stehn, Die ihr das Heil begehret; Er ist der Herr, und keiner mehr, Der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Her⸗ zensgrund, Sucht ihn allein, denn wohl wird sein Dem, der ihn herzlich ehret. 4. Mein Sollst du Laß mich Durch Ei Bleib du Bleib du An dich f 5. Wend Laß mich Weich nick Hilf mir Hilf mir Hilf, daß Dir ewig Mel Wer ist Jesu, süß Unter vie Leben der Und ihr Jesu, süß 2. Leben Mich aus Zu erlöse Meine S Und mick Hat gefün 3. Glan Du bist! Zum Erl Und in g empfinde, lich. 3 und Ruhm, Leben wallen Wohlgefallen, d Ruhm! Drese, 1701. 2 ins kommen her. ein ander Ziel, iden: dacht soll sein, zu gründen. hr, sein Werk ist klar, nd hat Kraft und Grund, vinden. will, Nothelfer viel,‚ 5 erworben: er helfen kann, verdorben. urch ihn zu teil, er treueKnecht, storben. den, laßt alles stehn, degehret; id keiner mehr, gewähret. ind von Her⸗ zensgrund, enn wohl wird sein lich ehret. 4. Mein Herzenskron, mein Freu⸗ densonn Sollst du, Herr Jesu, bleiben; Laß mich doch nicht von deinem Licht Durch Eitelkeit vertreiben; Bleib du mein Preis, dein Wort mich speis', Bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, An dich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mir nicht dein An⸗ gesicht, Laß mich im Kreuz nicht zagen; Weich nicht von mir, mein höchste Zier, Hilf mir mein Leiden tragen. Hilf mir zur Freud nach diesem Leid, Hilf, daß ich mag nach dieser Klag Dir ewig dort Lob sagen. G. Weissel, 4 1635. 403. Mel. Seelenbräutigam. Wer ist wohl wie du, Jesu, süße Ruh? Unter vielen auserkoren, Leben derer, die verloren, Und ihr Licht dazu, Jesu, süße Ruh! 2. Leben, das den Tod, Mich aus aller Not Zu erlösen, hat geschmecket, Meine Schulden zugedecket Und mich aus der Not Hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Herrlichkeit, Du bist vor der Zeit Zum Erlöser uns geschenket Und in unser Fleisch versenket Heiligung. In der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit. 4. Großer Siegesheld, Tod, Sünd, Höll und Welt Hast du mächtig überwunden Und ein ewges Heil erfunden Durch das Lösegeld Deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät, König und Prophet, Deinen Scepter will ich küssen, Mit Maria dir zu Füßen Sitzen früh und spät, Höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm Als dein Eigentum Durch des Geistes Licht erkennen, Stets in deiner Liebe brennen Als dein Eigentum, Allerschönster Ruhm! 7. Deiner Sanftmut Schild, Deiner Demut Bild Mir anlege, in mich präge, Daß kein Zorn noch Stolz sich rege; Vor dir sonst nichts gilt, Als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, Der zur Welt will hin, Daß ich nicht mög von dir wanken, Sondern bleibe in den Schranken; Sei du mein Gewinn, Gib mir deinen Sinn. 9. Wecke mich recht auf, Daß ich meinen Lauf Unverrückt zu dir fortsetze, Und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; Fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb In die Seele gib, Daß ich wachen mög und beten, Freudig vor dein Antlitz treten; 278 Heiligung. Ungefärbte Lieb In die Seele gib. 11. Wenn der Wellen Macht In der trüben Nacht Will des Herzens Schifflein decken, Wollst du deine Hand ausstrecken; Habe auf mich acht, Hüter in der Nacht. 12. Einen Heldenmut, Der da Gut und Blut Gern um deinetwillen lasse Und des Fleisches Lüste hasse, Gib mir, höchstes Gut, Durch dein teures Blut. 13. Solls zum Sterben gehn, Wollst du bei mir stehn, Mich durchs Todestal begleiten Und zur Herrlichkeit bereiten, Daß ich einst mag sehn Mich zur Rechten stehn. J. A. Freylinghausen, 4 1739. 404. Mel. Mein Jesu dem die Seraphinen. Wie dank ichs, Heiland, deiner Liebe, Daß du, des Höchsten einger Sohn, Für mich aus gnadenvollem Triebe Verließest deinen Himmelsthron? Wie dank ichs deinemtreuen Herzen, Daß du vom Tode mich befreit Und mir die ewge Seligkeit Erworben hast durch Todesschmer⸗ zen? 2. Du hast dich meiner ange⸗ nommen; Durch dich allein ist es geschehn, Daß ich der Finsternis entkommen, Um in dein helles Licht zu sehn. Du hast mir köstliches Geschmeide, Das Kleid des Heiles, zugewandt, MirmitgeteiltderKindschaft Pfand, Des Geistes selge Ruh und Freude. 3. Doch wär es, daß mein Geist noch hinge Durch manche Fäden an der Welt, Und sein Verlangen worauf ginge, Das dir, o Heilger, nicht gefällt: Ach wäre dies, o du mein Leben, So komm mit liebender Gewalt, Zerreiße diese Fäden bald; Dir sei mein Wille ganz ergeben. 4. Hier ist mein Herz und meine Seele, Ach nimm sie dir zu eigen hin, Daß sie dein Geist zum Tempel wähle Und walte fort und fort darin. Aus Liebe kamst du einst her⸗ nieder; Die Liebe, die dich zu uns zog Und Mensch zu werden dich bewog, Die zieh auch jetzt zu mir dich wieder. 5. Zerbrich, vernichte und zer⸗ malme, Was deinem Willen nicht gefällt; Ob mich die Welt an einem Halme, Ob sie an Ketten fest mich hält, Das gilt ja gleich in deinen Augen, Da nur ein ganz befreiter Geist, Der alles Eitle von sich weist, Und nur die lautre Liebe taugen. 6. Ich heb empor zu dir die Hände, Aufs neue sei dirs zugesagt: Ich will dich lieben sonder Ende, Für dich sei alles dran gewagt. Ach laß, o Herr, mir deinen Namen Und das Verdienst von deiner Pein Im Herzen eingegraben sein, So lang ich hier noch walle! Amen. Nach N. L. Graf v. Zinzendorf, 4 1760. Wie sch Voll Gn Aus Jud Du Dav Mein Kör Du hast Lieb! Frer Schön u ö n Über alle 2. Om Sohn Go Du hoche MeinHer Dein süß Prei Hosianne Deiner k 3. Geuf Du Got Die Flar Und stärt O Herr, In frisch Nac Wal Mein Ge Dich, des 4. Von Wenn ie hes Geschmeide, es, zugewandt, indschaft Pfand, uh und Freude. daß mein Geist noch hinge »n an der Welt, T worauf ginge, r‚ nicht gefällt: du mein Leben, dender Gewalt, en bald; ganz ergeben. herz und meine Seele, zu eigen hin, t zum Tempel wähle id fort darin. du einst her⸗ nieder; zu uns zog den dich bewog, zt zu mir dich wieder. nichte und zer⸗ malme, n nicht gefällt; neinem Halme, fest mich hält, deinen Augen, befreiter Geist, in sich weist, e Liebe taugen. u dir die Hände, zugesagt: in sonder Ende, dran gewagt. rdeinen Namen von deiner Pein zraben sein, sch walle! Amen. nzendorf, 4 1760. 405. Wie schön leuchtet der Morgen⸗ stern, Voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn Aus Juda aufgegangen! Du Davids Sohn aus Jakobs Stamm, Mein König und mein Bräutigam, Du hast mein Herz umfangen, Lieblich, Freundlich, Schön und prächtig, groß und mächtig, reich an Gaben, Über alles hoch erhaben. 2. O meine Perle, werte Kron, Sohn Gottes und Marien Sohn, Du hochgeborner König! MeinHerzistvollvondeinem Ruhm, Dein süßes Evangelium Ist lauter Milch und Honig. Herr, dich Preis' ich, Hosianna! Himmlisch Manna, das ö wir essen, Deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, Du Gottesglanz und Himmels⸗ schein, Die Flamme deiner Liebe Und stärk mich, daß ich ewig bleib, O Herr, ein Glied an deinem Leib, In frischem Lebenstriebe. Nach dir Wallt mir Mein Gemüte, ewge Güte, bis es findet Dich, des Liebe mich entzündet. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenlicht, Wenn ich dein holdes Angesicht Heiligung. 279 Seh freundlich auf mich blicken. O Jesu, du mein höchstes Gut, Dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut Mich innerlich erquicken. Nimm mich Freundlich In die Arme, Herr, erbarme dich in Gnaden: Auf dein Wort komm ich geladen. 5. Herr Gott Vater, mein Einn eld, Du hast mich ewig vor der Welt In deinem Sohn geliebet; Dein Sohn hat sich mit mir ver⸗ traut, Mein Herz auf ihn mit Freuden schaut, Was ists, das mich betrübet? Preis dir! Heil mir! Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben; Ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Spielt unserm Gott mit Sai⸗ tenklang Und laßt den süßesten Gesang Ganz freudenreich erschallen; Ich will mit meinem Jesus Christ, Der mir mein ein und alles ist, In steter Liebe wallen. Singet, Klinget, Jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren, Groß ist der König der Ehren! 7. Wie bin ich doch so herzlich froh, Daß mein Schatz ist das A und O, Der Anfang und das Ende. Er wird mich doch zu seinem Preis Aufnehmen in das Paradeis, Des klopf ich in die Hände. Amen, Amen, 280 Heiligung. Komm, du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange, Weil ich sehnlich dein verlange! Ph. Nicolai, 1608. 406. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen, Wenn ich in deiner Liebe ruh! Ich steige aus der Schwermut Höhlen Und eile deinen Armen zu: Da muß die Nacht des Trauerns scheiden, Wenn mit so angenehmen Freuden Die Liebe strahlt aus deiner Brust. Hier ist mein Himmel schon auf Erden; Wer wollte nicht vergnüget werden, Der in dir suchet Ruh und Lust? 2. Die Welt mag meine Feindin heißen; Es sei also, ich trau ihr nicht, Wenn sie mir gleich will Lieb er⸗ weisen Bei einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele; Du bist mein Freund, den ich er⸗ wähle, Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, Weil in den stärksten Unglücks⸗ wellen Mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich der Sünde Last er⸗ drücken, Blitzt auf mich des Gesetzes Weh, Droht Straf und Hölle meinem Rücken, So steig ich gläubig in die Höh Und flieh in deine heilgen Wun⸗ den; Da hab ich schon den Ort gefunden, Wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, Du bist mein Heil, wer will ver⸗ dammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du mich in die Kreuzes⸗ wüsten, Ich folg und lehne mich auf dich; Du nährest aus den Wolkenbrüsten Und labest aus dem Felsen mich; Ich traue deinen Wunderwegen, Sie enden sich in Lieb und Segen; Genug, wenn ich dich bei mir hab. Ich weiß, wen du willst herrlich zieren Und über Sonn und Sterne führen, Den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster scheinen, Mir nicht, weil Seele, Herz und Mut In dir, der du verlässest keinen, O allerliebstes Leben, ruht. Wen kann des Weges End er⸗ schrecken, Wenn er aus mördervollen Hecken Gelanget in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden Aus dieser finstern Wildnis schei⸗ den Zu deiner Ruh der Ewigkeit. 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, So wohl, wenn ich mich lehn 3 dich!l Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, Weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solch Nach dein Des Him Weg, We Nichts ka O reicher Wollt Wollt ih Wollt ih Wollt ihr Jesus 2. Wer Wer stär Wer träg Und soll Zu stolze Wie dar Solch b 2. Ein Zu sein heilgen Wun⸗ den; n Ort gefunden, ichstrahl treffen kann. nich zusammen, wer will ver⸗ dammen? sich meiner an. in die Kreuzes⸗ wüsten, e mich auf dich; 1 Wolkenbrüsten m Felsen mich; Wunderwegen, ieb und Segen; ich bei mir hab. 1 willst herrlich zieren d Sterne führen, wor hinab. wandern düster scheinen, zeele, Herz und Mut erlässest keinen, den, ruht. Weges End er⸗ schrecken, dervollen Hecken Sicherheit? ill ich auch mit Freuden n Wildnis schei⸗ den er Ewigkeit. hann, o Freund der Seelen, ch mich lehn auf dich! Not und Tod nicht quälen, zott, vergnügest mich. Heiligung. 281 Laß solche Ruh in dem Gemüte, Nach deiner unumschränkten Güte, Des Himmels süßen 4•—— ein. Weg, Welt, mit allen Schmeiche⸗ leien! Nichts kann, als Jesus mich er⸗ freuen. O reicher Trost: mein Freund ist mein! W. Chr. Deßler, 4 1722. 407. Woltt ihr wissen, was mein Preis? Wollt ihr lernen, was ich weiß? Wollt ihr sehn mein Eigentum? Wollt ihr hören, was mein Ruhm? : Jesus der Gekreuzigte. 2. Wer ist meines Glaubens Grund? Wer stärkt und erweckt den Mund? Wer trägt meine Straf und Schuld? Wer schafft mir des Vaters Huld? : Jesus der Gekreuzigte. 3. Wer ist meines Lebens Saft? Wer ist meines Geistes Kraft? Wer macht rein mich und gerecht? Wer macht mich zu Gottes Knecht? : Jesus der Gekreuzigte. 4. Wer ist meines Leidens Trost? Wer schützt, wenn der Feind erbost? Wer erquickt mein mattes Herz? Wer verbindet meinen Schmerz? : Jesus der Gekreuzigte. 5. Wer ist meines Todes Tod? Wer hilft in der letzten Not? Wer versetzt mich in sein Reich? Wer macht mich den Engeln gleich? : Jesus der Gekreuzigte. 6. Und so wißt ihr, was ich weiß: Ihr wißt meinen Zweck und Preis. Glaubt, lebt, duldet, sterbet dem, Der uns Gott macht angenehm: : Jesu dem Gekreuzigten. J. Chr. Schwedler, 1 1730. C. Bächstenliebe. 408. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. Ach Jesu, gib mir sanften Mut, Nach deinem Wort zu leben; Ich bin ein Mensch von Fleisch und Blut Und sollte mich erheben Zu stolzer Rach und bösem Zorn? Wie darf ein Christ, ein guter Born, Solch bitter Wasser geben? 2. Ein Vater hat uns ja gemacht Zu seines Hauses Kindern; Es hat ein Herr das Heil gebracht Uns sonst verlornen Sündern; Ein guter Geist uns auch regiert, Zu einem Erb uns alle führt, Wenn wirs nur nicht verhindern. 3. Wie kann ich doch als Gottes Kind Den schwachen Bruder hassen, Da mir so große Schuld und Sünd Von meinem Gott erlassen! Soll nicht mein Herz auch sein bereit, In rechter Lieb und Einigkeit Den Bruder zu umfassen? 282 Heiligung. 4. Wir tragen ein gleich sanftes Joch, Die wir uns Christen nennen: Wie dürften sich die Glieder doch An einem Leibe trennen? An Sanftmut, Lieb und Freund⸗ lichkeit Kann man den Christen allezeit Als Gottes Kind erkennen. 5. Wir haben alle Gottes Gnad In einem Herrn zu finden; Ein gnadenreiches Wasserbad Wäscht uns von allen Sünden; Ein Fleisch und Blut uns alle speist: Wie soll denn nicht ein Herz und Geist Uns allesamt verbinden? J. Maukisch, 4 1669. 409. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Du aller Menschen Vater, Du Helfer und Berater In allem, was uns drückt, Die Güter, die wir haben, Sind deiner Milde Gaben; Von dir kommt, was das Herz erquickt. 2. Du segnest deine Kinder Und trägest auch die Sünder Mit Langmut und Geduld; Zu ewgen Seligkeiten Willst du uns alle leiten; Wie groß, o Herr, ist deine Huld! 3. Voll Freundlichkeit und Milde Sei auch nach deinem Bilde Mein dir geweihtes Herz, Daß ich der Not der Armen Mich liebreich mög erbarmen Und willig lindern ihren Schmerz. 4. Hilf, daß ich freudig gebe, Mich wohlzutun bestrebe, So wie mein Heiland tat, Der Leid und Kummer stillte Und jedes Flehn erfüllte, Wenn ihn ein Armer gläubig bat. 5. Zum Fleiß in guten Werken Soll mich der Glaube stärken, Daß Wohltun dir gefällt. Wer seine Brüder liebet Und ihnen freudig gibet, Der säet für die künftge Welt. 6. O möcht ich reichlich säen! Nie wird die Saat vergehen, Die ich hier ausgestreut; Denn einst vor Gottes Throne Find ich zum Gnadenlohne Die Freuden einer Ewigkeit. Nach Ph. F. Hiller, 4 1769. 410. Mel. Herr Jesu Christ dich zu uns wend. Ein wahrer Glaub das Herze stillt, Daraus ein schönes Brünnlein quillt, Die brüderliche Lieb genannt, Dabei ein Christ recht wird erkannt. 2. Christus sie selbst das Zeichen nennt, Dabei man seine Jünger kennt; In niemands Herz man sehen kann: An Werken wird erkannt ein Mann. 3. Die Lieb nimmt sich des Nächsten an, Sie hilft und dienet jedermann; Gutwillig ist sie allezeit, Sie lehrt, sie straft, sie gibt und leiht. 4. Wie Und regne So solln Dienen, 5. Die Sie eifert Glaubt, Verzeiht 6. Dar Darauf f Gnug de Dem Nät 7. O H Und solck Daß wir Wie du Mel. 2 Nibe, ů Liebe, de Liebe, sek Liebe, K Welche( Selig ist 2. Bald Bald mi Schaun Weit sin Neid un Wir sin freudig gebe, destrebe, land tat, mmer stillte erfüllte, ter gläubig bat. guten Werken aube stärken, gefällt. liebet g. gibet, künftge Welt. reichlich säen! u vergehen, estreut; zottes Throne iadenlohne r Ewigkeit. F. Hiller, 4 1769. 0. t dich zu uns wend. aub das Herze stillt, ꝛnes Brünnlein quillt, ieb genannt, cht wird erkannt. ülbst das Zeichen nennt, Jünger kennt; derz man sehen kann: kannt ein Mann. immt sich des Nächsten an, met jedermann; allezeit, st, sie gibt und leiht. 4. Wie Gott läßt scheinen seine Sonn Und regnen über Bös und Fromm, So solln wir nicht allein dem Freund Dienen, sondern auch unserm Feind. 5. Die Lieb ist freundlich, gü⸗ tiglich, Sie eifert nicht, noch blähet sich, Glaubt, hofft, verträgt alls mit Geduld, Verzeiht gutwillig alle Schuld. 6. Darum die Lieb das Vor⸗ nehmst ist, Darauf sich fleißen soll ein Christ; Gnug dem Gesetz nur Liebe tut, Dem Nächsten tut sie alles gut. 7. O Herr Christ, deck zu unsre Sünd Und solche Lieb in uns entzünd, tun, Wie du uns tust, o Gottes Sohn! Nik. Hermann, 1 1561. 411. Alles ist an Gottes Segen. 1. Kor. 16, 14. Vutbe, du der Gottheit Spiegel, Liebe, der Erlösung Siegel, Liebe, schönstes Himmelskind; Liebe, Königin der Gaben, Welche Gottes Kinder haben: Selig ist, wer dich gewinnt! Mel. 2. Bald mit heiligem Entzücken, Bald mit tiefbeschämten Blicken Schaun wir dich, du heilig Bild! Weit sind wir von dir verirret, Neid und Haß hat uns verwirret, Wir sind rauh, und du bist mild. Heiligung. 283 3. Wir ein stetes Selbstverzehren, Du ein stetiges Ernähren, Dem es nie an Kraft gebricht; Wir versenkt in Feurgestalten, Die uns hart gefangen halten, Du ein wundersames Licht. 4. Hilf dem Geist zum Schöpfer dringen, In sein Herz hinein sich schwingen, Wo dein hoher Ursprung quillt, Der noch aller Erde Weiten, Ja den Lauf der Ewigkeiten Einst mit tausend Psalmen füllt. 5. Liebe, die im Gotteslamme Uns aus Sünd und Höllenflamme Mächtiglich herausgeliebt, Die uns Nahrung, die uns Hülle Nun aus Jesu Gottesfülle Reichlich zu genießen gibt; 6. Liebe, die für Gottes Kinder, Wie für noch verlorne Sünder Dandem iit ustndem Nachtten e anerrt Den er is Die auch in der Mörderhöhle Gleich des Samariters Ole Sich in unsre Wunden gießt: 7. Werde du in unserm Wallen Unsers Herzens Wohlgefallen, Unsrer Seele Sonnenstrahl; Zeuch uns hin in deine Schule, Nimm vor Jesu Lehrerstuhle Uns in seine Jüngerzahl! 8. Laß nach deinen heilgen Lehren Uns die Gaben andrer ehren: Gott verteilet frei sein Licht. Laß uns deinen Geist bewahren, Daß wir hoch einher nicht fahren, Denn die Liebe bläht sich nicht! 9. Lehr uns unsre Kräfte messen, Unsre Schwachheit nie vergessen: Liebe will in Demut stehn. Worte, Sitten und Gebärden Laß durch dich gesänftigt werden: Wahre Liebe kann nicht schmähn. 28⁴ Heiligung. 10. Lehr uns andrer Tun er⸗ klären, Nichts auf Argwohn feindlich keh⸗ ren: Liebe rückt nicht alles auf. Bei der Einfalt tiefen Schätzen Findet sie ihr ganz Ergötzen An der Wahrheit freiem Lauf. 11. Beim Vergeben, Glauben, Hoffen Schaut sie schon als eingetroffen, Was die Zukunft erst enthüllt. Wessen sich die Liebe freuet, Was sie wünscht und prophezeiet, Wird Sumdeist von Gott erfüllt. 12. Liebe löst die Geistesflügel, Liebe sprengt die Seelenriegel, Dringt durch jede Scheidewand; Daß, dem Stückwerk ganz ent⸗ nommen, Gottes Kinder endlich kommen In ihr freies Vaterland. 13. Liebe, lehr uns weislich han⸗ deln Und in der Gemeinde wandeln, Wie sichs ziemt in Gottes Haus! Liebe, hilf uns auch die Bösen, Die kein Schreckwort kann erlösen, Führen aus dem Tod heraus. 14. Will ein Dunst aus Höllen⸗ klüften Unsrer Seelen Ruh vergiften, Oder droht uns andre Pein: Dann führ uns, o Geist der Liebe, Durchs Gericht/ seis noch so trübe, Königlich in Gott hinein. 15. Laß, o Herr, an jedem Orte Uns auf deine Geistesworte Als auf unsern Leitstern sehn. „Lasset alle eure Dinge, Sein es große, seins geringe, In der Liebe nur geschehn!“ K. F. Harttmann, 1 1815. 412. Mel. Valet will ich dir geben. Nicht Opfer und nicht Gaben, Auch Ruhm und Ehre nicht, Noch was sonst Menschen haben, Befreit uns vom Gericht. Nur Jesu Liebe bleibet, Sie ist von Ewigkeit; Was außer ihr uns treibet, Verschwindet mit der Zeit. 2. Sie gibt uns Kraft und Leben, Reißt jeden Bann entzwei, Lehrt helfen, trösten, geben, Macht von der Lüge frei. Sie muß gerecht uns machen Und los von Sündenlust, Zum Beten und zum Wachen Bewegen unsre Brust. 3. Sie ist die höchste Zierde, Des Christentumes Kern, Sie gilt als schönste Würde Und Krone vor dem Herrn. Was hülfs, mit Engelzungen Hoch reden ohne Herz? Wen Liebe nicht durchdrungen, Der ist ein totes Erz. 4. Geheimnisvolle Lehren Und starker Glaubenssinn Stehn nicht bei Gott in Ehren, Wenn Liebe nicht darin. Der treibt nur arm Geschwätze, Der kalt und liebeleer Der größten Weisheit Schätze Darleget um sich her. 5. Der Vater ist die Liebe, Der Sohn ist Lieb allein; Des heilgen Geistes Triebe Sind Liebe, heiß und rein. Das ist die Lebensquelle Vom Vater und vom Sohn: Mach unsre Seelen helle, Du Strom von Gottes Thron! J. Rothen, 1 1876. Mel. Nun Christ Vor deine Merk auf, Der Herr 2. Und n Erschallt; Horch auf, Nicht möc 3. Onicht Die Türen Ach wer de Was träfe 4. Drum Dem Dür Und öffne Dem Fleh 5. Denn Wird deir Herein zu Weil sie f 6. Und Der arm Erhebt er Zum Seg 7. Zum Und über Und über Und dein 8. Zum Die du h Und über Wo du d 2. [ich dir geben. id nicht Gaben, Ehre nicht, Menschen haben, Gericht. bleibet, gkeit; uns treibet, der Zeit. Kraft und Leben, n entzwei, sten, geben, Lüge frei. uns machen indenlust, zum Wachen Brust. öchste Zierde, es Kern, nste Würde dem Herrn. Engelzungen ö Herz? durchdrungen, Erz. le Lehren ubenssinn Gott in Ehren, jt darin. urm Geschwätze, beleer isheit Schätze )her. st die Liebe, eb allein; stes Triebe und rein. nsquelle vom Sohn: len helle, Gottes Thron! j. Rothen, 1 1876, 413. Mel. Nun sich der Tag geendet hat. Matth. 25, 40. 0 Christ, wenn Arme manches⸗ mal Vor deiner Türe stehn, Merk auf, ob nicht in ihrer Zahl Der Herr sei ungesehn. 2. Und wenn ihr matter Ruf so bang Erschallt zu dir herein, Horch auf, ob seiner Stimme Klang Nicht möchte drunter sein. g. O nicht so fest und eng verschließ Die Türen und das Herz! Ach wer den Heiland von sich stieß, Was träfe den für Schmerz! 4. Drum reiche mild der Liebe Zoll Dem Dürftigen hinaus Und öffne gern und mitleidsvoll Dem Flehenden dein Haus! 5. Denn ehe du dichs wirst ver⸗ sehn, Wird dein Herr Jesus Christ Herein zu deiner Türe gehn, Weil sie so gastlich ist. 6. Und ehe du ihn noch erkannt, Der arm erschien vor dir, Erhebt er seine heilge Hand Zum Segen für und für: 7. Zum Segen über deinen Tisch Und über all dein Gut Und über deine Kinder frisch Und deinen frohen Mut; 8. Zum Segen über deine Zeit, Die du hienieden gehst, Und über deine Ewigkeit, Wo du dort oben stehst. W. Hey, 1 1854. Heiligung. 414. Mel. Machs mit mir Gott nach deiner Güt. 1. Joh. 4, 20. 50⁰ jemand spricht: Ich liebe Gott, Und haßt doch seine Brüder, Der treibt mit Gottes Wahrheit Spott Unnd reißt sie ganz darnieder. Gott ist die Lieb und will, daß ich Den Rächsten liebe so wie mich. 2. Wer dieser Erde Güter hat Und sieht die Brüder leiden Und macht den Hungrigen nicht satt, Läßt Nackende nicht kleiden, Der übertritt die erste Pflicht: Er hat die Liebe Gottes nicht. 3. Wer seines Nächsten Ehre schmäht Und gern sie schmähen höret, Sich freut, wenn sich sein Feind vergeht, Und nichts zum Besten kehret, Nicht dem Verleumder wider⸗ spricht, Der liebt auch seinen Bruder nicht. 4. Wer harret, bis, ihn anzuflehn, Ein Dürftger erst erscheinet, Nicht eilt dem Frommen beizuͤ⸗ stehn, Der im Verborgnen weinet, Nicht gütig forscht, obs ihm ge⸗ bricht, Der liebt auch seinen Nächsten nicht. 5. Wer andre, wenn er sie be⸗ schirmt, Mit Härt und Vorwurf quälet Und ohne Nachsicht straft und stürmt, Sobald sein Nächster fehlet: 286 Heiligung. Wie bleibt bei solchem Ungestüm Die Liebe Gottes wohl in ihm? 6. Wir haben einen Gott und Herrn, Sind eines Leibes Glieder; Drum diene deinem Nächsten gern, Denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich: Mein Nächster ist sein Kind wie ich. 7. Ein Heil ist unser aller Gut, Wie sollt ich Brüder hassen, Die Gott durch seines Sohnes Blut So hoch erkaufen lassen? Daß er mich hat mit sich ver⸗ sühnt, Hab ich dies mehr als sie verdient? 8. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, Du Herr von meinen Tagen; Ich aber sollte nicht Geduld Mit meinen Brüdern tragen, Dem nicht verzeihn, dem du ver⸗ gibst, Und den nicht lieben, den du liebst? 9. Was ich den Frommen hier getan, Den kleinsten auch von diesen, Das siehet mein Erlöser an, Als hätt ichs ihm erwiesen. Wie könnt ich Jesu Jünger sein Und ihn in Brüdern nicht erfreun? 10. Ein unerbittliches Gericht Wird über den ergehen, Der nicht barmherzig ist, der nicht Die rettet, die ihn flehen. Drum gib mir, Gott, durch dei⸗ nen Geist Ein Herz, das dich durch Liebe preist. Chr. F. Gellert, 4 1769. 41⁵5. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. Vnter allen großen Gütern, Die uns Christus zugeteilt, Ist die Lieb in den Gemütern Wie ein Balsam, der sie heilt, Wie ein Stern, der herrlich blinket, Wie ein Kleinod, dessen Preis Niemand zu benennen weiß, Wie die Schönheit, die uns winket, Und die Lust, die jedermann Zwingen und vergnügen kann. 2. Liebe kann uns alles geben, Was auf ewig nützt und ziert, Und zum höchsten Stand erheben, Der die Seelen aufwärts führt; Menschen⸗ oder Engelzungen, Wo sich keine Liebe findt, Wie beredt sie sonsten sind, Wie beherzt sie angedrungen, Sind ein flüchtiger Gesang, Sind ein Erz⸗ und Schellenklang. 3. Was ich von der Weisheit höre, Der Erkenntnis tiefer Blick, Die geheimnisvolle Lehre Und des Glaubens Meisterstück, So der Berge Grund versetzet, Was sich sonst in uns verklärt: Das verlieret seinen Wert, Alles wird für nichts geschätzet, Wenn sich nicht dabei der Geist, Der die Liebe wirkt, erweist. 4. Hätt ich alle meine Habe Mild den Armen zugewandt, Opfert ich mich selbst dem Grabe, Scheut ich nicht der Flammen Brand, Gäb ich meinen Leib auf Erden Ihnen zu verzehren hin Und behielte meinen Sinn: Würd ich doch nicht besser werden, Bis mich we Die aus Go 5. Glauben Stärken uns Bis das ird Und der Sc Nur der Lie Strecken sich Alle, welche Werden une Glaub und H Liebe währe 6. O du E Der von Ge Laß mich sp Komm in u Alles, was Es nicht gu Seiens Fein Laß mich he Lenke meine Geist der Li Mel. Von C Wenn un Und uns ei Mel. Mac Auf, Chr Auf, auf zu In dieser 2 zott nicht singen. n Gütern, ugeteilt, Gemütern er sie heilt, errlich blinket, essen Preis ien weiß, die uns winket, edermann nügen kann. alles geben, t und ziert, stand erheben, swärts führt; gelzungen, findt, ten sind, gedrungen, Gesang, Schellenklang. Weisheit höre, fer Blick, Lehre Meisterstück, nd versetzet, uns verklärt: . Wert, hts geschätzet, Abei der Geist, t, erweist. neine Habe zugewandt, ost dem Grabe, der Flammen Brand, ib auf Erden nhin n Sinn: tbesser werden, Heiligung. 287 Bis mich wahre Lieb erfüllt, Die aus Gottes Herzen quillt. 5. Glaubenssieg und Hoffnungs⸗ blüte Stärken uns in dieser Welt, Bis das irdische Gebiete Und der Schöpfungsbau zerfällt: Rur der Liebe weite Grenzen Strecken sich in Ewigkeit; Alle, welche sie bekleidt, Werden unaufhörlich glänzen; Glaub und Hoffnung bleiben hier, Liebe währet für und für. 6. O du Geist der reinen Liebe, Der von Gott du gehest aus, Laß mich spüren deine Triebe, Komm in meines Herzens Haus! Alles, was sich selbst nur suchet, Es nicht gut mit andern meint, Seiens Feinde oder Freund, Laß mich halten als verfluchet; Lenke meinen ganzen Sinn, Geist der Lieb, zur Liebe hin. E. Lange, 4 1727. 416. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. Wenn uns die Feinde kränken, Und uns ein Freund vergißt, Dann laß uns dein gedenken, O Heiland Jesu Christ; Sei du uns Schirm und Schutz, Daß nicht in uns erwache Der böse Geist der Rache Und sündger Groll und Trutz. 2. Das Herz ist leicht erschüttert, Und wogend wallt das Blut; Der Sinn ist leicht verbittert, Und trotzig ist der Mut; Schnell reißt der Zorn uns fort, Und aus empörtem Grunde Drängt nach dem stolzen Munde Sich grollend Wort um Wort. 3. Ach Herr, laß vor uns stehen Dein bleiches, blutges Haupt, Wenn der Verleumder Schmähen Uns frech die Ehre raubt. Wie blickest du so mild Und betest noch im Sterben Für die, so dich verderben, Und deckst sie als ein Schild. 4. Zieh ein, du Fürst der Liebe, Zieh ein in unsre Brust Und heilge unsre Triebe Und tilg die böse Lust, Daß wir, wie Gott es will, Gern unserm Feind vergeben Und in der Liebe leben Geduldig, sanft und still. J. Sturm, 4 1896. D. Rampf und Bieg. 417. Mel. Machs mit mir Gott nach deiner Güt. Auf, Christenmensch, auf, auf zum Streit, Auf, auf zum Überwinden! In dieser Welt, in dieser Zeit Ist keine Ruh zu finden. Wer nicht will streiten, trägt die Kron Des ewgen Lebens nicht davon. 2. Der Teufel kommt mit Rent Ist, Die Welt mit Pracht und Prangen, Das Fleisch mit Wollust, wo du bist, 288 Heiligung. Zu fälln dich und zu fangen. Streitst du nicht wie ein tapfrer Held, So bist du hin und schon gefällt. 3. Gedenke, daß du zu der Fahn Des Feldherrn hast geschworen, Gedenke, daß du als ein Mann Zum Streit bist auserkoren; Gedenke, daß ohn Streit und Sieg Nie keiner zum Triumph aufstieg. 4. Wie schmählich ists, wenn ein Soldat Dem Feind den Rücken kehret, Wie schändlich, wenn er seine Statt Verläßt und sich nicht wehret; Wie schimpflich, wenn er gar mit Fleiß Sich zaghaft gibt dem Feinde preis. 5. Wer überwindt und seinen Lauf Mit Ehren wird vollenden, Dem will der Herr alsbald darauf Verborgnes Manna senden, Ihm geben einen Edelstein Und einen neuen Namen drein. 6. Wer überwindt, bekommt Ge⸗ walt, Mit Christo zu regieren, Mit Macht die Völker mannigfalt Nach Gottes Rat zu führen; Wer überwindt, bekommt vom Herrn Zum Feldpanier den Morgenstern. 7. Wer überwindt, soll ewig nicht Aus Gottes Tempel gehen, Soll drinnen als ein helles Licht Und güldne Säule stehen; Der Name Gottes, unsers Herrn, Soll leuchten von ihm weit und fern. 8. Wer überwindt, soll auf dem Thron Miit Christo Jesu sitzen, Soll glänzen wie ein Gottessohn Und wie die Sonne blitzen, Soll ewig herrschen und regiern Und immerdar den Himmel ziern. 9. So streit denn wohl, streit keck und kühn, Daß du mögst überwinden; Streng an die Kräfte, Mut und Sinn, Daß du dies Gut mögst finden. Wer nicht will streiten um die Kron, Bleibt ewiglich in Spott und Hohn. J. Scheffler, 4 1677. 418. Mel. Meine Hoffnung stehet feste. Auf, ihr Christen, Christi Glieder, Die ihr noch hangt an dem Haupt, Auf, wacht auf, ermannt euch wieder, Eh ihr werdet hingeraubt! Satan beut An den Streit Christo und der Christenheit. 2. Auf, folgt Christo, eurem Helden, Trauet seinem starken Arm; Liegt der Satan gleich zu Felde Mit dem ganzen Höllenschwarm, Sind doch der Noch viel mehr, Die da stets sind um uns her. 3. Nur auf Christi Blut gewaget Mit Gebet und Wachsamkeit; Dieses machet unverzaget Und recht tapfre Kriegesleut: Christi Blut Gibt uns Mut Wider alle Teufelsbrut. 4. Christi So da wei Ist schon 6 Uns zum 5 Wer h Nie er Sondern u 5. Diesen S Vieler Heil Da sie hab Fröhlich di Solltet Denn Nicht auch 6. Wer di In der Ze Und den E Der hat w Denn Satan Hat ihn in 7. Aber w Was die 8 Dessen Her Seinem al Sucht Ohne Christi frei 8. Drum a In dem X Und an u Sein Wor Das 1 Und Weil man 9. Unser Mit Chrif Auf daß e1 Mit ihm Da d Dieser Werden u itzen, in Gottessohn e blitzen, 1 und regiern Himmel ziern. ꝛ1 wohl, streit keck und kühn, rwinden; ifte, Mut und Sinn, mögst finden. n um die Kron, pott und Hohn. heffler, 4 1677. . ing stehet feste. Christi Glieder, an dem Haupt, ermannt euch wieder, geraubt! t hristenheit. hristo, eurem Helden, cken Arm; leich zu Felde Höllenschwarm, r, um uns her. i Blut gewaget zachsamkeit; Hderzaget Rriegesleut: it sbrut. Heiligung. 289 4. Christi Heeres Kreuzesfahne, So da weiß und rot gesprengt, Ist schon auf dem Siegesplane Uns zum Troste ausgehängt. Wer hier kriegt, Nie erliegt, Sondern unterm Kreuze siegt. 5. Diesen Sieghatschon empfunden Vieler Heilgen starker Mut, Da sie haben überwunden Fröhlich durch des Lammes Blut. Sollten wir Denn allhier Nicht auch streiten mit Begier? 6. Wer die Sklaverei nur liebet In der Zeit und Ewigkeit Und den Sünden sich ergibet, Der hat wenig Lust zum Streit; Denn die Nacht, Satans Macht, Hat ihn in den Schlaf gebracht. 7. Aber wen die Weisheit lehret, Was die Freiheit für ein Teil, Dessen Herz zu Gott sich kehret, Seinem allerhöchsten Heil, Sucht allein, Ohne Schein Christi freier Knecht zu sein. 8. Drum auf, laßt uns überwinden In dem Blute Jesu Christ Und an unsre Stirne binden Sein Wort, so ein Zeugnis ist, Das uns deckt Und erweckt, Weil man Gottes Liebe schmeckt. 9. Unser Leben sei verborgen Mit Christo in Gott allein, Auf daß wir an jenem Morgen Mit ihm offenbar auch sein, Da das Leid Dieser Zeit Werden wird zu lauter Freud; 10. Da Gott seinen treuen Knechten Geben wird den Guadenlohn, Und die Hütten der Gerechten Stimmen an den Siegeston, Da fürwahr Gottes Schar Ihn wird loben immerdar. Justus Falkner, 4 1774. 419. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. Auf ihr Streiter, durchgedrun⸗ gen, Auf und folgt dem Heiland nach, Der durch Marter, Hohn und Schmach Sich auf Zions Burg geschwungen! Nach! das Haupt hat schon gesiegt; Weh dem Glied, das müßig liegt!l 2. Fort, nur nach mit Wachen, Beten! Fort! was seid ihr so verzagt? Christus hat den Sieg erjagt Und der Schlange Kopf zertreten. Rufet laut im Siegeston: Schwert des Herrn und Gideon. 3. Kein Erlöster müsse sprechen: Ich bin elend, arm und schwach, Und durch so viel Ungemach Kann kein armer Sünder brechen; Denn der Herr ists, der uns heilt Und den Schwachen Kraft erteilt. 4. Sind wir schwach: bei ihm ist Stärke; Sind wir arm: der Herr ist reich. Wer ist unserm König gleich? Unser Gott tut Wunderwerke. Sagt, ob der nicht helfen kann, Dem der Himmel untertan? T 290 5. Niemand kann zu Salem thronen, Der nicht recht mit Jesu kämpft Und des Fleisches Lüste dämpft, Weil wir noch im Fleische wohnen: Nur durch Ringen, Kampf und Streit Kommet man zur Sicherheit. 6. Nun so wachet, kämpfet, ringet, Streitet mit Gebet und Flehn, Bis wir auf der Höhe stehn, Wo das Lamm die Fahne schwinget. Ist der Erde Werk getan, Geht des Himmels Sabbat an. 1735. 420. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet, Denn ohne das kann sie nicht sein. Wenn sie nicht oftmals wird be⸗ trübet, So merkt man gar nicht ihren Schein. Sie muß im Kreuz die Stärke zeigen, Die sie verborgen in sich hat, Daß sie den könne unterbeugen, Der ihr nachstellet früh und spat. 2. Wer sollte ohne Kampf wohl siegen? Die Tapferkeit kann nicht bestehn, Wenn man nicht will zu Felde liegen Und durch ein ernstes Streiten gehn. Der Feind ist, wenn Gott Kraft verliehen, Flugs da, der sich ihr widersetzt; Da soll man ja den Schlaf recht fliehen, Wenn Satans Heer die Schwerter wetzt. Heiligung. 3. Zwar drückt den Palmbaum wohl zur Erden Gar oft ein centnerschwer Gewicht, Der doch nicht unterdrückt kann werden, Er stehet wieder aufgericht. So wird die Tugend auch gedrücket, Daß sie fast ganz darniederliegt; Bald aber wird die Stärk erblicket, Wenn sie mit Macht den Feind besiegt. 4. Sie kann zu hohen Stufen kommen, Wenn sie im Streit geübet ist; Kreuz ist der Weg, den alle From⸗ men Erwählen; wer sich selbst vergißt Und eilet zu den Ewigkeiten, Wird durch des Vaters Hand ge⸗ führt, Der ihn durchs Kreuz sucht zu bereiten, Eh er ihn mit der Krone ziert. 5. Denn Gott hat uns nicht führen wollen Durch einen Weg voll Zärtlichkeit, Darauf wir emsig laufen sollen In der so kurzen Pilgrimszeit Zum Leben, das da ewig währet, Wo Streit und Kampf entfernet ist, Und wo man recht die Ruh er⸗ fähret In Gott, der alles Leid versüßt. 6. O Jesu, der du mir erwor⸗ ben Heil, Kraft und Leben durch den Tod, Der du am Kreuzesstamm gestor⸗ ben Nach ausgestandner vieler Not: Komm mir zu Hülf und schaffe Leben In mir und stürze meinen Feind, Der über n Wenn mir 7. Flöß imi Damit ich Und töt in Dein Friede Stärk du, Und zeuch So wird Weil du in * Mel. Was G. ö Ein Chrif Voll Geist, Verleugnet Zerstört des Kämpf Und a Mit Teufel Und kann 2. Ich ha Und gaben Bis Gott m Die er aus Were n Die al Und Christ Dadurch w 3. Ich spra Wie alle N Das in sich Ich bin ein en Palmbaum ohl zur Erden chwer Gewicht, terdrückt kann werden, Ifgericht. auch gedrücket, darniederliegt; Stärk erblicket, cht den Feind besiegt. hohen Stufen kommen, it geübet ist; den alle From⸗ men )selbst vergißt Swigkeiten, ters Hand ge⸗ führt, reuz sucht zu bereiten, Krone ziert. hat uns nicht führen wollen oll Zärtlichkeit, laufen sollen Pilgrimszeit wewig währet, ipf entfernet ist, yt die Ruh er⸗ fähret 3 Leid versüßt. du mir erwor⸗ ben ben durch den Tod, Sstamm gestor⸗ ben r vieler Not: ülf und schaffe Leben meinen Feind, Der über mich sich will erheben, Wenn mir dein Licht nicht helle scheint. 7. Flöß immer in mich neue Kräfte, Damit ich hang an deiner Brust, Und töt in mir all mein Geschäfte; Dein Friede bleib mir nur bewußt. Stärk du, mein Held, mir selbst den Glauben Und zeuch mein Aug auf dich nur hin: So wird mich auch der Feind nicht rauben, Weil du in mir, ich in dir bin. J. Chr. Nehring, 4 1736. 421. Mel. Was Gott tut das ist wohl getan. ö‚ Ein Christ, ein tapfrer Krieges⸗ held, Voll Geist, voll Kraft und Stärke, Verleugnet sich, bezwingt die Welt, Zerstört des Satans Werke, Kämpft innerlich Und außer sich Mit Teufel, Welt und Sünden Und kann doch überwinden. 2. Ich habe mich vorlängst ge⸗ quält Und gab mich schier verloren, Bis Gott mich zu der Zahl gezählt, Die er aus sich geboren. Wer will die Kraft, Die alles schafft, Und Christi Macht ergründen, Dadurch wir überwinden? 3. Ich sprach: Ich bin ein schwaches Kind, Wie alle Menschenkinder, Das in sich kein Vermögen findt, Ich bin ein armer Sünder; Heiligung. Ach Gott, gib Rat, Gib Will und Tat Und laß mich Gnade finden, So kann ich überwinden. 4. Ich war ein Mensch voll Eigen⸗ sinn, Voll Eigenlieb und Ehre; Ich lebte nach den Lüsten hin Und nicht nach Christi Lehre; Doch, Gott sei Ehr, Ich bins nicht mehr, Ich streite mit den Sünden Und will sie überwinden. 5. Kommt mir die alte Bosheit ein Und will noch lieblich schmecken, Soll Jesu Leiden, Kreuz und Pein Mich heilsamlich erschrecken; Die süße Lust In meiner Brust, Die liebsten Lieblingssünden, Die will ich überwinden. 6. Will Menschenfurcht und Men⸗ schengunst Leid oder Freud mir machen, AÜb ich die edle Streiterkunst, Verachte Drohen, Lachen; Welthaß und ⸗Gunst Ist lauter Dunst, Nur Schatten, die verschwinden; Drum will ich überwinden. 7. Leb ich in steter Traurigkeit, Sind wenig gute Stunden In meiner kurzen Lebenszeit: Ich habe Gott gefunden; Der tröstet mich Gar süßiglich, Der kann den Schmerz verbinden, Und ich will überwinden. 8. Ja muß ich in dem Pilgerland Mit Gott wie Jakob ringen, So will ich durch die Glaubens⸗ hand 2 292 Heiligung. Den Allerstärksten zwingen; Kann ich zur Stund Aus seinem Mund Nicht bald den Trost empfinden, Noch will ich überwinden. 9. Mir geht der Tod nicht bit⸗ ter ein, Ich bin schon längst gestorben; Er soll mir lieb und süße sein, Das Haus nur wird verdorben. Gott muß den Gast Der Erdenlast Auf solche Art entbinden, Das hilft mir überwinden. 10. Das Kleinod ist mir vorge⸗ steckt, Ich soll nur tapfer kämpfen; Drum bleibt mein Arm stets aus⸗ gestreckt, Mit Gott den Feind zu dämpfen. Nur unverzagt Und frisch gewagt! Ich seh die Krone binden, Drum will ich überwinden. Berlin 1709. 422. Mel. Alles ist an Gottes Segen. EI ortgekämpft und fortgerungen, Bis zum Ziele durchgedrungen Muß es, bange Seele, sein. Durch die tiefsten Dunkelheiten Kann dich Jesus hinbegleiten: Mut spricht er den Schwachen ein. 2. Bei der Hand will er dich fassen, Scheinst du gleich von ihm ver⸗ lassen, Glaube nur und zweifle nicht! Bete, kämpfe sonder Wanken, Bald wirst du voll Freude danken, Bald umgibt dich Trost und Licht. 3. Bald wird dir sein Antlitz scheinen; Hoffe, harre bei dem Weinen, Nie gereut ihn seine Wahl. Er will dich im Glauben üben; Gott, die Liebe, kann nur lieben; Wonne wird bald deine Qual. 4. Wend von aller Welt die Blicke, Schau nicht seitwärts, nicht zurücke, Nur auf Gott und Ewigkeit. Nur zu deinem Jesus wende Aug und Herz und Sinn und Hände, Bis er himmlisch dich erfreut. 5. Ausdes Jammerswilden Wogen Hat dich oft herausgezogen Seiner Allmacht treue Hand. Nie zu kurz ist seine Rechte; Wo ist einer seiner Knechte, Der bei ihm nicht Rettung fand? 6. Schließ dich ein in deine Kammer, Geh und schütte deinen Jammer Aus in Gottes Vaterherz. Kannst du gleich ihn nicht emp⸗ finden, Worte nicht, nicht Tränen finden, Klag ihm schweigend deinen Schmerz. 7. Kräftig ist dein tiefes Schwei⸗ gen, Gott wird sich als Vater zeigen, Glaube nur, daß er dich hört. Glaube, was du hast gebeten, Daß dich Jesus wird vertreten, Und der Vater es gewährt. 8. Drum so will ich nicht verzagen, Mich vor Gottes Antlitz wagen, Flehen, ringen fort und fort. Ja ich werd ihn überwinden, Was ich bitte, werd ich finden; Er gelobts in seinem Wort. J. K. Lavater, 4 1801. Mel. Eins i Nerzog u Zeuch 1 Da du uns Und zu dei Als deine Laß unsere Wir wollen Und in der 2. Er hat Und du wi Liebe hat 1 Daß an dir Nun wolle Dem ganze In deinen Sonst drin 3. Aber hi So viel Ar Bald macht Bald treibt Es bleibet d Und will Es schützet Und bauet 4. Drum, Führ das Brich entzu Wirf die S zir sein Antlitz scheinen; em Weinen, ne Wahl. lauben üben; nn nur lieben; deine Qual. Welt die Blicke, 18, nicht zurücke, d Ewigkeit. esus wende ind Sinn und Hände, dich erfreut. rowilden Wogen Usgezogen reue Hand. ine Rechte; r Knechte, Rettung fand! ein in deine Kammer, deinen Jammer aterherz. ihn nicht emp⸗ finden, Tränen finden, eigend deinen Schmerz. u tiefes Schwei⸗ gen, 8 Vater zeigen, er dich hört. hast gebeten, vird vertreten, gewährt. ch nicht verzagen, Antlitz wagen, rt und fort. überwinden, erd ich finden; nem Wort. Lavater, 4 1801. Heiligung. 293 423. Mel. Eins ist not, ach Herr dies eine. NBerzog unsrer Seligkeiten, Zeuch uns in dein Heiligtum, Da du uns die Stätt bereiten Und zu deines Namens Ruhm Als deine Erkauften siegprächtig willst führen: Laß unsere Bitte dein Herze jetzt rühren: Wir wollen dem Vater zum Opfer dastehn Und in der Gemeinschaft der Lei⸗ den hingehn. 2. Er hat uns zu dir gezogen, Und du wieder zu ihm hin; Liebe hat uns überwogen, Daß an dir hangt Mut und Sinn: Nun wollen wir gerne mit dir auch absterben Dem ganzen natürlichen Seelen⸗ verderben. In deinen Tod, Herr, laß ge⸗ pflanzet uns sein, Sonst dringen wir nimmer zum Leben hinein. 3. Aber hier erdenkt die Schlange So viel Ausflucht überall: Bald macht sie dem Willen bange, Bald treibt sie die Lust zum Fall. Es bleibet das Leben am Kleinsten oft kleben Und will sich nicht völlig zum Sterben hingeben; Es schützet die besten Absichten noch vor Und bauet so Höhen und Festung empor. 4. Drum, o Schlangentreter, eile, Führ das Todesurteil aus, Brich entzwei des Mörders Pfeile, Wirf die Sünde ganz hinaus. Ach laß sich dein neues erstande⸗ nes Leben In unsern erstorbenen Herzen er⸗ heben; Erzeig dich verkläret und herrlich noch hier Und bringe dein neues Geschöpfe herfür. 5. Führe die zerstreuten Sinnen Aus der Vielheit in das ein, Daß sie neuen Raum gewinnen, Nur von dir erfüllt zu sein. Ach lege die Mächte der Finster⸗ nis nieder, Erneure die Kräfte des Geistes uns wieder, Der von der verkläreten Mensch⸗ heit sich nähr Und gegen der Gottheit Verächter sich wehr. 6. Lebensfürst, so lieb und labe Die begnadigte Natur, Wirke fort mit deiner Gabe In der neuen Kreatur; Erwecke dein Paradies wieder im Grunde Der Seele und bringe noch näher die Stunde, Da du dich in allen den Gliedern verklärst, Sie hier noch des ewigen Lebens gewährst. 7. Gönne uns noch Frist auf Erden, Zeugen deiner Kraft zu sein, Deinem Bilde gleich zu werden, In den Tod zu nehmen ein Des Lebens vollkommene Freiheit und Rechte, Als eines vollkommenen Heilands Geschlechte. Der Unglaub mag denken, wir bitten zu viel: Du hörst unsre Bitten, tust über ihr Ziel. G. Arnold, 4 1714. — 29⁴4 Heiligung. 424. Mel. Valet will ich dir geben. Ich soll zum Leben dringen, Das ist hier mein Beruf, Soll nach dem Himmel ringen, Für welchen Gott mich schuf; In dieser Welt voll Sünden Soll ich nur ihm mich weihn, Im Glauben überwinden Und dann erst selig sein. 2. Das hat in frühen Jahren Mich Gottes Wort gelehrt, Und bald hab ich erfahren, Nur das sei meiner wert. Ich sah im herbsten Leide Bewährt der Gläubgen Mut, Sah, welche reine Freude Auf dem Gehorsam ruht. 3. Ich sah die Streiter Gottes, Die sich der Lust entsagt, Trotz alles frechen Spottes In Kämpfen unverzagt; Ich sah, wie jener Krone Schon hier ihr Herz sich freut, Vertrauend reichem Lohne Nach treu vollbrachter Zeit. 4. O Gott, auch mich verlanget, In deinem Reich zu sein, Doch meine Seele hanget Noch nicht an dir allein; Den Himmel möcht ich erben, Doch lieb ich noch die Welt. O Herr, welch ein Verderben, Das mich gefangen hält! 5. Ich wandl auf deinem Wege, Doch unstät ist mein Sinn; Bald werd ich matt und träge, Bald schleich ich mutlos hin. Zum Ziele möcht ich dringen, Doch schlummr ich oftmals ein; Ich lasse nach zu ringen Und will doch Sieger sein. 6. Möcht ich an dir nur hangen, O Gott, allein an dir! Du hast es angefangen, Das gute Werk in mir; O möchtst du mir nur senden Zur Hülfe deinen Geist Und gnädig so vollenden, Was mir dein Wort verheißt! J. A. Cramer, 1 1788. 425. Mel. Einer ist König, Immanuel sieget. Iesu, hilf siegen, du 990 des ebensl Sieh, wie die Finsternis dringet herein; Wie sie ihr höllisches Heer nicht vergebens Mächtig aufführet, mir schädlich zu sein. Satan der sinnet auf allerhand Ränke, Wie er mich sichte, verstöre und kränke. 2. Jesu, hilf siegen! Ach wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrechen ist immer vor mirl Hilf, wenn die Sünden der Ju⸗ gend mich nagen, Die mein Gewissen mir täglich hält für. Ach laß mich schmecken dein kräf⸗ tig Versühnen Und dies zu meiner Demütigung dienen. 3. Jesu, hilf siegen, wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt, Wenn ich die Last der Begierden empfinde, Und sich Hilf mir,! Und durch 4. Jesu, l In mir d Daß bei Aufwärts Laß mich So wird 5. Jesu, k Wenn sich Und mit d Laß doch Steh mir Lehre mick 6. Jesu, Hüter, du Laß dein Der du v Wenn mi Wollst du 7. Jesu, ir nur hangen, dir! ngen, mir; nur senden Geist llenden, ort verheißt! Sramer, 1 1788. * 9. Immanuel sieget. du Fürste des Lebens! isternis dringet herein; ches Heer nicht vergebens „ mir schädlich zu sein. auf allerhand Ränke, e, verstöre und kränke. egen! Ach wer iß nicht klagen: echen ist immer vor mirl ünden der Ju⸗ nd mich nagen, en mir täglich hält für. necken dein kräf⸗ tig Versühnen ner Demütigung dienen. en, wenn in mir die Sünde, t und Mißgunst sich regt, st der Begierden empfinde, Heiligung. 29⁵5 Und sich mein tiefes Verderben darlegt: Hilf mir, daß ich vor mir selbst mag erröten Und durch dein Leiden mein sünd⸗ lich Fleisch töten. 4. Jesu, hilf siegen und lege ge⸗ fangen In mir die Lüste des Fleisches und gib, Daß bei mir lebe des Geistes Verlangen, Aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb; Laß mich eindringen ins gött⸗ liche Wesen: So wird mein Geist, Leib und Seele genesen. 5. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken, Wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn Und mit dem Scheine der Wahr⸗ heit sich schminken; Laß doch viel heller dann deine Kraft sehn: Steh mir zur Rechten, o König und Meister, Lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 6. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten, Hüter, du schläfst ja und schlum⸗ merst nicht ein. Laß dein Gebet mich unendlich vertreten, Der du versprochen, mein Für⸗ sprech zu sein; Wenn mich die Nacht mit Er⸗ müdung will decken, Wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 7. Jesu, hilf siegen, wenn alles verschwindet, Und ich mein Nichts und Ver⸗ derben nur seh, Wenn kein Vermögen zu beten ö sich findet, Wenn ich vor Angst und vor Zagen vergeh; Ach Herr, dann wollst du im Grunde der Seelen Dich mit dem innersten Seufzen vermählen. 8. Jesu, hilf siegen und laß mirs gelingen, Daß ich das Zeichen des Sieges erlang; So will ich ewig dir Lob und Dank singen, Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang. Wie wird dein Name da werden gepriesen, Wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen! 9. Jesu, hilf siegen, wenns nun kommt zum Sterben: Mach du mich würdig und stetig bereit, Daß ich mich nenne des Himmel⸗ reichs Erben, Dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit. Jesu, mein Jesu, dir bleib ich er⸗ geben, Hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben. J. H. Schröder, 4 1699. 426. Mel. Es wolle Gott uns gnädig sein. Iyr Mitgenossen, auf zum Streit, Damit uns Gott belohne! Es gilt das Reich der Herrlichkeit, Der Überwinder Krone. 296 Heiligung. Der Weichende wird nicht gekrönt; Wie hat der Herr gestritten! Die Sieger nur hat er versöhnt, Als er den Tod gelitten Am Olberg und am Kreuze. 2. Miterben, haltet an und seht Empor zum großen Lohne; Denn nur durch unsre Feinde geht Der Weg zu jener Krone. Ob tausend auch zur Rechten euch, Zur Linken tausend sänken, So sinkt doch nicht! Wird uns sein Reich, Der Kraft zum Streit gab, schenken, Wenn wir darin erliegen? 3. Zwar groß ist unsers Kampfs Gefahr, Doch laßt uns ihre Schrecken Nicht größer machen: wunderbar Wird Gottes Schutz uns decken. Er stärkt, der mächtig stärken kann, Wenn wir um Hülfe flehen; Er reicht den Harnisch: zieht ihn an, So könnt ihr mutig stehen Und freudig überwinden. 4. Mit seiner Hölle Graun um⸗ hüllt, Schießt Satan Flammenpfeile; Dann, dann ergreift des Glau⸗ bens Schild, Schützt euch mit Christi Heile, Mit diesem Helm auf eurem Haupt Und mit des Geistes Schwerte: Das ists, was selbst der Tod nicht raubt, Das mächtige, bewährte, Das feste Wort des Lebens. 5. Wer überwindet, soll den Tod, Den ewigen, nicht sehen; Verging er auch in seiner Not, Dort wird er nicht vergehen. Nach dieses Lebens kurzem Streit, Nach seinen kurzen Leiden Wird ihn der Unschuld weißesKleid, Gerechtigkeit, bekleiden, Hell durch das Blut des Lammes. 6. Ach Hüter, ist die Nacht bald hin, Die dunkle Nacht der Erden? Wenn ich einst Uberwinder bin— Laß nrichs, mein Hüter, werden— Wenn ich einst Überwinder bin, So seh ich meinen Namen Im Lebensbuch. Du führst mich hin, Vollender, Gott, Gott Amen, Zu deines Vaters Throne. 7. Wie säumts, wie säumts, o lange Nacht, Bis Berg und Hügel fallen, O Hüter, bis dein Tag erwacht, Und uns Posaunen schallen! Wer überwindet, der wird sein Mit Gottes Sohn ein Erbe. O Gottes Sohn, laß du mich sein Der Hoffnung, wenn ich sterbe, Und dann sei ihr Vollender! F. G. Klopstock, 4 1803. 427. Löwen, laßt euch wiederfinden, Wie im ersten Christentum, Die nichts konnte überwinden: Seht nur an ihr Märtyrtum, Wie in Lieb sie glühen, Wie sie Feuer sprühen, Daß sich vor der Sterbenslust Selbst der Satan fürchten mußt. 2. In Gefahren unerschrocken Und von Lüsten unberührt, Die aufs Eitle konnten locken, War man damals: die Begierd Ging nur nach dem Himmel, Fern aus dem Getümmel War erhoben Herz und Sinn, Gab, was zeitlich, gern dahin. 3. Ganze Was die Und wone Es mocht Furcht we Auf die K Sprangen Hielten m 4. O da Mich befä Laß mich Dein hülf Mein Go Gib, daß Bis in T Übe gute 5. Gib, Kämpf in Und hier Daß mir Durch die Und ich: Daß ich i Sondern 6. Es dü Daß des Zu der S Führte u Nach gen Große Ti Werden Und noch 7. Ei u O ihr Be Lasset un Folgen je Nur den Was ihn Er hats Und die den, t des Lammes. die Nacht bald hin, der Erden? rwinder bin— üter, werden— derwinder bin, Namen Du führst mich hin, zott Amen, Throne. wie säumts, o lange Nacht, igel fallen, Tag erwacht, n schallen! der wird sein ein Erbe. Aß du mich sein nn ich sterbe, Vollender! lopstock, 4 1803. 7. h wiederfinden, yristentum, überwinden: Märtyrtum, lühen, ühen, Sterbenslust fürchten mußt. unerschrocken unberührt, nnten locken, 8: die Begierd em Himmel, etümmel z und Sinn, „gern dahin. Heiligung. 297 3. Ganz großmütig sie verlachten, Was die Welt für Vorteil hält, Und wonach die meisten trachten, Es mocht sein Ehr, Wollust, Geld. Furcht war nicht in ihnen, Auf die Kampfschaubühnen Sprangen sie mit Freudigkeit, Hielten mit den Tieren Streit. 4. O daß ich, wie diese waren, Mich befänd auch in dem Stand! Laß mich doch im Grund erfahren Dein hülfreiche, starke Hand, Mein Gott, recht lebendig! Gib, daß ich beständig Bis in Tod durch deine Kraft Übe gute Ritterschaft! 5. Gib, daß ich mit Geistes⸗ waffen Kämpf in Jesu Löwenstärk Und hier niemals möge schlafen, Daß mir dieses große Werk Durch dich mög gelingen Und ich tapfer ringen, Daß ich in die Luft nicht streich, Sondern bald das Ziel erreich. 6. Es dürft wieder dazu kommen, Daß des Feindes tolle Wut Zu der Schlachtbank deine From⸗ men Führte und vergöß ihr Blut: Nach gemeiner Sage Große Trübsalstage Werden kommen uns zu Haus Und noch ein sehr harter Strauß. 7. Ei wohlan, nur fein stand⸗ haftig, O ihr Brüder, tapfer drauf! Lasset uns doch recht herzhaftig Folgen jener Zeugen Hauf! Nur den Leib berühret, Was ihm so gebühret; Er hats Leiden wohl verdient, Und die Seel darunter grünt. 8. Gebt euch in das Leiden wacker! Mit dem Blut der Märtyrer Wird gedüngt der Kirchenacker, Und so treibt er um so mehr; Alle Pflanzen sprossen, So damit begossen; O wie trägt er reichlich Frucht, Von der Trübsal heimgesucht. 9. Komm, o Herr, befrucht mit Regen Uns dein Erb, die dürre Erd! Daß wir dir getreu sein mögen Und nicht achten Feur und Schwert, Als in Liebe trunken Und in dir versunken! Mach dein Kirch an Glauben reich, Daß das End dem Anfang gleich! 17¹². 428. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. Mache dich, mein Geist, bereit, Wache, fleh und bete, Daß dich nicht die böse Zeit Unverhofft betrete, Denn es ist Satans List Über viele Frommen Zur Versuchung kommen. 2. Aber wache erst recht auf Von dem Sündenschlafe; Denn es folget sonst darauf Eine lange Strafe, Und die Not Samt dem Tod Möchte dich in Sünden Unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht Unser Herr erleuchten. 298 Heiligung. Wache, sonsten wird sein Licht Dir noch ferne deuchten; Denn Gott will Für die Füll Seiner Gnadengaben Offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans List Nicht im Schlaf mag finden, Weil er sonst behende ist, Heimlich dich zu binden, Und Gott gibt, Die er liebt, Oft in seine Strafen, Wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt Durch Gewalt bezwinge, Oder, wenn sie sich verstellt, Wieder an sich bringe; Wach und sieh, Es fehlt nie Hier an falschen Brüdern Unter Christi Gliedern. 6. Wache dazu auch für dich, Für dein Fleisch und Herze, Damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; Denn es ist Voller List Und kann sich bald heucheln Und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei Mitten in dem Wachen; Denn der Herr der muß dich frei Von dem allen machen, Was dich drückt Und bestrickt, Daß du schläfrig bleibest Und sein Werk nicht treibest. 8. Ja er will gebeten sein, Wenn er was soll geben, Er verlanget unser Schrein, Wenn wir wollen leben Und durch ihn Unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden Kräftig überwinden. 9. Drum so laßt uns immerdar Wachen, flehn und beten, Weil die Angst, Not und Gefahr Immer näher treten; Denn die Zeit Ist nicht weit, Da uns Gott wird richten Und die Welt vernichten. J. B. Freystein, 4 1718. 429. Mel. Machs mit mir Gott nach deiner Güt. Mir nach! spricht Christus un⸗ ser Held, Mir nach, ihr Christen alle! Verleugnet euch, verlaßt die Welt, Folgt meinem Ruf und Schalle; Nehmt euer Kreuz und Ungemach Aufeuch,folgtmeinem Wandelnach!l 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für Mit heilgem Tugendleben; Wer zu mir komnit und folget mir Darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, Wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll Demütigkeit, Voll Liebe meine Seele; Mein Mund der fleußt zu jeder Zeit Von süßem Sanftmutsöle. Mein Geist, Gemüte, Kraft und Sinn Ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schäd⸗ lich ist, Zu fliehen und zu meiden Und euer Zu reinge Ich bin de Und führe 5. Fällts Ich steh Ich kämz Bin alles Ein böser Wenn er 6. Wer se Wird sie Wer sie Wird sie Wer nich Ist mein 7. So l Mit Leib Und woh Bei ihm Wer nick Des ewg Nur fr Es wird Das rot Was jam Der nack Nur frist ) und Sünden t. uns immerdar beten, o3t und Gefahr m; richten tichten. eystein, 4 1718. . Gott nach deiner t Christus un⸗ ser Held, isten alle! rlaßt die Welt, und Schalle; und Ungemach mWandelnachl icht, ich leucht euch für ndleben; und folget mir stern schweben. ich weise wohl, ig wandeln soll. oll Demütigkeit, Seele; ußt zu jeder Zeit mutsöle. üte, Kraft und Sinn schaut auf ihn. das, was schäd⸗ lich ist, meiden Heiligung. 299 Und euer Herz von arger List Zu reingen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort Und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällts euch zu schwer, ich geh voran, Ich steh euch an der Seite, Ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, Bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still mag stehn, Wenn er den Feldherrn sieht an⸗ gehn. 6. Wer seine Seel zu finden meint, Wird sie ohn mich verlieren; Wer sie hier zu verlieren scheint, Wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, Ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lie⸗ ben Herrn Mit Leib und Seel nachgehen Und wohlgemut, getrost und gern Bei ihm im Leiden stehen; Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron Des ewgen Lebens nicht davon. J. Scheffler, 4 1677. 430. Nur frisch hinein! Es wird so tief nicht sein; Das rote Meer wird dir schon Platz vergönnen. Was jammerst du? Sollt der nicht helfen können, Der nach dem Blitz gibt heitern Sonnenschein? Nur frisch hineinl 2. Der Himmelsheld Hat einen Weg bestellt, Den niemand weiß; eh sein Volk sollte sinken, Muß selbst das Meer auf dieses Helden Winken Zur Mauer sein. Er herrscht im Flutenfeld, Der Himmelsheld. 3. Die Tapferkeit Ist jederzeit bereit, Durch Kreuz und Schmach und durch die grausen Wellen Zu dringen durch, kein Sturm⸗ wind kann sie fällen; Sie hält uns fest in steter Sicher⸗ heit, Die Tapferkeit. 4. Des Kreuzes Pein Wird ja nicht ewig sein; Es ist ein Kelch, der seinen Bo⸗ den zeiget; Man sieht den Grund, wenn alles ausgeneiget. Drum laß dir einen Trank des Lebens sein Des Kreuzes Pein. 5. Die Centnernot Zerbricht der kalte Tod. Hindurch, hindurch! und folge deinem Führer, Dein Jesus ist der Erd⸗ und Meerregierer, Der winket nur, so weicht auf sein Gebot Die Centnernot. 6. Er ist der Hirt, Der dich nicht lassen wird, Er wird sein Schaf auf seinen Achseln tragen, Es wartet schon auf dich der Engelwagen 300 Heiligung. Zum sichern Schutz, und ob du dich verirrt, Er ist dein Hirt. 7. Auf, schwacher Sinn! Wirf allen Kummer hin Und schicke dich, die Tiefe durch⸗ zuwaten. Kommt schon ein Sturm, dein Jesus wird dir raten Und helfen aus, der Tod ist dein Gewinn. Auf, schwacher Sinn! 8. Der Christenstand Ist hier also bewandt: Es muß ein Kreuz das andre Kreuze jagen. So ging es dem, der unser Kreuz getragen Am Kreuzesstamm. Es ist kein Kindertand Der Christenstand. 9. Ach süßer Christ, Wenn du nur bei mir bist, So wird sich auch mit dir mein Leiden enden; Zu dir, mein Gott, will ich mich gänzlich wenden Und tragen, was mir auferleget ist, Ach süßer Christ! M. Kongehl, 1710. 431. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Rüstet euch, ihr Christenleute! Die Feinde suchen euch zur Beute, Ja Satan selbst hat eur begehrt. Wappnet euch mit Gottes Worte Und kämpfet frisch an jedem Orte, Damit ihr bleibet unversehrt. Ist euch der Feind zu schnell? Hier ist Immanuel! Hosianna! Der Starke fällt Durch diesen Held, Und wir behalten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euren Lüsten, Besieget sie, die ihr seid Christen, Und stehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Namen, Daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen; Wo ist des Glaubens Ritterschafte Wer hier ermüden will, Der schaue auf das Ziel! Da ist Freude. Wohlan, so seid Zum Kampf bereit: So krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wengen Jahre, Eh ihr kommt auf die Totenbahre; Kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Toten wecken, Und Christus wird die Welt er⸗ schrecken, So stehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind versöhnt! Daß uns die Welt noch höhnt, Währt nicht lange, Und Gottes Sohn Hat längstens schon Uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder Und mach aus ihnen Überwinder, Die du erkauft mit deinem Blut. Schaff in uns ein neues Leben, Daß wir uns stets zu dir erheben, Wenn uns entfallen will der Mut. Geuß aus auf uns den Geist, Dadurch die Liebe fleußt In die Herzen: So halten wir Getreu an dir Im Tod und Leben für und für. W. E. Arends, 7 1721. Mel. Fre Hchaff Schaffet Bauet ni Nur auf Sondern Ringeten Und bem Wie ihr 2. Daß So bekär Und, der Rüstet er Gottes 2 Eures Le Mag es Nun erfr 3. Ihr Daß in Daß ihr Daß euc Und daf Nur alle Ja daß In euch 4. Se Selig, u Wer des Selig, u Unter C Jageten Wer der Muß zu 5. We mit das Feld. reuren Lüsten, seid Christen, Herren Kraft. su Namen, uchelt wie die Lahmen; 18 Ritterschaft! will, Ziel! Ewigkeit. wengen Jahre, ie Totenbahre; r Lebenslauf. Toten wecken, die Welt er⸗ schrecken, Freuden auf. versöhnt! noch höhnt, 7 n Ehrenkron. ine Kinder »n Überwinder, t deinem Blut. neues Leben, zu dir erheben, will der Mut. den Geist, fleußt für und für. Arends, 1 1721. 432. Mel. Freu dich sehr o meine Seele. Phil. 2, 12. Bchaffet, schaffet, Menschen⸗ kinder, Schaffet eure Seligkeit; Bauet nicht wie sichre Sünder Nur auf gegenwärtge Zeit, Sondern schauet über euch, Ringet nach dem Himmelreich Und bemühet euch auf Erden, Wie ihr möget selig werden. 2. Daß nun dieses mög geschehen, So bekämpfet Fleisch und Blut Und, der Welt zu widerstehen, Rüstet euch mit Kraft und Mut; Gottes Wille soll allein Eures Lebens Richtschnur sein, Mag es eure schwache Herzen Nun erfreuen oder schmerzen. 3. Ihr habt Ursach zu bekennen, Daß in euch noch Sünde steckt, Daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, Daß euch lauter Elend deckt, Und daß Gottes Gnadenkraft Nur allein das Gute schafft; Ja daß außer seiner Gnade In euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet, Selig, wer im Kampf besteht, Wer des Fleisches Lüste dämpfet, Selig, wer die Welt verschmäht! Unter Christi Kreuzesschmach Jaget man dem Frieden nach; Wer den Himmel will ererben, Muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, Heiligung. 301 Sondern träg und lässig sein, Eure Neigung zu bezwingen, So bricht eure Hoffnung ein; Ohne tapfern Streit und Krieg Folget niemals rechter Sieg; Nur den Siegern wird die Krone Beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit der Welt nach Lust zu jagen, Hat bei Christen keine Statt; Leichtsinn bei der Welt Gelagen Schwächt den Geist und macht ihn matt; Unter Christi Kreuzesfahn Geht es wahrlich niemals an, Daß man noch mit frechem Herzen Sicher wollte tun und scherzen. 7. Furcht muß man im Herzen tragen, Furcht vor dem, der Leib und Seel Kaunn zur Hölle niederschlagen; Gott ists, der des Geistes Ol Und, nachdem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen gibt. O so laßt zu ihm uns gehen, Ihn um Gnade anzuflehen. 8. Und dann zähmet eure Glieder, Drin die Sündenlust sich regt, Kämpft den alten Menschen nieder, Bis ihm seine Macht gelegt; Was euch ärgert, hauet ab, Was euch hindert, senkt ins Grab; Denket stets an diese Worte: Dringet durch die enge Pforte! 9.Zittern willich vor der Sünde Und dabei auf Jesuni sehn, Bis ich seinen Beistaud finde, In der Gnade zu bestehn; Ach mein Heiland, geh doch nicht Mit mir Armen ins Gericht! Gib mir deines Geistes Waffen, Meine Seligkeit zu schaffen. 302 Heiligung. 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott, versiegle dies in mir, Auf daß ich in Jesu Namen Meinen Kampf zu Ende führ. Er verleihe Kraft und Stärk Und regiere selbst das Werk, Daß ich wache, bete, ringe Und also zum Himmel dringe. L. A. Gotter, 4 1735. Mel. Ringe recht wenn Gottes Gnade. Wer sich dünken läßt zu stehen, Hüte wohl sich vor dem Fall: Es umschleicht uns, wo wir gehen, Der Versucher überall. 2. Sicherheit wird dich betrügen, Lässigkeit tut nimmer gut; Läßt du in den Schlaf dich wiegen, So mehrt sich des Feindes Mut. 3. Falsche Freiheit bringt Ver⸗ derben, Knechtschaft ist ihr sichrer Lohn; Wahre Freiheit zu erwerben, Sprich nie dem Gewissen Hohn! 4. Petrus, welcher sich vermessen, Bis zum Tode treu zu sein, Hat der Warnung kaum vergessen, So muß er den Fall bereun. 5. Ist der Geist auch noch so willig, Bleibt das Fleisch doch immer schwach; Gibst du nach, so trifft dich billig Deiner Feigheit bittre Schmach. 6. Unser Feind ist stets in Waffen, Nie ficht ihn der Schlummer an; Willst im Eifer du erschlaffen, O dann ists um dich getan. 7. Wohl dem, der stets wacht und flehet, Der sein Heil mit Zittern schafft: Wenn er unbeweglich stehet, Wird der Sichre weggerafft. 8. Wohl dem, der mit Glaubensöle Seine Lampe früh versieht: Das errettet seine Seele, Wenn auch lang der Herr verzieht. 9. Hüter deiner Menschenherden, Der du schläfst und schlummerst nicht, Laß mich täglich wackrer werden, Wandeln stets in deinem Licht. 10. Stärke du die trägen Sinnen, Halte fertig mich zum Streit, Daß ich, rufst du mich von hinnen, Wachend sei und wohl bereit. Halle 1714. 434. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Wohl dem, der sich mit Ernst bemühet, Daß er ein Jünger Christi sei, Der unverwandt auf Christum siehet, Daß er in Wahrheit werde frei; Der stark in Christo mutig kämpft Und Welt und eignen Willen dämpft. 2. Wohl dem, der ihn erwählt zum Wege, Zum Lichte, dem er folget nach Auf der Verleugnung schmalem Stege Und auf sich nimmt des Heilands Schmach. Wer nicht Dem wird 3. Was Und uns Dem bleib Der nicht h Daß Gotte Und er ei 4. Was hi Der der Nach eign Sein Lebe Wem Chri Des Sehr 5. Was An Demu Wenn wi Nicht we Der Glar Er muß 6. Was Der nicht r stets wacht und flehet, Zittern schafft: ich stehet, eggerafft. it Glaubensöle versieht: Seele, Herr verzieht. tenschenherden, d schlummerst nicht, ackrer werden, deinem Licht. trägen Sinnen, zum Streit, ich von hinnen, vohl bereit. Halle 1714. . lieben Gott läßt n. sich mit Ernst bemühet, er Christi sei, auf Christum siehet, eit werde frei; o mutig kämpft eignen Willen dämpft. er ihn erwählt zum Wege, er folget nach mung schmalem Stege nt des Heilands Schmach. Heiligung. 303 Wer nicht mit ihm zum Olberg steigt, Dem wird nicht Tabors Glanz gezeigt. 3. Was hilfts, daß Christus ist geboren Und uns die Kindschaft wieder⸗ bringt? Dem bleibt das Himmelreich ver⸗ loren, Der nicht hinein durch Buße dringt, Daß Gottes Geist ihn neu gebiert, Und er ein göttlich Leben führt. 4. Was hilft dem Menschen Christi Lehre, Der der Vernunft ein Sklave bleibt, Nach eigner Weisheit, Wahn und Ehre Sein Leben, Tun und Wandel treibt? Wem Christi Wort nicht alles gilt, Des Sehnsucht wird auch nicht gestillt. 5. Was hilft uns Christi heilges Leben, An Demut, Lieb und Milde reich, Wenn wir, der Selbstsucht hin⸗ gegeben, Nicht wandeln seinem Vorbild gleich? Der Glaub ohn Werk ist leerer chein; Er muß durch Liebe tätig sein. 6. Was hilft dem Christi Angst und Leiden, Der nicht mit ihm ins Leiden geht? Nur der hat teil an seinen Freu⸗ den, Der auch am Kreuze bei ihm steht. Wer hier noch scheuet Spott und Hohn, Emipfängt dort nicht die Ehren⸗ kron. 7. Was hilft uns Christi Tod und Sterben, Wenn wir uns selbst nicht ster⸗ ben ab? Du liebst dein Leben zum Ver⸗ derben, Legst du die Lust nicht in sein Grab. Umsonst gab Christus sich dahin, Stirbt nicht in dir der alte Sinn. 8. Was hilft dir Christi Aufer⸗ stehen, Bleibst du noch in den Sünden tot? Was hilft dir sein gen Himmel Gehen, Macht dir die Welt noch Sorg und Not? Was hilft dir sein Triumph und Sieg, Führst du nicht mit dir selber Krieg? 9. Wohlan, so lebe, tu und leide, Wie Christus dir ein Vorbild war; Nimm seine Unschuld dir zum Kleide, So bleibst du in der Seinen Schar. Wer Christum liebt, der strebt allein, In allem Christo gleich zu sein. J. G. Wolf, 1754. 30⁴4 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. XX. Gyltvertrauen und Crost im Kreuz. 435. Mel. Vater unser im Himmelreich. Ach Gott, wie manches Herzeleid Begegnet mir zu dieser Zeit: Der schmale Weg ist trübsalvoll, Den ich zum Himmel wandern soll; Wie schwer doch läßt mein Fleisch und Blut Sich zwingen zu dem ewgen Gut! 2. Wo soll ich mich denn wen⸗ ö den hin? Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn. Bei dir mein Herz Trost, Hülf und Rat Allzeit gewiß gefunden hat. Niemand jemals verlassen ist, Der fest getraut auf Jesum Christ. 3. O Jesu, du mein Herr allein, Wie süß ist mir der Name dein! Es kann kein Trauern sein so schwer, Dein süßer Nam erfreut viel mehr; Kein Elend mag so bitter sein, Dein süßer Trost der linderts fein. 4. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht, So weißt du, Herr, daß ichs nicht acht; Wenn ich dich hab, so hab ich wohl, Was mich ewig erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, Was kann mir tun Sünd, Tod und Höll? 5. Kein bessre Treu aus Erden ist, Als deine Treu, Herr Jesu Christ; Ich weiß, daß du mich nicht ver⸗ läßt, Dein Zusag bleibt mir ewig fest; Du bist mein rechter treuer Hirt, Der ewig mich behüten wird. 6. Jesu, mein Freud, mein Ehr und Ruhm, Mein Herzensschatz, mein Eigen⸗ tum, Ich kanns doch ja nicht zeigen an, Wie hoch dein Nam erfreuen kann, Wer Glaub und Lieb im Hahnt at, Der wirds erfahren mit der Tat. 7. Drum hab ich oft und viel geredt: Wenn ich an dir nicht Freude hätt, Wollt ich den Tod mir Launher her, Ja, daß ich nie geboren wär; Denn wer dich nicht im Herzen hat, Der ist gewiß lebendig tot. 8. Wenn ich mein Hoffen stell zu dir, So fühl ich Fried und Trost in mir; Wenn ich in Nöten bet und sing, So wird mein Herz recht guter Ding; Dein Geist bezeugt, daß solches frei Des ewgen Lebens Vorschmack sei. 9. Drum will ich all mein Lebetag Das Kreuz dir fröhlich tragen nach. Mein Gott, mach mich dazu bereit, Es dient zum Besten allezeit; Hilf mir mein Sach recht greifen an, Daß ich den Lauf vollenden kann. 10. Hilfu Vor Sün Erhalt me So leb ut Jesu, meir Mein Heil Anes ist Und an f Über alles Wer auf Der behäl Einen fre 2. Der un Und mir Ist und! Der mich Und noch Wird hin 3. Viele Die nur 6 Und gan, Ich will 1 Die mir Die man 4. Hoffn Was ich n So es ar Meine S Hab ich Und ihm 5. Er 1 Mein Ve Es hat a Ich hab il Trost mich nicht ver⸗ läßt, mir ewig fest; ter treuer Hirt, hüten wird. reud, mein Ehr und Ruhm, 3, mein Eigen⸗ tum, nicht zeigen an, werfreuen kann, Lieb im Herzen hat, en mit der Tat. h oft und viel geredt: icht Freude hätt, d mir wünschen her, zeboren wär; t im Herzen hat, endig tot. ein Hoffen stell zu dir, ind Trost in mir; en bet und sing, Herz recht guter Ding; daß solches frei Vorschmack sei. all mein Lebetag hlich tragen nach. mich dazu bereit, esten allezeit; hrecht greifen an, vollenden kann. Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 305 10. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, Vor Sünd und Schanden mich behüt, Erhalt mein Herz im Glauben rein, So leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Begier, Mein Heiland, o wär ich bei dir! M. Moller, 4 1606. 436. Ales ist an Gottes Segen Und an seiner Gnad gelegen Über alles Geld und Gut. Wer auf Gott die Hoffnung setzet, Der behält ganz unverletzet Einen freien Heldenmut. 2. Der mich hat bisher ernähret Und mir manches Glück bescheret, Ist und bleibet ewig mein; Der mich wunderlich geführet Und noch leitet und regieret, Wird hinfort mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen, Die nur Sorg und Unruh machen Und ganz unbeständig sind: Ich will nach den Gütern ringen, Die mir wahre Freude bringen, Die man in der Welt nicht findt. 4. Hoffnung kann das Herz er⸗ quicken, Was ich wünsche, wird sich schicken, So es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben Hab ich seiner Gnad ergeben Und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen Mein Verlangen zu erfüllen, Es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben: Wie Gott will, so muß es bleiben, Wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich hier noch länger leben, Will ich ihm nicht widerstreben, Ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, Alles Irdische vergehet Und fährt wie ein Strom dahin. Nürnberg 1676. 437. Mel. Singen wir aus Herzensgrund. Auf den Nebel folgt die Sonn, Auf das Trauern Freud und Wonn, Auf die schwere, bittre Pein Stellt sich Trost und Labsal ein; Meine Seele, die zuvor Sank bis zu dem Höllentor, Steigt nun bis zum Himmelschor. 2. Gott läßt keinen traurig stehn, Noch mit Schimpf zurückegehn, Der sich ihm zu eigen schenkt Und ihn in sein Herze senkt: Wer auf Gott sein Hoffnung setzt, Findet endlich und zuletzt, Was ihm Leib und Seel ergötzt. 3. Kommts nicht heute wie man will, Sei man nur ein wenig still: Ist doch morgen auch ein Tag, Da die Wohlfahrt kommen mag. Gottes Zeit hält ihren Schritt; Wenn die kommt, kommt unsre Bitt Und die Freude reichlich mit. 4. Ach wie oft gedacht ich doch, Als das schwere Trübsalsjoch Hart auf meinen Schultern lag Manche Nacht und manchen Tag: Nun ist alle Hoffnung hin, Nichts erfreut mehr meinen Sinn, Nur der Tod ist mein Gewinn! U 206 Gottvertrauen und Trost im Kreuz 5. Aber mein Gott wandt es bald, Heilt und hielt mich dergestalt, Daß ich, was sein Arm getan, Nimmermehr gnug preisen kann: Da ich weder hier noch da Einen Weg zur Rettung sah, Hatt ich seine Hülse nah. 6. Als ich furchtsam und verzagt Selbst mich und mein Herz geplagt, Als ich manche liebe Nacht Mich mit Wachen krank gemacht, Als mir aller Mut entfiel, Tratst, mein Gott, duselbstinsSpiel, Gabst dem Unfall Maß und Ziel. 7. Nun so lang ich in der Welt Haben werde Haus und Zelt, Soll mir dieser Wunderschein Stets vor meinen Augen sein; Ich will all mein Leben lang Meinem Gott mit Lobgesang Dafür bringen Preis und Dank. 8. Allen Jammer, allen Schmerz, Den des ewgen Vaters Herz Mir schon jetzo zugezählt Oder künftig auserwählt, Will ich hier in diesem Lauf Meines Lebens allzuhauf Frisch und freudig nehmen auf. 9. Ich will gehn in Angst und Not, Ich will gehn bis in den Tod, Ich will gehn ins Grab hinein Und doch allzeit fröhlich sein: Wem der Stärkste bei will stehn, Wen der Höchste will erhöhn, Kann nicht ganz zu Grunde gehn. P. Gerhardt, 4 1676. 438. Mel. Was Gott tut das ist wohl getan. AufGottundnicht auf meinenRat Will ich mein Glücke bauen Und dem, der mich erschaffen hat, Mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt Allmächtig hält, Wird mich in meinen Tagen Als Gott und Vater tragen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, Wie viel mir nützen würde, Bestimmte meine Lebenszeit, Mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, Der zu des Glaubens Ehre Nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, Und hätte, was ich bitte, Mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, Wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich Stets väterlich: Nicht, was ich mir ersehe, Sein Wille der geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück Weit schwerer oft zu tragen, Als selbst das widrigste Geschick, Bei dessen Last wir klagen? Die größte Not Hebt einst der Tod, Und Ehre, Glück und Habe Verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glück⸗ lich macht, Läßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, Reichtum, Ehr und Pracht Sind nicht das Glück der Seelen, Wer Gottes Rat Vor Augen hat, Dem wird ein gut Gewissen Die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit! Wie bald ist sie verschwunden! Was ist d Wie bald Hofft Er h Seid fröh Der Herr Auf me Trau ich Der kann Aus Trül Mein Un Es steht i 2. Ob n Will ich Auf Chri Und ihm Ihm will Im Tod 3. Ob n Ist Sterl Und Chr Dem hab Ich sterb Mein Se 4. Om Der du f Für mick Hast mir Da ist de Im Him 5. Erhö Mein Tꝛr Hilf mir Nimm en Daß seli, Zu deine 6. Ame Sprech i erschaffen hat, trauen. zelt t, nen Tagen er tragen. ler Ewigkeit, en würde, Lebenszeit, neine Bürde. in Herz? Schmerz, ens Ehre wäre? vas mein Herz begehrt, h bitte, 5 bat, gewährt, ngestörtes Glück zu tragen, drigste Geschick, ir klagen? ot r Tod, und Habe im Grabe. wahrhaft glück⸗ lich macht, iem fehlen; tum, Ehr und Pracht lück der Seelen, Rat hat, it Gewissen versüßen. Hdens Herrlichleit! derschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ists überwunden! Hofft auf den Herrn, Er hilft uns gern; Seid fröhlich, ihr Gerechten: Der Herr hilst seinen Knechten. Chr. F. Gellert, 4 1769. 439. Auf meinen lieben Gott Trau ich in Angst und Not; Der kann mich allzeit retten Aus Trübsal, Angst und Nöten, Mein Unglück kann er wenden, Es steht in seinen Händen. 2. Ob mich mein Sünd anficht, Will ich verzagen nicht; Auf Christum will ich bauen Und ihm allein vertrauen; Ihm will ich mich ergeben Im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Ist Sterben mein Gewinn, Und Christus ist mein Leben: Dem hab ich mich ergeben; Ich sterb heut oder morgen, Mein Seel wird er versorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, Der du so willig bist Für mich am Kreuz gestorben, Hast mir das Heil erworben; Da ist das Reich uns allen Im Himmel zugefallen: 5. Erhöre gnädig mich, Mein Trost, das bitt ich dich; Hilf mir am letzten Ende, Nimm mich in deine Hände, Daß selig ich abscheide Zu deiner Himmelsfreude. 6. Amen zu aller Stund Sprech ich aus Herzensgrund; Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 307 Du wollest uns wohl leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, Auf daß wir deinen Namen Dort ewig preisen. Amen. S. Weingärtner, um 1600. 440. Ps. 37, 5. Befiehl du deine Wege Und was dein Herze kränkt, Der allertreusten Pflege Des, der den Himmel lenkt; Der Wolken, Luft und Winden Gibt Wege, Lauf und Bahn, Der wird auch Wege finden, Da dein Fuß gehen kann. 2. DemHerren mußt du trauen, Wenn dirs soll wohl ergehn, Auf sein Werk mußt du schauen, Wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen Und mit selbsteigner Pein Läßt Gott sich gar nichts nehmen, Es muß erbeten sein. 3. Dein ewge Treu und Gnade, O Vater, weiß und sieht, Was gut sei oder schade Dem sterblichen Geblüt; Und was du dann erlesen, Das treibst du, starker Held, Und bringst zum Stand und Wesen, Was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, An Mitteln fehlt dirs nicht; Dein Tun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht; Dein Werk kann niemand hindern, Dein Arbeit darf nicht ruhn, Wenn du, was deinen Kindern Ersprießlich ist, willst tun. uU 2 308 5. Und ob gleich alle Teufel Hier wollten widerstehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurückegehn; Was er sich vorgenommen Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen Zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, Hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer plagt, Mit großen Gnaden rücken; Erwarte nur die Zeit, So wirst du schon erblicken Die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht, Laß fahren, was dein Herze Betrübt und traurig macht; Bist du doch nicht Regente, Der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente Und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten, Er ist ein weiser Fürst Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst, Wenn er, wie ihm gebühret, Mit wunderbarem Rat Das Werk hinausgeführet, Das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile Mit seinem Trost verziehn Und tun an seinem Teile, Als hätt in seinem Sinn Er deiner sich begeben, Und solltst du für und für In Angst und Nöten schweben, Als frag er nichts nach dir: 10. Wirds aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst, Gottvertrauen und Trost im Kreuz. So wird er dich entbinden, Da dus am mindsten gläubst; Er wird dein Herze lösen Von der so schweren Last, Die du zu keinem Bösen Bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, Du hast und trägst davon Mit Ruhm⸗ und Dankgeschreie Den Sieg und Ehrenkron; Gott gibt dir selbst die Palmen In deine rechte Hand, Und du singst Freudenpsalmen Dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende Mit aller unsrer Not, Stärk unsre Füß und Hände Und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Und Treu empfohlen sein, So gehen unsre Wege Gewiß zum Himmel ein. P. Gerhardt, 4 1676. 441. Christ, alles, was dich kränket, Befiehl getrost dem Herrn; Er, der die Himmel lenket, Ist auch von dir nicht fern. Warum willst du verzagen? Zu Gott erhebe dich! Er höret deine Klagen Und liebt dich väterlich. 2. Wenn dich die Sünden schmer⸗ zen, So fühle deine Schuld, Doch trau mit ganzem Herzen Auf deines Mittlers Huld. Zu wahrer Ruhe führet Die Reu, die Gott gefällt; Allein den Die Traut 3. Wenn Wie groß Dein Gott Bleib du Gehorchen Nicht imn Laß deine Dein Schi 4. Auch Sei stark Ergib dich Er ists, de Er weiß j In jedem Und was Führt dic 5. Der( Dein gan Ist stets i Gerecht u Will auch Als dächt Wirst du Er hält,! 6. Denk Voll Frer Ist auch Die ihres Und könn Vergeß ic Wer könr Und denr 7. Ergre Den Tro! Wer kann Das Got: Auf kurze Folgt ew Dann sch Und wiri »ntbinden, sten gläubst; ze lösen ren Last, Bösen ast. Kind der Treue, st davon Dankgeschreie hrenkron; st die Palmen dand, eudenpsalmen id gewandt. o Herr, mach Ende Not, und Hände sen Tod Pflege len sein, zerhardt, 4 1676. 1. as dich kränket, m Herrn; nel lenket, nicht fern. verzagen? Hdichl lagen äterlich. Sünden schmer⸗ zen, Schuld, anzem Herzen ers Huld. führet tt gefällt; Allein den Tod gebieret Die Traurigkeit der Welt. 3. Wenn deine Feinde wüten, Wie groß ihr Zorn auch sei, Dein Gott wird dich behüten, Bleib du nur ihm getreu; Gehorchen seinen Winken Nicht immer Erd und Meer? Laß deinen Mut nicht sinken: Dein Schirm und Schild ist er. 4. Auch in den bängsten Leiden Sei stark in seiner Kraft! Ergib dich ihm mit Freuden, Er ists, der Hülfe schafft. Er weiß ja, was dir fehlet In jedem Augenblick, Und was dein Vater wählet, Führt dich zum wahren Glück. 5. Der Gott, auf dessen Segen Dein ganzes Wohl beruht, Ist stets in seinen Wegen Gerecht und weis' und gut. Will auch dein Herz oft wanken, Als dächt er deiner nicht, Wirst du ihm doch einst danken: Er hält, was er verspricht. 6. Denk jenes Worts und weine Voll Freud und Dank, o Christ: Ist auch der Mütter eine, Die ihres Sohns vergißt? Und könnt sie sein vergessen, Vergeß ich doch nicht dein. Wer könnte dies ermessen Und dennoch trostlos sein? 7. Ergreif in festem Glauben Den Trost der Ewigkeit! Wer kann das Heil dir rauben, Das Gott den Frommen beut? Auf kurze Prüfungstage Folgt ewger Preis und Dank; Dann schweiget jede Klage Und wird ein Lobgesang. Chr. F. Neander, 7 1802. Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 442. Mel. Jesu meine Freude. Cyrist, aus deinem Herzen Banne Sorg und Schmerzen, Schöpfe neuen Mut! Wenn dich Leiden drücken, Wird dich Gott erquicken; Was er schickt, ist gut. Wenn dich Not ringsum bedroht, Sorgen stets mit dir erwachen, Wohl wirds Gott doch machen. 2. Bricht mit jedem Tage Eine neue Plage Über dich herein, Drängen dich die Feinde, Treten fern die Freunde Und vergessen dein: Zagend Herz, zähm deinen Schmerz Und befiehl Gott deine Sachen, Denn er wirds wohl machen. 3. Du führst Christi Namen: Christum nachzuahmen, Das ist deine Pflicht. Dulde und sei stille, Deines Vaters Wille Führt durch Nacht zum Licht. Der steht fest, der Gott nicht läßt; Gott ist mächtig in den Schwachen, Und er wirds wohl machen. 4. Herrlich ist die Krone, Die der Christ zum Lohne Seiner Treu empfängt. Nur nichts selbst verschuldet, Und dann froh erduldet, Was dein Gott verhängt. Kämpf als Held! Mag doch die Welt Deiner Hoffnung spöttisch lachen, Wohl wirds Gott doch machen. 5. Dabei solls denn bleiben! Ich will nie mich sträuben, Folgsam Gott zu sein. Stets, in Tod und Leben, Bleib ich ihm ergeben; Ich bin sein, er mein. Ihm, dem Herrn, vertrau ich gern; Wunderbar mag Gott es machen, Wohl wird ers doch machen. J. A. Schlegel, 4 1793. 443. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. D ennoch bleib ich stets an dir, Wenn mir alles gleich zuwider. Keine Trübsal drückt in mir Die gefaßte Hoffnung nieder, Daß, wenn alles bricht und fällt, Dennoch deine Hand mich hält. 2. Leite mich nach deinem Rat, Der wohl wunderlich geschiehet, Aber endlich in der Tat Auf die schönste Wohlfahrt siehet. Denn du führst es wohl hinaus, Sieht es gleich verkehret aus. 3. Nimm mich dort mit Ehren an, Wenn ich gnug gekämpfet habe; Führe mich die Lebensbahn Zu dem Himmel aus dem Grabe; Endlich zeige mir das Los In der AÄuserwählten Schoß. 4. Mag es doch indessen hier Wunderlich mit mir ergehen, Dennoch bleib ich stets an dir, Dennoch will ich feste stehen; Ich muß— Trotz sei aller Pein— Dennoch, dennoch selig sein. B. Schmolck, 4 1737. Mel. Wach auf mein Herz und singe. Ps. 23. Der Herr, der aller Enden Regiert mit seinen Händen, Gottvertrauen und Trost im Kreuz. Der Brunn der ewgen Güter, Der ist mein Hirt und Hüter. 2. So lang ich diesen habe, Fehlt mirs an keiner Gabe; Der Reichtum seiner Fülle Gibt mir die Füll und Hülle. 3. Er lässet mich mit Freuden Auf grüner Aue weiden, Führt mich zu frischen Quellen, Schafft Rat in schweren Fällen, 4. Wenn meine Seele zaget Und sich mit Sorgen plaget, Weiß er sie zu erquicken, Aus aller Not zu rücken. 5. Er lehrt mich tun und lassen, Führt mich auf rechter Straßen, Läßt Furcht und Angst sich stillen Um seines Namens willen. 6. Und ob ich gleich vor andern Im finstern Tal muß wandern, Fürcht ich doch keine Tücke, Bin frei von Ungelücke. 7. Denn du stehst mir zur Seiten, Schützt mich vor bösen Leuten: Dein Stab, Herr, und dein Stecken Benimmt mir all mein Schrecken. 8. Du setzest mich zu Tische, Machst, daß ich mich erfrische, Wenn mir mein Feind viel Schmer⸗ zen Erweckt in meinem Herzen. 9. Du salbst mein Haupt mit Ole Und füllest meine Seele, Die leer und durstig saße, Mit vollgeschenktem Maße. 10. Barmherzigkeit und Gutes Wird mein Herz gutes Mutes, Voll Lust, voll Freud und Lachen. So lang ich lebe, machen. 11. Ich will dein Diener bleiben Und dein Lob herrlich treiben Im Hausf Und Fror 12. Ich! Und dort, Selbst sche Hoch prei Mel. Ermur Der Her Er wird Dies, fron In allen In Freud In Krar In Kumn Das glar 2. Der Noch eh Er hat un Das eini Ja unser Er hat u Eh man Da hat 3. Der Dies rüh Als er u Und gna Da er de Gesegnet Das Erd Begriffer 4. Der wgen Güter, und Hüter. hiesen habe, ner Gabe; ier Fülle lund Hülle. mit Freuden weiden, ischen Quellen, hweren Fällen, Seele zaget gen plaget, quicken, rücken. tun und lassen, rechter Straßen, Angst sich stillen is willen. leich vor andern muß wandern, eine Tücke, gelücke. tmir zur Seiten, bösen Leuten: und dein Stecken mein Schrecken. ch zu Tische, mich erfrische, eind viel Schmer⸗ zen m Herzen. n Haupt mit Ole e Seele, rstig saße, em Maße. keit und Gutes gutes Mutes, reud und Lachen. „ niachen. n Diener bleiben errlich treiben Im Hause, da du wohnest Und Frommsein wohl belohnest. 12. Ich will dich hier auf Erden Und dort, da wir dich werden Selbst schaun im Himmel droben, Hoch preisen, singn und loben. P. Gerhardt, 1 1676. 445. Mel. Ermuntre dich mein schwacher Geist. Marce. 7, 37. Der Herr hat alles wohl gemacht, Er wird nichts böse machen; Dies, fromme Seele, wohl betracht In allen deinen Sachen, In Freud und Leid, in Glück und Not, In Krankheit, Jammer, Kreuz und Tod, In Kummer, Angst und Schmerzen, Das glaub, o Herz, von Herzen. 2. Der Herr hat alles wohl ge⸗ macht, Noch eh er uns erschaffen; Er hat uns mit dem Heil bedacht, Das einig unser Waffen, Ja unser Schild und Rettung ist; Er hat uns vor der Zeit erkiest: Eh man die Sterne zählet, Da hat er dich erwählet. 3. Der Herr hat alles wohl ge⸗ macht, Dies rühme, wer es höret, Als er uns hat hervorgebracht Und gnadenvoll genähret, Da er das menschliche Geschlecht Gesegnet, daß auch Früchte brächt Das Erdreich und was drinnen Begriffen wird mit Sinnen. 4. Der Herr hat alles wohl ge⸗ macht. Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 3811 Da schon der Mensch gefallen, Da hat er dennoch fleißig acht Auf ihn und ob uns allen. Er rief und ruft noch mich und dich Aus lauter Lieb und sehnet sich In seinen süßen Flammen Nach uns hier allzusammen. 5. Der Herr hat alles wohl ge⸗ macht, Der uns sein Wort gegeben, Davon oft unser Herze lacht; Wenn wir in Angsten schweben, Da ist er unsre Zuversicht, Er tröstet uns und läßt uns nicht In allen unsern Nöten, Und sollt er uns gleich töten. 6. Der Herr hat alles wohl ge⸗ macht, Da er für uns gestorben Und Heil und Leben wiederbracht Und durch sein Blut erworben. Was willst du mehr, betrübter Geist? Komm her, schau hier, was Lieben heißt; Soll der nicht alles geben, Der für dich gibt sein Leben? 7. Der Herr hat alles wohl ge⸗ macht, Da er vom Tod erstanden Und aus ganz eigner Kraft und Macht Uns von der Hölle Banden Und ihren Ketten hat befreit, Daß unser Ruf schallt weit und breit: Wo ist der Sieg der Höllen Und ihrer Mitgesellen? 8. Der Herr hat alles wohl ge⸗ macht, Da er ist aufgefahren Gen Himmel, da ein Herz hintracht, Das Trübsal hat erfahren; 312 ö Gottvertrauen und Trost im Kreuz. Er hat die Stätt uns da bereit, Da wir nach dieser kurzen Zeit In Freuden sollen schweben Und ewig mit ihm leben. 9. Der Herr hat alles wohl ge⸗ macht, Wenn seinen Geist er sendet Zu uns herab, der uns bewacht Und unsre Herzen wendet Von dieser Welt zu Gott hinauf, Auf daß wir endlich unsern Lauf Ganz seliglich vollziehen, Wenn wir von hinnen fliehen. 10. Der Herr hat alles wohl ge⸗ macht, Auch wenn er uns betrübet, Wenn uns die finstre Kreuzesnacht Befällt und allzeit übet In Kreuz und Widerwärtigkeit, In Angst, in Trübsal und in Leid, Wenn er uns stärkt im Glauben, Den niemand uns kann rauben. 11. Der Herr hat alles wohl ge⸗ macht, Wenn er in Lieb und Treue Noch immerfort an uns gedacht Und macht uns wieder neue, Wenn er den alten Menschen bricht Und die verkehrten Wege richt Nach seinem frommen Willen, Daß den wir treu erfüllen. 12. Der Herr hat alles wohl ge⸗ macht; Wenn er wird wieder kommen, Und ob gleich alles bricht und kracht, Wird er doch seine Frommen Zu sich aufziehen in die Höh Und retten sie von allem Weh, Da wir und sie erhoben Ihn ewig werden loben. 13. Der Herr hat alles wohl ge⸗ macht; Es wird kein Sinn erreichen Hier seines Ruhmes große Pracht, Er muß zurückeweichen Und schreien aus mit voller Macht: Der Herr hat alles wohl gemachtl Dafür wir hier und droben Ihn billig ewig loben. 14. Nun er hat alles wohl ge⸗ macht, Er wird nichts böse machen; Er träget dich gar sanft und sacht: Drum in all deinen Sachen, In Freud und Leid, in Glück und Not, In Krankheit, Jammer, Kreuz und Tod, In Kummer, Angst und Schmerzen Gib ihm sein Lob von Herzen. Chr. Runge, 1 1681. 446. Mel. Herzliebster Jesu was hast du verbrochen. Der Weg ist gut, der durch das Leiden führet: Man findet Gott, wenn man sich selbst verlieret. Gefahr und Not treibt die beherzten Streiter Beständig weiter. 2. Gott, welcher stets nach Lieb und Weisheit handelt, Macht, daß der Mensch durch rauhe Wege wandelt, Wenn sein Gemüt das Glück in guten Tagen Nicht weiß zu tragen. 3. Der Herr will nicht die schon geplagten Seelen Durch neue Lasten nur noch härter quälen, Er will 6 Die vor Ist Und das Das rette Als aus 5. Er Den schwe Er selbst Ein himn 6. O sei Dies Seh Kein Leid Er lebt in 7. Nichts i⸗ Ich fühle Und wan Durch rat 8. So S Das Herz Die ihm Stärkt sic 9. Durch Sehn wir erreichen große Pracht, hen voller Macht: zohl gemachtl droben en. les wohl ge⸗ macht, machen; uft und sacht: Sachen, in Glück und Not, mmer, Kreuz und Tod, nd Schmerzen von Herzen. unge, 1 1681. 1was hast du n. der durch das Leiden führet: enn man sich Abst verlieret. tdie beherzten Streiter ets nach Lieb sheit handelt, ch durch rauhe Jege wandelt, das Glück in guten Tagen n. icht die schon lagten Seelen Ur noch härter quälen, Er will auch nicht gewaltsam zu sich ziehen, Die vor ihm fliehen. 4. Ist aber wo ein Herz, das ihm gehöret Und das sich noch mit halbem Willen wehret, Das rettet er, denn Seelen sind ihm teuer, Als aus dem Feuer. 5. Er zieht von dieser Erde nichtgen Freuden Den schwachen Geist zurück durch harte Leiden; Er selbst erweckt bei Seufzen, Schmerz und Tränen Ein himmlisch Sehnen. 6. O seid gesegnet mir, ihr sel⸗ gen Schmerzen! Dies Sehnen wecket ihr in mei⸗ nem Herzen; Kein Leid kann nun den freien Geist ermüden, Er lebt im Frieden. 7. Nichts wird mir schwer, bleib ich mit Gott verbunden; Ich fühle keinen Schmerz in Lei⸗ densstunden Und wandle, dankbar für des Höchsten Gnade, Durch rauhe Pfade. 8. So wird das Gold von Schlacken mehr gereinigt, Das Herz mit Gott noch inniger vereinigt; Die ihm ergebne stille Glaubens⸗ treue Stärkt sich aufs neue. 9. Durch Finsternis, die unsern Weg umdunkelt, Sehn wir das Kleinod, das von oben funkelt: Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 313 Solch selge Hoffnung, solchen festen Glauben Kann niemand rauben. 10. Ja solltest du auch ohne dein Verschulden Um Jesu willen Schmach und Tod erdulden: Verzage nicht, Gott läßt die Kraft dich finden, Zu überwinden. 11. Der Herr ist selbst den To⸗ desweg gegangen: Wer mit ihm duldet, wird die Kron empfangen; Der Herr wird, die ihm alles hingegeben, Zu sich erheben. 12. Blick auf die Wolke der ver⸗ klärten Zeugen, Die jetzt vor seinem Thron die Palmen neigen: Wie kamen sie zur Fülle jener Freuden? Wars nicht durch Leiden? F. K. v. Moser, 4 1798. Mel. Wach auf mein Herz und singe. Du kannsts nicht böse meinen, Mein Jesu, mit den Deinen, Du Brunnquell aller Güte, Du treuestes Gemüte. 2. Du kannsts nicht böse meinen, Du, Herr, verlässest keinen; Dein Wort läßt alle hoffen, Dein Herz steht allen offen. 3. Du kannsts nicht böse meinen, Wenn du das Glück läßt scheinen; Du willst alsdann mit Segen Zur Buße uns bewegen. 31⁴4 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 4. Du kannsts nicht böse meinen, Wenn du uns lässest weinen; Die schweren Kreuzestriebe Sind Schläge treuer Liebe. 5. Du kannsts nicht böse meinen Und züchtigest die Deinen, Damit sie in dem Wehen Als reines Gold bestehen. 6. Wohlan, drauf will ichs wagen, Mich nicht mit Sorgen plagen, Ich habe gnug am einen: Gott kanns nicht böse meinen. V. E. Löscher, 4 1749. 448. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. Klagel. Jer. 3, 26. Es ist gewiß ein köstlich Ding, Stets in Geduld sich fassen Und Gottes heilgem Rat und Wink Sich willig überlassen Wie in dem heitern Sonnenschein, So auch bei trüber Not und Pein: Geduld erhält das Leben. 2. Drum auf, mein Herz, ver⸗ zage nicht, Wenn dich ein Leiden drücket! Auf, fliehe zu dem ewgen Licht, Das kräftiglich erquicket; Halt in Geduld dem Vater still, Wenn er durch Zucht dich läutern will: Geduld bringt Mut und Kräfte. 3. Nur frisch im Glauben fort⸗ gekämpft, Bis sich der Sturmwind leget; Im Kreuze wird die Lust gedämpft, Die sich im Fleisch noch reget, Dem Geist wird neueKraft geschenkt, Daß er sich still in Gott versenkt: Geduld erhält viel Gnade. 4. Es wird auch keiner dort ge⸗ krönt, Als der hier recht gestritten, Der, wenn die Spötter ihn ver⸗ höhnt, Nicht gern hier mit gelitten; Wer aber Christi Joch hier trägt, Dem wird sein Schmuck dort an⸗ gelegt: Geduld erlangt die Krone. 5. Gott hilft dir auch bei aller Not, Dem kannst du sicher trauen; Er übergibt dich nicht dem Tod, Du sollst das Leben schauen; Er steht dir bei, er tröstet dich, Beweiset sich recht väterlich: Geduld ist voller Segen. 6. Erwarte nur die rechte Zeit, So wirst du wohl empfinden, Wie er in Lieb und Freundlichkeit Sich wird mit dir verbinden; Er wird nach ausgestandner Pein Dein Labsal unaufhörlich sein: Geduld wird nicht zu Schanden. J. G. Wolf, 4 1754. 449. Gib dich zufrieden und sei stille In dem Gotte deines Lebens: In ihm ruht aller Freuden Fülle, Ohn ihn mühst du dich vergebens. Er ist dein Quell und deine Sonne, Scheint täglich hell zu deiner Wonne. Gib dich zufrieden. 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, Ungefärbtes, treues Herzens; Wo er steht, tut dir keinen Schaden Auch die Pein des größten Satenz; zens; Kreuz, A Ja auch d Gib 3. Wie Ist ihm u Er sieht e1 Der betrö Er zählt Und saßt; Gib 4. Wenn Dessen Tr Alsdann Und zu d Er weiß Auch wei Gib 5. Er h Und des Und wat Magst du Er isten Hört bald Gib 6. Laß Halt an Ob alle; Dennoch Denn we einer dort ge⸗ krönt, zestritten, otter ihn ver⸗ höhnt, gelitten; ch hier trägt, muck dort an⸗ gelegt: Krone. nuch bei aller Not, er trauen; icht dem Tod, schauen; tröstet dich, väterlich: egen. ie rechte Zeit, empfinden, Freundlichkeit verbinden; standner Pein hörlich sein: zu Schanden. Wolf, 1 1754. 1 n und sei stille ies Lebens: Freuden Fülle, dich vergebens. d deine Sonne, ll zu deiner Wonne, den. es, Trost und Gnaden, Herzens; einen Schaden ößten Schmer⸗ zens; Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden, Ja auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden. 3. Wie dirs und andern oft er⸗ gehe, Ist ihm wahrlich nicht verborgen; Er sieht und kennet aus der Höhe Der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Tränen Und faßt zuhauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden. 4. Wenn gar kein einger mehr auf Erden, Dessen Treue du darfst trauen, Alsdann will er dein Treuster werden Und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, Auch weiß er Zeit, dirs zu be⸗ nehmen. Gib dich zufrieden. 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen Und des Herzens stilles Klagen, Und was du keinem darfst er⸗ zählen, Magst du Gott gar kühnlich sagen; Er ist nicht fern, steht in der Mitten, Hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden. 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, Halt an Gott, so wirst du siegen; Ob alle Fluten einhergingen, Dennoch mußt du oben liegen; Denn wenn du wirst zu hoch be⸗ schweret, Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 31⁵ Hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden. 7. Was sorgst du für dein armes Leben, Wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, Wird auch Unterhalt bescheren: Er hat ein Hand voll aller Gaben, Da See und Land sich muß von laben Gib dich zufrieden. 8. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, Wo ich such, ist nichts zum besten; Denn das ist Gottes Ehrentitel: Helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, Da greift er zu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden. 9. Bleibt gleich die Hülf in etwas lange, Wird sie dennoch endlich kommen; Macht dir das Harren angst und bange: Glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser, Und was verzeucht, ist desto süßer. Gib dich zufrieden. 10. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten Deiner Feinde von dir dichten; Laß sie nur immer weidlich spotten, Gott wirds hören und rechirichten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, Was kann dein Feind, der Mensch, da machen? Gib dich zufrieden. 316 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 11. Es kann und mag nicht an⸗ ders werden, Alle Menschen müssen leiden; Was webt und lebet auf der Erden, Kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden Bis in das Grab, da wird sichs enden. Gib dich zufrieden. 12. Es ist ein Ruhetag vor⸗ handen, Da uns unser Gott wird lösen; Er wird uns reißen aus den Banden Dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod her⸗ springen Und aus der Qual uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden. 13. Er wird uns bringen zu den Scharen Der Erwählten und Getreuen, Die einst mit Frieden heimge⸗ fahren, Sich auch nun im Frieden freuen, Da sie den Grund, der nicht kann brechen, Den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gib dich zufrieden. P. Gerhardt, 4 1676. 450. Mel. Jesu meine Freude. Gott der wirds wohl machen, Dem ich alle Sachen Allzeit heimgestellt. Er hat mich erkoren, Eh ich noch geboren Bin auf diese Welt; Hat mir auch nach seinem Brauch, Was von nöten, stets gegeben Hier in diesem Leben. 2. Gott der wirds wohl machen, Der mir manches Lachen, Freud und Lust geschenkt, Der mich nie vergessen, Der mit Kleid und Essen Täglich mich bedenkt; Auch wenn fast die Kreuzeslast Oft die Seinen niederdrücket. Hat er mich erquicket. 3. Gott der wirds wohl machen; Laß das Wetter krachen Und die Stürme gehn. Wenn mit großem Grausen Alle Wellen brausen, Will er bei dir stehn. Jonas lag drei bange Tag. Schlägt dich Unglück auch danieder, Gott erhebt dich wieder. 4. Gott der wirds wohl machen, Er wird selber wachen Über deiner Not. Wenn du willst verzagen Unter deinen Plagen, Ist der fromme Gott Auf dem Plan und nimmt dich an; Daann verstäubt die Angst ge⸗ schwinde Wie der Rauch im Winde 5. Gott der wirds wohl machen; Mächtig in den Schwachen Ist er allezeit. Wem hats je gefehlet, Der sich Gott erwählet In dem Herzeleid? Drum, mein Herz, vergiß den Schmerz: Alles steht in seinen Händen, Gott kann alles wenden. 6. Gott der wirds wohl machen, Wenn des Todes Rachen Gleich ist Wenn di Liegen ar Führt er Dieser B Die geleb Rommen 7. Gott Der den Dämpfet Führt er Anders, Noch so! Sei berei Gott befi Gott der Mel. He Gott he Was sag Was schlé Leg in de Schweig Er ist da Desselben 2. Beleg Und grei Er ist un Drum laf Doch hüt Du möck Dein best 3. Das Oft hält ts gegeben en. wohl machen, zachen, kt; Kreuzeslast derdrücket. et. wohl machen; ichen hn. Grausen , n. ige Tag. auch danieder, ꝛeder. wohl machen, hen zagen n, tt limmt dich an; ie Angst ge⸗ schwinde Winde wohl machen; hwachen et, hlet „vergiß den Schmerz: Händen, nden. wohl machen, achen Gleich ist aufgetan; Wenn die Lebensjahre Liegen auf der Bahre, Führt er himmelan. Dieser Bund hat seinen Grund: Die gelebt und leben werden, Kommen in die Erden. 7. Gott der wirds wohl machen, Der den alten Drachen Dämpfet ritterlich; Führt er gleich die Seinen Anders, als sie meinen, Noch so wunderlich: Sei bereit zu Freud und Leid, Gott befiehl nur deine Sachen, Gott der wirds wohl machen. E. Stockmann, 4 1712. 451. Mel. Herr wie du willst so schicks mit mir. Gott herrschet und hält bei uns haus; Was sagst du, Mensch, dawider? Was schlägst du seinen Willen aus? Leg in den Staub dich nieder, Schweig still, laß ihn nur Meister sein: Er ist das Haupt, wir insgemein Desselben schwache Glieder. 2. Belegt er dich mit Kreuz und Not Und greift dir nach dem Herzen: Er ist und bleibet doch dein Gott; Drum laß dichs immer schmerzen, Doch hüte dich vor Ungeduld, Du möchtest sonst durch große Schuld Dein bestes Heil verscherzen. 3. Das ist sein Brauch von alters her: Oft hält er sich verborgen, Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 317 Als wiss' er nichts um dein Be⸗ ö schwer Und woll nicht für dich sorgen; Es scheint, er hab sich hart gemacht, Das währt vom Abend in die Nacht Und wieder an den Morgen. bald kommt wieder 4. Doch Gnadenzeit Und Endschaft deiner Leiden: Gott nimmt von dir das Trauer⸗ kleid, Umgürtet dich mit Freuden; Er züchtigt als ein Vater dich, Jedoch muß seine Gnade sich Darum nicht von dir scheiden. 5. Wie wohl ist doch der Mensch daran, Der sich in Gottes Wege Mit rechter Demut schicken kann, Ihm aushält alle Schläge! Das nimmt der höchsten Kunst den Preis. Herr, gib uns, daß sich aller Fleiß Auf dieses Lernen lege. Simon Dach, 1 1659. 452. Mel. Es ist genug. Gott ist getreu! Sein Herz, sein Vaterherz Ist voller Redlichkeit. Gott ist getreu bei Wohlsein und bei Schmerz, In gut und böser Zeit. Weicht Berge, weicht, fallt hin, ihr Hügel! Mein Glaubensgrund hat dieses Siegel: : Gott ist getreu.: 2. Gott ist getreu! Er ist mein treuster Freund. Dies weiß, dies glaub ich fest. 318 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. Ich bin gewiß, daß er mich kei⸗ nen Feind Zu hart versuchen läßt. Er wiegt bei jeder Prüfungsstunde Die Kraft von meinem Glaubens⸗ pfunde. : Gott ist getren., 3. Gott ist getreu! Er tut, was er verheißt, Er hält, was er verspricht; Wenn mir sein Wort den Weg zuni Leben weist, So gleit und irr ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen, Sein Wort der Wahrheit kann nicht trügen. ): Gott ist getreu. ½ 4. Gott ist getreu! Er handelt väterlich, Und was er tut, ist gut; Sein Liebesschlag erweckt und bessert mich, Die Strafe meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Him⸗ melsleiter, Der Kampf macht mich zum guten Streiter. : Gott ist getreu. 5. Gott ist getreu! Er gibt der bösen Welt Den eingen Sohn dahin. Der Heiligste bezahlt das Lösegeld, Damit ich selig bin. Um uns zu retlen vom Verderben, Ließ er den Eingebornen sterben. ;: Gott ist getreu., 6. Gott ist getreu! Mein Vater, des ich bin, Sorgt für mein Seelenwohl. Sein Will und Wunsch, sein Zweck und sein Bemühn Ist, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen Sünden, Er läßt mich Ruh in Christo finden. ): Gott ist getreu. 7. Gott ist getreu! Sein göttlich treuer Blick Gibt sorgsam auf mich acht; Er sieht mit Lust, wenn mich ein zeitlich Glück Erfreut und dankbar macht. Wasunszuschwer ist, hilft er tragen, Und endlich stillt er alle Klagen. 2): Gott ist getreu. 8. Gott ist getreu: mein Herz, was fehlt dir noch, Dich stets im Herrn zu freun? Sei Gott getreu, sei unverzagt, mag doch Die Welt voll Falschheit sein. Der falschen Brüder Neid und Tücke Gereicht am Ende mir zum Glücke. ): Gott ist getreu. 9. Gott ist getreu: vergiß, o Seel, es nicht, Wie zärtlich treu Gott ist. Gott treu zu sein, sei deine liebste Pflicht, So lang du denkst und bist. Halt fest an Gott, sei treu im Glauben, Laß dir den starken Trost nicht rauben: : Gott ist getreu. E. Liebich, 1 1780. 453. Mel. O Gott du frommer Gott. Gott ist und bleibt getreu! Sein Herze bricht von Lieben Pflegt er gleich hie und da Die Seinen zu betrüben; Er prüfet durch das Kreuz, Wie rein Wie stant Gott ist 2. Gott Er hilft j Was er Die Last Er brauck Und bleib Ein Vate Gott ist 1 3. Gott Er weiß, Er pfleget Den Schn Er macht Von Last Wenn gri Gott ist 1 4. Gott Er tröstet Er läßt a Die Freu Der Stur Auf seine Sei, Seel. Gott ist u 5. Gott Er stillet Er will d In Trübf Nimm an Den Kreu Der Leber Gott ist u 6. Gott Laß alle! Gott wird Ein solche Daß alles Dir ewig So liebt! Gott ist u allen Sünden, Christo finden. reu. Sein göttlich treuer Blick mich acht; wenn mich ein zeitlich Glück ar macht. „hilft er tragen, r alle Klagen. Leu.„ u: mein Herz, fehlt dir noch, n zu freun? sei unverzagt, mag doch schheit sein. Neid und Tücke nir zum Glücke. reu. eu: vergiß, o Seel, es nicht, Gott ist. sei deine liebste Pflicht, und bist. „sei treu im Glauben, en Trost nicht rauben: treu.) Liebich, 4-1780. . frommer Gott. ibt getreu! von Lieben e und da trüben; as Kreuz, Wie rein der Glaube sei, Wie standhaft die Geduld: Gott ist und bleibt getreu. 2. Gott ist und bleibt getreu! Er hilft ja selber tragen, Was er uns aufgelegt, Die Last der schweren Plagen; Er braucht die Rute oft Und bleibet doch dabei Ein Vater, der uns liebt: Gott ist und bleibt getreu. 3. Gott ist und bleibt getreu! Er weiß, was wir vermögen, Er pfleget nie zu viel Den Schwachen aufzulegen; Er macht sein Jsrael Von Last und Banden frei, Wenn große Not entsteht: Gott ist und bleibt getreu! 4. Gott ist und bleibt getreu! Er tröstet nach dem Weinen, Er läßt aus trüber Nacht Die Freudensterne scheinen; Der Sturm der Trübsal geht Auf seinen Wink vorbei; Sei, Seele, nur getrost: Gott ist und bleibt getreu. 5. Gott ist und bleibt getreu! Er stillet dein Begehren, Er will dein Glaubensgold In Trübsalsglut bewähren; Nimm an von Gottes Hand Den Kreuzkelch ohne Scheu, Der Lebensbecher folgt: Gott ist und bleibt getreu. 6. Gott ist und bleibt getreu! Laß alle Wetter krachen, Gott wird der Trübsal doch Ein solches Ende machen, Daß alles Kreuz und Leid Dir ewig nütze sei. So liebt der Höchste dich: Gott ist und bleibt getreu. 1695. Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 454. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Gott ist gut, der aus Erbarmen Alle Hülf auf Erden tut, Der mit Macht und starken Armen Machet alles wohl und gut. Gott kann besser, als wir denken, Alle Not zum Besten lenken. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch. 2. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Sollt der schlummern oder schlafen, Der das Aug hat zugericht? Der die Ohren hat erschaffen, Sollte er denn hören nicht? Gott ist Gott, der hört und siehet, Wie den Frommen Weh geschiehet. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch 3. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Der den Erdenkreis verhüllet Mit den Wolken weit und breit, Der die ganze Welt erfüllet, Ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hülf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch. 4. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, Nimm zu Gott nur deinen Lauf; Gott ist groß und reich von Gna⸗ den, Hilft den Schwachen gnädig auf; Gottes Gnade währet immer, Seine Treu vergehet nimmer. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch. 320 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 5. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, Dein Verbrechen quälet sehr, Konim zu Gott, er wird versenken Deine Sünden in das Meer. Mitten in der Angst der Höllen Kann er dich in Frieden stellen. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch. 6. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, Weißt du weder aus noch ein, Gott wird dennoch dich umfassen Und im Leiden bei dir sein. Gott ists, der es herzlich meinet, Wo die Not am größten scheinet. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch. 7. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Laß den Himmel samt der Erden Immerhin zu Trümmern gehn; Laß die Höll entzündet werden Und den Feind erbittert stehn, Lasse Tod und Teufel blitzen: Wer Gott traut, den will er schützen. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch. 8. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstet wallen Auf der harten Dornenbahn: Es ist Gottes Wohlgefallen, Dich zu führen himmelan. Gott wird nach dem Jammer⸗ leben Frieden, Freud und Wonne geben. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch. J. F. Zihn, 1719. 455⁵. Mel. Was Gott tut das ist wohl getan. Gott lebt: wie kann ich traurig sein, Als wär kein Gott zu finden? Er weiß gar wohl von meiner Pein, Die ich hier muß empfinden. Er kennt mein Herz Und meinen Schmerz: So darf ich nicht verzagen Und ihm nur alles klagen. 2. Gott hört, wenn niemand hö⸗ ren will⸗ Was will der Feind denn sprechen, Mein Seufzen werde nicht 30 iel Hin durch die Wolken brechen? Ruf ich empor, So hört sein Ohr, So steigt die Hülfe nieder, Und schallt das Amen wieder. 3. Gott sieht: wie klaget denn mein Herz, Als seh er nicht mein Weinen? Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz Ganz offenbar erscheinen. Kein Tränlein fehlt, Das er nicht zählt Und sich vor Augen setzet, Bis er uns drauf ergötzet. 4. Gott führt: so geh ich immer fort Auf allen meinen Wegen; Mag mir die Welt bald hier 50r do Arglistig Stricke legen, So wird er mich Zwar wunderlich, Doch immer selig führen, Daß mich kein Fall kann rühren. 5. Gott Doch soll Was hilft Als müßt Er h Und Uns nach Doch wer 6. Gott le Gott hört Gott sieht: Gott führ Gott Nur Er wird Auch dort Mel. Ring Oott 9 Gehen, w Laß die 2 Wenn du 2. Wer si Jesus lieg Wird mit Daß der 3. Du Schläfet je Zu den§ Wäre dein 4. Im V Bleibt er Laß dein ‚. is ist wohl getan. mn ich traurig sein, zu finden? on meiner Pein, empfinden. 1Herz Schmerz: verzagen 3fklagen. n niemand hö⸗ ren will. denn sprechen, rde nicht zum Ziel lken brechen? r, Ohr, e nieder, men wieder. ie klaget denn mein Herz, iein Weinen? uch der tiefste Schmerz cheinen. 1 fehlt, zählt en setzet, ergötzet. geh ich immer fort Wegen; bald hier bald dort egen, nich rlich, führen, ll kann rühren. 5. Gott gibt: und wär ich noch so arm, Doch soll ich nicht verderben. Was hilft mir denn mein steter Harm, Als müßt ich Hungers sterben? Er hat ja Brot, Und wenn die Not Uns nach der Wüste weiset, Doch werden wir gespeiset. 6. Gott lebt: wohlan, ich merke das. Gott hört: ich wills ihm sagen. Gott sieht: er setzt den Tränen Maß. Gott führt: ich darf nicht zagen. Gott gibt und liebt: Nur unbetrübt!l Er wird mir endlich geben, Auch dort mit ihm zu leben. B. Schmolck, 4 1737. 456. Mel. Ringe recht wenn Gottes Gnade. Gott wills machen, daß die Sachen Gehen, wie es heilsam ist. Laß die Wellen immer schwellen, Wenn du nur bei Jesu bist. 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, Wird mit Klagen nur sich plagen, Daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächter, Gott dein Wächter Schläfet ja noch schlummert nicht. Zu den Höhen aufzusehen Wäre deine Glaubenspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen Bleibt er stets ein Vaterherz; Laß dein Weinen bitter scheinen, Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 321 Dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste, daß das Beste Über dich beschlossen sei. Wenn dein Wille nur ist stille, Wirst du von dem Kummer frei. 6. Willst du wanken in Gedanken, Faß dich in Gelassenheit. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Leid und Freud. 7. Gottes Hände sind ohn Ende, Sein Vermögen hat kein Ziel. Ists beschwerlich, scheints gefähr⸗ lich: ich: Deinem Gott ist nichts zu viel. 8. Wenndie Stundensichgefunden, Bricht die Hülf mit Macht herein; Und dein Grämen zu beschämen, Wird es unversehens sein. 9. Nun so trage deine Plage Fein getrost und mit Geduld: Wer das Leiden will vermeiden, Häufet seiner Sünden Schuld. 10. Aber denen, die mit Tränen Küssen ihres Jesu Joch, Wird die Krone vor dem Throne Ihres Heilands werden noch. 11. Amen, Amen! In dem Namen Meines Jesu halt ich still; Es geschehe und ergehe, Wie und wenn und was er will. J. D. Herrnschmidt, 4 1723. 457. Mel. Was mein Gott will gescheh allzeit. Ich hab in Gottes Herz und Sinn Mein Herz und Sinn ergeben. Was böse scheint, ist mir Gewinn, X 322 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. Der Tod selbst ist mein Leben. Denn Gott ist mein, und Wsein ein, Was ist wohl, das mir schade? Ob er gleich schlägt und Kreuz auflegt, Bleib ich in seiner Gnade. 2. Das kann mir fehlen nimmer⸗ mehr, Mein Vater muß mich lieben. Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer, So will er mich nur üben Und mein Gemüt in seiner Güt Gewöhnen fest zu stehen; Haltich dann stand, weiß seine Hand Mich wieder zu erhöhen. 3. Bei ihm ist Weisheit und Verstand Zu finden ohne Maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm be⸗ kannt Zum Tun und auch zum Lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid Uns, seinen Kindern, diene; Und was er tut, ist alles gut, Obs noch so traurig schiene. 4. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, Was Fleisch und Blut begehret, Als sei mit einer großen Last Dein Licht und Heil beschweret, Hast spät und früh viel Sorg und Müh, An deinen Wunsch zu kommen; Und denkest nicht, daß, was ge⸗ schicht, Gescheh zu deinem Frommen. 5. Fürwahr, der dich geschaffen hat Und ihm zur Ehr erbauet, Der hat schon längst in seinem Rat Ersehen und beschauet Aus wahrer Treu, was dienlich sei Dir und den Deinen allen: Laß ihm doch zu, daß er nur tu Nach seinem Wohlgefallen. 6. Wills Gott, so kanns nicht anders sein, Es wird zuletzt dich freuen; Was du jetzt nennest Kreuz und Pein, Wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld, die Gnad und Huld Wird sich doch endlich finden. All Angst und Qual wird auf einmal Gleich wie einDampf verschwinden. 7. Ei nun, mein Gott, so fall ich dir Getrost in deine Hände: Nimm mich und mache dus mit mir Bis an mein letztes Ende, Wie du wohl weißt, daß meinem Geist Dadurch sein Nutz entstehe, Und deine Ehr je mehr und mehr Sich in ihr selbst erhöhe. 8. Willst du mir geben Sonnen⸗ schein, So nehm ichs an mit Freuden; Solls aber Kreuz und Unglück sein, Will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Tür Noch ferner offen stehen: Wie du mich führst und führen wirst, So will ich gern mitgehen. 9. Soll ich denn auch des Todes Weg Und finstre Straße reisen: Wohlan, so geh ich Bahn und Steg, Den deine Augen weisen. Du bist m Zu solchen Daß ich e Dich ewig Mel. 9 I5 hab Des Leben Und Freu So will is Mich auch Welch Lebe 2. Ja, H Und stets Als es der Sollt ich, Kein zeitli Das doch z 3. Dir w Nicht mein Mehr lieb Dir, Gott, Und nicht Du hilfst 4. Laß d Mich alle Erkennen Jetzt hat Sein Heil Dein Wort 5. Wenn Bin ich de Was schree Auch auf Vertrau ie Du, Herr, 6. Ich wi Dich durck Im Glaul uet vas dienlich sei en allen: daß er nur tu gefallen. kanns nicht anders sein, h freuen; est Kreuz und Pein, st gedeihen. die Gnad und Huld lich finden. ual wird auf einmal fverschwinden. Gott, so fall ich dir ände: he dus mit mir Ende, „ daß meinem Geist entstehe, ehr und mehr rhöhe. geben Sonnen⸗ schein, mit Freuden; d Unglück sein, leiden. 8Lebens Tür tehen: st und führen wirst, nitgehen. ruch des Todes Weg reisen: zahn und Steg, weisen. Du bist mein Hirt, der alles wird Zu solchem Ende kehren, Daß ich einmal in deinem Saal Dich ewig möge ehren. P. Gerhardt, 4 1676. 4⁵58. Mel. Nun ruhen alle Wälder. I5 hab in guten Stunden Des Lebens Glück empfunden Und Freuden ohne Zahl: So will ich denn gelassen Mich auch in Leiden fassen; Welch Leben hat nicht seine Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, Und stets strafst du gelinder, Als es der Mensch verdient. Sollt ich, beschwert mit Schulden, Kein zeitlich Weh erdulden, Das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, Nicht meine Ruh, mein Leben Mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen Und nicht auf Menschen bauen; Du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, Mich alle meine Sünden Erkennen und bereun. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte, Sein Heil laß mein Geschäfte, Dein Wort mirTrost und Leben sein. 5. Wenn ich in Christo sterbe, Bin ich des Himmels Erbe: Was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade Vertrau ich deiner Gnade; Du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer wehren, Dich durch Geduld verehren, Im Glauben zu dir flehn. Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 32³ Ich will den Tod bedenken, Du, Herr, wirst alles lenken, Und was mir gut ist, wird geschehn. Chr. F. Gellert, 4 1769. 459. 1. Mos. 32, 26. Ich laß dich nicht, du mußt mein Jesus bleiben! Will rauhe Not, Welt, Höll und Tod Mich aus der Burg der festen Treue treiben: Nur her! ich halte mich, Mein starker Held, an dich; Hör, was mein Herze spricht: Du mußt mein Jesus bleiben! : Ich laß dich nicht! 2. Ich laß dich nicht, du Hülf in allen Nöten; Leg Joch auf Joch, Ich hoffe doch, Auch wenn es scheint, als wolltest du mich töten Machs wie du willst mit mir, Ich weiche nicht von dir; Verstelle dein Gesicht, Du Hülf in allen Nöten, : Ich laß dich nicht! 1 3. Ich laß dich nicht! Sollt ich den Segen lassen? Mein Jesu, nein, Du bleibest mein, Dich halt ich noch, wenn ich nichts mehr kann fassen. Nach kurzer Nächte Lauf Geht mir der Segen auf Von dir, dem Segenslicht: Sollt ich den Segen lassen? : Ich laß dich nichtl: 4. Ich laß dich nicht, mein Gott, mein Herr, mein Lebenl X 2 32⁴ Gottvertrauen und Trost im Kreuz. Mich reißt das Grab Von dir nicht ab, Der du für mich dich in den Tod gegeben: Du starbst aus Liebe mir; Ich sag in Liebe dir, Auch wenn mein Herze bricht: Mein Gott, mein Herr, mein Leben, , Ich laß dich nichtl W. Deßler, 4 1722. 460. Mel. Herr wie du willst so schicks mit mir. Ich steh in meines Herren Hand Und will drin stehen bleiben, Nicht Erdennot, nicht Erdentand Soll mich daraus vertreiben; Und wenn zerfällt die ganze Welt, Wer sich an ihn und wen er hält, Wird wohlerhalten bleiben. 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, Und Wunder sollen schauen, Die sich auf sein wahrhaftig Wort Verlassen und ihm trauen. Er hats gesagt, und darauf wagt Mein Herz es froh und unverzagt Und läßt sich gar nicht grauen. 3. Und was er mit mir machen will, Ist alles mir gelegen, Ich halte ihm im Glauben still Und hoff auf seinen Segen; Denn was er tut, ist immer gut, Und wer von ihm behütet ruht, Ist sicher allerwegen. 4. Ja wenns am schlimmsten mit mir steht, Freu ich mich seiner Pflege: Ich weiß, die Wege, die er geht, Sind lauter Wunderwege. —15 böse scheint, ist gut gemeint; Er ist doch nimmermehr mein Feind Und gibt nur Liebesschläge. 5. Und meines Glaubens Unter⸗ pfand Ist, was er selbst verheißen: Daß nichts mich seiner starken ö Hand Soll je und je entreißen. Was er verspricht, das bricht er nicht. Er bleibet meine Zuversicht, Ich will ihn ewig preisen. Ph. Spitta, 4 1859. 461. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Ich trau auf Gott in allen Sachen, Denn wer wird sonst mein Want ein? Ach niemand hilft dem armen Schwachen, Denn nur mein Gott, der tuts allein; Drum seh ich auch in meiner Not Vor allem auf den lieben Gott. 2. Und muß ich gleich zu trüben Zeiten Was dulden, ei was ists denn nun Ich will es herzlich gerne leiden, Gott wird mir keinen Schaden tun. Drum seh ich auch in meiner Not Vor allem auf den lieben Gott. 3. Er hat mirs ja so oft ver⸗ sprochen, Daß er mein Helfer wolle sein; Ich weiß, er hält mirs unge⸗ brochen, Sein Wort trifft immer richtig ein. Drum seh Vor allem 4. Läßt Ei nun so Daß er m Noch sonst Drum seh Vor allem 5. Wohl Bei Gott Von Gott Drum sag Ich seh in Vor allem Mel. Wer Ie größe Wer ohne Bei Sünde Vergißt m O selig ist Den Gott it 2. Je g Gott prüft Wie mand Fällt nicht Das Gold Ein Christ 3. Je gr Die Palm Die Süßig st gut gemeint; nehr mein Feind besschläge. zlaubens Unter⸗ pfand verheißen: seiner starken Hand treißen. „das bricht er nicht. Zuversicht, preisen. Spitta, 4 1859. 1. lieben Gott läßt n. Gott in allen Sachen, 'nst mein Helfer sein? ft dem armen Schwachen, Gott, der tuts allein h in meiner Not n lieben Gott. gleich zu trüben Zeiten ists denn nun ch gerne leiden, len Schaden tun. h in meiner Not n lieben Gott. ja so oft ver⸗ sprochen, fer wolle sein; ilt mirs unge⸗ brochen, nmer richtig ein. Drum seh ich auch in meiner Not Vor allem auf den lieben Gott. 4. Läßt Gott die Vöglein nicht verderben, Ei nun so glaub und hoff ich fest, Daß er mich auch nicht Hungers sterben, Noch sonst in Not verderben läßt. Drum seh ich auch in meiner Not Vor allem auf den lieben Gott. 5. Wohlan, ich will beständig bleiben Bei Gott in Not und Todesqual; Von Gott soll mich kein Unglück treiben, Drum sag ich ein für allemal: Ich seh in aller meiner Not Vor allem auf den lieben Gott. Halle 1697. 462. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Ie größer Kreuz, je näher Him⸗ mel: Wer ohne Kreuz, ist ohne Gott; Bei Sündenlust und Weltgetümmel Vergißt man Hölle, Fluch und Tod. O selig ist der Mann geschätzt, Den Gott in Kreuz und Trübsal setzt. 2. Je größer Kreuz, je beßrer Christe, Gott prüft uns an dem Probestein; Wie mancher Garten lieget wüste, Fällt nicht ein Tränenregen drein. Das Gold wird auf dem Feuerherd, Ein Christ in mancher Not bewährt. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer laube; Die Palme wächset bei der Last; Die Süßigkeit fließt aus der Traube, Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 32⁵ Wenn du sie wohl gekeltert hast. Am Kreuze wächset uns der Mut, Wie Perlen in gesalzner Flut. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe; Der Wind bläst nur die Flam⸗ men auf, Und scheinet gleich der Himmel trübe, So lachet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, Gleichwie das Ol im Feuer tut. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete. Geriebne Kräuter duften wohl; Wenn um das Schiff kein Sturm⸗ wind wehte, So fragte man nicht nach dem Pol. Wo kämen Davids Psalmen her, Wenn er nicht auch versuchet wär? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen. Im Tale steiget man bergan; Wer durch die Wüsten oft ge⸗ gangen, Der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein, findt es hier nicht Ru So fliegt es nach der Arche zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben: Man freut sich recht auf seinen Tod; Denn man entgehet dem Ver⸗ derben, Es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuz, das Christengräber ziert, Bezeugt, sie haben triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre Krone, Die Gott den Seinen beigelegt, Und die einmal vor seinem Throne Der Überwinder Scheitel trägt. 326 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. Ach dieses teure Kleinod macht, Daß man das größte Kreuz nicht acht. 9. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze Je länger und je lieber sein. Daß mich die Ungeduld nicht reize, So pflanz ein solches Herz mir ein, Das Glauben, Liebe, Hoffnung hegt, Bis dort mein Kreuz die Krone trägt. B. Schmolck, 1737. 463. Ps. 31. In dich hab ich gehoffet, Herr; Hilf, daß ich nicht zu Schanden werd Noch ewiglich zum Spotte. Das bitt ich dich, Erhalte mich In dir, dem treuen Gotte. 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, Erhör mein Bitt, tu dich herfür, Eil bald mich zu erretten; In Angst und Weh Ich lieg und steh, Hilf mir in meinen Nöten. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, Sei meine Burg, darin ich frei Und ritterlich mög streiten, Ob mich gar sehr Der Feinde Heer Anficht von beiden Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, Mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, Mein Hülf, mein Heil, mein Leben, Mein starker Gott In aller Not: Wer mag mir widerstreben? 5. Mir hat die Welt trüglich gericht Mit Lügen und falschem Gedicht Viel Netz und heimlich Stricke: Herr, nimm mein wahr In der Gefahr, Behüt vor falscher Tücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir, Mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, Nimm mich in deine Hände; O wahrer Gott, Aus aller Not Hilf mir am letzten Ende. 7. Preis, Ehre, Macht und Herr⸗ lichkeit Sei Vater, Sohn und Geist bereit, Lob seinem heilgen Namen! Dein göttlich Kraft Mach uns sieghaft Durch Jesum Christum. Amen. A. Reißner, 4 1588. 464. Mel. Jesus meine Zuversicht. Meine Seele senket sich Hin in Gottes Herz und Hände Und erwartet ruhiglich Seiner Wege Ziel und Ende, Liegt fein stille, nackt und bloß In des liebsten Vaters Schoß. 2. Meine Seele murret nicht, Ist mit allem wohl zufrieden; Was der eigne Wille spricht, Ist zum Tode schon beschieden: Was die Ist in C. 3. Mein Will vielr Was glei Und den d Sorgen k Meine S 4. Mein Liebt hin Kummer, Trifft un Wer Got Bleibt in 5. Meir Denn sie Hangt ar Auch alsd Wo sich? Wird da 6. Mein Und die Also hab Alle Ma Bin, glei Voll von Mer Meine Zu Gott Mir zu Mein He Mit dem Nimmt Geht es Und blei So bin ꝛeil, mein Leben, derstreben? Welt trüglich gericht ilschem Gedicht nlich Stricke: wahr Tücke. ist befehl ich dir, Gott, weich nicht von mir, ne Hände; u Ende. acht und Herr⸗ lichkeit nd Geist bereit, Namen! istum. Amen. teißner, 4 1588. k. e Zuversicht. ket sich z und Hände glich und Ende, ickt und bloß aters Schoß. nurret nicht, 1 zufrieden; lle spricht, n beschieden: Was die Ungeduld erregt, Ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht, Will vielmehr an nichts gedenken, Was gleich spitzen Dornen sticht Und den Frieden nur kann kränken: Sorgen kommt dem Schöpfer zu, Meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht, Liebt hingegen Gott im Leiden; Kummer, der das Herze bricht, Trifft und ängstet nur die Heiden: Wer Gott in dem Schoße liegt, Bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht, Denn sie weiß von keinen Nöten, Hangt an Gottes Angesicht, Auch alsdann, wenn er will töten: Wo sich Fleisch und Blut beklagt, Wird das Freudenlicht verjagt. 6. Meine Seel ist still zu Gott, Und die Zunge bleibt gebunden: Also hab ich allen Spott, Alle Marter überwunden, Bin, gleichwie ein stilles Meer, Voll von Gottes Preis und Ehr. J. J. Winckler, 4 1722. 465. Mex. Jesu meine Freude. Ps. 62, 2. Meine Seel ist stille Zu Gott, dessen Wille Mir zu helfen steht; Mein Herz ist vergnüget Mit dem, wie's Gott füget, Nimmt an, wie es geht; Geht es nur zum Himmel zu, Und bleibt Jesus ungeschieden, So bin ich zufrieden. Gottvertrauen und Troft im Kreuz. 2. Meine Seele hanget An dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein Aller Ort und Zeiten, Und mag keinen leiden, Der ihr rede ein; Von der Welt Ehr, Lust und Geld, Wonach so viel sind beflissen, Mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, ach nein, nur einer, Sagt sie, und sonst keiner Wird von mir geliebt: Jesus, der getreue, In dem ich mich freue, Sich mir ganz ergibt. Er allein, er soll es sein, Dem ich wieder mich ergebe Und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge Und dich gläubig lege Sanft in seinen Schoß; Lerne ihm vertrauen, So wirst bald du schauen, Wie die Ruh so groß, Die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, Den kann er erquicken. 5. Meine Seele senket Alles, was sie kränket, Tief in Jesu Brust; Sie wird stark durch Hoffen; Was sie je betroffen, Träget sie mit Lust, Fasset sich ganz männiglich, Durch Geduld und Glauben feste: Endlich kommt das Beste. 6. Amen, es geschiehet; Wer zu Jesu fliehet, Wird es recht erfahrn, Wie Gott seinen Kindern Pflegt das Kreuz zu mindern Und das Glück zu sparn 328 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. Bis zu End: alsdann sich wendt Das zuerst getragne Leiden, Und gehn an die Freuden. J. Kasp. Schade, 4 1698. 466. Mel. Freu dich sehr o meine Seele. MeineSorgen, Angst und Plagen Laufen mit der Zeit zu End; Alles Seufzen, alles Klagen, Das der Herr alleine kennt, Wird gottlob nicht ewig sein: Nach dem Regen wird ein Schein Von viel tausend Sonnenblicken Meinen matten Geist erquicken. 2. Meine Saat, die ich gesäet, Wird zur Freude wachsen aus: Wenn die Dornen abgemähet, So trägt man die Frucht zu Haus; Wenn ein Wetter ist vorbei, Wird der Himmel wieder frei: Nach dem Kämpfen, nach dem Streiten Kommen die Erquickungszeiten. 3. Wenn man Rosen will ab⸗ brechen, Muß man leiden in der Still, Daß uns auch die Dornen stechen; Es geht alles, wie Gott will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, Das man nur im Kampf erreicht: Will man hier das Kleinod finden, So muß man erst überwinden. 4. Unser Weg geht nach den Sternen, Der mit Kreuzen ist besetzt; Hier muß man sich nicht entfernen, Ob er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewigkeit Kommt kein Mensch hin sonder Streit: Die in Salems Mauern wohnen, Zeigen ihre Dornenkronen. 5. Es sind wahrlich alle Frommen, Die des Himmels Klarheit sehn, Aus viel Trübsal hergekommen; Darum siehet man sie stehn Vor des Lammes Stuhl und Thron, Prangend in der Ehrenkron Und mit Palmen ausgezieret, Weil sie glücklich triumphieret. 6. Gottes Ordnung stehet feste Und bleibt ewig unverrückt: Seine Freund und Hochzeitsgäste Werden nach dem Streit beglückt; Israel erhält den Sieg Nach geführtem Kampf und Krieg: Kanaan wird nicht gefunden, Wo man nicht hat überwunden. 7. Darum trage deine Ketten, Meine Seel, und dulde dich; Gott wird dich gewiß erretten, Das Gewitter leget sich; Nach dem Blitz und Donnerschlag Folgt ein angenehmer Tag: Auf den Abend folgt der Morgen Und die Freude nach den Sorgen. Halle 1705. 467. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Mein Herz, gib dich zufrieden Und bleibe ganz geschieden Von Sorge, Furcht und Gram; Die Not, die dich jetzt drücket, Hat Gott dir zugeschicket; Sei still und halt dich wie ein Lamm. 2. Mit Sorgen und mit Zagen Und unmutsvollen Klagen Häufst du nur deine Pein; Durch St Wird, we Erträglick 3. Kanns Oft hat Eh mans Wenns be Wird mi So hat 4. Gott Nach We Nach Reg Nach rau Muß uns Er führt t 5. Inde Die Last, Auf daß Was aber Darf sich Und sollts 6. Denn Wenn ich Womit er Nicht Sch Sinds, de Die Sein 7. Er w Zu Kinde Das, was Den alter Den Eige Die Lust 8. Er w Wie wir Mit Glar Und, soll. Auch lass Uns doch uern wohnen, ikronen. alle Frommen, elarheit sehn, hergekommen; sie stehn ihl und Thron, hrenkron rusgezieret, riumphieret. ig stehet feste nverrückt: Hochzeitsgäste 5treit beglückt; Sieg npf und Krieg: gefunden, überwunden. deine Ketten, ulde dich; diß erretten, sich; „Donnerschlag ner Tag: zt der Morgen h den Sorgen. Halle 1705. ö‚ alle Wälder. dich zufrieden eschieden t und Gram; jetzt drücket, schicket; dich wie ein Lamm. nd mit Zagen Klagen ne Pein; Durch Stillesein und Hoffen Wird, was dich jetzt betroffen, Erträglich, sanft und lieblich sein. 3. Kanns doch nicht ewig währen; Oft hat Gott unsre Zähren, Eh mans meint, abgewischt. Wenns bei uns heißt: wie lange Wird mir so angst und bange! So hat er Leib und Seel er⸗ frischt. 4. Gott pflegt es so zu machen: Nach Weinen schafft er Lachen, Nach Regen Sonnenschein; Nach rauhen Wintertagen Muß uns der Lenz behagen: Er führt in Höll und Himmel ein. 5. Indes ist abgemessen Die Last, die uns soll pressen, Auf daß wir werden klein; Was aber nicht zu tragen, Darf sich an uns nicht wagen, Und sollts auch nur ein Tätin ein. 6. Denn es sind Liebesschläge, Wenn ich es recht erwäge, Womit er uns belegt. Nicht Schwerter, sondern Ruten Sinds, damit Gott zum Guten Die Seinigen hienieden schlägt. 7. Er will uns dadurch ziehen ö Zu Kindern, die da fliehen Das, was ihm mißbehagt; Den alten Menschen schwächen, Den Eigenwillen brechen, Die Lust ertöten, die uns plagt. 8. Er will dadurch uns lehren, Wie wir ihn sollen ehren Mit Glauben und Geduld Und, sollt er uns in Nöten Auch lassen, ja gar töten, Uns doch getrösten seiner Huld. Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 329 9. Denn was will uns auch scheiden Von Gott und seinen Freuden, Dazu er uns versehn? Ich lebe oder sterbe, So bleibt mir doch mein Erbe Im Himmel ewiglich bestehn. 10. Drum gib dich ganz zufrieden, Mein Herz, und bleib geschieden Von Sorge, Furcht und Gram; Vielleicht wird Gott bald senden, Die dich auf ihren Händen Hintragen zu dem Bräutigam. J. A. Freylinghausen, 1 1739. 468. Bchwing dich auf zu deinem Gott, Du betrübte Seele; Warum liegst du Gott zum Spott In der Schwermutshöhle? Merkst du nicht des Satans List? Er will durch sein Kämpfen Deinen Trost, den Jesus Christ Dir erworben, dämpfen. 2. Auf, ermanne dich und sprich: Fleuch, du alte Schlange! Was erneurst du deinen Stich, Machst mir angst und bange? Ist dir doch der Kopf zerknickt Und ich bin durchs Leiden Meines Heilands dir entrückt In den Saal der Freuden. 3. Hab ich was nicht recht getan, Ist mirs leid von Herzen: Dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen; Das ist der bezahlte Lohn Meiner Missetaten; Bring ich dies vor Gottes Thron, Ist mir wohl geraten. 4. Christi Unschuld ist mein Ruhm, Sein Recht meine Krone, 330 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. Sein Verdienst mein Eigentum, Da ich frei in wohne Als in einem festen Schloß, Das kein Feind kann fällen, Brächt er gleich davor Geschoß Und Gewalt der Höllen. 5. Stürme, Teufel, und du, Tod! Was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden: Der Gott, der mir seinen Sohn Selbst geschenkt aus Liebe, Daß der ewge Spott und Hohn Mich nicht dort betrübe. 6. Ich bin Gottes, Gott ist mein; Wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein Mit dem bittern Leide: Laß es dringen, kommt es doch Von geliebten Händen, Und geschwind zerbricht sein Joch, Wenn es Gott will wenden. 7. Kinder, die der Vater soll Ziehn zu allem Guten, Die gedeihen selten wohl Ohne Zucht und Ruten: Bin ich denn nun Gottes Kind, Warum will ich fliehen, Wenn er mich von meiner Sünd Will zum Guten ziehen? 8. Es ist herzlich gut gemeint Mit der Christen Plagen; Wer hier zeitlich wohl geweint, Darf nicht ewig klagen. Wem hier Christus recht bewußt, Hat in Gottes Garten Droben die vollkommne Lust Endlich zu gewarten. 9. Gottes Kinder säen zwar Traurig und mit Tränen; Aber endlich bringt das Jahr, Wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, Da sie Garben machen; Da wird all ihr Gram und Leid Lauter Freud und Lachen. 10. Ei so faß, o Christenherz, Alle deine Schmerzen; Wirf sie fröhlich hinterwärts, Laß des Trostes Kerzen Dich entzünden mehr und mehr; Gib dem großen Namen Deines Gottes Preis und Ehr. Er wird helfen. Amen. P. Gerhardt, 1 1676. 469. Mel. Freu dich sehr o meine Seele. Offenb. Joh. 2, 10. Hei getreu bis an das Ende, Ringe durch den Kampf dich los; Geht es auch durch harte Stände, Duldest du gleich manchen Stoß: Ach das Leiden dieser Zeit Ist nicht wert der Herrlichkeit, So dir wird dein Jesus geben Dort in jenem Freudenleben. 2. Sei getreu in deinem Glauben, Laß dir dessen festen Grund Nicht aus deinem Herzen rauben; Sage den gewissen Bund, Der geschlossen in der Tauf, Deinem Gott nicht wieder auf. Der ist gottlos und verloren, Der dem Herrn hat falsch ge⸗ schworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe Gegen Gott, der dich geliebt; An dem Nächsten Gutes übe, Ob er dich gleich hart betrübt. Denke, wie dein Heiland tat, Als er für die Feinde bat; So mußt du verzeihen eben, Soll Gott anders dir vergeben. 4. Sei Hilft Got Er hat Daß deir Wisse, de Er zu he Da dein Wenn er 5. Sei Lasse dick Von der Murre en Hilft der Ach sie l Der träg Mit Ged 6. Sei Halt dick Flieh get Sei getr Wer mit Ihn wie Dem wil Seine F/ Mel. Het Bol ich Und auf Soll ich Nachts d Muß nu Wie mir Da doch Das Ger 2. Gott, Höret ni Oder sol Dessen n Ach so le ichen; zram und Leid Lachen. Christenherz, zen; interwärts, erzen ehr und mehr; tamen is und Ehr. Amen. erhardt, 1 1676. . o meine Seele. ). 2, 10. n das Ende, ampf dich los; harte Stände, manchen Stoß: eser Zeit Herrlichkeit, Jesus geben eudenleben. einem Glauben, en Grund Herzen rauben; Bund, der Tauf, wieder auf. d verloren, hat falsch ge⸗ schworen. deiner Liebe ich geliebt; Gutes übe, hart betrübt. eiland tat, inde bat; eihen eben, dir vergeben. 4. Sei getreu in deinem Hoffen; Hilft Gott gleich nicht, wie du willt, Er hat Mittel bald getroffen, Daß dein Wünschen wird erfüllt. Wisse, daß so manche Zeit Er zu helfen war bereit, Da dein Ohren du verstopfet, Wenn er bei dir angeklopfet. 5. Sei getreu in deinem Leiden; Lasse dich kein Ungemach Von der Liebe Jesu scheiden, Murre nicht mit Weh und Ach. Hilft denn was die Ungeduld? Ach sie häufet nur die Schuld; Der trägt leichter, wer das träget Mit Geduld, was Gott aufleget. 6. Sei getreu in Todesstunden; Halt dich glaubensvoll an Gott, Flieh getrost in Jesu Wunden, Sei getreu bis in den Tod: Wer mit Jesu gläubig ringt, Ihn wie Jakob hält und zwingt, Dem will er in jenem Leben Seine Freudenkrone geben. Benj. Praetorius, 4 1674. 470. Mel. Herr, nicht schicke deine Rache. Röm. 8, 28. Boll ich denn mich täglich kränken Und aufs Künftige gedenken? Soll ich denn niemal mit Ruh Nachts die Augen schließen zu? Muß nur immer vor mir sehen, Wie mirs einsten wird ergehen? Da doch durch mein Sorgen nicht Das Geringst wird ausgericht. 2. Gott, der mich bisher erhalten, Höret noch nicht auf zu walten; Oder sollt er jetzt allein Dessen müde worden sein? Ach so laß ich Sorgen bleiben, Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 331 Wills alleine ihm heimschreiben, Daß es, wie es ihm gefällt, Mir zumalen eines gelt. 3. Wenn mirs so und so ergehet, Er ists, der allein verstehet, Ob dasselbe nütz und gut, Oder obs mir Schaden tut; Da sonst wir in unsern Lüsten Uns nicht zu entschließen wüßten, Ofters wählend ohngefähr, Was uns nur hochschädlich wär. 4. Ist mir Armut denn beschieden, Bin ich auch damit zufrieden, Weil mir dieses felsenfest, Daß er drum mich nicht verläßt. Ich will doch ihm freudig singen Und mein täglich Opfer bringen, Bis nach dieser armen Zeit Folgt die reiche Ewigkeit. 5. Will die Armut meiner Hütten Er mit Segen überschütten Und mit Gütern dieser Welt, Sei es auch ihm heimgestellt. Ich will ihm für solches danken Und nur beten, nicht zu wanken, Daß nicht, wie sonst viel getan, Ich mein Herz auch hänge dran. 6. Wird Gesundheit mir gegeben, Soll dieselbe meinem Leben Dazu dienen, desto mehr Froh zu fördern Gottes Ehr. Soll ich aber Krankheit leiden, Müsse mich sein Geist bescheiden, Daß solch herbe Arzenei Meinem Fleisch vonnöten sei. 7. Soll ich viele Jahre zählen, Mit der Erde Not mich quälen, Schicktdoch Gottauch manchen Tag, Der mein Herz erfreuen mag. Bin ich aber bald vorüber, Sei das Scheiden mir noch lieber, Weil ich aus der Sündennot Komm zu meinem Herrn und Gott. 332 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 8. Also bleibts Gott heimgewiesen, Und sein teurer Nam gepriesen, Was er auch in seinem Rat Über mich beschlossen hat. Ich will anders nicht mehr achten Und dies eine nur betrachten, Daß den Seinen zum Beschluß Endlich alles frommen muß. Phil. Jak. Spener, 4 1705. 471. Bollt es gleich bisweilen scheinen, Als ob Gott verließ die Seinen, O so glaub und weiß ich dies: Gott hilft endlich noch gewiß. 2. Hülfe, die er aufgeschoben, Hat er drum nicht aufgehoben; Hilft er nicht zu jeder Frist, Hilft er doch, wenns nötig ist. 3. Gleichwie Väter nichtbald geben, Wonach ihre Kinder streben, So hält Gott auch Maß und Ziel: Er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, Wenn die Not am allergrößten; Er ist gegen mich, sein Kind, Mehr als väterlich gesinnt. 5. Will mir Satan bange machen, Ich kann seine Macht verlachen; Drücktmich schwer desKreuzes Joch, Gott mein Vater lebet noch. 6. Laß die Welt nur immer neiden; Will sie mich nicht länger leiden, Ei so frag ich nichts darnach: Gott ist Richter meiner Sach. 7. Will sie gleich mich von sich treiben, Muß mir doch der Himmel bleiben; Ist der Himmel mein Gewinn, Geb ich alles andre hin. 8. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, Frag ich nicht nach andrer Gabe; Legt man mich gleich in das Grab: Gnug, Herr, wenn ich dich nur hab. Chr. Tietze, 4 1703. 472. Von Gott will ich nicht lassen, Denn er läßt nicht von mir, Führt mich auf rechter Straßen, Da ich ging in der Irr. Er reicht mir seine Hand, Den Abend und den Morgen Tut er mich wohl versorgen, Wo ich auch sei im Land. 2. Wenn sich der Menschen Treue Und Wohltat all verkehrt, Wird mir gar bald aufs neue Sein Macht und Gnad bewährt, Hilft mir aus aller Not, Errett von Sünd und Schanden, Von Ketten und von Banden, Und wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen In meiner schweren Zeit, So kann mir gar nicht grauen: Er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; Mein Leib, mein Seel, mein Leben Sei Gott dem Herrn ergeben; Er machs, wie's ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts gefallen, Denn was mir nützlich ist; Gut meint ers mit uns allen, Schenkt uns den Herren Christ, Ja seinen lieben Sohn, Durch ihn er uns bescheret, Was Lei Lobt ihn 5. Lobt Ihn, der Das ist Darin n Verlorn Ohn ihn Wir soll Und blei 6. Auch Mit ihre Nicht Eb Das vor Wir wer Tief in Wenn u Wird un 7. Die Geführt Der Leil Von alle Ganz he Ein Kin Daran Des Teu 8. Dar Hie Wid Wie ichs Kommt Ist aller Die, wei Und me Mir wid 9. Das Der uns Aus sein Wir neh Auch Ge Im Gla Zum Re Ihm sei immel bleiben; ein Gewinn, e hin. h dich nur habe, andrer Gabe; h in das Grab: h dich nur hab. Tietze, 4 1703. * h nicht lassen, von mir, chter Straßen, rr. Hand, in Morgen versorgen, 1Land. tenschen Treue erkehrt, d aufs neue onad bewährt, Not, ind Schanden, on Banden, vär der Tod. ch vertrauen n Zeit, nicht grauen: id. stellt; el, mein Leben rn ergeben; m gefällt. nichts gefallen, tzlich ist; uns allen, derren Christ, zohn, bescheret, Was Leib und Seel ernähret. Lobt ihn im Himmelsthron. 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, Ihn, der uns beides schenkt; Das ist ein selge Stunde, Darin man sein gedenkt. Verlorn ist alle Zeit, Ohn ihn verbracht auf Erden; Wir sollen selig werden Und bleibn in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vergehet Mit ihrem Stolz und Pracht, Nicht Ehr noch Gut bestehet, Das vor war groß geacht, Wir werden nach dem Tod Tief in die Erd begraben: Wenn wir geschlafen haben, Wird uns erwecken Gott. 7. Die Seel bleibt unverloren, Geführt in Abrams Schoß. Der Leib wird neu geboren, Von allen Sünden los, Ganz heilig, rein und zart, Ein Kind und Erb des Herren; Daran muß uns nicht irren Des Teufels listge Art. 8. Darum ob ich schon dulde Hie Widerwärtigkeit, Wie ichs auch wohl verschulde, Kommt doch die Ewigkeit, Ist aller Freuden voll, Die, weil ich Christum kenne Und meinen Herrn ihn nenne, Mir widerfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille, Der uns erschaffen hat; Aus seines Sohnes Fülle Wir nehmen Gnad um Gnad; Auch Gott der heilge Geist Im Glauben uns regieret, Zum Reich der Himmel führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! L. Helmbold, 4 1598. Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 333 473. Warum betrübst du dich, mein Herz, dich und trägest Schmerz Nur um das zeitlich Gut? Vertrau du deinem Herrn und Gott, Der alle Ding erschaffen hat. 2. Er kann und will dich lassen nicht, Er weiß gar wohl, was dir gebricht; Himmel und Erd ist sein. Mein Vater und mein Herre Gott, Der mir beisteht in aller Not: 3. Weil du mein Gott und Win, bist, Dein Kind wirst du verlassen nicht, Du väterliches Herz. Ich Staub und Asche habe hier Sonst keinen Trost, als nur von dir. 4. Der Reiche trotzt auf 4 t. Ich aber will dir traun, mein Gott; Ob ich gleich werd veracht, So weiß ich und glaub festiglich: Wer dir vertraut, dem mangelts nicht. 5. Ach Gott, du bist noch heut so reich, Als du gewesen ewiglich, Mein Trauen steht zu dir; Mach mich an meiner Seelen reich, So hab genug ich ewiglich. 6. Der zeitlich Ehr will ich ent⸗ behrn, Willst du das Ewge mir beschern, Das du erworben hast Durch deinen herben bittern Tod, Das bitt ich dich, mein Cott ott. Bekümmerst .——.— 334 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 7. Alles was ist auf dieser Welt, Es sei Silber, Gold oder Geld, Reichtum und zeitlich Gut, Das währt nur eine kleine Zeit Und hilft doch nichts zur Seligkeit. 8. Ich dank dir, Christe, Gottes Sohn, Daß du mir solches kund getan Durch dein göttliches Wort; Verleih mir auch Beständigkeit Zu meiner Seelen Seligkeit. 9. Lob, Ehr und Preis sei dir gesagt Für alle dein erzeigt Wohltat, Und bitt demütiglich: Du wollst von deinem Angesicht Mich ewiglich verstoßen nicht. Nürnberg, um 1560. 474. Warum sollt ich mich denn grä⸗ men? Hab ich doch Christum noch, Wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, Den mir schon Gottes Sohn Beigelegt im Glauben? 2. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben Ist nicht mein, Gott allein Ist es, ders gegeben: Will ers wieder zu sich kehren, Nehm ers hin, Ich will ihn Dennoch fröhlich ehren. 3.SchicktermireinKreuzzutragen, Dringt herein Angst und Pein, Sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden, Er weiß wohl, Wie er soll All mein Unglück enden. 4. Gott hat mich bei guten Tagen Oft ergötzt, Sollt ich jetzt Nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen Sein Gericht, Kann mich nicht Ganz und gar verlassen. 5. Satan, Welt und ihre Rotten Können mir Nichts mehr hier Tun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen, Gott, mein Heil, Wird in Eil Sie zu Schanden machen. 6. Unverzagt und ohne Grauen Soll ein Christ, Wo er ist, Stets sich lassen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben, Soll der Mut Dennoch gut Und fein stille bleiben. 7. Kann uns doch kein Tod nicht töten, Sondern reißt Unsern Geist Aus viel tausend Nöten, Schließt das Tor der bittern Leiden Und macht Bahn, Daß man kann Gehn zu Himmelsfreuden. 8. Allda will in süßen Schätzen Ich mein Herz Auf Ewiglich Hier ist ke Was In f Muß im 9. Was f Eine Volle Kummer Dort, dor Da: Chri Mich ohn 10. Her Mir Und Ewig we Mel. War Warm Arn 333 Dir Voller K Wozu di n, zagen? ird es wenden, nden. i guten Tagen ragen? ud schärft mit Maßen ht assen. id ihre Rotten er otten. sie lachen, il, iachen. ohne Grauen 62 auen. Lod aufreiben, en. kein Tod nicht töten, öten, bittern Leiden hn, euden. üßen Schätzen Auf den Schmerz Ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu finden; Was die Welt In sich hält, Muß im Nu verschwinden. 9. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand Voller Sand, Kummer der Gemüter: Dort, dort sind die edlen Gaben, Da mein Hirt Christus wird Mich ohn Ende laben. 10. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, Du bist mein, Ich bin dein, Niemand kann uns scheiden: Ich bin dein, weil du dein Leben Und dein Blut Mir zu gut In den Tod gegeben; 11. Du bist mein, weil ich dich fasse Und dich nicht, O mein Licht, Aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, Da du mich Und ich dich Ewig werd umfangen. P. Gerhardt, 4 1676. 475. Mel. Warum sollt ich mich denn grämen. Matth. 6, 25—34. Wamwiustdurdochfurwornen, Armes Herz, Dir zum Schmerz, Voller Kleinmut sorgen? Wozu dient dein täglich Grämen? Gottvertrauen und Trost im Kreuz. Hoff auf Gott! Deine Not Will er von dir nehmen. 2. Gott hat dir geschenkt das Leben, Seel und Leib, Darum bleib Ihm allein ergeben. Er wird ferner alles schenken: Trau ihm fest, Er verläßt Nicht, die an ihn denken. 3. Frage nicht: Was wird mich nähren? Gott wird dir Alles hier, Was dir fehlt, gewähren. Frage nicht: Wie wird mirs gehen? Solches hat Gottes Rat Längst zuvor versehen. 4. Nährt den Vogel in den Lüften Nicht der Herr? Weidet er Nicht das Tier auf Triften? Kleidet er des Grases Blume Nicht mit Pracht, Seiner Macht, Seiner Huld zum Ruhme? 5. Und auf mich sollt er nicht achten? In der Not Ließe Gott Hülflos mich verschmachten? Ich bin sein, mir soll nicht grauen: Väterlich Liebt Gott mich, Ihm will ich vertrauen. 6. Nur der Glaube fehlt auf Erden. Wär er da, Müßt uns ja, Was uns not ist, werden. 336 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. Wer Gott kann im Glauben fassen, Dem fehlt nicht Trost und Licht; Gott wird ihn nicht lassen. 7. Wer nach Gottes Reiche trachtet, Immerfort Auf sein Wort Mit Gehorsam achtet, Dem wird auch von Gott hienieden, Was erfreut In der Zeit, Gnädiglich beschieden. 8. Drum sei dir, Gott, übergeben, Was mir fehlt Und mich quält Hier in diesem Leben. Da du sorgst, so will ich schweigen, Und es soll Demutsvoll Dir mein Knie sich beugen. 9. Ich will dir mit Freuden danken Fort und fort Hier und dort, Nie im Glauben wanken. Lob und Preis sei deinem Namen; Denn mein Teil, Hülf und Heil Bleibst du ewig. Amen. Nach L. Laurenti, 4 1722. 476. Was Gott tut, das ist wohl getan, Es bleibt gerecht sein Wille; Wie er fängt meine Sachen an, Will ich ihm halten stille. Er ist mein Gott, Der in der Not Mich wohl weiß zu erhalten; Drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott tut, das ist wohl getan, Er wird mich nicht betrügen; Er führet mich auf rechter Bahn, So laß ich mich begnügen An seiner Huld Und hab Geduld; Er wird mein Unglück wenden, Es steht in seinen Händen. 3. Was Gott tut, das ist wohl getan, Er wird mich wohl bedenken; Er als mein Arzt und Wunder⸗ mann Wird mir nicht Gift einschenken Für Arzenei; Gott ist getreu, Drum will ich auf ihn bauen Und seiner Gnade trauen. 4. Was Gott tut, das ist wohl getan, Er ist mein Licht und Leben, Der mir nichts Böses gönnen kann; Ich will mich ihm ergeben In Freud und Leid, Es kommt die Zeit, Da öffentlich erscheinet, Wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohl getan; Muß ich den Kelch gleich schmecken, Der bitter ist nach meinem Wahn, Laß ich mich doch nicht schrecken, Weil doch zuletzt Ich werd ergötzt Mit süßem Trost im Herzen; Da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohl getan, Dabei will ich verbleiben; Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, So wird Gott mich Gar In seine Drum le Mel. Vo Was h Und füre Entreiß Doch all Gott ma Wovor f Da alles Zum Be 2. Was Wie dirs Was wü Durch S Befiehl e Laß sein Die wird Wie dirs 3. Was Und was Das ma Der alle Wirf all Erhebe d Zu seine So wird 4. Er Der deir Vielleicht Wo Got Wer hof Wer fest Und glä Wird do 5. So In Gott „das ist wohl getan, yt betrügen; frechter Bahn, egnügen ld uld; glück wenden, Händen. „das ist wohl getan, 1bedenken; und Wunder⸗ mann ift einschenken 1, ihn bauen trauen. „das ist wohl getan, und Leben, 5gönnen kann; ergeben d Leid, Zeit, inet, meinet. das ist wohl getan; eich schmecken, meinem Wahn, nicht schrecken, etzt '6t im Herzen; chmerzen. das ist wohl getan, bleiben; ie rauhe Bahn ud treiben, mich Ganz väterlich In seinen Armen halten; Drum laß ich ihn nur walten. Sam. Rodigast, 1708. 477. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. Was hilfts, daß ich mich quäle Und fürchte manches Leid? Entreiß dich, meine Seele, Doch aller Traurigkeit! Gott machet alles wohl. Wovor soll ich mich scheuen, Da alles seinen Treuen Zum Besten dienen soll? 2. Was hülfe dir dein Sinnen, Wie dirs noch gehen mag? Was würdest du gewinnen Durch Sorgen Nacht und Tag? Befiehl es Gott allein; Laß seine Hand dich führen, Die wird dich so regieren, Wie dirs wird heilsam sein. 3. Was dich will niederschlagen Und was dich schmerzt und kränkt, Das magst du dem nur klagen, Der alles weislich lenkt. Wirf alle Sorg auf ihn, Erhebe dein Gemüte Zu seiner Vatergüte, So wird dein Kummer fliehn. 4. Er wird dich wohl versorgen, Der deiner liebreich denkt; Vielleicht ist nah der Morgen, Wo Gott dir Freude schenkt! Wer hoffend auf ihn blickt, Wer fest auf ihn vertrauet Und gläubig auf ihn bauet, Wird doch zuletzt erquickt. 5. So fall ich denn mit Freuden In Gottes Arme hin; Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 337 Von ihm kann mich nichts scheiden, Weil ich sein eigen bin; Er bleibt auch ewig mein Und wird mir alles geben, Was meinem Stand und Leben Wird gut und selig sein. E. Neumeister, 1756. 478. Was mein Gott will, gescheh allzeit, Sein Will der ist der beste; Zu helfen dem er ist bereit, Der an ihn glaubet feste; Er hilft aus Not, der fromme Gott, Und züchtiget mit Maßen. Wer Gott vertraut, fest auf ihn baut, Den will er nicht verlassen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, Mein Hoffnung und mein Leben: Was mein Gott will, daß mir D ů geschicht, Will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar Er selber hat gezählet; Er schützt und wacht und hat wohl acht, Auf daß uns ja nichts fehlet. 3. Drum muß ich Sünder von der Welt Hinfahrn nach Gottes Wille Zu meinem Gott, wanns ihm gefällt, Will ich ihm halten stille. Mein arme Seel ich Gott befehl In meiner letzten Stunden. O frommer Gott, Sünd, Höll 205 0 Hast du mir überwunden. 338 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 4. Noch eins, Herr, will ich bit⸗ ten dich, Du wirst mirs nicht versagen: Wenn mich der böse Geist anficht, Laß mich, Herr, nicht verzagen! Hilf, steur und wehr, ach Gott mein Herr, Zu Ehren deinem Namen. Wer das begehrt, dem wirds ge⸗ währt; Drauf sprech ich fröhlich Amen. Albrecht, 28.7. 157. Brandenburg, 479. Mel. O du Liebe meiner Liebe. Ps. 62. Was von außen und von innen Täglich meine Seele drückt Und hält Herz, Gemüt und Sinnen Unter seiner Last gebückt, In dem allen ist dein Wille, Gott, der aller Unruh wehrt, Und mein Herz hält in der Stille, Bis es deine Hülf erfährt. 2. Denn du bist mein Fels auf Erden, Da ich still und sicher leb; Deine Hülfe muß mir werden, So ich mich dir übergeb: Dein Schutz ist mein Trutz alleine Gegen Sünde, Not und Tod; Denn mein Leiden ist das deine, Weil ich dein bin, o mein Gott. 3. Auf dich harr ich, wenn das Leiden Nicht so bald zum Ende eilt; Dich und mich kanns nimmer scheiden, Wenns gleich noch so lang verweilt: Und auch dies mein gläubges Hoffen Hab ich nur allein von dir; Durch dich steht mein Herz dir offen Daß du solches schaffst in mir. 4. Bei dir ist mein Heil und Ehre Meine starke Zuversicht; Willst du, daß die Not sich mehre, Weiß ich doch, du läßt mich nicht; Meint der Feind mich zu erreichen Und zu werfen unter sich, Will ich auf den Felsen weichen, Der wirft alles unter mich. 5. Liebe Leute, traut beständig Auf ihn als auf euren Hort; Er ist Gott und heißt lebendig, Ist euch nah an jedem Ort: Wann und wo euch Hülfe nötig, Da klopft an, er ist zu Haus, Kommt und ist zur Hülf erbötig; Schütt das Herz nur vor ihm aus. 7 6. Aber wie kanns dem gelingen, Der auf Fleisch die Hoffnung richte Große Leut sind samt geringen In der Not gar ohn Gewicht: Traut doch lieber auf den einen, Welcher Lieb und Allmacht hat, Daß er helfen kann den Seinen, Und beweisets mit der Tat. 7. Auf dich, mein Gott, bau ich feste, Geh in aller Stille hin, Denn zuletzt kommt doch das Beste, Und das End ist mein Gewinn: Deine Allmacht hilft mir tragen, Deine Lieb versüßet mir Alles Bittre, alle Plagen, Darum bin ich still zu dir. 8. Laß, o Seele, es nur gehen, Wie es geht, und sorge nicht: Endlich wirst du dennoch sehen, Daß Gott übt ein recht Gericht; Jetzo ist er deine Stärke, Daß dir gar nichts schaden kann; Dort ver So ein je 9. Breit, Über mic So wird Stille ble Werde al Gib uns, Allzeit tre So wird Mel. Von Was w O meine Ach laß Ihn, den Vertrau! Er wird Und förde Wie dirs 2. Denn Der sich Er bleibt Die ihm Scheint e⸗ Laß du d Mit Freu Wie Gott 3. Auf i Getrost m In ihmer Was dir Denn wa Das kann Aus allen So viel il 4. Ja ob Der Sata von dir; Herz dir offen affst in mir. Heil und Ehre, rsicht; Not sich mehre, äßt mich nicht; ich zu erreichen ter sich, ßelsen weichen, ter mich. aut beständig uren Hort; eißt lebendig, edem Ort: ch Hülfe nötig, st zu Haus, Hülf erbötig; r vor ihm aus. dem gelingen, hoffnung richt umt geringen hu Gewicht: auf den einen, Allmacht hat, den Seinen, der Tat. Gott, bau ich feste, hin, doch das Beste, nein Gewinn: ft mir tragen, t mir zlagen, l zu dir. s nur gehen, sorge nicht: ennoch sehen, recht Gericht; Stärke, schaden kann; Dort vergilt er alle Werke, So ein jeder hat getan. 9. Breit, o Herr, doch deine Güte Über mich, nimm mich in dich, So wird hinfort mein Gemüte Stille bleiben ewiglich; Werde alles und in allen, Gib uns, daß wir dir allein Allzeit trachten zu gefallen, So wird alles stille sein. A. H. Francke, 4 1727. 480. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. Was willst du dich betrüben, O meine liebe Seel? Ach laß nicht ab zu lieben Ihn, den Immanuel! Vertrau dich ihm allein, Er wird gut alles machen Und fördern deine Sachen, Wie dirs wird selig sein. 2. Denn Gott verlässet keinen, Der sich auf ihn verläßt; Er bleibt getreu den Seinen, Die ihm vertrauen fest. Scheint es auch wunderlich, Laß du dir gar nicht grauen, Mit Freuden wirst du schauen, Wie Gott wird retten dich. 3. Auf ihn magst du es wagen Getrost mit frischem Mut; In ihm wirst du erjagen, Was dir ist nütz und gut; Denn was Gott haben will, Das kann niemand verhindern Aus allen Menschenkindern, So viel ihr sind im Spiel. 4. Ja ob auch aus der Hölle Der Satan trotziglich Gottvertrauen und Trost im Kreuz. Sich mit den Rotten stelle Und setze wider dich, So müßt er doch voll Spott Von seinen Ränken lassen, Damit er dich will fassen; Denn dein Werk fördert Gott. 5. Er führts zu seinen Ehren Und deiner Seligkeit; Solls sein, kein Mensch kanns stören, Wär es ihm noch so leid. Will Gott es aber nicht, So kanns niemand betreiben, Es muß zurückebleiben: Was Gott will, das geschieht. 6. Drum ich mich ihm ergebe, Ihm sei es heimgestellt; Nichts ist, danach ich strebe, Denn nur, was ihm gefällt; Sein Will ist mein Begier, Der ist und bleibt der Beste, Das glaub ich treu und feste. Wohl dem, der glaubt mit mir. J. Heermann, 1647. 481. Mel. Was mein Gott will gescheh allzeit. Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut Im Himmel und auf Erden; Wer sich verläßt auf Jesum Christ, Dem muß der Himmel werden; Darum auf dich all Hoffnung ich Getrost und fest will setzen; Herr Jesu Christ, mein Trost bit ist In Todes Not und Schmerzen. 2. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr Und aller Welt zuwider, Dennoch so bist du, Jesu Christ, Der sie all schlägt darnieder; 92 340 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. Und wenn ich dich nur hab um mich Mit deinem Geist und Gnaden, So kann fürwahr mir ganz und gar Nicht Tod noch Teufel schaden. 3. Dein tröst ich mich ganz sicherlich, Denn du kannst mirs wohl geben, Was mir ist not, du treuer Gott, Hier und in jenem Leben. Gib wahre Reu, mein Herz erneu, Errette Leib und Seele. Ach höre, Herr, dies mein Begehr Und laß mein Bitt nicht fehlen. V. 1 von J. Magdeburg, 1 1583. 482. Wer nur den lieben Gott läßt walten Und hoffet auf ihn allezeit, Den wird er wunderbar erhalten In aller Not und Traurigkeit. Wer Gott dem Allerhöchsten traut, Der hat auf keinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen, Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen Beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid Nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille Und sei doch in sich selbst ver⸗ gnügt, Wie unsers Gottes Gnadenwille, Wie sein Allwissenheit es fügt. Gott, der uns ihm hat auser⸗ wählt, Der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freuden⸗ stunden, Er weiß wohl, wann es nützlich sei; Wenn er uns nur hat treu erfunden Und merket keine Heuchelei, So kommt Gott, eh wirs uns versehn, Und lässet uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drang⸗ salshitze, Daß du von Gott verlassen seist, Und daß ihm der im Schoße sitze, Der sich mit stetem Glücke speist Die Folgezeit verändert viel Und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott geringe Sachen, Und ist dem Höchsten alles gleich, Den Reichen arm und klein zu machen, Den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann, Der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, Verricht das Deine nur getreu Und trau des Himmels reichem Segen, So wird er bei dir werden neu; Denn welcher seine Zuversicht Auf Gott setzt, den verläßt er nicht. G. Neumark, 4 1681. 483. Mel. Alles ist an Gottes Segen. Wunderanfang, herrlich Ende, Wo die wunderweisen Hände Gottes führen ein und aus! Wunderweislich ist sein Raten, Wunderherrlich seine Taten, Und du sprichst: Wo wills hinaus 2. Denke Was Go Ihm und Ob der A Ist das Friede fol 3. Gotte Und in g Und du f So auch i Hält Gott Daß man 4. Kein? Wo man Die Vern Ihre hall Nicht in Dem sie 5. Gott n Weil er a End und Er wird, Lassen so Daß es u 6. Drur Lerne dei Sei getro Er fürwa Daß dus Wie er d 7. Du Und nick Was die Er wird d Daß du Wundera echten Freuden⸗ stunden, in es nützlich sei; at treu erfunden Heuchelei, eh wirs uns versehn, (Guts geschehn. deiner Drang⸗ salshitze, t verlassen seist, im Schoße sitze, m Glücke speist: ändert viel m sein Ziel. geringe Sachen, sten alles gleich, 1und klein zu machen, groß und reich Wundermann, ald stürzen kann. geh auf Gottes Wegen, ie nur getreu immels reichem Segen, zir werden neu; ie Zuversicht verläßt er nicht, deumark, 4 1681. 3. Gottes Segen. herrlich Ende, eisen Hände 1m und aus! st sein Raten, ine Taten, Vo wills hinaus 2. Denke doch: Es muß so gehen, Was Gott weislich heißt ge⸗ schehen, Ihm und dir zur Herrlichkeit; Ob der Anfang seltsam scheinet, Ist das End doch gut gemeinet: Friede folget nach dem Streit. 3. Gottes Weg ist in den Flüssen Und in großen Wassergüssen, Und du spürst nicht seinen Fuß: So auch in dem Meer der Sorgen Hält Gott seinen Pfad verborgen, Daß man nach ihm suchen muß. 4. Kein Besinnen kann ersinnen, Wo man könne Hülf gewinnen, Die Vernunft ist hier zu blind; Ihre halb gebrochnen Augen Nicht in das Verborgne taugen, Dem sie allzublöde sind. 5. Gott muß man in allen Sachen, Weil er alles wohl kann machen, End und Anfang geben frei. Er wird, was er angefangen, Lassen so ein End erlangen, Daß es wunderherrlich sei. 6. Drum so laß dir nimmer grauen, Lerne deinem Gott vertrauen, Sei getrost und gutes Muts. Er fürwahr, er wird es führen, Daß dus wirst am Ende spüren, Wie er dir tut lauter Guts. 7. Du wirst an den Fingern zählen Und nicht vor der Welt ver⸗ hehlen, Was die blinde Welt nicht kennt; Er wird dir dein Kreuz versüßen, Daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herrlich End! H. A. Stockfleth, 4 1708, Gottvertrauen und Trost im Kreuz. 484. Mel. Werde munter mein Gemüte. Zion, gib dich nur zufrieden, Gott ist noch bei dir darin, Du bist nicht von ihm geschieden, Er hat einen Vatersinn. Wenn er straft, so liebt er auch, Dies ist sein beliebter Brauch; Zion, lerne dies bedenken, Warum willst du dich so kränken? 2. Treiben dich die Meereswellen In der wilden tiefen See, Wollen sie dich gar zerschellen, Mußt du rufen Ach und Weh, Schweigt dein Heiland still dazu, Gleich als schliefe er in Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, Diese Flut wird bald sich legen. 3. Berge, Felsen mögen weichen, Ob sie noch so feste stehn, Ja die Welt mit ihren Reichen Möchte gar auch untergehn: Dennoch hat es keine Not In dem Leben und im Tod; Zion, du kannst doch nicht wanken Aus den wohlgefaßten Schranken. 4. Müssen schon allhier die Tränen Deine schönsten Perlen sein, Muß das Seufzen und das Stöhnen Sein dein Lied in langer Pein, Muß dein Purpur sein das Blut, Und der Mangel Hab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen, Du kannst deinem Gott vertrauen. 5. Dräut man dir mit Schmach und Banden, Mit dem Tod und Herzeleid, Ei du wirst doch nicht zu Schanden, Denk nur an die Ewigkeit. Sei nur fröhlich, wohlgemut 342 Gottvertrauen und Trost im Kreuz. Denn der Herr ists, der es tut. Zion, Gott wird schon dich stärken, Dieses mußt du eben merken. 6. Freue dich, nun ist das Ende Und der Abend schon herbei; Gib dich nur in Gottes Hände, Der dich nun will machen frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn Gibt er dir die Freudenkron. Zion, du wirst wieder lachen; Drum so laß die Welt nur machen. 7. O ihr Engel, Himmelserben, Freuet euch mit Zion hier; Denn die jetzt hat wollen sterben, Soll nun leben für und für Und sich freuen ohne Zahl In dem schönen Himmelssaal. Zion, wer will dich nun scheiden Von dem Lamm und ewgen Freu⸗ den? J. Pauli, 4 nach 1674. 485. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 3 u des Himmels höchsten Freuden Werden nur durch tiefe Leiden Gottes Lieblinge verklärt. Endlich bricht der heiße Tiegel, Und der Glaub empfängt sein Siegel, Gleich dem Gold im Feur bewährt. 2. Unter Leiden prägt der Meister In die Herzen, in die Geister Sein allgeltend Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer, Will er auch des künftgen Schöpfer Auf dem Weg der Leiden sein. 3. Leiden bringt empörte Glieder Endlich zum Gehorsam wieder, Macht sie Christo untertan, Daß er die gebrochnen Kräfte Zu dem Heiligungsgeschäfte Sanft und still erneuern kann. 4. Leiden sammelt unsre Sinne, Daß die Seele nicht zerrinne In den Bildern dieser Welt, Ist wie eine Engelwache, Die im innersten Gemache Des Gemütes Ordnung hält. 5. Leiden stimmt des Herzens Saiten Für den Psalm der Ewigkeiten, Lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, Wo die selgen Palmenträger Mit dem Chor der Harfenschläger Preisend vor dem Throne stehn. 6. Leiden fördert unsre Schritte, Leiden weiht die Leibeshütte Zu dem Schlaf in kühler Grust, Gleichet einem frohen Boten Jenes Frühlings, der die Toten Zum Empfang des Lebens ruft. 7. Leiden macht im Glauben gründlich, Macht gebeugt, barmherzig, kind⸗ lich; Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, Droben bist du eine Würde, Die nicht jedem widerfährt. 8. Brüder, solche Leidensgnade Wird in mannigfachem Grade Jesu Jüngern kund gemacht, Wenn sie mancher Schmerz durch⸗ wühlet, Wenn sie manchen Tod gefühlet, Nächte seufzend durchgewacht. 9. Im Gefühl der tiefsten Schmer⸗ zen Dringt das Herz zu Jesu Herzen Immer liebender hinan; Und um eins nur fleht es sehnlich: Mache deinem Tod mich ähnlich Daß ich mit dir leben kann! 10. End Bricht der Und der 2 Wer ermif Welch ein Droben ih Mel. O Ach Got: Gib mir d Ach führe Daß ich de Zu meiner Sei du me Mein Ste Ach Gott, 2. Ach G Regiere du Ach laß m In Sünd Gib mir d Gib Glaul Sei meine Ach Gott, 3. Ach G Ich ruf ar Ach Höchst In jeder k Wenn mick Und meine sgeschäfte neuern kann. t unsre Sinne, ht zerrinne ieser Welt, lwache, Gemache nung hält. t des Herzens Saiten r Ewigkeiten, )t dorthin sehn, lmenträger Harfenschläger Throne stehn. unsre Schritte, zeibeshütte kühler Gruft, hen Boten der die Toten Lebens ruft. im Glauben gründlich, rmherzig, kind⸗ ich; iner wert? ich eine Bürde, ne Würde, iderfährt. Leidensgnade ichem Grade id gemacht, Schmerz durch⸗ wühlet, Tod gefühlet, irchgewacht. tiefsten Schmer⸗ zen u Jesu Herzen hinan; leht es sehnlich: d mich ähnlich eben kann! 10. Endlich mit der Seufzer Fülle Bricht der Geist durch jede Hülle, Und der Vorhang reißt entzwei. Wer ermisset denn hienieden, Welch ein Meer von Gottesfrieden Droben ihm bereitet sei? Beruf und Haus. 343 11. Jesu, laß zu jenen Höhen Heller stets hinauf uns sehen, Bis die letzte Stunde schlägt, Da auch uns nach treuem Ringen Heim zu dir auf lichten Schwingen Eine Schar der Engel trägt. K. F. Harttmann, 1 1815. XMXI. Beruf und Haus. A. Allgemeine Berufslieder. 486. Mel. O Gott du frommer Gott Ach Gott, verlaß mich nicht, Gib mir die Gnadenhände; Ach führe mich, dein Kind, Daß ich den Lauf vollende Zu meiner Seligkeit; Sei du mein Lebenslicht, Mein Stab, mein Hort, mein Schutz; Ach Gott, verlaß mich nicht. 2. Ach Gott, verlaß mich nicht, Regiere du mein Wallen; Ach laß mich nimmermehr In Sünd und Schande fallen; Gib mir den guten Geist, Gib Glaubenszuversicht, Sei meine Stärk und Kraft; Ach Gott, verlaß mich nicht. 3. Ach Gott, verlaß mich nicht, Ich ruf aus Herzensgrunde; Ach Höchster, stärke mich In jeder bösen Stunde; Wenn mich Versuchung' plagt Und meine Seel anficht, So weiche nicht von mir; Ach Gott, verlaß mich nicht. 4. Ach Gott, verlaß mich nicht, Ach laß dich doch bewegen; Ach Vater, kröne doch Mit reichem Himmelssegen Die Werke meines Amts, Die Werke meiner Pflicht, Zu tun, was dir gefällt; Ach Gott, verlaß mich nicht. 5. Ach Gott, verlaß mich nicht, Ich bleibe dir ergeben; Hilf mir, o großer Gott, Recht glauben, christlich leben Und selig scheiden ab, Zu sehn dein Angesicht. Hilf mir in Not und Tod; Ach Gott, verlaß mich nicht. Sal. Franck, 4 1725. 487. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. Das walte Gott, der helfen kann! Mit Gott fang ich mein Arbeit an, 344 Beruf und Haus. Mit Gott nur geht es glücklich fort, Drum ist auch dies mein erstes Wort: Das walte Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und Werk Erfordert Gottes Kraft und Stärk: Mein Herz ist stets auf Gott ge— richt, Drum auch mein Mund mit Freu⸗ den spricht: Das walte Gott! 3. Bo Gott nicht hilft, so kann ich nichts, Wo Gott nicht gibet, da gebrichts; Gott gibt und tut mir alles Guts, Drum sprech ich nun auch gutes Muts: Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, So will ich dankbar sein dafür; Auf sein Wort werf ich aus mein Netz Und sag in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! 5. Anfang und Mitte samt dem End Stell ich allein in Gottes Händ; Er gebe, was mir nützlich ist, Drum sprech ich auch zu jeder Frist: Das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Segen bei Nach seiner großen Güt und Treu, So gnüget mir zu jeder Stund, Drum sprech ich auch von Her⸗ zensgrund: Das walte Gott! 7. Trifft mich ein Unglück: un⸗ verzagt!l Ist doch mein Werk mit Gott gewagt; Er wird mir gnädig stehen bei, Drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott!l 8. Er kann mich segnen früh und spat, Bis all mein Tun ein Ende hat; Er gibt und nimmt, machts wie er will, Drum sprech ich auch fein in der Still: Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not Und gibt mir auch mein täglich Brot, Nach seinem alten Vaterbrauch Tut er mir Guts, drum sprech ich auch: Das walte Gott! 10. Ohn ihn ist all mein Tun umsonst; Nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst: Mit Gott gehts fort, gerät auch wohl, Daß ich kann sagen glaubensvoll: Das walte Gott! 11. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, So acht ich keiner Feinde Neid, Laß hassen, wers nicht lassen kann, Und stimme doch mit Freuden an: Das walte Gott! 12. Tu ich denn was mit Got⸗ tes Rat, Der mir beistehet früh und spat, Dann alles wohl geraten muß, Drum sprech ich nochmals zum Beschluß: Das walte Gott! J. Betichius, 4 17²22. Mel. N Du sollst Mit Gott Aus treuer Wem hast Für alles Nur ihm; 2. Der M Weiß wen Was gutzi Was will Du armer Steht dir 3. Drum Auf deines Und fleuch Dir sollst Auf deine Sie ist ja 4. Wo G Den Grun Da zeucht Verkehrt e So wird! Wie gut u 5. Schlag Mit starke Da bitte 5 Daher wir Und reichl Auf dich ur Mel. Schwi + ang de Jesus hatz zerk mit Gott gewagt; ig stehen bei, ine Losung sei: ttl )segnen früh und spat, ein Ende hat; it, machts wie er will, uch fein in der Still: tt! bei in aller Not h mein täglich Brot, Vaterbrauch „drum sprech ich auch: ttl all mein Tun umsonst; nd, Witz oder Kunst: rt, gerät auch wohl, glaubensvoll: tt! was mit aus Gütigkeit, Feinde Neid, cht lassen kann, lit Freuden an: tt! was mit Got⸗ tes Rat, früh und spat, geraten muß, nochmals zum Beschluß: ttl tichius, 1 1722. 488. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Du sollst in allen Sachen Mit Gott den Anfang machen Aus treuer Schuld und Pflicht. Wem hast du Dank zu geben Für alles Heil und Leben? Nur ihm; von dir entspringt es nicht. 2. Der Mensch mit seinem Dichten Weiß wenig auszurichten, Was gutzuheißen sei. Was will dein eitles Sinnen, Du armer Staub, beginnen, Steht dir nicht seine Hülfe bei? 3. Drum sei nicht zu verwegen Auf deines Amtes Stegen Und fleuch den eignen Ruhm. Dir sollst du nicht vertrauen, Auf deine Kraft nicht bauen, Sie ist ja nicht dein Eigentum. 4. Wo Gottes Hand sich reget, Den Grund zur Arbeit leget, Da zeucht der Segen ein. Verkehrt er sein Gesichte, So wird das Werk zunichte, Wie gut und klug die Meister sein. 5. Schlag an die Himmelspforten Mit starken Glaubensworten, Da bitte Kraft dir aus; Daher wird Segen fließen Und reichlich sich ergießen Auf dich und auf dein ganzes Haus. A. Tscherning, 4 1659. 489. Mel. Schwing dich auf zu deinem Gott. + ang dein Werk mit Jesu an, Jesus hats in Händen; Beruf und Haus. 3⁴⁵ Jesum ruf zum Beistand an, Jesus wirds wohl enden. Steh mit Jesu morgens auf, Geh mit Jesu schlafen, Führ mit Jesu deinen Lauf, Lasse Jesum schaffen. 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, Daß er woll dein Helfer sein Stets in allen Nöten. Morgens, abends und bei Nacht Will er stehn zur Seiten, Wenn des Satans List und Macht Dich sucht zu bestreiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, Laß die Feinde wüten; Er wird dich vor ihrer List Schützen und behüten. Setz nur das Vertrauen dein In sein Allmachtshände Und glaub sicher, daß allein Er dein Unglück wende. 4. Wenn denn deine Sach mit Gott Also angefangen, Ei so hat es keine Not, Wirst den Zweck erlangen; Es wird folgen Glück und Heil Hier in diesem Leben, Endlich wird dir Gott dein Teil Auch im Himmel geben. 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach Sei dir übergeben; Es nach deinem Willen mach Auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, Herr, in deinem Namen; Laß es doch sein wohl getan! Ich sprech darauf Amen. Um 1700. 346 Beruf und Haus. 490. Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun Und Werk auf deinem Willen ruhn, Von dir kommt Glück und Segen; Was du regierst, das geht und steht Auf rechten guten Wegen. 2. Es steht in keines Menschen Macht, Daß sein Rat werd ins Werk gebracht Und seines Gangs sich freue; Des Höchsten Rat der machts allein, Daß Menschenrat gedeihe. 3. Oft denkt der Mensch in sei⸗ nem Mut, Dies oder jenes sei ihm gut, Und ist doch weit gefehlet; Oft sieht er auch für schädlich an, Was doch Gott selbst erwählet. 4. Drum, lieber Vater, der du Kron Und Scepter trägst im Himmels⸗ thron Und aus den Wolken blitzest, Vernimm mein Wort und höre mich Vom Stuhle, da du sitzest. 5. Verleihe mir das edle Licht, Das sich von deinem Angesicht In fromme Seelen gießet Und da der rechten Weisheit Kraft Durch deine Kraft erschließet. 6. Gib mir Verstand aus deiner Höh, Auf daß ich ja nicht ruh und steh Auf meinem eignen Willen; Sei du mein Freund und treuer Rat, Was recht ist, zu erfüllen. 7. Prüf alles wohl, und was mir gut, Das gib mir ein; was Fleisch und Blut Erwählet, das verwehre. Der höchste Zweck, das beste Teil Sei deine Lieb und Ehre. 8. Was dir gefällt, das laß auch mir, O meiner Seelen Sonn und Zier, Gefallen und belieben; Was dir zuwider, laß mich nicht In Werk und Tat verüben. 9. Ists Werk von dir, so hilf zu Glück, Ists Menschentun, so treibs zurück Und ändre meine Sinnen: Was du nicht wirkst, pflegt von ihm selbst In kurzem zu zerrinnen. 10. Sollt aber dein undunser Feind An dem, was dein Herz gut ge⸗ meint, Beginnen sich zu rächen, Ist das mein Trost, daß seinen Zorn Du leichtlich könnest brechen. 11. Tritt du zu mir und mache leicht, Wasmirsonst fastunmöglichdeucht, Und bring zum guten Ende, Was du selbst angefangen hast Durch Weisheit deiner Hände. 12. Ist gleich der Anfang etwas schwer, Und muß ich auch ins tiefe Meer Der bittern Sorgen treten, So treib mich nur, ohn Unterlaß Zu seufzen und zu beten. 13. Wer fleißig betet und dir traut, Wird alles, davor sonst ihm graut Mit tapferm Mut bezwingen; Sein Sore In tausen 14. Der Mit Dorn Doch wer Kommt er Wo Freud 15. Du b Was ich be Hast du z3. So hilf nu Wohl halt 16. Dein Ich will dei Aus hoche Vor deine So lange1 Mel Lein, geh Auf der L Und wir 1 Dir getreu Führ uns Bis ins X 2. Solls Laß uns f Und auch! Niemals ü Denn dur— Geht der! 3. Rühret Irgend un Kümmert: ohl, und was Sein Sorgenstein wird in der Eil mir gut, ; was Zleisch und Blut wehre. das beste Teil d Ehre. t,‚ das laß auch mir, onn und Zier, ben; laß mich nicht verüben. n dir, so hilf zu Glück, o treibs zurück Sinnen: st, pflegt von ihm selbst innen. indunser Feind Herz gut ge⸗ meint, ächen, daß seinen Zorn st brechen. nir und mache leicht, möglich deucht, ten Ende, fangen hast ner Hände. Anfang etwas schwer, ins tiefe Meer treten, ohn Unterlaß beten. und dir traut, nst ihm graut bezwingen; In tausend Stücke springen. 14. Der Weg zum Guten ist gar wild, Mit Dorn und Hecken ausgefüllt; Doch wer ihn freudig gehet, Kommt endlich hin durch deinen Geist, Wo Freud und Wonne stehet. 15. Du bist mein Vater, ich dein ö Lind, Was ich bei mir nicht hab und find, Hast du zu aller Gnüge: So hilf nun, daß ich meinen Stand Wohl halt und herrlich siege. 16. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr, Ich will dein Tun je mehr und mehr Aus hocherfreuter Seelen Vor deinem Volk und aller Welt, So lang ich leb, erzählen. P. Gerhardt, 4 1676. 491. Mel. Seelenbräutigam. Niu, geh voran Auf der Lebensbahn, Und wir wollen nicht verweilen, Dir getreulich nachzueilen; Führ uns an der Hand Bis ins Vaterland. 2. Solls uns hart ergehn, Laß uns feste stehn Und auch in den schwersten Tagen Niemals über Lasten klagen; Denn durch Trübsal hier Geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz Irgend unser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden, Beruf und Haus. O so gib Geduld zu beiden; Richte unsern Sinn Auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, Gib uns auch die nötge Pflege; Tu uns nach dem Lauf Deine Türe auf. N. L. Graf v. Zinzendorf, 4 1760. 492. Mel. Nun ruhen alle Wälder. In allen meinen Taten Laß ich den Höchsten raten, Der alles kann und hat; Er muß zu allen Dingen, Solls anders wohl gelingen, Uns selber geben Rat und Tat. 2. Nichts ist es spät und frühe Um alle meine Mühe, Mein Sorgen ist umsonst; Er mags mit meinen Sachen Nach seinem Willen machen, Ich stell es ganz in seine Gunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, Als was er hat ersehen, Und was mir selig ist: Ich nehm es, wie ers gibet, Was ihm von mir beliebet, Das hab ich willig auch erkiest. 4. Ich traue seiner Gnaden, Die mich vor allem Schaden, Vor allem Übel schützt; Leb ich nach seinen Sätzen, So wird mich nichts verletzen, Nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden In Gnaden mich entbinden, Durchstreichen meine Schuld; Er wird auf mein Verbrechen 3⁴48 Beruf und Haus. Nicht stracks das Urteil sprechen Und haben noch mit mir Geduld. 6. Leg ich mich späte nieder, Erwach ich frühe wieder, Lieg oder zieh ich fort, In Schwachheit und in Banden, Und was mir stößt zu Handen, So tröstet mich sein heilig Wort. 7. Hat er es denn beschlossen, So will ich unverdrossen An mein Verhängnis gehn; Kein Unfall unter allen Wird mir zu harte fallen, Ich will ihn freudig überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben, Zu sterben und zu leben, Sobald er mir gebeut; Es sei heut oder morgen, Dafür laß ich ihn sorgen, Er weiß ja wohl die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, seine Und traue dem alleine, Der dich geschaffen hat. Es gehe wie es gehe, Dein Vater in der Höhe Der weiß zu allen Sachen Rat. P. Fleming, 4 1640. 493. Gott, du frommer Gott, Du Brunnquell guter Gaben, Ohn den nichts ist, was ist, Von dem wir alles haben: Gesunden Leib gib mir, Und daß in solchem Leib Ein unverletzte Seel Und rein Gewissen bleib. 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß, Was mir zu tun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet; Gib, daß ichs tue bald, Zu der Zeit, da ich soll, Und wenn ichs tu, so gib, Daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, Womit ich kann bestehen, Laß kein unnützlich Wort Aus meinem Munde gehen; Und wenn in meinem Amt Ich reden soll und muß, So gib den Worten Kraft Und Nachdruck ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen, Gib einen Heldenmut, Das Kreuz hilf selber tragen; Gib, daß ich meinen Feind Mit Sanftmut überwind, Und wenn ich Rat bedarf, Auch guten Rat erfind. 5. Laß mich mit jedermann In Fried und Freundschaft leben, So weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben An Reichtum, Gut und Geld, So gib auch dies dabei, Daß von unrechtem Gut Nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt Mein Leben höher bringen, Durch manchen sauren Tritt Hindurch ins Alter dringen, So gib Geduld, vor Sünd Und Schanden mich bewahr, Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End Auf Christi Tod abscheiden, Die Seele nimm zu dir Hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Räumlein gönn Bei frommer Christen Grab. Auf daß er seine Ruh An ihrer Seite hab. 8. Wenn An jenem So tu au Zu meiner Laß hören Und mein Und führ Zum ause Mel. Es ist Wie Go Ohn alles Geschieht, Wird mir Wie er m Und folger In kindlic 2. Wie 6 Und folge Wird gleick Noch öfter Wie Gottr In Zeit u Stets sein 3. Wie E B. V 0 Mel. Wie sch Du hast, Den Stant Wie hoch Vernimm h soll, so gib, . ede stets, estehen, )Wort de gehen; iem Amit muß, n Kraft 1 Verdruß. ihrlichkeit, verzagen, iut, ber tragen; »n Feind rwind, bedarf, find. jedermann indschaft leben, und Geld, dabei, n Gut sei. ieser Welt bringen, lren Tritt dringen, r Sünd h bewahr, mag Haar. neinem End bscheiden, dir Freuden; mlein gönn ten Grab. tuh . 8. Wenn du die Toten wirst An jenem Tag erwecken, So tu auch deine Hand Zu meinem Grab ausstrecken. Laß hören deine Stimm Und meinen Leib weck auf Und führ ihn schön verklärt Zum auserwählten Hauf. Joh. Heermann, 7 1647. 494. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. Wie Gott mich führt, so will ich gehn Ohn alles Eigenwählen; Geschieht, was er mir ausersehn, Wird mirs an keinem fehlen. Wie er mich führt, so geh ich mit Und folge willig Schritt vor Schritt In kindlichem Vertrauen. 2. Wie Gott mich führt, 0 bin ich still Und folge seinem Leiten, Wird gleich im Fleisch der Ei genwill Noch öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, In Zeit und auch in Ewigkeit Stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt, Beruf und Haus. 349 Ich ruh in seinen Händen; Wie er es schickt und mit mir fügt, Wie ers will kehrn und wenden, Sei ihm hiermit ganz heimgestellt: Er mache, wie es ihm gefällt, Zum Leben oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich In seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wun⸗ derlich, Sein Rat wird doch erfüllen, Was er in Liebe hat bedacht, Eh er mich an das Licht gebracht; Ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu Im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei, Was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: Was Gott mir widerfahren läßt, Muß mir zum Besten dienen. 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, Es geh durch Dorn und Hecken. Sein Antlitz lässet Gott nicht sehn, Doch einst wird ers aufdecken, Wie er nach seinem Vaterrat Mich treu und wohl geführet hat: Dies sei mein Glaubensanker. L. Gedicke, 4 1735. B. Bausstand(dabei Trauungslieder) 495. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Du hast, o Gott der Einigkeit, Den Stand der Ehe selbst geweiht; Wie hoch ist er zu ehren! Vernimm jetzt unser innig Flehn, Sieh gnädig an, die vor dir stehn, Ihr Bündnis zu beschwören. Laß sie, Vater, Dir ergeben einig leben, treu sich lieben, Treu die Pflicht der en üben. 350 Beruf und Haus. 2. Nimm sie, o Gott, in deine Hut, Daß ihnen nie ein wahres Gut Zu ihrem Wohlsein fehle; Im Glück laß sie sich deiner freun, Im Leid einander hülfreich sein, Ein Herz und eine Seele. Immer Laß sie Voll Vertrauen auf dich schauen, freudig sterben Und vereint den Himmel erben. J. J. Eschenburg, 4 1820. 496. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Ich und mein Haus wir sind bereit, Dir, Herr, die ganze Lebenszeit Mit Seel und Leib zu dienen. Du sollst der Herr im Hause sein, Gib deinen Segen nur darein, Daß wir dir willig dienen. Eine Kleine Fromme, reine Hausgemeine mach aus allen: Dir nur soll sie wohl gefallen. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort Dein guter Geist stets fort und fort An unser aller Seelen; Er leucht uns wie das Sonnenlicht, Damits am rechten Lichte nicht Im Hause möge fehlen. Reiche Gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Leben Uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß deinen Frieden auf das Haus Und alle, die drin wohnen, aus, Im Glauben uns verbinde. Laß uns in Liebe allezeit Zum Dulden, Tragen sein bereit, Voll Demut, sanft und linde. Liebe Übe Jede Seele; keinem fehle, dran man kennet Den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet sein Auf deine Gnade ganz allein Und deine große Güte; Auch laß uns in der Nächte Graun Auf deine treue Hülfe schaun Mit kindlichem Gemüte, Selig, Fröhlich Selbst mit Schmerzen in dem Herzen dir uns lassen Und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns irdsches Glück ins Haus, So schließ den Stolz, die Wollust aus, Des Reichtums böse Gäste; Denn wenn das Herz an Demut leer Und voll von eitler Weltlust wär, So fehlte uns das Beste: Jene Schöne, Tiefe, stille Gnadenfülle, die mit Schätzen Einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir aller⸗ meist, Daß in dem Haus kein andrer Geist, Als nur dein Geist regiere; Daß er, der alles wohl bestellt, Der gute Zucht und Ordnung hält, Uns alle liebreich ziere. Sende, Spende Ihn uns Dich in de Mel. O Laß dich, Durch mei Komm in Und bring Nichts rich Ohn deine Wo du mi Rommt Se 0 selig H Du wahre Wo unter Du der gef Wo aller Und aller 2 Wo aller 1 Und alle d 2. O selig In deine⸗ Als beide e Im Glaub wohnen, aus verbinde. allezeit gen sein bereit, und linde. m fehle, dran man kennet Deinen nennet. gegründet sein ganz allein Züte; Nächte Graun ülfe schaun müte, erzen in dem dir uns lassen ild uns fassen. irdsches Glück ins Haus, lz, die Wollust aus, e Gäste; erz an Demut leer Weltlust wär, Beste: ifülle, die mit Schätzen u ersetzen. hn wir aller⸗ meist, n andrer Geist, regiere; vohl bestellt, Ordnung hält, iere. Ihn uns allen, bis wir wallen heim und droben Dich in deinem Hause loben. Ph. Spitta, 4 1859. 497. Mel. O Gott du frommer Gott. Laß dich, Herr Jesu Christ, Durch mein Gebet bewegen; Komm in mein Herz und Haus Und bringe mir den Segen. Nichts richten Müh und Kunst Ohn deine Hülfe aus: Wo du mit Gnaden bist, Rommt Segen in das Haus. Joh. Heermann, + 1647. 498. 0 selig Haus, wo man dich auf⸗ genommen, Du wahrer Seelenfreund, Herr Jesus Christ, Wo unter allen Gästen, die da kommen, Du der gefeiertste und liebste bist, Wo aller Herzen dir entgegen⸗ schlagen, Und aller Augen freudig auf dich sehn, Wo aller Lippen dein Gebot er⸗ fragen, Und alle deines Winks gewärtig stehn. 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, In deiner Liebe eines Geistes sind, Als beide eines Heils gewürdigt, ů keiner Im Glaubensgrunde anders ist gesinnt, Beruf und Haus. 351 Wo beide unzertrennbar an dir hangen In Lieb und Leid, Gemach und Ungemach, Und nur bei dir zu bleiben stets verlangen An jedem guten wie am bösen Tag. 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen Mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, Du Freund der Kinder, der sie als die Seinen Mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt; Wo sie zu deinen Füßen gern ö sich sammeln Und horchen deiner süßen Rede zu Und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, Sich deiner freun, du lieber Hei⸗ land du. 4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen Und, wissend, wessen Augen auf sie sehn, Bei allem Werk in einem Eifer brennen, Daß es nach deinem Willen mag ö geschehn; Als deine Diener, deine Haus⸗ genossen, In Demut willig und in Liebe frei Das Ihre schaffen froh und un⸗ verdrossen, In kleinen Dingen zeigen große Treu. 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, Wo man bei keiner Freude dein vergißt; O selig Haus, wo du die Wun⸗ den heilest 352 Beruf und Haus. Und aller Arzt und aller Wis ist, Bis jeder einst sein Tagewerk voll⸗ endet, Und bis sie endlich alle ziehen aus Dahin, woher der Vater dich ge⸗ sendet, Ins große, freie, schöne Vater⸗ haus. Ph. Spitta, 4 1859. 499. Mel. Zion klagt mit Angst und chmerzen. orge doch für meine Kinder, Vater, nimm dich ihrer an; Ob sie gleich vor dir sind Sünder, Sind sie dir doch zugetan Und durch deines Sohnes Blut Gleichwohl dein erworbnes Gut; Darum wirst du sie aus Gnaden Wohl beschützen und beraten. 2. Sie sind dir von Kindesbeinen Und von ihrer ersten Stund Übergeben als die Deinen, Und durch deinen Gnadenbund Hast du sie in ihrer Tauf Väterlich genommen auf, Daß sie, wenn sie sollten sterben, Wären deines Reiches Erben. 3. Du hast sie bisher ernähret Und so manchem Unglücksfall Mehr als väterlich gewehret, Der sie hier und überall Hätte leichtlich umgestürzt, Ja das Leben abgekürzt; Aber deine Vatertreue Bleibt bei ihnen täglich neue. 4. Sammeln andre große Schätze, Daß ihr Haus in solchem Heil Sich an Geld und Gut ergötze, So bist du mein einzig Teil. Bleib auch meiner Kinder Gott, Lasse sie in keiner Not Und in keinem Kreuz verderben, Bis sie endlich selig sterben. 5. Schütze sie vor bösen Leuten Und vor der Verführer Schar, Daß ihr Fuß nicht möge gleiten; Laß sie ihre Lebensjahr In der Tugend bringen zu, Bis du sie wie mich zur Ruh Wirst ins kühle Grab versenken Und die Seligkeit uns schenken. 6. Können sie in diesem Leben Hier und wo es dir gefällt, Was zu deinen Ehren geben, So laß in der ganzen Welt Ihnen, wo sie immer gehn, Deine Furcht vor Augen stehn, Daß sie dich im Tun und Lassen Stets in ihre Herzen fassen. 7. Gönne mir die große Freude, Daß am lieben jüngsten Tag Nach so vielem Kreuz und Leide Ich mit Jauchzen sagen mag: Liebster Vater, ich bin hier Und die Kinder, die du mir Hast in jener Welt bescheret. Ewig sei dein Nam geehretl L. H. Schlosser, 4 1723. 500. Mel. Nun danket alle Gott. Was Gott zusammenfügt, Das soll der Mensch nicht scheiden; Drum gehen wir dahin In Gottes Fried und Freuden. Der unsre Namen schreibt Ins Buch des Lebens ein, Er selbst, Herr Zebaoth, ö Wird Schild und Lohn uns sein. B. Schmolck, 4 1757. Mel. Wie sch Wie schi Im Stani Im Stant Wie steigt Und alles Aus deine Wenn An d Fleißig he Eines Leb 2. Wenn Und unve Im Band Da geht de Da sieht m Im Himn Kein Rein Kann zerse Dem Paar 3. Der M An Asten f Das Weib Der seine 2 Und sich jer Mit Frück Wohl O Zie Mannesso Gott denkt 4. Sei gi Die diesen Es ist ein r Kinder Gott, Not reuz verderben, lig sterben. o•r bösen Leuten führer Schar, t möge gleiten; nsjahr ꝛringen zu, lich zur Ruh zrab versenken uns schenken. 1diesem Leben dir gefällt, hren geben, inzen Welt imer gehn, Augen stehn, Lun und Lassen zen fassen. ie große Freude, ingsten Tag reuz und Leide sagen mag: )bin hier die du mir 1It bescheret. m geehretl schlosser, 4 1723. 0. ket alle Gott. mmenfügt, ch nicht scheiden; dahin und Freuden. 1 schreibt bens ein, ebaoth, Lohn uns sein. schmolck, 4 17N. 501. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Wie schön ists doch, Herr Jesu Christ, Im Stande, da dein Segen ist, Im Stande heilger Ehe! Wie steigt und neigt sich deine Gab Und alles Gut so mild herab Aus deiner heilgen Höhe, Wenn sich An dich Fleißig halten Jung und Alten, die im Orden Eines Lebens einig worden. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl verstehn Und unverrückt zusammengehn Im Bande reiner Treue, Da geht das Glück in vollem Lauf, Da sieht man, wie der Engel Hauf Im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, Kein Wurm Kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott gibet Dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Der Mann wird einem Baume gleich, An Ästen schön, an Zweigen reich, Das Weib gleicht einem Reben, Der seine Trauben trägt und nährt Und sich je mehr und mehr vermehrt Mit Früchten, die da leben. Wohl dir, O Zier, Mannessonne, Hauseswonne, Ehrenkrone, Gott denkt dein bei seinem Throne. 4. Sei gutes Muts, wir sind es nicht, Die diesen Orden aufgericht, Es ist ein höh'rer Vater: Beruf und Haus. 358 Der hat uns je und je geliebt Und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, Der beste Freund und Rater. Anfang, Ausgang Aller Sachen, die zu machen wir gedenken, Wird er wohl und weislich lenken. 5. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl Ein Stündlein, da man Leides voll Die Tränen lässet fließen; Jedennoch, wer sich in Geduld Ergibt, des Leid wird Gottes Huld In großen Freuden schließen. Schweige, Beuge Dich ein wenig: unser König wird behende Machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl her, mein König, nah herzu, Gib Rat in Kreuz, in Nöten Ruh, In Angsten Trost und Freude. Dessollstdu haben Ruhm undpreis, Wir wollen singen bester Weis' Und danken alle beide, Bis wir Bei dir, Deinen Willen zu erfüllen, deinen Namen Ewig loben werden. Amen. P. Gerhardt, 4 1676 502. Mel. Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunst. Ps. 128. Wohl dem, der in Furcht Gottes steht Und auch auf seinem Wege geht! 3 35⁵⁴ Dein eigen Hand dich nähren soll; So lebst du recht und geht dir wohl. 2. Dein Weib in deinem Haus wird sein Ein Reben voller Trauben fein, Und deine Kinder um den Tisch Wie Olpflanzen gesund und frisch. 3. Sieh, solch ein Segen hangt dem an, Wenn lebt in Gottesfurcht ein Mann; Ihn läßt der alte Fluch und Zorn, Den Menschenkindern angeborn. 4. Aus Zion wird Gott segnen dich, Daß du wirst schauen stetiglich Das Glück der Stadt Jerusalem, Vor Gott in Gnaden angenehm. 5. Fristen wird er das Leben dein Und stets mit Güte bei dir sein, Daß du wirst sehen Kindeskind, Und daß Israel Friede find. 6. Ehr sei dem Vater und dem Sohn Samt heilgem Geist in einem Thron, Die sei ihm auch also bereit Von nun an bis in Ewigkeit. Dr. M. Luther, 4 1546. 503. Mel. Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunst. Wohl einem Haus, da Jesus Christ Allein das All in allem ist: Ja wenn er nicht darinnen wär, Wie elend wärs, wie arm und leer! Beruf und Haus. 2. Wohl, wenn da Mann und Weib und Kind Im rechten Glauben einig sind, Zu dienen ihrem Herrn und Gott Nach seinem Willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt Ein Vorbild vor die Augen stellt, Daß ohne Gottesdienst im Geist Das äußre Werk nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Räuchwerk im Gebet Beständig in die Höhe geht, Und man nichts treibet fort und fort, Als Gottes Werk und Gottes Wort. 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand Mit fleißiger, getreuer Hand Ein jegliches nach seiner Art Den Geist der Eintracht offenbart 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, Und wenn sie Kind und Kindes⸗ kind Versäumen nicht am ewgen Glück; Dann bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus! denn es gedeiht; Die Eltern werden hoch erfreut, Und ihren Kindern sieht mans an, Wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund Samt meinem Hause diesen Bund: Wenn alles Volk vom Herrn ab⸗ wich, Doch dienen wir ihm ewiglich. Chr. K. L. v. Pfeil, 1 178⁴. Mel. Herr Je Ich heb m Und seh di Bis mir 1 Mit seiner 2. Mein Er hilft ur Himmel ur Er hält übe 3. Er fül So daß de Setz nur ar Der uns b 4. Der tre Bewahret d XX Mel. Aus Aehova, 8 Der König Dir ist ma Du herrscht Du hocherbh Von Himn da Mann und Veib und Kind den einig sind, derrn und Gott n und Gebot. in solches Haus der Welt ie Augen stellt, ienst im Geist nichts ist und heißt. das Räuchwerk im Gebet Höhe geht, reibet fort und fort, id Gottes Wort. im äußerlichen Stand euer Hand seiner Art racht offenbart Eltern gläubig sind, d und Kindes⸗ kind n ewgen Glückz keins zurück. Haus! denn es ö gedeiht; hoch erfreut, sieht mans an, n segnen kann. denn zu dieser Stund se diesen Bund: om Herrn ab⸗ wich, ym ewiglich. „ Pfeil, 4 1784. Reiselied. 504. Mel. Herr Jesu Christ dich zu uns wend. Ps. 121. Ich heb mein Augen sehnlich auf Und seh die Berge hoch hinauf, Bis mir mein Gott vom Him⸗ melsthron Mit seiner Hülf zu statten komm. 2. Mein Hülfe kommt mir von dem Herrn, Er hilft uns ja von Herzen gern; Himmel und Erd hat er gemacht, Er hält über uns Hut und Wacht. 3. Er führet dich auf rechter Bahn, So daß dein Fuß nicht gleiten kann; Setz nur auf Gott dein Zuversicht, Der uns behütet, schläfet nicht. 4. Der treue Hüter Jsrael Bewahret dir dein Leib und Seel; Vaterland und Obrigkeit. 35⁵5⁵ Er schläft nicht, weder Tag noch Nacht, Wird auch nicht müde von der Wacht. 5. Vor allem Unfall gnädiglich Der fromme Gott behütet dich; Unter dem Schatten seiner Gnad Bist du gesichert früh und spat. 6. Der Sonne Hitz, des Mondes Schein Sollen dir nicht beschwerlich sein. Gott wendet alle Trübsal schwer Zu deinem Nutz und seiner Ehr. 7. Kein Übel muß begegnen dir, Des Herren Schutz ist gut dafür; In Gnad bewahret deine Seel Der treue Hüter Israel. 8. Der Herr dein Ausgang stets bewahr, Zu Weg und Steg gesund dich spar, Bring dich zu Haus in sein'm Geleit Von nun an bis in Ewigkeit. Korn. Becker, 4 1604. XXII. Paterland und Obrigkeit. 505. Mel. Aus meines Herzens Grunde. .95da Herr und König Der Könige und Herrn! Dir ist man untertänig, Du herrschest nah und fern. Du hocherhabner Fürst Von Himmel, Erd und Zeiten, Du setzest Obrigkeiten, Die du erhalten wirst. 2. Es sagen deine Knechte, Daß keine Obrigkeit Als nur durch deine Rechte Und dein Gebot gebeut; Du hast sie hoch geschätzt, Wer ihr zuwider lebet, Derselbe widerstrebet Dem selbst, was Gott gesetzt. 32 356 Vaterland und Obrigkeit. 3. Ach lieber Vater, lehre Mich selbst durch deinen Geist, Daß ich erkenn und ehre, Was deine Ordnung heißt. Sie tragen ja dein Bild; Gib, daß ich Demut übe Und sie mit Ehrfurcht liebe, Wie du es haben willt. 4. Verleihe deine Güte Und sende Recht und Licht; Gib ihnen ins Gemüte Viel Weisheit zum Gericht, Damit ihr Regiment Den Untertanen nützet, Die Untertanen schützet, Dem Guten Sieg vergönnt; 5. Damit durch ihr Regieren Wir mit Zufriedenheit Ein ehrbar Leben führen In wahrer Frömmigkeit. Du herrschest selbst im Land: Das Herz der Obrigkeiten Kannst du wie Bäche leiten, Es steht in deiner Hand. 6. Die uns allhie regieren, Herr, die regiere du Durch deines Geistes Rühren Und Weisheit immerzu; Laß sie die Pfleger sein Der gläubigen Gemeinde Und als getreue Freunde Ihr heilge Sorgfalt weihn. 7. Verschone ihre Mängel, Laß's ihnen wohl ergehn, Laß deine guten Engel Als Wächter um sie stehn. Herr Gott, du segnest gern; Wir bitten ohn Ermüden, Schaff unsern Grenzen Frieden Durch Jesum, unsern Herrn. Ph. Fr. Hiller, 4 1769. Geburkstag des Tandesherrn. 506. Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. Ein Haupt hast du dem Volk gesandt Und trotz der Feinde Toben In Gnaden unser Vaterland Geeint und hoch erhoben; Mit Frieden hast du uns bedacht, Den Kaiser uns bestellt zur Wacht Zu deines Namens Ehre. 2. Wir danken dir mit Herz und Mund, Du Retter aus Gefahren, Und flehn aus tiefster Seele Grund, Du wollest uns bewahren, Herr aller Herrn, dem keiner gleich, Den Kaiser und das deutsche Reich Zu deines Namens Ehre. 3. Verwirf, Gott, unser Flehen nicht, Laß auf des Kaisers Wegen Dein huldvoll heilig Angesicht Ihm leuchten uns zum Segen, Und salbe ihn mit deinem Geist, Daß er sich kräftiglich erweist Zu deines Namens Ehre. 4. Ach komm, wie zu der Väter Zeit, Ein Feuer anzuzünden, Daß wir im Frieden und im Streit Fest auf dein Wort uns gründen, Ein frommes Volk, das dir ver⸗ traut Und dir zum Tempel sich erbaut Zu deines Namens Ehrel! J. Sturm, 4 1896 Mel. Freu Dater, kr Unsern Kö⸗ Führ durch Herrlich de Deiner Kir Deinen Fe Sei du der Segne, seg⸗ 2. Rüst i Reich ihm Daß Gerec Ihm des 7 Mach ihm Die du au Sei in Jes Schütze, ser 3. Samm Die mit Ra Fest in dei Für des Le Baue um Eine Burg Sei du ihn Leite, segne 4. Nähre Die das H Daß es un Liebe bis z In der Ze Hast du ül Du erhielte Segne, seg 5. Fürchte Das, o He Und du he Warst gehr Wer dichel slag esherrn. ider Höh sei Ehr. t du dem Volk ö gesandt inde Toben rVaterland erhoben; du uns bedacht, estellt zur Wacht 18 Ehre. ir mit Herz und Mund, zefahren, ter Seele Grund, dewahren, dem keiner gleich, 18 deutsche Reich 18 Ehre. t, unser Flehen nicht, ers Wegen lig Angesicht 3 zum Segen, it deinem Geist, glich erweist 1s Ehre. ie zu der Väter Zeit, inden, m und im Streit t uns gründen, k, das dir ver⸗ traut upel sich erbaut 8 Ehre! Sturm, 7 1896, 507. Mel. Freu dich sehr o meine Seele. Dater, kröne du mit Segen Unsern König und sein Haus, Führ durch ihn auf deinen Wegen Herrlich deinen Ratschluß aus. Deiner Kirche sei er Schutz, Deinen Feinden biet er Trutz. Sei du dem Gesalbten gnädig, Segne, segne unsern König. 2. Rüst ihn mit des Glaubens Schilde, Reich ihm deines Geistes Schwert, Daß Gerechtigkeit und Milde Ihm des Friedens Heil gewährt. Mach ihm leicht die schwere Last, Die du auferlegt ihm hast. Sei in Jesu du ihm gnädig, Schütze, segne unsern König. 3. Sammle um den Thron die Treuen, Die mit Rat und frommem Flehn Fest in deiner Streiter Reihen Für des Landes Wohlfahrt stehn. Baue um den Königsthron Eine Burg, o Gottessohn. Sei du ihm auf ewig gnädig, Leite, segne unsern König. 4. Nähre du die heilge Flamme, Die das Herz des Volks erneut, Daß es unserm Königsstamme Liebe bis zum Tode weiht. In der Zeiten langer Nacht Hast du über ihn gewacht, Du erhieltest ihn uns gnädig; Segne, segne unsern König. 5. Fürchtet Gott, den König ehret! Das, o Herr, ist dein Gebot, Und du hast es selbst bewähret, Warst gehorsam bis zum Tod. Wer dich liebt, der folget dir, Vaterland und Obrigkeit. 35⁷7 Drum so beten alle wir: Vor dem Bösen schütz uns gnädig, Gott, erhalte unsern König. 6. Gib uns Mut in den Gefahren, Wenn der Feind uns ernst bedroht, Daß wir Treue dann bewahren, Gehen freudig in den Tod. Du bist unser Siegspanier; Gott mit uns! So siegen wir. Deine Treuen krönst du gnädig, Segne, segne unsern König. 7. Breite, Herr, dein Reich auf ö‚ Erden Auch in unserm Lande aus, Daß wir deine Bürger werden, Ziehen in dein Vaterhaus. Frieden und Gerechtigkeit Gib uns, Gott, zu aller Zeit. Sei du deinem Volke gnädig, Segne, segne unsern König. W. Hülsemann, 7 1865. Eideslied. 508. Mel. O Ewigkeit du Donnerwort. Gott, der du Herzenskenner bist, Herr, dem die Falschheit Greuel ist Und Lüge ein Verbrechen: Kein Wort spricht je ein falscher Mund, Das dir, Allwissender, nicht kund; Du Heiliger wirsts rächen! Laß jederzeit mein Ja und Nein, Wie's Christen ziemt, aufrichtig sein. 2. Und wenn ich schwörend vor dir steh, Dir in dein heilig Antlitz seh, Die Hand zum Himmel hebe, 358 Vaterland und Obrigkeit. Wenn ich zum Zeugen feierlich Anrufe, Hocherhabner, dich, Durch den ich bin und lebe: Dann sei von Trug und Heuchelei Mein Herz und meine Zunge frei. 3. Wenn Frevler dich auch da noch schmähn Und frech mit Lügen vor dir stehn, Dann laß mein Herz erschrecken. Weh dem, der Gott und Gottes Macht Zum Siegel seiner Bosheit macht, Sie vor der Welt zu decken! Herz, schau den Gott mit Zittern an, Der Seel und Leib verderben kann. 4. Gott, wenn du nicht mein Gott mehr bist, Dein Sohn nicht mehr mein Hei⸗ land ist, Dein Himmel nicht mein Erbe; Wenn mich beim Leiden dieser Zeit Kein Trost vom Himmel mehr erfreut, Kein Trost mehr, wenn ich sterbe; Wenn Gott und Jesus nicht mehr mein: Dann besser, nie geboren sein! 5. Nein, Ehre nicht, nicht Gut und Geld, Kein Fürstentum und keine Welt Soll mich so weit verführen; Um alle Leiden dieser Zeit Will ich doch Gott und Seligkeit Mutwillig nicht verlieren. Wie klein mein Glück auch im⸗ mer sei: Nur Gott und reines Herz dabei. 6. Gott, lehre mich bei jedem Eid Aus Furcht vor deiner Heiligkeit Die Wahrheit treulich sprechen. Beschwör ich heilig Amt und Pflicht, So laß mich auch im Kleinsten nicht Die teure Zusag brechen. Auch dir, Gott, schwur ich treu zu sein: Erhalt mich ewig, ewig dein! J. D. K. Bickel, 4 1809. Krieg und Frieden. 509. Mel. Nun lob mein Seel den Herren. Gottlob, nun ist erschollen Das edle Fried- und Freudenwort, Daß nunmehr ruhen sollen Die Spieß und Schwerter und ihr Mord. Wohlauf und nimm nun wieder Dein Saitenspiel hervor, O Deutschland, und sing Lieder Im hohen vollen Chor. Erhebe dein Gemüte Zu deinem Gott und sprich: Herr, deine Gnad und Güte Bleibt dennoch ewiglich. 2. Sei tausendmal willkommen, Du teure werte Friedensgabl Jetzt sehn wir, was für Frommen Dein Beiunswohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket All unser Glück und Heil; Wer dich betrübt und kränket, Der drückt sich selbst den Pfeil Des Herzleids in das Herze Und löscht aus Unverstand Die güldne Freudenkerze Mit seiner eignen Hand. 3. Ach laß dich doch erwecken! Wach auf, wach auf, du harte Welt, Eh als das letzte Schrecken Dich schnell und plötzlich überfälltl Wer aber Christum liebet, Sei unerschrocknes Muts, Der Friede, den er gibet, Bedeutet Er will d Das Ende Da sollt i In Fried Mel. Heryn HBerr de Mit Gnal Und des Gelöst un Der du d Die einst! Hast väte 2. Herr, Zuvor oft Und nach Der Lieb Ach frome Nimm w Was uns 3. Lösch Im Brur Erfreu m Nach aus Willst du Und solle Ohn alles 4. Willf Nun einr Und solle Nicht wie Ach geuf schwur ich treu zu sein: „‚ ewig dein! K. Bickel, 4 1809. Irieden. 9. n Seel den Herren. st erschollen nd Freudenwort, hen sollen Schwerter und ihr Mord. mm nun wieder hervor, ind sing Lieder Chor. üte und sprich: d und Güte wiglich. nal willkommen, Friedensgabl as für Frommen nen in sich hab. t versenket und Heil; und kränket, Abst den Pfeil das Herze Inverstand denkerze Hand. doch erwecken! if, du harte Welt, Schrecken lötzlich überfälltl im liebet, s Muts, er gibet, Bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: Das Ende naht herzu, Da sollt ihr bei Gott leben In Fried und ewger Ruh. P. Gerhardt, 4 1676. 510. Mel. Herr wie du willst so schicks mit mir. Ps. 85. Berr der du vormals hast dein Land Mit Gnaden angeblicket Und des gefangnen Jakobs Band Gelöst und ihn erquicket; Der du die Sünd und Missetat, Die einst dein Volk begangen hat, Hast väterlich verziehen; 2. Herr, der du deines Eifers Glut Zuvor oft abgewendet Und nach dem Zorn das süße Gut Der Lieb und Huld gesendet: Ach frommes Herz, ach unser Heil, Nimm weg und hebe auf in Eil, Was uns anjetzo kränket. 3. Lösch aus, Herr, deinen großen Grimm Im Brunnen deiner Gnaden, Erfreu und tröst uns wiederum Nach ausgestandnem Schaden! Willst du denn zürnen ewiglich, Und sollen deine Fluten sich Ohn alles End ergießen? 4. Willst du, o Vater, uns denn nicht Nun einmal wieder laben, Und sollen wir an deinem Licht Nicht wieder Freude haben? Ach geuß aus deines Himmels Haus, Vaterland und Obrigkeit. 359 Herr, deine Güt und Segen aus Auf uns und unsre Häuser. 5. Ach daß ich hören sollt das Wort Erschallen bald auf Erden, Daß Friede sollt an allem Ort, Wo Christen wohnen, werden! Ach daß uns doch Gott sagte zu Des Krieges Schluß, der Waffen Ruh Und alles Unglücks Ende! 6. Ach daß doch diese böse Zeit Sich stillt in guten Tagen, Damit wir in dem großen Leid Nicht möchten ganz verzagen! Doch ist ja Gottes Hilfe nah, Und seine Gnade stehet da All denen, die ihn fürchten. 7. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott Schon wieder zu uns wenden, Den Krieg und alle andre Not Nach Wunsch und also enden, Daß seine Ehr in unserm Land Und überall recht werd erkannt, Ja stetig bei uns wohne. 8. Die Güt und Treue werden schön Einander grüßen müssen, Gerechtigkeit wird einhergehn, Und Friede wird sie küssen; Die Treue wird mit Lust und Freud Auf Erden blühn, Gerechtigkeit Wird von dem Himmel schauen. 9. Der Herr wird uns viel Gutes tun: Das Land wird Früchte geben, Und die in seinem Schoße ruhn, Die werden davon leben; Gerechtigkeit wird dennoch stehn Und stets in vollem Schwange gehn Zur Ehre seines Namens. P. Gerhardt, 4 1676 511. Mel. Nun danket alle Gott. Herr Gott, dich loben wir; Regier, Herr, unsre Stimmen, Laß deines Geistes Glut In unsern Herzen glimmen. Komm, komm, o edle Flamm, Ach komm zu uns allhier, So singen wir mit Lust: Herr Gott, dich loben wir. 2. Herr Gott, dich loben wir; Wir preisen deine Güte, Wir rühmen deine Macht Mit freudigem Gemüte; Es steiget unser Lied Bis an die Himmelstür Und tönt mit großem Schall: Herr Gott, dich loben wir. 3. Herr Gott, dich loben wir Für deine großen Gnaden, Daß du das Vaterland Von Kriegeslast entladen, Daß du uns blicken läßt Des güldnen Friedens Zier; Drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir. 4. Herr Gott, dich loben wir, Die wir in langen Jahren Der Waffen schweres Joch Und frechen Grimm erfahren. Jetzt rühmet unser Mund Mit herzlicher Begier: Gottlob, wir sind in Ruh; Herr Gott, wir danken dir. 5. Herr Gott, dich loben wir, Daß du die Pfeil und Wagen, Schild, Bogen, Spieß und Schwert Zerbrochen und zerschlagen; Der Strick ist nun entzwei, Darum so singen wir Mit Herzen, Zung und Mund: Herr Gott, wir danken dir. Vaterland und Obrigkeit. 6. Herr Gott, dich loben wir, Daß du uns zwar gestrafet, Jedoch in deinem Zorn Nicht gar hast weggeraffet; Es hat die Vaterhand Uns deine Gnadentür Jetzt wieder aufgetan: Herr Gott, wir danken dir. 7. Herr Gott, wir danken dir, Daß du Land, Kirch und Häuser, Den frommen Fürstenstamm Und dessen grüne Reiser Bisher erhalten hast; Gib ferner Gnad allhier, Daß auch die Nachwelt sing: Herr Gott, wir danken dir. 8. Herr Gott, wir danken dir Und bitten, du wollst geben, Daß wir auch künftig stets In guter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, Erfülle für und für, O Vater, unsern Wunsch! Herr Gott, wir danken dir. 9. Herr Gott, wir danken dir Mit Orgeln und Trompeten, Mit Harfen, Cymbelschall, Posaunenton und Flöten; Und was nur Odem hat, Lobsinge nach Gebühr: Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir. Joh. Franck, 4 1677. 512. Mel. Christe du Beistand deiner Kreuzgemeine. Ps. 70. HBerr unser Gott, laß nicht zu Schanden werden Die, so in ihren Nöten und Be⸗ schwerden Bei Tag . Und 2. Mache Die sich 6 Ach kehre 1: Laß 3. Und sch Wenn du Sie müsse 3 Kein 4. Wir he Vergebens Mit dir nu à: Die 8 5. Du b Und das be Wir traur Oilf, Mel. Sing Cuer 2 Des sich fi Der du sit Deiner ar O du Wä h loben wir, gestrafet, Zorn ggeraffet; and tür tan: inken dir. r danken dir, ch und Häuser, stenstamm Reiser st Alhier, hwelt sing: nken dir. rdanken dir llst geben, ftig stets hen. iem Gut, V, Bunsch! nken dir. danken dir Lrompeten, Hzelschall, Flöten; m hat, ühr: ben wir, nken dir. Franck, 1677. 72 eistand deiner eine. „laß nicht zu anden werden öten und Be⸗ schwerden Bei Tag und Nacht auf deine Güte hoffen : Und zu dir rufen. 2. Mache zu Schanden alle, die dich hassen, Die sich allein auf ihre Macht verlassen. Ach kehre dich mit Gnaden zu uns Armen; 1 Laß dichs erbarmen! ½ 3. Und schaff uns Beistand wider unsre Feinde; Wenn du ein Wort sprichst, wer⸗ den sie bald Freunde; Sie müssen Wehr und Waffen niederlegen, : Kein Glied mehr regen. 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen, auf Menschen⸗ hülfe bauen: Mit dir wir wollen Taten tun und kämpfen, : Die Feinde dämpfen. Vergebens ists, 5. Du bist der Held, der sie kann untertreten Und das bedrängte kleine Häuflein retten. Wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Namen: 1: Hilf, Helfer! Amen. Joh. Heermann, + 1647. 513. Mel. Singen wir aus Herzensgrund. Eutner Wächter Israel, Des sich freuet meine Seel, Der du siehest alles Leid Deiner armen Christenheit, O du Wächter, der du nicht Vaterland und Obrigkeit. 361 Schläfst noch schlummerst, zu uns richt Dein hülfreiches Angesicht. 2. Schau, wie große Not und Qual Trifft dein Volk jetzt überall; Täglich wird der Trübsal mehr: Hilf, ach hilf, schütz deine Lehr. Wir verderben, wir vergehn; Nichts wir sonst vor Augen sehn, Wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Hoherpriester, Jesu Christ, Der du eingegangen bist In den heilgen Ort zu Gott Durch dein Kreuz und bittern Tod, Uns versöhnt hast durch dein Blut, Ausgelöscht der Hölle Glut, Wiederbracht das höchste Gut, 4. Sitzest in des Vaters Reich, Ihm an Macht und Ehren gleich. Unser Mittler auf dem Thron, Seine höchste Freud und Kron Den er in dem Herzen trägt, Wie sich selbst in Liebe hegt, Dem er keine Bitt abschlägt: 5. Kläglich schreien wir zu dir. Klopfen an die Gnadentür, Wir, die du mit höchstem Ruhm Dir erkauft zum Eigentum: Deines Vaters Zorn abwend, Der jetzt wie ein Feuer brennt, Als gings mit der Welt zu End. 6. Jesu, der du Jesus heißt, Als ein Jesus Hülfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Menschenhülf hat sich gewandt; Eine Mauer um uns bau, Daß dem Feinde davor grau, Er mit Zittern sie anschau. 7. Liebster Herr, Immanuel, Du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, Neben uns und in uns Gott, 362 Vaterland und Obrigkeit. Gott für uns zu aller Zeit: Trotz dem, der uns tu ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit. 8. Deines Vaters starker Arm, Komm und unser dich erbarm! Laß jetzt sehen deine Macht, Drauf wir hoffen Tag und Nacht; Aller Feinde Rotten trenn, Auf daß dich die Welt erkenn, Aller Herren Herren nenn. 9. Andre traun auf ihre Kraft, Auf ihr Glück und Ritterschaft: Deine Christen sehn auf dich, Auf dich traun sie festiglich; Laß sie werden nicht zu Schand, Als ihr Helfer sei zur Hand; Sind sie dir doch all bekannt. 10. Du bist ja der Held und Mann, Der den Kriegen steuern kann, Der da Spieß und Schwert zer— bricht, Der den Bogen macht zunicht, Der die Wagen gar verbrennt Und der Menschen Herzen wendt, Daß der Krieg gewinnt ein End. 11. Jesu, wahrer Friedefürst, Der der Schlange hat zerknirscht Ihren Kopf durch seinen Tod, Wiederbracht den Fried bei Gott, Gib uns Frieden gnädiglich, So wird dein Volk freuen sich, Dafür ewig preisen dich. Joh. Heermann, 4 1647. 514. Derteih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten; Es ist doch ja kein andrer nicht, Der für uns könnte streiten, Denn du, unser Gott, alleine! Dr. M. Luther, 4 1546. Tandesnöte. 515. Mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. Ach Gott, in Gnaden von uns wend Dies schwere Kreuz und groß Elend, Damit wir sind umgeben gar Und stehn beständig in Gefahr. 2. Behüte uns, die Kinder dein, Um Christi unsers Herren Pein Vor Pestilenz und schnellem Tod Und laß uns nicht in dieser Not. 3. In dieser Not ach laß uns nichtl Wend von uns, Herr, dein Zorn⸗ gericht, Daß dir lobsinge unser Mund Für deinen Schutz aus Herzens Grund. B. Ringwaldt, 4 1599. 516. Mel. Vater unser im Himmelreich. 22—— von uns, Herr, du treuer Gott, Die schwere Straf und große Not, Die wir mit Sünden ohne Zahl Verdienet haben allzumal. Behüt vor Krieg und teurer Zeit, Vor Seuchen, Feur und großem Leid. 2. Erbarm dich deiner bösen Knecht, Wir bitten Gnad und nicht das Recht Denn so du, Herr, den rechten Lohn Uns geben So muß t Und kanr 3. Ach MitTrost: Beweis' ar Und strafr Wohn un Daß dein 4. Geden Sieh an Die sind Die Zahlt Des tröste Und hoffe 5. Leit Und segne Gib uns Behüt vor Ein selig Auf daß Dein Z0 Und wirf Mit Seu möte. — . öchsten Nöten sein. naden von uns wend euz und groß Elend, mgeben gar ig in Gefahr. zie Kinder dein, Herren Pein schnellem Tod t in dieser Not. t ach laß uns nichtl err, dein Zorn⸗ gericht, unser Mund tz aus Herzens Grund. gwaldt, 1 1599. 2 9. m Himmeurreich. Herr, du treuer Gott, und große Not, den ohne Zahl Ulzumal. ind teurer Zeit, ir und großem Leid. deiner bösen Knecht, und nicht das Recht en rechten Lohn Vaterland und Obrigkeit. Uns geben willst nach unserm Tun, So muß die ganze Welt vergehn, Und kann kein Mensch vor dir bestehn. 3. Ach Herr Gott, durch die Treue dein Mit Trostund Rettung unserschein! Beweis' an uns dein große Gnad Und straf uns nicht auf frischer Tat; Wohn uns mit deiner Güte bei, Daß dein Zorn ferne von uns sei. 4. Gedenk an deines Sohnes Tod, Sieh an sein heilge Wunden rot; Die sind ja für die ganze Welt Die Zahlung und das Lösegeld. Des trösten wir uns allezeit Und hoffen auf Barmherzigkeit. 5. Leit uns mit deiner rechten Hand Und segne unsre Stadt und Land; Gib uns allzeit dein heilges Wort, Behüt vor's Teufels List und Mord; Ein selig End wollst uns verleihn, Auf daß wir ewig bei dir sein. M. Moller, + 1606. 517. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. O frommer und getreuer Gott Aller, die auf dich hoffen, Es hat uns eine große Not Durch deine Hand getroffen; Dein Zorn der drückt uns mit Gewalt Und wirft die Menschen jung und alt Mit Seuchen schwer darnieder. 363 2. Du bist gerecht, und dein Gericht Kann unser keiner strafen; Von wegen unsrer Sünd geschicht, Daß wir so schnell entschlafen. Ja es ist unsre Missetat, Die dich so hoch erzürnet hat, Daß wir vergehen müssen. 3. O Herr, vergib, und straf uns nicht Im Zorn so gar geschwinde; Kehr doch des Vaters Angesicht Zu deinem lieben Kinde; Laß sinken den gerechten Grimm, Zu Gnaden wieder uns annimm Um deines Sohnes willen. 4. Sieh, Herr, wie wir betrübet gehn, Kraftlos, mit Furcht umgeben, In Angst und großen Sorgen stehn Und in viel Kummer schweben. All unsre Nahrung welket sehr; Lehramt und andre Ordnung mehr Geht nicht in vollem Schwange. 5. Dein Will gescheh, wir bitten all: Unns nicht in Not verlasse, Hilf uns nach deinem Wohlgefalln, Du weißt die rechten Maße Und wirst wohl deine Zeit ersehn, Da deine Hülfe soll geschehn; Das wolln wir dir vertrauen. 6. O heilger Geist, mit deiner Kraft, Die sterben sollen, stärke, Daß man des Glaubens Ritterschaft An ihrem Ende merke, Und sie also mit Fried und Freud Abscheiden aus der Zeitlichkeit In Christo unserm Herren. B. Ringwaldt, 4 1599. Besondere Zeiten. XXIII. Besondere Zeiten. A. Morgenlieder. 518. Mel. Valet will ich dir geben. Auf, auf, den Herrn zu loben, Erwache, mein Gemüt! Dem großen Vater droben Erschall ein frommes Lied: Denn wer erhielt mein Leben In der vergangnen Nacht? Der Herr, der mirs gegeben, Der hat es auch bewacht. 2. Beschützer aller Welten, Wie dank ich würdig dir, Wie soll ich dir vergelten, Was du getan an mir? Mein Opfer ist geringe: Ein dir ergebner Sinn Ist alles, was ich bringe; Nimm du es gnädig hin. 3. Verzeihe mir die Sünde, Die ich bisher verübt, Weil ich mit Reu empfinde, Daß ich dich so betrübt; Verzeihe mir und dämpfe Die sündliche Begier, Mit der ich täglich kämpfe, Ja hilf du selber mir. 4. Send auch auf meinen Wegen Mir deinen Engel zu Und sprich du selbst den Segen Zu allem, was ich tu. Herr, sende du mir Kräfte Von deiner Himmelshöh, Auf daß all mein Geschäfte Erwünscht von statten geh. 5. Gib mir vor allen Dingen Getrosten Mut und Geist, Das freudig zu vollbringen, Was mein Beruf mich heißt. Laß mich in guten Tagen Nicht übermütig sein Und laß mich auch nicht zagen, Dringt gleich ein Kreuz herein. 6. Hilf, daß in meinem Stande Ich tu, was dir gefällt; Auch laß mich nicht in Schande Geraten vor der Welt. Richt, Herr, mein ganzes Leben Nach deinem Willen ein Und laß mein Haus daneben Von dir gesegnet sein. 7. Gib, daß im Kreuz und Glücke Ich stets so leben mag, Daß ich all Augenblicke Denk an den letzten Tag; Und wird er einst anbrechen, So gib, daß ich erfreut Von Herzen könne sprechen: Komm, Herr, ich bin bereit. Nach Joh. Franck, 4 1677. 519. Aus meines Herzens Grunde Sag ich dir Lob und Dank In dieser Morgenstunde, Dazu mein Leben lang, O Gott in deinem Thron, Dir zu Lob, Preis und Ehren Durch Christum unsern Herren, Dein eingebornen Sohn, 2. Daß In der v Vor Not Behütet Ich bitt Wollst m Womit in Ich hab 3. Du u Mich gnä Vor's Te Vor Sün Vor Feur Vor Arm Vor Kette Vor böser 4. Mein Mein We In dein Dazu me Alles ist Mein Elt Gefreund Und alles 5. Laß Und weie Den Sate Auf daß In dieser Sein Tüe Leib und Nicht bri 6. Gott Der alle Er segne Und wen Ihm hab Mein Leil Sei Gott Er machs 7. Drau Und zwei llen Dingen Geist, (Übringen, nich heißt. Tagen in nicht zagen, ereuz herein. einem Stande fällt; t in Schande Zelt. ganzes Leben nein daneben in. uz und Glücke nag, olicke Tag; anbrechen, reut sprechen: in bereit. Franck, 4 1677. 'ns Grunde d Dank unde, ang, Thron, und Ehren sern Herren, ohn, 2. Daß du mich hast aus Gnaden In der vergangnen Nacht Vor Not und allem Schaden Behütet und bewacht. Ich bitt demütiglich, Wollst mir mein Sünd vergeben, Womit in diesem Leben Ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten Mich gnädig diesen Tag Vor's Teufels List und Wüten, Vor Sünden und vor Schmach, Vor Feur und Wassersnot, Vor Armut und vor Schanden, Vor Ketten und vor Banden, Vor bösem schnellen Tod. 4. Mein Leib und meine Seele, Mein Weib, Gut, Ehr und Kind In dein Hand ich befehle, Dazu mein Hausgesind— Alles ist deine Gab; Mein Eltern und Verwandten, Gefreundte und Bekannten Und alles, was ich hab. 5. Laß deine Engel bleiben Und weichen nicht von mir, Den Satan zu vertreiben, Auf daß der Feind allhier In diesem Jammertal Sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe, Nicht bringe mich zu Fall. 6. Gott will ich lassen raten, Der alle Ding vermag; Er segne meine Taten Und wende meine Klag; Ihm hab ichs heimgestellt: Mein Leib, mein Seel, mein Leben Sei Gott dem Herrn ergeben, Er machs, wie's ihm gefällt. 7. Drauf sprech ich fröhlich Amen Und zweifle nicht daran, Besondere Zeiten. 365 Gott nimmt es allzusammen Mit Wohlgefallen an; Drauf streck ich aus die Hand, Greif an das Werk mit Freuden, Dazu mich Gott beschieden In meinem Amt und Stand. Hamburg 1592. 520. Brich an, du schönes Tageslicht, Erschein in deinem Purpurkleide! Mit dir heb ich mein Angesicht Zum Quell des Lichtes und der Freude. Ja, Herr, zeuch meinen Geist und Sinn Zu deinem Himmelslichte hin! 2. Du hast mit deiner Liebes⸗ hand Mich treu beschützt in Not und Plagen, Gefahren gnädig abgewandt, Mich unverdient mit Huld ge⸗ tragen. Auch für den Schutz in dieser Nacht Sei dir mein frommer Dank ge⸗ bracht. 3. Fach in mir heut von neuem an Dein göttlich, geistig, himmlisch eben, Daß ich auf deines Geistes Bahn Nach Licht und Wahrheit möge streben, Daß ich nicht lebe selber mir, Nein, Christus in mir für und für. 4. Gib du, der alles in uns schafft, Daß ich im Glauben mich erneue Und durch des Glaubens Trieb und Kraft Mich deinem Dienst mit Freuden weihe; 366 Besondere Zeiten. In Lieb entbrennet dann mein Herz Auch bei des Nächsten Glück und Schmerz. 5. Ich tracht, o Gott, nach keiner Ehr, Nur deine Kindschaft möcht ich haben; Auch keinen Reichtum wünsch ich mehr, Nur Christus kann die Seele laben; Und wohnt dein Geist in meiner Brust, Dann acht ich keiner Erdenlust. 6. Mein Vater, dir ergeb ich mich Aufs neu zu deinem Wohlgefallen. Hilf mir auch heute gnädiglich, In wahrer Furcht vor dir zu wallen. Laß all mein Tun in dir geschehn, Dann wird mein Leben dich er⸗ höhn. Erfurt 1796. 521. Mel. Schwing dich auf zu deinem Gott. Christe, wahres Seelenlicht, Deiner Christen Sonne, O du klares Angesicht, Der Betrübten Wonne: Deiner Güte Lieblichkeit Ist neu alle Morgen, In dir bin ich recht erfreut, Darf nicht übrig sorgen. 2. Wecke mich vom Sündenschlaf; Der du bist das Leben, Neues Leben in mir schaff; Denn hast du gegeben Dieser Welt das Sonnenlicht, Welches all erfreuet, Wirst du mich ja täglich nicht Lassen unerneuet. 3. Ohne Licht sieht man kein Licht: Ohne Gottes Leuchten Sehn wir Menschen Christum nicht, Der uns muß befeuchten Mit dem hellen Himmelstau Seiner Kraft ohn Ende; Drum, Herr Christe, auf mich schau Und dich zu mir wende. 4. Wende zu mir deine Güt, Freundlich mich anblicke, Daß mein innerstes Gemüt In dir sich erquicke Und die süße Himmelslust Mit Begierde schmecke; Sonsten sei mir nichts bewußt, Das da Freud erwecke. 5. Laß ja ferne von mir sein Hoffart, Augenweide; Fleischeslust und allen Schein, Jesu, mir verleide, Damit sich die Welt ergötzt Ach nur zum Verderben; Denn was sie fürs Beste schätzt, Machet ewig sterben. 6. Nun so bleibe stets mein Licht, Jesu, meine Freude, Bis der frohe Tag anbricht, Da nach allem Leide Ich in weißer Kleider Pracht Dir den Dank soll bringen Und, daß Gott es wohl gemacht, Ohn Aufhören singen. Chr. Praetorius, 7 1713. 522. Mel. Ich dank dir lieber Herre. Dant sei Gott in der Höhe Zu dieser Morgenstund, Durch den ich heut aufstehe Vom Schlaf frisch und gesund. Mich hatte fest gebunden Mit Finste Ich hab si Durch Got 2. Dich 1 O Schutzhe Du wollst Den Tag Laß unsre Die Schule In diesen Dir, Herr, 3. Erhalt Uns bei ge Vor Abfal Streit für Daß wir d Loben in e Sprechen: Sei groß 4. Dem L Nahrung Gesund un Dazu ein Daß wir i Tugend un Lieben und Als rechte 5. Gib de Daß wir Wandeln Tun unser Daß jeder Auswerf u Den Trost So geht d 6. Was d Und der 6 Das will! Mit List u Doch kann Weil du, Herrschest Und unser nian kein Licht: ten Christum nicht uchten immelstau Ende; auf mich schau vende. deine Güt, iblicke, 5 Gemüt e nelslust ecke; chts bewußt, ecke. on mir sein dez; llen Schein, lt ergötzt erben; Beste schätzt, n. ets mein Licht, e, anbricht, de der Pracht bringen wohl gemacht, en. torius, 4 1713. 72 lieber Herre. der Höhe und, aufstehe und gesund. unden Mit Finsternis die Nacht, Ich hab sie überwunden Durch Gott, der mich bewacht. 2. Dich will ich gläubig bitten, O Schutzherr Israel, Du wollst treulich behüten Den Tag mir Leib und Seel. Laß unsre Obrigkeiten, Die Schule und Gemein In diesen bösen Zeiten Dir, Herr, befohlen sein! 3. Erhalt durch deine Güte Uns bei gesunder Lehr, Vor Abfall uns behüte, Streit für dein Wort und Ehr, Daß wir dich allzusammen Loben in einem Geist, Sprechen: Des Herren Namen Sei groß und hoch gepreist! 4. Dem Leibe gib daneben Nahrung und guten Fried, Gesund und mäßig Leben, Dazu ein froh Gemüt, Daß wir in allen Ständen Tugend und Ehrbarkeit Lieben und Fleiß drauf wenden Als rechte Christenleut. 5. Gib deinen milden Segen, Daß wir auf dein Geheiß Wandeln auf guten Wegen, Tun unser Amt mit Fleiß, Daß jeder seine Netze Auswerf und auf dein Wort Den Trost mit Petro setze; So geht die Arbeit fort. 6. Was dir gereicht zu Ehren Und der Gemein zu Nutz, Das will der Satan wehren Mit List und großem Trutz: Doch kann er nichts vollbringen, Weil du, Herr Jesu Christ, Herrschest in allen Dingen Und unser Beistand bist. Besondere Zeiten. 367 7. Wir sind die zarten Reben, Der Weinstock selbst bist du, Daran wir wachsen, leben Und bringen Frucht dazu. Hilf, daß wir an dir bleiben Und wachsen immer mehr, Laß deinen Geist uns treiben Zu Werken deiner Ehr. J. Mühlmann, 1 1613. 523. Mel. Herr Jesu Christ dich zu uns wend. D as walt Gott Vater und Gott Sohn, Gott heilger Geist im Himmels⸗ thron! Man dankt dir, eh die Sonn aufgeht, Wenns Licht anbricht, man vor dir steht. 2. Drum beug ich diesen Mor⸗ gen früh In rechter Andacht meine Knie Und ruf zu dir mit heller Stimm; Dein Ohren neig, mein Red ver⸗ nimm! 3. Ich rühm von Herzen deine Gnad, Die wieder mich behütet hat, Daß ich nun hab die finstre Nacht In Ruh und Friede zugebracht. 4. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, Nimm mich auch diesen Tag in Hut, Laß deine lieben Engelein Mir Wächter und Gefährten sein. 5. Dein Geist mir Leib und Seel regier Und mich mit schönen Gaben zier; Er führe mich auf rechter Bahn, Daß Gutes ich vollbringen kann. 368 Besondere Zeiten. 6. Gib Gnade, daß ich Werk und Pflicht Mit Freuden diesen Tag verricht Zu deinem Lob und meinem Nutz, Und daß ich tu dem Nächsten Guts. 7. Bewahr mein Herz vor Sünd und Schand, Daß ich, vom Übel abgewandt, Mein Seel mit Sünden nicht be⸗ schwer Und mein Gewissen nicht versehr. 8. Mein Aus⸗ und Eingang heut bewahr, Daß mir kein Übel widerfahr, Behüte mich vor schnellem Tod Und hilf mir, wo mir Hülf ist not. M. Böhm, 1 1622. 524. Mel. Auf meinen lieben Gott. Der schöne Tag bricht an, Die Nacht ist abgetan, Die Finsternis vergangen: Laß uns dein Licht umfangen, Du unsre Sonn und Leben, Der Welt zum Heil gegeben! 2. Befiehl der Engel Schar, Daß sie uns heut bewahr; Wenn du die Hand ausstreckest Und uns damit bedeckest, So muß samt unsern Sünden Das Übel von uns schwinden. 3. Laß uns in deiner Hut Das tun, was recht und gut, Und gleich als Kinder leben, Die dir sich ganz ergeben, In deinen Wegen gehen Und fest im Glauben stehen. 4. Befällt uns Kreuz und Not, So hilf, du treuer Gott, Daß wir in allen Stücken Uns drein geduldig schicken; Denn dir nicht widerstreben Ist ja das beste Leben. 5. Gib Speis' und Trank dem Leib, Daß er bei Kräften bleib, Und soll die Seele scheiden, So seis zu deinen Freuden, Daß wir auf deinen Namen Getrost hinfahren. Amen. A. Buchner, 1 1661. 525. Mel. Herr Jesu Christ dich zu uns wend. D es Morgens, wenn ich früh aufsteh, Und Abends, wenn ich h geh/ Sehn meine Augen, Herr, auf dich, Herr Jesu, dir befehl ich mich. 2. Herr, in den heilgen Wunden dein Da kann ich ruhn und sicher sein Mit Leib und Seele, Hab und Gut, Mein Schutz ist nur dein 3. Denn, oHerr Christ, amKreuzes⸗ stamm Dein heilig Blut die Sünd hin⸗ nahm; Nun wach ich oder schlafe ein, Willst du, Herr, allzeit bei mir sein. 4. Dein Engel mir stets halten Wacht, Drum ich nicht Tod, nicht 3— a Denn wo ich bin, bist du bei mir, Mein Glück und Kreuz kommt alls von dir. 5. Ich le Darum ie Befehle jet Nimm sie Mel. Dir, Dich, die Du warst Erquicktest Und schafft Wer bin Und wiede 2. Auch Noch imm Mit dankb Fühl ich d Auch diese Auch er 3. Vor Und redlie Gewissenhe Und weisl O stärke se Denn was Stücken ig schicken; iderstreben zeben. nd Trank dem Leib, en bleib, e scheiden, Freuden, ien Namen Amen. Buchner, 4 1661. 5. dich zu uns wend. wenn ich früh aufsteh, nu ich schlafen geh, „Herr, auf dich,‚ fehl ich mich. heilgen Wunden dein und sicher sein e, Hab und Gut, nur dein heilig Blut. rist, amKreuzes⸗ stamm die Sünd hin⸗ nahm; er schlafe ein, zeit bei mir sein. nir stets halten Wacht, od, nicht Teufel acht; bist du bei mir Kreuz kommt alls von dir. 5. Ich leb, ich sterb, so bin ich dein, Darum ich dir die Seele mein Befehle jetzt und auch im Tod: Nimm sie zu dir, o treuer Gott! Leipzig 1582. 526. Mel. Dir, dir Jehova will ich singen. Dich, dich, mein Gott, will ich erheben: Du warst mein Schirm in der verfloßnen Nacht, Erquicktest mich, erhieltst mein Leeben Und schafftest, daß ich fröhlich bin erwacht. Wer bin ich, daß du meiner so gedenkst Und wieder einen Tag zum Heil mir schenkst? 2. Auch über mir ist deine Güte Noch immerfort an jedem Mor⸗ gen neu; Mit dankbar freudigem Gemüte Fühl ich die Größe deiner Vater⸗ treu. Auch diesen Tag will ich mich deiner freun, Auch er soll deinem Dienst ge⸗ heiligt sein. 3. Vor deinen Augen will ich wandeln Und redlich tun, was dir, mein Gott, gefällt, Gewissenhaft in allem handeln Und weislich fliehn die schnöde Lust der Welt. O stärke selbst durch deine Gnade mich, Denn was vermag ich Schwacher ohne dich? Besondere Zeiten. 369 4. Laß diesen Tag mich so voll⸗ bringen, Daß ich ihn ohne Reu beschließen kann; Soll guter Vorsatz mir mißlingen, So nimm als Tat den Vorsatz gnädig an. Auch dieser Teil von meiner Übungszeit Sei mir Gewinn noch für die Ewigkeit. 5. Gib mir auch heute, was mir nützet, Vor allem aber gib ein ruhig Herz, Das sich auf deine Weisheit stützet Und dir vertraut auch in dem größten Schmerz. Du weißt, was mir zum wahren Wohl gebricht, Und dies versagst du meinen Bit⸗ ten nicht. 6. In diesem kindlichen Vertrauen Will ich an des Berufs Geschäfte gehn, Auf deinen sichern Beistand bauen Und deiner Fügung still entgegen⸗ sehn. Ich weiß, du führst mich stets auf rechter Bahn Und nimmst mich einst gewiß zu Ehren an. J. S. Diterich, 4 1797. 527. Die güldne Sonne Voll Freud und Wonne Bringt unsern Grenzen Mit ihrem Glänzen Ein herzerquickendes liebliches Licht. Mein Haupt und Glieder die la⸗ gen darnieder, Aa 37⁰ Aber nun steh ich, bin munter und fröhlich, Schaue den Himmel mit meinem Gesicht. 2. Mein Auge schauet, Was Gott gebauet Zu seinen Ehren Und uns zu lehren, Wie sein Vermögen sei mächtig und groß, Und wo die Frommen dann sollen hinkommen, Wenn sie mit Frieden von hin⸗ nen geschieden Aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen, Dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; Was wir nur haben, Alles sei Gotte zum Opfer gesetzt. Die besten Güter sind unsre Ge⸗ müter; Lieder der Frommen, von Herzen gekommen, Sind Weihrauch, der ihn am meisten ergötzt. 4. Abend und Morgen Sind seine Sorgen; Segnen und mehren, Unglück verwehren Sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; Wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen Über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben Zu dir hoch droben All meine Sinnen: Laß mein Beginnen Besondere Zeiten. Ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande, des Seelen⸗ feinds Bande, Fallen und Tücke treib ferne zu⸗ rücke, Laß mich auf deinen Geboten be⸗ stehn. 6. Laß mich mit Freuden Ohn alles Neiden Sehen den Segen, Den du wirst legen In meines Bruders Hand, Güter und Haus. Geiziges Brennen, unchristliches Rennen Nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde Von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen, Was ists gewesen? In einer Stunde Geht es zu Grunde, Sobald die Lüfte des Todes drein wehn. Alles in allen muß brechen und fallen, Himmel und Erden die müssen das werden, Was sie gewesen vor ihrem Bestehn. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet Ohn alles Wanken; Seine Gedanken, Sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden die neh⸗ men nicht Schaden, Heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen, Halten uns zeitlich und ewig ge⸗ sund. 9. Gott, u Vergib und Laß meine In Gnad Von deiner Sonst, Her Wie dirs ge Alles in deir 10. Willst Womit mei Ich kann e So laß mie Allzeit im He Gott ist das Gott ist d Aus allen S I1. Willst Mit Galle Und soll vr Ich auch w Wohlan, so Was gut u Meinem Ge Hast niema 12. Kreuz Das nimmt Nach Meere Und Winde Leuchtet der Freude die! Darf ich ern Dahin sind oß und glücklich ergehn. nde, des Seelen⸗ feinds Bande e treib ferne zu⸗ rücke, inen Geboten be⸗ stehn. t Freuden / jen ers Hand, Güter und Haus. n, unchristliches Rennen ünde, das tilge geschwinde zen und wirf es hinaus. ide, des Todes drein wehn. uß brechen und fallen, den die müssen das werden, or ihrem Bestehn. , n; Ville hat ewigen Grund. znaden die neh⸗ nicht Schaden, die tödlichen Schmerzen, ha und ewig ge⸗ sund. 9. Gott, meine Krone, Vergib und schone, Laß meine Schulden In Gnad und Hulden Von deinen Augen sein ferne ge⸗ wandt. Sonst, Herr, regiere mich, lenke und führe, Wie dirs gefället: ich habe gestellet Alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben, Womit mein Leben Ich kann ernähren, So laß mich hören Allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und Beste, Gott ist das Süßte und Aller⸗ gewißte, Aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, Mit Galle tränken, Und soll von Plagen Ich auch was tragen: Wohlan, so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, was schäd⸗ lich und nichtig Meinem Gebeine, das weißt du alleine, Hast niemals einen zu sehr noch betrübt. 12. Kreuz und Elende Das nimmt ein Ende; RNach Meeresbrausen Und Windessausen Leuchtet der Sonne erwünschtes Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille Darf ich erwarten im himmlischen Garten, dahin sind meine Gedanken ge⸗ richt. P. Gerhardt, 4 1676. Besondere Zeiten. 528. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. D ie helle Sonn leucht jetzt herfür, Fröhlich vom Schlaf aufstehen wir, Gott Lob, der uns in dieser Nacht Behütet vor des Teufels Macht. 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt Vor Sünd und Schand durch deine Güt, Laß deine lieben Engelein Unsre Hüter und Wächter sein, 3. Daß dir das Herz gehorsam leb, Dem Willen dein nicht widerstreb, Daß wir stets gehn auf deiner Bahn In allem, was wir fangen an. 4. Laß unser Werk geraten wohl, Was ein jeder verrichten soll, Daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß Gereich zu deinem Lob und Preis. Nik. Hermann, 1 1561. 529. Mel. O Traurigkeit. Die Nacht ist hin, Mein Geist und Sinn Sehnt sich nach jenem Tage, Vor dem völlig weichen muß Finsternis und Plage. 2. Der Tag ist da, Das Licht ist nah, Das Dunkle zu vertreiben: Vor dir, Jesu, schönstes Licht, Kann nichts dunkel bleiben. 3. Der Sonne Licht Aufs neu anbricht: Aa 2 372 Besondere Zeiten. O unerschaffne Sonne, Brich mit deinem Licht hervor Mir zur Freud und Wonne. 4. Des Mondes Glanz Verliert sich ganz, Er muß dem größern weichen: Mit dir, Glanz der Herrlichkeit, Ist nichts zu vergleichen. 5. Der Sterne Pracht Muß mit der Nacht Vom Himmel Abschied nehmen: Unsers Morgensternes Pracht Darf sich niemals schämen. 6. Der Menschen Schar, Die wie tot war, Greift jetzt zu ihren Werken: Laß mich, Herr, bei meinem Werk Dein Werk in mir merken. 7. Ein jeder will Der süßen Still Und Ruhe Urlaub geben: Jesu, deine stille Ruh Sei des Geistes Leben. 8. Denn ich will auch Nach meinem Brauch Zu meinem Werke greifen; Aber laß aus deiner Ruh Nie mein Herze schweifen. 9. Halt du die Wach, Damit kein Ach Und Schmerz den Geist berühre; Meinen ganzen Lebenslauf Deine Hand regiere. 10. Wann aber soll Der Wechsel wohl Der Tag und Nächte weichen? Wenn der Tag anbrechen wird Dem kein Tag zu gleichen. 11. In jener Welt, Da diese fällt, Die Zion noch macht weinen, Soll noch heller siebenmal Tag und Sonne scheinen. 12. Ja dann wird nicht Der Sonne Licht Jerusalem verlieren; Denn das Lamm ist selbst das Licht, Das die Stadt wird zieren. 13. Hallelujah! O wär ich da, Wo meine Sonne wohnet Wo die Arbeit dieser Zeit Völlig wird belohnet. 14. O Jesu mein, Gib Licht und Schein In unsern dunkeln Zeiten, Führ uns aus der finstern Welt In die Ewigkeiten. J. A. Freylinghausen, 1 1739. 530. Mel. Valet will ich dir geben. ie Nacht ist nun vergangen, Der helle Tag bricht an, Die Sonn hat angefangen Zu laufen ihre Bahn: Mein Herz soll auch aufsteigen, Und alles, was ich bin, Sich zu der Erde neigen Aus demutsvollem Sinn. 2. Die Himmel all erzählen Des höchsten Gottes Ehr; Das Haus der frommen Seelen Und aller Engel Heer Weist uns durch so viel Sterne Die überschöne Pracht, Auf daß wir hier von ferne Dahin auch sein bedacht. 3. Mein Gott, laß mich verachten, Was irdisch, eitel ist, Und nach! In dieser Laß mich d In der Go Und ritterl Zur ewgen G. Mel. Nun freu Erhebe di Die Finster Der Herr e Sein Licht Erhebe dich Daß er wa Indem er 2. Im Lic Und sich zu Im Licht sin Im Lichten So soll der Aufheben b Zu dem, de 3. Laßt un Den Herrer Laßt uns, Beweisen, d Laßt uns i Nicht eine Gott ist's, 4. Ein To Und unser Ach hilf uns Daß wir u Gib, daß w Gib Gnade Im Licht,! acht weinen, siebenmal scheinen. ird nicht en; st selbst das Licht, zird zieren. e wohnet ieser Zeit hnet. in, chein In Zeiten, er finstern Welt n. ighausen, 1 1739. Iich dir geben. iun vergangen, richt an, ngefangen Bahn: nuch aufsteigen, ich bin, ecneigen m Sinn. all erzählen ttes Ehr; rommen Seelen Heer )so viel Sterne zracht, r von ferne bedacht. 5 mich verachten, l ist, Und nach dem Himmel trachten In dieser Lebensfrist: Laß mich den Tag hinbringen In der Gottseligkeit Und ritterlich durchdringen Zur ewgen Himmelsfreud. G. Ph. Harsdörffer, 4 1658. 531. Mel. Nun freut euch liebe Christen gmein. Ephes. 5, 14. Echebe dich, o meine Seel, Die Finsternis vergehet, Der Herr erscheint in Israel, Sein Licht am Himmel stehet. Erhebe dich aus deinem Schlaf, Daß er was Gutes in dir schaff, Indem er dich erleuchtet. 2. Im Licht muß alles rege sein Und sich zur Arbeit wenden; Im Licht singt früh das Vögelein, Im Licht will es vollenden: So soll der Mensch in Gottes Licht Aufheben billig sein Gesicht Zu dem, der ihn erleuchtet. 3. Laßt uns an unsre Arbeit gehn, Den Herren zu erheben; Laßt uns, indem wir auferstehn, Beweisen, daß wir leben; Laßt uns in diesem Gnadenschein Nicht eine Stunde müßig sein: Gott ist's, der uns erleuchtet. 4. Ein Tag geht nach dem an⸗ dern fort, Und unser Werk bleibt liegen. Ach hilf uns, Herr, du treuster Hort, Daß wir uns nicht betrügen; Gib, daß wir greifen an das Werk, Gib Gnade, Segen, Kraft und Stärk Im Licht, das uns erleuchtet. Besondere Zeiten. 373 5. Du zeigst, was zu verrichten sei Auf unsern Glaubenswegen; So hilf uns nun und steh uns bei, Verleihe deinen Segen, Daß das Geschäft von deiner Hand Vollführet werd in allem Land, Wozu du uns erleuchtet. 6. Ich flehe, Herr, mach mich bereit Zu dem, was dir gefällig, Daß ich recht brauch der Gnaden⸗ zeit; So flehn wir auch einhellig, Die du geboren aus dem Geist, Die deinen Zorn du fürchten heißt, Nachdem du sie erleuchtet. 7. Das Licht des Glaubens sei in mir Ein Licht der Kraft und Stärke, Es sei die Demut meine Zier, Die Lieb das Werk der Werke. Die Weisheit fließt in diesen Grund Und öffnet beides, Herz und Mund, Dieweil die Seel erleuchtet. 8. Herr, bleib bei mir, du ewges Licht, Daß ich stets gehe richtig, Erfreu mich durch dein Angesicht, Mach mich zum Guten tüchtig, Bis ich erreich die güldne Stadt, Die deine Hand gegründet hat Und ewiglich erleuchtet. P. Lackmann, 1 1713. 532. Quem pastores. Mel. * rüh am Morgen Jesus gehet Und vor allen Türen stehet, Klopfet an, wo man geflehet: Komm, Herr Jesu, unser Gast! 2. Nun so lasset ihn nicht dorten, Tut ihm auf des Herzens Pforten 374 Besondere Zeiten. Und ruft ihn mit süßen Worten: Eile, Jesu, kehre ein! 3. Wollest täglich bei uns bleiben, Alle Feinde von uns treiben, Uns ins Buch des Lebens schreiben Und der gute Hirte sein, 4. Weiden uns auf grüner Auen, Daß wir deine Fülle schauen Und auf deinen Reichtum bauen, Mit dir gehen aus und ein. 5. Amen, ja es soll geschehen, Jesus wird heut mit uns gehen, Und wir werden fröhlich sehen, Daß er uns nicht läßt allein. G. Stip, 1882. 533. Gott des Himmels und der Erden, Vater, Sohn und heilger Geist, Der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond unsscheinen heißt, Dessen starke Hand die Welt Und was drinnen ist, erhält: 2. Gott, ich danke dir von Herzen, Daß du mich in dieser Nacht Vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen Hast behütet und bewacht, Daß des bösen Feindes List Mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden Jetzt mit dieser Nacht vergehn; O Herr Jesu, laß mich finden Deine Wunden offen stehn, Da alleine Hülf und Rat Ist für meine Missetat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen Geistlich auferstehen mag Und für meine Seele sorgen, Daß, wenn nun dein großer Tag Uns erscheint und dein Gericht, Ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen Gang nach deinem Wort; Sei und bleibe du auch heute Mein Beschützer und mein Hort: Nirgends als bei dir allein Kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele Samt den Sinnen und Verstand, Großer Gott, ich dir befehle Unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein Ehr, mein Ruhm, Nimm mich auf, dein Eigentum. 7. Deinen Engel zu mir sende, Der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende Und mich halt in guter Acht, Der auch endlich mich zur Ruh Trage nach dem Himmel zu. H. Albert, 4 1651. 534. Mel. Werde munter mein Gemüte. Oott, du Licht, das ewig bleibet, Das ohn allen Wechsel ist, Das die Finsternis vertreibet, Der du bleibest wie du bist: Ich verlasse meine Ruh; Rufe: Werde Licht! mir zu, Daß ich, der ich Nacht und Erde, Durch dein Licht verkläret werde. 2. Wecke, da der Leib geschlafen, Auch die Seele geistig auf; Gib ihr deines Geistes Waffen, Richt und leite ihren Lauf; Laß mich sein des Lichtes Kind, Hilf mir, da ich geistlich blind, Jesu, daß Und in d 3. Schenk Was die Ach erneu Stets in Sende mi Der ein 2 Daß ich h Und ein 4. Segn Fördre m Bleibe mei Meines L Laß niein Deines Ñ Hilf, daß Gegen me 5. Führ!: Deiner hö Wo vor Die verklé Heller als Schön, ur Laß sie se Wenn mei Ich dant O Gott, f Daß du So gnädi 2. Ich! Du wolle All meine An mir i 3. Und dein großer Tag dein Gericht, cke nicht. Herr, und leite h deinem Wort; u auch heute ind mein Hort: dir allein wahret sein. ind meine Seele und Verstand, dir befehle Hand. ild, mein Ehr, mein Ruhm, dein Eigentum. zu mir sende, indes Macht, von mir wende guter Acht, mich zur Ruh Himmel zu. . Albert, 4 1651. 4. er mein Gemüte. das ewig bleibet, Zechsel ist, is vertreibet, bie du bist: e Ruhz ti mir zu, Nacht und Erde, verkläret werde. Leib geschlafen, eistig auf; zeistes Waffen, hren Lauf; 3Lichtes Kind, geistlich blind, Jesu, daß ich wieder sehe Und in deinem Lichte gehe. 3. Schenke mir, Herr, und gewähre, Was die arme Seele stillt; Ach erneure und verkläre Stets in mir dein Ebenbild! Sende mir den Geist der Kraft, Der ein neues Leben schafft, Daß ich himmlisch auf der Erde Und ein Geist mit Christo werde. 4. Segne meiner Hände Werke, Fördre mich in meiner Pflicht; Bleibe meiner Schwachheit Stärke, Meines Lebens Kraft und Licht; Laß niein Lebensziel allein Deines Namens Ehre sein; Hilf, daß ich stets wahre Liebe Gegen meinen Nächsten übe. 5. Führ mich einst zu jenem Lichte Deiner höchsten Majestät, Wo vor deinem Angesichte Die verklärte Seele steht Heller als der Sonnenschein, Schön, unsterblich, engelrein; Laß sie sein mit dir vereinet, Wenn mein letzter Tag erscheinet. Sal. Franck, 4 1725. 535. Ic dank dir schon durch deinen Sohn, O Gott, für deine Güte, Daß du mich hast in dieser Nacht So gnädiglich behütet. 2. Ich bitte dich aus Herzens⸗ grund, Du wollest mir vergeben All meine Sünd, die dir ward kund An mir im ganzen Leben; 3. Und wollest mich auch diesen Tag Besondere Zeiten. 375 In deinem Schutz erhalten, Daß mir der Feind nicht schaden ag, Mit Gnaden ob mir walten. 4. Regier mich nach dem Willen dein, Laß mich in Sünd nicht fallen, Auf daß dir mög das Leben mein Und all mein Tun gefallen. 5. Denn ich befehl dir Seel und Leib Und alls in deine Hände; In meiner Angst, Herr, bei mir bleib, Mir deine Hülfe sende; 6. Auf daß der Fürste dieser Welt Kein Ursach an mir finde; DennwonichtdeineHand mich hält, Ist er mir zu geschwinde. 7. Hab ich doch allezeit gehört, Daß Menschenhülf verloren: So steh mir bei, du treuer Gott, Zum Helfer mir erkoren. 8. Allein Gott in der Höh sei Preis Samt seinem eingen Sohne In Einigkeit des heilgen Geists, Der herrscht in's Himmels Throne. Leipzig 1586. 536. Mel. Ich dank dir schon durch deinen Sohn. Mein erst Gefühl sei Preis und Dank, Erhebe Gott, o Seelel! Der Herr hört deinen Lobgesang, Lobsing ihm, meine Seele. 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, Lag ich und schlief im Frieden; 376 Besondere Zeiten. Wer schafft die Sicherheit der Nacht Und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, Mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß Und schützt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, Sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, Die Seele zu erwecken? 5. Du bist es, Gott und Herr der Welt, Und dein ist unser Leben, Du bist es, der es uns erhält Und mirs jetzt neu gegeben. 6. Gelobet seist du, Gott der Macht, Gelobt sei deine Treue, Daß ich nach einer sanften Nacht Mich dieses Tags erfreue. 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, Mich deine Wege wallen Und lehre du mich selber tun Nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr, Auf dich hofft meine Seele; Sei mir ein Retter in Gefahr, Ein Vater, wenn ich fehle. 9. Gib mir ein Herz voll Zu⸗ versicht, Erfüllt mit Lieb und Ruhe, Ein weises Herz, das seine Pflicht Erkenn und willig tue; 10. Daß ich als ein getreuer Knecht Nach deinem Reiche strebe, Gottselig, züchtig und gerecht Durch deine Gnade lebe; 11. Daß ich, dem Nächsten bei⸗ zustehn, Nie Fleiß und Arbeit scheue, Mich gern an andrer Wohlergehn Und ihrer Tugend freue. 12. Daß ich das Glück der Le⸗ benszeit In deiner Furcht genieße Und meinen Lauf mit Freudigkeit, Wenn du gebeutst, beschließe. Chr. F. Gellert, 4 1769. 537. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Mein Gott, nun ist es wieder Morgen, Die Nacht vollendet ihren Lauf; Nun wachen alle meine Sorgen Auf einmal wieder mit mir auf; Die Ruh ist aus, der Schlaf dahin, Und ich seh wieder, wo ich bin. 2. Ich bin noch immer auf der Erde, Wo jeder Tag sein Elend hat, Wo ich nur immer älter werde Und häufe Sünd und Missetat, O Gott, von dessen Brot ich zehr, Wenn ich dir doch auch nütze wär! 3. Dein Auge siehet mich auf⸗ stehen, Regier mich auch in dieser Welt; Ich weiß nicht, wie mirs heut wird gehen, Mach alles so, wie dirs gefällt; Schleuß mich in deine Vorsicht ein, Dein will ich tot und lebend sein. 4. Vergib mir, Vater, alle Sün⸗; den, Die aus de Und laßm Erhöre, u Denn wo So acht ie 5. Hilf d Denn ich Behüte m Vor böser Laß mich Und Gute 6. Behüt Mein We Und laß d Wenn me Hilf, daß Du wirst Morger Licht vom Schick un Deine St: Und vert!n Unsre 2. Deine Fall auf Laß die d Lauter sü Und erqu Imm 3. Gib, Unsre kal' Und erwe Bei entste Daß wir, Recht Nächsten bei⸗ zustehn, beit scheue, er Wohlergehn freue. Glück der Le⸗ benszeit genieße nit Freudigkeit, „beschließe. Gellert, 4 1769. 7. lieben Gott läßt n. 1ist es wieder Morgen, et ihren Lauf; meine Sorgen rmit mir auf; r Schlaf dahin, r,‚ wo ich bin. immer auf der Erde, Elend hat, rälter werde und Missetat, Brot ich zehr, auch nütze wärl ehet mich auf⸗ stehen, in dieser Welt; vie mirs heut wird gehen, e dirs gefällt; deine Vorsicht ein, ind lebend sein. ater, alle Sün⸗ den, Die aus der Nacht ich mit mir bring, Und laß mich vor dir Gnade finden; Erhöre, was ich bet und sing, Denn wo ich nur bei dir wohl steh, So acht ich gar nicht, wie es geh. 5. Hilf du in allen Sachen raten, Denn ich bin selber mir nicht klug; Behüte mich vor Missetaten, Vor böser Menschen List und Trug. Laß mich den Tag wohl legen an Und Gutes schaffen, wo ich kann. 6. Behüte mir Leib, Seel und Leben, Mein Weib und Kind, mein Hab und Gut, Und laß den Himmel Segen geben, Wenn meine Hand das Ihre tut. Hilf, daß ich alles wohl verricht! Du wirst es tun, ich zweifle nicht. K. Neumann, 7 1715. 538. Was der Ewigkeit, Licht vom unerschöpften Lichte, Schick uns diese Morgenzeit Deine Strahlen zu Gesichte Und vertreib durch deine Macht Unsre Nacht. 2. Deiner Güte Morgentau Fall auf unser matt Gewissen, Laß die dürre Lebensau Lauter süßen Trost genießen Und erquick uns, deine Schar, Immerdar. 3. Gib, daß deiner Liebe Glut Unsre kalten Werke töte, Und erweck uns Herz und Mut Bei entstandner Morgenröte, Daß wir, eh wir gar vergehn, Recht aufstehn. Besondere Zeiten. 377 4. Ach du Aufgang aus der Höh, Gib, daß auch am jüngsten Tage Unser Leib verklärt ersteh Und, entfernt von aller Plage Sich auf jener Freudenbahn Freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt, Du verklärte Gnadensonne, Führ uns durch das Tränenfeld In das Land der süßen Wonne, Da die Lust, die uns erhöht, Nie vergeht. Chr. Knorr v. Rosenroth, 4 1689. 539. Mel. Christus der ist mein Leben. Voch läßt der Herr mich leben. Erschall ihm, o mein Lied; Ich will ihn froh erheben, Der gnädig auf mich sieht. 2. Ich schaue freudig wieder Der Morgensonne Pracht Und falle betend nieder Vor ihm, der sie gemacht. 3. Du Herrscher aller Welten Nimmst dich auch meiner an, Wie soll ich dir vergelten, Was du an mir getan? 4. Dir will ich freudig singen, Mich deines Namens freun, Nach deiner Gnade ringen, Mein ganzes Herz dir weihn. 5. Dir hab ich mich ergeben, Ich freue mich in dir; Erfreuender als Leben Ist deine Gnade mir. 6. Sie führe mich auch heute Auf meines Heilands Pfad; Du, ewger Weiser, leite Mich selbst nach deinem Rat. 378 7. O höre, was ich flehe: Gib mir ein weises Herz, Daß ich auf dich stets sehe In Freude wie in Schmerz. 8. Lehr mich am ersten trachten Nach dem, was dir gefällt, Mehr deinen Beifall achten, Als allen Ruhm der Welt. 9. Bereit, den Lauf zu schließen, Bewährt durch Glück und Not Und ruhig im Gewissen, So finde mich der Tod. Chr. F. Neander, 4 1802. 540. Mel. Herr Jesu Christ dich zu uns wend. 0 heilige Dreifaltigkeit, O hochgelobte Einigkeit, Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Heut diesen Tag mir Beistand leist. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, Daß mir kein Böses widerfahr, Und mich der Satan nicht verletz, Noch mich in Schand und Scha⸗— den setz. 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, Des Sohnes Weisheit mich erquick, Des heilgen Geistes Glanz und Schein Erleucht des finstern Herzens Schrein. 4. Mein Schöpfer, steh mir kräf⸗ tig bei, Christ mein Erlöser, hilf mir frei, O Tröster wert, weich nicht von mir, Mein Herz mit werten Gaben zier. Besondere Zeiten. 5. Herr, segne und behüte mich, Erleuchte mich, Herr, gnädiglich, Herr, heb auf mich dein Angesicht Und deinen Frieden auf mich richt. M. Böhm, 7 1622. 541. Mel. O Gott du frommer Gott. 0 Jesu, süßes Licht, Nun ist die Nacht vergangen, Nun hat dein Gnadenglanz Aufs neue mich umfangen, Nun ist, was an mir ist, Vom Schlafe aufgeweckt Und hat sich, Herr, zu dir Verlangend ausgestreckt. 2. Was soll ich dir denn nun, Mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar In deine Gnade senken Mit Leib, mit Seel, mit Geist Heut diesen ganzen Tag; Das soll mein Opfer sein, Weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein Gott, Da hast du meine Seele, Sie sei dein Eigentum, Mit ihr dich heut vermähle In deiner Liebeskraft; Da hast du meinen Geist, Darinnen wollst du dich Verklären allermeist. 4. Da sei denn auch mein Leib Zum Tempel dir ergeben, Zur Wohnung und zum Haus, Du allerliebstes Leben. Ach wohn, ach leb in mir, Beweg und rege mich, So hat Geist, Seel und Leib Mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt Die Kleider angeleget: Laß mein Dein Bil Im güld In der e Die aller Das rech 6. Meir Mit Wei Mit Keu Durch de Auch mit Vor allen So bin Und köstl 7. Bleib Stets vo Laß dein Mich wie Auf daß Durch He Dich lobe Mein Ge 8. Ach Ja rede Durch de Es also Daß alle Zu deine Und daß Verbleib O Licht O Sonn Du schick Die ang Drum u Dankbar Solche d Gib auct Daß sie Deiner L id behüte mich, r, gnädiglich, dein Angesicht nauf mich richt. Böhm, 1 1622. . frommer Gott. icht, vergangen, adenglanz mfangen, mir ist, eweckt „ zu dir treckt. )ir denn nun, pfer schenken? z und gar enken l, mit Geist Tag; fer sein, ts vermag. „ mein Gott, Seele, tum, vermähle aft; n Geist, u dich st. uuch mein Leib ergeben, d zum Haus, ben. in mir, nich, und Leib sich. Kich jetzt get: Laß meiner Seele sein Dein Bildnis eingepräget Im güldnen Glaubensschmuck, In der Gerechtigkeit, Die allen Seelen ist Das rechte Ehrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich Mit Weisheit und mit Liebe, Mit Keuschheit, mit Geduld Durch deines Geistes Triebe; Auch mit der Demut mich Vor allem kleide an, So bin ich wohl geschmückt Und köstlich angetan. 7. Bleib du mir diesen Tag Stets vor den Augen schweben, Laß dein Allgegenwart Mich wie die Luft umgeben, Auf daß mein ganzes Tun Durch Herz, durch Sinn und Mund Dich lobe inniglich, Mein Gott, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich tu, Ja rede und gedenke; Durch deines Geistes Kraft Es also führ und lenke, Daß alles nur gescheh Zu deines Namens Ruhm, Und daß ich unverrückt Verbleib dein Eigentum. J. Lange, 4 1744. 542. O Licht, geboren aus dem Lichte, O Sonne der Gerechtigkeit, Du schickst uns wieder zu Gesichte Die angenehme Morgenzeit; Drum will sichs gehören, Dankbarlich zu ehren Solche deine Gunst;: Gib auch unsern Sinnen, Daß sie sehen können Deiner Liebe Brunst. Besondere Zeiten. 379 2. Laß deines Geistes Morgenröte In unsern dunkeln Herzen sein, Daß sie mit ihren Strahlen töte Der eitlen Werke kalten Schein. Siehe, Herr, wir wanken; Tun und auch Gedanken Gehn auf falscher Bahn: Du wollst unserm Leben Deine Sonne geben, Daß es wandeln kann. 3. Verknüpfe mit des Friedens Bande Der armen Kirche schwache Schar. Nimm weg von unserm Vater⸗ lande Verfolgung, Trübsal und Gefahr; Laß uns ruhig bleiben, Unsern Lauf zu treiben Diese kleine Zeit, Bis du uns wirst bringen, Wo man dir soll singen Lob in Ewigkeit. M. Opitz, 4 1639. 543. Wach auf, mein Herz, und singe Dem Schöpfer aller Dinge, Dem Geber aller Güter, Dem frommen Menschenhüter. 2. Heut, als die dunkeln Schatten Mich ganz umfangen hatten, Hast du, o Gott, gewehret, Daß mich kein Leid versehret. 3. Du sprachst: Mein Kind, nun liege, Trotz dem, der dich betrüge; Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Du sollst die Sonne schauen. 4. Dein Wort, Herr, ist geschehen, Ich kann das Licht noch sehen, Von Not bin ich befreiet, Dein Schutz hat mich erneuet. 38⁰ Besondere Zeiten. 5. Du willst ein Opfer haben, Hier bring ich meine Gaben: In Demut fall ich nieder Und bring Gebet und Lieder. 6. Die wirst du nicht verschmä⸗ hen; Du kannst ins Herze sehen Und weißt wohl, daß zur Gabe Ich ja nichts Beßres habe. 7. So wollst du nun vollenden Dein Werk an mir und senden, Der mich an diesem Tage Auf seinen Händen trage. 8. Sprich Ja zu meinen Taten, Hilf selbst das Beste raten; Den Anfang, Mitt und Ende, Ach Herr, zum Besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte, Mein Herz sei deine Hütte, Dein Wort sei meine Speise, Bis ich gen Himmel reise. P. Gerhardt, 4 1676. B. Tischlieder. 544. Mel. Erhalt uns Herr bei deinem Wort. Bescher uns, Herr, das täglich Brot; Vor Teurung und vor Hungers⸗ not Behüt uns durch dein lieben Sohn, Gott Vater in dem höchsten Thron. 2. O Herr, tu auf dein milde Hand, Mach uns dein Gnad und Güt bekannt, Ernähre uns, die Kinder dein, Der du speist alle Vögelein. 3. Gedenk nicht unsrer Missetat Und Sünd, die dich erzürnet hat; Laß scheinen dein Barmherzig⸗ keit, Daß wir dich lobn in Ewigkeit. 4. Du unser lieber Vater bist, Weil Christus unser Bruder ist; Drum trauen wir allein auf dich Und wolln dich preisen ewiglich. Nik. Hermann, 4 1561. 545. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. Gesegn uns, Herr, die Gaben dein, Die Speis' laß unsre Nahrung sein; Hilf, daß dadurch erquicket werd Der dürftge Leib auf dieser Erd. 2. Doch dies zeitliche Brot allein Kannunsnichtgnugzumdebensein: Dein göttlich Wort die Seele speist, Hilft uns zum Leben allermeist. 3.Drumgibunsbeides, Herre Gott; Hilf endlich auch aus aller Not, So preisen wir dein Gütigkeit Hier und auch dort in Ewigkeit. Frankfurt 1561. Mel. Herr Jesu Christ dich zu uns wend. Herr Gott, Vater im Himmelreich, Wir, deine Kinder allzugleich, Bitten dich jetzt aus Herzensgrund: Speise uns all zu dieser Stund. 2. Tu Behüt ur Verleih 1 Bewahre 3. Dam Dein Re Das sei Amen in Mel. We U Gott Die Welt Du aber Recht wi Dein Se Ach liebe 2. Wer Die heut Doch m Denn di Und sche Sein B 3. Du Und end Der Wi Die Wol Des Hir Sind de n Tage trage. neinen Taten, e raten; und Ende, ten wende. h beschütte, e Hütte, ne Speise, reise. rhardt, 4 1676. ins Lebens Licht. die Gaben dein, Nahrung sein; rquicket werd uf dieser Erd. he Brot allein zumLebensein: zie Seele speist, in allermeist. es, Herre Gott; us aller Not, n Gütigkeit in Ewigkeit. rankfurt 1561. ich zu uns wend. Himmerreich, er allzugleich, herzensgrund: zieser Stund. 2. Tu auf dein reiche milde Hand, Behüt uns auch vor Sünd und Schand, Verleih uns Fried und Einigkeit, Bewahre uns vor teurer Zeit, 3. Damit wir leben seliglich, Dein Reich besitzen ewiglich. Das sei heut und zu aller Frist Amen im Namen Jesu Christ! Kasp. Huberinus, 4 1553. 547. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. U Gott, von dem wir alles haben, Die Welt ist ein sehr großes Haus, Du aber teilest deine Gaben Recht wie ein Vater drinnen aus. Dein Segen macht uns alle reich: Ach lieber Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die Menschen alle zählen, Die heut bei dir zu Tische gehn? Doch muß die Notdurft keinem ö fehlen, Denn du weißt allem vorzustehn Und schaffest, daß ein jedes Land Sein Brot bekommt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet Und endlich auch die Frucht ge⸗ neußt; Der Wind, der durch die Felder wehet, Die Wolke, so das Land begeußt, Des Himmels Tau, der Sonnen⸗ strahl Sind deine Diener allzumal. Besondere Zeiten. 381 4. Und also wächst des Menschen Speise, Der Acker selbst wird ihm zum Brot; Es mehret sich vielfältger Weise, Was anfangs schien, als wär es tot, Bis in der Ernte jung und alt Erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, was soll man erst bedenken? Der Wunder hier ist gar zu viel. So viel als du kann niemand schenken, Und dein Erbarmen hat kein Ziel; Denn immer wird uns mehr be⸗ schert, Als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollens auch keinmal vergessen, Was uns dein Segen träget ein; Ein jeder Bissen, den wir essen, Soll deines Namens Wüsen ein, Und Herz und Mund soll lebens⸗ lang Für unsre Nahrung sagen Dank. K. Neumann, 1715 548. Mel. Schmücke dich o liebe Seele. Bpeis⸗ uns, o Gott, deine Kinder, Tröste die betrübten Sünder; Sprich den Segen zu den Gaben, Die wir jetzo vor uns haben, Daß sie uns zu diesem Leben Stärke, Kraft und Nahrung ge⸗ ben: Bis wir endlich zu den Frommen An die Himmelstafel kommen. Joh. Heermann, 7 1647. 88² 549. Wir danken Gott für seine Ga⸗ ben, Die wir von ihm empfangen haben; Wir bitten unsern lieben Herrn, Besondere Zeiten. Er woll uns hinfort mehr beschern Und speisen uns mit seinem Wort, Daß wir satt werden hier und dort. Ach lieber Gott, du wollst uns geben Nach dieser Zeit das ewge Leben. Königsberg 1589. C. Abendlieder. 550. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. Ach mein Jesu, sieh, ich trete, Da der Tag nunmehr sich neigt, Und die Finsternis sich zeigt, Hin zu deinem Thron und bete: Neige du zu deinem Sinn Auch mein Herz und Sinnen hin. 2. Meine Tage gehn geschwinde Wie ein Pfeil zur Ewigkeit, Und die allerlängste Zeit Rauscht vorüber wie die Winde, Fleußt dahin, als wie ein Fluß Stürzet seinen Wasserguß. 3. Und, mein Jesu, sieh, ich Armer Nehme mich doch nicht in acht, Daß ich dich bei Tag und Nacht Herzlich suchte, mein Erbarmer; Mancher Tag geht so dahin, Daß ich kalt und träge bin. 4. Ach ich muß mich herzlich schämen: Du erhältst, du schützest mich Tag und Nacht so gnädiglich, Und ich will mich nicht bequemen, Daß ich ohne Heuchelei Dir dafür recht dankbar sei. 5. Nun ich komme mit Verlangen, O mein Herzensfreund, zu dir: Neige du dein Licht zu mir, Da der Tag nunmehr vergangen; Sei du selbst mein Sonnenlicht, Das durch alles Finstre bricht. 6. Laß mich meine Tage zählen, Die du mir noch gönnen willt; Von dir sei mein Herz erfüllt, So wird mich nichts können quälen; Denn wo du bist Tag und Licht, Schaden uns die Nächte nicht. 7. Nun, mein Heiland, deine Güte Schütze mich in dieser Nacht, Halte du bei mir die Wacht, Deine Treue mich behüte. Laß mich selbst auch wachsam sein, Ob ich gleich jetzt schlafe ein. L. J. Schlicht, 4 1723. 551. Curist der du bist der helle Tag, Vor dir die Nacht nicht bleiben mag; Du leuchtest uns vom Vater her Und bist des Lichtes Prediger. 2. Ach lieber Herr, behüt uns heut In dieser Nacht vorm bösen Feind Und laß uns in dir ruhen fein, Daß Leib und Seele sicher sein. 3. Ob schon die Augen schlafen ein, So laß das Herz doch wacker sein; Halt über uns dein rechte Hand, Daß wir nicht falln in Sünd und Schand. 4. Sind Erworben Das war Als er un⸗ 5. Befiehl Und uns b Gib uns d Daß wir v 6. So schle Dieweil di Du heilige Wir loben Altkirchlich. D er liebet Hat nun Die Welt h Tu, Seel, Tritt an! Und bring Laß deine Auf Jesun 2. Ihr hel Und glänz Ihr macht Doch noch Scheint he Die ewge Mein Jesu Mein Sch 3. Der S Bei Mens Doch einer Bei dem Es schlum mehr beschern seinem Wort, hier und dort. ollst uns geben ewge Leben. nigsberg 1589. Sonnenlicht, ustre bricht. Tage zählen, önnen willt; derz erfüllt, öznnen quälen; ag und Licht, ächte nicht. id, deine Güte er Nacht, ie Wacht, ehüte. wachsam sein, hlafe ein. hlicht, 1 1723. der helle Tag, nicht bleiben mag; m Vater her Prediger. ehüt uns heut bösen Feind ruhen fein, sicher sein. n schlafen ein, wacker sein; rechte Hand, n Sünd und Schand. 4. Sind wir doch dein ererbtes Gut, Erworben durch dein heilges Blut; Das war des ewgen Vaters Rat, Als er uns dir geschenket hat. 5. Befiehl dem Engel, daß er komm Und uns bewach, dein Eigentum; Gib uns die lieben Wächter zu, Daß wir vorm Satan haben Ruh. 6. So schlafen wir im Namen dein, Dieweil die Engel bei uns sein. Du heilige Dreifaltigkeit, Wir loben dich in Ewigkeit. Altkirchlich. Deutsch von E. Alberus, + 1553. 552. D er lieben SonneLicht und Pracht Hat nun den Lauf vollführet; Die Welt hat sich zur Ruh gemacht, Tu, Seel, was dir gebühret: Tritt an die Himmelstür Und bring ein Lied herfür; Laß deine Augen, Herz und Sinn. Auf Jesum sein gerichtet hin. 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl Und glänzt mit Licht und Strahlen, Ihr macht die Nacht des Glanzes voll; Doch noch zu tausend Malen Scheint heller in mein Herz Die ewge Himmelskerz, Mein Jesus, meiner Seele Ruhm, Mein Schutz, mein Schatz, mein Eigentum. 3. Der Schlaf zwar herrschet in der Nacht Bei Menschen und bei Tieren, Doch einer ist, der droben wacht, Bei dem kein Schlaf zu spüren. Es schlummert, Jesu, nicht Besondere Zeiten. 38³ Dein Aug, auf mich gericht; Drum soll mein Herz auch ein, Daß Jesus wache nicht allein. 4. Verschmähe nicht das 11—— ied, Das ich dir, Jesu, singe; In meinem Herzen ist kein Fried, Eh ich es zu dir bringe. Ich bringe, was ich kann, Ach nimm es gnädig an! Es ist doch herzlich gut gemeint, O Jesu, meiner Seele Freund. 5. Mit dir will ich zur Ruhe gehn, Dir, Herr, ich mich befehle; Du wirst, mein Hüter, auf mich sehn Zum Besten meiner Seele. Ich fürchte keine Not, Auch selber nicht den Tod; Denn wer mit Jesu schlafen geht, Mit Freuden wieder aufersteht. 6. So oft die Nacht mein Ader schlägt, Soll dich mein Geist umfangen: So vielmal sich das Herz bewegt, Soll dies sein mein Verlangen, Daß ich mit lautem Schall Mög rufen überall: O Jesu, Jesu, du bist mein, Und ich auch bin und bleibe dein. 7. Nun, matter Leib, schick dich zur Ruh Und schlafe sanft und stille. Ihr müden Augen, schließt euch zu, Denn das ist Gottes Wille. Schließt aber dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! So ist der Schluß recht wohl ge⸗ macht. Nun, liebster Jesu, gute Nacht. Chr. Scriver, 4 1693. 38⁴4 Besondere Zeiten. 553. Sonnkag Abend. Mel. Nun ruhen alle Wälder. er Sabbat ist vergangen, Ich habe mein Verlangen Nach Herzenswunsch erfüllt: Gott hat mich unterweiset, Mit Lebensbrot gespeiset Und meiner Seele Durst gestillt. 2. Gott ruht durchs Wort im Herzen, Drum leg ich ohne Schmerzen Auch meinen Leib zur Ruh; Denn allen Sündenschaden Deckt Jesus nun in Gnaden Mit seinem Purpurmantel zu. 3. O du dreieinig Wesen, Mein Geist ist schon genesen Weil ich dein Tempel bin. Ich habe Licht vom Lichte, Dein leuchtend Angesichte Treibt alle Finsternisse hin. 4. Du wirst schon bei mir wachen Und eine Sonne machen Auch mitten in der Nacht, Bis bei den Cherubinen Ein Sonntag ist erschienen, Der alle Nacht zu Schanden macht. B. Schmolck, 4 1737. 554. Mel. O Traurigkeit. Der Tag ist hin: Mein Geist und Sinn Sehnt sich nach jenem Tage, Der uns völlig machen wird Frei von aller Plage. 2. Die Nacht ist da: Sei du mir nah, Jesu, mit hellen Kerzen Treib der Sünden Dunkelheit Weg aus meinem Herzen. 3. Der Sonnen Licht Uns jetzt gebricht: O unerschaffne Sonne, Brich mit deinem Licht hervor Mir zur Freud und Wonne. 4. Des Mondes Schein Fällt nun herein, Die Finsternis zu mindern: Ach daß nichts Veränderlichs Meinen Lauf möcht hindern! 5. Das Sternenheer Zu Gottes Ehr Am blauen Himmel flimmert: Wohl dem, der in jener Welt Gleich den Sternen schimmert. 6. Was sich geregt Und vor bewegt, Ruht jetzt von seinen Werken: Laß mich, Herr, in stiller Ruh Dein Werk in mir merken. 7. Ein jeder will Bei solcher Still Der süßen Ruhe pflegen: Laß die Unruh dieser Zeit, Jesu, bald sich legen. 8. Halt du die Wach, Damit kein Ach Und Schmerz den Geist berühre, Sende deiner Engel Schar, Die mein Lager ziere. 9. Wann aber soll Der Wechsel wohl Der Tag und Nächte weichen? Wenn der Tag anbrechen wird, Dem kein Tag zu gleichen. 10. Alsdann wird nicht Der Sonnen Licht Jerusalem verlieren; Denn das Lamm ist selbst das Licht, Das die Stadt wird zieren. 11. Hall Ei wär ie Da alles Da man Heilig, he 12. 0 Mein Hů Laß mich Daß ich: Vor dir e J. 2 D er Tas O Seelen Geh auf Erleuchte 2. Lob, Dir sei di Nach deir Du bist ge 3. Nur Beständig Das wei Ich strau 4. Verg Welt, Ter Es ist n Dunkelheit Herzen. Licht onne, Licht hervor nd Wonne. Schein mindern: eränderlichs ht hindern! heer iel flimmert: 1 jener Welt n schimmert. gt nen Werken: n stiller Ruh r merken. pflegen: eser Zeit, gen. Wach, Geist berühre, zel Schar, iere. ͤl chte weichen? nbrechen wird, gleichen. dd nicht en f elbst das Licht ird zieren. 11. Hallelujah, Ei wär ich da, Da alles lieblich klinget, Da man ohne Unterlaß Heilig, heilig singet. 12. O Jesu, du Mein Hülf und Ruh, Laß mich dahin gelangen, Daß ich mög in deinem Glanz Vor dir ewig prangen. J. A. Freylinghausen, 4 1739. 555. Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibel O Seelenlicht, der Sünden Nacht vertreibe, Geh auf in mir, Glanz der Ge⸗ rechtigkeit, Erleuchte mich, ach Herr, denn es ist Zeit. 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen, Dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen Nach deinem Rat, ob ichs schon nicht versteh; Du bist gerecht, es gehe wie es geh. 3. Nur eines ist, das mich emp⸗ findlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet. Das weißt du wohl, o Herzen⸗ kündiger, Ich strauchle noch wie ein Un⸗ mündiger. 4. Vergib es, Herr, was mir sagt mein Gewissen; Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen; Es ist mir leid, ich stell mich wieder ein, Besondere Zeiten. 38⁵5 Da ist die Hand: du mein, und ich bin dein. 5. Jsraels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, Zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte; Bewahre mich durch deine große Macht, Wenn Belial nach meiner Seele tracht. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen: Ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen; O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn; Dich laß ich nicht, mein Fels, der Tag ist hin. J. Neander, 4 1680. 556. Mel. Der Tag ist hin, mein Jesu bei mir bleibe. Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet Und, was sie soll, auf diesen Tag vollendet; Die dunkle Nacht dringt allent⸗ halben zu Und bringet, was da lebt und webt, zur Ruh. 2. Ich preise dich, du Herr der Nächt und Tage, Daß du mich heut vor aller Not und Plage Durch deine Hand und hochge⸗ lobte Macht Hast unverletzt und frei hindurch gebracht. 3. Vergib, wo ich bei Tage sogelebet, Daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet; Bb 386 Besondere Zeiten. Laß alle Schuld durch deinen Gnadenschein In Ewigkeit bei dir erloschen sein. 4. Schaff, daß mein Geist dich ungehindert schaue, Indem ich mich der trüben Nacht vertraue, Und daß der Leib auf diesen schweren Tag Sich seiner Kraft fein sanft er⸗ holen mag. daß der lieben Engel Scharen Mich vor der Macht der Finsternis bewahren, Auf daß ich vor der List und Ty⸗ rannei Der argen Feind im Schlafe sicher sei. 6. Herr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken Und in die Ruh des tiefen Grabes strecken, So blicke mich mit deinen Augen an, Daraus ich Licht im Tode— ann. 7. Und laß hernach zugleich mit allen Frommen Mich zu dem Glanz des andern Lebens kommen, Da du uns hast den großen Tag bestimmt, Dem keine Nacht sein Licht und Klarheit nimmt. Berlin 1648. 5. Vergönne, 557. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. XI ür alle Güte sei gepreist, Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Ihr bin ich zu geringe. Vernimm den Dank, Den Lobgesang, Den ich dir kindlich bringe. 2. Du nahmst dich meiner 2—1 lich a Hast Großes heut an mir n Mir mein Gebet gewähret; Hast väterlich Mein Haus und mich Beschützet und genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk: Der Geist, mit dem ich dein gedenk, Ein ruhiges Gemüte; Was ich vermag Bis diesen Tag, Ist alles deine Güte. 4. Sei auch nach deiner Lieb und Macht Mein Schutz und Schirm in dieser Nacht, Vergib mir meine Sünden; Und kommt mein Tod, Herr Zebaoth, So laß mich Gnade finden. Chr. F. Gellert, 4 1769. 558. Mel. Christ der du bist der helle Tag. Gottlob, der Tag ist nun dahin; Drum ich, mein Gott, dir dank⸗ bar bin, Daß ich den Abend hab erlebt, Und deine Gnad noch ob mir schwebt. 2. Ach Herr, sei gnädig, hab Geduld, Vergib mir alle Sündenschuld; Dein heilger Engel mich bewahr Vor aller Angst, Not und Gefahr. 3. Laß 1 Aufwache Daß ich 1 Und dich Mel. HBerr, de Bis d Dich bet Ich bin 1 Der Treu Und die d 2. Mit à Freu ich Ich freue Du gibst Gedeihn z Und schaff 3. Gott, Nach dein Einher in Auf deine Im Geist Und dort 4. Ich u Und nahe Zu dir, o Ich bin d Ich bin b Und in de 5. Bedeck Eil ich de Dein Nan Mein Leb Ist dein; Befehl ich, ringe. nk, ch bringe. ich meiner herz⸗ lich an, an mir getan, gewähret; mich nähret. h bin, ist dein Geschenk: ich dein gedenk, üte; üte. ich deiner Lieb und Macht Schirm in dieser Nacht, Sünden; Tod, de finden. Gellert, 4 1769. 2* bist der helle Tag. ist nun dahin; Gott, dir dank⸗ bar bin, id hab erlebt, noch ob mir schwebt. i gnädig, hab Geduld, sündenschuld; mich bewahr tot und Gefahr. 3. Laß mich auch mit der Mor⸗ genstund Aufwachen fröhlich und gesund, Daß ich hier deine Ehr ausbreit Und dich dort lob in Ewigkeit. J. Olearius, 4 1684. 559. Mel. Nun ruhen alle Wälder. HBerr, der du mir das Leben Bis diesen Tag gegeben, Dich bet ich kindlich an; Ich bin viel zu geringe Der Treue, die ich singe, Und die du heut an mir getan. 2. Mit dankendem Gemüte Freu ich mich deiner Güte, Ich freue mich in dir: Du gibst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke Und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen: Nach deines Worts Befehlen Einher im Leben gehn, Auf deine Güte hoffen, Im Geist den Himmel offen Und dort den Preis des Glau⸗ bens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube, Und nahe mich im Staube Zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen, Ich bin bei dir in Gnaden, Und in dem Himmel ist mein Teil. 5. Bedeckt mit deinem Segen, Eil ich der Ruh entgegen, Dein Name sei gepreist! Mein Leben und mein Ende Ist dein; in deine Hände Befehl ich, Vater, meinen Geist. Chr. F. Gellert, 4 1769. Besondere Zeiten. 560. Mel. Werde munter mein Gemüte. err, es ist von meinem Leben Wiederum ein Tag dahin, Lehre mich nun Achtung geben, Ob ich fromm gewesen bin; Zeige mirs auch selber an, So ich was nicht recht getan, Und hilf jetzt in allen Sachen Guten Feierabend machen. 2. Freilich wirst du manches finden, Was dir nicht gefallen hat, ö Denn ich bin noch voller Sünden In Gedanken, Wort und Tat, Und zu jeder Tagesstund Pfleget Herze, Hand und Mund So geschwind und oft zu fehlen, Daß ichs selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, Habe noch einmal Geduld! Ich bin freilich schwer beladen, Doch vergib mir alle Schuld; Deine große Vatertreu Werde diesen Abend neu, So will ich auch deinen Willen Künftig mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, Daß der Schlaf nicht sündlich sei, Decke mich mit deiner Güte, Auch dein Engel steh mir bei; Lösche Feur und Lichter aus Und bewahre selbst das Haus, Daß ich morgen mit den Meinen Nicht im Unglück dürfe weinen. 5. Steure den gottlosen Leuten, Die im Finstern Böses tun; Sollte man gleich was bereiten, Uns zu schaden, wenn wir ruhn, So zerstöre du den Rat Und verhindere die Tat. Bb 2 388 Besondere Zeiten. Wend auch alle andern Schrecken, Die der Satan kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, Wenn es bei uns Abend wird; Denn du bleibest ewig munter Und bist wie ein guter Hirt, Der auch in der finstern Nacht Über seine Herde wacht; Darum hilf uns, deinen Schafen, Daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich denn gesund er⸗ wachen, Wenn es rechte Zeit wird sein, Daß ich ferner meine Sachen Richte dir zu Ehren ein. Oder hast du, lieber Gott, Heut bestimmet meinen Tod, So befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. K. Neumann, 7 1715. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. inunter ist der Sonne Schein, Die finstre Nacht bricht stark herein: Leucht uns, Herr Christ, du wah⸗ res Licht, Laß uns im Finstern wandeln nicht. 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag Vor Not, Gefahr und mancher Plag Durch deine Engel hast behüt Aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir heut erzürnet dich, Das, Herr, verzeih uns gnädiglich Und rechn es unsrer Seel nicht zu; Laß schlafen uns in Fried und Ruh. 4. Der Engel Wach um uns bestell, Daß uns der böse Feind nicht fäll; Vor Schrecken, Angst und Feuers⸗ not Behüte uns, o lieber Gott! Nik. Hermann, 1 1561 562. Mel. Jesu meine Freude. irte deiner Schafe, Der von keinem Schlafe Etwas wissen mag, Deine Wundergüte War mein Schild und Hütte Den vergangnen Tag. Sei die Nacht auch auf der Wacht Und laß mich von deinen Scharen Um und um bewahren. 2. Decke mich von oben Vor der Feinde Toben Mit der Vaterhuld; Ein versöhnt Gewissen Sei mein Ruhekissen; Drum vergib die Schuld. Denn dein Sohn hat mich davon Durch die tief geschlagnen Wunden Gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben Keine Not betrüben, Sie sind mein und dein; Schleuß uns mit Erbarmen In den Vaterarmen Ohne Sorgen ein. Du bei mir und ich bei dir, Also sind wir ungeschieden, Und ich schlaf im Frieden. 4. Komm, verschleuß die Kammer Und laß allen Jammer Ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel; Unter deine Flügel Nimm de Decke zu So wird 1 Noch der 5. Nun In vergn Meine Au Seele, Lei Hab ich d O du Hü Gute Nach Und erleb Wirst du Mel. In d Mein sch Auf Erden Dich will Und alleze In Lieb u Im Herze 2. Dein L Kein Ding Das muß Drum soll Nicht Ang Von deine 3. Dein V Und hält g Im Tod Du bist n Und ich b Dir hab i 4. Der Herr Jesu h um uns bestell, Feind nicht fäll; igst und Feuers⸗ not ber Gott! ermann, 1 1561 2. eine Freude. hafe, em Schlafe g/ te Dund Hütte Tag. h auf der Wacht deinen Scharen ahren. on oben Loben d; vissen sen; Schuld. hat mich davon lagnen Wunden iden. ne Lieben en, d dein; Erbarmen ien ich bei dir, geschieden, Frieden. euß die Kammer immer ein. id Riegel; l Nimm dein Küchlein ein. Decke zu mit Schutz und Ruh, So wird uns kein Grauen wecken, Noch der Feind erschrecken. 5. Nun wohlan, ich tue In vergnügter Ruhe Meine Augen zu. Seele, Leib und Leben Hab ich dir ergeben, O du Hüter du! Gute Nacht! Nimm mich in acht; Und erleb ich ja den Morgen, Wirst du weiter sorgen. B. Schmolck, 4 1737. 563. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. Mein schönste Zier und Kleinod bist Auf Erden du, Herr Jesu Christ; Dich will ich lassen walten Und allezeit In Lieb und Leid Im Herzen dich behalten. 2. Dein Lieb und Treu vor allem geht, Kein Ding auf Erd so fest besteht, Das muß ich frei bekennen; Drum soll nicht Tod, Nicht Angst, nicht Not Von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht Und hält gewiß, was es verspricht, Im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein, Und ich bin dein, Dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab: ach schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, Besondere Zeiten. 389 Es will nun Abend werden; Laß doch dein Licht Auslöschen nicht Bei uns allhier auf Erden. 1597. 564. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. Nun ist vollbracht auch dieser Tag, Mein Gott und Herr, dir Lob ich sag, Daß du durch deine große Güt Vor Sünd und Schanden mich behüt. 2. Was ich verbrochen hab an dir, Das wollst du, Herr, vergeben mir, Laß deine groß Barmherzigkeit Über mich walten jederzeit. 3. Darauf, Herr, in die Hände dein Befehl ich Leib und Seele mein; Ich will nun tun mein Augen zu Und schlafen ein mit Fried und Ruh. 4. Dein heilger Engel mich bewach Vor's Teufels List und Ungemach; Durch Jesum Christ, Herr, bitt ich dich, Wollst mich behüten gnädiglich. 5. Verleih, daß ich frisch und gesund Aufsteh und mit erfreutem Mund Dein große Gnad und Gütigkeit Lob, ehr und rühm zu aller Zeit. Joh. Leon, 4 1597. 565. Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder, Es schläft die ganze Welt; Ihr aber, meine Sinnen, 390 Besondere Zeiten. Auf, auf, ihr sollt beginnen, Was eurem Schöpfer wohl gefällt! 2. Wo bist du Sonne blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, Die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin, ein andre Sonne, Mein Jesus, meine Wonne, Gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, Die güldnen Sternlein prangen Am blauen Himmelssaal; Also werd ich auch stehen, Wenn mich wird heißen gehen Mein Gott aus diesem ta tal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, Legt ab das Kleid und Schuhe, Das Bild der Sterblichkeit: Die zieh ich aus, dagegen Wird Christus mir anlegen Den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände Sind froh, daß nun zum Ende Die Arbeit kommen sei; Herz, freu dich, du sollst werden Vom Elend dieser Erden Und von der Sündenarbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder, Der Ruhe ihr begehrt. Es kommen Stund und Zeiten, Da man euch wird bereiten Zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen, Im Nu sind sie geschlossen, Wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, Sei gut für allen Schaden, Du Aug und Wächter Israel. 8. Breit aus die Flügel beide, O Jesu, meine Freude, Und nimm dein Küchlein ein; Will Satan mich verschlingen, So laß die Engel singen: Dies Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben Soll heute nicht betrüben Kein Unfall noch Gefahr; Gott laß euch ruhig schlafen, Stell euch die güldnen Waffen Ums Bett und seiner Engel Schar. P. Gerhardt, 1 1676. 566. Nun sich der Tag geendet hat, Und keine Sonn mehr scheint, Schläft alles, was sich abgematt Und was zuvor geweint. 2. Nur du, mein Gott, hast keine R ast Du schläfst und schlummerst nicht, Ob uns die Finsternis umfaßt; Denn du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich In dieser finstern Nacht Und schenke du mir gnädiglich Den Schirm von deiner Wacht. 4. Zwar fühl ich wohl der Sün⸗ den Schuld, Die mich bei dir klagt an; Doch aber deines Sohnes Huld Hat gnug für mich getan. 5. Den setz ich dir zum Bürgen ein, Wenn ich muß vor Gericht; Ich kann ja nicht verloren sein In solcher Zuversicht. 6. Drauf tu ich meine Augen zu Und schlafe fröhlich ein, ö Mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh: Wer wollte traͤurig sein? 7. Weich Wo ihr l Ich baue Gott eine 8. Soll In dieser So führer Zur ause 9. Und Du Herr Im Tod Aus aller Mel. Nun si Mein He Und dan Dein hol Zum Se Erleuchte 2. Ich In deine Und Sch Die fleise Und alle Vertreibe 3. Daß Daß du Mich ruf Daß du So weser Laß früh 4. Ein 2 Mein Le Zur gro O Ewigt Mein He Mein He verschlingen, singen: werletzet sein. rmeine Lieben betrüben Gefahr; hig schlafen, ldnen Waffen ier Engel Schar. zerhardt, 4 1676. 6. ag geendet hat, mehr scheint, sich abgematt geweint. Gott, hast keine Rast, hlummerst nicht, ernis umfaßt; 'st das Licht. r„ doch auch an mich Nacht nir gnädiglich deiner Wacht. wohl der Sün⸗ den Schuld, klagt an; Sohnes Huld ich getan. zum Bürgen ein, or Gericht; t verloren sein sicht. meine Augen zu ich ein, jetzt in meiner Ruh: ig sein? 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin, Wo ihr habt euren Lauf: Ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte sein In diesem Jammertal, So führ mich, Herr, in Himmel ein Zur auserwählten Zahl. 9. Und also leb und sterb ich dir, Du Herr Gott Zebaoth; Im Tod und Leben hilfst du mir Aus aller Angst und Not. J. F. Herzog, 4 1699. 567. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Nun sich der Tag geendet, Mein Herz zu dir sich wendet Und danket inniglich; Dein holdes Angesichte Zum Segen auf mich richte, Erleuchte und entzünde mich. 2. Ich schließe mich aufs neue In deine Vatertreue Und Schutz und Herze ein; Die fleischlichen Geschäfte Und alle finstern Kräfte Vertreibe durch dein Nahesein. 3. Daß du mich herzlich liebest, Daß du mich stets umgibest, Mich rufst zu dir hinein; Daß du vergnügst alleine So wesentlich und reine, Laß früh und spät mir wichtig sein. 4. Ein Tag der sagts dem andern, Mein Leben sei ein Wandern Zur großen Ewigkeit: O Ewigkeit, du schöne, Mein Herz an dich gewöhne! Mein Heim ist nicht in dieser Zeit. G. Tersteegen, 4 1769. Besondere Zeiten. 568. Mel. Herr Jesu Christ dich zu uns wend. 0 selges Licht, Dreifaltigkeit, Du hochgelobte Einigkeit, Die Sonne weicht mit ihrem Schein, Geuß dein Licht in das Herz hinein. 2. Des Morgens, Herr, dich rüh⸗ men wir, Am Abend beten wir zu dir Und preisen deine Herrlichkeit Von nun an bis in Ewigkeit. 3. Gott Vater in dem höchsten Thron Und Jesus Christ, sein einger Sohn, Mit samt dem werten heilgen Geist Sei nun und immerdar gepreist. Altkirchlich. Deutsch von J. v. Bunsen, 4 1860. 569. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. EAruer Jesu, wache du, Weil ich jetzund will einschlafen; Gönn mir und den Meinen Ruh, Bleib, o Hirte, bei den Schafen; Schließ die Türe selbsten zu, Treuster Jesu, wache du. 2. Treuer Jesu, weiche nicht; Sonst wird Grauen, Furcht und Schrecken, Das oft mit der Nacht einbricht, Uns voll Ach und Weh erwecken; Bleib bei uns mit deinem Licht, Treuster Jesu, weiche nicht. 3. Treuer Jesu, steh uns bei, Daß in uns der Geist und Glaube, Wenn wir schlafen, wacker sei, 392 Und der Feind uns ihn nicht raube; Deine Hülfe mach uns frei, Treuster Jesu, steh uns bei. 4. Treuer Jesu, sorge du, Wenn es einmal kommt zum Sterben; Bring mich dann zu deiner Ruh, Mache mich zum Himmelserben; Schließ mir selbst die Augen zu, Treuster Jesu, hilf mir du. 5. Treuer Jesu, nimm zu dir Endlich mich und all die Meinen, Wenn der Tag nun bricht herfür, Da du selber wirst erscheinen; Führ uns durch des Himmels Tür, Liebster Jesu, ein zu dir. Leipzig 1697. 570. Werde munter, mein Gemüte, Und ihr Sinne, geht herfür, Daß ihr preiset Gottes Güte, Die er hat getan an mir, Da er mich den ganzen Tag Vor so mancher schweren Plag Durch sein gnadenreiches Walten Hat beschirmet und erhalten. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, Daß mir ist mein Werk gelungen, Daß du mich vor allem Leid Und vor Sünden mancher Art So getreulich hast bewahrt, Auch die Feind hinweggetrieben, Daß ich unbeschädigt blieben. 3. Herr, verzeihe mir aus Gnaden Alle Sünd und Missetat, Die mein armes Herz beladen Und so gar vergiftet hat, Daß auch Satan durch sein Spiel Mich zur Hölle stürzen will; Besondere Zeiten. Da kannst du allein erretten, Strafe nicht mein Übertreten. 4. Bin ich gleich von dir gewichen, Stell ich mich doch wieder ein, Hat uns doch dein Sohn verglichen Durch sein Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld, Aber deine Gnad und Huld Ist viel größer als die Sünde, Die ich stets in mir befinde. 5. O du Licht der frommen Seelen, O du Glanz der Ewigkeit, Dir will ich mich ganz befehlen Diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, Weil es nunmehr dunkel hier, Decke mich mit deiner Liebe, Daß kein Unfall mich betrübe. 6. Laß mich diese Nacht empfinden Eine sanft und süße Ruh, Alles Übel laß verschwinden, Decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feinde, Hausgenossen Sein in deinen Schutz geschlossen. 7. Ach bewahre mich vor Schrecken, Schütze mich vor Überfall, Laß mich Krankheit nicht aufwecken, Treibe weg des Krieges Schall; Wende Feur und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod; Laß mich nicht in Sünden sterben, Noch an Seel und Leib verderben. 8. O du großer Gott, erhöre, Was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets verehre, Bleibe ja mein Schutz und Rat; Und mein Hort, du werter Geist, Der du Freund und Tröster heißt, Höre doch mein sehnlich Flehen! Amen, ja es soll geschehen. Joh. Rist, 4 1667. Wo will Mein liel Ei bleib d Ich laß d Ich schrei Ach bleib Ich will 2. Die E Die Nacht Romm do Zünd an Erleuchte Daß ich Und dure D. Mel. Wer Ein ner Geht mit Gott will Was mi Denn hä Wer gäb 2. Ich gr Und küsse Die diese In Gnad Ach Herr, Du sorgst 3. Nun Und gibt en erretten, Abertreten. on dir gewichen, h wieder ein, Sohn verglichen und Todespein. ht die Schuld, und Huld 8 die Sünde, ir befinde. rommen Seelen, Ewigkeit, ganz befehlen allezeit. Gott, bei mir, dunkel hier, iner Liebe, nich betrübe. Nacht empfinden iße Ruh, rschwinden, egen zu. Nut und Blut, Hab und Gut, Hausgenossen hutz geschlossen. ch vor Schrecken, Überfall, nicht aufwecken, rieges Schall; Wassersnot, ellen Tod; Sünden sterben, Leib verderben. Gott, erhöre, ebeten hat; verehre, chutz und Rat; du werter Geist, id Tröster heißt, ehnlich Flehen! geschehen. oh. Rist, 1667. 571. Wo willst du hin, weils Abend ist, Mein lieber Pilgrim, Jesu Christ? Ei bleib doch hier und rast in mir; Ich laß dich nicht, du ewges Licht, Ich schrei dir nach mit tausend Ach. Ach bleib doch hier, mein Leben, Ich will dir Herberg geben. 2. Die Sonne hat sich schon ge⸗ senkt, Die Nacht ist da, die mich bedrängt: Romm doch herein, mein Freuden⸗ schein, Zünd an mein Herz wie eine Kerz, Erleucht es ganz mit deinem Glanz, Daß ich dich mög erkennen Und durch und durch entbrennen. D. Wochenanfang 572. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Ein neuer Tag, ein neues Leben Geht mit der neuen Woche an: Gott will mir heut aufs neue geben, Was mir sonst niemand geben kann; Denn hätt ich seine Gnade nicht, Wer gäbe mir sonst Trost und Licht? 2. Ich grüße diesen lieben Morgen Und küsse Gottes Vaterhand, Die diese Nacht so manche Sorgen In Gnaden von mir abgewandt. Ach Herr, wer bin ich Armer doch? Du sorgst für mich, ich lebe noch. 3. Nun das erkennet meine Seele Und gibt sich selbst zum Opfer hin; Besondere Zeiten. 393 3. Wann du bei mir bleibst, werter Gast, So werd ich ledig meiner Last; Du bringst mir Brot in Hungers⸗ no Du treibest weit die Eitelkeit, Du zeigst mir an die rechte Bahn, Du machst, daß meine Sinnen Die Wahrheit finden können. 4. Ich lasse dich nicht, liebster Freund, Bis daß die Sonne wieder scheint. Hab nur Geduld und sei mir hold; Du kannst nicht fort aus diesem Ort; Mein Herze wacht, hat deiner acht, Ich will dich fest umfassen Und nicht entweichen lassen. J. Scheffler, 4 1677. und Wochenschluß. Doch weil ich noch in dieser Höhle Mit Not und Tod umgeben bin, So weich auch heute nicht von mir, Denn meine Hülfe steht bei dir. 4. Mein Glück in dieser neuen Woche Soll nur in deinem Namen blühn: Ach laß mich nicht am Sünden⸗ joche Mit meinem Fleisch und Mute ziehn; Gib deinen Geist, der mich regiert Und nur nach deinem Willen führt. 5. Soll ich mein Brot mit Kummer essen, So laß es doch gesegnet sein, Und was du sonsten zugemessen, Das richte mir zum Besten ein. Ich bitt um keinen Überfluß, Nur was ich nötig haben muß. 394 Besondere Zeiten. 6. So tue nun, mein Gott, das Deine Und laß mich auch das Meine tun: Behüte beide, Groß und Kleine, Daß sie auf deiner Huld beruhn, Und daß ein jedes diesen Tag Mit dir vergnügt beschließen mag. B. Schmolck, 4 1737. 573. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 0⁰ ist die Woche nun geschlossen, Doch, treuer Gott, dein Herze nicht. Wie sich sein Segensquell er⸗ gossen, So bin ich noch der Zuversicht, Daß er sich weiterhin ergießt Und unerschöpflich auf mich fließt. 2. Ich preise dich mit Hand und Munde, Ich lobe dich, so hoch ich kann, Ich rühme dich von Herzens⸗ grunde Für alles, was du mir getan, Und weiß, daß dir durch Jesum Christ Mein Dank ein süßer Weihrauch ist. 3. Hat mich bei meinen Wochen⸗ tagen Das liebe Kreuz auch mit be⸗ sucht, So gabst du auch die Kraft zu tragen; Zudem, es ist voll Heil und Frucht In deiner Liebe gegen mich, Und dafür dank ich inniglich. 4. Nur eines bitt ich über alles, Ach du versagst mir solches nicht: Gedenke keines Sündenfalles Und geh nicht mit mir ins Ge⸗ richt, Weil Jesus meine Missetat Auf ewig schon gebüßet hat. 5. Dein Schwur ist ja noch nie gebrochen, Du brichst ihn nicht in Ewigkeit, Da du dem Sünder hast ver⸗ sprochen, Daß er, wenn ihm die Sünde leid, Nicht sterben, sondern gnaden⸗ voll Als ein Gerechter leben soll. 6. Mein Glaube hält an diesem Segen Und will also den Wochenschluß Vergnügt und froh zurückelegen, Da der Trost mich erquicken muß, Daß ich ja soll in Christo dein Und schon in Hoffnung selig sein. 7. Doch da mein Leben zuge⸗ nommen, So bin ich auch der Ewigkeit Um eine Woche näher kommen, Vielleicht am Ziele meiner Zeit. Du hast die Stunde schon be⸗ stimmt, Die mich zu dir in Himmel nimmt. 8. Wenn aber morgen ich aufs neue Den Sonntag wiedersehen kann, So blickt die Sonne deiner Treue Mich auch mit neuen Gnaden an Ach ja, da teilt dein Wort und Haus Den allerbesten Segen aus. E. Neumeister, 1756. Mel. Kom De⸗* Die Flur Der Vög Ihr Gott Und laßt Des Herz 2. Gott Wir grei Wir sam Herr Jesi An deine Mit Her, 3. Der Aus volle Die Herz Du rechte Laß dein Sich freu 4. Was Das ist Hat Dack So samn O Seele, Für dein 5. Denn Die Nebe Und Reif So endet ich über alles, ir solches nicht: ündenfalles it mir ins Ge⸗ richt Missetat ebüßet hat. ist ja noch nie gebrochen, cht in Ewigkeit, nder hast ver⸗ sprochen, hm die Sünde leid, ndern gnaden⸗ voll leben soll. hält an diesem Segen 1 Wochenschluß hh zurückelegen, erquicken muß, Christo dein nung selig sein. in Leben zuge⸗ nommen, der Ewigkeit päher kommen, e meiner Zeit. unde schon be⸗ stimmt, Himmel nimmt. iorgen ich aufs neue dersehen kann, ne deiner Treue neuen Gnaden an; dein Wort und Haus egen aus. ümeister, 4 1756. Besondere Zeiten. E. Jahreszeiten. 574. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. De⸗ Jahres schöner Schmuck entweicht, Die Flur wird kahl, der Wald erbleicht, Der Vöglein Lieder schweigen. Ihr Gotteskinder, schweiget nicht Und laßt hinauf zum ewgen Licht Des Herzens Opfer steigen. 2. Gott ließ der Erde Frucht gedeihn, Wir greifen zu, wir holen ein, Wir sammeln seinen Segen. Herr Jesu, laß uns gleichen Fleiß An deiner Liebe Ruhm und Preis Mit Herzensfreude legen. 3. Der Weinstock gibt die gost ost,‚ Aus voller Kelter fließt der Most, Die Herzen zu erfreuen. Du rechter Weinstock, höchstes Gut, Laß deine Reben durch dein Blut Sich freudiglich erneuen. 4. Was Gottes Hand für uns gemacht, Das ist nun alles heimgebracht, Hat Dach und Raum gefunden. So sammle dir zur Gnadenzeit, O Seele, was dein Herr dir beut Für deine Kreuzesstunden. 5. Denn wie die Felder öde stehn, Die Nebel kalt darüber wehn, Und Reif entfärbt die Matten, So endet alle Lust der Welt, Des Lebens Glanz und Wiasc 1 ällt, Schnell wachsen seine Schatten. 6. Es braust der Sturm, der Wald erkracht, Der Wandrer eilt, um noch vor Nacht Zu flüchten aus den Wettern. O Jesu, sei uns Dach und Turm, Hilf, wenn des Lebens rauher Sturm Uns will zu Boden schmettern. 7. Es fällt der höchsten Bäume Laub Und mischt sich wieder mit dem Staub, Von dannen es gekommen. Ach Mensch, sei noch so hoch und wert: Du mußt hinunter in die Erd, Davon du bist genommen. 8. Doch wie der Landmann seine Saat Ausstreuet, eh der Winter naht, Um künftig Frucht zu sehen: So, treuer Vater, deckest du Auch unsern Leib mit Erde zu, Daß er soll auferstehen. 9. Indes wie über Land und Meer Der Störche Zug, der Schwalben Heer Der Sonn entgegenstreben, So laß zu dir die Seele fliehn Zu deinem Paradiese ziehn, An deiner Sonne leben. Viktor v. Strauß, 4 1899. 575. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. Geh aus, mein Herz, und suche Freud In dieser lieben Sommerzeit An deines Gottes Gaben; Schau an der schönen Gärten Zier Und siehe, wie sie mir und dir Sich ausgeschmücket haben. 2. Die Bäume stehen voller Laub, Das Erdreich decket seinen Staub Mit einem grünen Kleide; Narcissen und die Tulipan Die ziehen sich viel schöner an, Als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, Das Täublein fleugt aus seiner Kluft Und macht sich in die Wälder; Die hochbegabte Nachtigall Ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder. 4. Die Gluckeführt ihr Völklein aus, Der Storch baut und bewohnt sein Haus, Das Schwälblein speist die Jungen; Der schnelle Hirsch, das leichte Reh Ist froh und kommt aus seiner Höh Ins tiefe Gras gesprungen. 5. Die Bächlein rauschen in dem Sand Und malen sich und ihren Rand Mit schattenreichen Myrten; Die Wiesen liegen hart dabei Und klingen ganz vom Lustgeschrei Der Schaf und ihrer Hirten. 6. Die unverdroßne Bienenschar Fleugt hin und her, sucht hier und dar Besondere Zeiten. Ihr edle Honigspeise. Des süßen Weinstocks starker Saft Bringt täglich neue Stärk und Kraft In seinem schwachen Reise. 7. Der Weizen wächset mit Ge⸗ walt; Darüber jauchzet jung und alt Und rühmt die große Güte Des, der so überflüssig labt Und mit so manchem Gut begabt Das menschliche Gemüte. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, Des großen Gottes großes Tun Erweckt mir alle Sinnen; Ich singe mit, wenn alles singt, Und lasse, was dem Höchsten klingt, Aus meinem Herzen rinnen. 9. Ach, denk ich, bist du hier so schön Und läßt dus uns so lieblich gehn Auf dieser armen Erden: Was will doch wohl nach dieser Welt Dort in dem festen Himmelszelt Und güldnen Schlosse werden! 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein Wird dort in Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, Da so viel tausend Seraphim Mit unverdroßnem Mund und Stimm Ihr Hallelujah singen! 11. O wär ich da! ach stünd ich schon, O süßer Gott, vor deinem Thron Und trüge meine Palmen! So wollt ich nach der Engel Weis' Erhöhen deines Namens Preis Mit tausend schönen Psalmen. P. Gerhardt, 4 1676. Daß uns Daß Viel Wenn di So müsse 2. Herr Die woll' All unsre Trost wo Gib Rege Um deine Herr, un 3. Gede Um deine Wir bit Eil, unsr Vom Hi Denn dei Ohn dich 4. Es Daß er s Den Him Regierst Allmächti Du kann Herr, un e. 8 starker Saft e Stärk und Kraft n Reise. ichset mit Ge⸗ walt; ing und alt ße Güte ssig labt m Gut begabt müte. in und mag nicht ruhn, großes Tun innen; n alles singt, zöchsten klingt, rinnen. ist du hier so schön lieblich gehn ürden: ach dieser Welt Himmelszelt sse werden! t, welch heller Schein i Garten sein! hl klingen, Seraphim Mund und Stimm gen! ach stünd ich schon, deinem Thron zalmen! r Engel Weis' mens Preis n Psalmen. hardt, 1 1676. Besondere Zeiten. F. Ernte- und Wetterlieder. 576. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. Ach Herre, du gerechter Gott, Wir habens wohl verdienet Mit unsrer Sünd und Missetat, Daß unser Feld nicht grünet, Daß Vieh und Menschen 23 2 ein. Wenn du zuschleußt den Himmel dein, So müssen sie verschmachten. 2. Herr, unsre Sünd erkennen wir, Die wollst du uns verzeihen: All unsre Hoffnung steht zu dir, Trost wollst du uns verleihen; Gib Regen und den Segen dein Um deines Namens willn allein, Herr, unser Gott und Tröster. 3. Gedenk, o Herr, an deinen Bund Um deines Namens willen, Wir bitten dich von Herzens Grund, Eil, unsre Not zu stillen Vom Himmel mit dem Regen dein; Denn dein der Himmel ist allein, Ohn dich kann er nicht regnen. 4. Es steht in keines andern Hand, Daß er sollt Regen senden; Den Himmel hast du ausgespannt, Regierst an allen Enden; Allmächtig ist der Name dein Du kannst es alles tun allein, Herr, unser Gott und Tröster. Greifswald 1592. 577. Mel. Aus meines Herzens Grunde. Die Ernt ist nun zu Ende, Der Segen eingebracht, Woraus Gott alle Stände Satt, reich und fröhlich macht Der alte Gott lebt noch, Man kann es deutlich merken An so viel Liebeswerken, Drum preisen wir ihn hoch. 2. Wir rühmen seine Güte, Die uns das Feld bestellt Und oft ohn unsre Bitte Getan, was uns gefällt, Die immer noch geschont, Ob wir gleich gottlos leben, Die Fried und Ruh gegeben, Daß jeder sicher wohnt. 3. Zwar manchen schönen Segen Hat böses Tun verderbt, Den wir auf guten Wegen Sonst hätten noch ererbt; Doch hat Gott mehr getan Aus unverdienter Güte, Als Mund, Herz und Gemüte Nach Würden rühmen kann. 4. Er hat sein Herz geneiget, Uns Sünder zu erfreun, Genugsam sich bezeiget Durch Regen, Sonnenschein; Wards aber nicht geacht, So hat er sich verborgen Und durch verborgnes Sorgen Zum Beten uns gebracht. 5. O allerliebster Vater, Du hast viel Dank verdient; Du mildester Berater Machst, daß uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir 398 Besondere Zeiten. Für abgewandten Schaden, Für viel und große Gnaden, Herr Gott, wir danken dir. 6. Zum Danke kommt das Bitten: Du wollest, frommer Gott, Vor Feuer uns behüten Und aller andern Not; Gib friedenvolle Zeit, Erhalte deine Gaben, Daß wir uns damit laben; Regier die Obrigkeit. 7. Besonders laß gedeihen Dein reines wahres Wort, Daß wir uns dessen freuen, Und auch an unserm Ort Dies gute Samkörnlein Viel reiche Früchte bringe, Und wir in allem Dinge Recht fromme Leute sein. 8. Gib, daß zu dir uns lenket, Was du zum Unterhalt Des Lebens hast geschenket, Daß wir dich mannigfalt In deinen Gaben sehn, Mit Herzen, Mund und Leben Dir Dank und Ehre geben; O laß es doch geschehn! 9. Kommt unser Lebensende, So nimm du unsern Geist In deine Vaterhände, Da er der Ruh geneußt, Da ihm kein Leid bewußt; So ernten wir mit Freuden Nach ausgestandnem Leiden Die Garben voller Lust. G. Tollmann, 4 1766. 578. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Dir, milder Geber aller Gaben, Herr, dir gebühret Dank und Ruhm; Denn alles, was wir sind und haben, Ist ja dein Werk und Eigentum; Mein Lobgesang steigt auf zu dir, O neige, Herr, dein Ohr zu mir. 2. Die kleinste deiner Kreaturen Macht deine Weisheit offenbar, Du zeigest deiner Güte Spuren Und deine Macht von Jahr zu Jahr, Der kleinste Halm ruft laut uns zu, Daß niemand mächtig sei als du. 3. Du sorgst für uns nach Väter Weise, Erhältst die Werke deiner Hand, Gibst allem, was da lebt, die Speise, Beschirmst und segnest jedes Land; Du liebest unveränderlich, Der Bösen selbst erbarmst du dich. 4. Voll ist der Erdkreis deiner Güte Und deiner Weisheit ist er voll: Herr, unterweise mein Gemüte, Wie ich dich würdig loben soll. Dir dankt nur wahrhaft, wer dich liebt, Dich, der uns so viel Gutes gibt. 5. Das Saatkorn wird in dei⸗ nem Namen Auf Hoffnung in das Land ge⸗ streut, Du schirmst, Allmächtiger, den Samen, Dein ist der Erde Fruchtbarkeit; Du gibst allein zur Arbeit Kraft, Du bists, der das Gedeihen schafft. 6. Mild öffnest du den Schoß der Erde, Du tränkst die Flur von oben her, Gibst, daß die Saat erquicket werde, Und machst die Ahre segenschwer; Du träufelst mit dem kühlen Tau Die Fruchtbarkeit auf Feld und Au. 7. Komi Bringt se Groß ist d Sind herrl Wie köstli Kommt, Mel. Von Du reick O Herr d Du Vater Der alles Du, Gott, Erhöre, m Vertrauen Von dir 2. Sonst Dein Seg O mach e Die bange Zu helfen Du kannß In Überfl Wenns u 3. Den? Bei der 2 Und zu e⸗ Sei Freut Damit sie Den dürft Und diese Euch lohn 4. Die 8 Uns wiede Und allen Gib Wach vir sind und haben, ind Eigentum; igt auf zu dir, Ohr zu mir. ner Kreaturen eit offenbar, züte Spuren Jahr zu Jahr, ft laut uns zu, tig sei als du. ns nach Väter Weise, deiner Hand, da lebt, die Speise, est jedes Land; derlich, armst du dich. rdkreis deiner Güte it ist er voll: ein Gemüte, g loben soll. haft, wer dich liebt, el Gutes gibt. wird in dei⸗ nem Namen das Land ge⸗ streut, ächtiger, den Samen, Fruchtbarkeit; Arbeit Kraft, edeihen schafft. u den Schoß der Erde, von oben her, rquicket werde, e segenschwer; m kühlen Tau fFeld und Au. 7. Kommt, preist des Schöpfers Huld und Stärke, Bringt seinem Namen Ehre dar: Groß ist der Herr, und seine Werke Sind herrlich, groß und wunderbar. Wie köstlich ist sein Lob, wie schön! Kommt, laßt uns seinen Ruhm erhöhn! E. Liebich, 4 1780. 579. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. Ps. 33, 18. 19. Du reicher Trost der Armen, O Herr der ganzen Welt, Du Vater voll Erbarmen, Der alles trägt und hält, Du, Gott, erhörst Gebet; Erhöre, was im Staube Vertrauensvoll der Glaube Von dir in Not erfleht. 2. Sonst zeigte jeden Morgen Dein Segen sich uns neu; O mach auch jetzt von Sorgen Die bangen Herzen frei. Zu helfen ist dir leicht; Du kannst dem Mangel wehren, In Überfluß ihn kehren, Wenns uns unmöglich deucht. 3. Den Reichen gib Erbarmen Bei der Bedrängten Schmerz, Und zu erfreun die Armen Sei Freude für ihr Herz; Damit sie mild ihr Brot Den dürftgen Brüdern brechen, Und diese dankbar sprechen: Euch lohn und segne Gott. 4. Die Früchte laß geraten Uns wieder zu erfreun, Und allen unsern Saaten Gib Wachstum und Gedeihn. Besondere Zeiten. 399 Mit milder Vaterhand Gib Wärme, Tau und Regen; Dann kehret reicher Segen Zurück in unser Land. 5. Allgütiger, wir hoffen Auf dich und deine Treu. Oft hat uns Not betroffen, Doch standest du uns bei. Du hilfst und rettest gern: So sei denn unser Leben Vertrauensvoll ergeben Dir, unserm Gott und Herrn. Nach Ph. Fr. Hiller, 1769. 580. Mel. Auf meinen lieben Gott. Ein Wetter steiget auf: Mein Herz, zu Gott hinauf! Fall ihm geschwind zu Fuße Durch wahre Reu und Buße, Damit gleich deine Sünden Durch Christi Tod entschwinden. 2. Herr, der du gut und fromm, Zu dir ich gläubig komm, Ich bitt um dein Erbarmen, Du wollest doch mich Armen Um Christi willen schonen, Mir nicht nach Sünden lohnen. 3. Durch Christi teures Blut Mach mir ein Herz und Mut, Das sich nicht knechtisch scheue, Vielmehr auf deine Treue In allem kindlich traue Und auf dein Helfen baue. 4. Ich will mit dem, was mein, Dir ganz gelassen sein; Dein Flügel wird uns decken, Verjagen allen Schrecken Und lassen uns aus Gnaden Das Wetter gar nicht schaden. 400⁰ 5. Wohlan, verlaß uns nicht, Bleib unsre Zuversicht, Laß deine Vatertreue Erfahren uns aufs neue, So wolln wir, weil wir leben, Dir Preis und Ehre geben. Amilie Juliane v. Schwarzburg⸗ Rudolstadt, 4 1706. 581. Mel. O du Liebe meiner Liebe. Herr, die Erde ist gesegnet Von dem Wohltun deiner Hand. Güt und Milde hat geregnet, Dein Geschenk bedeckt das Land. Über Flur und Feld und Garten Ist dein Segen ausgestreut, Und gekrönt ist unser Warten, Unsre Herzen sind erfreut. 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, Daß du Speise gibst von oben Und versorgest jeden Mund. Und du öffnest deine Hände, Dein Vermögen wird nicht matt, Deine Hülfe, Gab und Spende Machet alle froh und satt. 3. Gnädig hast du ausgegossen Deines Überflusses Horn, Ließest Gras und Kräuter sprossen, Ließest wachsen Frucht und Korn. Mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr, Und das Gut steht unversehret, Und gesegnet ist das Jahr. 4. Herr, wir haben solche Güte Nicht verdient, die du getan; Unser Wissen und Gemüte Klagt uns vieler Sünden an. Gib, daß Herz uns und Gemüte Deine Vatertreue rührt, Daß der Reichtum deiner Güte Unser Herz zur Buße führt. Besondere Zeiten. 5. Hilf, daß wir das Gut der Erden Treu verwalten immerfort. Alles soll geheiligt werden Durch Gebet und Gotteswort. Was wir wirken und vollenden, Sei gesät in deinen Schoß; Wenn du wirst die Sichel senden, Sei die Ernte reich und groß. Chr. H. R. Puchta, + 1858. 582. Mel. Lobet den Herren alle die ihn ehren. HBerr⸗ unser Herrscher, dankbar sei gepriesen! Groß ist die Hülfe, die du uns erwiesen; Wir baten dich, o Vater, reich an Segen, Um milden Regen. 2. Er fällt herab, damit auf deiner Erde, Was welkt und lechzt, durch ihn erquicket werde; Du willst, daß unsre hoffnungs⸗ vollen Saaten Uns wohl geraten. 3. So weit nur, Höchster, deine Himmel reichen, Sehn wir verbreitet deiner Liebe Zeichen; Laß jetzt dein Wohltun, das wir deutlich spüren, Uns kräftig rühren; 4. Daß auch das Herz, erweicht, dir Ehre bringe, Und freudig unser Mund dir Psalmen singe. Gib Kraft, daß wir in alle Ewig⸗ keiten Dein Lob verbreiten. Nach G. W. Sacer, 1699. Mel. Nun Nun laf Für alle Laßt uns Für seine Er hat u Gar fröh Hat unse Erquickt Mit Frer Was wir Und nach Auch wol 2. Wer Was Gott Wer sollt Das einzi Es ist ni Nichts, de Der Win Es glänzt Er sendet Und mack An ihm Wenn Gr 3. Want Den Sege Wann Fi Daß fried Dann sol Der in d Und auf Uns Sün Dann sol Mit Herz Mit Wer Von seine 4. Daß Das wollf Gib ferne Gut der Erden merfort. werden zotteswort. id vollenden, Schoß; Sichel senden, und groß. uchta, 4 1858. ö‚ 2 Ale die ihn ehren. cher, dankbar sei gepriesen! „die du uns erwiesen; zater, reich an Segen, gen. 5„‚„ damit auf deiner Erde, hzt, durch ihn quicket werde; sre hoffnungs⸗ vollen Saaten Aten. Höchster, deine immel reichen, t deiner Liebe Zeichen ltun, das wir eutlich spüren, ihren; Herz, erweicht, Ehre bringe, r Mund dir salmen singe. in alle Ewig⸗ keiten weiten. Sacer, 1699. 583. Mel. Nun lob mein Seel den Herren. Ps. 65, 10—14. Nun laßt den Herrn uns preisen Für alle Lieb und milde Tat; Laßt uns ihm Dank erweisen Für seiner Gnade treuen Rat: Er hat uns Frucht gegeben Gar fröhlich auf dem Land, Hat unser armes Leben Erquickt mit reicher Hand. Mit Freuden ist gediehen, Was wir gesäet aus, Und nach viel Fleiß und Mühen Auch wohl gebracht nach Haus. 2. Wer sollte nicht erkennen, Was Gott an seinen Kindern tut? Wer sollte nicht ihn nennen Das einzig allerhöchste Gut? Es ist nichts, der da säet, Nichts, der da sammelt ein: Der Wind des Herren wehet, Es glänzt sein Sonnenschein, Er sendet seinen Regen Und macht uns freudenvoll; An ihm nur ists gelegen, Wenn Gutes kommen soll. 3. Wann er denn nun gespendet Den Segen über Land und Stadt, Wann Frieden er gesendet, Daß friedlich man geerntet hat, Dann sollen wir ihn preisen, Der in dem Himmel sitzt Und auf viel tausend Weisen Uns Sünder nährt und schützt; Dann sollen wir ihm danken Mit Herz, mit Hand und Mund, Mit Werken und nicht wanken Von seinem Gnadenbund. 4. Daß solches nun geschehe, Das wollst du helfen, treuer Gott! Gib ferner aus der Höhe Besondere Zeiten. Uns Segen, Licht und täglich Brot. Laß Lebensbrot genießen Ein jedes Christenhaus, Laß Lebenswasser fließen Auf unsre Herzen aus; Daß wir nicht bloß auf Erden An Früchten werden reich, Nein, dort auch Bürger werden In deinem Himmelrreich. Jos. Wegelin, 4 1640. 584. Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit, Lob ihn mit Schalle, Werteste Christenheit! Er läßt dich freundlich zu sich laden, ) Freue dich, Jsrael, seiner Gna⸗ den. 2) 2. Der Herr regieret Über die ganze Welt; Was sich nur rühret, Alles zu Fuß ihm fällt. Viel tausend Engel um ihn schwe⸗ ben, : Psalter und Harfen ihm Ehre geben. 3. Wohlauf, ihr Heiden, Lasset das Trauern sein! Zur grünen Weiden Stellet euch willig ein: Da läßt er uns sein Wort ver⸗ künden, „: Machet uns ledig von allen Sünden. 4. Er gibet Speise Reichlich und überall, Nach Vaterweise Sättigt er allzumal; Er schaffet früh und spaten Regen, „: Füllet uns alle mit seinem Segen. Ce 402 Die letzten Dinge. 5. Drum preis' und ehre Seine Barmherzigkeit, Sein Lob vermehre, Werteste Christenheit! Uns soll hinfort kein Unfall schaden, ,: Freue dich, Jsrael, seiner Gna⸗ den. M. A. v. Löwenstern, 1 1648. 585. Mel. Ach Gott vom Himmel sieh darein. 0 Gott, der du das Firmament Mit Wolken tust bedecken, Der du ingleichen kannst behend Das Sonnenlicht erwecken, Halt doch mit vielem Regen ein Und gib uns wieder Sonnenschein, Daß unser Land sich freue. 2. Die Felder trauern weit und ö breit, Die Früchte leiden Schaden, Weil sie von vieler Feuchtigkeit Und Nässe sind beladen; Dein Segen, Herr, den du gezeigt Uns Armen, sich zur Erde neigt Und will fast gar verschwinden. 3. Das machet unsre Missetat Und ganz verkehrtes Leben, So deinen Zorn entzündet hat, Daß wir in Nöten schweben. Du zeigest uns, was wir gesollt: Weil wir die Buße nicht gewollt, So muß der Himmel weinen. 4. Doch denke, Herr, an deine Treu, Die du uns hast versprochen, Und wohne uns in Gnaden bei, Wie wir dich kindlich suchen. Wie hält so hart sich dieser Zeit Dein Herz und sanfte Freund⸗ lichkeit: Du bist ja unser Vater. 5. Gib uns von deinem Him⸗ melssaal Dein klares Licht und Sonne Und laß uns wieder überall Empfinden Freud und Wonne, Daß alle Welt erkenne frei, Daß außer dir kein Segen sei Im Himmel und auf Erden. M. Schirmer, 1 1673. XXIV. Die lehten Dinge. A. BSterbensbereitschaft, Tod und Begräbnis. 586. Pred. Sal. 1. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Ist der Menschen Leben! Wie ein Nebel bald entstehet Und bald wiederum vergehet, So ist unser Leben, sehet! 2. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Sind der Menschen Tagel Wie ein Strom beginnt zu rinnen Und mit Laufen nicht hält innen, So eilt unsre Zeit von hinnen. 3. Ach wii Ist der Y Wie sich we Licht und So sind u 4. Ach wie Ist der M Wie ein Wenn ein So ist un 5. Ach wie Sind der Es kann E Dadurch, Alles muß 6. Ach wie Ist der M Der in Pu Ist gleich Dessen wir 7. Ach wie Sind der Alles, alle⸗ Das muß Wer Gott f Ale Mer Alles Fleif Was da le Soll es ar Dieser Leil Wenn er Zu der gr Die den F 2. Drum Weil es m Auch ganz Bin darüb ir Erde neigt derschwinden. sre Missetat 8 Leben, tzündet hat, schweben. 8 wir gesollt: nicht gewollt, iel weinen. an deine Treu, ersprochen, Gnaden bei, ch suchen. ch dieser Zeit nfte Freund⸗ lichkeit: ater. deinem Him⸗ melssaal nd Sonne r überall ind Wonne, une frei, Segen sei uf Erden. irmer, 4 1673. L. und vergehet, sehet! ch wie flüchtig Tage! nnt zu rinnen ht hält innen, von hinnen. 3. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Ist der Menschen Freude! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, So sind unsre Fröhlichkeiten. 4. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Ist der Menschen Schöne! Wie ein Blümlein bald vergehet, Wenn ein rauhes Lüftlein wehet, So ist unsre Schöne, sehet! 5. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Sind der Menschen Schätze! Es kann Glut und Flut entstehen, Dadurch, eh wirs uns versehen, Alles muß zu Grunde gehen. 6. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Ist der Menschen Prangen! Der in Purpur hoch vermessen Ist gleich wie ein Gott gesessen, Dessen wird im Tod vergessen. 7. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Sind der Menschen Sachen! Alles, alles, was wir sehen, Das muß fallen und vergehen: Wer Gott fürcht, wird ewig stehen. M. Franck, 4 1667. 587. Ale Menschen müssen sterben, Alles Fleisch vergeht wie Heu; Was da lebet, muß verderben, Soll es anders werden neu; Dieser Leib, der muß verwesen, Wenn er anders soll genesen Zu der großen Herrlichkeit, Die den Frommen ist bereit. 2. Drum so will ich dieses Leben, Weil es meinem Gott beliebt, Auch ganz willig von mir geben, Bin darüber nicht betrübt; Die letzten Dinge. 403 Denn in meines Jesu Wunden Hab ich schon Erlösung funden, Und mein Trost in Todesnot Ist des Herren Jesu Tod. 3. Jesus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn, Er hat mir das Heil erworben, Drum fahr ich mit Freuden hin, Hin aus diesem Weltgetümmel In den schönen Gotteshimmel, Da ich werde allezeit Schauen die Dreifaltigkeit. 4. Da wird sein das Freuden⸗ leben, Da viel tausend Seelen schon Sind mit Himmelsglanz umgeben, Dienen Gott vor seinem Thron, Da die Seraphinen prangen Und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist. 5. Da die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal, Wo auf ihren Ehrenthronen Sitzet der zwölf Boten Zahl, Wo in so viel tausend Jahren Alle Frommen hingefahren, Wo dem Herrn, der uns versöhnt, Ewig Hallelujah tönt. 6. O Jerusalem, du schöne, Ach wie helle glänzest du! Ach wie lieblich Lobgetöne Hört man da in sanfter Ruh! Ach der großen Freud und Wonne: Jetzo gehet auf die Sonne, Jetzo gehet an der Tag, Der kein Ende nehmen mag. 7. Ach ich habe schon erblicket Alle diese Herrlichkeit, Jetzo werd ich schön geschmücket Mit dem weißen Himmelskleid, Mit der goldnen Ehrenkrone Ce 2 40⁴4 Die letzten Dinge. Steh ich da vor Gottes Throne, Schaue solche Freude an, Die kein Ende nehmen kann. J. G. Albinus, 4 1679. 588. Mel. Herzlich tut mich verlangen. Bedenke, Mensch, das Ende, Bedenke deinen Tod! Der Tod kommt oft behende: Wer heute frisch und rot, Kann morgen und geschwinder Hinweggestorben sein; Drum bilde dir, o Sünder, Ein täglich Sterben ein. 2. Bedenke, Mensch, das Ende, Bedenke das Gericht; Es müssen alle Stände Vor Jesu Angesicht; Kein Mensch ist ausgenommen, Hier muß ein jeder dran Und wird den Lohn bekommen, Nachdem er hat getan. 3. Bedenke, Mensch, das Ende, Der Hölle Angst und Leid, Daß dich nicht Satan blende Mit seiner Eitelkeit. Hier ist ein kurzes Freuen, Dort aber ewiglich Ein kläglich Schmerzensschreien; Ach Sünder, hüte dich! 4. Bedenke, Mensch, das Ende, Noch währt die Gnadenzeit, Daß ja dich nichts abwende Von jener Herrlichkeit, Damit vor Gottes Throne Die Seele wird gepflegt: Dort ist die Lebenskrone Den Frommen beigelegt. 5. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten Auf meinen letzten Tag Mit Buße mich bereiten Und täglich sterben mag. Im Tod und vor Gerichte Steh mir, o Jesu, bei, Daß ich im Himmelslichte Zu wohnen würdig sei. Braunschweig 1686. 589. Christus der ist mein Leben, Und Sterben mein Gewinn; Dem hab ich mich ergeben, Mit Fried fahr ich dahin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen Zu Christ, dem Bruder mein, Daß ich mög zu ihm kommen Und ewig bei ihm sein. 3. Nun hab ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not, Durch seine heilgen Wunden Bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, Mein Atem geht schwer aus, Und kann kein Wort mehr sprechen, Herr, nimm mein Seufzen auf. 5. Wenn Sinne und Gedanken Vergehen wie ein Licht, Das hin und her muß wanken, Wenn ihm die Flamm gebricht, 6. Alsdann fein sanft und stille Laß, Herr, mich schlafen ein Nach deinem Rat und Willen, Wann kommt mein Stündelein. 7. An dir laß gleich den Reben Mich bleiben alle Zeit Und ewig bei dir leben In Himmelswonn und Freud. 8. Wohl in des Himmels Throne Sing ich Lob, Ehr und Preis Dem Vater und dem Sohne Und dem heiligen Geist. Mel. He Die auf Die Sterb Sie blühe Des Tode Verborgen Da Gotte Doch jede, Bringt ne 2. Getro Die öde,! Zu der ve Mit Angf Wo selbst Nicht meh Vor dir,‚ Erzittert 1 3. Wenn Dein Will Wenn nal Gericht un Wenn me Und schon Herr über O dann u 4. Hilf, Hilf dem Für den Selbst mit Und wenn Gewaltige Nimm mi Den du e⸗ 5. Des Ermißt ke O Trostef Für kurze Dem Sün Sei ewig Preis ihm Den Kelch mag. Gerichte ei, elslichte g sei. inschweig 1686. . nein Leben, Gewinn; ergeben, dahin. ich von dannen uder mein, Im kommen sein. iberwunden zst und Not, 1 Wunden nit Gott. dräfte brechen, chwer aus, mehr sprechen, Seufzen auf. und Gedanken Licht, muß wanken, unm gebricht, anft und stille hlafen ein und Willen, n Stündelein. eich den Reben Zeit leben und Freud. immels Throne und Preis em Sohne Geist. 1609. 590. Mel. Herzlich tut mich verlangen. ie auf der Erde wallen, Die Sterblichen sind Staub, Sie blühen auf und fallen, Des Todes sichrer Raub. Verborgen ist die Stunde, Da Gottes Stimme ruft, Doch jede, jede Stunde Bringt näher uns zur Gruft. 2. Getrost gehn Gottes Kinder Die öde, dunkle Bahn, Zu der verstockte Sünder Mit Angst und Zittern nahn, Wo selbst der freche Spötter Nicht mehr zu spotten wagt, Vor dir, Gott, seinem Retter, Erzittert und verzagt. 3. Wenn diese Bahn zu gehen Dein Will einst mir gebeut, Wenn nahe vor mir stehen Gericht und Ewigkeit, Wenn meine Kräfte beben, Und schon das Herz mir bricht: Herr über Tod und Leben, O dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, Todesüberwinder, Hilf dem in solcher Angst, Für den du, Heil der Sünder, Selbst mit dem Tode rangst; Und wenn des Kampfes Ende Gewaltiger mich faßt, Nimm mich in deine Hände, Den du erlöset hast. 5. Des Himmels Wonn und Freuden Ermißt kein sterblich Herz; O Trost für kurze Leiden, Für kurzen Todesschmerz! Dem Sündenüberwinder Sei ewig Preis und Dank; Preis ihm, der für uns Sünder Den Kelch des Todes trank! Die letzten Dinge. 40⁵ 6. Heil denen, die auf Erden Sich schon dem Himmel weihn Und aufgelöst zu werden Mit heilger Furcht sich freun. Bereit, es Gott zu geben, Sobald er es gebeut, Gehn sie getrost durchs Leben Hin zur Unsterblichkeit. G. B. Funk, 4 1814. 591. Mel. Nun ruhen alle Wälder. ie Herrlichkeit der Erden Muß Rauch und Asche werden, Nicht Fels, nicht Erz bestehn. Das, was uns kann ergötzen, Was wir für ewig schätzen, Wird als ein leichter Traum ver⸗ gehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, Den wir unsterblich achten, Ist nur ein falscher Wahn; Sobald der Geist gewichen, Und dieser Mund erblichen, Fragt keiner, was wir hier getan. 3. Es hilft nicht Kunst noch Wissen, Wir werden hingerissen Ohn einen Unterscheid. Was nützt der Schlösser Menge? Dem hier die Welt zu enge, Dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen, Was Müh und Fleiß gewinnen, Und saurer Schweiß erwirbt; Was Menschen hier besitzen, Kann für den Tod nicht nützen: Dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5. Wie eine Rose blühet, Wenn man die Sonne siehet Begrüßen diese Welt, 406 Die letzten Dinge. Die, eh der Tag sich neiget, Eh sich der Abend zeiget, Verwelkt und unversehns zerfällt: 6. So wachsen wir auf Erden Und hoffen groß zu werden, Von Schmerz und Sorgen frei; Doch eh wir zugenommen Und recht zur Blüte kommen, Bricht uns des Todes Sturm entzwei. 7. Wir rechnen Jahr auf Jahre; Indessen wird die Bahre Uns vor die Tür gebracht. Drauf müssen wir von hinnen Und, eh wir uns besinnen, Der Erde sagen gute Nacht. 8. Auf, Herz, wach und bedenke, Daß dieser Zeit Geschenke Den Augenblick nur dein; Was du zuvor genossen, Ist wie ein Strom verflossen; Was künftig, wessen wird es sein? 9. Verlache Welt und Ehre, Furcht, Hoffen, Gunst und Lehre Und nimm den Herren an, Der immer König bleibet, Den keine Zeit vertreibet, Der einzig selig machen kann. 10. Wohl dem, der auf ihn trauet! Er hat recht fest gebauet, Und ob er hier gleich fällt, Wird er doch dort bestehen Und nimmermehr vergehen, Weil ihn der Starke selbst erhält. A. Gryphius, 4 1664. 592. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. Du siehest, Mensch, wie fort und fort Der eine hier, der andre dort Uns gute Nacht muß geben; Der Tod hält keinen andern Lauf Er sagt zuletzt die Wohnung auf Uns allen, die wir leben. 2. Bedenk es weislich in der Zeit Und fleuch den Schlaf der Sicher⸗ heit Und bleibe stündlich wacker; Denn wiss, es bleibet dabei nicht, Daß man dich hin aus diesem Licht Trägt auf den Gottesacker. 3. Wir werden aus den Grä⸗ bern gehn Und alle vor Gerichte stehn, Das Christus selbst wird hegen, Wenn auf der Engel Feldgeschrei Die Glut das große Weltgebäu Wird in die Asche legen. 4. Alsdann wird erst der ganzen Welt Vergeltung werden zugestellt; Die Sünder sollen büßen Und sich ohn allen Trug und Schein Selbst Kläger und auch Richter sein, Verdammt durch ihr Gewissen. 5. Ach Gott, fällt mir dies Ur⸗ teil ein, So dringt es mir durch Mark und Bein, Mein Herz fühlt Angst und Schrecken. Ihr hohen Hügel, heb ich an, Ihr Berg und was sich stürzen kann, Fallt her, mich zu bedecken. 6. Herr Jesu, meine Zuversicht, Ach laß dein strenges Zorngericht, Ach laß es mir nicht schaden! Gedenke mein an jenem Tag, Damit ich freudig hören mag Den süßen Spruch der Gnaden 7. Gib, Und weil Zu sterbe Und nicht Herr, dei Zum ew. Mel. Ch Einn f der enn Ge Meine N Daß ich Seliglich Und die Christo z 2. Fortl Der Gere Die mir Vor des Forthin Dem ich Meinen Meine S 3. Diese Jämmerl Mir nun Drum ich Meinem Jetzt in l Denn seit Mein Ve 4. Gute Ihr, o n Alle, die Laßt euch Diesen S uß geben; nandern Lauf, Wohnung auf leben. lich in der Zeit laf der Sicher⸗ heit Hh wacker; det dabei nicht, us diesem Licht ttesacker. aus den Grä⸗ bern gehn chte stehn, wird hegen, gel Feldgeschrei ze Weltgebäu legen. erst der ganzen Welt zugestellt; büßen en Trug und Schein auch Richter sein, hr Gewissen. mir dies Ur⸗ teil ein, r durch Mark und Bein, Angst und Schrecken. heb ich an, is sich stürzen kann, bedecken. ine Zuversicht, es Zorngericht, cht schaden! jenem Tag, hören mag der Gnaden 7. Gib, daß ich mich bei gutem Sinn, Und weil ich noch bei Kräften bin, Zu sterben fertig halte Und nicht in schnöder Sündenlust, Herr, deines Heiles unbewußt Zum ewgen Tod erkalte. S. Dach, 1 1659. 593. Mel. Christus der uns selig macht. Einen guten Kampf hab ich Auf der Welt gekämpfet; Denn Gott hat so gnädiglich Meine Not gedämpfet, Daß ich meines Lebens Lauf Seliglich vollendet Und die Seele himmelauf Christo zugesendet. 2. Forthin ist mir beigelegt Der Gerechten Krone, Die mir volle Freude trägt Vor des Himmels Throne; Forthin meines Lebens Licht, Dem ich hier vertrauet, Meinen Gott von Angesicht Meine Seele schauet. 3. Dieser schnöden bösen Welt Jämmerliches Leben Mir nun länger nicht gefällt, Drum ich mich ergeben Meinem Jesu, da ich bin Jetzt in lauter Freuden; Denn sein Tod ist mein Gewinn, Mein Verdienst sein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund, Ihr, o meine Lieben! Alle, die ihr um mich weint, Laßt euch nicht betrüben Diesen Schritt, den ich nun tu Die letzten Dinge. 407 In die Erde nieder; Schaut, die Sonne geht zur Ruh, Kommt doch morgen wieder. H. Albert, 1 1651. 594. Es ist genug! so nimm, Herr, meinen Geist Zu Zions Geistern hin; Lös auf das Band, das allgemach schon reißt, Befreie meinen Sinn, Der sich nach seinem Gotte sehnet, Der täglich klagt und nächtlich tränet: ): Es ist genug. ½ 2. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast Den Rücken wund gemacht. Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Lastl Ich schwemme manche Nacht Mein hartes Lager ganz mit Zäh⸗ ren; Ach Herr, wie lange soll es währen? ,: Es ist genug.: 3. Es ist genug, wenn nur mein Jesus will, Er kennet ja mein Herz; Ich harre sein und halt unl, till, Bis er mir allen Schmerz, Der in der siechen Brust mir naget, Verscheucht und endlich zu mir saget: ): Es ist genug. 4. Es ist genug; Herr, wenn es dir gefällt, So spanne mich doch aus. Mein Jesus kommt: nun gute Nacht, o Weltl 408 Die letzten Dinge. Ich fahr in's Himmels Haus; Ich fahre sicher hin in Frieden, Mein großer Jammer bleibt hie⸗ nieden. ,: Es ist genug. F. J. Burmeister, 4 1688. 595. Aren dich sehr, o meine Seele, Und vergiß all Not und Qual, Weil dich Christus nun, dein Herre, Ruft aus diesem Jammertal. Aus der Trübsal, Angst und Leid Sollst du fahren in die Freud, Die kein Ohr je hat gehöret, Die in Ewigkeit auch währet. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen Zu dem Herren, meinem Gott, Weil mich stets viel Kreuz betroffen, Daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann Nach dem Ende seiner Bahn, So hab ich gewünscht, mein Leben Hin in Gottes Händ zu geben. 3. Denn gleich wie die Rosen stehen Unter spitzen Dornen gar, Also auch die Christen gehen Durch viel Angst, Not und Gefahr. Wie die Meereswellen sind Und der ungestüme Wind, Also ist allhier auf Erden Unsre Wallfahrt voll Beschwerden. 4. Welt und Teufel, Sünd und Hölle, Unser eigen Fleisch und Blut Plagen stets hier unsre Seele, Lassen uns bei keinem Mut; Wir sind voller Angst und Plag, Reich an Kreuz sind unsre Tag; Gleich wann wir geboren werden, Findt sich Jammer gnug auf Er⸗ den. 5. Wann die Morgenröt auf⸗ gehet, Und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer uns umfähet, Müh sich findt an allen End. Unsre Tränen sind das Brot, So wir essen früh und spät; Wenn die Sonn aufhört zu scheinen, Hört doch nicht auf Klag und Weinen. 6. Drum, Herr Christ, du Mor⸗ gensterne, Der du ewiglich aufgehst, Sei du jetzt von mir nicht ferne, Weil dein Blut mich hat erlöst; Hilf, daß ich mit Fried und Freud Mög von hinnen fahren heut; Ach sei du mein Licht und Straße, Mich mit Beistand nicht verlasse. 7. Ob mir schon die Augen brechen, Und mir das Gehör verschwindt, Meine Zung nicht mehr kann sprechen, Mein Verstand sich nicht besinnt: Bist du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Himmelspfort; Du wirst mich in Gnad regieren, Mich die Bahn zum Himmel führen. 8. Freu dich sehr, o meine Seele, Und vergiß all Not und Qual, Weil dich Christus nun, dein Herre, Ruft aus diesem Jammertal. Seine Freud und Herrlichkeit Sollst du sehn in Ewigkeit, Mit den Engeln jubilieren, Ohn Aufhören triumphieren. Freiberg 1620. Mel. Geht nu Denn ich b Von der Denn mir Denn mir Von den 2. Gehten Meinen L Lege nun Hin, wo Lege selbst In das B 3. Was In dem d Denn wie Wir auch Muß es d Wenn die 4. Darun Laß mich! Deine Hof Deine Fre Deine Scl Eitel Wah 5. Darun Sonn und Fahret wi Denn ich Reise hin Worin ihr 6. Die ih Fahret we Was von Tröstet ja Weint nick Droben n orgenröt auf⸗ gehet, ich von uns wendt, uns umfähet, allen End. das Brot, und spät; aufhört zu scheinen, uf Klag und Weinen. hrist, du Mor⸗ gensterne, fgehst, ir nicht ferne, ch hat erlöst; ied und Freud ahren heut; t und Straße, nicht verlasse. die Augen brechen, rverschwindt, mehr kann sprechen, nicht besinnt: icht und Hort, immelspfort; znad regieren, zum Himmel führen. omeine Seele, t und Qual, nun, dein Herre, ammertal. Herrlichkeit wigkeit, bilieren, mphieren. Freiberg 1620, 596. Mel. Jesus meine Zuversicht. Geht nun hin und grabt mein Grab, Denn ich bin des Wanderns müde; Von der Erde scheid ich ab, Denn mir ruft des Himmels Friede, Denn mir ruft die süße Ruh Von den Engeln droben 3.“ 2. Geht nun hin und grabt mein Grab; Meinen Lauf hab ich vollendet, Lege nun den Wanderstab Hin, wo alles Irdsche endet; Lege selbst mich nun hinein In das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch In dem dunklen Tale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch Wir auch stellen unsre Sachen, Muß es doch wie Sand zergehn, Wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, Laß mich nun in Frieden scheiden: Deine Hoffnung, ach, ist hohl, Deine Freuden selber Leiden, Deine Schönheit Unbestand, Eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sternel Fahret wohl mit eurer Pracht, Denn ich reis' in weite Ferne, Reise hin zu jenem Glanz, Worin ihr erbleichet ganz. 6. Die ihr nun in Trauern geht, Fahret wohl, ihr lieben Freunde; Was von oben niederweht, Tröstet ja des Herrn Gemeinde; Weint nicht ob dem eitlen Schein: Droben nur kann ewig sein. Die letzten Dinge. 409 7. Weinet nicht, daß nun ich will Von der Welt den Abschied nehmen, Daß ich aus dem Irrtum will, Aus den Schatten, aus den Schemen, Aus dem Eitlen, aus dem Nichts Hin ins Land des ewgen Lichts. 8. Weinet nicht! Mein süßes Heil, Meinen Heiland hab ich funden, Und ich habe auch mein Leil In den warmen Herzenswunden, Woraus einst sein frounes Blut Floß der ganzen Welt zu gut. 9. Weint nicht, mein Erlöser lebt: Hoch vom finstern Erdenstaube Hell empor die Hoffnung schwebt, Und der Himmelsheld, der Glaube, Und die ewge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! C. M. Arndt, 4 1860. 597. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 5 err Gott, du kennest meine Tage, Du weißt, daß ich, dein schwaches Kind, Den Schatz in solchen Schalen trage, Die irdisch und zerbrechlich sind; Drum mache du mich allezeit Zum Sterben fertig und bereit. 2. Laß mich nach der Erkenntnis streben, Daß du mir hast das Ziel be⸗ stimmt, Und daß mein ungewisses Leben Vielleicht gar bald ein Ende nimmt, Ja lehre du mich deinen Schluß, Daß ich einmal von hinnen muß. 410 Die letzten Dinge. 3. Hier hab ich lebenslang zu lernen, Mich von der Sünde abzuziehn, Mich von der Weltlust zu entfernen Und um den Himmel zu bemühn: Ein selges Ende erst beweist, Was Christentum und Glaube heißt. 4. Ich muß ja nach der Wohnung trachten, Allwo ich ewig bleiben kann, Drum lehr mich auf den Himmel achten, Den Christus mir hat aufgetan; So wird mein Haus hier auf der Welt Und auch im Himmel wohl bestellt. 5. Mein Herz ist nur im Himmel droben, Dort ist der Seele Erb und Teil; Bei Christo ist mir aufgehoben Der Freuden Fülle, ewges Heil; Mir ist das Eitle viel zu schlecht, Im Himmel ist mein Bürgerrecht. 6. Wohlan so will ich täglich sterben Und leben so, als lebt ich nicht, Und also kann ich nicht verderben, Wenn gleich mein Aug im Tode bricht; Mein Tod ist süß, ich sterbe dir, Denn du, mein Heiland, lebst in mir. 7. Laß dich, mich und die Welt erkennen: Dich, daß du mir mein alles bist, Mich, daß ich Staub und nichts zu nennen, Die Welt, daß sie mein Kerker ist. Wer dich, sich und die Welt er⸗ kennt, Der macht ein richtig Testament. 8. So kommt, ihr lang ersehnten Stunden, Komm, eile, mein Erlösungstag, Da ich, von aller Not entbunden, Zum Leben sterbend dringen mag; Da find ich in des Höchsten Hand Mein Eden und mein Vaterland. L. R. v. Senfft zu Pilsach, 4 1718. 598. Mel. Vater unser im Himmelreich. Berr Jesu Christ, wahr Mensch und Gott, Der du littst Marter, Angst und Spott, Zuletzt für mich am Kreuze starbst Und mir des Vaters Huld erwarbst: Ich bitt durchs bittre Leiden dein, Du wollst mir Sünder gnädig sein. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot Und ringen werde mit dem Tod, Wenn mir vergeht all mein Gesicht, Und meine Ohren hören nicht, Wenn meine Zunge nicht mehr spricht, Und mir vor Angst mein Herz zerbricht, 3. Wenn mein Verstand sich nichts besinnt, Und Menschenhülfe all zerrinnt: So komm, Herr Christe, mir behend Zu Hülf an meinem letzten End Und führ mich aus dem Jammertal, Verkürze mir des Todes Qual; 4. Die bösen Geister von mir treib. Mit deinem Geist stets bei mir bleib, Bis sich Nimm sit Der Leib Bis komm 5. Ein Dann im Und mein Aus Gnal Wie du h In deine 6. Fürw Wer mein Der wird Und den? Und ob er Mit nichte 7. Sond Ihn reiße Und zu Da soll e In Freud Dazu hilf 8. Ach Hilf, daß Bis unser Auch unse Dem Wor Bis wir lang ersehnten Stunden, Erlösungstag, Not entbunden, d dringen mag; Höchsten Hand iein Vaterland. Pilsach, 4 1718. 3. m Himmelreich. wahr Mensch und Gott, ter, Angst und Spott, 1 Kreuze starbst Huld erwarbst: re Leiden dein, der gnädig sein. un komm in Sterbensnot mit dem Tod, ull mein Gesicht, hören nicht, ge nicht mehr spricht, zst mein Herz zerbricht, tand sich nichts besinnt, mall zerrinnt: ste, mir behend m letzten End m Jammertal, Todes Qual; ister von mir treib. stets bei mir bleib, Bis sich die Seel vom Leib ab⸗ wendt. Nimm sie dann, Herr, in deine Händ; Der Leib hab in der Erde Ruh, Bis kommt der jüngste Tag herzu. 5. Ein fröhlich Auferstehn ver⸗ leih, Dann im Gericht mein Fürsprech sei Und meiner Sünd nicht mehr ge⸗ denk, Aus Gnaden mir das Leben schenk, Wie du hast zugesaget mir In deinem Wort, das trau ich dir: 6. Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, Wer mein Wort hält und gläubt an mich, Der wird nicht kommen ins Ge⸗ richt Und den Tod ewig schmecken nicht; Und ob er gleich hier zeitlich stirbt, Mit nichten drum er gar verdirbt; 7. Sondern ich will mit starker Hand Ihn reißen aus des Todes Band Und zu mir nehmen in mein Reich; Da soll er dann mit mir zugleich In Freuden leben ewiglich. Dazu hilf uns ja gnädiglich. 8. Ach Herr, vergib all unsre Schuld, Hilf, daß wir warten mit Geduld, Bis unser Stündlein kommt her⸗ bei; Auch unser Glaub stets wacker sei, Dem Wort zu trauen festiglich, Bis wir entschlafen seliglich. P. Eber, 4 1569. Die letzten Dinge. 599. Mel. Gottes Sohn ist kommen. TFerr, nun laß in Friede Lebenssatt und müde Deinen Diener fahren Zu den Himmelsscharen, Selig und im stillen, Doch nach deinem Willen. 2. Gerne will ich sterben Und den Himmel erben; Christus mich geleitet, Welchen Gott bereitet Zu dem Licht der Heiden, Das uns setzt in Freuden. 3. Hier hab ich gestritten, Ungemach erlitten, Ritterlich gekämpfet, Manchen Feind gedämpfet, Glauben auch gehalten Treulich mit den Alten. 4. Tränen mußt ich lassen, Weinen ohne Maßen, Schwere Gänge laufen Mit der Christen Haufen, Über Sünde klagen, Kreuz und Trübsal tragen. 5. Nunmehr soll sichs wenden, Kampf und Lauf sich enden; Gott will mich erlösen Bald von allem Bösen. Es soll besser werden, Als es war auf Erden. 6. Frieden werd ich finden, Ledig sein von Sünden Und auf allen Seiten Nicht mehr dürfen streiten; Mich soll ganz umgeben Himmlisch Freudenleben. 7. Nun ist beigeleget, Wo man Seepter träget, Eine schöne Krone 412 Mir zum Gnadenlohne, Und ich bin in Frieden, Mir ist Ruh beschieden. 8. Mein Erlöser lebet, Der mich selber hebet Aus des Todes Kammer, Da liegt aller Jammer. Fröhlich, ohne Schrecken Will er mich erwecken. 9. Dieser Leib soll gehen Und in Klarheit stehen, Wenn die Toten werden Aufstehn von der Erden. Christum werd ich schauen, Darauf kann ich trauen. 10. Ihm will ich lobsingen, Dank und Ehre bringen, Rühmen seine Güte Mit Seel und Gemüte, Preisen seinen Namen Ohn Aufhören. Amen. D. Behme, 7 1657. 600. Mel. Erhalt uns Herr bei deinem Wort. Berr, wenn du willst und dir gefällt, Daß ich soll scheiden aus der Welt, So gib du meinem Herzen ein, Daß ich mich willig geb darein. 2. Gern sterben, o Herr Jesu Christ, Das kommt von dir, dein Gab es ist: Der stirbt willig, wer glaubt an dich, Er sieht den Tod nicht ewiglich. 3. Weil ich aber ein armes Werk, In festem Glauben du mich stärk, Daß ich vorm Tod verzage nicht, Wenn er sein Pfeile auf mich richt, Die letzten Dinge. 4. Sondern halt mich allein an dich, Der du gestorben bist für mich, Mein Sünd gebüßt mit deinem Blut Und auferstanden mir zu gut. 5. So sterb ich nicht, ich schlaf nur ein Und werd los alles Unglücks mein, Ein altes Kleid leg ich hie ab, Nichts Beßres, denn mit ihm zu Grab! 6. Gesund und frisch will ich aufstehn, Am jüngsten Tag dich fröhlich sehn In Klarheit und Gerechtigkeit, Lobsagen dir in Ewigkeit. J. Leon, 1 1597. 601. Herzlich tut mich verlangen Nach einem selgen End, Weil ich hie bin umfangen Mit Trübsal und Elend; Ich hab Lust, abzuscheiden Von dieser argen Welt, Sehn mich nach ewgen Freuden: O Jesu, komm nur bald! 2. Du hast mich ja erlöset Von Sünde, Tod und Höll; Es hat dein Blut gekostet, Drauf ich mein Hoffnung stell. Was sollte mir denn grauen Vor Hölle, Tod und Sünd? Weil ich auf dich darf bauen, Bin ich ein selig Kind. 3. Wenn gleich ist süß das Leben Der Tod sehr bitter mir, Will ich mich doch ergeben Zu sterben willig dir. Ich weiß, ein besser Leben Nimmt meine Seele hin; Des freu Sterben i 4. Der Zum Sta Doch aufe Durch Ch Zu leucht Und leber In Himn Was scha 5. Ob u Noch lank Und mir Ehr, Geld Das alles Es währe Nach Him Das bleib 6. Gott Ihr Viele Ihr sollet Nicht allz Beständig Wir werd Einander Dort in d 7. Nun u Zu dir,§ Gib mir Send mir Führ mie Das du e Als du d Für mein 8. Hilf, Von dir, Den schwô In mir z Hilf ritter Halt mich Daß ichen Gottlob, mich allein an dich, hist für mich, nit deinem Blut mir zu gut. icht, ich schlaf nur ein Unglücks mein, ich hie ab, n mit ihm zu Grab! risch will ich aufstehn, ch fröhlich sehn zerechtigkeit, vigkeit. Leon, 1 1597. verlangen gzen End, nfangen Elend; scheiden Welt, 'gen Freuden: bald! a erlöset ind Höll; zekostet, ffnung stell. in grauen d Sünd? arf bauen, ind. süß das Leben mir, ergeben Des freu ich mich ohn Beben; Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib, der in der Erden Zum Staube wiederkehrt, Doch auferweckt soll werden, Durch Christum schön verklärt, Zu leuchten als die Sonne Und leben ohne Not In Himmels Freud und Wonne: Was schadet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reize, Noch lang zu leben hier, Und mir auch immer zeige Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier, Das alles ich nicht achte, Es währet kurze Zeit; Nach Himmlischem ich trachte, Das bleibt in Ewigkeit. 6. Gott geb euch seinen Segen, Ihr Vielgeliebten mein, Ihr sollet meinetwegen Nicht allzu traurig sein; Beständig bleibt im Glauben, Wir werdn in kurzer Zeit Einander wieder schauen Dort in der Ewigkeit. 7. Nun will ich ganz mich wenden Zu dir, Herr Christ, allein: Gib mir ein selig Ende, Send mir die Engel dein, Führ mich ins ewge Leben, Das du erworben hast, Als du dich hingegeben Für meine Sündenlast. 8. Hilf, daß ich ja nicht wanke Von dir, Herr Jesu Christ, Den schwachen Glauben stärke In mir zu aller Frist. Hilf ritterlich mir ringen, Halt mich in deiner Macht, Daß ich mag fröhlich singen: Gottlob, es ist vollbracht! Chr. Knoll, 4 1621 Die letzten Dinge. 602. Mel. Herr Jesu Christ dich zu uns wend. Bil Helfer, hilf in Angst und ot, Erbarm dich mein, du treuer Gott; Ich bin ja doch dein liebes Kind Trotz Teufel, Welt und aller Sünd. 2. Ich trau auf dich, o Gott mein Herr; Wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ, Du mein Gott und Erlöser bist. 3. Des kann ich mich von Her⸗ zen freun, Bin gutes Muts und harre dein, Verlaß mich ganz auf deinen Namn; Hilf, Helfer, hilfl drauf sprech ich Amn! Nach N. Selnecker, 4 1592. 603. I ch bin ja, Herr, in deiner Macht, Du hast mich an das Licht ge⸗ bracht, Du unterhältst mir auch When en; Du kennest meiner Monden Zahl, Weißt, wann ich diesem Rauitar ta Auch wieder gute Nacht muß geben; Wo, wie und wann ich sterben soll, Das weißt du, Vater, mehr als wohl. 2. Wen hab ich nun, als dich allein, Der mir in meiner letzten Pein Mit Trost und Rat weiß beizu⸗ springen? 414 Wer nimmt sich meiner Seele an, Wenn nun mein Leben nichts ö mehr kann, Und ich muß mit dem Tode ringen, Wenn aller Sinne Kraft gebricht: Tust du es, Gott mein Heiland, nicht? 3. Ich höre der Posaunen Ton, Ich sehe den Gerichtstag schon, Daß er auch mir ein Urteil fälle. Hier weiset mein Gewissensbuch, Da aber des Gesetzes Fluch Mich Sündenkind hinab zur Hölle. Wer hilft mir sonst in dieser Not, Wo du nicht, Gott, des Todes Tod? 4. Der Teufel hat nicht Macht an mir, Ich habe bloß gesündigt dir, Dir, der du Missetat vergibest. Was maßt sich Satan dessen an, Der kein Gesetz mir geben kann, Nichts hat an dem, was du, Herr, liebest? Er nehme das, was sein ist, hin. Ich weiß, daß ich des Herren bin. 5. Herr Jesu, ich, dein teures Gut, Bezeugs mit deinem eignen Blut, Daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont denn Satan meiner nicht Und schreckt mich durch das Zorn⸗ gericht? Komm, rette deines Leidens Ehre. Was gibest du mich fremder Hand Und hast so viel an mich gewandt? 6. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil, Du lässest mich, dein wahres Teil, Zu fest in deinem Schoße sitzen. Hier lach ich aller Angst und Not, Es mag Gesetz, Höll oder Tod Die letzten Dinge. Auf mich her donnern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein, Jetzt kann ich keines andern sein. S. Dach, 7 1659. 604. Mel. Herzlich tut mich verlangen. Phil. 1, 23. Ich habe Lust zu scheiden, Mein Sinn geht aus der Welt; Ich sehne mich mit Freuden Nach Zions Friedenszelt. Weil aber uns die Stunde Zum Abschied keiner nennt, So hört aus meinem Munde Mein letztes Testament: 2. Gott Vater, meine Seele Bescheid ich deiner Hand; Aus dieser dunklen Höhle Führ sie ins Vaterland. Du hast sie mir gegeben, Drum nimm sie wieder hin, Daß ich in Tod und Leben Nur dein alleine bin. 3. Was werd ich, Jesu, finden, Das dir gefallen kann? Ach nimm doch meine Sünden Als ein Vermächtnis an; Wirf sie in deine Wunden Wie in ein Meer hinein, So hab ich Heil gefunden Und schlafe selig ein. 4. Dir, o du Geist der Gnade, Laß ich den letzten Blick; Zieh ich des Todes Pfade, So sieh auf mich zurück; Ach fleh in meinem Herzen, Wenn ich kein Glied mehr rühr, Und stell in meinen Schmerzen Mir nichts als Jesum für. 5. Ihr Er Von meine Ich weiß, Sonst nich Wenn Leib Tragt mick So bin ich Und aller 6. Euch 6 Die ihr mi Euch habei Gott, euret Drum nehr Es wird g Daß wir a Einanderer 7. Zuletzt Mein blass Damit dir Was du m Mach ihn Bis Gottes Denn diese Er bleibt 1 8. Dies is Gott drückt Nun wart Bis daß ic Durch Chr So geh ich Und weiß, Des Himm Ic haber Er machs m Lang oder Ich bin be Zu allem,! rn oder blitzen. war ich dein, S andern sein. 5. Dach, 1659. . rich verlangen. 23. scheiden, us der Welt; Freuden uszelt. Stunde r nennt, m Munde ient: ine Seele Hand; Höhle land. geben, ieder hin, d Leben n. Jesu, finden, nu? ine Sünden 5an; Zunden inein, funden . der Gnade, Blick; Pfade, trück; Herzen, mehr rühr, Schmerzen m für. 5. Ihr Engel, nehmt die Tränen Von meinen Wangen an; Ich weiß, daß euer Sehnen Sonst nichts erfreuen kann. Wenn Leib und Seele scheiden, Tragt mich in Jesu Schoß, So bin ich voller Freuden Und aller Tränen los. 6. Euch aber, meine Lieben, Die ihr mich dann beweint, Euch hab ich was verschrieben, Gott, euren besten Freund. Drum nehmt den letzten Segen, Es wird gewiß geschehn, Daß wir auf Zions Wegen Einander wiedersehn. 7. Zuletzt sei dir, o Erde, Mein blasser Leib vermacht, Damit dir wieder werde, Was du mir zugebracht. Mach ihn zu Asch und Staube, Bis Gottes Stimme ruft; Denn dieses sagt mein Glaube: Er bleibt nicht in der Gruft. 8. Dies ist mein letzter Wille; Gott drückt das Siegel drauf, Nun wart ich in der Stille, Bis daß ich meinen Lauf Durch Christi Tod vollende: So geh ich freudig hin Und weiß, daß ich ohn Ende Des Himmels Erbe bin. B. Schmolck, + 1737. 605. Ic hab mein Sach Gott heim⸗ gestellt, Er machs mit mir, wies ihm gefällt, Lang oder kurz sei meine Zeit, Ich bin bereit Zu allem, was mein Herr gebeut. Die letzten Dinge. 2. Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will, Ich schreib ihm nicht vor Maß noch Ziel; Es sind gezählt die Haare mein, So groß wie klein, Fällt keines ohn den Willen sein. 3. Es ist allhier ein Jammertal, Angst, Not und Trübsal überall; Des Bleibens ist nur kurze Zeit, Voll Müh und Leid, Und wers bedenkt, ist stets im Streit. 4. Was ist der Mensch? Ein Erdenkloß, Kommt von der Mutter nackt und bloß, Bringt nichts mit sich auf diese Welt, Kein Gut noch Geld, Nimmt nichts mit sich, wenn er hinfällt. 5. Es hilft kein Reichtum, Geld noch Gut, Kein Kunst noch Gunst, noch stolzer Mut, Fürn Tod kein Kraut gewachsen ist; Mein frommer Christ, Was lebet, alles sterblich ist. 6. Heut sind wir frisch, gesund und stark Und liegen morgen tot im Sarg; Heut blühn wir wie die Rosen rot, Bald krank und tot; Ist allenthalben Müh und Not. 7. Man trägt eins nach dem andern hin, Wohl aus den Augen, aus dem Sinn; Die Welt vergisset unser bald, Jung oder alt, Auch unsrer Ehren mannigfalt. 41⁶ Die letzten Dinge. 8. Ach Herr, lehr uns bedenken wohl, Daß wir sind sterblich allzumal Und müssen all von dannen gehn, Wie wir auch stehn, Gelehrt, reich, jung, alt oder schön. 9. Das macht die Sünd, du treuer Gott; Dadurch kommt her der bittre Tod, Der nimmt dahin all Menschen⸗ kind, Wie er sie findt, Fragt nicht, wie hoch und reich sie sind. 10. Doch ob mich schon die Sünd anficht, Dennoch will ich verzagen nicht; Ich weiß, daß mein getreuer Gott Für mich in Tod Sein lieben Sohn gegeben hat. 11. Derselbe, mein Herr Jesus Christ, Für meine Sünd gestorben ist Und auferstanden mir zu gut; Der Hölle Glut Hat er gelöscht mit seinem Blut. 12. Dem leb und sterb ich allezeit, Von ihm mich auch der Tod nicht scheidt: Ich leb, ich sterb, so bin ich sein, Er ist allein Der einge Trost und Helfer mein. 13. Das ist mein Trost zu aller Zeit In allem Kreuz und Traurigkeit; Ich weiß, daß ich am jüngsten Tag Ohn alle Klag Werd auferstehn aus meinem Grab. 14. Mein lieben Gott von An⸗ gesicht Werd ich anschaun, dran zweifl ich nicht, In ewger Freud und Seligkeit, Die mir bereit; Ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit. 15. O Jesu Christe, Gottes Sohn, Der du für uns hast gnug getan, Schleuß mich in deine Wunden ein; Du bist allein Der einge Trost und Helfer mein. 16. Amen, mein lieber frommer Gott, Bescher uns einen selgen Tod; Hilf, daß wir mögen allzugleich Bald in dein Reich Eingehn und bleiben ewiglich. J. Leon, 4 1597. 606. Mel. Herzlich tut mich verlangen. Ich hab mich Gott ergeben. Dem liebsten Vater mein; Hier ist kein Immerleben, Es muß geschieden sein. Der Tod kann mir nicht schaden, Er ist nur mein Gewinn; In Gottes Fried und Gnaden Fahr ich mit Freud dahin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber⸗ O Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir lieber, Da trachte ich hinein, Darf mich nicht sehr beladen, Weil ich wegfertig bin: In Gottes Fried und Gnaden Fahr ich mit Freud dahin. 3. Ach, selge Freud und Wonne Hat mir der Herr bereit, Da Christus ist die Sonne, Leben und Seligkeit. Was kann mir doch nur schaden, Weil ich bei Christo bin? In Gottes Fried und Gnaden Fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegt Ihr Liebf Um mich Ich weiß Den recht Nehmt fle In Gotte Fahrt mi Mel. Wer Ich sterb Eilt imme Wer kann Ob ich ne Die Zeit g Ach wer 2. Ein Ist immer Der Apfel Fällt end Ich weiß, Daß ich z 3. Es sch Er komme Und forde Wohl den Denn ewe Hängt oft 4. Herr Hast du 6 Wie lange is in Ewigkeit. „ Gottes Sohn, ast gnug getan, ne Wunden ein; id Helfer mein. lieber frommer Gott, selgen Tod; zen allzugleich 9 den ewiglich. J. Leon, 1 1597. 2 . mich verlangen. 'tt ergeben. r mein; lerleben, sein. r nicht schaden, dewinn; und Gnaden id dahin. t jetzt vorüber⸗ ich dein? lir lieber, ein, hr beladen, bin: und Gnaden id dahin. ud und Wonne bereit, e Sonne, it. ch nur schaden, to bin? und Gnaden id dahin. 4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen, Ihr Liebsten allzumal, Um mich sollt ihr nicht weinen, Ich weiß von keiner Qual; Den rechten Port noch heute Nehmt fleißig ja in acht, In Gottes Fried und Freude Fahrt mir bald all hernach. J. Siegfried, 1637. 607. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Ich sterbe täglich, und mein Leben Eilt immerfort zum Grabe hin; Wer kann mir einen Bürgen geben, Ob ich noch morgen lebend bin? Die Zeit geht hin, der Tod Hcer; er; Ach wer nur immer fertig wär! 2. Ein Mensch, der sich mit Sünden träget, Ist immer reif zu Sarg und Grab; Der Apfel, der den Wurm schon heget, Fällt endlich unversehens ab. Ich weiß, es ist der alte Schluß, Daß ich zu Erde werden muß. 3. Es schickt der Tod nicht immer Boten, Er kommet oft unangemeldt Und fordert uns ins Land der Toten; Wohl dem, der Haus und Herz bestellt! Denn ewges Unglück oder Glück Hängt oft an einem Augenblick. 4. Herr aller Herren, Tod und Leben Hast du allein in deiner Hand; Wie lange du mir Frist gegeben, Die letzten Dinge. 417 Das ist und bleibt mir unbekannt; Hilf, daß ich jeden Glockenschlag An meinen Abschied denken mag. 5. Es kann vor Abend anders werden, Als es am Morgen mit mir war; Den einen Fuß hab ich auf Erden, Den andern auf der Totenbahr; Ein kleiner Schritt ist nur dahin, Wo ich der Würmer Speise bin. 6. Ein einzger Schlag kann alles enden, Und Fall und Tod beisammen sein; Doch schlage nur mit Vaterhänden Und schließ in Christi Tod mich ein, Daß, wenn der Leib zu Boden fällt, Die Seel an Jesu Kreuz sich hält. 7. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, Wenn Auge, Mund und Ohr sich schleußt; Drum bet ich bei gesunden Tagen: Herr, dir befehl ich meinen Geist. Verschließen meine Lippen sich, So bitte Jesu Blut für mich. 8. Kann ich nicht segnen mehr die Meinen, So segne du sie, Herr, für mich; Und wenn sie bittre Tränen weinen, O Tröster, so erbarme dich Und lasse der Verlassnen Schrein Durch deinen Trost erhörlich sein. 9. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, So schließ mir, Herr, den Himmel auf; Verkürze mir die Todesschmerzen Und hole mich zu dir hinauf: So wird mein Abschied keine ein Zwar eilig, dennoch selig sein. B. Schmolck, 4 1737 Dd 608. Mel. Christus der ist mein Leben. Ic weiß, an wen ich glaube, Denn mein Erlöser lebt, Der, wird der Leib zu Staube, Den Geist zu sich erhebt. 2. Ich weiß, an wem ich hange, Wenn alles wankt und weicht, Der, wird dem Herzen bange, Die Rettungshand mir reicht. 3. Ich weiß, wem ich vertraue, Und, wenn das Auge bricht, Daß ich ihn ewig schaue, Ihn selbst von Angesicht. A. Niemeyer, 4 1828. 609. Mel. Gottlob es geht nunmehr zum Ende. Ich weiß, es wird mein Ende kommen, Doch weiß ich nicht, wo, wie und wann. Vielleicht werd ich der Welt ent⸗ nommen, Bevor ein neuer Tag bricht an; Vielleicht ist schon mein Ziel be⸗— stimmt, Eh diese Stund ein Ende nimmt. 2. Dies alles kann mich nicht betrüben: In Gottes Hand steht meine Zeit. Der Menschen Tage sind geschrieben In seinem Buch von Ewigkeit. Ist das, was sterblich, abgetan, Dann fängt unsterblich Leben an. 3. Ich weiß aus Gottes teurem Worte, Die letzten Dinge. Der Tod sei Gläubigen kein Tod; Er ist mir eine Himmelspforte, Das Ende aller meiner Not, Ein sanfter Abend, der mich kühlt, Wenn ich des Tages Last gefühlt. 4. Drum harrt mein sehnendes Verlangen, Bis mich der Tod der Erd entrückt. Mit Freuden will ich ihn emp⸗ fangen, Weil Jesus diesen Boten schickt, Der nach des Lebens Angst und Pein Mich führet in den Himmel ein. 5. Laß nur, Herr Jesu, meine Seele Im wahren Glauben fertig stehn, Daß ich nicht meines Ziels verfehle, Wenn ich einst muß von hinnen gehn. O mache du mein Herz bereit Zur Reise nach der Ewigkeit. 6. Gib, daß ich stets in Buße lebe, Verleih mir ein geheiligt Herz; Wenn ich den Geist dir übergebe, Dann tröste mich dein Todes⸗ — 6 ů schmerz; So scheid ich freudig von der Welt, Wo, wie und wann es dir gefällt. Sal. Franck, 4 17²5. 610. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. In Christi Wunden schlaf ich ein, Die machen mich von Sünden rein; Christi Blut und Gerechtigkeit, Das ist mein Schmuck und Sned. eid. 2. Damit will ich vor Gott be⸗ stehn, Wenn ich Mit Fri Ein Gott 3. Dan Ins ewg Mit Chr Herr Je Machs Hilf mir Versag m Wenn sick So nimm Ist alles 2. Ich! Du läßt Denn du! Ob ich gl Verlassen Die's herz 3. Ruht Die Seel In deine Durch Te Hier ist di Angst, Ni 4. Tod, Mir nicht Bei dir, o Ich tröst igen kein Tod; mmelspforte, einer Not, der mich kühlt, 8 Last gefühlt. nein sehnendes Verlangen, * Erd entrückt. ich ihn emp⸗ fangen, Boten schickt, Angst und Pein Himmel ein. r Jesu, meine Seele en fertig stehn, Ziels verfehle, iß von hinnen gehn. Herz bereit r Ewigkeit. S in Buße lebe, heiligt Herz; t dir übergebe, )dein Todes⸗ schmerz; von der Welt, wes dir gefällt, Franck, 1 1725. . eins Lebens Licht. n schlaf ich ein, n Sünden rein; Gerechtigkeit, uck und Ehren⸗ kleid. vor Gott be⸗ stehn, Die letzten Dinge. 419 Wenn ich zum Himmel werd ein⸗ Deineinger Sohnaus Liebund Huld gehn; Mit Fried und Freud ich fahr dahin, Ein Gotteskind ich allzeit bin. 3. Dank hab, mein Tod, du förderst mich, Ins ewge Leben wandre ich, Mit Christi Blut gereinigt fein. Herr Jesu, stärk den Glauben mein! Leipzig 1638. 611. Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt, Hilf mir in meinem Leiden; Versag mir nicht, was ich dich bitt: Wenn sich mein Seel soll scheiden, So nimm sie, Herr, in deine Händ; Ist alles gut, wenn gut das End. 2. Ich will, o Herr, dir folgen gern, Du läßt mich nicht verderben, Denn du bist ja von mir nicht fern, Ob ich gleich hier muß sterben, Verlassen meine lieben Freund, Die's herzlich gut mit mir gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in ö der Erd, Die Seel zu dir sich schwinget, In deine Händ sie unversehrt Durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Jammertal, Angst, Not und Trübsal überall. 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt und Sünd Mir nicht mehr mögen schaden; Bei dir, o Herr, ich Rettung find, Ich tröst mich deiner Gnaden; Für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Warum sollt ich denn traurig sein, Weil ich so wohl bestehe, Bekleidt mit Christi Unschuld fein, Wie eine Braut hergehe? Gehab dich wohl, du schnöde Welt/ Bei Gott zu leben mir gefällt. J. H. Schein, 1630. 612. Jesus meine Zuversicht. Meine Lebenszeit verstreicht, Stündlich eil ich zu dem Grabe; Und wie wenig ists vielleicht, Das ich noch zu leben habe! Denk, o Mensch, an deinen Tod; Säume nicht, denn eins ist not. Mel. 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, Wünschen wirst gelebt zu haben. Güter, die du hier erwirbst, Würden, die dir Menschen gaben, Nichts wird dich im Tod erfreun; Diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Jesum liebt, Nur ein ruhiges Gewissen, Das vor Gott dir Zeugnis gibt, Wird dir deinen Tod versüßen; Dieses Herz, von Gott erneut, Gibt im Tode Freudigkeit. 4. Wenn in deiner letzten Not Freunde trostlos um dich beben, Dann wird über Welt und Tod Dich dies reine Herz erheben; Dann erschreckt dich kein Gericht, Gott ist deine Zuversicht. 5. Daß du dieses Herz erwirbst, Fürchte Gott und bet und wache. Sorge nicht, wie früh du stirbst: Dd 2 42⁰ Die letzten Dinge. Deine Zeit ist Gottes Sache. Lerne nur den Tod nicht scheun, Lerne seiner dich erfreun. 6. ÜUberwind ihn durch Vertraun; Sprich: Ich weiß, an wen ich gläube, Und ich weiß, ich werd ihn schaun Einst in dem verklärten Leibe. Er, der rief: Es ist vollbracht! Nahm dem Tode seine Macht. 7. Tritt im Geist zum Grab oft hin, Siehe dein Gebein versenken; Sprich: Herr, daß ich Erde bin, Lehre du mich selbst bedenken; Lehre du michs jeden Tag, Daß ich weiser werden mag. Chr. F. Gellert, 4 1769. 613. Mel. Gottlob es geht nunmehr zum Ende. Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe, Ich bin ein Mensch, der bald vergeht, Und finde hier kein solches Erbe, Das ewig in der Welt besteht; Drum zeige mir in Gnaden an, Wie ich recht selig sterben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe; Kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe, Die Blume kann gar leicht ver⸗ blühn; Drum mache mich nur stets bereit Hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, Dieweil der Tod viel Wege hält: Dem einen wird das Scheiden herbe, Sanft geht ein andrer aus der Welt. Doch wie du willst! Gib, daß dabei Mein End in dir nur selig sei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, Und welcher Sand mein Grab bedeckt; Doch wenn ich dieses nur erwerbe, Daß deine Hand mich auferweckt, Mag hier, mag dort die Stätte sein: Die Erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Gott, wenn ich soll sterben, So nimm du meinen Geist zu dir, Mein Heiland läßt mich nicht verderben; Und hab ich Jesum nur bei mir, So gilt mirs gleich und geht mir wohl, Wann, wo und wie ich sterben soll. B. Schmolck, 4 1737. 614. Luc. 2, 29—32. Mit Fried und Freud ich fahr dahin In Gottes Wille; Getrost ist mir mein Herz und Sinn, Sanft und stille; Wie Gott mir verheißen hat, Der Tod ist mein Schlaf worden. 2. Das macht Christus, wahr Gottes Sohn, Der treue Heiland, Den du mich, Herr, hast sehen lan, Und macht bekannt, Daß er m Und Heil 3. Den h Mit Zu seinem Heiße Durch deit An allem 4. Er ist Für Zu erleuch Und Er ist dein Der Preis, Mitten Mit dem Wen suchn Daß wir e Das bist d Uns reuet Die dich,! Heiliger H Heiliger st Heiliger be Du ewiger Laß uns 2 In des bit Kyrie 2. Mitten Uns der§ Wer will Frei und Das tust d Es jamme Unsre Sür Heiliger H Heiliger ste Heiliger be Du ewiger iel Wege hält: das Scheiden herbe, raus der Welt. Gib, daß dabei nur selig sei. ch weiß nicht, wo ich sterbe, d mein Grab bedeckt; s nur erwerbe, rich auferweckt, die Stätte sein: halben dein. Bott, wenn ich soll sterben, en Geist zu dir, ßt mich nicht verderben; 1nur bei mir, und geht mir wohl, ich sterben soll. hmolck, 4 1737. —32. Freud ich fahr dahin ille; sein Herz und Sinn, lle; heißen hat, Schlaf worden. hristus, wahr Gottes Sohn, land, hast sehen lan, kannt, Daß er mir das Leben sei Und Heil in Not und Sterben. 3. Den hast du allen vorgestellt Mit großen Gnaden, Zu seinem Reich die ganze Welt Heißen laden Durch dein teuer heilsam Wort, An allem Ort erschollen. 4. Er ist das Heil und selig Licht Für alle Heiden, Zu erleuchten, die dich kennen nicht, Und zu weiden. Er ist deins Volks Israel Der Preis, Ehr, Freud und Wonne. Dr. M. Luther, 4 1546. 61⁵. Mitten wir im Leben sind Mit dem Tod umfangen. Wen suchn wir, der Hülfe tu, Daß wir Gnad erlangen? Das bist du, Herr, alleine. Uns reuet unsre Missetat, Die dich, Herr, erzürnet hat. Heiliger Herre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott! Laß uns nicht versinken In des bittern Todes Not. Kyrie eleison. 2. Mitten in dem Tod anficht Uns der Hölle Rachen. Wer will uns aus solcher Not Frei und ledig machen? Das tust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit Unsre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott! Die letzten Dinge. Laß uns nicht verzagen Vor der tiefen Hölle Glut. Kyrie eleison. 3. Mitten in der Hölle Angst Unsre Sünd uns treiben; Wo solln wir denn fliehen hin, Da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergossen ist dein teures Blut, Das gnug für die Sünde tut. Heiliger Herre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott!l Laß uns nicht entfallen Von des rechten Glaubens Trost. Kyrie eleison. Dr. M. Luther, 4 1546. 616. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. Nun bringen wirden Leibzur Ruh Und decken ihn mit Erde zu, Den Leib, der nach des Schöpfers Schluß Zu Staub und Erde werden muß. 2. Er bleibt nicht immer Asch und Staub, Nicht immer der Verwesung Raub; Er wird, wenn Christus einst er⸗ scheint, Mit seiner Seele neu vereint. 3. Hier, Mensch, hier lerne, was du bist, Lern hier, was unser Leben ist. Nach Sorgen, Furcht und mancher Not Kommt endlich noch zuletzt der Tod. 4. Schnell schwindet unsre Le⸗ benszeit, Aufs Sterben folgt die Ewigkeit: 422 Die letzten Dinge. Wie wir die Zeit hier angewandt, So folgt der Lohn aus Gottes Hand. 5. So währen Reichtum, Ehr und Glück Wie wir selbst einen Augenblick; So währt auch Kreuz und Trau⸗ rigkeit Wie unser Leben kurze Zeit. 6. O sichrer Mensch, besinne dich, Tod, Grab und Richter nahen sich; In allem, was du denkst und tust, Bedenke, daß du sterben mußt. 7. Hier, wo wir bei den Grä⸗ bern stehn, Soll jeder zu dem Vater flehn: Ich bitt, o Gott, durch Christi Blut, Machs nur mit meinem Ende gut. 8. Laßt alle Sünden uns bereun, Vor unserm Gott uns kindlich scheun; Wir sind hier immer in Gefahr: Nehm jeder seiner Seele wahr! 9. Wenn unser Lauf vollendet ist, So sei uns nah, Herr Jesu Christ; Mach uns das Sterben zum Ge⸗ winn, Zeuch unsre Seelen zu dir hin. 10. Und wenn du einst, du Le⸗ bensfürst, Die Gräber mächtig öffnen wirst, So hilf uns fröhlich auferstehn Und dann dein Antlitz ewig sehn. E. Liebich, 1780. 617. Nun laßt uns den Leib begraben Und daran kein Zweifel haben, Er werd am letzten Tag aufstehn Und unverweslich hervorgehn. 2. Erd ist er und von der Erden, Wird auch zu Erd wieder werden Und von der Erd wieder aufstehn, Wenn Gottes Posaun wird an⸗ gehn. 3. Sein Seele lebt ewig in Gott, Der sie allhier aus lauter Gnad Von aller Sünd und Missetat Durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Sein Arbeit, Trübsal und Elend Ist kommen zum seligen End. Er hat getragen Christi Joch, Ist gestorben und lebet noch. 5. Die Seele lebt ohn alle Klag, Der Leib schläft bis zum letzten ag, An welchem Gott ihn verklären Und ewger Freud wird gewähren. 6. Hier ist er in Angst gewesen, Dort aber wird er genesen, In ewiger Freud und Wonne Leuchten wie die helle Sonne. 7. Nun lassen wir ihn hie schlafen Und gehn all heim unsre Straßen, Schicken uns auch mit allem Fleiß, Denn der Tod kommt uns gleicher Weis' M. Weiße, 4 1542. 618. 0 Jesu Christ, meins Riht Icht, Mein Hort, mein Trost, mein Zuversicht, Auf Erden bin ich nur ein Gast, Und drückt mich sehr der Saden 2. Ich hab vor mir ein schwere Reis' Zu dir ins ewge Paradeis; Da ist m Daran d 3. Zur Der Leib Allein me Herr, hol 4. Drun In meine Dein Kre⸗ Mein Ru 5. Wenn Dein Gei Hilf, daß Wenn mei 6. Dein Wenn mi Ra 7. Auf Wenn ich 8. Am j Hilf, daß Daß mich Wenn es on der Erden, hieder werden eder aufstehn, un wird an⸗ gehn. ewig in Gott, lauter Gnad id Missetat erlöset hat. osal und Elend ligen End. risti Joch, ebet noch. )hn alle Klag, 5 zum letzten Tag, h'n verklären ird gewähren. liugst gewesen, genesen, ind Wonne lle Sonne. hn hie schlafen insre Straßen, it allem Fleiß, it uns gleicher Weis'. Weiße, 1 1542. meins Lebens Licht, Trost, mein Zuversicht, nur ein Gast, yr der Sünden Last. mir ein schwere Reis' zaradeis; Da ist mein rechtes Vaterland, Daran du hast dein Blut ge⸗ wandt. 3. Zur Reis' ist mir mein Herz sehr matt, Der Leib gar wenig Kräfte hat; Allein mein Seele schreit in mir: Herr, hol mich heim, nimm mich zu dir! 4. Drum stärk mich durch das Leiden dein In meiner letzten Todespein; Dein Kreuz laß sein mein Wan⸗ derstab, Mein Ruh und Rast dein heilig Grab. 5. Wenn mein Mund nicht kann reden frei, Dein Geist in meinem Herzen schrei; Hilf, daß die Seel den fud ind, Wenn meine Augen werden blind. 6. Dein letztes Wort laß sein mein Licht, Wenn mir der Tod das Herz zer⸗ bricht; Behüte mich vor Ungebärd, Wenn ich mein Haupt nun nei⸗ gen werd. 7. Auf deinen Abschied, Herr, ich trau, Drauf meine letzte Heimfahrt bau; Tu mir die Himmelstüre auf, Wenn ich beschließe meinen Lauf. 8. Am jüngsten Tag erweck den Leib, Hilf, daß ich dir zur Rechten bleib, Daß mich nicht treffe Wiut— Wenn es das letzte Urteil spricht Die letzten Dinge. 42³ 9. Wie werd ich dann so fröh⸗ lich sein, Werd singen mit den Engeln dein Und mit der auserwählten Schar Dein Antlitz schauen immerdar! M. Böhm, 17 1622. 619. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 0 Welt, ich muß dich lassen, Ich fahr dahin mein Straßen Ins ewge Vaterland. Den Geist will ich aufgeben, Dazu mein Leib und Leben Setzen in Gottes gnädge Hand. 2. Mein Zeit ist nun vollendet, Der Tod das Leben endet; Sterben ist mein Gewinn. Kein Bleiben ist auf Erden, Das Ewge muß mir werden, Mit Fried und Freud ich fahr dahin. 3. Ob mich gleich hat betrogen Die Welt, von Gott gezogen Durch Sünd und Täuscherei, Will ich doch nicht verzagen, Ich will im Glauben sagen, Daß mir die Sünd vergeben sei. 4. Auf Gott steht mein Ver⸗ trauen, Sein Antlitz will ich schauen Wahrlich durch Jesum Christ, Der für mich ist gestorben, Des Vaters Huld erworben, Mein Mittler er auch worden ist. 5. Die Sünd mag mir nicht schaden, Erlöst bin ich aus Gnaden Umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu From⸗ men, 42⁴ Die letzten Dinge. So ich will zu ihm kommen, Der wahre Glaub allein es tut. 6. Wir sind unnütze Knechte, Mein Tun ist viel zu schlechte, Denn daß ich ihm bezahl Damit das ewge Leben; Umsonst will er mir's geben Und nicht nach mein'm Verdienst und Wahl. 7. Drauf will ich fröhlich sterben, Das Himmelreich ererben, Wie er mirs hat bereit. Hier mag ich nicht mehr bleiben, Der Tod soll mich vertreiben, Mein Seele sich vom Leibe scheidt. 8. Damit fahr ich von hinnen. O Welt, du mußt zerrinnen, Darum besinne dich! Auf, dich zu Gott bekehre Und von ihm Gnad begehre, Daß er auch dein erbarme sich. 9. Die Zeit ist schon vorhanden, Hör auf von Sünd und Schanden Und richt dich auf die Bahn Mit Beten und mit Wachen; All deine eitlen Sachen Sollst du gutwillig geben dran. 10. Das schenk ich dir am Ende: Leb wohl! zu Gott dich wende; Zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, Nimm mein Abschied zu Herzen, Meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. J. Hesse, 4 1547. 620. Mel. Herzlich tut mich verlangen. 50⁰ hab ich nun vollendet Den schweren Lebenslauf, Mich ganz zu Gott gewendet Und geh jetzt himmelauf. Sehr matt bin ich von Tränen, Mein Herz ist schwach von Not, Von Seufzen und von Stöhnen; Drum komm, o lieber Tod! 2. In allen meinen Jahren, Von zarter Jugend an Hab ich es wohl erfahren, Wie schwer die Himmelsbahn; Ich bin auf keinen Rosen Gegangen jederzeit, Wie etwa die Gottlosen In stolzer Sicherheit. 3. Wie oft hab ich geklaget, Gleich wie ein Wandersmann, Und nach der Ruh gefraget: Wann komm ich himmelan? Werd ich noch lange gehen Auf eitler Erden Tand? Ach werd ich nicht bald sehen Das rechte Vaterland? 4. Gottlob, nun soll es werden, Nun ist die Stund herbei, Daß ich von dieser Erden Soll werden los und frei; Nun hab ich ausgeklaget, Ich hab in meinem Streit Mich ritterlich gewaget; Die Kron ist mir bereit. 5. Ihr Lieben, laßt das Weinen, Es ist ja ohne Not; Gott eilet mit den Seinen Durch einen selgen Tod, Eh noch viel Trübsal kommen; Gott weiß, sie dräuen schon: Wohl dem, der aufgenommen Zum schönen Himmelsthron. 6. Wollt ihr es recht bedenken, Liebt ihr mich herzlich wohl, So dürft ihr euch nicht kränken, Daß ich jetzt sterben soll. In diesem Weltgebäude Hab ich euch ja geliebt; Drum gön Die miren 7. Wir Rx Ohn alle Nach wen Dort in d Da wird Da werde Recht mite Nach hohe Mi 5⁰ ruhe Und alles Schlaf, mi Weil Jesu⸗ Verschlafe! Wir schließ So ruh Dalet wi Du arge, Dein sünd! Durchaus Im Himm Hinauf stel Da wird 6 Dem, der 2. Rat mi O Jesu, G Soll ich ja Hilf mir, erkürz mi Stärk mein 'elauf. von Tränen, ach von Not, von Stöhnen; ber Tod! n Jahren, an fahren, imelsbahn; Rosen losen it. )geklaget, dersmann, gefraget: mmelan? je gehen and? bald sehen id? Hl es werden, herbei, Erden id frei; klaget, Streit iget; ereit. t das Weinen, Seinen Tod, al kommen; en schon: genommen ielsthron. cht bedenken, ich wohl, nicht kränken, soll. iude iebt; Drum gönnt mir doch die Freude, Die mir mein Heiland gibt. 7. Wir werden sein verbunden Ohn alle Not und Leid Nach wenig Zeit und Stunden Dort in der Ewigkeit; Da wird uns Gott verneuen, Da werden wir uns auch Recht miteinander freuen Nach hohem Himmelsbrauch. J. Pauli, nach 1674. 621. Mel. Es ist genug. 5⁰ ruhe wohl! Gott hat an dich gedacht Und alles wohl gemacht. Schlaf, müder Leib, schlaf wohl zu guter Nacht, Weil Jesus dich bewacht. Verschlafe die erlittnen Schmerzen, Wir schließen dich in unsre Herzen. So ruhe wohl! B. Schmolck, 1737. 622. Dalet will ich dir geben, Du arge, falsche Welt; Dein sündlich böses Leben Durchaus mir nicht gefällt. Im Himmel ist gut wohnen, Hinauf steht mein Begier; Da wird Gott herrlich lohnen Dem, der ihm dient allhier. 2. Rat mir nach deinem Herzen, O Jesu, Gottes Sohn; Soll ich ja dulden Schmerzen, Hilf mir, Herr Christ, davon, Verkürz mir alles Leiden, Stärk meinen blöden Mut; Die letzten Dinge. Laß selig mich abscheiden, Schenk mir dein ewig Gut. 3. In meines Herzens Grunde Dein Nam und Kreuz allein Funkelt all Zeit und Stunde, Drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde Zum Trost in meiner Not, Wie du, Herr Christ, so milde Dich hast geblut zu Tod. 4. Verbirg mein Seel aus Gna⸗ den In deiner offnen Seit, Rück sie aus allem Schaden Zu deiner Herrlichkeit: Der ist wohl hier gewesen, Wer erbt das Himmelslos, Und ewig ist genesen, Wer bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib meinen Nam aufs beste Ins Buch des Lebens ein, Bind meine Seele feste Ins Lebensbündlein ein Der, die im Himmel grünen Und vor dir leben frei: So will ich ewig rühmen, Daß dein Herz treue sei. Val. Herberger, 4 1627. 623. Wenn mein Stündlein vor⸗ handen ist, Und ich soll fahrn mein Straße, Geleit du mich, Herr Jesu Christ, Mit Hülf mich nicht verlasse. Mein Seel an meinem letzten End Befehl ich dir in deine Händ, Du wollst sie mir bewahren. 2. Mein Sünde wird mich krän⸗ ken sehr, Mich mein Gewissen nagen, 42⁰ Denn ihr ist viel wie Sand am Meer; Doch will ich nicht verzagen, Will denken, Herr, an deinen Tod, An deine heilgen Wunden rot, Die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an 2 eib, Des tröst ich mich von Herzen; Von dir ich ungeschieden bleib In Todes Not und Schmerzen; Wenn ich gleich sterb, so Rirde⸗ ir, Ein ewig Leben hast du mir Mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod 0 biß ist, Werd ich im Grab nicht bleiben: Mein höchster Trost dein Auf⸗ fahrt ist, Kann Todesfurcht vertreiben; Denn wo du bist, da Wai bn in, Daß ich stets bei dir leb und bin, Drum fahr ich hin mit Freuden. Nik. Hermann, 7 1561. 624. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende! Hin geht die Zeit, her ne 55 od; Ach wie geschwinde und behende Kann kommen meine Todesnot! : Mein Gott! ½ ich bitt durch Christi Blut, Machs nur mit meinem Ende gut. 2. Es kann vor Nacht leicht an⸗ ders werden, Als es am frühen Morgen war; Denn weil ich leb auf dieser Erden, Leb ich in steter Todsgefahr. Die letzten Dinge. : Mein Gottl:, ich bitt durch Christi Blut, Machs nur mit meinem Ende gut. 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken, Und wenn ich einstens sterben muß, Die Seel in Jesu Wunden senken Und ja nicht sparen meine Buß. : Mein Gott!: ich bitt durch Christi Blut, Machs nur mit meinem Ende gut. 4. Laß mich beizeit mein Haus bestellen, Daß ich bereit sei für und für Und sage stets in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit mir. : Mein Gott! ,½ ich bitt durch Christi Blut, Machs nur mit meinem Ende gut. 5. Mach immer süßer mir den Himmel Und immer bittrer diese Welt; Gib, daß mir in dem Weltge⸗ tümmel Die Ewigkeit sei vorgestellt. : Mein Gott!:,5 ich bitt durch Christi Blut, Machs nur mit meinem Ende gut. 6. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, Nichts, es sei Leben oder Tod; Ich leg die Hand in seine Seite Und sage: Mein Herr und mein Gottl : Mein Gott! ½ ich bitt durch Christi Blut, Machs nur mit meinem Ende gut. 7. Ich habe Jesum angezogen Schon längst in meiner heilgen Tauf, Du bist mir auch daher gewogen, Hast mich z Mein Machs nu 8. Ich h Ich hab se Nun kanr Ich bleib Mein Machs nu 9. So k Ich weiß, d Ich bin un Wie auch d Mein Machs nu 10. Ich Und sterb Es gehe, 1 Ich glaub Mein Machst du Amilie Mel. Ich h Wie fler Wie eilet Wie weni Von Wie schwe ich bitt durch Christi Blut, nem Ende gut. ich stets mein End bedenken, ns sterben muß, Vunden senken nmeine Buß. ich bitt durch Christi Blut, nem Ende gut. eit mein Haus bestellen, für und für allen Fällen: lst, so schicks mit mir. ich bitt durch Christi Blut, nem Ende gut. üßer mir den Himmel diese Welt; dem Weltge⸗ tümmel orgestellt. ich bitt durch Christi Blut, nem Ende gut. mich von Jesu scheide, 1oder Tod; in seine Seite herr und mein Gottl ich bitt durch Christi Blut, nem Ende gut. m angezogen neiner heilgen Tauf, aher gewogen, Hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott!, ich bitt durch Christi Blut, Machs nur mit meinem Ende gut. 8. Ich habe Jesu Leib gegessen, Ich hab sein Blut getrunken hier; Nun kann er meiner nicht ver⸗ gessen, Ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott!:½1 ich bitt durch Christi Blut, Machs nur mit meinem Ende gut. 9. So komm mein End heut oder morgen, Ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt; Ich bin und bleib in deinen Sor⸗ gen, Wie auch die Todesnot mich drückt. Mein Gott!e:; ich bitt durch Christi Blut, Machs nur mit meinem Ende gut. 10. Ich leb indes in ihm ver⸗ gnüget Und sterb ohn alle Kümmernis; Es gehe, wie mein Gott es füget, Ich glaub und bin des ganz gewiß: „ Mein Gott! ½1 durch Christi Gnad und Blut Machst dus mit meinem Ende gut. Amilie Juliane v. Schwarzburg⸗ Rudolstadt, 4 1706. 625. Mel. Ich hab mein Sach Gott heim⸗ gestellt. Wie fleugt dahin der Menschen Zeit, Wie eilet man zur Ewigkeit! Wie wenig denken an die Stund Von Herzensgrund, Wie schweigt hievon der träge Mund! Die letzten Dinge. 427 2. Das Leben ist gleich wie ein Traum, Gleich einem nichtgen Wasser⸗ schaum; Im Augenblick es bald vergeht Und nicht besteht, Gleich wie ihr dieses täglich seht. 3. Nur du, Jehova, bleibest mir Das, was du bist, ich traue dir: Laß Berg und Hügel fallen hin, Mir ist Gewinn, Wenn ich allein bei Jesu bin. 4. So lang ich in der Hütte wohn, So lehre mich, o Gottes Sohn, Gib, daß ich zähle meine Tag Und munter wach, Daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Not, Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod? O Mensch, du läufst dem Schatten zu, Das merke du, Du kommst sonst nicht zur wah⸗ ren Ruh. 6. Weg, Eitelkeit, der Toren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt, Das such ich nur, das bleibet mir. O mein Begier, Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! J. Neander, 1 1680. 626. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. Wie sicher lebt der Mensch, der Staub! Sein Leben ist ein fallend Laub; 4²⁸ Und dennoch schmeichelt er sich gern, Der Tag des Todes sei noch sern. 2. Der Jüngling hofft des Grei⸗ ses Ziel, Der Mann noch seiner Jahre viel, Der Greis zu vielen noch ein Jahr, Und keiner nimmt den Irrtum wahr. 3. Sprich nicht: Ich denk in Glück und Not Im Herzen oft an meinen Tod. Der, den der Tod nicht weiser macht, Hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewigkeit, Zu tun, was uns der Herr gebeut, Und unsers Lebens kleinster Teil Ist eine Frist zu unserm Heil. 5. Der Tod rückt Seelen vor Gericht; Da bringt Gott alles an das Licht Und macht, was hier verborgen war, Den Rat der Herzen, offenbar. 6. Drum da dein Tod dir täg⸗ lich dräut, So sei stets wacker und bereit; Prüf deinen Glauben als ein Christ, Ob er durch Liebe tätig ist. 7. Ein Seufzer in der letzten Not, Ein Wunsch, durch des Erlösers Tod Vor Gottes Thron gerecht zu sein, Dies macht noch nicht von Sün⸗ den rein. 8. Ein Herz, das Gottes Stimme hört, Ihr folgt und sich vom Bösen kehrt, Die letzten Dinge. Ein gläubig Herz, von Lieb erfüllt, Dies ist es, was in Christo gilt. 9. Die Heiligung erfordert Müh: Du wirkst sie nicht, Gott wirket sie; Du aber ringe stets nach ihr, Als wäre sie ein Werk von dir. 10. Wie oft vergaß ich diese Pflicht! Herr, geh mit mir nicht ins Ge⸗ richt, Drück selbst des Todes Bild in mich, Daß ich dir wandle würdiglich. 11. Gib, Herr, daß ich an jedem Tag Mein Herz vor dir erforschen mag, Ob Liebe, Demut, Fried und Treu Die Frucht des Geistes in mir sei; 12. Daß ich zu dir um Gnade fleh, Stets meiner Schwachheit Wsch teh Und endlich in des Glaubens Macht Mit Freuden ruf: Es ist vollbracht. Chr. F. Gellert, 1769. 627. Mel. Ich hab aeteh Sh Gott heim⸗ geste Wohlauf, wohlan zum letzten Gang. Kurz ist der Weg, die Ruh ist lang. Gott führet ein, Gott führet aus: Wohlan, hinaus! Kein Bleiben ist im Erdenhaus. 2. Du Herberg in der Wander⸗ zeit, Du gabest Freuden, gabst auch Leid. Schließ r Was trat Dein Ga 3. Trac Ihr Lieb Nun gut Im Erdg Nun gut 4. Ein Ein Sieg Triumph Sein Kre Das wink 9. Uhr Und läut Der nach Durch Je Für Gott 6. O seli Der in de O selig, Die Gotte Die drobe 7. Was Du suchst Die Welt Denk an Und wäh on Lieb erfüllt, u Christo gilt. rfordert Müh: Sott wirket sie; 3nach ihr, Zerk von dir. gaß ich diese Pflicht! nicht ins Ge⸗ richt, 8 Bild in mich, e würdiglich. ß ich an jedem Tag rforschen mag, ried und Treu tes in mir sei; ir um Gnade fleh, achheit wider⸗ steh des Glaubens Macht ist vollbracht. Zellert, 4. 1769. ö sach Gott heim⸗ zum letzten Gang. e Ruh ist lang. ott führet aus: 1 Erdenhaus. der Wander⸗ c i, gabst au Leid. Schließ nur getrost die Pforte zu, Was trauerst du? Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. 3. Tragt ihn fein sanft ins Schlafgemach, Ihr Lieben, folgt ihm segnend nach. Run gute Nacht, der Tag war schwül Im Erdgewühl; Nun gute Nacht! die Nacht 190. kühl 4. Ein Schmuck ist auch das Leichentuch, Ein Siegeszug der Leichenzug. Triumph! der Herr macht gute Bahn, Sein Kreuz voran: Das winkt und deutet himmelan. 5. Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein Und läutet hell den Sabbat ein, Der nach des Werktags kurzer Durch Jesum Christ Für Gottes Volk vorhanden ist. ** * 6. O selig, der das Heil erwirbt, Der in dem Herrn, dem Mittler, stirbt! Frist O selig, wer, vom Laufe matt, Die Gottesstadt, Die droben ist, gefunden hat! 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so viel, und eins ist not. Die Welt beut ihre Güter feil: Denk an dein Heil Und wähl in Gott das beste Teil. Die letzten Dinge. 429 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts 35 du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz. Schau himmelwärts, Da wo dein Schatz, da sei dein Herz. 9. Mit Gott bestell dein Haus beizeit, Eh dich der Tod an Tote reiht, Sie rufen: Gestern wars an mir, Heut ists an dir! Hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, Aus Wieg und Bett in Sarg und Grab, Wann, wie und wo, ist Gott be⸗ wußt. Schlag an die Brust: Du mußt von dannen, Mensch, du mußt. 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, Kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, Da blüht zu schön kein Wangen⸗ rot: Im Finstern droht Der Tod und überall der Tod. 12. Ach banges Herz im Trä⸗ nental, Wo ist dein Licht, dein Lebens⸗ strahl? Du bists, Herr, der mit Gottes⸗ macht Aus Gräbernacht ö Das Leben hat ans Licht ge⸗ bracht. 430 Die letzten Dinge. 13. Dein Wort, Herr, klingt so hoch und hehr: Wer an mich glaubt, stirbt nim⸗ mermehr. Dein Kreuz, dein Grab, dein Auf⸗ erstehn, Dein Himmelgehn Läßt uns den Himmel offen sehn. 14. Wohl dem, der sich mit dir vertraut, Schon hier die ewgen Hütten baut! Er sieht das Kleinod in der Fern Und kämpfet gern Und harrt der Zukunft seines Herrn. * 1* 15. Nun, Tor des Friedens, öffne dich: Hinein! Hier schließt die Wall⸗ fahrt sich. Ihr Schlafenden im Friedensreich, Gönnt allzugleich Auch ihm ein Räumlein neben euch. 16. Viel Gräber sind an diesem Ort, Viel Wohnungen im Himmel dort, Bereitet ist die Stätte schon Am Gnadenthron, Bereitet uns durch Gottes Sohn. 17. Sein ist das Reich mit All⸗ gewalt; Er zeugt und spricht: Ich komme bald. Ja komm, Herr Jesu, führ uns ein! Wir harren dein: Amen, dein laß uns ewig sein! Chr. Sachse, 4 1860. Beim Tode der Galtin. 628. Mel. Wenn mein Stündlein vor⸗ handen ist. Ach Gott, ich muß in Traurigkeit Mein Leben nun beschließen, Dieweil der Tod von meiner Seit So eilend hat gerissen Mein treues Herz, der Tugend Schein, Des muß ich jetzt beraubet sein. Wer kann mein Elend wenden? 2. Wenn ich an ihre Freundlich⸗ keit Gedenk in meinem Herzen, Die sie mir hat zu jeder Zeit In Freud und auch in Schmerzen Erwiesen ganz beständiglich, Mein Kreuz und Weinen mehret sich, Vor Angst möcht ich vergehen. 3. Bei wem soll ich auf dieser Welt Rechtschaffne Liebe finden? Der meiste Teil nicht Glauben hält, Die Treu will gar verschwinden. Ich glaub und sag es ohne Scheu: Die best ist die getraute Treu, Der muß ich jetzt entraten. 4. Fürwahr mir geht ein scharses Schwert Jetzund durch meine Seele, Die abzuscheiden oft begehrt Aus ihrer Leibeshöhle. Wo du nicht, o Herr Jesu Christ, In solchem Kreuz mein Tah Muß ich vor Leid verzagen. 5. O treu geliebtes, selges Herz, Zu dir will ich mich wenden, In diesem! Will dien Zu dir un Wie Gott In höchste 6. Du ke In dies b Ich aber Da werd In höchster Die deine Drauf ich 7. O wie Wolln wi Da wird Der bittre Ach welche Wenn ich Mit Freu 8. Dies Mir zu E Erwarten Wie Chrif Gott alles Und mich Zu deines Beim C Mel. Ermi Du bist Wer will Doch bist d Der Herr er Galtin. 3. Stündlein vor⸗ ist. in Traurigkeit beschließen, on meiner Seit issen „ der Tugend Schein, beraubet sein. lend wenden? hre Freundlich⸗ keit Herzen, H jeder Zeit in Schmerzen tändiglich, Weinen mehret sich⸗ ich vergehen. ich auf dieser Welt finden? t Glauben hält, verschwinden. es ohne Scheu: traute Treu, entraten. jeht ein scharfes Schwert ne Seele, ft begehrt zhle. err Zesu Christ, mein Tröster bist, verzagen. es, selges Herz, ich wenden, In diesem meinem großen Schmerz, Will die Gedanken senden Zu dir und deinem jetzgen Stand, Wie Gott dir alles Kreuz gewandt In höchste Freud und Wonne. 6. Du kommst nicht wieder her zu mir In dies betrübte Leben, Ich aber komm hinauf zu dir, Da werd ich mit dir schweben In höchster Freude, Wonn und Lust, Die deine Seele täglich kost't, Drauf ich mich herzlich freue. 7. O wie mit großer Freudigkeit Wolln wir einander kennen, Da wird uns dann zu keiner Zeit Der bittre Tod mehr trennen. Ach welche Freude wird dann sein, Wenn ich die, die ich jetzt bewein, Mit Freuden werd umfangen! 8. Dies will ich stets in Trau⸗ rigkeit Mir zu Gemüte führen, Erwarten in Geduld die Zeit, Wie Christen will gebühren. Gott alles Trostes, steh bei mir Und mich durch deinen Geist re⸗ gier Zu deines Namens Ehren. Joh. Heermann, 1 1647. Beim Tode von Rindern. 629. Mel. Ermuntre dich mein schwacher Geist. Da bist zwar mein und bleibest mein; Wer will mirs anders sagen? Doch bist du nicht nur mein allein; Der Herr von ewgen Tagen Die letzten Dinge. 431 Der hat das meiste Recht an dir, Der fordert und erhebt von mir Dich, o mein Kind, mein Wille, Mein Herz und Wunsches Fülle. 2. Ach gält es wünschen, wollt ich dich, Du Sternlein meiner Seelen, Vor allem Weltgut ewiglich Mir wünschen und erwählen; Ich wollte sagen: Bleib bei mir, Du sollst sein meines Hauses Zier, An dir will ich mein Lieben Bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein Herz und meint es gut, Gott aber meints noch besser; Groß ist die Lieb in meinem Mut, In Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr, Gott ist der Väter Haupt und Ehr, Ein Quell, da Alt und Jungen In aller Welt entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn, Und der mir ihn gegeben, Will, daß er nah an seinem Thron Im Himmel solle leben. Ich sprech: Ach weh, mein Licht verschwindt! Gott spricht: Willkommen, liebes Kind; Dich will ich bei mir haben Und ewig reichlich laben. 5. O süßer Rat, o schönes Wort Und heilger, als wir denken! Bei Gott ist ja kein böser Ort, Kein Unglück und kein Kränken, Kein Angst, kein Mangel, kein Versehn; Bei Gott kann keinem Leid ge⸗ schehn; Wen Gott versorgt und liebet, Wird nimmermehr betrübet. 432 6. Ach dürft ich doch von ferne stehn Und nur ein wenig hören, Wenn deine Sinne sich erhöhn Und Gottes Namen ehren, Der heilig, heilig, heilig ist, Durch den auch du geheiligt bist; Ich weiß, ich würde müssen Vor Freuden Tränen gießen. 7. Nun denn, es sei und auso also Ich will nicht um dich weinen; Du lebst und bist von Herzen froh, Siehst lauter Sonnen scheinen, Die Sonnen ewger Freud und Ruh: Da leb und bleib nur immerzu; Wills Gott, will ich mit andern Auch bald hinüberwandern. P. Gerhardt, 4 1676. 630. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Gottlob, die Stund ist kommen, Da ich werd aufgenommen Ins schöne Paradeis! Ihr Eltern dürft nicht klagen; Mit Freuden sollt ihr sagen: Dem Höchsten sei Lob, Ehr und Preis. 2. Kurz war mein irdisch Leben; Ein beßres wird mir geben Gott in der Ewigkeit. Da werd ich nicht mehr sterben, In keiner Not verderben; Mein Leben wird sein lauter Freud. 3. Er eilet mit den Seinen, Läßt sie nicht lange weinen In diesem Tränental. Ein schnell und selig Sterben Ist schnell und glücklich erben Des schönen Himmels Ehrensaal. Die letzten Dinge. 4. Die Welt mag Netze stellen; Mich wird sie nun nicht fällen, Sie wird mir tun kein Leid. Denn wer kann den verletzen, Den Christus will versetzen Ins Schloß vollkommner Sicher⸗ heit. 5. Zuvor bracht ich euch Freude; Jetzt, da ich von euch scheide, Betrübt sich euer Herz. Doch wenn ihrs recht betrachtet Und, was Gott tut, hoch achtet, Wirdsichbaldlindern allerSchmerz 6. Gott zählet alle Stunden, Er schlägt und heilet Wunden, Er kennet jedermann. Nichts ist jemals geschehen, Was er nicht vorgesehen; Und was er tut, ist wohl getan. 7. Wenn ihr mich werdet finden Vor Gott, frei aller Sünden, In weißer Seide stehn Und tragen Siegespalmen In Händen und mit Psalmen Des Herren Lob und r 90 öhn: 8. Da werdet ihr euch freuen, Es wird euch herzlich reuen, Daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes Willen Gedenket zu erfüllen Und ihm sich in Geduld ergibt. J. Heermann, 1 1647. 631. Mel. Valet will ich dir geben. 0⁰ hab ich obgesieget, Mein Lauf ist nun vollbracht, Ich bin gar wohl vergnüget, Zu tausend guter Nachtl Ihr aber, Tut nicht Was woll Stehts do 2. Fahr Fahrt imi Ich freue Daß ich e Ich leb in In meine Mich trifft So dieser 3. Schm Wie sonst Aus jenen Hat meine Die ewig Die werte Rührt her Der hat n 4. Noch Ihr Eltern Euch hat Das Herze Des Vater Sieht sehn Die Mutte Und kehrt 5. Ich w Auf eine k Will Gott So werfet Und sprech Gott nimn Bei ihm st Der Mense 6. Daß Zeigt 920 Daß es f Tut Gotte Netze stellen; i nicht fällen, kein Leid. en verletzen, versetzen mmner Sicher⸗ heit. ch euch Freude; euch scheide, erz. echt betrachtet t, hoch achtet, nallerchmerz. le Stunden, ilet Wunden, nn. geschehen, gesehen; ist wohl getan. h werdet finden er Sünden, stehn zpalmen nit Psalmen und Ruhm er⸗ höhn: euch freuen, lich reuen, etrübt. ottes Willen en eduld ergibt. rmann, 7 1647. . ich dir geben. sieget, 1 vollbracht, vergnüget, Nachtl Ihr aber, meine Lieben, Tut nicht so ängstiglich; Was wollt ihr euch betrüben? Stehts doch sehr gut um mich. 2. Fahrt hin, o Angst und Schmerzen, Fahrt immer, immer hin! Ich freue mich von Herzen, Daß ich erlöset bin. Ich leb in tausend Freuden In meines Schöpfers Hand; Mich trifft und rührt kein Leiden, So dieser Welt bekannt. 3. Schmückt meinen Sarg mit Kränzen, Wie sonst ein Siegsmann prangt: Aus jenen Himmelslenzen Hat meine Seel erlangt Die ewig grüne Krone; Die werte Siegespracht Rührt her von Gottes Sohne, Der hat mich so bedacht. 4. Noch netzet ihr die Wangen, Ihr Eltern, über mir; Euch hat das Leid umfangen, Das Herze bricht euch schier; Des Vaters treue Liebe Sieht sehnlich in mein Grab, Die Mutter stehet trübe Und kehrt die Augen ab. 5. Ich war euch nur geliehen Auf eine kurze Zeit: Will Gott mich zu sich ziehen, So werfet hin das Leid Und sprecht: Gott hats gegeben, Gott nimmts; er hat es Recht; Bei ihm steht Tod und Leben, Der Mensch ist Gottes Knecht. 6. Daß ihr mein Grab müßt sehen, Zeigt unsern schwachen Stand; Daß es so bald geschehen, Tut Gottes Vaterhand. Die letzten Dinge. Gott wird das Leid euch stillen; Ich sterbe nicht zu jung. Wer stirbt nach Gottes Willen, Der stirbt schon alt genung. G. W. Sacer, 1699. 632. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Wenn kleine Himmelserben In ihrer Unschuld sterben, So büßt man sie nicht ein: Sie werden nur dort oben Vom Vater aufgehoben, Damit sie unverloren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe Zu ihrem Christenlaufe Für Jesum eingeweiht Und noch bei Gott in Gnaden: Was sollt es ihnen schaden, Daß Jesus sie zu sich entbeut? 3. O wohl auch diesem Kindel Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind; Du gehest ja nur schlafen Und bleibest bei den Schafen, Die ewig unsers Jesu sind. J. A. Rothe, 4 1758. 633. Mel. Gottlob es geht nunmehr zum Ende. Wie kurz ist doch der Menschen Leben, Wie eilend wird man weggerafft! Wir sind mit Sterblichkeit um⸗ geben, Wie bald versiegt des Lebens Saft! Wir blühen auf und fallen ab, Wir steigen aus der Wieg ins Grab. Ce 4³³ 43⁴ Die letzten Dinge. 2. Wohl aber dem, der also stirbet, Daß ihn sein Sterben nicht be⸗ trübt, Den Gott entrückt, eh er verdirbet, Und ihm ein ewges Leben gibt, Ein Leben in der bessern Welt, Die keinen Jammer in sich hält. 3. Ach weinet nicht, daß ich ge⸗ storben, Ich habe ja nun ausgekrankt; Was mir mein Jesus hat 5 0 en, Das hab ich in dem Tod erlangt; Ich bin an einen Ort gebracht, Wo meine Seel in Frieden lacht. 4. Wie wohl bin ich da aufge⸗ hoben! Wie wohl hat mich doch Gott versorgt! Ihn soll ich nun mit Freuden loben, Euch war ich nur von ihm geborgt; Mein Gott hat mich der Erd ent⸗ wandt Und mir den Himmel zuerkannt. 5. Verwelkt der Leib gleich in der Erden, Er wird doch künftig wieder blühn, Von Jesu schön verkläret werden, Der wird ihm seinen Glanz an⸗ ziehn; Da werd ich wie ein Engel sein, Des sollt auch ihr euch noch er⸗ freun. 6. Ich bin der bösen Welt ent⸗ flogen, In welcher ihr euch oft betrübt; Mich hat der Herr zu sich gezogen, Der mich viel mehr als ihr ge⸗ liebt; Ich schaue Jesu Angesicht, Daran gedenkt und weinet nicht. Zach. Herrmann, 1 1716. 634. Mel. Es ist genug. euch hin, mein Kind, denn Gott selbst fordert dich Aus dieser argen Welt. Ich leide zwar, dein Tod betrü⸗ bet mich; Doch weil es Gott gefällt, So unterlaß ich alles Klagen Und will mit stillem Geiste sagen: Zeuch hin, mein Kind!: 2. Zeuch hin, mein Kind, der Schöpfer hat dich mir Nur in die Welt geliehn. Die Zeit ist weg, darum befiehlt er dir, Jetzt wieder fortzuziehn. Zeuch hin, Gott hat es so versehen: Was dieser will, das muß ge⸗ schehen. : Zeuch hin, mein Kind! ½ 3. Zeuch hin, mein Kind, im Himmel findest du, Was dir die Welt versagt; Denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, Da wird kein Schmerz geklagt. Hier müssen wir in Angsten 4* en, Dort kannst du ewig fröhlich leben. : Zeuch hin, mein Kind! 1 4. Zeuch hin, mein Kind, wir folgen alle nach, Sobald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh dir das Unge⸗ mach Verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steht lang im Leide; Wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude. ): Zeuch hin, mein Kind! 1 5. Zeuc Auf deine Du siehef Dir schon 3. Mel. Ch Ac wä Mein Hei Wo dich Und säng 2. Wo u Da sehn Da will i Denn dor 3. Da u Den groß Was dure Und dein 4. Da fe Die unge, Mit allen Das groß 5. Mit„ Wird mei Dich ohne Du meine 6. Da m Ein Meer Ach stille Und hole 0 . genug. ind, denn Gott st fordert dich Welt. in Tod betrü⸗ bet mich; gefällt, les Klagen u Geiste sagen: Kind!: ein Kind, der hat dich mir eliehn. darum befiehlt er dir, ziehn. es so versehen: das muß ge⸗ schehen. Kind!. ein Kind, im nel findest du, versagt; tt ist wahrer rost und Ruh, nerz geklagt. Angsten schwe⸗ ben, fröhlich leben. Kindl ͤin Kind, wir gen alle nach, fällt. dir das Unge⸗ mach At. steht lang im Leide; mmt bald zur Freude. Kind! 2½ 5. Zeuch hin, mein Kind, die Engel warten schon Auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, wie Gottes lie⸗ ber Sohn Dir schon die Krone weist. Die letzten Dinge. 435⁵ Nun wohl, dein Seelchen ist ent⸗ bunden, Du hast im Herren überwunden. : Zeuch hin, mein Kind! G. Hoffmann, 1 1712. B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 635. Mel. Christus der ist mein Leben. Ach wär ich doch schon droben, Mein Heiland, wär ich da, Wo dich die Scharen loben, Und säng Hallelujah! 2. Wo wir dein Antlitz schauen, Da sehn ich mich hinein, Da will ich Hütten bauen; Denn dort ist gut zu sein. 3. Da werd ich alles sehen: Den großen Schöpfungsrat, Was durch dein Blut geschehen, Und deines Geistes Tat. 4. Da feiern die Gerechten, Die ungezählte Schar, Mit allen deinen Knechten Das große Jubeljahr. 5. Mit göttlich süßen Weisen Wird mein verklärter Mund Dich ohne Sünde preisen, Du meines Lebens Grund. 6. Da werden meine Tränen Ein Meer voll Freude sein. Ach stille bald mein Sehnen Und hole mich hinein. E. G. Woltersdorf, 4 1761 636. Mel. Jesu komm doch selbst zu mir. Aleer Gläubgen Sammelplatz Ist da, wo ihr Herz und Schatz, Wo ihr liebster Jesus Christ Und ihr Herze hier schon ist. 2. Eins geht da, das andre dort In die ewge Heimat fort, Ungefragt, ob die und der Uns nicht hier noch nützlich wär. 3. Aber wenns nun schon ge⸗ schehn, Und Er kann nie was versehn, Hat man nichts dabei zu tun, Als zu schweigen und zu ruhn. 4. Manches Herz, das nicht mehr da, Geht uns freilich gar sehr nah; Aber, Herr, du bist uns mehr, Als das eigne Leben wär. N. L. Graf v. Zinzendorf, 4 1760. 637. Auferstehn, ja auferstehn wirst du, Mein Staub, nach kurzer Ruh: CEe 2 436 Die letzten Dinge. Unsterblich Leben Wird, der dich schuf, dir geben. Hallelujah. 2. Wieder aufzublühn, werd ich gesät, Der Herr der Ernte geht Und sammelt Garben; Er sammelt uns, die starben. Hallelujah. 3. Tag des Danks, der Freuden⸗ tränen Tag, Du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe Genug geschlummert habe, Erweckst du mich. 4. Wie den Träumenden wirds dann uns sein; Mit Jesu gehn wir ein Zu seinen Freuden; Der müden Pilger Leiden Sind dann nicht mehr. 5. Ach ins Allerheiligste führt mich Mein Mittler dann, lebt ich Im Heiligtume Zu seines Namens Ruhme. Hallelujah. F. G. Klopstock, 4 1803. Mel. Der lieben Sonne Licht und Pracht. Die Christen gehn von Ort zu Ort Durch mannigfaltgen Jammer Und kommen in den Friedensport Und ruhn in ihrer Kammer. Gott nimmt sie nach dem Lauf In seine Arme auf; Das Weizenkorn wird in sein Beet Auf Hoffnung schöner Frucht A. sät. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist, Gelobt sein eure Schritte, Du friedevoll befreiter Geist, Du jetzt verlaßne Hüttel Du, Seele, bist beim Herrn, Dir glänzt der Morgenstern; Euch, Glieder, deckt mit sanfter Ruh Der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelassenheit Der großen Offenbarung; Indessen bleibt das Pilgerkleid In heiliger Verwahrung. Wie ist das Glück so groß In Jesu Arm und Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn So tief hinab, so hoch hinan! N. L. Graf v. Zinzendorf, 4 1760. 639. Mel. Valet will ich dir geben. in Tröpflein von den Reben Der süßen Ewigkeit Kann mehr Erquickung geben, Als dieser eitlen Zeit Gesamte Freudenflüsse; Und wer nach jener strebt, Tritt unter seine Füße, Was hier die Welt erhebt. 2. Wer von dir möchte sehen Nur einen Blick, o Gott, Wie wohl würd ihm geschehen! Die Welt wär ihm ein Spott Mit allem ihrem Wesen; So herrlich und so rein, So lieblich, so erlesen Ist deiner Augen Schein. 3. Du reichlichste Belohnung Der auserwählten Zahl, Wie lieblich ist die Wohnung, Da deiner Gottheit Strahl Sich offenbarlich zeiget! O herrlich edler Tag, Dem diese Und ihn 4. O Lic Dem keine Das keine Gemeinsch Da Gott Mit Menj Und ewig Gesegnet! 5. Vollko Dort imm Aus ewge⸗ Ein ewge Gott selbst Ist solcher Ist seiner Im schöne 6. Was n Du wirst Und in di Den Reich Denn Got Und Perle Wird selbe Und wir i 7. Wann Zu solchen Wär ich d Und schon Herr Chrif So lang i Bis ich die Und recht Mel. V 9 Ermunte Zeigt euret so wohl gereist, hritte, ter Geist, ütte! n Herrn, rgenstern; lit sanfter Ruh hatten zu. n Gelassenheit wung; Pilgerkleid gleiche Bahn och hinan! ndorf, 1760. h dir geben. den Reben ung geben, öchte sehen Gott, n geschehen! ein Spott zesen; rein, en chein. Belohnung gahl, Wohnung, Strahl getl 9/ Dem diese Sonne steiget Und ihn erleuchten mag. 4. O Licht, das ewig brennet, Dem keine Nacht bewußt, Das keinen Nebel kennet, Gemeinschaft, reich an Lust, Da Gott und Engel kommen Mit Menschen überein, Und ewiglich die Frommen Gesegnet werden sein. 5. Vollkommne Liebe bringet Dort immer neue Freud, Aus ewger Lieb entspringet Ein ewge Fröhlichkeit. Gott selbst ist solche Wonne, Ist solcher Liebe Preis, Ist seiner Blumen Sonne Im schönen Paradeis. 6. Was wünschest du für Gaben? Du wirst sie finden dort Und in dir selbsten haben Den Reichtum fort und fort; Denn Gott, vor welchem Kronen Und Perlen Staub und Spott, Wird selber in uns wohnen Und wir in unserm Gott. 7. Wann werd ich einmal kommen Zu solchem Freudenquell? Wär ich doch aufgenommen Und schon bei dir zur Stell! Herr Christe, nimm mein Flehen So lang indessen an, Bis ich dich selbst ersehen Und recht beschauen kann. Erasm. Finx, 4 1694. 640. Valet will ich dir geben Matth. 25, 1—13. Mel. Ermuntert euch, ihr Frommen, Zeigt eurer Lampen Schein; Die letzten Dinge. Der Abend ist gekommen, Die finstre Nacht bricht ein. Es hat sich aufgemachet Der Bräutigam mit Pracht; Auf, betet, kämpft und wachet, Bald ist es Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig Und füllet sie mit Ol Und seid des Heils gewärtig, Bereitet Leib und Seel. Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah; Begegnet ihm im Reihen Und singt Hallelujah! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, Hebt nun das Haupt empor Mit Jauchzen und mit Schalle Zum frohen Engelchor. Die Tür ist aufgeschlossen, Die Hochzeit ist bereit; Auf, auf, ihr Reichsgenossen, Der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, Drum schlafet nicht mehr ein; Man sieht die Bäume blühen, Der schöne Frühlingsschein Verheißt Erquickungszeiten; Die Abendröte zeigt Den schönen Tag von weiten, Vor dem das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, Ihr, die ihr Zion liebt, Mit freudigen Gebärden Und seid nicht mehr betrübt: Es sind die Freudenstunden Gekommen, und der Braut Wird, weil sie überwunden, Die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen Und mit gestorben seid, Sollt nun nach Kreuz und Klagen In Freuden sonder Leid Mit leben und regieren 438 Die letzten Dinge. Und vor des Lammes Thron Mit Jauchzen triumphieren In eurer Siegeskron. 7. Hier sind die Siegespalmen, Hier ist das weiße Kleid, Hier stehn die Weizenhalmen In Frieden nach dem Streit Und nach den Wintertagen; Hier grünet das Gebein, Das dort der Tod zerschlagen; Hier schenkt man Freudenwein. 8. Hier ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, Wo die Erlösten weiden, Hier ist der sichre Port; Hier sind die güldnen Gassen, Hier ist das Hochzeitmahl, Hier soll sich niederlassen Die Braut im Rosental. 9. O Jesu, meine Wonne, Komm bald und mach dich auf; Geh auf, verlangte Sonne, Und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach ein Ende Und führ uns aus dem Streit; Wir heben Haupt und Hände Nach der Erlösungszeit. L. Laurenti, 4 1722. 641. Es ist gewißlich an der Zeit, Daß Gottes Sohn wird kommen In seiner großen Herrlichkeit, Zu richten Bös' und Frommen. Dann wird das Lachen werden teur, Wenn alles wird vergehn im Feur, Wie Gottes Wort bezeuget. 2. Posaunen wird man hören gehn An aller Welten Ende, Darauf bald werden auferstehn All Toten gar behende; Die aber noch am Leben sind, Die wird des Herren Wort ge⸗ schwind Verwandeln und erneuen. 3. Darnach wird man ausfschla⸗ gen bald Ein Buch, darin geschrieben, Was alle Menschen, jung und alt, Auf Erden je getrieben; Da denn gewiß ein jedermann Wird hören, was er hat getan In seinem ganzen Leben. 4. O weh dem Menschen, wel⸗ cher hat Des Herren Wort verachtet Und nur auf Erden früh und spat Nach großem Gut getrachtet! Der wird fürwahr gar schlimm bestehn Und mit dem Satan müssen gehn Von Christo in die Hölle. 5. O Jesu, hilf zur selben Zeit Durch deine heilgen Wunden, Daß ich im Buch der Seligkeit Werd eingezeichnet funden; Daran ich denn auch zweifle nicht; Denn du hast ja den Feind gericht Und meine Schuld bezahlet. 6. Derhalben mein Fürsprecher sei, Wenn du nun wirst erscheinen, Und lies mich aus dem Buche frei, Darinnen stehn die Deinen, Auf daß ich samt den Brüdern mein Mit dir geh in den Himmel ein, Den du uns hast erworben. 7. O Jesu Christ, du machst es lang Mit deinem jüngsten Tage; Den Menschen wird auf Erden bang Von vieler Not und Plage. Romm doe Und mach Von allen Du seufzef Und dein Sieh auf Dort wir Wirf hin Bald ist dẽ Bald, bal So gehst 2. Die Ri Die Ruhe Es hat, d Die Liebe Das Gott Uns diese Es ruft, Ihr müde Versäume Zu meine 3. So kot Die manch Eilt, eilt a nde; Leben sind, en Wort ge⸗ schwind neuen. nan aufschla⸗ gen bald schrieben, jung und alt, ben; jedermann rhat getan Leben. tenschen, wel⸗ cher hat verachtet früh und spat getrachtet! gar schlimm bestehn müssen gehn Hölle. r selben Zeit 1 Wunden, der Seligkeit funden; h zweifle nicht; Feind gericht bezahlet. Fürsprecher sei, st erscheinen, em Buche frei, Deinen, Brüdern mein Himmel ein, rworben. du machst es lang »n Tage; »d auf Erden bang d Plage. Romm doch, komm doch, du Richter groß, Und mach uns bald in Gnaden los Von allem Übel. Amen. B. Ringwaldt, 4 1599. 642. Mel. Wie wohl ist mir o Freund der Seelen. Hebr. 4, 9. Es ist noch eine Ruh vorhanden; Auf, müdes Herz, und werde licht! Du seufzest hier in deinen Banden, Und deine Sonne scheinet nicht; Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden Dort wird vor seinem Stuhle weiden; Wirf hin die Last und eil herzu. Bald ist der schöne Kampf geendet, Bald, bald der saure Lauf voll⸗ endet, So gehst du ein zu deiner Ruh. 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren,‚ Die Ruhe, die kein Ende nimmt; Es hat, da noch kein Mensch ge⸗ boren, Die Liebe sie uns schon bestimmt. Das Gotteslamm, es wollte ster⸗ ben, Uns diese Ruhe zu erwerben; Es ruft, es locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr From⸗ men, Versäumet nicht, heut einzukom⸗ men Zu meiner Ruhe Lieblichkeit. 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, Die manche Last und Bürde drückt; Eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, Die letzten Dinge. 439 Geht nicht mehr seufzend und gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen; Dafür läßt euch der Heiland sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein; Ihr seid mein Volk, gezeugt von oben; Ob Sünde, Welt und Satan toben, Seid nur getrost und gehet ein. 4. Was mag wohl einen Kranken laben Und einen müden Wandersmann? Wo jener nur ein Bettlein haben Und sanfte darauf ruhen kann; Wenn dieser sich darf niedersetzen, An einem frischen Trunk ergötzen: Wie sind sie beide so vergnügt! Doch dies sind kurze Ruhestunden; Es ist noch eine Ruh erfunden, Da man auf ewig stille liegt. 5. Da wird man Freudengarben bringen, Denn unsre Tränensaat ist aus; O welch ein Jubel wird erklingen Und süßer Ton in's Vaters Haus! Schmerz, Leid und Tod muß von uns weichen, Wir werden volles Heil erreichen Und Jesum, unsern Heiland, sehn; Er wird am Brunnquell uns er⸗ frischen, Die Tränen von den Augen wischen: Mehr, als wir hoffen, wird ge⸗ schehn. 6. Kein Durst noch Hunger wird uns schwächen, Denn die Erquickungszeit ist da; Die Sonne wird uns nicht mehr stechen, Das Lamm ist seinem Volke nah. Es will selbst über ihnen wohnen 44⁰ Und ihre Treue wohl belohnen Mit Licht und 7 Trost, mit Ehr und Preis. Es werden die Gebeine grünen; Der große Sabbat ist erschienen, Da man von keiner Arbeit weiß. 7. Da ruhen wir und sind im Frieden Und leben ewig sorgenlos; Ach fasset dieses Wort, ihr Müden, Legt euch dem Heiland in den Schoß. Ach Flügel her! wir müssen eilen Und uns nicht länger hier ver⸗ weilen: Dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Ju⸗ bilieren, Begürte dich zum Triumphieren, Auf, auf, es kommt das Ruhe⸗ jahr! J. S. Kunth, 4 1779. 643. I erusalem, Du hochgebaute Stadt, Wollt Gott, ich wär in dir! Mein sehnlich Herz So groß Verlangen hat Und ist nicht mehr bei mir; Weit über Berg und Tale, Weit über blaches Feld Schwingt es sich über alle Und eilt aus dieser Welt. 2. O schöner Tag Und noch viel schönre Stund, Wann wirst du kommen schier Daß ich mit Lust Und freiem Freudenmund Die Seele geb von mir In Gottes treue Hände Zum auserwählten Pfand, Die letzten Dinge. Daß sie mit Heil anlände In jenem Vaterland? 3. O Ehrenburg, Sei nun gegrüßet mir, Tu auf der Gnaden Pfort; Wie manche Zeit Hat mich verlangt nach dir, Eh ich bin kommen fort Aus jenem bösen Leben, Aus jener Nichtigkeit, Und mir Gott hat gegeben Das Erb der Ewigkeit! 4. Was für ein Volk, Welch eine edle Schar Kommt dort gezogen schon! Was in der Welt Von Auserwählten war, Seh ich, die beste Kron, Die Jesus mir entgegen Vom Himmel hat gesandt, Da ich auf fernen Wegen Noch war im Tränenland. 5. Propheten groß Und Patriarchen hoch, Auch Christen insgemein, Die weiland dort Trugen des Kreuzes Joch Und der Tyrannen Pein, Schau ich in Ehren schweben, In Freiheit überall, Mit Klarheit hell umgeben, Mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt Ich angelanget bin Im schönen Paradeis, Von höchster Freud Erfüllet wird der Sinn, Der Mund von Lob und Preis: Das Hallelujah reine Man singt in Heiligkeit, Das Hosianna feine Ohn End in Ewigkeit. J. M. Meyfart, 4 1642. Nach eir Erwartet Dort, do In selige Hier übt Und jene? 2. Wahri Schon ma Doch alle x Sind nu Er bleibt e Nimmt in 3. Hier s Dort bin Dann wer Der wahr Den Gott Ihn lieber 4. Da w Mein Wil Und lieblie Am Thror Dann läß Mich fühl. 5. Da we Was ich a Das wund Was Uner Da schau Des Höchst mlände de mir, n Pfort; nach dir, fort eben, it, gegeben keit! olk, har in schon! war, dron, jegen gesandt, Wegen enland. ch, emein, Joch Pein, schweben, imgeben, Strahl. letzt 'is, zinn, b und Preis: eit. zyfart, 4 1642. 644. Vach einer Prüfung kurzer Tage Erwartet uns die Ewigkeit. Dort, dort verwandelt sich die Klage In selige Zufriedenheit. Hier übt die Tugend ihren Fleiß, Und jene Welt reicht ihr den Preis. 2. Wahr ists, der Fromme schmeckt auf Erden Schon manchen selgen Augenblick; Doch alle Freuden, die ihm werden, Sind nur ein unvollkommnes Glück. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh Nimmt in der Seele ab und zu. 3. Hier such ichs nur, dort werd ichs finden, Dort bin ich heilig und verklärt; Dann werd ich ihn erst ganz emp⸗ finden, Der wahren Tugend hohen Wert; Den Gott der Liebe werd ich sehn, Ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 4. Da wird des Vaters heilger Wille Mein Will und meine Wohlfahrt sein, Und lieblich Wesen, Heil die Fülle Am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt ein ewiger Gewinn Mich fühlen, daß ich selig bin. 5. Da werd ich das im Licht er⸗ kennen, Was ich auf Erden dunkel sah, Das wunderbarund heilig nennen, Was Unerforschtes hier geschah; Da schau ich im Zusammenhang Des Höchsten Rat mit Preis und Dank. Die letzten Dinge. 441 6. Da werd ich zu dem Throne dringen, Wo Gott, mein Heil, sich offen⸗ bart, Ein Heilig, Heilig, Heilig singen Dem Lamme, das erwürget ward; Und Cherubim und Seraphim Und alle Himmel jauchzen ihm. 7. Da werd ich in der Engel Scharen Mich ihnen gleich und heilig sehn, Das nie gestörte Glück erfahren, Mit Frommen stets fromm um⸗ zugehn. Da wird durch jeden Augenblick Ihr Heil mein Heil, mein Glück ihr Glück; 8. Da werd ich dem den Dank bezahlen, Der Gottes Weg mich gehen hieß, Und ihn zu millionen Malen Noch segnen, daß er mir ihn wies; Da find ich in des Höchsten Hand Den Freund, den ich auf Erden fand. 9. Da ruft, o möchte Gott es geben! Vielleicht auch mir ein Selger zu: Heil sei dir! denn du hast mein Leben, Die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß das Glück er⸗ freun, Der Retter einer Seele sein! 10. Was seid ihr Leiden dieser Erden Doch gegen jene Herrlichkeit, Die offenbart an uns soll werden Von Ewigkeit zu Ewigkeit! Wie nichts, wie gar nichts gegen sie Ist doch der Augenblick voll Mühl Chr. F. Gellert, 4 1769. 442 Die letzten Dinge. 645. 9 Ewigkeit, du Donnerwort, O Schwert, das durch die Seele bohrt, O Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, Ich weiß vor großer Traurigkeit Nicht, wo ich mich hin wende. Mein ganz erschrocknes Herz er⸗ bebt, Daß mir die Zung am Gaumen klebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt, Das endlich mit der Zeit nicht fällt Und ganz wird aufgehoben; Die Ewigkeit nur hat kein Ziel, Der Hölle Strom steht nimmer still, Läßt nimmer ab zu toben; Ja, wie mein Heiland selber spricht: Ihr Wurm und Zeuer stirbet nicht. 3. O Ewigkeit, du machst mir bang; O ewig, ewig ist zu lang, Hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht Zusamt der großen Pein betracht, Erschreck ich recht von Herzen. Nichts ist zu finden weit und breit So schrecklich, als die Ewigkeit. 4. Ach Gott, wie bist du so gerecht, Wie strafest du den bösen Knecht So hart im Pfuhl der Schmerzen! Auf kurze Sünden dieser Welt Hast du so lange Pein bestellt. Ach nimm dies wohl zu Herzen, Betracht es oft, o Menschenkind: Kurz ist die Zeit, der Tod ge⸗ schwind. 5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf, Ermuntre dich, verlornes Schaf, Und beßre bald dein Leben; Wach auf, es ist doch hohe Zeit, Es kommt heran die Ewigkeit, Dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag; Wer weiß, wie man noch sterben mag? 6. Ach laß die Wollust dieser Welt, Pracht, Hoffart, Reichtum, Ehr und Geld Dir länger nicht gebieten; Schau an die große Sicherheit, Die falsche Welt und böse Zeit Zusamt des Teufels Wüten. Vor allen Dingen hab in acht Die schreckenvolle lange Nacht. 7. O Ewigkeit, du Donnerwort, O Schwert, das durch die Seele bohrt, O Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, Ich weiß vor großer Traurigkeit Nicht, wo ich mich hin wende; Nimm du mich, wenn es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt. Joh. Rist, 4 1667. 646. Mel. Vater unser im Himmelrreich. 0 Ewigkeit, o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit!l Doch eilt zu dir schnell unsre Zeit, Gleichwie das Schlachtroß zu dem Streit, Nach Haus der Bot, das Schiff zum Port, Der schnelle Pfeil vom Bogen fort. 2. O Ewigkeit, o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Gleichwie an einer Kugel rund Kein Anfar Also, o Et Nicht Ein⸗ 3. O Ew Wie lang Du bist ein Dein Mitt Niemals d Weil deine 4. O Ew Wie lang Es trüge Weg aller Wenns nu Du Ewigk 5. O Ew Wie lang Zu zählen Die Tropf Und was Du aber 6. O Ew Wie lang Ich Ewigt O Mensch Denn ich Der Gotte (V Mel. Gott d O Jeruf Da man Und das Heilig, He Ach, wan Hin zu de in Leben; och hohe Zeit, ie Ewigkeit, u geben. der letzte Tag; n noch sterben mag? ust dieser Welt, teichtum, Ehr und Geld ebieten; e Sicherheit, ud böse Zeit s Wüten. hab in acht ange Nacht. Donnerwort, urch die Seele bohrt, Ende! hne Zeit, er Traurigkeit hin wende; n es dir gefällt, Freudenzelt. h. Rist, 4 1667. n Himmelreich. vigkeitl o Ewigkeit! iell unsre Zeit, ichtroß zu dem Streit, ot, das Schiff zum Port, om Bogen fort. Ewigkeit! o Ewigkeit! Kugel rund Kein Anfang und kein End ist kund: Also, o Ewigkeit, an dir Nicht Ein-noch Ausgang findenwir. 3. O Ewigkeit, o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Du bist ein Ring, unendlich weit, Dein Mittelpunkt heißt Allezeit, Niemals der weite Umkreis dein, Weil deiner nie ein End wird sein. 4. O Ewigkeit, o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Es trüge wohl ein Vögelein Weg aller Berge Sand und Stein, Wenns nur käm alle tausend Jahr: Du Ewigkeit bleibst immerdar. 5. O Ewigkeit, o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Zu zählen ist der Sterne Heer, Die Tropfen und der Sand am Meer Und was sonst lebet in der Zeit, Du aber nicht, o Ewigkeit! 6. O Ewigkeit, o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Ich Ewigkeit, ermahne dich, O Mensch, gedenke oft an mich; Denn ich der Sünden Straf und Pein, Der Gotteslieb ein Lohn soll sein. D. Wülffer, 4 1685. (V. 1—5 älteres Volkslied.) 647. Mel. Gott des Himmels und der Erden. O Jerusalem, du schöne, Da man Gott beständig ehrt Und das himmlische Getöne: Heilig, Heilig, Heilig! hört: Ach, wann komm ich doch einmal Hin zu deiner Bürger Zahl? Die letzten Dinge. 443 2. Ach wie wünsch ich, dich zu schauen, Jesu, liebster Seelenfreund, Dort auf deinen Salemsauen, Wo man nicht mehr klagt und weint, Sondern in dem höchsten Licht Schauet Gottes Angesicht. 3. Komm doch, führe mich mit Freuden Aus der Fremde hartem Stand; Hol mich heim nach vielen Leiden In das rechte Vaterland, Wo dein Lebenswasser quillt, Das den Durst auf ewig stillt. 4. O der auserwählten Stätte, O der Wohnung voller Zier! Ach daß ich doch Flügel hätte, Mich zu schwingen bald von hier Nach der neuerbauten Stadt, Welche Gott zur Sonne hatl 5. Soll ich aber länger bleiben Auf dem ungestümen Meer, Wo mich Sturm und Wellen treiben Durch so mancherlei Beschwer, Ach so laß in Kreuz und Pein Hoffnung meinen Anker sein. 6. Laß dein Angesicht nur winken, So ist Wind und Meer gestillt: Christi Schifflein kann nicht sinken, Wär das Meer auch noch so wild; Ob gleich Mast und Segel bricht, Läßt doch Gott die Seinen nicht. Nach Fr. K. Hiller, 4 1726. 648. U wie selig seid ihr doch, ihr Frommen, Die ihr durch den Tod zu Gott gekommen: ——⁴⁴ Ihr seid entgangen Aller Not, die uns noch hält ge⸗ fangen. 2. Muß man doch hier wie im Kerker leben, Da nur Sorge, Furchtund Schrecken schweben; Was wir hie kennen, Ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer Sicher und befreit von allem Jammer; Kein Kreuz und Leiden Ist euch hinderlich in euren Freu⸗ den. 4. Christus wischet ab all eure Tränen, Ihr habt schon, wonach wir uns erst sehnen; Euch wird gesungen, Was durch keines Ohr allhie ge⸗ drungen. 5. Ach wer wollte denn nicht gerne sterben Und den Himmel für die Welt ererben? Wer wollt hie bleiben, Sich den Jammer länger lassen treiben? 6. Komm, o Christe, komm, uns auszuspannen, Lös uns auf und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, Ist der frommen Seelen Freud und Wonne. S. Dach, 4 1659. Die letzten Dinge. 649. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Offenb. Joh. 14, 13. elig sind des Himmels Erben, Die Toten, die im Herren sterben, Zur Auferstehung eingeweiht! Nach den letzten Augenblicken Des Todesschlummers folgt Ent⸗ zücken, Folgt Wonne der Unsterblichkeit. In Frieden ruhen sie, Los von der Erde Müh. Hosianna! Vor Gottes Thron, Zu seinem Sohn Begleiten ihre Werke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre Sei dir, Versöhner Jesu Christ! Ihr, der Überwinder Chöre, Bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre Dem Lamme, das geopfert ist! Er sank wie wir ins Grab; Wischt unsre Tränen ab, Alle Tränen. Er hats vollbracht; Nicht Tag, nicht Nacht Wird an des Lammes Throne sein. 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne Scheint uns alsdann; er ist uns Sonne, Der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn. Heil, nach dem wir weinend ran⸗ gen, Nun bist du, Heil, uns aufge⸗ gangen, Nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern. Nun weinen wir nicht mehr; Das Alt i Hallelujah Er sank h Wie wir, Er ging z² Wachet Der Wäch Wach auf, Mitternack Sie rufen Wo seid il Wohlauf, Steht auf, Hallelujah Macht eue Zu der He Ihr müsse 2. Zion h Das Herz Sie wache Ihr Freun Von Gnad Ihr Licht Nun komn Herr Jesu, Hosianna! Wir folger Zum Freu Und halter 3. Gloria Mit Menf tit Harfer ins die Stimme. 14, 13. mmels Erben, derren sterben, ingeweiht! igenblicken rs folgt Ent⸗ zücken, Insterblichkeit. sie, Müh. e sie. g, Preis und Ehre, ig, ewig Ehre Jesu Christ! r Chöre, etung, Preis und Ehre geopfert ist! 3Grab; n ab, icht Throne sein. „nicht mehr die Sonne n; er ist uns Sonne, rrlichkeit des Herrn. weinend ran⸗ gen, uns aufge⸗ gangen, unkeln, nicht von fern. cht mehr; Das Alt ist nun nicht mehr. Hallelujah! Er sank hinab, Wie wir, ins Grab; Er ging zu Gott, wir folgen ihm. F. G. Klopstock, 4 1803. 650. Wachet auf! ruft uns die Stimme Der Wächter sehr hoch auf der Zinne; Wach auf, du Stadt Jerusalem! Mitternacht heißt diese Stunde. Sie rufen uns mit hellem Munde: Wo seid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf, der Bräutgam kömmt! Steht auf, die Lampen nehmt! Hallelujah! Macht euch bereit Zu der Hochzeit, Ihr müsset ihm entgegengehn. 2. Zion hört die Wächter singen, Das Herz tut ihr vor Freuden springen, Sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, Von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig, Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all Zum Freudensaal Und halten mit das Abendmahl. 3. Gloria sei dir gesungen Mit Menschen⸗ und mit Engel⸗ zungen, lit Harfen⸗ und mit Cymbelton. Die letzten Dinge. 445⁵ Von zwölf Perlen sind die Tore An deiner Stadt; wir stehn im Chore Der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gespürt, Kein Ohr hat je gehört Solche Freude. Drum jauchzen wir Und singen dir Das Hallelujah für und für. Ph. Nicolai, 4 1608. 2 651. Mel. Ich dank dir lieber Herre. Wann wird doch einst erscheinen Die angenehme Zeit? Komm, Jesu, hol die Deinen In deine Herrlichkeit; Ach laß auch uns anbrechen Den schönsten Sommertag, Da man wird freudig sprechen: Weg, Tod! weg Not und Plag! 2. Es kann nicht lang mehr werden, Drum hebt das Haupt empor; Ach neigt es nicht zur Erden, Denn seht, es bricht hervor Der Tag, da ihr sollt sehen, Was die Erlösung sei, Der Tag, da ihr sollt stehen Vor Jesu sündenfrei. 3. Hofft, daß der Trübsalswinter Nun bald zu Ende geht; Der Frühling kommt geschwinder, Als ihrs euch wohl verseht. O laßt es immer schneien Und stürmen auf euch zu: Gott wird euch bald erfreuen Und bringen in die Ruh. 4. Ach Jesu, meine Liebe, Mein Teil in jener Welt, 446 Die letzten Dinge. Ach hilf, daß ich mich übe, So wie es dir gefällt; Gib, daß ich stets bedenke, Der Tag sei nicht mehr weit, Damit sich ja nicht lenke Mein Herz zur Eitelkeit. 5. Ach lehre mich stets beten Und stehn auf meiner Hut, Laß mich einst vor dich treten Mit unverzagtem Mut; Und wenn ich soll erscheinen Und kommen vor Gericht, So trenn mich von den Deinen Ein strenges Urteil nicht. 6. Du Freude meiner Seele, Verleide mir die Welt, Hilf, daß ich das erwähle, Was droben mir bestellt; Gib, daß mein Herz sich finde In dir, mein treuer Hort, Und zeige deinem Kinde Den ewgen Friedensport. 7. So ist wohl aufgehoben Mein allerbestes Teil, Nicht unten, sondern oben Im Himmel ist mein Heil. Gehts dann, o Welt, zu Ende Mit deiner Lust und Last, So tragen Jesu Hände Mich heim zur süßen Rast. 8. Nun komm, aie en, Komm, schönste Sommerzeit, Komm, Tag, der mir wird ge⸗ ben Die süße Ewigkeit; Komm, Jesu, Lebenssonne, Komm, führe mich hinein Ins Haus der Freud und Wonne, Da werd ich selig sein. Joh. Job, 1736. 652. Mel. Jesus, Jesus, nichts als Jesus. Offenb. Joh. 7, 9—17. er sind die vor Gottes Throne? Was ist das für eine Schar? Jeder träget eine Krone, Glänzen gleich den Sternen klar; Hallelujah singen all, Loben Gott mit hohem Schall. 2. Wer sind die, so Palmen tragen Wie ein Sieger in der Hand, Wenn er seinen Feind geschlagen Und geleget in den Sand? Welcher Streit und welcher Krieg Hat gezeuget diesen Sieg? 3. Wer sind die in reiner Seide, Welche ist Gerechtigkeit? Angetan mit weißem Kleide, Das zerreibet keine Zeit Und veraltet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, so wohl gekämpfet Für des großen Gottes Ehr, Haben Fleisch und Blut gedämpfet, Nicht gefolgt des Satans Heer; Die erlanget auf den Krieg Durch des Lammes Blut den Sieg. 5. Es sind die, so viel erlitten Trübsal, Schmerzen, Angst 201 ot, Im Gebet auch oft gestritten Mit dem hochgelobten Gott: Nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. 6. Es sind Zeugen eines Namens, Der uns Huld und Heil gebracht, Haben in dem Blut des Lammes Ihre Kleider hell gemacht, Sind geschmückt mit Heiligkeit, Prangen nun im Ehrenkleid. 7. Es sin Hier als J Tag und Leib und Nun stehn Vor dem 8. Wie ei Nach deme So hat ih Nach dem Nun ihr 5 Da sie sin 9. Es sind Tränen sin Deren Her Und das L Nun Gott Sind die 10. Ach H Ich zu dir Im Gebet Der ich ne Hier auf Treibe, He 11. Hilf Teufel, Si Laß mich Wenn ein Führe mie Herr, mein 12. Gib,! An dir all Wachse un Durch dein Meine Kle Meide alle 13. Daß Welche, He Und aus ge Hilf, daß i *0 nichts als Jesus. 7, 9—17. Bottes Throne? ine Schar? Rrone, Sternen klar; l, 'hem Schall. Palmen tragen der Hand, ind geschlagen 1 Sand? welcher Krieg 1 Sieg? n reiner Seide, gkeit? m Kleide, Zeit iermehr? men her? vohl gekämpfet ottes Ehr, lut gedämpfet, satans Heer; en Krieg Blut den Sieg. viel erlitten n, Angst und Not, gestritten ten Gott: mpf ein End, eid gewendt. eines Namens, Heil gebracht, t des Lammes emacht, it Heiligkeit, Ehrenkleid. Die letzten Dinge. 4⁴4⁷ 7. Es sind die, so stets erschienen Hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern; Run stehn sie zu seinem Ruhm Vor dem Stuhl im Heiligtum. 8. Wie ein Hirsch in Hitze lechzet Nach dem Strom, der frisch und hell, So hat ihre Seel geächzet Nach dem rechten Lebensquell; Nun ihr Durst gestillet ist, Da sie sind bei Jesu Christ. 9. Es sind die, von deren Wangen Tränen sind geflossen stark, Deren Herz die Angst umfangen, Und das Leid verzehrt ihr Mark; Nun Gott ihre Seel erfrischt, Sind die Tränen abgewischt. 10. Ach Herr Jesu, meine Hände Ich zu dir nun strecke aus, Im Gebet mich zu dir wende, Der ich noch in deinem Haus Hier auf Erden steh im Streit: Treibe, Herr, die Feinde weit. 11. Hilf mir Fleisch und Blut besiegen, Teufel, Sünde, Höll und Welt; Laß mich nicht darniederliegen, Wenn ein Sturm mich überfällt. Führe mich aus aller Not, Herr, mein Fels, mein treuer Gott. 12. Gib, daß ich sei neu geboren, An dir als ein grünes Reis Wachse und sei auserkoren, Durch dein Blut gewaschen weiß, Meine Kleider halte rein, Meide allen falschen Schein. 13. Daß mein Teil sei bei den Frommen, Welche, Herr, dir ähnlich sind Und aus großer Trübsal kommen; Hilf, daß ich auch überwind Alle Trübsal, Not und Tod, Bis ich komm zu meinem Gott. 14. Welches Wort faßt diese Wonne, Wenn ich mit der heilgen Schar In dem Strahl der reinen Sonne Leucht auch wie die Sterne klar! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! Theobald Schenk, 1727. 653. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Wie herrlich ist die neue Welt, Die Gott den Frommen vorbehält! Kein Mensch kann sie erwerben. O Jesu, Herr der Herrlichkeit, Du hast die Stätt auch mir bereit, Hilf mir die Stätt ererben. Weise, Preise Ihre Kräfte, ihr Geschäfte mir Elenden; Laß mich auf den Anblick enden! Ahasverus Fritsch, 4 1701. 654. Mel. Herr wie du willst so schicks mit mir. Zcuch, Israel, zu deiner Ruh, Dein Erbteil ist dort oben; Dein Jesus schwöret es dir zu, Es sei dir aufgehoben. Er gehet selber gar voran Und bricht die rauhe Pilgerbahn. Zeuch, Jsrael, in Frieden! 2. Wir folgen dir, du Gottesheer, Als wahre Streitgenossen. Der Glaube fürchtet sich nicht mehr, 448 Die letzten Dinge. Die Lieb ist unverdrossen. So stehen wir für einen Mann: Ein jeder ringe, was er kann, Das Kleinod zu erlangen. 3. Wir sehn auf dich, du A und O, Mit unverwandten Blicken; Dein Dasein macht uns immer froh, Dein Wort kann uns erquicken; Dein Kreuz ist unser Siegspanier, Wir schwören gern und folgen dir Durch diese öden Wüsten. 4. Die Krone bleibt uns im Ge⸗ sicht, Die dort die Sieger tragen, Und darum scheuen wir auch nicht Tod, Ungemach und Plagen. Es hat uns unser Siegesheld Nicht bloß für diese Welt bestellt; Wir streiten um den Himmel. 5. Man drückt uns, wir verza⸗ gen nicht, Man schilt uns, und wir segnen. Wir müssen auch nach unsrer Pflicht Den Feinden sanft begegnen. Wir sind der Welt hier unbekannt Und haben doch ein Vaterland; Gott kennt uns als die Seinen. 6. Wen noch ein Bann Fia ält, Wer Jesu Kreuz noch fliehet, Wer noch durch Furcht vor dieser Welt Am fremden Joche ziehet, Und wer die Hand dem Pflug anlegt Und doch verbotne Lust noch hegt, Der ist kein wahrer Streiter. 7. Wir aber geben ganz um ganz, Verleugnen alle Sachen, Die uns den schönen Siegeskranz Noch könnten streitig machen, Und unsre Seele glaubet fest: Was man darum hier fahren läßt, Ist nicht wert jenes Erbes. 8. Die Kraft dazu liegt nicht in uns; Wir sind gar bald verloren. Zur Quelle alles unsers Tuns Ist uns das Lamm erkoren; Dem Lamm, das alles schon voll⸗ bracht Und unsre Sache gut gemacht, Dem ist es zu verdanken. 9. Drum soll es unsre Ghen ein: Wir nichts, und Jesus alles! Ihm räumen wir die Ehre ein, Ihm, unserm Trost des Falles. Er segne ferner unsern Lauf Und nehme unsre Seelen auf, Wenn wir nun ausgestritten. Joh. D. Hense, 4 1753. Beinrich + 165 Erasmus 1520 i burg, Super Iyhann in Hal Jobhann + 1644 Amadeu⸗ Angelus Bieronyn als Pf Wilhelm stadt. Ernst Mr Sänge Geschic Gyttfried fessor d Pfarre Iphann( + dasel Iphann 1 Pastor Christoph als Ob JIpnathan Wiürtte Christian steller Calw. cht vor dieser Welt ziehet, d dem Pflug anlegt ust noch hegt, Streiter. gzanz um ganz, chen, u Siegeskranz g machen, aubet fest: r fahren läßt, Erbes. liegt nicht in uns; verloren. isers Tuns erkoren; es schon voll⸗ bracht ut gemacht, anken. unsre Losung sein: sus alles! die Ehre ein, des Falles. ern Lauf Seelen auf, gestritten. Hense, 4 1753. 449 Verzeichnis der Dichter. Iphann Agrirola, geb. 1492 zu Eisleben, 1566 als Hofprediger zu Berlin. 31. Beinrich Albert(Alberti), geb. 1604 zu Lobenstein im Voigtlande, 1 1651 als Organist zu Königsberg i. Pr. 533. 593. Erasmus Alberus, geb. um 1500 zu Sprendlingen in der Wetterau, 1520 in Wittenberg, 1539—41 Geistlicher in Berlin und Branden⸗ burg, starb nach vielbewegtem Leben 1553 als mecklenburgischer Superintendent zu Neubrandenburg. 175. 551. Jphann Georg Albinus, geb. 1624 zu Unternessa bei Weißen⸗ fels, 7 1679 als Pfarrer zu Naumburg. 597. Iphann TIudwig Ronrad Allendorf, geb. 1693 in Johbach bei Marburg, 4 1773 als Pfarrer zu St. Ulrich und Scholarch in Halle. 180. 223. Jophann Wichael Altenburg, geb. 1584 in Alach bei Erfurt, 1 1640 als Pastor zu Erfurt. 224. Amaͤdeus Crrußzbern s. Sinold. Angelus Bilesius s. Scheffler. Bieronymus Annoni(d'annone), geb. 1697 zu Basel, F 1770 als Pfarrer zu Muttenz bei Basel. 47. nede. Erasmus Krends, 1 1721 als Pastor zu Halber⸗ tadt. 431. Ernst Moriß Arndt, geb. 1769 zu Schoritz auf der Insel Rügen, Sänger der deutschen Befreiungskriege, 1860 als Professor der Geschichte zu Bonn. 75. 274. 317. 596. Gytifried Arnold, geb. 1666 zu Annaberg in Sachsen, 1697 Pro⸗ fessor der Geschichte zu Gießen, 4 1714 als Superintendent und Pfarrer zu Perleberg. 137. 187. 328. 370. 393. 423. Iphann Christoph Arnschwanger, geb. 1625 in Nürnberg, 1 daselbst 1696 als Senior und Archidiakonus. 250. Ihann Brinrich v. Alchen, geb. 1764 zu Bremen, 1 1842 als Pastor zu St. Ansgarii daselbst. 263. Chrinloph Rarl Aulius Asschenfeldt, geb. 1792 in Kiel, F 1856 als Oberkonsistorialrat und Propst in Flensburg. 107. Ivnathan Friedrich Bahnmaier, geb. 1774 zu Oberstenfeld in Württemberg, f 1841 als Dekan in Kirchheim. 232. 235. 236. Christian Gottlob Barth, geb. 1799 in Stuttgart, Volksschrift⸗ steller und eifriger Förderer der Heidenmissson, 4 1862 zu Calw. 229. Ff 450 Verzeichnis der Dichter. Rornelius Becker, geb. 1561 zu Leipzig, berühmt durch seine Umdichtung des Psalters, F 1604 als Professor der Theologie zu Leipzig. 13. 504. David Behme, geb. 1605 zu Bernstadt in Schlesien, 1657 daselbst als herzoglich ölsscher Hofprediger und Konsistorialrat. 599. Iphann Albrecht Bengel, geb. 1687 zu Winnenden in Württem⸗ berg, tiefgründender Schriftausleger, 1752 als Prälat und Konsistorialrat zu Stuttgart. 341. Christian Andreas Bernstein, geb. in Domnitz bei Halle, In⸗ formator an den Franckeschen Stiftungen, 7 1699 als Pastor adj. zu Domnitz. 218. Iphann Betichius, geb. 1650 zu Steckby in Anhalt, 1 1722 als Diakonus in Zerbst. 487. Betulius s. Birken. Iphann Daniel RKarl Bickel, geb. 1737 zu Altweilnau in Nassau, 1 1809 als Konsistorialrat u. Superint. zu Usingen. 247. 508. Ralpar Bienemann(Melissander), geb. 1540 zu Nürnberg, Prof. zu Jena, 1 1591 als Generalsuperintendent zu Altenburg. 27. Bigmund v. Birken(Betulius), geb. 1626 zu Wildstein bei Eger, Prinzenerzieher am Wolfenbüttler und Mecklenburger Hofe, 1654 geadelt, T1681 zu Nürnberg. 111. 127. 390. Rarl Beinrich v. Bogahky, geb. 1690 zu Jankowe in Schlesien, studierte Theologie, wirkte dann als Laienprediger durch Wort und Schrift, T 1774 zu Halle. 248. 318. 372. Martin Böhm(auch Behm), geb. 1557 zu Lauban i. d. Oberlausitz, 1 1622 als Pastor prim. daselbst. 105. 523. 540. 618. Justus Benning Böhmer, geb. 1674 zu Hannover, Kanzler des Herzogtums Magdeburg und Professor der Rechte zu Halle, 1 daselbst 1749. 159. Ivhann Bornlchürer, geb. 1625 zu Schmalkalden, 1 1677 als Dekan zu Thann. 254. Albrecht Markgraf von Brandenburg-Culmbach, geb. 1522 zu Ansbach, 1553 geächtet und vertrieben, 1 1557 zu Pforz⸗ heim. 478. Luise Benriette Rurfürstin von Brandenburg, geb. Prin⸗ zessin von Oranien, geb. 1627 im Haag, Gemahlin des Großen Kurfürsten, 1 1667 in Berlin. 158. 290. Ivachim Justus Breithaupt, geb. 1658 zu Northeim in Han⸗ nover, Professor der Theologie in Kiel, Erfurt, Halle, 1732 im Kloster Bergen, dessen Abtei er führte. 377. Augult Buchner, geb. 1591 zu Dresden, Professor der Dichtkunst und Beredsamkeit zu Wittenberg, 7 daselbst 1661. 524. Christian Rarl Aystas v. Bunlen, geb. 1791 zu Corbach in Waldeck, preußischer Gesandter in Rom und London, um das Kirchenlied hochverdient namentlich durch die Herausgabe des„Allgemeinen Gesang⸗ und Gebetbuchs“ 1833, f 1860 in Bonn. 568. FJranz Ar Chivmul Bartholr 6 172 Bimon 2 kunst Nikolau⸗ Stettit David D scher! hanno Lieder Bernhar! daselb Wolfgan daselb zu Ne Erasmu⸗ gelehr Christopl + 160 Paul Il Gesan T 164 t durch seine Theologie zu 1657 daselbst rat. 599. in Württem⸗ Prälat und ei Halle, In⸗ Is Pastor adj. „ 1722 als au in Nassau, n. 247. 508. rnberg, Prof. tenburg. 27. tein bei Eger, er Hofe, 1654 in Schlesien, durch Wort d. Oberlausitz, 618. „Kanzler des te zu Halle, 1677 als ch, geb. 1522 57 zu Pforz⸗ J, geb. Prin⸗ des Großen jeim in Han⸗ e, 1 1732 im der Dichtkunst 52⁴4 ich in Waldeck, 8 Kirchenlied „Allgemeinen 568. Verzeichnis der Dichter. 4⁵¹ Tranz Ivachim Burmeister, 1 1688 als Prediger zu Lüneburg. 594. Chivmusus s. Schneesing. Irael Clauder, geb. 1670 zu Delitzsch in Sachsen, erzog Speners Söhne, 1721 zu Bielefeld als Superintendent der Grafschaft Ravensberg. 323. Tobias Clausnitzer, geb. 1618 zu Thum in Sachsen, 1684 als Kirchenrat zu Weiden in der Oberpfalz. 50. Iphann Andreas Cramer, geb. 1723 zu Jöhstadt in Sachsen, Hofprediger in Kopenhagen, 1788 als Professor der Theologie und Kanzler zu Kiel. 3. 424. Bartholomäus Cralselius, geb. 1667 zu Wernsdorf in Sachsen, + 1724 als Pfarrer in Düsseldorf. 24. 209. Bimon Dach, geb. 1605 in Memel, 1659 als Professor der Dicht⸗ kunst zu Königsberg i. Pr. 314. 451. 592. 603. 648. Nikulaus Derius(Hovesch), kam von Braunschweig 1523 nach Stettin, wo er als Prediger zu St. Nikolai 1541 starb. 1. 134. David Denicke, geb. 1603 zu Zittau in der Oberlausitz, hannover⸗ scher Konsistorialrat, gab mit J. Gesenius seit 1646 das neue hannoversche Gesangbuch heraus, für welches sie viele ältere Lieder umarbeiteten; 1 1680 in Hannover. 246. 326. Bernhard v. Derschau, geb. 1591 zu Königsberg i. Pr., 1 eben⸗ daselbst 1639 als Professor und Pastor prim. 269. Wolfgang Christoph Deßler, geb. 1660 zu Nürnberg, Konrektor daselbst, 1 1722. 186. 406. 459. Iphann Hamuel Diterich, geb. 1721 zu Berlin, gab die Berliner Gesangbücher von 1765, 1780, 1787 heraus, für welche er viele ältere Lieder umdichtete; 1797 als Oberkonsistorialrat zu Berlin. 526. Rarl August Döring, geb. 1783 zu Alvensleben bei Magdeburg, 1 1844 als Prediger zu Elberfeld. 156. 190. Adam Drese, geb. 1620, f 1701 als fürstlicher Kapellmeister zu Arnstadt in Thüringen. 401. Paul Eber, geb. 1511 zu Kitzingen in Franken, seit 1532 in Witten⸗ berg, wo er als Professor der Theologie, Generalsuperintendent und Stadtpfarrer 1569 starb. 299. 598. Iphann Jpachim Elschenburg, geb. 1743 zu Hamburg, Prof. der Literatur zu Braunschweig, f daselbst 1820 als Geh. Justizrat. 495. Zustus Falkner, geb. zu Zwickau, 1 1724 als deutscher Prediger zu Newyork. 418. Erasmus Finx(Francisci), geb. 1627 zu Lübeck, 4 1694 als Privat⸗ gelehrter zu Nürnberg. 639. Christoph Tilcher(auch Vischer), geb. zu Joachimsthal in Böhmen, . 1600 als Generalsuperintendent u. Hofprediger in Celle. 143. Paul Aleming, geb. 1609 zu Hartenstein in Sachsen, begleitete Gesandtschaften nach Rußland und Persien, hochbegabter Dichter, 1 1640 als Arzt zu Hamburg. 492. Ff 2 4⁵² Verzeichnis der Dichter. Iphann Adam Flessa, geb. 1694 auf der Goldmühle bei Bayreuth, 1 1776 als Generalsuperintendent zu Oldenburg in Holstein. 388. Iphann Flitner, geb. 1618 zu Suhl, Diakonus zu Grimmen in Pommern, 1678 auf der Flucht in Stralsund. 283. Jphann ranck, geb. 1618 zu Guben i. d. Niederlausitz, studierte Dichtkunst unter Dach, 1677 als Landesältester d. Niederlausitz u. Bürgermeister zu Guben. 36. 63. 103. 278. 287. 340. 392. 511. 518. Michael Franck, geb. 1609 zu Schleusingen, Bäcker daselbst, dann auch Kollege an der Stadtschule, 4 1667. 261. 586. Balomp Jranck, geb. 1659 zu Weimar, sf daselbst 1725 als Ober⸗ konsistorialsekretär. 140. 486. 534. 609. Bebastian Jranck, geb. 1606 zu Schleusingen, Bruder Michael F's.; 1 1668 als Diakonus an der Hauptkirche zu Schweinfurt. 354. August Bermann Francke, geb. 1663 in Lübeck, Begründer des Waisenhauses in Halle, daselbst 1727 als Professor der Theologie und Pastor. 98. 479. Ivhann Anastasius Preylinghausen, geb. 1670 zu Gandersheim in Braunschweig, des vorigen Schwiegersohn, Gehülfe und Nach⸗ folger; Herausgeber der Halleschen Gesangbücher von 1704, 1708, 1714; 1 1739 in Halle. 403. 467. 529. 554. Iphann Burkhard Freystein, geb. 1671 zu Weißenfels, 1 1718 als Hof- und Justizrat in Dresden. 428. Jphann Ludwig Fricker, geb. zu Stuttgart 1729, 1766 als Pfarrer zu Dettingen in Württemberg. 233. Ahasverus Fritsch, geb. 1629 zu Mücheln bei Halle, 1 1701 als Konsistorialpräsident und Kanzler zu Rudolstadt. 653. Friedrich Juncke, geb. zu Nossen i. Erzgeb. 1642, Kantor i. Perle⸗ berg u. Lüneburg, 1 1699 als Pfarrer zu Römstedt b. Lüneburg. 178. Gyltfried Benedikt Junk, geb. 1734 zu Hartenstein in Sachsen, 1 1814 als Rektor an der Domschule und Konsistorialrat zu Magdeburg. 151. 343. 590. RKarl Bernhard Garve, geb. 1763 zu Jeinsen bei Hannover, f 1841 als Prediger der Brüdergemeinde zu Herrnhut. 71. 174. 192. 240. 244. 331. 339. LTampertus Gedicke, geb. 1683 zu Gardelegen in der Altmark, 1 1735 als Feldpropst zu Berlin. 494. Christian Jürchtegoit Gellert. geb. 1715 zu Hainichen in Sachsen, 1 1769 als Professor der Philosophie in Leipzig. 18. 19. 25. 30. 76. 99. 124. 148. 157. 226. 242. 270. 311. 330. 414. 438. 458. 536. 557. 559. 612. 626. 644. Paul Gerhardt, geb. 1607 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, 1651 Propst in Mittenwalde, 1657 Diakonus an St. Nikolai in Berlin, 1669 Archidiakonus in Lübben, 1676. 4. 7. 12. 17. 70. 81. 84. 86. 92. 101. 122. 132. 136. 139. 161. 195. 200. 206. 320. 359. 437. 440. 444. 449. 457. 468. 474. 490. 501. 509. 510. 527. 543. 565. 575. 629. Benriette Sulzbe 7 720 dorf u Justus G um de und G Iudwig als Ho Iphann 0 Ecks S 17 1541 Christian geber d Brüder Andreas großen Cyriakus ö als Gy KRarl Rud ö als Pro Jriedrich stedt in Georg Pi dortige Thomas Rarl Prie berg, bi schule, Tübing Iphann N sistorial Beinrich 1 Predige zuhann B Köben, 150. 22 548. 62 Heinrich 1 ö 60. 198 LIudwig 5 als Su Johann D Fischber balerius als Pfa bei Bayreuth, Holstein. 388. Grimmen in 283 usitz studierte Niederlausitz u. 392. 511. 518. daselbst, dann 86. 725 als Ober⸗ r Michael 88.; deinfurt. 354. Begründer des der Theologie 1 Gandersheim ilfe und Nach⸗ n 1704, 1708, enfels, 4 1718 „f 1766 als le, T 1701 als 653. antor i. Perle⸗ züneburg. 178. in in Sachsen, sistorialrat zu mover, 1 1841 71. 174. 192. der Altmark, jen in Sachsen, 8. 19. 25. 30. 14. 438. 458. i Wittenberg, St. Nikolai in 4. 7. 12. 17. 195. 200. 206. 501. 509. 510. Verzeichnis der Dichter. 4⁵5³ Eenriette Ratharina v. Gersdoyrf, geb. v. Friesen, geb. 1648 zu Sulzbach in Bayern, Großmutter des Grafen N. L. v. Zinzendorf, 1 1726 als Witwe des Geheimrats v. Gersdorf zu Großhenners⸗ dorf unweit Herrnhut. 188. zustus Gesenius, geb. 1601 zu Esbeck in Hannover, hochverdient um den kirchlichen Volksunterricht, F 1673 als Oberhofprediger und Generalsuperint. in Hannover.(Siehe auch Denicke.) 142. Iudwig Andreas Gytter, geb. 1661 zu Gotha, 7 daselbst 1735 als Hofrat. 20. 353. 432. Jphann Gramann(Poliander), geb. 1487 zu Neustadt in Bayern, Ecks Sekretär bei der Disputation 1519, 1522 in Wittenberg, 1 1541 als altstädtischer Pfarrer zu Königsberg i. Pr. 14. Christian Gregor, geb. 1723 zu Diersdorf in Schlesien, Heraus⸗ geber des Brüdergesa ngbuchs von 1778, 4 1801 als Bischof der Brüdergemeinde zu Berthelsdorf. 321. 379. UAndreas Gryphius, geb. 1616 zu Großglogau in Schlesien, nach großen Reisen Fürstentumssyndikus in Glogau, 1 1664. 591. Cyriakus Günther, geb. 1650 zu Goldbach bei Gotha, 4 1704 als Gymnasiallehrer in Gotha. 313. Rarl Rudolf Bagenbach, geb. 1801 zu Basel, 7 daselbst 1874 als Professor der Theologie. 225. Frirdrich Freiherr v. Bardenberg Movalis), geb. 1772 zu Wieder⸗ stedt im Mansfeldischen, F1801 als Assessor zu Weißenfels. 333. Georg Philipy Barsdörffer, geb. 1607 zu Nürnberg, Stifter des dortigen Dichterordens, 4 1658 als Ratsherr zu Nürnberg. 530. Chomas Bartmann, war um 1604 Diakonus in Eisleben. 166. Rarl Friedrich Barttmann, geb. 1743 zu Adelberg in Württem⸗ berg, bildete sich an Bengels Schriften, Professor an der Karls⸗ schule, nach Bekleidung verschiedener Pfarrämter 1815 zu Tübingen. 411. 485. whann Adam Bahßlocher, geb. 1645 in Speier, 1726 als Kon⸗ sistorialrat und Hofprediger zu Weilburg in Nassau. 46. Beinrich Rornelius 5 erker, geb. 1699 in Hamburg, 4 1743 als Prediger in Meuselwitz bei Altenburg. 59. 72. Iphann Beermann, geb. 1585 zu Raudten in Schlesien, Pastor in Köben, 1647 emeritiert zu Lissa in Posen. 28. 110. 125. 128. 150. 220. 228. 276. 548. 628. 630. 297. 301. 399. 480. 493. 497. 512. 513. Beinrich Beld, war um 1650 Rechtsanwalt zu Guhrau in Schlesien. 60. 198 Ludwig Belmbyld, geb. 1532 zu Mühlhausen in Thüringen, 1598 als Superintendent d aselbst. 472. Iohann Daniel Bense, geb. in Westfalen, 1753 als Pastor zu Fischbeck in Hessen⸗Schauenburg. 654. balerius Berberger, als Pfarrer daselbst. geb. 1562 zu Fraustadt in Posen, 4 1627 622. ö 4⁵⁴ Verzeichnis der Dichter. Nikolaus Bermann, 1 1561 in hohem Alter als Kantor zu Jochachimsthal in Böhmen. 87. 149. 410. 528. 544. 561. 623. Iphann August Bermes, geb. 1736 in Magdeburg, Konsistorial⸗ rat u. Superintendent in Quedlinburg, 1822 daselbst. 116. Johann Timotheus Bermes. geb. 1738 zu Petznick in Pommern, 1 1821 als Pastor prim. und Inspektor der Kirchen u. Schulen zu Breslau. 360. Jphann Gottfried Berrmann, geb. 1707 zu Altjeßnitz bei Bitter⸗ feld, 1 1791 als Oberhofprediger in Dresden. 312. Bacharias Berrmann, geb. 1643 zu Namslau in Schlesien, Senior der lutherischen Kirche in Großpolen, T 1716 zu Lissa. 633. Jphann Daniel Berrnschmidt, geb. 1675 zu Bopfingen in Württem⸗ berg, 1723 als Professor und Mitdirektor der Franckeschen Stiftungen zu Halle. 9. 456. Johann Friedrich Berzog, geb. 1647 in Dresden, 1699 als Rechtskonsulent daselbst. 566. Jphann Belle, geb. 1490 zu Nürnberg, verdient um die Ein⸗ führung der Reformation in Breslau, 4 1547 als Pfarrer an der Magdalenenkirche daselbst. 619. Anna Sophie Landgräfin von Bellen-Darmstadt, geb. 1638, 1 1683 als Abtissin des Stiftes Quedlinburg. 397. Wilhelm Bey, geb. 1789 zu Leina bei Gotha, 1 1854 als Super⸗ intendent zu Ichtershausen. 413. Friedrich Ronrad Biller, geb. zu Unteröwisheim bei Bruchsal, 1 1726 als Kanzleiadvokat in Stuttgart. 647. Philipp Friedrich Biller, geb. 1699 zu Mühlhausen in Württem⸗ berg, Pfarrer zu Steinheim bei Nördlingen, 1769 daselbst im Ruhestande. 39. 183. 307. 324. 332. 349. 409. 505. 579. Gollfried Boffmann, geb. 1658 zu Löwenberg in Schlesien, +1 1712 als Rektor des Gymnasiums in Zittau. 193. 634. Ernst Christoph Bomburg, geb. 1607 zu Mühle bei Eisenach, 1 1681 als Rechtskonsulent in Naumburg. 64. 129. 168. Jphann Born(Roh), 1 1547 als Senior der böhmischen Brüder⸗ 1264 zu e Herausgeber des Brüdergesangbuchs von 544. 58. Kalpar Buberinus, Pfarrer zu Augsburg, dann zu Nürnberg, wo er 1553 starb. 546. wilhelm Büllemann, geb. 1781 zu Soest in Westfalen, f 1865 als Superintendent zu Elsey bei Iserlohn. 507. ohann Ayb, geb. 1664 in Frankfurt a. M., 1 1736 als Ratsherr und Baumeister in Leipzig. 651. Zustus Jvnas(Jobst Koch), geb. 1493 zu Nordhausen, Professor des Kirchenrechts in Wittenberg(vorher in Erfurt, nachher in Jena), 1 1555 als Superintendent in Eisfeld in Thüringen. 227. Iohann Wilhelm Rellner v. Zinnendorf, geb. 1665 zu Ackendorf im Magdeburgischen, 1738 als preuß. Hofrat in Halle. 387. Christiar Ivnathat als S Triedrick Westf Jriedring geistli einer Jphann in Wé ls Kantor zu 544. 561. 623. „ Konsistorial⸗ iselbst. 116. in Pommern, en u. Schulen nitz bei Bitter⸗ 2 lesien, Senior issa. 633. m in Württem⸗ rFranckeschen ‚ 1 1699 als um die Ein⸗ ls Pfarrer an dt, geb. 1638, 7. 54 als Super⸗ bei Bruchsal, min Württem⸗ 69 daselbst im 05. 579. in Schlesien, 93. 634. bei Eisenach, 9. 168. ischen Brüder⸗ sangbuchs von Nürnberg, wo tfalen, 1865 als Ratsherr „ Professor des hher in Jena), sen. 227. 35 zu Ackendorf n Halle. 337. * Verzeichnis der Dichter. 45⁵⁵ Christian Reymann, geb. 1607 zu Pankraz in Böhmen, 1662 als Rektor des Gymnasiums in Zittau. 80. 396. Friedrich Gyttlieb Rlopftock, geb. 1724 in Quedlinburg, Sänger des„Messias“, Bahnbrecher für die neue Blüte deutscher Dicht⸗ kunst, 1 1803 in Hamburg. 54. 426. 637. 649. Gustav Friedrich Ludwig Rnak, geb. 1806 in Berlin, Prediger an der Bethlehemskirche daselbst, 4 1878 auf einer Reise zu Dünnow in Pommern. 237. Albert Knapp, geb. 1798 in Tübingen, 1864 als Stadtpfarrer in Stuttgart. 102. 121. 231. 259. Christoph Knoll, geb. 1563 zu Bunzlau in Schlesien, 4 1621 als Diakonus in Sprottau. 601. Christian Knorr v. Rofenroth, geb. 1636 zu Altrauden in Schlesien, . 1689 als Kanzleidirektor zu Sulzbach in Bayern. 538. Christian Jakob Roitsch, geb. 1671 in Meißen, 4 1735 als Rektor des Gymnasiums in Elbing. 114. Michael Rongehl, geb. 1646 zu Kreuzburg in Ostpreußen, 1 1710 als Bürgermeister zu Königsberg. 430. Ipnathan Kraule, geb. 1701 zu Hirschberg in Schlesien, 4 1762 als Superintendent zu Liegnitz. 42. Jriedrich Adolf KRrummacher, geb. 1768 zu Tecklenburg in Westfalen, 4 1845 als Pfarrer zu Bremen. 78. 230. Jriedrich Wilhelm KRrummacher, geb. 1796 zu Mörs als ältester Sohn des vorigen; 1847—53 Prediger zu Berlin, 4 1868 als Hofprediger zu Potsdam. 252. Iphann Higismund Runth, geb. 1700 zu Liegnitz i. Schles., 41779 als Oberpfarrer der Solmsschen Grafschaft zu Baruth. 642. Peiter Lackmann, geb. in Lübeck, Schüler A. H. Franckes, 4 1713 als Pastor prim. zu Oldenburg in Holstein. 381. 531. Jriedrich Adolf Lampe, geb. 1683 zu Bremen, f daselbst 1729 als Prediger. 112. 281. 366. Ernst Lange, geb. 1650 zu Danzig, 1 das. 1727 als Ratsherr. 415. Ipachim Lange, geb. 1670 zu Gardelegen in der Altmark, f 1744 als Professor der Theologie in Halle. 541. Laurentius Taurenti(Lorenz Lorenzen), geb. 1660 zu Husum in Holstein, 1722 als Kantor und Musikdirektor zu Bremen. 164. 291. 475. 640. Iphann Ralpar Lavater, geb. 1741 zu Zürich, Pfarrer daselbst, 1801 infolge der durch einen französischen Soldaten erhaltenen Verwundung. 91. 144. 272. 422. TLevpold Franz Friedrich Lehr, geb. 1709 zu Cronberg bei Frankfurt a. M., gab mit Allendorf die köthnischen Sammlungen geistlicher Lieder heraus, 4als Diakonus zu Köthen 1744 auf einer Reise in Magdeburg. 292. 329. 376. Jphann Leon, geb. zu Ohrdruf in Thüringen, 1597 als Pastor in Wölfis. 564. 600. 605. 456 Verzeichnis der Dichter. Ehrenfried Liebich, geb. 1713 zu Probsthayn in Schlesien, 4 1780 Iphann als Pastor zu Lomnitz bei Hirschberg. 196. 452. 578. 616. zu Me Balyumo Lisrov(Liscovius), geb. 1640 zu Niemitzsch in der Nieder⸗ Raspar lausitz, F 1689 als Diakonus zu Wurzen. 364. 400. +.171 Palentin Ernst Löfcher, geb. 1673 zu Sondershausen, 1 1749 Kirchen als Oberkonsistorialrat und Pfarrer zu Dresden. 280. 294. 447. Gebete Matthäus Apelles v. Löwenstern, geb. 1594 in Neustadt i. Ober⸗ Geyrg 2 schlesien, 1648 als Staatsrat in Breslau. 212. 584. als Bi Martin Luther, der deutsche Reformator und Begründer des deut⸗ Erdmann schen evangelischen Kirchengesanges, geb. 1483 in Eisleben, eben⸗ als Ha daselbst 1546. 5. 32. 35. 82. 89. 90. 146. 197. 199. 211. 214. Iphann 1 215. 239. 241. 251. 266. 286. 325. 502. 514. 614. 615. als Ol Ivachim Magdeburg, geb. 1525 zu Gardelegen in der Altmark, Beinrich Prediger zu Efferding in Osterreich, von dort 1583 vertrieben als Ko und verschollen. 481. Philipp Bamuel Marvt, geb. 1770 zu Magdeburg, Konsistorialrat udd + 1608 ( Prediger an der Neuen Kirche zu Berlin, 1865. 262. August E ö Johann Maunkisch, geb. 1617 zu Bärtelsdorf in Sachsen, 4 1669 als Pri als Senior zu Danzig. 408. der Fr Melilsander s. Bienemann. Abvalis Iphann Menker, geb. 1658 zu Jahma in der Oberlausitz, 4 1734 Iphann 1 als Pfarrer zu Kemnitz in derselben Landschaft. 15. 34. 378. lichen Iphann Matthäus WMeyfart, geb. 1590 zu Wahlwinkel in Thü⸗ fels. 4 ringen, 1 1642 als Professor und Pfarrer zu Erfurt. 643. Iphann 6 Martin Moller, geb. 1547 in Kroppstädt bei Wittenberg, 1606 Halle, als Pastor prim. zu Görlitz. 435. 516. Martin + Iphann Friedrich Möller, geb. 1789 zu Erfurt, + 1861 als die reg ö Generalsuperintendent zu Magdeburg. 350. Geschick Friedrich KRarl Jreiherr v. Moler, geb. 1723 zu Stuttgart, Ipachim 3 hessendarmstädtischer Minister und Kanzler, im Privatstande nach 10 ů 1798 zu Ludwigsburg. 285. 446. Christoph Iphann Mühlmann, geb. 1573 in Pegau, 1613 als Professor stadt be und Archidiakonus in Leipzig. 522. ßischer ö Johann Geyrg Müller, geb. 1651 zu Jauer in Schlesien, 1 1745 Benjamin ö als Pfarrer in Schkölen bei Naumburg. 279. fels, ö Michael Müller, geb. 1673 in Blankenburg am Harz, Schüler Christoph A. H. Franckes, 7 1704 als Kandidat auf Schloß Schaubeck in als Ra ö Württemberg. 222. Samuel] Balthafar Münter, geb. 1735 in Lübeck, 4 1793 als Pastor in fessor d Kopenhagen. 264. 322. Basel. ö Kaspar Friedrich Bachtenhöfer, geb. 1624 in Halle, 1685 Christian als Pfarrer in Coburg. 77. in Bay Christpph Friedrich Neander, geb. 1724 zu Eckau in Kurland, Iohann J 1 1802 als Propst zu Gränzhof in Kurland. 367. 441. 539.„Geistre Ivachim Neander, geb. 1650 in Bremen, Rektor in Düsseldorf, 1 1680 logie u als Prediger zu St. Martini in Bremen. 6. 8. 21. 375. 555. 625. 184. 18 sien, 1 1780 78. 616. der Nieder⸗ isen, 1 1749 30. 294. 447. stadt i. Ober⸗ 8⁴4 der des deut⸗ eben, eben⸗ 9. 211. 214. 615. der Altmark, 3 vertrieben hrialrat und 262. sen, 1669 usitz, T 1734 . 34. 378. nkel in Thü⸗ t. 643. erg, 1606 + 1861 als 1 Stuttgart, Privatstande als Professor sien, 4 1745 arz, Schüler Schaubeck in ls Pastor in alle, 4 1685 in Kurland, 441. 539. Idorf, T 1680 5. 505. 625. Verzeichnis der Dichter. 45⁷ Jphann Christian Rehring, geb. zu Gotha, 1736 als Pfarrer zu Morl bei Halle. 420. Raspar Neumann, geb. 1648 in Breslau, gelehrter Theologe, +.1715 als Pastor prim. zu St. Elisabeth und Inspektor der Kirchen und Schulen in Breslau: Verfasser des„Kerns aller Gebete“. 41. 43. 267. 537. 547. 560. Georg Beumark, geb. 1621 zu Langensalza in Thüringen, f 1681 als Bibliothekar und Archivsekretär zu Weimar. 482. Erdmann Reumeister, geb. 1671 zu Uchtritz bei Weißenfels, F 1756 als Rennner zu Hamburg. 104. 154. 260. 319. 477. 573. Iphann Reunherz, geb. 1653 zu Waltersdorf in Schlesien, 4 1737 als Oberpfarrer in Hirschberg. 167. Beinrich Georg Neuß, geb. 1654 in Elbingerode am Harz, f 1716 als Konsistorialrat zu Wernigerode. 2. 221. 305. 342. Philipy Rirolai, geb. 1556 zu Mengeringhausen in Waldeck, 1 1608 als Hauptpastor in Hamburg. 405. 650. August Bermann Riemeyer, geb. 1754 zu Halle, daselbst 1828 als Professor der Theologie, Kanzler der Universität und Direktor der Franckeschen Stiftungen. 608. Awvalis s. Hardenberg. Iphann Olearius, geb. 1611 in Halle, Herausgeber der„Geist⸗ lichen Singekunst“ 1671, 4 1684 als Oberhofprediger zu Weißen⸗ fels. 45. 69. 123. 208. 558. Iphann Goyttfried Olearius, des vorigen Neffe, geb. 1635 in Halle, 1711 als Konsistorialrat zu Arnstadt. 62. Martin Opitz v. Boberfeld, geb. 1597 in Bunzlau, verdient um die regelrechte Form der deutschen Dichtkunst, 4als Rat und Geschichtsschreiber des Königs von Polen 1639 zu Danzig. 542. wachim Pauli, geb. 1636 in Wilsnack, Hauslehrer in Berlin, starb nach 1674. 484. 620. Christoph Rarl Ludwig Preiherr v. Pfeil, geb. 1712 zu Grün⸗ stadt bei Worms, württembergischer Regierungsrat, als preu⸗ ßischer Minister 1784 in Deufstetten bei Ansbach. 23. 503. Benjamin Praetorius, geb. 1636 zu Obergreißlau bei Weißen⸗ fels, 1 1674 als Pastor in Lissa bei Delitzsch. 469. Christoph Praetorius, geb. 1631 zu Stendal, 1 daselbst 1713 als Ratskämmerer. 521. Samuel Preiswerk, geb. 1799 in Rümlingen bei Basel, Pro⸗ —— 2335•.b Sprache in Genf, 1 1871 als Antistes in Basel. 5. Christian Beinrich Rudolf Puchta, geb. 1808 zu Kadolzburg in Bayern, 1858 als Pfarrer in Augsburg. 581. Iohann Jakob Rambach, geb. 1693 in Halle, Herausgeber des „Geistreichen Hausgesangbuchs“, 4 1735 als Professor der Theo⸗ logie und Superintendent zu Gießen. 51. 57. 108. 113. 181. 184. 189. 234. 258. 275. 335. 45⁸ Verzeichnis der Dichter. Adam Reihner(auch Reusner), geb. 1496 in Mindelheim bei Düsseldorf, Erzieher und Sekretär beim Feldhauptmann Georg Frundsberg, Anhänger Schwenckfelds, T 1588. 463. Eleoynore Fürstin Reuß, geb. Gräfin Stolberg-⸗Wernigerode, geb. 1835 zu Gedern am Vogelsberg, 1 1903 zu Ilsenburg in der Prov. Sachsen. 95. Christian Friedrich Richter, geb. 1676 zu Sorau in der Nieder⸗ lausitz, 1 1711 als Arzt am Waisenhause zu Halle. 88. 345. 346. 348. 355. 358. 398. Bartholomäus Ringwaldt, geb. 1530 zu Frankfurt a. O., 1 1599 als Pfarrer zu Langefeld in der Neumark. 288. 515. 517. 641. Martin Rinkart, geb. 1586 zu Eilenburg in Sachsen, f daselbst 1649 als Archidiakonus. 11. 29. Iphann Rilt, geb. 1607 zu Ottensen bei Hamburg, 1 1667 als Pastor zu Wedell bei Altona. 10. 55. 79. 100. 106. 135. 277. 570. 645. Bamuel Rodigalt, geb. 1649 zu Gröben bei Jena, 1 1708 als Rektor am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. 476. Iphann Andreas Rothe, geb. 1688 in Lissa bei Görlitz, 4 1758 als Pfarrer zu Thommendorf bei Bunzlau in Schlesien. 316. 632. Iphannes Rythen, geb. 1797 zu Neuenegg im Kanton Bern, Lehrer in Basel, daselbst 1876. 412. YPriedrich Rückert, geb. 1789 in Schweinfurt, Professor der orien⸗ talischen Sprachen in Erlangen und Berlin, 1866 als preußischer Geheimrat zu Neuseß bei Coburg. 56. Christoph Runge, geb. 1619 zu Berlin, 1681 als Buchdrucker daselbst, hat in enger Verbindung mit dem Kantor J. Crüger die für das Gesangbuchwesen in Brandenburg grundlegenden Gesangbücher herausgegeben. 445. Iphann Friedrich Ruvpp, geb. in Straßburg, Pfarrer im Elsaß, 1 1708 als Adjunkt der theologischen Fakultät und Inspektor am Waisenhause in Halle. 344. Martin Rutilius, geb. 1550 zu Düben in Sachsen, 1 1618 als Archidiakonus in Weimar. 282. Gyttfried Wilhelm Barer, geb. 1635 in Naumburg, 1 1699 als Kammeradvokat in Wolfenbüttel. 97. 172. 582. 631. Christian Jriedrich Beinrich Hachse, geb. 1785 zu Eisenberg in Thüringen, T 1860 als Hofprediger und Konsistorialrat in Altenburg. 627. Wilhelm II., Berzog zu Bachsen-Weimar, geb. 1598 auf Schloß Altenburg, 1662 in Weimar. 44. Jphann Raspar Schade, geb. 1666 in Kühndorf bei Meiningen, 1 1698 als Diakonus an St. Nikolai in Berlin. 130. 306. 327. 365. 384. 465. Martin Schalling, geb. 1532 in Straßburg i. Elsaß, 1608 als Pfarrer in Nürnberg. 386. Jvhann herzo⸗ Mattl 417. 443. Cyriaku als J Iphann + 156 indelheim bei ——— Georg Wernigerode, Ilsenburg in n der Nieder⸗ lle. 88. 345. a. O., 1 1599 15. 517. 641. en, daselbst + 1667 als 06. 135. 277. 1708 als erlin. 476. örlitz, F 1758 en. 316. 632. danton Bern, sor der orien⸗ us preußischer 8 Buchdrucker or J. Crüger zrundlegenden rer im Elsaß, ind Inspektor „ 1618 als g3, 1 1699 als 31 zu Eisenberg sistorialrat in 98 auf Schloß ei Meiningen, 30. 306. 327. „ 1T 1608 als Verzeichnis der Dichter. 459 Johann Scheffler(Angelus Silesius), geb. 1624 in Breslau, herzoglicher Leibarzt in Ols, ward 1653 katholisch, 1677 im Matthiaskloster zu Breslau. 115. 119. 126. 363. 380. 389. 391. 417. 429. 571. Christian Ludwig Scheidt, geb. 1709 zu Waldenburg in Württem⸗ berg, 4 1761 als Hofrat und Bibliothekar in Hannover. 303. Iphann Bermann Schein, geb. 1586 zu Grünhain in Sachsen, 1 1630 als Musikdirektor in Leipzig. 611. Bartmann Schenk., geb. 1634 in Ruhla in Thüringen, 1 1681 als Pfarrer in Ostheim vor der Rhön. Beinrich Theobald Schenk, gebürtig aus Hessen, 1 1727 als Stadtpfarrer in Gießen. 652. Max v. Schenkendorf, geb. 1783 in Tilsit, Sänger der deutschen Befreiungskriege, T 1817 als Regierungsrat in Coblenz. 73. Michael Schirmer, geb. 1606 in Leipzig, Konrektor am Grauen Kloster in Berlin, 1 1673. 68. 202. 585. Johann Adolf Schlegel, geb. 1721 in Meißen, 1 1793 als Generalsuperintendent in Hannover. 442. Levin Johann BSchlicht, geb. 1681 zu Calbe i. d. Altmark, 1723 als Prediger zu St. Georgen in Berlin. 550. Ludwig Beinrich Schloller, geb. 1663 in Darmstadt, 1 1723 als Prediger zu St. Katharinen in Frankfurt a. M. 499. Jphann Eulebius Schmidt, geb. 1669 zu Hohenfeld bei Erfurt, + 1745 als Pfarrer zu Siebleben bei Gotha. 216. Benjamin Schmolck, geb. 1672 zu Brauchitschdorf in Schlesien, T 1737 als Pastor prim. zu Schweidnitz. 26. 33. 49. 52. 61. 138. 147. 155. 165. 204. 245. 249. 256. 300. 334. 356. 382. 443. 455. 462. 500. 553. 562. 572. 604. 607. 613. 621. Cuyriakus Schneegaß, geb. 1546 zu Buffleben bei Gotha, 1 1597 als Pastor zu Friedrichroda. 96. Iphann Schneeing(Chiomusus), geb. zu Frankfurt a. M., 1 1567 als Pfarrer zu Friemar bei Gotha. 284. Iphann Gottfried Schöner, geb. 1749 zu Rügheim in Franken, 1 1818 als Pfarrer zu St. Lorenz in Nürnberg. 357. Iphann Bermann Schrader, geb. 1684 in Hamburg, f 1737 als Konsistorialrat und Propst zu Tondern in Holstein. 210. Inhann Beinrich Schröder, geb. 1667 zu Springe bei Hannover, 1 1699 als Pfarrer zu Meseberg bei Magdeburg. 309. 425. Christian Friedrich Daniel Schubart, geb. 1739 zu Obersontheim i. Schwaben, Organ. i. Ludwigsburg, 1777—1787 Gefangener auf dem Hohenasperg, 1791 als Hofmusikdirektor i. Stuttgart. 302. Iphann Jakob Schüh, geb. 1640 in Frankfurt a. M., daselbst 1690 als reichsständischer Rat. 16. Amilie Juliane Gräfin v. Schwarzburg-Rudolstadt, geb. 315. 580 Barby, geb. 1637 zu Rudolstadt, 7 daselbst 1706. 93. 315. 580. 624. 460 Verzeichnis der Dichter. Tudämilie Elisabeth Gräfin v. BSchwarzburg-Rudolstadt, geb. 1640 zu Rudolstadt, 7 daselbst 1672 unvermählt. 296. Iohann Christoph Schwedler, geb. 1672 zu Krobsdorf in Schles., +.1730 als Pfarrer zu Niederwiesa in der Oberlausitz. 407. Christian Srriver, geb. 1629 in Rendsburg, 1 1693 als Hof⸗ prediger in Quedlinburg. 552. Nikvlaus Helnecker, geb. 1530 zu Hersbruck bei Nürnberg, 7 nach vielbewegtem Leben 1592 als Professor und Super⸗ intendent zu Leipzig. 48. 238. 602. Tudwig Rudolf Freiherr v. Senfft zu Pilsach, geb. 1681 zu Pil⸗ sach, 1 1718 als sächs. Legationsr. u. Dompropst i. Naumburg. 597. Elisabeth v. Benit, geb. 1629 zu Rankau in Schlesien, Hof⸗ fräulein am herzoglichen Hofe in Ols, 1679. 131. Justus Hieber, geb. 1628 zu Eimbeck, 4 1695 als Pastor zu Schandau in Sachsen. 271. Iyhann Hiegfried, geb. 1564, 4 1637 als Superintendent zu Schleiz. 606. Philipy Balthasar Sinold v. Schütß(Amadeus Creutzberg), geb. 1657 auf Schloß Königsberg bei Gießen, f nach vielen Reisen u. verschiedenen Anstellungen in Reuß, Schlesien, Lausitz, Schwaben 1742 als gräflich Solmsscher Geheimrat zu Laubach. 395. August Gottlieb Spangenberg, geb. 1704 zu Klettenberg in Han⸗ nover, Bischof der Brüdergemeinde, 1792 in Berthelsdorf. 352. Philipp Jakob Spener, geb. 1635 zu Rappoltsweiler im Elsaß, Prediger in Frankfurt, Hofprediger in Dresden, 1705 als Propst zu St. Nikolai und Konsistorialrat in Berlin. 470. Tazarus Spengler, geb. 1479 zu Nürnberg, Freund Luthers, war Ratsschreiber zu Nürnberg, 4 1534 daselbst. 308. Paul Speratus(v. Spretten), geb. 1484 zu Rottweil in Schwaben, 1523 in Wittenberg, als Bischof von Pomesanien 1551 in Marienwerder. 310. Rarl Jnhann Philipp Spitta, geb. 1801 in Hannover, 1 1859 als Superintendent in Burgdorf bei Hannover. 191. 217. 257. 347. 369. 460. 496. 498. Iyhann Jakob Spreng, geb. 1699 zu Basel, 1 daselbst 1768 als Professor der Geschichte. 253. IJpsua Stegmann, geb. 1588 in Sulzfeld bei Meiningen, f 1632 als Professor der Theologie u. Superintendent in Rinteln. 22. Iphann Steuerlein, geb. 1546 in Schmalkalden, T 1613 als Stadtschultheiß in Meiningen. 94. Gerhard Stip, geb. 1809 zu Norden in Ostfriesland, Herausgeber des„Unverfälschten Liedersegens“ 1851, als Privatgelehrter zu Potsdam 1882. 532. Beinrich Arnuld Stockfleth, geb. 1643 in Alefeld bei Hildes⸗ heim, 2 1708 als brandenburgischer Generalsuperintendent und Hofprediger zu Mönchsberg in Bayreuth. 483. heim Gyltfrie als P Andreas als P Ivsua W Preßb Christop fessor Sigism 439. Georg V Pfarr Georg RB konus Ivhann burg, burg, der er Jakvb& fessor Ernst G. Berlin 273. é KRudolltadt, (t. 296. orf in Schles., sitz. 407. 93 als Hof⸗ i Nürnberg, und Super⸗ 1681 zu Pil⸗ imburg. 597. t Hof⸗ Pastor zu ntendent zu Utzberg), geb. ꝛielen Reisen 5z, Schwaben 395. berg in Han⸗ lsdorf. 352. er im Elsaß, +T 1705 als . 470. nd Luthers, 08 N Schwaben, ien 1551 in ver, 1 1859 4. 217. 257. ost 1768 als gen, 1 1632 inteln. 22. f 1613 als Herausgeber gelehrter zu bei Hildes⸗ tendent und Verzeichnis der Dichter. 461 Ernst Storkmann, geb. 1634 in Lützen, 1 1712 als Oberkonsistorial⸗ rat in Eisenach. 450. Piktor Xriedrich v. Strauß, geb. 1809 in Bückeburg, Schaum⸗ burg⸗Lippescher Staatsminister, 1 1899 in Dresden. 574. Christoph Christian Sturm, geb. 1740 in Augsburg, 1 1786 als Hauptpastor in Hamburg. 152. 368. Julius Rarl Reinhold Sturm, geb. 1816 zu Köstritz in Reuß, 1 1896 als Pfarrer und Kirchenrat daselbst. 255. 416. 506. Christian Ludwig CTaddel, geb. 1706 in Mecklenburg⸗Schwerin, + 1775 als Hofrat und Justizkanzleidirektor in Rostock. 162. Gerhard CTersteegen, geb. 1697 zu Mörs, Bandmacher zu Mül⸗ heim a. d. Ruhr, unermüdlicher Laienprediger durch Wort und Schrift, 1769 in Mülheim. 40. 83. 163. 176. 182. 201. 207. 361. 383. 567. Dalentin Thilv, geb. 1607 zu Königsberg i. Pr., daselbst 1662 als Professor der Beredsamkeit. 67. Christoph Tiehe(Titius), geb. 1641 zu Wilkau bei Breslau, 1703 als Pastor zu Hersbruck bei Nürnberg. 289. 471. Beinrich Julius Tyde, geb. 1757 zu Zollenspieker bei Hamburg, + 1797 als Konsistorialrat und Dompropst zu Schwerin. 194. Gyttfried Tollmann, geb. 1680 zu Lauban in der Lausitz, F 1766 als Pfarrer zu Leube bei Görlitz. 577. Andreas Clcherning, geb. 1611 zu Bunzlau in Schlesien, 1659 als Professor der Dichtkunst zu Rostock. 488. Ipsua Wegelin, geb. 1604 in Augsburg, 1 1640 als Pfarrer in Preßburg. 169. 583. Christoph Wegleiter, geb. 1659 zu Nürnberg, 4 1706 als Pro⸗ fessor der Theologie zu Altdorf. 37. Sigismund Weingäriner, um 1600 Prediger im Heilbronnschen. 9 439. Michael Weihe, geb. zu Neiße in Schlesien, Herausgeber des böh⸗ mischen Brüdergesangbuchs von 1531, 1542 zu Neutomischl in Böhmen. 65. 133. 617. Georg Weillsel, geb. 1590 zu Domnau in Ostpreußen, 1 1635 als Pfarrer in Königsberg. 66. 160. 402. Georg Werner, geb. 1589 in Preußisch⸗Holland, F 1643 als Dia⸗ konus zu Königsberg i. Pr. 85. 118. Iphann Joseph Winckler, geb. 1670 zu Lucka in Sachsen⸗Alten⸗ burg, 1 1722 als Konsistorialrat und Domprediger in Magde⸗ burg, viel angefochten wegen seiner Bemühungen um die Union der evangelischen Kirchen. 371. 373. 464. Jakob Gabriel Wylf, geb. 1684 in Greifswald, T 1754 als Pro⸗ fessor der Rechte in Halle. 374. 434. 448. Ernst Gottlieb Woltersdorf, geb. 1725 zu Friedrichsfelde bei Berlin, 1 1761 als Pfarrer zu Bunzlau in Schiesien. 38. 141. 273. 635. 462 Verzeichnis der Dichter. Daniel Wülffer, geb. 1617 zu Nürnberg, 1685 als Antistes an der Lorenzkirche und Konsistorialrat daselbst. 646. Aphann Friedrich Zihn, geb. 1650 zu Suhl in Thüringen, f da⸗ selbst 1719 als Archidiakonus. 454. Iphann Christian Zimmermann, geb. 1702 zu Langenwiese bei Ilmenau in Thüringen, Propst zu Ulzen in Hannover, 51 1783. 351. Christian Renatus Graf Zinzendorf, des nächstfolgenden Sohn, geb. 1727 in Herrnhut, 1752 in London. Nikvlaus Ludwig Graf Zinzendorf, geb. 1700 in Dresden, Stifter und Bischof der Brüdergemeinde, 4 1760 in Herrnhut. ö 213. 219. 243. 304. 338. 404. 491. 636. 638. Geyrg Jvachim Zollikofer, geb. 1730 zu St. Gallen, T 1788 als Prediger zu Leipzig. 362. Aphann Zwick, geb. 1496 zu Constanz, brach durch das Züricher Gesangbuch von 1536 dem Kirchenliede Bahn in der refor⸗ mierten Kirche, als Pfarrer von Constanz 1542 an der Pest zu wrat. 170. wo er das durch die Seuche verwaiste Pfarramt vertrat. 170. Von unbekannten Dichtern stammen folgende 44 Lieder: Aus der Zeit vor der Reformation: 145. 171. Aus dem 16. Jahrhundert: 153. 265. 473. 519. 525. 535. 545. 549. 563. 576. 17. 109. 117. 177. 203. 293. 295. 298. 394. 436. 453. 461. 489. 556. 569. 588. 589. 595. 610. 18.: 74. 173. 205. 268. 336. 387. 419. 421. 427. 433. 466. 520. 179. 185. O U Antistes an ringen, 7 da⸗ Langenwiese n Hannover, genden Sohn, in Dresden, in Herrnhut. ,„ 1 1788 als das Züricher n der refor⸗ an der Pest iste Pfarramt 25. 535. 545. 93. 295. 298. 39. 556. 569. 6. 387. 419. Anhann evangelischen Gesangbuch für die Provinz Brandenburg. A. Das u Ich de deinen lieb und Gefahr auch behüte und Leben und alles der böse Fe 1. Heil preisen die danken dir, gnädig und hast erleben heiliger Vat Feuer deine Opfer darbr dir ruhen und uns zu wachsen, im und für. Offne u Herzen, daß gern folgen. . Gebete. A. Worgen- und Abend-Gebeke. 1. Morgengebete. Das walte Gott Vater, Sohn, heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir alle mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. 8910 Uther. Für den Bonntag. 1. Heiliger, dreieiniger Gott! In der Frühe loben wir dich und preisen dich und benedeien deinen allerheiligsten Namen. Wir danken dir, gütiger Gott und Vater, daß du uns diese Nacht so gnädig und väterlich behütet und bewahret und abermals diesen Tag hast erleben lassen, damit wir deine ewigen Güter empfangen. Ach heiliger Vater, gib uns reine Herzen und entzünde sie durch das Feuer deiner Liebe, daß wir dir mit Leib, Seele und Geist uns zum Opfer darbringen. Laß uns an diesem deinem heiligen Ruhetage in dir ruhen und habe du dein Werk in uns, daß wir dir zur Ehre und uns zum Segen diesen Tag feiern mögen, in der Gottseligkeit ind für im Geist stark werden, und deine Gnade bei uns bleibe für und für. Offne uns das Ohr, Herr Jesu Christe, und gib uns gläubige Herzen, daß wir hören, wie du uns zu dir rufest, und deiner Stimme gern folgen. Gib uns fröhliche Herzen, zu gehen zu deinem heiligen Gg 466 Morgengebete. Haus, da deines Namens Gedächtnis gestiftet, dein Segen und Ge⸗ meinschaft mit dir verordnet ist, und deine Gemeinde dir lobsinget. Ach leutseliger Herr Jesu, an diesem Tage bist du auferstanden von dem Tode; so hilf, daß auch wir auferstehen aus dem Tode der Sünde und hinfort allein in dir leben und du in uns. Ja belkleide, schmücke, heilige du uns heute und alle Tage zu deiner Wohnung. Herr Gott, heiliger Geist, öffne uns die Tür zum Leben durch Erleuchtung unsrer Herzen, daß wir die Weide deiner göttlichen Lehre und deines Trostes finden, die Stimme unsers Erzhirten Jesu in uns hören, durch den Glauben zu ihm eingehen und durch die Liebe ihm gehorchen. Laß diesen seligen Ruhetag uns einen Vorschmack sein der ewigen Ruhe bei dem Herrn. Also befehlen wir uns heut und allezeit in deine Hand, o du großer, dreieiniger Gott; du wollest jetzt und immerdar unser treuer Gott sein und bleiben von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 2. Ich danke dir, gütiger Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, daß du mich diese Nacht so gnädig behütet und bewahret und mich abermals diesen Tag hast erleben lassen, an welchem ich von aller Arbeit meiner Hände ruhen soll, damit dein Geist durch den Segen deines heiligen Wortes sein Werk in mir habe. Wie treulich hast du dafür gesorgt, daß wir mitten im unruhigen Leben einmal still stehen können, unsre Herzen zu dir emporrichten und bedenken, was zu unserem Frieden dient. Ach Gott, laß mich diesen Tag nicht allein heilig anfangen, son⸗ dern auch heilig fortsetzen und heilig vollenden! Mein Gott und Vater, tue allen, die heut dein Wort hören, das Herz auf. Gib den Lehrern und Dienern deines Wortes die Gabe deines Geistes und salbe die Lippen, die deines Namens Ehre verkündigen. Laß das Wort der Predigt nicht leer zu dir zurückkommen, sondern aus⸗ richten, wozu du es sendest. Mehre die Zahl deiner Gläubigen aller Orten, insonderheit in dieser Gemeinde. Laß mir und allen den lieben Meinigen den heutigen Tag zu einem ewigen Segen werden. Tröste die, so heut in Einsamkeit und Traurigkeit leben müssen, deren Seele vergeblich sich sehnt nach deinen Vorhöfen. Bringe sie und alle, die deinen Namen lieb haben, dahin, daß wir dein Angesicht ewiglich schauen und mit den Engeln immerdar singen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll! Amen. Für die Wochentage. 1. Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten! O du barmherziger Gott, dessen Güte ö und Treue Lob und lassen von und meine Herr, daß unter dem Finsternis ganzen Ta fliehe. Ich dient und habe, wof geben muß Leib und denken, als sein. Jacel noch sterbe als dein K lebe, so n Gnadentür ich nehme denn was Hand auft guten Rat, nehmen na göttlichen zeige und auf daß ie rufe zu di Stimme m heiligen Cl und auch d Gnadenstul 2. He liche Kraft deine ewige mit deiner ganz sicher deine Güte tust, und u dar in mei was du m fallen, das Ich ru behüten vo egen und Ge⸗ dir lobsinget. erstanden von em Tode der Ja belkleide, r Wohnung. Leben durch öttlichen Lehre Jesu in uns die Liebe ihm orschmack sein Hand, o du r unser treuer en. Herrn Jesu bewahret und lchem ich von eist durch den Wie treulich Leben einmal und bedenken, anfangen, son⸗ ein Gott und auf. Gib den 3Geistes und en. Laß das sondern aus⸗ ier Gläubigen nir und allen ewigen Segen zurigkeit leben nen Vorhöfen. ahin, daß wir eln immerdar lle Lande sind den Toten, o tt, dessen Güte auf daß ich ohne Gewissenswunden den Abend erreiche. Morgengebete. 467 und Treue alle Morgen neu ist: ich sage dir mit Herz und Mund Lob und Dank, daß du mich diesen Morgen wiederum gesund hast lassen von meinem Lager aufstehen und meinen Leib vor Schaden und meine Seele vor Sünden bewahrt hast. Wie groß ist deine Güte, Herr, daß Menschen unter dem Schatten deiner Flügel trauen und unter demselben so mächtig bewahret werden. Ich schaue nach der Finsternis wieder das Sonnenlicht. Gib mir Gnade, daß ich diesen ganzen Tag in deinem Lichte wandle und alle Werke der Finsternis fliehe. Ich achte den Tag für verloren, an welchem ich der Welt ge⸗ dient und mich nach der Welt Torheiten und Gewohnheiten gerichtet habe, wofür ich einst vor deinem Gericht eine schwere Rechenschaft geben muß. Ich opfre mich hingegen dir ganz zu deinem Dienst mit Leib und Seele. Laß mich nichts wollen, nichts vornehmen und ge⸗ denken, als was dir gefällt, auf daß der ganze Tag dir möge geheiligt sein. Ja laß mich allezeit so leben, reden und tun, als ob ich heute noch sterben müßte. Und da ich nach der finstern Nacht, darin ich als dein Kind in deinen Armen gelegen, nun wiederum von neuem lebe, so weiß ich nirgend hin, als zu dir. Ich klopfe an deine Gnadentür, ich wende mich wieder zu der Segensquelle, aus welcher ich nehme einen Segen nach dem andern, eine Hülfe nach der andern; denn was du, Herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich; wenn du deine Hand auftust, so wird alles gesättigt mit Wohlgefallen. Gib mir guten Rat, wenn ich Rat bedarf; richte meine Anschläge und Vor⸗ nehmen nach deinem Willen. Entzünde in mir die Flammen deiner göttlichen Liebe, daß ich diesen Tag meinen Glauben in den Werken zeige und in wahrer Liebe gegen dich und den Nächsten verharre, Wenn ich rufe zu dir, Herr mein Gott, so schweige mir nicht. Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heiligen Chor. Laß das Gebet der Elenden, Traurigen, Kranken und auch das Gebet der Meinigen und aller Frommen vor deinem Gnadenstuhl Erhörung finden! Amen. 2. Herr, himmlischer Vater, ewiger Gott, gelobt sei deine gött⸗ liche Kraft und Allmacht, deine grundlose Güte und Barmherzigkeit, deine ewige Weisheit und Wahrheit, daß du mich in dieser Nacht mit deiner Hand bedecket und unter dem Schatten deiner Flügel ganz sicher hast ruhen und schlafen lassen. Darum lobe ich dich um deine Güte und um deine Wunder, die du an den Menschenkindern tust, und will dich in der Gemeinde preisen. Dein Lob soll immer⸗ dar in meinem Munde sein, nimmermehr soll meine Seele vergessen, was du mir Gutes getan hast. So laß dir das Morgenopfer ge⸗ fallen, das ich dir in Einfalt meines Herzens bringe. Ich rufe zu dir von ganzem Gemüt: du wollest mich diesen Tag behüten vor aller Gefahr Leibes und der Seele und deinen lieben Ga 2 468 Morgengebete. Engeln über mir Befehl tun, daß sie mich behüten auf allen meinen Wegen. Umgib mich rings mit deinem Schilde und führe mich auf den Steig deiner Gebote, daß ich unsträflich wandle in deinem Dienst, wie die Kinder des Tages, zu deinem Wohlgefallen. Wehre dem bösen Feinde und allen Argernissen dieser Welt; dazu steure meinem Fleisch und Blut, daß ich nicht wider dich handle und dich mit meinen Sünden erzürne. Regiere mich mit deinem heiligen Geist, daß ich nichts vornehme, rede oder gedenke, denn allein, was dir ge⸗ fällig ist und zu Ehren deiner göttlichen Majestät gereicht. Siehe, mein Gott, ich übergebe mich ganz und gar zu eigen in deinen Willen mit Leib und Seele, mit allem Vermögen und Kräften. Mache du mich dir zu einem Opfer, das da lebendig, heilig und dir wohlgefällig sei, damit ich dir einen vernünftigen und angenehmen Gottesdienst leiste. Darum, heiliger Vater, allmächtiger Gott, laß mich dein Eigentum sein, regiere mein Herz, Seele und Gemüt, daß ich nichts denn dich wisse und verstehe. Herr, frühe wollest du meine Stimme hören; frühe will ich mich zu dir schicken und darauf merken, frühe will ich dich loben und des Abends nicht aufhören, durch Jesum Christum! Amen. 3. O du frommer und getreuer Gott, himmlischer Vater, ich lobe, ehre und preise dich von Grund meines Herzens, daß du mich diese vergangene Nacht hast sicher ruhen und schlafen lassen und durch deine väterliche Liebe mich frisch und gesund wieder erweckt hast. Ich bitte dich von Herzen, du wollest mich und alle frommen Christen heut diesen Tag und allezeit vor allem Übel und Gefahr Leibes und der Seele gnädig behüten, damit ich alle Tage in deinem Willen erfunden werden möge. In deinen göttlichen Schutz und Schirm befehle ich mich, meinen Leib und Seele, Herz und Sinn, Mut und Gedanken; all mein Dichten und Trachten, mein Stehen, mein Sitzen und Liegen, meinen Eingang und Ausgang, mein Leben und Sterben und alles, was ich bin und vermag. Sei und bleibe bei mir um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, willen. Amen. 4. Mein Herr und mein Gott, in deinem Namen gehe ich nun hin, heute diesen Tag die Werke meines Berufs zu verrichten, und befehle dir hiermit meinen Leib und meine Seele, Weib(Mann) und Kind, Haus und Hof, mein Gut und Ehre und alles, was ich habe. Nimm uns in deinen göttlichen Schutz, breite deine Gnaden⸗ flügel über uns; erfülle uns mit deinem göttlichen Segen und führe uns durch dieses Zeitliche ins Ewige durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 5. H ich dir m in deinen Laß mir keine Plat kräftig res wir von 1 mich heut segne mei meinen G stärken, d meinen T aufrichtige leben hab meines Ñ die Gnad meine Ged Ewige rick Ziel, welck nach deine fröhliches 6. O dir und v an mir ge mich behü herzigkeit Mund dei Sünden. deinen We deine Gnal ab von m Werk mein meine Trit mich. O E deinen gut Ausgang: Bei di Vater, im mit deinen und denke, allen meinen ühre mich auf deinem Dienst, Wehre dem steure meinem und dich mit heiligen Geist, , was dir ge⸗ icht. ir zu eigen in und Kräften. heilig und dir Hangenehmen gzer Gott, laß Gemüt, daß he wollest du n und darauf icht aufhören, ser Vater, ich daß du mich ssen und durch heckt hast. Ich imen Christen ĩr Leibes und einem Willen und Schirm in, Mut und i,‚ mein Sitzen und Sterben bei mir um gehe ich nun rrichten, und Weib(Mann) Ulles, was ich eine Gnaden⸗ en und führe istum, unsern Morgengebete. 469 5. Herr Gott, himmlischer Vater, in dieser Morgenstunde befehle ich dir meinen Leib und meine Seele in deine liebreiche Regierung, in deinen mächtigen Schutz, in deine väterliche Aufsicht und Treue. Laß mir und den lieben Meinigen heute nichts Ubles begegnen und keine Plage unserm Hause sich nahen. Laß deinen heiligen Geist uns kräftig regieren und unser Herz zum kindlichen Gehorsam lenken, daß wir von den Wegen der wahren Gottseligkeit nicht abweichen. Segne mich heut an Leib und Seele, segne meinen Ausgang und Eingang, segne meine Haushaltung und mein Tagewerk. Laß mir in allen meinen Geschäften dein himmlisches Licht leuchten, deine Kraft mich stärken, deine Liebe mich dringen, daß ich in Gerechtigkeit wandle, meinen Taufbund stets vor Augen habe und meinem Nächsten mit aufrichtiger Liebe begegne. Gib, daß ich die Zeit, die ich noch zu leben habe, wohl und christlich anwende zu deines Namens Ehre, meines Nächsten Dienst und meiner selbst Besserung. Gib mir auch die Gnade, daß ich mich meiner Sterblichkeit stets erinnere und meine Gedanken allezeit aus dem Zeitlichen auf das Himmlische und Ewige richte. Und wenn ich dann meinen Lauf vollendet und das Ziel, welches du mir in Gnaden gesetzt, erreicht habe, so verleih mir nach deiner großen Barmherzigkeit um Zesu Christi willen ein sanftes, fröhliches und seliges Ende! Amen. 6. O Herr Gott, Vater und Herr meines Lebens! Ich danke dir und rühme deinen herrlichen Namen. Leben und Wohltat hast du an mir getan, und dein Aufsehen bewahret meinen Odem. Du hast mich behütet und mit deinem starken Arm beschirmet; deine Barm⸗ herzigkeit ist alle Morgen neu und deine Treue ist groß. Laß meinen Mund deines Ruhmes täglich voll sein und vergib mir alle meine Sünden. Tue mir wohl nach deiner Barmherzigkeit. Weise mir deinen Weg und leite mich auf richtiger Bahn. Laß mir auch heute deine Gnade widerfahren; verlaß mich nicht und ziehe die Hand nicht ab von mir. Herr mein Gott, sei mir freundlich und fördere das Werk meiner Hände. Erhalte meinen Gang auf deinen Fußsteigen, daß meine Tritte nicht gleiten. Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich. O Gott, groß von Rat und mächtig von Tat, stärke mich durch deinen guten Geist, daß ich deinen Namen fürchte. Behüte meinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit! Amen. Gür den Monkag.) Bei diesem Anfang der Wochenarbeit rufe ich zu dir, o heiliger Vater, im Namen Jesu Christi, du wollest mein Herz, Mut und Sinn mit deinem heiligen Geist erfüllen, damit ich allein das tue, rede und denke, was du selber in mir willst und wirkest. Ach vereinige 470 Morgengebete. meine Gedanken und Sinnen mit dir durch die Liebe Christi und reinige mein Gewissen durch sein Blut, damit ich in deinem heiligen Gehorsam einhergehe. Siehe, ich übergebe mich dir auf die ganze Woche, ja auf mein Leben lang. Stärke mich mit deiner Kraft, mache mich aufrichtig, dir und meinem Nächsten in Liebe zu dienen. Lehre mich wider alle Verführungen meines verderbten Herzens und böser Menschen streiten. Hilf mir die Last dieser Woche tragen; leite mich wie ein lieber Vater, und mache mich kindlich gehorsam. Sprich selbst deinen Segen über meine Arbeit und gehe mir mit deiner Weisheit vor, damit ich recht fröhlich und getrost darinnen, aber auch gewissenhaft und treu sei. Ja werde du selbst in mir und allen meinen Dingen Anfang, Mittel und Ende zu deinem Preis und meinem Heile. Amen. (Jür den Freikag.) O Herr Jesu Christe, du einiger Heiland der Welt, zu dir erhebe ich mein Herz, Mut und Sinn und danke dir, daß du mich durch deine unerschöpfliche Barmherzigkeit und Liebe in dieser Nacht wider des bösen Feindes List und Gewalt frisch und gesund behütet hast. Herr Jesu, du bist mein Gut und mein Erbteil, mein Heil steht in deinen Händen; ich weiß auch von keinem Helfer weder im Himmel noch auf Erden, als von dir allein. Darum bitte ich dich um deiner unaussprechlichen Marter und Angst und um deines allerschmäh⸗ lichsten Todes willen, den du, liebster Herr Jesu, am heutigen Tage aus großer Liebe für mich armen Sünder hast gelitten, du wollest mir gnädig und barmherzig sein und mich heute diesen Tag und die ganze Zeit meines Lebens segnen und behüten und bewahren vor allem Übel, von dieser mühseligen Zeit an, bis du mich zur ewigen Freude und Seligkeit abforderst. Alles um deines allerheiligsten Namens und um deiner gekreuzigten Liebe willen! Amen. 2. Rbendgebelte. Das walte Gott Vater, Sohn, heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädig behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Luther. 1. O und alleze Gnaden h haben die unsers Leb bereit aller bis ans Er uns, barm Auserwähl Sohnes I. 2. All daß du m Wort zu Ruhe und du uns ar meine Sür Geist, daß in beständ von Herzer Heiland J ist, also! wandeln. deinen vät was du m keine Mack ich dein n Dein heili— erquicke m und dir n lichen Tod Jesu Chrif hervorgehe 1. Je O du heil diesen ver Vater bist du hast n nicht an Christi und nem heiligen uf die ganze deiner Kraft, de zu dienen. Herzens und joche tragen; ch gehorsam. sir mit deiner en, aber auch r und allen Preis und zu dir erhebe u mich durch Nacht wider behütet hast. Heil steht in im Himmel ch um deiner allerschmäh⸗ eutigen Tage 1, du wollest Tag und die ewahren vor ) zur ewigen allerheiligsten en. im Christum, behütet hast, uden, wo ich hüten. Denn deine Hände. keine Macht Luther. Abendgebete. 471 Für den Bonntag. 1. O Gott, Vater aller Barmherzigkeit, wir danken dir höchlich und allezeit, daß du uns nach dem überschwenglichen Reichtum deiner Gnaden hast gebracht zu dem Schatz deines Wortes, darinnen wir haben die Erkenntnis deines lieben Sohnes, das ist ein sicher Pfand unsers Lebens und unsrer Seligkeit, die im Himmel zukünftig ist und bereit allen, die in reinem Glauben und brünstiger Liebe beständig bis ans Ende beharren. Wie wir denn hoffen und bitten, du werdest uns, barmherziger Vater, erhalten und vollkommen machen mit allen Auserwählten, in einem Sinne, zu gleichem Bilde deines lieben Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn. Amen. 2. Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, ich danke dir herzlich, daß du mich heute so gnädig behütet und Gnade verliehen hast, dein Wort zu hören, deinen Namen anzurufen und auch der leiblichen Ruhe und Erquickung zu genießen. Herr, wie groß ist deine Güte, die du uns armen Menschen erweisest. Vergib mir, o lieber Vater, alle meine Sünde um Christi willen und regiere mich durch deinen heiligen Geist, daß ich dem, was ich heut aus deinem heiligen Worte gelernt, in beständigem Glauben, gottseligem Leben und Geduld fleißig und von Herzen nachkomme. Und gleichwie dein lieber Sohn, mein einiger Heiland Jesus Christus, an diesem Tage von den Toten auferstanden ist, also verleihe mir Gnade, in einem neuen Leben vor dir zu wandeln. Ich bitte dich auch, lieber Vater, du wollest diese Nacht in deinen väterlichen Schutz nehmen meinen Leib und Seele und alles, was du mir gegeben hast, daß der böse Feind und seine Werkzeuge keine Macht an mir finden. Dein heiliger Geist erleuchte mich, daß ich dein nimmermehr vergesse. Deine allmächtige Hand erhalte mich. Dein heiliger Engel beschütze mich. Deine väterliche Güte segne und erquicke mich, damit ich morgen gesund und mit Freuden aufstehen und dir nach deinem Willen dienen möge. Und wenn ich im zeit⸗ lichen Tode werde entschlafen sein, so gib durch die Auferstehung Jesu Christi, daß ich an jenem Tage fröhlich aus dem Tode wiederum hervorgehen möge zur ewigen Herrlichkeit! Amen. Für die Wochentage. 1. Ich liege und schlafe und erwache, denn der Herr hält mich! O du heiliger, gütiger und allein weiser Gott, du hast mich heute diesen vergangenen Tag wiederholt erfahren lassen, daß du der rechte Vater bist über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden; du hast nach deiner unendlichen Güte für mich gesorgt, daß es mir nicht an irgend einem Gut gemangelt hat. Ach Herr, ich bin zu 472 Abendgebete. geringe aller Güte und Treue, die du täglich an mir beweisest. Wie soll ich dem Herrn vergelten alle Wohltaten, die er an mir tut, an mir, der ich nur Staub und Asche bin. Verschmähe nicht das de⸗ mütige Lobopfer, das ich dir in dieser Abendstunde bringe, und schaue mich ferner in Gnaden an. Vergib mir, o gnädiger Gott, was ich an diesem Tage in Gedanken, Worten und Werken gegen dich be⸗ gangen habe. Gib, daß ich mit meinen Kleidern zugleich alle bösen Gewohnheiten, Sünden und Unarten ausziehe, dieselben morgen und mein ganzes Leben hindurch hasse und lasse; daß ich nach dem vorigen Wandel den alten Menschen ausziehe und ihn nie wieder anziehe. Laß mich die bevorstehende Nacht mit allen meinen Verwandten und Hausgenossen unter deinem Schutze sanft und ruhig schlafen. Die Sonne verbirgt sich; laß, o Jesu, du Sonne der Gerechtigkeit, deinen Glanz immer in meinem Herzen leuchten. Erneure im Schlaf meine Kräfte, damit ich munter und fröhlich den Tag erlebe. Wacht ein Hirte bei seiner Herde, so laß mich auch deiner Hirtentreue an Leib und Seele befohlen sein. In Traurigkeit erfreue mich, im Elend er⸗ quicke mich; wenn ich verlassen bin, so nimm dich meiner herzlich an. Laß deine Allgegenwart und dein allsehendes Auge bei Tag und Nacht mich von Sünden abhalten. Ich hebe auch bei anbrechender Nacht meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hülfe kommt; meine Hülfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hatl Amen. 2. O allmächtiger, ewiger, gnädiger und barmherziger Gott, der du gesagt hast:„Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten!“ — ich bitte dich, erbarme dich mein und vergib mir meine Sünde. Gib mir deinen heiligen Geist, der mein Herz allezeit mit himmlischem Trost erfülle. Ich schlafe oder wache, ich liege oder stehe auf, so hilf mir, wie du weißt, daß mir am besten geholfen wird an Leib und Seele. Du vermagst alles, du bist Gott und Herr über alles, es steht alles in deinen Händen. Gedenke an deine Barmherzigkeit und Verheißung, ja gedenke des vollkommenen Gehorsams deines lieben Sohnes Jesu Christi, durch welchen ich dir gänzlich versöhnt bin. Um deswillen sei mir heute und allezeit gnädig. Und wenn es ja sein sollte, daß ich nach deinem väterlichen Willen mit Gefahr, Kreuz und Unglück oder auch mit dem Tode sollte heimgesucht werden, so wollest du mich auch heimsuchen mit deinem himmlischen Troste, Segen und Gnade. Ohne deinen Willen, o Herr, kann mir nichts widerfahren. Ob ich schon wandle im finstern Tale, so bist du doch bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Auch alle meine Haare auf meinem Haupte hast du gezählt. Wovor sollte mir grauen? Ich lebe oder sterbe, so bin ich dein und darum nicht verloren, sondern ewig selig durch Jesum Christum! Amen. 3. 2X dich, daß gangenen winden l legen, bie da alle P alles, wa empfange herzigkeit, Abwendu und bitte die ich! Werken. alle mein fürchtiger, meinen S Himmelsl. daß ich v⸗ wenn ich bleibe, ich siehe, der Gott, mei Wächter Wecke mie Kräften di erforschlich vorhanden Ruhe in 4. O JSraels, s Seele. Nu Angesichtes und Kumsu im Schlafe Herz, daß Geist betri daß ich aru wunderbar 5. Se dir, als in danken me heute so re eweisest. Wie mir tut, an nicht das de⸗ e, und schaue zott, was ich gen dich be⸗ ich alle bösen morgen und dem vorigen eder anziehe. wandten und schlafen. Die igkeit, deinen Schlaf meine Wacht ein reue an Leib im Elend er⸗ r herzlich an. ig und Nacht hender Nacht zülfe kommt; gemacht hatl ger Gott, der ich erretten!“ ieine Sünde. himmlischem tehe auf, so vird an Leib müber alles, armherzigkeit sams deines lich versöhnt Und wenn mit Gefahr, ucht werden, schen Troste, mir nichts bist du doch meine Haare grauen? Ich en, sondern Abendgebete. 473 3. Barmherziger, gnädiger Gott und Vater, ich lobe und preise dich, daß du mich durch deine göttliche Gnade und Schutz den ver⸗ gangenen Tag hast vollenden und seine Last und Plage hast über⸗ winden lassen. Du hilfst ja immer eine Last nach der andern ab⸗ legen, bis wir endlich zur Ruhe und zu dem ewigen Tage kommen, da alle Plage und Not aufhören wird. Ich danke dir von Herzen für alles, was ich diesen Tag an Leib und Seele Gutes aus deiner Hand empfangen habe. Ach Herr, ich bin zu geringe aller deiner Barm⸗ herzigkeit, die du täglich an mir tust. Ich danke dir auch für die Abwendung des Bösen, das mir diesen Tag hätte begegnen können, und bitte dich herzlich und kindlich: vergib mir alle meine Sünde, die ich diesen Tag begangen habe mit Gedanken, Worten und Werken. Ach, sei mir gnädig, mein Gott, sei mir gnädig. Laß heut alle meine Sünde mit mir absterben und gib, daß ich immer gottes⸗ fürchtiger, heiliger, frömmer und gerechter wieder aufstehe! Segne meinen Schlaf, wie den des Erzvaters Jakob, da er im Traum die Himmelsleiter sah und die heiligen Engel und den Segen empfing; daß ich von dir rede, wenn ich mich zu Bette lege, an dich denke, wenn ich erwache, daß dein Name und Gedächtnis in meinem Herzen bleibe, ich schlafe oder wache. Siehe, der uns behütet, schläft nicht; siehe, der Hüter Jsraels schläft noch schlummert nicht! Sei du, o Gott, mein Schatten über meiner rechten Hand; laß deine heiligen Wächter mich behüten und deine Engel sich um mich her lagern. Wecke mich morgen zu deinem Lobe und Preise, daß ich mit neuen Kräften dir dienen möge. Wenn aber diese Nacht nach deinem un⸗ erforschlichen Ratschluß die letzte sein sollte, und mein Stündlein vorhanden ist, so verleihe mir einen seligen Schlaf und eine selige Ruhe in Jesu Christo, meinem Herrn! Amen. 4. O Herr, nun schließe ich meine Augen; du aber, Hüter Veraels, schläfst und schlummerst nicht; du behütest mir Leib und Seele. Nun wird es finster um mich her; laß mir das Licht deines Angesichtes leuchten und sei mir gnädig. Nun vergesse ich Sorge und Kummer; nun schweigen meine Lippen; laß meine Seele auch im Schlafe zu dir beten. Herr, heilige meine Ruhe; reinige mein Herz, daß kein unreiner Traum mein Herz beflecke und deinen Geist betrübe. Sei du mein Traum, meine Freude und Wonne, daß ich aufwache und deinen Namen preise, daß er so heilig und wunderbar und gütig ist. Amen. ö 5. Sammle, o Gott, alle meine Kräfte und Gedanken nur in dir, als in dem Brunnquell meines Lebens, damit ich dir würdiglich danken möge durch Jesum Christum, deinen Sohn, weil du mich heute so reichlich begnadet und mir beigestanden hast. Nun befehle 47⁴ Abendgebete. ich dir auch in solchem Vertrauen mein ganzes Wesen und Leben, wie auch alles andre zu deiner Verwaltung. Ja ich fliehe wider alle meine Feinde in dein liebevolles Herz und suche meinen Frieden in dir allein, weil mich sonst im Himmel und auf Erden nichts stillen und vergnügen kann. So wirke du nun allein in meinem Gemüt, damit keine andere Kraft an mir hafte. Schließe du selbst um deinen Tempel, mein Herz, deine Mauer, so kann ich wohl sicher ruhn und mit allem zufrieden sein, wie du mit mir verfahren willst. Denn ich bin dein, und dein Sohn hat mich teuer erkauft, daß ich zugleich mit ihm leben soll, ich wache oder schlafe. Darum lebe, ruhe und schlafe ich nicht mir, sondern dir. Das schaffe du selbst in mir durch Christum im heiligen Geist allezeit. Amen. Selbstprüfung am Abende. 6. Der Herr ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht, was können mir Menschen tun? Also spreche ich jetzt, du gnädiger und liebreicher Gott, in dieser Abendstunde und sage dir demütigen Dank, daß du mich diesen Tag unter deinem väterlichen Schutz und Segen hast zurücklegen lassen. Herr, deine Güte ist groß, und deine Barm⸗ herzigkeit hat kein Ende. Ach mein Gott, wie geschwind gehet doch ein Tag dahin; siehe, meine Tage sind eine Hand breit vor dir, und mein Leben ist ein Nichts vor dir. Darum lehre mich doch, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. Wir müssen ja alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, daß ein jeder empfange, nachdem er gehandelt hat bei Leibesleben, es sei gut oder böse. Darum richte ich mich selbst und frage: Meine Seele, wie hast du heute den Tag hingebracht? Hast du auch etwas Gutes gedacht? Ist Gott heute mit dir vereinigt geblieben, oder hast du ihn mit vorsätzlichen oder unwissentlichen Sünden von dir gestoßen? Mein Mund, was hast du heute geredet? Hast du gesprochen, was ehrbar, was recht, was lieblich, was wohllautet? Ist das Lob Gottes von dir ausgebreitet worden, oder bist du von Narrenteidingen und unnützen Worten übergeflossen? Wo seid ihr hingegangen, ihr Füße? Was habt ihr verrichtet und verübet, ihr Hände? Worauf habt ihr gehöret, ihr Ohren? Ihr Augen, wonach habt ihr gesehen? Was ist heute dein Verlangen, Dichten und Trachten gewesen, mein Herz? Ach, mein Gott! Wenn ich auf alle diese Fragen antworten soll, wie werde ich bestehen? Ach Herr, nimm weg mit dem entweichenden Tage meine Übertretungen. O Jesu, tilge meine Sünden mit deinem heiligen Blut. O heiliger Geist, versichere mich der Vergebung aller meiner Sünden, ehe ich noch einschlafe, damit ich nicht, wenn diese Nacht die letzte sein sollte, verloren werde. Mein Vater, deine Liebe decke mich und die Meinigen. Mein gesu, in d tue du den Geist in di Herr Danken vo deines und dienst ist e Sünder ho uns auch lösen; und verloren se deiner Trer in deine He Gib in di Beladenen allen Kran Auferstehur fliehen wir flucht nehn sanft und Lobe! getan hat! Gott, daß bewahret l wir mit de diese Nacht unter dein Herr, wir wir sind a dieser verg du aber bi um Jesu C dich an, di und Schad deinen Hei Wir woller dein Auge Menschen, und Leben, he wider alle n Frieden in nichts stillen inem Gemüt, ost um deinen er ruhn und willst. Denn 3ich zugleich he, ruhe und in mir durch )nicht, was nädiger und tütigen Dank, tz und Segen deine Barm⸗ d gehet doch vor dir, und doch, daß es iel hat, und estuhl Christi, Leibesleben, frage: Meine mauch etwas en, oder hast dir gestoßen? hrochen, was 5 Lob Gottes eidingen und mn, ihr Füße? auf habt ihr en? Was ist mein Herz?e ten soll, wie ntweichenden mit deinem gebung aller wenn diese ligen. Mein Abendgebete. 47⁵ gesu, in deinen Wunden ruhe ich sanft und wohl. O heiliger Geist, tue du den letzten Seufzer in meinem Herzen, mit welchem ich meinen Geist in die Hände Gottes befehle! Amen. (FLür den Freitag.) Herr Jesu, barmherziger Heiland! Laß uns diesen Abend mit Danken vor dein Angesicht kommen. Jeder Tag ist ein Gnadengeschenk deines und unseres Vaters im Himmel; seine Güte und dein Ver⸗ dienst ist es, daß wir nicht gar aus sind. Wie dürften wir armen Sünder hoffen zu leben, wenn du nicht für uns gestorben wärst! Laß uns auch heute nicht vergessen, was es dich gekostet hat, uns zu er⸗ lösen; und laß den Segen deines Leidens und Sterbens an uns nicht verloren sein. Gedenke unser auch ferner in Gnaden und laß uns deiner Treue Tag und Nacht befohlen sein. Nimm alle, die dich lieben, in deine Hände und an dein Herz und laß uns in dir fröhlich ruhen. Gib in dieser Nacht allen Weinenden Trost, allen Mühseligen und Beladenen süße Erquickung, allen Friedlosen verleihe deinen Frieden, allen Kranken sanfte Ruhe, allen Sterbenden die selige Hoffnung der Auferstehung. Herr Jesu, bei dir allein ist ewiger Friede; zu dir fliehen wir heute abend, zu dir wollen wir dereinst auch unsre Zu⸗ flucht nehmen, wenn der Abend unseres Lebens naht, daß wir in dir sanft und selig einschlafen zum ewigen Leben! Amen. (Für den Sonnabend.) Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat! Ja Lob und Preis und Dank sei dir gesagt, Herr unser Gott, daß du uns diese ganze Woche über so gnädiglich behütet und bewahret hat! Bis hieher hat uns der Herr geholfen! So rühmen wir mit dankbarem Herzen. Nun befehlen wir uns auch getrost für diese Nacht in deine treuen Hände und bitten dich, du wollest uns unter deinem gnädigen Schutz und Schirm sicher ruhen lassen. Ach Herr, wir haben solche deine Güte und Treue nicht verdient, denn wir sind abgewichen von deinen Rechten und Geboten, haben auch in dieser vergangenen Woche dich oftmals betrübt mit unseren Sünden, du aber bist gnädig und barmherzig und deckest unsre Ubertretung zu um Jesu Christi willen. Darum kommen wir getrost zu dir und flehen dich an, du wollest uns in dieser Nacht gnädiglich behüten vor Gefahr und Schaden, wollest deine Hand halten über diesem Hause und allen deinen Heiligen und Geliebten, daß kein Unfall uns schrecken mag. Wir wollen ganz in Frieden ruhen und schlafen, denn du bist bei uns, dein Auge wachet über uns. Gib heiligen Frieden und Ruhe allen Menschen, insbesondere allen Betrübten, Elenden, Kranken und Ster⸗ 47⁶6 Tischgebete. benden, und sende deine lieben Engel aus, daß sie mit himmlischen Waffen gerüstet stehen um alle die Deinen. Laß uns morgen mit Freuden erwachen, daß wir deinen heiligen Tag recht mögen feiern und in deinem Hause dich anbeten mit allen Gläubigen, und walte über uns bei Tag und Nacht, daß wir verharren in deiner Liebe und Gemeinschaft und dereinst in Frieden zur letzten Ruhe mögen ein⸗ gehen und darnach mit Frohlocken auferstehen zum ewigen Sabbat deiner Heiligen im Himmel! Das wollest du uns verleihen aus lauter Gnade und Barmherzigkeit durch Jesum Christum! Amen. B. Tischgebete. 1. Vor dem Gllen. 1. Aller Augen warten auf dich, Herr, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf und erfüllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Diese Speise segne uns Gott der Vater, der Sohn und der heilige Geist! Amen. Herr Gott, himmlischer Vater, segne uns und diese deine Gaben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Lat Uther. 2. Komm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast. Amen. 3. Segne, Vater, diese Speise, uns zur Stärkung, dir zum Preise. Amen. 2. Vach dem Essen. I. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich! Amen. Wir danken dir, Herr Gott, himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen Sohn, für alle deine Gaben und Wohltaten, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. 9205 Luther 2. Herr, habe Dank für Speis' und Trank; du wollest, fromm zu leben, uns deine Gnade geben! Amen. 3. Y gewesen b wahre Lel Herr du uns de der Gerech dem Reich Seligkeit! Erkenntnis daß wir i und loben von dir 6 dienen mi und wir Dienste ble daß sie de ihre Pfort Kirchen, de und Geistr die Christi oder ihn g nehmen u Barmherzi des Aberg gottlosem auch zu ih Gerechtigke Hülfe alle sie dein N den, damit heiligen E Namens g 1. Al lobt sei de himmlischen morgen mit nögen feiern „ und walte er Liebe und mögen ein⸗ igen Sabbat n aus lauter en. t ihnen ihre rfüllest alles, tt der Vater, diese deine jmen, durch Luther. was du uns g, dir zum seine Güte urch Jesum hltaten, der Luther lest, fromm Festgebete. 47⁷⁷ 3. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du unser Gast gewesen bist. Bleib du bei uns, so hat's nicht Not; du bist das wahre Lebensbrot! Amen. C. Nestgebete. 1. Ndvent. Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken deiner Gnade, daß du uns deinen Sohn gesandt hast und ihn gesetzt hast zum König der Gerechtigkeit und zu unserm Heiland und Erlöser, der uns aus dem Reich der Finsternis errette und uns Gerechtigkeit, Heil und Seligkeit verleihe. Wir bitten dich aber auch, erleuchte uns in seiner Erkenntnis und stärke uns im rechten, wahren, christlichen Glauben, daß wir ihn für unsern König und Seligmacher halten, annehmen und loben und mit unsern Gaben und Kräften, mit allem, was wir von dir Gutes haben und vermögen, ihm untertan sein und ihm dienen mögen, und er seine Wohnung unter uns und in uns habe, und wir allezeit in seinem Reiche und in seinem Gehorsam und Dienste bleiben. Neige der Fürsten und Gewaltigen Herz und Willen, daß sie dem Könige aller Könige und Herrn der Herrlichkeit auftun ihre Pforten und Tore; laß ihn einziehen in ihre Lande, Städte und Kirchen, daß er seine Herberge bei ihnen habe und mit seinem Wort und Geist regiere und herrsche. Steure dagegen und wehre allen denen, die Christo die Pforten zuschließen und ihm den Eingang wehren, oder ihn gar vertreiben und von sich stoßen. Mache ihr böses Vor⸗ nehmen und ihre Anschläge zunichte. Beweise deine Macht und Barmherzigkeit an den armen Menschen, die noch in den Banden des Aberglaubens und in der Trostlosigkeit des Unglaubens, in gottlosem Wesen und falscher Lehre gefangen sind, daß Christus auch zu ihnen komme und sein Reich des Lichts, der Wahrheit und Gerechtigkeit bei ihnen aufrichte. Erscheine auch mit Trost und Hülfe allen, die in Trübsal, Not und Anfechtung sind, und laß sie dein Nahesein spüren und durch deine Gnade aufgerichtet wer⸗ den, damit du, ewiger Vater, samt deinem einigen Sohn und dem heiligen Geiste mit Lob und Preis und Anbetung deines heiligen Namens gerühmet und geehret werdest! Amen. ö 2. Meihnachten. 1. Allmächtiger Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, ge⸗ lobt sei dein heiliger Name immer und ewiglich! Du hast Großes 478 Festgebete. an uns getan, des bin ich fröhlich; denn uns ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr. Ich danke dir von Herzen, daß du solche Liebe uns erzeigt und deinen eingebornen Sohn gegeben hast, auf daß wir nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Preis und Ehre sei dir, Herr Jesu! Du bist ein Menschen⸗ kind geworden, auf daß wir Gottes Kinder würden; du bist arm geworden, auf daß wir reich würden; du hast dich zur Knechts⸗ gestalt erniedrigt, auf daß wir zum Bilde Gottes erneuert und zum Himmel erhoben würden. Wir saßen alle in Finsternis und Schatten des Todes; da bist du uns die Sonne der Gerechtigkeit geworden, hast uns zugewendet die herzliche Barmherzigkeit Gottes, hast Frieden und Freude herniedergebracht und lässest uns aus deiner Fülle nehmen Gnade um Gnade. Darum frohlocket auch meine Seele und singet: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! O lieber Herr und Heiland, ziehe nun ein in mein Herz, das nach dir verlangt, und erfülle es mit allen Gaben deiner Güte und Barmherzigkeit. Regiere mich mit deinem heiligen Geiste und heile mich vom Elende der Sünde. Verleihe mir Trost in allem Leide, Hülfe in aller Not, Kraft zum Widerstande in allen Anfechtungen des bösen Feindes, Beständigkeit in allen Versuchungen der Welt und meines sündlichen Fleisches und endlich den Sieg im letzten Kampfe. Erbarme dich mit deiner Heilandsliebe über mich und alle, die dein eigen sind, und gib uns deinen Frieden, o Jesu! Amen. 2. O allmächtiger Gott, himnilischer Vater, wir danken dir von Grund unsrer Herzen, daß du aus lauter Wohlgefallen und aus un⸗ aussprechlicher Liebe deinen eingeborenen Sohn Jesum Christum, den Glanz deiner Herrlichkeit und das Ebenbild deines Wesens, in diese Welt gesandt hast, welcher unser armes Fleisch und Blut an sich ge⸗ nommen, auf daß er uns von Sünden, Tod und Teufel erlösete und mit sich in das Reich der ewigen Seligkeit versetzte. Gelobt sei deine herzliche Barmherzigkeit immer und ewiglich! Erfülle nun an diesem Feste unser aller Herzen mit deiner Gnade, daß wir deine große Liebe und Barmherzigkeit erkennen, nicht uns, sondern dir leben, dir ver⸗ trauen, dich lieben und loben unser lebelang. Erhalte bei uns und unsern Nachkommen dein heiliges, seligmachendes Wort, sende treue Diener in deine Ernte. Wir bitten auch für alle Menschen, insonder⸗ heit aber für unsere christliche Obrigkeit. Regiere sie durch deinen Geist, daß sie vor allen Dingen bei ihrer Regierung das Reich unsers einigen, ewigen Königs Jesu Christi befördere und ausbreite und ihren Stand und Wandel auf dieser Welt also führe, daß sie dermal⸗ einst mit ihm und allen Auserwählten im Himmelreiche in alle Ewig⸗ keit herrschen möge. Siehe deine bedrängte Kirche in Gnade an, komm ihr zu Hülfe und errette sie aus allen Nöten. Tröste sie, Herr, durch dein ewig prei Kranken, und Trüb welche dei das Licht Engeln ut herzlicher Friede au 1. W dir für al Jahr, wie hast. Der gesündigt du daher wie wir's daß du nn ein Mense wir nicht Du hast e vergeben. Verderben Kirche un behütet. sagen lass und sein und Weis Ruh und vollführen an Weib können. uns geseg durch Chr und fruch und Freu Güte wäh die er au⸗ Gelobet se und alles Herr ewig der Heiland von Herzen, sohn gegeben ewige Leben in Menschen⸗ du bist arm zur Knechts⸗ ert und zum und Schatten it geworden, hast Frieden deiner Fülle meine Seele f Erden und deiland, ziehe d erfülle es Regiere mich der Sünde. „Kraft zum Beständigkeit Fleisches und mit deiner ind gib uns iken dir von und aus un⸗ hristum, den ins, in diese t an sich ge⸗ erlösete und obt sei deine n an diesem e große Liebe en, dir ver⸗ bei uns und sende treue en, insonder⸗ durch deinen Reich unsers sbreite und sie dermal⸗ n alle Ewig⸗ Gnade an, öste sie, Herr, Festgebete. 479 durch deinen Geist, daß sie sich deiner Güte freuen und deinen Namen ewig preisen möge. Laß heute in den Herzen aller Angefochtenen, Kranken, Verfolgten, Witwen, Waisen und aller andern, die in Not und Trübsal seufzen, eine tröstliche Christfreude aufgehen. Auch die, welche deinen Sohn Jesum Christum noch nicht erkennen, bringe an das Licht der Wahrheit, damit sie samt uns und allen Auserwählten, Engeln und Menschen, dich loben und im wahren Glauben und mit herzlicher Freudigkeit singen mögen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! Amen. 3. Jahreswechlel. 1. Wir danken dir, Herr Zebaoth, du Gott Jsraels, wir danken dir für alle deine Güöte und deine Wunder, die du dies verflossene Jahr, wie auch die ganze Zeit unseres Lebens hindurch an uns getan hast. Denn ob wir zwar bekennen müssen, daß wir alle vielfältig gesündigt haben und deinen Geboten ungehorsam gewesen sind, und du daher nicht Unrecht getan hättest, wenn du uns gerichtet hättest, wie wir's verdient haben, so ist dennoch deine Barmherzigkeit zu groß, daß du nicht getan nach deinem Zorn; denn du bist Gott und nicht ein Mensch und bist der Heilige unter uns. Es ist deine Güte, daß wir nicht gar aus sind, deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende. Du hast alle unsere Sünden hinter dich geworfen und uns dieselben vergeben. Du hast alle unsere Gebrechen geheilet, unser Leben vom Verderben erlöset und uns gekrönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Kirche und Schule und Haus hast du gesegnet und vor allem UÜbel behütet. Du hast uns Lehrer gegeben zur Gerechtigkeit und uns sagen lassen, daß sich ein jeglicher von seinem bösen Wesen bekehre und sein Leben bessere. Du hast unserer christlichen Obrigkeit Gnade und Weisheit verliehen, daß wir unter ihrem Regimente in stiller Ruh und gutem Frieden, wie Christen gebühret, unser Leben haben vollführen mögen. Du hast uns viel Gutes getan an Leib und Seele, an Weib und Kind, an Hab und Gut, daß wir's nicht alles zählen können. Gelobet sei Gott, der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christum, der uns so viel Gutes getan, vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und unsere Herzen erfüllet mit Speise und Freuden. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. Saget, die ihr erlöset seid durch den Herrn, die er aus der Not erlöset hat, die er errettet hat aus ihren Angsten: Gelobet sei der Herr, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit, und alles Volk sage Amen und lobe den Herrn! Gelobet sei der Herr ewiglich! Amen. —————. 480 Festgebete. 2. Herr, allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Tag und Nacht ist dein, du machest, daß Sonne und Gestirne ihren gewissen Lauf haben, Sommer und Winter machest du. In deiner Hand sind wir selber und unser Leben und alle unsre Wege. Weil wir denn heute durch deine Güte und Allmacht ein neues Jahr anfangen, so kommen wir vor dein heiliges Angesicht und rufen zu dir, daß du uns, Gott, erhören wollest. Neige deine Ohren zu uns, laß unser Gebet dir zu Ehren und zu unserem Besten geschehen. Erleuchte und bekehre uns, daß wir von uns ablegen den alten Menschen, der durch Lüste in Irrtum sich verderbet, und den neuen Menschen anziehen, der nach Gott geschaffen ist; gib Gnade, daß wir das ungöttliche Wesen ver⸗ leugnen, hingegen anlegen die Waffen des Lichts und ehrbarlich wandeln als am Tage. Gott, sei uns gnädig und segne uns in der Kirche: lege dein Wort in den Mund unsrer Prediger, daß sie mit freudigem Auftun desselben das Geheimnis des Evangelii kund machen, uns lehren, trösten, vermahnen und strafen mit ganzem Ernst. Segne unsre Obrigkeit und gib ihr wahre Furcht Gottes, Weisheit und Verstand, seliglich und wohl zu regieren, Friede und Einigkeit zu erhalten, auf daß wir unter ihrem Regiment noch länger haben mögen Gottes Wort, zeitlichen Frieden und Nahrung. Siehe auf den Hausstand und fördere das Werk unserer Hände. Hilf, daß Eltern Freude an ihren Kindern haben, die Kinder aber die Eltern ehren. Hilf, daß Brüder eins seien, die Nachbarn sich lieb haben, Mann und Weib sich wohl miteinander begehen. Siehe an die Tränen der Witwen und Waisen, verachte nicht ihr Gebet und ihre Klagen. Rette alle, die in Kreuz und Trübsal, in Krankheit und anderen Anfechtungen sind. Tröste alle, die um deines heiligen Namens und um der Wahrheit willen verfolgt werden; gib ihnen Geduld und Trost, daß sie in allem deinen väterlichen Willen erkennen. Hilf den Armen, daß sie sich genügen lassen und in dir reich sein lernen. Behüte die Reichen, daß sie nicht stolz seien, sondern auf dich, den lebendigen Gott, hoffen, der du ihnen allein darreichst, was sie ge⸗ nießen. Himmlischer Vater, du weißt, was wir bedürfen, darum be⸗ schere uns, was uns gut ist, zeitlich und ewiglich. Lehre uns tun nach deinem Wohlgefallen, dein guter Geist führe uns auf ebener Bahn, daß wir alles, was du uns befiehlst, hören und tun und da⸗ von nicht weichen weder zur Rechten noch zur Linken. Steure allen Feinden und bekehre, die noch ferne von dir sind; segne alle frommen Herzen, und wenn du uns in diesem Jahre willst aus diesem Jammer⸗ tale abfordern, wie wir denn nicht wissen, was heute oder morgen sich begeben mag, ach Herr, so erzeige uns die Gnade und nimm unsern Geist weg in Frieden und laß uns selig einschlafen in deinem lieben Sohn, unserm Heilande Jesu Christol Amen. Groß Dank, da sondern 6 genossen d geoffenbar preisen! X Testament ohne dich mit den H Wort den Gnade ge— danken vr uns doch gehen. Le in einem und den und dich Unsrige u Solches tt 1.. 0 durch dein Vater erw dir aus H machender im Lobe! teuren Er Laß uns der Liebe beständige wir an 1 Seligkeit, 2. W ohne unse Blutvergi dein Leide tief deine unausspre ig und Nacht gewissen Lauf und sind wir rdenn heute ,‚ so kommen du uns, Gott, Gebet dir zu bekehre uns, urch Lüste in en, der nach Wesen ver⸗ d ehrbarlich uns in der daß sie mit und machen, nzem Ernst. es, Weishett ind Einigkeit änger haben Siehe auf Hilf, daß r die Eltern lieb haben, die Tränen ihre Klagen. ind anderen tamens und Geduld und n. Hilf den sein lernen. uf dich, den was sie ge⸗ darum be⸗ hre uns tun auf ebener un und da⸗ Steure allen lle frommen m Jammer⸗ der morgen und nimm in deinem Festgebete. 481 4. Gpiphanienzeit. Großer Himmelskönig Jesus Christus, dir sagen wir demütigen Dank, daß du nicht allein zur Freude deines auserwählten Volkes, sondern auch zum Troste der Heiden gekommen bist, uns zu Mit⸗ genossen deiner Gnade und deines Reiches gemacht und uns solches geoffenbaret hast. Wie sollen wir dich für deine Wohltat genugsam preisen! Wir waren außer der Bürgerschaft Israels und fremd von dem Testament der Verheißung, wir hatten keine Hoffnung und waren ohne dich in der Welt. Aber du hast uns herzugeführt, uns zu Bürgern mit den Heiligen und zu deinen Hausgenossen gemacht. Ach laß dein Wort den Stern sein, welchem wir folgen, um dich im Genusse deiner Gnade gewiß zu finden. Und ob wir uns durch unsere eigenen Ge⸗ danken von deinem Licht und Stern haben abwenden lassen, so bringe uns doch gnädig wieder zurecht und laß uns nicht auf Irnen fort⸗ gehen. Laß uns auf dein Wort achten als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunkeln Orte; laß in unsern Herzen den Tag selbst anbrechen und den Morgenstern aufgehen, daß wir dich sehen in deinem Lichte und dich anbeten in tiefster Demut, Liebe und Gehorsam, ja alles das Unsrige und uns selbst dir zu opfern und darzulegen willig seien. Solches tue um deines herrlichen Namens willen. Amen. 5. Palsionszeit. 1. O Herr Jesus Christus, der du uns armen verlorenen Sündern durch dein heiliges, unschuldiges Leiden Gnade bei deinem himmlischen Vater erworben und das ewige Leben wiedergebracht hast, wir danken dir aus Herzensgrund für deine Liebe, deine Angst und Not und selig⸗ machenden Tod und bitten dich: erhalte uns ewig in der Liebe und im Lobe deines Leidens und gib uns Gnade, die ewige Wohltat der teuren Erlösung mit dankbarem Herzen zu erkennen und zu preisen. Laß uns dadurch im Glauben stärker, in der Hoffnung fröhlicher, in der Liebe heißer, in der Geduld getroster, im Gehorsam williger und beständiger werden und unsern Sünden absterben. Hilf auch, daß wir an unserm Ende uns deines blutigen Todes, uns zur ewigen Seligkeit, freuen und trösten mögen, o Herr Jesus Christus! Amen. 2. Wir danken dir, Herr Jesu Christe, daß du uns arme Sünder ohne unser Werk, Verdienst und Würdigkeit durch dein heiliges Leiden, Blutvergießen und Sterben erlöset hast. O Herr Jesu, wie groß ist dein Leiden, wie schwer deine Pein; wie viel ist deiner Marter, wie tief deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist dein Tod, wie unaussprechlich ist deine Liebe, mit der du uns deinem himmlischen Hh SSS..— eeee— äEEEE 482 Festgebete. Vater versöhnet hast! Du bist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf dir, auf daß wir Frieden hätten, und durch deine Wunden sind wir ge⸗ heilet. O Herr Jesu Christe, für alle deine Marter und Pein sagen wir dir Lob und Dank und bitten dich, laß dein heiliges bitteres Leiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, es auch also begehen und betrachten, daß alle böse Lust in uns ausgelöscht, dagegen aber alle Tugend eingepflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, deinem Vorbilde nachfolgen, in deine Fußtapfen treten, das Übel mit Geduld tragen und das Un⸗ recht mit gutem Gewissen leiden. Amen. 6. Charfreitag. Herr, himmlischer Vater, allmächtiger, ewiger Gott, der du der armen, sündhaften Welt dich erbarmet und um ihretwillen deines ein⸗ geborenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für alle in den Tod gegeben hast, damit wir durch ihn möchten leben und selig werden: wir danken dir für diese wunderbare Gnade und Barmherzigkeit, daß du den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht hast, damit wir in ihm würden die Gerechtigkeit, die vor dir gilt. O liebster Heiland Jesu Christ, du warest der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Krankheit und Schmerzen, denn der Herr warf unser aller Sünde auf dich. Die Strafe lag auf dir, damit wir Frieden hätten, und durch deine Wunden sind wir geheilt. Darum so sei nun auch gelobet immer und ewiglich, daß du uns zu gute dies alles getan und deinem himmlischen Vater gehorsam geworden bist bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz! Erbarme dich noch ferner über uns, deine Erlöseten, und hilf, daß unser keiner verloren werde. Hast du doch dein Leben für uns zum Schuldopfer gegeben; so gib nun auch deinen heiligen Geist zu unserer Bekehrung und mache uns gerecht durch deine Erkenntnis, nachdem du unsere Sünde getragen. Wir haben dir Arbeit gemacht mit unseren Sünden und Mühe mit unseren Missetaten. Hilf aber nun, daß wir nicht ohne Buße sterben oder dich mit sündhaftem Leben von neuem kreuzigen und durch un⸗ gläubige Verachtung dein Blut mit Füßen treten, welches uns reinigen soll von unseren Sünden. Vielmehr verleihe uns, daß wir mit ge⸗ ängstetem Geist und zerschlagenem Herzen dein Leiden und Sterben betrachten, in wahrem und festem Glauben unsere Zuflucht nehmen zu deinen heiligen Wunden und durch dieselben dermaleinst mögen eingehen zum ewigen Leben. Im übrigen beschere uns allezeit ein geduldiges Herz, nach deinem Vorbilde unser Kreuz auf uns zu nehmen und dir willig nachzufolgen, auf daß, so wir mit dir leiden, wir auch mit dir zur Herrlichkeit mögen erhoben werden! Amen. Lieb und Ster bei deine Tod am gemacht, deinen T der Ruhe in dieser in meine schuld mi immer un mir dure die Schät nicht ver stillen Ge mein Her Wandel 1 13 8 Tod und gedrunget deinem ei Freude u und Herr getrost, de zagen wir brochen u O Herr d weiter ar die noch beugen! und mach der rechte Erden, de lenken un auch, Her aller Her⸗ Geist, da und Reie 1verwundet egt auf dir, sind wir ge⸗ Pein sagen tteres Leiden desselben zu hegehen und m aber alle der Sünde chfolgen, in nd das Un⸗ der du der ideines ein⸗ in den Tod lig werden: rzigkeit, daß ude gemacht or dir gilt. rverachtetste vHerr warf damit wir lt. Darum ins zu gute ugeworden noch ferner loren werde. ben; so gib Dmache uns de getragen. Mühe mit zuße sterben d durch un⸗ ins reinigen vir mit ge⸗ nd Sterben cht nehmen inst mögen allezeit ein uf uns zu t dir leiden, Amen. Festgebete. 483 7. Ostersonnabend. Lieber Herr Jesu, ich habe dich in der heiligen Zeit deines Leidens und Sterbens um ein stilles Herz gebeten. Nun bitte ich dich auch bei deinem Grabe: gib mir Gnade, meine Seele recht zu stillen. Dein Tod am Kreuz hat alles unter deinen Freunden und Feinden stille gemacht, was zuvor voll Unruhe war. Nun so heilige auch inir deinen Todestag und den Tag deines Begräbnisses zu einem Tag der Ruhe und heiligen Stille. Laß das Wort vom Kreuz, das ich in dieser Zeit wiederum gehört habe, als eine Quelle des Trostes in meinem Herzen bleiben, aber auch beständig wegen meiner Mit⸗ schuld mich strafen, damit ich desto eifriger deine Gnade suche und immer wieder stille werde im Glauben an die Vergebung, die du mir durch dein heiliges Leiden erworben hast. Laß mir, o Herr, die Schätze, die in dem Geheimnis deines Kreuzes verborgen liegen, nicht vergeblich aufs neue geöffnet sein, sondern gib, daß ich im stillen Geist des Glaubens dieselben ergreife und genieße, dadurch mein Herz zu brünstiger Liebe gegen dich erwecke und mich zu heiligem Wandel in deiner Nachfolge antreibe! Amen. 8. Ostern. 1. Herr Jesu, du hochgelobter König der Ehren, der du durch Tod und Grab zu deiner Herrlichkeit und ewigen Herrschaft hindurch⸗ gedrungen bist: wir sagen dir Lob und Dank, daß du auch uns zu deinem ewigen Reich berufen und verordnet hast. Unser Herz ist voll Freude und unser Mund voll Rühmens über deines Thrones Macht und Herrlichkeit. In aller Not und Anfechtung der Welt sind wir getrost, denn du bist ja unser Herr und König. Im letzten Stündlein zagen wir nicht, denn du hast die Riegel des Todes und der Hölle zer⸗ brochen und wirst am jüngsten Tage auch uns aus den Gräbern rufen. O Herr der Herrlichkeit, breite doch deines Reiches Grenzen immer weiter aus bis an die Enden der Erde und führe auch die Heiden, die noch ferne sind, herzu, daß sie dir mit uns allen die Kniee beugen! Segne uns, deine Christenheit, die du gnädiglich regierest, und mache dir immer mehr alle Herzen untertan. Regiere du als der rechte Friedefürst alle Könige, Fürsten und Obrigkeiten auf Erden, daß sie alles Volk nach deinem heiligen Wort und Willen lenken und ihr Regiment im wahrhaftigen Glauben führen. Sei auch, Herr Jesu, ein König und Herr in diesem Hause; leite du aller Herzen, Sinne und Gedanken und hilf durch deinen heiligen Geist, daß wir vor dir leben und wandeln als deine Jünger und Reichsgenossen. Regiere uns mit deiner Gnade, so lange Hh 2 48⁴ Festgebete. wir auf Erden wandeln, und führe uns einst in dein seliges, herrliches Himmelreich! Amen. 2. Lieber Herr Jesus Christus, du allmächtiger Gott und starker Siegesfürst, der du die Bande des Todes zerrissen, in großer Majestät und Herrlichkeit aus deinem Grabe auferstanden und ein Erstling geworden bist unter denen, die da schlafen: wir danken dir an diesem deinem großen Ehrentage für dein heiliges Leiden, Sterben und Auferstehen, denn es ist alles uns zu gute geschehen. Du hast die Pforten der Hölle zerbrochen, damit wir in ewiger Freiheit aus⸗ und eingehen mögen. Du hast uns mit gewaltiger Hand ausgeführt aus dem Gefängnis und dem Reiche des Todes, dem du seine Macht genommen, und hast uns von der ewigen Dienst⸗ barkeit erlöset. Du bist von den Toten auferstanden und mit Macht hervorgedrungen als unser Herr und Haupt und Erzhirt, auf daß wir als deine Glieder und Schafe auch nicht im Grabe bleiben, sondern durch dich zur ewigen Herrlichkeit auferstehen sollen. Darum rufen wir heute mit fröhlichem Munde: Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum. Auch bitten wir dich, laß deine heilige Auferstehung allezeit uns trösten, daß wir festiglich glauben, du habest alle unsere Sünden in deinem Grabe tief verborgen, daß sie vor das Angesicht des himmlischen Vaters nicht mehr kommen noch uns beschämen werden. Hilf uns auch endlich alle Todesnot und Schmerzen durch den freudigen Trost der Auferstehung kräftig überwinden; und wenn du durch die Stimme des Erzengels rufen wirst: Stehet auf, ihr Toten! so öffne unsre Gräber und laß uns dir mit Freuden entgegengehen. Dann werden wir dein heiliges Angesicht fröhlich anschauen und dich samt dem Vater und heiligen Geist in Ewigkeit preisen. Amen. 9. Bimmelfahrt. O Heiland, der du aus Liebe zu uns dich aller deiner Herrlichkeit entäußert und Knechtsgestalt angenommen hattest und gehorsam worden warest bis zum Tode am Kreuz, dem aber Gott auch einen Namen gegeben hat, der über alle Namen ist, o laß die Kraft deiner Herrlichkeit unseren Herzen bekannt werden, damit auch wir in deinem Namen uns beugen und dir, unserm Könige, dienen und anhangen. Wir danken dir, Herr Jesu, daß du durch deine Himmelfahrt uns den Weg zum Himmel gebahnt und deines Vaters Herz uns aufgeschlossen hast. Du sitzest zur Rechten der Kraft Gottes, damit dir alle Herzen als ihrem rechtmäßigen Könige untertan werden sollen. Siehe, hier sind Herzen, über die du als Herr und König herrschen solltest: ach sende einen Blick deiner Freundlichkeit auf uns herab. Herr deine Gn sammle gnadenre sein. He daß wir schwenglie Herzen, Angesichte geliebt he — 8 dir und ihre Kraf Ehre geb möchten! Verh erkannt i ein in ur daß wir du uns unser Se uns kraft 1. L reichlich 1 begabet h unsere dü labe die so vielfäl durch Jes daß wir breiten m verzehre und Beg Geist und Gotte die Herzen m Demut, i Gott der Beständig wir sie se allen Nöt noch wie dein seliges, Gott und , in großer sen und ein danken dir iges Leiden, te geschehen. in ewiger tgewaltiger des Todes, higen Dienst⸗ Hmit Macht rt, auf daß abe bleiben, len. Darum der uns den Auch bitten en, daß wir inem Grabe chen Vaters f uns auch in Trost der die Stimme öffne unsre ann werden )samt dem r Herrlichkeit d gehorsam auch einen Kraft deiner ir in deinem d anhangen. ihrt uns den nufgeschlossen alle Herzen Siehe, hier solltest: ach Festgebete. 48⁵ Herr Jesu, gib uns ein himmlisches Herz und laß uns durch deine Gnade bewahret werden vor allen eitlen, irdischen Gedanken; sammle uns in deiner Gegenwart; stille unser Gemüt durch deine gnadenreiche Mitteilung; laß uns vor deinem Angesicht gesegnet sein. Herr, schließe durch deinen heiligen Geist unsre Augen auf, daß wir sehen mögen die Größe deiner Herrlichkeit und die Über⸗ schwenglichkeit deiner Liebe, damit wir anfangen, mit ganzem Herzen, Sinn und Gemüte gen Himmel zu wandeln, vor deinem Angesichte heilig zu leben und dich zu lieben, der du uns so hoch geliebt hast. O Herr, vergib um deiner Liebe willen, daß wir so oft von dir und deiner Auffahrt zur Herrlichkeit gehört und noch so wenig ihre Kraft in unseren Herzen erfahren haben. O daß wir dir die Ehre geben und uns deinem allmächtigen Scepter unterwerfen möchten! Verherrlichter Jesu, verherrliche dich an unseren Herzen. Werde erkannt in deiner Größe, werde geehrt und geliebt von uns und ziehe ein in unsere Herzen. Laß sie deine Werkstatt sein; schleuß sie auf, daß wir mögen ermuntert werden, dir getrost nachzuwandeln, wie du uns vorangegangen bist und das Ziel erreicht hast. Erhöre unser Seufzen, o großer Hoherpriester zur Rechten Gottes; erwirb uns kraft deines Verdienstes ein kräftiges Ja und Amen. 10. Pfingsten. 1. O Gott, der du die Herzen deiner Gläubigen so gnädig und reichlich mit deinem heiligen Geiste am Feste der Pfingsten besucht und begabet hast: gieße auch diesen deinen Geist und gnädigen Regen über unsere dürren, verschmachteten Herzen, erquicke doch dein Erbteil und labe die Elenden. Komm, o heiliger Geist, und ziere uns mit deinen so vielfältigen Gaben, daß wir auch die großen Taten Gottes, die durch Jesum Christum geschehen, wahrhaftig erkennen und preisen, daß wir mit neuen Zungen dein Wort reden, rühmen und aus⸗ breiten mögen. Entzünde uns mit dem Feuer deiner heiligen Liebe, verzehre allen sündlichen Willen samt allen anderen fleischlichen Lüsten und Begierden; zünde an das Licht deiner Wahrheit, daß wir im Geist und Glauben inbrünstig mit rechtem Ernst und Eifer unserm Gotte dienen mögen. O du Gott des Friedens, verbinde unsere Herzen mit deinem Bande des Friedens, daß wir in Sanftmut und Demut, in Friede und Einigkeit beieinander bleiben und leben. O du Gott der Geduld, gib uns Geduld in Leidenszeit und bis ans Ende Beständigkeit. O du Geist des Gebets, erwecke unsere Herzen, damit wir sie samt heiligen Händen zu Gott mögen erheben und dich in allen Nöten anrufen; und da wir nicht wissen, was wir bitten sollen, noch wie sich's gebührt, ach so vertritt du uns als unser treuer Für⸗ 486 Festgebete. sprecher mit unaussprechlichem Seufzen. Sei unser Schutz und Schatten in der Not, unsere Hülfe in Trübsal, unser Trost in aller Widerwärtigkeit. Komm, du starker Gott, und stärke die Schwachen, lehre die Elenden deinen Weg, hilf auf denen, die gefallen sind, bringe zurecht die Irrenden und halte sie bei deiner rechten Hand. Komm, o du ewiges Licht, Heil und Trost, sei unser Licht im Finstern, sei unser Heil im Leben, sei unser Trost im Sterben und führe uns auf ebener Bahn zum ewigen Leben, damit wir dich samt unserem himm⸗ lischen Vater und seinem geliebten Sohn, unserem einigen Heiland, mit neuen Zungen dort am rechten Pfingsttage rühmen und preisen immer und ewiglich. Amen. 2. Wir loben und preisen dich, lieber himmlischer Vater, daß du deine Verheißung erfüllt, deinen heiligen Geist über alles Fleisch ausgegossen, deinen Himmel aufgetan und uns mit geistlichem Segen in himmlischen Gütern gesegnet hast. Nun hast du alles getan, du Gott aller Gnade und Vater der Barmherzigkeit, was du dir vor⸗ genommen, und deine großen Werke auf Erden vollendet, die deines Namens Ehre sind und unser ewiges Heil. Du hast den Namen deines lieben Sohnes verklärt und deine Liebe in unsere Herzen aus⸗ gegossen. Ja du willst selbst in uns wohnen, willst unser Gott sein, und wir sollen dein Volk sein. Hochgelobt sei dein heiliger Namel Erhöre nun heute die Gebete deines Volkes. Tröste uns wieder mit deiner Hülfe und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns. Halte im Bau den Weinstock, den deine Rechte gepflanzt hat, und tränke ihn mit dem himmlischen Tau deines Segens. Laß deine Gemeinde bleiben bei deinem reinen Wort und öffne wieder ihren Mund, daß sie deine großen Taten preise. Tu die Tore deines Reiches weit auf und laß die Fülle der Heiden zu ihnen eingehen. Regiere mit deinem Geist alle christliche Obrigkeit, richte nach deinem Willen die Werke ihrer Hände und leite sie auf rechtem Wege, daß sie tun möge, was dir wohlgefällig und deinem Volke heilsam ist. Gieß über unsere Häuser den Geist der Gnade und des Gebetes aus und laß die Leuchte deines heiligen Wortes darin nicht verlöschen. Laß deinen Geist, den Geist des Trostes und der Kraft, die Elenden erquicken, die Traurigen trösten, die Schwachen stärken und die aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen vertreten, die in großer Anfechtung nicht mehr beten können. Vollende an uns allen das gute Werk, das du angefangen hast, und mache uns würdig, dein ewiges Reich zu er⸗ langen, da die große Schar aus allen Völkern und Sprachen dir mit neuen Zungen Lob und Dank sagt ewiglich. Dir samt deinem lieben Sohne und dem heiligen Geiste sei Ehre in der Gemeinde zu aller Zeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. O l Wir dan Ach erhe deines ge uns dur und drei heilig, he Ehre vol Liebe. L Verdienst heilige u sei uns und endl mit allen schauen 1 Alln deinen T womit di und alle Güte reie Wolken unsre He an uns du sein e nimmst! aber mit Gaben n sorgt un braucht uns vor die deine mißbraue schließt. daß er v wes wird werden und hör bewahre in Friede Schutz und ost in aller Schwachen, sind, bringe id. Komm, Finstern, sei hre uns auf erem himm⸗ en Heiland, und preisen Vater, daß alles Fleisch chem Segen getan, du zu dir vor⸗ „die deines den Namen Herzen aus⸗ r Gott sein, iger Namel wieder mit uns. Halte und tränke e Gemeinde Mund, daß es weit auf tegiere mit Willen die e tun möge, Gieß über und laß Laß deinen 1 erquicken, s beste mit htung nicht rk, das du eich zu er⸗ Hrachen dir mt deinem emeinde zu Festgebete. 487 11. Crinilalisfest. O heilige Dreifaltigkeit, Gott Vater, Sohn und heiliger Geist! Wir danken dir, daß du dich uns in deinem Worte geoffenbart hast. Ach erhalte uns und unsern Nachkommen solch heilsame Erkenntnis deines göttlichen Wesens; laß uns aber auch dabei fest beharren und uns durch nichts davon abwendig machen. Du hochgelobter heiliger und dreieiniger Gott, wir rühmen, ehren und preisen dich. Heilig, heilig, heilig ist unser Gott, der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. O Gott Vater, sei uns gnädig und erfreue uns mit deiner Liebe. O Gott Sohn, sei uns gnädig und erhalte uns durch dein Verdienst. O Gott heiliger Geist, sei uns gnädig; tröste, erquicke und heilige uns durch deine Gemeinschaft. O du heiliger, dreieiniger Gott, sei uns gnädig, hilf uns recht glauben, christlich leben, geduldig leiden und endlich, wenn die rechte Zeit kommt, selig abscheiden, damit wir mit allen Engeln und Auserwählten dich von Angesicht zu Angesicht schauen und ewig lieben, loben und preisen mögen. Amen. 12. Ernte-Danhfest. Allmächtiger Gott, Vater aller Gnade! Wir bringen heute vor deinen Thron unsern demütigen Dank für deine ewig reiche Liebe, womit du auch in diesem Jahre deine milde Hand über uns aufgetan und alles, was da lebet, mit Wohlgefallen gesättiget hast. Deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolten gehen. Du hast Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und unsre Herzen erfüllet mit Speise und mit Freude. Du hast Großes an uns getan, des sind wir fröhlich. Herr, was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Kind, daß du dich sein also an⸗ nimmst! Dich sollen wir finden und fühlen in deinen Wohltaten, aber mit tiefer Beschämung müssen wir bekennen, daß wir deiner Gaben nicht wert sind, daß wir deiner oft vergessen, oft ängstlich ge⸗ sorgt und gezagt, oft den Reichtum deiner Güte verachtet oder miß⸗ braucht haben. Vergib uns, o Vater, unsere Sünden! Bewahre uns vor dem Leichtsinn, der deine Gebote vergißt, vor der Trägheit, die deine Gnade versäumt, vor der Unmäßigkeit, die deine Güter mißbraucht, vor dem Geiz, der Herz und Hand dem Bruder ver⸗ schließt. Dein Segen allein macht reich, und niemand lebt davon, daß er viele Güter hat. Wenn du unsere Seele von uns forderst, wes wird sein, das wir hier gesammelt haben? O so hilf uns reich werden in dir, unserm Gott; laß deine Güte uns zur Buße leiten und höre nicht auf, uns zu segnen. Gib ferner fruchtbare Zeiten, bewahre uns vor Mangel und Teurung und laß uns deinen Segen in Frieden und guter Gesundheit genießen. 488 Festgebete. Du machest fröhlich, was da lebet: o so erfreue nach dem Reich⸗ tum deiner Liebe auch die Herzen aller Armen, Verlassenen und Be⸗ trübten und laß sie inne werden, daß keins von dir vergessen sei. Hilf uns durch deine Gnade, daß wir nicht auf das Fleisch säen, sondern auf den Geist, damit wir vom Geist das ewige Leben ernten und in der himmlischen Freudenernte dich reiner und freudiger loben durch Jesum Christum, unsern Herrn! Amen. 13. Reformalionsfest. O heiliger wahrhaftiger Gott und Herr! Wie können wir Lob und Dank genug gegen dich aussprechen, daß du nach so langer Finsternis dein seligmachendes Evangelium aus großer Barmherzig⸗ keit wieder ans Licht gebracht und durch treue Zeugen und Bekenner desselben unsere Kirche von verderblichen Irrtümern und Menschen⸗ satzungen so herrlich gereiniget hat. Gib ferner Gnade, daß wir dein untrügliches Wort, wie es dein Geist den Propheten und Aposteln ein⸗ gegeben hat, samt den heiligen Sakramenten lauter und unverfälscht behalten. Wende unsre Herzen ab von unnützer Lehre, von Irrtum und Verführung. Wehre, du großer Erzhirte Jesus Christus, allen Feinden unsers Glaubens, daß keiner mit List oder Gewalt deine Schafe zerstreue und uns der gesunden und erquickenden Weide deines Wortes beraube. Bring auch die herbei zu deiner Herde, die noch in Unwissenheit, blindem Eifer, Unverstand und Irrtum dahingehn. Suche die Verlorenen, heile, die an ihrer Seele Schaden genommen haben. Heilige uns alle in deiner Wahrheit, daß wir nicht durch gottloses Leben deiner Kirche zur Schande gereichen, sondern würdig⸗ lich wandeln dem Evangelio und dasselbe in aller Widerwärtigkeit mit Worten und Werken bekennen. Siehe mit Gnade an den Wein⸗ berg, den du durch Jesum Christum gepflanzt und bisher gesegnet hast. Herr, du wollest uns vollbereiten, stärken, kräftigen, gründen. Dir sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 14. Bußtag. Lies: Dan. 7, 4—-19; Jes. 63, 7—64, 9, Ps. 51. 77; Luc. 13, 6—9. Herr, Herr Gott, barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue, der du vergibst Missetat, ÜUbertretung und Sünde, wir treten vor deinen Thron und bekennen mit demütigem Herzen, daß wir alle mannigfach wider dich gesündigt haben. Wir haben dich, unsern Gott und Herrn, oftmals verlassen, haben der Welt und unserm Fleische gedient und deine heiligen Gebote vielfältig übertreten. Wenn du gerufen, haben wir nicht geantwortet; wenn du gedroh gezüchtigt, Sünder u Daru deines liel sein Blut Augen dei die Erlöst heiligen E den guten erhalten u Nimn Macht un! allen Seel nicht von Vaterlande Obrigkeiter Unruhen 1 Obhut beft alle Feinde Schatten d Erbar dir aufblie erwecke du an, rechtsek Alle K fehlen wir heiligen Ge sal laß gel durch geüb Leben, in! trostem Gl du uns be Herr 6 lässest sterb gedenken h diesem Lebe wandelten, du jeden Werken. 2 und daß die Leben fährt )dem Reich⸗ ien und Be— vergessen sei. Fleisch säen, eben ernten udiger loben ien wir Lob )so langer Barmherzig⸗ nd Bekenner d Menschen⸗ daß wir dein posteln ein⸗ unverfälscht von Irrtum ristus, allen dewalt deine Veide deines die noch in dahingehn. genommen nicht durch ern würdig⸗ derwärtigkeit nden Wein⸗ her gesegnet n, gründen. len. 6.—9. g und von retung und demütigem jhaben. Wir haben der te vielfältig ortet; wenn Festgebete. 489 du gedroht, haben wir vom Bösen nicht abgelassen; wann du uns gezüchtigt, haben wir uns nicht gedemütiget. Ja wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den wir an dir haben sollten. Darum kommen wir jetzt zu dir und bitten im Namen Jesu, deines lieben Sohnes, vergib uns unsere Schuld und mache uns durch sein Blut rein von allen unseren Sünden. Sieh uns an mit den Augen deiner Barmherzigkeit, nicht als die Gefallenen, sondern als die Erlösten in Jesu Christo, deinem Sohne. Schenke uns deinen heiligen Geist, daß er uns erleuchte, reinige und erneuere. Hilf uns den guten Kampf des Glaubens kämpfen und laß uns unsträflich erhalten werden bis ans Ende. Nimm dich deiner Kirche gnädig an und schütze sie wider alle Macht und List des Feindes. Segne die Predigt deines Wortes an allen Seelen und bewahre uns, daß der Satan den guten Samen nicht von unsern Herzen nehme. Laß deine Hülfe widerfahren unserm Vaterlande, unserm geliebten Kaiser samt seinem ganzen Hause, allen Obrigkeiten unsers Landes und unsern Gemeinden. Laß unter den Unruhen und Stürmen dieser Zeit unser Vaterland deiner gnädigen Obhut befohlen sein. Sei unserm Volke eine starke Schutzwehr gegen alle Feinde und Gefahren, die ihm drohen; bewahre uns unter dem Schatten deiner Flügel in rechter Einigkeit, Liebe und Treue. Erbarme dich eines jeden, der heut mit bußfertigem Herzen zu dir aufblickt. Und wer noch verhärtet ist in Unbußfertigkeit, den erwecke du, o Herr, so lange es noch Zeit ist, und treibe ihn kräftig an, rechtschaffene Früchte der Besserung zu bringen. Alle Kranke und Notleidende, alle Betrübte und Angefochtene be⸗ fehlen wir deiner treuen Vaterliebe. Laß in jeder Anfechtung deinen heiligen Geist die Herzen regieren, stärken und trösten; und jede Trüb⸗ sal laß geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die da⸗— durch geübet werden. Welche du aber abberufen willst aus diesem Leben, in denen verherrliche deine Macht und Gnade, daß sie in ge⸗ du uns bereitet hast durch Jesum Christum. trostem Glauben von hinnen scheiden und die Seligkeit erlangen, die Amen. 15. Cokenfeier. Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für; der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommet wieder, Menschenkinder! Wir gedenken heute derer, welche du im vergangenen Kirchenjahre aus diesem Leben abgerufen hast. Du hast dich, so lange sie auf Erden wandelten, an keinem unter ihnen unbezeugt gelassen; nun aber hast du jeden an seinen Ort gehen lassen und gibst ihm nach seinen Werken. Ach lehre uns doch, daß auch unser Leben ein Ende hat, und daß du uns dann vor dein Gericht stellen wirst. Denn unser Leben fährt schnell dahin, als flögen wir davon. Wir sind wie ein 490 Festgebete. Gras, das da frühe blühet und bald welk wird und des Abends ab— gehauen wird und verdorret. Es ist nur ein Schritt zwischen uns und dem Tode. Ach lehre uns das doch bedenken und laß dein Ge⸗ richt allezeit vor unseren Augen stehen, daß wir klug werden. Die Seelen derer, die in diesem Jahre in dir und deiner Gnade entschlafen sind, sind nun in der Ruhe. Wir aber schweben noch auf dem Meere dieser Welt, umgeben allezeit und überall von Wellen und Klippen. Führe uns sicher hindurch und laß uns auch zu dir gelangen. Be⸗ wahre uns vor dem Ende der Ungläubigen und Unbekehrten und laß uns nicht aussäen auf das Fleisch, damit wir nicht einst das Verderben ernten, sondern auf den Geist, damit wir das ewige Leben ernten. Verleihe, barmherziger Vater, daß keiner unter uns ohne Buße sterbe und ohne den seligmachenden Glauben an Jesum Christum, der sein Leben zum Lösegelde für uns gegeben hat und unser Friede ist. Reinige uns durch deinen heiligen Geist von allen Werken des Fleisches und stärke uns täglich zu neuem Eifer in der Heiligung, auf daß wir, wenn du uns rufest, bereit sein mögen. Laß dann, o Gott, deinen heiligen Geist unsrer Schwachheit aufhelfen und uns bei dir vertreten mit unaussprechlichem Seufzen. Dein Licht erleuchte uns, deine Barm⸗ herzigkeit führe uns, deine Hand schütze uns, deine Gnade helfe uns und schenke uns den Eingang zu deiner Herrlichkeit. Sei mit uns, o Jesu, wenn der letzte Augenblick nun da ist, und erscheine unsern Seelen, wie du für uns gelitten und unsre Sünden getragen hast. Hilf uns, daß wir einen guten Kampf kämpfen und Glauben halten, auf daß wir die Krone des Lebens erlangen. Erhalte uns im Glauben an dich und in der Liebe zu dir und stärke uns, gern um deines Namens willen in der Welt zu leiden, so wirst du uns auch mit dir herrlich sein lassen. Mache uns treu und erfülle dann an uns die Verheißungen, die du den Deinen gegeben hast, daß sie sein sollen, wo du bist, und deine Herrlichkeit sehen! Amen. 16. Geburtstag des Raisers. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, du Herr aller Herren und König aller Könige, der du von deinem Throne herabschauest auf alle, die auf Erden wohnen: wir bitten dich herzlich, walte mit deiner Gnade über dem Kaiser, unserm Könige und Herrn. Wir danken dir, daß du abermals ein Jahr seinem Leben und seiner Regierung zu⸗ gesetzt hast, und bitten dich, segne ihn ferner aus deinem Heiligtum, erfülle ihn mit deinem Geiste, daß er erkenne, was uns gut, und voll⸗ bringe, was uns heilsam ist. Verleihe ihm christliche Weisheit, daß er das Reich deines Sohnes, unsers Herrn Jesu Christi, erweitere und befestige. Rüste ihn aus mit Kraft und Stärke, daß er alle Hindernisse des Guten und der Wohlfahrt des Landes glücklich besiege. Laß es ih Vaterland zum Vate Beschützer aller Schu geheiligte seinem He Sei mit demselben jedem Ste begegnen, Gott, und . Bi Psalm Luc. 18, 9 19—27. C 1. Her Güte, meir und reinig An di. der zu mir wahret. J tum, daß i Herr, Du gabst Mein Verd verbirg me Schaff ein Rechte halt meiner See in mir wol treibe. Ser wart nicht durch deine Nach d Retter preif Abends ab⸗ zwischen uns laß dein Ge⸗ werden. Die ide entschlafen uf dem Meere und Klippen. elangen. Be⸗ bekehrten und icht einst das ir das ewige 18 ohne Buße Christum, der ser Friede ist. des Fleisches auf daß wir, Gott, deinen dir vertreten „deine Barm⸗ ade helfe uns Sei mit uns, scheine unsern getragen hast. auben halten, im Glauben rn um deines auch mit dir n an uns die ie sein sollen, r Herren und auest auf alle, te mit deiner ir danken dir, tegierung zu⸗ m Heiligtum, gut, und voll⸗ Weisheit, daß isti, erweitere daß er alle ücklich besiege. Lue. 18, 9—14. Eph. 4, 22—5, 9. Beicht⸗ und Abendmahls⸗Gebete. 491 Laß es ihm nie an weisen und redlichen Ratgebern fehlen, welche das Vaterland, Recht und Gerechtigkeit lieben und schützen. Mache ihn zum Vater der Witwen und Waisen, zur Zuflucht der Bedrückten, zum Beschützer aller Guten, zum Retter der Unschuldigen und zum Schrecken aller Schuldigen. Erhalte und bewahre sein teures Leben, schütze seine geheiligte Person vor jedem Unfall. Verherrliche an ihm und an seinem Hause deine Gnade; schenke ihm die Liebe seiner Untertanen. Sei mit unserm Vaterlande, Herr unser Gott, wie du bisher mit demselben gewesen bist; gib Friede und Ruhe, Glück und Heil in jedem Stande. Laß in unserm Lande Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen; segne uns, Gott unser Gott, und alle Welt fürchte dich! Amen. D. Beicht- und Abendmahls-Gebete. 1. Vor der Beichle. Biblische Abschnitte, an Beichttagen zu lesen. Psalm 32. 51. 130. Jesaj. 55, 1—11. Matth. 5. Luc. 15. 1. Joh. 2, 1—12. Hebr. 10, 19.—27. Offenb. 3, 14—22. 1. Herr, meine Sünden haben mich niedergeschlagen, aber deine Güte, mein Gott, richtet mich auf. Sei mir gnädig nach deiner Güte und reinige mich von meiner Missetat, die ich vor dir bekenne. An dir habe ich gesündigt, denn ich achtete nicht deines Geistes, der zu mir sprach, und habe ihm seine Wohnung in mir nicht be⸗ wahret. Ich vergaß deiner Gegenwart und wich von deinem Heilig⸗ tum, daß ich groß Übel vor dir tat. Herr, du bist gerecht, wenn du mich richtest und verdammst. Du gabst mir deinen heiligen Geist, aber ich habe ihn betrübt. Mein Verderben ist groß, aber du hast keine Lust daran. Darum verbirg meine Sünden vor deinem Angesicht und tilge sie aus. Schaff ein neues Herz in mir; reinige mich und lehre mich deine Rechte halten, daß ich nicht mehr sündige. Lehre mich den Grund meiner Seele erkennen und laß den Geist deiner göttlichen Weisheit in mir wohnen, daß mich die sündhafte Torheit nicht mehr umher⸗ treibe. wart nicht verlieren. Verwirf mich nicht, sondern mache mich getrost Sende deine verborgene Kraft und laß mich deine Gegen⸗ durch deine Hülfe und Erbarmung. Nach dir verlanget mich, o höchstes Gut, daß ich dich als meinen Retter preise und deine Barmherzigkeit lobe, welche die Sünde hin⸗ 492 Beicht⸗ und Abendmahls⸗Gebete. wegnimmt. Herr, ich bin beschämt und gebeugt und entschuldige mich nicht; ich suche Gnade und Heil mit einem geängstigten und zerschlagenen Herzen. Tröste mich und nimm das Opfer meines Willens an, den ich dir ganz zu unterwerfen begehre. Erquicke mich durch deine gnädige Verheißung in Christo Jesu; heile mein ver⸗ wundetes Gewissen und nimm von mir die Gedanken, die sich unter⸗ einander verklagen. Ich bin mühselig und beladen; gib mir Frieden und erwecke ein neues Leben in meiner kranken Seele. Tue mir wohl und beschirme mich, daß kein Feind mich mehr erreiche. Laß das Alte in mir untergehen und schaffe alles neu durch deine Gnade. Amen. 2. Mein Gott, ich bitte von ganzem Herzen, sei mir gnädig und vergib mir alle meine Sünden um des teuren Verdienstes Jesu Christi, meines Heilands, willen. Mein Heiland, du hast gesagt: Wer zu mir kommt, den will ich nicht hinausstoßen. Auf diese deine tröstliche Verheißung komme ich und bitte, laß mich Gnade finden vor deinen Augen und vertritt mich bei meinem himmlischen Vater zu meiner Seelen Heil und Seligkeit. O heiliger Geist, er⸗ wecke mein Herz, daß ich nicht allein in wahrer Bußfertigkeit mit Herz und Mund meine Sünde bekenne, sondern auch die Stimme deines Dieners annehme als deine Stimme, zur Stärkung meines Glaubens und zur Versicherung der gnädigen Vergebung meiner Sünde um Christi willen. Amen. 2. Nach der Beichte. 1. Ach liebster Herr Jesu, ich danke dir von Grund meines Herzens, daß du mir armen Sünder durch den Diener deines Wortes abermal die gnädige Vergebung meiner Sünden hast ankündigen lassen. Siehe, um Trost war mir sehr bange; du aber hast dich meiner Seelen herzlich angenommen, daß sie nicht verdürbe; denn du warfst alle meine Sünde hinter dich zurück. Verleihe mir nun deine Gnade, daß ich anfangen möge, in einem neuen Leben zu wandeln, wie ich dir zugesagt. Schaffe doch nun, o Gott, in mir ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist; verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir; tröste mich wieder mit deiner Hülfe, und der freudige Geist erhalte mich. Ach laß mich doch ablegen nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der durch Lüste in Irrtum sich verderbet, und anziehen den neuen Menschen, der nach Gott geschaffen ist, in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Laß mich ablegen von mir den Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung und schandbare Worte. Laß mich töten alles, was der Erde angehört, alle Un⸗ reinigkeit, bar, was eine Tuge ich verleu züchtig, g die selige allerheilig 2. du mirs mir deinen Laß alle alles, was Leben lan Liebe mich mich richt durch des den Himm Psalm 31—39. Allmä von Grunt Nacht und O Her mahle kom reine Wohr Leib und E Hand zum Erhalte mi danken, ni nicht von Heilige Leibe und mich mit! und ich d entschuldige igstigten und Opfer meines Erquicke mich le mein ver⸗ ie sich unter⸗ id erwecke ein ind beschirme Alte in mir lmen. mir gnädig dienstes Jesu hast gesagt: 1. Auf diese mich Gnade himmlischen ger Geist, er⸗ fertigkeit mit die Stimme rkung meines bung meiner rund meines deines Wortes t ankündigen ber hast dich ürbe; denn du iöge, in einem doch nun, o uen, gewissen nimm deinen er Hülfe, und gen nach dem 1 Irrtum sich dott geschaffen mich ablegen id schandbare ört, alle Un⸗ Beicht⸗ und Abendmahls⸗Gebete. 493 reinigkeit, böse Lust und Geiz. Hingegen was wahrhaftig, was ehr⸗ bar, was gerecht, was keusch, was lieblich, was wohllautet, ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Lob, dem laß mich nachdenken. Gib, daß ich verleugne das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste und züchtig, gerecht und gottselig lebe in dieser Welt und warte auf die selige Hoffnung und Erscheinung deiner Herrlichkeit um deines allerheiligsten Namens willen. Amen. 2. O Gott, ich habe dir zugesagt, frömmer zu werden; hilf du mirs vollenden. Gib mir das Wollen und Vollbringen; gib mir deinen heiligen Geist, der mich meiner Zusage täglich erinnere. Laß alle Sündenlust, alle verkehrten Gedanken und Begierden und alles, was sündlich ist, in mir absterben und hilf, daß ich mein Leben lang an deiner Huld und Gnade mich erfreue, an deiner Liebe mich sättige, an deiner Treue mich halte, nach deinem Worte mich richte, durch deine Gnade christlich lebe, geduldig leide und durch des Herrn Zesu teures Verdienst selig sterbe und freudig in den Himmel eingehe. Amen. 3. Biblische Rbschnikle für Abendmahlstage. Psalm 23. 111. Joh. 6, 48—58. Joh. 15, 1—12. Röm. 8 31—39. 1. Kor. 11, 23—32. Offenb. 22. 4. Am Morgen des Abendmahlstages. Allmächtiger und barmherziger Gott und Vater, ich danke dir von Grund meines Herzens für deinen Schutz und Schirm in dieser Nacht und für den frohen Morgen, welchen du mich erleben lässest. Gelobt sei deine Barmherzigkeit, die alle Morgen neu ist und mich und ich deiner Gnade, heute zu deinem Hause, zu deinem Altare ruft und einladet. O Herr, weil ich nun mit denen, die da feiern, zu deinem Abend⸗ mahle kommen will, so bereite du mich selbst dazu. Willst du eine reine Wohnung in mir finden, so reinige und heilige selbst meinen Leib und Seele. Leite mich mit deinen Augen, führe mich mit deiner Hand zum Reichtum deiner Güte, tröste mich mit deinem Angesichte. Erhalte mich in beständiger Andacht, bewahre mich vor bösen Ge⸗ danken, nimm mich in deinen besonderen Gnadenschutz und weiche nicht von mir. Heiliger Jesu, vereinige du dich an diesem Tage mit meinem Leibe und mit meiner Seele. Speise mich mit deinem Leibe, tränke mich mit deinem Blute, auf daß mein schwacher Glaube gestärkt der Vergebung meiner Sünden und der 494 Beicht⸗ und Abendmahls⸗Gebete. ewigen Seligkeit versichert werde, daß ich als ein würdiger Gast an deinem Tische erscheine. Nun, Herr Gott Vater, sei mein Schutz und Beistand. Herr Jesu, sei meiner Seele Speise, Licht und Leben. Und du, Herr Gott, heiliger Geist, erleuchte mich und erhalte mich in der wahren Heiligung, daß ich in dem Stande der Gnade, in welchen ich heute aufs neue trete, zeit meines Lebens verbleiben möge. O Herr, hilf, o Herr, laß wohl gelingen. Deinem heiligen Namen sei Lob, Ehre und Dank gesagt immer und ewiglich. Amen. 5. Vor dem heiligen RAbendmahl. 1. Herr Jesu Christe, mein getreuer Hirt und Bischof meiner Seele, du hast gesagt:„Ich bin das Brot des Lebens, wer von mir isset, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ Siehe, ich komme zu dir und bitte dich demütiglich, du wollest mich recht bereiten und zum würdigen Gast deines himmlischen Mahles machen; du wollest mich heute weiden auf einer grünen Aue und zum frischen Wasser des Lebens führen; du wollest meine Seele erquicken und mich auf rechter Straße führen um deines Namens willen. Vor allen Dingen erwecke in mir wahre, herzliche Reue und Leid über meine Sünde und lege mir an das rechte hochzeitliche Kleid des Glaubens, damit ich dein heiliges Verdienst zum ewigen Trost meiner Seele ergreifen und fest behalten möge. Gib mir ein de⸗ mütiges und versöhnliches Herz, daß ich meinen Feinden von Herzens⸗ grund vergebe, und tilge in mir die Wurzel aller Bitterkeit und Feindseligkeit aus. Pflanze dagegen in meiner Seele herzliche Liebe und Barmherzigkeit, daß ich meinen Nächsten, ja alle Menschen in dir lieb habe. Ach mein Herr, du hast ja selbst gesagt: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ach ich bin krank, ich bedarf deiner als meines himmlischen Seelenarztes. Du hast ja gesagt: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch er⸗ quicken. Ach Herr, ich komme mit vielen Sünden beladen, nimm sie von mir, entledige mich dieser großen Bürde. Ich komme als ein Unreiner, reinige mich; als ein Blinder, erleuchte mich; als ein Armer, mache mich an meiner Seele reich; als ein Verlorner, suche mich; als ein Verdammter, mache mich selig. Ach Jesu, treuster Freund meiner Seele, führe mich von mir selber ab und nimm mich auf zu dir, ja in dich. Denn in dir lebe ich, in mir selber bin ich tot. In dir bin ich gerecht, in mir bin ich eitel Sünde. In dir bin ich selig, in mir bin ich lauter Verdammnis. In dir habe ich volle Genüge, du bist mir alles. Bleibe ewig in mir und laß mich ewig in dir bleiben, wie du gesagt hast: Wer mein Fleisch isset und trinkt mein Blut, der bleibt am jüngste 2. Hie Laß mich( Wäre ich e nicht würd Darum kor dich meine von mir s mir um de Welt Heila wollte ich aber das 2 du Anfäng von mir, X und gib m nehm ist. mein Gemi zünde mein Heilige mie herzutrete, trinke zu m Ach du von Herzen und dem T quicket hast hast, von ein höheres meiner Erl Lebens? Gib, d heiligen Tod Blut heilige mich vor a du in mir: aus meinem Haus meine Meine Braut, und keit, sie ist ger Gast an tand. Herr d du, Herr der wahren en ich heute Herr, hilf, i Lob, Ehre schof meiner ver von mir t, den wird d bitte dich ürdigen Gast jeute weiden bens führen; traße führen e Reue und ʒeitliche Kleid wigen Trost mir ein de⸗ von Herzens⸗ itterkeit und erzliche Liebe Menschen in ken bedürfen ik, ich bedarf sagt: Kommt will euch er⸗ en, nimm sie nme als ein Sein Armer, mich; als ein eund meiner uf zu dir, ja In dir bin selig, in mir rüge, du bist dir bleiben, mein Blut, Beicht⸗ und Abendmahls⸗Gebete. 495 der bleibt in mir und ich in ihm, und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. Amen. 2. Hier komme ich, mein Heiland, auf deine freundliche Einladung. Laß mich Gnade finden vor deinen Augen, du Liebhaber des Lebens. Wäre ich gleich heiliger als die Engel, so wäre ich doch darum noch nicht würdig dieses Tisches, es sei denn, daß du mich würdig machest. Darum komme mir zuvor mit deiner Gnade und bereite mich. Nimm dich meiner Seele an nach deiner großen Liebe. Gedenke, daß ich von mir selber zwar viel Böses, aber nichts Gutes habe, und hilf mir um deiner Güte willen. Gedenke an deine Treue, der du aller Welt Heiland bist, und erfülle mein Herz mit Gnaden. Wie gern wollte ich mit brünstiger Andacht in völligem Glauben herzugehn, aber das Vollbringen fehlt mir, wenn ich's von dir nicht erlange, du Anfänger und Vollender des Glaubens. nehm ist. Darum nimm gnädig von mir, was dir mißfällt, oder bedecke es mit deiner Gerechtigkeit; und gib mir, was dir wohl gefällt. Wohl der Seele, die dir ange⸗ Entledige mein Herz von allen fremden Gedanken und mein Gemüt von aller Zerstreuung. Stärke meinen Glauben, ent⸗ zünde meine Liebe, vermehre meine Hoffnung, erwecke meine Andacht. Heilige mich durch und durch, auf daß ich in herzlicher Zuversicht herzutrete, mit reinen Lippen und heiligem Herzen nehme, esse und trinke zu meiner Seele Leben, Heil und Segen. Amen. 6. Vach dem Abendmahl. Ach du freundlicher, liebreicher Herr Jesu Christe! Dir sage ich von Herzen Dank, daß du mich mit der köstlichen und teuren Speise und dem Trank deines heiligen Leibes und Blutes gespeiset und er⸗ quicket hast. Ach wer bin ich, daß du mich Unwürdigen gewürdigt hast, von deinem Tische zu essen! Ach wie könntest du mir doch ein höheres Pfand geben deiner Liebe und eine größere Versicherung meiner Erlösung, der Vergebung der Sünden und des ewigen Lebens? Gib, daß ich deine große Liebe nimmermehr vergesse, deines heiligen Todes stetiglich gedenke. Dein heiliger Leib und dein teures Blut heilige und segne meinen Leib und meine Seele und behüte mich vor allen Sünden. Ach mein Erlöser und Seligmacher, lebe du in mir und ich in dir, bleibe du in mir und ich in dir. Vertreib aus meinem Herzen alle Untugend; behalte und besitze du allein das Haus meines Herzens. Meine arme Seele hat sich mit dir verbunden als deine Braut, und du hast dich mit ihr verlobet und vereinigt in Ewig⸗ keit, sie ist nun eine Königin worden, weil du selbst, der König ö 496 Beicht- und Abendmahls⸗Gebete. aller Könige, dich mit ihr vermählet hast. Wie sollte sie sich wieder zur Dienstmagd erniedrigen so vieler Sünden und Unsauberkeit? Wie sollte sie sich ihres Adels wieder verlustig machen durch die Eitelkeit und Nichtigkeit der Sünden und sich selbst unwürdig einer so hohen Ehre? Ach schmücke und ziere meine Seele mit geistlichem Schmuck, mit himmlischer Schönheit, mit starkem Glauben, feuriger Liebe, brennender Hoffnung, mit tiefer Demut, heiliger Geduld, brünstigem Gebet, holdseliger Sanftmut, sehnlichem Verlangen nach dir und nach dem ewigen Leben, daß ich mit dir allein Gemeinschaft habe, ich esse oder trinke, wache oder schlafe, lebe oder sterbe; daß du bei mir und in mir, und ich bei dir und in dir ewig bleibe, von dir rede, singe und sage, ohne Unterlaß an dich gedenke; daß ich möge in diesem Glauben einschlafen, am jüngsten Tage fröhlich auf⸗ erstehen und in die ewige Freude eingehen. Amen. 7. Nm Mbend des Abendmahlstages. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat. Der dir alle deine Sünden vergeben, der dein Leben vom Verderben erlöset und dich gekrönet hat mit Gnade und Barmherzigkeit. Ja lieber himmlischer Vater, mein ganzes Herz ist bereit, deinen Ruhm mit Dankbarkeit und Freude zu verkündigen, nachdem ich durch das Nachtmahl deines Erlösers von deiner Liebe aufs neue bin ver⸗ sichert worden. Nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die ich getan, sondern nach deiner Barmherzigkeit hast du dich meiner an⸗ genommen und mir alle meine Sünden vergeben. Über eine solche Güte bin ich sündiger Mensch am Tische deines Sohnes beschämt und gedemütigt, aber auch überschwenglich getröstet, erfreut und in meinem Vertrauen auf dich befestigt worden. Vergelten kann ich dir nichts für allen Reichtum deiner Barmherzigkeit. Du bedarfst meiner nicht; alles was ich habe, habe ich von dir empfangen. Und dazu forderst du mich auf und willst es mit Wohlgefallen ansehn, daß ich deinen Willen hinfort gern tue und deine Gebote in meinem Herzen habe. Gib, so rufst du mir in dieser Abendstunde zu, gib mir nunmehr, mein Sohn, dein Herz und laß deinen Augen meine Wege wohl ge⸗ fallen. Wohlan, das will ich tun. Was wahrhaftig, was ehrbar, was keusch, was lieblich, ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Lob, dem will ich nachdenken; in Trübsal will ich geduldig sein, denn der feste Bund Gottes bestehet und hat dieses Siegel: der Herr kennt die Seinen. Dabei will ich verbleiben, bis mein Ende herbeikommt, und ich das Ende meines Glaubens, nämlich der Seelen Seligkeit davon⸗ bringen werde. Da werde ich den wahren Segen eines tätigen Christentums erfahren, wozu du mich heute aufs neue gestärket hast. Da wird mich kein Leid mehr drücken, keine Sünde mehr traurig und unselig m da will ie E. I Herr einen Gehi prüfe mick Ehe zu tre ich durch vor allem lauteren 2 Jesu Chrif uns mit uns dir zi Barmherzi unserer He und deine Beson in uns ein untereinan andern lie Gebet; lehr Wirke in 1 einander; ständig vo muntern, i Leben im Ja er sehung un werdest in aus tiefer Stand gel gründlicher dadurch di nach schwe— leben als d geheiligt ei ewig treu ie sich wieder Unsauberkeit? e'n durch die würdig einer it geistlichem ben, feuriger iger Geduld, rlangen nach Gemeinschaft erbe; daß du bleibe, von nke; daß ich fröhlich auf⸗ S. was er dir en, der dein Gnade und hereit, deinen dem ich durch ieue bin ver⸗ Hzillen, die ich h meiner an⸗ r eine solche beschämt und id in meinem ich dir nichts meiner nicht; dazu forderst aß ich deinen Herzen habe. nir nunmehr, ege wohl ge⸗ was ehrbar, ein Lob, dem denn der feste rrukennt die oikommt, und igkeit davon⸗ eines tätigen gestärket hast. traurig und Für besondere Tage des häuslichen Lebens. 497 unselig machen. Da will ich schauen dein Angesicht in Gerechtigkeit; da will ich satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bilde. Amen. E. Jür besondere Tage des häuslichen Lebens. 1. Nm Crauungskage. Herr Gott, Vater und Herr meines Lebens, der du dem Menschen einen Gehilfen in diesem mühseligen Leben nach deinem Rat zuordnest, prüfe mich bei meinem Vorhaben, heute in den Stand der heiligen Ehe zu treten, und erfahre in meinem Herzen, wie ich's meine: ob ich durch deinen heiligen Rat und Willen dazu gekommen und dich vor allem mit Gebet und Glauben gesucht habe, oder ob ich aus un⸗ lauteren Absichten in diesen Stand eile. Das Blut deines Sohnes Jesu Christi reinige uns von aller Sünde, daß du bei uns und unter uns mit deinem Geiste wandeln und wohnen mögest. Ja mache uns dir zu Tempeln deines heiligen Geistes und zu Gefäßen deiner Barmherzigkeit; lehre uns alles anfangen in der Buße und Zukehrung unserer Herzen zu dir, mit Glauben und Vertrauen auf dein Wort und deine Verheißung. Besonders aber, o du ewiges Gut, entzünde durch den Glauben in uns eine solche brünstige Liebe zu dir, daß dir auch unsere Liebe untereinander allein geheiligt werde, und ein jedes nur dich in dem andern liebe. Verbinde uns hiezu in einem Sinn und Geist durchs Gebet; lehre uns vor dir niederfallen und zuerst deinen Segen suchen. Wirke in uns durch deinen Geist wahre Treue gegen dich und gegen⸗ einander; gib uns ein Herz und eine Seele zu dir, daß wir be⸗ ständig vor deinem Angesicht wandeln, einander zu allem Guten er⸗ muntern, im Kreuz aufrichten, im Glück an dir bleiben und so unser Leben im Frieden und Segen zubringen. Ja erfülle an uns die liebreichen Absichten, wozu deine Vor⸗ sehung uns mag zusammengeführt haben, daß du von uns gepriesen werdest in Zeit und Ewigkeit. Weil du aber, o himmlischer Vater, aus tiefer Weisheit nach dem Fall viel leibliche Trübsal auf diesen Stand gelegt hast, so bereite uns ja aus lauter Gnade zuvor in gründlicher Herzensbekehrung auf alle bevorstehenden bösen Stunden, dadurch du uns etwa prüfen und diesen heiligen Stand dem Fleische nach schwer machen möchtest. Lehre uns darin in Heiligkeit vor dir leben als deine wahren Kinder und durch deinen Geist erleuchtet und geheiligt einen solchen Bund vor dir machen, daß wir dir zusammen ewig treu bleiben und anhängen wollen. Lege du selbst, Herr Jesu, Ji 498 Für besondere Tage des häuslichen Lebens. in uns den wahren Grund in Glauben und Liebe und gib uns untereinander Geduld im Leiden, Sanftmut und christliches Tragen der Schwachheiten und Fehler des andern; und also laß uns alle Not in dir überwinden, einander ermahnen, stärken und trösten, wie es not tut, damit wir ewig in dir vereinigt seien und bleiben. Amen. 2. Gebet christlicher Eheleute. Barmherziger, gnädiger Gott, lieber Vater, du hast uns nach deinem gnädigen Willen und göttlichen Vorsehung in den heiligen Ehestand versetzt, daß wir nach deiner Ordnung darin leben sollen. Darum trösten wir uns auch deines Segens und bitten dich: laß uns ja in deiner göttlichen Furcht beieinander leben. Laß uns vor allen Dingen dein Wort lieb haben, daß wir sein mögen wie ein Baum am Wasser gepflanzet, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit. Laß uns miteinander in Frieden und Einigkeit leben und unsern Ehestand in Zucht und Ehrbarkeit führen, daß dein Segen bei uns wohne, und wir einen ehrlichen Namen haben mögen. Gib Gnade, daß wir unsere Kinder in der Furcht und Vermahnung zu deinen göttlichen Ehren auferziehen, daß du aus ihrem Munde dir ein Lob bereiten mögest. Gib ihnen ein gehorsames Herz, daß es ihnen möge wohl gehen und sie lange leben auf Erden. Gib uns auch das tägliche Brot und segne unsre Nahrung. Und wenn du uns, lieber Gott, Kreuz und Trübsal zusenden willst, so gib uns Geduld, daß wir uns im Glauben deiner väterlichen Züchtigung unterwerfen. Fallen wir, so verwirf uns nicht, sondern halte uns bei der Hand und richte uns wieder auf. Lindere uns unser Kreuz und tröste uns wieder und verlaß uns nicht in unsrer Not. Gib auch, daß wir das Zeitliche nicht lieber haben als das Ewige; wir haben ja nichts in die Welt gebracht und werden auch nichts mit hinausbringen. Laß uns nachjagen dem Glauben und der Liebe und ergreifen das ewige Leben, dazu wir be⸗ rufen sind. Gott der Vater segne und behüte uns. Gott der Sohn erleuchte sein Angesicht über uns und sei uns gnädig. Gott der heilige Geist erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden! Amen. 3. Vach der Geburt eines Rindes. Lieber Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken dir, daß du unser Haus gesegnet und uns ein Kindlein geschenkt hast uns zur Freude und dir zur Ehre. Du hast gnädiglich gewacht über der Mutter dieses Kindleins, hast sie bewahret vor allerlei Schaden, hast sie getröstet und gestärkt in ihren schweren Stunden, und nun, da das Kind zur Welt geboren ist, freuen wir uns und sind fröhlich und sagen dir, Herr unser Gott, Dank für solche deine Gnade und herzliches hände, der heißt im Odem bew aufnehmen Kind und arme Leber Gottes in Gnade, die O Her macher, du dir gebrach Denn du h ist das Rei durch unser Erlösung, Sterben ert zeichne es i Seelen Seli 1. All. der rechte X auf Erden, Kindlein un daß es dure und einverl Wir bitten mehr dein tat gnädigl damit es ne treulich aufe beständig ve mit allen§ Amen. 2. OO aus lauter ind gib uns liches Tragen Uns alle Not östen, wie es iben. Amen. ast uns nach den heiligen leben sollen. dich: laß uns ins vor allen ie ein Baum er Zeit. Laß sern Ehestand wohne, und de, daß wir ien göttlichen Lob bereiten möge wohl das tägliche lieber Gott, daß wir uns Fallen wir, ind richte uns er und verlaß e nicht lieber gebracht und ichjagen dem dazu wir be⸗ ott der Sohn ott der heilige den! Amen. 4. dir, daß du hast uns zur cht über der Schaden, hast und nun, da sind fröhlich Gnade und Für besondere Tage des häuslichen Lebens. 499 herzliches Erbarmen, befehlen dir auch dies Kindlein in deine Vater⸗ hände, denn du bist ja der rechte Vater über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden. Du wollest ihm Leben und Odem bewahren und dein Angesicht über ihm leuchten lassen, es aufnehmen in deine heilige Kirche und Gemeinde, es zu deinem Kind und Erben machen, es treulich führen und leiten durch dies arme Leben und dereinst eingehen lassen zur Herrlichkeit der Kinder Gottes in deinem seligen Himmerreiche. Dazu hilf, o Gott der Gnade, diesem Kindlein und uns allen. Amen. 4. Nm Cauflage eines Rindes. Dyr der Caufe.) O Herr Jesu Christe, unser einiger Heiland, Trost und Selig⸗ macher, du hast ein herzliches Wohlgefallen an den Kindlein, die zu dir gebracht werden, und nimmst sie gern an zum ewigen Leben. Denn du hast gesagt: Lasset die Kindlein zu mir kommen, denn solcher ist das Reich Gottes. Auf dies dein Wort bringen wir dies Kind durch unser Gebet zu dir und bitten: nimm es an und laß es deiner Erlösung, die du uns am Kreuz durch dein bitteres Leiden und Sterben erworben hast, durch die heilige Taufe teilhaftig werden; zeichne es in deine Hände und laß es dein sein und bleiben zu seiner Seelen Seligkeit um deines heiligen Namens willen. Amen. Vach der Taufe.) 1. Allmächtiger, ewiger Gott, lieber himmlischer Vater, der du der rechte Vater bist über alles, was Kinder heißt im Himmel und mehr dein Kind und Erbe geworden ist, bei der empfangenen Gut⸗ tat gnädiglich erhalten und treulich in der Taufgnade bewahren, damit es nach allem deinem Wohlgefallen zur Ehre deines Namens treulich auferzogen werde, im wahren Glauben bis zum seligen Ende beständig verbleibe und endlich das verheißene Erbteil im Himmel mit allen Heiligen empfange durch Jesum Christum, unsern Herrn. 2. O gütiger Gott, himmlischer Vater, da du dieses Kindlein aus lauter Gnade zu dem Bade deiner heiligen Taufe hast kommen Ji 2 500 Für besondere Tage des häuslichen Lebens. lassen und als dein Gnadenkind um Jesu Christi willen auf- und angenommen, so bitte ich dich von ganzem Herzen, du wollest demselben fortan deinen heiligen Geist verleihen, daß es durch des⸗ selben Kraft und Stärke unter der Fahne Jesu Christi, zu der du es hast schreiben lassen, ritterlich streite, daß es Christum Jesum mit dem Herzen glaube und mit dem Mund bekenne, auch sein Kreuz auf sich nehme und ihm auf dem Wege der Gerechtigkeit geduldig und beständig nachfolge, damit es einmal mit mir und allen recht⸗ schaffenen Christen fröhlich vor deinem Richterstuhl erscheine, die ewige Seligkeit erlange und dich, o Gott, ewiglich preise! Amen. 5. Beim Kirchgang einer Wöchnerin. Allmächtiger, großer und starker Gott, ich erscheine mit Freuden vor deinem heiligen Angesicht und lobe dich für alle deine Wohl⸗ tat, womit du mich begnadigt hast. Du hieltest mich, da ich sinken wollte; du erquicktest mich, da ich schwach war; du stärktest mich, als meine Kräfte dahin waren. Du hast alles wohl gemacht und herrlich hinausgeführt, mich und mein Kindlein lebendig und gesund er⸗ halten bis auf diesen Augenblick. Darum lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat; der dein Leben vom Verderben erlöset und dich krönet mit Gnade und Barm⸗ herzigkeit. Herr, laß dir wohlgefallen das Dankopfer meiner Lippen und nimm das Gebet meines Herzens gnädiglich an! Laß auch fernerhin deine Barmherzigkeit groß an mir werden; nimm mich in deinen heiligen, gnädigen Schutz; segne das Kind, das du mir anvertraut hast, daß es aufwachse zu deiner Ehre, zu seinem Heil und zu meiner Freude; behüte und segne du meinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit! Amen. 6. Gebel der Eltern für ihre Rinder. Ach getreuer lieber Gott und Vater, Schöpfer und Erhalter aller Kreatur, wir danken dir von Herzen für die Kinder, die du uns durch deinen Segen gegeben hast, und bitten dich herzlich, weil du gesagt hast, du wollest deinen heiligen Geist geben allen, die dich darum bitten, begnade auch unsre Kinder mit deinem heiligen Geist, der in ihnen die wahre Gottesfurcht anzünde, welche ist der Weisheit Anfang. Wer darnach tut, des Leben bleibet ewiglich. Beselige sie mit deiner wahren Erkenntnis, behüte sie vor aller Abgötterei und falscher Lehre, laß sie in wahrem seligmachenden Glauben und in aller Gottseligkeit erwachsen und darin bis ans Ende beharren. Gib ihnen ein gläubiges gehorsames Herz, auch Weisheit und Ver⸗ stand, daß und den? lichen Wo ehrerbietig haftig in und rüstig Menschen. in allerlei Freude un gebauet ut auch im sitzen unded durch Jesu Herr Herzen nab zu dir an ich bin nick beinen an wußte, hast beschirmt. gnädig abg du leben u Schöpfer u hast, Jesun lernt habe. ich getauft Nachfolge i es, Herr Bund, dir dem schmal suchungen kind, das s du weißt, in mir wo oft mächtig Mannesalte Glauben, d welches gef Gnade behi des Segens len auf⸗ und „ du wollest s durch des⸗ zu der du es Jesum mit ch sein Kreuz jkeit geduldig d allen recht⸗ ine, die ewige nen. in. mit Freuden deine Wohl⸗ da ich sinken test mich, als t und herrlich d gesund er⸗ Herrn, meine at; der dein dhe und Barm⸗ neiner Lippen Laß auch nimm mich das du mir seinem Heil lusgang und ex. Erhalter aller die du uns lich, weil du len, die dich heiligen Geist, der Weisheit Beselige sie bgötterei und uben und in de beharren. jeit und Ver⸗ Nachfolge ich wahres Glück und Seelenfrieden finden kann. Für besondere Tage des häuslichen Lebens. 501 stand, daß sie wachsen und zunehmen an Alter und Gnade bei Gott und den Menschen. Pflanze in ihre Herzen die Liebe deines gött⸗ lichen Wortes, daß sie seien andächtig im Gebet und Gottesdienst, ehrerbietig gegen die Lehrer des Worts und gegen jedermann, scham⸗ haftig in Worten, treu in Werken, fleißig in Geschäften, verständig und rüstig in allen Dingen, sanftmütig und freundlich gegen alle Menschen. Behüte sie vor den Argernissen dieser Welt, sei ihr Schutz in allerlei Gefahr. Laß uns ja nicht Unehre und Schande, sondern Freude und Ehre an ihnen erleben, daß durch sie auch dein Reich gebauet und die Zahl deiner Gläubigen vermehret werde, daß sie auch im Himmel als die himmlischen Olzweige an deinem Tische sitzen und dich mit allen Auserwählten ehren, loben und preisen mögen durch Jesum Christum unsern Herrn. Amen. Ps. 127 u. 128. 7. Am Ronfirmalionskage. Herr Gott, lieber hinunlischer Vater, mit demütigem, dankbarem Herzen nahe ich mich heute zu deinem Altar und erhebe meine Seele zu dir an dem Tage, da ich meinen Taufbund erneuern soll. O Gott, ich bin nicht wert aller Barmherzigkeit und Treue, die du von Kindes⸗ beinen an mir erwiesen hast. Als ich selber von mir noch nichts wußte, hast du dich meiner liebreich angenommen und mich mächtig beschirmt. Tausend Gefahren drohten meinem Leben, du hast sie gnädig abgewendet. Viele ließest du jung sterben, aber mich ließest du leben und unter treuer Pflege aufwachsen, daß ich dich, meinen Schöpfer und Herrn, meinen Gott und Vater, und den du gesandt hast, Jesum Christum, deinen Sohn, als meinen Heiland kennen ge⸗ lernt habe. Nun weiß ich, an wen ich glaube, und auf wessen Namen ich getauft bin. Nun weiß ich, wer mich selig macht, und in wessen Du bist es, Herr Jesu, mein Heiland, und mit dir schließe ich heute den Bund, dir Treue zu geloben bis in den Tod, dir nachzufolgen auf dem schmalen Wege, deiner Stimme zu gehorchen unter allen Ver⸗ suchungen und Lockungen der Welt. Stärke mich schwaches Menschen— kind, das so leicht strauchelt, dazu mit Kraft aus der Höhe. Herr, du weißt, wie wenig rechter Ernst und wie viel leichter Sinn noch in mir wohnt, wie Torheit und Eitelkeit, Unlauterkeit und Trotz oft mächtig in mir sind. Lehre mich hinankommen zu dem rechten Mannesalter in Christo, gib mir heiligen Ernst und beständigen Glauben, denn es ist ein köstlich Ding, daß das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade. Deine Gnade stärke mich, deine Gnade behüte mich und mache mir den heutigen Tag zu einem Tage des Segens für Zeit und Ewigkeit! Amen. 502 Für besondere Tage des häuslichen Lebens. 8. Am Geburkstag. O Gott, Schöpfer und Erhalter meines Lebens, groß ist deine Barmherzigkeit und Treue, die mich heut abermals den Tag erleben läßt, an welchem ich das Licht dieser Welt erblickt habe. Bis hierher hast du mir geholfen, o mein Gott, wie kann ich all das Gute auf⸗ zählen, womit du mich von Kindesbeinen an so väterlich gesegnet hast, und dir würdig dafür danken? Ich will dich preisen, so lange ich lebe, und deinem Namen Lob sagen, so lange ich hier bin. Mit dem heutigen Tage fängt ein neuer Abschnitt meines Lebens an. Ach Herr, versenke alle Verschuldungen meiner bisherigen Jahre und Tage in das Meer der Vergangenheit. Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner vielfachen Übertretungen; gedenke aber meiner nach deiner großen Barmherzigkeit um Jesu Christi willen. Hilf mir, mein Gott, wie ich's dir heute gelobe, mein Leben ferner ganz nach deinen Geboten einzurichten. Mein einziges Bestreben soll es sein, so zu denken, zu reden und zu handeln, wie es dir wohlgefällig ist. Allwissender Gott, du hörst mein Versprechen, du kennst aber auch meine Schwachheit und Gebrechlichkeit. Herr, ohne dich kann ich nichts Gutes vollbringen. Darum stärke mich durch deinen Geist, meine guten Vorsätze auszuführen. Verborgen ist es mir, welche Schicksale in diesem Jahre und in aller Zukunft meiner warten. Du allein weißt es, der alles, was mir begegnen soll, von Ewigkeit her beschlossen hat. Unter deiner gnädigen Aufsicht müssen alle Dinge zu meinem Besten dienen. Du wirst es gewiß wohl mit mir machen. Vater, dein Wille geschehe. Amen. 9. Muf der Reise. Allgegenwärtiger Gott, du bist allen deinen Geschöpfen nahe; du umgibst auch mich an allen Orten; ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege. Herr, du bist meine Zuver⸗ sicht und meine Zuflucht. Schütze mich vor allen Unfällen, die mich auf meiner Reise treffen könnten. Laß mich überall vor dir wandeln und fromm sein. Bewahre mich vor allen sündlichen Zer⸗ streuungen und Genüssen, daß ich ein gutes und unverletztes Ge⸗ wissen bewahren möge. Regiere mein Herz und Leben, daß ich nicht mutwillig wider dich sündige. Laß mich jede frohe Stunde, die du mir schenkest, im Aufsehen auf dich und in dankbarer Erinnerung deiner Liebe verleben. Leite alle meine Schritte und Tritte, segne all mein Tun und Lassen. Erinnere mich auf dieser Reise recht oft daran, daß mein ganzer irdischer Lauf eine Wallfahrt und Pilgerschaft sei, auf welcher mich jeder Tag dem Ziele der Ewig⸗ keit näher bringt. Leite mich auf allen meinen Pfaden nach deinem Rat und endet, in Herr geführt u du viel ät sollen die N. N. in auf seiner und Schir Deine Har Hand befe Leben un Mühseligke allen gnäd Mein aber ich n ist stille zi Rat geschi werden, u wir Glaul nichts meh Seele. Sei preise. Wi zu groß, d Jesum, de auch mein auf die S der Prüfu wirst mich doch gute1 verziehen von aller O so laß Preise dein roß ist deine 1 Tag erleben Bis hierher das Gute auf⸗ rlich gesegnet isen, so lange ier bin. meines Lebens herigen Jahre )t der Sünden gedenke aber Shristi willen. Leben ferner ges Bestreben „, wie es dir »rsprechen, du Herr, ohne e mich durch borgen ist es ukunft meiner nen soll, von ufsicht müssen viß wohl mit chöpfen nahe; ꝛge, so bist du meine Zuver⸗ Unfällen, die erall vor dir indlichen Zer⸗ werletztes Ge⸗ daß ich nicht Stunde, die r Erinnerung Tritte, segne Reise recht zallfahrt und le der Ewig⸗ nach deinem Gebete für besondere Nöte. 503 Rat und führe mich, wenn meine ganze irdische Pilgerreise sich endet, in das himmlische Vaterland. Amen. 10. Fürbitte für einen Reisenden. Herr Gott, himmlischer Vater, der du dein Volk Israel gnädig geführt und geleitet hast durch die Wüste auf so langer Reise; der du viel tausend Engel aussendest zum Dienste derer, die ererben sollen die Seligkeit: wir bitten dich, du wollest auch unsern lieben N. N. in deinen gnädigen Schutz nehmen und ihn leiten und führen auf seiner Reise und deinen heiligen Engel ihm zum treuen Schutz und Schirm senden, daß kein Schaden noch Gefahr ihn treffen mag. Deine Hand ist gewaltig hier und an den Enden der Erde; in deine Hand befehlen wir ihn, so ist er wohl geborgen. Bewahre du ihm Leben und Gesundheit; gib ihm Freudigkeit und Kraft in allen Mühseligkeiten; wache über allen seinen Wegen und sei ihm und uns allen gnädig und barmherzig! Amen. F. Gebete für besondere Vöte. 1. In mancherlei Kreuz und Crüblal. Mein Gott, du führest mich durch das dunkle Tal der Leiden, aber ich will mich nicht fürchten, denn du bist bei mir. Meine Seele ist stille zu dir, und deine Liebe sei mein Trost. Nach deinem weisen Rat geschieht es, daß wir auch durch Trübsale in dein Reich geführt werden, und du lässest uns nicht umkommen noch verderben, wenn wir Glauben halten. O so erhalte mich dir getreu! Wenn mich nichts mehr trösten kann, so sei du bei mir und erquicke die müde Seele. Sei du meine Zuflucht, daß ich auch im Leiden deinen Namen preise. Will ich mutlos und verzagt werden, und dünkt mich die Last zu groß, die du mir auflegst, so ermutige mich durch den Aufblick auf Jesum, der dir gehorsam geworden ist bis zum Tode am Kreuz, der auch meine Last getragen hat. Laß mich mit ihm überwinden und auf die Stunde der Erlösung harren. Läutere mich durch das Feuer der Prüfung, daß ich vor dir bestehe in Treue und Wahrheit. Du wirst mich reichlich trösten, wenn ich mit Christo leide. Meinst du es doch gut mit mir, wenn du mich demütigst und mit deiner Hülfe zu verziehen scheinest. Du willst mich losreißen von der Liebe der Welt, von aller sündigen Lust und meine Seele zu dir ziehen und heiligen. O so laß meine Trübsal dazu gesegnet sein; führe alles hinaus zum Preise deines weisen, väterlichen Rates. Sind doch die Leiden dieser 50⁴4 Gebete für besondere Nöte. Zeit nichts gegen die Herrlichkeit, die du einst an uns offenbaren willst. Laß mich geduldig ausharren in der Anfechtung und darin bewährt werden, damit ich die Krone des Lebens empfange, die du verheißen hast denen, die dich über alles lieben, und mit Freuden ernte, was ich mit Tränen gesäet habe. Amen. 2. Bei großem Ungewilter. O du großer und schrecklicher Gott, dem Sturmwinde und Feuer⸗ flammen dienen müssen, der du auf den Wolken fährst wie auf einem Wagen und deinen Donner mit Hagel und Blitzen auslässest: wir armen Menschen müßten ja in einem Augenblick verderben, wenn du deine vernichtenden Strahlen auf uns gehen hießest. Denn die Erde bebt und wird bewegt, die Grundfesten der Berge regen sich und er⸗ zittern, wenn du zornig bist. Herr, wir sehen und hören deine große Macht und entsetzen uns vor dem erschrecklichen Rollen deines Donners. Ach gedenke nicht unserer Sünden und Missetaten, sondern sei uns gnädig um deines Sohnes Jesu Christi willen. Verfolge uns doch nicht mit deinem Wetter und zerschmettere uns nicht mit deinen Schlägen; bewahre uns Leib und Seele, Haus und Hof und die lieben Früchte des Feldes. Behüte uns vor grausamem Schrecken und einem bösen, schnellen Tode. Nimm von uns alle Kleinmütigkeit und ängst⸗ liche Furcht. Erhalte und stärke in uns den wahren Glauben, herz⸗ liche Bußfertigkeit, fröhliche Hoffnung und Geduld, damit wir bereit seien, wenn es dein Wille ist, aus diesem Leben selig abzuscheiden. Nimm uns, o Herr, unter den Schatten deiner Flügel, bis das Un⸗ wetter vorübergehe, und behüte uns, daß wir die Donnerstimme deines grimmigen Zorns, womit du die Gottlosen einst in das ewige Feuer weisen wirst, in Ewigkeit nimmermehr hören müssen, sondern nimm uns auf in dein Reich, daß wir dich, Vater, Sohn und heiligen Geist, einigen wahren Gott, in Ewigkeit preisen mögen! Amen. 3. Vach dem Unwelter. Allmächtiger Gott, der du gesagt hast: Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen! Wir sagen dir von Grund unsers Herzens Lob und Dank, daß du unser Gebet gnädiglich erhöret und dies böse Wetter also hast vergehen lassen, daß uns dadurch an Leib und Gut kein Schade geschehen ist. Damit hast du abermal dein getreues Vaterherz zu erkennen gegeben, daß du nicht mit uns nach unsern Sünden handeln und uns nicht nach unserer Missetat vergelten willst. Verleihe uns, barmherziger Vater, daß wir uns bei solchen deinen ernstlichen und väterlichen Warnungen beständig bessern, in deiner Furcht h die Eleme darinnen damit wi in welchet einnehmer mögen, d unsern He 1. 8 und hilf um uns Stimme h hast du 1 über dein viel wider auf unse allein au wieder zu unserer S Erbarmun Kampfesri und erzeis Liebe bren und Krant Speise. K Kampf ut unserm V ist. Herr unser Geb 2. H. züchtigest und hast bekennen demütiglic nicht gar uns abgen doch wiede der es dr sondern g Deinen 31 offenbaren und darin nge, die du nit Freuden und Feuer⸗ ie auf einem Slässest: wir n, wenn du un die Erde sich und er⸗ deine große les Donners. ern sei uns je uns doch mit deinen ud die lieben mund einem und ängst⸗ auben, herz⸗ t wir bereit Ibzuscheiden. bis das Un⸗ onnerstimme das ewige sen, sondern und heiligen Amen. in der Not, r sagen dir unser Gebet ehen lassen, ist. Damit egeben, daß snicht nach lchen deinen „ in deiner Gebete für besondere Nöte. 505 Furcht hinfort leben und auf die Zukunft deines lieben Sohnes, da die Elemente vor Hitze schmelzen und die Erde und die Werke die darinnen sind, verbrennen werden, uns gefaßt und bereit machen, damit wir ihm mit Freuden entgegengehen und den neuen Himmel, in welchem Gerechtigkeit wohnen wird, mit Jauchzen und Frohlocken einnehmen und mit dir in deinem seligen Anschauen ewiglich besitzen mögen, durch denselbigen deinen lieben Sohn, Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 4. In Rriegszeiten. 1. Heiliger und barmherziger Gott, erzeige uns deine Enade und hilf uns. Schwere Wetter steigen auf, Kriegsgeschrei ist rings um uns her. Ach daß wir unter dem Toben der Völker deine Stimme hörten und deinen Geist uns strafen ließen! Mit Langmut hast du uns geschont und Geduld mit uns gehabt, aber wir sind über deine Güte allzu sicher geworden, haben dein Wort vergessen, viel widereinander gemurret, aber wenig füreinander gebetet, haben auf unsere Weisheit, unser Vermögen und Werk vertraut, statt allein auf dich unsere Hoffnung zu setzen. Aber nun kommen wir wieder zu dir, Herr unser Gott. Laß uns eins werden in Erkenntnis unserer Sünde, daß wir auch eins werden im Vertrauen auf deine Erbarmung. Deine Gnade sei unser Trost, dein Friede unsere Kampfesrüstung. Sei eine feurige Mauer um unser Vaterland her und erzeige dich herrlich darinnen. Wächst die Not, so mache die Liebe brennender, daß sie rastlos einhergehe und den Verwundeten und Kranken Pflege bringe, dem Armen und Hungernden Obdach und Speise. Knüpfe durch die Trübsal neue Liebesbande, führe uns durch Kampf und Sieg zu neuen Siegen deines Reichs und laß über unserm Vaterlande einen Frieden aufgehen, der deines Namens Ehre ist. Herr Gott, sei uns gnädig, erbarme dich über uns und erhöre unser Gebet um Jesu Christi willen. Amen. 2. Herr Gott Zebaoth, du starker und gewaltiger Gott, du züchtigest uns zu dieser Frist, wie wir wohl lange verdient haben, und hast dem Schwerte geboten: Fahre durchs Land! Siehe, wir bekennen dir's, daß wir solcher Strafe wert sind, bitten dich aber demütiglich, du wollest doch gnädig und barmherzig sein, und uns nicht gar verderben. Ach lieber Herr Gott, der du dein Angesicht von uns abgewendet und den Frieden von uns genommen hast: schaue doch wieder in Gnaden an dein armes Volk und wehre dem Feinde, der es dränget; o laß uns doch nicht also in Not und Trübsal, sondern gebiete deinen heiligen Engeln, daß sie sich lagern um die Deinen zum Schutz wider alle Bedrängnis und feindliche Gewalt. 506 Gebete für besondere Nöte. Erhöre unser Schreien, liebreicher Gott, und erbarme dich unser und des ganzen Landes; höre auf die Klagen der Witwen und armen Kindlein, der Armen und Elenden; mache des Kriegs und Mordens bald ein Ende und errette dein Volk aus der Hand seiner Widersacher. Ach barmherziger Gott, erhöre uns und gedenke nicht unserer Misse⸗ taten, deren so viele sind als des Sandes am Meere, gedenke aber unser nach deiner großen Barmherzigkeit um deiner Güte willen. Herr, hilf uns, Herr, errette uns, Herr, sei uns gnädig um Jesu Christi, deines lieben Sohnes willen. Amen. 5. Bei Seuchen und in Slerbenszeiten. Ach Herr Gott, gnädig und barmherzig, von großer Güte und Treue: wir erkennen deinen gerechten Zorn, welchen wir mit unseren Sünden wider uns erweckt haben. Ach schone unser, lieber Vater, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Strafe uns nicht in deinem Zorn und züchtige uns nicht in deinem Grimm. Ach Herr, sei uns gnädig nach deiner Güte und tilge unsre Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wende deine Plage von uns, daß wir nicht verschmachten von der Strafe deiner Hand. Wende dich, o Herr, und errette uns. Hilf uns um deiner Güte willen. Heile, Herr, alle Kranken und Schwachen. Sei bei ihnen in der Not, reiße sie heraus und zeige ihnen dein Heil. Nimm dich ihrer Seelen herzlich an und vergib ihnen alle ihre Sünde. Lehre hierbei uns alle bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden und mit Furcht und Zittern unsere Seligkeit schaffen. Laß uns, wenn unser Stündlein kommt, an deinem Worte festhalten, in Frieden hinfahren und den Tod nicht sehen ewiglich. Erhöre uns, erhöre unsre Bitte, Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, hochgelobt in Ewigkeit. Amen. Danach lies Psalm 90 und 91. 6. In keurer Zeit. Herr Gott, himmlischer Vater, du siehst, daß jetzt schwere Zeiten sind in unserem Lande und viel Sorge und Not um des täglichen Brots willen: so laß dich den Jammer der Armen und Hungernden erbarmen und wende die Züchtigung, die wir ja wohl verdient haben, um deiner Barmherzigkeit willen von uns. Ach lieber Gott, wir hätten ja längst verschmachten und verderben müssen, wenn du mit uns hättest handeln wollen nach unseren Werken. Du aber bist gnädig und barmherzig gewesen, wirst dich auch künftighin also erweisen. Ach Herr, gib es uns doch zu erkennen, daß du es bist, der uns heimsuchet mit dieser Strafe, damit wir unsere Herzen wieder zu dir kehren,‚ vertraue Du wir lassen. dir schre auch no reichen deine Ge Erlösune keit, um Herr, w Traurigt der Ger Selig ist bewähret verheißer Die ihres Kit ihres Lei nicht ve (Jes. 49, (Hebr. 11 zu mir Die komme z hinaussti nügen, d ) unser und und armen id Mordens Widersacher. serer Misse⸗ edenke aber Züte willen. g um Jesu N. v Güte und mit unseren ieber Vater, ins nicht in Ach Herr, nach deiner 5 wir nicht ch, o Herr, „Herr, alle esie heraus lich an und denken, daß Furcht und Stündlein n und den Bitte, Gott Amen. were Zeiten es täglichen Hungernden dient haben, Gott, wir 'nn du mit bist gnädig o erweisen. st, der uns eder zu dir Gebete für Kranke und Sterbende. 507 kehren, damit wir lernen dich anrufen, auf dich schauen und dir allein vertrauen. Strafe uns nicht allzuschwer, sondern erbarme dich unser. Du wirst uns aushelfen aus aller Not, du wirst uns nicht verderben lassen. Du gibst ja den Raben ihre Speise, wenn ihre Jungen zu dir schreien, und ernährest die Vögel unter dem Himmel. Du wirst auch noch Mittel und Wege haben, uns unser täglich Brot darzu⸗ reichen mitten in dieser Teurung. Nun, du treuer Gott, so laß uns deine Gnade und Barmherzigkeit schmecken und sende uns Hülfe und Erlösung in dieser schweren Zeit um deiner Liebe und Barmherzig⸗ keit, um deines Namens Ehre willen. Amen. G. Gebete für Rranke und Sterbende. J. Sprüche aus Goltes Work für Kranke. Kurze Seufzer: Deine große herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich.(Jes. 63, 15.) Ach du Herr, wie lange! (Ps. 6, 4.) Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes?(Röm. 7, 24.) Demütigung vor Gott: Ach Herr, unsre Missetaten habens ja verdient.(Jerem. 14, 7.) So du willst, Herr, Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen?(Psalm 130, 3.) Wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.(Dan. 9, 18.) Trost des Glaubens: Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde.(1. Joh. 1, 7.) Alle Züchtigung, wenn sie da ist, dünket sie uns nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein, aber darnach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübt sind.(Hebr. 12, 11.) Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet, denn nachdem er bewähret ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.(Jakobi 1, 12.) Die väterliche Stimme Gottes: Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, daß sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie desselben vergäße, so will ich doch dein nicht vergessen; siehe in meine Hände habe ich dich gezeichnet. (Jes. 49, 15. 16.) Ich will dich nicht verlassen noch versäumen. (Hebr. 13, 5.) Ich habe dich je und je geliebet, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.(Jer. 31, 3.) Die Gnadenstimme Jesu Christi: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.(Joh. 7, 37. 6, 37.) Laß dir an meiner Gnade ge⸗ nügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.(2. Kor. 12, 9.) 508 Gebete für Kranke und Sterbende. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.(Offb. 2, 10.) Auch können folgende Abschnitte der heiligen Schrift von dem Kranken gelesen oder demselben vorgelesen werden: 1. Petr. 5, 6—11. Pfsalm 150. 25. 42. 65, 29. 91. Klagel. 3, 22—42. Röm. 8, 18—27, 28—39. 1. Petr. 1, 3—9. Psalm 126. Offb. 7, 9—17. 2. Ruf dem Rrankenbelte. 1. O Herr, himmlischer Vater, du bist ja ein getreuer Gott und lässest niemand versucht werden über sein Vermögen, sondern schaffest, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß wir es können er⸗ tragen: ich bitte dich in meinen großen Nöten und Schmerzen, laß mir das Kreuz nicht zu schwer werden. Stärke mich, daß ich es mit Geduld ertragen möge und an deiner Barmherzigkeit nimmermehr verzage. O Christe, des lebendigen Gottes Sohn, der du des Kreuzes Pein für mich gelitten hast und endlich für meine Sünden gestorben bist, zu dir rufe ich aus meines Herzens Grunde: erbarme dich über mich sündigen Menschen, vergib mir alle meine Übertretungen, die ich in meinem ganzen Leben begangen habe. Erhalte mich im wahren Glauben bis an mein Ende. O Gott, heiliger Geist, du wahrer Tröster in aller Not, erhalte mich in der Geduld und herz⸗ lichen Anrufung Gottes, heilige mich mit wahrer Zuversicht und weiche nicht von mir in meiner letzten Not. Amen. 2. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, weil du uns geboten hast und gesprochen:„Rufe mich an in der Not, so will ich dich er⸗ retten, und du sollst mich preisen“, deswegen schreie ich zu dir in dieser meiner großen Not, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, und bitte dich, du wollest mich armen, sündhaften Menschen nicht ver⸗ lassen. So nun diese meine Krankheit nicht zum Tode ist, so hilf mir auf, daß ich genese, um deiner Barmherzigkeit willen, auf daß ich deine Macht und Kraft an mir erfahre und verkündige. Wo es mir aber nützlicher ist, zeitig zu sterben, denn allhier in diesem elenden Leben zu bleiben, so geschehe, Herr, dein göttlicher Wille! Verleihe mir nur Gnade, daß ich mich in deinen Willen, der allezeit der beste ist, gänzlich ergebe. Erhalte mich fest im christlichen Glauben und wahrer Erkenntnis bis an mein Ende. Laß mich von dir nimmermehr ab⸗ geschieden werden, sondern nimm meine Seele zu dir in dein Reich, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn. Amen. 3. Mein Gott, es hat dir nach deinem heiligen Rat und Willen gefallen, mich auf dieses Krankenbett zu legen und dadurch nicht allein heiten 6 mich ar meine 2 vor dir Ich wei das Ge— Da Ende n davon Habe, 6 hier keit möge n Buße u zum sel gezogen mein E zuvor rv Gnade Hei Tag an diesen 2 Nacht a nug dei sehen lä deine G neue Kro gefallen, darauf die Stil weisen Zeit, m dient, d neinen Buße ti Furcht den gar deine L meiner dem an Gnade mich in des Lebens von dem 5, 6—1I. Röm. 8, „9—17. Gott und en schaffest, können er⸗ erzen, laß ich es mit mmermehr es Kreuzes gestorben dich über ingen, die mich im Geist, du und herz⸗ rsicht und is geboten ch dich er⸗ r in dieser zohn, und nicht ver⸗ st, so hilf uf daß ich 3o es mir nelenden rleihe mir beste ist, id wahrer mehr ab⸗ ein Reich, Amen. d Willen irch nicht Gebete für Kranke und Sterbende. 509 allein von meinen Geschäften, meinen Sünden und bösen Gewohn⸗ heiten abzuschneiden, sondern mich auch an meinen Tod zu erinnern, mich aufmerksam zu machen, daß ich ein sterblicher Mensch sei. Siehe, meine Tage sind eine Handbreit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir; ach wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Ich weiß auch, daß dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach das Gericht; doch vergesse ich's nur zu leicht wieder. Darum bitte ich dich: ach Herr, lehre mich doch, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. Ich weiß auch, daß ich alles muß verlassen, meine Habe, Gut, Ehre, Glück und was ich in der Welt besitze. Ich habe hier keine bleibende Stätte, sondern die zukünftige suche ich. Daran möge mich meine Krankheit erinnern, damit ich mich mit Gebet, mit Buße und Glauben, mit wahrer Prüfung meines bisherigen Lebens, zum seligen Sterben bereite und also von Welt und Sünden ab⸗ gezogen und mein Leben, Geist und Seele dir geheiligt werde. Siehe, mein Gott, hie bin ich, nimm meine Seele hin; aber bereite mich zuvor recht in der Zeit, daß, wenn ich sterbe, ich möge in deiner Gnade und selig sterben. Amen. 3. Morgengebet eines Rranken. Heiliger Gott, Vater, Sohn und Geist, ich komme jetzt, da der Tag angebrochen, vor deinen Thron und danke dir, daß du mich diesen Tag wieder hast erleben lassen. Du weißt, Herr, wie ich die Nacht auf meinem Krankenbett zugebracht habe. Ich kann nicht ge⸗ nug deine Güte preisen, daß du das Licht der Sonne mich wieder sehen lässest. Die Sonne geht wieder auf, Herr mein Gott, laß auch deine Gnade neu über mich aufgehn. Gib mir mit diesem Tage neue Kräfte und neue Geduld, mein Leiden willig zu tragen. Es hat dir gefallen, Herr, mich auf dies Krankenbett zu legen: wohlan, ich will darauf bleiben, so lange es dir gefällt. Du willst mich dadurch in die Stille führen, damit du allein mit mir reden und mich unter⸗ weisen mögest, wie ich für meine Seele sorgen soll. Nun habe ich Zeit, mein bisher geführtes Leben zu untersuchen: ob ich dir ge⸗ dient, dich geehrt, dir gehorcht habe. Gib, wenn ich solches ver⸗ neinen muß, daß ich mich von Herzen darüber betrübe und wahre Buße tue, auch mit dir einen neuen Bund mache und also mit Furcht und Zittern schaffe, selig zu werden. Gib, daß ich, o Zesu, den ganzen Tag möge mein Herz bei dir haben, eifrig beten, an deine Leiden, Wunden und Tod gedenken und das wahre Heil meiner Seele betrachten. Gib mir einen schönen Trostspruch nach dem andern in mein Herz, der deiner Liebe mich versichere, deine Gnade mir versiegele und deiner Hülfe mich vergewissere. Erquicke mich in meiner Mattigkeit und stärke mich durch deinen heiligen 510 Gebete für Kranke und Sterbende. Geist in meiner Schwachheit. Bewahre mich vor neuen Schmerzen, traurigen Stunden, erschreckenden Zufällen; willst du mich aber Leiden empfinden lassen, so weiche nicht von mir. Hilf mir den Tag glücklich und selig vollenden und alles mit Gelassenheit und stillem Mut annehmen, was du mir auflegest. Siehe, mein Gott, hier bin ich, mache es mit mir, wie dir es wohl gefällt. Du bist mein Vater, ich bin dein Kind. Ich will deine Güte rühmen und deine Barmherzigkeit preisen über alles, was du an mir getan hast. Amen. 4. Abendgebet eines Rranken. Ach du barmherziger Gott, ich habe nun wieder einen Tag über⸗ lebt. Herr, du hast nach deiner Güte bis auf diese Stunde mir mein Leben gefristet, dafür sei deiner Vatertreue herzlich Lob und Dank gesagt. Besonders preise ich deinen Namen, daß du diesen Tag meine Schmerzen und Krankheit mir hast tragen helfen. Ja Herr, du legst eine Last auf, aber du hilfst uns auch. Der Herr hört das Schreien der Elenden und verweigert ihnen nicht, um was ihr Mund bittet. Ach großer Gott, die Nacht bricht herein, bleibe bei mir und weiche diese Nacht nicht von mir. O heilige Dreieinigkeit, ich lobe dich in Ewigkeit. Wende diese Nacht von mir ab alle gefährlichen und plötz⸗ü lichen Zufälle; lindre meine Schmerzen; bewahre mich vor Schrecken, Angst und Unglück. Ach bleibe, himmlischer Vater, bei deinem kranken Kinde. Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? O Jesu, die Sonne ist gewichen, du, o Sonne der Gerech⸗ tigkeit, weiche nicht von mir. O du werter, heiliger Geist, Tröster der Betrübten und Beistand der Elenden, bleibe bei mir, stärke mich und erhalte mich in wahrem Glauben und christlicher Geduld. Heilige Dreieinigkeit, nimm mich auf in deinen Schutz. Der Herr segne mich und behüte mich mit all den Meinen und samt allen Betrübten und Leidenden; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Und soll ja diese Nacht die letzte sein in diesem Jammertal, so nimm mich, Herr, in Himmel ein, in deinen Freudensaal. Amen. 5. Dankgebet nach der Genesung. Herr, mein Gott, mein Trost, mein Erretter, dir danke ich von Grund meines Herzens für deine vielfachen Wohltaten, die du mir armen Sünder erzeiget hast, sonderlich aber, daß du in meiner letzten Krankheit und Not mich gnädig angesehen, mein Herz gestärkt, mein Gebet erhört und mir so väterlich wieder aufgeholfen haft. Um Trost war mir sehr bange, aber du hast dich meiner Seele herzlich ange⸗ nommen; dir danker Ach wie e lieber Vat verdammt ständige B willen, da Argeres n Betrübnis heiligen E⸗ dieweil ich erhalte un Gottesfurck überwinder dich, Vatet lich zu rül Du fr Jesu Christ nicht verla leuchten, d Licht, möge stehe du m geben; erre erhalte mie deine groß letzte Wort letztes Wor Herzen dar denn du l Schwachhei nicht könn zu dir ruf Ewige stehe nun Augenblicke schieden. 2 auf dem 2 mein! Ach ßchmerzen, nich aber mir den nheit und ein Gott, Du bist und deine t. Amen. Tag über⸗ mir mein ind Dank Lag meine „du legst Schreien ind bittet. nd weiche he dich in und plötz⸗ Schrecken, m kranken sollte ich sollte mir r Gerech⸗ t, Tröster ärke mich . Heilige egne mich ibten und ud sei uns Frieden. so nimm esich von ꝛe du mir ier letzten irkt, mein Um Trost lich ange⸗ Gebete für Kranke und Sterbende. nommen; wie soll ich dir vergelten alle deine Wohltat? Ich will dir danken mein lebelang und deinen Ruhm verkündigen für und für. Ach wie gut ist es mir, daß du mich gedemütigt hast. Du hast, o lieber Vater, mich gezüchtigt, damit ich nicht mit der gottlosen Welt verdammt werde. Ach mein Gott, verleihe mir eine herzliche, be⸗ ständige Buße durch die Kraft deines heiligen Geistes um Jesu Christi willen, damit ich hinfort nicht mehr sündige, auf daß mir nicht etwas Argeres widerfahre, sondern daß ich mich mein lebelang vor solcher Betrübnis meiner Seele hüte. Beschütze mich auch hinfort durch deine heiligen Engel, daß sie mich behüten auf allen meinen Wegen. Und dieweil ich doch endlich dieses zeitliche Leben werde lassen müssen, so erhalte und vermehre in mir den wahren, seligmachenden Glauben, Gottesfurcht, Geduld und Trost, damit ich ritterlich kämpfen, selig überwinden und fröhlich in dein himmlisches Reich eingehen möge, dich, Vater, Sohn und heiliger Geist, wie hier zeitlich, so dort ewig⸗ lich zu rühmen und zu preisen. Amen. 6. Ruf dem Stlerbelager. Du frommer und getreuer Gott und Vater unseres lieben Herrn Jesu Christi, ich bitte dich von Herzen, du wollest mich in meiner Not nicht verlassen, sondern mit dem Licht deiner wahren Erkenntnis er⸗ leuchten, daß ich in demselben aus dieser Finsternis zu dir, dem ewigen Licht, möge wandeln. O Herr, sei du bei mir, wenn ich sterben soll; stehe du mir zu meiner rechten Hand, wenn ich soll meinen Geist auf⸗ geben; errette mich aus der Hand des Feindes, tröste und stärke mich, erhalte mich in deiner Erkenntnis und festem, starken Vertrauen auf deine große Gnade und Barmherzigkeit. Ach Herr Gott, laß das letzte Wort deines lieben Sohnes am Stamme des Kreuzes auch mein letztes Wort sein, daß ich mit starkem und gläubigem Vertrauen im Herzen darf sagen: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist; denn du hast mich erlöset, du getreuer Gott. Und wenn ich aus Schwachheit und Größe meiner Krankheit solches mit dem Munde nicht könnte ausreden, so laß doch mein Herz also in der Stille zu dir rufen und seufzen. Amen. 7. In Codesnöten. Ewiger Gott, du barmherziger und getreuer Vater, siehe, ich stehe nun vor der Pforte der Ewigkeit. In wenig Stunden oder Augenblicken bin ich vielleicht schon aus dieser sichtbaren Welt ge⸗ schieden. Ach verlasse mich doch nicht in diesem schweren Durchgang auf dem Wege zu dir. Ach Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Ach du Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt, sei mir 312 Gebete für Kranke und Sterbende. gnädig und gib mir deinen Frieden! Ach tue mir auf die Tür der Gnaden! Ach schließ auf dein Paradies und nimm mich aus Gnaden ein wie den bekehrten Schächer, denn du hast die Schlüssel der Hölle und des Todes. Ach löse du, o mein Erlöser, alle Bande meiner Sünden auf, daß ich ritterlich ringe und mit dir frei und getrost eindringe durch den Tod ins Leben. Ich weiß sonst keinen Rat noch Zuflucht im Himmel und auf Erden, als deine lautere Gnade, o Gott, mein Er⸗ löser. Auf diese laß mich allein leben und sterben in ernster Buße. Ja laß mich an dich, o Jesu, glauben, damit ich den Tod nicht sehe ewiglich. Amen. 8. Fürbitte für den Sterbenden. O gütiger, barmherziger Vater, du bist unsere Zuflucht, unsere Stärke und unsere Hülfe in unseren Nöten. Laß leuchten dein heiliges Angesicht über deinen Knecht(deine Magd), der(die) jetzt vor dir erscheinen soll. Wasche ab alle seine Sünden, o Herr Gott, mit dem teuren Blut Jesu Christi, auf daß ihrer im Gericht nimmer⸗ mehr gedacht werde; wahre ihm den Glauben, errette seine Seele aus der Gewalt des Teufels; tröste ihn durch deinen heiligen Geist und gib ihm in dieser Stunde zu erkennen, daß du sein gütiger, barm⸗ herziger Vater, und daß er aus lauter Gnaden dein liebes Kind sei; laß den nicht verloren werden, den du mit deinem heiligen Blut so teuer erkauft hast. Nimm seine Seele auf in das himmlische Paradies, wie du die Seele des Schächers am Kreuz hast aufgenommen. Laß seine Seele von den lieben Engeln getragen werden wie die Seele des armen Lazarus und verleihe ihm eine fröhliche Auferstehung am jüngsten Tage. Erhöre uns, o Vater aller Gnaden, an seiner Statt. Erhöre deinen Sohn, unsern einigen Heiland und Mittler, der zu deiner Rechten sitzt und für ihn und uns alle bittet, und sei uns gnädig um des Verdienstes seines heiligen Leidens und Sterbens willen. In solchem Vertrauen befehlen wir seine Seele in deine väterliche Huld. Amen. 9. Rurze Seuffer und Gebele, dem Sterbenden vor⸗ zusprechen. 1. Ach barmherziger, gütiger Gott, hilf mir in meinem Leiden und in meiner Todesstunde; o mein Gott, du bist ja allezeit mein gnädiger Gott und mein Beistand gewesen, ach bleibe es auch jetzt. O Jesu, bleibe bei mir, es will Abend werden, und der Tag meines Lebens hat sich geneiget. O werter heiliger Geist, stärke mich, erhalte mich in fes Leben. Je dem sterbe 2. Wi Seele, Got digen Gott; schaue? Jo dunkel wer heit; weich alsdann de Kreuz zu 2 fürchte ich Jesu, bleib Eigentum f 3. Dei meiner rech mich endlick Durch Herr; ichen wenn mein überwinden mich aus n mich durch lichkeit. Bi so werde ick 10. Ob ich glück, denn ö Psalm 23, 4 Christu Phil. 1, 21. Fürchte deinem Nan Der He zu seinem Ebwigkeit. 2 Herr, ie In der überwunden die Tür der aus Gnaden sel der Hölle zünden auf, dringe durch Zuflucht im t, mein Er⸗ in ernster ich den Tod ucht, unsere uchten dein r(die) jetzt Herr Gott, cht nimmer⸗ ie Seele aus u Geist und iger, barm⸗ es Kind sei; gen Blut so ge Paradies, nmen. Laß e die Seele stehung am einer Statt. ler, der zu ind sei uns d Sterbens le in deine den vor- nem Leiden llezeit mein auch jetzt. Tag meines rich, erhalte Phil. 1, 21. 3——————————— glück, denn du bist bei Gebete für Kranke und Sterbende. 513 mich in festem Glauben bis an mein Ende, erleuchte mich zum ewigen Leben. Ich will auf Jesu Blut und Wunden sterben: dem lebe ich, dem sterbe ich, auf sein Verdienst verlasse ich mich. Amen. 2. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir; meine Seele dürstet nach Gott, nach dem leben⸗ digen Gott; wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? Jesu, du Licht meiner Seelen, wenn meine Augen wollen dunkel werden, so laß in meiner Seele aufgohen die himmlische Klar⸗ heit; weich nicht von mir, wenn meine Augen brechen; zeige mir alsdann deine Gestalt und laß mich sehen dein Bild, wie du dich am Kreuz zu Tode geblutet haft. Ob ich schon wandre im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn mein Jesus ist bei mir. Ja, mein Jesu, bleibe bei mir, stärke mich im Glauben und laß mich dein Eigentum sein hier zeitlich und dort ewig. Amen. 3. Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an. Durch deinen Todeskampf und blutigen Schweiß hilf mir, lieber Herr; ich weiche nicht von dir, ach, bleibe du auch bei mir. Jesu, wenn mein Kampf angeht, so hilf mir ringen, so hilf mir siegen und überwinden; wenn die Angst meines Herzens groß wird, so führe mich aus meinen Nöten. Ich bin ja dein Eigentum, darum führe mich durch alle Angst hindurch zur Freude, zur Wonne, zur Herr⸗ lichkeit. Bist du mit mir, so fürchte ich mich nicht, so bin ich selig, so werde ich zur Freude eingehen. Amen. 10. Sprüche, dem Sterbenden vorzusprechen. Ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Un⸗ mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Psalm 23, 4. Christus ist mein Leben, und Sterben ist Gewinn. niein Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jes. 43, I. Der Herr wird dich erlösen von allem Übel und dir aushelfen zu seinem himmlischen Reich; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 2. Tim. 4, 18. Herr, ich warte auf dein Heil. 1. Mose 49, 18. In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 33. Kk 514 Gebete für Kranke und Sterbende. Verlaß mich nicht, Herr mein Gott, sei nicht ferne von mir— Eile mir beizustehen, Herr meine Hülfe. Ps. 38, 22. 23. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet. Psalm 68, 21. Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist, du hast mich erlöset, Herr, du treuer Gott. Psalm 31, 6. Herr Jesu, nimm meinen Geist auf. Ap.⸗Gesch. 7, 58. 11. Gebel, wenn der Kranke verschieden ist. Herr, allmächtiger Gott und Vater, verleih diesem unserm ent⸗ schlafenen N. N. um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen die ewige Freude und Ruhe, laß ihm leuchten dein ewiges Licht und nimm ihn auf zur Schar deiner Heiligen und Seligen und aller gläubigen Christen; erwecke ihn auch am jüngsten Tage und gib ihm die ewige Herrlichkeit um deines Namens willen. Tröste du, o Gott, alle durch diesen Tod Betrübten. Laß uns alle an diesem Tode lernen, daß wir auch einmal also sterben müssen, damit wir uns in Zeiten durch Buße, Glauben und Vermeidung aller Sünde und Eitelkeit der Welt dazu bereiten mögen. Erhöre uns, Herr unser Gott, und zieh uns alle durch treuen Kampf in dein Himmelreich, wo du der Deinen Gott bist ewiglich. Amen. 12. Rranken- und Slerbetrost aus Bibel und Gesangbuch. 1. Vom Segen des Leidens. Röm. 5, 1—5. 2. Kor. 4, 7—18. Jak. 1, 2—12. Hebr. 12, 5—11. Lieder: Nr. 430. 451. 462. 485. 2. Vom Vertrauen auf Gott und des Gebetes Kraft. Psalm 6. 23. 25. 39. 71. 77. 90. 91. 116. ZJes. 38. 2. Kön. 20, 1—11. Hiskias Krankheit und Gebet. Luc. 11, 1—13. Anhalten im Gebet. Luc. 18, 1—8. desgl. Lieder: Nr. 37. 438. 440. 447. 468. 481. 3. Vom Trost und der Hülfe des Herrn. Matth. 8, 1—13. Der Hauptmann. Matth 9, 27—33. Der Blinde. Luc. 10, 23—37. Der barmherzige Samariter. Joh. 5, 1—16. Der 38jährige Kranke. Lieder: Nr. 128. 129. 394. 435. 474. Matth Luc. 7 Luc. 1 Luc. 2 Jes. 5 Liede 5. Matth Lieder Joh. 12 Lieder Jes. 35. Lieder e von mir. n, der vom 1 hast mich 58. iäft. unserm ent⸗ willen die Licht und und aller nd gib ihm du, o Gott, hiesem Tode wir uns in Sünde und Herr unser zimmelreich, und 12, 5—I1. Kraft. Gebete für Kranke und Sterbende. 515 4. Christus der Sünderfreund. Matth. 9, 1—8. Der Gichtbrüchige. Luc. 7, 36—50. Die Sünderin. Luc. 15. Das verlorene Schaf ꝛc. Luc. 23, 39—43. Der Schächer. Jes. 53. Das Lamm Gottes. Lieder: Nr. 142. 284. 303. 314. 316. 319. 406. 5. Von der Geduld und Ergebung im Leiden. Matth. 11, 28—30. Klagel. 3, 17—33. Matth. 26. 27. Marc. 14. 15. Luc. 22. 23. Joh. 17. 18. 19. Lieder: Nr. 117. 132. 139. 449. 472. 476. 494. 6. Sehnsucht nach oben. 2. Kor. 5, 1—10. Phil. 3, 12—21. Lieder: Nr. 359. 589. 594. 595. 601. 614. 622. 7. In tiefster Angst und Not. Psalm 6. 22. 42. 88. 130. Lieder: Nr. 132, V. 9, 10. 299. 459. 486, V. I. 602. 8. Trost der Auferstehung. Hiob 19, 1—29. Ich weiß, daß mein Erlöser ꝛc. Matth. 9, 18—26. Jairi Töchterlein. Luc. 7, 11—16. Jüngling zu Nain. Joh. 11. Lazarus. 1. Kor. 15. Joh. 5, 24—29. 1. Thess. 4, 13—18. Lieder: Nr. 158. 642. 9. Bereitung aufs Sterben. Joh. 14. 15. 16. 17. Psalm 39. Psalm 90. Lieder: Nr. 586. 587. 600. 619. 622. 623. 624. 10. Vom ewigen Leben. Jes. 35. Offb. 7, 9—17; 21. 22. Lieder: Nr. 643. 647. 648. 652. 653. Die Episteln und Evangelien an Sonn- und Relsttagen. In der ersten Zeile sind Epistel und Evangelium nach der alten Ordnung, in der zweiten nach der neuen Reihe verzeichnet. Die dritte Zeile weist die alttestamentlichen Lektionen nach. Nm 1. Sonnkage des RAdvenks. Röm. 13, 11-14. Matth. 21, 1-9. Hebr. 10, 19.25. Luc. 1, 68-79. Jerem. 31, 31-34. Am 2. Sonnkage des Advenks. Röm. 15, 4-13. Luc. 21, 25.36. 2. Petri 1, 3-11. Luc. 17, 20-30. Mal. 3, 19.24. Nm 3. Sonnkage des Advents. 1. Kor. 4, 1-5. Matth. 11, 2-10. 2. Tim. 4, 5-8. Matth. 3, 1-11. Jes. 40, 1-8. NAm 4. Sonnkage des Advenks. Phil. 4, 4-7. Joh. 1, 19.28. I. Joh. 1, 1-4. Joh. 1, 15-18. 5. Mose 18, 15-19. Nm 1. Weihnachksfeiertage. Tit. 2, 11⸗14. Lue. 2, 1.14. 1. Joh. 3, 1-5. Matth. 1, 18-23. Jes. 9, 5.. Am 2. Weihnachtsfeiertage. Tit. 3, 4.7. Luc. 2, 15-20. Hebr. 1, 1-6. Joh. 1, 1-14. Micha 5, 1-3. Am Sonnkage nach Weihnacht. Gal. 4, 1.7. Luc. 2, 33-40. 2. Kor. 5, 19. Luc. 2, 25.32 oder: Joh. 12, 35-41. Jes. 63, 7-16. Am Beujahrstage. Gal. 3, 23-29. Luc. 2, 21. Röm. 8, 24-32. Luc. 4, 16-21. Psalm 90, 1-17 oder: Psalm 121. Am Sonnkage nach Neufjahr. 1. Petr.4, 12-19. Matth. 2, 13.23. Jak. 4, 13-17. Matth. 16, 1-4. Psalm 73, 23.28. Am Cage Epiphanias. Jes. 60, 1-6. Matth. 2, 1-12. 2. Kor. 4, 3.6. Matth. 3, 13-17. Jes. 2, 2-5. Nm 1. Sonnkage nach Epiph. Röm. 12, 1-6. Luc. 2, 4152. 2.Kor. 6, 14-7,1. Joh. 1, 35.42. Psalm 122. Nm 2. Sonntage nach Epiph. Röm. 12, 7.16. Joh. 2, 1.11. 1. Kor. 2, 6-16. Joh. 1, 43-51. Jes. 61, 1-6. Nm 3. Sonnkage nach Epiph. Röm. 12, 17-21. Matth. 8, 1-13. Röm. 1, 13-20. Joh. 4, 5-14. 2. Kön. 5, 1-19a. Nm 4. Sonnkage nach Epiph. Röm. 13, 1.10. Matth. 8, 23.27. Röm. 7, 7-16. Joh. 4, 31.42. Psalm 93. Di Nm 5. Sr Kol. 3, 12-1 Röm. 8, 1- Hese Am 6. Sr 2. Petr. 1, 16 2. Kor. 3, 14 x ö 2. Am Sonr 1. Kor. 9, 24 Phil. 1, 27. Jer NAm Son 2. Kor. 12,1 Phil. 1, 12. An Am Si 1. Kor. 13. 1. Kor. 1, 21 Am So. 2. Kor. 6, 1. Hebr. 4, 15. 1. 9 NAm Syont 1.Thess. 4, 1. 1. Joh. 2, 12 ö 2. NY NAm Eph. 5, 1-9 1. Petr. 1, 1r 65 NAm S Röm. 5, 1— 2. Kor 7, 4. —— lien ch der alten eichnet. Die nach. Rlage. . 2, 21. . 4, 16-21. : Psalm 121. ch Veujahr. Itth. 2, 13-23. Itth. 16, 1-4. 3-28. phanias. itth. 2, 1.12. itth. 3, 13-17. 5. tach Epiph. .2, 41-52. 9. I, 35-42. 2. nach Epiph. 3. 2, 11l. . I, 43-51. 6. nach Epiph. tth. 8, 1-13. . 4, 5-—14. 19a. rach Epiph. tth. 8, 23.27. . 4, 31-42. . ö NAm 5. Sonntage nach Epiph. Kol. 3, 12-17. Matth. 13,24-30. Röm. 8, 19. Matth. 7, 24.29. ö Hesekiel 33, 10--16. Nm 6. Sonnkage nach Epiph. 2. Petr. 1, 16-21. Matth. 17, 1-9. 2. Kor. 3, 12-18. Joh. 5, 39-47. ö 2. Mose 3, 1-6. Nm Sonnkage Septuagesimä. I. Kor.9, 24-27. Matth. 20, 1-16. Phil. 1, 27.2, 4. Luc. 10, 38.42. Jerem. 9, 23. 24. Am Synnkage Sexagelimä. 2. Kor. 12, 1-10. Luc. 8, 4-15. Phil. 1, 12.21. Joh. 11, 20-27. Amos 8, 11. 12. Am Sonnkage Eltomihi. 1. Kor. 13. Luc. 18, 31-43. 1. Kor. 1, 21-31. Mare. 10, 35-45 oder: Joh. 11, 47-57. Jerem. 8, 4.9. Am Sonnkage Anvoravik. 2. Kor. 6, 1-10. Matth. 4, 1.11. Hebr. 4, 15.16. Matth. 16, 21-26 oder: Luc. 22, 39-46. 1. Mose 22, 1-14. Am Sonnkage Reminisrere. 1.Thess. 4, 1-12. Matth. 15,21-28. 1. Joh. 2, 12-17. Luc. 10, 17.20 oder: Luc. 22, 54-62. 2. Mose 33, 17.23. Am Sonnkage Oruli. Eph. 5, 1-9. Luc. 11, 14.23. 1. Petr. 1, 13-16. Luc. 9, 51-56 oder: Luc. 22, 63-71. Jer. 26, 1-15. Am Sonnkage Lätare. Röm. 5, 1-11. Joh. 6, 1-15. 2. Kor 7, 4-10. Joh. 6, 47-57 oder: Matth. 27, 15-31. Jes. 52, 7-10. I. Kor. 5, 7b-8. Die Episteln u. Evangelien an Sonn⸗ u. Festtagen. 51⁷ Am Sonnkage Zudira. Hebr. 9, 11-15. Joh. 8, 46-59. I. Petri 1, 17-25. Joh. 13, 31-35 oder: Luc. 23, 27.34a. 4. Mose 21, 4.9. Am Sonnkage Palmarum. Phil. 2, 5-11. Matth. 21, 1-9 oder: Joh. 12, 12-18. Hebr. 12, 1-6. Joh. 12, 1-8. Sach. 9, 8-12. Am Gründonnerskage. 1. Kor. 11, 23-32. Joh. 13, 1-15. 1. Kor. 10, 16. 17. Luc. 22, 14.-20. Psalm 111. Am Charfreitage. Pes. 33. Leidensgesch. 2. Kor. 5, 14-21. Luc. 23 39.46. Psalm 22, 2.20. Nm 1. Osterkage. Marc. 16, 1-8. I. Kor. 15, 12-20. Matth. 28, 1-10. Psalm 118, 14.24. Nm 2. DPstertage. Ap.⸗G. 10,34-41. Luc. 24, 13.35. 1. Kor. 15, 54-58. Joh. 20, 11-18. Psalm 16, 8-11. Am Sonnkage Nuasimodo- geniti. 1. Joh. 5, 1-5. Joh. 20, 19-31. 1. Petri 1, 3⸗9. Joh. 21, 15-19. 1. Mose 32, 22.31. Am Sonnkage Miserirordias Domini. 1. Petr. 2, 21-25. Joh. 10, 12.16. Eph. 2, 4-10. Joh. 14, 1-6. Psalm 23. NAm Sonnkage Iubilate. 1. Petr. 2, 11-20. Joh. 16, 16-23a. 1. Joh. 4, 9-14. Joh. 12, 20-26. Jes. 40, 26-31. 518 Am Sonntage Cankate. Jak. 1, 16-21. Joh. 16, 5-15. 2. Tim. 2, 8-13. Joh. 6, 60-69. Psalm 98. Am Sonnkage Rogate. Jak. 1, 22.27. 1. Tim. 2, 1⸗6. Luc. 11, 5-18. Jes. 55, 6-11. Am Bimmelfahrkskage. Ap.⸗G. 1, 1-11. Kol. 3, 1-4. Luc. 24, 50-53 öoder: Joh. 147, I1.20. Psalm 110, 1-4. Am Sonnkage Exaudi. 1. Petr. 4, 8-11. Eph. 1, 15-23. Joh. 7, 33-39. Psalm 42. Nm 1. Pfingsttage. Ap.⸗G. 2, 1-13. Joh. 14, 23.31. Eph. 2, 1922. Joh. 14, 15.21. Hes. 36, 22.28. Nm 2. Pfingsttage. Ap.⸗G. 10,42-48. Joh. 3, 16.21. Eph. 4, 11 46. Joh. 15, 9-16. Jes. 44, 1-6. Am Sonuer CTrinikakis. Röm. 11, 33-36. Joh. 3, 1-15. Eph. 1, 3. 14 Matth. 28,16-20. oder: 2. Kor. 13, 11-13. Jes. 6, 1-8 oder: 4. Mose 6, 22.27. Am 1. Sonnkage nach Crinit. 1. Joh. 4, 16-21. Luc. 16, 19.31. Ap.⸗G. 4, 32-35. Matth. 13,31-35. 5. Mose 6, 4-13. Nm 2. Sonnkage nach Crinit. 1. Joh. 3, 13-18. Luc. 14, 16-24. Röm. 10, 1-15. Matth. 9, 9.13. Spr. Sal. 9, 1.10. Nm 3. Sonnkage nach Crinik. 1. Petr. 5,5b-11. Luc. 15, 1-10. Ap.⸗G. 3, 1-16. Lue. 15‚ 11.32. Jes. 12. Joh. 16, 23b-33. Marc. 16, 14.-20. Joh. 15, 26-16,4. ö Die Episteln u. Evangelien an Sonn⸗ u. Festtagen. Nm 4. Sonnkage nach Crinit. Röm. 8, 18.27. Luc. 6, 36.42. Ap.⸗G. 4, 1—12. Matth. 5, 13.16. Jes. 65, 17.19. 24. 25. Nm 5. Sonnkage nach Crinit. 1. Petr. 3, 8-15. Luc. 5, 1.11. Ap.⸗G. 5, 34. 42. Luc. 9, 18.26. Klagel. Jer. 3, 28.32. Nm 6. Sonnkage nach Crinit. Röm. 6, 3-11. Psalm 1. Nm 7. Sonnkage nach Crinit. Röm. 6, 19-23. 1I. Tim. 6, 6-12. Marc. 4, 26. 29. Jes. 62, 6.12. Nm 8. Sonnkage nach Crinit. Röm. 8, 12-17. Jer. 23, 16-29. Nm 9. Sonnkage nach Crinil. I. Kor. 10, 1-13. Luc. 16, 1.12. Ap.⸗G.17, 16·34. Matth. 13, 44.:46. Spr. Sal. 16, 1-9. Nm 10. Sonnkage nach Crinik. 1. Kor. 12, 1-11. Luc. 19, 41.48. Ap.⸗G. 20, 17.38. Matth. 28, 34·-39. Fer. 7, 111. Am U. Sonnkage nach Crinit. 1. Kor. 15, 1-10. Luc. 18, 9.14. Röm. 8, 33. 39. Lue. 7, 36 50. Dan. 9, 15-18. Nm 12. Synntage nach Crinit. 2. Kor. 3, 4-9. Marc. 7, 31-37. Ap.⸗ G. 16, 9-15. Joh. 8, 31.36. Jes. 29, 18.21. Nm 13. Sonnkage nach Crinit. Röm. 3, 21-28. Luc. 10, 23.37. 1. Petr. 2, 1-10. Mare. 12, 41·44. Sach. 7, 4-10. Matth. 5, 20.26. Ap.⸗G., 26-38. Matth. 21, 28.32. Matth. 9, 35-38. Matth. 7, 13.23. Ap.⸗G. 16, 16-32. Matth. 12, 46-50. Di Am 14. Sl Gal. 5, 16— 1. Tim. 1, 12 5 Am 15. 5u Gal. 5, 25-6 2. Thess. 3, 6 1. ö ö Am 16. Sr Eph. 3, 13. Hebr. 12, 18 9 NAm 17. Sr Eph. 4, 1-6 Hebr. 4, 33 Am 18. Sr I. Ror. I, 4. Jak. 2, 10- 2. C Am 19. Sy Eph. 4, 22. Jak. 5, 13 9 Am 20. Sl Eph. 5, 15- Röm. 14, 1. Spꝛ Nm R Gal. 5, 1-1 1I. Kor. 8, 11 zen. ach Crinit. 6, 36-42. th. 5, 13.16. 24. 25. ach Crinik. 5,-11. 9, 18-26. 22·32. ach Crinit. th. 5, 20.26. th. 21,28.32. ach Trinit. th. 9, 35.-38. c. 4, 26.29. 2. uch CTrinit. h. 7, 18.28. . 12,46-50. lch Trinit. 16, 1.12. h. 13,44-46. 19. uch Crinit. 19, 41-48. h. 23,34-:39. ch Crinit. 8, 9-14. „36-50. 8. lch Crinit. 7, 31-87. 3, 31-36. 1. ch Crinit. 0, 23-37. 12, 41-:44. . Die Episteln u. Evangelien an Sonn⸗ u. Festtagen. 519 · NAm 14. Honnkage nach Crinit. Gal. 5, 16-24. Luc. 17, 11.19. I. Tim. 1, 12-17. Joh. 5, 1-14. Ps. 50, 14-23. NANm 15. Sonnkage nach Crinik. Gal. 5, 25-6, 10. Matth. 6, 24.34. 2. Thess. 3, 6-13. Joh. 11, 1-11. 1. Kön. 17, 8.16. Nm 16. Sonnkage nach Crinik. Eph. 3, 13.21. Luc. 7, 11-17. Hebr. 12, 18.24. Matth. 11,25-30. Hiob 5, 17.26. Am 17. Honnkage nach Crinit. Eph. 4, 1-6. Luc. 14, 1-11. Hebr. 4, 9-13. Matth. 12, 1-8. Ps. 75, 58. Am 18. Sonntage nach Crinit. 1. Kor. 1, 4-9. Matth. 22,34.46. Jak. 2, 10-17. Mare. 10, 17.27. 2. Chron. 1, 7-12. Am 19. Honnkage nach Crinitk. Eph. 4, 22.32. Matth. 9, 1-8. Jak. 5, 13.20. Joh. 9, 24.41. Ps. 32, 1.7. Am 20. Sonntage nach Crinit. Eph. 5, 15-21. Matth. 22, 1-14. Röm. 14, 1-9. Joh. 15, 1-8. Spr. Sal. 2, 1-8. Nm Reformalionsfest. Gal. 5, 1-15. Matth. 5, 1-12. 1. Kor. 3, 11-23. Joh. 2, 13-17. Psalm 46. Am 2l. Sonntage nach Crinit. Eph. 6, 10-17. Joh. 4, 47.54. Eph. 6, 1-9. Marc. 10, 13-16. 2. Sam. 7, 17.-29. Nm 22. Honnkage nach Crinit. Phil. 1, 3-11. Matth. 18,21-35. Hebr. 13, 1-9. Lue. 9, 57-62. Spr. Sal. 24, 14.20. Am 23. Sonnkage nach Crinit. Phil. 3, 17-21. Matth. 22, 15-22. 1. Tim. 4, 4 11. Matth. 10,24.33. Ps. 85, 9-14. Am 24. Sonnkage nach Crinit. Kol. 1, 9.14. Matth. 9, 18.26. I.Thess. 5, 14.24. Joh. 10, 23.30. Ps. 39, 514. Am 25. Sonnkage nach Crinit. 1.Thess. 4, 13-18. Matth. 24, 15-28. Hebr. 10, 32.39. Joh. 5, 19.29. Hiob 14, 1.5. Am 26. Sonnkage nach Crinit. 2.Thess. 1, 3.10. Matth.25,31-46. Off. Joh. 2, 8.11. Luc. 19, 11.27. Psalm 126. Nm 27. Sonntage nach Crini⸗ tatis, bez. Tolenfeier. 2. Petr. 3, 3-14. Matth. 25, 1-13. Off. Joh. 7, 9- 17. Luc. 12, 35-43. Jes. 35, 3.10. Am Erntedankfelt. Psalm 145,15-21. Luc. 12, 15.21. 2. Kor. 9, 6-11. Joh. 6, 24.29. Psalm 34, 2.9. Am Buhtage. Röm. 2, 1.II. Luc. 13, 1.9. Hebr. 12, 12-17. Matth 11,16-24. Psalm 130. 520 Die Episteln u. Evangelien an Sonn⸗ u. Festtagen. Episteln und Evangelien der Veste, die an einigen Orten gefeiert werden. ANm Cage der Darstellung Jesu im CTempel. Mal. 3, 1-5. Lilc. 2, 2232. I. Joh. 5, 9.15. Matth.21, 42-44. Psalm 96, 1-10. Am Cage Mariä Verkündi⸗ gung. Jes. 7, 10-16. Luec. 1, 26-38. Röm. 5, 12-21. Joh. 18, 33.40. Psalm 2. Am Aohannisfelt. Jes. 40, 1-8. Luc. 1, 57.-80. Ap.⸗G. 19, 1-7. Mare. 6, 17.29. Jes. 54, 7-10. NAm S. NAndreastage. Epist. Röm. 10, 8.18. Evang. Matth. 4, 18.22. Nm S. CThomaskage. Epist. Eph. 1, 3-6. Evang. Joh. 20, 24-31. Am Cage St. Johannis, des Mpoltels. Epist. Hebr. 1, 1-12. Evang. Joh. 1, 1-14. Oder: Epist. 1. Joh. 1. Evang. Joh. 21, 20.24. Nm Cage S. Pauli Bekehrung. Epist. Apost. 9, 1.22. Evang. Matth. 19, 27.30. Am S. Malkhiaskage. Epist. Apost. 1, 15-26. Evang. Matth. 11, 25-30. Am Ogsterdienstage. Epist. Apost. 13, 26.33. Evang. Luc. 24, 36-48. NAm Cage WMariä Beim⸗ luchung. Ous. 11, 15. Luc. 1, 3956. Röm. 16, 1-5a. Joh. 19, 26. 27. Psalm 89, 2-6. Am Michaeliskage. Offenb. 5, 11-14. Joh. 12, 28.32. 1. Mose 28, 10-22. Am Rirchweihtage. Offenb. 21, 1-5. Luc. 19, 1-10. 2. Tim. 3, 14-17. Joh. 4, 21.24. Psalm 84. Nm Cage S. Philippi und S. Aakobi. Epist. Eph. 2, 19.22. Evang. Joh. 14, 1-14. Am Plingltdienstage. Epist. Apost. 8, 14-17 oder: Apost. 2, 29.36. Evang. Joh. 10, 1-11. Epist. Apost. 12, 1-11. Evang. Matth. 16, 13.20. Am Cage S. Jakobi. Epist. Röm. 8, 28.39. Evang. Matth. 20, 20.23. Am Cage S. Barkholomäi. Epist. 2. Kor. 4, 5-10. Evang. Luc. 22, 24.30. Am Cage S. Malthäi. Epist. Eph. 4, 7.14. Evang. Matth. 9, 9-13. Am Cage S. Simonis und S. Audä. Epist. 1. Petr. 1, 3-9.— Evang. Joh. 15, 17.21. Offenb. 12, 7-12. Matth. 18, 1-11. Nm Cage S. Petri und S. Pauli. HBter! Es ve wider Jesi Zeichen. kommen d aber unter sprach zu besser, ein verderbe. er desselbi sollte sterb daß er die Von dem Jesus wir gehen das geschr Denn eren spottet un geißeln un Sie aber und wußte Sechs war, der Toten. D des Aussät die mit ih ein Pfund trat zu ihr gen. einigen 4 Beim- 1, 39-56. 19, 26. 27. —— kage. th. 18, 1.11. 12, 28.32. 022. age. 19, 1.10. 4, 21-24. lippi und — Klage. oder: d S. Pauli. 20. akobi. 23. holomäi. alkhäi. . III. Die Geschichte des Leidens und Bterbens unsers Berrn und Beilandes Jesu Christi nach den vier Evangelisten. 1. Eingang. Es versammelten die Hohenpriester und die Pharisäer einen Rat wider Jesus und sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch tut viel Zeichen. Lassen wir ihn also, so werden sie alle an ihn glauben; so kommen dann die Römer und nehmen uns Land und Leute. Einer aber unter ihnen, Kaiphas, der desselben Jahrs Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisset nichts, bedenket auch nichts; es ist uns besser, ein Mensch sterbe für das Volk, denn daß das ganze Volk verderbe. Solches aber redete er nicht von sich selbst, sondern dieweil er desselbigen Jahrs Hoherpriester war, weissagte er; denn Jesus sollte sterben für das Volk, und nicht für das Volk allein, sondern daß er die Kinder Gottes, die zerstreuet waren, zusammen brächte. Von dem Tage an ratschlagten sie, wie sie ihn töteten. Jesus aber nahm zu sich die Zwölfe und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, das geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird überantwortet werden den Heiden; und er wird ver⸗ spottet und geschmähet und verspeiet werden; und sie werden ihn geißeln und töten; und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Sie aber vernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wußten nicht, was das Gesagte war. Sechs Tage vor den Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl im Hause Simonis des Aussätzigen; und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische saßen. Da nahm Maria(die Schwester Lazari) ein Pfund Salbe, von ungefälschter köstlicher Narden; und kam und trat zu ihm und zerbrach das Glas und goß es auf sein Haupt, da 52² Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. er zu Tische saß, und salbete die Füße Jesu und trocknete mit ihrem Haare seine Füße; das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simonis Sohn, Ischariothes, der ihn hernach verriet: Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen, und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte; sondern er war ein Dieb, und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward. Es waren auch etliche der andern Jünger, die wurden unwillig und sprachen: Wozu dient diese Vergeudung? Dieses Wasser hätte mögen teuer verkauft- und den Armen gegeben werden. Und sie murreten über sie. Da das Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Lasset sie mit Frieden! Was bekümmert ihr das Weib? Sie hat ein gutes Werk an mir getan; solches hat sie behalten zum Tage meines Begräb⸗ nisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch, und wenn ihr wollet, könnet ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte. Daß sie dies Wasser hat auf meinen Leib gegossen, ist sie zuvorgekommen, daß sie meinen Leib zum Grabe be⸗ reite. Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium geprediget wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, das sie jetzt getan hat. Des andern Tages viel Volks, das aufs Fest gekommen war, da es hörete, daß Jesus kommt gen Jerusalem, nahmen sie Palmen⸗ zweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrieen: Hosiannal Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von IJsrael! Jesus aber überkam ein Eselein und ritt darauf; wie denn geschrieben stehet: Fürchte dich nicht, du Tochter Zion, siehe, dein König kommt, reitend auf einem Eselsfüllen. Das Volk aber, das mit ihm war, da er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmete die Tat. Darum ging ihm auch das Volk ent⸗ gegen, da sie höreten, er hätte solches Zeichen getan. Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr sehet, daß ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach. Es war aber nahe das Fest der süßen Brote, das da Ostern heißet, und Jesus sprach zu seinen Jüngern: Ihr wisset, daß nach zween Tagen Ostern wird; und des Menschen Sohn wird überant⸗ wortet werden, daß er gekreuzigt werde. Da versammelten sich die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Altesten im Volk im Palast des Hohenpriesters, der da hieß Kaiphas, und hielten Rat, wie sie Jesum mit List griffen und töteten. Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, auf daß nicht ein Aufruhr werde im Volke; denn sie fürch⸗ teten sich vor dem Volke. Es war aber der Satanas gefahren in den Judas, genannt Ischarioth, der da war aus der Zahl der Zwölfe. Und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten, wie er ihn wollte ihnen überantworten, und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Da sie das höreten, wurden sie froh und gelobten ihm Geld zu geben und boten ihm drei suchte er Am opfern da ihm: Wo! zu essen? und sprac wird euch ihm nach Der Meist bei dir di Osterlamm großen Se uns zu. E er ihnen g Am 2 kam, setzte Und er spr mit euch hinfort nie Reich Gott Es er sollte für Die weltli gnädige He soll sein w' welcher ist nicht also, Diener. J Anfechtung mein Vate meinem Ti die zwölf 6 Und 3 er aus dies die in der der Teufel daß er ihn mit ihrem zeruch der ris Sohn, albe nicht ben? Das n er war vard. Es hillig und tte mögen murreten set sie mit utes Werk Begräb⸗ hr wollet, ezeit. Sie einen Leib Grabe be⸗ diget wird dedächtnis, war, da Palmen⸗ Hosianna! rönig von wie denn iehe, dein aber, das den Toten Volk ent⸗ Pharisäer nusrichtet; da Ostern daß nach überant⸗ 1 sich die im Palast ,‚ wie sie nicht auf sie fürch⸗ en in den r Zwölfe. mit den d sprach: asie das ind boten Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. 523 ihm dreißig Silberlinge; und er versprach sich. Und von dem an suchte er Gelegenheit, wie er ihn füglich verriete und überantwortete ohne Rumor. Ev. Joh. 11, 47—58. 12, 1—8. 12—15. 17—19. Matth. 26, 6—13. 1—5. 14—16. Marc. 14, 3—9. 1. 2. 10. 11. Luc. 18, 31—34. 22, I. 2. 4—6.) —— 2. Das lehle Wahl Aesu. Am ersten Tage aber der süßen Brote, auf welchen man mußte opfern das Osterlamm, traten die Jünger zu Jesu und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir hingehen und dir bereiten, das Osterlamm zu essen? Und er sandte seiner Jünger zween, Petrum und Johannem und sprach: Gehet hin in die Stadt; sehet, wann ihr hineinkommt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug; folget ihm nach in das Haus, da er hineingehet, und saget dem Hauswirt: Der Meister läßt dir sagen, meine Zeit ist herbeikommen; ich will bei dir die Ostern halten; wo ist das Gasthaus, darinnen ich das Osterlamm essen möge mit meinen Jüngern? Und er wird euch einen großen Saal zeigen, der bereitet und gedecket ist; daselbst richtet für uns zu. Sie gingen aus und kamen in die Stadt und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Osterlamm. Am Abend aber kam er mit den Zwölfen; und da die Stunde kam, setzte er sich nieder zu Tische und die zwölf Apostel mit ihm. Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlanget, dies Osterlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide. Denn ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis daß es erfüllet werde im Reich Gottes. Es erhub sich auch ein Zank unter ihnen, welcher unter ihnen sollte für den Größten gehalten werden. Er aber sprach zu ihnen: Die weltlichen Könige herrschen, und die Gewaltigen heißet man gnädige Herren. Ihr aber nicht also; sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Vornehmste wie der Diener. Denn welcher ist der Größte? Der zu Tische sitzt oder der da dienet? Ist's nicht also, daß, der zu Tische sitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener. Ihr aber seid's, die ihr beharret habt bei mir in meinen Anfechtungen. Und ich will euch das Reich bescheiden, wie mir's mein Vater beschieden hat, daß ihr essen und trinken sollt über meinem Tische in meinem Reich und sitzen auf Stühlen und richten die zwölf Geschlechter Jsraels. Und Jesus, da er erkannte, daß seine Zeit gekommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater: wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und da schon der Teufel hatte dem Judas Simonis Ischarioth ins Hatt gegeben, daß er ihn verriete, wußte Jesus, daß ihm der Vater hatte alles in 52⁴4 Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. seine Hände gegeben, und daß er von Gott gekommen war und zu Gott ging, und stand vom Abendmahle auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich. Danach goß er Wasser in ein Becken, hub an, den Jüngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petro; und derselbe sprach zu ihm: Herr, solltest du mir meine Füße waschen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das weißt du jetzt nicht, du wirst es aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen. Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, der darf nicht, denn die Füße waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wußte seinen Verräter wohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heißet mich Meister und Herr und sagt recht daran, denn ich bin es auch. So nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt ihr auch euch untereinander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer, denn sein Herr, noch der Apostel größer, denn der ihn gesandt hat. So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr es tut. Nicht sage ich von euch allen; ich weiß, welche ich erwählet habe. Sondern, daß die Schrift erfüllet werde: Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen. Jetzt sage ich's euch, ehe denn es geschieht, auf daß, wenn es geschehen ist, ihr glaubet, daß ich's bin. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer aufnimmt, so ich jemand senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. So oft ich euch gesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie sprachen: Nie keinen. Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desselbigengleichen auch die Tasche; wer aber nicht hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert. Denn ich sage euch: Es muß noch das auch vollendet werden an mir, das geschrieben stehet: Er ist unter die Übeltäter gerechnet. Denn was von mir geschrieben ist, das hat ein Ende. Sie sprachen aber: Herr, siehe, hie sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug. Da Jesus solches gesagt hatte, ward er betrübt im Geiste, zeugete und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten; siehe, die Hand meines Verräters ist mit mir über Tische! Da sahen sich die Jünger untereinander an und wurden sehr betrübt, und ward ihnen bange, von welchem er redete; und huben an, ein jeglicher unter ihnen, und sagten zu ihm einer nach dem andern: wortete 1 Hand mi Menschen beschlossen Menschen daß er u selbst, we war aber lieb hatte es wäre, sprach zu ich den 2 und gab Rabbi?( der Sata bald. De ihm sagte spräche z den Arm ging er s Da des Men Gott verk und wird Und nahm der den Jüne euch gege gleichen 1 sprach: T meinem gebung d Gedächtni Wahrlich, diesem G trinken w Liebe werdet m da könnt Gebot gel geliebet h jedermam einander hin? Jes nicht folg ar und zu Rleider ab er Wasser d trocknete zu Simon eine Füße tue, das Da sprach en. Jesus kein Teil üße allein, ihm: Wer dern er ist ßte seinen ne Kleider en: Wisset und Herr euer Herr auch euch )gegeben, „ ich sage er Apostel ig seid ihr, welche ich Der mein ehe denn ich's bin. h jemand immt, der und ohne tie keinen. der nehme „verkaufe muß noch r ist unter t, das hat Schwerter. te, zeugete euch wird mir über rrden sehr ind huben nach dem Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. 52⁵ andern: Herr, bin ich's? und der andere: Herr, bin ich's? Er ant⸗ wortete und sprach zu ihnen: Einer aus den Zwölfen, der mit der Hand mit mir in die Schüssel tauchet, der wird mich verraten. Des Menschen Sohn gehet zwar dahin, wie von ihm geschrieben stehet und beschlossen ist, doch wehe demselben Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre demselben Menschen besser, daß er nie geboren wäre. Und sie fingen an zu fragen unter sich selbst, welcher es doch wäre unter ihnen, der das tun würde? Es war aber einer unter seinen Jüngern, der zu Tische saß, welchen Jesus lieb hatte. Dem winkte Simon Petrus, daß er forschen sollte, wer es wäre, von dem er sagte. Derselbige lag an der Brust Jesu und sprach zu ihm: Herr, wer ist es? Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein und gab ihn Juda Simonis Ischarioth. Da sprach Judas: Bin ich's, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es! Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald. Dasselbige aber wußte niemand über dem Tische, wozu er es ihm sagte. Etliche meinten, dieweil Judas den Beutel hatte, Jesus spräche zu ihm: Kaufe, was uns not ist auf das Fest, oder, daß er den Armen etwas gebe. Da er nun den Bissen genommen hatte, ging er sobald hinaus. Und es war Nacht. Da aber Judas hinausgegangen war, spricht Jesus: Nun ist des Menschen Sohn verkläret, und Gott ist verkläret in ihm. Ist Gott verkläret in ihm, so wird ihn Gott auch verklären in ihm selbst und wird ihn bald verklären. Und nach dem Abendmahl, in der Nacht, da er verraten ward, nahm der Herr Jesus das Brot, dankete und brach es und gab es den Jüngern und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desselbigen⸗ gleichen nahm er auch den Kelch, dankete und gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus. Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut, das für euch und für viele vergossen wird zur Ver⸗ gebung der Sünden. Solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis. Und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, daß ich hinfort nicht trinken werde von diesem Gewächs des Weinstocks, bis auf den Tag, da ich es neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich. Lieben Kindlein, ich bin noch eine kleine Weile bei euch; ihr werdet mich suchen, und, wie ich zu den Juden sagte: Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen, so sage ich nun auch euch. Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebet habe, auf daß auch ihr einander lieb habet. Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe unter⸗ einander habt. Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo gehest du hin? Jesus antwortete ihm: Da ich hingehe, kannst du mir diesmal nicht folgen; aber du wirst mir hernachmals folgen. Petrus spricht 526 Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. zu ihm: Herr, warum kann ich dir diesmal nicht folgen? Ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen. Ich will mein Leben für dich lassen! Jesus antwortete ihm: Solltest du dein Leben für mich lassen? Simon, Simon, siehe, der Satanas hat euer begehret, daß er euch möchte sichten wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dermaleinst dich bekehrest, so stärke deine Brüder. (Matth. 26, 17—29. Mare. 14, 12-25. Luc. 22, 7—16. 24—30. 35—38. 21—23. 19. 20. 31—34. Doh. 13. 1. Kor. 11, 25.) 3. Jesu geistliches Leiden in Gethsemane und Gefangennehmung. Und da sie den Lobgesang gesprochen, und Jesus noch vieles zu ihnen geredet hatte, ging er hinaus nach seiner Gewohnheit über den Bach Kidron an den Olberg. Es folgten ihm aber seine Jünger nach an denselbigen Ort. Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle an mir ärgern. Denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zer⸗ streuen. Wenn ich aber werde auferstanden sein, will ich vor euch hingehen in Galiläa. Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sie auch alle sich an dir ärgerten, so will ich doch mich nimmer⸗ mehr ärgern. Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Petrus aber redete noch weiter: Ja, wenn ich auch mit dir sterben müßte, so will ich dich nicht verleugnen. Desgleichen sagten auch alle Jünger. Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe, der hieß Gethsemane; da war ein Garten, darein ging Jesus und seine Jünger. Judas aber, der ihn verriet, wußte den Ort auch, denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern. Und als er dahin kam, sprach er zu seinen Jüngern: Setzet euch hier, bis daß ich dorthin gehe und bete. Und nahm zu sich Petrum und Jakobum und Johannem, die zween Söhne Zebedäi, und fing an zu trauern und zu zittern und zu zagen und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibet hie, und wachet mit mir. Und ging hin ein wenig und riß sich von ihnen bei einem Steinwurfe, knieete nieder und fiel auf sein Angesicht auf die Erde und betete, daß, so es möglich wäre, die Stunde vorüberginge, und sprach: Abba, mein Vater! Es ist dir alles möglich! Willst du, so überhebe mich dieses Kelchs und nimm ihn von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst. Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend, und sprach zu Petro: Simon, schläfest du? Vermöchtest du denn nicht eine Stunde mit mir zu wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet; der Geist ist willig, abe hin, betete Kelch von erschien ih kam, daß sein Schwe wieder unt zu ihnen: in Anfecht wußten nie abermal hi Und er sta Jüngern u Es ist genr der Sünde hinnen geh Und a Zwölfen eit Hohenpriest Schwertern und Schrif ihnen her. Der V Welchen ich Und da er zu küssen, ihn. Jesus kommen? Als nu hinaus und Jesum von Jesus zu i Boden. D sprachen: J gesagt, daß Auf daß da keinen verlo Da tra ihn. Da a sprachen sie Und siehe, Simon Petꝛ Hand aus 1 sein rechtes wortete und Petro: Steck Ich bin Ich will st du dein anas hat Ich aber Ind wenn 5. 24—30. 5.) und vieles zu über den uger nach ser Nacht eben: Ich 1 sich zer⸗ vor euch zu ihm: nimmer⸗ r: Heute, )dreimal auch mit esgleichen hsemane; Judas sammelte n, sprach gehe und nem, die mwund zu den Tod; und riß auf sein e Stunde möglich! Hon mir; zu seinen schläfest wachen? Geist ist Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. 527 willig, aber das Fleisch ist schwach. Zum andernmal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, daß dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn: so geschehe dein Wille. Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkete ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang und betete heftiger. Es ward aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde. Und er kam wieder und fand sie abermals schlafend vor Traurigkeit und sprach zu ihnen: Was schlafet ihr? Stehet auf und betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Aber ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er ließ sie und ging abermal hin und betete zum drittenmal und redete dieselbigen Worte. Und er stand auf von dem Gebet und kam zum drittenmal zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug! Siehe, die Stunde ist hie, daß des Menschen Sohn in der Sünder Hände überantwortet wird. Stehet auf, laßt uns von hinnen gehen; siehe, der mich verrät, ist nahe, er ist da. Und alsbald, da er noch redete, siehe, da kam herzu Judas, der Zwölfen einer, welcher zu sich genommen hatte die Schar, und der Hohenpriester und Pharisäer Diener, mit Fackeln und Lampen, mit Schwertern, mit Stangen und mit Waffen, von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Altesten des Volks. Und Judas ging vor ihnen her. Der Verräter hatte ihnen aber ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist es, den greifet und führet ihn gewiß. Und da er kam, nahete er sich zu Zesu und trat alsobald zu ihm, ihn zu küssen, und sprach: Gegrüßet seist du, Rabbi, Rabbil und küßte ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du ge⸗ kommen? Juda, verrätest du des Menschen Sohn mit einem Kuß? Als nun Jesus wußte alles, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Sie antworteten ihm: Jesum von Nazareth! Zesus spricht zu ihnen: Ich bin's! Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bins, wichen sie zurück und fielen zu Boden. Da fragte er sie abermals: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: Jesum von Nazareth! Jesus antwortete: Ich habe es euch gesagt, daß ich es sei; suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen. Auf daß das Wort erfüllet würde, welches er sagte: Ich habe der keinen verloren, die du mir gegeben hast. Da traten sie hinzu und legten die Hände an Jesum und griffen ihn. Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwerte drein schlagen? Und siehe, einer aus denen, die mit Jesu waren und dabei standen, Simon Petrus, hatte ein Schwert und zog es aus, und reckte die Hand aus und schlug nach des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohr ab; und der Knecht hieß Malchus. Jesus aber ant⸗ wortete und sprach: Lasset sie doch so ferner machen. Und sprach zu Petro: Stecke dein Schwert an seinen Ort in die Scheide; denn wer 528 Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat? Oder meinest du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zu⸗ schickte mehr denn zwölf Legionen Engel? Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also gehen. Und er rührte sein Ohr an und heilete ihn.— Zu der Stunde aber sprach Jesus zu den Scharen und zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und den Altesten, die über ihn gekommen waren: Ihr seid ausgegangen als zu einem Mörder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fahen. Bin ich doch täglich bei euch gesessen und habe gelehret im Tempel, und ihr habt keine Hand an mich geleget und mich nicht gegriffen. Aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis. Und das ist alles geschehen, daß erfüllet würden die Schriften der Propheten. Da verließen ihn alle Jünger und flohen. Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der bloßen Haut, und die Jünglinge griffen ihn. Er aber ließ die Leinwand fahren und floh bloß von ihnen. Goh. 14, 1—17, 26. 18, 1—11. Matth. 26, 30—56. Mare. 14, 26—52. Luc. 22, 39—53.) 4. Jesu Perhör vor Bannas, vor Raiphas und dem hohen Ral. Perleugnung des Petrus. Die Schar aber und der Oberhauptmann und die Diener der ZJuden, die Jesum gegriffen hatten, nahmen ihn und banden ihn und führeten ihn aufs erste zu Hannas; der war Kaiphas Schwäher, welcher des Jahres Hoherpriester war. Es war aber Kaiphas, der den Juden riet, es wäre gut, daß ein Mensch würde umgebracht für das Volk. Simon Petrus aber folgte Jesu von ferne nach und ein anderer Jünger bis in den Palast des Hohenpriesters. Derselbige Jünger war dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesu hinein in des Hohenpriesters Palast. Petrus aber stand draußen vor der Tür. Da ging der andere Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus und redete mit der Türhüterin und führte Petrum hinein. Und er ging hinein und setzte sich zu den Knechten, auf daß er sähe, wo es hinaus wollte. Da sprach die Magd, die Türhüterin, zu Petrus: Bist du nicht auch dieses Menschen Jünger einer? Er sprach: Ich bin's nicht. Und er ging hinaus in den Vorhof, und es krähete der Hahn. Aber der Hohepriester fragte Jesum um seine Jünger und um seine Lehre. Jesus antwortete ihm: Ich habe frei öffentlich geredet vor der Welt; ich habe allezeit gelehret in der Schule und in dem Tempel, da alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Ver⸗ borgenen geredet. Was fragest du mich darum? Frage die darum, die gehöret wissen, wa Diener eine Sollst du d ich übel ge geredet, we Und§ dahin die e sie suchten brächten, u zutraten, fe Einige stan Wir haben gemacht ist der nicht n Zeugen, di Gottes abb Zeugnis sti auf unter dem, was antwortete Es star hatten ein kalt, und se aber stand Und die M dabei stand auch einer Jünger ein und schwur Menschenen des Hohenp das Ohr ab Und ein an ihm. Und e Wahrlich, d dich, denn d fing an, sich Menschen n Und alsobal Und der He Petrus an t zweimal krͤ hinaus, hub Und al alle Hohenp . Soll ich hat? Oder er mir zu⸗ aber die hrean und n Scharen 5und den igen als zu fahen. Bin mpel, und iffen. Aber nd das ist oheten. Da Jüngling, der bloßen Leinwand 56. Mare. und dem Diener der n ihn und Schwäher, iphas, der ebracht für gund ein Derselbige esu hinein nvor der r bekannt te Petrum ,‚ auf daß ürhüterin, iner? Er of, und es und um ch geredet d in dem 3im Ver⸗ ie darum, Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. 529 die gehöret haben, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, dieselbigen wissen, was ich gesagt habe. Als er aber solches redete, gab der Diener einer, die dabei standen, Jesu einen Backenstreich und sprach: Sollst du dem Hohenpriester also antworten? Jesus antwortete: Hab ich übel geredet, so beweise es, daß es böse sei; habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich? Und Hannas sandte ihn gebunden zum Hohenpriester Kaiphas, dahin die Schriftgelehrten und Altesten sich versammelt hatten. Und sie suchten falsch Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihn zum Tode brächten, und fanden nichts. Und wiewohl viele falsche Zeugen her⸗ zutraten, fanden sie doch keins: ihr Zeugnis stimmte nicht überein. Einige standen auf, gaben falsch Zeugnis wider ihn und sprachen: Wir haben ihn hören sagen: Ich will diesen Tempel, der mit Händen gemacht ist, abbrechen und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Händen gemacht sei. Zuletzt traten herzu zween falsche Zeugen, die sprachen: Dieser hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in dreien Tagen denselben bauen. Aber ihr Zeugnis stimmte noch nicht überein. Und der Hohepriester stand auf unter sie, fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? ZJesus aber schwieg stille und antwortete nichts. Es standen aber die Knechte und Diener des Hohenpriesters und hatten ein Kohlenfeuer angezündet mitten im Palast, denn es war kalt, und setzten sich zusammen und wärmeten sich. Simon Petrus aber stand bei ihnen in dem Hof und wärmete sich an dem Feuer. Und die Magd sah ihn abermal und hub an zu sagen zu denen, so dabei standen: Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth, er ist auch einer von ihnen. Da sprachen sie: Bist du nicht auch seiner Jünger einer? Du bist einer von ihnen. Und er leugnete abermal und schwur dazu und sprach: Mensch, ich bin's nicht; ich kenne den Menschen nicht.— Und über eine Weile, bei einer Stunde, spricht des Hohenpriesters Knechte einer, ein Gefreundter des, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sahe ich dich nicht im Garten bei ihm? Und ein anderer bekräftigte es und sprach: Wahrlich, dieser war mit ihm. Und es traten hinzu, die dabei standen, und sprachen zu Petro: Wahrlich, du bist auch einer von denen, denn deine Sprache verrät dich, denn du bist ein Galiläer. Da leugnete Petrus abermals und fing an, sich zu verfluchen und zu schwören, und sprach: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr saget, weiß auch nicht, was ihr sprechet. Und alsobald, da er noch redete, krähete der Hahn zum andernmal. Und der Herr wandte sich um und sahe Petrum an. Da gedachte Petrus an das Wort Jesu, da er zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus, hub an zu weinen und weinete bitterlich. Und als es Tag ward, sammelten sich die Altesten des Volks, alle Hohenpriester und Schriftgelehrten, der ganze hohe Rat. Und sie Ll 530 Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. führten ihn hinauf vor ihren Rat und sprachen: Bist du Christus? sage es uns. Er sprach aber zu ihnen: Sage ich es euch, so glaubet ihr es nicht, frage ich aber, so antwortet ihr mir nicht und lasset mich doch nicht los. Da fragte ihn der Hohepriester abermals und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagest, ob du seist Christus, der Sohn Gottes des Hochgelobten? Jesus sprach zu ihm: Du sagest es, ich bin es! Doch sage ich euch, von nun an wird es geschehen, daß ihr sehen werdet des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen in den Wolken des Himmels. Sie sprachen aber alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt es, denn ich bin es. Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelästert, was bedürfen wir weiter Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr seine Gotteslästerung gehört. Sie sprachen: Was bedürfen wir weiter Zeugnis? Wir haben es selbst gehöret aus seinem Munde. Er sprach: Was dünket euch? Sie aber verdammten ihn alle, antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. Und etliche fingen an, ihn zu verspeien ins Angesicht und mit Fäusten zu schlagen und zu verdecken sein Angesicht und zu ihm zu sagen: Weissage uns, Christe, wer ist es, der dich schlug? Und viele andere Lästerungen sagten sie wider ihn. Und bald am Morgen machten alle Hohenpriester und Altesten und Schriftgelehrten und der ganze hohe Rat den Beschluß wider Jesum, ihn zum Tode zu bringen. Goh. 18, 12—17. 19—24. 18. 25—27. Matth. 26, 58—63. 69. 71—75. 64—68. 27, 1. Marc. 14, 66—68. 55—61. 69—72. 62—65. 15, 1. Luc. 22, 55. 58—-62. 66—71. 63—65.) 5. Jesus vor Pontius Pilatus. Und der ganze Haufe stand auf, banden Jesum und führeten ihn von Kaiphas vor das Richthaus und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus. Und es war frühe. Da das sahe Judas, der ihn verraten hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereuete es ihn, und brachte wieder die dreißig Silber⸗ linge den Hohenpriestern und den Altesten und sprach: Ich habe übel getan, daß ich unschuldig Blut verraten habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? Da siehe du zu. Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hub sich davon, ging hin und erhenkte sich selbst. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen, denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rat und kauften einen Töpfersacker darum, zum Begräbnis der Pilger. Daher ist derselbige Acker genannt der Blutacker bis auf den heutigen Tag. Da ist erfüllet, das gesagt ist durch den Propheten, da er spricht: Sie haben genommen dreißig Silberlinge, damit bezahlet ward der Verkaufte, welchen sie kauften von den K acker, als 2 Die JIir unrein wü ihnen hina Menschen? ein Übeltät Pilatus zu Gesetz. Da auf daß er welches Tos Jesus zu verklage wendet und er sei Chri Richthaus Jesus antn andere von Volk und d du getan? wäre mein kämpfen, de mein Reich du dennoch König, ich! Wahrheit z Stimme. S gesagt hatte Hohenprieste Menschen! Die Ho da er von Pilatus abe wie hart sie nicht auf ein Sie ab mit. daß er hat in Gal hörte, fragte er unter He welcher in Herodes Jest gesehen; den Zeichen von ihm aber ni verspottete i u Christus? so glaubet o lasset mich und sprach uns sagest, sesus sprach on nun an n sitzen zur 5 Himmels. aber sprach Hohepriester dürfen wir ing gehört. haben es euch? Sie Er ist des Angesicht cht und zu Hzich schlug? ud Altesten Hluß wider 6, 58—63. 1. 69—72. d führeten ihn dem verdammt ßig Silber⸗ habe übel chen: Was herlinge in bst. Aber Es taugt Blutgeld. er darum, nannt der gesagt ist en dreißig sie kauften Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. 531 von den Kindern Israel; und haben sie gegeben um einen Töpfers⸗ acker, als mir der Herr befohlen hat. Die Juden gingen aber nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein würden, sondern Ostern essen möchten. Da ging Pilatus zu ihnen hinaus und sprach: Was bringet ihr für Klage wider diesen Menschen? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wäre dieser nicht ein Übeltäter, wir hätten dir ihn nicht überantwortet. Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen niemand töten; auf daß erfüllet würde das Wort Jesu, welches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterben würde. Jesus aber stand vor dem Landpfleger. Und sie fingen an, ihn zu verklagen und sprachen: Diesen finden wir, daß er das Volk ab⸗ wendet und verbeut, den Schoß dem Kaiser zu geben, und spricht: er sei Christus, ein König. Da ging Pilatus wieder hinein in das Richthaus und rief Jesu und sprach zu ihm: Bist du der Juden König? Jesus antwortete: Redest du das von dir selbst, oder haben es dir andere von mir gesagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet; was hast du getan? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darob kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es; ich bin ein König, ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt hatte, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu den Hohenpriestern und zum Volke: Ich finde keine Schuld an diesem Menschen! Die Hohenpriester aber und Altesten beschuldigten ihn hart. Und da er von ihnen verklaget ward, antwortete er nichts. Da fragte ihn Pilatus abermals und sprach zu ihm: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen! Hörest du nicht? Jesus aber antwortete ihm nicht auf ein Wort; also daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. Sie aber hielten an und sprachen: Er hat das Volk erreget da⸗ mit, daß er gelehret hat hin und her im ganzen jüdischen Lande, und hat in Galiläa angefangen bis hieher. Da aber Pilatus Galiläa hörte, fragte er, ob er aus Galiläa wäre? Und als er vernahm, daß er unter Herodis Obrigkeit gehörte, übersandte er ihn zu Herodes, welcher in denselbigen Tagen auch zu Jerusalem war. Da aber Herodes Jesum sahe, ward er sehr froh, denn er hätte ihn längst gern gesehen; denn er hatte viel von ihm gehöret und hoffte, er wurde ein Zeichen von ihm sehen. Und er fragte ihn mancherlei; er antwortete ihm aber nichts. Und Herodes mit seinem Hofgefinde verachtete und verspottete ihn, legte ihm ein weißes Kleid an und sandte ihn wieder Ll 2 ( 4 532 Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. zu Pilatus. Auf den Tag wurden Pilatus und Herodes Freunde miteinander; denn zuvor waren sie einander feind. Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Obersten und das Volk zusammen und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als der das Volk abwende; und siehe, ich habe ihn vor euch verhöret und finde an dem Menschen der Sachen keine, deren ihr ihn beschuldiget; Herodes auch nicht, denn ich habe euch zu ihm gesandt, und siehe, man hat nichts auf ihn gebracht, das des Todes wert sei; darum will ich ihn züchtigen und loslassen. Auf das Osterfest aber hatte der Landpfleger die Gewohnheit, dem Volke einen Gefangenen loszugeben, welchen sie begehrten. Und das Volk ging hinauf und bat, daß er täte, wie er pflegte. Sie hatten aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor andern, der hieß Barabbas, gefangen mit den Aufrührerischen, um eines Aufruhrs, so in der Stadt geschehen war, und um eines Mordes willen ins Gefängnis geworfen. Und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Ihr habt eine Gewohnheit, daß ich euch einen auf Ostern losgebe; welchen wollt ihr nun, daß ich euch losgebe? Wollt ihr, daß ich euch losgebe Barabbam oder Jesum, den König der Juden, von dem gesagt wird, er sei Christus? Denn er wußte wohl, daß ihn die Hohenpriester aus Neid überantwortet hatten. Und da er auf dem Richtstuhle saß, schickte sein Weib zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. Aber die Hohenpriester und die Altesten überredeten und reizten das Volk, daß sie bitten sollten, daß er ihnen viel lieber den Barabbam losgäbe, und daß sie sollten Jesum zum Tode bringen. Da antwortete nun der Landpfleger Pilatus wiederum und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich euch soll losgeben? Da schrie der ganze Haufe und sprach: Hinweg mit diesem, und gib uns Barabbam los! Barabbas aber war ein Mörder. Pilatus aber antwortete wiederum und rief abermal zu ihnen und wollte Jesum loslassen und sprach: Was soll ich denn machen mit Jesu, von dem gesagt wird, er sei Christus, und den ihr schuldiget, er sei ein König der Juden? Sie riefen aber alle und schrieen und sprachen: Kreuzige ihn, kreuzige ihn! Der Landpfleger aber sprach zum dritten Male zu ihnen: Was hat denn dieser Übels getan? Ich finde keine Ursache des Todes an ihm; darum will ich ihn züchtigen und loslassen. Aber sie lagen ihm an mit großem Geschrei, schrieen noch mehr, forderten und sprachen alle: Kreuzige ihn! Und ihr und der Hohenpriester Geschrei nahm überhand. Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesum zu sich und führten ihn hinein in das Richthaus und sammelten über ihn die ganze Schar. Und Pilatus geißelte Jesum. Und sie zogen Jesum aus und legten ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm auf sein Haupt, und ein Rohr in seine rechte grüßten ihr und gaben Rohr und f beteten ihn Da gin führe ihn h ihm finde. Purpurkleid ihn die Hoh Kreuzige! Uk und kreuzig antworteten sterben; den das Wort h in das Rich Jesus gab du nicht m kreuzigen, u hättest keine herab gegeb größere Süt Die Juden du des Kaif ist wider de heraus und Hochpflaster, (Freitag) in Juden: Seh dem, kreuzig kreuzigen? denn den K Da abe ein größer vor dem Vr Gerechten; s Sein Blut k Pilatus den schähe, und war ins Gef er gegeißelt (Joh. 1 Mare. 15, 1 es Freunde n und das Nenschen zu abe ihn vor keine, deren uch zu ihm des Todes Hewohnheit, hrten. Und flegte. Sie rlichen vor rischen, um nes Mordes wren, sprach )einen auf be? Wollt König der hußte wohl, eib zu ihm Gerechten; und reizten Barabbam antwortete n: Welchen Da schrie gib uns latus aber lte Jesum „von dem ein König n: Kreuzige n Male zu ne Ursache assen. Aber „forderten henpriester un zu sich über ihn gen Jesum schten eine n Rohr in Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. 533 seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm, verspotteten ihn, grüßten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, lieber Judenkönig! und gaben ihm Backenstreiche und speieten ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt, und fielen auf die Kniee und beteten ihn an. Da ging Pilatus wieder heraus und sprach zu ihnen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm finde. Also ging Jesus heraus und trug eine Dornenkrone und Purpurkleid. Und er sprach zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch! Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: Kreuzige! kreuzige! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin und kreuziget ihn, denn ich finde keine Schuld an ihm. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soll er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht. Da Pilatus das Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr; und ging wieder hinein in das Richthaus und spricht zu Jesu: Von wannen bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort. Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszugeben? Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von oben herab gegeben; darum, der mich dir überantwortet hat, der hat es größere Sünde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn losließe. Die Juden aber schrieen und sprachen: Lässest du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich zum Könige macht, der ist wider den Kaiser. Da Pilatus das Wort hörte, führte er Jesum heraus und setzte sich auf den Richtstuhl, an der Stätte, die da heißt Hochpflaster, auf hebräisch aber Gabbatha. Es war aber Rüsttag Freitag) in Ostern, um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer König! Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem, kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König, denn den Kaiser. Da aber Pilatus sahe, daß er nichts schaffte, sondern daß viel ein größer Getümmel ward, nahm er Wasser und wusch die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten; sehet ihr zu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!— Da gedachte Pilatus dem Volk genug zu tun und urteilte, daß ihre Bitte ge⸗ schähe, und gab ihnen den los, der um Aufruhrs und Mords willen war ins Gefängnis geworfen, um welchen sie baten; Jesum aber, den er gegeißelt hatte, übergab er ihrem Willen, daß er gekreuziget würde. Joh. 18, 28—19, 16. Matth. 27, 2—23. 27—30. 24—26. Mare. 15, 1—14. 16—19. 15. Luc. 23, 1—20.) 534 Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. 6. Rreufigung und Tod Jesu. Da sie ihn verspottet hatten, nahmen sie Jesum, zogen ihm den Purpurmantel aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an, nahmen ihn und führten ihn hinaus, daß sie ihn kreuzigten. Und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißet Schädelstätte, welche heißt auf hebräisch Golgatha. Und indem sie hinausgingen und ihn hinführten, fanden sie einen Menschen mit Namen Simon, von Kyrene, der ein Vater war Alexandri und Rufi, der vom Felde kam und vorüberging; den ergriffen sie und zwangen ihn, daß er Jesu sein Kreuz nachtrüge, und legten das Kreuz auf ihn. Es folgte ihm aber nach ein großer Haufe Volks und Weiber, die klagten und beweineten ihn. Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weinet nicht über mich, sondern weinet über euch selbst und über eure Kinder. Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht gesäuget haben. Dann werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallet über uns! und zu den Hügeln: Decket uns! Denn so man das tut am grünen Holz, was will am dürren werden? Es wurden aber auch hingeführt zween andere, Übeltäter, daß sie mit ihm abgetan würden. Und da sie an die Stätte kamen, die da heißt Schädelstätte, da gaben sie ihm Myrrhen in Wein zu trinken. Und da er's schmeckte, wollte er nicht trinken und nahm's nicht zu sich. Allda kreuzigten sie ihn und mit ihm zween Übeltäter zu beiden Seiten, einen zur Rechten und einen zur Linken; Jesum aber mitten inne. Da ward die Schrift erfüllet, die da sagt: Er ist unter die Übeltäter gerechnet. Und es war um die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! Die Kriegsknechte aber, da sie Jesum gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, einem jeglichen Kriegsknechte einen Teil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenähet, von oben an gewirket durch und durch. Da sprachen sie untereinander: Lasset uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wes er sein soll. Auf daß erfüllet würde die Schrift, die da saget: Sie haben meine Kleider unter sich geteilet und haben über meinen Rock das Los ge⸗ worfen. Solches taten die Kriegsknechte, und das Volk stand und sahe zu. Und sie saßen allda und hüteten sein. Und oben zu seinen Häupten hefteten sie die Ursache seines Todes, was man ihm Schuld gab, beschrieben. Und Pilatus schrieb die Überschrift und setzte sie auf das Kreuz; und war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König. Und es war geschrieben auf hebräische, griechische und lateinische Sprache. Diese Überschrift lasen viele Juden; denn die Stätte war nahe bei der Stadt, da Jesus gekreuziget ist. Da sprache Der Juden König. Pi geschrieben. Und d und sprach und bauest Sohn, so f verspotteter und sprack helfen. Ist so steige er Er hat Got er hat ges Kriegsknech so hilf dir gehenket w selbst und Und du fi Verdammn empfangen, geschicktes wenn du i ich sage d Es sta Mutter Sce Da nun J er lieb hat dein Soh deine Mir zu sich. Und e ward eine und die S schrie Jesus ist verdoln mich verl sprachen si Halt, laßt Darna die Schrift Gefäß voll Schwamm stengel und Jesus den Und Jesus jen ihm den an, nahmen Und er trug schädelstätte, inausgingen nen Simon, vom Felde ihn, daß er . und Weiber, um zu ihnen über mich, Denn siehe, elig sind die n, und die gen zu sagen Decket unsl ren werden? eltäter, daß kamen, die Wein zu ind nahm's n Übeltäter ken; Jesum sagt: Er ist tte Stunde, zib ihnen, nahmen sie riegsknechte enähet, von tlereinander: er sein soll. aben meine das Los ge⸗ stand und ines Todes, schrieb die Jesus von hebräische, diele Juden; reuziget ist. Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. 535 Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilato: Schreibe nicht: Der Juden König, sondern daß er gesagt habe: Ich bin der Juden König. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. Und die vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Pfui dich, wie fein zerbrichst du den Tempel Gottes und bauest ihn in dreien Tagen! Hilf dir nun selber! Bist du Gottes Sohn, so steig herab vom Kreuze! Desgleichen auch die Hohenpriester verspotteten ihn untereinander, samt den Schriftgelehrten und Altesten, und sprachen: Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er Christus, der Auserwählte Gottes, der König in Jsrael, so steige er nun vom Kreuze, daß wir sehen, so wollen wir ihm glauben. Er hat Gott vertrauet, der erlöse ihn nun, hat er Lust zu ihm; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Es verspotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber. Aber auch der Übeltäter einer, die da mit ihm gehenket waren, lästerte ihn und sprach: Bist du Christus, so hilf dir selbst und uns. Da antwortete der andere und strafte ihn und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Und zwar wir sind billig darinnen, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind, dieser aber hat nichts Un⸗ geschicktes gehandelt. Und sprach zu Jesu: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradiese sein. Es standen aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, Kleophas Weib, und Maria Magdalena. Da nun Jesus seine Mutter sahe und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohn! Darnach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist 31 sh Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Und es war um die sechste Stunde; und von der sechsten Stunde ward eine Finsternis über das ganze Land bis zu der neunten Stunde; und die Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani! Das ist verdolmetschet: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und etliche, die dabei standen, da sie das höreten, sprachen sie: Siehe, er ruft den Elias! Die andern aber sprachen: Halt, laßt sehen, ob Elias komme und ihn herabnehmel Darnach, als Jesus wußte, daß schon alles vollbracht war, daß die Schrift erfüllet würde, spricht er: Mich dürstet! Da stand ein Gefäß voll Essig. Und bald lief einer unter ihnen, nahm einen Schwamm und füllete ihn mit Essig und legte ihn um einen Ysop⸗ stengel und hielt es ihm dar zum Munde und tränkte ihn. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und Jesus schrie abermal laut und sprach: Vater, ich befehle 536 Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt, neigte er das Haupt und verschied. Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß mitten entzwei in zwei Stücke, von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf, und standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen, und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung, und kamen in die heilige Stadt und er⸗ schienen vielen. Der Hauptmann aber, der dabei stand gegen ihm über, und die bei ihm waren und bewahreten Jesum, da sie sahen, was da geschah, und das Erdbeben, und daß er mit solchem Geschrei verschied, erschraken sie sehr; und der Hauptmann preisete Gott und sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist ein frommer Mensch und Gottes Sohn gewesen! Und alles Volk, das dabei war und zusahe, da sie sahen, was da geschah, schlugen sie an ihre Brust und wandten wieder um. Es standen aber alle seine Verwandten von ferne und viele Weiber, die da Jesu waren nachgefolget aus Galiläa und hatten ihm gedienet, und sahen das alles; unter welchen war Maria Magdalena, und Maria, die Mutter des jüngern Jakobi und Joses, und Salome, die Mutter der Kinder Zebedäi, und viele andere, die mit ihm hinauf gen Jerusalem gegangen waren. Die Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am Kreuz blieben den Sabbat über(denn desselbigen Sabbats Tag war groß), baten sie Pilatum, daß ihre Beine gebrochen, und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine und dem andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, daß er schon ge⸗ storben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der Kriegs⸗ knechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es be⸗ zeuget, und sein Zeugnis ist wahr; und derselbige weiß, daß er die Wahrheit saget, auf daß auch ihr glaubet. Denn solches ist geschehen, daß die Schrift erfüllet würde: Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen. Und abermal spricht eine andere Schrift: Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben. (Matth. 27, 31—34. 38. 35—37. 39—43. 45—56. Marc. 15, 20—41. Luc. 23, 26—34. 38. 35. 36. 39—49. Joh. 19, 16—18. 23. 24. 19—22. 25—37.) 7. Begräbnis Zesu. Und siehe, am Abend, dieweil es der Rüsttag war, welches ist der Vor⸗Sabbat, da kam ein reicher Mann von Arimathia, der Stadt der Juden, mit Namen Joseph, ein ehrbarer Ratsherr, welcher auch auf das Reich Gottes wartete, ein guter, frommer Mann, der nicht gewilliget hatte in ihren Rat und Handel, und welcher auch ein Jünger J wagte es Jesu, daß daß er sch er längst mann, erl geben. Un Leib Jesu Nacht zu einander l und wickel pflegen zu ward, ein hatte lasse niemand j tags wille anbrach. und die 3 setzten sich geleget wa des Grabe reiteten S: nach dem Des 6 Hohenprief wir haben Ich will 1 das Grab Jünger ko erstanden der erste. hin und wahreten (Joh. Luc. 23, 5 agt, neigte entzwei in bebte, und anden auf n Gräbern dt und er⸗ gegen ihm sie sahen, m Geschrei Gott und ind Gottes ühe, da sie wandten ferne und und hatten magdalena, d Salome, hm hinauf nicht die desselbigen gebrochen, iechte und gekreuziget schon ge⸗ er Kriegs⸗ bald ging hat es be⸗ daß er die geschehen, zerbrechen. sehen, in Marc. 15, „ 16—18. velches ist ithia, der r, welcher lann, der r auch ein Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. 537 Jünger Jesu war, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden. Der wagte es und ging hinein zu Pilato und bat ihn um den Leichnam Jesu, daß er ihn möchte abnehmen. Pilatus aber verwunderte sich, daß er schon tot war, und rief den Hauptmann und fragte ihn, ob er längst gestorben wäre. Und als er es erkundet von dem Haupt⸗ mann, erlaubte er es und befahl, man sollte den Leichnam dem Joseph geben. Und Joseph kaufte eine reine Leinwand, kam und nahm den Leib Jesu herab. Es kam aber auch Nikodemus, der vormals bei der Nacht zu Jesu gekommen war, und brachte Myrrhen und Aloe unter⸗ einander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den Leichnam Jesu und wickelten ihn in leinene Tücher mit Spezereien, wie die Juden pflegen zu begraben. Es war aber an der Stätte, da er gekreuzigt ward, ein Garten, und im Garten ein neues Grab, welches Joseph hatte lassen in einen Fels hauen, sein eigenes Grab, in welches niemand je geleget war. Da hinein legten sie Jesum, um des Rüst⸗ tags willen der Juden, dieweil das Grab nahe war, und der Sabbat anbrach. Es war aber allda Maria Magdalena und Maria Joses, und die Weiber, die mit ihm gekommen waren aus Galiläa, die setzten sich gegen das Grab und schaueten zu, wo und wie sein Leib geleget ward. Und Joseph wälzete einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon. Die Weiber aber kehrten um und be⸗ reiteten Spezerei und Salben. Und den Sabbat über waren sie still nach dem Gesetz. Des andern Tages, der da folget nach dem Rüsttag, kamen die Hohenpriester und Pharisäer sämtlich zu Pilato und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser Verführer sprach, da er noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferstehen. Darum befiehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Jünger kommen und stehlen ihn und sagen zum Volk: Er ist auf⸗ erstanden von den Toten; und werde der letzte Betrug ärger, denn der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hüter; gehet hin und verwahret es, wie ihr wisset. Sie gingen hin und ver⸗ wahreten das Grab mit Hütern und versiegelten den Stein. (Joh. 19, 39—42. Matth. 27, 60—66. Mare. 15, 46. 47. Luc. 23, 53—56.) IV. Der kleine Ratechismus D. Markin Lukhers. Das erste Bauptstück. Die zehn Gebole. Das erste Gebot. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Göt— ter haben neben mir. Was ist das? Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen. Das zweite Gebot. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unnützlich führen; denn der Herr wird den nicht unge⸗ straft lassen, der seinen Namen mißbraucht. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir bei seinem Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen, sondern den⸗ selben in allen Nöten anrufen, beten, loben und danken. Das dritte Gebyt. Du sollst den Feiertag hei— ligen. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, son⸗ dern dasselbe heilig halten, gerne hören und lernen. Das vierte Gebyt. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dir's wohl gehe, und du lange lebest auf Erden. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsere Eltern und Herren nicht verachten noch er⸗ zürnen, sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und wert haben. Das fünfte Gebyt. Du sollst nicht töten. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid tun, sondern ihm helfen und fördern in allen Leibesnöten. Das lechste Gebyt. Du sollst nicht ehebrechen. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir keusch und züch⸗ tig leben in Worten und Werken, und ein jeglicher sein Gemahl lieben und ehren. Das fiebente Gebyt. Du sollst nicht stehlen. Wir so lieben, de Geld oder mit falsch an uns bꝛ Gut und und behü Wir so lieben, de nicht fälse afterreden machen, f schuldigen und alles Dar Du sol deine Wir so lieben, da nicht mit oder Hauf Schein de sondern i förderlich De Von Ich gla Vater, Schöpfe bot. ter und en, auf „und du erden. hten und ültern und noch er⸗ in Ehren gehorchen, . ht. öten. hten und Nächsten Schaden hi helfen besnöten. aut. rechen. hten und ind züch⸗ Werken, Gemahl bot. hlen. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsers Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen, noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten. Das achte Gebyt. Du sollst nicht falsch Zeug⸗ nis reden wider deinen Nächsten. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsern Nächsten nicht fälschlich belügen, verraten, afterreden oder bösen Leumund machen, sondern sollen ihn ent⸗ schuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren. Das neunte Gebyt. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause stehen und mit einem Schein des Rechts an uns bringen, sondern ihm dasselbe zu behalten förderlich und dienstlich sein. Der kleine Katechismus. Das zehnte Gebot. Du sollst nicht begehren dei⸗ nes Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht sein Weib, Gesinde oder Vieh abspannen, abdringen oder abwendig machen, sondern die⸗ selben anhalten, daß sie bleiben und tun, was sie schuldig sind. Was sagt nun Gott von diesen Geboten allen? Er sagt also: Ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der über die, so mich hassen, die Sünde der Väter heim⸗ sucht an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied; aber denen, so mich lieben und meine Gebote hal⸗ ten, tue ich wohl in tausend Glied. Was ist das? Gott dräuet zu strafen alle, die diese Gebote übertreten. Darum sollen wir uns fürchten vor seinem Zorn und nicht wider solche Ge⸗ bote tun. Er verheißet aber Gnade und alles Gute allen, die solche Ge⸗ bote halten. Darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen und gerne tun nach seinen Geboten. Das zweite Bauptstück. Der Glaube. Der erste Artikel. Von der Schöpfung. Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer Himmels und der Erde. Was ist das? Ich glaube, daß mich Gott ge⸗ schaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch 540 Der kleine erhält; dazu Kleider und Schuh,‚, Essen und Trinken, Haus und Hof, Weib und Kind, Acker, Vieh und alle Güter; mit aller Notdurft und Nahrung dieses Leibes und Lebens reichlich und täglich ver⸗ sorget, wider alle Fährlichkeit be⸗ schirmet und vor allem Übel be⸗ hütet und bewahret; und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit ohne all mein Verdienst und Würdig⸗ keit; des alles ich ihm zu danken und zu loben und dafür zu dienen und gehorsam zu sein schuldig bin. Das ist gewißlich wahr. Der zweite Artikel. Von der Erlösung. Und an Jesum Christum, Seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn, der empfan⸗ gen ist vom heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pon- tio Pilato, gekreuziget, ge— storben und begraben, nie— dergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auf— erstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Baters. von dannen Er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Was ist das? Ich glaube, daß Jesus Christus, wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahr⸗ haftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlornen und verdammten Menschen erlöset hat, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Katechismus. Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Sil⸗ ber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem un⸗ schuldigen Leiden und Sterben; auf daß ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit; gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit. Das ist gewißlich wahr. Der dritte Artikel. Von der Heiligung. Ich glaube an den heiligen Geist, eine heilige lallgemei⸗ nellschristliche Kirche, die Ge— meine der Heiligen), Ver⸗ gebung der Sünden, Auf⸗ erstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen. Was ist das? Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesum Christum, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann; sondern der heilige Geist hat mich durch das Evangelium be⸗ rufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiliget und erhalten; gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden berufet, sammelt, erleuchtet, heiliget und bei Jesu Christo erhält im rechten einigen Glauben; in welcher Christenheit er mir und allen Gläu⸗ bigen täglich alle Sünden reichlich vergibt und am jüngsten Tage mich und alle Toten auferwecken wird und mir samt allen Gläubigen in Christo Kein ewiges Leben geben wird. Das ist gewißlich wahr. Oder: Gemeinschaft der Heiligen. —.—— Vater ur Gott wi wir glaul rechter Vat Kinder, ar mit aller sollen, wie lieben Vat D Geheilig Gottes N heilig; abe bet, daß er Wẽé Wo das rein gelehr heilig als d leben; das im Himm lehret und Gottes lehr uns den N hüte uns, Di Dein Gottes? unser Geb wir bitten es auch zi Wi Wenn d seinen heil seinem hei Gnade gla hier zeitlic walt des oder Sil⸗ heiligen, nem un⸗ Sterben; ͤiund in lebe und chtigkeit, gleichwie ode, lebet Das ist el. ng. eiligen gemei⸗ die Ge⸗ „Ver⸗ Auf⸗ es und men. icht aus raft an Herrn, kommen Seist hat ium be⸗ leuchtet, get und eganze berufet, get und rechten welcher n Gläu⸗ reichlich 1 Tage rwecken iubigen geben wahr. deiligen. Der kleine Katechismus. 541 Das dritte Bauptstück. Das Vaterunser. Vater unser, der Du bist im Himmel. Was ist das? Gott will uns damit locken, daß wir glauben sollen, er sei unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, auf daß wir getrost und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen, wie die lieben Kinder ihren lieben Vater. Die erste Bitte. Geheiliget werde Dein Name. Was ist das? Gottes Name ist zwar anihmselbst heilig; aber wir bitten in diesem Ge⸗ bet, daß er auch bei uns heilig werde. Wie geschieht das? Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehret wird, und wir auch heilig als die Kinder Gottes darnach leben; das hilf uns, lieber Vater im Himmel. Wer aber anders lehret und lebet, denn das Wort Gottes lehret, der entheiliget unter uns den Namen Gottes; davor be⸗ hüte uns, himmlischer Vater. Die zweite Bitte. Dein Reich komme. Was ist das? Gottes Reich kommt wohl ohne unser Gebet von ihm selbst; aber wir bitten in diesem Gebet, daß es auch zu uns komme. Wie geschieht das? Wenn der himmlische Vater uns seinen heiligen Geist gibt, daß wir seinem heiligen Worte durch seine Gnade glauben und göttlich leben, hier zeitlich und dort ewiglich. Die dritte Bitte. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch aufErden. Was ist das? Gottes guter, gnädiger Wille geschieht wohl ohne unser Gebet; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bei uns geschehe. Wie geschieht das? Wenn Gott allen bösen Rat und Willen bricht und hindert, so uns den Namen Gottes nicht heiligen und sein Reich nicht kommen lassen wollen, als da ist des Teufels, der Welt und unsers Fleisches Wille, sondern stärket und behält uns fest in seinem Wort und Glauben bis an unser Ende, das ist sein gnädi⸗ ger, guter Wille. Die vierte Bitte. Unser täglich Brot gib uns heute. Was ist das? Gott gibt täglich Brot auch wohl ohne unsere Bitte, allen bösen Menschen; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er's uns er⸗ kennen lasse und mit Danksagung empfangen unser täglich Brot. Was heißt denn täglich Brot? Alles, was zur Leibes Nahrung und Notdurft gehört, als Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut, fromm Gemahl, fromme Kinder, fromm Gesinde, fromme und treue Ober⸗ herren, gut Regiment, gut Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen. 542 Der kleine Katechismus. Die fünfte Bitte. Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldigern. Was ist das? Wir bitten in diesem Gebet, daß der Vater im Himmel nicht ansehen wolle unsere Sünden und um der⸗ selben willen solche Bitten nicht versagen; denn wir sind der keines wert, das wir bitten, habens auch nicht verdienet; sondern er wolle es uns alles aus Gnaden geben, denn wir täglich viel sündigen und wohl eitel Strafe verdienen. So wollen wir wiederum auch herzlich vergeben und gerne wohl tun denen, die sich an uns ver⸗ sündigen. Die sechste Bitte. Und führe uns nicht in Ver⸗ suchung. Was ist das? Gott versucht zwar niemand; aber wir bitten in diesem Gebet, daß uns Gott wolle behüten und erhalten, auf daß uns der Teufel, die Welt und unser Fleisch nicht betrüge und verführe in Miß⸗ glauben, Verzweiflung und andere große Schande und Laster; und ob wir damit angefochten würden, daß wir doch endlich gewinnen und den Sieg behalten. Die febente Bitte. Sondern erlöse uns von dem Übel. Was ist das? Wir bitten in diesem Gebet als in der Summa, daß uns der Vater im Himmel von allerlei Übel Leibes und der Seele, Gutes und Ehre erlöse und zuletzt, wenn unser Stündlein kommt, ein seli⸗ ges Ende beschere und mit Gna⸗ den von diesem Jammertal zu sich nehme in den Himmel. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlich— keit, in Ewigkeit. Amen. Was heißt Amen? Daß ich soll gewiß sein, solche Bitten sind dem Vater im Himmel angenehm und erhöret. Denn er selbst hat uns geboten, also zu beten, und verheißen, daß er uns will erhören. Amen, Amen, das heißt: Ja, ja, es soll also geschehen. Das vierte BZauptstück. Das Sakramenk der heiligen Caufe. Zum ersten. Was ist die Taufe? Die Taufe ist nicht allein schlecht Wasser, sondern sie ist das Wasser in Gottes Gebot gefasset und mit Gottes Wort verbunden. Welches ist denn solch Wort Gottes? Da unser Herr Christus spricht Matthäi am letzten: Gehet hin, und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. 31 Was gib Sie wirkt V erlöset vom gibt die ew es glauben, Verheißung Welches und Verh Da unser Marci am Wer dagl wird, der wer aber wird verd 3Zu Wiekannsd D Wasser tut das Wort G dem Wasser solchem Wo trauet; denn das Wasser keine Taufe; Gottes ist's gnadenreich und ein Bad heiligen Gei sagt zu Titt Gott mach das Bad! Das Saks Was ist da Es ist der unsers Herri dem Brot un ster; und würden, gzewinnen tte. von dem n Gebet uns der allerlei le, Gutes zt, wenn ein seli⸗ nit Gna⸗ al zu sich ich und errlich— 1. 2 n, solche Himmel Denn er also zu zer uns en, das eschehen. spricht et alle sie im ud des iligen Zum andern. Was gibt oder nützet die Taufe? Sie wirkt Vergebung der Sünden, erlöset vom Tode und Teufel und gibt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißung Gottes lauten. Welches sind solche Worte und Verheißung Gottes? Da unser Herr Christus spricht Marci am letzten: Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammet werden. Zum dritten. Wiekann Wasser solchegroße Dinge tun? Wasser tut's freilich nicht, sondern das Wort Gottes, so mit und bei dem Wasser ist, und der Glaube, so solchem Worte Gottes im Wasser trauet; denn ohne Gottes Wort ist das Wasser schlecht Wasser und keine Taufe; aber mit dem Worte Gottes ist's eine Taufe, das ist ein gnadenreich Wasser des Lebens und ein Bad der neuen Geburt im heiligen Geist; wie Sankt Paulus sagt zu Tito im dritten Kapitel: Gott macht uns selig durch das Bad der Wiedergeburt Der kleine Katechismus. 543 und Erneuerung des heili— gen Geistes, welchen er aus— gegossen hat über uns reich— lich durch Jesum Christum, unsern Heiland, auf daß wir durch desselben Gnade ge— recht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoff— nung. Das ist gewißlich wahr. Zum vierten. Was bedeutet denn solch Wa ssertaufen? Es bedeutet, daß der alte Adam in uns durch tägliche Reue und Buße soll ersäufet werden und ster⸗ ben mit allen Sünden und bösen Lüsten, und wiederum täglich her⸗ auskommen und auferstehen ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Reinigkeit vor Gott ewiglich lebe. Wo stehet das geschrieben? Sankt Paulus zu den Römern am sechsten spricht: Wir sind samt Christo durch die Taufe begraben in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist von den Toten auferwecket durch die Herr⸗ lichkeit des Vaters, also sol⸗ len auch wir in einem neuen Leben wandeln. Das fünfte Bauptstück. Das Sakrament des Rltars oder das heilige Abendmahl. Was ist das Sakrament des Altars? Es ist der wahre Leib und Blut unsers Herrn Jesu Christi, unter dem Brot und Wein uns Christen und Sankt Paulus: zu essen und zu trinken von Christo selbst eingesetzt. Wo stehet das geschrieben? So schreiben die heiligen Evan⸗ gelisten Matthäus, Markus, Lukas 5⁴4 Der kleine Katechismus. Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da Er verraten ward, nahm Er das Brot, dankte und brachs und gabs Seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset; das ist Mein Leib, der für euch gegeben wird; solches tut zu Meinem Ge— dächtnis. ö Desselbigengleichen nahm Er auch den Kelch nach dem Abend⸗ mahl, dankte und gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus; dieser Kelch ist das Neue Testament in Meinem Blut, das für euch sund für vielel vergossen wird zur Vergebung der Sünden; solches tut, so oft ihrs trinket, zu Meinem Gedächtnis. Was nützet denn solch Essen und Trinken? Das zeigen uns diese Worte: Für euch gegeben und ver⸗ gossen zur Vergebung der Sünden; nämlich, daß uns im Sakrament Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit durch solche Worte ge⸗ geben wird; denn wo Vergebung der Sünden ist, da ist auch Leben und Seligkeit. Wie kann leiblich Essen und Trinken solche große Dinge tun? Essen und Trinken tuts freilich nicht, sondern die Worte, so da stehen: Für euch gegeben und ver⸗ gossen zur Vergebung der Sünden; welche Worte sind neben dem leiblichen Essen und Trinken als das Hauptstück im Sakrament. Und wer denselben Worten glaubt, der hat, was sie sagen und wie sie lau⸗ ten, nämlich: Vergebung der Sünden. Wer empfängt denn solch Sakrament würdiglich? Fasten und leiblich sich bereiten ist wohl eine feine äußerliche Zucht; aber der ist recht würdig und wohl geschickt, wer den Glauben hat an diese Worte: Für euch gegeben und ver⸗ gossen zur Vergebung der Sünden. Wer aber diesen Worten nicht glaubt oder zweifelt, der ist un⸗ würdig und ungeschickt; denn das Wort: Für euch fordert eitel gläubige Herzen. Kirchenbeichte. Allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Ich armer, elender, sündiger Mensch bekenne Dir alle meine Sünde und Missetat, die ich begangen mit Gedanken, Worten und Werken, damit ich Dich jemals erzürnet und Deine Strafe zeitlich und ewiglich verdienet habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr, und ich bitte Dich um Deiner grundlosen Barmherzigkeit und um des unschuldigen, bittern Leidens und Sterbens Deines lieben Sohnes Jesu Christi willen, Du wollest mir armen sündhaften Menschen gnädig und barmherzig sein, mir alle meine Sünden vergeben und zu meiner Besserung Deines Geistes Kraft verleihen. Amen. Auf, auf, me Nimm wahr, Wie kommt Nun ein so e Mein Heilan Da, wo man Wenn von u Gen Himmel 2. Er war Der Feind tr Eh ers verm Ist Christus Und ruft Vik Schwingt frö Sein Fähnlei Der Feld un 3. Das ist 1 Ein rechtes 8 Nun soll mir Vor allem, n Entnehmen un Zusamt dem So mir durc Aus Lieb ern 4. Ich hangr An Christo a Wo mein Haru Da nimmt es Er reiset dur Durch Welt, d Er reiset dure Ich bin stets ssen und ze Dinge its freilich te, so da ind ver⸗ ung der eben dem inken als nent. Und laubt, der ie sie lau⸗ ung der in solch iglich? h bereiten iche Zucht; und wohl en hat an ind ver⸗ ung der rten nicht er ist un⸗ denn das dert eitel elender, It, die ich ch jemals abe. Sie ich bitte chuldigen, sti willen, irmherzig ig Deines Geistliche Volkslieder. 1. Auf, auf, mein Herz, mit Freuden, Nimm wahr, was heut geschicht: Wie kommt nach großem Leiden Nun ein so großes Licht! Mein Heiland war gelegt Da, wo man uns hinträgt, Wenn von uns unser Geist Gen Himmel ist gereist. 2. Er war ins Grab gesenket, Der Feind trieb groß Geschrei; Eh ers vermeint und denket, Ist Christus wieder frei Und ruft Viktoria! Schwingt fröhlich hier und da Sein Fähnlein als ein Held, Der Feld und Mut behält. 3. Das ist mir anzuschauen Ein rechtes Freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen Vor allem, was mir will Entnehmen meinen Mut Zusamt dem edlen Gut, So mir durch Jesum Christ Aus Lieb erworben ist. 4. Ich hang und bleib auch hangen An Christo als ein Glied: Wo mein Haupt durch ist gangen, Da nimmt es mich auch mit. Er reiset durch den Tod, Durch Welt, durch Sünd und Not; Er reiset durch die Höll, Ich bin stets sein Gesell. 5. Er dringt zum Saal der Ehren, Ich folg ihm immer nach Und darf mich gar nicht kehren An Not und Ungemach. Es tobe, was da kann, Mein Haupt nimmt mein sich an, Mein Heiland ist mein Schild, Der alles Toben stillt. 6. Er bringt mich an die Pforte, Die in den Himmel führt, Daran mit güldnem Worte Der Spruch gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, Wird hier auch mit gekrönt; Wer dort mit sterben geht, Wird hier auch mit erhöht. P. Gerhardt, 4 1676. 2. Aus unsrer ersten Tränensaat Ist manche Frucht entstanden Durch unsers Heilands Gnadenrat In nah und fernen Landen. 2. Es wurden viele ausgesät, Als wären sie verloren, Auf ihren Beeten aber steht: Das ist die Saat der Mohren. 3. Seid inniglich gebenedeit Ihm, unsrer treuen Liebe, Die ihr davongeschieden seid In eurem Streitertriebe. N. L. Graf v. Zinzendorf, 4+ 1760. Mm 546 Geistliche Volkslieder. 3. D er beste Freund ist in dem 250 mel, Auf Erden sind die Freunde rar; Denn bei dem falschen Weltge⸗ tümmel Ist Redlichkeit oft in Gefahr. Drum hab ichs immer so gemeint: Mein Jesus ist der beste Freund. 2. Die Menschen sind wie eine Wiege, Mein Jesus stehet felsenfest, Daß, wenn ich gleich darnieder⸗ liege, Mich seine Freundschaft doch lärt Er ists, der mit mir lacht und weint: Mein Jesus ist der beste Freund. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe Dem, der am meisten nützen kann, Und scheinet dann das Glücke trübe, So steht die Freundschaft hinten an; Doch hier ist es nicht so gemeint: Mein Jesus ist der beste Freund. 4. Er läßt sich selber für mich töten, Vergießt für mich sein eigen Blut; Er steht mir bei in allen Nöten, Er spricht für meine Schulden gut; Er hat mir niemals was verneint: Mein Jesus ist der beste Freund. 5. Mein Freund, der mir sein Herze gibet, Mein Freund, der mein, und ich bin sein; Mein Freund, der mich beständig liebet; Mein Freund bis in das Grab hinein. Ach hab ichs nun nicht recht ge⸗ meint? Mein Jesus ist der beste Freund. 6. Behalte, Welt, dirdeine Freunde! Sie sind doch gar zu wandelbar, Undhättich hunderttausend Feinde, So krümmen sie mir nicht ein Haar. Hier immer Freund und nimmer Feind: Mein Jesus ist der beste Freund. B. Schmolck, 4 1737. 4. Der Mensch hat nichts so eigen, So wohl steht ihm nichts an, Als daß er Treu erzeigen Und Freundschaft halten kann, Daß er mit seinesgleichen Soll treten in ein Band, Versprechen, nicht zu weichen, Mit Herzen, Mund und Hand. 2. Die Red ist uns gegeben, Damit wir nicht allein Für uns nur sollen leben Und fern von Leuten sein: Wir sollen uns befragen Und sehn auf guten Rat, Das Leid einander klagen, Das uns betreten hat. 3. Was kann die Freude machen, Die Einsamkeit verhehlt? Das gibt ein doppelt Lachen, Was Freunden wird erzählt. Der kann des Leids sich wehren, Der es von Herzen sagt; Der muß sich selbst verzehren, Der insgeheim sich nagt. 4. Gott stehet mir vor allen, Die meine Seele liebt; Dann soll mir auch gefallen, Der mir sich herzlich gibt. Mit diesen Bundsgesellen Verlach ich Pein und Not, Geh auf de Und breche 5. Ich hal So treu, w Die Heuchel Nie wissentl Ich bin au Von Grund Ich lieb eu Als alles E D er Mont Die goldner Am Himme Der Wald Und aus de Der weiße 2. Wie ist Und in der So traulich Als eine stil Wo ihr des Verschlafen 3. Seht ihr Er ist nur Und ist doch So sind wo Die wir get. Weil unsre 4. Wir stol Sind eitel a Und wissen Wir spinnen Und suchen Und kommen 5. Gott, laß Auf nichts 2 Freunde! indelbar, dFeinde, licht ein Haar. nimmer Feind: Freund. + 1737. so eigen, 3an, kann, ichen, Hand. eben, Geistliche Volkslieder. 547 Geh auf den Grund der Höllen Und breche durch den Tod. 5. Ich hab, ich habe Herzen, So treu, wie sichs gebührt, Die Heuchelei und Scherzen Nie wissentlich berührt! Ich bin auch ihnen wieder Von Grund der Seelen hold; Ich lieb euch mehr, ihr Brüder, Als alles Erdengold. S. Dach, 4 1659. 5. Der Mond ist aufgegangen, Die goldnen Sternlein prangen Am Himmel hell und klar; Der Wald steht schwarz und schweiget, Und aus den Wiesen steiget Der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie ist die Welt so stille Und in der Dämmrung Hülle So traulich und so hold, Als eine stille Kammer, Wo ihr des Tages Jammer Verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen Und ist doch rund und schön! So sind wohl manche Sachen, Die wir getrost verlachen, Weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolze Menschenkinder Sind eitel arme Sünder Und wissen gar nicht viel. Wir spinnen Luftgespinste Und suchen viele Künste Und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein Heil uns schauen Auf nichts Vergänglichs bauen, Nicht Eitelkeit uns freun! Laß uns einfältig werden Und vor dir hier auf Erden Wie Kinder fromm und ein. 6. Wollst endlich sonder Grämen Aus dieser Welt uns nehmen Durch einen sanften Tod; Und wenn du uns genommen, Laß uns in Himmel kommen, Du unser Herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder, In Gottes Namen nieder, Kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen Und laß uns ruhig schlafen Und unsern kranken Nachbar auch. M. Claudius, 4 1815. 6. D ie Himmel rühmen des Ewigen Ehre; Ihr Schall pflanzt seinen Namen fort. Ihn rühmt der Erdkreis, ihn prei⸗ sen die Meere; Vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort! 2. Wer trägt der Himmel un⸗ zählbare Sterne? Wer führt die Sonn aus ihrem Zelt? Sie kommt und leuchtet und lacht uns von ferne Und läuft den Weg gleich als ein Held. 3. Vernimms und siehe die Wun⸗ der der Werke, Die die Natur dir aufgestellt. Verkündigt Weisheit und Ord⸗ nung und Stärke Mm 2 548 Geistliche Volkslieder. Dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? 4. Kannst du der Wesen unzähl⸗ ö bare Heere, Den kleinsten Staub fühllos be⸗ schaun? Durch wen ist alles? O gib ihm die Ehre! Mir, ruft der Herr, sollst du ver⸗ traun. 5. Mein ist die Kraft, mein Him⸗ mel und Erde, An meinen Werken kennst du mich. Ich bins und werde sein, der ich sein werde, Dein Gott und Vater ewiglich. 6. Ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit und Güte, Ein Gott der Ordnung und dein Heil; Ich bins, mich liebe von ganzem Gemüte Und nimm an meiner Gnade teil. Chr. F. Gellert, 4 1769. . Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ, Die Sach, an der wir stehn, Und weil es deine Sache ist, Kann sie nicht untergehn. Allein das Weizenkorn, bevor Es fruchtbar sproßt zum Licht empor, Wird sterbend in der Erde Schoß Vorher vom eignen Wesen los; Im Sterben los, Vom eignen Wesen los. 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, Durch Leiden himmelan Und führest jeden, der da glaubt, Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so führ uns allzugleich Zum Teil am Leiden und am Reich; Führ uns durch deines Todes Tor Samt deiner Sach zum Licht empor; Zum Licht empor Durch deines Todes Tor. S. Preiswerk, 4 1871. 8. Ein getreues Herze wissen Hat des höchsten Schatzes Preis. Der ist selig zu begrüßen, Der ein treues Herze weiß. Mir ist wohl beim höchsten Schmerze, Denn ich weiß ein treues Herze. 2. Läuft das Glücke gleich zu⸗ zeiten Anvers, als man will und meint, Ein getreues Herz hilft streiten Wider alles, was ist feind. Mir ist wohl beim höchsten Schmerze, Denn ich weiß ein treues Herze. 3. Sein Vergnügen steht alleine In des andern Redlichkeit, Hält des andern Not für seine, Weichet nicht bei böser Zeit. Mir ist wohl beim höchsten Schmerze, Denn ich weiß ein treues Herze. 4. Gunst die kehrt sich nach dem Glücke, Geld und Reichtum, das zerstäubt, Schönheit läßt uns bald zurücke; Ein getreues Herze bleibt. Mir ist wohl beim höchsten Schmerze, Denn ich weiß ein treues Herze. 5. Ob be Ein getre Gibt sich Steht auf Ich bin fro Denn ich 6.Nichtsi Wenn sie Dies ists, Und sie g Mir ist Denn ich Es ist ei Aus einer Wie uns! Von Jesse Und hat e Mitten im Wohl zu d 2. Das B Da von Je Hat uns g Marie, die Aus Gotte Hat sie ein Wohl zu d 3. Den H Erschien ei Ihr sollt j Das sag ie Von einem Jetzund wi Von einer 4. Die Hi Hoben sich Das Kindle Mit seiner Die Engel da glaubt, n. llzugleich am Reich; odes Tor htempor; I. „+ 1871. eiß. höchsten Schmerze, s Herze. eich zu⸗ zeiten id meint, streiten ud. höchsten Schmerze, 8 Herze. t alleine it, r seine, Zeit. höchsten Schmerze, 3 Herze. nach dem Glücke, zerstäubt, zurücke; 4 höchsten chmerze, 8 Herze. Geistliche Volkslieder. 5. Ob beisammen, ob geschieden, Ein getreues Herze hält, Gibt sich allezeit zufrieden, Steht auf, wenn es niederfällt. Ichbinfrohbeim höchsten Schmerze, Denn ich weiß ein treues Herze. 6.Nichts ist Süßers, als zwei Treue, Wenn sie eines worden sein. Dies ists, des ich mich erfreue, Und sie gibt ihr Ja auch drein. Mir ist wohl beim höchsten Schmerze, Denn ich weiß ein treues Herze. P. Fleming, 4 1640. 9. Es ist ein Reis entsprungen Aus einer Wurzel zart, Wie uns die Alten sungen, Von Jesse kam die Art, Und hat ein Blümlein bracht Mitten im kalten Winter Wohl zu der halben Nacht. 2. Das Blümlein, das ich meine Davon Jesaja sagt, Hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd. Aus Gottes ewgem Rat Hat sie ein Kind geboren Wohl zu der halben Nacht. 3. Den Hirten bei den Schafen Erschien ein Engel klar: Ihr sollt jetzund nicht schlafen; Das sag ich euch fürwahr Von einem Kindelein, Jetzund wird es geboren Von einer Jungfrau rein. 4. Die Hirten zu der Stunden Hoben sich auf die Fahrt, Das Kindlein bald sie funden Mit seiner Mutter zart. Die Engel sangen schön, 7 Sie lobten Gott vom Himmel In seinem höchsten Thron. 5. So singen wir all Amen, Das heißt: nun werd es wahr, Das wir begehrn zusammen; O Jesu, hilf uns dar In deines Vaters Reich, Da wollen wir dich loben. O Gott, uns das verleih! Vor 1600. 10. Gen Himmel aufgefahren ist, Hallelujah! Der König der Ehren, Jesus Christ. Hallelujah! 2. Er sitzt zur rechten Gottes Hand, Hallelujah! Herrscht über Himmel und alle Land. Hallelujah! 3.Nunisterfüllt, wasgeschrieben ist, Hallelujah! In Psalmen von dem Herren Christ. Hallelujah! 4. Nun dankt dem Herren Jesu Christ, Hallelujahl Der heut gen Himmel gefahren ist. Hallelujah! 5. Wir loben die Dreieinigkeit, Hallelujah! Von nun an bis in Ewigkeit. Hallelujah! Um 1600. 11. Großer Gott, wir loben dich! Herr, wir preisen deine Stärkel Vor dir neigt die Erde sich 549 550 Geistliche Volkslieder. Und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, So bleibst du in Ewigkeit. 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, Stimmen dir ein Loblied an; Alle Engel, die dir dienen, Rufen dir in selger Ruh Heilig, heilig, heilig zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth! Heilig, Herr der Kriegesheere! Starker Helfer in der Not! Himmel, Erde, Luft und Meere Sind erfüllt von deinem Ruhm; Alles ist dein Eigentum. 4. Sieh dein Volk in Gnaden an, Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe, Leit uns auf der rechten Bahn, Daß der Feind es nicht verderbe. Hilf, daß es durch Buß und Flehn Dich im Himmel möge sehn. 5. Alle Tage wollen wir Dich und deinen Namen preisen Und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Gib, daß wir von Sünden heut Und von Unfall sein befreit! 6. Herr erbarm, erbarme dich! Über uns, Herr, sei dein Segen! Leit und schütz uns väterlich, Bleib bei uns auf allen Wegen! Auf dich hoffen wir allein, Laß uns nicht verloren sein! 17⁷⁰. 12. Barre, meine Seele, harre des Herrn! Alles ihm befehle, hilft er doch so gern. Sei unverzagt! Bald der Morgen tagt, Und ein neuer Frühling folgt dem Winter nach. In allen Stürmen, in aller Not Wird er dich beschirmen, der Glt ott. 2. Harre, meine Seele, harre des Herrn! Alles ihm befehle, hilft er doch so gern. Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht; Größer, als der Helfer, ist die Not ja nicht. Ewige Treue, Retter in Not, Rett auch unsre Seele, du treuer Gott! F. Raeder, 4 1872. 13. Ich bete an die Macht der Liebe, Die sich in Jesu offenbart; Ich geb mich hin dem freien Triebe, Mit dem ich Wurm geliebet ward. Ich will, anstatt an mich zu denken, Ins Meer der Liebe mich ver⸗ senken. 2. Wie bist du mir so sehr gewogen, Und wie verlangt dein Herz nach mir! Durch Liebe sanft und stark ge⸗ zogen, Neigt sich mein alles auch zu dir. Du traute Liebe, gutes Wesen, Du hast mich, ich hab dich erlesen. 3. Ich fühls, du bists, dich muß ich haben; Ich fühls, ich muß für dich nur sein: Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, Mein Plätzchen ist in dir allein. Hier ist! Drum fole 4. Für d Erlöser, d Für dich In dir es Hersteller Für dich 5. Lob In dem de Von dem k Aus dem Wie beuge Wir falter 6. O Jesi Im Geist Laß deine In Herz u In Wort Sei Jesus Ich sag Und aufer Daß er in Und ewig 2. Ich se Es seinen Daß bald Das neue 3. Jetzt Erst wie Morgen tagt, folgt dem ter nach. aller Not der treue Gott. le, harre Herrn! er doch so gern. t verläßt ins nicht; „ ist die ja nicht. Not, du treuer Gott! „ 1872. der Liebe, urt; en Triebe, bet ward. zu denken, nich ver⸗ senken. gewogen, Herz nach mir! stark ge⸗ zogen, ich zu dir. Wesen, ch erlesen. dich muß ch haben; nursein: t in den Gaben, ir allein. Geistliche Volkslieder. 551 Hier ist die Ruh, hier ist Ver⸗ gnügen, Drum folg ich deinen selgen Zügen. 4. Für dich sei ganz mein Herz und Leben, Erlöser, du mein einzig Gut, Für dich hast du mirs nur ge⸗ geben, In dir es nur und selig ruht. Hersteller meines tiefen Falles, Für dich ist ewig Herz und alles. 5. Lob sei dem hohen Jesus⸗ namen, In dem der Liebe Quell entspringt, Von dem hier alle Bächlein kamen, Aus dem der Selgen Schar dort trinkt: Wie beugen sie sich ohne Ende! Wir falten mit die frohen Hände. 6. O Jesu, daß dein Name bliebe Im Geist mir, drück ihn tief hin⸗ ein! Laß deine süße Jesusliebe In Herz und Sinn gepräget sein! In Wort und Werk, in allem Wesen Sei Jesus und sonst nichts zu lesen! G. Tersteegen, 4 1769. 14. Ich sag es jedem, daß er lebt Und auferstanden ist, Daß er in unsrer Mitte schwebt Und ewig bei uns ist. 2. Ich sag es jedem, jeder sagt Es seinen Freunden gleich, Daß bald an allen Orten tagt Das neue Himmelrreich. 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn Erst wie ein Vaterland. Ein neues Leben nimmt man hin Entzückt aus seiner Hand. 4. Hinunter in das tiefe Meer Versank des Todes Graun, Und jeder kann nun leicht und hehr In seine Zukunft schaun. 5. Der dunkle Weg, den er betrat, Geht in den Himmel aus, Und wer nur hört auf seinen Rat, Kommt auch ins Vaterhaus. 6. Nun weine keiner mehr allhie, Wenn eins die Augen schließt; Vom Wiedersehn, spät oder früh, Wird dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten Tat Ein jeder frischer glühn; Denn herrlich wird ihm diese Saat Auf schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein, Wenn alles uns verläßt; Und so soll dieser Tag uns sein Ein Weltverjüngungsfest. F. L. v. Hardenberg, 4 1801. 15. Ich will dich erheben Mit Herz und mit Mund, Dich, o mein Heil und Leben, Herr, meiner Hoffnung Grund. 2. Denn du hast mich Armen Mit mächtiger Hand Gerettet voll Erbarmen Von des Verderbens Rand. 3. Nun bin ich so fröhlich, Von Sündenschuld los, So unaussprechlich selig In deinem Liebesschoß. 4. O wüßtens doch alle, Wie freundlich du bist, 552 Geistliche Volkslieder. Und folgten deinem Schalle, Du süßer Jesus Christ! 5. Send aus deine Boten Nach Süd und nach Nord Und wecke selbst die Toten Durch deiner Allmacht Wort, 6. Daß bald auf der Erde Zum Preis deiner Treu Nur eine selge Herde In deinen Hürden sei. G. F. L. Knal, 4 1878. 16. Anmier muß ich wieder lesen In dem alten heilgen Buch, Wie er ist so sanft gewesen, Ohne List und ohne Trug. 2. Wie er hieß die Kindlein kom⸗ N/ Wie er hold sie angeblickt Und sie in den Arm genommen Und sie an das Herz gedrückt! 3. Wie er Hülfe und Erbarmen Allen Kranken gern erwies Und die Blöden und die Armen Seine lieben Brüder hieß. 4. Wie er keinem Sünder wehrte, Der bekümmert zu ihm kam, Wie er freundlich ihn bekehrte Und den Tod vom Herzen nahm. 5. Hat die Herde sanft geleitet, Die sein Vater ihm verliehn, Hat die Arme ausgebreitet, Alle an sein Herz zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen, Les' und weine mich nicht satt, Wie er ist so treu gewesen, Wie er uns geliebet hat. Luise Hensel, 4 1876. 17. In dir ist Freude In allem Leide, O du süßer Jesu Christ! Durch dich wir haben Himmlische Gaben, Du der wahre Heiland bist, Hilfest von Schanden, Rettest von Banden; Wer dir vertrauet, Hat wohl gebauet, Wird ewig bleiben. Hallelujah. Zu deiner Güte Steht unser Gemüte, An dir wir kleben Im Tod und Leben, Nichts kann uns scheiden. Halle⸗ lujah. 2. Wenn wir dich haben, Kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod; Du hasts in Händen, Kannst alles wenden, Wie nur heißen mag die Not. Drum wir dich ehren, Dein Lob vermehren Mit hellem Schalle, Freuen uns alle Zu dieser Stunde. Wir jubilieren Und triumphieren, Lieben und loben Dein Macht dort oben Mit Herz und Munde. Hallelujah. J. Lindemann, 1 1630. Hallelujah. 18. In Gottes Namen fahren wir, Seiner Genaden begehren wir; Des Vaters Güt behüt uns heut, Bewahr auch unser Seel und Leib. Herr, erbarm dich unserl 2. Christ: Bleib stetie Und wend Auch was se Herr, 3. Der he Mit seinen Er tröst un Und führun Herr, Au TLaßt mich Daß ich Je Meine Seel Ihn auf er Und vor se 2. Süßes Sonne, die O wann we Daß ich do Schau dein 3. Ach wie Ist der En Hätt ich Fl Flög ich üb Heute noch 4. Wie wir Wenn ich z In die Stad Herr, mein Was das m 5. Paradie Wie ist dein Unter deine ist, lelujah. lujah. lelujah. + 1630. n wir, wir; 8 heut, id Leib. 'serl Geistliche Volkslieder. 553 2. Christus sei unser Geleites⸗ mann, Bleib stetig bei uns auf der Bahn Und wend von uns des Was, , Auch was seinem Wort zuwider ist. Herr, erbarm dich unser! 3. Der heilge Geist auch ob uns halt Mit seinen Gaben mannigfalt. Er tröst und stärk uns in der Not Und führ uns wieder heim mit Gott. Herr, erbarm dich unser! Aus dem 12. Jahrhundert. 19. TLaßt mich gehn, laßt mich gehn, Daß ich Jesum möge sehn! Meine Seel ist voll Verlangen, Ihn auf ewig zu umfangen Und vor seinem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wolken bricht: O wann werd ich dahin kommen, Daß ich dort mit allen Frommen Schau dein holdes Angesicht! 3. Ach wie schön, ach wie schön Ist der Engel Lobgetön! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, Flög ich über Tal und Hügel Heute noch nach Zions Höhn! 4. Wie wirds sein, wie wirds sein, Wenn ich zieh in Salem ein, In die Stadt der goldnen Gassen! Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen, Was das wird für Wonne sein! 5. Paradies, Paradies, Wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen Wird uns sein, als ob wir träu⸗ men: Bring uns, Herr, ins Paradies. G. F. L. Knak, 4 1878. 20. Mert, Seele, dir das große Wort: Wenn Jesus winkt, so geh; Wenn er dich zieht, so eile fort; Wenn Jesus hält, so steh. 2. Wenn er dich lobet, bücke dich; Wenn er dich liebt, so ruh; Wenn er dich aber schilt, so sprich: Ich brauchs, Herr, schlage zu! 3. Wenn Jesus seine Gnadenzeit Bald da, bald dort verklärt, So freu dich der Barmherzigkeit, Die andern widerfährt. 4. Wenn er dich aber brauchen will, So steig in Kraft empor; Wird Jesus in der Seele still, So nimm auch du nichts vor. 5. Kurz, liebe Seel, dein ganzes Herz Sei von dem Tage an Bei Schmach, bei Mangel und bei Schmerz Dem Heiland zugetan. N. L. Graf v. Zinzendorf, 4 1760. 21. Mide bin ich, geh zur Ruh, Schließe beide Auglein zu: Vater, laß die Augen dein Über meinem Bette sein. 2. Hab ich Unrecht heut getan, Sieh es, lieber Gott, nicht an. 55⁴4 Geistliche Volkslieder. Deine Gnad und Jesu Blut Macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand; Alle Menschen, groß und klein, Sollen dir befohlen sein. 4. Kranken Herzen sende Ruh, Nasse Augen schließe zu. Laß den Mond am Himmel stehn Und die stille Welt besehn. Luise Hensel, 4 1876. 22. Nun singet und seid froh, Jauchzt alle und sagt so: Unsers Herzens Wonne Liegt in der Krippe bloß Und leuchtet als die Sonne In seiner Mutter Schoß. Du bist A und O. 2. Sohn Gottes in der Höh, Nach dir ist mir so wehl Tröst mir mein Gemüte, O Kind voll Mildigkeit, Durch alle deine Güte, Du Fürst der Herrlichkeit, Zeuch mich hin nach dir! 3. Groß ist des Vaters Huld, Der Sohn tilgt unsre Schuld; Wir warn all verdorben Durch unsre Missetat, So hat er uns erworben Himmlische Freud und Gnad, „: Daß uns nichts mehr schadt. 4. Dir schallt Hallelujah Jetzt hier und einstens da, Wo die Engel singen Das Heilig allzumal, Und wo die Psalmen klingen Im hohen Himmelssaal. : Wären wir doch da! ½ 1648. 23. 0 du fröhliche, o du selige, gna⸗ denbringende Weihnachtszeitl Welt ging verloren, Christ ist ge⸗ boren: Freue, freue dich, o Christenheitl 2. O du fröhliche, o du selige, gna⸗ denbringende Weihnachtszeit! Christ ist erschienen, uns zu ver⸗ sühnen: Freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gna⸗ denbringende Weihnachtszeit! König der Ehren, dich wolln wir hören! Freue, freue dich, o Christenheit! 0 du fröhliche, o du selige, gna⸗ denbringende Osterzeit! Welt lag in Banden, Christ ist erstanden: Freue, freue dich, o Christenheit! 2. O du fröhliche, o du selige, gna⸗ denbringende Osterzeit! Tod ist bezwungen, Leben er⸗ rungen: Freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gna⸗ denbringende Osterzeit! Kraft ist gegeben, Ihm laßt uns leben! Freue, freue dich, o Christenheit! 0 du fröhliche, o du selige, gna⸗ denbringende Pfingstenzeitl Christ, unser Meister, heiligt die Geister: Freue, freue dich, o Christenheitl 2. O du fr denb Führ, Geis Freue, frer 3. O du fr denb Uns, die E Freue, frer Oitern, O Ostern, Os Aus der Blumen so Herzen soll Denn der 2. Trotz er Hättet ihn Der ei Mochtet ih Aus des T Dringt hin 3. Der in Hat den S : Und der Frühling s Frühling si Herrschen f 4. Alle Se Alle Hoffnũi : Und bef Und es kla Nimmerme Gottverlaß 5. Alle G. Grabesträu ige, gna⸗ achtszeitl ist ist ge⸗ boren: istenheitl ige, gna⸗ achtszeit! zu ver⸗ sühnen: istenheit! ige, gna⸗ üchtszeit! olln wir hören! istenheit! ge, gna⸗ Osterzeit! hrist ist standen: stenheit! ige, gna⸗ sterzeitl! ben er⸗ rungen: istenheit! ige, gna⸗ sterzeit! aßt uns leben! stenheit! ge, gna⸗ jstenzeit! iligt die Geister: stenheitl Geistliche Volkslieder. 55⁵⁵ 2. O du fröhliche, o du selige, gna⸗ denbringende Pfingstenzeit! Führ, Geist der Gnade, uns deine Pfade! Freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gna⸗ denbringende Pfingstenzeit! Uns, die Erlösten, Geist, willst du trösten! Freue, freue dich, o Christenheit! J. Falk, 4 1826. 24. Oitern, Ostern, Frühlingswehen! Ostern, Ostern, Auferstehen : Aus der tiefen Grabesnacht! Blumen sollen fröhlich blühen, Herzen sollen heimlich glühen, Denn der Heiland ist erwacht! 2. Trotz euch, höllische Gewalten! Hättet ihn wohl gern behalten, „: Der euch in den Abgrund zwang?: Mochtet ihr das Leben binden? Aus des Todes düstern Gründen Dringt hinan sein ewger Gang. 3. Der im Grabe lag gebunden, Hat den Satan überwunden, Und der lange Kerker bricht. Frühling spielet auf der Erden, Frühling solls im Herzen werden, Herrschen soll das ewge Licht. 4. Alle Schranken sind entriegelt, Alle Hoffnung ist versiegelt, „: Und beflügelt jedes Herz. Und es klagt bei keiner Leiche Nimmermehr der kalte, bleiche, Gottverlaßne Heidenschmerz. 5. Alle Gräber sind nun heilig, Grabesträume schwinden eilig, : Seit im Grabe Jesus lag. Jahre, Monde, Tage, Stunden, Zeit und Raum, wie schnell ver⸗ schwunden! Und es scheint ein ewger Tag. M. v. Schenkendorf, 4 1817. 25. Bchönster Herr Jesu, Herrscher aller Enden, Gottes und Marien Sohn! Dich will ich lieben, Dich will ich ehren, Meines Herzens Freud und Kron. 2. Schön sind die Wälder, Schöner sind die Felder In der schönen Frühlingszeit! Zesus ist schöner, Jesus ist reiner, Der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht die Sonne, Schön leucht der Monde Und die Sternlein allzumal. Jesus leucht schöner, Jesus leucht reiner, Als all Engel im Himmelssaal. 4. Schön sind die Blumen, Schöner sind die Menschen, Die in frischer Jugend sein. Sie müssen sterben, Müssen verderben: Jesus lebt in Ewigkeit. 5. Alle die Schönheit Himmels und der Erden Sind verfaßt in dir allein. Keiner soll werden Lieber auf Erden, Als der schönste Jesus mein. Aus dem 17. Jahrhundert. ö 556 Geistliche Volkslieder. 26. Ho nimm denn meine Hände Und führe mich Bis an mein selig Ende Und ewiglich. Ich mag allein nicht gehen, Nicht einen Schritt: Wo du wirst gehn und stehen, Da nimm mich mit. 2. In dein Erbarmen hülle Mein schwaches Herz Und mach es gänzlich stille In Freud und Schmerz. Laß ruhn zu deinen Füßen Dein armes Kind. Es will die Augen schließen Und glauben blind. 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle Von deiner Macht, Du führst mich doch zum Ziele Auch durch die Nacht. So nimm denn meine Hände Und führe mich Bis an mein selig Ende Und ewiglich. J. v. Hausmann, 7 1901. 27. Btille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht Nur das traute hochheilige Paar, Das im Stalle zu Bethlehem war, Bei dem himmlischen Kind! 2. Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kund gemacht, Durch der Engel Hallelujah Tönt es laut von fern und nah: Christ, der Retter, ist da. 3. Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht Lieb aus deinem göttlichen Mund, Da uns schlägt die rettende Stund, Christ, in deiner Geburt! J. Mohr, 4 1818. 28. Tochter Zion, freue dich, Jauchze laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir, Ja er kommt, der Friedefürst. 2. Hosianna, Davids Sohn, Sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewig Reich, Hosianna in der Höh! 3. Hosianna, Davids Sohn! Sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, Du des ewgen Vaters Kind! Hosianna, Davids Sohn! Sei gegrüßet, König mild. 29. Unter Lilien jener Freuden Sollst du weiden, Seele, schwinge dich empor! Als ein Adler fleug behende; Jesu Hände Offnen schon das Perlentor. 2. Laßt michgehen, laßt michlaufen Zu dem Haufen Derer, die des Lammes Thron Nebst dem Chor der Seraphinen Schon bedienen Mit dem reinsten Jubelton. 3. Löse, erstgeborner Bruder 746. Doch die Ruder Meines Schiffleins, laß mich ein In den sichern Friedenshafen Zu den Schafen, Die der Furcht entrücket sein. 4. Nichts Süßes Lebe Was die E Sollt ich in Und nichte Nein, ich ei 5. Herzensl Mir nichts Glauben, d Nach dir se In der Höl Bis sie sich 6. O wie be Daß mit Le Unser Mun Du kannst d Träumend Und machst 7. Du ha Furcht und Muß nun f Tod, dein S Meine Glier Werden fröl 8. Gottes Le Hier und de Mit der her Du hast die Mir gegeber Hole, Heilar D. Vater, dein Durch die g Läßt uns sch Deines Reic Denn dein Mund, Stund, 2/½ b 1818. zu dir, ürst. hun, eich,‚ hn! hron, idl 1746. den r! de; r. laufen hron phinen K. der ich ein fen ein. Geistliche Volkslieder. 557 4. Nichts soll mir am Herzen kleben, Süßes Leben, Was die Erde in sich hält. Sollt ich in der Wüste weilen. Und nicht eilen? Nein, ich eil ins Himmelszelt. 5. Herzensheiland, laß den Glau⸗ ben Mir nichts rauben, Glauben, der durch alles dringt. Nach dir sehnt sich meine Seele In der Höhle, Bis sie sich von hinnen schwingt. 6. O wie bald kannst du es machen, Daß mit Lachen Unser Mund erfüllet sei. Du kannst durch des Todes Türen Träumend führen ö Und machst uns auf einmal frei. 7. Du hast Sünd und Straf getragen; Furcht und Zagen Muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel liegt darnieder: Meine Glieder Werden fröhlich auferstehn. 8. Gottes Lamm, dich will ich loben Hier und droben Mit der herzlichsten Begier; Du hast dich zum ewgen Leben Mir gegeben: Hole, Heiland, mich zu dir! J. L. K. Allendorf, 4 1773. 30. Vater, deines Geistes Wehen Durch die ganze Christenheit Läßt uns schon von ferne sehen Deines Reiches Herrlichkeit; Denn dein Wort wird ausge⸗ spendet Durch die ganze weite Welt, Millionenweis gesendet Auf das große Ackerfeld. 2. Bald wird dieser Same blühen Allenthalben hoch und hehr, Denn Evangelisten ziehen Über Inseln, Land und Meer. Um die Saaten zu begießen, Geist der Pfingsten, komm herab! Laß die Lebensströme fließen Bis zum Grabe tief hinab. 3. Sei gegrüßt, du ewger Morgen, Steige, Sonne, bald empor! Weicht nun, all ihr bangen Sorgen, Glanz des Herrn, brich schnell hervor! Seht, der Berge Spitzen glühen Schon im ewgen Morgenlicht, Und die Frühlingsblumen blühen: Brüder, alle, zweifelt nicht! J. H. Jung⸗Stilling, 4 1817. 31. Doller Wunder, voller Kunst, Voller Weisheit, voller Kraft, Voller Hulde, Gnad und Gunst, Voller Labsal, Trost und Saft, Voller Wunder, sag ich noch, Ist der keuschen Liebe Joch. 2. Die sich nach dem Angesicht Niemals hiebevor gekannt, Auch sonst im geringsten nicht Mit Gedanken zugewandt, Deren Herzen, deren Hand Knüpft Gott in ein Liebesband. 3. Hier wächst ein geschickter Sohn, Dort ein edle Tochter zu: Eines ist des andern Kron, Eines ist des andern Ruh, Eines ist des andern Licht, Wissens aber beide nicht. 558 Geistliche Volkslieder. 4. Bis so lang es dem beliebt, Der die Welt im Schoße hält Und zur rechten Stunde gibt Jedem, was ihm wohl gefällt. Da erscheint in Werk und Tat Der so tief verborgne Rat. 5. Jeder findet, jeder nimmt, Was der Höchst ihm ausersehn: Was im Himmel ist bestimmt, Pflegt auf Erden zu geschehn, Und was dann nun so geschicht, Das ist sehr wohl ausgericht. 6. Laß zusammen, was Gott fügt, Der weiß, wie's am besten sei. Unser Denken fehlt und trügt, Sein Gedank ist Mangels frei, Gottes Werk hat festen Fuß, Wenn sonst alles fallen muß. 7. Siehe frommen Kindern zu, Die im heilgen Stande stehn, Wie so wohl Gott ihnen tu, Wie so schön er lasse gehn Alle Taten ihrer Händ Auf ein gutes selges End. 8. Ihrer Tugend werter Ruhm Steht in steter voller Blüt, Wenn sonst aller Liebe Blum Als ein Schatten sich verzieht; Und wenn aufhört alle Treu, Ist doch ihre Treue neu. 9. Ihre Lieb ist immer frisch Und verjüngt sich fort und fort, Liebe zieret ihren Tisch Und versüßet alle Wort; Liebe gibt dem Herzen Rast In der Müh⸗ und Sorgenlast. 10. Gehts nicht allzeit, wie es soll, Ist doch diese Liebe still, Hält sich in dem Kreuze wohl, Denkt, es sei des Herren Will, Und versichert sich mit Freud Einer künftgen bessern Zeit. 11. Unterdessen geht und fleußt Gottes reicher Segenbach, Speist die Leiber, tränkt den Geist, Stärkt des Hauses Grund und Dach, Und was klein, gering und bloß, Macht er mächtig, viel und groß. 12. Endlich, wenn nun ganz voll⸗ bracht, Was Gott hier in dieser Welt Frommen Kindern zugedacht, Nimmt er sie ins Himmelszelt Und drückt sie mit großer Lust Selbst an seinen Mund und Brust. 13. Nun so bleibt ja voller Gunst, Voller Labsal, Trost und Saft, Voller Wunder, voller Kunst, Voller Weisheit, voller Kraft, Voller Wunder, sag ich noch, Bleibt der keuschen Liebe Joch. P. Gerhardt, 4 1676. 32. Wa⸗ ist die Macht, was ist die Kraft, Des Christen stolze Ritterschaft, Der Schild und Schirm und Schmuck der Ehren, Die unbestochne Wehr der Wehren, In jeder Not und Fahr der Hort? Das ist das Wort, das feste Wort! 2. Was kann, wie ein zweischneidig Schwert, Das blinkend aus der Scheide fährt, Mark und Gebein im Nu zer⸗ schneiden, Die Geister und die Leiber scheiden? Was hat so freißlich scharfen Ort? Das ist das Wort, das feste Wort. 3. Was braust daher wie Win⸗ desbraut Und überdonnert Donners Laut? Was donnert Gleich einem Was ists, das! Das ist das V 4. Was säuf Vom Frühlin Was säuselt Ein Trost Was wehet a Das ist das N 5. O Wort Das so gewal O Wort der Zum Heilen Du warest eh Du starkes W 6. O Wort Du meines§ Wollst ewig 1 Durch Donné Zum rechten K Mein starkes Was macht Und brecheten Im Herrn sit Und bleibens Das Band,‚, d Geistliche Volkslieder. 559 Was donnert in der Sünder Ohren Gleich einem Schwur, von Gott geschworen? Was ists, das durch die Seele bohrt? Das ist das Wort, das feste Wort. 4. Was säuselt wie ein Westen⸗ wind Vom Frühlingshimmel sanft und lind? Was säuselt liebreich durch die Herzen, Ein Trost und Balsam aller Schmerzen? Was wehet alle Sorgen fort? Das ist das Wort, das feste Wort. 5. O Wort der Macht, o Wort der Kraft, Das so gewaltig wirkt und schafft, O Wort der Schrecken und der Freuden, Zum Heilen mächtig und Zer⸗ schneiden, Du warest eh als Zeit und Ort, Du starkes Wort, du festes Wort. 6. O Wort der Macht, o Wort der Kraft, Du meines Herzens Ritterschaft, Wollst ewig in und bei mir räir en, Durch Donner und durch Säu⸗ seln treiben Zum rechten Kampfe fort und fort, Mein starkes Wort, mein festes Wort! E. M. Arndt, 4 1860. 33. Was macht ihr, daß ihr weinet Und brechet mir mein Herz? Im Herrn sind wir vereinet Und bleibens allerwärts. Das Band, das uns verbindet, Löst weder Zeit noch Ort; Was in dem Herrn sich findet, Das währt in ihm auch fort. 2.Man reicht sich wohl die Hände, Als sollts geschieden sein, Und bleibt doch ohne Ende Im innigsten Verein. Man sieht sich an, als sähe Man sich zum letztenmal, Und bleibt in gleicher Nähe Dem Herrn doch überall. 3. Man spricht: Ich hier, du dorten, Du ziehest und ich bleib, Und ist doch aller Orten Ein Glied an einem Leib. Man spricht vom Scheidewege Und grüßt sich einmal noch Und geht auf einem Wege In einer Richtung doch. 4. Was sollen wir nun weinen Und so gar traurig sehn? Wir kennen ja den Einen, Mit dem wir alle gehn. In einer Hut und Pflege, Geführt von einer Hand, Auf einem sichern Wege Ins eine Vaterland. 5. So sei denn diese Stunde Nicht schwerem Trennungsleid, Nein, einem neuen Bunde Mit unserm Herrn geweiht. Wenn wir uns ihn erkoren Zu unserm höchsten Gut, Sind wir uns nicht verloren, Wie weh auch Scheiden tut. Ph. Spitta, 4 1859. 34. Weil ich Jesu Schäflein bin, Freu ich mich nur immerhin Über meinen guten Hirten, Der mich schön weiß zu bewirten, 560 Geistliche Volkslieder. Der mich liebet, der mich kennt Und bei meinem Namen nennt. 2. Unter seinem sanften Stab Geh ich ein und aus und hab Unaussprechlich süße Weide, Daß ich keinen Mangel leide; Und so oft ich durstig bin, Führt er mich zum Brunnquell hin. 3. Sollt ich denn nicht fröhlich sein, Ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen Werden Engel heim mich tragen In des Hirten Arm und Schoß! Amen! Ja, mein Glück ist groß. Luise v. Hayn, 4 1782. 35. Wenn alle untreu werden, So bleib ich dir doch treu, Daß Dankbarkeit auf Erden Nicht ausgestorben sei! Für mich umfing dich Leiden, Vergingst für mich in Schmerz, Drum geb ich dir mit Freuden Auf ewig dieses Herz. 2. Oft muß ich bitter weinen, Daß du gestorben bist, Und mancher von den Deinen Dich lebenslang vergißt. Von Liebe nur durchdrungen, Hast du so viel getan, Und doch bist du verklungen, Und keiner denkt daran. 3. Du stehst voll treuer Liebe Noch immer jedem bei, Und wenn dir keiner bliebe, So bleibst du dennoch treu. Die treuste Liebe sieget, Am Ende fühlt man sie, Weint bitterlich und schmieget Sich kindlich an dein Knie. 4. Ich habe dich empfunden; O lasse nicht von mir! Laß innig mich verbunden Auf ewig sein mit dir! Einst schauen meine Brüder Auch wieder himmelwärts Und sinken liebend nieder Und fallen dir ans Herz. F. v. Hardenberg, 4 1801 36. Wenn ich Ihn nur habe, Wenn er mein nur ist, Wenn mein Herz bis hin zum Grabe Seine Treue nie vergißt: Weiß ich nichts von Leide, Fühle nichts als Andacht, Lieb und Freude. 2. Wenn ich Ihn nur habe, Laß ich alles gern, Folg an meinem Wanderstabe Treugesinnt nur meinem Herrn; Lasse still die andern Breite, lichte, volle Straßen wan⸗ dern. 3. Wo ich Ihn nur habe. Ist mein Vaterland; Und es fällt mir jede Gabe Wie ein Erbteil in die Hand. Längst vermißte Brüder Find ich nun in seinen Jüngern wieder. F. v. Hardenberg, 4 1801. 37. Wer ist ein Mann? Wer beten kann Und Gott dem Herrn vertraut; Wenn alles bricht, er zaget nicht: Dem Frommen nimmer graut. 2. Wer if Inbrünsti Denn dies Die bricht 3. Wer i Von Herz Die heilge Und stärkt 4. Dies i Für Weib Der kalten Und ihre 5. Dies i Für Freih Dem from Es geht ih 6. Dies i Für Gott Er läßt ni Mit Herz 7. So, der Mit Gott! Denn Gott Von Gott k Wer nur Der findet Weil er ih Auf welcher abe, um Grabe de, cht, Lieb Freude. habe, erstabe n Herrn; zen wan⸗ dern. be, abe Hand. Jüngern wieder. + 1801. zer beten kann ertraut; get nicht: graut. Geistliche 2. Wer ist ein Mann? Wer glau⸗ ben kann Inbrünstig, wahr und frei; Denn diese Wehr bricht nimmer⸗ mehr, Die bricht kein Mensch entzwei. 3. Wer ist ein Mann? Wer lie⸗ ben kann Von Herzen fromm und warm: Die heilge Glut gibt hohen Mut Und stärkt mit Stahl den Arm. 4. Dies ist der Mann, der strei⸗ ten kann Für Weib und liebes Kind; Der kalten Brust fehlt Kraft und Lust, Und ihre Tat wird Wind. 5. Dies ist der Mann, der ster⸗ ben kann Für Freiheit, Pflicht und Recht; Dem frommen Mut deucht alles gut, Es geht ihm nimmer schlecht. 6. Dies ist der Mann, der ster⸗ ben kann Für Gott und Vaterland, Er läßt nicht ab bis an das Grab Mit Herz und Mund und Hand. 7. So, deutscher Mann, so, freier Mann, Mit Gott dem Herrn zum Krieg! Denn Gott allein kann Helfer sein, Von Gott kommt Glück und Sieg. E. M. Arndt, 4 1860. 38. Wer nur mit seinem Gott ver⸗ reiset, Der findet immer Bahn gemacht, Weil er ihm lauter Wege weiset, Auf welchen stets sein Auge wacht. Volkslieder. 5061 Hier gilt die Losung früh und spat: Wohl dem, der Gott zum 537 0 at. 2. Gott hat sich gar zu sehr ver⸗ bunden, Daß er will bei den Seinen sein; Kein Ort wird in der Welt ge⸗ funden, Er zieht mit ihnen aus und ein Durch Feuers⸗ und durch Was⸗ sersnot, Auch selbsten mitten durch den Tod. 3. Er leitet uns mit seinen Augen, Er gängelt uns mit seiner Hand. Wenn Luft und Wetter nicht mehr taugen, So überdeckt uns sein Gewand; Ja seine Liebe kann allein Der beste Schirm im Sturme sein. 4. Wir reisen, Herr, in deinem Namen: Sei du Gefährte, Weg und Stab. Die Helden, die zu Jakob kamen, Send auch zu unserm Schutz herab; Mach Aus⸗ und Eingang so be⸗ glückt, Daß uns kein Fall das Ziel ver⸗ rückt. 5. Bleib bei uns, wenns will Abend werden; Gib Licht durch deine Gegenwart, Sei unser Leitstern hier auf Erden; Und ist der Kreuzsteg schwer und hart, So tröst uns mit der Rosenbahn, Die man dort oben wandeln kann. 6. Wirst du mit uns auf diesem Wege Durch deinen Schutz und Leitung sein Und auch indessen deine Pflege Den Hinterlassenen verleihn, Nn 2502 Geistliche Volkslieder. So soll das unser Opfer sein: Gelobet sei der Herr allein! 7. Wir wollen einen Altar bauen, Der Eben⸗Ezer heißen soll; Daran soll man die Worte schauen: Gott führet seine Kinder wohl. Und also findt die Losung statt: Wohl dem, der Gott zum Iubat at! B. Schmolck, 4 1737. 39. Wie mit grimmgem Unverstand Wellen sich bewegen! Nirgends Rettung, nirgends Land Vor des Sturmwinds Schlägen! Einer ists, der in der Nacht, Einer ists, der uns bewacht: Christ in der Höh, du wandelst auf der See! 2. Wie vor unserm Angesicht Mond und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Ruder bricht, Wo dann Rettung finden? Keine Hülf, als bei dem Herrn: Er 1 uns der Morgenstern. Christ in der Höh, erschein uns auf der See! 3. Nach dem Sturme fahren wir Sicher durch die Wellen, Lassen, großer Schöpfer, dir Unser Lob erschallen; Lobet ihn mit Herz und Mund, Lobet ihn zu jeder Stund! Christ in der Höh, ja dir gehorcht die Seel! 4. Einst in meiner letzten Not Laß mich nicht versinken! Soll ich von dem bittern Tod Well auf Welle trinken: Reiche mir dann liebentbrannt, Herr, Herr, deine Glaubenshand! Christ in der Höh, komm zu uns auf die See! J. Falk, + 1826. 40. Wie sie so sanft ruhn, alle die Seligen, Von ihrer Arbeit, die sie in Gott getan, Und ihre Werke folgen ihnen Nach in des ewigen Friedens Hütten! 2. Von ihren Augen wischt er die Tränen ab, Sie kommen freudig, bringen die Garben ein, Die weinend gingen, edlen Samen Trugen in Hoffnung, in Lieb und Glauben. 3. Wenn einst die Stimme wie⸗ der sie auferweckt Des Menschensohnes, die durch die Gräber dringt, Dann wird, was irdisch und ver⸗ weslich, Himmlisch und jugendlich aufer⸗ stehen. 4. Preis, Ruhm und Ehre sei dir, o Gott, gebracht Für deine Werke, die du an uns getan: Daß, wie in einem alle sterben, Also in einem sie wieder leben. S. D. Roller, 4 1850. 41. Wir pflügen und wir streuen Den Samen auf das Land, Doch Wachstum und Gedeihen * In unse Es geht Kommt Alle Komn ˙½ Dr Und! 3. Wa Von Ge Der Stsr Das Sa Von ihr Und Ko Das sch. Und Sel Alle g Komn Dr Und l 4. Er Er stellt Er läßt Und tut Er schen Er mack Er gibt Und sein enshand! zu uns die See! + 1826. alle die Seligen, in Gott getan, nen Friedens Hütten! ischt er men ab, igen die ben ein, Samen ieb und zlauben. me wie⸗ ferweckt emdurch dringt, ind ver⸗ weslich, )aufer⸗ stehen. hre sei gebracht an uns getan: terben, leben. f 1850. treuen I eihen * Geistliche Volkslieder. 563 Steht in des Himmels Hand: Der tut mit leisem Wehen Sich mild und heimlich auf Und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf. Alle gute Gabe Kommt her von Gott dem Herrn, „: Drum dankt ihm, dankt: Und hofft auf ihn. 2. Er sendet Tau und Regen Und Sonn- und Mondenschein Und wickelt seinen Segen Gar zart und künstlich ein Und bringt ihn dann behende In unser Feld und Brot: Es geht durch unsre Hände, Kommt aber her von Gott. Alle gute Gabe Kommt her von Gott dem Herrn, „: Drum dankt ihm, dankt Und hofft auf ihn. 3. Was nah ist und was ferne, Von Gott kommt alles her, Der Strohhalm und die Sterne, Das Sandkorn und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter⸗ Und Korn und Obst, von ihm Das schöne Frühlingswetter Und Schnee und Ungestüm. Alle gute Gabe Kommt her von Gott dem Herrn, : Drum dankt ihm, dankt Und hofft auf ihn. 4. Er läßt die Sonn aufgehen, Er stellt des Mondes Lauf; Er läßt die Winde wehen Und tut die Wolken auf. Er schenkt uns so viel Freude, Er macht uns frisch und rot; Er gibt dem Viehe Weide Und seinen Menschen Brot. Alle gute Gabe Kommt her von Gott dem Herrn, Drum dankt ihm, dankt Und hofft auf ihn. M. Claudius, 4 1815. 42. Wo findet die Seele die Heimat, die Ruh? Wer deckt sie mit schützenden Fit⸗ tichen zu? Ach bietet die Welt keine Freistatt uns an, Wo Sünde nicht herrschen, nicht anfechten kann? Nein, nein,) hier ist sie nicht: Die Heimat der Seele ist droben im Licht. 2. Verlasset die Erde, die Heimat zu sehn, Die Heimat der Seele, so herrlich, so schön! Jerusalem droben, von Golde er⸗ baut, Ist dieses die Heimat der Seele, der Braut? : Ja, ja,:: dieses allein Kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein. 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Lichtl Tod, Sünde und Schmerzen, die kennt man dort nicht; Das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang Bewillkommt die Seele mit süßem Gesang. : Ruh, Ruh,„: himmlische Ruh Im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu! Nn 2 Perzeichnis der Lieder. (Die Lieder des Anhangs sind durch ein Sternchen bei der Nummer bezeichnet!) Nr. A. Ach bleib bei uns, Herr Jesu 238 Ach bleib mit deiner Gnade 22 Ach Gott, ich muß in... 628 Ach Gott, in Gnaden von uns 515 Ach Gott und Herrr 282 Ach Gott, verlaß mich nicht 486 Ach Gott, vom Himmel sieh 239 Ach Gott, wie manches... 435 Ach Herre, du gerechter Gott 576 Ach Jesu, gib mir sanften„ 408 Ach mein Herr Jesu, dein. 379 Ach mein Jesu, sieh, ich trete 550 Ach sagt mir nichts von Gold 380 Ach sieh ihn dulden, bluten 116 Ach wär ich doch schon droben 635 Ach was sind wir ohne Jesum 381 Ach was soll ich Sünder.. 283 Ach wenn ich dich, mein Gott 382 Ach wie heilig ist der Ort„249 Ach wie nichtig, ach wie.. 586 Ach wundergroßer Siegesheld 168 Alle Christen hören gerne.. 336 Allein Gott in der Höh sei. 1 Allein zu dir, Herr Jesu.. 284 Alle Menschen müssen sterben 587 Aller Gläubgen Sammelplatz 636 Alles ist an Gottes Segen. 436 Alles ist euer, o Worte... 302 Alle Welt, was lebt und.. 36 Allgenugsam Wesen 383 Also hat Gott die Welt geliebt 72 Auf, auf, den Herrn zu loben 518 Auf, auf, ihr Reichsgenossen 55 Auf, auf, mein Herz mit..1 Auf, Christenmensch, auf, auf 417 Auf Christi Himmelfahrt.. 169 Auf den Nebel folgt die... Auf diesen Tag bedenken wir Auferstanden, auferstanden. Auferstehn, ja auferstehn Auf Gott und nicht auf... Auf, hinauf zu deiner Freude Auf, ihr Christen, Christi.. Auf, ihr Streiter. Auf meinen lieben Gott... Aus einem tief vor dir.. Aus Gnaden soll ich selig.. Aus irdischem Getümmel.. Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Not schrei ich zu Aus unsrer ersten Tränensaat B. Bang und doch voll selger. Bedenke, Mensch, das Ende. Befiehl du deine Wege Bei dir, Jesu, will ich bleiben Bescher uns, Herr, das täglich Beschwertes Herz, leg ab.. Betgemeinde, heilge dich.. Bis hieher hat mich Gott.. Brich an, du schönes Mor⸗ genlichht.. —7— Brunn alles Heils, dich ehren C. Christ, alles was dich kränket Christ, aus deinem Herzen. Christ, der du bist der helle Christe, du Beistand deiner. Christe, du Lamm Gottes.. Christe, mein Leben, mein Nr. 437 170 144 +. 637 438 384 418 419 439 285 303 107 519 286 22 264 588 ü440 52⁰ 207 441 442 551 212 265⁵ 3387 Christen Christe, Christ fi Christi B Christ is Christ la Christ un Christus Dank sei Dankt de Das alte Das Jah Das ist Das ist Das lieb Das wal Das wal Dein Kön Dein Mi Dein We Dennoch Der am Der beste Der du, Der du Der du! Der du Der Glar Der Heilc Der heilg Der Herr Der Herr Der Herr Der Herr Der liebe Der Menf Der Mor Der Sab Der schör Der Tag Der Tag er Tod Der vom ezeichnet.) Nr. 1437 wir 170 n. 144 637 238 ude 384 418 419 439 285 3J.. 303 3. 107 nde 519 zu 286 adal 2 er. 264 de. 588 440 ben 257 lich 544 .37 3. 23 . 93 or⸗ . 73 jes⸗ . 520 ren 207 Kket 441 n. 442 elle 551 er 212 . 205 16.337 Verzeichnis der Lieder. Christen sind ein göttlich Volk Christe, wahres Seelenlicht. Christ fuhr gen Himmel Christi Blut und Gerechtigkeit Christ ist erstanden..... Christ lag in Todesbanden. Christ unser Herr zum Jordan Christus der ist mein Leben D. Dank sei Gott in der Höhe. Dankt dem Herrn, ihr... Das alte Jahr vergangen ist Das Jahr geht still zu Ende Das ist eine selge Stunde. Das ist ein teuer wertes Das liebe neue Jahr geht an Das walte Gott, der helfen. Das walt Gott Vater und. Dein König kommt in niedern Dein Mittler kömmt; auf.. Dein Wort, o Herr, ist.. Dennoch bleib ich stets an dir Der am Kreuz ist meine Liebe Der beste Freund ist in dem Der du, Herr Jesu, Ruh.. Der du in Todesnächten.. Der du noch in der letzten. Der du zum Heil erschienen Der Glaub ist eine Zuversicht Der Heiland kommt, lobsinget Der heilge Christ ist kommen Der Herr, der aller Enden. Der Herr fährt auf gen.. Der Herr hat allees Der Herr ist Gott und keiner Der lieben Sonne Licht und 5 Der Mensch hat nichts so eigen Der Mond ist aufgegangen. Der Sabbat ist vergangen.5 Der schöne Tag bricht an.. 5 Der Tag ist hin, mein Geist Der Tag ist hin, mein Jesu Der Tod ist tot, das Leben. Der vom Kreuze du regierest Nr. 338 521 1 30⁴4 14⁵ 146 251 589 522 2 9⁴ 9⁵ 38 305 96 487 523 56 57 240 443 117 3 118 229 213 102² Der Weg ist gut, der durch Des Jahres schöner Schmuck Des Morgens, wenn ich früh Dich begehrt des Herzens.. Dich, dich, mein Gott, will. Die auf der Erde wallen. Die Christen gehn von Ort. Die Ernt ist nun zu Ende. Die Gnade geht durch Stufen: Die Gnade sei mit allen.. Die güldne Sonne ö Die helle Sonn leucht jetzt. Die Herrlichkeit der Erden. 56 Die Himmel rühmen des Die Nacht ist hin, mein Geist! Die Nacht ist nun vergangen Die Sach ist dein, Herr Jesu Die Seele Christi heilge mich Dies ist der Tag, den Gott Dies ist die Nacht, da mir. Die Sonn hat sich mit ihrem Die Tugend wird durchs.. Die wir uns allhier beisam⸗ mei Dir, dir, Jehova, will ich Dir jauchzet froh die. Dir, milder Geber aller... Du aller Menschen Vater.. Du bist zwar mein Du hast, o Gott der Einigkeit Du kannsts nicht böse meinen Du, meine Seele, singe Du, o schönes Weltgebäude. Durch Adams Fall ist ganz Durch Trauern und durch. Du reicher Trost der Armen Du siehest, Mensch, wie fort Du sollst in allen Sachen. Du Wort des Vaters, rede. E. Ein Christ, ein tapfrer. Eine Herde und ein Hirt. Einen guten Kampf hab ich Einer ist König, Immanuel 505 Nr. 446 57⁴4 525 339 526 590• 638 49⁵ 447 4 340 308 97 579 592 488 34¹ 421 230 593 18⁰ 566 Verzeichnis der Lieder. Nr. Einer ists, an dem wir hangen 231 Einer nur ist ewig wert.. 385 Eines wünsch ich mir vor. 121 Ein feste Burg ist unser Gott 214 Ein getreues Herze wissen.. 8 Ein Haupt hast du dem Volk 506 Ein Lämmlein geht und trägt 122 Ein neuer Tag, ein neues. 572 Ein reines Herz, Herr, schaff 342 Eins ist not, ach Herr, dies 309 Einst selig dort zu werden. 343 Ein Tröpflein von den Reben 639 Ein wahrer Glaub das Herze 410 Ein Wetter steiget auf... 580 Empor zu ihm, mein.. 78 Erhalt uns, Herr, bei deinem 241 Erhebe dich, o meine Seel. 531 Erinnre dich, mein Geist.. 148 Ermuntert euch, ihr Frommen 640 Ermuntre dich, mein schwacher 79 Erneure mich, o ewges Licht 344 Erschienen ist der herrlich Tag 149 Es fähret heute Gottes Sohn 173 Es glänzet der Christen... 345 Es ist das Heil uns kommen 310 Es ist ein Reis entsprungen*9 Es ist genug, so nimm, Herr 594 Es ist gewiß ein köstlich Ding 448 Es ist gewißlich an der Zeit 641 Es ist nicht schwer, ein Christ 346 Es ist noch eine Ruh.... 642 Es kennt der Herr die Seinen 347 Es kostet viel, ein Christ zu 348 Es wolle Gott uns gnädig. 215 F. Fahre fort, fahre fort.... 216 Fang dein Werk mit Jesu an 489 Fein niedrig sein auf Erden 349 Fortgekämpft unnd 42² Freu dich sehr, o meine Seele 595 Freuet euch, ihr Christen alle 80 Fröhlich soll mein Herze.. 81 Früh am Morgen Jesus gehe 532 Frühmorgens, da die Sonn Für alle Güte sei gepreist G. Gedanke, der uns Leben gibt Geh aus, mein Herz, und. Geh hin nach Gottes Willen Geht hin, ihr gläubigen... Geht nun hin und grabt. Geist des Glaubens, Geist. Geist des Herrn, dein Licht. Geist vom Vater und vom Sohne, du, der unser. Geist vom Vater und vom Sohn, weihe dir... Gelobet sei der Herr, mein. Gelobet seist du, Jesu Christ Gen Himmel aufgefahren ist Gesegn uns, Herr, die Gaben 543 Gib dich zufrieden und sein Gott, deine Güte reicht so. Gott, der du Herzenskenner. Gott, der wirds wohl machen Gott des Himmels und der. 5 Gott, du Licht, das ewig.. Gottes Sohn ist kommen.. Gottes Stadt steht fest... Gott herrschet und hält bei. Gott ist gegenwärtig Gott ist getreu! Sein Herz. Gott ist mein Hot ö Gott ist und bleibt getreu. Gott lebet noch! Seele, was Gott lebt: wie kann ich... Gottlob, der Tag ist nun.. Gottlob, die Stund ist kommen 6 Gottlob, ein neues Kirchen⸗ Gott ruft der Sonne, ruft. Gott sei Dank durch alle Welt Gott sei gelobet und... Gott und Vater, nimm... Gott Vater, höre unsre Bitt + Gott Ve Gott, ve Gott wi Großer Großer Großer Großer Guter§H Halleluje Halleluje Halleluje Halleluje Halt im Harre, n Heiland, Heilge C Heilger Herr, de Herr, de Herr Ge regi Herr Go Herr Go Herr, hö Herr, ich Herr Jes Herr Jes Herr Jes Gut Herr Jes Gut Herr Jef Herr Jef Herr Jef Herr Jef Herr, nu un itt Verzeichnis der Lieder. Gott Vater, sende deinen. Gott, vor dessen Angesichte Gott wills machen, daß die Großer Gott von alten Zeiten Großer Gott, wir loben dich Großer Immanuel, schauen. Großer Mittler, der zur. Guter Hirt, der seine Herde H. Hallelujah! jauchzt, ihr Chöre Hallelujah! Jesus lebet... Hallelujah! Lob, Preis und. Hallelujah, schöner Morgen. Halt im Gedächtnis Jesum. Harre, meine Seele Heiland, deine Menschenliebe Heilge Einfalt Heilger Jesu, Heilgungsquelle Herr, dein Wort, die edle Herr, der du mir das Leben Herr, der du vormals hast. Herr, die Erde ist gesegnet. Herr, du hast für alle Sünder Herr, es ist der Tag erschienen Herr, es ist von meinem.. Herr Gott, dich loben wir, Herr Herr Gott, dich loben wir; Herr Gott, du kennest meine Herr Gott, Vater iiim. Herr, höre, Herr, erhöre.. Herr, ich habe mißgehandelt Herr Jesu Christ, dein teures Herr Jesu Christ, dich zu uns Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, sieh doch Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, wir kommen.. Herr Jesu Christ, wahr... Herr Jesu, dir sei Preis Herr Jesu, Gnadensonne.. Herr Jesu, Licht der Heiden Herr, nun laß in Friede 6*˙* 268 598 269 353 103 599 Herr, öffne mir de Herr, stärke mich, dein Leiden Herr, unser Gott, laß nicht Herr, unser Herrscher.... Herr, wenn du willst... Herr, wie du willst, so schicks Herzlich lieb hab ich dich.. Herzlich tut mich verlangen Herzliebster Jesu, was hast. Herzog unsrer Seligkeiten.. Herz und Herz vereint.. Heut triumphieret Gottes.. Hier ist mein Herz, Herr. Hier legt mein Sinn sich vor Hilf, Helfer, hilf in Angst.. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen Hilf mir, mein Gott, hilf.. Hilf uns, Herr, in allen. Himmelan geht unsre Bahn Himmelan, nur himmelan Himmel, Erde, Luft und. Hinunter ist der Sonne.. Hirte deiner Schafe Höchster Gott, dir danken wir Höchster Tröster, komm.. Hosianna! Davids Sohn.. Hüter, wird die Nacht der. J. Jauchzet Gott in allen Landen Jauchzet, ihr Himmel. Ich armer Mensch, ich armer Ich bete an die Macht der. Ich bin bei Gott in Gnaden Ich bin ein Gast auf Erden Ich bin getauft auf deinen. Ich bin ja, Herr, in deiner Ich bin in allem wohl... Ich bin in dir und du in mir Ich dank dir schon durch.. Ich danke dir für deinen Tod Ich geh zu deinem Grabe. Ich habe gnug, mein Herr. Ich habe Lust zu scheiden. 604 568 Verzeichnis der Viever. Nr. Ich habe nun den Grund. 316 Ich hab in Gottes Herz und 457 Ich hab in guten Stunden. 458 Ich hab mein Sach Gott.. 605 Ich hab mich Gott ergeben. 606 Ich hab von ferre 360 Ich heb mein Augen sehnlich 504 Ich komme, Herr, und suche 270 Ich komme vor dein Angesicht 30 Ich komm jetzt als ein armer 271 Ich laß dich nicht, du mußt 459 Ich ruf zu dir, Herr Jesu. 31 Ich sag es jedem, daß er lebt 14 Ich singe dir mit Herz und 7 Ich soll zum Leben dringen 424 Ich steh an deiner Krippe. 84 Ich steh in meines Herren. 460 Ich sterbe täglich, und mein 607 Ich trau auf Gott in allen. 461 Ich und mein Haus wir sind 496 Ich weiß, an wen ich glaube, denn 608 Ich Wnit; daß mein Erlöser 156 Ich weiß, es wird mein Ende 609 Ich weiß, mein Gott, daß all 490 Ich weiß von keinem andern 318 Ich will dich erheben.... 15 Ich will dich immer treuer. 388 Ich will dich lieben, meine. 389 Ich will von meiner Missetat 290 Je größer Kreuz, je näher. 462 Jehova, Herr und König.. 505 Jerusalem, du hochgebaute 643 Jes u, bittend kommen wir. 232 Jesu, deine Passin. 127 Jesu, deine tiefen Wunden„128 Jesu, der du bist alleine.. 182 Jesu, Freund der 272 Jesu, frommer Menschenher⸗ den:46. 390 Jesu, geh voraean 491 Jesu, großer Wunderstern„104 Jesu, hilf siegen, du Fürste. 425 Nr. Jesu, Jesu, Brunn des Lebens 47 Jesu, komm doch selbst zu. 391 Jesu, meine Freude 392 Jesu, meines Lebens Leben. 129 Jesus Christus herrscht als. 183 Jesus ist mein Freudenlicht 393 Jesus lebt, mit ihm auch ich 157 Jesus, meine Zuversicht... 158 Jesus nimmt die Sünder an 319 Jesus schwebt mir in.... 394 Ihr armen Sünder, kommt 291 Ihr aufgehobnen Segens⸗ Hände 174 Ihr Christen auserkoren.. 85 Ihr Mitgenossen, auf zum. 426 Immer muß ich wieder lesen 16 In allen meinen Taten... 492 In Christi Wunden schlaf ich 610 In dich hab ich gehoffet.. 463 In dir ist Freudde 417 In Gottes Namen fahren wir 18 Ist Gott für mich, so trete. 320 K. König, dem kein König.. 184 König Jesu, streite, siege.. 185 Komm, du wertes Lösegeld. 62 Komm, Heidenheiland... 63 Komm, heiliger Geist, Herre 197 Komm, mein Herz, in Jesu 273 Komm, o komm, du Geist. 198 Kommst du, kommst du, Licht 64 Kommt her, ihr Christen.. 250 Kommt her, ihr seid geladen 274 Kommt, Kinder, laßt uns.. 361 Kommt, laßt euch den Herren 110 Kommt und laßt uns.. 86 Kyrie, eleison(Litaneiy).. 32 Laß dich, Herr Jesu Christ 497 Lasset mich voll Freuden.. 260 Lasset uns mit Jesu ziehen. 111 Laß mich dein sein und bleiben 48 Laß mich, o Herr, in allen. 362 Laß, o Laßt mi Lebensso Lebst du Licht vor Liebe, di Liebe, di Liebfter dein Lob sei de Lobt Go Löwen, l Mache di Machs en Macht h Man lol Meine L Meinen Mein er Meine S Meine S Meine S Meines Meine S Mein Fñ Mein G Mein G Mein G Mein Ge Mein G Mein Gie Mein He Mein He Mein Ic Mein Je Mein Le Mein S Mein sck Nr. ns 47 391 392 R. 129 8. 183 cht 393 ich 157 „158 m 319 . 394 nt 291 18 174 ö 85 226 en*16 492 ch 610 463 17 dir 18 . 320 184 185 B. 62 63 re 197 su 273 198 ht 64 250 n 274 361 n 110 86 32 ist 497 260 . 114 Rn 48 . 362 Berzeichnis der Nieder. 569 Laß, o Jesu, mir auf Erden 321 Laßt mich gehn, laßt mich„19 Lebenssonne, deren Strahlen 112 Mir nachl! spricht Christus. 429 Lebst du in mir, o wahres. 395 Licht vom Licht, erleuchte.. 49 Liebe, die du mich zum Bilde 363 Liebe, du der Gottheit.... 411 Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte 256 Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort. 50 Lobe den Herren, den mäch⸗ tigenn 8 Lobe den Herren, o meine.9 Lob sei dem allerhöchsten Gott 65 Lobt Gott, ihr Christen... 87 Löwen, laßt euch wiederfinden 427 M. Mache dich, mein Geist, bereit 428 Machs mit mir, Gott, nach 611 Macht hoch die Türr. 66 Man lobt dich in der Stille 10 Meine Lebenszeit verstreicht. 612 Meinen Jesum laß ich nicht 396 Mein erst Gefühl sei Preis. 536. Meine Seel, ermuntre dich. 130 Meine Seele senket sich... 464 Meine Seel ist stille.... 465 Meines Lebens beste Freude 364 Meine Sorgen, Angst und. 466 Mein Freund ist mein... 397 Mein Glaub ist meines.. 322 Nun sich der Tag geendet, mein 567 Mein Gott, das Herz ich.. 365 Mein Gott, du weißt am.. 323 Mein Gott, ich klopf an deine 33 Mein Gott, ich weiß wohl. 613 Mein Gott, nun ist es wieder 537 Mein Heiland nimmt die.. 292 Mein Herz, gib dich zufrieden 467 Mein Jesu, dem dte 186 Mein Jesu, der du vor dem 275 Mein Leben ist en 366 Mein Salomo, dein... 398 Mein schönste Zier und... 563 Nr. Merk, Seele, dir das große. 20 Mir ist Erbarmung 32⁴ Mit Ernst, o Menschenkinder 67 Mit Fried und Freud ich fahr 614 Mitten wir im Leben sind. 615 Morgenglanz der Ewigkeit. 538 Müde bin ich, geh zur Ruh 21 N. Nach einer Prüfung kurzer. 644 Nicht Opfer und nicht Gaben 412 Nicht um ein flüchtig Gut. 367 Nie bist du, Höchster, von. 368 Nimm von uns, Herr, du. 516 Noch läßt der Herr mich leben 539 Nun bitten wir den heiligen 199 Nun bringen wir den Leib zur 616 Nun danket alle Gott...11 Nun danket all und bringet 12 Nun freut euch, Gottes... 175 Nun freut euch, liebe Christen 325 Nun jauchzet all, ihr... 68 Nun jauchzt dem Herren, alle 13 Nun ist vollbracht auch dieser 564 Nun kommt das neue... 69 Nun laßt den Herrn uns.. 583 Nun laßt uns den Leib... 617 Nun laßt uns gehn und treten 101 Nun lob, mein Seel, den.. 14 Nun preiset alle Gottes... 584 Nun ruhen alle Wälder... 565 Nun sich der Tag geendet hat 566 Nun singet und seid froh.. 22 Nur frisch hineiunn. 430 O * O auferstandner Siegesfürst 159 O Christ, wenn Arme man⸗ chesmaul 413 O daß doch bald dein Feuer 233 O daß ich tausend Zungen. 15 O daß mein Leben deine.. 369 O der alles hätt verloren.. 370 570 Nr. O du allersüßste Freude. 200 O du fröhliche, o du selige.*23 O du Liebe meiner Liebe.. 131 O Durchbrecher aller Bande 187 O Ewigkeit, du Donnerwort 645 O Ewigkeit, o Ewigkeit... 646 O frommer und getreuer Gott ller 517 O frommer und getreuer Gott, ich ha)) 293 O Gott, der du dass 585 O Gott, du frommer Gott. 493 O Gottes Sohn, Herr Jesu 326 O Gott, o Geist, o Licht des 201 O Gott, von dem wir alles 547 O großer Geist, des Wesen. 51 O Haupt voll Blut und.. 132 O heilger Geist, kehr bei.. 202 O heilige Dreifaltigkeit... 540 O heiliger Geist, o heiliger. 203 O hilf, Christe, Gottes Sohn 133 O Himmelsgabe, dti.. 244 O Jerusalem, du schöne.. 647 O Jesu Christe, wahres Licht 220 O Jesu Christ, meins Lebens Licht 618 O Jesu, du mein Bräutigam 276 O Jesu, einig wahres Haupt 34 O Jesu, Herr der Herrlichkeit 247 O Jesu, Jesu, Gottes Sohn 399 O Jesu, meine Wonne... 277 O Jesu, süßes Licht 541 König aller Ehren... 105 O O König, dessen Majestät.. 294 O O Lamm Gottes, unschuldig 134 O Lehrer, dem kein andrer 113 O Licht, geboren aus dem. 542 O Liebe, die den Himmel hat 88 O selges Licht, Dreifaltigkeit 568 O selig Haus, wo man dich 498 Ostern, Osteen 424 Osüßer Stand 371 O Tod, wo ist dein Stachel 160 O Traurigkeit, o Herzeleid„135 O Ursprung des Lebens... 114 Verzeichnis der Lieder. O Vater der Barmherzigkeit, der vounn 221 O Vater der Barmherzigkeit, ich fallee 295 O Welt, ich muß dich lassen 619 O Welt, sieh hier dein Leben 136 O wie selig seid ihr doch, ihr 648 R. Richtet auf des Heilands.. 137 Ringe recht, wenn Gottes.. 373 Rüstet euch, ihr Christenleute 431 Ruhe ist das beste Gut... 327 S. Schaffet, schaffet, Menschen⸗ Auver 432 Schaff in mir, Gott, ein.. 296 Schatz über alle Schätze... 400 Schmücke dich, o liebe Seele 278 Schmückt das Fest mit... 204 Schönster Herr Jesu.. 25 Schwing dich auf zu deinem 468 Seele, geh auf Golgatha.. 138 Seelenbräutigaemn 401 Seele, was ermüdst du dich 374 Sei fröhlich alles weit und. 161 Sei getreu bis an das Ende 469 Sei Gott getreu, halt seinen 261 Sei Lob und Ehr dem.. 16 Sei mir tausendmal gegrüßet 139 Sei willkommen, Davids.. 234 Selig sind des Himmels.. 649 Sende, Vater, deinen Geist. 210 Siegesfürst und Ehrenkönig 176 Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig 375 Sieh, wie lieblich und wie. 222 So bin ich nun kein Kind. 376 So führst du doch recht selig 328 So hab ich nun den Fels. 329 So hab ich nun vollendet. 620 So hab ich obgesieget.... 631 So hoff ich denn mit festem 330 So jemand spricht: Ich liebe 414 So ist d Soll ich Sollt es Sollt ich So nimsu Sorge de So ruhe So ruhe So wah— Speis' u Stark is Stille N Strahl 1 Such, w Teures Tut mir Tochter Tretet h Treuer Treuer Treuer Treuer Überwin mer Uns bin Unsern Unter a Unter L Unumsck Valet m Vater,! Vater,! Vater uv Verklärt Verleih Versuche Verzage Voller! Vom Hi Verzeichnis der Lieder. 571 Nr. So ist die Woche nun.... 573 Soll ich denn mich täglich„470 Sollt es gleich bisweilen.. 471 Sollt ich meinem Gott nicht 17 So nimm denn meine Hände 26 Sorge doch für meine Kinder 499 So ruhest du, o meine Ruh 140 So ruhe wohhl. 62¹ So wahr ich lebe, spricht dein 297 Speis' uns, o Gott, deine.. 548 Stark ist meines Jesu Hand 331 Stille Nacht, heilige Nacht„27 Strahl der Gottheit, Kraft„205 Such, wer da will, ein ander 402 D. Teures Wort aus Gottes.. 245 Tut mir auf die schöne... 52 Tochter Zion, freue dich... 28 Tretet her zum Tisch des.. 279 Treuer Hirte deiner Herde„188 Treuer Jesu, wache du... 569 Treuer Meister, deine Worte 115 Treuer Wächter Israel... 513 U. Überwinder, nimm die Pal⸗ men 162 Uns bindet, Herr, dein Wort 223 Unsern Ausgang segne Gott 53 Unter allen großen Gütern. 415 Unter Lilien jener Freuden. 29 Unumschränkte Liebe.... 189 V. Valet will ich dir geben.. 622 Vater, deines Geistes Wehen 30 Vater, kröne du mit Segen. 507 Vater unser im Himmelreich 35 Verklärtes Haupt, nun lebest 163 Verleih uns Frieden.... 514 Versuchet euch doch selbst.. 377 Verzage nicht, du Häuflein„224 Voller Wunder, voller Kunst 31 Vom Himmel hoch da komm 89 Nr. Vom Himmel kam der Engel 90 Von des Himmels Thron.. 262 Von Gott will ich nicht... 472 Vor dir, Herr Jesu, steh.. 298 W. Wach auf, du Geist der... 248 Wach auf, mein Herz, die Nüchr 164 Wach auf, mein Herz, und singe 543 Wachet auf, erhebt die Blicke 225 Wachet auf! ruft uns die.. 650 Walte, walte nah und fern 235 Wandelt glaubend eure Wege 263 Wann wird doch einst... 651 Warum betrübst du dich.. 473 Warum sollt ich mich denn 474 Warum willst du doch für. 475 Was freut mich noch, wenn 332 Was Gott tut, das ist... 476 Was Gott zusammenfügt.. 500 Was hilfts, daß ich mich.. 477 Was ist die Macht, was ist 32 Was macht ihr, daß ihr weinet 33 Was mein Gott will, gescheh 478 Was rührt so mächtig Sinn 236 Was von außen und von.479 Was wär ich ohne dich... 333 Was willst du dich betrüben 480 Weicht, ihr Berge, fallt, ihr 334 Weil ich Jesu Schäflein bin*34 Wenn alle untreu werden„35 Wenn Christus seine Kirche. 226 Wenn doch alle Seelen... 141 Wenn ich Ihn nur habe.. 36 Wenn ich, o Schöpfer, deine 18 Wenn kleine Himmelserben. 632 Wenn meine Sünd mich.. 142 Wenn mein Stündlein... 623 Wenn uns die Feinde kränken 416 Wenn wir in höchsten Nöten 299 Wer das Kleinod will.... 378 Werde licht, du Stadt der. 106 Werde munter, mein Gemüte 570 Nr. Wer Gott vertraut, hat wohl 481 Wer ist ein Maennn 137 Wer weiß, wie nahe mir mein 624 Wie dank ichs, Heiland, deiner 404 sthen. 62⁵ Wie Gott mich führt, so will 494 Wie groß ist des Allmächtgen 19 Wie heilig ist die Stätte hier 280 Wie herrlich ist die neue Welt 653 Lin 335 Wie kurz ist doch der Men⸗ i 633 Wie lieblich ist dein..... 281 Wie mit grimmgeem 439 Wie schön ists doch, Herr.. 501 Wie schön leuchter 405 Wie sicher lebt der Mensch. 626 Wie sie so sanft ruhn. 40 572 Verzeichnis der Lieder. Nr. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tod 166 Wir danken Gott für seine.549 Wir glauben all an einen. 211 Wir liegen hier zu deinen. 300 Wir Menschen sind zu dem. 246 Wir pflügen und wir streuen 41 Wir singen dir, Immanuel. 92 Wir warten dein, o Gottes. 71 Wo findet die Seele die...&42 Wo Gott der Herr nicht bei 227 Wohlauf, wohlan zum letzten 627 Wohl dem, der in Furcht.. 502 Wohl dem, der sich mit Ernst 434 Wohl einem Haus, da Jesus 503 Wollt ihr wissen, was mein 407 Womit soll ich dich wohl.. 20 Wo soll ich fliehen hin... 301 Wo willst du hin, weils.. 571 Wunderanfang, herrlich Ende 483 Wunderbarer König 21 3. Zeige dich uns ohne Hülle. 54 Zeuch ein zu deinen Toren. 206 Zeuch hin, mein Kind.... 634 Zeuch, Jsrael, zu deiner Ruh 654 Zeuch uns nach dir, so... 178 Zieht in Frieden eure Pfade 237 Zion, gib dich nur zufrieden 484 Zion klagt mit Angst und. 228 Zu des Himmels höchsten.. 485 Zum Himmel bist du.... 179 Zween der Jünger gehn mit 167 Geistli ligen der K Geme dem imm Geistli Geme Dich Rur Geistl Höhe Geme Wol [Chor beten groß mäch Herr der Welt des allein mit Ame Geistl Geme Ordnung des Gottesdienstes. Baupkgyttesdienst. Eingangslied. Geistlicher: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des hei⸗ ligen Geistes. Amen. Unsre Hülfe stehet im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.— Eingangsspruch. Gemeinde: Ehre lei dem Vater und dem Bohne und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfang, jent und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Geistlicher: Sündenbekenntnis. Gemeinde: Berr, erbarme Dich unler. Christe, erbarme Dich unser. Berr, erbarme dich unler. oder: Ryrie eleison. Christe eleisyn. Ryrie eleisvn. Geistlicher: Gnadenverkündigung.— Ehre sei Gott in der Höhe. Gemeinde: Und Friede auf Erden und den Wenschen ein Wohlgefallen. Amen, Amen, Amen. [Chor(an Festtagen): Wir loben Dich, wir benedeien Dich, wir beten Dich an, wir preisen Dich, wir sagen Dir Dank um Deiner großen Herrlichkeit willen. Herr Gott, himmlischer König, all⸗ mächtiger Vater! Herr, Du eingeborner Sohn, Jesus Christus! Herr Gott, Du Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du die Sünde der Welt trägst, erbarme Dich unser! Der Du die Sünde der Welt trägst, nimm an unser Gebet! Der Du sitzest zur Rechten des Vaters, erbarme Dich unser! Denn Du allein bist heilig, Du allein bist der Herr, Du allein bist der Allerhöchste, Jesus Christus mit dem heiligen Geiste in der Herrlichkeit Gottes des Vaters; Amen, Amen, Amen.] Geistlicher: Der Herr sei mit euch. Gemeinde: Und mit deinem Geiste. ö Ordnung des Gottesdienstes. Geistlicher:(an Festtagen Festspruch.) Gebet. Gemeinde: Amen. Gristlicher: Schriftverlesung. Spruch.— Hallelujah(in der Passionszeit und an Bußtagen: Amen). Gemeinde: Ballelujah, Ballelujah, Ballelujah(in der Passions⸗ zeit und an Bußtagen: Amen oder ein Liedervers). [Geistlicher: Zweite Schriftverlesung.— Gelobt seist Du, o Christus. Gemeinde: Ehre sei Dir, Herr. Geistlicher: Glaubensbekenntnis. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Predigtlied. Predigt. [Liedervers. Abkündigungen. Liodervers. 1˙) Geistlicher: Erhebet eure Herzen. Gemeinde: Wir erheben sie zum Herrn. Geistlicher: Lasset uns danken dem Herrn, unserem Gott. Gemeinde: Recht und würdig ist es. Geistlicher: Dankgebet. Gemeinde: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth. Alle Lande sind Seiner Ehre voll. Hosianng in der Höh. Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höh.5) Geistlicher: Allgemeines Kirchengebet. Gebet des Herrn. Gemeinde: Amen.“) Geistlicher: Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. [Schlußvers.) Das große Dankgebet mit den Wechselsprüchen am Eingang und dem schließenden Heilig der Gemeinde kann hier eintreten, wenn es nicht in der Kommunionfeier seinen Platz findet. ½) Statt des bloßen Amen kann die Gemeinde auch die ganze Lobpreisung am Schluß des Herrngebets„Denn Dein ist das Reich ꝛc.“ mit dem Amen singen. Wenn die Gemeinde bei der Abendmahlsfeier versammelt bleibt, treten Gebet des Herrn und Segen in die Abendmahlsliturgie. ) Nach oder vor dem Segen. Geistli Gemei Geiltli sind. Gemei [Geif Geistli Gemei Geistli Gemei Geiltli Gemei All Böl Bol Geistli Gemei Geistli Gemei D L. Geistli Gemei (Geiltl müh Kon der Geiltli Geme Geistl Geme in der ssions⸗ st Du, aoth. der errn. errn. dem in der eisung Amen treten Ordnung des Gottesdienstes. Abendmahls-Jeier. Abendmahlslied. Geistlicher: Der Herr sei mit euch. Gemeinde: And mit deinem Geiste. oder: Geistlicher: Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind. Gemeinde: Amen, Amen. [Geistlicher: Abendmahlsvermahnung.) Geistlicher: Erhebet eure Herzen. Gemeinde: Wir erheben ⸗ze zum Berrn. Geistlicher: Lasset uns danken dem Herrn, unserem Gott. Gemeinde: Recht und würdig ist es. Geistlicher: Dankgebet. Gemeinde: Beilig, heilig, heilig ist der Berr Zebayvth. Alle Lande lind Seiner Ehre voll. Bosianna in der Böh. Gelobt sei, der da koömmt im Namen des Berrn. Bostanna in der Böh. Geistlicher:[Gebet.] Gebet des Herrn. Gemeinde: Amen. Geistlicher: Einsetzungsworte. Gemeinde: Christe, Du Lamm Gyttes usw. oder: Lamm Gyttes unschuldig usw. Geistlicher: Der Friede des Herrn sei mit euch allen. Amen. Gebet. Gemeinde: Amen. (Geistlicher: So spricht der Herr: Kommt her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken. oder: Kommt, denn es ist alles bereit. Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist.) Austeilung, begleitet vom Abendmahlslied. Geistlicher: Danket dem Herrn, denn Er ist freundlich. Hallelujah. Gemeinde: Und Seine Güte währet ewiglich. Ballelujah. Geistlicher: Gebet. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. [Schlußvers.!] Ordnung des Gottesdienstes Andere Jorm des Hauytgyltesdienstes. (Zum Gebrauch in Gemeinden, welche sich bisher des„Auszugs aus der Liturgie“ oder einer der besonders genehmigten Liturgieen bedient haben.) Eingangslied. Geistlicher: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des hei⸗ ligen Geistes. Amen. Unsre Hülfe stehet im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Sündenbekenntnis⸗ Amen. [Gemeinde: Liedervers.) Geistlicher: Gnad enverkündigung.(Ehre sei Gott in der Höhe. [Gemeinde: Liedervers.!] Geiltlicher: Gebet. Amen. Schriftlesung. Spruch. Amen. Hallelujah.) [Gemeinde: Liedervers.) Geistlicher: Glaubensbekenntnis. Lied. Predigt. Lied. Geistlicher: Abkündigungen. Fürbittengebet. Gebet des Herrn. Segen. Schlußvers.“ Abendmahls-Jeier. Lied. Geistlicher: Ansprache. Gebet. Gebet des Herrn. Kommt, es ist alles bereit. Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Austeilung, begleitet vom Abendmahlslied. Geistlicher: Dankgebet. Segen. Schlußvers.“ ) Nach oder vor dem Segen. Druck von Trowitzsch&E Sohn in Berlin. turgie“ ĩ hei⸗ herrn, tnis. ö Böhe. lmen. umt, der ö — 0 em