FFFFFfFIIE* 2—2— A—— 22 2 +... ISr liisalE Iase LiiE ——.— DDD. de. ZE I.II Hessn ανεeeD .....— —————————————pjßꝛ—9————— 2 +* * ⁴44 WG 277 △ 7 — N V 885 W W W 2+ V W V+2 V . D + Oe— W — 2— Finmirif euen heil Was erdir Sutes getimrhot Herdir Alledeme Sünde vergibt und heibt alle deine Gebrechen der dein Leben. vom erderben erlöset der dich krönet mit Gnade und B ihbeit— * + F, WKS W VW V — 285 een AamenLubeden Herrn meine Beele und vngiß nicht 8 W V SS 2 W NIO 2 2 5 VS N 2 NW WI* . 2 20 N . NN 8—— E NNVO NSSED W DSS ———— * E Am WMorgen Mel. Mein Jesu, dem die Seraphinen. J. A. Freylinghausen, Salle 1704. —— NEEEE e⸗schwer ⸗tes Herz, leg Es kommt der an⸗ge⸗ 4 1 65 93— 1—— TIIEIII ab die Sor ⸗gen;/ er⸗ neh me Mor ⸗ gen,/ da ö x— ——— 13 —— he be dich, ge⸗ beug-tes Hauptl Gott zu ru⸗ hen hat er-⸗laubt, da Gott zu — 4— 27—5 ö—— ru hen hat be-foh⸗-len/ und selbst die Ru⸗he Der Tag des Herrn ein⸗ ge⸗ weiht./ Auf, auf! die ihm ge⸗ raub-⸗te * ö———— EN Jeit/ in sei⸗ nem Dien⸗ ste ein zu ho-len. 2. Auf, laß die Welt aus deinem Sinne,“ dein irdisch Werk muß stille stehn;/ du sollst zu hoͤherem Gewinne/ in deines Gottes Tempel gehn,/ ihm zu bezahlen deine Pflich⸗ ten/ und zur Vermehrung seines Ruhms/ die Werke deines Priestertums/ in tiefster Andacht zu verrichten. 3. Mein Gott! ich bin vor dir erschienen/ und gebe auf dein Winken acht;/ wie kann ich dir gefällig dienen,/ wenn mich dein Geist nicht tůchtig machtꝰ/ Wie werde ich in dir er⸗ freuet,/ wenn er nicht stillt der Sünde Schmerz?/ Wie bet ich, wenn er nicht das Herz/ durch seine Gnade mir erneuet? 4. Rann meine Harfe lieblich klingen,/ wenn sie dein Finger nicht beruͤhrt?/ Rann ich die finstre Wacht durch⸗ dringen,/ wenn mich dein Licht nicht aufwärts fuhrt?/ RKann ich ein reines Opfer werden,/ wenn deine Flamm nicht in mich faͤhrt?/ und mich in deiner Lieb verzehrt/ und hebet von dem Staub der Erden? 5. Mein Jesus hat mein Serz so teuer/ zu seinem Tempel eingeweiht:/ hier ist dein Zerd, hier ist dein Feuer,/ die Fuͤlle deiner Serrlichkeit,/ dein Seiligtum, dein Stuhl der Gnaͤde;/ dein Licht und Recht, das Bimmelsbrot,/ des Geistes Frucht und dein Gebot/ erfüllen diese Bundeslade. 6. In deinem Haus will ich mir bauen/ die HZuͤtte, bis ich scheid einmal. Indessen gib mir, dich zu schaͤuen, o Cebenslicht, den Gnadenstrahl!/ So feir ich recht den Tag der Sonnen,/ so hab ich meine Ruh in dir;/ ach, habe du dein Werk in mir! /Vollfuͤhre, was du hast begonnen! 7. Wenn sich des Cebenswerktaͤg' enden,/ so ruh, von allem Frondienst los,/ mein Geist in Gottes Vaterhänden,/ mein Ceib in seiner Nutter Schoß,/ bis beides feiern wird dort oben,/ wo man in sicherm Frieden ruht,/ nichts denket, redet oder tut,/ als dich zu lieben, dich zu loben. Christoph Wegleiter, 11706. 2 Der Tag des Herrn 2 3 Mel. Unser Serrscher, unser König. 2 Bremen 1680. — ◻O2——. Gro⸗ßer Gott 90n al ⸗ten Jei⸗ ten,/ des⸗ sen Udes-sen Treu auf al⸗„len Sei-⸗ten/ mich von —)— Band die Welt re⸗giert, 30 Ju-gend auf ge⸗-führt: heu ⸗te weckt des — 1—— ö——— 2n en, i. Ta⸗ges Cauf/ mich zu lau⸗ter An⸗dacht auf. 2. Ach, wie lieb ich diese Stunden,/ denn sie sind des Berren Fest,/ das mit so viel Trost verbunden,/ da mein Gott mich ruhen läßt/ und durch seinen guten Geist/ mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen,/ der mir Zeit zum Guten schenkt;/ das sind unsre besten Sorgen,/ wenn der Mensch an Gott gedenkt/ und von Serzen betet, singt,/ daß es durch die Wolken dringt. 7. Was ist schöner, als Gott loben?/ Was ist süßer als sein Wort?/ Da das Herz, zu Gott erhoben,/ offen sieht des Bimmels Pfort!/ Selig ist, wer Tag und Nacht/ also nach dem Bim mel tracht't. 5. O mein Gott, sprich selber Amen,/ denn wir sind dein Eigentum; alles preise deinen Naͤmen,/ alles mehre deinen Ruhm,/ bis es künftig wird geschehn,/ daß wir dich im Himmel sehn. Ra spar Neumann, I715. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. ZJohann Uhlich, J1674. 9 LE. ö — SSIII.I..... T E* Licht vom Licht, er⸗leuch ⸗te mich/ bei dem Gna-den⸗ son- ne, zei öge dich/ mei⸗nem — 2 4 Der Tag des Herrn —— neu en Ta⸗ ges lich te; mun⸗tern An⸗ge⸗ sich ⸗te; ..........I.I.I..I......... Glan⸗ ze bei,/ daß mein Sab-⸗ bat fröh-lich sei. 2. Brunnquell aͤller Seligkeit,/ laß mir deine Ströme fließen;/ mache Mund und Serz bereit,/ deiner Gnade zu genießen;/ streu das Wort mit Segen ein,/ laß es hundert⸗ früchtig sein! 3. Zünde selbst das Opfer an,/ das auf meinen Cippen lieget;/ sei mir Weisheit, Licht und Bahn,/ daß kein Irr— tum mich betrüget/ und kein fremdes Feuer brennt,/ welches dein Altaͤr nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit/ heilig, heilig, heilig singen/ und mich in die Ewigkeit/ mit des Geistes Flügeln schwingenz/ gib mir einen Vorschmack ein,/ wie es mag im Zimmel sein. 5. Ruh in mir und ich in dir,/ bau ein Paradies im Berzen,/ offenbaͤre dich doch mir,/ sende meiner Andacht Rerzen/ immer neues Feuer zu, /o du Ciebesflamme dul! G. Dieser Tag sei dir geweiht;/ weg mit allen Eitelkeitenl/ Ich will deiner Serrlichkeit/ einen Tempel zubereiten,/ nichts sonst wollen, nichts sonst tun,/ als in deiner Ciebe ruhn. Benjamin Schmolck, 1737. 7 2 woh⸗⸗ ne mir mit Zum Anfang des Gottesdienstes * II. Zahrhundert. RKomm, hei ⸗li⸗ger Geist, er⸗füll die Ser⸗zen 1— ———⁴3 +.— ——— dei ner Gläubi⸗gen und ent⸗zůnd in ih⸗ nen das Feu ⸗ er Der Tag des Herrn 5 —.— d. Ear. D DPDPDII—— dei⸗ner gött-lichen Lie-be, der du durch Mannig⸗ ö é ö é ö ů x ...— fal ⸗tig⸗keit der IBun⸗gen die Völ-⸗ker der gan⸗zen Welt 5½. ö ö ů— rrn,.. ver⸗ sam⸗-melt hast zur Ei⸗nig⸗keit des Glaubens. — ö——.——II SSSS SIISISISISISIIII..... Bal⸗le lu jal Bal⸗le⸗lu⸗ jal (Veni sancte spiritus) Alte Kirche.I522. ——.—.—.——— S.SPS.SI.S..I.. I I I II———— H— J. Herr Je-⸗su Christ, dich zu uns wend,/ den ö —— ——— E. ö— 2 E heilgen Geist du zu uns send;/ mit Hilf und Gnad er ———.— —— I. N .. uns regier/ und uns den Weg zur Wahr'heit führ. 2. Tu auf den Mund zum Lobe dein,/ bereit das Serz zur Andacht fein;/ den Glauben mehr, stärk den Verstand,/ daß uns dein Nam werd wohlbekannt; 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: /Heilig, heilig ist Gott der Herr!/ und schauen dich von Angesicht/ in ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn,/ dem heilgen Geist in Einem Thron;/ der heiligen Dreieinigkeit/ sei Lob und Preis in Ewigkeit! Altenburg 1648. 5 Der Tag des Herrn 6 Joh. Rudolf Uhle, 1664. [CLieb- ster Je-⸗su, wir sind hier,/ dich und IJ. len ke Sin- nen und Be⸗gier/ auf die Zin. daß die Ber⸗ zen FoI ——2.—————— dein Wort an- ho⸗ 5* sü ßen Sim⸗ metn leh⸗ren, 1,1 von der Er⸗den/ ganz zu dir ge⸗ zo⸗gen werden. IR 2. Unser Wissen und Verstand/ ist mit Finsternis ver— hüllet,/ wo nicht deines Geistes Hand/ uns mit hellem Cicht erfüllet;/ Gutes denken, tun und dichten/ mußt du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Serrlichkeit,/ Cicht vom Licht, aus Gott geboren,/ mach uns allesamt bereit,/ öffne Serzen, Mund und Ohren;/ unser Bitten, Flehn und Singen/ laß, Herr Jesu, wohlgelingen. Tobias Clausnitzer, +1684. 7 7 Uch, was soll ich Sünder machen. Altdorf 1653. 1. 50 Berr, es ist ein Tag er-schie⸗ nen,/ der mich — 1 1 l —————....— ö ů DS.. in den Him⸗ mel weist/ 965 an Gott ge⸗ den⸗ken heißt;/ EE— da⸗ rum demm ich dir zu die⸗ nen; Zrichete Der Tag des Herrn 8 — I. ö ö ö du mich sel⸗ber zu,/ daß ich dei⸗ nen Wil⸗len tu. 2. Stille selbst an diesem Morgen/ den verwirrten Cauf der Welt,/ der uns hier gefangen hält;/ brich die Nacht der eitlen Sorgen,/ daß ich heut von allem frei,/ dir allein er⸗ geben sei. 3. RKröne mich mit deinen Gaben,/ zieh mich an mit deiner Kraft,/ die den neuen Menschen schafft./ Ach, was Freude werd ich haben,/ wenn das Serz in meiner Brust/ sucht am Serren seine Lust. 4. Caß die Predigt wohlgelingen,/ steh auch deinem Worte bei,/ daß es in mir kräftig sei./ Unser Beten, unser Singen,/ und was sonst noch wird getan,/ siehe du mit Gnaden an! Ra spar Neumann, + 1715. Mel. Sott des Simmels und der Erden. Zeinrich Albert, 1672. 7— ̃SSISI EEEEE....... ——— Tut mir auf die schö⸗ne Pfor-te,/ führt in Uach, wie wird an die⸗sem Or⸗te/ mei⸗- ne mrét r ini., Feir.uti.; yñ fr ittir. — E———— Got ⸗ tes Saus mich ein; — 7* Bier ist ot⸗ tes See le froͤh lich sein!/ Wier i 8 —— e e d Hnn. 2—— 24.——H———— EIE An ⸗ge sicht;/ hier ist lau- ter Trost und Licht. 2. Ich bin, Serr, zu dir gekommen,/ komme du nun auch zu mir;/ wo du Wohnung hast genommen,/ da ist lauter Bimmel hier./ Jeuch in meinem Serzen ein,/ laß es deinen Tempel sein! 9.I0 Der Tag des Herrn 3. Caß in Furcht mich vor dich treten,/ heilge du Leib, Seel und Geist,/ daß mein Singen und mein Beten/ dir ein lieblich Opfer heißt./ Heilge du, Serr, NMund und Ohr,/ zeuch das Herz du dir empor! 4. Mache mich zum guten Cande,/ wenn dein Saatkorn auf mich fällt;/ gib mir Cicht in dem Verstande,/ und was mir wird vorgestellt,/ präge meinem Herzen ein,/ laß es mir zur Frucht gedeihn! 5. Stärk in mir den schwachen Glauben,/ laß dein teures Rleinod mir/ nimmer aus dem Herzen rauben;/ halte stets dein Wort mir für,/ daß es mir zum Leitstern dient/ und zum Trost im Serzen grünt. 6. Rede, HSerr, so will ich hören,/ und dein Wille werd er⸗ füllt!/ Wichts laß meine Andaͤcht stören,/ wenn der Brunn des Cebens quillt;/ speise mich mit Simmelsbrot,/ tröste mich in aller Wot! Benjamin Schmolck, + 1737. 9 Mel. Liebster Jesu, wir sind hier(Nr. O. J. Herr, vor deinem Angesicht/ hat die Andacht uns ver— sammelt;/ ach, verwirf die Bitten nicht,/ die dein Volk dir, Höchster, stammelt!/ Hör auf unsre schwachen Lieder/ und sieh gnädig auf uns nieder! 2. Caß dein Wort, das hier erschallt,/ viele gute Früchte bringen/ und mit göttlicher Gewalt/ tief in unsre HZerzen dringen./ Laß es unsern Sinn erneuen/ und das Herz mit Trost erfreuen! 3. Dein Gebot mach uns bekannt/ und hilf selbst es treu— lich üben,/ dich und den, den du gesandt,/ Jesum Christum, herzlich lieben,/ daß kein Schmerz und keine Freude/ uns von deiner Liebe scheidel Daniel Schiebeler, 177I. Mel. O Durchbrecher aller Bande. 1 0 Herrnhaag 1740. E j x Vun ö ö‚— ö ————— .— e e, 71 O wie freun wir uns der Stun-de,/ da wir Vum aus dei-nem heil gen Mun-⸗-de 7Cebens— „ n Der Tag des Berrn II.I2 dir, Serr Je⸗su, nahn, ö wor te zu empfahn! CLaß uns heu⸗te nicht ver⸗ ge⸗bens/ . 56rer dei⸗ nes Wor ⸗tes sein;/ schrei⸗be selbst das ——I IISISS Wort des Le⸗bens/ tief in uns⸗ re Ber-⸗zen ein. 2. Sieh, wir sitzen dir zu Füßen;/ großer Meister, rede du;/ sieh, wir hören deiner süßen/ Rede heilsbegierig zu./ Cehr uns, wie wir selig werden;/ lehr uns, wie wir unsre Jeit,/ diese kurze Jeit auf Erden,/ nützen für die Ewigkeit. 3. Nun, so lege Cicht und Ciebe,/ Kraft und Feuer auf dein Wort;/ laß es mit lebendgem Triebe/ in uns wirken fort und fort;/ hilf uns, daß wir treu bewahren,/ was wir in das Herz gefaßt,/ und laß andre auch erfahren,/ daß du Cebensworte haͤst. Philipp Spitta, 4 1859. Zum Schlusse des Gottesdienstes II Mel. Liebster Jesu, wir sind hier(Nr. G. Unsern Ausgang segne Gott,/ unsern Eingang gleicher— maßen;/ segne unser täglich Brot,/ segne unser Tun und Cassen,/ segne uns mit selgem Sterben/ und mach uns zu Bim melserben. Sartmann Schenk, J68J. 2 Mel. Unser Serrscher, unser Rönig 4 2. J. Vater, dir sei Preis gesungen,/ daß du uns so wohl ge⸗ lehrt,/ daß dein Werk an uns gelungen,/ daß wir jetzt dein Wort gehört;/ laß die Cehr den Glauben stärken,/ mach uns reich an guten Werken! 13.I4 Der Tag des Herrn 2. Jesu, dein Wort ist sehr süße,/ habe Dank für diese Cehr!l/ Cenke nur auch unsre Füße,/ daß wir wandeln dir zur Ehr;/ laß uns deinen Trost erquicken,/ bis wir deinen Thron erblicken. 3. Heilger Geist, schreib alle Worte/ nun in unsre Serzen ein,/ daß man stets an allem Orte/ deren eingedenk mag sein,/ daß wir täglich Früchte bringen/ und im Himmel Amen singen! Michael Wiedemann, 1 I7I9. I3 Mel. Liebster Jesu, wir sind hier(Mr. 6). J. Höchster Gott, wir danken dir,/ daß du uns dein Wort gegeben;/ hilf uns ferner, daß auch wir/ nach demselben heilig leben;/ gib dem Glauben solche Stärke,/ daß er tätig sei im werkel 2. Uns, o Vater, lehrest du,/ was wir tun und glauben sollen;/ schenk uns deine Kraft dazu,/ gib zum Wissen auch das Wollen/ und zum Wollen das Vollbringen,/ so wird alles wohlgelingen. 3. Gib uns, eh wir gehn nach Haus,/ deinen väterlichen Segen,/ breite deine Hände aus,/ leite uns auf deinen Wegen;/ laß uns hier im Segen gehen,/ dort gesegnet auf—⸗ erstehen! Zoh. Adam Saßlocher, 4 1726. Mel. Christus, der ist mein Leben. 14 Melchior Vulpius, 1609. E E J. Ach sei mit dei⸗ ner Gnade/ bei uns, Herr Jesu Christ,/ — 2—.— ö— H ,, daß uns fortan nicht scha⸗de/ des bö⸗sen Feindes Kist. 2. Ach sei mit deiner Liebe,/ Gott Vater, um uns her;/ denn wenn uns die nicht bliebe,/ fiel uns die Welt zu schwer. 3. Ach heilger Geist, behalte/ Gemeinschaft allezeit/ mit unserm Geist und walte/ nun und in Ewigkeit! Bernhard Sarve, 184ʃI. 10 1 NI ö 2. ᷓV D IpNSS s U 2 1 5 J. A. Freylinghausen, Salle 1704. —2 I — acht hoch die Tür, die DDD ů EE ö— — Tor maͤcht weit!/ Es kommt der „ 2—— SSSS.I‚I‚‚‚..‚.‚I‚I‚I.EEEE BZerr der Serr-lich-keit,/ ein Rö⸗-nig al⸗ler .SDSDSS.DS.. Rö nig'ereich,/ ein Zei-land al ⸗-ler Welt zu⸗ ............. IIEE 22— 45—. 1 gleich,/ der Seil und CLCe⸗-ben mit sich bringt;/ der⸗ 2.. 2.. Hunde— + Za nin, r, ve=ne halben jaͤuchzt, mit Freu⸗ den singt:/ Ge⸗lo⸗ bet sei mein II Advent ———2 I DDD— D.Rn Ei x —— Gott,/ mein Schöpfer, reich von Rat! 2. Er ist gerecht, ein Selfer wert,/ Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,/ sein Rönigskron ist Seiligkeit,/ sein Jepter ist Barmherzigkeit;/ all unsre Wot zu End er bringt;/ der⸗ halben jauchzt, mit Freuden singt:/ Gelobet sei mein Gott,/ mein Heiland, groß von Tat! 3. O wohl dem Land, o wohl der Staͤdt,/ so diesen Rönig bei sich hat;/ wohl allen Serzen insgemein,/ da dieser Vönig ziehet ein!/ Er ist die rechte Freudensonn,/ bringt mit sich lauter Freud und Wonn. /Gelobet sei mein Gott,/ mein Tröster früh und spat! 4J. Macht hoch die Tür, die Tore weit,/ das Herz zum Tempel macht bereit;/ die Palmen der Gottseligkeit/ streut hin mit Andacht, Cust und Freud;/ so kommt der Rönig auch zu euch,/ ja Heil und Leben mit zugleich./ Gelobet sei mein Gott,/ voll Rat, voll Tat, voll Gnadl 5. Romm, o mein Heiland Jesu Christ,/ des Herzens Tür dir offen ist;/ ach zeuch mit deiner Gnaͤde ein,/ dein Freund⸗— lichkeit auch uns erschein. Dein heilger Geist uns führ und leit/ den Weg zur ewgen Seligkeit!/ Dem Naͤmen dein, o Berr,/ sei ewig Preis und Ehr! Georg Weißel, 1 1635. Mel. Nun komm, der Seiden Seiland.(J5. Zahrhundert.) Erfurt 1524. . IJ. 6666 sei Dank durch al ⸗„le Welt,/ der sein —•—.——— 5 W —1 ů Wort be⸗ stän ⸗- dig hält/ und der Sün⸗der — +—m: 4——..—— Trost und Rat/ zu uns her⸗ ge⸗ sen ⸗det hat. 12 Advent 17 2. Was der alten Väter Schar/ höchster Wunsch und Sehnen war,/ und was sie einst prophezeit,/ ist erfuͤllt in Berrlichkeit. 3. Zions Silf und Abrams Cohn,/ Jakobs Beil und Davids Sohn,/ Wunderbar, Rat, Kraft und Held/ hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil,/ dir Hosianna, o mein Teill/ Richte du auch eine Bahn/ dir in meinem Herzen an! 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein,/ es gehöret dir allein;/ mach es, wie du gerne tust,/ rein von aller Sündenlust! 6. Und wie du voll Sanftmut kamst,/ jedes Armen dich an⸗ nahmst,/ also sei auch jederzeit/ deine Sanftmut mir bereit! 7. Tröste, tröste meinen Sinn,/ weil ich schwach und blöde bin,/ daß im Glauben ich fortan/ treu dir bleibe zugetan; 8. Daß, wenn du, o Cebensfürst,/ prächtig wiederkommen wirst,/ ich dir mög entgegengehn/ und vor dir gerecht be⸗ stehn! Heinrich Seld, 4 1659. Mel. Von Sott will ich nicht lassen. 7 Erfurt 1572. H S——..— R. ,= e 2——— mMit Ernst, o0 Men⸗schen⸗ kin⸗der,/ das Herz in V. 4 Bald wird das Seil der Sün⸗der,/ der wun-der⸗ —— e euch be⸗-stelltl star-ke Beld, ISIIIIe Welt zum Licht und Ce-⸗ben/ ver⸗ spro⸗-chen hat zu den Gott aus Gnad al⸗ lein/ der L I E é— ů——H ———* 2— 1 ge⸗ ben,/ bei al ⸗len keh⸗ ren ein. 18 ö Advent 2. Bereitet doch fein tüchtig/ den Weg dem großen Gast,/ macht seine Steige richtig,/ laßt alles, was er haßt;/ macht eben jeden Pfad,/ die Tale rings erhöhet,/ macht niedrig, was hoch stehet,/ was krumm ist, macht gerad! 3. Ein Berz, das Demut liebet,/ bei Gott am höchsten steht;/ ein Herz, das Hochmut übet,/ mit Angst zugrunde geht;/ ein Herz, das richtig ist/ und folget Gottes Leiten,/ das kann sich recht bereiten,/ zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Armen/ in dieser Gnadenzeit/ aus Güte und Erbarmen,/ Herr Jesu, selbst bereit!/ Jeuch in mein Herz hinein,/ mach es zu deiner Krippen;/ so werden Berz und Cippen/ dir ewig dankbaͤr sein. Valentin Thilo, + 1662. Mel. Aus meines Serzens Grunde. 1 8 Samburg 1598. „. 3 + 2 SSS.SSSI.. I. Auf, auf, ihr Reichs- ge⸗- nos-sen,/ der Rö⸗nig emp⸗fa⸗ het un ⸗ ver⸗dros⸗ sen/ den großen D.—.— 4————. — EEEE kommt betam, 35 Wun⸗- der⸗ mann. r.—. uns vor al⸗-len Din⸗gen/ ihm So⸗-si ⸗ an Ihr Christen, geht her-⸗ffür,/ laßt 2— AH ——2 D E sin · gen/ mit hei li⸗ ger Be⸗ gier!“ 2. Auf, ihr betrübten Herzen,/ der Rönig ist nicht fern./ Zinweg all Angst und Schmerzen, /dort kommt der Mor— genstern./ Der Zerr will in der Not/ mit reichem Trost euch speisen,/ er will euch Silf erweisen,/ ja dämpfen gar den Tod. 14 x 3 Advent I9 3. Frisch auf in Gott, ihr Armen,/ der Rönig sorgt für euch./ Er will durch sein Erbarmen/ euch machen groß und reich./ Der alles hat bedacht,/ der wird auch euch ernährenz/ was Menschen nur begehren,/ das steht in seiner Macht. 4. Frisch auf, ihr Sochbetruͤbten,/ der König kommt mit Macht./ An uns, die Serzgeliebten,/ hat er schon längst ge⸗ dacht./ Nun wird kein Angst, noch Pein,/ noch Forn hinfür uns schaden,/ dieweil uns Gott aus Gnaden/ läßt seine Rinder sein. 5. Auf, auf, mit schnellen Schritten,/ den Rönig eilt zu sehn!/ Er kommt in unsre Mitten/ stark, herrlich, sanft und schön./ Nun tretet all heran,/ den Seiland zu begrüßen,/ der alles Kreuz versüßen/ und uns erlösen kann. 6. Der Voͤnig will bedenken/ die, so er herzlich liebt,/ mit köstlichen Geschenken, /als der sich selbst uns gibt/ durch seine Gnad und Wort./ Ja, Rönig, hocherhoben,/ wir alle wollen loben /dich freudig hier und dort. 7. Nun, Herr, du gibst uns reichlich,/ wirst selbst doch arm und schwach;/ du liebest unvergleichlich,/ du eilst den Sün⸗ dern nach;/ drum wolln wir insgemein/ die Stimmen hoch erschwingen,/ dir Hosianna singen/ und ewig dankbar sein. Johann Rist, 4 J667. 49 Mel. Aus meines Serzens Srunde(Nr. IS). I. Nun jauchzet all, ihr Frommen,/ in dieser Gnadenzeit,/ weil unser Seil ist kommen, /der Serr der HBerrlichkeit;/ zwar ohne stolze Pracht,/ doch mächtig, zu verheeren/ und gänzlich zu zerstören/ des Teufels Reich und Macht. 2. Rein Zepter, keine Rrone/ sucht er auf dieser Welt;/ im hohen Zimmelsthrone /sist ihm sein Reich bestellt./ Er will hier seine Macht/ und Majestät verhüllen,/ bis er des Vaters Willen/ im Ceiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden,/ nehmt diesen Rönig an,/ wollt ihr beraten werden/ und gehn die rechte Bahn,/ die zu dem Zimmel fuͤhrt;/ sonst, wo ihr ihn verachtet/ und nur naͤch Zoheit trachtet,/ des Höchsten Zorn euch rührt. 15 20 Advent 4. Ihr Armen und Elenden/ in dieser bösen Zeit,/ die ihr an allen Enden/ müßt haben Angst und Leid,/ seid den⸗— noch wohlgemut,/ laßt eure Lieder klingen,/ dem Rönig Lob zu singen,/ der euer höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen/ in seiner Serrlichkeit/ und euer Ceid und Weinen/ verwaͤndeln ganz in Freud;/ er ists, der helfen kann./ Macht eure Campen fertig/ und seid stets sein gewärtig!/ Er ist schon aͤuf der Bahn. Michael Schirmer, 4 1673. Mel. Valet will ich dir geben. 20 Melchior Teschner,‚ 161J3. SSISSSI. —— Wie soll ich dich emp⸗fangen,/ und wie be⸗gegn ich eal⸗ler Welt Ver-langen, /o mei⸗ ner See⸗le SSSSSSS . MW. Zrr⸗ O Jesu, Jesu, set-ze/ mir selbst die Fackel bei,/ da⸗ n en———— S..‚......III mit, was dich er⸗ göt⸗ze,/ be wußt und kund mir sei. 2. Dein Zion streut dir Palmen/ und grüne Zweige hin,/ und ich will dir in Psaͤlmen/ ermuntern meinen Sinn./ Mein Serze soll dir grünen/ in stetem Lob und Preis/ und deinem Naͤmen dienen,/ so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen/ zu meinem Trost und Freud,/ als Ceib und Seele saßen/ in ihrem groͤßten Leidꝰ/ Als mir das Reich genommen,/ da Fried und Freude lacht,/ bist du, mein Seil, gekommen/ und hast mich froh gemaͤcht. 4. Ich lag in schweren Banden,/ du kommst und maͤchst mich los;/ ich stand in Spott und Schaͤnden,/ du kommst und maͤchst mich groß/ und hebst mich hoch zu Ehren/ und schenkst mir großes Gut,/ das sich nicht laͤßt verzehren,/ wie irdscher Reichtum tut. 16 2 S KK2 Advent 21 5. Vichts, nichts hat dich getrieben/ zu mir vom Him— melszelt/ als dein getreues CLieben,/ damit du alle Welt/ in ihren tausend Plagen/ und großer Jammerslast,/ die kein Mund aus kann sagen,/ so fest umfaͤngen haͤst. 6. Das schreib dir in dein Herze,/ du hochbetrübtes Heer,/ bei welchem Gram und Schmerze/ sich häuft je mehr und mehr;/ seid unverzaͤgt, ihr habet/ die dilfe vor der Tür;/ der eure Herzen labet/ und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen,/ noch sorgen Tag und Nacht,/ wie ihr ihn wollet ziehen/ mit eures Armes Machtz/ er kommt, er kommt mit Willen,/ ist voller Cieb und Lust,/ all Angst und Not zu stillen,/ die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken/ vor eurer Sünden— schuld;/ nein, Jesus will sie decken/ mit seiner Lieb und Buld./ Er kommt, er kommt den Sündern/ zum Trost und wahren Seil,/ schafft, daß bei Gottes Kindern/ verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien/ der Feind und ihrer Tück?/ Der Serr wird sie zerstreuen/ in einem Augenblick./ Er kommt, er kommt, ein Rönig,/ dem alle Macht und Cist/ der Feinde viel zu wenig/ zum Widerstande ist. 10. Er kommt zum Weltgerichte,/ zum Fluch dem, der ihm flucht,/ mit Gnad und sůͤßem Lichte/ dem, der ihn liebt und sucht./ Ach komm, ach komm, o Sonne,/ und hol uns allzu⸗ mal/ zum Licht, zur ewgen Wonne/ in deinen Freudensaall 20 Paul Serhardt, 1676. Mel. wie nach einer Wasserquelle(oder wie Nr. 388). Französischer Psalter 155J. —— ö— x* ISSSSSSSEEEEE— L—.——— Varum willst du draußen ste-hen,/ du Ge⸗seg⸗ ne⸗ *X I.. ß dir, bei mir ein⸗ zu⸗ge⸗ r len, SSIIIIIIIIII..I........I —— II ͤ ter des Zerrn? ö du, mein Je⸗ su, mei⸗- ne Freud,/ du mein Stern, 3 su, 17 2⁴ Advent r——— Zd aie rrn wumnex vii Bel⸗fer in der rechten Zeit!/ Hilf, o Sei⸗land, mei⸗nem ——— x—— A ——————— Her⸗-zen/ von den Wun⸗den, die mich schmer-zen. 2. In der Welt ist alles nichtig;/ nichts ist, was nicht kraftlos wär./ Hab ich Soheit, die ist flüchtig;/ hab ich Reichtum, was ists mehr/ als ein Stäublein armer Erdꝰ/ Bab ich Cust, was ist sie wert?/ Was ists, das mich heut er⸗ freue,/ das mich morgen nicht gereue? 3. Aller Trost und alle Freude/ ruht in dir, Berr Jesu Christ;/ dein Erfreuen ist die Weide,/ da man erst recht fröhlich ist./ Ceuchte mir, o Freudenlicht,/ ehe mir mein Berze bricht;/ laß mich, Serr, an dir erquicken, ̃/ Jesu, komm, laß dich erblicken! 7. Freu dich, Serz, du bist erhöret, /jetzo kommt und zeucht er ein;/ sein Gang ist zu dir gekehret,/ heiß ihn nur will— kommen sein/ und bereite dich ihm zu,/ gib dich ganz zu seiner Ruh,/ öffne dein Gemuͤt und Seele,/ klag ihm, was dich drück und quäle! S. Alles dient zu deinem Frommen,/ auch was bös und schädlich scheint,/ weil dich Christus angenommen/ und es treulich mit dir meint./ Bleibest du dem wieder treu,/ ists gewiß und bleibt dabei,/ daß du mit den Engeln droben/ ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhardt, 1676. 22 Mel. Ach, was soll ich Sünder machen(Nr. 7). J. Rommst du, kommst du, Licht der Zeiden?/ Ja, du kommst und säumest nicht,/ weil du weißt, was uns ge⸗ bricht./ O du starker Trost im Ceiden,/ Jesu, meines Berzens Tür/ steht dir offen, komm zu mir! 2. Ja, du bist bereits zugegen,/ du Weltheiland, Gottes Sohn!/ Meine Sinnen spuͤren schon/ deinen gnadenvollen Segen/ und die Wunder deiner Rraft,/ welche Frucht und Ceben schafft. 18 7 — * ==3 I Advent 23 24 3. Adle mich durch deine Liebe,/ Jesu, nimm mein Flehen hin!/ Schaffe, daß mein Geist und Sinn/ sich in deinem Lieben übe;/ denn zu lieben dich, mein Licht,/ steht in meiner Rraft sonst nicht. 4. Jesu, rege mein Gemuͤte,/ Jesu, offne mir den Mund,/ daß dich meines Herzens Grund/ innig preise für die Güte,/ die du mir, o Seelengaͤst,/ lebenslang erwiesen hast. 5. Caß durch deines Geistes Gaben, /Liebe, Glauben und Geduld,/ durch Bereuung meiner Schuld/ mich zu dir sein hoch erhaben!/ Dann so will ich fur und fuͤr/ Bosianna singen dir. Ernst Christoph Somburg, 1 I68J. 23 Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. Mikolaus Serman, Wittenberg 1566. 0 SꝗSPSISSII J. Nun kommt das neu⸗e Kir⸗chenjahr,/ des freut sich — —I EEEEE al⸗le Chri-⸗sten⸗schar./ Dein König kommt, drum freu 2 E DIJ—. en A— e dn un, Hinnanr, 2., u nn vV N nit, Li S.I.II I .* dich/ du wer⸗tes Ji⸗ on, e⸗wig⸗lich./ Hal⸗-le⸗ lu⸗jal 2. wir hören noch das Gnadenwort,/ das Wort vom Zeiland, immerfort,/ das uns den Weg zum Leben weist;/ Gott, sei fuͤr solche Gnad gepreist./ Salleluja! 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt,/ die unsern Glauben stärkt und mehrt,/ das bringe Frucht, auf daß wir dir/ lobsingen dankbar für und fuͤr./ Ballelujal Johann Olearius, 4 J684. I f — Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 24 Zohann Uhlich, 1674. 9 ... E 2— SSE EEE 2 1.0 50 si⸗an⸗ nal Da⸗ vids Sohn/ kommt in Vach be rei-tet ihm den Thron,/ setzt ihm 19 25 Advent —— Zi ⸗on ein ge⸗ zo gen; tau⸗send Eh⸗ren⸗-bo⸗ gen; streuet Pal · men, — DDSE ..I.......III machet Bahn,/ daß er Ein⸗ zug hal⸗ten kannl 2. Hosianna, sei gegrüßt!/ RKomm, wir gehen dir ent— gegen;/ unser Herz ist schon gerüst,/ will sich dir zu Füßen legen./ Zeuch zu unsern Toren ein, /du sollst uns will— kommen sein! 3. Bosianna, Friedefürst,/ Ehrenkönig, Seld im Streitel/ Alles, was du schaffen wirst,/ das ist unsre Siegesbeute./ Deine Rechte bleibt erhöht,/ und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna, lieber Gast,/ wir sind deine Reichsgenossen,/ die du dir erwählet hast;/ ach, so laß uns unverdrossen/ deinem Zepter dienstbar sein;/ herrsche du in uns allein! S. Hosianna, komme bald,/ die Verheißung zu erfüllen!/ Sollte gleich die Rnechtsgestalt/ deine Majestäͤt verhüllen,/ o, so kennet Zion schon/ Gottes und auch Davids Sohn. G. Bosianna, steh uns beil/ O Berr, hilf, laß wohlge— lingen,/ daß wir ohne Beuchelei/ dir das Herz zum Opfer bringen./ Du nimmst keinen Jünger an,/ der dir nicht ge⸗ horchen kann. 7. Hosianna nah und fern!/ Eile, bei uns einzugehenl/ Du Gesegneter des Berrn,/ warum willst du draußen stehen?/ Hosianna, bist du da? Ja, du kommst, Hallelujal Benjamin Schmolck, + 1737. Mel. Meinen Zesum laß ich nicht(Nr. 29. I. Sieh, dein Rönig kommt zu dirl/ Seele, das sind frohe Worte./ Sprich: Mein Rönig, komm zu mir,/ sieh, ich öffne dir die Pforte, zeuch mit deiner Sanftmut ein!/ Was du findest, das ist dein. 2. Romm, ich bin dein Eigentum/ schon seit deinem Wasserbaͤde;/ komm, dein Evangelium/ werde mir ein 2⁰ — D N II S II I IsU Advent 26 Wort der Gnaͤde! Du schickst ja dein Wort voran,/ daß mein König kommen kann. 3. Romm und räume alles aus,/ was du hassest, was mich reuet;/ komm und reinige dein Haus,/ das die Sünde hat entweihet./ Mache selbst mit deinem Blut/ alles wieder rein und gut! 4. Romm in deinem Abendmahl,/ das du uns zum Seil gegeben,/ daß wir schon im Erdentaͤl/ mit dir als im Him⸗ mel leben./ RKomm, Herr Jesu, leb in mir,/ und mein Leben sei in dir! 5. Romm und bring den Geist auch mit,/ deinen Geist, der dich verkläret,/ der mich im Gebet vertritt/ und des Rönigs Willen lehret,/ daß ich bis auf jenen Tag:/ RKomm, Herr Jesu, rufen mag. Philipp Sriedrich Siller, T I769. Mel. Aus meines Serzens Grunde. 26 Hamburg 1598. ..... 22—— EE + S S S I Er ⸗hebt den Herrn, ihr From menl/ Er hält, was Der Sei⸗-land ist ge⸗ kom ⸗-men,/ der Völ⸗-ker ............. EEE— er ver-spricht. Trost und Licht. 1..————. 2—½ + 1 ä S SIIIIII. uns zum Heil und Le⸗ben/ selbst sei nen Sohn ge⸗ Gott, der uns nicht ver⸗stoͤßt,/ hat I ů— LI 1 1—N —— 5 1 12— 22 N ........ ge⸗benz/ durch ihn sind wir er„löst. 2. Erlöst! Owelche Liebe/ hat uns der Herr erzeigt,/ mit welchem Vatertvriebe/ sein Serz zu uns geneigt!/ Von seiner HZimmel Thron/ kommt, Rettung vom Verderben/ uns Sündern zu erwerben,/ sein eingeborner Sohn. 21 27 Advent 3. Er kommt zu uns auf Erden/ in tiefer Wiedrigkeit,/ nimmt auf sich die Beschwerden/ von unsrer Pilgerzeit,/ enthält sich seiner Macht,/ verleugnet Simmelsfreuden,/ bis er durch Todesleiden/ sein großes Werk vollbraͤcht. J. Er hats vollbracht; o bringet/ Gott euren Lob— gesaͤng! /Erlöste Menschen, singet/ dem Mittler ewig Dank!/ Wwo niemand helfen kann,/ da hilft er aus Er⸗ barmen,/ wird Cicht und Trost uns Armen: /o nehmt ihn gläubig an! 5. Du Freund der Menschenkinder,/ verwirf uns, Jesu, nicht!/ Dein Name, Heil der Sünder,/ ist unsre Zuversicht./ Gib unsren Seelen Ruh;/ hilf jeden Reiz zu Sunden/ uns glücklich überwinden;/ gib Mut und Rraft dazu! E. Dich wollen wir erheben/ hier und in Ewigkeit,/ wo uns ein bessres Ceben/ vor deinem Thron erfreut./ Dann sind wir ewig dein,/ und nichts wird uns mehr fehlen,/ dann werden unsre Seelen/ vollkommen selig sein. Samuel Diterich, 4 1797. 27 Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. rankfurt a. M. I599. l F— 1 5—3 DII ——— —..—— Der Sei-land kommt, lob ⸗ sin get ihm,/ Eerr kommt, der ein- ge⸗ bor ⸗ne Sohn,/ — 93———— ESS—— e—— — dem Berrn, dem al⸗ le Se⸗ra⸗ phim/ und steigt von sei⸗ nes Bim⸗mels Thron,/ ——— ESSISIEEIIIIII —— E 2.—— das Hei lig, Sei⸗ lig, sin- gen! der Welt das Beil zu brin⸗gen. E ö —— ——., a—— EE daß wir/ von den Sünden/ Ret⸗ tung fin⸗den;/ Preis dir,/ 22 1104 4 7h Al•-i⸗„ Advent 28 F ö— x— e.——— vi, d——96. Il höch⸗stes Wesen,/ durch dich wer⸗den wir ge⸗ sen. 2. Willkommen, Friedefurst und Seld,/ Rat, Vater, Kraft und Seil der Welt,/ willkommen hier auf Erden!/ Du kleidest dich in Fleisch und Blut,/ wirst Mensch und willst der Welt zu gut/ selbst unser Bruder werden./ Ja du,/ Jesu,/ kommst uns Armen/ voll Erbarmen /nun ent— gegen,/ wandelst unsern Fluch in Segen. 3. Du bringst uns Trost, Jufriedenheit,/ Heil, Ceben, ewge Seligkeit;/ sei hoch dafuͤr gepriesen!/ O Herr, wie viel zu schwach sind wir,/ die Treue zu vergelten dir,/ die du an uns bewiesen!/ Von dir,/ da wir/ im Verderben/ müßten sterben,/ kommt das Leben./ O was kannst du Größres geben! 4. Wir bringen dir ein dankbar Berz,/ gebeugt durch Buße, Reu und Schmerz,/ bereit, vor dir zu wandeln/ und dir und unsrem Näͤchsten treu,/ aufrichtig, ohne Heuchelei,/ zu denken und zu handeln./ Zu dir/ flehn wir:/ Bilf uns Schwachen,/ daß wir wachen, /beten, ringen/ und des Fleisches Cust bezwingen. 5. Caß uns zu unserm ewgen Seil/ an dir im wahren Glauben Teil/ durch deinen Geist erlangen;/ auch wenn wir leiden, auf dich sehn,/ im Guten immer weiter gehn,/ nicht an der Erde hangen,/ bis wir/ zu dir/ mit den From⸗ men/ ewig kommen,/ dich erheben/ und in deinem Reiche leben. Samuel Diterich, 4 1797. 28 Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. J. A. 5reylinghausen, Salle 1704. —— 1 — 4——.—— 5.—.——..————— was wär ich oh ne dich ge⸗ 143 senꝰ/ Zu Furcht und Ang-sten aus er- sen,/ 23 28 Advent Was würd ich oh ne dich nicht sein?! ständ ich in wei⸗ ter Welt al ⸗lein. 2 Nichts I..———— — wüuͤßt ich si ⸗cher, das ich lieb⸗te;/ die Zu-kunft +2— ä...AI..... NI wär ein dunk⸗ler Schlund,/ und wenn mein Herz sich DII tief be⸗trüb⸗te,/ wem tät ich mei ne Sorge kund? 2. Einsam, verzehrt von Cieb und Sehnen, erschien' mir nächtlich jeder Tag;/ ich folgte nur mit heißen Tränen/ dem wilden Cauf des Cebens nach; /ich fände Unruh im Getümmel/ und hoffnungslosen Gram zu Baus;/ wer hielte ohne Freund im HSimmel, /wer hielte da auf Erden ausꝰ 3. Hat Christus sich mir kundgegeben,/ und bin ich seiner erst gewiß,/ wie schnell verzehrt ein lichtes Leben /die bodenlose Finsternis!/ Durch ihn erhaͤlt ich tausend Gaben,/ durch ihn bin ich ja Gottes Kind,/ gewiß, ihn unter uns zu haben,/ wo zwei auch nur versammelt sind. 4. O geht hinaus auf allen Wegen/ und holt die Irrenden herein;/ streckt jedem eure Sand entgegen/ und laͤdet froh sie zu uns ein!/ Der Simmel ist bei uns auf Erden,/ im Glauben schauen wir ihn an./ Die eines Glaubens mit uns werden,/ auch denen ist er aufgetan. 5. Das Herz, des Cebens reichste Quelle,/ ein böses Wesen wohnte drin;/ und wards in unserm Geiste helle,/ so war nur Unruh der Gewinn. /Ein eisern Band hielt an der Erde/ die bebenden Gefangnen fest;/ Furcht vor des Todes Richterschwerte /verschlang der Zoffnung Überrest. 2⁴ 24649714 E I ‚ Advent 29 6. Da kam ein Heiland, ein Befreier,/ ein Menschensohn voll Cieb und Maͤcht/ und hat ein allbelebend Feuer/ in unserm Innern angefacht. Wun sahn wir erst den Simmel offen/ als unser wahres Vaterland;/ wir konnten glauben nun und hoffen/ und fühlten uns mit Gott verwandt. 7. Noch steht in wundersamem Glanze/ der heilige Ge— liebte hier;/ gerührt von seinem Dornenkranze/ und seiner Treue, weinen wir./ Ein jeder Mensch ist uns willkommen,/ der seine Zand mit uns ergreift/ und, in sein Zerz mit auf⸗ genommen,/ zur Frucht des Paradieses reift. Friedrich v. Sardenberg(Movalis), ISoI. 29 Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Frankfurt a. M. I599. ö ö n denE i m: e, an. .... TTT . Herr, wir sin⸗gen dei- ner Eh⸗re,/ erbarm dich 1. Berr, wir dan-ken voll Ent⸗ zük⸗ken;/ wo ist ein S.——— e denn, u m,t,e,Ee un⸗ser und er⸗ hö⸗re,/ nimm gnä-dig un-ser Cob— Gott, der so be⸗glük⸗Ken,/ so lie-⸗-ben und so seg⸗ 12 II ESO II E ö S q.. I I I I I.I.Ee S—— —— lied an! nen rann Der Gott, den wir er⸗höhn,/ er, des⸗ 1 1 —— I——— 33—— x— 2———————— sen Zeil wir sehn,/ ist die Lie⸗be;/ schon vor der 3—6—7 . in E⸗wig⸗keit/ war Gott die Cie⸗be, wird sie seim. * 30 Advent 2. Um zu dir uns zu erheben,/ hauchst du in unsre Brust das Ceben/ und schenkest uns der Erde Glück;/ um zu dir uns zu erheben,/ entziehst du unsrer Brust das Leben/ und schenkest uns des Himmels Glück./ Du gibst das Leben, Gott!/ Du sendest uns den Tod/ nur zum Segen,/ bist liebevoll;/ nur unser Wohl,/ nicht unser Elend schaffest du. 3. Als wir, von der Sünde Plagen/ gequält, in unserm Elend lagen/ und Naͤcht des Todes uns umfing,/ fern von deiner Wahrheit Pfaͤde,/ da war es, Gott, als deine Gnaͤde/ erbarmend vor uns überging. Da rief der Ciebe Blick/ ins Ceben uns zurück;/ von der Sünde,/ von ihrer Naͤcht/ sind wir erwacht,/ erwacht, um Gottes Licht zu sehn. J. Preiset ihn, ihr Jubellieder!/ Zur Erde stieg sein Sohn hernieder,/ ward Mensch und starb der Sünder Tod./ Christus hat den Tod bezwungen; /ein neues Lied werd ihm gesungen!/ Uns segnet und begnaͤdigt Gott./ Wir sind mit ihm versöhnt;/ ihr Cobgesänge, tönt,/ tönt zum Him— mell/ Erschaͤllt schon hier!/ Einst knieen wir /ean seinem Thron und beten an. Zoh. Boachim Eschenburg. 1820 Arnold 6. müät dt J887. —.— ö..... Y. Dein Röo⸗nig domit in nie ⸗dern Hülslen/ sanft— EE— mü ⸗ tig auf der Ls lin Fül⸗ len /e—— 5—.—— 2.— +..4.. EI—— VF fang ihn froh, Je⸗ru⸗ sauem! TCTrag 60n ent⸗ge⸗gen N. IE ri, di Frie ⸗ dens⸗pal⸗ men, estren den Pfad mit grü ⸗ nen I 70 26 Unv.. SIdi .½ — 4411 22——— eee Advent 30 2 ö—— ————————II Balmen;/ so ists dem Ber ⸗ ren an ⸗ ge⸗nehm. 2. O mächtger Herrscher ohne Heere,/ gewaͤltger Rämpfer ohne Speere, /o Friedensfürst von großer Macht!/ Es wollen dir der Erde Herren/ den Weg zu deinem Throne sperren;/ doch du gewinnst ihn ohne Schlaͤcht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden; /doch aller Erden Reiche werden/ dem, das du ie untertan./ Bewaffnet mit des Glaubens Worten,/ zieht deine Schar nach den vier Orten/ der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest hergezogen, /da ebnen sich des Meeres Wogen,/ es schweigt der Sturm, von dir bedroht./ Du kommst, auf den empörten Triften/ des Lebens neuen Bund zu stiften,/ und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 5. O Herr von großer Zuld und Treue,/ o komme du auch jetzt aufs neue/ zu uns, die wir sind schwer verstört!/ Wot ist es, daß du selbst hienieden/ kommst zu erneuern deinen Frieden,/ dagegen sich die Welt empört. G. O laß dein Licht auf Erden siegen,/ die Macht der Finsternis erliegen/ und lösch der Zwietracht Glimmen aus,/ daß wir, die Völker und die Thronen,/ vereint als Be wieder wohnen/ in deines großen Vaters Baus. Sriedrich Rückert, 1866. 27 4 + T äH;t;:•:'Hha—a—Mhne D‚‚ 2 7 + 1—3 2 W e 2* . IN W E Weihnachten 3I.32 3 I Vorreformatorisch.) Röln J599. 141 ein Ros ent ⸗ sprun⸗gen/ aus ei⸗ ner Wur⸗ Lals uns 30— Al 65 sun⸗gen,/ von Jes⸗se kam II. X — 2. E 34—ᷣ zel zart,—— die Art, und hat ein Blümlein bracht/ mit⸗ten im ..... FI——— EE..,. kal ⸗ ten Win ter/ wohl zu der hal ⸗ben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine,/ davon Jesaias sagt,/ hat uns gebracht alleine/ Marie, die reine Magd./ Aus Gottes ewgem Rat/ hat sie ein Rind geboren/ wohl zu der halben Nacht. Vorreformatorisch.) I599. 32 Ein Kinderlied auf die Weihnachten vom Rindlein Jesu Leipzis 1539. 4 ö ———— DiDDE ee 2 J. I mel hoch, da komm ich her,/ ich 1 4* —— SSIIII bring euch gu⸗ neu⸗e Rrar; 005— ten e nrn.———— ich so viel,/ da⸗-von ich singn und sa⸗ gen O 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn/ von einer Jung— frau auserkorn,/ ein Kindelein so zart und fein,/ das soll eur Freud und Wonne sein. 2 29 32 Weihnachten 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott,/ der will euch fuͤhrn aus aller Not;/ er will eur Seiland selber sein/ von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit,/ die Gott, der Vater, hat bereit,/ daß ihr in seinem Zimmelreich/ mit uns sollt leben allzugleich. 5. So merket nun das Zeichen recht:/ die Rrippen, Winde⸗ lein so schlecht,/ da findet ihr das Kind gelegt,/ das alle Welt erhält und trägt.“ 6. Des laßt uns alle fröhlich sein/ und mit den Sirten gehn hinein,/ zu sehn, was Gott uns hat beschert,/ mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Sei uns willkommen, edler Gast,/ den Sünder nicht verschmähet hast/ und kommst ins Elend her zu mir:/ wie soll ich immer danken dir? 8. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding,/ wie bist du worden so gering,/ daß du daͤliegst auf dürrem Gras,/ der in dem Schoß des Vaters saß! 9. Und wär die Welt vielmal so weit,/ mit Edelstein und Gold bereit't,/ so wäre sie doch viel zu klein,/ um eine Wiege dir zu sein. J0. Der Sammet und die Seiden dein,/ das müssen Zeu und Windeln sein,/ worin du, RKönig, groß und reich,/ her⸗ prangst, als wärs dein Zimmelreich. II. Das hat also gefallen dir,/ die Wahrheit anzuzeigen mir,/ wie aller Welt Nacht, Ehr und Gut/ vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. I2. Ach du herzlieber Jesu mein,/ maͤch dir ein Bette sanft und rein,/ zu ruhn in meines Serzens Schrein,/ daß ich nimmer vergesse dein. I3. Davon ich allzeit fröhlich sei,/ zu springen, singen immer frei/ zu Ehren dir, o Gottessohn,/ mit Serzenslust den süßen Ton. I4. Cob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,/ der uns schenkt seinen eingen Sohn;/ des freuet sich der Engel Schar/ und singet uns solch neues Jahr. Martin Luther, 1 1546. 30 2* yᷓten ührn allen hat eben inde⸗ alle gehn inem nicht wie orden dem und eine Heu her⸗ eigen lichts Bette daß ingen islust uns ůchar/ 1546. Weihnachten 3334 33 +(Derreformatsristh. Wittenberg 1524. J. Ge⸗lo⸗bet seist du, Jesu Christ,/ daß du Mensch ge— + , bo⸗ren bist/ von ei ner Jungfrau, das ist waͤhr;/ des x ö Z r freu⸗et sich der En⸗gel Schar./ Sal-le⸗lu⸗ ja! 2. Des ewgen Vaters einig Kind/ jetzt man in der Krip⸗ pen findt;/ in unser armes Fleisch und Blut/ verkleidet sich das ewge Gut./ Halleluja! 3. Den aller Weltkreis nie beschloß,/ der liegt in Marien Schoß;/ er ist ein Rindlein worden klein,/ der alle Ding er⸗ hält allein./ Ballelujal 4. Das ewge Licht geht da herein,/ gibt der Welt ein'n neuen Schein;/ es leucht't wohl mitten in der Nacht/ und uns des Cichtes Kinder maͤcht./ Hallelujal 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art,/ ein Gast in der Welt hie ward/ und führt uns aus dem Jammertal,/ macht Erben uns in seinem Saal./ Hallelujal G. Er ist auf Erden kommen arm,/ daß er unser sich er⸗ barm/ und uns im Zimmel maͤche reich/ und seinen lieben Engeln gleich./ Hallelujal 7. Das hat er alles uns getan,/ sein groß Lieb zu zeigen anz/ des freu sich alle Christenheit/ und dank ihm des in Ewigkeit./ Ballelujal Martin Luther, 4 1546.(Vers J vorreformatorisch.) 34 Mikolaus Serman, 1554. ———.—— J. Cobt Gott ihr Christen all⸗ zu-gleich,/ in sei⸗ nem 2* 31 34.35 Weihnachten SS T hoöchsten Thron,/ der Wgiin Bim melreich/ und . schenkt uns sei⸗nen Sohn/ und schenkt uns sei⸗nen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß/ und wird ein Rindlein klein; /er liegt dort elend, nackt und bloß, in einem Rrippelein.:,: 3. Der Herr begibt sich der Gewaͤlt,/ wird niedrig und ge— ring,/ nimmt an sich eines Knechts Gestalt, ,„: der Schöpfer aller Ding.:,: 4. Er wechselt mit uns wunderbar,/ nimmt Fleisch an, wird uns gleich/ und beut uns Gottes Klaͤrheit dar, in seines Vaters Reich:/: 5. Er wird ein Knecht und ich ein Serr,/ das 91409 ein Wechsel sein!/ Wie könnte doch sein freundlicher ,51 das liebe Christkindlein!:,: E. Beut schleußt er wieder auf die Tür/ zum schönen Paraͤdeis, /der Cherub steht nicht mehr dafür, ,: Gott sei Lob, Ehr und Preis!:,: Nikolaus Serman, + 156J. 3 5 Johann Crüger, Berlin 1656. + ö x x ů EEEEEEEEEE.— SSS——.— J. Fröh-lich soll mein ft ze sprin⸗gen/ —*— ar———.. die⸗-ser Jeit,/ da vor Freud/ al le En-gel sin⸗gen./ Ba,rrr Bört, hört, wie mit vol-len Chö-ren /al⸗-le Luft/ 32 chten 23— sund 1 ohn. d ein „ n 1d ge⸗ öpfer h an, %½ in gein das öonen tt sei I56J. Weihnachten 35 E 1537. é— H ——————————.— é— S— jauchzt und ruft:/ Chri⸗-stus ist ge⸗ bo-ren! 2. Heute geht aus seiner Rammer/ Gottes Held,/ der die Welt/ reißt aus allem Jammer. /Gott wird Mensch, dir, Mensch, zu gute; Gottes Rind,/ das verbindt/ sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen,/ der uns gibt,/ was er liebt/ über alle Maßen?/ Gott gibt, unserm Leid zu wehren,/ seinen Sohn/ aus dem Thron/ seiner Macht und Ehren. 4. Nun er liegt in seiner Krippen,/ ruft zu sich/ mich und dich,/ spricht mit süßen ECippen: /Casset fahren, liebe Brüder,/ was euch quält,/ was euch fehlt;/ ich bring alles wieder. S. Ei, so kommet ohn Verweilen,/ stellt euch ein,/ groß und klein,/ laßt uns zu ihm eilen!/ Ciebt den, der vor Liebe brennet,/ schaut den Stern,/ der uns gern/ Ticht und Cab— sal gönnet. G. Die ihr schwebt in großen Leiden,/ sehet, hier/ ist die Tür/ zu den waͤhren Freuden./ Faßt ihn wohl, er wird euch führen/ an den Ort,/ da hinfort/ euch kein Rreuz wird rühren. ö 7. Wer sich fühlt beschwert im Herzen,/ wer empfindt/ seine Sünd/ und Gewissensschmerzen,/ sei getrost: hier wird ge— funden,/ der in Eil/ maͤchet heil/ auch die tiefsten Wunden. 8. Die ihr arm seid und elende,/ kommt herbei,/ füllet frei/ eures Glaubens HZände!/ Hier sind alle guten Gaben/ und das Gold,/ dran ihr sollt/ eure Herzen laben. 9. Süßes Heill laß dich umfangen,/ laß mich dir,/ meine Zier,/ unverrückt anhangen!/ Du bist meines Lebens Leben,/ nun kann ich/ mich durch dich/ wohl zufrieden geben. J0. Ich will dich mit Fleiß bewahren,/ ich will dir/ leben hier/ und mit dir heimfahren;/ mit dir will ich endlich schweben/ voller Freud/ ohne Zeit/ dort im andern Ceben. Paul Serhardt, 1 J1676. 33 36 Weihnachten 36 Mel. Vom Simmel hoch(mit Weglassung des Salleluja)(Nr. 32 0d. wie Nr. 23). J. Wir singen dir, Immanuel,/ du Lebensfürst und Gnadenquell,/ daß du, o langgewünschter Gaͤst,/ dich nun— mehr eingestellet hast.(Halleluja.) 2. Von Anfang, da die Welt gemacht,/ hat so manch Herz nach dir gewacht;/ dich hat gehofft so lange Jahr/ der Väͤter und Propheten Schar:(Balleluja.) 3.„Ach, daß der Herr aus Zion käm/ und unsre Bande von uns nähm! /Ach, daß die Hilfe bräch herein,/ so würde dein Volk fröhlich sein.“(Halleluja.) 4. Wun, du bist hier, da liegest du,/ hältst in dem Kripp⸗ lein deine Ruh,/ bist klein und machst doch alles groß,/ be⸗ kleidst die Welt und kommst doch bloß.(Baͤlleluja.) 5. Du kehrst in fremde Haͤusung ein,/ und sind doch alle Himmel dein; /du liegst an einer Menschenbrust/ und bist doch aller Engel KCust.(Balleluja.) G. Du bist der Ursprung aller Freud/ und duldest so viel Berzeleid; /du bist der größte Menschenfreund,/ doch sind dir so viel Menschen feind.(Halleluja.) 7. Ich aber, dein geringster Knecht,/ ich sag es frei und mein es recht: /Ich liebe dich, doch nicht so viel,/ als ich dich gerne lieben will.(Halleluja.) 8. Der Will ist da, die Kraft ist klein;/ doch wird dir nicht zuwider sein/ mein armes Herz, und was es kann,/ wirst du in Gnaden nehmen an.(Balleluja.) d. Darum hab ich so guten Mut,/ du wirst auch halten mich für gut; /o Jesu Christ, dein frommer Sinn/ macht, daß ich so voll Trostes bin.(Halleluja.) J0. Und bin ich gleich der Sünde voll,/ hab ich gelebt nicht, wie ich soll,/ so kommst du doch deswegen her,/ daß sich der Suͤnder zu dir kehr.(Balleluja.) II. So faß ich dich nun ohne Scheu: /du machst mich alles Jammers frei; /du trägst die Schuld, erwürgst den Tod, /verkehrst in Freud all Angst und Not.(Balleluja.) 3⁴ ———— ten r. 230. und lun⸗ unch sder unde ürde ipp⸗ be⸗ alle bist viel sind und dich icht t du Iten cht, lebt daß nich den ja.) Weihnachten 37 I2. Du bist mein Zaupt, hinwiederum/ bin ich dein Glied und Eigentum/ und will, soviel dein Geist mir gibt,/ stets dienen dir, wie dirs beliebt.(Balleluja.) I3. Ich will dein Salleluja hier/ mit Freuden singen für und für,/ und dort in deinem Ehrensaal/ solls schallen ohne Jeit und Zahl.(Halleluja.) Paul Serhardt, 4 1676. 37 Mel. Nun freut euch, lieben Christen gmein—— wie Nr. 270). Wittenberg 1524. 1— ——— —————— I. Ich steh an dei⸗ ner Krip⸗-pe hier, 7o 5657 ste⸗ 9 bring und———— ke 95 93850— — su, du mein Le⸗benl ö ö 55 mir hast ge⸗ ge⸗ben. Nimm hin, es + ——.— ist mein Geist 0 Sinn, Ss Seel und Mut, nimm ——.——.... al ⸗les hin/ und laß dirs wohl⸗- ge⸗ fal-len! 2. Da ich noch nicht geboren war,/ da bist du mir ge— boren,/ und hast mich dir zu eigen gar,/ eh ich dich kannt, erkoren;/ eh ich noch war ans Licht gebracht,/ da hat dein Berze schon bedacht,/ wie du mein wolltest werden. 3. Ich lag in tiefer Todesnacht,/ du wurdest meine Sonne,/ die Sonne, die mir zugebracht/ Licht, Leben, Freud und Wonne. /O Sonne, die das werte Licht/ des Glaubens in mir zugericht,/ wie schoͤn sind deine Strahlen! 4. Ich sehe dich mit Freuden an/ und kann nicht satt mich sehen,/ und weil ich nun nichts weiter kann,/ so preis ich, was geschehen./ O, daß mein Sinn ein Abgrund wär/ und meine Seel ein weites Meer,/ daß ich dich möchte faͤssen! 35 38 Weihnachten 5. Wenn oft mein Herz vor LUeide weint/ und keinen Trost kann finden,/ da ruft mirs zu:„Ich bin dein Freund,/ ein Tilger deiner Sünden;/ was traͤuerst du, o Bruder mein?/ Du sollst ja guter Dinge sein,/ ich zaͤhle deine Schulden.“ 6. Du fragest nicht nach Cust der Welt,/ noch nach des Leibes Freuden; /du haͤst dich bei uns eingestellt,/ an unsrer Staͤtt zu leiden;/ suchst meiner Seele Trost und Freud/ durch dein selbsteignes Serzeleid;/ das will ich dir nicht wehren. 7. Eins aber, hoff ich, wirst du mir,/ mein Heiland, nicht versagen: /daͤß ich dich möge für und für/ in meinem Berzen tragen./ So laß mich deine Wohnung sein,/ komm, komm und kehre bei mir ein/ mit allen deinen Freuden! 8. Zwar sollt ich denken, wie gering /ich dich bewirten werde;/ du bist ein Schöpfer aller Ding,/ ich bin nur Staub und Erde;/ doch bist du ein so lieber Gast,/ daß du noch nie verschmähet haͤst/ den, der dich gerne siehet. Paul Serhardt, 4 J676. 38 Mel. O daß ich tau send Zungen hätte. Frankfurt a. M. I738. ...————— 2, Dies ist die Maͤcht, da mir er-schie⸗nen/ des J. Das Vind, dem al„le En⸗gel die⸗nen,/ bringt IIDA I—4 enn e=e de. gro⸗ßen Got⸗tes Freundlichkeit. Licht in mei ne Dun-kel⸗heit, SDSDSDSDSSDSS Bimmels-licht/ weicht hunderttaͤu⸗send Sonnen nicht. und die⸗ ses Welt⸗ und 2. Caͤß dich erleuchten, meine Seele,/ versäume nicht den Gnaͤdenschein! Der Glaͤnz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein;/ er treibet weg der Hollen Macht,/ der Sünden und des Todes Nacht. 36 Weihnachten 39 3. In diesem Lichte kannst du sehen/ das Licht der klaren Seligkeit./ Wenn Sonne, Nond und Stern vergehen/ der— einst am Ende dieser Jeit,/ wird dieses Licht mit seinem Schein/ dein Himmel und dein Alles sein. 4. Caß nur indessen helle scheinen/ dein Glaubens⸗ und dein Ciebeslicht;/ mit Gott mußt du es treulich meinen,/ sonst hilft dir diese Sonne nicht;/ willst du genießen diesen Schein,/ so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne,/ bestrahle mich mit deiner Gunst,/ dein Licht sei meine Weihnachtswonne/ und lehre mich die Weihnaͤchtskunst,/ wie ich im Lichte wandeln soll/ und sei des Weihnachtsglanzes voll. K. Friedrich Nachtenhöfer, 1685. 57 Mel. Lobe den Serren, den mächtigen Rönig. Stralsund 1665. —;t;t—— 1 1 —— ů we, ,x,.,.., ,..,.,.,. Jauch-zet, ihr Sim-mel, froh ⸗-lo⸗cket, ihr Sin ⸗-get dem Ser⸗-ren, dem Bei-land der 1—— F„n Finn, x ————.——.——.—— EE En⸗gel, in Chö⸗-renl menschen, zu Eh⸗-ren!/ ,, Die 43——— freundlich und nah/ zu den Ver⸗lor-nen sich keh⸗ren. 2. Jaͤuchzet, ihr Himmel, frohlocket ihr Enden der Erden! /Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden./ Friede und Freud/ wird uns verkündiget heut:/ Freuet euch, Sirten und Herden! 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Zöchste geneiget!/ Sehet die LCiebe, die ganz sich als Ciebe nun zeiget!/ Sie wird ein Kind, /träget und tilget die Sünd; /alles anbetet und schweiget. Se⸗het doch da,/ Gott will so 37 40⁰ Weihnachten 4. Gott ist im Fleische!l wer kann dies Geheimnis ver— stehen?/ Hier ist die Pforte des Cebens nun offen zu sehen./ Gehet hinein,/ eins mit dem KRinde zu sein,/ die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Baͤst du denn, Höchster, auch meiner noch wollen ge— denken? /Du willst dich selber, dein Serze voll Ciebe, mir schenken;/ sollt nicht mein Sinn/ innigst sich freuen darin/ und sich in Demut versenken? G. Rönig der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde,/ dem ich auch wieder mein Herze in Ciebe verbinde,/ du sollst es sein,/ den ich erwähle allein;/ ewig entsag ich der Sünde. 7. Treuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren;/ komm doch, mein Seiland, und laß mich nicht länger ver— loren!/ Wohne in mir,/ mache ganz eins mich mit dir,/ in dir zum Ceben erkoren! 8. Menschenfreund Jesu, dich lieb ich, dich will ich er— heben,/ laäß mich doch einzig nach deinem Gefallen nun leben!/ Gib mir auch bald,/ Jesu, die Rindesgestalt,/ völlig mich dir zu ergeben. Gerhard Tersteegen, 4 1769. 40 Mel. Vom Simmel hoch, da komm ich her(Nr. 32). J. Dies ist der Tag, den Gott gemacht,/ sein werd in aller Welt gedacht; /ihn preise, was durch Jesum Christ/ im Bimmel und auf Erden ist. 2. Die Völker haben dein geharrt,/ bis daß die Zeit er— füllet ward,/ da sandte Gott von seinem Thron/ das Seil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder faͤssen will,/ so steht mein Geist vor Ehrfurcht still;/ er betet an, und er ermißt,/ daß Gottes Cieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält,/ erniedrigst du dich, Berr der Welt,/ nimmst selbst an unsrer Menschheit teil,/ erscheinst im Fleisch zu unserm Seil. 5. Dein Rönig, Zion, kommt zu dir./„Ich komm, im Buche steht von mir;/ Gott, deinen Willen tu ich gern.“/ Gelobt sei, der da kommt im Serrn! 38 Weihnachten 41 G. Berr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedensfürst,/ auf den die Väter hoffend sahn,/ dich, Gott, mein Seiland, bet ich an! 7. Du unser Seil und höchstes Gut,/ vereinest dich mit Fleisch und Blut,/ wirst unser Freund und Bruder hier,/ und Gottes Rinder werden wir. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt,/ Ein Mittler ists, der sie erhält./ Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt,/ der in des Vaters Schoße sitzt! 9. Jauchzt, Zimmel, die ihr ihn erfuhrt,/ den Tag der heiligsten Geburt;/ und Erde, die ihn heute sieht,/ sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied. J0. Dies ist der Tag, den Gott gemaͤcht,/ sein werd in aller Welt gedacht;/ ihn preise, was durch Jesum Christ/ im Bimmel und auf Erden ist. Christian Fürchtegott Gellert, I769. 41 Mel. Kommt her zu mir, spricht Sottes Sohn(Nr. I53). J. Brich an, du schönes Morgenlicht! /Das ist der alte Morgen nicht,/ der täglich wiederkehret; /es ist ein Leuch— ten aus der Fern,/ es ist ein Schimmer, ist ein Stern,/ von dem ich längst gehöret. 2. Nun wird ein Rönig aller Welt,/ von Ewigkeit zum HBeil bestellt,/ ein zartes Rind geboren;/ der Teufel hat sein altes Recht/ am ganzen menschlichen Geschlecht/ verspielt und schon verloren. 3. Der Zimmel ist jetzt nimmer weit,/ es naht die selge Gotteszeit/ der Freiheit und der Liebe;/ wohlauf, du frohe Christenheit,/ daß jeder sich nach langem Streit/ in Frie— denswerken übe. 4. Ein ewig festes Ciebesband/ hält jedes Saus und jedes Land/ und alle Welt umfangen;/ wir alle sind ein heilger Stamm, /der CTöwe spielet mit dem Lamm,/ das Rind am Nest der Schlangen. 5. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt?/ Hier in der Rrippe liegt ein Kind/ mit lächelnder Gebärde./ Wir preisen dich, du Sternenheld! /Willkommen, Seiland aller Welt!/ Willkommen aͤuf der Erde! mar v. Schenkendorf, f 1817. 39 42. 43 Weihnachten 42 5 Lobe den Zerren, den mächtigen Rönig der Ehren(Nr. 30). I. Ehre sei Gott in der Hohe! Der Serr ist geboren!/ Caßt uns ihm singen, o Christen; auch wir sind erkoren,/ sein uns zu freun/ und durch ihn selig zu sein:/ Christen, wir sind nicht verloren! 2. Schaͤtten und Dunkel bedeckten den Erdkreis; es irrten/ Völker umher wie die Zerden, verlassen vom Sirten./ Jesus erschien,/ Nächte verschwanden durch ihn,/ die auch den Weisen verwirrten. 3. Menschen, berufen, durch Liebe die Gottheit zu ehren,/ folgten der Zwietraͤcht und haͤßten sich vor den Altären./ Jesus erschien,/ und es ward Friede durch ihn;/ singet es laͤut ihm zu Ehren! 4. Ehre sei Gott in der Höhe! Ein ewiges Leben/ hat er durch ihn, den Geliebten, uns allen gegeben./ Bis in das Grab/ stieg er vom Himmel herab,/ einst uns zum Sim mel zu heben. 5. Selige Aussicht! Wie werd ich im Lichte der Höhe,/ Retter, dich preisen, wenn dort ich verherrlicht dich sehe!/ Danket schon hier,/ Christen, o dankt ihm mit mir:/ Ehre sei Gott in der Höhe! August Sermann Miemeyer, 4 1828. 43 Mel. Zerr Gott, dich loben alle wir(oder wie Nr.32). Französischer Psalter, 155J. ö— .SSS.S.......... V.* I. 30 por zu 5665655 mein Cob⸗-ge-⸗——— ———....... dem das Lied der er En gel klang,/ der ho⸗ he Freu⸗den⸗ .——— ID +* nh. tag ist da;ĩ lob-»sin⸗get ihm: Hal ⸗le⸗-lu⸗jal 2. Vom Simmel kam in dunkler Nacht,/ der uns das Cebenslicht gebracht;/ nun leuchtet uns ein milder Strahl/ wie Morgenrot im dunklen Tal. 4⁰ en Weihnachten 4* 3. Er kam, des Vaters Ebenbild,/ von schlichtem Pilger⸗ kleid umhullt/ und fuͤhret uns mit sanfter Sand,/ ein treuer Hirt, ins Vaterland. 4. Er, der jetzt bei dem Vater thront,/ hat unter uns, ein mensch, gewohnt,/ damit auch wir ihm werden gleich/ auf Erden und im Simmelreich. S5. Einst fuͤhret er zur Bimmelsbahn/ uns, seine Bruͤder, auch hinan/ und waͤndelt unser Pilgerkleid/ in Sternen⸗ glanz und Serrlichkeit. 6. Empor zu Gott, mein Lobgesangl/ Er, dem der Engel Cied erklaͤng,/ der hohe Freudentag ist da;/ ihr Christen, singt Hallelujal Friedrich Adolph Krummacher, 1845. V Mel. Valet will ich dir geben. 44 Melchior Teschner, 1613. SSSS —— Er⸗füllt sind Stund und Zeiten,/ der neu⸗e Tag bricht das Licht der E= wig⸗kei⸗ten/ tritt auf die Sie-ges⸗ EELE 2——— bebn Zur Mit⸗ternacht, verschwiegen/ hat es sich ein⸗-ge⸗ ........— DIY S S...I III stellt;/ die En⸗gel Gottes fliegen/ und rufens in die Welt. 2. Hier liegts im Nutterschoße/ und ist noch schwach und klein;/ nur zu geringem Lose/ scheint es bestimmt zu sein,/ als sollt es sich verlieren/ in tiefer Dunkelheit,/ und doch soll es regieren/ die Welt in Serrlichkeit. 3. Es muß vor diesem Lichte/ der Erde Glanz vergehn,/ vor diesem Angesichte/ die Sonne finster stehn./ Sein still verborgnes Wesen/ hat eine solche Macht,/ daß Rranke drin genesen/ und Totes neu erwaͤcht. 4. Es freuen sich die Armen,/ die Muͤden in dem Schein;/ es ladet voll Erbarmen/ die Schwaͤchen zu sich ein./ Die 11 45 Weihnachten Stolzen nur erquicken/ sich nicht an seinem Strahl;/ nur den verkehrten Blicken /ist dieses Licht zur Qual. 5. O Licht, laß uns hinieden/ als deine KRinder stehn,/ bis wir dereinst in Frieden/ den höhern Aufgang sehn!/ O Jesu, Stern der Gnade,/ des Vaters Glanz und Zier,/ o leucht auf unsre Pfade,/ damit sie gehn zu dir. Seinrich Puchta, 4 1858. Mel. Aus meines Serzens Grunde. 45 Zamburg 1598. —.— Baer uu, u. uu i. r—— I. Der heil⸗ ge Christ ist kom ⸗ men,/ der 365—— sich al le From⸗ men/ am ——.—— teu re Got⸗tes⸗ sohn; 1 357 sten— mels⸗ 8565 Auch was auf Er ⸗den EERREEEE ist, 357——5— und lo⸗ben/ mit al⸗ len . 1 EZI I 2 ä. En⸗geln dro ⸗ben/ den lie⸗ben heilgen Cbrist. 2. Das Licht ist aufgegaͤngen,/ die lange Nacht ist hin;/ die Sünde liegt gefangen,/ erlöst ist Serz und Sinn./ Die Sündenaͤngst ist weg,/ der Glaube geht zum Zimmel/ nun aus dem Weltgetümmel/ auf einem sichern Steg. 3. Wun sind nicht mehr die Kinder/ verwaͤist und vaͤter— los;/ Gott rufet selbst die Sünder/ in seinen Gnadenschoß;/ er will, daß alle, rein/ von ihren alten Schuͤlden, /ver— trauend seinen Sulden,/ gehn in den Zimmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset,/ ihr Seelen fern und nah!/ Der euch den Vater weiset, der heilge Christ, ist da;/ er ruft so freundlich drein/ mit süßen CLiebesworten:/ Ge⸗ öffnet sind die Pforten,/ ihr Kinder, kommt hereinl Ernst Moritz Arndt, 1860. 7² Jahreswechsel 4647 Jahreswechsel (A“uch Lied Nr. 402. 46 mel. Serr Jesu Christ, dich zu uns wend(oder wie Nr. 32). Görlitz 1648. SEEEE IJ. Das al⸗ te Jahr ver⸗ganegen ist;/ wir dan⸗ken 3Z— IEEEE dir, Herr Je- su Christ,/ daß du in Not uns 4.——U 111 E..—— 1—— EEESEE und Ge⸗fahr/ be⸗ hü⸗tet haͤst lang Jeit und Jahr. 2. Wir bitten dich, den ewgen Sohn/ des Vaters in dem höchsten Thron: /du wollst dein arme Christenheit/ be— wahren ferner allezeit. 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort,/ der Seelen höchsten Trost und Hort;/ vor Irrlehr und Abgötterei/ be⸗ huͤt uns, Herr, und steh uns beil 4. Hilf, daß wir fliehn die Sündenbahn/ und fromm zu werden fangen an;/ der Sünd im alten nicht gedenk,/ ein gnaͤdenreich neu Jahr uns schenk! S. Hilf christlich leben stetiglich,/ in dir einst sterben selig— lich/ und danach fröhlich auferstehn/ und mit dir in den Bimmel gehn, G. Zu loben und zu preisen dich/ mit allen Engeln ewig⸗ lich./ O Jesu, unsern Glaͤuben mehr/ zu deines Namens LCob und Ehr. 1568 und 1588. 4⁷7 Mel. Unser Serrscher, unser König(Nr. 53 oder wie Nr. 287). I. Bilf, Serr Jesu, laß gelingen,/ hilf, das neue Jahr geht an; /laß es neue Kräfte bringen,/ daß aufs neu ich wandeln kann./ Veues Glück und neues Ceben/ wollest du aus Gnaden geben. 73 48 Jahreswechsel 2. Meiner Hände Werk und Taten,/ meiner Junge Red und Wort/ müssen nur durch dich geraten/ und gaͤnz gluͤck⸗ lich gehen fort./ Weue Kraft laß mich erfuͤllen,/ zu ver⸗ richten deinen Willen. 3. Was ich dichte, was ich mache,/ das gescheh in dir allein;/ wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Serr, bei mir sein;/ geh ich aus, wollst du mich leiten,/ kehr ich heim, steh mir zur Seiten. 4. CLaß mich beugen meine Rniee/ nur zu deines Namens Ehr;/ hilf, daß ich mich stets bemuͤhe, dich zu preisen mehr und mehr./ Laß mein Bitten, Flehn und Singen/ zu dir in den Himmel dringen. 5. Caß dies sein ein Jahr der Gnaͤde,/ laß bereun mich meine Sünd;/ hilf, daß sie mir nimmer schade/ und ich bald Verzeihung find,/ Herr, in dir; denn du, mein Leben,/ kannst die Sünd aͤllein vergeben. §. Tröste mich mit deiner Ciebe,/ nimm, o Gott, mein Flehen hin,/ sieh, wie sehr ich mich betruͤbe,/ ja voll Angst und Zagen bin./ Stärke mich in meinen Vöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 7. Herr, du wollest Gnaͤde geben,/ daß dies Jahr mir heilig sei/ und ich christlich knne leben/ sonder Trug und Beuchelei,/ daß ich noch allhier auf Erden/ fromm und selig möge werden. 8. Jesu, richte mein Beginnen,/ Jesu, bleibe stets bei mir;/ Jesu, zähme mir die Sinnen, /Jesu, sei nur mein Begier;/ Jesu, sei mir in Gedanken,/ Jesu, lasse nie mich wanken. 9. Jesu, laß mich frohlich enden/ dieses angefangne Jahr;/ traͤge stets mich auf den Zaͤnden,/ halte bei mir in Gefahr./ Freudig will ich dich umfassen,/ wenn ich soll die Welt verlaͤssen. Johann Rist, 1667. 48 1 4 Mel. Nun laßt uns Gott, dem Serren. Leipzig 1587. — t 21 .— + J. NVun laßt uns gehn und tre ⸗ ten/ mit Q X — 7³ ——— Jahreswechsel 48 —— Sin⸗gen und mit Be⸗ten/ zum Herrn, der un⸗serm . ⸗m.nd. Le⸗ben/ bis hier⸗her Rraft ge ge⸗ben. 2. wir gehn dahin und wandern/ von einem Jahr zum andern,/ wir leben und gedeihen/ vom alten bis zum neuen. 3. Denn wie von treuen Müttern /in schweren Unge— wittern/ die Kindlein hier auf Erden/ mit Fleiß bewahret werden: 4. Also auch und nicht minder/ läßt Gott ihm seine Kinder,/ wenn Vot und Trübsal blitzen,/ in seinem Schoße sitzen. 5. Ach, Züter unsres Cebens,/ fürwahr, es ist ver— gebens/ mit unserm Tun und Machen,/ wo nicht dein? Augen wachen. 6. Gelobt sei deine Treue,/ die alle Morgen neue;/ Lob sei den starken Zänden,/ die alles Herzleid wenden! 7. Caß ferner dich erbitten,/ o Vater, und bleib mitten/ in unserm Kreuz und Leiden/ ein Brunnen unsrer Freuden. 8. Gib uns und allen denen,/ die sich von Serzen sehnen/ nach dir und deiner Zulde,/ ein Serz, das sich gedulde. 9. Sprich deinen milden Segen/ zu allen unsern Wegen,/ laß Großen und auch Kleinen/ die Gnaͤdensonne scheinen. 10. Sei der Verlaͤßnen Vater,/ der Irrenden Berater,/ der Unversorgten Gabe,/ der Armen Gut und Habe. II. Hilf gnädig allen Kranken,/ gib froͤhliche Gedanken/ den hochbetruͤbten Seelen,/ die sich mit Schwermut quälen. 12. Und endlich, was das meiste,/ füll uns mit deinem Geiste,/ der uns hier herrlich ziere/ und dort zum Zimmel führe. I3. Das alles wollst du geben,/ o unsres Lebens Ceben,/ uns und der Christenschare/ zum selgen neuen Jahre! Paul Serhardt, 1676. 7⁵ 12.— 122.—5 ——.— A; Jahreswechsel Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 49 Französischer Psalter 155J. 5 ö— ö SISIS.SI II I I I IIAII IAI I IA SSASASIS... ◻— 2 4 A⸗ber⸗ mals ein Jahr ver⸗-flos⸗sen/ nä⸗ her Iwie ein Pfeil wird ab ge-schossen,/ so ver⸗ —.— +——.— ö— 10.— 2— ö 65 FT zu der E-wig⸗keitl ge⸗het mei⸗ne Zeit, o Je⸗-ho⸗-va Je⸗ba⸗othl/ ——— , un⸗ver⸗ än ⸗-der li⸗- cher Gott!/ Ach, was soll, was — — 4. soll ich bringen,/ dei⸗ner Langmut Dank zu sin gen? 2. Ich erschrecke, mächtig Wesen! J/Ich versink in Angst und Not;/ denn mein Beten, Singen, Lesen,/ ach, das ist so träg und tot./ Seiligl Seilig! Seiliger!/ Großer Sera⸗— phinen⸗Herr!/ Wehe mir! ich muß vergehen;/ denn wer kann vor dir bestehen? 3. Aber du bist auch sanftmütig,/ o getreues Vaterherzl/ In dem Bůrgen bist du gůtig,/ der gefühlt des Todes Schmerz./ Steh ich nicht in deiner Sand/ eingezeichnet als ein Pfand,/ das du ewig willst bewaͤhren/ vor des bösen Feindes Scharen? 4. Auf, mein Herz, gib dich nun wieder/ ganz dem Friedensfürsten dar!/ Opfre dem des Dankes Lieder,/ welcher kroͤnet Tag und Jahr./ Fang ein neues CLeben an,/ das zum Ziel dich führen kann,/ wo du durch ein selig Sterben/ wirst die Simmelskron ererben. 5. Soll ich denn in dieser Zütten /mich ein Jeitlang plagen noch,/ so wirst du mich überschütten/ mit Geduld, das weiß ich doch./ Trag auf deinem Serzen mich,/ Jesu Christe, dir will ich/ heut von neuem mich verschreiben,/ dir auf ewig treu zu bleiben. 36 Jahreswechsel 6. An dem Abend und dem Morgen,/ Gott, mein Rat, be⸗— suche mich!/ Caß der Heiden Nahrungssorgen/ nimmer scheiden mich und dich!/ Prüf mich jeden Augenblick,/ gib, daß ich mein Haus beschick,/ daß ich wache, bet und flehe,/ ehe denn ich schnell vergehe. Joachim Meander, 1680. Mel. Serzlich tut mich verlangen. 50 Zans Leo Saßler, I60I. é ö ———— 2—— l 2 2—*—— ö ——*—— Durch Trau⸗ern und durch Pla⸗ gen,/ durch durch Boff-nung und durch Rla⸗ gen,/ durch Not, durch Angst und Pein, U Sor-gen groß und flein bin ich, gott— —— ö e d. lob, ge⸗drun⸗gen./ Dies Jahr ist nun da- hin:/ dir, f ES..—.— I SSSSSISEEEEE — SDSen Gott, sei Lob ge⸗ sun⸗gen!/ Be⸗wegt ist Herz und Sinn. 2. Der du mich haͤst erbauet,/ in dir besteht mein Heil;/ dir ist mein Glück vertrauet,/ du bist und bleibst mein Teil./ Du haͤst mich wohl erhalten,/ du bist mein Trost und Bort;/ dich laß ich ferner walten;/ Serr, führ mich fort und fort. 3. Mein Gott, o meine Liebe,/ was du willst, will auch ich;/ gib, daß ich nichts verübe,/ was irgend wider dich;/ dir ist mein Will ergeben,/ ja, er ist nicht mehr mein,/ die⸗ weil mein ganzes Ceben/ dein eigen wünscht zu sein. 4. Nach dir soll ich mich schicken,/ und, Herr, ich wills auch tun./ Soll mich die Armut drücken? /Ich will dabei 17⁷7 51 Jahreswechsel beruhn./ Soll mich Verfolgung plagen?/ Ja, Herr, befiehl du mir!/ Soll ich Verachtung tragen? JAch, ich gehorch auch hier. 5. Soll ich verlassen leben?/ Berr Gott, dein Wille gilt./ Soll ich in Angsten schweben?/ Mein Seiland, wie du willt./ Soll ich denn Rrankheit leiden?/ Ich will gehorsam sein./ Soll ich von hinnen scheiden? /Herr, dein Will ist auch mein. G. Beut ist das Jahr beschlossen;/ Herr, deine Gnade sei/ heut auf mich neu ergossen,/ mein Serze werd auch neu./ Caß ich die alten Sünden,/ so werd ich, Gott, bei dir/ auch neuen Segen finden,/ dein Wort verspricht es mir. G. Wilhelm Sacer, 1 J699. Mel. Meinen Zesum laß ich nicht. 51 Johann Uhlich, 1674. —.—— W5 Ba.————— 2.— 25 42f soll die Lo-sung sein,/ da ein Je⸗ su Na⸗- me soll al⸗lein/ de⸗ nen ee eee, Keeen, neu es Jahr er zum Pa⸗ nie re die⸗ nen, die in sei: nem Darrrar, un. dr eri„r, Ein n,—H , vr r. Bun⸗de stehn/ und auf sei⸗- nen We⸗ gen gehn. 2. Jesu Name, Jesu wort/ soll in der Gemeinde schaͤllen,/ und so oft wir an den Ort,/ der nach ihm genannt ist, wallen,/ maͤche seines Namens Ruhm/ unser Serz zum Seiligtum. 3. Sein Versühnen und sein Heil/ wollen wir im Glauben ehren;/ also wird es uns zuteil,/ wird sich täglich bei uns meh— ren;/ auch fürs neue Jahr uns beut/ Jesu Mame Seligkeit. 4. Unsre Wege wollen wir/ nun in Jesu Namen gehen;/ geht uns dieser Ceitstern für,/ so wird alles wohl bestehen/ und durch seinen Gnadenschein /alles voller Segen sein. 48 Jahreswechsel 32 5. Alle Sorgen, alles Ceid/ soll sein Wame uns ver⸗ süßen,/ so wird alle Bitterkeit/ uns ein Segen werden müssen./ Jesu Nam sei Sonn und Schild,/ welcher allen Rummer stillt. G. Jesus, aller Bürger Heil/ unserm Ort ein Gnaͤden⸗ zeichen,/ unsres Candes bestes Teil,/ dem kein Kleinod zu vergleichen,/ Jesus, unser Schutz und Sort,/ bleib uns Losung fort und fort. Benjamin Schmolck, 1737. 92 Mel. 8 ist das Seil uns kommen her. 9606665665 Wittenberg 4655 W 5 Gott ruft der Sonn und schafft den Mond,/ das 21* schafft es, daß man si⸗—— wohnt,/ und SIꝗIS‚IDIDS......—— 565. Jahr da nach zu tei ⸗ len;/ er 1 heißt die Jei ten ei ⸗len;/ er ord⸗net e,.—.—. 5 —— 1— III 2— 6 Jah⸗ re, Tag und Nacht. Auf, laßt uns ihm, dem 1 1 I .— 8 Ea— 1 0 2.— 3—— Gott der Macht,/ Ruhm, Preis und Dank er⸗ tei ⸗len! 2. HBerr, der da ist und der da war!/ Von dankerfüllten ZJungen/ sei dir für das verfloßne Jahr/ ein heilig Cied ge⸗ sungen,/ für Leben, Wohlfahrt, Trost und Raͤt,/ fůr Fried und Ruh, für jede Tat,/ die uns durch dich gelungen. 3. Caß auch dies Jahr gesegnet sein,/ das du uns neu gegeben,/ verleih uns Kraft— die Kraft ist dein—,/ in deiner Furcht zu leben!/ Du schützest uns, und du vermehrst/ der Menschen Glück, wenn sie zuerst/ naͤch deinem Reiche streben. 29 33 Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 4. Hilf deinem Volke väterlich/ in diesem Jahre wieder,/ erbarme der Verlaßnen dich/ und der bedrängten Glieder;/ gib Glück zu jeder guten Tat/ und laß dich, Gott, mit Seil und Raͤt/ auf unserm Volke nieder: 5. Daß Weisheit und Gerechtigkeit/ in unsrem Cande throne,/ daß Tugend und Zufriedenheit/ in allen Staͤnden wohne,/ daß Treu und Liebe bei uns sei,/ dies, lieber Vater, dies verleih/ in Christo, deinem Sohne! Christian Hürchtegott Gellert, 1769. Darstellung und Erscheinung Jesu Christi (Auch Lied Nr. 269.) Mel. Un ser Serrscher, unser Rönig. 5 3 Bremen 1680. E 1— U——.— ö 9*—— Wer⸗de licht, du Stadt der Sei ⸗-den,/ und du, schau-e, welch ein Glanz mit Freu-den/ usber P P PIPIIIPIIIIIIIII * I ö x II— Sa ⸗lem, wer⸗ de licht; dei⸗ nem Haupt an bricht! Vott hat de rer + + + 1 II E——— 1—— 134——. nicht ver⸗ges⸗sen,/ die im Fin⸗ stern sind ge⸗ses⸗sen. 2. Dunkelheit, die mußte weichen,/ als dies Licht kam in die Welt,/ dem kein andres zu vergleichen,/ welches alle Ding erhält./ Die nach diesem Glanze sehen,/ dürfen nicht im Finstern gehen. 3. Ach, wie waren wir verblendet, /ehe noch dies Licht brach an!/ Ja, da hatte sich gewendet/ schier vom Zimmel jedermann;/ unsre Augen und Gebaͤrden/ hingen einzig an der Erden. 50 —1— — Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 34 4. Gottes Rat war uns verborgen,/ seine Gnade schien uns nicht,/ Klein und Große mußten sorgen,/ jedem fehlt' es an dem Licht,/ das zum rechten Zimmelsleben/ seinen Glanz uns sollte geben. 5. Aber wie hervorgegangen/ ist der Aufgang aus der Soh,/ haben wir das Licht empfangen,/ welches so viel Angst und Weh /aus der Welt hinweggetrieben,/ daß nichts Dunkles ist geblieben. 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken/ in der rechten Glaubensbahn./ Ewig, Serr, will ich dir danken,/ daß du hast so wohlgetan/ und uns diesen Schatz geschenket,/ der zu deinem Reich uns lenket. 7. Gib, Herr Jesu, Kraft und Stärke,/ daß wir dir zu jeder ZJeit/ durch der Liebe Glaͤubenswerke/ folgen in Ge— rechtigkeit/ und hernach im Freudenleben/ heller als die Sterne schweben. 8. Dein Erscheinen muß erfüllen/ mein Gemüt in aller Not;/ dein Erscheinen müsse stillen/ meine Seel auch gar im Tod;/ Herr, in Freuden und im Weinen/ muͤsse mir dein Licht erscheinen! 9. Jesu, laß mich endlich gehen/ freudig aus der bösen Welt,/ dein so helles Licht zu sehen,/ das mir dort schon ist bestellt,/ wo wir sollen unter Rronen/ in der schönsten Rlarheit wohnen. Zohann Rist, 1667. 54 Mel. Valet will ich dir geben(Nr. 442). I. Zerr Jesu, Licht der Seiden,/ der Frommen Schatz und Cieb!/ Wir kommen jetzt mit Freuden/ durch deines Geistes Trieb/ in diesen deinen Tempel/ und suchen mit Begier/ nach Simeons Exempel/ dich, Gottes Sohn, allhier. 2. Du wirst von uns gefunden, /o Herr, an jedem Ort,/ dahin du dich verbunden/ durch dein Verheißungswort;/ vergönnst noch heutzutage,/ daß man dich gleicherweis/ auf Glaubensarmen trage,/ wie hier der fromme Greis. 3. Sei unser Glanz in Wonne,/ ein helles Licht in Pein,/ in Schrecken unsre Sonne,/ im Rreuz ein Gnadenschein,/ 5 55 Darstellung und Erscheinung Jesu Christi in Jagheit Glut und Feuer,/ in Wot ein Freudenstrahl,/ in Banden ein Befreier,/ ein Stern in Todesqual! 4. Herr, laß auch uns gelingen,/ daß einst wie Simeon/ ein jeder Christ kann singen/ den schnen Schwanenton:/ Mir werden nun mit Frieden/ die Augen zugedrückt,/ nach⸗ dem ich schon hienieden/ den Heiland hab erblickt. S. Ja, ja, ich hab im Glauben,/ mein Jesu, dich geschaut;/ kein Feind kann dich mir rauben,/ dräut er auch noch so laut./ Ich wohn in deinem Herzen,/ und in dem meinen duz/ uns scheiden keine Schmerzen,/ kein Angst, kein Tod dazu. Johann Franck, 1677. 55 Mel. Lobt Sott, ihr Christen allzugleich(Nr. 39. J. Auf, Seele, auf und säume nicht! /Es bricht das LCicht herfür;/ der Wunderstern gibt dir Bericht,/ der Held sei vor der Tür. 2. Geh aus von deinem Vaterland,/ zu suchen solchen Berrn,/ laß deine Augen sein gewaͤndt/ auf diesen Morgen— stern! 3. Gib acht auf diesen hellen Schein,/ der aufgegangen ist;/ er führet dich zum Kind hinein,/ das heißet Jesus Christ. 7J. Er ist der Seld aus Davids Stamm,/ der alle Feinde schlägt;/ er ist das teure Gotteslamm,/ das unsre Sünden trägt. 5. Drum maͤche dich behende auf,/ befreit von aller Cast,/ und laß nicht ab von deinem Cauf,/ bis du dies Rindlein hast. G. Halt dich im Glaͤuben an das Wort,/ das fest ist und gewiß; /das führet dich zum Lichte fort /aus aller Finsternis. 7. Drum sinke nur vor seinem Glanz/ in tiefste Demut ein /T und laß dein Serz erleuchten ganz/ von solchem Freudenschein! 8. Gib dich ihm selbst zum Opfer dar/ mit Geist und Leib und Seel/ und singe mit der Engel Schar: /Hier ist Im— manuell Da 9 geh I Pei wied kan Vat Mel. Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 56 9. Bier ist das Ziel, hier ist der Ort,/ wo man zum LCeben geht;/ hier ist des Paradieses Pfort,/ die wieder offensteht. J0. Sier faͤllen alle Sorgen hin,/ zur Lust wird alle Pein;/ es wird erfreuet Serz und Sinn,/ denn Sott ist wieder dein. II. Der zeigt dir einen andern Weg,/ als du vorher ge— kannt: /den stillen Ruh- und Friedenssteg/ zum ewgen Vaterland. Michael Müller, 1 1704. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 56 Johann Uhlich, 1674. H ö—— ö — 35 JZe-su, gro⸗ ßer Wun derstern,/ der aus Umei⸗-ne See⸗le will so gern/ dir an ——..——— I..— Ja⸗kob ist er⸗ schie⸗ nen,. dei- nem Fe⸗ste die nen; m doch, nimm doch . gnä⸗dig an,/ was ich Ar ⸗mer schen⸗ken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin,/ wie ichs von dir selber habe/ und damit beschenket bin,/ so ist dirs die liebste Gabe;/ laß es auch bewährt und rein/ in dem Trubsals⸗ feuer sein! 3. Nimm den Weihrauch des Gebets,/ laß denselben zu dir dringen;/ Serz und Lippen sollen stets/ ihn als Opfer vor dich bringen;/ wenn ich bete, nimm es auf/ und sprich Ja und Amen draufl 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu; /ach mich schmerzet meine Sünde!/ Aber du bist fromm und treu,/ daß ich Trost und Gnaͤde finde/ und nun fröhlich sprechen kann:/ Jesus nimmt mein Gpfer an. Erdmann Neumeister, + 1756. 53 57 Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 57 mel. Rommt her zu mir, spricht Sottes Sohn(Nr. I53). J. Wohlaͤuf, mein Serz, verlaß die Welt,/ dem, der fuͤr dich sich dargestellt,/ nun dich auch darzustellen!/ Er ist das Licht, drum sei gewiß, /er wird auch deine Finsternis/ durch seinen Glanz erhellen. 2. Ach, du sollst ihm ein Tempel sein! /Er selbst macht dich von Sünden rein/ und hat Lust, hier zu wohnen./ Doch, finstres Serz, auf, werde licht!/ Denn Jesus wohnt in Berzen nicht,/ die noch der Cüste schonen. 3. Wer dich begehret, Gottes Sohn,/ vom Geist erweckt wie Simeon,/ zu seinem Heil zu haben,/ Gott fürchtet, sich der Welt entwöhnt,/ aus ihr sich nach dem Zimmel sehnt,/ der opfert rechte Gaben. 4. Wer aͤuf die Treue Gottes baut,/ im Glaͤuben seinen Beiland schaͤut,/ der kann in Frieden fahren./ Der Zeiland hält, was er verspricht,/ er wird sich ihm in seinem Licht/ dort herrlich offenbaren. S. Herr, mache mich gerecht und rein,/ Serr, laß mich stets voll Glaubens sein,/ mich stets im Geiste leben,/ bis du auch mich, wenn dirs gefällt,/ im Frieden wirst aus dieser Welt/ zu deiner Wonn erheben. Mach Laurenti(+ 1722) von Joh. Adolf Schlegel, 4 1793. CLCamm Gottes, un⸗ I schul⸗ dig/ am Stamm des KRreuzes — wa⸗ rest ver⸗ach⸗ tet;/ all Sünd ——— x— DRD— 20.——.— hast du ge ⸗ tra- gen,/ sonst müß⸗ ten wir —————— ö I 2—— ver⸗ za⸗ gen;/ er⸗barm dich un⸗ser, —— *+ + 59 Passion 2. O Camm Gottes, unschuldig/ am Stamm des Kreuzes geschlachtet,/ allzeit erfunden geduldig,/ wiewohl du waͤrest verachtet;/ all Sünd haͤst du getragen,/ sonst müßten wir verzagen;/ erbarm dich unser, o Jesu! 3. O Camm Gottes, unschuldig/ am Stamm des Rreuzes geschlaͤchtet,/ allzeit erfunden geduldig,/ wiewohl du waͤrest verachtet;/ all Süͤnd hast du getragen/ sonst mußten wir verzagen;/ gib deinen Frieden, o Jesu! Nach dem Agnus dei) Mikolaus Decius, 1 1541. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 59 Franzö sischer Psalter, 1551. 2 ö x—— ö ö—..— I.I + 2—— Je-su, dei ne tie ⸗fen wun?den, dei ⸗-ne ge⸗ben mir zu al-len Stun-den/ Crost in IX ——— Wanen ........ Qual und bitt-rer Tod ö Leibs⸗ und See len⸗not; fällt mir et was Ar⸗ges ein,/ — denk ich bald an dei⸗ ne Pein;/ die ver-lei-det 2.—. IIII NI — x— x n er— ——————. mei⸗nem Her:zen,/ mit der Sünde je zu scher-zen. 2. Will sich dann in Lüsten weiden/ mein verderbtes Fleisch und Blut,/ so gedenk ich an dein Ceiden,/ bald wird alles wieder gut./ Setzet der Versucher mir/ heftig zu, halt ich ihm für/ deine Gnad und Gnaͤdenzeichen:/ bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Welt mein Herz verführen/ auf die breite Sün— denbahn,/ wo so viele sich verlieren,/ alsdann schau ich emsig 56 he Passion 60 an/ deiner Marter Zentnerlaͤst,/ die du ausgestanden hast;/ so kann ich in Andacht bleiben,/ alle böse Cust vertreiben. 4. Ja, für alles, das mich kränket,/ mir dein Ceiden Silfe schafft;/ wenn mein Herz hinein sich senket,/ schöpf ich neue Cebenskraft./ Deines Trostes Süßigkeit/ wendet mir das bittre Ceid,/ der du mir das Heil erworben,/ da du bist für mich gestorben. S. Auf dich setz ich all mein Zoffen,/ du bist meine Ju— versicht;/ dein Tod hat den Tod getroffen,/ daß er mich kann töten nicht./ Daß ich an dir habe teil,/ bringet Trost mir, Schutz und Heil;/ deine Gnaͤde wird mir geben/ Auf⸗ erstehung, Eicht und Ceben. 6. Bab ich dich in meinem Serzen,/ du Brunn aller Gütigkeit,/ so empfind ich keine Schmerzen/ auch im letzten Kampf und Streit./ Ich verberge mich in dich,/ kein Feind kann verletzen mich;/ wer vertraut auf deine Wun— den,/ der hat selig überwunden. Johann Seermann, 1647. 6⁰——— Crüger, 95 . I. Serz⸗ lieb⸗ ster Je-⸗ su, was hast du ver⸗ bro·chen,/ T daß man ein solch scharf Urteil hat gesprochen?/ Was ist die . Schuldꝰ J In was für Mis⸗se⸗ ta⸗ anee du ge⸗ ra⸗ten? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet,/ ins An⸗ gesicht geschlagen und verhöhnet,/ du wirst mit Essig und mit Gall getränket,/ ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? /Ach, meine Sünden haͤben dich geschlaͤgen; /ich, o Serr Jesu, haͤbe dies verschuldet,/ was du erduldet. 5⁷ 61 Passion 4. Wie wunderbaͤrlich ist doch diese Strafel/ Der gute Birte leidet für die Schafe,/ die Schuld bezahlt der Zerre, der Gerechte,/ für seine Knechte. 5. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße,/ die dich ge— braͤcht auf diese Marterstraße;/ ich lebte mit der Welt in Cust und Freuden,/ und du mußt leiden. §. Ach großer Rönig, groß zu allen Zeiten,/ wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten?/ Kein Menschenherz ver— mag es auszudenken,/ was dir zu schenken. 7. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen,/ womit doch dein Erbarmen zu vergleichen;/ wie kann ich dir denn deine Ciebestaten/ im Werk erstatten? 8. Doch ist noch etwas, was dir angenehme:/ wenn ich des Fleisches Cüste dämpf und zähme,/ daß sie aufs neue nicht mein Serz entzünden/ mit alten Sünden. 9. Weil aber es nicht steht in eignen Kräften,/ fest die Begierden an das Rreuz zu heften,/ so gib mir deinen Geist, der mich regiere,/ zum Guten füͤhre. Io. Dann werd ich dir zu Ehren alles wagen,/ kein Rreuz mehr achten, keine Schmach und Plagen,/ nichts von Ver— folgung, nichts von Todesschmerzenœ/ nehmen zu Serzen. II. Dies alles, obs für schlecht zwaͤr ist zu schätzen,/ wirst du es doch nicht gar beiseite setzen,/ in Gnaden wirst du dies von mir annehmen,/ mich nicht beschämen. I2. Wenn dort, Serr Jesu, wird vor deinem Throne /auf meinem Saͤupte stehn die Ehrenkrone,/ da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen,/ Cob und Dank singen. Zohann Seermann, 1 1647. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 61 Französischer Psalter, 1551. ——— — —..——.— eer, rt,n ni 2,. 9 E 1.70 Der am Kreuz ist mei ne Lie-be,/ mei ⸗ne weg, ihr ar gen Sün⸗»den⸗ trie-be,/ Welt und 38 Passion , er de. Lieb ist Je⸗-sus Christ!! Eu⸗ i i i tt,/ Keisch mit eu⸗ ver List! Eu⸗re Lieb ist nicht von Gott, n—.—.—— — — Leun ninen, d. eu⸗-re Lieb ist gar der Tod./ Der am Kreuz ist ö 2—4 E mei⸗ ne Lie⸗-be,/ weil ich mich im Glau-ben ü-⸗be. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe!/ Frevler, was be— fremdets dich,/ daß ich mich im Glauben übe?/ Jesus gab sich selbst für mich./ So waͤrd er mein Friedeschild,/ aber auch mein Lebensbild./ Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe!/ Sünde, du besiegst mich nicht./ Weh mir, wenn ich den betrube,/ der für mich ging ins Gericht! ̃ KRreuzigt ich nicht Gottes Sohn?/ Spräch ich seinem Blut nicht ZHohn? /Der am Rreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Ciebe!/ Keine Not, wie hart und groß,/ Hunger, Blöße, Geißelhiebe,/ nichts macht mich von Jesus los;/ nicht Gewaͤlt, nicht Gold, nicht Ruhm,/ Engel nicht, kein Fürstentum./ Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. S. Der am Kreuz ist meine Liebe!/ RKomm, Tod, komm, mein bester Freund!/ Wenn ich wie ein Staub zerstiebe,/ wird mein Jesus mir vereint./ Da, da schau ich Gottes Camm,/ meiner Seele Bräutigam./ Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben uͤbe. Ende des 17. Jahrhunderts. 62(J5. Jahrhundert.) Erfurt 1524. x— 74 IIITTTTTTTRT .. I Wenn mich mein Sünden krän⸗ken,/ o mein Herr so laß mich wohl be⸗den⸗ken,/ wie du ge⸗ 3 ö * 62 Passion EE Je⸗su Christ, und al⸗le mei⸗ stor⸗ben bist mei⸗ne Sůndenlaͤst/ am Stamm 2———— x———.—.— d r Ha Eeer v. Bee. EIE—— 2.—— 2— des heil⸗gen Kreu⸗-zes/ auf dich ge⸗nommen hast. 2. O Wunder ohne Maßen,/ wenn mans betraͤchtet recht!/ Es hat sich martern lassen/ der Serr für seinen Rnecht;/ selbst seinen eingen Sohn hat Gott/ für mich ver⸗ lornen Menschen/ gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaͤden/ der Sünden große Zahl? /Ich bin bei Gott in Gnaden; /die Schuld ist allzu— mal/ bezahlt durch Christi teures Blut,/ daß ich nicht mehr darf fürchten/ der Hölle Qual und Glut. 4. Drum sag ich dir von Zerzen/ jetzt und mein Leben lang/ für deine Pein und Schmerzen, /o Jesu, Lob und Dank,/ für deine Wot und Angstgeschrei,/ für dein un— schuldig Sterben,/ für deine Cieb und Treu. 5. HBerr, laß dein bittres Ceiden/ mich reizen für und fuͤr,/ mit allem Ernst zu meiden/ die sndliche Begier,/ daß mir nie komme aus dem Sinn,/ wieviel es dich gekostet,/ daß ich erlöͤset bin. 6. Mein Rreuz und meine Plagen,/ sollts auch sein Schmach und Spott,/ hilf mir geduldig tragen;/ gib, o mein Herr und Gott,/ daß ich verleugne diese Welt/ und treu dem Beispiel folge,/ das du mir vorgestellt. 7. Caß mich an andern üben,/ was du an mir getan,/ und meinen Nächsten lieben,/ gern dienen jedermann/ ohn Eigennutz und Seuchelschein/ und, wie du mir erwiesen,/ aus reiner Lieb allein. 8. Caß endlich deine Wunden/ mich trösten kräftiglich/ in meinen letzten Stunden/ und des versichern mich:/ weil ich auf dein Verdienst nur trau, /du werdest mich annehmen,/ daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius, 1673. 6⁰ Passion 63 Mel. Serzlich tut mich verlangen. 63 Zans Leo Saßler, J160J. 9 1 EI F——— 1 t Lirenn V 3—* 2—— Haupt voll Blut und Wun⸗den,/ voll I. 40 Zaupt, zum Spott ge⸗ bun⸗den/ mit 2 D 2 I——...— Schmerz und vol⸗-ler Bohn; ei„ner Dor⸗- nen kron;/ Haupt, sonst —— ö x ——————————— x.,.xᷣt;ei schön ge ⸗ krö⸗net/ mit höchster Ehr und Zier,/ jetzt 2——.— 1 — *— 1 SEEEE I a⸗ber höchst ver-höh⸗-net,/ ge⸗grü⸗ßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte,/ davor das Reich der Welt/ er⸗ schrickt und wird zunichte,/ wie bist du so entstellt,/ wie bist du so erbleichet!/ Wer hat dein Augenlicht,/ dem sonst kein Cicht mehr gleichet,/ so schändlich zugericht't? 3. Wun, was du, Herr, erduldet,/ ist alles meine Last,/ ich hab es selbst verschuldet,/ was du getragen hast./ Schau her, hier steh ich Armer,/ der Jorn verdienet hat;/ gib mir, o mein Erbarmer,/ den Anblick deiner Gnaͤd! 4. Erkenne mich, mein Hüter,/ mein Sirte, nimm mich an!/ Von dir, Quell aller Güter,/ ist mir viel Guts getan;/ dein Wort hat mich gelabet/ mit süßer Gnaͤdenkost,/ dein Geist hat mich begabet/ mit reichem Simmelstrost. S. Ich will hier bei dir stehen,/ verachte mich doch nicht;/ von dir will ich nicht gehen,/ wenn dir dein Herze bricht;/ wenn dein Haupt wird erblassen/ im letzten Todesstoß,/ als⸗ dann will ich dich fassen/ in meinen Arm und Schoß. G. Es dient zu meinen Freuden/ und kommt mir herzlich wohl,/ wenn ich in deinem Ceiden,/ mein Seil, mich finden 3 61 6⁴4 Passion soll./ Ach, möcht ich, o mein Leben,/ an deinem. hier/ mein LCeben von mir geben,/ wie wohl geschähe mir! 7. Ich danke dir von Herzen, /o Jesu, liebster Freund,/ fuͤr deines Todes Schmerzen,/ da dus so gut gemeint./ Ach, gib, daß ich mich halte/ zu dir und deiner Treu,/ und wenn ich nun erkalte,/ in dir mein Ende sei. 8. Wenn ich einmal soll scheiden,/ so scheide nicht von mir,/ wenn ich den Tod soll leiden,/ so tritt du dann her⸗ für;/ wenn mir am allerbängsten/ wird um das Berze sein,/ so— mich aus den Angsten/ 547 deiner Angst und Pein. Erscheine mir zum Schilde,/ zum Trost in meinem —— und laß mich sehn dein Bilde/ in deiner Kreuzesnot;/ da will ich nach dir blicken,/ da will ich glaͤubensvoll/ dich fest an mein Serz drücken. /Wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Serhardt, 1 1676. Nach einem lateinischen Lied des dreizehnten Zahrhunderts. (Seinrich Isaakf 1517.) I536. 55—3 ö 1SI——— .IEEIEEIEEE— — I.— 1— . O Welt, sieh hier dein Le⸗ ben —* ..——...— Kreuzes schwe— ben, dein Beil sinkt in den Tod!/ Der —— SSSSIEIEIEITT— gro⸗ße Fürst der Eh-⸗ ren/ läßt 1— lig— be⸗ x—. x ö H.. +2 2 2——— 7⁴ O Welt, ich muß dich lassen. 64 QQ. V schwe⸗ ren/ wut Schlä⸗gen, SHohn und großem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße,/ wie er mit Todes⸗— schweiße/ und Blut ist überfüllt;/ aus seinem edlen serzen/ vor unerschöpften Schmerzen/ ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen,/ mein Heil, und dich mit Plagen/ so übel zugericht't?/ Du bist ja nicht ein Sůnder,/ wie wir und unsre Kinder,/ von Übeltaten weißt du nicht. 62 3* Passion 65 4. Ich, ich und meine Sünden,/ die sich wie Rörnlein finden/ des Sandes an dem Meer,/ die haben dir erreget/ das Elend, das dich schläget,/ und deiner Nartern ganzes HBeer. S. Du setzest dich zum Bürgen,/ ja lässest dich erwürgen/ fuͤr mich und meine Schuld;/ mir lässest du dich krönen/ mit Dornen, die dich höhnen,/ und leidest alles mit Geduld. 6. Ich bin, mein Heil, verbunden /all Augenblick und Stunden/ dir überhoch und sehr;/ was Ceib und Seel ver⸗ mögen,/ das soll ich billig legen/ allzeit an deinen Dienst und Ehr. 7. Wun, ich kann nicht viel geben/ in diesem armen Ceben, /eins aber will ich tun: /es soll dein Tod und Ceiden,/ bis Ceib und Seele scheiden,/ mir stets in meinem Berzen ruhn. 8. Ich wills vor Augen setzen,/ mich stets daran ergötzen,/ ich sei auch, wo ich sei;/ es soll mir sein ein Spiegel/ der Un⸗ schuld und ein Siegel/ der Lieb und unverfälschten Treu. 9. Ich will darin erblicken,/ wie ich mein Berz soll schmücken/ mit stillem, sanftem Mut,/ und wie ich die soll lieben,/ die mich doch sehr betrüben /mit Werken, so die Bosheit tut. J0. Ich will mich mit dir schlagen/ ans Rreuz und dem absagen,/ was meinem Fleisch gefällt;/ was deine Augen hassen,/ das will ich fliehn und lassen,/ gefiel es auch der ganzen Welt. II. Dein Seufzen und dein Stöhnen/ und die viel tausend Tränen,/ die für mich weintest du,/ die sollen mich am Ende/ in deinen Schoß und Hände/ begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 1676. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 65 Straßburg 1525. f.,e:, altu La 207—.— J. Ein Cämmlein geht und trägt die Schuld/ der Ues geht und trä⸗ get in Ge⸗ duld/ die 63³ ö.—..— ꝛ— ö— 4.—— 4.—.——— we —— 2 22— 0 2 2— ble Welt und ih⸗- rer Rin⸗-der; zu Sün⸗den el⸗ ler Sün⸗ derz es Leht dathin, wird 10 in ——— in un vr vn— —————5— brũ ,— EE—— 5 maͤtt und krank,/ er⸗gibt sich auf die Wür⸗ge⸗bank,/ ver⸗ mi ö me — ö — ——————— 995— zicht't auf al⸗le Freu⸗ den;/ es nimmt aͤuf sich Schmaͤch, ——— Hohn und Spott,/ Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und ——— ————— —— Tod/ und spricht:„Ich wills gern le den.“ RiiiEEE 2. Das Cämmlein ist der große Freund/ und Beiland unsrer Seelen;/ den, den hat Gott zum Sündenfeind/ und Sühner wollen wählen:/„Geh hin, mein KRind, und nimm dich an/ der Rinder, die von Anfang an/ verdienet Straf und Ruten;/ die Straf ist schwer, der Jorn ist groß,/ du kannst und sollst sie machen los/ durch Sterben und durch Bluten.“ 3.„Ja, Vater, ja, von Herzensgrund,/ leg auf, ich wills gern traͤgen!/ Mein Wollen hängt an deinem Mund,/ mein Wirken ist dein Sagen.“ /O Wunderlieb, o Liebesmacht,/ du kannst, was nie ein Mensch gedacht,/ Gott seinen Sohn abdringen;/ o Ciebe, Liebe, du bist stark,/ du streckest den in Grab und Sarg,/ vor dem die Felsen springen! 4. Mein Lebetaͤge will ich dich/ aus meinem Sinn nicht lassen;/ dich will ich stets, gleich wie du mich,/ mit Ciebes⸗ armen fassen,/ du sollst sein meines Zerzens Licht,/ und 6⁴ ienet oßĩ,/ und wills mein cht,/ 3ohn en in nicht ebes⸗ und Passion 66 wenn mir auch mein Serz zerbricht,/ sollst du mein Herze bleiben;/ ich will mich dir, mein höchster Ruhm,/ hiermit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit/ bei Nacht und Tage singen,/ mich selbst auch dir zu aller Zeit/ zum Freudenopfer bringen./ Mein Baͤch des Lebens soll sich dir/ und deinem Namen für und für/ in Dankbarkeit ergießen,/ und was du mir zu gut getan,/ das will ich stets, so tief ich kann,/ in mein Gedächtnis schließen. Paul Gerhardt, 1 1676. 4 66 Christoph Anton, I65J. , L ur., W En ae —— ꝗS—— 2 4e mei nes Le⸗bens LCe⸗ben,/ Je⸗- su, der du dich für mich ge ge-⸗ben/ in die DDD. I— — mei nes To⸗des Tod, tief⸗ste See⸗len⸗not, ,‚,...‚.. W— ———— nur daͤß ich nicht möchte ster⸗ben;/ tau⸗ send⸗, tausend⸗ in das äu⸗ßer⸗ste Ver⸗der⸗ben,/ mal sei dir,/ lieb⸗ ster Je ⸗ su, Dank da⸗ für. 2. Du, ach du hast ausgestanden/ Cästerreden, Spott und Bohn,/ hast getragen Strick und Banden,/ du gerechter Gottessohn,/ nur mich Armen zu erretten/ von den schweren Sündenketten;/ tausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 3. Willig ließest du dich schlagen,/ mich zu lösen von der Pein,/ ließest fälschlich dich anklagen,/ daß ich könnte sicher sein;/ daß ich möchte trostreich prangen,/ hast du sonder Trost gehangen;/ taͤusend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 6⁵ 67 Passion 4. Du hast dich in Not versenket,/ wurdest, ach, für meine Schuld/ mit dem Todeskelch getränket,/ littest alles mit Geduld;/ daß ich wuͤrde freigegeben,/ gabst du hin dein teures Leben;/ tausend⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 5. Deine Demut hat gebüßet/ meinen Stolz und Über— mut,/ dein Tod meinen Tod versußet;/ es kommt alles mir zu gut;/ dein Verlaͤssensein, dein Schreien/ muß zu Ehren mir gedeihen;/ taͤusend⸗, taͤusendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. G. Nun, ich danke dir von Herzen, /Jesu, für gesamte Not,/ für die Wunden, für die Schmerzen,/ fuͤr den herben, bittern Tod;/ für dein Zittern, für dein Jagen,/ deine tausendfachen Plaͤgen,/ fuür dein Ach und tiefe Pein/ will ich ewig dankbaͤr sein. Ernst Christoph Somburg, 168J. (Oder wie Nr. 248.) 67 Mürnberg 1684. HSE 2—.—. 2 O du Lie-be mei⸗- ner Lie-be,/ du er⸗ I. die du dich aus höch-stem Trie⸗be/ in das ÄI)7 EiE — rri rir, rn vin nne. wünsch⸗-te Se-lig-keit,! jam⸗ mer⸗- vol-le Leid e f de Frr gu⸗ te/ als ein Op⸗-fer ein-ge⸗stellt/ und be⸗ zahlt mit .Z.. +*———.— DI.DI Z, L n.r eer u.dn d. dei⸗-nem Blu⸗te /al⸗-le Mis⸗se⸗ tat der Welt. 2. Liebe, die mit heißen Tränen/ an dem ölberg sich be— trübt;/ Ciebe, die mit heißem Sehnen/ unaufhörlich fest geliebt;/ Ciebe, die den eignen Willen/ in des Vaters dei nes LCei⸗-dens mir zu 66 6 & ohren esu, mte ben, eine will 1681J. 1684. Pa ssion 68 Willen legt/ und, den Fluch der Welt zu stillen,/ treu die Cast des Breuzes trägt. 3. Ciebe, die mit starkem Zerzen/ Schmach und Lästerung gehoͤrt;/ Ciebe, die in Angst und Schmerzen/ bis zum Tod blieb unversehrt; JLiebe, die sich liebend zeiget,/ da der Atem geht zu End; /LCiebe, die sich liebend neiget,/ da sich Ceib und Seele trennt. 4. Ciebe, die für mich gestorben/ und ein immerwährend Gut/ an dem RKreuzesholz erworben,/ ach, wie denk ich an dein Blut!/ Ach, wie dank ich deinen Wunden,/ du ver— wundte Ciebe du,‚,/ wenn ich in den letzten Stunden/ sanft an deinem Serzen ruh. 5. Ciebe, die sich totgekränket/ und fuͤr mein erkaͤltet Herz/ in ein kaltes Grab gesenket,/ ach, wie dank ich deinem Schmerzl/ Sabe Dank, daß du gestorben,/ daß ich ewig leben kann,/ und der Seelen Seil erworben;/ nimm mich ewig liebend an! Elisabeth von Senitz, 1679. 68 60 Wer weiß, wie nahe mir mein Ende. 1738. 05.... [Es ist vollbraͤcht! Er ist ver-schie⸗den,/ mein Uder Frie-de⸗fürst entschläft im Frieden,/ die EE Je-sus schließt die Au⸗gen zu; Le⸗bens⸗-son⸗ne geht zur Ruh —— To⸗des⸗-nacht. /O gro⸗ßes Wort: Es ist voll-bracht! und sinkt in stil⸗le 2. Es ist vollbracht! Er hats gesprochen,/ das ewge Wort muß sprachlos sein;/ das Herz der Treue wird gebrochen,/ den Fels des Zeils umschließt ein Stein;/ die höchste Kraft ist nun verschmacht't./ O wahres Wort: Es ist vollbracht! 67 69 Pa ssion 3. Es ist vollbraͤcht! Ihr, meine Sünden,/ verdammet nun mein Serz nicht mehr./ Vom Simmel her hör ich ver— kunden:/ des Sohnes Blut erlaͤngt Gehör;/ am Kreuz hats Frieden uns gemacht./ O süßes Wort: Es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! O welch Verlangen/ zieht mich zu deinem Grabe hin;/ dich wünschen Engel zu umfangen:/ ruh auch in meinem Herzen drin,/ wo dir die Liebe Raum gemacht. /O tröstlich Wort: Es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen/ zur Ruh auf Christi Grabesstein;/ die Engel sind allhier zugegen,/ ich schlummre sanft wie Jakob ein;/ die Simmelspfort ist auf⸗ gemacht./ O Cebenswort: Es ist vollbracht! 60 Salomo Franck, 1725. Mel. Mach einer Prüfung kurzer Tage(oder wie Nr. 330). Schicht J819. 1 I—4 ‚‚ 2—— m i Damn. dmn n„ In l f. —.—j————.....— Du ge⸗-hest in den Gar⸗-ten be⸗ ten,/ mein J. Ulaß mich an dei ne Sei-te tre ten,/ ich .. Ese.D...— SSSIISIS.I ½ — treu-er Je⸗-su, nimm mich mit; weiche von dir kei— nenSchritt; 4——— Ceh⸗rer, sehn,/ wie mein Ge⸗bet soll recht geschehn. 2. Du gehst mit Zittern und mit Zagen/ und bist bis in den Tod betrübt;/ ach, dies soll mir ans Herze schlaͤgen,/ daß ich die Sünde so geliebt;/ drum willst du, daß mein Herz voll Reu/ mein Anfang zum Gebete sei. 3. Du reißt dich von der Jünger Seiten,/ du suchst die stille Einsamkeit;/ so muß auch ich mich wohl bereiten/ und fliehen, was mein Serz zerstreut./ Zieh mich von aller Welt allein,/ daß nur wir zwei beisaͤmmen sein. 68 ich will an dir, mein Passion 7⁰ 4. Zur Erde beugst du deine Glieder,/ fällst nieder auf dein Angesicht;/ so sinkt die stille Demut nieder;/ drum rühm ich Asch und Staͤub mich nicht;/ ich bieg und beuge mich mit dir/ vor meinem Gott in Demut hier. S. Du betest zu dem lieben Vater/ und rufest:„Abba!“ wie ein RKind; /dein Vater ist auch mein Berater,/ sein Vaterherz ist treu gesinnt./ Ich haͤlte mich getrost an dich/ und rufe:„Abba, höre mich!“ E. Du greifst voll Zuversicht und CLiebe/ dem Vater tief ins treue Herz/ und rufst aus stärkstem Serzenstriebe: Vater, Vater!“ himmelwärts./ Ach, Glaub und Liebe sind mir not,/ sonst ist doch all mein Beten tot. 7. Geduldig Lamm, wie hältst du stille/ und im Gebete dreimal an! /Dabei ist auch für mich dein Wille,/ daß ich soll tun, wie du getan./ Gott hilft nicht stets aufs erstemal;/ drum fleh und ruf ich ohne Zahl. 8. Dein Wille senkt sich in den Willen/ des allerbesten Vaters ein;/ in ihm muß auch mein Herz sich stillen,/ wo— fern ich will erhöret sein;/ drum bet ich in Gelassenheit:/ „Was mein Gott will, gescheh allzeit.“ 9. Du, Herr, erlangest auf dein Flehen /Trost, Rraft, Sieg, Ceben, Serrlichkeit;/ und so wirds auch mit mir ge— schehen,/ daß ich zur angenehmen Zeit/ auf ernstlich Beten freudevoll/ den gleichen Segen ernten soll. J0. Drum, Jesu, hilf mir stets so beten,/ wie mich dein heilig Vorbild lehrt;/ so kann ich frei zum Vater treten/ und werde stets von ihm erhört;/ so bet ich mich zum Zim— mel ein/ und will dir ewig dankbar sein. Johann Mentzer, 4 1734. 70 Mel. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. Darmstadt 1698. + ö d, e, dix., 5— n, d J. Ru⸗ he hier, mein Geist, ein we⸗nig/ und schau 69 an dies Wun· der groß,/ wie dein Herr und Eh⸗-ren⸗kö⸗nig/ —— . r vxel Ent: E ‚II————.— hängt am RKreu- ze bleich und bloß,/ den sein Lie⸗ben/ ——— PIPIPIPIPIFIIFItITTITTT.T.. TC —— hat ge⸗ trie-ben/ zu dir aus des Va⸗ters Schoß. 2. Wie dich Jesus liebt von Herzen,/ kannst du hier am Rreuze sehn;/ schau, wie bittre Todesschmerzen/ ihm durch LCeib und Seele gehn,/ Fluch und Schrecken/ ihn bedeckenz/ höre doch sein Klaͤggetön! 3. Dies sind meiner Sünden Früchte,/ die, mein Heiland, ängstgen dich;/ dieser Ceiden schwer Gewichte/ zöge sonst zum Abgrund mich;/ diese Nöten,/ die dich töten,/ sollt ich fühlen ewiglich. J. Doch du hast für mich besieget/ Sünde, Tod und Söl— lenmacht,/ Gottes ewgem Recht genuͤget,/ seinen Willen ganz vollbracht,/ durch dein Sterben/ mich zum Erben/ deines Cebens dort gemacht. S. Ach, ich Sündenkind auf Erden! /Jesu, stirbst du mir zu gut?/ Soll dein Feind erlöset werden/ durch dein eigen Berzensblut? /Ich muß schweigen/ und mich beugen/ für dies unverdiente Gut. 6. Seel und Ceben, Ceib und Glieder/ alles gibst du für mich hin;/ sollt ich dir nicht schenken wieder/ alles, was ich hab und bin? /Ich bin deine/ ganz alleine,/ dir verschreib ich Herz und Sinn. 7. Zeuch durch deines Todes Rräfte/ mich in deinen Tod hinein;/ laß mein Fleisch und sein Geschäfte,/ Zerr, mit dir gekreuzigt sein,/ daß mein Wille/ sanft und stille/ und die Liebe werde rein. 8. Caß in allen Ceidenswegen/ deine Leiden stärken mich,/ daß mein Teiden mir zum Segen/ mag gedeihen 7⁰0 8 ssion — 6nin/ er am durch cken;/ iland, sonst Ilt ich 5Höl⸗ Oillen ben/ uU mir eigen fuͤr Passion 71 stetiglich,/ daß mein Serze/ auch im Schmerze/ ohne Wanken liebe dich. 9. Wenn mich schrecken meine Sünden,/ wenn mich böse Cust anficht,/ ich nicht Rraft noch Gnad kann finden,/ wollst du mich verlaͤssen nicht!/ Caß dein Sterben/ mir er⸗ werben /Trost im Tod und im Gericht! J0. Jesu, nun will ich ergeben/ meinen Geist in deine Band;/ laß mich dir alleine leben,/ bis ich nach dem Leidens⸗ stand /bei dir wohne,/ in der Krone/ dich beschaͤu= im Vaterlaͤnd. Gerhard Tersteegen, 1769. 7⁴ Mel. Serzliebster Jesu, was hast du verbrochen. Johann Crüger 1640. rn e en e J. Herr, stär⸗ke mich, dein Lei⸗den zu be⸗den⸗ ken,/ ——5.— M. 2—.— e, e. mich in das Meer der Cie⸗be zu ver⸗sen⸗ken,/ die dich be⸗ —— ERE wog, von al⸗-ler Schuld des Bö⸗- sen/ uns zu er-⸗-lö⸗sen! 2. Du wolltest, Serr, ein Mensch gleich uns auf Erden/ und bis zum Tod am Rreuz gehorsam werden,/ an unsrer Staͤtt gemaͤrtert und zerschlagen/ die Sünde tragen. 3. Welch wundervoll hochheiliges Vollbringen!/ Mein Geist kann nicht in seine Tiefe dringen./ Mein Serz erbebt; ich seh und ich empfinde/ den Fluch der Sünde. 4J. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen;/ Gott ist die Cieb und läßt die Welt erlösen: /dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken/ am Kreuz erblicken. S. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst danieder;/ es sturzt mich tief, und es erhebt mich wieder,/ lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde/ zu Gottes Freunde. 71 2 5 12.— Er — EE 12— 72 Passion G. O Berr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube,/ ich liege hier vor dir gebückt im Staube,/ verliere mich mit dankendem Gemüte/ in deine Güte. 7. Das Größt in Gott ist: Gnad und Lieb erweisen./ Uns kommt es zu, sie demutsvoll zu preisen,/ zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget,/ die Gnade steiget. 8. So sei denn ewig auch von mir gepriesen/ für das Er— barmen, das du mir bewiesen./ Du hast, mein Heiland, auch für mich dein Leben/ dahingegeben. 9. Du liebtest mich; ich will dich wieder lieben/ und stets mit Freuden deinen Willen üben./ O gib du, Serr, zu diesem heilgen Werke/ mir Kraft und Stärke. Christian Fürchtegott Sellert, 4 1769. 72 Mel. O Traurigkeit, o Serzeleid(Nr. 7%½. J. Am Kreuz erblaßt,/ der Marter Last,/ der Todes⸗— qualen muͤde,/ findet mein Erlöser erst/ in dem Graͤbe Friede. 2. Ein heilger Schmerz/ durchdringt mein Berz,/ und, Berr, was kann ich sagen?/ Nur an meine Brust kann ich/ tiefgebeuget schlaͤgen. 3. Du schützest mich,/ und über dich/ gehn aller Trübsal Wetter;/ sterben wolltest du für mich,/ einziger Erretter! 4. Du hasts getan,/ dich bet ich an,/ du Rönig der Er⸗ lösten!/ Dein will ich im Tode mich/ glaubensvoll getrösten. S. Es ist vollbracht!/ riefst du mit Macht;/ du zeigst, daß du dein Ceben,/ mein Versöhner, göttlich frei/ habest hin⸗ gegeben. 6. Bochheilge Tat!/ Des Söchsten Rat ꝓ/ will ich in Demut preisen;/ mein Erlöser wird mir einst/ seine Tiefen weisen. 7. Allmächtig rief/ er, der entschlief,/ den Toten; sie er⸗ standen.)Leicht entschwingt der Lebensfürst/ sich des Todes Banden. 8. Das finstre Tal/ will ich einmal/ durchwandeln ohne Grauen;/ denn durch dich, Erlöser, ists/ mir der Weg zum Schauen. 72 ge sion Rich mit en./ wie eiget. 5 Er⸗ auch stets sesem 1769. odes⸗ riede. und, ich/ übsal etterl Er; östen. daß hin⸗ ch in iefen ie er⸗ hdes ohne ũzum Ppassion 73.7⁴ 9. Ich preise dich,/ erforsche mich/ und siehe, wie ichs mei⸗ ne;/ ja, du siehst es, wenn ich still meinen Dank dir weine. 10. Vergeß ich dein,/ so werde mein/ in Ewigkeit ver⸗ gessen./ Serr, ich will, so lang ich bin,/ deine Lieb ermessen. Christoph Friedrich Neander, 4 1802. Begräbnis Jesu mel. Nun laßt uns den Leib begraben. Wittenberg 1544. 23 ů ö ö x—5— ——— +2— 43 5—— E 8— J. Der du, Zerr Je-⸗-su, Ruh und Rast/ in ö———4———— dei⸗ nem Grab ge⸗ hal ten hast,/ gib, daß wir ö — 1— 1.— —— ꝗSSS—‚— in dir ru⸗ hen all/ und un ser Ce⸗ben dir ge⸗⸗fall. 2. Verleih, o Serr, uns Stärk und Mut,/ die du erkauft mit deinem Blut,/ und fuͤhr uns in des Himmels Licht/ zu deines Vaters Angesicht. 3. Wir danken dir, o Gottes Camm,/ getötet an des Rreuzes Stamm;/ laß ja uns Sündern deine Pein/ den Eingang in das Leben sein. Georg Werner, 1 1643. 7 mainz L6e2 *᷑* Mainz 1628. A——.. ITEEEEE 2.— é x— r I EE—..—— J. O Trau-rig⸗-keit,/ o Her⸗-ze leid! /Ist ———————— ——=*— x— 2— ö BEE—. das nicht zu be⸗kla⸗gen?/ Gott des Va ters — ..— ein ⸗ger Sohn/ wird ins Grab ge⸗ tra gen. 7³ —.—.—.—.————— 75 Passion 2. O große Not,/ der Serr liegt tot!/ Am Kreuz ist er ge⸗ storben,/ hat dadurch das Himmelreich/ uns aus Lieb er⸗ worben. 3. O Menschenkind,/ nur deine Sünd/ hat dieses an⸗ gerichtet,/ da du durch die Missetat/ warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam,/ das Gotteslaͤmm,/ liegt hie mit Blut beflossen,/ welches er ganz mildiglich/ hat fur dich vergossen. S. O selig ist/ zu aller Frist,/ der dieses recht bedenket,/ wie der Serr der Serrlichkeit/ wird ins Grab versenket. G. O Jesu, du/ mein Silf und Ruh,/ ich bitte dich mit Tränen:/ hilf, daß ich mich bis ins Grab/ nach dir möge sehnen! Johann Rist, 1667. 75 Mel. O Traurigkeit, o Serzeleid(Nr. 70. J. So ruhest du,/ o meine Ruh,/ in deiner Grabeshöhle/ und erweckst durch deinen Tod/ meine tote Seele. 2. Man senkt dich ein/ nach vieler Pein,/ du meines Cebens Ceben! /Dich hat jetzt ein Felsengrab,/ Fels des Beils, umgeben. 3. Ach du bist kalt,/ mein Hort und Haͤlt!/ Das macht dein heißes Cieben,/ das dich in das kalte Grab/ mir zu gut ge⸗ trieben. 4. Doch Preis sei dir!/ Du konntest hier/ nicht die Ver⸗ wesung sehen;/ bald ließ dich des Vaters Macht/ aus dem Grab erstehen. 5. O Lebensfürst,/ ich weiß, du wirst/ mich wieder auf— erwecken;/ sollte denn mein gläubig Serz/ vor der Gruft erschrecken? 6. Sie wird mir sein/ ein RKämmerlein,/ da ich im Frieden liege,/ weil ich nun durch deinen Tod/ Tod und Grab besiege. 7. Mein, nichts verdirbt,/ der Leib nur stirbt;/ doch wird er auferstehen/ und in ganz verklärter Zier/ aus dem Grabe gehen. 8. Indes will ich,/ mein Jesu, dich/ in meine Seele senken/ und an deinen bittern Tod/ bis zum Tod gedenken. Salomo Franck, 1 1725. 77 bvöhle/ eines Is des ot dein ut ge⸗ Ver⸗ s dem rauf⸗ Gruft rieden siege. wird Brabe Seele nken. +725. Rnin F N. —— N + *———— SSITI 76 Ostern 76 I3. Jahrhundert. 1— + J. Christ ist er⸗stan⸗ den/ von der Mar⸗ter al ⸗le./ Des solln wir al⸗le froh sein,/ Christ will un⸗ser Trost sein./ V. 1——..— ö—— e—..———— SE Bal⸗le⸗lu⸗ jal 2. Wäͤr er nicht er⸗ stan⸗ den,/ die Welt, 1 1 1 4 LI —. ——.— die wär ver⸗gan ⸗ gen;/ seit daß er er⸗-stan-den ist,/ — *— ..... ———.—— so lobn wir den ZHerrn Je⸗sum Christ./ Hal-le⸗-lu⸗jal .... Z. Z. Zal le lu⸗ ja,/ Bal le rlu a, —— e, Bal⸗le⸗ lu ⸗ jal/ Des solln wir al⸗ le froh sein,/ 2— ö I — 1— 4 —. 20 ö 6 DDDD— . Christ will un-ser Trost sein./ Hal-le-Iu-jal I3. Bahrhundert. 76 ö.—.—— v, 3655 ndert. Ostern 77 7 Wittenberg 1524. — n n,...... — I. Christ lag in des⸗ Dan den,/ für der ist 39— der er ⸗ stan⸗ den/ und *— S—— ,,. uns⸗re Sünd ge⸗ge-⸗ ben; hat uns bracht das 235 ben; E et eei, wn me nm en wr. fröh⸗lich sein,/ Gott lo⸗ben und wa dankbaͤr sein/ und nni, sin⸗gen: Bal⸗,/ Zal ⸗ le„jal! 2. Den Tod Aentend bemenden konnt/ bei en Men⸗ schenkindern;/ das machte alles unsre Sünd,/ kein Un⸗ schuld war zu finden./ Davon kam der Tod sobald/ und nahm auch über uns Gewalt;/ sein Reich hielt uns ge— fangen./ Hallelujal 3. Jesus Christus, Gottes Sohn, /an unsrer Statt ist kommen/ und haͤt die Sünde abgetan,/ damit dem Tod ge— nommen/ all sein Recht und sein Gewaͤlt;/ da bleibet nichts denn Todsgestalt,/ den Stachl hat er verloren./ Halle— lujal 4. Es war ein wunderlicher Krieg,/ da Tod und Ceben rungen;/ das Ceben, das behielt den Sieg,/ es hat den Tod verschlungen. Die Schrift uns die Runde bringt,/ wie da ein Tod den Tod bezwingt;/ ein Spott der Tod ist worden./ Ballelujal 5. Bier ist das rechte Osterlamm,/ davon wir sollen leben;/ das ist uns an des Kreuzes Stamm/ aus heißer Cieb gegeben./ Des' Blut zeichnet unsre Tür,/ das hält der Glaub dem Tode für;/ nicht ruͤhrn kann uns der Würger./ Ballelujal 7⁷ 78 Ostern 6. So feiern wir das hohe Fest/ mit Herzensfreud und Wonne,/ das uns der Herr erscheinen läßt;/ er selber ist die Sonne,/ der durch seiner Gnade Glanz/ erleuchtet unsre Verzen ganz;/ der Sünd NVaͤcht ist vergangen./ Hallelujal 78 Martin Luther, 1 1546. Mel. Seut triumphieret Sottes Sohn.(Oder mit Weglassung des Eingeklam⸗ merten wie Nr. 95 oder Nr. 407.) Frankfurt a. d. O. J60l. EIE.—.—— SSSIIIII....x...... 237 J. 9—5— mor gens, da die Sonn auf⸗ geht,/ mein ö x— —.——. ö... Ennn drnn Bei-land Chri ⸗- stus auf-er- steht.(Bal⸗le-lu⸗ —— 2 ,, ja,—4 Bal⸗le⸗-lu⸗ ja.) Ver⸗ trie⸗ ben ist der BJ—II.— ö.. ů 22—————————— ———..———— Sün ⸗ den Nacht,—n 2— und Le⸗ ben é é é——.2=. —..— wie oev⸗ bracht./ Hal⸗le⸗lu⸗ ja,(Bal⸗-le⸗lu⸗ ja.) 2. Wicht mehr als nur drei Tage lang/ hält meinen Bei— land Todeszwang.(Haͤlleluja, Saͤlleluja.) Am dritten Tag durchs Grab er dringt,/ mit Ehren seine Siegsfahn schwingt./ Halleluja,(alleluja.) 3. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt/ mit Schmach am Rreuz gefangen hält.(Halleluja, Salleluja.) Drauf folgt der Sabbaͤt in dem Grab,/ allda ich Ruh und Frieden hab./ HBalleluja,(Halleluja.) 4. In kurzem wach ich fröhlich auf,/ mein Gstertag ist schon im Cauf.(Salleluja, Saͤlleluja.) Ich wach auf durch des Zerren Stimm,/ veraͤcht den Tod mit seinem Grimm./ Balleluja,(Halleluja.) 78 Ostern 79 5. O Wunder groß, o starker Seld,/ wo ist ein Feind, den er nicht fällt?(Balleluja, Salleluja.) Kein Angststein liegt so schwer auf mir,/ er wälzt ihn von des Herzens Tür./ Halle⸗ luja,(Halleluja.) 6. Cebt Christus, was bin ich betrübt?/ Ich weiß, daß er mich herzlich liebt.(Halleluja, Salleluja.) Wenn mir gleich alle Welt stürb ab,/ gnug, daß ich Christum bei mir hab./ HBalleluja,(Halleluja.) 7. Er nährt, er schützt, er tröstet mich;/ sterb ich, so nimmt er mich zu sich.(Halleluja, Salleluja.) Wo er jetzt lebt, da muß ich hin,/ weil seines Ceibes Glied ich bin./ Balleluja,(Halleluja.) 8. Durch seiner Auferstehung Kraft/ komm ich zur Engel Brüderschaft.(Halleluja, Saͤlleluja.) Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt,/ mit Gnad und ewgem Beil gekrönt./ Balleluja,(Salleluja.) 9. Mein Serz darf nicht entsetzen sich:/ Gott und die Engel lieben mich.(Salleluja, Salleluja.) Die Freude, die mir ist bereit,/ vertreibet Furcht und Traͤurigkeit./ Halle— luja,(Balleluja.) J0. Für diesen Trost, o großer Held,/ Serr Jesu, dankt dir alle Welt.(Salleluja, Salleluja.) Dort wollen wir mit größerm Fleiß /erheben deinen Ruhm und Preis./ Halle⸗ luja,(Balleluja.) Johann Seermann, 1647. 79 Johann Schop, I64J. V 2— X— = dard nrn nrnrne Lun,— II + Las⸗set uns den Her-ren prei⸗sen,/ Rommet, laßt uns Dank er-wei⸗sen/ ., ihr Chri⸗-sten u ber⸗ all ö un⸗serm Gott mit fro⸗hem Schall! Jauch ⸗zet: 7⁰ J. * . 79 Ostern ö——.—— I frei von To⸗-des⸗ ban⸗den D/ist der Beld aus I 1 1— 1—.— 1 Ju-das Stamm. Der zu uns vom Him⸗-mel kam,/ 56— DDDIDIDTDDD‚ n,. Je-sus Chri⸗-stus ist er-⸗-stan-den!/ Wun ist aus der ———————2 12— e e e, lan ge Streit;/ freuse dich, o Chri-sten-heit!l 2. Christus hat nun überwunden/ des ergrimmten Todes Macht;/ der im Tode lag gebunden,/ hat das Ceben neu ge— bracht/ und die Finsternis bezwungen. /Die Verwesung schaͤute nicht,/ der des Todes Retten bricht;/ nun zum Bimmelsthron gedrungen,/ gibt er uns ein frei Geleit;/ freue dich, o Christenheit! 3. War er gleich am Rreuz gestorben,/ war er gleich ins Grab gelegt:/ dennoch blieb er unverdorben./ Als die Erde ward erregt,/ hat der Lebensfürst erhoben/ sein verklärtes Angesicht,/ stirbet nun und nimmer nicht./ Ewig werden wir ihn loben;/ Harf und Psalter, seid bereit!/ Freue dich, o Christenheit! 4. Grab, wo sind nun deine Schrecken?/ Sölle, wo ist dein Triumph? /Tod, du kannst kein Graun erwecken,/ deine Pfeile sind jetzt stumpf. /Christus ist dein Gift ge— wesen; /er, der starke Gottesheld,/ hat dir deinen Trotz gefällt,/ und wir Menschen sind genesen. Nun, vom schweren Joch befreit,/ freue dich, o Christenheit! 5. Sehnsuchtsvoll laͤßt uns verlangen/ nach dem Serrn und seinem Heil;/ auch wir werden dann empfangen/ unser teur erworbnes Teil./ Er geht auf in unsern Herzen;/ laßt uns mit ihm auferstehn,/ mit ihm ein zum Zimmel gehn, ae 137 8⁰0 Ostern 80 wo er stillet alle Schmerzen./ Wonne wird dann alles Ceid;/ freue dich, o Christenheit! 6. Meinen Ceib wird man begraben,/ doch er schläft auf ewig nicht;/ neues Leben wird er haben,/ schön verklaͤrt im Glanz und Cicht./ Das Verwesliche muß sterben,/ irdisch wird es ausgesät,/ bis es himmlisch einst ersteht,/ um das Reich des Zerrn zu erben,/ ihn zu schauen allezeit./ Freue dich, o Christenheit! Mach Johann Rist, 1667. 8⁰ mel. Nun freut euch, lieben Christen(oder wie Nr. J37). Wittenberg 1524. 7— S, ere n, ...... [Wach auf, mein Serz, die Wacht ist hin,/ die UVer⸗-munt-re dei⸗ nen Geist und Sinn,/ den 1 é—2— 60 HI ————4 II— E— PP‚P Sonn ist auf-ge ⸗ gan⸗gen! Zei⸗land zu emp⸗- fan⸗gen, Arent re —.—.———— ö—5*5——— To⸗-des Tor /ges⸗bro-chen aus dem Grab her— ——— —— 1.4——— —.— vor,/ der gan ⸗ zen welt zur Won ⸗ne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf/ und such ein neues Ceben,/ vollfuͤhre deinen Glaͤubenslauf/ und laß dein Serz sich heben/ gen Himmel, da dein Jesus ist,/ und such, was droben, als ein Christ,/ der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nur, was dahinten ist,/ und tracht' nach dem, was droben,/ damit dein Serz zu jeder Frist/ zu Jesu sei er⸗ hoben./ Tritt unter dich die boͤse Welt/ und strebe nach des Bimmels Zelt,/ wo Jesus ist zu finden. 81 81 Ostern 4. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein,/ dein Jesus wird ihn heben; /es kann ein Christ bei Kreuz und Pein/ in Freud und Wonne leben./ Wirf dein Anliegen auf den ich Berrn/ und sorge nicht, er ist nicht fern,/ weil er ist auf— 60 erstanden. ö 2 5. Drum auf, mein Serz, fang an den Streit,/ weil Jesus uͤberwunden;/ er wird auch überwinden weit/ in dir, weil 64 er gebunden/ der Feinde Macht, daß du aufstehst/ und in 8⁰ ein neues Ceben gehst/ und Gott im Glauben dienest. 22 6. Ach mein Serr Jesu, der du bist/ vom Tode auf— 8 erstanden,/ bewahr uns vor des Feindes List,/ rett uns aus Todesbanden,/ damit wir alle insgemein/ zum neuen Leben 5 gehen ein,/ das du uns hast erworben. 92 7. Sei, Herr, gelobt in dieser Zeit/ von allen Gottes— kindern/ und ewig in der Serrlichkeit/ von allen Über— windern,/ die uͤberwunden durch dein Blut!/ Herr Jesu, gib 2. uns Kraft und Mut,/ daß wir auch überwinden. Laurentius Laurenti, 1722. Mel. Valet will ich dir geben. 81 Melchior Teschner, J6J3. ö x— . +—. Ich geh zu dei ⸗nem Gra⸗be,/ du weil ich die Boff-nung ha⸗be,/ daß —— äSB2nh 4225—— gro⸗ ßer O:⸗ster⸗- fürst, du mir zei ⸗gen wirst, xů ö ö ö— —2 +4.——— X 20* ö E ster⸗ ben/ und fröh-lich auf er-stehn,/ auch e ee n —.————.————— wie man kann fröh⸗lich —— mit des Him-mels Er⸗ben/ ins Land des Ce⸗bens gehn. 82 Ostern 82 2. Du liegest in der Erde/ und hast sie eingeweiht,/ wenn ich begraben werde,/ daß sich mein Herz nicht scheut,/ auch in den Staub zu legen,/ was Asch und Staub vermehrt,/ weil dir doch allerwegen/ die Erde zugehört. 3. Du schläfest in dem Grabe,/ daß ich auch meine Ruh/ an diesem Orte habe;/ du schließt die Augen zu, /so soll mir gar nicht grauen,/ wenn mein Gesicht vergeht:/ ich werde den wohl schauen,/ der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab schließt Stein und Siegel,/ und du wirst dennoch frei;/ auch meines Grabes Riegel/ bricht deine Zand entzwei./ Du wirst den Stein schon rucken,/ der auch mein Grab bedeckt;/ da werd ich den erblicken,/ der mich vom Tode weckt. 5. Du fahrest in die Hoͤhe/ und zeigest mir die Bahn,/ wo⸗ hin ich endlich gehe,/ da ich dich finden kann./ Dort ist es sicher wohnen,/ wo lauter Glanz um dich;/ da waͤrten lauter Kronen/ in deiner Hand auf mich. 6. O meines Cebens Leben, /o meines Todes Tod,/ ich will mich dir ergeben/ in meiner letzten Not;/ ich will mein Cager machen/ in deine liebe Gruft,/ da werd ich schon er⸗ wachen,/ wenn deine Stimme ruft. Benjamin Schmolck, 1737. Mel. Christus, der ist mein Leben. 82 Melchior Vulpius, J609. OE auer. nn, d SSDSESSSSSSS J. Will⸗kom⸗men, Beld im Strei⸗te,/ aus IISISISE dei⸗ nes Gra- bes Kluft!/ Wir tri ⸗ um-phie⸗ren E— x— SEEE..... ——————— ů—— E heu ⸗-te/ um dei ne lee⸗re Gruft. 2. Der Feind wird schaugetragen/ und heißt nunmehr ein Spott;/ wir aber können saͤgen:/ mit uns ist unser Gott. 83 Ostern 3. In der Gerechten Hütten/ schallt schon das Siegeslied,/ du trittst selbst in die Mitten/ und bringst den Osterfried. 4. Ach, teile doch die Beute Jbei deinen Gliedern aus!/ Wir alle kommen heute/ deswegen in dein Haus. 5. Schwing deine Siegesfahne /aͤuch über unser Serz/ und unsern Weg uns bahne/ vom Grabe himmelwärts! 6. Caß unser aller Sünden/ ins Grab verschaͤrret sein,/ uns einen Schaͤtz hier finden,/ der ewig kann erfreun! 7. Wir sind mit dir gestorben,/ so leben wir mit dir./ Was uns dein Tod erworben,/ das stell uns täglich für! 8. Wir wollen hier ganz fröhlich/ mit dir zu Grabe gehn,/ wenn wir dereinst nur selig/ mit dir auch auferstehn! 9. Der Tod kann uns nicht schaͤden,/ sein Stachel ist nun stumpf;/ wir stehn bei Gott in Gnaͤden/ und rufen schon Triumph! Benjamin Schmolck, 1 1737. 83 Mel. Jesu, meines Lebens Leben(oder wie Nr. Ioo). Christoph Anton, I65J. 1. 1— 1 1 7 ——5——.— I 45 ——.— S————— Zwei der Jün-ger gehn mit Seh⸗nen/ ü⸗ber J. ih⸗re Au⸗gen sind voll Trä-nen,/ ih⸗ re 77—.——— , Lrte HW. Ei, 1— Feld nach Em- ma⸗- us; See-len voll Verdruß;) man aen 9 Vie d — 53 An—— ö 34 ö E re,ne.e L. wor⸗te;/ doch es ist von ih rem Or⸗te/ un⸗ser Je⸗sus S bb, td. gar nicht weit/ und ver⸗-treibt die Trau- rig⸗-keit. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen/ ihrem stillen Rum— mer nach,/ sie bejammern voller Schmerzen/ ihre Not und Ungemach. Manches wandert gaͤnz alleine,/ daß es nur 8⁴ IE Ostern 84 zur Gnuͤge weine;/ doch mein Jesus ist dabei,/ fragt, was jed. man so traurig sei. b1/ 3. Oft schon hab ichs auch empfunden,/ Jesus läßt mich nie allein;/ Jesus stellt zur rechten Stunden/ sich mit seinem Bei— 3 stand ein./ Wenn ich mich bei ihm beschwere,/ gleich als ob er ts! ferne wäre,/ o so ist er mehr als nah/ und mit seiner Silfe da. +7 4. Treuster Freund von allen Freunden, /bleibe ferner noch bei mir;/ kommt die Welt, mich anzufeinden,/ ach, so as sei du auch allhier!/ Wenn mich Trübsalswetter schrecken,/ wollst du kräftig mich bedecken;/ komm, in meinem Geist zu abe ruhn;/ was du willst, das will ich tun. hn! S. Bin ich traurig und betrübet,/ HZerr, so ruf mir in den un Sinn,/ daß mich deine Seele liebet,/ und daß ich der Deine on bin. Caß dein Wort mich fester gründen,/ laß es auch mein 737. Berz entzünden,/ daß es voller Ciebe brennt/ und dich immer besser kennt! 6. Tröst auch andre, die voll Jammer/ einsam durch die Fluren gehn/ oder in der stillen Rammer/ tiefbekümmert zu 0— dir flehn./ Wenn sie von der Welt sich trennen,/ daß sie —.— satt sich weinen können,/ so sprich ihrer Seele zu:/ Ciebes Rind, was trauerst du? 30 7. Bilf, wenn es will Abend werden/ und der Lebenstag 20 sich neigt,/ wenn dem dunklen Aug auf Erden/ nirgends — sich ein Selfer zeigt;/ bleib alsdann in unsrer Mitten,/ wie ——. dich deine Jünger bitten,/ bis du sie getröstet hast; /bleibe, 17 bleibe, teurer Gast! Joh. Meunherz, 1 1737. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 84 Berlin 1653. — E ö‚ é Krn x ü.. — IJe-sus lebt, mit ihm auch ich;/ Tod, wo Er, er lebt und wird auch mich/ von den —— — — 4 D —— 2 Ind ei ne rert⸗kten! PIa zur To ten auf⸗ er⸗-wek⸗ ken. Er ver⸗klärt mich 85 85 Ostern ssU 8 —3 1 —— are enrre en in sein Licht;/ dies ist mei⸗ ne Ju⸗ ver⸗ sicht. 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich/ über alle Welt gegeben;/ mit ihm werd auch ich zugleich/ ewig herrschen, ewig leben./ Gott erfüllt, was er verspricht;/ dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt, wer nun verzagt,/ lästert ihn und Gottes Ehre;/ Gnaͤde hat er zugesagt,/ daß der Sünder sich be— kehre./ Gott verstößt in Christo nicht;/ dies ist meine Ju— versicht. 4. Jesus lebt, sein Seil ist mein;/ sein sei auch mein ganzes Ceben; /Wreines Serzens will ich sein/ und den Cüsten widerstreben./ Er verläßt den Schwachen nicht;/ dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt, ich bin gewiß,/ nichts soll mich von Jesu scheiden,/ keine Macht der Finsternis,/ keine Serrlichkeit, kein Ceiden. /Er gibt selbst mir KRraft und Licht;/ dies ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt, nun ist der Tod/ mir der Eingang in das Ceben. /Welchen Trost in Todesnot /wird er meiner Seele geben,/ wenn sie gläubig zu ihm spricht:/ Serr, Serr, meine Zuversicht. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. O Zesu Christ, meins Lebens Licht. Leipzig 1625. 231 ö x é— Errr r r:nn ö—2 ö ö . J. Er⸗ inn re dich, mein—.— er⸗ ů—.— ö—— ö ͤSSISIEe——— — E——.— des ho⸗ hen Taͤgs der Herr'lich-keit;/ haͤlt im Ge— —— 55635 6r———. dächtnis Jesum Christ,/ der von dem Tod er⸗stan-den ist! 86 tern ot. en;/ pen./ sicht. pttes bbe⸗ Ju⸗ nein den 51t;/ esu keit, 8 ist das Zeele zerr, 1769. Ostern 86 2. Entbrenn in CLieb und Dank für ihn,/ als ob er heute dir erschien/ und spräche: Friede sei mit dir!/ So freue dich, mein Geist, in mir! 3. Schau über dich und bet ihn an;/ er mißt den Sternen ihre Bahn;/ er lebt und herrscht mit Gott vereint/ und ist dein RKönig und dein Freund. 4. Mein Heiland ist für mich erhöht;/ was ist der Erde Majestät,/ wenn sie mein Geist mit der vergleicht,/ die ich durch Gottes Sohn erreicht? S. Vor seinem Thron, in seinem Reich,/ unsterblich, heilig, Engeln gleich/ und ewig, ewig selig sein: j/ ach, welche Serrlichkeit ist mein! G. Berr, der du in dem Simmel thronst,/ ich soll da wohnen, wo du wohnst,/ und du erfüllest mein Vertraun,/ dich in der Herrlichkeit zu schaun. 7. Ich soll, wenn du, o Cebensfürst,/ in Wolken wieder— kommen wirst,/ verklärt aus meinem Graͤbe gehn/ und froh zu deiner Rechten stehn. 8. Mit deiner heilgen Engel Schar/ soll ich dich loben immerdar!/ Mit allen Frommen aller Zeit/ soll ich mich freun in Ewigkeit. 9. Wie komm es mir aus meinem Sinn,/ was ich, mein Beil, dir schuldig bin!/ Gib Kraft, daß ich in Lieb und Treu/ mich stets zu deinem Bild erneu! J0. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar/ dem, der da ist und der da war!/ Sein Waͤme sei gebenedeit/ von nun an bis in Ewigkeit! II. Sein ist das Reich, sein ist die Rraft;/ er ists, der alles in uns schafft./ Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der von dem Tod erstaͤnden ist! Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 86 Mel. Lasset uns den Serren preisen(Nr. 70). J. ülberwinder, nimm die Palmen,/ die dein Volk dir heute bringt,/ das mit frohen Osterpsalmen/ den er— kämpften Sieg besingt./ Wo ist nun der Feinde Pochen/ und der Würger Mordgeschrei,/ da des Todes Nacht vorbei/ 87 86 Ostern und sein Stachel ist zerbrochen?/ Tod und Hölle liegen da:/ Gott sei Dank, Salleluja! 2. Stecke nun dein Siegeszeichen/ aus der dunklen Gruft empor!/ Was kann deinem Ruhme gleichen?/ Held und Rönig, tritt hervor!/ Caß dir tausend Engel dienen;/ denn nach harter Ceidenszeit/ ist dein Tag der Serrlichkeit,/ höchste Maͤjestät, erschienen;/ Erd und Himmel jauchzen da:/ Gott sei Dank, Sallelujal 3. Teile, großer Fürst, die Beute/ deiner armen Herde mit,/ die in froher Sehnsucht heute/ vor den Thron der Gnade tritt!l/ Deinen Frieden gib uns allen!/ O so jauchzet Serz und Mut,/ weil das CLos uns wundergut/ und aufs lieblichste gefallen;/ denn der Glzweig grünet da:/ Gott sei Dank, Saͤlleluja! 4. Caß, o Sonne der Gerechten,/ deinen Straͤhl ins Berze gehn;/ gib Erleuchtung deinen Knechten,/ daß sie geistlich auferstehn./ Zält der Schlaf uns noch gefangen,/ o so fordre du den Cauf,/ rufe mächtig: Wachet auf!/ Denn die Schaͤtten sind vergangen,/ und der helle Tag ist da:/ Gott sei Dank, Halleluja! 5. Tilg in uns des Todes Grauen,/ wenn die letzte Stunde schlägt,/ weil du denen, die dir trauen,/ schon die Rrone beigelegt./ Gib uns in den höchsten Nöten,/ gib uns mitten in der Pein/ deinen Trost und Glauben ein;/ o so kann der Tod nicht töten,/ denn die Hoffnung blühet da:/ Gott sei Dank, Hallelujal 6. Zeige, wenn der blöde Kummer/ über Sarg und Grüften weint,/ wie die Schwaͤchheit nach dem Schlummer/ dort in voller Kraft erscheint./ Sind wir sterblich hier ge— boren, /o so streift das kühle Grab/ nur, was sterblich heißt, uns ab,/ und der Staub ist unverloren;/ unser Sirte hütet da: Gott sei Dank, Salleluja! 7. Rufe die zerfallnen Glieder/ endlich aus der dunklen Nacht;/ wenn der Deinen Asche wieder /in verklärtem Glanz erwacht,/ dann wirst du die Krone geben,/ dann wird unsre volle Brust,/ Serr, mit engelgleicher Cust/ ewig deinen Sieg erheben,/ und wir sprechen auch allda:/ Gott sei Dank, Sallelujaͤ! Christian Ludwig Taddel, 1 1775. 88 Ostern 87.88 87 Mel. Lasset uns den Serren preisen(Nr. 70). J. Größter Morgen, der die Erde/ nach der tiefsten Macht belebt,/ der sie nach dem Wort: Es werdel/ nochmals aus dem Nichts erhebt!/ Nach der Nacht voll duͤstrer Sorgen,/ da man angst⸗ und kummervoll/ ohne Jesum leben soll,/ bringt der allerschönste NMorgen/ Jesum aus des Todes Tor // Jesum, unser Licht, hervor. 2. Cebt nun auf, ihr stillen Seelen,/ die in Tränen ihr zerfloßt,/ die ihr euch in Kummerhoͤhlen/ ohne Licht und Kraft verschloßt!/ Lebt nun auf: er ist erstanden!/ Er, an den ihr doch geglaubt,/ ist vom Tode nicht geraubt,/ nein, er lebt, ist frei von Banden/ und mit Rlaͤrheit angetan;/ betet euren König an! 3. Jauchz, o Erde, Himmel, tönet, /rühme, neu geschaffne Welt!/ Gott und Menschheit sind versöhnet!/ Seht, wie glänzt der große Seld,/ der des Abgrunds und der Böllen/ und der Himmel Schlüssel fuͤhrt/ und, mit Ehr und Schmuck geziert,/ seine Kirche sicher stellen/ und nach tiefem Gottesplan/ ewig selig machen kann! 4. Großer Sirte deiner Schafe,/ von den Toten aus— geführt,/ dem, nach gaͤnz erlittner Strafe/ unsrer Schuld, der Preis gebührt!/ NMimm ihn von den Millionen/ derer, die das Grab noch deckt,/ derer, die dein Ruf schon weckt,/ derer, die im Simmel wohnen,/ auch von uns hier unten an,/ wie dich jeder preisen kann. S. Bilf uns aus den Fesseln gehen,/ womit uns die Welt bestrickt;/ laß uns geistlich auferstehen,/ allem Sünden— dienst entruͤckt!/ Schenk uns Rraft zum neuen Wesen,/ daß es täglich Ostern sei,/ dann kommt einst der Tag herbei,/ da du völlig uns erlösen/ und zu dir erheben wirst,/ aufer⸗ standner Friedensfürst. Joh. Ad. Lehmus, 1788. 8 Mel. Lasset uns den Serren preisen(Nr. 7). J. Auferstaͤnden, auferstanden/ ist der derr, der uns ver⸗ söhnt;/ seht, wie hat nach Schmach und Banden/ Gott mit Ehren ihn gekrönt!/ Dort auf seines Vaters Throne,/ 89 89 Ostern uͤber Schmerz und Tod erhöht,/ herrscht er nun in Maje⸗ stät./ Fallet nieder vor dem Sohne,/ der uns einst zu sich erhebt!/ Salleluja, Jesus lebt! 2. Singt dem Serrn! Er ist erstanden,/ da er starb auf Golgatha;/ ruhmt es laͤut in allen Canden:/ was sein Mund verhieß, geschah./ Wer kann ihm noch widerstreben 7/ Mächtig steigt der Seld empor,/ im Triumph bricht er her⸗ vor./ Seht des Abgrunds Pforten beben,/ da ihr Sieger sich erhebt!/ Saͤlleluja, Jesus lebt! 3. Uns vom Tode zu befreien,/ sank er in des Grabes Nacht;/ uns zum Leben zu erneuen,/ steht er auf durch Gottes Macht./ Tod, du bist in Sieg verschlungen;/ deine Schrecken sind gedämpft,/ deine Berrschaft ist bekämpft,/ und das Leben ist errungen;/ ob man unsern Leib be— gräbt,/ Salleluja, Jesus lebt! 4. Aus dem Grab uns zu erheben,/ ging er zu dem Vater hin./ Laßt uns ihm zur Ehre leben,/ dann ist Sterben uns Gewinn./ Haltet unter Cust und Ceiden/ im Gedächtnis Jesum Christ,/ der vom Tod erstanden ist;/ unvergänglich sind die Freuden/ des, der nach dem Bimmel strebt./ Halle⸗ luja, Jesus lebt! 5. Freut euch seiner, Gottes Kinder!/ Er sei euer Cob⸗ gesaͤngl/ Bringt dem Todesüberwinder/ ewig Ehre, Preis und Dank./ Ruͤhmt es in Versuchungsstunden,/ wenn euch Suͤnd und Elend droht,/ rühmt es in der Todesnot:/ unser Zerr hat uͤberwunden!/ Der uns einst zu sich erhebt,/ Halle⸗ luja, Jesus lebt! Nach B.§. Danneil(H1772) von Chr. Sturm, IJS5, und Kaspar Lavater, + ISol. Mel. Mun danket all und bringet Ehr. Johann Crüͤͤger, 1 1647. 5—2—— X I—————.— i. ID IJ. Ich sag es je⸗dem, daß er lebt/ und SSSSS.SS............ auf⸗ er ⸗stan⸗den ist,/ daß er in uns rer 9⁰ * —— . 65—— Mit ⸗-te schwebt/ und e 2. Ich sag es jedem, jeder sagt/ es seinen Freunden gleich,/ daß bald an allen Orten taͤgt/ das neue Himmelreich. 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn/ erst wie ein Vaterland;/ ein neues Leben nimmt man hin/ entzückt aus seiner Hand. 4. Hinunter in das tiefe Neer/ versaͤnk des Todes Graun,/ und jeder kann nun leicht und hehr/ in seine Zukunft schaun. 5. Der dunkle Weg, den er betrat,/ geht in den Himmel aus;/ und wer nur hͤrt auf seinen Rat,/ kommt auch ins Vaterhaus. 6. Wun weint auch keiner mehr allhie,/ wenn eins die Augen schließt;/ vom Wiedersehn, spät oder früh,/ wird dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten Tat/ ein jeder frischer glühn;/ denn herrlich wird ihm diese Saat/ in schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein,/ wenn aͤlles uns verläßt,/ und so soll dieser Tag uns sein Fein Weltver— „wig bei uns ist. jüngungsfest. Movalis(Friedrich von Sardenberg), I80I. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 6. a. M. IS99. — ——————————‚—— Er-höh-ter Sie-ges-fürst und Held!/ Dir jauchzet du gehst aus dei- nes Gra-bes Tor /als wie ein — ———— 2——.— die er ⸗lö⸗ste Welt/ am Fe⸗ste dei- ner Wonne;!l Braäu⸗ti⸗gam her⸗vor,/ schön wie die Morgen ⸗son⸗ ne.] I. 9 Ostern maͤch tig,/ Dachdenm du heu⸗ te /aus dem Strei⸗te,/ —.— 12..—. x x — ö—.—— .—.———— kommst mit Se⸗gen/ uns aus dei⸗ner Gruft ent⸗ge⸗gen. 2. Wie majestätisch bauest du/ am dritten Tage deiner Ruh/ den Leibestempel wieder! /Trotz aller Feinde List und Macht/ hast du dein großes Wort vollbracht: /Ich sterb und lebe wieder./ Gehet,/ sehet:/ alle Riegel,/ Band und Siegel/ sind zerstoͤret,/ Jesus lebt und ist verkläret! 3. Erlöste, kommt zu diesem Grab/ und blicket glaͤubens— voll hinab;/ ist dies die Gruft der Schrecken?/ Seit Jesus hier geschlummert hat,/ sind Gräber eine Ruhestatt,/ die Fried und Zoffnung decken./ Jagt nicht!/ Klagt nicht!/ Diese Glieder/ werden wieder/ sich erheben/ und das Leben Christi leben. 4. Dann werd ich ihn im Lichte sehn,/ gekrönt vor seinem Throne stehn Umit himmlischem Entzücken. Dann ist mein Aug von Tränen leer,/ dann schreckt mich Sund und Tod nicht mehr,/ nichts kann mich ihm entrücken./ Ewig,/ selig,/ ohne Maͤngel,/ wie die Engel/ werd ich leben/ und ihm Preis und Ehre geben. 5. Indes zerstöre, starker Seld,/ was mich hier noch zu— rucke hält,/ daß ich zu dir mich schwinge. O gib mir deinen Geist, dein Cicht,/ daß ich, wenn Herz und Auge bricht,/ vom Tod ins Ceben dringel/ Mach mich/ mutig/ in dem Streite/ und bereite/ mich bei Jeiten/ zum Triumph der —..— . V Ewigkeiten! Christ. Gottlieb Göz, 4 I80z3. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. 5rankfurt a. M. IS99. **— —————— E...— Salle lu⸗jal jauchzt, ihr Chö⸗re,/ singt Je-su UeEr, der Seld, ist von den Ban⸗den /des To⸗ des 9² vig,/ Fund h zu⸗ einen cht,‚/ dem Ostern 91 ——,. ö—— Christo Preis und Eh⸗re!/ Wie groß und herr-lich sieg⸗reich auf er ⸗stan⸗ den,/ er, der für uns im 119927 — 2 ö 8—— ö 12 ———0 S 136. Sein ist Ge⸗ walt und Macht. /Preis ihm, er hats vollbracht,/ Sal⸗le⸗lu⸗jal/ Er hats vollbracht,/ v; an— H 5—— ö——————— H + 0—— ö er, der die Macht/ des To⸗ des und des Gra⸗bes hat. 2. Glorreich hat der Held gerungen,/ hat mächtig Grab und Tod bezwungen,/ von ihren Schrecken uns befreit./ Wir von Gott gewichne Sünder/ sind nun mit ihm ver⸗ söhnte Kinder/ und Erben seiner Seligkeit./ Bald, bald entschlafen wir,/ entschlafen, Christo, dir,/ ruhn in Frieden/ die kurze Nacht,/ bis deine Macht/ das Licht des ewgen Tages ruft. 3. Unsern Staub mag Staub bedecken,/ du wirst ihn herrlich auferwecken,/ der du des Staubes Schöpfer bist./ Du wirst unvergänglich CLeben/ und Kraft und Serrlichkeit ihm geben,/ dem Staube, der dir teuer ist. Wir werden ewig dein,/ gerecht und selig sein./ Sallelujal/ Tod und Gericht/ erschreckt uns nicht;/ denn Jesus, unser Mittler, lebt. 4. Ja, er lebt, uns zu erfreuen/ und alles, alles zu zer⸗ streuen,/ was uns den Lebensfrieden raubt./ Groß ist seines Wamens Ehre,/ und ewig gültig seine Lehre,/ und ewig selig, wer ihm glaubt./ Wir gehn an seiner Band/ durch dieses Tränenland/ hin zum Simmel,/ und dort er⸗ hebt/ er, der da lebt,/ uns hoch zu Ehren ewihlich. 1 93 92 93 Bimmelfahrt 5. Tag des Cebens, Tag der Wonne,/ wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne/ durch unsres Grabes Dunkel bricht!/ O, was werden wir empfinden,/ wenn Naͤcht und Finster— nis verschwinden/ und uns umstrahlt des Zimmels Licht!/ Vollender, führe du/ uns diesem Tage zu, /uns, die Deinen./ Die Todesbahn/ gingst du voran;/ wir folgen dir in deine Ruh. Gottlieb Benedikt Funk, 1 1814. 9³ Mel. Lasset uns den Serren preisen(Nr. 70). J. Amen! Deines Grabes Friede/ wird auch unser Grab durchwehn,/ wann wir, von der Waͤllfahrt müde,/ ruhn, um froher aufzustehn./ Amen! Fürst der Auferstehung,/ der des Todes Siegel brach,/ zeuch durch Tod und Grab uns nach/ zu der seligen Erhöhung,/ wo dem Lamm, das uns versöhnt,/ aller Simmel LCoblied tönt. 2. Preis dem Serrn, wir werden leben; /weil du auf⸗ erstanden bist,/ muß das Grab uns wiedergeben; /Preis und Dank dir, Jesu Christ!/ Du das Saupt und wir die Glieder;/ weil du lebst, so leben wir./ Alle ziehst du nach zu dir,/ großer Erstling deiner Brüder./ Preis und Dank, wir leben hier,/ leben ewig dort mit dir. Bernhard Garve, f 184ʃ. Himmelfahrt 93 15. Jahrhundert. I da sandt er uns her⸗ nie ⸗der/ —— ö ö———. ——. .· SII.———— —— ö den Trö⸗ster, den hei-li gen Geist,/ zu Trost ahrt sein, ichtl̃/ uster⸗ icht!ᷓ/ „ die en dir I814. Grab uhn, ng,/ uns uns auf⸗ Preis ir die ich zu „ wir 84J. undert. Himmelfahrt 9⁴4 ————— 1 WY — x ö— —.—— 1— I der ar⸗ men Chri⸗ sten⸗-heit./ Hal⸗le⸗lu⸗jal —— é ö ö ————56——.———.—— SSDSSDSSDiiii‚ E Hal le lu jal/ Bal Iu jal/ — é E 2 P— DJDIR— — Bal⸗le ⸗ lu⸗jal/ Des solln wir al le froh sein,/ 2. — n vn.— Christ will un-ser Trost sein./ Hal⸗-le⸗lu⸗jal 15. Bahrhundert. (Oder mit Weglassung des Salleluja wie Nr. I23.) Straßburg 1537. .III.. SSEEE Auf die-sen Tag be-den⸗ken wir,/ daß Chri⸗stus Uund flehn mit herz⸗li⸗ cher Be⸗gier,/ Gott wol⸗le .... auf⸗ge⸗ fah⸗ ren, nun be⸗ 2555 ren uns ar- me Sün'der hier auf —.— I —— n n, 2 ennd ha⸗ ben.(Zal⸗le ⸗ lu ⸗ ja. Sal⸗le⸗ lu⸗ja.) 4* 95⁵ 95 Bimmelfahrt 2. Gottlob, nun ist der Weg gemacht,/ uns steht der Him⸗ mel offen!/ Christus schleußt auf mit großer Pracht,/ vor⸗ hin konnts niemand hoffen./ Wers glaubt, des Serz ist freudenvoll,/ dabei er sich doch rüsten soll,/ dem Serren nachzufolgen.(Haͤlleluja. Halleluja.) 3. Wer nun nicht seinen Willen tut,/ dem ists nicht Ernst zum Serren; /der aber wird vor Fleisch und Blut/ sein Bimmelreich versperren./ Am Glauben liegts; so der ist echt,/ wird auch gewiß das Ceben recht/ zum HZimmel sein gerichtet.(Halleluja. Salleluja.) 4. Solch Himmelfaͤhrt fäht in uns an,/ wenn wir den Vater finden/ und fliehen stets die breite Bahn,/ tun uns zu Gottes Kindern;/ wir sehn hinauf, Gott sieht herab,/ an Treu und Lieb geht uns nichts ab,/ bis wir zusammen⸗ kommen.(Halleluja. Halleluja.) 5. Dann wird der Taͤg erst freudenreich,/ wenn Gott uns zu sich nehmen/ und seinem Sohn wird machen gleich,/ den wir hier treu bekennen./ Da wird sich finden Freud und Mut /in Ewigkeit beim höchsten Gut./ Gott woll, daß wirs erleben!(Halleluja. Salleluja). Zohannes Zwick, 4 1542. 9⁵ Mel. Erschienen ist der herrlich Tag(oder wie Nr. 407). Mikolaus Serman, 01 Heee, r, X. 177 Je-su Jün-— ger, freu et euch!/ Der IFIFFIII II Berr fährt auf zu sei-nem Reich./ Er tri um⸗ ——— I—. + + 1— 1——————— 2———— 2— phiert; lob sin get ihm!/ Lob ⸗ sin⸗-get — ö nen dennnren dirnunn. . F Ln vr, i86., Eit. 2— ihm mit lau ⸗ter Stimm!/ Hal le⸗ lu ⸗jal 96 5 Bimmelfahrt 96 2. Sein Werk auf Erden ist vollbracht;/ zerstört haͤt er des Todes Macht./ Er hat die Welt mit Gott versöhnt,/ und Gott hat ihn mit Preis gekrönt./ Halleluja!l 3. Weit, über alle Simmel weit,/ geht seine Nacht und Berrlichkeit;/ ihm dienen selbst die Seraͤphim; /lobsinget ihm mit laͤuter Stimm!/ Hallelujal J. Sein sind die Völker aller Welt;/ er herrscht als sieg— gewohnter Held; /er herrscht, bis unter seinen Fuß/ der Feinde Heer sich beugen muß./ Ballelujal S. Er schützet seine Christenheit,/ erhält sie bis in Ewig⸗ keit;/ er ist ihr Haupt; lobsinget ihm!/ Cobsinget ihm mit lauter Stimm!/ Hallelujaͤ! G. Ja, Seilaͤnd, wir erheben dich,/ und unsre Serzen freuen sich/ der Serrlichkeit und Majestät,/ dazu dich Gott, dein Gott, erhöht./ Hallelujal 7. Bereitet hast du schon den Ort,/ wo wir dich schauen fort und fort./ Nach treu vollbrachtem Glaubenslauf/ nimmst du uns in den Himmel auf./ Hallelujal 8. Dein Eingang in die Serrlichkeit/ stärk uns in unsrer Prüfungszeit,/ nur dir zu leben, dir zu traun,/ bis wir der⸗ einst dein Antlitz schaun./ Hallelujal 9. Dann werden wir uns ewig dein,/ erhöheter Erlöser, freun./ Dann singen wir von deinem Ruhm/ ein neues Lied im Seiligtum./ Hallelujal Mach Erasmus Alberus(S 1553) von Samuel Diterich, J179J. 9 Mel. Mun freut euch, lieben Christen gmein. Wittenberg 1524. 1——— =—+——— S——......—— I. 60 Chri-sti Sim- mel⸗-fahrt al-lein/ ich und al le ZIwei⸗-fel, Angst und Pein.— 5 ö—— . nn, wirnden. mei⸗ ne Nachfahrt ruͤn⸗de l Denn weil das mit stets ü-⸗- ber win⸗-de. 9⁷ 97 Himmelfahrt ———*R n.. Baäupt im Him⸗ mel ist, ond 10 ne Glie⸗-der — I ii Je-⸗sus Christ/ zur rech- ten Jeit nach⸗- ho-len. 2. weil er gezogen himmelan/ und große Gab emp— fangen,/ mein Serz auch nur im Himmel kann,/ sonst nirgends Ruh erlaͤngen./ Denn wo mein Schatz gekommen hin,/ dahin steht auch mein Herz und Sinn;/ nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach, Herr, laß diese Gnade mich/ von deiner Auffahrt spüren,/ daß mit dem wahren Glaͤuben ich/ mög meine Nachfaͤhrt zieren/ und dann einmal, wenn dirs gefällt,/ mit Freuden scheiden aus der Welt;/ Herr, höre dies mein Flehen! Nach Zo sua Wegelin, 1 1640. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 5rankfurt a. M. I599. EU——— é E ——— Ach, wun⸗der⸗gro⸗ßer Oi8nn ges⸗held,/ du Sün-den⸗— zur Rech-ten Got⸗ tes in— 9—08— herr-lich P I til⸗ger al⸗-ler Welt,/ heut bist du auf⸗ ge⸗ fahren dir den 5657 verschafft trotz al 1— de—— ren; mäch-⸗tig,/ präch⸗tig/ tri⸗ Amppierst du und re⸗—1 du;/ D.Diñs‚‚iĩ———— é—— ö e 2—— Tod und Ce⸗ben/ ist, Serr Christ, dir un-ter⸗ge⸗ ben. ————.—— , 98⁸ Bimmelfahrt 98 2. Dir dienen alle Cherubim,‚/ viel taͤusend hohe Sera— phim/ dich Siegesfürsten loben;/ du haͤst den Segen wiederbracht/ und dich mit Majestät und Macht/ zur Serr— lichkeit erhoben./ Singet,/ bringet JJubellieder,/ fallet nieder,/ rühmt und ehret/ den, der auf zum Simmel fähret. 3. Du, Serr, bist unser Saupt, und wir/ sind deine Glieder; nur von dir/ kommt auf uns Seil und Leben;/ Trost, Friede, Freude, Licht und Kraft,/ und was dem Berzen LCabsal schafft,/ wird uns durch dich gegeben./ Dringe,/ zwinge,/ ewge Güte,/ mein Gemüte,/ daß es preise,/ dir Lob, Ehr und Dank erweise. 4. Jeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir;/ hilf, daß wir forthin für und fuͤr/ nach deinem Reiche trachten;/ laß unsern Wandel himmlisch sein,/ daß wir der Erde eiteln Schein/ und Uppigkeit verachten;/ Unart,/ Hoffaͤrt/ laß uns meiden, /christlich leiden,/ wohl ergründen,/ wo die Gnade sei zu finden. S. Sei, Jesu, unser Schirm und Hort/ und gründ uns auf dein göttlich Wort,/ darauf wir uns verlassen. Caß suchen uns, was droben ist;/ auf Erden wohnet Trug und List/ und Feinde, die dich hassen. Cügen,/ Trügen,/ Angst und Jagen, /ach, sie plagen,/ ach, sie quälen/ stündlich arme Christenseelen. C§. Herr Jesu, komm, du Gnaͤdenthron,/ du Siegesfürst, Held, Davids Sohn,/ komm, stille das Verlaͤngen!/ Du, du bist allen uns zu gut,/ o Jesu, durch dein teures Blut/ ins Beiligtum gegangen./ Dafür/ soll dir/ von uns allen/ Preis erschallen;/ Herr, am Ende/ nimm uns auf in deine Hände! Ernst Christoph Somburg, 4 168J. Mel. Aus meines Serzens Grunde.— Hamburg 1598. 4—.—.——— 1— 56— Der Herr fährt auf gen Him ⸗ mel/ mit Vaus die sem welt„ ge⸗-tüm-mel/ em— 99 .eeée 98 Himmelfahrt E EE fro⸗hem Ju⸗-bel⸗ ton ů ö por zu sei⸗nem Thron. Lobsingt, lob- sin- get — 122.——— E SDSDDE Gott!/ Cob-singt, lob-singt mit Freu⸗den/ dem Röni— —— 2.— 42—— 2 1 + SIIEIEE — ge der Bei ⸗den,/ dem Her-ren Je- ba othl 2. Der Serr wird aufgenommen /in seines Himmels Pracht;/ um ihn stehn alle Frommen,/ die er hat frei⸗ gemacht./ Es holen Jesum ein/ die heilgen Cherubinen,/ den lichten Seraphinen/ muß er willkommen sein. 3. Wir wissen nun vom Siege, /der unser Haupt er— höht,/ wir wissen zur Genüge,/ wie man zum Bimmel geht;/ der Heiland geht voran,/ will uns zurück nicht lassen;/ er zeiget uns die Straßenz/ er bringt uns sichre Bahn. 4. Wir sollen himmlisch werden,/ der Herr macht selbst uns Platz;/ wir gehen von der Erden/ dorthin, wo unser Schatz. Ihr Serzen, macht euch auf!/ Wo Jesu hin⸗ gegaͤngen,/ dahin sei das Verlangen,/ dahin sei euer Cauf. 5. Caßt uns gen Simmel dringen/ mit herzlicher Be⸗ gier;/ laßt uns einmuͤtig singen: /Dich, Jesus, suchen wirl/ Dich, o du Gottes Sohn,/ dich Weg, dich wahres Leben,/ dem alle Macht gegeben,/ dich, unsres Hauptes Rron! 6. Fahr hin mit deinen Schätzen,/ du trugesvolle Welt;/ dein Tand kann nicht ergötzen!/ Weißt du, was uns ge— faͤllt?/ Der Herr ist unser Preis,/ der Serr ist unsre Freude/ und koͤstliches Geschmeide;/ zu ihm gilt unsre Reis'. 7. Wann soll es doch geschehen?/ Wann kommt die liebe Jeit,/ daß wir ihn werden sehen /in seiner Herrlichkeit?/ Du Tag, wann wirst du sein,/ daß wir den HBeiland grüßen/ und fallen ihm zu Fuͤßen?/ Komm, stelle dich doch einl G. Wilhelm Sacer, 1699. Ioo f . nn Bimmelfahrt 99IO0 99 Mel. Wie nach einer Wasserquelle(MNr. 60. J. Herr, auf Erden muß ich leiden/ und bin voller Angst und Weh,/ waͤrum willst du von mir scheiden,/ warum fährst du in die doh?/ Nimm mich Armen auch mit dir,/ oder bleibe doch in mir,/ daß ich dich und deine Gaben/ täg⸗ lich möge bei mir haben. 2. Caß dein Serze mir zurücke/ und nimm meines mit hinauf; /wenn ich Seufzer zu dir schicke,/ tue mir den Bimmel aͤuf /und, so ich nicht beten kann,/ rede du den Vater an;/ denn du sitzt zu seiner Rechten;/ darum hilf uns, deinen Knechten. 3. Zeuch die Sinne von der Erde/ über alles Eitle hin,/ daß ich mit dir himmlisch werde,/ ob ich gleich noch sterblich bin,/ und im Glauben meine Zeit/ richte nach der Ewigkeit,/ bis wir auch zu dir gelaͤngen,/ wie du bist voraͤngegangen. 4. Meine Wohnung maͤche fertig/ droben in des Vaters Haus,/ da ich werde gegenwärtig/ bei dir gehen ein und aus./ Dahin bringe mich zur Ruh,/ denn der Weg dahin bist du,/ und nimm an dem letzten Ende/ meinen Geist in deine Zände. 5. Romme, wenn es Zeit ist, wieder,/ wie dein Wort uns hoffen lehrt,/ und erlöse meine Glieder,/ die das dunkle Grab beschwert;/ richtest du dann diese Welt,/ die dein Wort für Cügen hält,/ dann nach überstaͤndnem Leide/ führ uns ein zu deiner Freude. Raspar Neumann, 1715. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1 0⁰0 Jakob Sintze, 1678. ———— —————— 720085 *——* — Gro-ßer Mitt⸗ler, der zur Rech⸗ten/ und die Schar von sei⸗ nen Rnech ⸗ten/ ———— ..— E—— . sei nes gro ßen Va ters sitzt in dem Reich der Gnarden schützt, den auf dem er⸗ IoI —.— 1o0 Bimmelfahrt 35 ,. hab⸗ uen Thro⸗ne/ in der kö⸗ nig li⸗* KRro-ne/ E IIII alles Heer der E-wig⸗-keit/ mit verhüll⸗tem Amtli sheut, 2. Dein Erlösungswerk auf Erden/ und dein Gpfer ist vollbracht;/ was vollendet sollte werden,/ ist geschehn durch deine Maͤcht./ Da du bist für uns gestorben,/ ist uns Gnaͤd und Seil erworben,/ und dein siegreich Auferstehn/ läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun bist du ja Zort und Huͤter/ in des Vaters Seilig— tum, /die erworbnen Segensgüter /durch dein Evan— gelium /aͤllen denen mitzuteilen,/ die zum Thron der Gnade eilen;/ nun wird uns durch deine Hand/ Heil und Segen zugewaͤndt. 4. Deines Volkes teure Namen/ trägst du stets auf deiner Brust,/ und die gläubig zu dir kamen,/ sind und bleiben deine Cust./ Du vertrittst, die an dich glaͤuben,/ daß sie nichts dir möge rauben,/ bittest in des Vaters Saus/ ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen,/ die der Welt noch dienen, nicht,/ weil das Herz dir voll Erbarmen/ über ihrem Elend bricht;/ daß dein Vaͤter ihrer schone,/ daß er nicht nach Werken lohne,/ daß er ändre ihren Sinn,/ dar— auf zielt dein Bitten hin. G. Die Verdienste deiner Ceiden/ stellest du dem Vater dar/ und vertrittst vor ihm mit Freuden/ deine teur erlöste Schaͤr,/ daß er wolle Rraft und Ceben/ deinem Volk auf Erden geben/ und die Seelen zu dir ziehn,/ die noch deine Freundschaft fliehn. 7. Großer Mittler, sei gepriesen,/ daß du in dem Heilig— tum/ so viel Treu an uns bewiesen;/ dir sei Ehre, Dank und Ruhm!/ Caß uns dein Verdienst vertreten,/ wenn wir zu dem Vater beten;/ sprich für uns in letzter Wot,/ wenn den Mund verschließt der Tod! Joh. Zakob Rambach, 1735. 102 Bimmelfahrt 10I Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 1 0⁴ Johann Crüger, 1649. 5. ams dem kein Rö⸗nig glei⸗chet,/ dessen Ruhm kein dem als Gott das Reich ge⸗bůh?⸗ret,/ der alsNensch das —————— S, dene Mund er-rei⸗chet, ZJep⸗ter füh⸗ret,/ — ——— — 5. E‚RPZP-W als des Va⸗ ters ein⸗gem Soh-ne,/ den so vielVoll—⸗ —.—— ———.. e kom⸗men hei⸗ten/ krö⸗nen, zie⸗ren und be-glei⸗tenl 2. Himmel, Erde, Cuft und Meere/ Debß dem unge⸗ zählten Heere/ der Geschöpfe in den Feldern,/ in den Seen, in den Wäldern/ sind, Herr über Tod und Leben,/ dir zum Eigentum gegeben. /Tiere, Menschen, Geister scheuen,/ Menschensohn, dein mächtig Dräuen. 3. In des Gnaͤdenreiches Grenzen/ sieht man dich am schönsten glänzen,/ wo viel taͤusend treue Seelen/ dich zu ihrem Haupt erwählen,/ die durchs Jepter deines Nundes/ nach dem Recht des Gnaͤdenbundes/ sich von dir regieren lassen/ und wie du das Unrecht hassen. 4. In dem Reiche deiner Ehren/ kann man stets dich loben hören/ von dem himmlischen Geschlechte,/ von der Menge deiner Knechte,/ die dort ohne Furcht und Grauen/ dein verklärtes Antlitz schauen,/ die dich unermüdet preisen/ und dir Ehr und Dienst erweisen. 5. Berr in allen diesen Reichen! /Dir ist niemand zu ver— gleichen/ an dem Überfluß der Schätze,/ an der Ordnung der Gesetze,/ an Vollkommenheit der Gaben,/ welche deine dem das Recht ge⸗ hört zum Throne/ 103 —————— 102 Bimmelfahrt Buürger haben; /du beschützest deine Freunde,/ du be⸗ zwingest deine Feinde. 6. Zerrsche auch in meinem Serzen /über Jorn, Cust, Furcht und Schmerzen;/ laß mich deinen Schutz genießen,/ gläubig dich ins HSerze schließen,/ ehren, fürchten, loben, lieben/ und mich im Gehorsam üben;/ hier mitringen, dulden, streiten,/ dort mitherrschen dir zur Seiten. Joh. Jakob Rambach, 1 1735. 102 Mel. Alle Menschen müssen sterben(Nr. Joo). J. Siegesfürst und Ehrenkönig,/ höchstverklärte Maje⸗ stät!/ Alle Simmel sind zu wenig,/ du bist drüber hoch er⸗ hoͤht./ Sollt ich nicht zu Fuß dir fallen/ und mein Berz vor Freude waͤllen,/ wenn mein Glaubensaͤug entzückt/ deine HBerrlichkeit erblickt. 2. Weit und breit, du Simmelssonne,/ deine Klarheit sich ergießt,/ daß ein Strom von Glanz und Wonne/ durch die Bimmelsgeister fließt;/ prächtig wirst du aufgenommen,/ freudig heißt man dich willkommen:/ schau, dein armes Kind auch hier/ rufet Hosianna dir. 3. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken,/ da ich deine Klar— heit seh?/ Sollt mein Mut noch wollen sinken,/ da ich deine Macht versteh?/ Meinem Bönig will ich trauen, nicht vor Welt noch Teufel grauen,/ nur in Jesu Namen mich/ beugen hier und ewiglich! 4. Geist und Rraft nun uüͤberfließen;/ drum wirk in uns kräftiglich,/ bis zum Schemel deiner Fuͤße/ alle Feinde legen sich./ Serr, zu deinem Jepter wende/ alles bis zum Welten⸗ ende;/ mache dir auf Erden Bahn,/ alle Serzen untertan. 5. Du kannst alles aller Orten/ nun erfülln und nahe sein;/ meines armen Herzens Pforten/ stehen offen, komm herein!/ Romm, du Rönig aller Ehren,/ du mußt auch bei mir einkehren;/ ewig in mir leb und wohn/ als in deinem Bimmelsthron! 6. Dein zum Simmel Sicherheben/ bringt mir Gott und Bimmel nah;/ lehr mich nur im Geiste leben/ als vor deinen 10⁴ N VSE 2 2. sswHH l + Bimmelfahrt I03 Augen da;/ fremd der Welt, der Zeit, den Sinnen,/ bei dir abgeschieden drinnen,/ in das Simmelreich versetzt,/ da mich Jesus nur ergötzt. Gerhard Tersteegen, 1 1769. — Alles ist an Gottes Segen. I03 Frankfurt a. M. 1738. ———— J. Je-sus Chri-stus herrscht als Rö⸗nig,/ al⸗Ies Z. wird ihm un⸗ ter⸗tä⸗ nig,/ al⸗les legt ihm Gott zu Fuß./ —— 0— ar, war. ur er en dr D— Je⸗de Zunge soll be⸗ken⸗ nen,/ Je⸗sus sei der r— 1. Berr zu nen⸗ nen, Wdem man Ehẽre ge⸗ben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten,/ Mächte, die die Thron— wacht haͤlten,/ geben ihm die Serrlichkeit./ Alle Serrschaft dort im Himmel,/ hier im irdischen Getümmel/ ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gott ist Serr, der Zerr ist Einer,/ und demselben gleichet keiner,/ nur der Sohn, der ist ihm gleich;/ dessen Stuhl ist unumstößlich,/ dessen Leben unauflöslich/ dessen Reich ein ewig Reich. 4. Nur in ihm, o Wundergaͤben!/ können wir Erlösung haben,/ die Erlösung durch sein Blut./ Hörts! das Leben ist erschienen,/ und ein ewiges Versühnen/ kommt in Jesus uns zugut. S. Gebt, ihr Sünder, ihm die Serzen,/ klagt, ihr Rranken, ihm die Schmerzen,/ sagt, ihr Armen, ihm die Not./ Er kann alle Wunden heilen,/ Reichtum weiß er auszuteilen,/ Ceben schenkt er nach dem Tod. 105 Himmelfahrt 6. Eil, es ist nicht Zeit zum Schämen!/ Willst du Gnade? du sollst nehmen! /Willst du leben? es soll sein!/ Willst du erben? du wirsts sehen! Soll der Wunsch aufs höchste gehen,/ willst du Jesum? er ist dein! 7. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder/ hier auf kurze Zeit danieder,/ und das Ceiden geht zuvor./ Wur Geduld, es folgen Freuden,/ nichts kann sie von Jesu scheiden,/ und ihr Haupt zieht sie empor. 8. Ihnen steht ein Zimmel offen,/ welcher über alles Zoffen,/ über alles Wünschen ist. /Die gereinigte Ge— meine/ weiß, daß eine Zeit erscheine,/ wo sie ihren Rönig grußt. 9. Jaͤuchz ihm, Menge heilger Knechte,/ rühmt, voll— endete Gerechte,/ und du Schar, die Palmen trägt,/ und ihr Maͤrtrer mit der Rrone,/ und du Chor vor seinem Throne,/ der die Gottesharfen schlägt! 10. Ich auch auf der tiefsten Stufen,/ ich will glauben, reden, rufen, /ob ich schon noch Pilgrim bin:/ Jesus Christus herrscht als König, /aͤlles sei ihm untertänig,/ ehret, liebet, lobet ihn! Phil. Sriedrich Siller, TI769. 104 Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern(Nr. 97). I. Zalleluja! Wie lieblich stehn/ hoch über uns die Him— melshöhn,/ seit du im Zimmel sitzest,/ seit du vom ewgen Zion dort/ aussendest dein lebendig Wort/ und deine Herde schuͤtzestl/ Froͤhlich,/ selig/ schaut der Glaube/ von dem Staube/ auf zum Sohne: /meine Seimat ist am Throne. 2. Die Sterne leuchten ohne ZJahl;/ was ist ihr taͤusend— facher Strahl?/ Was ist der Glanz der Sonne?/ Ein Schatten nur von jenem Licht,/ das dir vom holden An— gesicht/ ausgeht mit ewger Wonne! /Spende,/ sende/ deine hellen/ Cebensquellen reichlich nieder,/ großes Baupt, auf deine Glieder! 3. Verhullt den Erdkreis düstre Naͤcht,/ ich weiß, daß dort ein Auge wacht,/ das einst um uns geweinet,/ das einst für uns im Tode brach; /es ist dein Aug, es bleibet 0⁰ Ffrer Bimmelfahrt 105 wach,/ bis neu die Sonne scheinet./ O wer/ nunmehr/ nimmer klaͤgte,/ nimmer zagte,/ seit du waͤchest/ und aus Mächten Tage machest! 4. Wohin wir ziehn durch Land und Meer,/ ein Himmel neigt sich drüber her,/ dein Himmel voller Gnaden./ Da steigt erhörlich das Gebet,/ da wallt man sicher früh und spät/ vor Feindeslist und Schaden./ Keiner/ deiner/ Aus⸗ erwählten,/ Geistbeseelten/ bleibt verlassen;/ treu will ihn dein Arm umfassen. S. Wir fliehn zu dir mit allem Schmerz,/ zu dir, wenn sich das arme Herz/ abhärmt in bittrer Reue. Du brichst nicht das zerstoßne Rohr,/ und wenn der Docht sein Ol verlor,/ so tränkst du ihn aufs neue./ Im Licht/ soll nicht/ eine fehlen/ von den Seelen,/ die zum Ceben/ dir dein Vater übergeben. G. O selger RKönig Jesu Christ!/ Wie wundervoll und heilig ist,/ was uns in dir geschenket!/ In dir, der Gottes Kinder schirmt,/ bleibt unser Anker, wenn es stürmt,/ auf ewig eingesenket./ Sier, hier/ sind wir/ festgebunden;/ unsre Stunden/ fliehn in Eile;/ dann hinauf zum ewgen HBeile! Albert Knapp, 1 1864. 105 Mel. Lobe den Serren, den mächtigen Rönig. Stralsund 1665. ., d. Lamm, das ge⸗-⸗lit⸗ten, und Löoö-we, der blu⸗-ten-des Op⸗-fer und Seld, der Ai ꝗIRR EIEE sieg⸗reich ge run- gen; Höl-le be⸗ zwun⸗gen; — ————6 ö EI. r⸗dischem Schmerz„Iuber die Him⸗mel geschwungen! ö brechen⸗des Herz,/ das sich aus 17 105 Bimmelfahrt 2. Du hast in schauriger Tiefe das Höchste vollendet,/ Gott in die Menschheit gehüllt, daß sein Cicht uns nicht blendet./ Wurdig bist du,/ jauchzt dir die Ewigkeit zu,/ Preises und Ruhms, der nicht endet. 3. Zimmlische Ciebe, die Namen der Erde nicht nennenl/ Fuͤrst deiner Welten, die einst alle Jungen bekennen! Gingest du nicht/ selbst in der Sünder Gericht,/ Sůnder entlassen zu können? 4. über des Todes umnachteten, graunvollen RKlüften/ schwaͤngst du die Palme des Sieges in himmlischen Cüften./ Wer an dich glaubt,/ trägt nun, von Hoffnung umlaubt,/ ewiges Ceben aus Grüften. 5. Menschensohn, Seiland, in dem sich das ewge Er— barmen/ milde zu eigen gegeben den schuldigen Armen!/ Dir an der Brust/ darf nun in Leben und Lust/ jeder Er— starrte erwarmen. 6. Wahl voller Wunder! Der einzige Reine von allen eint sich mit Seelen, die sündig im Staube hier wallen,/ trägt ihre Schuld,/ hebt in unendlicher vuld/ das, was am tiefsten gefallen. 7. Mir auch ist süß überwindend dein Rufen ertönet;/ Herr, auch mein feindliches serz hat dein Cieben versoͤhnet;/ ja deine Sand,/ zu dem Verirrten gewandt,/ hat mich mit Gnaͤde gekrönet. 8. Cobe den Serrn, meine Seelel Er hat dir vergeben,/ heilt dein Gebrechen, legt in dich ein ewiges Ceben;/ Frieden im Streit,/ Wonnen im irdischen Leid/ weiß dir dein Heiland zu geben. 9. Zoffnung und Glaͤube und Liebe, sie tragen auf Flügeln/ dich in das Cand der Verheißung zu ewigen Zuͤgeln,/ wo deine Wahl/ dort in der Serrlichkeit Strahl/ LCieb und Erbarmen besiegeln. 10. Jaͤuchze, Watur, in des Frühlings beginnendem wehen;/ singe, du Welt, die das Werk der Erlösung ge⸗ sehenl/ Jauchze, du Seer,/ dort am kristallenen Meer:/ Ehre sei Gott in den Höhen! Meta Seußer⸗Schweizer, 1876. 108 SNNEEEN 6 2 I H SIN 0— W 4.— . NN 2 2. F 106 Mel. Serr Sott, dich loben alle wir(Nr. 43, oder wie Nr. 5). J. Romm, heilger Geist, o Schöpfer du,/ sprich deinen armen Seelen zu;/ erfüll mit Gnaͤden, süßer Gast,/ die Brust, die du geschaffen hast. 2. Der du ein Tröster bist genannt,/ des allerhöchsten Gottes Pfand, /du Liebesquell, du Cebensbronn,/ du Berzenssalbung, Gnadensonn! 3. Du siebenfaches Gnadengut,/ du Hand des Serrn, die Wunder tut,/ du lösest aller Jungen Band,/ gibst frei das Wort in alle Cand. 4J. JZünd uns ein Licht an im Verstand,/ entflamm das Berz in Liebesbrand,/ stärk unser schwaches Fleisch und Blut/ durch deiner Gottheit starken Mut. S. Den Feind treib von uns fern hinweg/ und bring uns auf des Friedens Steg,/ daß wir, durch deine Sand ge— führt,/ vom Argen bleiben unberührt. 6. Cehr uns den Vater kennen wohl,/ und wie den Sohn man ehren soll;/ im Glaͤuben maͤche uns bekannt,/ wie du von beiden wirst gesandt. 7. Ehr sei dem Vater, unserm Serrn,/ und seinem Sohn, dem Cebensstern;/ dem heilgen Geiste gleicherweis/ sei jetzt und ewig Lob und Preis!(Veni creator spiritus) Ulte Kirche. Ioο 107 Pfingsten 10/7(5. Jahrhundert.) Erfurt 1524. äE..... — J. Romm, hei ⸗li⸗-ger Geist, Ser⸗ re Gott, ser⸗ —.— ö—.— x ———— G..2..—— . füll mit dei-ner Gna⸗den Gut/ der Gläu⸗-bi gen Herz, 1 +. N 1 46.——— ꝗ‚T— *— Mut und Sinn,/ dein brün⸗stig Lieb ent⸗ zůünd in 1 1— ———— 4 ihn'n! /O Berr, durch dei⸗nes Lich- tes Glast/ zum ———— ů TT —— 2— AIRIRIRIRIRIRIRIRIRIITRRRRTR——— Glauben du ver⸗ sam⸗- melt Hasts äüt aus al⸗ler ——— 2— Welt Zun⸗gen./ Da Lob ge⸗ ————— —.—.—. sun ⸗ gen!/ Sal⸗le⸗-lu⸗ jal Bal⸗-le⸗-lu⸗jal 2. Du heiliges Licht, edler Hort,/ laß uns leuchten des Cebens Wort/ und lehr Gott uns recht erkennen,/ von Berzen Vater ihn nennen./ O Serr, behüt vor fremder Cehr,/ daß wir nicht Meister suchen mehr,/ denn Jesum mit rechtem Glaͤuben,/ und ihm aus ganzer Maͤcht ver— trauen./ Hallelujal Salleluja! 3. Du heilige Glut, süßer Trost,/ nun hilf uns fröhlich und getrost/ in deinem Dienst beständig bleibn,/ die Trübsal sei dir, Serr, zu IIo —4 15447 Pfingsten 108 uns von dir nicht treibn./ Durch deine Kraft uns, Serr, be— reit'/ und stärk des Fleisches Blödigkeit,/ daß wir hier ritterlich ringen,/ durch Tod und Leben zu dir dringen./ Hallelujal Balleluja! V. I(Veni sancte spiritus) vorreformatorisch; V. 2 und 3 von Martin Luther, 1546. 108 (Vorreformatorisch.) Wittenberg 1524. A +. +. ö ö—2—— äEEEEtI‚II‚ITITIJ‚J‚‚ —— E—— 251 J. Nun bit⸗- ten wir den hei li ⸗gen Geist/ ů ö.— x ID —. Z.. 2..—— un 2— »t»tes um den rech⸗ten Glau⸗ben al-ler-meist,/ daß er — — 34. III—————— uns be-hü⸗te an un- 1— En?; de,/ wenn wir heim⸗ — + 1—— n, in, n D— fahrn aus die⸗sem E⸗ len- de./ Der barm dich, Serr! 2. Du wertes Cicht, gib uns deinen Schein,/ lehr uns Jesum Christ kennen allein,/ daß wir an ihm bleiben, dem treuen Seiland,/ der uns bracht hat zum rechten Vater— land./ Erbarm dich, Serr! 3. Du süße Cieb, schenk uns deine Gunst,/ laß uns emp⸗ finden der Ciebe Brunst,/ daß wir uns von Serzen ein— ander lieben/ und im Frieden auf einem Sinn bleiben./ Erbarm dich, Herr! 4. Du höchster Tröster in aller Wot,/ hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod;/ daß in uns die Sinne nimmer verzagen,/ wenn der Feind wird das Leben verklagen./ Erbarm dich, Serr! V. Naus dem J3. Sahrhundert. Martin Luther, 1 1546. III ...... Ioo Pfingsten 1 09 Meiningen 1693. — —— ö , Hüä.— Kre 1. Romm, o komm, du Geist des Le-⸗bens,/ Dei⸗ne—.— sei nicht ver ⸗ge⸗ bens,/ ——..————— — wahrer Gott von E-wig-keit.; sie er⸗füll uns je⸗der-zeit, ie Srist æꝰ̃— Licht und Schein/ in dem dunk-⸗len Ber-zen sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen /Weisheit, Rat, Ver— stand und ZJucht,/ daß wir anders nichts beginnen,/ als nur, was dein Wille sucht./ Dein Erkenntnis werde groß/ und mach uns von Irrtum los. 3. Jeig uns, Serr, die rechten Stege/ zu der wahren Wohlfaͤhrt an,/ räume alles aus dem Wege,/ was im Cauf uns hindern kann; /wirke Reu durch deine Gnad,/ wenn der Fuß gestrauchelt hat. 4. Caß dein Zeugnis uns empfinden,/ daß wir Gottes Rinder sind,/ die auf ihn allein sich gründen,/ wenn sich Not und Drangsal findt;/ denn was Vaterliebe tut,/ ist uns allewege gut. S. Reiz uns, daß wir zu ihm treten/ frei mit aller Freudig⸗ keit;/ seufz auch in uns, wenn wir beten,/ und vertritt uns alle Jeit;/ so wird unsre Bitt erhört/ und die Zuversicht vermehrt. E. Wird uns auch nach Troste bange,/ daß das Herz oft rufen muß: /Ach, mein Gott, mein Gott, wie lange? /Ei, so mach du den Beschluß;/ sprich der Seele tröstlich zu/ und gib Mut, Geduld und Ruh. 7. O du Geist der Kraft und Stärke,/ du gewisser, neuer Geist,/ fördre in uns deine Werke,/ wenn die Welt uns an sich reißt./ Schenk uns Waffen in dem Rrieg/ und erhaͤlt in uns den Sieg. 112 ens,/ ens,/ wenn zottes n sich / ist eudig⸗ Is alle nehrt. erz oft 7 Li, und neuer ins an halt in Pfingsten IIO 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben,/ daß kein Feind, kein Tod, noch Spott/ uns denselben moͤge rauben;/ du bist unser Schutz und Gott./ Sagt das Fleisch gleich immer nein,/ laß dein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir endlich sollen sterben,/ so versichr uns mehr und mehr/ als des Simmelreiches Erben/ jener Serrlichkeit und Ehr,/ die Gott gibt durch Jesum Christ,/ und die un— aussprechlich ist. Zeinrich Seld, 4 1659. 140 Mel. Wie 66 ⸗ der 1 Frankfurt a. M. I599. 1253 —5———— 2215=. O heil⸗ger Geist, rehr bei uns ein/ und laß uns Du Sim⸗-melslicht, laß dei⸗nen Schein/ bei uns und Seen x. dei⸗ ne Wohnung sein;/ o komm, du Ser-zens⸗son⸗nel in uns kräf⸗tig sein/ zu ste⸗ ter Freud und Won⸗ nel) Sonne,/ Wonne,/ himmlisch Le⸗ben 2566980 du—— ben,/ —.—— 2—. ,iit ditrnnt. wenn wir be⸗ 23303˙ dir kom⸗men wir ge⸗tre⸗ ten 2. Du Guell, draus alle Wahrheit fließt,/ die sich in fromme Seelen gießt,/ laß deinen Trost uns hören,/ daß wir in Glaubenseinigkeit/ auch andre in der Christenheit/ dein wahres Jeugnis lehren./ Söre,/ lehre,/ daß wir können/ Serz und Sinnen/ dir ergeben,/ dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat/ und führ uns selbst den rechten Pfad,/ die wir den Weg nicht wissen./ Gib uns Beständigkeit, daß wir/ getreu dir bleiben für und für,/ II3 w— P;!ttttttTtTTE?R?C—kxx x.x.x...TTTp5.— III Pfingsten auch wenn wir leiden müssen./ Schaue,/ baue,/ was zer⸗ rissen/ und beflissen,/ dich zu schauen/ und auf deinen Trost zu bauen. J. O laß uns deine Gotteskraft/ empfinden und zur Rit⸗ terschaͤft/ dadurch gestärket werden;/ auf daß wir unter deinem Schutz /begegnen aller Feinde Trutz/ mit freudigen Gebärden. /Laß dich/ reichlich/ auf uns nieder,/ daß wir wieder/ Trost empfinden, /alles Unglück überwinden. 5. O starker Fels und Cebenshort,/ laß doch dein mildes Bimmelswort/ in unsern Serzen brennen,/ daß wir uns mögen nimmermehr/ von deiner weisheitsreichen Cehr/ und reinen Liebe trennen./ Fließe, /gieße/ deine Güte/ ins Gemüte,/ daß wir können JChristum unsern Seiland nennen. 6. Du milder Simmelstau, senk dich /in unsre Seelen kräftiglich/ und schenk uns deine Ciebe,/ daß unser Sinn verbunden sei/ dem Vächsten stets mit Liebestreu/ und sich darinnen übe. /Kein Neid,/ kein Streit/ dich betrübe,/ Fried und Liebe 7 müß umschweben 7und durchdringen unser Ceben. 7. Gib, daß in reiner Seiligkeit/ wir führen unsre Cebenszeit,/ sei unsres Geistes Stärke,/ daß uns forthin sei unbewußt/ die Eitelkeit, des Fleisches Cust/ und seine toten Werke./ Ruhre,/ führe /unser Sinnen/ und Be— ginnen/ von der Erden,/ daß wir Simmelserben werden. Michael Schirmer, 1673. I 1 1 Johann 6505.55 1653. E— SPSPSPISISIIII ¶Zeuch ein zu deinen Toren,/ sei meines Serzens Gast, der du, da ich ge⸗boren,/ mich neu gebo⸗ren hast, —.—— 2.—. ö o hochgeliebter Geist/ des Vaters und des Sohnes,/ mit II4 inter digen wir ildes uns ehr/ üͤte/ iland eelen Sinn d sich be,/ ngen unsre rthin seine 5Be⸗ rden. 1673. zast, dast, — mit Pfingsten 141 —.— D.—————.— EEESEESEEEEEEEEEE bei⸗den gleichen Thrones,/ mit beiden gleich gepreist. 2. Zeuch ein, laͤß mich empfinden/ und schmecken deine Kraft,/ die Rraft, die uns von Sünden/ Hilf und Errettung schafft;/ entfündge meinen Sinn,/ daß ich mit reinem Geiste/ dir Ehr und Dienste leiste,/ die ich dir schuldig bin. 3. Du bist ein Geist, der lehret,/ wie man recht beten sollz/ dein Beten wird erhöret,/ dein Singen klinget wohl,/ es steiget himmelan,/ es steiget sonder Ende,/ bis der sich zu uns wende,/ der allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist der Freuden,/ mit Trauern hältst dus nicht,/ erleuchtest uns im Ceiden/ mit deines Trostes Licht./ Ach ja, wie manchesmal/ haͤst du mit süßen Worten/ mir aufgetan die Pforten/ zum güldnen Freudensaall 5. Du bist ein Geist der Ciebe,/ ein Freund der Freund— lichkeit,/ willst nicht, daß uns betrübe/ Zorn, Zank, Haß, Weid und Streit. /Der Feindschaft Feind du bist,/ willst, daß in Ciebesflammen/ sich wieder tu zusammen,/ was voller Zwietraͤcht ist. 6. Du, Herr, hast selbst in HSänden/ die ganze weite Welt,/ kannst Menschenherzen wenden,/ wie dir es wohlgefällt./ So gib doch deine Gnad/ zu Fried und Liebesbanden,/ ver— knüpf in allen Canden,/ was sich getrennet hat. 7. Beschirm die Obrigkeiten/ mit Gnad von deinem Thron,/ gib Glück zu diesen Zeiten,/ schmück, als mit einer Rron,/ die Alten mit Verstand,/ mit Frömmigkeit die Jugend,/ mit Gottesfurcht und Tugend/ das Volk im ganzen Cand. 8. Erfülle die Gemüter/ mit reiner Glaͤubenszier,/ die HZäuser und die Güter/ mit Segen für und für;/ vertreib den bösen Geist,/ der dir sich widersetzet/ und, was dein Berz ergötzet,/ aus unsern Serzen reißt. 9. Richt unser ganzes Leben/ allzeit nach deinem Sinn,/ und wenn wirs sollen geben/ ins Todes Zände hin,/ wenns mit uns hie wird aus,/ so hilf uns froͤhlich sterben/ und nach dem Tod ererben/ des ewgen Cebens Haus. Paul Gerhardt, 1676. II5 —.——— Pfingsten II2 Mel. Werde munter, mein Gemüte(oder wie Nr. 440). Sohann 6653565 I64½2. — V 1. O du al⸗ler⸗ süß ⸗te Freu⸗de, /o du der du uns in Lieb und Lei-de/ un-be⸗ —...—— ...——— al⸗ler⸗ schön- stes Licht, su⸗chet läs-sest 3ihi, Geist des Höch-sten, höchster Fürst,/ der du hältst 405 566 ten wirst/ ohn 920 hö⸗ren , e. al⸗le Din⸗ge,/ hö⸗re, hö⸗re, was ich sin⸗gel 2. Du bist ja die beste Gabe,/ die ein Mensch nur nennen kann;/ wenn ich dich erwünsch und habe,/ geb ich alles Wünschen dran. /Ach, ergib dich, komm zu mir/ in mein Berze, das du dir,/ da ich in die Welt geboren,/ selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst als ein milder Regen/ ausgegossen von dem Thron,/ bringst uns nichts als laͤuter Segen/ von dem Vater und dem Sohn. Laß doch, o du werter Gast,/ Gottes Segen, den du hast 7 und verwaͤͤltst nach deinem Willen,/ mich an Ceib und Seel erfüllen. 7J. Du bist weise, voll Verstaͤndes,/ was geheim ist, ist dir kund,/ zählst den Staub des kleinsten Sandes,/ gründst des tiefsten NMeeres Grund;/ nun, du weißt auch zweifelsfrei,/ wie verderbt und blind ich sei,/ drum gib Weisheit und vor allen,/ wie ich möge Gott gefaͤllen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden,/ wo man rein und red— lich ist,/ fleuchst hingegen Schand und Sünden,/ hassest Schlaͤngentrug und List./ Mache du, o Gnadenquell,/ II65 . nnen alles mein t zum dem dem ast,/ inem ist dir st des frei,/ t und de red⸗ assest lell,/ Pfingsten 1I3 meine Seele rein und hell;/ laß mich fliehen, was du fliehest,/ gib mir, was du gerne siehest. 6. Deine Zuld hat keine Schranken,/ du bist fromm und sanften Muts, /bleibst im Leben ohne Wanken,/ tust uns Bösen alles Guts./ Ach verleihe mir doch auch/ deinen edlen Sinn und Brauch,/ daß ich Freund und Feinde liebe,/ keinen, den du liebst, betruͤbe. 7. Mein Zort, ich bin wohl zufrieden,/ wenn du mich nur nicht verstoßt;/ bleib ich von dir ungeschieden,/ so bin ich genug getröst't./ Caß mich sein dein Eigentum;/ ich ver— sprech hinwiederum,‚ /hier und dort all mein Vermögen/ dir zu Ehren anzulegen. 8. Nur allein, daß du mich stärkest/ und mir treulich stehest bei;/ hilf, mein Helfer, wo du merkest,/ daß mir Silfe nötig sei. Brich des bösen Fleisches Sinn,/ nimm den alten Willen hin,/ daß er sich in dir erneue/ und mein Gott sich meiner freue. 9. Sei mein Retter, führ mich eben;/ wenn ich sinke, sei mein Stab;/ wenn ich sterbe, sei mein Leben;/ wenn ich liege, sei mein Grab;/ wenn ich wieder aufersteh,/ o so hilf mir, daß ich geh/ hin, wo du in ewgen Freuden/ wirst die Auserwählten weiden. Paul Gerhardt, 4 1676. II3 mel. Werde munter, mein Semüte(Nr. II2). J. Gott, gib einen milden Regen,/ denn mein Serz ist dürr wie Sand; /Vater, gib vom Simmel Segen,/ tränke du dein dürstend Cand!l /Laß des heilgen Geistes Gab/ auf mich Armen doch herab/ wie in starken Strömen fließen/ und sich in mein Serz ergießen. 2. Jesu, der du hingegangen/ zu dem Vater, sende mir/ deinen Geist, den mit Verlangen/ ich erwarte, Herr, von dir./ Caß den Tröster ewiglich/ bei mir sein und lehren mich,/ in der Weisheit festzustehen/ und auf dich im Glaͤuben sehen. 3. Beilger Geist, du Rraft der Frommen,/ kehre bei mir Armen ein 7und sei tausendmal willkommen,/ laß mich deinen Tempel sein. /Reinige du selbst das Saus/ meines Berzens, wirf hinaus/ alles, was mich hier kann scheiden/ von den süßen Zimmelsfreuden. II7 114 Pfingsten 4. Schmücke mich mit deinen Gaben,/ mache neu mich, rein und schön;/ laß mich wahre Liebe haben/ und in deiner Gnade stehn./ Gib mir einen starken Mut,/ heilige mein Fleisch und Blut,/ lehre mich vor Gott hintreten/ und im Geist und Wahrheit beten. 5. So will ich mich dir ergeben;/ dir zu Ehren soll mein Sinn/ dem, was himmlisch ist, nachstreben,/ bis ich werde kommen hin,/ da mit Vater und dem Sohn/ dich im höchsten Himmelsthron/ ich erheben kann und preisen/ mit den süßen Engelsweisen. Moritz Kramer, + 1702. 114 Mel. Werde munter, mein Gemüte(Nr. II2). J. Geist vom Vater und vom Sohne,/ der du unser Tröster bist/ und von unsres Gottes Throne/ hilfreich auf uns Schwache siehst: /stehe du mir machtig bei,/ daß ich Gott ergeben sei; /o so wird mein Serz auf Erden/ schon ein Tempel Gottes werden. 2. Caß auf jedem meiner Wege/ deine Weisheit mit mir sein,/ wenn ich bange Iweifel hege,/ deine Wahrheit mich erfreun. Cenke kräftig meinen Sinn/ aͤuf mein wahres Wohlsein hin;/ lehrst du mich, was recht ist, wählen,/ werd ich nie mein Seil verfehlen. 3. Heilige des Serzens Triebe,/ daß ich über alles treu/ meinen Gott und Vater liebe,/ daß mir nichts so wichtig sei,/ als in seiner Huld zu stehn;/ seinen Namen zu erhöͤhn,/ seinen Willen zu vollbringen,/ musse mir durch dich gelingen. 4. Stärke mich, so oft zur Sunde/ mein Gemuͤt versuchet wird,/ daß sie mich nicht uͤberwinde;/ hab ich irgend mich verirrt,/ o so strafe selbst mein Herz,/ daß ich unter Reu und Schmerz/ mich vor Gott darüber beuge/ und mein Herz zur Bessrung neige. 5. Reize mich, mit Flehn und Beten,/ wenn mir Silfe nötig ist,/ zu dem Gnadenstuhl zu treten./ Gib, daß ich auf Jesum Christ/ als auf meinen Mittler schau/ und auf ihn die Hoffnung bau,/ Gnad um Gnad auf mein Verlangen/ von dem Vater zu empfaͤgen. IIS IIII ügsten mich, und in heilige reten/ lmein werde ich im /mit + I7⁰²2 unser ich auf aß ich schon it mir t mich ꝛahres werd treu/ ig sei,/ öhn,/ ingen. suchet dmich r Reu mein Hilfe ch auf uf ihn igen/ Pfingsten II5 6. Stehe mir in allen Ceiden/ stets mit deinem Troste bei,/ daß ich auch alsdann mit Freuden/ Gottes Führung folgsam sei./ Gib mir ein gelassen Serz;/ laß mich selbst im Todesschmerz/ bis zum frohen ÜUberwinden/ dieses Trostes Rraft empfinden. MNach Sottfried Soffmann, 1712. II5 4.7 wie Nr. 307.) Arnold Mmendesu, 314.56.566 1905. 2., re, ar SIEEE 1. Schmückt das Fest mit Mai⸗en,/ las⸗set Blu⸗ men denn der Geist der Gnaden/ hat sich ein-ge— Z,.———. streu⸗en,/ zün⸗det fer an; la⸗ den,/ ma ⸗ chet Wm die Bahn.) Nehmt ihn ——.—— SSSS.S....... ein,/ so wird—— 34— Jeuch mit Licht und .. 20—— 15— 2.— Heil er-⸗ fül-len/ und den Rum- mer stil ⸗len. 2. Tröster der Betrübten,/ Siegel der Geliebten,/ Geist voll Rat und Tat,/ starker Gottesfinger,/ Friedensüberbringer,/ Licht auf unsrem Pfad,/ gib uns Rraft/ zur Pilgrimschaft,/ laß uns deine teuren Gaben/ Herz und Seele laben. 3. Laß die Zungen brennen,/ wenn wir Jesum nennen,/ fuͤhr den Geist empor;/ gib uns Kraft zu beten/ und vor Gott zu treten,/ sprich du selbst uns vor./ Gib uns Mut,/ du höchstes Gut,/ tröst uns kräftiglich von oben/ bei der Feinde Toben. 4. Goldner Zimmelsregen,/ schütte deinen Segen /auf das Rirchenfeld;/ lasse Ströme fließen,/ die das Cand be— gießen,/ wo dein Wort hinfällt,/ und verleih,/ daß es gedeih;/ hundertfältig Frucht zu bringen,/ laß ihm stets gelingen. 119 116 Pfingsten 5. Schlage deine Flammen/ über uns zusammen,/ heilge Ciebesglut;/ laß dein sanftes Wehen/ uͤber uns ergehen,/ dämpfe Fleisch und Blut;/ laß uns doch/ am Sůndenjoch/ mit der Welt nicht ferner ziehen/ und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen/ Wollen und Vollbringen, fůͤhr uns ein und aus;/ wohn in unsrer Seele,/ unser Berz er⸗ wähle/ dir zum eignen Haus./ Wertes Pfand,/ mach uns bekannt,/ wie wir Jesum recht erkennen/ und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuz uns süße,/ und durch Finsternisse/ sei du unser Licht;/ trag nach Jions Hügeln/ uns mit Glau⸗ bensflügeln/ und verlaß uns nicht,/ wenn der Tod,/ die letzte Not,/ mit uns will zu Felde liegen,/ daß wir fröhlich siegen. 8. Caß uns hier indessen/ nimmermehr vergessen,/ daß wir Gott verwandt./ Dem laß uns stets dienen/ und im Guten grünen/ als ein fruchtbar Cand,/ bis wir dort,/ du werter Zort,/ bei den grünen Himmelsmaien/ ewig uns er⸗ freuen. Benjamin Schmolck, + 1737. 116 Mel. Erquicke mich, du Seil der Sünder. Z. A. Freylinghausen, Salle 1714. V7 — NI.——3—..— 2— SSPSISISISIIIII O Gott, o Geist, o Licht des CLe⸗bens,/ das du scheinst und lockst so lang ver⸗ge⸗bens,/ weil ———.—————— ———ß—ꝛ.————— 2.———— —.——ß7—.*————— uns im To⸗-des- schat⸗ ten scheint, ů ö Fin⸗ster nis dem Lich⸗te feind! O Geist, dem kei · ner en i. Sonm. L——.——— ———————— —.., a,—5——. kann ent ⸗ge⸗hen,/ dich laß ich gern mein Her⸗ze sehen. 2. Entdecke alles und verzehre,/ was nicht in deinem Cichte rein;/ wenn mirs gleich noch so schmerzlich wäre,/ 12⁰ deinem väre,/ Pfingsten 1I7 die Wonne folget nach der Pein;/ du wirst mich aus dem finstern Alten/ in Jesu Xlaͤrheit umgestaͤlten. 3. Ich kann nicht selbst der Sünde steuern,/ das ist dein Werk, du Quell des Lichts!/ Du mußt von Grund aus mich er⸗ neuern,/ sonst hilft mein eignes Traͤchten nichts. O Geist, sei meines Geistes Leben;/ ich kann mir selbst nichts Gutes geben. 4. Du Odem aus der ewgen Stille,/ durchwehe sanft der Seele Grund;/ füll mich mit aller Gottesfülle/ und da, wo Sünd und Greuel stund,/ laß Glauben, Lieb und Ehr— furcht grünen,/ in Geist und Wahrheit Gott zu dienen. 5. Mein Wirken, Wollen und Beginnen/ sei kindlich folgsam deinem Trieb;/ bewahr mein Serz mit allen Sinnen/ untaͤdelig in Gottes Lieb./ Dein in mir Beten, Cehren, Rämpfen/ laß mich auf keine Weise dämpfen. G. O Geist, o Strom, der uns vom Sohne/ eröffnet und kristallenrein/ aus Gottes und des Cammes Throne/ nun quillt in stille Serzen ein,/ ich öffne meinen Nund und sinke/ hin zu der Quelle, daß ich trinke. 7. Ich laß mich dir und bleib indessen,/ von allem ab— gewandt, dir nah;/ ich will die Welt und mich vergessen/ und innigst glaͤuben: Gott ist dal/ O Gott, o Geist, o Cicht des Cebens,/ man harret deiner nie vergebens. Gerhard Tersteegen, 1 1769. II7 Mel. Rommt her zu mir, spricht Sottes Sohn. Nr. J53(oder wie Nr. 362). J. Es saß ein frommes Häuflein dort/ und wollte nach des Herren Wort/ einmütig Pfingsten halten./ Ach laß auch jetzt im Christenstand,/ Herr Jesu, deiner Liebe Band/ bei frommen Gliedern walten. 2. Schnell fiel hernieder auf das Saus/ ein staͤrker Wind, der mit Gebraus/ sich wundersaͤͤm erhoben./ O Gottes⸗ hauch, ach lasse dich/ bei uns auch spüren kräftiglich/ und weh uns an von oben! 3. Er füllete die Wohnung ganz,/ zerteilter Jungen Feuerglanz /ließ sich auf jedem spüren./ Ach nimm auch unsre Kirchen ein,/ laß feurig unsre Lehrer sein/ und deine Sprach uns rühren! 121 1I8 Pfingsten 4J. Sie wurden all des Geistes voll/ und fingen an zu reden wohl,/ wie er gab auszusprechen./ Erfüll auch uns mit heilger Glut,/ daß wir des Zerzens blöden Mut/ mit freier Rede brechen! 5. Das Volk von allen Zungen kann,/ was Gott zum Beil der Welt getan,/ in seiner Sprache hören./ Ach heb der Zungen Irrsal auf;/ laß, Jesu, deinem Wort den LCauf,/ daß dich die Völker ehren! 6. Die Welt zwaͤr treibt nur ihren Spott,/ und wer nicht merkt die Kraft von Gott,/ spricht leider:„Sie sind trunken!“ /Den rechten Freudenwein uns gib,/ erquick, o Berr, in deiner Lieb,/ was noch in Angst versunken! 7. Dein Licht treib in des Zerzens Zaus/ mit hellen Strahlen gänzlich aus/ die alten Finsternisse,/ daß Blind⸗ heit, Irrtum, falscher Wahn,/ und was uns sonst ver— leiten kann,/ auf ewig weichen müsse. 8. Dein Feuer töt in unsrer Brust,/ was sich noch regt von Sündenlust; /erwecke reine Triebe,/ auf daß wir schmecken wahre Freud/ anstatt der schnöden Eitelkeit/ in Jesu sůßer Liebe. Sieronymus Annoni, 1770. 118 Mel. Warum sollt ich mich denn grämen?(Nr. 332). J. Böchster Tröster, komm hernieder; /Geist des Herrn,/ sei nicht fern,/ stärke Christi Glieder./ Er hat nie sein Wort gebrochen,/ Jesus hat/ deinen Rat/ seinem Volk ver— sprochen. 2. Schöpfer unsres neuen Cebens,/ jeder Schritt,/ jeder Tritt/ ist ohn dich vergebens./ Mache unser Seil uns wich— tig;/ wer ist wohl,/ wie er soll,/ treu zu handeln tüchtig? 3. Berr, wir fallen dir zu Fuße; /eins ist not/ für den Tod: Buße, wahre Buße. /Zeig uns selbst den Greul der Sünde,/ daß das Zerz J/ Angst und Schmerz,/ Reu und Scham empfinde. 4. Zeig uns des Erlösers Wunden, /ruf uns zu:/ Ihr habt Ruh,/ ihr habt Seil gefunden!/ Er hat Gnade euch erworben,/ Jesu Blut/ maͤchet gut,/ was die Welt ver— dorben. 122 gsten an zu huns mit t zum ch heb Lauf,/ rnicht e sind uick, o hellen Blind⸗ st ver⸗ heregt ß wir it/ in + 1770. errn,/ Wort E ver⸗ jeder 5 wich⸗ ichtig? uͤr den eul der uU und Ihr de euch It ver⸗ Pfingsten 119 5. Weck uns auf vom Sündenschlafe,/ rette doch/ heute noch/ die verlornen Schafe./ Reiß die Welt aus dem Ver— derben,/ laß sie nicht/ im Gericht/ der Verstockung sterben. E. Geist der Weisheit, gib uns allen/ durch dein Licht/ Unterricht,/ wie wir Gott gefallen. Cehr uns freudig vor Gott treten,/ sei uns naͤh/ und sprich: Jal/ wenn wir gläubig beten. 7. Silf den Rampf des Glaubens kämpfen,/ gib uns Mut,/ Fleisch und Blut,/ Sünd und Welt zu dämpfen./ Caß uns Truͤbsal, Kreuz und Ceiden,/ Angst und Not,/ Schmerz und Tod/ nicht von Jesu scheiden. 8. Hilf uns nach dem Besten streben,/ schenk uns Kraft,/ tugendhaft/ und gerecht zu leben;/ gib, daß wir nie stille stehen,/ treib uns an,/ froh die Bahn/ deines Worts zu gehen. 9. Sei in Schwachheit unsre Stütze,/ steh uns bei,/ mach uns treu/ in der Prüfungshitze./ Führ, wenn Gott uns naͤch dem Leide/ sterben heißt,/ unsern Geist/ in des Bimmels Freude. Ehrenfried Liebich, 4 1780. 119 Mel. Werde munter, mein Semüte(Nr. II). J. Der du uns als Vater liebest,/ treuer Gott, und deinen Geist/ denen, die dich bitten, gibest,/ ja, uns um ihn bitten heißt,/ demutsvoll fleh ich zu Dir:/ Vater, send ihn auch zu mir,/ daß er meinen Geist erneue/ und mich dir zum Tempel weihe. 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen /Leben, Rraft und Fruchtbarkeit,/ und mein Herz bleibt dir entrissen/ und dem Dienst der Welt geweiht,/ wenn er nicht durch seine Kraft/ die Gesinnung in mir schafft,/ daß ich dir mich ganz ergebe/ und zu deiner Ehre lebe. 3. Ewge Quelle wahrer Güter,/ hochgelobter Gottes— geist,/ der du menschliche Gemüter/ heiligst und mit Trost erfreust!/ Nach dir, Serr, verlaͤngt auch mich,/ ich ergebe mich an dich;/ mache mich zu Gottes Preise/ heilig und zum Zimmel weise. 12³ I20 Pfingsten 4J. Fülle mich mit heilgen Trieben,/ daß ich Gott, mein höchstes Gut,/ über alles möge lieben,/ daß ich mit ge— trostem Mut/ seiner Vaterhuld mich freu/ und mit wahrer Rindestreu/ stets vor seinen Augen wandle/ und recht⸗ schaffen denk und handle. 5. Geist des Friedens und der Liebe,/ bilde mich nach deinem Sinn,/ daß ich Lieb und Sanftmut übe/ und mirs rechne zum Gewinn,/ wenn ich je ein Friedensband/ knüpfen kann, wenn meine Sand/ zur Erleichtrung der Beschwerden/ kann dem NVächsten nutzlich werden. E. Wenn der Anblick meiner Sünden/ mein Gewissen niederschlägt,/ wenn sich in mir Zweifel finden,/ die mein Berz mit Zittern hegt,/ wenn mein Aug in Vöten weint/ und Gott nicht zu hören scheint: /o dann laß es meiner Seelen/ nicht an Trost und Stärkung fehlen. 7. Was sich Gutes in mir findet,/ ist dein Gnadenwerk in mir;/ selbst den Trieb hast du entzündet,/ daß mich, Serr, Verlangt nach dir./ O so setzze durch dein Wort/ deine Gnaͤdenwirkung fort,/ bis sie durch ein selig Ende/ herrlich sich an mir vollende. David Bruhn, 1782. 120 Mel. Nun komm, der Seiden Seiland(oder wie Nr. 360.(I5. Jahrhundert.) Erfurt 1524. J. Geist vom Va⸗ter und vom Sohn,/ wei⸗he öä R‚III IIIIIIII.. L dir mein Berz zum Thron!/ Schen ke dich mir —— F im ⸗mer⸗dar,/ so wie einst der Jün ⸗ger Schar. 2. Geist der Wahrheit, leite mich!/ Eigne Leitung täuschet sich,/ da sie leicht des Wegs verfehlt/ und den Schein für Wahrheit wählt. 12⁴ .. d d. 'ũ — 2 65— SE „.NA. ngsten t, mein mit ge⸗ wahrer drecht⸗ hundert. Pfingsten 12I 3. Geist des Lichtes, mehr in mir/ meinen Glauben fuͤr und für, /der mich Christo einverleibt/ und durch Liebe Früchte treibt. J. Geist der Andacht, schenke mir/ Salbung, Inbrunst, Feur von dir;/ laß mein Bitten innig rein/ und vor Gott erhörlich sein. S. Geist der Ciebe, Kraft und Jucht!/ Wenn mich Welt und Fleisch versucht,/ o dann unterstütze mich,/ daß ich ringe; rette mich! G. Geist der Zeiligung, verklär/ Jesum in mir mehr und mehr/ und erquicke innerlich/ durch den Frieden Gottes mich. 7. Geist der Hoffnung, führe du/ mich dem Zimmelserbe zu;/ laß mein Serz sich deiner freun/ und in Hoffnung selig sein. Julius Tode, + I797. Mel. O Zesu Christ, meins Lebens Licht. Leipzig 1625. 47— ——.,. J. O Got⸗ tes Geist und Chri-sti Geist,/ ö—.— E— x ö ö 2 30 + e, r, 2— —᷑— 1 der uns den Weg zum Him-mel weist,/ der uns die SSISISRSSSSSSEEEEEIEEEEEEE dunk⸗le Er⸗den⸗ nacht/ durch seine Lich⸗-ter hel⸗ le macht; 2. Du Sauch, der durch das Weltall weht/ als Gottes stille Majestät,/ du aller Lichter reinstes Kicht, /erleucht uns HSerz und Angesicht. 3. Romm, leuchte mit dem Gnaͤdenschein/ hell in die weite Welt hinein;/ komm, mach uns in der Finsternis/ des lichten Himmelswegs gewiß. 4. Ach, hier ist alles Staͤub und Nacht,/ die Wahn und Sünde trübe maͤcht;/ ach, hier ist alles Not und Tod,/ geht uns nicht auf dein Norgenrot; 3 I25 122 Schlußlied der Festzeiten S. Das Morgenrot der bessern Welt,/ das wie ein Strahl vom Simmel fällt,/ als Gottes Macht und Gottes CLust/ durchblitzt die kranke Menschenbrust. 6. O Gottes Geist und Christi Geist,/ der uns wie KRinder beten heißt,/ der uns wie Kinder glaͤuben heißt,/ o komm, o komm, du heilger Geist! ö 7. Romm, Gottes Frieden, Gottes Mut!/ Romm, stille RKraft, die nimmer ruht,/ komm, gieße deinen Gnaͤden— schein/ in Seele, Sinn und Serz mir ein. 8. Dann wandl ich, wie ein Kind des Lichts,/ im Glanze deines Angesichts/ schon meinen kurzen Erdenlaͤuf/ stets Ernst Moritz Arndt, 4 1860. himmelein und himmelaͤuf. Schlußlied der Weihnachts⸗, Oster⸗ und Pfingstzeit 122 I. Sizilianische Volksweise, vor 1788. , dere Errit. ds, SS 1 J. O du fröh⸗li⸗che,/ o du se⸗li⸗ — 1 .tn ge,„gna⸗ den ⸗brin- gen-de Weih=naͤchts zeitl/ E E * 2— SISIIFIFITT T... Welt ging ver⸗lo- ren, /Christ ist ge⸗ bo⸗ ren; — e. — 2— ———— —— freu e, freue dich, o Chri⸗sten-heitl 2. O du fröhliche, /o du selige,/ gnadenbringende Weih— nachtszeit!/ Christ ist erschienen,/ uns zu versühnen;/ freue, freue dich, o Christenheit! I26 zeiten 5trahl ECust/ s wie eißt,/ „ stille naden⸗ Blanze stets + 1I860. gstzeit dor I788. e Weih⸗ /freue, Trinitatisfest 123 3. O du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Weih— nachtszeit!/ Rönig der Ehren,/ dich wolln wir hören;/ freue, freue dich, o Christenheit! II. 4. O du fröhliche, /o du selige,/ gnaͤdenbringende Oster— zeit!/ Welt lag in Banden, /Christ ist erstaͤnden; /freue, freue dich, o Christenheit! 5. O du fröhliche, /o du selige,/ gnadenbringende Oster— zeit!/ Tod ist bezwungen,/ Ceben errungen;/ freue, freue dich, o Christenheit! G. O du fröhliche, /o du selige,/ gnadenbringende Oster— zeit!/ Kraft ist gegeben,/ laßt uns ihm leben;/ freue, freue dich, o Christenheit! III. 7. O du fröhliche, /o du selige,/ gnaͤdenbringende Pfingstenzeit!/ Christ, unser Meister,/ heiligt die Geister;/ freue, freue dich, o Christenheit! 8. O du fröhliche, 7 du selige,/ gnaͤdenbringende Pfingstenzeit!/ Führ, Geist der Gnade,/ uns deine Pfade;/ freue, freue dich, o Christenheiil 9. O du fröhliche, 7 du selige,/ gnadenbringende Pfingstenzeit!/ Uns, die Erlösten,/ Geist, willst du troͤsten;/ freue, freue dich, o Christenheit! Zohannes Daniel Falk, + 1826. Trinitatisfest 23(Vorreformatorisch) Leipzig 1539. e. (Al⸗lein Gott in der Söh sei Ehr/ und dar⸗um, daß nun und nim-⸗- mermehr/ uns 5* I27 Trinitatisfest EX 2— X 12 Dank fuͤr sei · ne Gna⸗ de/ ö rüh⸗ren kann ein Scha⸗de.) Ein Wohl ⸗ge⸗ falln Gott an uns hat,/ nun ist groß Fried ohn 2 1H—— 1 IiIIEEE Un⸗ter⸗laß,/ all Fehd hat nun ein En„de. 2. Wir beten an und loben dich,/ wir bringen Ehr und danken,/ daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken;/ ganz ohne Maß ist deine Macht,/ allzeit geschieht, was du bedacht:/ wohl uns des starken Berren. ö 2 s 2.— ö— S. 2 e— ö 2.——. 3. O Zesu Christe, Gottes Sohn, /für uns ein Mensch ge⸗ boren, /der uns vertritt vor Gottes Thron/ und rettet, was verloren;/ Camm Gottes, heilger BZerr und Gott,/ ö nimm an die Bitt von unsrer Not,/ erbarm dich unser allerl 4. O heilger Geist, du höchstes Gut,/ mit deinem Beil uns troͤste!/ Vor Satans Macht nimm uns in Zut,/ die Jesus Christ erlöͤste/ durch Maͤrter groß und bittern Tod;/ wend unsern Jammer ab und Not,/ darauf wir uns ver— lassen.(Nach dem Gloria in excelsis) Mikolaus Decius, 1541. Mel. Nun danket alle Gott. 124 Gelo bet sei der Berr,/ mein Umein Schöp-fer, der mir Leib /und Gott, mein Licht, mein Le-ben, I See le hat ge⸗ ge⸗ ben,) mein Va ter, 128 .SS...I Johann Crüger, 1647. E. Mel. Trinitatisfest 125 1.— der———.—5 ů von 5—8570 ter⸗ be an,/ der je⸗ den Au⸗gen⸗blick/ viel Guts an mir ge⸗ tan +* 2. Gelobet sei der Serr,/ mein Gott, mein Seil, mein Ceben,/ des Vaters liebster Sohn, /der sich für mich ge— geben,/ der mich erlöset hat/ mit seinem teuren Blut,/ der mir im Glaͤuben schenkt sich selbst, das höchste Gut. 3. Gelobet sei der Herr,/ mein Gott, mein Trost, mein Ceben, /des Vaters werter Geist,/ den mir der Sohn ge— geben, /der mir mein Herz erquickt,/ der mir gibt neue Kraft,/ der mir in aller Not/ Rat, Trost und Silfe schafft. 4J. Gelobet sei der Herr,/ mein Gott, der ewig lebet,/ den alles rühmt und lobt,/ was durch ihn lebt und webet;/ ge⸗ lobet sei der Herr,/ des Wame heilig heißt,/ Gott Vater, Gott der Sohn/ und Gott der werte Geist. 5. Dem wir Balleluja/ mit Freuden lassen klingen/ und mit der Engel Schar/ das Seilig! Seilig! singen,/ den herzlich lobt und preist/ die ganze Christenheit,/ gelobet sei mein Gott/ in alle Ewigkeit! Zohann Olearius, 1684. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Frankfurt a. M. I599. n.. Hal⸗le⸗lu⸗jal Cob, Preis und Ehr/ sei un⸗serm Von E-wig⸗-keit zu E-wig⸗keit/ sei in uns —„——— öWöie—— Gott je mehr und mehr/ fr al⸗-le sei⸗- ne Wer⸗kel al⸗len ihm berreit /Dank, Weisheit, Kraft und Stär-ke! 4 129 I26 Trinitatisfest 1+.— E .2 n. 1 ö ö —— E. ERARARRDeeeeeE eEe.. Rlin⸗get,/ sin⸗get: Gott ist hei⸗lig,/ hei⸗lig, hei⸗liglᷓ/ 2 ö 2.— ——..—5 2—3—— 1 — 2 0* E 85 —.——2 —0 Preis und Eh re/ sei dem Herrn der Himmelshee-re. 2. Balleluja! Preis, Ehr und Macht/ sei aͤuch dem Gotteslamm gebraͤcht,/ in dem wir sind erwählet,/ das uns mit seinem Blut erkauft,/ damit besprenget und getaͤuft/ und sich mit uns vermählet./ Seilig,/ selig/ ist die Freund⸗ schaft/ und Gemeinschaft,/ die wir haben/ und darinnen uns erlaben. 3. Halleluja! Gott heilger Geist/ sei ewiglich von uns ge⸗ preist,/ durch den wir neu geboren,/ der uns mit Glauben ausgeziert,/ dem Bräutigam uns zugeführt,/ den Soch— zeitstag erkoren./ Heil uns,/ Seil uns!/ Da ist Freude,/ da ist Weide,/ da ist Nanng/ und ein ewig Bosianna. 4. Hallelujal Cob, Preis und Ehr/ sei unserm Gott je mehr und mehr/ und seinem großen Namen!/ Stimmt an mit aller Simmelsschar/ und singet nun und immerdar/ mit Freuden: Amen, Amen! /Klinget,/ singet:/ Gott ist heilig,/ heilig, heilig!/ Preis und Ehre/ sei dem Serrn der Bim melsheere. Darmstadt 1698. 126 Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern(Nr. I25). J. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist,/ Herr Gott, der doch mein Alles ist,/ mein Trost und meine Wonne?/ Bist du nicht Schild, wer decket mich? /Bist du nicht Licht, wo finde ich/ im Finstern eine Sonne? /Reine/ reine,/ waͤhre Freude,/ auch im Leide, /auch für Sünden,/ ist, Berr, außer dir zu finden. 2. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist,/ mein Herr Erlöser, Jesus Christ,/ mein Friede und mein Leben?/ Beilst du mich nicht, wo find ich Zeil?/ Bist du nicht mein 13⁰ st I-III Trinitatisfest 127 wo ist mein Teil?/ Gibst du nicht, wer wird geben?/ Meine/ eine/ wahre Freude,/ wahre Weide,/ wahre Gabe,/ hab ich, wenn ich Jesum habe. 3. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist,/ o Geist, der uns gegeben ist/ zum Führer der Erlösten? /Bist du nicht mein, was sucht mein Sinn?/ Führst du mich nicht, wo komm ich hin?/ Hilfst du nicht, wer will trösten?/ Meine/ eine/ wahre Freude,/ Trost im Ceide,/ Heil für Schaden/ ist in dir, o Geist der Gnaden. Phil. Friedrich Siller, 1 1769, V. 3 von Albert Knapp, 1864. 127 Mel. Erschienen ist der herrlich Tag(od.wie Nr. 407). Mikolaus Serman I56I. 4 E—.———— IDPERPRI‚IIIIIII‚.tt....... E 7 W5550 J. Dank und An⸗be⸗tung bringen wir,/ ZHerr un⸗ser Gott und Va⸗ ter, dir./ Du bist es, der die gan ⸗ ze E 9 Welt er·schaffen hat und noch er⸗hält./ Hal⸗le⸗ lu⸗ jal 2. Dank und Anbetung bringen wir,/ Serr unser Gott und Heiland, dir./ Du littst für uns des Todes Pein,/ uns vom Verderben zu befrein./ Sallelujal 3. Gelobet seist du, Geist des Herrn!/ Wir waren einst von Christo fern; /du haͤst durch deines Wortes Macht/ auch uns zum Licht und Seil gebracht./ Hallelujal J. Chr. Stockhausen, 1 1784. 131 8 E & S . * 2—. 128 Wittenberg(1529) 1535. Erster Chor: Iweiter Chor oder Gemeinde: ..— 1. Serr Sott, dich lo⸗ben wir, Zerr Sott, wir dan⸗ken dir! Dich, Da⸗ter in E-wigkeit, ehrt die Welt weit und breit, DiiiS all En-gel und Simmels-heer, — ö— und was die⸗- net dei⸗ ner Ehr, auch Che⸗ ru⸗bim und Se⸗ ra⸗ phim sin · gen im mer mit ho· her Stimm: ö j.— Zei⸗lig ist un ⸗ ser Gott! 132 Zei ⸗lig ist un ⸗ ser Gottl 299 J535. neinde: — en dir! ad breit, ner Ehr, er Stimm: Lob⸗ und Danklieder 128 Jusammen: Bei- lig ist un⸗ ser Gott! der Ber⸗ re Ze⸗ba⸗ oth. Erster Chor: Iweiter Chor oder Gemeinde: — ——.— 5 2en.——— .. Dein göttlichNacht und Serrlichkeit der hei⸗li⸗ gen zwölf Bo⸗ ten Zahl die teu⸗ren Märt⸗rer all⸗ zu⸗mal die gan⸗ze wer⸗te Christenheit dich, Gott Va⸗ter, im höchstenThron, den heil⸗gen Geist und Tröster wert geht ü⸗ber Simmel und Erden weit; und die lie ben Prophe⸗ten all, lo⸗ben dich, Serr, mit großem Schall; rühmt dich auf Er⸗den al⸗le⸗zeit; dei⸗nen rech⸗ten und ein⸗gen Sohn, mit rech⸗tem Dienst sie lobt und ehrt. 3. Du Rö⸗nig der Ehren, Ze-su Christ, Gott Va⸗ters ew⸗ger Sohn du bist; I du nah⸗mest an, der Welt zu gut, du hast dem Tod zer⸗stört sein Macht du sitzst zur Rech⸗ten Sot⸗tes gleich ein Rich⸗ ter du 3 55 bist gleich Menschenkindern Fleisch u. Blut; und all' Christen zum Simmel bracht; mit al⸗ler Ehr ins Vaters Reich; al⸗lem, das tot und le⸗bend ist. D— EE Jun hilf uns, Serr, denDienern dein, die durch dein teur Blut er⸗lö ⸗ set sein; laß uns im ZSim⸗mel ha⸗ben teil mit den Seil⸗gen am ew⸗gen Seil. ö ——**—3—— Zilf dei⸗ nem Volk, Serr Je-su Christ, 190 .—* 4 2.. ö ———— und segne, was dein Erb⸗teil ist; I33 I29 Lob⸗ und Danklieder Erster Chor: Zweiter Chor oder Gemeinde: , 1 E waͤrt und pfleg sein zu al ⸗ler Zeit und heb es hoch in E-wig⸗keit. T* 5. Cäglich, Zerr Gott, wir lo⸗ben dich und dei⸗nen Na⸗men ste⸗tig ⸗lich. ..TT Be⸗huͤt uns heut, o treu⸗ er Gott, vor al⸗ler Sünd und Mis⸗ se⸗tat; sei uns gnä⸗dig, d Ser⸗-re Sott, sei uns gnä⸗dig in al⸗ler Mot; zeig uns dei ne Barmher-zig⸗keit, wie uns⸗re Soffnung zu dir steht; — ....—.— He Haa e um Sun L. E E n Hrr1 Hrnn ——. 2—..E. auf dich hof⸗ fen wir, lie⸗ber Serr, in Schanden laß uns nimmermehrl —— ————— A men. Nach dem Te deum laudamus(Alte Rirche) Martin Luther, +1546. 29 Augsburg 1540. ..—2 Hun lob, mein Seel, den Ser ⸗ren,/ was in mir * Usein Wohl-tat tut er meh ren,/ ver giß es I IEE .— E— ist, den Namen sein; nicht, d Her⸗ ze mein; haͤt dir dein Sünd ver-ge— 13⁴ se⸗tat; ler Not; dir steht; nermehrl „+ I546. irg 1540. — in mir giß es — ge⸗ Lob⸗ und Danklieder I2 — SDE , r ni E ben,/ heilt dei⸗ winn groß, er-löst dein ar⸗mes —— =. 1 X Ce⸗ben,/ nimmt dich in sei⸗nen Schoß, mit Trost dich 2————— 8 ü⸗ber-schüt⸗tet,/ ver⸗jungt dem Ad ⸗ler Glenh⸗ der —— 0— E 3—1 n Herr schafft Recht, be⸗hü⸗ tet,/ die lei-den für sein Reich. 2. Er hat uns wissen lassen/ sein heilig Recht und sein Gericht,/ dazu sein Güt ohn Maßen;/ es mangelt an Er⸗— barmung nicht,/ den Zorn läßt er wohl fahren,/ straft nicht nach unsrer Schuld;/ die Gnad tut er nicht sparen,/ den Blöͤden ist er hold;/ sein Gut ist hoch erhaben/ ob dem, der fürchtet ihn./ So fern der Ost vom Abend,/ ist unsre Suͤnd dahin. 3. Wie Väter sich erbarmen/ ob ihrer jungen Kindelein,/ so tut der derr uns Armen,/ wenn wir ihn kindlich fürchten rein;/ er kennt uns arme Knechte/ und weiß, wir sind nur Staub,/ ein bald verwelkt Geschlechte,/ wie Gras und fallend Caub;/ der Wind nur drüber wehet,/ so ist es nimmer da; Walso der Mensch vergehet,/ sein Ende ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine/ steht fest und bleibt in Ewig— keit;/ sie bleibt bei der Gemeine,/ die, stets in seiner Furcht bereit,/ will seinen Bund bewahren./ Er herrscht im Bimmelreich. Ihr starken Engelscharen,/ lobt ihn mit uns zugleich/ und dient dem Serrn der Ehren/ und breitet aus sein Wort!/ Mein Seel soll auch vermehren/ sein Lob an allem Ort! Zohann Sramann, I54I. 135 130.131 Lob⸗ und Danklieder 130 Matth. Apelles v. Löwenstern, 1644. 2———.—.—. ne 5—— d v, 8 8———.——. I. Nun prei⸗set al⸗le Got⸗tes Barm her⸗zig⸗ keit;/ —.—————2 — EEEEEE ö E E lob ihn mit Schalle,/ dank ihm, o Christenheit!/ Er läßt dich — Wumnil ö—— x— E——— ö—— freund-lich zu sich la⸗den, /freuze dich, Is ⸗rael, D DRRRE E e sei⸗ner Gnaden!/ Freue dich, Is ra el, seiner Gna⸗ den! 2. Der Serr regieret/ über die ganze Welt;/ was sich nur rühret,/ alles zu Fuß ihm fällt;/ viel tausend Engel um ihn schweben, 2, Psalter und Harfe ihm Ehre geben. 2,1 3. Wohlaͤuf, ihr Heiden,/ lasset das Trauern sein,/ zur grunen Weiden/ stellet euch willig ein;/ da läßt er uns sein Wort verkuͤnden,, machet uns ledig von allen Sünden.:,: 4. Er gibet Speise/ reichlich und uͤberall,/ nach Vaters weise/ sättigt er allzumal; /er schaffet früh und späten Regen,, fuͤllet uns alle mit seinem Segen., S. Drum preis und ehre/ seine Barmherzigkeit,/ sein Lob vermehre,/ dank ihm, o Christenheit;/ uns soll hinfort kein Unfaͤll schaden; 2, freue dich, Israel, seiner Gnaͤden! /: Matth. Apelles v. Löwenstern, + 1648. 131 Johann Crüger, 1647. .......... V— + ö ‚ VNun dan⸗ket al ⸗le Gott/ mit Her ⸗ zen, Mund und der gro⸗ ße Din⸗ge tut/ an uns und al ⸗len er d und len Lob⸗ und Danklieder 132 II E J.— I———.— —.—:.2 Hän⸗den, der uns von Mutter⸗-leib/ und Aundes⸗bei nen Enden,) EEEE an/ un⸗ zäh⸗lig viel zu gut/ und noch jetz und ge⸗ tan. 2. Der ewig reiche Gott/ woll uns bei unserm Leben/ ein immer fröhlich Serz/ und edlen Frieden geben/ und uns in seiner Gnad/ erhalten fort und fort/ und uns aus aller Not/ erlösen hier und dort. 3. Cob, Ehr und Preis sei Gott,/ dem Vater und dem Sohne/ und dem, der beiden gleich/ im höchsten Simmels— throne,‚,/ dem ewig höchsten Gott;/ als es anfänglich waͤr/ und ist und bleiben wird/ jetzund und immerdar. Martin Rinckart, 1 1649. 132 Mel. Nun lob, mein Seel, den Serren. Augsburg J540. 2 ö.——— H+ —3—+—.— —.—..— r e.—— I. PMan lobt dich in der Stil ⸗ le,/ du hoch-er⸗ Des—.— 30 die 56555 le/ vor dir, du — 12— ö ö————— hab⸗ ner Ji⸗ ons⸗-Gott!! star⸗ker Je⸗ba⸗ oth! Du bist doch, Herr, auf Er— SEE richitüti iteieit ü Ju⸗-ver-sicht,/ in Trüb⸗ 2—98 We; E EEEEEEEEE schwer⸗den /läßt du die Dei⸗-nen nicht./ Drum soll dich 137 ö ——......::... I33 Lob⸗ und Danklieder IZi 1 — 4—.— I———— EEEEEEEEEEEEEEE — stůnd⸗lich eh⸗ ren/ mein Nund vor je⸗ der⸗- mann/ und ........... I ....... dei⸗nen Ruhm vermehren,/ so lang er lal ⸗ölen kann. 2. Es müsse dein sich freuen,/ wer deine Macht und Gnade kennt,/ und deinem Dienst sich weihen,/ wer dich in Christo Vater nennt./ Hoch seist du stets gepriesen;/ du bists, der Wunder tut,/ und hast auch mir erwiesen/ das, was mir nutz und gut./ Nun, das ist meine Freude,/ zu halten fest an dir,/ daß nichts von dir mich scheide,/ so lang ich waͤlle hier. 3. Herr, du hast deinen Namen/ sehr herrlich in der Welt gemacht;/ wenn Schwache zu dir kamen,/ hast du gar bald an sie gedacht./ Du hast mir Gnad erzeiget;/ nun, wie ver— gelt ichs dir?/ Ach bleibe mir geneiget,/ so will ich füͤr und fuͤr/ den Kelch des Heils erheben/ und preisen allezeit/ dich, Zerr Gott, hier im Leben/ und dort in Ewigkeit. Johann Rist, 1 1667. mel. Nun danket all und bringet Ehr(Nr. I30. J. Ich singe dir mit Herz und Mund,/ Herr, meines Zerzens Custl/ Ich sing und mach auf Erden kund,/ was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad/ und ewge Quelle seist,/ daraus uns allen frůh und spat/ viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch, was haben wir/ auf dieser ganzen Erd,/ das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werdꝰ 4. Wer hat das schöne Zimmelszelt/ hoch üͤber uns ge— setzt?/ Wer ist es, der uns unser Feld/ mit Tau und Regen netzt? 138 t und dich in 3;/ du das, e,/ zu o lang r Welt r bald ie ver⸗ ur und dich, +667. meines was Hewge eil und ganzen egeben ins ge⸗ Regen Lob⸗ und Danklieder I33 5. Wer wärmet uns in RKalt und Frost?/ Wer schutzt uns vor dem Wind?/ Wer macht es, daß man Ol und Most/ zu seinen Zeiten findt? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt?/ Wer hält mit seiner Hand/ den guůldnen, edlen, wertenFried/ in unserm Vaterland? 7. Ach, Herr, mein Gott, das kommt von dir,/ und du mußt alles tun!/ Du hältst die Wacht an unsrer Tür/ und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, /bleibst immer fromm und treu/ und stehst uns, wenn wir in Gefahr/ ge— raten, herzlich bei. 9. Du straͤfst uns Sünder mit Geduld/ und schlägst nicht allzusehr,/ ja endlich nimmst du unsre Schuld/ und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Serze seufzt und schreit,/ wirst du gar leicht erweicht/ und gibst uns, was uns hoch erfreut/ und dir zur Ehr gereicht. II. Du zählst, wie oft ein Christe wein',/ und was sein RKummer sei; /kein Jähr- und Tränlein ist so klein,/ du hebst und legst es bei. I2. Du füllst des Lebens Mangel aus/ mit dem, was ewig steht,/ und führst uns in des Himmels Haus,/ wenn uns die Erd entgeht. I3. Wohlaͤuf, mein Herze, sing und spring/ und habe guten Mut!/ Dein Gott, der Ursprung aller Ding,/ ist selbst und bleibt dein Gut. I4. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil,/ dein Glanz und Freudenlicht,/ dein Schirm und Schild, dein Hilf und HBeil,/ schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn/ und grämst dich Tag und Naͤcht?/ Nimm deine Sorg und wirf sie hin/ auf den, der dich gemacht! I6. Hat er dich nicht von Jugend auf/ versorget und ernäͤhrt/ und manchen schweren Unglückslauf/ zum Segen dir gekehrt? 17. Er hat noch niemals was versehn/ in seinem Regi— ment;/ nein, was er tut und läßt geschehn,/ das nimmt ein gutes End. 139 4 134 Lob⸗ und Danklieder 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun/ und red ihm nichts darein,/ so wirst du hier in Frieden ruhn/ und ewig froͤh⸗ lich sein. Paul Gerhardt, + 1676. 1 34 Johann Crüger, 1647. 53— 12—W—— 523—— 50 S.SS. I....... + J. Nun dan ket all und brin⸗-get Ehr,/ ihr ³= D——. —— men⸗ schen in der Welt,/ dem, des⸗sen Lob der ......I......I...I.......... ꝑꝓPSPSSSSS.IIIIII En⸗gel Seer/ im Sim-mel stets ver⸗-meldt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall/ Gott, unserm hoͤchsten Gut,/ der seine Wunder überall/ und große Dinge tut. 3. Der uns von Mutterleibe an/ frisch und gesund erhält/ und, wo kein Mensch mehr helfen kann,/ sich selbst zum HBelfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt,/ doch bleibet gutes Muts,/ die Straf erläßt, die Schuld vergibt/ und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, /erfrische Geist und Sinn/ und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz/ ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn/ auf unserm Vaterlandz/ er gebe Glück zu unserm Tun/ und Seil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt/ um, bei und mit uns gehn,/ was aber ängstet und bemüht,/ gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Ceben währt,/ sei er stets unser Heil/ und bleib auch, wenn wir von der Erd/ abscheiden, unser Teil. 9. Er drucke, wenn das Herze bricht,/ uns unsre Augen zu/ und zeig uns draͤuf sein Angesicht/ dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 4 1676. 14⁰ Lob⸗ und Danklieder 135 I 3 5 Stralsund J665. +2—— o⸗be den Ber⸗ren, den stim⸗me, du See⸗le, mit mäch⸗ ti⸗ gen Röo⸗nig der ein zu den himm⸗li⸗ schen ID——— Eh? ren; 456 18—9 Rom⸗-met zu⸗ hauf,/ Psal⸗ ter und EEEAH Zar⸗fe, wacht auf,/ las⸗set den Lob⸗ge⸗sang hö⸗ren! 2. Cobe den Herren, der alles so herrlich regieret,/ der wie auf Flügeln des Adlers dich sicher geführet,/ der dich er⸗ hält,/ wie es dir selber gefällt;/ hast du nicht dieses ver— spüret? 3. Cobe den Serren, der künstlich und fein dich bereitet,/ der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet;/ in wieviel Wot/ hat nicht der gnädige Gott/ über dir Flügel gebreitet? 4. Cobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet,/ der aus dem Zimmel mit Strömen der Liebe geregnet;/ denke daran,/ was der Allmächtige kann,/ der dir mit Liebe begegnet. 5. Cobe den Serren; was in mir ist, lobe den Namen;/ alles, was Odem hat, lobe des Heiligen Namen! /Er ist dein Cicht;/ Seele, vergiß es ja nicht:/ lob ihn in Ewig⸗ reit! Amen. Joachim Neander, 1680. I41 136J37 gob⸗ und Danklieder 1 36 Bremen J680. II J. + + 1. 4.—1— 1 1 AFPAITT**— 4— LEI— I NW.———.—— E—* E EAAEAEE Wunder⸗ba⸗ rer Kö⸗-nig,/ Herrscher von uns al'len,/ Udei⸗ne Va⸗ter- gü⸗te/ hast du las⸗sen fließen,/ E. E H—— 1 + I.. E 1. 22... E I. EI—..LZ..— I..— +— V½ 1 1 SDZ.‚‚l 1 1 laß dir un⸗ ser Lob ge⸗ fal⸗-lenzI ob wir schon dich oft ver⸗ lie ßen; hilf uns noch// stark uns ————— doch!/ Caß die Zunge sin⸗gen,/ laß die Stimm er-klin⸗gen! 2. Himmel, lobe prächtig/ deines Schöpfers Werke, mehr als aller Nenschen Werke./ Großes Licht der Sonne,/ lob ihn mit den Strahlen,/ die das große Rund bemalen./ Lobet gern,/ Mond und Stern,/ seid bereit, zu ehren/ einen solchen Herren! 3. O du meine Seele,/ singe fröhlich, singe,/ singe deine Glaubenslieder!/ Was da Odem holet,/ jauchze, preise, klinge;/ wirf dich in den Staub danieder./ Er ist Gott/ Jebaoth;/ er nur ist zu loben/ hier und ewig droben. 7J. Halleluja bringe,/ wer den Serren kennet,/ wer den Berren Jesum liebet; /Halleluja singe,/ welcher Christum nennet,/ sich von Herzen ihm ergibet./ O wohl dir!/ Glaube mir, Sendlich wirst du droben /ohne Sünd ihn loben. Joachim Meander, 4 1680. 137 Mel. Es ist das Seil uns kommen her.(Vorreformatorisch) Wittenberg 1523. DI Sei Lob und Ehr dem höch-⸗sten Gut,/ dem Gott, der al-le Wun⸗der tut,/ dem + 14² klieder nen J680. al⸗len,/ ließen,/ ärk uns in⸗genl Derke,/ 3onne,/ nalen./ ehren/ ge deine preise, Gott/ . ver den hristum Idir!Q ind ihn r, 1 J680. herg JI523. Lob⸗ und Danklieder 137 — II +* 4 SII.T Vas ter al ⸗ler. te,/ dem! ö Gott, der mein Ge⸗-mü⸗ e mit sei ⸗ nem SE chen Trost er-füllt,/ dem Gott, der al⸗-len + V xů ä.... Jam mer stillt./ Gebt unserm Gott die Eh- rel 2. Es danken dir die Himmelsheer, /o Serrscher aller Thronen,/ und die in Cüften, CLand und Meer/ in deinem Schatten wohnen,/ die preisen deine Schöpfermacht,/ die alles hat so wohl bedacht./ Gebt unserm Gott die Ehrel! 3. Was unser Gott geschaffen hat,/ das will er auch er— halten,/ darüber will er früh und spat/ mit seiner Gnade waͤlten./ In seinem ganzen Bönigreich/ ist alles recht, ist alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief dem Herrn in meiner Wot: /Ach Gott, ver— nimm mein Schreien!/ Da half mein Selfer mir vom Tod/ und ließ mir Trost gedeihen./ Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir,/ ach danket, danket Gott mit mir./ Gebt unserm Gott die Ehre! S. Der Herr ist noch und nimmer nicht/ von seinem Volk geschieden; JVer bleibet ihre Juversicht,/ ihr Segen, Seil und Frieden./ Mit Mutterhänden leitet er/ die Seinen stetig hin und her./ Gebt unserm Gott die Ehrel! 6. Wenn Trost und Silfe maͤngeln muß,/ wie sie die Welt erzeiget,/ so kommt und hilft der Überfluß,/ der Schöpfer selbst, und neiget/ die Vateraugen denen zu,/ die sonsten nirgends finden Ruh./ Gebt unserm Gott die Ehrel 7. Ich will dich all mein Leben lang, /o Gott, von nun an ehren;/ man soll, Gott, deinen Lobgesang /an allen Orten hören. /Mein ganzes Serz ermuntre sich,/ mein Geist und Ceib erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! 143 — 138 Lob⸗ und Danklieder 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt,/ gebt unserm Gott die Ehre! SDor, die ihr Gottes Macht bekennt,/ gebt unserm Gott die Ehre! /Die falschen Götzen macht zum Spott;/ der Serr ist Gott! Der Serr ist Gott!/ Gebt unserm Gott die Ehrel 9. So kommet vor sein Angesicht,/ mit Jauchzen Dank zu bringen;/ bezahlet die gelobte Pflicht,/ und laßt uns fröͤhlich singen:/ Gott hat es alles wohl bedacht/ und alles, alles recht gemacht./ Gebt unserm Gott die Ehrel Joh. Jakob Schütz, + 1690. Mel. Allein GSott in der Söh sei Ehr.(Vorreformatorisch) Leipzig J539. 7 —— E= E Din Han— *————— — 9 E— I.— L— 15 her dem Zer⸗- ren CLob und Ehr/ aus Ein 0 der Got ⸗- tes Ruhm ver⸗mehrꝛè/ und ——— —— 8—2 freu⸗di ⸗ gem Ge⸗ 1*7 prei⸗ se sei ne Gu tel Ach 18 bet, EEEE 9 pft al le Gott,/ der uns be⸗-frei- et aus der — E 8—— ö—=—— Not,/ und dan⸗ ket sei⸗ nem Na menl 2. Cobt Gott und rühmet allezeit/ die großen Wunder⸗ werke,/ die Maͤjestät und Serrlichkeit,/ die Weisheit, Kraft und Stärke,/ die er beweist in aller Welt/ und dadurch alle Ding erhält;/ drum danket seinem Naͤmen! 3. Cobt Gott, der uns erschaffen hat,/ Ceib, Seele, Geist und Leben/ aus lauter väterlicher Gnad/ uns allen hat ge⸗ geben,/ der uns durch seine Engel schützt/ und täglich gibet, was uns nützt;/ drum danket seinem Waͤmen! 144 IIIII Lob⸗ und Danklieder I139 4. Cobt Gott, der uns schenkt seinen Sohn,/ der fuůr uns ist gestorben/ und uns des ewgen Lebens Rron/ durch seinen Tod erworben,/ der Tod und Hölle macht zu Spott/ und uns versöhnt mit unserm Gott;/ drum danket seinem Namen! 5. Cobt Gott, der in uns durch den Geist/ den Glauben angezündet/ und alles Gute noch verheißt, /uns stärket, kräftigt, gründet;/ der uns erleuchtet durch sein Wort,/ regiert und heiligt fort und fort;/ drum danket seinem Namen! 6. Cobt Gott, der auch das gute Werk,/ so in uns an⸗ gefangen,/ vollführen wird und geben Stärk,/ das Rleinod zu erlangen,/ das er hat allen dargestellt/ und seinen Gläubgen vorbehält;/ drum danket seinem Naͤmen! 7. Cobt Gott, ihr starken Seraphim,/ ihr Fürsten und ihr Thronen!/ Es loben Gott mit heller Stimm,/ die hier auf Erden wohnen! /Lobt Gott und preist ihn früh und spat!/ Ja alles, was nur Odem hat,/ das danke seinem Namen! Cyriakus Günther, 1 J1704. 139 Ansbach 1665 . e H + o⸗ be den Her ren, od mei ne See⸗lel/ Uweil ich noch Steunden—— Er ⸗ den zäh ⸗le,/ 1 ...... Ich will ihn lo ben bis zum Tod; 1 ö will lob⸗—— mei⸗nem Gott.) Der Leib und 4 4 1 — r, Seel ge ⸗ ge⸗ ben hat,/ wer⸗de ge⸗ prie ⸗sen I. ö —————.———— 2 ——.— fruh und spat./ al⸗le lu⸗ ja, Hal ⸗le⸗lu⸗ jal 14⁵ —.— 139 ob⸗ und Danklieder 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, /und sinken nieder in den Staub;/ ihre Anschläge sind auch ver— loren,/ wenn nun das Grab nimmt seinen Raub./ Weil dann kein Mensch uns helfen kann,/ rufe man Gott um Bilfe an./ Halleluja, Salleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen,/ des Silfe der Gott Jaͤkobs ist,/ der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen/ und hofft getrost auf Jesum Christ./ Wer diesen Berrn zum Beistand hat,/ findet am besten Rat und Tat./ Balleluja, Sallelujal 7J. Dieser hat Simmel und Meer und Erden,/ und was darinnen ist, gemacht; /alles muß treulich erfullet wer— den,/ was er uns einmal zugedacht. /Er ists, der Zerrscher aller Welt,/ welcher uns ewig Glauben hält./ Halleluja, Ballelujal S. Zeigen sich solche, die Unrecht leiden,/ er ists, der ihnen Recht verschafft;/ Hungrigen will er zur Speis bescheiden,/ was ihnen dient zur Cebenskraft./ Die hart Gebundnen macht er frei,/ und seiner Gnad ist mancherlei./ Halleluja, Balleluja! 6. Sehende Augen gibt er den Blinden, /erhebt, die tief⸗ gebeuget gehn;/ wo er kann einige Fromme finden,/ die läßt er seine Liebe sehn. /Sein Aufsehn ist des Fremden Trutz,/ Witwen und Waisen nimmt er in Schutz. JHalle— luja, Salleluja! 7. Aber der Gottesvergeßnen Tritte/ kehrt er mit starker Band zurück,/ daß sie nur machen verkehrte Schritte/ und fallen selbst in ihren Strick./ Der Serr ist König ewig⸗— lich;/ Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Ballelujal! ö 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen/ des, der so große Wunder tut! /Alles, was Odem hat, rufe Amen/ und bringe CLob mit frohem Mut./ Ihr Rinder Gottes, lobt und preist/ Vater und Sohn und heilgen Geist./ Halleluja, 131 Hal lelujal Joh. Daniel Serrnschmidt, 1 1723. 146 V sss◻ NZIIA der und ver⸗ Weil um Bott läßt iesen at./ was Wer⸗ scher luja, hnen den,/ dnen Iuja, tief⸗ die mden Zalle⸗ tarker und ewig⸗ eluja, 8, der men/ „lobt eluja, +I723. Lob⸗ und Danklieder 14⁰0 140 Frankfurt a. M. I738. SSSSSEE O daß ich taͤusend Jun-gen hät⸗te/ und so stimmt ich da-mit um die Wet⸗te/ vom E— ID— EE ei⸗ nen tau⸗- send⸗fa chen Nund al⸗ler- tief- sten Ser⸗zens⸗grund S nach dem an⸗ dern an/ von dem, was Gott an mir ge⸗tan. 2. O daß doch meine Stimme schaͤllte/ bis dahin, wo die Sonne steht!/ O daß mein Blut mit Jauchzen wallte,/ so lang es noch im Caufe geht!/ Ach, wär ein jeder Puls ein Dank/ und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? /Auf, auf, braucht allen euren Fleiß/ und stehet munter im Geschafte/ zu Gottes, meines Herren, Preis!/ Mein Ceib und Seele, schicke dich/ und lobe Gott herzinniglich. 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern,/ bewegt und regt euch doch mit mir!/ Ihr schwanken Gräslein in den Fel⸗ dern,/ ihr Blumen, laßt doch eure Zier/ zu Gottes Ruhm belebet sein/ und stimmet lieblich mit mir ein. 5. Ach, alles, alles, was ein Leben/ und einen Odem in sich hat,/ soll sich mir zum Gehilfen geben;/ denn mein Vermoͤgen ist zu matt,/ die gęroßen Wunder zu erhöhn,/ die allenthalben um mich stehn. 6. Wer überströmet mich mit Segen? /Bist du es nicht, o reicher Gott?/ Wer schutzet mich auf meinen Wegen?/ Du, du, o Herr Gott Jebaoth!/ Du trägst mit meiner Sün— denschuld/ unsäglich gnädige Geduld! 7. Auch hab ich es mein Lebetage/ schon so manch liebes Mal gespürt,/ daß du mich unter vieler Plage/ zwar 14⁷ ein Lob-lied I41 Lob⸗ und Danklieder wunderbar, doch wohl geführt;/ denn in der größesten Ge— fahr/ waͤrd ich dein Trostlicht stets gewahr. 8. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden/ in deinem steten Lobe stehn? /Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden/ nicht triumphierend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein,/ so will ich doch nicht traͤurig sein. 9. Ich will von deiner Guͤte singen,/ solaͤnge sich die Junge regt;/ ich will dir Freudenopfer bringen,/ solange sich mein Herz bewegt;/ ja, wenn der Mund wird kraftlos sein,/ so stimm ich doch mit Seufzen ein. J0. Ach nimm das arme Cob auf Erden,/ mein Gott, in allen Gnaͤden hin;/ im Simmel soll es besser werden,/ wenn ich verklärt und selig bin;/ da sing ich dir im höhern Chor/ viel taͤusend Salleluja vor! Johann Mentzer, + 1734. Mel. ZJesu, meines Lebens Leben. 1 41 A ö 6.— E Wo⸗mit soll ich dich wohl lo⸗ben,/ mäch⸗ti ⸗ger Herr Sen⸗de mir da-zu von o⸗ben/ dei⸗nes Gei⸗stes Christoph Anton, I65J. II + —.....—— 2———ᷣẽ ———.— ISDIDISIiiiDi‚i — Je⸗ ba⸗ oth?ꝰ Rraft, mein Gott; ——.‚3— rei chen/ dei⸗ ne Gnad und Lie-bes-zeichen./ Tausend⸗, denn ich kann mit nichts er⸗ —— tau⸗send⸗mal sei dir,/ gro⸗ßer Ro nig, Dank da⸗für! 2. Herr, entzünde mein Gemüte,/ daß ich deine Wunder— macht,/ deine Gnade, Treu und Güte /stets erhebe Tag und Nacht;/ denn von deinen Gnaͤdengüssen/ Leib und 14⁸ 2 lieder Lob⸗ und Danklieder 141 en Ge⸗ Seele zeugen müssen. /Tausend-, tausendmal sei dir,/ großer König, Dank dafür! demem 3. Denk ich, wie ich dich verlassen/ und gehäufet Schuld eiden/ auf Schuld,/ so möcht ich vor Scham erblassen/ vor der ch der Cangmut und Geduld,/ womit du, o Gott, mich Armen/ ö haͤst getragen voll Erbarmen./ Taͤusend⸗, taͤusendmal sei ich die dir,/ großer König, Dank dafürl olange 4. Bald mit Cieben, bald mit Ceiden/ kamst du, Serr, aftlos mein Gott, zu mir,/ nur mein Herze zu bereiten,/ ganz sich zu ergeben dir,/ daß mein gänzliches Verlangen/ möcht an ott, in deinem Willen haͤngen. /Tausend-, tausendmal sei dir,/ den, großer RKönig, Dank dafürl boͤhern S. Wie ein Vater nimmt und gibet,/ wie's den Kindern +737. nützlich ist,/ so hast du mich auch geliebet,/ Serr, mein Gott, zu jeder Frist/ und dich meiner angenommen,/ wenns auch gleich aufs höchste kommen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ großer König, Dank dafüuͤr. —— 6. Mich hast du auf Adlersflügeln /oft getragen väter⸗ lich,/ in den Tälern, auf den Hügeln/ wunderbar errettet n, I65J. mich;/ wenn schien alles zu zerrinnen,/ ward doch deiner ises Hilf ich innen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ großer Rönig, Dank dafür! — 7. Fielen Tausend mir zur Seiten/ und zur Rechten zehn— —0— mal mehr,/ ließest du mich doch begleiten/ durch der Engel starkes Heer,/ daß den Vöten, die mich drangen,/ ich bin 423. dennoch stets entgangen./ Taͤusend⸗, tausendmal sei dir,/ ..— großer Rönig, Dank dafür! —.— 8. Vater, du hast mir erzeiget/ lauter Gnad und Güͤtig⸗ — keit;/ und du hast zu mir geneiget,/ Jesu, deine Freundlich⸗ send-⸗, keit;/ und durch dich, o Geist der Gnaden,/ werd ich stets — noch eingelaͤden./ Taͤusend⸗, taͤusendmal sei dir,/ großer — Rönig, Dank dafuͤr! fuͤrl 9. Tausendmal sei dir gesungen,/ Herr, mein Gott, Preis, LCob und Dank,/ daß es mir bisher gelungen;/ ach, laß under⸗ meinen Cebensgang /ferner doch durch Jesu Ceiten/ nur e Tag gehn in die Ewigkeiten;/ da will ich, Serr, für und für/ b und ewig, ewig danken dir. Ludwig Andreas Gotter, f I735. 1⁴ 142.I43 Lob⸗ und Danklieder I42 Mel. Wunderbarer Rönig(Nr. 130. J. Unumschränkte Ciebe,/ gönne blöden Augen,/ die sonst kaum auf Erden taͤugen,/ daß sie in die Strahlen/ deiner Cangmut blicken,/ die den Erdkreis wärmend schmücken,/ und zugleich/ freudenreich/ Bösen und den Deinen/ mit der Sonne scheinen. 2. Wasser, Cuft und Erde,/ ja dein ganz Gebiete/ ist ein Schauplatz deiner Güte; /deiner LCangmut Ehre s/ wird durch neue Proben/ immer herrlicher erhoben./ O wie weit,/ o wie breit/ über Berg und Huͤgel/ streckt sie ihre Flügell 3. Was wir davon denken,/ was wir sagen können,/ ist ein Schatten nur zu nennen./ Tag und Nacht zu schonen,/ Tag für Tag zu dulden/ so viel Millionen Schulden/ und dazu/ ohne Ruh/ lieben für das Sassen:/ Herr, wer kann das fassenꝰ J. Du vergibest Sunde,/ hörst der Sünder Flehen,/ wenn sie weinend vor dir stehen;/ deine Rechte dräuet/ und erbarmt sich wieder,/ legt die Pfeile gerne nieder,/ da man doch,/ wenn du noch/ sie kaum weggeleget,/ dich zum ZJorn erreget. S. Berr, es hat noch keiner,/ der zu dir gegangen,/ statt der Gnaͤde Recht empfangen./ Wer zu deinen Füßen/ sich mit Tränen senket,/ dem wird Straf und Schuld ge— schenket./ Unser Schmerz/ rührt dein Serz,/ und du willst der Armen/ gnädig dich erbarmen. G. Rönig, sei gepriesen,/ daß du so verschonest/ und uns nicht nach Werken lohnest;/ deiner Hand sei Ehre,/ die so wohl regieret/ und mit Ruhm das Szepter führet./ Fahre fort,/ Jions Hort,/ Langmut auszuuͤben/ und die Welt zu lieben. Joh. Jakob Rambach, 1735. 143 Mel. Es ist das Seil uns kommen her(Nr. I37). J. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht,/ die Weisheit deiner Wege,/ die Liebe, die für alle wacht,/ anbetend über⸗ lege,/ so weiß ich, von Bewundrung voll,/ nicht, wie ich dich erheben soll,/ mein Gott, mein Zerr und Vater. 15⁰ lieder Zob⸗ und Danklieder 144 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt,/ die Wunder deiner Werke;/ der Himmel, prächtig ausgeschmückt,/ preist dich, die du Gott der Stärke./ Wer hat die Sonn an ihm erhoͤhtꝰ/ hlen/ Wer kleidet sie mit Majestät?/ Wer ruft das Zeer der rmend Sterne? d den 3. Wer mißt dem Winde seinen Cauf?/ Wer heißt die Bimmel regnen? /Wer schließt den Schoß der Erde auf,/ ist ein mit Vorrat uns zu segnen?/ O Gott der Macht und Serr⸗ wird lichkeit!/ Gott, deine Güte reicht so weit,/ so weit die weit,/ Wolken reichen. Flügell J. Dich predigt Sonnenschein und Sturm,/ dich preist der n,/ ist Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm,/ onen,/ bringt meinem Sthöpfer Ehre!l/ Mich, ruft der Baum in und seiner Pracht,/ mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht./ r kann Bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Ceib, den deine Band/ so wunderbar enn sie bereitet,/ der Mensch, ein Geist, den sein Verstand,/ dich zu barmt erkennen, leitet,/ der Mensch, der Schöpfung Ruhm und doch,/ Preis,/ ist sich ein täglicher Beweis/ von deiner Güt und rreget. Größe. ö ö ö statt 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist,/ erhebe seinen Namenl/ / sich Gott, unser Vater, sei gepreist,/ und alle Welt sag' Amen!/ Und aͤlle Welt fürcht' ihren Zerrn/ und hoff' auf ihn und ld ge⸗ willst dien' ihm gern!/ Wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Sellert, 4 1769. d uns 144 die so Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. J. A. Freylinghausen, Salle 1704. Fahre velt;.::..—.— ——— Zne vie ene din Wie groß ist des All-mächt⸗gen Gü⸗ tel/ I. der mit ver⸗ här te⸗ tem Ge⸗ mü⸗ te/ x e e, d uͤber— eern Dr Ho wie ich Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt?l Nei den Dank er⸗-stickt, der ihm ge⸗-bührt? 3 I51 ———— CCCꝗCꝗCZJCCSIPIPIPIPIIIIIIII 144 Lob⸗ und Danklieder SSSSI sei⸗ ne CLie⸗be zu er⸗mes⸗sen,/ sei e⸗ wig mei⸗ne 1 ——.—— *. D größ⸗te Pflicht./ Der Herr hat mein noch nie ver— x E—. ges⸗sen,/ ver⸗giß, mein Herz, auch sei- ner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet?/ Der Gott, der meiner nicht bedarf./ Wer hat mit Langmut mich geleitetꝰ/ Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissenꝰ/ Wer gibt dem Geiste neue Kraft?/ Wer läßt mich soviel Glück genießen?/ Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Ceben,/ zu welchem du erschaffen bist,/ wo du, mit Serrlichkeit umgeben,/ Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du haͤst ein Recht zu diesen Freuden,/ durch Gottes Güte sind sie dein./ Sieh, darum mußte Christus leiden,/ damit du könntest selig sein. 4J. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren/ und seine Güute nicht verstehn? /Er sollte rufen, ich nicht hören?/ den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn?/ Sein Will ist mir ins Berz geschrieben; /sein Wort bestärkt ihn ewiglich./ Gott soll ich uͤber alles lieben/ und meinen Nächsten gleich als mich. S. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: /ich soll voll⸗ kommen sein wie er./ Solang ich dies Gebot erfülle,/ stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele,/ so treibt sie mich zu jeder Pflicht,/ und ob ich schon aus Schwaͤchheit fehle,/ herrscht doch in mir die Sunde nicht. G. O Gott, laß deine Güt und Liebe/ mir immerdar vor Augen sein! /Sie stärk' in mir die guten Triebe,/ mein ganzes CTeben dir zu weihn. Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen,/ sie leite mich zur Jeit des Glücks,/ und sie be⸗ sieg' in meinem Herzen/ die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 152 lieder Lob- und Danklieder 145 — 145⁵ Phil. Emanuel Bach, 1787. —0— 44 ine O—.— ii ri,—— é * — J. Gott ist mein Lied!/ Er ist der Gott der SSSDS— 9 ri..,.—— — Stär⸗ ke;/ groß ist sein Nam,/ und groß sind sei⸗ ne ............. 1t, der EE EEEEEEEEEEH en Wwer⸗ke,/ und al⸗le Sim-mel sein Ge⸗ biet. tmich 2. Er will und sprichts,/ so sind und leben Welten,/ und hafft? er gebeut,/ so fallen durch sein Schelten/ die Bimmel em du wieder in ihr Vichts. Gott 3. Licht ist sein Kleid/ und seine Wahl das Beste;/ er diesen herrscht als Gott,/ und seines Thrones Feste/ ist Wahrheit darum und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich,/ ein Meer von Seligkeiten,/ ohn An⸗ e Güte fang Gott/ und Gott in ewgen Zeiten,/ Herr aller Welt, / den wer ist dir gleich? 5. Was ist und war/ im Himmel, Erd und Meere,/ das „Gen kennet Gott,/ und seiner Werke Heere/ sind ewig vor ihm s mich. offenbar. 1 voll 6. Er ist um mich,/ schafft, daß ich sicher ruhe;/ er schafft, stell was ich/ vor oder nach mals tue,/ und er erforschet mich und meiner dich.—— ö „ schon 7. Er ist dir nah,/ du sitzest oder gehest; ob du ans enicht. meer,/ ob du gen Zimmel flöhest,/ so ist er allenthalben da. ar vor 8. Er kennt mein Flehn/ und allen Rat der Seele./ Er mein weiß, wie oft/ ich Gutes tu und fehle,/ und eilt, mir zeit der gnädig beizustehn. sie be⸗ 9. Er wog mir dar,/ was er mir geben wollte,/ schrieb ublicks. auf sein Buch,/ wie lang ich leben sollte,/ da ich noch un⸗ „ + eo. bereitet war. 153 146 Lob⸗ und Danklieder J0. Nichts, nichts ist mein,/ das Gott nicht angehöre;/ Berr, immerdar/ soll deines Namens Ehre,/ dein Cob in meinem Munde sein. II. Wer kann die Pracht/ von deinen Wundern fassen?/ Ein jeder Staub,/ den du haͤst werden lassen,/ verkündigt seines Schöpfers Macht. I2. Der kleinste Halm/ ist deiner Weisheit Spiegel./ Du, LCuft und Meer,/ ihr Auen, Tal und Hugel,/ ihr seid sein ö Loblied und sein Psalm. I3. Du tränkst das Cand,/ führst uns auf grüne Weiden,/ und Nacht und Tag/ und Rorn und Wein und Freuden/ empfaͤngen wir aus deiner Hand. I4. Kein Sperling fällt,/ Herr, ohne deinen Willen; sollt ich mein Herz/ nicht mit dem Troste stillen,/ daß deine Hand mein Leben hält? I5. Ist Gott mein Schutz,/ will Gott mein Retter werden // so frag ich nichts/ nach Zimmel und nach Erden/ und biete selbst der Hölle Trutz. Christian Fürchtegott Gellert, 1 1769. 146 Joh. Zoachim Muanz, 1760. J. Die HSim mel rüh-men des E-⸗ wi⸗gen ————— ö L 2————— 4 * 41—1 2—— 4... Eh ⸗re; ihr chall vflanzt sei⸗⸗ nen Wa⸗ men i—— fort; sihnu rühmt der Erd⸗kreis, ihn prei- sen die Mee re,/ vernimm, o Mensch, ihr gött-lich Wort. 2. Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne? /Wer fuͤhrt die Sonn aus ihrem Zelt?/ Sie kommt und leuchtet und laͤcht uns von ferne/ und läuft den Weg gleichwie ein Held— 15⁴ e, Mel. der rez/ b in enꝰ/ digt Du, sein den,/ den len; deine rden// »biete +769, v ort. er füͤhrt tet und in Held. Lob⸗ und Danklieder 147 3. Vernimms und siehe die Wunder der Werke,/ so die Natur dir aufgestellt. Verkündigt Weisheit und Ordnung und Stärke/ dir nicht den Zerrn, den Herrn der Welt? 4. Kannst du der Wesen unzählbare Heere,/ den kleinsten Staub fühllos beschaͤun? /Durch wen ist alles? O gib ihm die Ehre!/„Mir,“ ruft der Herr,„sollst du vertraun!“ 5.„Mein ist die Kraft, mein ist dSimmel und Erde,/ an meinen Werken kennst du mich./ Ich bins, der ich war und der ich sein werde,/ dein Gott und Vater ewiglich.“ G.„Ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit und Güte,/ ein Gott der Ordnung und dein Heil./ Ich bins, mich liebe von ganzem Gemüͤte/ und nimm an meiner Gnade teil!“ Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 14⁷ Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Frankfurt a. M. I738. —————— Geht hin, ihr gläu⸗-bi⸗gen Ge⸗ dan⸗ken,/ ins er- hebt euch ü⸗-ber al⸗le Schranken/ der wei te Feld der E-wig-keit; al ten und der neu ⸗en Zeit; ———.— en a ———.——— EEEE Gott die Cie-be sei,/ die e⸗wig aͤlt und e⸗wig neu. 2. Der Grund der Welt waͤr nicht geleget,/ der Himmel waͤr noch nicht gemacht,/ so hat Gott schon den Trieb ge— heget,/ der mir das Beste zugedacht;/ da ich noch nicht ge⸗ schaffen war,/ da reicht er mir schon Gnade dar. 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben /durch seinen eingebornen Sohn;/ den wollt er mir zum Mittler geben,/ den macht er mir zum Gnadenthron;/ in dessen Blute sollt ich rein,/ geheiliget und selig sein. er⸗ wägt, daß 155 ————— 147 CLCob⸗ und Danklieder 4. O Wunderliebe, die mich wählte/ vor allem An⸗ beginn der Welt/ und mich zu ihren Rindern zählte,/ für welche sie das Reich bestellt!/ O Vaterland, o Gnaͤden— trieb,/ der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte/ hinauf zu dieser Quelle steigt,/ von welcher sich ein Strom der Güte/ zu mir durch alle Jeiten neigt,/ daß jeder Tag ein Jeugnis gibt:/ Gott hat mich je und je geliebt! E. Wer bin ich unter Millionen/ der Rreaturen seiner Macht,/ die in der Höh und Tiefe wohnen,/ daß er mich bis hierher gebracht? JIch bin ja nur ein dürres Blaͤtt,/ ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe/ der herzlichen Barm⸗ herzigkeit,/ womit, o Schöpfer aller Dinge,/ mich deine Ciebe stets erfreut;/ ich bin, o Vater, selbst nicht mein,/ dein bin ich, Serr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner Flügel/ find ich die un⸗ gestörte Ruh. /Der feste Grund hat dieses Siegel:/ wer dein ist, Serr, den kennest du./ TCaß Erd und Simmel untergehn,/ dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9. Wenn in dem Vampfe schwerer Ceiden /der Seele Mut und Kraft gebricht,/ so salbest du mein Zaupt mit Freuden,/ so tröstet mich dein Angesicht;/ da spür ich deines Geistes Rraft,/ die in der Schwaͤchheit alles schafft. J10. Die Zoffnung schauet in die Ferne/ durch alle Schatten dieser Jeit;/ der Glaͤube schwingt sich durch die Sterne/ und sieht ins Reich der Ewigkeit;/ da zeigt mir deine milde Hand/ mein Erbteil und gelobtes Cand. II. Ach könnt ich dich nur besser ehren,/ welch edles Cob⸗ lied stimmt' ich an!/ Es sollten Erd und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir getan;/ nichts ist so köstlich, nichts so schön,/ als, höchster Vater, dich erhöhn. I2. Doch nur Geduld! Es kommt die Stunde,/ da mein durch dich erlöster Geist/ im höhern Chor mit frohem Munde/ dich, schönste Ciebe, schöner preist,/ drum eilt mein Berz aus dieser Jeit/ und sehnt sich nach der Ewigkeit. Joh. Gottfried Serrmann, 1 I70l. 156 lieder n An⸗ „/ fůr naden⸗ auf zu Güte/ eugnis seiner rich bis t, /ein Barm⸗ 5deine nein,/ die un⸗ wer dimmel Seele pt mit pür ich schafft. ch alle irch die igt mir es Cob⸗ „ören, köstlich, da mein frohem ilt mein eit. n, + I7ol. S—— . Burg ist un ⸗ser frei aus al⸗ler 7⁵— 8— 9 ö— 8 Gott,/ ein gu⸗- te Wehr und Waf⸗fen; D Not,/ die uns jetzt hat be⸗ trof fen.) 7 hun. — 0 0 8 ( ist;/ auf Erd ist nicht seins Glei-chen. 149 Rirche 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan,/ wir sind gar bald verloren;/ es streit't für uns der rechte Mann,/ den Gott hat selbst erkoren./ Fragst du, wer der ist: /er heißt Jesus Christ,/ der Herr Zebaoth,/ und ist kein andrer Gott;/ das Feld muß er behaͤlten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär/ und wollt uns gar verschlingen,/ so fürchten wir uns nicht so sehr,/ es soll uns doch gelingen./ Der Fürst dieser Welt,/ wie saͤur er sich stellt,/ tut er uns doch nicht;/ das macht, er ist gericht't, ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stan/ und kein' Dank dazu haben; /er ist bei uns wohl auf dem Plan/ mit seinem Geist und Gaben./ Wehmen sie den Ceib,/ Gut, Ehr, Kind und Weib: /laß fahren dahin,/ sie habens kein Gewinn;/ das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther, 1 J1546 1 49 Wittenberg 1533 —2— HII J. Er⸗-haͤlt uns, Serr, bei dei nem Wort/ und — ö—— é ö 34.. 2—.— steur' der Fein-de Trug und Mord,/ die 335—65 Christum ꝙ— ö E Dn x 3—3— n.= 2— dei⸗nen Sohn,/ wol⸗len stür⸗zen von dei— uem Ehrn 2. Beweis dein Macht, Serr Jesu Christ,/ der du Hen aller Herren bist;/ beschirm dein arme Christenheit,/ daß si dich lob in Ewigkeit. 3. Gott heilger Geist, du Tröster wert,/ gib dei'm Voll ein'rlei Sinn auf Erd;/ steh bei uns in der letzten Wot, leit uns ins Leben aus dem Tod. 158 Martin Luther, 1 I54%0 Lirche r bald 1Gott Jesus 3/ das llt uns es soll er sich icht't, E dazu seinem „Ehr, is kein „+ I54ʃ. erg I53½3 Rirche 15⁰ 1 50 Erfurt 1524. 5—0———.— Ach Gott, vom Sim-mel sieh dar- ein/ und wie we⸗ nig sind der Beil- gen dein,/ ver— ——— 3 2— lan dich des er der Dein wort man las⸗sen sind wir Ar⸗ men! E——.——— —— .. d,... läßt nicht ha-ben wahr,/ der Glaub ist auch ver— I.. 4—— 2—— EIEE lo⸗schen gar/ bei al⸗-len menschen kin dern. 2. Sie lehren eitel falsche Cist,/ was eigner Witz er⸗ findet;/ ihr Herz nicht eines Sinnes ist/ in Gottes Wort gegründet;/ der wählet dies, der andre das,/ sie trennen uns ohn alles Maß/ und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten aller Cehr,/ die falschen Schein uns lehren/ und sich vermessen hoch und sehr:/„Trotz dem, ders uns will wehren!/ Wir haben Recht und Macht allein,/ was wir setzen, gilt allgemein; /wer ist, der uns sollt meistern?“ 4. Darum spricht Gott:„Ich muß auf sein,/ die Armen sind verstöret;/ ihr Seufzen dringt zu mir herein,/ ich hab ihr Klag erhöret;/ mein heilsam Wort soll auf den Plan,/ getrost und frisch sie greifen an/ und sein die Kraft der Armen.“ S. Das Silber, durchs Feu'r siebenmal/ bewährt, wird laͤuter funden;/ an Gottes Wort man warten soll/ des— gleichen alle Stunden. /Es will durchs Kreuz bewähret sein;/ da wird sein Kraft erkannt und Schein/ und leucht't stark in die Lande. 6* 159 15I.I52 Rirche 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein/ vor diesem arg'n Geschlechte,/ und laß uns dir befohlen sein,/ daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt,/ wo diese losen CLeute sind/ in deinem Volk erhaben. Martin Luther, 1 1546. 151 Mel. Erhalt uns, Serr, bei deinem Wort(Nr. 140). J. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ,/ weil es nun Abend worden ist;/ dein göttlich Wort, das helle Licht,/ laß ja bei uns auslöschen nicht. 2. In dieser schwerbetrübten Zeit/ verleih uns, Berr, Beständigkeit,/ daß wir dein Wort und Saͤkrament/ be— halten rein bis an das End. 3. Gib Glück und Seil zu deinem Wort,/ damit es schall an allem Ort;/ gib deiner Rirche Gnad und Buld,/ Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. J. Den stolzen Geistern wehre doch,/ die mit Gewalt sich heben hoch/ und bringen stets was Neues her,/ zu fälschen deine rechte Cehr. 5. Die Sach und Ehr, Serr Jesu Christ,/ nicht unser, sondern dein ja ist;/ darum, so steh du denen bei,/ die sich auf dich verlaͤssen frei. G. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz/ und deiner Rirche waͤhrer Schutz; /dabei erhaͤlt uns, lieber Herr,/ daß wir nichts andres suchen mehr. 7. Hilf leben uns in deinem Wort/ und daraͤuf mutiz fahren fort/ von hinnen aus dem Jammertal/ zu dir in deinen Simmelssaal. 161I.V. 3 bis 7 von Nikolaus Selnecker, 4I592 Mel. Christus, der ist mein Leben. 1 52 Melchior Vulpius, I609. H—— E=TA 2——053—— VX— D. e. L J. Ach bleib mit dei⸗ ner Gna⸗de/ bei uns, Zerr Je⸗su dei arg'n chs in / wo +J546, 8 nun icht,/ Berr, t/ be⸗ schall Fried, alt sich älschen unser, die sich ircht õaß wir f mutiz u dir in er, TI59½ ius, I659. Je⸗-su Rirche ErE=—.——..— ö Christ,/ daß uns hinfort nicht schade/ des bösen Feindes Citt. 2. Ach bleib mit deinem Worte/ bei uns, Erlöser wert,/ auf daß uns hier und dorte/ sei Güt und Seil beschert. 3. Ach bleib mit deinem Glanze/ bei uns, du wertes Licht;/ dein Wahrheit uns umschanze,/ damit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen/ bei uns, du reicher Serr;/ dein Gnad und all Vermögen/ in uns reichlich vermehr. S. Ach bleib mit deinem Schutze /bei uns, du starker Held,/ daß uns der Feind nicht trutze,/ noch fäll die boͤse Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue/ bei uns, mein SZerr und Gott,/ Beständigkeit verleihe,/ hilf uns aus aller Wot! Jo sua Stegmann, 1 J632. 153 —— ½ πνπιπ¹⁰ν Mel. Rommt her zu mir,——— Gottes Sohn. I530. 4 —.——. I E—..... I. Ver⸗ za⸗ ge nicht, du Haͤuf⸗lein klein,/ ob⸗schon die — — ——— é———— Sii. Fein⸗-de wil⸗lens senn 855——.— zu zer⸗stö⸗ren,/ 2 2— ö 2 ——.———.— und su⸗chen dei⸗ nen Un⸗ter⸗gang,/ da⸗ von dir wird ganz — *—— ——.—...——— angst und bang;/ es wird nicht lang mehr währen. 2. Des tröst' dich nur, daß deine Sach/ ist Gottes, dem be— fiehl die Rach,/ und laß es ihn nur walten; /er wird durch einen Gideon,/ den er wohl weiß, dir helfen schon,/ dich und sein Wort erhaͤlten. H 455 Rirche 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort,/ muß Teufel, Welt und Söllenpfort,/ und was dem tut anhangen,/ end⸗— lich werden zu dohn und Spott./ Gott ist mit uns und wir mit Gott;/ den Sieg woll'n wir erlangen. Michael Altenburg, 1 1640. Mel. Zion klagt mit Angst und Schmerzen(oder wie Nr. 177). J. Zion, gib dich nur zufrieden,/ Gott ist noch bei dir darin;/ du bist nicht von ihm geschieden,/ er hat einen Vatersinn./ Wenn er straft, so liebt er auch,/ dies ist sein geliebter Brauch./ Zion, lerne dies bedenken;/ warum willst du dich so kränken? 2. Treiben dich die Meereswellen/ in der wilden, tiefen See;/ wollen sie dich gar zerschellen,/ mußt du rufen Ach und Weh;/ schweigt dein Seiland still dazu,/ gleich als schlafend in der Ruh:/ Zion, laß dich nicht bewegen;/ diese Flut wird baͤld sich legen. 3. Berg und Felsen mögen weichen,/ ob sie noch so feste stehn;/ ja die ganze Welt desgleichen/ möchte gaͤr auch untergehn;/ dennoch haͤt es keine Not/ in dem Leben und im Tod!/ Zion, du kannst doch nicht wanken/ aus des ewgen Bundes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Tränen/ deine schönsten Perlen sein;/ stellt sich Seufzen nur und Stöhnen/ dir statt schöner Lieder ein; /ist der Spott dein täglich Brot/ und dein Trank die bittre Wot:/ Zion, laß dir doch nicht grauen;/ ö du kannst deinem Gott vertrauen. 5. Droht man dir mit Schmach und Banden,/ mit viel Qual und Serzeleid,/ dennoch wirst du nicht zuschanden,/ denk nur an die Ewigkeit;/ sei getrost und wohlgemut,/ denn der Serr ists, der es tut;/ Jion, Gott wird dich schon stärken,/ dieses mußt du eben merken. G. Freue dich, es kommt das Ende/ und der Abend schon herbei;/ gib dich nur in Gottes Hände,/ der macht dich von allem frei./ Für die Trübsal, Spott und Hohn/ gibt er dir die Freudenkron;/ Jion, Gott, dein Schutz, wird wachen und die Welt zuschaͤnden machen. 16²2 ufel, end⸗ wir 164⁰0. i dir inen sein wrum iefen Ach als diese feste auch und 5 des önsten r statt und uenz/ it viel den,/ mut,/ schon ˖schon ch von er dir achen Rirche 155 7. Balleluja!l Deine Wonne/ bricht anjetzt mit Macht her⸗ für;/ denn die schoͤne Gnadensonne,/ Jesus Christus, naht zu dir,/ gibt dir einen Freudengruß/ und den rechten Friedenskuß;/ Zion, wo ist nun dein Klagen?/ Jetzt kannst du von Freuden saͤgen. 8. Freuet euch, ihr Himmelserben,/ freuet euch mit Zion hier!/ Die vor Jammer wollten sterben,/ sollen leben fuͤr und für. Dort ist nicht mehr Angst und Qual/ in dem schönen Himmelssaal./ Zion, wer will dich nun scheiden/ von dem Lamm und ewgen Freuden? Zoachim Pauli, + 708. Mel. Valet will ich dir geben. 1 5 5 Melchior Teschner, 1613. E. 2 2 Er-halt uns dei ⸗ne Leh re,/ Herr, in der Uer- haͤlt dein Reich und meh-⸗re/ dein ed⸗le II +4—— .., n letz ten Jeit; Chri⸗- sten⸗heit; — x DD—.— ö—— e aur. ö EIEIEIEEESEEEEEE EEEE.— Glauben,/ der Zoff-nung hel⸗len Strahl;/ laß uns dein er ⸗ haͤlt stand⸗ haf⸗ ten ——.— + I ————.— *—— H 1— Wort nicht rau⸗-ben/ in die ⸗sem Jam- mer⸗tal. 2. Erhalt dein Ehr und wehre/ dem, was dir wider— spricht;/ erleuchte und bekehre,/ allwissend ewges Licht,/ was dich noch nicht erkennet./ Entdecke doch der Welt,/ der du dein Licht gegönnet,/ was einzig dir gefällt. 3. Erhalt, was du gebauet/ und durch dein Blut er— kauft,/ was du dir hast vertrauet/ und mit dem Geist 163 -IFISISISISISISIIIIIe 156 Rirche getauft./ Ob grimme Feinde stürmen/ zu deiner Rirche Fall,/ so wollest du sie schirmen/ als Hort und Felsenwall. 4. Erhalt uns, Herr, dein Erbe,/ dein wertes Heiligtum,/ zerbrich, zernicht, verderbe,/ was wider deinen Ruhm;/ laß dein Gesetz uns führen,/ gönn uns dein Himmelsbrot;/ laß deinen Schmuck uns zieren,/ heil uns durch deinen Tod. 5. Erhalt und laß uns hören/ dein Wort, das selig macht,/ den Spiegel deiner Ehren,/ das Licht in finstrer Nacht;/ laß diesen Born uns tränken/ im dürren Tal der Welt;/ laß diese Stimm uns lenken/ hinauf zum ewgen Jelt. 6. Erhalt in Sturm und Wellen der BKirche heilig Schiff/ und laß es nicht zerschellen/ an Sand und Felsen— riff; /gib, Serr, daß wir entrinnen/ der wilden Flut der Jeit,/ laß uns den Port gewinnen/ der selgen Ewigkeit. Mach Jo sua Stegmann, 1 1632, v. Undreas Gryphius, 1664. 1 56 Bernhard Klein, I823. J. Lö-wen, laßt euch wie- der⸗ fin⸗ den/ wie im —— a d— —————& 2—— er⸗sten Chri⸗-stentum, /die nichts konn-te ü-ber⸗ —— .= win⸗ den;/ seht nur an ihr Mär⸗tyr⸗ tum:/ wie in DD Lieb sie glüh⸗ten,/ wie sie Feu-er sprüh-ten,/ daß sich vor der Ster-bens-lust/ selbst die öl-le fürchten mußt' 16⁴ .——— Rirche 156 2. In Gefahren unerschrocken/ und von schnöden Lüsten rein,/ die zum Eitlen konnten locken,/ war damals des Zerrn Gemein./ Ihr Sinn drang zum Himmel;/ fern aus dem Getümmel/ waͤr erhoben Serz und Geist,/ suchte nicht, was zeitlich heißt. 3. Ganz großmuͤtig sie verlachten,/ was die Welt für Vor⸗ teil häͤlt;/ nach dem Reiche Gottes trachten,/ darauf war ihr Sinn gestellt. Im Unglück glückselig/ waren sie und froͤh⸗ lich,/ fern von Menschensklaverei/ und von ihren Banden frei. 4. O daß ich, wie diese waren,/ mich befänd' auch in dem Stand!/ Caß mich doch im Grund erfahren/ deine starke Zelfershand,/ mein Gott, recht lebendig!/ Gib, daß ich be⸗ staͤndig/ bis zum Tod durch deine Kraft/ uͤbe gute Ritterschaft. 5. Gib, daß ich mit Geisteswaffen/ kämpf in meines Jesu Stärk/ und ja niemals mög erschlaffen;/ daß mir dieses große Werk/ durch dich mog gelingen/ und ich tapfer ringen;/ daß ich in die Luft nicht streich,/ sondern bald das Jiel erreich. 6. Es dürft' wieder dazu kommen,/ daß der Feinde tolle wut/ zu der Schlaͤchtbank deine Frommen/ führte und ver⸗ göß ihr Blut./ Wach gemeiner Sage/ große Trübsalstage/ werden kommen uns zu Zaus/ und noch ein sehr haͤrter Straͤuß. 7. Ei wohlan, nur fein standhaftig!/ O ihr Brüder, tapfer draufl/ Casset uns doch recht herzhaftig/ folgen jener Zeugen Cauf./ Steht als Jesu Glieder,/ wenn der Feind sich wider/ euren Christenglauben setzt/ und das Schlachtschwert auf uns wetzt. 8. Gebt euch in das Ceiden wacker!/ Mit dem Blut der Maͤrtyrer/ wird getränkt der Kirchenaͤcker,/ und so treibt er um so mehr;/ alle Pflanzen sprossen,/ so damit begossen;/ o wie träͤgt er reichlich Frucht,/ von der Truͤbsal heimgesucht! 9. Romm, befrucht, o goldner Regen,/ uns, dein Erb, die dürre Erd,/ daß wir dir getreu sein mögen/ und nicht achten Feur und Schwert,/ als in Liebe trunken/ und in dir versunken./ Mach die Kirch an Glauben reich,/ daß das End dem Anfaͤng gleich. 1712. 157 Rirche 1 57 J. A. Freylinghausen, Salle 1704. PPIPI.IIIII + J. Fah⸗re fort, fah⸗re fort,/ z3i⸗ on, fah ⸗ re fort im Lichtl/ —.————.— ene—— Mache dei⸗nen LCeuch-ter hel-le,/ laß die er-ste II— T———.— CLie-be nicht,/ su⸗che stets die Ce-bensquel⸗le./ ZJi⸗- on, —— ö I—— drin⸗ge durch die en⸗ge Pfort!/ Fah⸗re fort, fah⸗re fortl 2. Ceide dich, leide dich,/ Jion, leide ohne Scheu JTrüb⸗ sal, Angst mit Spott und Hohne! /Sei bis in den Tod getreu,/ siehe auf die Lebenskrone./ Zion, fühlest du der Schlaͤnge Stich? /Leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht,/ Zion, folge nicht der Welt,/ wenn sie dich sucht groß zu machen! 7Achte nichts ihr Gut und Geld,/ nichts ihr Dräuen, nichts ihr Cachen./ Zion, wenn sie dir viel Cust verspricht,/ folge nicht, folge nichtl 4. Prüfe recht, prüfe recht,/ Zion, prüfe recht den Geist,/ der dir ruft zu beiden Seiten;/ tue nicht, was er dich heißt,/ laß nur deinen Stern dich leiten!/ Zion, beides, was da gut und schlecht,/ prüfe recht, prüfe recht! S. Dringe ein, dringe ein,/ Zion, dringe ein in Gottl!/ Stärke dich mit Geist und Ceben,/ sei nicht wie die andern tot,/ sei du gleich den grünen Reben. /Zion, in die Rraft, statt in den Schein,/ dringe ein, dringe ein! E. Brich herfür, brich herfür,/ Zion, brich herfür in KRraft!/ Weil die Bruderliebe brennet,/ zeige, was der in dir schafft,/ der als seine Braut dich kennet./ Zion, durch die dir gegebne Tür brich herfür, brich herfürl 166 Rirche 158 7. Halte aus, halte aus,/ Jion halte deine Treu,/ laß nicht lau und träg dich finden./ Auf, das Bleinod rückt herbeil /Auf, verlasse, was dahinten!;/ Zion, in dem letzten Rampf und Strauß/ haͤlte aus, halte aus! Joh. Eusebius Schmidt, 1 745. Mel. O Durchbrecher aller Bande. Herrnhaag 1740. E ö—.— ö— ——— ä.......... I... HBerz undHerz vereint zu⸗sammen,/ sucht in Got⸗tes las⸗set eu⸗re Lie⸗bes⸗flammen/ lo⸗dern auf den ........ I—.—.—.—.—.. —...———— Bakenen) er esbeudtem fim eiteroen, D.EE er das Licht und wir der Schein,/ er der Mei⸗ster, 2.—4—4 ——— S S..I..PIII........... wir die Bruü⸗der,/ er ist un-ser, wir sind sein. 2. Rommt, ach kommt, ihr Gnaͤdenkinder,/ und erneuert euern Bundl/ Schworet unserm Üüberwinder/ Lieb und Treu von Serzensgrund!/ Und wenn eurer Liebeskette/ Festigkeit und Stärke fehlt,/ o so flehet um die Wette,/ bis sie Jesus wieder stähltl 3. Cegt es unter euch, ihr Glieder,/ auf so treues Lieben an,/ daß ein jeder für die Bruͤder/ auch das Leben lassen kann./ So hat uns der Serr geliebet,/ so vergoß er dort sein Blut; /denkt doch, wie es ihn betrübet,/ wenn ihr euch selbst Eintrag tut. 4. Hallelujal Welche Söhen,/ welche Tiefen reicher Gnad,/ daß wir dem ins Auge sehen,/ der uns so geliebet . 159 RXKirche hat;/ daß der Vater aller Geister,/ der der Wunder Ab— grund ist,/ daß du, unsichtbarer Meister,/ uns so fuͤhlbar nahe bist. 5. O du treuster Freund, vereine/ deine dir geweihte Schar,/ daß sie es so herzlich meine,/ wie's dein letzter Wille war,/ und daß, wie du eins mit ihnen,/ also sie auch eines sei'n,/ sich in wahrer Ciebe dienen/ und einander gern erfreun. 6. Ciebe, hast du es geboten,/ daß man Liebe üben soll,/ o so mache doch die toten,/ trägen Geister lebensvoll!/ Jünde an die Liebesflamme,/ daß ein jeder sehen kann:/ wir, als die von einem Stamme,/ stehen auch für einen Mann. 7. Caß uns so vereinigt werden,/ wie du mit dem Vater bist,/ bis schon hier auf dieser Erden/ kein getrenntes Glied mehr ist,/ und allein von deinem Brennen/ nehme unser Licht den Schein./ Also wird die Welt erkennen,/ daß wir deine Jünger sei'n. Mikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1760. 1 59 Friedr. August Ihme, 1866. 45 2—— 28—9— + +— — IIIII———————— 205. Christus sei ne Rirche schuͤtzt,/ so mag die er, der zur Rechten Got⸗tes sitzt,/ hat Macht, ihr ——— E.— ů——* I——— Boͤl⸗le wu⸗ tenz ö. ö zu ge⸗bie⸗ten. Er ist mit Sil ⸗fe nah/ wenn er ge beut, stehts da./ Er schüt⸗-zet sei⸗ nen Ruhm/ und + IꝑSSSDSIRITTSESEeI‚IEe‚Rtrr 1— 2—— EE hält sein Sei ⸗lig⸗tum;/ mag doch die Söͤl⸗le wü ⸗ 168 DEEE IX Rirche 160 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron/ sich wider ihn empören,/ denn den Gesaͤlbten, seinen Sohn,/ den wollen sie nicht ehren./ Sie schämen sich des Worts/ des Heilands, unsers Horts;/ sein Kreuz ist selbst ihr Spott;/ doch ihrer lachet Gott,/ sie mögen sich empören. 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmähn,/ uns kann er sie nicht rauben./ Der Unchrist mag ihr widerstehn,/ wir halten fest am Glauben./ Gelobt sei Jesus Christ!/ Wer hier sein Jünger ist,/ sein Wort von Serzen hält,/ dem kann die ganze Welt/ die Seligkeit nicht rauben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut,/ laͤßt euch kein Drohn erschrecken!/ Der Gott, der von dem Him mel schaut,/ wird uns gewiß bedecken./ Der Herr Serr Jebaoth/ hält uͤber sein Gebot,/ gibt uns Geduld in Not/ und Kraft und Mut im Tod;/ was will uns denn erschrecken? Christian Fürchtegott Gellert, 4 J769. 160 Mel. Mein Jesu, dem die Seraphinen(Nr. I). J. Dein Wort, o Herr, bringt uns zusammen,/ daß wir in der Gemeinschaft stehn;/ es läßt an uns die heilgen Flammen /des Glaͤubens und der Liebe sehn./ Wir werden durch das Wort der Gnaden /aͤuch zur Gemein⸗ schaft jener Schar,/ die bei dem Herrn ist immerdar,/ ge⸗ lockt und kräftig eingeladen. 2. Wur Menschen, die von Gott geboren,/ die unter einem Zaupte stehn,/ die hat der Herr sich auserkoren,/ die läßt er Wunderliebe sehn;/ Gemeinschaft mit dem Vater haben/ und mit dem Sohn im heilgen Geist,/ das ist, was ihre Seelen speist:/ nur das kann sie vollkommen laben. 3. Der Glaͤubensgrund, auf dem wir stehen,/ ist Christus und sein teures Blut;/ das einge Ziel, darauf wir sehen,/ ist Christus, unser höchstes Gut;/ sein Wort die Regel, die wir kennen,/ sein Geist das Band, das uns verbindt;/ die Seelen all, die er gewinnt,/ sind, was wir heilge Rirche nennen. 169 ***...—— 161 Rirche 4. Was ist das für ein himmlisch Ceben,/ mit Vater, Sohn und heilgem Geist/ in seliger Gemeinschaft schweben,/ genießen das, was Gott verheißt!/ Wie flaͤmmen da die selgen Triebe!/ Gott schuͤttet in sein geistlich Saus/ die ganze Gnadenfülle aus:/ hier wohnet Gott, die ewge CLiebe. 5. Der Vater liebt und trägt die Kinder/ und schenkt den Geist, der Abba schreit;/ des Sohnes Treue schmückt die Sünder/ mit ewiger Gerechtigkeit;/ der heilge Geist tritt mit dem Ole/ des Friedens und der Freude zu;/ die Berzen schmecken Gottes Ruh,/ die Kraft durchdringet Ceib und Seele. G. Die Rinder, so ein Brot gegessen,/ die stehen auch fuͤr einen Mann;/ maͤcht sich der Feind an eins vermessen,/ sobald greift er sie alle an. Sie fallen betend Gott zu Füßen/ und siegen in des Zerren Rraft;/ sie wollen von der Brüderschaft/ auch das geringste Glied nicht missen. 7. Sie wallen mit verbundnen Serzen durchs Tränental ins Vaterland,/ versüßen sich die bittern Schmerzen;/ eins reicht dem andern seine Hand;/ sie wollen sich mit Freuden dienen,/ mit Herz und Auge, Sand und Fuß/ bis zu dem völligen Genuß /des großen Guts:„Ich, ich in ihnen.“ Joh. Ronrad Ludwig Allendorf, 4 1773. Mel. Nr. 148. 161 J. Berr, deine Kirche danket dir;/ noch wohnt dein Wort im Lande;/ von deiner Gnaͤde haben wir/ noch deinen Geist zum Pfande./ Kommt sie in Gefahr/ durch der Feinde Schar,/ dann, o Jesu Christ,/ besiege Macht und Cist/ und herrsch in jedem Cande. 2. Sei, Herr, mit uns! Verlaß uns nie,/ uns, deines LCeibes Glieder;/ hilf deiner Kirch und schütze sie,/ denn wir sind deine Brüder./ Sie, die dir vertraut,/ hast du selbst erbaut;/ ach, erhalt sie rein,/ und die den Bund entweihn,/ die heilige dir wieder. 3. Eins, Herr, ists, was den Frommen kränkt,/ daß unter deinen Christen/ noch mancher deiner nicht gedenkt,/ beherrscht von seinen CLuͤsten./ Vieler Glaub ist schwach,/ 17⁰ Th Wort einen haᷓ der t und deines denn selbst ihn,/ daß nkt,/ ach,/ Rirche 162 kalt die Lieb und ach,/ sie bedenken nicht,/ es wartet ein Gericht/ auf träge, sichre Christen. 4. Und du, o Jesu, bist so treul/ Ach, daß wir frömmer wären!/ Mach aͤlle Serzen rein und neu,/ laß alle sich be⸗ kehren./ Gib uns Wissenschaft,/ Glaͤube, LCieb und Rraft,/ gib Entschluß und Mut,/ zu wagen Ehr und Blut/ zum Preise deiner Cehren. 5. Entferne Zwietracht, Krieg und Mord,/ erhalt uns Ruh und Frieden./ Caß uns, gestärket durch dein Wort,/ im Guten nie ermüden./ Mache leicht, was drückt,/ gib uns, was beglückt./ Wach der Prüfungszeit/ ruf uns zur Seligkeit,/ zu deines dimmels Freuden. 6. Herr, deine Rirche streitet noch:/ hilf deiner Kirche siegenl/ Wie schwer ihr Kampf ist, müsse doch/ kein Kämpfer unter— liegen./ Sör ihr kindlich Flehn,/ eil, ihr beizustehn,/ daß sie standhaft sei,/ stets deiner Wahrheit treu,/ hilf deiner Kirche siegen! MNach Borchward, 1 1776, und Zoh. Andreas Cramer, 1788. 162 6—— ist das Seil uns kommen her.(Vorreformatorisch) Wittenberg 1523. ——— 955„ Die de dei⸗ nes Kreu-zes drohn,/ I. ber, Mitt⸗ler, Got⸗-tes Sohn,/ DD—.—'DIHIIAIAI —— 0 mannr, ——‚‚.—— dein Reich, Zerr, zu zer⸗ stö ⸗ ren;/ du kannst ih rem Trot-ze weh⸗ren. /Dein — EV x 240 ö de de d. Thron be⸗ ste het /ver⸗ geb⸗lich wird sich * I 2—————— vnen — wi⸗ der dich/ die Macht der Zöl⸗-le rü⸗ sten. 171 163 Rirche 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt,/ kein Werk von menschenkindern;/ drum konnt auch keine Macht der Welt,/ Serr, deinen Fortgang hindern./ Dein Erbe bleibt dir immerdar/ und wird selbst durch der Feinde Schaͤr/ zu deinem Ruhm sich mehren. 3. Du wollest deine ZSerrschaft noch/ auf Erden weit ver⸗ breiten/ und unter deinem saͤnften Joch/ zum Seil die Völker leiten./ Vom Aufgang bis zum Viedergang bring' alle Welt dir Preis und Dank/ und glaub' an deinen Namen! 4J. Auch deine Feinde, die dich schmähn,/ die frevelnd sich empören,/ laß deiner Gnade Wunder sehn,/ daß sie sich noch bekehren. Cehr sie mit uns gen HZimmel schaun/ und unerschüttert im Vertraun/ auf deine Jukunft warten. S. Uns, deine Gläubgen, wollest du/ fest in der Wahrheit gründen,/ daß wir für unsre Seelen Ruh/ in deiner Gnade finden./ Mach unsers Glaͤubens uns gewiß;/ vor Irrtum und vor Finsternis/ bewahr uns bis ans Ende. E. Dein Geist führ uns auf ebner Bahn/ und heilge unsern Willen,/ so wird dein Volk dir untertan,/ gern dein Gesetz erfüllen,/ bis du erscheinest zum Gericht/ und dann vor deinem Angesicht/ die Menschenkinder sammelst. 7. Voll Zuversicht erwaͤrten dich,/ Berr, alle deine Frommen/ und freun des großen Tages sich,/ da du wirst wiederkommen./ Dann werden wir, o Menschensohn,/ den uns verheißnen Gnaͤdenlohn, /dein Simmelreich, ererben. Balthasar Münter. 4 1793. Mel. Valet will ich dir geben(Nr. I55). J. Bis hierher und nicht weiter!/ Voch lebt der starke Beld,/ der sich, ein rechter Streiter,/ für seine Rirche stellt./ Ihr Feinde möget wüten,/ euch schon des Sieges freun;/ uns wird der Herr behüten,/ euch auseinanderstreun. 2. Wir stehn auf festem Grunde,/ wir haben Jesum Christ,/ der unserm Glaͤubensbunde/ ein Fels und Eckstein ist./ Wir wandeln in dem Glanze,/ der von dem Herrn aus⸗ geht,/ und er ist unsre Schanze,/ wenn unser Feind aufsteht. 17² irche Evon t der bleibt r/ zu it ver⸗ eil die ang deinen d sich ie sich und n. hrheit Gnade rrtum heilge vn dein d dann deine u wirst 1„,/den rerben. „+ I703. r starke stellt./ reun; . Jesum Eckstein rn aus; ufsteht. Rirche 164 3. Wer will von ihm uns scheiden,/ der blutend uns erwaͤrb,/ als er nach schwerem Ceiden/ den Tod am Rreuze starb?/ Wir bleiben an ihm hangen/ in Not und Traurigkeit,/ gebunden und gefangen,/ mit Christen⸗ freudigkeit. 4. Ungläubge, ihr mögt spotten,/ erfinden bösen Rat/ und euch zusammenrotten/ zu jeder Freveltat:/ er, Christus, ganz alleine/ beschützt, die ihm vertraut,/ die heilige Ge⸗ meine,/ auf ihn, den Fels, gebaut. 5. Und wenn aͤuch Berge weichen/ und Zůg el sinken ein,/ die Kirche ohnegleichen/ wird wohl bewahret sein./ Er wohnet bei ihr drinnen/ und hütet früh und spät;/ hell glänzen ihre Zinnen,/ darauf sein Zeichen steht. Christ. August Bähr, 1846. 16⁴ Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Frankfurt a. M. I599. 1—.— ö 14/ W 2 —..—:ĩ⸗„ü³: m + Got tes Stadt steht fest ge⸗grün-det /auf heil— Den⸗noch steht sie und wird ste⸗ hen,/ man wird ., His, Lt e mrere n i., gen Ber⸗gen; es ver⸗bün⸗det/ sich wi⸗der sie die an ihr mit Stau⸗nen se⸗ hen,/ wer hier die Zut und l ESöü * 2———— 45 ö ————.ĩ‚‚— .—— gan-ze Welt.„„ Wache haͤlt. Der Hůü⸗ter Is⸗ ra⸗- els/ ist ih ⸗ res ö ö B. ——.——————— Bei⸗les Fels./ HBal⸗-le⸗lu⸗ jal/ Cob⸗singt und sprecht:/ 173 Wohl dem Geschlecht,/ das in ihr hat das Bür⸗ger⸗recht. 2. ZJions Tore liebt vor allen/ der Serr mit gnädgem Wohlgefallen,/ macht ihre Riegel stark und fest,/ segnet, die darinnen wohnen,/ weiß überschwenglich dem zu lohnen,/ der ihn nur tun und walten läßt./ Wie groß ist seine Zuld,/ wie trägt er mit Geduld/ all die Seinen!/ O Gottes Stadt,/ du reiche Staͤdt,/ die solchen Serrn und König hat. 3. Große, heilge Dinge werden/ in dir gepredigt, wie auf Erden/ sonst unter keinem Volk man hört./ Gottes Wort ist deine Wahrheit,/ du haͤst den Geist und haͤst die Klar— heit,/ die alle Finsternis zerstört./ Da hört man fort und fort/ das teuerwerte Wort/ ewger Gnaͤde./ Wie lieblich V tönt,/ was hier versöhnt/ und dort mit ewgem Leben kront. 4. Auch die nichts davon vernommen,/ die fernsten Völker werden kommen/ und in die Tore Zions gehn./ Denen, die im Finstern saßen,/ wird auch der Serr noch predgen laͤssen,/ was einst für alle Welt geschehn./„Wo ist der Gottessohn?/ Wo ist sein Gnadenthron?“/ wird man fragen./ Dann kommt die Zeit,/ wo weit und breit/ er⸗ scheint der Herr der Serrlichkeit. 5. Darum stellet ein die RKlagen!/ Man wird noch einst zu Jion sagen: Wie mehrt sich deiner Bürger Jahll/ Voll Erstaunens wird man schauen,/ wie Gott sein Zion mächtig bauen/ und herrlich weitern wird einmal./ Erhebet Serz und Sinn!/ Es ist die Macht schier hin/ für die Seiden;/ es kommt ihr Taͤg,/ sie werden wach,/ und Israel folgt ihnen nach. 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden/ die Mutter aller Völker werden,/ die ewges Ceben fanden hier./ Welch ein Jubel, wie im Reigen, /wird einst von dir zum Simmel steigen!/ Die Cebensbrunnen sind in dir../ In dir das Wasser quillt,/ das alles Dürsten stillt./ Hallelujal/ Von Sůnd und Tod,/ von aller Not/ erlöst nur Einer, Zions Gott. Philipp Spitta, 4 JI859. 17⁴4 Rirchweihe Mel. Meinen Jesum laß ich nicht(Nr. 17½). J. Ach wie heilig ist der Ort!/ Ach wie selig ist die Stätte!/ Hier, hier ist des Simmels Pfort;/ hier erhöret Gott Gebete;/ hier erschallt sein teures Wort;/ o wie heilig ist der Ort! 2. Heil waͤr in des Zöllners Saus,/ weil er Christum auf— genommen,/ und hier rufet Jesus aus:/„Selig sind, die zu mir kommen!“/ Deren Herzen nimmt er ein,/ daß sie seine Tempel sein. 3. O welch Heil ist bis hierher/ diesem Bause wider— fahren!/ Wenn der Serr nicht bei uns waͤr,/ der sich uns will offenbaren,/ woher hätten wir den Geist,/ der den Weg zum Himmel weist? 4. O wie lieblich, o wie schön/ sind des Serren Gottes— dienste!/ Laß uns froh zu ihnen gehn;/ hier erlangt man zum Gewinste/ einen Schaͤtz, der ewig währt,/ den kein Rost noch Raub verzehrt. 5. Bleibe bei uns, liebster Gast;/ speis uns gnädig mit dem Worte,/ das du uns gegeben hast,/ Jesu, stets an diesem Orte! /Caß die Rirche feste stehn,/ bis die Welt wird untergehn! Benjamin Schmolck, 1 1737. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern(Nr. 26q0). J. Gott Vater, aller Dinge Grund,/ gib deinen Vater— namen kund/ an diesem heilgen Orte./ Wie lieblich ist die Stätte hier!/ Die Serzen wallen auf zu dir;/ hier ist des Himmels Pforte./ Wohne,/ throne/ hier bei Sündern,/ als bei Kindern,/ voller Klaͤrheit,/ heilge uns in deiner Wahrheit! 2. Sohn Gottes, Herr der Serrlichkeit,/ dies Gotteshaus ist dir geweiht,/ o laß dirs wohlgefallenl/ Sier schalle dein lebendig Wort,/ dein Segen walte fort und fort/ in diesen Rirchweihe * I + * + ö 91 IN. 4 1 . I I . . I +* —— —————— 167 Rirche Mission Friedenshallen. Einheit,/ Reinheit/ gib den Serzen;/ Angst und Schmerzen/ tilg in Gnaden,/ heil uns ganz vom Sündenschaͤden. 3. Gott, heilger Geist, du wertes Kicht,/ wend her dein göttlich Angesicht,/ daß wir erleuchtet werden./ Geuß über uns und dieses Saus/ dich mit allmächtgen Flammen aus;/ mach himmlisch uns auf Erden. Cehrer,/ Sörer,/ Kinder, Väter!/ Früher, später/ gehts zum Sterben;/ hilf uns, Jesu Reich ererben. 4. Dreieinger Gott, Lob, Dank und Preis/ sei dir von allen gleicherweis/ für dies dein Saus gesungen!/ Du hasts geschenkt und auferbaut,/ dir ists geheiligt und vertraut/ mit Berzen, Zänden, Zungen. /Ach, hier,/ sind wir/ noch in Huͤtten;/ Herr, wir bitten: /stell uns droben/ in den Tempel, dich zu loben. Albert Knapp, 1864. Ausbreitung der Rirche(Missionslieder) (Auch Lied Nr. I30) V 67 Straßburg 1525. 1 ꝑDRDRSRSRReEeE‚E‚‚‚‚‚‚eee.. + Es wol le Gott uns gnä⸗dig sein/ und Usein Ant-litz uns mit hel-lem Schein/ er⸗ 12 1 Z, n wn ei ⸗nen Se⸗gen ge⸗ ben; — 5 daß wir er⸗ leucht zum ew-⸗ gen Le-ben, * 2— 2.—. ö——..3.. 2———— —5 E —3— 8 ken⸗nen sei ne ZA..—— x—.—.— ö IIiiI‚.——..——.— ö EEEEEEE. und Je⸗sus Chri⸗stus Seil und Stärk/ be⸗ kannt den 176 erk,/ und was ihm b'liebt auf Er-⸗-den,/ enz; vom dein uͤber tus;/ inder, Jesu von hasts aut/ noch nden +I864. 9 JI525. Mission SSSS— Hei den wer⸗den/ und sie zu Gott b. keh⸗ ren! 2. So danken dir und loben dich,/ o Gott, die Völker alle,/ und alle Welt, die freue sich/ und sing mit großem Schaͤlle,/ daß du auf Erden Richter bist/ und läßt die Sünd nicht waͤlten;/ dein Wort die Zut und Weide ist,/ die alles Volk erhalten,/ in rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich/ das Volk in guten Taten./ Das Cand bringt Frucht und bessert sich,/ dein Wort ist wohl geraten./ Uns segne Vater und der Sohn,/ uns segne Gott der heilge Geist,/ dem alle Welt die Ehre tu, /vor ihm sich fürchte allermeist. Mun sprecht von Berzen: Amen! Martin Luther, 1 1546. Die kleinen Noten gelten für die 3. Strophe. 168 Mel. 2340* Jehova, will ich singen. .A. Freylinghausen, Salle 1704. .. EEEE ach auf, du Geist der die Tag und Näch ⸗ te S er · sten 5en— er nim⸗mer schwei gen,/ und Wäch⸗ter, die auf Ji⸗ ons Mau⸗ ern imnn die ge⸗ trost dem Feind ent ge⸗ gen ⸗gehn, la/ ————.—— 7 de ⸗ren Schall die gan⸗ ze Welt durch⸗dringt/ 17⁷ 168 Rirche —— E——n⁰ 1—— 2—— und al⸗ler Völ⸗-ker Scha- ren zu dir bringt. 2. O daß doch baͤld dein Feuer brennte!/ O möcht es doch in alle Cande gehn!/ Gib zu der Ernte doch die Händel/ Gib Rnechte, die in treuer Arbeit stehn!/ O Herr der Ernte, siehe doch darein:/ die Ernt ist groß, die ahl der Knechte klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten/ uns diese Bitte in den Mund gelegt./ O siehe, wie an allen Orten/ sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt,/ dich herzinbrünstig darum anzuflehn;/ drum hör, o Berr, und sprich: Es soll geschehn. 4. So gib dein Wort doch großen Schaͤren,/ die in der Rraft Evangelisten sein;/ laß eilend Hilf uns widerfahren/ und brich in Satans Reich und Macht hinein. O breite, Berr, auf weitem Erdenkreis/ dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! S. Ach, daß die Zilf aus Zion käme!/ O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht,/ dein Volk aus dem Gefängnis nähme! /O würd es doch nur bald vor Abend licht! /Ach reiß, d Herr, den ZSimmel bald entzwei/ und komm herab zur Hilf und mach uns freil 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen!/ Es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein./ Ach führe bald dadurch mit Baufen/ der Zeiden Füll zu allen Toren ein!/ Ja wecke doch auch Israel bald auf,/ und also segne deines Wortes Caufl 7. O bessre ZJions wüste Stege,/ und was dein Wort im LCaufe hindern kann,/ das räume baͤld aus jedem Wege; vertilg, o Serr, den falschen Glaubenswahn,/ und mach uns bald von jedem Mietling frei,/ daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 8. Caß jede hoh' und niedre Schule/ die Werkstaͤtt deines guten Geistes sein,/ ja sitze du nur auf dem Stuhle/ und präge dich der Jugend selber ein,/ daß treue Cehrer wir und Beter sehn,/ die kräftig vor dem Riß der Rirche stehn, Rarl Seinrich v. Bogatzky, 177½ 178 gt. doch del/ rnte, klein. Bitte sich instig 5 soll n der oren/ reite, Hdeines ist, so ngnis Ach herab in Ort ch mit e doch Caufl ort im ege; mach Schul deines und er wit stehn, + IN. Mission 169.I7⁰ 169 Mel. O Durchbrecher aller Bande. Zerrnhaag 1740. ö 22.—. ——— S Vaͤ ter, dei nes Gei⸗stes We-hen/ durch die Uläßt uns schon von fer⸗ ne se⸗ hen/ dei⸗ nes ——4 I der kin, mr nneen, Lienr. E=rir, gan⸗ze Chri⸗sten⸗heit Reiches Serr- lich⸗keit; —.—— ů Zi r.u de spen⸗det/ durch die gan-ze wei⸗ te Welt,/ mil⸗li o⸗nen⸗ — denn dein Wort wird aus⸗ge⸗ H SSS.., weis ver-sen-det/ auf das gro⸗ ße Ak⸗ker-feld. 2. Dieser Samen wird bald blühen/ allenthalben hoch und hehr;/ denn Evangelisten ziehen/ über Inseln, Land und Meer,/ um die Saaͤten zu begießen; /Geist der Pfing⸗ sten, komm herab;/ laß uns Lebensströme fließen/ bis zum Graͤbe tief hinab. 3. Sei gegrüßt, du ewger Morgen!/ Steige, Sonne, bald empor!/ Weicht nun, all ihr bangen Sorgen,/ Tagverkünder, tritt hervor!/ Seht, der Berge Spitzen glühen/ schon im ewgen Morgenlicht,/ und die Frühlingsblumen blühen:/ Brüder alle, sorget nichtl Zoh. Seinrich Zung-Stilling, T 1817. 17⁰ Mel. Nun komm, der Seiden Seiland(oder wie Nr. 360).(I5. Jahrhundert) Erfurt 1524. +2——.— é 5. 6 DDIT— 2 J. Wal⸗ te, wal⸗te nah und fern,/ all⸗ge⸗ 179 SIIIIIIIIIe‚ 171 Rirche abaHH Hii-d,H. riri⸗ar wal⸗ tig Wort des Herrn,/ wo nur sei⸗ ner ——3—— All⸗macht Ruf/ Men-schen für den Zim-mel schuf. 2. Wort vom Vater, der die Welt/ schuf und in den Armen hält/ und aus seinem Schoß herab/ seinen Sohn zum Seil uns gab! 3. Wort von des Erlösers Zuld,/ der der Erde schwere Schuld/ durch des heilgen Todes Tat/ ewig weggenommen hat! 4. Kräftig Wort von Gottes Geist,/ der den Weg zum Bimmel weist/ und durch seine heilge Kraft/ Wollen und Vollbringen schafft! 5. Wort des Lebens, stark und rein,/ alle Völker harren dein. /Walte fort, bis aus der Naͤcht/ alle Welt zum Tah erwacht. 6. Auf, zur Ernt in alle Welt!/ Weithin wogt das weißt Feld;/ klein ist noch der Schnitter Zahl,/ viel der Gaͤrben überall. 7. Herr der Ernte, groß und gut,/ weck zum Werke Cus und Mut;/ laß die Völker allzumal/ schauen deines Lichtez Strahl! Jonath.§riedrich Bahnmaier, 1 I84. 171 Mel. Lasset uns den Serren preisen(Mr. 709). IJ. Romm, o Herr, komm bald, du Treuer!/ Gib, ach gib dich allen kund/ und entzünd dein heilges Feuer/ auf den ganzen Erdenrund./ Großes haͤst du schon begonnen, Großes willst du ferner tun;/ deine Liebe kann nicht ruhn bis die ganze Welt gewonnen,/ bis ein jedes Serz besiegt, Berr, zu deinen Fußen liegt. Rarl August Döring, 1 I8. I180 hwere mmen g zum n und harren m Tag weißt arben de Cust Lichtes „+ IS5. ach gib uf dem men, ruhn, siegt/ 1. + 18H. mission 17² mel. Meinen Zesum laß ich nicht. 172 Johann Uhlich, 1674. 0 4 + 1 + 1 +. + — L Ei⸗ne Ser⸗-de und ein Birt!/ Wie wird Uwenn sein Tag er-schei ⸗nen wird!/ Freu e — en ni. d K. dann dir sein, o Er ⸗de, dich, du klei⸗ ne Zer⸗del) mach dich auf und — ö— EEEEE wer⸗de Licht!/ Je⸗ sus hält, was er ver⸗-spricht. 2. Zuͤter, ist der Tag noch fern?/ Schon ergrünt es auf den Weiden,/ und die Serrlichkeit des Serrn/ nahet dãm⸗ mernd sich den Seiden; /blinde Pilger flehn um Licht:/ Jesus hält, was er verspricht. 3. Romm, o komm, du treuer Sirt,/ daß die Nacht zum Tage werde!/ Ach, wie manches Schäflein irrt/ fern von dir und deiner Serde!/ Kleine Serde, zage nicht!/ Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht/ vor des Norgenrotes Zelle,/ und der Sohn der Wüste kniet/ dürstend an der Cebensquelle;/ ihn umleuchtet Morgenlicht; /Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgetan;/ rauscht, verdorrete Ge— beine!/ Macht dem Bundesengel Bahn!/ Großer Tag des Zerrn, erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht!l/ Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Serrlichkeit!/ Jesus Christus, du die Sonne,/ und auf Erden weit und breit/ Cicht und Wahr— heit, Fried und Wonne!/ Mach dich auf; es werde Licht! œ/ Jesus hält, was er verspricht. I. Friedr. Adolf Rrummacher, 1845. 181 ——————„————————————————— ... 17317⁴ Rirche 173 Mel. Valet will ich dir geben(Nr. I55). J. Der du in Todesnächten/ erkämpft das Heil der Welt und dich als den Gerechten/ zum Bürgen dargestellt,/ der du den Feind bezwungen,/ den Simmel aufgetan,/ dir stimmen unsre Zungen/ ein Halleluja an! 2. Im Himmel und auf Erden/ ist alle Macht nun dein, bis alle Völker werden/ zu deinen Füßen sein,/ bis die von Süd und Norden,/ bis die von Ost und West/ sind deine Gäste worden/ bei deinem Hochzeitsfest. 3. Noch werden sie geladen,/ noch gehn die Boten aus, um mit dem Ruf der Gnaͤden/ zu füllen dir dein Saus./ Es ist kein Preis zu teuer,/ es ist kein Weg zu schwer,/ zu streun dein CLebensfeuer/ ins weite Völkermeer. 4. So ziehen deine Flammen/ wie Sonnen um die Welt;/ Getrenntes fließt zusammen,/ das Dunkle wird erhellt,/ und wo dein Waͤme schallet,/ du RKönig Jesu Christ,/ ein selig Säuflein wallet/ dahin, wo Frieden ist. 5. O sammle deine Herden/ dir aus der Völker Zahl,/ daß viele selig werden/ und ziehn zum Abendmahl!/ Schleuß auf die hohen Pforten!/ Es strömt dein Volk heran./ Wo's noch nicht Tag geworden,/ da zünd ein Feuer an! Christian Gottlob Barth,„ 1862. 17⁴ Mel. Sott des Simmels und der Erden. Zeinrich Albert, 1633. 71+ ö n Eu nnnnn un, 1— —— I. 5 im Rin 1 + 1 Licht, das in die Welt ge-kom-men,/ Son⸗ ne [Mor gen⸗stern, aus Gott ent glom⸗ men,/ treib hin— 12——— ů 9—5— ———.—— vol ⸗ler Glanz und Pracht,l ö weg die al ⸗te Nacht. zeuch in dei ⸗ nen 182 Mis Wun 2. pries noch richte 3. und v Berr, 4. Stim dein reich Mission IEEE Wwun ⸗derschein/ bald die gan ⸗ ze Welt hin⸗ein. 2. Gib dem Wort, das von dir zeuget,/ einen recht ge⸗ priesnen Cauf,/ daß noch maͤnches KXnie sich beuget,/ sich noch manches Herz tut auf,/ eh die Zeit erfüllet ist,/ wo du richtest, Jesu Christ. 3. Heile die zerbrochnen Serzen,/ baue dir Jerusalem/ und verbinde unsre Schmerzen,/ denn so ist dirs angenehm./ —— tu auf des Wortes Tür,/ rufe allen:„Kommt zu mir!“ 4. Es sei keine Sprach noch Rede,/ da man nicht die Stimme hört,/ und kein Cand so fern und öde,/ wo nicht dein Gesetz sie lehrt./ Caß den hellen Freudenschaͤll/ sieg⸗ reich ausgehn überall! 5. Geh, du Bräutgam, aus der Rammer,/ laufe deinen Zeldenpfaͤd;/ strahle Tröstung in den Jammer,/ der die Welt umdunkelt hat./ O erleuchte, ewges Wortj// Ost und West und Suͤd und Vord. 6. Romm, erquick auch unsre Seelen;/ mach die Augen hell und klar,/ daß wir dich zum Lohn erwählen;/ vor den Stolzen uns bewahr;/ ja, laß deinen Himmelsschein/ unsres Fußes Leuchte sein! Ewald Rudolf Stier, 41862. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Frankfurt a. M. I599. H—.—..— 25 ——40 SSS— Ei⸗ner ists, an dem wir han⸗gen,/ der für uns in den Uns⸗re Lei⸗ber, uns-re Her⸗-zen/ ge⸗ hö⸗ren dir, o 2 — S.— E — IIV Tod ge⸗gan⸗gen/ und uns er--kaͤuft mit sei⸗nem Mann der Schmerzen;„Tin dei⸗ ner Lie ⸗be ruht sichs 183 17⁵ Rirche ——— E 7— ů& 2—.——— 22— .i—— 5——— lut. i. x gut. Wimm uns zum Ei⸗gen⸗tum,/ be⸗ rei⸗-te 1——2 IV— H— dir zum Ruhm/ dei⸗ ne Kin⸗der!/ Ver⸗birg uns nicht x ö .— * ‚— das Gnaden⸗licht/ von dei- nem heil⸗gen An-ge⸗sichtl 2. Wicht wir haͤben dich erwählet,/ du selbst haͤst unsre Jahl gezählet/ nach deinem ewgen Gnadenrat. /Unsre Kraft ist schwach und nichtig,/ und keiner ist zum Werke tüchtig,/ der nicht von dir die Stärke hat./ Drum brich den Knn nan, nn, 1— eignen Sinn,/ denn Demut ist Gewinn/ für den Himmel. Wer in sich schwach,/ folgt, Serr, dir nach/ und trägt mit Ehren deine Schmaͤch. 3. O Herr Jesu, Ehrenkönigl /Die Ernt ist groß, der Schnitter wenig,/ drum sende treue Jeugen aus;/ send auch uns hinaus in Gnaͤden,/ viel frohe Gäste einzuladen/ zum Mahl in deines Vaters Haus. /Wohl dem, den deine Wahl /beruft zum Abendmahl/ im Reich Gottes./ Da ruht der Streit,/ da währt die Freud/ heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schaͤu auf deine Millionen,/ die noch im Todes⸗ schatten wohnen,/ von deinem Simmelreiche fern! /Seit Jahrtausenden ist ihnen/ kein Evaͤngelium erschienen, kein gnadenreicher Morgenstern./ Glaͤnz der Gerechtigkeit, geh auf, denn es ist Jeit!/ Komm, Serr Jesu,/ zeuch uns voran/ und mach uns Bahn;/ gib deine Türen aufgetanl S. Deine Ciebe, deine Wunden,/ die uns ein ewges Heil erfunden,/ dein treues Herz, das fuͤr uns fleht,/ wollen wit den Seelen preisen/ und auf dein Kreuz solaͤnge weisen, 184 en wir isen, Mission 176 bis es durch ihre Herzen geht./ Denn kräftig ist dein Wort;/ es richtet und durchbohrt/ Geist und Seele;/ dein Joch ist suß,/ dein Geist gewiß,/ und offen steht dein Paradies. 6. Beiland, deine größten Dinge/ beginnest du still und geringe;/ was sind wir Armen, Serr, vor dir?/ Aber du wirst für uns streiten/ und uns mit deinen Augen leiten;/ auf deine Kraft vertrauen wir./ Dein Senfkorn, arm und klein,/ wächst endlich ohne Schein/ doch zum Baume,/ weil du, Serr Christ,/ sein Züter bist,/ dem es von Gott ver— trauet ist. Albert Rnapp, 1 1864. I7 Mel. Valet will ich dir geben(Nr. 155). J. Der du zum Beil erschienen/ der allerärmsten Welt/ und von den Cherubinen/ zu Sündern dich gesellt,/ den sie mit frechem Stolze/ verhöhnt für seine Zuld,/ als du am Marterholze/ versöhntest ihre Schuld: 2. Damit wir Rinder würden,/ gingst du vom Vater aus,/ nahmst auf dich unsre Bürden/ und baͤutest uns ein Haus./ Von Westen und von Süden,/ von Morgen ohne Jahl/ sind Gäste nun beschieden/ zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide,/ von allen Flecken rein,/ führst du zu deiner Freude/ die Völkerscharen ein,/ und welchen nichts verkündigt,/ kein Heil verheißen war,/ die bringen nun entsündigt/ dir Preis und Ehre dar. 4. Drum kann nicht Ruhe werden,/ bis deine Liebe siegt,/ bis dieser Kreis der Erden/ zu deinen Füßen liegt,/ bis du im neuen Ceben/ die ausgesöhnte Welt/ dem, der sie dir ge⸗ geben,/ vors Angesicht gestellt. S. Und siehe, taͤusend Fürsten/ mit Völkern ohne Licht/ stehn in der Wacht und dürsten/ nach deinem Angesicht./ Auch sie haͤst du gegraben/ in deinen Priesterschild,/ am Brunngquell sie zu laben,/ der dir vom Serzen quillt. G. So sprich dein göttlich„Werde!“/ Caß deinen Odem wehn,/ daß auf der finstern Erde/ die Toten auferstehn,/ daß, wo man Greueln frönet/ und vor den Götzen kniet,/ ein willig Volk versöhnet/ zu deinem Tempel zieht. 185 177 Gnadenmittel 7. Wir rufen, du willst hören;/ wir fassen, was du sprichst. Dein Wort muß sich bewähren,/ womit du Fesseln brichst./ Wie viele sind zerbrochen!/ Wie viele sinds noch nicht!/ O du, ders uns versprochen,/ werd' aller Heiden Licht! Albert Knapp, 1864. Gnadenmittel Wort Gottes 447 Mel. Wie nach einer Wasserquelle. Französischer Psalter, 155J. 2 ů ö 5— ö— R— d. — 1— ö 2— I. Re ⸗ de, lieb⸗ ster Je⸗ su, re⸗ de;/ denn dein Stär⸗ke mich, denn ich bin blö-de,/ daß ich —— ö HE——— —————— SIIIPIIEIE'I‚IITIIIIIII..... Vind gibt acht dar- auf. mei nes LCe⸗bens Cauf dir zu Eh⸗ren set-ze fort. —..e. ——— Ach, laß—9 in ů——5 lig ů — sein verschlossen,/ dir zu fol-gen un-ver— sen. 2. Ach, wer wollte dich nicht hören,/ dich, du liebster Menschenfreund!/ Sind doch deine Wort und Lehren/ alle herzlich wohlgemeint. Sie vertreiben alles Leid;/ aller Freuden Süßigkeit/ muß vor deinen Worten weichen, nichts ist ihnen zu vergleichen. 3. Deine Worte sind mein Stecken,/ dessen ich mich trösten kann,/ will der Feind zurück mich schrecken/ von der schmalen Lebensbahn; /ja, sie führen ohne Qual/ mich 186 66 in mein Her-ze 8S du it du sinds aller 1864. Gnadenmittel I78 selbst durch des Todes Tal,/ schirmen mich auf allen Wegen,/ machen auch das Rreuz zum Segen. 4. Jesu, dein Wort soll mich laben,/ deine trosterfüllte Lehr/ will ich in mein HZerze graben; /ach, nimm sie doch nimmermehr/ von mir weg in dieser Zeit,/ bis ich in der Ewigkeit/ werde kommen zu den Ehren,/ dich, o Jesu, selbst zu hören. 5. Unterdes vernimm mein Flehen,/ liebster Jesu, höre mich!/ Caß bei dir mich feste stehen,/ so will ich dich ewig⸗ lich /preisen mit Herz, Sinn und Mund;/ ich will dir zu jeder Stund/ Ehr und Dank in Demut bringen/ und dein hohes Cob besingen. Anna Sophie, Landgräfin von Sessen-Darmstadt, J683. 178 Mel. Unser Serr scher, unser König. Bremen 1680. 2—— x Teu⸗res Wort aus Got⸗tes Nun⸗de,/ das mir I. 4 dich al-lein hab ich zum Grun-de/ mei⸗ ner Z,, lau⸗ter Se- 95 trägt,= ů Se lig keit legt. In dir treff 6h E 1s an/ was zu Gott mich füh⸗ren dann. 2. 3mi ich einen Vorschmack haben/ von des Himmels Seligkeit,/ so kannst du mich herrlich laben,/ weil bei dir ein Tisch bereit,/ der mir lauter Manna schenkt/ und mit Cebenswasser tränkt. 3. Geist der Gnaden, der im Worte/ mich an Gottes HBerze legt,/ öffne mir des Simmels Pforte,/ daß mein Geist hier recht erwägt,/ was für Schätze Gottes Hand/ durch sein Wort ihm zugesandt. 187 — I79. 180 Gnadenmittel 4J. Gib dem Saͤmen einen Acker,/ der die Frucht nicht schuldig bleibt;/ mache mir die Augen waͤcker/ und, was hier dein Finger schreibt,/ präge meinem Serzen ein,/ laß den Zweifel ferne sein. 5. Was ich lese, laß mich merken;/ was du sagest, laß mich tun;/ wird dein Wort den Glaͤuben stärken,/ laß es nicht dabei beruhn,/ sondern gib, daß auch dabei/ ihm das Leben ähnlich sei. 6. Bilf, daß alle meine Wege/ nur nach dieser Richt— schnur gehn;/ was ich hier zum Grunde lege,/ müͤsse wie ein Felsen stehn,/ daß mein Geist auch Rat und Tat/ in den größten Nöten hat. 7. Caß dein Wort mir einen Spiegel,/ Jesu, deines Vor⸗ bilds sein;/ drück darauf dein Gnaͤdensiegel,/ schließ den Schaͤtz im Herzen ein,/ daß ich fest im Glauben steh,/ bis ich dort zum Schauen geh. Benjamin Schmolck, + 1737. Mel. O Durchbrecher aller Bande(Nr. I60). J. Berr, dein Wort, die edle Gabe,/ diesen Schaͤtz erhaͤlte mir;/ denn ich zieh es aller Sabe/ und dem größten Reich— tum für./ Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten,/ worauf soll der Glaube ruhn?/ Mir ists nicht um tausend Welten,/ aber um dein Wort zu tun. 2. Halleluja, Ja und Amen! /Serr, du wollest auf mich sehn,/ daß ich mög in deinem Wamen/ fest bei deinem Worte stehn!/ Caß mich eifrig sein beflissen,/ dir zu dienen früh und spat,/ und zugleich zu deinen Füßen/ sitzen, wie Maria tat. Mikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1760. 180 Mel. Schmücke dich, o liebe Seele(Nr. I96). J. Prediger der süßen Cehre,/ die ich mit Erstaunen höre;/ großer Arzt der Menschenkinder,/ du Evangelist der Sünder/ und Prophet des neuen Bundes,/ laß die Worte deines Mundes,/ deine Stimme an die Serden/ mir zu Geist und CLeben werden! 188 leiten mein 4J. achten Berze Iweif sonst 81 denkt Gotte Mir i verzel G. 8 wähl nicht Berz Andr 2. im tie ewige andre Wort Mel. A V. Seelg Glau ttel licht was laß laß f es das icht⸗ wie den Vor⸗ den is ich 1737. halte eich— drauf ten,/ mich inem ienen „wie 1760. unen st der Vorte ir zu Wort Gottes 181 2. Herr, dein Wort ist wie ein dammer,/ schläͤgt und zeigt den Seelenjammer; /es erquickt mich wie der Regen,/ leuchtet mir auf allen Wegen,/ stärket meines Geistes Kräfte,/ gibt mir neue Cebenssäfte,/ ist ein Stab für matte Glieder/ und ein Schwert dem Feind zuwider. 3. Diesem Worte will ich trauen/ und darauf beständig schauen;/ sonst ist doch kein Cicht vorhaͤnden,/ fremde Lehre macht zuschanden;/ aber dein Gesetz und Gnade/ leiten mich auf rechtem Pfade./ Herr, mein Glauben und mein Lieben/ hat den Grund: Es steht geschrieben. 4. Cehre mich dein Wort betrachten,/ mit Begierde darauf achten;/ lehre michs im Geist verstehen,/ laß es mir zu Zerzen gehen;/ mache, daß ichs fröhlich glaube/ und kein Zweifel mir es raube,/ daß ichs mit Gehorsam ehre/ und sonst keine Stimme höͤre. 5. Was die Welt bekennt und lehret,/ was mein Herz er⸗ denkt und ehret,/ was der böse Geist erdichtet,/ wird von Gottes Wort gerichtet./ Weg mit euch, ihr falschen Geisterl/ Mir ist gnug an Einem Meister./ Wißt, daß euch der Fluch verzehret,/ wenn ihr selbst auch Engel wäret. 6. Selig, selig sind die Seelen,/ die sich sonst kein Licht er⸗ wählen, /als allein das Wort des Lebens! /Diese glaͤuben nicht vergebens,/ weil sie Gottes Rat ergrunden/ und sein Zerz im Worte finden./ O ein unschätzbares Wissen! 7 Andre Weisheit kaͤnn ich missen. 7. Cicht und Rraft und Mut und Freude,/ wahrer Trost im tiefsten Leide,/ Schutz vor allerlei Gefahren/ und ein ewiges Bewahren:/ das sind dieses Wortes Fruchte. Alles andre wird zunichte;/ alles andre muß vergehen;/ Gottes Wort bleibt ewig stehen. Ernst Sottlieb Woltersdorf, 176J. Mel. Uch Gott und Serr(Nr. 215). 81 J. Gott ist mein Zort,/ und auf sein Wort/ soll meine Seele trauen;/ ich wandle hier,/ mein Gott, vor dir/ im Glauben, nicht im Schauen. SDD‚‚‚F‚‚‚I‚‚— 182 Wort Gottes 2. Dein Wort ist wahr;/ laß immerdar/ mich seine Rräfte schmecken./ Caß keinen Spott,/ o Herr, mein Gott/ mich von dem Glauben schrecken. 3. Wo hätt ich Licht,/ wofern mich nicht/ dein Wort die Wahrheit lehrte?/ Gott, ohne sie/ verständ ich nie,/ wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt/ der Seele Wert,/ Unsterblichkeit und Ceben;/ zur Ewigkeit/ ist diese Zeit/ von dir mir übergeben. 5. Den ewgen Rat,/ die Missetat/ der Sünder zu ver— sühnen,/ den kennt ich nicht,/ wär dies mein Licht/ nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz/ in Reu und Schmerz/ der Sun den nicht verzagen;/ nein, du verzeihst,/ lehrst meinen Geist/ ein gläubig Abba sagen. 7. Mich zu erneun,/ mich dir zu weihn,/ ist meines Heilz Geschäfte./ Durch meine Müh/ vermag ichs nie;/ dein Wort gibt mir die Rräfte. 8. Herr, unser Hort,/ laß uns dies Wort;/ denn du hast e⸗ gegeben./ Es sei mein Teil,/ es sei mein Seil/ und Kraft zum ewgen LCeben! Christian Fürchtegott Gellert, I0 182 Mel. Was Sott tut, das ist wohlgetan. Severus Sastorius, I68ʃ, ++ ö 45 ö 5 ö 12——— Dein Wort, Herr, ist mil⸗der Tau/ für trost⸗ be⸗ laß kei⸗nem Pflänzchen dei⸗ ner Au/ den Himmels dürftge See⸗lenz bal⸗sam feh⸗len. 1— ö—— AER-:.— IRSST in der Ju⸗kunft Ta⸗gen/ dir Frucht und Samen tra⸗gen. 19⁰ Er⸗quickt durch ihn/ laß je⸗des blůhn sund 2 Bottes h seine Gott/ Oort die e,/ wie keit und rgebey, zu ver / nicht er Sün⸗ meinen es Heilz 3/ dein hast ez d Kraft t, JI705, ius, I68ʃ, rost⸗be⸗ immels⸗ — uͤhn/ und ra⸗gen. Wort Gottes 183 2. Dein Wort ist, Zerr, ein Flammenschwert,/ ein Blitz, der Felsen splittert,/ ein Feuer, das im Herzen zehrt/ und Mark und Bein durchschuͤttert./ O laß dein Wort/ noch fort und fort/ der Sünde Macht zerscheitern/ und alle Serzen läutern! ö 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern/ für unsre Pilger— reise; /er führt die Toren hin zum Herrn/ und macht die Einfalt weise./ Dein Himmelslicht/ verlösch uns nicht/ und leucht in jede Seele,/ daß keine dich verfehle. 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht;/ da ward das Wort der Gnade/ mein LCabsal, meine Zuversicht,/ die Fackel meiner Pfade./ Sie zeigte mir/ den Weg zu dir/ und leuchtet meinen Schritten/ bis zu den ewgen Hütten. 5. Auf immer gilt dein Segensbund;/ dein Wort ist Ja und Amen;/ nie weich es uns aus Herz und Mund,/ zu preisen deinen Namen./ Laß immerfort/ dein helles Wort/ in allen Cebenszeiten/ uns trösten, warnen, leiten. 6. O sende bald von Ort zu Grt/ den Durst nach deinen Cehren,/ den Zunger aus, dein Lebenswort/ und deinen Geist zu höͤren,/ und send ein Heer/ von Meer zu Meer,/ der Herzen Durst zu stillen/ und dir dein Reich zu füllen. Bernhard Sarve, 1 1841. 183 Mel. Serr Jesu Christ, dich zu uns wend. Görlitz 1648. IIII V J. Nun geh uns auf, du Nor-genstern,/ du se-lig⸗ ———— PꝓꝑS. I......... ma·chend Wort des Herrn,/ du Pfand des Heils, das ...... TTTTT uns im Sohn/ der Va⸗ter gab von sei- nem Thron. 25 191 184 Die heilige Taufe 2. Bereitet ist für dich die Bahn,/ die HZerzen sind dir aͤuf—⸗ getan;/ wir sehnen uns nach deinem Licht/ und seufzen auf: Versaͤum uns nicht! 3. Du Wort der Wahrheit, laͤutrer Quell,/ mach unsre dunklen Augen hell,/ daß wir die Wege Gottes sehn,/ nicht in der Wahrheit irre gehn. J. Du Wort der Buße, füll das Herz/ uns an mit tiefem Reueschmerz, /daß unser Flehn und Seufzen sei: /Gott steh uns armen Sündern beil 5. Du Wort der Gnade, tröstend Wort, /o bring uns Botschaft fort und fort/ von ihm, der für uns litt und starb/ und uns Gerechtigkeit erwaͤrb. 6. Du Wort des Glaubens, gib uns Kraft,/ daß wir, der Eitelkeit entrafft,/ im gnädig dargebotnen Heil/ ergreifen unser ewges Teil. 7. So geh uns auf, du Gottesglanz,/ durchdring uns und verklär uns ganz,/ du Wort, das noch in Kraͤft besteht,/ wenn Erd und Himmel untergeht. Zulius Sturm, T 1896. Die Sakramente Die heilige Taufe 184 Mel. Liebster Zesu, wir sind hier(Nr. G. J. Ciebster Jesu, wir sind hier,/ deinem Worte nach— zuleben;/ dieses Kindlein kommt zu dir,/ weil du den Be— fehl gegeben,/ daß man sie zu dir hinführe;/ denn das Bimmelreich ist ihre. 2. Ja, es schaͤllet allermeist/ dieses Wort zu unsern Ohren: Wer durch Wasser und durch Geist/ nicht zuvor ist neugeboren,/ wird von dir nicht aufgenommen/ und in Gottes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir,/ nimm das Pfand von unsern Armen,/ tritt mit deinem Glanz herfür/ und erzeige dein Erbarmen, /daß dein Vind es hier auf Erden/ und im Bimmel möge werden. 19² Laufe ir auf⸗ nauf: unsre nicht tiefem Gott g uns tt und ir, der greifen ns und teht,/ + I896, nach⸗ en Be⸗ in das unsern lvor ist und in unsern ge dein und im Die heilige Taufe I85JI86 4. Zirte, nimm dein Schäflein an,/ Baupt, mach es zu deinem Gliede,/ Zimmelsweg, zeig ihm die Bahn,/ Friede⸗ fuͤrst, sei du sein Friede,/ Weinstock, hilf, daß diese Rebe/ auch im Glauben dich umgebe! 5. Nun, wir legen an dein Herz,/ was von Herzen ist ge⸗ gangen;/ führ die Seufzer himmelwärts/ und erfülle das Verlaͤngen;/ ja, den Namen, den wir geben,/ schreib ins Cebensbuch zum Ceben! Benjamin Schmolck, JI737. 185 mel. Liebster Zesu, wir sind hier(Nr. G. I. Nun gottlob! es ist vollbracht,/ und der Bund mit Gott geschlossen;/ was uns rein und selig macht,/ ist auf dieses Kind geflossen;/ Jesus hat es eingesegnet/ und mit Himmelstau beregnet. 2. O du dreimal selig Kind,/ vom Dreieinigen geliebet,/ dem der Vaͤter sich verbindt,/ dem der Sohn das LCeben gibet,/ dem der Geist ist eingeflossen/ und der Bimmel auf⸗ geschlossen! 3. Nun so denk an diesen Bund,/ weil du einen Odem hegest,/ daß auf einen festen Grund/ du stets deinen Glauben legest./ Wer sich laͤßt auf Jesum taufen,/ muß in Jesu Wegen laͤufen. 4. Werde fromm und wachse groß,/ werde deiner Eltern Freude,/ und dein jetzt erlangtes Los/ tröste dich in allem Ceide;/ deine Taufe sei die Türe,‚/ welche dich zum Simmel führe! Benjamin Schmolck, J737. 186 Mel. O daß ich tausend Zungen hätte(Nr. 140). J. Barmherziger, laß deiner Gnade/ jetzt dieses Rind empfohlen sein,/ das wir im heilgen Wasserbade ͥ/ nach deines Sohns Befehl dir weihn; /erfülle, was dein Wort verheißt,/ an ihm, Gott Vater, Sohn und Geist. 2. Regiere nun das ganze CLeben /auch dieses Kindes, treuer Gott!/ Dir sei und bleib es stets ergeben;/ sei du mit ihm in Glück und Not;/ ach, fuͤhr es selbst auf rechter Bahn,/ nimm es zuletzt in Ehren an! 193 187. I88 Ronfirmation 3. Caß uns die Wohltat recht ermessen,/ die uns die Taufe zugewaͤndt,/ und nie, o Herr, den Bund vergessen,/ der uns so fest mit dir verband;/ uns alle stärk zu neuer Treu,/ daß über uns dein Friede seil 187 Mel. Schmücke dich, o liebe Seele(Nr. J96). J. O du reicher Serr der Armen,/ mit welch herzlichem Erbarmen/ bist du uns zuvorgekommen,/ haͤst dich unser angenommen! /Wie kaͤmst du mit allem Segen Uuns er⸗ barmungsvoll entgegen/ schon an deines Reiches Pforte/ durch das Wasserbaͤd im Worte. 2. Sind wir selbst doch unaussprechlich/ kraftlos, hilflos und gebrechlich,/ ja, als Fleisch vom Fleisch geboren,/ sünd⸗ lich, sterblich und verloren; /aber reinigend und heilend,/ Geist und Ceben uns erteilend,/ schenkest du uns reiche Gnaͤde/ in der Taͤufe heilgem Bade. 3. Und wir glaͤuben deinem Worte./ Darum bringen wir zur Pforte/ deines teuren Gnaͤdenreiches/ dieses Rind; tu an ihm Gleiches!/ Die Verheißung, die zum Leben/ deinem Volke du gegeben, /geht nach deiner HZuld nicht minder/ über deines Volkes Rinder. 4. Sei auch diesem Kinde gnädig,/ maͤch es aller Sünde ledig; /schenke ihm die reine Seide /der Gerechtigkeit zum Kleide;/ salbe es mit deinem Geiste/ und ihm alle Hilfe leiste,/ daß der Segen deiner Hände/ auf ihm bleibe bis ans Ende. Philipp Spitta, 4 1859. Ronfirmation 188 Mel. O daß ich tausend Zungen hätte(Nr. I40). J. Ich bin getaͤuft auf deinen Namen,/ Gott Vater, Sohn und heilger Geist!/ Und so ist alles Ja und Amen,/ was mir dein teures Wort verheißt;/ ich bin in Christum eingesenkt,/ ich bin mit seinem Geist beschenkt. 19⁴ V 2. 6, 6 38 K SSG S O ller em ser er⸗ te/ los ind⸗ d// iche wir tu n/ licht inde zum zilfe ans 1859. ater, en, tum Ronfirmation 189 2. Du hast zu deinem Kind und Erben,/ mein lieber Vater, mich erklärt;/ du haͤst die Frucht von deinem Sterben,/ mein treuer Seiland, mir gewährt;/ du willst in aller Wot und Pein, /o guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Ciebe,/ Treu und Gehorsam zugesaͤgt;/ ich hab, o Herr, aus reinem Triebe/ dein Eigentum zu sein gewagt;/ hingegen saͤgt ich bis ins Grab/ der Sünden schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite /bleibt dieser Bund wohl feste stehn;/ wenn aber ich ihn uüͤberschreite,/ so laß mich nicht verloren gehn;/ nimm mich, dein Rind, in Gnaͤden an,/ wenn ich haͤb einen Fall getan. S. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue/ Ceib, Seel und Herz zum Gpfer hin,/ erwecke mich zu neuer Treue/ und nimm Besitz von meinem Sinn./ Es sei in mir kein Tropfen Blut,/ der nicht, Herr, deinen Willen tut. G. Caß diesen Vorsatz nimmer wanken,/ Gott Vater, Sohn und heilger Geist!&s/ Halt mich in deines Bundes Schranken,/ bis mich dein Wille sterben heißt;/ so leb ich dir, so sterb ich dir,/ so lob ich dich dort für und für. Joh. Jakob Rambach, 4 1735. (Gesang der Gemeinde vor der Ronfirmation) Mel. Den die Zirten lobten sehre.(Vorreformatorisch.) ——— SSI *— J. Volk des Herrn, 398— dein 54 518——— 92860 959 12.— ů— I, e al ⸗ ten Licht und Rech e /her zum RKo⸗nig al⸗ler EE EE Rnech⸗te,/ sprich: Zerr, hie ist dein Ge— erschopfl 195 190 Ronfirmation 2. Dämpfe Ee und Blut in ihnen,/ laß sie nicht der Sünde dienen! Ziehe sie durch denn Versühnen,/ eh sie sterben, an dein Serz! 3. Rommt, ihr Vinder, die wir haben /als viel teure Gottesgaben,/ nehmt vom Schatz, dran wir uns laben,/ den euch zugedachten Teil; 4. Einen Teil am Liebesbande/ mit dem ewgen Vater⸗ lande,/ aber auch aͤm Rreuzesstande/ und am Weltver— leugnungssinn. 5. Wollet ihr euch binden lassen?/ Jesu Kreuz mit Freuden fassen/ und die falsche Ruhe hassen? /Willst du, liebes Rindervolk? G. Ach, die ewig treue Liebe/ schenk euch ihre selgen Triebe,/ daß ein jedes Glauben uͤbe,/ bis ihr seht, was ihr geglaubt! Mikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1 I760. Mel. 4 ist das Seil uns kommen her. orreformatorisch) Wittenberg 1523. ——— ö 002 DEE..— 1. Die hier vor dei⸗ nem Ant!litz stehn,/ sind wenn ver⸗eint wir für sie flehn,/ er⸗ — V 1 + I——2...—— , EE e⸗su Chri- sti Glie ⸗der. /Blick, I ih ⸗nen bar⸗mend auf sie nie derl/ Gib/ —— 53— 2———— —.———. Va ter, Sohn und Geist,/ das Gu⸗te, das dein — Wort ver⸗heißt,/ im Le⸗ben und im Ster-ben. 196 Ronfirmation 191 2. Sie kennen, Vater, deinen Sohn/ und dessen heilge LCehren. Ist Freude, Gott, vor deinem Thron,/ wenn Sunder sich bekehren,/ wie groß ist unsre Freude nun,/ da diese das Gelübde tun,/ dir treulich anzuhangen. 3. O laß sie nimmer zum Gericht/ sich dem Altaͤre nahen!/ Caß sie in Glaubenszuversicht/ das Bundesmahl empfahen!/ Dies stärke sie in aller Not;/ dies reize sie, des Beilaͤnds Tod/ zu preisen durch ihr Ceben. 4. Cacht ihnen bei dem Christenlauf/ der Reiz der Welt entgegen,/ hilf ihrem schwachen Glauben auf,/ wenn dann sich Cüste regen!/ Caß sie hinauf auf Jesum sehn,/ die Welt mit ihrer Cust verschmähn,/ beharren bis ans Ende. 5. Den wichtgen Cohn der Ewigkeit,/ die Serrlichkeit dort oben,/ zeig ihnen, die auf alle Zeit/ jetzt Treue dir ge— loben!/ Der Blick muß ihnen Kraft verleihn!/ Herr, segne sie, denn sie sind dein: /erhalt sie in der Wahrheit! Theod. Sottlieb v. Sippel, 4 J796. (Gesang der Konfirmanden vor der Einsegnung) Mel. Seelenbräutigam. 191 Adam Drese, 1I690. 4 SSSS SSSSSSSE——— J. Von des Zim-mels Thron /sen⸗de, —— rkeehen Ndhe, en —.—L..*——‚— Got⸗ tes Sohn,/ dei⸗ nen Geist, den Geist der —.ü——— Stär⸗kel/ Gib uns Kraft zum heil- gen Wer⸗ke,/ 2.———— 2. X 2.2..ʒ—.— 22 + DS SSDEeeeeee dir uns ganz zu weihn, /e⸗wig dein zu sein. 197⁷ 192 Ronfirmation 2. Mach uns selbst bereit,/ gib uns Freudigkeit,/ unsern Glauben zu bekennen/ und dich unsern HZerrn zu nennen,/ dessen teures Blut/ floß auch uns zugut. 3. Richte Herz und Sinn/ nach dem Himmel hin,/ wenn wir unsern Bund erneuern/ und gerührt vor dir beteuern,/ deine Bahn zu gehn, /Weltlust zu verschmähn. 4. Wenn wir betend nahn,/ Segen zu empfahn,/ wollest du auf unsre Bitten/ uns mit Gnaͤde überschütten! /Licht und RKraft und Ruh/ ströme dann uns zu. S. Gib auch, daß dein Geist,/ wie dein Wort verheißt,/ unauflöslich uns vereine/ mit der gläubigen Gemeine,/ bis wir dort dich sehn/ und dein Lob erhöhn. Samuel Marot, J1865. (Gesang der Ronfirmanden nach der Einsegnung) 19½2 Mel. O Durchbrecher aller Bande(oder wie Nr. 67.) Berrnhaag 1740. — 1 ———.——— e BEI..... 2————9————— + Bei dir, Je-su, will ich blei⸗ben,/ stets in Unichts soll mich von dir ver-trei-ben,/ dei ⸗ne 1 1 1 + 1 + .I.——4——— dei-nem Dien⸗ste stehn; we⸗ge will ich gehn. x.,.. Ce⸗ben,/ mei⸗ner Seele Trieb und Kraft,/ wie der Weinstock Du bist meines Ce⸗bens I seis nen Re⸗ben/ zuströmt Kraft und Le-bens'saft. 2. Rönnt ichs irgend besser haben,/ als bei dir, der alle⸗ zeit/ so viel tausend Gnaͤdengaben/ für mich Armen hat 198 — Ronfirmation 193 bereit?/ Rönnt ich je getroster werden,/ als bei dir, Zerr Jesu Christ,/ dem im Zimmel und auf Erden/ alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Zerr zu finden,/ der, was Jesus tat, mir tut,/ mich erkauft von Tod und Sünden/ mit dem eignen teuren Blut?/ Sollt ich dem nicht angehoͤren,/ der sein Leben für mich gab?/ Sollt ich ihm nicht Treue schwören,/ Treue bis in Tod und Grabꝰ 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich,/ so in Freude, wie in CLeid;/ bei dir bleib ich, dir verschreib ich/ mich fuůr Zeit und Ewigkeit./ Deines Winks bin ich gewärtig,/ auch des Rufs aus dieser Welt,/ denn der ist zum Sterben fertig,/ der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nur auf dieser Erden/ nahe, bis mein Tag sich neigt!/ Wenn es einst will Abend werden/ und die Nacht herniedersteigt,/ wenn mein Aug wird dunkler, truͤber,/ dann erleuchte meinen Geist,/ daß ich fröhlich zieh hinüber,/ wie man naͤch der Seimat reist. Philipp Spitta, 4 1859. 193 Mel. Mein Glaub ist meines Lebens Ruh(Nr. 310). I. Ich bin in dir und du in mir!/ Nichts soll mich, ewge Ciebe, dir/ in dieser Welt entreißen!l/ Auf Erden, wo nur Sünder sind,/ nennst du mich freundlich schon dein Kind,/ o laß michs ewig heißen/ und treu mit Wandel, Herz und Mund/ bewaͤhren deinen Friedensbund! 2. Ich bin in dir und du in mir;/ dreieinger Gott, du haͤst zu dir/ mich frühe schon berufen./ Was mir, dem Rindlein, war bereit,/ ergreif ich heut voll Innigkeit/ an des Altares Stufen/ und sag: O Liebe, du bist mein,/ ich will dein Kind auf ewig sein! 3. Ich bin in dir und du in mir;/ noch wohn ich vöͤllig nicht bei dir,/ weil ich auf Erden walle;/ drum fuͤhr mich, Jesu, treuer Hirt,/ daß mich, was locket, schreckt und irrt,/ nicht bringe je zu Falle!/ O daß, was ich dir heut ver⸗ sprach,/ mir gehe tief und ewig naͤch! 199 194 Ronfirmation 4. Ich bin in dir und du in mir;/ komm, Serr, mir deine Tugendzier/ frühzeitig anzulegen,/ daß mir des CLebens Glück und Vot,/ ja selbst der letzte Feind, der Tod,/ nur kommen moͤg mit Segen! /Mit dir will ich durchs Ceben gehn,/ dir leiden, sterben, auferstehn! Albert Knapp, 1 1864. (Gesang der Gemeinde nach der Ronfirmation) 194 Mel. Wie nach einer Wasserquelle(Nr. 198). J. Großer Rönig unsrer Erden,/ Jesu, dem die ganze Welt/ ewiglich muß dienstbar werden,/ dessen Sand das Jepter hält,/ wir, dein Volk und Eigentum,/ wollen deines Namens Ruhm/ mit verdientem Lob erheben/ und dir Preis und Ehre geben. 2. Herr, wir danken dir einmuͤtig,/ daß du dir ein Volk erwählt/ und auch uns Verlorne gütig/ deiner Rirche zu⸗ gezählt;/ wir sind Christen, wir sind dein,/ laß uns, was wir heißen, sein/ und aufrichtig danach streben,/ wie wir dir zu Dienste leben. 3. Dir sei Dank für deine Gaben,/ so du in die Rinder legst,/ die den Bund bestätigt haben,/ die du in den Armen trägst./ Herr, laß ihnen ewig nicht,/ was ihr Mund allhier verspricht,/ was sie heut sich vorgenommen,/ aus dem Sinn und Serzen kommen. J. Gib, daß sie durch deinen Segen/ dir, o Seiland, treu gesinnt, /bessre Christen werden mögen,/ als wir leider alle sind. Durch sie sei dein Reich vermehrt,/ durch sie werdest du geehrt,/ bis wir all in Jions Zoͤhen/ einst dein Jubelfest begehen. 2⁰⁰ — — Ur den 64. Das heilige Abendmahl 195.196 Das heilige Abendmahl 195 Braunschweig 1528. ö——.— hri⸗ste, du Lamm Got⸗tes,/ 2. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗tes,/ der du trägst die Sünd der Welt,/ der du trägst die Sünd der Welt,/ —v er⸗barm dich un⸗-ser!! er⸗barm dich un⸗ ser! der du trägst die Sünd der Welt,/ gib uns dei⸗ nen 3. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗tes,/ Oder: P +— H+ x ů— — 6—— R— Frie⸗den./ A—— men. A ⸗ men. (Agnus dei) Wittenberg J533. 196 Johann Crüger, J659. ö 2— ö—.——— ——S Schmük⸗ke dich, öo lie-be See-le,/ laß die dunk-le JI. komm ans hel⸗le Cicht ge⸗gan⸗gen,/ fan⸗ge herr⸗ lich 3— nin x— 2 1*— 2 a— 2—— ——.——— * Sün⸗den⸗-höh⸗le, X an zu pran⸗gen; denn der Herr voll Seil und Gnaden/ 2⁰1 Das heilige Abendmahl ....... ö EEEEEE will dich jetzt zu Ga⸗ste la⸗ den;/ der den Bim⸗-mel x x —.—— ö 17 —p—— kann ver⸗wal ⸗ten,/ will jetzt Ber⸗-berg in dir hal⸗ten. 2. Duͤrstend nach dem Himmelssegen/ eile deinem Serrn entgegen,/ der mit süßen Gnadenworten/ klopft an deines Berzens Pforten,/ eile, sie ihm aufzuschließen,/ wirf dich hin zu seinen Füßen;/ sprich: o Serr, laß dich umfassen,/ von dir will ich nimmer lassen! 3. Ach, wie hungert mein Gemüte,/ Menschenfreund, nach deiner Güte; /ach, wie pfleg ich oft mit Tränen/ mich nach deinem Mahl zu sehnen;/ ach, wie pfleget mich zu dürsten/ nach dem Trank des Cebensfürsten,/ daß mit diesem Brot und Weine/ sich mein Beiland mir vereine. 4. Jesu, meine Cebenssonne,/ Jesu, meine Freud und Wonne,/ Jesu, du mein ganz Beginnen,/ Cebensquell und Licht der Sinnen,/ hier fall ich zu deinen Fuͤßen!/ Caß mich würdiglich genießen/ diese deine Bimmelsspeise,/ mir zum Heil und dir zum Preise. 5. Berr, es hat dein treues Lieben/ dich vom Fimmel her⸗ getrieben,/ daß du willig haͤst dein Leben/ in den Tod fuͤr uns gegeben/ und daͤzu ganz unverdrossen,/ HBerr, dein Blut fuͤr uns vergossen,/ das uns jetzt kann kräftig tränken,/ deiner Ciebe zu gedenken. §. Jesu, wahres Brot des Lebens,/ hilf, daß ich doch nicht vergebens/ oder mir wohl gar zum Schaden/ sei zu deinem Tisch geladen; /laß mich durch dies Seelenessen/ deine CLiebe recht ermessen,/ daß ich auch, wie jetzt auf Erden,/ mög dein Gast im Zimmel werden! Johann F§ranck, 4 1677. Das heilige Abendmahl 197· I98 Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. I 97 Wittenberg 1535. 24——— ö é———— p e ex + Berr Je-su Christ, du höch-stes Gut,/ du wir kom⸗-men, dei⸗ nen Leib und Blut,/ wie I. IRR.—..— — 1* Brunn⸗quell al⸗-ler en du uns haͤst ge ⸗ la den, zum Prei se * E ö x 512——„— E S TTTTTTT dei ⸗ner BSerr-lich- keit/ und uns rer See⸗-len Se⸗ lig- keit/ zu es⸗ sen und zu trin-ken. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit/ zu diesem hohen Werkel/ Schenk uns dein schönes Ehrenkleid/ durch deines Geistes Stärke;/ hilf, daß wir würdge Gäste sein/ und werden dir gepflanzet ein/ zum ewgen Himmelswesen. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir auch bis ans Ende bleiben;/ laß Sünd und Not uns für und für/ von dir nicht wieder treiben,/ bis wir durch deines Nachtmahls Kraft/ in deines Zimmels Bürgerschaft/ dort ewig selig werden. Chemnitz 1713. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 198 Französischer Psalter, 155J. 9——— ö——— Berr, du hast für al le Sün-der/ ei⸗ nen wo das Brot der ar- men Bin'der/ nach des 2⁰03 198 Das heilige Abendmahl ů.— S..I..I..I... 2— rei⸗chen Tisch ge⸗deckt, Va⸗ters Lie-be schmeckt./ ist. ů777 .. wie du mir be⸗fohlen hast;/ a-ber hilf auch, daß mein Beu⸗te nun bin ich dein Gast,/ x x——. I 2—— Ber⸗ze/ dei ne Wohltat nicht ver-⸗scher-ze. 2. Räume mir aus dem Gemüuͤte/ alles Arge völlig aus,/ daß auch meines Serzens Hütte/ werde dein geweihtes Baus. /Denn ich hoffe nur auf dich,/ liebster Jesu, liebe mich/ und laß deinen Tisch auf Erden/ mir des Zimmels Vorschmaͤck werden. 3. Rann der Herr dem Knechte schenken/ auch sein eigen Fleisch und Blut: /ach so hilf mir recht bedenken,/ was hier deine Ciebe tut,/ und verleihe, daß ich nicht/ eß und trinke zum Gericht,/ was du, Jesu, für mein Ceben/ zur Er⸗ lösung hast gegeben. 4. Wirke heilige Gedanken/ in der Seel, die dir gehört;/ halte meinen Sinn in Schranken,/ wenn mich Furcht und Iweifel stört./ Fühl ich meiner Sünden Not,/ so erfülle mich dies Brot,/ dieser Relch mit neuem Mute;/ dein Blut floß auch mir zugute. 5. Sind wir doch aus dir geboren,/ nähr uns auch durch deine Kraft,/ und weil alles da verloren,/ wo nicht Jesus Bilfe schafft: ach so laß dein Brot und Wein/ meines Berzens Cabsal sein,/ daß die Wirkung dieser Speise/ künftig in der Tat sich weise. 6. Caß mich deine Liebe schmecken/ und die Güter jener Welt; /oder wenn aͤuch Fuͤrcht und Schrecken/ mich zu— weilen überfällt,/ so verschaffe mir dein Blut /einen rechten Freudenmut,/ daß ich meinen Trost im Glauben/ mir durch niemand lasse rauben. 2⁰⁴ Das heilige Abendmahl 199 7. Hilf mir recht ins Zerze fassen/ deinen herben, bittern Tod;/ lasse mich auch niemand haͤssen,/ der mit mir ge⸗ nießt dein Brot;/ nimm mich ganz vollkommen ein,/ bis ich werde bei dir sein/ und die Fülle deiner Gaben,/ meinen Gott und alles haben. Raspar Neumann, 17I5. 199 Mel. Erquicke mich, du Seil der Sünder(Nr. II6). J. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden/ in deiner letzten Trauernacht/ uns haͤst die Früchte deiner Leiden/ in einem Testament vermacht:/ es preisen gläubige Gemüter/ dich, Stifter dieser hohen Güter! 2. So oft wir dieses Mahl genießen,/ wird dein Ge— dächtnis bei uns neu;/ man kann aus frischen Proben schließen,/ wie brünstig deine Liebe sei. Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen/ erneuern sich in unsern Serzen. 3. Es wird dem zitternden Gewissen /Tein neues Siegel aufgedrückt,/ daß unser Schuldbrief sei zerrissen,/ daß unsre Handschrift sei zerstückt,/ daß wir Vergebung unsrer Sünden/ in deinen blutgen Wunden finden. 4. Und fester, als es je gewesen,/ wird nun das Band, das uns vereint;/ von allem Seelenschmerz genesen,/ schaun wir in dir den liebsten Freund!/ Wir fühlen uns in solchen Stunden/ mit dir zu einem Geist verbunden. 5. Dies Brot kann wahre Wahrung geben,/ und dieser Kelch erquickt den Geist;/ es mehrt sich unser innres Leben, /wenn unser Glaube dich geneußt;/ wir fühlen neue Kraͤft und Stärke/ in unserm RKaͤmpf und Glaubens— werke. 6. Wir treten in genaäure Bande/ mit deines Leibes Gliedern ein;/ wir müssen all in solchem Stande/ Ein Berz und Eine Seele sein;/ der Geist muß mehr zusammen⸗ fließen,/ da wir Ein Fleisch und Blut genießen. 7. Dein Leib muß uns zum Pfaͤnde dienen,/ daß unser Fleisch, jetzt schwachheitsvoll,/ einst herrlich aus dem Staube grünen/ und unverweslich werden soll;/ ja, daß du uns ein ewig Ceben/ nach diesem kurzen werdest geben. 20⁵5 e 2⁰⁰ Das heilige Abendmahl 8. O teures Camm, so edle Gaben/ hast du in dieses Mahl gelegt!/ Da wir dich selbst zur Speise haben,/ wie wohl ist unser Geist gepflegt!/ Dies Mahl ist unter allen Leiden/ ein wahrer Vorschmaͤck jener Freuden. 9. Dir sei Lob, Ehr und Preis gesungen! /Ein solcher hoher Liebesschein/ verdient, daß aller Engel Jungen/ zu dessen Ruhm geschäftig sein./ Wird unser Geist zu dir er— hoben,/ so wird er dich vollkommen loben. Joh. Jakob Rambach, J1735. 20⁰ Mel. Serr, wie du willst, so schicks mit mir. 5 24 ö Bn Lrnee L ai-. din S ——I—— wie hei⸗ lig ist die Stät⸗te hier,/ wo Sie ist des Sim⸗-mels Pfor-te mir,/ die Straßburg 1525. ——— +— ich voll An-⸗dacht ste⸗hel ich nun of⸗ fen se ⸗ he.) ö ‚—— 5 2— DiI öäI.I..... tor, o Tisch des Herrn!/ Vom Sim-mel bin ich + 1—— I . nicht mehr fern/ und füh⸗-le Got⸗ tes Nä⸗ he. 2. Wie heilig ist dies Lebensbrot,/ dies teure Gnaden— zeichen,/ vor dem des Serzens Angst und Wot/ und alle Quaͤlen weichen./ O Brot, das meine Seele nährt, /o Maͤnna, das mir Gott beschert,/ dich will ich jetzt genießen. 3. Wie heilig ist doch dieser Trank,/ der mein Verlaͤngen stillet, der mein Gemüt mit Lob und Dank/ und heilger Freud erfüllet!/ O CLebenstrank, o heilges Blut,/ das einst geflossen mir zugut,/ dich will ich jetzt empfaͤngen! 20 Das heilige Abendmahl 201 4J. Welch unaussprechlich Glück ist mein,/ welch Seil hab ich gefunden!/ Mein Jesus kehret bei mir ein;/ mit ihm werd ich verbunden./ Wie ist mein Serz so freudenvoll,/ daß ich in Jesu leben soll,/ und er in mir will leben! S. O wär doch auch mein Herz geweiht/ zu einer heilgen Stätte,/ damit der Herr der Herrlichkeit/ an mir Gefaͤllen hätte!/ O wäre doch mein Herz der Ort,/ an welchem Jesus fort und fort/ aus Gnaden Wohnung maͤchte! 6. Mein Jesu, komm und heile mich,/ was sündlich ist, vertreibe,/ damit ich nun und ewiglich/ dein Tempel sei und bleibe./ Von dir sei ganz mein Herz erfüllt;/ Zerr, laß dein heilig Ebenbild/ beständig in mir leuchten! 7. Wun, du haͤst himmlisch mich erquickt,/ du haͤst dich mir gegeben; /in dir, der mich so hoch beglückt,/ will ich nun stündlich leben./ Laß mich, mein Heiland, allezeit/ von nun an bis in Ewigkeit/ mit dir vereinigt bleiben! Valentin Ernst Löscher, 4 1749. 20/ Mel. Schmücke dich, o liebe Seele(Nr. 196). J. Romm, mein Serz, aus Jesu Ceiden/ strömt auch dir ein Quell der Freuden. /Stille hier dein sehnlich Dürsten/ aus dem Relch des Cebensfürsten. Daͤß ich einen Seiland habe/ und in seinem Heil mich labe/ und in sein Verdienst mich kleide,/ das ist meines Herzens Freude. 2. Darum will ich mit Verlaͤngen/ nun sein Abendmahl empfaͤngen; /hier daͤrf ich mich ihm verbinden,/ und so werd ichs tief empfinden,‚/ daß ich einen Heiland habe,/ der am Rreuz und in dem Grabe,/ wie sein Wort mir sagt und schreibet,/ mein Erlöser war und bleibet. 3. Ach, wie werd ich oft so müde!/ Wie entweicht der süße Friede!/ Sünd und Welt kann mich verwunden,/ wenn mir dieses Licht entschwunden: /daß ich einen Heiland habe,/ der mit seinem Sirtenstabe/ sanft und mild und voll Ver— geben/ mir nichts ist als deil und Ceben. J. Sei gesegnet, ewge Ciebe,/ daß du mir aus treuem Triebe,/ da das Mißtraun mich vergiftet,/ solch ein Denkmal 207 202 Das heilige Abendmahl selbst gestiftet:/ daß ich einen Seiland habe,/ der den Gang zum RKreuz und Grabe/ gern getan, mich zu erretten/ von des ewgen Todes Retten. S. Beilges Brot, sei mir gesegnet,/ weil mir der mit dir begegnet,/ der mit seinen Todeswunden/ die Erlösung mir erfunden!/ Daß ich einen Seiland habe,/ der erblaßt und tot im Grabe/ auch für meine Schuld gelegen,/ will ich schmecken und erwägen. G. Heilger Kelch, sei mir gesegnet,/ weil mir der mit dir begegnet,/ dessen Blut mich lässet finden/ die Vergebung aller Sünden!/ Daß ich einen Seiland habe,/ der die dürre Seele labe,/ muß nicht dies mein Dürsten stillen/ und mein Berz mit Wonne füllen? 7. Er gebietet mir zu essen,/ meines Jam mers zu vergessenz/ er gebietet mir zu trinken/ und in Freude zu versinken,/ daß ich einen Heiland habe,/ der sich selbst als Opfergabe/ hat für mich dahingegeben,/ mir zu Speis und Trank und Ceben. 8. Will hinfort mich etwas quälen,/ oder wird mir etwas fehlen,/ oder wird die Rraft zerrinnen,/ so will ich mich nur besinnen,/ daß ich einen Zeiland habe,/ der vom Bripplein bis zum Grabe,/ bis zum Thron, wo man ihn ehret,/ mir, dem Sünder, zugehoret!l Ernst Gottlieb Woltersdorf, 4 176I. Mel. An wasserflüssen Babylon. 202 Straßburg 1525. + — 2 r 2——I—*— ——— 2 Ich kom⸗me, Serr, und su ⸗che dich,/ muh⸗ Gott, mein Er⸗bar⸗ mer, würd ge mich/ des + + ———————— se lig und be⸗ ninnn ö Wunders dei ner Gnaden! Ich lie ⸗ge hier vor 35 + + x=—2.— ö —* 2 2— ——————— ö—* 2— dei nem Thron,/ Sohn Got⸗tes und des Men⸗ schen 208 Gna liebr gebe der d 4. Gla raub stock dir, dir d . erful meir mein preif wah Das heilige Abendmahl 202 Sohn,/ mich dei- ner zu ge⸗ trö⸗sten;/ ich füh⸗le mei⸗ner ö 12.— Sün ⸗ den Müh;/ ich su⸗ 3—2 Ruh und fin de —.— —— ————— ————.. —. sie/ im Glau⸗ben der Er ⸗ 16 isten. 2. Dich bet ich zuversichtlich an,/ du bist das Seil der Sünder,/ du hast die Sandschrift abgetan,/ und wir sind Gottes Kinder. /Ich denk an deines Ceidens Macht/ und an dein Wort: Es ist vollbracht!/ Du hast mein Seil ver— dienet:/ du haͤst für mich dich dargestellt;/ Gott waͤr in dir und hat die Welt/ in dir mit sich versühnet. 3. So freue dich, mein Serz, in mir! JEr tilget deine Sünden/ und läßt in seinem Mahle hier/ dich Gnad um Gnaͤde finden./ Du rufst, und er erhört dich schon,/ spricht liebreich:„Sei getrost, mein Sohn,/ die Schuld ist dir ver⸗ geben;/ du bist in meinen Tod getauft,/ und du wirst dem, der dich erkauft,/ von gaͤnzem Serzen leben. 4J. Dein ist das Glück der Seligkeit;/ bewahr es hier im Glauben,/ und laß durch keine Sicherheit/ dir deine KRrone rauben./ Sieh, ich vereine mich mit dir,/ ich bin der Wein⸗ stock, bleib an mir,/ so wirst du Früchte bringen./ Ich helfe dir, ich stärke dich,/ und durch die Liebe gegen mich/ wird dir der Sieg gelingen.“ 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot,/ ich will es treu erfüllen/ und bitte dich durch deinen Tod/ um Kraft zu meinem Willen./ Caͤß mich von nun an würdig sein,/ mein ganzes Serz dir, Serr, zu weihn/ und deinen Tod zu preisen;/ laß mich den Ernst der Heiligung/ durch eine wahre Besserung/ mir und der Welt beweisen! Christian Fürchtegott Gellert, 4 J769. 2⁰9 203201 Das heilige Abendmahl 203 Mel. Schmücke dich, o liebe Seele(Nr. 196). J. Jesu, Freund der Menschenkinder,/ Seiland der ver— lornen Sünder,/ der zur Sühnung unsrer Schulden/ Kreuzesschmach hat wollen dulden,/ wer kann fassen das Erbarmen,/ das du trägest mit uns Armen!/ In der Schar erlöster Brüder/ fall ich dankend vor dir nieder. 2. Ja, auch mir strömt Seil und Segen,/ Herr, aus deiner Fuͤll entgegen;/ in dem Elend meiner Sunden/ soll bei dir ich Zilfe finden;/ meine Schuld willst du bedecken,/ mich be⸗ frein von Furcht und Schrecken,/ willst ein ewig selig Ceben/ als des Glaubens Frucht mir geben. 3. Herr, du kommst, dich mit den Deinen/ in dem Naͤcht— mahl zu vereinen; /du, der Weinstock, gibst den Reben/ neue Kraft zum neuen Ceben./ Nun, so steh bei mir und stärke/ mich zu jedem guten Werke;/ hilf, daß ich die Lust der Sünde/ durch dich kräftig üͤberwinde. 4. Wun, so sei der Bund erneuet,/ unser Serz dir ganz geweihet!/ Auf dein Vorbild wolln wir sehen/ und dir nach, mein Seiland, gehen./ Schaff ein neues Serz uns Sündern,/ maͤche uns zu Gotteskindern,/ die dir leben, leiden, sterben,/ deine Serrlichkeit zu erben. 5. Großes Abendmahl der Frommen, /Tag des Seils, wann wirst du kommen,/ daß wir mit der Engel Chören,/ Berr, dich schaͤun und ewig ehren? Halleluja, welche Freuden/ sind die Früchte deiner Ceiden!/ Danket, danket, fromme Serzen,/ ewig ihm fuͤr seine Schmerzen. Ra spar Lavater, JI80l. 204 Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme(Nr. 175). J. Herr, du wollst uns vollbereiten/ zu deines Mahles Seligkeiten,/ sei mitten unter uns, o Gott!/ Caß uns, Ceben zu empfahen,/ mit glaubensvollem Serzen nahen,/ und sprich uns los von Sünd und Tod. /Wir sind, o Jesu, dein;/ dein laß uns ewig sein!/ Amen, Amen! /Anbetung dir!/ Einst feiern wir/ das große Abendmahl bei dir. 21⁰ nahl ver⸗ den das char einer ei dir h be⸗ selig acht⸗ den/ und Cust ganz d dir uns eben, zeils, en,/ elche nket, Das heilige Abendmahl 205 2. Wehmt und eßt zum ewgen Ceben/ das Brot, das euch der Herr gegeben;/ die Gnaͤde Jesu sei mit euch! Nehmt und trinkt zum ewgen Ceben/ den Relch des Seils, auch euch gegeben, /ererbt, ererbt des Mittlers Reich!/ Wacht, eure Seele sei /bis in den Tod getreul/ Amen! Amen! /Der Weg ist schmal;/ klein ist die Zahl,/ die dort eingeht zum Abendmahl. Sriedr. Gottlieb Klopstock, 4I8oz. Mel. Serzlich tut mich verlangen. 205 Bans Leo Saßler, J60l. 2— ö— ISIEE..— .— 12 Wie könnt ich sein ver⸗ges⸗sen,/ der mein noch [Raͤnn ich die Lieb er-mes⸗sen,/ da⸗-durch mein 1. ö———.— ö I— nie ver⸗ gaß? 1 ö 0 Herz ge nas? 3ch lag in bit tern + .. ——— x ö ö Föeeer, f d we mi — Schmerzen,/ er schafft mein Le⸗ben neu,/ und er, 1— 1+.„;. 1 —— stets quillt aus dem Ber⸗ zen/ ihm neu⸗e Cieb und Treul 2. Wie sollt ich ihn nicht lieben,/ der mir so hold sich zeigt?/ Wie jemals ihn betrüben,/ der so zu mir sich neigtꝰ/ Er, der ans Kreuz erhoben,/ getragen meine Schmach,/ ruft er mir nicht von oben:/ Romm, folge du mir nachl 3. Ich will ihn ewig lieben,/ der mir aus Todesnacht,/ von mei sem Schmerz getrieben,/ Unsterblichkeit gebracht;/ der noch zur letzten Stunde/ mir reicht die treue Sand,/ daß mich kein Feind verwunde/ im Cauf zum Beimatland. 2II 2 2338.8— 20 Das heilige Abendmahl 4. Er gibt zum heilgen Pfande/ mir seinen Leib, sein Blut,/ hebt mich aus Nacht und Schande,/ füllt mich mit Simmels⸗ mut,/ will selber in mir thronen/ mit heilgem Gnaͤdenschein./ Sollt ich bei ihm nicht wohnen?/ in ihm nicht selig sein? 5S. Bei Freuden und bei Schmerzen/ durchleuchte mich dein Bild,/ wie du, o Serz der Herzen,/ geblutet haͤst so mild!/ Mein Lieben und mein Boffen,/ mein Dulden weih ich dir. Caß mir die Seimat offen/ und dein Serz für und für! ö Christian Rern, 1835. 206 Mel. Zeuch ein zu deinen Toren(oder wie Nr. 365). Zohann Crüger, 1653. —6 ——— 1—— S.S.S...I.I.I. (Rommt her, ihr seid ge⸗la⸗den;/ der der treu e Berr der Gna ⸗den,/ an —— 1— ́XI— 2——— e. Bei⸗- land ru⸗fet euch, 1 Buld und Lie ⸗be reich;) ö E..—.... i lenkt,/ will Gast-mahl mit euch hal⸗ ten/ und ————— x— I II wunder⸗bar ge⸗stal⸗ ten,/ was er in Lie-be schenkt. 2. Rommt her, verzagte Sunder,/ und werft die Ungste weg;/ kommt her, versöhnte Rinder,/ hier ist der Cebens⸗ steg!/ Empfangt die Zimmelslust,/ die heilge Geistesspeise,/ die auf verborgne Weise/ erquicket jede Brust. 3. Rommt her, betrübte Seelen,/ die Not und Jammer drückt,/ mit Gott euch zu vermählen,/ der wunderbar be— glückt./ Kommt, legt auf ewig ab/ der Sünde baͤnge Säumnis;/ empfaͤnget das Geheimnis,/ das Gott vom Bimmel gab. der Erd und Him-mel 21² aus 7. leide trete 8. sterb Das heilige Abendmahl 207 4. O Wonne kraͤnker Herzen,/ die mir von oben kam!/ Verschwunden sind die Schmerzen,/ getröͤstet ist der Gram;/ was von dem Himmel fleußt,/ hat lieblich sich ergossen;/ mein Serz ist gar durchflossen/ vom süßen Liebesgeist. 5. Drum jauchze, meine Seele,/ hell aus der Sünden— nacht;/ verkünde und erzähle/ die tiefe Wundermaͤcht,/ die unermeßlich süß,/ ein Born der Liebe, quillet/ und jeden Jammer stillet,/ der faͤst verzweifeln ließ. 6. Drum jauchze, meine Seele,/ drum jauchze deinem Herrn;/ verkünde und erzähle/ die Gnade nah und fern,/ den Wunderborn im Blut,/ die selge Simmelsspeise,/ die auf verborgne Weise/ dir gibt das höchste Gut. Ernst Moritz Arndt, 1860. (Nach der Feier des heiligen Abendmahls) 207 Mel. Nun laßt uns Gott, dem Zerren(Nr. 369). J. O Jesu, meine Wonne,/ du meiner Seelen Sonne,/ du Freundlichster auf Erden,/ laß mich dir dankbar werden! 2. Wie kann ich gnugsam schätzen /dies himmlische Er⸗ götzen/ und diese teuren Gaben,/ die uns gestärket haben? 3. Wie soll ich dirs verdanken, /o Serr, daß du mich Franken/ gespeiset und getränket,/ ja selbst dich mir ge⸗ schenket? 4. Ich lobe dich von Herzen/ für alle deine Schmerzen;/ dir dank ich für dein Ceiden,‚,/ den Ursprung meiner Freuden. s. Dir dank ich für dein Cieben,/ das standhaft ist ge— blieben; /dir dank ich für dein Sterben,/ das mich dein Reich läßt erben. 6. Du wollest ja die Sünde,/ die ich noch in mir finde,/ aus meinem Serzen treiben/ und kräftig in mir bleiben! 7. Caß mich sie ernstlich meiden,/ laß mich geduldig leiden;/ laß mich mit Andacht beten,/ von deinem Weg nie treten! 8. So kann ich nicht verderben, /draͤuf will ich selig sterben/ und freudig auferstehen, /o Jesu, dich zu sehen. Johann Rist, 1667. 213 208. 209 Das heilige Abendmahl Das 47—330 meines Lebens Leben. 208 Christoph Anton, I65J. e jeder —. ö—— mich S.. Blut . Dan⸗ket, dan⸗ket Gott mit Freu⸗den,/ dan⸗ket 3. 59W.55 die gro⸗ 5——— 35 kei ⸗ten/ die⸗ses Heil, — als E — n, Wtt. Gott, ihm mit Herz und Mundl 4. bn 5. kund, was der Herr fuͤr Gna:den versa 12——— 12— daß r ö tum, DRDRSRTRTRTRSSSSS schen⸗ket,/ da— selbst uns speist und trän⸗ket;/ dan⸗ket .. TI mel. D 3 ihm vor dem Al⸗tar,/ daß er uns so freund⸗lich waͤr. x 2. Ja wir preisen Gottes Guͤte,/ denn sie wäͤhret ewiglich./ O wie freut sich das Gemuͤte,/ daß der Herr so gnaͤdig sich/ gegen uns auch jetzt erwiesen!/ Immerdar sei er gepriesen;/ groß ist seine Suld und Treu;/ sie war diesesmal auch neu. 3. Beilig, heilig, heilig werde,/ Gott, dein Nam uns mehr* und mehr;/ alle Simmel samt der Erde/ zeugen laut von deiner ö Ehr. /Dir, Herr, singen Seraphinen/ dreimal heilig, die dir die— Ii nen;/ droben in demHeiligtum/ schallet deines Ramens Ruhm. RN 4. Gott, der Herr und Vater, segne/ uns in seinem lieben— Sohn;/ und des Vaters Sohn begegne/ uns von seinem Gnaͤdenthron;/ und der Serr, der Geist, bereite/ uns zur Berrlichkeit und leite/ uns zu seinem Frieden! Jal/ Amen!l sprecht Hallelujal Mikolaus Rayser, IS0o.—. 209 Mel. O daß ich tausend Jungen hätte(Nr. 140). N J. Wimm hin den Dank füͤr deine Liebe,/ erhöhter * mittler, Jesu Christl) Gib, daß ich dich nicht mehr b. E e trübe,/ der du für mich gestorben bist;/ laß deines Leidens Rre Angst und Pein/ mir immerdar vor Augen sein. 214 2 BII ——ñ— dens Das heilige Abendmahl 210 2. Im Streite hilf mir überwinden/ und stärke mich zu jeder Pflicht;/ bewahre mich vor neuen Sünden,/ verlaß mich in Versuchung nicht,/ und dein für mich vergoßnes Blut/ schenk mir im Todeskampfe Mut. 3. Hilf, daß ich deines Ceibes Glieder,/ die heut dein Beil, wie mich, erfreut,/ von Herzen lieb als meine Brůder,/ als Erben einer Serrlichkeit. Wir haben Einen Herrn und Gott,/ uns speist und tränkt Ein Kelch, Ein Brot. 4. Wie jetzt, o Herr, in deinem Namen/ dein Volk vor dir versaͤmmelt war,/ so bring einst wieder uns zusammen,/ daß wir mit deiner Engelschar,/ anbetend als dein Eigen— tum,/ stets preisen deines Namens Ruhm. Georg Joachim Zollikofer, 1788, und Kaspar Lavater, 4 180J. 210 Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. B. A. Freylinghausen, Salle 1704. SIIII — 2 ist nun die heil ge Fei⸗-er;/ O dein Ge⸗dächt- nis sei uns teu⸗ er/ d E Hi ver⸗kün⸗ det Werd von uns dein Tod. und un⸗ver⸗-geß-lich dein Ge-⸗bot! Laß EI— nie des Him-mels Vor-——3 in uns er⸗ .—.— SI kal ten und ver⸗ gehn; laß wür⸗ dig einst am n n, Rro⸗nen⸗zie-le,/ Berr, dei⸗ ne Serr-lich-keit uns sehn!l J. Christian Wagner, 1 1825. 215 5 V. der Buße but se Sunchtn eim Hinunole Wumig 25 S „ N. 222—— .* m Rüber vor neun und de Buße di — N RDD * ¶ 7* III. 6 AV. 2 Buße 21I.212 Wieder geburt und Heiligung 21 I Georg Winer, 1648. V.* ö.——.— x—— ——— 3 15 J. Schaf⸗fe in mir, Gott, ein rei⸗ nes Ser⸗ze und 12.————— ö— nnn i der Eeeer in n.nen ure, r ene E...— äIIIIII... gib mir einen neu-en, ge⸗wis⸗sen Geist. Verwirf mich nicht, . ů DD— 5— ———— +———.—.— verwirf mich nicht von deinem An⸗ge-sicht, von dei⸗ nem + HE— I —— ů——— x ö + SPSIIPIIIIIIII..I... Ange⸗sicht und nimm dei⸗nen hei⸗li⸗ gen Geist nicht von mir. Psalm 5I, V. I2, I3. 2 1 2 Wittenberg 1524. —— ö In im + P IPIIII..ITITIIII 7——— Aus tiefer Not schrei ich zu dir,/ err Gott, er⸗hoͤr mein Dein gnãdigOhr neig her zu mir/ und meiner Bitt es E Ru⸗ fenll ö oͤff ne; V so du willst das se hen an,/ was Sůnd und ——— I ——— EI II e.. Unrecht ist getan;/ wer kann, Serr, vor dir blei ⸗ben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst,/ die Sünde zu vergeben;/ es ist doch unser Tun umsonst/ auch in dem besten Leben;/ vor dir niemand sich rühmen kann;/ des muß dich fürchten jedermann/ und deiner Gnaͤde leben. 7 21⁷ 213 Buße 3. Darum auf Gott will hoffen ich,/ auf mein Verdienst nicht bauen; /auf ihn aͤllein verlaͤssen mich/ und seiner Güte trauen,/ die mir zusagt sein wertes Wort;/ das ist mein Trost und treuer Hort;/ des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht/ und wieder an den Morgen,/ doch soll mein Herz an Gottes Macht/ ver⸗ zweifeln nicht noch sorgen./ So tu das Volk von rechter Art,/ das aus dem Geist erzeuget ward,/ und seines Gottes harre. S. Ob bei uns ist der Sünden viel,/ bei Gott ist viel mehr Gnaͤden;/ sein dand zu helfen hat kein Ziel,/ wie groß auch sei der Schaͤden. /Er ist allein der gute Sirt,/ der Israel er— lösen wird/ aus seinen Sünden allen. martin Luther, 1 1546. E I541. Al⸗lein zu dir, Hee I. su Christ,/ mein 2 60 weiß, daß du mein Trö-ster bist,/ kein r. E— II 1—.— r, Boff⸗nung steht auf Er⸗ den; U Trost mag mir sonst wer ͥõuogden. Von Ancbe⸗ — en———— lR ginn ist nichts er⸗korn,/ auf Er⸗den ward kein PII ö D.DiDi‚iii.iiii‚‚‚............. 250—— Mensch ge⸗ born,/ der mir aus Nö⸗ten hel⸗fen kannz/ —— iER dich ruf ich an,/ du bist der rech-te Hel⸗-fers⸗mann. 21⁸ CE %½ 40 Buße 214 2. Mein Sünd ist schwer und uͤbergroß/ und reuet mich von Herzen; /derselben mach mich frei und los/ durch deinen Tod und Schmerzen/ und nimm dich mein beim Vater an,/ der du für mich genug getan,/ so werd ich los der Sünden Last;/ mein Glaub erfaßt,/ was du mir, Herr, versprochen hast. ö 3. Ach stärk durch dein Barmherzigkeit/ in mir ein recht Vertrauen,/ auf daß ich deine Freundlichkeit/ mög inniglich anschauen; /vor allen Dingen lieben dich/ und meinen Nächsten gleich als mich./ Send mir dein Silf am letzten End,/ damit behend/ des Todes Graͤun sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron,/ dem Vater aller Güte,/ und Jesu Christo, seinem Sohn,/ der uns allzeit behüte,/ und seinem werten heilgen Geist,/ der uns sein' Bilfe allzeit leist,/ daß wir ihm wohlgefällig sein/ hier in der Zeit/ und dort hernach in Ewigkeit. D. I=3 von Ronrad Subert, 4 1577. 214 Mel. Erhalt uns, Serr, bei deinem Wort. Wittenberg 1543. 4 2—— .....,.,x de. 5————— I. O from-mer und ge⸗treu ⸗er Gott,/ ich 3—— hab ge⸗bro⸗chen dein Ge⸗bot/ und sehr ge-sündigt ——.——.— ö ö ö——. ————— ö ——2 E.— wi⸗der dich!/ Das ist mir leid und reu wet mich. 2. Weil aber du, o gnädger Gott,/ nicht Cust hast an des Sünders Tod,/ so ist dein herzliches Begehr,/ daß ich mich wieder zu dir kehr. 3. Auf dies Wort, lieber Vater fromm,/ ich armer Sün— der zu dir komm/ und bitt durch deines Sohnes Tod:/ Er⸗ barm dich mein in meiner Notl 219 215 Buße 4. Verschon, o Herr, laß deine Suld/ zudecken alle meine Schuld,/ so werd ich arm verlornes Kind/ ledig und los all meiner Sünd. S. Ich will, o Herr, nach deinem Wort/ mich bessern, leben fromm hinfort,/ damit ich mög nach dieser Zeit/ ge⸗ langen zu der Seligkeit. 1643. 21 5 Leipzig 1625. III +4 + I. EINU. 1 SSISIE.—— 2 J. Ach Gott und Herr,/ wie groß und schwer/ sind —— mein' be gang⸗ ne Sün⸗den!/ Da ist nie⸗ ———.—— — I— mand,/ der hel⸗fen kann,/ in die⸗ser Welt zu fin⸗den. 2. Cief ich gleich weit/ zu dieser Zeit/ bis an der Erden Enden/ und wollt los sein/ des Elends mein,/ würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich,/ verstoß mich nicht,/ wie ichs wohl hab verdienet. /Ach geh doch nicht, Gott, ins Gericht;/ dein Sohn hat mich versühnet. ö 4. Solls ja so sein,/ daß Straf und Pein/ auf Sünde folgen müssen,/ so faͤhr hie fort/ und schone dort/ und laß mich hier wohl büßen. S. Gib, Herr, Geduld,/ vergiß die Schuld,/ schaff ein ge⸗ horsam Serze,/ daß ich mein Seil,/ mein bestes Teil,/ durch Murren nicht verscherze. 6. Handle mit mir,/ wies dünket dir,/ ich will es gerne leiden;/ nur wollst du mich Fnicht ewiglich/ von deiner Gnade scheiden. ZJena J6I3. 2²⁰ den. Erden ich es wohl icht;/ ünde 18 laß in ge⸗ Leil,/ gerne deiner a 1613. Buße 216217 216 Mel. Aus tiefer Mot schrei ich zu dir(Nr. 212. J. O Vater der Barmherzigkeit,/ ich falle dir zu Fuße;/ verstoß den nicht, der zu dir schreit/ und tut noch endlich Buße! /Was ich begangen wider dich,/ verzeih mir alles gnädiglich/ durch deine große Guͤte. 2. Durch deiner Allmacht Wundertat/ nimm von mir, was mich quälet;/ durch deine Weisheit schaffe Rat/ in allem, wo mirs fehlet;/ gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk,/ daß ich mit dir all meine Werk/ anfaͤnge und vollende. 3. O Jesu Christe, der du hast/ am Breuze für mich Armen/ getraͤgen aller Sünden Last,/ wollst meiner dich erbarmen!/ O Gottes und des Menschen Sohn,/ erbarm dich mein und mein verschon,/ hoͤr auf mein kläglich Rufen! 4. O heilger Geist, du wahres Licht,/ Regierer der Ge— danken,/ wenn mich die Sündenlust anficht,/ laß mich von dir nicht wanken:/ verleih, daß nun und nimmermehr/ Be— gierd nach Reichtum, Cust und Ehr/ in meinem Herzen herrsche. 5. Und wenn mein Stündlein kommen ist,/ so hilf mir treulich kämpfen,/ daß ich des Satans Trutz und List/ durch Christi Sieg mag dämpfen,/ auf daß mir Krankheit, Angst und Not/ und dann der letzte Feind, der Tod,/ nur sei die Tür zum Ceben. David Denicke, 4 1680. 217 Mel. Züter, wird die Nacht der Sünden(Nr. 373). J. Ach was bin ich, mein Erretter/ und Vertreter/ bei dem unsichtbaren Cicht?/ Ich verzag in meinem Mute;/ denn das Gute,/ das ich will, das tu ich nicht. 2. Ach was bin ich, mein Erbarmer? /Sieh, ich Armer/ bin ein schwaͤnkes Rohr im Wind;/ wie ein Weberschifflein schießet,/ so verfließet/ meines Lebens Cauf geschwind. 3. Ach was bin ich, mein Erlöser?/ immer böser/ find ich meiner Seele Stand;/ drum, mein Selfer, nicht ver— weile,/ Jesu, eile,/ reiche mir die Gnadenhand! 8 221 PD‚IFIIII‚I‚I‚II‚I‚...... ——— 22 —————— SSE——— ——— 218 Buße 4. Ach wann wirst du mich erheben/ zu dem Leben? RKomm, ach komm und hilf mir doch!/ Demut kann dich bald bewegen,/ lauter Segen/ wirst du lassen fließen noch. 5. Trotzig ist, o Gott, mein Herze,/ mir zum Schmerze,/ ja, es ist mir leid dazul/ Höre mich, hör an das Quälen;/ Arzt der Seelen,/ schaͤffe meinem Herzen Ruh! 6. Gib, daß mir der Tod nicht schaͤde;/ Herr, gib Gnaͤde,/ laß mich sein dein liebes Kind!/ Ein Demütiger und Kleiner,/ aber Reiner/ endlich Ruh und Gnade findt. Soaͤchim Meander, 1 J680. Mel. Nun sich der Tag geendet hat. 1 42— ——————————————— 2 J. Nein Gott, das Berz ich brin ⸗ge x—.——— ——————..——.— e eeerh B, vssei,— dir/ als Ga⸗-be und Gerschenk;/ du for⸗derst .. —ss———— die⸗ses ja von mir,/ des bin ich ein⸗ge⸗-denk. 2.„Gib mir, mein Sohn, dein Serz“, sprichst du,/„das ist mir lieb und wert;/ du findest anders auch nicht Ruh/ im Himmel und auf Erd.“ 3. Wun, du, mein Vater, nimm es an,/ mein Herz, ver⸗ acht es nicht. Ich gebs, so gut ichs geben kann;/ kehr zu mir dein Gesicht! 4. Zwar ist es voller Sündenlust/ und voller Eitelkeit,/ des Guten aber unbewußt/ und wahrer Frömmigkeit. 5. Doch aber steht es nun in Reu,/ fühlt seinen Übel— stand/ und träget jetzt vor allem Scheu,/ daran es Cust erst fand. E. Schenk mir, Herr Christ, nach deiner Suld/ Gerechtig⸗ keit und Zeil;/ nimm von mir meine Sündenschuld/ und meiner Strafe Teil. 222 21 8 Dresden 1667. rz, ver⸗ kehr zu elkeit,/ it. Wübel⸗ ust erst rechtig⸗ d und Buße 219 7. O heilger Geist, nimm du auch mich/ in die Gemein⸗ schaft ein;/ ergieß um Jesu willen dich/ tief in mein Herz hinein. 8. Dein göttlich Licht ström in mich aus/ und Glut der reinen Lieb;/ tilg Finsternis, Saß, Falschheit aus,/ schenk mir stets deinen Trieb. 9. Bilf, daß ich sei von Zerzen treu/ im Glaͤuben dir, mein Gott,/ daß mich im Guten nicht mach scheu/ der Welt CList, Nacht und Spott. 10. Bilf, daß ich sei von Zerzen fest/ in Hoffen und Ge— duld,/ daß, wenn auch alles mich verläßt,/ mich tröste deine Huld. II. Bilf, daß ich sei von Zerzen rein/ im Cieben und er— weis,/ daß mein Tun nicht sei Zeuchelschein,/ durch Werke dir zum Preis. I2. Nimm ganz, o Gott, zum Tempel ein/ mein Herz hier in der Zeit;/ ja, laß es deine Wohnung sein/ auch in der Ewigkeit. Raspar Schade, 1698. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende. 1738. 4 22—.— 1—..——02—.— PPEPPIIITT TTTT Ich ar⸗mer Mensch, ich ar⸗-mer Sün=der/ steh Ach Gott, ach Gott, ver⸗fahr ge⸗ lin ⸗der/ und ——— .—......—.2—.——0 hier vor Got-tes An⸗ge-sicht! V geh nicht mit mir ins Ge⸗richt! Er⸗bar⸗-me dich, er⸗ —————— n d e.. bar⸗me dich,/ Gott, mein Er⸗bar- mer, ü-ber mich! 2. Wie ist mir doch so angst und bange,/ wie kränkt mich meine große Sünd!/ Hilf, daß ich wieder Gnad erlange,/ ich armes und verlornes Kind!/ Erbaͤrme dich, erbarme dich,/ Gott, mein Erbarmer, über mich! 8⁰ 2²3 22⁰0 Buße 3. Hör, ach erhör mein seufzend Schreien/ und neig zu mir dein Vaterherz;/ wollst alle Sünden mir verzeihen/ und lindern meines HSerzens Schmerzl/ Erbarme dich, er⸗ barme dich,/ Gott, mein Erbarmer, üͤber mich! 4. Vicht wie ich hab verschuldet, lohne/ und handle nicht nach meiner Sünd; /o treuer Vater, schone, schone,/ er⸗ kenn mich wieder als dein Kind! /Erbarme dich, erbarme dich,/ Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben;/ sprich, daß ich armer Sünder hör: /„Geh hin, die Sünd ist dir ver— geben;/ nur sündige hinfort nicht mehr!“/ Erbarme dich, erbarme dich,/ Gott, mein Erbarmer, über mich! E. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret,/ erhöret bin ich zweifelsfrei;/ weil sich der Trost im Zerzen mehret,/ drum will ich enden mein Geschrei. /Ich weiß ja, du erbarmest dich,/ Gott, mein Erbarmer, über mich! Christoph Titius, 4 170z. Mel. Zeuch meinen Seist, triff meine Sinnen. 4 ö n 2— . J. Hier legt mein Sinn sich vor dir nie-der,/ mein . E. e e.n, Hinae-en, rr;xi. 27———— —— Geist sucht sei⸗nen 9615815 wieder;/ Herr, dein er⸗freu⸗end Mürnberg 1684. + 1——.— 9666 6. Zi,.* An ⸗ge⸗sicht/ auf mei⸗ ne Ar⸗mut gnä»dig richt. 2. Schau her, ich fühle mein Verderben;/ laß mich in Christi Tode sterben; /o möchte doch in seiner Pein/ die Eigenheit ertötet sein. 3. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe/ und mich in deinen Wegen übe; /jedoch ist von Unlauterkeit/ die Ciebe noch nicht ganz befreit. 22⁴ seinen noch Buße 221 4. Ich muß noch mehr auf dieser Erden/ durch deinen Geist geheiligt werden;/ der Sinn muß tiefer in dich gehn,/ der Fuß muß unbeweglich stehn. 5. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten,/ hier gelten nichts der Nenschen Taten;/ wer maͤcht sein Serz wohl selber rein?/ Es muß durch dich gewirket sein. G. Doch kenn ich wohl dein treues Cieben:/ du bist noch immer treu geblieben./ Ich weiß gewiß, du stehst mir bei/ und machst mich von mir selber frei. 7. Indessen will ich treulich kämpfen/ und stets die falsche Regung dämpfen, /bis du dir deine Zeit ersiehst/ und aus der Sünde Wetz mich ziehst. 8. In Boffnung kann ich fröhlich sagen:/ Gott hat der Hölle Macht geschlaͤgen,/ Gott führt mich aus dem Rampf und Streit/ in seine Ruh und Sicherheit. 9. Drum will die Sorge meiner Seelen /ich dir, mein Vater, ganz befehlen. Ach drücke tief in meinen Sinn,/ daß ich in dir schon selig bin! Christian Sriedrich Richter, 17II. 221 Mel. An wasserflüssen Babylon. Straßburg 1525. 7 + 4 1 + 1 —— 2= i O Böônig, des ⸗sen Ma je ⸗-stät/ weit [dem Erd und Meer zu Dien-ste steht,/ vor — E E— ö— ———. uü⸗ber al ⸗les stei⸗get, dem die Welt sich nei⸗ get, +. + — SZ....* Z....— SSSSSS 82 — hel ⸗les Kleid,/ du bist voll Macht und BHerr⸗lich— der Zim⸗- mel ist dein e, nine ni V aine de keit,/ sehr groß und wun⸗der⸗tä⸗ tig./ Ich Ar⸗mer, 2²⁵ Buße . ö 1 —.—— —— ich ver mag nichts mehr,/ als daß ich ruf zu 1——1 ———————.—.— ö e e nirereyi. dei ⸗ner Ehr: /Gott, sei mir Sün⸗der gna‚ digl 2. Hier steh ich, wie der Jöllner tat,/ beschämet und von ferne,/ ich suche deine Zilf und Gnad,/ o Herr, von Herzen gerne. Doch weil ich voller Fehler bin/ und, wo ich mich nur wende hin,/ des Ruhmes vor dir ledig,/ so schlaͤg ich nieder mein Gesicht/ vor dir, du reines Himmelslicht: Gott, sei mir Sünder gnädig! 3. Die Schulden, der ich mir bewußt,/ durchängsten mein Gewissen;/ drum schlaͤg ich reuig an die Brust/ und will von Serzen büßen. /Ich bin, o Vater, ja nicht wert,/ daß ich noch wandle auf der Erd;/ doch weil du winkst, so bet ich/ mit ganz zerknirschtem, bangem Geist,/ der gleichwohl dich noch Vater heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig! 4. Mein Vater, schaue Jesum an, /den Beilaͤnd aller Sünder, /der für die Welt genug getan,/ durch den wir Gottes Rinder/ im gläubigen Vertrauen sind:/ der ists, bei dem ich Ruhe find,/ sein Herz ist ja guttätig./ Ich fasse ihn und laß ihn nicht,/ bis dir das Herz mitleidig bricht:/ Gott, sei mir Sünder gnädig! S. Regiere doch mein Herz und Sinn/ in diesem ganzen Ceben;/ du bist mein Gott, und was ich bin,/ bleibt ewig dir ergeben./ Ach, heilige mich ganz und gar,/ laß meinen Glauben immerdaͤr/ sein durch die Liebe tätig./ Und geht es nicht so, wie ich soll,/ so ruf ich, wie mein Herz ist voll:/ Gott, sei mir Sünder gnädig! 6. Mein Ceben und mein Sterben ruht/ allein auf deiner Gnade;/ mir geh es böse oder gut,/ gib nur, daß es nicht schade./ Rommt dann das letzte Stundlein an,/ so sei mir auf der Todesbahn,/ mein Jesu, selbst noch gnädig./ Und wenn ich nicht mehr sprechen kann,/ so nimm den letzten Seufzer an:/ Gott, sei mir Sünder gnädigl Valentin Ernst Löscher, 1749. 2² Bu J. dir künd 2 — und lang 3. gilt dein +. Vat Soh G. lehre Woh G. mich hört Mel.A — H/ 7 14—9— X I. Buße 222223 222 J. An dir allein, an dir hab ich gesündigt/ und ubel oft an dir getan. Du siehst die Schuld, die mir den Fluch ver— kündigt,/ sieh, Gott, auch meinen Jammer an! 2. Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen,/ und meine Tränen sind vor dir./ Ach Gott, mein Gott, wie lange soll ich sorgen?/ Wie lang entfernst du dich von mir? 3. Berr, handle nicht mit mir nach meinen Sünden,/ ver⸗ gilt mir nicht nach meiner Schuld!/ Ich suche dich: laß mich dein Antlitz finden,/ du Gott der Cangmut und Geduld! 4. Früh wollst du mich mit deiner Gnaͤde füllen,/ Gott, Vater der Baͤrmherzigkeit!/ Erfreue mich um deines Sohnes willen;/ du bist ein Gott, der gern erfreut! 5. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen/ und lehre du dein heilig Recht/ mich täglich tun nach deinem Wohlgefaͤllen;/ du bist mein Gott, ich bin dein Rnecht! G. Herr, eile, du mein Schutz, mir beizustehen,/ und leite mich auf ebner Bahn!/ Er hört mein Schrein, der Herr er— hört mein Flehen/ und nimmt sich meiner Seele an. Christian Fürchtegott Sellert, 1769. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 223 Französischer Psalter, 1551J. V .——— + —. Gott, vor des⸗sen An- 20 sich te/ nur ein 2 — ew ⸗ges Licht, aus 2300 sen Lich ⸗te/ nichts als —.— rei⸗ner Wan⸗del ult rein⸗ste Rlar-heit 6i ö laß uns doch zu je ⸗der zeit/ ———— — ü——— d———.— dei nen Strahl der Sei-lig⸗keit/ so durch Serz und 227 SSS‚‚I‚‚‚‚‚‚‚ ——— S—— ——‚‚‚e‚e‚‚‚ee‚.e‚‚...—— 2 · —— —— *—mieeeeeeeeeeeeieieieeeeeeeeeeeeee 224 Buße — ö—.— —.———————— ö See⸗le drin⸗gen,/ daß auch wir naͤch Heilgung rin-gen. 2. Du bist rein im Werk und Wesen,/ und dein unbe— flecktes Kleid,/ das von Ewigkeit gewesen,/ ist die reinste Heiligkeit. Du bist heilig, aber wir,/ großer Schöpfer, stehn vor dir,/ wie in einem Rleid voll Flecken,/ die wir dir umsonst verstecken. 3. Was dein Geist und Serze sinnet,/ was dein weiser Wille tut,/ was dein starker Arm beginnet,/ ist stets heilig, rein und gut./ Und so bleibst du ewiglich,/ während wir auf Erden dich/ durch das Böse, das wir üben,/ stets von Jugend auf betrüben. 4. Herr, du willst, daß deine Rinder/ deinem Bilde ähnlich sein. Es besteht vor dir kein Sünder,/ denn du bist voll⸗ kommen rein;/ du bist nur der Frommen Freund, /Ubel⸗ tätern bist du Feind;/ wer beharrt in seinen Sünden,/ kann vor dir nicht Gnaͤde finden. 5. Uns von Sünden zu erlösen,/ gibst du deinen Sohn dahin; /o so reinige vom Bösen/ durch ihn unsern ganzen Sinn. /Gib uns, wie dein Wort verheißt,/ gib uns deinen guten Geist,/ daß er unsern Geist regiere/ und zu allem Guten führe. E. Bilf, o Vater, unsern Seelen,/ glaubensvoll auf dich zu sehn,/ deinen ewgen Weg zu wählen/ und ihn ohne Faͤlsch zu gehn,/ bis wir mit der selgen Schar/ der Erlösten immerdar/ Seilig! Seilig! Seilig! singen/ und die reinsten Opfer bringen! Joh. Christian Jimmermann, 1 1783. Mel. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. Darmstadt 1690. 4 E I. Mei⸗- ne See⸗le,/ vol⸗ler Feh⸗le,/ su⸗chet in dem Bi I690. dem er, arter n mnree,n nn Ere. ee en wr. ́—————— Dun ⸗keln Licht;/ Je⸗su, nei⸗ge/ dich und zei⸗ ge/ 12.— ö—— 1n ann.—.... ——— — mir dein tröst⸗lich An⸗ ge⸗sicht;/ auf mein Fle⸗hen/ .—.——..— e,.— ———.——— laß dich se⸗ hen/ und ver- birg dich län-ger nicht! 2. Ich empfinde,/ meine Sünde/ sei an allem Rummer schuld;/ ich gestehe/ dirs und flehe/ um Vergebung und Geduld./ Du, mein Ceben,/ kannst mir geben/ neue Silfe, neue Huld. 3. Ach, von Herzen/ und mit Schmerzen/ such ich dich, mein Trost und Seil./ Wie so lange/ ist es bange/ meiner Seele! Romm in Eil,/ laß dich nieder,/ komme wieder,/ meines Herzens bestes Teill 4. Richtig wandeln,/ weise handeln,/ wollst du künftig mir verleihn; /gib die Triebe/ reiner Ciebe/ voller in mein Berz hinein./ Welch ein Segen/ ist zugegen,/ wenn es heißt: du mein, ich dein! 5. Cehre, leite,/ vollbereite/ mich, wie du mich haben willst;/ gib mir Klarheit,/ Geist und Wahrheit,/ daß ich gleich sei deinem Bild;/ daß man merke,/ meine Stärke/ sei in dir und du mein Schild; E. Bis im Lichte/ dein Gesichte/ mir sich droben völlig zeigt,/ wenn die Deinen JFnicht mehr weinen/ und die Rlagestimme schweigt./ Drum so zeige/ mir die Steige,/ da man auf zum Simmel steigt! Magdalene Sibylle Rieger, 4 1786. 225 Mel. Wie nach einer Wasserquelle(Nr. 223). J. Höchster, denk ich an die Güte,/ die du mir bisher erzeigt,/ o so wird mein ganz Gemůͤte/ zu der tiefsten Scham gebeugt,/ daß ich dich gering geschätzt,/ häufig dein Gebot verletzt/ und dich, der mich so geliebet,/ mit Vergehungen betrübet. 2²⁰ 226 Buße 2. Alle meine Seelenkräfte,/ meine Glieder sind ja dein,/ 2 und sie sollten zum Geschäfte/ deines Dienstes fertig sein;/— doch ich hab der Eitelkeit/ unbedachtsam sie geweiht;/ ja, zum—— schnöden Dienst der Sünden/ ließ ich mich oft willig finden. 50l 3. Deine Zuld war jeden Morgen /über mir, o Vater, 5n neu./ Von wie maͤnchen schweren Sorgen/ machtest du das 525 Herz mir freil/ Was mir nützte, gabst du mir;/ aber ach, wie dankt' ich dir?/ O wie hab ich so vermessen/ deines Wohl—— tuns Zweck vergessen! 4. Bei so hellem Cicht der Gnaͤden/ sollt ich ja die Sünde fliehn/ und um Rettung von dem Schaden/ meiner Seele mich bemuͤhn./ Deine Güte lockte mich/ oft zur Buße, aber ich/ floh—. vor ihrem sanften Cocken,/ suchte mich selbst zu verstocken. ö S. Ich erkenne meine Sünden,/ beuge mich, mein Gott, vor dir;/ laß mich bei dir Gnaͤde finden,/ neige, Herr, dein Ohr zu mir!/ Ach, vergib, was ich getan!/ WMimm mich doch erbarmend an!/ Fuͤhre mich vom Sündenpfaͤde/ schnell zurück durch deine Gnade! E. Dir ergeb ich mich aufs neue;/ gib, daß mein ge— beugter Geist/ deiner Vaterhuld sich freue,/ die dein trostend Wort verheißt./ Was dein Sohn auch mir erwarb/ als er fuͤr die Sunder starb,/ Fried und Freude im Gewissen// ach, das laß auch mich genießen! ö 7. Staͤrke selbst in meiner Seele/ den Entschluß, mich dir zu weihn; /gib, daß mirs an Kraft nicht fehle,/ folgsam deinem Wort zu sein. Stehe mir stets mächtig bei,/ mache du mich selbst getreu!/ Dich zu lieben, dir zu leben,/ sei mein ernstlichstes Bestreben! Nach Habricius, 1753, von Samuel Diterich, 1797. 22 Mel. Zesu, meines Lebens Leben. Christoph Anton, I65J. 44 ——..— ——— ö—.— SS.—— Ich er⸗-he be mein Ge- mü⸗te /sehnsuchts⸗ Vich er⸗ken- ne dei ne Gü⸗ te,/ o wie uße in,/ in;/ zum den. ater, das „wie Dohl⸗ unde mich floh n. Bott, dein doch ch nell ge⸗ dein arb,/ ssen/ ich dir Igsam mache mein 70⁷. „ Iõ5I. —— Buße 226 SSS voll, mein Gott, 6 6 ö Gott der Cie⸗be und des Lebens,/ teu⸗ er ist sie mir!/ —H ö&Æ ——.— SIS kei⸗ner harrt auf dich ver⸗ge⸗bens;/ nur Ver⸗aͤch ⸗ter * — 1 2———1 —53—.—.—.————....—J—..—.. e..————————— dei ⸗ ner Huld/ stur⸗zet ih ⸗ re eig⸗ne Schuld. 2. Cehre mich, Serr, deine Wege,/ zeige deinen Willen mir;/ daß ich richtig waͤndeln möge,/ führe du mich selbst zu dir./ Gott, du siehest mein Vertrauen;/ sicher kann ich auf dich bauen,/ deine Vatertreue ist/ ewig, wie du selber bist. 3. Ach gedenke, Serr, der Sünden/ meiner Jugendjahre nicht;/ laß mich Gnade vor dir finden,/ geh nicht mit mir ins Gericht./ Alle Sünden, die uns reuen,/ willst du, Vaͤter, ja verzeihen./ O so höre denn aͤuch mich!/ Meine Seele hofft auf— 4. Gott, du willst des Sünders Leben;/ dir ist seine Seele wert./ Gnädig willst du ihm vergeben,/ wenn er sich zu dir bekehrt. Mitten auf dem Sündenwege/ machst du sein Ge— wissen rege./ Wohl dem, der zu seiner Pflicht/ umkehrt, du verwirfst ihn nicht. 5. Allen, die zu dir sich wenden, /über ihre Schuld be— trubt,/ willst du Trost und Rettung senden,/ wenn ihr Berz sich dir ergibt./ Freude schenket deine Güte/ dem ge⸗ ängsteten Gemüͤte,/ welchem du die Sündenlast/ liebreich abgenommen hast. G. Dir will ich mich denn ergeben;/ Gott, mein Gott, ver⸗ laß mich nicht!/ Laß mich immer heilig leben,/ Berr, vor deinem Angesicht!/ Keine schnode Cust der Sünden/ soll mich ferner überwinden./ Ach bewahr, ich bitte dich,/ meinen Geist und stärke mich! Raspar Lavater, ISol. 231 Buße Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. Wittenberg 1535. 27 ö— ö ö— ee e, eer 60 Wann kommt der Serr der Berrlich— wann kommt der Rich-ter, Freud und I keit/ mit sei⸗ nes Rei ches Freu-den?——— Ceid/ und Bös und Gut zu schei-den? Er iit nich 1 1 — 2— —— D—— fern, er ist uns nah;/ in un⸗ serm Ber-zen 1— ö x 1 ö re dadeewrtne Bn nas xrasszes, vst, ist er da; /Udu kannst ihn nim-mer mei-den. 2. In unserm Berzen spricht sein Spruch;/ wer mag vor ihm bestehen? /Frei aufgeschlaͤgen ist sein Buch/ mit jeg⸗ lichem Vergehen./ Sein Blick wie Feuerflamme fährt/ und teilt wie ein zweischneidig Schwert,/ was keine Augen sehen. 3. Was keines Feindes Mund erzählt,/ erzählt uns das Gewissen; /was sich der Heuchler lang verhehlt,/ wird er sich sagen müssen,/ wenn Gottes Jeit kommt und ihn schilt,/ wenn Gottes Zeit kommt und vergilt/ und läßt den Frevler büßen. 4. Wem kam nicht diese Gotteszeit/ so oft und oft im Ceben?/ Wer muß nicht die Gerechtigkeit/ anflehn, ihm zu vergeben?/ und fühlt in seinem Innern noch/ viel stumme Schuld, ob deren doch/ er einst wird müssen beben! 5. Du Berzensrichter, auf, erfahr/ und prüfe, wie wirs meinen!/ Mach uns die Fehler offenbar;/ was nützt es, gut zu scheinen?/ Dem Ausspruch des Gewissens treu/ und feind sein jeder Zeuchelei,/ dies stellt uns zu den Deinen. 232 en. ʒ vor t jeg⸗ und ugen 5 das ird er ĩihn t den ft im m zu umme wirs 8, gut und n. Buße 228 6. Denn wen sein eignes Herz beschämt/ mit innerstem Beschämen,/ die Schuld, die uns im Innern grämt,/ wer koͤnnt uns die entnehmen?/ Herr, gib, daß wir der Suůnde Schritt/ und deiner Strafe leisen Tritt,/ eh sie uns naht, vernehmen! 7. Und wenn die letzte Stunde schlägt,/ der niemand kann entgehen,/ so gib, Serr, daß wir unbewegt /auf unser Innres sehen,/ daß unser Ceben uns dann klar/ und rein erschein und offenbar/ auch das geringst Vergehen. 8. Dann sprich in uns, o Richter:„Komm!/ Dein LCohn ist dir beschieden./ Was du getan hast, gut und fromm,/ dem Dürftigsten hienieden,/ das hast du deinem Serrn ge— tan,/ dem Menschensohne. Romm hinan! /Genieße Zimmelsfrieden!“ Zohann Sottfried von Serder, + J803. 228 Mel. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig(Nr. 22⁴⁷. I. Gott der Gnaden!/ Schwer beladen Fneigt sich unser Zaupt vor dir;/ unsre Serzen/ sind voll Schmerzen,/ Staub und Asch ist unsre Zier./ Hab Erbarmen/ mit uns Armen! /Aus der Tiefe rufen wir. 2. Wir verzagen,/ denn wir tragen/ auf uns aller Sün— den Cast,/ aller Mualen/ volle Schaͤlen, /die du aus— gegossen hast./ Bab Erbarmen/ mit uns Armen! /Angst und Not hat uns erfaßt. 3. Wir bekennen,/ Herr, wir nennen/ laut vor dir die Missetat;/ es ist keiner/ hier ein Reiner,/ jeder erntet böse Saat./ Hab Erbarmen/ mit uns Armen! /Sieh aͤuf ihn, der für uns bat. 4. Herr, verzeihe; /Jesu, leihe/ uns dein priesterlich Ge— bet!/ Gott, verschone,/ wenn vom Sohne/ das Erbarmen zu dir flehtl/ Hab Erbarmen/ mit uns Armen,/ wenn der Mittler vor dir steht. 5. Zesu, rettel/ Brich die Rette/ unsrer Finsternis ent⸗ zwei,/ daß der Glaube /tief im Staube/ unser Trost und Juflucht sei./ Sab Erbarmen/ mit uns Armen;/ Jesu, mach uns wieder freil 233 229 Buße 6. Sei uns gnädig,/ mach uns ledig,/ führ uns aus dem finstern Tall/ Du kannst lindern/ und vermindern/ alle Not und Herzensqual./ Hab Erbarmen/ mit uns Armen;/ Jesu, hilf noch dieses Mall 7. Du mußt siegen,/ wir erliegen;/ du bist frei, wir sind in Haft,/ du alleine/ bist der Reine,/ wir sind schwach, dein ist die Rraft./ Bab Erbarmen/ mit uns Armen;/ denk an deine Pilgrimschaft! 8. Wenn du Frieden /uns beschieden,/ fürchten wir die Strafe nicht;/ dein Versöhnen/ wird uns krönen/ mit Gerechtigkeit und Licht;/ dein Erbarmen/ hilft uns Armenj/ ö du bist unsre Zuversicht! Seinrich Puchta, + 1858. 229 Zoh. Georg Frech, 1843. 5 e, e,(r, e ,e, wi; dk: + KReh-re wie⸗der, keh⸗ re wie⸗-der,/ der du [Sin⸗ke reu ig bit-tend nie der/ vor dem x— ö — — D E— ——————— IDD—— dich ver ⸗ lo⸗ren hast!l U. ö Herrn mit dei⸗ ner Last!l/ wie du bist, so darfst du IAXIIL X kom⸗-men/ und wirst gnä⸗ dig 27 ge⸗ ——. ———————.— Sieh, der Berr kommt dir ent ge⸗gen,/ und sein ., L———— hei-lig Wort verspricht 65 Ver⸗ge⸗ bung, Heil und —..—— an——— Se⸗gen;/ keh⸗ wie—der, zaud re nicht!l F Buße 230 2. Kehre aus der Welt Zerstreuung/ in die Einsamkeit zurück,/ wo in geistiger Erneuung/ deiner haͤrrt ein neues Glück;/ wo sich baͤld die Stürme legen,/ die das Herz so wild bewegen;/ wo des heilgen Geistes Mahnen/ du mit stillem Beben hörst/ und von neuem zu den Fahnen/ Jesu Christi heilig schwörst. 3. Kehre wieder, irre Seele!/ Deines Gottes treues Herz/ beut Vergebung deinem Fehle,/ Balsam für den Sünden— schmerz. Sieh auf den, der voll Erbarmen/ dir mit aus— gestreckten Armen /winket von des Kreuzes Staͤmme;/ kehre wieder, fürchte nicht,/ daß der Gnädge dich ver— damme,/ dem sein Herz vor Liebe bricht. 4. Kehre wieder, neues Leben/ trink in seiner Liebeshuld;/ bei dem Herrn ist viel vergeben,/ große Cangmut und Geduld./ Faß ein Herz zu seinem Herzen;/ er hat Trost für alle Schmer— zen;/ er kann alle Wunden heilen,/ macht von allen Flecken rein;/ darum kehre ohne Weilen/ zu ihm um und bei ihm ein. S. Rehre wieder, endlich kehre/ in der Ciebe Heimat ein,/ in die Fuͤlle aus der Ceere,‚/ in das Wesen aus dem Schein;/ aus der CLüge in die Wahrheit,/ aus dem Dunkel in die Klarheit,/ aus dem Tode in das Ceben,/ aus der Welt ins Himmelreich!/ Doch was Gott dir heut will geben,/ nimm auch heute; kehre gleich. Philipp Spitta, 4 1850. Am Bußtage 230 Mel. Serzlich lieb hab ich dich, o Ferr(Nr. 268). J. Gott, der du unsre Zuflucht bist,/ err unser Mittler, Jesu Christ,/ Geist Gottes, Geist der Gnaden!/ Unendlicher, verwirf uns nicht!/ Wir kommen vor dein Angesicht,/ mit Missetat beladen. Nimm von uns unsre Suͤndenschuld,/ du Gott der Langmut und Geduld!/ Erhöre gnaͤdig unser Flehn,/ daß wir dein Heil, Erbarmer, sehn./ Berr, unser Gott, verbirg uns nicht/ dein Angesicht/ und geh mit uns nicht ins Gericht! 2. Ward Recht und Pflicht von uns entweiht,/ ge— brochen unsres Bundes Eid,/ dein Weg von uns verlassen:/ 235 230 Buße o sieh, wir kehren voller Reu/ zurück zu dir; laß, Serr, aufs neu/ uns deine Gnaͤde fassen!/ Sie leit uns auf den ebnen Pfad,/ den uns dein Wort bezeichnet hat,/ daß Irrtum und Versuchung nie/ uns auf die Bahn des Laͤsters zieh./ Berr, unser Gott,/ groß von Geduld,/ vor neuer Schuld/ behüt uns deine Vaterhuld! 3. Dein Segen komm auf unser Cand;/ laß es, be⸗ schirmt von deiner Hand,/ des Friedens Ruh genießenl/ Wend ab von uns der Flammen Wut/ und die Verwüstung wilder Flut,/ des Krieges Blutvergießen;/ sei unser Retter, wenn uns Not/ des Nangels und der Seuchen droht./ Du, Vater, wollest mit uns sein,/ daß wir uns deines Schutzes freun./ Serr, unser Gott,/ verleih uns Mut! In deiner Zut/ sind wir, und was du tust, ist gut. 4. Gib Frieden, wo sonst Zwietracht war;/ vereine, was getrennet war;/ schenk uns der Eintracht Segen!/ Uns leite, Gott, dein guter Geist,/ und was dein teures Wort verheißt,/ sei Cicht auf unsern Wegen!/ Caß, Herr, in CLehr und Wandel rein /die Diener deines Wortes sein/ und bringe zu der Wahrheit Glück/ zu dir die Irrenden zurückl/ Zerr, unser Gott,/ breit aus dein Wort/ an jedem Ort,/ gib Geist und Kraft zu deinem Wort! 5. Vernimm der LCeidenden Gebet!/ Wer in der Not um Rettung fleht,/ dem hilf aus seinen Nöten;/ gib Rranken Linderung und Ruh;/ die Sterbenden erlöse du,/ erhör ihr letztes Beten! /Sei aller Unterdrückten Seil,/ der Witwen und der Waisen Teil,/ vereitle der Verfolger Rat/ und lehre sie den rechten Pfad./ Herr, unser Gott,/ durch alles ö LCeid/ der Pilgerzeit/ führ uns zu deiner Serrlichkeit! G. Du tust weit mehr, als wir verstehn,/ kannst mehr ge⸗ währen, als wir flehn;/ laß uns Erhörung finden!/ O neig auf unser Flehn dein Ohr, /heb unser Serz zu dir empor/ und mach uns rein von Suůͤnden!/ Laß uns dir nun geheiligt sein,/ im Leben und im Tode dein!/ Wir sind durch Christi Blut erlöst;/ o du, der Sünder nicht verstoͤßt,/ Herr, unser Gott,/ erbarme dich, /erbarme dich,/ vergib Joh. Zoachim Eschenburg, 4 1820. uns, leit uns väterlich! 236 Gl. Glaube und Rechtfertigung 231 Glaͤube und Rechtfertigung 231 Wittenberg 152. —. un freut 425,f. lie⸗ben daß wir ge⸗ trost und E—* IOTSSSSSSSEE— Chri⸗sten gmein,/ und laßt uns all in ein ͥꝓ‚F mit CLust und fröhlich sprin⸗gen, I Cie⸗be sin⸗ gen was Gott an uns ge⸗wen⸗; det hat/ und 5 2 7 SSSSSSS — sei⸗ne sü⸗ße Wundertaͤt;/ gar teur hat ers er⸗wor⸗ben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag,/ im Tod war ich ver⸗ loren;/ mein Sund mich quälte Nacht und Tag,/ darin ich war geboren; ich fiel auch immer tiefer drein,/ es war kein Guts am Ceben mein,/ die Suünd hat mich besessen. 3. Mein gute Werk, die galten nicht,/ es war mit ihn' verdorben;/ der frei Will haßte Gotts Gericht,/ zum Guten gar erstorben;/ die Angst mich zu verzweifeln trieb,/ daß nichts denn Sterben bei mir blieb,/ zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit/ mein Elend über— maßen; /er dacht an sein Barmherzigkeit,/ er wollt mir helfen lassen;/ er wandt zu mir das Vaterherz,/ es waͤr bei ihm fuͤrwahr kein Scherz,/ ließ es sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:„Es ist Zeit, zu er⸗ barmen;/ fahr hin, meins Herzens werte Kron,/ und sei 237 *—— 232 Glaube und Rechtfertigung das Zeil dem Armen/ und hilf ihm aus der Sünden Not,/ erwürg für ihn den bittern Tod/ und laß ihn mit dir leben.“ G. Der Sohn Gott gern gehorsam ward,/ er kam zu mir auf Erden,/ von einer Jungfrau rein und zart;/ er sollt mein Bruder werden. In meiner armen Rnechtsgestalt/ ging er einher, um die Gewaͤlt/ des Teufels zu zerstören. 7. Er sprach zu mir:„Balt dich an mich,/ es soll dir jetzt gelingen;/ ich geb mich selber ganz fur dich,/ da will ich für dich ringen;/ denn ich bin dein, und du bist mein,/ und wo ich bleib, da sollst du sein;/ uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut,/ daͤzu mein Ceben rauben;/ das leid ich alles dir zu gut,/ das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Ceben mein,/ mein Unschuld trägt die Sünde dein,/ da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vaͤter mein/ fahr ich von diesem Ceben;/ da will ich sein der Meister dein,/ den Geist will ich dir geben,/ der dich in Trübnis trösten soll/ und lehren mich erkennen wohl/ und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab und gelehrt,/ das sollst du tun und lehren,/ daß Gottes Reich hier werd gemehrt/ zu seinem Lob und Ehren;/ und hüt dich vor der Menschen Satz,/ davon verdirbt der edle Schatz;/ das laß ich dir zur CLetze.“ Martin Luther, 1546. 232 Mel. Vater unser im Simmelreich. Leipzig 1539. + 1 — IDO äbüh.m...... — J. So wahr ich le-⸗be, spricht dein Gott,/ mir ist nicht ——— ———. ———— ————— . lieb des Sünders Tod,/ viel-mehr ist dies mein Wunsch und —.—. WIIA.. +7 Will,/ daß er von Sün-den hal⸗te still,/ von sei⸗ ner + 238 Glaube und Rechtfertigung 233 — 1 ——..— e 444 83 La E Bos⸗ heit keh⸗re sich/ und le⸗ be mit mir e⸗wig'elich. 2. Dies Wort bedenk, o Menschenkind,/ verzweifle nicht in deiner Sund!/ Hier findest du Trost, Seil und Gnad,/ die Gott dir zugesaget hat,/ und zwaͤr durch einen teuren Eid./ O selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hute dich vor Sicherheit;/ denk nicht:„Es ist noch gute Zeit,/ ich will erst fröhlich sein auf Erd,/ und wenn ich lebensmüde werd,/ alsdann will ich bekehren mich,/ Gott wird wohl noch erbarmen sich.“ 4. Wahr ist es, Gott ist stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit;/ doch wer auf Gnaͤde suͤndigt hin,/ fährt fort in seinem bösen Sinn /und seiner Seele selbst nicht schont,/ dem wird mit Ungnad einst gelohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott/ durch Jesu Christi Blut und Tod;/ doch sagen haͤt er nicht gewollt,/ ob du bis morgen leben sollt./ Daß du mußt sterben, ist dir kund:/ verborgen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich!/ Eh morgen kommt, kanns aͤndern sich./ Wer heut ist frisch, gesund und rot,/ ist morgen krank, ja gar wohl tot./ So du nun stirbest ohne Buß,/ dein Ceib und Seel verderben muß. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir,/ daß ich noch heut mich wend zu dir/ und Buße tu den Augenblick,/ eh mich der schnelle Tod entrück,/ auf daß ich heut und jeder Zeit/ zu meiner Heimfaͤhrt sei bereit. Johann Seermann, 4 1647. nmu Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 23 3 Französischer Psalter, 155J. 5— ö D‚.‚‚‚.—— —....—— W. 2—..—..— Ewege Lie-be, mein Ge⸗ mü⸗ te/ wa⸗ get ei⸗ nen Uin den Abgrund dei-ner Gü⸗te!/ Send ihm ei⸗- nen 239 I. DEDEEDSESSSeeeee 233 Glaube und Rechtfertigung ö——— ——— e, d—... . A—————————— kühnen Blick Blick zu⸗rück, ei- nen Blick voll Hei⸗ter⸗keit,/ der die —.— x x— —— 1——.————— Fin ⸗ster nis zer⸗streut,/ die mein blö⸗des Au⸗ge ä.. drük⸗ket,/ wenn es nach dem Lich te blik ⸗ket. 2. Ich verehre dich, o Liebe,/ daß du dich erbarmet hast/ und aus einem freien Triebe/ den erwünschten Schluß ge— faßt,/ der im Fluch versenkten Welt/ durch ein teures Cöse— geld,/ durch des eignen Sohnes Sterben,/ Gnaͤd und Frei— heit zu erwerben. 3. O, ein Ratschluß voll Erbarmen,/ voller Suld und Freundlichkeit,/ der so einer Welt voll Armen/ Gnade, Trost und Silfe beut!/ Ciebe, die den Sohn nicht schont,/ der in ihrem Schoße wohnt,/ um die Sünder zu erretten/ aus den schweren Sündenketten. ö 4. Doch du hast, o weise Liebe,/ eine Ordnung auch be⸗ stimmt,/ daß sich der darinnen übe,/ der am Segen Anteil nimmt;/ wer nur an den Mittler gläubt/ und ihm treu er⸗ geben bleibt,/ der soll nicht verloren gehen,/ sondern Seil und Ceben sehen. S. Liebe, dir sei Lob gesungen /für den gnaͤdenvollen Schluß,/ den die Schar verklärter Jungen/ rühmen und bewundern muß,/ den der Glaͤub in Demut ehrt,/ die Ver⸗ nunft erstaͤunet hoͤrt/ und umsonst sich unterwindet,/ wie sie dessen Tief' ergründet. 6. Ciebe, laß mich dahin streben,/ meines Heils gewiß zu sein, /richte selbst mein ganzes Ceben/ so nach deinem Willen ein,/ daß des Glaubens Frucht und Rraft,/ den dein Geist in mir geschafft,/ mir zum Jeugnis dienen moͤge,/ ich sei auf dem Zimmelswege. 2⁴⁰ Glaube und Rechtfertigung 2³ 7. Caß mich meinen Naͤmen schauen/ in dem Buch des Cebens stehn;/ dann so werd ich ohne Grauen/ selbst dem Tod entgegengehn. Reine Kreatur wird mich,/ deinen Liebling, ewiglich/ deiner Sand entreißen koͤnnen,/ noch von deiner Ciebe trennen. Joh. Bakob Rambach, 1735. 234 J. Mein Heiland nimmt die Sünder an,/ die unter ihrer Cast der Sünden /kein Mensch, kein Engel trösten kann,/ die nirgend Ruh und Rettung finden,/ für deren Angst und Seelenpein/ die weite Welt ist selbst zu klein,/ weil uͤber sie der Stab gebrochen,/ der dimmel ihnen abgesprochen,/ die sehn die Freistatt aufgetan:/ mein Heiland nimmt die Sunder an. 2. Sein mehr als muͤtterliches Herz/ trieb ihn von seinem Thron auf Erden;/ ihn drang der Sünder Not und Schmerz,/ an ihrer Statt ein Fluch zu werden;/ er senkte sich in ihre Not/ und litt für sie den bittern Tod;/ nun, da er denn sein eigen Ceben/ für sie als Cösegeld gegeben/ und seinem Vater gnug getan,/ so heißts: er nimmt die Sünder an. 3. O solltest du sein Serze sehn,/ wie sichs nach armen Sündern sehnet,/ sowohl wenn sie noch irre gehn,/ als wenn ihr Auge vor ihm tränet! /Wie streckt es sich nach Zöllnern aus,/ wie eilt er inachäi Haus,/ wie saͤnft stillt erdort Magda— lenen/ den Strom der heißen Reuetraͤnen/ und denkt nicht, was sie sonst getan./ Mein Seiland nimmt die Sünder an. 4. Wie freundlich blickt er Petrus an,/ so tief der Jüͤnger auch gefallen./ Nun, dies hat er nicht nur getan,/ da er auf Erden mußte wallen;/ nein, er ist immerdaͤr sich gleich,/ an Ciebe, Treu und Gnaͤden reich;/ und wie er unter Schmach und Leiden,/ so ist er auf dem Thron der Freuden/ den Sundern liebreich zugetan. Mein Seiland nimmt die Sünder an. 5. So komme denn, wer Sünder heißt,/ wen seine Sündenschuld betrübet,/ zu dem, der keinen von sich weist/ und der zerschlaͤgne Herzen liebet./ Wie, willst du dir im Lichte stehn/ und ohne Not verloren gehn? /Willst du der Sünde länger dienen,/ da, dich zu retten, er erschienen?/ O nein! ver— laß die Sündenbahn!/ Mein Seiland nimmt die Sünder an. 2⁴¹ Glaube und Rechtfertigung 6. Romm nur mühselig und gebückt,/ komm nur, so gut du weißt zu kommen; /wenngleich die Last dich nieder— drückt,/ du wirst auch so noch angenommen./ Sieh, wie sein Serz dir offen steht,/ und wie er dir entgegengehtl!é/ Wie lang hat er mit vielem Flehen/ sich brunstig nach dir umgesehen!/ So komm denn, armer Mensch, heran! Mein Seiland nimmt die Sünder an. 7. Sprich nicht:„Ich sündigte zu schwer,/ ich bin zu sehr mit Schuld beladen,/ für mich ist keine Rettung mehr,/ mich nimmt der Herr nicht an zu Gnaden.“/ Wofern dus jetzt nur redlich meinst/ und deinen Fall mit Ernst beweinst,/ so soll ihm nichts die Sände binden, /und du sollst seine Gnaͤde finden. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann./ Mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Doch sprich auch nicht:„Es ist noch Zeit,/ ich muß erst noch der Welt genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut/ die offne Gnadenpforte schließen.“ /NVein, weil er ruft, so höre du/ und tritt zum Gnadenstuhl hinzu;/ wer seiner Seele Seil verträumet,/ der hat die Gnaͤdenzeit ver— säumet,/ ihm wird hernach nicht aufgetan;/ heut komm, heut nimmt dich Jesus an. 9. Ja, zeuch uns selber recht zu dir,/ holdselger Seiland aller Sünder,/ erfüll mit sehnender Begier/ auch uns und alle Adamskinder./ Jeig uns bei unserm Seelenschmerz/ dein aufgeschloßnes Ciebesherz;/ und wenn wir unser Elend sehen,/ so laß uns jaͤ nicht stille stehen,/ bis daß ein jeder sagen kann:/ Gottlob, auch mich nimmt Jesus anl ZLeop. Frz. Friedrich Lehr, 1744. 235 Mel. Zesus meine Zuversicht(oder wie Nr. 27J). Berlin 1653. 7 —————— XXV Je- sus nimmt die Sün-der an!/ Sa⸗get J. Uwel-che von der rech-ten Bahn/ auf ver— Glaube und Rechtfertigung .. + II EE 1 1 II IN gut—— ö— IIII vie doch dies Trost-wort al ⸗len, I„‚ 237 kehr ten Weg ver⸗fal-len. Bier ist, was sie 2 2..—.—.——.—— 6——— ret ten kann:/ Je⸗ Is nimmt die Sun⸗ der an. + ö ehr 2. Reiner Gnaͤde sind wir wert,/ doch hat er in seinem • Worte /eidlich sich daͤzu erklärt;/ sehet nur, die Gnaͤden— dus pforte/ ist hier voͤllig aufgetan:/ Jesus nimmt die Sünder an. st/ 3. Wenn ein Schaf verloren ist,/ suchet es ein treuer WMN ine HZirte;/ Jesus, der uns nie vergißt,/ suchet treulich das Verirr⸗ WM 9— te,/ daß es nicht verderben kann:/ Jesus nimmt die Suͤnder an. V J. Rommet aͤlle, kommet her,/ kommet, ihr betrübten erst Sünder; JJesus rufet euch, und er/ macht aus Sündern 4 eich Gottes RKinder;/ glaͤubt es doch und denkt daran:/ Jesus ö er nimmt die Sunder an. ver 5. Ich Betrübter komme hier/ und bekenne meine Sün— ver⸗ den; /laß, mein Seiland, mich bei dir/ Gnade und Ver— um, gebung finden,/ daß dies Wort mich trösten kann:/ Jesus nimmt die Sunder an. and 6. Nun so faß ich frohen Mut,/ auf dich werf ich meine und Sünden; /dein am Kreuz vergoßnes Blut /lässet mich rz/ Vergebung finden,/ daß ich gläubig sprechen kann:/ Jesus Iser nimmt die Sünder an. ein 7. Jesus nimmt die Sünder an! /Er hat mich auch an— genommen/ und den Simmel aufgetan,/ daß ich selig zu 744 ihm kommen/ und aͤuf den Trost sterben kann:/ Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Meumeister, 4 1756. 236 653. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Frankfurt a. M. I738. Lir. ö—— an.e, L. ,n. ———— —— Ich ha⸗ be nun den Grund ge⸗ fun den,/ der jet wo an⸗ders als in Je⸗ su Wunrdenꝰ/ da 2⁴3 EEEEE 2——— 236 Glaube und Rechtfertigung ... mei⸗nen An⸗ker e-wig hält:! lag er vor der Zeit der Welt,/ der Grund, der un⸗be⸗ weg-lich steht,/ wenn Erd und Him-mel un⸗ter-geht. 2. Es ist das ewige Erbarmen,/ das alles Denken über— steigt,/ des, der mit offnen Liebesarmen/ sich zu uns armen Sündern neigt,/ dem aͤllemal daͤs Serze bricht,/ wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden,/ Gott will, uns soll geholfen sein;/ deswegen kam sein Sohn auf Erden/ und nahm hernach den Himmel ein;/ deswegen klopft er fůr und für/ so stark an unsres Serzens Tuͤr. 4J. O Abgrund, welcher alle Sünden/ durch Christi Tod verschlungen hat!/ Das heißt, die Wunde recht verbinden;/ hier findet kein Verdammen statt,/ weil Christi Blut be— ständig schreit:/ Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! S. Darein will ich mich gläubig senken,/ dem will ich mich getrost vertraun,/ und wenn mich meine Sünden kränken,/ nur bald nach Gottes Herzen schaun;/ da findet sich zu aller JZeit/ unendliche Barmherzigkeit. G. Wird alles andre mir entrissen,/ was Seel und Leib erquicken kann;/ darf ich von keinem Troste wissen/ und scheine völlig ausgetan; /ist die Errettung noch so weit:/ mir bleibet doch Barmherzigkeit. 7. Muß ich an meinen besten Werken,/ darinnen ich ge— wandelt bin,/ viel Unvollkommenheit bemerken,/ so faͤllt wohl alles Rühmen hin;/ doch ist auch hier der Trost be— reit: Jich hoffe auf Barmherzigkeit. 8. Es gehe mir naͤch dessen Willen,/ bei dem so viel Er— barmen ist; /er wolle selbst mein Serze stillen,/ damit es dies nur nicht vergißt;/ so stehet es in Cieb und LCeid/ in, durch und auf Barmherzigkeit. 2⁴⁴ Glaube und Rechtfertigung 237 9. Bei diesem Grunde will ich bleiben,/ solaͤnge mich die Erde trägt;/ das will ich denken, tun und treiben,/ solaͤnge noch mein Herze schlägt;/ so sing ich einst in Ewigkeit:/ o Abgrund der Barmherzigkeit! Joh. Andreas Rothe, T 1758. 237 Mel. O daß ich tausend Zungen hätte(Nr. 236). J. Aus Gnaden soll ich selig werden!/ Herz, glaubst dus oder glaͤubst dus nicht?/ Was willst du dich so blöd ge— bärden? /Ists Wahrheit, was die Schrift verspricht,/ so muß auch dieses Wahrheit sein:/ aus Gnaͤden ist der Zimmel dein! 2. Aus Gnaͤden! Sier gilt kein Verdienen,/ die eignen Werke faͤllen hin./ Der Mittler, der im Fleisch erschienen,/ hat diese Ehre zum Gewinn,/ daß uns sein Tod das Heil gebracht/ und uns aus Gnaͤden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort„aus Gnaden“,/ so oft dich deine Suͤnde plagt;/ so schwer du immer bist beladen,/ so oft dich dein Gewissen nagt;/ was die Vernunft nicht fassen kann,/ das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaͤden kaͤm sein Sohn auf Erden /und über— nahm die Suͤndenlast;/ was nötigt ihn, dein Freund zu werden?/ Sprich, wo du was zu rühmen haͤst!/ Wars nicht, daß er dein Bestes wollt/ und dir aus Gnaͤden helfen sollt? 5. Aus Gnaͤden! Dieser Grund wird bleiben,/ solange Gott wahrhaftig heißt;/ was alle Rnechte Jesu schreiben,/ was Gott in seinem Worte preist,/ worauf all unser Glaube ruht,/ ist Gnade durch des Sohnes Blut. 6. Aus Gnaͤden! Doch du, sichrer Sünder,/ denk nicht: „Wohlan, ich greif auch zu.“ JWahr ists, Gott rufet Adams Rinder/ aus Gnaͤden zur verheißnen Ruh;/ doch nimmt er nicht zu Gnaden an,/ der noch auf Gnaͤde suͤndgen kann. 7. Aus Gnaͤden! Wer dies Wort gehöret,/ tret ab von aller Seuchelei;/ nur wenn der Sünder sich bekehret,/ dann lernt er erst, was Gnaͤde sei;/ beim Sündgen scheint die Gnaͤd gering,/ dem Glauben ists ein Wunderding! 24⁵ 238 Glaube und Rechtfertigung 8. Aus Gnaͤden bleibt dem blöden Herzen/ das Herz des Vaters aufgetan,/ wenns unter Angst und heißen Schmerzen/ nichts sieht und nichts mehr hoffen kann./ Wo nähm ich oftmals Stärkung her,/ wenn Gnaͤde nicht mein Anker wärꝰ? 9. Aus Gnaͤden! Sieraͤuf will ich sterben; /ich glaͤube, darum ist mir wohl;/ ich kenn mein sündliches Verderben,/ doch den auch, der mich heilen soll./ Mein Geist ist froh, die ů Seele lacht,/ weil mich die Gnaͤde selig macht. Christian Ludwig Scheidt, 1 176J. (Oder wie Nr. 236. 238 Bei J. G. Schicht, 1819. ————.—9— 4———... I. mir ist Er⸗bar⸗mung wi ⸗ der ⸗fah⸗ren,/ das zaͤhl ich zu dem Wun ⸗der ⸗baren,/ EE Erbarmung, de⸗ren ich nicht wert; 3V mein stol⸗zes Serz hats nie begehrt. Nun weiß ich 4—.—..—.—4— — — das und bin er⸗freut ,: und rühme die Baͤrm— ———.——.——— EEEEEEEEE her„zig⸗keit,/ 9015 eühme die Barmher„zig⸗keit. 2. Ich hatte nichts als Jorn verdienet/ und soll bei Gott in Gnaͤden sein;/ er hat mich mit sich selbst versühnet,/ macht durch das Blut des Sohns mich rein./ Warumꝰ ich war ja Gottes Feindl ,/:,: Erbarmung hats so treu gemeint!: 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen,/ das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt;/ ich kann es nur Erbarmung nennen,/ so ist mein ganzes Herz gesagt. /:,: Ich beuge mich und bin erfreut ,½,: und rühme die Barmherzigkeit., 2⁴⁶ Gla 4. einzit auf d Vot, 2. barm Arm ewig Mel. V 2 Glaube und Rechtfertigung 239 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben,/ dies soll mein einzig Růühmen sein;/ auf dies Erbarmen will ich glauben,/ auf dieses bet ich auch allein,/ ,: auf dieses duld ich in der NVot,. /,: auf dieses hoff ich noch im Tod.): S. Gott, der du reich bist an Erbarmen,/ nimm dein Er— barmen nicht von mir/ und führe durch den Tod mich Armen,/ durch meines Heilands Tod zu dir; /,: da bin ich ewig hocherfreut ,/2,: und rühme die Barmherzigkeit.:,: Phil. Friedrich Siller, 4 1769. 239 Mel. Wer nur den lieben Sott läßt walten. Georg Neumark, 1657. Ich weiß von kei nem an⸗dern Grun-:de,/ Uich weiß von kei nem an⸗dern Bun-⸗öde,/ als den der Glaub in Chri-sto hat; als daß man von keinem an⸗dern Weg und Rat, 5 — REEE n ari rn Himan— —.—— DE ö e⸗lend, arm und bloß/ sich legt in sei⸗nes Va⸗ters Schoß. 2. Ich bin zu meinem Seiland kommen und eil ihm immer besser zu;/ ich bin auch von ihm aufgenommen/ und finde bei ihm wahre Ruh; /ser ist mein Kleinod und mein Teil,/ und außer ihm weiß ich kein Seil. 3. Ich bleib in Christo nun erfunden/ und bin in ihm ge— recht und rein; /bleib ich mit ihm nur stets verbunden,/ so kann ich immer sicher sein;/ Gott sieht auch mich in Christo an,/ wer ist, der mich verdammen kann? 4. Ich fühle noch in mir die Sünde;/ doch schaͤden kann sie mir nicht mehr,/ weil ich in Christo mich befinde;/ wohl aber beuget sie mich sehr. Ich haͤlte nichts gering und klein,/ sonst dringt ein sichres Wesen ein. 2⁴4⁷7 ö 14 * N ö N. . IIN II . D —.—..—..—..—.— EEEEE. 24⁰ Glaube und Rechtfertigung 5. Ich kämpfe gegen mein Verderben/ im Glaͤuben und in Christi Kraft;/ der alte Mensch muß täglich sterben,/ der noch nicht tot am Kreuze haͤft't;/ dies aber macht mich rein und klein/ und lehrt zu Jesu ernstlich schrein. G. Und da ich so in Christo bleibe,/ stets vor ihm waͤn— delnd auf ihn seh,/ das Wort des Friedens fröhlich treibe/ und unablässig zu ihm fleh,/ so bleib ich stets im Grunde stehn,/ da kann mein Wachstum vor sich gehn. 7. Ich bleib im tiefsten Demutsgrunde/ und will von Christo nimmer gehn;/ ich bleib im allgemeinen Bunde,/ in allgemeiner Ciebe stehn/ und hang an Christo ganz allein;/ dies soll mein Grund auf ewig sein! 8. O Jesu, laß mich in dir bleiben,/ o Jesu, bleibe du in mirz/ laß deinen guten Geist mich treiben,/ daß ich im Glauben folge dir; /laß stets mich fromm und wachsam sein,/ so reißet nichts den Grund mir ein. Rarl Seinrich v. Bogatzky, + 1774. 24⁰ Mel. Serzlich lieb hab ich dich, o Serr. Straßburg 157. ch kom⸗me, Frie⸗dens⸗-fürst, zu dir;/ er⸗ er Sün⸗-den Cast ist mir zu schwer: /o + 1 +—+ ,, bar⸗ mend ru ⸗fest du auch mir,/ den Frie⸗- den zu emp⸗ laß mich nicht vom Tro⸗ste leer,/ laß mich zur Ruh ge⸗ Lenden Sieh an mein tief-ge⸗beug⸗tes Serzl/ Sieh H— mei⸗ ner See⸗le Angst und Schmerz!/ Wer trö'⸗stet 2⁴⁸ Glaube und Rechtfertigung und—— n.—.Z— ö der DDEEEEEEEE ö ö ö W. rein 8— mich, als du al⸗lein?/ Wer ma⸗ Wet mich von Sün⸗ en ban be E——— rein Herr Je-su Christ,‚/ mein Trost, mein Licht,/ mein „. EEEEEEEEEE in;/ Trost, mein Licht,/ ver⸗wirf mein sehnlich Fle⸗hen nicht! 2. Du, du bist meine Zuversicht!/ Durch dich entflieh ich dem nirʒ/ Gericht,/ dem schweren Lohn der Sünden./ Durch dich kann ich folge dem Fluch entgehn/ und mich mit Gott vereinigt sehn,/ durch eißet dich das Leben finden./ Dein Tod ist der Verlornen Heil;/ sein 177³. Segen werd auch mir zuteil;/ er sei auch mir Beruhigung/ und meines Cebens Heiligung. /Herr Jesu Christ,/ ich hoff auf dich,/ ich hoff auf dich;/ in dieser doffnung starke mich! 157. 3. Mein ganzes Ceben preise dich!/ Erlöst, mein Mittler, — hast du mich,/ dein Eigentum zu werden./ Bin ich nur dein, so fehlt mir nichts,/ nichts einst am Tage des Gerichts,/ nichts hier auf dieser Erden./ Auf dieser Bahn zum Vaterland/ ent— er⸗ zeuch mir niemals deine Hand;/ zu deinem Dienste staͤrke mich/ o und laß mich siegen einst durch dich./ Herr Jesu Christ,/ er⸗ hoͤre mich;/ einst preis ich dich/ für deine Gnade ewiglich! —— Christ. Sturm, + J786. —— emp⸗ Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 241 Christoph Anton, I65J. ge⸗ A ö ———— —.— e e SISIIiie —. I. Du sollst glau⸗ ben, o du Ar⸗-mer;/ und du Sieh(Du sollst be⸗ten zum Erebar merz und du ö é—— 5 t düme, e ma darrnen — zwei⸗felst? Zweif ⸗le nicht! 1 stet kannst, du kannst es nicht. Du sollst un⸗be⸗dingt ver⸗ 27⁹ Glaube und Rechtfertigung trau⸗en,/ dort wirst du den Aus⸗gang schau⸗ en./ Je⸗ su —.— e e —————————————————— ——————— Aus⸗-gang ward erst klar,/ als er auf- er⸗stan⸗den war. 2. Glaube gibt der Andacht Flügel,/ Glaube hebt zu Gott empor, /Glaͤube bricht des Grabes Siegel,/ selbst der Ewigkeiten Tor; /Glaube geht durch Flamm und Fluten,/ ließ die Jeugen Jesu bluten J/und sie überwinden weit,/ sicher ihrer Seligkeit. 3. Glaube hilft in allem siegen,/ macht die schwerste Tugend leicht; /alles muß zu Füßen liegen,/ selbst ge— wohnte Sünde weicht./ Ob du auch im Raͤmpf erlagest,/ schon an Glaubenskraft verzaͤgest,/ kämpfe stärker, kämpfe mehr,/ deine Silfe ist der Serr. 4. Hast du nicht des Wunderbaren/ Wunderausgaͤng oft gesehn? JSiehst du nicht den Unsichtbaren /groß durch Taten bei dir stehn?/ Mußt du denn ihn immer sehen?/ bald des Ewgen Rat verstehen? bald dich seiner Hilfe freun?/ würde dies dein Bestes sein? 5. Glaube dann noch, wenn zu glaͤuben /fast kein Zoff⸗ nungsstrahl mehr bleibt; /laß dir nichts sein Machtwort rauben: Selig, selig ist, wer glaͤubt! /Ach, die ersten dort am Throne/ glaubten ohne Schaun die Rrone,/ rangen, starben, wankten nie/ und empfingen!— Sei wie siel! Sottlob Reiber, 1So9. Mel. Valet will ich dir geben. 242 Melchior Teschner, 16I3. 2 ö — 4 ö 60.II————— — Cꝗ. II — Ich weiß, an wen ich glau-be,/ ich wenn al ⸗„les hier im Stau-be s/ wie Glaube und Rechtfertigung —. I —.— e, 4 e, weiß, was fest be⸗ steht, ich Staub und Rauch ver⸗ weht; weiß, was e⸗wig — x—— .., blei⸗bet,/ wo al⸗-les wankt und fällt,/ wo Wahn die de n, re.de,, e, e e, Lan, r-er E¹ Wei⸗ sen trei-bet/ und Trug die Rlu-gen haͤlt. 2. Ich weiß, was ewig dauert,/ ich weiß, was nie ver— läßt;/ auf ewgen Grund gemauert/ steht diese Schutzwehr fest./ Es sind des Seilands Worte,/ die Worte fest und klar;/ an diesem Felsenhorte/ halt ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister,/ der mir die Feste baut: /es ist der Herr der Geister,/ auf den der Simmel schaut,/ vor dem die Seraphinen/ anbetend niederknien,/ um den die Seilgen dienen!/ Ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Zöhe,/ das ist mein Jesus Christ,/ der Fels, auf dem ich stehe,/ der diamanten ist,/ der nimmermehr kann wanken,/ mein Heiland und mein Hort,/ die Ceuchte der Gedanken,/ die leuchtet hier und dort. 5. Er, den man blutbedecket/ am Abend einst begrub;/ er, der von Gott erwecket,/ sich aus dem Grab erhub;/ der meine Schuld versöhnet,/ der seinen Geist mir schenkt,/ der mich mit Gnade krönet/ und ewig mein gedenkt. 6. Drum weiß ich, was ich glaube,/ ich weiß, was fest be⸗ steht/ und in dem Erdenstaube Fnicht mit als Staub ver— weht./ Es bleibet mir im Grauen/ des Todes ungeraubt;/ es schmückt auf Zimmelsauen/ mit Rronen einst mein Haupt. Ernst Moritz Arndt, 1860. V. 5 von A. Knapp, 1864. —...‚— Nachfolge Christi Heiligung Vachfolge Christi. Auch Lied Nr. 411 243 Mel. Wie nach einer Wasserquelle. Französischer Psalter, 1551J. Sei ge⸗ treu bis an das En de, daß nicht dich von dei- nem Ze⸗su wen⸗de;/ sei ihm —.— ö—.—.— ————— Mar⸗ter, Angst und Wot!— ů treu bis in den Lodl) Ach, das Lei⸗den die⸗ ser zeit/ I11——— Im. Seeeeeeeeeeeeee= ist nicht wert der Zerr-lich-keit,/ die dein Je-⸗sus x 2— ö—.— é ö— ..e„r dir will ge⸗ ben/ dort in je nem Freu⸗den⸗le ben. 2. Sei getreu in deinem Glaͤuben! /Laß dir dessen festen Grund/ ja nicht aus dem Serzen raͤuben,/ haͤlte treulich deinen Bund,/ den dein Gott durchs Waͤsserbaͤd/ fest mit dir geschlossen hat. Ach, du gingest ja verloren,/ wenn du treulos ihm geschworen. 3. Sei getreu in deiner Ciebe /gegen Gott, der dich ge— liebt;/ auch die Lieb am Nächsten übe,/ wenn er dich auch oft betrübt./ Denke, was dein Beiland tat,/ als er für die Feinde bat!/ Du mußt, soll dir Gott vergeben, /auch ver— zeihn und liebreich leben. 4. Sei getreu in deinem Ceiden! /CLasse dich kein Un⸗ gemaͤch,/ laͤß dich nichts von Jesu scheiden,/ murre nicht in Weh und Ach!/ Denn du maͤchest deine Schuld/ größer nur durch Ungeduld; /leichter trägt, wer willig träget,/ was sein Gott ihm auferleget. 25² Nachfolge Christi 244 5. Sei getreu in deinem Boffen!/ Traue fest auf Gottes wort;/ hat dich Kreuz und Not betroffen/ und Gott hilft nicht alsofort:/ hoff auf ihn doch festiglich,/ sein Herz bricht ihm gegen dich,/ seine Silf ist schon vorhanden,/ Zoffnung maͤchet nie zuschanden. 6. Nun wohlan, so bleib im Leiden/ Glaube, Liebe, Zoffnung festl/ Ich will treu sein bis zum Scheiden,/ weil mein Gott mich nicht verläßt./ Serr, den meine Seele liebt,/ dem sie sich im Kreuz ergibt,/ sieh, ich fasse deine Zaͤnde:/ Silf mir treu sein bis zum Ende! Nach Benj. Prätorius, um 1674. 2⁴⁴4 V......... 4% d.— 4— „ir nach“, spricht Christus, ver⸗leugnet euch, ver—⸗ un ser Beld,/„mir nach, ihr laßt die Welt,/ folgt mei⸗ nem — — 2 1 2— — Chri⸗sten al ⸗le; Ruf und Schaͤl⸗le; nehmt eu⸗ er RKreuz und 1 + 4 1 1 0 10 I +E .....——— Un⸗ge⸗ mach/ auf euch, folgt mei- nem Wan⸗ del nach!“ 2.„Ich bin das Licht, ich leucht euch für/ mit heilgem Tugendleben; /wer zu mir kommt und folget mir,/ darf nicht im Finstern schweben; /ich bin der Weg, ich weise wohl,/ wie man wahrhaftig wandeln soll.“ 9 253 245 Nachfolge Christi 3.„Mein Herz ist voll Demütigkeit,/ voll Ciebe mein Ge— müte,/ mein Mund voll Suld und Freundlichkeit,/ voll Sanftmut und voll Güte;/ mein Geist und Wille, Rraft und Sinn/ ist Gott ergeben, schaͤut auf ihn.“ 4.„Ich zeig euch das, was schädlich ist,/ zu fliehen und zu meiden,/ und euer Serz von arger List/ zu reingen und zu scheiden;/ ich bin der Seelen Fels und Zort/ und führ euch zu der Zimmelspfort!“ S.„Fällts euch zu schwer, ich geh voran,/ ich steh euch an der Seite,/ ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn,/ bin alles in dem Streite. /Ein böser Knecht, der still mag stehn,/ sieht er voran den Feldherrn gehn!“ 6.„Wer seine Seel zu finden meint,/ wird sie ohn mich verlieren; /wer sie hier zu verlieren scheint,/ wird sie in Gott einführen. /Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir,/ ist mein nicht wert und meiner Zier.“ 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn/ mit Ceib und Seel nachgehen 7 und wohlgemut, getrost und gern:/ in allen Ceiden stehen;/ denn wer nicht kämpft, trägt auch die Rron/ des ewgen Cebens nicht davon. Joh. Scheffler, 1 1677. V. 4 bei§Freylinghausen, 1704 2⁴4⁵ Mel. Lasset uns den Serren preisen. Uin der Welt der Welt ent'flie-hen,/ auf der — +——4 2— EE Vor-bild fol⸗gen nach, 1 Bahn, die er uns brach, im⸗mer⸗ fort zum Sim-mel 7. 5„— 2 2——. N rei⸗- sen,/ ir-disch noch, schon himmelisch Johann Schop, I641. —4 SS ISEEEE Caseset uns mit Je-⸗ su zie-hen,/ seinem sein,/ Nachfolge Christi 246 V 23————— ö ö E=. glau⸗ben recht und le⸗-ben rein,/ in der 1— 4.— 2 i, n, d. Lieb den Glau⸗-ben wei⸗sen!/ Treu er Ze⸗su, di EE n/ bleib bei mir;/ geh vor⸗an, ich fol ge dir. mich 2. Casset uns mit Jesu leiden,/ seinem Vorbild werden ie in gleich!/ Wach dem Leiden folgen Freuden,/ Armut hier folgt macht droben reich;/ Tränensaat, die erntet Wonne,/ Hoff⸗ nung tröstet mit Geduld;/ denn es scheint durch Gottes und Huld/ nach dem Regen bald die Sonne. /Jesu, hier leid ich in mit dir;/ dort teil deine Freud mit mir! ch die 3. Casset uns mit Jesu sterben!/ Sein Tod rettet uns vom Tod, /xrettet von der Seel Verderben,/ von der ewig— „I7⁰3 lichen Not./ Laßt uns töten, weil wir leben,/ unser Fleisch, ihm sterben ab,/ so wird er uns aus dem Grab/ in das Himmelsleben heben. JJesu, sterb ich, sterb ich dir,/ daß ich „161. lebe für und fuͤr! 4. Casset uns mit Jesu leben!/ Weil er auferstaͤnden ist,/ —— muß das Grab uns wiedergeben./ Jesu, unser Saupt du — bist,/ wir sind deines Ceibes Glieder;/ wo du lebst, da leben wir;/ ach, erkenn uns für und fuͤr,/ treuer Freund, em ö +. I. ö f der als deine Brüder! /Jesu, dir ich lebe hier,/ dorten ewig auch bei dir! Sigismund v. Birken, J68J. — 246 Darmstadt 1698. b. ————————..—.—————.—— 2,, 2 Je⸗su, hilf sie gen, du Für- ste des ein,/ Uwie sie ihr dro- hen-des Seer nicht ver— 25⁵ Vachfolge Christi E.—.—...——.5.— Ce⸗bens!/ Sieh, wie die Fin-⸗-ster- nis drin-get her— e⸗bens/ mächtig auf-füh- ret, mir schäd⸗lich zu Schau, wie sie sin net auf al⸗ler=lei e E Rän⸗ke, daß sie mich sich⸗-te, zer⸗ stö⸗re und krän-ke. 2. Jesu, hilf siegen! Ach, wer muß nicht klagen!/ Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir;/ hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen,/ die mein Gewissen mir täglich hält für!/ Ach laß mich schmecken dein kräftig Versühnen/ und dies zu meiner Demütigung dienen. 3. Jesu, hilf siegen, wenn in mir die Sünde,/ Eigenlieb, Boffaͤrt und Mißgunst sich regt,/ wenn ich die Cast der Be— gierden empfinde,/ und sich mein tiefes Verderben dar— legt./ Zilf dann, daß ich vor mir selber erröte/ und durch dein Ceiden die Sündenlust töte. 4. Jesu, hilf siegen und lege gefangen/ in mir die Cüste des Fleisches und gib,/ daß in mir lebe des Geistes Ver⸗ langen,/ aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb./ Caß mich eindringen ins göttliche Wesen,/ so wird der Ceib und die Seele genesen. ö 5. Jesu, hilf siegen, damit auch mein Wille/ dir, Herr, sei gänzlich zu eigen geschenkt,/ und ich mich so in dein Wollen verhülle,/ daß sich die Seele zur Ruhe hinlenkt./ Caß mich mir sterben und alle dem Meinen,/ daß ich mich zählen darf unter die Deinen. 6. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken!/ Wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn/ und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken,/ laß doch viel heller dann deine 2⁵⁶ Nachfolge Christi 247 Kraft sehn./ Steh mir zur Rechten, o Rönig und Meister,/ lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 7. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten;/ Züter, du r schläfst ja und schlummerst nicht ein./ Laß dein Gebet mich u unendlich vertreten,/ der du versprochen, Fürsprecher zu sein. Wenn mich die Wacht mit Ermuͤdung will decken,/ — wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 8. Jesu, hilf siegen, wenn alles verschwindet,/ und ich ei mein Nichts und Verderben nur seh;/ wenn kein Ver— mögen zu beten sich findet,/ wenn ich muß sein ein ver— — schüchtertes Reh,/ ach Herr, so wollst du im Grunde der — Seelen/ dich mit dem innersten Seufzen vermählen. 9. Jesu, hilf siegen, wenns nun kommt zum Sterben;/ mach du uns würdig und stetig bereit,/ daß ich mich nenne rur des Zimmelreichs Erben/ dort in der Ewigkeit, hier in der nden Zeit./ Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben,/ hilf du mir i. siegen, mein Heil, Trost und CLeben! Zoh. Seinrich Schröder, 1 1699. en lieb, 2⁴⁷ Mel.—— ist not, ach Serr, dies Eine. Adam Rrieger, J657. Be⸗ dar⸗ 2——.— Hurch——..— 2 9055. 35 E 8 Her⸗zog uns⸗rer Se-⸗lig⸗kei⸗ten,/ zeuch uns in dein Lüste da du uns die Stätt be⸗rei⸗ten/ und zu dei⸗nes Ver⸗*+ eb./ P ö. E EE E EEEEEEE Bei ⸗-lig⸗ tum, U ů Herr, Na⸗mens Ruhm/ als Tei: ue Ee sten sieg dein.— ikt./——..—. präch⸗tig willst füh⸗ren;/ laß un⸗ se⸗ re Bit⸗-te dein sich—— 2 d u. urn..—— ie der—— EEE..— deine Ber⸗ze jetzt rühren;/ wir wollen dem Va⸗ter zum Op⸗fer da⸗ 257⁷7 Nachfolge Christi .................. stehn/ und mit dir durch Lei⸗den zur Serr-lich⸗keit gehn. 2. Er hat uns zu dir gezogen,/ und du wieder zu ihm hinz;/ Liebe hat uns uͤberwogen,/ daß an dir hängt Herz und Sinn./ Nun wollen wir gerne mit dir auch absterben/ dem ganzen natürlichen Seelenverderben;/ in deinen Tod, Herr, laß ver— pflanzet uns sein,/ sonst dringen wir nimmer ins Leben hinein. 3. Fuͤrst des Cebens, komm und eile,/ führ das Todesurteil aus;/ brich entzwei des Mörders Pfeile,/ wirf die Sünde ganz hinaus!/ Ach laß sich dein neues, erstandenes Leben/ in un⸗ sern erstorbenen Herzen erheben;/ erzeig dich verkläret und herrlich noch hier/ und bringe ein neues Geschöpfe herfür. J. Rehre die zerstreuten Sinnen/ aus der Vielheit in das Ein,/ daß sie wieder Raum gewinnen,/ nur von dir erfuͤllt zu sein!/ Ach wirf du die Mächte der Finsternis nieder,/ erneure die Kräfte des Geistes uns wieder,/ daß er aus der Fülle der Gnade sich naͤhr/ und gegen der Gottheit Verächter sich wehr'. 5. Cebe denn und lieb und labe/ in der neuen RKreatur,/ Lebensfuͤrst, durch deine Gabe/ die genesene Watur!/ Er⸗ wecke dein Paͤraͤdies wieder im Grunde /der Seelen und bringe noch näher die Stunde,/ da du dich in allen den Deinen verklärst/ und ihnen das ewige Ceben gewährst. E. Gönne uns noch Frist auf Erden, /Zeugen deiner Rraft zu sein,/ deinem Bilde gleich zu werden,‚/ in dem Tod zu nehmen ein /des Cebens vollkommene Freiheit und Rechte /als eines vollendeten Seilands Geschlechtel!/ Der Unglaͤub maͤg denken: wir bitten zuviel; /du hörst unsre Bitten, tust über ihr Ziel! Gottfried Arnold, 4 1714. 248 Serrnhaag 1740. SSSSSE— O Durch⸗bre cher al⸗ler Ban-⸗de,/ der du Ubei dem Scha⸗den, Spott und Schan;de/ lau⸗ter 4 J. Vachfolge Christi 1 , d K, Fedite nrin. im- mer bei uns bist, X Cust und Sim⸗mel ist,„ ü⸗ be fer⸗ ner —.— 2 ö*— DIDID dein Ge⸗rich ⸗-te/ wi⸗der un⸗sern A⸗damssinn,/ bis uns — é—.— ö— n dane dete. anre dnn . dxexe, en, ex—H dein so treu Ge-sich⸗-te/ füh⸗ret aus dem Rer⸗ker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille,/ daß du endest dieses Werk;/ hierzu wohnt in dir die Fülle/ aller Weisheit, Lieb und Stärk,/ daß du nichts von dem verlierest,/ was er dir geschenket hat,/ und es aus der Unruh führest/ zu der selgen Ruhestatt. 3. Ach so mußt du uns vollenden,/ willst und kannst ja anders nicht;/ denn wir sind in deinen Händen,/ dein Herz ist auf uns gericht't;/ ob wir wohl von allen Ceuten/ als gefangen sind geacht't,/ weil des Kreuzes Wiedrigkeiten/ uns der Welt zum Spott gemacht. 4. Schaͤu doch aber unsre Ketten,/ da wir mit der Krea— tur/ seufzen, ringen, schreien, beten/ um Erlösung der Natur/ von dem Dienst der Eitelkeiten,/ der uns noch so hart bedrückt,/ ob auch schon der Geist in Zeiten/ sich auf etwas Bessres schickt. 5. Ach erheb die matten RKräfte, /reiße du das Band ent— zwei,/ daß wir, durch die Weltgeschäfte/ durchgebrochen, stehen freil/ Weg mit Menschenfurcht und Zaͤgen,/ weich, Vernunftbedenklichkeit;/ fort mit Scheu vor Schmach und Plagen;/ weg des Fleisches Zärtlichkeit! C. Herr, zermalme, Serr, zerstöre/ diese Macht der Finsternis;/ denn der preist nicht deine Ehre,/ den sie fort zum Tode riß. /Heb uns aus dem Staub der Sünden,/ wirf die Cust der Welt hinaus;/ laß uns waͤhre Freiheit finden,/ Freiheit in des Vaters Zaus! 259 — 2⁴9 Nachfolge Christi Y 7. Wir verlangen keine Ruhe/ für das Fleisch in dieser Zeit;/ wie dus nötig findest, tue/ noch vor unsrer Ab gle schiedszeit;/ aber unser Geist, der bindet/ dich im Glauben, Br läßt dich nicht,/ bis er die Erlösung findet,/ die dein treuer Mund verspricht. ö un 8. Berrscher, herrsche, Sieger, siege;/ König, brauch dein aut Regiment,/ führe deines Reiches Rriege,/ mach der Sklaverei ein End!/ Ach, die Cast treibt uns zu rufen,/ alle dei flehen wir dich an: /Jeig doch nur die ersten Stufen/ der nut gebrochnen Freiheitsbahn! 9. Ach wie teu'r sind wir erworben,/ nicht der Menschen Rnecht zu sein!/ Drum, so waͤhr du bist gestorben,/ mußt mel kommen,/ in dein heilig Bild verklärt;/ der hat Gnad um Gnad genommen,/ wer aus deiner Füll sich nährt. 10. Ciebe, zeuch uns in dein Sterben,/ laß mit dir ge— kreuzigt sein,/ was dein Reich nicht kaänn ererben;/ führ ins Paraͤdies uns ein!/ Doch wohlaͤn, du wirst nicht säumen,/ laß nur uns nicht lässig sein;/ werden wir doch als wie träumen,/ wenn die Freiheit bricht herein! Gottfried Arnold, 4 1714. 249 Mel. 6. Christ, meins Lebens Licht(oder wie Nr. 423 Leipzig 1625. 1 du uns auch machen rein, /rein und frei und ganz voll— 60 7. Ein rei⸗ nes— Berr, schaff in WS 5= ,. schleuß zu der Sün— de Tor und Tür,/ ver⸗trei⸗be sie und —— SS /r. laß nicht zu,/ daß sie in meinem Her⸗-zen ruhl 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür; /ach, komm und wohne du bei mir;/ was unrein ist, das treib hinaus/ aus deinem Tempel, deinem Baus. ö 26⁰ Vachfolge Christi 25⁰ 3. Caß deines guten Geistes Licht/ und dein hell⸗ glänzend Angesicht/ erleuchten mein Herz und Gemüt,/ o Brunnen unerschöpfter Güt! 4. Und mache denn mein Herz zugleich/ an Himmelsgut und Segen reich;/ gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand/ aus deiner milden Gnadenhand: 5. So will ich deines Namens Ruhm/ ausbreiten als dein Eigentum/ und dieses achten für Gewinn,/ wenn ich nur dir ergeben bin. Seinrich Georg Neuß, 1 IIIG. 25⁰ Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. Um J680. 4 SS..— + . n. che dich, mein Geist, be⸗reit,/ warche, daß dich nicht die bö⸗ se zeit/ un⸗ver⸗ fleh und be⸗te, I hofft be⸗ tre⸗ te; ——— 1 4 ——————0* +*— A—— vie ⸗le From⸗men/ zur Ver⸗- su⸗chung kommen. 2. Aber wache erst recht auf/ von dem Sündenschlaͤfe;/ denn es folget sonst darauf/ eine lange Strafe,/ und die Not/ samt dem Tod/ möchte dich in Sünden/ unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kannst du nicht JChristi Blaͤrheit sehen;/ wache, sonst wird dir sein Licht/ ewig ferne stehen;/ denn Gott will/ für die Fuͤll/ seiner Gnadengaben /offne Augen haben. 4. Wache, daß dich nicht die Welt/ durch Gewaͤlt be— zwinge, /oder, wenn sie sich verstellt,/ wieder an sich 261 2 denn es ist/ Sa⸗tans List/ ü⸗ber 25¹1 NVachfolge Christi bringe;/ wach und sieh,/ daß dich nie/ falsche Brüder fällen,/ die dir Netze stellen. ö— 5. Waͤch und hab aͤuf dich wohl acht,/ traͤu nicht deinem Herzen;/ leicht kann, wer es nicht bewacht,/ Gottes Gnad verscherzen;/ denn es ist/ voller Cist,/ kann sich selber heucheln/ und in Hoffaͤrt schmeicheln.— E. Bete aber auch dabei/ mitten in dem Waͤchen;/ denn* der Herr nur kann dich frei/ von dem allen machen,/ was d. dich drückt/ und bestrickt,/ daß du schläfrig bleibest/ und sein Werk nicht treibest. 7. Doch getrost, es muß uns schon/ alles glücklich gehen,/ seis wenn wir ihn durch seinen Sohn/ im Gebet anflehen;/ W. denn er will/ alle Füll/ seiner Gunst ausschütten,/ wenn 8 wir gläubig bitten. ö 955 8. Drum so laßt uns immerdaͤr/ waͤchen, flehen, beten,/ 595 weil die Angst, Wot und Gefahr/ immer näher treten;/ denn die Zeit/ ist nicht weit,/ da uns Gott wird richten/ und die Welt vernichten. Joh. Burchard Freystein, J718. 251 Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Frankfurt a. M. J599. —4* ö——.——— — 2 (Rü⸗stet euch, ihr Chri⸗-sten-leu-te! /Die Feinde Wappnet euch mit Got-tes Wor-te;/ und kämpfet * ———..7 Z3—3‚ — su⸗chen euch zur Beute,/ ja Sa⸗tan selbst hat eu'r be— frisch an je-dem Or⸗ te,/ da⸗-mit ihr blei-bet un-ver⸗ — —— V V. 2- öSSIIISIII..I..... D— 4.——— Ist euch der Feind zu schnell,/ hier ist Nachfolge Christi SD —— ůZ.—V: Im⸗ma⸗ nu⸗el;/ Bosi⸗ an⸗nal/ Der Star⸗ke fällt/ ——— II —— H I— ——————— Ee durch die⸗sen Held,/ und wir be-⸗haͤl⸗ten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euren Cüsten,/ besieget sie, die ihr seid Christen,/ und stehet in des Serren Kraͤft./ Stärket euch in Jesu Namen,/ daß ihr nicht straͤuchelt wie die Lahmen./ wWo ist des Glaubens Ritterschaft?/ Wer hier ermüden will,/ der schaue auf das Ziel:/ da ist Freude!/ Wohlan, so seid/ zum RKaͤmpf bereit,/ so krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wen'gen Jahre, /eh ihr kommt auf die Totenbahre;/ kurz, kurz ist unser Cebenslauf./ Wenn Gott wird die Toten wecken,/ und das Gericht die Welt wird schrecken,/ so stehen wir mit Freuden auf./ Gottlob! wir sind versohnt!/ Daß uns die Welt noch höhnt,/ währt nicht lange,/ und Gottes Sohn/ hat längstens schon/ uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, staͤrke deine Rinder/ und mach aus ihnen Über— winder,/ die du erkauft mit deinem Blut;/ schaff in uns ein neues Ceben,/ daß wir uns stets zu dir erheben,/ wenn uns entfallen will der Nut!/ Gieß aus auf uns den Geist,/ da⸗ durch die Liebe fleußt/ in die Herzen;/ so halten wir/ ge⸗ treu an dir/ im Tod und Ceben für und für. Wilh. Erasmus Arends, 1 172JI. 252 Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme(Nr. 25J). J. Heilger Jesu, Seilgungsquelle,/ mehr als Rristall rein, klar und helle,/ du laͤutrer Strom der Seiligkeit!/ Aller Glanz der Cherubinen,/ die Seiligkeit der Seraphinen/ ist gegen dich nur Dunkelheit./ Ein Vorbild bist du mir;/ ach, bilde mich nach dir,/ du mein Alles!/ Hilf, Jesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich mag heilig sein wie du. 263 πιπνπιπιπι⁷ιιι—ιν 252 Nachfolge Christi 2. Stiller Jesu, wie dein Wille/ dem Willen deines Vaters stille/ und bis zum Tod gehorsam war,/ also mach auch gleichermaßen/ mein Herz und Willen dir gelassen;/ ach, stille meinen Willen gar!/ Mach mich dir gleichgesinnt,/ wie ein gehorsam KRind/ stille, stille;/ hilf, Jesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich fein stille sei wie du. 3. Wacher Jesu, ohne Schlummer,/ in großer Arbeit, müh und Kummer/ bist du gewesen Tag und Nacht;/ mußtest täͤglich viel ausstehen,/ des Nachts lagst du vor Gott mit Flehen/ und hast gebetet und gewacht./ Gib mir auch Wachsamkeit,/ daß ich wie du allzeit/ wach und bete!/ Hilf, Jesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich stets wachsam sei wie du. 4. Güͤtger Jesu, ach, wie gnädig,/ wie liebreich bist du und guttäͤtig/ doch gegen Freund und Feind gesinnt! /Deine Sonne scheinet allen,/ dein Regen muß auf alle fallen,/ ob sie dir gleich undankbar sind./ Mein Serr, ach lehre mich,/ damit auch hierin ich/ dir nachartel/ HZilf, Jesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich so gütig sei wie du. 5. Sanfter Jesu, ganz unschuldig ertrugst du alle Schmach geduldig/ und übtest niemals Rache aus./ Wer kann deine Sanftmut messen,/ bei der du dennoch nie ver⸗ gessen/ den Eifer um des Vaters Baus! /Mein Seilaͤnd, ach verleih/ mir Sanftmut und dabei/ guten Eifer!/ Hilf, Jesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich sanftmütig sei wie du. 6. Zoher Jesu, Ehrenkönig,/ du suchtest deine Ehre wenig/ und wurdest niedrig und gering;/ waͤndeltest einher auf Erden/ in Demut und in Rnechtsgebärden,/ erhobst dich selbst in keinem Ding./ Zerr, solche Demut lehr/ mich auch je mehr und mehr/ stetig uͤben!/ Silf, Jesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich demütig sei wie du. 7. Ciebster Jesu, liebstes Ceben,/ mach mich in allem dir ergeben/ und deinem heilgen Vorbild gleich;/ gib, daß mich dein Geist durchdringe,/ daß ich viel Glaubensfrüchte bringe/ und tüchtig werd zu deinem Reich. JAch zeuch mich ganz zu dir,/ behalt mich fuͤr und für,/ treuer Heilandl/ Hilf mir dazu,/ daß ich wie du,/ und wo du bist, einst finde Ruh.(Nach dem Solländischen des Jodokus v. Lodenstein.) Bartholomäus Crasselius, 1724.. 26⁴ isti ines iach n3/ nt,/ zuch beit, t;/ Bott auch Hilf, du. st du deine ob ich,/ auch alle Wer ver⸗ and, Hilf, e du. Ehre inher hobst mich auch m dir daß uchte mich ndl/ finde nstein. 1724. Vachfolge Christi 253 253 Mel. Wie nach einer Wasserquelle. Französischer Psalter, 155J. U fet, schaf⸗fet, Nen⸗-schen⸗kin⸗ der, schaf⸗ fet J. Bau-et nicht, wie fre⸗ che 666055 r,/ nur 13— . eu⸗re Se-lig⸗-keitl ge⸗gen⸗wärt⸗ge Zeit, son⸗dern schau⸗-et ü⸗-ber euch,/ —— äöä— rin get nach dem Him-melreich,/ und be⸗ mü⸗ het V 1. — e W ö— ,e⸗ de. wdern, demr wer, Ln. euch auf Er⸗den,/ wie ihr mö⸗get se⸗-lig wer ⸗ den. 2. Daß nun dieses mög geschehen,/ müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut/ und nach dessen Weigung gehen,/ son⸗ dern was Gott will und tut,/ das muß ewig und allein/ eures Cebens Richtschnur sein,/ maͤg es eure schwachen Herzen/ nun erfreuen oͤder schmerzen. 3. Ihr haͤbt Ursach zu bekennen,/ daß in euch noch Sünde ist,/ daß ihr Fleisch von Fleisch zu nennen,/ daß ihr fehlt zu jeder Frist,/ und daß Gottes Gnaͤdenkraft/ nur allein das Gute schafft,/ daß nichts außer seiner Gnaͤde/ in euch ist als Seelenschaͤde. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet!/ Selig, wer im Kampf besteht/ und die Sünden in sich dämpfet!/ Selig, wer die Welt verschmäht! /Unter Christi Kreuzesschmach/ jaget man dem Frieden nach;/ wer den Himmel will er— erben,/ muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen/ sondern träg und lässig sein,/ eure Weigung zu bezwingen,/ so bricht eure 26⁵ 25⁴4 Nachfolge Christi N Zoffnung ein./ Ohne tapfern Streit und Krieg/ folget nie— ein rechter Sieg. Mur den Siegern wird die Krone/ bei—— E V gelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit der Welt nach Cust zu jagen,/ findet nicht bei Christen statt;/ an dem Fleisch Gefaͤllen tragen,/ macht des Geistes Kräfte matt;/ unter Christi Rreuzesfahn/ geht es ö waͤhrlich gar nicht an,/ daß man noch mit frechem Serzen/ wolle sicher tun und scherzen. P 7. Furcht muß herrschen vor dem Richter,/ dessen Hand ö 2 . das Zepter trägt,/ der die sichern Bösewichter/ zur Ver— ö him dammnis niederschlägt. /Er ist's, der, wies ihm beliebt, zux N Wollen und Vollbringen gibt; 7 so laßt uns zu ihm kehr gehen,/ ihn um Gnaͤde anzuflehen! ö 3 ö 8. Und zu werden Christi Glieder,/ die sein reiner Geist hör N ö bewegt,/ kämpft den alten Menschen nieder,/ bis ihm seine geh RN Macht gelegt./ Was euch hindert, werfet ab;/ was euch Bim ärgert, senkt ins Grab,/ und denkt stets an Christi Worte:/ 4 ö ö ö„Dringet durch die enge Pforte!“ 9. Zittern will ich vor der Sünde/ und dabei auf Jesum sehn,/ bis ich seinen Beistand finde,/ in der Gnade zu be— stehn. Ach, mein Heiland, geh doch nicht/ mit mir Armen ins Gericht!/ Gib mir deines Geistes Waffen,/ meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen, es geschehe Amen! /Gott versiegle dies in mir,/ auf daß ich in Jesu Namen/ meinen Rampf zu Ende fuͤhr./ Er verleihe Rraft und Stärk/ und regiere selbst das Werk,/ daß ich wache, bete, ringe/ und also zum Simmel dringe. Ludwig Andreas Gotter, I735 RN 77 INN. Mel. Zesus, meine Zuversicht. 254 Berlin J653. B. 3 (Him-mel- an geht uns re Bahn;/ wir sind bis wir dort nach Ra- na-⸗ an/ durch die 266 risti et nie bei⸗ t bei 5t des ht es rzen/ Hand Ver⸗ iebt, ihm Geist seine s euch orte: Jesum zu be⸗ Armen meine dies in uEnde lbst das zimmel „ 3* rlin 1653. Nachfolge Christi 255 — ——— ste nur auf Er⸗ j% Wü ste kom⸗-men wer⸗den Bier ist un⸗ ser den er, ee, nLe. Pil⸗grims ⸗ stand,/ dro- ben un ⸗ ser Va⸗ter-land. 2. Zimmelan schwing dich, mein Geist;/ denn du bist ein himmlisch Wesen/ und kannst das, was irdisch heißt,/ nicht zu deinem Ziel erlesen;/ ein von Gott erleucht'ter Sinn/ kehrt in seinen Ursprung hin. 3. HBimmelan! ruft Gott mir zu,/ wenn ich ihn im Worte hoͤre./ Das weist mir den Ort der Ruh,/ wo ich einmal hin⸗ gehöre./ Wenn mich dieses Wort bewahrt,/ halt ich eine HZimmelfaͤhrt. 4. Zimmelan! Mein Glaͤube zeigt/ mir das schoͤͤne Los von ferne,/ daß mein Serz schon aufwärts steigt/ über Sonne, Mond und Sterne, /denn ihr Licht ist viel zu klein/ gegen jenen Glanz und Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod /in die rechte Heimat fuͤhren,/ da ich uͤber alle Wot/ ewig werde triumphieren./ Jesus geht mir selbst voran,/ daß ich freudig folgen kann. 6. Himmelan! Ach himmelan! /Das soll meine Cosung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn /durch die Simmels— lust vertreiben./ Bimmelan steht nur mein Sinn,/ bis ich in dem Him mel bin. Benjamin Schmolck, J737. 255 Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten(Nr. 330). J. Was hinket ihr betrognen Seelen/ noch immerhin auf jeder Seit? /Fällts euch zu schwer, das zu erwählen,/ was euch des ZBimmels Ruf anbeut? /O sehts mit offnen Augen an/ und brecht hindurch auf schmaler Bahn. 2. Bedenkt, es sind nicht Raiserkronen,/ nicht Reichtum, Ehr und Lust der Welt,/ womit euch Gott will ewig 267 256 Nachfolge Christi lohnen,/ wenn euer Rampf den Sieg erhält:/ Gott selbst ists und die Ewigkeit,/ voll Cust und Ruh, voll Seligkeit. 3. Es gilt hier nur ein ganzes Leben,/ Gott kronet kein geteiltes Herz;/ wer Jesus sich nicht recht ergeben,/ der maͤcht sich selber Nüh und Schmerz/ und träget zum ver— dienten Lohn/ hier Unruh, dort die Qual davon. 4. Wer aber mit Gebet und Ringen/ auf ewig aͤllem Ab— schied gibt/ und Gott, den Herrn von allen Dingen,/ von Berzen und allein nur liebt,/ der wird der Krone wert ge⸗ schätzt/ und auf des Rönigs Stuhl gesetzt. S. Jerreißt doch die gelegten Schlingen,/ die euch in diesem schönen Cauf /verhindern und zum Säumen bringen,/ und rafft euch heut von neuem aufl/ Auf, auf, verlaßt die falsche Ruh!/ Auf, auf, es geht dem Simmel zul §. Die Allmacht stehet euch zur Seiten; /die Weisheit hält bei euch die Wach;/ die Gottheit selber will euch leiten,/ folgt nur mit treuen Schritten nach./ Wie maͤͤnchen hat nicht diese Sand/ schon durchgeführt ins Vaterland! 7. Wur spaͤrt es nicht auf andre Zeiten,/ ihr habt schon jetzo viel versäumt;/ ihr mehrt euch selbst die Schwierig⸗ keiten,/ wenn ihr das süße Seut verträumt./ Eilt, eilet, denn die Gnaͤdenzeit/ fliegt pfeilgeschwind zur Ewigkeit. 8. Eilt, faßt einander bei den händen!/ Seht, wie ist unser Ziel so nahl/ Wie bald wird unser Rampf sich enden;/ da steht dann unser Roͤnig daꝛ/ der fuͤhrt uns ein zur stillen Ruh/ und urteilt uns das Kleinod zu. Leop.§rz. Friedrich Lehr, + 1744. 256 Mel. Ach, was soll ich Sünder machen(Nr. 7). J. Auf, ihr Streiter, durchgedrungen,/ auf und folgt dem Seiland naͤch,/ der durch MNaͤrter, Tod und Schmach/ sich zum Himmel aufgeschwungen!/ Ringt ihm nach in seiner Kraft;/ er ists, der den Sieg verschafft. 2. Rein Erlöster müsse sagen,/ ihm gebreche Kraft und Mut/ zu dem Kampf mit Fleisch und Blut./ Alles soll der Jünger wagen,/ weil der Serr die Wunden heilt/ und den Schwaͤchen Kraͤft erteilt. 268 dem sich iner und der den Nachfolge Christi 25⁷ 3. Sind wir schwach: bei ihm ist Stärke;/ sind wir arm: der Zerr ist reich;/ wer ist unserm Führer gleich?/ Unser Gott tut Wunderwerke./ Sagt, ob der nicht helfen kann,/ dem die Himmel untertan? 4. Ja, Gott kann und will uns schirmen./ Drum, so dringet mutig ein;/ schämt euch, trag und feig zu sein!/ Mag es drohen, mag es stürmen:/ nur durch Nuͤh, Geduld und Streit/ führt der Weg zur Seligkeit. 5. Nun, so wachet, kämpft und ringet,/ bleibet wacker im Gebet,/ bis ihr auf der Höhe steht,/ wo der Sieg die Fahne schwinget! /Ist der Erde Werk getan,/ hebt des Himmels Sabbat an. Nach Joh. Simon Buchka, 1 1752. 257 Mel. Jesus, meine Zuversicht(Nr. 254, oder wie Nr. 270. J. Seele, was ermüdst du dich/ in den Dingen dieser Erden,/ die doch bald verzehren sich/ und zu Staub und Asche werdenꝰ/ Suche Jesum und sein Licht;/ alles andre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn,/ laß ihn sich zu Gott aufschwingen,/ richt ihn stets zum Himmel hin,/ laß ihn in die Gnad eindringen./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles andre hilft dir nicht. 3. Oft verlangst du Trost und Ruh,/ dein betrůbtes Serz zu laben;/ eil der Lebensquelle zu,/ da kaͤnnst du sie reichlich ha⸗— ben./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles andre hilft dir nicht. 4. Geh in Einfaͤlt stets einher;/ laß dir nichts das Ziel verruͤcken;/ Gott wird aus dem Liebesmeer/ dich, den RKranken, wohl erquicken./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles andre hilft dir nicht. 5. Du bist ja ein Zauch aus Gott/ und aus seinem Geist geboren;/ bist erlöst durch Christi Tod/ und zu seinem Reich erkoren./ Suche Jesum und sein Licht; /alles andre hilft dir nicht. 6. Schwinge dich fein oft im Geist/ über alle Simmels— hoͤhen; /laß, was dich zur Erde reißt,/ weit von dir ent— fernet stehen./ Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 269 — 258 Nachfolge Christi 7. Nahe dich dem lautern Strom,/ der vom Thron des Cammes fließet/ und auf die, so keusch und fromm,/ sich in reichem Maß ergießet./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles andre hilft dir nicht. 8. Caß dir seine Majestät/ immerdar vor Augen schweben; /laß mit brünstigem Gebet/ sich dein Serz zu ihm erheben./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles andre hilft dir nicht. 9. Sei im uͤbrigen ganz still,/ du wirst schon zum Ziel ge— langen;/ glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlaͤngen./ Drum such Jesum und sein Licht;/ alles andre hilft dir nicht. Zak. Gabriel Wolf, 4 1754. Mel. Valet will ich dir geben. 2 5 8 Melchior Teschner,‚ 16ʃ13. 0 1.— é— e, e +. ö In un 139— Rö⸗-nigs Na⸗ men/ be⸗ so le von ihm stam⸗ men,/ o er. tre ten wir die Bahn; schließt euch freu⸗-dig an! Wir ziehn zum Friedens⸗ —.—— —— j— .ꝰcöG!] lan⸗de,/ Ein Herz, Ein LCeib, Ein Geist./ Wohl dem, der x 1 ——.— ‚II‚. al—le Ban⸗de/ voll Hel⸗den- mut zer»reißtl 2. Der Weg ist schmal, doch eben/ und führt zur Selig⸗ keit;/ die Straße dort daneben/ ist zwar bequem und breit, doch wer sie geht, muß sterben,/ an ihrem Ende droht/ ein ewiges Verderben,/ Fluch, dorn und Qual und Tod. 27⁰ SSSI.... Vachfolge Christi 259 3. Wir folgen deinem Cocken,/ du ewig treuer Freund!/ wer könnte sich verstocken?/ Du haͤsts so gut gemeint!/ Wir wandern aͤbgeschieden,/ und eh es geht zur Rast,/ träͤgt jeder still zufrieden/ sein Rreuz und seine LCast. 4. Der große Sirt der Serde/ geht seinem Volk voran;/ sein Allmachtswort:„Es werde!“'/ bereitet selbst die Bahnz/ es laͤhmt erzürnten Feinden/ Herz, Zunge, Fuß und Hand,/ knuͤpft zwischen frommen Freunden/ der Liebe Bruderband. 5. So waͤndeln wir entschlossen/ dem Simmelsführer nach/ und dulden unverdrossen/ und tragen seine Schmach/ und flehn im finstern Tale:/ O Zesu, steh uns bei/ und mach im Sochzeitssaale/ bald alles, alles neul 6. Seht, wie die Krone schimmert,/ die unser Saupt einst schmuckt!/ Und wird der Leib zertrümmert,/ der Weltenbau zerstückt,/ erlöschen Sonn und Sterne: /kein Pilger werde matt! Dort glänzt uns schon von ferne/ des großen önigs Stadt. 7. Hinan, hinan, ihr Frommen, /es koste Schweiß und Blut!/ Hinan, hinan geklommen/ mit waͤhrem Selden⸗ mut!/ Bald hebt uns unser Sehnen/ hoch über Tod und Grab;/ bald trocknet unsre Tränen/ die Hand der Liebe ab. Joh. Ludwig Srickert, 1766. 259 Mel. Jeuch ein zu deinen Toren(oder wie Nr. 365). Bohann Crüger, I653. ,—. x ———— é P... I I (Rommt, Brü-der, laßt uns ge⸗ hen,/ der A-bend es ist— ste hen/ in die⸗ser ——— .. d, kommt her ⸗bei; v Wü⸗ste-— x— fxx. E⸗wig⸗keit zu wan⸗ Bern Lon ei⸗ ner Kraft zur 271 Rommt, stär⸗ket eu⸗ern Mut,/ zur an⸗ dern,/ es ist das En⸗ de gut. 2. Es soll uns nicht gereuen/ der schmale Pilgerpfaͤd;/ wir kennen ja den Treuen,/ der uns gerufen hat./ Rommt, folgt und traͤuet dem;/ ein jeder sein Gesichte/ mit gaͤnzer Wendung richte/ fest nach Jerusalem. 3. Schmückt euer Herz aufs beste/ und mehr als Ceib und BHaus;/ wir sind hier fremde Gäste/ und ziehen bald hinaus./ Wir gehn ins Ewge ein;/ mit Gott muß unser Handel,/ im Himmel unser Wandel/ und Herz und alles sein. 4. Rommt, Brüder, laßt uns gehen; /der Vater gehet mit!/ Er selbst will bei uns stehen/ in jedem sauern Tritt./ Das Aug dahin gekehrt,/ wo seine Liebe winket/ und dem, der folgt und sinket,/ den wahren Ausgang lehrt. 5. Rommt, Bruͤder, laßt uns wandern,/ wir gehen Sand in Hand;/ eins freuet sich am andern/ in diesem fremden Cand./ Rommt, laßt uns kindlich sein,/ uns auf dem Weg nicht streiten;/ die Engel selbst begleiten/ als Brüder unsre Reihn. G. Und sollt' ein Schwaͤcher faͤllen,/ so greif der Stärkre zu;/ man traͤg', man helfe allen,/ man pflanze Fried und Ruh. Rommt:, schließt euch fester an!/ Ein jeder sei der Bleinste,/ doch wohl auch gern der Reinste /auf unsrer Pilgerbahn. 7. Rommt, laßt uns munter wandern;/ der Weg nimnit immer ab;/ ein Tag, der folgt dem andern;/ baͤld fällt das Fleisch ins Grab./ Wur noch ein wenig Mut,/ nur noch ein wenig treuer,/ von aͤllen Dingen freier,/ gewandt zum ewgen Gut! 8. Es wird nicht lang mehr währen;/ harrt noch ein wenig aus!/ Es wird nicht lang mehr währen,/ so kommen wir nach Baus;/ da wird man ewig ruhn,/ wenn wir mit allen Frommen/ heim zu dem Vater kommen;/ wie wohl, wie wohl wirds tun! 272 VNachfolge Christi 260 9. Drauf wollen wirs denn wagen,/ es ist wohl wagens⸗ wert,/ und gruͤndlich dem absagen,/ was aufhält und be⸗ schwert./ Welt, du bist uns zu klein!/ Wir gehn durch Jesu Leiten/ hin in die Ewigkeiten: /es soll nur Jesus sein. Gerhard Tersteegen, + J769. Mel. Serzlich tut mich verlangen. 260 Zans Leo Saßler, I60J. KVũð1ꝛ5ô +— ¹ ö——F38— 4—.— 141 soll zum Ce-ben drin-gen,/ für wel⸗ches soll nach dem Zim-mel rin⸗gen,/ das, das ist — ö — 1 ⁰½ — 1— 8— ö ö— ———— 1 I— V— 1 Gott mich schuf, n ei⸗ ner Welt von mein B ruf!l/ 3 — x +— Lan ö ö— A.—— 1 8 0. 4—*...——— Sůn⸗den/ soll ich nur ihm mich weihn,/ sie fliehn, sie — Zte,, ü⸗ber⸗win⸗den/ und dann erst se⸗lig sein. 2. Und wenn der Pilger Gottes/ der Sünder Lust ver— schmaͤht,/ wenn er, trotz ihres Spottes,/ auf seinem Pfade geht:/ was wird ihm nicht zum Lohne,/ wenn er die kurze Jeit/ getreu war! Welche Krone! /Welch eine Seligkeit! 3. O Serr, auch mich verlaͤnget,/ dein treues RKind zu sein,/ und meine Seele haͤnget/ doch nicht an dir allein;/ ich weiß, ich werde sterben,/ und liebe doch die Welt; /o Herr, welch ein Verderben,/ das mich gefangen hält! 4. Entsagt hab ich dem Bösen,/ und doch wird es voll— bracht;/ ach wer wird mich erlösen /aus dieses Todes Nacht!/ Ich lasse nach zu ringen,/ und doch ists mein Be— ruf: /ich soll zum Ceben dringen,/ zu welchem Gott mich schuf. 273 261 Nachfolge Christi S. Dir seufz' ich anzuhangen,/ Erbarmer, dir allein!/ Du haͤst es angefangen,/ das gute Werk ist dein! /Vollende, Gott, vollende,/ was mir dein Wort verheißt;/ in deine Vaterhände/ befehl ich meinen Geist. Joh. Andreas Cramer,„ 178⁸. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Christoph Anton, Iõ5I. 4 2.—— wr.. ö 0 Un⸗ser Wan- 9— st im Him⸗-mel!/ Röst⸗lich 65 um⸗ringt vom Welt⸗ge⸗ tüm⸗-mel,/ Mut und Birri ri. Wort, wie strö⸗mest du! sü ße Boff⸗-nung zul)/ Je-der Fußtritt, den ich tu⸗e,/ brin- get mich dem Cand der Ru- he/ nä-her, ———2———..— ⁵1———— I T*T im⸗ mer nä⸗ her zu;/ Wort, wie hoch er⸗freu-est dul 2. Baltets fest, ihr teuren Brüder,/ haͤltets fest, dies werte Wort! /Vichts schlag eure Hoffnung nieder,/ wallet immer mutig fort!/ Mutig blicket hin zum Ziele;/ viele schon er⸗ griffens, viele!/ Wir, so wahr es Gott verhieß,/ wir er⸗ greifens auch gewiß. 3. Nur, wie fromme Pilger müssen,/ bleibet wacker, seid nie laß!/ Stets des hohen Zwecks beflissen,/ wacht und kämpft ohn Unterlaß!/ Feinde stehn an euren Wegen, Stürme toben euch entgegen, 7 Vebel, Rlüfte, Felsen drohn;/ faßt nur Mut, groß ist der Lohn. 4. Was kein Auge je gesehen,/ was kein Ohr gehöret hat, was kein Serz hier zu erflehen/ je sich unterwunden hat: 27⁴ 5on er⸗ wir er⸗ er, seid ht und egen, Felsen et hat/ hat: Nachfolge Christi 262 das, das hat Gott dem bereitet,/ der hier tapfer kämpft und streitet;/ drum verlaßt nicht eure Bahn, /Jesus selbst ging euch voran. 5. Unser Wandel ist im Zimmel! /Röstlich Wort, wie stroͤmest du/ mir, umringt vom Weltgetümmel,/ Wut und suße Hoffnung zul/ Auf, mein Geist, ermüde nimmer;/ schon seh ich des zieles Schimmer./ Wenig, wenig Schritte noch,/ und getragen ist mein Joch. Joh. Christoph Fröbing, 4 J1805. 262 Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort(Nr. 484). J. Gott, der du Zerzenskenner bist,/ Herr, dem die Falsch⸗ heit Greuel ist/ und jede Cüg Verbrechen; /kein Wort spricht je ein falscher Mund,/ das dir, Allwissender, nicht kund;/ du, Seiliger, wirsts rächen!/ Caß jederzeit mein Ja und Nein,/ wie's Christen ziemt, aufrichtig sein! 2. Und wenn ich schwörend vor dir steh,/ dir in dein heilig Antlitz seh,/ die Hand zum Simmel hebe,/ wenn ich zum Zeugen feierlich/ anrufe, Hocherhabner, dich,/ durch den ich bin und lebe:/ dann sei von Trug und Heu— chelei/ mein Herz und meine Zunge frei. 3. Wenn Frevler dich auch da noch schmähn/ und frech mit Cugen vor dir stehn,/ dann laß mein Serz erschrecken!/ weh dem, der Gott und Gottes Macht/ zum Siegel seiner Bosheit macht,/ sie vor der Welt zu decken!/ Berz, schau den Gott mit Zittern an,/ der Seel und Leib verderben kann. 4. Gott, wenn du nicht mein Gott mehr bist,/ dein Sohn nicht mehr mein Heilaͤnd ist,/ dein Simmel nicht mein Erbez/ wenn mich beim Ceiden dieser Zeit/ kein Trost vom Simmel mehr erfreut,/ kein Trost mehr, wenn ich sterbe;/ wenn Gott und Jesus nicht mehr mein:/ dann besser, nie geboren sein! 5. Nein, Ehre nicht, nicht Gut und Geld,/ kein Fürsten⸗ tum und keine Welt/ soll mich so weit verführen;/ um alle Ceiden dieser Zeit/ will ich doch Gott und Seligkeit/ mut⸗ willig nicht verlieren!/ Wie klein mein Glück auch immer sei:/ nur Gott und reines Herz dabeil! 27⁵ 263 Nachfolge Christi 6. Gott, lehre mich bei jedem Eid/ aus Furcht vor deiner Beiligkeit/ die Wahrheit treulich sprechen. Beschwör ich aber Amt und Pflicht,/ so laß mich auch im kleinsten nicht/ die teure Zusag brechen!/ Auch dir, Gott, schwur ich treu zu sein,/ erhaͤlt mich ewig, ewig dein. Daniel Rarl Bickel, 4 I809 263 Mel. Gott des Simmels und der Erden. Seinrich Albert, 1692. . SIIIIIIIIII......... 5—— r. Hört das Wort voll Ernst und Lie-be,/ das zu Ehörts und prüft des Zer-⸗ zens———— bei D 2 ö S dn d Anne, wnan—— E euch der Bei-land spricht, Wor ⸗ tes hel-lem Licht! 7 Was der Mund des IIDI 3— Berrn ge⸗ beut,/ das ist- eu ⸗ re Se lig⸗keit. 2. Wicht aus Sinais Gewittern/ donnert hier des Herrn Gebot,/ daß die Herzen bang erzittern,/ weil es Zorn und Strafe droht;/ selig preisend tut sein NMund/ euch den Sinn des Vaters kund: 3.„Selig sind die geistlich Armen,/ denn das Simmelreih ist ihr!/ Ihnen öffnet voll Erbaärmen /Gott der ewgen Gnade Tür;/ da wird ohne Maß gewährt,/ was ihr sehnend Herz begehrt.“ 4.„Selig sind, die Leid empfinden 7auf des Lebens schmaler Bahn! Ihre Traͤurigkeit wird schwinden, reicher Trost wird sie umfahn;/ denn sie wirkt zur Seligkeit Reue, welche nie gereut.“ 5.„Selig sind, die sanften Mutes/ und in Demut milde sind!/ Sie erfreuen sich des Gutes,/ das kein Trotz und Streit gewinnt. Durch der Sanftmut stille Macht/ wird das Schwerste leicht vollbracht.“ 276 nich melreich ewgen vas ihr Cebens nden, eligkeit ut milde rotz und t/ wird Nachfolge Christi 264 6.„Selig sind, die hier mit Schmachten/ dürsten nach Gerechtigkeit,/ die nach Gottes Reiche trachten,/ nicht nach Guͤtern dieser Jeit!/ Wo der Born des Lebens quillt,/ wird ihr Seelendurst gestillt.“ 7.„Selig sind, die voll Erbarmen /auf der Bruͤder Ceiden sehn/ und den Schwachen, Branken, Armen/ freudig eilen beizustehn!/ Woch vor Gottes Thron erfreut/ einst auch sie Barmherzigkeit.“ 8.„Selig sind die reinen Herzen,/ die nicht Sünd und welt umstrickt,/ die mit schnöder Cust nicht scherzen,/ weil nur HZeilges sie entzückt!/ Einst im reinen Himmelslicht/ schaun sie Gottes Angesicht.“ 9.„Selig sind, die Frieden bringen,/ Schuld und Kränkung übersehn,/ Feindeshaß mit Huld bezwingen,/ fuͤr Verfolger segnend flehn! /Trifft sie auch der Menschen Spott,/ seine KRinder nennt sie Gott.“ 10.„Selig sind, die als Gerechte/ dulden Kreuz, Ver— folgung, Schmach, /als des Herrn getreue Knechte/ bis zum Tod ihm folgen nach!/ Groß ist dort vor Gottes Thron/ seiner Uüberwinder Cohn.“ II.„Seid ein Salz, ein Licht der Erde,/ laßt der Wahr— heit Früchte sehn,/ daß durch euch verherrlicht werde/ euer Vater in den Höhn./ Ob der Erdball untergeht,/ sein Ge— bot, sein Wort besteht.“ Bernhard Sarve, 1 1841. Mel. Valet will ich dir geben. 264 Melchior Teschner‚, 1613. 7——— 1 S I F I————— + ů 6 Auẽs ir ⸗ di⸗ schem Ge⸗ tüm ⸗-mel,/ wo wer zeigt den Weg zum Him ⸗mel,/ da⸗ ............ T nichts das Herz er⸗-quickt,“ we 2* bin die Hoff nung blickt?7 e un ⸗ ser 277⁷7 Nachfolge Christi L x——4 D— 1— 2.. Stre⸗ben,/ wenn es das Ziel ver⸗gißt? /Wer führt durch ö Di..——— SDSDS—*** Tod zum Le⸗ben?/ der Weg heißt Je-⸗-sus Christ. 2. Hier irren wir und fehlen,/ gehüllt in tiefe Nacht;/ durch wen wird unsern Seelen/ ein wahres Licht gebrachtꝛ/ Von oben kommt die Blaͤrheit,/ die alles uns erhellt,/ denn Christus ist die Wahrheit,/ er ist das Licht der Welt. 3. Wer gibt uns hier schon Freuden,/ die niemand raͤuben kann?/ Wer zeiget uns im Ceiden/ den Himmel aufgetanꝰ/ Wenn vor dem Tod wir beben,/ wer gibt dem Serzen Ruh?/ Heill Christus ist das Leben,/ führt uns dem Vater zu. Rarl Zulius UAschenfeld, 1 1856. 265 Mel. Valet will ich dir geben(Nr. 264½). J. Es kennt der Herr die Seinen /und hat sie stets ge⸗ kannt,/ die Großen und die Rleinen/ in jedem Volk und Cand;/ er läßt sie nicht verderben, /er führt sie aus und ein;/ im Ceben und im Sterben/ sind sie und bleiben sein. 2. Er kennet seine Scharen/ am Glauben, der nicht schaut/ und doch dem Unsichtbaren, /als säh er ihn, ver— traut;/ der aus dem Wort gezeuget/ und durch das Wort sich nährt/ und vor dem Wort sich beuget/ und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen JVan ihrer Hoffnung Mut,/ die fröhlich auf dem Einen, /daͤß er der Serr ist, ruht;/ in seiner Wahrheit Glaͤnze/ sich sonnet frei und kühn/ die wunderbare Pflanze,/ die immerdaͤr ist grüͤn. ö 4. Er kennt sie an der Liebe,/ die seiner Ciebe Frucht, und die mit lauterm Triebe /ihm zu gefaͤllen sucht;/ die andern so begegnet,/ wie er das Herz bewegt;/ die segnet, wee er segnet,/ und trägt, wie er sie trägt. 27⁸ ö icht ö denn auben tanꝰ/ derzen dem +856. ts ge⸗ lk und is und sein. nicht 1, ver⸗ Wort it dem nung err ist, ei und grün. ucht, ;/ die segnet, Vachfolge Christi 266 5. So kennt der Herr die Seinen,/ wie er sie stets gekannt,/ die Großen und die Kleinen/ in jedem Volk und Land:/ am Werk der Gnaͤdentriebe/ durch seines Geistes Stärk,/ an Glauben, Hoffnung, Liebe/ als seiner Gnade Werk. 6. So hilf uns, Zerr, zum Glauben,/ und haͤlt uns fest dabei;/ laß nichts die Hoffnung rauben,/ die Ciebe herzlich seil/ Und wird der Taͤg erscheinen,/ da dich die Welt wird sehn,/ so laß uns als die Deinen/ zu deiner Rechten stehn! Philipp Spitta, 4 1859. Mel. O Durchbrecher aller Bande. 266 Serrnhaag 1740. —— + teri v—6 20 I. bei dem, der eu ⸗-ret⸗ wil ⸗len/ der, um eu⸗ren Schmerz zu stil-len,/ U — —— II ö é r. auf die Er⸗ de nie⸗-der⸗kam, tau⸗send Schmer-⸗zen aͤuf sich nahm! eint dei dem, Her 2——, Llrt.n wn Kre n ein⸗zig blei⸗bet,/ wenn auch aͤl⸗les un⸗-tergeht,/ der, wenn 1— ö—.— ö— + e. e. HAHA al⸗les auch zer⸗stäu⸗bet,/ siegend ü-berm Staube steht. 2. Alles schwindet, Serzen brechen,/ denen ihr euch hier ergabt,/ und der Nund hört aͤuf zu sprechen,/ der euch oft mit Trost gelabt,/ und der Arm, der euch zum Stabe/ und zum Schilde ward, erstarrt,/ und das Auge schläft im Grabe,/ das euch sorgsam einst bewahrt. 3. Alles stirbt, das Irdsche findet/ in dem Irdischen sein Grab;/ alle Cust der Welt verschwindet,/ und das Berz stirbt selber ab./ Irdsches Wesen muß verwesen,/ irdsche Flamme muß verglühn,/ irdsche Fessel muß sich lösen,/ irdsche Blüte muß verblühn. 27 267.268 Liebe J. Doch der Herr steht überm Staube/ alles Irdischen und spricht: Stütze dich auf mich und glaube,/ hoffe, lieb und fürchte nicht!/ Darum bleibt bei dem, der bleibet,/ und der geben kann, was bleibt,/ der, wenn ihr euch ihm ver— schreibet,/ euch ins Buch des Cebens schreibt. Philipp Spitta, J1859, 267 Mel. O Durchbrecher aller Bande(Nr. 266). J. Volk des HSerrn! Du hast hienieden /einen laͤngen, schweren Streit;/ Kämpfe sind dir hier beschieden,/ Friede in der Ewigkeit./ Cege an die rechte Wehre,/ stehe auf dem ewgen Fels,/ daß dir Sieg und Seil beschere /er, der Sei— land Israels! 2. Träumest du von guten Tagen, /oder waͤchst du auf zum Streit? /Wiegst du dich in alten Sagen,/ oder kennst du deine Zeit?/ Hörest du den Ruf der Wächter:/„Glaubet ihr, so bleibt ihr stehn!/ Aber wehe dem Verächter,/ denn sein Trost wird untergehn!“ 3. Volk des Serrn! Du haͤst hienieden /Teinen laͤngen, schweren Streit;/ nun so suche keinen Frieden/ in der bösen Zeitlichkeit. Führe deines Gottes Kriege;/ Jesu Kreuz ist das Panier,/ unter diesem Zeichen siege!/ Seine Schmach sei deine Zier! Samuel Preiswerk, 4 J187J. 268 Straßburg 1577 erz⸗lich lieb hab ich Die gan⸗ze Welt er⸗ freut mich nicht,/ nach Erd und — 2.. I/ dich, o Berr,/ ich bitt, wollst iebe mund ˖und d der ver⸗ 1859. Liebe 268 rrle sein Ben“ mir nicht fern/ mit dei ⸗ner Hilf und BHim⸗mel frag ich nicht,/ wenn ich nur dich kann SSS.... 35 baben und wenn mir gleich mein Herz zerbricht,/ bist 7 e————— du doch mei⸗ ne Zu⸗-versicht,/ mein Trost und mei⸗nes 1 ...I......... 32 Her⸗ zens Teil,/ durch desf-sen Wun-⸗den ich werd Söneer, eeree Errere — 1 1.—— hell./ Herr Je-su Christ,/ mein Gott und Herr,/ mein H—4 I H—4— II Gott und Herr,/ in Schan⸗den laß mich nim⸗-mer⸗mehr! 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab/ mein Leib und Seel und was ich hab/ in diesem armen Leben;/ damit ichs brauch zum Cobe dein,/ zu MWutz und Dienst des Mächsten mein,/ wollst deine Gnaͤd mir geben!/ Behuͤt mich, Serr, vor faͤlscher Lehr,/ des Satans Mord und Lügen wehr;/ in allem Kreuz erhalte mich,/ aͤuf daß ichs trag geduldig— lich!/ Herr Jesu Christ,/ mein Herr und Gott,/ mein Herr und Gott,/ tröst mir mein' Seel in Todesnot! 3. Ach Herr, laß dein lieb Engelein/ am letzten End die Seele mein/ in Abrahams Schoß traͤgen,/ den Leib in sein'm Schlafkämmerlein/ gar sanft ohn einge Qual und 281 Liebe Li Pein/ ruhn bis zum jüngsten Tage;/ alsdann vom Tod er⸗ du wecke mich,/ daß meine Augen sehen dich/ in aller Freud, o Bl. Gottessohn,/ mein Seiland und mein Gnaͤdenthron! hils Herr Jesu Christ,/ erhöre mich,/ erhöre mich!/ Ich will dein dich preisen ewiglich! 57I. 269 Srankfurt a. M. I599, 2 2— 12—.— DDHBꝑꝑ‚ꝑ‚x‚xxPI‚IPIxIxI‚I‚Ix‚IxItxtxxT..T.T... 90 Wie schön leuch⸗-tet der Morgenstern,/ voll Gnad und I. Du Da; vids Sohn aus Jakobs Stamm,/ du Got⸗tes- — ö——— SPSPIPIIIIIPIIIIII.I. * SI Wahr⸗heit von dem Herrn,/ aus Ju⸗-da auf-ge⸗gan⸗gen! Sohn und Got⸗tes⸗ Camm,/ er⸗fuͤllst mich mit Ver⸗lan⸗gen, EE————— D. +I—— Z lieb⸗lich,/ freundlich,/ schön und mächtig,/ groß und prächtig/ 22.— ö ö ö 3— 2—3—— reich an Ga⸗ ben,/ ü⸗ber al-⸗les hoch er⸗ ha-ben. 2. O meine Perl, du werte Kron,/ Sohn Gottes und ö Maͤrien Sohn,/ ein hochgeborner Rönig!/ Du, meines Herzens schönste Blum,/ dein süßes Evaͤngelium/ ist lauter Milch und Honig./ Jesu,/ Jesu,/ Hosiannal/ Himmlisch Manna,/ das wir essen,/ deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Serz hinein,/ du helles Cicht und Himmelsschein,/ die Flaͤmme deiner Liebe;/ und stärk mich, daß ich ewig bleib/ an deinem auserwählten Ceib„ ein Glied voll Cebenstriebe./ In dir/ laß mir/ ohn Auf— hören/ sich vermehren/ Cieb und Freude,/ daß uns selbst der Tod nicht scheide. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenschein,/ wenn mich die heilgen Augen dein/ so mildiglich anblicken./ O Jesu, 28½ s Und neines lauter imlisch gessen. Licht d stärk Ceib/ n Auf⸗ ĩ selbst in mich Jesu⸗ Liebe 27⁰ du mein traͤutes Gut,/ dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut/ mich innerlich erquicken!/ Tröst mich/ freundlich,/ hilf mir Armen/ aus Erbarmen,/ hilf in Gnaden!/ Auf dein Wort komm ich gelaͤden. 5. Gott Vater, o mein starker Seld,/ du hast mich ewig vor der Welt/ in deinem Sohn geliebet;/ dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut,/ auf ihn mein Serz mit Freuden schaut,/ drum mich auch nichts betrübet./ Heil mir,/ Seil mir!/ Himmlisch Ceben /wird er geben/ mir dort oben;/ ewig soll mein Serz ihn loben. G. Spielt unserm Gott mit Saitenklang/ und laßt den suͤßesten Gesang/ ganz freudenreich erschallen;/ ich will mit meinem Jesus Christ,/ der mir mein Ein und Alles ist,/ in steter Ciebe wallen./ Singet, /klinget,/ jubilieret,/ triumphieret,/ dankt dem Herren,/ groß ist der Rönig der Ehren. 7. Wie freu ich mich, Serr Jesu Christ,/ daß du der Erst und Letzte bist,/ der Anfang und das Ende!/ Du wirst mich einst zu deinem Preis/ aufnehmen in dein Paradeis,/ drauf faß ich deine Hände./ Amen,/ Amen./ Romm, du schöne/ Freudenkrone, /bleib nicht lange;/ deiner waͤrt ich mit Verlangen. Philipp Micolai, 4 1608. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 27⁰0 Wittenberg 1535. e, Ede dr vineere e..— n,.—— 5 I. Such, wer da will,/ ein der Jiel,/ die Umein Serz al-lein/ be⸗ dacht ⸗ sein, auf Säle., Se⸗—— keit zu fin⸗ den! — 6 t Chri⸗stum sich zu , e erre dn, v. wahr,/ sein Werk ist klar! sein heil⸗ ger Mund/ hat 283 Liebe Zi . ö leb. Rraft und Grund,/ all Feind zu ü⸗ber⸗ win⸗den. h 2. Such, wer da will,/ Wothelfer viel,/ die uns doch nichts ö. erworben;/ hier ist der Nann,/ der helfen kann,/ bei dem nie was verdorben./ Uns wird das Heil/ durch ihn zuteil,/ uns r maͤcht gerecht/ der treue Knecht,/ der für uns ist gestorben. laß 3. Ach sucht doch den,/ laßt alles stehn,/ die ihr das Heil 3 begehret! /Er ist der Herr/ und keiner mehr,/ der euch das gel⸗ Beil gewähret./ Sucht ihn all Stund/ von Herzensgrund,/ sucht ihn allein;/ denn wohl wird sein/ dem, der ihn herzlich ich ehret. J. Mein Serzenskron,/ mein Freudensonn/ sollst du, Herr Jesu, bleiben;/ laß mich doch nicht/ von deinem Licht/ 46 durch Eitelkeit vertreiben; /bleib du mein Preis,/ dein i Wort mich speis; /bleib du mein Ehr,/ dein Wort mich 356 lehr,/ an dich stets fest zu gläuben. 6 5. Wend von mir nicht/ dein Angesicht,/ laß mich in Sei Rreuz nicht zagen; /weich nicht von mir,/ mein höchste bäch Jier,/ hilf mir mein Ceiden tragen;/ hilf mir zur Freud/ Je nach diesem Leid,/ hilf, daß ich mag/ nach dieser Klag/ dir ewig dort Cob sagen. Georg weißel, TJ635, 271 Johann Uhlich, 1674. + 25 Meinen Je⸗sum laß ich nicht;/ weil er J. so er⸗for-dert mei-ne Pflicht,/ un⸗ver⸗ ——.—..—— 2 ö ů— S‚IPS.Is sich für mich ge⸗ 1. 555 rückt nur ihm zu ben; ——Y —..——.—————H SSII....... LCe⸗bens Licht,/ meinen Je⸗ sum laß ich nicht. 28⁴ nicht. Liebe 272 2. Jesum laͤß ich ewig nicht,/ weil ich soll auf Erden leben;/ ihm hab ich voll Juversicht,/ was ich bin und hab, ergeben;/ alles ist auf ihn gericht't,/ meinen Jesum laß ich nicht. 3. Caß vergehen das Gesicht,/ alle Sinne mir ent— weichen; /laß das letzte Tageslicht/ mich auf dieser Welt erreichen;/ wenn der Cebensfaͤden bricht:/ meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch laͤssen nicht,/ wenn ich nun dahin gelanget,/ wo vor seinem Angesicht/ meiner Väter Glaube pranget;/ mich erfreut sein Angesicht,/ meinen Jesum laß ich nicht. 5. Wicht nach Welt, nach Himmel nicht/ meine Seel in mir sich sehnet;/ Jesum wünscht sie und sein Licht,/ der mich hat mit Gott versöhnet/ und befreiet vom Gericht;/ meinen Jesum laͤß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir,/ geh ihm ewig an der Seiten; JChristus läßt mich für und für/ zu den Cebens— bächen leiten./ Selig, wer mit mir so spricht: VNeinen Jesum laͤß ich nicht! ö Christian Keimann, 1 1662. 27½2 Mel. Romm, o komm, du Seist des Lebens. Meiningen J693. V•3EEE vn, Arn.— ä ‚ ‚ ‚‚q‚S‚IS‚Z‚..... q— 1 Je⸗sus, Je⸗sus, nichts als Je⸗sus/ Jetz⸗-und maͤch ich ein Ver⸗bünd nis,/ ů—— Inm Bmi e — x ö—J—— 2——— soll mein Wunsch sein und mein Ziel! daß ich will, was Je⸗sus will; — e 2——— ————.—— S SI... Berz, mit ihm er⸗füllt,/ ru⸗fet nur: Serr, wie du willt. 10 285 273 Liebe Lie 2. Einer ist es, dem ich lebe,/ den ich liebe früh und spat:/ 3 Jesus ist es, dem ich gebe,/ was er mir gegeben hat;/ ich Liel bin in dein Blut verhüllt,/ führe mich, Serr, wie du willt. Gut 3. Scheinet was, es sei mein Glücke,/ und ist doch zu⸗ ich s wider dir,/ ach so nimm es bald zurücke,/ Jesu, gib, was J. nutzet mir;/ gib dich mir, mein Jesu, mild;/ nimm mich dir, und Berr, wie du willt. liebt 4J. Und vollbringe deinen Willen/ in und an mir, o mein schel Gott;/ deinen Willen laß erfüllen/ mich im Ceben, Freud S. und Vot, /sterben als dein Ebenbild,/ Herr, wann, wie und hat wo du willt. ö 5. Sei auch, Jesu, stets gepriesen,/ der du dich und viel ö daͤzu/ hast geschenkt und mir erwiesen,/ daß ich fröhlich G. singe nun: /Mir geschehe, Gott, mein Schild,/ wie du willt, Serr, wie du willt! ö Ludämilia Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, T 1 27³ Frankfurt a. M. I738. 15 Ich will dich lie⸗-ben, meine Stär⸗ke, mel. ich will dich 1—.— mit dem Wer⸗ke 1 — — ich will dich lie— ben mei⸗ ne 2e Ker V. und im⸗ mer⸗ wahẽ ren · der Be⸗ gier; ich will dich — 2— ,, lie-ben, schönstes Licht,/ bis mir das des Her ze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Ceben,/ als meinen aller⸗ besten Freund;/ ich will dich lieben und erheben,/ so lange mir dein Glanz erscheint;/ ich will mit reiner Liebesflamm/ dich lieben, Gotteslaͤmm. Liebe spat: ; /ich willt. och zu⸗ 5„ was ich dir o mein Freud hie und nd viel röhlich wie du 1672 M. I738, ill dich Hricht. n aller⸗ o lange lamm/ Liebe 274 3. Ach daß ich dich so spät erkannte,/ du hochgelobte Ciebe du;/ daß ich nicht eher mein dich nannte,/ du höchstes Gut und wahre Ruh!/ Es ist mir leid, ich bin betrüͤbt,/ daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet,/ ich suchte dich und fand dich nicht;/ ich hatte mich von dir gewendet/ und liebte das geschaͤffne Licht;/ nun aber ists durch dich ge— schehn,/ daß ich dich hab gesehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne,/ daß mir dein Glanz hat Cicht gebracht;/ ich danke dir, du Himmelswonne,/ daß du mich froh und frei gemacht;/ ich danke dir, du guüldner Mund,/ daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen/ und laß mich nicht mehr irre gehn;/ laß meinen Fuß in deinen Wegen/ nicht straͤucheln oder stille stehn; /erleucht mir Ceib und Seele ganz,/ du starker Himmelsglanz. 7. Ich will dich lieben, meine Krone,/ ich will dich lieben, meinen Gott,/ dich lieben auch bei Schmach und Hohne,/ auch in der allergrößten Not;/ ich will dich lieben, schönstes Licht,/ bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler, 4 1677. 274 Mel. Romm, o komm, du Seist des Lebens(Mr. 27½2). J. Ciebe, die du mich zum Bilde/ deiner Gottheit haͤst ge— macht; /Ciebe, die du mich so milde/ nach dem Fall zurück— gebracht;/ Ciebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die du mich erkoren,/ eh denn ich geschaffen war;/ Liebe, die du Mensch geboren/ und mir gleich waͤrdst ganz und gar;/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 3. Ciebe, die für mich gelitten/ und gestorben in der Zeit;/ Liebe, die mir hat erstritten/ ewge Cust und Seligkeit;/ Ciebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 4. Ciebe, die du Kraft und Ceben,/ Cicht und Wahrheit, Geist und Wort; /Ciebe, die sich ganz ergeben/ mir zum Zeil und Seelenhort; /Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. Ioꝰ 287 275 Liebe 5. Ciebe, die mich hat gebunden Fan ihr Joch mit Leib und Sinn; /Liebe, die mich überwunden/ und mein Hern hat ganz dahin; /Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 6. Ciebe, die mich ewig liebet,/ die für meine Seele litt;)/ LCiebe, die das Cösgeld gibet/ und mich kräftiglich ver⸗ tritt; /Ciebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 7. Ciebe, die mich wird entrücken/ aus dem Grab der Sterblichkeit;/ Ciebe, die mich einst wird schmücken/ mil der Kron der Serrlichkeit; /Ciebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. ö (V. 4 Darmstädter Gesangbuch 1698.) Johann Scheffler, 1677 ö 27⁵ Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Christoph Anton, I65ʃ. +. 1— ö 2—— 2— ö —.— Je⸗sus schwebt Aiw 10 in Ge⸗ dan⸗ken,/ Je⸗sus von ihm will ich nim⸗ mer wan⸗ken,/ weil ich 1 1—— liegt mir stets im 91. 6 ö hier im e 566 bin Er ist mei · ner Au· gen ö ᷓ.. —— Wei⸗ de,/ mei nes Ber⸗ zens höch⸗ste Freu⸗de,/ mei ner 1Z.——n I.—.... N‚.. N ..——. See⸗le schön⸗ste Zier;/ Je⸗sum lieb ich für und fuͤr. 2. Jesus funkelt mir im Serzen,/ wie ein Stern mi goldnem Schein;/ er vertreibt mir Angst und Schmerzen, er ist mein, und ich bin sein. Drum ergreif ich ihn mil Freuden,/ wenn ich soll von hinnen scheiden;/ er ist meines Lebens Licht;/ Jesum laß ich von mir nicht. ö 288 Liebe it Ceib in Herz bleiben le litt; ich ver⸗ wiglich. rab der n/ mit „ dein er, 4 I67⁷ ton, I65J. —.— Je ⸗sus veil ich d für. tern mit nerzen, ihn mit t meines Liebe 276 3. Jesum will ich bei mir haben,/ wenn ich gehe aus und ein;/ seines Geistes Trost und Gaben/ ruhn in meines Herzens Schrein./ Wenn ich mich zur Ruh begebe,/ oder mich vom Schlaf erhebe,/ bleibt doch Jesus früh und spat/ meiner Seelen Schutz und Rat. 4. Jesum will ich lassen raten,/ der am besten raten kann;/ er gesegne meine Taten,/ die ich fröhlich fange an,/ daß in seinem teuren Namen/ alles glücklich sei und Amenz;/ so wird alles werden gut,/ wenn nur Jesus Hilfe tut. 5. Jesus, meiner Jugend Leiter/ von des Cebens An— beginn,/ wird auch sein mein Trostbereiter,/ wenn ich alt und kraftlos bin;/ wenn sich krummen meine Glieder/ und die Lebenssonn geht nieder,/ wenn verdunkelt mein Ge— sicht:/ meinen Jesum laß ich nicht. G. Jesus soll in allen Leiden/ mein getreuer Beistand sein; /nichts, nichts soll mich von ihm scheiden;/ keine Angst und Herzenspein, /keine Trübsal, keine Schmerzen/ reißen ihn aus meinem Serzen; /ob mir gleich das Serze bricht,/ laß ich dennoch Jesum nicht. 7. Jesu leben, Jesu sterben,/ Jesu einzig eigen sein/ und mit Jesu dorten erben:/ dies ist mein Gewinn allein./ Jesu will ich sein und bleiben,/ nichts, nichts soll mich von ihm treiben;/ laß ich gleich Gut, Blut und Ehr:/ Jesum laß ich nimmermehr. Ende des 17. Bahrhunderts. 27 Mel. Jesu, meines Lebens Leben(Nr. 275). J. Jesu, meiner Seele Ceben,/ meines Serzens höchste Freud,/ dir will ich mich ganz ergeben/ jetzo und in Ewig— keit;/ meinen Serrn will ich dich nennen/ und vor aller Welt bekennen,/ daß ich dein bin und du mein;/ ich will keines andern sein. 2. Deine Güt hat mich umfangen, /Feh mich noch die Welt empfing; /du bist mir schon nachgegangen,/ als ich noch nach dir nicht ging,/ und du haͤst mich aufgenommen,/ da ich an das Licht gekommen;/ ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 289 27⁷ Liebe 3. Auf der Kindheit wilden Wegen/ folgte mir stets deine Guůͤt;/ deines Geistes Trieb und Segen/ regte mir oft mein Gemuͤt,/ wenn ich etwa uͤbertreten,/ daß ich wiederkäm mit Beten;/ ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 4. Ach wie oft hat meine Jugend/ deine Gnadenhand ge⸗ faßt,/ wenn die Froͤmmigkeit und Tugend/ war in meinem Sinn verhaßt. Ach ich wäre laͤngst gestorben/ ohne dich und langst verdorben!/ Ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 5. Ja, in meinem ganzen Ceben/ hat mich stets dein Cicht gefuͤhrt;/ du hast, was ich hab, gegeben,/ du hast meinen Cauf regiert;/ deine Guͤt, die täglich währet,/ hat mich immerdar ernähret;/ ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein. ö 6. Irr' ich, sucht mich deine Ciebe,/ fall ich, hilfet sie min auf;/ ist es, daß ich mich betruͤbe,/ staͤrkt sie mich in meinem Cauf;/ bin ich arm, sie gibt mir Güter;/ schlaf ich ein, sie ist mein guͤter;/ ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 7. Dein Geist zeiget mir das Erbe,/ das mir droben bei gelegt;/ ich weiß, wenn ich heute sterbe,/ wo man meine Seel hinträͤgt;/ zu dir, Jesu, in die Freude,/ daß mich nichts mehr von dir scheide!/ Ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 8. Drum, ich sterbe oder lebe,/ bleib ich doch dein Eigen tum;/ dir allein ich mich ergebe,/ du bist meiner Seelen Ruhm,/ meine Zuversicht und Freude,/ meines Serzens Crost im Leide; /ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. Christian Scriver, + I69 27 Adam Krieger, I65. I. Eins ist not, ach Serr, dies Eiene/ leh ⸗-re mich er. Al⸗les and⸗re, wies auch scheine,/ ist ja nur ein 29⁰ Liebe s deine ft mein derkäm keines and ge⸗ meinem one dich in;/ ich ts dein du hast et,/ hat mein; t sie mir meinem in, sie ist IUl keines ben bei— in meine aß mich 5du bist nEigen, r Seelen Berzens ich will ver, + J693 ieger, I65 —— — emich er— nur eis Liebe 277 — N 2————— SSSSDSDSDSDSISISSSSSSSE‚ kennen doch! schweres Joch,/ dar⸗ un⸗ ter das Her⸗-ze sich .‚ 2—.— S na⸗ get und pla⸗ get/ und den⸗ noch kein wahres Ver⸗ — ö 22—.— aun uun—.— Z ed Ke ane en E.L gnuͤ⸗gen er ⸗ ja⸗get./ Er⸗lang ich dies Ei⸗ ne, das —————„rnn Eun ru mndun In urn + —.—— α—.———— EEE 2—— Al⸗les er⸗setzt,/ so werd ich mit Einem in Al⸗lem er⸗götzt. 2. Seele, willst du dieses finden,/ suchs bei keiner Krea— tur;/ laß, was irdisch ist, dahinten,/ schwing dich uͤber die Natur./ Wo Gott und die Menschheit in einem vereinet,/ wo alle vollkommene Füulle erscheinet,/ da, da ist das beste, notwendigste Teil,/ mein Ein und mein Alles, mein seligstes Seil. 3. Darum ist auch mein Verlaͤngen,/ liebster Jesu, nur nach dir;/ laß mich treulich an dir haͤngen,/ schenke dich zu eigen mir./ Wie viele dich auch mit der Menge verlaͤssen,/ so will ich in Liebe dich dennoch umfassen;/ denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist,/ das einzig den Weg uns zur Seligkeit weist. 4. Aller Weisheit höchste Fülle/ in dir ja verborgen liegt;/ gib nur, daß sich auch mein Wille/ fein in solche Schranken fügt,/ worinnen die Demut und Einfalt regieret/ und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, fuͤhret./ Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß,/ so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 5. Vichts kann ich vor Gott ja bringen,/ als nur dich, mein höchstes Gut;/ Jesu, es muß mir gelingen/ durch dein heilig teures Blut./ Die hoͤchste Gerechtigkeit ist mir 291 . ö 278 Ciebel erworben,/ da du bist am Stamme des Rreuzes gestorben; da haͤb ich die Kleider des Seiles erlangt,/ worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. ö 6. Nun so gib, daß meine Seele/ auch nach deinem Bild erwacht;/ du bist ja, den ich erwähle,/ mir zur Heiligung gemacht./ Was dienet zum goͤttlichen Wandel und CLeben,/ ist in dir, mein Zeiland, mir alles gegeben; /entreiße mich aller vergänglichen Cust;/ dein Ceben sei, Jesu, mir einzig bewußt. ö 7. Ja, was soll ich mehr verlangen?/ Auf mich strömt die Gnaͤdenflut; /du bist einmal eingegangen/ in das Zeilge durch dein Blut;/ du hast mir die ewge Erlösung erfunden,/ daß ich nun von Tod und Verdammnis ent bunden;/ dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt; im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. ö 8. Volles Gnuͤgen, Fried und Freude/ jetzo meine Seel ergotzt,/ weil auf eine frische Weide/ mein Sirt Jesu mich gesetzt. Wichts Sußres kann also mein Serze erlaben,/ als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben;/ nichts, nichts ö ist, das also mich innig erquickt,/ als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 9. Drum auch, Jesu, du alleine/ sollst mein Ein und Alles sein;/ prüf, erfahre, wie ichs meine,/ tilge allen Zeuchelschein;/ sieh, ob ich auf böͤsem, betrüglichem Stege// und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege;/ laß Schmach mich nicht achten, nicht Leiden noch Tod/ und Jesum ge⸗ winnen; dies Eine ist not. Joh. Seinrich Schröder, 1 J699. 278 Adam Drese, I690. SSTSFFIFIFIIFIII F—F————————. SSSSS 25 I. See⸗len⸗bräu⸗ti⸗gam,/ Je⸗su, Got⸗tes Camml/ ........... 22——— 45— 1 — 3a⸗be Dank für dei⸗ ne Lie ⸗be,/ die für mich aus reinem 292 Liebe ben;/ mein n Bild igung eben,/ ze mich einzig strömt in das ösung is ent⸗ ingt; e Seel u mich n/, als nichts „Jesuf in und e allen Ʒtege/ ch mach Um ge⸗ „+ J699, ese, 1690. Liebe 27⁸ —.— 1 23 r.——— Trie⸗be/ starb am Kreuzesstamm,/ Je⸗su, Gottes Camm! 2. Deine Ciebesglut/ stärket Nut und Blut;/ wenn du freundlich mich anblickest/ und mit deinem Geist erquickest,/ macht mich wohlgemut/ deiner Ciebe Glut. 3. Wahrer Mensch und Gott,/ Trost in Not und Todl/ Du bist darum Mensch geboren,/ zu ersetzen, was verloren,/ durch den Kreuzestod,/ wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaͤubens Licht/ laͤß erlöschen nicht!/ Saͤlbe mich mit Freudenöle,/ daß hinfort in meiner Seele/ ja ver⸗ lösche nicht/ meines Glaubens Licht. S. So werd ich in dir/ bleiben für und für;/ deine Ciebe will ich ehren/ und in mir dein Lob vermehren,/ weil ich fuůͤr und fůr/ bleiben werd in dir. 6. Held aus Davids Stamm,/ deine Liebesflamm/ mich ernähre und verwehre,/ daß die Welt mich nicht versehre,/ ob sie mir auch gram,/ Held aus Davids Stamm. 7. Deinen Frieden gib/ aus so großer Lieb/ uns, den Deinen, die dich kennen/ und nach dir sich Christen nennen;/ denen du bist lieb,/ deinen Frieden gib! 8. Wer der Welt abstirbt,/ sich mit Ernst bewirbt,/ dir zu leben und zu trauen,/ der wird bald mit Freude schauen,/ daß niemand verdirbt,/ der der Welt abstirbt. 9. Wun ergreif ich dich,/ du mein ganzes Ich;/ ich will nimmermehr dich lassen,/ sondern gläubig dich umfassen,/ weil im Glauben ich/ nun ergreife dich. 10. Sier durch Spott und Hohn,/ dort die Ehrenkron;/ hier im Zoffen und Vertrauen,/ dort im Haben und im Schauen;/ denn die Ehrenkron/ folgt auf Spott und Hohn. II. Jesu, hilf, daß ich/ allhier ritterlich/ alles durch dich uͤberwinde/ und in deinem Sieg empfinde,/ wie so ritterlich/ du gekämpft für mich. I2Z. Du mein Preis und Ruhm,/ werte Simmelsblum!/ In mir soll nun nichts erschallen,/ als was dir nur kann ge⸗ fallen,/ werte Zimmelsblum,/ du mein Preis und Ruhm! Adam Drese, + Jol. 293 in 114 S 279 Liebe 279 Mel. Es ist das geil uns kommen her(oder wie Nr. 280).(Vorreformatorisch) * Wittenberg! Eʒ. H ö——.— 30 alt im Ge⸗dächtnis Jesum Christ,/ den 3. Thron des Zimmels kommen ist,/ dein — 1 —— E 0 ö —— Hei⸗land, der auf Er ⸗ den/ vom Bru⸗ der da zu wer⸗den;/ ver⸗ giß nicht, .................. daß er dir zu gut/ hat an⸗ ge⸗ nom⸗ men —.— H— .III... Fleisch und Blut;/ dank ihm für die⸗se Lie⸗-bel 2. Halt im Gedachtnis Jesum Christ,/ der fuͤr dich hat ge. ö litten/ und dir, da er gestorben ist,/ am Kreuz das Heil er— stritten. Besieget hat er Sünd und Tod/ und dich erloͤt aus aller Not;/ dank ihm für diese Liebe! 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der auch am dritten Tage/ siegreich vom Tod erstanden ist,/ befreit von Not und Plage;/ bedenke, daß er Fried gemacht,/ das Ceben 4 hat gebracht;/ dank ihm für diese Liebe! 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der nach den Ceidenszeiten/ gen Zimmel aufgefaͤhren ist,/ die Stätt dir zu bereiten,/ da du sollst bleiben allezeit/ und sehen sent HZerrlichkeit;/ dank ihm für diese Liebe. 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der einst 72 wiederkommen/ und sich, was tot und lebend ist,/ richten vorgenommen. /O sorge, daß du da bestehst/ 0 mit ihm in sein Reich eingehst,/ ihm ewiglich zu danken 2³⁴ ö Mel.; Liebe 280 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann/ mit wahrem Glauben fassen/ und nie, was du an mir getan,/ moͤg aus dem Berzen lassen,/ daß dessen ich in aller Not/ mich trösten mag und durch den Tod/ zu dir ins Leben dringen. Cyriakus Günther, 4 J704. 280 Mel. Nun freut euch, lieben 6i10 gmein. Wittenberg J527. ö— DDD O Liebesglut, wie soll ich dich/ mit Co⸗be wuͤr⸗dig In deine Tie⸗fen will ich mich, /o vol⸗le See, ver⸗ E. HE x—.— E S men————— +— 4 Nerenꝰ — ö 3. Es flammet SGottes Herrlichkeit, /es brennt die 22— lie ren. 43———.——.— bel— E———— ö—5 hat ge⸗—— Zeil er⸗ ganze E⸗wigkeit:/ bleibt noch mein Herz er⸗kal ⸗ tet? erloͤst 2. O LCiebe, die Gott seinen Sohn/ aus seinem Schoß ge— nommen. /Er ist von dem gestirnten Thron/ zu uns herab⸗ dritten gekommen;/ sein Maͤngel, Knechtschaft, Rreuz und Grab/ n Not sind uns ein Bild, zu malen ab,/ wie stark Gott lieben Ceben könne. 3. Hör auf zu grübeln, glaub allein!/ Kannst du dies ch den Meer nicht gründen,/ so wirf dich blindlings nur hinein/ mit allen deinen Sünden; /laß dem das Berze sein ge— — ir 1 sei währt,/ der dir sein Herz hat ausgeleert;/ gib Serz für Herz zum Gpfer. 4. O liebster Vater, nimm es hin!/ Gib RKraft, um dich zu st wird lieben;/ Serz und Begierden, Nut und Sinn/ sei dir hier⸗ mit verschrieben;/ brenn aus das Feuer böser Cust,/ laß ewig nichts in dieser Brust/ als deine Ciebe glühen. anken. Friedr. Adolf Lampe, + 1729. 295 281 Liebe Li mel. O fröhliche Stunden. 281 CTbomas Selle, 1655l, 0 9 +T.....,. GS ei +—— ⸗ j J. G VUr⸗sprung des Le⸗bens, /oe⸗wi⸗ges 7 da . ͤ—.—— N SEERRR Licht,/ da nie⸗mand ver⸗ ge⸗ bens/ sucht, was ihm ge⸗ loh⸗ — D4—— — 8—. A————. —. 1— —2 mei bricht!/ Ce⸗ ben⸗di⸗ ge Quel⸗le,/ die lau ⸗ ter und . hel⸗le/ 1— aus seisnem hei⸗li⸗ gen Tem⸗pel er⸗ —.* SI——— gießt und in die be⸗gie⸗ ri⸗gen See⸗len ein-fließt. 2. Du sprichst:„Wer begehret/ zu trinken von mir,‚,/ was ewiglich nähret,/ der komme; allhier/ sind himmlische Gaben,/ die kräftiglich laben; /er trete im Glaͤuben zur Quelle heran;/ hier ist, was ihn ewig beseligen kann.“ 3. Mein Sirt und mein Hüter,/ ich komme zu dir,/ ge⸗ währe die Güter /des Seiles auch mir; /du kaͤnnst dein Versprechen /mir Armen nicht brechen; /du siehest, wie elend und dürftig ich bin,/ drum gib deine Gaben aus Gnaͤden nur hin. 4. O Brunnquell, du labest/ Geist, Seele und Mut,/ und wen du begabest,/ hat ewiges Gut;/ wenn man dich ge⸗ nießet,/ wird alles versüßet; /es jaͤuchzet und singet das fröhliche Serz, /es weichet zurücke der bittere Schmerz. 5. Drum gib mir zu trinken,/ wie dein Wort verheißt, laß gänzlich versinken/ den sehnenden Geist ͥ/ im Meer deiner Ciebe,/ laß heilige Triebe/ mich immerfort treiben zum Zimmlischen hin;/ es werde mein Serze ganz selig darin 29⁰ Liebe 282 J655 6. Wenn du auch vom Leiden/ was schenkest mit ein,/ so laß mich mit Freuden/ gehorsaͤm dir sein;/ denn alle die, — welche/ mittrinken vom Belche,/ den du haͤst getrunken im — LCeide allhier,/ die werden dort ewig sich freuen mit dir. ges 7. Drum laß mich auch werden,/ mein Jesu, erquickt,/ da, wo deine Herden/ kein CLeiden mehr drückt,/ wo Freude — die Fuͤlle,/ wo liebliche Stille,/ wo Wonne und Jauchzen, 22 wo Serrlichkeit wohnt,/ wo heiliges Ceben wird ewig be— ge⸗ lohnt. Christ. Jakob Roitsch, 1 1735. — Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. Johann—.—. 1640. und 4 F 25———— ee er⸗ nmin dei ne Men⸗-schenlie be/ war die Quel⸗le die dein treu⸗es Herz be⸗wo⸗gen,/ dich in un ⸗ ser ————. * 4.— II* 4——.. INTEE /was dei⸗ ner Trie⸗be, nlisch Fleisch ge⸗30⸗ gen,) dich mit Schwachheit uͤ⸗ber⸗dek⸗ket,/ E, rer v. n.“, de 0 deh dich vom RKreuz ins Grab 1 strek⸗ket./ O der un⸗ge⸗ st, wie ö ö n aus———. l „/ und mei⸗nen Trie be/ dei⸗ ner treu⸗en Menschen⸗lie⸗bel 7 2 dich ge 2. Uber seine Feinde weinen,/ jedermann mit Silf er⸗ zet das scheinen,/ sich der Blinden, Lahmen, Armen/ mehr als rz. väterlich erbarmen,/ der Betrübten Klagen hören,/ sich in heißt// andrer Dienst verzehren,/ sterben für die ärgsten Sünder,/ Meer das ist Cieb, o Menschenkinder! treiben 3. O du Juflucht der Elenden,/ wer hat nicht von deinen darin, Händen /Segen, Silf und Seil genommen,/ der gebeugt zu 297 283 Liebe dir gekommen!/ O wie ist dein Serz gebrochen,/ wenn dich Kranke angesprochen!/ O wie pflegtest du zu eilen,/ das Erbetne mitzuteilen. 4. Die Betrübten zu erquicken,/ zu den Xleinen sich zu buüͤcken,/ die Unwissenden zu lehren,/ die Verführten zu be⸗ kehren, Sünder, die sich selbst verstocken, /täglich lieb⸗ reich zu sich locken:/ das war deines Werkes Weise,/ Herr, und deine liebste Speise. 5. Deine Lieb hat dich getrieben,/ Sanftmut und Ge— duld zu üben,/ ohne Schelten, Drohen, Rlaͤgen/ andrer Schmach und Last zu tragen,/ allen freundlich zu begegnen,/ für die Cästerung zu segnen,/ für der Feinde Schar zu beten/ und die Mörder zu vertreten. 6. O wie hoch stieg dein Erbarmen,/ da du für die aͤrmsten Armen/ dein unschätzbar teures Ceben/ in den aͤrgsten Tod gegeben;/ da du in der Sünder Händen,/ alle Ceiden zu vollenden/ und den Segen zu erwerben,/ als ein Fluch hast wollen sterben! ö 7. Herr, laß deine Ciebe decken/ meiner Sünden Meng und Flecken;/ du hast das Gesetz erfüllet,/ seinen Fluch hast du gestillet;/ laß mich wider dessen Stürmen/ deiner Liebe Schild beschirmen;/ heilge meines Herzens Triebe,/ salbe sie mit deiner Ciebe. Joh. Zakob Rambach, 1 1735 283 Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen(Nr. 309 oder wie Nr. 40%. J. Cebst du in mir, o wahres Leben,/ so sterbe nur, was du nicht bist;/ ein Blick von dir kann mehr mir geben,/ als was der Welt das Liebste ist. /O Zesu, du sollst mein ver⸗ bleiben,/ nichts wird mich von der LCiebe treiben,/ die du mir zugesaͤget hast./ O süße Wonne, die mich tränket, wenn sich die Seel in dich versenket/ und dich, d Seelen freund, umfaßt. 2. Herz, das in Ciebesglut gestorben,/ ach laß mein Herz in Flammen stehn;/ entzůnd das Zerz, das du erworben, und laß darinnen untergehn,/ was du nicht bist, o mein Vergnügen;/ laß mich in deiner Ciebe siegen, /ja siege du 298 Ciebe n dich das ich zu zu be⸗ ˖lieb⸗ HBerr, d Ge⸗ andrer gnen,) har zu ür die in den „alle als ein Meng ch hast Liebe Abe sie + I735 40%. r, was u,/ als in ver⸗ die du nket, Seelen⸗ in Her; rben, o mein iege du Liebe 284 nur selbst in mir:/ so werd ich froͤhlich triumphieren,/ so wird dein Todessieg mich zieren,/ so leb und leid und sterb ich dir. 3. JZünd auch in mir die CLiebesflammen/ zum Dienste deiner Glieder an;/ bind mich und ihre Not zusammen,/ damit ich mich versichern kann,/ ich sei also wie du ge— sinnet,/ wenn mein Geist die Gestalt gewinnet,/ die deinem Sinn recht ähnlich ist;/ so werd ich Freund und Feinde lieben,/ so wird ihr RKummer mich betruͤben,/ wie du mir vorgegangen bist. 4. Gib mir des Glaubens Licht und Bräfte,/ damit er wahre Früchte zeigt,/ mach mich zur Rebe voller Saͤfte,/ die sich nach dir, dem Weinstock, neigt;/ du bist der Fels, auf den ich baue,/ du bist mein Heiland, dem ich traue,/ du bist des Glaubens fester Grund./ Wenn sich die Zweifelsstunden finden,/ so laß die Silfe nicht verschwinden/ und mach den kranken Geist gesund. 5. Hilf, daß die Hoffnung nicht erlieget,/ und daß dein Kreuz ihr Anker ist;/ gib, daß sie alle Angst besieget/ durch dich, der du mein Alles bist./ Die Welt mag auf das Eitle bauen,/ ich aber will auf dich nur schauen, o Jesu, meiner Hoffnung Licht;/ ich will dich stets in Cieb umfassen,/ dich, der du mich nicht wirst verlaͤssen,/ denn deine Liebe wanket nicht. E. Willst du mich noch im Ceben wissen,/ so leb ich, weil es dir beliebt;/ werd ich vom Tode hingerissen,/ so bin ich gleichfalls nicht betruͤbt;/ dein Leben laß stets in mir leben,/ dein Sterben laß mir Stärke geben,/ wenn meines Cebens Ziel erscheint. Ich will dir meinen Willen schenken,/ ich will im Tod und Leben denken, /daß du es gut mit mir gemeint. Phil. Balthasar Sinold, + 1742. Mel. Nun sich der Tag geendet hat. Dresden J667. 12— ů x— DS— + ————..— e- J. Der du noch in der letz⸗ten Nacht,/ eh 299 πx 285 Liebe ö — S— *———— — E— Cie„be Macht/ so schön ge⸗pre⸗ digt hast: 2. Erinnre deine kleine Schar,/ die sich so leicht ent— zweit,/ daß deine letzte Sorge waͤr/ der Glieder Einigkeit. Mikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf. 4 1760. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 285 Frankfurt a. M. I738. Ir. 4 4 + V. +.. N I8%ο8 SSS....— ——.— e. mei⸗ nem Gott er⸗ ge⸗ben;/ nun wohl⸗ an, es ist gey⸗ — 1 2 schehn;/ Sünd, ich will von dir nicht hö⸗ ren;/ Welt, ich — ——— —Iss....‚... will mich von dir keh⸗ren,/ oh ne je zu⸗rück⸗zu⸗sehn. 2. Hab ich sonst mein Serz geteilet,/ hab ich hie und da verweilet: /endlich sei der Schluß gemacht,/ meinen Willen ganz zu geben,/ meinem Gott allein zu leben,/ ihm zu dienen Tag und Nacht. 3. Zerr, ich opfre dir zur Gabe/ all mein Liebstes, das ö ich habe;/ schau, ich haͤlte nichts zurück;/ schau und pruͤfe Zerz und Nieren;/ solltest du was Falsches spüren,/ nimm es diesen Augenblick. 3⁰⁰ Mel.! Liebe 286 4. Ich scheu keine Müh und Schmerzen;/ gründlich und von ganzem Serzen/ will ich folgen deinem Zug./ Rann ich stetig und in allem/ deinen Augen nur gefallen,/ ach so hab ich ewig gnuig. 5. Eines will ich nur betrachten/ und nicht wissen, noch drauf achten,/ was sonst draußen mag geschehn;/ fremd der Welt und ihren Sorgen/ will ich hier, in dir verborgen,/ als ein wahrer Pilger gehn. 6. Dich allein will ich erwählen;/ alle Kräfte meiner Seelen/ nimm nur ganz in deine Maͤcht;/ ja, ich will mich dir verschreiben,/ laß es ewig feste bleiben,/ was ich dir hab zugesagt. Gerhard Tersteegen, 4 1769. 286 mel. Was Sott tut, das ist wohlgetan. 6 SIIIIITI.. Severus Gastorius, I681J. — Dich, Je⸗sum, laß ich e⸗wig nicht;/ dir bleibt mein du kennst dies Herz, das redlich spricht:/ nur Ei⸗ nem DEE Berz er⸗ ge⸗ben; l will ich le⸗ben. 7 Du, du alelein,/ du sollst es sein;/ du sollst mein Trost auf Erden,/ mein Glück im Zimmel werden. 2. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ ich halte dich im Glauben! /Nichts kann mir meine ZJuversicht/ und deine Gnaͤde rauben./ Der Glaubensbund/ hat festen Grund;/ die deiner sich nicht schämen,/ die kann dir niemand nehmen. 3. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ aus göttlichem Er⸗ barmen/ gingst du für Sünder ins Gericht/ und büßtest fur mich Armen./ Aus Dankbarkeit/ will ich allzeit/ um deines Ceidens willen/ die Pflicht der Treu erfüllen. 301 287 Liebe Liel 4. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ du stärkest mich von 4. oben. Auf dir steht meine Zuversicht,/ wenn meine from Feinde toben. Ich flieh zu dir,/ du eilst zu mir;/ wenn schut mich die Feinde haͤssen,/ wirst du mich nicht verlaͤssen. gedr. ö ö S. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ nichts soll von dir 5. N ö ö mich scheiden./ Es bleibet jedes Gliedes Pflicht,/ mit seinem Dan .NXB Haupt zu leiden./ Doch all mein Leid/ währt kurze Zeit;;/ Herz N bald ist es überstaͤnden,/ und Ruh ist dann vorhanden. auch I 6. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ nie soll mein Glaube ö wanken;/ und wenn des Ceibes Buͤtte bricht,/ sterb ich mit * dem Gedanken:/ mein Freund ist mein,/ und ich bin sein;/ 190 ö er ist mein Schatz und Tröster,/ und ich bin sein Erlöster, 45 x Ehrenfried Liebich, 1 1780, N Mel. Zerr, ich habe mißgehandelt(oder wie Nr. 53). Johann Crüger, 1699. * ö 5 928 ö é ö D—— A 2——————— Dieeee E NI—— ö I. Seid barm ⸗-her⸗ zig, Men⸗-schen, hö⸗ret,/ det das uns Je⸗ sus Chri⸗stus leh ⸗ret:/ 2500 1I—— ů— ö— x W—2— .. hört das hei-lig-ste Ge⸗bot, „Seid barm⸗her⸗zig, seids wie Gott; gebt, so wird aut 50 4—— ö 2 .............. ö 3 2 mir euch ge“ ge⸗ ben,/ was euch not ist, Heil und Ce⸗ ben.. mir 2. So viel Menschen, so viel Bruͤder!/ Ein Gott ists, der 3. uns erschuf. /Wir sind alle Christi Glieder;/ allgemein ist diese II Gottes Ruf. /So den Bösen, wie den Seinen /läßt der was Herr die Sonne scheinen. vor: ö 3. Gottes Bild in euch zu sehen,/ seid barmherzig, so wie 7. „ er;/ eilt, den Armen beizustehen;/ was ihr gebt, empfaͤngt dein ö der Zerr./ Weiß es Gott und dein Gewissen,/ darfs die so s ö x + linke Hand nicht wissen. ö Hul 302 ö Liebe hvon meine wenn on dir einem Jeit;/ laube ch mit sein;/ löster. + I78⁰. r, I640. ts, der lein ist ßt der so wie pfängt rfs die Liebe 288 4. Was ihr habt, mit Armern teilen,/ sehn, was jedem frommt und nuͤtzt,/ des Verlaͤßnen Wunden heilen,/ schůtzen den, den niemand schüͤtzt,/ ohne Stolz, von Pflicht gedrungen,/ heißt: nach Ruhm bei Gott gerungen. 5. Herr, wir geben von dem Deinen,/ Geber, dem der. Dank gebührt!/ Caß, wenn unsre Brüder weinen,/ unser Herz nie ungeruͤhrt;/ daß, wenn wir zu dir uns nahen,/ wir auch Hilf und Trost empfahen! Thesd. Gottlieb v. Sippel, I96. 288 mel. Wer nur den lieben Sott läßt walten. Georg Meumark, J657. * —.——— — 1— + 1.ꝛ.jß7r—é—— .. II—— Du Va⸗ ter dei ⸗-ner Menschen⸗kin⸗der,/ Uund des⸗sen Serz auch ge⸗gen Sün'der/ 1.—— L II ..—..— I, H, v, Huer der du die Cie⸗be sel⸗-ber bist, I noch guͤ⸗tig und voll Mit⸗leid ist, EEEEEE EE Zer⸗zen dein,/ laß michs mit al-len Kräf⸗ten sein! 2. Gib, daß ich als dein Kind dich liebe,/ da du mich als ein Vater liebst,/ und so gesinnt zu sein mich übe,/ wie du mir selbst die Vorschrift gibst!/ Was dir gefällt, gefall auch mir;/ nichts scheide mich, mein Gott, von dir! 3. Vertilg in mir durch deine Liebe/ den Hang zur Ciebe dieser Welt/ und gib, daß ich Verleugnung übe,/ wenn mir was Eitles noch gefällt./ Wie sollte ich die Rreatur/ dir vorziehn, Schöpfer der Watur! 4. Laß mich um deiner Liebe willen/ gern tun, was mir dein Wort gebeut!/ Kann ichs nicht, wie ich soll, erfüllen,/ so sieh auf meine Willigkeit/ und rechne mir nach deiner Zuld/ die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld! laß mich von ganzem 303³ 289 Liebe 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden/ das tut, was dir, o Gott, mißfällt;/ drum laß es mich mit Ernst ver⸗ meiden,/ gefiel es auch der ganzen Welt./ Die kleinste Sünde selbst zu scheun,/ laß, Vater, mich beflissen sein. 6. Aus Liebe laß mich alles leiden,/ was mir dein weiser Rat bestimmt;/ du führst durch Trübsal den zu Freuden,/ der seine Cast gern auf sich nimmt;/ und wer sein Ceben weislich nützt,/ wird mächtig von dir unterstützt. 7. In deiner Ciebe laß mich sterben,/ dann wird selbst Sterben mein Gewinn;/ dann werd ich deinen Simmel erben,/ wo ich dir ewig nahe bin./ Da lieb ich in Voll⸗ kommenheit/ dich, Vaͤter der Barmherzigkeit. Mach Benjamin Schmolck, 4 1737, von Samuel Diterich, 4 1791. 289 Mel. Nun sich der Tag geendet hat. Dresden 1667. 11 FAI——.———. 4 J. O Christ, wenn Ar⸗ me man⸗ ches· mal/ vor SS.— dei⸗ ner Tu n⸗re stehn,‚/ merk auf, ob nicht in x— ih⸗rer Jahl/ der Serr sei un ge⸗ sehn. 2. Und wenn ihr matter Ruf so bang/ erschaͤllt zu dir herein,/ horch auf, ob seiner Stimme Blang/ nicht moͤchte drunter sein. 3. O nicht so fest und eng verschließ/ die Tuͤren und das Herz;/ ach wer den Seiland von sich stieß,/ was träfe den für Schmerz! 4. Drum reiche mild der Liebe Joll/ dem Dürftigen hinaus/ und öffne gern und mitleidsvoll/ dem Flehenden ö dein Saus. 30⁴ Liebe 29⁰0 5. Denn ehe du dich wirst versehn,/ wird dein Serr Jesus Christ/ hinein zu deiner Türe gehn,/ weil sie so gastlich ist. 6. Und ehe du ihn noch erkannt,/ der arm erschien vor dir,/ erhebt er seine heilge Sand/ zum Segen für und füͤr; 7. ZJum Segen über deinen Tisch/ und über all dein Gut/ und über deine Kinder frisch/ und deinen frohen Mut; 8. Jum Segen über deine Zeit,/ die du hienieden gehst,/ und uͤber deine Ewigkeit,/ wo du dort oben stehst; H. Dort oben, wo er dann die Tür/ dir auf mit Freuden tut,/ wie ihm und seinen Brüdern hier/ du tatst mit frommem Mut. wilhelm Sey, + 1854. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Christoph Anton, I65J. 4 .4 H— V V 2 + 1 Wenn auch wie ein Psal⸗ter klän⸗ge/ mei⸗ne Re⸗de ja, wenn meine Zun⸗ge sän⸗ge/ En⸗geln gleich in N—— n, Le.tn. zu dir möchte nd das fe den rftigen henden E meisoohn Pbätt 0 rei · Cieb im Her⸗zen,/ Bim⸗-melshöhn: hã ich kei · ne ieb im zen, 1 n Fuuirr d-——— —— ach so wär ich gleich den Er-zen,/ gleich der Schelle, 1—— x e nn Rrenn—II ee de resnn, vaer- die er⸗ klingt,/ doch kein Le⸗ben hat noch bringt. 2. Wenn ich mit Prophetenklarheit/ schon die Jukunft säh erfullt;/ wenn mir kund wär alle Wahrheit,/ kein Ge⸗— heimnis mehr verhüllt;/ wenn ich jenen Glauben hätte,/ der versetzt der Berge Stätte:/ ach das alles hilft mir nicht,/ wenns an Liebe mir gebricht. 3. Wenn ich alle meine Habe/ teilte den Bedürftgen aus/ und den Greis am Bettelstabe/ gastlich führte in mein 30⁵ 291 Gebet Haus;/ wenn ich, Christum zu bekennen,/ meinen Leib selbst ließe brennen: /ach das alles hilft mir nicht,/ wenns an Liebe mir gebricht. 4J. Ciebe, Ciebe ist die KRrone,/ die den Baum des Glaubens schmückt,/ dran man, dank dem Gottessohne,/ seiner Ciebe Früchte pflückt./ O welch edle Tugendblüte/ ziert das liebende Gemüte:/ Cangmut, Freundlichkeit, Ge⸗ duld,/ Demut, Sanftmut, Güt und Zuld! 5. Und wie herrlich ist die Ciebe!/ Ewig hört sie nimmer auf; /da sonst nichts ist, das da bliebe,/ das nicht schlösse seinen Lauf./ Sprach und Weissagung vergehen,/ Glaub und Hoffnung wird zum Sehen;/ alles währet seine Zeit,/ Liebe bleibt in Ewigkeit. G. Berr, mein Gott, du bist die CLiebe,/ bist der Liebe Quell allein!/ Hauche deines Geistes Triebe/ mir auch tief ins Herz hinein./ O daß ich doch in der Liebe/ bis zum letzten Atem bliebe; 7Jesu, so bleib ich in dir,/ und du ewiglich in mirl Adolf Stöber, I892 Gebet 29/ Leipzig I539. N 6 e.— a⸗ter un⸗-ser im Him-mel⸗ SDDEEE Brü⸗ der sein und dich ru⸗fen an/ 955 wilf, dah — ———— EE 2————— E 2—. werd Ge⸗bet ge tan:/ gib, daß nicht bet al⸗ 306 — reich,/ der du uns al ⸗le hei⸗ ßest gleich Gebet 291 ——.——+ é—— IREEEE lein der Mund,/ hilf, daß es geh von ger⸗zensgruͤnd. 2. Geheiligt werd der NMame dein;/ dein Wort bei uns hilf halten rein,/ daß wir auch leben heiliglich,/ nach deinem Namen würdiglich;/ behüt uns, Herr, vor falscher Cehr,/ das arm verführte Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser ZJeit/ und dort hernach in Ewigkeit;/ der heilge Geist uns wohne bei/ mit seinen Gaben maͤncherlei;/ des Satans Jorn und groß Gewalt/ zerbrich; vor ihm dein Rirch erhaͤlt. 4. Dein Will gescheh, Serr Gott, zugleich/ auf Erden wie im Zimmelreich;/ gib uns Geduld in Leidenszeit,/ ge⸗ horsam sein in Lieb und Ceid/ und wehre allem Fleisch und Blut,/ das wider deinen Willen tut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot/ und was man braucht zur Ceibesnot;/ behüt uns vor Unfried und Streit,/ vor Seuchen und vor teurer Zeit,/ daß wir in gutem Frieden stehn,/ der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr,/ daß sie uns nicht betruͤbe mehr,/ wie wir auch unsern Schuldigern/ ihr Schuld und Fehl vergeben gern;/ zu dienen maͤch uns all bereit/ in rechter ELieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Serr, in Versuchung nicht,/ wenn uns der böse Geist anficht;/ zur linken und zur rechten Hand/ hilf uns tun starken Widerstand,/ im Glauben fest und wohl gerüst/ und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Ubel uns erlos,/ es sind die Zeit und Tage boͤs;/ erlös uns von dem ewgen Tod/ und tröst uns in der letzten Wot;/ bescher uns auch ein selig End,/ nimm unsre Seel in deine Zänd. 9. Amen, das ist, es werde wahr! j/ Stärk unsern Glauben immerdar,/ auf daß wir ja nicht zweifeln dran,/ es sei die Bitte wohlgetan;/ auf dein Wort, in dem Namen dein:/ so sprechen wir das Amen fein. m Martin Luther, 1 1546. 307 292 Gebet 292 3333556—— 1535. ö———.—.. .SSSS......... I. 19 ruf zu dir, Serr Je-su Christ,/ ich bitt, er⸗ Ver⸗ leih mir Gnad zu die-ser Frist,/ laß mich doch x———.— ——————.—.—.. hör mein RKla⸗-gen! nicht ver⸗ za⸗ gen. ... lein,/ den wol⸗lest du mir ge⸗ben,‚/ dir zu le⸗ben,/ dem .————- ö I Bin en ie ennr i Nachsten nůtz zu sein,/ nach dei-nem Reich zu stre⸗ben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott,/ du kannst es mir wohl geben:/ daß ich nicht wieder werd zu Spott;/ die Hoff⸗ nung gib daneben,/ voraus, wenn ich muß hie davon,/ daß ich dir mög vertrauen/ und nicht bauen /auf all mein eignes Tun,/ sonst wird michs ewig reuen. Den rech⸗ten Weg, o Berr, al⸗ 3. Verleih, daß ich aus Serzensgrund/ den Feinden moͤg vergeben;/ verzeih mir auch zu dieser Stund,/ schaff mir ein neues Ceben./ Dein Wort mein Speis laß allweg sein,/ damit mein Seel zu nähren,/ mich zu wehren,/ wenn Un⸗ glück geht daher,/ das mich möcht von dir kehren. 4. Caß mich nicht Cust noch Furcht von dir /sin dieser Welt abwenden. Getreusein bis ans End gib mir,/ du hasts allein in Zänden,/ und wem dus gibst, der hats um— sonst;/ es mag niemand ererben,/ noch erwerben/ durch Werke deine Gnad,/ die uns erlöst vom Sterben. S. Ich lieg im Streit und widerstreb;/ hilf, o Serr Christ, dem Schwachen! /Von deiner Gnad aͤllein ich leb,/ du kannst mich stärker machen./ RKommt nun Anfechtung und Gefahr,/ wollst du mich nicht verlaͤssen,/ fest mich fassen,/ behüten immerdar. Ich weiß, du wirsts nicht lassen. 59. 30⁸ Geb Mel. Gebet 293 293 mel. In dich hab ich gehoffet.(5. Jahrhundert.) Straßburg 1560. — 1— ꝗ . J. Auf dich Hal ich ge⸗hoffet, Herr,/ hilf, daß ich nicht zu⸗ E— schanden werd,/ noch ewig⸗lich zu Spot⸗te./ Das—— ich dich:/ er ⸗ hal ⸗ te mich/ dir treu, dir, meinem Got⸗te. 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir,/ erhör mein Bitt, tritt du herfür,/ eil, bald mich zu erretten. In Angst und weh/ ich lieg und steh;/ hilf mir in meinen Nöten. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei,/ sei meine Burg, darin ich frei/ und ritterlich mög streiten,/ ob mich bedräng'/ der Feinde Meng/ hier und auf allen Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort,/ mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort,/ mein Hilf, mein Heil, mein Leben,/ mein starker Gott/ in aller Not:/ wer mag mir widerstreben? 5. Mir hat die Welt oft zugericht't,/ viel Lug und Trug und falsch Gedicht,/ viel Wetz und heimlich Stricke;/ nimm meiner wahr,/ Serr, in Gefahr;/ behüt vor faͤlscher Tücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir;/ mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir,/ nimm mich in deine Händel/ O wahrer Gott,/ aus aller Wot/ hilf mir am letzten Ende. 7. Cob, Ehre, Preis und Serrlichkeit/ sei Vater, Sohn und Geist bereit!/ Cobt Gottes heilgen Namen!/ Die göttlich Kraft/ mach uns siegbaft/ durch Jesum Christum! Amen. Adam Reißner, um 1575. 3⁰⁰ Gebet 0 294 Straßburg 1525—.— S I—————.— SSSSSEEESESN——— Got dei E1 wie du willst, so schicks mit mir/ im Al⸗lein zu dir steht mein Be gier,/ laß= ————.— ö ..—— SISIIIIIISISIIIISISI.II.... CTe-⸗ben und im Ster⸗-ben!! mich, Serr, nicht ver⸗ der⸗ben.) Er⸗halt mich nur in ö ö ö—— NI ss=ss“:s=s—— * dei ⸗ner Suld, /sonst wie du willst; gib mir Ge— Odern 4— 1—— 5 r iHer, n en wann Ladn.— 40. 432— ö—..—.— 1 ů duld,/ denn dein Will ist der be fee. 2. Jucht, Ehr und Treu verleih mir, Serr,/ und Lieb zu— deinem Worte; /behüt mich, Serr, vor falscher Lehr/ und— gib mir hier und dorte,/ was dient zu meiner Seligkeit;—— wend ab all Ungerechtigkeit/ in meinem ganzen Ceben! Ga⸗ 3. Soll ich einmal nach deinem Rat/ von dieser Welt ab⸗ ha⸗ scheiden,/ verleih mir, Zerr, nur deine Gnad,/ daß es . gescheh mit Freuden./ Mein Leib und Seel befehl ich dir; N o Berr, ein selig End gib mir /durch Jesum Christum. chem! Amen. Ra spar Bienemann, I59ʃ. NN Wadmn 205 T ö Mel. Serzlich tut mich verlangen. BZans Leo Saßler, J6ol. ichs t ö ů 7 gib,/ f ö ö ö +2 2—.— 3. , n * ²—— kein J. Caß mich dein sein und blei⸗ben,/ du treu er wenn Von dir laß mich nichts trei⸗ben,/ halt mich be. Wort 310 296 8— EE . Nente ves und Berr! Lchr. Heer laß mich nur nicht IN ; i — 2—.— wan⸗ken,/ gib mir Be⸗ stän ⸗dig⸗keit;/ da⸗ fuͤr will 2.— ö H .—— ö ö 4 ————— 1ꝛ——— 4 2— rer ren — ich dir dan⸗ken/ in al ⸗le E. wig⸗keit! MNikolaus Selnecker, 4 1592. — wie Nr. 300.) 296 Meiningen J693. 1 SS. O Gott, du frommer Gott,/ du Brunnquell guter Vohnden nichts ist was ist von dem wir al ⸗les I—— RRRERRR Laben,. ö ö ha⸗ben, ge ⸗sun⸗den CLeib gib mir,/ und daß in sol SE chem Leib/ ein umptelente Seel/ und rein Gewissen bleib. 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß,/ was mir zu tun gebůhret,/ wozu mich dein Befehl/ in meinem Stande fůhret;/ gib, daß ichs tue bald,/ zu der Zeit, da ich soll,/ und wenn ichs tu, so gib,/ daß es gerate wohl. 3. Bilf, daß ich rede stets,/ womit ich kann bestehen,/ laß kein unnützes Wort/ aus meinem Munde gehen;/ und wenn in meinem Amt/ ich reden soll und muß,/ so gib den Worten Rraft/ und Naͤchdruck ohn Verdruß. 311 e./ E— 2 ö 297 Gebet 4. Findt sich Gefährlichkeit,/ so laß mich nicht ver— zagen;/ gib einen Seldenmut,/ das Kreuz hilf selber tragen;/ gib, daß ich meinen Feind/ mit Sanftmut über⸗ wind/ und, wenn ich Raͤt bedarf,/ auch guten Rat erfind. S. Caß mich mit jedermann/ in Fried und Freundschaft leben,/ so weit es christlich ist;/ willst du mir etwas geben an Reichtum, Gut und Geld,/ so gib auch dies dabei,/ daß von unrechtem Gut/ nichts untermenget sei. 6. Sollt ich auf dieser Welt/ mein Leben hoͤher bringen, durch manchen saͤuren Tritt/ hindurch ins Alter dringen, so gib Geduld; vor Sünd/ und Schanden mich bewahr, auf daß ich tragen mag/ mit Ehren graues Haar. 7. Caß mich an meinem End /auf Christi Tod ab— scheiden;/ die Seele nimm zu dir/ hinaͤuf zu deinen Freuden;/ dem Leib ein Räumlein gönn bei frommer Christen Grab,/ auf daß er seine Ruh/ an ihrer Seite hab 8. Wenn du die Toten wirst/ an jenem Tag erwecken,/ so woll auch deine Zand/ zu meinem Grab ausstrecken; laß hören deine Stimm,/ erwecke mein Gebein/ und fůͤhr mich schön verklärt/ in deinen Himmel ein. Johann Seermann, J64½ 297 Mel. Da Christus geboren war(Nr. 419). J. Zweierlei bitt ich von dir,/ zweierlei trag ich dir fuͤr, dir, der alles reichlich gibt,/ was uns dient und dir beliebtz gib mein Bitten, das du weißt,/ eh ich sterb und sich mein Geist/ aus des Leibes Banden reißt. ö 2. Gib, daß ferne von mir sei/ Tügen und Abgöttereiz“ Armut, so die Maͤße bricht,/ großen Reichtum gib mit nicht;/ allzuarm und allzureich/ ist nicht gut, stuͤrzt beides gleich/ unsre Seel ins Sündenreich. ö 3. Caß mich aber, ↄ mein Beil,/ nehmen mein bescheiden Teil/ und beschere mir zur Wot/ hier mein täglich Bißlein Brot;/ ein klein wenig, da der Nut/ und ein gut Gewissen ruht,/ ist fürwaͤhr ein großes Gut. 312 Gebet ht ver⸗ selber it über⸗ erfind. idschaft geben/ i,/ daß ingen/ ingen, wahr, od ab⸗ deinen rommer ite hab ken,/ so n;/ laß nd fuͤhr n, J63/. ir fuͤr, eliebt; ich mein tterei; gib mit t beides scheiden Bißlein zewissen Gebet 298 4. Sonst wohl möcht im überfluß/ ich empfinden über⸗ druß, /dich verleugnen, dir zum Spott/ fragen: wer ist Herr und Gott?/ Denn das Serz ist Frechheit voll,/ weiß oft nicht, wenn ihm ist wohl,/ wie es sich erheben soll. 5. Wiederum, wenns stehet bloß/ und die Armut wird zu groß,/ wirds leicht untreu, stiehlt und stellt/ nach des Nächsten Gut und Geld,/ tut Gewaͤlt, braͤucht Ränk und List,/ ist mit Unrecht ausgerüst't,/ fragt gar nicht, waͤs christlich ist. 6. Ach mein Gott, mein Schaͤtz, mein Licht,/ dieses beides ziemt mir nicht;/ beides schändet deine Ehr,/ beides stürzt ins Höllenmeer./ Drum so gib mir Züll und Füll 7/ also, wie dein Herze will,/ nicht zu wenig, nicht zu viel. Paul Serhardt, 1 1676. 298 Darmstadt 1698. .—.‚.‚..—. 1— x 11. ·—.—— +————.———— J. Sieh, hier bin ich,/ Eh⸗ren⸗kö⸗nig,/ le ge mich vor — I 1— 1 — —6 1— ů ö dei nen Thron;/ schwa⸗ che Tränen, /kindlich Seh⸗nen/ .— x— ö ————— Z an— laß dich fin⸗den,/ bin ich gleich nur Asch und Ton. 2. Sieh doch auf mich,/ Herr, ich bitt dich,/ lenke mich nach deinem Sinn. /Dich alleine/ ich nur meine,/ dein er⸗— kaufter Erb ich bin./ Caß dich finden,/ laß dich finden;/ gib dich mir und nimm mich hin! 3. Herr, erhöre,/ ich begehre/ nichts als deine freie Gnad,/ die du gibest,/ wo du liebest,/ und man dich liebt in der Tat./ Caß dich finden,/ laß dich finden;/ der hat alles, wer dich hat. 313 299 Gebet 4. Hör, wie kläglich,/ wie beweglich/ dir die treue Seele singt,/ wie demütig/ und wehmütig/ deines Kindes Stimme klingt./ Caß dich finden,/ laß dich finden;/ denn mein Herze zu dir dringt. S. Dieser Zeiten /Eitelkeiten,/ Reichtum, Wollust, Ehr und Freud/ sind nur Schmerzen/ meinem Serzen,/ welches sucht die Ewigkeit./ Caß dich finden,/ laß dich findenl/ Großer Gott, ich bin bereit. Joachim Meander, 1680. 299 J. A. Freylinghausen, Salle I704. I. 4Dir will ich mei⸗ ne Lie⸗ der brin ⸗genz/ 1 1— AI E—————* —2 2..—.— denn wo ist doch ein sol ⸗cher Gott wie 20. ach gib mir dei⸗ nes Gei-stes Rraft da⸗ zu, ESEEE daß ich es tu im Na⸗men 3esu Thris E Z d so wie es dir durch ihn ge-⸗fäl lig ist. 2. Jeuch mich, o Vater, zu dem Sohne,/ damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir;/ dein Geist in meinem Herzen wohne/ und meine Sinne und Verstand regier,/ daß ich den Frieden Gottes schmeck und fuhl/ und dir darob im Herzen sing und spiel. 3. Verleih mir, Soͤchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht getan,/ so klingt es schön in meinem Ciede,/ und ich bet dich im Geist und Wahrheit an;/ so 314 Geb hebt Psal 4. die g beten Dir, dir, Je⸗ho-va, will ich sin genz ein V schrei —4. dein e ichs Rind G. volle die ic uͤbers 3— deine Amen mir! solche Mel. G Gebet 30⁰0 hebt dein Geist mein Serz zu dir empor,/ daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Dein Geist kann mich bei dir vertreten/ mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind;/ der lehret mich recht gläubig beten,/ gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind/ und ein Miterbe Jesu Christi sei,/ daher ich Abba, lieber Vater, schrei. 5. Was mich dein Geist selbst bitten lehret,/ dem neiget sich dein gnadger Wille zu,/ das wird gewiß von dir erhöret,/ weil ichs im Namen deines Sohnes tu,/ durch welchen ich dein Kind und Erbe bin/ und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 6. Wohl mir, daß ich dies Jeugnis habe;/ drum bin ich voller Trost und Freudigkeit/ und weiß es, alle gute Gabe,/ die ich von dir verlanget jederzeit,/ die gibst du und tust uͤberschwenglich mehr, /als ich verstehe, bitte und begehr. 7. Wohl mir! Ich bitt in Jesu Wamen,/ der mich zu deiner Rechten selbst vertritt;/ in ihm ist alles Ja und Amen,/ was ich von dir im Geist und Glauben bitt./ Wohl mir! Cob dir jetzt und in Ewigkeit,/ daß du mir schenkest solche Seligkeit! Bartholomäus Crasselius, 1 1724. 30⁰0 Mel. O Gott, du frommer Gott(oder wie Nr. 296. LV— DI ½ ——— r. ESEEE I. Ach Gott, ver⸗laß mich nicht!/ Reich mir die Wach fuh⸗re mich, dein Kind,/ daß ich den — ö 1.— r der Rauhn, neunen wrn un nren wn Fuwi. Ln n ..— Gna⸗ den ⸗ hän·de; Lauf voll en⸗de ö —— du mein Le⸗bens ⸗licht,/ mein Stab, mein 315 zu mei⸗ner Se⸗lig⸗keit;/ sei 287 301 ö Gebet — ö——————— 1 Zort, mein Schutz;/ ach Gott, ver⸗-laß mich nichtl 2. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Regiere du mein Waͤllen; /ach laß mich nimmermehr-/ in Sünd und Schaͤnde faͤllen;/ gib mir den guten Geist,/ gib Glaubens⸗ zuversicht,/ sei meine Stärk und Rraft;/ ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Ich ruf aus Berzens⸗ grunde;/ ach Hoͤchster, starke mich/ in jeder bösen Stunde;/ wenn mich Versuchung plagt/ und meine Seel anficht,/ so weiche nicht von mir;/ ach Gott, verlaß mich nicht! 4. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Ach laß dich doch be⸗ wegen,/ ach Vater, kröͤne doch/ mit reichem Himmelssegen die Werke meines Amts,/ die Werke meiner Pflicht,/ zu tun, was dir gefäͤllt;/ ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Ich bleibe dir ergeben, hilf mir, o großer Gott,/ recht glauben, christlich leben/ und selig scheiden ab,/ zu sehn dein Angesicht,/ hilf mir in Not und Tod;/ ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo Sranck, 1 1725 — ö—.— —. T. TsU —— Wunderbaͤrer Rönig. 301 Bremen J68o. 2. 1——4— —9—————.— ö..i.ñ— SSEE EEEE EEEEEEE — ete ist ge⸗ gen⸗wär⸗tig;/ las⸗set uns an⸗ be⸗ten lGott ist in der Mit⸗ten!/ Al⸗les in uns schweige —— B— ESDEI E ES I U 4.—— 1..— und in Ehrfurcht vor ihn tre⸗ 2— sbnrennt ö und sich in⸗nigst vor ihm beu ⸗ge. Wernen Lwertz 2——.......— —..— IE. — nennt,/ schlag die Augen nieder;/ gebt das Berz ihm wieder. 316 N Bebet Gebet 302 22. 2. Gott ist gegenwärtig,/ dem die Cherubinen/ Tag und — Nacht in Demut dienen. /Heilig, heilig, heilig/ singen ihm lichtl zur Ehre/ aller Engel hohe Chöre./ Herr vernimm/ unsre ö Stimm,/ da auch wir Geringen/ unsre Gpfer bringen. RAu i mein 3. Wir entsaͤgen willig/ allen Eitelkeiten,/ dieser Erden ö d und Lust und Freuden;/ da liegt unser Wille,/ Seele, Leib und ubens Ceben/ dir zum Eigentum ergeben;/ du allein/ sollst es ö verlaß sein,/ unser Gott und Serre,/ dir gebuhrt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen,/ möcht ich recht dich preisen/ und serzens im Geist dir Dienst erweisen!/ Möcht ich, wie die Engel,/ unde; ¶ immer vor dir stehen/ und dich gegenwaͤrtig sehen!/ Caß mich N ht,/ so dir/ fuͤr und fuͤr/ trachten zu gefallen,/ liebster Gott, in allen. ö 5. Geist, der alles füllet,/ drin wir sind und weben,/ aller och be⸗ Dinge Grund und Ceben!/ Meer ohn' Grund und Ende,/ ssegen wunder aller Wunder,/ ich senk mich in dich hinunter;/ ich ot, zu in dir,/ du in mir,‚/ laß mich ganz verschwinden,/ dich nur sehn und finden. zeben, 6. Du durchdringest alles;/ Iaß mit deinem Lichte,/ Herr, n/ und beruͤhren mein Gesichte;/ wie die zarten Blumen/ willig in Not sich entfalten/ und der Sonne stille halten,/ laß mich so/ k, 1 Istill und froh/ deine Strahlen fassen/ und dich wirken lassen. 7. Mache mich einfältig,/ innig abgeschieden,/ sanft und still in deinem Frieden;/ mach mich reines Herzens,/ daß ich deine nen Joss. Ilarheit/ schauen mag in Geist und Wahrheit;/ laß mein Herz/ himmelwärts/ wie ein Adler schweben/ und in dir nur leben. 8. Berr, komm in mir wohnen,/ laß den Geist auf Erden/ 2—.2 5** II e ten! dir ein Zeiligtum noch werden;/ komm du nahes Wesen,/ W Dweige dich in mir verkläre,/ daß ich dich stets lieb und ehre;/ wo ich — geh,/ sitz und steh,/ laß mich dein gedenken,/ mich in dich — versenken. Gerhard Tersteegen, + J769. 302 Mel. Es ist das Seil uns kommen her.(Vorreformatorisch) Wittenberg 1523. 47—— ö d, 6 A.—05.5˙0⏓ö»u—.— Gott, dei»ne Gü⸗te reicht lowent krönst uns mit Barm⸗her ⸗zig ⸗keit/ und 317 —— wieder. 1 303 Gebet S.. weit die Wol⸗ken ge ⸗ hen;/ du 6666 uns bei⸗ 30 ste 1„HBerr, SS SSSIITITTTTII mei⸗ ne Burg, mein Fels, mein—.9— /ver⸗nimm mein Flehn, merk I . ai.—— u — auf mein Wort;/ denn ich will vor dir be ⸗ten. 2. Ich bitte nicht um überfluß/ und Schätze dieser Erden;/ laß mir, so viel ich haben muß,/ nach deiner Gnade werden./ Gib mir nur Weisheit und Verstand,/ dich, Gott, und den, den du gesandt,/ und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm,/ so sehr sie Men schen ruͤhren;/ des guten Namens Eigentum/ laß mich nur nicht verlieren;/ mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht/ der Ruhm vor deinem Angesicht/ und frommer re Ciebe. 4. So bitt ich dich, mein Herr und Gott,/ auch nicht um langes Ceben./ Im Glücke Demut, Mut in Not, das wollest du mir geben./ In deiner Hand steht meine Zeit, V laß du mich nur Barmherzigkeit/ vor dir im Tode finden. Christian Fürchtegott Gellert, 4 I769 303 Mel. Wenn wir in höchsten Möten sein. Französischer Psalter, I53. J. Be⸗ 466 ich dei ne gro⸗— 6 e, ö be⸗ dent ich ö 224— 4——— mei⸗-ne tie ⸗fe Schuld,/ dann fühl ich hei ⸗ße him⸗ 3. hier Weg 4. mein und 2—— üͤber Krer G. Erde wan 7. deine wen an d beid Ged II en. ie Men⸗ iß mich Fflicht/ Freunde icht um das e Jeit, finden t, + I769. lter, 547 Allgemeine Fürbitte 304 —— ö— V SSSSII... Scham und Reu⸗e/ und preis in De⸗mut dei ne Huld. 2. Ich bin nur Staub, aus Staub geboren,/ bin irdisch und verweslich noch/ und bin zur Herrlichkeit erkoren,/ bin himmlisch auch und ewig doch. 3. O Vater, deine große Liebe,/ wie kann ein Mensch sie hier verstehn?/ Gib, daß ich mich in Einfaͤlt übe,/ den weg, den du mich führst, zu gehn. 4. Gib, daß ich dir nicht widerstrebe,/ wenn Dornen meinen Pfad umziehn,/ und daß ich dir im Glaͤuben lebe/ und nicht von dieser Erde bin. 5. Gib, daß der Erde Eitelkeiten/ mir unbewußt vor— uͤbergehn,/ und daß ich mag zu allen Jeiten/ auf Jesu Rreuz und Sterben sehn. 6. Gib, daß ich nimmer möge schwanken,/ wenn mir der Erde Reichtum blinkt; 7/laß mich von deinem Weg nicht wanken,/ wo mir am Ziel die Palme winkt. 7. Gib, daß ich dulden mag und hoffen,/ und gib mir deinen heilgen Geist,/ und zeige mir den Himmel offen,/ wenn mir der Tod das Herz zerreißt. Quise Sensel, 4 1876. Allgemeine Fürbitte 304 Mel. O Welt, ich muß dich lassen Mr. 330). J. Herr, höre, Herr, erhöre!/ Breit deines Namens Ehre/ an allen Orten aus! Behuͤte alle Stände /durch deiner en Hände,/ beschütze Rirche, Cand und Haus. 2. Ach laß dein Wort uns allen/ noch ferner reichlich schallen/ zu unsrer Seelen Wutz!/ Bewahr uns vor den Rotten, /die deiner Wahrheit spotten, /beut allen deinen Feinden Trutz. 3. Gib du getreue Lehrer/ und unverdroßne Hörer,/ die beide Täter sein;/ auf Pflaͤnzen und Begießen/ laß dein Gedeihen fließen/ und Früchte reichlich ernten ein. II 319 305 Allgemeine Fürbitte 4. Caß alle, die regieren,/ ihr Amt getreulich führen,/ schaff jedermann sein Recht,/ daß Fried und Treu sich muͤssen/ in unserm Lande kuͤssen;/ segn' uns als dein er⸗ wählt Geschlecht. 5. Erhaͤlt in jeder Ehe /beim Glücke wie beim Wehe rechtschaffne Frömmigkeit!/ In Unschuld und in Tugend/ gedeihe unsre Jugend,/ zu deines Reiches Dienst bereit. G. O Vater, wend in Gnaden JKrieg, Seuche und den Schaden/ der Elemente ab!/ Bewahr des Candes Früchte/ und maͤche nicht zunichte,/ was deine milde Hand uns gab. 7. Gedenke voll Erbarmen/ der Leidenden und Armen;/ Verirrte bring herein;/ die Witwen und die Waisen/ wollst du mit Troste speisen,/ wenn sie zu dir um Silfe schrein. 8. Hilf als ein Arzt den Kranken,/ und die im Glauben wanken,/ laß nicht zugrunde gehn;/ die Alten heb und traͤge,/ damit sie ihre Plage/ geduldig mögen überstehn. H. Die Reisenden beschütze,/ bleib der Verfolgten Stütze/ die Sterbenden geleit/ mit deinen Engelscharen,/ daß sie in Frieden fahren/ zu Zions Freud und Serrlichkeit. 10. Nun, Serr, du wirst erfüllen,/ was wir nach deinem Willen/ in Demut jetzt begehrt;/ wir sprechen gläubig Amen/ in unsers Jesu Naͤmen,/ so ist gewiß der Wunsch gewährt! Benjaͤmin Schmolck, 4 1737. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 305 Frankfurt a. M. I738, ö J. Je⸗su, der du bist al⸗-lei ⸗ne/ Haupt und ——..—..... 2 Wollst mir neu en Ein-fluß ge⸗ben/ dei⸗ nes Gei⸗ stes, — 32⁰ 210 1. +..—— 45— SSSISISSS. 2. Sege streue 3. dich u michs ganz und v stärke 5.. ergeb kleine eins hren,/ eu sich ein er⸗ Vehe/ igend/ eit. nd den uchte/ s gab. men;/ wollst ein. laͤuben eb und ehn. tütze/ ßĩ sie in deinem tläubig Vunsch „IAI. rbitte Allgemeine Fürbitte 305 ö 1D——— 12.—— .———— e tN dir zu le⸗ben;/ stär⸗ke mich durch dei ne Guͤt. 2. Ach dein Cebensgeist durchdringe,/ Gnade, Kraft und Segen bringe /deinen Gliedern allzumal,/ wo sie hier zer— streuet wohnen/ unter allen Nationen,/ die du kennest überall. 3. O wie lieb ich, Herr, die Deinen,/ die dich suchen, die dich meinen; /o wie köstlich sind sie mir!/ Du weißt, wie michs oft erquicket,/ wenn ich Seelen hab erblicket,/ die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen,/ ich verein ge mich mit ihnen,/ und vor deinem Angesicht/ wünsch ich allen tausend Segen;/ staͤrke sie in deinen Wegen,/ führ sie selbst zu deiner Pflicht. 5. Die in Rreuz und Leiden leben,/ stärke, daß sie ganz ergeben/ ihre Seel in deine Hand;/ laß sie dadurch werden kleiner/ und von allen Schlaͤcken reiner,‚/ ganz allein in dich gewandt. 6. Caß die Deinen noch auf Erden/ ganz nach deinem Herzen werden;/ mache deine Kinder schön, /abgeschieden, klein und stille,/ sanft, einfältig, wie dein Wille,/ und wie du sie gern willst sehn. 7. Sonderlich gedenke deren,/ die es, Herr, von mir be— gehren,/ daß ich für sie beten soll./ Auf dein Herz will ich sie legen;/ gib du jedem solchen Segen, /wie es not; du kennst sie wohl. 8. Ach besuch zu dieser Stunde/ ihre Serzen, und im Grunde/ sie erfreu in dir allein;/ zeuch mit deinen Liebeszuͤgen/ ihre Cust und ganz Vergnügen/ wesentlich in dich hinein. 9. Ach du hast uns teur erworben,/ da du bist am Kreuz gestorben;/ denke, Jesu, wir sind dein!/ Halt uns fest, so lang wir leben/ und in dieser Wüste schweben;/ laß uns nimmermehr allein; 10. Bis wir einst mit allen Frommen /dort bei dir zu— sammenkommen/ und, von allen Flecken rein,/ dort vor deinem Throne stehen,/ uns in dir, dich in uns sehen,/ ewig eins in dir zu sein. Gerhard Tersteegen, 4 1769. 321 —————————:—::: 306 Friede und Freude ö Friede und Freude ö 306 Mel.——— uns den Serren preisen. Johann Schop, I64ʃ. ollt ich mei⸗ nem Denn ich seh in 1— SS..S D... Gott nicht sin gen,/ sollt ich al ⸗len Din⸗gen,/ wie so ——— SSSS ihm nicht 3105 lich n.— ö gut ers mit mir mein Ists doch nichts als 22 7 N . aR ö Zr,. lau⸗-ter Lie-ben,/ das sein treu ⸗es Ber-ze 52—.—w—.—5—— 2. I +. FFII—.2 2——E— 2—5———————2 21—.—- regt,/ das ohn En⸗ de hebt und trägt,/ die in 1 +. 4 II 1 ö 993 65887 e En Ee Frasdu Hen nis. I ——————— I sei⸗ nem Dienst sich ü⸗-ben. Al-les Ding währt —————1 DDDPP sei⸗ ne Jeit,/ Got tes LCLieb in E-wig keit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder/ über seine Jungen streckt,/ also hat auch immer wieder /mich des Söchsten Arm gedeckt,/ alsobald im Mutterleibe,/ da er mir mein Wesen gab/ und das Ceben, das ich hab/ und noch diese 3³² Frier Stun in Er 3. für n teure will k fleißt seine 4. Wort Himn helleß die 5 Gott. 3. dacht falls nichte hebt währ G. bestel mich den C übere Gott. 7. mein und e Ange Angf in Er 8. gefüh berül Feind Alles währt —.— keit. Jungen öchsten ir mein ch diese Friede und Freude 306 Stunde treibe./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Cieb in Ewigkeit. ů 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer,/ nein, er gibt ihn fuͤr mich hin,/ daß er mich vom ewgen Feuer/ durch sein teures Blut gewinn;/ o du Brunnen ohn Ergründen,/ wie will doch mein schwacher Geist, /ob er sich gleich hoch be— fleißt,/ deines Grundes Tiefe finden? JAlles Ding währt seine Jeit,/ Gottes Cieb in Ewigkeit. 4J. Seinen Geist, den edlen Führer,/ gibt er mir in seinem Wort,/ daß er werde mein Regierer/ durch die Welt zur Himmelspfort,/ daß er mir mein Serz erfülle/ mit dem hellen Glaͤubenslicht,/ das des Todes Reich zerbricht/ und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Cieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seelen Wohlergehen/ hat er ja recht wohl be⸗ dacht:/ will dem Ceibe Not entstehen,/ nimmt ers gleich⸗ falls wohl in acht;/ wenn mein Rönnen, mein Vermögen/ nichts vermag, nichts helfen kann,/ kommt mein Gott und hebt mir an, /sein Vermögen beizulegen./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Cieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere/ haͤt er mir zum Dienst bestellt;/ wo ich nur mein Aug hinkehre,/ find ich, was mich nährt und hält: /Tier und Kräuter und Getreide,/ in den Gründen, in der Höh,/ in den Büschen, in der See:/ uͤberall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Jeit,/ Gottes Cieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen/ und ermuntert mein Gemüt,/ daß ich alle liebe Norgen/ schaue neue Lieb und Güt./ Wäre nicht mein Gott gewesen,/ hätte nicht sein Angesicht/ mich geleitet, wär ich nicht/ aus so mancher Angst genesen./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes LCieb in Ewigkeit. 8. An wie mancher schweren Plage/ hat er mich vorbei— geführt,/ daß sie mich mein Lebetage/ niemals noch bisher beruhrt;/ und der Engel, den er sendet,/ hat das Böse, das der Feind/ anzurichten war gemeint,/ in die Ferne weggewendet./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 323 307 Friede und Freude 9. Wie ein Vater seinem Vinde/ niemaͤls ganz sein Herz entzeucht,/ ob es wohl bisweilen Sünde/ tut und von der Bahn abweicht,/ also hält auch mein Verbrechen/ mir mein frommer Gott zu gut,/ will mein Fehlen mit der Rut/ und nicht mit dem Schwerte rächen./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Cieb in Ewigkeit. 10. Seine Strafe, seine Schläge,/ ob es mir gleich bitter scheint,/ sind, wenn ich es recht erwäge,/ dennoch Zeichen, daß mein Freund,/ der mich liebet, mein gedenke/ und mich von der schnöden Welt,/ die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu sich lenke./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. II. Das weiß ich fuͤrwahr und lasse/ mirs nicht aus demn Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße/ und muß endlich stille stehn;/ wenn der Winter ausgeschneiet,/ tritt der schöne Sommer ein: /also wird auch nach der Pein, wers erwaͤrten kann, erfreuet./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes CLieb in Ewigkeit. I2. Weil denn weder Ziel noch Ende/ sich in Gottes Liebe findt,/ ei, so heb ich meine Hände/ zu dir, Vater, als dein Rind,/ bitte: wollst mir Gnade geben,/ dich aus aller meiner Macht/ zu umfangen Tag und Nacht,/ hier in meinem ganzen Leben,/ bis ich dich nach dieser Zeit/ lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt, 1670 3 0⁷ Zohann Crüger, Berlin J656 5.— ö é— SꝗSSESS. + 35..— e⸗ su, mei⸗ ne Freu⸗de,/ lch wie lang, ach lan—ge/ ist dem —.———•* ö SS..—.— Her⸗ zens Wei⸗de,/ Je⸗su, mei⸗ ne Zier!! ö Ber⸗ zen ban⸗ ge/ und verlangt nach dirl 32⁴ aller zitter⸗ mer f. will n reude in Herz õon der ir mein t/ und t seine bitter seichen, 1d mich hält, t seine us dem d muß „ tritt Pein, t seine s Liebe Us dein is aller hier in it/ lob t, + J670. rlin J656 Friede und Freude 308 — ö— 1— ö——— —.—— 3 46655 Hab ich dich,/ wie reich bin ich!/ Au-ßer dir soll D.— II EE Ln rn ö— — +2.3. é— H 4 — der, v— L +— mir auf Er ⸗den/ nichts sonst lie ber wer-den. 2. Unter deinem Schirmen/ bin ich vor den Stürmen/ aller Feinde frei;/ laß von Ungewittern/ rings die Welt er⸗ zittern,/ mir steht Jesus bei./ Wenn die Welt/ in Trum⸗ mer fällt,/ wenn gleich Sünd und Sölle schrecken:/ Jesus will mich decken. 3. Trotz des Feindes Cauern,/ trotz des Todes Schauern,/ trotz der Furcht dazul/ Tobe, Welt, geringe/ halt ich dich und singe/ in gar sichrer Ruh!/ Gottes Macht/ hält mich in acht;/ Erd und Abgrund muß sich scheuen, /ob sie noch so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen,/ du bist mein Ergötzen,/ Jesu, meine Cust!/ Weg, ihr eitlen Ehren,/ ich mag euch nicht hören,/ bleibt mir unbewußt!/ Elend, Wot, /Rreuz, Schmach und Tod/ soll mich, ob ich viel muß leiden,/ nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen,/ das die Welt erlesen,/ mir gefällst du nicht./ Gute Nacht, ihr Sünden,/ bleibet weit dahinten,/ kommt nicht mehr ans Kicht./ Gute Nacht,/ du Stolz und Pracht;/ dir sei ganz, du Sündenleben,/ gute Macht gegeben. G. Weicht, ihr Trauergeister,/ denn mein Freuden— meister,/ Jesus tritt herein./ Denen, die Gott lieben,/ muß auch ihr Betrüben /lauter Freude sein./ Duld ich schon/ hier Spott und Hohn,/ dennoch bleibst du auch im Leide,/ Jesu, meine Freude. Johann Franck, 1677. 4 308 J. A. Freylinghausen, Salle 1704. +. ———.— A— Es glän⸗zet der Christen in-wen⸗di⸗ ges waͤs ih⸗nen der Rö-nig des Simmels ge— 32⁵ Friede und Freude .——.—— E— Le⸗ben, /ob⸗gleich sie von au⸗-ßen die Son- ne verbraͤnnt; ge⸗ben,/ ist keinem als ih⸗nen nur sel-ber be— kannt; ö IIIFIIIIIIIII II was niemand ver⸗spü-ret,/ was niemand be-rüh'ret, Ih 2...——— Eei— .——— ih⸗ re er⸗leuch⸗te ten Sin-ne ge⸗üzie ⸗ret/ und iEE sie zu der gött-li-chen Wür-de ge-füh⸗ret. 2. Denn innerlich sind sie von göttlichem Stamme, boren aus Gott durch sein mächtiges Wort;/ es lodert 0 ihnen die himmlische Flamme,/ entzündet von oben, 0. naͤhret von dort;/ die Engel sind Brüder,/ die ihre Loh lieder/ mit ihnen holdselig und inniglich singen;/ das 0 dann ganz herrlich und prächtig erklingen. 3. Sie waͤndeln auf Erden und leben im Himmel; i bleiben ohnmächtig und schützen die Welt; /sie schmeckt den Frieden bei allem Getümmel,/ sie haben, die Armseon was ihnen gefällt./ Sie stehen in Ceiden/ und bleiben! Freuden;/ sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen 720 fuͤhren das Ceben des Glaubens von innen. 4. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werdenl wenn er sich einst dar in der Serrlichkeit stellt,/ so werden mit ihm als Fürsten der Erden /auch herrlich erschemn zum Wunder der Welt./ Sie werden regieren,/ mit. triumphieren,/ den Simmel als prächtige Lichter au zieren;/ da wird man die Freude gar offenbar spüren. S. Frohlocke, du Erde, und jauchzet, ihr Hügel, /diew ihr solch göttlichen Samen geneußt;/ denn das ist Ewigen göttliches Siegel,/ zum ZJeugnis, daß er euch 0 32 Freude hrannt; kannt; et und — fůͤh ⸗ret. nme, V9 lodert 5 oben, g ihre Loh das muf imel; schmecke e Ärmsten bleiben! inen werden, werden erscheinn mit ihi ichter a spüren. el,/ dieme das ist er euch su Friede und Freude 309 Segen verheißt;/ ihr sollt noch mit ihnen/ aufs prächtigste gruͤnen,/ wenn erst ihr verborgenes Ceben erscheinet,/ wo⸗ nach sich eu'r Seufzen mit ihnen vereinet. 6. O Jesu, verborgenes Ceben der Seelen,/ du heimliche zierde der inneren Welt!/ Caß deinen verborgenen Weg uns erwäͤhlen,/ wenngleich uns die Schmach deines KRreuzes entstellt./ Zier übel genennet/ und wenig erkennet,/ hier heimlich mit Christo im Vater gelebet,/ dort ffentlich mit ihm im Himmel geschwebet. Chr. Friedrich Richter, T 17II. 309 7 wie Nr. 494.) ZB. A. 666664045646 Halle 17034. 6... II Wie wohl ist mir, o Freund der See⸗le,/ wenn ich— ge aus der Schwermutshöh-le/ und A —— ‚..— ER I— ich in dei⸗ ner rede ruh; l ei ⸗le dei⸗ nen Ar⸗ men zu; ¶ da muß die Nacht des E.. 0.—D DS——— Trau⸗erns schei den,/ wenn mit der Fül⸗le sel⸗ ger SSSI II D Freu⸗den/ die Lie-be strahlt aus dei⸗ ner Brust./ Hier .— P. * . ist mein dim⸗mel schon auf Er ⸗ den;/ wer: te nicht be⸗ * se⸗ligt wer ⸗den,/ der in dir su⸗ chet Ruh und Cust? 327 309 Friede und Freud 2. Die Welt mag meine Feindin heißen;/ es sei alsoz ich trau ihr nicht,/ wenn sie mir gleich will Cieb erweisen/ be einem freundlichen Gesicht./ In dir vergnügt sich meim Seele,/ du bist mein Freund, den ich erwaͤhle,/ du bleibs mein Freund, wenn Freundschaͤft weicht./ Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen,/ weil in den stärksten Un glückswellen/ mir deine Lreu den Anker reicht. 3. Will mich der Suͤnde Last erdruͤcken,/ blitzt auf mich des Gesetzes Weh,/ droht mir die Strafe schon im Rücken, so steig ich glaubig in die hh/ und flieh zu deinen heilgen Wunden,/ da hab ich schon den Ort gefunden,/ wo mic kein Fluchstrahl treffen kann./ Tritt alles wider mich zu sammen,/ du bist mein Heil, wer will verdammen?/ Di Ciebe nimmt sich meiner an. 4. Cenkst du durch Wüsten meine Reise,/ ich folg um lehne mich auf dich;/ du gibst aus Wolken mir die Speise und labest aus den Felsen mich./ Ich traue deinen Wunder wegen;/ sie enden sich in Cieb und Segen: /genug, wem ich dich bei mir hab!/ Ich weiß, wen du willst herrlih zieren/ und über Sonn und Sterne füͤhren,/ den führest d— zuvor hinab. ö 5. Der Tod mag andern düster scheinen,/ mir nicht, wi Seele, Herz und Mut/ in dir, der du verlässest keinen, 1 dir, mein liebstes Leben, ruht./ Wen macht des Weges En erzittern,/ wenn aus Gefahr und Ungewittern/ er eingeh in die Sicherheit?/ Mein Licht, so will ich auch m Freuden /aus dieser finstern Wildnis scheiden/ zu deing Ruh der Ewigkeit. 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen,/ so woh wenn ich mich lehn auf dich!/ Mich kann Welt, Not un Tod nicht quälen,/ weil du, mein Gott, vergnügest mich LCaß solche Ruh in dem Gemuͤte/ nach deiner unumschran ten Güte/ des Zimmels süßen Vorschmaͤck sein./ Weh Welt, mit allen Schmeicheleien! /Nichts kann, als Jesug mich erfreuen./ O reicher Trost: mein Freund ist meinl Wolfg. Christoph Deßler, + 328 Frie 2. Glar wähl nimr du R 3. die S Seel Jesu wege 4. fuͤr z erfun ein; imm ö Freude also; ich sen/ be h meim u bleibs Helt Haß sten Un auf mic Rücken, heilgen wo mich mich zu nꝰ/ Di— folg um Speise Wunder Ag, wes t herrlit ührest de icht, wes inen,‚ Vi eges Ei er eingeh auch mi zu deing so wohh Not un est mich mschraͤn n./ we als Jesus mein! ßler, + Friede und Freude 310 310 J. A. Freylinghausen, Salle 1704. 84Z——*—— ö aue.— d., e Frie⸗-de, ach Frie de, ach gött-li⸗ cher Frierde,/ J. Uwel⸗cher der Frommen Berz, Sinn und Ge⸗ mů⸗ te/ x 51 2 ————— ———. . vom Va⸗ter durch Chri-stum im hei-li⸗gen Geist, X in Chri⸗sto zum e⸗wi⸗-gen Ceben auf ⸗schleußt!l/ ——ꝗ x r—— 9 24§.t. 49 2—....—.— +— TN— E— Den sol⸗len die gläu ⸗-bi-gen See⸗len er⸗lan⸗gen,/ die .....—.— Sie al⸗les ver-leug⸗ nen und Chri⸗-sto an⸗ han- gen. 2. Richte deswegen, friedliebende Seele,/ dein Serze im Glauben zu Jesu hinan!/ Was da ist droben bei Christo, er⸗ wähle,/ verleugne dich selbst und den irdischen Wahn;/ nimm auf dich das sanfte Joch Christi hienieden,/ so findest du Ruhe und göttlichen Frieden. 3. Nahm doch der Mittler des Friedens viel Schmerzen,/ die Sünder mit Gott zu versöhnen, auf sich./ Nimm dies, o Seele, recht fleißig zu derzen/ und siehe, was tut nicht dein Jesus für dich!/ Am Rreuze dort bringt er dir Frieden zu— wege/ und hilft dir, daß Jammer und Unruh sich lege. 4. Wun dafüur bist du ihm ewig verbunden,/ du sollst da— fuͤr gaͤnzlich sein Eigentum sein;/ er hat die ewge Erlösung erfunden/ und schließt in den Bund seines Friedens dich ein;/ drum siehe, daß du dich ihm gänzlich ergibest/ und immer beständig von Serzen ihn liebest. 32⁹ D˖D —— DHD‚Di‚i‚eeee.eeeeeeeeee —teteeeeeeeee —p—piiieeieeeieiieiee‚eeeeeee SSFSE..I‚— —p—————— 31I Friede und Freude 5. Siehe, von all seinen Friedensgenossen/ erfordert er herzliche CLiebe und Treu;/ drum sollst du treulich und tapfer ausstoßen,/ was Jesus dir zeiget, das wider ihn sei. Welt, Satan und Sünde, die mußt du bestreiten,/ was Jesu zuwider ist, fliehen und meiden. 6. Ciebe und übe, was Jesus dich lehret,/ und was er dir saget, dasselbige tu;/ hasse und lasse, was sein Wort ver— wehret,/ so findest du Frieden und ewige Ruh./ Ja, selig, die also sich Jesu ergeben/ und gläubig und heilig nach seinem Wort leben. 7. Jesu, du Serzog der Friedensheerscharen,/ Rönig des Friedens, ach zeuch uns nach dir,/ daß wir den Friedens— bund treulich bewaͤhren,/ im Wege des Friedens dir folgen allhier;/ ach laß uns doch deinen Geist kräftig regieren/ und dir nach im Frieden zum Vater hinführen! Bartholomäus Crasselius, 4 1724. 3II Mel. Unser Serrscher, unser König. Bremen J680. F Z—.— sweicht, ihr Ber⸗ e fallt, ihr Zůü⸗gel,/ XX XII . Got⸗- tes Gna de hat das Sie⸗gel,/ Iii — 11— I 2— gene von mir 8. beru er tu feste Mel. r 2 Fe ⸗ in!„ al le Fel⸗-sen, bre⸗chet ein! 1 Laß die welt zu sie will un⸗ver-än'dert sein.) — ———— e I—.— —— 1 I. Trümmern gehn,/ Got⸗tes Gna⸗-de wird be⸗stehn. 2. Gott hat Gnaͤde mir versprochen,/ Gott hat einen— Bund gemaͤcht,/ der wird nimmermehr gebrochen,/ bis er— alles hat vollbracht./ Er, die Wahrheit, trüget nicht; /es sche geschieht, was er verspricht. ho 339 reude dert er h und sei. 5 Jesu er dir rt ver⸗ selig, g nach Bönig iedens⸗ folgen und 1½½ en 1680. t einen bis er ht;/ es Friede und Freude 312 3. Seine Gnaͤde soll nicht weichen,/ wenn gleich alles bricht und fällt,/ sondern ihren Zweck erreichen,/ bis sie mich zufrieden stellt. Ist die Welt voll Heuchelei,/ Gott ist fromm und gut und treu. 4. Will die Welt den Frieden brechen,/ hat sie laͤuter Krieg im Sinn,/ Gott hält immer sein Versprechen;/ so faͤllt aller Zweifel hin,/ als wär er nicht immerdar,/ was er ist und was er war. 5. Caßt sein Antlitz sich verstellen,/ ist sein Zerz doch treu gesinnt/ und bezeugt in allen Fällen,/ daß ich sein ge— liebtes Rind,/ dem er beide Hände reicht,/ wenn auch Grund und Boden weicht. 6. Er will Friede mit mir halten,/ wenn die Welt sich auch empört;/ ihre Liebe mag erkalten,/ achtet doch mein Gott mich wert./ Ob die Sonne sich verhüllt,/ bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer,/ so hat er sich selbst genennt;/ das ist Trost: so werd ich Armer/ nimmermehr von ihm getrennt./ Sein Erbarmen läßt nicht zu,/ daß er mir was Leides tu. 8. Nun, so soll mein ganz Vertrauen /ankerfest auf ihm beruhn;/ Felsen will ich auf ihn bauen,/ was er saget, will er tun./ Erd und Himmel kann vergehn,/ sein Bund bleibet feste stehn. Benjamin Schmolck, J737. 42 Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Johann Uhlich, 1674. Ha⸗ be dei⸗ ne Lust am Herrn,/ der dir so wird dir dein Gna- den- stern/ tau⸗send ——— .. ———————— schen⸗ket Cust und Le⸗ben, hol ⸗de Strah-len ge⸗ ben; denn er beut dir 331 313 Friede und Freude —— ö 8 +. 1 + + ——————— ö ö e————...... treu⸗lich an,/ was dein Herz nur wünschen kann. 2. Caß der Welt die eitle Cust,/ die in Weinen sich ver— kehret;/ wer das Herz in seiner Brust/ Gott allein zur Lust gewähret,/ dieser trifft in allem an,/ was das Berz nur wünschen kann. 3. Cust an Gott erfüllt mit Licht,/ wenn man ihn durchs Wort erkennet;/ Cust am Serrn starkt den zur Pflicht,/ der in seiner Ciebe brennet!/ Cust am Herrn beut alles an,/ was das Zerz nur wünschen kann. 4. Wer nur Cust am Serren hat,/ hat auch Lust an seinem Willen/ und bemuͤht sich früh und spat,/ solchen Willen zu erfüllen;/ und so wird er auch empfahn,/ was das Herz nur wünschen kann. 5. Ist die Cust nicht ohne Cast,/ trag geduldig die Be— schwerden;/ wenn du wohl gelitten hast,/ wirst du erst recht frohlich werden/ und triffst dort im Zimmel an,/ was dein HZerz nur wünschen kann. Benjamin Schmolck, 4 1737/ Mel. Seelenbräutigam. 3 3 Adam Drese, 1640. SZ.— — E. IEI— SPIII. J. Wer ist wohl wie du, Je-su, sü ße Ruh?/ ....... Fuͤr uns al⸗le aus⸗-er⸗ko⸗ren,/ Ceben de⸗rer, die ver — 1—.————— /—— ——— 1.. I— x Ee, in. add,. lo ren,/ und ihr CLicht da⸗ zu,/ Je-su, sü⸗ße Ruhl 2. Ceben, das den Tod,/ mich aus aller Not/ zu erlösen, hat geschmecket,/ meine Schuld hat zugedecket/ und mich aus der Not/ hat geführt zu Gott! 332 reude Friede und Freude 313 3. Glanz der Serrlichkeit!/ Du bist vor der Zeit/ zum Er⸗ löser uns geschenket/ und in unser Fleisch versenket/ in der Fuͤll der Zeit,/ Glanz der Serrlichkeit! 4. Großer Siegesheld!/ Tod, Sünd, Söll und Welt/ hast du mächtig überwunden/ und ein ewges Seil erfunden/ durch das Cösegeld/ deines Bluts, o Seld! 5. Höchste Majestät,/ König und Prophet!/ Deinen Jepter will ich küssen,/ wie Maria dir zu Füßen/ sitzen fruͤh und spät,/ höchste Majestät! 6. Caß mich deinen Ruhm, /als dein Eigentum,/ durch des Geistes CLicht erkennen,/ stets in deiner Ciebe brennen,/ als dein Eigentum,/ allerschönster Ruhm! 7. Deiner Sanftmut Schild,/ deiner Demut Bild/ mir anlege, in mich präge,/ daß kein Zorn noch Stolz sich rege;/ vor dir sonst nichts gilt/ als dein eigen Bild. 8. Steure meinen Sinn,/ der zur Welt will hin,/ daß ich nicht mög von dir wanken,/ sondern bleiben in den Schran⸗— ken;/ sei du mein Gewinn,/ gib mir deinen Sinn. 9. Wecke mich recht auf,/ daß ich meinen Cauf /unver⸗ rückt zu dir fortsetze,/ und die Sünd in ihrem Netze/ mich nicht halte auf;/ fördre meinen Caufl 10. Deines Geistes Trieb/ in die Seele gib,/ daß ich wachen mög und beten,/ freudig vor dein Antlitz treten;/ ungefärbte LCieb/ in die Seele gib! II. Wenn der Wellen Macht/ in der trüben Nacht/ will des Herzens Schifflein decken,/ wollst du deine Sand aus— strecken;/ habe auf mich acht,/ Hüter in der Macht. 12. Einen Heldenmut,/ der da Gut und Blut/ gern um deinetwillen lasse/ und des Fleisches Cüste hasse,/ gib mir, höchstes Gut,/ durch dein teures Blut! I3. Solls zum Sterben gehn,/ wollst du bei mir stehn,/ mich durchs Todestal begleiten/ und zur Herrlichkeit be— reiten,/ daß ich einst mag sehn/ mich zur Rechten stehn. Joh. Anastasius Freylinghausen, 1739. 333 Friede und Freude 314 Mel. O du Süter Israel. J. A. Freylinghausen, Salle 1713. J. Chri⸗sten sind ein gött ⸗ lich Volk,/ aus dem EiEEEE — Geist des Herrn ge- zeu⸗get,/ ihm ge-beurget/ ͤ—.———.— IIIE und von sei⸗ner Flam⸗ men⸗maͤcht/ an ⸗ ge facht;/ 2— 22.—.——.— SS. — vor des Bräutgams Au⸗gen schweben,/ das ist ih ⸗ rer E.— 1— See ⸗len Le⸗ben,/ und sein Blut ist ih-re Praͤcht. 2. Rönigskronen sind zu bleich/ für der Gottverlobten Würde;/ eine Hürde/ wird zum himmlischen Palast;/ und die Cast,/ drunter sich die Selden plagen,/ wird den Rin— dern leicht zu tragen,/ die des Kreuzes Rraft gefaßt. 3. Ehe Jesus unser wird,/ ehe wir uns selbst vergessen/ und gesessen/ zu den Füßen unsers Herrn,/ sind wir fern/ von der ewgen Bundesgnaͤde,/ von dem schmalen Cebens— pfade,/ von dem hellen Morgenstern. J. Pilgrimschaft zur Ewigkeit/ bleibet immerdaͤr be— schwerlich,/ ja gefährlich,/ bis man ringt und dringt zu dir,/ einge Tur,/ einge Ursach der Vergebung,/ Glut der göttlichen Belebung,/ Jesu, unser Ciebspaänier! S. Jeuch uns hin, erhöhter Freund,/ zeuch uns an dein Berz der Ciebel /Deine Triebe /führen mich, du Sieges— held,/ durch die Welt,/ daß ich deine Seele bleibe/ und so⸗ lange an dich gläube,/ bis ich lieb im innern Zelt. 33⁴ Fried G. wage dein Ciebe 7. Freud der C seine Freude Klle 1713. rlobten 3/ und n Rin tessen/ fern ebens⸗ ar be⸗ ngt zu lut der in dein —* Zieges⸗ Ind so⸗ Friede und Freude 315 6. Da ist meine ZHand und Herz! /Du haͤst deine Seel ge— waget,/ unverzaͤget,/ und das alles bloß allein,/ daß ich dein/ und du meine heißen könntest./ Wenn du nicht von Ciebe brenntest,/ hätte das nicht können sein. 7. Nun, ihr RKronen, fahret hin,/ fahre hin, erlaͤubte Freude!/ Meine Weide/ sei des Herren letztes Mahl/ vor der Qual,/ meine Ehre seine Schaͤnde,/ meine Freiheit seine Bande,/ meine Zier die Ros im Tal. Mikolaus Ludwig Sraf von Zinzendorf, 1 1760. 3J5 Mel. Zesu, meine Freude. Zohann Crüger, Berlin 1656. SPSPSSS.I. EI All⸗ge⸗nug⸗sam Wesen,/ das ich hab er ⸗le ⸗ sen/ du vergnügst al⸗lei⸗ ne/ völ⸗lig, in⸗ nig, rei ne/ ..‚—— II——4 1 DIIP mir zum höch-sten Gut, See le, Geist und Nut. Wer dich hat,/ ist still und satt;/ Z 2———...—— + I e.. ů—.— EEH SSS.IIIIII wer dir kann im Geist anhangen,/ darf nichts mehr verlangen. 2. Wem du dich gegeben,/ kann in Frieden leben;/ er hat, was er will; /wer im Serzensgrunde/ lebt mit dir im Bunde,/ liebet und ist still./ Bist du da/ und innig nah,/ muß das Schönste bald erbleichen/ und das Beste weichen. 3. Höchstes Gut der Güter,/ Ruhe der Gemüter, /Trost in aller Pein;/ was Geschöpfe haben,/ kann den Geist nicht laben;/ du vergnügst allein./ Was ich mehr/ als dich be⸗ gehr,/ kann mein Seligsein nur hindern/ und den Frieden mindern. 4. Was genannt kann werden/ droben und auf Erden,/ alles reicht nicht zu;/ einer kann nur geben/ Freude, Ruh 335 316 Friede und Freude und Ceben, /Eins ist not: nur dul/ Hab ich dich/ nur wesentlich,/ so maͤg Ceib und Seel verschmachten;/ will ichs doch nicht achten. 5. Romm, du selges Wesen,/ das ich mir Klesen, werd mir offenbarl/ Meinen Hunger stille/ und mein Herz er— fülle/ mit dir selber garl/ Bleib nur du/ mein Gut und Ruh,/ bis du wirst in jenem Ceben/ dich mir völlig geben. Gerhard Tersteegen, 1 JI769, 3 16 Just. Seinrich Knecht, I797. ——4 ö— ö ö EEEEEEEEE Mein Glaub ist mei⸗ nes Ce⸗bens Ruh/ Auch gib—— Zerr, Be ⸗stän dig⸗keit, Vund führt mich dei⸗ nem Him-mel zu, /o daß die ⸗sen Trost der Sterb- lich-keit/ nichts IIIIIE D du, an den ich Lu bel Tief präg es mei⸗nem meiner See le rau-bel E——— Snuu . Zer⸗ zen ein,/ welch Glück es ist, ein Christ zu sein. 2. Du hast dem sterblichen Geschlecht/ zur selgen Ewig keit ein Recht/ durch deinen Tod erworben;/ zum Staube kehrt zurück der Staub,/ der Geist wird nicht des Todez Raub;/ du bist für mich gestorben./ Mir, der ich dein Er— löster bin,/ ist dieses CLeibes Tod Gewinn. 3. Ich bin erlöst und bin ein Christ!/ Mein Herz ist ruhih und vergißt/ die Schmerzen dieses Lebens./ Ich dulde, was ich dulden soll,/ und bin des hohen Trostes voll:/ ich leide nicht vergebens./ Gott selber mißt mein Teil mir zu,/ hier kurzen Schmerz, dort ewge Ruh. 336 reude /nur will werd zerz er⸗ ut und geben. „+ I76½. ht, I797. sein. Ewig⸗ Staube Todes ein Er⸗ t ruhih de, was ch leide „/ hier Friede und Freude 317 4. Was seid ihr, Ceiden dieser Jeit,/ mir, der ich jener Zerrlichkeit/ mit Ruh entgegenschaue?/ Bald ruft mich Gott, und ewiglich/ belohnet und erquickt er mich,/ weil ich ihm hier vertraue./ Bald, bald verschwindet aller Schmerz/ und Himmelsfreuden schmeckt mein Herz. 5. Bin ich gleich schwach, so trag ich doch/ nicht mehr der Suͤnde schmählich Joch/ in meinem Cauf auf Erden;/ mit Freuden uͤb ich meine Pflicht;/ doch fühl ich wohl, ich bin noch nicht,/ was ich dereinst soll werden./ Mein Trost ist dies: Gott hat Geduld/ und straft mich nicht nach meiner Schuld. 6. Der du den Tod für mich bezwaͤngst,/ du haͤst mich, mittler, aus der Angst,/ in der ich lag, gerissen!/ Dir, dir verdank ich meine Ruh;/ denn meine Wunden heiltest du/ und stilltest mein Gewissen;/ und fall ich noch in meinem Cauf,/ so richtest du mich wieder auf. 7. Dank sei dir, Vater, Dank und Ruhm,/ daß mich dein Evangelium /lehrt glaͤuben, hoffen, lieben. Was mir schon jetzt in dieser Zeit/ den Vorschmaͤck gibt zur Selig— keit,/ wie soll ich das nicht üben?/ Gott, präg es meinem Herzen ein,/ welch Gluck es sei, ein Christ zu sein! Balthasar Münter, 1 1793. 317 Mel. Nun bitten wir den heiligen Geist(Mr. Io8). J. Ach mein Serr Jesu, dein Nahesein /bringt großen Frieden ins Serz hinein,/ und dein Gnadenaͤnblick macht uns so selig,/ daß Ceib und Seele daruͤber fröhlich/ und dankbar wird. 2. Wir sehn dein freundliches Angesicht/ voll Buld und Gnade wohl leiblich nicht;/ aber unsre Seele kanns schon gewahren,/ du kannst ihr fühlbar dich offenbaren,/ auch ungesehn. 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht/ dein zu ge— nießen recht wär bedacht!/ Der hätt ohn End von Glück zu sagen,/ und seine Seel müßt immer fraͤgen: /wer ist wie du? 337 + 318 Friede und Freude 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein,/ uns täglich reich⸗ lich die Schuld verzeihn,/ heilen, trösten, stillen, erfreun und segnen/ und unsrer Seel als Freund begegnen,/ ist deine Cust. 5. Ach gib an deinem kostbaren Heil/ uns alle Tage voll⸗ kommenen Teil,/ und laß unsre Seelen sich immer schicken,/ aus Not und Liebe nach dir zu blicken/ ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald/ mit deiner heiligen Todsgestalt;/ ja, laß sie uns immer vor Augen schweben/ und dein wahrhaftiges Inunsleben/ zu spuͤren sein. 7. Ein herzlich Wesen und Rindlichkeit/ sei unsre Zierde zu aller Zeit,/ und die Tröstung aus deinen Todeswunden/ erhalt uns Frieden zu allen Stunden,/ bei Freud und CLeid. 8. So werden wir in Simmel hinein/ in dir vergnüͤgt wie die Kinder sein./ Muß gleich unser Aug sich noch manchmal netzen,/ wenn sich das Herz nur an dir ergötzen/ und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrabne Sand,/ die soviel Treue an uns gewandt,/ daß wir, daran denkend, beschaͤmt daͤstehen,/ und unser Auge muß übergehen/ vor Lob und Dank. Christian Gregor, JSol. 318 Karl Breidenstein, 1818. J. Wenn ich ihn nur ha- be,/ wenn er mein nur — E—— x—————.—— ist, /wenn mein Serz bis hin zum Gra⸗be/ sei⸗ne Treu e nie ver-gißt;/ weiß ich nichts von Lei ⸗ de,/ füh le nichts als An-dacht, Cieb und Freu-de. reude reich⸗ ö in und Cust. e voll⸗ icken, · 6. deiner lugen püren Friede und§Freude 319 2. Wenn ich ihn nur habe,/ laß ich alles gern,/ folg an meinem Wanderstabe /treu gesinnt nur meinem Herrn,/ lasse still die andern/ breite, lichte, volle Straßen wandern. 3. Wenn ich ihn nur habe,/ schlaf ich fröͤhlich ein;/ ewig wird zu süßer Cabe/ seines Herzens Flut mir sein,/ die mit sanftem IZwingen /aͤlles wird erreichen und durchdringen. 4. Wenn ich ihn nur habe,/ haͤb ich auch die Welt,/ weil des Himmels schönste Gabe/ meinen Blick nach oben hält;/ hingesenkt im Schauen,/ kann mir vor dem Irdischen nicht grauen. 5. Wo ich ihn nur habe,/ ist mein Vaterland,/ und es fallt mir jede Gabe/ wie ein Erbteil in die Sand./ Cängst vermißte Brüͤͤder/ find ich nun in seinen Jüngern wieder. Friedrich v. Sardenberg(Novalis), I80I. 319 Mel. JZesu, meine Freude(Nr. 3J5). J. Wie getrost und heiter,/ Herr, mein Eicht und Leiter,/ machst du meinen Geist!/ Der du, die dir trauen,/ führst zu grünen Auen/ und so gern erfreust!/ NWiemals wird/ bei dir, o Zirt/ und Beruhiger der Seelen,/ mir Erquickung fehlen. 2. Deinem Rat ergeben,/ freu ich mich zu leben;/ was du willst, ist gut. Wichts vermag ich Schwaͤcher;/ du, mein Seligmacher,/ rüstest mich mit Nut./ Wenn die Welt/ er⸗ bebt und fällt,/ wenn Gericht und Sölle schrecken,/ willst du mich bedecken. 3. Ich kann ohne Grauen/ Gräber vor mir schauen;/ mein Erlöser lebt;/ ich weiß, wem ich glaube,/ weiß, daß aus dem Staube/ mich sein Arm erhebt./ Todestag,/ dein Schrecken mag/ eines Frevlers Serz erschüttern;/ was braͤuch ich zu zittern? 4. Auch in mir ist Sunde;/ doch ich uͤberwinde/ sie, mein Hort, durch dich./ Sink ich oft noch nieder,/ du erhebst mich wieder,/ du begnaͤdigst mich./ Deine HZuld Utilgt meine Schuld;/ nie entziehst du deinem Rnechte/ der Erlösten Rechte. 339 '.....— 320 Friede und Freude 5. Daß ich Gott erkenne/ und ihn Vater nenne/ und mich ewig sein,/ daß ich hier am Grabe/ Trost und Hoffnung habe,/ dank ich dir allein./ Daß dein Seist/ mich unter— weist/ und mich führt auf deinem Pfade,/ das ist deine Gnade. 6. Der du Blut und Ceben/ für mich hingegeben,/ daß in meiner Not/ ich nicht hilflos bliebe,/ groß ist deine Liebe,/ stärker als der Tod!/ Herr, und ich,/ ich sollte mich/ deiner Buld nicht dankbar freuen,/ dir mein Serz nicht weihen? 7. Würdig dir zu leben,/ dies sei mein Bestreben,/ meine LCust und Pflicht!/ Was die Welt vergnuͤget,/ o mein Seil, das g'nüget/ meiner Seele nicht./ Zab ich dich,/ wie gern will ich/ das, wonach die Heiden trachten,/ reich in dir, ver⸗ achten! 8. Macht ein Gut der Erde,/ daß ich glücklich werde/ durch Jufriedenheit?/ Sind nicht auch die Ehren,/ die die Welt betören,/ Traum und Eitelkeit? /Du erfreust/ des Menschen Geist;/ Herr, du willst, die dich verehren,/ ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden/ schmeck ich schon hienieden,/ und was hoff ich dort?/ Unbegrenzte Zeiten/ voller Selig⸗ keiten/ hoff ich auf dein Wort./ Sie sind mein/ durch dich allein./ Bleib ich dir getreu im Glauben,/ wer kann sie mir rauben? J0. Voll von deiner Güte Ufrohlockt mein Gemüte, A Gott, mein Heiland, dir./ Dieser Geist der Freuden/ starke mich im LCeiden,/ weiche nie von mir!/ Caß mich so,/ be— herzt und froh,/ einst durchs Tal des Todes dringen,/ dort dein Cob zu singen. Christoph§riedrich Neander, I802 32⁰0 Mel. Schmücke dich, o liebe Seele(Nr. 282). J. Vom Geräusch der Welt geschieden/ schmeck ich des Er⸗ lösers Frieden/ und die Freude, schon auf Erden,/ Gott, mit dir vereint zu werden; /sehe diese Welt der Sünden/ unter meinen Füßen schwinden/ und das Glück von jenem Leben/ den entzückten Geist umgeben. 3⁴⁰ Mel. v reude d mich fnung Unter⸗ deine daß in iebe,/ deiner en? meine nHeil, e gern r, ver⸗ derde/ die die / des ewig eden, Selig⸗ ch dich sie mir üte, stärke „/be⸗ dort + I8⁰02 es Er⸗ Gott, nden jenem Friede und Freude 321 2. Was ist aller Reiz von Cüsten /über sie erhabnen Christen?/ Was der Glanz der eiteln Freuden?/ Was des Lebens kurze Ceiden,/ wenn sie deinen Cohn erblicken,/ der sie ewig wird beglücken,/ und des Kraͤnzes Wert emp⸗— finden,/ den dort Engel fuͤr sie winden? 3. Nun maͤg Trübsal auf mich stürmen!/ Gottes Trost wird mich beschirmen. Rurz sind dieses Cebens Pfade;/ ewig währt der Lohn der Gnaͤde./ Mit des Dankes stillen zaͤhren/ will ich Gottes Rat verehren,/ unter keiner Plage sinken/ und den Kelch der Ceiden trinken. 4. Du hast selbst der Nenschen Plagen,/ Seiland, voll Geduld ertragen,/ mit dem schwersten Tod gestritten,/ tausendfaches Ceid erlitten!/ Caß mich deine Kraft be— leben,/ wenn die maͤtten Hände beben!/ Hilf mir wachen, kämpfen, siegen!/ Friede lohnet nach den Kriegen. Joh. Joachim Eschenburg, 1 1820. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 321 Johann Uhlich, 1J674. +2 J—I..———— ö „-,.. V., n ae + „mei⸗-nen Frie⸗den geb ich euch!“/ Al-so Auf, mein Herz, die Sor-gen fleuch!/ Er wird er.— — 1————.—..— hat der Herr ver hei-ßen.“ Sei aus der Angst dich rei ßen.“ IIYSISDSSSTTT— un⸗ ver⸗ zagt,/ glau ⸗ be, was er zu ⸗ge⸗ sagt. 2. Herr, du hältst, was du versprichst,/ gibst noch immer deinen Frieden,/ wenn du in die Serzen brichst/ mit dem Wahrheitsglanz hienieden./ Kehre eilig bei mir ein,/ laß in dir mich selig sein! J. ge⸗ trost und 341¹ —.ñꝛꝛꝛꝛ.——— 322 Friede und Freude 3. Güter, die die Erde gibt,/ sind nur mangelhaͤfte Gaben; /ewig, Serr, wird, wer dich liebt,/ in dir volle Gnüge haben. /Schütte auf mein ganzes Zaus/ deine Gnaͤdenfülle aus! 7J. Ohne dich vermaͤg ich nichts; /eignes Ringen ist ver— gebens;/ du allein, o Quell des Lichts,/ bist der Grund des neuen Cebens./ Rühre mich mit deiner Rraft,/ die den neuen Menschen schaͤfft! S. Führe du mein Glaubensschiff/ durch die sturm— bewegten Wellen,/ daß es nicht am Felsenriff/ harter Iweifel mög zerschellen!/ Wenn ichs nicht mehr lenken kann,/ so sei du der Steuermann. E. Rette mich in jenen Port,/ wo die Erdenstürme schweigen/ und vor dir, o Gnaͤdenhort,/ alle Seligen sich neigen!/ Dann in deines Vaters Haus/ werf ich meinen Anker aus. Christ. August Bähr, 1 J1836, Mel. Valet will ich dir geben. DSSDS— Melchior Teschner, J6ʃ3. +Z. O Ze⸗su, mei⸗ne Sonne,/ vor der die Naͤcht ent— o Je-su, mei⸗ne Won-ne,/ die al-le Vot ver— EEEEEEE 1E—— J. Icheuchenn in Ber⸗ zen klingt mir täg⸗lich/ der ei ne hel ⸗le .— 1, ———— Ton:/ wie hast du so un·säg⸗lich/ geliebt, o Got⸗-tes Sohnl 2. Es faßt mich so ein tiefes,/ ein himmlisches Gefühl;/ es ist mir stets, als rief es:/ Sier ist dein einzig Ziell/ Ja⸗ wenn mir gar nichts bliebe,/ ich gäb mit frohem Sinn/ um Jesu Christi Ciebe/ auch noch das Letzte hin. 3½ und will! Herrr 4. getre Ich k was . und Selig gleich G. und weich lohn 7. o lieb deine triebe 8. brach daß i weilei Mel. 3 die den sturm⸗ harter lenken stuͤrme en sich neinen „T I84j er, IoI3, ht ent⸗ t ver⸗ hel⸗le 1 EI Sohnl fühl; / Ja, n/s um Friede und Freude 323 3. Um diese Perle wäre/ mir alles andre feil,/ selbst ab und Gut und Ehre,/ mein ganzes Erdenteil./ Wie gerne will ich meiden/ das alles froh und still,/ wenns von dem Herrn mich scheiden/ und ihn mir rauben willl! 4J. Ich kenn auch gar kein Ceben,/ von dir, mein Herr, getrennt;/ du bist mein einzig Leben/ und Cebenselement./ Ich kenne gar kein Sterben,/ seitdem ich leb in dir:/ denn was mich konnt verderben,/ die Sünde, nahmst du mir. 5. Ich weiß nichts mehr von CLeiden,/ denn alles Kreuz und Ceid/ kann mich von dir nicht scheiden,/ du Born der Seligkeit;/ ja, wenn ich dich nur habe,/ dann gilt mir alles gleich,/ ich bin am Bettelstabe/ noch wie ein Xönig reich. 6. Ich bin schon hier auf Erden/ so selig und so leicht,/ und was wird dort erst werden,/ wo alle Schwaͤchheit weicht!/ Das macht ein selig Sterben,/ daß ich als Gnaden— lohn /ein Rönigreich soll erben/ und eine ewge Kron. 7. O lieber Herr, so präg es/ recht meinen Sinnen ein;/ o lieber Serr, so leg es/ mir tief ins Serz hinein,/ daß ohne deine Ciebe /ich ganz verloren wär/ und ohne Zoffnung triebe/ auf wüstem Meer umher; 8. Doch daß du mich allmählich/ zum Hafen hast ge⸗ bracht/ und mich so uͤberselig/ aus Gnaden haͤst gemacht,/ daß ich vor nichts erschrecke,/ was andern schrecklich ist,/ weil ich es seh und schmecke,/ wie du mein Heiland bist. Philipp Spitta, 4 J1859. 323 Mel. Serzlich tut mich verlangen. Zans Leo Zaßler, I60J. 2——— 2 Ein Wohlstand oh-ne-⸗glei⸗- chen/ ist ei⸗ nes Uwie er bei kei⸗ nem Rei chen/ von die⸗ ser 1 2 — ——U— —— I. E 4. —.— E D Chri ⸗„sten Stand, Welt be kannt. Den kann auch 373 324 Friede und Freude x Ü— ö SSSSSee —— I nie⸗mand rau⸗ben,/ wie feind⸗lich er ge-⸗sinnt;/ ein —2— ö + — 2 24—— ....2——24— ö. Christ ist durch den Glauben/ des reich⸗sten Va⸗ters Rind. 2. Er kann mit Freuden kommen/ vor Gottes Angesicht; da wird er angenommen,/ und niemand widerspricht./ Was alles ihn betroffen,/ seis Freude oder Leid:/ ihm steht der Zugang offen/ zum Vater allezeit. 3. Er kann in großen Scharen/ als Diener um sich sehn,/ die einst ihm Serren waren/ und nun zu Diensten stehn./ Er ist umringt von ihnen/ den ganzen Cebenstag;/ denn ihm muß alles dienen,/ was ihm begegnen mag. 4. Und geht einmal auf Erden/ die Kindeszeit zu End, er weiß, was ihm muß werden/ nach Christi Testament: ein Erbteil in dem reichen,/ geliebten Vaterland./ Solch Wohlstand ohnegleichen ist eines Christen Stand. Philipp Spitta, JI859, 324 Mel. Ringe recht, wenn Gottes Snade(Nr. 340). J. Zerz, mein Serz, nicht in der Weite,/ in der Naͤhe wohnt das Gluck!/ Glaube, liebe, hoffe, leide/ und kehr in dich selbst zurück! 2. Wüchsen über Wacht dir Flügel,/ schneller als der Sonne Strahl,/ trügst doch über Berg und Huͤgel/ rastlos deiner Sehnsucht Qual. 3. Denn die Welt kann dir nicht bieten/ das, wonach du IR heiß verlangst;/ denn die Welt hat keinen Frieden,/ hat nur Streit und Wot und Angst. 4. Ewig wechselnd ist ihr Streben,/ ewig wechselnd ist ihr Ziel;/ was ihr heute Rast gegeben,/ morgen ists der Winde Spiel. 5. Drum, mein Serz, nicht in der Weite,/ in der Nähe such das Glück!/ Glaube, liebe, hoffe, leide/ und kehr in dich selbst zurück! Zulius Sturm, 4 1896, 334 Vert: auf 1 2. C und m will id mein⸗ nimmt reude . / ein — — Rind. sicht; Was eht der sehn/ n. ¶ Er in ihm End, nent Solch „1 I859% Naͤhe kehr in As der rastlos lach du „/ hat elnd ist ists der he such in dich 1896%. Vertrauen 325 Vertrauen 3 2 5 Paris I530. mein Gott will, ge⸗scheh' all⸗zeit,/ sein Will ist J. zu hel⸗fen dem er ist berreit,/ der an ihn .—.— é ö P stets der b ste; stets der be ⸗ ste; Ilaubet se ste. Er hilft aus Not,/ der from⸗me D...——.— 1. ö— —..—.— 22—— — II Gott,/ er züch⸗-ti⸗get mit Maßen./ Wer Gott vertraut,/ fest V ö ——D—...—————— 0— E&———————4 auf ihn baut,/ den will er nicht ver⸗-las Ts⸗ sen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht,/ mein Hoffnung und mein Leben;/ was mein Gott will, daß mir geschieht,/ will ich nicht widerstreben./ Sein Wort ist wahr;/ denn all mein Haar/ er selber haͤt gezählet./ Er schützt und wacht,/ nimmt uns in acht,/ auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Wun muß ich Sünder von der Welt/ hinfahrn nach Gottes Willen/ zu meinem Gott, wenns ihm gefällt,/ ich will ihm halten stille./ Mein arme Seel/ ich Gott befehl/ in meiner letzten Stunden;/ du frommer Gott,/ Sünd, Hoͤll und Tod/ hast du mir überwunden. 4. Woch eins, Herr, will ich bitten dich,/ du wirst mirs nicht versagen:/ Wenn mich der böse Geist anficht,/ laß mich, Herr, nicht verzagen;/ hilf und auch wehr,/ ach Gott, mein Herr,/ zu ehren deinen Namen./ Wer das begehrt,/ dem wirds gewährt;/ draͤuf sprech ich fröhlich Amen. 1554. 3²⁵ SSSSSS—— Vertrauen 3 26 Um I569 e,i, J. Waä-rum be⸗trübst du dich, mein Herz,/ be⸗ —.——.——— —— 2—— 2—— N7—— eren. E EE SSDSSI —.— küm⸗merst dich und trä gest Schmerz/ nur —*—.— x 2.—— um das zeit⸗-lich Gut?/ Ver⸗trau du dei⸗nem 1— x 2 e E—.—— ————————— Herrn und Gott,/ der al le Ding er-schaffen haͤt. 2. Er kann und will dich laͤssen nicht,/ er weiß gat wohl, was dir gebricht;/ Himmel und Erd ist sein;„a ist mein Vater und mein Gott,/ der mir beisteht in allen Not. 3. Weil du mein Gott und Vater bist,/ dein Rind du nimmermehr vergißt,/ du väterliches Serz. Ich bin nun Erd und weiß ohn dich/ auf Erden keinen Trost für mich 4. Der Reiche trotzt auf zeitlich Gut,/ ich trau auf dich mi festem Mut,/ ob ich gleich werd veracht't;/ ich weiß und glaube festiglich,/ wer dir vertraͤut, dem maͤngelts nicht. S. Du bist, o Gott, so reich noch heut,/ als du es waͤrs von Ewigkeit,/ zu dir steht mein Vertraun;/ mach reich a meiner Seele mich,/ so g'nügt mir hier und ewiglich. E. Der eitlen Ehr ich gern entbehr;/ das Ewige mir nit gewähr,/ das du erworben haͤst/ durch deinen herben bittern Tod;/ das bitt ich dich, mein Zerr und Gott. 7. Denn alles, was auf dieser Welt,/ es sei Gold, Silbe oder Geld,/ Reichtum und zeitlich Gut,/ das währt nut eine kleine Zeit/ und hilft doch nichts zur Seligkeit. 346 8. worde BestY 9. alles deinen Mel. M 2 trauen Um 1565 E Tz,/ /be⸗ eiß gar in;„en in aller Kind ul bin nun ur mich! dich mi deiß und! nicht. es wars reich ah h. ö mir nul herben! ott. „Silbei ihrt nul Vertrauen 327 8. Ich danke dir, Serr Jesu Christ,/ daß solches kund mir worden ist/ durch dein göttliches Wort; /verleih mir auch Beständigkeit/ zu meiner Seelen Seligkeit. 9. CLob, Ehr und Preis sei dir gebracht,/ daß du haͤst alles wohlgemacht;/ ich bitt demütig dich,/ du wollst von deinem Angesicht/ mich ewiglich verstoßen nicht. 1565. 7—— ich Unglück nicht widerstahn. Wittenberg 1535. . .. Ich 0 uits, daß mein Er ⸗lö⸗ser lebt;/ was Ohn' mei⸗ nen Gott krummt sie für⸗ wahr/ mir wi⸗ der-strebt/ die Welt denn mei- nem Glau ben? nicht ein Haar,/ er woll es denn er⸗ lau- 664 16 IIIIIITI Führt mich—2 Rat/—— rau⸗hem— durch die ⸗se EE Welt:/ wies ihm gefällt!/ Nur daß ichs— mög er⸗ tra⸗gen. 2. Ich weiß, daß mein Herr Jesus Christ/ viel größer ist/ als alle Nacht der Erden. /O liebe Seel, was zagest du?/ Gib dich zur Ruh!/ Es kann bald besser werden./ Aus aller NVot/ hilft dir dein Gott,/ das ist gewiß;/ trau fest auf dies!/ Im Glauben muß mans fassen. 3. Von Herzen, Serr, vertraͤu ich dir;/ bleib stets bei mir,/ du Rönig aller Ehren!/ Mein Boffen steht zu dir allein;/ laß ferne sein,/ was mich von dir möcht kehren,/ daß ich dein Wort,/ du treuer Bort,/ bekenne frei /ohn' alle Scheu /auch in den größten NVöten. 37⁷ 328 Vertrauen 4. Ich weiß, daß du mein Seiland bist, /o Jesu Christ, drum laß ich mir nicht grauen./ Mein Selfer ist des Höchsten Sohn/ auf Gottes Thron,/ auf den will ich fest bauen. Cebt er doch noch/ im Zimmel hoch!/ Er wird mich wohl, wenns werden soll,/ naͤch meinem Leid ergötzen. Ra spar Bienemann, + I59. 3 28 Erfurt 1572 +— x— *— ö ö Etabr Gott will ich nicht las⸗sen,/ denn I[führt mich auf rech- ter Stra“ßen,/ sonst II . er läßt nicht von mir, ging ich in der Irr; —* 1—— SSSSISI PI— Band,/ den A⸗-bend wie den Mor-gen/ will er mich 1—— 14— de, ,, e maen r rirt. er reicht mir sei ne Vert Christ schere Himn 5. schenk denkt wir se 6. ichs a aller von i 7.5 sein Gnad gieret geprei wohl ver⸗ sor ⸗gen,/ wo ich auch sei im Land. 2. Wenn sich der Menschen Treue/ und Wohltat all ver kehrt,/ wird bald an mir aufs neue/ die Suld des Serrn be währt;/ er hilft aus aller Wot,/ befreit von Sünd und Schanden,/ von RKetten und von Banden,/ und wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen/ in meiner schweren Zeitz so kann mir gar nicht grauen,/ er wendet alles Ceid. Ihn sei es heimgestellt;/ mein Leib, mein Seel, mein Ceben /se Gott, dem Serrn, ergeben,/ er machs, wies ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts gefallen,/ denn was mir nützlich ist;/ er meints gut mit uns allen,/ schenkt uns den Berrej 34⁸ Vertrauen 329 Thrist, Christ,/ den eingebornen Sohn;/ durch ihn er uns be— röchsten scheret,/ was Leib und Seele nähret;/ lobt ihn im auen. Himmelsthron! wohl, 5. Cobt ihn mit Herz und Munde,/ die er uns beide —“ schenkt;/ das ist ein selge Stunde,/ darin man sein ge— 225 denkt;/ sonst ist all unsre Zeit/ verloren hier auf Erden;/ wir sollen selig werden/ und sein in Ewigkeit. furt 15½ 6. Darum, ob ich schon dulde/ hier Widerwärtigkeit,/ wie ichs auch wohl verschulde,/ kommt doch die Ewigkeit,/ die, ——aller Freuden voll,/ dieweil ich Christum kenne/ und mich von ihm nicht trenne,/ mein Erbteil werden soll. denn 7. Das ist des Vaters Wille,/ der uns geschaffen hat;/ sonst sein Sohn gibt uns die Fülle/ der Wahrheit und der — Gnad;/ auch Gott, der heilge Geist,/ im Glauben uns re⸗ —◻ gieret,/ zum Reich der Himmel führet; /drum sei er hoch gepreist! Ludwig Selmbold, 1598. i ne — 329 Mürnberg J574. ——— 94— + +. + + V.E E mich 0 7—————— 2 J. Auf mei⸗ nen lie⸗ben Gott/ trau ich in 1—..I...... Land—— all ver Angst und Not;/ er kann mich all- zeit ret⸗ten/ aus derrn b6 ö 2— ö.— ö ö— und und!— 3 Wenn rrüb: sal, Angst und Nö⸗ ten;/ mein Un⸗gluck kann er + n Zeit; 4.. IXI 53 I I ben se wen⸗den;/ steht all's in sei- nen Zän⸗den. aͤll. 2. Ob mich die Sund anficht,/ will ich verzagen nicht;/ nützlih; auf Christum will ich bauen/ und ihm allein vertrauen;/ Herrey ihm will ich mich erneben/ im Tod und auch im Leben. 12 349 330 Vertrauey 3. Ob mich der Tod nimmt hin,/ ist Sterben mein Ge winn,/ und Christus ist mein Leben;/ dem will ich mich ergeben./ Ich sterb heut oder morgen,/ mein Seel wird er versorgen. 4. G mein Zerr Jesu Christ,/ der du geduldig bist/ für mich am Rreuz gestorben,/ hast mir das Beil erworben, uns allen auch beschieden/ den ewgen Himmelsfrieden: 5. Erhöre gnädig mich,/ mein Trost, das bitt ich dich; hilf mir am letzten Ende,/ nimm mich in deine Hände,/ daß selig ich abscheide/ zur ewgen HBimmelsfreude. 6. Amen zu aller Stund/ sprech ich aus Berzensgrund. Du wollest selbst uns leiten,/ Herr Christ, zu allen Jeiten. auf daß wir deinen Namen/ ohn' Ende preisen. Amen. Mürnberg 1607 330 Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Zeinrich Isaak, 1 5I7.(5ʃ H ö — 1 1 E. 4.— 2— +.—— 1— 1— I. In al len mei⸗ nen Ta⸗ten/ laß ich den ö——. x—.————— ——...—.— 0 W a. Hrn., DISEESESESEEEE Höch-sten ra-— ten, /der al-les kann und hat; /er SSSEE —— muß zu al⸗len Din ⸗gen,/ solls an ders wohl⸗⸗ge⸗ 2 2— —— 4—— t. — 2 — lin⸗gen,/ selbst ge ben Se⸗gen, Rat und Tat. 2. Vichts ist es spät und frühe/ um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst;/ er mags mit meinen Sachen nach seinem Willen machen,/ ich stells in seine Vaterguns 3. Es kann mir nichts geschehen,/ als was er albsth sehen,/ und was mir selig ist./ Ich nehm es, wie ers gibet was ihm von mir beliebet,/ das hab ich willig auch erkies. 35⁰ Vert 4. vor é wird nützt. 5. bind Verb haben C. lieg o und r Wort d Tat. muͤhe Sachen atergunst er ausen rs gibetz ich erkies. vertrauen 331 4. Ich traue seiner Gnaͤden,/ die mich vor allem Schaden,/ vor allem Übel schuͤtzt./ Ceb ich nach seinen Sätzen,/ so wird mich nichts verletzen,/ nichts fehlen, was mir ewig nůͤtzt. ö 5. Er wolle meiner Sünden/ in Gnaͤden mich ent— binden,/ durchstreichen meine Schuld./ Er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen/ und mit mir haben noch Geduld. 6. Ceg ich mich späte nieder,/ erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort,/ in Schwachheit und in Banden,/ und was mir stößt zuhanden,/ so tröstet mich sein göttlich Wort. 7. Hat er es denn beschlossen,/ so will ich unverdrossen/ an mein Verhängnis gehn; /kein Unfaͤll unter allen/ wird je zu hart mir fallen,/ ich will mit Gott ihn uͤberstehn. 8. Ihm haͤb ich mich ergeben,/ zu sterben und zu leben,/ sobald er mir gebeut;/ es sei heut oder morgen,/ dafuͤr laß ich ihn sorgen;/ er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, seine,/ und traue dem alleine,/ der dich geschaffen hat!/ Es gehe, wie es gehe,/ dein Vater in der Höhe,/ der weiß zu allen Sachen Rat. Paul Fleming, 1630. 331 Jakob Sintze, 1670. 5——, EE—— E I. Gib dich zu-frie-den und sei stil— 1O0 in ihm ruht al-ler Freu-den Fül-le,/ SS SI in dem Got ⸗ te dei nes Le-bens; ohn' ihn mühst du dich ver⸗ge⸗bens; äSPSSIIII Quell/ und dei⸗ ne Senehe, scheint täg⸗lich hell/ zu 12* 2 35¹ er ist dein 331 Vertrauen ———— ö x—— — ö 31— dei ⸗ ner Won-ne./ Gib dich zu⸗frie-den. 2. Er ist voll Cichtes, Trost und Gnaden,/ ungefärbten treuen Herzens;/ wo er steht, tut dir keinen Schaͤden/ auch die Pein des größten Schmerzens;/ Kreuz, Angst und Not/ kann er bald wenden,/ ja, auch den Tod/ hat er in Handen. Gib dich zufrieden. 3. Wie dirs und andern oft ergehe,/ ist ihm wahrlich nicht verborgen; Ter sieht und kennet aus der Söhe/ der be— trübten Zerzen Sorgen; /er zählt den Cauf/ der heißen Tränen/ und faßt zuhaͤuf/ all unser Sehnen. /Gib dich zufrieden. J. Wenn gar kein Ein'ger mehr auf Erden,/ dessen Treue du darfst trauen,/ alsdann will er dein Treuster werden /und zu deinem Besten schauen. /Er weiß dein Leid/ und heimlich Grämen,/ auch weiß er Zeit,/ dirs zu benehmen. /Gib dich zufrieden. S. Er hört die Seufzer deiner Seelen/ und des Serzeng stilles Rlagen,/ und was du keinem kannst erzählen,/ magst du Gott gar kühnlich sagen;/ er ist nicht fern,/ steht in der Mitten,/ hört bald und gern/ der Armen Bitten./ Gib dich zufrieden. 6. Caß dich dein Elend nicht bezwingen;/ halt an Gottz so wirst du siegen;/ ob alle Fluten dich umringen,/ sollst du doch nicht unterliegen;/ denn wenn du wirst/ zu hoch be— schweret,/ hat Gott, dein Fürst,/ dich schon erhöret./ Gib dich zufrieden. 7. Was sorgst du für dein armes Ceben,/ wie dus halten wollst und nähren?/ Der dir das Ceben hat gegeben,/ wird auch Unterhalt bescheren./ Er hat die Zand/ voll aller Gaben,/ davon sich Land/ und See muß laben./ Gib dich zufrieden. 8. Sprich nicht:„Ich sehe keine Mittel,/ wo ich such, in nichts zum Besten“; /denn das ist Gottes Ehrentitel helfen, wenn die Wot am größten./ Wenn ich und du/ ihn 35½ trauen den. farbten nauch ud Not/ änden. ich nicht der be⸗ heißen Bib dich dessen Treuster eiß dein dirs zu Berzens / magst ht in der Gib dich in Gott, sollst du hoch be⸗ et./ Gib s halten n,/ wird oll aller Gib dich ö‚ such/ ist intitel: du/ ihn Vertrauen 332 nicht mehr spüren,/ tritt er herzu,/ uns wohl zu führen./ Gib dich zufrieden. 9. Bleibt gleich die Silf in etwas lange,/ wird sie dennoch endlich kommen;/ macht dir das Harren angst und bange,/ glaube mir, es ist dein Frommen./ Was langsam schleicht,/ faßt man gewisser,/ und was verzeucht,/ ist desto süßer./ Gib dich zufrieden. J0. Es kann und mag nicht anders werden: /aͤlle Men⸗ schen müssen leiden;/ was lebt und webet auf der Erden,/ kann das Unglück nicht vermeiden./ Des Rreuzes Stab/ schlägt unsre Cenden/ bis in das Grab,/ dann wird sichs enden./ Gib dich zufrieden. II. Es ist ein Ruhetag vorhanden,/ da uns unser Gott wird lösen;/ er wird uns reißen aus den Banden/ dieses Cei— bes und vom Bösen;/ es wird einmal/ der Tod herdringen/ und aus der Qual/ uns sämtlich bringen./ Gib dich zufrieden. I2. Er wird uns bringen zu den Scharen/ der Erwaͤhlten und Getreuen,/ die hier mit Frieden heimgefahren,/ sich auch nun in Frieden freuen,/ da sie den Grund,/ der nicht kann brechen,/ den ewgen Mund/ selbst hören sprechen:/ Gib dich zufrieden. Paul Gerhardt, 4 1676. 3 32 Joh. Seorg Ebeling, 1666. +————— 106 5 2————.———— 3 J. Waͤa⸗- rum sollt ich mich denn grä⸗ men?/ ———— Bab ich doch J/Christum noch,/ wer will mir den e n B, A. hin Eltt den ee.. —.— x ö 0— * neh⸗men?/ Wer will mir den Him-mel rau-ben,/ —.—— ö ö ö ö EEEE—,. —————. den mir schon/ Gottes Sohn/ bei- ge⸗legt im Glau⸗ben? 353 Vertrauen 332 2. Arm und bloß kam ich ins Leben,/ da es mir,/ Herr von dir/ ward zuerst gegeben./ Arm und bloß werd ich hin— ziehen,/ wenn ich werd/ von der Erd/ als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Ceib, Seel und CLeben/ ist nicht mein; Gott allein /ist es, ders gegeben./ Will ers wieder zu sich kehren,/ nehm ers hin,/ ich will ihn/ dennoch fröhlich ehren. J. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen,/ dringt herein/ Angst und Pein,/ sollt ich drum verzaͤgen? /Der es schickt, der wird es wenden,/ er weiß wohl,/ wie er soll/ all mein Unglück enden. S. Gott hat mich bei guten Tagen/ oft ergötzt,/ sollt ich jetzt/ nicht auch etwas tragen?/ Fromm ist Gott und uͤbt mit Maßen/ sein Gericht,/ kann mich nicht/ ganz und gar verlassen. 6. Unverzagt und ohne Grauen/ soll ein Christ,/ wo er ist,/ stets sich lassen schaͤuen;/ wollt ihn auch der Tod auf reiben,/ soll der Mut/ dennoch gut/ und fein stille bleiben. 7. Kann ja doch kein Tod uns töten,/ sondern reißt unsern Geist/ aus viel tausend Vöten,/ schleußt das Tor der bittern Ceiden/ und macht Bahn,/ da man kann/ gehn zu Himmelsfreuden. 8. Allda will in süßen Schätzen/ ich mein Herz/ auf den Schmerz/ ewiglich ergötzen./ Hier ist kein recht Gut zu finden;/ was die Welt/ in sich hält,/ muß wie Rauch ver— schwinden. 9. Was sind dieses Lebens Güter? /eine Hand/ voller Sand, Kummer der Gemüter. /Dort, dort sind die edlen Gaben,/ da mein Sirt/ Christus wird/ mich ohne Ende laben. I0. Herr, mein HZirt, Brunn aller Freuden,/ du bist mein ich bin dein,/ niemand kann uns scheiden./ Ich bin dein, weil du dein Leben/ und dein Blut/ mir zu gut/ in den Tod gegeben; II. Du bist mein, weil ich dich fasse/ und dich nicht,„6 mein Licht,/ aus dem Serzen lasse. Caß mich, laß mich hingelaͤngen,/ wo du mich/ und ich dich/ ewig werd um fangen. Paul Serhardt, 4 1676, 35⁴ wird 2. 5 ergeh soll b selbste muß 3. sieht, und bring 4. dein dein ruhn/ willst 5. so wi er sid doch rauen „Herr, ich hin schatten mein; zu sich gehren. herein schickt, Al mein sollt ich und üͤbt Und gar wo er od auf bleiben. reißt das Tor gehn auf den Gut zu uch ver⸗ vollet ö ie edlen e laben. st mein/ sin dein, in den icht, Vo aß mich erd um⸗ „+IV%- Vertrauen 333 Mel. Serzlich tut mich verlangen. 33 3 Sans Leo Saßler, J60) ** H 1 . anm din nin rin.—— Hands Enri i.— 2— 4 5—7——o ö fiehl du dei⸗ ne We⸗ge,/ und e⸗ der al-ler⸗-treusten Pflege/ des, F der den Himmel lenkt; —— er EE. Wolken, Cuft und Winden/ gibt Wege, Lauf und Bahn,/ der SSSS—— EEDe‚.E. e wen— iin ee,, wird auch We⸗ge fin-den,/ da dein 16 ge⸗ ben kann. 2. Dem HSerren mußt du trauen,/ wenn dirs soll wohl— ergehn;/ auf sein Werk mußt du schauen,/ wenn dein Werk soll bestehn./ Mit Sorgen und mit Grämen /und mit selbsteigner Pein Jläßt Gott sich gar nichts nehmen: /es muß erbeten sein. 3. Dein ewge Treu und Gnaͤde, /o Vater, weiß und sieht,/ was gut sei oder schade /dem sterblichen Geblüt;/ und was du dann erlesen,/ das treibst du, starker Held,/ und bringst zu Stand und Wesen,/ was deinem Rat gefällt. 4. Weg haͤst du allerwegen,/ an Mitteln fehlt dirs nicht,/ dein Tun ist lauter Segen, /dein Gang ist lauter Licht;/ dein Werk kann niemand hindern,/ dein Arbeit darf nicht ruhn,/ wenn du, was deinen Rindern ersprießlich ist, willst tun. 5. Und ob gleich alle Teufel/ hier wollten widerstehn,/ so wird doch ohne Zweifel/ Gott nicht zuruͤckegehn;/ was er sich vorgenommen,/ und was er haben will,/ das muß doch endlich kommen/ zu seinem Zweck und Ziel. .— 355 V 44 334 Vertrauen 6. Zoff, o du arme Seele,/ hoff und sei unverzaͤgtl Gott wird dich aus der Hohle,/ da dich der Kummer plagt,/ mit großen Gnaden rücken;/ erwarte nur die Jeit,/ so wirst du schon erblicken/ die Sonn der schonsten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze /und Sorgen gute Nacht;/ laß fahren, was das Herze/ betrübt und traurig macht;/ bist du doch nicht Regente,/ der alles führen soll:/ Gott sitzt im Regimente/ und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten;/ er ist ein weiser Fürst/ und wird sich so verhalten,/ daß du dich wundern wirst,/ wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat/ das Werk hinausgefuͤhret,/ das dich bekuͤmmert hat. 9. Er wird zwaͤr eine Weile/ mit seinem Trost verziehn/ und tun an seinem Teile,/ als hätt in seinem Sinn/ er deiner sich begeben,/ und sollst du fur und fuͤr/ in Angst und Voͤten schweben,/ als fragt er nichts nach dir; 10. Wirds aͤber sich befinden,/ daß du ihm treu ver— bleibst,/ so wirst du Hilfe finden,/ da dus am mindsten gläubst; /er wird dein Serze lösen/ von der so schweren Cast,/ die du zu keinem Bösen/ bisher getraͤgen hast. II. Wohl dir, du Kind der Treue,/ du hast und trägst davon/ mit Ruhm und Dankgeschreie /den Sieg und Ehrenkronl /Gott gibt dir selbst die Paͤlmen/ in deine rechte dand,/ und du singst Freudenpsalmen/ dem, der dein Ceid gewandt. I2. Mach End, o Herr, mach Ende/ mit aller unsrer Not;/ stärk unsre Fuͤß und Hände/ und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege/ und Treu empfohlen sein,„so gehen unsre Wege/ gewiß zum Him mel ein. Paul Gerhardt, Io 334 Mel. Da Christus geboren war(Nr. 419). J. Auf den Nebel folgt die Sonn,/ auf das Trauern Freud und Wonn, /auf die schwere, bittre Pein/ stellt sich Trost und Cabsal ein./ Meine Seele, die zuvor/ sank bis des Todes Tor,/ steigt nun bis zum Simmelschor. 35 rauen zagtl/ plagt,/ it,/ so ud. n gute traurig soll:/ ö weiser dUndery rbarem ert hat. rziehn ö nn/ er gst und eu ver⸗ indsten chweren st. d trägst ieg und in deine der dein r unsrer en Tod/ ein,/ so dt, 160 Trauern stellt sich nt bis 3.0 Vertrauen 335 2. Gott läßt keinen traͤurig stehn,/ noch mit Schimpf zurückegehn,/ der sich ihm zu eigen schenkt/ und ihn in sein Herze senkt;/ wer auf Gott sein Hoffnung setzt,/ findet endlich und zuletzt,/ was ihm Ceib und Seel ergötzt. 3. Rommts nicht heute, wie man will,/ sei man nur ein wenig still;/ ist doch morgen auch ein Tag,/ da die Wohl— fahrt kommen mag. Gottes Zeit hält ihren Schritt;/ wenn die kommt, kommt unsre Bitt/ und die Freude reich—⸗ lich mit. 4. Als ich furchtsam und verzagt/ mich mit schwerem Gram geplaͤgt,/ als ich manche liebe Nacht/ mich mit Wachen krank gemacht,/ als mir aller MNut entfiel,/ tratst, mein Gott, du selbst ins Spiel,/ gabst dem Unfall Maß und Ziel. 5. Nun, so lang ich in der Welt/ haben werde Baus und Jelt,/ soll mir dieser Wunderschein/ stets vor meinen Augen sein;/ ich will all mein Leben lang/ meinem Gott mit Lobgesang/ hierfür bringen Preis und Dank. 6. Allen Jammer, allen Schmerz,/ den des ewgen Vaters Herz/ mir schon jetzo zugezählt/ oder künftig auserwählt,/ will ich hier in diesem Cauf/ meines Cebens allzuhauf/ frisch und freudig nehmen auf. 7. Ich will gehn in Angst und Not,/ ich will gehn bis in den Tod,/ ich will gehn ins Grab hinein/ und doch allzeit fröhlich sein. Wem der Stärkste bei will stehn,/ wen der Höchste will erhöhn,/ kann nicht ganz zugrunde gehn. Paul Gerhardt, 4 1676. Mel. Valet will ich dir geben. 3 3 5 1D——.——— .— i 3— L———I Ist Gott für mich, so tre⸗te/ gleich al⸗les wi⸗der mich;! so oft ich ruf und be⸗te,/ weicht alles hin⸗-ter sich. EE Melchior Teschner, 1613. —+.———..— —;——.— Hab ich das Haupt zum Freun⸗de/ und bin ge⸗liebt bei Gott,/ 357 35 Vertrauen .——...S.— —2—— was kann mir tun der Fein⸗de/ und Wi⸗-der ⸗ sa⸗cher Rottꝰ 2. Wun weiß und glaub ich feste,/ ich rühms auch ohne Scheu,/ daß Gott, der Höchst' und Beste,/ mein Freund und Vater sei,/ und daß in allen Fällen /er mir zur Rechten steh/ und dämpfe Sturm und Wellen/ und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, draͤuf ich mich gründe,/ ist Christus und sein Blut;/ das maͤchet, daß ich finde/ das ewge wahre Güt./ An mir und meinem LCeben/ ist nichts auf dieser Erd;/ was Christus mir gegeben,/ das ist der Ciebe wert. 4. Mein Christus ist mein Ehre,/ mein Glanz und helles Licht;/ wenn der nicht in mir wäre,/ könnt ich bestehen nicht./ In ihm kann ich mich freuen,/ hab einen Selden— mut,/ darf kein Gerichte scheuen,/ wie sonst ein Suͤnder tut. 5. Sein Geist wohnt mir im Herzen, /regieret meinen Sinn,/ vertreibt mir Sorg und Schmerzen,/ nimmt allen Rummer hin,/ gibt Segen und Gedeihen/ dem, was er in mir schafft,/ hilft mir das Abbaͤ schreien/ aus aller meinen Kraft. 6. Und wenn an meinem Orte/ sich Furcht und Schwach heit findt,/ so seufzt und spricht er Worte,/ die unaussprech lich sind/ mir zwar und meinem Munde,/ Gott aber wohl bewußt,/ der an des Herzens Grunde/ ersiehet seine Lust 7. Sein Geist spricht meinem Geiste/ manch süßes Trost. wort zu,/ wie Gott dem Hilfe leiste,/ der bei ihm suchet Ruh,/ und wie er hab erbauet/ ein' edle neue Staͤdt,/ da Aug und Serze schauet,/ was es geglaubet hat. 8. Da ist mein Teil, mein Erbe s/ mir prächtig zu— gericht't;/ wenn ich gleich fall und sterbe,/ faͤllt doch mein Zimmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten/ mit Tränen meine Zeit,/ mein Jesus und sein Ceuchten durchsüßet alles Ceid. 9. Die Welt, die maͤg zerbrechen,/ du stehst mir ewiglich; nicht Feur und Schwert der Frechen/ soll trennen mich und 358 mir s seiner schen! dort 1 trauen 1 Rottꝰ ch ohne und und Rechten has mit tus und ewahre If dieser be wert, 1d helles bestehen Helden— nder tut. meinen nt allen das er in meiner ochwach— Ssprech ver wohl ne Cust. 5 Trost. suchel adt,/ da htig zu⸗ och mein n/ mit chten iglich; rich und Vertrauen 336 dich;/ kein Hunger und kein Dürsten,/ kein Armut, keine Pein,/ kein Zorn der großen Fürsten/ soll mir ein Sind'- rung sein. 10. Kein Engel, keine Freuden,‚,/ kein Thron, kein Herr— lichkeit,/ kein Lieben und kein Leiden,/ kein Angst, kein Herzeleid,/ was man nur kann erdenken,/ es sei klein oder groß, /der keines soll mich lenken/ aus deinem Arm und Schoß. II. Nein Serze geht in Sprüngen/ und kann nicht traurig sein,/ ist voller Freud und Singen,/ sieht lauter Sonnenschein;/ die Sonne, die mir lachet,/ ist mein Herr Jesus Christ;/ das was mich singen maͤchet,/ ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt, 1676. Johann Crüger, J653. 336 E——— SSS..— — Schwing dich auf zu dei⸗nem Gott,/ du be— 23 Wa⸗ rum liegst du Gott zum Spott/ in der Merkst du nicht des Fein⸗des 5⸗ 4 1 II ———— — trüb⸗te See⸗-lel! Schwermuts⸗höh-le? —— List?/ Er will durch sein Rämp-⸗fen/ dei- nen Trost, den V ö—— — arur. wrer n H. EE Je⸗-sus Christ/ dir er wor-ben, dämp ⸗fen. 2. Stürme, Feind und Welt und Tod,/ was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not/ Gott mit seinen Gnaden,/ der Gott, der mir seinen Sohn/ selbst ge— schenkt aus Ciebe,/ daß der ewge Spott und Bohn/ mich dort nicht betrübe. 359 —— EEEEIIEEee—— 336 Vertrauen 3. Spreche alle Welt, es sei/ Gott mir nicht gewogen;/ weiß ich doch, er bleibt getreu,/ hat mich nie betrogen. Wäͤr er gnädig nicht gesinnt,/ wurd er seine Gaben,/ die mein eigen worden sind,/ wohl behalten haben. 4. Was ist unterm Zimmelszelt,/ was im tiefen Meere, was ist Gutes in der Welt,/ das nicht mir gut wäre?/ Wem erglänzt das Sternenlicht?/ Wozu ist gegeben/ Luft und Wasser? Dient es nicht/ mir und meinem Ceben? 5. Meine Seele lebt in mir/ durch die heilgen Cehren,/ so die Christen mit Begier/ alle Tage höͤren./ Gott eröffnet fruͤh und spat/ meinen Geist und Sinne,/ daß sie seines Geistes Gnad/ freudig werden inne. 6. Nun, auf diesen heilgen Grund/ bau ich mein Gemůte/ sehe, wie der Feind zur Stund/ zwar dawiderwüte;/ gleich⸗ wohl muß er laͤssen stehn,/ was Gott aufgerichtet,/ aber schmählich muß vergehn,/ was er selber dichtet. 7. Ich bin Gottes, Gott ist mein;/ wer ist, der uns scheide? Dringt auch schweres Kreuz herein/ mit dem bittern Leide laß es dringen, kommt es doch/ von geliebten Händenz/ schnell zerbricht des Rreuzes Joch,/ wenn es Gott will wenden, 8. Rinder, die der Vaͤter soll/ ziehn zu allem Guten,/ die gedeihen selten wohl/ ohne Zucht und Ruten./ Bin ich denn nun Gottes Rind,/ warum will ich fliehen,/ wenn er mich von meiner Suͤnd/ will zum Guten ziehen? 9. Es ist herzlich gut gemeint/ mit der Christen Plagen; wer hier zeitlich wohl geweint,/ darf nicht ewig klagen, sondern hat vollkommne Lust/ dort in Christi Garten, dem sein Ceiden ist bewußt,/ endlich zu erwarten. 10. Gottes Kinder säen zwaͤr/ traͤurig und mit Traͤnen, aber endlich bringt das Jahr,/ wonach sie sich sehnen; denn es kommt die Erntezeit,/ da sie Garben binden,/ de wird all ihr Gram und Leid/ ewiglich verschwinden. II. Ei so faß, o Christenherz, /alle deine Schmerzenz wirf sie froͤhlich hinterwaͤrts,/ laß des Trostes Kerzen/ dish entzünden mehr und mehr;/ gib dem großen Wamen deines Gottes Preis und Ehrl/ Er wird helfen! Amen. Paul Gerhardt, I60 360 rauen ogen;/ ogen. n,/ die eere,/ Wem uft und ehren,/ röffnet seines emůte // „gleich⸗ „/aber cheide?/ LCeide: inden;/ venden. en,/ die Bin ich venn er lagen;/ lagen, arten, ränen, hnen; en,/ da . erzen; en/ dich amen nen. t, T I676 Vertrauen 337 mel. Von Sott will ich nicht lassen. 0 ——..—.— 6 Ge- duld ist euch von- Vund, was euch mehr will Fe, II ———— Sor⸗-ge, Gram und Schmerz! schnei det in das Herz. E DS— Schar!/ Soll euch kein Tod je tö⸗ten,/ ist euch Ge— Erfurt 1572. é é 2 ———— nöo⸗ten,/ wenn tö⸗ ten,/ euch IIPI.IIT O aus er⸗wähl ⸗te n den — 2— — III III—.. DDDeeEeen duld von⸗- nö⸗ ten;/ das ist ge-⸗ wiß-lich wahr. 2. Geduld ist Gottes Gabe/ und seines Geistes Gut;/ er schenkt sie uns zum Stabe,/ sobald er in uns ruht./ Der edle, werte Gast/ erlöst uns von dem Zagen/ und hilft uns treulich tragen/ die größte Bürd und Last. 3. Geduld kommt aus dem Glaͤuben/ und hängt an Gottes Wort;/ das läßt sie sich nicht rauben,/ das ist ihr Heil und Hort;/ das ist ihr hoher Wall,/ da hält sie sich ver⸗ borgen,/ läßt Gott, den Vater, sorgen/ und fürchtet keinen Fall. J. Geduld ist wohl zufrieden/ mit Gottes weisem Rat,/ läßt sich nicht leicht ermüden/ durch Aufschub seiner Gnad,/ hält frisch und fröhlich aus,/ läßt sich getrost beschweren/ und denkt: wer wills ihm wehren? /Ist er doch Herr im Haus. 5. Geduld dient Gott zu Ehren/ und läßt sich nimmer— mehr/ von seiner Ciebe kehren; 7und schlüg er noch so sehr,/ so ist sie doch bedacht,/ die heilge Sand zu loben,/ spricht: Gott, der hoch erhoben,/ hat alles wohlgemaͤcht. 361 338 Vertrauen 6. Geduld macht große Freude,/ bringt aus dem Sim⸗ melsthron/ ein schöͤnes Halsgeschmeide,/ dem Haupt ein edle Kron,/ ist wie ein schönes Kicht,/ davon, wer an ihr hanget,/ mit Gottes Silf erlanget/ ein fröhlich Angesicht, 7. Geduld ist mein Verlangen/ und meines Herzens Lust/ nach der ich oft gegangen:/ das ist mir wohl bewußt. Zerr, voller Gnad und Huld!/ Ach, gib mir und gewähre mein Bitten, ich begehre/ nichts anders als Geduld. 8. Geduld ist meine Bitte,/ die ich sehr oft und viel/ aus dieser Ceibeshuͤtte/ zu dir, Herr, schicken will./ Rommt dann der letzte Zug,/ so gib durch deine Hände/ auch ein ge⸗ duldig Ende,/ so hab ich alles g'nug. paul Gerhardt, I60. 3 38 Frankfurt a. M. I738, 4 ö ö E J. Al⸗les ist an Got⸗tes Se⸗ gen und an sei⸗ ner —————————— Gnad ge⸗le Len, u ber al⸗-les Geld 9—— Gur V ö ———.——— —.— 12————— Wer ä Gott sein Soff-nung set-zet,/ der behalt gam 2.————— .. V——7 un⸗ver ⸗-let- zet/ ei⸗ nen frei en Hel-den-mut. 2. Der mich hat bisher ernähret/ und so manches Gluͤc bescheret, Rist und bleibet ewig mein;/ der mich wunderbar geführet/ und noch leitet und regieret,/ wird hinfort mein Belfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen,/ die nur Sorg und Un⸗ ruh machen/ und ganz unbeständig sind;/ ich begehr, nah dem zu ringen,/ was den Frieden pflegt zu bringen, und man jetzt gaͤr selten findt. 362 Vert 4. wird Leib uns Mort Breu 3. selbst Allw der u trauen m Him⸗ tupt ein ran ihr ngesicht, 8 Lust/ Vvertrauen 339 4. Hoffnung kann das Serz erquicken;/ was ich wünsche, wird sich schicken,/ so es anders Gott gefällt./ Meine Seele, Leib und Ceben/ hab ich seiner Gnad ergeben/ und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen/ mein Verlaͤngen zu erfuͤllen;/ es hat aͤlles seine ZJeit./ Ich hab ihm nichts vorzuschreiben;/ wie Gott will, so muß es bleiben;/ wann Gott will, ich bin bereit. 6. Soll ich länger allhier leben,/ will ich ihm nicht widerstreben; /ich verlaͤsse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet,/ alles Irdische vergehet/ und fährt wie ein Strom dahin. Mürnberg 1676. H 3 39 Georg Meumark, 1657. .P Wer nur den lie⸗ben Gott läßt wal⸗ten/ und hoffet Iden wird er wunder-bar er— 65%56„in aller e—.— e.—— auf ihn al ⸗le⸗ zeit, NVot und Trau-rig-keit.) Wer Gott, dem Al-ler⸗ 1 + 1 + .—.———..—.—.——.—.—— höch⸗sten, traut,/ der hat auf Tei⸗ nen Sand ge-⸗baͤut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? /Was hilft uns unser Weh und Ach? /Was hilft es, daß wir alle Morgen/ beseufzen unser Ungemach?/ Wir machen unser Breuz und Ceid/ nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man haͤlte nur ein wenig stille/ und sei doch in sich selbst vergnügt,/ wie unsers Gottes Gnaͤdenwille,/ wie sein Allwissenheit es fügt./ Gott, der uns ihm hat auserwählt,/ der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 3⁰³ ———— 4 340 Vertrauen 4. Er kennt die rechten Freudenstunden,/ er weiß wohl, wann es nützlich sei./ Wenn er uns nur hat treu erfunden/ und merket keine Seuchelei,/ so kommt Gott, eh wir uns versehn,/ und lässet uns viel Guts geschehn. ö 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze,/ daß du von Gott verlaͤssen seist,/ und daß ihm der im Schoße sitze,/ der sich mit stetem Glücke speist;/ die Folgezeit verändert viel/ und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen /und ist dem Böchsten alles gleich,/ den Reichen klein und arm zu maͤchen,/ den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann,/ der bald erhöhn, bald stürzen kann, 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,/ verricht das Deine nur getreu/ und trau des Zimmels reichem Segen, so wird er werden bei dir neu;/ denn welcher seine ZJuver sicht/ auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark, 168 3 4⁰ Breslau 1657 +7— J. Sollt es gleich bis- ——.— IIIIt.t.. T —— a— Gott die Sei⸗nen,/ o so glaub und wei ⸗len schei⸗nen, als ver⸗lie-ße + —— 1 F.—.— 2 DD. 4 weiß ich dies:/ Gott hilft end⸗-lich doch ge⸗wiß. 2. Silfe, die er aufgeschoben,/ hat er drum nicht auf gehoben;/ hilft er nicht zu jeder Frist,/ hilft er doch, wann nötig ist. 3. Wie oft Väter nicht gleich geben,/ wonach ihre Kinden streben,/ so hält Gott auch Maß und Ziel; /er gibt, wen und wann er will. 36⁴ trauen 5f wohl, funden/ wir uns irk, L6sI Slau 1657 Vertrauen 341 4. Seiner kann ich mich getrösten,/ wenn die Wot am allergrößten, /er ist gegen mich, sein Kind,/ mehr als väterlich gesinnt. 5. Will der Feind mir bange machen,/ ich kann seine Macht verlachen;/ drückt mich schwer des Kreuzes Joch,/ Gott, mein Vaͤter, lebet noch. 6. Mögen mich die Menschen kränken,/ mag auf mein Verderben denken,/ wer mir ohne Ursach feind!/ Gott im Bimmel ist mein Freund. 7. Caß die Welt nur immer neiden! /Will sie mich nicht länger leiden, /ei so frag ich nichts danach;/ Gott ist Richter meiner Sach. 8. Will sie mich gleich von sich treiben,/ muß mir doch der Himmel bleiben;/ ist der HZimmel mein Gewinn,/ geb ich alles andre hin. 9. Herr, kann ich nur dich umfassen,/ will ich alles andre lassen;/ legt man mich dereinst ins Grab,/ gnug, Herr, wenn ich dich nur hab! Christoph Tietze, 1703. Mel. Jesu, meine Freude. 341 Johann Crüger, Berlin J656. LE H—— IJe⸗sus ist mein Ceben,/ dem ich mich er⸗ge⸗ben/ VUer ist mei⸗ ne Sonne,/ mei⸗ne Freud und Wonne/ SS fest bis in den Tod; 4„ ů in der größten Not. Leid ich gleich/ in seinem Reich,/ SSSSSEEEEEE so werd ich mit ihm re⸗ gie⸗ ren/ und dort tri⸗ um⸗phie⸗ren. 2. Die mit Jesu leiden,/ werden mit ihm weiden/ in dem Sternenzelt;/ die mit Jesu sterben,/ werden mit ihm 365 342 Vertrauen erben,/ wo ihr Reich bestellt. Ihre Kron/ und Sieges— lohn/ sind, wo Gott die Engel loben,/ sicher aufgehoben. 3. Die mit Tränen säen,/ wenn die Winde wehen,/ die der Feind erweckt,/ werden dort mit Freuden /ernten naͤch dem Leiden,/ wo kein Feind mehr schreckt./ Nach der Můh,/ die sie allhie/ dulden, wird sie Gott ergötzen/ mit des Him— mels Schätzen. 4. O ihr frommen Seelen,/ die ihr euch mit Quälen/ bringet durch die Welt,/ die ihr öfters weinet,/ wenn kein Trost erscheinet,/ wenn euch Rreuz befällt,/ denket doch/ bei diesem Joch/ an die Kron in jenem Leben,/ die euch Gott wird geben. 5. Wenn uns Sünden kränken,/ lasset uns bedenken Gottes Gnaͤdenrat!/ Jesus hat erduldet,/ was wir hier verschuldet; /er gibt Gnad um Gnad./ Rämpfen wir/ mit ihm allhier,/ so wird er uns helfen kämpfen/ und die Sünde dämpfen. G. Seid getreu, ihr Herzen,/ bei des Kreuzes Schmerzen,/ treu bis in den Tod!/ Jesus wird euch trösten,/ wenn er die Erlösten/ führt aus aller Wot./ Auf das Leid/ folgt Fried und Freud;/ Gott wird laͤssen nach dem Weinen/ euch die Sonne scheinen. 7. Wun, Herr Jesu, stärke/ uns zum guten Werke,/ hilf uns durch die Welt!/ RKomm, du Serr der Ehren,/ unser Berz zu kehren/ nach dem HZimmelszelt./ Sei uns Schutz und starker Trutz,/ jetzt im Ceben, dort im Sterben,/ daß wir alles erben. Freylinghausens Gesangbuch, 17⁰4 342 Mel. Wie nach einer Wasserquelle. Franzö sischer Psalter, I55J. — 5 x—.—. iixꝑꝑPie Mei⸗- ne Sor⸗-gen, Angst und Pla-gen/ lau⸗ fen al⸗les Seuf-zen, al⸗les Rla⸗gen,/ das der pran weil I. rckt Stre Ram man G. dich! sich; nehn Freu rauen Sieges⸗ hoben. n,/ die in nach Můh,/ 5 Him⸗ uälen/ un kein doch/ 'ie euch enken/ zir hier ir/ mit und die erzen,/ ner die t Fried uch die e,/ hilf unser chutz/ „ /daß ich, 1704. ter, 155J Vertrauen ö 342 D———.—— —— ,ant Hiun. II..........TT mit der Zeit zu End; Herr al ⸗lei⸗ ne kennt, ——— ö——.— DDDD— nach dem Re⸗gen wird ein Schein/ von viel tau-send ö— x—— e n e e,de Fi wunmen in. end., wird gottlob nicht e⸗ wig seinj/ Son⸗nen⸗blik⸗ken/ mei⸗nen maͤt⸗ten Geist er⸗quik⸗ken. 2. Meine Saat, die ich gesäet,/ wird zur Freude wachsen aus;/ wenn die Dornen abgemähet,/ so trägt man die Frucht nach Baus./ Wenn ein Wetter ist vorbei,/ wird der Himmel wieder frei;/ nach dem Rämpfen, nach dem Streiten/ kommen die Erquickungszeiten. 3. Unser Weg geht nach den Sternen,/ der mit Kreuzen ist besetzt;/ hier muß maͤn sich nicht entfernen,/ ob er gleich mit Blut benetzt./ Zu dem Schloß der Ewigkeit/ kommt kein Mensch hin ohne Streit./ Die in Salems Mauern wohnen,/ zeigen ihre Dornenkronen. 4. Es sind wahrlich alle Frommen, /die des Himmels Xlarheit sehn,/ aus viel Trübsal hergekommen;/ darum siehet man sie stehn/ vor des Cammes Stuhl und Thron,/ prangend in der Ehrenkron/ und mit Palmen ausgezieret,/ weil sie glücklich triumphieret. 5. Gottes Ordnung stehet feste/ und bleibt ewig unver— ruͤckt:/ seine Freund und Hochzeitsgäste/ werden nach dem Streit beglückt. /Israel behält den Sieg/ nach geführtem Kampf und Rrieg;/ Ranaaͤn wird nicht gefunden,/ wenn man nicht hat überwunden. 6. Darum traͤͤge deine Retten,/ meine Seel, und dulde dich!/ Gott wird dich gewiß erretten,/ das Gewitter leget sich;/ nach dem Blitz und Donnerschlag/ folgt ein ange— nehmer Tag; /auf den Abend folgt der Morgen/ und die Freude naͤch den Sorgen. Freylinghausens Gesangbuch, 1704. 367 E!!——— 343 Vertrauen 343 Mel. Zu Gott in dem Zimmel droben. Sranzo sischer Psalter, I547 4 D + +. .,—— J. Soll ich denn mich täglich krän⸗ken,/ ängstlich . an das—— den⸗kenꝰ/ Soll ich a⸗bends nie mit Ruh/ . ....... mei⸗ ne Au⸗gen schließen zu?/ Soll es immer vor mir ..........— 1—4—.. 2—..— —— ste⸗ hen:/ wie wirds einst noch mir er⸗ge⸗ hen?/ Da die e nen ae r, Sor⸗ge mich nur quält/ und doch ih ⸗ res Ziels ver⸗fehlt? 2. Gott, der mich bisher erhalten,/ höret nimmer auf zu walten; /oder sollt er jetzt allein/ seines Waltens müde sein?/ Wohl, ich will das Sorgen lassen/ und zu ihm Ver— trauen fassen;/ wie er mich auch führen will,/ meine Seel bleibe still. 3. Wies aͤuch in der Welt mir gehet,/ er ists, der allein verstehet,/ was mir heilsam ist und gut,/ oder was mir Schaden tut./ Caß ich ihn für mich nur wählen,/ wird kein wahres Gut mir fehlen;/ aber eigner Will und Rat/ wäͤhll oft einen falschen Pfad. 4. Bleib ich stehn auf niedern Stufen,/ will ich in das Berz mir rufen,/ daß ich, vieler Sorgen frei,/ vor dem Sturz gesichert sei./ Doch, wenn Gott mich wollt erheben, will ich ihm nicht widerstreben;/ er wird mir die Kraft ver leihn,/ im Beruf getreu zu sein. 368 Ver schůt reich. zufrie nach Ruh Gott Heile mich mein waͤr hin 3 schlo dies wol rauen ter, I5.. fehlt? auf zu s muͤde m Ver⸗ e Seele r allein das mir ird kein wählt in das or dem heben// aft ver⸗ Vertrauen 344 5. Will die Armut meiner Zütten /er mit Segen über— schuͤtten,/ so verleih er nur zugleich,/ daß die Seele werde reich./ Doch ist Armut mir beschieden,/ bin ich auch damit zufrieden;/ denn auf diese arme Zeit/ folgt die reiche Ewigkeit. 6. Wird mir Gott Gesundheit geben,/ will ich eifrig da— nach streben,/ daß ich foͤrdre mehr und mehr/ meines Gottes Ruhm und Ehr. /Aber auch in Brankheitstagen/ möge Gottes Geist mir sagen,/ daß solch herbe Arzenei/ mir zum Heile nötig sei. 7. Soll ich noch viel Jahre zählen,/ mit des Lebens Not mich quälen,/ kommt doch auch wohl mancher Tag,/ daß mein Herz sich freuen mag./ Aber käm ich bald hinüber,/ wär mir solches desto lieber,/ weil ich käm aus aller Not/ hin zu meinem Serrn und Gott. 8. Alles sei Gott heimgegeben,/ Freud und Trübsal, Tod und Ceben; /es geschehe, was sein Rat/ über mich be— schlossen hat./ Ich will mich nicht länger kränken,/ sondern dies allein bedenken,/ daß nach Gottes Gnaͤdenschluß/ Christen alles frommen muß. Phil. Zakob Spener, 4 I05. 344 Severus Gastorius, I68J. 69 +*— Wmrmn n. 6 ————.———— — 2 wWas Gott tut, das ist wohl⸗ge⸗tan,/ es bleibt ge⸗ wie er fängt mei- ne Saechen an,/ will ich ihm IEE. recht sein Wil le; Er ist mein Gott,/ der in der Not/ mich hal⸗ten stil⸗le. ZI. 1———.—7—.— ee e dx —* 2— 2 wohl weiß zu er ⸗ hal⸗ ten;/ drum laß ich ihn nur wal · ten. 369 ——— 345 Vertrauen 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ er kann ja nimmer trügen,/ er führet mich auf rechter Bahn;/ so laß ich mir genügen/ an seiner Zuld/ und hab Geduld,/ er wird mein Unglück wenden;/ es steht in seinen Zaͤnden. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ er wird mich wohl bedenken; /er, als mein Arzt, der helfen kann,/ wird mit nicht Gift einschenken/ für Arzenei,/ Gott ist getreu;/ drum will ich auf ihn bauen/ und seiner Güͤte trauen. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ er ist mein CLicht und Ceben,/ der mir nichts Böses gönnen kann;/ ich will mich ihm ergeben/ in Freud und LCeid,/ es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet,/ wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ muß ich den Relch gleich schmecken,/ der bitter ist nach meinem Wahn,/ laß ich mich doch nicht schrecken,/ weil doch zuletzt/ ich werd ergötzt/ mit süßem Trost im Herzen;/ da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ dabei will ich ver— bleiben;/ es mag mich auf die rauhe Bahn/ Not, Tod und Elend treiben,/ so wird Gott mich/ ganz väterlich/ in seinen Armen halten;/ drum laß ich ihn nur waͤlten. Samuel Rodigast, 108. Mel. Alles ist an Sottes Segen. 345 Frankfurt a. M. I738. 4— ö— EADSSe.e SSSISSEEE.. . Wun⸗der⸗-an⸗-fang, herr-lich's En-de,/ wo die — E ö ö— —.— 2..— 1. ö—— ———.— ISSee wun⸗der-wei⸗sen Hän-de/ Got-tes füh⸗-ren ein und ausl! ꝗCCTTTTTTTTTTT— Wun der Weis lich ist sein Ra⸗ten,/ wun der⸗ reich sind 1 L.—— ‚ 1— ö 1—.—— +—————. S. sei ne Ta⸗ ten,/ und du sprichst: wo wills hin⸗ aus? 37⁰ Ver 2. heißt fang folge 3. güsse Meer man 4. gewit Verb allzu 2. kann er an wune G. vertr wird tut le 4. der V wird müss I trauey nimmer ich mir ird mein ich wohl vird mir drum in Licht ich will ie Jeit, n Relch laß ich ergoͤtzt/ merzen. ich ver⸗ CLod und ich/ in n. st, I7⁰8 M. I735 ö 2 8 4 5 kan 6 wir tut 22 der wir Vertrauen 346 Denke doch: es muß so gehen,/ was Gott weislich heißt geschehen/ ihm und dir zur Serrlichkeit; /ob der An— fang seltsam scheinet,/ ist das Ende gut gemeinet;/ Friede folget nach dem Streit. Gottes Weg ist wie in Flüssen/ und in großen Wasser⸗ guͤssen,/ und du spürst nicht seinen Fuß;/ so auch in dem mReer der Sorgen/ hält Gott seinen Pfaͤd verborgen,/ daß man nach ihm suchen muß. Xein Besinnen maͤg ersinnen,/ wo man Silfe kann gewinnen,/ die Vernunft ist hier zu blind;/ nicht für das Verborgne taugen /ihre halbgebrochnen Augen,/ weil sie allzublöde sind. Gott muß man in aͤllen Saͤchen,/ weil er alles wohl nmachen,/ End und Anfang geben frei./ Er läßt, was er angefangen,/ so zum Ende stets gelangen,/ daß es wunderherrlich sei. Drum laß dir doch nimmer grauen,/ lerne deinem Gott vertrauen,/ sei getrost und gutes Muts./ Er fürwahr, er dees führen,/ daß du wirst am Ende spuͤren,/ wie er dir laͤuter Guts. Deinem Glauben wirds nicht fehlen;/ du wirst noch Welt erzählen,/ was die blinde Welt nicht kennt./ Er d dir dein Kreuz versüßen,/ daß du wirst bekennen muͤssen:/ Wunderaͤnfaͤng, herrlich's End! Seinrich Arnold Stockfleth, 4 1708. 346 C. S. Dretzel, Nürnberg 173J. H ö x .SSISSII J. Gott le-bet noch!/ See⸗le, was ver⸗ zagst du doch d/ —— .— 2 ö ö öa ist gut, der aus Er⸗-bar⸗ men/ al le Silf auf der mit RKraͤft und star⸗ken Ar⸗ men/ machet al⸗les 37¹ 346 Vertrauen ö 2.— EE EEE Er-⸗den tut, 1 wohl und gut; E Gott kann bes⸗ ser, als wir den⸗ ken,/ — le Not zum be-sten len-ken. See-le, so be— ꝗSSSSSSS den ke doch: /lebt doch un⸗ ser Berr-gott noch. 2. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Sollt der schlummern oder schlafen,/ der das Aug hat zuge— richt't?/ Der die Ohren hat erschaffen,/ sollte dieser hoͤren nicht?/ Gott ist Gott, der hört und siehet,/ wo den From— men weh geschiehet./ Seele, so bedenke doch: /lebt doch unser Serrgott noch. 3. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Der den Erdenkreis verhüllet/ mit den Wolken weit und breit,/ der die ganze Welt erfüllet,/ ist von uns nicht fern und weit./ Wer Gott liebt, dem will er senden/ Hilf und Trost an allen En⸗ den./ Seele, so bedenke doch: /lebt doch unser Zerrgott noch, 4. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Bist du schwer mit Kreuz beladen,/ nimm zu Gott nur deinen Cauf. /Gott ist groß und reich von Gnaͤden,/ hilft den Schwachen gnädig auf./ Gottes Gnaͤde währet immer, seine Treu vergehet nimmer./ Seele, so bedenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. S. Gott lebet noch!/ Seele, waͤs verzaͤgst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken,/ dein Verbrechen quaͤlt dich sehr:/ komm zu Gott, er wird versenken/ deine Sünden in das Meer;/ mitten in der Angst der Höllen/ kann er dich zufriedenstellen./ Seele, so bedenke doch: /lebt doch unser HBerrgott noch. 6. Gott lebet noch!/ Seele, was verzaͤgst du doch?/ Will dich alle Welt verlassen,/ weißt du weder aus noch ein, 372 Sollt t zuge— r hören From⸗ bt doch Der den der die t./ Wer len En⸗ tt noch, 2/ Bist deinen ilft den nmer, 5 /lebt doch? n qualt Zünden er dich h unser „Will ein, Vertrauen 347 Gott wird dennoch dich umfassen/ und im Leiden bei dir sein./ Gott ists, der es herzlich meinet,/ wo die Not am größten scheinet./ Seele, so bedenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. 7. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Nußt du schon geängstigt wallen/ auf der harten Dornenbahn:/ es ist Gottes Wohlgefaͤllen,/ dich zu führen himmelan./ Gott will nach dem Jammerleben/ Fried und Freud und gimmel geben./ Drum, o Seel, bedenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. Joh. Hriedrich Zihn, 1719. 347 Leipzig 1727. 4 76 3= Eri Mi,. m HnnneP. ... J. Ich laß dich nicht, du Silf in al⸗len Nö⸗ten;/ X — 1 n u—.— é IS——.——— T—— leg Joch auf Joch,/ ich hof⸗ fe doch,/ auch wenn es scheint, als ———— Fi 1— H SSSDSPSISIII woll⸗test du mich toͤten./ Machs, wie du willst, mit mir:/ ich 1—.—ꝗ 1— en Bür.— n warri, Le e. Ln, Larre ddi EREE wei⸗ che nicht von dir;/ ver⸗stel le dein Gesicht:/ du Hilf in ./ al⸗len Noͤten,/ ich laß dich nicht,/ ich laß dich nicht! 2. Ich laß dich nicht! Sollt ich den Segen lassen?/ Mein Jesu, nein,/ du bleibest mein,/ dich halt ich noch, wenn ich nichts mehr kann fassen./ Nach kurzer Nächte Lauf/ geht mir der Segen auf/ von dir, dem Segenslicht:/ sollt ich den Segen lassen?/ Ich laß dich nicht,/ ich laß dich nicht! 37³3 348 Vertrauen 3. Ich laß dich nicht, mein Gott, mein Herr, mein Cebenl Mich reißt das Grab/ von dir nicht ab,/ der du dich hast für mich in Tod gegeben./ Du starbst aus Ciebe mir;/ ich sag in Liebe dir,/ auch wenn das Herz zerbricht:/ Mein Gott, mein Herr, mein Ceben,/ ich laß dich nicht,/ ich laß dich nicht. Wolfg. Christoph Deßler, 4 1722. 348 Mel. Meinen Zesum laß ich nicht. Zohann Uhlich, 1675. —— ........ 2———.—.——— mMei- ne See le sen=ket sich/ hin in Uund er⸗ war- tet ru- hig-lich/ sei ⸗ner .., H— 1 II 1.— —.——2—— RDDDIT— Got⸗ tes Berz und Zan de ů 65 we⸗ ge Ziel und En⸗de, lient fein stil le, + I. —..—...— — Wn er.ieirn-„Kere unt Ene. . arm und bloß/ in des lieb⸗sten Va⸗ ters Schoß. 2. Meine Seele murret nicht,/ ist mit allem wohl zufrieden was der eigne Wille spricht,/ ist zum Tode schon beschieden; was die Ungeduld erregt,/ ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht,/ will vielmehr an nichts ge— denken,/ was gleich spitzen Dornen sticht/ und den Frieden nur kann kränken./ Sorgen kommt dem Schöpfer zu: meine Seele sucht nur Ruh. J. Meine Seele grämt sich nicht,/ liebt hingegen Gott im Ceiden;/ Rummer, der das Serze bricht,/ trifft und ängstet nur die Heiden./ Wer Gott in dem Schoße liegt,/ bleibt in aller Wot vergnügt. 5. Meine Seele klaͤget nicht;/ denn sie weiß von keinen Vöten,/ hängt an Gottes Angesicht/ auch alsdann, wenn er will töten./ Wo sich Fleisch und Blut beklagt,/ wird der Freudengeist verjagt. 37⁴ rauey Leben!) hast für sag in 1Gott, aß dich + ½½ ich, 1674 ieden; dieden chts ge⸗ Frieden r zu: Bott im ängstet leibt in keinen wenn hird der Vertrauen 3 49 6. Meine Seel ist still zu Gott,/ und die Junge bleibt ge— bunden; /also haͤb ich allen Spott,/ alle Schmerzen über— wunden,/ bin gleichwie ein stilles Meer,/ voll von Gottes Preis und Ehr. Joh. Zo seph Winckler, 4 1722. 349 mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. Berrnhaag 1740. —.— —— — Gott wills ma⸗ chen,/ daß die Sa⸗-chen /ge- hen, — N dn e d. ist;/ laß die Wel ⸗len/ 1 — sam ee,s Je-su bist! 2. Wer sich kränket,/ weil er denket,/ Jesus liege in dem Schlaf,/ wird mit Rlagen/ nur sich plagen,/ daß der Un⸗ glaub leide Straf. 3. Du Verächter! /Gott, dein Wächter,/ schläfet ja noch schlummert nicht;/ zu den Hoͤhen/ aͤufzusehen,/ wäre deine Glaubenspflicht. 4. Im Verweilen/ und im Eilen/ bleibt er stets ein Vaterherz;/ laß dein Weinen/ bitter scheinen,/ dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste,/ daß das Beste/ über dich beschlossen sei;/ wenn dein Wille/ nur ist stille,/ wirst du von dem Rummer frei. 6. willst du wanken/ in Gedanken,/ faß dich in Ge— lassenheit;/ laß den sorgen,/ der auch morgen /Berr ist uͤber CLeid und Freud. 7. Gottes Hände/ sind ohn Ende,/ sein Vermegen hat kein Ziel; /ists beschwerlich,/ scheints gefährlich,/ deinem Gott ist nichts zu viel. rings⸗ um schwellen,/ wenn du nur bei 375⁵ 350 Vertrauen 8. Wenn die Stunden/ sich gefunden,/ bricht die Silf mit Macht herein,‚/ und dein Grämen/ zu beschämen,/ wird es unversehens sein. 9. Drum wohl denen,/ die sich sehnen/ nach der stillen Willensruh!/ Auf das Wollen/ fällt dem Sollen/ bald auch das Vollbringen zu. J0. Wun so trage/ deine Plaͤge/ fein getrost und mit Geduld!/ Wer das Leiden/ will vermeiden,/ häufet seine Sündenschuld. II. Aber denen,/ die mit Tränen/ küssen ihres Jesu Joch,/ wird die Rrone/ vor dem Throne/ ihres Seilands werden noch. I2. Amen, Amen!/ In dem Naͤmen/ meines Jesu halt ich still;/ es geschehe/ und ergehe,/ wie und wann und was er will. Joh. Daniel Serrnschmidt, 4 17½3 Mel. Jesu, meine Freude. 3 50 Zohann Crüger, Berlin 1656. — ö———. ꝑS.iPꝑ‚‚' ‚. . See⸗-le, sei zu⸗frie-den!/ Was dir Utreib aus dei⸗ nem Ser- zen/ Un⸗ge —.—— ö— ——— E——— Gott be⸗schie⸗-den,/ das ist al—les gut; duld und Schmer-zen,/ fas se fri- schen Mut. .. de,. Ist die Wet dein täg⸗lich Brot,/ mußt du wei⸗nen x E tt,.; W2uůð—t:!s mehr als la⸗ chen: /Gott wirds doch wohl ma— chen. 2. Scheint der Simmel trübe,/ und der Menschen Liebe/ stirbt dir ganz dahin;/ kommt das Mißgeschicke/ fast all 376 Vert Auge Himr doch 3. mach nur 1 Sinn Schu 4. die S schein und doch 5. Gedi walt Seel wohl 6. Gott ergel Gott doch Mel.? O chen. CLiebe/ fast all Vertrauen 351 Augenblicke/ und quält deinen Sinn:/ nur Geduld!/ Des Zimmels Huld/ sieht auf alle deine Sachen:/ Gott wirds doch wohl machen. 3. Ungeduld und Grämen/ kann nichts von uns nehmen,/ macht nur größern Schmerz. /Wer sich widersetzet,/ wird nur mehr verletzet;/ drum Geduld, mein Herzl/ Aus dem Sinn/ die Sorgen hin! Drücket gleich die Cast die Schwachen:/ Gott wirds doch wohl maͤchen. 4. Auf die Wasserwogen/ folgt ein Regenbogen,/ und die Sonne blickt;/ so muß auf das Weinen/ lauter Freude scheinen,/ die das Herz erquickt./ Caß es sein,/ wenn Angst und Pein/ mit dir schlaͤfen, mit dir wachen:/ Gott wirds doch wohl maͤchen. 5. Rronen sollen traͤgen,/ die des Kreuzes Plagen/ in Geduld besiegt;/ fröhlich auszuhalten/ und Gott lassen walten,/ das maͤcht recht vergnügt./ Drum nimm dir, /o Seele, für,/ stets zu beten und zu wachen:/ Gott wirds doch wohl maͤchen. G. Also soll es bleiben! /Ich will mich verschreiben,/ Gott getreu zu sein;/ beides, Tod und Ceben,/ bleibe ihm ergeben,/ ich bin sein, er mein;/ denn mein Ziel/ ist: wie Gott will!/ Drum sag ich in allen Sachen:/ Gott wirds doch wohl machen. Benjamin Schmolck, 1737. 351 70 Nach einer Prüfung kurzer Tage(oder wie Nr. 339). Leipzig I8JI9. Joh. Sottfr.—.— E . Ze sgrö-ßer Kreuz, je nä-her Bim⸗ mel;/ wer denn bei dem eit-len Weltge-tüm-mel/ ver⸗ — —— ———— M..—.—— —.— FE T oh⸗ne Kreuz, ist oh ane Gott,* ö gißt man Höl⸗-le, Fluch und Tod. O se⸗lig ist der 377⁷7 N UWIN . Wi AII I ö II 351 Vertrauen ——.— DDEE—— Mann geschätzt,/ den Gott in Kreuz und Truͤb⸗sal segtl 2. Je größer RKreuz, je beßre Christen;/ Gott prüft uns mit dem Probestein./ Wie mancher Gaͤrten muß gleich Wüsten, /weil ohne Tränenregen, sein!/ Das Gold wird auf dem Feuerherd,/ ein Christ in mancher Not bewaͤhrt. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube;/ die Palm er— starket durch die Cast;/ die Süßigkeit fließt aus der Traube/ erst, wenn du sie gekeltert hast;/ und wie die Perl in Salzesflut,/ so wächst im Kreuz der Glaͤubensmut. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe;/ der Sturm facht nur die Flammen auf;/ scheint auch der Himmel noch so trübe,/ so lacht doch bald die Sonne drauf,/ und gleichwi— Ol das Feuer nährt,/ wird Liebesglut durch Kreuz vermehrt. S. Je größer Rreuz, je mehr Gebete;/ sie strömen auz dem Herzen fort./ Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte,/ so fragte man nicht nach dem Port./ Wo kaͤmen Davids Psalmen her,/ wenn Kreuz ihm ferngeblieben waͤr? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlaͤngen; /im Tale steiget man bergan, /wer durch die Wüsten oft gegangen,/ der sehnet sich nach Ranaan./ Die Seele findet hier nicht Ruh drum eilt sie Zions Hütten zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben;/ man freut sich recht auf seinen Tod,/ denn man entgehet dem Verderben;! es stirbt auf einmal alle Wot./ Das Kreuz, das unsre Gräber ziert,/ bezeugt, man habe triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre RKrone,/ die Gott den Seinen beigelegt,/ und die einmal vor seinem Throne/ der Überwinder Scheitel trägt. /Ach dieses teure Bleinod“ macht,/ daß man das größte Rreuz nicht acht't. H. Gekreuzigter! laß mir dein Rreuze /je langer desto lieber sein;/ daß mich die Ungeduld nicht reize,/ so pflam ein solches Serz mir ein,/ das Glaͤube, Ciebe, Hoffnung hegt,/ bis dort mein Kreuz die RKrone trägt. Benjamin Schmolck, 1 1731 37 Vert Mel. V trauey setztl uft uns ß gleich old wird vährt. 'alm er⸗ Traube/ Perl in m facht noch so leichwie ermehrt, nen aus rmwind kämen en wär? le steiget n,/ der t Ruh// eut sich erben;/ s unsre zott den one/ der Kleinod er desto opflam; offnung dk, F.II vertrauen 352 552 Mel. Was Sott tut, das ist wohlgetan. Severus Sastorius, 168J. Gott lebtWie kann ich traurig sein,/ als wär kein Gott zu Er weiß ja wohl von meinerPein,/ die ich hier muß emp⸗— J. —. finden ꝰY finden; er kennt mein Herz/ und mei⸗nen Schmerz,/ so — darf ich nicht ver⸗ za⸗ aenibm nur al⸗les Elagen⸗ 2. Gott hört! Wenn niemand hören will:/ wie soll ich lange sorgen,/ mein Seufzen dringe nicht zum Ziel/ und bleibe Gott verborgen? /Schrei ich empor,/ so hört sein Ohr,/ so steigt die Silfe nieder,/ so schallt das Amen wieder. 3. Gott sieht! Wie klaget denn mein Herz,/ als säh er nicht mein Weinen?/ Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz/ ganz offenbar erscheinen;/ kein Tränlein fällt,/ so er nicht zählt/ und sich vor Augen setzet,/ bis er uns drauf ergötzet. 4. Gott führt! So geh ich ruhig fort/ auf allen meinen Wegen;/ und wenn die Welt bald hier, bald dort/ will ihre Stricke legen,/ so pflegt er mich/ zwar wunderlich,/ doch selig auch zu führen,/ daß mich kein Fall kann rühren. 5. Gott gibt! Und wär ich noch so arm,/ doch soll ich nicht verderben;/ was hilft mir denn mein steter darm,/ als mußt ich Zungers sterben;/ er hat ja Brot,/ und wenn die Not/ uns nach der Wüste weiset,/ doch werden wir gespeiset. 6. Gott lebt, wohlan, ich merke das; Gott hört, ich wills ihm sagen; /Gott sieht, er setzt den Tränen Maß;/ Gott führt, ich darf nicht klagen;/ Gott gibt und liebt./ Nur unbetrübt!/ Er wird mir endlich geben, /auch dort mit ihm zu leben. Benjamin Schmolck, 1737. 37 NW 4* INII ů 4 IN 130 IR IINI ö ů 353 Vertrauen 353 Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan(Nr. 352). J. Gott ist mein Gott, er sorgt für mich,/ was soll ich mich denn grämen? /Will er doch alle Cast auf sich/ von meinen Schultern nehmen./ Wenn noch so schwer/ mein Rreuz auch wär,/ es soll mich nicht erdrücken;/ er will mich stets erquicken. 2. Gott ist mein Schild, er decket mich /bei allen Un— gewittern,/ auch wenn der Sölle Pforten sich/ mit aller Macht erbittern:/ ist sein Panier/ nur über mir,/ so kann ihr blinder Schrecken/ mir keine Furcht erwecken. 3. Gott ist mein Cicht, er leitet mich/ auf allen meinen Wegen/ und führet mich ganz wunderlich/ bei Sonnen— schein und Regen;/ sein Wort geht mir/ als Leitstern für/ und leuchtet meinen Füßen/ bei allen Finsternissen. 4. Gott ist mein Fels, er träget mich;/ laßt alle Berge sinken,/ so steh ich unveränderlich/ und werde nicht er— trinken; Jobgleich die Flut/ mit aller Wut/ an meinen Anker schläget;/ doch werd ich nicht beweget. 5. Gott ist mein Teil, er sättigt mich;/ mir wird kein Gutes fehlen;/ was sollte denn mein Serze sich/ mit vielen Sorgen quälen?/ Wer Gott nur hat,/ ist in der Tat/ der reichste Nensch auf Erden,/ ihm muß der Zimmel werden. 6. Gott ist mein Heil, er segnet mich:/ ich soll in Christo leben;/ mein Heilaͤnd hat aus Liebe sich/ für mich in Tod gegeben./ So fiel mein Los/ in Gottes Schoß;/ wer kann bei diesem Glaͤuben/ mir Gott und Himmel rauben? 7. Gott ist mein Zirt, er weidet mich/ auf reinen, grunen Auen,/ und seiner treuen Zut kann ich/ mich ohne Furcht vertrauen./ Jeigt hier und da/ sich auch Gefahr,/ er gehet mir zur Seiten,/ sein Auge muß mich leiten. 8. Gott ist mein Alles hier und dort,/ im Himmel und auf Erden; /es soll mir auch mein Gott hinfort/ noch immer lieber werden,/ bis ich dorthin/ gelaͤnget bin,/ wo ich, mit Gott verbunden,/ das höchste Gut gefunden. Benjamin Schmolck, I73/ 380 soll ich ch/ von mein vill mich len Un⸗ it aller so kann meinen Bonnen⸗ ern fuͤr/ e Berge icht er⸗ meinen dird kein it vielen at/ der werden. Christo ˖in Tod her kann 2 grünen e Furcht er gehet mel und t/ noch in,/ wo n. ck, 1 I737. Vertrauen 35⁴4 mel. Alles ist an Gottes Segen. Frankfurt a. M. 1738. Ir er. J. Berr, mein Cicht, mein Heil, mein Ce-ben,/ wie kann +. — , ich dich gnug er⸗he⸗ben?/ Was für Lieder stimm ich an?/ x ö ö 1 ISISISeIeEE. Was soll ich für Dank er⸗wei⸗ sen?/ Wie soll ich das —— +.—— 1— I I.III II.I IT Gu⸗te prei⸗ sen,/ so du, Serr, an mir ge-⸗ tan? 2. Iwar du hattest mich gebeuget,/ aber auch dabei ge— zeiget,/ wie du seist mit Silfe nah./ In der Nacht waͤrst du verborgen,/ doch kam bald ein froher Morgen,/ da ich, Herr, dein Antlitz sah. 3. Also hast du mich geführet,/ wie ichs tausendmal ver— spüret/ selbst von meiner Jugend an,/ mit Geduld und Liebesarmen,/ mit viel Gnade und Erbarmen,/ daß ichs nicht verdanken kann. J. Dich recht lieben, heißt dich loben,/ dich recht loben, fuͤhrt nach oben,/ wo du ewig wirst verklärt./ O so laß denn alle Sinnen,/ Reden, Schweigen und Beginnen/ nach dem Himmel sein gekehrt. 5. Bier will ich dir fest vertraͤuen/ und auf deine Gnade schauen,/ wenn des Kreuzes Cast mich drückt./ Ich will in der Stille hoffen,/ bis mein Glaub dich angetroffen/ und dein Antlitz mich erquickt. C. Willst du mit der Silf verziehen, /eine Zeitlang von mir fliehen?/ Herr, ich bin ein sündger Knecht!/ Willst du strafen, willst du schlagen? /Willst du züͤchtgen, willst du plagen?/ Herr, du bleibest stets gerecht. 3 381 V. 355.356 Vertrauen 7. Wun, so stärke mir den Glauben;/ laß mir nichts den— 2. selben rauben,/ keine Weltlust, keine Pein./ Deine Liebe lah. Schr mich schmecken,/ deine Gnaͤde mich erwecken,/ immer dankbaͤr sehn dir zu sein. Jak. Gabriel Wolf, 115 von 3 5 5 volle Mel. Was Sott tut, das ist wohlgetan(Nr. 352). 3. ö J. Auf Gott und nicht auf meinen Rat/ will ich mein müss x Glücke bauen/ und dem, der mich erschaffen hat,/ mit Trost ganzer Seele trauen./ Er, der die Welt/ allmächtig hält, der S ö wird mich in meinen Tagen/ als Gott und Vater tragen. 4. ö 2. Er sah von aller Ewigkeit,/ wieviel mir nützen verse ö IR würde,/ bestimmte meine Cebenszeit,/ mein Glück und meine barn ö +* Buürde./ Was zagt mein Herz? /Ist auch ein Schmerz,/ der steht AMII zu des Glaubens Ehre/ nicht zu besiegen wäre? 2. 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt,/ und hätte, was Glat ich bitte,/ mir gnädig, eh ichs bat, gewährt,/ wenns seine dem, Weisheit litte./ Er sorgt für mich/ stets väterlich;/ nicht, warl I was ich mir ersehe,/ sein Wille, der geschehe! 6. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück/ weit schwerer oft zu sami INN tragen /als selbst das widrige Geschick,/ bei dessen Last um INN wir klagen? /Die größte Wot/ hebt doch der Tod,/ und Jahl SSSSSSS‚I— ——————.—— N Ehre, Glück und Habe/ verläßt mich doch im Grabe. vom MN N 5. An dem, was waͤhrhaft glücklich macht,/ läßt Gott es +. I keinem fehlen;/ Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht/ sind Seel I nicht das Glück der Seelen./ Wer Gottes Rat/ vor Augen mich hat,/ dem wird ein gut Gewissen/ die Trübsal auch versüßen. Alln ö 6. Was ist des Cebens Serrlichkeit?/ Wie bald ist sie ver— 8. ö schwunden!/ Was ist das Ceiden dieser Zeit?/ Wie bald ists mein überwunden!/ Hofft auf den Herrn,/ er hilft uns gern./ Seid ich ö ö fröhlich, ihr Gerechten;/ der Herr hilft seinen Rnechten. mein . Christian Fürchtegott Sellert, 4 I769. 356 Mel. Was Sott tut, das ist wohlgetan(Nr. 352). Mel. nnn J. Der Herr ist meine Zuversicht,/ mein bester Trost im. a Ceben. /Dem fehlt es nie an Heil und Licht,/ der sich dem dure IIN Berrn ergeben./ Gott ist mein Gott;/ aͤuf sein Gebot/ wird tiefft meine Seele stille;/ mir gnügt des Vaters Wille. sprie 382 trauen ö hts den⸗ ö iebe laß dankbar f, + 75⁵5. ch mein „/ mit hält,/ tragen. nützen d meine 1z,/ der te, was us seine nicht, roft zu en Last „und Gott es t/ sind Augen rsüßen. sie ver⸗ ald ists ./ Seid ten. t, + IIod. rost im ich dem t/ wird Vertrauen 357 2. Wer wollte dir, Serr, nicht vertraun? /Du bist des Schwachen Stärke;/ die Augen, die auf dich nur schaun,/ sehn deine Wunderwerke./ Serr, groß von Raͤt/ und stark von Tat,/ mit gnadenvollen HSänden/ wirst du dein Werk vollenden. 3. Woch nie hat sich, wer dich geliebt,/ verlassen sehen müssen;/ du läßt ihn, wenn ihn Not umgibt,/ doch deinen Crost genießen./ Des Frommen Herz/ wird frei von Schmerz;/ der Sunder eitles Dichten/ wird einst dein Rat vernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott;/ der Toren Trost verschwindet,/ wenn der Gerechte in der Not/ Hilf und Er⸗ barmung findet./ Wenn jener fällt,/ ist er ein Held;/ er steht, wenn Sünder zittern,/ ein Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große Zoffnung hin,/ die dir dein Glaube reichet./ Weh denen, die zu Menschen fliehn;/ weh dem, der von Gott weichet!/ Dein Heiland starb;/ ja, er er⸗ warb/ auf seinem Todeshügel/ dir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her/ sich Wetterwolken sammeln;/ Gott hilft, wenn Christen freudenleer/ zu ihm um Gnaͤde stammeln./ Die Zeit der Qual,/ der Tränen zahl/ zählt er, er wägt die Schmerzen/ und wälzt sie weg vom HBerzen. 7. Herr, du bist meine ZJuversicht;/ auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Glück gebricht,/ wenn ich mich sorgend quäle./ Wer wollte sich/ nicht ganz auf dich,/ Allmachtiger, verlassen/ und sich im Kummer fassen? 8. In deine Zand befehl ich mich,/ mein Wohlsein und mein Ceben./ Mein hoffend Auge blickt auf dich,/ dir will ich mich ergeben;/ sei du mein Gott/ und einst im Tod/ mein Fels, auf den ich traue, /bis ich dein Antlitz schaue. Christ. Sturm, 1 1786. 357 Mel. Alles ist an Gottes Segen(Nr. 350. J. Fortgekämpft und fortgerungen,/ bis zum Lichte durchgedrungen/ muß es, bange Seele, sein. /Durch die tiefsten Dunkelheiten/ kann dich Jesus hinbegleiten;/ Mut spricht er den Schwachen ein. 13* 383 358 Vertrauen 2. Bei der Hand will er dich fassen;/ scheinst du gleich von ihm verlassen,/ glaube nur und zweifle nichtl/ Bete, kämpfe sonder Wanken: /baͤld wirst du voll Freude danken,/ bald umgibt dich Kraft und Licht. 3. Bald wird dir sein Antlitz funkeln:/ hoffe, harre, glaͤub im Dunkeln! /Vie gereut ihn seine Wahl./ Er will dich im Glauben üben;/ Gott, die Ciebe, kann nur lieben,/ Wonne wird bald deine Qual. 4. Weg von aller Welt die Blicke!/ Schau nicht seitwaͤrtz nicht zurücke,/ nur auf Gott und Ewigkeit;/ nur zu deinem Jesu wende/ Aug und Serz und Sinn und Sände,/ bis er himmlisch dich erfreut. 5. Aus des Jammers wilden Wogen/ hat dich oft heraus gezogen/ seiner Allmacht treue Sand./ Nie zu kurz ist seine Rechte;/ wo ist einer seiner Knechte,/ der bei ihm nicht Rettung fand? E. Schließ dich ein in deine Rammer,/ geh und schütte deinen Jammer/ aus in Gottes Vaterherz;/ kannst du gleich ihn nicht empfinden,/ Worte nicht, nicht Traͤnen finden,/ klag ihm schweigend deinen Schmerzl 7. Kräftig ist dein tiefes Schweigen:/ Gott wird sich als Vaͤter zeigen;/ glaube nur, daß er dich hört!/ Glaub, daß Jesus dich vertreten,/ glaͤube, daß, was er gebeten,/ Gottz sein Vater, ihm gewährt. 8. Drum, so will ich nicht verzagen,/ mich vor Gottes Antlitz wagen,/ flehen, ringen fort und fort;/ ja, ich werde uͤberwinden;/ wer ihn sucht, der wird ihn finden,/ wird ihn haben hier und dort. 358 Mel. Wie nach einer Wasserquelle. Franzö sischer Psalter, 155ʃ. V 1 42— ů——— —‚‚HDIII—— DDD.Dee 2——— ö—2 ——— 2——— Wenn der Serr einst die Gefangnen/ ih ⸗rer Bande o dann schwinden die vergangnen/ Cei⸗den wie ein 384 Joh. RKaspar Lavater, ISol. trauen eich von /Bete, Freude „harre, Er will lieben,/ itwärts, deinem bis er heraus⸗ ist seine m nicht schüͤtte unst du Tränen sich als ub, daß „JGott, Gottes h werde vird ihn r, 1 Idol. ter, I55l. — an⸗ de vie ein Vertrauen —.—.—— 4———— le⸗ dig macht, Traum der Nacht. Dann wird un⸗ser Serz sich freun,/ ———5——— =e- e 15——— un⸗ ser Mund voll Dan⸗kes sein;/ jauch⸗zend wer⸗ den —.—— ö————— wir er⸗ he⸗ben/ ihn, der Frei⸗heit uns ge⸗ ge ⸗ ben. 2. Herr, erhebe deine Rechte,/ gib uns einen Vaterblick;/ aus der Fremde ruf die Knechte/ in die eimat bald zurück!l/ Ach der Pfaͤd ist steil und weit!/ Kürze unsre Prüfungs— zeit;/ fuͤhr uns, wenn wir treu gestritten,/ in des Friedens stille Zuͤtten. 3. Ernten werden wir mit Freuden,/ was wir weinend ausgesät;/ jenseits reift die Frucht der Ceiden,/ und des Sieges Palme weht./ Unser Gott auf seinem Thron,/ er, er selbst ist unser Lohn;/ die ihm lebten, die ihm starben,/ bringen jauchzend ihre Garben. Sam. Sottlieb Bürde, 183J. 359 Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. H4 2——— 2.— ö Leipzig 1625. 6³⁴ — 2. J. Der Him-mel hängt voll Wol⸗ken schwer,/ . EEEEEE— EEESEEEEEEEEE ich seh das blau ze Zelt kaum mehr;/ doch ü⸗ber Wolken hell und klar/ nehm ich ein freund⸗lich Au- ge wahrl 385 —.... 360 Vertrauen 2. Es tobt der Sturm mit wilder Macht,/ sie wird so dunkel oft, die Nacht;/ doch wenn auch meine Seele bebt,/ sie weiß, daß dort mein Heiland lebt! 3. Sie zöge gar zu gern hinaus/ ins große, weite Vater— haus,/ doch hält in seiner Kraft sie still,/ bis er, bis er sie lösen will. 7J. Die Erd ist mir ein morsches Boot,/ das unter mir zu sinken droht;/ ich steh, nach oben hingewandt,/ mit einem Fuß auf seinem Rand. ö S. Gebeutst du, Zerr, mit einem Blick,/ so schleudr ichs hinter mich zurück/ und schwinge mich an deiner Zand hinauf, hinauf und jauchze: Cand! E. Ich ginge gern, so gern zu dir!/ Doch wenn du mich noch länger hier/ in Sturm und dunklen Naͤchten läßt,/ so halt du meine Seele fest, 7. Daß sie in Sturm und Nächten treu,/ zu deiner Ehre waͤcker sei,/ bis du mir rufst: Wun ist mirs recht,/ nun kannst du kommen, treuer RKnecht! Seinrich Möwes, 1834 360 Mel. Wie nach einer Wasserquelle(Mr. 358). J. O mein Berz, gib dich zufrieden!/ O verzage nicht so bald!/ Was dein Gott dir hat beschieden,/ nimmt dir keiner Welt Gewaͤlt. /Keiner hindert, was er will,/ haͤrre nur, vertraͤue still;/ geh des Wegs, den er dich sendet;/ er be⸗ gann, und er vollendet. 2. Hüllt er dich in Dunkelheiten,/ so lobsing ihm aus der Nacht;/ sieh, er wird dir Licht bereiten,/ wo dus nimmer— mehr gedacht./ Zäuft sich Not und Sorg umher,/ wird die Cast dir allzuschwer,/ faßt er plötzlich deine Zände/ und führt selber dich ans Ende. 3. Wär auch alle Welt dir feindlich,/ rottete sich wider dich:/ dank ihm! O, der Serr ist freundlich,/ seine Huld währt ewiglich./ Sind auch Trauer, Angst und Leid seines Segens dunkles Kleid: /daͤnk ihm! Er schickt seinen Segen/ auf geheimnisvollen Wegen. 386 trauen wird so bebt,/ Vater⸗ is er sie mir zu t einem udr ichs Band/ du mich ißt,/ so er Ehre /nun 8, 1 I839. nicht so r keiner re nur, er be⸗ aus der immer- wird die e /und h wider 1e Huld Leid/ t seinen Vertrauen 360 4. Endlich wird dein Morgen grauen; /kennst du nicht sein Norgenrot?)Darfst du zagend rückwärts schauen,/ wenn dich Glut und Sturm bedroht?/ Denn auch Feuer— flamm und Wind/ Boten seines Willens sind;/ und kanns nur ein Wunder wenden:/ auch ein Wunder kann er senden! 5. O so laß denn alles Baͤngen!/ Wirke frisch, halt mutig aus!/ Was mit ihm du aͤngefangen,/ führet er mit dir hinaus./ Und ob alles widersteht:/ in Vertraun und in Gebet /bleib am Werke deiner Hände,/ so führt ers zum schönsten Ende. Viktor v. Strauß, I899. 2 E 2 E 5N R Jahreszeiten Lieder für besondere Zeiten, Stände und Verhältnisse Jahreszeiten Frühling 361 Mel. Lobe den Serren, den mächtigen König(Nr. I35). J. Hör ich euch wieder, ihr Töne des Frühlings, er— klingen,/ jubelnde Stimmen des Preises sich himmelwärts schwingen?/ Tief in der Brust/ regt sich die sehnende Lust,/ mit euch ein Coblied zu singen. 2. Soll mich die Amsel und soll mich die Lerche be— schämen? /Sang ist ihr Ceben und freudiges Lob ohne Grämen. /Schweigest nur du,/ Seele, berufen dazu,/ Gnade um Gnade zu nehmen? 3. Ist nicht dein Frühling, der himmlische, dir auch er— schienen?/ Sahst du die Auen der Hoffnung in ihm nicht ergruůnen,/ der bis ins Grab/ stieg aus dem Himmel herab,/ all deinen Jammer zu sühnen? 4. Rönig des Himmels und Freund einer sündigen Seele,/ jeder Gedanke und jede Empfindung erzähle,/ was du mir bist;/ aus dir ein Lebensstrom fließt,/ daß ich mich nimmer—⸗ mehr quäle. 5. Laß mich dich loben! Ich weinte dir lange nur KRlagen,/ wähnte dich hart, wenn aus Ciebe du Wunden geschlagen,/ habe die Sand/ ewiger Güte verkannt,/ irre von Sorgen und Zagen. 6. Doch wie der Winter von starrenden schneeigen Höhen/ spurlos zerrinnt, wenn sie Cüfte des Frühlings umwehen,/ also entfliehn,/ gibst du dem Serzen dich hin, /all seine starrenden Wehen. 7. Gib mir die Zarfe und laß mich die himmlischen Cieder/ fernher vernehmen! Sie hallen im Tränental wider./ Engelgesang/ und der Erlöseten Dank/ schwebe hinauf und hernieder! 380 362 Jahreszeiten 8. Schön ist die Schöpfung, die, ewiges Wort, du ge— gründet;/ wundervoll hast du die Berge und Täler ge— ründet;/ Frühlinges Pracht/ hat, wie der Tag und die Nacht,/ längst deinen Wamen verkündet. 9. Jauchze, Watur, in des Frühlings beginnendem Wehen! JSinge, du Welt, die das Werk der Erlösung ge— sehen! /Jaͤuchze, du Seer/ dort am kristallenen Meer: Ehre sei Gott in den Höhen! meta Seußer-Schweizer, 1876. Sommer 362 DE Schmidlin, I769. VY ..SSSSSS...... +* J. Geh us, mein Herz, und su⸗che Freud/ in die ⸗ ser TH . it nx. SDIII lie-ben Sommer- zeit/ an dei⸗nes Got⸗tes Ga⸗ benz/ schau — 1 — ..——————— an der schö⸗nen Gär⸗ ten Zier/ und sie-he, wie sie m. SSS‚.— Bnn. mir und dir/ sich aus ge⸗- schmük⸗-ket ha⸗ben. 2. Die Bäume stehen voller Caub,/ das Erdreich decket seinen Staub/ mit einem grünen Bleide;/ die Blümlein auf dem Wiesenplan,/ die ziehen sich viel schöner an/ als Salomonis Seide. 3. Die Cerche schwingt sich in die Cuft,/ das Täublein fleugt aus seiner Kluft/ und macht sich in die Wälder;/ die hochbegabte Nachtigall/ ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hüͤgel, Tal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus,/ der Storch baut und bewohnt sein Zaus,/ das Schwälblein speist die 39⁰ zzeiten du ge⸗ äler ge⸗ und die nendem ung ge⸗ Neer: r, 1 I876, lin, 1769. Pen. h decket ümlein n/ als äublein r;/ die Schall/ ch baut eist die Jahreszeiten 362 Jungen;/ der schnelle Sirsch, das leichte Reh/ ist froh und kommt aus seiner Höh/ ins tiefe Gras gesprungen. 5. Die unverdroßne Bienenschar /fleugt hin und her, sucht hier und da/ sich edle Honigspeise;/ des süßen Wein— stocks starker Saft/ bringt täglich neue Stärk und RKraft/ in seinem schwaͤchen Reise. 6. Der Weizen wächset mit Gewalt;/ darüber jauchzet jung und alt/ und rühmt die große Güte/ des, der so überflüssig labt/ und mit so manchem Gut begabt/ das menschliche Gemüte. 7. Ich selber kann und maͤg nicht ruhn; /des großen Gottes großes Tun /erweckt mir alle Sinnen;/ ich singe mit, wenn alles singt,/ und lasse, was dem Höchsten klingt,/ aus meinem Herzen rinnen. 8. Ach, denk ich, bist du hier so schön,/ und läßt dus uns so lieblich gehn/ aͤuf dieser armen Erden:/ was will doch wohl nach dieser Welt/ dort in dem reichen Himmelszelt/ und güldnen Schlosse werden! 9. Welch hohe Lust, welch heller Schein/ wird wohl in Christi Garten sein!/ Wie muß es da wohl klingen,/ da so viel tausend Seraphimꝓ» aus einem Mund mit heller Stimm/ ihr Haͤlleluja singen! J0. O war ich da, o stünd ich schon,/ ach lieber Gott, vor deinem Thron/ und trüge meine Palmen!/ So wollt ich nach der Engel Weis/ erhöhen deines Namens Preis/ mit tausend schönen Psalmen. II. Doch will ich gleichwohl, weil ich noch/ hier trage dieses Leibes Joch,/ auch nicht gaͤr stille schweigen;/ mein Berze soll sich fort und fort/ an diesem und an allem Ort/ zu deinem Cobe neigen. 12. Hilf nur und segne meinen Geist/ mit Segen, der vom Himmel fleußt,/ daß ich dir stetig blůhe;/ gib, daß der Sommer deiner Gnad/ in meiner Seele früh und spat/ viel Glaubensfrücht erziehe. I3. Mach in mir deinem Geiste Raum,/ laß mich als einen guten Baum/ am Cebenswasser grünen;/ so will ich dir und deiner Ehr/ allein und keinem andern mehr/ hier und dort ewig dienen. Paul Serhardt, 4 1676. 391 363 Jahreszeiten Herbst 363 Mel. Geh aus, mein Serz(Nr. 362, oder wie Nr. I53). J. Des Jahres schöner Schmuck entweicht,/ die Flur wird kahl, der Wald erbleicht,/ der Vöglein Lieder schweigen. Ihr Sotteskinder, schweiget nicht/ und laßt hinauf zum ewgen Licht/ des Zerzens GOpfer steigen! 2. Gott ließ der Erde Frucht gedeihn;/ wir greifen zu, wir holen ein,/ wir sammeln seinen Segen./ Herr Jesu— laß uns gleichen Fleiß/ an deiner CLiebe Ruhm und Preis mit Herzensfreude legen. 3. Was Gottes Hand für uns gemacht,/ das ist nun alles eingebracht,/ hat Dach und Raͤum gefunden./ So sammle dir zur Gnadenzeit,/ o Seele, waͤs dein Serr dir beut,/ für deine Kreuzesstunden. 4. Denn wie die Felder öde stehn,/ die Webel kaͤlt darübet wehn/ und Reif entfarbt die MNatten:/ so endet alle Lust der Welt,/ des Lebens Glanz und Kraͤft zerfällt;/ schnell wachsen seine Schatten. 5. Es braust der Sturm, der Waͤld erkracht,/ der Wandrer eilt, um noch vor Wacht/ zu flüchten aus den Wettern. O Zesu, sei uns Dach und Turm,/ wenn oft des Lebens rauher Sturm/ uns will zu Boden schmettern. G. Es fällt der höchsten Bäume Caub/ und mischt sich wieder mit dem Staͤub,/ von dannen es gekommen. /Ach Mensch, sei noch so hoch und wert:/ du mußt hinunter in die Erd,/ davon du bist genommen! 7. Doch wie der Candmann seine Saaͤt/ ausstreuet, eh der Winter naht,/ um künftig Frucht zu sehen:/ so, treuer Vater, deckest du/ auch unsern Ceib mit Erde zu,/ daß er soll auferstehen. 8. Indes, wie uber Land und Meer/ der Störche Zug, der Schwaͤlben Seer/ der Sonn entgegenstreben:/ so laß zu dir die Seele fliehn,/ zu deinem Paraͤdiese ziehn,/ an deiner Sonne leben! Viktor v. Strauß, 1 1899. 392 ie Flur Cieder nd laßt ifen zu, r Jesu, Preis n alles sammle it,/ für darübet lle Cust schnell Oandrer ttern. LCebens scht sich 1. /Ach inter in Uet, eh treuer daß er he Jug, õ laß zu deiner „+ 1899. Jahreszeiten Winter 364 Mel. Sott sei Dank durch alle Welt. J. A. Freylinghausen, Salle 1704. ———— J. Gro-ßer Schöpfer, Berr der Welt,/ E=—4 + é— FF I E.EI..II.. des⸗ sen Hand die Him-mel hält!/ JZu der Son- ne — 1 in——— , d e. Einnn.. sprichst du: Cauf,/ ge ⸗ he un⸗ ter, ge⸗ he aufl 2. Deine Macht und Berrlichkeit/ leuchtet auch zur Winterszeit/ in der wolkenvollen Luft,/ in den Flocken, in dem Duft. 3. Alles ruht; aͤuf dein Geheiß/ wird der Wasserstrom zu Eis. Du gibst, was der Candmann bat,‚,/ deckst und wärmest seine Saat. 4. Der des Sperlings nicht vergißt,/ sorgt noch mehr fůr dich, o Christ!/ Gott sei dir in Sitz und Frost/ Freude, Zu— versicht und Trost. 5. Bleibe du, mein Serz, nur warm! Ist ein Bruder nackt und arm,/ brich ihm liebevoll dein Brot,/ lindre freundlich seine Wot. G. Nach des Winters kalter Nacht/ lebet alles, alles lacht;/ Bäume, Wiesen, Wälder blühn,/ und die dürre Welt wird grün. 7. Also blüht nach kurzer Jeit/ aus dem Staub Unsterb— lichkeit;/ neu und umgeschaffen einst/ sind wir, wenn du, Berr, erscheinst. 8. Eile, Freudentag, heran,/ dem kein Winter folgen kann!/ Sonne, die nie untergeht,/ sei gelobet und erhöht! Joh. Raspar Lavater, + IS0oJ. 393 Morgen 365 BHamburg 1598. 5—7——— 3———.——. ,.=ex. Aus mei- nes Her⸗ zens Grun-de/ sag in die-ser Mor-gen⸗stun ⸗-de/ und EE ich dir Lob und Dank! all mein Le⸗ben lang, J Berr Gott, auf dei⸗ nem 1—.— 1——4 E 1— H— ———.—— 1— 1— EEE Thron,/ zu Lob dir, Preis und Ehrren/ durch Christum, E. 1 +——— 1 I„ u en v da ᷑en I.Hne——— II un ⸗ sern Her-ren,/ dein' ein⸗ge⸗bor⸗ nen Sohn: 2. Daß du mich haͤst aus Gnaden/ in der vergangnen Nacht/ vor Pot, Gefahr und Schaden /behütet und be— wacht. /Ich bitt demuͤtiglich,/ wollst mir mein Sünd ver— geben,/ womit in diesem Ceben/ ich haͤb erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten/ mich gnädig diesen Tag/ vor Satans List und Wuͤten,/ vor Sünden und vor Schmach, vor Feur und Wassersnot,/ vor Armut und vor Schanden,/ vor Ketten und vor Banden,/ vor bösem, schnellem Tod— 4. Mein Ceib und Seel, mein Ceben,/ mein Weib, Gut, Ehr und KRind/ sei dir, Serr, übergeben,/ dazu mein Saus gesind/ als dein Geschenk und Gab,/ die Eltern und Ver— wandten,/ Geschwister und Bekannten/ und alles, was ich hab. S. Gott will ich lassen raten,/ der alle Ding vermag;/ er segne meine Taten/ auch an dem heutgen Tag./ Ihm hab 39⁴ Morgey sorgen burg 1598, — e/ sag e und —— dristum, on: angnen und be⸗ nd ver— ich. 8/ vor mach,/ anden // m Tod. b, Gut, Haus ꝛd Ver⸗ 8, was ag;/ er m hab Morgen 366 ich heimgestellt/ Leib, Seele, Gut und Leben,/ und was er sonst gegeben;/ er machs, wies ihm gefällt. 6. Darauf so sprech ich Amen/ und zweifle nicht daran,/ Gott nimmt in Jesu Namen/ mein Flehen gnädig an./ Nun streck ich aus die Hand,/ greif an mein Werk mit Freuden,/ das Gott mir will bescheiden/ in meinem Amt und Stand. Georg Niege, 1588. 366 Seinrich Albert, 1642. Sa, r, SSDSSISIIIII Gott des Him- mels und der Er-den,‚/ Va⸗ ter, Uder es Tag und Nacht läßt werden,/ Sonn und SSISII t‚E..E.......... äSSS SII.. Sohn und heil--ger Geist, MRond uns schei- nen heißt, des sen star⸗ke ——+ +...—+ HN .——— E E— SEIE gand die Welt/ und, was drin- nen ist, er⸗hält: 2. Gott, ich danke dir von Serzen,/ daß du mich in dieser Nacht/ vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen/ hast be— huͤtet und bewacht/ und bei aller meiner Schuld/ mich noch trägst mit Vaterhuld. 3. Laß die Wacht auch meiner Sünden/ jeizt mit dieser Nacht vergehn;/ o, Serr Jesu, laß dich finden/ und dein Herz mir offen stehn,/ da aͤlleine Silf und Rat/ ist fuͤr meine Missetat. J. Hilf, daß ich mit diesemRorgen/ geistlich auferstehenmag/ und für meine Seele sorgen,/ daß, wenn nun dein großer Tag/ uns erscheint und dein Gericht,/ ich davor erschrecke nicht. S. Führe mich, o Serr, und leite/ meinen Gang nach deinem Wort;/ sei und bleibe du auch heute/ mein Be— schuͤtzer und mein Zort!/ Wirgends, als von dir allein,/ kann ich recht bewahret sein. — IZ. 395 367 6. Meinen Ceib und meine Seele/ samt den Sinnen und Verstand,/ großer Gott, ich dir befehle/ unter deine starke Hand;/ Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm,/ nimm mich auf, dein Eigentum! 7. Deinen Engel zu mir sende, /der des boͤsen Feindes Macht,/ Cist und Anschlag von mir wende/ und mich halt in guter Acht;/ der auch endlich mich zur Ruh/ trage nach dem Himmel zu! Seinrich Albert, 165ʃ. 367 Mel. Serr Jesu Christ, dich zu uns wend. Görlitz 1638. SSS J. Die Wacht nun mehr ver⸗ gan⸗gen ist;/ wir + 2———— ö é—— —— 2———*— dan⸗-ken dir, Serr Je-⸗su Christ,/ daß du uns frei von —— 5..——— —.——..— al⸗-ler Plag/ ge⸗ sund läßt se⸗ hen je ⸗den Tag. 2. Wir bitten dich, du Gnaͤdenstrahl,/ leucht uns in diesem Erdental; /beschirm uns täglich und auch heut,/ bewaͤhr uns ferner allezeit. 3. Daneben gib uns Fried und Ruh/ und, was uns nötig ist, dazu; durch deine starke Gnadenhand/ beschutze uns und unser Cand. 4. All Sünd und Schwaͤchheit uns verzeih,/ ein gut Ge⸗ 1 +. 1 ö wissen stets verleih;/ gib, daß wir deines Namens Ehr/ ausbreiten immer mehr und mehr. ö 5. Und wenn es dir, o Herr, gefällt,/ uns abzufordern aus der Welt,/ so gib ein selig Ende hier,/ daß wir dort ewig sind bei dir. 6. O Jesu Christ, erbarme dich,/ hör unsre Bitten gnädiglich;/ durch dein Verdienst, durch deinen Tod/ erlöse uns aus aller Not. Vor 1664. 39 Mor gen Mor or gen en und e starke nimm eindes ch halt ge naͤch t, IG5I. litz 1648. S nötig tze uns ut Ge⸗ Ehr/ rn aus t ewig Bitten Herlöse or 1664. 368 368 Joh. Georg Ebeling, 1666. ie güldne Son-ne,/ voll SSSS= Freud und Won ⸗ne,/ bringt un⸗sern —.—+—4.——+ ⸗„— E la⸗gen dar⸗nie⸗ der, a⸗- ber 56610 steh ich,/ bin mun⸗ter und —— w Fnerr d E.mut.-M. er, mn mum. dormmrr nurrren rr Rn, E fröͤhlich,/ schau⸗e den Him⸗mel mit mei⸗nem Ge⸗ sicht. 2. Mein Auge schauet,/ was Gott gebauet/ zu seinen Ehren,/ und uns zu lehren,/ wie sein Vermögen sei mächtig und groß,/ und wo die Frommen/ dann sollen hinkommen,/ wenn sie mit Frieden/ von hinnen geschieden/ aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 3. Casset uns singen,/ dem Schöpfer bringen/ Guͤter und Gaben;/ was wir nur haben,/ alles das sei Gott zum Opfer gesetzt./ Die besten Güter/ sind unsre Gemüter;/ vor ihn zu treten/ mit Singen und Beten,/ das ist ein Opfer, dran er sich ergötzt. 4. Abend und Morgen/ sind seine Sorgen;/ segnen und mehren,/ Unglück verwehren,/ sind seine Werke und Taten allein./ Wenn wir uns legen,/ so ist er zugegen;/ 397 368 Morgen wenn wir aufstehen,/ so läßt er aufgehen/ uͤber uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben/ zu dir hoch droben/ mein ganzes Sinnen;/ laß mein Beginnen/ ohn aͤllen Anstoß und glücklich ergehn./ Caster und Schande,/ der Finsternis Bande,/ Fallen und Tuͤcke/ treib ferne zurüͤcke,/ laß mich auf deinen Geboten bestehn. . Caß mich mit Freuden/ ohn alles Neiden/ sehen den Segen,/ den du wirst legen/ in meines Nächsten und Mit— bruders Haus./ Geiziges Brennen,/ unchristliches Rennen/ nach Gut mit Sünde,/ das tilge geschwinde/ von meinem Berzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen,/ was ists gewesen?/ In einer Stunde /geht es zugrunde,/ sobaͤld die Cüfte des Todes drein wehn. /Alles in allen/ muß brechen und fallen;/ Himmel und Erden,/ die müssen das werden,/ was sie ge⸗ wesen vor ihrem Bestehn. 8. Alles vergehet,/ Gott aber stehet/ ohn alles Wankenʒ/ seine Gedanken,/ sein Wort und Willen hat ewigen Grund./ Sein Seil und Gnaden,/ die nehmen nicht Schaͤden, heilen im Herzen/ die tödlichen Schmerzen,/ halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone,/ vergib und schonel/ Caß meine Schulden/ in Gnad und Zulden/ von deinen Augen sein ferne gewandt!/ Sonsten regiere,/ mich lenke und führe,/ wie dirs gefället;/ ich habe gestellet/ alles in deine Be— liebung und Hand. 10. Willst du mir geben,/ womit mein LCeben/ ich kann ernähren,/ so laß mich hören/ allzeit im Serzen dies heilige Wort: /Gott ist das Größte,/ das Schönste, das Beste,/ Gott ist das Sußte/ und Allergewißte,/ aus allen Schätzen der edelste Hort. II. Willst du mich kränken,/ mit Gaͤlle tränken,/ und soll von Plagen/ ich auch was tragen,/ wohlan, so mach es, wie dir es beliebt!/ Was gut und tuͤchtig,/ was schäͤdlich und nichtig/ meinem Gebeine,/ das weißt du alleine,/ hast nie⸗ mals einen zu sehr noch betrübt. 308 orgen 5 seiner ganzes oß und sternis ß5 mich den den d Mit⸗ nnen/ einem einer Todes llen;/ sie ge⸗ nkenʒ rund./ den,/ n uns meine n sein ühre,/ re Be⸗ ĩkann Heilige ꝛeste,/ hätzen 1 soll ch es, heund st nie⸗ Morgen 369 I2. Kreuz und Elende,/ das nimmt ein Ende;/ nach Meeresbraͤusen/ und Windessausen /leuchtet der Sonne er— wünschtes Gesicht./ Freude die Fülle /und selige Stille/ darf ich erwarten/ im himmlischen Garten;/ dahin sind meine Gedanken gericht. Paul Serhardt, 1676. 369 Mel. Nun laßt uns Sott, dem Serren. Leipzig 1587. 4.— ů + 1 I. 5— 5 ö 4. sin ⸗ ge/ dem ö— 2 Serer S———.— Din ⸗ge,‚,/ dem Ge⸗ber al⸗ler J. Wach auf, mein Herz, und * . Schöpfer al⸗ler 1—— ö— ꝗ—— Men⸗schen ⸗ hü ⸗ ter. 2. Beut, als die dunklen Schatten/ mich ganz umfangen hatten, /bedecktest du mich Armen, /o Vater, mit Er— Gü⸗ ter,/ dem treu⸗- en barmen. 3. Du sprachst:„Mein Rind, nun liege,/ kein Schrecken dich besiege;/ schlaf wohl, laß dir nicht grauen,/ du sollst die Sonne schauen.“ J. Dein Wort, das ist geschehen,/ ich kann das Licht noch sehen;/ von Vot blieb ich befreiet,/ dein Schutz hat mich erneuet. S. Du willst ein Opfer haben:/ hier bring ich meine Gaben/ und opfere dir wieder/ mein Serz und meine Lieder; E. Die wirst du nicht verschmähen;/ du kannst ins Herze sehen/ und weißt wohl, daß zur Gabe/ ich ja nichts Beßres habe. 7. So wollst du nun vollenden/ dein Werk an mir und senden,/ der mich an diesem Tage/ auf seinen Händen trage. 399 370371 Morgen 8. Sprich Ja zu meinen Taten,/ hilf selbst das Beste raten/ den Anfang, Mitt und Ende,/ ach Zerr, zum Besten wende— 9. Mit Segen mich beschütte,/ mein Serz sei deine Hütte, /dein Wort sei meine Speise, /bis ich gen Simmel reise. Paul Serhardt, 1676. 37⁰ Mel. O Serr, dein' Ohren zu mir kehre. J. O allerhöchster Menschenhüter,/ du unbegreiflich großes Gut,/ ich will dir opfern Serz und Mut;/ stimmt an mit mir, gedenkt der Güter,/ all ihr Gemuͤter! 2. Berr, deiner Kraͤft ichs nur zuschreibe,/ daß ich noch Odem schöpfen kann;/ ach nimm dich meiner gnaädig an,/ du Vaterherz, mich nicht vertreibe,/ heut bei mir bleibel 3. Israels Gott, da ist mein Wille,/ der sich dir willig untergibt,/ dich über alles gerne liebt;/ das ist mein Wunsch in früher Stille, /o Gnaͤdenfülle! J. Dein Angesicht mich heilig leite,/ dein Auge kräftig auf mich seh;/ ich reise, sitz, geh oder steh,/ mich zu der Ewig⸗ keit begleite;/ Herr, mich bereite! 5. LCaß Seel und Leib, so du gegeben, /stets sein in deiner Furcht bereit,/ als Glieder der Gerechtigkeit/ bis in den Tod dir sein ergeben, /o Seelenleben! G. Gesegne mich auf meinen Wegen,/ mein Tun und Lassen lenke du;/ in Unruh bleibe meine Ruh,/ bis ich zu⸗ letzt mich werde legen/ in Fried und Segen. ö Joachim Meander, J680. 371 5— DSISSISISSSSSSSAEEEE.— Joh. Rudolf Ahle, I662. E⸗wig⸗keit,/ Mor⸗gen- zeit/ SISSSSSEEE— Licht vom un er schöpf⸗ten Lich⸗te, dei ͤne Strah-len zu Ge⸗ sich te Mor⸗- gen-⸗glanz der schick uns die⸗se 1⁰⁰ orgen morgen 37²2 raten/——* E imie und ver⸗-treib durch dei ne Macht/ uns⸗re Nacht. 1676 2. Deiner Güte Morgentau/ fall auf unser matt Ge— wissen; /laß die dürre Cebensau/ lauter süßen Trost ge— nießen/ und erquick uns, deine Schar,‚/ immerdar. ö 3. Gib, daß deiner Liebe Glut/ unsre kalten Werke töte,/ reiflich und erweck uns Herz und Mut/ bei erstandner Morgenröte,/ mt an daß wir, eh wir gar vergehn,/ recht aufstehn. 4. Ach du Aufgang aus der Höh,/ gib, daß auch am üh noch jüngsten Tage/ unser Leib verklärt ersteh/ und, entfernt gan,/ von aller Plage,/ sich auf jener Freudenbahn/ freuen kann. eibe! ö 5. Ceucht uns selbst in jene Welt,/ du verklärte Gnaͤden— willig sonne,/ führ uns durch das Tränenfeld/ in das CLand der mein suͤßen Wonne,/ wo die Kust, die uns erhöht,/ nie vergeht. Christian Knorr v. Rosenroth, 1689. tig auf Ewig⸗ 372 Mel. Süter, wird die Nacht der Sünden(Nr. 373). sein in J. Seele, du mußt munter werden,/ denn der Erden/ bis in blickt hervor ein neuer Tag;/ komm, dem Schöpfer dieser Strahlen/ zu bezahlen,/ was dein schwacher Trieb vermag. in und 2. Deine Pflicht, die kannst du lernen/ von den Sternen,/ ich zu⸗ deren Gold der Sonne weicht,/ so laß auch vor Gott zer— rinnen,/ was den Sinnen/ hier im Finstern schöne deucht. + J680. 3. Schau, wie das, was Odem ziehet,/ sich bemühet/ um der Sonne holdes Licht,/ wie sich, was nur Wachstum le, 669. spuͤret,/ freudig ruͤhret,/ wenn ihr Glanz die Schaͤtten bricht. — 4J. So laß dich auch fertig finden,/ anzuzünden/ deinen Weihrauch, weil die Waͤcht,/ da dich Gott vor Unglücks— stürmen/ wollen schirmen,/ ist so glücklich hingebracht. 5. Bitte, daß er dir Gedeihen/ mag verleihen,/ wenn du auf was Gutes zielst,/ aber daß er dich mag stören/ und be⸗ kehren,/ wenn du böse Regung fühlst. — G. Kränkt dich etwas diesen Norgen,/ laß ihn sorgen,/ der es wie die Sonne macht,/ welche freundlich pflegt die ö Höhen /anzusehen/ und aͤuch in die Täler lacht. 4⁰1 373 Morgen 7. Denk, daß er auf deinen Wegen/ ist zugegen/ und er⸗ kennet, was du tust;/ daß er auch verborgne Flecken/ kann entdecken/ und die tiefste Sündenlust. 8. Wir sind an den Cauf der Stunden/ festgebunden,/ der entführt, was eitel heißt,/ und der dein Gefaͤß, o Seele/ nach der Höhle/ eines Sterbgewölbes reißt. 9. Drum so seufz ich, daß mein Scheiden/ nicht ein Leiden,/ sondern sanftes Schlaͤfen sei,/ und daß ich mit Cust und Wonne/ seh die Sonne,/ wenn des Todes Nacht vorbei. Hriedr. Rud. Ludwig v. Canitz, T 1699. 373 J. A. Freylinghausen, Salle 1704. + +. 1 44 ——— J. Hü⸗ter, wird die Nacht der Sün⸗den/ ö é— ö„ E 1————....—— ERVU— 2 nicht ver⸗schwin- den?/ Hü ter, ist die Nacht H é— ů— ——— —— 8⸗ EN schier hin?/ Wird die Fin-⸗-ster- nis der Sin ⸗ nen/ —.——.— ů DSee bald zer ⸗rin⸗nen,/ dar- ein ich ver- hüul-let bin? 2. Möcht ich wie das Rund der Erden/ lichte werdenl/ Seelensonne, gehe auf!/ Ich bin finster, kalt und truͤbez/ Jesu, Liebe,/ komm, beeile deinen Cauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde,/ daͤ die Stunde/ der Erscheinung kommen ist;/ und ich muß mich stets im Schaͤtten/ so ermatten,/ weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen,/ weil du kommenz aber ich bin lauter Wacht;/ darum wollst du mir, dem Deinen,/ auch erscheinen,/ der nach Licht und Rechte traͤcht't, 40² Mel. X . endet einm dahin 2. Elen rein ich de 3. in di mach sicht rorgen kann nden,/ Seele/ icht ein ich mit 3, F Iooy, alle og, 5Nacht Morgen 37⁴4 5. Wie kann ich des Cichtes Werke/ ohne Stärke/ in der Finsternis vollziehn?/ Wie kann ich die Ciebe uͤben,/ De⸗ mut lieben/ und der Nacht Geschäfte fliehn? 6. Ach daß länger meine Seele/ sich nicht quäle,/ zünd dein Feuer in mir an!/ Caß mich finstres Rind der Erden/ helle werden,/ daß ich Gutes wirken kann. 7. Das Vernunftlicht kann das Leben/ mir nicht geben;/ Jesus und sein heller Schein,/ Jesus muß das Serz an— blicken/ und erquicken,/ Jesus muß die Sonne sein. 8. Wur die Decke vor den Augen/ kann nicht taugen,/ seine Klarheit kann nicht ein;/ wenn sein helles Licht den Seinen/ soll erscheinen,/ muß das Auge reine sein. 9. Jesu, gib gesunde Augen,/ die was taugen,/ rühre meine Augen an!/ Denn das ist die größte Plage,/ wenn am Tage/ man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter, 1 J7II. 374 Mel. Wer nur den lieben Sott läßt walten(Nr. 3309). J. Mein Gott, nun ist es wieder Morgen,/ die Maͤcht voll—⸗ endet ihren Cauf;/ nun waͤchen alle meine Sorgen/ auf einmal wieder mit mir auf./ Die Ruh ist aus, der Schlaf dahin;/ ich sehe wieder, wo ich bin. 2. Ich bin noch immer auf der Erde,/ wo jeder Tag sein Elend hat,/ wo ich nur immer älter werde/ und niemals rein von Missetat./ O Gott, der täglich mich ernährt,/ wär ich doch deiner Gnad auch wert! 3. Du siehst am Morgen mich aͤufstehen,/ regier mich auch in dieser Welt;/ ich weiß nicht, wie mirs heut wird gehen;/ mach alles so, wie dirs gefällt;/ schließ mich in deine Vor— sicht ein,/ dein will ich tot und lebend sein. J. Vergib mir, Vater, meine Sünden,/ die ich bei Tag und Nacht beging,/ und laß mich vor dir Gnaͤde finden,/ erhöre, was ich bet und sing;/ denn wenn ich nur bei dir wohl steh,/ so acht ich gar nicht, wie es geh. 5. Bilf du in allen Sachen raten,/ denn ich bin selber mir nicht klug;/ behüte mich vor Missetaten,/ vor böser 703 375.376 Morgen Menschen List und Trug;/ laß mich den Tag wohl legen an/ und Gutes schaffen, wo ich kann. §. Behüte mir mein Ceib und Leben,/ mein Weib und RKind, mein Hab und Gut,/ und laß den Simmel Segen geben,/ wenn meine Hand das Ihre tut;/ hilf, daß ich alles wohl verricht!/ Du wirst es tun, ich zweifle nicht. Ra spar Neumann, 17I5. 375 Mel. Wie nach einer Wa sserquelle(Nr. 358, oder wie Nr. 388). I. Gott, du Licht, das ewig bleibet,/ das ohn allen Wechsel ist,/ das die Finsternis vertreibet,/ der du bleibest, wie du bist/ ich verlasse meine Ruh;/ rufe: Werde Licht! mir zu,/ daß ich der ich Wacht und Erde,/ durch dein Licht verklaͤret werde. 2. Wecke, da der LCeib geschlafen,/ auch die Seele geistlichauf/ gib ihr deines Lichtes Waffen,/ richt und leite ihren Cauf; laß mich sein des Cichtes Kind,/ hilf mir, da ich geistlich blind/ Jesu, daß ich wieder sehe/ und in deinem Lichte gehe. 3. Schenke mir, Serr, und gewähre,/ was die arme Seele stillt;/ ach erneure und verkläre/ stets in mir dein Ebenbildl Sende mir den Geist der Kraft,/ der ein neues Leben schafft/ daß ich him mlisch auf der Erde/ und ein Geist mit Christo werde. 4. Segne meiner Hände Werke,/ fördre mich in meiner Pflicht;/ bleibe meiner Schwachheit Staͤrke,/ meines Lebens RKraft und Licht;/ laß mein Lebensziel allein deines Namens Ehre sein;/ hilf, daß ich stets waͤhre Liebe/ gegen meinen Mächsten übe. S. Führ mich einst zu jenem Lichte/ deiner höͤchsten Majestät,/ wo vor deinem Angesichte/ die verklaͤrte Seele steht,/ heller als der Sonnenschein,/ schon, unsterblich, engelrein,/ laß sie sein mit dir vereinet,/ wenn mein letzter Tag erscheinet. Salomo Sranck, 1725. Mel. Den die Sirten lobten sehre. 376 Vorreformatorisch. 9— v.K R rn —2——————.—. . Früh s am Mor⸗gen Je sus ge-het/ und vor Mor 3. treib HZirte 4. scha aus 5. gehet läßt Mel.4 Torgen hl legen heib und [Segen ich alles n, I7I5. Wechsel du bist, daß ich werde. ichauf/ Cauf; blind/ e. ie Seele enbild/ schafft/ owerde. meiner meines allein/ Liebe/ ööchsten e Seele terblich, n letzter k, 1 172⁵. natorisch MRorgen.7% —— —— ste⸗ het,/ klo⸗pfet an, wo man ge⸗ + ——2 — al ⸗ len Tü⸗ren —— I.. I flehet:/ RKomm, Herr Je⸗su, un ⸗ser Gast! 2. Wun, so lasset ihn nicht dorten,/ tut ihm auf des gerzens Pforten/ und ruft ihn mit suͤßen Worten: /Eile, Jesu, kehre ein! 3. Wollest täglich bei uns bleiben,/ alle Feinde von uns treiben,/ uns ins Buch des Cebens schreiben/ und der gute Zirte sein; 4. Weiden uns auf grünen Auen,/ daß wir deine Fülle schauen/ und auf deinen Reichtum bauen,/ mit dir gehen aus und ein. 5. Amen, ja es soll geschehen!/ Jesus wird heut mit uns gehen,/ und wir werden fröhlich sehen,/ daß er uns nicht laͤßt allein. Gerhard Stip, 1882. 377 mel. O Sott, du frommer Gott(oder wie Nr. 296. ———............ I. O Ze⸗ su, sü-ßes Licht,/ nun ist die Nacht ver⸗ nun hat dein /aufs neue mich um⸗ —..—.—— fan⸗ benz ů nun ist, was an mir ist,/ vom Schlafe auf⸗ge⸗ 7 + + x—8 I EZ ————.— weckt/ und hat sich, Serr, nach dir/ Verlangend aus⸗gestreckt. 1⁵5 378 Morgen 2. Was soll ich dir denn nun,/ mein Gott, für Opfa schenken? /Ich will mich ganz und gar/ in deine Gnade senken/ mit Ceib, mit Seel, mit Geist/ heut diesen ganzen Tag;/ das soll mein Gpfer sein,/ weil ich sonst nichtz vermag. 3. Mein Jesu, schmücke mich/ mit Weisheit und mi Ciebe,/ mit Keuschheit und Geduld/ durch deines Geistez Triebe;/ auch mit der Demut mich/ vor allem kleide an, so bin ich wohl geschmückt/ und köstlich angetan. 4. Gib, daß mir diesen Tag/ stets vor den Augen schwebe,/ daß dein Allgegenwaͤrt/ mich wie die Cuft um gebe,/ auf daß mein ganzes Tun/ durch Serz, durch Sinn und Mund/ dich lobe inniglich,/ mein Sott, zu allg Stund! 5. Ach segne, was ich tu,/ ja rede und gedenke;/ durc deines Geistes Kraft/ es also fuͤhr und lenke,/ daß alles nur gescheh/ zu deines Namens Ruhm,/ und daß ich unver rückt/ verbleib dein Eigentum. Joachim Lange, 17½% 378 el. Ich dank dir schon durch deinen Sohn. Aus dem Böhmischen, I595. V —.— é— + EUU DD———..—: J. Mein erst Ge⸗-fühl sei Preis und Dankz 4 er⸗heb ihn, mei ne See-le!/ Der Serr hoͤrt 7 x x HH ö trt 127 + ——. — dei⸗ nen Lob⸗ge⸗sang;/ lob⸗sing ihm, mei ne See⸗lel 2Z. Mich selbst zu schützen ohne Macht,/ lag ich und schlis in Frieden./ Wer schaͤfft die Sicherheit der Nacht/ und Ruhe für die Müden? 40 und 8.7 Mein mich s und d Norgen ur Opfer e Gnade n ganzen ist nichtz und mit 8 Geistes e an,/ so 1Augen Luft Um⸗ rch Sinn zu aller / durch alles nur h unver⸗ ge, 17½½ schen, I595 — dDank ee-lel nd schlief ht/ und Morgen 379 3. Du bist es, Gott und Herr der Welt,/ und dein ist unser Lebenʒ/ du bist es, der es uns erhält/ und mirs jetzt neu gegeben. J. Gelobet seist du, Gott der Macht,/ gelobt sei deine Treue,/ daß ich nach einer sanften Nacht/ mich dieses Tags erfreue. 5. Laß deinen Segen auf mir ruhn,/ mich deine Wege wallen,/ und lehre du mich selber tun/ nach deinem Wohl— gefallen. 6. Wimm meines Cebens gnädig wahr,/ auf dich hofft meine Seele;/ sei mir ein Retter in Gefahr,/ ein Vater, wenn ich fehle. 7. Gib mir ein Herz voll Juversicht,/ erfüllt mit Lieb und Ruhe,/ ein weises Herz, das seine Pflicht/ erkenn und willig tue; 8. Daß ich als ein getreuer Knecht/ nach deinem Reiche strebe,/ gottselig, züchtig und gerecht/ durch deine Gnade lebe; 9. Daß ich das Glück der Cebenszeit/ in deiner Furcht genieße/ und meinen Cauf mit Freudigkeit,/ wenn du ge— beutst, beschließe. Christian Sürchtegott Gellert, 4 1769. 357 Mel. Wie nach einer Wasserquelle(Nr. 358). J. Wenn ich einst von jenem Schlummer,/ welcher Tod heißt, aufersteh/ und, erlöst von allem Rummer,/ jenen schoͤnren Worgen seh: Jo dann wach ich anders auf./ Schon am Ziel ist dann mein Cauf; /Träume sind des Pilgers Sorgen,/ großer Tag, an deinem Morgen! 2. Hilf, daß keiner meiner Tage,/ Geber der Unsterblich— keit,/ einst mich im Gericht verklaͤge,/ daß ich frevelnd ihn entweiht./ Auch noch heute wacht ich auf;/ Dank sei dir! zu dir hinauf/ führ mich jeder meiner Tage,/ jede Freude, jede Plage; 3. Daß ich froh gen Himmel sehe,‚,/ wenn mein letzter Tag erscheint./ Wenn zum dunklen Tal ich gehe,/ von den Meinigen beweint,/ lindre dann des Todes Pein,/ laß mich stark und freudig sein,/ daß ich sie zum Zimmel weise/ und dich, Herr des Todes, preise. Friedr. Gottlieb Klopstock, 1803 107 380.381.382.383 mitta Mittag Vor Tische 380 Mel. O Zesu Christ, meins Lebens Licht(Nr. 3509). I. Gesegn uns, Herr, die Gaben dein,/ die Speis laß unsre Wahrung sein;/ hilf, daß daͤdurch erquicket werd der dürftge Ceib auf dieser Erd! 2. Doch dieses zeitlich Brot allein/ kann uns nicht g' nun zum Leben sein;/ dein göttlich Wort die Seele speist,/ hils uns zum Leben allermeist. 3. Drum gib uns beides, Herr und Gott,/ hilf endlich auc aus aller Not:/ so preisen wir dein Gütigkeit/ hier und auc dort in Ewigkeit. Mitte des 16. Zahrhundert 381 Mel. Schmücke dich, o liebe Seele(Nr. I96). Speis, o Gott, uns, deine Kinder,/ tröste die betrübten Sünder,/ sprich den Segen zu den Gaben,/ die wir jetzo va uns haben,/ daß sie uns zu diesem Ceben/ Stärke, Kraft un Nahrung geben,/ bis wir endlich mit den Frommen/ zu den Bimmelsmaͤhle kommen. Johann Seermann, 165. Mel. ZJesu, als du erstlich kamest. 3 82 Berr, wir kommen zu dem Essen;/ laß uns deiner nicht ven gessen,/ denn du bist das dim melsbrot;/ speis die Ceiber, stan die Seelen,/ die wir dir jetzt anbefehlen,/ steh uns bei in alln Not;/ hilf uns, daß wir nach der Erden/ deine Gaͤst' im Him mel werden. Wach Tische 383 Mel. Nun lobt und dankt Sott allzusammen. Wir danken Gott für seine Gaben,/ die wir von ihn empfaͤngen haben,/ wir bitten unsern lieben Serrn, Vu woll auch ferner sie beschern/ und speisen uns mit seinen Wort,/ daß wir satt werden hier und dort; /ach liebn Gott, du wollst uns geben/ nach dieser Welt das ewge Leben Erasmus Alberus, I5 47⁰⁸ Mit Mel. 2 Ur gibt, ihm! ihm! Mel. G1 du gil Mel. 1 zpeis laß et werd cht g' nuh ist,/ hilst dlich auch und auch hrhundert betrübten jetzo vor Kraft un n/ zu dem nn, I½ nicht ven iber, stan ei in alla im Him von ihn errn, e it seinen ach liebe ge Ceben berus, 5 mittag · Abend 384.385 386 384 mel. Da Christus geboren war(Nr. 4Io). Unser Vater, der uns liebt,/ der uns, was uns gut ist, gibt,/ gab auch jetzt uns Speis und Trank;/ lobt ihn, sagt ihm frohen Dank./ Aller Segen kommt vom Herrn;/ dankt ihm und gehorcht ihm gern,/ liebt ihn, freuet euch des Zerrn! 385 Mel. Gott sei Dank durch alle Welt(Nr. 360. Guter Geber, Dank sei dir;/ du belebst, drum leben wir;/ du gibst Speise uns und Trank,/ dir sei ewig Lob und Dank! Joh. Ka spar Lavater, 4 JS80J. Abend Nel. Erhalt uns, Serr, bei deinem Wort. Wittenberg J543. w— — Ees 9..D— J. Zin⸗- un-ter ist der Son⸗-ne Schein, Lie finst⸗ e ö 2————— S l. Nacht—— stark— ein;/ leucht uns,— Christ, du II — II ——n wah⸗res Licht,/ laß uns im Fin stern Hanchen nicht. 2. Dank sei dir, daß du uns den Tag/ vor Schaͤden, Angst und mancher Plag/ durch deine Engel haͤst behüt't/ aus Gnad und väͤterlicher Güt. 3. Womit wir heut erzürnet dich,/ das, Herr, verzeih uns gnädiglich/ und rechn es unsrer Seel nicht zu;/ laß schlafen uns in Fried und Ruh. J. Die Engel dein zur Wach bestell,/ daß uns der böse Feind nicht fäll;/ vor Schrecken, Angst und Feuersnot/ behüͤt uns diese Wacht, o Gott! Mikolaus Serman, 156J. 9 387.388 Abend 387 Mel. In dich hab ich gehoffet, Serr.(J5. Bahrhundert.)— 988 15j65. e.. J. Mein schönste Jier und Kleinod bist/ auf Erden du, Serr IE —— en. E—‚DRHHDRHDR‚DRRRIRIII‚‚‚‚‚e Je⸗ su 5——— will ich las⸗sen wal ⸗ ten/ und al⸗le⸗ + SIIA —.——.— ö—— zeit/ in Cieb und Leid /u„in mei⸗nem Herz be⸗ hal⸗ 2. Dein Lieb und Treu für alles geht,/ kein dhi. Erd so fest besteht:/ das muß ich frei bekennen;/ drum soll nicht Tod, /nicht Angst, nicht Wot/ von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht/ und hält gewiß was es verspricht,/ im Tod und auch im Ceben./ Du bist nun mein,/ und ich bin dein;/ dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab; ach schönste Jier,/ Herr Jesu Christ, bleib du bei mir;/ es will nun Abend werden./ Laß doch dein Cicht auslöschen nicht/ bei uns allhier auf Erden. Leipzig I59/. 388 Johann Schop, I653 A — 2950——.. e Lara,, Wer⸗de mun-ter, mein Ge⸗-muͤ⸗ te,/ und ihr daß ihr prei⸗ set Got⸗tes Gü⸗ te,/ die er u, Bu., P. e. RCR 3——3— Sin⸗ne geht her⸗für, I hat ge⸗ tan an mir, + da er mich den gan⸗zen Tag! 41⁰ 2. herzit vor g lich h unve 3. Ewitr alleze mehr mich . Ruh; zu./ Hab in dei 6. Überf fern d Destil sterbe . hat; und 2 und Amer Abend burg 1565, ding auf rum soll ieb mich t gewiß Du bist eben. rr Jesu n. /Laß hier auf ipzig I59, chop, 1679 ————— 12— r ö *— 1— vor so man⸗ cher 961 ren Plag—.— 605 gna⸗ den⸗ ———. ———— rei⸗ches Wal⸗ten/ hat be⸗ schir⸗met und er⸗ hal⸗ ten. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, 7 Vater der Barm— herzigkeit,/ daß mir ist mein Werk gelungen,/ daß du mich vor allem Ceid/ und vor Sünden maͤncher Art/ so getreu— lich hast bewahrt,/ auch die Feinde weggetrieben,/ daß ich unversehrt geblieben. 3. Herr, ich bin von dir gewichen,/ doch ich stell mich wieder ein;/ denn dein Sohn hat ausgeglichen/ meine Schuld durch seine Pein./ Ich verleugne nicht die Schuld;/ aber deine Gnad und Zuld/ ist viel größer als die Sünde,/ die ich täglich in mir finde. 4. O du Licht der frommen Seelen, /o du Glanz der Ewigkeit,/ dir will ich mich ganz befehlen/ diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir,/ weil es nun— mehr dunkel hier;/ daß kein Unfaͤll mich betrübe,/ tröste mich mit deiner Ciebe. 5. Caß mich diese Wacht empfinden eine sanfte, süße Ruh;/ alles Übel laͤß verschwinden,/ decke mich mit Segen zu. Ceib und Seele, Mut und Blut,/ Weib und Rinder, gab und Gut,/ Freunde, Feind und Haͤusgenossen/ sei'n in deinen Schutz geschlossen. 6. Ach bewahre mich vor Schrecken,/ schütze mich vor Überfall;/ laß mich RKraͤnkheit nich! aufwecken,/ haͤlte fern des Krieges Schaͤll;/ wend ab Feur und Wassersnot,/ Pestilenz und schnellen Tod; /laß mich nicht in Sünden sterben,/ noch an Ceib und Seel verderben. 7. O du großer Gott, erhöre,/ was dein Kind gebeten hat;/ Jesu, den ich stets verehre,/ bleibe du mein Schutz und Rat;/ und mein Hort, du werter Geist,/ der du Freund und Tröster heißt,/ höre doch mein sehnlich Flehen!/ Amen, ja, es soll geschehen! Johann Rist, 1 1667. 4II 389 Abend 77 O welt, ich muß dich lassen. 389 Seinrich Isaak, 15JI7.(536 J. Nun ru⸗ hen al⸗le wälder, /Vieh, Menschen, ö—— 1— ö in d .. e e. Städt und Fel-der,/ es schläft die gan⸗ ze Welt;/ ihr SꝗSSDSDSDSSSSS a⸗ ber, meisne Sin⸗-nen,/ auf, auf, ihr sollt be— é x — 1—3 ů — — +2.2 + —— — gin⸗-nen, was eu⸗ rem Schöp⸗fer wohl-ge⸗fällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben?/ Die Nacht hat dich ver— trieben,/ die Wacht, des Tages Feind./ Fahr hin, ein ander Sonne,/ mein Jesus, meine Wonne,/ gar hell in meinen Berzen scheint! 3. Der Tag ist nun vergangen;/ die güldnen Sternlein prangen/ am blauen Simmelssaal; also werd ich auch stehen,/ wenn mich wird heißen gehen/ mein Gott aus diesem Jammertal. J. Der Leib, der eilt zur Ruhe,/ legt ab das Kleid und Schuhe,/ das Bild der Sterblichkeit; /die zieh ich aus, da gegen/ wird Christus mir anlegen/ den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Baupt, die Füß und Zände/ sind froh, daß nun zum Ende/ die Arbeit kommen sei;/ erz, freu dich, du solls werden/ vom Elend dieser Erden /und von der Sünden— arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder,‚/ geht hin und legt euch nieder, /der Betten ihr begehrt;/ es kommen Stund und Jeiten,/ da man euch wird bereiten/ zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 112 schlaf seinet . Abend meinem ternlein ich auch zott aus leid und aus, da⸗ Ehr und daß nun du sollst nden— legt euch und und Bettlein Abend 390 7. Mein Augen stehn verdrossen,/ im Mu sind sie ge⸗ schlossen,/ wo bleibt dann Leib und Seel?/ Nimm sie zu deinen Gnaden,/ sei gut fuͤr allen Schaden,/ du Aug und wächter Israel! 8. Breit aus die Flügel beide,/ o Jesu, meine Freude,/ und nimm dein Küchlein ein! /Will mich der Feind ver— schlingen,/ so laß die Englein singen:/ Dies Rind soll un⸗ verletzet sein! 9. Auch euch, ihr meine Lieben,/ soll heute nicht be— trüben/ ein Unfall noch Gefahr;/ Gott laß euch ruhig schlafen,/ stell euch die güldnen Waffen/ ums Bett und seiner Helden Schar. Paul Gerhardt, + 1676. 390 J. Der Tag mit seinem Lichte/ fleucht hin und wird zu⸗ nichte,/ die Nacht kommt angegangen,/ mit Ruhe zu um— fangen/ den matten Erdenkreis./ Der Tag, der ist geendet;/ mein Serz zu dir sich wendet,/ der Tag und Nacht ge— schaffen/ zum Wachen und zum Schlafen,/ will singen deinen Preis. 2. Wohlauf, wohlauf, mein Psalter!/ Erhebe den Er— halter,/ der mir an Ceib und Seelen/ viel mehr, als ich kann zählen,/ hat heute Guts getan./ All Augenblick und Stunden/ hat sich gar viel gefunden,/ womit er sein Ge— muͤte/ und unerschöpfte Güte/ mir klar gezeiget an. 3. Gleichwie des Sirten Freude, /ein Schäflein auf der weide,/ sich unter seiner Treue /ohn alle Furcht und Scheue/ ergoͤtzet in dem Feld/ und sich mit Blumen füllet,/ den Durst mit Quellen stillet,/ so hat mich heut geführet,/ mit manchem Gut gezieret/ der Sirt in aller Welt. 4. Gott hat mich nicht verlassen,/ ich aber hab ohn' MRaßen/ mich nicht gescheut, mit Sunden/ und Unrecht zu entzünden/ das treue Vaterherz. Ach Vater, laß nicht brennen/ den Eifer, noch mich trennen/ von deiner Hand und Seiten;/ mein Tun und Überschreiten/ erweckt mir Reu und Schmerz. 1⁴ 413 391 Abend 5. Erhöre, Serr, mein Beten /und laß mein über— treten/ zur Rechten und zur Einken/ ins Meeres Tiefe sinken/ und ewig untergehn./ Caß aber, laß hingegen/ sich deine Engel legen/ um mich mit ihren Waffen;/ mit dir will ich entschlaͤfen,/ mit dir auch auferstehn. 6. Darauf so laß ich nieder/ mein HSaupt und Augen⸗ lider,/ will ruhen ohne Sorgen, /bis daß der güldne Morgen/ mich wieder munter maͤcht./ Dein Flügel wird mich decken,/ so wird mich nicht erschrecken/ der Feind mit tausend Listen,/ der mich und alle Christen/ verfolget Tag und Nacht. 7. Ich lieg hier oder stehe,/ ich sitz auch oder gehe,/ so bleib ich dir ergeben,/ und du bist auch mein Ceben,/ das ist ein wahres Wort./ Was ich beginn und mache,/ ich schlaf ein oder wache,/ wohn ich, als wie im Schlosse,/ in deinem Arm und Schoße,/ bin selig hier und dort. Paul Gerhardt, 1676. 391 Mel. Werde munter, mein Gemüte(Nr. 388). J. Unsre müden Augenlider/ schließen sich jetzt schlafrig zu,/ und des Leibes matte Glieder/ grüßen schon die Abendruh;/ denn die dunkle, finstre Nacht/ hat des hellen Tages Pracht/ nun versenkt im tiefen Meere /und ent— flammt der Sterne Heere. 2. Ach bedenk, eh du gehst schlafen,/ du, o meines Leibes Gast,/ ob du den, der dich erschaffen,/ heute nicht erzuͤrnet hast;/ tu, ach tu beizeiten Buß,/ geh und falle ihm zu Fuß/ und bitt ihn, daß er aus Gnaͤden/ dich der Strafe woll ent⸗ laden. 3. Sprich: Serr, dir ist unverhohlen,/ daß ich diesen Tag verbracht/ anders, als du mir befohlen;/ ja, ich habe nicht bedacht/ des Berufes schmaͤlen Steg,/ deinen vorge— schriebnen Weg,/ sondern dich, mein Gott, verlassen,/ bin gefolgt der Weltlust Straßen. 4. Ach Herr, laß mich Gnad erlangen,/ gib mir nicht ver⸗ dienten Cohn,/ laß mich deine Zuld umfaͤngen,/ sieh an 7¹⁴4 Mel.« Abend müber⸗ s Tiefe gegen/ 13/ mit Augen⸗ guldne el wird ind mit get Tag he, so das ist h schlaf deinem t, 1 J70. chläͤfriz hon die 5 hellen nd ent⸗ LCeibes rzuͤrnet u Fuß/ oll ent⸗ en Tag de nicht vorge⸗ n,/ bin cht ver⸗ sieh an Abend 392 deinen lieben Sohn, /der für mich genug getan;/ Vater, nimm den Bürgen an! /Dieser hat für mich erduldet,/ was ich Sünder haͤb verschuldet. 5. Laß mich, Serr, von dir nicht wanken;/ in dir schlaf ich sanft und wohl;/ gib mir heilige Gedanken,/ und bin ich gleich Schlafes voll,/ so laß doch den Geist in mir/ zu dir wachen fuͤr und für,/ bis die Morgenröt angehet/ und die Sonn am Himmel stehet. 6. Vater droben in der Höhe,/ dessen Nam uns teuer wert,/ dein Reich komm, dein Will' geschehe,/ unser Brot werd uns beschert,/ und vergib uns unsre Schuld,/ schenk uns deine Gnad und Huld;/ laß uns nicht Versuchung toͤten,/ hilf uns, Herr, aus allen Vöten. Johann Franck, 1677. 392 mel. O höchster Gott, o unser lieber Serre. Franzö sischer Psalter, 1542. +— (0———, Mi ——— J. Der Tag ist hin, mein Je⸗ su, bei mir ö—— ö ö— 2 mr, Ee.=e e e e dan ——.—.—.——.— ARcRchhüh!́½db blei⸗bel/ O See⸗len-licht, der Sün-den Nacht ver— ů——— , Kumer, ErHan Hi n rer dee e e=e. . n En.——— 8—— trei- be;/ geh auf in mir, Glanz der Ge⸗ rech-⸗tig⸗ —..—.— . keit,/ er⸗leuch- te mich, o Serr, denn es ist zeit! 2. Cob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen;/ dir sei die Ehr, wenn alles wohlgelungen/ nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh;/ du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 14⁵ 415 393 Abend 3. Wur eines ist, das mich empfindlich quälet: /Be⸗ ständigkeit im Guten mir noch fehlet;/ das weißt du wohl, o Herzenskündiger,/ ich straͤuchle noch wie ein Unmündiger. 4. Vergib mir, Serr! Es sagt mir mein Gewissen:/ der Sünde Cust hat mich von dir gerissen;/ es ist mir leid, ich stell mich wieder ein;/ hier ist mein Herz, ich dein, Herr, und du mein! 5. Mein Herr und Gott, mein Züter und mein Zirte,/ zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte; /bewahre mich durch deine große Macht,/ wenn mir der Feind nach meiner Seele traͤcht't. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen:/ ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen; /o Cebens⸗ sonn, erquicke meinen Sinn;/ dich laß ich nicht, mein Fels; der Tag ist hin! Zoachim Meander, + J680. 393 Dresden J667. . äI........ I D‚‚.. J. Wun sich der Tag ge⸗ en⸗det hat/ und TTTT— kei—ne Sonn mehr scheint,/ schläft al⸗les, 0 2 * ö——— x ö + — was sich ab⸗gematt't/ und was zu⸗vor ge⸗weint. 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast,/ du schläfst noch schlummerst nicht;/ die Finsternis dich nicht umfaßt, weil du bist selbst das Cicht. 3. Gedenke, Serr, doch auch an mich/ in dieser finstern Nacht,/ und schirme du mich gnädiglich/ mit deiner Engel Wacht. 4. Zwar fuͤhl ich wohl der Sunden Schuld,/ die mich bei dir klagt an;/ doch deines lieben Sohnes Zuld/ hat gnug für mich getan. 416 (bend Be⸗ wohl, idiger. %/ der eid, ich r, und e,/ zu wahre d nach fen: ebens⸗ Fels; + J80, en J667. — ich bei t gnug Abend 394 5. Drauf tu ich meine Augen zu/ und schlaͤfe fröhlich ein;/ mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh,/ wer wollte traurig sein? 6. Weicht, nichtige Gedanken, hin,/ hemmt nicht der An⸗ dacht Caufl/ Ich baue jetzt in meinem Sinn/ Gott einen Tempel auf. 7. Soll diese Nacht die letzte sein/ in diesem Jammertal,/ so führ mich, Herr, zum Him mel ein,/ zur auserwählten Zahl. 8. Und also leb und sterb ich dir,/ du herr Gott Zebaoth;/ im Tod und LCeben hilfst du mir/ aus aller Angst und Not. Zoh. Friedrich Serzog, 4 J6Y. 394 mel. Werde munter, mein Gemüte(Nr. 388). I. Herr, es ist von meinem CLeben/ wiederum ein Tag dahin;/ lehre mich nun Achtung geben,/ ob ich fromm ge⸗ wesen bin;/ zeige mir auch selber an,/ so ich was nicht recht ge— tan,/ und hilf jetzt in allen Sachen/ guten Feierabend machen. 2. Freilich wirst du manches finden,/ das dir nicht ge⸗— fallen hat;/ denn ich bin noch voller Suͤnden/ in Ge— danken, Wort und Tat,/ und zu jeder Tagesstund/ pfleget gerz und Hand und Mund/ so geschwind und oft zu fehlen,/ daß ichs selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaͤden,/ habe noch einmal Ge⸗ duld!/ Ich bin freilich schwer beladen,/ doch vergib mir alle Schuld!/ Deine große Vatertreu/ werde diesen Abend neu;/ so will kunftig deinen Willen/ ich noch mehr als heut erfüllen. 4. Zeilige mir das Gemüte,/ daß der Schlaͤf nicht sünd— lich sei;/ decke mich mit deiner Güte,/ und dein Engel steh mir bei./ CTöͤsche Licht und Feuer aus/ und bewahre selbst das Zaus,/ daß ich morgen mit den Meinen/ nicht im Un⸗ glück müsse weinen. 5. Steure den gottlosen Leuten,/ die im Finstern Böses tun;/ sollte man gleich was bereiten,/ uns zu schaͤden, wenn wir ruhn,/ so zerstöre du den Rat/ und verhindere die Tat;/ wend auch allen andern Schrecken,/ den die Bos⸗ heit kann erwecken. 417 395 Abend G. Herr, dein Auge geht nicht unter,/ wenn es bei uns Abend wird;/ denn du bleibest ewig munter/ und bist wie ein guter Sirt,/ der auch in der finstern Nacht/ über seine Berde wacht;/ darum hilf uns, deinen Schafen,/ daß wir alle sicher schlaͤfen. 7. Caß mich dann gesund erwachen,/ wenn es rechte Zeit wird sein,/ daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein; /oder haͤst du, lieber Gott,/ heut bestimmet meinen Tod,/ so befehl ich dir am Ende/ CLeib und Seel in deine Hände. Ra spar Neumann, 1 1715. 395 Mel. Ach, was soll ich Sünder machen(Nr. 7). J. Ach mein Jesu, sieh, ich trete,/ da der Tag nunmehr sich neigt/ und die Finsternis sich zeigt,/ hin zu deinem Thron und bete: /neige du zu deinem Sinn /auch mein Herz und Sinnen hin. 2. Meine Tage gehn geschwinde/ wie ein Pfeil zur Ewig⸗ keit; /auch die allerlängste Zeit/ rauscht voruͤber wie die Winde,/ fließt dahin als wie ein Fluß/ mit dem schnellsten Wasserguß. 3. Aber, Jesu, sieh, ich Armer/ nehme mich doch nicht in acht,/ daß ich dich bei Tag und Macht/ herzlich suchte, mein Erbarmer;/ o wie mancher Tag geht hin,/ daß ich kalt und träge bin. 4. Ach ich muß mich herzlich schämen;/ du erhältst und schuͤtzest mich/ Tag und Nacht so gnädiglich,/ und ich will mich nicht beguemen,/ daß ich ohne Heuchelei/ dir dafüͤr recht dankbar sei. 5. Wun, ich komme mit Verlangen, /o mein Herzens⸗ freund, zu dir: /neige du dein Licht zu mir,/ da der Tag nunmehr vergangen;/ sei du selbst mein Sonnenlicht,/ das durch alles Finstre bricht. 6. Caß mich meine Taͤge zaͤhlen,/ die du mir noch gonnen willt;/ von dir sei mein Serz erfullt,/ so wird mich nichts können quälen;/ denn wo du bist Tag und Licht,/ schaden uns die Nächte nicht. L. Johann Schlicht, + I723. 418 i uns st wie seine 5 wir e Jeit dir zu mmet eel in I7IS. mehr einem mein wig⸗ ie die Alsten cht in mein t und t und ˖will dafür zens⸗ Tag das nnen ichts aden I723. Abend 396 Mel. Zesu, meine Freude. 396 Zohann Crüger, J656. — 5 E n S— 0— 1 1 I 1 TI* * 1 1—— — +—— Bir ⸗te dei⸗ ner Scha⸗fe,/ der von 0 dei ne Treu und Mil ⸗-de/ dien te .. e r J. kei nem Schla⸗fe /et⸗- was wis ⸗sen—— mir————.— den ver⸗gang⸗- nen Tag; —......— sei die Naͤcht/ auch auf der Wacht/ und laß mich von EEEE dei-nen Scha⸗ren/ um und um be⸗wah ren. 2. Decke mich von oben/ vor der Feinde Toben/ mit der Vaterhuld;/ ein versöhnt Gewissen/ sei mein Ruhekissen,/ drum vergib die Schuld!/ Denn dein Sohn/ hat mich davon/ durch die tiefgeschlagnen Wunden/ gnädiglich entbunden. 3. Caß auch meine Lieben/ keine Wot betrüben;/ sie sind mein und dein./ Schließ uns mit Erbarmen/ in den Vaterarmen/ wohlgeborgen ein./ Du bei mir/ und ich bei dir;/ also sind wir ungeschieden,/ und ich schlaf in Frieden. J. Romm, verschließ die Rammer/ und laß allen Jam⸗ mer/ ferne von uns sein./ Sei du Schloß und Riegel,/ unter deine Fluͤgel/ nimm dein Rüchlein ein;/ deck uns zu/ mit Schutz und Ruh,/ so wird uns kein Grauen wecken,/ noch der Feind uns schrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette/ heut zum Grabe hätte?/ Wie bald rot, bald tot!/ Doch, hast du beschlossen,/ daß mein Ziel verflossen,/ kommt die Todesnot,/ so will ich/ nichts wider dich./ Gerne, weil ich dich gefunden,/ sterb ich alle Stunden. 41¹9 397.398. 399 Abend 6. Wun wohlaͤn! ich tue/ in vergnügter Ruhe/ meine Augen zu. /Seele, Ceib und Ceben/ hab ich dir ergeben,/ treuer Züter dul/ Gute Naͤcht!/ Nimm mich in acht;/ und erleb ich ja den Morgen,/ wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck, I737. 397 Mel. Serzlich tut mich verlangen(Nr. 440). J. Herr, es gescheh dein Wille!/ Der Rörper eilt zur Ruh,/ es fallen in der Stille/ die müden Augen zu. /Vergib der Schwachheit Sünden,/ verschon mit Zorn und Straf;/ laß mich bereitet finden/ zum Tode wie zum Schlaf. 2. Dein Heil haͤb ich gesehen;/ in Frieden fahr ich hin,/ weil ich beim Auferstehen/ in deinem Reiche bin./ Wohl dem, der bis ans Ende/ sich als ein Christ erweist!/ Mein Gott, in deine Zände/ befehl ich meinen Geist. Joh. Friedrich v. Cronegk, 1 1758. 398 Mel. O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 389). J. Wun sich der Tag geendet,/ mein Serz zu dir sich wendet/ und danket inniglich;/ dein holdes Angesichte ⸗ zum Segen aͤuf mich richte,/ erleuchte und entzünde mich. 2. Ich schließe mich aufs neue/ in deine Vatertreue/ und Schutz und Serze ein;/ die fleischlichen Geschäfte/ und alle finstren Kräfte /vertreibe durch dein Wahesein. 3. Daß du mich stets umgibest,/ daß du mich herzlich liebest/ und rufst zu dir empor,/ daß du allein den Frieden/ mir geben kannst hienieden,/ das stelle früh und spät mir vor. 4. Ein Tag, der sagts dem andern,/ mein Leben sei ein Wandern/ zur großen Ewigkeit. OEwigkeit, du schöne,/ mein Berz an dich gewöhne! /Mein Seim ist nicht in dieser Jeit. Gerhard Tersteegen, 4 J769. 399 Mel. O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 380). J. Herr, der du mir das Leben/ bis diesen Tag gegeben,/ dich bet ich kindlich an./ Ich bin viel zu geringe/ der Treue, die ich singe,/ und die du heut an mir getan. 22⁰ ‚ — . 2 W V V UIDD meine ben,/ und +I737. uh,/ ib der / laß hin,/ Wohl Mein +758. ir sich ichte/ mich. und 1d alle erzlich eden/ r vor. ei ein ämein Feit. + I769. ben,/ reue, Abend 40⁰ 2. Mit dankendem Gemüte/ freu ich mich deiner Güte;/ ich freue mich in dir./ Du gibst mir Rraft und Stärke,/ Ge⸗ deihn zu meinem Werke/ und schaffst ein reines Zerz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen,/ nach deines Worts Be— fehlen/ einher im CLeben gehn,/ auf deine Guͤte hoffen,/ im Geist den dimmel offen/ und dort den Preis des Glaubens sehn! J. Ich weiß, an wen ich glaube,/ und nahe mich im Staube/ zu dir, o Gott, mein Heil./ Ich bin der Schuld entladen,/ ich bin bei dir in Gnaden,/ und in dem Himmel ist mein Teil. 5. Bedeckt mit deinem Segen/ eil ich der Ruh entgegen;/ dein Waͤme sei gepreist!/ Mein Ceben und mein Ende/ ist dein; in deine Hände/ befehl ich, Vater, meinen Geist. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 40⁰ Mel. O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 3809). er Mond ist aufgegangen,/ die gold— Whnen Sternlein prangen/ am Himmel hell und klar./ Der Wald steht schwaͤrz und schweiget,/ und aus den Wiesen steiget/ der weiße Webel wunderbar. 2. wie ist die welt so stille/ und in 0 der Dämmrung Hülle/ so traͤulich und ö H so hold,, /als eine stille Rammer,/ wo ihr des Tages Jammew/Preschlasen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen?/ Er ist nur halb zu sehen/ und ist doch rund und schön./ So sind wohl manche Sachen,/ die wir getrost belachen,/ weil unsre Augen sie nicht sehn. ö 4. Wir stolzen Menschenkinder/ sind eitel arme Sünder/ und wissen gaͤr nicht viel;/ wir spinnen Cuftgespinste/ und suchen viele Rünste/ und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein Heil uns schauen, /auf nichts Ver— gänglichs trauen,/ nicht Eitelkeit uns freun;/ laß uns ein— faͤltig werden/ und vor dir hier auf Erden/ wie KRinder fromm und fröͤhlich sein! 72¹ 401 Abend G. Wollst endlich sonder Grämen /aus dieser Welt uns nehmen/ durch einen sanften Tod;/ und wenn du uns ge⸗ nommen,/ laß uns in Himmel kommen,/ du, unser Serr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder,/ in Gottes Namen nieder;/ kalt ist der Abendhaͤuch./ Verschon uns, Gott, mit Strafen/ und laß uns ruhig schlaͤfen/ und unsern kranken Nachbaͤr auch. Matthias Claudius, 1815. Für Rinder 401 Schlesische Volksweise. 2 2 E 5— A ö HNĩ +——— E 2 1———— 22.. J. Mü⸗de bin ich, geh zur Ruh,/ , di. ee,. e e L Ler. schlie ße bei-de NAug ⸗lein zu./ Va ter, laß 8— DIII—— ö nnnten d —— E — ——— an die Au⸗gen dein/ ü⸗ber mei⸗ nem Bet⸗te sein. 2. Hab ich Unrecht heut getan,/ sieh es, lieber Gott, nicht an!/ Deine Gnad und Jesu Blut/ maͤcht ja allen Schaͤden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt,/ Gott, laß ruhn in deiner Band;/ alle Menschen, groß und klein,/ sollen dir be— fohlen sein. 4. Rranken Serzen sende Ruh,/ nasse Augen schließe zu; /laß den Nond am Simmel stehn/ und die stille Welt besehn. Luise Sensel, 1876. An Mel. lbend It uns ins ge⸗ rHerr Namen tt, mit ranken + IS15. lksweise. sein. t, nicht chaden deiner dir be⸗ chließe e Welt + J876 Am Schlusse der Woche 402 (Auch zum Bahreswechsel.) Mel. Du Lebensbrot, Serr Zesu Christ(oder wie Nr. 270). Am Schlusse der Woche 40² Peter Sohr, Frankfurt 1668. e, deer. 3391 Gott LCob! ein Schritt zur E= wig— keit/ ist a⸗ber⸗mals voll⸗ en⸗det; I. zu dir im Fort⸗ gang die⸗ ser —. 2—— II——— ö ER.———““ —— Berz sich— lich wen⸗det, o Quell, dar⸗ S.——.— dr. aus mein Le⸗ben ueßt sund al ⸗ le Gna⸗ SISISS— ——— werde ganz in dir,/ und ich unsterblich werde. 4. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann/ von deiner Ciebe trennen,/ und daß ich frei vor jedermann/ dich meinen Freund darf nennen,/ und daß du dort, o Cebensfürst,/ dich ö ganz mit mir vereinen wirst/ und mir dein Erbe schenken. ö 5. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit,/ daß sich die Woch“ geendet,/ und also auch von dieser Jeit/ ein neuer *das Jahr. sich er⸗-gießt/ zu mei⸗ ner See⸗le Le-ben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr/ und wird mir fast zu lange,/ bis es erscheine, daß ich gar,/ o CLeben, dich um⸗ fange,/ damit, was sterblich ist an mir,/ verschlungen 3. Doch sei dir ganz anheimgestellt/ die rechte Jeit und Stunde,/ wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt,/ wenn ich mit Herz und Munde/ dich kommen heiße und darauf/ von nun an richte meinen Cauf,/ daß ich dir komm entgegen. Am Schlusse der Woche Schritt vollendet,/ und freudig schreit ich weiter fort,/ bis ich gelange an die Pfort/ Jerusalems dort oben. 6. Wenn meine Zände lässig sind/ und meine Rniee beben,/ so biet mir deine Sand geschwind,/ mich wieder zu erheben;/ erfüll mit deiner Kraft mein Herz,/ damit ich freudig himmelwärts/ ohn Unterlaß aufsteige. 7. Geh, Seele, frisch im Glauben dran/ und sei nur un⸗ erschrocken;/ laß dich nicht von der rechten Bahn/ die Cust der Welt ablocken;/ so dir der Lauf zu langsam deucht,/ so eile, wie ein Adler fleugt,/ mit Flügeln süßer Liebe. 8. O Jesu, meine Seele ist/ zu dir schon aufgeflogen;/ du hast, weil du voll Ciebe bist,/ mich ganz zu dir gezogen./ Fahr hin, was heißet Stund und Zeit!/ Ich bin schon in der Ewigkeit,/ weil ich in Jesu lebe. August Zermann Srancke, f. 172 403 Mel. Valet will ich dir geben(Nr. 432). J. Die Woche geht zu Ende,/ nicht aber Gottes Treu:/ denn wo ich mich hinwende,/ da ist sie immer neu. Die Zeit kann wohl verschwinden,/ nur Gottes Guͤte nicht,/ sie läßt sich taͤglich finden/ und gibt mir Trost und Cicht. 2. Du gnädigster Erhalter/ von allem, was ich bin,/ hoͤr meines Nundes Psalter/ und nimm mein Opfer hin./ Un⸗ zaͤhlbar sind die Gaben,/ die du geschenket mir, und was ich nur kann haben,/ ist alles ja von dir. 3. Die ganze Woche zeuget/ von deiner Gütigkeit,/ die du zu mir geneiget,/ getreu zu jeder Zeit./ Auf meines Cebens Pfade/ ruͤhmt jeder Augenblick/ die Wunder deiner Gnaͤde/ im Unglück wie im Glück. 4. Allein mein Zerze bebet,/ wenn es zurücke denkt,/ wie uͤbel ich gelebet/ und dich, mein Gott, gekränkt;/ drum ruf ich: Herr, erbarme,/ erbarm dich uͤber mich!/ Ich fall dir in die Arme: /ach schone gnädiglich! 5. Mein Glaube heißt mich hoffen,/ es sei durch Christi Blut/ ein neuer Bund getroffen/ und alles wieder gut;/ 32²⁴ U oche / bis Rniee der zu it ich r un⸗ e Cust ot,/ so gen;/ pgen./ in der +as. reu:/ zie Jeit ie läßt „/ hoͤr Un⸗ vas ich , /die neines deiner „/ wie im ruf dir in Christi gut;/ ö Beruf 404 drum will ich dir geloben,/ auf ewig treu zu sein;/ dein guter Geist von oben/ wird mir die Kraft verleihn. E. Ich bin dein Kind aufs neue; /drum gib, daß diese Nacht/ mich auch dein Schutz erfreue,/ der alles sicher macht./ Ich werde gleichsam sterben;/ der Schlaf ist wie ein Tod;/ doch kann ich nicht verderben:/ du lebst in mir, mein Gott. 7. Soll das in diesem Ceben/ die letzte Woche sein,/ will ich nicht widerstreben,/ nein, mich im Geiste freun /auf jenen Feierabend, /den Christi Tod gemacht,/ und diese goffnung habend/ sprech ich nun: Gute Nacht! Benjamin Schmolck, 4 1737. Beruf 404 Mel. O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 3809). J. Du sollst in allen Sachen/ mit Gott den Anfang machen/ aus treuer Schuld und Pflicht./ Wem haͤst du Dank zu geben,/ als ihm, für Seil und Ceben?/ Von dir, o Mensch, entspringt es nicht. 2. Was will dein kaltes Sinnen,/ du Staub der Zeit, beginnen,/ legt er nicht Zilfe bei?/ Der Mensch mit sei— nem Dichten/ weiß wenig auszurichten,/ das wahrhaͤft gut zu heißen sei. 3. Drum sei nicht zu verwegen/ auf des Berufes Stegen/ und bilde dir nicht ein,/ als könntest du Vertrauen /auf deine Rräfte bauen;/ denn sie sind Gottes und nicht dein. 4. Wo Gottes Band sich reget,/ den Grund zur Arbeit leget,/ da zieht der Segen ein; /verkehrt er sein Ge— sichte,/ so wird ein Werk zunichte,/ wie trefflich auch die Meister sein. 5. Schlaͤg an die ZSimmelspforten/ mit starken Glaubens-⸗ worten,/ daͤ bitte Beistand aus./ Daher wird Segen fließen/ und reichlich sich ergießen/ auf dich und auf dein ganzes Haus. 72⁵ Andreas Tscherning, T 1659. Beruf 4•55 O Durchbrecher aller Bande. 40 5 SZerrnhaag 173⁵. . 4...— 1 Ze-su, komm, sei ein ge⸗-be⸗ ten./ I. Awol⸗ lest mir zur Sei⸗te tre⸗ten,/ ————— *——— MRei⸗ ne gän-⸗ de leg ich win ö daß mein Tun sei wohl⸗ge- tan. Auf dein Wort, zu 1[e — d,, v, Keern e. ————— dei⸗ ner Eh? re,/ will mein Netz ich sen ⸗ken ein;/ ei nen DESEE E . gu⸗ten Zug be⸗ sche⸗ re,/ laß es vol⸗ler Se⸗-gen sein. 2. Ohne dich macht nichts mein Machen,/ nichts kann alle meine Runst;/ ohne dich in allen Sachen/ alle Můh ist ganz umsonst./ Ach du mußt mit Sand anlegen,/ meine Zand ist viel zu schwach./ Mun, so komm mit Silf und Segen,/ meine Ohnmacht mächtig mach! 3. Gerne will ich tun das Meine,/ will es tun auf dein Geheiß:/ tu auch du dabei das Deine/ und beglucke meinen Fleiß. Laß mich und mein Haus erfreuen /einen reichen, guten Zug;/ doch sollt es nicht gleich gedeihen,/ hab ich dich, hab ich genug. 4. Zwar wie sollt es mir nicht glücken,/ da du selbst Mit⸗ helfer bist?/ Ach du kannst und willst erquicken,/ wenn man fromm und gläubig ist./ Ist nur Gott, so ist daneben alles andre auch im Saus;/ du wirst segnen, du wirst geben/ der du allen teilest aus. 5. Ich verseh mich deiner Gnaden,/ ob ich keines Segens wert;/ wirst du mir mein Netz beladen,/ sollst du sein mit Dank verehrt;/ gibst du, will ich wiedergeben;/ ja, ein Teil davon soll dein,/ dein, o Gott, und auch daneben/ meines armen Nächsten sein. 72 Sigismund v. Birken, J68l. Ber Mel. Beruf Beruf 406 ag 173⁷ 406 Mel. Es ist das Zeil uns kommen her.(Vorreformatorisch.) Wittenberg 1523. .— 4 — V E ö ö— ten,/ In Got⸗ tes Na⸗men fang ich an,/ was mir zu — J. Gott wird al⸗les wohl⸗ge⸗ tan/ und 3436555 —————*—— ——1———— —— aus⸗ ef ret⸗ enn man in Got⸗tes Namen tut,/ ist i⸗nen——— D I 4.ᷣ al⸗lenthalben recht und gut/ und muß uns auch ge⸗dei ⸗hen. sein. 2. Gott ists, der das Vermögen schafft,/ das Gute zu s kann vollbringen,/ er gibt uns Segen, Nut und Braft/ und laßt üh ist das Werk gelingen,/ daß uns ein reicher Zug entsteht/ und meine Gottes Gab in Fülle geht,/ daß wir zur Gnüge haben. ilf und 3. Gott ist der Frommen Schild und Cohn,/ er kröͤnet sie mit Gnaden;/ der bösen Welt Haß, Weid und Hohn/ kann uf dein ihnen gar nicht schaden./ Gott decket sie mit seiner Hand,/ meinen er segnet ihren Weg und Stand/ und füllet sie mit Freuden. reichen, 4. Drum komm, Serr Jesu, stärke mich,/ hilf mir in hab ich meinen Werken;/ laß du mit deiner Gnaͤde dich/ bei meiner Arbeit merken./ Gib dein Gedeihen selbst dazu,/ daß ich in st Mit allem, was ich tu,/ erfahre deinen Segen. wenn 5. Regiere mich durch deinen Geist,/ den Nüßiggang zu neben/ meiden,/ daß das, was du mich schaffen heißt,/ gescheh mit geben/ lauter Freuden,/ auf daß ich dir mit aller Treu/ auf dein Gebot gehorsam sei/ und meinem Nächsten diene. Segens G. Wun, Jesu, komm und bleib bei mir;/ die Werke ein mit meiner Hände/ befehl ich, liebster Seiland, dir;/ hilf, daß ich in Teil sie vollende/ zu deines Namens Serrlichkeit,/ und gib, daß meines ich zur Abendzeit/ erwünschten Lohn empfange! 1„. + J68J. Salomo Liscow, 1689. 72⁷ Beruf 40⁷ Mel. Du, des sich alle Simmel freun(oder wie Nr. 23). Zust. Seinrich Knecht,‚ 179z. 100——— ö ö ——5.— 4Jĩt.——— 2 ———— Hum + 2. * ö—. J. Das wal⸗te Gott, der hel⸗fen kann!/ Mit Gott fang —— SSSSDSSDSSSSSS ich die Ar⸗beit an./ Mit Gott nur geht es glucklich fort;/ drum — —— EII ů ö— rR. ....... ist auch dies mein er ⸗stes Wort:/ Das wal⸗te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und Werk/ erfordert Gottes Kraft und Stärk;/ mein Herz sucht Gottes Angesicht;ꝓ drum auch mein Nund mit Freuden spricht:/ Das walte Gott! 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts;/ wo Gott nicht gibet, da gebrichts;/ Gott gibt und tut mir alles Guts; drum sprech ich nun auch gutes Muts:/ Das walte Gottl 4. Will Gott mir etwas geben hier,/ so will ich dankbar sein dafuͤr;/ auf sein Wort werf ich aus mein Netz/ und sag in meiner Arbeit stets:/ Das waͤlte Gott! 5. Anfang und Mitte samt dem End/ stell ich allein in Gottes Händ;/ er gebe, was mir nützlich ist;/ drum sprech ich auch zu jeder Frist:/ Das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Segen bei/ nach seiner großen Guͤt und Treu,/ so gnügets mir zu jeder Stund;/ drum sprech ich auch aus Serzensgrund:/ Das walte Gott!l 7. Trifft mich ein Ungluͤck: unverzagt!/ Ist doch mein Werk mit Gott gewaͤgt;/ er wird mir gnädig stehen beiz/ drum dies auch meine Losung sei:/ Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat,/ bis all mein Tun ein Ende hat;/ er gibt und nimmt, machts, wie er willz/ drum sprech ich auch fein in der Still:/ Das walte Gott!l 72⁸ Bottes icht;/ walte t nicht ʒuts;/ Gottl ankbar und lein in sprech troßen drum mein beiz/ n Tun will;/ ottl Ehe und Hausstand 408 9. Gott steht mir bei in aller Not/ und gibt mir auch mein täglich Brot;/ nach seinem alten Vaterbrauch/ tut er mir Guts; drum sprech ich auch:/ Das walte Gott! 10. Ohn ihn ist all mein Tun umsonst,/ nichts hilft Ver⸗ stand, Witz oder Runst;/ mit Gott gehts fort, gerät auch wohl,/ daß ich kann sagen glaubensvoll:/ Das walte Gott! IJ. Teilt Gott was mit aus Guͤtigkeit,/ so acht ich keiner Feinde Meid;/ laß hassen, wers nicht lassen kann,/ ich stimme doch mit Freuden an:/ Das walte Gottl 12. Tu ich dann was mit Gottes Rat,/ der mir beistehet fruͤh und spat,/ dann alles wohl geraten muß;/ drum sprech ich nochmals zum Beschluß:/ Das walte Gott! Joh. Betichius, 1 1722. Ehe und Hausstand 408 mel. Micht so traurig, nicht so sehr. J. Voller Wunder, voller Kunst,/ voll von hoher Weis— heit Preis,/ voller Sulde, Gnad und Gunst,/ LCabsal bei des Cebens Schweiß,/ voller Wunder, sag ich noch,/ ist der keuschen Ciebe Joch. 2. Die sich nach dem Angesicht/ niemals je zuvor ge— kannt,/ auch sonst im geringsten nicht/ mit Gedanken zu⸗ gewandt,/ derer Serzen, derer Hand/ knüpft Gott in ein Liebesband. 3. Dieser Vater zieht sein Kind,/ jener seins dagegen auf,/ beide treibt ihr sondrer Wind,/ ihre sondre Bahn und Cauf; /aber wenn die Jeit nun dar,/ wirds ein wohl⸗ geratnes Paar. 4. Hier wächst ein geschickter Sohn,/ dort ein edle Tochter zu;/ eines ist des andern Rron,/ eines ist des andern Ruh,/ eines ist des andern Licht,/ wissens aber beide nicht. 5. Bis solang es dem beliebt,/ der die Welt im Schoße haͤlt/ und zur rechten Stunde gibt/ jedem, was ihm wohl⸗ gefaͤllt:/ da erscheint im Werk und Tat/ der so tief ver⸗ borgne Rat. 408 Ehe und §. Jeder findet, jeder nimmt,/ was der Zöchst ihm aus⸗ ersehn;/ was im Himmel ist bestimmt,/ pflegt auf Erden zu geschehn,/ und was dann nun so geschicht,/ das ist sehr wohl ausgericht't. 7. Ofters denkt man: das und dies/ hätte konnen besser sein;/ aber wie die Finsternis/ nicht erreicht den Sonnen— schein,/ also geht auch Menschensinn/ hinter Gottes Weis⸗ heit hin. 8. Laß zusammen, was Gott fügt;/ der weiß, wies am besten sei;/ unser Denken fehlt und trüͤgt,/ sein Gedank ist maͤngelfrei;/ Gottes Werk hat festen Fuß,/ wenn sonst alles fallen muß. 9. Siehe frommen Vindern zu,/ die im heilgen Stande stehn,/ wie so wohl Gott ihnen tu,/ wie so schoͤn er lasse gehn/ alle Taten ihrer Händ/ auf ein gutes, selges End. 10. Ihrer Tugend werter Ruhm/ steht in steter voller Bluüͤt;/ wenn sonst aller Ciebe Blum/ als ein Schatten sich verzieht,/ und wenn aufhört alle Treu,/ ist doch ihre Treue neu. II. Ihre Lieb ist immer frisch/ und verjungt sich fort und fort;/ Ciebe zieret ihren Tisch/ und versuͤßet alle Wort;/ Liebe gibt dem Herzen Raͤst/ in der Můh und Sorgenlast. 12. Gehts nicht allzeit, wie es soll,/ ist doch diese Liebe still,/ hält sich in dem Kreuze wohl,/ denkt, es sei des Serren Will,/ und versichert sich mit Freud/ einer künftig bessern Zeit. I3. Unterdessen geht und fleußt/ Gottes reicher Segens⸗ bach,/ speist die Leiber, trankt den Geist,/ staͤrkt des Hauses Grund und Dach,/ und was klein, gering und bloß,/ maͤcht er mächtig, viel und groß. I4. Endlich, wenn nun ganz vollbracht,/ was Gott hier in dieser Welt/ frommen Kindern zugedacht,/ nimmt er sie ins Himmelszelt/ und drückt sie mit großer Cust/ selbst an seinen Nund und Brust. 15. Nun so bleibt ja voller Gunst,/ voll von hoher Weisheit Preis,/ voller Wunder, voller Runst,/ Cabsal bei des Cebens Schweiß,/ voller Wunder, sag ich noch, bleibt der keuschen Ciebe Joch. Paul Gerhardt, 1676 43⁰ e und aus⸗ Erden ist sehr besser nnen⸗ Weis⸗ ies am voller en sich h ihre rt und Oort;/ enlast. Liebe derren n eit. egens⸗ Hauses loß,/ t hier er sie ost an hoher al bei ch,/ 676. hausstand 4⁰9 Mel. Wie schön leuchtet der 5 Frankfurt a. M. IS99. — 2—— 2——————— I. Wie schön ists doch, Herr Je⸗ su Christ,/im Stan⸗de, Wie steigt und neigt sich 9312 ne Gab cii al⸗les II —.—.—.— da dein Serwen ist,/ im Staͤnde heil⸗ger Ehel Gut so mild 2— ab/ aus dei⸗ner heil⸗gen 5⸗he, — ö —— wenn 55 an dich/ flei⸗ ßig Haeen Jonp und Al⸗ten,/ — ů x.— ö H ert. die im Or⸗den/ ei nes Ce⸗bens ei⸗ nig wor⸗den. 2. Wenn MNann und Weib sich wohl verstehn/ und Hand in Hand durchs Leben gehn/ im Bunde reiner Treue,/ da blüht das Glück von Jahr zu Jahr,/ da sieht man, wie der Engel Schar/ im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm,/ kein Wurm/ kann zerschlaͤgen,/ kann zernagen,/ was 8 gibet/ dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Der MNann wird einem Baume gleich,/ an Ästen schön, an Zweigen reich,/ das Weib gleicht einem Reben,/ der seine Träublein trägt und nährt/ und sich je mehr und mehr vermehrt/ mit Früchten, die da leben./ Wohl dir,/ o Zier,/ Manneswonne,/ Hausessonne,/ Ehrenkrone!/ Gott denkt dein auf seinem Throne. 4. Sei gutes Muts! Wicht Menschenhand/ hat aufge— richtet solchen Stand: /es ist ein höhrer Vater;/ der hat uns je und je geliebt/ und bleibt, wenn unsre Sorg uns truͤbt,/ der beste Freund und Rater./ Anfang,/ Ausgang/ aller Sachen,/ die zu machen/ wir gedenken,/ wird er wohl und weislich lenken. 331 410 Ehe und 5. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl/ ein Stuͤnd⸗ lein, da man Leides voll/ die Tränen laͤsset fließen;/ doch wer sich still und in Geduld/ ergibt, des CLeid wird Gottes Buld/ in großen Freuden schließen./ Zage,/ trage/ nur ein wenig!/ Unser RKönig/ wird behende/ machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl denn, mein Rönig, nah herzul/ Gib Rat in Kreuz, in NVöten Ruh,/ in Ängsten Trost und Freudel/ Des sollst du haben Ruhm und Preis;/ wir wollen singen bester Weis/ und danken alle beide,/ bis wir/ bei dir,/ deinen Willen/ zu erfuͤllen,/ deinen Namen/ ewig loben werden. Amen! Paul Gerhardt, 1 I6+6. 41⁰ Mel. Werde munter, mein Gemüte(Nr. 388). J. Sorge doch für meine Rinder,/ Vater, nimm dich ihrer an;/ ob sie gleich vor dir sind Sünder,/ sind sie dir doch zugetan,/ und du hast sie in der Tauf/ väterlich ge— nommen auf,/ daß sie, wenn sie sollten sterben,/ wären deines Reiches Erben. 2. Du hast sie bisher ernähret/ und so maͤnchem Un— glücksfall/ mehr als väterlich gewehret,/ der sie hier und uͤberall/ hätt in Angst und Mot gestürzt,/ ja das Ceben ab⸗ gekürzt;/ aber deine Vatertreue/ bleibt bei ihnen taäglich neue. 3. Sollt ich nicht für solche Güͤte/ immer dir verpflichtet sein/ und mit dankbarem Gemüte/ solchen Glücks⸗ und Segensschein/ rühmen und vor jedermann/ deine Wohl— tat zeigen an,/ ach so müßt ich ganz vermessen/ Gottes, meines Seils, vergessen. 4. Sammeln andre große Schätze,/ suchen in der Welt ihr Heil,/ daß sie Geld und Gut ergötze,/ so bist du mein einzig Teil./ Bleib auch meiner Kinder Gott,/ lasse sie in keiner Not/ und in keinem RKreuz verderben,/ bis sie end— lich selig sterben. 5. Der du sie bisher erhalten,/ wollest stets ihr Schuͤtzer sein,/ wollst in Gnaden ihrer walten,/ bricht Gefahr fuͤr sie herein. Regt in ihrer eignen Brust/ sich mit Macht die 732 Haut böͤse Reiz 6. Scha Lebe zur 2 keit v 7. was ihner daß 8. jung Jau die 1 sei d Mel.“ und Ptünd⸗ doch Bottes Ur ein aß die Rat in ude!/ ingen dir,/ loben + J676. dich ie dir ch ge⸗ hären 1Un⸗ rund n ab⸗ neue. ichtet und vohl. ottes, Welt mein sie in end⸗ ltzer ir sie t die hausstand 411 böse Cust:/ gib dann, daß sie mutig kämpfen/ und den Reiz der Sünde dämpfen. 6. Schütze sie vor bösen Ceuten/ und vor der Verführer Schar,/ daß ihr Fuß nicht möge gleiten;/ laß sie ihre Cebensjahr/ in der Gnade bringen zu,/ bis du sie, wie mich, zur Ruh/ wirst ins kühle Grab versenken/ und die Selig⸗ keit uns schenken. 7. Rönnen sie in diesem Leben/ hier und wo es dir gefaͤllt,/ was zu deiner Ehre geben,/ so laß in der ganzen Welt/ ihnen, wo sie immer gehn,/ deine Furcht vor Augen stehn,/ daß sie dich im Tun und Cassen/ stets in ihre Herzen fassen. 8. Gönne mir die große Freude,/ daß einst an dem jüngsten Tag/ nach so vielem Kreuz und Leide/ ich mit Jauchzen sagen mag: JLiebster Vater, ich bin hier/ und die Kinder, die du mir/ hast in jener Welt bescheret;/ ewig sei dein Wam geehret! Ludwig Seinrich Schlosser, 41723. —.— 41 1 Adam Drese, I690. su, geh vor⸗ an/ auf der Ce⸗bens⸗-bahn,/ und wir wol⸗len 4 1 ————. —..—.——.— nicht ver-wei⸗len,/ dir ge⸗treu⸗lich inrni ei⸗len;/ 4 ——I‚I‚IIII‚I..e..e. .;tC¶·¶· fuͤhr uns an der Band/ bis ins Va⸗ter-land. 2. Solls uns hart ergehn,/ laß uns feste stehn/ und auch in den schwersten Tagen/ niemals über LCasten klagen;/ denn durch Trübsal hier/ geht der Weg zu dir. 733 412 Ehe und 3. Rühret eigner Schmerz/ irgend unser Berz,/ kuͤm⸗ mert uns ein fremdes Ceiden,/ o so gib Geduld zu beiden;/ richte unsern Sinn/ auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang,/ Jesu, lebenslang;/ führst du uns durch rauhe Wege,/ gib uns auch die nötge Pflege;/ tu uns nach dem Lauf/ deine Türe auf. Mikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, + I760. 4⁴2 Mel. O Zesu Christ, meins Lebens Licht(Nr. 350). J. Wohl einem Saus, da Jesus Christ/ allein das All in allem ist!/ Ja, wenn er nicht darinnen wär,/ so stünd es oͤd und wüst und leer. 2. Wohl ihm, wenn Mann und weib und Kind/ im rechten Glauben einig sind,/ zu dienen ihrem Serrn und Gott/ nach seinem Willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches Saus der Welt/ ein Vorbild vor die Augen stellt,/ daß ohne Gottesdienst im Geist/ das äußre Werk nichts ist, noch heißt. 7. Wohl, wenn der Herzen fromm Gebet/ beständig in die Höhe geht,/ und man nichts treibet fort und fort/ als Gottes Werk und Gottes Wort. S. Wohl, wenn im äußerlichen Stand/ mit fleißiger, ge⸗ treuer Hand/ ein jegliches nach seiner Art/ im Glauben seine Pflicht bewahrt. §. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind,/ und wenn sie Rind und Rindeskind/ versäumen nicht am ewgen Glück,/ so bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus, denn es gedeiht,/ die Eltern werden hocherfreut,/ und ihren Kindern sieht mans an,/ wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund/ samt meinem Bause diesen Bund:/ Wenn alles Volk vom HBerren wich,/ so dienen wir ihm ewiglich. Christ. Karl Ludwig v. Pfeil, 1784. 73⁴ he und kům⸗ iden;/ hrst du lege;/ + I760, All in d es öd im n und Horbild t/ das dig in t/ als er, ge⸗ auben nu sie lück,/ Eltern an,/ einem Hich,/ I784. hausstand 413 413 mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern(Nr. 400). J. Ich und mein Saus, wir sind bereit,/ dir, Serr, die ganze Cebenszeit/ mit Seel und Ceib zu dienen. /Du sollst der Herr im Haͤuse sein;/ gib deinen Segen nur darein,/ daß wir dir willig dienen./ Eine/ kleine,/ fromme, reine/ Hhausgemeine/ mach aus allen. Dir nur soll sie wohl⸗ gefallen. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort/ dein guter Geist stets fort und fort/ an unser aller Seelen;/ es leucht uns wie das Sonnenlicht,/ damits am rechten Lichte nicht/ im Hause möge fehlen. /Reiche/ gleiche/ Seelenspeise/ auch zur Reise/ durch dies Leben/ uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß deinen Frieden auf das Zaus/ und alle, die drin wohnen, aus,/ im Glauben uns verbinde;/ laß uns in Liebe allezeit/ zum Dulden, Tragen sein bereit,/ demuͤtig, sanft und linde./ Liebe/ ube/ jede Seele;/ keinem fehle,/ dran man kennet/ den, der sich den Deinen nennet. 4. Caß unser Saus gegründet sein/ auf deine Gnade ganz allein/ und deine große Güte./ Auch laß uns in der Nächte Graun/ auf deine treue Silfe schaun/ mit kind⸗ lichem Gemüte;/ selig,/ fröhlich,/ selbst mit Schmerzen/ in dem Herzen/ dir uns lassen/ und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns irdisch Glück ins Haus,/ so schließ den Stolz, die Weltlust aus,/ des Reichtums böse Gäste;/ denn wenn das Herz an Demut leer/ und voll von eitler Weltlust wär,/ so fehlte uns das Beste:/ jene/ schöne,/ tiefe, stille/ Gnaͤdenfülle,/ die mit Schätzen /Feiner Welt nicht zu er⸗ setzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist,/ daß in dem Baus kein andrer Geist/ als nur dein Geist regiere;/ daß er, der alles wohl bestellt/ und gute Zucht und Ordnung hält,/ uns alles lieblich ziere./ Sende,/ spende/ ihn uns allen,/ bis wir wallen/ heim und droben /dich in deinem Zaͤuse loben. Philipp Spitta, F I859. 735 ———— J‚‚‚‚e‚eeeeeeeeee.———4——————————— —— Ehe und Hausstand 2 Sranzõ sischer 26 I57½7 I* ö — 7——— I.— Ose-lig Haus, wo man dich auf-⸗ge⸗ nom— men,/ J. wo un⸗ter al⸗-len Gä⸗sten, die da kom⸗men,/ 122— ů—— ö 4—.—II. äIIII... du wahrer See⸗len-freund, Herr Je-su Christl du der ge⸗fei ert ste und lieb⸗-ste bist; SSSE wo al-⸗ler Her⸗zen dir ent⸗ge⸗genschlagen/ und al⸗ler —.— ö ö ö ö—— 2—.— 3— ö 2— ——— i Au⸗ gen freu⸗ dig auf dich sehn;/ wo al⸗ler Cippen dein Ge⸗ 1.— Lirittrerererri bot er⸗fra⸗gen/ und al⸗le dei⸗nes Winks ge⸗wär⸗tig stehn. 2. O selig Saus, wo Mann und Weib in einer,/ in deiner Ciebe eines Geistes sind,/ als beide eines Heils gewürdigt, keiner/ im Glaubensgrunde anders ist gesinnt;/ wo beide unzertrennbar an dir haͤngen/ in Cieb und Ceid, Gemach und Ungemach,/ und nur bei dir zu bleiben stets verlaͤngen/ an jedem guten, wie am bösen Taͤg! 3. O selig Saus, wo man die lieben Kleinen/ mit Haͤnden des Gebets ans Herz dir legt,/ du Freund der Kinder, der sie als die Seinen/ mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt;/ wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln/ und horchen deiner süßen Rede zu/ und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln,/ sich deiner freun, du lieber Heiland, dul 4. O selig Haus, wo Knecht und Maͤgd dich kennen/ und wissend, wessen Augen auf sie sehn,/ bei allem Werk in einem Eifer brennen,/ daß es nach deinem Willen mag 736 Trauung ⸗Obrigkeit 415416 geschehn;/ als deine Diener, deine Hausgenossen,/ in Demut willig und in Ciebe frei,/ das Ihre schaffen, froh und un— verdrossen,/ in kleinen Dingen zeigen große Treu! 5. O selig Saus, wo du die Freude teilest,/ wo man bei keiner Freude dein vergißt!/ O selig Saus, wo du die Wunden heilest/ und aller Arzt und aller Tröster bist;/ bis jeder einst sein Tagewerk vollendet,/ und bis sie endlich alle ziehen aus/ dahin, woher der Vater dich gesendet,/ ins große, freie, schöne Vaterhaus. Philipp Spitta, IS59. 415 Vor der Trauung Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern(Nr. 400). J. Von dir, du Gott der Einigkeit,/ ward einst der Ehe— bund geweiht;/ von dir kommt auch der Segen./ O segn auch jetzt von deinen Höhn, /die hier vor deinem Antlitz stehn,/ um Hand in Hand zu legen./ Caß sie,/ Vater,/ dir ergeben, /einig leben, /treu sich lieben/ und in deinem Wort sich üben. Nach der Trauung 2. Wimm sie in deine Vaͤterhut,/ halt ihren Sinn bei frohem Mut,/ ihr Herz dem Himmel offen,/ und lehre sie, sich deiner freun,/ ein gerz und eine Seele sein/ im Glauben, Cieben, Hoffen!/ Caß sie,/ Vater,/ dir ergeben,/ glücklich leben,/ freudig sterben/ und vereint den Zimmel erben. Georg Ernst Waldau, 1 J81J7. Obrigkeit 416 Mel. Aus meines Serzens Srunde(Nr. 365). J. Jehova, Serr und Rönig/ der Könige und Serrn,/ dir sind wir untertänig,/ du herrschest nah und fern;/ du Herr im Zimmelszelt,/ laß unter deinem Ceiten /bestehn die Obrigkeiten,/ zu herrschen in der Welt. 137 417 Predigtamt 2. Es zeugen deine Rnechte,/ daß keine Obrigkeit/ als nur durch deine Rechte/ und deine Macht gebeut./ Du hast sie hoch geschätzt;/ wer ihr zuwider lebet,/ der trotzt und widerstrebet/ dem, was du hast gesetzt. 3. Du Gott der Ordnung, lehre/ mich selbst durch deinen Geist,/ daß ich die Obern ehre,/ wie uns dein Wort es heißt./ Sie traͤgen ja dein Bild;/ gib, daß ich Demut uͤbe/ und sie mit Ehrfurcht liebe,/ so wird dein Wort erfüllt. J. Verleihe deine Güte/ und sende Recht und Licht;/ gib ihnen ins Gemüte/ viel Weisheit zum Gericht./ Du herrschest selbst im Cand;/ das Herz der Obrigkeiten/ kannst du wie Bäche leiten; /es steht in deiner Hand. S. Gib, daß durch ihr Regieren/ wir mit Zufriedenheit/ ein ruhig Leben führen/ in wahrer Frömmigkeit./ LCaß sie die Pfleger sein/ der gläubigen Gemeinde/ und als getreue Freunde/ ihr heilge Sorgfaͤlt weihn. E. Die uns allhier regieren,/ Herr, die regiere du;/ laß deinen Geist sie führen,/ dein Rat sprech ihnen zu./ Herr Gott, du segnest gern; /o, waͤlte du hienieden,/ gib deinem Volke Frieden/ durch Jesum, unsern Serrn. Mach Phil. Friedrich Siller, 4 1769. Predigtamt 447 Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern(Nr. 400). J. O Jesu, Serr der Serrlichkeit,/ du Bönig deiner Thristenheit,/ du Sirte deiner Herde,/ du siehst auf die er— löste Welt,/ regierst sie, wie es dir gefällt,/ sorgst, daß sie selig werde./ Von dir/ sind wir/ auch erwählet,/ zuge zählet/ den Erlösten,/ die du segnen willst und trösten. 2. Wohl deinem Volk, daß du es liebst,/ nach deinem Sinn ihm Sirten gibst,/ die es zum Zimmel füͤhren,/ und die voll Eifer, Geist und RKraft,/ voll Glauben, Liebe, Wissenschaft/ das Serz der Sünder rühren. Treue Birten/ laß den Seelen/ niemals fehlen,/ daß die Herden mit den Sirten selig werden. 238 er un: hört, Freur weg 5. will gtamt it/ als Du hast tzt und deinen Vort es t uͤbe/ llt. t;/ gib Du kannst enheit aß sie getreue 3/ laß Herr deinem „+ I769. deiner die er⸗ daß sie zuge— n. deinem und Ciebe, reue/ erden/ Allgemeine Not 418 3. Wir nehmen hier von deinerhand/ den Lehrer, den du uns gesandt;/ Herr, segne sein Geschaͤfte!/ Die Seelen, die sich ihm vertraun,/ durch Lehr und Ceben zu erbaun,/ gib Weisheit ihm und Kräfte./ Cehr ihn,/ hilf ihm/ tun und leiten,/ dulden, streiten,/ beten, wachen,/ selig sich und uns zu machen. 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn;/ laß ihn sein Amt mit Freuden tun;/ nichts sei, das ihn betrübe!/ Wenn er uns deine Wahrheit lehrt,/ gib uns ein Herz, das folgsam hoͤrt,/ ein Herz voll treuer Ciebe./ Cehrer,‚/ Sörer/ laß in Freundschaft/ und Gemeinschaft /feste stehen/ und den Weg zum Himmel gehen. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint,/ laß unsern Cehrer, unsern Freund,/ uns dir entgegenführen. Du gibst ihm unter seine Hand/ die Seelen als ein teures Pfand;/ laß keine ihn verlieren./ Jesu,/ hilf du,/ beut die Hände,/ daß am Ende/ Hirt und Herde/ treu vor dir erfunden werde. 6. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn!/ Wir heißen dich willkommen gern/ in Jesu Christi Namen./ O Hirte, nimm uns bei der HBand,/ führ uns zum ewgen Vaterland./ Gott mit dir! Amen! Amen!/ Mit dir/ gehn wir/ durch die Ceiden/ dieser Jeiten/ zu dem Ceben,/ das uns unser Gott will geben. Daniel Rarl Bickel, 4 ISo. Allgemeine Not 41 8 Franzö sischer Psalter, 1547. * ö 1 8 IꝑPIPIꝑIPIPIPIIII.t......... * J. Wenn wir in höchsten Nö⸗ten sein/ und intrietr öe,,.— wis⸗sen nicht, wo Uaus noch ein,/ und fin-den we-der Silf — x——— 2—— SSTTT —— noch Rat,/ ob wir gleich sor⸗gen früh und spat: + 730 419 Allgemeine Not 2. So ist dies unser Trost allein,/ daß wir zusammen ins⸗ gemein/ anrufen dich, o treuer Gott,/ um Rettung aus der Angst und Not, 3. Und heben unser Aug und Herz/ zu dir in wahrer Ren und Schmerz/ und bitten um Begnaͤdigung /und aller Strafen Einderung, 4. Die du verheißest gnädiglich/ all denen, die drum bitten dich/ im Namen des Herrn Jesu Christ,/ der unser Heil und Mittler ist. 5. Drum kommen wir, o Herre Gott,/ und klaͤgen dir all unsre Not,/ weil wir jetzt stehn verlassen gar/ in großer Truübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünden groß,/ sprich uns davon in Gnaden los,/ steh uns in unserm Elend bei,/ mach uns von allen Plagen frei; 7. Auf daß von Serzen können wir i/ nachmals mit Freuden danken dir,/ gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. paul Eber, f 156, 119 Mel. Da Christus geboren war.(Vorreformatorisch.) Mürnberg 154½. 1 —.—— 1.2—.˙————— II Ee 2——* Ceib und Seel,/ der du ken⸗nest al⸗les Ceid/ dei⸗ner ar⸗men EEEEEE EiEEEEEE Chri⸗sten⸗heit;/ o du Wäch⸗ter, der du nicht/ schläfst noch 1223—— ö E 2—32—— E. 10. 2..... 1222.— schlum⸗merst, zu uns richt/ jetzt dein hilf⸗ reich An⸗ge⸗sichtl 44⁰ — —5 — V I ö ,„ . Allgemeine Not 42⁰ 2. Schau, wie große Wot und Qual/ trifft dein Volk jetzt Uberalll/ Täglich wird der Trübsal mehr:/ hilf, ach hilf, schütz deine Ehr!/ Ach wir Armen, wir vergehn, /Trost wir nicht vor Augen sehn,/ wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Kläglich schreien wir zu dir,/ klopfen an die Gnaͤden— tuͤr,/ wir, die du mit höchstem Ruhm/ haͤst erkauft zum Eigentum./ Dein Erbarmen hat kein End,/ deines Vaters zorn abwend,/ der jetzt wie ein Feuer brennt. 4. Jesu, der du Jesus heißt,/ als ein Jesus Silfe leistl/ Zilf mit deiner starken Hand,/ Menschenhilf haͤt sich ge— wandt;/ eine Mauer um uns bau,/ daß dem Feinde davor grau,/ er mit Zittern sie anschau. 5. Höchster Hort, Immanuel,/ du Beschützer meiner Seel,/ Gott mit uns in aller Wot,/ Gott um uns und in uns Gott,/ Gott für uns zu aller Zeit!/ Trotz dem, der uns tut ein Leid;/ Gottes Straf ist ihm bereit. 6. Du, des Vaters starker Arm,/ komm und unser dich erbarm;/ laß jetzt sehen deine Macht,/ drauf wir hoffen Tag und Nacht;/ aller Feinde Rotten trenn,/ daß dich alle Welt erkenn,/ aller Herren Herrn dich nenn. 7. Du bist ja der Held und Mann,/ der den Kriegen steuern kann,/ der da Spieß und Schwert zerbricht,/ der die Bogen macht zunicht,/ der die Wagen gar verbrennt,/ der der Menschen Herzen wendt,/ daß der BKrieg gewinnt ein End. 8. O du wahrer Friedensfürst,/ der der Schlange Kopf zerknirscht/ und durch seinen Kreuzestod/ Frieden wieder— bracht bei Gott,/ gib uns Frieden gnädiglich!/ So wird dein Volk freuen sich/ und dich preisen ewiglich. Johann Seermann, 4 1647. 42⁰ Mel. Serzlich tut mich verlangen(Nr. 440. J. In tiefen Ungsten schreien/ wir dich, Erbarmer, an,/ dich, der allein befreien,/ allein erhören kann./ Hast du denn ganz verborgen/ dein Vaterangesicht?/ RKommt uns in finstern Sorgen/ nicht mehr ein Strahl von Licht? 741 421 Rrieg und 2. Die Not von so viel Seiten/ beraubt uns aller Ruh;/ wir sehn dem Sturm der Zeiten/ mit bangem Herzen zu. Die Hilfe im Gedränge,/ wonach das Auge tränt,/ ver— zieht sich in die CLänge/ und ist noch nicht ersehnt. 3. Wir fallen, müd im Herzen,/ nachts auf die Cagerstatt/ und träumen, was mit Schmerzen/ uns tags gefoltert hat;/ erwachen wir, so beben/ wir vor der neuen Last./ Wie qualvoll ist dies Ceben!/ Herr, wir erliegen faͤst! J. Willst Du noch länger schweigen/ zu unserm KRummer⸗ stand,/ nicht uns Verlaßnen zeigen /die Allmaͤcht deiner Hand? /Laß endlich dich bewegen! /Errett uns, dir zum Ruhm! /Kehr doch den Fluch in Segen,/ das Leid in Freuden um! S. Verdienten wir als Sünder/ die Rut, ach so vergib;/ hab uns und unsre Rinder/ in Christo dennoch lieb!/ Gib uns, daß wir dich ehren,/ den Sinn, der dir gefälltlä/ Romm, komm, uns zu erhören,/ Erbarmer aller Welt! Joh. Sottfried Schöner, 1 1818. Krieg und Frieden 5— Mürnberg i⸗ x 22 4 lu 2 ————— Ver⸗ 46165 uns 2— 8—— lich,/ Herr Gott, zu unsern n 4— I ——— 2 I 2— Jei⸗ten;/ es ist ja doch kein and⸗rer nicht,/ der für uns x ů— ——, Fen.,, arr — 33—— 2—— *———————— könn⸗te strei ⸗ ten,/ denn du, un-ser Gott, al ⸗-lei⸗ne. Nach dem altkirchlichen Lied von Martin Luther, I536. 4³2 Frie Mel. A geund Ruhj/ en zu. ver⸗ erstatt/ t hat;/ /Wie mmer⸗ deiner bir zum eid in ergibz/ / Gib fällt!/ elt! „TISIS. erg I53l. Unsern hrieden 422 422 MRel. Nun lob, mein Seel, den Serren. Augsburg 1540. 2. 2 —— 1——— 33W———— — e e— EIIED Gott⸗lob!l nun ist er⸗-schol ⸗ len/ das ed ⸗le daß nunmehr ru-hen sol ⸗len/ die Spieß—— II ee, dere, er weeee,e. Fried⸗ und Freu-den-wort, ö Schwer⸗ter und ihr Mord! woblauf! tind mtitont mun E E—— 2 .. wie ⸗ der/ dein Sai⸗ten⸗spiel her⸗ vor, O Deutschland, 1.4 E.— ◻ 3r, j F piir E und sing Lie⸗der/ im 2 vol⸗len Chor;/ er⸗ he⸗be dein Ge⸗ mü⸗ te/ zu dei⸗nem Gott und 15565„„Herr, — — 212——.—. dei⸗ mne Sned ind Gä⸗ te/ bleibt den⸗ noch e⸗ wig⸗ uichl 2. Sei taͤusendmal willkommen,/ du teure, werte Friedensgab!/ Jetzt sehn wir, was für Frommen/ dein Beiunswohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket/ all unser Glück und Heil;/ wer dich betrübt und kränket,/ der drückt sich selbst den Pfeil/ des Serzleids in das Herze/ und löscht aus Unverstand/ die güldne Freudenkerze/ mit seiner eignen Band. 3. Ach laͤß dich doch erwecken!/ Wach auf, wach auf, du harte Welt, /eh als das letzte Schrecken/ dich schnell und 423424 Mißwachs und Teurung plötzlich uͤberfällt./ Wer aber Christum liebet,/ sei uner⸗ schrocknen Muts;/ der Friede, den er gibet,/ bedeutet alles Guts./ Er will die Cehre geben:/ das Ende naht herzu,/ da sollt ihr bei Gott leben/ in Fried und ewger Ruh. Paul Gerhardt, I638. mel. Nun danket alle Gott(Nr. I3U. J. Herr Gott, dich loben wir,/ wir preisen deine Güte, wir rühmen deine Macht/ mit herzlichem Gemüte; es steiget unser Lied/ bis an des Bimmels Tür/ und tönt mit großem Schall:/ Berr Gott, dich loben wirl 2. Herr Gott, dich loben wir/ fuůͤr deine großen Gnaͤden, daß du das Vaterland/ von Kriegeslast entladen,/ daß du uns blicken läßt/ des gůldnen Friedens Zier;/ drum jauchzet alles Volk:/ Serr Gott, dich loben wir! 3. Herr Gott, dich loben wir,/ die wir in langen Jahren der Waffen schweres Joch/ und frechen Grimm erfahren; jetzt rühmet unser mund/ mit herzlicher Begier:/ Gottlob wir sind in Ruhl/ Serr Gott, wir danken dir! 4. Herr Gott, dich loben wir,/ daß du uns zwar ge— strafet,/ jedoch in deinem Zorn/ nicht gar hast weggeraffet. Es hat die Vaterhand/ uns deine Gnadentür/ jetzt wieden aufgetan;/ Berr Gott, wir danken dir! 5. Herr Gott, wir danken dir/ und bitten, du wollst geben,/ daß wir auch künftig stets/ in guter Ruhe leben. Rroͤn uns mit deinem Gut,/ erfuͤlle fr und für,/ o Vater, unsern Wunsch;/ Berr Gott, wir danken dir! Zohann Sranck, I635 Wißwachs und Teurung 42⁴4 Ael. Zesu, hilf siegen, du gürste des Lebens(Nr. 240. 1. Christen erwarten in allerlei Fäͤllen/ Jesum mit seine allmäͤchtigen dand;/ mitten in Stürmen und tobenden Wellen sind sie gebauet auf felsiges Land./ Wenn sie die Nächte de Trůbsal bedecken,/ kann doch ihr Grauen sie wenig erschrecken 44³ Miß 2 * und h Haͤup wüte die Cl 3. die G Früch kann Scho 4. sund verbe es nie törich — 8 — Gla lang und dem 6. dich habe doch ewig +. unde unte Herr die v rung ei uner⸗ et alles herzu,/ P. rdt, I648. Güte,/ te; /es önt mit naden, daß du jauchzet ahren fahren; Gottlob, zwar ge⸗ geraffet. zt wieder du wollst se leben. O Vater, ranck, I698. mit seine en Wellen Tächte der rschrecken Mißwachs und Teurung 42⁴4 2. Jauchzen die Feinde zur Rechten und Einken,/ drohet und hauet ihr blinkendes Schwert,/ lassen doch Christen die Haupter nicht sinken,/ denen sich Jesus im Herzen verklärt./ wuͤten die Feinde mit Schnauben und Toben,/ schaun doch die Christen voll Trostes nach oben. 3. Geben die Felder den Samen nicht wieder,/ bringen die Gärten und Auen nichts ein,/ schlagen die Schloßen die Fruͤchte danieder,/ brennen die Berge von hitzigem Schein:/ kann doch ihr Serze den Frieden erhaͤlten,/ weil es den Schöpfer in allem läßt walten. J. Viele verzehren in ängstlichem Sorgen /Rräfte, Ge— sundheit und Rürze der Zeit,/ da doch im Raͤte des Söchsten verborgen,/ wann und wo jedem sein Ende bereit./ Sind es nicht alles unnötige Schmerzen,/ die ihr euch machet, ihr törichten Herzen? 5. Zweifel und Schmerzen verderben die Frommen;/ Glaͤuben und Hoffen bringt Ehre bei Gott;“ Seele, ver— langst du zur Ruhe zu kommen,/ hoffe geduldig in Jammer und Not!/ Ob auch die göttliche Silfe verborgen,/ traue dem Höchsten und meide die Sorgen! 6. Gutes und alle erbetenen Gaben/ folgen dir, bis man dich leget ins Grab,/ ja, du wirst selber den Simmel noch haben; /ei, warum saͤgst du den Sorgen nicht ab?/ Werde doch in dir recht ruhig und stille!/ Das ist des Vaters, des ewigen, Wille. 7. Völlige Wonne, verklärete Freude,/ himmlische Güter, undenkliches Heil/ werden dir dort auf der ewigen Weide/ unter den Menschen und Engeln zu teil,/ wenn einst in Herrlichkeit Christus wird kommen/ und zu sich sammeln die Herde der Frommen. 8. Seine allmächtige Stärke beweiset/ in den Ohn— maͤchtigen mächtige Kraft;/ dann wird alleine sein Name gepreiset,/ wenn er den Jaͤgenden Freudigkeit schafft./ Darum, o Jesu, gib, daß ich dir traue,/ wenn ich die Silfe nicht si ich schaue. 1 sichtbarlich schaue Christ. ELudw. Edeling, J1742. 15 4³⁵ Mel. O daß ich tausend Zungen hätte.§rankfurt a. M. I738. IDRRRDDR. I.. von ten wir al⸗les ha⸗ben,/ die Udu ber tei-lest dei- ne Gaben/ recht ö———5—8 ... 1—— x— DD——— WIX—3—.— Welt ist ein sehr gro⸗ßes Hauszu wie ein Va⸗ter drinnen aus. — —— 1D—————— ...FFFF..FTTFTFTFTF........hn ————— 20.—— reich;/ ach lie ber Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die Menschen alle zählen,/ die heut bei dir zu Tische gehn? /Doch darf die Wotdurft keinem fehlen,/ denn Dein Se⸗gen macht uns al ⸗le du weißt allen vorzustehn/ und schaffest, daß ein jedes Land sein Brot empfängt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Zoffnung säet/ und endlich auch die Frucht genießt./ Der Wind, der durch die Felden wehet, /die Wolke, so das Cand begießt,/ des Himmelz Tau, der Sonne Strahl/ sind deine Diener allzumal. 4J. Und also wächst des Menschen Speise,/ der Acker selbs wird ihm zum Brot,/ es mehret sich vielfältger Weise,/ was anfangs schien, als wär es tot,/ bis in der Ernte jung und alt/ erlaͤnget seinen Unterhaͤlt. 5. Nun, Herr, wer kanns genug bedenken?/ Der Wunder sind hier gar zu viel./ Soviel als du kann niemand schenken,/ und dein Erbarmen hat kein Ziel;/ denn immen wird uns mehr beschert,/ als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollen es auch nie vergessen,/ was uns dein Segen träget ein;/ ein jeder Bissen, den wir essen,/ soll deines Na mens Denkmal sein;/ und Herz und Mund soll lebenslang für unsre Wahrung sagen Dank. Raspar Neumann, III5 2⁰ Ernte Et Me Ernte 426 Ernte 42 mel. Unser Serr scher, unser König. Bremen 1680. . M. I738——— x x— a, P,, ,,x EI 2 2 — 1.4 Zerr im Him- mel, Gott auf Er? den,/ n,/ die Laß den Mund voll Lo bes wer⸗den,/ ee..,„. —— 1—*——.— ———— I 2——— —— Herr⸗scher die⸗ser gan⸗zen Weltl e ö da man dir zu 16.5 fällt, für den reinchen acht uns ————— . 1 Ern⸗te⸗ se⸗ gen/ Dank und Op⸗fer dar⸗zu⸗le⸗gen. gleich? bei dir zu en,/ denn des Candl 1d endlich die Felder Bimmels ial. Icker selbs ꝛise,/ was jung und r Wunder niemand nn immer vert. ein Segen eines Na⸗ henslang ann, I7 2. Vater, du haͤst aus Erbarmen /uns Unwürdige ge— naͤhrt,/ du haͤst Reichen, du hast Armen/ milder Gaben viel gewährt. Sei gelobt und hochgepriesen,/ daß du soviel Guts erwiesen. 3. Du hast Sonnenschein und Regen/ uns zu rechter Zeit geschickt,/ und so hat man allerwegen/ Auen voller Rorn erblickt;/ Berg und Täler, Tiefen, Höhen/ sahen wir im Segen stehen. 4. Ach wer ist, der solche Güte/ dir genug verdanken kannꝰ Nimm ein dankbares Gemuüte/ für die große Wohl⸗ tat an!/ Alle Felder sollen schallen:/ du machst satt mit Wohlgefallen. 5. Cehr uns auch wohl anzuwenden,/ was uns deine guld gewährt;/ nie zur Sünd es zu verschwenden,/ daß es nicht der Fluch verzehrt./ Bleiben wir in alten Sünden,/ kann der Segen leicht verschwinden. G. Schenk uns auch zufriedne Zerzen,/ Stolz und Geiz laß ferne sein;/ laß den Undank nichts verscherzen,/ streu das Samkorn wieder ein,/ daß wir jetzt und künftig haben,/ auch die Dürftigen zu laben. 5˙ 127 7. Caß dein Wort auch Früchte bringen,/ daß man reich⸗ lich ernten kann,/ so wird man hier jaͤhrlich singen,/ wie du uns so wohlgetan./ Gib uns nach dem Freudenernt im Zimmel. Amen. 42/ Mel. Was Sott tut, das ist wohlgetan. ö SSISSSe...— + 00 Was Gott tut, das ist 10 9 ge Wenn maͤn nicht reich-lich ern- Benjamin Schmolck, 1 1737/ Severus Gastorius, I68l. — tan!/ So ten kann,/ liebt I— 2 RE= J. ——— EEEEE den-ken Got- tes Rin der. er uns doch nicht Er zieht das rninnenni 22989—88 e,.,——— him⸗mel⸗wärts,/ wenn er uns läßt auf Berz/ nur Jiel der Pla⸗gen wer⸗den. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ Im Nehmen und im 237 ben/ sind wir bei ihm stets wohl daran/ und koͤnnen ruhig leben. seine Hände müssen wir stets in Demut küssen. 3. Was Sott tut, das ist wohlgetan! Er zeigt uns oft den Segen,„und ehe man ihn ernten kann,/ muß sich die offnung legen; /weil er allein/ der Schatz will sein,/ so nimmt er andre Güter zum Seile der Semüter. 4. Was Sott tut, das ist wohlgetan!/ Es geh nach seinem Willen, Jund läßt sichs auch zum Mangel an,/ so weiß er ihn zu stillen. Obgleich das Feld/ nicht viel enthält,/ man kann bei wenig Gaben/ satt werden und sich laben. 8 Ernte Tränensamen/ ———. Er nimmt und gibt,/ weil er uns liebt,/ und 1I Ernte wie du ick, T1737, rius, I8l. ‚So ht das men und d können bt,/ und t uns oft 5 sich die sein,/ so ch seinem d weiß et Ut,/ man an reich— samen/ Wetterlieder 428 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ Das Feld mag traurig stehen; /wir gehn getrost auf seiner Bahn/ und wollen ihn erhöhen./ Sein Wort verschafft/ uns Cebens⸗ fraft,/ es nennt uns Gottes Erben;/ wie können wir ver— derben? C. Was Gott tut, das ist wohlgetaän! ̃/ So wollen wir stets schließen; /ist gleich bei uns kein Ranaan,/ wo Milch und Honig fließen: /er, unser Gott,/ weiß, was uns not,/ und wird es gern uns geben;/ kommt, laßt uns ihn erheben! Benjamin Schmolck, + 1737 Wetterlieder 428 Mel. Wo Gott, der Serr, nicht bei uns hält. Wittenberg J53 e, 4650..———————— ., d.. nar, Sacer n, ——— EEE E.... O Gott, der du das Fir⸗- ma⸗ment/ mit Wolken der du in-glei-chen kannst be⸗hend/ das Sonnen- ——.—— ‚—.—— Sii heißt sich dek⸗Ken, halt doch mit vie-lem Re⸗gen ein,/ und licht er⸗wek⸗ken, x 8 e gib uns wieder S Sennen inin un⸗ser Land sich freuse. 2. Die Felder trauern weit und breit,/ die Früchte leiden Schaͤden,/ weil sie von vieler Feuchtigkeit/ und Nässe sind beladen;/ dein Segen, Serr, den du gezeigt/ uns Armen sich zur Erde neigt/ und will fast gar verschwinden. 3. Das machet unsre Missetat/ und ganz verkehrtes Ceben,/ so deinen Zorn entzündet hat,/ daß wir in Noͤten schweben. /Wir müͤssen zeigen unsre Schuld;/ weil wir die Buße nicht gewollt,/ so muß der Himmel weinen. 47³ 429 430 4. Doch denke wieder an die Treu,/ die du uns hast ver⸗ sprochen,/ und wohne uns in Gnaͤden bei,/ die wir dich kindlich suchen./ Wie hält so hart sich diese Zeit/ dein Herz und sanfte Freundlichkeit?/ Du bist ja unser Vaterl 5. Gib uns von deinem Zimmelssaal/ dein klares Licht und Sonne,/ und laß uns wieder überall/ empfinden Freud und Wonne,/ daß alle Welt erkenne frei,/ daß außer dir kein Segen sei/ im Simmel und auf Erden. Michael Schirmer, f 1673. 429 mel. Auf meinen lieben Gott(MNr. 329). I. Ein Wetter steiget auf:/ mein Herz, zu Gott hin aufl/ Fall kindlich ihm zu Fuße /durch wahre Reu und Buße, damit gleich deine Sunden/ durch Christi Tod entschwinden, 2. Herr, der du gut und fromm,/ zu dir ich gläubig komm,/ ich bitt um dein Erbarmen,/ sieh Christum in mir Armen,/ um dessentwillen schone,/ mir nicht nach Sünden lohne. 3. Durch Christi teures Blut/ mach mir ein Serz und Mut,/ das sich nicht knechtisch scheue,/ vielmehr auf deine Treue/ in allem kindlich traue/ und auf dein Belfen baue 4. Ich will mit dem, was mein,/ dir ganz gelassen sein;/ dein Flügel wird uns decken, /verjagen allen Schrecken und lassen uns aus Gnaden/ das Wetter gar nicht schaͤden. 5. Wohlan! Verlaß uns nicht;/ bleib unsre Zuversicht und laß dein Vaterlieben /auch jetzt an uns sich üͤben,/ so wolln wir, weil wir leben,/ dir Preis und Ehre geben. Aemilie Juliane, Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, I706, Reise 430 Mel. O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 330). J. Ich zieh in ferne Lande,/ zu nützen einem Stande, zu dem mich Gott bestellt;/ sein Segen wird mich lassen, ö was gut und recht ist, fassen,/ zu dienen treulich seiner Wel 4⁵⁰ Reise hast ver⸗ wir dich sein Herz es Licht npfinden aß außer ier, 1 Jer3. hinaufl/ Buße, hwinden. gläubig m in mir Sunden Herz und auf deine fen baue. en sein; chrecken t schaden. wersicht üben,/ so eben. tadt, 17⁰6, ö Stande, h lassen iner Welt. Rrankheit 431 2. Gott wird zu diesen Reisen/ gewünschten Fortgang weisen,/ wohl helfen hin und her;/ Gesundheit, Seil und Ceben,/ Zeit, Wind und Wetter geben,/ und was in Demut ich begehr. 3. Sein Engel, der getreue,/ macht meine Feinde scheue,/ tritt zwischen mich und sie;/ durch seinen Schutz, den frommen,/ bin ich soweit gekommen,/ und weiß doch selber fast nicht wie. 4. Ceg ich mich späte nieder,/ erwach ich frühe wieder,/ lieg oder zieh ich fort,/ in Schwachheit und in Banden,/ und was mir stößt zu Handen,/ so tröstet mich sein göttlich Wort. 5. Hat er es denn beschlossen,/ so will ich unverdrossen/ an mein Verhängnis gehn;/ kein Unfaͤll unter allen/ wird je zu hart mir fallen:/ ich will mit Gott ihn überstehn. 6. Ihm hab ich mich ergeben,/ zu sterben und zu leben,/ sobald er mir gebeut;/ es sei heut oder morgen,/ dafür laß ich ihn sorgen,/ er weiß allein die rechte Feit. 7. Gefaͤllt es seiner Güte,/ und sagt mir mein Gemuͤte/ nicht was Vergeblichs zu:/ so werd ich Gott noch preisen/ mit manchen schonen Weisen/ daheim in meiner stillen Ruh. 8. Indes wird er den Meinen/ mit Segen auch er— scheinen,/ ihr Schutz wie meiner sein;/ wird beiderseits ge⸗ währen,/ was unser Wunsch und Zähren /ihn bitten mögen insgemein. 9. So sei nun, Seele, seine,/ und traue dem alleine,/ der dich geschaffen hat!/ Es gehe, wie es gehe,/ dein Vater in der Hoͤhe,/ der weiß zu allen Sachen Rat. Paul Sleming, 1630. Krankheit 431 Mel. O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 330). J. Ich hab in guten Stunden /des Cebens Glück emp⸗ funden/ und Freuden ohne Jahl;/ so will ich denn ge— lassen/ mich auch in Leiden fassen;/ welch Ceben hat nicht seine Qualꝰ 751 432 Rrankheit 2. Ja, Serr, ich bin ein Sünder,/ und stets strafst du ge⸗ linder,/ als es der Mensch verdient./ Sollt ich, beschwert mit Schulden,/ kein zeitlich Weh erdulden,/ das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben,/ nicht meine Ruh, mein Leben/ mehr lieben als den Herrn;/ dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen;/ du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden,/ mich alle meine Sůnden/ erkennen und bereun./ Jetzt hat mein Geist noch Rräfte; sein Seil laß mein Geschäfte,/ dein Wort mir Trost und LCeben sein. 5. Wenn ich in Christo sterbe,/ bin ich des dimmels Erbezʒ/ was schreckt mich Grab und Tod?/ Auch auf des Todes Pfade/ vertrau ich deiner Gnade;/ du, Zerr, bist bei mir in der Not, E. Ich will dem Rummer wehren,/ Gott durch Geduld verehren;/ im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod be⸗ denken,/ der Zerr wird alles lenken,/ und was mir gut ist, wird geschehn. Christian Fürchtegott Gellert, 41769. 432 mel. Schwing dich auf zu deinem Gott(Nr. 330. J. Zerrl Ein ganzer Ceidenstag /sist nun überwunden. Ach, wieviel der Mensch vermag,/ das hab ich empfunden. wie gebrechlich ist die Rraft,/ wie verzagt der Glaube! wenn der Serr nicht Silfe schafft,/ liegen wir im Staube. 2. Ach wie könnt ich diese Nacht/ ohne dich bestehen?/ Ohne deine Huld und Macht/ müßt ich ganz vergehen. Cruͤbe fällt der Abend ein,/ stille wirds auf Erden;/ doch in diesem Rämmerlein/ wirds so still nicht werden. 3. Jedes Auge tut sich zu,/ alles sucht den Schlummer; doch hier ist noch keine Ruh,/ denn es wacht der Rummer. O so komm und bleibe hier bei dem armen Rranken; liebster Jesu, schenke mir/ tröstliche Gedanken. 4. Jeuch empor das matte Herz/ aus der finstern Höhle; salbe diesen Ceib voll Schmerz/ mit dem Cebensöle! /Herr, du kannst die Furcht und Pein/ in der Seele stillen. Laß mich gaͤnz ergeben sein/ in des Vaters Willen! 35² Am 8. Herr, Dusr sollte 6. mein Gebe sanft eben/ und gern. nden/ äfte;/ st und Erbez/ fade/ Not. Beduld od be⸗ But ist, + 1769. den./ nden./ ube! ⸗ taube. hen?/ hen. doch in mer;/ mer./ ken;/ öhle; Herr, Laß Am Geburtstage 433 5. Wenn ich diese ganze Nacht/ wachen muß und weinen:/ Herr, du bists, der bei mir wacht,/ du wirst mir erscheinen./ Du wirst in der Dunkelheit/ freundlich mit mir sprechen,/ sollte gleich vor Traurigkeit/ mir das Wort gebrechen. E. Wo ich auch gebettet bin, /lieg ich dir in ZBänden;/ wo mein Auge siehet hin,/ wirds zu dir sich wenden./ Mein Gebet bestärke du,/ laß es nicht ermatten;/ laß mich finden sanfte Ruh/ unter deinem Schatten. Feinrich Puchta, 4 1858. Am Geburtstage 433 mRel. O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 330). J. Dir dank ich für mein Ceben,/ Gott, der du mirs ge— geben,/ ich danke dir dafür./ Du hast, von Zuld bewogen,/ mich aus dem Nichts gezogen,/ durch deine Güte bin ich hier. 2. Du, Herr, haͤst mich bereitet,/ mich väterlich geleitet/ bis diesen Augenblick./ Du gabst mir frohe Tage/ und wandtest auch die Plage/ zu meiner Seele waͤhrem Glück. 3. Ich bin nicht wert der Treue,/ der ich mich täglich freue,/ der Zuld, die mich bewacht./ Damit ich, Staub und Erde,/ auf ewig glücklich werde,/ haͤst du schon ewig mein gedacht. 4. Du kanntest schon mein Sehnen/ und zähltest meine Tränen, /eh ich bereitet war;/ noch konnt ich dich nicht denken,/ zu dir das Serz nicht lenken,/ da wogst du schon mein Teil mir dar. 5. Für alle meine Sünden,/ Herr, ließest du mich finden/ in Christo Gnad und Huld./ O Höchster, welch Erbarmenl!/ Du nahmest an mich Armen/ und tilgtest alle meine Schuld. 6. Daß du mich liebreich führest,/ mit deinem Geist regierest,/ dies, Vater, dank ich dir./ Daß du mein LCeben fristest,/ mit deiner Kraft mich ruͤstest,/ dies alles, Vater, dank ich dir. 7. Was noch in diesem Ceben/ mir frommt, wirst du mir geben./ Du gibsts, ich hoff auf dich./ Ja, Vater, ich befehle/ dir kindlich Leib und Seele;/ Herr, segne und behüte mich! Mach Christian Fürchtegott Sellert, 1769. 753 434 335 Im Alter Im Alter 434 Mel. Zesu, meines Lebens Leben(Nr. 492). I. Höchster Selfer, sei nicht fernel/ Mein Beschirmer, steh mir bei,/ hilf mir, daß ich tu und lerne,/ was dein heilger Wille sei./ Leite mich nach deiner Guͤte/ und erleuchte mein Gemůte;/ laß mir deine Vatertreu/ alle Norgen werden neu. 2. Halte mich, o mein Erhalter!/ O mein Füͤhrer, weiche nicht;/ fuͤhre mich in meinem Alter,/ wenn mir Lebens⸗ kraft gebricht./ Gib, daß ich recht christlich lebe/ und stets nach dem Himmel strebe;/ hilf mir durch, wenn Qual und Schmerz/ bricht mein halb zerbrochnes Berz. 3. Stoß mich nicht von deiner Seiten,/ wenn sich Angst und Ohnmacht häuft,/ wenn die schwachen Tritte gleiten und man nach dem Stabe greift;/ fasse du mich bei dem Arme, /o mein Seiland, und umarme/ mich auch in der letzten Not,/ bis erfolgt ein selger Tod. 4. Herrscher über Tod und Ceben,/ höchster Tröster, tritt herbeil /Wenn ich soll den Geist aufgeben,/ so vernimm mein Angstgeschrei;/ wenn mein Auge wird erblinden/ und die Cebensgeister schwinden,/ o so sei du selbst mein Licht,/ daß ich seh dein Angesicht. 5. Meine Seele soll erheben/ dich, o verr der Herrlichkeit/ dort in jenem Freudenleben,/ wenn ich nach vollbrachtem Streit/ dir mein Danklied werde bringen/ und vor deinem Chrone singen,/ daß du mich so wohl bedacht/ und zum Him mel hast gebracht. Zacharias Sensel, vor I36 435 mel. O Welt, ich muß dich lassen(MNr. 330). J. Gott hat in meinen Tagen/ mich väterlich getragen von meiner Jugend auf;/ ich sah auf meinen Wegen/ des Höchsten Zuld und Segen; /er lenkte meines Lebens Lauf, 2. Sein Weg war oft verborgen; /doch wie der helle Morgen/ aus dunklen Nächten bricht,/ so hab ich stets ge spuͤret:/ der Weg, den Gott mich fuͤhret, /bringt mich durchs finstre Tal zum Licht. 35⁴ er, steh heilger te mein en neu. weiche Lebens d stets al und Angst gleiten/ ei dem oein der er, tritt ernimm en/ und Cicht,/ ichkeit,/ rachtem deinem Im Him- vor Iz6 tragen/ en/ des 8 Cauf. 'er helle stets ge⸗ gt mich Im Alter 435 3. War Menschenhilf vergebens,/ so kam der Serr des Cebens/ und half und machte Bahn;/ wußt ich mir nicht zu raten,/ so tat Gott große Taten/ und nahm sich meiner mächtig an. 4.„Bis zu des Alters Tagen/ will ich dich heben, tragen/ und dein Erretter sein“:/ dies haͤt mir Gott versprochen,/ der nie sein Wort gebrochen; ich werde sein mich ewig freun. 5. Er wird mir schwachem Alten,/ was er verheißen, halten;/ denn er ist fromm und treu. /Bin ich gleich matt und müͤde,/ er gibt mir Trost und Friede/ und steht mit Nut und Rraft mir bei. E. Noch wenig bange Stunden,/ dann hab ich über— wunden; /ich bin vom Ziel nicht weit./ O welche großen Freuden/ sind nach dem letzten Leiden/ vor Gottes Thron fuͤr mich bereit! 7. Ich harre froh und stille,/ bis meines Gottes Wille/ mich nach dem Rampfe krönt./ An meiner Laufbahn Ende/ sink ich in Jesu Hände,/ der mich dem Vater hat versöhnt. Zakob Sriedrich§eddersen, 41788. N W S S — L— Sterbelieder Die letzten Dinge Frankfurt a. M. I569. IIEE—.— ich soll fahrn weio Sty ße,/ ge⸗ leit du äie HBerr Je⸗-su Christ,‚/ mit Silf mich nicht ver⸗-las f , Larre Mein Seel an mei⸗ nem letz: ten End/ be⸗fehl ich dir in dei ne Hand, wollst sie mir be⸗wah⸗ren. 2. Mein Sünde wird mich kränken sehr/ und mein Ge wissen naͤgen;/ denn ihr ist viel, wie Sand am Meer,/ doch will ich nicht verzaͤgen;/ will denken in der letzten Not,/ Herr Jesu Christ, an deinen Tod,/ der wird mich wohl erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib,/ des tröst ich mich von Herzen! J/Von dir ich ungeschieden bleib/ in Todesnot und Schmerzen;/ wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir;/ ein ewig Ceben haͤst du mir/ mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstaͤnden bist,/ werd ich im Grab nicht bleiben;/ mein höchster Trost dein Auffahrt ist,/ kann Todesfurcht vertreiben;/ denn wo du bist, da komm ich hin,/ daß ich stets bei dir leb und bin;/ drum fahr ich hin mit Freuden. Mikolaus Serman, I56I. 457⁷ 437 Sterbelieder ö 437 Mel. Vater unser im Simmelreich. Leipzig I539. 2—*———————— I —.———.— x——..—.—— —.....— E—— Marter, Angst und Spott,/ für mich am Kreuz auch endlich ——— 76————————— E ri. IE starbst/ und mir des Va⸗-ters Zuld erwaͤrbst:/ ich bitt durchs 2——— ö ö e..—— 2.—. bitt re Ceiden dein,/ du wollst mir Sünder gnädig sen 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot/ und ringen werde mit dem Tod,/ wenn mir vergeht all mein Gesicht/ und meine Ohren hören nicht,/ wenn meine Zunge nicht mehr spricht/ und mir vor Angst mein Herz zerbricht; 3. Wenn mein Verstaͤnd sich nichts besinnt/ und mir all menschlich Silf zerrinnt:/ so komm, Serr Christe, mir be— hend/ zur Hilf an meinem letzten End/ und führ mich aus dem Jammertal,/ verkürz mir auch des Todes Qual! 4J. Die bösen Geister von mir treib,/ mit deinem Geist stets bei mir bleib,/ bis sich die Seel vom Leibe trennt;/ dann nimm sie, Serr, in deine Zänd!/ Der LCeib haͤb in der Erde Ruh,/ bis naht der jüngste Tag herzu. 5. Ein fröhlich Auferstehn verleih,/ in dem Gericht mein Fürsprech sei/ und meiner Sünd nicht mehr gedenk;/ aus Gnaͤden mir das Ceben schenk,/ wie du haͤst zugesaget mir/ in deinem Wort; das trau ich dir: G.„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich,/ wer mein Wort hält und glaͤubt an mich,/ der wird nicht kommen ins Ge⸗ richt,/ den Tod auch ewig schmecken nicht;/ und ob er gleich hie zeitlich stirbt,/ mit nichten er drum gar verdirbt; 425⁵ — ndlich —7 durchs — sein. ingen sicht/ nicht nir all ir be⸗ h aus Geist int;/ in der mein Vaus mir/ Wort Ge⸗ Rleich ieder ö Sterbelieder 438 7. Vielmehr will ich mit starker and/ ihn reißen aus des Todes Band/ und zu mir nehmen in mein Reich;/ da soll er denn mit mir zugleich/ in Freuden leben ewiglich.“/ Dazu hilf uns ja gnädiglich! 8. Ach Serr, vergib all unsre Schuld;/ hilf, daß wir warten mit Geduld,/ bis unser Stündlein kommt herbei;/ auch unser Glaub stets wacker sei,/ aufs Wort zu trauen festiglich,/ bis wir entschlafen seliglich. Paul Eber, 1569. 438 66 5 ZJoh. Rhau, Wetter 1589. —.—— 2——.—.— N . Ich hab—— Sach Gott heimgestellt;/ er machs mit ————— é .. E. n ner K—.— —4.— 2—— 30% mir, 296566 ge⸗ fällt!/ Cang o⸗der kurz sei mei⸗ne Zeit,/ .—.—. 9—— 7— 5—————— ——.—— ich bin be⸗reit/ zu al⸗lem, was mein Herr ge⸗beut. 2. Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will;/ ich schreib ihm nicht vor Maß und Ziel; /es sind gezählt all Härlein mein,/ groß oder klein,/ fällt keines ohn den Willen sein. 3. Es ist allhier ein Jammertal,/ Angst, Wot und Trüb⸗ sal uͤberall;/ des Bleibens ist nur kurze Zeit/ voll Müh und Leid,/ und wers bedenkt, ist stets im Streit. J. Zeut sind wir frisch, gesund und stark,/ schon morgen liegen wir im Sarg;/ heut blühn wir wie die Rosen rot,/ bald krank und tot;/ ist allenthalben Nüh und Not. 5. Man trägt eins nach dem andern hin;/ wohl aus den Augen, aus dem Sinn! /Die Welt vergisset unser bald,/ jung oder alt,/ auch unsrer Ehren mannigfaͤlt. 6. Das macht die Sünd, du treuer Gott,/ dadurch kam uns der bittre Tod,/ der reißt dahin all Menschenkind,/ wie er sie findt,/ fragt nicht, von welchem Stand sie sind. * 350 439 Sterbelieder 7. Doch ob mich schon mein Sünd anficht,/ dennoch will ich verzagen nicht;/ ich weiß, daß mein getreuer Gott/ fuͤr mich in Tod/ den eingen Sohn gegeben hat. 8. Dem leb und sterb ich allezeit,/ von ihm der Tod mich nimmer scheidt;/ leb oder sterb ich, bin ich sein;/ er ist allein/ der einge Trost und Helfer mein. 9. Das ist mein Trost zu aller Zeit,/ in aller Not und Traurigkeit;/ ich weiß, daß ich am jͤngsten Tag/ ohn alle Rlag/ werd auferstehn aus meinem Grab. 10. Den lieben Gott von Angesicht/ werd ich dann schaͤun, dran zweifl ich nicht,/ in ewger Freud und Selig⸗ keit,/ die mir bereit;/ ihm sei Cob, Preis in Ewigkeit! II. Amen, mein lieber, frommer Gott,,/ bescher uns einen selgen Tod;/ hilf, daß wir deinen Engeln gleich/ in deinem Reich/ mit dir dann leben allzugleich. Johann Leon, 4 J597. 439 Melchior Vulpius, I6⁰9. — e. I. Cbristus, der ist mein Leben/ und Sterben mein Ge⸗ 1 —.—.— 3nl Snn—— EE——. winn;/ dem hab ich mich er⸗geben,/ mit Fried fahr ich da⸗hin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen/ zu Christ, dem Bruder mein,/ daß ich mog zu ihm kommen/ und ewig bei ihm sein. 3. Wun hab ich überwunden /KRreuz, Ceiden, Angst und Not,/ durch seine heilgen Wunden/ bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Fräfte brechen,/ ich kaum mehr atmen kann,/ und kann kein Wort mehr sprechen,/ nimm, Serr, mein Seufzen an. 5. Wenn Sinne und Gedanken/ zergehn als wie ein Licht,/ das hin und her muß wanken,/ wenn ihm die Flamm gebricht: 46⁰ 1 .— — —7 ieder will fůr mich Ilein/ Sterbelieder 440 G. Alsdann fein sanft und stille/ laß mich, Herr, schlaͤfen ein,/ wie es dein Rat und Wille,/ wenn kommt mein Stündelein. 7. Caß mich gleich einem Reben/ anhangen dir allzeit/ und ewig bei dir leben/ in Zimmelswonn und Freud. Jena J609. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 440 Franzö sischer Psalter, 155J. ö x— ö ——— 1.J Freu dich sehr, o mei⸗ne See⸗le,/ und ver⸗ Uweil dich Chri-stus nun, dein Zer⸗re,/ ruft aus —— I.— , Saadei äi giß all Not und Qual, die⸗ sem Jam⸗mer⸗-tal. Aus der Trüb⸗sal, Angst x—— ö ————— — ——— ö Sꝗ—.—..— — ö— und Leid/ sollst du fahren in die Freud,/ die kein Ohr hat ö— x—.— V - r IS —— 3 Il je ge⸗hö⸗ret,/ die in E-wig⸗keit auch wäh⸗ret. 2. Tag und NVacht hab ich gerufen/ zu dem Serren, meinem Gott,/ weil mich stets viel Rreuz betroffen,/ daß er mir hülf aus der Wot./ Wie sich sehnt ein Wandersmann/ nach dem Ende seiner Bahn,/ so haͤb ich gewünscht, mein Leben/ hin in Gottes Händ zu geben. 3. Denn gleichwie die Rosen stehen/ unter einer Dornen— schar,/ also auch die Christen gehen/ stets in Angsten und Gefahr./ Wie die Meereswellen sind/ und der ungestüme Wind,/ also ist allhier auf Erden/ unser Cauf voll von Beschwerden. 4. Wenn die Morgenröt aufgehet ʒ/ und der Schlaf sich von uns wendt,/ Sorg und Rummer uns umstehet,/ Müh 461 141 Sterbelieder sich findt an allem End;/ unsre Tränen sind das Brot,/ so wir essen früh und spat;/ wenn die Sonn aufhört zu scheinen,/ hört doch nicht auf Klag und Weinen. 5. Drum, Serr Christ, du MNorgensterne,/ der du ewiglich aufgehst,/ sei du jetzt von mir nicht ferne,/ weil dein Blut mich haͤt erlöst./ Hilf, daß ich mit Fried und Freud/ mög hinfahren aus der Zeit;/ ach sei du mir Cicht und Straße,/ mich mit Beistand nicht verlasse! G. Ob mir schon die Augen brechen,/ ob mir das Gehör verschwindt,/ meine Jung nicht mehr kann sprechen,/ mein Verstand sich nichts besinnt,/ bist du doch mein Licht, mein Bort,/ CLeben, Weg und Himmelspfort;/ du wirst selig mich regieren/ und die Bahn zum Himmel fuhren. 7. Freu dich sehr, o meine Seele,/ und vergiß all Wot und Qual,/ weil dich Christus nun, dein Herre,/ ruft aus diesem Jammertal./ Seine Freud und Serrlichkeit/ sollst du sehn in Ewigkeit,/ mit den Engeln jubilieren/ und auf ewig triumphieren. Freiberg 1620. 441 Zans Leo Saßler,‚ I60l. ............ T 5 S—— 1—— I. Herz lich tut mich ver⸗ lan gen/ nach ei⸗ nem Uweil ich hier bin um-fan gen/ mit Trüb-sal ö 64—.— E— ID—‚————— ....—— sel⸗ gen End,. und lend. Ich hab Cust, ab- zu⸗ — 2—— —.—— , nr, e. n den/ von die⸗- ser ar gen Welt, 0ä mich nach —— SISISIS I I..I T ITTIIIIIIII ew⸗ gen Freu⸗- den; /0 Je-su, kemm ur bald! 462 Sterbelieder 441 2. Du haͤst mich ja erloͤset/ von Suͤnde, Tod und Soͤll;/ es hat dein Blut gekostet,/ drauf ich mein Hoffnung stell;/ warum sollt mir denn grauen/ vor Hölle, Tod und Sündꝰ/ Weil ich auf dich kann bauen,/ bin ich ein selig Kind. 3. Wenngleich süß ist das Ceben, /der Tod sehr bitter mir,/ will ich mich doch ergeben,/ zu sterben willig dir./ Ich weiß ein besser Leben,‚/ da meine Seel fährt hin:/ des freu ich mich gar eben;/ Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Ceib zwar in der Erden/ zum Staube wieder— kehrt,/ doch auferweckt wird werden/ durch Christum, schön verklärt,/ wird leuchten als die Sonne/ und leben ohne Not/ in ewger Freud und Wonne;/ was schaͤdet mir der Todꝰ 5. Ob mich die Welt aͤuch reizet,/ zu leben länger hier,/ und mir auch immer zeiget/ Ehr, Gut und all ihr Zier:/ doch ich das gar nicht achte,/ es währt nur kurze Zeit;/ nach Bimmlischem ich trachte,/ das bleibt in Ewigkeit. 6. Wenn ich aͤuch gleich nun scheide/ von meinen Freunden gut,/ für mich und sie zum Ceide;/ doch troͤstet meinen Mut,/ daß wir in größern Freuden/ zusammenkommen schon,/ wo nichts uns mehr wird scheiden,/ dort an des Zimmels Thron. 7. Muß ich auch hinterlassen/ betrübte Waiselein,/ dern Jot mich über Maßen/ jammert im Herzen mein,/ will ich doch gerne sterben/ und trauen meinem Gott;/ er läßt sie nicht verderben, /er hilft aus aller Wot. 8. Gesegn euch Gott, der Herre,/ ihr Vielgeliebten meinl/ Trauert nicht allzusehre/ über den Abschied mein! /Be— ständig bleibt im Glaͤuben!/ Wir werdn in kurzer Zeit/ ein⸗ ander wiederschauen/ dort in der Ewigkeit. d. Wun will ich mich ganz wenden/ zu dir, Herr Christ, allein;/ gib mir ein selig Ende,/ send mir die Engel dein;/ fuͤhr mich ins ewge Ceben,/ das du erworben hast,/ als du dich hingegeben/ für meine Sündenlast. 10. Silf, daß ich ja nicht wanke/ von dir, Herr Jesu Christ;/ den schwachen Glaͤuben stärke/ in mir zu aller Frist!/ Silf ritterlich mir ringen,/ dein Sand mich haͤlt mit Macht,/ daß ich mög fröhlich singen: Gottlob, es ist voll—⸗ bracht! Christoph Rnoll, + 1650. 30⁰3 442.443 Sterbelieder 0 442 Melchior Teschner, I61I3. ISIII B0 let will ich dir ge⸗ben,/ du Udein sünd-lich bö-ses Ce ⸗ben/ durch— —— x—... S I.IITIIIIIIII...... ar ⸗ge, fal⸗sche Welt; aus mir nicht ge fällt. IIISESIEESEEEIE.. woh⸗ nen,/ hin-auf steht mein Be-gier,/ da wird Gott ——— ö ö ———— E— 42 herr-lich loh ⸗nen/ dem, der ihm dient + hier. 2. Rat mir nach deinem Serzen,/ o Jesu, Gottes Sohnl/ Sollt ich ja dulden Schmerzen,/ hilf mir, Serr Christ, davon;/ verkuͤrz mir alles Ceiden,/ stärk meinen blöden Mut,/ laß selig mich abscheiden,/ schenk mir dein ewig Gut. 3. In meines Herzens Grunde/ dein Nam und Rreuz allein/ funkelt all Feit und Stunde;/ drauf kann ich froͤhlich sein. Erschein mir in dem Bilde/ zum Trost in meiner Not,/ wie du dich, Serr, so milde /geblutet haͤst zu Tod. 4. Zerr, meinen Waͤmen schreibe J/ins Buch des Cebens ein;/ laß mich an deinem Leibe/ ein Glied mit jenen sein,/ die in dem immel gruůnen/ und vor dir leben frei;/ so will ich ewig ruͤhmen,/ daß treu dein Herze sei. Valerius Serberger, 1627. 2 Joh. Sermann Schein, 1628 ͤ ASI ö ⁵ 1 2— mnn, dr, Kre. ö—7 Machs mit mir, Gott, nach dei-ner Güt,/ hilf Ver- sag mir nicht, was ich dich bitt;/ wenn Im Sim-mel ist gut 74 FF 463 I R einer Tod. bens in,/ IUl ich 1627. Sterbelieder ——— 1 2 ö — 2 F, e. mir in mei-nem LCei⸗-den! — dni sie, Serr, i mei⸗- ne Seel will schei-den, so nimm sie, Serr, in —.— ö—— 12——— A ————...... dei ne Händl /'s ist al⸗ 1856 gut, wenn gut das End. 2. Gern will ich folgen, liebster Serr,/ du läßt mich nicht verderben; Faͤch du bist doch von mir nicht fern,/ ob ich gleich hie muß sterben/ und lassen meine lieben Freund‚,/ die's mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der Ceib sanft in der Erd,/ die Seel sich zu dir schwinget,/ in deiner Haͤnd sie unversehrt/ durch Tod ins Ceben dringet./ Hier ist doch nur ein Tränental,/ Angst, Not und Mhe überall. J. Der Tod, die Hölle, Welt und Sünd/ mir können nichts mehr schaden; /an dir, o Herr, ich Rettung find,/ ich troͤst mich deiner Gnaͤden; /dein einger Sohn aus Lieb und Zuld/ für mich bezaͤhlt hat alle Schuld. 5. Was sollt ich denn nun traurig sein,/ weil ich kann wohl bestehen, /geschmückt mit Christi Unschuld rein/ zu meinem Gotte gehen?/ Gehab dich wohl, du schnoͤde Welt! /Bei Gott zu leben mir gefällt. Joh. Sermann Schein, 1630. 444 Mel. Serzlich tut mich verlangen(Nr. 441). J. Ich hab mich Gott ergeben,/ dem liebsten Vater meinz;/ hier ist kein Immerleben, Jes muß geschieden sein./ Der TLod kann mir nicht schaͤden,/ er ist nur mein Gewinn;/ in Gottes Fried und Gnaden/ fahr ich mit Freud dahin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber; /o Welt, was aͤcht ich dein?/ Der Himmel ist mir lieber,/ da muß ich gehen ein/ und mich nicht mehr belaͤden,/ weil ich wegfertig bin;/ in Gottes Fried und Gnaden/ fahr ich mit Freud dahin. 465 44⁵ Sterbelieder 3. Ach selge Freud und Wonne/ hält mir der Serr be— reit,/ da Christus ist die Sonne/ der ewgen Seligkeit./ Was kann mir doch nun schaͤden,/ weil ich bei Christo bin?/ In Gottes Fried und Gnaͤden/ fahr ich mit Freud dahin. 7. Gesegn euch Gott, ihr Meinen, /ihr Liebsten allzu— mall/ Um mich sollt ihr nicht weinen,/ ich weiß von keiner Qual. /Was Christus euch beschieden, /laßt nicht aus eurem Sinn;/ in Gottes Gnad und Frieden/ fahrt ihr dann auch dahin. Zohann Siegfried, + 1637. V. Iv. Sohann Leon, 4 1597. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Zeinrich Isaak, 1517.(I536) ———.— 2—..——.—— derte er. —.2..——* 1— + J. Die Berr-lich-keit der Er⸗den/ muß Rauch und — PPIIIIIII — che wer⸗den,/ 10 Fels, kein Erz be⸗stehn./ Was .— DEERE..— uns hier mag er-⸗göt- zen,/ was wir für e⸗ wig s, — Laee a= dire, a 2— .,—————— schät⸗ zen,/ wird als ein leich-ter Traäum ver⸗-gehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten,/ den wir unsterblich achten,/ ist nur ein falscher Wahn;/ sobaͤld der Geist ge— wichen/ und dieser Mund erblichen,/ fraͤgt keiner, was man hier getan. 3. Es hilft nicht Runst noch Wissen; /wir werden hin— gerissen,/ der morgen, dieser heut./ Was nützt der Güter Menge?/ Dem hier die Welt zu enge,/ dem wird ein enges Grab zu weit. J. Dies alles wird zerrinnen,/ was Müh und Fleiß ge— winnen JFTund saͤurer Schweiß erwirbt;/ was Menschen 466 eder be⸗ Vas In Ilzu⸗ iner aus pann 15097. Sterbelieder 446 hier besitzen,/ kann vor dem Tod nicht schutzen;/ dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5. Ist eine Cust, ein Scherzen,/ die nicht ein heimlich Schmerzen/ mit Herzensangst vergällt?/ Was ists, womit wir prangen?/ Wo wirst du Ehr erlaͤngen,/ die nicht in gohn und Schmach verfällt? 6. Was pocht man aͤuf die Throne,/ da keine Macht noch RKrone/ kann unvergänglich sein?/ Es mag vom Toten— reihen/ kein Zepter dich befreien,/ kein Purpur, Gold noch Edelstein. 7. Wir rechnen Jahr aͤuf Jaͤhre,/ indessen wird die Bahre/ uns vor die Tür gebraͤcht;/ drauf müssen wir von hinnen/ und, eh wir uns besinnen,/ der Erde sagen gute Nacht. 8. Wach auf, Serz, und bedenke,/ daß dieser Jeit Ge— schenke/ den Augenblick nur dein;/ was du zuvor ge— nossen,/ ist als ein Strom verflossen;/ was künftig, wessen wird es sein? 9. Trau nicht auf Menschenlehre,/ auf Weltgunst, Macht und Ehre,/ und fleh den Serren an,/ der immer Rönig bleibet,/ den keine ZJeit vertreibet,/ der einzig ewig machen kann. 10. Wohl dem, der auf ihn trauet!/ Er hat recht fest ge— bauet,/ und ob er hier gleich fällt,/ wird er doch dort be— stehen/ und nimmermehr vergehen,/ weil ihn die Stärke selbst erhält. Andreas Gryphius, 1664. 446 Mel. Serzlich tut mich verlangen(Mr. 440). J. In Christo will ich sterben,/ wenns meinem Gott ge— fällt;/ hier ist nichts zu erwerben/ in dieser argen Welt./ Es ist ein elend Leben/ in dieser schnöden Zeit;/ dort wird ein beßres geben/ Gott in der Ewigkeit. 2. Mit Christo will ich scheiden/ von dieser Erdenqual,/ der wird mich selber leiten/ durchs finstre Todestal;/ drum laß ich mir nicht grauen/ vor diesem Augenblick;/ bald werd ich ewig schauen/ mein einzig wahres Glück. 46⁷ 447 Sterbelieder 3. Zu Christo will ich fahren/ in das gelobte Cand,/ der wird mich wohl bewahren/ in seiner starken Hand./ Trotz sei dem Feind geboten,‚/ daß er mich reiß heraus;/ dort will ich seiner spotten/ im schönen Friedenshaus. 4. Bei Christo will ich bleiben/ in alle Ewigkeit/ und ohn Aufhören treiben/ sein Lob mit höchster Freud;/ mit Jauchzen und mit Singen/ will ich ihm dankbar sein;/ nun laß mirs, Serr, gelingen/ zu deinem Preis allein. Peter§rank, 1675. 447⁷7 Mel. Serzlich tut mich verlangen(Nr. 440. J. Ich bin ein Gast auf Erden /und hab hier keinen Stand;/ der Simmel soll mir werden,/ da ist mein Vaͤter— land./ Hier muß ich Unruh haͤben,/ hier reis' ich ab und zu,/ dort wird mein Gott mich laben/ in seiner ewgen Ruh. 2. Was ist mein ganzes Wesen/ von meiner Jugend an,/ als Müh und Wot gewesen?/ So lang ich denken kann,/ hab ich so manchen Morgen,/ so manche liebe Nacht/ mit Rummer und mit Sorgen/ des Herzens zugebraͤcht. 3. So gings den lieben Alten,/ an deren Fuß und Pfad/ wir uns noch taͤglich halten,/ wenns fehlt an gutem Rat./ Sie zogen hin und wieder,/ ihr Rreuz war immer groß,/ bis daß der Tod sie nieder/ legt in des Grabes Schoß. 4. Ich habe mich ergeben/ in gleiches Glück und Leid;/ was will ich besser leben/ in dieser Zeitlichkeit?/ Es muß ja durchgedrungen,/ es muß gelitten sein;/ wer nicht hat wohl gerungen,/ geht nicht zur Freude ein. 5. So will ich zwar nun treiben/ mein Ceben durch die Welt,/ doch denk ich nicht zu bleiben/ in diesem fremden Zelt;/ ich wandre meine Straße,/ die zu der Seimat fuhrt,/ da mich ohn alle Maße/ mein Vater trösten wird. 6. Mein Seimat ist dort oben,/ da aller Engel Schar/ den großen Serrscher loben,/ der alles ganz und gar/ in seinen Zaͤnden träget/ und für und für erhält,/ auch alles hebt und leget,/ nachdems ihm wohlgefällt. 468 Sterbelieder 448 7. Zu dem steht mein Verlangen, /daͤ wollt ich gerne hin; /die Welt bin ich durchgangen,/ daß ichs fast müde bin;/ je länger ich hier waͤlle,/ je wenger find ich Freud,/ die meinem Geist gefaͤlle;/ das meist ist Eitelkeit. 8. Die Herberg ist zu böse,/ der Trübsal ist zu viel;/ ach komm, mein Gott, und löse/ mein Herz, wenn dein Serz willl/ Romm, mach ein selig Ende/ mit meiner Wanderschaft,/ und was mich kränkt, das wende/ durch deinen Arm und Kraft. 9. Wo ich bisher gesessen,/ ist nicht mein rechtes Saus;/ wenn mein Ziel ausgemessen,/ so tret ich dann hinaus,/ und was ich hier gebrauchet,/ das leg ich alles ab,/ und wenn ich ausgehaͤuchet,/ so legt man mich ins Grab. J0. Du aber, meine Freude,/ du meines Cebens Licht,/ du zeuchst mich, wenn ich scheide,/ hin vor dein Angesicht/ ins Saus der ewgen Wonne,/ da ich stets freudenvoll/ gleich als die helle Sonne/ nächst andern leuchten soll. II. Da will ich immer wohnen,/ und nicht nur als ein Gast,/ bei denen, die mit Rronen/ du ausgeschmücket haͤst;/ da will ich herrlich singen/ von deinem großen Tun/ und, frei von schnöden Dingen,/ in meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt, 1676. 448 Gotha 1726. — er weiß, wie na⸗ he ach wie ge⸗schwin⸗de SD mir mein En⸗de!/ Hin geht die und be⸗ hen⸗de/ kann kom⸗men SEE Jeit, her kommt der Todz! Mei ott, ich bitt durch mei ne To des notl nein Gott, ich 2—70 360 448 Sterbelieder 5 5 ö E E————— 4 d ö Chri⸗sti Blut:/ Machs nur mit mei- nem En-de gut! ö 2. Es kann vor Naͤcht leicht anders werden,/ als es am ö ö fruͤhen Norgen waͤr;/ dieweil ich leb auf dieser Erden,/ leb V IRA ich in steter Todsgefahr./ Mein Gott, ich bitt durch Christi 8 V Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! C N 0 3. HBerr, lehr mich stets mein End bedenken/ und, wenn ö ich einmal sterben muß,/ die Seel in Jesu Tod versenken/ ö 4 und ja nicht sparen meine Buß./ Mein Sott, ich bitt durch ö—+ Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! ö WIN 4. Caß mich bei Jeit mein Zaus bestellen,/ daß ich bereit W ö sei für und für/ und sage frisch in allen Fällen:/ Herr, wie x du willst, so schicks mit mir!/ Mein Sott, ich bitt durch— IN Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! +* 5. Ach Herr, mach süße mir den Zimmel/ und bitter mir Ri die Cust der Welt;/ gib, daß mir in dem Weltgetümmel/ die Ewigkeit sei vorgestellt. /Mein Sott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! N G. Ach Vater, deck all meine Sünde/ mit dem Verdienste Iini Jesu zu,/ daraͤuf ich mich festgläubig gründe,/ dies gibt mir die ersehnte Ruh./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 7. Vichts ist, das mich von Jesu scheide,/ nichts, es sei Ceben oder Tod;/ ich leg die Sand in seine Seite/ und sage: O, mein Herr und Gott!/ Mein Gott, ich bitt durch Christi ö Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! II 8. Ich habe Jesum angezogen/ schon längst in meiner I heilgen Tauf;/ du bist mir daher auch gewogen,/ hast mich zum Kind genommen auf. /Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Jesu Leib gegessen,/ ich hab sein Blut ge— trunken hier;/ nun kannst du meiner nicht vergessen;/ ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! RPiiRnR IATTTN S &SM 77⁰ Sterbelieder 449 J0. So komm mein End heut oder morgen,/ ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt;/ ich bin und bleib in deinen Sorgen,/ mit Jesu Gnaͤden schön geschmückt./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! IJ. Ich leb indes in dir vergnüget/ und sterb ohn alle Kümmernis;/ mir gnüget, wie mein Gott es füget;/ ich glaub und bin es ganz gewiß: /durch deine Gnad und Christi Blut/ machst dus mit meinem Ende gut! Aemilie Juliane Sräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, 1706. 449 Ronr. Seinr. Dretzel, 173J. ... dee e,, 35 J. Ach was ist doch uns⸗re Zeitꝰ/ Fluͤch⸗tig · keit,/ —.—— Banrn. —.—— ö— x 5—.I. bel, Rauch und Wind und Schat⸗ tenz Men:schen —— 2 1 ö——.—.————— kön- nen nicht be-stehn;/ sie ver gehn/ wie die —— ö— ———— I Blu-men auf den Mat ten./ Uun⸗ ser Le⸗ben e, ex fleucht be⸗ hen ⸗de: Aiensch, be⸗-den⸗-ke doch das En⸗de! 2. Menschen sind zerbrechlich Glas,/ nichtig Gras,/ Blumen, die nicht lange stehen; Jaͤch wie bald wird ihre Kraft/ hingerafft,/ wenn die Todeslüfte wehen./ Unser Ceben fleucht behende: /Mensch, bedenke doch das Ende! 3. Jugend, die den Rosen gleicht,/ die verbleicht;/ ihre Schönheit muß e /ses vergeht durch Todes⸗ macht/ alle Pracht,/ die wir an den Menschen finden./ Unser Ceben fleucht behende: Mensch, bedenke doch das Ende! 47¹ 45⁰0 Sterbelieder 4. Menschen sind der Zeiten Spiel/ und ein Ziel,/ drauf die Todespfeile fliegen; /die wie schlaͤnke Zedern stehn,/ groß und schön,/ müssen durch den Tod erliegen./ Unser Ceben fleucht behende:/ Mensch, bedenke doch das Endel 5. Ach der Tod ist mir gewiß,/ drum vergiß/ alles Eitle dieser Erden; /lenke dich zur Ewigkeit/ jederzeit,/ willst du dort unsterblich werden./ Unser Ceben fleucht behende:/ mensch, bedenke doch das Ende! 6. Schwinge dein Gemüt und Herz/ him melwärts,/ wo nicht Tod, nicht Not, nicht Ceiden;/ denk an das, was ewig ist,/ lieber Christ,/ soll dich einst der dimmel Weiden.„Unser Ceben fleucht behende:/ Mensch, 35 doch das Endel Salomo Franck, 4 1725. 45⁰ Mel.. Gott, der du ein Seerfürst bist. Lvon J562. drn. men —— 2.— 211 PD 2.. J. Mein Leben ist ein ctithtt..2—— ich 2391085 dem 1.———— D———— Va⸗ter⸗land,/ nach dem Je⸗ru⸗-sa- lemde dort o-„ben, Iwe — iE ei- ne ew⸗ge Ru- he⸗ statt/ Gott sel-ber mir ge⸗grün-det ———.. 22—*— D hat;/ da 1perd 1ch oh⸗-ne End ihn lo⸗-ben./ Mein CLeben ist ..................—— ——2————I———— 1— — — 641 2—— ein Pil⸗grimstand;/ ich rei se nach dem Va⸗ter-⸗ land. 2. Wie Schatten vor der Sonne fliehn,/ so flieht mein + chen schnell dahin,/ und was vorbei ist, kommt nicht wieder. Ich eile zu der Ewingkeit;/ Berr Jesu, mach mich 472 ——— e der rauf U1, nser ndel Eitle st du de:/ wo ewig Inser ende! 1725. mein nicht mich Sterbelieder 45¹1 nur bereit/ und öffne meine Augenlider,/ daß ich, was zeitlich ist, veracht/ und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Der Sonne Glanz mir oft gebricht,/ der Sonne, die ihr Gnaͤdenlicht/ in unverfälschte Serzen strahlet./ Wind, Regen stürmen aͤuf mich zu,/ mein matter Geist findt nirgends Ruh;/ doch alle Müh ist schon bezahlet,/ wenn ich die güldne Himmelstür/ mir stell im festen Glauben für. 4. Du treuer Hüter, Jesu Christ,/ der du ein Pilgrim worden bist,/ da du mein Fleisch haͤt angenommen,/ zeig mir im Worte deine Tritt,/ laß mich bei einem jeden Schritt/ zu deinem Seil stets näher kommen./ Mein Ceben fleucht; ach eile du,/ und fleuch mit Gnad und Silf herzu. S. Durch deinen Geist mich heilig leit,/ gib in Geduld Be— ständigkeit;/ vor Straucheln meinen Fuß beschütze./ Ich falle stundlich, hilf mir auf/ und richte zu dir meinen Lauf;/ sei mir ein Schirm in Trübsalshitze;/ laß deinen milden Gnaͤdenschein/ in Finsternis nie ferne sein. 6. Wenn mir mein Serz, o Gnaͤdenfüll,/ vor Durst nach dir verschmachten will,/ so laß mich dich zum Labsal finden;/ und schließ ich meine Augen zu,/ so bring mich zu der Siegesruh,/ wo Streit und alle Müh verschwinden,/ und wo ich kann, von Sünden rein, /dein Freund und Hausgenosse sein. 7. Bin ich denn hier, im fremden Cand,/ der blinden Welt gleich unbekannt:/ dort sind die Freunde, die mich kennen;/ dort werd ich mit der Himmelsschar/ dir jaͤuchzend dienen immerdar/ und in der reinsten Ciebe brennen./ Mein Hei— land, komm, ach bleib nicht lang!/ Hier in der Fremde wird mir bang. Friedr. Adolf Lampe, 1729. 45¹1 Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende(Nr. 448). J. Ich sterbe täglich, und mein Ceben /eilt immerfort zum Grabe hin./ Wer kann mir einen Bürgen geben,/ ob ich noch morgen lebend bin? Die Zeit geht hin, der Tod kommt her:/ ach wer nur immer fertig wär! 473 452 Sterbelieder 2. Es schickt der Tod nicht immer Boten;/ er kommet oft unangemeldt/ und fordert uns ins Reich der Toten;/ wohl dem, der HSaus und Serz bestellt!/ Denn ewig Unglück oder Glück/ hängt nur an einem Augenblick. 3. Berr aller Herren, Tod und Ceben/ hast du allein in deiner Hand./ Wie laͤnge du mir Frist willst geben,/ das ist und bleibt mir unbekannt;/ hilf, daß ich jeden Glocken⸗ schlag/ an meinen Abschied denken mag. 4. Es kann vor Abend anders werden,/ als es am Mor⸗ gen mit mir waͤr;/ den einen Fuß hab ich auf Erden,/ den andern auf der Totenbahr;/ ein kleiner Schritt ist nur dahin,/ wo ich der Würmer Speise bin. 5. Ein einzger Schlag kann alles enden/ und Fall und Tod beisaͤmmen sein;/ doch schlaͤge nur mit Vaterhänden/ und schließ in Christi Tod mich ein,/ daß, wenn der Leib zu Boden fällt,/ die Seel an Jesu Kreuz sich hält. G. Rann ich die Meinen nicht mehr segnen,/ so segne du sie mehr als ich;/ wenn lauter Tränen um mich regnen,/ o Tröster, so erbarme dich/ und lasse der Verlaßnen Schrein/ durch deinen Trost erhörlich sein. 7. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen,/ so schließe mir den Himmel auf;/ verkürze mir des Todes Schmerzen/ und hole mich zu dir hinauf; /so wird mein Abschied keine Pein,/ zwaͤr eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck, + 1737. 45⁵2 Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. H—— —.—— din Linne—— .SSEI.I— Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich ster⸗be,/ und fin ⸗de hier kein sol⸗ches Er⸗be,/ — 1 1 1 1 1———..— r.——— Fi wen, ü e La. S... + ich bin ein Mensch, der bald ver⸗-geht, das un⸗ver⸗ än⸗der⸗lich be⸗steht; Georg Neumark, I657. drum zei⸗ ge 477⁴ V IIIsi IIII — T4 I Sterbelieder ,. r, Bane,de.—H Ei mir in Gnaͤden an,/ wie ich recht se⸗lig ster⸗ben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe,/ kein Augenblick geht sicher hin; /wie baͤld zerbricht doch eine Scherbe! /Wie kann die Blume schnell verblühn!/ Drum mache mich nur stets bereit/ hier in der Jeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe,/ dieweil der Tod viel Wege hält;/ dem einen wird das Scheiden herbe,/ ein andrer sanft in Schlummer fällt./ Doch, wie du willst, gib nur dabei,/ daß mir mein Ende selig sei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe,/ und welche Erde mich einst deckt;/ doch wenn ich nur den Trost er— werbe,/ daß mich dein Ruf zum LCeben weckt,/ so nehm ich jede Stelle ein; /die Erd ist allenthalben dein. 5. Wun, liebster Gott, wenn ich einst sterbe,/ so nimm du meinen lr zu dir,/ auf daß ich dort mit Christo erbe;/ hab ich nur den im Glauben hier,/ so gilt mirs gleich und geht mir wohl,/ wann, wo und wie ich sterben soll. Benjamin Schmolck, 4 1737. 672 O du Liebe meiner Liebe. 453 Mürnberg 1684. Un-ser kei-ner lebt ihm sel⸗ ber, 1— ner was wir le ⸗ben, was wir sterben,/ kommt, o IIRT stirbt ihm sel⸗ber hier; Berr, al⸗lein von dir. Du mußt hel⸗fen, tragen, he⸗ben,/ du bist un⸗-ser be⸗ stes Teil,/ bleibst im To-⸗-de, ä—— 154 Sterbelieder ö. bleibst im e⸗ ben un⸗ ser Trost und un ser Seil. 2. Glauben, schaͤuen, leben, sterben/ gilt mit dir uns alles gleich;/ wenn wir nur mit Christo erben,/ macht der Tod uns ewig reich./ Dann erst fängt des Christen Leben/ und das rechte Wohlsein an,/ wenn er sich zu dir erheben/ und dein Antlitz schaͤuen kann. 3. Nun, es scheiden oder bleiben/ unsre Lieben oder wir:/ Jesu, dir uns einverleiben,/ das sei unsre Sorge hier!/ Selig, wer entschläft in Frieden, /selig wir, die noch nicht tot./ Sind die Ceiber auch geschieden,/ sind die Geister doch in Gott. J. Heil und Wahrheit, Kraft und Stärke s/ gibt Jehova mehr und mehr. JAlle seine Weg und Werke/ sind voll Herrlichkeit und Ehr./ Singet ihm, ihr Gotteskinder,/ der uns liebt am Rreuzesstamm! /Bringet Ruhm, ihr Über— winder,/ Gott, dem Vater, und dem Camm! Phil. Seinrich Weissensee, 4 1767. Mel. Zesus, meine Zuversicht. 45⁴4 .— Mei- ne Le-bens,- zeit verstreicht,/ stündlich und wie we⸗ nig ists viel-leicht,/ das ich Berlin J653. —.— + — + I —————..— eil ich I1 dem Gra be,— noch zu ben ha⸗ bel) Denk, o Mensch, an . dei ⸗ nen Tod,/ säume nicht; denn Eins ist not. 4776 AEe — lieder 5506 Beil. s alles er Tod und sund wir:/ hier!/ henicht er doch ehova d voll r// der Über⸗ + 17⁵⁷ lin J653. 5ich Sterbelieder 455 2. Cebe, wie du, wenn du stirbst,/ wunschen wirst, gelebt zu haben!/ Güter, die du hier erwirbst,/ Würden, die dir Menschen gaben,/ nichts wird dich im Tod erfreun;/ diese Güter sind nicht dein. 3. Wur ein Herz, das Jesum liebt,/ nur ein ruhiges Ge— wissen,/ das vor Gott dir Zeugnis gibt,/ wird dir deinen Tod versüßen;/ dieses Serz, von Gott erneut,/ gibt im Tode Freudigkeit. J. Daß du dieses Serz erwirbst,/ fürchte Gott und bet und wache; /sorge nicht, wie früͤh du stirbst;/ deine Zeit ist Gottes Sache. Cern nicht nur den Tod nicht scheun,/ lern auch seiner dich erfreun. 5. ülberwind ihn durch Vertraun,/ sprich: Ich weiß, an wen ich glaube,‚/ und ich weiß, ich werd ihn schaun,/ denn er weckt mich aus dem Staube;/ er, der rief: Es ist voll—⸗ braͤcht!/ nahm dem Tode seine Maͤcht. 6. Tritt im Geist zum Grab oft hin,/ siehe dein Gebein versenken;/ sprich: Serr, daß ich Erde bin,/ lehre du mich stets bedenken; /lehre du mich jeden Tag,/ daß ich weiser werden mag. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 4⁵⁵ Mel. Erhalt uns, Serr, bei deinem Wort(MNr. 140). J. Wie sicher lebt der Mensch, der Staub!/ Sein Leben ist ein fallend Caub,/ und dennoch schmeichelt er sich gern,/ der Tag des Todes sei noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel,/ der Mann noch seiner Jahre viel,/ der Greis zu vielen noch ein Jahr,/ und keiner nimmt den Irrtum wahr. 3. Sprich nicht: Ich denk in Glück und Wot/ im Herzen oft an meinen Tod;/ der, den der Tod nicht weiser macht,/ hat nie mit Ernst an ihn gedacht. J. Wir leben hier zur Ewigkeit,/ zu tun, was uns der Berr gebeut,/ und unsres Cebens kleinster Teil/ ist eine Frist zu unserm Seil. 16 17⁷ 156 Sterbelieder 5. Der Tod rückt Seelen vor Gericht;/ da bringt Gott alles an das Licht/ und macht, was hier verborgen war,/ den Rat des Herzens, offenbar. 6. Drum, da dein Tod dir täglich dräut,/ so sei doch waͤcker und bereit,/ prüf deinen Glauben als ein Christ,/ ob er durch Ciebe tätig ist. 7. Ein Herz, das Gottes Stimme hört,/ ihr folgt und sich vom Bösen kehrt, /ein gläubig Serz, von Lieb erfüllt,/ dies ist es, was vor Gott nur gilt. 8. Gib, Herr, daß ich mit jedem Tag/ vor dir mein Serz erforschen mag, /ob Ciebe, Demut, Fried und Treu/ die Frucht des Geistes in mir sei; 9. Daß ich zu dir um Gnade fleh,/ stets meiner Schwaͤch— heit widersteh/ und einstens in des Glaͤubens Maͤcht/ mit Freuden ruf: Es ist vollbracht! Christian Fürchtegott Sellert, 4 1769. 456 Mel. Serzlich tut mich verlangen(Nr. 441). J. Die auf der Erde waͤllen,/ die Sterblichen, sind Staubj;/ sie blühen auf und fallen,/ des Todes sichrer Raub./ Ver⸗ borgen ist die Stunde,/ da Gottes Stimme ruft;/ doch jede, jede Stunde/ bringt näher uns der Gruft. 2. Getrost gehn Gottes Rinder/ die öde, dunkle Bahn,/ zu der verstockte Sünder /verzweiflungsvoll sich nahn,/ wo selbst der freche Spötter/ nicht mehr zu spotten wagt,/ vor dir, Gott, seinem Retter,/ erzittert und verzagt. 3. Wenn diese Bahn zu gehen/ dein Will einst mir ge— beut;/ wenn nahe vor mir stehen/ Gericht und Ewigkeit;/ wenn meine Rräfte beben/ und schon das Herz mir bricht:/ Zerr über Tod und Ceben, /o dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, Todesüberwinder,/ hilf mir in dieser Angst,/ der du zum Heil der Sünder/ selbst mit dem Tode rangst;/ und wenn des Raͤmpfes Ende /gewaͤͤltiger mich faßt,/ nimm mich in deine Hände,/ den du erlöset haͤst. 5. Des Himmels Wonn und Freuden /ermißt kein sterb— lich Herz; /o Trost für kurze Ceiden,/ für kurzen Todes⸗ 378 ieder Gott oar,/ doch „ob d sich llt,/ Herz die wach⸗ mit +769. aub;/ Ver⸗ jede, thn, hn,/ agt,/ ir ge⸗ reit;/ icht:/ der und nimm sterb⸗ odes⸗ 457 258 schmerz!/ Dem Todesuͤberwinder/ sei ewig Preis und Dank;/ Preis ihm, der fuͤr uns Sünder/ den Kelch des Todes trank! G. HZeil denen, die auf Erden /sich schon dem Himmel weihn,/ die aufgelöst zu werden,/ mit heilger Furcht sich freun! /Bereit, es Gott zu geben,/ wenn er, ihr Herr, ge⸗ beut, /gehn sie getrost durchs CLeben Fhin zur Unsterb— Sterbe⸗ und Begräbnislieder lichkeit. Sottl. Benedict Funck, 4 1814. Mel. Christus, der ist mein Leben. 457 Melchior Vulpius, 1I609. . 226— aa ——5— J. Ich weiß, an wen 66 glaube,—.— mein Heiland 12—— ———— E—..— te. lebt,/ der aus 929 To: des· stau⸗be/ den Geist zu sich er⸗hebt. 2. Ich weiß, an wem ich hange,/ wenn alles wankt und weicht,/ der, wenn dem Herzen bange,/ die Retterhand mir reicht. 3. Ich weiß, wem ich vertraue,/ und, wenn mein Auge bricht,/ daß ich ihn ewig schaue,/ ihn selbst von Angesicht. 4. Er trocknet alle Tränen/ so tröstend und so mild,/ und mein unendlich Sehnen/ wird nur durch ihn gestillt. 5. Ich weiß, beim Auferstehen,/ wenn ich verkläret bin,/ werd ich mit Jesu gehen/ durch Ewigkeiten hin. V. I von August Sermann Niemeyer, 11828. V. 5 von Albert Knapp, 11864. Begräbnislieder 458 Mel. Schwing dich auf zu deinem GSott(Nr. 336). J. Einen guten Rampf hab ich/ auf der Welt gekämpfet;/ denn Gott hat mir gnädiglich/ all mein Ceid gedämpfet;/ daß ich meines Lebens Cauf/ seliglich vollendet/ und die Seele himmelauf JChristo zugesendet. 16* 479 459 Begräbnislieder 2. Forthin ist mir beigelegt/ der Gerechten Krone,/ die mir wahre Freud erregt/ vor des ZSimmels Throne;/ fort⸗ hin meines Cebens Licht,/ dem ich hier vertrauet:/ meines Gottes Angesicht/ meine Seele schaͤuet. 3. Diese gar verderbte Welt/ ist, was meinem Leben/ nunmehr gänzlich nicht gefällt;/ drum ich mich ergeben/ meinem Jesu, da ich bin/ jetzt in lauter Freuden;/ denn sein Tod ist mein Gewinn,/ mein Verdienst sein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund',/ ihr, o meine Liebenl/ Alle, die ihr um mich weint,/ laßt euch nicht betrüben/ diesen Schritt, den ich nun tu/ in die Erde nieder;/ schaͤut, die Sonne geht zur Ruh,/ kommt doch morgen wieder. Zeinrich Albert, 165J. 459 Gg. 33—— Störl, 71o. ,n.—— J. Ru-het wohl, ihr To ten ⸗ bei-ne,/ in der e d. stil⸗ len Ein⸗sam-keitl/ Ru⸗het, bis das End er⸗ .SSSSSSS schei⸗ne,/ da der Herr euch zu der Freud/ ru⸗fen wird aus ———————— n m ů * eu⸗ ren Grüf⸗ten/ zu den frei⸗en Simmels⸗lüf⸗ten. 2. Nur getrost, ihr werdet leben,/ weil das Ceben, euer HBort,/ die Verheißung haͤt gegeben/ durch sein teuer wertes Wort:/ die in seinem Naͤmen sterben,/ sollen nicht im Tod verderben. 3. Und wie sollt im Grabe bleiben,/ der ein Tempel Gottes war,/ den der Serr ließ einverleiben /seiner aus⸗— 48⁰ Begräbnislieder 460 erwählten Schar,/ die er selbst mit seinem Sterben/ hat ge⸗ macht zu Himmelserben? 4. Wein, die kann der Tod nicht halten,/ die des Herren Glieder sind./ Muß der Ceib im Grab erkaͤlten,/ da man nichts als Asche findt:/ wenn des Serren Hauch drein bläset,/ grünet neu, was hier verweset. 5. Jesus wird, wie er erstanden,/ aͤuch die Seinen einst mit Macht/ führen aus des Todes Banden,/ führen aus des Graͤbes Wacht/ zu dem ewgen Simmelsfrieden,/ den er seinem Volk beschieden. G. Ruhet wohl, ihr Totenbeine,/ in des Grabes Dunkel⸗ heit!/ Ruhet, bis der Herr erscheine/ an dem Ende dieser Jeit!/ Da sollt ihr mit neuem Ceben/ herrlich ihm ent— gegenschweben. Friedr. Ronrad Siller, 1726. 4⁰ Mel. Zesus, meine Zuversicht(MNr. 45%. J. Heute mir und morgen dir!/ So hört man die Glocken klingen,/ wenn wir die Verstorbnen hier/ auf den Todes— acker bringen./ Aus den Gräbern rufts herfür:/ Heute mir und morgen dir! 2. Zeute rot und morgen tot!/ Unser Leben eilt auf Flügeln,/ und wir habens täglich not,/ daß wir uns an andern spiegeln; /wie baͤld ruft des Herrn Gebot:/ Seute rot und morgen tot! 3. Mensch, es ist der alte Bund,/ und der Tod zählt keine Jahre; /bist du heute noch gesund,/ denk an deine Toten— bahre;/ jedem kommt die letzte Stund:/ Mensch, das ist der alte Bund. 4. Ach wer weiß, wie nah mein Tod! /Ich will sterben, eh ich sterbe;/ so wird mir die letzte Wot,/ wenn sie kommt, doch nicht so herbe./ Rüͤste mich dazu, mein Gott!/ Ach wer weiß, wie nah mein Tod! S. Selig, wer in Christo stirbt,/ denn ihm wird der Tod zum LCeben; /wer das Ceben hier erwirbt,/ dem nur wird es dort gegeben./ Wer nicht lebet, der verdirbt;/ selig, wer in Christo stirbt! Benjamin Schmolck, 1 1737. 481 461.462 Begräbnislieder 461 —4 Der lieben Sonne Licht und Pracht. Samburg J1730. — K p.r. SISIIII......... I. Die Christen gehn von Ort zu Ort/ durch Uund kom⸗men in den Frie-dens-port/ und d d Ker e, irud L I hhM;hDhüi man⸗ nig⸗falt⸗gen Jammer ruhn in ih⸗rer Rammer. 5, . Lauf/ in sei⸗nen Ar⸗men auf;/ das Wei⸗zen⸗korn wird 1— ö 1— ö— ö Inn mne. ——.—,, E— 1 in sein Beet/ aͤuf Hoff-nung rei⸗cher Frucht ge-sät. Z. Wie seid ihr doch so wohl gereist!/ Gelobt sein eure Schritte,/ du friedevoll befreiter Geist,/ du jetzt verlaßne Hütte!/ Du, Seele, bist beim Zerrn,/ dir glänzt der Morgen⸗ stern;/ euch Glieder deckt mit sanfter Ruh/ der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelaͤssenheit/ der großen Offen— barung;/ indessen bleibt das Pilgerkleid /in heiliger Ver— wahrung. /Wie ist das Glück so groß:/ in Jesu Arm und Schoß! /Die Ciebe führ uns gleiche Bahn,/ so tief hinab, Gott nimmt sie nach dem so hoch hinan! Mikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, + 1760. Mel. Zesu, komm doch selbst zu mir. Ba sel 1745. J. Al ⸗ler Gläub-gen Sam ⸗mel platz/ eure laßne rgen⸗ stiller offen⸗ Ver⸗ mund inab, 1760. 11735. —.— 2 latz/ Begräbnislieder 463 ———— ö i.— . ist da, wo ihr Berz und Schatz,/ wo ihr ————..———— I r Eünnnn mmuur,unt., Leer n m 22... ———— aanten Hressztnn B.—.. Hei⸗land Je⸗-sus Christ/ und ihr Ce-⸗ben hier schon ist. 2. Eins geht da, das andre dort/ in die ewge Heimat fort,/ ungefragt, ob die und der/ uns nicht hier noch nützlich wär. 3. Doch der Herr kann nichts versehn;/ und wenn es nun doch geschehn,/ hat man nichts dabei zu tun,/ als zu schweigen und zu ruhn. 4. Nanches Herz, das nicht mehr da,/ geht uns freilich innig nah;/ doch, o Liebe, wir sind dein,/ und du willst uns alles sein. Nach Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf.+76o, u. Christian Sregor fISoJ. 463 7 55 Tun laßt uns den Leib begraben. Wittenberg 1544. 25—.— —————————.— 0 Nun brin⸗gen wir den Leib zur 6286 und ————.—.——. dek⸗ken ihn mit Er⸗de 3u, den CLeib, der naͤch des ,e 2—. 2.—————3 Schöp⸗ fers Schluß zu Staub und Er-⸗ de wer⸗den muß. . 2. Er bleibt nicht immer Asch und Staub,/ nicht immer der Verwesung Raub;/ er wird, wenn Christus einst er⸗ scheint,/ mit seiner Seele neu vereint. 3. Bier, Mensch, hier lerne, was du bist,/ lern hier, was unser Ceben ist:/ nach Sorge, Furcht und mancher Not/ kommt endlich noch zuletzt der Tod. 483 464 Begräbnislieder 4. Schnell schwindet unsre Cebenszeit;/ auf Sterben folgt die Ewigkeit./ Wie wir die Zeit hier angewandt,/ so folgt der Lohn aus Gottes Hand. 5. So währen Reichtum, Ehr und Glück,/ wie wir selbst, einen Augenblick;/ so währt auch Kreuz und Traurigkeit,/ wie unser Ceben, kurze Zeit. C. O sichrer Mensch, besinne dich!/ Tod, Grab und Richter nahen sich./ In allem, was du denkst und tust,/ be⸗ denke, daß du sterben mußt. 7. HBier, wo wir bei den Gräbern stehn,/ soll jeder zu dem Vater flehn: /Ich bitt, o Gott, durch Christi Blut,/ machs einst mit meinem Ende gut! 8. Caßt alle Sünden uns bereun,/ vor unserm Gott uns kindlich scheun./ Wir sind hier immer in Gefahr;/ nehm jeder seine Seele waͤhr! 9. Wenn unser Cauf vollendet ist,/ so sei uns nah, Berr Jesu Christ!/ Nach uns das Sterben zum Gewinn,/ zieh unsre Seelen zu dir hin! 10. Und wenn du einst, du Cebensfürst,/ die Gräber mächtig öffnen wirst,/ dann laß uns fröhlich auferstehn/ und dort dein Antlitz ewig sehn! Ehrenfried Liebich, 4 1780. 464 Altona I803. E I. Auf er⸗stehn, ja, auf ⸗er⸗stehn 9850 du,/ mein dene—.— —. Staab, nach kur · zer Ruh! Un ⸗ sterb⸗lichs CLe⸗ben/ wird, 2—— —.— 2 dich schuf, dir ge⸗ ben!/ Hal- ar 2. Wieder aufzublühn, werd ich eieth Der Berr der Ernte geht/ und sammelt Garben/ uns ein, uns ein, die starben./ Ballelujal 48⁴4 Be 3 Got hab 4 geh Cei 5. lebt Hall Mel. * Wa ruft den 2. hab Ird sond 3. mac stell. wen 4J. schei selbe und 5. Ste weit schů C. Frer Gen kan⸗ eder rben /so elbst, deit,/ und be⸗ dem nachs t uns nehm Berr zieh räber ehn/ 780. àa J80z. ja! er der n, die Begräbnislieder 465 3. Tag des Danks, der Freudentränen Tag!/ du meines Gottes Tag!/ Wenn ich im Grabe/ genug geschlummert habe,/ erweckst du mich! J. Wie den Träumenden wirds dann uns sein;/ mit Jesu gehn wir ein/ zu seinen Freuden./ Der müden Pilger Ceiden/ sind dann nicht mehr. 5. Ach ins Allerheiligste führt mich/ mein Mittler dann, lebt ich/ im Heiligtume/ zu seines Namens Ruhme./ Halleluja! Friedr. Gottlieb Klopstock, TISoz. 46⁵ Mel. Jesus, meine Juversicht(Nr. 454). J. Geht nun hin und grabt mein Grab,/ denn ich bin des Wanderns müde;/ von der Erde scheid ich ab,/ denn mir ruft des Simmels Friede,/ denn mir ruft die süße Ruh/ von den Engeln droben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Grab;/ meinen Cauf hab ich vollendet,/ lege nun den Wanderstab/ hin, wo alles Irdsche endet; /lege selbst mich nun hinein/ in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch/ in dem dunkeln Tale machen?/ Denn wie mächtig, stolz und hoch/ wir auch stellen unsre Sachen,/ muß es doch wie Saͤnd zergehn,/ wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl,/ laß mich nun in Frieden scheiden!/ Deine Hoffnung, ach, ist hohl,/ deine Freuden selber Ceiden,/ deine Schönheit Unbestand,/ eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Wacht,/ Sonn und Mond und liebe Sterne./ Fahret wohl mit eurer Pracht;/ denn ich reis in weite Ferne, /reise hin zu jenem Glanz,/ worin ihr ver— schwindet ganz. G. Die ihr nun in Trauern geht,/ fahret wohl, ihr lieben Freunde;/ was von oben niederweht,/ tröstet ja des Serrn Gemeinde;/ weint nicht ob dem eitlen Schein,/ droben nur kann ewig sein. 785 466 Begräbnislieder 7. Weinet nicht, daß ich nun will/ von der Welt den Ab⸗ schied nehmen,/ daß ich aus dem Irrtum will, /aus dem Schaͤtten, aus dem Schemen, /aus dem Eiteln, aus dem Vichts/ hin ins Cand des ewgen CLichts. 8. Weinet nicht! Mein süßes Seil,/ meinen Heiland, hab ich funden,/ und ich habe auch mein Teil/ in den warmen Zerzenswunden,/ woraus einst sein heilges Blut/ floß der ganzen Welt zugut. H. Weint nicht, mein Erlöser lebt!/ Hoch vom finstern Erdenstaube hell empor die Zoffnung schwebt,/ und der Zimmelsheld, der Glaube und die ewge Liebe spricht:ꝓ Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt, 7 1860. —XLI. 466 Mel. Ich bab mein Sach Sott heimgestellt Nr. 438). 2 1. Wobhlauf, wohlan, zum letzten Sang! Rurz ist der Weg, die Ruh ist lang. ¶ Gott fuͤhret ein, Gott fuͤhret aus: wohlan, hinaus! Rein Bleiben mü im Erdenhaus! Z. Du Serberg in der Wanderzeit,/ gehab dich wohl und laß dein Leid! Schleuß nur Letdes die Pforte zu!/ Was trauerst du? Dein Seist geht hin zur ewgen Ruh. 3 5l mach, ihr Lieben, 5 J. Ein Festschmuck ist des Sarges Tuch, ein Siegeszug macht gute Bahn: der Ceichenzug. Triumph, der Serr sein Rreuz voran,/ das winkt und deutet himmelan. S. Ihr Slocken, tont hochfestlich drein /und läutet hell den Sabbat ein, der nach des Werktags kurzer Frist/ durch Jesum Christ für Sottes V E vorh st — — — — — „ — lieder en Ab⸗ As dem Is dem 1d, hab darmen loß der tinstern Ind der richt: , +T I860. 2 ist der 7* 5 5 2 ohl und Was Lieben, itet hell tdurch errn, in Gottes⸗ Begräbnislieder 46 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod?/ Du suchst so viel, und Eins ist not!/ Die Welt beut ihre Guͤter feil;/ denk an dein Heil,/ und wähl in Gott das beste Teil. 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt?/ Wichts brachtest du, nichts nimmst du mit./ Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz;/ schau himmelwaͤrts!/ Da, wo dein Schatz ist, sei das Herz. 9. Mit Gott bestell dein Saus bei Zeit,/ eh dich der Tod an Tote reiht;/ sie rufen: Gestern wars an mir,/ heut ists an dir!/ Hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. Io. Vom Freudenmahl zum Wanderstab,/ aus Wieg und Bett in Sarg und Grab!/ Wann, wie und wo, ist Gott bewußt./ Schlag an die Brust!/ Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! II. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm,/ kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm,/ da blüht zu schön kein Wangenrot:/ im Finstern droht/ der Tod und uͤberall der Tod. I2. Ach banges Serz im Leichental,/ wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl?/ Du bist es, Jesu, der mit Nacht/ aus Gräbernacht/ das Ceben hat ans Licht gebracht. I3. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr:/„Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr!“/ Dein Kreuz, dein Grab, dein Auferstehn,/ dein Zimmelgehn/ läßt uns den Zimmel offen sehn. I4. Wohl dem, der, Herr, mit dir vertraut,/ schon hier die ewgen Hütten baut!/ Er sieht das Xleinod in der Fern/ und kämpfet gern/ und harrt der Jukunft seines Herrn. C I5. Nun, Tor des Friedens, öffne dich!/ Zinein! hier schließt die Wallfaͤhrt sich./ Ihr Schlummernden im Friedensreich,/ gonnt allzugleich/ auch ihm(ihr) ein Räumlein neben euch. 16. Viel Gräber sind an diesem Grt,/ viel Wohnungen im Himmel dort;/ bereitet ist die Stätte schon/ am Gnaden—⸗ thron,/ bereitet ihm(ihr) durch Gottes Sohn. 17. Sein ist das Reich mit Allgewalt;/ er zeugt und spricht: Ich komme bald!/ Ja, komm, HZerr Jesu, fuhr uns ein!/ Wir harren dein!/ Amen, dein laß uns ewig sein! Christian Friedr. Seinr. Sach se, 4 1860. 787 467. 468 Beim Tode der Eltern Beim Tode der Eltern 46/7 Mel. Serr, ich habe mißgehandelt(Nr. 287). J. Vater, hier im Erdenschoße Uruhst du lange nun forthin; /bald wird auch mit grünem Moose/ sich dein stilles Grab umziehn;/ Stürme werden druͤber fliegen, Schnee auf deinem Bette liegen. 2. Doch in unsern treuen Herzen/ wird dein Geist, dein Bild, dein Wort/ unter tiefen Ciebesschmerzen unver— gaͤnglich leben fort,/ wie du liebend uns umfangen/ und in Frieden hingegangen. 3. O wie heilig ist dies Bette,/ wo der Herr dich hin⸗ gelegtl/ O wie teuer diese Stätte,/ die nun dein Gebeine hegt,/ das im ewgen Osterwehen/ himmlisch klar soll auf erstehen! 4. Schlafe wohl, o Vater, schlafe deiner Wallfahrt Ceiden aus,/ bis der Sirte seine Schafe/ sammelt in des Vaters Haus! /Sanft sei dir der letzte Schlummer,/ dein Erwachen ohne Rummer. 5. Jesus Christus, Serr der Toten!/ der du nichts von dem verlierst,/ was dein Vater dir geboten,/ daß du's zur Vollendung fuͤhrst:/ dieses Vaters Geist und Ende/ legen wir in deine Hände. 6. Romm, in unser Serz zu geben /deiner Wahrheit hellen Schein,/ daß, wenn sich die Toten heben,/ unser Vater ohne Pein/ spreche bei des Serrn Erscheinen:/ Sieh, hier bin ich und die Meinen! Albert Rnapp, 1865 468 Mel. Wie nach einer Wasserquelle(Nr. 440). I. Eingesargt zum letzten Schlummer,/ blaß, in weißem (schwarzem) Sterbekleid,/ ohne Schmerzen, ohne Rummer/ seh ich dich mit stillem Ceid,/ vielgetreue Mutter dul/ Jetzo trägt man dich zur Ruh;/ schlummre sůß im kühlen Grunde bis zur Auferstehungsstunde. 788 —— ⏑— Eltery ge nun ich dein iegen, ist, dein unver⸗ und in ich hin⸗ Gebeine oll auf— allfahrt t in des , /dein hts von du's zur /legen Hahrheit unser / Sieh, op, 1 J861 weißem ummer/ / Jetzo Grunde Beim Tode von Eltern und Ehegatten 469 2. Auge, das mit Lieb und Sehnen /Foft die Seinen an⸗ geblickt,/ segnend, mit viel tausend Tränen/ haben wir dich zugedeckt./ Wie auf dieser Erde mehr/ blickst du zärtlich auf uns her;/ doch zu Wiedersehens Grüßen/ wirst du heller dich erschließen. 3. Hand, die treulich uns geleitet,/ die uns nichts als Ciebe gab,/ Freud und Trost um uns verbreitet,/ ruhe nun im stillen Grab!/ Unermüdet waͤr dein Fleiß,/ und dein Tagewerk war heiß./ Wenn die Toten auferstehen,/ wird in dir die Palme wehen. 4. Edler Nund, zum Reinen, Großen/ und zu Cieb und mildem Wort/ freundlich, lieblich aufgeschlossen,/ nimmer tönest du hinfort;/ aber was die Cippe sprach,/ tönt in unserm Herzen nach,/ bis du, wenn die Gräber springen,/ Gott wirst Halleluja singen. 5. Herz, das ohne Falsch geschlaͤgen,/ das in Liebe nie geruht,/ das uns sterbend noch getraͤgen,/ ruhe sanft in Gottes Zut!/ Weinend, dankend rufen wir:/ Ewger Segen folge dir!/ Wenn die Grüfte sich bewegen,/ schlage wieder uns entgegen! E. Dann wird froh die Träne fließen,/ wie sie jetzt in Trauer fließt;/ froh wird dich dein KRind begrüßen,/ das dich heut in Tränen grüßt;/ dann, dann wird der schwere Stein/ weg von deinem Graͤbe sein./ Christus war im Tod dein Leben;/ ewig daͤrfst du vor ihm schweben. Albert Knapp, 186. Beim Tode von Ehegaͤtten 469 Mel. Nach einer Prüfung kurzer Tage(Nr. 35J). J. Betrübtes Serze, sei zufrieden,/ ob dich schon schwerer Rummer plaͤgt;/ der HSimmel bleibt dir doch beschieden,/ den dir dein Jesus zugesagt;/ kein Kummer, keine Not und Pein/ kann dir, mein Herz, im Wege sein. 2. Zwar schwimmest du in heißen Tränen,/ das ist der Witwen täglich Brot;/ du quälest dich mit bangem Sehnen,/ 718⁹ 47⁰ Beim Tode von Ehegatten denn dein Geliebter ist ja tot./ Ists möglich, wenn das HBerz entzwei,/ daß noch der Mensch lebendig sei? 3. Die Rrone fiel von deinem Haͤupte,/ der Baum starb, so dir Schatten gab;/ die Sonne, die kein Nebel raubte,/ geht unter und sinkt in ihr Graͤb./ O welch ein Schmerz, welch eine Wacht,/ in welche dich der Tod gebraͤcht! 4. Die armen Waisen stehn verlaͤssen,/ wie Schäflein, wenn der Sirte fehlt;/ ihr Herze weiß sich nicht zu fassen,/ indem es sieht, was deines quält;/ ihr fragend Wort, ihr Schmerzensblick/ ruft dir, was du verlorst, zurück. 5. So weine nur, betrübtes Herze,/ und klaͤge Gott dein schweres Ceid; /er ist auch in dem größten Schmerze/ mit seiner Hilf und Trost bereit; /er ists, der, was dich jetzt er⸗ sullt, /er ists, der deinen Jammer stillt. 6. Drum haͤlte ein mit deinen Tränen,/ versinke nicht in ihrem Meer;/ es bringt kein Rlaͤgen und kein Sehnen/ dir, was du wünschest, wieder her; /doch wirst du, glaub, es wird geschehn,/ einst, den du liebest, wiedersehn. 7. Da wird kein Tod die Herzen scheiden,/ kein Rummer um das Laͤger stehn;/ da werdet ihr in tausend Freuden/ auf Salems schönen Höhen gehn/ und, heller als der Sterne Schein,/ Mann, Weib und Rinder ewig sein. 8. Indessen stille dein Gemüte,/ dein Jesus sorget selbst fuͤr dich; /er hört der frommen Witwen Bitte,/ sein treues HBerz erbarmet sich;/ er ist und bleibet allezeit/ auch dir mit Hilf und Trost bereit. Gottfr. Balthasar Scharff, 11744. 47⁰ Mel. Wenn mein Stündlein vorhanden ist(Nr. 436). J. Ach Gott, ich muß in Traäͤurigkeit/ mein Ceben nun beschließen,/ dieweil der Tod von meiner Seit/ so eilends hat gerissen/ mein treues Herz, der Tugend Schein;/ des muß ich jetzt beraͤubet sein. Wer kann mein Elend wenden? 2. Wenn ich an ihre Freundlichkeit/ gedenk in meinem HBerzen,/ die sie mir hat zu jeder Zeit,/ in Freud und auch in Schmerzen,/ erwiesen ganz beständiglich,/ mein Kreuz und Weinen mehret sich,/ vor Angst möcht ich vergehen. 49⁰ ——4ʃ5— tarb/ ‚te,/ nerz, lein, sen,/ „ ihr dein mit zt er⸗ cht in dir, b, es nmer den/ terne selbst reues ir mit 1½½. nun ilends des denꝰ einem uch in ʒ und Beim Tode von Ehegatten 77⁴ 3. Bei wem soll ich auf dieser Welt/ rechtschaffne Ciebe finden? /Der meiste Teil nicht Glauben hält,/ die Treu will gar verschwinden. Ich glaub und red es ohne Scheu:/ die best ist doch getraͤute Treu;/ der muß ich jetzt entraten. 4. Fürwahr, mir geht ein scharfes Schwert/ jetzund durch meine Seele,/ die abzuscheiden oft begehrt/ aus ihres Ceibes Höhle. Wo du nicht, o Serr Jesu Christ,/ in sol— chem Kreuz mein Tröster bist,/ muß ich vor Ceid verzaͤgen. 5. Os treugeliebtes selig Serz,/ zu dir will ich mich wenden/ in diesem meinem großen Schmerz, JFob sich mein Angst wollt wenden; ich will betrachten deinen Stand,/ wie Gott dir alles Rreuz gewandt/ in höchste Freud undWonne. E. Kein Angst, kein Trübsal, Weh und Not/ kann dich jetzund verletzen;/ im Himmel will der fromme Gott/ mit Liebe dich ergötzen. Die Seele schaͤut mit Cust und Freud/ den Herrn in seiner Herrlichkeit/ mit allen Auserwählten. 7. Du kommst nicht wieder her zu mir/ in dies betrübte Ceben,/ ich aber komm hinaͤuf zu dir;/ da werd ich mit dir schweben/ in höchster Freude, Wonn und CLust,/ die deine Seele täglich kost't,/ drauf ich mich herzlich freue. 8. O wie mit großer Freudigkeit/ wolln wir einander kennen;/ da wird uns dann zu keiner Zeit/ der bittre Tod mehr trennen. Ach welche Freude wird dann sein,/ wenn ich dich, die ich jetzt bewein,/ mit Freuden werd umfaͤngen. H. Dies will ich stets in meinem Ceid/ mir zu Gemüte fuͤhren,/ erwarten in Geduld die Zeit,/ wie Christen will gebühren./ Gott alles Trostes steh bei mir/ und mich durch seinen Geist regier/ zu seines Namens Ehren. Johann Seermann, 1647. 47¹ Mel. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig(WNr. 298). J. Geh zum Schlummer /ohne Kummer,/ teures, gott— vertrautes Herz!/ Nun ists stille,/ deine Hülle/ schläft hier aus den letzten Schmerz,/ und die Liebe,/ wenn auch trübe,/ schaut durch Tränen himmelwärts. 791 Beim Tode von Rindern 2. Geh zur Ruhe,/ tu, o tue/ friedevoll die Augen zul/ Vielgeliebte,/ Vielgeübte,/ deines Gatten Wonne dul/ All die Deinen,/ die hier weinen,/ gönnen doch dir deine Ruhl 3. Schlaͤfe, schlafe!/ Seine Schafe/ kennt auch hier der treue Hirt./ O hier schwindet,/ was da bindet,/ was die Seelen quält und irrt!/ Dies Verwesen/ schafft Genesen,/ das dich ewig freuen wird. 4. Jauchzend stehen,/ wiedersehen/ wird dich unsre Liebe dann,/ deren Zähre/ Gott zur Ehre/ bitter, doch im Glauben rann./ Dann beim Rrönen/ wird ertönen,/ was die ewge Ciebe kann. S. Berr, umfasse/ uns und lasse/ leuchten hell dein An⸗ gesicht;/ stets behüte/ deine Güte/ dieses Grab mit Freudenlicht!/ Caß dich loben/ hier und droben;/ denn die Ciebe stirbet nicht! Albert Rnapp, 1 1864. Beim Tode von Kindern 47²½ Mel. Ermuntre dich, mein schwacher Geist. J. Du bist zwar mein und bleibest mein;/ wer will mirs anders sagen? /Doch bist du nicht nur mein allein;/ der Berr von ewgen Taͤgen,/ der hat das meiste Recht an dir,/ der fordert und erhebt von mir/ dich, d mein Kind, mein Wille,/ mein Serz und Wunsches Fülle. 2. Ach, gält es Wünschen, wollt ich dich,/ du Sternlein meiner Seelen,/ vor allem Weltgut ewiglich/ mir wünschen und erwählen;/ ich wollte sagen: Bleib bei mir,/ du sollst sein meines Hauses Zier;/ an dir will ich mein Cieben/ bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein Serz und meint es gut;/ Gott aber meints noch besser;/ groß ist die Eieb in meinem Mut;/ in Gott ist sie noch größer./ Ich bin ein Vater und nichts mehr,/ Gott ist der Väter Saupt und Ehr,/ ein Quell, daraus die Jungen/ und Alten sind entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn,/ und der mir ihn gegeben,/ will, daß er nah an seinem Thron/ im Zimmel 402 mirs der dir,/ mein nein chen sollst bis aber „in ichts uell, ihn nmel Beim Tode von Rindern 473 solle leben./ Ich sprech: Ach weh, mein Licht verschwindt!/ Gott spricht: Willkommen, liebes Rind,/ dich will ich bei mir haben/ und ewig reichlich laͤben. 5. O süßer Rat, o schönes Wort/ und heilger, als wir denken! /Bei Gott ist ja kein böser Ort,/ kein Unglück und kein Kränken,/ kein Angst, kein Mangel, kein Versehn;/ bei Gott kann keinem Leid geschehn;/ wen Gott versorgt und liebet,/ wird nimmermehr betrübet. 6. Ach dürft ich doch von ferne stehn/ und nur ein wenig hoͤren,/ wenn deine Sinne sich erhöhn/ und Gottes Namen ehren,/ der heilig, heilig, heilig ist,/ durch den du auch ge— heiligt bist;/ ich weiß, ich würde müssen/ vor Freuden Tränen gießen. 7. Nun denn, es sei und bleib alsol!/ Ich will nicht um dich weinen;/ du lebst und bist von SZerzen froh,/ siehst lauter Sonnen scheinen,/ die Sonnen ewger Freud und Ruh;/ da leb und bleib nur immerzu;/ wills Gott, will ich mit andern/ auch bald hinüberwandern. Paul Gerhardt, 1 1676. 47³3 Mel. Vater unser im Simmelreich(Nr. 437). J. So geh nun hin, dem Grabe zu,/ du liebes Kind, so hold und fein!/ Geh hin und schlaf in stiller Ruh/ in deinem engen Kämmerlein!/ Schlaf, bis der Toten Schar erwacht,/ schlaf sanft! Viel tausend gute Wacht! 2. Wohl dir, du schlossest früh den Cauf /in diesem armen Fremdlingsland;/ die Seele eilte himmelauf,/ zu ruhen in des Serren Hand./ Schlaf, bis der Toten Schar er— wacht,/ schlaf sanft! Viel tausend gute Wacht! 3. Dich hat noch nie die Welt betruͤbt/ mit ihrer falschen Sündenlust;/ nun hast du, was dir Wonne gibt,/ du ruhst an deines Jesu Brust/ und schläfst, bis alle Welt erwacht. Schlaf sanft! Viel taͤusend gute Wacht! 4. Dich hat des Vaters Serz versorgt,/ du lebst in seinem Bimmelshaus;/ hier hat er deinen CLeib geborgt/ der Erd, daß sie ihn geb heraus,/ wenn wieder alle Welt erwacht. Schlaf sanft! Viel taͤusend gute Naͤcht! 793 474 Beim Tode von Rindern S. Ihr Engel, stehet um die Gruft,/ bewahret freundlich dies Gebein,/ bis dermaͤleinst die Stimme ruft:/ Romm her, mein Kind, ach komm herein! /un schlaͤf, bis alle Welt erwaͤcht./ Schlaͤf sanft! Viel taͤusend gute Nacht! G. Geh hin! Ich folge dieser Bahn,/ die Seligkeit mit dir zu sehn;/ da werd ich, neu dir zugetan,/ erfreut vor meinem Beiland stehn./ Wohl mir, wenn ich, dir gleich gemacht,/ der Welt darf geben gute Wacht! Simon Bornmeister, 1 1688. 47⁴4 Mel. Serzlich tut mich verlangen(Nr. 441). J. So hab ich obgesieget,/ mein Lauf ist nun vollbracht; ich bin gar wohl vergnüget/ und sag euch gute Naͤchtl/ Ihr aber, meine Lieben,/ klagt nicht so ängstiglich./ Was wollt ihr euch betrüben? /Stehts doch sehr gut um mich. 2. Fahrt hin, o Angst und Schmerzen,/ fahrt immer, immer hin! /Ich freue mich von Herzen,/ daß ich erloͤset bin. Ich leb in taͤusend Freuden/ in meines Schöpfers Band;/ mich trifft und rührt kein Ceiden,/ so dieser Welt bekannt. 3. Die noch auf Erden wallen/ in irrtumsvoller Zeit,/ vermögen kaum zu lallen/ von froher Ewigkeit./ Viel besser wohlgestorben,/ als in der Welt gelebt;/ die Schwaͤch⸗ heit ist verdorben,/ worinnen ich geschwebt. 4. JZum Schmucke bringt mir Kränze,/ damit mein Sarg noch prangt;/ aus jenem Himmelslenze/ hat meine Seel er⸗ langt/ die ewig grüne Krone;/ die werte Siegespracht/ ruͤhrt her von Gottes Sohne,/ der hat mich so bedacht. 5. Noch netzet ihr die Wangen,/ ihr Eltern, über mir;/ euch hat das Leid umfangen,/ das Herze bricht euch schier./ Des Vaters treue Liebe/ sieht sehnlich in mein Grab,/ die Mutter stehet trübe/ und kehrt die Augen ab. G. Ich war euch nur geliehen/ auf eine kurze Zeit;/ Gott will mich zu sich ziehen,/ drum werfet hin das Leid/ und sprecht: Gott hats gegeben,/ Gott hats zu nehmen Machtz;;/ er nimmts zum ewgen Leben;/ er haͤt es wohlgemachtl G. Wilhelm Sacer, J699. 292 ndern Undlich m her, e Welt mit dir neinem ůacht,/ + I688. racht; achtl/ Was mich. immer, erlöset vöpfers r Welt Jeit,/ Viel hwach— Sarg ʒeel er⸗ racht/ ht. mir;/ chier./ 5,/ die „Gott und acht;/ htl +L69. Beim Tode von Rindern 475.476 47⁵ Mel. Es ist genug, so nimm, Serr. J. Zeuch hin, mein Kind! SGott selber fordert dich/ aus dieser argen Welt./ Ich leide zwar, dein Tod betruͤbet mich;/ doch weil es Gott gefällt,/ so unterlaß ich alles Klagen/ und will mit stillem Geiste sagen:/ Jeuch hin, mein KRind!l 2. Jeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer haͤt dich mir/ nur in der Welt geliehn;/ diezeit ist aus, darum befiehlt er dir,/ nun wieder fortzuziehn./ Zeuch hin, Gott hat es so versehen;/ was dieser will, das muß geschehen./ Zeuch hin, mein RKind!l 3. Jeuch hin, mein Kind! Im HSimmel findest du,/ was dir die Welt versaͤgt;/ denn nur bei Gott ist waͤhrer Trost und Ruh,/ kein Schmerz, der Seelen plagt./ Bier müssen wir in Angsten schweben,/ dort kannst du ewig fröhlich leben./ Zeuch hin, mein Kind! 4. Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach,/ sobald es Gott gefällt;/ du eilest fort, eh dir das Ungemach/ ver⸗ bittert diese Welt./ Wer lange lebt, steht lang im LCeide,/ wer fruhe stirbt, kommt bald zur Freude./ JZeuch hin, mein Kind! 5. Jeuch hin, mein Vind! Die Engel waͤrten schon/ auf deinen frommen Geist;/ nun siehest du, wie Gottes lieber Sohn/ dir selbst die RKrone weist./ Wun wohl, die Seele ist entbunden,/ du hast durch Jesum überwunden. /Zeuch hin, mein Kind! Gottfried Soffmann, 1712. 476 Mel. O Welt, ich muß dich lassen(Nr. 445. J. Wenn kleine Zimmelserben 7/ in ihrer Unschuld sterben,/ so büßt maͤn sie nicht ein;/ sie werden nur dort oben/ vom Vater aufgehoben,/ daͤmit sie unverloren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe/ zu ihrem Christenlaufe/ fuͤr Jesum eingeweiht;/ sie sind bei Gott in Gnaden;/ was soll es ihnen schaden,/ wenn er nun über sie gebeut? 3. O wohl auch diesem Binde; /es stirbt nicht zu ge— schwinde. Jeuch hin, du liebes Kind! /Du gehest ja nur schlafen/ und bleibest bei den Schafen, /die ewig unsers Jesu sind. Zoh. Andreas Rothe, 1 1758. 795 477 ö Gericht und Ewigkeit Gericht und Ewigkeit 477 J. An dem Zorntaͤg, an dem hohen,/ stürzt die Welt in Feuerlohen,/ wie Prophetenschwüre drohen. 2. Welch ein Graun wird sein zur Stunde,/ wenn der Richter kommt und Kunde/ nimmt von allem bis zum Grundel! 3. Die Posaͤun im Wundertone/ dröhnt durch Grüfte jeder Zone,/ sammelt alle vor dem Throne. 4J. Erd und Tod wird schaͤun mit Beben/ alle Kreatur sich heben,/ Antwort vor Gericht zu geben. 5. Und ein Buch wird aufgeschlagen,/ drin steht alles eingetragen,/ des die Welt ist anzuklaͤgen. G. Wenn der Richter also sitzet,/ wird, was dunkel war, durchblitzet,/ vor der Rache nichts beschützet. 7. Ach wie werd ich Armer stehen? /wen zum Anwalt mir erflehen,/ wenn Gerechte schier vergehen? 8. Rönig voll erhabner Schrecken!/ Gnaͤde nur deckt unsre Flecken,/ Gnade, Gnaͤde laß mich decken! 9. Jesu, milder Heiland, siehe,/ wie ich Ziel waͤr deiner Můhe,/ daß ich jenem Zorn entfliehel! 10. Baͤst dich matt um mich geschritten,/ hast am Rreuze mich erstritten;/ das sei nicht umsonst gelitten. JII. Richter mit der heilgen Wage,/ tilge wider mich die Klage/ vor dem großen Raͤchetage. 12. Sieh, ich seufze schuldbeladen,/ schamrot über schweren Schaͤden!/ Hör mein Flehen, Gott in Gnaͤdenl 13. Du, der schuldfrei sprach Marien/ und dem Schächer noch verziehen,/ haͤst auch Hoffnung mir verliehen. I4. Mein Gebet gilt nicht so teuer,/ aber laß mich, o mein Treuer,/ nicht vergehn im ewgen Feuer! I5. Zu den Schafen mich geleite,/ von den Böcken in die Weite/ stelle mich zur rechten Seite. 16. Wenn Verworfne sich entfärben,/ die du hinsprichst ins Verderben,/ rufe mich mit deinen Erben. 396 2 N„NI ätin W—— +11 14411 elt in un der 5 zum Brüfte reatur alles war, nwalt deckt deiner reuze ich die über en! hächer ich, o in die prichst Gericht und Ewigkeit 478 17. Tief im Staub ring ich die Hände;/ zum zerknirschten Geist dich wende;/ Herr, verwaͤlte du mein Ende! J8. Tag voll Tränen und voll Grauen,/ Gott die Kreag⸗ tur wird schauen/ aus dem Graͤbe sich erheben./ Schenk uns, Berr, das ewge Ceben! Frommer Jesu, Seiland du,/ allen schenk die ewge Ruhl/ Amen. Nach dem lateinischen Lied des 13. Jahrh. Dies irae, deutsch von Albert KRnapp, 1864. 47⁸ (J5. Jahrhundert.) Wittenberg 1524. 4 + +. ——— —————————— Mit⸗ten wir im Ce⸗ben sind/ mit dem Tod um⸗ wer ist, der uns Bil⸗fe tu,/ daß wir Gnad er⸗ n — E— E—. fan gen. lan 050 Das bist du, Serr, al⸗lei⸗ x ‚. 4—— 2 ne. uns reu⸗et uns⸗re Mis⸗se⸗— die—.— er⸗ EIE.R +*— EEE. 2— zür⸗net hat./ HBei⸗li⸗ ger Ber⸗ re Gott,/ hei· li⸗ger, —— II....I— A li⸗ger, barm⸗her⸗— Bei⸗land,/ in— e wi⸗—.— ¶laß uns nicht ver⸗ sin⸗ ken/ * EE 2 —— in des bittern To⸗des Not!/ Er⸗barm dich un⸗ser! 397 479 Gericht und Ewigkeit 2. Mitten in dem Tod anficht/ uns der Hölle Rachen. Wer will uns aus solcher Wot/ frei und ledig machenꝰ/ Das tust du, Herr, alleine./ Es jammert dein Barmherzig— keit/ unsre Suͤnd und großes Leid./ Seiliger Zerre Gott// heiliger, starker Gott,/ heiliger, barmherziger Heiland,/ du ewiger Gott,/ laß uns nicht verzaͤgen/ vor der tiefen Sölle Glut!/ Erbarm dich unser! 3. Mitten in der Höllen Angst/ unsre Sund uns treiben./ Wo solln wir denn fliehen hin,/ da wir möͤgen bleibenꝰ/ Ju dir, Serr Christ, alleine!/ Vergossen ist dein teures Blut,/ das gnug für die Sünde tut. Beiliger Herre Gott,/ heiliger, starker Gott,/ heiliger, barmherziger Heiland,/ du ewiger Gott,/ laß uns nicht entfallen/ von des rechten Glaubens Trostl/ Erbarm dich unser! D. IMedia vita in morte sumus(Alte Rirche V. 2 u. 3 von Martin& uther, + 1546. 479 Srankfurt a. M. I509. —„— „Wa-chet auf!“ ruft uns die Stim- me U/ der Mitter-nacht heißt die se Stun- de;/ sie J. ———— ———— ——— Wäch ter sehr hoch auf der Zin-⸗ ne,/„wach auf, ru⸗-fen uns mit hel-lem Munde:/„wo seid + du Stadt Je⸗ ru⸗- sa⸗lem!“/ ihr klu-gen Jung-frau 990 Wohl-auf, der —— Bräut⸗gam kömmt,/ steht auf, die Cam pen nehmtl/ 78 — 14111 Akeit en./ nꝰ/ erzig⸗ ott,/ „du Hölle oen./ en?/ ;lut,/ mt,; „/du chten Kirche 5½6. J599. Gericht und Ewi — 4 Iid V II Zal⸗le⸗lu-ja!/ Macht euch be reit/ zu der + —— Hoch⸗zeit;/ ihr müs set ihm ent ge-⸗gen⸗gehn.“ 2. Jion hört die Wächter singen,/ das Serz will ihr vor Freude springen, /sie wachet und steht eilend auf./ Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig,/ von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig,/ ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Mun komm, du werte Rron,/ Herr Jesu, Gottes Sohn!/ Hosiannal/ Wir folgen all/ zum Freudensaal/ und halten mit das Abendmahl. 3. Glorig sei dir gesungen/ mit Menschen- und mit Engelzungen,/ mit Harfen und mit Zimbeln schön./ Von zwölf Perlen sind die Tore/ an deiner Stadt, wir stehn im Chore/ der Engel hoch um deinen Thron. Rein Aug haͤt je gesehn,/ kein Ohr hat je gehört/ solche Freude;/ drum jauchzen wir/ und singen dir/ das Halleluja für und für. Philipp Micolai, 1608. 480 Erfurt 1663. Ze-ru- sa- lem, du hoch ge-bau⸗ Mein sehn-lich Herz so groß Ver⸗lan⸗gen ————.—.———.— 23.—..— 0—————**—— äSIIIIIFI.. Staͤdt,/ wollt Gott, ich wär in dir! it hat/ und ist nicht mehr bei mir, 9 PSPPIIIIIITITTITITTI TI T W———.— uü⸗ber Berg und Tarle,/ weit ü⸗ber blaches Feld/ schwingt 399 481 Gericht und Ewigkeit 2.———— un—.— ESSSESEEE—. es sich ü⸗-ber al le/ und eilt aus die⸗ ser Welt. 2. O schöner Tag und noch viel schoͤnre Stund,/ wann bist du endlich hier,/ da ich mit Cust und freiem Freudenmund/ die Seele geb von mir/ in Gottes treue aͤnde/ zum auserwahlten Pfand,/ daß sie mit Heil anlände/ in jenem Vaterland! 3. O Ehrenburg, sei nun gegruͤßet mir,/ tu auf der Gnaden Pfort!l/ Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir,/ eh ich bin kommen fort/ aͤus jenem bösen Ceben,/ aus jener Michtig⸗ keit/ und mir Gott hat gegeben/ das Erb der Ewigkeit! 4. Was fuͤr ein Volk, was fuͤr ein edle Schar/ kommt dort gezogen schon?/ Was in der Welt von Auserwählten war,/ seh ich, die beste Rron,/ die Jesus mir, der Herre,/ ent— gegen hat gesandt,/ da ich noch war von ferne/ in meinem Tränenland. 5. Propheten groß und Patriarchen hoch,/ auch Christen insgemein,/ die weiland dort trugen des Kreuzes Joch/ und der Tyrannen Pein,/ schau ich in Ehren schweben,/ in Freiheit überall,/ mit Rlarheit hell umgeben,/ mit sonnen⸗ lichtem Strahl. G. Wenn daͤnn zuletzt ich angelanget bin/ im schönen Paradeis,/ von höchster Freud erfuͤllet wird der Sinn,/ der Mund von Lob und Preis;/ das Halleluja reine/ man singt in Heiligkeit,/ das Hosianna feine/ ohn End in Ewigkeit; 7. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön,/ in Chören ohne Zahl,/ daß von dem Schall und lieblichen Getön/ sich regt der Freudensaaͤl,/ mit hunderttaͤusend Zungen,/ mit Stimmen noch viel mehr,/ als von Anfang gesungen/ das selge Himmelsheer. Joh. Matthäus Meyfart, 4 1642. 481 Frankfurt a. M. 1738. E J. Schö⸗ner Him⸗mels⸗ saal,/ VUa- ter⸗ land der keit — elt. Rbist die AIten aden bin htig⸗ ö dort ar,/ ent⸗ nem isten und in nen⸗ onen der ingt keit; ören sich mit das 16½2. Gericht und Ewigkeit 482 —————..——.—— 5——.— Frommen,/ die aus—— Her Qual/ die⸗ses CLe⸗bens kommen/ und von kei⸗ner Cust/ in der Welt gewußt! 2. Sei mir hoch gegrüßt;/ dich such ich vor allen,/ weil ich öd und wüst/ in der Welt muß waͤllen/ und von Rreuz und Pein/ nie befreit kann sein. 3. Deinetwegen bloß/ trag ich dies mein Ceiden,/ diesen Herzensstoß/ willig und mit Freuden;/ du versüßest mir/ alles Bittre hier. 4. Trüg mein armes Serz/ nicht nach dir Verlangen,/ o, in meinem Schmerz/ wär ich längst vergangen;/ du bist, einzig du,/ nichts sonst meine Ruh. 5. Gott, du kennst vorhin/ alles, was mich kränket,/ und woran mein Sinn/ Tag und Nacht gedenket;/ niemand weiß um mich,/ als nur du und ich. 6. O wie werd ich mich/ dort an dir erquicken!/ Du wirst mich, und ich/ werde dich erblicken,/ ewig herrlich, reich/ und den Engeln gleich. 7. Schöner Simmelssaal,/ Vaterland der Frommen,/ Ende meiner Qual,/ heiß mich zu dir kommen!/ Denn ich wünsch allein,/ bald bei dir zu sein. Simon Dach, 1659. 48 2 Johann Crüger, I647. JI.. EI— —— 23n d L ö—.— dne e,. d e, dere H. J. O wie se⸗lig seid ihr doch, ihr Frommen,/ die ——— ——————— ihr durch den Tod zu Gott ge⸗ mmen! Bor feid en ent⸗ 501 + 483 Gericht und Ewigkeit — n Ln r. . S........ E gan⸗gen/ al⸗-ler Not, die uns noch hält ge ⸗ fan ⸗gen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben,/ da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben; /was wir hier kennen,/ ist nur Můh und Berzeleid zu nennen. 3. Ihr dagegen ruht in eurer Ram mer,/ sicher und be⸗ freit von allem Jammer;/ kein Rreuz und Ceiden/ ist euch hinderlich in euren Freuden. 4J. Christus wischet ab euch alle Traͤnen;/ ihr habt das schon, wonach wir uns sehnen;/ euch wird gesungen,/ was in keines Ohr allhier gedrungen. 5. Ach wer wollte denn nicht gerne sterben/ und den Bimmel für die Welt erwerben?/ Wer wollt hier bleiben,/ sich vom Jammer länger lassen treiben? G. Romm, o Herr, uns aus dem Joch zu spannen,/ lös uns auf und fuhr uns bald von dannen!/ Bei dir, o Sonne,/ ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach, 1659. 483 Berlin J653. 2— 2—1 ——.—————ji— ...— „ e: sus, mei⸗ ne die⸗ ses weiß ich, Zu⸗-ver-sicht/ und mein sollt ich nicht/ dar⸗ um Bei-land, ist im Le-⸗ ben: mich zu-⸗frie-den ge⸗ ben,) en. nur hier dbe⸗ euch das was den en,/ los ine,/ 1659. Gericht und Ewigkeit — ⸗ ...I...... Z. 1 I d To⸗ es⸗nacht/ mir auch für Ge dan⸗ken macht? 2. Jesus, er, mein Heiland, lebt,/ ich werd auch das Leben schauen,/ sein, wo mein Erlöser schwebt,/ warum sollte mir denn grauen? /Cässet auch ein Haupt sein Glied,/ welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band/ zu genau mit ihm verbunden;/ meine starke Glaͤubenshand/ wird in ihn ge⸗ legt befunden,/ daß mich auch kein Todesbann/ ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher/ auch einmal zu Asche werden,/ dieses weiß ich; doch wird er/ mich erwecken aus der Erden,/ daß ich in der Herrlichkeit/ um ihn sein mög allezeit. 5. Dann wird meiner Augen Licht/ diesen meinen Hei— land kennen,/ und ich selbst, ich zweifle nicht,/ werd in seiner Ciebe brennen;/ nur die Schwachheit um und an/ wird von mir sein abgetan. E. Seid getrost und hocherfreut,/ Jesus trägt euch, seine Glieder; /gebt nicht statt der Traurigkeit!/ Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder,/ wenn einst die Posaun erklingt,/ die auch durch die Gräber dringt. 7. Nur, daß ihr den Geist erhebt/ von den Lusten dieser Erden/ und euch dem schon jetzt ergebt,/ dem ihr dort ver— eint sollt werden./ Schickt das Serze da hinein,/ wo ihr ewig wünscht zu sein. Trostlied der Rurfürstin Luise Senriette von Brandenburg. Berlin 1653. 484 Joh. Crüger, 1653. 2..— I EE —— E wig⸗keit, du Don-ner-wort,/ o E-wigkeit, Jeit oh ne Jeit,/ ich 503 —— Gericht und Ewigkeit Schwert, das durch die See-le bohrt,/ 0 An-fang weiß vor gro⸗-ßer Trau- rig-keit/ nicht, wo ich x 1— ö —— ——————— mein ganz er⸗-schrock⸗nes Herz 1387 son⸗ der En ⸗de! mich hin⸗ wen ⸗ de;/ 4 ———— ö n n. 4 er⸗bebt,/ wenn mir dies Wort im Sin-ne schwebt. 2. Rein Unglück ist in aller Welt,/ das endlich mit der Jeit nicht fällt,/ nicht endlich muß vergehen./ Nur die unselge Ewigkeit/ ist ohne Maße, Ziel und Zeit,/ bleibt un⸗ verändert stehen;/ ja, wie mein Seilaͤnd selber spricht: „Ihr Wurm und Feuer stirbet nicht.“ 3. O Ewigkeit, du machst mir bang!/ O ewig, ewig ist zu lang!l/ Sier gilt fürwahr kein Scherzen./ Drum, wenn ich diese lange Nacht/ zusaͤmt der großen Pein betracht,/ er⸗ schreck ich recht von Serzen. /Nichts ist zu finden weit und breit/ so schrecklich als die Ewigkeit. 4. Ach Gott, wie bist du so gerecht,/ wie strafest du den bösen Knecht/ so hart mit ewgen Schmerzen! /Auf kurze Sünden dieser Welt/ hast du so laͤnge Pein bestellt./ Ach nimm es wohl zu Herzen,/ bedenk es oft, o Menschenkind:/ kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. 5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaͤf, /ermuntre dich, verlornes Schaf,/ und beßre bald dein Leben!/ Wach auf, es ist sehr hohe Jeit,/ es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Cohn zu geben./ Vielleicht ist heut der letzte Tag;/ wer weiß doch, wie er sterben mag. G. O Ewigkeit, du Donnerwort, /o Schwert, das durch die Seele bohrt, /o Anfaͤng sonder Ende! /O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit,/ ich weiß vor großer Traͤurigkeit/ nicht, wo ich mich hinwende./ Wimm du mich, wenn es dir gefällt,/ Zerr Jesu, in dein Freudenzelt! Zohann Rist, 166/. it und du den fkurze Ach kind: muntre „Wach geit, r letzte s durch vigkeit, icht, wo efällt, t, + Jo Gericht und Ewigkeit 485.486 485 mel. O Ewigkeit, du Donnerwort(Nr. 484). J. OEwigkeit, du Freudenwort,/ das mich erquicket fort und fort, /o Anfang sonder Ende!/ O Ewigkeit, Freud ohne Leid,/ ich weiß vor Herzensfröhlichkeit/ nichts mehr vom Weltelende,/ das uns in diesem Leben quält,/ weil ich die Ewigkeit erwählt. 2. Kein Herrlichkeit ist in der Welt,/ die endlich mit der Jeit nicht fällt/ und gänzlich muß vergehen;/ allein die selge Ewigkeit /bleibt ohne Jahre, Ziel und Jeit,/ bleibt unverändert stehen;/ ja, wie das Wort des Herren spricht:/ Sie welket und vergehet nicht. 3. OEwigkeit, du währest lang!/ Wenn mir auf Erden gleich ist bang,/ weiß ich, daß dies aufhöret;/ drum, wenn ich diese langezeit/ erwäge samt der Seligkeit,/ die ewig nichts zerstöret,/ so acht ich alles Eeiden kaum/ als einen ängstlich bösen Traum. 4. Im Himmel lebt der Christen Schar/ bei Gott viel tausend, taͤusend Jahr/ und werden des nicht müde;/ sie haben mehr als Sonnenlicht,/ sie sehen Gottes Angesicht,/ sie haben goldnen Frieden,/ wo Christus gibt, wie er ver— heißt,/ das Manna, so die Engel speist. S. Ach wie verlanget doch nach dir/ mein mattes Herze mit Begier,/ du überselig Ceben!/ Ach bringe mich, mein Gott, dahin,/ wonach jetzt Seele, Nut und Sinn/ mit allen Kräften streben./ Der schnöden Welt vergeß ich ganz/ und sehn' mich nach des Himmels Glanz. C. OEwigkeit, du Freudenwort,/ das mich erquicket fort und fort,/ o Anfang sonder Ende!/ OEwigkeit, Freud ohne Leid,/ ich weiß von keiner Traͤurigkeit,/ wenn ich mich zu dir wende./ Herr Jesu, gib mir solchen Sinn,/ bis ich dort ewig bei dir bin. Kaspar Seunisch, 4 1690. 486 Mel. Jesu, meines Lebens Leben(oder wie Nr. JIoo). Christoph Anton, I65J. + x—— ů ö ö ren CEsIsIs;st;t;t;t»t!3 Al le Mmen⸗ schen müs⸗sen ster-ben,/ was da le ⸗ bet, muß ver⸗der-⸗ben,/ 305 9———.— und Ewigkeit al⸗les Fleisch bantoebt wie Beu;! ů soll es an⸗»ders wer den neu. diese Ceib, der 7 ———— 2—0 ö en e. n„e die e,. —————.³———..—— muß ver⸗ we ⸗ sen,/ wenn er anders soll ge⸗ne⸗sen/ zu der I gro⸗ßen Serr-lich⸗keit,/ die den From-men ist be⸗reit. 2. Drum, so will ich dieses Ceben, /weil es meinem Gott beliebt,/ auch ganz willig von mir geben,/ bin darüber nicht betrübt;/ denn in meines Jesu Wunden/ hab ich schon Erlösung funden,/ und mein Trost in Todesnot ist des Zerren Jesu Tod. 3. Christus ist für mich gestorben,/ und sein Tod ist mein Gewinn; /er hat mir das Heil erworben,/ drum fahr ich mit Freuden hin,/ hin aus diesem Weltgetümmel/ in den schönen Gotteshimmel,/ da ich werde allezeit/ schauen Gottes Herrlichkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben,/ da viel tausend Seelen schon /sind mit Zimmelsglanz umgeben,/ dienen Gott vor seinem Thron;/ da die Seraphinen prangen/ und das hohe Lied anfangen: /Heilig, heilig, heilig heißt/ Gott, der Vater, Sohn und Geist! 5. Da die Patriarchen wohnen,/ die Propheten allzu⸗ mal;/ wo auf ihren Ehrenthronen/ sitzet der Apostel Jahl;/ wo in soviel taͤusend Jahren /alle Frommen hin— gefahren,/ wo dem Herrn, der uns versöhnt,/ ewig Balle⸗ 96 tönt. 5. O Jerusaͤlem, du schöne, Jach wie helle glänzest dul! Ach wie lieblich Lobgetöne/ hört man da in sanfter Ruhl O der großen Freud und Wonnel/ Jetzo gehet auf die Sonne/ jetzo gehet an der Tag,/ der kein Ende nehmen mag. 506 Ge Mel. digkeit reit. em Gott darüber hab ich znot/ ist ist mein fahr ich in den schauen tausend dienen en/ und zt/ Gott, en allzu Apostel men hin— dig Balle. zest dul! er Ruhl Sonne/ Gericht und Ewigkeit 487 7. Ach ich habe schon erblicket/ alle diese Serrlichkeit;/ jetzo werd ich schon geschmücket/ mit dem weißen Simmels— kleid, /mit der güldnen Ehrenkrone, /stehe da vor Gottes Throne,/ schaue solche Freude an, /die kein Ende nehmen kann. Leipzig 1652. 48⁷ Mel. Ich hab mein Sach Sott heimgestellt.(Vorreformatorisch.) Soh. Rhau, V Wetter J589. —— ö 2— *— J. Wie fleucht da- hin der Men⸗ schen Zeit,/ ,.,..*— wie ei ⸗let man zur E⸗-wig-keit!/ wie x d, in. ö ö—8—.———.—..— 2 ö 2 33.——.5 S5— we⸗nig den⸗ken an die Stund/ von Ser- zens⸗ grund,/ wie schweigt da- von der trä ge Mund! 2. Das Ceben ist gleichwie ein Traum,‚, /sein nichtger, leerer Wasserschaum, /ein Augenblick, der schnell vergeht/ und nicht besteht,/ wie ihr dies täglich vor euch seht. 3. Wur du, Jehova, bleibest mir/ das, was du bist; ich traue dir./ Taß Berg und Hügel faͤllen hin,/ mir ists Ge— winn,/ wenn ich allein bei Jesu bin. 4. So lang ich in der Hütte wohn,/ so lehre mich, o Gottes Sohn!/ Gib, daß ich zähle meine Tag/ und munter waͤch,/ daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Wot? /Cust, Ehr und Reichtum in dem Tod? /O Mensch, du läufst dem Schatten zul/ Das merke du;/ du kommst sonst nicht zu waͤͤhrer Ruh. 307 488 Gericht und Ewigkeit E. Weg, Eitelkeit, der Toren CLust!/ Mir ist das hochste Gut bewußt;/ das such ich nur, das bleibet mir,/ so dort, wie hier;/ Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! 7. Was wird das sein, wenn ich dich seh/ und bald vor deinem Throne steh? /Du unterdessen lehre mich,/ daß stetig ich/ mit klugem Serzen suche dich. Ioachim Meander, f J680 488 Mel. Serzlich rut mich verlangen. Zans Leo Saßler, Iool 2......* REE + DS—. 2——... II—2—.———.— 2 1. ——— 3— Be⸗den⸗ke, Mensch, das En⸗de,/ be⸗den e [Der Tod kommt oft be⸗-hen ⸗de;/ der heu te 1 455555 . dei ⸗ nen Tod! frisch und rot, und ge-⸗ schwin⸗der/ hin- weg⸗ ge⸗stor⸗ben sein;/ drum —— — III— 8 I 2 — 1 — 1I.22 72 ů ISISSN bil ⸗de dir, o Sün-:der,/ ein täg-lich Ster⸗ben ein. 2. Bedenke, Mensch, das Ende, /bedenke das Gerichtl Es müssen alle Stände/ vor Jesu Angesicht;/ kein Mensch ist ausgenommen,/ dort muß ein jeder nahn/ und wird den Cohn bekommen,/ nachdem er hier getan. 3. Bedenke, Mensch, das Ende,/ der Sölle Angst un Ceid,/ daß dich die Welt nicht blende/ mit ihrer Eitelkeit. Bier ist ein kurzes Freuen,/ dort aber ewiglich/ ein klaͤglich schmerzlich Schreien;/ ach Sünder, huͤte dich! ö 508 kann mor⸗gen wigkeit as höchste /so dort bald vor ich,/ daß nder, I6de daßler, I6ol ben ein. Gerichtl ein Mensch d wird den Angst ussh Eitelkeit. in kläglich Gericht und Ewigkeit 489 4. Bedenke, Mensch, das Ende,/ bedenke doch die Zeit,/ daß dich ja nichts abwende/ von jener Serrlichkeit,/ womit vor Gottes Throne/ die Seele wird gepflent;/ dort ist die Cebenskrone/ den Frommen beigelegt. 5. Berr, lehre mich bedenken/ der Zeiten letzte Zeit,/ daß, sich nach dir zu lenken,/ mein Serze sei bereit./ Caß mich den Tod betrachten/ und deinen Richterthron,/ laß mich auch nicht verachten/ der Hölle Sündenlohn. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten/ auf meinen letzten Tag/ mit Buße mich bereiten/ und täglich sterben mag./ Im Tod und vor Gerichte/ steh mir, o Jesu, bei,/ daß ich im Zim⸗ melslichte/ zu wohnen wüurdig sei. Salomo Liscow(D, 4 1689. 489 Mel. Erquicke mich, du Seil der Sünder(Nr. II6). J. Ich ruhe nun in Gottes Armen,/ mein Ceib schlaͤft sanft und selig ein;/ die Ciebe lässet mich erwarmen/ bei ewig gnaͤdenreichem Schein. Dort hatt ich wenig Ruhe— stunden,/ hier haͤb ich sie in Gott gefunden. 2. Hier hab ich alles zu genießen,/ worauf mein Glaube sich gefreut;/ der Cebensquell läßt auf mich fließen/ die Ströme seiner Seligkeit./ Mein Freudenmeer ist Gottes Fülle; /bei dem ist meine Seele stille. 3. Mein matter Leib schläft in der Erden,/ er schläft, bis ihn mein Freund erweckt./ Die Asche wird zur Sonne werden,/ ob sie gleich finstre Macht jetzt deckt;/ er wird mit Freuden auferstehen,/ mit mir vereint zur Hochzeit gehen. 4. Da wird das Camm mich ewig weiden /auf Auen selger Sicherheit;/ da ist das Himmelsbrot der Freuden/ in Ewigkeit für mich bereit;/ das haͤb ich schon von Gott emp⸗ fangen/ mit denen, die vorangegangen. 5. Ihr, die ihr jetzo Tränen speiset,/ denkt an des Sim— mels Freudenmahl;/ ob ihr noch durch die Wüste reiset,/ Gott bringt euch in den Ehrensaal;/ da werdet ihr mit Freuden sehen,/ wie wohl mir durch den Tod geschehen. Vor 1694. 17 509 490 Gericht und Ewigkeit 490 Mel. Valet will ich dir geben(Nr. 442). J. Ermuntert euch, ihr Frommen! /Zeigt eurer Campen Schein;/ der Abend ist gekommen,/ die finstre Maͤcht bricht ein;/ es hat sich aufgemachet/ der Bräutigam mit Pracht./ Auf, betet, kämpft und wachet!/ Bald ist es Mitternacht. 2. Macht eure Campen fertig/ und fuͤllet sie mit l/ und seid des Serrn gewärtig; bereitet Ceib und Seel./ Die Wächter Zions schreien:/ Der Bräutigaͤm ist nah./ Be⸗ gegnet ihm in Reihen/ und singt Salleluja! 3. Ihr klugen Jungfraun alle,/ hebt nun das Saupt empor/ mit Jauchzen und mit Schalle/ zum frohen Engel— chor! /Die Tür ist aufgeschlossen,/ die Hochzeit ist bereit;/ auf, auf, ihr Reichsgenossen!/ Der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen;/ drum schlafet nicht mehr ein!/ Man sieht die Bäume blühen,/ der schönste Frühlingsschein/ verheißt Erquickungszeiten; /die Abend— röte zeigt/ den schönen Tag von weitem,/ davor das Dunkel weicht. S. Begegnet ihm auf Erden,/ ihr, die ihr Zion liebt,/ mit freudigen Gebärden/ und seid nicht mehr betruͤbt!/ Es sind die Freudenstunden/ gekommen, und der Braͤut/ wird, weil sie überwunden,/ die Rrone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getraͤͤgen/ und mit gestorben seid,/ sollt nun nach Kreuz und Rlaͤgen/ in Freuden sonder Leid/ mit leben und regieren/ und vor des Cammes Thron/ mit Jaͤuchzen triumphieren/ in eurer Siegeskron. 7. Hier sind die Siegespaͤlmen,/ hier ist das weiße Kleid; hier stehn die Weizenhalmen/ in Frieden nach dem Streit und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein',/ die dort der Tod erschlagen;/ hier quillt der Freudenwein. 8. Bier ist die Stadt der Freuden,/ Jerusalem, der Ort, wo die Erlösten weiden;/ hier ist die sichre Pfort,/ hier sind die güldnen Gassen;/ hier ist der Freudensaal,/ da wir uns niederlassen/ zum ewgen Hochzeitsmahl. EE wigkeit Campen cht bricht Pracht.) »nacht. Gl/ und el./ Die h./ Be⸗ 5 Haupt n Engel— bereit;/ icht weit. fet nicht schönste e Abend⸗ 5s Dunkel ebt,/ mit Es sind Hird, weil id,/ sollt eid/ mit on/ mit e KXleid; Streit/ ein',/ die dein. der Ort, hier sind wir uns Gericht und Ewigkeit 491 9. O Zesu, meine Wonne,/ komm bald und mach dich aufl/ Geh auf, ersehnte Sonne,/ und foͤrdre deinen Laufl/ O Jesu, mach ein Ende/ und führ uns aus dem Streit;/ wir heben Haupt und Hände/ nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti, 1722. 491 Mel. Unser Herrscher, unser König(oder wie Nr. 366). Bremen J1680. +7—.——. —— 2.————— ————0———— 2 Wer sind die vor Got-tes Thro-ne,/ was ist Ze-der trä⸗get ei- ne Kro⸗ ne,/ glän⸗zet dö,, das für ei ne Schar? al e gleich den Ster⸗ nen klar; e in 4 ——.— P e, sin gen all,—— ben Cott mit ho⸗ hem Schall. 2. Wer sind die, so Palmen tragen/ wie ein Sieger in der Hand,/ wenn er seinen Feind erschlaͤgen,/ hingestrecket in den Sand? /Welcher Streit und welcher RKrieg/ hat er⸗— zeuget diesen Sieg? 3. Wer sind die in reiner Seide/ göttlicher Gerechtigkeit,/ angetan mit weißem Kleide,/ das bestäubet keine Zeit/ und veraltet nimmermehr? /Wo sind diese kommen her? J. Es sind die, so wohl gekämpfet/ für des großen Gottes Ehr,/ haben Fleisch und Blut gedämpfet,/ folgend nicht dem Sünderheer;/ die erlaͤnget auf den Krieg/ durch des Berren Arm den Sieg. 5. Es sind die, so durchgedrungen/ durch viel Trübsal, Angst und Not, /im Gebet auch oft gerungen/ mit dem hochgelobten Gott;/ nun hat dieser RKampf ein End,/ Gott hat all ihr Leid gewendt. 17²⁵ 5I 492 Gericht und Ewigkeit G. Es sind die, so stets erschienen/ hier als Priester vor ö dem Serrn,/ Tag und Nacht bereit zu dienen,/ Ceib und Seel geopfert gern;/ nunmehr stehn sie all herum/ vor dem Stuhl im Seiligtum. 7. Dahin streck auch ich die aͤnde,/ oerr Jesu, zu dir aus; mein Gebet zu dir ich wende,/ der ich noch in deinem Haus/ hier auf Erden steh im Streit:/ treibe, Serr, die Feinde weit! 8. Hilf mir in dem Rampfe siegen/ wider Sünde, Söll und Welt;/ laß mich nicht daͤniederliegen,/ wenn ein Sturm mich überfällt;/ führe mich aus aller Wot,/ Herr, miiz Fels, mein treuer Gott! 9. Daß mein Teil sei bei den Frommen,/ welche, Herr, dir ähnlich sind/ und aus großer Trübsal kommen;/ hilf, daß ich auch überwind/ alle Trübsal, Wot und Tod, bis ich komm zu meinem Gott! I0. O, wie groß wird sein die Wonne,/ wenn ich mit der heilgen Schar/ in dem Straͤhl der reinen Sonne/ leuchte wie die Sterne klar!/ Amen, Lob sei dir bereit,/ Dank und Preis in Ewigkeit! Zeinr. Theobald Schenck, + 1727 492 Mel. Zesu, meines Lebens Leben(Mr. 486). J. O wie fröhlich, o wie selig/ werden wir im Simmel sein!/ Droben ernten wir unzählig/ unsre Freudengarben ein./ Gehen wir hier hin und weinen,/ dorten wird die Sonne scheinen;/ dort ist LTag und keine Naͤcht,/ dort, wo man nach Tränen laͤcht. 2. Ach wer wollte sich nicht sehnen,/ dort in Zion bald zu stehn/ und aus diesem Tal der Tränen/ an den Freudenort zu gehn,/ wo sich unser Kreuz in Palmen,/ unser Klaͤgelied in Psalmen,/ unsre Cast in CLust verkehrt/ und das Jaͤuchzen ewig währt! 3. O wie werden wir so schöne bei der RKlaͤrheit Gottes sein!/ Wie wird uns das Cobgetöne/ seiner Engelschar er— freun!l /Wie wird unsre RKrone glänzen/ bei so vielen Siegeskränzen!/ Wie wird unser Kleid so rein,/ heller alz die Sonne sein! 54 2 — EIII wigkeit ester vor Leib und vor dem dir aus aus/ hier 'eit! Höll und Sturm rr, mein Herr, dir hilf, daß bis ich hãmit der „leuchte dank und nck, 4 1727. Himmel engarben wird die dort, wo n bald zu eudenort Klagelied uUnd das it Gottes Ischar er— so vielen heller als Gericht und Ewigkeit 493 4. Ach wann werd ich dahin kommen,/ daß ich Gottes Antlitz schau?/ Werd ich nicht bald aufgenommen/ in den schonen Himmelsbau,/ dessen Grund den Perlen gleichet,/ dessen Glanz die Sonne weichet,/ dessen wundervolle Pracht/ alles Gold beschämet macht? 5. Nun, so stille mein Verlangen, /o du großer Cebens⸗ fürst!/ Laß mich bald dahin gelangen,/ wo du mich recht tröͤsten wirst./ Unterdessen laß auf Erden/ schon mein Herz recht himmlisch werden,/ bis mein Los auf jener Welt/ auf das allerhöchste fällt. Benjamin Schmolck, 1737. 493 Joh. Sottfried Schicht, I8I9. 2. ö ——— nnn, ni r ESESESESEE Vach ei⸗ ner Prü⸗fung kur⸗zer Ta⸗ ge s/ er⸗ Dort, dort ver⸗-wan⸗delt sich die Kla ⸗ges/ in 1— 1 ILX T —— de n eet waͤr⸗tet uns die E⸗wig⸗-keit! gött⸗li che Zu⸗frie⸗den⸗-heit. —.—— ih⸗ren Fleiß,/ und je ne Welt reicht ihr den Preis. 2. Wahr ists, der Fromme schmeckt auf Erden/ schon manchen selgen Augenblick;/ doch alle Freuden, die ihm werden,/ sind ihm ein unvollkommnes Glück. /Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh/ nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald stören ihn des RKörpers Schmerzen,/ bald das Geräusche dieser Welt,/ bald kämpft in seinem eignen Zerzen/ ein Feind, der öfter siegt, als faͤllt;/ bald sinkt er durch des Nächsten Schuld/ in Kummer und in Ungeduld. J. Zier, wo die Tugend oftmals leidet,/ das Caster oft— mals glücklich ist,/ wo man den Glücklichen beneidet/ und Hier übt die Tu⸗gend 513 493 Gericht und Ewigkeit des Bekümmerten vergißt,/ hier kann der Mensch nie frei von Pein,/ nie frei von eigner Schwachheit sein. S. Hier such ichs nur, dort werd ichs finden;/ dort werd ich, heilig und verklärt,/ der Tugend ganzen Wert emp—⸗ finden,/ den unaussprechlich großen Wert;/ den Gott der Ciebe werd ich sehn,/ ihn lieben, ewig ihn erhöhn. E. Da wird des Vaters heilger Wille/ mein Will und meine Wohlfaͤhrt sein,/ und lieblich Wesen, Heil die Fuͤlle,/ am Throne Gottes mich erfreun./ Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn/ mich fühlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd ich das im Licht erkennen,/ was ich auf Erden dunkel sah,/ das wunderbar und heilig nennen, was unerforschlich hier geschah;/ da denkt mein Geist mit Preis und Dank/ die Schickung im Zusammenhang. 8. Da werd ich zu dem Throne dringen,/ wo Gott, mein Heil, sich offenbart,/ ein Heilig, Seilig, Seilig! singen/ dem Camme, das erwürget ward,/ und Cherubim und Sera— phim/ und alle Himmel jauchzen ihm. 9. Da werd ich in der Engel Scharen/ mich ihnen gleich und heilig sehn,/ das nie gestörte Glück erfahren,/ stets fromm mit Frommen umzugehn. Da wird durch jeden Augenblick/ ihr Seil mein Heil, ihr Glück mein Glück. 10. Da werd ich dem den Dank bezaͤhlen,/ der Gottes Weg mich gehen hieß/ und ihn zu millionen Malen/ noch segnen, daß er ihn mir wies;/ daͤ find ich in des Höchsten Hand/ den Freund, den ich auf Erden fand. II. Da ruft, o möchte Gott es geben,/ vielleicht auch mir ein Selger zu: /Seil sei dir; denn du hast mein Ceben,/ die Seele mir gerettet, dul/ O Gott, wie muß dies Glück er— freun,/ der Retter einer Seele sein! I2. Was seid ihr, Ceiden dieser Erden,/ doch gegen diese HBerrlichkeit,/ die offenbar an uns soll werden/ von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit!/ Wie nichts, wie gaͤr nichts gegen sie! ist doch ein Augenblick voll Mühl Christian Fürchtegott Gellert, I70. 0 — — — HE KS 4U1 wigkeit nie frei Ort werd dert emp⸗ Gott der Will und e Fůlle,/ Hinn stets ich auf tennen, Geist mit g. ott, mein en/ dem nd Sera⸗ ꝛen gleich n,/ stets rch jeden en/ noch Höchsten auch mir ben,/ die Blück er⸗ gen diese n Ewig⸗ gen sie! ert, 4 o Gericht und Ewigkeit 494 49⁴4 Rel. 6 dir erhebt sich mein Gemüte(oder wie Nr. 309.) Leipzig 1785. I. Wi See⸗le ruht in Je⸗su Ar⸗men,/ der nun kann sich Serz an Herz er⸗ warmen;/ die 25*—— 2 IIEV e,.——————.— nrriin im Erdenschoß; die sie nach we⸗nig Ruh ist un⸗-aussprechlich groß, 6665 ä Rampfes- stun den bei ih⸗rem hol-den Freund ge— ab⸗ge⸗ wi schet,/ ihr Geist wird durch und durch er⸗ —.—.— ee Le. u— DDn fun⸗den;/ sie schwimmt im stil-len Frie-dens-meer. fri⸗schet,/ des Her ren Glanz ist um sie her. 2. Sie ist nun aller Not entnommen,/ ihr Schmerz und Seufzen ist dahin;/ sie ist zur Freudenkrone kommen,/ sie steht als Braut und RKönigin/ im Solde ewger Serrlich— keiten/ dem großen Rönig an der Seiten;/ sie sieht sein klares Angesicht. Sein freudenvolles, lieblich Wesen/ macht sie nun durch und durch genesen;/ sie ist ein ECicht im großen Licht. 3. Sie jauchzt dem Sterblichen entgegen:/ Ja, ja, nun ist mir ewig wohl!/ Ich bin durch meines Mittlers Segen/ des Lebens, Lichts und Freuden volll/ Mein schönes Erbteil ist mir worden; /viel tausend aus der Selgen Orten /be— wundern jaͤuchzend meine Pracht./ Man kann in allen Bimmelschoͤren/ gleichwie mit Donnerstimmen hören:/ Der Zerr hat alles wohlgemacht. 515 495 Gericht und Ewigkeit 4. Ja, wohlgemaͤcht durchs ganze Ceben,/ recht wohl in meiner Todespein! /Sein muͤtterliches Traͤgen, Seben bracht mich heraus, hindurch, hinein!/ Heraus aus dieser Erden Cüsten,/ hindurch durch die Versuchungswüsten, hinein ins schöne Ranaan. Da darf ich auf den grünen Auen/ den Selden, der mich führte, schauen,/ der große Ding an mir getan. 5. Wun kann das Kind den Vater sehen,/ es fühlt den sanften Ciebestrieb;/ nun kann es Jesu Wort verstehen:/ er selbst, der Vater hat mich lieb!/ Ein unergründlich Meer des Guten,/ ein Abgrund ewger Segensfluten/ entdeckt sich dem verklärten Geist;/ er schaͤuet Gott von Angesichte/ und weiß, was Gottes Erb im Lichte/ und ein Miterbe Christi heißt. G. Der matte Ceib ruht in der Erden,/ er schläft, bis Christus ihn erweckt;/ dann wird der Staub zur Sonne werden,/ den jetzt die finstre Gruft bedeckt;/ dann werden wir mit allen Frommen,/ wer weiß, wie bald, zusaͤmmen— kommen/ und bei dem Serrn sein allezeit;/ dann werden wir ihn ewig sehen./ Wie wohl, wie wohl wird uns ge⸗ schehenl/ Herr Jesu, komm, mach uns bereit! Joh. Ronrad Ludwig Allendorf, 1 1773. 495⁵ Mel. Zu dir erhebt sich mein Semüte(Nr. 494, oder wie Nr. 300). J. Es ist noch eine Ruh vorhanden;/ auf, müdes Serz, und werde Licht!/ Du seufzest hier in deinen Banden,/ und deine Sonne scheinet nicht./ Sieh auf das Camm, das dich mit Freuden/ dort wird vor seinem Stuhle weiden;/ wirf hin die Cast und eil herzul/ Bald ist der heiße Kampf ge⸗ endet,/ bald, bald der saͤure Cauf vollendet;/ so gehst du ein zu deiner Ruh! 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren,/ die Ruhe, die kein Ende nimmt;/ es hat, da noch kein Mensch geboren,/ die Ciebe sie uns schon bestimmt. Der gute Sirte wollte sterben,/ uns diese Ruhe zu erwerben;/ er ruft, er locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr Frommen,/ versäumet nicht, heut einzukommen/ zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 518 wigkeit wohl in Beben/ is dieser üsten,/ grünen er große ühlt den henꝛ/ er Neer des sich dem nd weiß, ti heißt. läft, bis Sonne werden ammen⸗ werden uns ge⸗ rf, T I773 es Berz n,/ und das dich ;/wirf impf ge⸗ gehst du die kein en,/ die wollte cket weit rsäumet eit! Gericht und Ewigkeit 496 3. So kommet denn, ihr matten Seelen,/ die manche Last und Buͤrde drückt;/ eilt, eilt aus euren Kummerhöͤhlen,/ geht nicht mehr müde und gebückt./ Ihr habt des Tages Cast getragen,/ dafür läßt euch der Heiland sagen:/ Ich selbst will eure Ruhstatt sein!/ Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben;/ ob Suünde, Welt und Hoͤlle toben,/ seid nur ge— trost und gehet ein! 4. Da wird man Freudengarben bringen,/ denn unsre Traͤnensaat ist aus./ O, welch ein Jubel wird erklingen/ und süßer Ton im Vaterhaus!/ Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichen;/ es wird kein Tod uns mehr erreichen,/ wir werden den Erlöser sehn;/ die Trane wird vom Aug er wischen,/ sein CLebensstrom wird uns erfrischen./ Wer weiß, was sonst noch soll geschehn! s. Rein Durst noch Zunger wird uns schwächen,/ denn die Erquickungszeit ist da;/ die Sonne wird uns nicht mehr stechen;/ der Herr ist seinem Volke nah./ Er selbst will uͤber ihnen wohnen/ und ihre Treue wohl belohnen/ mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis./ Es werden die Gebeine grunen,/ der große Sabbat ist erschienen,/ da man von keiner Arbeit weiß. 6. Da ruhen wir und sind in Frieden/ und leben ewig sorgenlos./ Ach fasset dieses Wort, ihr mMuͤden! /Legt euch dem Seiland in den Schoß!/ Ach Flügel her! Wir müssen eilen/ und uns nicht länger hier verweilen,/ dort wartet schon die frohe Schar./ Fort, fort, mein Geist, zum Jubi— lieren;/ auf, gürte dich zum Triumphieren!/ Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Joh. Sigismund Runth, 1 J779. 496 Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Frankfurt a. M. I599. 0 3üit —.— * — 2 2 —3—3— mein Geist, Gott, wird ganz entzückt,/ wenn er hin⸗ Uwo dei⸗ne mil-de Va=ter⸗hand/ aus neu-en 496 Gericht und Ewigkeit 727 Ꝙ¹VQT — 1 ISISISISSSISII.— —+2— 2— 2 ö—.— auf gen Himmel blickt,/ 2— hin dein Rat uns lei⸗ tet; Wundern wird er⸗kannt,/ die du da⸗selbst ver⸗breitet. —. e— x. Mäch⸗tig/ fühl ich/ mich er⸗ ho⸗ ben,/ dich zu lo⸗ben,/ E= ö—— ö é x—— ———.———— der zum Ce⸗ben,/ das dort ist, mich will er⸗ he⸗ben. 2. Was sind die Freuden dieser Zeit,/ Herr, gegen jene Herrlichkeit, die dort bei dir zu finden?/ Du stellst uns hier auf Erden zwar/ viel Wunder deiner Guͤte dar/ zum fröhlichen Empfinden;/ doch hier/ sind wir/ bei den Freuden/ noch mit Ceiden/ stets umgeben;/ dort nur ist vollkommnes LCeben. 3. Rein Tod ist da mehr und kein Grab;/ dort wischest du die Tränen ab/ von deiner Kinder Wangen./ Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei;/ denn du, o Herr, maͤchst alles neu,/ das Alte ist vergangen;/ hinfort/ sind dort/ von ge⸗ rechten/ Gottesknechten/ keine Plagen/ mehr zur Prüfung zu ertragen. J. In unsres Gottes Heiligtum/ schaͤllt seines Namens hoher Ruhm/ von laͤuter frohen Jungen. /Sier strahlt die Berrlichkeit des Herrn;/ hier schaut man sie nicht mehr von fern,/ hier wird sie neu besungen./ Völlig/ gibt sich,/ sie zu trösten,/ den Erlösten/ zu erkennen/ der, den sie schon Vater nennen. S. Vor seinem Antlitz wandeln sie, /auf ewig frei von aller Müh,/ und schmecken seine Güte. /Hier stört den Frieden ihrer Brust/ und ihre taͤusendfaͤche Cust/ kein feindliches Gemuͤte;/ kein Neid,/ kein Streit/ hemmt die Triebe /reiner Liebe unter Seelen,/ die hinfüro nicht mehr fehlen. 518 wigkeit tet; itet. lo⸗ben,/ — ben. zen jene ins hier um bei den nur ist schest du ist kein st alles von ge⸗ drüfung Tamens ahlt die ·hr von ch,/ sie je schon rei von ört den kein umt die o nicht Gericht und Ewigkeit 497 6. Gott, welche Schar ist dort vereint!/ Die Frommen, die ich hier beweint,/ die find ich ewig wieder./ Dort sammelt deine Vaterhand,/ die deine CLiebe hier verband,/ Herr, alle deine Glieder./ Ewig/ werd ich,/ frei von Mängeln,/ selbst mit Engeln/ Freundschaft pflegen; /o ein Umgang voller Segen! 7. Wo ist mein Freund, des Höchsten Sohn,/ der mich ge— liebt? Wo glänzt sein Thron?/ In jenen Himmelshoͤhen,/ da werd ich dich, Herr Jesu Christ,/ so menschenfreundlich als du bist,/ auch mit Entzücken sehen;/ da wird,/ mein Hirt,/ von den Freuden nichts mich scheiden,/ die du droben/ deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich ist die neue Welt,/ die Gott den Frommen vorbehält!/ Kein Mensch kann sie erwerben./ O Jesu, Herr der Serrlichkeit,/ du hast die Stätt auch mir bereit;/ hilf sie mir auch ererben!/ Caß mich/ eifrig/ danach streben/ und so leben /aͤuf der Erde,/ daß ich dort dein Erbe werde. Samuel Diterich, 1 1797(nach Ahasverus Sritsch, T 70I. 497 Mel. Es ist gewißlich an der Zeit(Nr. 270). J. Schon ist der Tag von Gott bestimmt,/ da, wer auf Erden wandelt,/ sein Los aus Gottes Händen nimmt,/ nachdem er hier gehaͤndelt./ Er kommt, er kommt, des Menschen Sohn;/ er kommt,‚ und Wolken sind sein Thron,/ der Erde Rreis zu richten. 2. Hier an dem Rand der Ewigkeit/ versammeln sich die Schaͤren,/ die seit dem ersten Tag der Zeit/ der Erde Bürger waren,/ nur dem Allwissenden bekannt,/ unzählbar, wie des Meeres Sand;/ hier stehn sie vor dem Richter. 3. Hier muß der falsche Wahn der Welt/ der Wahrheit unterliegen./ Hier, wo das Recht die Wage hält,/ wird keine Sünde siegen./ Sier ist zur Buße nicht mehr Frist,/ hier gilt nicht mehr Betrug und List,/ hier gilt kein falscher Jeuge. J. Der Richter spricht; der Himmel schweigt,/ und alle Völker hören/ erwartungsvoll und tief gebeugt:/ RKommt, erbt das Reich der Ehren! /So spricht er zu der frommen 519 498 Gericht und Ewigkeit Schar;/ zu der, die ihm nicht folgsam war:/ Binweg von mir, Verbrecher! 5. Sie gehn verzweifelnd, jammern, flehn:/ Stürzt uͤber uns zusammen,/ ihr Welten, fallt, daß wir vergehn,/ die wir uns selbst verdammen!/ Die Frommen aber stehn im Licht/ des Friedens, und ihr Angesicht/ strahlt seliges Entzücken. G. Frohlockend ziehn sie in das Reich,/ das Gott fuͤr sie bereitet,/ wo er sie, seinen Engeln gleich,/ von Cicht zu Lichte leitet. Das Stückwerk wird Vollkommenheit;/ kein Rummer, keine Traurigkeit/ stört ihre selgen Freuden. 7. Mein Heiland, laß mich dein Gericht/ oft und mit Ernst bedenken! /Es stärke mich mit Zuversicht,/ so oft mich Ceiden kränken!/ Es reize mich, gewissenhaft/ und, eingedenk der Rechenschaft,/ nach deinem Wort zu wandeln. Samuel Diterich, 1797. 498 Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme(MNr. 470). J. Selig sind des Himmels Erben,/ die Toten, die im Herren sterben,/ zur Auferstehung eingeweihtl/ Nach den letzten Augenblicken/ des Todesschlummers folgt Ent— zücken,/ folgt Wonne und Unsterblichkeit!/ Im Frieden ruhen sie, /frei von der Erde Müh,/ Hosiannal/ Vor Gottes Thron/ zu seinem Sohn/ begleiten ihre Werke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre,/ Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre/ sei dir, Versöhner Jesu Christ!/ Ihr, der überwinder Choͤre,/ bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre/ dem Camme, das geopfert istl/ Er sank wie wir ins Grab/ wischt unsre Tränen ab,/ alle Tränen!/ Er hats vollbrachtl/ Nicht Tag, nicht Naͤcht/ wird an des Cammes Throne sein. 3. Picht der Mond, nicht mehr die Sonne/ scheint uns alsdann; er ist uns Sonne,/ der Sohn, die Serrlichkeit des Herrn./ Heil, nach dem wir weinend rangen,/ nun bist du, Heil, uns aufgegaͤngen,/ nicht mehr im Dunkeln, nicht von fernl/ Nun weinen wir nicht mehr;/ das Alte ist nicht mehr./ Hallelujal/ Er sank hinab,/ wie wir ins Grab;/ er ging zu Gott, wir folgen ihm. Friedr. Gottlieb Rlopstock, 1803 52⁰ vigkeit deg von rzt über die wir Licht/ tzücken. für sie Licht zu t;/ kein en. ind mit Hso oft und, andeln. 5„ + JI707. die im ach den t Ent⸗ Frieden Vor erke sie. eisheit, ühr, der dEhre/ Grab// õrachtl/ ne sein. int uns keit des bist du, cht von st nicht ab;/ er k, T I80z3. Gericht und Ewigkeit 499 499 Mel. Nun preiset alle Sottes Barmherzigkeit. Matth. Apelles v. Löwenstern, I644. 9 , v, Lris, muinn n, Hn,.—2. III J. Ich hab von fer⸗ne,/ Herr, deinen Thron erblickt/ IEE — und hät⸗te ger⸗ne/ mein Herz vorausgeschickt/ und hät⸗te S gern mein müdes Ce⸗ben,/ Schöͤpfer der Gei⸗ ster, dir hin⸗ge⸗ — e IV. 2 E E E S. T ge⸗ben,/ Schöpfer der Gei⸗ster, dir hin⸗ge⸗ge⸗ ben! 2. Das war so prächtig,/ was ich im Geist gesehn!/ Du bist allmächtig; /drum ist dein Licht so schön!/ Rönnt ich an diesen hellen Thronen ,: doch schon von heute an. ewig wohnen!, 3. Nur bin ich sündig,/ der Erde noch geneigt;/ das hat mir buͤndig/ dein heilger Geist gezeigt;/ ich bin noch nicht genug gereinigt, ,„: noch nicht ganz innig mit dir ver— einigt. ,: J. Doch bin ich froͤhlich,/ daß mich kein Bann erschreckt;/ ich bin schon selig,/ seitdem ich das entdeckt./ Ich will mich noch im Ceiden üben ,: und dich zeitlebens inbrünstin lieben. ,: 5. Ich bin zufrieden,/ daß ich die Staͤdt gesehn,/ und ohn Ermüden/ will ich ihr näher gehn/ und ihre hellen, goldnen Gassen ,: lebenslang nicht aus den Augen lassen. ,: Joh. Timotheus Sermes, 1821I. 52¹ 50⁰ Gericht und Ewigkeit 500 Darmstadt 1888. Wir wer⸗den bei dem Herrn seinal-le⸗ Lief-dun⸗kel ist die ern⸗ste E-wig⸗ IEEEEEE zeitl/ Du Zei⸗ mat⸗-laut in frem⸗den Pil-ger— keit,/ doch wie durch Nacht⸗ge⸗-wölk des Non⸗des I .. ta len!* Re icht des Strahlen glänzt der Ver-heißung CLicht durch To⸗des⸗ EEEEEE leid:/ Wir wer⸗den bei dem Berrn sein al le-⸗zeit! 2. Bei ihm daheim! In seiner Liebe ruht/ die Seele aus von ihrer Irrfahrt Schmerzen./ Der langen Sehnsucht Ziel, das höchste Gut,/ der Herzen Heimat ist in seinem Herzen; er ging voran, die Stätte steht bereit:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 3. Bei ihm versaͤmmelt! Seinem Salem geht/ die Wall⸗ fahrt zu. Wie oft in guten Stunden,/ wenn seiner Naͤhe Odem uns umweht,/ hat es sein Volk vor ihm vereint emp⸗ funden;/ das ist die Fülle aller Seligkeit:/ Wir werden bei dem Serrn sein allezeit! 7. Hier trennt die Welt; was heut sich liebend fand,/ sehnt morgen sich nach Blick und Wort vergebens;/ es drängt sich zwischen Seelen Meer und Cand,/ und starrer noch das Machtgebot des Cebens./ Der Bimmel sammelt, was die Welt zerstreut:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeit! ————— 32² . „ ⏑—.— wigkeit stadt 1888. eele aus husucht seinem Wir e Wall⸗ Nähe nt emp⸗ den bei starrer mmelt, rn sein Gericht und Ewigkeit(6⁰⁰a) 5. Und waren wir hier jemals ganz vereint?/ Ach nur das Reine eint sich mit dem Reinen! /Die Schuld, die täglich noch das Herz beweint,/ sie scheidet es von den geliebten Seinen. Der Fürst des Friedens tilgt, was uns entzweit:/ Wwir werden bei dem Serrn sein allezeit! 6. Wir irren alle, sind erlöst noch nicht/ von alter Sinn— verwirrung schweren Banden;/ die Sprache, die ein Rind des Zauses spricht,/ wird von dem andern Rinde nicht ver⸗— standen./ Das Wort des Vaͤters löst der Rede Streit:/ Wir werden bei dem Serrn sein allezeit! 7. Du Gotteswort, dem froh der Glaube traͤut,/ wohl magst du allen Erdenjammer stillen,/ das finstre Tal, vor dem der Seele graut,/ mit Norgenrot und heilgem Frieden fullen!/ O Heimatlicht aus dunkler Ewigkeit:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeit! Meta Seußer⸗Schweizer, 1876. (60⁰0 a) J. Zab acht auf mich in aller Not,/ o großer Gott, Herr aller Serren,/ wann Satans Wut, die Söllenrott,/ den Rachen gegen mich aufsperren,/ wann sie mich suchen zu verschlingen/ und in die höchste Not zu bringen, so bitt ich 930 herzinniglich,/ mein Vater, so hab aͤcht auf mich. 2. Hab acht auf mich; wann mich die Suünd/ will von dem höchsten Gut abwenden,/ so halte mich, Herr, als dein Rind/ mit deinen treuen Vaterhänden;/ bleib du mir stets in dem Gedanken,/ laß mich von deinem Wort nicht wanken;/ wann Sünden in mir regen sich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 3. Bab acht auf mich, wanns gehet wohl,/ wann mir die Gluckessonn will scheinen,/ die meine Seel macht freuden— voll,/ daß sie nichts wissen mag von Weinen,/ daß ich dem blinden Glück nicht traue,/ vielmehr auf deine Güte schaue,/ weil oft das Glücksrad wendet sich:/ mein Vater, so hab acht auf mich. 4. Hab acht auf mich und steh mir bei,/ wann mir das Ungluck braust entgegen,/ daß ich nicht zu verzaget sei/ und 52³ (50⁰0a) ö Gericht und Ewigkeit weichen mög von deinen Wegen,/ die mir zu wandeln sind befohlen;/ und wann mir auch des Kreuzes Rohlen/ mein Berze brennen bitterlich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. S. Bab acht auf mich, wann ich gesund,/ wann ich emp⸗ finde keine Schmerzen,/ wann keine Rlag in meinem Mund/ noch Trauern ist in meinem Berzen;/ damit ich bei ge⸗ sundem Leibe/ dir dankbar und gehorsam bleibe;/ auf daß ich nie vergesse dich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. C. Hab aͤcht auf mich, auch wann ich krank,/ wann die Gesundheit will verschwinden,/ daß ich geduldig und mit Dank/ annehme die Arznei der Sünden;/ laß mich nicht ungeduldig werden/ und denke, daß ich Staub und Erdenz/ auch wann die Schmerzen mehren sich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 7. Sab endlich dann auch acht aͤuf mich,/ wann ich der Welt Valet soll geben,/ daß ich im Glauben halte dich,/ bis ich komm in ein ander CLeben,/ da mir das frohe Glaubens- ende/ erteilen werden deine Bände;/ daͤß ich bei dir leb ewiglich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 8. Ach laß mich doch nicht aus der Acht,/ wann uns dein jüngster Tag erscheinet,/ der Tag, da vor Gericht wird bracht/ auch das, so man hier nicht gemeinet;/ laß mich zu deiner Rechten stehn/ und zu des Lammes Sochzeit gehn;/ mein Jesu, dann hab acht auf mich,/ so will ich ewig preisen dich. Ludwig Seinrich Schlosser, 1723. wigkeit deln sind nmein uf mich. ich emp⸗ 1Mund/ bei ge⸗ auf daß nich. dann die und mit ich nicht Erden;/ so hab ich der ch,/ bis gubens⸗ dir leb ns dein ot wird mich zu gehn;/ h ewig 723 + .N SS N22N V V 2 7 F N DY .— 40— 2* — 2 2 —— . 2—— 2 8* 27 4 IN +/&. 0 2 ö — E IN — 2 WR IN —* j ö— 2 + — ——— 76 — — 3 8 45 *+ — — S 4— j7—. V 5 V 60 . EI V. 5 0 V N V./ E . * 6 2 — Advent Anhang geistlicher Lieder für Jugendgottesdienste und für freie Versammlungen der Gemeinde I. Die Festzeiten Advent (Auch Lied Nr. 533 und 561. 301 Mel. Erwacht vom suͤßen Schlummer. Friedr. Rarl Ludwig Scholinus, ISJ6 T—.—.—— .SS 2— ö E 8 J. Die Ta⸗ ge sind so dun kel,/ die x —.——— SIFI.———T II ***„ Näch-te lang und kalt;/ doch ü bet Stern⸗ge— Ldr Ee, ve,erxs, fun⸗kel/ noch ü⸗ ber uns Ge walt. 2. Er war einmal erschienen/ in ferner, selger Jeit;/ da waͤren ihm zu dienen/ die Weisen gleich bereit. 3. Der CLenz ist fortgezogen,/ der Sommer ist entflohn: ö doch fließen warme Wogen,/ doch klingt ein Ciebeston. 4. Es rinnt aus Jesu Serzen,/ es spricht aus Jesu Mund/ ein Quell der Cust und Schmerzen,/ wie damals noch zur Stund. 5. Wir wollen naͤch dir blicken,/ du Cicht, das ewig brennt;/ wir wollen uns beschicken/ zum seligen Advent. Max von Schenkendorf, 18J7. (Erläuternde Bemerkungen über die Melodien und den Wech selgesang be— finden sich am Schluß des Buches auf S.(65.) 826 Mel ldvent nde 18,%ISI6 Jesu amals ewig dvent. +ISII. ang be⸗ Advent 502. 503 50²2 Vorreformatorisch.) Andernach, 1608. 2———.— IIIIII i J. Es kommt ein Schiff ge⸗la den/ bis —— an den höch-⸗sten Bord,/ trägt Got tes Sohn voll Gnax den,/ des Va- ters e wig Wort. 2. Das Schiff geht still im Triebe,/ tragt eine teure Cast;/ das Segel ist die Ciebe,/ der heilge Geist der Mast. 3. Der Anker haft't auf Erden,/ da ist das Schiff am CLand./ Das Wort soll fleisch uns werden,/ der Sohn ist uns gesandt. 4. Zu Bethlehem geboren/ im Stall ein Rindelein/ gibt sich fͤr uns verloren;/ gelobet muß es sein. 5. Und wer dies Kind mit Freuden/ umfaͤngen, küssen will,/ muß vorher mit ihm leiden/ groß Pein und Marter viel; 6. Danach mit ihm auch sterben/ und geistlich auferstehn,/ das Leben zu ererben,/ wie an ihm ist geschehn. Mach Johannes Tauler, J361J. 503 Mel. Seht, er kommt mit Preis gekrönt. Georg Friedrich Sändel, 1747. —— T Weihnachten 1 — ai: aHn,, 2 EE D ERE dich,, jauch ze laut, Je ru sa⸗ Schluß 1HE ö 5 r., Lun.— —8 3 205—..——8 N.— lem!„ Sieh, dein Ro nig 1 1— 2 2 E.— ñj—.—j———. EE 1.————* — 2—— kommt zu dir; ja, er kommt, der Frie de ⸗fürst. (wiederholung der beiden ersten Zeilen bis„Schluß“ 2. II Hosianna, Davids Sohn,/ sei gesegnet deinem Volkl/ Gründe nun dein ewig Reich,/ Zosianna in der Höh!l Bosianna, Davids Sohn,/ sei gesegnet deinem Volkl 3. A Bosianna, Daͤvids Sohn,/ sei gegrüßet, Vönig mild!/ Ewig steht dein Friedensthron,/ du des ewgen Vaters Rind./ Hosianna, Davids Sohn,/ sei gegrüßet, König mildl vor 1826 Weihnachten (Oder wie Nr. 528.) 504 H.—. ů — +.— . Rf I. Al⸗le Jah⸗re wie ⸗der/ kommt das Christuskind HN weihnachten 505 — auf die Er⸗de nie⸗der,/ wo wir 9 100 1025 sin 2. Rehrt mit seinem Segen/ ein in jedes Haus,/ geht auf allen Wegen/ mit uns ein und aus. 3. Ist auch mir zur Seite/ still und unerkannt,/ daß es treu mich leite/ an der lieben Hand. wilhelm Sey, 1854. 307 (J5. Jahrhundert.) Wittenberg 1535. W 1——3 HE———.————— 0———.—.—. Der Tag, der ist so freu ⸗den'ꝛreich,/ zu — daß Chri⸗stus von dem Bim ⸗ melrreich/ auf — IZ.—. 1 N IEiii — o⸗ ben Got⸗ tes Na⸗ men, Schluß Er den zu uns kom ⸗men. Groß ist die Volk.. v II— 550—— 2.—.——— 2—2 —— De mut, BZuld und Gnad,/ die Gott vom Zim-mel , ů — 8 milb ö Itcte;t!trltai.- dor 1826 ö • s bei uns tat: /ein Knecht ist er hier wor ⸗den,/ Zʒ ö —.— den r, vr. wer⸗den reich;/ trug uns re Sün-den⸗-bür ⸗de. 2 in all'm, doch ohn Suͤnd, uns gleich,/ daß wir e⸗ wig 22— DDDDDD 1 50 2. Ein Rindelein so löbelich/ ist von einer Jungfrau säuberlich/ zu Trost uns armen Leuten./ War uns das Rindlein nicht geborn,/ so waͤrn wir allzumal verlorn:/ das Heil ist unser aller./ O du süßer Jesu Christ,/ der du Mensch geboren bist,/ behüt uns vor der Hölle. I5. Sahrhundert. Weihnachten uns geboren heute, 90 Gottlob Siegert, 1822. +. IJ. Du lie⸗ber, heil⸗ger, from⸗mer ——— 14——. Christ,/ der fuͤr uns Rin⸗der kom ⸗-men ist,/ da⸗ mit wir sol-len weiß und rein/ und ——— rech⸗te Kin ⸗der Got tes sein. 2. Du Licht, vom lieben Gott gesandt/ in unser dunkles Erdenland,/ du Himmelskind und Himmelsschein,/ damit wir sollen himmlisch sein; 3. Du lieber, heilger, frommer Christ,/ weil heute dein Geburtstag ist,/ drum ist auf Erden weit und breit/ bei allen Kindern frohe Zeit. 53⁰ gachten heute, armen waͤrn 9 süßer undert. rt, 1822. nkles damit dein bei ns vor Weihnachten 507 4. O segne mich, ich bin noch klein,/ o maͤche mir das Herze rein, /o bade mir die Seele hell/ in deinem reichen HZimmelsquell; 5. Daß ich wie Engel Gottes sei/ in Demut und in Ciebe treu;/ daß ich dein bleibe für und für,/ du heilger Christ, das schenke mir! Ernst Moritz Arndt, +1860. 36468 35 42 5. J. Ber-bei, o ihr Gläu⸗-bi⸗gen, 2115 tri⸗ um⸗ Beth-⸗-le⸗-hem ————— E 4 2 2—.—— 250 phierend,/ o kom⸗-met, o kom: met nach Bethle hem!/ Se het das Rindlein, 3— 18— 1 0 ren! IO EE zin —.— las⸗ 16 1 12 be ⸗ ten den Rõö ⸗ nig! 508 Weihnachten 2. O Bönig der Ehren, du Serrscher der Heerscharen, verschmähst nicht zu ruhn in Maͤrien Schoß,/ du wahrer Gott, von Ewigkeit geboren. I O lasset uns anbeten, Uo lasset uns anbeten, Ao lasset uns anbeten den Rönigl 3. Rommt, singet dem Herren, o singt ihm Engelchörel/ Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen:/ Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden! 1 O lasset uns anbeten, IIUo lasset uns anbeten, Ao lasset uns anbeten den Rönig! 7. O dir, der du heute bist Mensch für uns geboren, /o Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm,/ dir fleischgewordnes Wort des ewgen Vaters. IO lasset uns anbeten, ILo lasset uns anbeten, Ao lasset uns anbeten den Rönig! Mach Adeste fideles deutsch I9. Jahrhundert. 508 J. Abr. Peter Schulz, 95. IIIII SSESS Ibr Rin der⸗lein, kom⸗met, o kom-met doch zur Rrip⸗-pe her kom⸗met in Beth ⸗le⸗hems SD i Stall und seht, was in die ser hoch- hei-lis gen Nacht/ der Va ter im Zim⸗mel fuͤr Freu⸗de uns macht. 2. II O seht in der Krippe im nächtlichen Stall,/ seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl/ in reinlichen Windeln das himmlische Rind,/ viel schoner und holder, als Engel es sind. 332 achten baren,/ wahrer en, II 0 igl chörel/ Bott im o lasset en, /o ordnes o lasset rhundert⸗ Weihnachten 509 3. A Da liegt es, das Kindlein, auf Zeu und auf Stroh,/ Maria und Joseph betrachten es froh;/ die redlichen Sirten knien betend davor,/ hoch oben schwebt jubelnd der Enge— lein Chor. 4. III O beugt wie die Sirten anbetend die Knie;/ er⸗ hebet die Zändlein und danket wie sie;/ stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun?/ stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein! 5. A O nimm unsre Serzen zum Gpfer denn hin,/ wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn. /Ach maͤche sie heilig und selig wie deins/ und maͤch sie auf ewig mit deinem in eins. Christoph von Schmid, 1 1854. 509 Görlitz I599. — 1 ..— I 7 I. IIn Beth-le hem ein Kin ⸗derlein/ uns ö—— P If— Rir* bo neu ge⸗ ren 30 von Da⸗vids Stamm ein Ea—— I 1 Jung⸗frau rein,/ Ma⸗ rie sein 111 ter 2. II wie elend ist dein Krippelein, /o großer Lanis und Berr,/ und rühmen doch die Engelein/ dein göttlich Macht und Ehr. 3. A Du machst aus mir ein Kindelein/ dem lieben Vater dein/ und läßt mich auch ein Erbe sein/ an allen Gütern dein. 4. ISo kommst du nun, o Herre mein,/ aus großer Gütig⸗ keit/ und willst mein Cicht, mein Ceben sein,/ mein Seil und Seligkeit. ö * 510 Weihnachten 5. I1I Mein Serz regier, die Seele mein/ laß dir befohlen sein,/ daß ich mit allen Engelein/ dir möge singen fein: G. A CLob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,/ auf Erd Fried allezeit,/ den Menschen sei recht Freud und Wonn,/ Amen, in Ewigkeit. 1609. 5 10 Altböhmische Weise S —— I. IRom-met, ihr Bir- ten, ihr Män⸗ner und Fraun,/ kom⸗met, das lieb li⸗ che KRind⸗lein zu schaun. /Christus, der HBerr, ist/ heute ge⸗bo⸗ren,/ den Gott ö W V + V zum Heilaͤnd/ euch hat er koeren. Fürch-tet euch nicht! 2. II Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,/ was uns verheißen der himmlische Schall;/ was wir dort finden,/ lasset uns kunden,/ lasset uns preisen/ in frommen Weisen./ Halleluja! 3. A Wahrlich, die Engel verkündigen heut/ Bethlehems Birtenvolk gar große Freud:/ Nun soll es werden Friede auf Erden,/ den Menschen allen/ ein Wohlgefaͤllen./ Ehre sei Gott! Nach einem altböhmischen Weihnachtslied. 83⁴ n fein: uf Erd bonn,/ I6, be Weise, achten efohlen Weihnachten 511 5JI Mel. Den die Hirten lobten sehre. 14— e 23 A 2— ů— ů—— J. IRommt und laßt uns Chri⸗ stum eh ren,/ Herz 00 Dq‚—.—— SSSSS —— F.—— E Sin ⸗ nen zu ihm keh⸗ren!/ Sin-get fröh; ⸗lich, x ——p—p TDĩHDHDIDDPP———— —.————.——2.— 2. 4—. eer. eidn, — 16. 20 5— 2. E laßt euch hö⸗ren,/ wer⸗tes Volk der Chri-stey-heit. 2. II Sünd und Hölle maͤg sich grämen,/ Tod und Teufel maͤg sich schämen:/ wir, die unser Heil annehmen,/ werfen allen Kummer hin. 3. A Sehet, was hat Gott gegeben:/ seinen Sohn zum ewgen Ceben! /Dieser kann und will uns heben/ aus dem Ceid ins Himmels Freud. 4. ISeine Seel ist uns gewogen,/ Cieb und Gunst hat ihn ge— zogen,/ uns, die Satanas betrogen,/ zu besuchen aus der Höh. 5. II Jakobs Stern ist aufgegangen,/ stillt das sehnliche Verlaͤngen,/ bricht den Ropf der alten Schlangen/ und zer⸗— stört der Hölle Reich. G. A O gebenedeite Stunde,/ da wir das von Serzens— grunde /glauben und mit unserm Munde/ danken dir, o Jesulein. 7. Schönstes Rindlein in dem Stalle/ sei uns freundlich, bring uns alle/ dahin, da mit süßem Schaͤlle/ dich der Engel Heer erhöht. DPaul Serhardt, 1676. Nr. 5II 12 auch 4⁵3 56 5555. 54 ge sungen werden: I: 5IIV. UP.S.. 2913 IID. 3, U. O. 4, A: 512 D. 2. I. 5IID. II: V. 6, A 512 D. 3.Iu. n. 5IIV. 7, A: 512v.4. 512 Weihnachten 5½ Mel. In dulci jubilo. I4. Jahrhundert.— wittenberg 1529. 7 I. INun sin⸗get und seid froh/ jauchzt al⸗le Z...— *. II 2 in der Krip⸗-pe bloß/ und leuch⸗tet wie die A und O. /Du bist A und O. 2. A Sohn Gottes in der Hoͤh,/ nach dir ist mir so wehl/ Tröst mir mein Gemuͤte,/ o Kind voll Mildigkeit;/ durch alle deine Güte,/ du Furst der Herrlichkeit, ,: zeuch mich hin nach dir.: 3. II Groß ist des Vaters Zuld,/ der Sohn tilgt unsre Schuld,/ wir warn all verdorben durch unsre Missetat,/ 536 . II 2 sH Weihnachten 513 so hat er uns erworben/ himmlische Freud und Gnad. erg 1529,) wären wir doch dal, 4. A. Dir schaͤllt Haͤlleluja,/ jetzt hier und einstens da,/ wo die Engel singen/ das Seilig allzumal,/ und wo die Psalmen klingen/ im hohen Himmelssaal.:,: Wären wir doch dalꝛ,: Nach In dulci jubilo(I5. Jahrhundert) IS99. Franz Gruber, 1818. WA — B H — 4 U— — ½½— ND •7N I 5 2 — ö e Nachtl/ die ————————— — ‚—— 9 .. i Al äft, ein⸗ nur das trau⸗te, hoch⸗ bit lIles schläft, ein⸗sam wacht 36l.der Rueebe im hei⸗li ge Paar. I* ö 1 lok ki⸗ gen Haar, schlaf in himm ⸗li⸗scher schlaf scher Ruh. in himm⸗li⸗ 9—47 Weihnachten 2Z. Stille Macht, heilige Nacht!/ Sirten erst kund ge⸗ macht;/ durch der Engel Salleluja/ toͤnt es laut von fern und nah: ,: Christ, der Retter, ist dal 3. Stille Wacht, heilige Macht!/ Gottes Sohn, o wie lacht/ Cieb aus deinem göttlichen Mund,/ da uns schlaͤgt die rettende Stund,:,: Christ, in deiner Geburt. 274 Jo seph Mohr, I8I A. 0 514 Röln Jo38 *.—. In——— ——......— J. Zu Beth⸗-le hem ge⸗ bo ren/ ist — ö— e uns ein Rin de lein,/ das hab ich aus er⸗ — 5— — — PSII — ko ren,/ sein ei⸗ gen will ich sein. — ———.— ————— E2 i a Z.———.—— — 2 — Ei g,/ sein ei gen will ich sein. oder B(Sierbei fallen die eingeklammerten Sätze weg.) ö 4 ů Sriedrich Mergner, Id9l. 02.·.,.— 7 63 +E* I. Zu Beth⸗le-hem ge⸗bo⸗ ren/ ist uns ein chten passion 515 II.... n fern E Le——— rr S- 9 o wie—— R8 · schlägt 7— ö Kin⸗ de lein,/ das hab ich aus⸗ er ⸗ ko⸗ren, hr, I8J8.— deen de, e u, L e. In Jozs—..* 2 + — 3 ri t +. —.— sein ei gen will ich sein. 8 2. In seine Cieb versenken/ will ich mich ganz hinab;/ mein Serz will ich ihm schenken/ und alles, was ich hab. 1(Eia, eia, und alles, was ich hab.) — 3. O Bindelein, von HSerzen/ will ich dich lieben sehr,/ in —U Freuden und in Schmerzen/ je länger und je mehr.(Eia, eia, je länger und je mehr.) er? 4. Caß mich von dir nicht scheiden,/ knüpf zu, knüpf zu das Band /der Ciebe zwischen beiden;/ nimm hin mein — Herz zum Pfand.(Eia, eia, nimm hin mein Herz zum Pfand.) Rölner Psalter, J638 a, Passion Auch Lied Nr. 565. 2 ‚ Volksweise. ——————————————— rn —— ö 199 J. Als Je-sus von sei ner Mut ter ging,/ —. 5——. ————— ——————.——3 12 2— ö 8 ein und die gro ße, hei-li ge Woch an fing,/ da 539 2 I 1 — 6—.—* Z. R hat⸗ te Ma ri a viel Ser⸗ ze 1 Le= rx— ——*—.— HI frag te den Sohn mit Trau- rig ⸗ keit: 2. I„Ach Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen Sonntag sein?“ II„ Am Sonntag werd ich ein Rönig sein,/ da wird man mir Kleider und Palmen streun. 3.„Ach Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen Montaͤg sein?“ II„Am Montag bin ich ein Waͤndersmann,/ der nirgend ein Obdach finden kann.“ J. I„Ach Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen Dienstag sein?“ II„Am Dienstag bin ich der Welt ein Prophet,/ verkünde, wie Simmel und Erde ver⸗ geht.“ 5. I„Ach Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen Mittwoch sein?“ II, Am Mittwoch bin ich gar arm und gering,/ verkaͤuft um dreißig Silberling.“ 6. I„Ach Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen Donnerstag sein?“ U, Am Donnerstag bin ich im Speisesaal/ das Opferlamm bei dem Abendmahl.“ 7. I„Ach Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen Freitag sein?“ II„Ach Mutter, liebste Mutter mein,/ könnt dir der Freitag verborgen sein!“ 8.„Am Freitag, liebste MNutter mein,/ dann werd ich ans Kreuz genagelt sein./ Drei Nägel, die gehn mir durch Haͤnd und Fuͤß;/ verzage nicht, Mutter, das End ist süß.“ 9. I„Ach Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen Samstag sein?“ II, Am Samstag bin ich ein Weizenkorn,/ das in der Erde wird neugeborn.“ 39⁰ Passion irst du Tutter h ans Händ rst du ch ein Passion 516.517 J0. A, Und am Sonntag freu dich, o Mutter mein,/ dann werd ich vom Tod erstanden sein;/ dann trag ich das Rreuz mit der Fahn in der Hand,/ dann siehst du mich wieder im Glorienstand.“ Wwestfälisches Volkslied. Mel. Serr und Altster deiner RKreuzgemeine. Herrnhut um 1740. .—— —.—— aen —3ꝰ— ö.—— 5 Die wir uns all-hier bei⸗sam-men fin den,/ Uuns auf dei- ne Marter zu ver⸗ bin den,/ — ö —..——— ů—.—. é— EFEEE schla⸗gen uns⸗re Hän⸗de ein, Und zum Zei⸗chen, dir auf e⸗wig treu zu sein./ dei⸗ nem Ser⸗ zen — daß dies Lob ⸗ ge⸗ tö⸗ ne sa ge: Amen! an ge⸗ nehm und schöne, ge IID und zugleich:/ Frie⸗ de, Frie de sei mit euch! Christian Renatus von Zinzendorf, 1752. 817 Mel. Serr und Ultster deiner RKreuzgemeine(Nr. 510. J. Eines wünsch ich mir vor allem andern,/ Eine Speise früh und spät;/ selig läßts im Tränental sich wandern,/ wenn dies Eine mit uns geht:/ unverrückt auf Einen Mann zu schauen, /der mit blutgem Schweiß und Todes— 18 57¹ 518 Passion grauen auf sein Antlitz niedersank/ und den Relch des Vaters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen,/ wie er als ein stilles Lamm/ dort so blutig und so bleich zu sehen,/ hängend an des Kreuzes Stamm;/ wie er durstend rang um meine Seele,/ daß sie ihm zu seinem Cohn nicht fehle,/ und dann auch an mich gedacht,/ als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen/ meine Schuld und deine Huld!/ Als ich in der Finsternis gesessen,/ trugest du mit mir Geduld;/ hattest längst nach deinem Schaf ge⸗ trachtet,/ eh es auf des Zirten Ruf geachtet,/ und mit teurem Cösegeld/ mich erkaͤuft von dieser Welt. J. Ich bin dein; sprich du darauf ein Amen!/ Treuster Jesu, du bist mein./ Drücke deinen süßen Jesusnamen brennend in mein Serz hinein./ Mit dir alles tun und alles lassen,/ in dir leben und in dir erblassen,/ das sei bis zur letzten Stund/ unser Wandel, unser Bund! Albert Knapp, 4 1863. 518 Mel. Christus, der uns selig macht. Böhmische Brüder, IS3I. O hilf, Chri⸗-ste, Got-tes Sohn,/ durch dein ö.——— x ö—.—— —— r,—.— ö ö ————— bit ter Cei wir dir stets un⸗ter⸗tan,/ — S 4⁊—.— all Un⸗ tu-gend mei den;/ dei- nen Tod und 4. S sein Ur⸗ sach/ frucht⸗bar lich be den⸗ ken;/ da⸗fuͤr, 57½2 ssion Ich des als ein hen,/ ng um „/%und bracht! Schuld trugest haf ge⸗ d mit reuster men/ d alles pis zur +1863. er, I53I. 2— dein tan,/ Ostern 81 FII ͤ ö +. + — ö ö ö— 22 de* wiewohl arm und schwach,/ dir Dankop⸗fer schen⸗ken. Aus: Christus, der uns selig macht. Böhmische Brüder) Michael Weiße, 11534. Ostern 5 19 Zohann——— 1649. .— Ee—— Z Auf, n mein Herz, mit Freuden/ nimm wahr, was wie kommt naͤch großem Cei⸗den/ nun ein so DID. E-Eäe ——— II—— —7 2 3 8 518 Kichei Mein Hei⸗land war ge⸗legt/ 1 ..—.— ITII ——...——.—— ——————. 808— EE 3 5—— da, wo man uns hin⸗trägt, swenn von uns — 31.—— ——————— E — üätti un ⸗ ser Geist/ zum Sim⸗-mel ist ge ⸗reist. 2. Er war ins Grab gesenket,/ der Feind trieb groß Ge⸗ schrei; eh ers vermeint und denket,/ ist Christus wieder frei/ und ruft: Viktorial/ schwingt froͤhlich hie und da/ sein Fähnlein als ein Zeld,/ der Feld und Mut behält. 18* 52⁰ Ostern 3. Das ist mir anzuschauen/ ein rechtes Freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen/ vor allem, was mir will/ entnehmen meinen Mut/ zusaͤmt dem edlen Gut,/ das mir durch Jesum Christ/ aus Kieb erworben ist. 4J. Die Welt ist mir ein Cachen/ mit ihrem großen Zorn,/ sie zürnt und kann nichts machen, /all Arbeit ist verlorn./ Die Trübsal trübt mir nicht/ mein Serz und Angesicht; das Unglück ist mein Glück,/ die Wacht mein Sonnenblick. 5. Ich hang und bleib auch hangen/ an Christo als ein Glied;/ wo mein Haupt durch ist gangen,/ da nimmt er mich auch mit. /Er reißet durch den Tod,/ durch Welt, durch Sünd, durch Not;/ er reißet durch die Söll,/ ich bin stets sein Gesell. E. Er bringt mich an die Pforten,/ die in den Simmel führt,/ daran mit güldnen Worten /der Reim gelesen wird: J/Wer dort wird mit verhöhnt,/ wird hier auch mit gekrönt;/ wer dort mit sterben geht,/ wird hier auch mit erhöht. Paul Serhardt, 4 1676. 346 15. Bahrhundert. x SDD —.———E— 5 99— 1—— den ist 8 heil ⸗ge Christ, /Hal⸗ ja, Bal⸗——„lu⸗— 9er al⸗ler Welt ein — ——7— 3 ras ist. 14—* ln zja. 2. Es gingen drei heilige Frau n, ,: Galleluja ,: des Morgens frühe hin im Tau'n). Halleluja. im Morgentau. 8⁴⁴ stern spiel./ rwill/ as mir orn,/ lorn./ sicht;/ nblick. als ein mit er Welt, ich bin himmel gelesen ch mit uch mit J676, hundert. Ostern 521 3. Sie suchten den Herrn Jesum Christ, ,: Balleluja ,: der von dem Tod erstanden ist. Halleluja. 4. I„Ach Engel, lieber Engel fein, ,„: Halleluja, wo find ich denn den Herren mein?“ Halleluja. 5. II, Er ist erstanden aus dem Grab ,: Halleluja ,: heut an dem heilgen Ostertaͤg.“ Halleluja. 6. I„Jeig uns den Herren Jesum Christ,:„: Halleluja ,1 der von dem Tod erstanden ist.“ Halleluja. 7. II„So tret't heran und seht die Statt, ,: Halleluja:,: da unser HZerr gelegen hat.“ Halleluja. 8.J„Der Serr ist hin, er ist nicht dal„: Balleluja, Wenn ich ihn hätt, so wär ich froh.“ Halleluja. 9. II, Seht an das Tuch, darin er lag ,: Balleluja:,: ge— wickelt bis am dritten Tag.“ Halleluja. 10. J„Wir sehens wohl zu dieser Frist,„: Salleluja, weis uns den Herren Jesum Christ!“ Halleluja. II. I„Ihr sollt nach Galiläa gehn,„: Halleluja, da werdet ihr den Heiland sehn.“ Halleluja. I2. I/„Sabt Dank, ihr lieben Engel fein, ,: Halleluja, nun wolln wir alle fröhlich sein.“ Halleluja. I3. I[I„Geht hin, sagt das Sankt Petrus an:,: Halle— luja:,„: und seinen Jüngern lobesam.“ Halleluja. 14. INun singet all zu dieser Frist: ,: Halleluja:,: Er— standen ist der heilge Christ! Salleluja. I5. A Des solln wir alle fröhlich sein, 5: Salleluja, und Christ soll unser Tröster sein. Salleluja. I5. Bahrhundert. 521 Melchior Vulpius, J609. — J. Ge-lobt sei Gott im höch ⸗ sten Thron/ eien,., * 40 + 9 4 U II — . samt sei⸗nem ein⸗ ge⸗ bor ⸗ nen Sohn,/ der für uns 5 8⁴ Bal⸗-le⸗-lu⸗ ja, 2. Des Morgens früh am dritten Tag,/ da noch der Stein am Grabe lag,/ erstand er frei ohn alle Rlag.,: Salleluja: 3.J Der Engel sprach:„Fürchtet euch nicht;/ denn ich weiß wohl, was euch gebricht./ Ihr sucht Jesum und findt ihn nicht.“:,: Halleluja, 4.„Er ist erstanden von dem Tod,/ hat überwunden alle Not,/ versoöhnet Sünd und Missetat.“ ,: Halleluja, 5. ANun bitten wir dich, Jesu Christ,/ weil du vom Tod erstanden bist;/ verleih, was seliglich uns ist,,: Salleluja/ 6. Damit von Sünden wir befreit/ dem Naͤmen dein ge— benedeit/ frei mögen singen allezeit. ,: Salleluja, (Böhmische Brüder) Michael Weiße, 1534 72½ Mel. G beiliger Geist, o heiliger Gott. Röln Joaz. EEE J. O herr-li- cher Tag, o fröh-li⸗- che Zeit,/ da — —.—.— EEEEE ——.—. DD fEY +F 2 Je-sus lebt ohn al⸗ les Ceid!/ Er ist er⸗ I R Ostery Gstern 523 .755.. ea:le Hee, * 27—. 4 den von dem Tod,/ wir 30 er⸗ löst E 1 3. 1*7.— 36—5 al ⸗ler—— herr⸗. 10 13 froh⸗ li ⸗che Zeit! K. 2. O herrlicher Tag, o froͤhliche Zeit,/ da wir von Sün— r Stein den sind befreit!/ Getilget ist nun unsre Schuld,/ wir sind luja gerecht aus Gottes Huld. /O herrlicher Tag, o fröhliche enn ich Zeit! nd findt 3. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!/ Der Tod ist über⸗ wunden heut;/ es darf uns nicht mehr vor ihm graun,/ wir den alle sind erfüllet mit Vertraun. /O herrlicher Tag, o froͤhliche a ,: Zeit! om Tod 4. O herrlicher Tag, o fröhliche ZJeit!/ Die Ciebe Gottes eluja: uns erfreut;/ des Herren Sieg hat uns erlöst,/ uns neues dein ge⸗ Ceben eingeflößt. /O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!* : 5. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!/ Erhalt uns, Jesus, ö e, + 153 diese Freud,/ zu sagen hier zu aller Stund/ und dort ein— mal mit selgem Nund: O herrlicher Tag, o fröhliche Jeit! Cyriakus Sünther, 1 1704. 2* 523 Volksweise 1843. ö 1 — 7 e Ln. ini—— V * 55 a e +* — it,/ da I. C. O·stern, Früh⸗-lings⸗ we⸗hen,/ — 133— ** er⸗ Ostern, O⸗stern, Auf-er ⸗ ste ⸗hen/ aus der tie⸗ sen 5⁴⁷ ö Ostern ö*— ——————— Gra⸗bes⸗-nacht,/ aus der tie fen Gra⸗ 2. nachtl I.III 33———.——— lu⸗men sol⸗len fröh-lich blü⸗ hen, I er⸗ zen sol⸗len heim lich glü⸗hen, RG * denn der Bei ⸗land ist er ⸗ wacht! 2. I Trotz euch, höllische Gewaͤlten!/ Hättet ihn wohl gern behalten, ,„: der euch in den Abgrund zwang. Konntet ihr das Ceben binden? /Aus des Todes düstern Gründen/ dringt hinan sein ewger Gang. 3. II Der im Grabe lag gebunden,/ hat den Satan uͤber— wunden, ,: und der lange Kerker bricht;„: Frühling spielet auf der Erden,/ Frühling solls im Zerzen werden,/ herrschen soll das ewge Licht. 4. A Alle Gräber sind nun heilig,/ Grabesträume schwinden eilig, ,„: seit im Grabe Jesus lag.:,: Jahre, Monde, Taͤge, Stunden,/ Jeit und Raum, wie schnell ver— schwunden,/ und es scheint ein ewger Tag. Mar von Schenkendorf, 18I7. 52⁴4 Bartholomäus Selder, 4 J635. *—— „ 5— J. Triumph, Tri- umph! Es kommt mit K. mut zwir . du s alls 6 dur— dir träume Jahre, ell ver⸗ ,+ I8I. ‚stery Ostern —...... • Schlacht./ Wer sei nes Rei ches Un ⸗t 35 55 ee, v Fee— —————2 +. 22—.. ·—. 7 tan,/ der schau ⸗e sein Tri⸗ umph-fest an. 2.1 Vor Freuden Tal und Wald erklingt;/ die Erde frische Blumen bringt; /ihr schöner Schmuck zu dieser Frist/ zeugt, daß ihr Schöpfer Sieger ist. 3. IIl Die Sonne sich aufs schönste schmückt/ und wieder durch das Blaue blickt,/ die vor im schwarzen Trauerkleid/ beschaut den blutgen Todesstreit. 4.1J Das stille Camm jetzt nicht mehr schweigt,/ sich mutig als ein Cöwe zeigt;/ kein harter Fels ihn hält und zwingt;/ Grab, Siegel, Riegel vor ihm springt. 5. II Serr Jesu, wahrer Siegesfürst,/ wir glauben, daß du schenken wirst/ den Frieden uns, den du gebracht/ mit aus dem Grab und aus der Schlacht. G. A Triumph, Triumph! Dich ehren wir/ und wollen durch dich kämpfen hier,/ daß wir als Reichsgenossen dort/ dir folgen durch die Siegespfort. Benjamin Prätorius, 1674. HBimmelfahrt 5 25 Melchior Franck, 4 J639. 4— +. . DIBIiI‚i‚D‚i‚i‚i 2 e n en IJ. Gen Bim mel auf⸗ ge⸗ fah— ren ———4 II x ,.., 3— 1—..— 4— —— 235 1 ist,/ Hal le⸗ lu ja,/ der Eh ren; CEII 1 1 1 — x—..— 2 . k6⸗-nig Je⸗sus Christ. /al⸗ le lu· ja. 2. Er sitzt zu Gottes rechter Hand,/ Halleluja,/ herrscht uͤber Simmel, Meer und Cand./ HBalleluja. 3. Wun ist erfüllt, was g'schrieben ist,/ Salleluja,/ im Psalter von dem Berren Christ./ Halleluja. 4. Drum jauchzen wir mit großem Schall,/ Halleluja,/ dem Serren Christ zum Wohlgefalln:/ Halleluja. 16. Jahrhundert. Mel. Ach Sott und Serr. 526 3 1* —.— aüRR e e, J. 2915 uns nach/ 15 lau⸗fen wir/ mit +. l 2 14———LS—I.— S .........I IR 90897— Leipzig 1625. herz ⸗li⸗chem Ver ⸗- lan Himmelfahrt RE gen/ hin, da du bist,/ Herr ö fabu 7 2. errscht à,/ im luja,/ hundert. ig 1625. 527 su Christ,/ aus die⸗ 10 n ge gan ⸗ gen. 2. euch uns nach dir,/ Herr Christ, ach führ/ uns deine BZimmelsstege;/ wir irren leicht/ und sind verscheucht/ vom rechten Lebenswege. 3. Zeuch uns nach dir,/ so folgen wir/ dir naͤch in deinen Bimmel,/ daß uns nicht mehr/ allhier beschwer/ das böse Weltgetümmel. 4. Jeuch uns nach dir/ nur für und für/ und gib, daß wir nachfahren/ dir in dein Reich,/ und mach uns gleich/ den auserwählten Scharen. Hriedrich Funke, + 1699. Pfingsten 527 Röln J623. 73—* 2.— K.—.. 2— 65——2 6—. 2 327* J. O hei⸗ ani hei⸗li⸗ ger Gott,/ du n E— ö.F S Trö⸗ ster wert in al? ler Wot,/ du bist ge⸗ x D ———G733 12951**— 472— 51 —— vom ⸗—— mels⸗thron/ von Gott, dem 93— ter 40 E [QWH 4 E und dem Sohn, 0 hei⸗ H. zi ohei⸗ lt. ger Gott. 351 Das christliche Leben 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ gib uns die CLieb zu deinem Wort;/ zund an in uns der Ciebe Flamm,/ danach zu lieben allesamt,/ o heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ mehr' unsern Glauben immerfort;/ an Christum niemand glauben kann,/ es sei denn durch dein' Silf getan, /s heiliger Geist, o heiliger Gott! 4J. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ du zeigest uns die Himmelspfort;/ laß uns hier kämpfen ritterlich/ und zu dir dringen seliglich, /o heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ verlaß uns nicht in Not und Tod./ Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank/ jetzund und unser Ceben lang, /o heiliger Geist, o heiliger Gott! Altenburg I651J. II. Das christliche Leben (Siehe auch die Lieder Nr. 501, 516, 517, 526. 5 28 Christian Seinrich Rinck, 11846. säu selt Frie-de nie Wn es ruht 0 Welt. 2. Wur der Bach ergießet/ sich am Felsen dort,/ und er braust und fließet/ immer⸗, immerfort. 3. Und kein Abend bringet/ Frieden ihm und Ruh, keine Glocke klinget/ ihm ein Raͤstlied zu. 4. So in deinem Streben/ bist, mein Herz, auch du:/ Gott nur kann dir geben/ wahre Abendruh. Zeinrich Soffmann von Fallersleben, 4 1873. ) Oder ohne d. 35² sern nn,// st, o 5 die dir ht in zund t! I651. I846. Das christliche Leben 529 530 529 Sriedrich Silcher, 1860. 35 373— 7 5 J. Aus dem Zinrmel fer⸗ne,/ wo die Englein sind,/ SII —— 15, dun,./ L— —»————.—————.——— ——*—8 schaͤut doch Gott so ger ne/ her auf je⸗-des KRind. 2. Höret seine Bitte /treu bei Tag und Naͤcht,/ nimmts bei jedem Schritte/ väterlich in acht. 3. Gibt mit Vaterhänden/ ihm sein täglich Brot,/ hilft an allen Enden/ ihm aus Angst und Vot. 4. Sagts den Rindern allen,/ daß ein Vater ist,/ dem sie wohlgefaͤllen,/ der sie nie vergißt. Wilhelm Sey, 4 1854. 5 30 Volksweise. 67 neigt/ und die Nacht auf⸗ steigt,/ bleibbe bei uns, Berr!l 2. Sei uns gnädig, o Serr Jesul /Ach wie quält die Schuld/ ohne deine Zuld,/ sei uns gnädig, Serrl 3. Tröst im Ceid uns, o Herr Jesul /Weil des Rreuzes Last/ uns erdrücket fast,/ tröst im Ceid uns, Serr! 333 p II 53J. 532 Das christliche Leben 4. Gib uns Frieden, o Herr Jesul/ Schon so lang, so laͤng/ maͤcht die Welt uns bang,/ gib uns Frieden, Serrl 5. Nimm uns zu dir, o Herr Jesu,/ für dein Abendmahl/ mache voll die Jahl,/ nimm uns zu dir, Serr! 6. So behüt uns, o Herr Jesu,/ guter Sirte du, /schenke selge Ruh,/ o behüt uns, Serr! wilhelm Baur, 4 1897. 5 3 1 Schottische Volksweise. E J. Das CLe ⸗-ben welkt wie Gras,/ wie rü⸗ ber weht,/ ver⸗-schwin—»det ih re Spur. 2. Wer gestern frisch und froh,/ heut ruft der Tod ihn ab,/ und was uns lieb und teuer war,/ wir senken es ins Grab. 3. Doch Gottes Gnade bleibt/ dem Frommen ewig stehn./ Wer seinen Bund von Herzen hält,/ wird nimmermehr vergehn. Schottisches Volkslied, V. 2 v. Ludwig Sallwachs, Jooz. 532 1818. Der be⸗ste Freund ist in dem Himmel,/ auf Udenn bei dem fal- schen Welt ⸗ge- tümmel/ ist J. Das christliche Leben 533 A Er„den sind die Freun⸗-de Lar; Red-lich keit oft in Gefahr./ an hab ichs im:mer so gemeint:/ Mein Je-sus ist der beste Freund. 2. Die Welt ist gleich dem Rohr im Winde;/ mein Jesus stehet felsenfest. Wenn ich mich ganz verlassen finde,/ mich seine Freundschaft doch nicht läßt./ In Freud und Schmerz ers redlich meint:/ Mein Jesus ist der beste Freund. 3. Er läßt sich selber für mich töten,/ vergießt für mich sein eigen Blut;/ er steht mir bei in allen Nöten/ und sagt für meine Schulden gut; /Ter hat mir niemals was ver— neint:/ Mein Jesus ist der beste Freund. J. Behalte, Welt, dir deine Freunde,/ sie sind doch gar zu wandelbar./ Und hätt ich hunderttaͤusend Feinde,/ so krümmen sie mir nicht ein Haar./ Hier immer Freund und nimmer Feind:/ Mein Jesus ist der beste Freund. Benjamin Schmolck, 4 1737. Arnold Mendelssohn, Darmstadt JI906. J. Der Serr bricht ein um Mit⸗ter⸗ 6 87 5. ist noch al ⸗les still wohl dem, der nun sich 55⁵ Das christliche Leben .— 70 — 8. ö 88 fer tig macht/ und ihm be⸗geg nen will! 2. Er hat es uns zuvor gesagt/ und einen Tag gestellt;/ er kommt, wenn niemand nach ihm fragt,/ noch es für möglich hält. 3. J Wie liegt die Welt so blind und tot!/ Sie schläͤft in Sicherheit/ und meint, des großen Tages Not/ sei noch so +* fern und weit. 4. II Wer waͤltet als ein frommer Xnecht/ im Bause so 4* getreu,/ daß, wenn der Herr kommt, er gerecht/ und nicht 4 zu strafen sei? 5. I Sind eure Campen rein und voll? /Brennt euer Glaubenslicht,/ wenn nun der Aufbruch werden soll,/ daß uns kein Gl gebricht! ö 6. A Sei immer wach, mein Serz und Sinn, und ö schlummre ja nicht mehr! Blick täglich auf sein Kommen ö hin,/ als ob es heute wär. 7. Der Tag des Urteils nahet sich,/ der Herr kommt zum ö Gericht;/ du, meine Seele, schicke dich,/ steh und verzaͤge nichtl ö ö 8.1 Dein Teil und Zeil ist schon und groß,/ auf, auf, du hast es Macht;/ ergreif im Glauben jenes CLos,/ das Gott dir zugedacht. 9. AOuͤbergroße Seligkeit/ nach aͤbgelegter Cast,/ wo— bei dich, Seele, nicht gereut,/ daß du gestritten hast! 10. Der Zerr bricht ein um Mitternacht;/ jetzt ist noch alles still./ Wohl dem, der nun sich fertig macht/ und ihm Rir J. Der Nai⸗e, der Mai⸗e/ bringt uns der Bluümlein 356 2.— + ö ö begegnen will! Johann Christoph Rube, 1 1740. 534 Sriedrich Mergner, FI89l. 94———— ů..........— ö 1 30—0 é— Das christliche Leben 535 „ i 7 23———* E viel;/ ich trag ein frei Ge⸗ mü⸗ te,/ Gott weiß wohl, 17 für—.—4 2 1— 1.— 35 n n Ler 1—. EENEH „ wem ichs will,/ Gott weiß wohl, wem ichs will: 0 Z. Ich wills Christo, dem Herren,/ der unser Seiland ist,/ er trägt das Kreuz für unsre Sünd,:,: ja wie man von er ihm liest. ,: aß 3. Den Tod haͤt er bezwungen,/ die Höll gerissen ein,/ die Sünd hat er verschlungen,„: geholfen aus der Pein. ,: und 4. Er will die nicht verlassen,/ die an ihn glauben fein;/ nen das hat er uns versprochen,:,„: denn wir sein' Kinder sein.:,: um 5. Drum, wer ihm traͤut zu Ehren,/ den läßt er nimmer— chtl mehr;/ demselben unserm Serren,:,: dem sei Cob, Preis du und Ehr. 2,: Jakob Rlieber, um J530, nach einem Mailied. ott vo⸗ 5 35„Friedrich Reichardt, 1 1814. * 1 4— 5——— 739 90 10 7 25 10 +* J. Der Mensch hat nichts so ei ⸗gen,/ so wohl steht 8. —— —4 170 + II 1 ihm nichts an,/ als daß er Treu er ⸗ zei ⸗ gen/ und 3557 Das 36—8 Leben i 35* Freundschaft hal⸗ ten m enr er mit sei- nes⸗glei⸗ — tre⸗ 0 in ein Band,/ ver⸗spricht sich nicht zu n wei chen/ mit Her zen, RMund und Band. 2. Die Red ist uns gegeben,/ damit wir nicht allein/ fuͤr uns nur sollen leben/ und fern von Menschen sein;/ wir sollen uns befragen/ und sehn auf guten Rat,/ das Leid einander klagen,/ das uns betreten hat. 3. Was kann die Freude machen,/ die Einsamkeit ver— hehlt?/ Das gibt ein doppelt Cachen,/ was Freunden wird erzählt; /der kann des LCeids sich wehren,/ der es von Herzen sagt;/ der muß sich selbst verzehren,/ der insgeheim sich nagt. 7J. Gott stehet mir vor allen,/ die meine Seele liebt;/ dann soll mir auch gefallen,/ der mir sich herzlich gibt./ Mit diesen Bundsgesellen/ verlach ich Pein und Not,/ geh auf den Grund der Höllen /und breche durch den Tod. 5. Ich hab, ich habe Herzen,/ so treu, wie sich's ge— bührt,/ die Heuchelei und Scherzen /enie wissentlich be— rührt!/ Ich bin auch ihnen wieder/ von Grund der Seelen hold;/ ich lieb euch mehr, ihr Brüder,/ als alles Erdengold. Simon Dach, 4 J1659. e⸗ n Das christliche Leben 836 Lob der Musika Arnold Mendelssohn, Darmstadt I905. — „„ ie be⸗ste Jeit im IE4 ——— —— . — — e ee R ö ö J ist der voll,/ viel gut Ge⸗sang da lau ⸗- tet D x — 0 1 3 ö.—.— 2 wohl,/ viel gut Ge⸗sang da lau⸗tet wohl. 2. Voran die liebe Naͤchtigaͤll/ maͤcht alles fröhlich uͤber— all/ mit ihrem lieblichen Gesang, ,„: des muß sie haben immer Dank;, 3. Viel mehr der liebe Zerre Gott,/ der sie also geschaffen hat, J zu sein die rechte Sängerin,:,: der Musika ein Meisterin; 537.538 Das christliche Leben 4. Dem singt und springt sie Tag und Nacht,/ seins Lobes sie nichts müde macht;/ den ehrt und lobt auch mein Gesang:,: und sagt ihm einen ewgen Dank. 2,: Martin Luther, 1 1546. 537 Christian Gregor, 4 J763. 222— 2—.——— ö 6 Furnin.— Die Gna⸗ de sers Zerrn Jc su e. , Kan m 2. ö Chri sti und die Lie⸗ be Got tes 5 Re und die Enein schuft des—.— Gei ⸗stes sei ö 21 3 2384—— ———— DE 105 al⸗len, mit uns al⸗len! A⸗- men. 2. Rorinther 13. I3. 538 Bei Migidius. 1550. —.—— ö ö 2 ö—4„ +—.—————.—.— ——— 45 Ede E I. Die—1.— ist kom⸗men,/ drin wir ru hen —.—— 2 H 0 2— 6—— 00 U8. Gott walts zu From men/ naͤch sei'm 560 Das christliche Leben ö 1 1 2 1 1⁴⁵⁷ en e— E 92.—...—— FF ö Wohl⸗ ge⸗ fal ⸗len,/ daß wir uns le⸗ gen/ in sei'm Gleit und Se⸗gen,/ der Ruh zu pfle ⸗ gen. 2. Fern von uns treibe,/ Herr, unreine Geister;/ halt die Nachtwache,/ unser Schutz und Meister;/ schirm Ceib und Seele/ unter deinen Flügeln,/ send uns dein Engel. 3. Caß uns einschlafen/ mit guten Gedanken,/ fröhlich aufwachen/ und von dir nicht wanken./ Laß uns mit Züchten/ unser Tun und Dichten/ zu dei'm Preis richten. 4. Pfleg auch der Kranken/ durch deinen Geliebten,/ hilf den Gefangnen,/ tröste die Betrübten./ Pfleg auch der KXinder,/ sei selbst ihr Vormünder,/ Feindes Meid hinder'! 5. Vater, dein Name/ werd von uns gepreiset,/ dein Reich zukomme, /dein Will werd beweiset;. frist unser Ceben,/ wollst die Schuld vergeben,/ erlös uns! Amen. (Böhmische Brüder.) Peter Serbert, F J]5 939 Mel. Wie lieblich sind die Wohnung dein. Joh. Sermann Schein, 1 1630. A.(Bei dieser Melodie fallen die eingeklammerten Sätze im Liede weg.) 12— Die Sach ist dein, Berr 2 su Christ,/ die ———.——— —— R— Sach, an der wir stehn,/ und weil es dei ne 561 Das christliche&— é 2..... Sa che ist,/ kann sie nicht un⸗ter⸗gehn!/ Al⸗ E 1 lein das wei zen⸗korn,. 92765 Loher Rastt zum Licht em⸗por,/ muß ster- ben in der Er⸗de 8 Se vor 50— eig⸗ nen 19 los. B. oder Rarlsruhe 1822. EESEE 3 iu 7 . Die Sach ist dein, Serr Je- su Christ,/ die Uund weil es dei ne Sa⸗ che ist,/ kann —0 S— x . Sach, an der wir stehn, 1 8 lie das Wei⸗ zen⸗ sie nicht un⸗ter gehn! es fruchtbar sproßt zum 562 Das christliche Leben — 3 ö korn, be⸗vor Umuß ster⸗ben in der Er⸗de Schoß! — Licht em⸗por, U zu⸗ vor vom eig nen We⸗sen los, — 2——— I +——— ö* —6 4552 t e.— m + ——— im Ster-⸗-ben los,/ vom eig⸗nen We ⸗sen los. — 2. Du gingst, d Jesu, unser Saupt,/ durch LCeiden 2 himmelan/ und führest jeden, der da glaubt,/ mit dir die gleiche Bahn./ Wohlan, so nimm uns allzugleich/ zum Teil am Ceiden und am Reich. Führ uns durch deines Todes Tor/ samt deiner Sach zum Cicht empor!(Zum Licht empor,/ durch Nacht zum Licht emporl) 3. Du starbest selbst als Weizenkorn/ und sankest in das Grab⸗ Belebe denn, o Cebensborn,/ die Welt, die Gott dir gab;/ send Boten aus in jedes Cand,/ daß bald dein Name werd bekannt,/ dein Naͤme voller Seligkeit;/ auch wir stehn dir zum Dienst bereit.(In Kampf und Streit,/ zum Dienst in Rampf und Streit.) Samuel Preiswerk, 4 187J, V. 3 von Felicien Jaremba, 1874. V 1— —44 —⁴¹¹⁷*. üü Geistliche 2258 637. ö ö —.——.— EEEE e r dur . Iae Es ist ein Schnitter,—— heißt Tod,/ hat Gwalt vom ö ö———— Ha⸗ 4— 25— 7.— ö — ů gro⸗-ßen 61 Heut wetzt er das Mes⸗ser,/ es schneidt Das christliche Leben EE EEE E — schon viel bes⸗ ser,/ bald wird er dreinschnei⸗den,/ wir 2(V. 6/) ——————,— ö— ————— TS—.——.— ü mus⸗sens nur lei⸗den./ Hüt dich, schoͤns Blü me⸗lein! 2. Was heut noch grün und frisch dasteht,/ wird mor— gen weggemäht:/ die edlen Narzissen,/ die him mlischen Schlüssel,/ die schon Byazinthen,/ die türkischen Winden:/ Hüt dich, schöns Blümelein! 3. Viel hunderttausend ungezählt/ da unter die Sichel fällt:/ rot Rosen, weiß Lilien,/ euch wird er austilgen;/ und ihr Kaiserkronen,/ er wird euch nicht schonen:/ Zuͤt dich, schöns Blümelein! 4. So viel Maßlieb und Rosmaͤrin/ schwellt unter der Sichel hin;/ Vergißmeinnit,/ du mußt auch mit,/ und du Tausendschön,/ man läßt dich nit stehn:/ Hüt dich, schöns Blümelein! ö 5. Er macht so gar kein Unterschied,/ geht alles in einem Schritt;/ der stolz Rittersporn/ und Blumen im Rorn,/ sie liegen beisammen,/ man weiß kaum den Namen:„Hut dich, schöns Blümelein! 6. Trutz, Tod! komm her, ich fuͤrcht dich nit,/ trutz, komm und tu einꝰ Schnitt!/ Wenn er mich verletzet,/ so werd ich versetzet/ in himmlischen Gaͤrten,/ darauf will ich warten:/ Freu dich, schöns Blümelein! Regensburg 1637. Mel. Ich bete an die Macht der Liebe. D. Bortniansky, 1822. =I..‚ W EEE . ——0m68—————2——.———5— E J. Für dich sei ganz mein Herz und Le⸗ben,/ Das eben 4...— du mirs nur ge⸗ ge⸗ben,/ in dir es nur und se⸗lig ruht./ Her⸗-stel⸗ ler mei⸗ nes schwe⸗ ren Fal ⸗les,/ für dich sei e⸗wig Serz und al les. 2. Ich liebt und lebte recht im Zwange,/ wie ich mir lebte ohne dich. /Ich wollte dich nicht, ach so lange;/ doch liebtest du und suchtest mich,/ mich böses Rind aus bösem Samen,/ im hohen, holden Jesusnamen. 3. Deins Vaͤterherzens tiefste Triebe/ in diesem Namen zeigen sich;/ ein Brunn der Freude, Fried und Liebe/ quillt nun so nah, so mildiglich./ Mein Gott, wenns doch der Sünder wüßte!/ Sein Herz alsbald dich lieben müßte. 4. Ich bete an die Nacht der Liebe,/ die sich in Jesu offenbart; /ich geb mich hin dem freien Triebe,/ wodurch ich Wurm geliebet ward;/ ich will, anstatt an mich zu denken,/ ins Meer der Liebe mich versenken. 5. Wie bist du ai⸗ so zart gewogen,/ und wie verlaͤngt dein Zerz nach mir!/ Durch Liebe sanft und tief gezogen,/ neigt sich mein Alles auch zu dir./ Du traute Liebe, gutes Wesen,/ du hast mich und ich dich erlesen. 542 Das christliche Ceben §. Ich fuͤhls, du bists, dich muß ich haben,/ ich fühls, ich muß für dich nur sein;/ nicht im Geschoͤpf, nicht in den Gaben,/ mein Platz, der ist in dir allein./ Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen,/ drum folg ich deinen selgen Zügen. 7. Ehr sei dem hohen Jesusnamen,/ in dem der Liebe Quell entspringt,/ von dem hier alle Bächlein kamen,/ aus dem der Selgen Schar dort trinkt!/ Wie beugen sie sich ohne Ende,/ wie falten sie die frohen Hände! 8. O Jesu, daß dein Naͤme bliebe/ im Grunde tief ge— drücket ein;/ möcht deine süße Jesusliebe/ in Herz und Sinn gepräget sein!/ Im Wort, im Werk und allem Wesen/ sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Gerhard Tersteegen, + 1769. 5 2 ien 9. ö —. 355 177⁹ n. rre rn Larn n annt 3 ö .4 Groeßer Gott, wir ben dich;/ Herr, wir Fei Uvor dir neigt die Er—de sich/ und be— ö hel —.— E prei sen dei ne Stär⸗ke; I. wun⸗ dert dei ne 590 wie du warst vor W —— lot —————————— ——— — al⸗ler Jeit,/ so bleibst du in Ewig⸗keit. ö 2. Alles, was dich preisen kann,/ Cherubim und Sera—⸗ phinen,/ stimmen dir ein Coblied an; /alle Engel, die dir dienen,/ rufen dir in selger Ruh: /Heilig, heilig, heiligl zu. 566 Das christliche Leben 54 3. JHeilig, Serr Gott Zebaoth,/ heilig, Serr der Krieges heere;/ starker Selfer in der Wot,/ Zimmel, Erde, Cuft und —5 cuh, Reere/ sind erfüllt von deinem Ruhmz/ alles ist dein Eigentum. ö 4. II Der Apostel heilger Chor,/ der Propheten große iebe Renge/ schickt zu deinem Thron empor/ neue Cob-⸗ und aus Dankgesänge,/ der Blutzeugen große Schar lobt und hne preist dich immerdar. 5. A Auf dem ganzen Erdenkreis/ loben Große und auch Kleine/ dich, Gott Vater; dir zum Preis/ singt die heilige Gemeine;/ sie verehrt auf deinem Thron/ deinen ein— ge⸗— uund gebornen Sohn. 4 en G. Sie verehrt den heilgen Geist, welcher uns mit seinen 76 Lehren/ und mit Troste kräftig speist,/ der, o Rönig aller 25 Ehren,/ der mit dir, Serr Jesu Christ,/ und dem Vater ewig ist. 7. I Steh, Serr, deinen Dienern bei,/ welche dich mit 770. Demut bitten,/ die dein Blut dort maͤchte frei,/ als du für ö uns hast gelitten. Mimm uns nach vollbraͤchtem Cauf/ zu * dir in den Himmel auf. 8. II Sieh dein Volk in Gnaͤden an;/ hilf uns, segne, Herr, dein Erbe; /leit es auf der rechten Bahn,‚,/ daß der vir Feind es nicht verderbe;/ waͤrt und pfleg es in der Zeit,/ e⸗ heb es hoch in Ewigkeit. d. A Alle Tage wollen wir /dich und deinen Wamen preisen/ und zu allen Jeiten dir/ Ehre, CLob und Dank ter⸗ weisen./ Gib, daß wir von Sünden heut/ und von Unfall sei'n befreit. 10. Herr, erbarm, erbarme dich!/ Über uns, Serr, sei r dein Segen! /Deine Güte zeige sich,/ Zerr, auf allen unsern Wegen. /Auf dich hoffen wir allein,/ laß uns nicht ver⸗; loren sein! Mach dem Te deum laudamus(Alte Kirche), Wien 1779. —— Cẽ sar Malan, 1827. I re des Herrn!/ I. 5 ar⸗ re, meine See⸗le,/ har⸗ Das christliche Leben II—— 55(, dann DSE. —.8——. EE2 E.* e Al⸗les ihm be⸗feh⸗le, /hilft er doch so gern./ Sei un⸗ 5 8*— zagt,/ bald der Morgen taͤgt, und ein neu⸗er 3215 ling/ ———— .—— E folgt dem Winter nach./ In al⸗len Stürmen,/ in al⸗ ler S= 2— 2 —— 12 DH'łoooe—— . S Not wird er 491 be⸗ schir⸗ men,/ der treu⸗e Gott. 2. Haͤrre, meine Seele,/ harre des Herrn! /Alles ihm befehle,/ hilft er doch so gern.(I, dann A) i,: Wenn alles bricht:/ Gott verläßt uns nicht;/ größer als der Helfer/ ist die Wot ja nicht.:„: Ewige Treue, /Retter in Not,/ rett auch unsre Seele,/ du treuer Gott. Hriedrich Räder, 1872. 5 1661 1166 143 4.— ö S— N —— é I. Herr, nun rerr. 998 W gen Hiiein:. ab⸗ x * SE —9— . 1H— seit geht sonst 5 Fahrt,/ das brächt Freud dem I Das christliche Leben wi ⸗der⸗part,/ der dich/ ver⸗ acht't so Ire: vent lich. fre ventlich! 2. Gott, erhöh deins Namens Ehr;/ wehr und straf der Bösen Grimm,/ weck die Schaf mit deiner Stimm,/ die dich/ lieb haben inniglich! 3. Hilf, daß alle Bitterkeit/ scheid, o serr, und alte Treu/ wiederkehr und werde neu,/ daß wir/ ewig lobsingen dir! Zuldreich Zwingli, 4 153J. 645⁵ Oberhessische Volksweise, JI9. Bahrhundert. —— * 8 6 J. ZBerz, laß dein Sor gen sein,/ , ee, r Ete ö n,. L, e, irt. ä gen schafft Angst und Pein/ und frommt doch nicht./ * ö 1.——.....——— 4. —— EE f an, T — CE. E 1* Ver⸗trau auf Gott, den Herrn,/ sein Bilf ist dir nicht fern,/ Das christliche Leben Gott schlum-mert nicht,/ Gott schlum-mert nicht. 2. Sieh doch die Cilien an, /wer hat sie angetan/ mit solcher Jier?/ Gott webt zu aller Zeit/ ihnen das Feier⸗ kleid, ,„: webt es auch dir., 3. Nimm doch der Vöͤglein wahr,/ die aller Sorgen bar,/ so fröͤhlich sind./ Gott nährt sie spät und fruͤh,/ bist du nicht mehr, denn sie? ,: nicht Gottes KRind? ,: 4. Gottes Kind, hörst du nicht,/ wie so vernehmlich spricht/ dein Jesus Christ:/ Herz, laß dein Sorgen sein,/ trachte nach dem allein, ,„: was droben ist., Zulius Sturm, 1 1896. 546 Weise eines deurschen Sommerliedes, 1545. 9 E————— J. Berz⸗— 2—0 mich er· 81—— en/ die 15 be é— 2—— 23 2 3955.—5., 0— 1H— E* 665 mer-⸗zeit, wenn Gott 55.— ver-neu⸗ .9... en/ al les zur 2 wig⸗keit./ Den Himmel und die 1—.—— 24 ö . Er de/ wird Gott neu schaf⸗fen gar,/ all RKre a⸗ Das christliche Leben 577 E l t. trur soll wer⸗den/ ganz herr⸗lich, schön und klaͤr. mit ö 2. Keine Junge kann erreichen/ die ewge Schönheit peier groß;/ man kanns mit nichts vergleichen,/ die Wort sind viel zu bloß;/ drum müssen wir das sparen/ bis an den bar,/ juͤngsten Tag;/ dann wollen wir erfahren,/ was Gott ist ist du und vermag. 3. Da werden wir mit Freuden/ den Heiland schauen an,/ mlich der durch sein Blut und Ceiden/ den Simmel aufgetan,/ die ein,/ lieben Patriarchen,/ Propheten allzumal,/ die Maͤrtrer und Aypostel/ bei ihm in großer Zahl. 1896. J. Er wird uns fröhlich leiten/ ins ewge Paradeis,/ die Hochzeit zu bereiten/ zu seinem Lob und Preis:/ da wird sein Freud und Wonne,/ in rechter Lieb und Treu,/ aus 1545. Gottes Schatz und Bronne/ und täglich werden neu. — 5. Herr Gott, durch deine Güte/ führ mich auf rechter 4 Bahn!/ HZerr Christ, mich wohl behüte,/ sonst möcht ich irre gahn:/ halt mich im Glauben feste/ in dieser bösen Zeit,/ hilf, daß ich mich stets rüste/ zur ewgen Hochzeitsfreud. be Zohann Walter, 1570, nach einem Sommerlied. 54⁷ Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern(Nr. 269). J. Hier stehen wir von nah und fern/ in einem Geist vor einem Zerrn/ vereint zu Dank und Bitte: O Zesu, selge — Majestat,/ gekreuzigt einst und nun erhöht,/ tritt ein in * unsre Mitte!/ Stimm an,/ nimm an/ unsre Lieder,/ die wir wieder/ vor dich bringen,/ deiner CLiebe Tun zu singen. die 2. Was ein verborgnes Senfkorn war,/ das breitest du I 2 von Jahr zu Jahr/ nun aus mit mächtgen Zweigen./ Zu ö — Tausenden erwächst dein Bund/ und öffnet Serz und Hand an und Mund,/ für Gottes Seil zu zeugen;/ deinen/ reinen/ Lebenssamen, /deinen Namen/ durch die Weiten /aller a⸗ Länder auszubreiten. 57 U— 45 I— 497 548 Das christliche Leben 3. Dein ist die Welt, dein sind auch wir,/ und alle Völker werden dir/ einst noch zu Füßen faͤllen;/ du weckst sie aus der Todesruh/ und führst schon Erstlinge herzu ͥ zu Salems heilgen Sallen;/ spendest,/ sendest/ Licht und Segen /allerwegen/ deinen Freunden,/ herrschest unter deinen Feinden. 4. Dein sind wir, dein in Ewigkeit;/ drum wollen wir, du Held im Streit,/ an deinem Auge hängen./ Wohlauf, mit Macht umgürte dich,/ du Arm des Serrn, so werden sich/ die Völker um dich drängen!/ Alsdann/ wird man/ fröhlich singen,/ Palmen schwingen,/ wenn man schaͤuet,/ wie Jehova Zion bauet. Albert Knapp, I863 — Ich trau auf Gott!/ In al⸗ler 4.64 Ich lie be Gott!/ Bis in den NVot/ auf Gott mein Hoff nung bau e. Tod/ auf die se Lieb ver⸗ traue. Das christliche Leben 549 2. Das Heil allein/ kann sicher sein/ in meines Jesu Wunden;/ in deinem Tod,/ o liebster Gott,/ das Ceben wird gefunden. /ZJesu, dir leb ich; /Jesu, dir sterb ich./ Dein bin ich tot und lebendig. 3. Ein sehnend Herz/ in Reu und Schmerz/ soll nimmer— mehr verzagen!/ Mit rechter Reu,/ von Sünden frei,/ darf ich zu Jesu sagen: /Jesu, dir leb ich;/ Jesu, dir sterb ich./ Dein bin ich tot und lebendig. 4. Fort, fort, o Welt;/ was dir gefällt,/ das macht mich jetzt verdrossen;/ in Gott allein/ mein Ruh soll sein,/ ich hab es fest beschlossen: /Jesu, dir leb ich;/ Jesu, dir sterb ich./ Dein bin ich tot und lebendig. S. Am letzten End/ in deine Händ/ will ich mein Seel aufgeben!/ O Jesu mein,/ ganz bin ich dein,/ schenk mir das ewge Ceben!/ Jesu, dir leb ich;/ Jesu, dir sterb ich./ Dein bin ich tot und lebendig. Duderstädter Gesangbuch, 1724. 549 Bei J. Seorg Sille, 1739. — ᷣ——— .— Ich will stre⸗ben/ nach dem Le-ben,/ Ich will rin⸗-gen/ ein ⸗ zu⸗drin⸗gen,/ *.—— — — wo ich se⸗lig bin ö ö—Z 5 ö HBält bis daß ichs ge⸗ winn.) 5alt man mich, se 55⁰ Das christliche Leben! Das Zar E. 2 é 2*—— 2. * ö———*— Himi — run⸗gen,/ durch ge⸗drun⸗gen/ bis zum Klein⸗od hin! 7d ö 2. Als berufen/ zu den Stufen/ vor des Cammes Thron/ ö will ich eilen,/ das Verweilen /bringt oft bösen Cohn.—5 ö wer auch läuft und läuft zu schlecht,/ der versäumt sein hab Kronenrecht./ Was dahinten,/ das maͤg schwinden;/ ich d will nichts davon. 3. Jesu, richte/ mein Gesichte/ nur auf jenes Ziel;/ lenk ö 637. die Schritte,/ stärk die Tritte,/ wenn ich Schwachheit fuͤhl. wird Lockt die Welt, so sprich mir zu,/ schmäht sie mich, so tröste 8 du;/ deine Gnaͤde/ führ gerade/ mich aus ihrem Spiel. 8 + 4. Du mußt ziehen;/ mein Bemuͤhen/ ist zu mangelhaft./ ö Wo ihrs fehle,/ fühlt die Seele;/ aber du hast Kraft,/ weil ö ö dein Wort ein Ceben bringt,/ und dein Geist das Berz Oder ö durchdringt./ Dort wirds tönen/ bei dem Rrönen:/ Gott ist's 8, der es schafft. Philipp Friedrich Siller, 4 1769, 4— 2 76.4 dort oben.) 5 50 Volksweise. 4³⁷——— I. Im.2 in im Iim mel/ 95 ———— i, rarttm 355 ———p—— Freu ⸗ de so viel;/ da tan⸗ zen die ö——— 14 R—— ö —————— SSA/ ——— 2 5 geb —. Ber ö—— ö 3 Eng ⸗lein/ und ha⸗ ben ihr Spiel. und n;/ ich / lenk t fůͤhl./ O tröste piel. lhaft./ „weil 5 Berz Gott E, + 1769. ö olksweise. Das christliche Leben ö 551 2. Sie singen, sie springen/ und loben ihrn Gott, ,: der gimmel und Erde/ erschaffen hat., 3. Dort oben, dort oben/ vor der himmlischen Tür, 2): da steht ein arm Seele/ und weinet so sehr. ,: 4.„Arm Seele, arm Seele,/ was stehest du hier? ): Wenn ich dich anschaue,/ so weinest du mir.“, 5.„Wie sollt ich nicht weinen,/ du gütiger Gott: ,: Ich hab übertreten/ die zehen Gebot!“:,: C.„Hast du übertreten/ die zehen Gebot: ,: fall nieder auf die Rnie/ und bete zu Gott!:,: 7. Bet immer, bet immer/ und allzeit mit Fleiß, ,: so wird dir Gott schenken/ die himmlische Freud.“: 8. Die himmlische Freud ist/ ein Wunderschone Stadt, ): da Friede und Freude/ kein Ende mehr hat. Volkslied. (Oder wie Nr. 349.) 5 5 1 Joh. Friedrich Reichardt, 1790. J. Im-mer muß ich wie der le⸗sen/ in dem al⸗ ten, heil⸗ gen Buch,/ wie er ist so —5——— H e sanft ge we⸗sen,/ oh-ne List und oh⸗- ne Tru 2. Wie er hieß die Kindlein kommen,/ wie er hold sie an— ge eblickt/ und sie in den Arm genommen/ und sie an das Berz gedrückt; 3. Wie er Hilfe und Erbarmen/ allen Rranken gern erwies/ und die Blöden und die Armen/ seine lieben Brüder hieß; 107 552 Das christliche Lebey 4. Wie er keinem Sünder wehrte,/ der bekummert zu ihm kam,/ wie er freundlich ihn bekehrte,/ ihm den Tod vom Herzen nahm. S. Hat die Herde sanft geleitet,/ die sein Vater ihm ver— liehn,/ hat die Arme ausgebreitet,/ alle an sein Serz zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen,/ und ich lese mich nicht satt,/ wie er ist so treu gewesen,/ wie er uns geliebet hat. Luise Sensel, 4 J876 552 G. Gastoldi, 159l. ö J. Inͤ dir is Reent de/ in al⸗lem Lei⸗de,/ o du durch dich wir—— him mli⸗sche 5der du — 25— 303 9—616 665 sü ⸗ ßer su 15 5 von Schaͤnden,/ wah⸗ rer Herland 6 Zu dei- ner Gü ⸗te/ E 438 ret⸗test von Ban den;/ wer dir ver⸗ trau⸗et,/ hat wohl ge⸗ steht un⸗ ser Gmů⸗te,/ an dir wir kle⸗ben/ im Tod und bau⸗ et,/ wird e⸗ wig blei⸗ben,/ Hal⸗-le⸗lu⸗ja. CLe⸗ben;/ nichts kann uns schei den./ Hal⸗le⸗lu⸗ ja.) 2. Wenn wir dich haben,/ kann uns nicht schaden Teufel, Sünde, Welt und Tod;/ du hasts in Händen, kannst alles wenden,/ wie nur heißen mag die Not. 576 Das Dru Sche Wir Mac ebey t zu ihm od vom hm ver⸗ u ziehn. ich nicht bet hat, I, + I876 ldi, J55l inden,/ te/ Hoohl ge⸗ Das christliche Leben 553 Drum wir dich ehren,/ dein Lob vermehren/ mit hellem Schalle,/ freuen uns alle/ zu dieser Stunde,/ Salleluja./ Wir jubilieren/ und triumphieren,/ lieben und loben/ dein Macht dort oben/ mit Herz und Munde,/ Saͤlleluja. Johann Lindemann,„ nach 1634. 5 3 Rarl Voigtländer, 1853. E——.———— I* 43 2 e⸗ wig zu 0. fan⸗gen/ und vor sei⸗nem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Cicht,/ Sonne, die durch Wolken bricht!/ O wann werd ich dahin kommen,/ daß ich dort mit allen Frommen/ schaͤu dein holdes Angesicht! 3. Ach wie schön, ach wie schön/ ist der Engel Lob— getön!/ Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel,/ flög ich uͤber Tal und Hügel/ heute noch nach ZJions Höhn. 4. Wie wirds sein, wie wirds sein,/ wenn ich zieh in Salem ein,/ in die Staͤdt der goldnen Gassen!/ Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen,/ was das wird für Wonne sein! S. Paradies, Paraͤdies,/ wie ist deine Frucht so süß!/ Unter deinen Cebensbäumen/ wirds uns sein, als ob wir träumen./ Bring uns, Serr, ins Paradies! Gustav Knak, 1878. 554 Das christliche Leben Mel. Entlaubt ist uns der Walde. Volksweise, 15. Vahrhundert. ö— 5— 2 4.—— IDr—— EI———— — +—— En 14 Cob Gott ge⸗ trost mit Sin⸗gen,/ froh⸗lock, du Dir soll es nicht miß ⸗lin⸗gen,/ Gott hilft dir RfR —— Lueene Ob du gleich hier mußt tra ⸗gen/ viel H Wi⸗ der⸗wär⸗tig-keit,/ doch sollst du nicht ver⸗ za⸗gen,/ dir aus al⸗-lem Leid. e,. H——0 5 ISS denn er hilft dir aus al. lem Ceid. 2. A Rann und mag auch verlassen/ ein Mutter je ihr Rind/ und also gar verstoßen,/ daß es kein Gnad mehr findt?/ Und ob sichs möcht begeben,/ daß sie so gar ab— fiel: Gott schwört bei seinem Ceben,/ daß er dich nicht verlassen will. 3. II Darum laß dich nicht schrecken, /o du tchristgläubge Schar. Gott wird dir Silf erwecken/ und selbst dein nehmen wahr./ Hat er dich doch gezeichnet,/ gegraben in sein Händ./ Dein Nam stets vor ihm leuchtet,/ daß er dir seine Hilfe send. 78 5 hundert. — äubge t dein ben in er dir Leben Das christliche Leben 555 4. A Es tut ihn nicht gereuen,/ was er vorlängst ge— deut't,/ sein Kirche zu erneuen/ in dieser gfaͤhrlich Zeit./ Er wird herzlich anschaͤuen/ dein Jammer und Elend,/ dich herrlich auferbauen/ durch sein rein Wort und Sakrament. 5. Gott solln wir billig loben,/ der sich aus großer Gnad/ durch seine milden Gaben/ uns kundgegeben hat./ Er wird uns auch erhalten/ in Cieb und Einigkeit/ und unser freundlich walten/ hie und auch dort in Ewigkeit. (Böhmische Brüder) Sohann Sorn, 1 1547. A 555 1— Weise von J. B. Dykes(Sorbury). —* +—* V. n mein Gott, zu dir,/ nä⸗ 0 z8. dirl/ —— 0 + Drückt mich auch Rum mer hier,/ dro⸗het man mir, EE soll doch trotz Rn und P /dies mei⸗ne Co⸗ hine sein: 1 Na⸗her, mein Gott, zu dir,/ nä ⸗ her zu dir! 355⁵ Das christliche Leben Englische Weise. , 175 5 85 Vä⸗ her, mein Gott, zu dir,/ nä⸗ her zu Drückt mich auch Rum⸗mer hier,/ dro het man SEEEEEEEEE J. soll doch trotz Rreuz und Pein/ dies mei⸗ ne ——.—— EHA — B.. — E⸗ 1 9— 2 2. LCo⸗sung sein:/ Naͤ⸗her, mein Gott, zu dir,/ nä⸗her zu dir! 2. Bricht mir wie Jakob dort/ Nacht auch herein;/ find ich zum Ruheort/ nur einen Stein;/ ist auch im Traume hier/ mein Sehnen für und für:/ Näher, mein Gott, zu dir,/ näher zu dir! 3. Geht auch die schmale Bahn /aufwärts gar steil, fuͤhrt sie doch himmelan/ zu meinem Seil./ Engel, so licht und schön,/ winken aus selgen Zöhn./ Näher, mein Gott, zu dir,/ näher zu dir! 4. Ist dann die Naͤcht vorbei,/ leuchtet die Sonn,/ weih ich mich dir aufs neu/ vor deinem Thron,/ baͤue mein Bethel dir/ und jaͤuchz mit Freuden hier:/ Wäher, mein 35 zu dir,/ näher zu dir! 5. Ist mir auch ganz verhüllt/ dein Weg allhier,/ Wird nur mein Wunsch erfüllt:/ Wäher zu dir!/ Schließt dann ö mein Pilgerlauf,/ schwing ich mich freudig auf/ näher, mein Gott, zu dir,/ naͤher zu dir! (Nach dem Englischen) Sara§. Adams, 580 wird t dann näher, Adams⸗ Das christliche Leben 55 856 Mel. nach: Wenn wir in höchsten Möten sein.) Französischer Psalter, 1547. 4 ö—.— ö ö—— 17—— x x I. O daß doch bald dein Feu⸗-er brenn⸗ te,/ du Welt er⸗kenn⸗ te,/ daß du bist Kö⸗nig, Gott und Serr! 2. Jwar brennt es schon in heller Flamme/ jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West,/ dir, dem für uns erwürgten Camme/ ein herrlich Pfingst- und Freudenfest. 3. Und noch entzünden Simmelsfunken/ so manches kalte, tote Herz/ und machen Durstge freudetrunken/ und heilen Sünd-⸗ und Höllenschmerz. 4. Erwecke, läutre und vereine /des ganzen Christen— volkes Schar/ und maͤch in deinem Gnadenscheine/ dein Heil noch jedem offenbar. 5. Du unerschöpfter Guell des Cebens,/ allmächtig starker Gotteshauch,/ dein Feuermeer ström nicht ver— gebens;/ ach, zünd in unsern Herzen aͤuch. G. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen/ und baue deinen Tempel aus;/ laß leuchten deine heilgen Flammen/ durch deines Vaters ganzes Haus. 7. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme/ doch bald die ganze, weite Welt/ und zeig dich jedem Völkerstamme/ als Beiland, Friedefürst und Held. 557 Das christliche Leben 8. Dann tönen dir von Millionen der Liebe Jubel— harmonien,/ und alle, die auf Erden wohnen,/ knien vor den Thron des Lammes hin. Georg Sriedrich Fickert, 418I5. 357 Mel. O Zesu Christ, mein's Lebens Licht(oder wie Nr. 149). Leipzig 1635. TO IJ. O Je-su Chri⸗ste, wah-res Licht, /erleuchte, . 5 20 x en 5.— 44 2.—.— —————..—.— 28 e dei⸗ ner Herd,/ daß ih re Seel auch se-lig werd. 2. Erfülle mit dem Gnaͤdenschein,/ die in Irrtum ver— fuhret sein,/ auch die, so heimlich noch ficht an/ in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaͤufen hat/ von dir, das suche du mit Gnaͤd/ und sein verwundt Gewissen heil;/ laß sie am Him mel haben teil. 4. Den Taͤuben öffne das Gehör,/ die Stummen richtig reden lehr,/ die nicht bekennen wollen frei,/ was ihres Berzens Glauben sei. 5S. Erleuchte, die da sind verblendt, /bring her, die sich von uns getrennt,/ versaͤmmle, die zerstreuet gehn,/ mach feste, die im Zweifel stehn. E. So werden sie mit uns zugleich/ auf Erden und im Himmelreich/ hier zeitlich und dort ewiglich/ für solche Gnade preisen dich. Zohann Feermann,— 1647 582 Das christliche Leben 558.559 Jubel ö 558 Oberhessische Weise. V* 10 J. Sag, was hilft al ⸗-le Welt/ mit 9 zig 1625. ih⸗ rem Gut und Geldꝰ/ Al⸗les ver⸗ zu schwind't ge⸗schwind/ gleich wie der Rauch im Wind. — 2. Was hilft der hohe Thron,/ das Szepter und die ⁴ Kron?/ Szepter und Regiment/ hat alles bald ein End. LII 3. Was hilft sein hübsch und fein,/ schön wie die Röse— 5 llein?/ Schönheit vergeht im Grab;/ die Rosen faͤllen ab. werd. 4J. Was hilft ein goldgelb Haar?/ Augen kristallenklar?/ m ver— Lippen korallenrot? /Alles vergeht im Tod. ihrem 5. Was ist das güldne Stück/ von Gold, Zierd und Ge— schmück?/ Gold ist nur rote Erd:/ die Erd ist nicht viel wert. suche 6. Fahr hin, oWelt, fahr hin!/ Bei dir find ich kein Gwinn: laß sie das Ewge achtst du nit;/ hier hast dein Ernt und Schnitt. 7. Fahr hin! leb, wie du willt,/ hast gnug mit mir ge— richtig spielt. Die Ewigkeit ist nah:/ fromms Leben ich anfah. ihres Volkslied, Köln J623. 1e sich 559 Schlesisch 1842. mach E...— —.——.,—— 1nd im solche +—— +1637 J. Schön-ster Herr Je ⸗ su, /Berr'scher 560 Das christliche Leben .. — 35 1.——— al⸗ler En ⸗.e. ———.—8.———— A— D will ich 65 1——0 11 ich und Ma⸗ ri ⸗ en ren,/ mei ner See⸗le Freud 16 KRron. 3 Schön sind die Wälder,/ schön sind die Felder/ in der schönen Frühlingszeit:& Jesus ist schöner,/ Jesus ist reiner,/ der unser traͤurig Serz erfreut. 3. II Schön leucht't die Sonne,/ schön leucht't der Monde/ und die Sternlein allzumal:/ Jesus leucht't schöner,/ Jesus leucht't reiner/ als die Engel im Simmelssaal. 4. III Schön sind die Blumen,/ schöner sind die Men⸗ schen/ in der frischen Jugendzeit:/ A Sie müssen sterben,/ müssen verderben: JJesus bleibt in Ewigkeit. Münster i. Westf. I677. 560 Mel. Wie könnt ich ruhig schlafen. ä ¶So nimm denn mei⸗ ne Hän=de/ und füh⸗ re mich Ubis an mein se⸗lig En⸗de/ und e⸗—.F˙3 —.—. Friedrich Silcher 1842. . R 2, 5. Fä Ich mag al⸗lein nicht ge ⸗ hen,/ nicht ei nen in wo 58⁴ Mel.! Das christliche Leben .D.— ——2—.—0———— ,, K* 2 E en 75 — du wirst gehn und ste⸗ hen,/ da nimm mich mit. 5 ö 2. In dein Erbaͤrmen hülle/ mein schwaches Herz/ und mach es gänzlich stille/ in Freud und Schmerz;/ laß ruhn ich zu deinen Füßen /dein armes Rind, /es will die Augen schließen/ und glauben blind —— 3. Wenn ich aͤuch gleich nichts fühle/ von deiner Macht,/ — du führst mich doch zum Ziele/ auch durch die Naͤcht;/ so 2 nimm denn meine Zände/ und fuhre mich/ bis an mein 29. selig Ende/ und ewiglich. Zulie von Sausmann, 1 J9ol. in der us ist 661 nde /mel. wer hier vor Gott will sein gerecht. Nach Mikolaus Serman, T 156J. 1 ¹π IE hen,/ 6 ISteht auf, ihr lie-ben Rin-der-lein,/ der ö 2—— 20 Iiaa r 1532—.— —— Iber gen⸗ iin mit hel⸗lem Schein/ läßt frei sich se⸗hen — wie ein Beld/ und leuch-tet in die gan ⸗ ze Welt. —— 2. A Willkommen seist du, schöner Stern! /Du bringst uns Christum, unsern Serrn,/ der unser lieber Seiland ist;/ wo darum du hoch zu loben bist. 562 Das christliche Leben 3. II Ihr Kinder sollt bei diesem Stern /erkennen Christum, unsern Serrn,/ Marien Sohn, den treuen Hort;/ der leuchtet uns mit seinem Wort. 4. A Gotts Wort, du bist der Morgenstern,/ wir können dein gar nicht entbehrn,/ du mußt uns leuchten immerdar,/ sonst sitzen wir im Finstern gar. S. III willkommen seist du, lieber Tag,/ vor dir die Nacht nicht bleiben mag;/ leucht uns in unsre Herzen fein/ mit deinem hellen Simmelsschein! 6. AO Jesu Christ, wir warten dein: /dein heilges Wort leucht uns so fein!/ Am End der Welt bleib nicht lang aus/ und führ uns in deins Vaters Saus! 7. Du bist die liebe Sonne klar,/ wer an dich glaubt, der ist fürwahr/ ein Kind der ewgen Seligkeit,/ die deinen Christen ist bereit. 8. Wir danken dir, wir loben dich/ hier zeitlich und dort ewiglich/ für deine groß Barmherzigkeit/ von nun an bis in Ewigkeit. Erasmus Alberus, geb. um J500 in der Wetterau, Pfarrer in Sprend— lingen i. St., Staden, Babenhausen u. a. O., 4 1553 in Neu⸗Brandenburg 562 Karl 66 11½. H II INN 388— JI. Un ⸗ter Ci⸗lien je ⸗ ner Freuden/ sollst du E 5 TI wei⸗ den,/ Seele, schwin ge dich em ⸗por!/ ——.— Rie W—— —— Wi ein Ad⸗ler 2u be⸗ hen⸗-de;/ Je⸗ su 586 II eben nnen ort;/ nnen dar,/ ir die fein/ Vort aus/ Das christliche Leben 563 —.— ö 46 5 x— I —1 SIII.. ——— I1* 2—9 de/ öff ⸗ nen schon das Per-len-⸗ tor. 2. Caßt mich gehen, laßt mich laufen/ zu dem Haufen/ derer, die des Cammes Thron/ nebst dem Chor der Sera— phinen/ schon bedienen/ mit dem reinsten Jubelton. 3. Cöse, erstgeborner Bruder,/ doch die Ruder/ meines Schiffleins; laß mich ein/ in den sichern Friedenshafen,/ zu den Schaͤfen,/ die der Furcht entrücket sein. 4. Wichts soll mir am Serzen kleben,/ süßes Leben,/ was die Erde in sich hält. Sollt ich in der Wüste weilen/ und nicht eilen? /Nein, ich eil ins Zim melszelt. S. Herr, wie bald kannst du es machen,/ daß mit Lachen/ unser Mund erfüllet sei!/ Du kannst durch des Todes Türen/ träumend führen/ und maͤchst uns auf einmal frei. 6. Du hast Sünd und Straf getragen;/ Furcht und Jagen/ muß nun ferne von mir gehn./ Tod, dein Stachel wird zu Schanden;/ frei von Banden/ werd ich fröhlich auferstehn. 7. Gottes Camm, dich will ich loben/ hier und droben/ mit der herzlichsten Begier./ Du haͤst dich zum ewgen Leben/ mir gegeben;/ hole mich, o Herr, zu dir! Joh. Ludw. Ronrad Allendorf, 1 1773. 563 Choralbuch der Brüdergemeinde, 1784. i½rπ1. J. Weil ich Je⸗ su Schäf⸗lein bin,/ freu ich mich nur —035 3 EE im⸗-mer- 915 ü ⸗ber mei⸗ nen gu⸗ten Bir⸗ ten,/ 587 364 Das christliche Leben 335 der mi Rnt sund bei mei- nem Na⸗ men nennt. 2. Unter seinem sanften Stab/ geh ich aus und ein und hab/ unaussprechlich süße Weide,/ daß ich keinen Mangel leide;/ und so oft ich durstig bin,/ führt er mich zum Brunnquell hin. 3. Sollt ich nun nicht fröhlich sein,/ ich beglücktes Schäfelein?/ Denn nach diesen schönen Tagen/ werd ich endlich heimgetraͤgen /in des Hirten Arm und Schoß. Amen, ja, mein Glück ist groß! Luise von Sayn, 4 1782 eeißt du, wie⸗viel Weißt du, wie⸗viel DII IR I Sternlein ste- hen san dem 82 2 V.— 2235 ken ge⸗ 9 E blau en e zelt? 1 u ber ai le Welt 9 Serden derr, hat sin ge⸗ 588 Das christliche Leben DD——— EE EEE +—.. zäh ⸗let, 9—.3.1 00 nicht 5 nes feh⸗let/ an der NNA — II— ** 1 gan⸗zen gro⸗ßen Zahl,/ an der gan⸗ zen— 2. Weißt du, wieviel Mücklein spielen/ in der heißen Sonnenglut?/ wieviel Fischlein auch sich kühlen/ in der hellen Wassersflut?/ Gott, der Herr, rief sie mit Namen,/ daß sie all ins Eeben kamen, ,: daß sie nun so fröhlich sind., 3. Weißt du, wieviel RKinder frühe/ stehn aus ihrem Bettlein auf,/ daß sie ohne Sorg und Muͤhe/ froͤhlich sind im Tageslauf?/ Gott im Himmel hat an allen/ seine Lust, sein Wohlgefallen, ,5: kennt auch dich und hat dich lieb.:, Wilhelm Sey, 1 1854. 56⁵ Mel. RKomm, Seele, Zesu Leiden(oder wie Nr. 44I). Joh. Wolfgang Franck, um J690. dir doch treu,/ daß Dankbar⸗keit auf Er ⸗den/ nicht ,—— 106556. ö.. ie aus⸗- ge⸗ Lor⸗ ben sei./ Für mich um⸗-fing dich 566 Das 33. 3 YLeben — ..... Cei⸗den,/ vergingst für mich in Schmerz;/ drum geb ich dir mit Freu⸗ den/ auf e⸗wig die⸗-ses Berz. 2. Oft muß ich bitter weinen,/ daß du gestorben bist/ und maͤncher von den Deinen /dich lebenslaͤng vergißt./ Von Liebe nur durchdrungen/ haͤst du so viel getan,/ und doch bist du verklungen,/ und keiner denkt daran. 3. Du stehst voll treuer Liebe/ noch immer jedem bei,/ und wenn dir keiner bliebe,/ so bleibst du dennoch treu./ Die treuste Ciebe sieget,/ am Ende fühlt man sie,/ weint bitterlich und schmieget/ sich kindlich an dein Knie. J. Ich hab dich empfunden,/ o lasse nicht von mir;/ laß innig mich verbunden /auf ewig sein mit dir!/ Einst schauen meine Brüder /auch wieder himmelwärts/ und sinken liebend nieder/ und fallen dir ans Zerz. Friedrich von Sardenberg(Wovalis), IS80. 566 Volksweise, um 1813. A(Bei dieser Melodie fällt die Wiederholung der Schlußzeile weg.) — *—..— x 4 üt J. Wer ist ein Mann 2/Wer be⸗ 8 kann/ und —.—, n 2.—.— LU. Gott, dem Herrn, ver⸗traut;/ wenn al⸗ bricht,/ er —.— 59⁰ renrnee erz. bist/ 5t. und bei,/ eu./ Heint laß Einst und 180J. 1813. Das christliche Leben get nicht,/ dem From men nim-mer graut. B oder Mach Ulbert Methfessel, F 1869. W. 2——.— —..——2————————— n J. Wer ist ein Mann?/ Wer be⸗ ten kann/ und Gott, dem 66— H traut;/ wenn — n— er. al⸗les bricht,/ er za ⸗get nicht,/ dem From⸗men nim⸗- mer graut,/ dem dnen n graut. 2. Wer ist ein Nann? /Wer glaͤuben kann/ inbrünstig, wahr und frei;/ denn diese Wehr /trügt nimmermehr, ): die bricht kein Mensch entzwei. ,: 3. Wer ist ein Mann? /Wer lieben kann/ von Herzen fromm und warm;/ die heilge Glut/ gibt hohen Mut :,;: und stärkt mit Stahl den Arm., 4. Dies ist der Nann,/ der streiten kann/ fuͤr Weib und liebes Kind;/ der kalten Brust/ fehlt Kraft und Cust, „: und ihre Tat wird Wind. ,: 591 567 Das christliche Leben 5. Dies ist der Nann,/ der sterben kann/ für Freiheit, Pflicht und Recht;/ dem frommen Mut/ deucht alles gut, m): es geht ihm nimmer schlecht., G. Dies ist der Nann,/ der sterben kann/ für Gott und Vaterland; /er läßt nicht ab/ bis an das Grab ꝛ,: mit Berz und Nund und Hand. 2,: 7. So, deutscher Mann,/ so, freier Mann,/ mit Gott, dem Herrn, zum Brieg!/ Denn Gott aͤllein/ kann Selfer sein,„: von Gott kommt Glück und Sieg., Ernst Moritz Arndt, I813. (Oder wie Nr. 439.) 567 Friedrich Silcher, 4 1860. . J. Wie lieb- lich ists hie⸗ nie⸗-den,/ wenn 1 A Brü⸗ der treu ge⸗-sinnt/ in Ein⸗tracht und in ö ——.—— x ö D.iieee —— ů x ö I Frie ⸗ den/ ver⸗ traut bei ⸗ sam men sind. 2. Wie Tau vom Sermon nieder /auf SGottes Berge fließt: /also auch auf die Brüder/ der Segen sich ergießt. 3. Und einstens wird erneuet/ durch sie die heilge Stadt;/ was Rnecht ist, wird befreiet/ und rein, was Flecken hat. 4. Und alles Volk der Erde/ geht nun zum Lichte ein;/ dann wird nur eine Herde/ und nur ein Sirte sein. Friedr. Gottlob Wetzel, + I8I9. 592 Das christliche Leben 568 568 Rarl Löwe, 1827. Wie mit grimm gem Un ⸗ ver⸗ stand/ VI. KWir⸗gends Ret⸗ tung, nir⸗gends CLand/ Wel⸗len sich be⸗ we⸗ gen! vor des Sturm⸗-winds Schlä⸗gen. II Ei⸗ner ist's, der ddt vn 2—— in der Nacht,/ ei ner ist s, der uns be⸗ 6 35 Loe *. n. Christ 4 ri ⸗e,/ du wan ⸗delst auf 9 See. 2.J wie vor unserm Angesicht/ Mond und Sterne schwinden!/ Wenn des Schiffleins Ruder bricht,/ wo dann Rettung finden? II Keine Silf als bei dem Serrn,/ er ist unser Morgenstern: /Christ Ryrie,/ erschein uns auf der Seel 3. ANach dem Sturme faͤhren wir/ sicher durch die Wellen,/ laͤssen, großer Schöpfer, dir/ unser Lob er— schallen./ Cobet ihn mit Serz und Mund,/ lobet ihn zu jeder Stund! /Christ Ryrie,/ ja dir gehorcht die See. 4J. Einst in meiner letzten Wot/ laßt mich nicht ver⸗ sinken!/ Soll ich von dem bittern Tod/ Well auf Welle trinken,/ reiche mir dann liebentbrannt,/ Herr, Serr, deine Glaubenshand! /Christ Ryrie,/ komm zu uns auf die Seel! Nach einem Schifferliede von Johannes Daniel Falk, 4 1826. 393 569 Das christliche Leben 569 Um 1802. I. Iwir pflü⸗gen und wir streu- en/ den 2 25—— niki i 2 EU f Sa⸗-men auf das LCand,—— 45 und Ge⸗ 2 45.——5 d. A dei⸗ Lhnsr in des Sim⸗-mels Sand;/ der tut mit lei- sem We⸗ hen/ sich mild und heim-lich ge⸗ hen,/ Wuchs 57— R ů auf/ und träuft, wenn heim wir und Ge-dei⸗ en Rene A Al-le gu⸗te Ga-be kommt her von Gott, dem Herrn;/ drum daͤnkt ihm, dankt,/ 39⁴ Das christliche Leben 57⁰ — 4 ö— ——— , dne —— 45 drum dankt ihm, dankt/ und hofft auf ihn! 2.II Er sendet Tau und Regen/ und Sonn- und Mon⸗ denschein/ und wickelt seinen Segen/ gar zart und künstlich ein;/ und bringt ihn dann behende/ in unser Feld und Brot;/ es geht durch unsre Zände,/ kommt aber her von Gott. A Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn; 27: drum dankt ihm, dankt ,: und hofft auf ihn! 3. IWas naͤh ist und was ferne,/ von Gott kommt alles her,/ der Strohhalm und die Sterne,/ das Sandkorn und das Meer./ Von ihm sind Büsch und Blätter/ und Rorn und Obst, von ihm/ das schöne Frühlingswetter/ und Schnee und Ungestüm. A Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn; ,: drum dankt ihm, dankt ,: und hofft auf ihn! 4. II Er läßt die Sonn aufgehen,/ er stellt des Nondes Cauf,/ er läßt die Winde wehen/ und tut die Wolken auf./ Er schenkt uns so viel Freude, /er macht uns frisch und rot;/ er gibt dem Viehe Weide/ und seinen Menschen Brot. A Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Serrn; ) drum dankt ihm, dankt ,: und hofft auf ihn! Matthias Claudius, 1815. 570⁰ Miederländische Volksweise, vor 1626. H n, Ki vteri, vie.,.r., 6— J. Wir tre⸗ten zum Be⸗ten vor Gott, den Berren,/ ihn dro-ben zu lo-ben mit Herz und Mund:/ So 39⁵ 571 Das 6445 eben rüh⸗ met froh sein's 1. 0 00 Eh⸗ren,. *— je un⸗ sern Feind waͤrf auf den Grund. 2.1 30 Ehren des Herren wollt, weil ihr lebet,/ ihm danken ohn Wanken dies Wunder groß. /Vor seinem Aug stets rein zu wandeln strebet,/ tut Recht und sagt von Lug und Trug euch los. 3. II Der Böse, Arglose zu Fall zu bringen,/ schleicht grollend und brüllend, dem Cöwen gleich,/ und suchet, wen er grausaͤm mag verschlingen,/ wem er versetzen mag den Todesstreich. 4. A Wacht, flehet, bestehet im guten Streite,/ mit Schande in Bande der Sünd nicht fallt!/ Dem frommen Volk gibt Gott den Feind zur Beute,/ und wär auch noch groß sein's Reichs Gewalt! Miederländisches Siegeslied(1626), übertragen von Karl Budde. 5671 Irische Weise. J. Wo fin⸗det die See⸗le die nr die Ruhꝰ/ Wer EU+ .—.—.—.—— WꝗI deckt sie mit schüt⸗zen⸗den Fit⸗ti⸗chen zu?/ Ach bie⸗tet die 596 Das Welt! — .— nicht 2. Seele baut, dieser 3. und der sůße Sche Mel.“ Das 656 Leben 572 Welt keine Frei⸗statt uns an,/ wo Sünde nicht hereschen, nicht SE=.* an⸗ 90 5 kannꝰ/ Nein, nein,/ nein, nein, i. ist sie —.— n wa,—. * nicht;/ die Hei⸗mat der See⸗le ist dro ⸗-ben im Licht. 2. Verlaͤsset die Erde, die Seimat zu sehn,/ die Seimat der Seele, so herrlich, so schön!/ Jerusalem droben, von Golde ge⸗ baut,/ ist dieses die Seimat der Seele, der Braut?:: Ja, ja ꝛ,: dieses allein/ kann Ruhplaͤtz und Heimat der Seele nur sein. 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht!/ Tod, Sünde und Schmerzen, die kennt man dort nicht./ Das Rauschen der Zarfen, der liebliche Klang/ bewillkommt die Seele mit süßem Gesangl:,: Ruh, Ruh,:,: himmlische Ruh/ im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu! Franz Ludwig ZJörgens, 1837. 597 Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Frankfurt a. M. IS99. + A 1—— — l „, x,v,d,dr,v.,. —3 ieht in Frie⸗den eu⸗ re Pfa⸗- de!l/ mit euch Wenn euch Je⸗su Saͤn-de schir⸗-men,/ gehts un⸗ 5————.— . — * des gro⸗ßen Got⸗tes Gna⸗de/ und sei⸗ ner heil⸗gen ter Son⸗-nen⸗ schein und Stůr⸗men/ ge⸗trost und froh bei 39⁷ Das christliche Leben 1 EV — 1223 ——— 3—— En⸗ ö 50 118 ů Cebt wohl, lebt wohl im Serrnl/ 5575— 4——— Er sei euchnimmer fern,/ spät und frůͤhel/ Vergeßt uns nicht/ D... en,— — in sei⸗nem Licht,/ und wenn ihr sucht sein An⸗ge⸗sicht! Gustav Rnak, J1878. H Liturgische Gesaͤnge I. Wechselgesänge der Gemeinde für den Hauptgottesdienst an Sonn- und Feiertagen I. Zum Beginn (Nach: Im Namen des Vaters usw.) 2. Zum Eingangsspruch 3.,, ee. + Eh⸗re sei dem Va⸗ter und dem Soh⸗-ne und dem , d,, L heil⸗gen Gei⸗ste, wie es war von An⸗fang, jetzt und im⸗mer⸗ —.———— d. S—1 dar und von E-wig⸗keit zu E⸗-wig ⸗keit. A⸗men. +— + ——4.—— b E...—.— X Ehr sei dem Va⸗ter und dem Sohn und dem hei— — li⸗gen Geist, wie es war von An-fang, jetzt und im— 52 EEEEEI SSSSe....F Liturgische Gesänge —————. merdar und von E⸗wig⸗keit vdu E wigkeit. A⸗men. 3. Bitte um Gottes Gnade ——. 0 ů L— 1 ̃AISESSSSS— + Ber re Gott, er⸗bar⸗me dich. Chri ⸗ste, —— 4—5——. ‚ dich. Her re Gott, er⸗bar-me dich. b— Berr, bar⸗ me dich. Chri-ste, bar⸗ 8— . me dich. Berr, er ⸗barm dich ü ⸗ber uns. 4. Dank für die Erlösung (Vach der Gnaͤdenversicherung, schließend mit: Cobsinget ihm, erhebet seinen Namen.) 1 7 II I +2.. ISI.....— 2— Eh⸗re sei Gott in der gö-he! Und auf Z.e. Er⸗ den Fried und den Menschen ein Wohl-ge⸗-fal-len! Oder: Allein Gott in der Höh sei Ehr. (schl. V. inget Liturgische Gesänge . Wechselgruß des Geistlichen und der Gemeinde (Geistlicher: Der Herr sei mit euchl) FH— den SS....... Und mit dei⸗nem Gei=stel] 6. Zum Gebet A⸗men. 16.;. A⸗-men, 2 men. 7. Zur Schriftlesung (schließend mit: Cob sei dir, o Jesul) 7 — Eh⸗re sei dir, Serr!l!) 8. Zur Schriftlesung (schließend mit: Cob, Ehr und Preis sei Gott von Ewigkeit zu Ghütü. .. Bal⸗-le⸗lu⸗ ja, Sal⸗le⸗lu⸗ ja. 23* SDSEEEEEE Bal⸗le⸗Iu⸗ja, Sal⸗lelu⸗ a, Hel lelu⸗ ja. ö ö ö ö ö (573) Liturgische Gesänge c In der Passionszeit 1 5 A⸗-men. 9a(673) (J5. Zahrhundert.) Wittenberg 1524. Wir glau ⸗ben all an Ei ⸗ nen Gott,/ I— Schöpfer Simmels und der Er⸗den,/ der sich durch Je— sum L 2 — — ö—— += ——3—— sei⸗nen Sohn,/ uns zum Va⸗ter hat ge⸗ ge⸗-ben. /Er will ... —— n ren uns all⸗zeit er⸗näh⸗ ren,/ uns zur Se-lig⸗keit be⸗waͤhẽr E durch den heilgen Geist im Glau⸗ ben; srein Ceid soll uns V.— ———— 3—— wi⸗derfah⸗ren. Und ob auch Tod und 56l le —.— +——. .——.— 1 777 IEIu—— ———— dräut,/ wir sind des Herrn in Ewig⸗keitl Mach Luther 4(546. An Sonn⸗- und Heiertagen(574.575 9b 674 Langenöls 1732. 2. ö —— 2——— —— . all an Eienen Gott,/ Schöpfer der sich 3— 2—— sei⸗nen Sohn,/ uns zum 2..— DDS——— Bim mels und der Er⸗den, Va⸗ ter hat ge⸗ge— ů ben./ Er will uns allzeit er⸗ 1 .—— 2 1* 2 1 1— 1— 1 21 U näh ⸗ ren,/ uns zur Se-lig⸗ reit be⸗wah ⸗ ren/ durch den — .— — — EEE— r will heil⸗gen Geist im Glauben;/ kein Leid soll uns wi⸗ der⸗ fah⸗ — 1 ——.—.——.— —— ren/ ren./ Und ob auch Tod und Höl-le dräut,/ wir sind des DEeee Huns 57 ö ů Berrn in E⸗wig-keit!/ A-men, A⸗men, A⸗-men! 3 Mach Luther, + 1546. —— le ö 4— 90(675) Arnold Mendelssohn, 1912. — 5ꝗ ů————— ——.— 4. SRS...—— eitl Wir glau⸗ben all an Ei ⸗ nen Gott,/ 1500 der sich durch Je⸗-sum, sei nen Sohn,/ 603 7 Liturgische Gesänge Litu ..— 2 E— ö,—— 2—* Schöp⸗fer Zim-mels und der Er⸗den, Er will uns zum Va⸗ ter hat ge⸗ ge⸗ben. HUdurch den I — + 1— ......II........ I II. , EEEEb uns all⸗ zeit er⸗ näh⸗ören,/ uns zur Se-lig⸗ heil⸗ gen Geist im Glau⸗-ben;/ kein CLeid soll uns — V. 12.—— ö—.— rm.. é ö D. keit be⸗ wah⸗ren Y wi⸗ der ⸗fah⸗ren. Nach die⸗sem E⸗lend * ist be⸗reit/ uns ein Teben in E· wig keit./ J. S- a; aianln n nin nmrnn I. EEEEE A men,. men, 2,„„ men. Oder: nach dem vom Geistlichen gesprochenen Glaubens, ö bekenntnis singt die Gemeinde: e A men. Oder wie II. Io. Nach dem Vaterunser. N Liturgische Gesänge II. Nach dem Segen 4 A⸗men, A⸗men, A⸗men. 44 ö ö SSSS... 5— —I A men, A men, A. men. + qFSPS.ITIt....... Er. —.. A⸗men, A⸗men, A⸗- men. II. Wechselgesänge zur Abendmahlsfeier IJ. Schaffe in mir, Gott. Nr. 2JII—Christe, du Camm Gottes Nr. I95. 2. Nach den Worten: Der Serr sei mit euch! Und mit dei⸗ nem Gei ste.] 3. Nach den Worten: Die Serzen in die Söhel! I 4 24 1 + N — N Er⸗he⸗ben wir zum Her⸗ren. 4. Wach den Worten: Lasset uns Dank sagen unserm Gottl 0—————. Das ist wür⸗dig und recht. (576) Zur Abendmahlsfeie 5. Naͤch der Danksagung: „(676 0 ů 1*—* , e.. lig ist Gott, . Bei-lig, hei⸗ lig, hei ö der Berr Je⸗ ba⸗oth! Al⸗le Can⸗ de — ö—.—— ö + e,—.. sind sei⸗ ner Eh⸗-re voll. 50⸗ si⸗ an⸗ na in der 56 ⸗ he! Ge⸗lo⸗-bet sei, der da kommt im —** ö ö—— —.—..—— l x Z....— E rx. Na⸗-men des Zerrn, 50-si ⸗ an⸗-na in der 5ö hel Ze saia 6,3; Matth. 2J½ Die in Bessen gebräuchlichen Gottesdienstordnungen (Siehe Citurgische Gesänge S. 564ff.) I. Hauptgottesdienst Form A (Chorgesaͤng.) Eingaͤngslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Gebet. Schriftlesung(entweder Epistel oder Evangelium). 606 Go Lie. Ra Cier Kir (Sch Ver Seg thlsfeig *** — — st Gott, de —— In⸗- na mmt im — E 5ohe Natth. 21½ ichen en Gottesdienstordnungen Lied. Ranzelgruß. Predigt. Friede Gottes. Cied. Kirchengebet. Fürbitten. Gebet des Herrn. (Schlußgesang.) Verkündigungen. Zegen. Form B ö ů I. Eingang (Chorgesang.) Eingaͤngslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Gemeinde: Amen. P. Eingangsspruch. (Chorgesang.) Gemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnle) und dem heilli) gen Geistle), wie es war von Anfang, jetzt und immerdaͤr(und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Oder 1J23,: Allein Gott in der Höh sei Ehr oder s8,4; 3, 156%3 137,/6. e. a. 2. Gebet und Schriftlesung P. Gebet. Gemeinde: Amen(Amen). P. Schriftlesung. II. Altes Testament. Lied des Chores oder der Gemeinde. 2. Weues Testament. Gemeinde: Halleluja, Salleluja(Halleluja). (In der Passionszeit: Amen.) ö 3. Lied (Chorgesang.) Lied der Gemeinde. 4. Predigt P. Ranzelgruß. Predigt. Friede Gottes. (Chorgesaͤng.) Cied der Gemeinde. Oder Wechselgesang zwischen Chor(Chören) und Gemeinde. 20* 60⁷7 Gottesdienstordnungen 5. Gebet [P. Altarspruch. Chorgesang. Oder: (P. Die Serzen in die Z6öhe. Gemeinde: Erheben wir zum Zerren. p. Casset uns Dank sagen unserm Gott. Gemeinde: Das ist würdig und recht P. Danksagung. Gemeinde: Seilig, heilig, heilig ist Hott, der Zerr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. Zosianna in der Zhe. Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Sosianna in der Zöhe.) Allgemeines Kirchengebet und Fuͤrbitten. Gebet des Herrn. (Chorgesang.) 6. Schluß Gemeinde: Schlußgesang(2,5; II; I3,3; 152,4; 29J,9 oder ein anderes, auch: Die Gnaͤde unsers Herrn Jesu Christi und die Ciebe Gottes und die Gemeinschaͤft des heilgen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) P. Verkündigungen. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. Form C JI. Eingang a) (Chorgesang.) Eingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Gemeinde: Amen. Eingangsspruch. (Chorgesang.) Gemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnee) und dem heilli)gen Geistle), wie es war von Anfaͤng, jetzt und immerdar(und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.(Oder Nr. 5, V. 4; I3I, V. 3; I36, V. I; I37, V. Joder ein anderes b) P. Ryrie(Bitte um Gottes Gnade). Herr, erbarme dich. 6⁰ zungen Und recht. r Jebaoth; bet sei, der 5 Herrn. heilgen und dem jetzt und en.(Oder nanderes. dich. Gottesdienstordnungen Gemeinde: Herr, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herr, erbarm dich uͤber uns. Oder: Serre Gott, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Serre GSott, erbarme dich.(Oder eine Liedstrophe, z. B.: 2II; 212, J. 3.) 0) P. Gloria.(Verkündigung der Gnaͤde Gottes.) Lobsinget ihm, erhebet seinen Namen! Gemeinde: Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried und den Menschen ein Wohlgefaͤllen! oder Nr. 123,] (oder ein anderes). Chorgesang.) 2. Gebet und Schriftlesung P. Gebet. Gemeinde: Amen(Amen). E. Schritniesung. Gemeinde: Halleluja, Halleluja(Halleluja).(In der Passionszeit: Amen.) 3. Glaubensbekenntnis P. Casset uns vor Gott treten mit dem Cobopfer und Be— kenntnis unseres Glaͤubens: Gemeinde: Wir glaͤuben all an Einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, Der sich durch Jesum, seinen Sohn, Uns zum Vater hat gegeben. Er will uns allzeit ernähren, Uns zur Seligkeit bewahren Durch den heilgen Geist im Glauben. Kein Leid soll uns widerfahren. Und ob auch Tod und Sölle dräut, Nach diesem Elend ist bereit Wir sind des Herrn in Ewigkeit. Uns ein Leben in Ewigkeit.) (Amen.) ‚ Oder: P. Glaubensbekenntnis. Gemeinde: Amen(Amen, Amen). ö Gottesdienstordnungen 4. Lied 5. Predigt RKanzelgruß. Predigt. Friede Gottes. (Chorgesang.) Gemeindelied. Oder: Wechselgesaͤng zwischen Chor(Choͤren) und Gemeinde. 6. Gebet P. Altarspruch. Chorgesang. Oder: (P. Die Serzen in die Zöhe. Gemeinde: Erheben wir zum Serren. p. Casset uns Dank sagen unserm Sott Gemeinde: Das ist würdig und recht/ P. Danksagung. Gemeinde: Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Serr Zebaoth alle Lande sind seiner Ehre voll. Zosianna in der Zöhe.(Gelobet sei, der da kommt im Namen des Zerrn. Zosianna in der Höhe.)] Allgemeines RKirchengebet und Fürbitten. Gebet des Herrn, (Chorgesang.) 7. Schluß Gemeinde: Schlußgesang(2,5; II; I3,3; I52,43 29194 oder ein anderes, auch: Die Gnade unseres Herrn Jesu Christt und die Ciebe Gottes und die Gemeinschaft des heilgen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) P. Verkündigungen. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. Form D I. Eingang a) Chorgesang.) Eingangslied der Semeinde. P. Eingangsgruß. Semeinde: Amen. 8l lungen nde. und recht/ rr Zebaoth Gelobet sei, I es Herrn. 4; 291½ su Christi s heilgen v 7 Gottesdienstordnungen P. Eingangsspruch. (Ehorgesang. Gemeinde: Ehrle) sei dem vater und dem Sohne) und dem heilli)gen Geistle), wie es war von Anfang, jetzt und immerdaͤr(und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Oder Pr. 5 V. 7; I5I V. 3; 136 UV. J; 13 V. IO. e. a. b) P. Sündenbekenntnis. Berr, erbarme dich. Gemeinde: Herr, erbarme dich. Christe, erbarme dich. err, erbarm dich über uns. Oder: Serre Sott, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Serre Gott, erbarme dich. 0) P. Gnadenverkündigung. Cobsinget ihm, erhebet seinen Namen! Gemeinde: Ehre sei Gott in der Zöhe und aͤuf Erden Fried und den Menschen ein Wohlgefallen.(Oder Nr. 123 V. I.) (horgesang.) 2. Gebet und Schriftlesung (b. Der Serr sei mit euch. Gemeinde: Und mit deinem Seiste. P. Gebet. Gemeinde: Amen(Amen/). P. Schriftlesung:(I). Das Evaͤngelium. (P. Lob sei dir, o Jesu! Gemeinde: Ehre sei dir, Serr. (Liedvers, Semeinde oder Chor 2. Die Epistel. Gemeinde: Halleluja. Salleluja(Salleluja).(In der Passionszeit: Amen.) 3. Glaubensbekenntnis P. Casset uns vor Gott treten mit dem Cobopfer und Be— kenntnis unseres Glaͤubens. Entweder: b. Glaubensbekenntnis. Gemeinde: Amen(Amen, Amen). Gottesdienstordnungen Gemeinde: Oder: Wir glauben all an Einen Gott, Schöpfer Simmels und der Erden, Der sich durch Jesum, seinen Sohn, Uns zum Vater hat gegeben. Er will uns allzeit ernähren, Uns zur Seligkeit bewahren Durch den heilgen Geist im Glauben. Rein Ceid soll uns widerfahren. Und ob auch Tod und Hoͤlle dräut, Wrach die sem Elend ist bern Wir sind des Zerrn in Ewigkeit. Uns ein Leben in Ewigkes (Amen.) 4. Lied 5. Predigt Kanzelgruß. Predigt. Friede Gottes. (Chorgesang.) Gemeindelied. Oder Wechselgesang zwischen Chor(Chören) und Gemeinde 6. Gebet P. Altarspruch. (Chorgesang.) Allgemeines RKirchengebet und Fürbitten. Gebet des Herrn (Chorgesang.) 7. Schluß Gemeinde: Schlußgesang(2,5; II; I3,3; 152,4; 29 oder ein anderes, auch: Die Gnade unseres Herrn Jesu Christ und die Ciebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) P. Verkündigungen. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. Got dnungen lend ist beren in Ewigkeit. Gemeinde des Herri, 3 291½ sesu Christ es heiligen n.) Gottesdienstordnungen II. Seier des heiligen Abendmahls (wenn Beichte damit verbunden ist: Chorgesang.) Lied der Gemeinde. P. Eingangsspruch. (Gebet. Gemeinde: Amen.) P. Ansprache. Gemeinde: Schaffe in mir, Gott, ein reines Herze Nr. 2II.) P. Beichte und Gnadenverkuͤndigung. Abendmahlsfeier: Gemeinde: Christe, du Lamm Gottes Nr. I85 oder ein anderes Lied. (P. Abendmahlsvermahnung, wenn die Beichte nicht unmittelbar vorangegangen ist.) Es folgt entweder: P. Die Zerzen in die Höhe! Gemeinde: Erheben wir zum Berrn. P. Casset uns Dank sagen unserm Gott. CSemeinde: Das ist würdig und recht. P. Danksagung. Gemeinde: Seilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Jebaoth; alle Cande sind seiner Ehre voll. Ho sianna in der Höhe.(Gelobet sei, der da kommt im Namen des Zerrn. Hosianna in der Höhe.) Oder: P. Danksagung.(Gemeinde: Seilig, heilig, heilig wie oben E.(Gebet.) Gebet des Herrn(vor oder nach den Einsetzungsworten). Einsetzungsworte des heiligen Abendmahls. Austeilung des heiligen Abendmahls (wobei Chor und Gemeinde singen, z. B.: Schmücke dich, o liebe Seele Wr. ID6 oder andere Lieder). P. Gebet. Gemeinde: Schlußlied, z. B.: Nr. 158,7; 5IG. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. —— Gottesdienstordnungen Mo III. Der Kindergottesdienst Form A (NRinderchor.) K. CLied. P. Eröffnung. K. Amen. P. Eingangsspruch. K. Wechselgesang, z. B.: Nr. I39. Rnaben: V. J. Mädchen: V. 3. Alle: V. 8(ähnlich wen Nr. 130, I33, 134, 273, 368, 371). ů P. Gebet. K. Amen(Amen). ö Am P. Schriftlesung. K. Halleluja, Salleluja(Salleluja).(In 43 der Passionszeit: Amen.) K. Cied. Unterweisung. K. Lied. Jes P. Gebet. Gebet des Herrn. dies K. Schlußgesang. P. Segen. K. Amen, Amen, Amen. haßt ö Form B 1 Eingang: Cied. Lei P. Eröffnung und Eingangsspruch. En K. Ehrle) sei dem Vater und dem Sohne) und dem heillugen mir Geistle), wie es war von Anfang, jetzt und immerdar (und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Oder: Nr. 5, V. 4; 6, B. 3. e. a. P. Bußspruch. K. Nr. 2JII oder 249, V. J. P. Gnadenverkündigung. K. Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried und den RAI ein Wohl⸗ ps. gefallen. Oder: Wr. 123,I; I30,I; I34, I. 2; 249,3. Bekenntnis(entweder die Jo Sebote oder die Seligpreisungen oder 5 Glaubensbekenntnis). ö Am P. Gebet. K. Amen(Amen). Hauptlied. dur P. Schriftlesung. K. Halleluja, Salleluja(Salleluja) 0 (In der Paͤssionszeit: Amen.) dch Unterweisung und Gesang. ö Gebet. Gebet des Herrn. ich K. Schlußgesang. P. Segen. K. Amen, Amen, Amen. dies 6¹⁴ mungen Tr. I39. (ähnlich ö ja).(In men. deilligen nmerdaͤr Nr. 5 er Höhe 1 Wohl⸗ 49,3. ingen oder Aleluja), „Amen. Morgen⸗ und Abendgebete Gebete zur häuslichen Andacht I. Huthers Morgensegen Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir. Ps. 63, 7. Das walte Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Amen. Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, auf daß dir all mein Tun und Leben gefalle. Ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Lied Nr. 291: Vater unser im Himmelreich. 2. Kuthers Abendsegen Herr, ich gedenke des Wachts an deinen Wamen. ps. II9, 55. Das walte Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Amen. Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag so gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich unrecht getan und dich beleidigt habe, und mich diese Wacht auch so gnädiglich behüten. Ich befehle 61² Morgen⸗ und mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Lied Nr. 386: Sinunter ist der Sonne Schein. I. Worgen⸗ und Abendgebete auf die Tage der Woche 3. Morgengebet am Sonntag Eins bitte ich vom Herrn, das hätte ich gern, daß ich im Hause des Herrn bleiben möge mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn und seinen Tempel zu besuchen. Ps. 27, 4. Vater des Lichts, der du das natürliche Licht dieser Welt uns scheinen lässest, sende doch auch heute das wahrhaftige Licht, Jesus Christus, in unsere Herzen und lasse ihn darin leuchten und alle Finsternis ver— treiben, damit wir dich, ewiger Gott, in deinem lieben Sohne erkennen und liebgewinnen mögen. Siehe, wir sind durch die Sünde in der Finsternis der Eitelkeit dieser Welt gefangen; darum lehre uns selber aus deinem Worte, wie wir dir im Glauben gehorsam werden können. ö Vater des Lichts und Geber aller guten und voll kommnen Gaben, gönne uns heute dein heiliges Wort und laß es unseres Herzens höchste Freude und Wonne sein. Stärke uns, alles zu meiden, was deinen heiligen Tag entheiligt, und laß uns merken, wo es uns fehlt. Gib auch allen denen, die hier und an anderen Orten heute dein Wort verkündigen, deinen heiligen Geist, daß sie dein und nicht ihr Wort predigen, und daß sie solches tun mit fröhlichem Auftun ihres Mundes zum 616 n⸗ und Hände. e Feind hein. Tage rn, daß Leben 3 Berrn t dieser ute das Herzen jis ver⸗ deinem möͤgen. nis der re uns lauben 1d voll s Wort Wonne deiligen 8 fehlt. Orten Geist, daß sie des zum Abendgebete Heile derer, die sie hören.— Ja, komme selbst zu uns und halte deinen Feiertag in unsern Seelen. Laß unser Herz deinen Tempel sein. Wohne in uns mit deinem Geist und führe uns bis an das Ende unserer Wallfahrt; bis wir würdig werden, den ewigen Sab⸗ bat mit dem Volke Gottes zu feiern; dann wollen wir dich für alle deine LZiebe und deine Wohltaten herzlich lieben, loben und preisen ewiglich, durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen. Lied Nr. 30]J: Gott ist gegenwärtig. 4. Abendgebet am Sonntag Das ist ein köstlich Ding, dem Zerrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Machts deine Wahrheit ver— kündigen. Ps. 92, 2. 3. Herr, allmächtiger Gott und himmlischer Vater, wir danken dir von Grund unserer Serzen für deine Güte und Wohltat, die du uns an diesem Tage erzeigt hast, insbesondere für dein göttliches Wort, das du uns auch heute hast verkündigen lassen. Wir bitten dich auch, du treuer Gott, du wollest uns bei deinem allein⸗ seligmachenden Wort bis an unser letztes Seufzen er⸗ halten und unsere Herzen mit deinem heiligen Geiste erleuchten, daß wir erkennen mögen, was gut und böse ist. Du wollest auch alle Sünden, die wir heute wissentlich oder unwissentlich getan haben, auch die verborgenen Fehler, durch deine Barmherzigkeit uns vergeben, und in der kommenden Wacht uns Ruhe verleihen, daß wir frisch und gesund zu deinem Lobe morgen wieder aufstehen. Amen. Lied Nr. J39: Lobe den Herren, o meine Seele! 6¹⁷ S Morgen⸗ und 5. Morgengebet am Montag Der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und foͤr⸗ dere das Werk unserer Hände bei uns; ja, das Werk unserer Hände wolle er fördern. Ps. 90, I7. O Herr! Durch deine Güte fangen wir mit diesem Morgen unsere Wochenarbeit von neuem an. Laß deine ewige Liebe und Treue auch heute uns abermals aufgehen. Wer sind wir, o Gott, daß du uns bis hier⸗ her gebracht hast? Ach, gedenke nicht unserer Sünden, gedenke aber heute unser nach deiner großen Barm— herzigkeit. Verlaß uns nicht und ziehe deine Hand nicht von uns ab, Gott, unser Heil! Lehre uns tun nach deinem Wohlgefallen; dein guter Geist führe uns auf ebner Bahn. Behüte uns vor allem Übel, behüte unsere Seele und unseren Leib, unseren Eingang und Ausgang! Wehre allem Bösen, das uns das ziel un— seres Christenlaufs verrücken könnte. Laß uns auf— sehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender un— seres Glaubens, damit alles, was wir tun, in dir getan sei! Gib zu unserer Arbeit dem Leibe Braft und Ge⸗ sundheit, dem Gemüte Ruhe und Zufriedenheit und erhalte uns den Segen, den du seither uns hast zu⸗ fließen lassen. Legest du uns eine Last auf, so hilf sis uns auch tragen. Segne, die dich lieben, beide, Große und Bleine, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen. Lied Nr. 365: Aus meines Herzens Grunde. 6. Abendgebet am Montag Ich liege und schlaͤfe ganz in Frieden; denn du allein, Serr, hilfst mir, daß ich sicher wohne. Ps. 4,9. Ich lobe und preise deinen heiligen Wamen, ewiger Gott, für die Wohltaten, die ich heute wieder von 618 Abe dir er das d mein zur in gl mir i hüte mir laß r aller brüd 2 * Lich die,! Fron aus dem Dan nenl dem und! gehe neue stus, Gna freus laßr einst Abendgebete n⸗ und dir empfangen habe. Ich preise dich auch für das Rreuz, ö d för das du mir als einem Jünger Jesu, tagli ch auflegst, um Werk meine Seele zu dir zu ziehen. So nimm mich denn jetzt ö zur Ruhe, lieber Vater! Ich lege mich in deine Arme ö diesem in gläubigem Vertrauen auf deine Snade. Schließe du ö . Laß mir mit deiner segnenden Vaterhand die Augen zu. Be⸗ hüte meinen Leib und meine Seele und alles, was du bi mir gegeben hast. Behüte auch alle meine Lieben und unden laß niemand sie aus deiner qand reißen. Erbarme dich B aller Menschen in der Welt, vornehmlich meiner Mit— 5000 brüder und Mitschwestern in Christo 2 lesu. Amen. 15 kun Lied Nr. 300: Ach, Gott, verlaß mich nicht! Pedane 7. Morgengebet am Dienstag 90 Lin Bei dir ist die lebendige Vuelle, und in deinem iel un: Licht sehen wir das Licht. Breite deine Süte aus über s auf die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit über die er un rommen. pPs. 36, I0. II. getan O du allmächtiger Gott und Vater des Lichts, der du ud Ge. aus der Finsternis den Morgen machst und die Sonne it vnd dem Tage zum Lichte gibst, dir bringe ich frůhe das ast zu Dankopfer meines Mundes dar, weil du mich das Son⸗ hilf sie nenlicht wieder hast erblicken lassen. Ach Herr, laß mit Große dem Tageslicht mir und den Meinen, meinen Freunden Cbrisn und denen, die mir feind sind, auch deine Gnaͤde neu auf⸗ gehen. Gib allenthalben neues Licht, neue Freudigkeit, de neues Leben und neue Seligkeit! O Herr Jesus Chri⸗ 38 stus, du Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf mit deiner Gnaͤde in meinem Herzen. Erleuchte, erwärme und er⸗ In d freue es. Bewahre mich vor den Werken der Finsternis, .24 0 laß mich in deinem Lichte wandeln, dir folgen und der⸗ ewiger einst gelangen zu deiner himmlischen Rlarheit. Amen. vob Lied Nr. 37J: Morgenglanz der Ewigkeit. 619 Morgen⸗ und 8. Abendgebet am Dienstag Gehe nicht ins Gericht mit deinem Bnecht; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. Ps. 143, 2. Herr, du Hüter Israels, der du nicht schläfst noch schlummerst, wache über uns mit deinem Vaterauge auch in dieser Nacht. Deine Hand decke alles, was da lebet! Zaß uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Gib, daß alle, die heute uneins miteinander geworden sind, die Sonne nicht über ihrem Zorn untergehen lassen. Erquicke mit sanfter Ruhe alle Menschen, die diesen Tag über müde geworden sind. Stärke die, welche aus Not auch in dieser Nacht arbeiten müssen. Silf den Reisenden zurecht, die jetzt noch auf der Straße wallen. Schaffe denen ihr Unterkommen, welche heute keine Berberge fanden. Labe, die sich hungrig niederlegen müssen. Wache selbst über den RBranken, pflege die Rinder und Säuglinge, kürze die Zeit denen, die nicht schlafen können, und stehe mit deinem Trost allen MWotleiden— den bei, die heute eine elende Nacht haben werden. Erhalte einem jeden das Seine in Ruhe und Frieden, bis wir endlich aus dieser Welt kommen zu deinem ewigen Licht! Amen. Zied Nr. 400: Der Mond ist aufgegangen. 9. Morgengebet am Mittwoch Herr, lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. Ps. I43, Io. Lieber himmlischer Vater, durch deine Gnade bin ich wieder in die Mitte einer Woche eingetreten und preise dafür deinen heiligen Namen. Deine Güte ist's, daß wir nicht gar aus sind, deine Barmherzigkeit 6²⁰ uUnd denn noch rauge as da üssen, heute nicht emit über tauch enden chaffe berge issen. r und lafen iden⸗ en.— eden, inem Abendgebete hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen über uns neu, und deine Treue ist groß. Dir ergebe ich mich aufs neue, o Vater; mache mit mir, was dir wohl⸗ gefällt. Reinige, läutere und bewähre mich, daß ich ein rechtschaffener Christ werde. Für meine leibliche NVotdurft wirst du wohl sorgen; bewahre mich aber vor Müßiggang und laß mich arbeiten, weil es dein Wille ist, und aus herzlicher Liebe gegen meinen Wächsten. Laß deine Barmherzigkeit sich ausbreiten über alle Menschen. Meine Beleidiger siehe mit erbarmen⸗— dem Auge an und vergib ihnen, gleichwie ich ihnen von Serzen vergebe. Alle meine Anverwandten lege ich in deine Liebesarme. Birche und Schule, Gbrig⸗ keit und Untertanen befehle ich dir, mein Gott, wo aber gottloses Wesen ist, da hilf, daß der Sünde ge— steuert werde. Hilf den Armen und Elenden, die zu dir schreien. Herr, mein Gott, erhöre mich um Jesu Christi willen! Amen. Lied Nr. 368: Die güldne Sonne. 10. Abendgebet am Mittwoch Gott, höre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen; merke auf mich und erhöre mich. pf. 5, 2. 3. Barmherziger Gott, lieber himmlischer Vater! Ich sage dir Lob und Dank für alles Gute, das du mir bisher erwiesen hast, für allen Segen, mit dem du mich im Leiblichen wie im Geistlichen gekrönt, für alle Hilfe und allen Beistand, den du mich immer wieder hast erfahren lassen, für die Freude, die du mir geschenkt, und für die Langmut und Geduld, womit du meine Fehler getragen hast. Ich bin zu gering aller 62¹ Morgen⸗; und Barmherzigkeit und Treue, die du an mir getan hast, und bitte dich mit herzlicher Reue um Vergebung alles Bösen, das ich begangen. Herr, gehe nicht ins Gericht mit mir, laß deine Güte und Treue mich auch diese Nacht und ferner behüten. In deine Hand be— fehle ich meinen Leib und meine Seele, mein Gut und Vermögen, mein Wachen und Schlafen, mein Leben und Sterben. Wenn einst die Nacht auch für mich kommt, da niemand mehr wirken kann, dann reiche mir deine allmächtige Hand und nimm mich auf zu dir in dein himmlisches Reich. Amen. Lied Nr. 307: Jesu, meine Freude. II. Morgengebet am Donnerstag Herr, höre meine Worte, merke auf meine Rede, vernimm mein Schreien, mein Rönig und mein Gott, denn ich will vor dir beten! Serr, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir schicken. Ps. 5, 2—4. O allmächtiger, starker und gewaltiger Gott, lieber himmlischer Vater, wir kommen vor dein heiliges Angesicht an diesem Morgen und preisen dich um alle deine Barmherzigkeit, die du wiederum in dieser Macht an uns erwiesen hast. Du hast uns sicher ruhen lassen und uns fröhlich gemacht im Anschauen deines Lich— tes. Du, unser Gott und Herr, erforschest und kennest uns; du siehest auf unsere geheimsten Gedanken. Ach, Vater, vergib uns doch um deines Namens willen unsere Übertretungen! Dein heiliger Geist regiere uns zu allem Guten. Unseren Leib und unsere Seele und alles, was uns deine Gnaͤdenhand gegeben hat, be— fehlen wir in deine treuen Vaterhände. Sei du unser und aller Menschen, die dich erkennen und 6²2² Abendgebete fürchten, Licht und Heil. Gib, daß wir mit aller Treue warten des Berufes, in den du uns gesetzt hast. Ach, Herr, bewahre unsere JZunge und alle unsere Glieder vor dem Bösen. Laß uns diesen Tag in deiner Furcht zubringen, dir zur Ehre und uns zur Seligkeit. Amen. Lied Nr. 369: Wach auf, mein Herz, und singe. I2. Abendgebet am Donnerstag Behüte mich wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel. Ps. I7, S. Lieber barmherziger Gott und Vater! Wir kom— men vor dein Angesicht, um dir zu danken, daß du uns auch diesen Tag wieder durch deinen Schutz vor Schaden und Gefahr gnädiglich behütet hast. Wir sind nicht wert aller der Gůte und Treue, die du auch heute wieder an uns getan hast. So du, Herr, wolltest Sünde zurechnen, wer wird bestehen? Darum bitten wir dich, du wollest uns alle Sünden vergeben, die wir in Gedanken, Worten und Werken begangen haben, und uns auch jetzt in dieser Macht vor aller Gefahr und allem Schaden des Leibes und der Seele gnädiglich beschirmen. Zu dir steht unsere Zoffnung; denn du bist unser Gott. Laß uns heute in Frieden entschlafen und morgen fröhlich zu dei— nem Preise wieder erwachen. Führe uns durch NVacht zum Licht, bis endlich der letzte Tag un— seres Lebens kommt und ein Tag anbricht, der kein Ende nimmt; dann führe uns gnädig in die ewigen Hütten. Amen. Lied Nr. 396. Sirte deiner Schafe. Morgen⸗ und I3. Morgengebet am Freitag Gott, sei mir gnädig nach deiner Gůte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Schaffe in mir ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heilgen Geist nicht von mir. Ps. 5I, 3. I2. I3z. Gnädiger und liebreicher Gott! Ich hebe in dieser Morgenstunde mein Herz und meine Hände auf zu dem Thron deiner göttlichen Majestät. Mitten in der Finsternis hast du mir Leib und Seele vor Gefahr und Schaden bewahrt. Darum danke ich dir und preise deinen heiligen Namen; du hast Großes an mir getan, des bin ich fröhlich. Sei, o liebreicher Gott, auch heute mein Beistand und leite mich nach deinem Rat. Gib mir heute und allezeit ein, was ich reden soll, daß ich nichts Ubles rede; lehre mich, was ich tun soll, daß ich nichts Böses tue. Laß deines Geistes Zucht an mein Herz klopfen, wenn meine Gedanken sich von dir verirren wollen. Und da der heutige Tag ein Ge⸗ denktag des Leidens und Sterbens meines Herrn und Heilands ist, so stelle sein Rreuz vor meine Augen, damit ich schaue, was er für mich gelitten hat, und alle AZust meines Herzens zur Sünde erlösche. Gedenke auch im Leiblichen an mich und segne mich; laß mich aber auch alles Irdische als ein vergängliches Gut ansehen, daß ich meine Seele nicht daran hänge, son⸗ dern nach dem Ewigen trachte. Wenn ich arbeite, so stärke mich; wenn ich bete, so erhöre mich; wenn ich ausgehe, so begleite mich; wenn ich heimkehre, so weiche nicht von mir. Umgib mich und die Meinen mit deinem Schutze, daß wir den Abend fröhlich erleben. Amen. Zied Nr. 33J]: Gib dich zufrieden und sei stille. 6²⁴ Ab und tilge keit. inen inem von ieser f zu der fahr reise tan, eute Gib 6 ich Abendgebete I4. Abendgebet am Freitag HBerr, auf dich traue ich; laß mich nimmermehr zu Schanden werden; errette mich durch deine Gerechtig⸗ keit. Ps. 31, 2. Wir danken dir, Herr, unser Gott, für die wunder⸗ bare Liebe, mit welcher du uns Unwürdige durch deinen geliebten Sohn errettet hast. Also hast du die Welt geliebt, daß du deinen eingebornen Sohn dahin gabst, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Wie sollen wir dich loben und dir Dank saͤgen für diese deine Barmherzigkeit? O mache uns würdig, himmlischer Vater, der großen Verheißung deines Sohnes, daß wir in ihm Leben und Seligkeit haben sollen. Vollende, was du begonnen haͤst, stärke, kräftige, gründe uns durch die helle Erkenntnis unseres Erlösers. Siehe, wir lieben ihn, hilf uns ihn stärker lieben. Siehe, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen. Lied Nr. 387: Mein schönste Zier und Bleinod bist. 15. Morgengebet am Samstag Herr Gott, du bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ps. 90, 2 Du getreuer Gott, auch in dieser Nacht hast du uns wieder geholfen und lässest uns heute unter deinem Schutze den Schluß einer Woche erleben. O Berr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Ach, gib doch, daß wir ohne Unterlaß deiner Treue gedenken, und 25 Morgen- und Abendgebete hilf uns, daß auch all unser Wandel dich preise. Silf uns zu ernstlicher Selbstprüfung, damit wir unsere Gedanken und die Werke dieser Woche überschauen und merken, wo wir gefehlt haben. O Herr, wirke du selbst in uns eine wahre Buße an Serz und Sinn. Sei uns gnädig und erfülle an uns deine Verheißung: Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von euch weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen. Erhebe dein Angesicht über uns und gib uns deinen Frieden! Amen. LCied Nr. 335: Ist Gott für mich, so trete. 16. Abendgebet am Samstag Herr, lehre mich, daß es ein Ende mit mir haben muß und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß. Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sie gehen daher wie ein Schatten und machen sich viel vergeb— liche Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es kriegen wird. Nun, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Ps. 39, 58. Wer bin ich, Herr, und was ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast? Du hast in dieser Woche nicht mit mir gehaͤndelt nach meinen Sünden. Du warst und bist meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue. Darum danke ich dir von Grund meines Herzens, und wenn du auch mich und die Meinen mit allerlei Leiden heimsuchst, so lobe ich doch deine Güte, die durch Trübsal uns in dein Reich führen will. Ach, vergib mir um Jesu Christi willen meine Sünden, die ich wider dich, meinen Mächsten und mich 62⁰ Hilf sere uen du nn. ng: len, der õein gen. ben uß. und ind hen leb— es en? daß ꝛ:ser en. rg, Hoon ind ich eich ine lich Festgebete selbst in dieser Woche begangen habe. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewis⸗ sen Geist, neige auch mein Herz dazu, daß ich denen vergebe, die sich wider mich versündigt haben. Laß mich weder in zZorn und Unversöhnlichkeit, noch sonst in einem Laster sterben oder verderben, sondern in Jesus Christus, meinem Heiland, erfunden werden. gerr, du bist unsere zuflucht für und für! Sei mit mir, mit den Meinen, mit allen Menschen, schütze und schirme sie und laß sie immerdar deine Wege gehen. Bereite uns zum ewigen Sabbat, da Freude die Fülle und liebliches Wesen zu deiner Rechten ist. Amen. Lied Nr. 402: Gott Lob! ein Schritt zur Ewigkeit. II. Festgebete 17. Auf Weihnachten Dies ist der Tag, den der Herr macht, 2. uns freuen und fröhlich darinnen sein. Ps. IIS, Ewiger und allmächtiger Gott, du hast 59105 die Welt geliebt, 11 8 du deinen eingebornen Sohn sand— test, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Wir danken dir dafür von Grund unserer Herzen und loben deine große Barmherzigkeit, daß uns besucht hat der Auf—⸗ gang aus der Höhe, dein Sohn Jesus Christus, und unser Fleisch und Blut angenommen, damit er durch sein Leben unser Leben heilige. Wir bitten dich herz— lich, verleih uns die Gnade, daß wir alles für Schaden achten gegen die überschwengliche Erkenntnis Jesu Christi. Gib, daß wir an ihn, unseren Heiland, auf⸗ richtig glauben, uns ihm gänzlich ergeben, ihm willig 62⁷ Festgebete dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit und durch ihn deine Rinder und Miterben sein moͤgen deiner ewigen Herrlichkeit. Ehre sei dir in der Zöhe, Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! Amen. Zied Nr. 37: Ich steh an deiner Nrippe hier. 18. Zum Jahreswechsel Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Taͤge. Deine Jahre währen für und für. Du haͤst vorhin die Erde gegründet, und die Zimmel sind deiner Hände Werk. Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Rleid, wenn du sie verwandeln wirst. Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Ps. 102, 2528. Allmächtiger, ewiger Gott, barmherziger Vater, wir haben jetzt abermals ein Jahr unserer Pilger⸗ schaft auf Erden zu Ende gebracht und fangen in deinem Namen ein neues an. Herr und Gott, wir rühmen und preisen deine große Barmherzigkeit und danken dir für alle deine Güte und Treue. Wir bitten dich aber auch durch deinen Sohn, unseren Beiland, vergilt uns nicht nach unserer Missetat, sondern ver⸗ gib uns unsere Sünden und führe uns auf deinen Wegen. Regiere uns, daß wir keine alte Unreinigkeit in das neue Jahr bringen, sondern den alten Menschen aus⸗ und den neuen anziehen, der nach dir geschaffen ist. Fange an, o Vater, uns aufs neue zu segnen. Gib uns rechten Mut, rechten Glauben und rechten Christensinn. Nimm von uns alles Serzeleid, und halte deine Gnadenhand väterlich über uns. Getreuer Gott, erhöre unser Gebet und erbarme dich aller Menschen; erhalte uns dein reines Wort, heilige alle 6²⁸ Festgebete Lehrer und Prediger; erbaue Rirchen und Schulen. Behůte uns vor falscher Lehre. Stärke alle Regenten, fördere jeden guten Rat und jede gute Tat. Segne den Hausstand, regiere Rinder und Gesinde. Bewahre uns vor rieg und Blutvergießen, vor Feuers⸗ und Wassersnot, vor Teuerung und Rrankheiten. Kröne das Jahr mit deinem Gut; gib Frieden im Lande, unseren Herzen Frieden, unserem Leibe Gesundheit. Segne unsere Nahrung und fördere das Werk unserer Hände. Bekehre die Sünder, stärke die Frommen, bringe zurecht die Irrenden, erleuchte unsere Feinde, wehre allen Verfolgern, schütze Witwen und Waisen, versorge die Armen, tröste die Elenden, errette die Bedrängten, pflege die Kranken, sei bei den Sterben⸗ den durch Jesus Christus, unseren Heiland. Amen. Lied Nr. 48: Nun laßt uns gehn und treten. 19. Auf Barfreitag In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost: Ich haͤbe die Welt überwunden. Joh. I6, 33. Berr Gott, heiliger, barmherziger Vater, der du kein Gefallen hast an unserem Tode, sondern willst, daß wir uns bekehren und leben: in tiefer Demut preisen wir deine Gnade, daß du deines eingebornen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hast. Serr Jesus Christus, du Mittler des neuen Bundes, demütige uns heute durch den Anblick deines Leidens und Sterbens. Wir, wir haben dir Mühe und Arbeit gemacht mit unseren Sünden, und um unserer Missetat willen bist du verwundet. O laß es uns nie vergessen, wie schwer die Strafe auf dir lag, damit wir Frieden hätten für unsere 6³⁹ Festgebete Seelen. Treuer Heiland und Versöhner! Du hast das große Werk unserer Erlösung vollbracht. O laß dein Sterben unser Leben, deine Gerechtigkeit unser Heil, deinen Todeskampf unseren Sieg und ewigen Frieden werden. Versetze uns in die Gemeinschaft mit dir, daß unser alter Mensch samt dir gekreuzigt und begraben werde in den Tod, und wir zu einem neuen Leben mit dir auferstehen. Entzůnd unsere Herzen durch die Ziebe, damit du uns geliebt hast bis in den Tod, daß wir dich wiederum lieben mit rechter Inbrunst des Geistes und dir dein Rreuz nachtragen im Glauben und in Geduld. Herr Jesu, wie du selbst deinen Geist befohlen hast in die dände deines himmlischen Vaͤters, so befehlen auch wir in festem Vertrauen auf die Rraft deiner Erlösung unsern Geist ganz samt Seele und Leib in deine allmächtige Sand. Du, Herr, bist würdig zu nehmen Preis und Ehre und Rraft und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 63: O Haupt voll Blut und Wunden. 20. Auf Ostern Ich lebe und ihr sollt auch leben! Joh. 14, I9. Wir loben und preisen dich allbarmherziger Gott, und danken dir von Serzen, daß du deinen Sohn, Jesus Christus, den großen Sirten der Schafe, aus⸗ geführt hast von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, welche er hatte, eh denn die Welt war. Und dir, du großer Siegesfürst, sei ewig Ehre und Preis gebracht für deine unaussprechliche Liebe und den Segen deiner Auferstehung. Stärke und mehre nun unseren schwachen Glauben, daß wir gewiß werden, du seiest um unserer Sünden willen gestorben und 530 das dein eil, den daß ben ben die daß des ben eist ers, die eele bist Ind 5tk, n, us⸗ eit nd eis den un en, nd Festgebete um unserer Gerechtigkeit willen auferweckt. Wirke in uns durch deine Gnade, daß wir den beständigen Trost empfinden, daß weder Tod noch Hölle uns schrecken können. Erwecke uns zu einem neuen Leben in dir und stärke uns, die Lüste des Fleisches zu be⸗ siegen und die Werke des Geistes zu vollbringen. Rehre ein mit deinem Segen in alle Häuser und gib, daß in unserem Lande Ehre wohne, Güte und Treue einan⸗ der begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen. Romme zu Silfe deiner bedrängten Rirche und erwecke auch sie zu neuem Leben und neuer Rraft. Tröste mit deiner Osterbotschaft alle betrübten Herzen und er⸗ rette alle, die in Not und Gefahr sind. Beschere uns durch die Kraft deiner Auferstehung einen seligen Heimgang zu deinem und unserem Vater und gib, daß wir an jenem Tage fröhlich von den Toten auf⸗ erstehen und mit dir in himmlischer Freude und HBerr⸗ lichkeit ewig leben mögen. Amen. Lied Nr. 86: Überwinder, nimm die Palmen. 2J. Auf Himmelfahrt Suchet, was droben ist, da Christus ist. Rol. 3, J. Allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus, ich sage dir von Herzen Dank für deine große Gnade, die du uns armen Sündern erzeigt hast durch deinen Sohn, unseren HSerrn, welcher auferstanden ist von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzet zu deiner Rechten und vertritt uns. Ich bitte dich, du wollest auch mich erwecken aus dem Grabe der Sün⸗ den und zu dir hinaufziehen, daß ich allein Lust, Liebe und Verlangen habe nach den himmlischen Gütern. Laß mein Herz, Gedanken und Sinne bei dir im 631 ——— 4 Festgebete Bimmel sein. Behüte und bewahre mich vor Sünden und allem Übel, bis ich einst ganz zu dir komme, dich von Angesicht zu Angesicht sehe und ewig bei dir bleibe in deiner Herrlichkeit. Amen. Lied Nr. 96: Auf Christi Simmelfahrt allein. 22. Auf Pfingsten Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Tröste mich wieder mit deiner Hilfe und mit einem freudigen Geist rüste mich aus. Ps. J, 12IX. O Gott, der du die Serzen deiner Gläubigen so gnädig und reichlich mit deinem heiligen Geist am heiligen Pfingstfest besucht und begabt hast: gieße diesen deinen Geist auch über unsere dürren, ver— schmachteten Herzen aus. Romm, o heiliger Geist, und ziere uns mit deinen vielfaltigen Gaben, daß wir die großen Taten Gottes wahrhaftig erkennen und mit neuen Zungen dich rühmen. Romme in deiner Fülle in die Rirche, welche durch dich gegründet ist, und laß sie immerdar deine Wohnung sein. Entzünde uns mit dem Feuer deiner göttlichen Liebe. Zünde an das Licht deiner Wahrheit, daß wir ie mit rechtem Ernst und Eifer unserem Gotte dienen. Du Geist des Friedens, verbinde unsere Berzen mit deinem Bande des Friedens, daß wir in Sanftmut und Demut, in Friede und Einigkeit beieinander bleiben und leben. Du Geist der Geduld, gib uns Geduld in Leidenszeit und bis ans Ende Beständigkeit. Du Geist des Gebets, erwecke unsere Herzen, damit wir sie samt heiligen 63²2 mei Sti zur die Chꝛ und mit des uns Tat bar dich une gneͤ das nick Jef stof va Festgebete den Händen zu Gott erheben und ihn in allen NVöten an— dich rufen. Sei unser Schutz in der Wot, unsere Silfe in ö dir Trübsal, unser Trost in aller Widerwärtigkeit. Romm, ö o du ewiges Licht, sei unser Licht und leite uns auf ö ebener Bahn zum ewigen Leben, damit wir dich, ö heiliger Geist, samt dem Vater und dem Sohne dort ö in deinem Reiche rühmen und preisen immer und ö ewiglich. Amen. . Lied Nr. IIo: G heilger Geist, kehr bei uns. n eist 4 ö ilfe 23. Am Bußtage ö 3I, Aus der Tiefe rufe ich, Serr, zu dir. Herr, höre ö meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die ö so Stimme meines Flehens. So du willst, Herr, Sünde am zurechnen: Herr, wer wird bestehen? Denn bei dir ist ö ße die Vergebung, daß man dich fürchte. Ps. I30, 1-4. 'er⸗ Herr der Welten, Richter der Seelen, Vater in ind Christus! Seute bekennen wir dir unsere Sünden, die und ein Volk von vielen Tausenden bekennt sie dir nit mit uns. Wir sind ja allzumal Sünder und mangeln ille des Ruhms, den wir an dir haben sollten, und wenn laß unsere Lippen hiervon schwiegen, so würden unsere ö ms CTaten reden. Bei dir, Herr, aber ist Gnade und Er⸗ ö das barmung, darum sinken wir vor dir nieder und bitten em dich: Serr, gehe nicht mit uns ins Gericht und vergilt des uns nicht nach unserer Missetat. Barmherzig und de gnädig bist du, geduldig und von großer Güte. O lege in das Gefühl davon recht tief in unsere derzen; laß uns en. nicht erliegen unter der Last unserer Schuld. Um eit Jesu Christi willen vergib uns unsere Sünden. Ver⸗ ts, stoße uns nicht von deinem Angesicht; wie sich ein ũen Vater über seine Rinder erbarmt, also erbarme dich 633 Gebete in besonderen Lebenslagen auch über uns. Erleuchte unsere Herzen, daß wir wahre Buße tun, alle wissentlichen, vorsätzlichen Sünden fliehen und meiden, hingegen dich und dein heiliges Wort stets vor Augen haben. Erbarme dich deines Christenvolkes und aller Völker, daß sie dein Heil suchen und finden. Sei bei uns in all unserer Not und höre auf unser Flehen in unserer Trübsal. Das alles wollest du tun, o treuer und barmherziger Gott, um deines geliebten Sohnes, Jesus Christus, unseres Herrn und Heilandes, willen. Amen. Lied Nr. 229: Rehre wieder. III. Gebete in besonderen Lebenslagen und Verhältnissen 24. Am Beichttage(Vorbereitung zum heiligen Abendmahl) a) Anleitung zur Selbstprüfung Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich es meine, und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Ps. I39, 23. 24. Prüfe und frage dich, ob du nicht immer noch so fleischlich und weltlich gesinnt bist,— so wenig frei von Leidenschaften,— so voll von Regungen der bösen Zust,— so unbewacht in Rücksicht auf das, was den Sinnen schmeichelt,-so ergeben vielen eitlen Träumereien,— so sehr geneigt zum Äußeren, so nachlässig in Rücksicht auf das Innere,— so schwer zu bewegen zur Reue,— so träge zur Verleugnung deiner selbst. so begierig zu haben, so karg im Geben, so unvorsichtig im Reden,- so heftig im Handeln,— 6³⁴ Ge so! Got Arl nac zu dan lich voll bote zürr hab sehr herz Ste Heil zeih Ein wer: * 2 mein und 1 Gebete in besonderen Lebenslagen so unmäßig in Speise und Trank,— so taub gegen Gottes Wort,— so schnell zur Ruhe, so langsam zur Arbeit,—so munter zu unnützem Geschwätz,— so nachlässig im Gebet,— so leicht bereit, anderen wehe zu tun, so streng im Tadel, so vorschnell zum Ver— dammen, so wenig treu den Freunden, so unversöhn— lich gegen die Feinde,— so verzagt im Unglück,— so voll frommer Entschlüsse und so arm an guten Werken. (Die Selbstprüfung kann auch nach den JIo Ge— boten geschehen.) b) Sündenbekenntnis Ich bekenne dir meine Sünde und verhehle dir meine Missetat nicht. Ich sprach: ich will dem Serrn meine ÜUbertretung bekennen; da vergabst du mir die Missetat meiner Sünde. Ps. 32, 5. O allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Ich armer, elender Sünder bekenne vor deinem Angesicht alle meine Missetat und Sünde, womit ich dich er— zürnt und deine Strafe zeitlich und ewig wohl verdient habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr. Darum bitte ich um deiner unergründlichen Barm— herzigkeit und des unschuldigen, bitteren Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes, Jesu Christi, meines Heilands, willen, du wollest mir meine Sünden ver— zeihen und deinen heiligen Geist geben, daß ich durch sein Eingeben mein Leben bessere und von Herzen fromm werde. Ach, Gott, sei mir Sünder gnädig! Amen. c) Gebet um Vergebung der Sünden Die Angst meines Herzens ist groß, führe mich aus meinen Nöten. Siehe an meinen Jammer und Elend und vergib mir alle meine Sünden. Ps. 25, I7. IS. 635 ö ö ö Gebete in besonderen Lebenslagen Mein Gott und Herr! Meine Seele ist betrübt, mein Berz voll Angst und mein Gewissen voll Traurigkeit um meiner Sünden willen. Sie gehen über mein Baupt und sind mir wie eine schwere Last. Du aber bist voll Gnade. Darum komme ich zu dir und flehe: Gedenke nicht meiner Sünden, gedenke aber an deine lische Barmherzigkeit, die von der Welt her gewesen ist. Vergib mir um deines Sohnes willen, der gekommen ist, das Verlorene zu suchen. Nimm mich in Gnaden an und schenke mir deine Barmherzigkeit. Silf mir meine Sünden herzlich bereuen und deine Verzeihung eine mein mit gläubigem Serzen ergreifen. Stärke mich durch deinen heiligen Geist, daß ich hinfort ein christliches und gottseliges Leben führe und dir allezeit diene in Beiligkeit und Gerechtigkeit, wie es dir wohlgefällig ist. Laß mir den Genuß des heiligen Mahles deines lieben Sohnes gereichen zur Bräftigung meines schwachen Glaubens, zur Besserung meines Lebens und zum Pfand meiner ewigen Seligkeit. Silf, daß mein Leben eine stete Buße sei, daß ich mich allezeit nach deinem Wort und Willen richte, bis ich endlich in dein Reich komme, wo alle Schwachheit aufhört und man dir dient in vollkommener Liebe und Freude von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 220: Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder. 25. Am Abendmahlstag a) Vor dem Abendmahl Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Ps. 23, I=3. 636 Seel wer an m ich k⸗ recht leicht Sün Verd einer aller Gem mein mich A nimn reini mach als 1 Arzt, ein · Heilit ö Gnad und Du u ewig Lie agey mein rigkeit mein uaber flehe: deine en ist. mmen naden If mir ihung durch tliches ene in lig ist. deines neines ebens f, daß llezeit ndlich fhört Freude nieder. ngeln. t mich le; er zmens Gebete in besonderen Lebenslagen Herr Jesus Christus, du getreuer Sirte meiner Seele, du hast gesagt: Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. Siehe, ich komme zu dir und bitte dich, du selbst wollest mich recht bereiten und zum würdigen Gast deines himm⸗ lischen Mahles machen; laß mich nicht hoffaͤrtig und leichtfertig herzukommen. Gib rechte Reue über meine Sünden in mein Herz und festen Glauben an dein Verdienst zum Trost in meine Seele. Gib mir auch einen demütigen und versöhnlichen Sinn, daß ich meinen Feinden vergebe, und tilge in mir die Wurzel aller Bitterkeit und Feindseligkeit. Pflanze in mein Gemüt herzliche Liebe und Barmherzigkeit, daß ich meinen Bruder und Mächsten, ja alle Menschen, wie mich selber in dir lieb habe. ö Ach, Herr, ich komme zu dir mit Sünden beladen, nimm die Last von mir; ich komme als Unreiner, reinige mich; als Blinder, erleuchte mich; als Armer, mache meine Seele reich; als Verirrter, suche mich; als Verlorener, mache mich selig. Mein himmlischer Arzt, ich bringe zu dir eine kranke Seele, heile sie; ein Herz, das Mangel hat an wahrer Gottseligkeit, Beiligkeit und Gerechtigkeit, erfülle es mit deiner Gnade, mit deinem Geiste, deiner Liebe, deiner Demut und Sanftmut, deiner Geduld und deinem Frieden. Du wahrhaftiges Brot des Lebens, speise mich zum ewigen Leben. Amen. Zied Nr. 202: Ich komme, Serr, und suche dich. b) Vor dem Sintritt zum Tische des Serrn O Gott, sei mir armen Sünder gnädig; gib dei⸗ nen heiligen Geist in mein Herz, daß ich das heilige 2 6³⁷ Gebete in besonderen Lebenslagen Sakrament würdiglich empfangen, meinen schwachen Glauben stärken, mein blödes Gewissen trösten, mein Leben bessern und ewig selig werden möge. Solches verleihe mir, o Gott, um Jesu Christi willen. Amen. c) Nach dem Abendmahl Ich danke dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Ps. 86, I2. Barmherziger Gott und Vater, ich lobe und preise deinen heiligen Namen und danke dir für deine un⸗ aussprechliche Güte, daß du mir armen, unwürdigen Sünder im heiligen Abendmahl deine Gnade ge⸗ schenkt hast. So hilf mir denn, getreuer Gott, daß mir dieses Mahl gedeihen möge zur Stärkung meines Glaubens und zur Liebe gegen die Brüder, zum Wachstum in der Gottseligkeit, zur Geduld im Leiden und dereinst zu einem freudigen, seligen Sterben. Mache mich brünstig im Geist, fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, laß mich anhalten am Gebet, auf daß ich die guten Vorsätze, welche ich durch deine Gnaͤde gefaßt habe, durch deine Rraft nun auch ins Werk setzen und alle Anfechtungen der Welt und des Fleisches überwinden möge. Erhalte deine Birche im rechten Glauben und in wahrer Einigkeit des Geistes und hilf uns allesamt zu deinem himmlischen Reiche. Amen. Lied Nr. 207: O Jesu, meine Wonne. d) Gebet eines Rranken vor dem Abendmahl Ich will zu Gott rufen, und der Berr wird mir helfen. Ps. 55, I7. Mein Herr und Heiland, der du das Seufzen der Elenden hörst und ein geängstetes und zerschlagenes 638 lagen vachen mein zolches Amen. Herzen preise ne un⸗ rdigen de ge⸗ t, daß neines zum Leiden erben. nung, Bebet, deine ch ins nd des che im Beistes Leiche. mahl d mir n der genes Gebete in besonderen Lebenslagen gerz nicht verachtest, blicke auf mich in meiner Trüb⸗ sal und Anfechtung in Gnaden herab und erquicke meine Seele, die nach deiner Erbarmung dürstet, mit himmlischem Troste. Nahe dich zu mir in deinem heili— gen Mahle und stärke mich dadurch. Gib mir KRraft, daß auch Brankheit und Schmerz mein Vorhaben nicht hindern, mich mit dir zu vereinigen. Ich weiß, daß ich in deinem Mahle dich selbst empfange zur Ver⸗ sohnung mit Gott, und bin gewiß, daß ich nicht ver⸗ loren gehen, sondern das ewige Leben haben soll. Erhalte mich bei diesem beseligenden Glauben und stärke ihn durch deine Rraft. Mein Herr und mein Gott, tröste mich in meinem Leide und sei bei mir in meiner Trübsal, und hast du bestimmt, daß ich ab⸗ scheiden soll von dieser Erde, so scheide nicht von mir. Stehe mir bei im letzten Rampfe und laß deinen Tod mein Leben sein. Ist's aber dein gnädiger Ratschluß, daß ich noch länger ein Pilgrim sein soll in dieser Welt, dann reinige mir Herz und Sinn, daß ich nach deinem Wohlgefallen meine Wege gehe. Amen. Lied Nr. 294: Herr, wie du willst, so schick's mit mir. e) Gebet eines Rranken nach dem Abendmahl Ich danke dir, Gott, denn du kannst es wohl machen, und will harren auf deinen Namen. i. 52, II. G du gnädiger und getreuer Gott und Vater, ich sage dir Lob und Dank, daß du mich durch dieses heilige Mahl erquickt und gestaͤrkt hast. Ich bitte dich um deiner Barmherzigkeit willen, du wollest durch diese himmlische Speise und durch diesen Trank des Lebens meine Seele heiligen, damit ich meinen Lauf im Glauben vollende, deinem väterlichen Willen mich 2* 6³ 14 14 Gebete in besonderen Lebenslagen demütig unterwerfe und auch unter Rreuz und Trüb⸗ sal deinen Wamen preise. Gib, daß ich ewig dein Eigentum bleibe, und daß weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Leben noch Tod mich scheiden möge von deiner Liebe in Christus. Amen. gied Nr. 295: Laß mich dein sein und bleiben. 26. Gebete in Rrankheit a Berr, sei mir gnädig, heile meine Seele, denn ich habe an dir gesündigt. Ps. 41, 5. Es hat dir gefallen, mein Schöpfer und Vater, mich mit Rrankheit heimzusuchen. Allmächtiger, der du gesagt hast:„Ich bin der Herr, dein Gott“, zu dir nehme ich meine Zuflucht, auf dich setze ich auch in dieser Prüfung mein Vertrauen. Vor allen Dingen bitte ich dich, daß du dich gnädig meiner Seele an⸗ nehmen, mir um Christi willen meine Sünden ver⸗ geben und mir Hoffnung und Glaubensfreudigkeit im Tode schenken wollest. Laß das Gefühl meiner Schwachheit den Glauben an dich stärken und meine Buße aufrichtig und ernsthaft machen. Ich habe nie⸗ mand im Himmel und auf Erden, der mir helfen, mich stärken und beruhigen könnte, als dich, den treuen Belfer in aller Not. O mein Vater, du hast mir eine Last aufgelegt, hilf sie mir auch tragen; lindere meine Schmerzen, erquicke meine matte Seele mit deinem himmlischen Troste; schenke mir Geduld und Gelassen⸗ heit; läutere meinen Glauben in der Hitze der Trübsal. Herr, du Allmächtiger, bei dir ist kein Ding unmöglich; wenn du willst, kannst du mich wieder gesund machen. Bin ich noch nicht reif für die Ewigkeit, o so verlängere 6⁴⁰ in ich dater, ,„ der u dir ch in ngen e an⸗ ver⸗ igkeit einer neine nie⸗ mich ꝛeuen eine neine inem ssen⸗ bsal. lich; chen. igere Gebete in besonderen Lebenslagen noch meine Gnadenzeit, daß ich künftig dir wohlgefäl⸗ lige Früchte bringen möge. Ja, Herr, ich gelobe es, daß ich mit Leib und Seele mich dir heiligen will, wenn du mich wieder aufkommen lässest. Sollte aber in deinem heiligen Rat mein Ende beschlossen sein, so bitte ich dich flehentlich um die Gnade, selig sterben zu dürfen. Vater, nicht mein, sondern dein Wille ge⸗ schehe. Herr, dir lebe ich; dir sterbe ich; dein bin ich tot und lebendig. Amen. Lied Nr. 293: Auf dich hab ich gehoffet, Herr. b) Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten. Ps. 25, I7. Du frommer und getreuer Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, ich bitte dich von Herzen, du wollest mich in meiner Not nicht verlassen, sondern mit dem Licht deiner wahren Erkenntnis erleuchten, daß ich darin aus der Finsternis dieser Welt und meiner schweren Brankheit zu dir, dem ewigen Lichte, möge wandeln. O Herr, sei du bei mir, wenn ich sterben soll; stehe du mir zur rechten Hand, wenn ich meinen Geist aufgeben muß; tröste und stärke mich im festen Ver— trauen auf deine große Gnade und Barmherzigkeit. Ach, Serr, laß das letzte Wort deines lieben Sohnes am Stamme des Rreuzes auch mein letztes Wort sein, daß ich mit glaubiger Zuversicht im Herzen sagen darf: Vater, in deine Hande befehle ich meinen Geist; denn du hast mich erlöset, du getreuer Gott. Und wenn ich aus Schwachheit solches nicht mehr sprechen kann, so laß doch mein Herz also in der Stille zu dir rufen und seufzen. Amen. Lied Nr. 439: Christus, der ist mein Leben. 6⁴¹ Gebete in besonderen Lebenslagen c) Morgengebet eines Rranken Ich komme früh und schreie; auf dein Wort hoffe ich. Ps. II9, I47. Herr, du Vater des Lebens, dessen Güte alle Mor⸗ gen neu ist, sei gelobt und gepriesen, daß du mich armen Rranken in dieser Nacht so gnädig bewahrt und erhalten hast. Noch kann ich das Licht schauen im Lande der Lebendigen und deine über mich er— neuerte Güte preisen. Sollte aber dieser Tag mein letzter auf Erden sein, ach so bewahre doch in meinem Herzen das Licht des Glaubens und laß Jesus Christus, das ewige Licht, mit seiner Gnade mir leuchten bis ans Ende, daß ich selig einschlafen moͤge in seiner selig machenden Erkenntnis. Nun, Serr, dein Wille geschehe! Nimm dich meiner Seele treulich an, daß sie nicht verderbe. Mein Gott und Vater, erbarme dich über mich und gib mir deinen Frieden! Amen. Lied Nr. 371: Morgenglanz der Ewigkeit. d) Abendgebet eines Rranken Der Herr ist mein Licht und mein Seil; vor wem sollte ich mich fürchten? Ps. 27, J. Deinem Namen, mein treuer Gott und Seiland, sage ich von Herzen Dank und Lob, daß du mir diesen Tag hast überwinden helfen, und daß deine Rraft in mir Schwachem mächtig war. Aber siehe, hier liege ich noch unter deiner Seimsuchung und seufze zu dir: Ach, Herr, mein Gott, wie lange verziehst du mit deiner Hilfe! Siehe doch meinen Jammer und mein Elend an, vergib mir alle meine Sůnden und errette mich! Dir befehle ich meinen hinfälligen Leib und 6⁴² slagen t hoffe e Mor⸗ u mich wahrt chauen lich er⸗ mein neinem Jesus de mir möge HBerr, reulich Vater, rieden! . rwem eiland, diesen raft in rliege zu dir: u mit mein errette bund Gebete in besonderen Lebenslagen meine so teuer erkaufte Seele. Stärke mich im Glau⸗ ben und in der Geduld also, daß ich vor dir bestehen und das himmlische Erbe durch deine Gnade erlangen möge. Dazu hilf mir, mein Heiland und Erlöser, um deines bitteren Leidens und Sterbens willen. Amen. Lied Nr. 397: Berr, es gescheh dein Wille! e) Gebet der Eltern bei Erkrankung eines Rindes Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerech⸗ tigkeit, der du mich tröstest in der Angst; sei mir gnädig und erhöre mein Gebet. Ps. 4, 2. Barmherziger, gnädiger Gott und Vater, du siehst, welcher Jammer unser Herz erfüllt. Die Freude an unserem lieben Rinde ist in schwere Sorge und großes Herzeleid verwandelt. Da liegt es vor unseren Augen, und jeder Zug seines Antlitzes bricht unser Serz. Wir möchten gern helfen und können doch nicht. Darum erbarme du dich, allmächtiger Helfer, denn bei dir ist kein Ding unmöglich. Doch es ist dein Bind, du bist sein Vater, denn du hast ein größeres Anrecht an es als wir. Deshalb, dein Wille geschehe. Wir wollen nicht murren, wenn du es uns nimmst aus unseren Armen in deine treuen Vaterarme. Gedenkst du es zu versetzen als Pflanze in dein Paradies, dann wollen wir uns trösten, daß du es frühe führest zu seinem ewigen Seile. Willst du unser liebes Rind uns aber noch lassen, dann, o Herr, wollen wir es von neuem freudig aus deiner Vaterhand nehmen als lebendigen zeugen deiner Macht und deiner Gnade. Dann aber schenke uns auch Rraft und Weisheit, es für dich und dein himmlisches Reich zu erziehen. Amen. Lied Nr. 333: Befiehl du deine Wege. Gebete in besonderen Lebenslagen f) Fürbitteder Angehörigen füreinen Kranken Bilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen! Ps. 79, 9. Vater, wir flehen zu dir für unseren Rranken, der uns so wert und teuer ist. Rann es nach deiner Weis⸗ heit geschehen, so laß ihn genesen und erhalte uns ihn, den wir so innig lieben. Doch wir unterwerfen uns mit Demut deinem heiligen Willen, wenn auch mit banger Besorgnis und mit Tränen. Hilf, Selfer, hilf, denn wenn du willst, so kannst du uns wohl helfen. Du hast uns ja gesagt: Rufe mich an in der NVot, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Vater, wir rufen dich an: Ist es möglich, so laß uns den bittern Relch der Trennung nicht trinken, gib vielmehr, daß wir für Rettung und Erhaltung dich preisen und dir danken können. Mildere, o Gott, die Schmerzen unseres lieben Rranken und tröste, be— ruhige, stärke ihn durch deinen Geist. Und soll, o Herr über Leben und Tod, nach deinem väterlichen Rat— schluß seine Todesstunde herannahen, ach, so mache sie ihm sanft und selig. Stärke dann mit Rraft aus der Höhe den Scheidenden und uns, die Zurückblei— benden. Laß ihn und uns im Geiste hinüberblicken in die ewigen Wohnungen. In solchem Glauben laß uns leben, leiden und sterben. Amen. Lied Nr. 344: Was Gott tut, das ist wohlgetan. g) Fürbitte der Angehörigen für einen Strer—⸗ benden Wo ist jemand, der da lebet und den Tod nicht sehe? Ps. 89, 39. ö Beiliger, barmherziger Vater, siehe in Gnaden an unseren Miterlösten, der mit dem Tode ringt. Erbarme 6⁴⁰ lagen enken amens n, der Weis⸗ e uns verfen mauch Zelfer, wohl in der reisen. ß uns n, gib ig dich tt, die e, be⸗ o Herr Rat⸗ mache ft aus ckblei⸗ olicken en laß getan. Ster⸗ sehe? hen an barme Gebete in besonderen Lebenslagen dich seiner in seiner letzten Angst. Erbarme dich seiner im Gerichte. Wir empfehlen dir seine Seele, die du zum ewigen Leben erschaffen hast; erlöse sie von allem ÜUbel und nimm sie auf in deine Hände. Göttlicher Erlöser, Jesus Christus, auch für diesen Sterbenden hast du dein Blut vergossen, auch für ihn die heißen Todeskämpfe gekämpft. Stehe ihm bei in seiner letzten Wot. Du hast seine unsterbliche Seele erlöͤst zum ewigen Leben. Rufe den scheidenden Geist in die Zeimat zu dir, auf daß er deine Herrlichkeit schaue. Heiliger Geist, göttlicher Tröster, sei Licht, Trost und Rraft diesem Sterbenden, dessen Auge jetzt bricht. Stärke ihn in seinem letzten Rampfe; hilf ihm durch⸗— dringen durch die enge Pforte zum ewigen Leben. Bringe seine Seele zum ewigen Frieden. Amen. Lied Nr. 453: Unser keiner lebt ihm selber. h) Rurze Sprüche, Sterbenden vorzusprechen O Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Du hast mich erlöͤset und wirst mich auch jetzt erlösen, o Herr, du getreuer Gott. Amen. Ach, Herr, erloͤse mich von allem Ubel und hilf mir zu deinem himmlischen Reiche. Amen. Herr Jesus, dein bitteres Leiden und Sterben komme mir zu Silfe in meiner Todesnot und vor deinem Gerichte. Amen. Herr, ich warte auf dein Heil! Führe mich nach deinem Worte ins rechte Vaterland. Amen. Zerr Jesus, dir leb ich, Herr Jesus, dir sterb ich; dein bin ich tot und lebendig. Amen. 6³5⁵ Gebete in besonderen Lebenslagen Ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Zohes noch Tiefes, noch keine andere Rreatur mich scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, un⸗ serem Herrn. Amen. Erlöse mich, o mein Gott, von meinen Leiden; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst; Serr, dein Wille geschehe! Amen. 27. Gebet nach dem Verscheiden eines Rranken Vun, Herr, was soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Ps. 39, 8. Herr, allmächtiger Gott und Vater, verleihe un— serem Dahingeschiedenen um deines lieben Sohnes willen die ewige Freude und Ruhe; laß ihm leuchten dein ewiges Licht und gib ihm das ewige Leben! Uns aber, die wir hienieden bleiben und dem Ent⸗ schlafenen nachschauen, tröste aus der Fülle deiner Barmherzigkeit! Sei unser aller Pfleger, Selfer und Beistand und laß uns deine Güte und Gnade reichlich erfahren, bis auch unser Stündlein kommt und wir selig dahinfahren. O getreuer Herr und Seiland, geleite die Seele unseres Entschlafenen, die du selber durch dein Blut erkauft hast, in die Serrlichkeit Gottes um deiner Liebe willen. Amen. Zied Nr. 483: Jesus, meine Zuversicht. 28. Dankgebet nach erlangter Genesung Zobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Serrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat; 6⁴⁶ ee +V.I S C(C„„ NW235 F„5 O NESeSG lagen weder s noch kann st, un⸗ eiden; Herr, anken hoffe he un⸗ zohnes uchten en! Ent⸗ deiner er und ichlich d wir Seele Blut Liebe 3 nir ist, meine hat; Gebete in besonderen Lebenslagen der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen; der dein Leben vom Verderben erlöst; der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Pps. I103, I2. Ich preise dich, derr, denn du hast mich erhoͤret; da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund. Du hast mein Serzeleid in Herzensfreude verwandelt. Siehe, um Trost war mir sehr bange, aber du, Herr, hast dich meiner Seele angenommen, daß sie nicht verdürbe. Stricke des Todes umfingen mich, aber du hast mein Flehen erhört und meine Seele vom Tode errettet. Berr, mein Gott, wie groß sind deine Wunder, die du an mir bewiesen hast! Gelobt seist du, Herr, täglich, und gerühmt sei dein herrlicher Name immer und ewiglich. Getreuer Vater, wende nun deine Barm⸗ herzigkeit nicht von mir, sondern vollführe das gute Werk, das du in mir angefangen hast, und starke mich von Tag zu Tag mehr und mehr; leite mich durch deinen guten Geist, daß ich dir mein Leben lang diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. Laß deine Güte und Treue allewege mich behüten. Verlaß mich nicht, Serr, mein Gott; sei nicht fern von mir; eile, mir immerdar beizustehen, Herr, meine Bilfe, auf daß ich allezeit deinen heiligen Namen lobe und deine Erbarmung und Gnade preise. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. Amen. Lied Nr. J37: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut. Inhalt I. Der Tag des Herrn 181 Am Morgeen 12 3— Jum Anfang des Gettesdienstes 410 Jum Schlusse des Gottesdienstes II4 H. Adventttt 118 H. weihnachten 83818 IV. Jahreswechsel. 49— 46. 52 u. 402 V. Darstellung und lerscheinung. Chriii 53587⁷ V. Passoeonß 2223 8588 5 Begrabnis Zesususu 737 75 WMI. Gstern.n VM. Himmelfahhỹr:r 3833 l IX. Pfingsten.. IO6-I2 Schlußlied der weidnachte⸗ oster und Pfingstzet 122 X. Trinitatisfest. I23 2⁷ XI. Allgemeine Lob⸗ und Danklieder 2814⁷ XII. Kirche und 2. 4 RKirch⁰e I48-I76 Kirchweihe„IS5-I66 Ausbreitung der Aurch am sionslieder).. I67-I76 Gnadenmittteln 17720 Wort Gottel 177183 Sakramente·¶᷑e 184-20 Beilige Taufe184-187 Ronfirmation. I88-I94 Das heilige Abendmahl 129. 210 Vor und während der Feier. Nach der Jeier. Vir. 13 14 Inhalt XIIIl. Wiedergeburt und XIV. Buße Glaube und Rechrfertigeng Beiligung. Nachfolge cbrifi Liebe Gebet Allgemeine Furbitte Friede und Freude Vertrauen * * * * — 211I230 231.242 243-360 24.3867 268-200 2913⁰3 304-305 —330821 325-360 Lieder für besondere Zeiten, Stande und Verhältnisse Jahreszeiten Frühling. Sommer Berbst Winter. Morgen Mittag Vor Tische * N * * * * Nach Tische. Abend Für Kinder. Am Schlusse der Wo 5 Beruf Ehe und Zautsstand. Obrigkeit. Predigtamt Allgemeine Not Krieg und Frieden Mißwachs und Teurung. Ernte Wetterlieder. Reise KRrankheit N —380⁰1881 * * 361 362 363 258⁴ 365—379 380-385 „380—882 382585 386—0l 4201 10203 404407 408115 416 417 „41I8120 647212 424 17251½ 12829 130 12318132 Inhalt Nr. Am Seburtstage 133 Im Alter.—— 434435 ö XV. Die letzten Dinggzee 4365⁰⁰ 2 TLS 138440 2 Sterbelieder 13136-—457 Begräbnislieder.458-466 2 Beim Tode der Eltern... 467468 2 Beim Tode von Ehegatten.. 469-471 Beim Tode von Nindern.. 472 76 2 Gericht und Ewigkeit 477-00 Anhang geistlicher Lieder für Jugendgottesdienste und für freie Versammlungen der Gemeinde Vr. 501-572. Liturgische Gesänge S. 799 606. Gottesdienstordnungen S. 606-614. Gebete zur häuslichen Andacht S. 615647. Verzeichnis der Lieder S. 651-664. Erläuternde Bemerkungen zu den Melodien des An⸗ hangs und dem Wechselgesang S. 665. enste 572. An⸗ Abend wird es wieder Abermals ein Jahr ver⸗ flossen Ach bleib bei uns, Herr Ach bleib mit deiner Gnade Ach Gott, ich muß in Traurigkeit Ach Gott und Herr, wie Ach Gott, verlaß mich nicht Ach Gott, vom Himmel sieh Ach mein Herr Jesu Ach mein Jesu, sieh, ich Ach sei mit deiner Gnaͤde Ach was bin ich, mein Ach was ist doch unsre Jeit Ach wie heilig ist der Ort Ach wundergroßer Siegesheld Allein Gott in der Höh sei Allein zu dir, Serr Jesu Alle Jahre wieder kommt Alle Menschen müssen sterben Aller Gläubgen Sam⸗ melplatz Alles ist an Segen Gottes Allgenugsam Wesen Als Jesus von seiner Mutter Amen, deines Grabes Am Breuz erblaßt An dem Jorntag, an An dir allein, an dir Auf, auf, ihr Reichs⸗ genossen Auf, auf, mein Berz, mit Auf Christi Simmel⸗ fahrt Auf den NVebel folgt die Sonn Auf dich hab ich ge— hoffet Auf diesen Tag be⸗ denken wir Auferstanden, aufer⸗— standen Auferstehn, ja aufer⸗ stehn Auf Gott und nicht auf Auf, ihr Streiter, durchgedrungen Auf, Jesu Jünger, freuet Auf meinen lieben Gott Auf, Seele, auf, und Aus dem Himmel ferne Aus Gnaden soll ich Aus irdischem Getüm⸗ mel 46⁴4 3.5 256 9⁵ 32 55 52 237 264 651 Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Not schrei ich Barmherziger, laß deiner Bedenke, Mensch, das Ende Bedenk eich deine große Treue Befiehl du deine Wege Bei dir, Jesu, will ich bleiben Beschwertes Serz, leg ab die Betrübtes Herze, sei zu⸗ frieden Bis hierher und nicht weiter Bleibe bei uns, o Herr Jesu Bleibt bei dem, der euretwillen Brich an, du schönes Morgenlicht Bringt her dem Herren Christe, du Camm Gottes Christen erwarten in allerlei Christen sind ein gött— lich Volk Christ fuhr gen ZSimmel Christ ist erstanden von der 6⁵² Christ lag in Todes⸗ banden Christus, der ist mein Ceben Danket, danket Gott mit Dank und Anbetung bringen Das alte Jahr ver⸗ gangen ist Das LCeben welkt wie Gras Das walte Gott, der helfen Dein Rönig kommt in Dein Wort, o Berr, bringt Dein Wort, o HBerr, ist Der am Kreuz ist meine Der beste Freund ist in dem Der du, Herr Jesu, Ruh Der du in Todesnächten Der du noch in der letzten Der du uns als Vater Der du zum Heil er— schienen Der Heilaͤnd kommt Der heilge Christ ist kommen Der Herr bricht ein um Der Herr fährt auf gen Bimmel Der Herr ist meine Zu⸗; versicht Verzeichnis der Lieder Nr. 77 356 7 vFrY½ H& H H VHV H 8 Der Himmel hängt voll Der Maie, der Maie bringt Der Mensch hat nichts so Der Mond ist aufge⸗ gangen Der Tag, der ist so freudenreich Der Tag ist hin, mein Jesu Der Tag mit seinem Lichte Des Jaͤhres schöner Schmuck Dich, Jesum, laß ich ewig Die auf der Erde wallen Die beste Jeit im Jahr ist Die Christen gehn von Ort Die Feinde deines Rreuzes Die Gnade unsers Herrn Die gůldne Sonne, voll Freud Die Berrlichkeit der Erden Die hier vor deinem Antlitz Die Bimmel rühmen des Die Nacht ist kommen, drin Die Nacht vergangen nunmehr Verzeichnis der Lieder Nr. 359 53¹ 835 4⁰⁰ 505 392 390 Die Sach ist dein, Herr Jesu Die Seele ruht in Jesu Dies ist der Tag, den Gott Dies ist die Nacht, da mir Die Tage sind so dunkel Die Woche geht zu Ende Dir dank ich für mein LCeben Dir, dir, Jehova, will ich Die wir uns allhier bei⸗ sammen (Dort oben, dort oben) Du bist zwar mein und Du gehest in den Gar⸗ ten Du lieber, heilger, frommer Durch Trauern und durch Du sollst glauben, o du Du sollst in allen Sachen Du Vater deiner Men— schenkinder Ehre sei Gott in der Höhe Eine Berde und ein Birt Einen guten Rampf hab ich Einer ists, an dem wir Eines wünsch ich mir vor Ein feste Burg ist un⸗ ser Gott Eingesaͤrgt zum letzten Schlummer (Ein Kindelein so löbe— lich) Ein Cämmlein geht und trägt Ein reines Zerz, Herr Eins ist not, ach Herr Ein Wetter steiget auf Ein Wohlstand ohne— gleichen Empor zu Gott, mein LCobgesang Erfüllt sind Stund und Jeiten Erhalt uns deine Lehre Erhaͤlt uns, Serr, bei deinem Erhebt den Herrn, ihr Frommen Erhöhter Siegesfürst und Beld Erinnre dich, mein Geist Ermuntert euch, ihr Frommen Erstanden ist der heilge Christ Es glänzet der Christen Es ist ein Ros ent⸗ sprungen Es ist ein Schnitter, der 6⁵⁴ Verzeichnis der Lieder Es ist noch eine Ruh Nr. 495 Es ist vollbracht! Er ist 68 Es kennt der Herr die Seinen Es kommt ein Schiff geladen Es saß ein frommes Häuflein Es wolle Gott uns gnädig Ewge Liebe, mein Ge⸗ müte Fahre fort, faͤhre fort Fortgekämpft und fort⸗ gerungen Freu dich sehr, o meine Seele Friede, ach Friede, ach Fröhlich soll mein Berze springen Früh am Morgen Jesus Frühmorgens, da die Sonn Für dich sei ganz mein Herz Geduld ist euch von— nöten Geh aus, mein Berz, und suche Geht hin, ihr gläu⸗ bigen Gedanken Geht nun hin und grabt Geh zum Schlummer 2⁵ 5⁰² II7 47¹ SSGSUH SSH S 88& S SS SS 8 S Verzeichnis der Lieder Geist vom Vater und vom Sohne Geist vom Vater und vom Sohn Gelobet sei der Serr Gelobet seist du, Jesu Christ Gelobt sei höchsten Gen Simmel fahren ist Gesegn uns, Herr, die Gaben Gib dich zufrieden und sei stille Gott, deine Güte reicht so weit Gott, der du Berzens⸗ kenner Gott, der du unsre Zu— flucht Gott der Gnaden, schwer Gott des Himmels und der Erden Gott, du Licht, das ewig Gottes Staͤdt steht fest gegründet Gott, gib einen milden Regen Gott hat in meinen Tagen Gott ist gegenwärtig Gott ist mein Gott, er sorgt Gott ist mein Hort Gott im aufge⸗ Wr. Gott ist mein Lied I45 Gott lebet noch! Seele 346 Gott lebt, wie kann ich 352 Gottlob, ein Schritt 40²2 Gottlob, nun ist er— schollen 472² Gott ruft der Sonn und schaͤfft 582 Gott sei Dank durch 16 Gott Vater, aller Dinge 166 Gott, vor dessen An⸗ gesichte 223 Gott wills machen, daß 349 Größter Morgen, der die 87 Großer Gott von alten Jeiten 2 Großer Gott, wir loben dich 84 Großer Rönig unsrer Erden 194 Großer Mittler, der zur Rechten 10⁰ Großer Schöpfer, Serr 364 Guter Geber, Dank sei dir 385 Bab acht auf mich) Sooa Babe deine CLust am 312 Ballelujal jaͤuchzt, ihr 91/ Ballelujal Cob, Preis und Ehr 125 Ballelujal wie lieblich stehn 104 Halt im Gedächtnis Jesum Nr. Barre, meine Seele 843 Beiland, deine Men⸗— schenliebe 282 Beilger Jesu, Seil— gungsquelle 252 (Beilig, heilig)(576) Berbei, o ihr Gläu— bigen 507 Berr, auf Erden muß ich 99 Berr Christe, waͤhrer Mensch 137 Berr, deine Virche danket dir I61 Berr, dein Wort, die edle 179 Berr, der du mir das LCeben 399 Berr, du haͤst für alle Sůnder 198 Berr, du wollst uns vollbereiten 20⁴ Berr, ein ganzer Lei⸗ denstag 132 Berr, es gescheh dein Wille 397 Berr, es ist ein Taͤg er⸗ schienen 7 Berr, es ist von meinem 394 Berr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir 128 Berr Gott, dich loben wir 72³3 Berr, höre, Herr erhöre 304 Berr im Zimmel, Gott 426 Berr Jesu Christ, dich vüu 5 65⁶ Verzeichnis der Lieder 8 Berr Jesu Christ, du höchstes 197 Berr Jesu, Licht der Beiden 8⁴ Berr, mein Licht, mein 354 Berr, nun selbst den Wagen 544 Berr, stärke mich, dein 71 Berr, vor deinem An— gesicht 9 Berr, wie du willst, so 294 Berr, wir kommen zu 382 Berr, wir singen deiner 29 Berz, laß dein Sorgen sein 845 Berzlich lieb hab ich dich 268 Berzlich tut mich er— freuen 846 Berzlich tut mich ver— langen 441 Berzliebster Jesu, was 60 Berz, mein Serz, nicht 324 Berzog unsrer Selig— keiten 2⁴47 Berz und Herz vereint J58 Beute mir und morgen dir 46⁰ Bier legt mein Sinn sich 20 Bier stehen wir von nah und 847⁷ Bilf, Serr Jesu, laß ge⸗ lingen 7⁷ Himmelan geht unsre Bahn 25⁴ Binunter ist der Sonne Schein 386 Birte deiner Schafe, der 396 ERKK KKKKK- NV3N 4 Verzeichnis der Lieder Höchster, denk ich an die Güte Höchster Gott, wir danken Höchster Selfer, sei nicht ferne Höchster Tröster, komm Hör ich euch wieder Hört das Wort voll Ernst BHosiannal Davids Sohn Büter, wird die Macht Jauchzet, ihr Simmel Ich armer Mensch, ich (Ich bete an die Macht der LCiebe) Ich bin ein Gast auf Erden Ich bin deinen Ich bin in dir und du in mir Ich erhebe mein Ge— můte getauft auf Ich geh zu deinem Grabe Ich habe nun den Grund Ich hab in guten Stunden Ich hab mein Sach Gott Ich hab mich Gott er⸗ geben Ich hab von ferne Nir. Ich komme, Friedens⸗ fürst Ich komme, Herr, und suche Ich laß dich nicht, du Bilf Ich ruf zu dir, Serr Jesu Ich ruhe nun in Gottes Ich sag es jedem, daß er Ich singe dir mit Herz Ich soll zum Leben dringen Ich steh an deiner Krippe Ich sterbe täglich und mein Ich trau auf Gott. In aller Ich und mein Haus, wir Ich weiß, an wen ich glaube Ich weiß, an wen ich glaube und Ich weiß, daß mein Erlöser Ich weiß von keinem andern Ich will dich lieben Ich will streben Ich zieh in ferne Lande Je größer Kreuz, je näher Jehova, Rönig Berr und Nr. Jerusalem, du hoch— gebaute 478⁰ Jesu, deine tiefen Wunden 59 Jesu, der du bist alleine 305 Jesu, Freund der Menschen 203 Jesu, geh voran 27 Jesu, großer Wunder— stern 56 Jesu, hilf siegen, du Fürste 246 Jesu, komm, sei einge— beten 405⁵ Jesu, meine Freude 307 Jesu, meiner Seele LCeben 276 Jesu, meines Lebens Ceben 66 Jesus Christus herrscht 103 Jesus, Jesus, nichts als Jesus 272 Jesus ist mein CLeben 341 Jesus lebt, mit ihm auch ich 84 Jesus, meine Zuver— sicht 783 Jesus nimmt die Sün— der an 235 Jesus schwebt mir in Gedanken 275 Jesus soll die Losung sein 51 Ihr Binderlein, kom— met, o 508 Im Simmel, im Sim⸗ mel 550 6⁵³⁸ Verzeichnis der Lieder Nr. Immer muß ich wieder lesen 551 In allen meinen Taten 330 In Bethlehem ein Kindelein 509 In Christo will ich sterben 446 In dir ist Freude in allem 552 In Gottes Naͤmen fang ich an 40⁰6⁶ In tiefen Ungsten schreien 472⁰ In unsers Voͤnigs Namen 258 Ist Gott für mich, so trete 335 Rehre wieder, kehre wieder 22 Roͤnig, dem kein Roͤnig gleichet I01 Rommet, ihr Sirten 510 Romm, heiliger Geist, erfüll 1 Romm, heiliger Geist, Berre Romm, heiliger Geist, Schöpfer Romm, mein Serz, aus Jesu Romm, o Herr, komm bald Romm, o komm, du Geist Rommst du, kommst du, Licht 2² n AHM NVN N Verzeichnis der Lieder Rommt, Brüder, laßt uns Rommt her, ihr seid geladen Rommt und laßt uns Christum Lamm, das gelitten, und Casset uns den Herren preisen Casset uns mit Jesu ziehen Caß mich dein sein und bleiben Caßt mich gehn Cebst du in mir, o wahres Licht, das in die Welt gekommen Licht vom Licht, er⸗ erleuchte Liebe, die du mich zum Bilde Ciebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte Ciebster Jesu, wir sind hier Lobe den Herren, den mächtigen Lobe den Herren, o meine Lob Gott getrost mit Singen Cobt Gott, ihr Christen Cöwen, laßt euch wiederfinden Mache dich, mein Geist, bereit Machs mit mir, Gott Macht hoch die Tür Man lobt dich in der Stille Mein erst Gefühl sei Preis Meine Lebenszeit ver⸗ streicht Meinen Frieden geb ich euch Meinen Jesum laͤß ich nicht Meine Seele senket sich Meine Seele, voller Fehle Meine Sorgen, Angst und Plagen Mein Geist, o Gott, wird Mein Glaͤub ist meines Cebens Mein Gott, das Berz Mein Gott, ich weiß wohl Mein Gott, nun ist es Mein Beiland nimmt die Mein Jesu, der du vor Mein Leben ist ein Pilgrimstand Mein schönste Jier und Mir ist Erbarmung widerfahren Mir nach, spricht Chri⸗ stus zer. Mit Ernst, o mMRen⸗ schenkinder 17 Mitten wir im Leben 478 Morgenglanz der Ewigkeit 371 Müde bin ich, geh zur Ruh 401 Vach einer Prüfung kurzer 493 (Wach dem Sturme fahren) 568 Näher, mein Gott, zu dir 555 Nimm hin den Dank 209 Wun bitten wir den heiligen Geist I08 Nun bringen wir den LCeib 463 Mun danket alle Gott J31 Nun danket all und bringet Ehr 134 Nun freut euch, lieben Christen 231 Mun geh uns auf, du Morgenstern 183 Nun gottlob, es ist 185 Nun jauchzet all, ihr Frommen 19 Nun kommt das neue 23 Nun laßt uns gehn und treten 48 Mun lob, mein Seel, den Herren 129 Nun preiset alle Got⸗ tes Barmherzigkeit 130 Nun ruhen alle Wälder 389 6⁵⁰ Nun sich der Tag ge⸗ endet hat Nun sich der Tag ge⸗ endet, mein Nun singet und seid froh Nun so will ich denn 0 allerhöchster Men— schenhüter O Christ, wenn Arme O daß doch bald dein Feuer O daß ich Zungen O du allersüßte Freude O du fröhliche, o du selige O du Liebe meiner Ciebe O Durchbrecher aller Bande O du reicher Herr der O Ewigkeit, du Don— nerwort O Ewigkeit, du Freu— denwort O frommer und ge⸗ treuer Gott O Gott, der du das Fir⸗ mament O Gott, du frommer Gott O Gottes Geist und Christi O Gott, o Geist, o Licht tausend Verzeichnis der Lieder Nr. 303 E E —⁰&Ce 7 ESEtSK( E(E S — Verzeichnis der Lieder O Gott, von dem wir alles O Haupt voll Blut und Wunden O heilger Geist, kehr bei O heiliger Geist, o heiliger O herrlicher Tag O hilf, Christe, Gottes Sohn O Jesu Christe, wahres Cicht O ZJesu, Serr der Serr— lichkeit O Jesu, meine Sonne O Jesu, meine Wonne O Jesu, süßes Licht O Vönig, dessen Maje⸗ stät O Camm Gottes, un⸗ schuldig O Liebesglut, wie soll O mein Herz, gib dich O selig Baus, wo man Ostern, Bstern, Früh— lingswehen O Traurigkeit, o Herze⸗ leid O Ursprung des Cebens O Vater der Barm⸗ herzigkeit O Welt, sieh hier dein Leben O wie freun wir uns der Stunde Nr. O wie fröhlich, o wie selig O wie selig seid ihr doch Prediger der süßen Cehre Rede, liebster Jesu, rede Ruͤstet euch, ihr Chri⸗ stenleute Ruhe hier, mein Geist Ruhet wohl, ihr Totenbeine Saͤg, was hilft alle Welt Schaffe in mir, Gott Schaffet, schaffet, Menschenkinder Schmücke dich, o liebe Seele Schmuckt das Fest mit Schöner Simmelssaal Schon ist der Tag von Gott Schönster Herr Jesu Schwing dich auf zu deinem Seele, du mußt mun— ter werden Seelenbräutigam, Jesu Seele, sei zufrieden Seele, was ermuͤdst du Seid barmherzig, Menschen Sei getreu bis an das Ende Sei Lob und Ehr dem Selig sind des Sim— mels Siegesfürst und Ehren— könig Sieh, dein Roͤnig kommt Sieh, hier bin ich So geh nun hin, dem Grabe So hab ich obgesieget Soll ich denn mich täglich Sollt es gleich bis— weilen Sollt ich meinem Gott nicht So nimm denn meine Hände Sorge doch für meine Kinder So ruhest du, o meine Ruh So wahr ich lebe, spricht Speis, o Gott, uns, deine Steht auf, ihr lieben Kinderlein Stille Nacht, heilige Nacht Such, wer da will, ein Teures Wort aus Got— tes 662 Verzeichnis der Lieder Mr. Tochter dich Tut mir auf die schöne Treuer Wächter Israel Triumph, Triumph ZJion, freue Uberwinder, nimm die Unser keiner lebt ihm selber Unsern Ausgang segne Gott Unser Vater, der uns liebt Unser Waͤndel ist im Bimmel Unsre müden Augen— lider Unter Lilien jener Freuden Unumschränkte Ciebe Valet will ich dir geben Vater, deines Geistes Wehen Vater, dir sei Preis ge— sungen Vater, hier im Erden— schoße Vaͤter unser im Sim— melreich Verleih uns Frieden gnädiglich Verzaͤge nicht, du Zäuf⸗ lein Volk des Serrn, bring dein 503 8 119 32⁴ 86 Volk des Herrn, du hast hienieden Vollbracht ist nun die heilge Voller Wunder, voller Runst Vom Geräusch der Welt Vom Simmel hoch, da Von des Himmels Thron Von dir, du Gott der Einigkeit Von Gott will ich nicht Wach auf, du Geist der Wach auf, mein Berz, die Wach auf, mein Berz, und Wachet auf, ruft uns die Walte, walte nah und fern Wann kommt der Herr Warum betrübst du dich Warum sollt ich mich denn Warum willst du draußen Was freut mich noch, wenn Was Gott tut, das ist wohlgetan Was Gott tut, das ist wohlgetan, so denken Verzeichnis der Lieder Was hinket trognen Was mein Gott will Was waͤr ich ohne dich gewesen? Weicht, ihr Berge, faͤllt Weil ich Jesu Schäf— lein bin Weißt du, Sternlein Wenn alle werden Wenn auch wie ein Psalter Wenn Christus seine Rirche Wenn der Herr einst die Wenn ich einst von jenem Wenn ich ihn nur habe Wenn ich, o Schöpfer, deine Wenn kleine Himmels⸗ erben Wenn mein Stündlein Wenn mich mein Sün— den Wenn wir in höchsten NVöten Werde licht, du Stadt der Werde munter, Gemüuͤte Wer ist ein Mannꝰ Wer ist wohl wie du Wer nur den lieben Gott ihr be⸗ wieviel untreu mein Wer sind die vor Got— tes 491 Wer weiß, wie nahe mir 748 Wie fleucht dahin der 487 Wie getrost und heiter 319 Wie groß ist des All— mächtgen 444 Wie heilig ist die Stätte 200 Wie könnt ich sein ver⸗ gessen 205 Wie lieblich ists hie— nieden 567 Wie mit grimmgem Unverstand 568 Wie schön ists doch, Herr 40 Wie schön leuchtet der Morgenstern 269 Wie sicher lebt der Mensch 475⁵ Wie soll ich dich emp⸗ fangen 20 Wie wohl ist mir, o Freund 309 Willkommen, Held im Streite 82 Wir danken Gott für seine 383 (Wir glaͤuben all an Einen Gott)(573-—875) Wir pflügen und wir streuen 569 Wir singen dir, Im— manuel Wir treten zum Beten vor Wir werden bei dem Herrn Wo findet die Seele die Wohlaͤuf, mein Serz, verlaß Wohlauf, wohlan zum letzten Wohl einem Baus, da Jesus Womit soll ich dich wohl Wunderanfaͤng, herr— lichs Wunderbarer Rönig Zeuch ein zu deinen Toren ZJeuch hin, mein Kind Jeuch uns nach dir, so laufen Jieht in Frieden eure Pfade ZJion, gib dich nur zu— frieden Zu Bethlehem geboren ist Iwei der Jünger gehn Zweierlei bitt ich von dir Verzeichnis der Lieder Nr. Erläuterungen zu den Melodien J. Die Zeichen I, II, A sind Andeutungen für etwaigen wechselgesang. Ibzw. II bedeutet, daß die erste bzw. zweite Gruppe(Chor) oder auch der Gesamtchor, A, daß wieder alle singen. Beim Fehlen eines Zeichens wird die Strophe von allen(der Gemeinde) gesungen. 2. Die im Anhang beigegebene zweite Stimme ist nicht verwendbar, wenn ein Lied im vierstimmigen Satze des Anhaͤngs zum Choralbuch begleitet wird. 3. Bei einigen Volksliedern ist die JZahl der Silben nicht in allen Strophen gleich; bei diesen müssen die mit Bogen versehenen Noten je nach der Silbenzahl einer Zeile bald verbunden, bald getrennt gesungen werden. Ein Anhaͤng zum Choralbuch zur Begleitung auf Orgel, BZarmonium oder Klaͤvier ist bei J. Waitz, Darmstadt, er⸗ schienen. Die Melodien zu NPr. 30, IIS, 533 und 536 sind jetzt im Verlag von Ceuckart, Leipzig, erschienen. Die Melodien zu Nr. 5I4B und Nr. 534 sind mit Genehmigung der Zinterbliebenen des Romponisten und des A. Deichert— schen Verlags(G. Böhme) in Leipzig entnommen aus Fr. Mergner,„50 geistliche Cieder für Chor und Einzel⸗ stimme“, Nr. 570 mit Genehmigung des Übersetzers und des Breitkopf& Härtelschen Verlags in Leipzig aus J. Röntgen und RK. Budde,„XIV Altniederländische Volks— lieder“. Sheatum und Verhag der wangelschen Lundesbirchein Hesen,Künsthrischer Schmu — I 12— Einbände von achaU Druch und Ani chn uuhsulhten In Lommision.— 93 ——‚‚ EEu re.— SDSSee—.— R n NI—— SSSSDSSSS ——*— — NEEN S SNNE —33———8—3 ́fPF— ——— ——*———————jß— 22 —