Gesangbuch für die Evangelisch⸗protestantische Äirche des Großherzogtums Baden. Vierzehnte Auflage. — UUUUUUUUUUUUUUUUUUIUUUIIIIIICCIECIEIIEIII Hreis für ein n Eremplar ungebunden 80 Pfennig. SSSIIIeeseeeee Lahr. Druck und Verlag von J. H. Geiger. 1912. ——————— mit Entschließung Seiner Königlichen Boheit des Großherzogs vom 24. Oktober 1882 ist dieses nach den Beschlüssen der Generalsynode von 1881/1882 bearbeitete Ge— sangbuch in Kirche und Schule zur Einführung gelangt, und mit ö Genehmigung vom 50. November 1910 wird der nach den Be⸗ schlüssen der Generalsynoden von 1904 und 1900 hergestellte und fortan allen Ausgaben beigefügte Anhang Imit„Liedern besonders für Jugendgottesdienste und Christfeiern“ zum Gebrauch empfohlen. Karlsruhe, den J. Dezember 1910. Evangelischer Oberkirchenrat: D. Helbing. Trenkle. Unv.-Biet. .D.—. 2—— — XXI. Inhaltsverzeichnis. Lob und Barrrrrttt ũ itte und Fürbittete 3 Sonntag und Gottesdienst: 1. Eingangsliedefeerrr 2. Zum Schluß des Gottesdienstts Aovernt „Weihnacheeenn „Epiphanien: Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. Dassion: Jesu Leiden und Lod Osternnnn! Himmelsahrt X. XI. XII. XIII. XIV. XV. XVI. XVII. XVIII. XIX. XX. Pfingstenn DreieiniZkeirr Hirche und Gemeinschaft der Heiligeen Ausbreitung des Evangeliumtidddd Wort Gottees n Die heilige Cauree. Konfirmatienn Das heilige Abendmahlll Buhe s Gnade und Erlösung, Glaube und Rechtfertigung. Heiligung und christlicher Wandel: „Brüchte des Glaubeen „Liebe zu Gott und zu Jesus Christuuns.. Der geisiliche Kampo'f „Nachfolge Chrisi Nächstenliebeee 6. Gottvertrauen, Kreuz und Trort Für besondere Seiten und Verhältnisse: 1. Am Morgen x „Am Abenrnnnn n Jahreswechsel — * D Nr 1— 20 21— 38 39— 50 51— 56 57— 70 71— 82 83— 94 9⁵5—122 123—137 138—145 146—155 156—159 160—174 175- 185 186—194 195— 198 199—205 206—220 221—232 233—248 249—259 260—275 276—294 295— 305 306—313 314—341 342—348 349—360 361—368 1* Nr. 4. Ernte⸗ und Dankfeit 369—372 5. Kirchweihe und Einführung eines Geistlichen.. 373—374 6. Krieg und Frieden.. 375-376 7. Kaiser und Landesfürrlkk. 377—378 8. Ehe⸗ und Hausstandtd 379—384 9. Deruf 385—387 10. Im Alterr 388-389 11. Krankheit und Genesung.... 390—-395 XVXVII. Cod und Ewigkeit: 1. Vom Sterben... 396.—409 2. Bei Beerdigungeen. 410—417 ö 3. Auferstehung, Gericht, Ewigkeik 418—437 Anhang. ö I. Lieder besonders für Jugendgottesdienste und Christfeiern: 1. Lob und DanÆn"ktt 438— 444 2. Litte und FJürbitlttttlltt 44⁵ 448 ö 3. Sonntag und Gottesdienrnnk. 449—451 4. Erscheinung des Heilandteee 452—473 5. Passion und Osteenunun.. 474—480 6. Himmelfahrt und Pfingsten. 481—484 7. Ausbreitung des Evangeliu mmmm 485—-488 8. Wort Gotttztes. 489 9. Konfirmatiο. 490— 493 10. JeiusliedWertr 494— 509 11. Christlicher Wandlttee 510—511 12. Gottvertrauen, Kreuz und Trosssstit 512—520 13. Morgen⸗ und Abendliedden 521—528 14. Ewiges Lebens 529—532 15. RNaturliedderrr!!r 533—536 16. Ordnung für den Jugendgottesdientt 537 Seite 1 Gebeet. 490 III. verzeichnis der Liederdichtttern 513 Liederverzeichnniiiizzgtmíwbö 527 I. Lob und Dank. Nach eigener Melodie. 1I. Peter Ritter? 1779. 2.——.——————— ——— DSDSDDSISSI ———————*— Gro ßer Gott, wir lo- ben dich, Herr, wir Vor dir neigt die Er ⸗ de sich und be⸗ +——.— n de, wau,—— SSDIEIEEIE E EIEIEIIS I SIE—.. .— 2.——.——.———+—— prei ⸗sen dei⸗ ne Stär⸗ke. Wie du wa ö rst vor wun⸗ dert dei⸗ ne Wer⸗ke. x‚ DIE *—— 12—.————2— al⸗ler Zeit, so bleibst du in E ⸗wig keit. 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, Stimmen dir ein Loblied an; Alle Engel, die dir dienen, Rufen dir in sel'ger Ruh Heilig, heilig, heilig zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth, Heilig, Herr der Kriegesheere, Starker Helfer in der Not: Himmel, Erde, Luft und Meere Sind erfüllt von deinem Ruhm, Alles ist dein Eigentum. 4. Sieh dein Volk in Gnaden an, Leit uns, segne, Herr, dein Erbe! eit es auf der rechten Bahn, Nach dem Ambrofianischen Lobgesang; Bearbeitung aus dem 18. Jahrhundert. Daß der Feind es nicht verderbe! Hilf, daß es durch Buß und Flehn Dich im Himmel möge sehn! 5. Alle Tage wollen wir Dich und deinen Namen preisen Und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Gib, daß jeder sündenfrei, Deiner Gnade würdig sei! 6. Herr, erbarm, erbarme dich! Über uns sei, Herr, dein Segen! Leit und schütz uns väterlich, Bleib bei uns auf allen Wegen! Auf dich hoffen wir allein, Laß uns nicht verloren sein! 6 Lob und Dank. — ——— eigener Melodie. 0—— Job. Crüger. 1649 Nun dan⸗ket al⸗le Gott mit Her-zen, Mund und Hän⸗-den, der gro⸗ße Din⸗ge tut an uns und al len En ⸗den, . I T der uns von Mut⸗ter⸗ leib und Kin⸗-des-bei⸗nen an un⸗ ..— ISDSDI Si PPD zäh-lig viel zu gut und auch noch jetzt ge⸗-tan! 2. Der ewig reiche Gott 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, Woll' uns bei unserm Leben Dem Vater und dem Sohne Ein immer fröhlich Herz Und dem, der beiden gleich Und edeln Frieden geben, Im höchsten Himmelsthrone, Und uns in seiner Gnad Ihm, dem dreiein'gen Gott, Erhalten fort und fort Wie es anfänglich war Unnd uns aus aller Not Und ist und bleiben wird, Erlösen hier und dort. Wie jetzt so immerdar! Martin Rinkart 1586—1649. Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. 3. Joh. Crüger. 1656. ö———. + ÆA.———— U Z———— SꝗSISISSSIIIIIIIIIII Ich sin⸗ge dir mit Herz undMund, Herr, meines Herzens Lust;zich + 4—— SSS —* 1.——..— sing' und machꝰ auf Er⸗- den kund, Was mir von an dir be⸗wußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn 3. Was sind wir doch, was der Gnad haben wir Und ew'ge Quelle seist, Auf dieser ganzen Erd, Daraus uns allen früh und spat Das uns, o Vater, nicht von dir Viel Heil und Gutes fleußt. Allein gegeben werd'? 2 —768—————2—3—& 2ʃ„ IIHANAANu Lob und Dank. 7 4. Wer hat das Velt Himmels⸗- zelt Hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost, Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und Most Zu seinen Zeiten find't? 6. Wer gibt uns Leben, Kraft und Mut? Wer hält mit seiner Hand Des goldnen Friedens wertes Gut In unserm Vaterlandꝰ 7. Ach Herr mein Gott, das kommt von dir, Und du mußt alles tun; Du hältst die Wach an unsrer Tür Und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu ahr Bleibst immer fromm und treu Und stehst uns, wenn wir in Gefahr Geraten, herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld Und schlägst nicht allzusehr, Ja endlich nimmst du unsre Schuld Und wirfst sie in das Meer. 10. Du zählst, wie oft ein Christ hier wein', Und was sein Kummer sei; Und ist ein Tränlein noch so klein, Du hebst und legst es bei. 11. Du füllst des Lebens Mangel aus Mit dem, was ewig steht, Und führst uns in des Himmels aus, Wenn uns die Erd entgeht. 12. Wohlauf, mein Herze, sing und spring Und habe guten Mut! DeinGott, derUrsprung aller Ding', Ist selbst und bleibt dein Gut. 13. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, Dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, Schafft Rat und läßt dich nicht. 14. Was kränkst du dich in dei⸗ nem Sinn Und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin Auf den, der dich gemacht! 15. Hat er dich nicht von Jugend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglücks⸗ lauf Hat er zurückgekehrt! 16. Er hat noch niemals was versehn In seinem Regiment; Nein, was er tut und läßt geschehn, Das nimmt ein gutes End. 17. Ei nun, so laß ihn ferner tun Und red ihm nicht darein, So wirst du hier in Frieden ruhn Und ewig fröhlich sein! Paul Gerhardt 1607—1676. . Lob und Dank. Nach eigener Melodie. 4. Joh. Crüger. 1656. h3 2.—. Hun muuutn U E. ESE Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt, ihm, 4.—359— Q** 77— + I E— R 5.————.— DDqDiDie. ii.iii‚ 87— des⸗sen Lob der En⸗gel Heer 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, Der seine Wunder überall Und große Dinge tut; 3. Der uns von Mutterleibe an Frisch und gesund erhält, Und wo kein Mensch mehr helfen ann, Sich selbst zum Helfer stellt; 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, Doch gnädig bleibt und gut, Die Straf erläßt, die Schuld vergibt Und nichts als Gutes tut! 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, Erfrische Geist und Sinn Und werf' all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz In's Meeres Tiefe hin! Nach eigener Melodie. er⸗hebt im Him⸗-mels⸗zelt! 6. Er lasse seinen Frieden ruhn Auf Fürst und Vaterland! Er gebe Glück zu unserm Tun Und Heil in jedem Stand! 7. Er lasse seine Lieb und Güt Stets bei und mit uns gehn, Was aber ängstet und bemüht, Gar ferne von uns stehn! 8. So lange dieses Leben währt, Sei er stets unser Heil, Und wenn wir scheiden von der Erd, Verbleib' er unser Teil! 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, Uns unsre Augen zu Und zeig' uns drauf sein Angesicht Dort in der ew'gen Ruh! Paul Gerhardt 1607—1676. Joh. Heinr. Böhner? 1785. — + 2 I ö 2—— DIIS— —.— + Sollt'ich meinem Gott nicht singen? Sollt ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh' in al⸗ len Dingen, wie so gut er's mit mir mein'. *.— 7 * Lob und Dank. 9 27——.85—— —Wꝗ. 2.— 2————.——. 4—— 2 Ist doch nichts als lau⸗ ter Lie⸗ben, was sein treu⸗ es Herz bewegt, A 4 4 4 4 4——— * 63— I— H —.— I I.FI I I I I—————— ——.— 3 2—5—— 2. das ohn' En-de hebt und trägt, die in sei⸗nem Dienst sich ü⸗ben. *—— SSSIIIIIIIII.... ———— —.—.——.—— (-les Ding währt sei ne Zeit, Got⸗tes Lieb in E⸗wig⸗keit. Oder: Mel. Lasset uns den Herren ꝛc. Joh. Schop. 1641. — —— 1 FI 1 AH+.—— 72——* inent. ———— 22—4—..—— Sollt ich mei⸗nem Gott nicht sin⸗gen? Sollt' 10 ihm nicht Denn ich seh' in al-len Din⸗gen, wie so gut er's SSSSSESSEE... — 118 mei Ist doch nichts als lau-ter Lie⸗ben, IS E 3—.——4— e e. ᷣ Af 2—— r. DI— + *V..— 1 1——— II Eν⁷π ́A᷑F———.— 22.. 2— V..——— 12 1— E————+—— .....——.—— II 1 ————2.r trägt, die in sei⸗nem Dienst sich ü-ben. Al-les 22.5— —. I 12— ů SSSS.——— 2- Ding währt sei ne Zeit, Got-tes Lieb in E- wig⸗keit. 10 Lob und Dank. 2. Wie ein Adler sein Gefieder Über seine Jungen streckt, Also hat auch hin und wieder Mich des Höchsten Arm gedeckt, Alsobald im Mutterleibe, Da er mir mein Wesen gab Und das Leben, das ich hab' Und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, Nein, er gibt ihn für mich hin, Daß er mich vom ew'gen Feuer Durch sein teures Blut gewinn'. O du Brunnen ohn' Ergründen, Wie will doch mein schwacher Geist, Ob er sich gleich hoch befleißt, Deines Grundes Tiefe finden? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edeln Führer, Gibt er mir in seinem Wort, Daß er werde mein Regierer Durch die Welt zur Himmelspfort, Daß er mir mein Herz erfülle Mit dem hellen Glaubenslicht, Das des Todes Reich zerbricht Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen Hat er ja recht wohl bedacht; Will dem Leibe Not entstehen, Nimmt er's 00 wohl in acht Wenn mein Können, mein Ver⸗ mögen Nichts vermag, nichts helfen kann, Kommt mein Gott und hebt mir an Sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere Hat er mir zum Dienst bestellt: Wo ich nur mein Aug hinkehre, Find' ich, was mich nährt und hält, Tier' und Kräuter und Getreide; In den Gründen, in der Höh, In den Büschen, in der See, Überall lst meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen Und ermuntert mein Gemüt, Daß ich jeden lieben Morgen Schaue neue Lieb und Güt. Wäre nicht mein Gott gewesen, Hätte mich sein Angesicht Nicht geleitet, wär' ich nicht Aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie ein Vater seinem Kinde Niemals ganz sein Herz entzeucht, Ob es gleich bisweilen Sünde Tut und von dem Pfade weicht, Also hält auch mein Verbrechen Mir mein frommer Gott zu gut, Will mein Fehlen mit der Rut Und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Lob und Dank. 9. Seine Strafen, seine Schläge, Ob es mir gleich bitter scheint, Sind, wenn ich es recht erwäge, Dennoch Zeichen, daß mein Freund, Der mich liebet, mein gedenke Und mich von der schnöden Welt, Die uns hart gefangen hält, Durch die Trübsal zu sich lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Das weiß ich fürwahr und lasse Mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, 6. 11 Tritt der schöne Sommer ein; Also wird auch nach der Pein, Wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Weil denn weder Ziel nochEnde Sich in Gottes Liebe find't, Ei so heb' ich meine Hände Zu dir, Vater, als dein Kind; Bitte, wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu umfangen Tag und Nacht Hier in meinem ganzen Leben, Bis ich dich nach dieser Zeit Lob' und lieb' in Ewigkeit. Paul Gerhardt 1607—1676. Nach eigener Melodie. 1665. 1668. 9* A.‚...—3 V——.—— .—..——.‚I———— 1.—— 1— 8‚‚—..—..—...———2*—..— 13.— ‚ ie, E +*—.—.—.— II——— LI D. Lob ihn mit Freu⸗den, o Lo-be den Her⸗ren, den mäch⸗ti⸗gen Kö-nig der Eh⸗ See⸗ le, das ist mein Be⸗geh⸗ , e. IZ2— i, Eetkis Ha, inhi T— 35.— ——— 2.— * 1— 4+ ren! ren! Kom⸗met zu⸗ hauf, Psal⸗ter und Har-fe wacht —.— ——— 4 1H—— SEIIEEIT — 0 auf, 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, Der wie auf Flügeln des Adlers dich sicher geführet, Der dich erhält, Wie es dir selber gefällt! Hast du nicht dieses verspüret? las⸗set den Lob- ge⸗sang hö⸗ ren! 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet! In wie viel Not Hat nicht der gnädige Gott Über dir Flügel gebreitet! 12 Lob und Dank. 4. Lobe den Herren, der sichtbar 5. Lobe den Herren, was in mir dein Leben gesegnet, ist, lobe den Namen! Der aus dem Himmel mit Strö- Alles, was Odem hat, stimme voll men der Liebe geregnet! Freuden zusammen! Denke daran, Er ist dein Licht, Was der Allmächtige kann, Seele, vergiß es ja nicht! Der dir mit Liebe begegnet! Lob ihn und schließe mit Amen! Joach. Neander 1650—1680. Nach eigener Melodie. 7. Joach. Neander 1680. A ———5 SSSSSS EE— Wunder-ba- rer Kö-nig, Herrscher von uns al ⸗-len, Dei⸗ne Va⸗ter gü⸗ te hast du las⸗-sen flie⸗-ßen, —23 SSEEE F F FIFI.I———T— .—0———— ob wir schon dich oft ver⸗lie-Hen. Hilfuns noch, stärk uns doch, 9 4— 1 1 ESIIII... T—— laß die Zun⸗gen sin-gen, laß die Stim⸗men klin-gen! 2. Himmel, lobe prächtig Wirf dich in den Staub darnieder! Deines Schöpfers Stärke, Er ist Gott Mehr als aller Menschen Werke! Zebaoth; Preise deinen Schöpfer, Er nur ist zu loben Sonne, deren Strahlen Hier und ewig droben. Diese Welt so herrlich malen! Mond und Stern, 4. Halleluja bringe, Lobt den Herrn! Wer den Herren kennet, Ihr, der Allmacht Werke, Wer den Herren Jesum liebet. Rühmet seine Stärke! Halleluja singe, Wer da Christum nennet, 3. O du meine Seele, Sich von Herzen ihm ergibet. Singe fröhlich, singe, O wohl dir! Singe deine Glaubenslieder! Glaube mir: Was den Odem holet, Endlich wirst du droben Jauchze, preise, klinge; Ohne Sünd ihn loben! Joach. Neander 1650—1680. Lob und Dank. 13 Peter Sohrlen). 1668. Mel. Mein Herzens⸗Jesu. —*— —— 22 EE.—. 2—5—2 2—————.—.. —. 2.—...„.‚J‚Z‚I— 2—.—..—————— Sei Lob und Ehr dem höch⸗sten Gut, dem Va⸗ter al⸗ler dem Gott, der al⸗ le Wun⸗der tut, dem Gott, der mein Ge⸗ +1 + + 1 1 — . mit seinem reichen Trost er⸗füllt, dem Gott, der al⸗len 2— 00 su. V— H Jam⸗mer stillt: gebt un⸗serm Gott die Eh⸗re! 2. Es danket dir des Hommels Ach danket, danket Gott mit mir: Heer, Gebt unserm Gott die Ehre! O Herrscher aller Thronen, Und die in Lüften, Land und Meer 5. Der Herr ist noch und nim⸗ In deinem Schatten wohnen, mer nicht Die preisen deine Schöpfermacht, Von seinem Volk geschieden, Die alles hat so wohl bedacht: Er bleibet seine Zuversicht, Gebt unserm Gott die Ehre! Sein Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er 3. Was unser Gott geschaffen hat, Die Seinen stetig hin und her: Das will er auch erhalten, Gebt unserm Gott die Ehre! Darüber will er früh und spat Mit seiner Gnade walten. 6. Wenn Trost und Hilfe man⸗ In seinem ganzen Königreich geln muß, Ist alles recht und alles gleich: Die sonst die Welt erzeiget, Gebt unserm Gott die Ehre! So kommt mit seinem Überfluß Der Schöpfer selbst und neiget 4. Ich rief zum Herrn in meiner Die Vateraugen denen zu, Not: Die sonsten nirgends finden Ruh: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Gebt unserm Gott die Ehre! Da half mein Helfer mir vom Tod Und ließ mir Trost gedeihen. 7. Ich will dich all mein Leben Drum dank' ich, Gott, drum dank' lang, ich dir; O Gott, von nun an ehren; äqCK2•Xʃ˙ÄZ;=ime — 14 Lob und Dank. Man soll, Gott, deinen Lobgesang An allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, Mein Geist und Leib erfreue dich: Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi[ Namen nennt, Gebt unserm Gott die Ehre; Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, Gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott; Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott: Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht, Mit Jauchzen Dank zu bringen; Bezahlet die gelobte Pflicht Und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht Und alles, alles recht gemacht: Gebt unserm Gott die Ehre! Joh. Jak. Schütz 1640—1600. Nach eigener Melodie. 9. 1738. 2.— 2— 2.— e ......:ĩ]ĩ⸗— * 4——————————— ich stimm⸗te da⸗ mit daß ich tau · send Aungen hät te und ei⸗ nen in ie Wet⸗ te vom al ⸗ler⸗ tau⸗ send⸗-fa⸗ chen Mund: tief⸗sten Her⸗zens⸗grund ein Lob⸗-lied nach dem an⸗dern Q—— V + 1 1 2— ́EXI—— 5—.—. 22.—— u 2————— 2 2— EINI * + + 2....—— 1—...EVSIII 2. O daß doch meine Stimme schallte Bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, So lang es bites im Laufe geht! Ach wär' ein jeder Puls ein Dank Und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr an von dem, was Gott an mir ge⸗tan! Zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich Und lobe Gott herzinniglich! 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, Bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräser in den Feldern, Ihr Blumen, laßt doch eure Zier meine Kräfte? Zu Gottes Ruhm belebet sein und auf, braucht allen euern Fleiß Und stehet munter im Geschäfte Und stimmet lieblich mit mir ein! Lob und Dank. 15 5. Ach alles, alles, was ein Leben Und einen Odem in sich hat, Soll sich mir zum Gehilfen geben; Denn mein Vermögen ist zu matt, Die großen Wunder zu erhöhn, Die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sei, o allerliebster Vater, Unendlich Lob für Leib und Geist, Für alles, mildester Berater, Was deine Güte mir erweist, Was du in deiner ganzen Welt Zu meinem Wohlsein hast bestellt. 7. Wie sollte ich nicht voller Freuden In deinem steten Lobe stehn? Wie sollt' ich auch im tiefsten Leiden Nicht triumphierend mit dir gehn? Und fiele auch der Himmel ein, So will ich doch nicht traurig sein. 8. Ich will von deiner Güte singen, So lange sich die Zunge regt; Ich will dir Freudenopfer bringen, So lange sich mein Herz bewegt; Ja wenn der 4 kraftlos ein, So stimm' ich noch mit Seufzen ein. 9. Ach nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen Gnaden hin! Im Himmel soll es besser werden, Wenn ich bei deinen Engeln bin; Da sing' ich dir im höhern Chor Viel tausend Halleluja vor. Joh. Mentzer 1658— 17834. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 10. Wolfgang Weßnitzer. 1661. 1 — SSIITITSTIIIT.. 1 2—. 2 D...—.f.—— Wo-mit soll ich dich wohl lo-ben, mäch-ti⸗ Sen-de mir da⸗ zu ger Herr von o-ben dei⸗-nes Gei⸗stes — 2 — Vrr 1 D.I— 2.—— F. N** Ze⸗ ba⸗-oth? Kraft, mein Gott! Denn ich kann mit nichts er⸗rei⸗ chen mal sei dir, gro- ßer Kö-nig, Dank da-für! 16 2. Herr, entzünde mein Gemüte, Daß ich deine Wundermacht, Deine Gnade, Treu und Güte Stets erhebe Tag und Nacht! Denn an deinen Gnadengaben Können Leib und Seel sich laben. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 3. Denk' ich, wie ich dich verlassen, Wie ich häufte Schuld auf Schuld, So möcht' ich vor Scham erblassen Ob der Langmut und Geduld, Womit du, o Gott, mich Armen Hast getragen voll Erbarmen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 4. O wie hat mich deine Gnade Stets gesucht zu dir zu ziehn, Daß ich von der Sünden Pfade Möchte zu dem Kreuze fliehn, Wo in meines Heilands Wunden Die Erlösung ist gefunden! Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 5. Bald mit Lieben, bald mit Leiden Kommst du, Herr mein Gott, zu mir, Nur mein Herze zu bereiten, Ganz sich zu ergeben dir, Daß mein gänzliches Verlangen Möcht' an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 6. Mich hast du auf Adlers Flü⸗ Lob und Dank. Oft getragen väterlich, In den Tälern, au den Hägeln underbar erretret mich. Schien's, daß alles auch zerrinne, Ward doch deiner Hilf ich inne. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 7. Fielen tausend mir zur Seiten Und zur Rechten zehnmal mehr, Ließest du mich doch begleiten Durch der Engel starkes Heer, Daß den Nöten, die mich drangen, Ich bin dennoch stets entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 8. Vater, du hast mir erzeiget Lauter Gnad und Gütigkeit, Und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, Und durch dich, o Geist der Gnaden, Werd' ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 9. Tausendmal sei dir gesungen, Herr mein Gott, Preis, Lob und Dank, Daß es mir bisher gelungen! Ach laß meines Lebens Gang Ferner noch durch Jesu Leiten Nur gehn in die Ewigkeiten: Da will ich, Herr, für und für, Ewig, ewig danken dir! geln Ludw. Andr. Gotter 1661—17835. Nach eigener Melodie. 11. 1714. —*————* 72— —— Lob und Dank. 17 + 4.———— —.— ISI‚eeeee..etr 2 o„ ben bis zum Tod; Der Leib und Seel ge⸗ sin gen mei⸗ nem Gott. 9—. e,... e Le. ———————— ge⸗ ben hat, wer⸗de ge⸗ prie⸗sen früh und — 7.— +⁊—— H , e te ——2——.— spat. Hal ⸗ le lu⸗ ja, Hal⸗ le⸗ lu ⸗ jal 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, Und kehren um zu ihrem Staub; Ihre Anschläge sind auch verloren, Wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil dann kein Mensch uns helfen kann, Rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja, Halleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, Des Hilfe der Gott Jakobs ist, Der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen Und hofft getrost auf Jesum adlat Wer diesen Herrn zum Beistand hat, Findet am besten Rat und Tat. Halleluja, Halleluja! 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden, Und was darinnen ist, gemacht; Alles muß pünktlich erfüllet werden, Was er uns einmal zugedacht. Er ist's, der Herrscher aller Welt, Welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Halleluja! Evang. Gesangbuch. 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, Er ist's, der ihnen Recht verschafft. Hungrigen will er zur Speis be⸗ scheiden, Was ihnen dient zur Lebenskraft. Die hart Gebundnen macht er frei, Und seiner Gnad ist mancherlei. Halleluja, Halleluja! 6. Sehende Augen gibt er den Blinden, Erhebt, die tiefgebeuget gehn; Wo er kann gläubige Seelen finden, Die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsehn ist des FremdenTrutz, Witwen und Waisen hält er Schutz. Halleluja, Halleluja! 7. Aber der Gottesvergessnen Tritte Kehrt er mit starker Hand zurück, Daß sie nur machen verkehrte Schritte Und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich; Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Halleluja! 18 Lob und Dank. 8. Rühmet, ihr Menschen, den Und bringe Lob mit frohem Mut! hohen Namen Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Des, der so große Wunder tut! Vater und Sohn und heil'gen Geist! Alles, was Odem hat, rufe Amen Halleluja, Halleluja! Joh. Dan. Herrnschmidt 1675—1723. Nach eigener Melodie. 12. 1690. 1704. ö———— .——— E.— DDDSEEEEEE ⸗.— +.* Dir, dir, Je⸗ ho⸗ va, will ich sin-gen, denn wo ist Dir will ich mei-ne Lie-der brin-gen; ach gib mir 2.../ 2—.— e. e— D‚r‚‚s‚... —.————————.—.— 45—— doch ein sol⸗cher Gott wie du? dei⸗nes Gei⸗stes Kraft da ⸗zu, —— daß ich es tu' im Na-men —— SSSSSeeeeeeeeeeeeee‚..— 7 5..————— e e La de——————.——— Je⸗su Christ, so wie es dir durch ihn ge fäl lig ist! 2. Zieh mich, o Vater, zu dem So hebt dein Geist mein Herz zu dir Sohne, empor, Damit dein Sohn mich wieder Daß ich dir Psalmen sing' im zieh' zu dir! höhern Chor! Dein Geist in meinem Herzen wohne 4 3 mich dein Geist selbst Und meine Sinne und Verstand Etben lit regier. Dem neiget sich dein Gotteswille 1; Daß ich den Frieden Gottes schmeck Das wird gewiß von dir erhnret ö und fühl; Weil ich's im Namen deines Soh⸗ und dir darob im Herzen sing und nes tu, spiel. Durch welchen ich dein Kind und Erbe bin 3. Verleih mir, Höchster, solche und nehme von dir Gnad um 8 Sie, Gnade hin. So wird gewiß mein Singen recht ö 12 getan, 5. Wohl mir, daß ich dies Zeug⸗ So klingt es schön in meinem Liede, nis habe! So bet' ich dich im Geist und Drum bin ich voller Trost und Wahrheit an, Freudigkeit; Lob und Dank. 19 Ich weiß ja, alle gute Gabe, Der mich zu deiner Rechten selbst Die ich von dir verlange jederzeit, vertritt. Die gibst du und tust überschweng⸗ In ihm ist alles Ja und Amen, lich mehr, Was ich von dir im Geist und Als ich verstehe, bitte und begehr'. Glauben bitt'. Wohl mir! Lob dir jetzt und in 6. Wohl mir! Ich bitt' in Jesu Ewigkeit, Namen, Daß du mirschenkest solcheSeligkeitl Barth. Crasselius 1667—1724. Mel. O Gott, du frommer Gott. 13. 1693. IE..... 5—— 2—.— E —— 22—— An-betungswürd'ger Gott, mit Ehrfurcht stetszu nen⸗nen, du bist un-end-lich mehr, als wir be⸗grei⸗fen kön⸗nen. Q—— + +— SSISISSSIIIIIIIIITITTT II II.. ————— dLe d e,— O flö⸗ße mei⸗nem Geist die tief ⸗ste De⸗mut ein und 0 4 ů ů T= 4———— en. ö 2 2+———————5 2—— — 2 2———. +—53——4 XX————. 5 laß mich stets vor dir voll Ehr-er—bie- tung sein! 2. Du riefst dem, das nicht war, Knien in den Staub vor dir, Um Lust und Seligkeiten Dich, Höchster, anzubeten. Aufs mannigfaltigste Wen du erniedrigest, Um dich her auszubreiten. Gott, wer kann den erhöhn? Die Liebe bist du selbst, Wen du erhöhen willlst, Verstand und Rat sind dein, Des Hoheit muß bestehn. Und du gebrauchst sie gern, 5. Wer hat dich je gesehn? Zu segnen, zu erfreun. Wer kann im Fleisch dich sehen? 3. Du sprichst, und es geschieht. Kein sterblich Auge reicht Auf dein allmächtig Werde Bis zu des Lichtes Höhen, Entstand dein großes Werk, Von welchen du mit Huld Der Himmel und die Erde; Auf deine Schöpfung blickst Mit deinem kräft'gen Wort Und alles, was da lebt, Trägst du die ganze Welt, Erfreuest und beglückst. Und deine Macht vollführt, 6. Doch hier erkennen wir Was uns unmöglich fällt. Dich noch gar unvollkommen; 4. Du bist der Herren Herr; Wird aber dermaleinst Der Erde Majestäten Der Vorhang weggenommen, 2* 20 Lob und Dank. Der jetzt das Heiligste Noch unserm Blick verschließt, Dann sehn wir klarer ein, Wie herrlich, Gott, du bist. 7. In Ehrfurcht sei schon jetzt Dein Ruhm von uns besungen; Verschmäh nicht unser Lob, Das Lallen schwacher Zungen! Dort soll, wenn wir dereinst Vor dir verherrlicht stehn, Ein Lied im höhern Chor Dich, großer Gott, erhöhn. Joh. Jak. Rambach 1693—1735.— Mel. Wunderbarer König. 14. Joach. Neander. 1680. 9— .5— 7 0 7„% H 41 Seee E V Gott ist ge⸗ gen-wär⸗tig: las⸗set uns an be⸗ ten 1 Gott ist in der Mit⸗ te: al⸗ et es in uns schwei⸗ge Q E 22— 2. N H —— — — + . +— —— 1 + 1 2 e und in Ehrfurcht vor ihn tre⸗ten! und sich in⸗nigst vor ihm beu⸗ge! Wer ihn kennt, wer ihn nennt E.„ 4 I I 1 RI 2 —— 2 —.——.— — H—— —— ů schlagt die Au⸗gen nie · der, 2. Gott ist gegenwärtig, Dem die Cherubinen Tag und Nacht gebeuget dienen. Heilig, heilig, heilig Singen ihm zur Ehre Aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm Unsre Stimm, Wenn auch wir Geringen Unsre Opfer bringen! 3. Wir entsagen willig Allen Eitelkeiten, Erdenlust und sünd'gen Freuden; Da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben, Dir zum Eigentum ergeben. Du allein Sollst es sein, gebt das Herz ihm wie⸗der! Unser Gott und Herre, Dir gebührt die Ehre! 4. Majestätisch Wesen, ö Möcht' ich recht dich preisen Und im Geist dir Dienst erweisen!— Möcht' ich wie die Engel Immer vor dir stehen Und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir Für und für Trachten zu gefallen, Liebster Gott, in allen! 5. Luft, die alles füllet, Drin wir sind und weben, Aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder, Ich senk' mich in dich hinunter: Lob und Dank. 21 Ich in dir, Du in mir; Laß mich ganz nd pnenr Dich nur sehn und finden! 6. Du durchdringest alles; Wollst mit deinem Lichte, Herr, berühren mein Gesichte! Wie die zarten Blumen Willig sich entfalten Und der Sonne stille halten: Lehr mich so Still und froh Deine Strahlen fassen Und dich wirken lassen! 7. Mache mich voll Einfalt, Mach mich reines Herzens, Daß ich deine Klarheit Schau'im Geist und in derWahrheit! Laß mein Herz UÜberwärts Wie ein Adler schweben Und in dir nur leben! 8. Komm in mir zu wohnen, Daß mein Geist auf Erden Dir ein Heiligtum kann werden! Komm, du nahes Wesen, Dich in mir verkläre, Daß ich stets dich lieb' und ehre! o ich 9000 808 und steh', Innig, abgeschieden, Laß mich dich erblicken Sanft und still in deinem Frieden; Und vor dir mich bücken! Gerh. Tersteegen 1697-1769. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 15. 1745. 2—— +— +— EE——... e,—4 C.VC—...—.+...J— +—4 — 4..———..—. 4 Sin⸗get Gott, denn Gott ist Lie⸗be, Lie⸗be, die da sin ⸗ge durch des Gei⸗stes Triebe, wer es an sich selbst er⸗fährt! 9 .....————.—7 4 4 4 4 + 2.*— — 72— e n E d n 2—.— SI.....‚‚Errr—.— — E H 1* Wen Gott läßt den Ei⸗ er bren nen, brennter bis zum Höl⸗lengrund; JI— — 1— 1 EN—I +7* .— ů 5——.— dn dnr v d 2—.——.— 0 1 —. 3 —2——— ꝗ SSDD nun er sich läßt Lie⸗be nen⸗nen, wird es al⸗len Himmeln kund. 2. Liebe, die er in Erkenntnis Seines Sohnes uns bezeugt, Liebe, welche das Verständnis Aller Menschen übersteigt, Du bist weit: ob allen Kindern; Du währst lang: auf alle Zeit; 3.Liebe, die meinHerz darf glauben, Ob sie mein Verstand nicht faßt, Laß den Feind mich dir nicht rauben, Der uns als die Deinen haßt! Liebe, laß es mir gelingen, Dich zu kennen, wie du bist! Du reichst tief: zu armen Sündern; Liebe, 00 mich ewig singen, Du führst hoch: zur Herrlichkeit. Wie es Gottes würdig ist! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Mel. Mein Herzens-⸗Jesu. Lob und Dank. 16. Peter Sohrlen). 1668. +— 24 D — M——o—— E ͤ Wenn ich, o Schöpfer, dei-ne Macht, die Weis-heit dei-ner die Lie⸗be, die für al-le wacht, an⸗be-tend ü-ber⸗ —————— We ⸗ge, le⸗ ge, so weiß ich, von Be-wundrung voll, nicht, wie ich 2.Mein Auge sieht, wohin es blickt, Die Wunder deiner Werke. DerHimmel prächtig ausgeschmückt, Preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, Mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, Dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, Bringt meinem Schöpfer Ehre! dich er he-ben soll, mein Gott, mein Herr und Va ⸗ter. Mich,ruft derBaum in seiner Pracht, Mich, ruft die Saat, hat Gott ge— macht, Bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand So wunderbar bereitet, Der Mensch, ein Geist, den sein Verstand Dich zu erkennen leitet, Der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, Ist sich ein täglicher Beweis Von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, Erhebe seinen Namen! Gott unser Vater sei gepreist, Und alle Welt sag' Amen! Und alle Welt fürcht' ihren Herrn Und hoff' aufihn und dien'ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Lob und Dank. 23 Nach eigener Melodie. 17. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. Wie groß ist des All-mächt'gen Gü⸗te! Ist der ein der mit ver-här⸗te tem Ge⸗mü⸗ te den Dank er⸗ 8 SINN e V., n V. PDDEEEEEEEEE „Mensch,den sie nicht rührt, 95 ö 10 stickt, der ihm ge⸗bührt? Nein, sei ne Lie⸗-be zu er⸗ mes⸗sen *—.—4ʃ4 1.—.— 20 — — ² 2— 52— 2 1.—*——— iD.‚‚ sei e⸗wig mei⸗ne größ⸗te Pflicht. DerHerr hat mein noch K—.— * + 1 nie ver⸗ ges⸗sen; ver⸗-giß, mein Herz, auch sei-ner nicht! Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛc. 1704. „ +—.————.— 2— SSS S IEPIIEE.... .— 2*...—— 2— 2 Wie groß ist des All-mächt'-gen Gü-te! Ist der ein der mit ver⸗här⸗ te⸗ tem Ge⸗mü⸗-te den Dank er⸗ ——————— Mensch, den sie nicht rührt, Nein sei. 10. Reh. stickt, der ihm ge⸗bührtꝰ Nein, sei⸗ ne Lie⸗ be zu er⸗mes⸗sen SISSISSTITIiIiIIiiI‚II‚I‚I‚II‚II‚I‚I‚I.‚..‚..‚.. AI——22—..— 124...—.—..—. 2—⁴—..———— 2 sei e⸗- wig mei⸗ ne größ⸗te Pflicht. Der Herr hat mein noch = d —— ee::: eee eeee SIꝗSꝗQCQSꝗꝗꝗꝗꝗSIIISSSSꝗSeee-— 24 Lob und Dank. 2. Wer hat mich wunderbar be⸗ reitetꝰ Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitetꝰ Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissenꝰ Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts genießen? Ist's nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, Zu welchem du erschaffen bist, Wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist! Du hast ein Recht zu diesen Freuden, Durch Gottes Güte sind sie dein; Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt' ich nicht ehren Und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, Den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn?ꝰ Mel. An Wasserflüssen Babylon. Sein Will ist mir ins Herz ge⸗ schrieben, Sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben Und meinenRächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: Ich soll vollkommen sein wie er. Je mehr ich dies Gebot erfülle, Stell' ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, So treibt sie mich zu jeder Pflicht, Und ob ich schon aus ehle, Herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe Mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk' in mir die guten Triebe, Mein ganzes Leben dir zu weihn! Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, Sie leite mich zur Zeit des Glücks, Und sie besieg' in meinem Herzen Die Furcht des letzten Augenblicks! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. 18 7 1525. 2———— 1———— DD=—————— Ge⸗treu⸗er Gott, wie viel Ge⸗duld er⸗zei⸗gest du uns Wir häu⸗fen täg-lich un⸗sre Schuld, du häu⸗fest dein Er⸗ E—.— e——ñ—3 q. II— 42— 1———. + I 1 ISSSSISSEEEEEEEIEIEE eEE E—— Ar⸗men!; as ist des en⸗sche e⸗bens⸗lauf? Er aremen. Was is Men⸗schen L fꝰ E 2 — ist ver⸗derbt von Jugend auf, sein Sinn ist dir ent ⸗ ge⸗ gen; und O ——=.————¹— * 4II SEEPN — Lob und Dank. —̊—* 2 4 4 2— I + H— ů 4 + ——.———..— 2——— 4 —.D— 55—— 2= gleichwohl, Va-ter, suchst du ihn durch Gnad und Huld zu a + N 1 + 4 2 L— , e. ———.— rück zu-ziehn, durch Lang-mut zu be⸗ we⸗gen. 2. Du gibst den Sündern Zeit und Raum, Der Strafe zu entgehen. So lässest du den argen Baum Nicht ohne Pflege stehen; Du wartest sein, du suchest Frucht, Und wenn du gleich umsonst gesucht, Hörst du nicht auf zu bauen; Du schonest sein von Jahr zu Jahr, Dein Vaterherz hofft immerdar Noch Frucht von ihm zu schauen. 3. Barmherziger, so große Huld Erzeigst du frechen Sündern Und hast nicht weniger Geduld Mit deinen schwachen Kindern. Sie werden ja, wenn Fleisch und Welt Und Satan ihnen Netze stellt, Oft sicher, matt und träge; Sie straucheln, sie vergehen sich, Sie fallen oft, verlassen dich Und deine heil'gen Wege. 4. Drum rufst du ihnen in Gefahr, Mel. Es ist genug. —2— 19. So oft sie irre gehen, Reichst ihnen Hand und Stärke dar, Von Sünden aufzustehen. Du lockest sie mit Vaterhuld, Versprichst, durch Christum ihre Schuld Und Fehler zu vergeben, Gibst reichlich Glauben, Geist und Kraft Und nach vollbrachter Pilgerschaft Ein ewig Freudenleben. 5. O Gott der Güte, duld uns noch Um Christi Tod und Schmerzen! Erwecke du und rühre doch Die trägen sichern Herzen, Daß deine Huld und Vatertreu Doch nicht an uns verloren sei, Daß wir das Böse hassen Und uns noch in der Gnadenzeit Durch deine große Gütigkeit Zur Buße leiten lassen! Joh. Christ. Zimmermann 1702— 1783. Joh. Rud. Ahle. 1662. ——.— AF 2 2 ẽ— 2 — 4 1 2—4.——=—— S 2— I +7 —.——— —IIIUI—— u v Gott ist Gott ist ge⸗treu. Sein Herz, sein Va⸗ ter herz ge⸗treu bei Wohl⸗sein und bei Schmerz,in gut' und ist vol⸗ ler 26 Lob und Dank. .— — 1— 3 PF.—— PISPSPSSSIIIITIPIPIPIIIIIIIIIIII— Red⸗lich⸗keit. bö⸗ ser Zeit. Weicht, Ber⸗ge, weicht, fallt hin, ihr Hü⸗gel, 4 30 a 4 4* 2..———————— eei;„dtti; Seere,Hi i. mein Glaubensgrund hat die⸗ses Sie⸗gel: Gott ist ge⸗treu! 2. Gott ist getreu. Er ist mein treuster Freund, Dies weiß, dies glaub' ich fest. Ich bin gewiß, daß er mich keinen Feind Zu hart versuchen läßt. Er wiegt bei jeder Prüfungs⸗ stunde Die Kraft von meinem Glaubens⸗ pfunde. Gott ist getreu. 3. Gott ist getreu. Er tut, was er verheißt, Er hält, was er verspricht; Wenn mir sein Wort den Weg zum Leben weist, So gleit' und irr' ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen, Sein Wort der Wahrheit kann nicht trügen. Gott ist getreu. 4. Gott ist getreu. Er handelt väterlich, Und gut ist, was er tut. Sein Liebesschlag erweckt und bessert mich, Die Strafe meint es gut. Der Kampf macht mich zum guten Streiter. Gott ist getreu. 5. Gott ist getreu. Er gibt der bösen Welt Den ein'gen Sohn dahin. Der Heiligste bezahlt das Lösegeld, Damit ich selig bin. Um uns zu retten vom Verderben, Ließ er den Eingebornen sterben. Gott ist getreu. 6. Gott ist getreu. Mein Vater, des ich bin, Sorgt für mein Seelenwohl; Sein Will und Wunsch, sein Zweck und sein Bemühn Ist, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen Sünden, Er läßt mich Ruh in Christo finden. Gott ist getreu. 7. Gott ist getreu. Sein göttlich treuer Blich Gibt sorgsam auf mich acht; Er sieht mit Lust, wenn mich ein zeitlich Glück Erfreut und dankbar macht. Was uns zu schwer ist, hilft er tragen, Das Kreuz wird mir zur Himmels— 55 d endlich stillt er alle Klagen. ow SiN leiter, tt ist getreu. Glessen 11 —741— in Lob und Dank. 9. Gott ist getreu. Vergiß, o 8. Gott ist getreu. Mein Herz, Seel, es nicht, was fehlt dir noch, Dich stets im Herrn zu freun? Wie zärtlich treu er ist! Sei Gott getreu, sei unverzagt, Gott treu zu sein sei deine frohe mag doch Pflicht, Die Welt voll Falschheit sein! So lang du denkst und bist. Der falschen Brüder Neid und Halt fest an Gott, sei treu im Tücke Glauben, Gereicht am Ende mir zum Laß dir den starken Trost nicht Glücke. rauben: Gott ist getren! Ehrenfried Liebich 1713—1780. Gott ist getreu. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 20. 1535. 2— ö ö ——————.—— Der Herr ist mein ge⸗ treu⸗ er Hirt, mir wird kein der Hüu⸗-ter, der nicht schläft noch irrt, kann mir nur Gu⸗tes feh⸗len; ——— Er wei⸗-det mi fgrü⸗ 2 i Heil er ⸗ wäh⸗en. Er 1 et mich auf grü-ner Au, die —— IE—— ———3—— 633—5,—— ö Spei⸗ se gibt vom Le-bens-tau des Gei-stes sei-ner Gna-de. 2. Er führet mich zum reinen Quell, Auf seine Treu und Macht kann ich Der mein. Gemüt beglücket, Gar ruhig mich verlassen. Zum Wasser, welches frisch und hell 4. D ö ir einen Ti Den schwachen Mut erquicket; evert 66— ů bereit Er leitet mich auf rechter Bahn, Auch gegen meine Feinde, Er nimmt sich meiner Seele an VerscheuchestAngstundTraurigkeit, Um seines Namens willen Syu janes d 23 Sprichst freundlich zu dem Freunde; 3. Und ob ich wall' im finstern Du salbst mein ch du Tal, ö 3205 Fürcht' ich doch keinen Schaden; Mir voll den Becher ein und lenkst Sein Auge wachet überall, Zum Himmel hin mein Sehnen. Ich bin der Sorg entladen; 5. Ja, Gutes und Barmherzigkeit Sein Stab und Stecken tröstet mich, Wird lebenslang mir werden; 28 Bitte und Fürbitte. Ich bleib'imHaus desHerrn diezeit, Die ich noch leb' auf Erden. Und ist des Lebens Wallfahrt aus, Dann trägt mich in sein Vaterhaus Der Flügel treuer Liebe. Joh. Friedr. von Meyer 1772—1849. II. Bitte und Fürbitte. Mel. Erhalt uns, Herr. 21. Altkirchlich. 1543. 4 23 2— 2..——.—.————.— ——————————— .——.— +*.. —2 Ei--;-᷑ ́ 1 I Ach bleibbei uns, Herr Je⸗su Christ, weil es nun Arbend worden —.———.. ist; dein gött⸗lich Wort, das hel⸗le Licht, laß ja bei uns auslöschen nicht! 2. In dieser letzten trüben Zeit Verleih uns, Herr, Beständigkeit, Daß wir dein Wort und Sakra⸗ ment Behalten rein bis an das End! 3. Laß uns in guter stiller Ruh Das zeitlich Leben bringen zu, Und wenn das Leben neiget sich, Laß uns einschlafen seliglich! 4. Herr Jesu, deine Kirch erhalt, Wir sind gar sicher, träg und kalt; Gib Glück und Heil zu deinem Wort, Damit es schall' an jedem Ort! 5. Erhalt uns nur bei deinem Wort Und wehr des Teufels Trug und Mord; Gib deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Geduld! 6. Den stolzen Geistern wehre doch, Die sich mit Macht erheben hoch Und bringen stets was Neues her, Zu fälschen deine rechte Lehr! 7. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, Nicht unser, sondern dein ja ist; Darum so steh du denen bei, Die sich auf dich verlassen frei! 8. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz Und deiner Kirche wahrer Schutz; Dabei erhalt uns, lieber Herr, Daß wir nichts andres suchen mehr! 9. Hilf leben uns nach deinem Wort Und dann im Frieden fahren fort Von hinnen aus dem Jammertal Zu dir in deinen Himmelssaal! 1611; Str. 4—9 von Nik. Selnecker 1530—1592. HRN HR eR aus —?—v—w]/p Ds c.. Bitte und Fürbitte. 29 Mel. Aus tiefer Not. 4.—. 1524. EE e. Herr, wie 22——. in. Wid im Le⸗ben und im Al⸗lein zu dir ⸗ laß mich, Herr, nicht ver⸗ 1— —— ++————..— E——* 2 2 2 S.— een Er-halt mich nur in dei⸗ner Huld, sonst wie du 4*——————— ......——=— SI willst; gib mir Ge⸗duld, denn dein Will ist der vbe⸗ ste! 2. Zucht, Ehr und Treu verleih 3. Soll ich einmal nach deinem mir, Herr, Rat Zu deinem Worte Liebe Von dieser Welt abscheiden, Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr Verleih mir, Herr, nur deine Gnad, Und hilf, daß ich mich übe Daß es gescheh mit Freuden! In Werken wahrer Frömmigkeit; Mein Leib und Seel befehl' ich dir; Wend ab all Ungerechtigkeit O Herr, ein selig End gib mir In meinem ganzen Leben! Durch Jesum Christum! Amen. Kasp. Bienemann 1540—1591. Mel. Christus der ist mein Leben. 23. Melchior Vulpius? 1609. 1 Ach bleib mit dei⸗ner Gna⸗ de bei uns, Herr Je su E 4Z.———..—. 2 + N ———————— H+—. — Christ, daß uns hin⸗fort nicht scha⸗de des bö⸗„sen Feindes Ostl 2. Ach bleib mit deinem Worte Dein' Wahrheit uns umschanze, Bei uns, Erlöser wert, Damit wir irren nicht! Daß uns an jedem Orte Sei Güt und Heil beschert! 4. Ach bleib mit deinem Segen Bei uns, du reicher Herr; 3. Ach bleib mit deinem Glanze Dein' Gnad und all Vermögen Bei uns, du wertes Licht; Reichlich in uns vermehr! 30 Bitte und Fürbitte. 5. Ach bleib mit deinem Schutze 6. Ach bleib mit deiner Treue Bei uns, du starker Held, Bei uns, mein Herr und Gott, Daß uns der Feind nicht trutze Beständigkeit verleihe, Noch fäll' die böse Welt! Hilf uns aus aller Not! Josua Stegmann 1588—1632. Nach eigener Melodie. 24. 1693. — SSIIEEEEE—, ———————* O Gott, du frommer Gott, du Brunnquell gu⸗ter Ga⸗ben, durch wel⸗chen al⸗les ist, von dem wir al- les ha⸗ben, .———.———— +— IIIIIIIIIITTxTITITITTæT'T.T.T.æ'TRTRT ————— *———.—— * ge-sun⸗den Leib gib mir, und daß in sol⸗-chem Leib die .——.— ST ,,,. See⸗le un⸗ver⸗-letzt, rein das Ge⸗-wis⸗sen bleib'! 2. Gib, daß ich tu' mit Fleiß, Gib einen Heldenmut, Was mir zu tun gebühret, Das Kreuz hilf selber tragen! Wozu mich dein Befehl Gib, daß ich meinen Feind In meinem Stande führet! Mit Sanftmut überwind', Gib, daß ich's tue bald, Und wenn ich Rat bedarf, Zu der Zeit, da ich soll, Auch guten Rat erfind'! Und wenn ich's tu', so gib, Daß es gerate wohl! 5. Laß mich mit jedermann In Fried' und Freundschaft leben, 3. Hilf, daß ich rede stets, Soweit es christlich ist! Womit ich kann bestehen; Willst du mir etwas geben Laß kein unnützes Wort An Reichtum, Gut und Geld, Aus meinem Munde gehen, So gib auch dies dabei, Und wenn in meinem Amt Daß von unrechtem Gut Ich reden soll und muß, Nichts untermenget sei! So gib den Worten Kraft Und Nachdruck ohn' Verdruß! 6. Soll ich auf dieser Welt Mein Leben höher bringen, 4. Droht mir Gefährlichkeit, Durch manchen sauern Tritt So laß mich nicht verzagen, Hindurch ins Alter dringen, ——— ben, So gib Geduld; vor Sünd Und Schande mich bewahr, Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar! 7. Laß mich an meinem End Auf Christi Tod abscheiden, Die Seele nimm zu dir Tum zu deinen Freuden; em Leib ein Räumlein gönn Bei frommer Christen Grab, Bitte und Fürbitte. FFFFF—————— Auf daß er seine Ruh An ihrer Seite hab'! 8. Wenn du die Toten wirst An jenem Tag erwecken, Wollst du auch deine Hand Zu meinem Grab ausstrecken. Laß hören deine Stimm, Ruf meinen Leib hervor Und führ ihn schön verklärt Zum auserwählten Chor! Joh. Heermann 1585—1647. Mel. Erhalt uns, Herr. 25. Altkirchlich. 1543. 9— 277m—— .— 1— O Je ⸗su Christ, du 19— res Licht, er⸗leuchte, die dich ken⸗nen DDIDDDDDRR Unichtndbringe sie zu deiner Herd, daß ih⸗-re Seel auch se⸗lig werd'! 2. Erfüll mit deinem Gnaden⸗ schein, Die noch ihr Ohr dem Irrtum leihn, Und die, so heimlich noch sicht an In ihrem Sinn ein falscher Wahn! 3. Und was sich sonst verlaufen hat Von dir, das suche du mit Gnad; Ihr wund Gewissen mache heil, Laß sie am Himmel haben teil! 4. Erleuchte, die da sind ver⸗ blend't; Bring her, die sich von uns ge⸗ trennt; Versammle, die zerstreuet gehn; Mach feste, die im Zweifel stehn! 5. So werden sie mit uns zugleich Auf Erden und im Himmelreich Hier zeitlich und dort ewiglich Für solche Gnade preisen dich. Joh. Heermann 1585—1647. Mel. O Gott, du frommer Gott. 26. 1693. dn nen wur en en Lan. ö. —., L E 0—— Ach Gott, ver⸗ laß mich nicht, gib mir die Gna⸗den⸗hän⸗ de; ach füh-re mich, dein Kind, daß ich den Lauf voll en-de 32 Bitte und Fürbitte. .— EA..‚ ᷓPDSDSDSDSDSDSSS EEEEE EE zu mei⸗ner Se⸗lig-keit; sei du mein Le⸗bens⸗licht, mein 9 51— SSPSI * Stab, mein Hort, mein Schutz: ach Gott, ver⸗-laß mich nicht! 2. Ach Gott, verlaß mich nicht, 4. Ach Gott, verlaß mich nicht, Regiere du mein Wallen; Ach laß dich doch bewegen; Ach laß mich nimmermehr Ach Vater, kröne doch In Sünd und Schande fallen; Mit reichem Himmelssegen Gib mir den guten Geist, Die Werke des Berufs, Gib Glaubenszuversicht, Die Werke meiner Pflicht, Sei meine Stärk und Kraft: Zu tun, was dir gefällt: Ach Gott, verlaß mich nicht! Ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß La nicht, 5. Ach Gott, verlaß mich nicht, Ich ruf' aus Herzensgrunde Ich bleibe dir ergeben! Ach Höchster, stärke mich Hilf mir, o großer Gott, In jeder bösen Stunde; Recht glauben, christlich leben Wenn mir Versuchung naht Und selig scheiden einst, Und meine Seel anficht, Zu sehn dein Angesicht; So weiche nicht von mir: Hilf mir in Not und Tod: Ach Gott, verlaß mich nicht! Ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck? 1659—1725. 27. 1608 Mel. O Gott, du frommer Gott. .——— E Herr, du er⸗for⸗schest mich, dir bin ich nicht ver ⸗bor⸗gen; du kennst mein ganzes Tun, meinSchaffen und mein Sorgen; 9—6—— .....IAI.3.— ja was die See⸗ le denkt, war dir be-reits be⸗ kannt, eh ..—————..EEI 5., I III II II + —. + 3— 9 + 5— 2 EESEDEDEANE SSIII...... +—— E der Ge⸗dan⸗ke noch vor mei⸗ner See⸗le stand. 2 2 U — 2 E V V U. cht, Bitte und Fürbitte. 2. Wo meine Füße gehn, Es ist die Finsternis Wo ich mich niederlege, Vor dir wie helles Licht, Da bist du stets um mich Die Nacht glänzt wie der Tag Und siehest meine Wege; Vor deinem Angesicht. Du weißt ein jedes Wort, 6. Eh' ich geboren war, Du schaffest, was ich tu. Fingst du an mich zu lieben, Erstaunt seh'wich auf dich, Und meiner Tage Zahl Wie wunderbar bist du! Ward in dein Buch geschrieben. 3. Wohin, wohin soll ich Ich danke dir, daß du Vor deinem Geiste fliehen, Mich wunderbar erschufst; Und wo kann deinem Aug Voll Wunder alles ist, Ich jemals mich entziehen? Was du ins Leben rufst. Führ ich gen Himmel auf, 7. Wie köstlich sind vor mir So bist du, Höchster, da; Des Ewigen Gedanken! Führ' ich zur Tief hinab, Unzählbar sind sie mir, Auch dort bist du mir nah. Sind ohne Maß und Schranken. 4. Wenn ich die Flügel nähm' Mit Ehrfurcht will ich stets Der lichten Morgenröte Auf dich, mein Schöpfer, sehn, Und suchte, dich zu fliehn, Dir folgen und dein Lob, Des Meeres fernste Ode, So gut ich kann, erhöhn. Doch hält auch dort mich fest 8. Erforsche mich, mein Gott, Die starke Gotteshand, Und prüfe, wie ich's meine, Die Erde, Luft und Meer Ob ich dir folgsam bin Und jeden Raum umspannt. Und nicht vielleicht nur scheine! 5. Und spräch' ich: Finsternis, Sieh, ob mein Fuß vielleicht Komm her, mich zu bedecken, Den bösen 180 betrat, Auch in der Nacht würd' mich Und hilf mir, daß ich 99 Dein heilig Auge schrecken. Allein den ew'gen Pfad! Ludw. Andr. Gotter 1661—1735. L. 85—— J 1—8 öD— 2 5— 7é; ö——— 2 A 212————— 355 Herr hö⸗ re, Herr er hö⸗ re! Breit dei⸗ nes Na⸗mens SPSP......... I.I.III..II.—.—.— 6 SFFF—...* SSSEEEE E ————.*2— 1—.—— Chere an al⸗len Oreten aus; be⸗hü⸗ te al⸗le Stän⸗de durch 2 H— — SSI 1—.— 4.— 4.——— ——p—p RIIIIiiIii‚IIIt 9——=—— dei⸗ner Allmacht Hän⸗de, be· schi⸗ ze Kir⸗ che, Thron und Haus! Evang. Gesangbuch. 3 34 2. Ach laß dein Wort uns allen Noch ferner rein erschallen Zu unsrer Seelen Nutz; Bewahr uns vor den Rotten, Die deiner Wahrheit spotten, Biet allen deinen Feinden Trutz! 3. Gib du getreue Lehrer Und unverdrossne Hörer, Die beide Täter sei'n; Auf Pflanzen und Begießen Laß dein Gedeihen fließen Und ernte reiche Früchte ein! 4. Du wollst uns hoch beglücken, Mit hellen Gnadenblicken Auf unsern Fürsten sehn; Schütz ihn auf seinem Throne, Laß allzeit Reich und Krone In segensvollem Glanze stehn! 5. Laß alle, die regieren, Ihr Amt getreulich führen, Schaff jedermann sein Recht, Daß Fried und Treu sich müssen In unserm Lande küssen, Und segne beide, Herrn und Knecht! 6. Erhalt in jeder Ehe, Beim Glücke wie beim Wehe, Rechtschaffne Frömmigkeit; In Ehrbarkeit und Tugend Gedeihe unsre Jugend, Zu deines Reiches Dienst bereit! 29. Mel. Gott des Himmels ꝛc. Bitte und Fürbitte. 7. O Vater, wend in Gnaden Krieg, Feuer, Wasserschaden Und Sturm und Hagel ab; Bewahr des Landes Früchte Und mache nicht zunichte, Was deine milde Hand uns gab! 8. Gedenke voll Erbarmen Der Leidenden und Armen, Verirrte bring herein; Die Witwen und die Waisen Wollst du mit Troste speisen, Wenn sie zu dir um Hilfe schrein!— Ach 9. Hilf gnädig allen Kranken, Dei Und die im Glauben wanken, Die Laß nicht zu Grunde gehn; Unf Die Alten heb und trage, Auf daß sie ihre Plage Geduldig mögen überstehn! Kör 10. Bleib der Verfolgten Stütze, 11 Die Reisenden beschütze, 0 Die Sterbenden geleit Iu Mit deinen Engelscharen, Daß sie in Frieden fahren 4 Zu Zions Freud und Herrlichkeit! Lieb 11. Nun Herr, du wirst erfüllen, 215 Was wir nach deinem Willen Laß In Demut jetzt begehrt. So Wir sprechen nun das Amen In unsers Jesu Namen: 5. So ist all unser Flehn erhört. Gib Benj. Schmolck 1672—1787. Du Heinr. Albert. 1642. Me ..... — Va⸗ter, Of⸗fen ⸗-ba⸗ re .5 —UJ—— E 2——* IDRDDDD= 60 lie⸗ber Va⸗ter, hö⸗ re, wenn zum Him⸗— dei⸗ ne Eh⸗re, mel gü⸗tig bist du bl in! tütze, Bitte und Fürbitte. 35 N — 1 I 4 4 2.— II—.—..— 1I.. —,, v,, .—— 3 DSAEEDEE ruft dein Kind! ja ge⸗sinnt! Un⸗sre Her⸗zen flehn zu dir in dem Na⸗ men Je⸗ su hier. 2. Wer kann dich genug erheben? Wie dein Name, so dein Ruhm. Ach erhalt in Lehr und Leben Deines Namens Heiligtum! Diesen Namen laß allein Unsre höchste Freude sein! 3. Komm zu uns mit deinem Reiche, König, dem kein König gleich! Daß das Reich des Satans weiche, Bau in uns dein Gnadenreich! Führ uns auch nach dieser Zeit In das Reich der Herrlichkeit! 4. Lasse deinen guten Willen, Lieber Gott, bei uns geschehn, Daß wir ihn mit Lust erfüllen Und auf deinen Wegen gehn! Laß uns deines Willens sein, So stimmt Erd und Himmel ein! 5. Geber aller guten Gaben, Gib uns das bescheidne Teil! Du weißt, was wir müssen haben, Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Und bei dir steht unser Heil. Hat man Gott und täglich Brot, O so hat es keine Not. 6. Großer Gott von großen Gnaden, Ach vergib die Sündenschuld, Die wir täglich auf uns laden; Habe nur mit uns Geduld! Laß uns andern auch verzeihn, Dann wirst du uns gnädig sein! 7. Will die böse Lust uns leiten Auf die Sündenbahn der Welt, Hilf uns in Versuchung streiten, Daß der Geist den Sieg behält! Laß uns fest im Glauben stehn Und in keiner Angst vergehn! 8. Alle Not und Trübsal wende, Daß sie uns nicht schädlich sei, Und mach uns an unserm Ende Einst von allem Übel frei! Dein ist Reich und Kraft und Ehr; Amen, großer Gott, erhör! Benj. Schmolck 1672—1737. Georg Neumark. 1657. — 2 —9 ů —— Ar— ——.3..— . 4 I. — ν*—— V— 4——.— —.— E E Ehe 5 2—.—. ——— Mein lie ⸗ber Gott, ge⸗ den⸗ke mei⸗ner dir ist nir⸗gend ei⸗ner, denn au⸗ ßer im be⸗sten der mich mit 3* Bitte und Fürbitte. jetzt und al ⸗le⸗zeit, Rat und Trost er⸗freut! Dein Wortmacht mich voll Zu⸗ver⸗ —— — — + 1— 1m I ——„ SSSSSS sicht und sagt mir, du ver-gißt mein nicht. IEN ENI. 2. Gedenke meiner, wenn ich höre Der bei der Menschen Haß und Dein süßes Evangelium, Neide N Und mache durch die Himmelslehre Mein Freund und Tröster könnte 6 Mein Herz zu deinem Heiligtum, sein? D Daß deine Aussaat wohl geling' Und hab ich dich, so lacht mein Mut, U Und tausendfache Früchte bring'! Wenn gleich die Welt mir Böses tut. 3. Gedenke meiner, wenn ich bete, Und merke du mit Gnaden drauf! 6. Gedenke meiner, wenn ich sterbe S Weil ich in Christo vor dich trete, Und mich die ganze Welt vergißt! D So schließ dein Vaterherz mir auf, Versetze mich in jenes Erbe, L Doch gib mir nichts als dies allein, Was mir kann gut und selig sein! 4. Gedenke meiner, wenn ich falle, Und wirf mich nicht im Zorne hin! Weil ich, so lang ich hier noch walle, Im Fleische schwach und blöde bin, So fördre meinen Gang und Stand Durch Kraft und Stärke deiner Hand! 5. Gedenke meiner, wenn ich leide! Wen hab' ich sonst als dich allein, Wo du mein Teil und Leben bist! Denn bleibst du nicht im Himmel mein, So wollt' ich nie geboren sein. 7. Ich will mich über nichts be⸗ trüben; In deine Hände hast du mich Zum Heil und Segen eingeschrieben, Drum hoffe ich allein auf dich. Ich glaube fest und ungekränkt, Daß Gott im besten mein gedenkt. Erdmann Neumeister 1671—1756. Mel. Allein Gott in der Höh ꝛc. 31. Altkirchlich. 1539. .—— 6 e—— 3 ASM .— EEEEEE Gott, dei⸗ ne Gü⸗te reichtso weit, so weit die Wol len ge⸗ du krönst uns mit Barmherzig⸗ keit und eilst uns bei⸗ zu/ ste⸗ ö Bitte und Fürbitte. +———.——— 3 LI 1—D‚D‚‚.ir IIE———— 3————...————— ů— SSSDSSDSSS—— ö 555 Herr, mei⸗ne Burg, mein Fels, mein Hort, ver⸗nimm mein ————.— H— —— PꝑPIFIFFFFFFFFFIFT''I'ttTTTTT''TITITRT 22— EESSEEEEEEE Flehn, merk auf mein Wort, denn ich will vor dir be ⸗ ten! 2. Ich bitte nicht um Überfluß Mein wahrer Ruhm sei meine Und Schätze dieser Erden; Pflicht, Laß mir, so viel ich haben muß, Der Ruhm vor deinem Angesicht Nach deiner Gnade werden! Und frommer Freunde Liebe. Gib mir nur Weisheitund Verstand, Dich, Gott, und den, den du gesandt, lach uuchrom kanet e ich selbst zu erkennen! nges Leben; Im Glücke Demut, Mut in Rot, 3. Ich bitte nicht um Ehr und Das wollest du mir geben! Ruhm, In deiner Hand steht meine Zeit; So sehr sie Menschen rühren; Laß du mich nur Barmherzigkeit Des guten Namens Eigentum Vor dir im Tode finden! Laß mich nur nicht verlieren! Christ. Furchtegott Gellert 1715—1769. . 2— Mel. Sollt' es gleich bisweilen ꝛc. 32. 1836. +— ö— I +— dn d nei nne nenen 4— + T.—5 + IDDRE Z.ι———. Ur⸗quell al-ler Se⸗lig⸗kei⸗ten, die in Strömen sich verbrei⸗ten — I— I ——— ů —— 9977760—5— 1. +—. durch der Schöpfung weit Ge⸗biet, Va⸗ter, hör mein fle⸗hend Ked! 2. Nicht um Güter dieser Erde, 4. Geber aller guten Gaben! Des erhabnen Geists Beschwerde, Festen Glauben möcht' ich haben, Um die Weltlust komm' ich nicht, Wie ein Meerfels unbewegt, Vater, vor dein Angesicht. Wenn an ihn die Woge schlägt; 3. Schätze, die mich nicht ver⸗ 5. Lieb, aus deinem Herzen stam⸗ lassen, mend, Wenn ich sterbend werd' erblassen, Immer rein und immer flammend, Tugenden, des Christen wert, Liebe, die dem Feind verzeiht Sind es, die mein Herz begehrt. Und dem Freund das Leben weiht; * 38 Bitte und Füurbitte. 6. Hoffnung, die mit hohem aupte, Wenn die Welt ihr alles raubte, Hinblickt, wo sie wonnevoll Alles wieder finden soll; 7. Starken Mut im Kampf des Christen Mit der Welt und ihren Lüsten; Sieg dem Geist, und wenn er siegt, Demut, die im Staub sich schmiegt; 8. Duldung, alle Lebensplagen Mit Gelassenheit zu tragen; Stilles Harren, bis der Tod Mich erlöst auf dein Gebot; 9. Seelenruhe, Mut im Sterben, Wenn die Lippen sich entfärben Und der letzte Seufzer spricht: O mein Jesu, laß mich nicht! 10. Willst du, Herr von meinem Leben, Diese Seligkeit mir geben, So wird auch die Leidensnacht Mir zum heitern Tag gemacht. 11. Immer will ich beten, ringen, Stille harren, Dank dir bringen, Bis dein Ruf einst meinen Geist Zu dir, Vater, kommen heißt. 12. Seele, gib dich nun zufrieden, Jesus kommt und stärkt die Müden; Nur vergiß nie sein Gebot: Sei getreu bis in den Tod! Christ. Friedr. Dan. Schubart 1739— 1791. Mel. Herr Jesu Christ. 33. 1651. +*— 4 4 4 In 4 E.—.———.————— .— 2——5——————— SSPSPSSSI.I——— Gott Va⸗ter in dem Himmel, sprich dein Wort des Q + ́—.— .—— ee,a er d, ine e, .— d————————— Se⸗gens ü⸗ber mich, daß ich im Frie⸗den je⸗den Tag be⸗ A AD N +— N— IL — 2 E *2*— en e, air H de, gin⸗nen und voll⸗ en-den mag! 2. Herr, was mir deine Hand bestimmt, Was sie mir spendet oder nimmt, Glück oder Weh, das gelte mir Als Segen und Geschenk von dir! 3. Gib mir ein Herz durch Gnade fest, Das dich in allem walten läßt Und unbedingt mit Kindesmut In deinem Vaterwillen ruht! 4. Hilf, daß ich züchtig, klug und treu In Worten, Sinn und Werken sei Und alles, was zur Sünde rät, In mir besiege durch Gebet! OO eE 864 ENII. NI. ERNN. 2 70—0— 7722 Bitte und Fürbitte. 39 5. Laß deines Sohnes Gnaden⸗ Und laß mich, wenn ich Hilfe fand, schein In Demut preisen deine Hand! ten Beständig mir im Herzen sein; ö ö Sein Leben, Wort und Krergerbir 8. Sinkt aus der Wanderstab —— II ‚ Sei meiner Seele Sonn und Schild! Geh' ich ins finstre Tal hinab, 6. Fällt mir ins Herz dein Lebens⸗ So nimm, o Gott, mein Heiland, wort, dann gen, Dann wirke du, daß es sofort Dich meiner Seele herzlich an! n, ImInnern aufkeimt, Wurzel schlägt—— st Und Frucht für dich und andre trägt! 9. Schenk mir im En Augen⸗ 7. Bedroht mich Trübsal und Ein Vorgefühl von jenem Glück, den Gefahr, Das du nach Tageshitz und Last hen: So rette du mich immerdar Den Deinen dort bereitet hast! Sam. Gottlieb Bürde 1753—1831. 91. Mel. Herzliebster Jesu. 34. Joh. Crüger. 1640. A——,. ö*— ö—————— .. RRSSDSE...— —— 4——— Gib deinen Frie⸗den uns, o Herr der Stär⸗ke! Im Frieden 2*—K. 7.——— ———. *— 1—— D—.——— —— — nur ge-dei⸗hen dei ne Wer⸗ke; daß wir im Kampf mit H2— EE ——5—.—5 2.—— — —— Sün⸗de nicht er⸗mü⸗den, stärk uns mit Frie-den! 2. Des Lebens Tag ist schwül, Daß sie nicht mutlos hingerissen des Lebens Abend werde ö Oft stürmisch noch und wenigen Vom Geist der Erde! ö nur labend. e. und Uuch es bedarf das Herz im Staub 4. Gib, Wwohlxgzalen, die dir ö hienieden, ö 13— ö ö Auch uns den Frieden, die imKampf n sei Herr, deinen Frieden! noch wallen , ö 3. Gib Frieden, daß die fromme, Gib Hoffnung, daß des Glaubens dir getreue, Ehrenkrone Oft schwer geprüfte Seele sich erneue, Dem Sieger lohne! 40 Bitte und Fürbitte. 5. Das ganze Leben auf der 6. Und wenn zuletzt wir mit dem ů dunkeln Erde Tode ringen, x Ist, ach, ein Streit mit Sorgen Deck' uns dein Engel, Herr, mit und Beschwerde mächt'gen Schwingen O birg uns, De32 in deines Frie⸗ Und trag' uns hin, von allem dens Schatten, Kampf geschieden, Wenn wir ermatten! Zum ew'gen Frieden! 1 Bernh. Garve 1763—1841. Mel. Herzlich tut mich verlangen. 35. Weltlich. Hans Leo Haßler. 1601. 1613. .— 6 e q———— Gib Frieden, Herr, gib Frie⸗den, du mil⸗ der Lie⸗bes⸗hort! —— bist du ab⸗ge⸗schie⸗den mit sü⸗ßemFreuden⸗ wort: Ich— enn mei⸗nen Frie⸗den, wie ihn die Weltnichtgibt, ver⸗ — I I IIF H2ñ 6. hei⸗ßen und be⸗schie⸗den dem, der da glaubt und liebt. 2. Gib Frieden, Herr, gib Frie⸗ 3. Gib Frieden, Herr, gib Frie⸗ den, den, Die Welt will Streit und Krieg! Du milder Liebeshort! ö Der Stille wird gemieden, Dann wird es schon hienieden Der Wilde hat den Sieg; Ein Paradiesesort, Viel Unruh herrscht auf Erden Und Sorgen fliehn und Schmerzen Und Lug und Trug und List. Aus jeder schweren Brust; ö Ach laß es stille werden, In Freuden glühn die Herzen, Du stiller Jesus Christ! In Lieb und Himmelslust. Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Mel. Werde Licht, du Volk ꝛc. 36. Konr. Kocher. 1823. — + 4. te uns, 3, die Is-ra-els, be⸗ Gü⸗ te un ⸗sre und im Schat⸗ten dei/ ner ———.— D Bitte und Fürbitte. P—.—.———⁰— I* n——5 3— + EH.....—83——. 2—.—.— 2.— —.— I—.—.— 1—— en wir uns dir ver„fraut laß uns oh-ne Furchtund 9 Hüt⸗te auf⸗ge⸗baut; 4— SSBDBPII I I I IIII 4 G rn—4 —*———— V—*52...——— 3 Grau⸗en un⸗ter dei⸗ nen Flü⸗geln trau⸗en! 13. 2. Walte über uns in Gnaden, 4. O wie wohl sind wir geborgen Hab auf alle treulich acht, Unter deiner Gottestreu! E. Wende mächtig allen Schaden, Deine Güt ist alle Morgen — Sei uns nah bei Tag und Nacht, t! Sei uns Schild und sei uns Sonne, Sei uns Leben, Licht und Wonne! 3. Wir sind Fremdlinge und Gäste, Du bist überall zu Haus; —— Mache Tor und Riegel feste, Über deinem Volke neu, Und die Fülle deiner Gaben Läßt uns keinen Mangel haben. 5. Halleluja! Preis und Ehre Sei dir unter uns bereit, Herz und Mund dein Lob vermehre ver⸗ Leit uns sicher ein und aus! Hier und dort in Ewigkeit, Unsre Leiber, unsre Seelen Wo wir mit den Millionen Wir in deinen Schutz befehlen. Deines Volkes bei dir wohnen. — Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. t. Mel. Ringe recht ze. 37. 1745. S——3 2 7— vrie⸗ SS—.—.—.—...... Der du trugst die Schmerzen al⸗ler, viel⸗ge⸗prüfter Menschensohn, — S. 5e.— 8— 22 ....DDiE —3 blick auf dei- ne ar⸗ men Wal⸗ler nun vom ew'⸗gen Königsthron! ö 2. Walte, Herr, mit deiner Gnade Sprich dein: Friede sei mit euch! Ubber deiner kleinen Schar, Will die Not des Lebens schmer⸗ 360. Gieß auf unsre Iunderbart zen, ö Deinen Segen wunderbar! Mach uns in dir froh und reich! — 2 Deines Geistes leises Wehen 5. Als ein Born von Lieb und 205 Fach' in uns dein Leben an, Wahrheit, Daß wir festen Schrittes gehen Als ein Licht am dunkeln Ort die Deine schmale Glaubensbahn. Wohne, wirke, leb' in Klarheit sre 4. In das Innerste der Herzen Unter uns dein heil'ges Wort. 42 Bitte und Fürbitte. 6. Führt das eigne Herz uns irre, 9.Unsre dunkeln Lampen schmücke Wache du und rette du, Mit des Glaubens Ol fortan; Nach des Tagewerks Gewirre Stärke unsrer Hoffnung Blicke Schenk uns deine Sabbatruh! Ins verheißne Kanaan! 7.WillVersuchung uns umfangen, 10. Gieße über die Gemeine Laß uns schaun dein Kreuzesbild; Deiner Liebe Reichtum aus, Will im Kampf die Seel erbangen, Und in seligem Vereine Sei du Sieger, Schirm und Schild! Führ uns heim ins Vaterhaus! 8. Deck von schön geschmückten 11. O wie wollen wir dich loben, Sünden Guter Hirte, wenn du einst Uns die Wurzel auf, und dann In der sel'gen Heimat droben Laß den Weg zum Kreuz uns finden, Deine Herde dir vereinst! Wo die Schuld du ausgetan! Meta Heußer 1797—1876. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 38. Georg Neumark. 1657. ..... DSDSDI E.. DEEDEIEIEEEEEE E.. EEDEEEE.E —.—— DDD 2 Du bist das Licht von Gott ge⸗sen⸗det, dein Wort ist und wer sich dem hat zu-ge⸗wen⸗det, der wird er⸗ EEEE.— 7 42.——. 1——— —— +——— 1—————— wie die Son⸗ne klar, ö 2 leuch-tet wun-der-bar. Du Licht aus Gott, ich bit ⸗te ꝝ⁊ĩDeR öů H—— H DDSDSDSDSSISIEE ee.. SSPSPSSPSI.IIII.... dich, er⸗leuch⸗te mich, er⸗ leuch⸗te mich! 2. Du bist die Macht, du bist 3. Du bist die Liebe, die getragen die Stärke, Der sünd'gen Menschheit Schuld Der Grundstein in dem Bau der und Not, Welt, Die Liebe, die, ans Kreuz ge⸗ Die Kraft zu jedem guten Werke, schlagen, Der Fels, auf den das Werk gestellt. Mit Freuden starb den Opfertod. Du starker Held, ich bitte dich, Du Liebesfürst, ich bitte dich, Mit deiner Kraft durchdringe mich! Zu deiner Lieb entflamme mich! n E eHRNR HR. l. icke Sonntag und Gottesdienst. 43 4. Du bist der Quell des ew'gen Lebens, Den Gott uns offenbar gemacht, Und wen du tränkst, den schreckt vergebens Der Sünde und des Grabes Nacht. Du Lebensgquell, ich bitte dich, In meinen Geist ergieße dich! 5. Du bist die Schönheit, die Vollendung, In der sich Gottes Bild erschloß, Als er in liebender Verschwendung Des Geistes Füll auf dich ergoß. Abglanz von Gott, ich bitte dich, Verkläre mich, verkläre mich! Julius Sturm 1816—1896. III. Sonntag und Gottesdienst. 1. Eingangslieder. Nach eigener Melodie. 39. 1651 Fal N N N N *——.————— SSS II E EE ² 2.—.1 1 2. +—3— Herr Je-su Christ, dich zu uns wend, den heil'⸗gen Geist du 2. s.——..—.——.—. S—— zu uns send! Mit Hilf und Gnad er uns re⸗gier' und Q ———— D..— S.—.— —— 2— 0—— uns den Weg zur Wahr⸗heit führ'! 2. Tu auf den Mund zum Lobe Das: Gubn heilig ist der Herr, dein, Und schauen dich von Angesicht Bereit das Herz zur Andacht fein, In ew'ger Freud und sel'gem Licht. Den Glauben mehr, stärk den Ver⸗ stand, 4. Ehr sei dem 0 dem . ohn, Dein Heihen Dei Theen ron; 3. Einst singen wir mit Gottes Der heiligen Dreieinigkeit ö Heer Sei Lob und Preis in Ewigkeit! Wilhelm II. von Sachsen⸗Weimar? 1598—1662. 44⁴ Sonntag und Gottesdienst. Nach eigener Melodie. 40. Joh. Rud. Ahle. 1664. 1— +* 3 ———* D..— ů 7— —..— 13...———.:——. IEEE E.I..‚‚‚..——. DIDER ———.—.— Liebster Je⸗su, wir sind hier, dich und deinWort an⸗zu⸗ hö⸗ren; len⸗ke Sinnen und Be⸗gier auf die sü⸗ßen Himmelsleh⸗ren, 9⁰— E———— + 41— II...‚n S— un E.I 22... 2— D 2 I.——. 2—+ ar, 2—— daß die Herzen von der Erden ganz zu dir ge⸗zogen wer⸗den! 2. Unser Wissen und Verstand 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Ist mit Finsternis umhüllet, Licht vom Licht, aus Gott geboren, Wo nicht deines Geistes Hand Mach uns allesamt bereit, Uns mit hellem Licht erfüllet. Offne Herzen, Mund und Ohren; Gutes denken, tun und dichten Unser Bitten, Flehn und Singen Mußt du selbst in uns verrichten. Laß, Herr Jesu, wohl gelingen! Tobias Clausnitzer 1619-1684. Nach eigener Melodie. 41. 1738. 4——.— HA— + SDIIIIII IE I.IIII...... — + + 2 2—29 E— 1 E ̃ů Sieh, hier bin ich, Eh⸗ren⸗ kö»nig, le⸗ge mich vor deinen Thron; schwache Tränen, kindlich Sehnen bring' ich dir, du Menschensohn. — 2——.—— 23.‚.‚.‚‚—282 DDee——. I. 21 e e n 2 Hi. E ιì u H Hans.. 2·‚ M 2.22.——1.—.2.—5 2.—— 1. 2— 2—.— + Laß dich finden, laß dich fin⸗den, bin ich gleich nur Staub und Tonl 2.Sieh doch auf mich, Herr, ich Den, der dich liebt in der Tat! ö bitt' dich, Laß dich finden, Laß dich finden; Dich⸗ mich wurn Sinn; Der hat alles, der dich hat! Dich alleine Ich nur meine ö ö ee Pich hin 4. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Dein emauft Ew ichnn. Reichtum, Wollust, Ehr und Freud Laß dich finden, Laß dich finden, Z. ů Gib dich mir und nimm mich hin! Sind nur Buns r 3. Ich begehre, Herr, gewähre Welches sucht die Ewigkeit. Mir nur deine freie Gnad, Laß dich finden, Laß dich finden, Die du gibest, Weil du liebest Großer Gott, ich bin bereit! Joach. Neander 1650—1680. — I1 402— ———— Sonntag und Gottesdienst. 4⁵ Mel. Mein Jesu, dem die Seraphinen. 412. 170⁴. 1—.————— 1.— — j—————— +++— 1— S qꝗꝗIIIIFIIIEEI—— ** 2 ö Be⸗schwer⸗tes Herz, leg ab die Sor⸗gen, er⸗he⸗ be Es kommt der an ⸗ ge⸗ neh⸗me Mor⸗gen, da Gott zu ;;.———. x II—.——— ö—.——ĩ—..—..— — +..— N———.. 2...—— dich, ge⸗beug-tes Haupt! da Gott zu ru⸗ hen hat be⸗ ru⸗ hen hat er⸗laubt, EEEREEEE EEEEE EE—— I TT*——————— 2—.———— foh⸗len und selbst die Ru⸗he ein⸗ ge⸗weiht. Auf, auf, die W ——— —5 ihm ge⸗raub⸗te Zeit in sei⸗ nem Dien⸗ste ein ⸗zu⸗ho⸗ len! 2. Auf, laß die Welt aus deinem Sinne, Dein irdisch Werk laß stille stehn! Du sollst zu höherem Gewinne 4. Kann meine Harfe lieblich klingen, Wenn sie dein Finger nicht berührt? Kann ich die düstre Nacht durch⸗ In deines Gottes Tempel gehn, dringen, Ihm zu bezahlen deine Pflichten Wenn dieser Leitstern mich nicht Und zur Vermehrung seines Ruhms führtꝰ Die Werke deines Priestertums In tiefster Andacht zu verrichten. 3. Mein Gott, ich bin vor dir erschienen Und gebe auf dein Winken acht. Wie kann ich dir gefällig dienen, Wenn mich dein Geist nicht tüchtig macht? Wie wird mein Herz in dir erfreuet, Wenn er nicht stillt der Sünde Pein? Wie kann mein Beten kräftig sein, Wenn er mein Wesen nicht erneuet? Kann ich ein reines Opfer werden, Wenn diese Flamm nicht in mich fährt Und mich in deiner Lieb verzehrt Und hebet von dem Staub der Erden? 5. In deinem Haus will ich mir bauen Die Hütte, bis ich scheid' einmal; Indessen gib mir dich zu schauen, O Lebenslicht und Gnadenstrahl! So feir'ich recht den Tag der Sonnen, 46 Sonntag und Gottesdienst. So hab' ich meine Ruh in dir; Ach habe du dein Werk in mir, Vollführe, was du hast begonnen! 6. Wenn sich des Lebens Werk⸗ tag' enden, So ruh', von allem Frondienst los, Mel. Gott des Himmels ꝛc. 13. Mein Geist in deinen Vaterhänden, Mein Leib in seiner Mutter Schoß, Bis beide feiern einst dort oben, Wo man in sicherm Frieden ruht, Nichts denket, redet oder tut, Als dich zu lieben, dich zu loben. Christoph Wegleiter 1659—1706. Heinr. Albert. 1642. Tut mir auf die schbene Pfor⸗te, führt in Got⸗ tes Haus mich Ach wie wird an die⸗sem Or⸗te mei⸗ne See ⸗le fröh⸗lich —4 ů 4 ö ein! Hier ist Gottes An⸗ge⸗sicht, hier ist lau⸗ter Trost und Licht. sein! 2. Herr, ich bin zu dir gekommen, Komme du nun auch zu mir! Wo du Wohnung hast genommen, Da ist lauter Himmel hier: Zieh in meinem Herzen ein, Laß es deinen Tempel sein! 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, Heilige du Leib und Geist, Daß mein Singen und mein Beten Mel. Gott des Himmels ꝛc. Dir ein lieblich Opfer heißt; Heilige du Mund und Ohr, Zieh das Herz zu dir empor! 4. Rede, Herr, so will ich hören, Und dein Wille werd' erfüllt; Nichts laß meine Andacht stören, Wenn der Brunn des Lebens quillt; Speise mich mit Himmelsbrot, Tröste mich in aller Not! Benj. Schmolck 1672—1737. Heinr. Albert. 1642. — 2——— ͤ—.— —————8———— +——..2— , siin. E. V A ee, av.. DES— — Hal⸗le⸗ lu-ja, schö⸗ner Morgen, schö-er als man den⸗ken Heu⸗te fühl' ich kei⸗ ne Sorgen, denn das ist ein lie⸗ber — S——I— Ln in dun. mag! der durch sei⸗ne Lieblich⸗keit mich im In⸗ner⸗sten er⸗freut. Tag, ee ——— Sonntag und Gottesdienst. 47 2. Süßer Ruhetag für alle, Sonntag, der voll Lichtes ist, Heller Tag im dunkeln Tale, Zeit, in der viel Segen fließt, Stunde voller Seligkeit, Du vertreibst mir alles Leid! 3. Ach wie schmeck ich Gottes Güte Recht als einen Morgentau, Die mich führt aus meiner Hütte D des Vaters grüner Au; a hat wohl die Morgenstund Edeln Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Weltge⸗ schäfte! Bessres hab' ich heut zu tun, Denn ich brauche alle Kräfte, In dem höchsten Gott zu ruhn; Heut schickt keine Arbeit sich Als nur Gottes Werk für mich. 5. Dies soll in der Zionsstille Heute meine Arbeit sein, Daß ich sammle da die Fülle Von den höchsten Schätzen ein, Wenn mein Jesus meinen Geist Mit dem Wort des Lebens speist. 6. Herr, ermuntre meine Sinnen, Wirke selbst in meiner Brust, Laß mich Lehr und Trost gewinnen, Gib zu deinem Dienste Lust, Daß mir deines Wortes Schall Tief im Herzen widerhall'! 7. Segne deiner Knechte Lehren, Offne selber ihren Mund; Mach mit allen, die dich hören, Heute deinen Gnadenbund, Daß, wenn man hier fleht und singt, Solches dir zum Herzen dringt! 8. Gib, daß ich den Tag beschließe, Wie er angefangen ist! Segne, pflanze und begieße, Der du Herr des Sabbats bist, Bis ich einst auf jenen Tag Ewig Sabbat halten mag! Jonath. Krause 1701—1762. Mel. Liebster Jesu. 45. Joh. Rud. Ahle. 1664. + 1n— 4 — 2 D.....— ——.2—2—2 E i Hπ n—.——..——.— 12..........— — Herr, vor dei⸗ nem An⸗ ach ver-wirf die Bit⸗ ge⸗ sicht hat die An ⸗dacht ten nicht, die dein Volk dir, ——..— 1———— H 2—— 1—.——...——.— SD‚ñ— ‚IIJIJ‚I3 3. ‚...‚..‚.ett——.—— 1 LI 1—.—.....ñ— 1.— 12. ö——*— uns ver⸗sam melt; Hör auf unsre schwa⸗chen Lie ⸗der Höch⸗ster, stam⸗melt! 94 *— 23 an,— SSPSIIII.............. 2——.——* und sieh gnä⸗dig auf uns nie⸗der! 48 Sonntag und Gottesdienst. 2. Laß dein Wort, das hier er⸗ 3. Dein Gebot mach uns bekannt schallt, Und hilf selbst es treulich üben, Viele gute Früchte bringen Dich und den, den du gesandt, Und mit göttlicher Gewalt Jesum Christum herzlich lieben, Tief in unsre Seele dringen; Daß kein Schmerz und keine Freude Laß es unsern Sinn erneuen Uns von deiner Liebe scheide! Und das Herz mit Trost—.ðt.f668 Daniel Schiebeler 1741—1771. —4 eigener Melodie. Joh. Karl Gerold, um 1800. ö— e h„ho⸗va, Je⸗ 6605 va, dei⸗nem — r Na⸗men sei Eh⸗re, Macht und Ruhm! A⸗men, A⸗men. Bis ... SPSSSSSS. e der 3 555 die⸗ 71— Welt auf dein Wort in Staub ber füll, soll in ämn Hal⸗len das Hei⸗ lig Hei⸗ n Hei⸗ lig er⸗ 9 SSIISIIIIII.—;i.— — schallen. Hal⸗le-lu⸗ ja, Hal⸗le-Iu eD Gottlieb Konr. Pfeffel 1736—1809. I Mel. Alle Menschen müssen sterben. 17. 1687. —— Hꝗ +———— .—— Je⸗su, See⸗ Lenfreuͤnd der Deinen, Soune der Ge⸗rech⸗tig⸗keit, wandelnd un⸗ter den Ge⸗mei⸗nen, die zu reit, —H4 sä⸗ zu uns, wir 32— bei⸗ 43 gie⸗ Pe delene Geiteslanmen — eee, e rer. gie⸗ße Licht und Le⸗ben aus n ber dies dein Got⸗tes⸗haus! ekannt en, t, ben, Freude I 177¹. 1800. Sonntag und Gottesdienst. 49 2. Komm, belebe alle Glieder, Du, der Kirche heilig Haupt; Treibe aus, was dir zuwider, Was uns deinen Segen raubt! Komm, entdeck uns in der Klarheit Gottes Herz voll 3— und Wahr⸗ eit; Laß uns fühlen allzugleich: „Ich bin mitten unter euch!“ 3. Laß sich die Gemüter kehren Zu dir, Glanz der Ewigkeit! Laß uns innigst nur begehren, Was uns dein Erbarmen beut! Laß dein Licht und Leben fließen Und in alle sich ergießen, Stärke deinen Gnadenbund, Herr, in jedes Herzens Grund! 4. Laß auch unsern Lehrer sehen Nur auf dich, Herr Jesu Christ! Laß die Hörer tief verstehen, Daß du selbst zugegen bist, Mild in jedes Herz zu kommen! Denn was nicht aus dir genommen, Taugt, und wär' es noch so schön, Nicht in deine Himmelshöhn. 5. Komm, o Herr, in jede Seele,‚ Laß sie deine Wohnung sein, Daß dir einst nicht eine fehle In der Gotteskinder Reihn! Laß uns deines Geistes Gaben Reichlich miteinander haben, Offenbare heiliglich, Haupt, in allen Gliedern dich! 6. Was von dir uns zugeflossen, Müsse Geist und Leben sein; Was die Seele hat genossen, Mache sie gerecht und rein. Komm, o Jesu, uns zu segnen, Jedem gnädig zu begegnen, Daß in ew'ger Lieb und Treu Jedes dir verbunden sei! Mich. Hahn 1758—18ʃ19. Mel. O du eiebe meiner eiebe. 48. 17³⁴ +—————3 24——— 67—— + 1—4 nn niern: ꝗ O wie freun wir uns der Stun⸗de, da wir dir, Herr Je⸗su, Riahn n! um aus dei⸗nem heil'gen Mun⸗de Lebenswor⸗ te zu empfa 2 Laßuns heu⸗te nicht ver⸗ ge ben — 3 H——— ———.—‚——— —...‚...‚‚‚.‚‚ * * —— S— schrei⸗be selbst das Wort des Le⸗bens tief in un⸗ sre Her⸗zen ein! 2. Sieh, wir sitzen dir zu Füßen, Großer Meister, rede du; Sieh wir hören deiner süßen Rede heilsbegierig zu; Evang. Gesangbuch. 111— uns, wie wir selig werden, Lehr uns, wie wir unsre Zeit, Diese kurze Zeit auf Erden, Nützen für die Ewigkeit! 4 „ Vy x Ii IANN V ö IN. He A INi I 1 l NI. I. IN 1 I II III 0 x I. x* 4* 1* ů +* ö 1 4 1 ö ö ö * 50 Sonntag und Gottesdienst. 3. Nun so lege Licht und Liebe, Kraft und Feuer auf dein Wort; Laß es mit lebend'gem Triebe In uns wirken fort und fort; Mel Sieh, hier Din ich. 19. Hilf uns, daß wir treu bewahren, Was wir in das Herz gefaßt, Und laß andre auch 11— Daß du Lebensworte hast! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. * S ‚‚ 1738. E Sieh uns fer⸗tig, ge⸗gen⸗wärtig, an ⸗zu⸗ be⸗ten Her, vor dir! Dir zur Eh⸗re, uns zur Leh⸗ re 625 wir all ver⸗sam⸗melt hier. ——— — Lninnn 4— Herr, er⸗ schei⸗ nel Groß undKleine, deiner Gna⸗de har⸗ren wir. 2. Hohe Stille, Segensfülle Weht um uns an diesem Ort. Was zerstreuet Und entzweiet, Bleib' aus diesen Mauern fort; Deine Hallen Soll durchschallen, Herr, Herr, dein lebendig Wort. 3. Sieh uns fertig, Gegenwärtig, Anzubeten, Herr, vor dir! Brich die Wolke, Zeig dem Volke Offen deine Himmelstür! Laß uns brennen Und erkennen: Ja fürwahr, der Herr ist hier! Karl Gerok 1815—1890. 50 Ael⸗ Heut singt ꝛc. 29. Nik.——— 6 ISISISISIISIS Eins hät⸗ten wir von Her⸗zen gern und wol⸗len an⸗sern lie⸗ben H—— n- K, d, —=——.¹ + LZ.— II 03 t i fle⸗hen: ach lie⸗ber Gott, in dei⸗nem ——„——— 2. Es ist doch nirgends in der Welt Um unser Herz so wohl bestellt Als hier, wo wir erscheinen, 2 lß ane Aese⸗ net ein und aus als deien ne Kinder ge⸗ e wn Den schönen Gottesdienst zu schaun Und an dem Wort uns zu erbaun, Womit du dienst den Deinen. ——— —— 2 Sonntag und Gottesdienst. 51 3. Hier legen wir den Wander⸗ Um dir mit aller Engel Heer stab Demütig Lob und Preis und Ehr Und allen Staub der Erde ab Als Opfer darzubringen. Und alle Mühn und Sorgen; Wir halten miteinander Rast 5. Ach komm und sei uns Burg Und laden uns bei dir zu Gast und Hort Und fühlen uns geborgen. Und laß von deinem lautern Wort Uns nichts auf Erden treiben, 4. Da wird das Hord so freuden⸗Und segne gnädig unsern Gang, Damit wir unser Leben lang Und weiß nicht, wie es Danken soll; Bei deinem Haus verbleiben! Da beten wir und singen, Jultus Sturm 1816—1896. 2. Zum Schlußz des Gottesdienstes. Nach eigener Melodie. 51. Christ. Gregor. 1763. 1784. Q— 1— 6.66———.—— ö— 2 ..... — Die Gna⸗de un ⸗sers Herrn 36.— Chri ⸗sti und die = er. Lie⸗be Got⸗ tes und die Ge⸗meinschaft des heil'⸗gen Gei⸗ . 1 + —.—.— ö 4 b * 1 ———.—— stes sei mit uns al⸗ Len, mit uns al⸗len. A⸗men. 2. Kor. 13, 13. 52 ä Valet will ich dir geben. 22. Melchior Teschner. 1614. ——— Laß dein mich sein und blei 2n du treu⸗er Gott und Herr; von dir laß nichts mich trei⸗ben, halt mich bei dei⸗ner Lehr; 4 +—.— i‚— ———= iieieeeeeeeeeee Herr, laß mich nur nicht wan⸗ken, gib mir Be⸗stän⸗dig⸗keit; da⸗ 4* 52 Sonntag und Gottesdienst. +2 . für will ich dir dan-ken in al⸗le E⸗ wig⸗Keitt Nik. Selnecker 1530—1592. Mel. Liebster Jesu. 53. Joh. Rud. Ahle. 1664. , wr 2— ———. Un⸗sern Aus⸗gang seg⸗ ne, Gott, un⸗sern Ein⸗gang seg ne un⸗ ser täg⸗ lich Brot, seg⸗ ne un ⸗ser + e ee=ee e. SSPIPISIIIIIIIIIII..I..I El⸗ er ⸗ moa ⸗ ßen, Tun und Las ⸗ sen seg ne uns mit sel'⸗ gem 9— 7+7 4— nn nin) 2—— ———.—..—.—. * EEE EEE E — * Ster⸗ben und mach uns zu Him⸗ mels ⸗er ⸗ben! Hartmann Schenk 1634—-1681. WMil. Liebster Jesu. 54. Joh. Rud. Ahle. 1664. ö e II 2 — 1—2 HE S e. Höch⸗ster Gott, wir dan ⸗ben dir, daß du uns dein Gib uns Gna⸗ de, daß auch wir nach dem-sel-ben Q + 1 —.54.—,„ 5— Wort ge ⸗ge heie ki le n gib Dem Glau⸗ben sol⸗ che 0 H— +— + 1—— wae— 2—————ñ—— ————...r.— 1—.———— Stür⸗ke, daß er tä ⸗tig sei durch Wer ⸗ ke! 2. Uns, o Vater, lehrest du, 3. Gib uns, eh' wir gehn nach Was wir tun und glauben sollen. Haus, Schenk uns deine Kraft dazu, Deinen väterlichen Segen, Gib zum Wissen auch das Wollen Breite deine Hände aus, Und zum Wollen das Voll— Leite uns auf deinen Wegen, bringen, Laß uns hier im Segen gehen, So wird alles wohl gelingen! Dort gesegnet auferstehen! Joh. Adam Haßlocher 1645—1725. —34.—...——‚—.———JJJJJ—μάEnV. Me H. ENII. IEEl Sonntag und Gottesdienst. 58 Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. 55. Phil. Nicolai? 1598. —— 02 V. ö— 5 ö Herr un ⸗ ser Gott, dich lo⸗ ben wir, Herr 64. Ddir sei un ⸗ sre Le⸗bens⸗ zeit, die I„— 1— Zn,.————— 2—* 21 n 640 un⸗ ser Gott, wir dan⸗ken dir die Fei⸗ er die ⸗ser Comde — uns noch ü⸗ brig ist, geweiht zu ei⸗nem ew'⸗gen Bun⸗de. DSDi‚R‚———— ½½ν— 2½ +—* 2— m O.2.—. B—.——— +*—— Hilf uns käm⸗pfen bis zum Ster-ben, daß als Er⸗ben ——— — EP TTTTTT. .——..—, e,. 681. d zu den„5-hen einst wir sie⸗gend auf⸗wärts ge⸗ hen! 364. Joh. Christ. Herm. Gittermann 1768—1834. — Mel. Solr ich meinem Gott nicht ingen. SG. Joh. Heinr. Böhner? 1755. ein E—.—...— b D— en————.——— 2* — Wt uns nun mit Je⸗ su zie hen durch das dunk⸗ le In des Le⸗bensKampf und Mü⸗hen strahlt der Stern der 0 ——— rnr ven Eit, mi,we.v.r. e,v ———.——p. I———————————— 41—.—— — CTal der Zeit! ö E. wig⸗Leit. Laßt uns hier im Glauben wandeln, Je⸗su 2— ++.——— ch 5———— 1 0—... Lieb in un⸗srer Brust! Es sei-sre höch⸗ ste Lust, I— V 1 R er en ene e ᷑Lrxe, — +—— EDIDD I‚ꝛm Gott zu fürch-ten, recht zu han⸗deln. Da⸗ zu hilf uns, 54 Advent. ——— gib uns Kraft, Herr, auf un⸗srer Pil⸗ger⸗schaft! Oder: Mel. Lasset uns den Herren ꝛc. Joh. Schop. 1641. EI III II IRR 1 Laßt uns nun mit Je⸗su zie⸗hen durch das dunk⸗le In des Le⸗bens Kampf und Mühen strahlt der Stern der —— —.—— Tal der Zeit! E-wig⸗keit Laßt uns hier im Glau⸗ben wandeln, E Je⸗su Lieb in un⸗srer Brust! Es sei un-sre höch⸗ste .———— ö ——— 0—.3—*—tf.—.——————— Lust, Gott zu recht zu han⸗deln. Da⸗zu SSS...—..—..— e hilf uns, gib uns Kraft, Herr, auf un⸗srer Pil ⸗ger⸗schaft! Joh. Christ. Herm. Gittermann 1768— 1834. IV. Advent. Nach eigener Melodie. 57. 170⁴4. 2— H E —0 WnE, gen ö— E. — 8 DEEE—..IDPPI‚I‚I—e — Macht hoch die Tür, die To-re weitl Es kommt der Herr der HF H eMN —— AE S• qCSCSBRSNX/N Advent. 55 1— D.—— +— 6——E—————I— PPPP III Herr-lich-keit, ein Kö⸗nig al ⸗ ler Kö⸗ nig-reich', ein en ——.— — Hei⸗land al- — ler Welt zu⸗ Hkich⸗ der Heil und Le⸗ Len ———— iii—— — mit sich bringt; der-hal-ben jauchzt,mit Freu-den singt: Ge⸗ DII.... b.RL n in. lo-bet sei mein Gott, 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, Sein' Königskron ist Heiligkeit, Sein Szepter ist Barmherzigkeit, All unsre Not zum End er bringt; Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, Mein Heiland groß von Tat! 3. O wohl dem Lande, wohl der Stadt, Die diesen König bei sich hat; Wohl allen Herzen insgemein, Wo dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, Bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, Mein Tröster früh und spat! mein Schöpfer reich von Rat! 4. Macht hoch die Tür, die Tore weit! Das Herz zum Tempel macht bereit; Die Zweige der Gottseligkeit Streut hin mit Andacht, Lust und Freud, So kommt der König auch zu euch, Bringt Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott Voll Rat, voll Tat, voll Gnad! 5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, Des Herzens Tür dir offen ist; Ach zeuch mit deiner Gnade ein, In Freundlichkeit auch uns erschein! Dein heil'ger Geist 1tt führ' und eit Den Weg zur ew'gen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, Sei ewig Preis und Ehr! Georg Weissel 1590—1635. 56 Advent. Mel. Zeuch ein ꝛc. 58. Joh. Crüger. 1653. —— ö 4— I. 4 + 2 CSSEEEED-e—ñ——.——— +*—————————.——— Mit Ernst, o Menschen⸗kin⸗der, das Herz in euch be— Bald wird das Heil der Sün⸗ der, der wun⸗der⸗ star⸗ke ö 2 —— stellt! A Held, den Gott aus Gnad al⸗lein der Welt zum Licht und —..——— I PPPP Le⸗ben ver⸗spro⸗chen hat zu ge-ben, bei al-len keh⸗ren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gast, Macht seine Steige richtig, Laßt alles, was er haßt, Macht eben jeden Pfad, Die Täler all erhöhet, Macht niedrig, was hoch stehet, Was krumm ist, macht gerad! 3. Ein Herz, das Demut übet, Bei Gott am höchsten steht; Ein Herz, das Hochmut liebet, Mit Angst zu Grunde geht; Mel. Zeuch ein ꝛc.; oder wie bei Nr. 60. Ein Herz, das richtig ist Und folget Gottes Leiten, Das kann sich recht bereiten, Zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Armen In dieser Gnadenzeit Aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hinein, Mach es zu deiner Krippe, So werden Herz und Lippe Dir ewig dankbar sein! Valentin Thilo 1607— 1662. 59. Joh. Crüger. 1653. ne. H.,.——— 8— IH ..SSSSSSSS...... Auf, auf, ihr Reichsge⸗nos⸗sen, der Kö⸗nig kommt her⸗ an! Emp⸗fangt ihn un⸗verdros⸗sen, den gro⸗ßen Wun⸗dermann! Q — *2.——— +— .,.!H!HhM! —.— Ihr Christen, geht her sür, laßt uns vor al⸗len Dingen ihm .. Ho ⸗si⸗ an⸗na sin ⸗gen 2. Auf, ihr betrübten Herzen, Der König ist gar nah; Hinweg all Angst und Schmerzen, Der Helfer ist schon da! Seht, wie so mancher Ort Hochtröstlich ist zu nennen, Da wir ihn finden können In Nachtmahl, Tauf und Wort! 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, Der König ist nicht fern! Seid fröhlich, ihr Verzagten, Dort kommt der Morgenstern! Der Herr will in der Not Mit reichem Trost euch speisen, Er will euch Hilf erweisen, Besiegen gar den Tod. 4. Seid fromm, ihr Untertanen, Der König ist gerecht! Laßt uns die Weg' ihm bahnen, Macht sie zum Einzug recht! Fürwahr, er meint es gut, Drum lasset uns die Plagen, Die er uns schickt, ertragen Mit unerschrocknem Mut! 5. Frisch auf, ihr Hochbetrübten, Der König kommt mit Macht! An uns, die Herzgeliebten, Hat er schon längst gedacht. Mel. Aus meines Herzens Grunde: oder wie bei Nr. 59. 60. mit hei R ger Be⸗gier! Nun wird nicht Angst noch Pein Noch Zorn hinfort uns schaden, Dieweil uns Gott aus Gnaden Läßt seine Kinder sein. 6. So eilt mit schnellen Schritten, Den König selbst zu sehn! Er kommt in unsre Mitten Stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, Den Heiland zu begrüßen, Der alles Kreuz versüßen Und uns erlösen kann! 7. Der König will bedenken Die, so er herzlich liebt, Mit köstlichen Geschenken, Als der sich selbst uns gibt Durch seine Gnad und Wort. Ja, König hoch erhoben, Wir alle wollen loben Dich freudig hier und dort. 8.NunHerr, du gibst uns reichlich, Wirst selbst doch arm und schwach, Du liebest unvergleichlich, Du gehst den Sündern nach. Wir wollen dir allein Die Stimmen hoch erschwingen, Ein Hosianna singen Und ewig dankbar sein. Joh. Rist 1607—1667. ,. Nun jauch⸗-zet all, ihr ge ⸗ kom weil un⸗ ser Heil From ⸗ men, in men, der Herr der Weltlich? 1598. 14 die ⸗ ser I. 4 14 V ö Gna⸗den-zeit, Herr-lich⸗ keit; zwar oh⸗ ne stol ⸗ ze Pracht, doch —————.—.—— ——— d. n en— R— SꝑS ꝑSꝑ.ꝑ.ꝑPꝑPꝑPꝑPꝑPꝑ'BꝑBIS‚II. IIIPIII..... mäch-tig, zu ver⸗ hee⸗ren und gänz⸗lich zu zer⸗ 2— —.. stß ren des Teu-fels Reich und Macht! 2. Kein Szepter, keine Krone Sucht er in dieser Welt, Auf hohem Himmelsthrone Ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht Ind Majestät verhüllen, Bis er des Vaters Willen Im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden, Nehmt diesen König an; Soll euch geholfen werden, So geht die rechte Bahn, Die führt zum Himmelslicht! Sonst, wenn ihr ihn verachtet Und nur nach Hoheit trachtet, Trifft euch sein Strafgericht. 4. Ihr Armen und Elenden In dieser bösen Zeit, Die ihr an allen Enden Müßt haben Angst und Leid: Seid dennoch wohlgemut! Laßt eure Lieder klingen, Dem König zu lobsingen, Er ist das höchste Gut! 5. Er wird nun bald erscheinen In seiner Herrlichkeit, Der euer Leid und Weinen Verwandeln wird in Freud. Er ist's, der helfen kann; Macht eure Lampen fertig, Seid seiner stets gewärtig, Er ist schon auf der Bahn! Mich. Schirmer 1606—1679. Mel. Valet will ich dir geben. 61. Melchior Teschner. 1614. 5. IIIIIIJJ·.— r-.—.—.—.—..— x*— 2 2—.—.————.—— —1.—.—.—.—:—. + 4—..— V u Wie soll ich dich emp⸗fan⸗gen und wie be-gegn' ich dir, o al⸗-ler Welt Ver⸗lan⸗gen, o mei⸗ner See⸗le Zier? HE eRlr Sα S&SS en Advent. ——.—. 4257 Ca I— mit, was dich er- gö ⸗utze, mir kund, o Hei⸗land, seil 2. Dein Zion streut dir Palmen In ihren tausend Plagen Und grüne Zweige hin, Und ich will dir in Psalmen Ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen In stetem Lob und Preis Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen Zum Trost mir und zur Freud? Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid, Als mir das Reich genommen, Wo Fried und Freude lacht, Bist du, mein Heil, gekommen Und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; Ich Din in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß Und hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie Erdenreichtum tut. 5. Nichts, nichts hat dich ge⸗ trieben Zu mir vom Himmelszelt Als dein getreues Lieben, Womit du alle Welt Und großen Jammerlast, Die kein Mund kann aussagen, So fest umfangen hast. 6. Das nimm dir recht zu Herzen, Du hochbetrübtes Heer, Bei welchem Gram und Schmerzen 60 häufen mehr und mehr! Seid unverzagt, ihr habet Die Hilfe vor der Tür; Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier! 7. Ihr dürft euch nicht bemühen Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, Ist voller Lieb und Lust, All Angst und Not zu stillen, Die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken Vor eurer Sündenschuld; Nein, Jesus will sie decken Mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern Zum Trost und wahren Heil, Schafft, daß bei Gottes Kindern Verbleib' ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem ö Schreien Der Feind' und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, Dem alle Macht und List Der Feinde viel zu wenig Zum Widerstande ist. 60 Advent. 10. Er kommt zum Weltgerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, Und hol uns allzumal Zum ew'gen Licht, zur Wonne In deinen Freudensaal! Paul Gerhardt 1607—1676. 2. Was der alten Väter Schar Höchster Wunsch und Sehnen war, Was sie haben prophezeit, Ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, Gottes Sohn, der starke Held Hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn Dir zu meinem Herzen an! 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, Es gehöret dir allein; und der Sün⸗der Trost und Rat zu uns her⸗ge⸗sen-det hat! Q .. I A.ñ 1 o*—————.— EiEEEEEEEE Gott sei Dankdurch al⸗-le Welt, der sein Wort be⸗-ständig hält — .———II—4 II A— ꝙ+:tüt—— öV—5 14.— I GAI V—— 2.*— 23—.—.——e— I 1—II —2. W.——1.— LI 1..2— 1 Mach es, wie du gerne tust, Rein von aller Sündenlust! 6. Und wie deine Ankunft war Voller Sanftmut immerdar, Also sei auch jederzeit Deine Sanftmut mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin, Und des Satans Macht und List Sich gar hoch und kühn vermißt! 8. Laß mich, wenn du Lebensfürst Prächtig wiederkommen wirst, Freudig dir entgegengehn Und vor dir gerecht bestehn! Heinrich Held 1620-1659. H HRRH. IERNI SCNXX st Advent. V Mel. Mein Herz, ermuntre dich ꝛce. 63. SPPP.... 24——— 23— 2— 86775—.— —— — 2 Er kommt, er kommt; geht ihm ent⸗ge⸗ gen! Der Hei⸗land er bringt euch Le⸗ben, Heil und Se⸗gen. Ehrt ihn, der ee 2 aren—. 2—.————5 Ee 56 ——— E—— 3—— al⸗ler Welt er-scheint, den dat Menschen größ-ten Freund, der dane sens sür mus er⸗ 1—.—— SSIIIII (8.———* füllt und ster⸗bend un⸗sern Jammer stillt! 2. Er kommt, der Glanz von Wo er als ernster Richter spricht: jenem Wesen, Weicht, weicht von mir, ich kenn' Das ewig und unsichtbar ist; euch nicht! Aus seinen Taten kann man lesen, Daß er die Menschen nicht vergißt; 5. Mein Heiland, komm, mein Durch seine Niedrigkeit erhebt Herz stehtoffen, Gott alles, was im Staube lebt. Zieh, sanftmutsvoller König, ein! Was außer dir die Menschen hoffen, 3. Er kommt, der Freund verlor⸗ Ist Eitelkeit und leerer Schein; ner Sünder, Dein Reich nur schenkt Ge⸗— Als Friedefürst, Kraft, Rat und rechtigkeit Held, Und göttliche Zufriedenheit. Der einst als Todesüberwinder Erlöste durch sein Blut die Welt. 6. Laß deine Liebe mich emp⸗— Lobsinget ihm! Er heißt und ist finden, Der treue Mittler Jesus Christ. Mit der du diese Welt geliebt! Komm, meine Hoffnung fest zu 4. Empfanget ihn, schenkt eure gründen, Herzen Die dein Verdienst dem Glauben Ihm, euerm großen König, gern! ibt! Die hier die Gnadenzeitverscherzen, Mein größtes Glück, mein letztes Sehn ihn einst dort als ihren Wort Herrn, Sei: Jesus ist mein Fels und Hort. Joh. Friedr. Mudre 1756—1810. 62 Advent. Mel. Wie groß ist des Almächt'gen ꝛe. G. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. EEEE *—————.—.——.. 2.—— —* 2——.WR.˖ L—.2N½ H— 1 J H——-— é ASEEEEE EE ESE Nan— 12 33Z..JII E 2 EW.2—5...—.—. 2..8——— ——J—32.—. 2—..— E. E 1.— + dich was würd' ich sein? 3 0 i 0 Ni 481 K·; ichts wüßt'i cher. wei⸗ter Welt al⸗lein. h ßtich si ⸗cher, was ich lieb te, .*— 1— +—3 . i en nen,——2 24, as,——.—— π Mii h S.. hI + 1—— 1 1—. n *—DIN 1—222— 1 1 I. 1 2— die Zu⸗kunft wär' ein dunkler Schlund, und wenn mein Herz sich 1— *————5—5..— 8———.—— SSISISISII‚I TUIIIIII IIII. 5——.——.—— 4.— tief be⸗trüb⸗te, wem tät' ich mei⸗ne Sor⸗ge kund? Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛe. 17⁰⁴ Q 4 4 4 4 .———— SISI F—FF IV—*2— 2..—.—4.—2——........‚.‚— E. *—.——.— 1+. SEZ. 2..— Was wär' ich oh⸗ne dich ge⸗ we⸗sen, und oh⸗ ne Zu Furcht und Ang ⸗sten aus er ⸗le⸗sen ständ' ich in Q. ö ‚ —— e—.—.— Err.EEEE——— Ra„. 2.——ñ—.‚R‚‚...‚ Fn dich was würd' ich sein? wei⸗ter Welt al⸗lein. Nichts wüßt' ich si⸗cher, was ich lieb⸗te, EIII. EDE ee e n 530 die Zu⸗kunft wär' ein dunk⸗ler Schlund, und wenn mein Herz sich A. + 4— Hh n Han m an I, dn rr ereir-I.— — tief be⸗ trüb ⸗te, wem tät' ich mei⸗ ne Sor⸗ge kund? 2—3——.—.—.—.—..— Advent. 63 2. Doch du hast dich mir kund⸗ gegeben, Und deiner bin ich nun gewiß; Du wandeltest in lichtes Leben Die bodenlose Finsternis. Wohl dem, dem du f5 Heil gewor⸗ en! Das Schicksal ist verklärt für ihn; Durch dich muß ihm an allen Orten Ein Paradies, o Heiland, blühn. 3. Das Leben ward zum Liebes⸗ bunde, Du wecktest Lieb und Himmelslust; Ein heilend Kraut wächst jeder Wunde, Und freudig klopft des Dulders Brust. Für alle deine tausend Gaben Bleib' ich dein demutsvolles Kind, Gewiß, dich unter uns zu haben, Wenn zwei auch nur versammelt 4. Du kamst, ein Heiland, ein Befreier, Ein Menschensohn voll Lieb und Macht, Und hast ein allbelebend Feuer In unserm Innern angefacht. Nun sehn wir erst den Himmel offen Als unser altes Vaterland Und können froh im Glauben hoffen Und fühlen uns mit Gott verwandt. 5. Noch schwebt in wundersamem Glanze Dein Licht und Vorbild vor uns hier. Gerührt von deinem Dornenkranze Und deiner Treue danken wir. Ein jeder Mensch ist uns will⸗ kommen, Der deine Hand mit uns ergreift Und, in dein Herz mit aufgenommen, Zur Frucht des Paradieses reift. Nach Friedr. 177—801(Novalis) sind.—1801. 666 Was sorgst du ängstlich ꝛc. 65. Franz E Buttstett um 1785. 2. ͤ Dein Kö⸗nig kommt in nie⸗dern Hül⸗ len, sanft mü⸗ 10 rrer: v. e errrn nn. —————— ——.— DH IEE— auf der Es'⸗lin 35 emp⸗fang ihn froh, Je⸗ ru⸗sa⸗ 2 238*—— ᷓ lem! Trag ihm ent⸗ ge⸗gen Bäidenore men, be⸗streu den 0 L HW *— .———— .. — Pfad mit grü⸗nen Hal-⸗men, so ist's dem Her⸗-ren an⸗ge⸗nehm! 64 2. O mächt'ger Herrscher ohne Heere, Gewalt'ger Kämpfer ohne Speere, O Friedensfürst von großer Macht, Es wollen dir der Erde Herren Den Weg zu deinemThrone sperren; Doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden, Doch alle Erdenreiche werden Dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Wor⸗ ten Zieht deine Schar nach den vier Orten Der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest hergezogen, Da ebnen sich des Meeres Wogen, Es schweigt der Sturm, von dir be⸗ Advent. Du kommst, auf den empörten Triften Des Lebens neuen Bund zu stiften, Und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, O komme du auch jetzt aufs neue Zu uns, die wir sind schwer ver⸗ stört! Not ist es, daß du selbst hienieden Kommst, zu erneuen deinen Frieden, Dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, Die Macht der Finsternis erliegen Und lösch der Zwietracht Glimmen aus, Daß wir, die Völker und dieThronen, Vereint als Brüder wieder wohnen In deines großen Vaters Haus! droht. Friedr. Rückert 1788—1866. Mel. Freu dich sehr ꝛc. 66. 1554. 9 ů —————— SSPSPSPꝑPꝑPꝑPIPIPIPITIITIT.TITTITIT.TITI.... T T 4— 2—.— +E—. 2— Du, des Zu⸗kunft einst er⸗-fleh⸗ ten Tau⸗-sen-de in du bist un⸗ter uns ge⸗tre⸗ten, Chri⸗-stus und Im⸗ O der teu⸗ern Gna⸗den⸗-zeit! Nun ist S 2W 72—. .—..— Dꝗ———— ö DDE e- ᷑.— al ⸗len Heil be⸗ reit, nun soll kei- ner hilf-los kla⸗ gen, 2— — + — +* — —4— L. — 1.́— 2 — 1 1 ů 2—— kei ner hoff⸗nungs⸗los ver ⸗za gen. I Advent. 65 2. Aber der der Welt erschienen, Wie vom Vater er gesandt, Wandelt mitten unter Laun Vielen fremd und unbekannt; Unbeachtet läßt man ihn Seinen Weg vorüberziehn; Ruft er, will man ihn nicht hören, Läßt in Sünde sich nicht stören. 3. Und er klopft an manche Pforte, Suchet Eingang hier und dort, Grüßet mit holdsel'gem Worte; Doch man weist ihn schnöde fort. Wer nicht fühlt, was ihm gebricht, Dem gefällt der Helfer nicht; Wer nicht in sein Herz will gehen, Läßt den Heiland draußen stehen. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen ꝛc. 67. 4. Kennt ihr ihn, der uns zu retten Von dem Thron des Vaters kam Und, damit wir Frieden hätten, Unsre Strafe auf sich nahm? Lebt ihr als sein Eigentum Ihm zur Freude und zum Ruhm? Seid auch ihr schon angeschrieben Unter denen, die ihn lieben? 5. Hosianna, sei willkommen, Heiland, kehre bei uns ein, Du sollst von uns aufgenommen, Herzlich aufgenommen sein! Sieh, zum Einzug öffnen wir Freudig unsre Herzen dir; Komm, o komm, darin zu wohnen, Ja als König drin zu thronen! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 1665. 1668 ‚ ————.——— 6. 2 2 D.*. 4 71— L I. n π— ——— Kö⸗nig der Kö⸗ni⸗ ge, I sei uns im Stau⸗be will⸗kom⸗ Nicht bei den En⸗geln er⸗schei⸗nest du, nicht bei den From⸗ —— L—2 + V. 1.— I 2 4 I. HEAte 2———.2.... S———.— Ee—— 15— 4— 1—. 1 +— — Sün⸗der sind's nur, wo men; ö— E. ů—————n IRIe..I........I..I — 243„——— ² 2——— EEI 2. Heil uns, das Leben will arm und in Sanftmut erscheinen; Herrlichkeit will mit dem Elend sich liebend vereinen. Ehre sei dir! Anders, Herr, würden ja wir Ewiglich nimmer die Deinen. Evang. Gesangbuch. 3. Seliger Anblick, wie mild auf den irdischen Auen Läßt der Beherrscher der himmli⸗ schen Heere sich schauen! Seht, er empfäht Liebevoll Gruß und Gebet Aller, die kindlich ihm trauen. 5 66 Advent. 4. Komm zu den Deinen, o Herr, die dich innig begehren! Feinde noch triffst du genug, die das Herz uns beschweren; Aber dein Blick Scheucht sie allmächtig zurück. Hilf uns, du König der Ehren! 5. Hebe dein Antlitz auf deine versöhnte Gemeinde, Treibe hinweg die Verblendung, vernichte die Feinde, Bis wir befreit, Ganz dir zum Dienste bereit, Unserm Erlöser und Freunde! 68. 6. Pflanze die Palmen des Glau⸗ bens im Grunde der Seelen, Wo mit den Blüten sich reifende Früchte vermählen; Frieden und Ruh, Siegende Hoffnung dazu Laß dem Gemüte nicht fehlen! 7. Komm, Hosianna! So tönt dir's von Orten zu Orten. Komm, Hosianna! Begrüß uns mit gnädigen Worten! Dort nach dem Lauf Tu uns in Herrlichkeit auf, Jesu, die himmlischen Pforten! Alb. Knapp 1798—1864. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen ꝛc. 1665. 1668. H* 7—.—.—————————— e, ü. Auf, ihr Po⸗sau-⸗nen, das Na⸗hen des Kö⸗-nigs ver-kün⸗ der al- lent⸗hal⸗ben aufs neu⸗e sein Feu⸗er ent⸗zün⸗ E II** 8———— +——— 2•—————— 2—.— 2 2— —3.————.——— det—— — Je⸗sus ist da, un⸗ sre Er⸗lö⸗-sung ist +. ——.——— —2..—.—— 1 2—— E nah, Dun⸗ kel und Fin ⸗-ster⸗nis schwin ⸗det. 2. Zion, Verkünderin, steige hin⸗ an auf die Höhen! Laß, o Jerusalem, mächtig dein Rufen ergehen! Bring es ans Licht, Ruf es und fürchte dich nicht: Kommt, euern König zu sehen! 3. Denn der Herr Herr kommt gewaltig herniedergefahren, Jesus wird herrschen und Gnade und Recht offenbaren; Bei ihm sein Lohn, Die unvergängliche Kron, Um ihn frohlockende Scharen. 4. Jauchzet und rühmet und pre⸗ diget's unter den Heiden, Daß er als liebender Hirte die Herde wird weiden; AII. El e⸗ I rde Advent. Zärtlich und warm Hebt er voll Mitleid empor, Trägt er die Lämmer im Arm, Daß es im Tode nicht bliebe. Tien wird die Schwachen er leiten! 6. Gffnet, ihr Völker, die Tore dem König der Ehren, 5. Nichts ist zu ferne der treuen Möge doch niemand dem Retter den erbarmenden Liebe, Eingang verwehren! Daß es den Hirten zu suchen, zu Selige Ruh, retten nicht triebe; Liebe und Freude dazu Was sich verlor, Will er den Herzen bescheren. Georg Friedr. Kayser 1817—1857. 2—— Jesus, meine tzäß 69. Joh. Crüger? 1653. 1656. 4.—————. 355 Fren d.— Auf fund ma⸗ che dich be⸗reit Demdehnbmatemutge gan⸗ gen; tu ihm auf die To⸗re weit, um ihn würdig zu emp⸗fan⸗gen; — E— H. 235—.. eb-ne freu-dig ihm den Pfad, wenn er dei⸗nem Her⸗zen naht! 2. Denke, wie er für dich stritt Gib mit demutsvollem Sinn Und den Huachr 156 Emereor Dich ihm ganz zu eigen hin! Wie er Schmach und Schmerzen litt 4 Laß ihn nicht von dannenziehn Und am Kreuz für dich gestorben, Halt ihn feü 20 alle Feten, h, Wie er ging zum Bater ein, Schlinge liebend dich um ihn Daß du könntest selig sein! R laß nichts uon bm dich 3. Nimm ihn auf, den hohen Gast, scheiden! Zünd ihm an der Andacht Kerzen; Denn mit ihm kannst du allein Gönn ihm eine stille Rast, Glücklich hier, dort selig sein. Bett ihn sanft in deinem Herzen; Julius Sturm 1816—1896. Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. 70. ů2— Crüger.———0— 24r.—•• . SSSSSSSSSSSS...... Willst du noch län⸗gerdraußen stehn, Geseg⸗ne⸗ter des Herrn? Ich — ———I 5 füh⸗le dei⸗nen A⸗tem wehn und weiß, du bist nicht fern. 5* 68 Weihnachten. 2. Die Pforten sind weit aufge⸗ 2995 Jesu, komm, kehr ein bei mir, tan Zur dich d Ga Wohn in mir, du allein! ür dich, du Perter ast. Sieh meine Niedrigkeit nicht an 4. Schließ aus die Welt, schließ in 1 ö alles aus, nd halte bei mir Ras Was mich von dir noch trennt, 3. Mein brennend Herz verlangt Und mach mein Herz zum Gottes⸗ nach dir, haus Um ganz sich dir zu weihn. Bis an mein selig End! Julius Sturm 1816—1896. V. Weihnachten. Nach eigener Melodie. 71. Altdeutsch. 1524. 9—..— ei, ͤ — Ge⸗lo⸗bet seist du, Je⸗ su Christ, daß du Mensch ge⸗ 6—.———— ..II‚I‚I‚I.‚I.I‚I.I.I.I.I.I.I.I.I..—....3— ——— 1——. ‚ E bo⸗ ren bist von ei ⸗ner Jung⸗frau, das ist wahr, des Q V— DDqD HI 5*——— — S—..—— +— ñ— W.* E. + 2+JꝗJ———*——— X—— 1—— II freu⸗et sich der En⸗ gel Schar. Hal⸗ le⸗lu 2. Des ew'gen Vaters.. Kind Und uns zu Lichtes Kindern macht. Jetzt man in der Krippe fin 0 Halleluja! n unser armes Fleisch und Blut— Wettenet sich 35 hen Gut. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, Halleluja! Ein Gast in der Welt hie ward 3. Den aller Weltkreis nie beschloß, Und führt uns aus dem Jammertal, Der liegt in Mariens Schoß, Macht Erben uns in seinem Saal. Er ist ein Kindlein worden klein, Halleluja! Vallelal 2 6. Er ist auf Erden kommen arm, Daß er unser sich erbarm! 4. Das ew'ge Licht geht da herein, Und uns im Himmel mache reich Gibt der Welt ein'n neuen Schein, Und seinen lieben Engeln gleich. Es leucht't wohl mitten in der Nacht Halleluja! ja! 2 V * H V 2 7 ⁊ 7. Das hat er alles uns getan, Sein' groß' Lieb zu zeigen an; Des freu' sich alle Christenheit Nach eigener Melodie. Weihnachten. 72. Und dank' ihm des in Ewigkeit. Halleluja! Martin Luther 1483—1546. Joh. Schop? 1641. 5—.— + 45— — 2 ‚———— —2—— EEEE 2—.—..——.— 25 Er⸗mun⸗tre dich, ein gött⸗lich Kind, das mein iusehwa⸗cher Geist, und tra ⸗ge Je⸗sus heißt, mit Freu⸗den — groß Ver⸗lan ⸗ gen, zu—.— fan Dies ist die Nacht, da rin es TZID — 2.,., Eie 22 0 kam und menschlich We⸗ sen an onahn, daß es mit — 9 Lieb und Treu⸗e die 2. Willkommen, Held aus Davids Stamm, Du König aller Ehren! Willkommen, Jesu, Gottes Lamm! Ich will dein Lob vermehren, Ich will dir all mein Leben lang Von Herzen sagen Preis und Dank, Daß du, da wir verloren, Für uns bist Mensch geboren. 3. O Gottes Sohn, wie konnt' es sein, Dein Himmelreich zu lassen, Zu kommen in die Welt herein, Da nichts denn Neid und Hassen? Wie konntest du die große Macht, Dein Königreich, die Himmels⸗ pracht, Ja selbst dein teures Leben Für solche Feinde geben? DIDD gan⸗ze Welt er⸗freu ⸗-e. 4. O großes Werk, o Wundernacht, Dergleichen nie gefunden! Du hast den Heiland hergebracht, Der alles überwunden; Du hast gebracht den Gottesmann, Der Sturm und Wolken zwingen kann, Vor dem die Felsen splittern Und alle Himmel zittern. 5. O liebes Kind, o süßer Knab, Holdselig von Gebärden, Mein Bruder, den ich lieber hab' Als alles Gut auf Erden: Dich schließ' ich in mein Herz hinein, O laß es deine Wohnung sein, Komm, komm, ich will beizeiten Die Herberg dir bereiten! 6. Mein Heiland, der vom Him⸗ mel kam 70 Weihnachten. Zur Freud mir und zum Leben, 7. Lob, Preis und Dank, Herr Du edler Zweig aus Davids Jesu Christ, Stamm, Sei dir von mir gesungen, Was soll ich dir doch geben? Daß du mein Bruder worden bist Ach nimm von mir Leib, Seel und Und hast die Welt bezwungen. Geist, Hilf, daß ich deine Gütigkeit Ja alles, was Mensch ist und heißt; Stets preis in dieser Gnadenzeit Ich will mich ganz verschreiben, Und mög' hernach dort oben Dir ewig treu zu bleiben. In Ewigkeit dich loben! Joh. Rist 1607-1667. Mel. Warum sollt' ich—— ꝛc. 73. Joh. Georg Ebeling. 1666. —2—— ů ———.———.— r.—— Fröh⸗-lich soll mein Her— ze sprin⸗gen die⸗ ser Zeit, 0 vor Freud 5—* . al⸗le En⸗gel sin⸗gen. Hört, hört, wie mit vol⸗len Chö⸗ ren al ⸗le Luft laut es ruft: Chri⸗stus ist ge⸗ bo⸗ren! 2. Heute geht aus seiner Kammer 4. Ei so kommt und laßt uns Gottes Held, laufen, Der die Welt Stellt euch ein, Reißt aus allem Jammer. Groß und klein, Gott wird Mensch, dir Mensch zu Kommt mit großen Haufen! gute, Liebt den, der vor Liebe brennet, Gottes Kind, Schaut den Stern, Das verbind't Der uns gern Sich mit unserm Blute. Licht und Labsal gönnet! 3. Nun er liegt in seiner Krippen, Ruft zu sich 5. Die ihr schwebt in großen Mich und dich, Leiden, Spricht mit süßen Lippen: Sehet, hier Lasset fahren, liebe Brüder, Ist die Tür Was euch quält! Zu den wahren Freuden! Was euch fehlt, Faßt ihn wohl, er wird euch führen Bring' ich alles wieder. An den Ort, ——— Weihnachten. 71 Da hinfort Euch kein Kreuz wird rühren. 6. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, Wer empfind't Seine Sünd Und Gewissensschmerzen, Sei getrost! Hier wird gefunden, Der in Eil Machet heil Auch die tiefsten Wunden. 7. Die ihr arm seid und elende, Kommt herbei, Füllet frei Eures Glaubens Hände! Hier sind alle guten Gaben Und das Gold, Dran ihr sollt Eure Herzen laben. 8. Süßes Heil, laß dich um⸗ fangen, Laß mich dir, Meine Zier, Unverrückt anhangen! Du bist meines Lebens Leben; Nun kann ich Mich durch dich Wohl zufrieden geben. 9. Ich will dich mit Fleiß be⸗ wahren, Ich will dir Leben hier Und mit dir heimfahren; Mit dir will ich endlich schweben Voller Freud, Ohne Zeit, Dort im andern Leben. Paul Gerhardt 1607—1676. Mel. Du, des sich ꝛc.; oder: Vom Himmel hoch ꝛc.“*) 74. 178⁴. a 4 + ee re r X. v— 22.....:2—— 12—1— XVX—.—5 1——.— I— E ö‚————— Wir sin⸗gen dir, Im⸗ma⸗nu⸗el, du Le-bens⸗fürstund 1——.—— —— 2 1——.——— + —... 5 ö Gna⸗den⸗quell, du Himmels⸗-licht und Morgen⸗stern, du Sohnder —..——...— 1* 22 Jung⸗frau, Herr der Herrn. Hal-le-lu-ja! *) Die zweite Melodie(ohne„Halleluja“ am Schluß) s. bei Nr. 77. 2. Wir singen dir mit deinem Heer Aus aller Kraft Lob, Preis und hr, Daß du, o lang ersehnter Gast, Dich nunmehr eingestellet hast. Gallelujal) 3. Von Anfang, da die Welt ge⸗ macht, Hat manches Herz nach dir gewacht, Auf dich gehofft so lange Jahr' Der Väter und Propheten Schar. (Halleluja!) —....—.. 72 Weihnachten. 4. Nun bist du hier, da liegest du, Hältst in der Krippe deine Ruh, Bist klein und machst doch alles groß, Bekleidst die Welt und kommst doch bloß. (Halleluja!) 5. Du bist der Ursprung aller Freud Und duldest so viel Herzeleid, Bist aller Heiden Trost und Licht, Suchst selber Trost und findst ihn nicht. (Hallelujal) 6. Ich aber, dein geringster Knecht, Ich sag' es frei und mein' es recht: Ich liebe dich,— doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will. (Halleluja!) 7. Der Will ist da, die Kraft ist klein; Doch wird dir nicht zuwider sein Mel. O daß ich tausend ꝛc. Mein armes Herz, und was es kann, Wirst du in Gnaden nehmen an. (Halleluja!) 8. Bin ich gleich schwach und sündenvoll, Hab' ich gelebt nicht, wie ich soll: Ei kommst du doch deswegen her, Daß sich der Sünder zu dir kehr'. (Hallelujal) 9. Du bist mein Haupt, hin⸗ wiederum Bin ich dein Glied und Eigentum Und will, so viel dein Geist mir gibt, Stets dienen dir, wie dir's beliebt. (Hallelujal) 10. Ich will dein Halleluja hier Mit Freuden singen für und für, Und dort in deinem Ehrensaal Soll's schallen ohne Zeit und Zahl. (Hallelujal) Paul Gerhardt 1607—1676. 75. 1738⁸. 2. 2— 1—.— 0 nru Hin.—.—.II 2——— Dies ist die Nacht, da mir er⸗ schie⸗ nen des gro⸗ sen das Kind, dem al ⸗le En⸗gel die⸗nen, bringt Licht in .. Got ⸗tes Freundlich ⸗keit; mei⸗ ne Dun⸗kel ⸗heit, und die⸗ses Welt⸗ und Hinewels S mn, Weihnachten. 73 2. Laß dich erleuchten, meine 4. Laß nur indessen helle scheinen Seele, Dein Glaubens⸗ und dein Liebes⸗ Versäume nicht den Gnadenschein! licht! Der Glanz in dieser kleinen Höhle MitGott mußt du es treulich meinen, Streckt sich in alle Welt hinein; Sonst 0 dir diese Sonne nicht; Er treibet weg der Höllen Macht, Willst du genießen diesen Schein, Der Sünden und des Todes Nacht. So darfst du nicht mehr dunkel sein. 3. In diesem Lichte kannst du 5. Drum Jesu, schöne Weih⸗ ehen nachtssonne, Das Licht der klaren Seligkeit; Bestrahle mich mit deiner Gunst; Wenn Sonne, Mond und Stern' Dein Licht sei meine Weihnachts⸗ vergehen wonne Vielleicht in einer kurzen Zeit, Und lehre mich die hohe Kunst, Wird dieses Licht mit seinem Schein Wie ich im Lichte wandeln soll Dein Himmel und dein Alles sein. Und sei des Weihnachtsglanzes voll! Kasp. Friedr. Nachtenhöfer 1624—1685. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen ꝛc. 7 46. 1665. 1668 * 5 +——8..—— +——2 5—— 1—.——.—— 4—.—..—.————— I— Jauchzet, ihr Himmel, froh-lo⸗ cket, ihr En⸗gel, in Chö⸗ Sin⸗get dem Her⸗ren, dem Heiland der Menschen, zu Eh⸗ —— I Di‚ii. ö J I ——— 59——..——.———— ren! Se het doch da, Gott will so freundlich und ren! 2 L————— S—— SE EEE — + + 2—+45q5.‚ I.‚‚‚...‚. H———3——.— nah zu den Ver⸗lor⸗nen sich keh-ren! 2. Jauchzet, ihr Himmel, froh⸗ Hier ist die Pforte des Lebens nun lockt, alle Völker der Erden! offen zu sehen. Gott und der Sünder, die sollen zu Gehet hinein, Freunden nun werden. Freunde des Kindes zu sein, Eid und Freud Die ihr zum Vater wollt gehen! ird uns verkündiget heut; Freuet euch, Hirten und Herden! 4. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? 3. Gott ist im Fleische! Wer kann Du willst dich selber, dein Herz voll dies Geheimnis verstehen? Erbarmen mir schenken. 74 Weihnachten. Sollt' nicht mein Sinn Innigst sich freuen darin Und sich in Demut versenken? 5. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, Du, dem ich wieder mein Herz in der Liebe verbinde, Du sollst es sein, Den ich erwähle allein! Ewig entsag' ich der Sünde. 6. Treuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren! 998—60 Vom Himmel—8 2c. Komm doch, mein Heiland, denn ohne dich bin ich verloren; Wohne in mir, Mache ganz eins mich mit dir, Der du mich liebend erkoren! 7. Menschenfreundesu, dich lieb' ich, dich will ich erheben; Laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nur streben! Herr, nimm mich hin, Gib mir, in kindlichem Sinn Ewiglich dir nur zu leben! Gerh. Tersteegen 1697 1769. 77. 1500 —..—. 7+— 4.—— * Dies is der Tag, den Gott ge⸗ machtz fein werd in al⸗ ler —— II Welt ge⸗dacht, ihn prei ⸗se, was durch Je⸗ sum Christ im 3.——. II . e n. Kinm Buminn rnn En Fin mere n,, Imert ven Eurr nunr e —2——— 7 II Him⸗-mel und auf Er⸗ den ist! 2. Die Völker haben dein geharrt, Bis daß die Zeit erfüllet ward; Da sandte Gott von seinem Thron Das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wit fassen will, So steht mein Geist 2 Ehrfurcht till; Er betet an und er ermißt, Daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, Auf den die Väter hoffend sahn, Dich Gott, mein Heiland, betẽ ich an. 5. Du, unser Heil und höchstes ut, Vereinest dich mit Fleisch und Blut, Wirst unser Freund und Bruder hier, Und Gottes Kinder werden wir. AW DD)ꝗ lieb' en ut, Weihnachten. 75 6. Durch eines Sünde fiel die Den Tag der heiligsten Geburt, ö Welt, Und Erde, die ihn heute sieht, Ein 10 255 der sie odert Sing ihm, demHerrn, ein neues Liedl wů t 28 5 ütt, 2 8. Dies ist der Tag, den Gott des Vaters 7 gemacht; i Sein werd' in aller Welt gedacht, 7. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn Ihn preise, was durch Jesum Christ erfuhrt, Im Himmel und auf Erden ist! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Lobe den Herren, den 78. 1665. 1668. ———— Eh⸗re sei Gott in der Hö-he, der Herr ist ge⸗bo⸗ Las⸗set uns sin⸗gen, ihr Brü⸗der, er hat uns er⸗ko⸗ 94 2— 2— 8 1— en uns zu 5— 6 325 durch 3 se⸗lig zu —5 ii DD sein! Chri⸗ sten, wir sind nicht ver lo- ren. 2. Schatten und Dunkel bedeckten 4. Gnade und Wahrheit entkeim⸗ den Erdkreis, es irrten ten des Göttlichen Tritten, Völker umher wie die Herden, ver⸗ Trost und Erquickung trug er in lassen vom Hirten. der Weinenden Hütten. Jesus erschien, Er selbst, ihr Freund, Nächte verschwanden durch ihn, Hatte gleich ihnen geweint, Die auch den Weisen verwirrten. Selber gekämpft und gelitten. 3. Menschen, berufen durch Lieebe 5. Ehre sei Gott in der Höhe! die Gottheit zu ehren, Ein ewiges Leben Folgten der Zwietracht und haßten Hat er durch ihn, den Geliebten, sich vor den Altären. uns allen gegeben. Jesus erschien, Bis in das Grab Und es ward Friede durch ihn; Stieg er vom Himmel herab, Singet es laut ihm zu Ehren! Uns in den Himmel zu heben. DSF FPAPIIIIIIII 76 Weihnachten. 6. Selige Aussicht, wenn dann Danket schon hier, meinen Retter ich sehe, Selige Brüder, mit mir: Ihn mit den Scharen Vollendeter Ehre sei Gott in der Höhe! ewig erhöhe! Aug. Herm. Niemeyer 1754—1828. Mel. Heut singt ꝛe. 79. Nik. Hermann. 1560. .— Brich an, du schönes Morgenlicht! Das ist der al⸗te Morgen nicht, der —.— dece nirrrrener rr, + 2 +—— —— 2 93— lich wieder⸗keh⸗ ret; ein 39——.—5 der e⸗-wig wacht, durch⸗ —.— D— ᷓPieee brichtdie lan⸗ge fin⸗ stre Nacht, ein Tag, der e-wig währet. 2. Es ist ein König, aller Welt Ein ewig festes Liebesband Von Ewigkeit zum Heil bestellt, Hält fortan jedes Haus und Land, Ein zartes Kind geboren. Hält alle Welt umfangen. Er hat mit seiner Liebesmacht 4. Den Fluch gelöst und wiederbracht i Luuid Humt7 Das Reich, das war verloren. Geboren ist uns heut ein Kind, 3. Nun ist der Himmel nimmer Das aller Heil soll werden. weit, Willkommen, du ersehnter Held, Der Lieb und Freiheit sel'ge Zeit Du Licht und Trost der ganzen Welt, Ist mit ihm aufgegangen; Willkommen uns auf Erden! Nach Max von Schenkendorf 1783—1817. Mel. Vom Himmel hoch ꝛc. S0. 1539. ISSI*— *—.—.—* D————— Em⸗por zu Gott, mein Lob⸗ge⸗ sang! Er, dem das Lied der 9 ů ö 6— ö ö S nr d ᷑n. S En⸗ gel klang, der ho⸗ he Freu-den⸗tag ist da; lob⸗ Q — t DID 2. Vom Himmel kam in dunkler Nacht, Der uns des Lebens Licht gebracht; Nun leuchtet uns ein milder Strahl Wie Morgenrot im dunkeln Tal. 3. Er kam, des Vaters Ebenbild, Von schlichtem Pilgerkleid umhüllt, Und führet uns mit sanfter Hand, Ein treuer Hirt, ins Vaterland. 4. Er, der jetzt bei dem Vater thront, Hat unter uns ein Mensch gewohnt 2 40 Zeuch ein ꝛc. 81. Weihnachten. Damit auch wir ihm werden gleich Auf Erden und im Himmelreich. 5. Einst führet er zur Himmels⸗ bahn Uns, seine Brüder, auch hinan Und wandelt unser Pilgerkleid In Sternenglanz und Herrlichkeit. 6. Empor zu Gott, mein Lobge⸗ sang! Er, dem der Engel Lied erklang, Der hohe Freudentag ist da; Ihr Christen, singt Halleluja! Friedr. Adolf Krummacher 1767—1845. Joh. Crüger. 1658. — ——— 1 —— H2—— ꝗIꝗFF Der heil'-ge Christ ist kom⸗men, der teu⸗ re Got⸗tes⸗ des freun sich al le Frommen am höch⸗sten Himmels⸗ S— —— ohn; 15 was auf Er⸗den ist, soll prei⸗sen hoch und SSI.. IIII lo⸗ben mit— len En⸗geln dro⸗ben den lie⸗ben heil'⸗gen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen, Die lange Nacht ist hin; Die Sünde liegt gefangen, Erlöst ist Herz und Sinn, Die Sündenangst ist weg; Der Glaube geht zum Himmel Nun aus dem Weltgetümmel Auf einem sichern Steg. 3. Nun sind nicht mehr die Kinder Verwaist und vaterlos, Gott rufet selbst die Sünder 1 seinen Gnadenschoß. will, daß alle rein Von ihrem alten Schaden, Vertrauend seinen Gnaden, Gehn in den Himmel ein. 4. Drum freut euch hoch und preiset, Ihr Seelen fern und nah! Der euch den Vater weiset, Der heil'ge Christ ist da. Er ruft euch insgemein Mit süßen Liebesworten: Geöffnet sind die Pforten, Ihr Kinder, kommt herein! Ernst Moritz Arndt 1769—1860. 78 Epiphanien: Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. S2. Mel. Valet will ich dir geben. 9 Melchior Teschner. 1614. ᷓ Er-füllt sind Stund'und Zei⸗ten, der neu ⸗e Tag brichtan; das Licht der E⸗ wig⸗kei⸗ten tritt auf die Sie⸗ges⸗bahn. ..—.—— 2 V2 D.———.— D—— W Zur Mit⸗ter⸗nacht ver— es sich ein⸗ ge— die 8 4.——. En⸗gel Got⸗tes 2. Hier liegt's im Mutterschoße Und ist noch schwach und klein; Nur zu geringem Lose Scheint es bestimmt zu sein, Als sollt' es sich verlieren In tiefer Dunkelheit, Und doch soll es regieren Die Welt in Herrlichkeit. 3. Es muß vor diesem Lichte Der Erde Glanz vergehn, Vor diesem Angesichte Die Sonne finster stehn. Sein still verborgnes Wesen Hat eine solche Macht, Daß Kranke drin genesen Und Totes neu erwacht. flie ⸗ 921 und ru⸗ fens i in die Welt. 4. Es freuen sich die Armen, Die Müden in dem Schein; Es ladet voll Erbarmen Die Schwachen zu sich ein; Die Stolzen nur erquicken Sich nicht an seinem Strahl, Nur den verkehrten Blicken Ist dieses Licht zur Qual. 5. O Licht, laß uns hienieden Als deine Kinder stehn, Bis wir dereinst im Frieden Den höhern Aufgang sehn! O Jesu, Stern der Gnade, Des Vaters Glanz und Zier, O leucht auf unsre Pfade, Damit sie gehn zu dir! Heinr. Puchta 1808— 1858. VI. Epiphanien: Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. 932 Nun danket all und bringet ꝛc. S3. Joh. Crüger. 1656. — IIPIIII —.—— Auf, See Ie, auf und säu⸗me nichtl Es bricht das Licht her ⸗für; der SE IEEII Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. 79 —+ ——.————.. e. Wun⸗der⸗stern gibt dir Be⸗richt, der Held sei vor der Tür. 2. Geh aus von deinem Vater⸗ 7. Drum sinke nur vor seinem land, Glanz 3Zzu suchen solchen Herrn; In tiefste Demut ein —— Laß deine Augen sein gewandt Und laß dein Herz erleuchten ganz — Auf diesen Morgenstern! Von solchem Freudenschein! ie 3. Gib acht auf diesen hellen 8. Bring willig dich zum Opfer Schein, ar, Der ahrer dick en ist; Dich selbst mit Leib und Seel, Er führet dich zum Kind hinein, Und singe mit der Engel Schar: Das heißet Jesus Christ! Hier ist Immanuel! 4. Er ist der Held aus Davids 9. Hier ist das Ziel, hier ist der Stamm, Ort, Der alle Feinde schlägt; Wo man zum Leben geht, Er ist das teure Gotteslamm, Hier ist des Paradieses Pfort, Das unsre Sünde trägt. Die wieder offen sieht. 5. Drum mache dich behende auf, 10. Hier fallen alle Sorgen hin, Befreit von aller Last, Zur Lust wird alle Pein, Und laß nicht ab von deinem Lauf, Es wird erfreuet Herz und Sinn, Bis du dies Kindlein hast! Denn Gott ist wieder dein. 6. Halt dich im Glauben an das 11. Der zeigt dir einen andernWeg, Wort, Als du vorher gekannt, Das fest ist und gewiß, Den stillen Ruh⸗ und Friedenssteg Das führet dich zum Lichte fort Zum ew'gen Vaterland. Aus aller Finsternis! Mich. Müller 1673—1704. Mel. Seelenbräutigam. S4. Adam Drese um 1690. 1698. 2—.ʒj—ß.— Wer ist wohl wie du, Je-su, sü— ße Ruh? Un-ter *-—* N— .— 1 N M.— H—*.— ;5 2—— ‚ J r.. ů— +...—.E— vie⸗len aus ⸗er⸗ ko⸗ren, Le⸗ben de⸗rer, die ver⸗lo⸗ren, ...— ee u——— I erre E.. und ihr Licht da ⸗ zu, Je⸗su, sü⸗ße Ruh!l 8⁰ 2. Leben, das den Tod, Mich aus aller Not Zu erlösen, hat geschmecket, Meine Schulden zugedecket, Und mich aus der Not Hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Herrlichkeit, Du bist vor der Zeit Zum Erlöser uns geschenket Und in unser Fleisch versenket Zur erfüllten Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 4. Großer Siegesheld, Tod, Sünd, Höll und Welt Hast du mächtig überwunden Und ein ewig Heil erfunden Durch das Lösegeld Deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät, König und Prophet, Deinen Szepter will ich küssen, Mit Maria dir zu Füßen Sitzen früh und spät, Höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm Als dein Eigentum Durch des Geistes Licht erkennen Stets in deiner Liebe brennen Als dein Eigentum, Du mein höchster Ruhm! I 7. Zieh mich ganz in dich, Daß die Liebe mich Ganz durchdringe und erneue, Mich von aller Last befreie, Die noch drücket mich; Zieh mich ganz in dich! Epiphanien. 8. Deiner Sauftmut Schild, Deiner Demut Bild Mir anlege, in mich präge, Daß kein Zorn und Stolz sich rege! Vor dir sonst nichts gilt Als dein eigen Bild. 9. Steure meinem Sinn, Der zur Welt will hin, Daß ich nicht mög' von dir wanken, Sondern bleiben in den Schranken; Sei du mein Gewinn, Gib mir deinen Sinn! 10. Deines Geistes Trieb In die Seele gib, Daß ich wachen mög' und beten, Freudig vor dein Antlitz treten; Ungefärbte Lieb In die Seele gib! 11. Wenn der Wellen Macht In der trüben Nacht Will des Herzens Schifflein decken, Wollst du deine Hand ausstrecken; Habe auf mich acht, Hüter in der Nacht! 12. Einen Heldenmut, Der da Gut und Blut Gern um deinetwillen lasse Und des Fleisches Lüste hasse, Gib mir, höchstes Gut, Durch dein teures Blut! 13. Soll's zum Sterben gehn, Wollst du bei mir stehn, Mich durchs Todestal begleiten Und zur Herrlichkeit bereiten, Daß ich einst mag sehn Mich zur Rechten stehn! Joh. Anast. Freylinghausen 1670—1739. ON E ERNI. Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. 81 Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. S5. 1668. H 4 2 2*.—— 2 Je⸗ su, gro⸗ßer Wun⸗der⸗ stern, der aus Ja⸗ kob 6 .. — ist schie- nen, mei⸗ ne See⸗le will so gern 94 ö PIPIIII.........t....T.T.T᷑T.T!᷑!᷑T!T. SSII....... T T T TT T TT dir an dei⸗nem Fe⸗ste die ⸗ nen; nimm doch, nimm doch d,.xe,. m Sare —.— ꝑñ———— ——.. — gnä⸗-dig an, was ich Ar-mer schen⸗ken kann! 2. Nimm das Gold des Glau⸗ Ihn als Opfer vor dich bringen! bens hin, Wenn ich bete, nimm es auf Wie ich's von dir selber habe Und sprich Ja und Amen drauf! Und damit beschenket bin,— ů ů So ist dir's die liebste Gabe; 4. Nimm die Myrrhen bittrer Laß es auch Hiulsen und rein ö Reu! ů in! Ach, mich schmerzet meine Sünde! I Aber du bist fromm und treu, 3. Nimm den Weihrauch des Daß ich Trost und Gnade finde Gebets, Und nun fröhlich sprechen kann: Laß denselben zu dir dringen, Jesus nimmt mein Opfer an. V Herz und Lippen sollen stets Erdmann Neumeister 1671—1756. Mel. Schmücke dich ꝛc. S6G. Lät— 1649. —— IEE r,—— +——.—.— 2.*—— 0-land, dei ⸗ne Menschen⸗lie⸗be war die Quel⸗le ie dein treu⸗es Herz be⸗wo⸗gen, dich zu uns her⸗ dei⸗ner Trie⸗be, ö ö 1 de e ab⸗ge⸗özo⸗gen, dich mit Schwachheit ü⸗ber⸗-de⸗cket, Evang. Gesangbuch. 6 82 Epiphanien. x HAf 03— ISI I I 1 n. — — — dich vom Kreuz ins Grab ge⸗stre⸗cket. der wunder⸗ba⸗ren —— *— HI SIDIHI N 4 4 ....— e.— —9— Trie be dei⸗ner 2. Über seine Feinde weinen, Jedermann mit Hilf erscheinen, Sich der Blinden, Lahmen, Armen Mehr als väterlich erbarmen, Der Betrübten Klagen hören, Sich in andrer Dienst verzehren, Für die Welt sein Leben lassen: Wer mag solche Lieb erfassen! 3. O du Zuflucht der Elenden, Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf und Heil genommen, Der gebeugt zu dir gekommen? O wie ist dein Herz gebrochen, Wenn dich Kranke angesprochen; O wie pflegtest du zu eilen, Das Erbetne mitzuteilen! 4. Die Betrübten zu erquicken, Kinder an dein Herz zu drücken, Die Unwissenden zu lehren, Die Verführten zu bekehren, Sünder, die sich selbst verstocken, Täglich liebreich zu sich locken: Das, o Herr, war deine Weise, Das war täglich deine Speise. 5. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanftmut und Geduld zu üben, Ohne Schelten, Drohen, Klagen Andrer Schmach und Lastzu tragen, Allen freundlich zu begegnen, H H — ö.... treu⸗ en Menschen-lie-be! Für die Lästerung zu segnen, Für der Feinde Schar zu beten Und die Mörder zu vertreten. 6. O wie hoch stieg dein Erbarmen, Da du für die ärmsten Armen Dein unschätzbar teures Leben In den ärgsten Tod gegeben, Da du in der Sünder Händen, Alle Leiden zu vollenden Und den Segen zu erwerben, Als ein Fluch hast wollen sterben! 7. Demut war bei Spott und Hohne Deiner Liebe Schmuck und Krone; Diese machte dich zum Knechte Einem sündigen Geschlechte, In ihr warst du, gleich den Tauben, Ohne Falsch; und Treu und Glau⸗ ben, Mit der Klugheit stets gepaaret, Hast du bis zum Tod bewahret. 8. Herr, laß deine Liebe decken Meiner Sünden Meng und Flecken! Du hast das Gesetz erfüllet, Seinen 2505 hast du gestillet; Laß mich wider dessen Stürmen Deiner Liebe Schild beschirmen; Rein'ge meines Herzens Triebe, Heil'ge sie durch deine Liebe! Joh. Jak. Rambach 1693—17835. *.II‚— V 5 S 2 V V DeN IXNN en, Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. S7. —— 8 0 der Himmel Wider⸗scal de dem tau ⸗send zen ———— I—— — 2 an— 2—.— nen⸗nen! Hiren de. sus, Je⸗sus Christus, wie beugt tief ge⸗ 2408— 2— 1— EIꝗITIPIPIITDIIIII.—— —————.—.——1.— nug sich un⸗ ser Knie vor dir, o mein Er lö⸗ ser? 2. O du, der ewig uns befreit VollGottesweisheit, Licht ausLicht, Von Todesnot und Schmerzen: Voll Kraft, die warm zum Herzen Wer, Heiland und Erretter, freut spricht, Sich deiner st Hil 16 8 Herzen? Voll reinster Gottesliebe! Dein Nam ist Hilfe, Heil und Huld, Vor dir n 121 538 Dein Name, 28 155 H. geht uld; Wer ist wie du ein Retter? Aler Erelen Führrt 125 3. Erlöser Jesu, ein'ger Sohn Dein ist die Tiefe, dein die Höh, Des Vaters aller Wesen, O König aller Könige, Zum König auf Jehovas Thron Dein alles, Jesus Christus! Von Anbeginn erlesen, Joh. Kasp. Lavater 1741—1801. Nach eigener Melodie. S8. Konr. Kocher. 1828. 5. Wer⸗de Licht, du Volk der Hei ⸗ den, wer⸗ de Dir—— auf ein Glanz der Freu⸗ den vom ge⸗ 4 . 2* 2—— Licht, Je-ru- sa⸗lem! er, das Licht und Heil der rin ⸗ gen Beth⸗le ⸗hem; 2.*———— +—.— Ee* + 8— Efq.·2—————— *=—.——— II—— Welt, Chri-stus hat sich ein⸗-ge⸗stellt. 8⁴4 Epiphanien. 2. Ehe dieses Licht erschienen, Das die Völker wünschten, lag Dichte Finsternis auf ihnen; Doch uns scheinet lichter Tag, Und ein strahlenvoller Stern Führt uns sicher zu dem Herrn. 3. Aber ach, von deinem Volke Wirst du, Heiland, nicht erkannt, Und des Irrtums finstre Wolke Überschattet noch dein Land; Über Salem strahlt dein Licht, Aber Salem kennt dich nicht. 4. Ach verwerfet doch, ihr Sünder, Den nicht, der euch retten kann; Kommt und werdet Gottes Kinder, Betet euren König an! Eilt zu ihm und säumet nicht, Macht euch auf und werdet Licht! 5. Nun wir eilen mit Verlangen, Dich zu ehren, sind bereit, Dich, o Heiland, zu empfangen; Zeig uns deine Herrlichkeit! Unsre Kniee beugen sich, Unser Glaub umfasset dich. 6. Auf des Lebens Pfad geleite Täglich uns dein Geist und Wort; Gib uns Mut zum guten Streite, Daß wir siegen fort und fort, Stets an deiner Seite gehn, Nie verzagend stille stehn! 7. In des Leidens Finsternissen Leucht' uns deines Trostes Licht; Ach in unsern Kümmernissen, Jesu, ach verlaß uns nicht, Bis uns in der Ewigkeit Deines Lichtes Glanz erfreut! 8. Wandern wir im finstern Tale Endlich näher hin ans Grab, Dann sei unser Licht und strahle Himmelstrost auf uns herab, Daß wir ohne Furcht und Graun Unserm Tod entgegenschaun! Joh. Friedr. Mudre 1756—1810. Mel. Gott des Himmels ꝛc. S. Heinr. Albert. 1642. ...;.—..— D.;:.—.—ñ——— 1 2 ———— SDEE—— IIR—————— Hört das Wort voll Ernst und Lie⸗be, das zu euch der hört's und prüft des Her⸗zens Trie⸗be bei des Wor⸗tes —— 223 W—.—.—— ĩꝗ——————————2— —— Hei ⸗land spricht; hel⸗lem Licht! Was der Mund des Herrn ge⸗beut, — r, a.—.e— SPPTT————————— *——.—.———— das ist eu re Se⸗ lig=keit. SOS SUE q‚DBI FEA˖ 2. Nicht aus Sinais Gewittern Donnert hier des Herrn Gebot, Daß die Herzen bang erzittern, Weil es Zorn und Strafe droht; Seligpreisend tut sein Mund Euch den Sinn des Vaters kund: 3.„Selig sind die geistlich Ar⸗ men, Denn das Himmelreich ist ihr!“ Ihnen öffnet voll Erbarmen Gott der ew'gen Gnade Tür, Da wird ohne Maß gewährt, Was ihr sehnend Herz begehrt. 4.„Selig sind, die Leid empfinden Auf des Lebens schmaler Bahn! Ihre Traurigkeit wird schwinden, Reicher Trost wird sie umfahn;“ Denn sie wirkt zur Seligkeit Reue, welche nie gereut. 5.„Selig sind, die sanften Mutes Und in Demut milde sind! Sie erfreuen sich des Gutes, Das kein Trotz und Streit gewinnt.“ Durch der Sanftmut stille Macht Wird dasSchwerste leicht vollbracht. 6.„Selig sind, die hier mit Schmachten Dürsten nach Gerechtigkeit, Die nach Gottes Reiche trachten, Nicht nach Gütern dieser Zeit! Wo der Born des Lebens quillt, Wird ihr Seelendurst gestillt.“ 7.„Selig sind, die voll Erbarmen Auf der Brüder Leiden sehn 661 Herzliebster Jesu. Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. Und den Schwachen, Kranken, Armen Freudig eilen beizustehn! Noch vor Gottes Thron erfreut Einst auch sie Barmherzigkeit.“ 8.„Selig sind die reinen Herzen, Die nicht Sünd und Welt um⸗ strickt, Die mit schnöder Lust nicht scherzen, Weil nur Heil'ges sie entzückt! Einst im reinen Himmelslicht Schaun sie Gottes Angesicht.“ 9.„Selig sind, die Frieden brin⸗ gen Schuld und Kränkung übersehn, Feindeshaß mit Huld bezwingen, Für Verfolger segnend flehn! Trifft sie auch der Menschen Spott, Seine Kinder nennt sie Gott.“ 10.„Selig sind, die als Gerechte Dulden Kreuz, Verfolgung, Schmach, Als des Herrn getreue Knechte Bis zum Tod ihm folgen nach! Groß ist dort vor Gottes Thron Seiner Überwinder Lohn.“ 11.„Seid ein Salz, ein Licht der Erde, Laßt der Wahrheit Früchte sehn, Daß durch euch verherrlicht werde Euer Vater in den Höhn!“ Ob der Erdball untergeht, Sein Gebot, sein Wort besteht. Bernh. Garve 1763—1841. J 3—.— 45 Du bist der Weg, die Wahrheit und das Le⸗ben, darauf hast 86 Epiphanien. du uns, Herr, dein Wortge ⸗ge⸗ben. O lei⸗te uns, die ö SIPIPꝑPꝑIPIPIIII.I.I......... 1——.eUI wir in Schwachheitwal⸗len, daß wir nicht fal⸗len! 2. Du bist der Weg! Wenn Du bleibst der Morgenstern in un⸗ deine Hand uns leitet, serm Herzen So stehn auch fesn wenn unser Fuß In Nacht und Schmerzen. auch gleitet. Erhalt an 12 o Hirt voll Huld 4. Du bist das Leben! Ewig Gnade, himmlisch Leben Auf 0—— Pfade! Wirst du, o Lebensfürst, den Dei⸗ nen geben. 3. Du bist die Wahrheit! Gehn O hilf, daß wir zum Himmel hin⸗ wir gleich im Dunkeln, gelangen, Doch muß deiß himmlisch Licht uns Darnach verlangen! freundlich funkeln; Friedr. Adolf Krummacher 1767—1845. Mel. Jerusalem ꝛc. 91. Melchior Frank? 1663. SSISSIIIT Ich fol⸗ ge dir, mein Füh⸗ rer, auf der Bahn, da Die Welt er⸗wähit in ih⸗rem blin-den Wahn sich HE— 1 1 EN— 7———.—.—.—— du mich führst zum Ziel. ö fal⸗scher Füh⸗ rer viel. Ich blei⸗be dir er I—— 1—...——.— +— D.— Ee 3 2— 8 2— Le ⸗ ben, dir nach in E-wig-⸗ keit un⸗ AN Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. 2. Ich folge dir, Prophet, 87 4. Ich folge dir, mein König, der nie mich trügt, dem wie Gott Nie ohne Trost mich läßt; Hier alles untertan. Ich weiß, daß nie dein heilig Wort Die Welt vergeht, zu Schanden mir lügt, wird der Spott, Es steht wie Felsen fest. Verschwinden muß der Wahn. Wenn alles wird vergehen, Welch Heil ist mir bereitet, In Feuersglut zerstäubt, Wenn mich dein Geist regiert, Wird fest dein Wort bestehen, Auf ebner Bahn mich leitet Und deine Gnade bleibt. Und zu dem Himmel führt! Ich folge dir, mein Hoher— pr iester, nach Zu deinem Kreuzesstamm, Du lenkt dein Hirtenstab. Wo dir das Herz in treuer Liebe Du leitest mich einst auch durchs brach, Todestal, Unschuldig Opferlamm! Nicht furchtbar ist das Grab, Als du am Kreuz geendet, Der Eingang ist's zur Höhe, Da ward ich Gottes Kind, Zu dir, Herr Jesu Christ, Da wurden die vollendet, Wo man in deiner Nähe Die dir geheiligt sind. Der armen Welt vergißt. Karl August Döring 1783—1844. 5. Ich folge dir, mein Hirt, durch Kampf und Qual, Mel. Valet will ich dir geben.—. Melchior Teschner. 1614. Aus ir- di⸗ 19018 Ge⸗ anel wo snn— 5 Lust ver⸗ geht wer ist mein Weg zum Himmel, da- hin die Hoffnung steht? ——.— — EIE..... das Ziel ver-gißt? Wer et— nnr , + 7 Wer lei-tet un-ser Stre-ben, wenn — 4n—————.—— 4 S‚PE“‚... führt durch Tod zum Le- ben? Der Weg heißt Je-sus Cßrist. 2. Wenn Irrtum uns befangen, Getrost, es strömt die Klarheit Kein Strahl die Nacht durchbricht, Von Gottes ew'gem Thron, Wie können wir gelangen Denn Christus ist die Wahrheit, Zum wahren Lebenslicht? Der eingeborne Sohn. 88 Epiphanien. 3. Wer schenkt in Not und Lei⸗ den, Wenn bang das Herz verzagt, Die Hoffnung ew'ger Freuden, Daß einst der Morgen tagt? Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Wer stillt der Seele Beben, Wer gibt im Tode Ruh? Heil! Christus ist das Leben, Führt uns dem Vater zu. Christoph K. Jul. Asschenfeldt 1792—1856. 93. Joh. Crüger. 1656. EE— — I + 4 In n. 2—.———.—... 5. —7—— — X 7 EI 2— — 2 —.— x E—— H ruhn dein Au⸗ ge auf dem Stern, der hell im O⸗sten steht! 2. Das ist der rechte Morgenstern, Ihm weicht die dunkle Nacht; Er führt herauf den Tag des Herrn, Den Tag, den Gott gemacht. 3. Den Blick zurück nach Beth⸗ lehem In ferne graue Zeit, Wo in der niedern Krippe lag Der Herr der Herrlichkeit! 4. Den Blick hinauf nach Gol⸗ gatha, Wo an des Kreuzes Stamm Die Welt mit ihrem Gott versöhnt Das letzte Opferlamm! 5. Den Blick ins Herz und frage dich, Mel. O daß ich tausend ꝛc. 94. Ob drinnen aufgestellt Die Krippe mit dem Christuskind, Dem Herren aller Welt! 6. Frag, ob das Kreuz dabei nicht fehlt Mit seinem blut'gen Schein! Für Bethlehem und Golgatha Muß Raum im Herzen sein. 7. Und dann hinaus in alle Welt! Und wo noch weilt die Nacht, Verkünde du als Morgenstern Den Tag, den Gott gemacht! 8. Gründ überall ein Bethlehem, Wo man die Krippe sieht, Und überall ein Golgatha, Wo man am Kreuze kniet! Julius Sturm 1816—1896. 17³⁸ — * 2 EE 2 ö — +—— e,... Die Fin⸗ster nis hielt uns ge⸗ fan ⸗gen, durch 6⸗ de da ist ein Licht uns auf⸗ ge⸗gan⸗gen; das Licht, Herr ö Nee 2. SIIX Passion: Leiden und Tod Jesu. 2·——— 2— 2 Wü⸗sten irr⸗ten wir, Je⸗ su, kam von dir. e .NEEEEE—.— 2——.— ——— gehn: wir ha⸗ ben dei⸗ nen Stern ge⸗sehn. Nun muß die Nuchtu um uns ver⸗ — 2. Er leitet uns auf lichte Bahnen, 3. Der Stern, der über unserm Und wenn wir 25 ihm ver⸗ Pfade traun, Estdie zieht in stiller Pracht, Erwacht in uns ein sel ges Ahnen Es ist die Botschaft deiner Gnade, Von ewig grünen Friedensaun, Die arme Sünder selig macht. Wo du uns wirst entgegengehn: Wir können nicht verloren gehn: Wir haben deinen Stern gesehn. Wir haben deinen Stern gesehn. Julius Sturm 1816— 18606. VII. Passion: Leiden und Tod Jesu. Mel. Christus der ist mein Leben. 95. Melchior Vulpius? 1609. A E —————— Wir sin⸗gen und ver⸗kün⸗den dein Lob, Herr Je⸗su Christ, der 2 ů SSSSSSS *—*——.— E du für un⸗sre Sün⸗den am Kreuzge⸗stor⸗ben bist. 2. O neige dich uns Armen, 4. Du hast in Todesnöten Du gnadenreicher Gott, Für uns dein Haupt geneigt, Dich unser zu erbarmen Wie solches die Propheten Durch deinen bittern Tod! Zuvor uns angezeigt. 3. Ach wer ermißt die Schmerzen 5. Nun danken wir von Herzen Und wägt der Leiden Last, Dir heut und allezeit, Die du aus freiem Herzen Denn von der Hölle Schmerzen Für uns getragen hastꝰ Sind wir durch dich befreit. 90 Passion. 6. Für uns hast du gelitten Und uns am Kreuz erstritten So blutig und so bleich Dein sel'ges Himmelreich. Nach einem Lied aus dem 14. Jahrhundert von Julius Sturm 1816—1896. Nach eigener Melodie. 1542. 1557. +*— + — 2 4 ö———4 + l ů—* ö PPDDPDEDEEEEEEE .— 0 O Lamm Got-tes, un⸗-schul⸗dig am Stamm des Kreuzes ge— stets ge-fun-— den ge⸗——— dig, wie-wohl du wur⸗dest ver⸗ 555 3.. SSPIPIPIIIIIIII.....* 2——————. ö 29 XII II schlach-tet, all Sünd hast du ge⸗-tra-gen, sonst müßten ach tet; 8 wir ver⸗za- gen: Er⸗ barm dich un-ser, Je⸗ su! „O Lamm Gottes, unschuldig All Sünd hast du getragen, AnStawmdes Krentos geschlachtet, Sonst müßten wir verzagen: Stets gefunden geduldig, Gib deinen Frieden, o Jesu! Wiewohl du wurdest verachtet; Nit. von Hof? oder Joach. Slüter? 1529. Nach eigener Melodie. 97. Joh. Crüger. 1640. Q——— 4— 8—.———— L.—— 2————— 6—. — 2———— EE—14— Herz-lieb-ster Je-su, was hast du ver-bro⸗chen, 9 2——.— 71 ñ——.— —.92.——.— r er. ünn din r,— — I. 2——.— daß man ein solch scharf Ur-teil dir ge-sprochen? Was ist die E———+— .——.—. ee. ——.*— 1—— 4 din se⸗ta⸗ ten bist du ge⸗ra⸗ten? Schuld, In was für Mis-⸗se 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, Ins Angesicht geschlagen und ver⸗ höhnet, Du wirst mit Essig und mit Gall getränket, Ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? Ach, meine Sünden haben dich ge⸗ chlagen; Ich, o Herr Jesu, habe das ver⸗ schuldet, Was du erduldet! 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; Die Schuld bezahlt der Herr selbst, der Gerechte, Für seine Knechte. 5. O große Lieb, o Lieb ohn' alle Maße, Die dich gebracht auf diese Marter⸗ straße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, Und du mußt leiden! 6. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, Wie kann genug ich solche Treu ausbreiten? Kein Menschenherz vermag es aus⸗ zudenken, Was dir zu schenken. Leiden und Tod Jesu. 91 7. Doch ist noch etwas, das du wirst annehmen: Ich will des Fleisches böse Lüste zähmen, Daß sie aufs neue nicht mein Herz entzünden Mit alten Sünden. 8. Weil aber dies nicht steht in eignen Kräften, Fest die Begierden an das Kreuz zu heften, So gib mir deinen Geist, der mich regiere, Zum Guten führe! 9. Dann werd' ich deine Gnad und Huld betrachten, Aus Lieb zu dir die Welt für nichts mehr achten, Bemühen werd' ich mich, Herr, dei⸗ nen Willen Stets zu erfüllen. 10. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, Kein Kreuz mehr achten, keine Schmach und Plagen; Nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen Nehm' ich zu Herzen. 11. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne Auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone, Dann will ich dir, wenn alles wohl wird klingen, Loblieder singen. Joh. Heermann 1585— 1647. 92 Mel. Freu dich sehr ꝛc. 8 S. 15⁵⁵⁶ . + 40——2—— „—— + I N 1 ————.—.— ꝗSꝗSPSPSPSPIPIITITITITIITTTITTITTTTTTI TITT PI— *. 65—— Je⸗ su, dei ⸗ne tie⸗fen Wun-den, dei ⸗ ne Qual und ge⸗ben mir zu al⸗len Stun⸗den Trost und Kraft in 2( bitt rer Tod Fällt mir et⸗ was Ar⸗ges ein, denk' ich je der Not. 9——.———— ö ů— SISSSSSPDDRRRSSESE bald an dei⸗ne Pein, die er⸗laubt nicht mei⸗nem Her⸗zen, Q N V 1— ER eeer, ünen, e deraeren: di,. —..—06 2———I 2.7 1 2—.—. mit der Sün⸗-den⸗lust zu scher⸗ zen. 2. Will sich je in Lüsten weiden 4. Auf dich setz' ich all mein Hoffen, Mein verderbtes Fleisch und Blut, Du bist meine Zuversicht, So gedenk' ich an dein Leiden; Dein Tod hat den Tod getroffen, Bald wird alles wieder gut. Daß er mich kann töten nicht. Kommt der Feind und setzet mir Daß ich an dir habe teil, Heftig zu, halt' ich ihm für Bringet mir Trost, Schutz und Heil; Deine Gnad und Gnadenzeichen; Deine Gnade wird mir geben Bald muß der Versucher weichen. Auferstehung, Licht und Leben. 3. Ja für alles, was mich 5. Hab' ich dich in meinem Her⸗ kränket, zen, Geben deine Wunden Kraft; Brunngquell aller Gütigkeit, Wenn mein Herz darein sich senket, So empfind' ich keine Schmerzen Schöpf' ich neuen Lebenssaft. Auch im letzten Kampf und Streit. Deines Trostes Süßigkeit Ich verberge mich in dich, Wendet mir das bittre Leid, Kein Feind kann verletzen mich. Weil du mir das Heil erworben, Wer vertraut auf deine Wunden, Da du bist für mich gestorben. Der hat selig überwunden. Joh. Heermann 1585—1647. ————— Leiden und Tod Jesu. 93 Mel. Herr Christ ꝛc. 99. Altdeutsch. 1524. 2————————— ö—.—.——— ,. * E Wenn mich die Sün⸗den krän⸗ken, o mein Herr Je⸗su so laß mich wohl be⸗ den⸗ken, wie du ge⸗stor⸗ben ————————— woist und al⸗ le mei⸗ne Sünden⸗last am Stam̃ des heil'⸗gen AIDDEEEEEE E ———————..— Kreu⸗zes auf dich ge⸗nom⸗men hast! ö 2. O Wunder ohne Maßen, Daß mir nie komme aus dem Sinn, Wer es betrachtet recht: Wie viel es dich gekostet, Es hat sich martern lassen Daß ich erlöset bin! Der Herr für seinen Knecht! Selbst seinen eignen Sohn hat Gott Undwär Zauch ihwach uudtprt. Für mich verlornen Menschen HH n, Gegeben in den Tod Hilf mir geduldig tragen; Heen n den id Gib, o mein Herr und Gott, 3. Was kann mir denn nun schaden Daß ich verleugne diese Welt Der Sünden große Zahl? Und treu dem Beispiel folge, ä Ich bin bei Gott in Gnaden; Das du mir vorgestellt! Die Schuld ist allzumal 7. Laß mich an andern üben, Bezahlt durch Christi teures Blut, Was du an mir getan Daß ich nicht mehr darf fürchten Und meinen Nächsten lieben Der Höllen Qual und Glut. Gern dienen jedermann 4. Drum sag' ich dir von Herzen Ohn' Eigennutz und Heuchelschein Jetzt und mein Leben lang Und, wie du mir erwiesen, Für deine Pein und Schmerzen, Aus reiner Lieb allein! O Jesu, Lob und Dank, Für deine Angst und bittre Not, 355 anreeeerne Wunden .* ö Mich trösten kräftiglich Für dein unschuldig Sterben, In meinen letzten Stunden Dein Lieben bis zum Tod. Und das versichern mich: 5. Herr, laß dein bittres Leiden Weil ich auf dein Verdienst nurtrau', Mich reizen für und für, Du werdest mich annehmen, Mit allem Ernst zu meiden Daß ich dich ewig schau'! Die sündliche Begier, Justus Gesenius 1601—1673. + 9⁴ Passion. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 100. 1525. —..— +„ 3 I——— DDDDD 1 Ein Lamm geht hin und trägt die Schuld der Weltund ih rer es geht und trä⸗get in Ge⸗duld die Sünden al ⸗ler 1 + 11—.— Et.— DDP Eun. 3 es— da⸗ 5 wird matt und— er⸗ — 2 —.— 2—.—..—— — —— ——— ö—.—.— ů3———ß— — Lren und Tod und spricht: Ich will's gern lei-den. 2. Das Lamm, es ist der große Mein Wirken ist dein Sagen!“ Freund O Wunderlieb, o Liebesmacht, Und Heiland unsrer Seelen. Du kannst, was nie ein Mensch ge⸗ Ihn, ihn hat Gott zum Sündenfeind dacht, Und Sühner wollen wählen: Gott seinen Sohn abdringen! „Geh hin, mein Kind, und nimm O Liebe, Liebe, du bist stark, dich an Du streckest den in Grab und Sarg, Der Kinder, die us Anfang an Vor dem die Felsen springen! Verdienet Straf und Ruten; 4. Mein ganzes Leben will ich di Die Straf ist schwer, 908 Zorn ist Aus meimem Einn nicht lasen; 4 ö—· 714—; Du kannst und sollst sie machen los h menedie dümich. 7 Mit Liebesarmen fassen; Durch Sterben und durch Bluten!“ Du sollst sein meines Herzens 3.„Ja, Vater, ja von Herzens⸗ Licht, grund, Und wenn mein Herz im Todebricht, Leg auf, ich will's gern tragen; Sollst du mein Herze bleiben; Mein Wollen hängt an deinem Ich will mich dir, mein höchster Mund, Ruhm, —4— ö ö + — . Leiden und Tod Jesu. 9⁵ Hemend zu deinem Eigentum Es soll mein Lebensquell sich dir eständiglich verschreiben. Und deinem Namen für und für In Dankbarkeit ergießen, 5. Ich will von deiner Lieblichkeit Und was du mir zu gut getan, Bei Nacht und Tage singen, Das will ich stets, so tief ich kann, Mich selbst auch dir zu aller Zeit In mein Gedächtnis schließen. Zum Freudenopfer bringen. Paul Gerhardt 1607—1676. Mel. Herzlich tut mich verlangen. 101. Weltlich. Hans Leo Haßler. 1601. 1613. + V— 67 22 2 7 se 1 —— + + 8 I 1 in., ne, n PDxPꝑPᷓPᷓPᷓxᷓPᷓpPpPPͤPPPP OHauptvoll Blutund Wunden, voll Schmerz und vol⸗ ler Hohn, o Haupt, zumSpott ge⸗-bun⸗den mit ei⸗ ner Dor⸗nen⸗ — 7 ,,. kron, o Haupt, sonst schön ge⸗ krö⸗net mit höchster Ehr uu: Zie febt — 5 8 7— 2—————— H ene d e, v in fr r, vier H ———8—8—.. 5 a-ber frech ver-höh-net, ge⸗grü-⸗ßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, Von dir, Quell aller Güter, Davor sonst alle Welt Ist mir viel Guts getan; Erschrickt und wird zunichte, Dein Mund hat mich gelabet Wie bist du so entstellt, Mit süßer Gnadenkost, Wie bist du so erbleichet! Dein Geist hat mich begabet Wer hat sete udichtweh lich Mit reichem Himmelstrost. Dem sonst kein Licht mehr g eichet, 5 Ich will hier bei dir tehen, So schändlich zugericht't? Leuadt mich doch nicht! 9 3. Nun, was du, Herr, erduldet, Von dir will ich nicht gehen, Ist alles meine Last; Wenn dir dein Herze bricht; Ich hab' es selbst verschuldet, Und wird dein Haupt erblassen Was du getragen hast. Im letzten Todesstoß, Schau her, hier steh' ich Armer, Alsdann will ich dich fassen G Zorn dmeit. Er Sn In meinen Arm und Schoß. ib mir, o mein Erbarmer, ö Den Anblick deiner Gnad! 7*5 11. 4 Pealuchme, 4. Erkenne mich, mein Hüter, Wenn ich mich in dein Leiden, Mein Hirte, nimm mich an! Mein Heil, versenken soll. —.cc.——— Du bist ja nicht ein Sünder 96 Passion. Ach möcht' ich, o mein Leben, Wenn ich den Tod soll leiden, An deinem Kreuze hier So tritt du dann herfür! Mein Leben von mir geben, Wenn mir am allerbängsten Wie wohl geschähe mir! Soe um das Herze sein, 7. Ich danke dir von Herzen, o reiß mich aus den Angsten Jehn, liebster Peund, Kraft deiner Angst und Pein! Für deine Todesschmerzen, Da du's so gut gemeint; Ach gib, daß ich mich halte un dir und eins 12— n m Da will ich nach dir blicken Qu 8 3 + In dir mein Ende sei! Da will ich glaubensvoll 8. Wenn ich einmal soll scheiden, Fest an mein Herz dich drücken; So scheide nicht von mir; Wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt 16071676. 9. Erscheine mir zum Schilde, Zum Trost in meinem Tod, Laß schaun zu deinem Bilde Mich in der letzten Not! Mel O Welt, ich muß dich lassen. 10S. Haunr. Isaat? Weltlich. 1536. 1508 —.——.———— —————.——— O Welt, sieh hier dein Le⸗ben am Stamm des Kreu⸗zes SPP schweben, 33 den Tod! Dergro⸗ 360 Fürst der Eh⸗renläßt 2Z6— SSSSS.EEEEIEEE..... wil⸗lig sich be⸗schweren mit Schlägen, Hohn und gro⸗ßemSpott. 2. Tritt her und schau die Plagen, Wie wir und unsre Kinder Die er am Kreuz muß tragen, Und weißt von keiner Missetat. Bis sie der Tod ihm stillt! 4. Ich. 2„Ich, ich und meine Sünden, Aus seinem edeln Herzen Die sich wie Körnlein finden Vor unerhörten Schmerzen Des Sandes an dem Meer Ein Seufzer nach dem andern quillt. Die haben dir erreget I% Das Elend, das dich schläget, 3. Wer ist's, der dich geschlagen, ö Mein Heil, und dich mit Plagen Und deiner Martern großes Heer. So zugerichtet hat? 5. Du nimmst auf deinen Rücken Die Lasten, die mich drücken — 4848111 Viel schwerer als ein Stein; Du wirst ein Fluch, dagegen Verleihst du mir den Segen, Dein Leiden muß mein Labsal sein. 6. Wie bin ich dir verbunden All Augenblick und Stunden ö Zur höchsten Dankbarkeit! e, Was Leib und Seel vermögen, Das bring' ich dir entgegen, Zu deinem Dienst und Ruhm bereit. 7. Nun, ich kann nicht viel geben In diesem armen Leben, Eins aber will ich tun: ö Es soll dein Tod und Leiden, 6. Bis Leib und Seele scheiden, Mir stets in meinem Herzen ruhn. 8. Ich will's vor Augen haben, Mich stets daran erlaben, sei auch, wo ich sei; ds soll mir sein ein Spiegel Mel. Freu dich sehr ꝛc. Leiden und Tod Jesu. 103. 97 Der Unschuld und ein Siegel Der Lieb und unverfälschten Treu. 9. Ich will daran erblicken, Wie ich mein Herz soll schmücken Mit stillem sanftem Mut, Und wie ich die soll lieben, Die mich doch sehi betrüben Mit Werken, so die Bosheit tut. 10. Ich will mich mit dir schlagen Ans Kreuz und widersagen Den Lüsten dieser Welt; Was deine Augen hassen, Das will ich fliehn und lassen Und gerne tun, was dir gefällt. 11. Dein Seufzen und dein Stöhnen Und die viel tausend Tränen, Die dir geflossen zu, Die sollen mich am Ende In deinen Schoß und Hände Begleiten zu der ew'gen Ruh. Paul Gerhardt 1607—1676. 155⁵4. Sei mir tau⸗send⸗ mal ge⸗grü⸗-ßet, Fe-su, der du seldst ge⸗bü⸗ bet der mich je und das, 995 ich — SSPSPSPSS je e-liebt, Ach wie ist mir doch so wohl, wenn ich öů dich e·trübtl ö—— un. . knien und lie⸗gen soll SSSSSSS an dem Kreu⸗-ze, da du stirbest 2——— ———— —* N EE 4 II — I 22.—2 und um mei⸗ ne See⸗le Evang. Gesangbuch. wir- best! —2— — Am Gewissen naget. 9⁸ Passion. 2. Schreibe deine blut' gen 3. Dich, dich will ich ewig halten, Wunden Gib mir, daß ich's ewig kann; Mir, Herr, in das Herz hinein, Schaue meiner Hände Falten Daß sie mögen alle Stunden Und mich Armen freundlich an; Bei mir unvergessen sein! Schau vom hohen Kreuzesstamm Du bist doch mein schönstes Gut, Auf mich nieder, Gotteslamm! Drin mein ganzes Herze ruht; Sprich: Laß all dein Trauern Laß mich hier zu deinen Füßen schwinden, Deiner Lieb und Gunst genießen! Ich, ich tilge deine Sünden! Paul Gerhardt 1607—1676. 5. Schwing dich auf ꝛc. 104. Joh. Crüger. 1653. D.— PIII.II.IIIII T Je⸗ su, mei⸗ner See⸗le Licht, Freu⸗de mei⸗ner Freu⸗den, mei⸗nes Le⸗bens nnnn 35—5 dei⸗nem Lei⸗den! HA=r +— 2—.— Nimaden Dankin Ena⸗den an sür n fiümitüüi A ——— .—. ob ich gleich ihn brin⸗gen kann nur aus schwachem Her⸗-zen! 2. Ich erwäg' es oft und viel, 4. O du wunderbarer Rat, Was dich angetrieben, Den man nie ergründet; Sünder ohne Maß und Ziel O der unerhörten Tat, Bis zum Tod zu lieben, Die man nirgends findet! Daß du Angst, Gewalt und Not, Was der Mensch, der Sünde Knecht, Schläg' und Hohn in Banden, Trotzig hat verbrochen, Lästerung und Kreuz und Tod Büßt der Herr, der doch gerecht— Willig ausgestanden. Wir sind freigesprochen. 3. War es unsre Würdigkeit? 5. Herr, dein Friede sei mit mir, Nur des Vaters Güte, Und auf mein Gewissen, Deine Herzensfreundlichkeit Wenn es zaget, laß von dir Und dein treu Gemüte Trost und Freude fließen! Hat den Segen uns gebracht, Trost ergießt in jedes Herz Daß kein Mensch verzaget, Sich aus deinem Herzen, Wenn der Sünden Meng und Macht Und den bängsten Seelenschmerz Heilen deine Schmerzen. errrretesee — Leiden und Tod Jesu. 99 6. Gib, sobald mein Herz erschrickk 7. Ich will, weil ich mit dir frei Über Straf und Sünde, Werd' im Himmel erben, Daß ich durch dein Wort erquickt Herr, in deinen Armen treu Bald Vergebung finde! Leben und auch sterben, Sieh, ich fall' in ernster Reu Bis man fröhlich sagen wird Mit wahrhaft'ger Buße, Nach den Todesbanden: Mit Begier nach bessrer Treu, Sieh, dein König und dein Hirt, Jesu, dir zu Fuße. Jesus ist vorhanden! Heinrich Held 1620—-1659. Nach eigener Melodie. 105. Wolfgang Weßnitzer. 1661. 1— +—.— 1+——— — dunemn; Mi n Exrr, ,, M e ne .⁷⁴ 24—— +1 V 21.— S———.——— Je⸗ su, mei ⸗ne Le-bens Le⸗ ben, Je ⸗su, der du dich für mich ge⸗ ge⸗ ben in die 2— ö .... 1, en——— 2.. 2— mei⸗ nes To⸗ des Tod, tief ⸗ste See⸗len⸗ not, in das äu-ßer ⸗öste Ver⸗ 1 4*2—.——. 9.——— I—2—•˙·⸗ +—=N IH I.T ꝛv—t—5—.—.—.— 1 7 D L VI.—.——— 11—1.+ D M. I X 2—.—— I.—. 2 der⸗ben, nur daß ich nicht möch⸗te ster⸗ben, tau⸗send⸗, tau⸗send⸗mal sei dir, lieb⸗ster Je⸗su, Dank da⸗ für! 2. Du, ach du hast ausgestanden Um zu setzen mich in Ruh. Lästerreden, Spott und Hohn, Ach, du hast zu meinem Segen Und du gingst in schweren Banden, Lassen dich mit Fluch belegen; Du gerechter Gottessohn, Tausend⸗, tausendmal sei dir, Nur mich Armen zu Lenranlg Liebster Jesu, Dank dafür! Von den argen Sündenketten.. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Düza dich ubdeckt 2 7 Liebster Jesu, Dank dafür! Hast gelitten mit Geduld, 3. Wunden ließest du dir schlagen, Gar den herben Tod geschmecket, Angst und Pein erlittest du, Um zu büßen meine Schuld; Um zu heilen meine Plagen, Daß ich würde freigegeben, 7* —7— 1 100 Passion. Gabst du hin dein teures Leben. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! Für die Wunden, für die Schmerzen, Für den herben bittern Tod, Für dein Zittern, für dein Zagen, Für die tausendfachen Plagen, 5. Nun, ich danke dir von Herzen, Für die Angst und tiefe Pein Herr, für alle deine Not, Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 106. Will ich ewig dankbar sein! Ernst Christoph Homburg 1605—1681. Georg Neumark. 1657. —2.—4—4•f 5—— 3 +—— HE— —6— 2—8—. + 2— —2 Es ist vollbracht! Er ist der Frie⸗de⸗fürst schläftganz mit Frie⸗den, ver⸗schie-den, mein Je⸗sus die Le⸗bens⸗ schließtdie Au⸗gen zu; son- ne geht zur Ruh und sinkt in stil le To⸗des⸗ DEEHNH EES..——— —— nacht. O gro-ßes Wort: Es ist voll⸗bracht! 2. Es ist vollbracht!.— 0 gesprochen. DasLebenswort mußsprachlos sein, Das Herz der Treue wird gebrochen, Den Fels des Heils umschließt ein Stein, Verschmachtet ist die höchste Kraft. O wahres Wort: Es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht, und meine Sünden Verdammen nun mein Herz nicht mehr; Denn Gnade hör' ich mir verkünden Durch Jesu Blut vom Kreuze her; Getilget ist der Hölle Macht. O tröstlich Wort: Es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! Ich will mich legen Zur Ruh in meines Heilands Grab; Die Engel sind allhier zugegen Und steigen bei mir auf und ab; Die Himmelspfort ist aufgemacht. O selig Wort: Es ist vollbracht! Salomo Franck 1659—1725. mein treu⸗ster ich wei⸗ che — ** — Leiden und Tod Jesu. 101 7.— I E TSI..—— DI.—— Je su, nimmmich mit; von 92— 93865—8— Sch + r Ich will an dir, mein Leh⸗rer, 65 E DDiDDiD sehn, Wnn-bet soll recht ge⸗ schehn. 2. Du gehst mit ee und mit Und bist bis in den To betrübt Ach, dies soll mir ans Herze schlagen, Daß ich die Sünde so geliebt. Drum willst du, 2—— 7 Herz voll eu Mein Anfang zum Gebete sei. 3. Du reißest dich von allen Leuten, Du suchst die stille Einsamkeit; So muß auch ich mich wohl bereiten Und fliehen, was meinHerzzerstreut. Laß mich von aller Welt allein Und nur mit dir beisammen sein! 4. Du kniest und wirfst dich hin zur Erden, Fällst nieder auf dein Angesicht. So muß die Demut sich gebärden; Drum rühm' ich Asch und Staub mich nicht, Ich lieg' und beuge mich mit dir Vor meinem Gott in Demut hier. 5. Du greifst voll Zibe und Liebe Dem Vater tief ins treue Herz Und rufst aus stärkstem 8— triebe „Mein Vater, Vater“himmelwärts. Ach, Glaub und Liebe sind mir not, Sonst ist mein Leben kalt und tot. 6. Geduldig Lamm, wie hältst du stille, Hältst im Gebete dreimal an! Es ist dein heilig guter Wille, Ich soll so tun, wie du getan. Gott hilft nicht stets aufs erste Mal, Drum fleh' und ruf' ich ohne Zahl. 7. Dein Wille senkt sich in den Willen Des allerbesten Vaters ein; In ihm muß auch mein Herz sich stillen, Wofern ich will erhöret sein. Drum bet' ich in Gelassenheit: Was mein Gott will, gescheh' allzeit. 8. Obgleich die Jünger dein vergessen, Gedenkst du doch getreu an sie, Und da dich alle Martern pressen, Sorgst du für sie mit höchster Müh. Mein Beten bleibet ohne Frucht, Wenn es des Wathie 04. nicht ucht. 9. Du, Herr, erlangest auf dein Flehen Trost, Kraft, Sieg, Leben, Herr⸗ lichkeit; Und so wird's auch mit mir ge⸗ schehen, Daß ich zur angenehmen Zeit Auf ernstlich Beten freudenvoll Den gleichen Segen ernten soll. — 102 Passion. 10. Mein Jesu, hilf mir so zu beten, Wie mich dein heilig Vorbild lehrt! Und will So kann ich frei zum Vater treten Mach eigener 108. Und werde stets von ihm erhört, So bet' i—4 zum Himmel ein ir ewig dankbar sein. Joh. Mentzer 1658—1734. 1745. 1784. ů ————— . O Lie⸗be mei· ner Lie⸗be, du erwünschte Se⸗lig⸗keit, die dubichaus höchstem Triebe in le Leid dei⸗nes Leidens mir zu — 22— 9375 als ein Op⸗fer ein⸗ ge⸗stellt und bezahlt mit deinem Blu⸗te 2. Liebe, die mit blut'gen Tränen An dem Olberg sich betrübt; Liebe, die mit heißem Sehnen Unaufhörlich treu geliebt; Liebe, die den eignen Willen In des Vaters Willen legt Und, um Gottes Zorn zu stillen, Gern die Last des Kreuzes trägt! 3. Liebe, die mit starkem Herzen Allen Spott und Hohn gehört; Liebe, die voll Angst und Schmerzen Blieb im Tode unversehrt; Liebe, die sich liebend zeiget, Da der Atem geht zu End; Liebe, die sich liebend neiget, Als sich Leib und Seele trennt! Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 109. al ⸗le Mis⸗se⸗tat der Welt! 4. Liebe, die für mich gestorben Und ein immerwährend Gut An dem Kreuze mir erworben, Ach wie tröstet mich dein Blut! Ach wie dank' ich deinen Wunden, Schmerzensreiche Liebe du, Wenn ich in den letzten Stunden Sanft an deinem Herzen ruh'! 5. Liebe, die sich tot gekränket Und für mein erkaltet Herz In ein kaltes Grab gesenket, Ach wie dank' ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, Daß ich ewig leben kann! Die du mir das Heil erworben, Ew'ge Liebe, nimm mich an! Elisabeth von Senitz 1629—1679. Georg Neumark. 1657. H—.—. ———— . Gott· loblder Weg ist nun ge⸗bah⸗ 2255 auf ihn ge⸗stützt, von ihm mein Je⸗sus er ⸗mah⸗ net be⸗tret' ich Leiden und Tod Jesu. e T=—— 3———.————..—. I ge⸗het selbst vor an; freu⸗dig sei⸗ ne Bahn. Er ru⸗-fet sel⸗ ber: Fol ⸗ge 4.—.— — 2 SEe + E ,... —.—..— I mir! Ich folg, 0 zie ⸗he mich nach dir! 2. Wie willig gibst du hin dein Leben! Du gehst mit Freuden in den Tod, Da siehet man kein Widerstreben, Du scheuest nicht die größte Not; Du siehst vor dir das eitand uich Und weichest doch, o Heiland, nicht. 3. Wir gehn, so sprichst du auf dem Wege, Es drängt dich W mit Ge⸗ walt; Es warten auf dich Schmach und Schläge, Und doch sprichst du W5 komme ald. Dein Sterblied ist ein Lobgesang, Dein Gang zum Tod ein Sieges⸗ gang. 4. So ich nun will dein Jünger heißen, Muß ich in deinen Spuren gehn Und mich nicht lassen von dir reißen, Wenn Not und Dash gleich ent⸗ tehn. Wer sich nicht selbst verleugnen kann, Den siehst du nicht als Jünger an. — Meinen Jesum lass' ich nicht. 5. Nimmst du das Kreuz auf dei⸗ nen Rücken, So rufst du mir auch: Folge nach! Ich will mich auch darunter bücken, Ich achte künftig keine Schmach; Es wird dein Leiden, Kreuz und Pein Mir dennoch lauter Ehre sein. 6. Wie sollt' ich mich auf Rosen weiden, Da deine Stirne Dornen trägt? Ein Glied muß mit dem Haupte leiden, Wie schwer auch Trübsal auf uns chlägt. Der Herr erduldet solche Pein, Der Knecht wird ja nicht besser sein. 7. So will ich leiden,— gib mir Stärke, Zu leiden, was du mir bestimmt!— Weil ich mir das zum Troste merke, Daß alles Kreuz ein Ende nimmt. Die Dornenkrone hab' ich hier, Die Siegeskrone dort bei dir. Benj. Schmolck 1672—1737. 110. 1 See ⸗le, geh nach Gol⸗ ga ⸗-tha, na⸗- he dich zu ——22:2.— 104 Passion. — IIEEEE EE. + + 2.——.——.. 2. I Je-su Kreu ⸗ ze und be⸗ denke, was dich da 4 — 1—— 1 II P E E E EEE 5.5.———— ‚.... für ein Triebzur Bu-ße rei ⸗ ze! Nur ein har⸗tes 0—— E. IN +———— + + II —5 1—*— 4— Ir E.· 14....—.ꝛ.— NE⸗ 1 1 II I 0*——4—.———‚—IIl 2. Schaue doch das Jammerbild Zwischen Erd und Himmel hangen, Wie das Blut in Strömen quillt, Daß ihm alle Kraft vergangen! Ach der übergroßen Not: Jesus sinket in den Tod! 3. O Lamm Gottes ohne Schuld, Alles das hab' ich verschuldet, Und du hast aus großer Huld Pein und Tod für mich erduldet! Daß ich nicht verloren bin, Gibst du dich am Kreuze hin. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, Ich verehre deine Liebe; Schaue von des Kreuzes Stamm, Wie ich mich um dich betrübe! Dein für mich verblutend Herz Setzt mich in den tiefsten Schmerz. Nach eigener Melodie. 5. Ach, was kann ich tun für dich? Ich will dir mein Herz ergeben. Herr, laß mich beständiglich Unter deinem Kreuze leben! Wie du mein, 5 will ich dein Lebend, leidend, sterbend sein. 6.Kreuzige mein Fleisch und Blut, Lehre mich die Welt verschmähen: Laß mich dich, du höchstes Gut, Immer vor den Augen sehen, Führ in allem Kreuze mich, Wie du willst, nur seliglich! 7. Endlich, laß mich meine Not Auch geduldig überwinden! Nirgends sonst soll mich der Tod Als an deinem Kreuze finden. Wer sich dies zur Zuflucht macht, Spricht getrost: Es ist vollbracht! Benj. Schmolck 1672—1737. Joh. Georg Söhnlin. 1836. Der am Kreuz ist mei ⸗ne Weg, ihr ar⸗gen Sün⸗den⸗trie ⸗be, Lie-be, mei⸗ ne Lieb ist Welt und Fleisch mit Leiden und Tod Jesu. sus Christ. i List! Eu⸗ re Lieb ist nicht von Gott, eu ⸗ re — H — Len E E. ————3‚‚...— — 2———.—————— Lieb ist gar der 35 Der am Kreuzist . mei⸗ne Lie⸗ ——— ‚ —— 2 be, 2. Der am Kreuz ist meine Liebe; 97 Frevler, was befremdet dich, Daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich; So ist er mein Friedensschild, Aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. „ 3. Der am Kreuz ist meine Liebe; Sünde, du besiegst mich nicht! Weh mir, wenn ich den betrübe, Der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt' ich nicht Gottes Sohn, Trät' ich nicht sein Blut mit Hohn? — Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe; Sündenangst, nun schweige du! Gott zeigt seine Liebestriebe Und schenkt meinem Herzen Ruh, Denn es floß ja mir zu gut weil ich mich im Glauben ü ⸗ be. Seines Sohnes teures Blut. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe. Keine Trübsal noch so groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, Nicht macht mich von Jesu los, Nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 6. Der am Kreuz ist meine Liebe; Nun ist auch der Tod mein Freund. Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, Wird mein Jesus mir vereint; Da, da schau' ich Gottes Lamm, Meiner Seele Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. Verfasser unsicher(Joh. Greding? 1676—1748). Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 112. Wolfgang Weßnitzer. 1661. SEN 1—— 2—.— 2 1 45—2——— 1———.—— H—————.————— 4 + 6616— Mitt-ler, al le Kraft der Wor⸗ te, die du vor der off nen To⸗-des ⸗- pfor-te, soll auch 106 Passion. 6———.———— SDSSSSSS....... sprachst in ho⸗ her Pein; ‚ ö mir zum Se⸗gen sein, mir mein Trost, wenn ich einst ö— —— I .———— 1— schei⸗de, mei⸗ner See⸗ le Lust und Wei-de. Nun ich so ge⸗rü-stet bin, kann ich froh zum Him-mel ziehn. 2.„Vater,“ batest du,„laß diesen 5.„Ach, warum bin ich verlassen, Ihren blinden Frevel nach!“ O mein Gott, mein Gott, von dir?“ Edle Langmut, sei gepriesen! Jesu, wie ist dies zu fassen? Ich auch will nicht eigne Rach Klagst du so, wie geht's dann mir? Wider meinen Nächsten hegen Durch dein Klagen, durch dein Und mir selbst den Weg verlegen. Ringen Jesu, deine reiche Huld Willst du meine Seele bringen, Tilge mein' und seine Schuld! Trotz der Sünden Scheidewand, 3. Kiebreich wiesest du dem Jün⸗In des Himmels Ruhestand. ger 6. Aber, welch ein heißes Dürsten An dem blut'gen Kreuze, du Klagt der ausgedörrte Mund Großer Friedenswiederbringer, Meines reichen Lebensfürsten Deine arme Mutter zu. Noch in der Vollendungsstund! Gib, daß die, so ich verlasse, Mir bei meiner Lippen Lechzen Treue Liebe auch umfasse, Und bei meiner Seele Achzen, Und in deiner Lieb und Treu Wenn kein Trost sonst in der Welt, Eins des andern Zuflucht sei! Bleibt zum Labsal dies bestellt. 4.„Heute“— welch ein tröstlich 7. Nun, nun ist das Heil er⸗ Heute!— worben, „Heute“, sprachst du,„soll gewiß Denn du sagst:„Es ist vollbracht!“ Deine Seele nach dem Streite Jesu, eh' du noch gestorben, Sein mit mir im Paradies!“ Leuchtet schon die Siegesmacht. Dieses lasse wie dem Schächer Laß nun immerhin geschehen, So auch mir, o Todesrächer, Was an Schmerzen auszustehen; Bricht der Augen matter Schein, Du, Vollender, bist in mir Meiner Seele Leitstern sein! Und vollendet ich in dir! — 2 FF— ö EEE—.— 1283.—. f—— 2—.. 4.——.—— 1 ů— 1 nt—.———— . Sü— 459½ rH—— aun 19—3—..——— 2——3 ED— 22— F u* Leiden und Tod Jesu. 107 8.„Vater,“ rufst du,„ich befehle 9. Jesu, deine hohen Worte Deinen Händen meinen Geist.“ Fühl' ich froh in meiner Brust. Scheidet einst auch meine Seele, Ja, zum schönen Freudenorte, So vertritt mich allermeist! Dessen Trost mir nun bewußt, Wenn der letzte Zug vorhanden, Will ich mich mit dir erheben, Lös mich aus des Todes Banden, Dort bei dir, o Heiland, leben. Nimm, Herr, deines Pilgrims wahr, Zu der Sel'gen frohem Chor Stelle mich dem Vater dar! Heb, o Retter, mich empor! Nach Joh. Albrecht Bengel 1687—1752. Mel. Herzliebster Jesu. 113. äim Crüger. 1640. —2.5——— 2 2—2..—— 2.—.—— 1—. 365r.—— 2.—— Herr, stärke mich, dein Leiden zu be den⸗Len mich in das .SP....... ö— E Y—*——— H—— 2.———2— en, ee de, dir H 1— D‚I.— al⸗ler Schuld des Bo sen uns zu er⸗ lö-sen! 2. Vereint mit Gott, ein Mensch Gott ist die Lieb und läßt die Welt gleich uns auf Erden erlösen. Und bis zum Tod am Kreuz ge⸗ Dies kann mein Geist mit Schrecken horsam werden, und Entzücken An unsrer Statt gemartert und Am Kreuz erblicken. Die Einbe Kunen: 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder, 3. Welch zore rt,3 Hochheiltges Es stürzt mich tief und es erhebt Geschäfte! mich wieder, Sinn' ich ihm nach, so zagen meine Lehrt michn mein Glück, macht mich Kräfte, aus Gottes Feinde Mein Herz erbebt; ich seh' und ich Zu Gottes Freunde. empfinde ö Den Fluch der Sünde. 6. O Weiert uchlurh dessen 4. Gott ist gerecht, ein Rächer Ich liege hier vor dir gebückt im alles Bösen; Staube, + ö ö ö 108 Passion. Verliere 2.—.— dankendem Ge⸗ 9. Unendlich Glück! Du littest müte uns zu gute, In deine Güte. Ich bin 4 mit deinem teuern 7. Laß deinen Geist mich stets, lute. mein 5 eiland lchren Du hast mein Heil, da du für mich ö Dein göttlich Kreuz im Glauben Am Kr gestorben, zu verehren, m Kreuz erworben. Daß ich getreu in dem Beruf der Liebe 10. So bin ich denn schon selig Mich christlich übe! hier im Glauben; 8. Das Gute tun, das Böse So wird. nichts, nichts meine fliehn und meiden, So werd 1h. 19 1—— lichkei x Herr, diese Pflicht lehrt mich dein III chen on Herrlichkeit heilig Leiden Einst ewi leben ů Kann ich zugleich das Böse mir n erlauben Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Und an dich glauben? —..——.——— SST?T?T:T᷑T!TZCTCTCTATATAT᷑TDTDTDTDTDTSDTDT&GCGLGLQKô—F—:᷑qb6nässs TDTDTDTEUDTFEUDUDUEUHUAUAUDAUDWDSPTPTSTATTWTWTTTTTTTTTTTTTTS —————— Wel. Wie groß is des Allmͤcht'gen ꝛe. II11. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. W'é + ne e I.— +.— m — FWtt. H hrHxn, ——— SSIAIIIet—.——*— M Laß mir die Fei⸗er dei⸗ner Lei⸗den, o mein Er⸗— Sie leh- re mich die Sün⸗de mei⸗den und dir mein EEA ED irt́, —5—————.————— U1 ö *———— IIIII. ö lö⸗ser, hei⸗lig sein! di IIteni ö n! dir, des⸗sen Blutfür mich ge⸗flos⸗ 7 ö gan⸗zes Le⸗ben weihn,' sesen Biuif ch ge ⸗flos⸗ sen, — .——— derenm nn nn kenrEx HE IIiiEEEEE—— S„5.‚..‚‚.‚— 2*— 1„—.——.—.————1— 14— des Herz für mich noch ster⸗bend schlug, und der so ru⸗hig Q 4 4 4* 4 X—— DiñIIRI——.— lun mmt n —.—2 2. + IJ. 2 9ꝗυ 2 V.—* +*. 1.——...—— I..— I und ent⸗schlos⸗sen auch mei- ner Sün-de Stra-fe trug. ö ö ern ich Mel. Die Tugend wird ꝛc. Leiden und Tod Jesu. 109 O der: 1704. 2 N N— , d dn—I— 7 N 2 +— + 2* 4 K —— 1 2.— + 1 ——.——— .* 2* 2* Laß mir die Fei⸗ er dei ner Lei⸗den, Sie leh⸗re mich die Sün⸗de mei⸗den o mein Er⸗ und dir mein ——.———— lö-ser, hei⸗lig sein! gan⸗zes Le⸗ben weihn, — dir, des⸗sen Blut für mich ge⸗flos⸗sen, + *+.——.— 21*——— EEEE EE EE E.· N. en F 1+.——1.— G— H—.——.—2— V 22 2 6 4 2*.* des Herz für michnoch sterbend schlug, und der so ru⸗hig 9 rr——.———A—— E——.————— .—ᷣ —— und ent⸗ schlos⸗sen 2. Ja, in den stillsten meiner Stunden Will ich nach deinem Kreuze sehn Und dich, o Herr, f5 deine Wun⸗ en Mit tief gerührtem Dank erhöhn. O laß mich deine Huld ermessen, Womit dein Herz af 55 um⸗ aßt, Und nie im Undank es vergessen, Was du für mich gelitten hast! 3. Mir sollen diese Feierzeiten Der größten Liebe heilig sein; Still soll dein Kreuz mich stets begleiten Und jede meiner Stunden weihn, Nach eigener Melodie. auch mei⸗ner Sün⸗de Stra⸗se trug. Dein Leiden sei mein höchster Segen, Dein Tod mein seligster Gewinn. Mein Herz schlägt dir voll Dank entgegen, Daß ich durch dich erlöset bin. 4. Bleibt mir zu allen Zeiten teuer, Gethsemane und Golgatha, Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Der allergrößten Liebe sah! Nach euch will ich voll Andacht schauen, Wo mein Erlöser litt und starb, Auf ihn allein will ich vertrauen, Der mir die Seligkeit erwarb. Christoph Georg Ludw. Meister 1738—1811. 115. Justin Heinr. Knecht. 1793. *. P———— 133..———— — 7n SSESSSSS 7Ach sieh ihn dul⸗den, blu⸗ten, ster⸗ben! O mei⸗ne See⸗le, Sieh Got⸗ tes eig⸗ nen Sohn und Er ⸗-ben, wie mäch⸗tig ihn die 11⁰ Passion. ..— ö— 5.— DDD— We sag ihm frommen Dank! Men⸗ chen⸗lie⸗be drang! Wo ist einFreund, der je was H*——— —. e—..‚.e.“.: 5 V— er ge⸗tan, der so wie er für Sün⸗-der ster⸗ben kann? 4 2. Wie dunkel— Kann ich unmöglich bt verloren unden, ein; O Herr, und welche 21. 19 7 Wenn Sonne, Mond und Erde H en dich! untergehn, 8 Wie quoll das Blut War Dan So bleibt mir u ewig unden tehn. Und ach, es floß 4.27 0 5. Ja, mir zum 2. dir A zur Ehre— Und ruft noch heute Dend e, Gereicht dein ganzer nin dein 8 reuzestod; Daß du mich liebst, du treuer Hei⸗ Bestätigt ist nun deine Ider land du! Ich baue fest darauf in jeder Not. 3. So sollt' es Pitade mußtest Ws 3. 33*0 Ruhm W eiden, U Dein Tod macht 2255 des Lnd. Iü Ehnentunt. AV iebe kund, 4.* 11 IJ Er wird für mich ein Quell der 6. O Herr, dein Vorbild soll Freuden mich lehren, Ein Siegel auf den ew'gen Frie⸗ Die Unschuld sei 1101 Aulad: densbund. Gern will ich dei Slimn 25 So wahr dich Gott für mich zum ern will ich deine Stimme hören Opfer gibt Und willig tun, was mir dein ich nort. Wort gebeut; 2 Eofisten Wͤilich lieh. Die Dankbarkeit dringt innigst mich dazu,— 4. Dein bin ich nun und Gottes Wer hat es mehr um mich ver⸗ Erbe, dient als duꝰ? Ich seh' getrost ins Aaterher hin⸗ 7. Nimm hin den Dank für deine Plagen, Wenn ich nun leide. wenn ich Mein Retter, den die treue Liebe 7 sterbe, bringt! big Noch heißern Dank will ich dir sagen, Wenn dich mein Geist im Engel⸗ chor besingt; Mel. Wer nur den 98668 Gott ꝛc. 116. Leiden und Tod Jesu. 111 Dann stimmen alle Sel'gen fröh⸗ lich ein, Der ganze Himmel soll dann Zeuge sein! Joh. Timoth. Hermes 1738—1821. Georg Neumark. 1657. A .. 4 —2*. Ich sen⸗-ke mich in dei⸗ne Wunden, ich sen ⸗ke wenn in der Bu-ße Trau⸗er⸗ stun⸗den die Sün⸗de AA— T= murun—.——— r, ,„, a.—— mich in dei ⸗nen Tod. ich schaue dei ⸗ne Schmerzen mir Ver⸗dammnis——5 + 2. All Weh will ich in dich ver⸗ senken, Will teilen deine bittre Not Und hier an keine Rosen denken, Wo dir der Acker Dornen bot; Ich sprech' auf meiner Kreuzesbahn: Das hat man Gottes Sohn getan. 3. Flößt die verbotne Lust dem Herzen Ihr Gift mit süßen Reizen ein, So geh' ich ein in deine Schmerzen Und töte sie durch deine Pein; Seh' ich dein Hüe deine Schmach, So scheu' ich, was 5 6. dir 4. Will keine Sonne mehr mir scheinen, Und schweb' ich in Verlassenheit, an umndweiß, bu hast ge⸗ nug ge tan. So denk' ich, wie die Schar der Deinen, Wie Gott selbst dich verließ im Streit; Mit dir wird Nacht zum Morgen⸗ schein, Bei dir ist kein Verlassensein. 5. Will einst des Todes Pfeil mich schrecken, Und macht mir 1. Wiach Grabes t acht, So hoff' ich ihn mit dir zu schmecken, Der mir Unsterblichkeit gebracht. Wer mit dir stirbt, der lebt zu⸗ gleich, Sein Sterben wird zum Himmel⸗ reich. 6. So will ich die Gemeinschaft üben, S.....e....: 11²2 Paffion. Aus deren Leid mir Freude grünt; Durch die du Segen mir verdient⸗ Könnt' auch die Marter mich be⸗ Ich geh' in deine Leiden ein; trüben, Mit dir vereint heißt selig sein. Joh. Friedr. von Meyer 1772—1849. Mel. Herr und Altster ꝛc. 117. Weltlich. 1784. * S L. e—— Ei⸗ nes wünsch'ich mir vor al⸗ lem an ⸗dern, se lig läßt's im Trä-nen-tal sich wan⸗dern, .—— 2— ö.— SSI...... —2 SSS———IIT—— ei-ne Spei⸗se früh und spät; wenn dies Ei⸗ ne mit uns geht: un⸗ ver⸗rückt auf ei⸗ nen 0— ö ů 2————— E—— 9 S......... I IIIIIII I— II 4 4 + — n Lnennn warer dann ere ann——— schau⸗en, der mitblut gemSchweiß und To⸗ des⸗grau⸗en SEEEEEEEEEEEEEE auf sein Ant-litz nie⸗der⸗sank und den Kelch des Vaters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen Trugest du mit mir Geduld; stehen, Hattest längst nach deinem Schaf Wie er als ein stilles Lamm getrachtet, Dort so blutig und so bleich zu sehen, Eh' es auf des Hirten Ruf geachtet, Hängend an des Kreuzes Stamm, Und mit teuerm Lösegeld Wie er dürstend—2 i. meine Mich erkauft von dieser Welt. eele, 4. Ich bin dein! Sprich du darauf Daß sie ihm zu seinem 0180 nicht dein Amen! Und dann auch an mich gedacht, Treuster Jesu, du bist mein! Drücke deinen süßen Jesusnamen 2er ef Ei istinr Brennend in mein Herz hinein! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nicht Mit dir alles tun und alles lassen, vergessen In dir leben und in dir erblassen: Meine Schuld und deine Huld! Das sei bis zur letzten Stund Als ich in der Finsternis gesessen, Unser Wandel, unser Bund! Albert Knapp 1798—- 1864. HR HRH HRE ESIEEE SEOOS HE Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. Leiden und Tod Jesu. 11³ 118. 1535. iI I.... —— Du schaust wohlChristi Lei⸗den an und denkst in dei⸗nem das hat der Herr für mich ge⸗tan, daß ich bei Gott ge⸗ —— —— — — e — +— H — 1— 4**. Hd — ——— — + ö .— mei⸗ e Smndeußhuld die mich zu Bo⸗ den drü⸗cket. 2. Doch hast du Zdacht⸗ ge⸗ Daß dir sein bittres Sterben Nur dann allein hat Heil gebracht Und Rettung vom Verderben, Wenn du mit ihm, der für dich stritt Und bittern Tod am Kreuz erlitt, Der Welt bist abgestorben 3. Da wo dein Schatz ist, sei dein Herz! O sieh, voll Blut und Wunden Hängt Gottes Sohn in Qual und Schmerz Ans Marterholz gebunden! So geh mit deinem Herzen ein In deines Herren Angst und Pein Und stirb, wie er gestorben! Evang. Gesangbuch. 4. Ja, streite mit ihm, wieer stritt, Und teile seine Wunden, Und leide mit ihm, wie er litt, Bis du nach bangen Stunden Darfst rufen mit 220 durch die t a Von seinem Kreuz:Es ist vollbracht! Dann erst bist du gerettet. 5. Ein ew'ger Friede folgt dem Streit, Dem Tod ein ew'ges Leben, Und ewige Gerechtigkeit Wird dir dein Heiland geben, Der freundlich ruft: Mein Leid⸗ genoß, Das Blut, das ich für dich vergoß, Tilgt alle deine Sünden! Julius Sturm 1816—1896. —„ R n......:ιπν⁷— 10 Passion. Jesu Grablegung. Nach eigener Melodte. 119— 1628. E 2—IJI— +.—— —.— EH-——— . 1.—— O Traurig⸗keit, o Her⸗ze⸗leid! Ist das nichtzu be⸗kla⸗ gen? I.— 4+— ——————— dn den ririerrerere, wirnn ee, V...—.———— 2.—— 7 I ——433—.———— Gott des Va⸗ters ei⸗ nig Kind wird ins Grab ge ⸗ tra⸗ gen. 2. O große Not, 4. O selig ist Der Herr liegt tot! Zu aller Frist, Am Kreuz ist er gestorben, Der dieses recht bedenket, Hat dadurch das Himmelreich Wie der Herr der Herrlichkeit Uns aus Lieb erworben. Wird ins Grab gesenket! 3. O Menschenkind, 5. O Jesu, du Nur deine Sünd Mein' Hilf und Ruh, Hat dieses angerichtet, Ich bitte dich mit Tränen: Da du durch die Missetat Hilf, daß ich mich bis ins Grab Warest ganz vernichtet! Nach dir möge sehnen! Joh. Rist 1607—1667. Mel. O Traurigkeit. 120. 1628. IIS —.— 3 I 4.=2——— — +——II..— ꝗꝗS 1——.—— So ru⸗hest du, o mei⸗ne Ruh, in dei⸗nes Grabes Höh⸗le I ö—— 1—.— 1———— HN x + 2——— ö 2 ͥ7ù 1————— und erweckst durch dei nen Tod mei⸗ne to⸗ te See-le. 2. Man senkt dich ein 3. O Lebensfürst, Nach vieler Pein, Ich weiß, du wirst Du meines Lebens Leben; Mich wieder auferwecken; Dich hat jetzt ein Felsengrab, Sollte denn mein gläubig Herz Fels des Heils, umgeben. Vor der Gruft erschreckenꝰ 4. Si Ein Kã Da ichf Weil ich Tod un 5. Ne Der Lei Doch w Mel. Sollt Leiden und Tod Jesu. 4. Sie wird mir sein Und mit dir, o Herr, verklärt Ein Kämmerlein, Ein zum Himmel gehen. Da ich im Frieden liege,—— 1. nun durch deinen Tod Wei 2.— 0 ich, nd Grab besiege. ein Jesu, di ö sie In meine Seele senken B. Nein, nichts verdirbt, Und an deinen bittern Tod Der Leib nur stirbt, Bis zum Tod gedenken. Doch werd' ich auferstehen Salomo Franc 1659—1725. Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht singen. 121. Joh. Heinr. Böhner? 1785. ——— 2 g 15„——.— SDSPSPSPISPSISISIPIIIIIIIIII I——— W N-men, dei⸗nes Gra⸗bes Frie⸗de wird auch un ⸗ser wenn wir von der Wallfahrt mü⸗ de ruhn, um fro⸗-her V——— 4 —.—..———.— 4 + 2 — — 2—..— 1. + 2.13— 2—4 4 2 +1 Grab durchwehn, Amen, Fürst der Auf⸗er-ste⸗hung, der des auf⸗ zu⸗- stehn. +— 4„ 4—ñ— 2—.— 2W591———— —— 4—— 6———— ———————————————— Gra⸗bes Sie ⸗gel brach, zieh durch Grabund Tod uns nach a— N N +———Dü— I— —9. ———‚‚‚.‚e‚‚——. 3ů— j— +* zu der Hei-li- gen Er⸗ hö- hung, wo dem Lamm, das 6— ‚——— H SSSSISESEIII.... ————— 12— uns ver⸗söhnt, al ler Him-mel Lob-lied tönt! Oder: Mel. Lasset uns den Herren ꝛc. Joh. Schop. 1641. S.................... ———— ö uqis 7 *—— ĩ—— W A⸗-men, dei⸗nes Gra⸗bes Frie⸗de wird auch un ⸗ser wenn wir von der Wallfahrt mü-de ruhn, um fro⸗ her 8* Ns 1— IRMR— E— ——..— 1•.r.— —— Grab durch⸗wehn, e auf-zu ⸗stehn. A-⸗men, Fürst der Auf⸗-er-ste⸗hung, 4.—— SSPSPSSISSSISSIIIIIII der des Gra⸗bes Sie⸗gel brach, zieh durch Grab und Tod uns EAE————7—— ..——— 5 Æ nach zu der Hei⸗- li⸗- gen Er⸗ hö-hung, wo dem ..SSSSS.... r Lamm, das uns ver⸗söhnt, al⸗ler Him⸗mel Lob⸗ lied tönt! 2. GroßerErstling deiner Brüder, Weil du auferstanden bist, Ja, du ziehest uns nach dir; Werden dich, Herr Jesu Christ, Du, das Haupt, ziehst deine Glieder; Einst in deiner Klarheit sehen. Weil du lebst, so leben wir. Unsre Herzen harren dein; Ja, wir werden auferstehen, Amen, ewig sind wir dein! Bernh. Garve 1763—1841. Mel. O Traurigkeit. 122. 16²8⁸. SE Nun 35 du zur Sabbatsruh ins stil⸗le Grab hin- ü⸗ber; f— +—.— H 4—— e e Hi dei⸗ne Ar⸗beit ist ge⸗-tan, all dein Leid vor ü⸗ber. 260 2. Nichts kränkt dich mehr, 3. O Erdengruft, Fried ist umher; Du dunkle Kluft, Dein Herz hat ausgeschlagen, Wie heilig und voll Segen Das im heißen Kampf für uns Wurdest du, seit Gottes Sohn Unsre Sünd getragen. Hat im Grab gelegen! 0 7928⏑ II H HTs LII Ostern. 4. Wie selig ruhn 6. Herr, führe du Die Toten nun, Zur Sabbatsruh Die in dem Herrn verschieden! Die tiefbetrübten Seelen, All ihr Werk folgt den⸗ nach, Die um ihre Sündenlast Ja, sie ruhn in Frieden Sich in Reue quälen! 5. O Sabbatsruh, 7. Laß deiner Herd, Durch welche du O Heiland wert, Uns jede Ruh erworben, Bald ihren Sabbat kommen, Wo du wie ein Saatkorn lagst Wo sie allem Kampf und Leid In der Erd erstorben! Ewig ist entnommen! Viktor Friedr. von Strauß 1809—1899. VIII. Ostern. Mel. Du, des sich ꝛc. 123. 17. *— +— e, wuinn e r. D— —2. + +2——..——— Früh morgens, da die Sonn auf⸗geht, mein Heiland Christus ̈́——.— 2 auf⸗ er⸗steht. Ver⸗trie⸗ben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Q N +*. V— + I.— 4 H .— 12——.* 2— 2. 2———— I 220 n n IEII Le⸗ben wie⸗derbracht. Hal⸗ le-lu⸗ ja! 2. O Wunder groß, ů Und stürb' gleich alle Welt mir ab, G'nug, daß ich Christum bei mir Wo ist ein Feind, den uicht fällt? hab'. Kein Angststein liegt so schwer auf Halleluja! mir, 0— lzt 4. Für diesen Trost, o großer Held, Hallenal 255 Deizens 15 Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir mit größerm Fleiß 3. Lebt Christus, was bin ich Erheben deinen Ruhm und Preis. ö betrübt? Halleluja! Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Joh. Heermann 1585—1647. 118 Mel. Mein Herzens⸗Jesu. 124. Peter Sohrlen). 1668.— Q——— E— 7—5. SE- n rer d an Bus 2———.— +——3— Wach auf, meinHerz, die Nachtist hin, die Sonn ist auf⸗ge⸗ Er-mun⸗tre dich, mein Geistund Sinn, den Hei⸗land zu emp. +— 23 II——.———— —.—.—*De...—.— L 1——06—.0 —.—.0——0—— gan⸗gen! der he u-te durch des To-⸗des Tür ge⸗bro⸗ fan ⸗gen, Tür ge· bro⸗hn Q—— 4 .—.——.—.—— SSDSSDSDRRRDRDRRRRREEEEEREE aus dem Grab her⸗für der gan⸗zen Welt zur Won⸗ne! 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf Und such ein neues Leben, Vollführe deinen Glaubenslauf Und laß dein Herz sich heben Gen Himmel, da dein Jesus ist, Und such, was droben, als ein Christ, U Der geistlich auferstanden! 3. Vergiß nun, was dahinten ist Und tracht nach dem, was droben, Damit dein Herz zu jeder Frist Zu Jesu sei erhoben! Tritt unter dich die böse Welt Und strebe nach dem Himmelszelt, Wo Jesus ist zu finden! 4. Drückt dich ein schwerer Sor⸗ genstein, Dein Jesus wird ihn heben; Es kann ein Christ bei Kreuzespein In Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn Und sorge nicht, er ist nicht fern, Weil er ist auferstanden! 7 5. Wohlauf, mein Herz, fang ar den Streit, Weil Jesus überwunden! Er wird auch überwinden weit In dir, weil er gebunden Der Feinde Macht, daß du aufstehs nd in ein neues Leben gehst Und Gott im Glauben dienest. 6. Ach mein Herr Jesu, der du bist Vom Tode auferstanden,— Rett uns aus Satans Machtund Lis Und aus des Todes Banden, Daß wir zusammen insgemein Zum neuen Leben gehen ein, Das du uns hast erworben! 7. Sei hochgelobt in dieser Zeit Von allen Gotteskindern Und ewig in der Herrlichkeit Von allen Überwindern, Die überwunden durch dein Blut! Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut. Daß wir auch überwinden! Laurentius Laurenti 1660—1722. fang ar treit, weit aufstehst ehs iest. dubit und List n, tein , er Zeit t Blut! d Mut. 17²². Ostern. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 125. 1687. L —0 x ——— SS + * * „ 2 + , 5•.— — Zwei der Jün-ger gehn mit Seh⸗nen ü⸗ ber Feld nach ih re Au⸗gen sind voll Trä⸗nen, ih re See⸗len ———— + .‚‚..— L,, dn 22.——D 11——. x Em⸗ ma- us, und sie wech⸗seln Kla⸗ ge⸗ wor⸗te; 2 C doch es ist von ih- rem Or-te schon der Mei ⸗ster A + —— I I 1—F *Ee 6—.—;—.——— IAH f———.— gar nicht weit und ver⸗-treibt die Trau-rig-keit. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen Ihrem stillen Kummer nach, Sie bejammern ihre Schmerzen, Ihre Not und Ungemach. Mancher wandert gar alleine, Daß er zur Genüge weine; Doch mein Jesus ist dabei, Fragt, was man so traurig sei. 3. Wenn zwei Seelen sich be⸗ sprechen, Nimmt er liebend daran teil, Er bemerket die Gebrechen, Spendet Trost und bringet Heil. Denn er kann uns nicht versäumen, Wie wir glaubenslos oft träumen, Er hat alles im Gesicht, Seine Treu verläßt uns nicht. 4. Jesus ist mir nachgegangen, Wenn ich meiner Eitelkeit Kommt die Welt mich anzufeinden, Und der Sünde nachgehangen. O der unglücksel'gen Zeit, Die ich Armer so verloren! Doch er hat mich neu geboren, Jesus hat an mich gedacht Und das Schäflein wiederbracht. 5. Oft schon hab' ich's auch emp⸗ funden, Jesus läßt mich nicht allein, Jesus stellt zur rechten Stunden Sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich in Leid verzehre, Gleich als ob er ferne wäre, O so ist er mehr als nah Und mit seiner Hülfe da. 6. Treuster Freund von allen Freunden, Bleibe ferner noch bei mir; 120 Ostern. Ach so sei du auch allhier! Wenn mich Trübsalswetter schrecken, Wollst du mächtig mich bedecken! Komm in meinem Geist zu ruhn; Was du willst, das will ich tun! 7. Bin ich traurig und betrübet, Herr, so ruf mir in den Sinn, Daß mich deine Seele liebet Und daß ich der Deine bin! Laß dein Wort mich fester gründen, Laß es auch mein Herz entzünden, Daß es voller Liebe brennt Und dich immer besser kennt! 8. Tröst auch andre, die voll Jammer Einsam durch die Fluren gehn Oder in der stillen Kammer„ Tief bekümmert zu dir flehn! Wenn sie von der Welt sich trennen, Daß sie satt sich weinen können, Sprich dann ihrer Seele zu: Liebes Kind, was trauerst du? 9. Hilf, wenn es will Abend werden Und der Lebenstag sich neigt, Wenn dem dunkeln Aug auf Erden Nirgends sich ein Helfer zeigt; Bleib alsdann in unsrer Mitten, Wie dich deine Jünger bitten, Bis du sie getröstet hast: Bleibe, bleibe, teurer Gast! Joh. Neunherz 1653—1737. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 126. Joh. Crüger? 1653. 1656. F 4—* 4 ——2..— 2—— 2.— 2 IZ..—33 ....... ...—.—.— 1 1 .......... — Hal-le-lu-ja! Je-sus lebt, Todund Höl⸗le sind bezwungen, To⸗tengruft und Er⸗de bebt, da der Held hindurchge⸗drungen. —— NX I—— +.I 2 E+ Je. d u—2+ 4——* —.5 E.—2..—2‚SJ‚‚.‚‚.— 1—. 12 72 EH— ñ—*+—— 1— + Geht nicht mehr nach Gol⸗ga-tha: Je-sus lebt, Hal⸗le-lu⸗ ja! Der verklärten Osterboten! Diese wissen, was geschah: G¶ Jesus lebt, Halleluja! 4. Halleluja! Dieses Wort Soll mich wiederum beleben. Kann ich gleich nicht an den Ort Seines Grabes mich begeben, ö G'nug, daß es mein Glaube sah: Jesus lebt, Halleluja! 2. Halleluja! Seht das Grab, Die ihr seinen Tod beweinet! Wischet eure Tränen ab, Weil die helle Sonne scheinet; Euer Heiland ist nicht da: Jesus lebt, Halleluja! 3. Halleluja! Suchet nicht Den Lebend'gen bei den Toten, Glaubet freudig dem Bericht AS FIIFI—A‚e‚‚‚nsnneN en pen 4 77 Ostern. 121 5. Halleluja! Er wird mir Leben in dem Tode geben. Also sterb' ich freudig hier, Christi Tod ist nun mein Leben. Nur getrost, ich glaube ja: Jesus lebt, Halleluja! Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Valet will ich dir geben. 127 I. Melchior Teschner. 1614. 1 ö‚ E EA+e—— E.- Dunn nm umi d..————. 2— 1————.——— eh' zu dei⸗nem Gra⸗be, weil ich Hf ha⸗ be, du gro⸗ßer 205 ster-fürs, daß du mir 36 gen— ... ——— ———.——— ———— ——— wie mankannfröhlich ster ⸗ben und fröh⸗lich auf⸗ esehn und 2—— ——* ...——. I + + + NI + + E 2 0 1—. — 4 — N 1 —— 2—— 2— 7 mit des Himmels Er-ben ins Land des Le⸗bens gehn. 2. Du liegest in der Erde Und hast sie wabng wer Wenn ich begraben werde, Daß sich mein Herz nicht scheut Auch in den Staub zu legen, Was Asch und Staub vermehrt, Weil dir doch allerwegen Die Erde zugehört. 3. Du ruhest in dem Grabe, Daß ich auch meine Ruh An diesem Orte habe, Drückst mir die Augen zu; So soll mir gar nicht grauen, Wenn mein Gesicht vergeht, Ich werde den wohl schauen, Der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab war wohl versiegelt, Doch brichst du es entzwei. Wenn mich der Tod verriegelt, So bin ich dennoch frei; Du wirst den Stein schon rücken, Der auch mein Grab bedeckt, Da werd' ich dich erblicken, Der mich vom Tode weckt. 5. Du fährest in die Höhe Und zeigest mir die Bahn, Wohin ich endlich gehe, Da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, Wo lauter Glanz um dich, Da warten lauter Kronen In deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben, O meines Todes Tod, Ich will mich dir ergeben In meiner letzten Not! Ich will mein Lager machen In deine liebe Gruft, Da werd' ich schon erwachen, Wenn deine Stimme ruft. Benj. Schmolck 1672—1737. 122 Ostern. 9—6 Christus der ist mein Leben. 128. Melchior Vulpius? 1609. 1 SSDSDEEIIITITTT Will⸗kommen, Held im Strei ⸗te, aus dei⸗ nes Gra⸗bes Q—— 2— I᷑+ in— , a, rr ——+.—— Kluft! Wir tri⸗ um⸗phie⸗ren heu⸗te um dei⸗ ne lee re Gruft 2. In der Gerechten Hütten Uns einen Schatz hier finden,— Schallt schon das Siegeslied, Der ewig kann erfreun! Du trittst in unsre Mitten Und bringst den Osterfried' En ester So leben wir mit dir; 3. Der Feind ist schon geschlagen Was uns dein Tod erworben, Und ist nunmehr ein Spott; Das stell uns täglich für! Wir aber können sagen: 7. Wir wollen hier ganz fröhlich Mit uns ist unser Gott. Mit dir zu Grabe gehn, ö Wenn wir dereinst nur selig 4. Ach teile doch die Beute Bei deinen Gliedern aus! Wir alle kommen heute 8. Der Tod kann uns nicht scha⸗ Deswegen in dein Haus. ö den, Sein Stachel ist nun stumpf; 5. Laß unser aller Sünden Wir sind bei Gott in Gnaden Mit dir begraben sein, Und rufen schon: Triumph! Benj. Schmolck 1672—1737. — Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht singen. 129. Joh. Heinr. Böhner? 1785. U⸗ber⸗winder, nim die Palmen, die dein Zi⸗on heu⸗te bringt, das mit 5 O⸗ 55535 den 2 Wo 60 nun der Feinde 15 en u 990 09 wo 10 Ostern. E E 4 ö ö— —.——.5 2—.— 2³33‚...?··.—— —— 4.———— +cbοt Tod und Teu-fel lie⸗gen da: Gott sei Dank, Hal⸗le⸗lu-ja! Oder: * Mel. Lasset uns den Herren ꝛc. Joh. Schop. 1641. 5—5 . 2— I +———.— —— ESAS—.————.— 2————.———.—8 E—— A⸗ber⸗ win⸗der, nimm die Palmen, die dein Zi⸗ on das mit fro⸗ hen O-ster⸗psalmen den er⸗kämpften Sieg 51 23 8— Wo ist nun der Fein⸗de Po⸗chen — 9 +.— 4 ——.5————— — 12.———————..—..—— ——.———. und der Wür⸗ger Mord⸗-ge⸗schrei, da des To-des Nacht vor⸗ H————.——.—— — A— 1 2.——.————.. Bᷓ. + 70—. bei und sein Sta chel ist zer⸗ bro⸗chen? Tod und ꝝQ— N V.—— N G—..— +— ——.—.——.—.2—— Z83 4+ *D..————.———— 4—. Teu-fel lie⸗gen da: Gott sei Dank, Hal⸗le-In-ja! 2. Laß nun deine Siegeszeichen Die in froher Sehnsucht heute Glänzen aus dem Grab empor! Vor den Thron der Gnade tritt! Was kann deiner Krone gleichen? Deinen Frieden gib uns allen, Held und König, tritt hervor! O so jauchzet Herz und Mut, Laß dir tausend Engel dienen; Weil das Los so wundergut Denn nach harter Leidenszeit Und aufs lieblichste gefallen; Ist dein Tag der Herrlichkeit, Denn der Olzweig grünet da: Höchste Majestät, erschienen! Gott sei Dank, Halleluja! Erd und Himmel jauchzen da: ja! 4. Laß, o Sonne der Gerechten, e, Den Deinen Strahl zum Herzen gehn; 3. Teile, großer Fürst, die Beute Gib Erleuchtung deinen Knechten, Deiner armen Herde mit, Daß sie geistlich auferstehn! 124 Ostern. Hält der Schlaf uns noch gefangen, Wie die Schwachheit nach dem O so fördre selbst den Lauf; Schlummer Rufe mächtig: Wachet auf! Dort in voller Kraft erscheint! Denn die Schatten sind vergangen Sind wir sterblich hier geboren, Und der helle Tag ist da: O so nimmt das kühle Grab Gott sei Dank, Halleluja! Nichts als nur was irdisch ab, 5. Tilg in uns des Todes Grauen, Uuter nne bütt a Wenn die letzte Stunde schlägt, Gott sei Dank, H alleluj 3 Weil uns in des Himmels Auen 0— Ist die Krone beigelegt! 7. Wecke die erstorbnen Glieder Daß uns in den höchsten Nöten, Endlich aus der dunkeln Nacht, Mitten in der Todespein, Daß des Geistes Hülle wieder Voll des Glaubenstrostes sein! Iu verklärtem Glanz erwacht! O so kann der Tod nicht töten, Dann wirst du die Krone geben, Denn die Hoffnung blühet da: Hern, E. uegten Ht ö 5. 1.„ Ewig deinen Sieg erheben. 6. Zeige, wenn der blöde Kummer Selig sprechen wir allda: Über Gruft und Bahre weint, Gott sei Dank, Halleluja! Christ. Ludw. Taddel 1706—-I775. Mel. Vom Himmel hoch ꝛc. 130. 1539. ee d x. — 4———9.——92———7—“ł————.———.88.— ——.— e. Er⸗inn⸗re dich, mein Geist, er⸗freut des ho-hen Tags der *2 4 + —*— ö—.— zeer,(rert enre di, nn Frun rnnrn wn dn Lnrrer 2 2—*e *, Herr⸗lich-keit, halt im Ge-dächt-nis Je-sum Christ, der 3 1.——— G a II —.——.—— +——. ——2 4 2—— ͤ—— 4 L . von dem Tod er-stan-den ist! 2. Fühl alle Dankbarkeit für ihn, Dem, der da ist und der da war; Als ob er heute dir erschien' Sein Name sei gebenedeit Und spräche: Friede sei mit dir! Von nun an bis in Ewigkeit! ö aln i e So freue dich, mein Geist, in mir! 4. O Elanbe, der das Herz ere 3. Macht, Ruhm und Hoheit höht! immerdar Was ist der Erde Majestät, W Ostern. 125 Wenn sie mein Geist mit der ver Erweckt aus meinem Grabe gehn eicht Und rein zu deiner Rechten stehn. gleicht, H 2 3 2 e Mittdeinerheil nenEnelSchar 5. Vor seinem Thron in seinem Soll ich dich loben immerdar, Reich Mit allen Frommen aller Zeit Unsterblich, heilig, Engeln gleich Soll ich mich freun in Ewigkeit. Und ewig, ewig selig sein: Ach, welche Herrlichkeit ist mein! 9. Nie komm' es 4 3 meinem inn, 6. Herr, der du in den Himmeln Was ich, mein Heil, dir schuldig bin, thronst, Damit ich mich in Lieb und Treu Ich soll da wohnen, wo du wohnst, Zu deinem Bilde stets erneu'! Und du erfüllest mein Vertraun, Dich in der Herrlichkeit zu scaun! 10. Er ist's, der scha ft uns 7. Ich soll, wenn du, o Lebens⸗ Sein ist das Reich, sein ist die Kraft. fürst, Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Einst in den Wolken kommen wirst, Der von dem Tod erstanden ist! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 131. Joh. Crüger? 1653. 1656. 2 2 e, di.— 4 DIDDRDDDEES SESDSDSDSDSISSSe S E ———— n Er in 5——.— 5. òIn.:* +7 +7—— Je ⸗sus lebt, mit ihm auch ich; Tod, wo sind nun dei ne Schreckenꝰ Je ⸗sus lebt und wird auch mich von den Toten auf- er ⸗we⸗cken. —2———.——— Toe. e— IEI 1*— 2 10 0 + Y Er ver- klärtmich in sein Licht, dies ist mei- ne Zu⸗ver⸗sicht. 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich Daß der Sünder sich bekehre. Über alle Welt gegeben; Gott verstößt in Christo nicht, Mit ihm werd' ich auch zugleich Dies ist meine Zuversicht. Ewig herrschen, ewig leben.—0 Gottersällt, was er deispricht, S 4. 2 91 sein 2—2—— Hen 03 3 sicht. ein sei auch mein ganzes Leben. is teine Budersichn Reines Herzens will ich sein 3. Jesus lebt; wer nun verzagt, Und den Lüsten widerstreben. Lästert ihn und Gottes Ehre. Er verläßt den Schwachen nicht, Gnade hat er zugesagt, Dies ist meine Zuversicht. 126 Ostern. 5. Jesus lebt; ich bin gewiß, Nichts soll mich von Jesu scheiden, Mir der Eingang in das Leben. 6. Jesus lebt; nun ist der Tod Keine Macht der Finsternis, Keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er gibt Kraft zu jeder Pflicht, Dies ist meine Zuversicht. Welchen Trost in Todesnot Wird er meiner Seele geben, Wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. 132. Phil. Nicolai? 1598. ö ö + i—————.— ———— * E. 4 24 Froh⸗-lockt dem Herrn, bringt Lob und Dank ihm, Der gro ße Sie⸗ ger ü⸗ber⸗-wand; Nacht —832 25en— 30. S——— I&— der des To⸗des Macht bezwang und uns vomStaub er⸗höh-te! war um ihn, und sie verschwand in hel⸗le Mor⸗gen ⸗rö=te. cSISP‚P‚PF‚P‚PFPRF‚PRSRPRP‚PRPRPRPSPRꝑ'‚ꝑ‚ꝑPꝑRꝑ‚ꝑ‚ꝑ‚ĩ˖B‚S‚S‚ꝑ‚‚‚e,ßvr. —————————.——.— Be⸗ bet, ge⸗bet, stol⸗ze Spöt⸗ter, un⸗ serm Ret⸗ter —— IIEE—.—.—— N 4— ͤ——.—..—..—..———.—.— —.—— 7 2*—..— 1 2 Preis und Eh⸗ re! Glaubt an ihn und sei⸗ ne Leh⸗ re! 2. Heil uns, des Heilands Grab 3. Leer ist die Gruft, die ihn ist leer! umgab; jest stehet wie ein Fels im Meer Sei mir gegrüßt, mein künftig Grab, das Wort, das er gesprochen. Du Wohnung ernster Stille! selig, wer sich ihm vertraut! Nur wenig Tage werden's sein, ir hat den Tempel neu gebaut, O dann empfängst du mein Gebein den blinde Wut zerbrochen. In deiner Schattenhülle. Mächtig, Prächtig Freude, Freude! + — Wee—9———..——————— ỹIRIꝗI᷑R᷑RT᷑᷑T᷑“Rssre..— st der Sieger, Meine Glieder zottes Krieger, Werden wieder uferstanden Auferstehen, nd macht seinen Feind zu Schan⸗ Meinen Heiland werd' ich sehen. den. Dan. Schiebeler 1741—1771. Ostern. 127 Rel. Sollt' ich meinem Gott nicht fingen. 133. Joh. Heinr. Böhner? 1785. — ———.— — L — II + 1 III* V ——H 2—— — 2— — * 7 Muf ⸗er⸗ stan⸗den, auf⸗ er⸗stan⸗ i ist der Herr, 90 Seht, wie hat nach Schmach und Ban⸗den Gott mit Eh⸗ ren ö 4 II—— ——————— 9— . ii‚ii ——— 1 uns ver⸗söhnt.— ihn ge⸗krönt! Dortauf sei⸗nes Va⸗ters Throne, ü⸗ber — ——. ö e, nn En urerrt Innn. ——.—— 12 2 Schmerzund Tod er⸗ höht, herrschter nun in Ma⸗je-stät. .iD———— 2*——— 4 J 1—3— ——— 2—— 7—— 2 Fal⸗let nie⸗ der vor dem Soh- ne, der uns einst zu —.———— H — +— x—. 7—3 .DDi Dq‚.= I‚—— +A 35— sich er hebt! Hal⸗le⸗ lu⸗ ja, Je⸗sus lebt! Oder: Mel. Lasset uns den Herren ꝛc. Joh. Schop. 1641. ......— — ⁊Z..————K 2— Nuf⸗ er⸗ stan⸗-den, auf⸗ er⸗stan⸗den ist der Herr, der Seht, wie 223 Gott mit Eh⸗ ren ....—— uns ver⸗-söhnt. ihn ge⸗krönt! Dort auf Ri⸗ves Va⸗ters Throne, d. +2 P... ü⸗berSchmerz und Tod er⸗höht, herrschter nun in Ma⸗je⸗ Ge —— 83—— 2——.—.— SDSSSSSSSSSESSEEEEEEEEEE.. II.—3———. stät. Fal-let nie⸗ der vor dem Soh-ne, —. SPIPPIPII.IIIIIII.... *— Vurn— 2 ——2———1.——.—— einst zu sich er⸗hebt! Hal⸗le-lu- ja, Ie--sus lebt! 2. Singt dem Herrn! Er ist er⸗ standen, Da er starb auf Golgatha. Rühmt es laut in allen Landen: Was sein Mund verhieß, geschah! Wer kann ihm noch widerstreben? Mächtig steigt der Held empor, Im Triumph bricht er hervor. Seht, des Abgrunds Pforten beben, Da ihr Sieger sich erhebt! Halleluja, Jesus lebt! 3. Uns vom Tode zu befreien, Sank er in des Grabes Nacht; Uns zum Leben zu erneuen, Steht er auf durch Gottes Macht. Tod, du bist in Sieg verschlungen, Deine Schrecken sind gedämpft, Deine Herrschaft ist bekämpft, Und das Leben ist errungen. Ob man unsern Leib begräbt: Halleluja, Jesus lebt! 4. Aus dem Grab uns zu erheben, Ging er zu dem Vater hin. Laßt uns ihm zur Ehre leben, Dann ist Sterben uns Gewinn! Haltet unter Lust und Leiden Im Gedächtnis Jesum Christ, Der vom Tod erstanden ist! Unvergänglich sind die Freuden Des, der nach dem Himmel strebt. Halleluja, Jesus lebt! 5. Freut euch seiner, Gottes Kinder, Er sei euer Lobgesang! Bringt dem Todesüberwinder Ewig Ehre, Preis und Dank! Rühmt es in Versuchungsstunden, Wenn euch Sünd und Elend droht, Rühmt es in der Todesnot: Unser Herr hat überwunden, Der uns einst zu sich erhebt; Halleluja, Jesus lebt! Nach Joh. Friedr. Danneil 1719—1772 von Christoph Christian Sturm 1740—1786. Mel. Wachet auf ꝛc. 134. Phil. Nicolai? 1598. Q 34 S3,, t Fen un ne d. 2e e,. + Sobt den Höch⸗- sten, Je⸗sus le⸗ bet! Er-lö-ste Hört's, be⸗ trüb ⸗-te Sün⸗ der, ge⸗bet der Freu-de 9 ö — 1— ů rr E ies=e„. ————— —————— Menschen, auf, er he⸗ bet des Welt⸗er⸗ lö⸗ sers Ma-je⸗ Raum, denn Je⸗-sus le⸗bet; Gott hat ihn aus dem Stauber⸗ 12— H eHR eRR SE e eSEσ D ESSU S S ebt. Ostern. EE—, d SSDSISIS.SIIIIIII.III I IIIIII S- ‚—‚.„— ⸗stät!-höht! O See-le, dein Ge⸗sang er-schal=le —9 1 1— ..— e —***/ Q I 1 — + D———.——.— *———— +* -re! Dich, gro⸗-ßer Held, er⸗ —— 118 + 4 II L.— x 2———.— ,. 2—— 0.— 1—— 1 — hebt die Welt, weil dei⸗ ne Hand den Sieg be⸗haͤlt. 2. Jesu Jünger, wehrt dem Leide, Uns trägt und tilget unsre Lobsinget ihm und nehmt voll Freude Am Siege teil, den er erstrittl Ob auch ihr dem Tod erlieget, Er hat für euch den Tod besieget; Er herrscht, der für lUt starb und itt. Was wollt ihr traurig sein? Ihr könnt getrost euch freun. Jesus lebet Von Ewigkeit Zu Ewigkeit, Derselbe gestern und auch heut. 3. Nun verzagt auch nicht, Ver⸗ brecher! Gott ist euch nun kein strenger Rächer, Wenn ihr die Schuld mit Ernst bereut. Durch des Todes Überwinder Ist er dem reuevollen Sünder Ein Vater der Barmherzigkeit. Er nimmt ihn liebreich auf, Mit Kraft zum Glaubenslauf Ihn zu segnen. Preis sei der Huld, Die mit Geduld Evang. Gesangbuch. Schuld! 4. Tod, wo sind nun deine Schrecken? Nicht ewig wird das Grab uns decken, Verwest der Leib gleich in der Gruft, Einst wird er zum bessern Leben Sich aus des Todes Staub erheben, Wenn Jesus den Entschlafnen ruft. Dann wird des Todes Feld Zu einer regen Welt. Alles lebet, Sowie erneut Zur Frühlingszeit Sich alles regt und alles freut. 5. Auferstandner, welch ein Segen Erwartet uns, wenn wirauf Wegen Einhergehn, die dein Fuß betrat! Unnennbare Seligkeiten, Die ewig währen, sind die Beuten, Die uns dein Sieg erkämpfet hat. Bald sind sie unser Teil, Bald krönet uns das Heil Deines Lebens. Halleluja! Der Herr ist nah, Bald ist der Tag des Sieges da. Christoph Christian Sturm 1740—1786. ..—— ů EEEEE— SSI EUE 2.—2— 130 Ostern. Mel. Wachet auf ꝛc. 135. Phil. Nicolai? 1588. 5—3 1 2Z.— ö 6—— 2 2 2—.—.—....—— Hal ⸗le⸗ lu⸗ jal Jauchzt, ihr Chö⸗ re, singt Je⸗su Er, der Held, ist von den Ban⸗-den des To⸗ des —. —— 7 5 Chri⸗sto Preis und Eh⸗re, wie groß und herr⸗lich ist sein sieg⸗reich auf er ⸗-stan-den, er, der für uns im Gra⸗be —IIII...‚‚—.. 5 ö ——— +——— ....................— —.————3 2—— H6 1—— A I——— II IDIDDiiiii —„ hat's voll⸗bracht! Hal-le ⸗ lu⸗ ja! Er hat's vollbracht, er, E 4 7— 7 ꝙ— ͤ II ——————— 2——— — der die Macht des To-des und des Gra- bes hat. 2. Glorreich hat der Held ge⸗ Du wirst ihn herrlich auferwecken, rungen, Der du des Staubes Schöpfer bist. Hat mächtig Grab und Tod be⸗ Du wirst unvergänglich Leben zwungen, Und Kraft und Herrlichkeit ihm Von ihren Schrecken uns befreit. geben, Wir von Gott gefallne Sünder Dem Staube, der dir teuer ist. Sind nun mit ihm versöhnte Kinder Wir werden ewig dein, Und Erben seiner Seligkeit. Gerecht und selig sein. Bald, bald entschlafen wir, Halleluja! Entschlafen, Christus, dir, Tod und Gericht Ruhn in Frieden Erschreckt uns nicht, 5⸗ kurze Maht Denn Jesus, unser Mittler, lebt. is deine Macht Das Licht des ew'gen Tages ruft. 4. Tag des Wbene Ie 3. Unsern Staub mag Staub Wie wird uns sein, wenn Gottes bedecken, Sonne E Durch unsers Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, Wenn Nacht und Finsternis ver⸗ — schwinden su Und uns umstrahlt des Himmels Licht! Ostern. Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. 136. Vollender, führe du Uns diesem Tage zu, Uns die Deinen! Die Todesbahn Gingst du voran, Wir folgen dir in deine Ruh. Gottfried Benedikt Funk 1734—1814. Joh. Crüger. 1656. .... Ich sag 85 je ⸗dem daß er lebt und—— 3 ist, daß , er er in un⸗ srer Mit⸗te schwebtund Ich sag' es jedem, jeder sagt —— Es Radenr Freunde gleich, er Daß bald an allen Orten tagt Das neue Himmelreich. 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn Erst wie ein Vaterland, Ein neues Leben nimmt man hin bit Entzückt aus seiner Hand. 1 4. Hinunter in das tiefe Meer m Versank des Todes Graun, Und jeder kann nun leicht und hehr In seine Zukunft schaun. 5. Der dunkle Weg, den er betrat, Geht in den Himmel aus, e⸗wig bei uns ist. Und wer nur hört auf seinen Rat, Kommt auch ins Vaterhaus. 6. Nun weine keiner mehr allhie, Wenn eins die Augen schließt, Vom Wiedersehn spät oder früh Wird dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten Tat Ein jeder frischer Huhmn Denn herrlich wird ihm diese Saat In schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein, Wenn alles uns verläßt, Und so soll dieser Tag uns sein Ein Welterlösungsfest! Friedr. von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. bt. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 137. Wolfgang Weßnitzer. 1661. H..— ——... es Je⸗su, To⸗-des ü⸗- ber⸗ win⸗-der, auf⸗er⸗ stand⸗ner der du einst als Herr und Kö⸗ nig al⸗ler Welt er⸗ 9* HD 132 Himmelfahrt. .—.—ß——— DDDDRE Sie-ges-fürst, ů schei⸗nen wirst! Leib⸗lich bist Q. e du uns ge⸗ nom⸗ men, ——— doch du willst im Gei ⸗ ste kom⸗men, Le⸗ben spen⸗dend — WSDSSEE —— DDDD‚ al-ler-wärts in ein je-des Men'⸗schen⸗herz. 2. Herr, mit vielen tausend Brüdern Fleh' ich nun bei Tag und Nacht: Komm, o komm, laß uns erfahren Deine Liebe, deine Macht! Siehe, wie sie sich ermüden, Ohne Leben, ohne Frieden! Komm, die Riegel brich entzwei, Mach lebendig, froh und frei! Komm, vom lauen trägen Wesen 4. Mache los Widen, Ban⸗ Uns allmächtig zu erlösen; Nimm Huwrn, was 10 beschwert Froh und stark in dir allein! Und was dir den Zugang wehrt! Ach die Blinden und die Toten Führ ins Licht und Leben ein, 3. Tratst du einst Iu deinen Daß sich alle dir ergeben, Jüngern Dir zu sterben, dir zu leben! Durch verschlossne Türen ein, Jesu, kommst du, bist du nah? Sollten dann die Menschenherzen Amen, ja! Halleluja! Dir zu fest verschlossen seinꝰ Verfasser unbekannt. IX. Himmelfahrt. Mel. Du, des sich ꝛc. 138. 178⁸⁴. 9 G— E.—— +.—— T — 2— ö 4— 2— — * Wir freu⸗en uns, Herr Je⸗- su Christ, daß du von Gott er⸗ .——1——.——— — n vn r.* .————— R—— *—.——..— +..— hö⸗het bist. Im⸗ ma-nu-el, du ho⸗hes Haupt, stärk nun dein ERU I Himmelfahrt. —————————— IL ————— Volk, das an dich glaubt! Hal⸗-le⸗ in— jal 2.Nun freut sich alle Christenheit Nach Christo nur verlangen wir. Und singet dir befreit von Leid: Halleluja! Gott Lob und Dank im höchsten Thron, 6. Wir freuen uns nd x˖ di tt grun Halleltjal F Und singen dir mit frohem Mund; Du Bruder, unser Fleisch und 3. Nun thronet er im Himmel hoch Blut, Und ist doch bei uns allzeit noch. Bist unser Heil und höchstes Gut. Sein' Macht und Gnad unendlich Halleluja! ist, Er ist der Herr zu aller Frist. 7. Durch dich der Himmel unser ist; Hilf uns, o Heiland Jesu Christ, 4. Er ist der Sieger, dessen Hand Daß wir vertrauen fest auf dich Welt, Sünd und Hölle überwand. Und durch dich leben ewiglich! Trotz', wer da will, was liegt Halleluja! daranꝰ ö Der Herr ist's, der ihn stürzen kann. 8. Komm, lieber W es —1 Komm doch in deiner Herrlichkeit, 5. Wohl dem, des Herz in Führ uns aus diesem Jammertal Christo ruht In deinen ew'gen Freudensaal! Und der in ihm hat frischen Mut! Halleluja! Was frag' ich dann, o Welt, nach dir? Verfasser unbekannt; 1611. 1 Ermuntre dich. 139. Joh. 26505 1641. —.—— —3—.— .en.— e— d.— Du Le⸗bens⸗fürst, Herr Je⸗su Christ, der du bist gen Himmel, da dein Va⸗-ter ist und die Ge⸗ ——.— —.— ——— 3.— +**— deeni E.r—— auf⸗ge⸗ nom ⸗ men mein der From-men, — wie soll ich dei⸗ nen gro⸗ßen eds 134 Himmelfahri. Sie den du er-—0 nach schwerem Krieg, o star⸗ker Held, recht prei-sen, dir 2. Du hast die Höll und Sün⸗ dennot Mit starker Kraft bezwungen, Hast über Teufel, Welt und Tod Den Sieg am Kreuz errungen, Du hast gesieget weit und breit; Wie werd' ich solche Herrlichkeit, O Herr, in diesem Leben Recht würdiglich erheben? 3. Du hast durch deine Himmel⸗ fahrt Die Straße uns bereitet; Du hast den Weg uns offenbart, Der uns zum Vater leitet; Und weil denn du, Herr Jesu Christ, Nun stets in deiner Wonne bist, So werden ja die Frommen Dahin zu dir auch kommen. 4. Hilf, daß wir suchen unsern Schatz Nicht hier in diesem Leben! Leit uns dorthin, wo du den Platz Willst Gottes Kindern geben! 3558 Wie schön leucht't uns ꝛc. 140. DDDDSDE.. Ehr ge⸗ nug er⸗-wei⸗ sen? Ach laß uns streben fest und wohl Nach dem, was künftig werden soll, Laß uns dein Heil ergründen Und deine Wohnung finden! 5. Zieh uns nach dir, so folgen Wi ir, Gib uns des Glaubens Flügel! Hilf, daß wir sicher fliehn von hier Auf deinen Friedenshügel! Mein Gott, wann fahr' ich doch dahin, Woselbst ich ewig fröhlich bin? Wann werd' ich vor dir stehen, Dein Angesicht zu sehen? 6. Wann soll ich hin ins Paradies Zu dir, Herr Jesu, kommen? Wann labt mich Himmelsspeise up, Wann werd' ich aufgenommen? Mein Heiland, komm und nimm mich an, Auf daß ich fröhlich jauchzen kann Mit aufgehobnen Händen: Preis dir an allen Enden! Joh. Rist 1607—1667. Phil. Nicolai? 1588. ——.— 35—.——.— Ach Wun⸗der„uro⸗ ßer Sie⸗ ges⸗held, du Sün-den⸗ in der Kraft, hast dei⸗nem zur Rech⸗-ten Got⸗tes Eae MẽD idies Himmelfahrt. 135⁵ —.—— 4——— —— 2——— H—4 — I trä⸗ ger al⸗ ler Welt, heut hast du dich ge⸗ se»tzet Reich den Sieg ver⸗schafft, den Feind zum Tod ver⸗-le-tzet. N — 4 D..— I 2.—..— — 24. — 4—— 4— +—— Mäch ⸗-tig, präch⸗tig SISSDSDSDSISISSP‚P‚P‚P S‚I‚Ii‚‚‚.—— tri- um⸗phierst du und re⸗gierst du. ——.— 2— 5 — 3 ————————— L.— 4** Tod und e⸗ al-les 2. Dir dienen alle Cherubim, Viel tausend hohe Seraphim Dich Siegesfürsten loben, Weil du den Segen wiederbracht, Mit Majestät und großer Pracht Zur Freude bist erhoben. Singet, Klinget, Rühmt und ehret Den, der fähret Auf zum Throne, Zu empfahn die Himmelskrone! 3. Du bist das Haupt, o Herr, und wir Sind deine Glieder, nur von dir Kommt auf uns Heil und Leben; Trost, Friede, Freude,— und raft, Und was dem Herzen Labsal schafft, Wird uns durch dich gegeben. Neige, Beuge Mein Gemüte, Ew'ge Güte, Dich zu preisen, Ehr dem Siegsherrn zu erweisen! 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir, T———— ist dir un⸗ter⸗ge⸗ben. Hilf, daß wir fortan für und für Nach deinem Reiche trachten! Laß unsern Wandel himmlisch sein, Laß uns demütig, züchtig, rein All Uppigkeit verachten! Unart, Hoffart Hilf uns meiden, Christlich leiden, Wohl ergründen, Wo die Gnade sei zu finden! 5. Sei, Jesu, unser b und Und gründ uns auf 90n göttlich Wort, So sind wir nie verlassen Laß suchen uns, was droben ist; Auf Erden wohnt—5 Trug und ist i Und Feinde, die uns hassen! Lügen, Trügen, Angst und Klagen, Ach sie nagen, Ach sie quälen Stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm vom Gna⸗ denthron, ASNE BSia sNS SSe 136 Himmeffahrt. Du Siegesfürst, Held, Davids Sohn, Komm, stille das Verlangen! Du bist uns allen ja zu gut Durch dein vergossnes teures Blut Ins Heiligtum gegangen. Mel. Allein Gott in der Höh ꝛc. 9 141. Dafür Soll dir Von uns allen Preis erschallen; Nimm am Ende, Herr, uns auf in deine Händel Ernst Christoph Homburg 1605—1681. Altkirchlich. 1539. — Auf Chri⸗sti Himmelfahrt al⸗lein ich mei⸗ne 1 und al⸗len— stets ü⸗ ber-win⸗ 4 ———— 4 De de. denn el d8⸗ das Haubti im Him-mel ist, wird sei ne ..PISPSSPSPISISSIIISSIISI Glie⸗der Je⸗sus Christ zur rech⸗ten Zeit nach-ho len. 2. Weil er gezogen himmelan Und große Gab empfangen, Mein Herz auch nur im Himmel kann, Sonst nirgends, Ruh erlangen; Denn wo meinSchatz gekommen hin, Dahin steht auch mein Herz und Sinn, Nach ihm mich stets verlaͤnget. Mel. Ach Gott und Herr. 1 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich Von deiner Auffahrt spüren, Daß mit dem wahren Glauben ich Mög' meine Nachfahrt zieren Und dann einmal, wenn's dir ge⸗ fällt, Mit Freuden scheiden aus der Welt: Herr, höre doch mein Flehen! Nach Josua Wegelin 1604—1640. 1625. 1655. A.EN + 4.—— 4 + +— m———— 7——1——— 1 2 Zieh uns nach dir, so ei⸗ len wir mit herz⸗li⸗ A.— chem Ver⸗lan⸗gen hin, 2.....— da du bist, Herr Je ⸗su Christ, aus HFFHP eH H SrO Himmelfahrt. 45 —+— 4— die-ser Welt ge⸗ gan⸗gen! 2. Zieh uns nach dir, Daß uns nicht mehr Herr Christ, und führ Allhier beschwer' Uns deine Himmelsstege! Das böse Weltgetümmel! Wir irren leicht, Sind abgeneigt 4. Zieh uns nach dir Vom rechten Lebenswege. Nur für und für ö Und gib, daß wir nachfahren 3. Zieh uns nach dir, Dir in dein Reich, So folgen wir Und mach uns gleich Dir nach in deinen Himmel, Den auserwählten Scharen! Friedr. Funcke 1642—1699. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 143. Wolfgang Weßnitzer. 1661. Sie⸗ges⸗fürst und Eh⸗ren-kö⸗ nig, du ver⸗klär⸗te al⸗le Him⸗mel sind zu we⸗ nig, du bist drü⸗ ber ——————————.—— 4Z.———.— + —.—.——.——.——.———— d a, Ir nei nan, nout, ++. H 2—..— 2— V H1—— II. L 1 +———. Ma-je-stät,—1.— hoch er- höht! Sollt' ich nicht zu Fuß dir fal ⸗len, H—.— —— r na—¼ 6— III... T'T'T'T'T'TéT'T'TCTCTCT ———————‚————.—— nicht mein Herz vor Freu- de wal-len, wenn ich gläu⸗big, 9 25——.—— H ————————— EEI ———————— DI + Herr, be⸗tracht' dei⸗ ne Ho-heit, dei⸗ ne Macht? 2. Seh' ich dich gen Himmel fahren, Da der Himmel jubiliert Seh' ich dich zur Rechten da, Und mein König triumphiert? Hör' ich, wie der Engel Scharen Rufen froh Halleluja: 3. Weit und breit, du Himmels⸗ Sollt' ich nicht zu Fuß dir fallen sonne, Und mein Herz vor Freude wallen, Leuchtet deine Herrlichkeit, XIE HSE EE IISSUIE SE* 138 Himmelfahrt. Die mit neuem Glanz und Wonne Sel'ge Geister hoch erfreut. Prächtig wirst du aufgenommen, Jauchzend heißt man dich will⸗ kommen; Schau, dein Kind im Staube hier Ruft auch Hosianna dir! 4. Sollt' ich deinen Kelch nicht trinken, Da ich deine Klarheit seh'? Sollte jetzt mein Mut noch sinken, Da ich deine Macht versteh'? Meinem König will ich trauen, Vor dem Feind soll mir nicht grauen, Nur in Jesu Namen mich Beugen will ich ewiglich. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 5. Herr, dein reicher Geist ergieße Uber uns sich kräftiglich, Bis zum Schemel deiner Füße Alle Feinde legen sich. Herr, zu deinem Szepter wende Alles sich von End zu Ende; Mache dir auf Erden Bahn, Alle Herzen untertan! 6. Nun erfüllst du allerorten Alles durch dein Nahesein; Heiland, meines Herzens Pforten Stell' ich offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, Komm, bei mir auch einzukehren; Ewig in mir leb und wohn Als in deinem Himmelsthron! Gerh. Tersteegen 1697—-1769. 1441. 1738 Je⸗sus Chri⸗stus herrschtals Kö⸗ nig, al ⸗les ist ihm I T T 2 , nnn. mie n nnmin. * 2 E— 2 2 2—. 2——.—.— un⸗ter-tä- nig, al⸗-les legt ihm Gott zu Fuß. + N DAD‚‚‚‚i‚.i‚‚iĩñ—‚..—— Je⸗ de Zun- ge soll be⸗ ken- nen, Je⸗sus sei der 9—— ———.————.—— SSSSS— Herr zu nen⸗ nen, dem man Eh-re 2. Gleicher Macht und gleicher Ehren Thront er unter lichten Chbren Über allen Cherubim. In der Welt und Himmel Enden ge⸗ ben muß. Hat er alles in den Händen, Denn der Vater gab es ihm. 3. Nur in ihm— o Wunder⸗ gaben!— 22 S Können wir Erlösung haben, Die Erlösung durch sein Blut. Hört's, das Leben ist erschienen, Und ein ewiges Versühnen Kommt in Jesu uns zu gut. 4. Aber dieses nicht alleine; Die begnadigte Gemeine Hat auch ihn zu ihrem Haupt. Er hat sie mit Blut erkaufet, Für das Himmelreich getaufet, Und sie lebet, weil sie glaubt. 5. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen; Klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen; Sagt, ihr Armen, ihm die Not! Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod. 6. Eil, es ist nicht Zeit zum Schämen! Willst du Gnade? Du sollst nehmen. Willst du leben? Es soll sein. Willst du erben? Du wirst's sehen. Soll der Wunsch aufs Höchste gehen: Willst du Jesum? Er ist dein. Himmelfahrt. 139 7. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder Hier auf kurze Zeit darnieder, Und das Leiden geht zuvor. Nur Geduld! Es folgen Freuden, Nichts kann sie von Jesu scheiden, Und ihr Haupt zieht sie empor. 8. Ihnen steht ein HDimmel offen, Welcher über alles Hoffen, Uber alles Wünschen ist. Die geheiligte Gemeine Weiß, daß eine Zeit erscheine, 10 Wo sie ihren König grüßt. 10 9. Jauchz ihm, Menge heil'ger ö Knechte, Rühmt, vollendete Gerechte, Und du Schar, die Palmen trägt, ö Und ihr Märt'rer mit der Krone, Und du Chor vor seinem Throne, Der die Gottesharfen schlägt! 10. Ich auch auf den tiefsten tufen, Ich will glauben, zeugen, rufen, Ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, Alles sei ihm untertänig, Ehret, liebet, lobet ihn! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. 1 45. Phil. Nicolai? 1598. +—.— —— 1——.——— x —————*.— 2 Hal ⸗le⸗-lu⸗ ja! Wie lieb⸗lich stehn hoch ü⸗ ber seit du vom ew'⸗gen Zi⸗-on dort aus-sen⸗dest — —.———.. ———4— ‚——.—— ————.— uns die Himmelshöhn, seit du im Him-mel si»tzest, dein le-ben-dig Wort und dei ne Her-de schü-test! 1 0 44 1 ——*—9—9—9—9—9—9—99————————Ü—ͤ——ͤ——————————ꝛ«ßx7——————————ͤ— ä—— ISłñĩ....———P——‚.—.—p‚———9.ꝑ‚.—..‚——.—.— 14⁰ Himmelfahrt. r. 22 12475 ö——— +... L—6 + Fröh⸗lich, se ⸗lig schaut der Glau⸗ be von dem Stau be j — 3 +— %—— 42— —.— 8.——— 1 — 4.—— auf zum Soh⸗ne: Mei⸗-ne 2. Die Sterne leuchten ohne Was ist ihr tausendfacher Strahl, Was ist der Glanz der Sonne? Ein Schatten nur von jenem Licht, Das dir vom holden Angesicht Ausgeht mit ew'ger Wonne. Spende, Sende Deine hellen Lebensquellen Reichlich nieder, Großes Haupt, auf deine Glieder! 3. Verhüllt den Erdkreis düstre Nacht, Ich weiß, daß dort ein Auge wacht, Das einst um uns geweinet, Das einst für uns im Tode brach; Es ist dein Aug, es bleibet wach, Bis neu die Sonne scheinet. O wer Nunmehr Nimmer klagte, Nimmer zagte, Da du wachest Und aus Nächten Tage machest! 4. Wohin wir ziehn durch Land und Meer, Ein Himmel neigt sich drüber her, Dein Himmel voller Gnaden. Da steigt erhörlich das Gebet, Da wallt man sicher früh und spät Hei-mat ist am Thro ⸗ne. Vor Feindeslist und Schaden. Keiner Deiner Auserwählten Geistbeseelten Bleibt verlassen; Treu will ihn dein Arm umfassen. 5. Wir fliehn zu dir mit allem Schmerz, Zu dir, wenn sich das arme Herz Abhärmt in bittrer Reue. Du brichst nicht das zerstoßne Rohr, Und wenn der Docht sein Öl verlor, So tränkst du ihn aufs neue. Im Licht Soll nicht Eine fehlen Von den Seelen, Die zum Leben Dir dein Vater übergeben. 6. O sel'ger König Jesu Christ, Wie wundervoll und heilig ist, Was uns in dir geschenket! In dir, der Gottes Kinder schirmt, Bleibt unser Anker, wenn es stürmt, Auf ewig eingesenket! Hier, hier Sind wir Festgebunden; Unsre Stunden Fliehn in Eile; Dann hinauf zum ew'gen Heile! Alb. Knapp 1798—1864. —————— Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Pfingsten. X. Pfingsten. 146. Phil. Nicolai? 1598. * P PS O heil'⸗ ger Geist, kehr bei uns ein und laß uns Du Him⸗mels-licht, laß dei⸗nen Schein bei uns und —————.— ö 2— ———— 1 e,. —2..——— A dei ⸗ne Wohnung sein; o in uns kräf⸗tig sein zu komm, du Her⸗zens⸗son⸗-nel ste⸗ter Freudund Won ⸗ne! 94— ö ——.— H j———— T————— SDSDDö.—‚I—— Son⸗- ne, Won-ne, himm⸗lisch Le⸗ben willst du ge⸗ ben 4 ö— 1 8I——— ö 2—.— EDE.EEEE. · 0 L 2——————— wenn wir be⸗ ten; zu dir 2. Du Quell, draus alle Weis⸗ heit fließt, Die sich in fromme Seelen gießt, Laß deinen Trost uns hören, Daß wir in Glaubenseinigkeit Auch können alle Christenheit Dein wahres Zeugnis lehren! Höre, Lehre, Daß von hinnen Herz und Sinnen Wir erheben Dir zum Lob und uns zum Leben! 3. Sei stets bei uns mit deinem Rat Und führ uns selbst Pra rechten ad, kom⸗men wir ge⸗tre=ten. Die wir den Weg nicht wissen! Gib uns Beständigkeit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Auch wenn wir leiden müssen! Schaue, Baue, Was zerrissen Und beflissen Dich zu schauen Und auf deinen Trost zu bauen! 4. Laß uns stets deine Gottes⸗ kraft Empfinden und zur Ritterschaft Dadurch gestärket werden, Auf daß wir unter deinem Schutz Begegnen aller Feinde Trutz Mit sondigen Gebärden! DSSDSSSI— —9„* 14² Pfingsten. Laß dich Reichlich Auf uns nieder, Daß wir wieder Trost empfinden, Alles Unglück überwinden! 5.O starker Fels und Lebenshort, Laß doch dein himmlisch süßes Wort In unsern Herzen brennen, Daß wir uns mögen nimmermehr Von deiner weisheitsreichen Lehr Und reinen Liebe trennen! Sende, Spende Deine Güte Ins Gemüte, Daß wir können Christum unsern Heiland nennen! 6. Du süßer——— geuß In unsre Seelen kräftiglich Und schenk uns deine Liebe, Daß unser Sinn verbunden sei Dem Nächsten stets mit Liebestreu Und sich darinnen übe! Kein Neid, Kein Streit Dich betrübe; Fried und Liebe Soll hier schweben, Fried' und Freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit Wir führen unsre Lebenszeit, Sei unsers Geistes Stärke, Daß uns hinfort sei unbewußt Die Eitelkeit, des Fleisches Lust Und seine toten Werke! Rühre, Führe Unser Sinnen Und Beginnen Von der Erden, Daß wir Himmelserben werdenl Mich. Schirmer 1606—1673. 666 Freu dich sehr ꝛc. 147. 1554. DSSDSDSDSDSDSSSSSSEEESS O du al⸗ ler⸗ süß⸗ ste Feu⸗ 9 o du al=ler⸗ Geist, der du in Lieb und Lei- de un⸗be⸗ sucht uns Q—— V— II en F:.m.. schön-stes Licht, läs⸗sest nicht, Geist des Höch⸗-sten, höch⸗ster Fürst, der du SS hältst und hal⸗ten wirst *— V un⸗auf⸗ hör⸗lich al-le Din⸗ge: ———‚ + hö⸗-re, hö⸗re, was ich sin gel 2. Du bist ja die beste Gabe, Die ein Mensch je nennen kann. Wenn ich dich, o Tröster, habe, Geb' ich alles Wünschen dran. Ach erhör mich, komm zu mir, Wohn in meinem Herzen hier, Das du dir, als ich geboren, n. Selbst zum Tempel auserkoren! V it 3. Du wirst wie ein milder Regen Ausgegossen von dem Thron, Bringst uns nichts als lauter Segen Von den Vater und dem Sohn. Laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast Und verteilst nach deinem Willen, Meine ganze Seel erfüllen! 4. Du bist weise, voll Verstandes, Das Geheimste ist dir kund, Hast gezählt den Staub des Sandes Und durchschaut des Meeres Grund. Nun so kennst du auch gewiß Meines Herzens Finsternis; Drum gib Weisheit und vor allen, ö‚ Wie ich möge Gott gefallen! 5. Du bist heilig und zu finden, Wo man rein und heilig ist, Fliehst hingegen Ten und Sün⸗ en, Weil du lauter Reinheit bist. Mache mich, o Gnadenquell, Rein und züchtig, keusch und hell; Laß mich fliehen, was du fliehest, Gib mir, was du gerne siehest! Nach eigener Melodie. — Pfingsten. 14³ 6. Deine Huld hatkeine Schranken, Du bist fromm und sanften Muts, Bleibst im Lieben ohne Wanken, Tust uns Bösen alles Guts. Ach verleih und gib mir auch Diesen edeln Sinn und Brauch, Daß ich Freund' und Feinde liebe, Keinen, den du liebst, betrübe! 7. O mein Hort, ich bin zufrieden, Wenn du nur nicht weichst von mir; Bleib' ich von dir ungeschieden, Bin ich stets getrost in dir. Laß mich sein dein Eigentum, Ich versprech' hinwiederum, Hier und dort all mein Vermögen Dir zu Ehren anzulegen. 8. Wohl mir, wenn nur du mich stärkest Und mir treulich stehest bei! Hilf, mein Helfer, wo du merkest, Daß mir Hilfe nötig sei; Brich des Fleisches bösen Sinn, Nimm den alten Willen hin, Daß er sich in dir erneue, Und mein Gott sich meiner freue! 9. Sei mein Retter, führ mich eben; Wenn ich sinke, sei mein Stab; Wenn ich sterbe, sei mein Leben; Wenn ich liege, sei mein Grab! Wenn ich wieder aufersteh', O so hilf mir, daß ich geh' Hin, wo du in ew'gen Freuden Wirst die Auserwählten weiden! Paul Gerhardt 1607—1676. Joh. Crüger. 1653. 1——.——.— ö·— 5 2——.—.—.——— —— I——.— Zeuch ein zu dei⸗nen To- ren, sei mei⸗nes Her⸗zens der du, da ich ge bo- ren, mich neu ge⸗bo⸗ren I— ———7.7772722— fF——„ —3——————— 144 Pfingsten. —9 H——³⁷ SIS P‚P‚P————— Gast, hast, o hoch⸗- ge⸗lob-ter Geist des Va⸗ ters und des * 22— 5—.——— Deieie—— H 4*———— —J——— — Sohnes, mit bei⸗den gleichen Thrones, mit beiden gleich ge⸗preistl 2. Zeuch ein und laß empfinden Sich wieder tu' zusammen, Mich deine hohe Kraft, Die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft! Entsünd'ge meinen Sinn, Daß ich mit reinem Geiste Dir Ehr und Dienste leiste, Die ich dir schuldig bin! 3. Du bist ein Geist, der lehret, Wie man recht beten soll. Dein Beten wird erhöret, Dein Singen klinget wohl; Es steiget himmelan Und hört nicht auf mit Flehen, Bis der die Hilf läßt sehen, Der allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist der Freuden, Das Trauern willst du nicht, Erleuchtest uns im Leiden Mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal Hast du mit süßen Worten Mir aufgetan die Pforten Zum goldnen Freudensaal! 5. Du bist ein Geist der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Rachsucht, Haß und Neid. Der Feindschaft Feind du bist, Willst, daß in Liebesflammen Was voller Zwietracht ist. 6. Du, Herr, hast selbst in Händen Die ganze weite Welt, Kannst Menschenherzen wenden, Wie es dir wohlgefällt. So gib doch deine Gnad, Mit Fried' und Liebesbanden Verknüpf in allen Landen, Was sich getrennet hat! 7. Beschirm die Obrigkeiten, Bau unsers Fürsten Thron, Verleih uns gute Zeiten, Schmück, als mit einer Kron, Die Alten mit Verstand, Mit Frömmigkeit die Jugend, Mit Gottesfurcht und Tugend Das Volk im ganzen Land! 8. Erfülle die Gemüter Mit reiner Glaubenszier, Die Häuser und die Güter Mit Segen für und für; Vertreib den bösen Geist, Der dir sich widersetzet Und, was dein Herz ergötzet, Aus unserm Herzen reißt! 9. Richt unser ganzes Leben Allzeit nach deinem Sinn; Und sollen wir es geben reist! nden n, Pfingsten. 14⁵ Der Hand des Todes hin, Und kommt der letzte Streit, So hilf uns fröhlich sterben Mel. Gott des Himmels ꝛc. 149. Und nach dem Tod ererben Die ew'ge Seligkeit! Paul Gerhardt 1607—1676. Heinr. Albert. 1642. 2— 275— —3— 2...——————— 15——— 8—.—— Komm, o komm, du Geist des Le⸗bens, wah-rer Gott von dei⸗ ne Kraft sei nicht ver ⸗ge⸗bens, sie er=füll' ‚—— e, SDSISSSSSS —————— E-wig ⸗keit; je⸗der⸗zeit! So wird Geist und Licht und Schein in den dun-keln Her⸗ zen sein. 2.Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, Daß nichts andres wir beginnen, Als was nur dein Wille sucht! Dein' Erkenntnis werde gro Und mach' uns von Irrtum los. 3. Zeig uns, Herr, die rechten Stege Zu der wahren Wohlfahrt an; Räume fürder aus dem Wege, Was im Lauf uns hindern kann! Wirke Reu durch deine Gnad, Wenn der Fuß gestrauchelt hat! 4. Laß dein Zeugnis uns emp⸗ finden, Daß wir Gottes Kinder sind, Die allein auf ihn sich gründen, Wenn sich Not und Drangsal find't! Denn des Vaters liebe Rut Ist uns allewege gut. Evang. Gesangbuch. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten Frei mit aller Freudigkeit; Seufze in uns, wenn wir beten, Und vertritt uns allezeit! So wird unsre Bitt erhört Und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird um Trost dem Herzen bange, Daß es ruft voll Traurigkeit: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange! O so wende unser Leid, Sprich der Seele tröstlich zu Und gib Mut, Geduld und Ruh! 7. O du Geist der Kraft und Stärke, Du gewisser neuer Geist, Fördre in uns deine Werke; Und wenn Satan Macht beweist, Schenk uns Waffen in dem Krieg Und erhalt in uns den Sieg! 10 e 146 Pfingsten. 8. Herr, bewahr auch unsern 9.Wenn wirendlich sollen sterben Glauben, So versichre uns je mehr ö Daß kein Teufel, Tod und Spott Als des Himmelreiches Erben Uns denselben möge rauben; Jener Herrlichkeit und Ehr, Sei du unser Schutz, o Gott! Die Gott gibt durch Jesum Christ Sagt das Fleisch gleich immer nein, Und die unaussprechlich ist! ö Laß dein Wort gewisser sein! Heinr. Held 1620—1659. Mel. Alle Menschen ꝛc. 150. 1687. ———— —. V. E, H. DS———— 2. Geist vom Va- ter und vom Soh⸗ne, Geist, der Heil und schen-ke du vom Him-mels⸗thro⸗ ne mei⸗nem Her⸗zen 9 4 2—————— , Eeerrirrrtt. Düc‚i‚is‚i‚‚i‚ei.eee. Wri e Wrart und er-fül le mein Ge⸗ müe⸗te, — + .— 22 77 2—— —5 1ꝛ— 1———*—. —* 2372.—.———2. ·....——. daß der Reich⸗tum dei⸗ ner Gü⸗te und die Stär⸗ke —— — dd —.——.— f 2— dei ner Hand an mir Schwachem werd' er⸗kannt! 2. Komm, erleuchte meine Den täuscht eitle Leidenschaft. Sinne, Komm, ach komm, mein Herz ent⸗ Komm, durchstrahle den Verstand, zünde, Daß die Finsternis zerrinne Daß ich tief in mir empfinde Und nicht nehme überhand! Stets der Liebe heiße Glut, Offne meiner Seele Augen, Die allein in Jesu ruht! Daß sie 3. erkennen taugen Deines Wortes tiefen Grund, N iIti Wenn sich regt die böse Lust, Das uns lehret Christi Mund! Laß es nimmermehr geschehen, 3. Niemand ohne dich verspüret Daß sie siegt in meiner Brust! Reiner Gottesliebe Kraft; Steh mir in dem Kampf zur Seiten, Wen nicht deine Gnade rühret, Hilf mir ritterlich bestreiten 4. Gib mir Kraft zu widerstehen, ö ent⸗ hen, ten, —— Pfingsten. 147⁷ Diesen Feind, der in mir wohnt 6. Endlich wenn ich soll durchs Und mit Tod und Hölle lohnt! Leiden Meinem Heiland folgen na 5. Du bist heilig,laß mich werden Und zu 11 Hureen Srenden 28t die Lricbe die auf 5 Gehen durch viel Ungemach: öt die Triebe, auf Erden ů; Widerstreben deiner Ehr! Dald marn Gerrt mentu; .—9 Daß mein Geist und mein Gemüte Laß mich in dem neuen Leben 590 dich in 51 Ton Wachsen und nur dahin streben, Daß die Seel nach Gottes Bild Samt 25 9W und 2 Sohn! Sich erneu', von dir erfüllt! ottfried Hoffmann 1658—1712. Mel. Warum sollt' ich mich ꝛc. 151. Joh. Georg Ebeling. 1666. —— —.——— E+* ꝗ EI FET—— SSZ..‚.....—.. 5 ir.. L—————— SS.e.—.+— 4...——.—.8 9— + 12— Höch⸗srer Trö⸗ster, kom̃ her⸗nie⸗der; Geist des Herrn, sei nicht fern, —— 1——— 42 ———— EDE.— FH◻ H——.—.*——.—— + ꝗ A—.2.— sal⸗be Je⸗su Glie-der! Er, der nie sein Wortge⸗bro⸗chen, +„— *—• I—— ö 22—— I. m....————.———— SSSS..— Je-sus hat dei⸗nen Rat sei⸗ nem Volk ver⸗spro-chen. 2. Geist der Weisheit, gib uns Angst und Not, allen Schmerz und Tod Durch ht, Licht Nicht von Jesu scheiden! Unterricht, ö Wie wir Gott gefallen! 4. Hilf uns nach Reehen s freudig vor ihn treten, reben; Srr uns 1 Weie Schenk uns Kraft, Und sprich ja, Tugendhaft Wenn wir gläubig beten! Und gerecht zu leben! Gib, daß wir nicht stille stehen; 3. Hilf den Kampf des Glaubens Treib uns an, kämpfen, Froh die Bahn Gib uns Mut, Deines Worts zu gehen! Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen! 5. Sei in Schwachheit unsre Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Stütze, 10* 148 Pfingsten. Steh uns bei, Mach uns treu In der Prüfungshitze! Führ, wenn Gott uns nach dem Leide Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. Sterben heißt, Unsern Geist In des Himmels Freude! 152. Ehrenfried Liebich 1713—1780. 9— 773 PIx ——— O Got⸗tes Geist und Chri⸗sti Geist, der uns den Weg zum Him⸗mel weist, der uns die dun⸗kle ——.—— ——— 2—— 2..— Er-den-nacht durch 2465 —— + 1 —. 1 II — 9 — u —— 2..5 +— sei⸗ ne Lich-ter hel⸗le macht; 2. Du Hauch, der durch das Welt⸗ Durchblitzt die kranke Menschen⸗ all weht Als Gottes stille Majestät, Du aller Lichter reinstes Licht, Erleucht uns Herz und Angesicht! 3. Komm, leuchte mit dem Gna⸗ denschein Kon in die weite Welt hinein; domm, mach uns in der Finsternis Des lichten Himmelswegs gewiß! 4. Ach, hier ist alles Staub und Nacht 0 Die Wahn und Sünde trübe macht; Ach, hier ist alles Not und Tod, Geht uns nicht auf das Morgenrot; 5.Das Morgenrot der bessernWelt, Das wie ein Strahl vom Himmel fällt, Als Gottes Macht und Gottes Lust brust. 6. O Gottes Geist und Christi Geist, Der uns wie Kinder beten heißt, Der uns wie Kinder glauben heißt, O komm, o komm, du heil'ger Geist! 7. Komm, Gottes Friede, Gottes Mut, Komm, stille Kraft, die nimmerruht, Komm, gieße deinen Gnadenschein In Seele, Sinn und Herz mir ein! 8. Dann wandl' ich wie ein Kind des Lichts Im Glanze deines Angesichts Schon meinen kurzen Erdenlauf Stets himmelein und himmelauf. Ernst Moritz Arndt 1769—1860, Pen Pfingsten. 149 Mel. Gott sei Dank ꝛc. 153. 1693 1 E——— L,:..—.— 9.——————.—.— Geist vom Va ⸗ ter und vom Sohn, wei⸗ he dir mein —— — Herz zum Thron, schen⸗ke⸗ dich mir im⸗ mer⸗-dar 1 1 2.Geist der Wahrheit, leite mich! Eigne Leitung täuschet sich, Da sie leicht des Wegs verfehlt Und den Schein für Wahrheit wählt. 3. Geist des Lichtes, mehr in mir Meinen Glauben für und für, Der mich Christo einverleibt Und durch Liebe Früchte treibt! 4. Geist der Andacht, schenke mir Salbung, Inbrunst, Glut von dir; Laß mein Bitten innig, rein Und vor Gott erhörlich sein! 1 ,..——— wie einst der Jün ⸗ger⸗schar! 5. Geist der Liebe, Kraft und Zucht, Wenn michWelt und Fleisch versucht, O dann unterstütze mich, Daß ich ringe; rette mich! 6. Geist der Heiligung, verklär Jesum in mir mehr und mehr Und erquicke innerlich Durch den Frieden Gottes mich! 7. Geist der Hoffnung, führe du Mich dem Himmelserbe zu; Laß mein Herz sich deiner freun Und in Hoffnung selig sein! Ign. Heinr. Karl von Wessenberg 1774-1860. Mel. Herzlich tut mich verlangen. .9 1544. Weltlich Hans Leo Haßler. 1601. 1618. — I SSSSSSSSS O komm du Geist der Wahrheit und keh⸗- re bei uns ein, —— brei⸗te Licht und Klarheit, ver⸗ban⸗ne Trug und DPSDPDPIPIITIITTIITTITTTTT + Schein, gieß aus dein hei⸗lig Feu⸗er, rühr Herz und Lip⸗pen an, 35 5—. 1— D—— „ +. R jeg- li⸗cher ge⸗ treu ⸗- er den Herrn be-ken⸗-nen kannl 15⁰ 2. O du, den unser größter Regent uns zugesagt, Komm zu uns, werter Tröster, Und mach uns unverzagt; Gib uns in dieser schlaffen Und glaubensarmen Zeit Die scharfgeschliffnen Waffen Der ersten Christenheit! 3. Unglaub und Torheit brüsten Sich frecher jetzt als je; Darum mußt du uns rüsten Mit Waffen aus der Höh, Du mußt uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu, Und mußt uns ganz befreien Von aller Menschenscheu. 4. Es gilt ein frei Geständnis In dieser unsrer Zeit, Ein offenes Bekenntnis Bei allem Widerstreit, Pfingsten. Trotz aller Feinde Toben, Trotz allem Heidentum— Zu preisen und zu loben Das Evangelium. 5. Fern in der Heiden Lande Erschallt dein kräftig Wort; Sie werfen Satans Bande Und ihre Götzen fort, Von allen Seiten kommen Sie in das Reich herein. Ach, soll es uns genommen, Für uns verschlossen sein? 6. Du heil'ger Geist, bereite Ein Pfingstfest nah und fern, Mit deiner Kraft begleite Das Zeugnis von dem Herrn! O öffne du die Herzen Der Welt und uns den Mund, Daß wir in Freud und Schmerzen Das Heil ihr machen kund! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. — Mel. Freu dich sehr ꝛc. 155. 1554. 4 4 ——— I 1—— SSSS II........——— 8————— Komm, o heil'⸗ger Geist, her ⸗nie⸗der, komm, der Pfingsten leucht mit heil'⸗gen Flammen wie⸗der, schen⸗ke Kraft und ꝗꝙ.——————— e e. — A— 4———————— SSPSPSPSPSPSPSPSPSPSSPSPPIPIPIPIPIIIIIII 13— Tag ist heut, Fried' und Freud! Und gleichP⸗wie in Flur und Wald neu ⸗en 4.—.———.— 4 —————— EE 77 Le⸗bens Ju⸗bel schallt, al so werd' mit neu ⸗en Zun⸗gen —0. 422—5 ö I————————— —..———— 3— — 23 d en e e;. neu⸗es Lied dem Herrn ge⸗ sun gen! HE- 2. Komm und walle durch die Herzen, Die gar finster, tot und kalt, Voll von Trotz und Furcht und Schmerzen, Ohne Trost und ohne Halt; Rausch hinein mit Gottesmacht, Die vertreibet alle Nacht, Und laß leuchten deine Sonne Voller Klarheit, Trost und Wonne! 3. Komm, erfülle du die Hütten, Wandle sie zum Gotteshaus, Sammle stets zu Dank und Bitten Alle, die gehn ein und aus, Halt sie eins in Freud und Leid Und versöhn, was sich entzweit; Fördre auch das Werk der Hände, Und die Trübsal gnädig wende! Dreieinigkeit. 4. Komm und rausche durch die Lande, Zeig das Kreuz als höchsten Hort; Und daß starker Treue Bande Fest nun ruhn in Gottes Wort, Mache Fürst und Völker gleich, Treu zu bauen Gottes Reich Und in Kriegs⸗ und Friedenstagen Sein Panier voranzutragen! 5. Rausche durch die ganze Erde Bis zum letzten Sünderzelt, Ruf hinein das neue Werde In das bleiche Totenfeld! Schaffe, daß doch balde wird Eine Herde und ein Hirt, Und dann unter Friedenspalmen Alle jauchzen Freudenpsalmen! Wilh. Kritzinger 1816—1890. XI. Dreieinigkeit. Nach eigener Melodie. * 156. Altkirchlich. 1539. — + H+.——— IITTT T TC. TE·E.CE 8————— Al⸗lein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für sei ⸗ ne da⸗rum daß nun und nim-mer⸗mehr uns rüh⸗ ren kann kein 0.— ES—.—...—— Ei Sch dei Ein Wohlge-fall'n Gott an uns hat, nun ist groß 4 7————— I.——————— ——— 1 2 22 Fried ohn' Un⸗ter-laß, all Fehd hat nun ein En- de. Dreieinigkeit. 2. Wir beten an und loben dich, Nimm an die Bitt in unsrer Not, Wir bringen Ehr und danken, Erbarm dich unser 255—5 Daß du, Gott Vater, ewiglich ö— ö Regierst ohn' alles Wanken. 4. O heil'ger Geist, du höchstes Ganz ohne Maß ist deine Macht, ae Allzeit geschieht, was du bedacht; Mit deinem Heil uns tröste! Wohl uns des starken Herren! Vor Satans Macht nimm uns in Hut,— 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, Die Jesus Christ erlbste ö Für uns ein Mensch geboren, Durch Marter groß und bittern x Der uns vertritt vor Gottes Thron Tod; Und rettet, was verloren; Wend allen Jammer ab und Not! Lamm Gottes, heil'ger Herr und Darauf wir uns verlassen. Gott, Nik. von Hof? oder Ibach. Slüter? 1529. Nun danket alle Gott. 157. Joh. Crüger. 1649. ———————— 5———————.—.—.. Ge⸗ lo-bet sei der Herr, mein Gott meinLicht, mein Le⸗-ben, ö meinSchöpfer, welcher mir hat Seel ge ⸗ ge⸗ ben, ö————— ———.———.—— —6 2——————..—.—— 7 28———.— mein Va⸗ter, der——5— von Mut⸗ter⸗ leie be an, 9er —ꝝ 7.—— . je⸗ den Mn gen⸗ dlic viel Gu⸗ tes mir ge⸗ tan. 2. Gelobet sei der Herr, Der mir das Herz erquickt, Mein Gott, mein Heil, mein Leben, Der mir gibt neue Kraft, Des Vaters liebster Sohn, Der mir in aller Not Der sich für mich gegeben, Rat, Trost und Hilfe schafft. Der mich erlöset hat e ö Mit seinem teuern Blut, 4. Gelobet sei der Herr, 4 Mein Gott, der ewig lebet, Den alles lobt und preist, Was ist und lebt und webet; Der mir im Glauben schenkt Das allerhöchste Gut. 3. Gelobet sei der Herr, Gelobet sei der Herr, Mein Gott, mein Trost, mein Leben, Des Name heilig heißt, Des Vaters werter Geist, Der ein'ge wahre Gott, ů Den mir der Sohn gegeben, Gott Vater, Sohn und Geist.* Joh. Olearius 1611—1684. in Dreieinigkeit. 153 Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. 158. Phil. Nicolai? 1598. 4—————— PP III.IIIIIII.IIIII.. —.—————— Hal ⸗-le⸗ lu⸗ ja! Lob, Preis und Ehr sei un⸗serm von E⸗wig⸗ keit zu E⸗-wig⸗keit sei in uns .——.—— 4— N —.—+. —.———— S Gott je mehr und mehr für al⸗ le sei⸗ ne Wer⸗ke; al⸗ len ihm be-reit Dank, Weisheit, Kraft und Stär-ke. I.——..—— d.— ————————————————.———. Klin-get, sin ⸗-get: Gott ist hei⸗lig, hei⸗lig, hei ⸗lig; * 9 ö ö V IIII.—— WE —— E Preis und Eh- re sei dem Herrn der Himmels⸗ hee⸗rel 2. Halleluja! Preis, Ehr und Heil uns, Heil uns! Macht Da ist Freude, Sei auch dem Gotteslamm gebracht, Seelenweide, In dem wir sind erwählet, Himmlisch Manna Der uns mit wir Blut erkauft, Und ein ewig Hosianna. In dessen Tod wir sind getauft, Dem wir sind zugezählet. 4. Halleluja! Lob, 45 und ilig, Seli Ehr Iü die Freundschaft Sei unserm Gott je mehr und mehr Und Gemeinschaft, Und seinem großen Namen. Die wir haben Stimmt an mit aller Himmel Schar Und darinnen uns erlaben. Und singet nun und immerdar Mit Freuden Amen, Amen! 3. Halleluja! Gott heil'ger Geist Klinget, Singet: Sei ewiglich von uns gepreist, Gott ist heilig, Durch den wir neu geboren, Heilig, heilig; Der uns mit Glauben hat geziert, Preis und Ehre Uns dem Erlöser zugeführt, Sei dem Herrn der Himmelsheere! Zur Herrlichkeit erkoren. Barth. Crasselius? 1667—17²4. Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. Mel. Valet will ich dir geben. 159. Melchior Teschner. 1614. 9* .—— ̃— 1—— 4 SSSIS............ VF— Ich glau⸗be, daß mit Lie⸗be ein Gott mich trägtund hält, daß, wenn sein Kind ich blie⸗be, mein Glückwär'fest⸗ge⸗stellt, CRHI‚III‚II..... 8 —**—— +—=*2 daß, was ich Gu⸗tes ha⸗ be und was er zu⸗ge⸗dacht, ist — 1—— II . 0— sei⸗ ne mil⸗de Ga⸗ be, die fromm undse⸗lig macht. 2. Ich glaube, daß von oben 3. Ich glaube, daß ins Helle Ein Heiland freundlich kam, Ein klarer Stern mich weist, Der hoch mein Herz erhoben, Daß frisch aus reiner Quelle Die Sünde von mir nahm, Mich tränkt der heil'ge Geist, Mein Licht, mein Seelenleben, Der stets mich aus der Höhe Mein Führer himmelan, Mit Himmelskraft umschwebt, Der sich für mich gegeben Und wenn ich schlafen gehe, Und aufwärts brach die Bahn. Die Seel zum Himmel hebt. Joh. Friedr. Möller 1789—1861. XII. Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. Mel. Aus tiefer Not. 160. 1524. 4— ö— IRS Ach Gott, vom Himmel sieh da⸗rein und laß dich es er⸗ Wie we⸗nig sind der Heil'gen dein, ver⸗las⸗sen sind wir n u.——..— IE; —.............—. pnmn. v = E DDDDDEEE E= 28——— bar⸗ men! iu W ‚ Ar⸗men; dein Wort will man nicht ha-ben wahr, der Glaub ist HE I Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 2. Sie lehren eitel falsche List, Getrost und frisch sie greifen an Was eigner Witz erfindet; Und sein die Kraft der Armen. Ihr Herz nicht eines Sinnes ist, In Gottes Wort gegründet. 5. Durchs Feuer siebenmal be⸗ Der wählet dies, der andre das, ö währt Sie trennen uns ohn' alles Maß Wird Silber echt erfunden; Und gleißen schön von außen. An Gottes Wort man das erfährt „Desgleichen alle Stunden. 3. Gott woll' ausrotten alle Lehr', F n Die falschen 30 un shr Es will durchs Lantein Dazu ihr' Zung hochmütig sehr*— U2D Spricht: Trotz, wer will uns weh⸗ Da wird erkannt sein? Kraft und 25 Und leuchtt sark in die Land Wir haben Recht und Macht allein, nd leucht't stark in die Lande. Was wir gesetzt, gilt allgemein; 6. Das wollst du, Gott, bewah— Wer ist, der uns soll meistern? ken Tein 4. Darum spricht Gott: Ich muß Vor dieser Zeit Geschlechte; auf sein, Und laß uns dir befohlen sein, Die Armen sind verstöret, Daß uns hier nichts anfechte! Ihr Seufzen dringt zu mir herein, Der gottlos Haufe da sich find't, Ich hab' ihr' Klag erhöret, Wo diese losen Leute sind Mein heilsam Wort soll auf den In deinem Volk erhaben. Plan Martin Luther 1483—1540. Nach eigener Melodie. 161. Martin Luther. 1527(7). —— ꝑPꝑPFPFPIIPIPIPIFIFIPIFITITITIFTCTC *————— Ein' fe⸗ste Burg ist un⸗ ser Gott, ein“ gu⸗-te Wehrund er hilft uns frei aus al-ler Not, die uns jetzt hat be⸗ —— 5•⸗•% b.————— ———‚.e‚e.——— * Waf—fen, Der altl. bö se Feind mit Ernst +*——— 7 1.—.— ͥͤI EeU. + 5——.— DIDe er's jetzt meint, groß Machtund viel List sein' grau⸗sam 156 Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 36— ——— .— 6 4 ů— d==e e. winen en m 5 E· 775 +.—. Rü⸗stung ist; auf Erd ist nicht seins⸗ glei ⸗ chen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts Der Fürst dieser Welt, getan, Wie sau'r er sich stellt, Wir sind gar bald verloren; Tut er uns doch nichts; Es streit't für uns der rechte Mann, Das macht, er ist gericht't, Den Gott hat selbst erkoren. Ein Wörtlein kann ihn fällen. Fragst du, wer der ist? ißt A. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn Der Bert Bahte 55 Und kein Dank dazu haben; Und ist kein andrer Gott, Er ist bei uns wohl auf dem Plan Das Feld muß er behalten. Mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, 3. Und wenn die Welt voll Teu⸗ Gut, Ehr, Kind und Weib: fel wär' Laß fahren dahin, Und wollt' uns gar verschlingen, Sie haben's kein' Gewinn; So fürchten wir uns nicht so sehr, Das Reich muß uns doch bleiben! Es soll uns doch gelingen. Martin Luther 1483—1546. — 7 Nach eigener Melodie. 162. Altkirchlich. 1543. 2 4—— ů SSPSPPPIP PTTTITITITITITITITITTITITITITITITITITTITTT I.I.... iIix irxx rr —* Er⸗ halt uns, Herr, bei deinem Wort und steu⸗ re dei⸗ner Fein⸗de 4— ö— I. 7—— A It TT.TTT..——— 2..——————.—— ———— 7.— Mord, die Je⸗ sum Christum, dei⸗nen Sohn, stürzen wol⸗len von deinemThronl 2. Beweis dein' Macht, Herr 3. Gott heil'ger Geist, du Tröster Jesu Christ, wert, Der du Herr aller Herren bist, Gib Eintracht deinem Volk auf Erd, Beschirm dein' arme Christenheit, Steh bei uns in der letzten Not, Daß sie dich lob' in Ewigkeit! Leit uns ins Leben aus dem Tod! Martin Luther 1483—1546. 84 Es ist das Heil ꝛc. 163. Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 157 Altdeutsch. 1524. 1523. DDD Wo Gott der Herrnicht bei uns hält, wenn un⸗ sue Fein⸗de wo er nicht un-srer Sach zu⸗fällt im Himmel hoch dort — 2. + to ⸗-ben, o· ben, wo er der Kir⸗che Schuß nichtist und sel⸗ber 1 IEI .—.— bricht der Fein⸗de List, 5 ist's mit uns ver⸗ lo-W ren. 2. Was Menschenkraft und witz anfäht, Soll billig uns nicht schrecken. Der Herr sitzt an der höchsten Stätt, Wird ihren Rat aufdecken. Wenn sie's aufs klügste greifen an, Geht Gott doch eine andre Bahn, Es steht in seinen Händen. 3. Sie drohen uns voll Grau⸗ samkeit Und wollen uns verschlingen; Lob, Dank und Preis sei Gott allzeit, Er läßt es nicht gelingen. Der Feinde Strick zerreißet er Und stürzet ihre falsche Lehr, Sie werden's Gott nicht wehren. 4. Ach lieber Gott, wie tröstest du, Die gänzlich sind verlassen! Der Gnaden Tür steht nimmer zu; Vernunft kann das nicht fassen, Sie meint, daß alles sei verlor'n, Da doch das Kreuz hat neugebor'n, Die deiner Hilfe warten. 5. Die Feinde sind in deiner Hand, Dazu all ihr' Gedanken, Ihr Anschlag ist dir wohlbekannt; Hilf nur, daß wir nicht wanken! Wenn Menschenwitz dein Wort anficht, Aufs Künft'ge will vertrauen nicht, Da wirst du selber trösten. 6. Den Himmel hast du und die Erd, Herr unser Gott, gegründet; Dein Licht auch bei uns helle werd', Das Herz uns werd' entzündet, In rechter Lieb des Glaubens dein Bis an das Ende treu zu sein; Die Welt laß immer murren! Justus Jonas 1493—1555. 158 Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 0— Heut singt ꝛe. 164. Nik. Hermann. 1560. Zi +—*³——— T 6 d H nr Hr. rm mhn r s fa EE 5 Ver⸗za⸗ge nicht, du Häuflein klein, ob⸗schon die Fein⸗de wil⸗lens 0 + 4 4 ..— + 22———5 5—— 5— L —.— ..—., 2 + —— ren sein, dich gänzlich zu ver⸗stö⸗ und su⸗chen dei⸗nen Un⸗ter⸗ —— O SIS—.—. gang, da⸗von dir wird recht angstund bang; es wird nichtlange wäh⸗ren! 2. Des tröst dich Sun deine 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, Ist Gottes; dem befiehl die Rach Muß Teufel, Welt und Höllenpfort Und laß du ihn nur walten! Und was dem tut anhangen, Er wird durch einen Gideon, Endlich werden zu Schand und Den er wohl weiß, dir helfen Spott. on, Gott ist mit uns und wir mit Gott; ö Dich und sein Wort erhalten. Den Sieg woll'n wir erlangen. Mich. Altenburg 1584—1640. Nach eigener Melodie. 165. 170⁴4. = PIIPPPP P 3 Fah⸗ re fort, fah⸗re fort, Zi⸗on, fah-re fort im Licht, .— ma⸗che dei⸗nen Leuchter hel⸗le, laß die er⸗-ste Lie-be nicht, *——— —,.— su⸗-che stets die Le⸗bensquel⸗ 1el Zi=on, drin⸗ge durch die 4 * I— II ——— d L 1.——— A— —— en-ge Pfort, fah re fort, fah⸗ re fortl Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 2. Leide dich, leide dich, 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, leide ohne Scheu Zion, dringe ein in Gott! Trübsal, Angst mit Spottund Hohne, Stärke dich mit Geist und Leben, Sei bis in den Tod getreu, Sei nicht wie die andern tot, Siehe auf die Lebenskrone! Sei du gleich den grünen Reben! Zion, fühlest du der Schlange Stich, Zion, in die Kraft statt in den Schein Leide dich, leide dich! Dringe ein, dringe ein! 3. Folge nicht, folge nicht, 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, folge nicht der Welt, Zion, brich herfür in Kraft, Wenn sie dich sucht groß zu machen, Weil die Bruderliebe brennet! Achte nichts ihr Gut und Geld. Zeige, was der in dir schafft, Nichts ihr Dräuen, nichts ihr Lachen! Der als seine Braut dich kennet! Zion, wenn sie dir viel Lust ver Zion, durch die dir gegebne Tür ht ser Ibrl Brich herfür, brich herfür! Folge nicht, folge nicht! 7. Halte ans, halte anst 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, halte deine Treu, Zion, prüfe recht den Geist, Laß nicht lau und träg dich finden! Der dir ruft zu beiden Seiten; Auf, das Kleinod rückt herbei, Tue nicht, was er dich heißt, Auf, verlasse was dahinten; Laß nur deinen Stern dich leiten! Zion, in dem letzten Kampf und Zion, beides, was da gut und schlecht, Strauß Prüfe recht, prüfe recht! Halte aus, halte aus! Joh. Eusebius Schmidt 1669—1745. Mel. O du Liebe ꝛe. 166. 1745. — —————— 2—— re, HerzundHerzver⸗eint zu⸗sammen suchtin Gottes Her-zen Ruh/ las⸗set eu⸗-re Lie-⸗besflammen lo-dern auf den Heiland zu! — 4 ö ö— ö—— H ö—— Er das Haupt, wir sei⸗ ne Glieder, er das Lichtund wir derSchein, er der Meister, wir die Brüder, er ist un⸗ser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Und erneuert euern Bund! Gotteskinder, Schwöret unserm Überwinder 160 Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. Lieb und Treu von Herzensgrund! Unser Tagewerk hienieden Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, O so flehet um die Wette, Bis sie Jesus wieder stählt! 3. Legt es unter euch, ihr Glieder, Auf so treues Lieben an, Daß ein jeder für die Brüder Auch das Leben lassen kann! So hat uns der Herr geliebet, So vergoß er dort sein Blut; Denkt doch, wie es ihn betrübet, Wenn ihr selbst euch Eintrag tut! 4. O du treuster Freund, vereine Deine dir geweihte Schar, Daß sie es so herzlich meine, Wie's dein letzter Wille war, Und daß, wie du eins mit ihnen, Also sie auch eines sei'n, Sich in wahrer Liebe dienen Und einander gern erfreun. 5. Friedefürst, laß deinen Frieden Stets in unsrer Mitte ruhn, Mel. Dir, dir, Jehova ꝛc. — 167. All in einem Geist zu tun! Denn wie kann die Last auf Erden Und des Glaubens Ritterschaft Besser uns versüßet werden Als durch deiner Liebe Kraft! 6. Liebe, hast du es geboten, Daß man Liebe üben soll, O so mache doch die toten Trägen Geister lebensvoll! Zünde an die Liebesflamme, Daß ein jeder sehen kann: Wir, als die von einem Stamme, Stehen auch für einen Mann! 7. Laß uns so vereinigt werden, Wie du mit dem Vater bist, Bis schon hier auf dieser Erden Kein getrenntes Glied mehr ist, Und allein von deinem Brennen Nehme unser Licht den Schein: Also wird die Welt erkennen, Daß wir deine Jünger sei'n! Nik. Ludw. Graf von Zinzendorf 1700—1760. 1690. 1704. D—..— Zairnnn e Wach auf, du Geist der die Tag und 3.6 er⸗ Een nim-merschweigen und die ge— Zeu⸗gen, der Wäch⸗ter, EL . die auf Zi⸗ ons Danernstehn trost dem Feindent⸗ge⸗ gen⸗—— ja de⸗ ren Schall die gan⸗ze PPPPPPPPPPE Weltdurchdringt und al⸗ler Völ⸗ker Scha⸗ren zu dir bringtl — 9 2. O daß dein Feuer bald ent⸗ brennte, O möcht' es doch in alle Lande gehn; Gib zu der Ernte doch die Hände, Gib Knechte, die in treuer Arbeit stehn! OHerr der Ernte, siehe doch darein: Die Ernt ist groß, der Knechte Zahl ist klein! 3. Dein Sohn hat ja mit klaren orten Uns diese Bitte in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten Sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, Mit tiefster Inbrunst dich, Herr, anzuflehn; Drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn! 4. Herr, gib dein Wort mitgroßen Scharen, Die in der Kraft Evangelisten sei'n! Laß eilend Hilf uns widerfahren Und brich in Satans Reich mit Macht Erden⸗ O breite, Herr, auf weitem Erden⸗ kreis Dein Reich bald aus zu deines Na⸗ mens Preis! 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme! O daß dein Geist, sowie dein Wort verspricht, Dein Volk aus dem Gefängnis nähme; O würd' es doch nur bald vor Abend Licht! Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei Evang. Gesangbuch. Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 161 Und komm herab zur Hilf und mach uns freil 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen; Es sei kein Ort ohn' dessen Glanz und Schein! Ach führe bald dadurch mit Haufen Der Heiden Füll zu allen Toren ein; Ja wecke doch auch Israel bald auf Und also segne deines Wortes Lauf! 7. O bessre Zions wüste Stege; Und was dein Wort im Laufe hin⸗ dern kann, Das räume bald aus jedem Wege; Vertilg, o Herr, den falschen Glau⸗ benswahn! Von Mietlingen mach deine Herde frei, Daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei! 8. Laß jede hoh' und niedre Schule Die Werkstatt 3 Ruu Geistes ein! Ja sitze du nur auf dem Stuhle Und prägedich der Jugend selberein, Daß treue Lehrer viel und Beter sei'n, Die kräftig für die Kirche stehen ein! 9. Du wirst dein herrlich Werk vollenden, Der du der und Richter bist; Du wirst der Menschheit Jammer wenden, So dunkel jetzt dein Weg, o Heil'ger, ist Drum hört der Glaub nie auf zu dir zu flehn; Du tust noch über Bitten und Ver⸗ stehn! Karl Heinrich von Bogatzky 1690—1774. 11 ———— 22 II —* 1 1 1* 4 N + I 1* 5 41* 1+ 11 .... ðð,έerrr S.·Z 3 162 Mel. Zeuch ein ꝛc. Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 168. Joh. Crüger. 1653. .—=— Kommt, Kin-der, laßt uns ge⸗ hen, der Abend kommt her⸗-beil Es ist ge⸗fähr⸗lich 9—— hen in die⸗ser Wü⸗ste-⸗ nei. 9 71—..— I 57—————— — 4— —.—— Kommt, stär⸗ket eu⸗ern Mut, 93 E⸗wig⸗keit zu wan⸗dern, von ...—.— ö 1.———.— N ei⸗ ner Kraftzur 2. Es soll uns nicht gereuen Der schmale Pilgerpfad; Wir kennen ja den Treuen, Der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; Ein jeder sein Gesichte Mit ganzer Wendung richte Fest nach Jerusalem! 3. Geht's der Natur entgegen, So geht's gerade doch. Die Fleisch und Sinne pflegen, Sind schlechte Pilger noch. Verlaßt die Kreatur Und was euch sonst will binden, Laßt gar euch selbst dahinten, Es geht durchs Sterben nur! 4. Schmückt euer Herz aufs beste, Weit mehr als Leib und Haus, Wir sind hier fremde Gäste Und ziehen bald hinaus! Gemach bringt Ungemach; Ein Pilger muß sich schicken, Sich dulden und sich bücken Den kurzen Pilgertag. 5. Ist gleich der Weg sehr enge, So einsam, krumm und schlecht, an⸗ dern; es ist das En ⸗-de 910 Der Dornen in der Menge Und manches Kreuze trägt: Es ist doch nur ein Weg; Laß sein, wir gehen weiter, Wir folgen unserm Leiter Und brechen durchs Geheg. 6. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, Der Vater gehet mit; Er selbst will bei uns stehen Bei jedem sauern Tritt! Er will uns machen Mut, Mit süßen Sonnenblicken Uns locken und erquicken; Ach ja, wir haben's gut! 7. Sollt' wo ein Schwacher fallen, So greif' der Stärkre zu; Man trag', man helfe allen, Man pflanze Lieb und Ruh. Kommm, schließt euch fester an; Ein jeder sei der Kleinste, Doch wohl auch gern der Reinste Auf unsrer Liebesbahn! 8. Kommt, laßt uns munter wandern, Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 163 Der Weg kürzt immer ab; Wenn wir mit allen Frommen Ein Tag der folgt dem andern, Daheim zum Vater kommen; Bald fällt das anig Mus Grab! Wie wohl, wie wohl wird's tun! Nur noch ein wenig Mut Nur noch ein wenig treuer, 10. Drauf Wne, denn Vor allen Dingen freier Es ist wohl Wa gens wert, Gewandt zum ew'gen Gut! Und gründlich dem absagen, 9.Es wird nichtlang mehrwähren: Was aufhält und beschwert. Harrt noch ein wenig aus! Welt, du bist uns zu klein, Es wird nicht lang mehr währen, Wir gehn durch Jesu Leiten So kommen wir nach Haus. Hin in die Ewigkeiten; Da wird man ewig ruhn, Es soll nur Jesus sein! Gerhard Tersteegen 1697—1769. Mel. Herr und Altster ꝛc. 169. Weltlich. 1784. Q dr, nrlhi, nittennn xe rrnnrrr:èneremert.. *————2..—————— Die wir uns all-hier bei⸗sam⸗-men fin ⸗ den, uns auf dei⸗ ne Mar⸗ter zu ver ⸗ bin ⸗den, Q SSDSSSIIIIIIIIIIII.. „—— schla-gen un⸗ sre Hän-de ein, dir auf e⸗ wig treu zu sein. Und zum Zeichen, daß dies 7 +—..— E A. 15— Lob- 3ge⸗- tö-ne dei⸗ nem Her-zen an⸗ ge⸗nehm und schö⸗ne, —— 1——— +..* —————....... sa⸗ge A-men und zu-gleich: Frie-de, Frie-⸗de sei mit euch! Christ. Renat. Graf von Zinzendorf 1727—1752. 4⸗ Ein' feste Burg. 170. Martin Luther. 1527(2). SS..... II.II 2.—.—— Wenn Christus sei⸗ ne Kir⸗ che schützt, so mag die Höl-le er, der zur Rechten Got-tes sitzt, hat Macht, ihr zu ge— 11* Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 1 — H ö— I— ——— u ten; Er ist mit Hil⸗fe nah, wenn er — PI II spricht, stehrs da. Er schützt sei⸗ nen Ruhm und hält sein —— Hei-lig⸗ n mag 990 die Höl⸗ le wü ⸗ ten! 2. Gott siehet wider seinen Thron Wer sein Jünger ist, Die Völker sich empören, Sein Wort gläubig hält, Denn den Gesalbten, seinen Sohn, Dem kann die ganze Welt Den wollen sie 1965 Wort Die Seligkeit nicht rauben. Sie schämen sich des Worts, ů 6 Des Hellande, es Horts, 4. Auf, Christen, die ihr ihm ö Sein Kreuz ist ihr Spott, Hpenmil, Doch ihrer lachet Gott; Laßt euch kein Drohn erschrecken! Sie mögen sich empören! Der Gott, der von dem Himmel schaut, 3. Der Frevler mag die Wahrheit Wird uns gewiß bedecken. schmähn, Der Herr, der starke Gott, Uns kann er sie nicht rauben. Hält auf sein Gebot, Der Fattart mag ihr widerstehn, Gibt Geduld in Not ö Wir halten Jest am Glauben. Und Kraft und Mut im Tod; Gelobt sei Jesus Christ! Was will uns da erschrecken? Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. 2⁵86 Alles ist an Gottes Segen. 171. 1738. ——. e,... XI Gro⸗ ßer Hir te dei⸗ ner Her⸗den in dem Him⸗-mel .— ö —— + P m, f. 1—.———4 ———4 2———— 2 1—.2———„ treu ⸗er Hei⸗land Je⸗-su Christ, und auf Er ⸗den, 8 9 0 III 44.— = 2 2 die⸗sen letz⸗ ten Zei⸗ ten Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 165 * 4 *... laß in — ....— —— sich dein Reich noch ů 1— +——.—— SSS.IIIIII.... 1.———— L mehr ver⸗brei⸗ten, als bis⸗ 2. Laß es sich zu deinen Ehren Kräftiglich in uns vermehren; Breit es, Herr, von Haus zu Haus Unter Freunden und Verwandten, Breite es in allen Landen, Unter allen Völkern aus! 3. Gib dazu von Jahr zu Jahren Viel Evangelistenscharen, Treue Lehrer ohne Fehl, Die im Glauben, Wort und Leben Gründlich, kindlich dir ergeben, 2 5 in Israel! 4. Flöße früh der zarten Jugend Jede Kenntnis, jede Tugend Nur durch dein' Erkenntnis ein; Gib ihr Leben, nicht nur Wissen, Und behalt von Argernissen Lehrer mit den Schülern rein! 5. Laß dein Wort die Sichern schrecken Und die geistlich Toten wecken, Stürz die Selbstgerechtigkeit, Mach die geistlich Blinden sehend, Mach die geistlich Lahmen gehend, Mach dir selbst den Weg bereit! 24. Es ist das Heil ꝛc. 172. her ge⸗ sche⸗hen ist! 6. Schenke den Erwachten Gnade, Nicht zu ruhen, bis ihr Schade Recht entdeckt und schmerzhaft ist; Zieh sie dann zu dir, dem Sohne, Daß vor deinem Gnadenthrone Sie sich laben, Jesu Christ! 7. Welchen ihre Schuld vergeben, Die laß stets im Glauben leben, Der viel Geistesfrüchte bringt; Laß be niemals stille stehen, Treibe sie stets fortzugehen, Bis ihr Geist die Kron erringt! 8. Die am Ende sich befinden, Denen hilf selbst überwinden, Zeig dem Glauben jenen Lohn, Den du denen aufgehoben, Die nach wohlbestandnen Proben Siegreich stehn vor deinem Thron! 9. Herr, so sammle deine Glieder, Dann erscheine gnädig wieder Als der ewig gute Hirt, Da aus so viel tausend Herden Eine Gottesherde werden Und um dich sich scharen wird! Joh. Jak. von Moser 1701—-1785. Altdeutsch. 1524. 1523. —.— Die 3.7 de dei⸗ nes Kre —— Hrwin. deindeic, erzn zer⸗ du ber, Mittler, Got⸗tes Sohn, kannst ih⸗rem Tro⸗tze — —.————.———— ũ——s̃. —....— ½:— 166 Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 25 — ⏑— stö ⸗ren; weh-ren. ir,... Dein Thron be⸗ 4 e⸗ wig ⸗lich, ver⸗ geb⸗ lich wird sich wi-der dich die ganze Höl⸗ le waff- nen. 2. Dein Reich ist 2921 von dieser Und unerschüttert im Vertraun , Kein Werk von Menschenkindern, Drum konnt' auch keine Macht der Welt, Herr, seinen Fortgang hindern. Dein Erbe bleibt dir immerdar Und wird selbst durch der Feinde Schar Zu deinem Ruhm sich mehren. 3. Weit wollst du deine Herr⸗ schaft noch In deiner Welt verbreiten Und unter deinem sanften Joch Zum Heil die Völker leiten! Vom Aufgang bis zum Niedergang Bring' alle Welt dir Preis und Dank Und glaub' an deinen Namen! 4. Auch deine Feinde, die dich schmähn, Die frevelnd sich empören, Laß deiner Gnade Wunder sehn, Daß sie sich noch bekehren! Lehr sie mit uns gen Himmel schaun . Nun danket alle Gott. 173. Auf deine Zukunft warten! 5. Uns, deine Christen, wollestdu Fest in der Wahrheit gründen, Daß wir für unsre Seelen Ruh In deiner Gnade finden! Mach unsers Glaubens uns gewiß, Vor Irrtum und vor Finsternis Bewahr uns, weil wir leben! 6. Dein Geist führ' uns auf ebner Bahn Und heil'ge unsern Willen, So wird dein Volk, dir untertan, Gern dein Gesetz erfüllen, Bis du erscheinest zum Gericht Und dann vor deinem Angesicht Die Menschenkinder sammelst. 7. Voll Zuversicht erwarten dich, Herr, alle deine Frommen Und freun des großen Tages sich, Da du wirst wiederkommen. Dann werden sie, o Gottes Sohn, Den längst verheißnen Gnadenlohn, Dein Himmelreich ererben. Balthasar Münter 1735—1793. Joh. Crüger. 1649. nrr— D Nun dan⸗ket al ⸗le Gott und ge⸗bet ihm die Eh⸗re, der wie⸗der⸗-her⸗ge⸗stellt der Bi-bel rei- ne Leh⸗re, er⸗ Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. —— 35 2— 2.— H 4 eer, xr, ZZn————— der sei⸗ ner Auschte Mut ge⸗ rü⸗stet hat mit i und ——.— ö ——. ö...I—.—.— ge⸗ gen al le Welt der Kir⸗che Sieg ver⸗schafft! 2. Du Ewiggnädiger, Laß über seinem Haus Wir hoffen mit Vertrauen, Stets walten deine Hand Du werdest ferner noch Und segne, Herr, durch ihn Die Mauern Zions bauen, Das ganze Vaterland! Und was begonnen ward, So fördern fort und fort, Daß endlich alle Welt Sich weid' am reinen Wort! 4. Erhalt dies Heiligtum Und in ihm reine Lehre, Auf daß auch stets bei uns Dein Himmelreich sich mehre, 3. Mit Gnaden schau herab Und jeder Wmn sei, Auf unsern Landesvater; Schließt, sich sein Lauf allhier, Laß auch die Kirche sehn Das ew'ge Freudenfest In ihm den Freund und Rater; Zu feiern dort bei dir! Fürchtegott Christ. Fulda 1768—1817. F.— Wachet auf ꝛc. 174. 51 Nicolai? 1588. —— =—8—. I I I II T Got⸗ tes Stadt steht fest ge⸗ grün-det auf heil'⸗gen Den- noch steht sie und wird ste⸗-hen, man wird an .—......———— W——————— 0— 1—.— Ber⸗gen; es ver⸗bün-det sich wi-der sie die gan-ze ihr mit Stau⸗nen se⸗ hen, wer hier die Hut und Wa⸗che 2———*—— r . 4 ö Welt. hält. Der Hü⸗ter Is⸗ ra⸗ els ist ih⸗ res 75.D — 2———ß.ßv—— w E—— d, Hei⸗les Fels. Hal le⸗lu-jal Lob ⸗singt und sprecht: Wohl IIIIIIeeeee Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 49— 6. ..—.———.——.— — RD—— —— 4.— — —. . dem Ge⸗sichlecht, das in 2. Zions Tore liebt vor allen Der Herr mit gnäd'gem Wohlge⸗ fallen, Macht ihre Riegel stark und fest, Segnet, die darinnen wohnen, Weißüberschwenglich dem zu lohnen, Der ihn nur tun und walten läßt. Wie groß ist seine Huld, Wie trägt er mit Geduld All die Seinen! O Gottesstadt, Du reiche Stadt, Die solchen Herrn und König hat! 3. Große heil'ge Dinge werden In dir gepredigt, wie auf Erden Sonst unter keinem Volk man hört. Gottes Wort ist deine Wahrheit, Du hast den Geist und hast die Klarheit, Die alle Finsternis zerstört; Da hört man fort und fort Das teuerwerte Wort Ew'ger Gnade. Wie lieblich tönt, Was hier versöhnt Und dort mit ew'gem Leben krönt! 4. Auch die nichts davon ver⸗ nommen, Die fernsten Völker werden kommen Und in die Tore Zions gehn. Denen, die im Finstern saßen, Wird auch der Herr noch pred'gen lassen, Was einst für alle Welt geschehn. 2— E ihr hat das Bür⸗ ger⸗recht! Wo ist der Gottessohn, Wo ist sein Gnadenthron? Wird man fragen. Dann kommt die Zeit, Wo weit und breit Erscheint der Herr in Herrlichkeit. 5. Darum stellet ein die Klagen! Man wird noch einst zu Zion sagen: Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Voll Erstaunen wird man schauen, Wie Gott sein Zion mächtig bauen Und herrlich weitern wird einmal. Erhebet Herz und Sinn! Es ist die Nacht schier hin Für die Heiden; Es kommt ihr Tag, Sie werden wach, Und Israel folgt ihnen nach. 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden Die Mutter aller Völker werden, Die ew'ges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie am Reigen, Wird einst von dir zum Himmel steigen! Die Lebensbrunnen sind in dir; In dir das Wasser quillt, Das alles Dürsten stillt. Halleluja! Von Sünd und Tod, Von aller Not Erlöst nur einer: Zions Gott. Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. Ausbreitung des Evangeliums. — XIII. Ausbreitung des Evangeliums. 175. 2 Rud. 655 1662. 1——— n e. ist noch Raum! Sein Haus ist noch nicht voll, sein Tisch ist 2 Platz ist da, wo je⸗der si⸗tzen soll: bringt sei⸗ ne it. a Mel. Es ist genug. 12 ——— W öESEEEREEEEEE. —n se—— her! Geht, nö-⸗tigt sie von al⸗len Stra⸗ßen, 4 f —.——— * ů ů 1——— I ——.——.—.— 4 n,——— 0 der Herr hat viel be · rei · ten las⸗sen: da ist noch Raum! 2. Es ist noch Zeit! Die Liebe 3. Doch ist es Zeit! Die Stunden rufet noch; folgen schnell, Noch gehen Diener aus Es geht auf Mitternacht, Zu Stadt und Land, sie laden heute Bald schlägt es voll, von ferne ö noch schimmert's hell: ö Ins große Rettungshaus. Ihr Jungfrauen erwacht! Noch ist die Türe nicht verschlossen, Der Bräutigam erscheint von Für Kind und Greis noch nicht weitem; + verflossen Auf, auf, die Lampen zu bereiten, Die Rettungszeit. Auf, es ist Zeit! Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. 23 Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 17 46. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. 6 2 i E— O daß doch bald dein Feu-er brenn⸗te, du un⸗aus⸗ und bald die gan⸗ ze Welt er⸗ kenn⸗ te, daß du bist .. Wad Godund wert O möch⸗ten sei⸗ ne Him⸗mels⸗fun⸗ken —ñññ Ausbreitung des Evangeliums. äꝑPRSPSRSRSPRITTT ent⸗zün⸗den je⸗ des to-te Herz, die Hurstgen ma⸗chen eee freu⸗de⸗trun⸗ken und hei⸗len al- len Sündenschmerzl Oder: ———.6 Die Tugend wird ꝛc. 1704. ——.——. SI.. daß doch bald dein Feu⸗er brenn⸗te, du un⸗aus⸗ und bald die gan-ze Welt er⸗ kenn⸗te, daß du bist — ᷓ —— sprechlich Lie⸗ben-der, Kö⸗nig, Gott und Herr! O möch⸗ten .——25—— 11——— —*——“ ent⸗zün⸗den je⸗des to⸗ te Herz, die Durst'gen ma⸗chen ti= ne Himmelsfun⸗ken 2. 1— 5 ni i— ů— n, een.,*—.— freu⸗de⸗ trun⸗ken und hei⸗len al-len Sündenschmerz! 2. Zwar brennet es mit heller 3. Du unerschöpfter Quell des Flamme Lebens, Schon hier und dort, in Ost und Allmächt'ger starker Gotteshauch, West, Dein Feuermeer ström' nicht ver— Dir, dem am Kreuz erwürgten gebens; Lamme, Ach zünd in unsern Herzen auch! Ein herrlich Pfingst⸗ und Freuden⸗ Schmelz alles, was sich trennt, zu⸗ fest. sammen Doch wecke, läutre und vereine Und baue deinen Tempel aus; Des ganzen Christenvolkes Schar Laß leuchten deine heil'gen Flam⸗ Und mach in deinem Gnadenscheine men Dein Heil noch jedem offenbar! Durch deines Vaters ganzes Haus! 9 * Ausbreitung des Evangeliums. 171 4. Beleb, erleucht, erwärm, ent- Dann tönen dir von Millionen flamme Der Liebe Jubelharmonien, Doch bald die ganze weite Welt Und alle, die auf Erden wohnen, Und zeig dich jedem Völkerstamme Knien vor dem Thron des Lammes Als Heiland, Friedefürst und Held! hin. Joh. Ludw. Fricker 1729—1766. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. 177. Phil. Nicolai? 1598 ——. Vom Auf⸗ gang bis zum Nie⸗ der⸗ gang eeschal⸗ Aet Un⸗zähl-bar sind die Scharen schon, die ger-ne +4 3 —— A .—.... —————— 1 dir der Led-e ⸗sa er ⸗ ret⸗ te ⸗-ter Ge⸗rech⸗ten. dir vor wür⸗dig Lob-lied bräch⸗ten. 1 ——— ,........:..... Preis dir, Je-su! Einst noch wer-den mehr auf Er-den N*2 s ‚ I.—— 2—— 6 43—. 2.— S- Hu.— —‚„.———— dir lob⸗sin⸗gen, Preis und Ruhm und Dank dir brin-gen. 2. Wie groß, wie angebetet ist Ewig müsse Dein Nam, o Heiland Jesu Christ, Dir zur Ehre Wie herrlich bei den Deinen! Ihrer Chöre Doch führst du uns zu deiner Ruh, Lob erschallen, O wie weit herrlicher wirst du Durch die Himmel widerhallen. Den Deinen dann erscheinen! Joh. Andr. Cramer 1723—1788. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 178. 1745. 2—.—.— E—— 7— 2——5— 2...———— —.— e En re S Va⸗ter, dei⸗nes Geistes Wehen durch die gan-ze Christen⸗heit fer⸗ne se-hen dei⸗nes Reiches Herrlich-⸗keit; —.—.——.—. 4 ————.———.—— denndein Wortwirdausge⸗ spen⸗det durch die gan ze wei- te Welt, —— — 9. ——2—m— 17² 7 V Ausbreitung des Evangeliums. — — ——— mil⸗li ⸗o 2. Dieser Samen wird bald blühen Allenthalben hoch und hehr, Denn Evangelisten ziehen Über Inseln, Land und Meer, Um die Saaten zu begießen. Geist der Pfingsten, komm herab, Laß uns Lebensströme fließen Bis zum Grabe tief hinab! 6 Jesus, meine Zuversicht. nenweis ver⸗sen⸗det auf das gro⸗ße A⸗ Aseh 3.Sei gegrüßt, duew'ger Morgen! Steige, Sonne, bald empor, Weicht nun, all ihr bangen Sorgen, “N7 Tagverkünder, tritt hervor! Seht, der Berge Spitzen glühen Schon im ew'gen Morgenlicht, Und die Frühlingsblumen blühen: Brüder alle, sorget nicht! Joh. Heinr. Jung, gen. Stilling 1740—1817. —— Joh. Crüger? 1653. 1656. E SSISSEI Ei⸗ne Her⸗de und ein Hirt Wie wirddaumdirsein, o Er⸗ de, 35 wird! Freu⸗e dich, du klei⸗ ne Her⸗ de, B r.—.——— mach dich auf und wer-⸗de Licht: J 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, Und die Herrlichkeit des Herrn Nahet dämmernd sich den Heiden, Blinde Pilger flehn um Licht: Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, Daß die Nacht zum Tage werde! Ach wie manches Schäflein irrt Fern von dir und deiner Herde! Kleine Herde, zage nicht: Jesus hält, was er verspricht! 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht Vor des Morgenrotes Helle, Und der Sohn der Wüste kniet Dürstend an der Lebensquelle, de⸗sus hält, was er versprichtl Ihn umleuchtet Morgenlicht: Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgetan. Rauscht, verdorrete Gebeine, Macht dem Bundesengel Bahn; Großer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, Und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf, es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Friedr. Adolf Krummacher 1767—1845. * Ausbreitung des Evangeliums. 173 „ Mel. Valet will ich dir 65986 18 30. Melchior Teschner. 1614. —.— PIII.IFII I T—. Der du in To⸗des⸗ näch⸗ten er⸗kämpft das Heilder Welt und dich als den Ge⸗ 6———— zum Bür⸗gen dar⸗ge⸗stellt, ———— ———.— 12———— der. IanFendbr⸗ ain gen, den Himmel auf⸗ ge⸗tan: dir ——— I 33 DiiE 6*— stimmen un⸗ sre Zun ⸗gen ein Hal⸗le⸗lu⸗ja an. 2. Im Himmel und auf Erden 4. So ziehen deine Flammen Ist alle Macht nun dein, Wie Sonnen um die Welt, Bis alle Völker werden Getrenntes fließt zusammen, Zu deinen Füßen sein, Das Dunkle wird erhellt; Bis die von Süd und Norden, Und wo dein Name schallet, Bis die von Ost und West Du König Jesu Christ, Sind deine Gäste worden Ein selig Häuflein wallet Bei deinem Hochzeitsfest. Dahin, wo Friede ist. 3. Noch werden sie geladen, 5. So sammle deine Herden Noch gehn die Boten aus, Dir aus der Völker Zahl, Um mit dem Ruf der Gnaden Daß viele selig werden Zu füllen dir dein Haus. Und ziehn zum Abendmahll! Es ist kein Preis zu teuer, Schließ auf die hohen Pforten, Es ist kein Weg zu schwer, Es strömt dein Volk heran; Zu streun dein Lebensfeuer Wo's noch nicht Tag geworden, Ins weite Völkermeer. Da zünd ein Feuer an! Christ. Gottlob Barth 1799—1862. Mel. Valet will ich dir geben. 181. Melchior Teschner. 1614. Q 4 ———..——5———2 .— * Der du den Che er⸗schie-nen der al⸗-ler-ärm⸗sten Welt und von den Che⸗-ru- bi⸗ nen zu Sündern dich ge⸗fsellt, Ausbreitung des Evangeliums. e se mit 5 5 i ver⸗ Wrsn sei- ne Huld, als ...—..— srtrtrtr;rd =.———— — du am Mar⸗ter ⸗ hol ⸗ ze 2. Damit wir Kinder würden, Gingst du vom Vater aus, Nahmst auf dich unsre Bürden Und bautest uns ein Haus. Von Westen und von Süden, Von Morgen ohne Zahl Sind Gäste nun beschieden Zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide, Von allen Flecken rein, Führst du zu deiner Freude Die Völkerscharen ein; Und welchen nichts verkündigt, Kein Heil verheißen war, Die bringen nun entsündigt Dir Preis und Ehre dar. 4. Du hast den ärmsten Sklaven, Wo heiß die Sonne glüht, Wie deinen andern Schafen Zuliebe dich gemüht, Und selbst den öden Norden, Den ew'ges Eis bedrückt, Zu deines Himmels Pforten Erbarmend hingerückt. 5. Drum kann nicht Ruhe werden, Bis deine Liebe siegt, Bis dieser Kreis der Erden Zu deinen Füßen liegt, *— ver⸗söhn⸗test ih re Schuld: Bis du im neuen Leben Die ausgesöhnte Welt Dem, der sie dir gegeben, Vors Angesicht gestellt. 6. Und siehe, tausend Fürsten Mit Völkern ohne Licht Stehn in der Nacht und dürsten Nach deinem Angesicht! Auch sie hast du gegraben In deinen Priesterschild, Am Brunngquell sie zu laben, Der dir vom Herzen quillt. 7. So sprich dein göttlich Werde, Laß deinen Odem wehn, Daß auf der finstern Erde Die Toten auferstehn, Daß, wo man Götzen frönet, Vor toten Bildern kniet, Ein willig Volk versöhnet Zu deinem Tempel zieht! 8. Wir rufen, du willst hören; Wir fassen, was du sprichst; Dein Wort muß sich bewähren, Womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen, Wie viele sind's noch nicht! O du, der's uns versprochen, Werd aller Heiden Licht! Albert Knapp 1798—1864. Ausbreitung des Evangeliums. 17⁵ —— 18. Phil. Nicolai? 1598. Mel. Wachet auf ꝛc. ——5—— ö I iiSEE Ei⸗ ner ist's, an dem wir han⸗gen, der für uns Un⸗ sre Lei⸗ ber, un ⸗-sre Her⸗zen ge⸗ hö⸗ ren *——— 0 ·:.r 4*. + +—.— •———2—— 2—.————— — in den Tod ge⸗-gan-gen und uns er⸗kauft mit sei⸗nem dir, o Mann der Schmerzen; in dei⸗ner Lie-be ruhtsich's 2— + —..——————.——.— ———.—3 S. 235. S.— 2— — 32—. Blut. gut. Nimm uns zum Ei⸗ 8988—8885 be⸗ rei ⸗te ——— 1.——.—.... e —— 2—.———— dir zum Ruhn dei⸗ ne Kin-der, ver⸗-birg uns nicht das DID́——2—— II ———— ů — WW0 e, Gna⸗den⸗ licht von dei⸗ nem heil gen An⸗ ge-⸗ sicht! 2. Nicht wir haben dich er⸗ Drum sende treue Zeugen aus; wählet, Send auch uns hinaus in Gnaden, Du selbst hast unsre Zahl gezählet Viel frohe Gäste einzuladen Nach deinem ew'gen Gnadenrat. Zum Mahl in deines Vaters Haus! Unsre Kraft ist schwach und nichtig, Wohl dem, den deine Wahl Und keiner ist zum Werke tüchtig, Beruft zum Abendmahl Der nicht von dir die Stärke hat. Im Reich Gottes! Drum brich den eignen Sinn, Da ruht der Streit, Denn Armut ist Gewinn Da währt die Freud Für den Himmel; Heut, gestern und in Ewigkeit. n in sich schwac, 4. Schau auf deine Millionen, Folgt, Herr, dir nach Die noch im Todesschatten wohnen, Und trägt mit Ehren deine Von deinem Himmelreiche fern! Schmach. 8 dafen Seit Jahrtausenden ist ihnen 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig, Kein Evangelium erschienen, 7 Die Ernt ist groß, der Schnitter Kein gnadenreicher Morgenstern. wenig, Glanz der Gerechtigkeit, 176 Geh auf, denn es ist Zeit! Komm, Herr Jesu, Zieh uns voran Und mach uns Bahn, Gib deine Türen aufgetan! 5. Deine Liebe, deine Wunden, Die uns ein ew'ges Heil erfunden, Dein treues Herz, das für uns fleht, Wollen wir den Seelen preisen Und auf dein Kreuz so lange weisen, Bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort, Es richtet und durchbohrt Geist und Seele; Dein Joch ist süß, Ausbreitung des Evangeliums. Dein Geist gewiß, Und offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größten Dinge Beginnest du still und geringe; Was sind wir Armen, Herr, vordir⸗ Aber du wirst für uns streiten Und uns mit deinen Augen leiten, Auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein, Wächst endlich ohne Schein Doch zum Baume, Weil du, Herr Christ, Sein Hüter bist, Dem es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp 1798—1864. Mel. O Gott, du frommer Gott. 183. 1693. Q I 1— ——— 4IZ——.——. 21 ————— E. S 2 Herr Je⸗su, du re⸗gierst von En⸗geln hoch⸗ge⸗lobt, zu dei⸗nes Va⸗ters Rech⸗ten, ver⸗ehrt von dei⸗nen Knech⸗ ten. IPI II.I.IIIT . —— Du hast für al⸗le Welt am Kreugg ge⸗nug ge⸗ hnr num ..— IADEE . ee 4.——————I + + ö‚ dichnun al⸗ler Welt in ih-rem E⸗-lend an! 2. Dein Evangelium Gib allem Volk auf Erden, Laß jedes Menschenherz Dadurch erleuchtet werden! In Nord, in Ost, in West Und in des Mittags Land Werd' hoch dein Ruhm erhöht, Dein Name recht betaunt 3. Auf Erden sei kein Knie, Das sich vor dir nicht beuge, Und keine Kreatur, Die sich vor dir nicht neige; Kein Mund, der nicht bekenn', Daß Jesus unser Herr, Heiland und König sei Zu seines Vaters Ehr. Ausbreitung des Evangeliums. 17⁷ 4. Komm, froher Tag, o komm, Ihr Völker, jauchzt ihm zu, Der unsre Sehnsucht stillet Preis' jedes, wie es soll, Und das Verheißungswort Die ganze Erde sei Im ganzen Reich die Macht Nur seiner Ehre voll! G ist das Reich, die Macht 6. Ehr sei dem höchsten Gott, Die Herrlichkeit und Kraft Dem Sohne Aleich den Vater, 110 ewig unserm Gott Dem heil'gen guten Geist, Und seinem Christ verschafft. Der Gläubigen Berater! 5. Mit Herrlichkeit wird er Die auserwählte Schar, In Ewigkeit regieren, Der Himmel weit und breit Doch in der Majestät Preist dich, dreiein'ger Gott, Ein Friedensszepter führen. In alle Ewigkeit. Verfasser unbekannt. Mel. Wachet auf ꝛc. 184. 95—1 Nicolai? 1598. 4 —— — —. Wa⸗- chet auf, er⸗hebt die Bli ⸗cke! Laut WMohenen Seht, ge⸗ kom⸗ men 5 die 5————8— die uns ver⸗ .... e uns die Welt⸗ ge⸗ schi⸗-cke, es drän⸗get 0. der Brü⸗der eint zu schösnem Bun-de, zu tun, was uns der Herr ge⸗ DDee Not. oul. 5360 nicht die— de rühn auf, badt uns ISISISIt...... TTTTT Gu-tes fun al=len Men⸗schen im rech— ten Geist doch V 4 1 1 j +— —— ———.—.—— wie es heißt: an Glul⸗hensebeß⸗ dern al⸗ Ler⸗meist 2. Wachet auf, schaut an das Auf und tilgt die alten Tanlden Gute, Wie lange soll sich noch gedulden Das ihr der Väter Mut und Blute Das Schifflein, das im Sturme Und ihrer Glaubenstreu verdankt! schwankt? Evang. Gesangbuch. 12 178 Ausbreitung des Evangeliums. Eilt ihm zur Hilf herbeil Im Sonnenglanz: Es rudert froh und frei, Der Erntekranz . et ihwell Wiegt auf die Mühe voll und ga. ie Segel schwellt Hin dur 0 die Welt; 4. Wachet auf, die 3 Wachen Gott ist es, der das Steuer hält. Soll alle Glieder Mander machen, 3. Wachet auf! In allen Landen Und keines trete scheu hintan! Erheben sich, vom Tod erstanden, Leidet eins, so leiden alle; Die Zeugen frischer Glaubensmacht. Drum wachet, daß nicht eines falle, Werdet müde nicht im Werke, Und stehet freudig Mann für Mann Der Gott des Rechts ist unsre So streitet wacker fort Stärke, Und haltet fest am Wort! Und seinem Lichte weicht die Nacht! Hoch vom Himmel Drum wirkt, so lang es Tag, Strahlt uns das Licht, So heiß er glühen mag! Es trüget nicht; Reift die Frucht doch Der Herr ist unsre Zuversicht! Karl Rud. Hagenbach 1801—1874. Mel. Wachet auf ꝛc. 185. Phil. Nicolai? 1598. 1*— F5 nig Je⸗su, strei te, sie ge, daß al ⸗les Blick auf dei ne Frie-dens- bo-ten, laß we⸗hen dee, ᷑.——— 2—.— 122.ee‚ee‚eeee bald dir un- ter-lie-ge, was lebt und webt in die ⸗ser dei⸗ nen Le-bens o-dem durchs gan⸗ze wei⸗te To⸗ten — S.———.—— RSRDRDRDDDRDD 72 e er ö*DD‚ —————— 3 5— EE .= Welt! ⸗feld! Er ⸗ hö⸗ re ser Flehn und laß es —— 6 1—— E 8————. —8— 2*—.——3 1—— bald ge⸗ schehn! A⸗ men, A⸗ men. So räh⸗men wir und —.—...‚—— + I SSPSPSISIPISIPISIIIIIIIIIII.II +——— = jauch-zen dir ein Hal-le⸗lu- ja für und für. Verfasser unbekannt. -. 2—eeeeee o ganz mM chen falle Mann! Wort Gottes. 179 XIV. Wort Gottes. Mel. Herr Jesu 3. 1651. ———.— *———.—.. in 3 2—— Herr, öff ne mir die Her⸗-zens-tür, zeuch durch dein Wortmein Herzon 104. laß mich dein Wort bowahzren wn, laß ........ I ———— S—AH — 2.— mich dein Kind und Er-be sein! 2. Dein Wort bewegt des Herzens 3. Ehr sei dem Vater und dem Grund, Sohn, Dein Wort macht Leib und Seel Dem heil'gen Geist in einem gesund, Thron, Dein Wort ist, was meut. Herz er⸗ Der heiligen Dreieinigkeit Sei Lob und Preis in Ewigkeit! Dein Wortgibt Trost und Seligkeit. Joh. Olearius 1611—1684. Mel. Sollt' es gleich bisweilen ꝛc. 187. 1836. —— Treuster Meister, dei⸗ ne Worte sind die rech⸗-te Himmelspforte, * — .. S dei- ne Leh⸗ren sind der Pfad, der uns führt zur Got⸗tes⸗stadt. 2. O wie selig, wer dich höret, 3. Sprich doch ein in meinerSeele, Wer von dir will sein gelehret, Gib ihr Weisung und Befehle, Wer zu jeder Zeit und Stund Lehr sie halten bis zum Tod Schaut auf deinen treuen Mund! Deiner Liebe sanft Gebot! 12* 180 Wort Gottes. 4. Hilf mir mich im Lieben üben Gieß mir deine Sanftmut ein, 2—. in ächi a hwie Laß mich klug in Einfalt sein! Me einen Nächsten gleichwie mi ö ö ö Laß mich lieben inniglichl h 6. Also werd' ich mich verbinden ö Ganz mit dir und Ruhe finden, 5. Lehr mich heilige Gebärden, Also werd' ich in der Zeit Laß mir deine Demut werden, Schon gelehrt zur Ewigkeit. Joh. Scheffler(Angelus Silesius) 1624—1677. Mel. Valet will ich dir geben. 188. Melchior Teschner. 1614. 22 4.——..— ... FTTFTFTPTPTPTPTFTFTFTFTFTFTFT T T T T T —— 3„ ö Wohl dem, der Je⸗sum lie⸗bet und des⸗sen Himmels⸗-wort! Dies Licht glänztun⸗ge⸗trü⸗bet zum Trost ihm im-mer⸗fort. Mi SSI..III.III......—— , — 1— We 2——— 2.— 2Z3 35. Di Wo Je⸗sus sich be⸗ fin-det, da ste⸗het al⸗les wohl; wer e ninr kitit.varrrert., ——2—..—..*—— Wé sich auf Je⸗sum grün-det, der le-bet se⸗gens-voll. 2. Suchst du, vom Ziel verirret, 4. Wirst du gleich auch geführet S Die wahre Lebenspfort, Zum bangen finstern Ort, I Hat dich die Welt verwirret: Wo sonst der Tod regieret: Komm, hier ist Gottes Wort! Komm, hier ist Gottes Wort! Das wird dir deutlich weisen Dies ist der Stab und Stecken, Die rechte Lebensbahn, Mit diesem kannst du dich Auf welcher du mußt reisen, Vor Furcht und Todesschrecken Wenn du willst himmelan. Beschützen mächtiglich.* 3. Bist du vielleicht betrübet, 5. Hilf, Jesu, daß ich liebe Ja wirst du fort und fort Dein seligmachend Wort In Kreuz und Nok geübet: Und stets darin mich übe; Komm, hier ist Gottes Wort! Hilf, liebster Seelenhort, Das wird dich schon erquicken, Daß ich's in meinem Herzen Daß, wenn gleich Höll und Welt Bewahr' durch deine Huld, Dich wollten unterdrücken, Damit in Kreuz und Schmerzen Du doch behältst das Feld. Es Frucht trag' in Geduld! Anna Sophie Landgräfin von Hessen⸗Darmstadt 1638—1683. 4I: ——— * I —32 + Wort Gottes. 189. Mel. Gott des Himmels ꝛc. 181 Heinr. Albert. 1642. 2 4. r +—— 13.— =, nan n. ee,. 3..— ————s..—— Teu⸗res Wort aus Got⸗tes Mun⸗de, das mir lau⸗ter Se⸗gen dich al-lein hab' ich zum Grunde mei⸗ner Se⸗lig⸗keit ge⸗ —— DD.D‚‚‚J——.—..——.—————ßjß7E— SEEEEE Reat In dirtreff' ich al les an, was zu Gott mich füh ⸗ren kann. legt. 2. Geist der Gnaden, der im Worte Mich an Gottes Herze legt, Offne mir des Himmels Pforte, Daß mein Geist hier recht erwägt, Was für Schätze Gottes Hand Durch sein Wort mir zugesandt! 3. Was ich lese, laß mich merken; Was du sagest, laß mich tun! Wird dein Wort den Glauben stärken, Laß es nicht dabei beruhn, Sondern gib, daß auch dabei Ihm das Leben ähnlich sei! Mel. Jesu, meine Liebe. 190. 4. Hilf, daß alle meine Wege Nur nach deiner Richtschnur gehn! Was ich hier zum Grunde lege, Müsse wie ein Felsen stehn, Daß mein Geist auch Rat und Tat In den größten Nöten hat. 5. Laß dein Wort mir einen Spiegel In der Folge Jesu sein, Drücke drauf dein Gnadensiegel, Schließ den Schatz im Herzen ein, Daß ich fest im Glauben steh', Bis ich dort zum Schauen geh'! Benj. Schmolck 1672— 1737 17¹⁵. 2—5 — 2— EAHI— .DSSPPSPSPS PIPII I I C I I IPII———UI——— Wortdes höch⸗-sten Mun⸗des, Bo⸗te sei- nes Bun⸗des, Bald, da wir ge⸗fal-len, ließ dich Gott er⸗schal⸗len, — N —.——— 1 — ů ..ᷓ——. ö——1— . du warst niemals stumm. E⸗van⸗ge⸗li⸗ um, ei⸗ ne Kraft, die Glauben schafft, ei ne I . A-Y/ ———— 22.— ——— —— Botschaft, die zum Le⸗ ben er uns hat ge⸗ge⸗ben. —— iHn —— — —— 182 Wort Gottes. 2. Was dein Wohlgefallen Vor der Zeit uns allen Fest bestimmet hat, Was die Opferschatten Vorgebildet hatten, Der für euch beladen Das vollführt dein Rat. Alle Schmerzen trug! Was die Schrift Verspricht, das Jesu Blut Stärkt euern Mut; trifft Gott ist hier, der euch geliebet Alles ein in Jesu Namen Und die Schuld vergibet. Und ist Ja und Amen. 6. Dieser Grund bestehet; 3. Alles ist vollendet, Wenn die Welt vergehet, Jesu Gnade wendet Fällt er doch nicht ein. Alle Straf und Schuld. Darauf will ich bauen, Jesus ist gestorben, So soll mein Vertrauen Jesus hat erworben Evangelisch sein. Alle Gnad und Huld. Auch will ich Nun würdiglich Auch ist dies Fürwahr gewiß: In der Kraft, die mir gegeben, Jesus lebt in Preis und Ehre. Evangelisch leben. O erwünschte Lehre! 7. Jesu, deine Stärke 4. Uns in Sünde Toten Schaffet diese Werke, Machen Jesu Boten Stehe du mir beil Dieses Leben kund; Nichts kann mich nun scheiden, Lieblich sind die Füße Hilf denn, daß mein Leiden Und die Lehren süße, Evangelisch sei; Teuer ist der Bund. Laß auch mich Einmal auf dich Aller Welt Wird vorgestellt Als ein Kind, mit dir zu erben, Durch der guten Botschaft Lehre, Evangelisch sterben! Daß man sich bekehre. Heinr. Kornelius Hecker 1690—1743. 5. Kommt, zerknirschte Herzen, Die in bittern Schmerzen Das Gesetz zerschlug; Kommt zu dessen Gnaden, —.65 O du Liebe meiner Liebe. 191. 1745. — —.—.—.——..— e Herr, dein Wort, die 4* le Ga⸗be, diesen Schatz er⸗hal⸗te mir, denn ich zieh' es al⸗ler Ha⸗be und dem größten Reichtum für! —5— l——— . PPF— N 5 Bae en fn e. DDD.... 2——.—.— Denndein Wortnichtmehrsol gel⸗ten, worauf soll der Glaube ruhn? SSSUE S&USSE 83 — Wort Gottes. 183 ..— IZI.D.....—......— 3— EEEEEEEEEEEEEEESeAH —2.—.————‚‚‚ie Mirist's nichtum tausend Welten, 2. Halleluja! Ja und Amen, Herr, du wollest auf mich sehn, a⸗ber um dein Wortzu tun. Laß mich eifrig sein beflissen, Dir zu dienen früh und spat, Daß ich mög' in deinem Namen Und mich stets zu deinen Füßen Fest bei deinem Worte stehn! Sitzen, wie Maria tat! Nik. Ludw. Graf von Zinzendorf 1700— 1760. 2 Mel. Ach Gott und Herr. 19— 1625. 1655. EI.——— 1——.—— EIEEEEEE rn EimnnmErn n. munn. ir W rr *.————— j Gott ist mein Hort, und auf sein Wort soll mei- ne Til I +* Win II + — 2— — See⸗le trau⸗en. Ich wand⸗le hier, mein Gott, vor dir im 2 44 +—— ‚——2 H S—N 2.* II —— 2 I 2—.3 Glau⸗ben, nicht im Schau ⸗en. 2. Dein Wort ist wahr; Laß immerdar Mich seine Kräfte schmecken, Laß keinen Spott, O Herr und Gott, Mich von dem Glauben schrecken! 3. Wo hätt' ich Licht, Wofern mich nicht Dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie Verständ' ich nie, Wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt Der Seele Wert, Unsterblichkeit und Leben; Zur Ewigkeit Ist diese Zeit Von dir mir übergeben. 5. Den ew'gen Rat, Die Missetat Der Sünder zu versühnen, Den kennt' ich nicht, Wär' mir dies Licht Nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz In Reu und Schmerz Der Sünden nicht verzagen; Nein, du verzeihst, Lehrst meinen Geist Ein gläubig Abba sagen. D‚ieeeee...— Lune — ————8:: 1*——*.—.————— *+—— — 184 Wort Gottes. 7. Mich zu erneun, Mich dir zu weihn, Ist meines Heils Geschäfte; Durch meine Müh Es sei mein Teil, Vermag ich's nie, Es sei mein Heil Dein Wort gibt mir die Kräfte. Und Kraft zum ew'gen Leben! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. 8. Herr, unser Hort, Laß uns dies Wort, Denn du hast es gegeben; Mel. Gott sei Dank ꝛc. 193. 2— VV...2 1698. ——— 2—.—.——— + LI II* 17—— 2———. u————.—————— Wal⸗te, wal⸗ te nah und fern, all⸗ge⸗wal⸗tig WortdesHerrn, 22————— ů ———— —06————3= wo nur sei⸗ ner All⸗macht Ruf Menschenfür den Himmel schufl 2. Wort vom Vater, der die Welt 5.Wort des Lebens, stark und rein, Schuf und in den Armen hält Alle Völker harren dein: Und aus seinem Schoß herab Walte fort, bis aus der Nacht Seinen Sohn zum Heil ihr gab; Alle Welt zum Tag erwacht! 3. Wort von des Erlösers Huld, 6. Auf zur Ernt in alle Weltl Der der Erde schwere Schuld Weithin wogt das weiße Feld, Durch des heil'gen Todes Tat Klein ist noch der Schnitter Zahl, Ewig weggenommen hat; Viel der Garben überall. 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, 7. Herr der Ernte, groß und gut, Der den Weg zum Himmel weist Wirk zum Werke Lust und Mut, Und durch seine heil'ge Kraft Laß die Völker allzumal Wollen und Vollbringen schafft; Schauen deines Lichtes Strahl! Jonath. Friedr. Bahnmaier 1774—1841. Mel. Herr Jesu Christ. 194. 1651. e N +— 7—6——.———— 4.————— RIIII Nun geh uns auf, du Morgen⸗-stern, du se⸗lig⸗ ma⸗chend .————— III —8 15Zꝗ 11 Die heilige Taufe. 18⁵5 — —.— S——... Va⸗-ter gab von sei⸗ nem Thron! 2. Du Wort der Wahrheit, lautrer Von ihm, der für uns litt und Quell, starb Mach unsre dunkeln Augen hell, Und uns Gerechtigkeit erwarb! Daß wir die Wege Gottes sehn Und in der Welt nicht irre gehn! 5. Du Wort des Glaubens, gib uns Kraft, 3. Du Wort der Buße, füll das Daß wir, der Eitelkeit entrafft, Herz Im gnädig dargebotnen Heil Uns an mit tiefem Reueschmerz, Ergreifen unser ew'ges Teil! Daß unser Flehn und Seufzen sei: Gott steh' uns armen Sündern bei! 6. So geh uns auf, du Gottesglanz, Durchdring uns und verklär uns 4. Du Wort der Gnade, tröstend ganz/ Wort, Du Wort, das noch in Kraft besteht, O bring uns Botschaft fort und fort Wenn Erd und Himmel untergeht! Julius Sturm 1816—-1896. XV. Die heilige Caufe. Mel. Liebster Jesu ꝛc. 195. Joh. Rud. Ahle. 1664. Q 4 4—— 55 vn e e, Fe, Banmux-.. pint Sae, —————— Lieb⸗ster Je⸗ su, wir sind hier, dei- nem Wor⸗te Die⸗ses Kind⸗lein kommt zu dir, weil du den Be— .——————————— ——————.———— nach⸗ zu ⸗ le⸗ ben. 16 ind Iein dir 5 fehl ge— ge⸗ ben, daß die Kind-lein dir sich na-hen, 29. — +—— E ꝑRRPRSRRSRE‚R‚‚‚et‚‚x‚rEE‚ E—..———.— — Heil und Se⸗gen zu emp⸗fa⸗ hen. —.—. 186 Die heilige Taufe. 2. Darum eilen wir zu dir; Nimm das Pfand von unsern Armen, Tritt mit deinem Glanz herfür Und erzeige dein Erbarmen, Daß es dein Kind hier auf Erden Und im Himmel möge werden! Friedefürst, o schenk ihm Friede! Hilf, daß weder Leid noch Freuden Es von deiner Liebe scheiden! 4. Nun, wir legen an dein Herz, Was von Herzen ist gegangen; Führ die Bitten himmelwärts Und erfülle das Verlangen! 3. Hirte, nimm dein Schäflein an; Ja, den Namen, den wir geben, Haupt, mach es zu deinem Gliede; Schreib ins Lebensbuch zum Leben! Himmelslicht, zeig ihm die Bahn; Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. O daß ich tausend ꝛc. 196. 1738⁸. ———3——————..— ——.—.—— 2——5——.— + ————— Ich bin ge⸗tauft auf dei nen Na- men, Gott Va⸗ter, ich bin ge⸗-zählt zu dei⸗nem Sa⸗-men, zum Volk, das +.—— DHά. DIISDSEEES IiEEEEEEPEIEEEE— +—— Ich bin in Chri-⸗stum ein-ge⸗ * N 3——5——— +————.—.—. e— 22222—.—— 2322—..— 2—— r Lum. ren 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, Mein lieber Vater, mich erklärt; Du hast die Frucht von deinem Sterben, Mein treuer Heiland, mir ge— währt; Du willst in aller Not und Pein, O guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab' ich dir auch Furcht und Liebe, Gehorsam zugesagt und Treu; Ich habe dir aus reinem Triebe Gelobt, daß ich dein eigen sei. Hingegen sagt' ich bis ins Grab Der Sünd und ihren Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt dieser Bund wohl feste stehn. Wenn aber ich ihn überschreite, So laß mich nicht verloren gehn; Nimm mich, dein Kind, zu Gna⸗ den an, Wenn ich hab' einen Fall getan! i Die heilige Taufe. 187 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs 6. Laß meinen Vorsatz nimmer neue wanken, Leib, Seel und Herz zum Opferhin; Gott Vater, Sohn und heiliger Erwecke n Heiß neuer Treue Geist; Und nimm Besitz von meinem Halt mich in deines Bundes Sinn! Schranken, Es sei in mir kein Tropfen Blut, Bis mich dein Wille sterben heißt! Der nicht, Herr, deinen Willen So leb' ich dir, so sterb' ich dir, tut. So lob' ich dich dort für und für. Joh. Jak. Rambach 1693—1735. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 197. Georg Neumark. 1657. Barmher⸗ zi⸗ ger⸗ laß dei⸗ ner Gna⸗ de das wir im heil'⸗gen Was⸗ ser⸗ba⸗ de uuch de dei⸗nes ——— 2 EE— ————————————————— Kind emp⸗foh⸗len sein, er⸗fül ⸗le, was dein Wort ver⸗ Sohns Be⸗fehl dir weihn; PPS Arr t Ln. heißt, an ihm, Gott Va⸗ ter, Sohn und Geist! 2. Regiere nun das ganze Leben Ach führ es selbst auf rechter Auch dieses Kindes, treuer Gott! Bahn, Dir sei und bleib' es stets ergeben, Nimm es zuletzt mit Ehren an! Sei du mit ihm in Glück und Not; Aus dem Baseler Gesangbuch. Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. 198. 4056 Crüger. 1656. 4— SSSSSE.....— Nun sind die Kindlein Gott geweiht, fest steht der Gnaden⸗bund; nun — 1— +— äAY ne. wer ⸗ de Glaub und Hei⸗lig-keit in ih⸗rem Le-ben kund! 188 2. O Gott, bewahre du ihr Herz, Steh ihnen mächtig bei, Daß all ihr Wandel himmel⸗ wärts Zu dir gerichtet sei! Konfirmation. 3. Und ist ihr Lauf einst wohl vollbracht, So führe deine Hand Getrost sie durch des Todes Nacht Ins sel'ge Vaterland! Friedr. Aug. Köthe 1781—1850. XVI. Ronfirmation. Mel. O Ewigkeit ꝛc. x 19.(Joh. Schop. 1642.) Joh. Crüger. 1653. e drn e———— .r. FHs, ütléituttei,. Ses 32——— 2—— 7. (Ge⸗ .— Er⸗ hör, o Gott, das hei⸗ ße Flehn der Kin⸗der, die hier meinde.) gib ih⸗nen, Va⸗ ter, Sohn und Geist, den Se⸗gen, den dein — —— + ——. * * ——— + — ————.— SSSiSiiEEEEE E vor dir stehn, blick. auf sie nie⸗der; Wort ver⸗heißt, denn sie sin Je-su Glie⸗der! Steh ih⸗nen 2. +.— SPSPIPIPIPPPPIIIIFIFITFTTFTFTTITITITITITITITITITITITIITTIIITTT DSDSDeEEEE.—— 2 +* 2— 0— bei mit dei⸗ner Kraft, die Wol⸗len und Voll-brin⸗gen schafft! (Konfirmanden.)(Gemeinde.) 2. Wir wollen unsern Bund er⸗ neun, Mit Herz und Leben dir uns weihn Und treu am Glauben halten, Auf Christi hohes Vorbild sehn Und fest in unsrer Hoffnung stehn, Nicht in der Lieb erkalten. Zu dem Gelübde, Vater, sprich Dein Ja und Amen gnädiglich! 3. O mache sie zum Kampf bereit, Schenk ihnen Kraft und Freudigkeit, Das Böse zu bezwingen! Auch wir erneun mit Herz und Mund Des Glaubens und der Treue Bund; Laß uns das Ziel erringen, Daß alle, die vereint hier flehn, Auch dort vereint dein Antlitz sehn! Nach Elieser Gottlieb Küster 1732—1799. V* E C H eH S& 14111 Konfirmation. 189 — Mel. Allein Gott in der Höh ꝛc. 200.——.—.— 1539. PP Die hier vor deinem Ant⸗litz stehn, sind Je-su Chri⸗sti Glie⸗ ů——— wenn ver⸗eint wir für sie flehn, er-barmend auf sie nie⸗ ————— der. Gib ih-nen, Va⸗ter, Sohn und Geist, das Gu=te, 3— ꝗSISISISSSSISIEIIEIIIIIII was dein Wort ver⸗ heißt, im Le⸗ben und im Ster⸗ ben! 2. Sie kennen, Vater, deinen 4. Lacht ihnen bei dem edeln Lauf Sohn Die falsche Welt entgegen, Und seine heil'gen Lehren. Hilfdann den schwachen Herzen auf; Ist Freude, Gott, vor deinem Thron, Und wenn sich Lüste regen, Wenn Sünder sich bekehren, Laß sie hinauf auf Jesum sehn, Wie groß soll unsre Freude sein, Die Welt mit ihrer Lust verschmähn, Wenn junge Seelen dir sich weihn, Beharren bis ans Ende! Dir treulich anzuhangen! 5. Den wicht gen Lohn der 3. O laß sie niemals zum Gericht Ewigkeit, Dein heilig Mahl empfahen! Die Herrlichkeit dort oben, Laß sie mit gläub'ger Zuversicht Zeig ihnen, die auf alle Zeit Sich dem Altare nahen! Jetzt Treue dir geloben! Es stärke sie in aller Not, DerBlickmüss'ihnenKraft verleihn; Es reize sie, des Heilands Tod Herr, segne sie, denn sie sind dein; Zu preisen durch ihr Leben. Erhalte sie im Glauben! Theod. Gottlieb von Hippel 1741—1796. Mel. Christus der ist mein Leben. 201. Melchior Vulpius? 1609. t 4 E 1— E — 2.————.— Wir flehn um dei ne Gna⸗de, nichts sind wir oh ne 1 —— 1+— + H+ ISS dich; führuns auf dei-nem Pfa-de und hilf uns mächtig⸗ schl —————— ——m———.— 190 Konfirmation. 2. Wir flehn um deine Wahrheit 4. Wir flehn um deine Stärke, In unsers Lebens Nacht; Du weißt, wie schwach wir sind; Durch dich nur wird uns Klarheit Zu jedem guten Werke In unsern Geist gebracht. Stärk jedes schwache Kind! 3. Wir flehn um deinen Frieden 5. Wir flehn um deinen Segen In dieser Welt voll Angst; Hun Bund an diesem Tag, Uns sei das Heil beschieden, Daß treu auf allen Wegen Das du am Kreuz errangst. Dir jeder folgen mag. Karl Aug. Döring 1783—1844. Mel. Seelenbräutigam.— Q Von des Himmels n sen⸗ 5 Got⸗tes Son dei⸗nen Adam 649855 um 1690. 1698. ***——.— N— 3 n SSISISISISISIIIII I — 1..— Geist, den Geist der Stär⸗ke; gib uns Kraft zum heil'gen Wer⸗ke, G 4—— N 0 S dir unsganz zu weihn, e-wig dein zu sein! 2. Mach uns selbst bereit, 4. Wenn wir betend nahn, Gib uns Freudigkeit, Segen zu empfahn, Unsern Glauben zu bekennen Wollest du auf unsre Bitten Und dich unsern Herrn zu nennen, Uns mit Gnade überschütten; Dessen teures Blut Licht und Kraft und Ruh Floß auch uns zu gut! Ströme dann uns zu! 3. Richte Herz und Sinn 5. Gib auch, daß dein Geist, Zu dem Himmel hin, Wie dein Wort verheißt, Daß wir unsern Bund erneuern Unauflöslich uns vereine Und gerührt vor dir beteuern, Mit der gläubigen Gemeine, Deine Bahn zu gehn, Bis wir dort dich sehn Weltlust zu verschmähn! In den Himmelshöhn! Samuel Marot 1770—1865. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 5568 1745. —— PPx Bei dir, Je⸗su, will 19 1 bleiben, stets in deinem Dienste stehn; nichts sollmich von dir vertrei⸗ben, dei⸗ ne We⸗ge will ich gehn. SCOSED 7 411 Konfirmation. — —— 1.— j j; — SSEIEI...... Du bist mei⸗nes Le⸗bens Le⸗ben, mei⸗ner See⸗le Trieb und Kraft, 2. Könnt' ich's irgend besser haben Bei dir bleib' ich, dir verschreib' ich Als bei dir, der allezeit Mich für Zeit und Ewigkeit. So viel tausend Gnadengaben Deines Winks bin ich gewärtig, Für mich Armen hat bereit? Auch des Rufs aus dieser Welt; Könnt' ich je getroster werden Denn der ist zum Sterben fertig, Als bei dir, Herr Jesu Christ, Der sich lebend zu dir hält. Dem im Himmel und auf Erden Alle Macht gegeben ist? 5. Bleib mir nah 65 dieser Wo ist solch ein Herr zu finden, ů irden, Der uns dente—3——— Bleib, auch wenn mein Tag sich ich erkauft von Tod und Sünden neigt, An dem Den teuern Blut? Wenn es nun will Abend werden * 5 Und die Nacht herniedersteigt! llt' ich dem nicht angehören,.— 225 in Leben sür mich 6Ub Lege segnend dann die Hände * ů Mir aufs müde schwache Haupt; Sollt mnicht Treue schwören, ů ů; ne b1 in n. und 61395 Sprich dann: Kind, hier geht's zu nde, 4. Ja, HerrJesu, bei dir bleib' ich, Doch dort lebet, wer hier glaubt! So in Freude wie in Leid; Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 7 Mel. O du Liebe meiner Liebe. 204. 1745. 2417 27 4 ——528110— — +———.——.— den ünen vut munn nm. i E Md H, ö EEEEEEE Bleibt bei dem, der eu⸗ret⸗wil⸗len auf die Er⸗de nie⸗der⸗kam, der, um euernSchmerzzu stillen, tausend Schmerzen auf sich nahm! 9 H—2— .. Bleibt bei dem, der ein-zig blei⸗ bet, wenn auch al-les un⸗ter⸗geht, ——ᷣ— V ——— I——.——— D34 *————————. xrr — der, wenn al-les auch zer- stäu-bet, sie-gend ü-berm Staube steht! 192 Konfirmation. 2. Alles schwindet; Herzen Ird' sches Wesen muß verwesen, ö brechen, Ird'sche Flamme muß verglühn, Denen ihr euch hier ergabt, Ird'sche Fessel muß sich lösen, D 1 5 Ledaht. Ird'sche Blüte muß verblühn. her euch oft mit Trost gelabt, er Herr s ů Und der Arm, der euch Zum Stabe Slanbr Und zum Schilde ward, erstarrt, Alles Irdischen und spricht: Und das Auge schläft im Grabe, Stütze dich auf mich und glaube Das euch sorgsam einst bewahrt. Hoffe, lieb und fürchte nicht! 3. Alles stirbt; das Ird'sche findet Darum bleibt bei dem, der bleibet, In dem Irdischen sein Grab,‚ Und der geben kann, was bleibt, Alle Lust der Welt verschwindet. Der, wenn ihr euch ihm verschreibet Und das Herz stirbt selbst ihr ab. Euch ins Buch des Lebens schreibt Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. Mel.—— auf ꝛc. 205. Phil. Nicolai? 1588. 4. SDDSDSDSDSDSDSDSSSSS (Ge⸗ Vor dir, To⸗ des⸗ü⸗ ber⸗ win ⸗-der, stehn die-se meinde.) Freu⸗ dig gehn sie dir ent ge⸗ gen, weil du der n D.— 3—2————— teur⸗er ⸗lö-sten Kin-der, ihr Lob⸗ ge-sang sei dir ge⸗ Lie⸗ be reich⸗sten Se-gen den Kin⸗-der-see-len zu-ge⸗ 11 2 0 E 4—.——— 667.—..— H.D..Deee‚..———— bracht!-dacht. Dein Au-ge sieht sie hier im Ju⸗gend⸗ Q 4 N — t6 22 +——.— ù1—*..——————3——.—.—... SDDiSISSSSSS——— schmuck vor dir knien und be⸗ten. Herr, sie sind dein, laß —.—.—— 1 ——— —.—* 2 2— 11 ih re Reihn dir an dein Herz ge⸗le⸗ get sein! (Konfirmanden.) Zu deinem sel gen Gnadenkind; 2. Friedef ürst, ich ward erkoren Du gabst mir des Himmels Gaben, Am ersten Tag, als ich geboren, Weil wir nichts Gutes eigen haben ER H H 3 4900W Das heilige Abendmahl. 193 Und ohne dich verloren sind. O Jesu, meine Ruh, Ich greife freudig zu Nach den Gaben, Die du mir heut Zur Seligkeit Durch dein Erbarmen hast erneut. 3. Laß dich halten und umfassen, Ich will dich ewig nicht verlassen, Verlaß auch du mich ewig nicht! Schütze mich vor Welt und Sünde Und offenbare deinem Kinde Dein gnadenvolles Angesicht, Auf daß ich Tag für Tag In dir mich freuen mag Still und heilig, Und mich dein Mund Zu jeder Stund Erinnre an den Liebesbund! (Gemeinde und Konfirmanden.) 4. O du Hirt erkaufter Seelen, Ich muß des rechten Wegs verfehlen Wenn meine Seele von dir geht; Darum gib mir Licht und Stärke Und Glaubensmut zum guten Werke, Zum Ringen, Wachen und Gebet, Bis ich den Pilgerstand Im ew'gen Vaterland und dr d ende, Und du den Lohn, O Gottes Sohn, Mir reichst von deinem Gnaden⸗ thron! Albert Knapp 1798—1864. XVII. Das heilige Abendmahl. 206. 1557. Vereinfacht nach Joh. Seb. Bach. AIEih V 2 SDSI I I TI F PTTITITITTIIIIIT—IF—F— 2 SFFꝗ IIIIIIIII———————8— oth; al⸗le Lan ⸗de sind sei⸗ ner Eh- re voll. 1————— 2—————— +— ͥ Ho ⸗si⸗an- na in der Hö-hel Ge⸗lo-bet sei, der da kommt im Na⸗ men des Herrn! Ho⸗si⸗ an- na in der Hö⸗he! Fyang. Gesangbuch. Jesaja 6, 3. Matth. 21, 9. 13 ——ü——— I*).Ir‚ ————.———— — 194 Das heilige Abendmahl. Nach eigener Melodie. 207. 15²8. — —— — Khense, du Lamm Got⸗ tes, der du trägst die Sünd der Welt: E 4 12 n. 9— —„——.——— —.——.—— SS—— + 9 + un⸗ 37 2. Christe du Lamm Got⸗ tes, der du X.—=—...... trägst die Sünd der Welt: er⸗barm dich un⸗ 600 3. Christe . S—— du Lamm Got⸗ tes, der du trägst die Sünd der Welt: gib uns ee Brn,. = SSE= dei⸗ nen Frie⸗den! A men. Alte Kirche. 527 Es ist gewißlich an der Zeit. 208. 1535. I d=re Lr H. Du Le⸗bens⸗brot, Herr Je-su Christ, kann dich ein Sün⸗der der nach dem rig ist und will sich an dir EE.—.—. 16„ hen; so bitt' ich dich de mü- tig-lich, du wol⸗lest . so be⸗ rei⸗ten mich, daß ich recht wür⸗dig wer-de. 2. Auf grüner Aue wollest du, Weil ich bin sündig, schwach und Herr, diesen Tag mich leiten, krank, Den frischen Wassern führen zu. So laß mich deinen Gnadentrank Den Tisch für mich bereiten. Aus deinem Becher trinken! 3. Zwar bin ich deiner Gnad nicht wert, Als der ich jetzt erscheine Mit Sünden allzuviel beschwert, Die schmerzlich ich beweine. In solcher Trübsal tröste mich, Herr Jesu, daß du gnädiglich Der Sünder dich erbarmest! Nach eigener Melodie. 209. Das heilige Abendmahl. 19⁵ 4. Du Lebensbrot, Herr Jesu Christ, Komm selbst, dich mir zu schenken! Dein Blut, das mir vergossen ist, Woll' auch mich Schwachen tränken. Ich bleib' in dir, du bleibst in mir, Du öffnest mir des Himmels Tür, Auch mich dort aufzunehmen. Job. Rist 1607—1667. Joh. Crüger. 1649. 4 ö— — DDiñ‚‚‚‚—————— . Schmü⸗cke dich, o lie be See-le, laß die dunk-le komm ans hel-le Licht ge⸗ gan- gen, fange herr=lich WiiEE— Sün⸗den⸗höh ⸗le; an zu pran⸗-gen! Denn der Herr voll Heil und Gna-den EIEEE ꝗ—— 333 +.—.— Kr. will dich jetzt zu Ga⸗ste la-den; der den Him-mel kann ver- 4 — 1 12 RN SDDDI ——————— E⁊.— wal-ten, will jetzt Her⸗berg in dir hal-ten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, Deinem Heiland froh entgegen, Der mit süßen Gnadenworten Klopft an deines Herzens Pforten! Säume nicht, ihm aufzuschließen, Wirf dich hin zu seinen Füßen! Sprich: O Herr, laß dich umfassen, Von dir will ich nicht mehr lassen! 3. Mag ein köstlich Gut auf Er⸗ den Sonst um Geld erkaufet werden, Du, o Herr, für deine Gaben Willst nicht Erdenschätze haben; Und in allen Bergesgründen Könnt' ich ja kein Kleinod finden, Das bei diesem heil'gen Mahle, Herr, dein Manna dir bezahle. 4. Ach wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte; Ach wie pfleg' ich oft mit Tränen Mich nach diesem Mahl zu sehnen; Ach wie pfleget mich zu dürsten 13* ———— eeeeeee——— x 196 Nach dem Trank des Lebensfürsten, Daß in diesem Brot und Weine Christus sich mit mir vereine! 5. Beides, Wonne und auch Bangen, Fühl' ich jetzt mein Herz umfangen. Das Geheimnis dieser Speise, Ihre unerforschte Weise Machet, daß ich staunend merke, Herr, die Größe deiner Werke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, Der dies Wunder kann ergründenꝰ 6. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, den ich mir erwähle, Lebensquell und Licht der Seele, Hier fall' ich zu deinen Füßen; Laß mich würdiglich genießen Das heilige Abendmahl. Diese deine Himmelsspeise, 3 Mir zum Heil und dir zum Preise! 7. Herr, es hat dein treues Lieben Der Dich vom Himmel hergetrieben, Sie Daß du willig hast dein Leben Bef In den Tod für uns gegeben Be Und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, Da Das uns jetzt kann kräftig tränken, Deiner Liebe zu gedenken. 8. Jesu, wahres Brot des Lebens, De Hilf, daß ich doch nicht vergeben I Oder mir vielleicht zum Schaden Sei zu deinem Tisch geladen! Laß mich durch dies Seelenessen Deine Liebe recht ermessen, Daß ich auch, wie jetzt auf Erden, Mög' dein Gast im Himmel werden! Joh. Franck 1618-1677. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 210. 1535. — V +—*—————1—— 4 DPPPSPSSII Halt im Ge⸗dächt- nis Je-sum Christ, o See ⸗le, vom Him⸗melsthron ge ⸗kom⸗men ist, dein Bru ⸗der N 4— * DID E 0 ö der auf Er-den if ui; hier zu wer⸗den! Ver⸗giß nicht, daß er dir zu gut hat — 1.— H—. 156½..—.—J... — 2—— an-ge⸗nommen Fleisch und Blut; dankihm für die se Lie⸗ be! 2. Halt im Gedächtnis Jesum Am Kreuz das Heil erstritten! Christ, Er hat besiegt Sünd, Höll und Tod ö Der für dich hat gelitten Und dich erlöst aus aller Not; Und dir, da er gestorben ist, Dank ihm für diese Liebe! Das heilige Abendmahl. 197 3. Halt im Gedächtnis Jesum 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Christ, Der auch am dritten Tage Der einst wird wiederkommen Siegreich vom Tod erstanden ist, Und sich, was tot und lebend ist, Befreit von Not und Plage! Zu richten vorgenommen! Bedenke, daß er Friedd gemacht, O denke, daß du da bestehst Das Leben wieder hat gebracht; Und mit ihm in sein Reich eingehst, Dank ihm für diese Liebe! Ihm ewiglich zu danken! 4. Halt im Gedächtnis Jesum 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann Christ, Mit wahrem Glauben fassen Der nach den Leidenszeiten Und nie, was du an mir getan, Gen Himmel aufgefahren ist, Mög' aus dem Herzen lassen, Die Stätt dir zu bereiten, Daß dessen ich in aller Not Da du sollst bleiben allezeit Mich trösten mög' und durch den Und sehen seine Herrlichkeit; Tod Dank ihm für diese Liebe! Zu dir ins Leben dringen! Cyriakus Günther 1650- 1704. ü An Wasserflüssen Babylon. 211. 1525. 11 —*+2Ꝙ SSDSDSSSS. Ich kom⸗me, Herr, und su-che dich müh⸗-se-lig und be⸗ Gott, mein Er⸗bar⸗ mer, würd'ge mich des Wunders dei⸗ner —— N 4—.— I .—. 2 la-den; n lie ge hier vor dei⸗nem Thron, Sohn Gna⸗-den! S— Got⸗tes und des MenschenSohn, zu ge⸗trö⸗sten; ich — nE E — füh-le mei⸗ ner Sune-den Müh, ich hech Ruh und +— —* 9 +2 114—. ö + I 72 4 1 13 4.— ů 7 1— IIIFIFFI.I.I.I.II.. T T +——— —— fin de sie im Glauben der Er lö-sten. ————— ö 198 Das heilige Abendmahl. 2. Dich bet' ich zuversichtlich an, Du bist das Heil der Sünder; Du hast den Schuldbrief abgetan, Und wir sind Gottes Kinder. Ich denk' an deines Leidens Macht Und an dein Wort: Es ist vollbracht. Du hast mein Heil erworben, Du hast für mich dich dargestellt; Gott hat mit sich versöhnt die Welt, Da du für sie gestorben. 3. So freue dich, mein Herz, in mir! Er tilget deine Sünden Und läßt an seinem Tische hier Dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, Spricht liebreich:„Sei getrost, mein Sohn, Die Sünd ist dir vergeben; Du bist in meinen Tod getauft, Und du wirst dem, der dich er— kauft, Von ganzem Herzen leben!“ 4.„Dein ist das Glück der Seligkeit; Bewahr es hier im Glauben Und laß durch keine Sicherheit Dir deine Krone rauben! Sieh, ich vereine mich mit dir, Ich bin der Weinstock, bleib an mir, So wirst du Früchte bringen! Ich helfe dir, ich stärke dich, Und durch die Liebe gegen mich Wird dir der Sieg gelingen.“ 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot, Ich will es treu erfüllen Und bitte dich durch deinen Tod Um Kraft für meinen Willen. Laß mich von nun an willig sein, Mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn Und deinen Tod zu preisen! Laß mich den Ernst der Heiligung Durch eine wahre Besserung Mir und der Welt beweisen! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Schmücke dich ꝛc. 21·. Joh. Crüger. 1649. A ————. Komm, mein Herz, in Je-su Lei-den strömt auch dir ein stil ⸗le hier dein sehnlich Dür-sten an dem Mahl des II ů Quell der Freu⸗den; Le⸗bens⸗für-sten! Daß ich ei⸗ nen Hei⸗land ha⸗-be, ů— ——— 2 i-.* 2 E .—— ——.———————— 2 2—..— * mich in sei⸗nem Hei⸗le la-be und in sein Verdienst mich + ng fTI — Das heilige Abendmahl. + 1— 4 1 1 —4 ——— — 1 —— ——.—— —.— —* 1.2.*. Ve*Z 4. 4 4 4—+ D.D...—2 klei de, das ist mei⸗nes Her⸗zens Freu⸗de. 2. Zwar hab' ich ihn alle Tage, Wenn ich nach ihm Sehnsucht trage; Er ist auf der Himmelsreise Täglich meine Seelenspeise. Daß ich einen Heiland habe, Bleibt mein Alles bis zum Grabe, Und ich mag nichts andres wissen, Als sein Leiden zu genießen. 3. Aber ich will mit Verlangen Auch sein Abendmahl empfangen. Hier schenkt er sich ganz zu eigen; Nimmer will ich's nun verschweigen, Daß ich einen Heiland habe, Der am Kreuz und in dem Grabe, Wie sein Wort mir sagt und schreibet, Mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach wie werd' ich oft so müde, Wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich ver⸗ wunden, Wenn mir dieses Licht ver⸗ schwunden, Daß ich einen Heiland habe, Der mit seinem Hirtenstabe Sanft und mild und voll Vergeben Mir nichts ist als Heil und Leben. 5. O ich Armer, ich Verlorner, Ich in Sünden schon Geborner! Was wollt' ich vom Troste wissen, Wäre dies mir weggerissen, Daß ich einen Heiland habe, Dessen Blut mich Sünder labe! Besser wär' es nie geboren, Als dies teure Wort verloren! 6. Sei gesegnet, ew'ge Liebe, Daß du mir aus treuem Triebe, Da das Mißtraun mich vergiftet, Solch ein Denkmal selbst gestiftet: Daß ich einen Heiland habe, Der den Gang zum Kreuz und Grabe, Ja den Schritt in Todes Rachen Gern getan, mich los zu machen. 7. Heil' ges Brot, sei mir gesegnet, Weil mir der in dir begegnet, Der mit seinen Todeswunden Die Erlösung mir erfunden! Daß ich einen Heiland habe, Der erblaßt und tot im Grabe Auch für meine Schuld gelegen, Will ich schmecken und erwägen. 8. Heil'ger Kelch, sei mir gesegnet, Weil mir der mit dir begegnet, Dessen Blut mich lässet finden Die Vergebung aller Sünden! Daß ich einen Heiland habe, Der die arme Seele labe, Muß nicht dies mein Dürsten stillen Und mein Herz mit Wonne füllen? 9. Er gebietet mir zu essen, Meines Jammers zu vergessen; Er gebietet mir zu trinken Und in Freude zu versinken, Daß ich einen Heiland habe, Der sich selbst zur Opfergabe, Ja zur Nahrung und zum Leben Mir aus freier Hand gegeben. 10. Gott, was brauch' ich mehr zu wissen, Ja was will ich mehr genießen? ———— —— 200 Das heilige Abendmahl. Wer kann nun mein Heil ermessen, Oder wird mir etwas fehlen, Werd' ich das nur nie vergessen, Daß ich einen Heiland habe? Ich bin frei von Tod und Grabe; Wenn mich Sünd und Hölle chrecken, So wird mich mein Heiland decken. 11. Will hinfort mich etwas Oder wird die Kraft zerrinnen, So will ich mich nur besinnen, Daß ich einen Heiland habe, Der vom Kripplein bis zum Grabe, Bis zum Thron, wo man ihn ehret, Mir, dem Sünder, Luhhrrt quälen, Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 213. 1668. +. 5 4——— + 2— F.„E—.———.———.——.—— aulii 2.—— + 3—.—.— 2— V— V;—t——5—..———..— Die ihr Chri-sti Jün⸗ger seid, 5 2—— mit-er⸗ Lri r i ——— 49⁴⁴H½ — lö ⸗sten Brü der, al le sei⸗ 23.——. 9e weiht 9 5„— SIIH— 85..P‚I............— al le sei⸗ nes Lei-bes Glie ⸗-der, kommt, Ver⸗söhn⸗te, . +2 kommt, er⸗ neut 2. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben Für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt! Ihr trinkt sein Leben. Seht, wie er die Sünder liebt, Da er selbst sich für sie gibt! 3. Die mit voller Zuversicht Deines Heils, o Herr, sich freuen, Laß sie stets in diesem Licht Wandeln, ewig dir sich weihen! Laß ihr Herz vom Stolze rein, Voll von deiner Demut sein! 4. Tröste, die in Traurigkeit — eu-ern Bund der Se ⸗-lig-keit! Über ihre Seelen wachen; Hilf du, Herr der Herrlichkeit! Herr, sie glauben, hilf den Schwachen! Die gebeugt von ferne stehn, Können unerhört nicht flehn. 5. Hoherpriester, ja du bist Dort für sie auch eingegangen. Sprich sie los, Herr Jesu Christ, Wenn sie nun dein Mahl empfangen; Laß sie fühlen, ins Gericht Kommen sie nun, Mittler, nicht! 6. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben SHERNN eeern EWRN Das heilige Abendmahl. 201 Für die Sünder in den Tod. Seht, wie er die Sünder liebt, Nehmt und trinkt! Ihr trinkt sein Da er selbst sich für sie gibt! Leben Friedr. Gottlieb Klopstock 1724 1803. Mel. Wachet auf ꝛc. 214. Phil. Nicolai? 1598. ——.—.ꝛ——..—— + 5... RRDiiH‚DDiRRT— S π ⁶——— Herr,. wollst uns vor⸗berei⸗ten zu dei⸗-nes Heil und Le⸗ ben zu emp⸗-fa⸗ 0 laß uns, o —.—— r. 34 V ,. Mah⸗les Se⸗lig ⸗ kei⸗ ten, sei mit-ten un-ter uns, o Herr, dir wür⸗dig na⸗ hen und sprich uns los von Sünd und 1 4 5„ ————— 7 en v. 4— —.——.— 2—.— n muun mne, Mi Hn — S*— Gott! Tod! Wir sind, o Je ⸗-su, dein, dein laß uns V= 21 4— +—.— 2— +—.— SDPIIIEIIIItt I X.„ ů*———— S—— 2 2—3— ö ö e⸗ wig sein! Ho⸗- si⸗an- na, An-be- tung dir! Einst Vi + 4 72 2——.—— IE . + +—...—. 7. + 12—.— 4— 2——— 2—ᷣ— 1 fei⸗- ern wir das gro⸗ ße A-bendmahl bei dft. Friedr. Gottlieb Klopstock 1724 1803. Mel. Der am Kreuz ꝛc. 215. Joh. Georg Söhnlin. 1836. b5. — Vol ⸗ler Ansn, dn mit Freu⸗ 908 komm' ich, Herr, auf und ge⸗ den- ke an dein Lei- den und an dei⸗nen dein Ge⸗ bot—— Mar⸗ter„ od. Mittler, der du für mich starbst, mir ein ——— III 202 Das heilige Abendmahl. ..7 I—— .... —..— e-wig Heil er-warbst, ach möcht' ich mich wür— din na⸗ rr, L. — hen und das Le⸗ ben hier emp⸗ 2. Laß mich vor dein Antlitz kommen, Dein Gedächtnis zu erneun, Laß mich heut mit deinen Frommen Deines Todes Zeuge sein! Herr, ich schau' nach Golgatha, Wo die Welt dich sterben sah, Sehe dich in deinem Blute: Herr, du littest mir zu gute. 3. Möcht'ich, Jesu, nicht vergebens Mich zu deinem Kreuze nahn! Möcht' ich dieses Mahl des Lebens Nicht mir zum Gericht empfahn! Ach, es gründ' und stärke mich, Mittler, im Vertraun auf dich! Ach, es lenke meinen Willen, Dein Gesetz, Herr, zu erfüllen! 4. Diesen Vorsatz, den ich habe, Mich nicht wieder zu entweihn, Laß ihn, Jesu, bis zum Grabe Stark in meiner Seele sein! — fa⸗ hen! Vor der drohenden Gefahr Schütze du mich immerdar, Gib mir, daß ich Scheu empfinde Vor der bösen Macht der Sünde! 5. Wenn ich in der Irre wandle, Geh du mir, Erbarmer, nach; Zeig mir, wie ich unrecht handle; Stärke mich, denn ich bin schwach, Und ertrage mit Geduld Meine Schwachheit, meine Schuld! Sage: Du sollst Gnade finden; Ich, ich tilge deine Sünden! 6. Dir will ich es ewig danken, Daß du so barmherzig bist; Laß mich nur nicht wieder wanken, Mein Erretter Jesu Christ! Hilf mir, daß ich dir getreu Und mein Vorsatz standhaft sei, Jede Sünd und ihre Freuden Bis an meinen Tod zu meiden! Balthasar Münter 1735—1793. Mel. Schmücke dich ꝛc. 216. Joh. Crüger. 1649. dar o E 4——.————— —————...— 1.— Je⸗su Freundder Menschenkin-der, Hei⸗-land der ver⸗ der zur Sühnung un-frer Schul⸗ den.. hat —— r, Lre —S lor-nen Sün⸗der, wol⸗len dul⸗den:⸗ wer kann fas-⸗sen das Er⸗-bar-men, Ni Das heilige Abendmahl. 203 das du 23 mit 5 Ar⸗men? In der Schar er⸗lö⸗ster Brül⸗ der 2. Ja, auch mir strömt Heil und Segen, Herr, aus deiner Füll entgegen. In dem Elend meiner Sünden Soll bei dir ich Hilfe finden; Meine Schulden willst du decken, Mich befrein von Furcht und Schrecken, Willst ein ewig sel'ges Leben 6 des Glaubens Frucht mir geben. 3. Ja, du kommst, dich mit den Deinen In dem Nachtmahl zu vereinen; Du, der Weinstock, gibst den Reben Mut und Kraft zum neuen Leben. Durch dich muß es mir gelingen, Reiche gute Frucht zu bringen Und durch Frömmigkeit zu zeigen, Daß ich gänzlich sei dein eigen. 4. Nun so sei der Bund erneuet Und mein Herz dir ganz geweihet! Auf dein Vorbild will ich sehen Und dir nach, mein Heiland, gehen. Was du hassest, will ich hassen, Stets von dir mich leiten lassen; Was du liebest, will ich lieben, Nie durch Untreu dich betrüben. * Wie schön leucht't uns ꝛc. fall' ich autend vor dir 217. 2——. nie ⸗der. 5. Doch ich kenne meine Schwäche; Schwer ist, was ich dir verspreche: Werd' ich dir auch Glauben halten Und im Guten nie erkalten? O steh du mir bei und stärke Mich zu jedem guten Werke! Hilf, daß ich die Lust zur Sünde Durch dich kräftig überwinde! 6. Gib, daß ich und alle Christen Uns auf deine Zukunft rüsten, Daß, wenn heut der Tag schon käme, Keinen, Herr, dein Blick beschäme! Schaff ein neues Herz den Sündern, Mache sie zu Gottes Kindern, Die dir leben, leiden, sterben, Deine Herrlichkeit zu erben! 7. Großes Abendmahl der From⸗ men, Tag des Heils, wann wirst du kommen, Daß wir mit der Engel Chören, Herr, dich schaun und ewig ehren? Halleluja, welche Freuden Sind die Früchte deiner Leiden! Danket, danket, fromme Herzen, Ewig ihm für seine Schmerzen! Joh. Kasp. Lavater 1741— 1801. Phil. Nicolai? 1598. +———— Wir na⸗hen uns, o Got⸗ tes Sohn, von Dankdurch⸗ im Nachtmahl dei-nen Leib, dein Blut; dies komm'auf ——— —. AZec.æꝓ—ꝓæ Z DD msceeeeeeeeeee— —— 204 Das heilige Abendmahl. S—..—.— +.—————— —— +—* ů——— —.—.— 1—.— I drun⸗gen dei⸗nem Thron;du hast uns nun ge ⸗ge⸗ ben e⸗ wig uns zu gut und stärk' in uns dein Le⸗ben. H , de ,, II———. ——II———— 2— 5 A⸗ men, A- men. Wel⸗che Freu⸗den nach dem Lei⸗den 4 H—— ————— 2— ö ö ů r, nt———.————.—— ————— war⸗ten dro⸗ben, wo wir dich ohn' En-de lo-ben! Joh. Leonh. Walz 1749—1817. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 218. Georg Neumark. 1657. +7.—4 ssss ..— Du hast ein e⸗ wi⸗ges Er⸗-bar⸗men, oerr, durch du stehst vor dem mit off nen Ar⸗men, der dei⸗ ne — 2.— — S IEEEE — Wort und Tod be⸗-währt; Stim-me glau⸗bend hört, undziehstihn in der Buꝛd S.‚‚iT—.— * Schmerz mit sanf⸗ter Lie- be an dein Herz. 2. O Jesu, deine Stimme klinget In dieses Lebens dunkelm Tal. So freundlich und so sanft auch mir. Du sprichst bei deinem Brot und Ich höre deinen Ruf, er dringet Wein: G1 treibt Daur durch Wirs Gedot Mein Leib und Blut soll euer sein! rmutigt, Herr, durch dein Gebot 4. Ich fühl', o Jesu, deine Nähe, Komm' ich zu feiern deinen Tod. Ich fühle deines Beistes Licht. 3. Du hast im Drange deiner Es tagt in mir; es ist, als sähe Liebe Ich dich, o Herr, von Angesicht, Gestiftet dieses heil'ge Mahl, Wie du am Holz des Kreuzes starbst Daß dein Gedächtnis bei uns bliebe Und mir die Seligkeit erwarbst. Cα E 8 —3— E 28827 1441 * Das heilige Abendmahl. 5. Ich höre dich am Olberg klagen, ch höre, wie man dich verhöhnt; Ich seh' das Kreuz von dirgetragen, Ich seh' mit Dornen dich gekrönt; α Ich sche dich— mir bebt das Herz,.— O Herr, am Kreuz im höchsten Schmerz. 6. Was du in diesem Schmerz erduldet, Es war ein Opfer auch für mich; 205 Und alles, was mein Herz ver⸗ schuldet, Ist ausgetilgt, o Herr, durch dich. Du sichertest mir durch dein Blut Vergebung und das höchste Gut. 7. Dich will ich lieben, o mein Leben; Dir will ich folgen, o mein Licht; Dir will ich ganz mein Herz ergeben, Bis hoffend es im Tode bricht; Dann halt' ich in des Himmels Saal Mit dir, o Herr, dein Abendmahl. Joh. Christ. Herm. Gittermann 1768—1834. Mel. Herzlich tut mich verlangen. 219. Weltlich. Hans Leo Haßler. 1601. 1613. 9 5 4——— 6— 2—4 —5——— e u.,, en n ennue nn. Kare n. E———3————2— 1——.—— 23— Wie könnt' ich sein ver⸗ges⸗sen, der mein noch nie ver⸗gaß? Kann ich die Lieb er-mes⸗sen, da⸗ durch mein Herz ge⸗ + 4 3 ——.— + 32 nasꝰ Ich lag in bitternSchmerzen, er schafft mein Le⸗ben neu, und — — 1 H H—.——— H 4. ——— — ————— stets quillt aus dem Her⸗ zen 2. Wie sollt' ich ihn nicht lieben, Der mir so hold sich zeigt? Wie jemals ihn betrüben, Der sich so zu mir neigt? Er, der ans Kreuz erhoben Getragen meine Schmach, Ruft er mir nicht von oben: Komm, folge du mir nach? 3. Ihn will ich ewig lieben, Der mir aus Todesnacht, Von meinem Schmerz getrieben, Unsterblichkeit gebracht; ihm neu-e Lieb und Treu. Der noch zur letzten Stunde Mir reicht die treue Hand, Daß mich kein Feind verwunde Im Lauf zum Heimatland. 4. Er gibt zum heil'gen Pfande Mir seinen Leib, sein Blut, Hebt mich aus Nacht und Schande, Füllt mich mit Himmelsmut; Will selber in mir thronen Mit heil'gem Gnadenschein: Sollt' ich bei ihm nicht wohnen, In ihm nicht selig seinꝰ Das heilige Abendmahl. 206 5. Bei Freuden und bei Schmerzen Mein Lieben und mein Hoffen, Durchleichte mich dein Bild, Mein Dulden weih' ich dir; Wie du, o Herz der Herzen, Laß mir die Heimat offen x Geblutet hast so mild! Und dein Herz für und für! Und Gottlob Christ. Kern 1792—-1835. Wir Mel. Wie wohl ist mir ꝛc. 220. 1704. CH PIIIIFI I.—— Dein Wort hast du uns, Herr, ge ge ben, das er⸗leuch⸗tet, hei⸗ligt un ser Le⸗ ben und e en.— 2 aus der ew'⸗gen Weisheit quillt, Hun⸗ger stillt; 4 E 215———— 12....— 4—3...—— 5. uns be⸗ re tet und uns, die ar⸗ men Gä ⸗ste, lei⸗ dein Gna⸗den-mahl ist ee.. XXL. tet zu ihm das sanf⸗-te Frie⸗dens⸗ wort. O laß 3 9 iiiii—..—. Ams zum Heil ge-⸗rei ⸗chen, daß wir von dir, von .—.— 8—3.—.— .......... dir nicht wei⸗chen, daß dein wir blei⸗ben her und dort!l 2. Gott, welche Gnade, welch Er- Du kommst, um stets bei uns zu barmen bleiben, Wird uns bei deinem Mahl zu teil! All Angst und Zagen zu vertreiben, Du selbst umschlingst mit Liebes- In deiner Gnad uns zu erneun; armen Wir sind von unsrer Schuldgereinigt Uns Sünder und bringst Trost und Und selig nun mit dir vereinigt,— Heil. Wir dürfen uns nun deiner freun. Buße. 207 3. O eile, eil uns zu bekleiden Wir wollen deinen Tod verkünden Mit deinem reinen Festgewand! In neuer Lieb und Seligkeit; Nun soll uns nichts von dir mehr Du hast dich selbst uns hingegeben, scheiden So sei nun unser Herz und Leben Und nichts entreißen deiner Hand. Auf ewig einzig dir geweiht! Wir stehen auf vom Schlaf der Friedr. Aug. Köthe 1781—1850. Sünden, XVIII. Buße. Nach eigener Melodie. 221. 1524. d, bn. wien, v.n——— SEE Aus tie ⸗fer Notschrei' ich zu dir, Herr Gott, er⸗ hör mein Dein gnä⸗dig Ohr neig her zu mir, laß, was ich bitt', ge⸗ .3..——.— 2—.—;.— V ir⸗Hen Denn so du willst das se⸗hen an, was Sünd und 1 227.——— 2=. ...SSEee— h Eer,, Ler E. ——.————— Un-recht ist ge⸗ tan, wer kann, Herr, vor dir blei— ben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad Die mir verheißt sein wertes Wort. allein, Das ist mein Trost und treuer Hort, Die Sünden zu vergeben; Des will ich allzeit harren. Es ist ja unser Tun nicht rein 4. Und ob es währt bis in die Nacht r nen Und wieder an den Morgen, Vor dir sich niemand rühmen kann, ů Drum and dich fürchten Ihermaun Soll doch meinHerzan Gottes Macht Verzweifeln nicht noch sorgen. W. So tu' das Volk von rechter Art, 3. Darum auf Gott will hoffenich, Das aus dem Geist geboren ward, Auf mein Verdienst nicht bauen: Und harre seines Gottes. Auf ihn will ich verlassen mich Und seiner Güte trauen, 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, .—— SS— SI — ———————— — ——————— — —......tt6—— 208 Buße. Bei Gott ist viel mehr Gnade; Er ist allein der gute Hirt, Sein' Hand zu helfen hat kein Ziel, Er, der sein Volk erlösen wird Wie groß auch sei der Schade. Von seinen Sünden allen. Martin Luther 1483— 1546. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 222. 1535. —.4———————.—.— 7 n deeee i. .———————————— Herr Je⸗suChrist, du höch⸗stes Gut, du Brunnquell al⸗ler sieh doch, wie ich in mei⸗nem Mut mitSchmerzen bin be⸗ Gna⸗den, la- den und in mir hab der Pfei⸗le viel, die im Ge⸗ 2* +—I * 4—4. —Di.r 0— wis⸗sen oh⸗ ne Ziel mich ar⸗men Sünder pla⸗gen! 2. Erbarm dich mein in solcherLast, Weil Gnade uns dein Wort verheißt Nimm sie von meinem Herzen, Für die, die mit zerknirschtem Geist Dieweil du sie Todessc hast Zu dir, o Jesu, kommen. Am Kreuz mit Todesschmerzen, 5. Sokomm' ich jetzt zu dir allhie Auf daß ich nicht 110 großem, Weh In meiner Not 4pritrn In meinen Sünden i Und will dich mit gebeugtem Knie Und ewiglich verzage! Von ganzem Herzen bitten: Fü kommt alles mir zu Verzeihe mir doch gnädiglich, Sinn, 1. 6 2 ich mein Lebtag wider dich Was ich jemals begangen, Auf Erden hab' gesündigt! So fällt mir aller Mut dahin, 6. Vergib mir doch, o Herr mein ———— 2I Ich bin mit Furcht umfangen; Gott, Ja, ich weiß weder aus noch ein Um deines Namens willen! Und müßte ganz verloren sein, Du wollst in mir die große Not Wenn ich dein Wort nicht hätte. Der Übertretung stillen, in hei gart das Daß sich mein Herz zufrieden geb 4. Jedoch dein heilsam Wort das Und dir hinfort zu Ehren leb macht ERdl ö. Mit seinem süßen Klingen, Mit kindlichem Gehorsam. Daß mir das Herze wieder lacht 7. Stärk mich mit deinem Freuden⸗ Und froh beginnt zu singen, geist, ein odb' N⸗ — Buße. 209 Heil mich durch deine Wunden, Daß dich mein Herz noch dankbar preist In meiner letzten Stunden, Und führ mich einst, wenn dir's ge. ällt allt, Im rechten Glauben aus der Welt Zu deinen Auserwählten! Barth. Ringwald 1530—1598. Nach eigener Melodie. 223. 1625. 1655. D...— 6 1——— HH— eET Snas uuun miun uiu. Me E— ²—•—.————.— Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind mei⸗ ne 42 1.— ö ——.——.— H— — +.—.—.—9———.— +.———.—— f—0— vie⸗len Sün⸗den! Nie⸗mand ist hier als Hel⸗fer mir in 4 ů *—.— 4—— I——— die· ser Welt zu fin-den. 2. Lief' ich gleich weit So fahr hier fort, Zu solcher Zeit Nur schone dort, Bis an des Erdreichs Enden, Laß mich nicht ewig büßen! Um los zu sein 5. Hab, Herr, Geduld, Hes üde mein,; Vergiß der Schuld Würd' ich es doch nicht wenden. Schaff ein 22——— Herze, 3. Zu dir flieh' ich; Daß ich mein Heil, Erbarme dich, Mein bestes Teil, Ob ich's wohl nicht verdienet! Durch Murren nicht verscherze! Ach geh doch nicht, 6. Verfahr mit mir, Gott, ins Gericht, Dein Sohn hat mich versühnet! 4. Soll's ja so sein, Daß Straf und Pein Auf Sünde folgen müssen, Wie's dünket dir, Ich will es gerne leiden; Nur wollst du mich Nicht ewiglich Von deiner Liebe scheiden! Mart. Rutilius 1550— 1618. —— Mel. Alle Menschen müssen sterben. 224. 1687. — +—̃— I x—— .. +—.—— 129+)¶ 3 2 2 8. +.——. 3—.—— ö 2— 20..— +——— Je⸗-su, der du mei⸗ ne arbstdurch der du starbst, daß mir nicht feh⸗ le Trost in mei- ner Evang. Gesangbuch. 14 .—mmmmmFmImmIiIIIIIiI‚I‚I‚I‚I‚Im‚I‚I‚I‚Im‚‚I‚I‚Ie‚e‚‚eeee‚eeeeeeee 9 .—p......—.— — 4 —1——— V*—.— —2.——1——*—2————2 dei⸗ nen Tod, Sün⸗den-not, der du mich der Angst ent⸗ ris⸗sen H——— V 2——.—— + Dahaun 2 + 1— 1. + IE—— 4 2— +.„—D 7* 2 A.—— 22.—.——— und mein Heil mich las⸗sen wis-sen durch dein teu⸗er⸗ 2— 4—— +—— 2 2 4————————— 3.—. 1— 24—2—..———— wer-tes Wort: sei und blei⸗be du mein Hort! 2. Du mit herzlichem Verlangen Hast die Sünd am Kreuz getragen; Suchtest die verlorne Herd, Sprich mich, o mein Heiland, frei, Als sie kläglich and Auccreht Daß ich ganz dein eigen sei! Sich dem Abgrund zugekehrt; ö Du, des Satans Überwinder, W 2—105— Rufst die tiefbetrübten Sünder Du erkennest meine Pein; 5 3—— manr für und Sen Nichts ist tröstlich meinem Herzen aß ich kommen muß zu dir. Als dein herber Tod allein. 3. Ach, ich bin ein Kind der Dies mein Herz, von Leid bedrücket, Sünde; Aber durch dein Blut erquicket, Ach, ich irre weit und breit; Das am Kreuz vergossen ist, Was ich leider an mir finde, Geb' ich dir, Herr Jesu Christ! Ist nur Ungerechtigkeit. ö Daß ich oft dein Wort verachtet, 6. Herr, ich Schwechen Oft nach Bösem hab' getrachtet, Laß mich ö ö ö ja verzagen nicht! Deinen Willen. nicht getan, Du, du kannst mich stärker machen, Klagt mich mein Gewissen an. Wenn mich Sünd und Tod anficht. 4. Jesu, du hast weggenommen Deiner Güte will ich trauen, Meine Schulden durch dein Blut; Bis ich fröhlich werde schauen Laß es, o Erlöser, kommen Dich, Herr Jesu, nach dem Streit Meiner Seele nun zu gut! In der sel'gen Ewigkeit. Du, gemartert und zerschlagen, Joh. Rist 1607— 1667. Mel. Aus tiefer Not. 225. 1524. rnn I— ID ES O Va⸗ter der Barm-her⸗zig⸗keit, ich fal⸗le dir zu ver-stoß den nicht, der zu dir schreit in wah-rer Reu und Was ich be⸗gan⸗gen wi⸗ der dich, ver ⸗zeih mir al⸗les — —— ., 4——— H— —— —.— rn-lich durch dei- ne gro⸗ ße Gü te! 2. Durch deiner Allmacht 4. O heil'ger Geist, du wahres Wundertat Licht Nimm von mir, was mich quälet, Regierer der Gedanken, Durch deine Weisheit schaffe Rat, Wenn mich der Sünden Lust anficht, Wo es an Rat mir fehlet; Laß mich von dir nicht wanken! Gib Willen mir und Kraft und Verleih, daß nun und nimmermehr Stärk, Begier nach Wollust, Geld und Ehr Daß ich mit dir all meine Werk⸗ In meinem Herzen herrsche! Anfange und vollende! 5. Und wenn mein Stündlein 3. O Jesu, laß dein teures kommen ist, Blut, So hilf mir treulich kämpfen, Daß ich des bösen Feindes List Durch Christi Sieg mög' dämpfen, Auf daß mir Krankheit, Angst und Not 7 Dein Leiden und dein Sterben Mir kommen kräftiglich zu gut, Daß ich nicht muß verderben! Bitt du den Vater, daß er mir Nicht möge lohnen nach Gebühr, Und dann der letzte Feind, der Tod, Wie ich es hab' verschuldet! Nur sei die Tür zum Leben! David Denicke 1603—-1680. —— Wer nur den— Gott ꝛc. 226. ET————— Georg Neumark. 1657. n Hꝗ—.— —————, ——..— Ich ar⸗mer Mensch, ich ar⸗mer Sün⸗ der ach Gott, mein Gott Sr. lin⸗——— steh' hier vor und geh nicht Got⸗tes An⸗ge ⸗sicht; r Fan mit mir ins Ge⸗ richt! Er⸗bar⸗me dich, er⸗bar⸗me 4—— Al —.—— dich, Gott, mein Er⸗bar⸗ mer, ü ⸗ber mich! 21² 2. Wie ist mir 20 so angst und ange, Herr, wegen meiner großen Sünd! Hilf, daß ich wieder Gnad erlange, Ich armes und verlornes Kind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 3. Ach höre doch mein seufzend Schreien, Du allertreustes Vaterherz! Wollst alle Sünden mir verzeihen Und lindern meiner Seele Schmerz! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Nicht, wie ich hab' verschuldet, lohne Und handle nicht nach meiner Sünd! O treuer Vater, schone, schone, Buße. Erkenn mich wieder für dein Kind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, so werd' ich leben; Sprich, daß ich armer Sünder hör': Ich habe dir die Sünd vergeben, Nur sündige hinfort nicht mehr! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 6. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, Gott höret und erbarmt sich mein; Weil sich der Trost im Herzen mehret, Drum stell' ich nun das Klagen ein: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! Christoph Tietze(Titius) 1641—1703. Georg Neumark. 1657. II 2 — Wir lie⸗gen hier zu und füh⸗len lei-der ——.— ————j——— SSPSPSPSPSSISIIIII dei ⸗nen Fü⸗ßen, im ach Herr von Ge⸗wis⸗ sen, wie sehr dein 4— 1 2 2 . 2——. + + Di— — gro-ßer Güt und Treu, Zorn ent⸗-bren-net sei. Das Maß der Sün⸗den ist er⸗ D 1 2— — SSS... ZD— 2. Doch, Vater, denk an deinen Namen, Gedenk an deinen lieben Sohn! füllt; ach weh uns, wenn du stra⸗fen willt! Dein Wort heißt immer Ja und Amen, Und die Verheißung zeugt davon, ——.—. Du willst der Sünder Tod ja nicht; Ach geh nicht mit uns ins Gericht! 3. Wir liegen hier vor dir im Staube, Und unser Herz ist ganz zerknirscht; Es tröstet uns allein der Glaube, Daß du dich noch erbarmen wirst. Ach ja, du hast ein Vaterherz; So siehe doch auf unsern Schmerz! 4. Das teure Blut von deinem Sohne Ruft für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnaden⸗ throne Und denke noch der alten Zeit, Da du auch Gnade hast erzeigt, Dein Herz dem Sünder zugeneigt! 5. Ach laß die wohlverdiente Strafe Nicht über unsre Häupter gehn, Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 228. Buße. 213 Daß wir nicht als verlorne Schafe Von deiner Hut verlassen stehn! Ach sammle uns in deinen Schoß Und mach uns aller Plagen los! 6. Gib Fried' im Land und im Gewissen, Gib Sonnenschein zur rechten Zeit, Laß Lieb und Treu sich stetig küssen Und fördre die Gerechtigkeit, Krön unser Feld mit deinem Gut, Nimm Kirch und Haus in deine Hut! 7. So wollen wir dir Opfer bringen, Dein eigen sein mit Leib und Seel; Es soll dein Lob gen Himmel dringen, Und dein erlöstes Israel Stimm' in die Lieder Zions ein: Der Herr soll mein Gott ewig sein! Benj. Schmolck 1672—1737. Georg Neumark. 1657. 2. 2 12—.— — 4 4 9 + 2 4— ene, ann. Er.... X. E V— 12. * —————— Herr, der du in der Hö-he woh-⸗nest, ich lie⸗ge Herr, der du rich⸗- test und be⸗loh⸗-nest, wie schwerliegt ** 4 2———.—— ——————— — tief ge⸗ beugt vor dir; mei⸗- ne Schuld auf mir! Wie hoch und ernst ist dein Ge⸗ — 2— V. MN—— —HII — —L—— — ——————4 n d xxn, bot, wie tief der 2. Aus meiner Not, aus meiner Tiefe Ab⸗grund mei⸗ ner Not! Ruf' ich zu dir, zu dir allein. Wenn ich zu einem andern riefe, —— D— 1* 5* 16 21⁴ Buße. Es würde doch vergeblich sein. Mein Flehen steigt zu dir empor; Herr, öffne mir dein gnädig Ohr! 3. Herr, willst du ins Gerichte gehen, Der du unendlich heilig bist, Herr, wer wird dann vordirbestehen, Wenn er auch sonst unsträflich ist? Dein Auge, das nicht fehlen kann, Trifft überall noch Fehler an. 4. Und ach, mir wird die Welt zu enge, Wenn des Gesetzes Donner schlägt Und bei der Übertretung Menge Sich ängstlich mein Gewissen regt, Das dich als einen Richter scheut, Der Rechnung heischt und Strafe dräut. 5. In deiner Hand ebot Tod und eben, Du bist es, den man fürchten muß; Doch Herr, du kannst und willst vergeben Aus deiner Gnade Überfluß. Dein Wort, das Wort des Lebens, spricht, Du willst den Tod des Sünders nicht. 6. Es heißt mich auf das Opfer schauen, Das, Herr, vor deinem Throne gilt; Es heißt mich auf den Felsen bauen, Aus dem der Strom der Gnade quillt, Die alles tilget, was mich quält, Die alles schenket, was mir fehlt. 7. Dein guter Geist will mich erfreuen Und sich mein Herz zum Tempel weihn; Ich soll den Richter nicht mehr scheuen, Aus Gnaden frei und selig sein. O Wort, das durch die Seele dringt Und Licht in finstre Tiefen bringt! 8. Ich hoff' auf dich, du Kraft der Schwachen, Auf dich, du Licht in Finsternis, Auf dich, mein Hüter, du wirst wachen, Mein Heil, du kommst und hilfst gewiß. Sei angstvoll meine Trauernacht, Von dir wird Hilf und Trost ge⸗ bracht. 9. O Vater, nimm für dein Erbarmen, OLamm, für deinVersöhnungsblut, OGeist, du Trost der geistlich Armen, Für deiner Gaben reiches Gut Von Herz und Lippen Dank und Ruhm, Und mich zu deinem Eigentum! Paul Gottlieb Werlhof 1699—1767. V „Mel. Freu dich sehr nc. 229. 1594 ———6 x N + UU 1 1—— S..II— I + + Höch⸗-ster, denk' ich an die Gü⸗ o so wird mein ganz Ge⸗mü⸗ te 2—. Re. die du mir bis⸗ zu der tief ⸗sten ——— EE .E—..—.—ß— her er⸗zeigt, Scham ge⸗beugt, daß ich dich ge-ring ge-schätzt, dein Ge⸗ 2—— ⏑——2——222 899909099929898999899.9990...2 +2.— N ——.——— 2..—— II =* DIiD‚‚‚rrien el— doch so oft und schwer be⸗ trü ⸗bet. 2. Alle meine Seelenkräfte, Meine Glieder sind ja dein, Und sie sollten zum Geschäfte Deines Dienstes fertig sein. t 7 O wie hab' ich sie entweiht! ö Ach, zur Ungerechtigkeit der Und zum schnöden Dienst der Sünden Ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war jeden Morgen fst üÜber mir, o Vater, neu; Von wie manchen schweren Sorgen ht, Machte sie das Herz mir frei! je⸗ Was mir nützte, gabst du mir; Aber ach, wie dankt' ich dirꝰ O wie hab' ich so vermessen Deines Wohltuns Zweck vergessen! lut, 4. Bei dem hellen Licht der Gnaden ien, Sollt' ich ja die Sünde fliehn Und von meinem Seelenschaden Frei zu werden mich bemühn. Deine Güte lockte mich Oft zur Buße; aber ich Floh vor ihrem sanften Locken, Suchte selbst mich zu verstocken. 5. Ach, an dir hab' ich gesündigt, Gott, mein Vater, ohne Scheu; Dir hab' ich oft aufgekündigt Meine schuld'ge Kindestreu. Ach vergib, was ich getan, Nimm mich doch erbarmend an, Führe mich vom Sündenpfade Schnell zurück durch deine Gnade! 6. Dir ergeb' ich mich aufs neue; Gib, daß mein gebeugter Geist Deiner Vaterhuld sich freue, Die dein tröstend Wort verheißt! Was dein Sohn auch mir erwarb, Da er für die Sünder starb, Fried' und Freude im Gewissen, Ach das laß auch mich genießen! 7. Stärke selbst in meiner Seele Den Entschluß, mich dir zu weihn! Gib, daß keine Kraft mir fehle, Folgsam deinem Wort zu sein! Stehe mir stets mächtig bei, Daß mein Herz dir heilig sei; Dich zu lieben, dir zu leben, Sei mein herzliches Bestreben! Joh. Sam. Diterich 1721—1797. fühl' ich, daß dein Wort ver⸗kün-digt Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 230. Joh. Crüger. 1649. 94——— 1SDJ——.— 2——— de n a— ö— 15858 n d. n na ee,. ‚ Herr, an dir hab' ich ge-sün-digt, und vor dei- nem ein ver⸗ gel ⸗ten⸗ ö ——UIIII 216 Buße. 9⁰ — 2—— RSI— 3e, e n euen vr, 2——— D—ĩJ———————— An ⸗ge⸗ösicht des Ge⸗ dunn und was kann vor dei ⸗ nen Schre⸗cken, 2.— 5 Rich-ter al ⸗Er Welt——1 S5rr cken? 2. Kann ich deinem Arm ent⸗ fliehenꝰ Du bist allenthalben nah. Führ' ich, dir mich zu entziehen, Himmelan, so bist du da. Stürzt' ich in die Tiefe nieder, Deine Rechte hält mich wieder. 3. Herr, ich flieh' in deine Hände, Außer dir ist keine Ruh. Dein Erbarmen hat kein Ende; Wer ist gnädiger als du? Du bist Gott und kannst vergeben; Ach vergib und laß mich leben! 4. Groß sind meine Sünden⸗ schulden, Ihre Last ist mir zu schwer. Ja wenn, länger mich zu dulden, Deine Langmut müde wär', Müßt' ich, würdest du nur winken, In des Todes Nacht versinken. 5. Mich für straflos zu erklären, Reichet Reue noch nicht zu; Und zerflöss' mein Herz in Zähren, Fänd' ich darum doch nicht Ruh. Können eines Sünders Tränen Dich, o Heiliger, versöhnen? 6. Herr, mein Heiland, dein Erbarmen, Dein für mich vergossnes Blut Und dein Tod erlöst mich Armen, Heilet mich und gibt mir Mut. Dein Verdienst ist's, was michdecket, Wenn mich dein Gerichtstag schrecket. 7. Rette mich von meinen Sünden, Schaff ein reines Herz in mir, Laß bei dir mich Ruhe finden, Zieh mich immer mehr zu dir! Dankbar will ich mich bestreben, Mein Erlöser, dir zu leben! Christoph Friedr. Neander 1724—1802. Nach eigener Melodie. 231. Joh. Georg Frech. 1843. 13 1— x—— ————. — 2 2 14—....—— Keh⸗ re wie der, keh re wie⸗ der, der du dich ver⸗ sin=ke reu⸗ig bit- tend nie- der vor dem Herrn mit Hr I ——... —2—.—.— lo-ren hast, dei⸗ner Last! Wie du bist, so darfst du kommen undwirst SSS ENI. Buße. 217 DDRDDD gnä-dig auf⸗ge⸗nommen. Sieh, der Herrhommtdir ent⸗ ge⸗gen, 4 x— —.— 2—5 7—— + — —— D. — n. ———8 * Se⸗gen; keh ⸗re 2. Kehre aus der Welt Zer⸗ streuung In die Einsamkeit zurück, Vo in geistiger Erneuung Deiner harrt ein neues Glück, Wo sich bald die Stürme legen, Die das Herz so wild bewegen, Wo des heil'gen Geistes Mahnen Du mit stillem Beben hörst Und von neuem zu den Fahnen Jesu Christi heilig schwörst! 3. Kehre wieder, irre Seele! Deines Gottes treues Herz Beut Vergebung deinem Fehle, — Balsam für den Sündenschmerz. Sieh auf den, der voll Erbarmen Dir mit ausgestreckten Armen Winket von dem Kreuzesstamme! Kehre wieder, fürchte nicht, Daß der Gnäd'ge dich verdamme, Dem sein Herz vor Liebe bricht! wie-der, zau-dre nicht! 4. Kehre wieder, neues Leben Trink in seiner Liebeshuld! Bei dem Herrn ist viel Vergeben, Große Langmut und Geduld; Faß ein Herz zu seinem Herzen! Er hat Trost für alle Schmerzen, Er kann alle Wunden heilen, Macht von allem Aussatz rein; Darum kehre ohne Weilen Zu ihm um und bei ihm ein! 5. Kehre wieder, endlich kehre In der Liebe Heimat ein, In die Fülle aus der Leere, In das Wesen aus dem Schein, Aus der Lüge in die Wahrheit, Aus dem Dunkel in die Klarheit, Aus dem Tode in das Leben, Aus der Welt ins Himmelreich! Doch was Gott dir heut will geben, Nimm auch heute— kehre gleich! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. Mel. Sieh, hier bin ich. 232. 1738. — 2*——————————— 5..— 2.—— 2 IE 2 2— 2..— I1.——2*2 2.— 22*2— — E2—.—— Gott der Gna⸗den, schw Un⸗-sre Her⸗ zen si er be⸗la⸗ den neigt sich un-ser nd voll Schmerzen, Staubund Asch ist —c.—ccc . 2— —— urunrcir m .. Haupt vor dir. 1— ———— IV S S.—— un⸗ sre Zier. Hab Er⸗bar-men mit uns Ar⸗ men! ——. —— + 2—..—— SSS.—.—— ———— E— Aus der Tie⸗ fe ru⸗ fen wir. 2. Wir verzagen, Denn wir Tilg in Hulden Unsre Schulden tragen In dem Blut des Menschensohns! Auf uns aller Sünden Last, Aller Qualen Volle Schalen, Die du ausgegossen hast. Hab Erbarmen Mit uns Armen! Angst und Not hat uns erfaßt. 3. Wenn du richtest, Wenn du sichtest, Geht das Zittern vor dir her; Wenn uns decken Deine Schrecken, Dann ist keine Rettung mehr. Hab Erbarmen Mit uns Armen! Deine Hand ist uns zu schwer. 4. Herbe Strafe Trifft die Schafe, Deren Ohr nicht Folge gab; Vor dem Schwerte Bebt die Herde, Die nicht hielt dem Hirtenstab. Hab Erbarmen Mit uns Armen, Führ uns nicht zum Tod hinab! 5. Wir bekennen, Herr, wir nennen Laut vor dir die Missetat; Es ist keiner Hier ein Reiner, Jeder erntet böse Saat. Hab Erbarmen Mit uns Armen; Sieh auf ihn, der für uns bat! 6. Hör uns rufen An den Stufen Deines hohen Gnadenthrons; Hab Erbarmen Mit uns Armen, Sprich uns los des Sündenlohns! 7. Herr, verzeihe! Jesu, leihe Uns dein priesterlich Gebet! Gott, verschone, Wenn vom Sohne Das Erbarmen zu dir fleht! Hab Erbarmen Mit uns Armen, Wenn der Mittler vor dir steht! 8. Jesu, rette, Brich die Kette Unsrer Finsternis entzwei, Daß der Glaube Tief im Staube Unser Trost und Zuflucht sei! Hab Erbarmen Mit uns Armen, Jesu, mach uns wieder frei! 9. Du mußt siegen, Wir erliegen, Du bist frei, wir sind in Haft; Du alleine Bist der Reine, Wir sind schwach, dein ist die Kraft. Hab Erbarmen Mit uns Armen, Denk an deine Pilgrimschaft! 10. Wenn du Frieden Uns beschieden, Fürchten wir die Strafe nicht; Dein Versöhnen Wird uns krönen Mit Gerechtigkeit und Licht. Dein Erbarmen Hilft den Armen, Du bist unsre Zuversicht! Heinr. Puchta 1808— 1858. * 7* n XuIKLANeS nen Gnade und Erlösung; Glaube und Rechtfertigung. 219 XIX. Gnade und Erlösung; Glaube und Rechtfertigung. Nach eigener Melodie. 233. Altdeutsch. 1524. 1523. 2——— in arn——— SESIIIII........... TT * 4.—— SSESIIII Es ist das Heil uns kommen her von Gnad und lau⸗ter die Wer⸗ke hel⸗fen nimmermehr, sie mö⸗gen nicht be⸗ e .—————.— ö Gü; te; Der Glaub sieht Je⸗sum Christum an, der hat ge⸗ hü ⸗ ten. —— 5 e— 555 E 2—..— 1——.j —— 2——2——.— nug für uns ge⸗ iriͤ er 2. Gerecht vor Gott sind die allein, Die dieses Glaubens leben; Dann wird des Glaubens heller Schein Durch Werke kund sich geben. Der Glaub ist wohl mit Gott daran, Und aus der Nächstenlieb sieht man, Daß du aus Gott geboren. 3. Die Hoffnung rechten Zeit Was Gottes Wort zusaget, Das wird geschehen uns zur Freud, Wenn Gott es auch vertaget. Er weiß wohl, wann's am besten ist, Und braucht an uns kein' arge List; Des sollen wir ihm trauen. 4. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis ist der Rit ler wor-den. Um dieser Wohltat willen Gott Vater, Sohn und heil'gem Geist; Der woll' mit Gnad erfüllen, Was er in uns begonnen hat Zu Ehren seiner Macht und Gnad, Daß heilig werd' sein Name. 5. Dein Reich, Herr, komm', dein Will auf Erd G'scheh' wie im Himmelsthrone; Das täglich Brot auch heut uns werd'; Gott, unsrer Schuld verschone, Wie wir den Schuldnern tun nach Pflicht, Auch führ uns in Versuchung nicht; Lös uns vom Übel! Amen. Paul Speratus 1484—1551. 220 Gnade und Erlösung. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 234. 1535. SDS qIII— ——.————— Such', wer da will, ein an⸗der Ziel, die Se⸗lig-keit zu mein Herz al⸗lein be⸗dachtsoll sein auf Christum sich zu II——— 1.— ——————————— ——.——II‚ii‚i‚e.—.— fin ⸗-den:* grün⸗den. Sein Wort ist wahr, sein Werk ist klar, sein heil⸗ger er..— ꝑPꝑPꝑPꝑPIPIIIIFIFII TTTFTFFTTT TTTTITITITITITITTTTTT —— Mund hatKraft und Grund,‚ all Feind' zu ü⸗ber⸗win⸗den. 2. Such', wer da will, Not⸗ 4. Mein's Herzens Kron, Mein' helfer viel, Freudensonn Die uns doch nichts erworben: Sollst du, Herr Jesu, bleiben. Hier ist der Mann, Der helfen Laß mich doch nicht Von deinem kann, Licht Bei dem nie was verdorben. Durch Eitelkeit vertreiben; Uns wird das Heil Durch ihn zu Bleib du mein Preis, Dein Wort teil, mich speis'; Uns macht gerecht Der treue Bleib du mein Ehr, Dein Wort Knecht, mich lehr' Der für uns ist gestorben. An dich stets fest zu glauben! 3. Ach sucht doch den, Laßt alles 5. Wend von mir nicht Dein tehn, Angesicht, Die ihr das Heil begehret; Laß mich im Kreuz nicht zagen, Er ist der Herr Und keiner Weich nicht von mir, Mein' mehr, höchste Zier, Der euch das Heil gewähret. Hilf mir mein Leiden tragen! Sucht ihn all Stund Von Hilf mir zur Freud Nach diesem Herzensgrund, Leid, Sucht ihn allein, Denn wohl Hilf, daß ich mag Nach dieser wird sein Kla Dem, der ihn herzlich ehret! Dir ewig dort Lob sagen! Georg Weissel 1590—1635. ꝰOV SSISXX — Glaube und Rechtfertigung. 221 Mel. Valet will ich dir geben. 235. Melchior Teschner. 1614. —.— I 4 ——.— ———.—.————— —— Ist Gott für mich, so tre⸗te gleich al⸗les wi⸗der mich. So oft ich ruf' und be-te, weicht al ⸗les hin⸗-ter sich. SZ....———2 1—— WWT‚I——— ——————— 4—— Hab' ich das Haupt zum Freunde und bin gerliebt bei Gott, was ————— +* IE ... a w dn. 1 —— 2..— kann mir tun der Fein- 2. Nun weiß und glaub' ich feste, Ich rühm's auch ohne Scheu, Daß Gott, der Höchst' und Beste, Mein Freund und Vater sei, Und daß in allen Fällen Er mir zur Rechten steh' Und dämpfe Sturm und Wellen, Und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, worauf ich gründe, Ist Christus und sein Blut; Das machet, daß ich finde Das ewig wahre Gut. An mir und meinem Leben Ist nichts auf dieser Erd; Was Christus mir gegeben, Das ist der Liebe wert. 4. Nichts, nichts kann mich ver⸗ dammen, Ich fürchte kein Gericht, Die Höll und ihre Flammen Beängstigen mich nicht. Kein Urteil mich erschrecket, Kein Unheil mich betrübt, Da mich mein Heiland decket, Der ewig treu mich liebt. — de und Wi⸗der⸗sa⸗cher Rott? 5. Sein Geist wohnt mir im Herzen, Regieret meinen Sinn, Vertreibet Sorg und Schmerzen, Nimmt allen Kummer hin, Gibt Segen und Gedeihen Dem, was er in mir schafft, Hilft mir das Abba schreien Aus aller meiner Kraft. 6. Sein Geist spricht meinem Geiste Manch süßes Trostwort zu, Wie Gott dem Hilfe leiste, Der bei ihm suchet Ruh, Und wie er hab' erbauet Die neue Friedensstadt, Da Aug und Herze schauet, Was es geglaubet hat. 7. Da ist mein Teil und Erbe Mir prächtig zugericht't; Wenn ich gleich fall' und sterbe, Fällt doch mein Himmel nicht. Durchseufz' ich auch hienieden Mit Tränen manche Zeit, Mein Jesus schenkt mir Frieden, Versüßet alles Leid. ‚‚......— 8. Kein Engel, keine Freuden, Nicht Thron noch Herrlichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, Nicht Angst, nicht Herzeleid, Noch was man sonst kann nennen, Es sei klein oder groß, Nichts soll von dir mich trennen Aus deinem Arm und Schoß. Gnade und Erlösung. 9. Mein Herze geht in Sprünge Und kann nicht traurig sen,— Ist voller Freud und Singen, Sieht lauter Sonnenschein: Die Sonne, die mir lachet, Ist mein Herr Jesus Christ; Das, was mich singen machet, Iit, was im Himmel ist. Paul Gerhardt 1607-1676. Nach eigener Melodie. 236. 1754. 1777. 1—.—— 1 —— 4— 2—— +— IAN 2 iieeee. *11.—‚‚.—.—— — Ru⸗he ist das be⸗ste Gut, das man ha-ben kann; Na Stil⸗le und ein gu⸗-ter Mut stei⸗ get himmel —.5—.5—— SSEEEEEE an; die su⸗- che , du! Hier und dort ist —— kei⸗ ne Ruh 7.——— II.IIIII IT als bei⸗ Gott, ihm ei le 2. Ruhe suchet jedes Ding, Allermeist ein Christ; Du, mein Herz, nach Ruhe ring, Wo du immer bist, O suche Ruh! In dir selber wohnt sie nicht; Such in Gott, was dir gebricht: Gott ist die Ruh! 3. Ruhe gibt dir nicht die Welt, Ihre Freud und Pracht; Ruhe gibt nicht Gut und Geld, Lust, Ehr, Gunst und Macht; Keins reichet zu. Wenn du recht bekümmert bist, Suchst du das, was droben ist: Gott ist die Ruh. zu: Gott ist die Ruh! 4. Ruhe geben kann allein Jesus, Gottes Sohn, Der uns alle ladet ein Vor des Himmels Thron Zur wahren Ruh. Wer den Ruf vernommen hat, Dringe ein zur Gottesstadt: Gott ist die Ruh. 5. 1880 beut er allen an, Die beladen sind; Arm' und Reiche, kommt heran, Mann und Weib und Kind,‚ Ihr findet Ruh! Traget ihr des Leides viel, Gott setzt allem Leid ein Ziel: Gott ist die Ruh. W Glaube und Rechtfertigung. 228 6. Ruhe kommt aus Glauben her, Und schaffet Ruh. Der nur Jesum hält; esus machet leicht, was schwer, Richtet auf, was fällt; Sein Geist bringt Ruh. Gib im Glauben Herz und Sinn Seinem Geist zu eigen hin: Gott ist die Ruh! 7. Ruhe hat, wer willig trägt Christi sanftes Joch; Alle Last, die er auflegt, —Ist ja lieblich doch Folge deinem Heiland gern, Dann ist nie dein Friede fern: Gott ist die Ruh! 8. Ach du Gott der wahren Ruh, Gib auch Ruhe mir; Was ich denke, red' und tu', Streb' nach Ruh in dir; Gib Ruh dem Geist! Schließt sich dann mein Auge zu, So führ Leib und Seel zur Ruh: Gott ist die Ruh! Joh. Kaspar Schade 1666— 1698. Nach eigener Melodie. 237. 1704. ———— —2—35— 1 1 +—— + *———5—.——.———5 —————.— n wint, r—.— Wie wohl ist mir, o Freund der See ⸗-öle, wenn Ich stei ge aus der Schwermuts-höh le und 4 U8.)Aul 4* 4 SDSSSSI‚— ————*.———— ich in dei ner Lie⸗be ruh'! 1. D a muß die Nachtdes ei-le dei- nen Ar-men zu. 5 1 —— —* R Trauerns schei⸗ den, wenn mit so an⸗- ge⸗ neh⸗-men Freu⸗- —.———.— den die Lie-be strahlt aus dei—-ner Brust. Hier is mein —— DI Him-mel schon auf Er ⸗den; wer woll ⸗te nicht ver⸗ SPSSPISITITITITITITTITTTTTTTET gnü-get wer-den, der in dir su chet Ruh und Lust? 22⁴ 2. Die Welt mag meine Feindin heißen, Es sei also, ich trau' ihr nicht, Wenn sie mir gleich will Lieb er⸗ NI weisen InN Bei einem freundlichen Gesicht. WIAN In dir vergnügt sich meine Seele, IMANIN Du bist mein Freund, den ich er⸗ MWn wähle, Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Haß der Welt kann mich nicht fällen, Weilin den stärksten Unglückswellen Mir deine Treu den Anker reicht. ö 3. Will mich die Last der Sünden + drücken, R Fällt auf mich des Gesetzes Weh, I Seh' ich heran die Strafe rücken, INII So steig' ich gläubig in die Höh Me Und flieh' in deine heil'gen Wunden; 11 Da hab' ich schon den Ort gefunden, Tritt alles wider mich zusammen: 51 Du bist mein Heil! Wer will ver⸗ 1 dammen? RI Die Liebe nimmt sich meiner an. 1 4. Führst du durch Wüsten meine Reise, Ich folg' und lehne mich auf dich, I Du gibst mir aus den Wolken Speise II Und labest aus dem Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, Mel. Gott des Himmels ꝛc. ö Wo mich kein Fluch mehr treffen kann. Gnade und Erlösung. Sie enden sich in Lieb und Segen; Genug, wenn ich dich bei mir hab' Ich weiß, wen du willst herrlich zieren Und über Sonn und Sterne führen Den führest du zuvor hinb. 5. Der Tod mag andern düster scheinen, Mir nicht, weil Seele, Herz und Mut In dir, der du verlässest keinen, O allerliebstes Leben, ruht. Wen macht des Weges Enderzittern, Wenn aus Gefahr und Ungewittern Er eingeht in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden Aus dieser finstern Wildnis scheiden Zur Ruhe deiner Ewigkeit. 6. Wie ist mir doch, o Freund der Seelen, So wohl, wenn ich dich lehn' auf ich! ich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, Weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh in dem Gemüte Nach deiner unumschränkten Güte Des Himmels süßen Borschmack sein! Weg Weltmit allen Schmeicheleien! Nichts kann als Jesus mich erfreuen; O reicher Trost: Mein Freund ist mein! Wolfg. Christoph Deßler 1660—1722. 238. Heinr. Albert. 1642. IIIF.t..... SI.I..III...... —I SS II.I... Weicht, ihr Ber⸗ge, fallt, ihr Hü⸗gel, brecht, ihr Fel⸗sen, al⸗ le ein! Got-tes Gna⸗-de hat dies Sie-gel, sie will un⸗ ver-ändert sein. Glaube und Rechtfertigung. 22⁵ 4 ..— .— Laß die Welt in Trümmer gehn, Got⸗tes Gna-de wird bestehn. 2. Gott hat mir ein Wort ver⸗ sprochen, Gott hat einen Bund gemacht, Der wird nimmermehr gebrochen, Bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht; Es geschieht, was er verspricht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, Wenn gleich alles bricht und fällt; Sie wird ihren Zweck erreichen, Der mein Herz zufrieden stellt. Gott ist fromm und gut und treu, Sei die Welt voll Heuchelei. 4. Will die Welt den Frieden brechen, Hat sie lauter Krieg im Sinn, Gott hält immer sein Versprechen: So fällt aller Zweifel hin, Als wär' er nicht immerdar, Was er ist und was er war. 5. Mag sein Antlitz sich verstellen, Ist sein Herz doch treu gesinnt Und bezeugt in allen Fällen, Daß ich sein geliebtes Kind, Dem er beide Hände reicht, Wenn auch Grund undBoden weicht. 6. Er will Frieden mit mir halten, Wenn die Welt sich auch empört. Ihre Liebe mag erkalten, Achtet doch mein Gott mich wert; Und wenn Sturm und Donner brüllt, Bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist meinErbarmer, So hat er sich selbst genannt. Das ist Trost, so werd' ich Armer Immer als sein Kind erkannt. Sein Erbarmen läßt nicht zu, Daß er mir was Leides tu'. 8. Nun so soll mein ganzVertrauen Ewig fest auf ihm beruhn. Auf ihn will ich Felsen bauen; Was er sagt, das wird er tun. Erd und Himmel kann vergehn, Doch sein Bund bleibt ewig stehn. Benj. Schmolck 1672—1787. Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 239. 1668. * E. I 2—— 22 2* 3— 5 +—4——— —.— SEEEE——————.—— —3*.——.— 2— Je⸗-sus nimmt die Sün-der an: sa-get doch die 4 x Trostwort al- Evang. Gesangbuch. len, wel⸗che von der rech⸗ten Bahn 15 II— π⁰⁰⁰π 2————.— . 9. πννιι⁰%⁰⁰9ixlrau 226 Gnade und Erlösung. —. .........— ——.—.—2 2————————— Q◻+ I——.. 2———————— 0— auf ver⸗kehr⸗ten Weg ver ⸗fal-len! Hier ist, was sie —.— ⁴———ꝛ 1t AE——.—.‚p——— II —.‚———.————— ð... EEEN..— DH.—— 23 f. 2——.—— ret⸗ten kann: 2. Keiner Gnade sind wir wert, Doch hat er in seinem Worte Treulich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte Ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, Suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das Verirrte, Daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, Kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch und er Macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an! Je⸗sus nimmt die Sün⸗der an. 5. Ich Betrübter komme hier Und bekenne meine Sünden; Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, Daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an! 6. Ich bin nun getrosten Muts; Wenn der Sünde Last mich drücket, Werd' ich doch kraft deines Bluts Mit dem reichen Trost erquicket, Daß ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Jesus nimmt die Sünder an. Mich auch hat er angenommen, Mir den Himmel aufgetan, Daß ich selig zu ihm kommen Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister 1671-1756. Mel. Mein Herz, ermuntre dich ꝛc. 240. Karl Friedr. Schulz? 1785. — +—— 2——— H— 8— ————.———————2=— DDDDDEEEEEEEEE —* Ich ha⸗be nun den Grund ge⸗fun- den, der mei⸗nen wo an⸗ders als in Je ⸗ su Wun- den? Da lag er — — = ö 2 — — vor der Zeit der Welt, E ED= EEEE An⸗ker e wig hält; der Grund, der un- be⸗weg ⸗lich —* 756. Glaube und Rechtfertigung. 227⁷ + +. 1——— 12.— IE 5 53.———..———.— —.——..— EEEEE..———.—* — 1 +— I steht, wenn Erd und Him⸗mel un ⸗ter⸗ geht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, Das alles Denken übersteigt, Da Gott mit offnen Liebesarmen Sich zu uns armen Sündern neigt, Dem stets das Herz vor Mitleid bricht, Wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein, Deswegen kam der Sohn auf Erden Und nahm hernach den Himmel ein; Deswegen klopft er für und für So stark an unsers Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden Durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunden recht ver⸗ binden, Da findet kein Verdammen statt, Weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, Dem will ich mich getrost vertraun Und, wenn mich meine Sünden kränken, Nur gleich nach Gottes Herzen chaun: Da findet sich zu aller Zeit Unendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles andre mir entrissen, Was Seel und Leib erquicken kann, Darf ich von keinem Troste wissen, Und nimmt kein Mensch sich meiner an, Ist die Errettung noch so weit: Mir bleibet die Barmherzigkeit. 7. Beginnt das Irdische zu drücken, Ja häuft sich KRummer und Verdruß, Daß ich mich noch in vielen Stücken Mit eiteln Dingen mühen muß, Worüber sich mein Geist zerstreut, So hoff' ich auf Barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen besten Werken, Die ich zu tun beflissen bin, Viel Unvollkommenheit bemerken, So fällt wohl alles Rühmen hin; Doch ist auch hier der Trost bereit: Ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe mir nach dessen Willen, Bei dem so viel Erbarmen ist; Er wolle selbst das Herz mir stillen, Damit es das nur nicht vergißt: Dann steht es fest in Lieb und Leid Gegründet auf Barmherzigkeit. 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben, So lange mich die Erde trägt; Das will ich denken, tun und treiben, So lange sich ein Glied bewegt. Dann sing' ich einstens hoch erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Joh. Andr. Rothe 1688— 1758. 15* . t:ͤ.:. Gnade und Mel. Mein Herz, ermuntre dich ꝛc. 241. Erlösung. Karl Friedr. Schulz? 1785. — — 1I———— —.——— 2— 2„ — —— ——.— —.—— .S Ich weiß von kei⸗ nem ich weiß von kei⸗ nem an⸗dern Grun⸗de, als den der an⸗dern Bun⸗ de, von kei⸗nem 2. — a. 1—— SSSSIIIIIII ————...E..— ö Glaub in Chri-sto hat; als daß man e= lend, arm und an- dern Weg und Rat, 22———.— 1 II ————— DDi Deee. eee * 459* bloß sich legt in Chri-sti Arm und Schoß. 2. Ich bin zu meinem Heiland kommen Und eil' ihm immer besser zu; Ich bin auch von ihm aufgenommen Und find' an seinem Herzen Ruh. Er ist mein Kleinod und mein Teil, I Und außer ihm weiß ich kein Heil. 3. Ich bleib' in Christo nun er⸗ funden Und bin in ihm gerecht und rein; Ich traue fest auf seine Wunden, Da kann ich immer sicher sein; Gott sieht auch mich in Christo an, Daher mich nichts verdammen kann. 4. Ich fühle noch in mir die Sünde, Doch schaden kann sie mir nicht mehr, Weil ich in Christo mich befinde; Wohl aber beuget sie mich sehr. Ich halte nichts gering und klein, Sonst dringt ein sichres Wesen ein. 5. Ich kämpfe gegen mein Ver⸗ derben Im Glauben und in Christi Kraft; Der alte Mensch mußtäglich sterben, Der mir noch immer Unruh schafft. Dies aber macht mich arm und klein Und lehrt mich stets nach Hilfe schrein. 6. O Jesu, laß mich in dir bleiben, O Jesu, bleibe du in mir; Laß deinen guten Geist mich treiben, Daß ich im Glauben folge dir! Laß mich nur fromm und wachsam sein, So reißet nichts den Grund mir ein! Karl Heinr. v. Bogatzky 1690—1774. Glaube und Rechtfertigung. 229 — Mel. Christus der ist mein Leben. 2⁴ Melchior Bulptus? 1609. 1— ö 2.——.——.—— ————————————— —— S‚—— Die Gna⸗de sei mit al- len, die Gna⸗-de un⸗sers 2 1. N .—.—— 1 —— 14.—— +———. Herrn, des Herrn, dem wir hier wal⸗len undsehn sein Haumten gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade Gelingt uns gar kein Tritt, Es gehe seine Gnade Denn bis zum Ende mit. 3. Auf Gnade darf man trauen, Man traut ihr ohne Reu; Und wenn uns je will grauen, So bleibt der Herr doch treu. 4. Wird stets der Jammer größer, So glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, Du kommst, so komme doch! 5. Damit wir nicht erliegen, Muß Gnade mit uns sein; Denn sie flößt zu dem Siegen Geduld und Glauben ein. 6. Bald ist es überwunden Nur durch des Lammes Blut, Das in den schwersten Stunden Die größten Taten tut. 7. Herr, laß es dir gefallen, Noch immer rufen wir: Die Gnade sei mit allen, Die Gnade sei mit mir! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Nach eigener Melodie; oder: O daß ich tausend Zungen hätte. 6 Melodie aus der Schweiz? 1819. Q—— *.— 8— A——— 6— IE———2——— Mir is Ex-bar-mung wi- der-fah-ren, Er⸗barmung, daszähl' ich zu dem Wun⸗-der⸗-ba⸗ren, mein stol-zes de⸗ren ich nicht wert; Herz hat's nie be⸗ 330 Nun weißich das —. 4——— — e, e und bin er⸗ freut und rüh⸗ me die Barm⸗her- zig»keit. 23⁰ 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet Und soll bei Gott in Gnaden sein; Gott hat michmitsich selbst versühnet Und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her, warum geschicht's? Erbarmung ist's und weiter nichts. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, Das rühm' ich, wenn ein Mensch mich fragt, Ich kann es nur Erbarmung nennen, So ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. Mel. Mein Herz, ermuntre dich ꝛc. 244. Gnade und Erlösung. 4. Dies lass' ich kein Geschöpf mir rauben, Dies soll mein einzig Rühmen sein; Auf dies Erbarmen will ich glauben Auf dieses bet' ich auch allein, Auf dieses duld' ich in der Not, Auf dieses hoff' ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, Nimm dein Erbarmen nicht von mir Und führe durch den Tod mich Armen Durch meines Heilands Tod zu dir; Da bin ich ewig hoch erfreut Und rühme die Barmherzigkeit! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Karl Friedr. Schulz? 1785. — ů ů—.— ———— n . Aus Gna⸗den soll ich se⸗lig wer-den!Herz,glaubst du's Was willst du dich so blöd ge⸗-bär-den? Ist's Wahrheit, 4— E.——Bñ‚———— SSSIS‚I‚I‚II.I.II. TTTTTRTRTUIUIII— ö—.—— im mn, inn dim, Air mr demm immnrr o⸗ der glaubst du's nicht? was dieSchrift ver-spricht, so muß auch die-ses Wahrheit I 1 .——— 2 II , dee e unein, B,.v Ii MirA ——*. 22 1 sein: aus Gna-den ist der Him⸗mel dein. 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen, Die eignen Werke fallen hin. Der Mittler, der im Fleisch er⸗ schienen, Hat diese Ehre zum Gewinn, 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden! So hart dich deine Sünde plagt, So schwer du immer bist beladen, So schwer dein Herz dich auch ver⸗ klagt: Daß uns sein Tod das Heil gebracht Was die Vernunft nicht fassen kann, Und uns aus Gnaden selig macht. Das beut dir Gott aus Gnaden an. — HEF H.- H 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden Und übernahm die Sündenlast. ben, Was nötigt'ihn dein Freund zu werden? t, ö Sprich, wes du dich zu rühmen hast?ꝰ od. Gab er sich nicht zum Opfer dar Und nahm dein Heil in Gnaden wahr? mmir 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, So lange Gott wahrhaftig heißt. dir; Was alle Knechte Jesu schreiben, Was Gott in seinem Worte preist, itl Worauf all unser Glaube ruht, 700. Ist Gnade durch des Sohnes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer 785. Sünder, Denk nicht: wohlan, ich greife zu! Wahr ist's, Gott ruft verlorne — Kinder Glaube und Rechtfertigung. 231 Tret' ab von aller Heuchelei. Nur wenn der Sünder sich bekehret, Dann lernt er erst, was Gnade sei; Beim Sündetun scheint sie gering, Dem Glauben ist's ein Wunder⸗ ding. 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden erzen Das Herz des Vaters aufgetan, Wenn's unter Angst und heißen Schmerzen Nichts sieht und nichts mehr hoffen ann. Wo nähm'ich oftmals Stärkungher, Wenn Gnade nicht mein Anker wär'? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben! Ich glaube, darum ist mir wohl. Ich weiß mein sündliches Ver⸗ derben, du's Aus Gnaden zur verheißnen Ruh; Doch den auch, der mich heilen soll. rheit, Doch nimmt er nicht zu Gnaden an, Mein Geist ist froh, mein Herze Wer noch auf Gnade sünd᷑'gen kann. lacht, 2 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort Weil mich die Gnade selig macht. — gehöret, Christian Ludw. Scheidt 1709—1761. heit Mel. O daß ich tausend ꝛc. 245. 1738. — 9 2.— 1——.—.— 14——— — D...—.— ͤ, ee..... Gott, dei⸗ ne Gnad ist un⸗ ser Le-ben, sie schafft uns Dein ist's die Sün⸗den zu ver⸗ ge⸗ ben, und wil⸗lig zort:, 5— EEEE gt, +„ r X T den, Heil und See⸗len ⸗ruh. ef, ge falle. 1 ist dein Herz da⸗ zu. Dem tief⸗ ge⸗ fal⸗le⸗ nen Ge IIDSDSDDDSDiE SeE PPIIIII....TTR 232 2. Uns, uns Verlorne zu erretten, Gabst du für uns selbst deinen Sohn. Er litt, damit wir Frieden hätten, Für uns den Tod, der Sünde Lohn. O Gott, wie hast du uns geliebt, Welch ein Erbarmen ausgeübt! 3. Dank, ewig Dank sei deiner Treue, Die niemand g'nug erheben kann. Nun nimmst du jede wahre Reue Um Christi willen gnädig an. Wohl dem, der sich zu dir bekehrt Und gläubig seinen Mittler ehrt! 4. Du rettest ihn von allen Plagen, Die dem Gewissen furchtbar sind; Er kann getrost und freudig sagen: Gott ist für mich, ich bin sein Kind; Mein Jesus ist's, der für mich litt Und mich noch jetzt bei Gott vertritt. 5. O Herr, wie ruhig ist die Seele, Die ganz sich deiner Gnade freut! Mel. O Ewigkeit ꝛc. Gnade und Erlösung. Sei's auch, daß irdisch Glück ihr ehle, Nie fehlt ihr doch Zufriedenheit. Denn überwiegt dein Heil nicht weit Die Welt und ihre Herrlichkeit? 6. O laß mich dies im Glauben fassen Und, Vater, mich voll Zuversicht Auf deine Treue stets verlassen; Wenn alles wankt, wankt sie doch nicht. Wohl dem, der sich auf dich verläßt, Sein Heil steht unbeweglich fest! 7. Lobsingend will ich dich erheben, Mich ewig deiner Gnade freun Und deinem Dienst mein ganzes Leben In kindlichem Gehorsam weihn. Herr, du vergabst mir meine Schuld; Nie, nie vergess' ich diese Huld. Joh. Sam. Diterich 1721—1797. 246.(Joh. Schop. 1642.) Joh. Crüger. 1653. 7 4—2— 7 + E— 2* Ich schä-me mich des Heilands nicht, vor dem voll ud, He Gott, welch ein teu⸗ res wer⸗tes Wort: ich hier dein Kind, dein n———— , 1———— 131.—...—— *— DDDDDE 4——.—. Zu⸗-ver-sicht mein Knie sich dankbar beu-get. Er-be dort, wie mir dein Geist be⸗ zeu-get, ich soll durch +—. 2. Froh fühlt mein Herz die Gotteskraft, Die in der sel'gen Wissenschaft * 13— +— A I————— Je⸗sum Christum rein, durch ihn ge⸗recht und selig sein! Von dem Erlöser lieget, Die alle Kenntnis dieser Welt, Und was sie Reizendes enthält, HER eRr HFRRH HSOO S Glaube und Rechtfertigung. 233 Unendlich überwieget. Mein größtes Glück, mein höchster Ruhm Ist Jesu Evangelium. 3. Auf ewig ist's mein bestes Teil In keinem andern ist mir Heil Und Kraft zum ew'gen Leben, Vergebung meiner Sündenschuld, Der Beifall Gottes, seine Huld Und Seelenruh gegeben. Ich steh' im Glauben, bin ein Christ, An dem nun nichts verdammlich ist. 4. Mir widerfuhr Barmherzigkeit, Mit himmlischer Zufriedenheit Lohnt Gott mir schon hienieden; Mel. Valet will ich dir geben. 247. Ich bete voller Zuversicht, Mich schreckt kein Tod und kein Gericht, Mein Geist fühlt Gottes Frieden. Gott, ewig ist mein Herz nun dein Und ewig deine Gnade mein. 5. Ich weiß, worauf mein Glaube ruht; Nichts raubt mir meinen Trost und Mut, Nicht Leiden, nicht Gefahren. Durch den ich alles hier vermag, Mein Gott wird bis auf jenen Tag Mein Erbteil mir bewahren. Ja du, der mich berief, bist treu; Hilf, daß ich's auch im Glauben sei! Friedr. Wilh. Loder 1757—1823. Melchior Teschner. 1614. —— E== + 213: . 2.I—— EE EEEEe EE ISSSIDD.— d ů—...— ——.——— 2...D.—— H + V.. Ich weiß, an wen ich glau-be, ich weiß, was fest be⸗steht, wenn al⸗-les hier im Stau-be wie Rauch und Staub verweht; 1 *.—* 6 ich weiß, was e⸗ wig blei ⸗bet, wo al ⸗les wankt und fällt, wo 3 0*———— 1 ͥSSSEEEEE 7—————————— 7 Wahn die Wei⸗ sen 2. Ich weiß, was ewig dauert, Ich weiß, was nie verläßt; Auf ew'gem Grund gemauert 21 diese Schutzwehr fest. Es sind des Heilands Worte, Die Worte fest und klar; An diesem Felsenhorte Halt' ich unwandelbar. —=. trei bet und Trug die Klu⸗gen hält. 3. Auch kenn' ich wohl den Meister, Der mir die Feste baut: Es ist der Herr der Geister, Auf den der Himmel schaut, Vor dem die Seraphinen Anbetend niederknien, Um den die Heil'gen dienen,— Ich weiß und kenne ihn. —— S 2— 234 Gnade und Erlösung. 4. Das ist das Licht der Höhe, Das ist mein Jesus Christ, Der Fels, auf dem ich stehe, Der diamanten ist, Der nimmermehr kann wanken, Mein Heiland und mein Hort, Die Leuchte der Gedanken, Die leuchtet hier und dort; 5. Er, den man blutbedecket Am Abend einst begrub; Er, der von Gott erwecket Sich aus dem Staub erhub; Mel. Valet will ich dir 6.äö⸗ 248. Der meine Schuld versöhnet, Der seinen Geist mir schenkt, Der mich mit Gnade krönet Und ewig mein gedenkt. 6. Drum weiß ich, was ich glaube, Ich weiß, was fest besteht Und in dem Erdenstaube Nicht mit zu Staub verweht. Es bleibet mir im Grauen Des Todes ungeraubt, Es schmückt auf Himmelsauen Mit Kronen einst mein Haupt. Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Melchior Teschner. 1614. SSS Von Gna⸗de will ich le⸗ben, auf Gna⸗ ster⸗ben auch, auf Gna⸗de mich er ge⸗ ben' bis zu dem letz-ten Hauch. — ——.—. Der Quellall mei⸗ner Freu⸗de, all mei⸗nes Trostes Grund, die 260— A— —— 0 ů 227 —5 2*— + 3+..— , n. —0 D60 Kraft in jedem Lei ⸗de bleibt Got⸗tes Gna⸗ den⸗ bund. 2. Wohl hat auf allen Wegen Viel Lieb und Freundlichkeit, Viel tausendfachen Segen Mein Gott für mich bereit; Wohl in der Näh und Ferne Erkenn' ich seine Güt, Dort oben Sonn und Sterne, Hier unten Baum und Blüt. 3. Ich weiß, was sie verkünden, Hab' meine Lust daran. Doch daß in meinen Sünden Ich Enade finden kann, Das ist das Allergrößte, Dem kommt doch gar nichts gleich; Das ist der Gaben beste, Macht auch den Armsten reich. 4. Wie müßt' ich doch verzagen, Wo fänd' ich Kraft und Licht, Wie könnt' ich selbst mich tragen, Trüg' mich die Gnade nicht! Der Gnad allein ergeben Stimmt alle mit mir ein: Von Gnade will ich leben, Durch Gnade selig sein! Julie von Hausmann 1825—1901. SESES SESOE —14. 2HE be Heiligung und christlicher Wandel. XX. Heiligung und christlicher Wandel. 1. Früͤüchte des Glaubens. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 249. 15³35. E 22„—.——...—.— Laß, Va⸗ ter, dei⸗ nen gu⸗ ten Geist all⸗ zeit mein zu tun, was dein Ge⸗bot mich heißt;nichts soll mich .— e————. n W 27 venh Hilf mir der Sün⸗de wi⸗der⸗sihn und . ——.——— ᷓeͤͤ 2——.— 2— 2440.—.—— 2. Regt sich oft böse Lust in mir, Damit ich mög' mein Leben lang Weil ich auf Erden lebe, Dir dienen ohne Furcht und Zwang So stärke mich, wißen 225 In willigem Gehorsam! Gleich anfangs widerstrebe Und daß 1 0 ee ni ich 4. Gott Vater, Wien und Die Todesstunde, das Gericht, Laß reichlich mich empfi 2% pfinden! Den Himmel und die Hölle! O Jesu Christe, steh mir bei, 3. Gib, daß ich denke jederzeit Daß ich kann überwinden! An diese letzten Dinge Hilf, heil'ger Geist, in diesem Krieg, Und dadurch alle Sündenfreud Auf daß ich freudig einen Sieg Aus meinem Herzen bringe, Erhalte nach dem andern! David Denicke 1603— 1680. —.—.— Nun danket all und— ꝛc. 250. 60 Crüger. 1656. PD‚RDE MeinGott, Hnnimer brin⸗ge dir als Ga-be und Geschenk; du SꝗSIPIꝑIII... for⸗derst sol⸗ ches ja von mir, des bin ich ein-ge-denk. * 24 I3I——— 236 2. Gib mir, mein Sohn, dein Herz, sprichst du, Das ist mir lieb und wert, Du findest anders keine Ruh Im Himmel und auf Erd! 3. Nun, du mein Vater, nimm ů es an, III Mein Herz, veracht es nicht; IV Ich geb's, so gut ich's geben kann, Neig mir dein Angesicht! 4. Orein'ge du, Herr Jesu Christ, Mich durch dein teures Blut! Ich glaub', daß du gekreuzigt bist Der Welt und mir zu gut. 5. Gott heil'ger Geist, nimm du auch mich In die Gemeinschaft ein, Ergieß um Jesu willen dich Tief in mein Herz hinein! 6. Dein göttlich Licht gieß in mich aus Und Glut der reinen Lieb, Heiligung und christlicher Wandel. Lösch Finsternis, Haß, Falschheit aus, Schenk mir stets deinen Trieb! 7. Hilf, daß ich sei von Herzen treu Im Glauben meinem Gott, Daß mich nie wieder mache scheu Der Welt List, Macht und Spott! 8. Hilf, daß ich sei von Herzen fest In Hoffnung und Geduld, Daß, wenn nur du mich nicht ver⸗ läßt, Mich tröste deine Huld! 9. Hilf, daß ich sei von Herzen rein; Mein Wandel tue kund, Daß ich dich liebe nicht zum Schein, Vielmehr von Herzensgrund! 10. Nimm ganz, o Gott, zum Tempel ein Mein Herz hier in der Zeit; Ja laß es deine Wohnung sein Auch in der Ewigkeit! Joh. Kaspar Schade 1666—1698. Georg Neumark. 1657. A 4 —— 0⏑—— MeinGott, weil ich so wol⸗lest du in mei⸗ nem Le⸗ben ein Herz mir ge⸗ben, dich stets vor das dei⸗ner Au ⸗gen ha⸗-ben soll, Furcht und Lie⸗be voll; —H4—— N SSSSSS..—..———— SIII...—. * denn bei⸗des muß bei⸗ sam⸗men⸗ .————..—— — 227—.—....———— **— 4ů 2. Laß deine Furcht im Tun und Denken Mir aller Weisheit Anfang sein Und immer meine Schritte lenken, Von allem Leichtsinn mich befrein! Nur wer dich fürchtet in der Tat, Der meidet auch der Torheit Pfad. 3. Gib, daß ich stets zu Herzen nehme, Daß du allgegenwärtig bist, Und das zu tun mich ernstlich schäme, Was, Herr, vor dir ein Greuel ist; Ja, deine Furcht bewahre mich Vor allen Sünden wider dich! 4. Laß mich vor deinem Zorne beben Und wirke wahre Buß in mir, Laß nur in deiner Furcht mich leben, Daß ich die Gnade nicht verlier', Die meiner in der Missetat Mit Langmut oft verschonet hat! . in mir ein gut Gewissen Und hohe Glaubensfreudigkeit, Mel. Was mein Gott will ꝛc. Früchte des Glaubens. 252. Gib mir bei allen Hindernissen Den Geist, der wahre Kraft verleiht Und in mir einen Mut erweckt, Den keine Menschenfurchterschreckt! 6. Hilf, daß ich immer also wandle, Daß deine Furcht mein Leitstern sei, Und nie aus falschem Herzen handle In bloßem Schein und Heuchelei! Du siehest in das Herz hinein, Nichts kann vor dir verborgen sein. 7. Ach gib mir stets mit Furcht und Zittern Zu schaffen meine Seligkeit! Laß mich nicht deinen Geist erbittern Durch Eigensinn und Sicherheit, Und zeige du die Hölle mir, Daß ich den Himmel nicht verlier'! 8. In deiner Furcht laß mich auch sterben! So fürcht' ich weder Tod noch Grab Und werde die Verheißung erben, Die mir dein Wort aus Gnaden gab. Die Gottesfurcht bringt Segen ein, IhrLohn wird groß imHimmel sein. Benj. Schmolck 1672—1787. Weltlich. 1529. 1540. * 6——.—.— H SS.—— en vruirmn Merr, minni m e fi S— 12— I n——— Wer sich auf sei⸗ne Schwachheit stützt, der bleibt in Sün⸗den und wernicht Got⸗tes Kraft be⸗nützt, wird sich ge-wiß be⸗ .—. er—. E.Z...—.. 2 ———— ttttt?!:!r...thh.t. lie gen, den Himmels-weg und schma⸗len Steg hat tr· gen; ee ö 2 ——.————— er nie an⸗ ge⸗ tre⸗ten; er weiß auch nicht in Got⸗tes ——i ũ—A8 238 Heiligung und christlicher Wandel. Q. V 3— —2—.— S.PIPII.II..I.IIITITIFITITTTITITITIFIII IITI Licht, was kämp⸗fen sei und be ten. 2. Was jetzt die Welt nur Schwach⸗ heit heißt, Ist ihrer Bosheit Stärke; Dadurch vermehrt der böse Geist Gar mächtig seine Werke. Auf, Seele, auf, Richt deinen Lauf Zur Allmacht, die dich rettet! Des Heilands Hand Zerreißt das Band, Womit du angekettet. 3. Der erste Schritt im Christen⸗ tum Heißt von der Sünd uns scheiden, Und bei dem wahren Glaubensruhm Muß man die Weltlust meiden. Wenn Christi Geist Die Seel entreißt Aus ihren Todesbanden, So spürt sie Kraft, Die Jesus 1 schaff, Mit dem sie auferstanden. 4. Mein Heiland, fördre selbst dein Werk, Laß mich gekräftigt werden; Es ist Gerechtigkeit und Stärk Mein bestes Teil auf Erden! ⁰ Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. 253. Du machst gerecht Uns, dein Ge⸗ cht schlecht, Und willst zugleich uns stärken, Daß wir in dir Des Glaubens Zier, Die Macht der Gnade merken. 5. Brich durch, o starker Gottes- sohn, Damit auch wir durchbrechen; Laß uns vor deinem Gnadenthron Nicht mehr von Schwachheit sprechen, Wenn deine Hand Das teure Pfand Des Geistes uns gegeben, Dadurch wir frei Von Heuchelei Im Streit stets siegreich leben! 6. Gib Kraft, wo keine Kraft mehr ist, Gib Kraft, das Fleisch zu dämpfen! Gib Kraft, wenn Satans Macht und List Uns schwächen will im Kämpfen! Wenn uns die Welt Viel Netze stellt, Gib Kraft, sie zu vernichten; So wird in Not, Ja selbst im Tod Uns deine Kraft aufrichten! Bernh. Walter Marperger 1682—1746. Joh. Crüger. 1656. * + I * Wie gutist's von der Sünde — dr:—. ir dr, ün. ++ D— IDSDSISSSSEESEEEEEE— frei, wie se⸗lig Chri⸗sti Knecht! Im — 9———— 2 H IP 0 Sün⸗dendienst ist Skla⸗ ve-rei, in Chri⸗sto Kin- des»recht. + E 2.Im Sündendienst ist Finsternis, Den Weg erkennt man nicht; Bei Christo ist der Gang gewiß, Man wandelt in dem Licht. 3. Im Sündendienst ist Haß und Leid, Manu plagt und wird betrübt; In Christi Reich ist Freudigkeit, Man liebt und wird geliebt. 4. Die Sünde gibt den Tod zum s⸗ Lohn, Das heißt ja schlimm gedient! Das Leben ist in Gottes Sohn, Früchte des Glaubens. 239 5. O Heiland, dir nur dien' ich gern, Denn du hast mich erkauft; Ich weiß und will sonst keinen Herrn, Auf dich bin ich getauft. 6. Wen du befreist, der ist recht frei, Du schenkst ihm alle Schuld, Und darum dank' ich deiner Treu Und rühme deine Huld. 7. Ich bete an, Herr Jesu Christ, Und sage: Ich bin dein! Nimm mich zu dir, denn wo du bist, Soll auch dein Diener sein! on Der uns mit ihm versühnt. Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. nd Mel. Der am Kreuz ꝛc. 254. Joh. Georg Söhnlin. 1836. 2 7.—— ͤ—— I 23 5 +—. ,.=DDDE Gott, vor des⸗-sen An⸗ge⸗ sich⸗ te ew'⸗ges Licht, aus des⸗sen Lich⸗ te nur ein rei⸗ ner stets die rein⸗ste IH=-: + S DDDDeee DDeieeeeee...— —. 2 Wan⸗del gilt; Klar⸗heit quillt: dei⸗nes Namens Hei⸗lig-keit wer⸗ de 35—— 1————— 5 E SSS stets von uns ge⸗scheut, laß sie doch uns kräf⸗tig drin⸗ 1 1 WE——— ————— —— 1 2. Heilig ist dein ganzes Wesen Und kein Böses ist an dir; Ewig bist du so gewesen Und so bleibst du für und für; — ULII gen, nach der Hei- li-gung zu rin-gen! Was dein Wille wählt und tut, Ist unsträflich, recht und gut, Und mit deines Armes Stärke Wirkst du stets vollkommne Werke. —22 —eeee= 3. Herr, du willst, daß deine Kinder Deinem Bilde ähnlich sei'n. Nie besteht vor dir der Sünder, Denn du bist vollkommen rein. Du bist nur der Frommen Freund, Übeltätern bist du feind; Wer beharrt in seinen Sünden, Kann vor dir nicht Gnade finden. 4. O so laß uns nicht verscherzen, Was du uns noch zugedacht! Schaff in uns stets reine Herzen, Töt in uns der Sünde Macht! Denn was sind wir, Gott, vor dir? Du bist heilig, aber wir Sind verderbt, und wer kannzählen, Großer Gott, wie oft wir fehlen? 3— Mach's mit mir, Gott ꝛc. 2— Heiligung und rislicher Wandel. 5. Uns von Sünden zu erlösen, Gabst du deinen Sohn dahin; O so reinige vom Bösen Durch ihn unsern ganzen Sinn! Gib uns, wie dein Wort verheißt, Gib uns deinen guten Geist, Daß er unsern Geist regiere Und zu alem Guten führe! 6. Keiner sündlichen Begierde Bleibe unser Herz geweiht; Unsers Wandels größte Zierde Sei rechtschaffne Heiligkeit. Mach uns deinem Bilde gleich! Denn zu deinem Himmelreich Wirst du, Herr, nur die erheben, Die im Glauben heilig leben. Joh. Christ. Zimmermann 1702—-1783. Herm. Schein. 1628. Ge 23.————— 2.—.— D Wer Got⸗tes Wort nicht hält und spricht: ich ken⸗ ne Gott, der in sol⸗ chem ist die Wahrheit nicht, die durch den Glauben 0⁴ ö— EEEE EEEE E..E— +— ö sie 5— Wer a⸗ ber sein Wort glaubtund hält, der ee von Gott, nicht von der Welt. ist 2. Der Glaube, den sein Wort erzeugt, Muß auch die Liebe zeugen; Je höher die Erkenntnis steigt, Je mehr wird diese steigen. Der Glaub erleuchtet nicht allein, Er stärkt das Herz und machtes rein. 14.—— .— —— I 3. Durch Jesum rein von Missetat Sind wir nun Gottes Kinder. Wer solche Hoffnung zu ihm hat, Der flieht den Rat der Sünder, Folgt Christi Beispiel als ein Christ, Um rein zu sein, wie er es ist. Früchte des Glaubens. 4. Alsdann bin ich Gott ange⸗ 5. Der bleibt in Gott und Gott nehm, in ihm, Wenn ich Gehorsam übe. Wer in der Liebe bleibet. Wer die Gebote hält, in dem Die Lieb ist's, die die Cherubim Ist wahrlich Gottes Liebe; Gott zu die treibet. Ein täglich tätig Christentum, Gott ist die Lieb, an seinem Heil Das ist des Glaubens Frucht und Hat ohne Liebe niemand teil. uhm. Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 256. 1535. *————— SSSSSEAEE— Nimm hin meinHerz, Gott, nimm es an! Ich bring' es dir zur ich bring' es dir, so gutich's kann, soschwachuubarwich: HN 2— ö ö I— — 9n H2. ich weiß doch, du verschmähst es nicht, so viel dem 5 ——.—— 1 —— — —53—— 2.——.— 2— Op ⸗fer auch ge⸗bricht, das ich dir wil⸗-lig wei⸗he. 2. Nimm, o mein Heiland, nimm 4. Herr, gib— und kost' es es hin, immerhin Du Herz voll ew'ger Liebe! Dem Fleische tausend Schmerzen— Mein Herz ist voller Eigensinn Herr, gib mir einen neuen Sinn, Und voll verkehrter Triebe; Ein Herz nach deinem Herzen, Es hängt an Welt und eitler Lust; Ein Herz, das dich mit Freuden Doch ist dir's auch, o Herr, bewußt, ehrt, Ich kann's nicht selbst bekehren. Das kindlich deine Stimme hört 3. Mach du's zu deinem reinen Und deinen Namen fürchtet! Haus, 5. Gib mir ein Herz, das dich Das dir gefallen könne; forthin Was dir zuwider, reiß heraus, Mit Vorsatz nie betrübet, Daß dich und mich nichts trenne! Ein Herz, das dich mit lauterm Sinn Entsünd'ge mich mit deinem Blut, Aus allen Kräften liebet, Gib mir den Geist, dann werd' ich Ein Herz, das nur für dich entbrennt gut, Und keine falsche Liebe kennt, Dann fang' ich an zu leben! Ein Herz voll Kraft und Glauben! Evang. Gesangbuch. 16 .———— ᷓnn DEEEEeeeeeeeeeeeeeexeett...ttttT᷑T᷑T᷑Tæéæéæ 242 6. Gib mir ein Herz, das deine Zucht, Wenn es gefehlt, bald spüret, Das keine andre Straße sucht, Als die zum Himmel führet; Ein Herz, das auch in Not und Pein Zu dir die Zuflucht nimmt allein Und auch im Kreuz dich preiset; 7. Ein Herz, das Freund' und Feinde liebt Und nichts haßt als die Sünden; Ein Herz, das täglich mehr sich übt, Sich stets in dir zu finden; 257. Mel. Ach sieh ihn dulden. Heiligung und christlicher Wandel. Ein Herz, das immer droben ist, Dort, wo du bist, Herr Jesu Christ Zu deines Vaters Rechten! ö 8. Herr, gibst du mir ein solches Herz, Was will ich mehr verlangen? Dann bleib' ich fest in Freud und Schmerz An deiner Liebe hangen; Dann bin ich dein, und du bist mein Dann werd' ich einst dort oben sein Und selig dich umfangen. Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. Justin Heinr. Knecht. 1793. + —. 2——2.——2.—.— Laß mich, o Herr, in al⸗ len Din⸗gen auf dei⸗nen Wil⸗len Gib selbst das Wol⸗len und Vollbrin⸗gen und laß mein Herzdir 1I*...—— —— sehn und dir mich weihn! SSSTDE—— ———————————— S————————— ganz ge⸗hei⸗ligt sei ——— e. —.—— in! Nimm mei⸗nen Leib und Geist zum EE Op⸗-fer hin; dein, Herr, ist 2. Gib meinem Glauben Mut und Stärke Und laß ihn in der Liebe tätig sein, Daß man an seinen Früchten merke, Er sei kein eitler Traum und falscher Schein! Er stärke mich in meiner Pilgrim⸗ chaft Und gebe mir zum Kampfe Sieg und Kraft. * 3 de. al⸗- les, was ich hab' und bin! 3. Laß mich, so lang ich hier soll leben, In gut' und bösen Tagen sein ver⸗ gnügt Und deinem Willen mich ergeben, Der mir zum Besten alles weislich fügt! Gib Furcht und Demut, wenn du mich beglückst, Geduld und Trost, wenn du mir Trübsal schickst! /DDI.II‚ — Früchte des Glaubens. 4. Ach hilf mir beten, wachen, Dir, der du alles hast so wohl ge⸗ ringen! ö macht; Einst werd' ich noch, wenn ich den Dann werd' ich heilig, rein und Lauf vollbracht, unentweiht Im Himmel ewig Dank dir bringen, Dein Lob verkündigen in Ewigkeit. Georg Joach. Zollikofer 1730—1788. Mel. Schwing dich auf ꝛc. 258. Joh. Crüger. 1653. Sollt' ich jetzt noch, da mir schon dei-ne Güt er⸗schie-nen, dich ver⸗las-sen, Got⸗tes Sohn, und der Sün⸗de die⸗ nen, ———— — ++—......—— irr.——— 2. .——.——— 12.————————— mit den Lü⸗sten die-ser Zeit wie-der mich be⸗fle ⸗-cken *22.——————————.—— —9.—0———ꝛß ß7..—— πά————..————— ꝗSP....————.—————— und nicht mehr die Sü-ßig-keit dei⸗ner Lie⸗be schme⸗cken? 2. Hab' ich doch allein bei dir Den Bedrängten Trost und Ruh, Meine Ruh gefunden; Sündern Gottes Frieden? Mittler, heiltest du doch mir Gibt sie mir die Zuversicht, Alle meine Wunden! Daß ich trotz dem Grabe Und ich sollte dein Gebot Deiner Ewigkeiten Licht Wie die Frevler ů53 ö Zu erwarten habe? Und mein Recht an deinen To Z— Wieder fahren lassen? 5. Rettet sie—.—65511 vor 3. Nein, ich bin und bleib' ein Einst die Völker stehen Christ, Und das Leben und den Tod Halt' auf deine Lehren, Ihm zur Seite sehen, Lasse keine Macht noch List Wenn der Sichre nun zu spät Mir den Glauben wehren. Aus dem Schlaf erwachet, Fielen tausend ab, nicht ich; Und der Spötter, der hier schmäht, Mag's die Welt verdrießen, Glaubt und nicht mehr lachet? Sie wird mein Vertraun auf dich 4 ö ů *— 6. icht ch Mir doch lassen müssen. Noch Herimhein Kee, ich mich 4. Zeigt die Welt ein Heil wie du? Jesu, da ich schon durch dich Bringt sie Kraft den Müden, Gottes Huld genieße, 16* SS 2⁴⁴ Heiligung und christlicher Wandel. Da ich weiß, auf wessen Wort Sollen mich, mein Herr und Gott, Ich die Hoffnung gründe, Jemals von dir scheiden.— Daß auch ich unfehlbar dort Sünde, Welt und Eitelkeit Gnad und Leben finde! 114 des Fleisches Triebe, ö Alles überwind' ich weit, 7. Nicht das Leben, nicht der Tod, Herr, durch deine Liebe! Trübsal nicht noch Freuden Balthasar Münter 1735—1793.* Mel. Freu dich sehr ꝛc. 259. 1554. — 6———— SSPSPSꝑ ꝑSꝑSIS...I.......—11.—— —— Las⸗set uns im Gei-ste wan⸗ deln, wie's dem Volk des daß in un⸗serm Tun und Han-deln nie des Flei⸗sches —W— AH SISIS.—— +——‚ I I—————.——— Herrn ge⸗bührt, HH gei i ö ot⸗tes Geist sei im⸗mer⸗dar Lust re⸗giert! st s Ise IS I.— DI.DI I.... SS—.H————— Bei⸗stand in Ge⸗fahr, daß in sei⸗ner Kraft wir sie=gen, SS— I DDDe.e.el wenn das Fleisch uns will be⸗ trü ⸗ gen. 2. Wo der Geist des Herrn Nicht mehr in uns mächtig sein! regieret, Töt in uns die Eitelkeit, Bricht das neue Leben an, Wehre allem Zank und Streit, Und die Gnade Gottes führet Hilf uns frei von dem Verderben, Unsern Gang auf rechter Bahn; Daß das Himmelreich wir erben! Hiurtden ge allein 4. Mehre in uns deine Liebe, Dienen Gott dem Herrn allein ö ů Die des Glaubens Früchte bringt, um je mehr undeneh uesdeden Schenk uns deine heil'gen Triebe, Vor ihm angenehm du wder Daß all Gotteswerk gelingt! 3. Drum, o Geist der Kraft und Halte uns in treuer Hut, Stärke, Gib uns Freudigkeit und Mut, Zieh in unsre Herzen ein, Daß allweg uns sei beschieden Laß des sünd'gen Fleisches Werke Freud in dir und süßer Frieden! GI eHR- Liebe zu Gott und Jesus Christus. 24⁵ 5. Ziere uns in allen Stücken Stärke uns durch deine Kraft Mit Geduld und Freundlichkeit, Zu der rechten Ritterschaft, Daß zum Helfen und Beglücken Als die Christo angehören, Wir im en gutigf bereit; Aller bösen Lust zu wehren! Laß uns allen gütig sein ö 590 Trug und Heuchelschein; 7. Also wird es uns gelingen, wenn sie uns betrüben, Gottes heilig Volk zu sein; Santnht und er Shhun üben Dann wird Wollen und Vollbringen Immer mehr von Sünden rein. 6. Führe uns auf allen Wegen, Nicht mehr schreckt uns das Gericht, Daß uns nichts mehr schaden kann, Wenn uns das Gesetz anficht, Und so oft sich Lüste regen, Weil wir in der Gnade stehen Nimm dich unsrer Schwachheit an! Und des Geistes Wege gehen. Otto Schulze 1823—1884. 2. LCiebe zu Gott und Jesus Christus. Nach eigener Melodie. 260. Vor 1577. Herz⸗lich lieb hab' ich dich, o Herr! Ich bit-te, Die gan⸗ ze Welt er⸗freut mich nicht, nach Erd und E. fre virriyeri, iieri.räer. lil N N + 7 2—* +—.——.— u— 2 2 2 — 3 sei von mirnicht fern mit dei⸗ner Gna⸗-de Ga⸗ben! Him-mel frag' ich nicht, wenn ich nur dich kann ha-ben. 254——H——.— . —— 2— E 2 Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, bist du doch mei · ne 8J.———.—— ö ..— Zu ⸗ver⸗sicht, mein Trost und meines Herzens Teil, und bringst durch 1——.— I +5—— I ‚ dei⸗nen Tod mir Heil. Herr Je⸗suChrist, mein Gott und Herr, mein 1 ů 1 1 ̃ 4 4 4 4 N 44 SDSDDD————— I ö 77 246 Heiligung und christlicher Wandel. EEEEE SSISIIIIIII— 85— Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmer-mehr! 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab 3. Ach Herr, laß deine Engelein Mein Leib und Seel und was ich hab' Am letzten End die Seele mein In diesem armen Leben; In Abrahams Schoß tragen, Damit ich's brauch' zum Lobe dein, Den Leib in seinem Kämmerlein Zu Nutz und Dienst des Nächsten Gar sanft ohn' alle Qual und mein, Pein Wollst du mir Gnade geben! Ruhn bis am jüngsten Tage! Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, Alsdann vom Tod erwecke mich, Des Satans Macht und Lügen Daß meine Augen sehen dich wehr, In aller Freud, o Gottessohn, In allem Kreuz erhalte mich, Mein Heiland auf dem Gnaden⸗ Auf daß ich's trag' geduldiglich! thron! Herr Jesu Christ, mein Herr und Herr Jesu Christ,:n erhöre mich,: Ott, 2, Ich will dich preisen ewiglich! Tröst meine Seel in Todesnot! Martin Schalling 1532—1608. 2— Nach eigener Melodie. S61. Phil. Nicolai? 1598. HUn———— 1—1.— e An La e v B-;.i, E. ———— E. 1.— Wie schön leucht'tuns der Mor-gen-stern, voll Gnad und Du Da-vids Sohn aus Jakobs Stamm, mein König I— ——————— Wahr⸗heit von dem Herrn aus Ju⸗-da auf⸗ ge⸗-gan⸗gen! und mein Bräu⸗ti-gam, du hast mein Herz um⸗-fan⸗ gen; — „——————— lieb⸗lich, freund⸗lich, schön und präch-tig, groß und mäch ⸗tig, 1—— 9⁰—— .—.———.——————..—......— I‚ —— 3 reich an Ga⸗-ben, ü⸗ ber al-les hoch er ⸗ ha-ben. rtαD-/ 6 —— S E 2 t.ü gͤgf/'/Üh)!eeeee..· Liebe zu Gott und Jesus Christus. 247 2. O meine Perle, werte Kron, 5. Gott Vater, o du starker Held, Sohn Gottes und Marias Sohn, Du hast mich ewig vor der Welt 1 Du hochgeborner König, In deinem Sohn geliebet. Mein Herz ist voll von deinem Dein Sohn hat sich mit mir ver⸗ Ruhm; traut, elein Dein süßes Evangelium Mein Herz auf ihn mit Freuden Ist lauter Milch und Honig. schaut; — Herr, dich Preis' ich, Was ist's, das mich betrübet? ein Hosianna! Preis dir, Heil mir! Himmlisch Manna, Himmlisch Leben Das wir essen, Wird er geben Deiner kann ich nicht vergessen. Mir dort oben; ),„—— Ewig soll mein Herz ihn loben. 3. Geuß tief mir in das Herz ö hinein, 6. Spielt unserm Gott mit en⸗ Du Gottesglanz und Himmels⸗ Saitenklang ö schein, Und laßt den süßen Lobgesang ich,. Die Flamme deiner Liebe Ganz freudenreich erschallen! ö Und stärk mich, daß ich ewig bleib', Ich will mit meinem Jesus Christ, 1608 O Herr, ein Glied an deinem Leib Der mir mein Ein und Alles ist, In frischem Lebenstriebe! In treuer Liebe wallen. 158 Nach dir Wallt mir Singet, Klinget, Mein Gemüte, Jubilieret, —.— Ew'ge Güte, Triumphieret! —.— Bis es findet Dankt dem Herren, zund Dich, des Liebe mich entzündet. Ihm, dem König aller Ehren! 4. Von Gott kommt mir ein 7. Wie freu' ich mich, Herr Jesu — Freudenlicht, Christ, — Wenn ich dein holdes Angesicht Daß du der Erst' und Letzte bist, — Seh' freundlich auf mich blicken. Der Anfang und das Ende! ul O Jesu, du mein höchstes Gut, Du wirst mich einst, ich bin's gewiß, n; Dein Wort, dein Geist, dein Leib Aufnehmen in das Paradies, und Blut Froh fass' ich deine Hände. Mich innerlich erquicken. Amen, Amen. — Nimm mich Freundlich Komm, o schöne tig In die Arme, Freudenkrone, Herr, erbarme Bleib nicht lange, — Dich in Gnaden! Weil ich sehnlich dein verlange! —— Auf dein Wort komm' ich geladen. Phil. Nicolai 1556—1608. 24⁸ Heiligung und christlicher Wandel. 262. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598 H9 5 — 2—..—————15 TTR 5——.—.— SSDSDSPSPSSISIIIIIIII.. 9 du weißt es, ———— — O Je⸗su, Je⸗su, Got⸗tes Sohn, mein Bru⸗der daß ich re-de wahr, vor dir ist —.— ——— ů— ..—.————————2—————— —7——— 1Z——— ,.. auf dem Himmelsthron, du al-les son⸗nen-klar, ja —— mei⸗ ne Freud und Won⸗ ne, kla⸗rer als die Son-ne. B 4—.——— 61 22.—..— ö—— ů— +—— 24+—————.———.—.—— —1 2—.—.—. 7 2—2 22.. 1 Herz-lich liebꝰ ich mit Ge-fal-len dich vor al-len; —5 H.—— — EI=.‚..—..—— EH 1— 8— 2—.—..——— 3——. V 2 +* 2— 2— —2 +— nichts auf Er⸗den kann und s 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, Daß ich nicht so kann lieben dich, Wie ich dich lieben wollte. Mein Herz dich lieber stets gewinnt; Je mehr ich lieb', je mehr ich find', Wie ich dich lieben sollte. Von dir Laß mir Deine Güte Ins Gemüte Lieblich fließen, So wird sich die Lieb ergießen! 3. Durch deine Kraft treff' ich das Ziel, Daß ich, so viel ich soll und will, Dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Freud und Geld Und was man sonst auch nenne, oll mir lie⸗ber wer⸗ den. Kann mich Ohn' dich G'nugsam laben; Nur die Gaben Deiner Liebe Trösten, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, Schaffst seinem Herzen Fried' und Ruh, Erfreuest sein Gewissen. Wie's ihm auch gehn mag auf der d Id, Wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, Soll er doch dein genießen. Ewig Selig Nach dem Leide Große Freude Wird er finden; Alles Trauern muß verschwinden. SSSEES E SERNU. E SHEl. SH⁰R. 28 der uz iden. Liebe zu Gott und Jesus Christus. 24 5. Kein Ohr hat jemals dies gehört, Kein Mensch Reschen noch gelehrt, Es läßt sich nicht beschreiben, Was denen dort für Herrlichkeit Bei dir und von dir ist bereit, Die in der Liebe bleiben. Gründlich Läßt sich Bis ich Endlich Werde scheiden Und mit Freuden Zu dir kommen, Aller Trübsal ganz entnommen. 7. Da werd' ich deine Freund⸗ lichkeit, Die hochgepriesen weit und breit, — Daglechen In reiner Liebe schmecken Erdenschätzen, Und sehn dein liebreich Angesicht Was uns 910006 wird ergötzen. Mit unverwandtem Augenlicht 6. Drum lass' ich billig dies allein, O Jesu, meine Sorge sein, Daß ich dich herzlich liebe, Daß ich in dem, was dir gefällt, Was mir dein Wort vor Augen hält, Aus Liebe mich stets übe, 263. Ohn' alle Furcht und Schrecken. Reichlich Werd' ich Sein Ehwü r or eschmücket Vor dem Throne Mit der schönen Himmelskrone. Joh. Heermann 1585—1647. 9 Nach eigener Melodie. 1668. . ö ra n nin dir nn. 9*— 12. 2—.— 7 ö 7 2— X— Meinen Je⸗-sum lass' ich mucht. Weil er sich für . —n—ð 44— mich ge⸗ ge ben, so er for⸗ dert mei ne Pflich, *———————— AD—.——————I—— E....—.——.—5 2— 2—4— I—— —*———— SISISSSSI‚‚‚‚p ganz von Her⸗zen ihm zu le⸗ ben. Er ist mei⸗ nes 9⁰—— IE. N— LII 1———— II I— DEE I—..— +— 1 I —..——..— 2 V. E—— + + 1 +I 2 112———. 1 E. 6 1 II— Le⸗bens Licht: mei- nen Je⸗sum lass' ich nicht 2. Jesum lass' ich ewig nicht, Weil ich soll auf Erden leben; Ihm hab' ich voll Zuversicht Was ich bin und hab' ergeben. Alles ist auf ihn gericht't: Meinen Jesum lass' ich nicht. 25⁰ Heiligung und christlicher Wandel. MMANNN 3. Laß vergehen das Gesicht, 5. Nicht nach Welt, nach Him⸗ Ñ IIA Alle Sinne mir entweichen, mel nicht E INI Laß das letzte Tageslicht Meine Seel in mir sich sehnet; 4 Mich auf dieser Welt erreichen, Jesum sucht sie und sein Licht, D VU Wenn der Lebensfaden bricht: Der mich hat mit Gott versöhnet, Nũ WMATN Meinen Jesum lass' ich nicht. Der mich frei macht vom Gericht: WHAT inen J ich ni I i 4. Ich werd' ihn auch lassen Meinen Jesum lass' ich nicht. Il Ml nicht, 6. Jesum lass' ich nicht von mir, Wenn ich bin dahin gelanget, Geh' ihm ewig an der Seiten; Wo vor seinem Angesicht Christus wird mich für und für ö Meiner Väter Glaube pranget. Zu der Lebensquelle leiten.. Iaur Mich erfreut sein Angesicht: Selig wer mit mir so spricht:„ 6 I N Meinen Jesum lass' ich nicht. Meinen Jesum lass'ich nicht. 6 ö Christ. Keymann 1607—1662. Ie 10 ö Mel. Was mein Gott will. 264.(Weltlich. 1529.) 1540. x V—— 2—— + 14 2. 5— 1—— D I EE—.—.———.—5— Hier ist mein Herz!Herr, nimm es hin, dir hab' ich Welt, aus mei⸗nem Sinn mit dei⸗nem — 8 ——— ———— Hin⸗weg, o — + 2 E ISPPPI.II.II————— mich er ⸗ge ben. Dein Tun und Tand hat nicht Be⸗ schnö-den Le ben! +*.————— DDE———. 23— „ stand, wie man's auch mag be— gin⸗nen; drum schwingtaus dir sich *. eͤe B DDD mit Be⸗gier mein frei⸗er Geist von hin— nen. ů N 2. Gott ist mein allerbestes Gut, Daß ich einmal In seinen Saal 8 II Nach ihm steht mein Verlangen. Des Himmels möchte kommen! 8 Ach könnt' ich doch mit frohem Mut 3— Nur meinem Gott anhangen! 3. Ich sehe doch, daß diese Welt Ach wäre doch Der Sünde Joch Mit allen ihren Sachen, Von mir hinweggenommen, Was sie von Gütern in sich hält, Liebe zu Gott und Jesus Christus. 251 Nicht kann recht glücklich machen. Es muß geschwind Wie Staub und Wind Die Lust der Welt zerstieben; Nur Gott, mein Licht, Verläßt mich nicht, Ihn will ich ewig lieben. 4. Gib, daß ich meinen Sinn zu dir Hinauf gen Himmel schwinge Mit Lieb und wahrer Heilsbegier, Und mich in keinem Dinge Erfreue hier Als nur in dir, Gott, meiner Seele Leben! Nach eigener 265. Nur du allein Kannst mich erfreun Und wahren Frieden geben. 5. Drum fahre Rer was flüchtig ist! Ich will es lassen Ipren Gott ist mein Teil zu jeder Frist, Der wird mich wohl bewahren, Daß ich die Pracht Der Welt nicht acht'/ Vielmehr nur ihn verlange Mit festem Mut, En höchste Und ewig an ihm hange. Sebastian Franck 1606—1668. Joh. Crüger. 1649. 1656. DD—.— Je⸗su, mei⸗ ne Feue de, ach wie lang,wie lan⸗ge mei⸗nes Her⸗zens Wei⸗ de, ist dem 85558— 4 ————— Je⸗su, mei⸗ne Zier: und ver⸗langt nach dir! —.—.— —— d..=. Du bist mein und ich bin dein, — PPPPPI au⸗ßer dir soll mir auf Er-den nichts sonst lie⸗ber wer⸗den. 2. Unter deinem Schirmen Bin ich vor den Stürmen Aller Feinde frei. Laß von Ungewittern Rings die Welt erzittern, Mir steht Jesus bei. Ob die Welt In Trümmer fällt, Ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3. Trotz der Feinde Lauern, Trotz des Todes Schauern, Trotz der Furcht dazu! Zürne, Welt, und tobe: Ich steh' hier und lobe Gott in sichrer Ruh. Gottes Macht Hält mich in acht; Erd und Abgrund mögen zittern, Mich kann nichts erschüttern. 4. Weg mit allen Schätzen! Du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust. Weg, ihr eiteln Ehren, RRSDSSS — 25² Heiligung und christlicher Wandel. Will von euch nichts hören, Bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod Soll mich, ob ich viel muß leiden, Nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen, Das die Welt erlesen, Mir gefällst du nicht! Gute Nacht, ihr Sünden, Bleibet weit dahinten, Kommt nicht mehr ans Licht! Gute Nacht, Du Stolz und Dir sei ganz, du Sündenleben, Gute Nacht gegeben! 6. Weicht, ihr Trauergeister, Denn mein Freudenmeister, Jesus tritt herein! Denen, die Gott lieben, Muß auch ihr Betrüben Lauter Segen sein. Duld' ich schon Hier Spott und Hohn, Dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Pracht; Joh. Franck 1618—1677. Nach eigener Melodie. 266. 1738. ——e——————— ———————————.————— 24. .—.——————. Ich will dich lie-ben, mei⸗ ne Stär⸗ke, ich will dich ich will dich lie⸗ ben lie⸗ben, mei⸗ne Zier; wäh⸗ren⸗der Be⸗gier. mit dem Wer-ke und im⸗-mer⸗ Ich will dich lie-ben, schönstes —— Licht, bis mir(m Tod) das Her⸗ze bricht. 4) Das Lied kann, aber dann mit den eingeklamm „O daß ich tausend Zungen hätte“ gesungen werden(s. Nr.“ 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, Als meinen allerbesten Freund; Ich will dich lieben und erheben, So lange mich dein Glanz bescheint. Ich will dich lieben, Gotteslamm, Als meinen(Seelen⸗) Bräutigam. 3. Ach daß ich dich so spät erkennet, Du hochgelobte Liebe du, erten Worten, auch nach der Melodie 9 u. 268). Und dich nicht eher mein genennet, Du höchstes Gut und wahre Ruh! Es ist mir leid, ich bin betrübt, Daß ich dich(erst so) spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war ver⸗ blendet, Ich suchte dich und fand dich nicht; Ich hatte mich von dir gewendet Und liebte nicht das wahre Licht. H Htrf:ü E —2— 2— —8*—9——— 2½—2e—„—— Nelodie nnet, Ruh! t, iebt. ver⸗ nicht; det icht. Liebe zu Gott und Jesus Christus. Nun aber ist's durch dich geschehn, Daß ich dich mir(zum Heil) ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, Daß mir dein Glanz hat Licht ge⸗ bracht; Ich danke dir, du Himmelswonne, Daß du mich froh und frei gemacht; Ich danke dir, du süßer Mund, Daß du mich wieder) machst ges und. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen Und laß mich nicht mehr irre gehn! 253 Laß meinen Fuß auf deinen Wegen Nicht straucheln oder stille stehn! Erleuchte Leib und Seele ganz, Du(ewig) starker Himmelsglanz! 7. Ich will dich lieben, meine Krone, Ich will dich lieben, meinen Gott, Auch fern von allem Erdenlohne Und in der allergrößten Not; Ich will dich lieben, schönstes Licht, Bis mir(im Tod) das Herze bricht. Joh. Scheffler(Angelus Silesius) 1624- 1677. Mel. Gott des Himmels ꝛc. 267. Heinr. Albert. 1642. rhlerelrn Lie-be, Lie⸗ be, die du mich zum Bil-de die du mich so dei⸗ ner Gott⸗heit mil-de nach dem Fall 85 .— —F—————— — 23 hast ge-macht, wie⸗der⸗-bracht: Lie-be, dir er⸗geb' 10 mich, Erierkil.. dein zu blei⸗ ben e- 2. Liebe, die du mich erkoren, Eh' ich noch geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren Und mir gleich wardst ganz und gar: Liebe, dir ergeb' ich hlic. Dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten Und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten Ew'ge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. wig-lich. 4. Liebe, die mich hat gebunden An ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden Und mein Herz hat ganz dahin: Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich ewig liebet, Die für meine Seele litt, Liebe, die das Lösgeld gibet Und mich kräftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. ——— — 254 Heiligung und christlicher Wandel. 6.Liebe, die mich einstwird führen Mit dem Kranz der Herrlichkeit: Aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, dir ergeb' ich mich,— Liebe, die mich dort wird zieren Dein zu bleiben ewiglich. Joh. Scheffler(Angelus Silesius) 1624—1677. Mel. O daß ich tausend ꝛc. 268. 173⁸ 14.— —EE..——.— 2————‚—.—— + 5.——————. SSPSPIPPISIIIIIITITITIITITITIIIIIIIIIII——.—.— Von Je-su will ich nim⸗mer wan-ken; er liebt mich Ihm hab' ich all mein Heil zu dan-ken, der ich durch ——* Q e d Er. DnN in Hn Nrer— H dr Htritur treu, ich lieb' auch ihn. ihn in Gna⸗den bin; — H da- her ihm Mund und Herz ver— 9 1—— 2— . spricht:ich las⸗se mei⸗nen Je⸗sum nicht. — 22— + 2. Ich lass' ihn nicht, ich will Es ist mein Jesus und sein Wort. ihn halten, Sein Glaube ist mir süße Pflicht; Wie es mir auch auf Erden geh'; Ich lasse meinen Jesum nicht. Ich lasse meinen Jesum walten,— De welchem ich in Gnaden steh'. 5. Bedroht die Welt mir selbst 21 t das Leben Er ist stets meine Zuversicht; ö ů„ Ich lase meinen Inem uicht Die Welt, die oft Verfolgung übt, Mein Heiland kann mir's wieder 3. Er läßt mich nicht; sollt' ich geben, ihn lassen? Den meine ganze Seele liebt. O nein, mein Jesus bleibet mein. Ihm sterb' ich, wenn mein Auge Ich will ihn immer stärker fassen bricht; Und schließen in mein Herz hinein, Ich lasse meinen Jesum nicht. Das froh und fest Wrihn 6. Die Welt muß endli 0 vergehen Iah lasse ureien Festit iicht. Mit aller ihrer Herrlichkeit; 4. Mag man mich hie und da Doch wird das Reich des Herrn vertreiben, bestehen, Ich weiß noch einen sichern Ort, Das für die Frommen ist bereit. Da werd' ich fest und standhaft Wenn Himmel, Erd und alles bricht, bleiben: Lass' ich doch meinen Jesum nicht. IEEN. EU IRn 222.S‚ Liebe zu Gott und Jesus Christus. 25⁵ 7. Ich lass' ihn nicht in jenem 8. Dort werd' ich ihm mein Leben, Loblied singen, Dort will ich ihm zur Seite stehn, Dort selig einst vor seinem Thron Und ewig, ewig ihm ergeben Ihm Dank und Preis und Ehre Werd' ich dort nimmer von ihm bringen, gehn. Ihm, dem Erlöser, Gottes Sohn; Dort schau' ich einst sein Angesicht Dort steh' ich einst in seinem Licht Und lasse meinen Jesum nicht. Und lasse meinen Jesum nicht. Erasmus Finx 1627—1694. Mel. Mein Herz, ermuntre dich ꝛc. 269. Karl Friedr. Schulz? 1836. I F ääPPPSSIPPIPIPIPIIIIIIIIIIIII Ein Wort ist mir ins Herz ge⸗schrieben, es gibt mir auch wenn mich al⸗les will be⸗ trü⸗ben, raubt man mir ——.— d drr n rrrtin m.n Kure ¶——— fro⸗he Zu⸗ver⸗ sicht; ich de. die ⸗se Freu⸗de nicht. O weil ich Je⸗sum nen⸗nen 2.——— EE SDPIPIPIPIPIIII..I..T....T —— Ane. D. ds —— kann, so schau' ich freu⸗dig him-mel⸗-an. 2. In diesem Worte glänzt mein Mein Herz und Mund spricht froh Himmel, dies Wort. Nur dieser Name bringt das Heil. Ruf' ich, so hört er meine Klagen, Ach, alles Welt⸗ und Lustgetümmel Er, meine Burg, mein Schild, Trägt Dornen statt der Rosen feil. mein Hort. Hab'sich nur Jesum in der Brust, Nichts außer ihm ist meine Lust, Bin ich mir keines Grams bewußt. Nur Jesus wohn' in meiner Brust. 3. Mein Herz ist Hünrt⸗ diesem 5. Wohlan, es bleibt, was ich In Jesu bin ich hoch entzückt; gesprochen, Dies it die 39 Lebenspforte Ich nehme Jesum an mein Herz! Nach welcher meine Seele blickt: Es mag die Welt 25n Es quillt ein edler Lebenssaft—* 9.— 90 2 ö Ich schaue freudig himmelwärts. Aus diesem Namen voller Kraft. Indessen bleibt die Losung hier 4. O könnt' ich je was Schönres Nur Jesu Name für und für. sagenꝰ Beni. Schmold 1672—1737. 256 Heiligung und christlicher Wandel. „Wih eigener Melodie. 27 0. Dimitri Bortniansky. 1822. e Ich be⸗ te an die Macht der Lie⸗-be, die sich in 12— E—. +—.—.—————— —.——2.— Je⸗ su Se 5856ri— geb' mich 926 dem heil' gen e— mit dem— 1 ·lie 55 vude ich Q 7„ E H— ͤ will, an-statt an mich zu den⸗ ken, ins Meer der „— ...—.— x—. 7——.——— H — 24⁴...—.—— 2 H— — e dei Earm urd Euimdurn nr — 2—.— Lie be mich ver⸗ sen ken. 2. Ich fühl's, zum Heil muß ich Für dich hast du mir's nur gegeben, di chnurf In dir es still und selig ruht. Ich fühl's, ich muß für dich nur sein. Du Heiland meines tiefen Falles, Nicht im Geschöpf, 015 in den Für dich ist ewig Herz und alles. aben,— ö ö Mein Leben ist in dir allein; J0 Frunde Lef eedrcktenn Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen, Laß deine trene Jesusliebe Drum folg' ich deinen sel'gen Zügen. In Herz und Sinn gepräget sein! 3. Dein ewig sei mein Herz und Im Wort, im Werk und allem Leben, Wesen Erlöser, du mein einzig Gut! Sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Gerh. Tersteegen 1697— 1769. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 271. 17³⁸. —.— 7 2.— .———*—* + 2 —33*— I— p—2——. E— ——— 1—ꝛ.— 6——— Nun so will 66 denn mein Le⸗ben völ⸗lig mei⸗nem *— SS........................... —* 2— V—.—— 2——— Gott er⸗ ge⸗ ben; nun wohl⸗an, es ist ge⸗schehn! H E I +* les, iebe Liebe zu Gott und Jesus Christus. 25⁷ 5—.—— 7— 4* 2..— ö——— n— Sünd, ich will von dir nicht hö ren; Welt, ich will mich 555665 ö 1 —3 x 133——— ö—. — Iu. ö H———— 2——9 HVI 23„— von dir keh ⸗ren, oh- ne je zu-rück⸗ zu-sehn. 2. Hab' ich sonst mein Herz Will ich folgen deinem Zug. geteilet, Kann ich stetig und in allem Hab' ich hie und da verweilet, Deinen Augen nur gefallen, Endlich 0 Ian Schluß edem Ach, so hab' ich ewig g'nug. Meinen Willen ganz zu geben, ů— Meinem Gott allein zu leben, 5. Eines will ich nur betrachten Ihm zu dienen Tag und Nacht. Und nicht wissen noch drauf achten, Was sonst draußen mag geschehn: 3. Herr, ich opfre dir zur Gabe Fremd der Welt und ihren Sorgen All mein Liebstes, das ich habe; Will ich hier, in dir verborgen, Schau, md prif nichts 310 75 Als ein wahrer Pilger gehn. Schau und prüfe Herz und Nieren; ö.„„ Ellest du a5 Falsches spüren, 6. Dich allein will ich erwählen, Nimm es diesen Augenblick! Alle Kräfte meiner Seelen Nimm nur ganz in deine Macht! 4. Ich scheu' keine Müh und Ja ich will mich dir verschreiben, Schmerzen, Laß es ewig feste bleiben, Gründlich und von ganzem Herzen Was ich dir hab' zugesagt! Gerh. Tersteegen 1697— 1769. II Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. 27 2. Phil. Nicolai? 1598. x N—.— ů— 12.—— W.——— SSISIIIIIIIII.. T —4...—. Auat 1—— +*—.— Was freut mich noch, wenn du's nicht bist, Herr Gott, der Bist du nichtSchild, was de⸗cket mich? Bist du nicht Q N 4...I 4——3 —— —⁵ ö.— E=—. doch mein Al-les ist, mein Trostund mei ne Won⸗ne? Licht, wo fin-de ich im Fin-stern ei ne Son-neꝰ 24 V 1 +—— H H. 12.—. +— 2— .. 2—. 2—.— I. 2* 1 7 2* Kei⸗ ne rei⸗ ne wah⸗ re Freu-de, auch im Lei⸗de, Evang. Gesangbuch. 17 258 Heiligung und christlicher Wandel. .—.—. ———.— 33„ auch für Sünden, ist, Herr, au ßer dir zu fin⸗den. 2. Was freut mich noch, wenn du's Gibst du nicht, wer wird geben? nicht bist, Meine Eine Mein Herr, Erlöser Jesu Christ, Wahre Freude, Mein Friede und mein Leben? Wahre Weide, Heilst du mich nicht, wo find'ichheil? Wahre Gabe Bist du nicht mein, wo ist mein Teil? Hab' ich, wenn ich Jesum habe. Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Mel. Was Gott tut ꝛc. 273. 1690. 2* 5. r r 8 DDDRDDSS r0 Je⸗sum, lass' ich e⸗wig nicht, dir bleibt mein Herzer⸗ du kennst dies Herz, das redlich spricht: nur ei⸗nem will ich EIEE.——.— ——.—— e dr d dr d, de in den ——2..————— e-ben; e ben! Du, du al⸗lein, du sollst es sein, du sollst mein 2 0 FEFET——. S.————. ³H— ,. Trost auf Er⸗ den, mein Glückim Himmel wer-⸗den. 2. Dich, Jesum, lass'ichewig nicht, Will ich allzeit Ich halte dich im Glauben; Um deines Leidens willen Nichts kann mir meine Zuversicht Die Pflicht der Treu erfüllen. Und deine Gnade rauben. 4. Dich, Jesum, lass'ichewig nicht, Der Glaubensbund Hat festen Grund; Du stärkest mich von oben; Auf dich steht meine Zuversicht, d ee nicht rn Weln ueine Feinde Ipben⸗ Die kann dir niemand nehmen. Ich flieh zu dir A Obtlechem Erde ichwig nicht. Wenn mich die Feinde hassen us göttlichem Erbarmen V4r nn Gingst du für Sünder ins Gericht Wirst du mich nicht brste ö Und büßtest für mich Armen. 5. Dich, Jesum, lass' ich ewig Aus Dankbarkeit nicht, n. n? ig Liebe zu Gott und Jesus Christus. Dich, Gottes größte Gabe; Ich weiß, daß mir kein Gut gebricht, Herr, wenn ich dich nur habe. Ich will der Welt Für Gut und Geld, Wonach die Eiteln laufen, Den Heiland nicht verkaufen. 6. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht, Das Kreuz soll uns nicht scheiden; Es bleibet jedes Gliedes Pflicht, Mit seinem Haupt zu leiden. Doch all mein Leid Währt kurze Zeit, Bald ist es überstanden, Und Ruh ist dann vorhanden. 7. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht, Nie soll mein Glaube wanken; Und wenn des Leibes Hütte bricht, Sterb' ich mit dem Gedanken: Mein Freund ist mein 259 Und ich bin sein: Er ist mein Schutz, mein Tröster, Und ich bin sein Erlöster. 8. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht; Wenn alles wird vergehen, Werd' ich getrost auch im Gericht, Erlöser, auf dich sehen. Sieh brüderlich Vom Thron auf mich, Stell mich zu deiner Rechten, Zu deinen treuen Knechten! 9. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht; Hier will ich dir vertrauen, Dort hoff' ich dich von Angesicht Zu Angesicht zu schauen. Dort werd' ich dein Mich ewig freun Und ewig deinen Namen, Erlöser, preisen! Amen. Ehrenfried Liebich 1713—1780. Mel. Wer nur den liehen Gott ꝛc. 274. Georg Neumark. 1657. DE——.— 5—4—.—— —.—.8 2 + nee E de dene e e e d der du die noch gü⸗tig ——————— ꝗI‚‚‚IIPI—— Lie⸗b sel-ber bist,—— und voll Mit⸗leid is, laß mich von gan-zem Her-zen SSISꝑSI E ᷓESESEEEEEE EEEEE E + 2. Gib, daß ich als dein Kind dich liebe, Da du mich als ein Vater liebst, Und so gesinnt zu sein mich übe, Wie du mir selbst die Vorschrift gibst! 17⁵ 26⁰ Was dir gefällt, gefall' auch mir; Nichts scheide mich, mein Gott, von dir! 3. Vertilge du durch deine Liebe In mir die Liebe dieser Welt Und gib, daß ich Verleugnung übe, Wenn mir das Eitle noch gefällt! Wie sollt' ich je die Kreatur Dir vorziehn, Schöpfer der Natur? 4. Laß mich um deines Namens willen Gern tun, was mir dein Wort gebeut! Kann ich's nicht, wie ich soll, erfüllen, So sieh auf meine Willigkeit Und rechne mir nach deiner Huld Die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld! 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden Das tut, was dir, o Gott, mißfällt. Heiligung und christlicher Wandel. Drum laß es mich mit Ernst ver⸗ meiden, Gefiel' es auch der ganzen Welt! Die kleinste Sünde selbst zu scheun, Laß, Vater, mich behutsam sein! 6. Aus Liebe laß mich alles leiden, Was mir dein weiser Rat bestimmtl Auch Trübsal führt zu ew'gen Freuden; Wer ihre Last gern übernimmt, Geduldig trägt und weislich nützt, Wird mächtig von dir unterstützt. 7. In deiner Liebe laß mich sterben, Dann istauch Sterben mein Gewinn, Dann werd' ich deinen Himmel erben, Wo ich dir ewig nahe bin. Da lieb' ich in Vollkommenheit Dich, Vater der Barmherzigkeitl Balthasar Münter 1735—1793. Mel. Warum sollt' ich mich ꝛc. 275. Joh. Georg Ebeling. 1666. SDD EEEEEEEEE e *———— + ‚i— Mei⸗nes Her⸗zens rein· ste Freu⸗de ist nur die, daß ich nie — —.—.—...1.— + 1 +.——.—5 mich von Je⸗su schei⸗de, daß ich ihn durch Glauben eh- .— re, H 2.— L 13— — 9 — 2 +•—— E L em ii d d=—.—— ————ü[ß—ßi᷑—8 3 2— 1— je ⸗-der⸗zeit hoch er /freut sei ⸗ne Stim⸗me hö-re. 2. Freundlich ruft er alle Müden Seine Last ist leicht zu tragen, Und erfüllt Sanft und mild Ihren Geist mit Frieden; Er macht Bahn, Geht voran, Stärkt uns, wenn wir zagen. eHNR eHPR H. eFR eRnri Der geistliche Kampf. 261 3. Ja, er kennt die Leidens⸗ stunden; Größern Schmerz Als sein Herz at kein Herz empfunden. Dam blickt, wenn seiner Brüder Einer weint, Unser Freund Mitleidsvoll hernieder. 4. Will das Herz vor Jammer brechen, O dann pflegt Er und trägt Uns in unsern Schwächen. Selig, wer in bösen Zeiten, In Gefahr Immerdar Sich von ihm läßt leiten! 5. Jesu, treuster Freund von allen, Mit dir will Froh und still Ich durchs Leben wallen! Auch der Tod kann mich nicht schrecken, Denn du wirst, Lebensfürst, Mich einst auferwecken. Sam. Gottlieb Bürde 1753—1831. 5. Der geistliche Bampf. Nach eigener Melodie. 27 6. Joach. Neander. 1680. 1704. EN—.— 4J.—, X —— 40 Wa..:.:.. 11 D—.— 2 V—— —— +———.— 2— Eins ist not! Ach Herr, dies Ei ⸗ne leh⸗-re mich er⸗ Al⸗les an⸗dre, wie's auch schei- ne, ist ja nur ein U— x——I— e E E— ken⸗nen doch! In⸗ 406. schweres Joch, da-run⸗ter das Her z6 sich 41—.—.——— 2——..—— , Dinenn 65 1—. EE 2.—— 8—. u u +——9.— E 4. na-get und pla-get und dennoch kein wah⸗res Ver⸗gnügen er⸗ 9 .—— q qI I..I. ja⸗get. Er⸗lang' ich dies Ei⸗ ne, das al⸗les er⸗setzt, so 2—* H V an— 1— 2 werd' ich mit ei⸗nem in al⸗lem er⸗götzt. —— —— ö 2. — 262 Heiligung und christlicher Wandel. 2. Seele, willst du dieses finden, Such's bei keiner Kreatur; Laß, was irdisch ist, dahinten, Schwing dich über die Natur! Wo Gott und die Menschheit in einem vereinet, Wo alle vollkommene Fülle er⸗ scheinet, Da, da ist das beste notwendigste Teil, Mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 3. Wie dies Eine zu genießen Sich Maria dort befliß, Als sie sich zu Jesu Füßen Voller Andacht niederließ;— Das Herz ihr entbrannte, nur ein⸗ zig zu hören, Was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; Ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt Und wurde ihr alles in einem geschenkt:— 4. Also ist auch mein Verlangen, Liebster Jesu, nur nach dir; Laß mich treulich an dir hangen, Schenke dich zu eigen mir! Ob viele zum größesten Haufen auch fallen, So will ich dir dennoch in Liebe nachwallen; Denn Leben und Geist ist, o Jesu, dein Wort; Was fehlt meiner Seele bei dir, o mein Hort? 5. Aller Weisheit höchste Fülle In dir ja verborgen liegt. Gib nur, daß sich auch mein Wille Fein in solche Schranken fügt, Worinnen die Demut und Einfalt regieret Und mich zu derWeisheit, die himm⸗ Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, So hab' ich der Weisheit vollkom⸗ menen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen Als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen Durch dein heil'ges teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, Da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; Da hab' ich die Kleider des Heiles erlangt, Worinnen mein Glaube in Ewig⸗ keit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele Auch nach deinem Bild erwacht; Du bist ja, den ich erwähle, Mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, Ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; Entreiße mich aller vergänglichen ust, Dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt! 8. Ja, was soll ich mehr ver⸗ langen? Auf mich strömt die Gnadenflut. Du bist einmal eingegangen In das Heil'ge durch dein Blut. Da hast du die ew'ge Erlösung erfunden, Daß ich nun von Tod undVerdamm⸗ nis entbunden; Dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, V αν HFrr efi PRD eSE e& Der geistliche KRampf. 263 In kindlichem Geiste das Abba nun Und leite mich, Höchster, auf ewigem W' klingt. ö ege! 9. Drum auch, Jesu, du alleine Gib, daß ich nichts Wauth Tud, ein Ein und Alles sein! —— triahr wie ich's neine⸗ Und Jesum gewinne:— Eine ist Tilge allen Heuchelschein! not! Sieh, ob ich Wiitie, betrüglichem Joh. Heinr. Schröder 1667—1728. tege, Mel. O du Liebe meiner Liebe. 277. 17⁴45 — ꝗI‚..——..— 12—— IIFIIIEII P PTPTPTPTTTTTTTTIT —2——— en d-een a e win, O Durchbrecher al⸗ler Bande, der du immer bei uns bist, der da Schaden, Spott und Schande uns mit Himmelslust ver⸗süßt: .——.— + ö———*—— —————.— ↄ ů ᷣ*+ ———.—.——* e—n—.—— 4— ü⸗be fer⸗ner dein Ge⸗rich⸗te wi⸗der un⸗sern A⸗damssinn, ö— 1——— 4—— EEEE.= —.——.——4 vn nnemt, bis dein treu⸗es An⸗ge⸗sich⸗ te uns führt aus dem Ker⸗ker hin! 2.Ist's doch deines Vaters Wille, 4. Herr, zermalme, brich, vernichte Daß du endest dieses Werk; Alle Macht der Finsternis, Hiezu wohnt in dir die Fülle Rette uns aus dem Gerichte, Aller Weisheit, Lieb und Stärk, Mach des Sieges uns gewiß! Daß du nichts von dem verlierest, Heb uns aus demStaub der Sünden, Was er dir geschenket hat, Wirf die Schlangenbrut hinaus, Und es aus dem Treiben führest Laß uns wahre Freiheit finden Zu der süßen Ruhestatt. Droben in des Vaters Haus! 3. Schaue doch auf unsre Ketten, 5. Wir verlangen keine Ruhe Da wir mit der Kreatur Für das Fleisch in Ewigkeit; Seufzen, um Erlösung beten Was du nötig findest, tue Von der sündigen Natur, Noch vor unsrer Abschiedszeit! Von dem Dienst der Eitelkeiten, Aber unser Geist, der bindet Der uns noch so hart bedrückt, Dich im Glauben, läßt dich nicht, Ob auch schon der Geist zu Zeiten Bis er die Erlösung findet, Sich auf etwas Bessres schickt. Die dein treuer Mund verspricht. ———————— 4 V 264 Heiligung und christlicher Wandel. 6. Herrscher, herrschel Sieger, Rein und frei und ganz vollkommen siege! Und verkläret in dein Bild. König, brauch dein Regiment! Der hat Gnad um Gnad genommen, Führe deines Reiches Kriege, Welchen deine Füll erfüllt. Mach der Sklaverei ein End!—— 4 Aus dem Kerker führ die Seelen 8.Liebe, zieh uns in dein Sterben, Durch des neuen Bundes Blut! Laß mit dir gekreuzigt sein, Laß uns länger nicht so quälen, Was dein Reich nicht kann ererben; Denn du meinst's mit uns ja gut! Führ ins Paradies uns ein! Doch wohlan, du wirst nicht säumen, 7. Teuer sind wir ja erworben, Laß nur uns nicht lässig sein! Nicht der Menschen Knecht' zu sein. Wird's doch sein, als ob wirträumen, Drum so wahr du bist gestorben, Wenn die Freiheit bricht herein! Mußt du uns auch machen rein, Gottfried Arnold 1666—1714. Mel. Es kostet viel ꝛc. 278. 1704. — Va N N DDEEE ö 1—2— 23....... n H i. 3.—..— 4 ů ——.——.— 3—— + 2 Es ist nicht schwer, ein Christzu sein und nach des rei⸗nen — 2——5 w— + —..— 2+ 1 A—. I*—.. SDSDDDiiE ꝗ²iĩ—‚ Gei⸗stes Sinn zu le⸗ ben. Zwar der Na⸗-tur geht es gar Q 2— N 1.2— HMWV + TIII ————————.— SPSSDSPSDSSSDS‚DS‚S‚I‚I‚ISS‚‚‚‚‚ ee ee V sau- er ein, sich im⸗mer⸗dar in Chri⸗sti Tod zu ge⸗ben; doch 5 + + N *.—— 7..—E1.—— SSSII.................... ———..——— führt die Gna-de selbst zu al-ler Zeit den schweren Streit. V 2. Du darfst ja wie ein Kind Drum fürchte dich nur ferner nicht nur sein, so sehr: Du darfst ja nur die leichte Liebe Es ist nicht schwer! üben. O blöder Geist, schau doch, wie gut 3. Dein Vater fordert nur das er's mein'; Herz, Das kleinste Kind kann ja die Daß er es selbst mit reiner Gnade Mutter lieben. fülle; Die Der geistliche Kampf. 265 Der treue Gott macht dir ja keinen Wenn dich will Nacht und Finster⸗ Schmerz, nis bedecken! Die Unlust schafft in dir dein Dein Vater wird nichts Schlimmes eigner Wille. mit dir tun, Drum übergib ihn willig in den Vor keinem Sturm und Wind darfst Tod du erschrecken. bd, So hat's nicht Not! Ja, siehst du 91 von Hilfe keine pur, 4. Wirf nur getrost den Kummer So glaube nur! in, Der nur dein Herz vergeblich 7. So wird dein Licht aufs neu schwächt und plaget! entsiehn, Erwecke nur zum Glauben deinen Du wirst dein Heil mit größrer Sinn, Klarheit schauen. WennFurcht und Weh am schwachen Was du geglaubt, wirst du dann Herzen naget! vor dir sehn, Sprich: Vater, schau mein Elend Drum darfst du nur dem frommen gnädig an! Vater trauen. So ist's getan. O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ 5. Erhalt dein Herz nur in So selig ist! Geduld, Wenn du nicht gleich des Vaters 8. Auf, auf, mein Geist, was Hilfe merkest! säumest du, Versiehst du's oft und fehlst aus Dich deinem Gott ganz kindlich zu eigner Schuld, ergeben? So sieh, daß du dich durch die Geh ein, mein Herz, genieß die süße Gnade stärkest! Ruh Dann gilt dein Fehl und kindliches Im Frieden sollst du vor dem Versehn Vater schweben! Als nicht geschehn. Die Sorg und Last wirf nur getrost und kühn 6. Laß nur dein Herz im Allein auf ihn! Glauben ruhn, Christ. Friedr. Richter 1676—1711. Nach eigener Melodie. 279. 1704. I EEREEEEEE—.— . Es ko ꝛstet viel, ein Christzu sein und nach des rei⸗nen EEEEEE—— 266 Heiligung und christlicher Wandel. ö 2 1+——.—— SSSSDSESEEE Gei⸗stes Sinn zu le-ben; denn der Na⸗tur geht es 90 r —DDD‚ieD sau-er ein, sich im-mer⸗dar in Chri-sti Tod zu ge⸗ben;und ——— 235111—— 2 ——— 2—. ist hier gleicheinkKampfwohlaus-ge»richt't, das macht's noch nicht. 2. Doch ist es wohl der Mühe Und es mit Gott zu einem Geist wert, verbinden. Daß man mit Ernst die Herrlichkeit Wer weiß, was da im Geiste wird erwäget, geschehn, Die ewiglich erf solcher Mensch Wer mag's verstehn? erfährt, Der wahren Himmelssinn im 5. Was 2 genießt, genießt es Herzen träget. auch, Es hat wohl Rran die Gnade aber Was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben; Uns Mut und Rraft Der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch, 3. Du sollst ein Kind des Wie lieblich wird es dort mit Jesu Höchsten sein, leben! Ein reiner Glanz, ein Licht im Nichts höher wird an Kraft und großen Lichte. Würde sein Wie wirst du da so stark, so hell Als Gott allein. und rein, So herrlich sein, verklürt imAn⸗ 6. Auf, auf‚ le Geist, ermüde gesichte, nicht, Dieweil da Gottes wesentliche Der Macht aaih dich zu dracht zn di Was sorgest du, daß dir's an Kraft So schön dich macht! gebricht? f 4. Da wird das Kind den Vater Bedenke, was für Kraft uns Gott sehn, verheißen! Im Schauen wird es ihn mit Lust Wie gut wird sich's doch nach der empfinden; Arbeit ruhn, Des Lebens Strom wird es da Wie wohl wird's tun! ganz durchgehn Christ. Friedr. Richter 1676—171l. SEE 11. Der geistliche Kampf. 26⁷ Mel. Straf mich nicht ꝛc. 280. 1694(Joh. Rosenmüller 16552). e,,.—— SISISIII......... . Ma⸗che dich, mein Geist, be⸗reit, wa ⸗che, fleh und daß dich nicht die bö⸗ se Zeit un-ver-hofft be— —————..——*— II 42————.— 4.———.. Se..— be · te,„ 32 Denn es ist Sa⸗tans List ü⸗ber vie ⸗le + 2. Aber wache erst recht auf Von dem Sündenschlafe! Denn es folget sonst darauf Eine lange Strafe, Und die Not Samt dem Tod Möchte dich in Sünden Unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kannst du nicht Christi Klarheit sehen; Wache, sonst wird dir sein Licht Ewig ferne stehen! Denn Gott will Für die Füll Seiner Gnadengaben Offne Augen haben. 4. Wache, laß des Feindes List Nicht im Schlaf dich finden, Weil's ihm sonst ein Leichtes ist, Dich zu überwinden! Gott läßt zu, Daß auch du, Wenn du sorglos wallest, In Versuchung fallest. — —— From⸗men zur Ver-su⸗chung kom-men. 5. Wache, daß dich nicht die Welt Durch Gewalt bezwinge Oder, wenn sie sich verstellt, Wieder an sich bringe! Wach und sieh, Es fehlt nie Hier an falschen Brüdern Unter Christi Gliedern! 6. Wache, nimm ah Fleisch in acht, Trau nicht deinem Herzen; Leicht kann, wer es nicht bedacht, Gottes Gnad verscherzen! O, es ist Voller List, Kann sich selber heucheln Und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei, Bete bei dem Wachen! Denn der Herr nur kann dich frei Von dem allem machen, Was dich drückt Und bestrickt, Daß du schläfrig bleibest Und sein Werk nicht treibest. T ——— 268 Heiligung und christlicher Wandel. 8. Ja, er will gebeten sein, Soll er etwas geben; Er verlanget unser Schrein, Wenn wir wollen leben Und durch ihn Unsern Sinn, Welt und Fleisch und Sünden Kräftig überwinden. Nach eigener Melodie. Q 281. 9. Nun so laßt uns immerdar Wachen, flehen, beten, Weil uns Angst, Not und Gefahr Immer näher treten! Denn die Zeit Ist nicht weit, Da uns Gott wird richten Und die Welt vernichten. Joh. Burkhard Freystein 1671—1718. 1738. 1745. e,e.,., ,, Rin⸗ge recht, wenn Gottes Gna⸗de dich nun zie⸗het und be⸗kehrt, DDDDRD daß dein Geist sich recht ent la⸗ 2. Ringe, denn die Pfort ist enge Und der Lebensweg ist schmal! Hier bleibt alles im Gedränge, Was nicht zielt zum Himmelssaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, Dring hinein in Gottes Reich; Will der Feind dir widerstreben, Werde weder matt noch weich! 4. Ringe, daß dein Eifer glühe Und die rechte Liebe dich Gänzlich von der Welt abziehe; Halbe Liebe hält nicht Stich! 5. Ringe mit Gebet und Schreien, Halte damit feurig an, Laß dich keine Zeit gereuen, Wär's auch Tag und Nacht getan! 6. Nimm mit Furcht doch deiner Seele, de von der Last, die ihn beschwertl Deines Heils mit Zittern wahr! Hier in dieser Leibeshöhle Schwebst du täglich in Gefahr. 7. Halte deine Krone feste, Halte männlich, was du hast! Recht beharren ist das Beste, Rückfall wird zur schweren Last. 8. Laß dem e nicht den Willen, Gib der Lust den Zügel nicht! Willst du die Begierden stillen, So verlischt das Gnadenlicht. 9. Wahre Treu führt mit der Sünde Bis ins Grab beständig Krieg, Richtet sich nach keinem Winde, Sucht in jedem Kampf den Sieg. 10. Wahre Treu liebt Christi Wege, Steht beherzt auf ihrer Hut, XON/ H 2. Mx/½ ertl r! Der geistliche Kampf. 269 Weiß von keiner Wollustpflege, 12. Dies bedenket wohl, ihr Hält sich selber nichts zu gut. Streiter, 11. Wahre Treu kommt dem Kämpfet recht, bezwinget euch! Getümmel Dringet alle Tage weiter, Dieser Welt niemals zu nah; Bis ihr kommt ins Himmelreich! Ist ihr Schatz doch in dem Himmel, Joh. Jos. Winckler 1670—1722. Drum ist auch ihr Herz allda. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 282. Wolfgang Weßnitzer. 1661. DDDiDiEEREDiEiiii i e . 1———5———— 2—— —— 12—.—.— 0 0 Wer das Klei⸗nod will er ⸗ lan-gen, jag' ihm wer die Kro- ne will emp⸗ fan- gen, der muß 6————————.——— SDEEE nach, so viel er kann; kämp⸗fen als ein Mann, mruß sich aueh zu al ⸗ken *—— 1=I.—4—m.—— WE. E— 2— 4———...— 1.——. gei-ten auf das be⸗ste vor⸗be-rei-ten, al-les 9⁰— .nnennen e n nuen mer v.. Sner ne, gen rner.—— DiiiiE an-dre las-sen gehn, was ihm kann im We⸗ge stehn. 2. Treuer Jesu, deine Güte Nach dem freudevollen Schein. Hält auch mir ein Kleinod für, Doch das Ringen macht mir bange, Das entzückt mich im Gemüte Und der Kampf währt mir zu lange, Durch den Reichtum seiner Zier. An der Erde hängt mein Sinn, O wie glänzt die Glernt Krone Bald sinkt meine Kraft dahin. Von dem hohen Ehrenthrone, Die du mder Herrlichteit 4. Drum, mein Jesu, steh mir ů 1 Armen Deinen Streitern hast bereit! In so großer Schwachheit bei; 3. Mich verlangt von ganzem Laß dich meine Not erbarmen, Herzen, Mache mich von allem frei, Daß sie mög' mein eigen sein; Was mir will mein Ziel verrücken; Ja ich sehne mich mit Schmerzen Laß mich in die Zeit mich schicken, * 270 Heiligung und christlicher Wandel. Gib mir Kraft und Freudigkeit, Die den heil'gen Kampf verhöhnt Fördre meinen Lauf und Streit! Deine treue Gnadenkrone Ist mir überg'nug zum Lohne; 5. Es verlohnt sich wohl der Mühe Wirst du nur mein Beistand sein, Kämpfen, eh ich werd' gekrönt; So ist sie in kurzem mein. Drum ich mich der Welt entziehe, Joh. Mentzer 1658—1734. 43 Der am Kreuz ꝛc. 283. Joh. Georg Söhnlin. 1836. EEEE SSSSSESSSE E‚EEEEEEEE— .—— Schaffet, schaf⸗fet, Menschen-kin-der, schaf-fet eu-re bau-et nicht wie sich-re Sün-der nur auf ge⸗gen⸗ +—.— 24 r ern rren Ein Enan———— —2/— 15.1. ——...— 1—.—.— 23— —— Se⸗lig⸗ keit; wärt⸗ge Zeit, son⸗dern schau-et ü-⸗ber euch, rin-get ——— V f 4—— E— —.—.—..—.—..———. *————.—.———..—.—.———— nach dem Himmel⸗reich und be⸗mü-het euch auf Er— —. — 7———.. II—— P üü den, wie ihr mö⸗get se⸗lig wer-den! 2. Daß nun dieses mög' ge⸗ Nur allein das Gute schafft, schehen, Ja daß außer seiner Gnade So bekämpfet Fleisch und Blut, Nichts euch bleibt als Seelenschade. Und der Welt zu widerstehen, ů ö Rüstet euch mit Kraft und Mut! 4. Selig wer im Glauben Gottes Wille soll allein ö klämpfet, Eures Lebens Richtschnur sein, Selig wer im Kampf besteht, Mag es eure schwachen Herzen Wer des Fleisches Lüste dämpfet, Nun erfreuen oder schmerzen. Selig wer die Welt verschmäht! Unter Christi Kreuzesschmach 3. Ihr habt Ursach zu bekennen, Jaget man dem Frieden nach; Daß ihr noch in Sünden seid, 9N u Hi ů ö Wer den Himmel will ererben, Daß ihr Fleisch vom Fleisch zu Muß zuvor mit Christo sterben. nennen, Daß ihr fehlt zu jeder Zeit, 5. Werdet ihr nicht treulich Und daß Gottes Gnadenkraft ringen, ade. Der geistliche Kampf. 271 Sondern träg und lässig sein, 8. Unddannzähmet eure Glieder, Eure Lüste zu bezwingen, Drin die Sündenlust sich regt, So bricht eure Hoffnung ein. Kämpft den alten Menschen nieder, Ohne tapfern Streit und Krieg Bis ihm seine Macht gelegt! Folget niemals rechter Sieg Was euch ärgert, hauet ab; Nur den Siegern wird die Krone Was euch hindert, senkt ins Grab Beigelegt zum Gnadenlohne. Und gedenket oft der Worte: 6. Mit der Welt nach Lust zu Dringet durch die enge Pforte! jagen, 9.Zittern willich vor der Sünde at bei Christen keine Statt; 2 Lihtsim bei der Welt Gelagen—. hsriben Beistand unde, Schwächt den Geist waltznrn ihn In der Gnade zu bestehn. Unter Christi Kreuzesfahn W Mir Weuen zus Wrenhtt 205 mim unt) vuhschenmn cerzen Fib mir deines Geites Waffen, igkei Mit der Sünde wollte scherzen. Miitte Sezigteit aschasten 10. Amen, es geschehe, Amen! .Wnen 2 Gott versiegle dies in mir, Vor dem Herrn, der Leib und Seel Auf daß ich in Jesu Namen Kann zur Hölle niederschlagen, Meinen Glaubenskampf vollführ. Doch auch allen, ohne Fehl, Er verleihe Kraft und Stärk Weil er ewig uns geliebt, Und regiere selbst das Werk, Wollen und Vollbringen gibt. Daß ich wache, bete, ringe O so laßt uns zu ihm gehen, Und also zum Himmel dringe. Ihn um Gnade anzuflehen! Ludw. Andr. Gotter 1661—1735. Mel. Freu dich sehr ꝛc. 284. 155⁴. Q ———— 2 9•i EEE—.— ö 1——.— 2——— Nicht der An-⸗fang, nur das En de trö- net die Be⸗ Ach ge⸗ treu⸗er Gott, voll en-»de mei⸗nen Lauf in — dam d. vrxaoin, nec n.xrt Ris, ...— v i, iyirpetez. i., Sres — die ⸗fer Wi Hab' ich ein-mal dich be-kannt, so ver⸗ — +*—.—..1—————— + 9*————— 2———— lei⸗ he mir Be⸗stand, daß ich, bis ich einst er⸗kal-te, N v.)E—— SeeE ——— ———. — 2⁊——..—— 2. Du bist treu in allen Dingen, Und dein Wort ist auch getreu; Laß mich dir ein Herze bringen, Das dem deinen ähnlich sei! Wanket oft mein Fleisch und Blut Und entfället mir der Mut, So laß doch den rechten Glauben Nicht aus meinem Herzen rauben! 3. Laß mich halten, was ich habe, Daß mir nichts die Krone nimmt! Es ist deines Geistes Gabe, Daß mein Glaubensdocht noch glimmt. Mel. Wachet auf ꝛc. 68 V Glau⸗ben und Ge⸗ wis⸗sen hal= te! 285. Lösche nicht den Funken aus, Mach ein helles Feuer draus, Laß den Glauben in mir brennen, Dich vor aller Welt bekennen! 4. Jesu, hilf mir an dir hangen, Wie die Reb am Weinstock hängt, Fest im Glauben dich umfangen, Bis mich dort dein Arm umfängt! Kommt es auch zur letzten Not, So versiegle durch den Tod, Was ich hier geglaubt auf Erden, Und laß es zum Schauen werden! Benj. Schmolck 1672—1737. Phil. Nicolal? 1598. * ——..— —3———.— 2=n L SSSSPS S SPII I III————— euch, ihr Chri⸗-sten leu te! Die Fein ⸗de Rü»stet Wapp⸗net euch mit Got-tes Wor- te und kämp⸗fet Q. 4 N —— 2 4 N *9 su-chen euch zur Beu⸗te, ja Sa⸗tan selbst hat euch be⸗ frisch an je-dem Or-te, da- mit ihr blei ⸗bet un⸗ver⸗ ** A—————— 2—. 2—„ ‚ 4.‚iñ‚‚ D——— gehrt. ⸗sehrt! Ist euch der Feind zu schnell, hier ist Im⸗ K. ů—.— ———‚*———— 8.— ö— EZIIE —9——8—*—— 1— ma⸗ nu-el. Ho-si an-na! Der Star⸗-ke fällt durch Der geistliche Kampf. 27³ — iiDieiieESSSS eeeii e‚ee — SISISSS.E... 1 ——.—— 2*.—— die⸗sen Held, und wir be-hal ten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euern Lüsten, So stehen wir mit Freuden auf. Besieget sie als rechte Christen Gottlob, wir sind versöhnt; unen. Und stehet in des Herren Kraft! Daß uns die Welt noch höhnt, Stärket euch in Jesu Namen, Währt nicht lange, Daß ihr nicht strauchelt wie die Und Gottes Sohn ngen, Lahmen, Hat lange schon ingt, Zeigt eures Glaubens Ritterschaft! Uns beigelegt die Ehrenkron. jen, Wer hier ermüden will, 4. Jesu, stärke deine Kinder üngt! Der schaue auf das Ziel: Und mach aus ihnen Überwinder, t, Da ist Freude. Die du erkauft mit deinem Blut! Wohlan, so seid Schaff in uns ein neues Leben, den, Zum Kampf bereitt Daß wir uns stets zu dir erheben, den! Dann krönet euch die Ewigkeit! Wenn uns entfallen will der Mut! 7³⁷ 3. Streitet recht die wen'gen Gieß aus auf uns den Geist, Jahre, Dadurch die Liebe fleußt Eh' ihr kommt auf die Totenbahre; In die Herzen: 150 Kurz, kurz ist unser Lebenslauf! So halten wir —.— Wenn Gott wird die Toten wecken Getreu an dir —.— Und vor dem Herrn die Welt Im Tod und Leben für und für! d erschrecken, Wilh. Erasmus Arends 1677—1721. de fet Mit menen Jelun las' ich nict. SG. 1668. 1———— 1———— 2. —— See⸗le, was er-müdst du dich in den Din- gen „————— er SSE —.— 1—— 2——— die ⸗ ser Er—den, die doch bald ver- zeh⸗ ren sich 10 d, ere——— iPiPSPIPSPIPSSISISIS.. m⸗ +——06— und zu Staubund A- sche wer den? Su- che Je⸗sum 94— ů— E.——21——— 2— FIA—5..————— 2—— II aeE D I.—. V..— 2⁵31 Z.I. 9—— 1 nn en 3 r 45—ñ 1— urch und sein Licht, al-les Evang. Gesangbuch. 18 ———— 27⁴4 Heiligung und christlicher Wandel. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, Laß ihn sich zu Gott aufschwingen, Richt ihn stets zum Himmel hin, Laß ihn in die Gnad eindringen! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 3. Du verlangst oft süße Ruh, Dein betrübtes Herz zu laben; Eil der Lebensquelle zu, Da kannst du sie reichlich haben! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 4. Geh in Einfalt stets einher, Laß dir nichts das Ziel verrücken! Gott wird aus der Liebe Meer Dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 5. Du bist ja ein Hauch aus Gott Und aus seinem Geist geboren, Bist erlöst durch Christi Tod Und zu seinem Reich erkoren. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 6. Schwinge dich nur oft im „ Geist Über alle Himmelshöhen, Laß, was dich zur Erde reißt, Unter deinen Füßen stehen! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 7. Nahe dich dem lautern Strom, Der vom Thron des Lammes fließet Und auf die, so keusch und fromm, Sich in reichem Maß ergießet! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 8. Laß dir seine Majestät Immerdar vor Augen schweben, Laß mit brünstigem Gebet Sich dein Herz zu ihm erheben! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 9. Sei im übrigen ganz still, Du wirst schon zum Ziel gelangen; Glaube, daß sein Liebeswill Stillen werde dein Verlangen! Drum such Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! Jak. Gabriel Wolf 1684—1754. Nach eigener Melodie. 287 1739. — 5% n a.J—. D e— DRDSDSSE E Ich will stre-ben nach dem Le⸗-ben, wo ich se lig bin. Ich will rin-gen ein-zu-⸗dringen, bis daß ich's ge⸗-winn' 2 —.—.—. 4 ————— PꝑPꝑPꝑqꝑꝓIII..———— 6 SII————— Hältman mich, so lauf' ich fort; bin ich matt, so ruft das Wort: E N 4 23 ö—————..—.——— H ——.— He.—1 .——..— Daumul nr niu Mume S—... 4 %B. 2. EE —— fort⸗ge⸗run-gen, durch⸗ge-drungen bis zum Klei⸗nod hin! E& C trom, ließet omm, Der geistliche Kampf. 2. Als berufen Zu den Stufen Schmäht sie mich, so tröste du; Vor des Lammes Thron Deine Gnade Führ' gerade Will ich eilen; Das Verweilen Mich aus ihrem Spiel! Bringt oft um den Lohn;— Wer auch läuft und läuftzu schlecht, 4. Du mußt ziehen, Mein Be⸗ Der versäumt sein Kronenrecht. mühen Wasdahinten, Das mag schwinden,„Ist zu mangelhaft. Ich will nichts davon. Wo ihr's fehle, Spürt die Seele; Aber du hast Kraft, 3. Jesu, richte Mein Gesichte Weil dein Blut uns Leben bringt Nur auf jenes Ziel; Und dein Geist das Herzdurchdringt. Lenk die Schritte, Stärk die Tritte, Dort wird's tönen Bei dem Krönen: Wenn ich Schwachheit fühl'! Gott ist's, der es schafft! Lockt die Welt, so sprich mir zu; Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. 288. S Mel. Alles ist an Gottes Segen. + 1 IILLX OP II EIX —— * ů— 1 — Fort⸗ge⸗kämpft und fort ge⸗ run=gen, bis zum Lich ⸗te .——;ßi7—;'—— 1— ——.———— —— L 1 +— 2 1. — ĩ— 8—1— 2 durch⸗ ge⸗ drun gen muß es, ban- ge See ⸗le, sein! ———— 2.——— —.*—— 2 e, ——.—— — 65 Durch die tief⸗ sten Dun⸗kel⸗ hei ten kann dich Je⸗sus — — . m 9 ——— ꝑ— V—42.·.. 2 2 7—.—— 2. Bei der Hand will er dich fassen, Hoffe, harre auch im Dunkeln, Scheinst du gleich von ihm verlassen: Nie gereut ihn seine Wahl! Glaube nur und zweifle nicht! Er will dich im Glauben üben, Bete, kämpfe ohne Wanken: Gott, die Liebe, kann nur lieben: Bald wirst du voll Freude danken, Wonne wird bald deine Qual. ů 3N01 ait un n 4. Weg von aller Welt die Blicke, 3. Bald wird dir sein Antlitz Schau nicht seitwärts, nicht zurücke, funkeln; Nur auf Gott und Ewigkeit! 18* 276 Nur zu deinem Jesus wende Aug und Herz und Sinn und Hände, Bis er himmlisch dich erfreut! 5. Aus des Jammers wilden Wogen Hat dich oft herausgezogen Seiner Allmacht treue Hand. Nie zu kurz ist seine Rechte; Wo ist einer seiner Knechte, Der bei ihm nicht Rettung fand? 6. Schließ dich ein in deine Kammer, Geh und schütte deinen Jammer Aus in Gottes Vaterherz! Kannstdu gleich ihn nicht empfinden, Mel. Valet will ich dir geben. 28. Heiligung und christlicher Wandel. Worte nicht noch Tränen finden: Klage schweigend deinen Schmerz! 7. Kräftig ist dein tiefes Schweigen, Gott wird sich als Vater zeigen; Glaube nur, daß er dich hört! Glaub, daß Jesus dich vertreten, Glaube, daß, was er gebeten, Gott sein Vater ihm gewährt! 8. Drum so will ich nicht verzagen, Mich vor Gottes Antlitz wagen, Flehen, ringen fort und fort. So werd' ich ihn überwinden: Wer ihn sucht, der wird ihn finden, Wird ihn haben fort und fort. Joh. Kaspar Lavater 1741—1801. Melchior Teschner. 1614. — ů. I 2 us—— 2 2 + e n es, Eeree, SHer r,is, ̃IISSSRSDSDSDSDSEEE Auf, auf, mein Geist, be⸗trach⸗-te des Christen ho⸗hen Stand! Wach auf vom Schlaf, ver⸗ach⸗te der Ei⸗ tel⸗ kei⸗ten Tand! +— Q 55 . — 1—— E. 1 — H I . —— 1—— Die Lust der Welt ver ge⸗ het und en⸗det sich in Leid; des —— II dr a, wrr, I—— —.————3.‚...‚.‚‚‚...— 8—— Christen Glück be⸗ ste het 2. Dich stellt zu Gottes Bilde Dein Mittler wieder her; Drum sei gerecht und milde Und rein und fromm wie er! Auf, auf, die Zeit verschwindet Und alles mit der Zeit; Nur dem, der überwindet, Lohnt einst die Ewigkeit! in Zeit und E⸗-wig-keit. 3. Gebet und Ernst erringen Das Heil der bessern Welt. Auf, alles zu bezwingen, Was dich gefangen hält! O wache! Deine Feinde Verändern die Gestalt: Bald schmeicheln sie als Freunde, Bald brauchen sie Gewalt. E RSERSSSSE V HT e eHHR ide, Der geistliche Kampf. 4. Vergleiche dieses Leben Mit dem, was Gottes Geist, Aus Gnaden uns zu geben, In seinem Wort verheißt: Dann wirst du bald erkennen, Es sei doch in der Tat Nur Eitelkeit zu nennen, Was diese Erde hat! 5. Du ringst nach Ruhm und Ehre Und willst bewundert sein, Als ob nichts Höhres wäre: Denk nur an Jesu Pein! Er ist für dich gestorben Und hat zum Eigentum Den Himmel dir erworben: Das sei dein wahrer Ruhm. 6. Was sind des Reichtums Gaben, Die hier der Rost verzehrt?ꝰ Willst du den Schatz nicht haben, Den Jesus uns gewährt, Wenn wir uns ihm ergeben Und unser Herz ihm weihn, Um ihm getreu zu leben Und uns in ihm zu freun? 7. Was sind des Leibes Freuden, Der Sinne Gaukelspiel? Sie schaffen dir der Leiden, Der Müh und Sorgen viel, Entfernen deine Seele Je mehr und mehr von Gott, RN ö Und in des Grabes Höhle 1 ö 8. Gott ist die rechte Quelle, Begräbt sie doch der Tod. Aus der sich Lust ergießt, Die ewig rein und helle Für fromme Seelen fließt. ö Dem lohnet kein Vergnügen, Auf den sein Aug nicht blickt; Er bleibt im Staube liegen ö Und ewig unerquickt. ů ö 9 9. Auf denn, mein Geist, ent⸗ schwinge Dich dieser Sinnlichkeit Und glaube, bete, ringe Nach jener Seligkeit! Die Welt wird einst vergehen Mit dem, was in ihr ist; Doch Gott bleibt ewig stehen, Mit ihm dein Heil, o Christ. 10. Vom Dienst der Eitelkeiten Befreie, Gott, mein Herz! Den heißen Wunsch nach Freuden Den lenke himmelwärts! Ruh kann die Welt nicht geben Dem Geist, der ewig ist; Nur der hat Ruh und Leben, Dem du, Gott, alles bist. Nach Christ. Ludw. Edeling 1678—1742, bearbeitet von Friedr. Brauer 1754—1813. 5—6 Es ist gewißlich an der Zeit. 290. 1535. +—— 4——4—.— SSSISIIIIIIII....... —— 10——.—.— 1 Herr, laß mich dei⸗ne Du hast die Sin⸗nes- än⸗ de⸗rung selbst Hei⸗ li- gung durch dei⸗ nen in mir 9.4 ö ů RRPFTT— 1 V— 2.—. 2— 55 Geist er ⸗ lan- gen! an⸗ ge⸗ fan ⸗ gen; *.4 dein Geist wirkt Hei⸗li ⸗gung al ⸗lein, nur 278 Heiligung und christlicher Wandel. —.—* 1— —.———— dei ⸗ne Kraft macht Herzen rein, seit du zu Gott ge⸗ gan⸗gen. 2. Ich kann mich selber vor der Welt Nicht unbefleckt bewahren; Ich kann nicht tun, was dir gefällt, Das hab' ich oft erfahren. Ich will mich übergeben dir: O mach ein neu Geschöpf aus mir In meinen Gnadenjahren! 3. Ich stehe immer in Gefahr, Das Kleinod zu verlieren; Die Sünde lockt mich immerdar Und will mich dir entführen. Herr Jesu, nimm dich meiner an, Erhalt mich auf der Lebensbahn, Nur du wollst mich regieren! 4. Die Kraft von deinem teuern Blut Laß innig mich durchdringen, Dein Leben, o du höchstes Gut, Mir in das Herz zu bringen, Damit dein Geist, der ewig frei, Allein mein innres Leben sei: Dann wird es mir gelingen! Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 291. 5. Laß mich in deiner Lieb allein Die Lebensnahrung finden, Vertreib aus mir den Lügenschein Der angewohnten Sünden! Nur die Gemeinschaft mit dem Licht Sei meine Lust und süße Pflicht: Dann wird die Knechtschaft schwinden. 6. Lösch alles fremde Feuer aus, Das in mir möchte brennen! Mach mich zu deinem reinen Haus, Laß nichts von dir mich trennen! Verbinde dich im Geist mit mir, Damit ich völlig eigen dir Nach dir mich dürfe nennen! 7. Laß mich in deiner Gegenwart Mit stillem Geiste bleiben; Mach mein Gefühl mir rein undzart, Das Böse wegzutreiben; In dir laß mich stets grünend sein: So führst du mich zum Himmel ein, Mag auch mein Leib zerstäuben! Mich. Hahn 1758—1819. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. Be⸗ hal ⸗te mich in dei⸗ner Pfle⸗ge, daß nicht der Trug der eig⸗ nen We⸗ge du, der dem mich kaum Er⸗ d e n To⸗de mich ent-rückt, lö-sten neu umstrickt! x. SII Du kennst mein Herzin sei⸗ nem Tru-tze, Der geistliche Kampf. dei⸗nem Schu-tze, be⸗ halt mich, Herr, in dei⸗ner Zucht! Mel. Die Tugend wird ꝛc. Oder: — v. — Be⸗hal⸗te mich in dei⸗ ner Pfle⸗ge, du, der dem daß nicht der Trug der eig nen We⸗ge mich kaum Er⸗ 4——— —— To⸗-de mich ent⸗rück, lö⸗sten neu umstrickt! Du kennst mein Herz in sei⸗nem Tru⸗tze, e, e. +*.ʒ—.t—ß—— 5DSSSSII. nr. a, n. L ISISISISISISSISISISS. DDSSS.— —— du kennst's in sei⸗ner Kreuzes-flucht; be⸗ hal⸗te mich in Fa D 3., dei ⸗nem Schu-tze, be⸗halt mich, Herr, in dei- ner Zucht! 2. Behalte mich in der Bereitung Aus mir wächst Heil'ges nicht Des heil'gen Geistes für und für! hervor. Es würde ohne deine Leitung Behalt in deinen Bildnerhänden Ein unbrauchbarer Baum aus mir. Mich weiches Wachs, mich schwan— Die Keime selbst der Lieb und Güte, kes Rohr! Die du mir neu ins Herz gelegt, Ob milde Lüfte wehn, ob Stürme, Ach, sie verkümmern vor der Blüte, O laß mich nimmer, nimmer los! Wo deine Rechte sie nicht pflegt. Behalte mich in deinem Schirme 3. Du mußt, was du begannst Und deiner Liebe treuem Schoß! vollenden, Friedr. Adolf Krummacher 1767—1845. —— ——— SSDSSSSSSeeeeeeeeeeeEEEEe-E.eee— Mel. O du Liebe meiner Liebe. 29. 17⁴5. 23———————..— 12. EE ↄꝓ EEE.. ——.——3J EEEEEE Volk des Herrn, du hast hie⸗nie⸗den ei⸗nen langen schwerenStreit; Kämpfe sind dir hier be⸗schieden, Frie⸗de in der E⸗wig⸗keit. ——— 23 ĩ—. .— + 2S————————65 . + 8D....—..— S.——* 2—.—. 2 2—— 1.———————— Le-ge an die rech⸗te Weh⸗re, ste⸗he auf dem ew'gen Fels, 2.— +— 257——— 5 1 2.4 II—— 1— 2— i daß dir Sieg und Heil be⸗sche re er der Heiland Is-ra⸗els! 2. Träumest du von guten 3. Volk des Herrn, du hast hie⸗ Tagen, nieden Oder wachst du auf zum Streit? Einen langen schweren Streit. Wiegst du dich in alten Sagen, Nun so suche keinen Frieden Oder kennst du deine Zeit? In der bösen Zeitlichkeit! Hörest du den Ruf der Wächter: Führe deines Gottes Kriegel „Glaubet ihr, so bleibt ihr stehn; Jesu Kreuz ist dein Panier; Aber wehe dem Verächter, Unter diesem Zeichen siege, Denn sein Trost wird untergehn“? Seine Schmach sei deine Zier! Samuel Preiswerk 1799—1871. Mel. Christus der ist mein Leben. 2938. Melchior Vulpius? 1609. 9—— +.IEeEeeeeeeee e- n Lan m e. n n Dum,die, a. 2 DI————=2D.E.—— Hindurch, hindurch mit Freu-den! das soll die Lo⸗sun . 7 +——.— I ainevin Ein.———— — E...Y sein; hindurch durch al- le Lei⸗den, durchKreuz und Not und Peinl 2. Hindurch, hindurch mit Freu⸗ Durch Klüfte und durch Schrecken den, Mit seiner Gotteskraft! Mit Gottes Helm und Sieg, 4. Und wenn es schwül und Durch Leiden und durch Streiten In seinem heil'gen Krieg! 3. Hindurch die öden Strecken Von unsrer Wanderschaft, Und trostlos allwärts steht, Und das Gewölke schaurig Fast bis zur Erde geht: — NRD EVIII NN. INII Der geistliche Kampf. 281 5. Hindurch mit Adlerflügeln, 6. Hindurch, hindurch mit Freuden Mit Danken und Gebet Selbst durch des Todes Nacht, Hin, wo auf ew'gen Hügeln Hindurch die letzten Leiden, Der Tempel Gottes steht! Bis daß es heißt: Vollbracht! Ernst Alb. Zeller 1804—- 1877. 655 Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 294. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. D‚— SIIEEEE Nicht daß ich es er-⸗grif-fen hät⸗te und jetzt schon 555 bin ich fern der heil'⸗gen Stät-te, wo ich von EEL ar vollkommen sei, . len Sünden frei; dochjag' ich ihm mit al„len Kräften * 2 —.———5———— ———e—.— DTTT—— ———D‚DD‚‚‚DeDeeeeeDeeeeeeeeiee als mei⸗nem höchsten Gu⸗-te nach, wenn auch in .— 2—— V — vVv 17 ——— S—3——— 2 H n Ln rr r E —— e. ae 2— 8—.— H——.———2—..2.— Laufs Ge⸗schäf⸗ten mir oft die Kraft zu⸗sam-menbrach. Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛc. 1704. 20 2————. E——— 5%, a dr., d r 1. t... dr — 4.2.—.————4 4.—.— Noht daß ich es er⸗grif-fen hät⸗ te und jetzt schon noch bin ich fern der heil'⸗gen Stät⸗te, wo ich von D I..—E 9.—.... gar vollkom⸗men sei, al-len Sünden frei; doch jag ich ihm mit al⸗-len Kräften 0—— R „*+.—.—..— I. H f +— 2—..——3.————— j +—— 4.— 2— 12 A 2.4 25 + 12—1——ß—...... 2— *— im 2—2—.——..—.— 2 30— ‚ ů als mei⸗-nem höchsten Gu-te nach, wenn auch in mei⸗nes — 8————— — SSSIIIFIIFITFIFIIFFII II——————— —— FIFIFIFIFI I IITIFITTFTTPTTTTTFTFTF——————— ——. — —.— .——.— 282 Heiligung und christlicher Wandel. En SI.— —.—.—.—. W—.. 2——— ö Laufs Ge⸗schäf⸗ten mir 2. Ich jag' ihm nach, ob ich's ergreife, Weil Jesus Christus mich shwene Und wenn ich ab vom Ziele schweife, Wie beugt es mich so schrecklich tief! Ich will verschmerzen und vergessen Das alles, was dahinten ist, Und meinen Lauf nur darnach messen, Ob ich mich nahe Jesu Christ. 3. Ich jage nach mit Lust und Bangen Dem einen vorgesteckten Ziel, Ob ich es möchte noch erlangen,— All andres ist nur Tand und Spiel,— Dem Kleinod, das mir vorgehalten Als himmlische Berufung ist, Und trotze aller Welt Gewalten Und selbst des Satans Trug undList. 4. Doch wie ich klüglich mich ge⸗ hütet, Noch hab' ich nicht aufs Blut ge⸗ kämpft; Das Feuer, das im Innern wütet, Ist nicht erloschen, nur gedämpft; Ich kann der Schlange nichtzertreten Den Kopf, das kannst du, Herr, allein; Ich kann verwunden, doch nicht töten, Und meine Siege sind nur Schein. 5. Gib mir den starken Schild des Glaubens oft die Kraft zu⸗sammen⸗brach. Und auf das Haupt den Helm des eils Sonst wird kein Ende des Be⸗ raubens Des mir von dir verliehnen Teils; Gib mir das Schwert in meine Rechte, Das Glaubensschwert, das niemals ehlt: eh Dann halt' ich stand in dem Gefechte, Und meine Seele wird gestählt! 6. So nah am Ziel und— unter⸗ liegen? Die Kraft zum Kampfe geht mir aus. Herr, führ aufs neue mich zum iegen! Schon winket mir das Vaterhaus. Nur wer getreu bis an das Ende Den Streit als wie ein Held besteht, Empfängt in seine Siegerhände Die Krone, die nicht mehr vergeht. 7. Doch wer auch mit dem kühnsten Wagen Vordringt, daß ihm nicht einer gleicht, Würd' er von dir nicht hingetragen, Er hätte nie das Ziel erreicht. Du gibst das Wollen und Voll⸗ bringen, Dein ist die Ehre, dein der Preis; So laß es du uns, Herr, gelingen Und schmück uns mit dem Sieges⸗ preis! Ernst Alb. Zeller 1804—1877. „ 2& SEOE E&& I.I Nachfolge Christi. 283 à. Nachfolge Christi. Mel. Mach's mit mir, Gott ꝛc. 295. Herm. Schein. 1628. 2 U ů— 6 2 ů— 51— ——.———.— Mir nach, spricht Christus un⸗ser Held, mir nach, ihr Ver⸗ leug-net euch, ver⸗laßt die Welt, folgt mei⸗nem Fe re marer Enen. ni e ä PDPPPPSSIII Auf und Schalt, nehmt eu⸗ er Kreuzund Un⸗ge⸗mach auf ——— x ——.— ==————— D euch, folgt mei- nem Wan⸗del nach! 2. Ich bin das Licht, ich leucht' Und führ' euch zu der Himmels⸗ — für pfort. Mit heil'gem Tugendleben; 7 ö ö Wer 30 115 kommt und folget mir, 5. Fällt's euch zu schwer, ich geh Darf nicht im Finstern schweben ö voran, Ich bin der Weg, ich weise wohl, Ich steh euch an der Seite; Wie man wahrhaftig wandeln soll. Ich kämpfe selbst und breche Bahn, Bin alles in dem Streite. 3.Mein Herz ist voll Demütigkeit, Ein böser Knecht, der still mag stehn, Voll Liebe mein Gemüte, Sieht er voran den Feldherrn gehn. Mein Mund voll Huld und Freund— lichkeit, 6. Wer hier sein Heil zu finden Voll Sanftmut und voll Güte. ö mi/eint, Mein Geist und Wille, Kraft und Wird's ohne mich verlieren; Sinn Wer hier es zu verlieren scheint, Ist Gott ergeben: schaut auf ihn! Den werd' ich dazu führen. 4. Ich Keig⸗ Wer nicht sein Kreuz nimmt in Ich zeig' euch das, was schäd⸗ Geduld, Huiehen urd zu methent Ist mein nicht wert 2——— uld. Und euer Herz von arger List 0 hin der und zu scheiden. 7. So laßt uns denn dem lieben in er Seelen Fels und Hort Herrn ——FFFIFFFF————— ö——— —..E 28⁴4 Heiligung und christlicher Wandel. Mit unserm Kreuz nachgehen Denn wer nicht kämpft, trägt auch Und wohlgemut, getrost und gern die Kron Bei ihm im Leiden stehen; Des ew'gen Lebens nicht davon! Joh. Scheffler(Angelus Silesius) 1624—1677. Strophe 4 erstmals um 1668. Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht singen. 296. Joh. Heinr. Böhner? 1785. V— 4— H— .————— 2—— 2605 Las⸗set uns mit Je⸗su zie⸗hen, seinem Vorbild fol⸗gen nach, in der Welt der Weltentflie⸗hen, auf der Bahn, die er uns brach, Fr enrmern nren ünir virirr. ——‚e— im⸗mer⸗fort zum Himmel rei⸗sen, ir⸗disch noch schon himmlisch sein, H— —— 2—* 3— 4 3 HAf—.— ů ———5——.—.——.— *35.— 4——— 2 6* —— 4— 2.—— ö— glauben recht und le⸗ben rein, in der Lieb den Glauben wei⸗sen! Q n— 2— S=..= 2 I dri.——— 72ẽ³5— ᷓSIIIII Treu⸗er Je ⸗su, bleib bei mir; geh vor⸗an, ich fol⸗ge dir! Oder: Mel. Lasset uns den Herren ꝛc. Joh. Schop. 1641. Sas⸗set uns mit Je⸗ su zie⸗hen, sei⸗nem Vor⸗bild in der Welt der Welt ent⸗flie⸗-hen, auf der Bahn, die 25 AÆ— 4.—i——— 5 EEE E... H————.—— fol⸗gen nach, im⸗mer ⸗fort zum Him-mel rei⸗sen, er uns brach, 6—— E——.————————. „ e e e en Bür üi r vi E n. SSSDSSESSSEEEEEESASESEEEE E ir⸗disch noch schon himmlisch sein, glau⸗ben recht und le⸗ ben eFHR. eHR Nachfolge Christi. — SSSIIII.III.TITII...... — 2 ö——————— I—2—— +—— rein, in der Lieb den Glau-ben wei⸗sen! Treu⸗er P.I Je⸗-su, bleib bei mir; geh vor⸗an, 0 selace dir! 2. Lasset uns mit Jesu Iden Unser Fleisch, ihm sterben ab, Seinem Vorbild werden gleich! So wird er uns aus dem Grab Nach dem Leide folgen Freuden, In des Himmels Leben heben! Armut hier macht droben reich, Jesu, sterb' ich, sterb' ich dir, Tränensaat die erntet Wonne, Daß ich lebe für und für. Hoffnung tröstet mit Geduld, Denn es scheint durch Gottes Huld 4. Lasset uns mit Jesu leben! Nach dem Regen bald die Sonne. Weil er auferstanden ist, Jesu, hier leid' ich mit dir, Muß das Grab uns wieder geben. Dort teil deine Freud mit mir! Jesu, unser Haupt du bist, Wir sind deines Leibes Glieder; 3. Lasset uns mit Jesu sterben! Wo du lebst, da leben wir— Sein Tod wehret unserm Tod, Ach erkenn uns für und für, Rettet uns von dem Verderben, Trauter Freund,‚ für deine Brüder! Von der Seele ew'ger Not. Jesu, dir nur leb' ich hier Laßt uns töten, weil wir leben, Und dort ewig auch bei dir! Sigmund von Birken 1626—-1681. Mel. Freu dich sehr ꝛc 297. 1554. Q 29—4+———————— ————— i———— Sei ge⸗treu bis an das En- de, daß nicht Mar⸗ter, dich von dei nem Je⸗su wen- de; sei ihm treu bis — V Lan Den n Ach, das Lei-den die-ser Zeit ist nicht .— — x T T T T TTCTCTCTCRCR—249—— Q *———— .S.SISIII...I.........I & 1w———— 212—— 7 wert der Herr⸗lich⸗keit, die dein Je⸗sus dir will ge⸗ben —— —. 2..— .E —— .. —— dort in 2. Sei getreu in deinem Glauben; Laß dir dessen festen Grund Ja nicht aus dem Herzen rauben, Halte treulich deinen Bund, Welchen in der Taufe Bad Gott mit dir geschlossen hat! Der ist gottlos und verloren, Wer ihm treulos hat geschworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe Gegen Gott, der dich geliebt! An dem Nächsten Gutes übe, Und wenn er dich hat betrübt, Denke wie dein Heiland tat, Als er für die Feinde bat! So mußt du Verzeihung schenken, Soll Gott gnädig dein gedenken. 4. Sei getreu in deinem Leiden! Lasse dich kein Ungemach Von der Liebe Jesu scheiden, Murre nicht in Weh und Ach! Mel. Jesus, meine Zuversicht. je⸗nem Freuden⸗le⸗ 298. Denn du machest deine Schuld Größer nur durch Ungeduld. Leichter trägt, wer willig träget, Was sein Gott ihm auferleget. 5. Sei getreu in deinem Hoffen, Traue fest auf Gottes Wort! Hat dich Kreuz und Not betroffen, Und Gott hilft nicht allsofort: Hoff auf ihn doch festiglich! Nimmermehr vergißt er dich. Seine Hilf ist schon vorhanden— Hoffnung machet nie zu Schanden. 6. Nun wohlan, so bleib im Leben Glaube, Lieb und Hoffnung fest! Ich will Treu für Treue geben, Weil mein Gott mich nicht verläßt. Herr, den meine Seele liebt, Dem sie sich im Kreuz ergibt, Sieh, ich fasse deine Hände: Hilf mir treu sein bis zum Endel Nach Benjamin Prätorius 1636—1674. Joh. Crüger? 1653. 1656. — N S E E „E ————— 4— H SSPSPSSSIII ——————— E Himmel⸗an geht un⸗sre Bahn; wir sind Gä⸗ste nur auf Er⸗den, bis wir hin nach Ka⸗na⸗an durch die Wüste kommen wer⸗den; Nachfolge Christi. 287 EI. hier ist 2. Himmelan schwing dich, mein Geist, Denn du bist ein himmlisch Wesen Und kannst das, was irdisch heißt, Nicht zu deinem Ziel erlesen! Ein von Gott gelehrter Sinn Kehrt zu seinem Ursprung hin. 3. Himmelan, ruft Gott mir zu, Wenn ich ihn im Worte höre; Das weist mir den Ort der Ruh, Wo ich einmal hingehöre. Wenn ich dieses Wort bewahrt, Halt' ich frohe Himmelfahrt. 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt Mir das schöne Los von ferne, IITRT 3...I..... — E— 2.———— un⸗-ser Pil⸗ger⸗stand, dro⸗ben un⸗ser Va⸗ter⸗land. Daß mein Herzschon aufwärts steigt UÜber Sonne, Mond und Sterne; Denn ihr Licht ist viel zu klein Gegen jenen Glanz und Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod In die rechte Heimat führen, Da ich über alle Not Ewig werde triumphieren. Jesus geht mir selbst voran, Daß ich freudig folgen kann. 6. Himmelan, ja himmelan! Das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eiteͤln Wahn Durch die Himmelslust vertreiben; Himmelan steht nur mein Sinn, Bis ich in dem Himmel bin. Benj. Schmolck 1672—1787. Mel. Unerschaffne Lebenssonne. 299. 1705. .I.......... 72 ù9²‚„———* ,, 17.— ö —* 2 0 E.—— 2 Auf, ihr Strei-ter, durch-ge-drun⸗gen, auf und folgt dem SSIIII.. +———1—— Hei⸗land nach, der durch Mar-ter, Tod und Schmach sich zum 8N——. H+r 1— +ꝗ+ SDSSSSS.. SSDSS n e, +— Him⸗mel auf-geschwungen! Ringt ihm nach in sei⸗ ner Kraft; ..eeeeeteee ———ß——¼— 288 Heiligung und christlicher Wandel. .—.————I dn daun dit nnm pne. 2—...—..— m— V. it 1 +4 1— x—n DDD..——— er ist's, der den Sieg verschafft! 2. Kein Erlöster müsse sagen, 4. Ja, Gott kann und will uns Ihm gebreche Kraft und Mut schirmen. Zu dem Kampf mit Fleisch und Drum so dringet mutig ein, Blut; Schämt euch, träg und feig zu sein! Alles soll der Jünger wagen, Mag es drohen, mag es stürmen: Weil der Herr die Wunden heilt Nur durch Müh, Geduld und Streit Und den Schwachen Kraft erteilt. Führt der Weg zur Seligkeit. 3. Sind wir schwach, bei ihm ist 5. Nun so wachet, kämpft und Stärke; ringet, Sind wir arm, der Herr ist reich. Bleibet wacker im Gebet, Wer ist unserm Führer gleichꝰ Bis ihr auf der Höhe steht, Unser Gott tut Wunderwerke. Wo der Sieg die Fahne schwinget! Sagt, ob der nicht helfen kann, Ist der Erde Werk getan, Dem die Himmel untertan? Hebt des Himmels Sabbat an. Nach Joh. Sim. Buchka 1705—1752. Mel. Seelenbräutigam. 300. Adam Drese, um 1690. 1698. —.— X 3————.I——.— ———,, e,kee mend —— 1 D.‚e‚‚‚e——=— 2——, Je-su, geh vor an auf der Le-bens-bahn, und wir . NVDs 4—* + 1—————— D 13....—— ————.......— 113 Ln wunn v nüentnn u n Ainndmnr XX—— L I +—. I.—— 2— wol⸗ len nicht ver⸗wei⸗ len, dir ge⸗treu⸗lich nach⸗ zu ⸗ei ⸗len; 1——— D führ uns an der Hand bis ins Va⸗-ter-land! 2. Soll's uns hart ergehn, Laß uns feste stehn 3. Rühret eigner Schmerz Irgend unser Herz, Und auch in den schwersten Tagen Kümmert uns ein fremdes Leiden, O so gib Geduld zu beiden; Richte unsern Sinn Auf das Ende hin! Niemals über Lasten klagen! Denn durch Trübsal hier Geht der Weg zu dir. S.— 7* — I en, Nachfolge Christi. 289 4. Ordne unsern Gang, Gib uns auch die nöt'ge Pflege; Heiland, lebenslang! Tu uns nach dem Lauf Führst du uns durch rauhe Wege, Deine Türe auf! Nik. Ludw. Graf von Zinzendorf 1700- 1760. Mel. Ich dank' dir schon ꝛc. 301. Mich. Prätorius? 1610. 4 1 — ——— 3— 4 — 4.— V. S —— 23— Christ, er- he⸗ be Herz und Sinn! Was hängst du 2— O 2.——————.——.— —————D— PSPSPSPSPSISISISISIIE‚.‚........ an der Er⸗den? Hin⸗auf, hin auf zum Him⸗mel hin! Ein ——.— II 556—5 4—— 4— SSISISPSIIIIIIIIIII..—... Christ muß himm-lisch wer⸗-den. 2. Was bist du in der Welt? Ein Wenn dich die Leiden drücken, Gast, Sieh gläubig in die Höh und sprich: Ein Fremdling und ein Wandrer. Der Herr wird mich erquicken! Wenn du kurz hausgehalten hast, So erbt dein Gut ein andrer. 6. Der Christen Ein Bürger⸗ re ö Ist dort im Vaterlande; .Was hat die A e ent Der Christ, der irdisch dentt denkt Nur Tand, nur eitle Dinge. ö schlecht Wer einen Himmel hoffen kann, Und unter seinem Stande. Der schätzt die Welt geringe. 7. Dort ist das rechte Kanaan, Wo Lebensströme fließen; 4. Wer Gott vohl u 210 Blick oft hinauf, der Anblick kann ů 58 Den Sinn aufs Niedre lenken'? Den Leidenskelch verfüßen Nur wer an Gott denkt, denket hoch; 8. Dort oben ist des Friedens So müssen Christen denken. Haus, Gott teilt zum Gnadenlohne 5. Sieh, Christ, nie mutlos unter Den Uberwindern Kronen aus; dich, Kämpf auch um Ruh und Krone! 19 Evang. Gesangbuch. 290 9. Dort singt der Engelchor im Licht Von Gott und seinen Werken; O Seele, sehnest du dich nicht Dies Loblied zu verstärken? 10. Dort herrscht dein Heiland Jesus Christ, Der Tilger deiner Sünden; Heiligung und christlicher Wandel. Mit dem, durch den du selig bist, Muß sich dein Herz verbinden. 11. Hilf, Heiland, daß ich für und für Den Geist dorthin erhebe, Und daß ich jetzt und ewig dir Zu Ehren denk' und lebe! Ehrenfried Liebich 1713—1780. Mel. Ruhe ist das beste Gut. 302. 1754. 1777. 1 1..—— E.—..— Him⸗mel⸗an, nur him⸗mel an soll der Wandel gehn. Was die Frommen wünschen, kann dort erst ganz ge- — ꝓ—— SiEiEEEEEEEEE *— S—— 1— 1.— schehn, auf Er⸗ den nicht. Freu⸗de wech⸗selt hier mit Leid; H ue. Beun v E.. en Lrn in,. SIIITIII —— 1——.— 5— richt hin-auf zur Herr-lich- keit dein An⸗ ge ⸗sicht! 2. Himmelan schwing deinen Geist Dir von Schätzen dort erstrebst, Jeden Morgen auf! Kurz, ach kurz ist, wie du weißt, Unser Pilgerlauf. Fleh täglich neu: Gott, der mich zum Himmel schuf, Präg ins Herz mir den Beruf, Mach mich getreu! 3. Himmelan hat er dein Ziel Selbst hinaufgestellt. Sorg nicht mutlos, nicht zu viel Um den Tand der Welt! Flieh diesen Sinn! Nur was du dem Himmel lebst, Das ist Gewinn. 4. Himmelan erheb dich gleich, Wenn dich Kummer drückt, Weil dein Vater, treu und reich, Stündlich auf dich blickt! Was quält dich so? Droben in dem Land des Lichts Weiß man von den Sorgen nichts; Sei himmlisch froh! 5. Himmelan wallt neben dir Alles Volk des Herrn, Trägt im Himmelsvorschmack hier oeenn 85 ————9.—ii— Nachfolge Christi. Seine Lasten gern. O schließ dich an! Kämpfe drauf, wie sich's gebührt; Denke, auch durch Leiden führt Die Himmelsbahn! 6. Himmelan ging Jesus Christ Mitten durch die Schmach; Folg, weil du sein Jünger bist, Seinem Vorbild nach! Er litt und schwieg; Halt dich fest an Gott wie er, Statt zu klagen bete mehr, Erkämpf den Sieg! 7. Himmelan führt seine Hand Durch die Wüste dich, Maber dich im Prüfungsstand Näher hin zu sich Im Himmelssinn; Von der Weltlust freier stets Und mit ihm vertrauter geht's Zum Himmel hin. 8. Himmelan führt dich zuletzt Selbst die Todesnacht. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 303. Sei's, daß sie dir sterbend jetzt Kurze Schrecken macht, Harr aus, harr aus! Auf die Nacht wird's ewig hell, Nach dem Tod erblickst du schnell Des Vaters Haus. 9. Halleluja! Himmelan Steig' dein Dank schon hier. Einst wirst du mit Scharen nahn, Und Gott naht zu dir In Ewigkeit. Aller Jammer ist vorbei, Alles jauchzt verklärt und neu In Ewigkeit. 10. Halleluja singst auch du, Wenn du Jesum siehst, Unter Jubel ein zur Ruh In den Himmel ziehst. Gelobt sei er! Der vom Kreuz zum Throne stieg. Hilft auch dir zu deinem Sieg: Gelobt sei er! Joh. Gottfr. Schöner 1749—1818. Joh. Crüger? 1653. 1656. 291 Steil und dor-nicht ist der Pfad, der uns zur Voll⸗ Se-lig ist, wer ihn be⸗trat und im Na⸗- men 1..———. 2 —14 1————I +— JI—— —–NMS—..— 2I.— en-dung lei=tet. se lig, wer den Lauf voll-bringt Je⸗-su strei⸗ tet, 9 . er- In Iu mm min: HHr V— ·2;—4 5—— 4J—— 1—— I—.—.—— *———.——— 2.— 1 und nicht kraft⸗los nie- der- sinkt! —————— —— ——5 292 2. Überschwenglich ist der Lohn Der bis in den Tod Getreuen, Die, der Lust der Welt entflohn, Ihrem Heiland ganz sich weihen, Deren Hoffnung unverrückt Nach der Siegeskrone blickt. 3. Den wir lieben und nicht sehn, Der hat uns den Lohn errungen, Von dem Kreuz zu Gottes Höhn Sich vom Staub emporgeschwungen. Sieger in des Todes Nacht, Sprach er selbst: Es ist vollbracht! 4. Zieh, o Held, uns hin zu dir, Heiligung und christlicher Wandel. Zieh uns nach, die Schar derStreiter! turm und Nacht umfängt uns hier, Droben ist es still und heiter. Hoffnung sieht das Morgenrot Schimmern hinter Grab und Tod. 5. Auf denn, Mitgenossen, geht Mutig durch die kurze Wüste; Seht auf Jesum, wacht und fleht, Daß Gott selbst zum Kampf euch rüste! Der in Schwachen mächtig ist, Gibt uns Sieg durch Jesum Christ. Sam. Gottlieb Bürde 1753—1831. Mel. Valet will ich dir geben. 304. Melchior Teschner. 1614. 9 +— SS.—— e SSDSSS——— + — Es kenntder Herr die Sei⸗nen und hat sie stets ge⸗kannt, die Gro⸗ßen und die Klei⸗nen in je⸗ dem Volk und Land; 9 1——. SS— WDRDSDSDSSDSSDSISSSISSSSi‚ ESS‚‚..=................ 2— ů———— EE Q ——— V—.— SS. U—65 L —— — 34 —4— C————— — ** E S. Le-ben und im Ster- ben sind sie und blei-ben sein. 2. Er kennet seine Scharen Am Glauben, der nicht schaut Und doch dem Unsichtbaren, Als säh' er ihn, vertraut; Der aus dem Wort gezeuget Und durch das Wort sich nährt Und vor dem Wort sich beuget Und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen An ihrer Hoffnung Mut, Die fröhlich auf dem Einen, Daß er der Herr ist, ruht, In seiner Wahrheit Glanze Sich sonnet frei und kühn, Die wunderbare Pflanze, Die immerdar ist grün. 4. Er kennt sie an der Liebe, Die seiner Liebe Frucht, Und die mit lauterm Triebe Ihm zu gefallen sucht, IeNN rist Nachfolge Christi. 293 An Glauben, Hoffnung, Liebe Als seiner Gnade Werk. Die segnet, wie er segnet, 6. Und trägt, wie er sie trägt. Und Hant unh sun 5. So kennt der Herr die Seinen, Laß nichts die Hoffnung rauben, Wie er sie stets gekannt, Die Liebe herzlich sei! Die Großen und die Kleinen Und wird der Tag erscheinen, In jedem Volk und Land: Da dich die Welt wird sehn, Am Werk der Gnadentriebe So laß uns als die Deinen Durch seines Geistes Stärk, Zu deiner Rechten stehn! Karl Joh. Phil. Spitta 1801— 1859. Die andern so begegnet, Wie er das Herz bewegt, Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 305. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. 4—— I— L, v.. arlr rnrrin en. —.— 1+— nmnium den Len. Heen, ne d. Hier Got⸗tes ⸗kin-der und dort Er-ben als Je⸗su um die⸗sen Na⸗-men laßt uns wer⸗ben, er ist der iiieee DDPe Chri⸗sti Ei⸗gen⸗tum: Gna⸗deWerk und Ruhm!— Das sei das Teil, das wir er-ko-ren, .‚c‚‚‚‚‚‚‚‚‚‚‚.—— 5.————— 6 2——— E dar⸗ 2 das Heröf sich 4.täteith bis es——. 6 tes ————— SSSSE— Geist ge ⸗bo⸗ ren 4— iin schaft Lans 21 a WMel. Die Tugend wird ꝛc. Oder: 1704. 2.,. 2.——.——— 1.———.— ————.—————— Hier Got⸗ tes-kin⸗-der 215 dort Er⸗ben als Je⸗-su um die⸗sen Na-men laßt uns wer⸗-ben, er ist der S....... Chri⸗sti Ei⸗ gen-tum: Gna⸗de Werk und Ruhm! IIII— ———. 4. 1..9— ** Das sei das Teil, das wir er-ko- ren, r. 29⁴4 Heiligung und christlicher Wandel. —....——.— +—.— ..SSSSSSS........... dar⸗nach das Herz sich sehnt und schlägt, bis es aus Got⸗tes W—.—.—— D 12 Gist. ge ⸗bo-ren der Kinds schaft Zeug⸗ nis in sich trägt. 2. Dann ist uns wohl; und doch Was unter Glauben, Hoffen, Lieben das Beste, Der innre Mensch geworden war, Das Herrlichste ist noch voraus.q Das ist, wenn alles starb, geblieben Hier sind Li. en. Und wird als Wesen offenbar. Im Himmel heimisch und zu Haus. Dier gilts— Rupser leden, 4. Drum freuet euch, wenn eure sterben; Namen Doch nur getrost, es kommt die Zeit, Im Himmel angeschrieben stehn! Da Gottes Kinder alles erben Die 5 6 S Ehre chn Im S anHer Herysichkoi Die sind wahrhaftig angesehn Die treu hier glauben, hoffen, lieben, 3. Sie werden als ein heil'ger Schreibt Gott ins Buch des Lebens Same ein; In ihr verheißnes Erbe gehn, Und dort im Himmel angeschrieben Es wird ein neuer, Gottes Name Das heißt gut angeschrieben sein. An den verklärten Stirnen stehn. Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 5. Nächstenliebe. Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 306. 1668. — 25 — ——.— I.—‚‚3.——— 3— EE———— mü⸗ de wer⸗ TWen Wenn es Zeit ist, wird man ruhn ———.——— ——— +— 2.—— 22—. o wie sanft von den Be-schwer- den; ber ru⸗ hen SEEE Nächstenliebe. 295 H——* 1— 1—— d, Bn Enenrn rni nr. e v t, nicht al lein, dort wird auch die Ern⸗te sein. 2. O daß wir in unsrer Zeit 4. Lehr, o Gott, mich Gutes tun Auf die Ewigkeit hin lernten! Und im Wirken nicht erliegen! Wer hier kärglich ausgestreut, Denn die Zeit dazu ist nun, Wird auch wieder kärglich ernten; Und sie wird so schnell verfliegen. Wer hier reichlich Gutes tut, Wenn man auch Geringes tut, Sammelt dort auch reiches Gut. Ist's nur gut, so ist es gut. 3. Nicht nur nach demAugenschein 5. Stelle mir die Ernte für, Müssen wir das Säen richten; Daß ich darf auf Hoffnung säen! Manches Körnlein scheinet klein, Was wir tun und tun es dir, Dennoch wächst es reich anFrüchten. Läßt du nicht umsonst geschehen; Klein gesät und dennoch dicht Hat man kein Verdienst davon, Fehlet in der Ernte nicht. Gibt die Gnade dennoch Lohn. Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Mel. Mach's mit mir, Gott ꝛc. 307. Herm. Schein. 1628. —.— 2—.— ö ne. 2.—————— SEEE.———— So jemand spricht: Ichlie⸗ be Gott, und haßt doch sei⸗ ne der treibt mit Got⸗tes Wahrheit Spott und reißt sie ganz dar⸗ 1.=m v. EEEE—.—.— SDSD‚ꝑ‚I‚S‚I‚‚‚ P. II..I.I........ — 1 4——2— 2— — Brü⸗der, ̃ nie ⸗der. Gott ist die Lieb und will, daß ich den * + +* +2* iSSISISSISIS........— —*——ͤ.——— Näch⸗sten lie-be gleich als mich. 2. Wir haben einen Gott und 3. Ein Heil ist unser aller Gut; Herrn, Ich sollte Brüder hassen, Sind eines Leibes Glieder; Die Gott durch seines Sohnes Drum diene deinem Nächsten gern, Blut Denn wir 96 alle Brüder! So hoch erkaufen lassen? Gott schuf die Welt nicht bloß für Daß Gott mich schuf und mich ver⸗ . — D mich, ühnt, Mein Nächster ist sein Kind wie ich. Hab' ich dies mehr als sie verdient? 7 Iii 4* 1 4 ARN IIII AA l IN 11 44 II 1 14*4 .I. I HI —+ 4 I. 4 f V 4 1 +I . 7* ö RI ö + + * 296 Heiligung und christlicher Wandel. 4. Du schenkst mir täglich so viel Das sieht er, mein Erlöser, an, Schuld, Als hätt' ich's ihm erwiesen; Du Herr von meinen Tagen; Und ich, ich sollt' ein Mensch nochsein Ich aber sollte nicht Geduld Und Gott in Brüdern nicht erfreun? Mit meinen Brüdern tragen,——4 Dem nicht verzeihn, dem du ver⸗ 6. Ein unbarmherziges Gericht gibst, Wird über den ergehen, Und den nicht lieben, den du liebst? Der nicht barmhersig ist und nicht Gern hilft, wenn Arme flehen. 5. Was ich den Frommen hier Drum gib mir, Gott, durch deinen getan, Geist Dem kleinsten auch von diesen, EinHerz, das dich durchLiebepreistl Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Wunderbarer König. 308. Joach. Neander. 1680. Kommt ins Reich der Lie ⸗be, o ihr Got-tes- kin-der, Lernt von eu⸗rem Hei⸗land eu⸗ re Brü⸗der lie⸗ben —.H r.— .—— ———————+————. ihr mit Gott ver⸗söhnten Sün⸗der! und euch recht da rin-nen ü⸗-ben! Folgt dem Herrn, tra⸗get gern H —* “sei⸗nes Lei⸗bes Glie-der, auch die schwachen Brü⸗ der! 38 — 2. Sünde zu vergeben, Streit, Verdacht und Kränkungs⸗ Sünde zu vergessen, schmerzen, Das hat keiner so besessen O so seid nicht stille; Als der Freund der Sünder, Wartet nicht so lange Der mit eignem Blute, Bis zum Sonnenuntergange: Seinen Feinden selbst zu gute, Tötet bald Voller Huld Die Gewalt Alle Schuld Aller Zwistigkeiten, Auf sich hat genommen Die den Fall bereiten! Und getilgt vollkommen. 4. Bleibt nicht eigensinnig 3. Wirft der Feind der Seelen Auf dem eignen Rechte, Zwischen eure Herzen Werdet gern der andern Knechte! HE eHRNR 4 5. 1 —————— ——*— Denn die süße Liebe Deckt der Sünden Menge, Duldet ohne Maß der Länge. Liebt euch sehr, Liebet mehr, Nährt das Liebesfeuer Alle Tage treuer! 5. Abba, lieber Vater, Sohn und Geist der Gnaden, Nächstenliebe. Heile allen unsern Schaden! Falschheit, Schein und Tücke, Stolz und Eigenliebe Kreuzige durch deine Triebe! Höll und Welt Sind gefällt, Wenn wir dich nur kennen Und in Liebe brennen. Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. Mel. Werde Licht, du Volk ꝛc. 309. Konr. Kocher. 1823. 4——————— —— EE Seid barm-her-zig, Men⸗ schen! Hĩö- ret, hört das das uns Je-sus Chri-stus leh-o * ret: Seid barm⸗ ......... 0 30 2— lt Gebt, so wird auch euch ge— —— ——————.— 05 4esben einst am Thro-ne 2. So viel Menschen, so viel Brüder! Ein Gott ist es, der uns schuf; Wir sind alle Christi Glieder Durch des Vaters Gnadenruf. So den Bösen wie den Seinen Läßt der Herr die Sonne scheinen. 3. Gottes Bild in euch zu sehen, Seid barmherzig so wie er! Eilt, dem Armen beizustehen! Heil und Le-ben! Was ihr gebt, empfängt der Herr. Mag's im stillen auch geschehen, Wird's doch Gottes Auge sehen. 4. Herr, wir geben von dem Deinen; Laß uns tun, wie sich's gebührt! Laß, wenn unsre Brüder weinen, Nie die Herzen ungerührt; Lehr uns selbst dein Gut verwalten, Um hier klüglich hauszuhalten! Theod. Gottlieb von Hippel 1741—1796. 298 Heiligung und christlicher Wandel. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 310 1745. 2 ö‚———..——— 22——.——.—.—..— 11——— ———.———.—....—60——— —— 12..———8— Menschenfreund, nach deinem Bilde bil⸗de sich mein ganzer Sinn! Dei⸗ne Sanftmut, deine Mil⸗de sei mein köstlich-ster Ge-winn. 2.—.—— H. EN IIDi...-... e SS.EEE. 4..— —–+.—.—— — ͤ ö — 2 =I.— + 1— — H— unwert mich nach dir zu nen⸗nen, wenn ich an⸗dre schwer betrübt'. 2. Jesu, wo du liebend nahtest, Folgte Wohltun deiner Spur, Da du segnend Gutes tatest In der Hütte, auf der Flur, An dem Lager kranker Brüder; Wo du je nur hingeblickt, Kehrte Freud und Hoffnung wieder, Und der Dulder ward erquickt. 3. O du Menschlichster von allen, Keinen hast du je verschmäht; Wer verirrt war, wer gefallen, Wer um Trost zu dir gefleht, Hat für alle seine Wunden, Herr, in deiner treuen Hand Rettung, Heil und Trost gefunden, Hilfe, die er nirgends fand. 4. Drum, wenn mich mein Bru⸗ der kränket, Denk' ich: Jesus litt noch mehr. Ob er Böses von mir denket, Sanfter will ich sein wie er. Ob er Kummer mir bereitet, Irrt vielleicht nur sein Verstand; Weil er strauchelt, weil er gleitet, Braucht er öfter meine Hand. 5. Nimmer soll meinHerzermüden, Dem Bedrängten beizustehn! Es gewährt so hohen Frieden, Seinen Schmerz gestillt zu sehn. Wer um Dank und Lohn nur ringet, Hat dahin der Erde Lohn; Wen die Liebe einzig dringet, Fühlt in ihr den Himmel schon. 6. Zwar so manche Träne fließet Dem, der edle Saat gestreut, Wenn der Hoffnung Feld nicht sprießet Oder wenig Frucht ihm beut; Aber wer beim Säen weinet, Freut doch einst sich, wär's auch spät; Denn in ew'ger Frucht erscheinet, Was die Liebe ausgesät. August Herm. Niemever 1754—1828. ———. HV IIIe —4782—9——„ʃ32 a S Mel. Valet will ich dir——— Nächstenliebe. 311. 299 Melchior Teschner. 1614. 2Z— —.— 2— P—.. —— — Nid Nicht Op⸗fer und nicht Ga-ben, auch Ruhm und Eh⸗re nicht, noch was sonst Menschen ha⸗ ben, be⸗freit uns vom Ge⸗richt. d, PIIIIIIIIIII — Nur Je⸗su Lie⸗-be Hlei⸗ bet, sie ist von E⸗ wig⸗keit; was 2. Sie gibt uns Kraft und Leben, Reißt jeden Bann entzwei, Lehrt helfen, trösten, geben, Macht von der Lüge ftei. Sie muß uns heilig machen Und los von Sündenlust, Zum Beten und zum Wachen Bewegen unsre Brust. 3. Sie ist die höchste Zierde, Des Christentumes Kern, Sie gilt als schönste Würde Und Krone vor dem Herrn. Was hilft's, mit Engelzungen Wohlreden ohne Herz? Wen Liebe nicht durchdrungen, Der ist ein totes Erz. * Zeuch ein ꝛc. 312. 7 N II.—. au-ßer ihr uns trei ⸗bet, ver⸗schwindet mit der Zeit. 4. Geheimnisvolle Lehren Und starker Glaubenssinn Stehn nicht bei Gott in Ehren, Wenn Liebe nicht darin. Der treibt nur arm Geschwätze, Wer kalt und liebeleer Der größten Weisheit Schätze Darleget um sich her. 5. Der Vater ist die Liebe, Der 55 ist Lieb allein, Des heil' 96„ Geistes Triebe Sind Liebe, heiß und rein. Das ist die Lebensquelle Vom Vater und vom Sohn: Mach unsre Seelen helle, Du Strom von Gottes Thron! Johannes Rothen 1797—1876. Joh. Crüger. 1653. S— Wenn uns die Fein⸗de krän⸗ken, dann laß uns dein ge⸗den ken, ——.e....‚.2.. und uns ein Freund ver⸗ o Hei⸗land Je⸗-su ———.——— 300 Heiligung und christlicher Wandel. SSSSSSTTITTTTTTTTTTT Chrit; sei du eee nicht in uns er⸗ D P IIIIIII wa⸗che der bö⸗ se Geist der Ra⸗che unds sünd'ger Grollund Truh 2. Das Herz ist leicht erschüttert, Wie blickest du so mild Und wogend wallt das Blut, Und betest noch im Sterben Der Sinn ist leicht verbittert, Für die, so dich verderben, Und 4.— 2—— Mut; Und deckst sie als ein Schild! nell reißt der Zorn uns fort, Und aus eunnen Gund. 4. Zieh ein, du Fürst der Liebe, Drängt nach dem stolzen Munde Zieh ein in unsre Brust Und heil'ge unsre Triebe Sich grollend Wort um Wort. Und tilg die böse Lust, 3. Ach Herr, laß vor uns stehen Daß wir, wie Gott es will, Dein bleiches blut'ges Haupt, Gern unferm Feind vergeben Wenn der Verleumder Schmähen Und in der Liebe leben Uns frech die Ehre raubt! Geduldig, sanft und still! Julius Sturm 1816—-1896. Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 313. 1668. IA ee, — 2.—5—.—— 2———— ——5—. Heil'⸗ge Lie⸗ be, die du Mich bis zum To⸗de —5.—.——— r II.I...... 23— treu ge⸗ lie- bet, senk in mei⸗ ne Seele dich, 2 + daß sie ganz sich dir er gi⸗ bet und in dei⸗ner nhEe —0 Le-bens-kraft Lie- be sinnt und Lie-be schafft! IRIEADIS Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 301 2. Laß mich täglich auf dich sehn Daß ich deinem Vorbild gleich Und in dir 3* Herz n Sei an Liebeswerken reich! est und treu dir nachzugehn d dem bösen Feind zu steuern, 5. Laß mich, weil ich hier noch bin, Daß ich so, wie du getan, Meiner Liebesschuld 10Hart Daß ich möge Herz und Sinn Meine Brüder lieben kann! Nur auf dieses Eine lenden, 3. Das ist ja dein neu Gebot, Wie ich komme da hinan, Das den Deinen du gegeben, Daß ich nichts als lieben kann! Daß wir treu bis in den Tod ů Liebend füreinander leben 6. Soll's dann Wianhr Sterben Und in Herzenseinigkeit ö ö ů ö ö Wird mich deine Liebe decken; Zei en Offen wird dein Himmel stehn, 4. Drum laß deiner Liebe Kraft, Und kein Tod wird mich mehr Liebster Jesu, mich durchdringen, schrecken. Sie, die alles kann und schafft, Du führst mich zum Leben ein, Alles Wollen und Vollbringen, In der Liebe dein zu sein. Otto Schulze 1823— 1884. 6. Gottvertrauen, Äreuz und Crost. 96 eigener Melodie. 171566 156 56. 1529.) 1540. .— AusmehnGottwi ge⸗scheh al⸗geit sen Wilder 7 der Zu hel⸗fen dem ist er be⸗reit, der an ihn glau⸗bet II se 20 Er hilft aus Not, der Moncne Gott, und ——— .............— züch⸗ti⸗ get mit Ma⸗ßen. Wer Gott ver⸗traut fest 05 ihn R 2 II —— —2 baut, den will er nicht ver-laf sen. 302 Heiligung und christlicher Wandel. 2. Gott ist mein Trost, mein' Zuversicht, Mein' Hoffnung und mein Leben; Was mein Gott will, daß mir geschicht, Will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, Daß all mein Haar Er selber hat gezählet; Er hütet, wacht Und hat wohl acht, Auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Und muß ich scheiden aus der Welt, Gebeut es Gottes Wille, Zu meinem Gott, wenn's ihm gefällt, Will ich ihm halten stille. Mel. Zeuch ein ꝛc. 315. Meinꝰ arme Seel Ich Gott befehb In meiner letzten Stunden: Du frommer Gott, Sünd, Höll und Tod Hast du mir überwunden! 4. Noch eins, Herr, will ich bitten di Du wirst mir's nicht versagen: Wenn mich der böse Geist anficht, Laß mich, Herr, nicht verzagen; Hilf mir und wehr, Ach Gott mein Herr, Zu Ehren deinem Namen! Wer das begehrt, Dem wird's gewährt: Drauf sprech' ich fröhlich Amen. Albrecht Herzog von Preußen 1490— 1568. Joh. Crüger. 1653. DI— E IIIIIIII II IIII—III—I Von Gott will ich nicht las⸗sen, denn er läßt nicht von führt mich auf rech⸗-ter Stra⸗ßen, sonst ging' ich in der 2 E. mir, Irr. G Er reicht mir sei ne Hand; den A-bend und den 5 S— ꝗSSISISISIIIIIIIIIIII 4.— — — —.— Morgen will er mich wohlver⸗sor-gen, wo ich auch sei im Land. 2. Auf ihn will ich vertrauen In meiner schweren Zeit, Es kann mir nimmer grauen, Er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt: Mein Leib, mein Seel', mein Leben Sei Gott dem Herrn ergeben; Er mach's, wie's ihm gefällt. 3. Es kann ihm nichts gefallen, Als was mir nützlich ist; Gut meint er's mit uns allen Und schenkt uns Jesum Christ Den eingebornen Sohn, Durch den uns wird bescheret, Was Leib und Seel ernähret: Lobt ihn im Himmelsthron! InnS Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 303 4. Lobt ihn mit Herz und Munde, Ist aller Freuden voll, Die er uns beide schenkt! Wie selig ist die Stunde, Darin man sein gedenkt! Denn sonst ist alle Zeit Verloren hier auf Erden: Wir sollen selig werden In Zeit und Ewigkeit. 5. Darum, ob ich schon dulde Hier Widerwärtigkeit, Wie ich's auch wohl verschulde, Kommt doch die Ewigkeit, 316. Nach eigener Melodie. Die, weil ich Christum kenne Und meinen Herrn ihn nenne, Mir widerfahren soll. 6. Das ist des Vaters Wille, Der uns geschaffen hat; Sein Sohn gibt uns die Fülle Der Wahrheit und der Gnad; Auch Gott der heil'ge Geist Im Glauben uns regieret, Zum Reich der Himmel führet: Drum sei er hoch gepreist! Ludw. Helmbold 1532—1598. Jak. Regnart? Weltlich 1574. 1605. 1627. 4 — E Auf mei⸗nen lie⸗ben Gott trau' ich in Angst und Not; der — 4————— . ner n ee n an aeee e un. zet- ninn —————————— 2—.—— iñ—— 2.—.———— dre., 7 7—..— —————— 1— 1 1— +.—.5.—1— 2. Ob mich die Sünd anficht, Will ich verzagen nicht, Auf Christum will ich bauen Und ihm allein vertrauen; Ihm hab' ich mich ergeben Im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Ist Sterben mein Gewinn, Und Christus ist mein Leben, Dem hab' ich mich ergeben. Ich sterb' heut oder morgen, Die Seel wird er versorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, Der du so willig bist Für mich am Kreuz gestorben, Du hast mir Heil erworben, Uns allen auch beschieden Den ew'gen Himmelsfrieden. 5. Amen zu aller Stund Sprech' ich aus Herzensgrund. Du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, Auf daß wir deinen Namen Ohn' Ende preisen. Amen. Sigismund Weingärtner um 1600. 304 Heiligung und christlicher Wandel. Paiü O Welt, ich muß dich—1— 317. Heinr. Isaak? Weltlich. 1536. 1598. —— In al-len mei⸗nen Ta⸗ ten lass' ich den Höch⸗sten sten I SSISSEEE D— ra⸗ ten, der al⸗les kann und hat; er muß zu al⸗len Din⸗gen, solbs mirmn ge-lin⸗gen, uns sel ⸗ber ge-ben Rat und Tat 2. Nichts ist es spät und frühe Um alle meine Mühe Mit aller Ungeduld; Er mag's mit meinen Sachen Nach seinem Willen machen, Ich stell's in seine Vaterhuld. 3. Es kann mir nichts geschehen, Als was er hat ersehen, Und was mir heilsam ist. Ich nehm' es, wie er's gibet; Was ihm von mir beliebet, Das will auch ich zu jeder Frist. 4. Ich traue seiner Gnaden, Die mich vor allem Schaden, Vor allem Übel schützt. Folg' ich des Herrn Gesetzen, So wird mich nichts verletzen, Nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Leg' ich mich späte nieder, Erwach' ich frühe wieder, Lieg' oder zieh' ich fort, In Schwachheit und in Banden, Und was für Not vorhanden, So tröstet mich sein heilig Wort. 6. Hat er es denn beschlossen, So will ich unverdrossen An mein Verhängnis gehn. Kein Unfall unter allen Wird je zu hart mir fallen, Mit Gott will ich ihn überstehn. 7. Ihm hab' ich mich ergeben, Zu sterben und zu leben, Sobald er mir gebeut. Es sei heut oder morgen, Dafür lass' ich ihn sorgen, Er weiß allein die rechte Zeit. 8. Indes wird er den Meinen Mit Segen auch erscheinen, Ihr Schutz wie meiner sein, Wird beiderseits gewähren, Worinnen unsre Zähren Und Bitten kommen überein. 9. So sei nun, Seele, seine Und traue dem alleine, Der dich geschaffen hat! Es 9 wie es gehe, Dein Vater in der Höhe Der weiß zu allen Sachen Rat. Paul Fleming 1609—1640. . len Mel. Herzlich tut mich verlangen. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 318. I + Weltlich. Hans Leo Haßler. 1601. 1613. 305 — 2 + EX — E6 4 *+ 4 1 I 1 e—-—— ö‚———————— — DIII— des, der den Himmel —3 Befiehl du dei⸗ ne We⸗ge, und was dein Her⸗ze kränkt, der al⸗ler⸗treu⸗sten Pfle⸗ge 4* 1— ꝛzi.:; ——— IIESEEE — 2— .— —+4+. — T ———— —.———— 392— ö„— afsm Dd——— wird auch We⸗ ge fin-den, da dein Fuß ge-hen kann. 2. Dem Herrn mußt du ver⸗ trauen, Wenn dir's soll wohl ergehn; Auf sein Werk mußt du schauen, Wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen Und mit selbsteigner Pein Läßt Gott sich gar nichts nehmen, Es muß erbeten sein. 3. Dein ew'ge Treu und Gnade, O Vater, siehet recht, Was gut sei oder schade Dem sterblichen Geschlecht; Und was du dann erlesen, Das treibst du, starker Held, Und bringst zum Stand und Wesen, Was deinem Rat gefällt. 4. Weg' hast du allerwegen, An Mitteln fehlt dir's nicht. Dein Tun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht, Dein Werk kann niemand hindern, Dein' Arbeit wird nicht ruhn, Wenn du, was deinen Kindern Ersprießlich ist, willst tun. Evang. Gesangbuch. 5. Und ob gleich alle Teufel Hier wollten widerstehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn. Was er sich vorgenommen Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen Zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, Hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer plagt, Mit großen Gnaden rücken; Erwarte nur die Zeit, So wirst du schon erblicken Die Sonn der schönsten Freud! 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht! Laß fahren, was das Herze Betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, Der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente Und führet alles wohl. 20 ———————————2:—: ⏑———————————————— ̊L—ʒ—rkp————— —— 306 Heiligung und christlicher Wandel. 8. Ihn, ihn laß tun und walten! Von der so schweren Last, Er ist ein weiser Fürst Und wird sich so verhalten, Bisher getragen hast. Daß du dich wundern wirst, ů ö Wenn er, wie ihm gebühret, 11. Wohl dir, du Kind der Mit wunderbarem Rat„Treue, Das Werk hinausgeführet, Du trägst den Sieg davon; Drum rühme laut und freue Das dich bekämmert hat Dich deiner Ehrenkron! 9. Er wird zwar eine Weile Gott gibt dir selbst die Palmen Mit seinem Trost verziehn In deine rechte Hand, Und tun an seinem Teile, Und du singst Freudenpsalmen Er dene f ů4— Sinn Dem, der dein Leid gewandt. r deiner sich begeben Und sollt'st du für und für 12. Mach End, o Herr, mach In Angst und Nöten schweben, Ende Als fragt' er nichts nach dir. Mit aller unsrer Not! Stärk unsre Füß' und Hände 10. Wird's aber sich befinden, Und laß bis in den Tod Daß du ihm treu verbleibst, Uns allzeit deiner Pflege So wirst du Hilfe finden, Und Treu empfohlen sein, Da du's am mindsten gläubst; So gehen unsre Wege Er wird dein Herze lösen Gewiß zum Himmel ein! Paul Gerhardt 1607—1676. Die du zu keinem Bösen Mel. Was mein Gott will. 319.(Weltlich. 1529.) 1540. Hb————— iꝑp‚p ‚.qꝑwz.... 1— I..I.....— Ich hab' in Got⸗tes Herz und Sinn mein Herz und Was bö-se scheint, ist mir Ge⸗ winn, der Tod selbst +— IDSDPDPIDISISIFIFIFPIPIFITITISTIPIPITITITITITITITITITITIC 2 —— S..I.. I Sinn er ⸗ge ben. ist mein Le ben. Der al⸗-les lenkt, auch mein ge⸗ WC——————.— SꝗS.SPSPS‚SISISISFISISISIFIFIFIFIFI F FIF I I IFIEIFIIFIFIFIIAI denkt, hat mich zu sich ge⸗ zo⸗ gen; und ob er schlägtund —— ———.— ——5 ch 2. Das kann mir fehlen nimmer⸗ mehr, Mein Vater muß mich lieben. Drückt mich das Kreuz auch noch so sehr, So will er mich nur üben Und mein Gemüt In seiner Güt Gewöhnen festzustehen. Halt' ich dann stand, Weiß seine Hand Mich wieder zu erhöhen. 3. Es ist ja Weisheit und Verstand Bei ihm ohn' alle Maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm be⸗ kannt, Zu tun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, Er weiß, wann Leid Uns, seinen Kindern, diene; Und was er tut, Ist alles gut, Ob's noch so traurig schiene. 4. Wie's Gott gefällt, so muß es sein, Zuletzt wird's dich erfreuen. Was du jetzt nennest Kreuz und Pein, Wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld, Die Gnad und Huld Wird sich doch endlich finden; All Angst und Qual Wird auf einmal Gleichwie ein Dampf verschwinden! 5. Das Feld bei lauter Sonnen⸗ schein Kann keine Früchte tragen; Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 307 Auch Menschenwohl kann nicht gedeihn Bei lauter guten Tagen. Und bist du krank, Muß bittrer Trank Dir neue Kräfte bringen: So muß ein Herz Durch Angst und Schmerz Zu seinem Heile dringen. 6. Ei nun, mein Gott, so fall' ich dir Getrost in deine Hände! Nimm mich und mach es so mit mir Bis an mein selig Ende, Wie du wohl weißt, Daß meinem Geist Dadurch sein Heil entstehe, Und deine Ehr Je mehr und mehr Sich auch an mir erhöhe! 7. Willst du mir geben Sonnen⸗ schein, So nehm' ich's an mit Freuden; Soll's aber Kreuz und Trübsal sein, Will ich's geduldig leiden. Soll mir allhier Des Lebens Tür Noch ferner offen stehen: Wie du mich führst Und führen wirst, So will ich gern mitgehen. 8. Soll ich dann auch des Todes Weg Und finstre Straße reisen, Wohlan, so geh' ich Bahn und Steg, Den deine Augen weisen! Du bist mein Hirt, Der alles wird Zu solchem Ende kehren, Daß ich einmal In deinem Saal Dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt 1607—1676. —— ‚—————————...—n— *—— IGRCRCRAQA 18— 308 Heiligung und christlicher Wandel. Nach eigener Melodie. 320. Joh. Crüger. 1653. 9———— 2—— 4—— 3 .——.—————— —— E—— j———TI— Er— Schwingdich auf zu dei⸗nem Gott, du be⸗trüb⸗te See⸗le! Flieh zu ihm in Angst und Not, daß kein Trost dir feh⸗lel Q„„—— f ———*—— Diiiii. —— 2 2—43 Ob..— ö— 25 3.——.— I 12.— Kei⸗nes Feindes Macht noch List soll dir dei⸗ nen Glau-ben a—— r—.———— 4* D.—.—..—— FPEEE T . 2——.——————— — 2. Stürme Welt und stürme Tod! Wer ist, der mir schade? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnade, Der Gott, der mir seinen Sohn Hat geschenkt aus Liebe, Daß ich selbst bei Spott und Hohn Mich doch nicht betrübe. 3. Meine Seele lebt in mir Durch die süßen Lehren, Die die Christen mit Begier Und mit Segen hören. Gott eröffnet früh und spat Mir in seinem Worte Durch des Geistes reiche Gnad Seine Himmelspforte. 4. Ja, auf diesen heil'gen Grund Bau' ich mein Gemüte, Wie des bösen Feindes Bund Auch dagegen wüte. Ewig, ewig muß bestehn, Was Gott aufgerichtet, Aber schmählich wird vergehn, Was die Welt erdichtet. und das Heil, das Je⸗sus Christ dir er⸗wor⸗ben, rau-ben. 5. Ich bin Gottes, Gott ist mein; Wer ist, der uns scheide? Dringt die Prüfung auch herein Mit dem bittern Leide, Laß sie kommen, kommt sie doch Von geliebten Händen, Und er wacht im Himmel noch, Der das Leid wird wenden. 6. Es ist herzlich gut gemeint Mit der Christen Plagen. Wer hier zeitlich wohl geweint, Darf nicht ewig klagen; Keines Leides mehr bewußt Hat er dort im Garten Seines Gottes ew'ge Lust Endlich zu erwarten. 7. Gottes Kinder säen zwar Traurig und mit Tränen, Doch es kommt ein Freudenjahr Und stillt all ihr Sehnen. Ja, es kommt die Erntezeit, Wo sie Garben bringen, Da wird all ihr Gram und Leid Lauter Freud und Singen. e S r ahr deid 8. Nun, so laß, o Christenherz, Alle eiteln Sorgen! Schaue mutig himmelwärts, Auf die Nacht folgt Morgen! Nach eigener Melodie. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 321. 3809 Stärke dich je mehr und mehr, Gib dem großen Namen Deines Gottes Preis und Ehr: Er wird helfen! Amen. Paul Gerhardt 1607— 1676. Joh. Georg Ebeling. 1666. 8 f—.—— ...... .. Warum sollt' ich mich denngrämenꝰHabichdochhristumnoch, n,. —— wer will mir den neh⸗men? Wer will mir den Hiumnel ae den, II XXV Seeee e, IEE... den mir schon Got⸗ tes Sohn bei⸗ ge⸗legt im Glau⸗ben? 2. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben Ist nicht mein, Gott allein Ist es, der's gegeben. Will er's wieder zu sich kehren, Nehm' er's hin, Ich will ihn Dennoch fröhlich ehren. 3. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, Dringt herein Angst und Pein, Sollt' ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; Er weiß wohl, Wie er soll All mein Unglück enden. 4. Gott hat mich bei guten Tagen Oft ergötzt, Sollt' ich jetzt Nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen Sein Gericht, Kann mich nicht Ganz und gar verlassen. 5. Satan, Welt und ihre Rotten Können mir Nichts mehr hier Tun als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen, Gott, mein Heil, Wird in Eil Sie zu Schanden machen. 6. Unverzagt und ohne Grauen Soll ein Christ, Wo er ist, Stets sich lassen schauen. Wollt' ihn auch der Tod aufreiben, —..————— 310 Heiligung und christlicher Wandel. Soll der Mut Kummer der Gemüter. Dennoch gut Dort, dort sind die edeln Gaben, Und fein stille bleiben. Da mein Hirt 7. Kann uns doch der Tod nicht Nich ohn Ende laben. töten, Sondern reißt 10. Herr mein Hirt, Brunn aller Unsern Geist ö ö Freuden, Aus viel tausend Nöten, Du bist mein, Schließt das Tor der bittern Leiden Ich bin dein, Und macht Bahn, Niemand kann uns scheiden. Daß man kann Ich bin dein, weil du dein Leben Gehn zu Himmelsfreuden. Und dein Blut 1 Mir zu gut 8. Allda will in bessern Schätzen In den Tod gegeben. Ich mein Herz ö ö ö Auf den Schmerz 11. Du bist mein, weil ich dich Ewiglich ergötzen.—— fasse Hier ist kein recht Gut zu finden: Und dich nicht, Was die Welt O mein Licht, In sich hält, Aus dem Herzen lasse. Muß im Nu verschwinden. 235 I— mich hingelangen, o du mi 9. Was sind dieses Lebens Güter? Und ich dich Eine Hand Ewig werd' umfangen! Voller Sand, Paul Gerhardt 1607—1676. Mel. Unerschaffne Lebenssonne. 322. 1705. N + S SI.I.I.I.I.I.IIT.TITITITI.II... E..————, I.—— Sollt' ich mei-nem Gott nicht trau en, der mich liebt so — ³ *— + .—— AH⸗ 2— — 2— ——— vä-ter· lich, der so herz⸗ lich sorgt für ütiüß 6* 2. 1*.— 4 1— DEJ—— +*2 .DP—— aller Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 311 M 2. Er weiß alles, was mich drücket, Mehr als Gold und Silber achte, I Mein Anliegen, meine Not, Segnet Gott mir früh und spat Er steht bei mir bis Der wane Wort und Werke, Rat und Tat. Er weiß, was mein Herz erquicket; 1 I Seine Lieb und Vatertreu 56. Nun so sorg 1 45 it i ů gen; Ist mit jedem Morgen neu Ules, was zukünstig ji.* 3. Der die Vögel all ernähret, Irrt mich nicht, ich bin ein Christ. Der die Blumen, Laub und Gras Kleidet schön ohn' Unterlaß, Alles Gute uns bescheret, Sollte der verlassen mich? Nein, ich trau' ihm sicherlich. 4. Wenn nach seinem Reich ich trachte, Wenn ich die Gerechtigkeit Christi mir zur Seligkeit Nach eigener Melodie. Meinen Gott nur lassꝰ' ich sorgen, 41 Denn es ist für jede Zeit Seine Hilfe schon bereit. 6. Gott sei Lob, der mich erfreuet, Daß ich glaube festiglich: ö Gott mein Vater sorgt für mich! ö Preis ihm, der den Trost erneuet, ö Daß ich weiß, Gott liebet mich, I I Gott versorgt mich ewiglich!* Joh. Olearius 1611—1684. 1 149 23. Georg Neumark. 1657. ů 2.————.— * +— AH+ =C.. II Wer nur den lie⸗ben Gott läßt wal⸗ten den wird er wun⸗der⸗ bar er⸗ hal⸗ten und hof⸗fet in al ⸗ler Aaum ßHHy ⁴ + 7 =.— 2 — +2 ———— +— *—— auf ihn al⸗ le⸗zeit, Not und Trau⸗rig-keit. * Wer Gott dem Al ⸗-ler-höch⸗sten — 2Z— N V H—— DDEEE traut, der hat auf kei⸗ nen Sand ge-baut. 2. Was helfen uns die schweren 3. Drum halte nur ein wenig Sorgen? stille Was hilft uns unser Weh und Ach? Und warte in dir selbst vergnügt, Was en es, daß wir alle Morgen Wie unsers Gottes Gnadenwille Beseufzen unser Ungemach? Und sein allweiser Rat es fügt! Wir machen unser Kreuz und Leid Gott, der uns ihm hat auserwählt, Nur größer durch die Traurigkeit. Der weiß am besten, was uns fehlt. 312 Heiligung und christlicher Wandel. 4. Er kennt die rechten Freuden⸗ stunden, Er weiß wohl, was uns nützlich sei; Wenn er uns nur hat treu erfunden Und merket keine Heuchelei, So kommt er, eh' wir's uns ver⸗ sehn, Und lässet uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drang⸗ salshitze, Daß du von Gott verlassen seist, Und daß ihm der im Schoße sitze, Den hier die Welt als glücklich preist. Die Zukunft ändert oft sehr viel Und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott geringe Sachen Und seiner Allmacht gilt es gleich Den Reichen klein und arm zu machen, Den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann, Der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, Verricht das Deine nur getreu Und trau des Himmels reichem Segen, So wird er täglich bei dir neu; Denn welcher seine Zuversicht Auf Gott setzt, den verläßt er nicht! Georg Neumark 1621—1681. Nach eigener Melodie. 32 4. 1836. * ꝛv— N — 1—— 8IFJ—— 14 I.,— Z +. 4+.—r‚J‚:‚..e?‚.—.—.— 2— 17—2—. + +—— —.—.— I n E i nn n. A— 775 1—... 2. Hilfe, die er aufgeschoben, Hat er drum nicht aufgehoben; Hilft er nicht zu jeder Frist, Hilft er doch, wenn's nötig ist. 3. Gleichwie Väter nicht bald geben, Wonach ihre Kinder streben, So hält Gott auch Maß und Ziel; Er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, Wenn die Not am allergrößten; Er ist gegen mich, sein Kind, Mehr als väterlich gesinnt. o so glaub'und weiß ich dies: Gott hilft end⸗lich noch ge⸗wiß. 5. Will mir Satan bange machen, Ich kann seine Macht verlachen; Drückt mich schwer des Kreuzes Joch, Gott mein Vater lebet noch. 6. Laß die Welt nur immer neiden, Will sie mich nicht länger leiden, Ei so frag' ich nichts darnach: Gott ist Richter meiner Sach. 7. Will sie gleich mich von sich treiben, Muß mir doch der Himmel bleiben; Ist der Himmel mein Gewinn, Geb' ich alles andre hin. SE 2.eeele n, 8. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, Frag' ich nicht nach andrer Gabe; Nach eigener Melodie. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 313 Legt man mich gleich in das Grab, G'nug Herr, wenn ich dich nur hab'! Christoph Tietze(Titius) 1641—1703. 325. 1738 2 1 * — +—H9 1 +—— — I r —— E— Al-les ist an Got⸗-tes Se⸗gen und an sei ner E 2 — —2——— +— .I‚IIEI *— I———————— Huld ge⸗le⸗ gen, ü⸗ ber al-les + 4 N— N N P IIr—— I I 4 II „—n +*.— D .* +* C +.————22—— + 9————.—12 E.— I un- ver le-tzet 2. Der mich hat bisher ernähret Und mir manches Glück bescheret, Ist und bleibet ewig mein; Der mich wunderbar geführet Und noch leitet und regieret, Wird hinfort mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen, Die nur Sorg und Unruh machen Und ganz unbeständig sind. Ich begehr' nach dem zu ringen, Was allein kann Frieden bringen, Den man in der Welt nicht find't. 4. Hoffnung kann das Herz er⸗ quicken; Was ich wünsche, wird sich schicken, So es anders Gott gefällt. ei-nen frei⸗ en Hel-den- mut. Meine Seele, Leib und Leben Hab' ich seiner Gnad ergeben Und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen Mein Verlangen zu erfüllen, Es hat alles seine Zeit. Ich hab' ihm nichts vorzuschreiben; Wie Gott will, so muß es bleiben, Wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich hier noch länger leben, Will ich ihm nicht widerstreben, Ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, Alles Irdische vergehet Und fährt wie ein Strom dahin. Verfasser unbekannt, um 1676. 314 Heiligung und christlicher Wandel. Nach eigener Melodie. 32 6. 1690 9—. .———————— DDRDDE..———— *—— 1——— Was Gott tut, das ist wohl⸗ge⸗tan; es bleibt ge⸗recht sein Wie er fängtmei⸗ne Sa⸗chen an, will ich ihm hal⸗ten — I—.—— 4.—— 24 AWSSIIIIEEEEEEEE n e, nun, mu 2 S— 2—. Wil ⸗le E;; rist mein Gott, der stil le st mein Gott, in der Not mich wohl weiß C. +— *. 1 II——— 2— N N II — + +*— IH—— ——..—.——— 2. 8382.— 2— 2..— 2 1 SE 2. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan; Sein Wort kann ja nicht trügen. Er führet mich auf rechter Bahn; So lass' ich mir genügen An seiner Huld Und hab' Geduld; Er wird mein Unglück wenden, Es steht in seinen Händen. 3. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan; Er wird mich wohl bedenken. Mein Arzt, der alles heilen kann, Wird mir nicht Gift einschenken Anstatt Arznei; Gott ist getreu, Drum will ich auf ihn bauen Und seiner Gnade trauen. 4. Was Gott tut, das ist wohl⸗ etan; Er ist mein Licht und Leben, Der mir nichts Böses gönnen kann Ihm will ich mich ergeben zu er- hal⸗ ten: drum lass' ich ihn nur wal⸗ten. In Freud und Leid; Es kommt die Zeit, Da öffentlich erscheinet, Wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohl⸗ etan. Muß ich den Kelch gleich schmecken, Der bitter ist nach meinem Wahn, Lass' ich mich doch nicht schrecken, Weil doch zuletzt Ich werd' ergötzt Mit süßem Trost im Herzen: Da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan; Dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die Lethe Bahn Not, Tod und Elend treiben, So wird Gott mich Ganz väterlich In seinen Armen halten; Drum lass' ich ihn nur walten. Sam. Rodigast 1649—1708. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 315 327. 1738. 1745. — H— N pumismachen daß d die 8 Srhen 45W wie es 5 n ist. in—. —.———3 en 4— 1—— 2—....—— 23—.„ Laß die Wel⸗len hö⸗her schwellen, wenn du nur bei Je-su bist! 2. Wer sich kränket, Weil er 7. Gottes Hände Sind ohn' — Ringe recht. ö denket, Ende, weiß Jesus liege in dem Schlaf, Sein Vermögen hat kein Ziel. Wird mit Klagen Nur sich plagen, Ist's beschwerlich, Scheint's Denn der Unglaub leidet Straf. gefährlich: 3. Du Verächter! Gott dein Deinem Gott ist nichts zu viel. Wächter 8. Wenn die Stunden Sich Schläfet ja und schlummert nicht. gefunden, Zu den Höhen Aufzusehen Bricht die Hilf mit Macht herein; Wäre deines Glaubens Pflicht. Und dein Grämen Zu beschämen, 4. Im Verweilen Und im Eilen Wird es unversehens sein. Bleibt er stets ein Vaterherz. 9. Nun so trage Deine Plage Laß dein Weinen Bitter scheinen, Fein getrost und mit Geduld! ohl⸗ Dein Schmerz ist ihm auch ein Wer das Leiden Will vermeiden, Schmerz. Häufet seine Sündenschuld. 1. 5. Glaub nur feste, Daß das 10. Aber denen, Die mit 1145 Beste Tränen en Über dich beschlossen sei! Nehmen r Jesu Joch, Wenn dein Wille Nur ist stille, Wird die Krone Vor dem Throne Wirst du von dem Kummer frei. Ihres Heilands werden noch. 6. Willst du wanken In Ge⸗ 11. Amen, Amen! In dem danken, Namen l⸗/ Faß dich in Gelassenheit! Meines Jesu halt' ich still, Laß den sorgen, Der auch morgen Es geschehe Und ergehe, Herr ist über Leid und Freud! Wie und wann und was er will. ihn Joh. Dan. Herrnschmidt 1675—1723. Mel. 55 daß 3 ꝛc.—.—— 1738. 2—.———————. — Wweun 15 Gichwehn Gott nur ha ⸗be, frag' ich nach . nichts ist, was mei ⸗-ne See⸗le la⸗ be, als du, mein 316 Heiligung und christlicher Wandel. SS..... D.—D Erd und Him⸗mel nicht; au ö— Gott, mein Trost und Licht! Rühmt sich die Welt mit ih⸗ rer 2*.— 6..ii‚‚‚‚‚‚‚n —.—.—.—.———.— 3.. Lust, ohn' dich ist mir kein Trost be⸗ wußt. 2. Soll Leib und Seele mir Was meine Seele wünschen kann, verschmachten, Auch fürcht' ich mich gar keines Ich hoffe doch getrost auf dich; Falles; Nichts will ich alle Plage achten, Liebst du mich nur, was ficht mich An dir allein erquick' ich mich; anꝰ Regt sich auch alles wider mich, Drum spricht mein Herz: Du bist Es bleibt dabei, ich liebe dich. ö mein Teil, ——5 13 3. Hab ich wur d so hab ich In dir ist Angee 5. all es, Benj. Schmolck 1672—1737. —3 Zeuch ein ꝛc. 382. Joh. Crüger. 1653. H N— SSD. An Gott will ich ge⸗den⸗ken, denn er ge⸗denkt an mich. Wenn mich die Sor⸗-gen kränken, so hebtmein Her⸗ze sich 15 —..— IIDDDDD zu Banimri. por; bald weichen al⸗le Schmerzen, denn +. SSSISIIIIIIITI er stellt meinem Her⸗ zen nichts als Ver⸗gnü⸗ gen vor. 2. Denk' ich an seine Liebe, Er denkt mein alle Stunden, Wie werd' ich doch entzückt, Daß, wenn es noch so trübe, Mir gleich die Sonne blickt! Da kommt mir immer ein: Er hat sich hoch verbunden, Wie könnt' ich traurig sein! 3. Denk' ich an seine Güte, Die alle Morgen neu, So freut sich mein Gemüte Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 317 Bei solcher Vatertreu. Die Last werf' ich auf ihn, So wird die Arbeit süße, Auch wenn ich Schweiß vergieße; Denn Gott ist mein Gewinn. 4. Denk ich an sein Erbarmen, Er schenket mir sein Kind; O Gnade für mich Armen! Heißt das nicht treu gesinnt? Gott V5 in und mein; Daß er sein Kind sollt' hassen, Daß er mich sollt' verlassen, Das kann unmöglich sein. 5. Drum will an Gott ich denken; Die Welt mag immerhin Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 330. Den Sinn aufs Eitle lenken, Hier ist ein andrer Sinn. Ich trage Gott allein Im Herzen und im Munde, So kann mir keine Stunde Allhier zu lange sein. 6. An Gott will ich gedenken, So lang ich denken kann. Wird man ins Grab mich senken, So geh' ich zwar die Bahn, Da mein die Welt vergißt; Doch glaub' ich dieses feste: Gott denket mein aufs beste, Wo kein Vergessen ist. Benj. Schmolck 1672—1737. —— Georg Neumark. 1657. nä⸗-her Him⸗ 1— Wer oh · ne ü ver⸗gißt man 2— ö————— riitii i.ir — Kreuz, ist oh- ne Gott; Höl⸗le, Fluch und Tod. O se-lig ist der Menschge⸗— + —— 11 ——..—— schätzt, den Gott in Kreuzund Trüb⸗ sal setzt! 2. Je größer Kreuz, je bessre Christen. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube. Gott prüft uns an dem Probestein; Die Palme wächset bei der Last; Die Gärten wandeln sich in Wüsten, Die Süßigkeit fließt aus der Traube, Fällt nicht ein Tränenregen drein. Das Gold wird auf dem Feuerherd, Wenn du sie wohl gekeltert hast. Im Kreuze wächset uns der Mut, Ein Christ in mancher Not bewährt. Wie Perlen in gesalzner Flut. ————.———— 2* — S........ —.— —— ——————— 318 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe. Der Wind bläst nur die Flammen auf; Und scheinetgleich derHimmel trübe, So lachet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, Gleichwie das Ol im Feuer tut. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete. Da fleht man gern um Trost und Licht; Wenn um das Schiff kein Sturm-— wind wehte, So seufzte man um Rettung nicht. Wo kämen Davids Psalmen her, Wenn er nicht auch versuchet wär'? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen. Vom Tale steiget man bergan; Wer durch die Wüste lang gegangen, Der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein findet es nicht Ruh, So fliegt es nach der Arche zu. Mel. Jesu, meine Liebe. Heiligung und christlicher Wandel. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben. Man freut sich recht auf seinen Tod; Denn man entgehet dem Verderben, Es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuz, das stille Gräber ziert, Bezeugt, man habe triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre drone, Die Gottes Gnad uns beigelegt, Und die einmal vor seinem Throne Der Überwinder Scheitel trägt. Ach, dieses teure Kleinod macht, Daß man das größte Kreuz nicht acht't. 9. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze Je länger und je lieber sein! Daß mich die Ungeduld nicht reize, So pflanz ein solches Herz mir ein, Das Glauben, Liebe, Hoffnung hegt, Bis dort mein Kreuz die Krone trägt! Benj. Schmolck 1672—-1737. 331. 1715. —— Er 4— ——— See ⸗le, sei zu⸗frie⸗ den! Was dir Gott be⸗ schie⸗ den, Treib aus dei⸗nem Her⸗ zen Un⸗ ge⸗-duld und Schmerzen, ———— —.— das ist al⸗les gut. fas se fri-schen Mut! Wenn dich Not ringsum bedroht, und kein .7 ———————* +.— *.———*—.— —.————— Glück will freundlich la- chen: wohl wird's Gott doch ma-chen. in, Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 2. Bringt der Feinde Menge 5. Auf die Wasserwogen Alles ins Gedränge, Folgt ein Regenbogen, Was die Wahrheit liebt; Und die Sonne blickt. Will man dir den Glauben So wird auf das Weinen Aus dem Herzen rauben: Lauter Freud erscheinen, Werde nicht betrübt! Die das Herz erquickt. Naht zu dir Viel Elend hier, Laß es sein, Wenn Angst und Pein Droht der Bosheit offner Rachen: Mit dir schlafen, mit dir wachen: Wohl wird's Gott doch machen. Wohl wird's Gott doch machen. 3. Scheint der Himmel trübe, 6. Kronen sollen tragen, Stirbt der Menschen Liebe Die des Kreuzes Plagen Ganz für dich dahin, In Geduld besiegt. Stören Mißgeschicke Fröhlich ausgehalten Fast all Augenblicke Und Gott lassen walten Deinen Geist und Sinn: Das macht recht vergnügt. Nur Geduld! Des Himmels Huld Drum, mein Herz, Beschließ im Sieht auf alle deine Sachen: Schmerz Wohl wird's Gott doch machen. Alles Unglück zu verlachen: 4. Ungeduld und Grämen Wohl wird's Gott doch machen. Kann das Leid nicht nehmen, 7. Nun so soll's verbleiben, Nein, es mehrt den Schmerz. Ich will nie mich sträuben Wer sich widersetzet, Folgsam Gott zu sein. Wird nur mehr verletzet; Beides, Tod und Leben Drum Geduld, mein Herz! Sei ihm hingegeben: Wirf, mein Sinn, Die Sorgen Ich bin sein, er mein; hin! Denn mein Ziel Ist, wie Gott will. Drücket gleich die Last den Drum sag' ich in allen Sachen: Schwachen: Wohl wird Gott es machen. Wohl wird's Gott doch machen. Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Warum sollt' ich mich ꝛc. 332 Joh. Georg Ebeling. 1666. 2 Frun.— ö ö—.— Sei zu-frie-den, mein Ge-mü-te! Gott ist gut, was er tut, ́— ist auch vol-ler Gü-te. Schaue sei- ne gro⸗ßen Ta⸗ten! 32⁰ Heiligung und christlicher Wandel. I —. —2 —— Was die Welt in sich hält, 2. Beides, Erd und Himmel preisen Seine Macht, Tag und Nacht Müssen sie beweisen, Sonn und Stern' sind Gottes Zeugen; Was sich regt ö Und bewegt, Kann von ihm nicht schweigen. 3. Schau die Werke seiner Hände! Mensch und Tier Sagen dir, Daß sein Ruhm ohn' Ende; Auch der Wurm in seiner Blöße, Gras und Laub, Selbst der Staub Zeugt von Gottes Größe. 4. Was auf Bergen und in Gründen, In der Höh, In der See Oder sonst zu finden, Rühmet seines Schöpfers Stärke, Daß man hier Nach Gebühr Seine Weisheit merke. 5. Wie muß ich sein Lob erheben, Wie so gar Wunderbar Gab er mir mein Leben! Seel und Leib ist sein Geschenke; Ist es nicht Meine Pflicht, Daß ich dran gedenke? 6. Er hat seine Huld vermehret, ist ihm wohl ge⸗ ra⸗-ten. Da er hier Jesum mir Als ein Pfand bescheret Und durch ihn auf meinem Pfade Mich beglückt Und erquickt; Heißet das nicht Gnade? 7. Wie mich sein getreues Sorgen Tag und Nacht Nimmt in acht, Das zeigt jeder Morgen; Ja kein Augenblick verschwindet, Der mir nicht, Gott mein Licht, Deine Huld verkündet. 8. Sandt' er mir des Kreuzes Plagen, War die Last Kaum gefaßt, So half er mir tragen; ö War nicht mehr Geduld vorhanden, Seine Kraft Hat geschafft, Daß ich's überstanden. 9. Nun mein Herz, das hat schon lange Gott getan; Denke dran, Will dir werden bange! Dein Gott wird dich nicht verlassen; Trau dem Herrn; Er hilft gern, Er wird dich nicht hassen! 10. Der viel tausend Millionen Noch erhält, GSEE AISAA& Me& iden, Die die Welt Um mich her bewohnen; Der den Himmel unterstützet, Weiß, was dir Auch hinfür Schadet oder nützet. 11. Drum ergib dich seinem Willen! Gottvertrauen, Kreuz und Trost. Heiße gut, Was er tut, Einst wird sich's enthüllen! Denn Gott weiß in allen Sachen, Groß an Rat, Stark von Tat, Alles wohl zu machen. Benj. Schmolck 1672—1737. Georg Neumark. 1657. N 2.— IAR +— ———3—— D —— ee IE — Ich bin bei al ⸗lem Kum⸗-mer stil⸗ le, Es ist des lie⸗ ben Got⸗tes Wil⸗le, der mir auf der mich zu mei⸗nem Her⸗ zen liegt. sei⸗ner Zeit ver⸗gnügt; ——— RD EE—— SS 23 25———— denn die · ser Trost ist mir be⸗ * + J.2 4— III +———— 2* 1— 1—.——.—. m. SI— ———.—..—.—..—. I * 2.71 + kannt: es ändert's mei⸗nes Got⸗tes Hand. 2. Er kann es tun, drum will ich hoffen; Er will es tun, so trau' ich drauf. Sein Vaterherz steht immer offen, Und er nimmt meine Seufzer auf. Sein Wort ist mir ein sichres Pfand: Da stärkt mich meines Gottes Hand. 3. Es kann nicht jeder Wunsch gelingen, Den man sich etwa ausgedacht. Man sieht, wer's mit Gewalt will zwingen, Daß der nur Übel ärger macht. Doch was mir fehlt, ist Gott be⸗ kannt: Es hilft mir meines Gottes Hand. Evang. Gesangbuch. 4. Die rechte Stunde wird schon kommen, Wo seine das mich erfreut. Ich weiß, daß endlich doch den Frommen Der Wunsch des Herzens wohl gedeiht. So hält mein Glaube festen Stand: Mich segnet meines Gottes Hand. 5. Will's Gott, so stellet sich schon morgen Der Segen meiner Hoffnung ein, Und wird von allen meinen Sorgen Kein Stäubchen ferner übrig sein. So hab' ich ein gelobtes Land: Es krönt mich meines Gottes Hand. 32²2 Heiligung und christlicher Wandel. I 6. Geduld! will ich indessen Geduldl die Zeit wird Rosen brechen, 1 sprechen; Die mir aus Gottes Liebe blühn. N Geduld! wenn sich's noch will ver⸗ Dabei verharr' ich unverwandt: I ziehn; Bald ändert's meines Gottes Hand. Erdmann Neumeister 1671—1756. 4 * Mel. Was Gott tut ꝛc. 334t. II I—.— II SS n 4 4.—v———— ů 2. + I— ö— N ö Auf Gott und nichtauf mei⸗nen Rat will ich mein Glücknur und dem, der mich er⸗ schaf⸗fen hat, mit gan⸗ zer See⸗le A + N ‚e. SSISISISIIIIIIIIIIIIIITITITIIIT T TTIT TI I I I I I I—.2.— 1693. —— bau-en Er, der die Welt all-mäch⸗tig hält, wird mich in +— 2 4F— ——.——— + 5 ——*— + mei⸗nen Ta⸗gen als Gott und Va-ter tra⸗gen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, Als selbst das widrige Geschick, Wie viel mir nützen würde, Bei dessen Last wir klagen? Bestimmte meine Lebenszeit, Die größte Not Mein Glück und meine Bürde. Hebt doch der Tod, Was zagt mein Herz? Und Ehre, Glück und Habe Ist Kudes Glaubeus Eh Verläßt mich doch im Grabe. Der zu des Glaubens Ehre ; 37 5. An dem, was wahrhaft glück⸗ IIN Nicht zu besiegen wäre? Uchn cht 3. Gott kennet, was mein Herz Läßt Gott es keinem fehlen; AIN begehrt, Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht 18 Und hätte, was ich bitte, Sind nicht das Heil der Seelen. Au Mir gnädig, eh' ich's bat, gewährt, Wer Gottes Rat ö Wenn's seine Weisheit litte; Vor Augen hat, Er sorgt für mich Dem wird ein gut Gewissen Stets es W Die Trübsal auch versüßen. ö 4 Nicht was ich mir ersehe, ö.„ NIA 1½ Wi 6.Was ist desLebens Herrlichkeit? Sein Wille der gethehn Wie bald ist sie verschwunden! 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück Was ist das Leiden dieser Zeitꝰ Weit schwerer oft zu tragen Wie bald ist's überwunden! FII Hofft auf den Herrn, Er hilft uns gern! Mel. Was Gott tut ꝛc. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 335. 323 Seid fröhlich, ihr Gerechten, Der Herr hilft seinen Knechten! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. — 1—— ö—.———.— IIIII.. ꝓ—————— —— 2 4 1693. 4— 0—.——— . Der Herr ist mei⸗ne Zu⸗ver⸗sicht, mein be⸗ster Trost im Dem fehlt es nie an Trost und Licht, der sich an ihn er⸗ in ist mein Gott, auf sein Ge⸗bot wir 1 1 1 ———— +HFE H— 25—1•7 —6 A IXIX — —— 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertraun? Du bist des Schwachen Stärke. Die Augen, welche zu dir schaun, Sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rat Und stark von Tat, Mit gnadenvollen Händen Wirst du dein Werk vollenden. 3. Noch nie hat sich, wer dich ö geliebt, ö Verlassen sehen müssen; Du läßt ihn, wenn ihn Not umgibt, Doch deinen Trost genießen. Des Frommen Herz Wird frei von Schmerz, Der Sünder eitles Dichten Wird einst dein Rat zernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott! ch stil le; mirg'nügt des Va⸗ters — + Wil ⸗le. Des Toren Trost verschwindet, Wenn der Gerechte selbst im Tod Ruh und Erquickung findet. Wenn jener fällt, Ist er ein Held; Er steht, wenn Sünder zittern, Ein Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht den Trost der Hoffnung hin, Den dir der Glaube reichet! Weh dem, derzu der Welt will fliehn Und von dem Höchsten weichet! Dein Heiland starb, Und er erwarb Auf seinem Todeshügel Dir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her Auch Trübsalswetter stürmen! Flieh nur zu Gott, gewiß wird er Mit starkem Arm dich schirmen! 21* 324 Heiligung und christlicher Wandel. Die Zeit der Qual, Der Tränen Zahl Zählt er, er wägt die Schmerzen Und wälzt sie von dem Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuversicht, Auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Glück ge⸗ bricht, Wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich Allmächtiger, verlassen Und sich im Kummer fassen? 8. In deine Hand befehl' ich mich, Mein Wohlsein und mein Leben; Mein hoffend Auge blickt auf dich, Dir will ich mich ergeben. Sei du mein Gott Und einst im Tod Der Fels, auf den ich traue, Bis ich dein Antlitz schaue! Nicht ganz auf dich, Christoph Christ. Sturm 1740—1786. Mel. Alle Menschen ꝛc. 336. 1687. 4 + N 1 4 II hISe—— N— V++—)52* + +2 .—5— 1 I* VE——— 2——.————.* +— Gott, mein Trost und mein Ver⸗trau⸗ en, e⸗ wig mei ⸗ne dei⸗ ne Hil⸗-fe werd' ich schau-en, seh' ich sonst auch 9— ö ———— 2 2—2—*——.—— —* N— E 2—.— 7 2 2 Zu- ver-sicht dun⸗k ½. auch auf rau- hen dun- keln We⸗gen nir⸗gends Licht; aef 9 — 4+——.—.——.— R.I* 2— II + 1 +.—. — 2 2.—5*—.—5— 2— * I 1——.4 TI.——— findꝰ ich Freu⸗ de, find' ich Se⸗gen. Dei⸗ner Füh⸗ rung 1 +— —— S———8 —— —— 2 SP SI IIII II I I P‚P 2. Seit der Jugend ersten Jahren Hast du treulich mich geführt. O wie oft hab' ich erfahren, Wie dein Vaterherz gerührt Hilfe mir und Rettung sandte, Wenn mein Flehn zu dir sich wandte! Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. folg' ich still; wie du willst, nicht wie ich will. 3. Alles sei dir übergeben; Was du tust, ist wohlgetan. Es sei Sterben oder Leben, Dankbar nehm' ich alles an. Mag die Last auch schwer mich drücken, Du kannst stärken und erquicken. Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 32⁵ 4. Führe mich, Herr, wie du denkest, Daß ich vor dir wandeln soll! Wenn nur du mein Schicksal lenkest, O so geht's mir ewig wohl; Steh' ich nur bei dir in Gnaden, Welcher Feind kann dann mir schaden? Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. 5. Muß ich manchen Schmerz empfinden, Fühl' ich oft, wie schwer es sei, Sich durch Leiden durchzuwinden, Weiß ich doch, mein Gott ist treu. Jede Last hilfst du mir tragen, Und ich sollte trostlos zagen? Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. 6. Bin ich niedrig hier auf Erden, Trifft mich unverdienter Hohn, Hoff' ich doch erhöht zu werden, Ewiger, vor deinem Thron. Mögen denn mich Menschen hassen, Du, du wirst mich nicht verlassen. Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. 7. Nicht den Ruhm, den Menschen geben, Nicht der Sinne Lust, nicht Geld Such' ich; nur ein frommes Leben Sei mein Reichtum auf der Welt. Meine Lust sei, dich zu schauen, Und mein Stolz, dir zu vertrauen. Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. 8. Ich empfehl' mich deinen Händen, Vater, voll Zufriedenheit. Jede Klage wird sich enden, Jeder Schmerz wird Seligkeit. Kann ich von des Himmels Höhen Einst mein Schicksal übersehen, O dann sprech' ich tiefgerührt: Selig hast du mich geführt! Nach Elisabeth Eleonore von Sachsen-Meiningen 1658—1729, von Friedr. Brauer 1754— 1813. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 9 337. Joh. Crüger? 1653. 1656. — 4. Hof⸗fe, Herz, nur mit Ge-duld, endlich wird der Tag an-bre⸗chen! Gottdein Va⸗ter ist voll Huld, kindlich darfst du zu ihm spre⸗chen; ——... 2.——— .SDSSDPSPSPIPISSII I T I I I T— SIIN I Ff + auf dein gläu⸗bi⸗ges Ver⸗traun wird er gnä⸗dig nie⸗derschaun. 2. Wolken kommen, Wolken gehn; Führen stürmisch dunkle Pfade, Bau auf deines Gottes Gnade! Zu der Freude Sonnenhöhn Doch ein treues Auge wacht; Zittre nicht in Sturm und Nacht! ———— ————————————— *— 326 Heiligung und christlicher Wandel. 3. Ankre du auf Felsengrund, Schwinge dich zu Gottes Herzen, Mach ihm deine Leiden kund, 4. Faß im Glauben kühnen Mut, Kraft wird dir dein Helfer senden; Mit der Hand, die Wunder tut, Sag ihm deine tiefsten Schmerzen! Wird er deine Leiden enden! Er ist gütig und erquickt Jedes Herz, das Kummer drückt. Er ist lauter Lieb und Huld; Hoffe, Herz, nur mit Geduld! Siegfried Aug. Mahlmann 1771—1826. Mel. Es ist genug. 338. Joh. Rud. Ahle. 1662. — 2een E 4 ů————— EREEEESSE.-.——— Gott ist mein Licht! Ver⸗za⸗ ge nicht, mein Herz, in Die Son⸗ ne sinkt, die D2 SSS E...—.— ban⸗-ger dunk- ler Zeit! Licht strahlt al le-⸗ Q. zeit; es schim-mert an dem .—.——— SôBen e dinrt ni, i. diu um m ein dinnnn ni. —*——.—.— V2— Tag der Freu⸗den, es leuch⸗tet in der Nacht der A„— ..—... en e. —— Lei⸗den: Gott ist 2. Gott ist mein Heil! O Seele, fürchte nichts! Dein Helfer ist getreu; Er läßt dich nicht, sein Vaterwort verspricht's, Er steht dir mächtig bei. Er will dich bis ins Alter tragen, Kein wahres Gut dir je versagen: Gott ist mein Heil! 3. Sein ist die Kraft! Erspricht's, und es geschieht, mein Licht! Gebeut, und es steht da; Und wenn mein Blick noch keine Hoffnung sieht, Ist schon die Rettung nah. Wo schwache Menschen nichts vermögen, Da kommt Gott stärkend uns entgegen: Sein ist die Kraft! 4. Sein ist das Reich! Er herrscht im Weltgebiet Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 327 Mit Weisheit, Huld und Macht. Die Bahn, die er mir zeigt. Die Sterne gehn, der Strom der Der Gang ist schwer, er wird mit Zeiten flieht, Gott gewagt, Von seinem Blick bewacht, Der dort die Palme reicht. Und alles lenket er im stillen Froh will ich Bue/ kämpfen, Zum Ziel nach seinem heil'gen Willen: Durch Gnade stark den Feind be⸗ Sein ist das Reich! zwingen: ö 5. Gott ist mein Schild, mein t ist mein Lohn! Schirm in der Gefahr. 7. Gott ist mein Preis! Er sei Die er nur wenden kann! mein Lobgesang, Er deckt mein Haupt, und ohn' ihn Er, des ich ewig bin! fällt kein Haar, Der Herr ist groß, und seines Er nimmt sich aller an. Ruhmes Klang Ob Tausende, die mit mir wallen, Tönt durch das Weltall hin. Zur Rechten oder Linken fallen: Ich stimme mit den Erdgebornen Gott ist mein Schild! Ins hohe Lied der Auserkornen: 6. Gott ist mein Lohn! Drum Gott ist mein Preis! geh' ich unverzagt Joh. Heinr. Karl Hengstenberg 1770— 1834. Mel. Mein Herzens⸗Jesu. Peter Sohrlen). 1668. Q——. 2222——* X———v—— it.n, In dn—..—.——— ———HD————— Ich steh' in mei⸗nes Her⸗ren Hand und will drin ste⸗hen nicht Er⸗den⸗not, nicht Er⸗den⸗tand soll mich da⸗raus ver⸗ .———————— Berhen⸗ und wenn zer⸗-fällt die gan-ze Welt, wer sich an ——..— D— ihm, und wen er hält, wird wohl be⸗ hal⸗ ten blei⸗ ben. 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort,— hat's gesagt, Und darauf wagt Und Wunder sollen schauen, Mein Herz es froh und unverzagt Die sich auf sein wahrhaftig Wort Und läßt sich gar nicht grauen. Verlassen und ihm trauen. 328 Heiligung und christlicher Wandel. 3. Und was er mit mir machen will, Ist alles mir gelegen. Ich halte ihm im Glauben still Und hoff' auf seinen Segen; Denn was er tut, Ist immer gut, Und wer von ihm behütet ruht, Ist sicher allerwegen. 4. Ja wenn's am schlimmsten mit mir steht, Freu' ich mich seiner Pflege; Ich weiß, die Wege, die er geht, Sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, Ist gut gemeint, Mel. Herzlich tut mich verlangen. 2.. Er ist doch nimmermehr mein Feind Und gibt nur Liebesschläge. 5. Und meines Glaubens Unter⸗ pfand Ist, was er selbst verheißen, Daß nichts mich seiner 9 an Soll je und je entreißen. Was er verspricht, Das bricht er nicht, Er bleibet meine Zuversicht, Ich will ihn ewig preisen. Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 3.40. Wertlich. Hans Leo Haßler. 1601. 1613. V + —0 4— 2— V ID 12— +— 5— 2. Ich will in Gott mich fas⸗sen und stil⸗le, stil⸗le sein; dann bin ich nicht ver⸗las⸗sen in herb⸗ster Not und I I , —4 —1— i, Pein, dann geht auf mei⸗nem Pfa⸗de, wie dun⸗kel er auch wär', ein sei⸗ ner Gna⸗de, 2. Er trägt in seinen Händen Ein wunderhelles Licht, Mir süßen Trost zu spenden Und reine Zuversicht. Von solchem Licht geleitet Fühl' ich die Furcht gebannt, Denn über mich gebreitet Ist Gottes Vaterhand. 3. Zur Rechten und zur Linken Mag der Versucher nahn, ein En⸗gel vor mir her. Mich lockt sein schmeichelnd Winken Nicht hin auf seine Bahn; Wie fänd' ich dorten Frieden, Hätt' ich mich falschgesinnt Von Gottes Huld geschieden, Ein ungehorsam Kind?ꝰ 4. Mein Herz will ich bewahren Dem, der es treulich liebt, Auch wenn er mit Gefahren Zur Prüfung mich umgibt. 6* —*FVss: 363 ter⸗ er Gottvertrauen, Kreuz und Trost. Er will die Kraft mir stärken, ö In Worten und in Werken Sie kommt von ihm allein; Soll ich sein Zeuge sein. Julius Hammer 1810—1862. 341. in Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. EE., kla⸗-ge nicht, wenn dir dein E Gott ein Kreuz will Sei's Krank-heit, Man-gel, Gram und Spott, vom Kreu⸗ze . er ⸗le⸗gen! ö auf er-le⸗ gen! wenn du be⸗reu-end dei⸗ ne Schuld es kommt der Se⸗gen, u X x—.——— PFII I——1 trägst in gläu⸗-bi⸗ ger Ge-duld und fest auf Christum bau-est. 2. Macht auch das Kreuz dem Du hältst an ihm, der 935 nicht Fleische bang, läßt Mein Christ, laß dich's nicht reuen! An deinem Herrn und Heiland fest Des alten Menschen Todesgang Im Leben und im Sterben. Ist Lebensweg dem neuen; ů ů Einwo der sarre Trotz erliegt, 4. Und himmelan, nur himmelan Und sich das Fleisch dem Kreuzefügt, Dis— ant Ate dener Bahn x Beginnt das wahre Leben. In Herrlichteit sich endet, 3. Du gehst vor Gottes Angesicht Bis Gott sich dir in Gnaden neigt Und stehst in seinem Segen, Und dir durch JesumChristum reicht Und deines Fußes Leuchte ist An Kreuzes Statt die Krone. Sein Wort auf allen Wegen. Julius Sturm 1816-1896. 330 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. XXI. Für besondere Seiten und Verhältnisse. 1. Am Morgen. I Nach eigener Melodie. 3⁴2. Weltlich? 1598. 9 44..— drn in n rtr —. 4.—.———— 2——..—— DIIIII—— — Aus mei⸗nes Her ⸗ zens Grun- de sag' ich dir in die⸗ser Mor-gen⸗stun ⸗ de und all mein ,.——.—— 53 π n 1 2 2— 1. ——— n L. Lob und Dank ö o Gott auf dei iem Thron Le⸗ben lang; 6 f hron, dich ——.— ——.———— —.——.——— will ich wig eh- ren, laß mich dein Lob—ver⸗ ————— ů—— ——.—— 221——.— 24— II ———.—.———— TH meh ⸗ ren durch Chri-stum, dei⸗ nen Sohn! 2. Dank dir, daß du aus Gnaden 4. Die Seele, Leib und Leben, In der vergangnen Nacht Gut, Ehre, Weib und Kind Mich vor Gefahr und Schaden Will ich dir übergeben, Behütet und bewacht! Dazu mein Hausgesind; Demütig bitt' ich dich, Was deine Huld mir gab, Wollst mir die Sünd vergeben, Die Eltern und Verwandten, Womit in diesem Leben Die Freunde und Bekannten Ich hab' erzürnet dich. Und alles, was ich hab'. 3. Du wollest auch behüten 5. Gott will ich lassen raten, Mich gnädig diesen Tag Der alle Ding' vermag; Vor Feindes List und Wüten, Er segne meine Taten Vor Sünden und vor Schmach, Auch an dem heut'gen Tag. Vor Feu'r und Wassersnot, Ihm hab' ich heimgestellt Vor Armut und vor Schanden, Leib, Seele, Gut und Leben Vor Krankheit und vor Banden, Und was er mir gegeben; Vor bösem schnellem Tod. Er mach's, wie's ihm gefällt. 6. Drauf sprech' ich fröhlich Amen „und zweifle nicht daran, Gott nimmt in Jesu Namen Mein Beten gnädig an. Am Morgen. 331 Drum streck' ich aus die Hand, Greif' an das Werk mit Freuden, Das Gott mir wollt' bescheiden In meinem Amt und Stand. Verfasser unbekannt; 1592. 508 Nach eigener Melodie. 343. Heinr. Albert. 1642. ———. H—.— 4 ——— e, Lanrr n Lrat rr wan dr ren Gott des Himmels und der Er-den, Va⸗ter, Sohn und der uns Tag 65⸗5 wer⸗ den, Sonn und Mond uns 9—— 12—.—— e heil⸗—ger Geist, schei⸗nen heißt, des⸗sen star⸗ ke Hand die Welt und was — +Vf I—— ——, drin nen ist 2. Gott, ich danke dir von Herzen, Daß du mich in dieser Nacht Vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen Hast behütet und bewacht, Daß des bösen Feindes List Mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden Jetzt mit dieser Nacht vergehn; O Herr Jesu, laß dich finden Und dein Herz mir offen stehn, Da allein ja Hilf und Rat Ist für meine Missetat! 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen Geistlich auferstehen mag Und für meine Seele sorgen, Daß, wenn nun dein großer Tag Uns erscheint und dein Gericht, Ich davor erschrecke nicht! er ⸗hält: 5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen Gang nach deinem Wort, Sei und bleibe du auch heute Mein Beschützer und mein Hort! Nirgends als bei dir allein Kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele Samt den Sinnen und Verstand, Großer Gott, ich dir befehle Unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein' Ehr, mein Ruhm, Nimm mich auf, dein Eigentum! 7. Deinen Engel zu mir sende, Der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg' von mir wende Und mich halt' in guter Acht, Der auch endlich mich zur Ruh Trage nach dem Himmel zu! Heinr. Albert 1604—1651. — 1 AVII IAI RIIR 44 IX 44 A 332 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. Nach eigener Melodie. 344. Joh. Georg Ebeling. 1666. —— — 1—* — + 2 — 9—— F—— J———— Die gold⸗ne Son ⸗ ne voll Frend und Won ⸗ne —.—— —4—.—.—. — —..— 0 — FH+ —2 bringtun⸗sern Gren⸗zen mit ih⸗rem Glän⸗ zen ein herz⸗er⸗ +.—.———— 3— ar. des lieb-li ⸗ches Licht. Mein Haupt und Glie⸗ der die ö e, een, nene wen— DDD‚ — la⸗gen dar⸗ nie⸗der, a⸗ber nun steh' ich, bin mun⸗ter und 0 7——H—— SDDDSIID fröh⸗lich, schau-e den Himmel mit mei⸗nem Ge⸗sicht. 2. Mein Auge schauet, Was Gott gebauet Sind unsre Gemüter; Lieder der Frommen, Zu seinen Ehren Von Herzen gekommen, Und uns zu lehren, Das ist ein Opfer, dran er sich Wie sein Vermögen sei 5.90 und erfreut. gro Und wo die Frommen Sodenn Surcen, Dann sollen hinkommen, Segnen und mehren Wenn sie mit Frieden Unglück abwehren Von hinnen geschieden ö ö ů Aus dieser Erde vergänglichem entr 105 Kon allein. Schoß. So ist er zugegen, ö Wenn wir aufstehen, 3. Lasset uns singen, Dem Schöpfer bringen So läßt er aufgehen Güter und Gaben; Über uns seiner Barmherzigkeit Was wir nur haben, Schein. Alles das sei Gott zum Opfer 5. Alles vergehet, Die besten Güter geweiht! Gott aber stehet Ohn' alles Wanken; Seine Gedanken, Sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden Die nehmen nicht Schaden, Heilen im Herzen Die tödlichen Schmerzen, Halten uns zeitlich und ewig gesund. 6. Gott, meine Krone, Vergib und schone, Laß meine Schulden In Gnad und Hulden Aus deinen Augen sein ferne ver⸗ bannt! Sonst Herr, regiere, Mich lenke und führe, Wie dir's gefället: Ich habe gestellet Alles in deine Beliebung und Hand! 7. Willst du mich kränken, Mit Galle tränken, . 4—— laßt uns Gott ꝛc. Am Morgen. 345. Und soll von Plagen Ich auch was tragen, Wohlan, so mach es, wie dir es beliebt! 2855 10 diic Andu. as schädlich und nichti Meinem Gebeine,—0 Das weißt du alleine, Hast niemals zu sehr die Deinen betrübt. 8. Trübsal und Zähren Nicht ewig währen, Nach Meeresbrausen Und Windessausen Leuchtet der Sonne erwünschtes Gesicht. Freude die Fülle Und selige Stille Darf ich erwarten Im himmlischen Garten; Dahin sind meine Gedanken gericht't. Paul Gerhardt 1607—1676. Nik. Selnecker? 1587. e eninnnli, Wach auf, mein Herz, und sin⸗ge dem Schöpfer al⸗ler Din⸗ge, dem PP —— + Ge⸗ ber Ual ler Gü⸗ ter, dem treu⸗en Menschen⸗hü⸗ter! 2. Heut, als die dunkeln Schatten Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Mich ganz umgeben hatten, Hast du, o Gott, gewehret, Daß mich kein Leid versehret. 3. Du sprachst: Kind, lieg im Frieden, Ich will dich treu behüten; Du sollst die Sonne schauen! 4. Dein Wort, Herr, ist geschehen, Ich kann das Licht noch sehen, Von Not bin ich befreiet, Dein Schutz hat mich erneuet. 334 ZJür besondere Zeiten und Verhältnisse. 5. Du willst ein Opfer haben: Hier bring' ich meine Gaben Und leg' in Demut nieder Vor dir Gebet und Lieder. 6. Die wirst du nicht verschmähen, Du kannst ins Herz mir sehen Und weißt wohl, daß zur Gabe Ich ja nichts Bessres habe. 7. Dein Werk wollst du vollenden Und deinen Engel senden, Der mich an diesem Tage Auf seinen Händen trage. 8. Sprich Ja zu meinen Taten, Hilf selbst das Beste raten, Den Anfang, Mitt und Ende, Ach Herr, zum Besten wendel 9. Herr, segne meine Tritte, Mein Herz sei deine Hütte, Dein Wort sei meine Speise, Bis ich gen Himmel reise! Paul Gerhardt 1607—1676. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc.—— Georg Neumark. 1657. N H 4——.— +*.— ..SSS.... Mein Gott, nun ist es wie⸗ der Morgen, die Nachtvoll⸗ nun wa·chen al-le mei⸗- ne Sor⸗gen 9 auf ein⸗mal ᷓP 1 1—3 10—0 3—— Die Ruh ist aus, der Schlaf da⸗ II eiririi ni— hin, ich se⸗he 2. Ich bin noch immer auf der Erde, Wo jeder Tag sein Elend hat, Wo ich zwar immer älter werde, Doch nimmer rein von Missetat. Ich kenn',, o Gott, dein heilig Recht Und bin doch kein getreuer Knecht. 3. Vergib mir, Vater, alle Sünden, Die ich von Kindheit auf getan, Laß früh vor dir mich Gnade finden Und nimm mein reuig Bitten an! Ist deine Gnade nur mein Teil, So fehlt mir nichts zu meinem Heil. wie⸗ der, wo ich bin. 4. Hilf du in allen Sachen raten, Denn wo wär' ich mir selbst genugꝰ Bewahre mich vor Missetaten, Vor böser Menschen List und Trug! Laß mich den Tag wohl wenden an Und Gutes schaffen, wo ich kann! 5. Behüte mir Leib, Seel und Leben, Verwandte, Freunde, Hab und Gut! S du mir Kreuz zu tragen geben, So gib dabei auch Trost und Mut; Und willst du Freuden mir verleihn, So laß sie mir zum Segen sein! Am Morgen. 335 6. Du gabst mir Kraft, jetzt aufzustehen, Dein Aufsehn ist's, das mich erhält. Ich weiß nicht, wie mir's heut wird gehen, Mel. O Gott, du frommer Gott. Doch schickes, Herr, wie dir's gefällt! Schließ mich in deine Obhut ein, So bin ich tot und lebend dein! Kaspar Neumann 1648—1715. 347. 1690 O Je⸗su, sü⸗ßes Licht, nun ist die Nachtver⸗gan⸗gen, nun hat dein Gnaden⸗glanz aufs neu ße mich um- fan⸗gen; ——————— .III.... NRR— ———————2—————— nun ist, was an mir ist, vom Schla⸗fe auf-ge⸗ weckt und — NI. TS= + — ö—— — SISI‚—— 2— 2. Was soll ich dir denn nun, O Herr, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar In deine Gnade senken Mit Leib, mit Seel und Geist Heut diesen ganzen Tag: Das soll mein Opfer sein, Weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein Herr, Da hast du meine Seele, Sie sei dein Eigentum, Daß sie nur dich erwähle In deiner Liebe Kraft; Da hast du meinen Geist, Darinnen wollst du dich Verklären allermeist! 4. Hier sei denn auch mein Leib Zum Tempel dir ergeben; Wähl ihn zur Wohnung dir, O allerliebstes Leben! Ach wohn, ach bleib in mir, Beweg und rege mich, So hat Geist, Seel und Leib Mit dir vereinigt sich! 5. Mein Jesu, schmücke mich Mit Weisheit und mit Liebe, Mit Keuschheit, mit Geduld Durch deines Geistes Triebe; Kleid mit der Demut mich Und mit der Sanftmut an, So bin ich wohlgeschmückt Und köstlich angetan! 6. Gib, daß mir diesen Tag Stets vor den Augen schwebe, Daß dein' Allgegenwart Mich wie die Luft umgebe, Auf daß mein ganzes Tun Durch Herz, durch Sinn und Mund Dich lobe inniglich, Mein Herr, zu aller Stund! .— ñ— 24 ———————— j— ww˖SSSIIcñ——— — 2——.—.——— e— ————————.—. 336 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 7. Ach segne, was ich tu', Ja rede und gedenke; Durch deines Geistes Kraft Es also führ und lenke, Daß alles nur gescheh' Zu deines Namens Ruhm, Und daß ich unverrückt Verbleib' dein Eigentum! Joachim Lange 1670—1744. Mel. Ich dank' dir schon ꝛc. 348. Mich. Prätorius? 1610. e,,*—— 1 5.— HHb—— 22—————— 2—9———— Nr.N ———, Gott, o See⸗ lel Der Herr hört dei⸗nen Lob⸗ ge⸗sang:lob⸗ —.—½ 5— rn, w sing ihm, mei⸗ ne See ⸗le! 2. Mich selbst zu schützen ohne Und lehre du mich selber tun Lag ich und schiief m Fend Nach deinem Wohlgefallen! ag ich un ief in Frieden. ö—— Wer schafft die Sicherheit der Nacht 6. Nimm meines Inhten gnädig Und Ruhe für die Müden? Lurf dich hofft meine Ser le; 3. Wer wacht, wenn ich von mir Sei mir ein Retter in Gefahr, nichts weiß, Ein Vater, wenn ich fehle! Mein Leben zu bewahren? Werstärktmein Blut in seinem Kreis 7. Gib mir ein d0 scht Zu⸗ iu 7 Und schürt mich vor Gefahren? rfüllt mit Lieb und Ruhe, 4. Gelobet seist du, Gott der Ein weises Herz, das seine Pflicht Macht, Erkenn' und willig tue; Gelobt sei deine Treue, Daß ich nach einer sanften Nacht 8. Daß ich das Glück der Lebens⸗ ich di zeit Mich dieses Tags erfreue! Iu deiner Fnrcht geniteße 5. Laß deinen Segen auf mir ruhn, Und meinen Lauf mit Freudigkeit, Wenn du gebeutst, beschließe! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mich deine Wege wallen, SIISEeNN Am Abend. 337 2. Am Abend. Mel. Freu dich sehr ꝛc. 349. 15⁵⁴. 7 1l— 221 5— + 1 2...——. 14. + — 9—— 5—— Z e, e er eeren= er. Wer⸗de mun⸗ter, mein Ge⸗müu⸗te, daß ihr prei⸗set Got⸗tes Gü⸗te, die er und ihr Sin⸗ne, hat ge⸗ — II.‚.‚‚‚.— +.— 2 77 ö.‚— SII‚iI— .I————— geht her⸗für, da er mich den gan-zen Tag vor tan an mir, ch gan⸗ 9— 18 D 7— 2—..— E DFPRFRRFEIRIIR man⸗cher schweren Plag durch sein gna-den-rei⸗ches Wal⸗ ten +i N 4—* E —. 2. Lob und Dank sei dir ge⸗ sungen, Vater der Barmherzigkeit, Daß mir heut mein Werk gelungen, Daß du mich vor allem Leid Und vor Sünden mancher Art So getreulich hast bewahrt, Manches Unheil auch vertrieben, Daß ich unversehrt geblieben! 3. Dieser Tag ist nun vergangen, Und das Dunkel bricht herein; Hin ist nun der Sonne Prangen Und ihr freudenreicher Schein. Stehe mir, o Vater, bei, Daß mein Licht stets bei dir sei; Laß es hell im Herzen werden, Ist auch tiefe Nacht auf Erden! Evang. Gesangbuch. 4. Herr, verzeihe mir aus Gnaden Alle Sünd und Missetat, Die mein armes Herz beladen Und dich sehr erzürnet hat! Des Versuchers List und Tück Treib durch deine Macht zurück! Gott, du kannst allein mich retten, Strafe nicht mein Übertreten! 5. Bin ich gleich von dir gewichen, Stell' ich mich doch wieder ein; Denn dein Sohn hat ausgeglichen Meine Schuld durch seine Pein. Ich verleugne nicht die Schuld; Aber deine Gnad und Hul Ist viel größer als die Sünde, Die ich stets noch in mir finde. —— —— uiI l wirn rirzubaiH 338 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 6. O du Licht der frommen Leib und Seele, Mut und Blut, Seelen, Weib und Kinder, Hab und Gut, O du Glanz der Ewigkeit, Freunde, Feinde, Hausgenossen Dir will ich mich ganz befehlen Sei'n in deinen Schutz geschl Diese Nacht und allezeit. chutz geschlossen Bleibe doch, mein Gott, allhier 8. O du großer Gott, erhöre, In der Dunkelheit bei— Was dein Kind gebeten hat! Daß kein Unfall mich betrübe; Jesu, den ich stets verehre, Tröste mich mit deiner Liebe! Bleibe ja mein Schutz und Rat! —̊ Und mein Hort, du werter Geist, 7. Laß mich diese Nachtempfinden Der du Freund und Tröster heißt. Eine sanfte süße Ruh! Höre doch mein sehnlich Flehen! Alles Ubel laß verschwinden, Amen, ja es soll geschehen. Decke mich mit Segen zu! Joh. Rist 1607—1661. 56655 O Welt, ich muß dich lassen. 350. Heinr. Isaak? Weltlich. 1536. 1595. SDSDSDSSSSSSI. Nun ru- hen al⸗ le Wäl⸗ der, Vieh,——5 Städt' und Fel⸗ der, es schläft die gan⸗ze Welt; ihr a⸗ ber meine Sin⸗nen, auf, —.— 1J.—. 2— 6. 47˙. 4 S S—.— S — auf, ihr sollt be⸗ gin⸗nen, was eu⸗ erm Schöp⸗fer wohl⸗ge-fälltl 2. Wo bist du, Sonne, blieben? 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, Die Nacht hat dich vertrieben, Legt ab das Kleid und Schuhe, Die Nacht, des Tages Feind. Das Bild der Sterblichkeit; Fahr hin, ein' andre Sonne, Die zieh' ich aus, dagegen Mein Jesus, meine Wonne, Wird Iender mir anlegen Gar hell in meinem Herzen scheint. Das Kleid der Ehr und Herrlichkeit. 3. Der Tag ist nun vergangen, 5. Das Haupt, die Füß' und Hände 2 f bauen Sternlein prangen Sind froh, daß nun zum Ende lauen Himmelssaal: Die Arbeit kommen sei. Also werd' ich auch stehen, Herz, freu dich, du sollst werden Wenn mich wird heißen gehen Vom Elend dieser Erden Mein Gott aus diesem Jammertal. Und von der Sünden Arbeit frei! 14 4. Am Abend. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder, Der Ruhe ihr begehrt! Es kommen Stund' und Zeiten, Da man euch wird bereiten Zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein' Augen stehn verdrossen, Im Nu sind sie geschlossen Wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, Sei gut für allen Schaden, Du Aug und Wächter Israel! 389 8. Breit aus die Flügel beide, O Jesu, meine Freude, Und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich verschlingen, So laß die Engel singen: Dies Kind soll unverletzet sein! 9. Auch euch, ihr meine Lieben, Soll heute nicht betrüben Kein Unfall noch Gefahr! Gott lass' euch ruhig schlafen, Stell' euch die mächt'gen Waffen Ums Bett und seiner Engel Schar! Paul Gerhardt 1607—1676. Nach eigener Melodie. 351. Joh. Heinr. Lützel. 1858. 25—— HH— ö——————— .—— o See ⸗len⸗ Der Tag ist hin, mein Je⸗— bei mir E 4 * VE +(—— — ————.— der Ge⸗rech⸗tig⸗keit, 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen, Dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen Nach deinem Rat, ob ich's gleich nicht versteh?; Du bist gerecht, es gehe, wie es geh'. 3. Nur eines ist, das mich emp⸗ findlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet; Das weißt du wohl, du Herzens⸗ kündiger, er⸗leuchte mich, ach Herr, dennes ist Zeit! Ich strauchle noch wie ein Un⸗ mündiger. 4. Vergib es, Herr! Mir sagt es mein Gewissen, Der Sünde Lust hat mich von dir gerissen; Es ist mir leid, ich stell mich wieder ein, Da ist die Hand: du mein und ich bin dein! 5. Israels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, 22* πάνππιπππνππιππι 340 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. Zu meinem 4.— dein sieghaft Schwert umgürte, Bewahre mich ncht deine große Ma Wenn Belial nach Bonner Seele tracht't! 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen, Ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen! O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn! Dich lass' ich nicht, mein Fels— der Tag ist hin! Joachim Neander 1650—1680. Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. 352. 1651. ———.—— 2—— SSDSPSPSSISISIIIIIIIIII Wo willst 1 hin, weil's A⸗ bend ist ist, v(lieb⸗ster Pil⸗ger E V—— äwiPRPRPSRSTSRSRSRPISSRE — 4———— ee Je⸗su Christ? Komm, laß mich so glück⸗ se-lig sein und —.i— ———ĩ‚.‚e kehr in mei⸗nem Her⸗zen ein! 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, Dieweil es ist so gut gemeint; Du weißt, daß du zu aller Frist Ein herzenslieber Gast mir bist! 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt, Die Nacht sich schon von ferne zeigt; Drum wollest du, o wahres Licht, Mich Armen ja verlassen nicht. —ũ— Freu dich sehr ꝛc. 4. Erleuchte mich,. ich die ahn Zum Himmel sicher finden kann, Damit die dunkle Sündennacht Mich nicht verführt noch irre macht! 5. Vor allem in der letzten Not Hilf mir durch einen sanften Tod! Herr Jesu, bleib; ich halt' dich fest, Ich weiß, daß du mich nicht verläßt! Verfasser unbekannt; 1674. 353. 1554. + V— IIAE + — Herr, es ist von mei⸗nem Le⸗ ben Leh-re mich nun Ach⸗tung ge-ben, wie⸗ der⸗ um ein ob ich fromm ge— HEE aa O „„„47½ ů Am Abend. 341 — 5,— IID Tag da⸗hin. we⸗sen bin; zen“ ge mir auch sel-ber an, so ich +——. —— — ů.—— . D—. + 23—.——... ———— was nichtrecht ge⸗tan, und hilf jetzt in al⸗len Sa⸗chen —— 5————.——— ———. gu⸗ten Fei⸗ er ⸗ a⸗bend ma-chen! 2. Freilich wirst du manches finden, Was dir nicht gefallen hat; Denn ich bin noch voller Sünden In Gedanken, Wort und Tat, Und vom Morgen bis zur Stund Pfleget Herze, Hand und Mund Mannigfach und oft zu fehlen, Daß ich's selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden Habe noch einmal Geduld; Ich bin freilich schwer beladen, Doch vergib mir alle Schuld! Deine große Vatertreu Werde diesen Abend neu, So will ich noch deinen Willen Künftig mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, Daß der Schlaf nicht sündlich sei; Decke mich mit deiner Güte, Auch dein Engel steh' mir bei! Lösche Licht und Feuer aus Und bewahre sonst das Haus, Daß ich morgen mit den Meinen Nicht im Unglück müsse weinen! 5. Steure den gottlosen Leuten, Die im Finstern Böses tun! Sollte man gleich was bereiten, Uns zu schaden, wenn wir ruhn, So zerstöre du den Rat Und verhindere die Tat; Wend auch allen andern Schrecken, Den die Bosheit kann erwecken! 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, Wenn es bei uns Abend wird; Denn du bleibest ewig munter Und bist wie ein guter Hirt, Der auch in der finstern Nacht Über seiner Herde wacht. Darum hilf uns, deinen Schafen, Daß wir alle sicher schlafen! 7. Laß mich dann gesund erwachen, Wenn es rechte Zeit wird sein, Daß ich ferner meine Sachen Richte dir zu Ehren ein! Oder hast du, lieber Gott, Heut bestimmet meinen Tod, So r ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Kaspar Neumann 1648—1715. SISI —— IPRDRPR‚RPRPRPĩPRPRPRPRPCDPDPPPeeeeeeeeeeeeee — Für besondere Mel. Mein Herzens⸗Jesu. 354. Zeiten und Verhältnisse. Peter Sohrl(en). 1608. SPPPIIIIII +— Gott⸗lob ein Schrittzur C. wig⸗keit — ist a⸗bermals voll⸗ Zu dir im Fortgang die⸗ser Zeit mein Herz sich sehn⸗lich .———* + 1.—8 345—— 23..———— U ZÜI.....—]. en-det!l wen⸗det, o ininn Le⸗ben fließt und al ⸗le ꝝ* 2..———...—— — II 2—.———— Gna⸗de sich er⸗gießt zu mei⸗ner See⸗le Le⸗ben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr, Und wird mir allzu lange, Bis es erscheine, daß ich gar, O Leben, dich umfange, Damit, was sterblich ist an mir, Verschlungen werde ganz in dir, Und ich unsterblich werde. 3. O daß du selber kämest bald! Ich zähl' die Augenblicke. Ach komm, bevor meinHerz wird kalt Und sich's zum Sterben schicke! Komm doch in deiner Herrlichkeit, Schau her, die Lampe steht bereit, Die Lenden sind umgürtet! 4. Doch sei dir ganz anheim⸗ gestellt Die rechte Zeit und Stunde, Wiewohl ich weiß, daß dir's gefällt, Wenn ich mit Herz und Munde Dich kommen heiße und darauf Von nun an richte meinen Lauf, Daß ich dir komm' entgegen. 5. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann Von deiner Liebe trennen, Und daß ich frei vor jedermann Dich meinen Freund darf nennen, Und daß du dort, o Lebensfürst, Dich ganz mit mir vereinen wirst Und mir dein Erbe schenken. 6. Drum preis' ich dich in Dank⸗ barkeit, Daß heut der Lauf geendet, Und daß dadurch von dieser Zeit Ein neuer Schritt vollendet. Ach führe du mich weiter fort, Bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben! 7. Wenn auch die Hände lässig sind Und meine Kniee wanken, So biet mir deine Hand geschwind Und halt mich in den Schranken Des Glaubens, daß in dir mein Herz Sich stärke, und ich himmelwärts Ohn' Unterlaß aufsteige! 1608. Am Abend. 3843 8. Geh, Seele, frisch im Glauben 9. O Jesu, meine Seele ist dran Zu dir schon aufgeflogen; Und sei nur unerschrocken, Du hast, weil du voll Liebe bist, Laß dich nicht von der rechten Bahn Mich ganz zu dir gezogen. Die Lust der Welt ablocken! Fahr hin, was heipet Stund und So dir der Lauf zu langsam dünkt, Zeit: So eil, wie sich ein Adler schwingt, Ich bin schon in der Ewigkeit, Mit Flügeln heil'ger Liebe! Weil ich in Jesu lebe! Aug. Herm. Francke 1663—1727. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 355. Heinr. Isaak? Weltlich. 1536. 1598. ——.— —6— ů—— H 4—..— 5,-- e e Hrr mnr —————— x 74661 SI— lan⸗gen nach Herzenswunsch erfüllt. Gott hat mich un⸗ter⸗wei⸗set, mit ⁵—— 2——— + HN SDDSSE.— S..S...—..... . Lebensbrot ge⸗spei-set und mei⸗ner See⸗le Durst ge⸗stillt. 2. Gott ruht durchs Wort im 4. Du wirst schon bei mir wachen Herzen, Und eine Sonne machen Drum leg' ich ohne Schmerzen Auch mitten in der Nacht, Auch meinen Leib zur Ruh; Bis bei den Cherubinen Denn allen Sündenschaden Ein Sonntag ist erschienen, Deckt Jesus nun in Gnaden Der alle Nacht zu Schanden macht. Mit seiner treuen Liebe zu. 5. Ich schlafe ganz vergnüget, 3. O du dreieinig Wesen, Denn wo mein Herze lieget, Mein Geist ist schon genesen, Da ist der Engel Heer; Weil ich dein Tempel bin! Mich stört kein Weltgetümmel, Ich habe Licht vom Lichte, Es träumt mir nur vom Himmel: Dein leuchtend Angesichte Treibt alle Finsternisse hin. 5 Jesu, meine Freude. —————————— 5— 46 Ach wer doch nur bald droben wär'! Benj. Schmolck 1672—1737. 356. Joh. Crüger. 1649. 1656. E 2 Hir⸗te dei⸗ner Scha-fe, der von kei⸗nem Schla-fe dei- ne Wunder⸗mil-de dien-te mir zum Schil-de /˖=———DM= ——iiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeee‚e‚ee 344 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. et⸗ was wis⸗ sen mag, den ver⸗gangnen Tag. Sei die Nacht auch auf der Wacht , —— und laß mich von dei⸗nen Scharen um und um be-wah⸗ren! r 2. Decke mich von oben Nimm dein Küchlein ein; Vor der Feinde Toben Deck uns zu Mit Schutz und Ruh, D Mit der Vaterhuld; So wird uns kein Grauen Wecen G Ein versöhnt Gewissen Noch der Feind uns schrecken! U Sei mein Ruhekissen, ů Drum vergib die Schuld! 5. Wie, wenn ich mein Bette Jesus Christ Mein Mittler ist, Heut zum Grabe hätte? Er hat das, was ich verschuldet, Wie bald rot, bald tot! Williglich erduldet. Drum hast du beschlossen, Daß mein Ziel verflossen, 3. Laß auch meine Lieben Kommt die Todesnot, Keine Not betrüben, So will ich Nicht wider dich; Sie sind mein und dein! Hab' ich Jesum nur gefunden, Schließ uns mit Erbarmen Sterb' ich alle Stunden. In den Vaterarmen Wohlgeborgen ein! 6. Nun wohlan, ich tue Du bei mir Und ich bei dir, In vergnügter Ruhe Also sind wir ungeschieden, Meine Augen zu! Und ich schlaf' in Frieden. Seele, Leib und Leben Hab' ich dir ergeben, ů 4. Komm, verschließ die Kammer Treuer Hüter du! ů Und laß allen Jammer Gute Nacht, Nimm mich in acht; ö Ferne von uns sein! Und erlebe ich den Morgen, Sei du Schloß und Riegel, Wirst du weiter sorgen! Unter deine Flügel Benj. Schmolck 1672—1737. x Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 357. Shiit Weltlich. 1536. 1598. — PD‚‚.DD‚—— Herr, der du mir das Le⸗ben bis die ⸗sen Tag ge⸗ acht en! Am Abend. 345 .... ge⸗ ael, dich bet' ich kindlich an. Ich bin viel zu ge⸗ rin ge der SPSSS Treue, die ich sin⸗ge, und die du heut an mir ge⸗tan. 2. Mit dankendem Gemüte 4. Ich weiß, an wen ich glaube, Freu ich mich deiner Güte, Und nahe mich im Staube freue mich in dir. Zu dir, mein Gott, mein Heil. Du gibst mir Kraft und Stärke, Ich bin der Schuld entladen, Gedeihn zu meinem Werke, Ich bin bei dir in Gnaden, Und schaffst ein reines Herzi in mir. Und in dem Himmel ist mein Teil. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, 5. Bedeckt mit deinem Segen Nach deines Worts Befehlen Eil' ich der Ruh entgegen, Einher im Leben gehn, Dein Name sei gepreist! Auf deine Güte hoffen, Mein Leben und mein Ende Im Geist den Pueis de offen Ist dein; in deine Hände Und dort den Preis des Mubens Befehl' ich, Vater, meinen Geist. ehn! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 358. Heinr. Isaak? Weltlich. 1536. 1598. E V66————7. 2 4. 0 en are rnKnn Die Son⸗ ne sin-ket nie⸗ der, die stil- le Nacht kommt SDPPPIIIIIIII wie⸗der und mit ihr Schlaf und Ruh. Sie Hrnstend neue Kräf⸗te, be⸗ + 4 schließt des Tags Ge⸗ schäf⸗ te und drücktdie möb⸗den Au⸗gen zu. 2. Noch wach' ich und erzähle Lobsing' ich seiner Güte; Mit tiefgerührter Seele, Was Gott an mir getan. Mit dankendem Gemüte —.—* ———...——— e.... ——— 3. Von ihm kommt jede Gabe, Er hört mein frommes Loblied an. 346 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. Das Leben, das ich habe, Die Ruhe dieser Nacht. Er ist der Quell der Güter, Er ist mein treuer Hüter, Der, wenn ich schlummre, für mich wacht. 4. Er läßt es finster werden Und hüllt den Kreis der Erden In stille Dunkelheit; Doch auch in dunkler Stille Wohnt Gott mit seiner Fülle Und zeigt mir seine Herrlichkeit. 5. Aus unermessner Ferne Führt er jetzt Mond und Sterne Am Firmament herauf; Sie leuchten ihm zur Ehre Hoch über Erd und Meere, Und seine Hand lenkt ihren Lauf. 6. Groß, wenn der Morgen grauet, Groß, wenn der Abend tauet, Groß in der stillen Nacht, RS Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. 359. * So flie-hen un-sre Ta-ge hin, auch die-ser ist nicht mehr; die Im Sonnenschein und Sturme, Am Menschen und am Wurme⸗ Groß zeigst du, Vater, deine Macht! 7. Voll Majestät und Stärke Stehn lauter Wunderwerke In deiner Schöpfung da. Wie kann ich dir's vergelten? Du, Gott so vieler Welten, Warst auch mir Armem heute nah. 8. Gott, groß von Macht und Treue, Jetzt, da ich dein mich freue, Wird mir die Nacht zum Licht. Leg' ich die müden Glieder In deinem Namen nieder, So wachest du, ich sorge nicht. 9. Soll jetzt der Schlaf zum Leben Mir neue Kräfte geben, So schlaf' ich fröhlich ein; Soll er mein Leben enden, So wirst du mich vollenden Und auch mein Gott im Tode sein. Joh. Zach. Junkheim 1729—1790. Joh. Crüger. 1656. E I —————— 33g———..—— —*— 11—.—————— Nacht, der Mü⸗ den T Trö⸗ste⸗ 2. Herr, du nur bleibest, wie du bist, Du schläfst und schlummerst nicht; Die Finsternis, die uns ums chließt, Ist deinem Auge Licht. rin, eilt wie-der zu uns her. 3. Dir übergeb' ich voll Ver⸗ traun Mich auch in dieser Nacht; Und wovor sollte mir denn graun? Mich schützt ja deine Macht. BXXNNl‚V Am Abend. 347 4. Hab' ich an deiner Gnade nur 7. Flieht, finstre Sorgen, weit Noch teil, mein Herr und Gott, von mir! So fürcht ich keine Kreatur Herr Jesu, du allein Und scheue nicht den Tod. Sei mein Gedanke; weihe dir 5. Zwar ich erkenne meine Mein Herz zum Tempel ein! Schuld, 8. Ist dies vielleicht dieletzte Nacht Mit Reue fühl' ich sie; In meiner Prüfungszeit, Doch, mein Erlöser, deine Huld, So führe mich durch deine Macht Wie trostvoll ist mir die! Zum Licht der Ewigkeit! 6. Ich eil' im Glauben zu dir hin 9. Ich lebe dir, ich sterbe dir, und weiß, wie sicher ich Dein bin ich auch im Tod; Im Schatten deiner Flügel bin; Du, mein Erretter, bist bei mir Du wachest über mich. Und hilfst aus aller Not. Christoph Friedr. Neander 1724- 1802. . Mel. Herzlich tut mich verlangen. 360. Weltlich. Hans Leo Haßler. 1601. 1613. SSESPSSSIII... Wirf ab des Ta⸗ges Hasten, der stil-le Abend kommt; nun, See⸗ le, sollst du—— dort, wo die Ru⸗he ——— ———.— ne —— 2—.— 1 N ,——— 4 2.ñ— + Sorgen, Mühn und Schmerzen, 19 sanft und se⸗lig Tuhn 2. Dort ist dir Rast beschieden Daß man des Tags Geschäfte Nach mühevoller Zeit, Mit neuer Freude tut. Dort findest du den Frieden Gern wirst du sie vollbringen Nach unruhvollem Streit; Und fühlst dich nicht beschwert, Dort schläfst du frei von Sorgen, Und Gott läßt dir gelingen, Von seinem Arm bedeckt, Was seinen Ruhm vermehrt. Bis dich der junge Morgen Zu neuer Arbeit weckt. Vor ihn trag deine Last, 3. Die Rast gibt neue Kräfte, Auf ihn wirf deine Sorgen, Die Kraft gibt neuen Mut, Bei ihm such deine Rast! 4. Mit ihm beginn den Morgen, „ 348 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. So fließet leicht dein Leben Wo dir dein Gott wird geben Dem klaren Himmel zu, Die ewig sel'ge Ruh. Julius Sturm 1816—1896. 5. Jahreswechsel. Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. 361. 1651. a N N + V. *+——— ů————.——— ,.— SIEEIT— .. 5„—.— Das al⸗te Jahr ver⸗-gan⸗gen ist; wir dan-ken ů—— BE— 2.——.— ISDISSSDSDSSSSS........ dir, Herr Je⸗su Christ, daß du in Not uns und Ge-fahr so Q —X2 +— 5—— ————— ——ů ꝰ5̈— 1 gnä⸗dig hast be⸗schützt dies Jahr. 2. Wir bitten dich, du ew'ger Sohn Und fromm zu werden fangen an! Des Vaters auf dem höchsten Thron, Der alten Sünde nicht gedenk, Wollst deine arme Christenheit Ein gnadenreichNeujahr uns schenk! 5. Hilf christlich leben, seliglich 3. Entzieh uns nicht dein heilsam Einst sterben und hernach fröhlich Wort, Am jüngsten Tage auferstehn, Das ist der Seelen höchster Hort; Mit dir zum Himmel einzugehn, Vor Irrlehr und d ehn 6. Ir danden und äu Loben dic ü eh uns bei! n di Bn in Mirallen Eugelnewiglich 4. Hilf, daß wir fliehn der O Jesu, unsern Glauben mehr Sünde Bahn Zu deines Namens Lob und Ehr! Joh. Steuerlein 1546—1613. *. Mel. Werde Licht, du Volk ꝛc. 36. A——— —————— ——— L vi. d=, u n.—.— 4.— * 0 2 Hilf, Herr Je⸗ su Konr. Kocher. 1823. laß ge⸗ lin- gen, hilf, das laß es neu⸗ e Kräf⸗te brin gen, daß aufs 4 Jahreswechsel. 349 SSSSE EEE—.— 2 neu e Jahr geht an, I 6 nen ich Wan⸗deln kannt Neu⸗ es Glückund neu ⸗es — 1—— 7 2—.—. —5..— B.e— 14. Le⸗ben wol⸗lest du aus Gna⸗den ge»ben. 2. Meiner Hände Werk und 5. Tröste mich mit deiner Liebe, Taten, Nimm, o Herr, mein Flehen hin; Meiner Zunge Red und Wort Wenn ich mich auch sehr betrübe Können nur durch dich geraten Und voll Angst und Zagen bin, Und ganz glücklich gehen fort. Stärke mich in meinen Nöten, Neue Kraft laß mich erfüllen, Daß mich Sünd und Tod nichttöten! Zu verrichten deinen Willen! 3. Was ich denke, was ich mache, Daß 9100 Dahr wü Helin Kn Das gescheh in dir allein; Und ich christlich könne leden Wenn ich schlafe, wenn ich wache, Sonder Trug und Heuchelei, Wollest du, Herr, bei mir sein. Daß ich no ch allhier auf Erden Geh'ich aus, wollst du mich leiten. Fromm und selig möge werden! Komm'ich heim, so steh zur Seiteni 9.108 ä 4. Laß dies sein ein Jahr der 7. Jesu, laß mich fröhlich enden Gnade, Dieses angefangne Jahr, Laß bereun mich meine Sünd; Trage stets mich auf den Händen, Hilf, daß sie mir nimmer schade Halte bei mir in Gefahr! Und ich bald Verzeihung find'! Freudig will ich dich umfassen, Niemand sonst als du, mein Leben, Wenn ich soll die Welt verlassen. Kann die Sünde mir vergeben. Joh. Rist 16071667. 363. Nik. Selnecker? 1587. Mel. Nun laßt uns Gott ꝛc. E,—. .———————————— Nun laßt uns gehn und tre⸗ten mit Singen und mit Be⸗ten zum 9.4 —.. 2... EE Herrn, der unserm Le⸗ ben bis hierher Kraftge-ge-ben! Iπρπ ——— 350 2. Wir gehn dahin und wandern Von einem Jahr zum andern, Wir leben und gedeihen Vom alten bis zum neuen: 3. Durch so viel Angst und Plagen, Durch Zittern und durch Zagen, Durch Not und große Schrecken, Die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern In schweren Ungewittern Die Kindlein hier auf Erden Mit Fleiß bewahret werden: 5. Also auch und nicht minder Läßt Gott uns, seine Kinder, Wenn Not und Trübsal blitzen, In seinem Schoße sitzen. 6. Ach Hüter unsers Lebens, Fürwahr, es ist vergebens Mit unserm Tun und Machen, Wo nicht dein' Augen wachen! 7. Gelobt sei deine Treue, Die alle Morgen neue! Lob sei den starken Händen, Die alles Herzleid wenden! 8. Laß ferner dich erbitten, O Vater, und bleib mitten In unserm Kreuz und Leiden Ein Brunnquell unsrer Freuden! Mel. Jesus, meine Zuversicht. 36•4. Für besondere Zeiten und Verhältnißse. 9. Gib mir und allen denen, Die sich von Herzen sehnen Nach dir und deiner Hulde, Ein Herz, das sich gedulde! 10. Schließ zu des Jammers Pforten Und laß an allen Orten, Wo Krieg und Blutvergießen, Die Friedensströme fließen! 11. Sprich deinen milden Segen Zu allen unsern Wegen, Laß Großen und auch Kleinen Die Gnadensonne scheinen! 12. Sei der Verlassnen Vater, Der Irrenden Berater, Der Unversorgten Gabe, Der Armen Gut und Habe! 13. Hilf gnädig allen Kranken, Gib fröhliche Gedanken Den hochbetrübten Seelen, Die sich mit Schwermut quälen! 14. Und endlich, was das Meiste, Füll uns mit deinem Geiste, Der uns hier herrlich ziere Und dort zum Himmel führe! 15. Das alles wollst du geben, O meines Lebens Leben, Mir und der Christenschare Zum sel'gen neuen Jahre! Paul Gerhardt 1607— 1676. Joh. Crüger? 1653. 1656. +Z———— —.— q5+3.——E *—.— 0 — A 8— x 2„n—— Je-sus soll die Lo⸗sung sein, da ein neu ⸗es Jahr er⸗schienen, Je-su Na-me soll al- lein de-nen zum Panie re die-nen, — Jahreswechsel. 351 die in sei⸗nem Bun⸗de stehn und auf sei⸗ nem We⸗ge gehn. 2. Jesu Name, Jesu Wort So wird alles wohl bestehen Soll in den Gemeinden schallen, Und durch seinen Gnadenschein Und so oft wir nach dem Ort, Alles voller Segen sein. Der nach ihm genannt ist, wallen, 4. Ale Sorgen, alles Leid Mache deines Namens Ruhm ili Soll sein Name uns versüßen, Unser Herz zum Heiligtum. So wird alle Bitterkeit 3. Unsre Wege wollen wir Uns zum Segen werden müssen. Nun in Jesu Namen gehen. Jesu Nam ist Sonn und Schild, Geht uns dieser Leitstern für, Welcher allen Kummer stillt. Benj. Schmolck 1672—1787. Mel. Allein Gott in der Höh ꝛc. 365. Altkirchlich. 1539. 9 + E *——.— 14..——*—.— + HN 0 a⸗ er ord⸗net Jah⸗re, Tag und Nacht: auf, laßt uns 94 4 t I ꝛß7—ß—4 S IE....—————— ————1———— ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Dank er⸗ tei- len! 2. Herr, der da ist und der da war, Das du uns neu gegeben! Von dankerfüllten Zungen Verleih uns Kraft,— die Kraft ist Sei dir für das verflossne Jahr dein,— Ein heilig Lied gesungen, In deiner Furcht zu leben! Für Leben, Wohlfahrt, Trost und Du schützest uns und du vermehrst Rat, Der Menschen Glück, wenn sie zuerst Für Fried' und Ruh, für jede Tat, Nach deinem Reiche streben. Die uns durch dich gelungen! 4. Hilf deinem Volke väterlich 3. Laß auch dies Jahr gesegnet In diesem Jahre wieder! sein, Erbarme der Verlassnen dich ꝗαπνν .3t l/t. 352 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. Und der bedrängten Glieder! Gib Glück zu jeder guten Tat Und laß dich, Gott, mein Heil und In unserm Lande wohne, Rat, Daß Treu und Liebe bei uns sei: In seinem Herzen throne, Daß Tugend und Zufriedenheit Auf unsern Fürsten nieder; Dies, lieber Vater, dies verleih 5—55 Dn i 5. Daß Weisheit und Gerechtig⸗ 8 5 e keit Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 366. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787 N sre Err,. K.. + 2—— 2.—.—..—2——2.5—— D.᷑ĩDe‚..—..——— 2..—— 4— —————— Ein neu⸗es Jahr ist an ⸗ ge⸗fan⸗gen, laß es ein Herr, je⸗der bli⸗cket voll Ver⸗lan⸗gen in die ⸗se 9 ů——— * 5—— En. SI————‚—— - E Ri=de d. 2358... 55 r— 44————:——— & 2:* dunitrge geit—.— Laß je ⸗den fin⸗ den und er-fah⸗ren, nr. ——— 8 7.. 2————.— was sei⸗ner See ⸗le dient und frommt! O Heil uns, wenn in N——————— al⸗len Jah⸗ren dein Reich uns im-mer nä⸗her kommt! Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛc. 1704. Q— N —2.—.— 1—— 2+.—.—— 10=....——5—.7 n Ee=. —* 2—— Ein neu⸗ es Jahr ist an ge⸗ san⸗gen, laß es ein Herr, je⸗der bli⸗cket voll Ver⸗lan⸗gen in die ⸗se TI*— SSEEEEEEEE Jahr der Gna⸗de sein! künft'⸗ge Zeit hin⸗-ein. Laß je⸗ den fin-den und er-fah⸗ren, Jahreswechsel. 353 dde e e, n,. timrern —.. Leen.— —.. DSS———— 22.. 2— was sei⸗ ner See⸗le dient und frommt! 22 1— 12—— 2— N PꝑPSPSIPIPIIIPTIPIPIꝑIꝑI' IIPII IIII... e n Eean., rr.,—..— al⸗len Jah-⸗ren 2. Die Tage fliehn und tauchen nieder, Die Jahre schwinden wie einRauch. Du sprichst: Ihr Menschen, kommet wieder, Und nimmst sie weg mit einem Hauch. Du führst heraus die Zahl der Sterne, Vor dir ist alles Fleisch wie Heu; Was du gebeutst, das kommt von ferne, Und deine Hand macht alles neu. 3. O laß auch uns ein Neues hören In dieser neuen Gnadenzeit, Ein Neues aus des Himmels Chören, Ein Neues aus der Ewigkeit, Ein neues Wort von alter Treue, Die täglich neu die Hand uns beut, Ein Wort, das unser Herz erfreue, So oft es seine Kraft erneut! 4. Hilf, Gott, mit deinem Gnadengeiste, Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. dein Reichuns im⸗mer nä⸗-herkommt! Daß dieses angefangne Jahr In deinem Reich ein Bessres leiste, Als der Gewinn des alten war! Erwecke du den Trieb der Seelen, Der ein erneutes Herz begehrt, Und laß es nicht an Früchten fehlen, Wenn sich der alte Mensch bekehrt! 5. Laß deinen Namen neu er⸗ schallen, So weit dein Reich die Erde deckt; Laß alle falschen Götter fallen, So weit das Kreuz die Arme streckt! Du hast den heil'gen Christusnamen Zum Gnadenthrone hingestellt; Aus diesem Lebenskeim und Samen Erneure die erstorbne Welt! 6. Laß Trost und Frieden neu verkünden Den Herzen, die zerschlagen sind, Zerbrich das Joch der alten Sünden Und rette das verirrte Kind! Vergib uns, Herr, was wir bereuen, Und lege du den bessern Grund, Auf dem wir Tag für Tag erneuen Den festgeschlossnen Gnadenbund! Heinr. Puchta 1808—- 1858. 367. Q ————8 I— Ein Jahr geht hin, das an⸗dre kommt; nur ei⸗- nes bleibtund Evang. Gesangbuch. 25 ————..—..————ñ—————— ———————————..— IIHIIII——————— *DEAEDEEDEEEEEEEEE + rr+ππ +——— DIA 354 Fur besondere Zeiten und Verhältnisse. ͤ 1— +—. steht auch fest, und ei ⸗nes bleibt, das e-wig frommt:Gott 77————IU—— —— 5l N„— 2———————‚— der die Sei⸗nen nie ver⸗läßt; 2. Gott, der die Seinen nie Gott aber ist stets neu und alt, verläßt, Neu in der Lieb, alt in der Treu. 17—— dait ste 3 Herz iepreßn Laßt uns auch leben dergestalt! nd doppelt fest ans Herz sie preßt Wenn seine Vaterhand sie schlägt. 4. Laßt uns auch leben dergestalt: So werden stets jahraus jahrein 3. Das Jahr wird alt, das Jahr Und grau und alt und todeskalt wird neu, Wir Gottes und er unser sein! Wilh. Wackernagel 1806—1869. Mel. 49— Jesu. 368. Joh. Rud. Ahle. 1664. — +——— . nd e.. Nun gott-lob, wir ste⸗hen hier wie⸗der an des Leib und Seel emp⸗-feh-len wir, Gott, in dei ⸗ne 3—— T. Jah⸗ res En ⸗ de; Va⸗ ter ⸗ hän- de; 4.—— n 6 2——, ,n—.— ——.———.— ge⸗hen, du wirst trö- stend bei uns ste ⸗ hen. W00 8 zm Kampf und Ster⸗-ben 2. Ruhet wohl, die ihr von Und dann gehn wir auch zum hier Frieden; Unter Tränen seid geschieden! Gott wird uns in jenem Leben Kurze Zeit noch kämpfen wir, Einst einander wieder geben. Verfasser unbekannt. GE ekannt. Ernte⸗ und Danffest. 355 4. Ernte⸗ und Dankfest. 36. 1738 2— SS SSISISI Gott, von dem wir al- les ha-ben, die Welt ist du a⸗-ber tei⸗-lest dei ne Ga⸗ben recht wie ein Mel. O daß 66 tausend ꝛc. 2—— rr Im dn——— —.—.—.—— +—.— —.. ein so gro⸗ßes Haus, 10 Va⸗-ter drin-nen aus; dein Se-gen macht uns al-le PSIIIIIIIIIIITTTT— ——— reich, ach lie⸗ber Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die Menschen alle Es mehret sich vielfält'gerweise, zählen, Was anfangs schien, als wär'es tot, Die heut bei dir zu Tische gehn? Bis in der Ernte jung und alt Doch soll die It lhen Boraehn Erlanget seinen Unterhalt. Denn du weißt allem vorzustehn ö Und schaffest, daß ein jedes Land 5. Nun Herr, dies laß uns recht Sein Brot empfängt aus deiner. bedenken!. Hand. Der Wunder ist hier gar so viel. So viel als du kann niemand 3. Du machst, daß man auf schenken, Hoffnung säet Und dein Erbarmen hat kein Ziel; Und endlichauch die Fruchtgenießt; Denn immer wird uns mehrbeschert, Der Wind, der durch die Felder Als wir zusammen alle wert. wehet, Die Wolke, die das Land begießt, 6. Wir wollen es auch nie ver⸗ Des Himmels Tau, der Sonne ö gessen, Strahl Einieder Bij 1.* wir eften Si ö ö Ein jeder Bissen, den wir essen, en Soll deines Namens Denkmal sein, 4. Und also wächst des Menschen Und Herz und Mundsoll lebenslang Speise, Für unsre Nahrung sagen Dank. Der Acker reichet ihm sein Brot. Kaspar Neumann 1648—1715. 23* ᷣ——. 356 Mel. Was Gott tut ꝛc. Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 370. 1690. 2. +.— N 4— .* +— t——— 16— 7 V— x +* + +— 2..........2...— ö —.—.—————— Was Gott tut, das ist wohl⸗ge⸗tan, so den⸗ken Got⸗tes Wenn mannichtreichlich ern-ten kann, liebt er uns doch nicht — ———— — 1 4 ——— e e e — * en err a. Kin⸗der. min⸗der. Er zieht das Herz nur himmelwärts, wenn er uns — + x ö ů I.I 1 2 IA— —.. läßt auf Er⸗den ein Ziel der Pla⸗gen wer⸗den. 2. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan. Im Nehmen und im Geben Sind wir bei ihm stets wohl daran Und können ruhig leben. Er nimmt und gibt, Weil er uns liebt, Und seine Hände müssen Wir stets in Demut küssen. 3. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan. Er zeigt uns oft den Segen, Und ehe man ihn ernten kann, Muß sich die Hoffnung legen. Weil er allein Der Schatz will sein, So nimmt er andre Güter Zum Heile der Gemüter. 4. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan. Es geh' nach seinem Willen; Undläßt sich's auch zum Mangel an, So weiß er ihn zu stillen. Obgleich das Feld Nicht viel enthält, Man kann bei wenig Gaben Satt werden und sich laben. 5. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan. Das Feld mag traurig stehen, Wir gehn getrost auf seiner Bahn Und wollen ihn erhöhen. Sein Wort verschafft Uns Lebenskraft, Es nennt uns Gottes Erben; Wie können wir verderben? 6. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, So wollen wir stets schließen. Ist gleich bei uns kein Kanaan, Wo Milch und Honig fließen, Er, unser Gott, Weiß, was uns not, Und wird es gern uns geben: Kommt, laßt uns ihn erheben! Nach Benj. Schmolck 1672—17³7. SHRr H⁵˙r . vohl⸗ „ Zahn 637⁷. Ernte⸗ und Danffest. 357 Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 371. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. ö Ee———— AS—rri———— —., dn nen vr nn.nmn Bus. hi, n i p Et, di. ——3————3———.,— Wir al⸗ le, Gott und Va⸗ter, brin⸗gen dir Preis und und un⸗ sre fro⸗hen Her⸗ zen sin⸗gen von dei⸗nes + N N— *—+=II ne, E Lui Mn. Runra a,ir dn,— —— 2.—— — Dankim Hei⸗lig⸗tum,** 1 3 Namens ho⸗hem Ruhm. Ge⸗krönthast du mit dei⸗ner Mil⸗de R— II— rings um uns her das gan⸗ze 38— Se⸗ —— ů03 die Ge⸗-fil⸗ de aus dn⸗•ner rei⸗chen Va⸗ter-hand. Die Tugend wird ꝛc. Oder: 1704. RDIRRD— Wir al-le, Gottund Va⸗ter, brin⸗gen dir Preis und und un⸗sre fro⸗hen Her⸗zen sin⸗-gen von dei⸗nes SE E—.— Dankim Hei⸗lig tum, Gekrönt hast du mit dei ⸗ner Mil · de Namens hohem Ruhm. , Lue din an e 4 n vrr.ri rr. . d e on nam emmrim un direr IS.iii i ‚ee —2 1I.——12 Da.— 1 121..2—.. ** rings um uns her das gan⸗ze Land; dein Se⸗gen strömt auf Q— — E;— N—— +— .——————————.——— E—..—F——..—. —— die Ge⸗ fil⸗de aus dei-ner rei⸗ chen Va⸗ter- hand. —.— ——3—— ——— ———... — ——.— νννν 358 Fülr besondere Zeiten und Verhältnisse. 2. Du schenktest Sonnenschein und Regen Für jede Frucht zu rechter Zeit Und gabst Gedeihen, Kraft und egen Dem Samen, den wir ausgestreut. Für Millionen deiner Kinder Reicht deiner Gaben Fülle hin; Du nährst den Frommen und den Sünder Mit ewig treuem Vatersinn. 3. Du gibst, uns liebreich zu versorgen, Mehr, als wir bitten und verstehn, Du wachst amAbend undam Morgen Und hörest unser gläubig Flehn. SelbstunsernUndank, unsre Sünden Vergibst du, der die Liebe ist; Wir schmecken täglich und emp⸗ finden, Wie gütig, Herr, du allen bist. 4. Wer kann die Güte ganz er⸗ messen, Die weiter als die Wolken reicht? Wer dürfte undankbar vergessen Die Treue, die nie von uns weichtꝰ Wir wollen deiner stets gedenken, Des Wohltun uns begnadigt hat, Das Herz nach deinem Reiche lenken, Dich preisen stets 23—5 fromme at. 5. Was du uns gabst, wohl an⸗ zuwenden, Verleih uns Weisheit und Verstand! Bewahr uns, daß wir nicht ver⸗ schwenden Die reichen Gaben deiner Hand! Du willst, wir sollen froh genießen Und dankbar im Genusse sein; Gib, daß mit ruhigem Gewissen Wir deiner Güte stets uns freun! 6. Auch für den Armen kam dein Segen In solcher Füll auf uns herab; Wir wollen liebreich seiner pflegen Von dem, was deine Milde gab. Er danke heute mit uns allen, Frohlocke laut und bete an, Daß du nach deinem Wohlgefallen So Großes hast an uns getan. Christ. Georg Ludw. Meister 1738—1811. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 372. 1745. 5 2..——— En.— 7— .—.— EEE—.— e.— Herr, die Er⸗de ist ge⸗seg⸗net von dem Wohltun deiner Hand; Güt und Milde hat ge⸗reg⸗net, dein Geschenk be⸗deckt das Land. 3 75———.— H ů ö——— ——— ...ne, e— Auf den Hü-geln, in den Gründen ist dein Se⸗gen aus⸗ge⸗streut; — ö E— . S...I........ ——.— 6———4 — 2.— un⸗ser War⸗ten ist ge⸗krö⸗ net, un=sre Her⸗ zen sind er ·freut. Kirchweihe und Einführung eines Geistlichen. 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, Daß du Speise gibst von oben Und versorgest jeden Mund; Und du öffnest deine Hände, Dein Vermögen wird nicht matt, Deine Hilfe, Gab und Spende Machet alle froh und satt. 3. Gnädig hast du ausgegossen Deines Überflusses Horn, Ließest Gras und Kräuter sprossen, Ließest wachsen Frucht und Korn. Mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr, Und das Gut steht unversehret, Und gesegnet ist das Jahr. 359 4. Herr, wir haben solche Güte Nicht verdient, die du getan. Unser Wissen und Gemüte Klagt uns vieler Sünden an. Ach gib, daß auch das Gefilde Für dich rühre unser Herz, Daß der Reichtum deiner Milde Uns bewege himmelwärts! 5. Hilf, daß wir dies Gut der Erden Treu verwalten immerfort! Alles soll geheiligt werden Durch Gebet und Gottes Wort. Was wir wirken und vollenden, Sei gesät in deinen Schoß, Dann wirst du die Ernte senden Unaussprechlich reich und groß. Heinr. Puchta 1808—1858. 5. AÄirchweihe und Einführung eines Geistlichen. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. 9 373. Phil. Nicolai? 1598. —.—— 6 4——— ä..—— —4 233—— 2— — 5 Je su, Herr der Herr⸗lich-keit, du siehst auf die du Kö⸗nig er-lö-ste Welt, re⸗gierst sie, ————— . ——— 1 —.— dei⸗ner Chri⸗sten⸗heit, du Hir ⸗te wie es dir ge⸗fällt, sorgst, daß sie dei⸗ ner Her-de, se⸗lig wer⸗-de. 9— da———— i kin viit,,. — H—UIHH———‚‚— Von dir sind wir auch er⸗ wäh⸗let, zu ⸗ ge⸗ zäh ⸗let 4. +——— N SDSDSPPSPIPIPIPIc'SPIPIPIPIPIEccsIIIIEIII. —7%*— + 12— 1.————— den Er-lö⸗sten, die du seg-nen willst und trö-sten. WEIII 360 2. O wohl dem Volke, das du liebst, Nach deinem Sinn ihm Hirten gibst, Die es zum Himmel führen, Und die in deines Geistes Kraft Aus göttlich tiefer Wissenschaft Das Herz der Sünder rühren! Treue Hirten Laß den Seelen Niemals fehlen, Daß die Herden Mit den Hirten selig werden! 3. Wir nehmen hier von deiner Hand Den Lehrer, den du uns gesandt; Herr, segne seine Werke! Die Seelen, die sich ihm vertraun, Durch Lehr und Leben zu erbaun, Gib Weisheit ihm und Stärke! Lehr ihn, Der ihm Tun und leiden, Dulden, streiten, Beten, wachen, Selig sich und uns zu machen! Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, Laß ihn sein Amt mit Freuden tun; Nichts sei, das ihn betrübel Wenn er uns deine Wahrheit lehrt Gib uns ein Herz, das folgsam hört, Ein Herz voll treuer Liebe Lehrer, Hörer Laß in Freundschaft Und Gemeinschaft Feste stehen Und den Weg zum Himmel gehen! 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint Laß ihn als unsern Seelenfreund Uns dir entgegenführen! Du gibst ihm heut in seine Hand Die Seelen als ein teures Pfand, Laß keine ihn verlieren! Deine Hilfe, Herr, uns sende, Daß am Ende Hirt und Herde Treu vor dir erfunden werdel Joh. Dan. Karl Bickel 1737—1809. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. 374. Phil. Nicolat? 1598. EN—3 1— 14½—.—. EDEE DEEEEEIE EEIE......... Gott Va ⸗ter, S Wie lieb-lich . al⸗ ler Din⸗geGrund, gib dei⸗nen ist die Stät⸗te hier, — ie Her⸗zen — SSSSS—— ꝗPSPP.P...... TI.ZI.I......... * ö———— wal-len auf zu dir, hier ist des Him-mels Pfor⸗te! — ....——————————— H¹ H—.—— + + 4⁷⁴ J +— —0——— 6 2—.— V..— Woh-ne, thro-ne —— hier bei Sün-dern als bei Kin⸗dern IENII HER eHR rn Krieg und Frieden. . ——— — 1 2* I vol⸗ler Klar⸗heit, heil'=ge 2. Sohn Gottes, Herr der Herr⸗ lichkeit, Dies Gotteshaus ist dir geweiht, O laß dir's wohl gefallen! Hier schalle dein lebendig Wort, Dein Segen walte fort und fort In diesen Friedenshallen. Einheit, Reinheit Gib den Herzen, Angst und Schmerzen Tilg in Gnaden Und nimm von uns allen Schaden! 3.O heil'ger Geist, du wertes Licht, Wend her dein göttlich Angesicht, Daß wir erleuchtet werden! Gieß über uns und dieses Haus Dich mitallmächt'gen Flammen aus, Mach himmlisch uns auf Erden, uns in dei⸗ner Wahr⸗heit!l Lehrer, Hörer, Kinder, Väter! Früher, später Geht's zum Sterben: Hilf uns Jesu Reich ererben! 4. Dreiein'ger Gott, Lob, Dank und Preis Sei dir vom Kinde bis zum Greis Für dies dein Haus gesungen! Du hast's geschenkt und aufgebaut, Dir ist's geheiligt und vertraut Mit Herzen, Händen, Zungen. Ach, hier Sind wir Noch in Hütten; Herr, wir bitten: Stell uns droben In den Tempel, dich zu loben! Albert Knapp 1798—1864. 6. Ärieg und Frieden. 375. Mel. Aus tiefer Not. 1524. — ö— SS. SSSSSSEEe——— Herr, der du vor⸗mals hast dein Land mit Gna⸗den an⸗-ge⸗ und hast dein Volkaus Feindes Hand er lö- set und er⸗ 1—..— D—*— 2——— ö .S———————— bli-cket qui⸗cket, —. der du die Sünd und Mis⸗se⸗tat, die es zu⸗vor be⸗ 2 + 4——————— e e r BEri — * gan· gen hat, hast vä⸗-ter lich ver zie- hen; DDDeeeeeee 2 —3—————— + IÆ 362 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 2. Herr, der du deines Eifers Glut Doch Gottes Hilfe ist nicht weit, Zuvor oft abgewendet Und seine Gnade ist bereit Und nach der Straf das süße Gut All denen, die ihn fürchten. Der Lieb und Huld gesendet: ‚. Ach treuer Gott, du unser Heil, 6. Wenn wir nur fromm sind, Nimm weg und hebe auf in Eil, Sen Wicder zu hen Gott ö änket! iden, Was uns so schwer jezt kränket! Den Krieg und alle andre Not 3. Willst du, o Vater, uns denn Nach Wunsch und also enden, nicht Daß seine Ehr in unserm Land Nun einmal wieder laben, Und überall recht werd' erkannt, Und sollen wir an deinem Licht Ja stetig bei uns wohne. Nicht wieder Freude haben?—. Ach gieß von deines Himmels Haus,. Die Güt und Treue werden Herr, deine Güt und Segen aus Eiranderrunen zn usen, 4 Das Recht wird durch die vandegehn 4. Ach daß ich hörte doch das Wort Und wird den Frieden küssen, Erschallen bald auf Erden, Die Treue wird mit Lust und Freud Daß Friede soll an jedem Ort, Auf Erden blühn, Gerechtigkeit Ah Der d Guntde. werden! Wird von dem Himmel schauen. aß uns Gott doch sagte zu Ean. Ames Schluß, det Waffen 8. Der Herr wird hen viel Gutes R uh ö An, j Das Land wird Früchte geben, Und alles Unglücks Ende! Und die in seinem Schoße ruhn, 5. Ach daß doch diese böse Zeit Die werden davon leben; Bald wiche guten Tagen, Gerechtigkeit wird bei uns stehn Damit wir in dem großen Leid Und stets in vollem Schwange gehn Nicht ganz und gar verzagen! Zur Ehre seines Namens. Paul Gerhardt 1607—1676. 6 Mel. Nun danket alle Gott. 376. Joh. Crüger. 1649. ——— —.— S*—55 2 + 0A9 X 2 Vu. 2 LE 2—— 7 A 101— Herr Gott, dich lo- ben wir, wir prei⸗sen dei⸗ ne Gük⸗te, wir rüh⸗men dei-ne Macht mit freu⸗-di⸗ gem Ge⸗ mü-te; en:, e 7——.—9 + 2 EEEEE ———————— es stei⸗get un⸗ser Lied bis an des Himmels Tür und eHR FF Kaiser und Landesfürst. 363 ——— II ————.—..—.—— EI ... I.... TTT „— tönt mit lau⸗tem Schall: Herr Gott, dich lo⸗ben wir! 4. Herr Gott, dich loben wir, Daß du uns zwar gestrafet, Jedoch in deinem Zorn Nicht gar hast weggeraffet. Es hat die Vaterhand Uns deine Gnadentür Jetzt wieder aufgetan: Herr Gott, wir danken dir! 5. Herr Gott, wir danken dir Und bitten, du wollst geben, Daß wir auch künftig stets In guter Ruhe leben! Krön uns mit deinem Heil! Erfülle für und für, O Vater, unsern Wunsch! Herr Gott, wir danken dir! Joh. Franc 1618—1677. 2. Herr Gott, dich loben wir Für deine großen Gnaden, Daß du das Vaterland Von Kriegeslast entladen, Daß du uns blicken läßt Des goldnen Friedens Zier; Drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir! 3. Herr Gott, dich loben wir, Die wir in herben Jahren Des Krieges harte Last Und viele Not erfahren; Jetzt rühmet unser Mund Mit herzlicher Begier: Gottlob, wir sind in Ruh; Herr Gott, dich loben wir! 7. Äaiser und Landesfürst. 377. Heinr. Albert. 1642. Mel. Gott des Himmels ꝛc. Va⸗ter, krö- ne du mit Se⸗gen un⸗sern Für⸗sten und sein führ durch ihn auf sei- nen We⸗gen herr⸗lich dei⸗ nen Ratschluß 94 ö . — DFIIFI————+— SIE Eusi Deiner Kirche sei er Schutz, deinen Feinden biet' er Trutz. 2. Rüst ihn mit des Glaubens Daß Gerechtigkeit und Milde Schilde, Ihm des Friedens Heil gewährt; Reich ihm deines Geistes Mach ihm leicht die schwere Last, Schwert, Die du auferlegt ihm hast! ——DIDDDIIIeeeeeee———— 2—— 364 Für besondere Zeiten und Verhaltnisse. 3. Sammle um den Thron die „Treuen, Die mit Rat und frommem Flehn Fest in deiner Streiter Reihen Für des Landes Wohlfahrt stehn; Baue um den Fürstenthron Eine Burg, o Gottes Sohn! Mel. Allein Gott in der Höh ꝛc. + 378. 4. Breite, Herr, dein Reich auf Erden Auch in unserm Lande aus, Daß wir deine Bürger werden, Ziehen in dein Vaterhaus! Frieden und Gerechtigkeit Gib uns jetzt und allezeit! Nach Wilh. Hülsemann 1781—1865. Altkirchlich. 1539. **—.— Q. N 4 +—— H— Ii iE EEEE. eeeee.. 2— 27 zt 1— Ein Haupthast du dem Volk ge⸗sandt und trotz der Fein ⸗de in Gna⸗den un-ser Va⸗ter-land ge⸗ eint und hoch er⸗ 42 + — + f +—.—— — +—,————— SSSEEEEEEE 277—— To⸗- ben ho- ben. Mit Frie-den hast du uns be⸗dacht, den Kai⸗ser +7 u + 3— N ⁴.— +—.— I e en. ————* 23— ..— uns be⸗-stellt zur Wacht zu 2. Wir danken dir mit Herz und Mund, Du Retter aus Gefahren, Und flehn aus tiefster Seele Grund, Du wollest uns bewahren, Herr aller Herrn, dem keiner gleich, Den Kaiser und das deutsche Reich Zu deines Namens Ehre. 3. Verwirf, Gott, unser Flehen nicht, Laß auf des Kaisers Wegen Dein huldvoll heilig Angesicht dei⸗ nes Na⸗mens Eh ⸗ re. Ihm leuchten uns zum Segen, Und salbe ihn mit deinem Geist, Daß er sich kräftiglich erweist Zu deines Namens Ehre! 4. Ach komm, wie zu der Väter Zeit, Ein Feuer anzuzünden, Daß wir im Frieden und im Streit Fest auf dein Wort uns gründen, Ein frommes Volk, das dir vertraut Und dir zum Tempel sich erbaut Zu deines Namens Ehre! Julius Sturm 1816—1896. Mel ei 4 e Ehe⸗ und Hausstand. 365 8. Ehe⸗ und Hausstand. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. 379. Phil. Nicolai? 1588. ———.—.— — —2 12 +* Wie schön ist's doch, Herr Je⸗ su Christ, im Stan⸗de, Wie neigt sich———— dei⸗ ne Gab und al⸗les —.— da dein Sn ist, im——55 de aarrn. E 62 Gut so mild her-ab aus dei⸗ner heil'⸗gen Hö⸗he, +——..—— —— 2—.—..— ö—.— ö ö— II— wenn sich an dich und dein Wal⸗ten gläu⸗-big hal⸗ ten 4 ů— —. H—= . 5.—⁰⁰ E treu e See⸗len, die in Ein⸗tracht sich ver-mäh⸗ lenl 2. Wenn Mann und Weib sich Der hat uns je und je geliebt wohl verstehn Undbleibt, wenn Sorge uns betrübt, Und Hand in Hand durchs Leben Der beste Freund und Rater. gehn Anfang, Ausgang Im Bunde reiner Treue, Aller Sachen, Da blüht das Glück von Jahr zu Die zu machen Jahr, Wir gedenken, Da sieht man, wie der Engel Schar Wird er wohl und weislich lenlen. m Himmel selbst sich freue. Lenn Srurdr x 10 Durmt 4. Zwar bleibt's on. inwoh ommt ja wo ů0 ged. Ein Stündlein, da man Leides voll Die Tränen lässet fließen; Was Gott gibet Indessen wer sich in Geduld s Ergibt, des Leid wird Gottes Huld 3. Seid gutes Muts! Nicht In großen Freuden schließen. Menschenhand Wage, Trage Hat aufgerichtet solchen Stand, Nur ein wenig, Gott ist es, unser Vater; Unser König 366 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. Wird behende Wir wollen singen besterweis Machen, daß die Angst sich wende! Und danken alle beide, 5. Wohlan, mein König, tritt Drinen Walen ö ö herzu, Zu erfüllen, Gib Rat im Tuft in Nöten Ruh, Deinen Namen In Angsten Trost und Freude! Des sollst du haben Ruhm und Ewig loben werden. Amen. Preis, Paul Gerhardt 1607—1676. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 380. * 1D———— I VD— +— +——— ů +&&———1.—.G.—.—j——.—.—..—.— 7. 2. 2 8/ d Mach, Herr,ein Herz aus den zwei- en durchder Lie-be gie⸗ße Se⸗gen und Ge⸗ dei⸗ hen auf den neu»er⸗ —— Wolfgang Weßnitzer. 1661. 9—.—— — I—— IIIII —— Wuhg⸗uin bdindn Laß sie alt bei⸗ sam-men wer⸗den *·.—.. ö WWSDqIiEEE- —2— L 2..——.— und viel Gu⸗tes sehn auf Er-den, steh bei ih-nen —.—— I E———— n... in der Not und sei e⸗ wig un⸗-ser Gott! Kaspar Neumann 1648—1715. Mel. Freu dich sehr ꝛc. 381. 1554. i ——— **——— ö—— HE II‚J‚‚‚.——.—..ü—— —— bb———.]— 28—*— Sor ⸗ge, Herr, für un⸗sre Kin der, sor ⸗ge für ihr Sind sie gleich vor dir auch Sün-der, ha⸗ben sie an — Q— .— 2——— ISSI.I......... ↄ *+ — 14.— wah ⸗-res Heil! 1 5 ö ö dir doch keil. Sie sind in der Tau⸗fe schon dir ge— 222 SE 1—11 Ehe⸗ und Hausstand. 36⁷7 .........——— —— EIIII E sie auf ih ⸗ rem Le⸗bens⸗pfa ⸗ de. 2. Der du sie bisher erhalten Regt in ihrer eignen Brust Bei so manchem Unglücksfall, Sich mit Macht die böse Lust, Wollest über ihnen walten Gib dann, daß sie mutig kämpfen Immerdar und überall; Und den Reiz der Sünde dämpfen! Pricht Gefahr fir sie herein 4. Herr, erhalte deinem Reiche Wollst du ihr Beschützer sein; ö ö Unsre Kinder stets getreu! Wenn in Not sie zu dir flehen, O daß keines von dir weiche 9— Laß sie deine Hilfe sehen Und dereinst verloren sei! 3. Dringt auf sie von allen Seiten Weck in ihnen frommen Sinn, Der Verführer Schar heran, Lenk ihr Streben darauf hin, Laß doch ihren Fuß nicht gleiten, Dir sich gänzlich zu ergeben Halte sie auf rechter Bahn! Und zur Ehre dir zu leben! Nach Ludw. Heinr. Schlosser 1663—1723. 382. Phil. Nicolal? 1508. —————— Von dir, du Gott der Ei⸗nigeit, ward einst der O seg-ne jetzt von dei⸗nen Höhn, die hier vor Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. ———— A —.————.———..—— 1— 2 22254.—.. E⸗he-bund ge⸗weiht, von dir kommtauchder Se⸗gen. dei⸗nem Antqlitz stehn, um Hand in Hand zu le⸗gen! — 4— 4 ö 1 = SSSSPSPSPSPSSSPSPSSISS... Laß sie, Va⸗ ter, dir er⸗ge⸗ ben, ei nig le⸗ben, — 2———3 4 +— I.‚.— ͤ2—— ———.. W.——.———— 2 ·— 1—* 27 0 33*—*—* treu sich lieben und in dei⸗nem Wortsich ü⸗-ben! 368 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 2. Gott, der du selbst geknüpft 3. Nimm sie in deine Vaterhut, ihr Band, Halt ihren Sinn bei frohem Mut Laß sie durch Eintracht Hand i in Ihr Herz dem Himmel offen, Hand Und lehre sie sich deiner freun, Ihr Eheglück stets mehren! Ein Herz und eine Seele sein Laß ihre Liebe lauter sein, Im Glauben, Lieben, Hoffen! Laß Untreu nie den Bund entweihn, Laß sie, Vater, Den sie dir heut beschwören! Dir ergeben, Immer Laß sie Glücklich leben, Dir ergeben Freudig sterben Friedlich leben, Und vereint den Himmel erben! Einig handeln, „„ Nach Georg Ernst Waldau 1745—18K. Fromm und heilig vor dir wandeln! 323 Wie schön leucht't uns ꝛc. 383. Phil. Nicolai? 1568. SSSSI Ich und mein Haus, wir sind be⸗reit, dir, Herr, die Du sollst der 1—9 im Hau⸗se sein, gib dei⸗ nen ————— E===.—— ——— gan⸗ ze Le-bens⸗zeit mit Leib und Seel zu die-nen. Se⸗-gen nur dar- ein, daß wir dir wil- lig die-nen! 9 SENN ———— .——.. Ei⸗ ne klei⸗ ne from- me rei⸗- ne Haus⸗-ge⸗ mei⸗ne ..... Bahaut al⸗ Lent Dir nur soll sie wohl⸗ge ⸗fal-len. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort Seelenspeise Dein guter Geist stets fort und fort Auch zur Reise An unser aller Seelen; Durch dies Leben Er leucht'uns wie das Sonnenlicht, Uns, die wir uns dir ergeben! Damit's am rechten Lichte nicht Im Hause möge fehlen. 3. Gieß deinen Frieden auf das Reiche Gleiche Haus as Ehe⸗ und Hausstand. 369 Und alle, die drin wohnen, aus, Im Glauben uns verbinde; Laß uns in Liebe allezeit um Dulden, Tragen sein bereit Voll Demut, sanft und linde! Liebe Ube Jede Seele; Keinem fehle, Dran man kennet Den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet sein Auf deine Gnade ganz allein Und deine große Güte! Auch laß uns in der Nächte Graun Auf deine treue Hilfe schaun Mit kindlichem Gemüte, Selig, Fröhlich, Selbst mit Schmerzen In dem Herzen Dir uns lassen Und dann in Geduld uns fassen! 5. Gibst du uns ird'sches Glück ins Haus, 384. Nach eigener Melodie. So schließ den Stolz, die Weltlust aus, Des Reichtums böse Gäste! Denn wenn das Herz an Demut leer Und voll von eitler Weltlust wär', So fehlte uns das Beste: Jene Schöne Tiefe stille Gnadenfülle, Die mit Schätzen Einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir aller⸗ meist, Daß in dem Haus kein andrer Geist Als nur dein Geist regiere; Der ist's, der alles wohl bestellt, Der gute Zucht und Ordnung hält, Der alles liebreich ziere. Sende, Spende Ihn uns allen, Bis wir wallen Heim und oben Dich in deinem Hause loben! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 1542. 1844. —— 2. ..... + ů.. —— 6 2 2— — 0 GWD.et‚‚‚‚‚———— — O se-lig Haus, wo man dich auf⸗ ge— nom⸗men, du wo un⸗ter al-len Gä⸗sten, die da kom⸗men, du S.SSS...— e, dr—— 2 2—— E 2.— wah⸗ rer See⸗lenfreund, Herr Je⸗su Christ, wo al ⸗ler der ge⸗fei ⸗ert- ste und lieb-ste bist, 94— —....— E 4—— 22..—..— I EEEEEEEEE ——— Her⸗zen dir ent- ge⸗gen⸗schla⸗gen und al⸗ ler Au⸗gen Evang. Gesangbuch. 2⁴4 —*——1———...— ι— 2———————— S —— — 37⁰ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 44. .— ů— 1 15 ö 2— 6 .— 1 — — 1— V, freu⸗dig auf dich sehn, wo al-ler Lip⸗pen dein Ge⸗bot er⸗ 1 — —. —— fra⸗ gen, und 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, In deiner Liebe eines Geistes sind, Als beide eines Heils gewürdigt, keiner Im Glaubensgrunde anders ist gesinnt; Wo beide unzertrennbar an dir hangen In Lieb und Leid, Gemach und Ungemach, Und nur bei dir zu bleiben stets verlangen An jedem guten wie am bösen Tag! 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen Mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, Du Freund der Kinder, der sie als die Seinen Mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt, Wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln Und horchen deiner süßen Rede zu Und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, Sich deiner 12—5 lieber Heiland ul ———— 22ů ů E..‚‚—— .— al⸗le dei⸗nes Winks ge⸗wär-tig stehnl 4. O selig Haus, wo Knecht und ö Magd dich kennen Und wissend, wessen Augen auf sie ehn Bei allem Werk in einem Eifer brennen, Daß es nach deinem Willen mag geschehn, Als deine Diener, deine Haus⸗ genossen, In Demut willig und in Liebe frei, Das Ihre schaffen froh und unver⸗ drossen, In kleinen Dingen zeigen große Treu! 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, Wo man bei keiner Freude dein vergißt; O selig Haus, wo du die Wunden heilest Und aller Arzt 22 aller Tröster ist, Bis jeder einst sein Tagewerk voll⸗ endet, Und bis sie endlich alle ziehen aus Dahin, woher der Vater dich ge⸗ sendet, Ins große freie schöne Vaterhausl Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. Mer e frei, iver⸗ Beruf. 371 9. Beruf. Mel. O Gott, du frommer Gott. 385. 1093 .—.e EE Mit Je⸗su fang' ich an, mit Je⸗su will ich en ⸗den; was ich nur im⸗-mer tu', wo- hin ich michmag wen⸗den, — ö H.—— 1 4 —.———.— DD —. ——60 —.— + —.— J soll mei⸗ner Au⸗gen Ziel nur ein⸗zig Je⸗sus sein; in ————— 25— ———————.— eN e⸗sus wohn'al-lein. mei⸗nem Her⸗ zen nichts als J 2. Mit Jesu wach' af auf,‚ Führ' ich mich ohne dich, Mit Jesu geh' ich schlafen; So werd' ich bald verführt; Nur Jesus einzig kann Wo du mich führest selbst, Der Seele Ruh mn Tu' ich, was mir gebührt. Mit Jesu geh' ich auch Omziendi in mein Grab; 4. Ich opfre dir ganz auf Nichts kann mir schädlich sein, Mein Herz, all mein Beginnen, Wenn ich nur Jesum hab'. Mein ganzes Ich, mein Tun, Mein Lassen, alle Sinnen. 3. Herr Jesu, führe mich, Ich will gehorsam sein So lang ich leb' auf Erden; In Lieb und auch in Leid, Laß mich nie ohne dich So lang du mich noch hier Durch mich geführet werden! Willst haben in der Zeit. Nach Joh. Heermann 1585—1647. Mel. Du, des sich ꝛc. 386. ů—1 3 0 1 E 1 — 2.— 2 2 F— 7 2——..— + 2 S— Wu Das wal-te Gott, der hel⸗fen kann! Mit Gott fang' ich die 9 4—. *3..——. Z—.— I +— AE. emm, *— 2—.—.————Z—..— Ar⸗beit an, mit Gott nur geht es glücklich fort; drum ist auch 24* ee 372 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. D N N N ‚.— N +——* II—— 2 J.——— + 2 2—— IEe— + lt dn— II ————— I Z‚.II—— 0— dies mein er⸗stes Wort: Das wal⸗te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und 5. Trifft mich ein Unglück: Werk unverzagtl Erfordert Gottes Kraft und Stärk. Ist doch mein Werk auf Gott Mein Herz sucht Gottes Angesicht, gewagt, Drum auch mein Mund mit Freuden Er wird mir gnädig stehen bei; spricht: Drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott! Das walte Gott! 3. Wenn Gott nicht hilst,so kann„. Er kann mich und srate ich nichts, Bis all mein Tun ein Ende hat Wo Gott nicht gibet, da gebricht's; ö ö 24 f Gott gibt und tut mir alles Guts, Erdidt nd wünret ie— Drum sprech ich. Drum sprech ich auch fein in der Das walte Gott! Das Walte Gott! Still: 4. Will Gott mir etwas geben 7. Tu' ich mein Werk mit hier, Gottes Rat, So will ich dankbar sein dafür. Der mir beistehet früh und spat, Auf sein Wort werf' 320 aus mein Dann alles wohl geraten muß; e 6 Drum sprech' ich nochmals zum Und sag' in meiner Arbeit stets: Beschluß: Das walte Gott! Das walte Gott! Joh. Betichius 1650—1722 Mel. Freu dich sehr ꝛc. 387. 1554. 2————— 4— EIDDeEEEE EE E. En. W᷑V——————.—2 + 7 1..——— Herr, es sei mein Tun und Las-sen dir al ⸗lein ganz Füh-re mich auf rech-ter Stra-ßen, mach's mit mir, wie +i N ——v- I 2— ——— EEEE.....—5.—— * I—— 1— heim-ge ꝛ»stellt. n. ö ö durs ge⸗ fält; ses nr den ge⸗ rin⸗ en Slei lüatt 60 Im Alter. 37³ —9— . ————— — EEE— —— mich, was ich nicht weiß, zei ge mir, was ich nicht se⸗ he, mr.n mrrrurrn, .—— lei ⸗- te mich, wo⸗ hin ich ge ⸗ hel 2. Wirst du deinen Schutz ge⸗ währen, Fang' ich Lat die Arbeit an; Denn du, Wie sie wohl geraten kann. Segne, Gottes Sohn, auch du; Heil'ger Geist, sprich Ja dazul Herr, in deinem großen Namen ater, wirst mich lehren, Heb' ich an und schließe: Amen. Verfasser unbekannt. 10. Im Alter. Mel. Christus der ist mein Leben. 388. Melchior Vulpius? 1609. Q N +— A EE————— DSDSDiID‚D——“ ————. 2—5 n, e e 9²—..——.——————— Ver⸗wirf mich nichtim Al-ter, ver⸗laß mich nicht, mein 1 + 4 2— H 2—.—. + H —2— 2. n e. ——— Gott! Bist du nur mein Er⸗hal⸗ ter, so werd' ich nie zn Spott. 2. Wie oft hab' ich erfahren, Der Vater sei getreu; Ach mach in alten Jahren Mir dieses täglich neu! 3. Wenn ich Berufsgeschäfte Von außen schwächlich tu', Leg deines Geistes Kräfte Dem innern Menschen zu! 4. Wenn dem Verstand, den Augen Die Schärfe nun gebricht, Daß sie nicht viel mehr taugen, Sei Jesus noch mein Licht. 5. Will mein Gehör verfallen, So laß dies Wort allein Mir in dem Herzen schallen: Ich will dir gnädig sein! 6. Wenn mich die Glieder schmerzen, So bleibe du mein Teil Und mach mich an dem Herzen Durch Christi Wunden heil! 7. Sind Stimm und Zunge blöde, So schaffe du, daß ich Im Glauben stärker rede: Mein Heiland spricht für mich! ——— —...e.... rhüe⸗h⸗5 37⁴4 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 8. Wenn Händ' und Füße beben Als zu dem Grabe reif, Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Gib, daß ich so das Leben, Das ewig ist, ergreif'! Phil. Friedr. Hiller 1699—1760. Heinr. Isaak? Weltlich. 1536. 1598. e, —7 ——————————— XI 6———— 2 —— 5 —„— — 4——3.——.—— ———— Gott hat in mei⸗nen Ta⸗gen mich vä⸗ter-lich ge⸗ H* V —————— SSPSSPSSISSSISSISI tra⸗gen von meiner Jugend auf; ich sah auf meinen We⸗gen des 1— *.—— ——— 2—— —— SSeEEE....= —— IISSS.————J—— — Höchsten Huldund Se⸗gen, er lenk⸗te mei⸗nes Le⸗bens Lauf. 2. Sein Weg war oft verborgen; Doch wie der helle Morgen Aus dunkeln Nächten bricht, So hab' ich stets gespüret: Der Weg, den Gott mich führet, Bringt mich durchs finstre Tal zum Licht. 3. War Menschenhilf vergebens, So kam der Herr des Lebens Und half und machte Bahn; Wußt' ich mir nicht zu raten, So tat Gott große Taten Und nahm sich meiner mächtig an. 4.„Bis zu des Alters Tagen Will ich dich heben, tragen Und dein Erretter sein“: Dies hat mir Gott versprochen, Der nie sein Wort gebrochen; Ich werde sein mich ewig freun. 5. Er wird mir schwachem Alten, Was er verheißen, halten, Denn er ist fromm und treu. Bin ich gleich matt und müde, Er gibt mir Trost und Friede Und steht mit Mut und Kraft mir bei. 6. Noch wenig bange Stunden, Dann hab' ich überwunden, Ich bin vom Ziel nicht weit. O welche große Freuden Sind nach dem letzten Leiden Vor Gottes Thron für mich bereitl 7. Ich harre froh und stille, Bis meines Gottes Wille Mich nach dem Kampfe krönt; An meiner Laufbahn Ende Sink' ich in Jesu Hände, Der mich dem Vater hat versöhnt. Jak. Friedr. Feddersen 1736—1788. ge⸗ des reitl hnt. . Krankheit und Genefung. 37⁵5 11. Urankheit und Genesung. Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 390. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. M D——— So wahr der Al⸗ ler ⸗höch⸗ste le⸗bet, will er Aer dea des Herz zer⸗knirschtvor ihm er⸗ be⸗bet und sich sein SEE Tod des Sünders nicht, ei⸗gen Ur⸗teil spricht. Er züch⸗tigt uns zu sei ⸗ ner Ehrre 2 und—— mit Bürter: Hen nur, daß man sich z S 16. be— Achere, zum bes⸗sern Le-ben tüch⸗tig sei. Mel. Die Tugend wird ꝛc. O der: 1704. —. EEEII. V So wahr der Al-ler⸗-höch- ste le⸗bet, will er den des Herz zerknirscht vor ihm er ⸗ be⸗bet und sich sein ꝗSDDDDRDRRRRR— Tod des Sünders nicht, ei Hen Ur⸗teil 55 Er züch⸗tigt uns zu sei⸗ner Eh⸗re und un⸗ andelm mit Baserz treu nur ,baßman 2— zu .——.— 5I———..——.. BIIIEE en Eemm m men—.—* 4. ihm be⸗-ökeh⸗ re, zum bes⸗ sern Le⸗ben tüch⸗tig sei. 376 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 2. Liebreicher Gott! Ich selber ehe Dein wahres Wort an mir erfüllt; Wenn ich mit Reu um Gnade flehe, Wird meiner Seele Angst gestillt. Da meine Werke nichts verdienen, Bleibt deiner Gnade ganz der Preis; Die ist so herrlich mir erschienen, Daß ich es nicht zu sagen weiß. 3. Ich sah die Welt und alles schwinden, Und meine Kräfte starben schon, Ich fühlte tief die Macht der Sünden Und sah schon deinen Richterthron: Da rührte dich mein ängstlich Sehnen, Mein Jammerbrach dein Vaterherz, Es galten für mich Jesu Tränen, Und mich erbat sein Blut und Schmerz. 4. Bald kam dein großer Trost hernieder, Der führte mich vom Tod herauf Und stärkte mich vollkommen wieder Zu einem neuen Lebenslauf. Du sprachest freundlich mit mir Müden, Und ich vernahm dein Gnadenwort: Nun gehe hin, mein Kind, im Frieden, Doch sündige nicht mehr hinfort! 5. O welcher Seligkeiten Menge Erweckte dieses Heil in mir! Mein Herz ward für den Dank zu enge Und brannt' und wallte nur von dir. Wie, Herr, vergelt' ich dir die Tage Die deine Huld mir nun gewährt, Und wo sich meine Pein und Plage In Ruhe, Kraft und Ruhm verkehrt? 6. Ich weihe, was ich von dirhabe, Mein Herz dir ganz zum Opfer ein; Es wird ja, Schöpfer, deine Gabe In deinen Augen teuer sein. Nun weiß ich, was es heiße: leben, Da ich, was sterben sei, erfuhr; Nun wird mir stets im Sinne schweben, Was ich dir in der Prüfung schwur. 7. Es ist genug, daß ich vorzeiten Nach meines Fleisches Lüsten ging Und an den flücht'gen Eitelkeiten Mehr als an dir, o Vater, hing. Ich bin ja darum nur genesen, Daß ich die Seele bessern kann; Drum fang' ich, Herr, ein ander Wesen Mit deiner Gnade Beistand an. Joh. Jak. Spreng 1699—1768. Mel. Christus der ist mein Leben. 391. Melchior Vulpius? 1609. + ———.—. 6. —————————.—.— Wie Si⸗me⸗on ver⸗-schie-den, das liegtmir oft im 94— — 4½——— + + E+ H — *2*—.—————.— Sinnzich füh ⸗re gern im Frie⸗den aus die-sem Le⸗ben hin. IAE errrr eRRr. SEE SSeeeteereeer Krankheit und Genesung. 377 2. Ach laß mir meine Bitte, Mein treuer Gott, geschehn, Laß mich aus dieser Hütte In deine Wohnung gehn! 3. Dein Wort ist uns geschehen, An diesem nehm' ich teil: Wer Jesum werde sehen, Der sehe Gottes Heil. 4. Ich seh' ihn nicht mit Augen, Doch an der Augen Statt Kann mir mein Glaube taugen, Der ihn zum Heiland hat. 5. Ich hab' ihn nicht in Armen Wie jener Fromme da; Doch ist er voll Erbarmen Auch meinem Herzen nah. 6. Mein Herz hat ihn gefunden, Es rühmt: Mein Freund ist mein, Auch in den letzten Stunden Ist meine Seele sein. 7. Ich kenn' ihn als mein Leben, Er wird mir nach dem Tod Bei sich ein Leben geben, Dem nie der Tod mehr droht. 8. Mein Glaube darf ihn fassen, Sein Geist gibt Kraft dazu; Er wird auch mich nicht lassen, Er führt mich ein zur Ruh. 9. Wenn Aug und Arm erkalten, Hängt sich mein Herz an ihn; Wer Jesum nur kann halten, Der fährt im Frieden hin. Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. — Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 392. Heinr. Isaak? Weltlich. 1536. 1598. Q 123—3 Ich hab' in gu-ten Stunden des Le⸗bens Glückemp⸗ 2 en 2 I AT — * .—. 1—— —.— ———..—— .— EE..I... fun⸗den und Freuden oh⸗ne Zahl: so will ich denn ge⸗las⸗sen mich ——— ·——3 — nii Hn. auch im Lei⸗den fas ⸗sen; welch Le⸗ben hat nicht sei⸗ ne Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, Und stets strafst du gelinder, Als es der Mensch verdient. Sollt' ich, beschwert mit Schulden, Kein zeitlich Weh erdulden, 3. Dir will ich mich ergeben, Nicht meine Ruh, mein Leben Mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen Und nicht auf Menschen bauen; Das doch zu meinem Besten dient? Du hilfst und du errettest gern. 378 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 4. Laß du mich Gnade finden, Auch auf des Todes Pfade Mich alle meine Sünden Erkennen und bereun! Jetzt hat mein Geist noch Kräfte, Sein Heil laß mein Geschäfte, 6. Ich will dem Kummer wehren, Dein Wort mir Trost und Leben Dich durch Geduld verehren, sein! Im Glauben zu dir flehn. —— ö Ich will den Tod bedenken: 5. Wenn ich in Christo sterbe, Der Herr wird alles lenken, Bin ich des Himmels Erbe: Und was mir gut ist, wird geschehn. Was schreckt mich Grab und Tod? Cbprist. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Vertrau' ich deiner Gnade; Du, Herr, bist bei mir in der Not. —4 Alles ist an Gottes Segen. 393. 1738. 0 End⸗uich brichder i⸗ be 2. nd ni Glaub eub⸗ IRSWSSISI TTT T +— 15——.——9—.———. L—* L—j— I 2—. L.* * 4— +. 1.. +*.——— fängt sein Sie-gel, gleich dem Gold in Glut be⸗währt; a 6 .—.—.————.— —2——.——— zu des Him⸗mels höch⸗ sten Freu-den wer⸗den nur durch .——— ö A 4 + 8 4 . 1 d . 0 4——— tie fe Lei⸗ den Got⸗tes Lieb⸗ Un⸗ ge ver-klärt. 2. Unter Leiden prägt der Daß er die zerbrochnen Kräfte Meister Zu dem Heiligungsgeschäfte In die Herzen, in die Geister Sanft und still erneuern kann. Sein allgeltend Bildnis ein. ö ö Wie er dieses Leibes Töpfer, 4. Leiden stimmt Saien Will er auch des künft'gen Schöpfer„. W.. Für den Psalm der Ewigkeiten, Hi n Lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, 3. Leiden bringt empörte Glieder Wo die sel'gen Palmenträger Endlich zum Gehorsam wieder, Mit dem Chor der Harfenschläger Macht sie Christo untertan, Preisend vor dem Throne stehn. Krankheit und Genesung. 5. Leiden fördert unsre Schritte, Leiden weiht die Leibeshütte Zu dem Schlaf in kühler Gruft; Es gleicht einem frohen Boten Jenes Frühlings, der die Toten Zum Empfang des Lebens ruft. 6. Leiden macht im Glauben gründlich, Macht gebeugt, Wai kind⸗ ich; 5 Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, Droben bist du eine Würde, Die nicht jedem widerfährt. 7. Wenn auch die gesunden Kräfte Zu des guten Herrn Geschäfte Wurden willig sonst geweiht, O so ist's für sie kein Schade, Daß sie ihres Führers Gnade Läutert in der Prüfungszeit. 379 8. Im Gefühl der tiefsten Schmerzen Dringt das Herz zu seinem Herzen Immer liebender hinan, Und um eins nur fleht es sehnlich: Mache deinem Tod mich ähnlich, Daß ich mit dir leben kann! 9. Endlich mit der Seufzer Fülle Bricht der Geist durch jede Hülle, Und der Vorhang reißt entzwei. Wer ermisset dann hienieden, Welch ein Meer von Gottesfrieden Droben ihm bereitet sei! 10. Jesu, laß zu jenen Höhen Heller stets hinauf uns sehen, Bis die letzte Stunde schlägt, Da auch uns nach treuem Ringen Heim zu dir auf lichten Schwingen Eine Schar der Engel trägt! Nach Karl Friedr. Harttmann 1743—1815. Mel. Schwing dich auf ꝛc. 394. Joh. Crüger. 1653. ——————*.————————4 — Ehom—2——2 d, n mae. IS +— 7 ö Herr, ein gan⸗zer Lei⸗dens⸗tag ist nun ü⸗ ber⸗wun ⸗den. Ach, wie viel der Mensch vermag, das hab' ich emp⸗fun-den. — 42— 5— N 5—— I1n————— e H————.—.— —0——————..—— /——— Wie ge⸗brechlich ist die Kraft, wie ver⸗zagt der Glau ⸗be! ———..— 4—— Wennder Herr nicht Hil-fe schafft, lie-gen wir im Stau⸗be. 2. Ach, wie könnt' ich diese Nacht Trübe fällt der Abend ein, Ohne dich bestehen? Ohne deine Huld und Macht Müßt' ich ganz vergehen. Stille wird's auf Erden; Doch in diesem Kämmerlein Wird's so still nicht werden. Hri- 380 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. 3. Jedes Auge tut sich zu, Alles sucht den Schlummer; Doch hier ist noch keine Ruh, Denn es wacht der Kummer. O so komm und bleibe hier Bei dem armen Kranken; Liebster Jesu, schenke mir Tröstliche Gedanken! 4. Zieh empor das matte Herz Aus der finstern Höhle, Salbe diesen Leib voll Schmerz Mit dem Lebensöle! Herr, du kannst die Furcht und Pein In der Seele stillen, Laß mich ganz ergeben sein In des Vaters Willen! 395. 5. Wenn ich diese ganze Nacht Wachen muß und weinen, Herr, du bist's, der bei mir wacht, Du wirst mir erscheinen, Du wirst in der Dunkelheit Freundlich mit mir sprechen, Sollte gleich vor Traurigkeit Mir das Wort gebrechen. 6. Wo ich auch gebettet bin, Lieg' ich dir in Händen; Wo mein Auge siehet hin, Wird's zu dir sich wenden. Mein Gebet bestärke du, Laß es nicht ermatten, Laß mich finden sanfte Ruh Unter deinem Schatten! Heinr. Puchta 1808-1858. Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. 1651. ——————— SSE EREC 2—1————— O lie-ber Hei⸗land Je⸗su Christ, der du am Kreuz ge⸗ + + N — 2— H—4 ̃———1—. ◻—ꝑun— 35./2.. SS. ————.—————I‚.— H— stor⸗ben bist, ge⸗lit-ten hast die schwe⸗re Pein, da⸗ — + Hanen den, —‚— 7 E ——— 3—2— mit ich mö⸗ ge 2. Erbarm dich mein in meinem Schmerz, Gib Glauben und Geduld ins Herz, Gib mir in dir nur frohen Mut, Dann ist es auch im Leiden gut! se⸗lig sein: 3. Hilf mir von deines Himmels Höh, Daß ich in allem Kampf besteh', Und schließteinmal mein Lebenhier, So nimm mich gnädig auf zu dir! Ernst Fink 1806—1863. icht, mels h', hier, dir! 863. Tod und Ewigkeit. 381 XXII. Cod und Ewigkeit. 1. vom Sterben. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 396. 1535. ö E... I SSSSI..——— — 2— 2——.— Wenn mein Stündlein vor⸗han⸗den ist zu fah⸗ ren mei⸗ ne ge⸗leit du mich, Herr Je⸗ su Christ, mit Hilf mich nicht ver⸗ las ⸗se —.—— ö eb Ld, i, —..2....‚..—.—— —H‚‚e‚eee——— ——— —— b V dir in dei⸗ne Händ', du wollst sie mir be⸗ wah⸗ren! 2. Die Sünde wird mich kränken In Todesnot und Schmerzen. sehr Wenn ich gleich sterb', so sterb' ich dir, Und mein Gewissen nagen, Ein ewig Leben hast du mir Denn ihr ist viel wie Sand am Durch deinen Tod erworben. Dah will ich uicht werzögen 4. Weil du vom erstanden ö uen, Tas⸗ ist Her S.iu. iu de.inn Hr Tod; Pertd ich im Grab nicht bleiben; Wird noch dein Blut mich trösten. Kann Todesfurcht vertreiben. Mein Trost, Herr, deine Auffahrtist, 3. Ich bin ein Glied an deinem Denn wo du bist, da komm' ich hin, Leib, Daß ich stets bei dir leb' und bin Des tröst' ich mich von Herzen; Drum fahr' ich hin mit Freuden. Von dir ich ungeschieden bleib' Nit. Herman 1480—1561. 7 Nach eigener Melodie. 397. Melchior Teschner. 1614. —— H— ö FE——— — EE E. 2———..—— ꝗ Va-let will ich dir ge⸗ben, du ar⸗ge fal.sche Welt; dein sünd⸗lich bö⸗ ses Le⸗ben durch⸗aus mir nicht ge-fällt. 382 Tod und Ewigkeit. SSSSS....— .—— — — Im Himmel ist gut woh⸗ nen, hin⸗ anftehtmein Bergier; da ——— —3 + N — 1 1 wird Gott e⸗wig 2. Rat mir nach deinem Herzen, O Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, Hilf mir, Herr Christ, davon; Verkürz mir alles Leiden, Stärk meinen blöden Mut, Laß selig mich abscheiden, Gib mir dein ewig Gut! 3. In meines Herzens Grunde Dein Nam und Kreuz allein Funkelt all Zeit und Stunde, Drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde Zum Trost in meiner Not, Wie du dich, Herr, so milde Geblutet hast zu Tod! loh- nen dem, der Ihndientall⸗ ier 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden Bei dir vor allem Leid, Rück sie aus allem Schaden Zu deiner Herrlichkeit! Der ist hier wohl gewesen, Wer erbt das Himmelslos, Und ewig ist genesen, Wer bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib mich in deiner Milde Ins Buch des Lebens ein, Laß mich nach deinem Bilde Ein Glied von jenen sein, Die in dem Himmel droben Dir leben froh und frei, So will ich ewig loben, Wie treu dein Herze sei! Valerius Herberger 1562—1627. Nach eigener Melodie. 398. Melchior Vulpius? 1609. —— S——— +— 2 — 3— E ö 22—4. ——.—— annn.. V e 15. WSumz 8*** winnj ihm hab' ich 2—— 5 er ge⸗-ben, mit Frieden fahr' ich hin. 2. Mit Freud fahr' ich von hinnen Zu Christ, dem Bruder mein, Daß ich ihn mög' gewinnen Und ewig bei ihm sein. 3. Nun hab' ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not; Durch seine heil gen Wunden Bin ich versöhnt mit Gott. SHHR 555DS&HMHM tilde Vom Sterben. 383 4. Wenn meine Kräfte brechen, kaum mehr atmen kann And kann kein Wort mehr sprechen, Nimm, Herr, mein Seufzen an! 5. Wenn Sinne und Gedanken gergehn als wie ein Licht, Das hin und hex muß wanken, Wenn ihm das Ol gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille Laß mich, Herr, schlafen ein, Wie es dein Rat und Wille, Wenn kommt mein Stündelein! 7. Laß mich gleich einem Reben Anhangen dir allzeit Und ewig bei dir leben In Himmelswonn und Freud! Verfasser unbekannt; 1608. Mel. Schwing dich auf ꝛc. 399. Joh. Crüger. 1653. ———=* 2— —— Ei-nen gu⸗ten Kampfhab' ich auf der Welt ge⸗käm⸗pfet, denn mein Gott hat gnä⸗dig⸗lich all mein Leid ge⸗ däm⸗pfet, er. er. unreen vi eane r— ö ——.——— z;. — —— — daß ich mei⸗nen Le⸗ bens⸗lauf se-lig nun voll⸗en- det —— ————— ö SS. EE und die See⸗le him⸗mel-auf Gott dem Herrnge⸗sen- det. 2. Forthin ist mir beigelegt Der Gerechten Krone, Die mir wahre Freud erregt An des Himmels Throne; Forthin ist der Herr mein Licht, Dem ich hier vertrauet, Meines Gottes Angesicht Meine Seele schauet. 3. Dieser eiteln schnöden Welt Kümmerliches Leben Mir nun länger nicht gefällt; Ich hab' mich ergeben Meinem Jesu, da ich bin Jetzt in lauter Freuden, Denn sein Tod ist mein Gewinn Und mein Trost sein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund', Alle meine Lieben! Alle, die ihr um mich weint, Laßt euch nicht betrüben Diesen Schritt, den ich nun tu' In die Erde nieder! Schaut, die Sonne geht zur Ruh, Kommt doch morgen wieder! Heinr. Albert 1604—1651. 384 Tod und Ewigkeit. 6886 Hä Valet will ich dir— Melchior Teschner. 1614. * 43 bin ein Gast af Er ben und 50 4 enen Stand; der Him⸗mel soll mir wer⸗den, da ist mein Va⸗ter⸗land. Q N — ——.— 2——.— ů 2—5 +— E 143 Hier reis' ich bis zum Gra-be; dort in der ew'⸗gen Ruh ist Fa N— —2—— II—.— ———————.————— 0 55 L + 7— Got⸗tes Gna⸗den ga⸗ 2. Was ist mein ganzes Wesen Von meiner Jugend an Denn Müh und Not gewesen? So lang ich denken kann, Hab' ich so manchen Morgen, So manche liebe Nacht Mit Kummer und mit Sorgen Des Herzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen Manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen Hat mir oft An st erweckt. Verfolgung, Haß und Neiden, Ob ich's gleich nicht werschnd Hab' ich doch müssen leiden Und tragen mit Geduld. 4. So ging's den lieben Alten, An deren Fuß und Pfad Wir uns noch täglich halten, Wenn's fehlt an gutem Rat: Sie zogen hin und wieder, Ihr Kreuz war schwer und groß, Bis daß der Tod sie nieder Legt' in des Grabes Schoß. — be, die schließtall Ar⸗beit zu. 5. Ich habe mich ergeben In gleiches Glück und Leid; Was will ich besser leben? Hier gilt es Müh und Streit. Es muß ja durchgedrungen, Es muß gelitten sein; Wer nicht hat wohl gerungen, Geht nicht zur Freude ein. 6. So will ich zwar nun treiben Mein Leben durch die Welt, Doch denk' ich nicht zu bleiben In diesem fremden Zelt. Ich wandre meine Straße, Die zu der Heimat führt, Da mich ohn' alle Maße Mein Vater trösten wird. 7. Die Heimat ist dort oben, Wo aller Engel Schar Den großen Herrscher loben, Der alles ganz und gar In seinen Händen träget Und für und für erhält Und alles hebt und leget, Wie es ihm wohlgefällt. V iben Vom Sterben. 8. Dorthin steht mein Verlangen, Da wollt' ich gerne hin; Die Welt bin ich durchgangen, Daß ich's fast müde bin. Je länger ich hier walle, Je wen'ger find ich Freud, Die meinem Geist gefalle, Das meist' ist Herzeleid. 9. Du aber, meine Freude, Du meines Lebens Licht, Du ziehst mich, wenn ich scheide, Hin vor dein Angesicht, 385 Ins Haus der ew'gen Wonne, Da ich stets freudenvoll Gleich als die helle Sonne Mit andern leuchten soll. 10. Da will ich immer wohnen, Und nicht nur als ein Gast, Bei denen, die mit Kronen Du ausgeschmücket hast; Da will ich herrlich singen Von deinem großen Tun Und frei von eiteln Dingen In meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt 1607—1676. Nach eigener Melodie. 401. 1687. 5 ö ö ů———— SiDSDPSP‚P PIPIS‚‚............... ———.—.——— Al le Men'schen müs⸗sen ster⸗ben, al-les Fleisch ver⸗ was da le ⸗bet, muß ver⸗der⸗ben, soll es an⸗ders e, rn—.—.— + N— —————.— geht wie Heu; Die-ser Leib der muß ver⸗ we⸗sen wer-den neu. x‚ 5 sen, 2—— e näe.. e, dxu,i Hiee mire. —— EXL 2—*—— 2 wenn er an⸗ders soll ge⸗ ne⸗sen zu der gro-ßen — —— 6 IVXV. 85 J———————————————————.—.—— 35 Herr⸗ lich keit, 2. Drum so will ich dieses Leben, Wenn es meinem Gott beliebt, Auch ganz willig von mir geben, Bin darüber nicht betrübt. Denn in meines Jesu Wunden Hab' ich schon mein Heil gefunden, Und mein Trost in Todesnot Ist mir meines Heilands Tod. Evang. Gesangbuch. die den From⸗men ist be ⸗reit. 3. Jesus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn; Er hat mir das Heil erworben, Drum fahr' ich mit Freuden hin, Hin aus diesem Weltgetümmel In den schönen Gotteshimmel, Da ich werde allezeit Schauen Gottes Herrlichkeit. 25 386 Tod und Ewigkeit. IIIII 4. Da wird sein das Freudenleben, 6. O Jerusalem, du schöne, IIII Wo viel tausend Seelen schon Ach wie helle glänzest du, Iu Sind mit Himmelsglanz umgeben, Und welch lieblich Lobgetöne ‚ I Dienen Gott vor seinem Thron, Hört man da in sanfter Ruh! ö + Wo die Schar der Engel singet, Ach der großen Freud und Wonne I Und das hohe Lied erklinget: Endlich gehet auf die Sonne, IuN Heilig, heilig, heilig heißt Endlich gehet an der Tag, IIIN Gott der Vater, Sohn und Geist; Der kein Ende nehmen mag! II 5. Wo die Patriarchen wohnen, 7. Ach, ich habe schon erblicket II Die Propheten allzumal, Alle diese Herrlichkeit, *1 Wo auf ihren Ehrenthronen Und ich werde jetzt geschmücket * Sitzet der Apostel Zahl; Mit dem weißen Himmelskleid; II Wo in so viel tausend Jahren Mit der goldnen Ehrenkrone IIII Alle Frommen hingefahren, Steh' ich da vor Gottes Throne, Wo dem Herrn, der uns versöhnt, Schaue solche Freude an, Ewig Halleluja tönt. Die kein Ende nehmen kann. Joh. Georg Albinus 1624-1679. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 40. Georg Neumark. 1657. AERN—.————— ... e, een e et v ——— E. + 7 Wer weiß, wie na- he mir mein En-de! Hin geht die 19 wieplötzlich, ach, und wie be⸗ hen-de kann kommen M n ö * 22———.— —— — 440 4— SIISSSSIII˖ D — IR Zeit, her kommt der Tod; ̃ A mei⸗ ne To⸗des⸗-not! Mein Gott, ich bitt' durch Chri ⸗iti IJ . P.. + I Blut, mach's nur mit mei-nem En-de gut! 2. Es kann vor Nacht leichtanders 3. Herr, lehr mich stets mein 0 werden, End bedenken IN‚ Als es am frühen Morgen war; Und, wenn icheinstens sterben muß, So lang ich lebe hier auf Erden, Die Seel in Jesu Wunden senken V8 Leb' ich in steter Todsgefahr. Und ja nicht sparen meine Buß! * Mein Gott, ich bitt' durch Christi Mein Gott, ich bitt' durch Christi TN Blut, Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! Mach's nur mit meinem Ende gutl Vom Sterben. 387 4. Laß mich beizeit mein Haus bestellen, Daß ich bereit sei für und für Und sage stets in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit mir! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 5. Ach Vater, deckall meine Sünde Mit dem Verdienste Christi zu, Daraufich mich fest gläubig gründe, Das gibt mir die erwünschte Ruh! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 6. Nichts ist, das aa Jesu eide, Nichts, es sei Leben oder Tod; Ich leg' die Hand in seine Seite Und sage: MeinHerr und mein Gott! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 7. Du hast zu dir mich hingezogen Schon längst in meiner heil'gen Tauf; In Jesu bist du mir gewogen, Hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 8. Ich hab'auch oft mit süßer Freude Sein Abendmahl empfangen hier. Das ist mein Trost, wenn ich einst scheide: Ich bleib' in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 9. So komm' mein End heut oder morgen, Ich weiß, daß mir's mit Jesuglückt; Ich bin und bleib' in deinen Sorgen, Mit Jesu Gnaden schön geschmückt. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 10. Ich leb'indes in Gott vergnüget Und sterb' ohn' alle Kümmernis. Es gehe, wie mein Gott es füget; Ich glaub' und bin es ganz gewiß: Durch deine Gnad und Christi Blut Machst du's mit meinem Ende gut. Amilie Juliane Graͤfin zu Schwarzburg⸗Rudolstadt 1637—1706. Nach eigener Melodie. 403. Joh. Rud. Ahle. 1662. —.——— 1————— ˙ S.‚———.—— A.N⸗·.— ——— e Ban..—..— Es ist ge⸗ nug. So nimm, Herr, meinen Geist zu Zi⸗ ons Lös auf das Band, das schon all⸗mäh-lich reißt; be⸗frei e II ——.—..— +——. R — 61 122.8 * 7—.— Geistern hin! mei⸗nen Siun, der sich nach sei⸗nem Got-te seh-net, 25* IHhir- 388 Tod und Ewigkeit. — 9——— SS—. SSS.... der täg⸗lich klagt und nächtlich stöh-net: Es ist ge-nug. 2. Es ist genug des Kreuzes, das Bis er mir allen Schmerz, 2750 * mir fast Den meine sieche Brust getragen, Den Rücken wund gemacht. Hinweg wird nehmen und mir Wie schwer, o Gott, wie hart ist sagen: diese Last! Es ist genug. & Ich netze manche Nacht 4. Es ist genug. Herr, wenn es Die harte Lagerstatt mit Tränen; dir gefällt i f ͤ Wie lang, wie lang Whn mich 50 spanne 0 b0ch 3 ein Jesus kommt: Nun guteNacht, Es ist genug! o Belt, 3. Es ist genug, wenn nur mein Ich fahr' ins Himmelshaus; Jesus will, Ich fahre sicher hin in Frieden, Er kennet ja mein Herz. Mein großer Jammer bleibt hie⸗ Ich harre sein und halt' indessen nieden. ill, Es ist genug. Franz Joachim Burmeister 1633(2—1672. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 104. Georg Neumark. 1657. 2—.—.———— 4 SISSSEE — n..——.—.——7— 5—— —.—5 ö‚———— 5.. Auf mei⸗nen Je⸗sum will ich ster-ben ge⸗trost mit der mich zu Got-tes Kind und Er-ben durch sein un⸗ IS IIXXNI —2— vie. u er drr; Sne 2 dr.. iEEEE ZFrsed' und Freu-dig ⸗keit, in De⸗— 5 schul⸗dig Blut ge⸗ weiht. Mein Je⸗-sus ist mein Trost al 1 lein, auf Je-sum schlaf' ich se lig ein. —2.————.—— ß7* PSPSI 2. Auf meinen Jesum will ich Mein Jesus ist mein Trost allein, sterben; Auf Jesum schlaf' ich selig ein. Brich immerhin, mein Herze, brich! Ich darf ja doch den Himmel erben, 3. Auf meinen Jesum will ich An Jesum hält mein Glaube sich. sterben; — sesf ein, Vom Sterben. Er bleibt, wenn alles mich verläßt. Er starb, das Leben zu erwerben, An ihm hält sich mein Glaube fest. Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. 4. Auf meinen Jesum will ich sterben; Herr Jesu, nimm die Seele hin! Kann ich mit dir den Himmelerben, So ist das Sterben mein Gewinn. Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. 5. Auf meinen Jesum will ich sterben, Wenn mir vergeht der Augen Licht, Wenn Mund und Lippen sich ent⸗ Und wennmirauch meinHerzebricht. Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. 6. Auf meinen Jesum will ich sterben. Mit Leib und Seele bin ich dein, Herr Jesu, laß mich nicht verderben, Ach laß mich ewig selig sein! Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. 7. Auf meinen Jesum will ich sterben. Hilf, Jesu, in der letzten Not, Laß mich das beste Teil erwerben, Versüße mir den bittern Tod! Du bist mein höchster Trost allein, 389 färben, Auf dich nur schlaf' ich selig ein. Nach Salomo Franck 1659—1725. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 6• Geor— Neumark. 1657. l 5——.——— ————96565.,„ Ich ster⸗ be 50=lich, und mein Le⸗ben Ver kann mir ei⸗ nen Bür⸗gen ge⸗ben, eilt im⸗mer⸗ ob ich noch — —— v. — + — 2•— — nn . 1——.—— fort zum Gra-be hin. mor⸗gen le⸗ bend bin? Die Zeitgeht hin, der Tod kommt —2—55 N— —— 7 e dn. —...——— her; W wer nur im⸗ mer fer⸗tig wär'! 2. Ein Mensch, der sich mit Sün⸗ Des Todes Stunde bleibt nichtaus, Mein Leib ist ein zerbrechlich Haus. den träget, Ist immer reif zu Sarg und Grab; Der Apfel, der den Wurm schon heget, Fällt endlich unversehens ab. 3. Es schickt der Tod nicht immer Boten, Er kommt auch oft unangemeld't Und fordert uns ins Land der Toten. Wohl dem, der Haus und Herz bestellt! Denn ew'ges Unglück oder Glück Hängt nur an einem Augenblick. 4. Herr aller Herren! Tod und Leben Hast du allein in deiner Hand. Wie lange du mir Frist gegeben, Das ist und bleibt mir unbekannt. Hilf, daß ich jeden Glockenschlag An meinen Abschied denken mag! 5. Es kann vor Abend anders werden, Als es am Morgen mit mir war. Den einen Fuß hab' ich auf Erden, Den andern auf der Totenbahr; Ein kleiner Schritt ist nur dahin, Wo ich ein Raub des Grabes bin. 6. Ein einz'ger Schlag kann alles enden, Und Fall und Tod beisammen sein. Doch schlage nur mit Vaterhänden Und schließ in Christi Tod mich ein, 390 Tod und Ewigkeit. Daß, wenn der Leib zu Boden fällt, Die Seel an Jesu Kreuz sich hält! 7. Vielleicht kann ich kein Wort ö mehr sagen, Wenn mich der Tod von hinnen reißt; Drum bet' ich bei gesunden Tagen: Herr, dir befehl' ich meinen Geist! Und schließen meine Lippen sich, So bitte Jesu Blut für mich. 8. Kann ich nicht segnen mehr die Meinen, So segne du sie mehr als ich, Undwenn sie bittre Tränen weinen, O Tröster, so erbarme dich Und lasse der Verlassnen Schrein Durch deinen Geist erhörlich sein! 9. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, So schließe mir den Himmel auf, Verkürze mir des Todes Schmerzen Und hole mich zu dir hinauf: So wird mein Abschied ohne Pein, Mein Ende sanft und selig sein! Beni. Schmolck 1672—1737. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 406. Georg Neumark. 1657. SSSSSSSSSSEEEEEEEEE SSPSSRSD Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich ster⸗be; ich bin ein und fin-de hier kein sol ches Er-be, das e⸗wig — 2—5 Mensch, der bald ver--geht, in der Welt be ⸗steht. Drum zei- ge 2.——.———— IS— mir in Gna⸗den ——— +— II , n, onh, äꝑIIIII. 3 an, wie ich recht se lig ster-ben kann! E SE Vom Sterben. 391 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe; Kein Augenblick geht sicher hin, Wie bald zerbricht doch eine Scherbe, Die Blume kann auch leicht ver⸗ blühn: Drum mache mich nur stets bereit Hier in der Zeit zur Ewigkeit! 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, Dieweil der Tod viel Wege hält; Dem einen wird das Scheiden herbe, Sanft geht ein andreraus der Welt. Doch wie du willst, gib nur dabei, Daß einst mein Ende selig sei! Mel. Christus der ist mein Leben. —0 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe Und welcher Sand mein Grab be⸗ deckt; Doch wenn ich dieses nur ererbe, Daß deine Hand mich auferweckt, So senke man ins Grab mich ein, Die Erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Vater, wenn ich sterbe, So nimm du meinen Geist zu dir! Denn bin ich nur dein Kind und Erbe Und hab' ich Jesum nur bei mir, So gilt mir's gleich und geht mir wohl, Wann, wie und wo ichsterben soll. Benj. Schmolck 1672—1737. 6466 Vulpius? 1609. 22—— mei⸗ne Lei⸗bes—— te 53— b und 35— Grab; rätinni re mir die Bit ⸗ te undbrich se stil⸗ le 19 2. Gib mir ein ruhig Ende, Der Augen matten Schein Und die gefalt'ten Hände Laß sanft entseelet sein! 3. Laß meine Atemzüge Am End zu schwer nicht sein Und gib, daß ich so liege, Als schlummerte ich ein! 4. Doch es gescheh' dein Wille; Ich scheide leicht dahin, In Kämpfen oder stille, Wenn ich nur selig bin. 5. Ich werde auferstehen, Da geht's zum Himmel ein; Ich werde Jesum sehen, Er wird mir gnädig sein. Phil. Friedr. Hiller 1699— 1769. Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 0 S. 1668. —— 4—.—— H—— —....————— 4Z.— ——— 2——0*—————— 1.—— .— IIH—— Mei⸗- ne 2——— Le-bens-zeit ver⸗streicht, stünd⸗lich eil' ich 392 Tod und Ewigkeit. 2— ö— —.— in, ö ꝗ SSSISIIIIIIII...—— ———— das ich noch zu le⸗ben ha⸗- be! Denk, o Mensch,an ————— dei⸗nen Tod, säu-⸗ me nicht, denn eins ist notl 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, Wünschen wirst gelebt zu haben! Güter, die du hier erwirbst, Würden, die dir Menschen gaben, Nichts wird dich im Tod erfreun, Diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, Nur ein ruhiges Gewissen, Das vor Gott dir Zeugnis gibt, Wird dir deinen Tod versüßen. Solch ein Herz, von Gott erneut, Ist im Tod voll Freudigkeit. 4. Daß du dieses Herz erwirbst, Fürchte Gott und bet und wache! Sorge nicht, wie früh du stirbst; Mel. Herzlich tut mich verlangen. Deine Zeit ist Gottes Sache! Lern nicht nur den Tod nichtscheun, Lern auch seiner dich erfreun! 5. Uberwind ihn durch Vertraun! Sprich: Ichweiß, an wenich glaube, Und ich weiß, ich werd' ihn schaun, Er erweckt mich aus dem Staube! Er, der rief: Es ist vollbracht, Nahm dem Tode seine Macht. 6. Tritt im Geistzum Grabofthin, Siehe dein Gebein versenken; Sprich: Herr, daß ich Erde bin, Lehre du mich selbst bedenken; Lehre du mich's jeden Tag, Daß ich weiser werden mag! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. 409. Weltlich. Hans Leo Haßler. 1601.1613. 2² 7 +7 XI — 14—.—*— 3*—i—— 2.———„———. SSS——.—— 24———...— Was macht ihr, daß ihr wei⸗net und bre⸗chet mir das Herz? Im Herrn sind wir ver ⸗ei⸗net und bleiben's al⸗ler⸗ — 1769. Bei Beerdigungen. 393 Fü⸗ ———* 4—— H ——..„—— —————— 2——..— 4 —x— in dem Herrn sich fin⸗ 5 das währt in ihm auch fort. 2. Man reicht sich wohl die Hände, Als sollt's geschieden sein, Und bleibt doch ohne Ende Im innigsten Verein. Man sieht sich an, als sähe Man sich zum letztenmal, Und bleibt in gleicher Nähe Dem Herrn doch überall. 3. Man spricht:„Ich hier, du dorten, Du ziehest und ich bleib',“ Und ist doch allerorten Ein Glied an einem Leib. Man spricht vom Scheidewege Und grüßt sich einmal noch Und geht auf einem Wege In gleicher Richtung doch. 4. Was sollen wir nun weinen Und gar so traurig sehn? Wir kennen ja den Einen, Mit dem wir alle gehn, In einer Hut und Pflege, Geführt von einer Hand, Auf einem sichern Wege, Ins eine Vaterland. 5. So sei denn diese Stunde Nicht schwerem Trennungsleid, Nein, einem neuen Bunde Mit unserm Herrn geweiht! Wenn wir uns ihn erkoren Zu unserm höchsten Gut, Sind wir uns nicht verloren, Wie weh auch Scheiden tut. Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 2. Bei Beerdigungen. —— Wohlauf, wohlan ꝛc. 1844• Wie fliegt a⸗ 25 der Menschen Zeit, wie ei let man zur E-wig-⸗ Keitl Wie we⸗nig' den-ken an die Stund von Herzens⸗ 394 Tod und Ewigkeit. —— *. +I—————— SSISSSSIIIII.IIIII.TTITII.I.I... — 2———— grund, wie schweigt hie-von der trä⸗ ge Mund! 2. Das Leben ist gleichwie ein Bedenk es du! Traum, Sonst kommst du nicht zur wahren Gleich Eeed leichten Wassers—5; Ruh. Im enblick es bald vergeht ö ind uucht bescht— 1— st d 311 Eut ernn Io„Hlich ö ir ist das höchste Gut bewußt; Wie täglich ihr vor Augen seht. Das such ich uur, das Dleibel wi. 3. Nur du, mein Gott, du O mein Begier, bleibest mir, Herr Jesu, zieh mein Herz nach dir! Was du mir bist, ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin: 6. Wie wird mir sein, wenn ich Wennsch allein ö Und bald vor dünenn Thron steh! Wenn ich allein bei Jesu bin. Du unterdessen kehre mich, 4. Was hilft die Welt in letzter Not, Daß stetig ich Lust, Ehr und Reichtum in demTod? Mit klugem Herzen suche dich! OMensch, du läufst demSSchatten zu, Joachim Neander 1650—1680. Mel. Es ist genug. 411.. Joh. Rud. Ahle. 1662. Q* 4+ EFEE—.—. e. SSEDSESSESSESESEE— E +— 9— ö V.— NM + 1—.—.—. in 23³3 S SSSSPSSPP.....I..I.....I .————— 2——. ar⸗gen Welt! Gott ge fällt, so un⸗ter-lass' ich al⸗les Kla⸗gen H— ů—— 1——— —————.———— n Rne ,. Ln e——¹.—— 2⁷——— + 2———— und will mit stil⸗lem Gei⸗ste sa⸗ gen: Zeuch hin, mein Kind! 2. Zeuch hin, mein Kind! Der Nur in der Welt geliehn. Schöpfer hat dich mir Diezeit ist aus, darum befiehlt er dir uhren Lust! ö5t; mir. dir! ich steh! dir Bei Beerdigungen. 395 Jetzt wieder fortzuziehn. euch hin, Gott hat es so versehen; Was dieser will, das muß geschehen: Zeuch hin, mein Kind! 3. Zeuch hin, mein Kind! Im Himmel findest du, Was dir die Welt versagt; Denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, Kein Schmerz mehr, der uns plagt. Hier müssen wir in Angsten schweben, Dort kannst du ewig fröhlich leben: Zeuch hin, mein Kind! 4. Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, 15— Was Gott tut ꝛc. Sobald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh dichdas Ungemach Heimsucht in dieser Welt. Wer lange lebt, steht lang im Leide; Wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude: Zeuch hin, mein Kind! 5. Zeuch hin, mein Kind! Die Engel warten schon Auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, wie Gottes lieber Sohn Dir schon die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist entbunden, Du hast im Herren überwunden: Zeuch hin, mein Kind! Gottfried Hoffmann 1658—1712. 412. 1600 ——— S.... S Was Gott tut, das 0 wohl·ge⸗•tan; er gibt und nimmtauch Bald sieht er uns in Gnaden an, bald beu⸗get er uns tt....I.T.T..T....5 ç5!æꝑ , *der Er schenkt auf Freud bald bitt⸗res Leid; wo Wie⸗gen- T= + 1———53— ISS— SIIe— q*— lie⸗der klin⸗gen, muß man zu Gra⸗ be sin⸗gen. 2. Doch was Gott tut, ist wohl⸗ In tausend Stücke brechen, getan; Wer will die Weisheit meistern? Ruft er, mein Kind, dich himmelan Zu Zions reinen Geistern, Und will mein Herz Bei seinem Schmerz Wer darf da widersprechen? 3. Gott tut's, drum ist es wohl⸗ getan; Er macht es bald vollkommen, Da er es von der Dornenbahn 396 Tod und Ewigkeit. In seinen Schoß genommen. Was Gott gefällt, Muß in der Welt Nicht allzulange weinen: Er rettet gern die Seinen. Die niemals untergehen Und stets im Glanze stehen! 6. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan; Das Herz des Christen glaubet, 4. Tut's Gott, so ist es wohl⸗ Daß er uns wieder geben kann, getan. Was uns der Tod geraubet. Die Welt kann leicht verführen, Wie freu' ich mich, Dort aber trifft es Rosen an, Mein Kind, auf dich! Daran kein Dorn zu spüren. Dort wollen wir uns küssen, Iü dises Prand Wo Freudenströme fließen. Ist dieses Pfan 77 Ganz sicher aufgehoben, 7. Gott tut es, so ist's wohl⸗ Wenn hier auch Stürme toben. getan. h Du sammelst meine Tränen, 5. Was Gott tut, das ist wohl⸗ Ich aber schaue himmelan getan; Mit Seufzen und mit Sehnen: Ich will mich drein ergeben. Ach daß ich dort Dort in dem schönen Kanaan Bei dir, mein Hort, Blüht dir das wahre Leben. Mein Kind bald möchte sehen! Zeuch hin, mein Kind, Ach ja, es wird geschehen! Wo Sonnen sind, Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 413. Heinr. Isaak? Weltlich. 1536. 1598. + 1——— 5— en n nn en Mi derr v, Drm i E, mim. dr, Min Hi. ———..— SSSISISI......— Wenn klei⸗ ne Himmels⸗er⸗ ben in ih- rer Uneschuld — + I —— H— 2..—U— 20— ö— —.——.— ster⸗ben, so büßt man sie nicht ein; sie werden nur dort o⸗ben vom ————— 2..— ꝗPSPSPSPSSP.......... Va⸗ter auf⸗ge⸗ ho⸗-ben, da- mit sie un-ver⸗lo-ren sei'n. 2. Sie sind ja in der Taufe Zu ihrem Christenlaufe Für Christum eingeweiht Und noch bei Gott in Gnaden; Was sollt' es ihnen schaden, Wenn er sie nun zu sich gebeut? schuld —— n vom sei'n. en; ut? Bei Beerdigungen. 397 3. Der Unschuld Glück verscherzen, Stets kämpfen mit den Schmerzen, Mit so viel Seelennot, Im Angstgefühl der Sünden 4. O wohl auch diesem Kinde, Es stirbt nicht zu geschwinde! Zeuch hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen Das Sterben schwer empfinden— Und bleibest bei den Schafen, Davor bewahrt ein früher Tod. Die ewig unsers Jesu sind. Joh. Andr. Rothe 1688—1758. 1651. .——— 3————.—5— ———4 + +* U I — ——— Nun brin-gen wir den Leibzur Ruh und de ⸗cken ihn mit —.— — R — 38— —., Er⸗de zu, den Leib, der nach des Schöpfers Schluß zu ——— S—.—3 Staub und Er⸗de wer⸗-den muß. 2. Er bleibt nicht immer Asch und Staub, Nicht immer der Verwesung Raub; Er wird, wenn Christus einst erscheint, Mit seiner Seele neu vereint. 3. Hier, Mensch, hier lerne, was du bist; Schau hier, was unser Leben ist! Nach Sorge, Furcht 2201 mancher ot Kommt endlich noch zuletzt der Tod. 4. Schnell schwindet unsre Lebenszeit, Aufs Sterben folgt die Ewigkeit; Wie wir die Zeit hier angewandt, So folgt der Lohn aus Gottes Hand. 5. Es währen Reichtum, Ehr und Glück, Wie wir selbst, einen Augenblick; So währt auch Kreuz und Traurigkeit, Wie unser Leben, kurze Zeit. 6. O sichrer Mensch, besinne dich! Tod, Grab und Richter nahen sich. In allem, was du denkst und tust, Bedenke, daß du sterben mußt! 7. Hier, wo wir bei den Gräbern stehn, Soll jeder zu dem Vater flehn: Ich bitt', o Gott, durch Christi Blut, Mach's einst mit meinem Ende gut! 8. Laßt alle Sünden uns bereun, Vor unserm Gott uns kindlich scheun! Wir sind hier immer in Gefahr; Nehm' jeder seiner Seele wahr! 398 Tod und Ewigkeit. 9. Wenn unser Lauf vollendetist, 10. Und wenn du einst, du So sei uns nah, Herr Jesu Christ, Lebensfürst Mach uns das Sterben zum Die Gräber mächtig öffnen wirst Gewinn, Dann laß uns fröhlich auferstehn Zieh unsre Seele zu dir hin! Und dort dein Antlitz ewig sehnl Ehrenfried Liebich 1713—1780. — 2 Meinen Jesum lass' ich nicht. 415. 1668. 9 ,n nun, Ken reer u.,—.— 2.———. — 2———.—.— Geht nun hin und grabtmein Grab, denn ich bin des e d 152.———— WW ² 8 F—1 4 12— 1—.— ñ— Wanderns mü- del Von der Er⸗de scheid ich ab, I 4—7———.—..—3—— e.—— HEe—2————————..——.— X᷑— 1 ⁊ꝰ..—. 2.—..—..—— denn mir ruft des Himmels Frie-de, denn mir ruft die i—2— 4— + nermn ame wan uie. Hn H .— I..—— 2..—.———1———— sü⸗ße Ruh von den En⸗geln dro⸗ben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Deine Freuden selbst sind Leiden, Grab! Deine Schönheit Unbestand, Meinen Lauf hab' ich vollendete, Eitel Wahn und Trug und Tand. Lege nun den Wanderstab Hin, wo alles Ird'sche endet, Lege selbst mich nun hinein Sonn und Mond und liebe Sterne, In das Bette ohne Pein. Fahret wohl mit eurer Pracht! 3. Was soll ich hienieden noch Rese hin 3senep I In dem dunkeln Tale machen? Worin ihr erbleichei dan Denn wie mächtig stolz Ca hoch ganz. Wir auch stellen unfre Sachen, 6. Die ihr nun in Trauer geht Muß es doch wie Sand zergehn, Fahret wohl, ihr lieben Freunde! Wenn die Winde drüber wehn. Was von oben niederweht, 5. Darum letzte gute Nacht, 4. Darum, Erde, fahre wohl, Tröstet ja des Herrn Gemeinde; Laß mich nun in Frieden scheiden! Weint nicht ob dem eiteln Schein, Deine Hoffnung, ach, ist hohl, Droben nur kann ewig sein! α V Bei Beerdigungen. 399 7. Weinet nicht, daß nun ich will Von der Welt den Abschied nehmen, Daß ich aus dem Irrtum will, Aus denSchatten, aus den Schemen, Aus dem Eiteln, aus dem Nichts Hin ins Land des ew'gen Lichts! 8.Weinetnicht! Mein süßes Heil, Meinen Heiland, hab' ich funden, Und ich habe auch mein Teil An den warmen Herzenswunden, Nach eigener Melodie. Woraus einst sein heil'ges Blut Floß der ganzen Welt zu gut. 9. Weint nicht, mein Erlöser lebt! Hoch vom finstern Erdenstaube Hell empor die Hoffnung schwebt; Und des Himmels Held, der Glaube, Und die ew'ge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt 1769—1860. SDSDSSSSE I. Wohl⸗auf, wohlan zum letz⸗ten Gang! Kurz ist der Weg, die .—— SPIPI.I.I..—————— 4 u 4 u +— 0Dp—5— 2——— 2—.—.—..—.— 4—.——— Ruh ist lang; Gott füh⸗ret ein, Gott füh-ret aus: wohl⸗ an, hin⸗ 1—— ‚—D— ———...‚‚ ———28 2El— aus! Zum Bleiben war nicht d 2. Du Herberg in der Wanderzeit, Du gabest Freuden, gabst auch Leid; Jetzt schließe, Welt,— das Haus bist du,— Die Türe zu! Dein Gast geht in die ew'ge Ruh; 3. Geht in ein bessres Schlaf⸗ gemach, Die Freunde folgen segnend nach. Hab gute Nacht, der Tag war schwül Im Erdgewühl! Hab gute Nacht, die Nacht ist kühl! 4. Ihr Glocken, tönet festlich drein Und läutet hell den Sabbat ein, Der nach des Werktags kurzer Frist ie⸗ses Haus. Durch Jesum Christ Für Gottes Volk vorhanden ist! II. 5. O selig, wer das Heil erwirbt, Daß er im Herrn, in Christo stirbt! O selig, wer vom Laufe matt Die Gottesstadt, Die droben ist, gefunden hatl 6. Was suchst du, Mensch, bis in den Todꝰ Du suchst so viel, und eins ist not! Die Welt beut ihre Güter feil; Denk an dein Heil Und wähl in Gott das beste Teil! n- A 400 Tod und Ewigkeit. 7. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz: Schau himmelwärts! Da, wo dein Schatz ist, sei dein Herz! 8. Mit Gott bestell dein Haus beizeit, Eh' dich der Tod an Tote reiht! Sie rufen: Gestern war's an mir, Heut ist's an dir; Hieristkein Stand, kein Bleiben hier. 9. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, Aus Wieg und Bett in Sarg und Grab: Wann, wie und wo, ist Gott bewußt; Schlag an die Brust, Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 10. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, Kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, Da blüht zu schön kein Wangenrot; Im Finstern droht Der Tod und überall der Tod. 11. Ach banges Herzim Leichental, Wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl? Du bist es, Jesu, der mit Macht Aus Gräbernacht Das Leben hat ans Licht gebracht. 12. Dein Trostwortklingt so hoch und hehr: Weran mich glaubt, stirbt nimmer⸗ mehr. Dein Kreuz, dein Grab, dein Auf⸗ erstehn, Dein Himmelgehn Läßt uns den Himmel offen sehn. 13. Wohl dem, der sich mit ihm vertraut, Schon hier die ew gen Hütten bautl Er sieht das Kleinod in der Fern Und kämpfet gern Und harrt der Zukunft seines Herrn. III. 14. Nun, Tor des Friedens, öffne dich! Hinein! Hier 1159 die Wallfahrt Ihr Schtummernden; im Friedens- reich, Gönnt allzugleich Auch ihm(ihr) ein Räumlein neben euch! 15. Viel Gräber sind an diesem Ort, Viel Wohnungen im Himmel dort; Bereitet ist die Stätte schon Am Gnadenthron, Bereitet ihm(ihr) durch Gottes Sohn. 16. Sein ist das Reich mit Allgewalt; Er zeugt und spricht: Ich komme bald! Ja komm, Herr Jesu, führ uns ein! Wir harren dein. Amen, dein laß uns ewig sein! Christ. Friedr. Heinr. Sachse 1785—1860. FFHE Auferstehung, Gericht, Ewigkleit. 401 . ö Mel. Christus der ist mein Leben. 417. Melchior Vulpius? 1609. ———— Au ö—.—.————— K DPDPP PIPIPI I I I I TTI IIIT... —.— 4.—. 4.— 82——.— — 2 Am Gra⸗be stehn wir stil ⸗ le und sä-en Tränen⸗ Hhn. ö— oee dree, ihm PPIIIIIIIII—T —— 1.———— 2... EE 0 ö autl saat: des lie⸗ben Pil⸗gers Hül ⸗le, der aus⸗ge⸗pil⸗gert hat. ern 26—5 ö 2. Er ist nun angekommen, Und während wir hier weinen, rrn. Wir pilgern noch dahin; Ist er so hoch beglückt. Er ist nun angenommen, 5. Er trägt die Lebenskrone Der Tod war ihm Gewinn. Und hebt die Palm empor 3. Er schaut nun, was wir Und singt vor Gottes Throne glauben, Ein Lied im höhern Chor. ahrt Er hat nun, was uns fehlt; ů Ihm kann der Feind nichts rauben, Hier uoch In Tal wuher, ens⸗ Der uns versucht und quält. Bis wir ihn wiedersehen 4. Ihn hat nun als den Seinen Und selig sind wie er. Der Herr dem Leid entrückt, Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. —— sem 5. Auserstehung, Gericht, ESwigkeit. ort; Nach eigener Melodie. 418. Phil. Nicolai? 1598. . an———————— ö 3————————. ———————————— 24..— ——— Wa⸗chet auf! ruft uns die Stim-me der Wäch⸗ter Mit-ter-nacht heißt die ⸗se Stun-de, sie ru⸗sen I— e nn dnn. ne 9————— AIS 196 sehr hoch auf der Zin ne, wach auf, du Stadt Je ru-sa⸗ : uns mit hel⸗lem Mun- de: Wo seid ihr klu- gen Jungfrau⸗ IIE 2 I————.— ö....—— 2 3——..———— * ö 82—. 65 lem! ⸗-en? Wohl-auf, der Bräut'gam kömmt! Steht auf, die Evang. Gesangbuch. 26 Tod und Ewigkeit. Lam⸗pen nehmt! Hal le⸗lu⸗ ja! Macht euch be⸗reit zu 2 V* ——— —. —1—— ———.——.— 1 —.—— der Hoch⸗zeit! 2. Zion hört die Wächter singen, Das Herz will ihr vor Freuden springen, Sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel 1—— ů—— 2— —.—— 4.— 4* — Ihr müs-set ihm ent ge⸗gen⸗gehn. 3. Gloria sei dir gesungen Mit Menschen- und mit Engel⸗ zungen, Mit Harfen⸗ und mit Zimbelton. Von zwölf Perlen sind die Tore prächtig, An deiner Stadt, wir stehn im Von Gnaden stark, von Wahrheit Chore mächtig, Der Engel hoch um deinen Thron. Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht Kein Aug hat je gesehn, auf. Kein Ohr hat je gehört Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all Zum Freudensaal Und halten mit das Abendmahl. Solche Freude. Drum jauchzen wir Und singen dir Das Halleluja für und für. Philipp Nicolai 1556—1608. Nach eigener Melodie. 419. Melchior Frank? 1663. 8585 1——. 13—.— n dn. — SSPIIIIIPI—8——— Je-ru- sa Mein seh⸗nend Herz 2. lem, d x u hoch- ge⸗-bau-te Stadt, wollt' o groß Ver⸗lan⸗gen hat und — 1 4 .— I — II— 6 7— — E—5.———.——— n—,———*S— Gott, ich wär' in dir! ist nicht mehr bei . weit ü⸗ ber Berg und mir: ö 4 22——— 4 ö— ... Ta-le, weit ü ber Flur und Feld schwingt es sich ü⸗ber 1608. Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 2*—᷑ V 2— 3—‚..——.— 34—— III.‚—.—— BII— ————.—...— II— ——— 22— 7 2— +— — 2—— al. 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, Wann bist du endlich hier, Da ich mit Lust, mit freiem Freu⸗ denmund Die Seele geb' von mir In Gottes treue Hände Zum auserwählten Pfand, Daß sie mit Heil anlände In jenem Vaterlandꝰ 3. O Ehrenburg, sei nun ge⸗ grüßet mir, Tu auf die Gnadenpfort! Wie manche Zeit hat mich verlangt nach dir, Wie sehnt' ich oft mich fort Aus jenem bösen Leben, Aus jener Nichtigkeit! Nun hat mir Gott gegeben Das Erb der Ewigkeit. 4. Was für ein Volk, welch eine edle Schar Kommt dort gezogen schon! Was in der Welt von Auserwählten le und eilt aus die⸗ser Welt. Trägt nun die Ehrenkron, Die Jesus mir entgegen Vom Himmel hat gesandt, Da ich auf fernen Wegen Noch war im Tränenland. 5. Propheten groß und Patriar⸗ chen hoch, Auch Christen insgemein, Die weiland trugen ihres Kreuzes Joch Und der Tyrannen Pein, Schau' ich in Ehren schweben, In Freiheit überall, Mit Klarheit hell umgeben, Mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich an⸗ gelanget bin Im schönen Paradeis, Von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, Der Mund von Lob und Preis: Das Halleluja singet Man dort in Heiligkeit, Das Hosianna klinget war, In alle Ewigkeit. Joh. Matthäus Meyfart 1590—1642. Nach eigener Melodie. 420. 1554. 5 + H— — 2 2.—.— +—. H— 5—.— ͤ—.——— S....— 1—.——— 329—— Freu dich sehr, o mei⸗ ne See=le, Chri-stus, dem ich mich be⸗feh=le, und ver⸗giß der ist mein Licht im 26* 404 Tod und Ewigkeit. 4 4 4 IIL 4 4.—.— — DSDDDD DDEEEESe. D ——IIIil—.—*3——— Not und Qual! fin ⸗stern Tal. Aus der Trüb-sal, aus dem Leid soll ich ö—.— e. —2 12— AWSRIF. IIT fah ⸗ ren in die Freud, die kein Ohr hier hat ge⸗ hö⸗ ret, Q —— .....IIII... — Ien die in E⸗wig⸗ keit auch wäh- ret. 2. Tag und Nacht warst du mein 5. O du schönster aller Sterne, offen, Und ich rief zu dir, mein Gott, Weil mich stets viel Kreuz betroffen, Daß du hälfest aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann Nach dem Ziel auf seiner Bahn, Sehnt sich auch mein Herz im Leide Nach des Himmels ew'ger Freude. 3. Denn gleichwie um Rosen stehen Scharf und spitzig Dornen gar, Also auch die Christen gehen Unter Angst und in Gefahr. Wie die Meereswellen sind Und der ungestüme Wind, Also ist allhier auf Erden Unsre Wallfahrt voll Beschwerden. 4. Wenn der Morgenröte Schimmer Leuchtet und der Schlaf entfleucht, Bleibt doch Sorg und Kummer immer Und die Not, die hier nicht weicht. Unter Tränen in der Not Essen wir hier unser Brot. Hört die Sonne auf zu scheinen, Währt das Klagen noch und Weinen. Der du ewiglich aufgehst, Du, mein Heiland, sei nicht ferne, Denn dein Blut hat mich erlöst! Hilf, daß ich mit Fried' und Freud Komm' zu meiner Seligkeit! Ach mein freundlich Licht, verlasse Mich nicht auf des Todes Straße! 6. Ob mir schon die Augen brechen, Das Gehör mir ganz vergeht, Meine Zung nicht mehr kann sprechen Und mein Blut mir stille steht, Bist du doch mein Licht, mein Hort, Leben, Weg und Himmelspfort; Du wirst selig mich regieren Und den Weg zum Himmel führen. 7. Freu dich sehr, o meine Seele, Und vergiß der Not und Qual! Christus, dem ich mich befehle, Führt mich durch das finstre Tal. Seine Freud und Herrlichkeit Soll ich sehn in Ewigkeit, Mit den Engeln jubilieren, Ewig, ewig triumphieren. Verfasser unbekannt, vor 1620; Bearbeitung von Gust. Friedr. Nik. Sonntag 1788—1858. HE Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 405 Ihr habt schon, wornach wir uns erst sehnen; Mel. O wie selig ꝛe. 9 12e. — — Nach eigener Melodie. 4121. 1744. ....... T SS I.IIIIIIIIIIIIIIIII O wie se⸗lig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr —. 45——6———— —.——.———————— 1 x 9*⁷——— ö—. ü durch den Tod zu Gott ge⸗kom-men! Ihr seid ent⸗ — III3‚ ———.—2———.— 2 S————— 1 gan-gen al ⸗ler Not, die uns noch hält ge fan⸗gen. erne 2. Muß man hier doch wie im Euch wird gesungen, t Kerker leben, Was in keines Ohr allhier ge⸗ srend Wo Gefahr und Schrecken uns drungen. umschweben; ö class Was wir hier kennen, 5. Ach, wer wollte rbrr Ist nur Müh und Herzeleid zu gerne sterben raße! I anen Und den Himmel für die Welt ö ö ererben? 3. Ihr hingegen ruht in eurer Wer wollt' hier bleiben, Kammer, Länger mühevoll das Leben treiben? Sicher und befreit von allem ö Jammer; 6. Komm, o Christus, löse unsre Kein Kreuz und Leiden Bande, Stoöret euch in euern Himmels⸗ Führ uns zu dem wahren Vater⸗ freuden. lande! Bei dir, o Sonne, 4. Christus trocknet alle eure Ist der frommen Seelen Freud Tränen; und Wonne. Simon Dach 1605—1659. 17⁴4. ——V. ö H H —— + 48. — * O wie mö⸗gen wir doch un- ser Le- ben .—— Ü————— 2 2—.— —.— 4— 4.— RIII so der Tod und Ewigkeit. — I......— — —.— Welt und ih⸗ rer Lust er ⸗ ge⸗ben, und uns selbst —— + + +I—— —.—.—.—..———.38 ——..——. 7—-..— schei-den von der Frommen Ruh und tau-send Freu⸗-den? 2. Müssen wir nicht auch nach kurzen Jahren Zu den Toten in die Grube fahren? Es wird geschehen, Daß ein jeder seinen Lohn wird sehen. 3. Wenn die Welt ihr Ende nun genommen, Und der Richter wird vom Himmel kommen, Der wird entdecken Alles, was wir meinten zu verstecken. 4. O was wird er für ein Urteil fällen, Wenn er unser Tun wird vor sich stellen, Wenn er wird finden, Wie wir hier gelebt in schweren Sünden! 5. O Herr Christus, wollest meiner schonen Und mir Sünder nach Verdienst nicht lohnen! Ich will verlassen Alle Welt und ihre Lüste hassen. 6. Forthin will ich leben dir zu Ehren, Nimmer mich von deinem Worte kehren; Dein will ich bleiben, Keine Welt soll mehr von dir mich treiben. 7. Deine Gnadentür steht allen offen, Die auf dich in diesem Leben hoffen; Doch die verderben, Welche ohne dich, o Heiland, sterben. 8. Wohl dem Herzen, das in deinen Wunden Seinen Trost und Frieden hat ge⸗ funden! Dein Kreuz und Leiden Führet mich zu wahren Himmels⸗ freuden. Heinr. Albert 1604—1651. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 423. Heinr. Isaak? Weltlich. 1536. 1598. C ————— SEEE + Die Herr⸗lich ⸗keit der — Er⸗-den muß Staub und A⸗sche —*— — ͤꝗ J‚‚‚————.— werden, kein Fels, kein Erz bleibt stehn. Was uns hier kann er⸗gö⸗ tzen, was en. ir zu orte mich illen ffen; rben. einen it ge⸗ iels⸗ 651. III — Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. wir für e⸗wig schä⸗tzen, wird als ein leichter Traum ver⸗gehn. 2. Was sind doch alle Sachen, Die uns so trotzig machen, Als Tand und Nichtigkeit? Was ist des Menschen Leben, Das stets umher muß schweben Als wie ein Traumbild dieser Zeitꝰ 3. Der Ruhm, nach dem wir trachten, Den wir unsterblich achten, Ist nur ein falscher Wahn. Sobald der Geist gewichen Und dieser Mund erblichen, Fragt keiner, was man hier getan. 4. Es hilft nicht Kunst noch Wissen, Wir werden hingerissen All ohne Unterscheid. Was nützt der Güter Menge? Wem hier die Welt zu enge, Dem wird ein enges Grab zu weit. 5. Dies alles wird zerrinnen, Was Müh und Fleiß gewinnen Und saurer Schweiß erwirbt. Was Menschen hier besitzen, Kann für den Tod nichts nützen, Dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 6. Wie eine Rose blühet, Wenn man die Sonne siehet Begrüßen diese Welt, Doch eh' der Tag sich neiget, Eh' sich der Abend zeiget, Verwelkt und unversehns abfällt: 7. So wachsen wir auf Erden Und denken groß zu werden, Von Schmerz und Sorgen frei; Doch eh' wir zugenommen Und recht zur Blüte kommen, Bricht uns des Todes Sturm entzwei. 8. Auf, Herz, wach und bedenke, Daß dieser Welt Geschenke Nur kurze Zeit sind dein! Was du zuvor genossen, Ist wie ein Strom verflossen; Was künftig,— wessen wird es sein? 9. Trau nicht auf Welt und Ehre, Der Menschen Gunst und Lehre; Ruf Gottes Gnade an, Der ewig Vater bleibet, Den keine Zeit vertreibet, Der ewig selig machen kann! 10. Wohl dem, der auf ihn trauet! Der hat recht fest gebauet; Und ob er hier gleich fällt, Wird er doch dort bestehen Und nimmermehr vergehen, Weil ihn die Allmacht selbst erhält. Andreas Gryphius 1616-1664. ——— 408 Tod und Ewigkeit. 1424. Joh. Crüger? 1653. 1656. 1+— 4—.——————— ͥ Je-sus, mei⸗ne Zu⸗versicht und mein Heiland, ist im Lesben⸗ die⸗ses weiß ich, sollt' ichnicht da⸗rum michzu⸗frie-den ge⸗ben, SS S II II I I II T TTT— 14— was die lan-ge To⸗des-nacht mir auch für Ge⸗dan⸗ken machtꝰ Nach eigener Melodie. Q RN 2. Jesus, er mein Heiland, lebt, Froh und selig dort werd' ich Ich werd' auch das Leben schauen, Sein, wo mein Erlöser schwebt: Warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, Welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Offnung Ban Zu genau mit ihm verbunden, Meine starke Glaubenshand Wird in ihn gelegt befunden, Daß mich auch kein Todesbann Ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher Auch einmal zu Asche werden; Das gesteh' ich, doch wird er Mich erwecken aus der Erden, Daß ich in der Herrlichkeit Um ihn sein mög' allezeit. 5. Dann wird ein verklärter Leib Mich in jener Welt umgeben; Allzeit bei dem Herrn ich bleib', Schau' ihn dort im bessern Leben. Bei ihm wohnen ewiglich. 6. Dann mit meiner Augen Licht Werd' ich meinen Heiland kennen, Sehen dort sein Angesicht Und in seiner Liebe brennen; Nur was Schwachheit heißen kann, Wird von mir sein abgetan. 7. Was hier kränkelt, seufzt und leht fleht, Wird dort frisch und herrlich gehen Irdisch werd' ich ausgesät, Himmlisch werd' ich auferstehen; Zur Verwesung sink' ich ein, Unverweslich werd' ich sein. 8. Wohl dem, der den Geist erhebt Von den Lüsten dieser Erden Und schon hier dem Heiland lebt, Dort mit ihm vereint zu werden! Schicket da das Herz hinein, Wo ihr ewig wünscht zu sein! Verfasser unbekannt; Trostlied der Kurfürstin Luise Henriette von Brandenburg 1627—1667. n ISEIINI. 29——————— s5‚—— Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 12⁵. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 409 1687. — — ODu, 0 schõ-nes Welt 3ge⸗bäu-de, magst ge⸗-fal⸗-len, ist doch dei⸗ ne eit le Freu-de stets mit lau⸗ ter V. 2 +1 665 , de d,........ wem du willt; ö 5—0 Angst um-hüllt. De⸗nen, die den Him⸗mel has ⸗sen, + tPPP— .eere. 4.—⁵⁰ will ich ih- re Welt⸗lust las-sen; mich ver⸗-langt nach —————— ————— iiI.— dir al⸗ lein, lie ⸗ber Herr und Hei⸗land mein! 2. Müde, die der Arbeit Menge Und der heiße Strahl beschwert, Wünschen, daß des Tages Länge Werde durch die Nacht verzehrt, Daß sie nach so vielen Lasten Könnten sanft und süße rasten. Mein Wunsch ist, bei dir zu sein, Lieber Herr und Heiland mein! 3. Andre mögen durch die Wellen Und durch Wind und Klippen gehn, Ihren Handel zu bestellen, Und da Sturm und Not bestehn; Ich will auf des Glaubens Schwingen Aufwärts in den Himmel dringen, Ewig da bei dir zu sein, Lieber Herr und Heiland mein! 4. Tausendmal pfleg' ich zu sagen Und noch tausendmal dazu: Würd' ich doch ins Grab getragen, O so käm' ich ja zur Ruh, Und mein bestes Teil das würde, Frei von dieses Leibes Bürde, Dort im Himmel bei dir sein, Lieber Herr und Heiland mein! 5. Komm, o Tod, des Schlafes Bruder, Komm und führe mich nur fort! Löse meines Schiffleins Ruder, Bringe mich zum sichern Port! Mag, wer immer will, dich scheuen, Mich vielmehr kannst du erfreuen, Denn durch dich komm' ich hinein Zu dem lieben Heiland mein. 6. Ach daß ich des Leibes Bande Heute noch verlassen müßt', Käme zum gelobten Lande, Wo das Haus des Friedens ist! Da wollt' ich in heil'gen Chören 410 Tod und Ewigkeit. Mit den Engeln dich verehren, Rühmen deinen Gnadenschein, Lieber Herr und Heiland mein! 7. Doch weil ich die Friedens⸗ auen Und den goldnen Himmelssaal Jetzt nicht kann nach Wünschen schauen, Sondern muß im Tränental Noch im Prüfungskampfe leben, Soll mein Geist sich doch erheben, Unterdessen bei dir sein, Lieber Herr und Heiland mein! Joh. Franck 1618-1677. Mel. Valet will ich dir geben. 126. Melchior Teschner. 1614. 9 1—— 4—— F 1— +......... I— I————— Er⸗muntert euch, ihr Frommen, zeigt eu ⸗rer Lampen Schein! Der A⸗bend ist ge⸗-kom⸗-men, die fin⸗stre Nachtbrichtein, 4 ů 7—.——..— —* 2— nn mr. Duud mi öDSDSDSDSDSPSPS/S‚SISSSS P‚IIII.. I II.............. S.————————*—— es hat sich auf-ge⸗ma⸗chet der Bräu⸗ti⸗gam mit Pracht:auf, Q + + 71— +V—— +* TSZ.e e e e— E.— + 2 L—J....———.— 1 I ——— — be⸗tet, kämpftund wa ⸗chet, bald ist 2. Macht eure Lampen fertig Und füllet sie mit Ol Und seid des Herrn gewärtig, Bereitet Leib und Seel! Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah, Begegnet ihm in Reihen Und singt Halleluja! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, Hebt nun das Haupt empor Mit Jauchzen und mit Schalle Zum frohen Engelchor! Die Tür ist aufgeschlossen, Die Hochzeit ist bereit: Auf, auf, ihr Reichsgenossen, Der Bräut'gam ist nicht weit! es Mit⸗ter-nachtl 4. Begegnet ihm auf Erden, Ihr, die ihr Zion liebt, Mit freudigen Gebärden Und seid nicht mehr betrübt! Es sind die Freudenstunden Gekommen, und der Braut Wird, weil sie überwunden, Die Krone nun vertraut. 5. O Jesu, meine Wonne, Komm bald und mach dich auf, Geh auf, ersehnte Sonne, Und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach ein Ende Und führ uns aus dem Streit: Wir heben Haupt und Hände Nach der Erlösungszeit! Laurentius Laurenti 1660—1722. eHFRH. Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 411 Mel. Gott des Himmels ꝛc. 127 2 Heinr. Albert. 1642. 2—— ——.———— ꝗIꝗSIFIFICIFIFIFIFITIFIIFIFIIFIFIF F IF— EISSI— ö—— O Je⸗ru⸗ sa⸗lem, du schö⸗ne, da man Gott be⸗stän⸗dig ehrt und der En⸗gel Lob⸗ge⸗tö⸗ ne„Hei⸗lig, hei ⸗lig, hei⸗lig“ hört: — 1 4 ů ..——2 4 2..e — S II II I IFIPFITIIIII. ach, wann komm'ich doch ein⸗mal hin zu dei⸗ner Bür⸗ger Zahl? 2. Muß ich nicht in Pilgerhütten Unter strengem Kampf und Streit, Da so mancher Christ gelitten, Führen meine Lebenszeit, Da oft wird die beste Kraft Durch die Tränen weggerafft? 3. Ach, wie wünsch' ich dich zu schauen, Jesu, liebster Seelenfreund, Dort auf deinen Friedensauen, Wo man nicht mehr klagt und weint, Sondern in dem höchsten Licht Schauet Gottes Angesicht! 4. Komm doch, führe mich mit Freuden Aus der Fremde hartem Stand, Hol mich heim nach vielem Leiden In das rechte Vaterland, Wo dein Lebenswasser quillt, Das den Durst auf ewig stillt! Mel. Alle Menschen müssen sterben. 5. O der auserwählten Stätte Voller Wonne, voller Zier! Ach daß ich doch Flügel hätte, Mich zu schwingen bald von hier Nach der neuerbauten Stadt, Welche Gott zur Sonne hat! 6. Soll ich aber länger bleiben Auf dem ungestümen Meer, Da mich Sturm und Wellen treiben Durch so mancherlei Beschwer, Ach so laß in Kreuz und Pein Hoffnung meinen Anker sein! 7. Alsdann werd' ich nicht ertrinken, Christus ist mein Arm und Schild, Und sein Schifflein kann nicht sinken, Wär' das Meer auch noch so wild; Ob gleich Mast und Segel bricht, Läßt doch Gott die Seinen nicht! Nach Friedr. Konr. Hiller 1662— 1726. 428. 1687 — O wie fröh-lich, o Dro⸗ben ern⸗ ten wie se⸗lig wir un⸗zäh⸗ lig wer⸗den wir im un ⸗-sre Freu⸗den⸗ qS cᷓꝗQPPcPtt‚eeeeeee‚eeeeeeeeee———— 412 Tod und Ewigkeit. N 5 Him⸗mel sein! gar⸗ ben ein. 9—56 H 5—4— IEEE E Hier noch gehn wir hin und wei⸗ nen; Q — 5 0 0— ů EAf——————— —— 2—1 2—— dort wird uns die Son-ne schei⸗nen, dort ist kei⸗ ne .— +—..... E ———j— Trau⸗er⸗ nacht, 2. Es ist doch ja dieses Leben Nur ein jammervolles Tun, Und die Not, die uns umgeben, Lässet uns gar selten ruhn. Von dem Abend bis zum Morgen Kämpfen wir mit lauter Sorgen, Und die überhäufte Not Endet sich erst mit dem Tod. 3. Ach, wer sollte sich nicht sehnen, Bald in Zion dort zu stehn Und aus diesem Tal der Tränen In den Freudenort zu gehn, Wo das Kreuz in Siegespalmen, Unser Klagelied in Psalmen, Unser Leid in Lust sich kehrt, Und die Wonne ewig währt! 4. Da wird unser Aug erblicken, Was ganz unvergleichlich ist, Ewig sich an dem erquicken, Was aus Gottes Liebe fließt; Da wird unser Ohr nur hören, Was die Freude kann vermehren; Da empfindet unser Herz Lauter Wonne ohne Schmerz. 5. Dort in welcher hohen Schöne Wird die Klarheit Gottes sein! die uns Gram und Kum-mer macht. Wie wird dort das Lobgetöne Seiner Engel uns erfreun! Wie wird unsre Krone glänzen Bei so vielen Siegeskränzen! Wie wird unser Kleid so rein, Heller als die Sonne sein! 6. Ach, wann werd' ich dahin kommen, Daß ich Gottes Antlitz schau'! Wann werd' ich dort aufgenommen In dem schönen Himmelsbau, Welchem nichts auf Erden gleichet, Dessen Glanz die Sonne weichet, Dessen wundervolle Pracht Alles Gold zu Schanden macht! 7. Mich durchdringt ein heiß Verlangen; O du großer Lebensfürst, Laß mich bald dahin gelangen, Wo du mich recht trösten wirst! Aber laß auch hier auf Erden Jetzt mein Herz schon himmlisch werden, Bis mein Los in jener Weit Auf das allerschönste fällt! Benj. Schmolck 1672—1737. IXIXI in men chet, jet, t! ö 3⁷. Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 413 Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. 129. Joh. Crüger. 1656. —.——————.——.—.— .——..——3—.IIEEII Der Herr brschtein um Mitternacht, jetzt ist noch al ⸗les still. 35565 — + dem, der sich nun fer-tig macht und ihm be⸗geg- nen will! 2. Er hat es uns zuvor gesagt Und schlummre nun nicht mehr! Und einen Tag bestellt; Blick täglich auf sein Kommen hin, Er kommt, wenn niemand nach Als ob es heute wär'! ihm fragt 2—. ür möglich hält. 6. Der Tag des Urteils nahet sich, Zuch es fir mei Der Herr kommt zum Gericht. 3. Wer wacht und hält sich stets Du, meine Seele, schicke dich, 4—0 Steh und verzage nicht! Als ein getreuer Knecht, 1. De ö— Daß er in jener Rechnungszeit„Dein Teil und Heil ist schön Vor Gott bestehe recht? und groß; Steh auf, du hast es Macht 4. Wer gibt sein Pfund auf Geh hin, nimm und genieß dein Los, Wucher hin Das Gott dir zugedacht! Und nützet jeden Tag, 44 Daß er mit himmlischem Gewinn 8. Der Herr dai ihtern dor J 7 ‚ Vor Jesum treten mag Fetzt ist noch alles still 5. So wache denn, mein Herz Wohl dem, der sich nun fertig macht und Sinn, Und ihm begegnen will! Aus dem Gesangbuch der Brüdergemeine; Verfasser unbekannt; 1731. *. Mel. Was Gott tut ꝛc. 430. 1690. +— 2——— 76 ——— 11— ——..——.— E V. Wir war⸗ten dein, o Got⸗tes Sohn, und Aie⸗ ben dein Er⸗ wir wis⸗ sen dich auf dei⸗nem Thron und nen⸗nen uns die ·e, — schei⸗nen; Dei⸗nen. Wer an dich glaubt, er- hebtsein Baurtund sie het **.N.—— 444 Tod und Ewigkeit. — ²———— DD —— dir ent ge⸗gen; du kommst uns ja zum Se⸗gen. 2. Wir warten deiner mit Geduld Bei dir auch Ruh, In unsern Leidenstagen, Bei dir auch Freude geben, Wir trösten uns, daß du die Schuld Bei dir ein herrlich Leben. Für uns am Kreuz getragen; —. können wir gewiß un gern mit dir 2574 Drmenbn wad hnn Air rrer merh e Mit kindlichem Verlangen. 3. Wir warten dein, du hast uns ja Was wird geschehn, Das Herz schon hingenommen. Wenn wir dich sehn, Du bist uns zwar im Geiste nah, Wenn du uns heim wirst bringen, Doch sollst du sichtbar kommen, Wenn wir dir ewig singen! Da willst uns du Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. 4. Wir warten dein, du kommst Mel. Wie wohl ist mir ꝛc. 431.. 1704. ———.— SPSSPII..I....IIIII.. — D.————J. —3————.— 1 4.— I. IID 1 + ö Es ist noch ei ne Ruh vor⸗ han⸗den; auf, Du seuf⸗-zest hier in dei- nen Ban⸗-den, und —— x .—— 7 HS.— 2..——— nn r mü⸗ des Herz, und wer⸗de Licht! dei⸗ ne Son⸗- ne schei⸗net nicht. — Sieh auf das Lamm, das 4— —.——— II 1——..— 1.— + a, Ernrmn vm. xy, e, ,,. K r; Aasom, Kas a—— SSDSDSSESSSESESEE E U dich mit Freu- den dort wird vor sei⸗ nem Stuh-le wei⸗ ........I...I..... I ITII I ITITIT—FII———— .‚‚IJ———————— L L den, wirf hin die Last und eil her⸗ zu! Bald ist der 2 8—— ö— +—— 4+— 7*—.— — EE——*——.—.—. . hei ße Kampf ge⸗en-det; bald, bald der sau⸗re ER e CH SU EV — e DeO HOẽ0 ——— 2525—j—2282— ust Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 415 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, Die Ruhe, die kein Ende nimmt; Es hat, da noch kein Mensch geboren, Die Liebe sie uns schon bestimmt. Der Heiland wollte darum sterben, Uns diese Ruhe zu erwerben; Er ruft, er locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr Frommen, Versäumet nicht, heut einzukommen Zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, Die manche Last und Bürde drückt, Eilt, eilt aus euern Kummerhöhlen, Geht nicht mehr seufzend und gebückt! Ihr habt des Tages Last getragen, Dafür läßt euch der Heiland sagen: ch selbst will eure Ruhstatt sein! Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben; Ob Sünde, Welt und Hölle toben, Seid nur getrost und gehet ein! 4. Was mag wohl einen Kranken laben Und einen müden Wandersmann? Wenn jener nur ein Lager haben Und sanft auf solchem ruhen kann, Wenn dieser sich darf niedersetzen, An einem frischen Trunk ergötzen, Mel. Straf mich nicht ꝛc. 2 1432. Wie sind sie beide so erfreut! Doch dies sind kurze Ruhestunden, Es ist noch eine Ruh erfunden, Die währt in alle Ewigkeit. 5. Da wird man Freudengarben bringen, Denn unsre Tränensaat ist aus; O welch ein Jubel wird erklingen Und süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichen, Es wird kein Tod uns mehrerreichen, Wir werden unsern König sehn; Er wird beim Brunngquell uns er⸗ frischen, Die Tränen von den Augen wischen; Wer weiß, was sonst noch wird geschehn! 6. Da ruhen wir und sind im Frieden Und leben ewig sorgenlos. Ach fasset dieses Wort, ihr Müden, Legt euch dem Heiland in den Schoß! Ach Flügel her, wir müssen eilen Und uns nicht länger hier ver⸗ weilen, Dort wartet schon die frohe Schar! Empor, mein Geist, zum Jubilieren, Auf, gürte dich zum Triumphieren, Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Joh. Sigism. Kunth 1700—1779. 1694(Joh. Rosenmüller 1655 7). —— 23—.F7 —.———— 7— PPPPPIPIPFPPITITITITITITIIIII— 7—.— 2— Christ, sei acht⸗-sam, sei be. reit, kämp⸗fe, bet und Tod und E⸗-wig⸗-keit, nah dir Lohn und Nah ist ————— r;DIπιιππì⁰ικπμι SDSDS‚iD‚i‚iI‚i‚i‚e‚ee 416 Tod und Ewigkeit. ——— I—— : DISISISIII r...— —————— I sche!l 1 ö ö Huhe Hör, Gott spricht, säu⸗me nicht sei nen Ruf zu 7—.— II.— DIRDR —————— hö-ren und dich zu be-⸗keh- ren! 2. Nochtöntnichtzum Weltgericht Dich nichts dann Der Posaune Stimme, Stärken kann, Noch bebt dieser Erdball nicht Keine deiner Freuden: Vor des Richters Grimme; Was wirst du dann leiden! —— erschallt 5. Ach, wie bang um Trost und Ruh Gottes Ruf: Zur Erden An des Grabes Stufen, Sollst du wieder werden! Nah dem Untergang wirst du Dann vergebens rufen: 3. Kommt nun, ehe du's gedacht, Rette, Gott, Unter Sünd' und Freuden Mich vom Tod! Deines Lebens letzte Nacht: Höre, Vater, Richter, Was wirst du dann leiden, Schöpfer und Vernichter! Don den SWwerz 6.Noch, noch wandelst du, oChrist, Deiner Schuld zerrissen, Auf des Lebens Pfade; Nah zu deiner Rettung ist Dir des Ew'gen Gnade. 4. Wenn vor deinem Antlitz sich Eil ihr zu, Wird verzagen müssen! Jede Sünd enthüllet, Daß du Ruh Wenn dann jede, jede dich Für dein Herz empfindest Ganz mit Graun erfüllet, Und Vergebung findest! Christoph Christ. Sturm 1740—1786. Nach eigener Melodie. 433. Jos. Schmittbauer. 1787. RWASSRSSS‚‚——— eF. ———E.. n. e—— 1.— ů 12.——— Auf⸗ er⸗ stehn, ja auf-er⸗stehn wirst du, mein Staub, nach 0 4— —2— + I 1—— 2 5 2⁴.— L————————.3 2— 2—2———————————2 ————..———— X kur⸗zer Ruh; un-sterblich Le— ben wird der dichschuf dir E 148811 uh s, II Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. —. ge⸗ben. Hal⸗ 3 2. Wieder aufzublühn werd' ich 4. Wie den Träumenden wird gesät; dann uns sein, Der Herr der Ernte geht Mit Jesu gehn wir ein Und sammelt Garben Zu seinen Freuden; Uns ein, uns, die wir starben. Der müden Pilger Leiden Halleluja! Sind dann nicht mehr. 3. Tag des Danks, der Freuden⸗ 5. Ach, ins e führt tränen Tag, mich Du meines Gottes Tag! Mein Mittler dann, lebt' ich Wenn ich im Grabe Im Heiligtume Genug geschlummert habe, Zu seines Namens Ruhme. Erweckst du mich. Halleluja! Friedr. Gottlieb Klopstock 1724 1803. Mel. Wachet auf ꝛc. 4343. Phil. Nicolat? 1588. N + 8————————— =———— Se⸗lig sind des Him⸗-mels Er⸗ ben, die To⸗ten, Nach den letz⸗ten Au⸗-gen⸗ bli cken des To-des⸗ ——.— —2—..2——— + en dr 2—— — 1—————— 5 die im Her⸗ren ster ben, zur Auf⸗ er⸗ste-hung ein⸗ge⸗ schlummers folgt Ent-zü⸗-cken, folgt Won⸗ne der Un⸗sterb⸗lich⸗ E 3—. I 4— + 1— II IE¹¹+¹.—— +* 4 + 4 S‚‚ ‚D‚‚ ‚‚‚E EEE.............. —— T—— weiht! Zeit; im Frie⸗den ru⸗ hen sie los von der — 2 dnd un Hi ů /DIDIDDDEEEEEEEE= “—— 7— Er⸗ de Müh. Ho⸗si ⸗ an- 4* Vor Got⸗tes Thron zu Evang. Gesangbuch. 27 418 Tod und Ewigkeit. —.—5—.—— II e e ——2—.————..— H— ——5— — sei⸗ nem Sohn be⸗glei⸗ten ih re Wer⸗ke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Scheint uns alsdann; er ist uns Ehre, Sonne, Macht, Weisheit, ewis ewig Ehre Der Sohn, die Herrlichkeit des Sei dir, Versöhner Jesu Christ! Herrn. Ihr, der Überwinder Chöre, Heil, nach dem wir weinendrangen, Bringt Dank, Anbetung, Preis Nun bist du, Heil, uns aufge⸗ und Ehre gangen, Dem Lamme, das geopfert ist! Nicht mehr im Dunkeln, nicht von Er sank wie wir ins Grab, fern. Wischt unsre Tränen ab, Nun weinen wir nicht mehr, Alle Tränen. Das Alte ist nicht mehr. Er hat's vollbracht; Halleluja! Nicht Tag, nicht Nacht Er sank hinab, Wird an des Lammes Throne sein. Doch von dem Grab 3. Nicht der Mond, micht mehr Erstand er, und wir folgen ihm. die Sonne Friedr. Gottlieb Klopstock 1724- 1803. Mel. Freu dich sehr ꝛc. 4135. 1554. 9— 1 6— 390—1 1 ———....‚————.I.: —232..—..— 2...— 5—.—.— *——— Wenn der Herr einst die Ge⸗fang-nen ih⸗ rer Ban⸗-de o dann schwinden die ver-gang-nen Lei-den wie ein — 4— — +— H— ,. le⸗-dig macht, Traum der Nacht; SSPS—;7 Mund voll La⸗chens sein; jauchzend wer-den wir er ⸗he⸗ben dann wird un-ser Herz sich freun, un-ser 5003 eerrn — — — Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 419 2. Herr, erhebe deine Rechte, 3. Ernten werden wir mit Freuden, Richt auf uns den Vaterblick, Was wir weinend ausgesät; Rufe die zerstreuten Knechte Jenseits reift die Frucht der Leiden, In das Vaterhaus zurück! Und des Sieges Palme weht. Ich der Pfad ist steil Aund weit: Unser Gott auf seinem Thron, Kürze unsre Pilgerzeit, Er, er selbst ist unser Lohn; Führ uns, wenn wir treu gestritten, Die ihm lebten, die ihm starben, In des Friedens stille Hütten! Bringen jauchzend ihre Garben. Sam. Gottlieb Bürde 1753—1831. 436. Phil. Nicolal? 1598. * Wie schön leucht't uns ꝛc. SSPP— Wie wird's im ew'gen Frühling sein, wo Le⸗bens⸗ Da sieht man kei- nes Win⸗ters Spur, da prangt von lüf ⸗te mildund rein durch Got⸗tes Gar⸗ten we⸗ hen! Blü⸗ten E⸗dens Flur, die nim-mer⸗mehr ver ge-hen. Se ⸗lig werd' ich dei⸗ ne Au- en ein⸗stens schau-en, * —— e ir nieiirirn.— —2**——— neu⸗e Er⸗de, wenn ich dort er-wa-chen wer-de! 2. Zwar schuf auch hier des Schaut die Sonne Vaters Macht Nun hienieden, Die Welt in ungemessner Pracht, Mit der Unschuld floh der Frieden. Daß sie sein Lob verkünde. Doch bleibt im Land der Sterb⸗ 3. Doch wenn von Jesu Macht lichkeit besiegt Von Leid und Gram kein Herz Der letzte Feind zu Füßen liegt, befreit, Auf ewig überwunden, Das ist der Fluch der Sünde. Und er mit seines Wortes Kraft Keine Reine Von neuem Erd und Himmelschafft, Wahre Wonne Dann ist das Leid verschwunden. 27* 42⁰ Tod und Ewigkeit. Droben Loben Dort wechseln Tag und Nächte Sel'ge Geister nicht,— Dann den Meister, Von Gottes Stuhl strahlt ew'ges Der sie wählte Licht Und zu seinem Volke zählte. Und leuchtet all den Seinen. Jesus Christus, 4. Die Sonne, die uns hier ent⸗ Gnad und Wahrheit, zückt Licht und Klarheit Und jetzt die niedre Erde schmückt, Wirst du geben: Wird dann uns nicht mehr scheinen; Nur bei dir ist wahres Leben! Joh. Christ. Wilh. Aug. Hopfensack 1801—1874. R eHr * Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 437. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. —.——— 42....—.— H——. SDSDSDSDSDSSSSSSIES E E.....* ——————2.2.—— 2—— B Ich weiß, daß mein Er ⸗lö⸗ ser le⸗bet, und daß er U Wenn Le⸗ben, Lieb und Licht ent⸗schwebete, was un · ser ⁵ 27.——II——— ISDSISISISIIII E.. —*— 1 + + +L I I 1—.....—....—. LO—.4 3 e⸗wig Treu⸗e hält. E ö Irrt wenn kei⸗ne Ster⸗ne mehr uns schimmern war in Staub zerfällt, sch 8 N ——— 1.— H 4Z— 2 I. 1 SZ....—..—. 2.— V*—22+2..—..—2 —558— 7 2...————.—5 E —.—2 5—.—..2— 2..— + IZ.JJ... * 2*** ꝝ᷑W und lau-ter To⸗des⸗hau⸗ che wehn, dann wird er ü⸗ber—2 ——— S ne— 8 Ml WD‚...‚..‚..— IZ. +.—.—.— II*.—.—22 V.. TZi..½½½ νν—— —. 1 1— +—.2— IJ....... al⸗len Trümmern der letz⸗te auf dem Stau-be stehn. O der: Mel. Die Tugend wird ꝛc. 17⁰0⁴4. *——— + In — 42—— 3 d. xi He H. I n—— 2.—. +—.]..——..:....../ 2—.— ———.—— 2.— E— 1 2. X.— — Ich weiß, daß mein Er lö⸗ser le⸗bet, und daß er„ Wenn Le⸗ben, Lieb und Licht ent⸗schwebet, was un⸗ ser Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 421 ........ e⸗wig Treu⸗e hält. war in Staubzerfällt, e—.—.—. und lau⸗ter To⸗des⸗ hau⸗ che wehn, dann wird er ü⸗ber wenn kei⸗ ne Ster⸗ne mehr uns schimmern — H* i. al⸗len Trümmern der letz-te auf dem Stau-be stehn. 2. Wir gehn dahin in harten Das bange Menschenrätsel: Ster⸗ Fesseln, en, Bei jedem Schritte rings beengt, Es wird verklärt von seinem Licht; Umschlungen von der Sünde Der Sünde Sold wird ew'ges Nesseln, Erben, H bis ins Heiligtum sich drängt. Wenn er, der letzte, lebt und spricht. Der Herr, der ringend mit dem Bösen 4. So rinnt 7—8 ihr Wu Im heißen Kampfe einst gebebt, tunden Jahrhunderte der Erdenzeit! Er hat die Macht 240 01 zu Ein Fels der Hoffnung ist ge⸗ Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Junden, Ein Retter für die Ewigkeit. 3. Und daß er lebt und liebt und Es ringt sich kühn empor der waltet, Glaube, Das macht die dunkeln Nächte hell; Von ew'ger Lebensluft umweht: Und ob dies Herz im Tod erkaltet, Ich weiß, daß über allem Staube Sein Herz bleibt alles Lebens Der letzte mein Erlöser steht. Quell. Meta Heußer 1797—-1876. Anhang. ——— I. Lieder besonders für und * Lob und Dank. Nach eigener Melodie. 138. 1863. ö—.——— —————— Lobt, ihr Kin⸗der, un⸗sern 95 un=sers Her-zens .8 Zahm. um⸗ sre Son-ne, 5 rFrommen —.——.— Trost und Womnet ü 2— Lwde„un ⸗-sern Herrn, un-sers er e,,—— ———————.— Her-zens Morgensstern! 2. Rufet und bekennt es frei, 3. Er ist groß und hält doch wert, Daß er unser Retter sei, Was da klein ist auf der Erd. Daß die Menschheit er vom Bösen Über alles hoch erhaben Als ein Heiland will erlösen! Liebt er doch geringe Gaben. Rufet und bekennt es frei, Er ist groß und hält doch wert, Daß er unser Retter sei! Was da klein ist auf der Erd. Diese Lieder, welche einen Anhang zum Gesangbuch bilden, enthalten auch die früher als Anhang II dort gestandenen 445 ebenso zahlreiche neue zugleich für den Gottesdienst der Er⸗ wachsenen 98. 430. wie Nr. 445, 448, 453, 456, 457, 470, 474, 477, 482, 486, 487, 492, 493, 494, 415, 498, 499, 500, 502, 50 507, 505, 510, 512, 515, 516, 517, 515, 521, 520, 530, 53² und bei 537 Biff. 7, 9, 11 und 19. —5— e HrNRR EFR efRFRR RE II — Lob und Dank. 423 4. Alles nimmt er freundlich an, Und ihr Flehn sich wohlgefallen. Was ihm wird zulieb getan. Alles nimmt er freundlich an, Drum läßt er der Kinder Lallen Was ihm wird zulieb getan. Johann Scheffler(Angelus Silesius) 1624— 1677. Nach eigener Melodie. 139. *—— 8— 30 eer.— Für al⸗ le Gü⸗ te sei ge⸗preist Gott Va⸗ter, e Lrree in ede mi e Sohn und heil'-ger Geist! Ihr bin ich zu ge⸗ rin⸗ 2Z———........ —.—— 3* Ver⸗ nimm den Dank, den Lob⸗ ge⸗ sang, den ich dir — Q— +—...—..‚I.. ——— lind⸗ lich sin ge! —— 2. Du nahmst dich meiner herz Was ich vermag lich an, Bis diesen Tag, Hast Großes heut an mir getan, Ist alles deine Güte. mreirr Hast niterlch 4. Sei auch nach deiner Lieb und Mein Haus und mich— Macht Veshidet und Fenähret Mein Schutz und Shechtr dieser acht; 3. Herr, was ich bin, ist dein Vergib mir meine Sünden! ö Geschenk, Und kommt mein Tod, Der Geist, mit dem ich dein ge- Mein Herr und Gott, denk', So laß mich Gnade finden! Ein ruhiges Gemüte; Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. Nach eigener Melodie. 4140. Karl Friedrich 5 1810. —.—— ————————— S..—————— —. Dan⸗ket dem Herrn! Wir dan-ken dem Herrn; denn er ist Anhang. a— — —.— freundlich 1955 Q fä⸗n ne Gü⸗te 91009 105 e ⸗ wig⸗ +.— ——————— ——— +. 35309„ * . ——.— lich, sie wäh⸗ret e⸗ 2. Lobet den Herrn! Ja lobe den Herrn Auch meine Seele, Vergiß es nie, was er dir Guts getan, Was er dir Guts getan! ½ 3. Sein ist die Macht. Allmächtig ist Gott; Sein Tun ist weise, Und seine Huld ist jeden Morgen neu, 1 Ist jeden Morgen neu. ½ Nach eigener Melodie. wig ⸗lich. 4. Groß ist der Herr. Ja groß ist der Herr, Sein Nam ist heilig, Und alle Welt ist seiner—— voll, 1 Ist seiner Ehre voll.: 5. Singet dem Heemt Wir lobsingen ihm Mit frohen Chören, Und er vernimmt auch unsern Lob⸗ gesang, : Auch unsern Lobgesang.: Karl Friedrich Wilhelm Herrosé 1754—1821. Luise Reichardt 1779—1826. ö—*———.——— .. Ich will Gott den Herren lo-ben durch mein ganzes Le⸗ben —........— lang; gern in 2 sei⸗ nem Him⸗- mel ben hört er n. II 22—— ö ů— H 2—.—. nn, ie. er, en mei- ner Stim⸗me Klang. 2. Seiner Engel Jubel schallen Doch ich weiß, daß auch das Lallen Wunderbar von Welt zu Welt; Eines Kinds ihm wohlgefällt. —— wig⸗lich, sie Widt e⸗ 20880 Oe 92 BSNI — Lob und Dank. Nach eigener Melodie. 4⁴. Hans Georg 655 1773-1836. ·., ö—— —— D—— 22.—.———.— Lobt froh den 22—5 ihr ju⸗gend⸗ li⸗ chen Chö⸗ re! Er *2* hö ⸗ ret gern ein Lied zu sei⸗ner Eh⸗ re. 2.015 r09 den SEEE Herrn,lobt froh den Herrn! 2. Es schall' empor 4. Wir stammeln hier, Zu seinem Heiligtume Doch hörst du unser Lallen Aus unserm Chor Zum Preise dir Ein Lied zu seinem Ruhme! Mit Vaterwohlgefallen. Lobt froh den Herrn, Dir jauchzen wir, Lobt froh den Herrn! Dir singen wir! 3. Vom Preise voll 5. Einst kommt die Zeit, Laß unser Herz dir singen! Wo wir auf tausend Weisen, Das Loblied soll O Seligkeit, Zu deinem Throne dringen. Dich, unsern Vater, preisen Lobt froh den Herrn, Von Ewigkeit Lobt froh den Herrn! Zu Ewigkeit. Georg Geßner 1765—1843. 443. Nach eigener Melodie. Q WE——.— Jauchzt un-serm Gott, dem Va-ter ü-ber al⸗ le, daß — 2= ESISIE — 1 , weit von Ost wör schal⸗ le; denn durch sein ꝗꝗ—————2—— 1— xPxi Wal⸗-ten ent⸗stan-⸗ dend 2— zu le-ben für und für, zu 426 Anhang. . PIPPI.II..............................— I—.——1—— 2 le⸗ben für und für in Lie-be se⸗lig dort und hier. 2. Schaut froh empor! 3. Ja singet froh Das Lichtmeer dort, die Sonne— Im Himmel und auf Erden, Gott schuf sie ja der ganzen Welt Die ihr durch Gott sollt froh und zur Wonne, selig werden! Die ihr entströmet durch alle Zeit, Es schalle mächtig die Welt entlang Und was am Himmelszelt: Hell lauter Jubelklang Der Nächte Dunkelheit erhellt. Des großen Vaters Preisgesang. Nach eigener Melodie. 144. net de...— EEE . Un⸗ser Gott ist lauter Lie-be, Menschen, komtund be⸗tet N*X 6——.—.. 2401—*. 2——— 2.———— an! Stim⸗met ihm aus rei-nem Trie be —— eu⸗er Lob⸗lied freu⸗dig an! 2. Ist's auch schwach und un— 3. Droben in der Engel Chöre vollkommen, Stimmen wir einst alle ein: Wenn der Wille nur ist gut;„Lob, Anbetung, Preis und Droben wird es besser kommen; Ehre!“ Darum habt nur guten Mut! Welche Wonne wird das sein! —2 ä——— E 2. Bitte und Fürbitte. Nach eigener Melodie. 445. —X Altniederländ. Volksweise. Um 1600. —— 1 ———— —— E —.——— ö— 3—.————— 4———— 2—9 2——— Wir tre⸗ten zum Be⸗ten vor Gott, der so mäch⸗tig, ge⸗ + eRR ef M — —40141 III. III —— 2— Bitte und Fürbitte. 7 wal⸗ tig und hei⸗lig die Kir⸗ che re⸗giert, der rich— tend und ———.— 4— ——.—— + ret⸗ tend, wun⸗ der⸗bar und prächtig aus Nö⸗ten und Ver⸗ Schluß der 3. Strophe. 2= A——. IE—=— Aes.——.——.——— 36 6556 .— E———IXT + fol⸗gung sie huldreich ge führt. O Herr, steh uns bei! 2. Wohl sinnen und spinnen 3. Wir trauen und bauen Noch Unheil die Feinde, Auf den, der die Seinen Berücken mit Tücken, In Stürmen beschirmen Die feige und schwach. Will gnädig und treu. Doch sicher zum Siege Allmächtiger Helfer, Führet die Gemeinde an. uns erscheinen Der Heiland, und durch Kämpfen 72. Dräuen der Gefahren. Bleibt stark sie und wach. O Herr, steh uns bei!:, Nach den Nliniederlandischen Voltsliedern des Adrianus Balerins. 1626. Nach eigener Melodie. 446. Andreas Barner 1835— 1910. 66— 3—— RDRERERER ———————— 2——— 2— E—2.—..—— Re⸗ber Va⸗ter hoch im Him-mel, merk auf dei-ner Kin-der Flehn! Laß uns heut und— le Ta⸗ ge, * ö—— —.—.1—.— ͤWg——— Herr, in dei- nem Se⸗gen stehn! 2. Unsre Sonn ist deine Gnade, 3. Alles hast du ja in Händen Und dein Wort der Himmelstau, Und du weißt, was uns gebricht; Der uns nähret und erquicket O so gib aus deiner Fülle, Gleich der Blume auf der Au. Gib uns, Herr, von deinem Licht! 428 Anhang. 4. Mög' dein Geist uns stets re- Führe uns auf deinen Wegen, AHLiereit, Herr, in deinen Himmel ein! Lehre uns gehorsam sein! Agnes Franz 1794—1840. Nach eigener Melodie. 147. Hans Georg Nägeli 1773-1836. ISSSSSEEEEEEEEEEEEE —.1.— Lehr mich be⸗ten, Gott der Herrlich-keit, kind-lich vor dich SS— — tre⸗ ten, wie dein Wort ge⸗ beut! 2. Deinem* 9— soll ich Schenk mir deinen Frieden, wohne selbst in mir! L t 18 ilde, ehr mich sanf Aud 15 10 w 4. Meine preist und lobet 3. Nimm die Sünde, nimm die Wenn ich zu dir bete, so erhörst du Schuld von mir; mich. Nach Ernst Moritz Arndt 1769— 1860. Nach eigener Melodie. 448. 66 Silcher 1789—1860. PPEEEE So nimm denn mei⸗ ne Hän⸗de und füh⸗ bis an mein se⸗ lig En ⸗-de und e⸗ wih⸗ .f...:. licht Ich mag al-lein nicht ge- hen, nicht ei-nen * 2— SIEEIEE—.—.. Schritt; wo du wirst gehn und ste⸗hen, da nimm mich mit! 2. In dein Erbarmen hülle Laß ruhn zu deinen Füßen Mein schwaches Herz Dein armes Kind! Und mach es gänzlich stalle Es will die Augen schließen In Freud und Schmerz! Und glauben blind. — 8 7 ůI — Sonntag und Gottesdienst. 3.Wenn ich auch gleich nichts fühle So nimm denn meine Hände Von deiner Macht, Und führe mich Du führst mich doch zum Ziele Bis an mein 4— Ende Auch durch die Nacht. Und ewiglich! Julie von Hausmann 1825—1901. 3. Bonntag und Gottesdienst. Wie fröhlich bin ich aufgewacht. 44 2 Nach F. W. Sering. — 22—. F 0 2———3—— 2 ..—— 4+. Der Sonntag kommt mit lei⸗ sem Tritt und bringt viel l SEE dr. Freud und Se⸗gen wiit Sei uns wiltommen, Tag desHerrn, wir — 22— ö—.—m II 5— c + T—— —.———65— —*8————I. * sehn dich al⸗le herz⸗-lich gern! 2. Wie freundlich hat uns Gott So hat's der Herr des Sonntags bedacht, gern. Daß er den Sonntag hat gemacht, ö Zu ruhen von der Hände Werk, 4. Drum, lieber 4. sehnen Daß Leib und Seel sich wieder stärk. Die ganze Woche uns nach dir. Sei uns willkommen, Tag des 3. Von innen und von außen rein Herrn, Soll jedes Kind am Sonntag sein, Wir sehn dich alle herzlich gern! Von Lärm und wildem Spiele fern, J. R. Weber. Nach eigener Melodie. 150. Gottlieb David Gacstatter um 1827. 3 wnru.— 6——. —.. ö ——.— r i. S˙ fei⸗er⸗lich und stil ⸗le als heu⸗te nah und —8— .——————— 7 fern seiss auch in mei⸗nem Her ⸗ zen am Anhang. 1— 2— +———11— min, i.—.— +—..—— 1 schö⸗nen Tag des Herrn. 2. Es tönen hell die Glocken, Wer nähme Gnad und Liebe n rin Kanle aofht Nicht gern von seinem Herrn? Ind wollen alle laden 6.— Ins hohe Haus des Herrn. 2815 einst der Weihen Sirrn 3. O solchem freud'gen Rufe Das Herz auf sicherm Pfade Wi Wer folgte dem nicht gern? Hinauf zu seinem Herrn. O Christian August Gebauer 1792—1852. Wé Si Nach eigener Melodie. 4151. Christian Gregor. 1784. Ti — V=— *.—5 —.ᷓ—.—. 22 Seg⸗ ne und be hü ⸗ te uns durch dei⸗ne Gü⸗ te, 2— Herr, er⸗heb dein An⸗ ge⸗ sicht ü⸗ber uns und gib uns Licht! 2. Schenk uns deinen Frieden 3. Amen, Amen, Amen.* Jeden Tag hienieden, Ehre sei dem Namen Gib uns deinen guten Geist, Jesu Christi unsers Herrn; ö Der uns stets zu Christus weist! Denn er segnet uns so gern. Johannes Evangelista Goßner 1773—1858. 4. Erscheinung des Heilands. 2 Nach eigener Melodie. 152. Aus England. ——— 4 DD... Horch, es klop-fet für und für! Wer steht drau⸗ßen SSS. —2 vor der Tür? O ein Gast ist's son⸗der⸗ glei⸗ chen, den die ee XIX — Erscheinung des Heilands. — 5———— N—.— eELu—„ WSDJD‚D‚‚J‚ .—.——— e Lie⸗be zu dir trieb. Ach, meinHerz, laß dich er-weichen, tu ihm — n. • 2 DSDt——— auf und hab ihn lieb! 2. Horch, es klopfet stets aufs neu! 3. Horch, es klopfet, hör es doch! Wer mag warten so voll Treu?ꝰ Immer steht er draußen noch. O dein Herr ist's hoch erhaben; O dein Heiland ist's voll Gnaden, Welch ein Glück ist's sein zu sein! Der da klopft an deiner Tür, Sieh, er kommt mit Himmelsgaben, Er will dich zur Hochzeit laden, Tu ihm auf und laß ihn ein! Tu ihm auf, er schenkt sich dir! Ernst Gebhardt. 2. Mel. aus dem 15. Jahrhundert. Nach eigener Melodie. 4153. Tonsatz von Michael Prätorius. 1609. 7— FCC3ʃ———— 1——— 2—— E——— Es ist ein' Ros' ent-sprun⸗gen aus ei⸗ner Wur⸗zel wie uns die Al-ten sun-gen, von Jes⸗se kam die 94— erre Eie, n unenin wen dee emen, nu e, A dei en n, —————.—————— 2— —— und hat ein Blümlein bracht mit⸗ ten im kal⸗ten I u— 4 Lrr en Hre ün ein manm. ——. 1 7 I ——..— J——..ñ—‚IiiDiI‚I‚ ———— Win⸗ter wohl zu der hal-ben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine, Mit seinem hellen Scheine Davon Jesaias sagt, Vertreibt's die Finsternis. Hat uns gebracht alleine Wahr'r Mensch und wahrer Marie, die reine Magd. ö Gott Aus Gottes ew'gem Rat Hilft uns aus allem Leide, Hat sie ein Kind geboren Rettet von Sünd und Tod. Wohl zu der halben Nacht. 4. O Jesu, bis zum Scheiden 3. Das Blümelein so kleine Aus diesem Jammertal Das duftet uns so süß; Laß deine Hilf uns g'leiten Hin in den Freudensaal In deines Vaters Reich, Nach eigener Melodie. 154. Anhang. Da wir dich ewig loben; O Gott, das uns verleih! Aus dem 15. Jahrhundert. Altdeutsch. 1535. —ẽ WEEEE 2— Nun sin⸗get und seid froh, jauchzt al le und singt . e.....— 100— Unsers Hereens Värin=ne liegt in der Krip⸗pe Q ——*————.— bloß und leuchtet als die Son⸗ne in sei⸗ner Mut⸗ter SSDS.......e.ee.—— e Kisi r.— SS RX— Schoß. Du bist A und O, 2. Sohn Gottes in der Höh, Nach dir ist mir so weh! Tröst mir mein Gemüte, O Kind voll Mildigkeit, Durch alle deine Güte, Du Fürst der Herrlichkeit! 2) Zeuch mich hin nach dir!:, 3. Groß ist des Vaters Huld, Der Sohn tilgt unsre Schuld. Wir wär'n all' verdorben Durch Sünd und Eitelkeit, Nach eigener Melodie. du bist A und O. So hat er uns erworben Die ew'ge Din doene Wären wir doch da!:, 4. Wo ist der Freuden Ort? Nirgends mehr denn dort, Wo die Engel singen Das Heilig allzumal, Und wo die Psalmen klingen I hohen Himmelssaal. Wären wir doch da!:, Aus dem Mittelalter Vom Him⸗ mel hoch da komm' ich her ich bring'euch gu⸗ te EII. HE HRN Erscheinung des Heilands. 433 IX ++ —— 8. 7 2I—.....— ———— + 3—— 2 +* neu e Mär; der gu⸗ten Mär bring' ich so viel, da— —— 2* von ich sing'n und sa-gen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn Von einer Jungfrau auserkorn, Ein Kindlein, jetzt noch zart und fein, Das soll eur'Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott; Der will euch führ'n aus aller Not, Er will eu'r Heiland selber sein, Von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, Die Gott der Vater hat bereit't, Daß ihr mit uns im Himmelreich Sollt ewig leben allzugleich. Nach eigener Melodie. ** 4 — 5. Des laßt uns alle fröhlich sein Und mit den Hirten gehn hinein Zu sehn, was Gott uns hat beschert, Mit seinem lieben Sohn verehrt. 6. Sei mir willkommen, edler Gast! Den Sünder nicht verschmähet hast Und kommst ins Elend her zu mir: Wie soll ich immer danken dir? 7. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, Der uns schenkt seinen ein'gen Sohn! Des freuet sich der Engel Schar Und singt uns solch ein neues Jahr. Martin Luther 1483—1546. Nikolaus Herman. 1554. ——— 2——. SSS. Lobt Gott ihr Christen all-zu-gleich, in sei⸗nem höch-⸗sten — ö— E ESEESEEEEESEEEEEEEE.......—— *— Thron, der heut schließt auf sein Him-mel-reich und schenkt uns . — ö———.—.—— II I . sei-nen Sohn, und schenkt uns sei-nen Sohn! Evang. Gesangbuch. q⁊DP—f———————— 43⁴4 Anhang. 2. Er kommt aus——. Vaters Und nimmt an sich ein's Knechts Schoß Und wird ein Kindlein klein; Er liegt dort elend, nackt und bloß In einem Krippelein.: 3. Er äußert sich all seiner G'walt, Wird niedrig und gering Gestalt, „ Der Schöpfer aller Ding.:, 4. Heut schließt er wieder auf die Tür Zum schönen Paradeis, Der Cherub steht nicht mehr dLafür „ Gott sei Lob, Ehr und Preis! Nikolaus Herman 1480—156l. 157. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. + 5%%—— ETTCTQQ E 30 Ich steh' an dei ⸗ner Krip⸗pe hier, o Je ⸗su, ich kom⸗ me, bring' und—— ke dir, was du mir ren Eerdek du mein Le⸗ben hast ge⸗ ge-ben. Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz; ————— Seel und Mut, mmmal⸗ les Uim und laß dir's wohl ge⸗ fal-len! 2. Da ich noch nicht geboren war, Da bist du mir geboren Und hast mich dir zu eigen gar, Eh' ich dich kannt', erkoren. Eh' ich durch deine Hand gemacht, Da hast du schon bei dir bedacht, Wie du mein wolltest werden. Ich lag in tiefster Todesnacht, Du wurdest meine Sonne, Die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud' und Wonne. O Sonne, die das werte Licht Des Glaubens in mir zugericht't, Wie schön sind deine Strahlen! 4. Du fragest nicht nach Lust der Welt Noch nach des Leibes Freuden; Du hast dich bei uns eingestellt An unsrer Statt zu leiden, Suchst meiner Seele Herrlichkeit Durch dein selbsteignes Herzeleid, Das will ich dir nicht wehren. 5. Eins aber, hoff' ich, wirst du mir, Mein Heiland, nicht versagen, Daß ich dich möge für und für In meinem Herzen tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein, Komm, komm und kehre bei mir ein Mit allen deinen Freuden! Paul Gerhardt 1607—1676. (HDα eeern echts Nach eigener Melodie. Erscheinung des Heilands. 13⁵ .— 4158. Georg Friedrich Händel 1685—1759. ——— 1 die i—. 6.666, Toch⸗ter 3 on, freu L.ODich, —— dafür ö—„.— 1———————‚ iiiiiiiiEE 1501 35 e ö jauch e laut, e= ru sa⸗-lem! 15³5 2=————— D———‚——— —.———3—.—.—...———.—.—— su, Sieh, dein Sd 210 kommt zu dir; Min.—.———— SSS.............. — 5——— ja er kommt, der Frie ö de⸗fürst. S ö Toch⸗ter Zi⸗on, freu e dich, jauch ⸗ ze 2——— 433————. ainn. mi— laut, Je ⸗ ru sa-lem! 7 2. Hosianna, Davids Sohn, 3. Hosianna, Davids Sohn, Sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein In Reich; du Hosianna in der Höh! Hosianna, Davids Sohn, Sei gesegnet deinem Volk! —— u Nach eigener Melodie. 159. Sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, Du, des ew'gen Vaters Kind. Hosianna, Davids Sohn, Sei gegrüßet, König mild! Heinrich Ranke. 1820. Portugiesische Weise. ,— + 5 ö Alle.—.— in r.—.—. 2— — 2—.— . Her⸗bei, o ihr Gläub gen, sröh⸗ lich tri- um-phie⸗ret, o 28* 436 Anhang. Mädchen. ——— kom⸗met, o kom-met nach Beth-le-hem! Se-⸗het das 35———— rn arwun— 34. XÜ— Kind⸗lein uns zum Heil ge ⸗-bo- ren! O las ⸗set Knaben. Alle. N ö—— ernnen, Entn, in nr ᷑n di. mininiene. ran n n. 7 7 D uns an⸗-be⸗ten, o las⸗ set uns an⸗be⸗ ten, o H— I— —.HI—ĩ———.— —.— 7— 1 las⸗ set u uns an⸗be⸗ten den Kö⸗nig, den Herrn! (llle.) O lasset uns anbeten, 2. Kommt, singet dem Herren,(Knaben.) O lasset uns anbeten, O ihr Engelchöre! lle.) O lasset uns anbeten Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen! Den König, den Herrn! (Mädchen.) Ehre sei Gott im Himmel d übersetzt aus adeste fideles. An auf Erden! Deutsch von Heinrich Ranke um 1820. Sizilianische geistliche Volksweise Nach eigener Melodie. 4160.(O sanetissima). e—...— 65 I + 3— ö* ö 5— O du fröh⸗li⸗che, 0 du se⸗li⸗ ge *——.————— I IIDI‚I.‚I‚II. I— —————————. n, den, n. gna-den-—.— Weihnachts-zeit! Welt ging ver⸗ Q— Z,;rr,r.. EreEeE H e—— 7 lo ⸗ ren, Christ ist ge ⸗ bo ⸗ ren; freu e, —— freu⸗e dich, o Chri⸗sten⸗ heit! Erscheinung des Heilands. 2. O du fröhliche, 3. O du fröhliche, O du selige O du selige Gnadenbringende Weihnachtszeit! Gnadenbringende Weihnachtszeit! Christ ist erschienen,* König der Ehren, Uns zu versühnen; Dich woll'n wir hören; Freue, freue dich, o Christenheit!: Freue, freue dich, o Christenheit!: Johann Daniel Falk 1768—1826. Nach eigener Melodie. 4161. Aus Thüringen. 1810. 5„ 4— a x—2— —5— I———— —.,, 7— 5— 0 Am Weihnachts⸗baum die Lich⸗ter bren⸗nen. Wie glänzt er ö + N*X* — ,, H.nri Hin Hun.. I 2—— 2 2„3..e 7 ½ ain- 7 C— * VDI—— L— fest-lich, lieb und mild, als spräch' er:„Wollt in mir er— . *—— II 12.———¹ ten⸗nen ge⸗treu⸗ er Hoff⸗nung stil les Bild!“ 2. Die Kinder stehn mit hellen Dem braunen wie dem weißen Blicken, Haar. Das Auge lacht, es lacht das Herz.„ K. Ofröhlich seliges Entzücken!! Zu guten Mensthoe, die sich Die Eltern schauen himmelwärts. Schickt uns der Herr als Boten aus, 3. ZweiEngel sind hereingetreten, Und seid ihr treu und fromm ge— Kein Auge hat sie kommen sehn, ö blieben, Sie gehn zum Weihnachtstisch und Wir treten wieder in dies Haus.“ beten ö Hat 1 6. Kein Ohr hat ihren Spruch Und wenden wieder sich und gehn. vernommen, 4.„Gesegnet seid ihr alten Leute, Unsichtbar jedes Menschen Blick Gesegnet seist du kleine Schar! Sind sie gegangen wie gekommen, Wir bringen Gottes Segen heute Doch Gottes Segen blieb zurück. Gustav Hermann Kletke. 2 Nach eigener Melodie. 162. Volksweise. 1842. 9 ů ö ů 4—.——— FA.I—.— 1... CII I. 3— AD —————*— 27/H Lat——5—.—. 2...—.— 7 +— 5.——.2 Der Christbaum ist der schön-ste Baum, den wir auf Er-den Anhang. .—.—.— I.j—— . ken- nen. Im Gar⸗ten klein, im eng⸗-sten Raum wie wie V 5 r +——— 5— . *————— 1—— 2—.8800.— lieb-lich blüht der Wun-der-baum, wenn sei ne Blüm-chen bren⸗nen, wenn sei-ne Blümchen bren-nen, ja bren-nen. 2. Denn sieh, in dieser Wunder⸗ Dein Iesus schenkt dir alles heut, nacht„ Gern wohnt er dir im Herzen, d. Halnnd Herr geboren, Im Herzen. er Heiland, der uns selig macht. Hätt' er den Himmel nicht rracht 4. O laß ihn ein, es ist kein Wär' alle Welt verloren,: Traum! Verloren. Er wählt dein Herz zum Garten, Will pflanzen in dem engen Raum 3. Doch nun ist Freud und Selig⸗ Den allerschönsten Wunderbaum ö„Ateit,„: Und seiner treulich warten, Ist jede Nacht voll Kerzen, Ja warten. Auch dir, mein Kind, ist das bereit't: Johannes Karl. 1842. . Nach eigener Melodie. 4163. Franz Gruber. 1818. DSDPDIDIDIi‚I..e ———.——.———..—————.— .—2 Stil⸗le N ach, en Nachtt Al=les schläft, ein-sam wacht 14588716— nur das hei⸗li⸗ ge El⸗ Lavadar das im Stal⸗le zu —— E 3.—..———— **.————— +=...— Beth-le- hem war, bei dem himm-li- schen Kind, — N heut, zen, Erscheinung des Heilands. * E.—— —* N N ⁊2 EI II 5 N* V—.— H —.—— IL—— bei dem himm⸗li-schen Kind 2. Stille Nacht, heil'ge Nacht! 3. Stille Nacht, heil'ge Nacht! Hirten erst kundgemacht Gottes Sohn, o wie lacht Durch der Engel Halleluja, Lieb aus deinem göttlichen Mund, Tönt es laut von fern und nah: Da uns schlägt die rettende Stund, * Christ, der Retter ist da.: Christ, in deiner Geburt!: Joseph Mohr 1792—- 1848. Nach eigener Melodie. 164. Johann Abraham Peter Schulz. 1794. ö + + 2———.*——— SISPSISSSISSIIIIIIIIII.... — πμ———+T—————— 2—.— H Ihr Kin⸗-der⸗lein, kom⸗-met, o kom-met doch all, zur Krip⸗pe her kom-met in Beth⸗le-hems Stall X —.—— D.DDe. qñ—.—— ram D——..—..—*DDDE.— nn—‚‚‚ VI. 2—..2 2 8 2———— 7—— und seht, was in die⸗ser hoch⸗hei li⸗gen Nacht der * Æ E——— —.———————— ———„—*—— Va⸗ter im Himmel für Freu⸗de uns macht! 2. O seht in der Krippe im nächt⸗ Hoch oben schwebt jubelnd der lichen Stall, Engelein Chor. Seht hier bei des Lichtleins hell⸗ glänzendem Strahl 4. O beugt wie die Hirten an⸗ In reinlichen Windeln das himm⸗ betend die Knie, ö lische Kind Erhebet die Händchen und danket Viel schöner und holder, als Engel wie sie; es sind! Stimmt freudig, ihr Kinder,— wer 3. Da liegt es, das Kindlein, auf wollt' sich nicht freun?— Heu und auf Stroh, Stimmt freudig zum Jubel der Maria und Joseph betrachten es Engel mit ein! froh; Die redlichen Hirten knien betend 5. Was geben wir Kinder, was davor, schenken wir dir, 440 Anhang. Du bestes und liebstes der Kinder, Wir geben sie froh dir in kindlichem dafür? Sinn. Nichts willst du von Schätzen und O mache sie 57115 und selig wie Freuden der Welt, deins Ein Herz nur voll Unschuld allein Und mach sie auf ewig mit deinem dir gefällt. in eins! 6. So nimm unsre Herzen zum Christoph von Schmid 1768—1854. Opfer denn hin; Nach eigener Melodie. 165. Choralbuch der Brüdergemeine. —.— öII—.—— SII.. ⁴ 4* + ar 4 Kom⸗met, ihr Kin-der, mit fröh Dhn Her⸗ zeh, e. 5 d,. —.— bone met und 4125 let nach Beth⸗ le⸗/hems Feld, las⸗set da⸗ —.——— ö—.— 2——5 —————. SSSPSISISSISIIIIII I IIII hin⸗ten die Sor⸗gen und Schmerzen, schau⸗-et das lieb⸗lich⸗—0 E. Wun⸗der der Welt! Las⸗ set die freu⸗ 2—15 ge er⸗ ᷓii.. zäh-len: Je-sus ist kommen, der Heiland der Se(en! 2. Gebt euch dem Heiland nun 3. Ja, wir ergeben uns dir heut gänzlich zu eigen, aufs neue, Präget sein Bild in die Herzen euch Jesus, du liebest die Kinder j so sehr. ein; Stärk unsern Glauben, erhalte die Er kann den Weg nur den richtigen Treue, zeigen, Daß wir dich lieben je mehr und Der in den Himmel uns führet je mehr, hinein! Bis wir im seligen Himmel dort Blicket nach ihm als dem rettenden oben, Sterne: Liebster Herr Jesu, dich ewiglich Jesus ist kommen, o folget ihm loben! gerne! Brüdergemeine. E SISNES chen vie inem 854. ie X Erscheinung des Heilands. 441 Nach eigener Melodie. 4166. Nach einer Paderborner Weise. 2 2 I+I.—2 0— 5—————— +———5—.—— 2— IꝗSISISSII D Ihr Hir⸗ten, er- wacht, seid mun-ter und Rhndi D En⸗ gel sich schwingen vom Him⸗ mel und sin⸗ gen: Die —.——— I IE — ö rr Em de, un Ein,ern., Ere e SD———— I +* 4 2 sn 10 5 Freu⸗de ist da, der Hei⸗land ist nah. 2. Ihr Hirten geschwind, 3. Sie hörten das Wort Kommt, singet dem Kind, Und eilten schon fort, Blasti in die Schalmeien, Sie kamen in Haufen Sein Herz zu erfreuen; Im Eifer gelaufen Auf, suchet im Feld Und fanden da all Den Heiland der Welt! Den Heiland im Stall. 15 eigener Melodie. 467. Altböhmische Volksweise. 3————— 2.2—2 EEEE ————— Kom⸗met, ihr Hir⸗-ten, ihr Män⸗-ner und Fraun, kom⸗met, das lieb⸗li-che Kind-lein zu schaun! 4* 7* 54⁴—* N.—* 8 .. Christus der Herr ist heu— te ge⸗bo⸗ ren, den Gott zum Heiland +—„ D L e P P I.. P euch hat er-ko— ren: Fürch-tet euch nicht! 2. Lasset uns sehen in Bethle- Lasset uns preisen in—29 hems Stall, Weisen! Was uns verheißen der himmlische Halleluja! Schall; Was wir dort finden, lasset uns 3. Wahrlich, die Engel verkün⸗ künden, digen heut 442 Anhang. Bethlehems Hirtenvolk gar große Den Menschen allen ein Wohlge⸗ Freud: ö fallen, Nun soll es werden Friede auf Ehre sei Gott! Erden, Nach einem altböhmischen Volkslied. Nach eigener Melodie. 1468. Joh. Christ. Heinr. Rinck 1770—1846. —.—— ö 2—— 10 . 2*—— 2—ĩ— ö—— 4—3——— Al⸗le Jah-re wie-der kommt das Chri-stus-kind ar •.— 2—— A SSDSIIRTTT————————. —.— 1.——— 1 1 auf die Er⸗de nie-der, wo wir Menschen sind; 2. Kehrt mit seinem Segen 3. Ist auch mir zur Seite Ein in jedes Haus, Still und unerkannt, Geht auf allen Wegen Daß es treu mich leite Mit uns ein und aus; An der lieben Hand. Wilhelm Hey 1789—1854. Mel. Vom Himmel hoch. 469. 1539. 4 + +— 22— I=...—..——.———— ———..———— Du lie-ber heil'-ger from-mer Christ, der für uns Kin-der —.——— ö— ꝗDSPꝑꝑIIDIIEER“ kom⸗men ist, da- mit wir sol-len weis' und rein und Q V.— 4223— II— EE..... I 2—2.————5 EX— * rech⸗te Kin-der Got⸗tes sein! 2. Du Licht, vom lieben Gott Weil heute dein Geburtstag ist, gesandt Drum ist auf Erden weit und breit In unser dunkles Erdenland, Bei allen Kindern frohe Zeit. Du Himmelskind und Himmels⸗ 4. O segne mich, ich bin noch schein, klein, Damit wir sollen himmlisch sein! 3 mache mir das Herze rein, 3. Du lieber heil'ger frommer O bade mir die Seele hell Christ, In deinem reichen Himmelsquell! —— Erscheinung des Heilands. 443 5. Daß ich wie Engel Gottes sei Du heil'ger Christ, das schenke In Demut und in Liebe treu, mir! Daß ich dein bleibe für und für, Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Nach eigener Melodie.—. Leonhard Schröter. 1587. —.——.—— —2——.———— —————.— Freut euch, ihr lie-ben Chri⸗ sten, freut euch von Her⸗ 321 e n= nnnr 33—— —.— Z. rnnNerdun E.——— sehr! Euch ist ge⸗bo⸗ren Christus recht gu⸗te neu⸗e 72 5*—= ...——..—.... Mär. Es sin⸗gen uns die En⸗ gel aus Got · tes ho⸗ bn .SSDSSSSSSSSSS Thron, gar lieb⸗lich tun sie sin⸗gen für⸗-wahr ein' SSII—.— 55⁵.—. —— F— ———— E— sü ßen Ton. Ton. 2. Also tun sie nun singen: Es ist euch dargegeben, Das Kindlein ist euch hold, Dadurch ihr sollet han Es ist des Vaters Wille,„1 Des Vaters Gunst und Segen, Der hat's also gewollt. Sein' Gnad ist aufgetan.: Aus der Liedersammlung von Gottfried Freiherr von Tucher 1813—1877. Nach eigener Melodie. 171. Volksweise. Vor 1826. E NDEEN 9————.— SII Sü⸗ßer die Glocken nie klin-gen als zu der Weihnachts⸗ PP= zeit; Sist, als ob Curc ge-lein sin⸗gen wie⸗der von — III 444 Anhang. 2..8— II II H— N N — V—4—— N7— H D N. X—— I]E—— 3——1 amh— E 2—— 385— L —.— Glocken mit hei⸗li⸗gem Klang, klin-get die Er⸗de ent-lang! 2. O wenn die Glocken erklingen, 3. Klinget mit lieblichem Schalle Schnell sie das Christkindlein hört, ÜUber die Meere noch weit, Tut sich vom Himmel dann schwingen, Eilet hernieder zur Erd, ½ Segnet den Vater, die Mutter, das Kind Glocken mit heiligem Klang, Klinget die Erde entlang! Mel. Ostern ist heut. Daß sich erfreuen doch alle Seliger Weihnachtszeit, „ Alle aufjauchzen mit einem Ge— sang, Glocken mit heiligem Klang, Klinget die Erde entlang! Wilhelm Kritzinger 1816—-1890. Johann Hiith Schück. Weihnacht ist heut, wir sind er freut, daß der Herr Q , e, nr r., *, n ö 1.——.—— Je⸗sus Christ zur Welt ge ⸗bo-ren ist, daß der Herr —47½j— sus 1s Christ z zur Welt— 2. 98 du den Klang, Den Engelsang? „ Betend die Hirten knien, Weil unser Heil erschien.: 3. Komme auch du Voll Dank herzu; „Erünt ren 50 1 Dir auch wird ew'ges Heil, Friede und Gnad zuteil.: 4. Weihe dein Herz In Freud und Schmerz Zu Jesu Krippelein, So wirst du selig sein.: Johann Peter Schück 1811—1892. * Iern Passion und Ostern. 44⁵ 3636 Christus der ist mein Leben. 173. Melchior Vulpius? 1609. öSDDDRDDDeREDIITT— 35 nuU— D Z——— E..L I** TE— 7 +—— 2 2— * 7. Am Him⸗mel ist ge⸗ stan-den mit ei⸗nem Mal ein ů—— + SSSIE* 2———. 6—— 1—— Stern, zu bin⸗ den al⸗ len Landen den neu⸗ ⁵5 boreuen Herrn⸗ 2. Drei Männer nach ihm fragen Da sind sie eingegangen Wohl i 905 Dereiehn—4 Mit Gold und Spezerein Drei Männer ziehn ohn' Zagen ů ö 4. Und weinen fast aus Reue Ob ihrer Sündenschuld, 3. Drei Männer voll Verlangen Geloben Dienst und Treue Stehn vor'ner Türe klein; Dem König groß an Huld. Abel Burckhard 1805—1862. 5. Passion und Ostern. Mel. Erhalt uns, Herr. 47 4. Altkirchlich. 1543. .—.—.— DDDDieeY *.—.—— 6—.—5.—— —.— r I H. 2 6— Herr Je su Christ, dein teu⸗ res Blut ist mei⸗ner lerkrrl. See⸗le höch-stes Gut; das stärkt, das labt, das macht al⸗ 94 A .—— ——.— XXII* + +* Eein mein Herz von al len Sün-den rein. 2. Dein Blut, mein Schmuckmein 3. Herr Jesu, in der letzten Not, Ehrenkleid, Wenn mich schreckt 4. Höll und Dein' Unschuld und Gerechtigkeit Tod, Macht, daß ich kann vor Gott be⸗ So laß ja dies mein Labsal sein: stehn Dein Blut macht mich von Sünden Und zu der Himmelsfreud eingehn. rein! Johann Olearius 1611-1684. 446 Anhang. 9— Alles ist an Gottes Segen. 175. Q. ÜA De———=.—.— N.....5 4.— 2*—e— —.—.——— ů— ů— +— Un⸗ter tau⸗send fro⸗ hen„ämi den, die im Le-⸗ben Q +.— ů 21 2—— X* IIRTIN. 00 4* 2*— — ich ge⸗fun-den, blieb nur ei ⸗ne mir ge⸗treu, . +——.——— * 0—— ei ne, wo in tun⸗send Schmerzen ich er⸗ fuhr in . 4* N— IIII......— ö, e E 2—.— ——— IEE——— 1 mei⸗nem Her⸗ zen, wer für mich ge⸗stor-ben sei. 2. Wenn sie Jesu Liebe wüßten, Liebten alle nur den Einen, Alle Menschen würden Christen, Würden ewig ihn nur meinen, Ließen alles andre stehn, Ewig ihm zur Seite stehn. Friedrich von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. —* eigener Melodie. 4176. Emilie Zumsteeg 1796—1857. Am Ol⸗b berg weiß ich ei- ne Stät⸗te, ent-le⸗gen vom ——.—— 2.—. Ge⸗räusch der Welt; der Ki-⸗dron rauscht im tie-fen 9 SPSIII.III.II.. I—— .‚DDD‚iII— Bette, der Olbaum brei⸗tet sein Ge-zelt. Dort blickt man ———., nicht von stol⸗zen War⸗ten hin⸗ aus auf Flu⸗ ren Waldund und eHR eRr Passion und Ostern. —.— 2—15 S...e.N 2—9ᷓ— 22 2.‚ —— SII—.—..——— 2 1—+4 See; den stil⸗len Hof um⸗gibt ein Gar⸗ten, sein Na-me II ———— E.—.— —* ist Geth⸗se⸗ma⸗- ne. 2. Dort lag der heiligste der Beter 3. O Herr, du hast auch meinen In dunkler Nacht auf seinen Knien, Frieden — Dort hat das Kind 905 frommen Gesucht in jener finstern Nacht; ö Väter 3u Gott gerufen und geschrien. Dort wurden Seufzer ausgestoßen In großer Angst und Seelennot, Von der gebeugten Stirne flossen Die schweren Tropfen blutigrot. 57 2—86 Melodie. Du hast, von allen abgeschieden, Für mich gebetet und gewacht. Wie sollt' ich nicht daran gedenken Und aerdrren, wo ich geh', Die Blicke meiner Augen lenken Hinüber nach Gethsemane? Heinrich Puchta 1808—1858. Um 1050. — 6— 0 Christ ist er- dan den 6 2 von der Marter al-le; des Ill +— soll'n wir al⸗le froh 40 li will un ⸗ser Trost sein. ... 2 — + IN 70 I Hert, er⸗barm dich! 2. Wär' er nicht er-stan- den, die ee, e ren. 20———.D‚..——. 22..—. 10 Welt die wär' ver-gan⸗-gen; seit daß er er ⸗standen ist, so —— ö—— 1 72— .——.————— —I—I——— . lob'n wir den Va⸗ter Je⸗su Christ. Herr, er⸗barm dich! 1 III III Ie.. 448 Anhang. + C N 4 ER * * 5 — 0 ++ III + 4 0 V ja, Hal⸗le lu. ⸗ za, I Hal⸗le lu⸗ 101 Des solln wir al⸗ ˙ froh sein, 3. Hal⸗ le lu — IL +— V.. II — H—H—.——.—5*— 0———— Christ will un-ser Trost sein. Herr, er⸗barm dich! Um 1200. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 178. 1738. * e,—— O⸗stern, O⸗-stern, Früh⸗lings-we⸗hen! O⸗-stern, O- ster n, ——•§j;ì»ttᷓ— ů—1 ů— .——————————— 5———4—.— Auf-⸗ er-ste- hen aus der tie fen Gra-bes-nacht! ————— + DDDiHii!i!ieee‚e rr.——— —2 Blu-⸗men sol⸗ en Irbh⸗ lich blü-hen, Her⸗zen senekn eö,᷑., ö .———..— P..... an, heim⸗lich 1 hen; denn der Heie land ist er- wacht. 2.Trotz euch, höllische Gewalten! 3. Der im Grabe lag gebunden, Hättet ihn wohl gern behalten, Hat den Satan überwunden, Der euch in den Abgrund zwang? Und der lange Kerker bricht. Mochtet ihr das Leben binden? Frühling spielet auf der Erden, Aus des Todes düstern Gründen Frühling soll's im Herzen werden, Dringt hinan sein ew'ger Gang. Herrschen soll das ew'ge Licht. Max von Schenkendorf 1783—1817. Mel. O sanetissima. 179. Sizilianische—. — — du fröh⸗li⸗che, o du Benn Ali⸗ HρH nrnn S 4— — Passion und Ostern. 449 IIISS —— D———.———..——— d. gna⸗den⸗-brin⸗gen-de O ⸗ster ⸗ zeit! Welt lag in V ———— 2—.— ö ü eter w dir r—— —*.— Ban ⸗ den, Christ ist er⸗ stan den. Freu⸗e, — d e. freu⸗e dich, o Chri-sten-heit! O du fröhliche, 3. O du fröhliche, O 50 selige O du selige Gnadenbringende Osterzeit! Gnadenbringende Osterzeit! Tod ist bezwungen, Kraft ist gegeben, Leben errungen. Laßt ihm uns leben! Freue, freue dich, o Christenheit!:: Freue, freue dich, o Christenheit!: Nach Johann Daniel Falk 1768—1826. Nach eigener Melodie. 480. ii 44010 Schück. Zeee anren d e,—— e O⸗stern ist heut, wir sind er-freut, daß der Herr ——— 1 N +.— —————— ———.„.————— Je⸗sus Christ heut auf-en-stan-den ist, daß der Herr E*2—.:.J——— 2—.—.——————.—. n, Je⸗ sus Christ heut auf- er⸗-stan-den ist. 2. Schaue doch her, 3. Und gehst auch du Das Grab ist leer; Zur Grabesruh, 1 Leben und Sieg ist da,„ Führt dich der Heiland aus Singet Halleluja!:, In deines Vaters Haus. Johann Peter Schück 1811—1892. Evang. Gesangbuch. Anhang. 6. Bimmelfahrt und Pfingsten. Nach eigener Melodie. 4181. üüüt Ernst Feska. 1822. — ——— nn drrernnr.en. v ——..—.—.——.——— In die Fer-ne möcht' ich zie⸗hen weit von mei-ner Hei-mat Haus. Wo o die Ber ges⸗-spit⸗zen glü-hen, wo die frem-den —.——.— — 1—Hrüñ————— Blumen blü⸗hen, ruh⸗ 0 mei⸗ 15 See⸗le aus. 2. Hätt' ich Schwingen, hätt' ich Wie sich rings die Ferne breitet— Flügel, Der uns rufet, der uns leitet, Flög' ich auf zu meinem Stern. Unser treuer Freund entschwand. Über Meere, Täler, Hügel,— Sonder Schranke, sonder Zügel 5. Aufgehoben, aufgenommen Folgt' ich immer meinem Herrn. In den Himmel ist er nur; Herrlich will er wiederkommen, 3. Ach, das war ein schöner Segen, Seine Treuen, Stillen, Frommen Aud er 10 den Jüngern ging, Folgen immer seiner Spur. Auf den Feldern, auf den Wegen ů Feden Her wie Wiamregen 6.Will mich denn zufrieden geben, Seinen Trost, sein Wort empfing. Fassen mich in stillem Sinn. All mein Denken, Sehnen, Streben, 4. Ander Los ward uns bereitet: Meine Lieb und auch mein Leben Wie auch blühet rings das Land, Geb' ich meinem Freunde hin. Max von Schenkendorf 1783—1817. 266 Ringe recht ꝛc. 482. 1738. 1745. ————— 2—2———9—5—————— din—.——.——.—..,.. Geist vom Va⸗ter, tau— e, tau-e Se-gen auf die dür⸗re Flur, 9—— ö 4 ) daß dein Lie-bes-wir-ken prei-se die er-quick-te Kre⸗a⸗tur! V —————— S—— — 2. Geist des Lebens, wehe, wehe Übers weite Totenfeld, Weck die Seelen aus dem Schlafe, Die der Tod gebunden hält! 3. Geist des Lichtes, leuchte, leuchte, Wo es finster ist und Nacht, Daß die Finsternis bald weiche Und die Nacht zum Tag erwacht! 48 Mel. O sanetissima. Himmelfahrt und Pfingsten. —45¹ 4. Geistesflamme, zünde, zünde Heller hier dein Feuer an, Daß es deiner Jünger Herzen Wärmen, heil'gen, läutern kann! 5. Jesus Christus, höre, höre, Sprich dein Amen, wenn wir flehn; Send einmal in unsre Lande Ein gewalt'ges Geisteswehn! Verfasser unbekannt. 3. Sizilianische geistliche Volksweise. gna⸗ ‚‚ en⸗ bringen⸗de Pfing⸗sten zeit! —22.——.— 2—— P De=, 5—.———.——.——08—————.—5.8— DD Mei-ster hei ligt die + —— Gei ⸗ ster. Freu⸗e, 2. O du fröhliche, O du selige Gnadenbringende Pfingstenzeit! ½ Führ, Geist der Gnade, Uns deine Pfade! Freue, freue dich, o Christenheit!: 3. O du fröhliche, O du selige Gnadenbringende Pfingstenzeit! „: Uns, die Erlösten, Geist, willst du trösten. Freue, freue dich, o Christenheit!: Nach Johann Daniel Falk 1768—1826. Mel. Ostern ist heut. 184. Johann Peter Schück. ——.——————— 2———— 4—— ——v——— unn ni un EH 257——— ——————— Pfing⸗sten ist heut, wir ü⸗ ber den 29* Anhang. heil'⸗gen Geist, der un⸗ser Trö-ster heißt, ü⸗ ber den e n—3— E . heil'⸗=gen Geist, der un- ser Trö⸗-ster heißt. 2. So will er dir 3. Drum bete gern Auch für und für Und oft zum Herrn, „ Lehrer und Tröster sein, Der dich ja beten heißt: Zu Gottes Kind dich weihn. Gib mir den heil'gen Geist!: Johann Peter Schück 1811—1892. 7. Ausbreitung des Gvangeliums. eigener Melodie. 4185. 66655 Friedrich Händel 1685—1759. nn..„———.— Von Grönlands eis'-gen Ber⸗gen, von In⸗ diens sonn' gem — wen r Kn.—.— ———,—.—....——— 7. Strand, von blü-⸗hen⸗den Ge⸗ fil⸗den, aus Düre rem Wü⸗ sten⸗ SESS E sand, von vie-⸗len fer-nen In-seln, aus manchem Palmwald ———— A I 4.—.—————— dicht er⸗tönt der Hei⸗den Bit-te um neu-en Glaubens Licht. 2. Und wir, die wir empfangen 3. Weht, weht, ihr lust'gen Winde, Den Glauben von dem Herrn, Sein Wort von Land zu Land, Wir bringen ihn den Heiden, Tragt es, ihr leichten Wellen, Den Brüdern ja so gern. Bis zu dem fernsten Strand, Erlösung ist erfunden Daß alle laut bekennen, Fün alle fern und nah. Daß er allein der Herr, O sagt's den armen Heiden, Und alle Knie sich beugen Daß ein Messias da! Zu unsers Gottes Ehr! Nach Reginald Heber 1783—1826. —.————————ꝛ—.—— Ausbreitung des 48 Nach eigener Melodie. Evangeliums. 45⁵53 6. Vor 1822. Jos. Haydn(2) 1732-1809. =— rn, m. e. 2 L,— Wuudweit ist dein, Herr Je⸗ su Christ, die Sach, an der wir Uund weil es dei⸗ ne Sa⸗ e ist, kann sie nicht un-ter⸗ ire, in n neeneen erie, re, ——— stehn, Al⸗-lein das Wei⸗zen-korn, be⸗ vor—— gehn. es frucht⸗bar sproßt zum Licht em⸗-por, 5 + SSSSSEI———4———— äBIIIII stersaben in der Er-de Schoß zu- vor vom eig„nen 2— 11 3—03 — 2————— .—————————— Wesen los an Siaden los, 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, Durch Leiden himmelan, Und führest jeden, der da glaubt, Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so nimm uns allzugleich Zum Teil am Leiden und am Reich; Führ uns durch deines Todes Tor Samt deiner Sach zum Licht empor, Zum Licht empor, Durch Nacht zum Licht empor! 3. Du starbest selbst als Weizen—⸗ 7•.——— vom eig⸗nen We⸗sen los. Und sankest in das Grab. Belebe denn, o Lebensborn, Die Welt, die Gott dir gab! Send Boten aus in jedes Land, Daß bald dein Name werd' be— kannt, Dein Name voller Seligkeit! Auch wir stehn dir zum Dienst bereit In Kampf und Streit, Zum Dienst in Kampf und Streit. Str. u. 3 von Felician Zaremba 17941874. korn Str. 2 von Samuel Preiswerk 1799—1871. Mel. Vom Himmel hoch. 4187. 1539. 5•50. ——— 0————‚ I———————— Wir dan⸗ken dir, Herr Je- su Christ, daß du der mächt'ge 1. IRRE— ..——— 43. w sa—.—— + Kö⸗nig bist, durch des⸗ sen Gna- de al ⸗le-⸗ zeit des Anhang. 2. Wie trostlos gehn die Heiden hin In ihrem ganz verstockten Sinn Und beten ihre Götzen an! Doch keiner ist, der helfen kann. Mel. Ein Gärtner geht im Garten. 3. Hilf du, daß sie erkennen dich Und deiner Herrschaft beugen sich, Daß dankbar sie mit uns zugleich Sich freun in deinem Gnadenreich Reinhold Grundemann geb. 1836. 188. W 4. Kein Christtag ist bei ihnen Und auch kein Osterfest, ö ö ...I PPIIFIFIFFFFFF IFIFTTTT I Ich weiß von vie-len Kind⸗lein im fer-nen Hei-den⸗ — 2— 4 4 2. 2—— r. . PPi land, die ha-ben ih-re Hän-de zum Hei-land nie ge-wandt. 2. Die armen Heidenkinder Wo Gott sie danken können Die liegen mir im Sinn; Als kleine Himmelsgäst'! Wer weist zum Freund der Sünder ö Mit treuem Wort sie hin? 5. O Herr, laß deine Gnade Bei ihnen kehren ein, 3. Sie lernen keine Sprüchlein, Ein Licht auf ihrem Pfade Sie lernen kein Gebet; Laß deine Worte sein! Sie haben keine Büchlein 405 ö 2—66565 9 Darin vom Heiland steht. 6. O Jesu, sende Lehrer 1* Hinaus mit deinem Wort; Gib ihnen will'ge Hörer An jedem Heidenort! Verfasser unbekannt. —49409— 8. Wort Gottes. Nach eigener Melodie. 4189. Johann Friedrich Reichardt. 1790. * — Im-mer muß ich wie-der — T—— — Ln SSSIIIII le⸗sen in dem al ⸗-ten ien dich en sich, ugleich *—ĩ7— enreich! ö b. 1836. ade ekannt. Konfirmation. H—————————.—. —2————————+./—— heil'-gen Buch, wie er ist so sanft ge-we- sen, oh- ne ISISID 1 L List und oh- ne Truc g5 2. Wie er ließ die Kindlein kommen, Wie er hold sie angeblickt Und sie in den Arm genommen Und sie an das Herz gedrückt; 3. Wie er Hilfe und Erbarmen Allen Kranken gern erwies Und die Blöden und die Armen Seine lieben Kinder hieß; 4. Wie er keinem Sünder wehrte, Der bekümmert zu ihm kam, Wie er freundlich ihn bekehrte Und den Tod vom Herzen nahm. 5. Hat die Herde sanft geleitet, Die sein Vater ihm verliehn, Hat die Arme ausgebreitet, Alle an sein Herz zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen, Les' und weine mich nicht satt, Wie er ist so treu gewesen, Wie er uns geliebet hat. Luise Hensel 1798—1877. 9. Ronfirmation. Nach eigener Melodie. 6— Christian Palmer. 1863. Z, n 2————ñññ—— ——— DD— ...— Je⸗ su, dir leb'' i ich, su, dir sterb' ich, Nach Str. 2. N——— Je⸗ dn n, Je-su, dein bin ich im Leben und im Tod. A⸗ 2. O sei uns gnädig, Sei uns barmherzig, S men. Führ uns, o Jesu, In deine Seligkeit! Amen. Nach eigener Melodie. 491. Thommen. 1745. ———— iiiiiEE Nun so bleibt es fest da⸗ bei, daß ich Je⸗su Anhang. ——...—.—.—.— ei⸗gen sei. Welt und Sün-de, fah- ret hin, nur Foch L — =su steht mein Sinn. 2. 9905 ist mein höchstes Gut, 3. Herr, ich hang' allein an dir. Denn er gab sein teures Blut Nimm nur alles selbst von mir, Auch für mich verlornes Kind, Was dir nicht gefällig ist, Daß mein Glaube Gnade find. Weil du doch mein alles bist! Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. Mel. Es ist genug. 192. Johann Rudolf Ahle. 1662. E Hier ist mein Herz! Mein Gott,ich geb' es dir, dir, der es „Nimm es der Welt, meinKind, und gib es miril dies ist an Zan⸗dn schuf. mich dein Ruf. Hier ist das Op-⸗fer mei⸗ner Lie⸗be, — —1—. *— IH ˙ , une 4 +—— ———— ich weih' es dir aus frei-em Trie-be, hier ist mein Herz. 2. Hier ist mein Herz! O nimm 3. Hier ist mein Herz! Es sucht es gnädig an, in Christo Heil, Ob ihm gleich viel gebricht! Es naht zum Kreuze hin Ich geb' es dir, so gut ich's geben Und spricht:„O Herr, du bist mein kann, Gut und Teil, Verschmäh die Gabe nicht! Dein Tod ist mein Gewinn“ Es ist mit böser Lust beflecket, Es hat in des Erlösers Wunden Mit Sünd erfüllt, mit Schuld be⸗ Trost, Ruh und Seligkeit gefunden decket Mein gläubig Herz. Mein sündig Herz. Ehrenfried Liebich 1713—1780. N Jesuslieder. 493. 45⁵⁷ Philipp Nikolat? 1598. — 2——.— ————.— 2—.——......— Feht im Frie-den eu⸗re Pfa-de! Mit euch des Wenn euch Je-⸗su Hän-de schir-men, geht's un-ter — . — gro⸗ ben Got⸗tes Gna⸗- de Son⸗nen⸗schein und Stür⸗men und sei⸗ner heil'⸗gen Eusel ge-trost und froh bei Tag und Nach eigener Melodie. 10 Zesuslieder. Gustav Friedrich Ludwig Knak 1806— 1878. 494. Giovanni Giacomo da Gastoldi. 1591. ——.—.— 4———— 560. —.—.—— e Wacht! Nacht. Lebt wohl, lebt wohl im Herrn! Er sei euch ——.—— ——— ISSIII.I.II...... .—— nim⸗-mer fern spät und frü⸗ he! Ver-geßt uns nicht in ————— 32 5 sei- nem Licht, und wenn ihr sucht sein An-—2 sicht! ßer Herr Je⸗ sus Christ. Hil⸗ sest von Schan-⸗ den, ret⸗ test von S E——————— .— 1————— — In dir ist Freu⸗de in al⸗lem Lei⸗ de, o du mein 4.————2 4.— 2 da= t n L., 2—.— e rr. E — + .———.— Ban⸗ den; wer dir ver⸗ trau⸗ et, hat wohl ge⸗ 458 Anhang. —.——5 1 ——.—— SIS..—.—5—.—5. ů—. ⁴1˙M. RrDDDDD‚‚e‚‚..‚ bau ⸗et, wird e⸗ wig blei-ben. Hal-le-lu-ja! 2. Durch dich wir haben himm⸗ 3. Du hast's in Händen, kannst lische Gaben, alles wenden, Der du mein wahrer Heiland bist. Wie nun auch heißen mag die Not. Drum wir dich ehren, dein Lab Wir jubilieren und triumphieren, vermehren, Lieben und loben dein' Macht dort Mit hellem Schalle danken dir alle oben Zu dieser Stunde. Halleluja! Mit Herz und Munde. Halleluja! Johann Lindemann 1580—1630. —.— Nach eigener Melodie. 195. Schlesische Volksweise. 1842. 2— 4———————— SDE.. Schönster Herr Je- su, Herrscher al-ler En- den, +*————— 3— ————— IRIII—————— Got⸗tes und Ma-ri-en Sohn, dich will ich E S.....—..—— lie-ben, dich will ich eh— ren, du mei-nes —————.—.—————— 5—.———.—.— E.— ——— I————— Her⸗-zens Freud und Kron. 2. Schön sind die Wälder, 4. Schön sind die Blumen, Schöner sind die Felder In der schönen Frühlingszeit. Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, Der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht't die Sonne, Schöner leucht't der Monde, Und die Sternlein allzumal. Jesus leucht't schöner, Jesus leucht't reiner Als alle Eng'l im Himmelssaal. Schöner sind die Menschen In der frischen Jugendzeit. Sie müssen sterben, Müssen verderben; Doch Jesus lebt in Ewigkeit. 5. Alle die Schönheit Himmels und der Erden Ist nur gegen ihn ein Schein. Keiner soll werden Lieber auf Erden Als nur der schönste Jesus mein. 1677. — —*—— 711—l Jesuslieder. 4⁵9 Nach eigener Melodie. 4196. Volksweise. 17. Jahrhundert. ——————..———.—— .————————————3 SP ö dang dein Werk mit Je⸗ su an, Je⸗sus hat's in Je-sum ruf zum Bei⸗-stand an, Je-sus wird's wohl Not. en, WDSTSTTTT————————— —.——.——„———— + dort——2—.————. lUja! Hän den, Steh mit Je-su mor- gens auf, geh mit 30 é en⸗den! 5* 42...— ö— ö 2r, en Ein t r., Aan kLet dutu muernn,—.— ö———— — Je⸗-su schla-fen, führ mit Je-su dei⸗nen Lauf, den, ö————————————— ²—H[———— — 2——————.————— .—*————————F— ich las⸗se Je-sum schaf-fen! —— 2. Morgens soll der Anfang sein Es wird folgen Glück und Heil — Jesum anzubeten, Hier in diesem Leben; 1s Daß er woll' dein Helfer sein Endlich wird dir Gott dein Teil Stets in allen Nöten. Auch im Himmel geben. — Morgens, abends und bei Nacht — 8 Sonry OSot 91 — Will er stehn zur Seiten, 4. Nun, Herr 415 mein Wenn des Satans List und Macht— dir Ubergeben Sach Dich sucht zu bestreiten. + AEusAre. Hd Es nach deinem Willen mach 3. Wenn denn deine Sach mit Auch im Tod und Leben! Gott All mein Werk greif' ich jetzt an, Also angefangen, Herr, in deinem Namen; ö O dann hat es keine Not, Laß es doch sein wohlgetan! Wirst den Zweck erlangen. Darauf sprech' ich: Amen. Verfasser unbekannt. Um 1720. Nach eigener Melodie. 4197. C. Straube. 1784. —— Würwo ——I———DJ——J———————— 460 Anhang. e 9.———— e e Lenme ün Hnmn dune E n e— 9 A* 7 1— 7 1....— LDI ü⸗ber mei⸗nen gu⸗ten Hir⸗-ten, der mich wohl weiß zu be-wir-ten, Q—— V.—.——.— 5 +I—1————.—— 5.——— nrn e v 20 0 2— der mich lie-bet, der mich kennt und bei mei-nem Na-men nennt. 2. Unter seinem sanften Stab 3.Sollt' ich denn nicht fröhlich sein, Geh' ich ein und aus und hab' Ich beglücktes Schäfelein? Unaussprechlich süße Weide, Denn nach diesen schönen Tagen Daß ich keinen Mangel leide. Werden Engel heim mich tragen Und so oft ich durstig bin, In des Hirten Arm und Schoß. Führt er mich zum Brunnquell hin. Amen, ja mein Glück ist groß. Luise von Hayn 1724—1782. Nach eigener Melodie. 198. William Crost. 1708. *———————.— DDDRDS Wenn Chri-stus der Herr zum Men-schen sich neigt, wenn 9——— DISSSSSS.—— —————. 2—. I...... er sich als Hort dem Fle- hen-den zeigt: mag schwinden das ——— SDDSE——— ————— +—— ——.——————— Le⸗ben, mag na- hen der Tod, wir kön-nen nicht 32— +—— ö +———————— ——„—....—.ͤ7ꝛ.ͤͤ6‚. sin⸗ken, denn Hel-fer ist Gott. 2. Nicht Menschen vertraut 3. Drum nahet dem Thron Den lastenden Schmerz, Des Heilands der Welt Zum Himmel empor Mit heiliger Glut! Erhebet das Herz! Er stärkt und erhält, Dort wohnet die Weisheit, Er ging einst hienieden Die Güte, die Huld, In Menschengestalt, Dort thronet die Gnade Er bracht' uns den Frieden Für unsere Schuld. Durch Gottes Gewalt. Nitolaus Kaiser 1734-1800. IIIIII.. HE eRRe HRE 22+§ 1438090— Jesuslieder. Nach eigener 2 199. 461 Heinrich Karl Breidenstein. 1825. ö —+2—————— 5 ve Hr—— S. — 25 Wenn ich ihn nur ha ⸗ be, wenn er mein nur W AAn,— —.. ö ist; wenn mein Herz bis hin zum Gra⸗ be 4———— —..—————..—.— ——— 3—.— E.—2— sei⸗ ne Treu⸗ nie ver-gißt, weiß ich nichts von . I ..SSSSSS ö Lei-de, füh⸗le arn. als An-dacht, Lieb und Freu-— 42— — 2. Wenn ich ihn nur habe, 3. Wo ich ihn nur habe, Lass' ich alles gern, Ist mein Vaterland, 2 Folg' an meinem Wanderstabe Und es fällt mir jede Gabe Treugesinnt nur meinem Herrn, Wie ein Erbteil in die Hand. — Lasse still die andern Längst vermißte Brüder Breite lichte volle Straßen Find' ich nun in seinen Jüngern wandern. wieder. Friedrich von Hardenberg(Novalis) 1772—-1801. — — Mel. Immer muß ich ꝛc. 500. Johann Friedrich Reichardt. 1790. V 4——. ö—.———————————— ——5.——— ö* 2 ö —.—————***— . Habt ihr denn noch nie er-fah- ren, wie er ist so ——**8— r er — EI——54— 6—24.—.—ßv—.—— 5.——.—.—.„—.———.— treu und gut, wie er seit viel tau⸗ send Jah⸗ren al⸗-len ꝗ— 0 We⸗sen Lie-bes tut? 2. Liebend hat er ausgesehen Wollet endlich ihn verstehen, u Manches lange Jahr nach euch; Menschen, kommt in Gottes Reich! 462 Anhang. 3. Segnend in der Menschen 4. Kommt und laßt uns Herberg Mitte nehmen, Ist er jeder Seele nah; Kehret bei dem Heiland ein; Zu gewähren ihre Bitte, Da wird Sehnen bald und Grämen, Steht er immer freundlich da. Welt und Schmerz vergangen sein Max von Schenkendorf 1783—1817. Nach eigener Melodie. 501. ——.————— ——— n—17— EE— E——.— S——..—— Ein Gärt⸗-ner geht im Gar-ten, wo tau-⸗send Blumen —.—.————— —*—.— DDRDDDDEe blühn, und al⸗—5 treu zu war⸗ten ist ein zig sein Be⸗ mühn. 2. Der gönnt er sanften Regen 5. Zu seinem Paradiese, Und j jener Sonnenschein. Zu seiner schönen Welt, Das nenn' ich treues Pflegen, Die nimmermehr wie diese Da müssen sie gedeihn. In Staub und Asche fällt. 3. In liebenden Gedanken 6. Hier muß das Herz verglühen, Sieht man sie fröhlich blühn; Das Weizenkorn verdirbt; Sie möchten mit den Ranken D dort oben gilt ein Blühen, Den Gärtner gern umziehn. Das nimmermehr erstirbt. 4. Und wenn ihr Tag gekommen, 7. Du Gärtner, treu und milde, Legt er sie an sein Herz, O laß uns fromm und fein Und zu den sel'gen Frommen Zum himmlischen Gefilde, Trägt er sie himmelwärts Zum ew'gen Lenz gedeihn! Max von Schenkendorf 1783—-1817. Nach eigener Melodie. 50. 1819. — vm, d—————— an den nnn,——.—— e v R 2—..— —————— E————— Wirf Sorgen und Schmerz ins lie⸗ben⸗de Herz des ETTTRT——————— . —— mäch⸗ tig dir hel⸗fen-den Je ⸗ sus! Jesuslieder. 463 2. Wenn Kummer dich quält, 5. Er schützt dich und wacht, Wenn alles dir fehlt, Drum laß dich die Nacht So flehe zu deinem Erbarmer! Des Leidens und Todes nicht HH Ii schrecken! 3. Er leichtert die Last Voll Mitleid und faßt 6. Hab ihn zum Gewinn, Und hebt sie mit mächtigen Händen. Das Leben fließt hin 4. Mild ist er und weich,* Sein Segen macht reich, 7. So leide jetzt ge gen Ruhe! rn; Sein Wort gibt dir himmlischen Beim freundlichen Herrn Frieden. Erquicken dich Ströme der Wonne. Verfasser unbekannt. 1818. —— WV Nach eigener Melodie. 503. Friedrich Silcher. 1824. Eire Lenn urre Enmsr::., WiurrrenLinar, adan. *———ꝛ—'—————— I. ,—— Mein Hei⸗land ist mein Steu er mann, treff' ich auf Er-den kei-nen an, so groß an er steht mir — Macht und Treu üut uier bei Mein Schifflein hat e RIRIRr——————— — +—.— 12——...—5 r selbst ge— — 4——..II— , e ——— n.— — baut so was⸗ser⸗dicht und fest, mit Wind und Meerist —————————————— er ver⸗traut, sein Arm mich nie ver- EEE läßt, sein IDIRRSSSSS .ñ— .— Arm mich nie ver⸗-läßt. 2. Oft läßt er wohl geraume Zeit Den Landungsplatz hat er im Sinn Mich ziehn durch Sturm und Nacht, ½ Und führt mich sicher drauf. Doch hat er meine Sicherheit Schon vor dem Sturm bedacht. 3. Will doch mein Glaube sinken Er steuert selber her und hin Und lenkt der Winde Lauf, So wandelt er daher, dann, 464 Anhang. Gebietet als ein Felsenmann Und glaub und liebe nur! Dem Sturme und dem Meer. Ich bleibe in der 2740 dein „Hier bin ich,“ ruft er,„fürcht Licht nicht,„Auch ohne helle Spur.“: Aus Knapps Liederschah 1.8 eigener 7 504. Luise Reichardt. 1807. —„—.— .....— 12———.——*—.——— Wie mit grimm'gem Un-ver-stand Wel⸗ len sich be— —— e n dtr dwe Hs e x.—.———— +— r. we⸗ gen! Nir⸗gends Ret⸗ tung, nir⸗gends Land vor des —V..— —— ö.— S. Sturmwinds Schlä-gen! Ci-uer ist, der in der Nacht, 3*— .——— r———.—.—.. —————— ei- ner ist, der uns wacht: Christ 995 ri e, du —————— —. wan-delst auf der See. 2. Wie vor unserm Angesicht Loben dich mit Herz und Mund, Mond und Sterne schwinden! Loben dich zu jeder Stund: Wenn des Schiffleins Ruder bricht, Christ Kyrie, ja dir gehorcht die er dann Rettung finden? See. eine Hilf ist als beim Herrn,— 4— ö Er ist due dur HWasdruferh⸗ 4. Einst in meiner letzten Not 8 Laß mich nicht versinken! 3——5 Soll ich von dem bittern Tod Well' auf Welle trinken, 3. Nach dem Sturme fahren wir err mir dann liebentbrannt, Sicher durch die Wellen, err, Herr, deine Gnadenhand: Lassen, großer Schöpfer, dir Chrit Kyrie, komm zu uns auf die Unsern Dank erschallen; ů See! Johann Daniel Falk 1768—1826. N HEl e die . *—— —.— Jesuslieder. 46⁵ Nach eigener Mele die. 505. Friedrich Silcher. 1846. ......——— ——————— S. HHI—— —.—————D‚‚‚——.————— 2 ꝗSPSSSSPSEE Wen Je-⸗ sus liebt, wen Je-sus liebt, der kann al— 2—————— n ,u ———————— HTI—————— ——.— I.——.—..— lein recht fröh⸗ lich sein und nie be— trübt. 2.): Im Himmel hoch Ohn' Maß und Ziel Laan.— L. Und sorgt und denkt; Liebt Gottes Sohn ů ö Die Sei 4., Und liebt auch mich,:, Die Seinem sierh Gibt auf mich acht. ö 3.) Und gibt und schenkt, Drum Tag und Nacht Der Gaben viel So froh bin ich. Wilhelm Hey 1789—1854. Nach eigener Melodie. 506. Friedrich Silcher 1789—1860. e.= E SIEIEEE EEEEEE ———————————————83 14.—8——— Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin HN— ———.T——. Woh⸗ nen als Je⸗sus al lein. A-men. Verfasser unbekannt. Nach eigener Melodie. 507. Johann Peter Schück. —————— ͤ——— 2 NE EIIII— 2 Je⸗sus ist der gu-te Hir-te, der mich gu⸗te We-⸗ ge —.——— 1— —.——— 9————————.— ———— Ne—————— führt, der da su⸗chet das Ver⸗irr-te, der mich nie ver— 0——ꝛ—— —8* 3———— 8323 DIDESEEEEEEEEEEEEAEEEE —.— las⸗sen wird. Je⸗sus ist der gu⸗te Hirt, der mich Evang. Gesangbuch. 30 ——————::::. —...——.............. 466 Anhang. 0 *— II— —— ö.—— I—— 2.— 2.— 13—— I gu⸗ te We⸗ge führt. 2. Liebend zeigt in seinem Worte Jesus ist der gute Hirt, Er der Wahrheit lichten Steg, Der mich gute Wege führt. Durch der Demut enge Pforte Führt er auf den schmalen Weg. 4. Folg' ich stets auf meinem Jesus ist der gute Hirt, Pfade Der mich gute Wege führt. Seiner treuen Führung hier, Offnet dort mir seine Gnade 3. Glauben, Hoffnung, Treue, Liebe Unverdient die Himmelstür. Wirkt der Herr, der alles schafft, Jesus ist der gute Hirt, Und er stärkt die frommen Triebe, Der mich gute Wege führt. Gibt zur ÜUbung Lust und Kraft. Johann Peter Schück 1811—18ʃ2. Mel. Der Christbaum ist der ꝛe. 508. Volksweise. 1842. 1—.—..— +* 2 I 4— —4——9. üñjß—..——3——— —.——.————————— — ö ů. Was hätt' ich, hätt' ich Je-sum nicht auf e-wig mir er— — „ew'-gen Schmerz, ach ————.——. ko⸗ren? Nur flücht'-ge Freu-d —.—— IDRDRDIDIIDIDI.—— ——— ε——.———— ö ö · ——3W—— S——..—— oh- ne Je-sum, ar-mes Herz, hätt'st du dich selbst ver— ——. ree E. 4 —— H.— 2—5——— ́————¾— lo-ren, hätt'st du dich selbst ver⸗lo⸗ ren, ver⸗ lo ⸗ ren. 2. Was könnte mir die ganze Welt 3. Nun aber, da ich Jesum hab', Für meinen Jesum geben? O welch ein reiches Leben! Und wär' die ganze Welt auch mein, Ist Erde doch und Himmel sein, Nein, sollt' ich ohne Jesum sein, Drum ist auch alles, alles mein, „) Da wollt' ich auch nicht leben,‚ 7 Weil er sich mir gegeben,: nicht leben. gegeben. Adolf Moraht 1805—1884. Nach eigener Melodie. Christlicher Wandel. 509. Johann 92 Schück. SSEE Bren n—— Nur mit Je⸗su will ich Pil⸗ger ——8——— wan ⸗ dern, nur mit .— 5. 34556 r m— ‚E—.— ö ihm geh' froh ich ein und aus Weg und Ziel find' ich bei ö—2—— N———.— W—— B.— E 8 ö— 7.— S————— 5*——— * kei-nem an-dern, er al⸗ lein bringt Heil in Herz und 2 7 4. 2* DI..‚‚D‚‚.‚‚‚‚....n-u 602——.— I 34.———— Haus, er al-lein bringt Heil in Herz und Haus. 55 2. Berg und Tal und Feld und 4. Bei dem Herrn will ich stets — Wald und Meere— Einkehr halten, ů Froh durchwall' ich sie an seiner Er sei Speis und Trank und Freude 910 Hand; mir; Wenn der Herr nicht mein Be⸗ Seine Gnade will ich lassen walten, ——— gleiter wäre,„1 Ihm befehl' ich Leib und Seele — 1 Fänd' ich nie das wahre Vater⸗ hier, ch land——— 5. Bis es Abend wird für mich 3. Er ist Schutz, wenn ich mich hienieden —— niederlege, Und er ruft zur ew'gen Heimat — Er mein Hort, wenn früh ich stehe hin, — auf, ö Bis mit ihm ich gehe ein zum 8 Er mein Rater an dem Scheide— Frieden, ö wege„ Bis sein sel'ger Himmelsgast ich 3 Und mein Trost bei rauhem in. — Pilgerlauf. Johann Peter Schück 1811—1892. n. ————.—— 17— ab', 11. Christlicher Wandel. , Mel. Christus der ist mein Leben. 510. Melchior Vulpius? 1609. ů ö —— 9—.—..— n* ————————————— 1 4. Wie lieb-lich ist's hie- nie-den, wenn Brü-der treu ge— 30² 468 Anhang. 1— in Etnrhnnd u in n vertrant bei⸗ anrr men sind. 2. Wie Tau vom Himmel nieder Was Knecht ist, wird befreiet, —— Gottes Berge fließt, Und rein, was Flecken hat. a J. Und alles Volk der Erde Geht nun zum Lichte ein; 3. Und einstens wird erneuet Dann wird nur eine Herde Durch sie die heil'ge Stadt: Und nur ein Hirte sein. Friedrich Gottlob Wetzel 1779—1819. Mel. Weil ich Jesu Schäflein bin. 511. C. Straube. 1784. .e SRSRSERSSEEEEIEEEEEEE——— *— Tu nichts Bö⸗ses, tu es nicht! Weißt du: Gottes An-ge⸗ sicht Ns r en n d 36——— DDPDDEI ů—. schaut vomHimmel auf die Seinen, auf die Großen, auf die Kleinen; ———ꝛ——ß——— ———————F—..K—— 2ur ren v Mi y nstmnen i, ni, ainHn—.— und die Nacht ist vor ihm Licht, da-rum tu das Bö-se nichtl 2. Sind auch Vater, Mutter weit, Und 938 Vaterherz betrübest! Er ist bei dir allezeit; Ach, das würde dich gereun, Daß du ja kein Unrecht übest Darum laß das Böse sein! Wilhelm Hey 1789—1854. 12. Goltbrtrnnen, Arenz und Trost. Nach eigener Melodie. 512. Julius Grobe 1807- 1877. ————— —4.——— SSSRISSIAIEE....E———..— Mit dem Herrn fang al⸗les an! Kind⸗lich ö —————5 23————³⁴————— ·r. mußt du ihm ver⸗ + en/ Tdarsst auf eig⸗ne * ene IEIXNNI II 7 8 Gottvertrauen, Kreuz und Trost. — Kraft nicht bau⸗ en; De-mut schützt vor 55 zem E IIII........—....—— —— Wahn. Mit dem—W05 fang al-les an, mit dem Zee er n,..ri.,... — Herrn fang al-⸗ les an! 2. Mit dem Herrn fang alles an! 3. Mit dem Herrn fang alles an! Die sich ihn zum Führer wählen, Mut wird dir dein Helfer senden: Können nie das Ziel verfehlen; Froh wirst du dein Werk vollenden, Sie nur gehn auf sichrer Bahn. Denn es ist in Gott getan. Mit dem Herrn fang alles an!: ½ Mit dem Herrn fang alles an!:, Christian Christoph Hohlfeld. 1823. . Nach eigener Melodie. 513. Friedrich Silcher 1789—1860. —————1 ——.——————————— ————— RDRDRSRRCRRRRRRRRRRR Aus den Himmel fer ⸗ne, wo die Eng⸗lein.8 schant doch Gott so ger ⸗ ne her auf je⸗ des Kind; 2. Höret seine Bitte Hilft an allen Enden Treu bei Tag und Nacht, Ihm aus Angst und Not. I 7 1 1— f Väterlich Wachl,—.—‚1 4. Sagt's den Kindern allen, Daß ein Vater ist, 3. Gibt mit Vaterhänden Dem sie wohlgefallen, Ihm sein täglich Brot, Der sie nie vergißt! Wilhelm Hey 1789—1854. I.*+ Mel. Wie fröhlich bin ich aufgewacht. 514. ————.— nrr. Anhang. 0——————6——...— ¶— al⸗ler En⸗gel thront, der ist mir nah bei Tag und Nacht und .........‚I.IiIII‚II‚I‚I‚I.I...— , e. +— —4 gibt auf mei-ne Schrit- te acht. 2. Er nährt den Sperling auf 4. Geschrieben stand in seiner dem Dach Hand Und macht zur Früh 0 Vöglein Mein Name, eh' ich ihn gekannt. An seiner Hand geh' ich einher, Er schmückt mit Blumen Wald und Und er ist Gott, was will ich Flur mehr? e O Vater mein, wie gut bist 3. Von meinem Haupte fällt kein du; Haar, Gib, daß ich niemals Böses tu! Mein Vater sieht es immerdar, Mach mich den lieben Englein Und wo ich auch verborgen wär', gleich In meine Seele schauet er. In deinem schönen Himmelreich! H. Bohm. Mel. Ein Gärtner geht im Garten. 515. ———— Es zieht ein stil-ler En-gel durch die ses Er-den⸗ land;zum Trost für Erden-mängel hat ihn der Herr ge-sandt. 2. In seinem Blick ist Frieden Und redet so erfreulich Und milde sanfte ri Von einer schönern Zeit. tets e Dem Eue ber Gednldl 0 4. Denn willst du ganz verzagen, Hat er doch guten Mut; 3. Er führt dich immer treulich Er hilft das Kreuz dir tragen Durch alles Erdenleid Und macht noch alles gut. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. eHR S S: IENII. n, 1 Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 471 Nach eigener Melodie. 516. Cäsar Malan. 1827. —————————— —.—.—..———— 2*———.——— Har⸗re, mei⸗ ne See⸗ le, har⸗ re des Herrn; 20 ö— 2—.—.———.—— —.——.—————.———.— al-les ihm be⸗-fehle, hilft er doch so gern! ,,. e. — H Sei un⸗-ver-zagt, bald der Morgen tagt, und ein r,. V e neu⸗er Früh- ling folg dem Win⸗ter nach. In al ⸗len 22 ö—————.———— DDD Stür-men, in al- ler Not wird er dich be— —— I— 8 nr⸗wen, d der Hense Gott! 2. Harre, meine Seele, Harre des Herrn; Alles ihm befehle, Hilft er doch so gern! Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht. Nach eigener Melodie. 51 04. Größer als der Helfer Ist die Not ja nicht. Ewige Treue, Retter in Not, Rett auch unsre Seele, Du treuer Gott! Friedrich Räder 1815—1872. Nach Lowell Mason 1792—1872. — N —.—— 9——— —..— ——...— Nä⸗ her, mein Gott, zu Drückt mich auch Kum-mer dir! mir, dir, nä⸗ her zu hier, dro⸗ het man 472 Angang. 2—— , 34 x—— 5———.———.—.— soll doch trotz Kreuz und Pein dies mei ⸗ ne Lo-sung sein: —ꝝ * SSSI..I. II—— ar,——.7.—. 3n Lx——— nä⸗her, mein Gott, zsu dir, nä-her zu dir! 2. Bricht mir wie Jakob dort 4. Ist dann die Nacht vorbei, Nacht auch herein, Leuchtet die Sonn, Find' ich zum Ruheort Weih' ich mich dir aufs neu Nur einen Stein, Vor deinem Thron, Ist selbst im Traume hier Baue mein Bethel dir Mein Sehnen für und für: Und jauchz' mit Freuden hier: Näher, mein Gott, zu dir, Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir!— zu dir! 3. Geht auch die schmale Bahn Ist mir auch ganz verhüllt Aufwärts gar steil, Dein Weg allhier, Führt sie doch himmelan Wird nur mein Wunsch erfüllt: Zu meinem Heil. Näher zu dir! Engel so licht und schön Schließt dann mein Pilgerlauf, Winken aus sel'gen Höhn. Schwing' ich mich freudig auf Näher, mein Gott, zu dir, Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! Näher zu dir! Nach Sara F. Adams. Nach eigener Melodie. 518. Volksweise. e . Ei⸗nen gold⸗ nen Wan⸗der⸗ stab ich in mei-⸗nen Hän-den Aus dem Him-mel ist er her, nach dem Himmel wei⸗set Q 1 1 SS ——————.—.— SS‚D‚. 2. Die⸗ser Stab, seht, ist mein Glau be, hält mich auf⸗recht S SSSSPSSIIIITITTITTTIIIIIII ——.——— 2— hier im Stau⸗-be. Trennt auch Leib und See-le sich, auf ihn ———.—5 HEr- —9669 8883 INII NN Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 473 * ö — N I art. 14** ——— 2 2 — 0— trau' und bau ⸗e ich. 2. Und ein Engel freundlich mild, Meines Gottes Ebenbild, Wohnt in meiner Seele still, Lenket mich, wie Gott es will. Dieser Engel ist die Liebe; O daß sie die erste bliebe! Sie macht uns zu Brüdern gleich, Führet uns zu Gottes Reich. 3. Und am Himmel hell und rein Steht ein Sternlein, das ist mein; Winkt und lächelt mir zur Lust, Füllt mit Wonne meine Brust. Dieses Sternlein ist das Hoffen, Sieht von fern den Himmel offen, Führet die, die ihm vertraun, Zu des Himmels sel'gen Aun. Johann Baptist Berger 4 1888. Nach eigener Melodie. 519. Bernhard Klein 1793-1832. Q 2 x 77— — 5———.:.... d, nun E— EE——.——— mntt— 4./% Der Herr ist mein Hirt; mir wird nichts mangeln, er — 4 5 —————— —— 1* 5 DDRR .— 4—— 0 2—.— wei⸗ det mich auf ei⸗ner grü-nen Au. Der 5. , n. Herr ist mein Hirt; mir wird nichts man-geln, mir wird nichts man ⸗geln, nichts man-geln. 2. Der Herr ist mein Licht; Ich kann nicht irren. Er führet mich zum klaren frischen Quell. Der Herr ist mein Licht; * Ich kann nicht irren,: Nicht irren. 3. Der Herr ist mein Schild; Mich wird nichts schrecken. Er schützet mich mit seinem starken Arm. Der Herr ist mein Schild; „* Mich wird nichts schrecken,: Nichts schrecken. 4. Der Herr ist mein Hort; Ihm will ich trauen. Er leitet mich auf guter rechter Bahn. Der Herr ist mein Hort; * Ihm will ich trauen, 23 Ihm trauen. 17⁴4 Anhang. 5. Der Herr ist mein Gott; Ihn will ich ehren. Nur Lieb und Treu gibt seine milde Hand. Mel. Weißt du, wie viel Sternlein. 520. Der Herr ist mein Gott; „ Ihn will ich ehren, Ihn ehren. Georg Metzger geb. 1844. Volksweise. * H— * ——.—.—.T. B..— ä——22.H——— Weißt du, wer dich in nig wer dich im⸗mer treu um⸗ gi bet auf des N. lie⸗ bet, mehr, als ich nur Le-bens IS — — —— e, DIISIII .— sa⸗gen kann, dunk⸗ler Bahn? Weißt du, wer dir gab Le-ben, teu⸗ern △—— IIIIIIII.. . MDMD 6 7— ———— —————— El tern 2 2— ge- ben? Wer dir, was du häst ge⸗ 22.——— —— schentt und—— 2. Weißt du, wer für dich ge— storben Auf dem Berge Golgatha Und den Himmel dir erworben, Als sein Opfertod geschah? Ja, du weißt es, und du kennest Den, des Schäflein du dich nennest, Deinen Hirten Jesus Christ, Dessen Eigentum du bist. ů.— 1665 dich ge-denkt? 3. Lieb ihn auch, weil er dich liebet; Dank ihm, daß er dich so liebt; Bitte, wenn du ihn betrübet, Daß er alles dir vergibt! Dann wirst du nach diesen Tagen Von den Engeln sanft getragen In den Himmel zu ihm gehn, Deinen lieben Heiland sehn. Verfasser unbekannt. 13. Morgen- und Abendlieder. Nach eigener Melodie. 521. 17⁰0⁴. .—..—— 2 1—— L—— I—— 43 Mor⸗ gen⸗ glanz der schick uns die- se E-wig⸗keit, Mor⸗gen⸗zeit dei⸗ Licht vom un- er⸗ ne Strah⸗len eeel IIXIXXII. Morgen- und Abendlieder. schöpften 222—— e, zu Ge⸗ scc te und ver-treib durch dei- ne Macht un ⸗sre Nacht! 2. Deiner Güte Morgentau 4. Ach, du Aufgang aus der Höh, Fall' auf unser matt Gewissen; Gib, daß auch am jüngsten Tage Laß die dürre Lebensau Unser Leib verklärt ersteh' Lauter süßen Trost genießen Und entfernt von aller Plage Und erquick uns, deine Schar, Sich auf jener Freudenbahn Immerdar! Freuen kann! 3. Gib, daß deiner Liebe Glut 5. Leucht uns selbst in jene Welt, Unsre kalten Werke töte, Du verklärte Gnadensonne, Und erweck uns Herz und Mut Führ uns durch das Tränenfeld Bei erstandner Morgenröte, In das Land der süßen Wonne, Daß wir, eh' wir gar vergehn, Da die Lust, die uns erhöht, Recht aufstehn! Nie vergeht! Christian Knorr von Rosenroth 1636—1689. 5— eigener Melodie. 52. Nach F. W. Sering. . wa Wie fröh-lich bin ich auf-ge-wacht, wie hab' ich ge— 2— 14 ————— —.. schla-fen sanft die Nacht!—5 Dank im Him⸗mel, du Va⸗ter SDEEEEEEEE SS ———.2.—.———— mein, daß du hast wol-len bei mir sein. 2. Behüte mich 9—.— O schütze mich vor Sünd und Schuld, Daß mir kein Leid geschehen mag, Du Gott der Gnade 5 Geduld! Verfasser unbekannt. 476 Anhang. 5 — 3—.N508— 5233. Hans Georg Nägeli. 1815. — 08— ů d +— n DII—— D= 2332 2————. Gold⸗ne A-bend⸗ son⸗ ne, wie bist du so schön! 0— DI.. 227—— 2——* +.— —— Nie kann oh⸗- ne Won-ne dei-önen Glanz ich sehn. 2. Willst nun, Sonne, fliehen 5. Seht, sie ist geschieden, Mit dem goldnen Strahl, Läßt uns in der Nacht; Nach dem Meere ziehen Doch wir sind im Frieden, Über Berg und Tal. Der im Himmel wacht. 3. Abendglocken klingen 6. Du, o Gott der Wunder, Von der Türme Dach Der im Himmel wohnt, Mit gewalt'gen Schwingen Gehest nicht so unter Dir den Abschied nach. Wie die Sonn, der Mond. 4. Und die Hände heben 7. Wollest auf uns senken, Zum Gebet sich all, Herr, dein ew'ges Licht, Die Gebete schweben Daß zu dir wir lenken Auf zum Glockenschall. Unser Angesicht! Strophe 1 von Anna Barbara Urner geb. Welti. 1788. Strophe 2—7 von Christian Gottlob Barth 1799-1862. O Welt, ich muß dich lassen. 524. Heinrich Isaak? Weltlich. 1536. 1598. ——.— ——.— 2—..—— A..— Der Mond ist—— ge⸗ gan. gen, die—— nen Sternlein ——.— E — I e.—.————— H———— E———— pran⸗gen am Himmel hell und klar. Der Wald stehtschwarzund 5 30—* ö.— —+—.— 2.— 4 —2— 2...—— .— 2 365 96— aus den Wie-sen stei- get der wei⸗-ße D SS........... Ne bel wun⸗der-bar. U Fe SIXXNl —— — Morgen- und Abendlieder. 477 2. Wie ist die Welt so stille 5. Gott, laß dein Heil uns schauen, Und in der Dämmrung Hülle Auf nichts Vergänglichs trauen, So traulich und so hold Nicht Eitelkeit uns freun; Als eine stille Kammer, Laß uns einfältig werden Wo ihr des Tages Jammer Und vor dir hier auf Erden Verschlafen und vergessen sollt! WieKinder fromm undfröhlich sein! 3. Seht ihr den Mond dort stehen? 6. Wollst endlich sonder Grämen Er ist nur halb zu sehen Aus dieser Welt uns nehmen Und ist doch rund und schön. Durch einen sanften Tod; So sind wohl manche Sachen, Und wenn du uns genommen, Die wir getrost belachen, Laß uns in Himmel kommen, Weil unsre Augen sie nicht sehn. Du unser Herr und unser Gott! 4. Wir stolze Menschenkinder 7. So legt euch denn, ihr Brüder, Sind eitel arme Sünder In Gottes Namen nieder; Und wissen gar nicht viel. Kalt weht der Abendhauch. Wir spinnen Luftgespinste Verschon uns, Gott, mit Strafen Und suchen viele Künste Und laß uns ruhig schlafen Und kommen weiter von dem Ziel. Und unsern kranken Nachbar auch! Matthias Claudius 1740—1815. Na eigener Melodie. 525. Karl Gotthelf Gläser. 1821. ————— ö 2—„———— 27 6‚„‚.———2——.— SISIFIPI———.. Es geht durch al le Lan-de ein En⸗-gel still um— 4 ö ö ö„— + 2—— 1 T——— 242 n,— I‚‚‚‚‚..‚.... —.—. 2— x—. 4.— 1 ;: her; kein Au-ge kann ihn se- hen, doch al— les sie⸗het 4——..—.— 24————.— ö 2.— er Der Himmel ist sein Va⸗-ter-land, vom lie-ben ————IDHIDR——— II— π ½ ü— ——5————— Gott ist er gen-sandt. 2. Er geht von Haus zu Hause, Im Kämmerlein sich find't, Und wo ein gutes Kind Da wohnt er gern und bleibet da Bei Vater oder Mutter Und ist dem Kinde immer nah. 478 Anhang. 3. Und geht das Kind zur Ruhe, Bis an das Morgenlicht. Der Engel weichet nicht; Er weckt es auf mit stillem Kuß Er hütet treu sein Bettchen Zur Arbeit und zum Frohgenuß. Karl Ludwig Theodor Lieth, um 1820. Mel. So nimm denn meine Hände. 526. Friedrich Silcher. 1842. 9——————— ö—— P— S.———. PꝓI I.I———— Wie könnt' ich ru⸗ hig schla-fen in dunk-ler wenn ich, o Gott und Va=ter, nicht dein ge— 2—.—— + dS— 5———— n.—.— EE + Nacht,. 6 dun ů dacht? Es hat des Ta-ges Trei-ben mein Herz zer— — 2— r .. dere. ——— streut; bei dir, bei dir ist Frie-den und Se- lig ⸗keit. 2. O decke meine Mängel mit 3. Auch hilf, daß ich vergebe, wie deiner Huld, du vergibst, Du bist ja, Gott, die Liebe und Und meinen Bruder liebe, wie du die Geduld. mich liebst; Gib mir, um was ich flehe: ein So schlaf' ich ohne Bangen in reines Herz, Frieden ein Das dir voll Freuden diene in Glück Und träume süß und stille und und Schmerz! denke dein! Agnes Franz 1794-1840. Nach eigener Melodie. 527. Friedrich Silcher. 1842. 2— ID..ñ‚I‚‚‚.——— —.—. ——————— 4 E————.— Mei⸗nen Hei-land im Her-zzen, da schlaf' ich so süß, da träum' ich so se ⸗ lig vom Pa-ra-dies, da 9 — —ͤ Pͤ—— —.... ö — —.— PPI T'‚ ———5.———— 2 ————DI— träum' ich so se ⸗- lig vom Pa-⸗ra-dies. —..—— 4+11 —111 NS&MQM& E — —— 2. Meinen Heiland im Auge, Da schreckt mich kein Feind, Er bleibet dem betenden Kind vereint. 3. Meinen Heiland im Sinne, Bleibt Böses mir fern, 946 eigener Melodie. 528. Ewiges Leben. 479 : Die Sünde entweichet vor Gott dem Herrn.:, 4. Drum will ich ihn Haten Sehz fest und getreu; Mein Vater im Himmel, o steh mir bei!: Agnes Franz 1794—18ʃ0 J. G. Witthauer 1785—1842. De —..——.— N.— DIEEE Mü⸗de bin ich, geh zur Ruh, schlie⸗§e mei⸗ne ——.—.—.— e ., u- zu; Va⸗ter, laß die Au-gen dein 9— 1— ,— 2*— e, n er ü⸗ ber mei⸗nem Bet⸗te 2. Hab' ich unrecht heut getan, Sieh es, lieber Gott, nicht an! Deine Gnad und Christi Blut Macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand; sein! Alle Menschen, groß und klein, Sollen dir befohlen sein. 4. Kranken Herzen sende Ruh, Nasse Augen schließe zu, Laß an deinem ew'gen Heil Uns im Himmel haben teil! Luise Hensel 1798- 1876. 14. Ewiges Leben. 96 eigener Melodie. 529. Kaxl Friedrich süüäti üßt 1853. — ——. SSPSSISSSSSII Un ⸗ter Li⸗ Ren je ⸗ ner Freu-den sollst du ——— I.. wei-den, See ⸗le, schwin ⸗-ge dich em ⸗por! Anhang. —.——..—2—————— Wie ein Ad⸗ 1er flieg be ⸗ hen de, Je ⸗ su —— D Z—————.— 3— fsh;———.——.— Hän⸗de öff- nen schon das Per-len-tor! 2. Laßt mich gehen, laßt mich Träumend führen laufen Und machst uns auf einmal frei. Zu dem Haufen Derer, die des Lammes Thron 5. Du hast Sünd und Straf Nebst dem Chor der Seraphinen getragen, Schon bedienen Furcht und Zagen Mit dem reinsten Jubelton! 12—1 nun ferne von mir gehn. in S Schan⸗ 3. Löse, erstgeborner Bruder, Tobeein Sien 2905 air Shär Doch die Ruder i bön Banuden Meines Schiffleins, laß mich ein Frendyn Lalt⸗ In den sichern Friedenshafen Werd ich fröhlich auferstehn. Zu den Schafen v. F Und der Furcht entrücket sein! 6 Wottes Lamm, Ihen 5 4. O wie bald kannst du es Hier und droben machen, Mit der herzlichsten Begier; Daß mit Lachen Du hast dich zum ew'gen Leben Unser Mund erfüllet sei! Mir gegeben: Du kannst durch des Todes Türen Hole, Heiland, mich zu dir! Johann Ludwig Konrad Allendorf 1693-I77g. Mel. Nun preiset alle. 530. Matthäus Apelles v. Löwenstern. 1644. 4.n. — 2— 2 Ich hab von fer ⸗ne, Herr, dei- nen Thron er⸗blickt Q— 2—.*—..... 5⁵— 4. Ei—.—.— und 66 te ger⸗ ne mein— vor⸗aus⸗ ge⸗schickt und hät⸗ te —— ————.——————.——.————.— gern mein mü⸗ des Le-ben, Schöp-— sir der Gei⸗ ster, dir Ewiges Leben. 481 — 2— x ö—— ————————*— ———..——.—— hin ⸗ ge ⸗ ge ⸗ ben. 2. Das war so prächtig, 4. Doch bin ich fröhlich, Was ich im Geist gesehn: Daß mich kein Bann erschreckt; Du bist allmächtig, Ich bin schon selig, Drum ist dein Licht so schön. Seitdem ich das entdeckt, Könnt' ich an diesen hellen Thronen Ich will mich noch im Leiden üben Doch schon von heut an auf ewig„1 Und dich zeitlebens inbrünstig wohnen!: lieben. 3. Nur ich bin sündig, Ich bin zufrieden, Der Erde noch geneigt; Daß 100 die Stadt gesehn, Das hat mir bündig Und ohn' Ermüden Dein heil'ger Geist gezeigt. Will ich ihr näher gehn Ih bin noch nicht genug gereinigt, Und ihre hellen goldnen Gassen „Noch immer nicht ganz mit dir„: Lebenslang nicht aus den Augen vereinigt.:, lassen.) Johann Timotheus Hermes 1738—1821. 15 eigener Melodie. 531. Irisch, nach Henry Bishop. 1826. SPSPTTTRT Wo fin-det die See⸗le die Hei⸗mat, die Ruh? Wer ö—— d— ,e E e, RR 2 —.— I—————p— HHPHHIPIII———— deckt sie mit schüt-zen-den Fit-ti⸗ chen— Ach, bie⸗tet die ——.—* 1—— % Welt kei⸗ ne Frei ⸗-statt uns an, wo Sün⸗ de nicht ISIEEEEE herrschen, nicht an-fech-ten kann? Nein, nein, nein, nein, — ö———,—.——.——.——— — hier ist sie nicht; die Hei-mat 2 1 See⸗ le ist Evang. Gesangbuch. 31 482 Anhang. E + II—— ———— 3= — dro ⸗ben ür Licht. 2. Verlasset die Erde, die Hei⸗ 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu mat zu sehn, im Licht! Die Heimat der Seele, so herrlich, Tod, Sünde und Schmerzen die kennt so schön! man dort nicht; Jerusalem droben, von Golde Das Rauschen der Harfen, der lieb⸗ erbaut, liche Klang Ist dieses die Heimat der Seele, Bewillkommt die Seele mit süßem der Brautꝰ Gesang Ja, ja, Ruh, Ruh, Ja, ja, Ruh, Ruh, Dieses allein Himmlische Ruh Kann Ruhplatz und Heimat der Im Schoße des Mittlers, ich eile Seele nur sein. dir zu Ludwig Jörgens 1792—1837. Nach eigener Melodie. 5 2. Karl Friedrich Voigtländer. 1853. 60 IA dine,; rriimninennir de V Bae eenet, reernt ir ** —— gehn, laßt—— gehn, daß— Je⸗sum mö⸗ ge Q 23 355——— i . sehn! Mei⸗ne Seel ist voll Ver⸗lan⸗gen ihn 60 e⸗wig **—— —.——. ——— o,.—.— x zu um-fan⸗gen und vor seinem Thron zu stehn. 2.:) Süßes Licht,:, Wenn ich zieh' in Salem ein, 29105 die durch Wolken bricht! In die Stadt der goldnen Gassen! ö O wann werd' ich dahin kommen, Herr, mein Gott, ich kann's nicht 7 Daß ich dort mit allen Frommen. fassen, ö 3—— dein holdes Angesicht? Was das wird für Wonne sein. „Ach wie schön, 5. ½ Paradies,: 2 F der Engel Lobgetön Wie ist Lan Frucht so süß! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, Unter deinen Lebensbäumen Flög' ich über Tal und Hügel Wird uns sein, als ob wir träumen. Heute noch nach Zions Höhn. Bring uns, Herr, ins Paradies! 4.: Wie wird's sein,: Gustav Friedrich Ludwig Knak 1806—1878. Naturlieder. 483 — 15. Naturlieder. — 1233 Nach eigener Melodie. Augustin Harder. 1852. esu—.———. I„ E ennt Geh aus, mein Herz, und su ainim in die⸗—0 ieb⸗—.—..—— E gem an der 1 nen Eure dn Hier und ů.— he, wie sie e e en, e ri —.—— 1— PRIPIITTT— 7 mir und dir sich müin ge⸗ schmücket— ben, sich —.———— —.— ——.. 2. Die Bäume stehen voller Laub, Der Storch baut und bewohnt sein Das Erdreich decket seinen Staub Haus, Mit einem grünen Kleide; Das Schwälblein speistihr Jungen; Narzissus und die Tulipan Der schnelle Hirsch, das leichte Reh Die ziehen sich viel s—3— an Ist froh und kommt aus seiner Höh „Als Salomonis Seide.:): Ins tiefe Gras gesprungen. ½ 3. Die Lerche schwingt sicht in die 5. Die Bächlein rauschen in dem Luft, Sand Das Täublein fliegt aus seiner Und malen sich und ihren Rand Kluft Mit schattenreichen Myrten, Und macht sich in die Wälder. Die Wiesen liegen hart dabei Die hochbegabte Nachtigall Und klingen ganz vom Lustges schrei Hier und füllt mit ihrem Ler Der Schaf' und ihrer Hirten.:, 2n, Dar e 6. Die unverdrossne Bienenschar 9— 4. Die Glucke führt ihr Völklein Sucht hin und her, 93— hier und aus, 3⁷ 53 N * —— ö aus⸗ 29 schmücket ha-ben! 0 31² 484 Anhang. Ihr' edle Honigspeise; Auf dieser armen Erden, Des süßen Weinstocks starker Saft Was will doch wohl nach dieser— ö Kriegt täglich neue Stärk und Kraft Welt „ In seinem schwachen Reise..: Dort in dem reichen Himmelszelt 7. Der Weizen wächset mit Ge- Und güldnen Schlosse werden!:, walt, sler Darüber jauchzet jung und alt 10. Welch hohe Sen heller ö Und rühmt die große Güte Wird dort in Christi Garten sein! Des, der so überflüssig labt Wie muß es da wohl kli 2.—. h1klingen, ö 2 5 mit so lia Gut begabt Da so viel tausend Seraphim Das menschliche Gemüte. Mit unverdrossnem Mund und 8. Ich selber kann und icht Stimm Ichs 5.—„ Ihr Halleluja singen! Des großen Gottes großes Tun Ich sie mir alle Sinnen: in Ich singe mit, wenn alles singt, 7. Und lasse, was dem Höchsten klingt, Uird tahz wehye Mürpen Thron Aus meinem Herzen rinnen. So wollt ich nach der Eng el Weis x 9. Ach, denk' ich, bist du hier so Erhöhen deines Namens Preis * 11. O wär' ich da, o stünd' ich schön ö„* Mit tausend schönen Psalmen!: Und läßt du's uns so lieblich gehn Paul Gerhardt 16071676. Nach eigener Melodie. 534. Laur. ö *— 4 pn.—.—— + —5.—..— Was nah ist und was fer- ne, von Gott kommtal-les ‚ + 3 d deer, arre e Hem vuer, v,.. n d;... — DDDDSDI—— . R her, der Strohhalm und die Ster ne, das Sandkorn AI..— 2. Von ihm sind Büsch' undBlätter 3. Er läßt die Sonn aufgehen, Und Korn und Obst, von ihm Er stellt des Mondes Lauf, Das schöne Frühlingswetter Er läßt die Winde wehen Und Schnee und Ungestüm. Und tut die Wolken auf. en, Naturlieder. 485 4. Er schenkt uns so viel Freude, Und träuft, wenn heim wir gehen, Er macht uns frisch 220 rot; Wuchs und Gedeihen drauf. Er gibt dem Vieh die Weide d M 7. Er sendet Tau und Regen Und Sonn⸗ und Mondenschein 5. Wir pflügen und wir streuen Und wickelt seinen Segen Den Samen auf das Land, Gar zart und künstlich ein Doch Wachstum und Gedeihen—.— Steht in des Himmels Hand.„8. Und bringt ihn dann behende In unser Feld und Brot; 6. Der tut mit leisem Wehen Es geht durch unsre Hände, Sich mild und heimlich auf Kommt aber her von Gott. Matthias Claudius 1740—1815. Nach eigener Melodie. 535. Volksweise. ³ N 236 5 0 2— ——————— Weißt du, wie viel Sternlein 9 hen an dem blau⸗ en Weißt du, wie viel Wol⸗ken hen weit⸗hin ü⸗ ber SSSSSITSIIIIEIIE.........—— — 0——— 2 7 7 +— ————— + 7 —.‚— Raln Hdelte Gott der Herr hat sie ge— zäh⸗let daß ihm — ö 5—.— D—— Ha ene, a— 2——— ——————— auch nicht ei- nes fehlet an der gan-zen **—— — 4 +7.———————ñj5iß7ßii——— ———————.———————— .. * Zahl, an der gan-⸗ zen 3 5 P.5 Zahl. 2. Weißt du, wie viel Mücklein 3. Weißt du, wie viel Kinder spielen frühe In der heißen Sonnenglut, Stehn aus ihren Bettlein auf, Wie viel Fischlein auch sich kühlen Daß sie ohne Sorg und Mühe In der hellen Wasserflut? Fröhlich sind im Tageslauf? Gott der Herr rief sie mit Namen, Gott im Himmel hat an allen Daß sie all ins Leben kamen, Seine Lust, sein Wohlgefallen, 1 Daß sie nun so fröhlich sind. 7. Kenntauchdichundhatdich lieb.: Wilhelm Hey 1789—1854. 486 Anhang. Mel.—.— muß ich fort. 536. Friedrich Silcher. 1829. N 3*———— .d. e..... Seht die Li⸗ lien auf dem Feld, wie sie wach-sen, —— j WI——— d v. — ö— T— — 21.—— blü⸗-hen! Sagt, wer hat sie hin- ge⸗stellt oh⸗- ne DT Sorg und Mü⸗hen? Wer hat sie so schön n macht, 1——— e— D.—. — ausgeschmückt mit sol— cher Pracht, herr⸗ lh e oh- ne⸗glei⸗ EleL. 4 4.—5 chen, herr⸗lich oh- ne-gleichen? 2. Gott der Herr rief euch hervor, 3. Auf, mein Herz, sei unverzagt, Daß die Erd ihr schmücket, Wirf auf ihn die Sorgen, Schwingt des Menschen Herzempor, Der nach trüber Winternacht Niedrer Sorg entrücket; Ruft den Frühlingsmorgen! Lehrt es gläubig aufwärts schaun, Der die Blumen nicht vergißt, Ewig, ewig Gott vertraun, Mein getreuer Vater ist. : Blühn als Himmelsblume.:„, Lob ihn, meine Seele!: Wilhelm Greef 1809-1875. Ordnung für den Jugendgottesdienst. 487 537. 16. Ordnung für den Jugend gottesdienst. 1. Eingangslied. 2. Geistlicher: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Gelobet sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himm⸗ lischen Gütern durch Christum.(Oder ein anderer Spruch) So spricht der Herr: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes. 3. Kinder: ————————.— ———=DDS si——— Zu uns kom-me, Herr, dein Reich. 4. Geistlicher: Kurzes freies Gebet. 5. Kinder: 2— 1 N—.—— SPSP..———— Schaf⸗fe in mir, Gott, ein rei⸗nes Her⸗ze und e SS‚‚‚e...... 2—— gib mir ei-nen neuen ge- wis⸗sen Geist! Verwirf mich —.———.——4 I—— DD i ee ee ———————— 2..—..—.—— nicht, ver-wirf mich nicht von dei-nem An-⸗ge⸗sicht, 488 Anhang. + 1 ö*——— ꝛv—— ———————— —n nnn ,:o dn— * I———————————7—.ee von dei-nem An⸗ge-sicht und nimm dei-nen hei⸗li⸗ + ö +—— DRS— 1 2 I————— H‚...I—— — EI— 1 II—.———————————— gen Geist nicht von mir! 6. Geistlicher: Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so er⸗ barmt sich der Herr über die, so ihn fürchten.(Oder ein anderer Gnadenspruch.) Ehre sei Gott in der Höhe! 7. Kinder: — X* —.————2.——2— 1—— .SDPFPSSPSPS.S..........I..I.... —. 77 Eh⸗re sei Gott in der Hö ⸗ he und + e Z—————— Frie⸗-de auf Er-den und den Men n⸗schen ein Wohl⸗ ge⸗ +——‚——————= ——— S.. fal len. A?“ men, A men, A men. 8. Geistlicher: Der Herr sei mit euch. Lasset uns beten: Freies Gebet. 9. Kinder: 2 S. x... —.———.———. A-men, A⸗ men, A⸗ men. Oder: A.men, A⸗men, A⸗ men. —— ———— — ———v— B‚s — I — a Ordnung für den Jugendgottesdienst. 489 10. Geistlicher: Verlesung des Bibelabschnitts. Darauf: Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren.(Oder ein anderer Spruch Halleluja! 11. Kinder: ——3.———— — Hal⸗le⸗lu⸗ ja, Halle⸗ lu ⸗ ja, Hal⸗le⸗ 1—— —. .— ů lu ja! 12. Gruppenunterweisung. 13. Kinder: Gesang. 14. Geistlicher: Katechese.(Ansprache.) 15. Kinder: Gesang. 16. Geistlicher: Gebet und Unser Vater. 17. Kinder: Gesang. 18. Geistlicher: Segen. 19. Kinder: ——— e I——— ꝗꝗS— A men. Oder: 3——.——4(‚ I— DDD A men. Wo keine Gruppenunterweisung stattfindet, fällt Nr. 12 und 13 weg. ———————————————————————..... II. Gebete. 1. Morgen- und Abendgebete für jeden Tag der Woche. Sonntag Morgen. Herr unser Gott und Vater! Im Namen Jesu Christi, deines lieben Sohnes, treten wir in dieser Morgenstunde vor dein Angesicht und sagen dir Lob und Dank für den Ruhetag, den du uns nach deiner Gnade abermals hast anbrechen lassen. 5 laß diesen heiligen Tag für uns einen reich gesegneten Teil unserer Wallfahrt werden, damit wir heute dem vorgesteckten Ziele der Seligkeit näher kommen! Siehe, wir wollen mit Ehrfurcht und Andacht dein seligmachendes Wort hören und zu Herzen fassen, damit wir das Tagewerk der neuen Woche morgen mit gesammeltem Gemüte antreten können. Gib du, himmlischer Vater, zu dem Wollen auch das Vollbringen nach deinem Wohlgefallen! Rede selbst zu uns, du hast Worte der Wahrheit; rede an unser Herz, du hast Worte der Liebe, des Trostes, der seligsten den Verleihe allen, die heute dein Wort verkündigen, hören und lesen, den Beistand deines heiligen Geistes und laß dich auch an denen nicht unbezeugt, die dein teures Evangelium noch gering⸗ achten! Hilf, daß die Schlafenden erweckt, die Trägen ermuntert, die Schwachen gestärkt, die Angefochtenen getröstet werden! Bewahre uns vor Gleichguͤltigkeit, vor Leichtsinn und vor allen Sünden, durch welche dein Tag entheiligt wird! Schenke uns im Glauben an deinen Sohn den Frieden, welchen die Welt nicht geben kann! Erbarme dich aller Mühseligen und Beladenen, aller Kranken und Sterbenden! Sei du ihre Stütze, erscheine ihnen mit Trost und Hilfe und führe all ihre Leiden zu einem erwünschten und seligen Ende! Erquicke uns unter der Mühe und Arbeit dieser Zeit mit der Hoffnung auf den Frieden der Ewigkeit! Und wenn du uns dereinst abrufst von unserm irdi⸗ schen Tagewerk, so laß uns zu der himmlischen Ruhe deines Volkes eingehen durch Jesus Christus unsern Herrn und Erlöser! Amen. Psalm 84. PPIP‚‚‚e‚ee‚. 5 ÆE Gebete. 491 Sonntag Abend. Es ist ein köstliches Ding, dir, Herr, danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen! So kommen wir denn auch jetzt zu dir, um dir von Herzen zu danken für alle leiblichen und geistlichen Seg⸗ nungen, womit du uns heute wieder begnadigt hast. Du hast unsre heilsbegierigen Seelen gespeist mit dem Brote des Lebens, du hast unsre Herzen mit Kraft und Trost erfüllt. Dein heiliger Name sei dafür gepriesen! Wir können dir nicht genug danken für die vielen Erweise deiner Liebe und Barmherzigkeit. Nimm unser schwaches Lob in Gnaden auf! Vergib uns, o barmherziger Gott, um Jesu Christi willen alle Übertretungen und Versäumnisse des heutigen Tages! Herr, wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler! Laß uns nun, deiner Vaterliebe aufs neue versichert, mit versöhntem Gewissen und im Frieden deiner Gemeinschaft diesen Tag beschließen! Nimm uns und alle deine Kinder in dieser Nacht in deine gnädige Obhut, behüte uns und einem jeglichen Haus und Hof, Hab und Gut! Höre das Seufzen der Kranken und Elenden, erlöse alle Sterbenden, die um ein seliges Ende flehen! Laß über uns und unsern Brüdern dein Angesicht leuchten und gib uns deinen Frieden in Zeit und Ewigkeit um Jesu Christi, unseres Heilandes willen! Amen. Montag Morgen. Himmlischer Vater! Wir preisen dich, daß du uns abermals aus der Dunkelheit der Nacht zum hellen Tageslicht hast kommen lassen. Hilf uns nun im Licht deiner heiligen Gebote wandeln nach deinem Wohlgefallen! Laß uns unser irdisches Tagewerk heute und die ganze Woche hindurch unter deinem gnädigen Beistand und Segen vollführen! Du Gott der Liebe und des Friedens, bewahre uns vor allen Versündigungen gegen deinen Willen und erhalte uns beständig in deiner Gemeinschaft, damit wir dein seien und bleiben und in dir allezeit Kraft, Trost und Frieden haben! Laß es uns, wenn es dein heiliger Wille ist, schon hienieden wohl ergehen und noch mehr einst in dem himmlischen Vaterland, in das du uns nach diesem Leben einführen wollest durch deinen lieben Sohn Jesus Christus! Nimm uns und unsere Lieben auch am heutigen Tag in deinen allmächtigen Schutz, wache über unsern Leib und unsere Seele und gib uns als unser treuer Gott und Vater alles, was uns gut und heilsam ist für diese Zeit und für die Ewigkeit, um deiner Güte und Barmherzigkeit willen! Amen. 492 Anhang. Montag Abend. Barmherziger Gott! Wir danken dir, daß du auch heute dich an uns erwiesen hast als unsern rechten Vater, der seine Kinder nicht verläßt. Preis und Dank sei dir gebracht für alle deine Gnadenwohl—⸗ taten! Hilf uns dich dafür ehren mit dem Wort und Wandel und vergib uns, wo wir wider dich gesündigt haben! Laß auf allen, die zu herrschen und zu befehlen oder zu dienen und zu gehorchen haben, den Geist der Weisheit und Zucht ruhen, daß sie mit ihrem Tun und Lassen deinen Namen verherrlichen! Laß alle Familien, Eltern und Kinder, Herrschaften und Dienstboten dir empfohlen sein! Ent⸗ ferne überall den Geist der Zwietracht, Verleumdung und Bosheit und laß deine Liebe als die helle Sonne alle Herzen erwärmen und erleuchten! Laß uns nicht weichen von deinen heiligen Geboten, weder zur Rechten noch zur Linken! Weiche aber auch du, o getreuer Gott, nicht von uns mit deinem allmächtigen Gnadenschutz, halte in dieser Nacht deine Hand über uns, behüte uns vor allen Gefahren Leibes und der Seele und gib uns deinen Frieden in Christus Jesus unserm Herrn! Amen. Dienstag Morgen. Allgütiger Gott und Vater, der du aus der Finsternis den Morgen bereitest und die Sonne dem Tage zum Licht gibst, wir preisen dich dafür, daß du uns einen neuen Gnadentag hast anbrechen lassen. Ach Herr, laß mit dem Tageslicht auch dein Erbarmen neu über uns aufgehen! Versichere uns der Vergebung unserer Sünden, gib uns neuen Mut und Trost, neue Kraft, neue Freudigkeit, neues Leben! Walte über uns mit deiner Gnade, wende alles Herzeleid von uns ab und erfreue uns nach deiner Güte! Wenn aber nach deinem heiligen Willen die Nacht des Leidens uns umgeben soll, dann sei du unser Licht und stärke uns in dem Glauben, daß denen, die dich lieben, alle Dinge müssen zum besten dienen! Du bist getreu und wirst uns nicht ver⸗ lassen noch versäumen. Laß uns in deinem Lichte wandeln und bringe uns einst dahin, wo wir mit allen selig Vollendeten deine Gnade rühmen und preisen werden von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Dienstag Abend. Lieber himmlischer Vater, du Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes! Wir kommen an diesem Abend und suchen dein Antlitz; wir rufen dich an, du wollest uns erhören. Sei uns gnädig, Gott, sei uns gnädig, denn auf dich traut unsere Seele, und unter dem V SESCCG&E GO ——— /E SI SDrrctetN dich licht ohl⸗ und die den, Tun ern ont⸗ heit und der ott, ꝛser bes rm gen ich Ach ins len lte ind len ind ige er⸗ ige ade ott 5; tt, em Gebete. 493 Schatten deiner Flügel haben wir Zuflucht, bis alles Leid dieser Zeit und aller Kampf vorübergeht! Hilf uns aus aller Trübsal und An⸗ fechtung und befreie uns von allem, was uns Angst und Not, Schmerzen des Leibes oder der Seele bereitet! Umgürte uns mit dem Schwerte des Geistes und laß uns nie entfallen den Schild des Glaubens! Erbarme dich über alle betrübten Seelen und verherrliche deine Hilfe an allen Traurigen, Kranken, Verlassenen, Verfolgten und Notleidenden! Bewahre uns auch in dieser Nacht vor allem Schaden und Unglück! Bleibe bei uns mit deinem allmächtigen Gnadenschutz und laß uns deine Hilfe widerfahren, wie du es verheißen hast! Amen. Mittwoch Morgen. Großer Gott, du bist das A und das O, der Erste und der Letzte, der Ursprung und das Ziel aller Dinge. Durch deinen Willen haben alle Menschen ihr Wesen, und deine Gnade und die Gemein⸗ schaft mit dir ist ihr Friede, ihre Freude und Seligkeit. So ziehe denn uns und die Unsrigen, ja alle Menschen immer mehr zu dir! Hast du durch deinen lieben Sohn das gute Werk in uns angefangen, o so vollführe es auch bis an seinen großen Tag! Hilf, daß uns niemand aus seiner treuen Hirtenhand reiße! Gedenke unserer Sünden nicht, o Gott; gedenke aber unser nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen! Deine Gnade müsse unser Trost sein auf unserer Pilgerschaft. Wir sehen hinauf; siehe, o himmlischer Vater, gnädig auf uns herab und laß uns an Treue und Liebe nichts mangeln, bis wir zu dir in den Himmel kommen! Mache uns durch deinen Geist tüchtig, diesen Tag und unsere ganze Lebenszeit wohl zuzu⸗ bringen, und nimm uns am Ende unserer Wallfahrt auf in die Woh⸗ nungen des Friedens durch unsern Herrn Jesus Christus! Amen. Mittwoch Abend. Barmherziger Gott, Vater unseres Herrn Jesu Christi und durch ihn auch unser Vater! Siehe von deiner heiligen Höhe gnädig auf uns herab, auf die Unsrigen in der Nähe und Ferne, auf alle deine Kinder, ja auf alle Menschen! Vergib uns alles Böse, segne und bewahre uns auch in dieser Nacht vor allem Ubel, das uns zustoßen könnte! Herr unser Gott, du Allmächtiger und Alleinweiser, du hast den Himmel, die Erde, das Meer und alles, was darin ist, gemacht. Mache auch aus uns etwas zum Lobe deiner Gnade! Laß uns Pflanzen der Gerechtigkeit dir zum Preise werden, damit du dein Wohlgefallen an uns haben könnest! Erhöre uns um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen! Amen. 494 Anhang. Donnerstag Morgen. Heiliger und gerechter Gott, der du in das Verborgene siehst, und vor dessen Auge niemand bestehen kann, wir beugen uns vor dir und preisen deinen heiligen Namen, daß du bis auf diesen Morgen uns gnädig behütet und uns nicht verstoßen hast von deinem An— gesicht. O Herr, höre nicht auf uns zu tragen in Langmut und Geduld! Mache dein Wort jetzt in der Gnadenzeit zu einem zwei— schneidigen Schwert in uns, daß es ein Richter sei der Gedanken und Sinne des Herzens! Übe dein innerliches Gnadengericht an uns, zeige uns auch das Kleinste, das du wider uns hast! Erfülle uns mit dem Geiste der Demut, Sanftmut und Liebe! Hilf uns zur vollkommenen Freiheit der Kinder Gottes, damit wir in dir Leben und volle Genüge finden mögen! Segne uns auch den heutigen Tag, sei uns nahe mit deinem allmächtigen Schutz und Frieden, laß dir uns und alle die Unsern herzlich empfohlen sein und gib uns, was wir bedürfen für Zeit und Ewigkeit, um unsers Herrn und Heilandes willen! Amen. Donnerstag Abend. Getreuer Gott und Herr! Wie hinfällig und vergänglich sind wir Menschen! Wie kurz und mühselig ist unser Leben! Wie mannig⸗ faltig und gefährlich sind die Versuchungen, die uns begegnen! Doch das ist unser Trost, daß du dein Volk nicht verstoßen und dein Erbe nicht verlassen wirst. Wir bitten dich herzlich: Sei uns gnädig und hilf uns! Wir haben außer dir keinen Trost und keinen Helfer. Siehe in Gnaden auf uns, deine Kinder! Ach, es ist noch so viel Jammer und Elend in der Welt! Erleichtere du die Lasten, unter welchen so viele seufzen! Trockne die Tränen der Witwen und Waisen, nimm dich in Gnaden an der Unmündigen, der Armen, Kranken und Hochbetag— ten! Sei allen angefochtenen Seelen ein Fels des Glaubens! Höre die Seufzer der Sterbenden und bereite ihnen ein seliges Ende! Erbarme dich unser aller, o Gott, um Jesu Christi willen und gib uns deinen Frieden in Zeit und Ewigkeit! Amen. Freitag Morgen. Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahr⸗ heit, so weit die Wolken gehen! Wir danken dir für deine Gnade und lobsingen deinem Namen, du Höchster. Von Herzen bitten wir dich, o großer treuer Gott, verleihe uns deinen heiligen Geist, daß wir in dir bleiben und in dir völlige Hoffnung haben mögen, wenn auch ein Tag unseres Lebens nach dem andern dahinflieht. Ach, es ist ja alles Gebete. 495 eitel. Alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit der Menschen wie des Grases Blume. Du allein bleibst immerdar, und nur in dir haben wir das ewige Leben. Laß uns das täglich bedenken und erfülle uns mit herzlicher Zupersicht zu dir und mit unerschütterlichem Ver⸗ trauen auf deine Allmacht und Güte! Dir befehlen wir unsere Wege, du wirst es wohl machen. Herr unser Gott, laß unser Flehen vor dich kommen und verwirf uns nicht von deinem Angesicht! Erzeige an uns für und für deine Gnade und Barmherzigkeit! Segne unsere Obrigkeit, unser geliebtes Fürstenhaus, unsern Kaiser und unser ganzes deutsches Vaterland! Gib uns fruchtbare Zeiten vom Himmel und laß uns in stillem Frieden dir dienen! Walte mit deinem Segen über Kirchen und Schulen! Nimm dich nach deiner Treue der Kinder an und laß sie wachsen an Alter, Weisheit und Gnade bei dir und den Menschen! So hilf uns, o Gott, in allen Dingen und stärke uns zu einem gottseligen Wandel auch an dem heutigen Tag! Offenbare heute und allezeit deine Treue an uns durch unsern Herrn Jesus Christus! Amen. Freitag Abend. Herr, wir rufen zu dir, eile zu uns, vernimm unsre Stimme, wenn wir zu dir flehen! Siehe uns um Christi willen in Gnaden an! Wir preisen dich von ganzer Seele für alle Treue und Barmherzigkeit, die du uns heute abermals erwiesen hast. Du, Herr, bist groß von Rat und mächtig von Tat. Du zählest die Sterne und nennest sie alle mit Namen; du heilest, die zerbrochenen Herzens sind, und linderst ihre Schmerzen. Sei uns gnädig, o Herr, um deiner Barmherzigkeit willen! Tröste uns in aller Trübsal, erleichtere unsere Sorgen und Mühen, laß uns und allen, die dich suchen, dein Gnadenantlitz leuchten! Herr, wir rufen zu dir, vernimm unser Flehen; bewahre uns vor jeglichem Un— heil, vor Krankheiten, vor Mißwachs und teurer Zeit, vor Feuers⸗ und Wassersnot und vor einem bösen schnellen Tod! Wo du nicht das Haus behütest, da wacht der Wächter umsonst. Darum bleibe bei uns mit deinem allmächtigen Schutz und Segen und laß uns erfahren, daß du der Gott bist, an welchem niemand zu Schanden wird, der auf dich traut! Erhöre unser Bitten um Jesu Christi unseres Heilandes willen! Amen. Samstag Morgen. Herr unser Gott, du unser ewiger Trost und unsre Zuflucht für und für! Wir beugen uns vor deiner Herrlichkeit und preisen deine ewige Gnade, die du uns in dieser ganzen Woche erwiesen hast. In 496 Anhang. Freude und Leid willst du nur unser Heil und unsre Seligkeit. Ehre und Ruhm sei deinem großen heiligen Namen! Entziehe uns auch ferner⸗ hin deinen Beistand nicht! Deine Macht allein ist es ja, die uns be⸗ schirmt und uns bewahren kann zur Seligkeit. Hilf uns, o Gott, daß wir dir, unserm Herrn, mit Treue und Gehorsam dienen und ernstlich ringen nach der Krone des Lebens! Regiere uns mit dem Szepter deiner Gerechtigkeit; weihe unsre Seelen zu deinem Tempel, darin du wohnen könnest als König der Gnade und des Friedens! Sei auch heute mit uns und mit allen, die deinen heiligen Namen anrufen; ver⸗ leihe uns einen gesegneten Schluß der Woche und gib uns zu allem guten Vornehmen das rechte Gelingen nach deinem Wohlgefallen! Deine Güte, Herr, sei über uns, wie wir auf dich hoffen! Amen. Samstag Abend. Allgütiger Gott und Vater! Ehe wir uns zum Schlummer nieder⸗ legen, kommen wir noch vor deinen Gnadenthron und bitten dich: nimm das arme Lob unsrer Lippen in Gnaden an und verwirf nicht das Flehen deiner Kinder! Wir danken dir von Herzen, daß du in Jesus Christus uns dein Vaterantlitz zugewendet und dein Vaterherz auf⸗ geschlossen hast. Hilf uns deinen heiligen Namen preisen mit Wort und Tat! Laß alles, was uns widerfährt, es sei Freude oder Leid, dazu dienen, daß dein Reich zu uns komme! Du bist der Alleinweise, der am besten weiß, was uns gut und heilsam ist; darum befehlen wir dir getrost unsre Wege und sprechen in kindlichem Vertrauen: dein Wille, o Vater, geschehe. Segne die Arbeit unsrer Hände und laß es uns nicht fehlen am täglichen Brot! Gib uns einen genügsamen Sinn und ein dankbares Herz und bewahre uns vor kleingläubigem Sorgen! Sprich uns los von aller Schuld unsers bisherigen Lebens und vergib uns insbesondere die Versäumnisse und Übertretungen der ganzen zu Ende gehenden Woche wie die des heutigen Tages! Bewahre uns, o Herr, in jeder Versuchung und erlöse uns aus aller Not! Du kannst es ja, denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. Großer Gott! Unser Leben fährt schnell dahin, als flögen wir davon; Tag um Tag und Woche um Woche eilt vorüber; du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Darum bist und bleibst du auch unsre Zuflucht für und für. Dir übergeben wir uns für diese Nacht und für die ganze noch kommende Zeit unsers Lebens. Führe uns alle an deiner Vaterhand durch Glauben und Liebe zum seligen Ziel unsrer himmlischen Berufung und nimm uns endlich auf zu dir in die ewige Freude und Seligkeit durch deinen lieben Sohn, unsern Herrn Jesus Christus! Amen. Ehre rner⸗ be— daß stlich pter du auch ver⸗ llem llen! nen. der⸗ imm das esus auf⸗ Lort eid, eise, wir dein es zinn gen! rgib zu ins, unst keit. on: wie ibst iese ihre gen dir ern Gebete. 497 Dr. M. Luthers Morgensegen. Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir all mein Tun und Leben wohlgefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht über mich habe. Amen. Dr. M. Luthers Abendsegen. Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben all meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht über mich habe. Amen. 2. Festgebete. Advent und Weihnachten. Preis, Ehre und Dank sei dir, allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der du dich unser so gnädig angenommen und aus großer Liebe deinen eingebornen Sohn gesendet hast, uns deine Herrlichkeit zu offen⸗ baren und dein Volk selig zu machen von seinen Sünden! O hilf uns dies Wunder deiner Liebe mit demütigem Herzen betrachten und er⸗ wecke uns zu treuer Gegenliebe, du Gott unsers Heils! Du hast Großes an uns getan, des sind wir fröhlich.— So ziehe nun ein, Herr unser Heiland, in unsre Herzen, die nach dir verlangen, und erfülle uns mit allen Gaben deiner himmlischen Güte! Regiere uns mit deinem Geiste, laß in unserm ganzen Hause deine Liebe walten, nimm uns, unsre Kinder und unser Hausgesinde in deine heilige Zucht, heile uns und alle Menschen durch deine Gnade vom Elend der Sünde! Verleihe uns, treuer Herr und Erlöser, Trost in allem Leid, Hilfe in jeder Not, Kraft in den Versuchungen dieser argen Welt und selige Hoffnung im letzten Kampf! Unsre Seele erhebt dich und unser Geist freut sich Evang. Gesangbuch. 32 498 Anhang. deiner. Sei und bleibe du unsers Herzens höchstes Gut und unser ewiges Teil! Hosianna, sei willkommen, Heiland, kehre bei uns ein, Du sollst von uns aufgenommen, Herzlich aufgenommen sein! Sieh, zum Einzug öffnen wir Freudig unsre Herzen dir; Komm, o komm, darin zu wohnen, Ja als König drin zu thronen! Amen. Jahresschluß. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater! Ehe das Jahr zu Ende geht, kommen wir vor den Thron deiner Gnade und sagen dir von Herzen Lob und Dank für alle väterliche Liebe und Treue, für alle Wohltaten an Leib und Seele, die du uns in den vergangenen Tagen erwiesen hast. Ach Herr, wir sind zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an uns getan. Aber mit herzlicher Reue bekennen wir dir, daß wir den Reichtum deiner väterlichen Liebe nicht nach Gebühr geschätzt, sondern mit Gedanken, Worten und Werken vielfach wider dich in diesem Jahre gesündigt haben. Ach Herr, unser Gott, barm⸗ herzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue, verwirf uns nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns! Erneuere uns im Geiste unseres Gemüts und hilf uns den neuen Menschen anziehen, der nach dir geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit!— Unsere Zeit vergeht, verlaß uns nicht und entzieh uns deine Gnade nicht! Umgib mit deinem und Segen Obrigkeiten und Untertanen, Prediger und Gemeinden, Lehrer und Schüler, Eltern und Kinder, Frohe und Traurige, Gesunde und Kranke, Lebende und Sterbende! Herr, bleibe bei uns, denn es ist Abend geworden und der Tag hat sich geneigt. Behüte uns vor allem Übel, behüte unsere Seele! Herr, behüte unsern Ausgang und Ein⸗ gang von nun an bis in Ewigkeit! Amen. Psalm 121. Neujahr. Herr Gott, himmlischer Vater! Bei dem Beginn dieses neuen Jahres unserer Wallfahrt kommen wir mit Danken vor dein Angesicht und rühmen deinen herrlichen Namen. Leben und Wohltat hast du an Gebete. 499 uns getan, und dein Aufsehen hat unsern Odem bewahrt. Wir danken dir für den Reichtum deiner Güte, die du täglich an uns bewiesen hast. Deiner gnadenreichen Obhut befehlen wir uns und die Unsrigen auch für den neuen Abschnitt unsrer Pilgerschaft, den wir heute antreten. ö Laß deine Treue wie bisher so auch fernerhin über uns walten und gib, daß wir reichlich erfahren, wie wohl du an denen tust, die auf deine Güte hoffen! Befiehl deinen Engeln, daß sie sich um uns her aagern und unsere und unserer Kinder Wächter und Hüter seien in jeg⸗ licher Gefahr! Verleih uns in immer reicherem Maße die Gabe deines heiligen Geistes, damit wir die kurzen Tage unserer Wallfahrt wohl anwenden und gewisse Tritte tun auf unserer Lebensbahn! Sei du unser Licht und unsre Kraft auf allen unsern Wegen! Schenke uns Gesundheit und Segen zu den Werken unseres Berufs und hilf uns nde denselben treulich ausrichten, wie es dir wohlgefällt! Laß uns unser von täglich Brot unter deinem Schirm mit Danksagung genießen, und wenn alle Kreuz und Leiden uns befällt, so entziehe uns nicht den Trost deiner gen Gnade und Hilfe! Hast du aber in deinem Rate beschlossen in diesem und Jahre uns abzufordern aus dieser prüfungsvollen Zeit, so gedenke wirn—unserer Sünden nicht, o Gott, sondern hilf uns in Gnaden aus zu ühr deinem himmlischen Reiche, damit wir dort mit allen Erlösten vor dir ider leben und ewig deiner seligen Gemeinschaft uns freuen mögen durch rm.—IJesus Christus unsern Herrn! virf ö O höre, Vater, unser Flehn! icht O laß uns allen wohlgeschehn den Und wohne bei uns immerdar ue Bis zu dem ew'gen neuen Jahr! sicht Das werde wahr. Amen. und Psalm 90. hrer und ist Gründonnerstag und Harfreitag. ldmm Herr Gott, Vater unsers Herrn Jesu Christi! Wir kommen vor Lin⸗ dein heiliges Angesicht und beten dich in tiefer Demut an. Du hast den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor dir gilt. O gib uns heute recht zu erkennen den unerforschlichen Reichtum deiner ewigen Liebe, daß unser Mund voll werde von deinem Lob, und wir einstimmen in das große Halleluja, das die Seligen dir im Himmel darbringen! uen Herr Jesu, du Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt, was sicht können wir dir zum Dankopfer geben für deine Liebe als den Leib, den tan dhu dir geheiligt, und die Seele, die du dir erworben hast! Nimm uns 32⁴ ———C 500 Anhang. hin zu deinem Eigentum! Du hast das große Werk unserer Erlösung vollbracht. Laß dein Sterben unser Leben, deine Gerechtigkeit unser Heil, deinen Todeskampf unsern Sieg und ewigen Frieden werden! Gib, o Herr, daß das Wort vom Kreuz eine Gotteskraft und Friedens⸗ botschaft werde bei allen Menschen und unter allen Völkern, damit auch die, welche noch ferne stehen, erlöst werden von ihren Sünden und samt uns deine Gnade und Herrlichkeit rühmen dürfen! O Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt, erbarme dich über uns alle und gib uns deinen Frieden! Erscheine mir zum Schilde, Zum Trost in weinem Tod, Laß schaun zu deinem Bilde Mich in der letzten Not! Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll Fest an mein Herz dich drücken; Wer so stirbt, der stirbt wohl. Amen. Ostern und Bimmelfahrt. Heiliger lebendiger Gott! Mit Rühmen und Frohlocken treten wir heute vor dein Angesicht und danken dir, daß du deinen Sohn, unsern Herrn, mit Preis und Ehre gekrönt und durch ihn Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hast. Mit getrostem Glauben halten wir uns nun an das Wort unsers Erlösers:„Ich lebe, und ihr sollt auch leben“, und:„Wo ich bin, da soll mein Diener auch sein.“ Wir bitten dich von Herzen: erleuchte und heilige uns durch die Kraft deines heiligen Geistes, damit wir den guten Kampf des Glaubens kämpfen, der Sünde täglich absterben und ernstlich trachten nach dem, was droben ist! Gib, daß wir in Anfechtung, Kreuz und Leiden uns Jesu Christi, unseres Siegesfürsten, getrösten können und in ihm deines Friedens teilhaftig bleiben! Erhalte uns in lebendiger Gemeinschaft mit ihm, unserm himmlischen Haupte, und nimm uns, wenn wir unsern Lauf im Glauben und in der Heiligung durch deine Gnade vollendet haben, auf in die himmlische Seligkeit und Freude, wohin Jesus unser Heiland uns vorangegangen ist! Tag des Lebens, Tag der Wonne! Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne Durch unsers Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, eten ohn, und iben ihr in.“ raft hens dem, uns ines mit sern ndet user Gebete. 501 Wenn Nacht und Finsternis verschwinden Und uns umstrahlt des Himmels Licht! Vollender, führe du Uns diesem Tage zu, Uns, die Deinen! Die Todesbahn Gingst du voran, Wir folgen dir in deine Ruh. Amen. Dfingsten und Trinitatisfest. Sei hochgelobet, gnädiger Gott, Vater unseres Herrn Jesu Christi, daß du uns nicht nur geschaffen und erlöst, sondern auch den ver⸗ heißenen Tröster in die Welt gesendet und ihn uns als das Pfand unseres himmlischen Erbes gegeben hast! Gieße ihn immer reichlicher über uns aus, richte dein Königreich auf in unseren Herzen, führe uns aus der Finsternis zum Licht, aus der Knechtschaft der Sünde zu der herrlichen Freiheit deiner Kinder! Stärke und erfreue uns durch diesen himmlischen Tröster und laß ihn unsern 50— und Beistand sein in dieser Pilgerzeit! Schenke uns durch ihn die Gnade, daß wir mit immer freudigerem Herzen rufen: Abba, lieber Vater! Laß das helle Licht deines Geistes aufgehen auch über die Menge derer, die noch in Finsternis und Schatten des Todes sitzen! Heilige die ganze Christen⸗ heit und mache sie zu einem wahrhaften Abbilde deines unsichtbaren Reiches! Tilge aus alle Spaltung und Zwietracht, daß wir recht⸗— schaffen seien in der Liebe und wachsen in allen Stücken an dem, der das Haupt ist, Christus!— Gott, unser Vater, erbarme dich unser und erfreue uns mit deiner Liebe! Herr Jesu, du Sohn Gottes, erbarme dich unser und mache uns gerecht und selig durch deine Gnade! O heili— ger Geist, erbarme dich unser, heilige und tröste uns durch deine Ge— meinschaft! Dir, dem dreieinigen Gott, sei Anbetung, Preis und Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Psalm 96. Reformationsfest. Gelobet seist du, Herr unser Gott, du Gott unserer Väter! Dir gebührt Majestät und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Dank; dein ist das Reich, und in deiner Hand steht Kraft und Macht. Du bist freundlich, deine Gnade währet ewiglich und deine Wahrheit für und II—-— —3 — 502 Anhang. für. Wir gedenken heute all der Treue und Barmherzigkeit, die du unsern Vätern erzeigt, all der wunderbaren Hilfe, wodurch du dich seit mehr als drei Jahrhunderten an unsrer Kirche unter allen Stürmen und Gefahren bis auf diese Stunde verherrlicht hast. Wir bitten dich, bleibe fort und fort der Schild und Schutz deiner Kirche, decke sie mit deinen Fittichen und laß ihre Zuversicht sein unter deinen Flügeln! Bewahre, o barmherziger Gott, unsre teuere evangelische Kirche vor aller Zerrüttung und Trennung; halte ferne den Geist der Zwietracht, damit der Glaube nicht Not leide und die Liebe nicht erkalte! Steure dem Unglauben, dem Aberglauben und der Gleich— gültigkeit und vernichte alle Keime des Hasses und der Unduldsamkeit zwischen uns und unsern Mitchristen, welche unserer Kirche nicht angehören! Vater des Lichtes und der Liebe, gieße deinen Geist aus über deine Kinder allerorten, damit die Zeit herbeikomme, wo auf der ganzen Erde eine Herde unter einem Hirten sein wird, welcher ist dein Sohn Jesus Christus, hochgelobt in Ewigkeit! Amen. Ernte⸗ und Dankfest. Allmächtiger Gott, Vater aller Gnade! Wir bringen dir heute unsern demütigen Dank dar für die Liebe, womit du auch in diesem Jahre deine milde Hand aufgetan und alles, was lebet, mit Wohl⸗ gefallen gesättigt hast. Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter! Ja deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Herr, was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Kind, daß du dich seiner annimmst! Vergib uns, o Vater, unsere Sünden! Bewahre uns vor dem Leicht⸗ sinn, der deiner Gebote vergißt, vor der Trägheit, die deine Gnade versäumt, vor der Unmäßigkeit, die deine Güter mißbraucht, vor dem Geiz, der Herz und Hand dem Bruder verschließt! Bewahre uns in Gnaden vor Mangel und Teuerung und laß uns deinen Segen in Frieden und guter Gesundheit genießen! Erfreue nach dem Reichtum deiner Liebe auch die Herzen aller Armen, Verlassenen und Betrübten und laß sie innewerden, daß keines von dir vergessen sei! Hilf uns durch deine Gnade, daß wir nicht auf das Fleisch säen, sondern auf den Geist, damit wir vom Geist einst das ewige Leben ernten durch Jesus Christus unsern Herrn. Amen. Psalm 145. — 2— 2S.55—4ꝗSCE...— ⏑ Gebete. 503 Buß⸗ und Bettag. Aus der Tiefe unsres Herzens rufen wir, Gott, zu dir. Herr, höre uns, merke auf die Stimme unseres Flehens! So du willst Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen? Gehe nicht mit uns ins Gericht, barmherziger Gott, um Jesu Christi willen! Verwirf uns nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns! Unsre Seele dürstet nach deiner Gnade, unsre Hände strecken sich aus nach deiner Hilfe. Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist! Herr unser Gott, laß diesen Tag unsrer gemeinsamen Demütigung vor dir an unser aller Seelen gesegnet sein! Schaffe in uns ein reines Her und gib uns einen neuen gewissen Geist! O Jesu, erbarme dich über uns und gib uns deinen Frieden! Wenn du Frieden Uns beschieden, Fürchten wir die Strafe nicht; Dein Versöhnen Wird uns krönen Mit Gerechtigkeit und Licht. Dein Erbarmen Hilft den Armen, Du bist unsre Zuversicht. Amen. Psalm 51. 130. 3. Gebete zur Feier des heiligen Abendmahls. 1. Vor der Beichte. Heiliger und gerechter Gott! Du kennst mein Herz, und mein Leben ist dir nicht verborgen. Ich demütige mich vor dir im Gefühl meiner Sünde und Schuld. Vater, ich bin nicht wert, daß ich dein Kind heiße. Siehe meine Reue gnädig an, und wirke du selbst in mir einen solchen Abscheu gegen alles Böse, daß ich die Sünde ernst⸗ lich fliehe und mich ganz mit Seele und Leib dir heilige! Vergib mir, o Gott, meine Sünden um meines Herrn und Heilandes willen, vergib mir alle Undankbarkeit und Untreue, jede Versündigung gegen dein Gebot der Nächstenliebe! Mit gebeugtem Herzen klage ich mich vor dir an. Laß mich Freude und Erquickung hören in dem erbarmungs⸗- vollen Worte: Sei getrost, deine Sünden sind dir vergeben! Aus tiefer Not rufe ich zu dir, o Gott, erhör mein Flehen! Meine Sünden gehen mir über mein Haupt, sie sind mir zu schwer geworden. Sei 504 Anhang. mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit! Schaffe du selbst in mir ein reines Herz und gib mir einen neuen gewissen Geist! Erhöre mein Flehen durch meinen Herrn Jesus Christus, welchem sei Ehre in Ewigkeit! Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, Gott höret und erbarmt sich mein; Weil sich der Trost im Herzen mehret, Drum stell' ich nun das Klagen ein: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! Amen. 2. Vor der Abendmahlsfeier. Getreuer Gott und Vater! Im Namen unseres Herrn Jesu Christi, der für uns seinen Leib dahingegeben, für uns sein Blut vergossen hat, bitte ich dich herzlich: gib mir erleuchtete Augen des Verständnisses, daß ich erkennen möge den Reichtum des heiligen Mahles, in welchem du mir alle himmlischen Güter spendest, Ver⸗ gebung der Sünden, Leben und Seligkeit! Erfülle mich mit deinem Geiste, damit ich als würdiger Gast an deinem Tische erscheine! Hilf mir alle erlittene Kränkung und Feindschaft von Herzen vergeben und vergessen und gegen alle meine Mitmenschen versöhnlich sein, wie ich selbst der Versöhnung bedarf! Laß mich reichen Trost und Frieden in meinem Herzen empfinden; und wie du auf Erden unsre hungernden und dürstenden Seelen nährst zum ewigen Leben, so laß uns einst droben dein himmlisches Abendmahl feiern und satt werden aus deiner himmlischen Gnadenfülle! Amen. 5. Während der Abendmahlsfeier. Liebreicher Gott, du Quelle alles Heils und Lebens! Laß die Feier des heiligen Abendmahls, die wir jetzt im Namen Jesu unsers Herrn und Erlösers begehen, mir und allen, die es heute empfangen, insbesondere den Angefochtenen und Bekümmerten zum Segen gereichen, damit wir Ruhe und Erquickung finden für unsre Seelen und gestärkt werden im Glauben, in der Gottseligkeit und in der frohen Hoffnung des ewigen Lebens! O Gott, sei mitten unter uns und segne uns! Herr Jesu, erbarme dich meiner und gib mir deinen Frieden! Amen. Oder: Lob, Preis und Dank sei dir, Herr Jesu, für deine unaussprech⸗ liche Liebe! Du bist das wahrhaftige Brot, das vom Himmel kommt und den mei gest Süt Gen Abe den Nat des die daß und Ger Tri Toꝛ mit mö Am Gebete. 505 und der Welt das Leben gibt. Laß mich die Heiligungskraft und den Segen der seligen Vereinigung mit dir in reichem Maße an meinem innern Menschen erfahren! Gib, daß ich an deinem Tische gestärkt und erquickt werde mit dem Trost der Vergebung meiner Sünden und mit der Hoffnung des ewigen Lebens! Mache mir den Genuß deines Leibes und Blutes zu einem Unterpfand des großen Abendmahls, welches du einst in deinem himmlischen Reiche mit den Deinigen feiern wirst! Amen. 4. Nach Empfang des heiligen Abendmahls. Barmherziger Gott und Vater! Lob und Preis sei deinem heiligen Namen für die unaussprechliche Güte, welche du mir durch die Gabe des heiligen Abendmahls erwiesen, für den Trost und die Stärkung, die du mir dadurch verliehen hast! Stehe mir nun bei, getreuer Gott, daß deine Gnade mir gereichen möge zur Stärkung meines Glaubens und zur Liebe gegen die Brüder, damit ich hinfort viele Früchte der Gerechtigkeit bringe! Mache mich fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal und hilf mir anhalten am Gebet, damit ich Sünde, Not und Tod durch deine Kraft überwinde und endlich dahin gelange, wo ich mit allen Seligen und Vollendeten dein himmlisches Abendmahl feiern möge! Erhöre mein Gebet um meines Herrn und Erlösers willen! Amen. Psalm 103. 4. Gebete für besondere Zeiten und Umstände. J. Für die Gewächse der Erde. Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der du durch deine gött⸗ liche Kraft alles erschaffen hast und sättigest, was da lebet und webet, nach deinem Wohlgefallen, wir bitten dich demütig, du wollest unsere Felder mit deinem Segen krönen und alles, was wir zur Nahrung und Notdurft gebrauchen, unter deinem Schutz und Schirm gnädig gedeihen lassen und erhalten. Wende jede Gefahr von unsern Fluren gnädig ab, behüte sie vor Frost und Dürre, vor anhaltender Nässe, vor Hagelschlag und verheerenden Gewittern, und verleih uns deinen Segen, damit durch deine Güte das Gewächs unsers Landes gedeihe und reife, wir dasselbe mit Freuden können einsammeln und dich als⸗ unsern gnädigen Gott und Vater preisen durch Jesus Christus unsern Herrn! Amen. 506 Anhang. 2. Bei einem Gewitter. Lobe den Herrn, meine Seele! Herr, mein Gott, du bist sehr herrlich, du bist schön und prächtig geschmückt. Licht ist dein Kleid, das du anhast; du breitest aus den Himmel wie einen Teppich. Du wölbest es oben mit Wasser, du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehest auf den Fittichen des Windes. Du machest die Winde zu deinen Boten und die Feuerflammen zu deinen Dienern. Du hast das Erdreich gegründet auf seinen Boden, daß es bleibet immer und ewiglich. Mit der Tiefe deckest du es wie mit einem Kleide, und Wasser stehen über den Bergen. Aber von deinem Schelten fliehen sie, von deinem Donner fahren sie dahin. Deine Blitze leuchten auf dem Erdboden, das Erdreich sieht es und erschrickt. Aber wer unter deinem Schirm, du Höchster, sitzet und unter deinem Schatten, o Allmächtiger, bleibet, der spricht getrost und unverzagt: Meine Zu⸗ versicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe! Herr, erzeige uns deine Gnade und hilf uns! Halte die zuckenden Blitze in deiner allmächtigen Hand, steure dem Sturm und Unwetter und behüte unsre Häuser und Felder, daß sie nicht Schaden leiden! Laß deine Wetter gnädig an uns vorüberziehen, so wollen wir dir mit Freuden die Opfer unsers Lobes und Dankes darbringen, der du unser treuer Gott und Vater bist von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 3. In Ureuz und Leiden. Ewiger, barmherziger Gott und Vater! Zu dir nehmen wir unsre Zuflucht in unsrer Not. Höre auf unser Flehen und verwirf uns nicht von deinem Angesicht! Wir hoffen auf dich, denn bei dir ist Gnade und viel Vergebung. Lindre du die Leiden, mit denen du uns heimgesucht hast! Tröste, stärke, errette, hilf uns nach deiner Barmherzigkeit! Wohl müssen denen, die dich lieben, alle Dinge zum besten dienen. Doch du kennst unser schwaches, trotziges und verzagtes Herz. O hilf uns, daß wir nicht verderben! Entziehe uns nicht des Glaubens Trost! Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit unsre Seele, Gott, zu dir. Dir befehlen wir alle unsfre Wege. Du wirst uns nicht ewig in Unruhe lassen, du wirst uns nicht verlassen noch versäumen. Auf dich harren wir, Herr; mache dich auf, hilf uns und erlöse uns um deiner Güte willen! Amen. Psalm 25. 39. 73. 126. 146. eid, Du iem die ern. ibet nem ten ten wer ten, Zu⸗ eige iner nsre etter die Gott wir wirf dir du iner zum gtes des hreit Du üssen hilf Gebete. 507 4. In Uriegsnot. Starker und treuer Gott, groß von Rat und mächtig von Tat! Schaue gnädig hernieder auf uns, deine Kinder, die unter den Ge⸗ fahren, Unruhen und Schrecken des Kriegs zu dir ihre Zuflucht nehmen. Du bist der König von alters her, der alle Hilfe schafft. Deinem allmächtigen Schutz befehlen wir uns und alle die Unsrigen, unser Fürstenhaus, unsern Kaiser und das ganze deutsche Vaterland. Laß deine Güte und Treue uns allewege behüten! Ziehe aus in deiner Kraft mit unserem Heere! Stärke den Mut und den Arm unsrer Brüder und Söhne und hilf ihnen zum Sieg über die Feinde! Sollen sie auf dem Felde der Ehre fallen, so schließe ihnen deinen Himmel auf! Sei allen Bedrängten nahe mit Trost und Errettung! Laß vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen, der Verwundeten, der Sterbenden! Nimm der Verirrten und Verlassenen dich väterlich an! Heile die Wunden, die der Krieg geschlagen hat und noch immer schlägt, und laß auch aus dieser Tränensaat eine Freudenernte reifen für Zeit und Ewigkeit! Gib, daß wir aus der Unruhe und dem Streit hienieden mit immer herzlicherem Verlangen hinaufblicken in das Land des ewigen Friedens! Laß leuchten, o Gott, dein Antlitz über uns und gib uns Frieden allenthalben und auf allerlei Weise, um Jesu Christi unseres Friedensfürsten willen! Amen. Psalm 46. 62. 85. 5. Bei herrschender Seuche. Herr, erbarme dich unser! Wir sind Asche und Staub, hinfällige sündige sterbliche Menschen; aber du bist der Allmächtige und All⸗ erbarmende. An dir haben wir einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet. So bitten wir dich denn: Hilf uns in der verderblichen Plage, die uns getroffen hat! Wenn es deiner Weisheit gefällt, so gebiete dem Engel des Todes, daß er an unsern Hütten vorübergehe! Wo du es anders beschlossen hast, da sei nahe mit deinem Trost und deiner Hilfe! Mindere und erleichtere jede Not durch deinen gnädigen Beistand, sei der Arzt der Kranken, erquicke die bekümmerten und gebeugten Seelen, die Schmachtenden und Sterbenden mit dem Troste deiner Gnade und mit dem seligen Frieden, den uns unser Herr und Heiland erworben hat! Erwecke unser aller Herzen zu selbstverleugnender aufopfernder Liebe und zu Werken der Barmherzigkeit! Lehre uns in der ernsten Zeit, in der wir leben, wohl bedenken, was zu unserm Frieden dient! Du hast uns verwundet, du kannst uns auch heilen. Nimm dich, o Herr, der Verlassenen, 508 Anhang. der Witwen und Waisen väterlich an! In deine Hände befehlen wir unsern Leib und unsre Seele. Handle mit uns nach deinem heiligen Willen, nur sei und bleibe unser gnädiger Gott im Leben und im Sterben, durch unsern Herrn Jesus Christus! Amen. Psalm 91. 5. In Krankheit. Allgemein. Gnädiger und allmächtiger Gott! Im Namen meines Herrn und Heilandes schaue ich zu dir auf von meinem Krankenlager. Du hast mich bisher am Leben erhalten, wofür ich dir von Herzen Lob und Dank sage. O laß dich auch fernerhin an mir nicht unbezeugt! Sei du mein Arzt und Helfer! Meinen Leib und meine Seele befehle ich in deine Hände. Laß es mich erfahren, daß du meine Kraft seist und meines Lebens Licht! Bewahre mich vor Murren und Ungeduld! Hilf mir von meinen Schmerzen! Stärke meinen Glauben, richte auf den sinkenden Mut, wenn Verzagtheit und Kleinglauben sich meiner bemächtigen wollen! Alle meine Sorgen werfe ich auf dich, du wirst es wohl mit mir machen. Erhöre mein Gebet um Jesu Christi willen! Amen. Psalm 42. Bei schwerer Erkrankung. Barmherziger Gott, gnädiger Vater! Mein Leben steht in deiner Hand. In meinem schweren Leiden suche ich dein Angesicht, o laß dich von mir finden! Wo Menschen nicht helfen können, da kannst du, Allmächtiger, noch helfen mit deiner starken Hand. Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Hilf mir nur geduldig leiden und im Glauben ausharren bis ans Ende! O Gott, versuche mich nicht über Vermögen, lege mir nicht mehr auf, als ich tragen kann! Du kennst ja mein schwaches sündhaftes Herz. Sei mir nahe mit deinem Trost und Frieden bei Tag und bei Nacht! Befreie mich von eiteln Sorgen und lenke meinen Sinn beständig hin auf das Eine, was not tut! Meine Seele ist stille zu dir, mein Gott, der mir hilft. Großer Gott, lieber himmlischer Vater, erbarme dich meiner! Herr Jesu, hilf mir in Zeit und Ewigkeit! Amen. Oder: Auf dich, Herr, hofft meine bange Seele; ach laß mich nicht zu Schanden werden! Siehe an meinen Jammer und mein Elend und e. 2+ 2— 727.— 25—„———— Gebete. 509 hilf mir aus meinen Nöten! Ich habe ja keinen Retter außer dir. An dich halte ich mich im Glauben; verlaß mich nicht! Siehe, um Trost ist mir so bange; o stehe mir bei und erquicke mich nach deiner Barmherzigkeit! Wenn ich versinken will, sei du mein Stab; wenn es Nacht um mich wird, sei du mein Licht! Herr, Herr, ich hoffe auf dein Heil. Mag alles Irdische mir schwinden, so bleibst doch du meines Herzens Trost und mein Teil. Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist! Heiliger Vater! Wenn du mit mir rechten willst, kann ich dir auf tausend nicht eines antworten. O vergib mir alle meine Sünden um Jesu Christi meines Heilandes willen! Soll hier meine Wallfahrt zu Ende gehen, so schreibe meinen Namen ins Buch des Lebens ein! Herr, dein Wille geschehe. Willst du mich noch länger am Leben erhalten, so sei es zu deiner Ehre! Willst du mich abrufen, so beschere mir einen sanften Tod und ein seliges Ende und führe mich in deinen Himmel ein durch Jesus Christus meinen Herrn! Amen. Für Sterbende. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln; er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser; er erquicket meine Seele, er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. Amen. Oder: Herr, mein Gott, erbarme dich meiner! Herr Jesu, mein Heiland, erbarme dich meiner und hilf mir aus zu deinem ewigen Reiche! Ach Herr, wie so lange! Hilf mir und erlöse mich nach deiner unergründlichen Barmherzigkeit! Amen. Oder: Herr, Herr, sei du mit mir! Verlaß mich nicht in meiner letzten Not! Stärke meinen Glauben, erhalte mir deinen Frieden, führe mich an deiner Hand, wenn mir die Sinne schwinden; begleite mich durchs dunkle Tal zum ewigen Licht, zur ewigen Heimat! Erhöre, ach erhöre mich und vergib mir alle meine Sünden um Jesu Christi willen! Amen. Anhang. Oder: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist. Herr Jesu, nimm meinen Geist auf! Amen. Unser Vater. Unser Vater in dem Himmel. Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsre Schulden, wie wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Ver— suchung, sondern erlöse uns von dem Uebel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Der Begen. Der Herr segne uns und behüte uns. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen. 6. Tischgebete. Vor dem Essen. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. Speise, Vater, deine Kinder, Stärke, Kraft und Nahrung geben, Tröste die betrübten Sünder; Bis wir endlich mit den Frommen Sprich den Segen zu den Gaben, Zu dem Himmelsmahle kommen! Die wir jetzt hier vor uns haben, Amen. Daß sie uns zu diesem Leben Joh. Heermann 1585—1647. Oder: Herr, wir kommen zu dem Essen, Steh uns bei in aller Not; Laß uns deiner nicht vergessen, Hilf uns, daß wir nach der Erden Denn du bist das Lebensbrot; Deine Gäst' im Himmel werden! Speis die Leiber, stärk die Seelen, Amen. Die wir dir jetzt anbefehlen, Nach dem Essen. Wir danken Gott für seine Wir bitten unsern lieben Herrn, Gaben, Er woll' auch ferner sie bescher'n Die wir von ihm empfangen haben; Und speisen uns mit seinem Wort, —860h.9.9.———————— 66'ꝰ V ben, men en! 6⁴7. rden den! en, r'n Vort, Gebete. 511 Daß wir satt werden hier und dort. Nach dieser Welt das ew'ge Leben! Ach lieber Gott, du wollst uns geben Amen. Oder: Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 1. Danke dem Herren, o Seele, Innig stets dürsten nach dir, dem Ursprung der Güter, Ewig zum Heil dich erwählen! Der uns erquicket die Leiber und stärkt die Gemüter! 3. Gütigster Hirte, du wollest Gebet ihm Ehr, uns stärken und leiten Liebet den Gütigen sehr, Und zu dem himmlischen Mahle Singet ihm dankende Lieder! recht würdig bereiten; 5 Bleib uns hier nah, 2. Lebenswort Jesu, komm, speise Bis wir dich ewig allda die schmachtenden Seelen, Schmecken und schauen in Freuden! Laß hier auf Erden uns nimmer Amen. 65 hur, dan wn fehlen; Gerhard Tersteegen 1697—1769. 7. Schulgebete. Sum Anfang. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1. Mein Gott, mein Vater und Lehr mich vor allem, was ich soll, mein Hort, Dich, meinen Herrn, erkennen wohl! Zu dir ruf' ich, nimm auf mein Wort! 3. O heil'ger Geist, gib Kraft Laß lernen mich, was heilsam ist, und Stärk, Daß ich dich lob' zu jeder Frist! Vollbring in mir 928 I 8 Werk, 2. Steh du mir bei, Herr Jesu Den Glauben und die Lieb vermehr Christ, In mir zu deines Namens Ehr! Der du der rechte Lehrer bist; Amen. Oder: Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Komm, du Herr des ew'gen Nimm des treuen Lehrers wahr, Lebens, Segne deiner Kinder Schar, Tritt in unsern Kreis herein! So wird alles wohl gedeihen, Hilf und laß uns nicht vergebens Und dein Herz sich unser freuen! Deines Wortes Schüler sein! Amen. 512 Anhang. Sum Schluß. Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade.— Herr, dein Licht, dein Schutz, Leit uns selbst auf allen Wegen, dein Segen, Daß dein Friede mit uns seil Deine Gnade steh' uns bei! Amen. Oder: Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1. Herr Jesu, nimm uns völlig 2. Den Eigenwillen brich ent⸗ hin, zwei, Gib uns den sel'gen Kindersinn, nnn uns von Trotz und Tücke frei! Daß wir in deinem Willen ruhn ier uns selbst mit deiner Hand Und nicht nach unserm Willen Und trag uns bis ins Vaterland! tun! Amen. RS III. Verzeichnis der Liederdichter. Adams, Sara, unbekannt. 517. Albert, Heinrich, geb. 1604 zu Lobenstein im Voigtlande, + 1651 als Organist am Dom in Königsberg. 343. 399. 222. Albinus, Johann Georg, geb. 1624 zu Unternessa bei Weißenfels, 4+ 1679 als Pfarrer in Naumburg. 401. Albrecht Herzog von Preußen, geb. 1490 zu Ansbach, seit 1511 Hoch⸗ meister des Deutsch-Ordens, 1522 auf dem Reichstag zu Nürnberg für die Reformation gewonnen, verwandelt 1525 das preußische Ordens-⸗ land in ein weltliches Herzogtum, T 1568. 314. Allendorf, Johann Ludwig Konrad, geb. 1693 in Josbach bei Marburg, als lutherischer Hofpfarrer in Cöthen(Anhalt) Herausgeber der Cöthnischen Lieder, 4 1773 als Pfarrer und Scholarch in Halle. 529. Altenburg, Michael, geb. 1584 zu Alach bei Erfurt, + 1640 als Pastor in Erfurt. Das Lied Nr. 164 soll er„zu sein und anderer Christen Trost“ im 30jährigen Krieg und mit besonderer Beziehung auf die Losung der evang. Armee bei der Leipziger Schlacht(1631)„Gott mit uns!“„ver⸗ fertigt“ haben. Gustav Adolf ließ es in der vor der Lützener Schlacht gehaltenen Betstunde singen; es wurde deshalb„Gustav Adolfs Feld⸗ liedlein“ genannt. Ambrosius, 340—397, Bischof von Mailand. Der ihm zugeschriebene „Ambrosianische Lobgesang“(„Te Deum laudamus“ ⸗ Dich, Gott, loben wir) ist wahrscheinlich nur eine von ihm herrührende lateinische Bearbeitung eines morgenländischen Hymnus. 1. Arends, Wilhelm Erasmus, 1677— 1721, 4als Paftor in Halberstadt. 285. Arndt, Ernst Moritz, geb. 1769 auf Rügen, 4 1860 als Professor der Ge⸗ schichte in Bonn, berühmt als Vaterlandsfreund, Dichter und Schrift⸗ steller zur Zeit der Befreiungskriege. 35. 81. 152. 247. 415. 447. 469. Arnold, Gottfried, geb. 1666 zu Annaberg, Schüler Speners, 4 1714 als Pastor in Perleberg. 277. Asschenfeldt, Christoph Karl Julius, Oberkonsistorialrat und Propst in Flensburg, 1792- 1856. 92. Bahnmaier, Jonathan Friedrich, geb. 1774 in Oberstenfeld(Württ.) Professor der Theologie in Tübingen, dann Dekan in Kirchheim u. T., +in Owen 1841. 193. Evang. Gesangbuch. 83 514 Barth, Christian Gottlob, geb. 1799 in Stuttgart, Pfarrer in Möttlingen nach Niederlegung seines Amtes als unermüdlicher Missions- und Jugend⸗ schriftsteller tätig in Calw, 4 1862. 180. 523. Bengel, Johann Albrecht, geb. 1687 in Winnenden, 4 1752 in Stuttgart als Konsistorialrat und Prälat von Alpirsbach; Hauptvertreter des württ. Pietismus seiner Zeit. 112. Berger, Johann Baptist, + 1888. 5ʃ18. Betichius, Johann, Diakonus in Zerbst, 1650—1722. 386. Bickel, Johann Daniel Karl, Konsistorialrat und Superintendent in Usingen (Nassau), 1737— 1809. 323. Bienemann(Melissander), Kaspar, geb. 1540 in Nürnberg, Erzieher am Hofe Herzogs Johann Wilhelm zu Weimar, + 1591 als Generalsuper⸗ intendent in Altenburg. 2. Birken, Sigmund von, Betulius genannt, geb. 1626 bei Eger, mit seinen Eltern des Glaubens wegen aus Böhmen flüchtig, Erzieher an verschiedenen Höfen, von Ferdinand III. geadelt und als Dichter gekrönt, + 1681 als Privatgelehrter in Nürnberg. 2066. Bogatzky, Karl Heinrich von, geb. 1690 zu Jankowe(Schles.), seit 1746 als Privatmann im Waisenhaus zu Halle a./S., als dessen Wohltäter + 1774, Verf. zahlreicher Erbauungsschriften. 167. 241. Bohm, H., unbekannt. 514. Brauer, Friedrich, Großh. badischer Staatsrat und Kirchenratsdirektor, 1754—1813. 89. 336. Buchka, Johann Simon, Konrektor und Prediger in Hof, 1705—1752. 299. Burckhard, Abel, geb. zu Basel 1805, schweizerischer Dichter. Seine Kinder⸗ lieder von Friedrich Spitta herausgegeben. + 1882 in Basel. 473. Bürde, Samuel Gottlieb, geb. 1753 in Breslau, Kanzleidirektor daselbst, + 1831 als Kammerdirektor in Berlin. 33. 275. 303. 435. Burmeister, Franz Joachim, Pastor in Lüneburg, 1633(2)—1672. 403. Claudius, Matthias, geb. 1740 in Reinfeld bei Lübeck, war Oberlandes⸗ kommissär in Darmstadt, lebte später in Wandsbek bei Hamburg und starb 1815 in Hamburg im Hause seines Schwiegersohnes, des Buch— händlers Friedrich Perthes; Herausgeber des Wandsbeker Boten. 524. 534. Clausnitzer, Tobias, geb. 1619 bei Annaberg, zu Ende des 30jährigen Krieges schwedischer Feldprediger, hielt auf Wrangels Befehl die west⸗ fälische Friedenspredigt zu Weiden(Oberpfalz) und starb 1684 als 1. Pfarrer und kurpfälzischer Kirchenrat daselbst. 40. Cramer, Johann Andreas, geb. 1723 zu Jöhstadt im Erzgebirge, ange— sehener Kanzelredner, Pfarrer in Kröllwitz, Quedlinburg, Kopenhagen und Lübeck, zuletzt Professor in Kiel und 4 1788 als Kanzler daselbst. 17. Crasselius, Bartholomäus, geb. 1667 zu Wermsdorf bei Glauchau, Schüler August Hermann Franckes, 4 1724 als Pfarrer in Düsseldorf. 12. 158 (in Anlehnung an M. Rinkart). Dach, Simon, aus Memel, Professor der Dichtkunst in Königsberg, 1605 bis 1659. 221. 8050 80—8—890 88689 838908 —5 ugen, gend⸗ tgart zürtt. ingen ram uper⸗ inen zenen als 1746 täter ktor, 299. ider⸗ Abst, 515 Danneil, Johann Friedrich, 1719—1772, Konsistorialrat und Pfarrer in seiner Vaterstadt Quedlinburg. 133. Denicke, David, geb. 1603 in Zittau, + 1680 als Konsistorialrat in Hannover. Mit Justus Gesenius gab er das— nachmals so einfluß⸗ reiche— Gesangbuch von 1646 heraus, in welchem zum erstenmal grundsätzlich und planmäßig ältere Lieder nach neuerem Geschmacke um⸗ gedichtet erscheinen. 225. 249. Deßler, Wolfgang Christoph, geb. 1660 zu Nürnberg, Konrektor der Schule zum heiligen Geist daselbst, viel kränklich, 1722. 237. Diterich, Johann Samuel, 1721—1797, ein Berliner, Oberkonsistorialrat und Pastor zu St. Marien daselbst, war der eigentliche Führer der Gesangbuchstürmer und hat durch seine willkürlichen und weitgehenden Änderungen viele ältere Lieder verschlechtert. 229. 25. Döring, Karl August, geb. 1783 zu Markt Alvensleben im Magdeburgischen, lutherischer Pfarrer in Elberfeld, eifriger Förderer der inneren Mission, + 1844. 91. 201. Edeling, Christ. Ludwig, 1678— 1742, Zinzendorfs Hofmeister bis 1711, später Oberpfarrer zu Schwanebeck bei Halberstadt. Bo. Falk, Johannes Daniel, 1768—1826, geb. zu Danzig, stiftete 1813 als Legationsrat zu Weimar die„Gesellschaft der Freunde in der Not“ zum Zweck der Heranbildung verlassener Kinder und gründete hiezu die Schulanstalt, welche noch jetzt unter dem Namen„HFalksches Institut“ besteht. 460. 479. 483. 504. Feddersen, Jakob Friedrich, 1736—1788, Propst in Altona. 389. Fink, Ernst, geb. 1806, erster evangelischer Hausgeistlicher der 1837—42 erbauten badischen Heil- und Pflegeanstalt Illenau, 4 1863 daselbst. 395. Finx, Erasmus, genannt Franzisci, 1627— 1694, Privatgelehrter und Schriftsteller in Nürnberg. 258. Fleming, Paul, geb. 1609 zu Hartenstein an der Mulde, nahm 1633 teil an einer 6 Jahre dauernden Gesandtschaft nach Rußland und Persien, bei deren Beginn er das Lied Nr. 317 dichtete, und starb infolge der An— strengungen dieser Reise kurz nachher(1640) als Dr. méd. in Hamburg. Franck, Johann, geb. 1618 zu Guben, 4 1677 als Bürgermeister seiner Vaterstadt, nächst Gerhardt der bedeutendste Kirchenliederdichter seiner Zeit. 209. 265. 376. 45. Franck, Salomo, Konsistorialsekretär in seiner Vaterstadt Weimar, 1659 bis 1725. 26. 106. 120. 404. Franck, Sebastian, geb. 1606, + 1668 als Diakonus in Schweinfurt. 264(2). Francke, August Hermann, geb. 1663 zu Lübeck, Professor und Pfarrer zu Halle a./S., Begründer des weltberühmten Waisenhauses und der mit diesem verbundenen Anstalten(„Franckesche Stiftungen“), Hauptvertreter der von Spener ins Leben gerufenen sog. pietistischen Bewegung zur Neubelebung der Kirche, + 1727. 354. Franz, Agnes, 1794—1843, aus Schlesien, wirkte segensreich im Dienst der inneren Mission, Vorsteherin einer Armenschule in Breslau. 446. 520. 527. 33* Freylinghausen, Johann Anastasius, geb. 1670 zu Gandersheim(Braun⸗ schweig), Schüler, Schwiegersohn und Nachfolger Franckes in Halle + 1755. 81. Freystein, Johann Burkhard, 1671—1718, + als Hof- und Justizrat in Sriares 280. ricker, Johann Ludwig, geb. 1729 zu Stuttgart, 4 1766 als Pfa Dettingen bei Urach. 110 Wi Fulda, Fürchtegott Christian, Prediger zu Halle a./S., 1768—1817. 123. Funcke, Friedrich, geb. 1642 zu Nossen, Kantor in Perleberg und Lüne⸗ burg, + 1699 als Pastor in Römstedt. 142. Funk, Gottfried Benedikt, 1734—1814, Konsistorialrat und Direktor des Domgymnasiums in Magdeburg. 135. Garve, Bernhard, 1763— 1841, Prediger der Brüdergemeine, in Herrn⸗ hut. 34. 89. 121. Gebauer, Christian August, geb. 1792 zu Knobelsdorf(Sachsen), Lehrer an der Fürstenschule in Meißen, Professor in Bonn, später in Mann⸗ heim, 1852 4 in Tübingen. 50. Gebhardt, Ernst, unbekannt. 452. Gellert, Christian Fürchtegott, geb. 1715 zu Hainichen(Sachsen), 4 1769 als Professor der Dichtkunst, Beredsamkeit und Moral in Leipzig, hat durch die Einfachheit, Wärme und Frömmigkeit seiner 54 geistlichen Lieder unter seinen Zeitgenossen und bis heute großen Segen gestiftet. 16. 17. 31. 77. 113. 130. 131. 170. 192. 211. 255. 307. 334. 348. 357. 365. 392. 408. 439. Gerhardt, Paul, 1607—1676, von Gräfenhainichen bei Wittenberg, nach langem Warten Propst in Mittenwalde, 1657—1667 Diakonus an St. Nikolai in Berlin, welche Stelle er konfessioneller Zwistigkeiten wegen aufgeben mußte, 1669 Archidiakonus in Lübben; der größte Kirchen⸗ liederdichter früherer Zeit(123 Lieder). 3. 4. 5. 61. 73. 74. 100. 101. 102. 103. 147. 148. 235. 318. 319. 320. 321. 344. 345. 350. 363. 375. 379. 400. 457. 533. Gerok, Karl, 1815- 1890, geb. in Vaihingen a./E., Oberhofprediger und Prälat in Stuttgart bis zu seinem Tode, gefeierter neuerer Liederdichter. 49. Gesenins, Justus, Generalsuperintendent in Hannover, 1601—1673. Vgl. Denicke. 99. Geßner, Georg, 1765—1843, Pfarrer am Waisenhaus, dann am Frau⸗ münster und endlich am Großmünster in Zürich, Schwiegersohn Joh. Kaspar Lavaters. 442.“ Gittermann, Johann Christian Hermann, 1768—1834, Prediger in Emden. 55. 56. 218. Goßner, Johann Evangelista, geb. 1773 in Hausen bei Günzburg, kath. Religionslehrer in Düsseldorf, trat 1826 zur evang. Kirche über, Pfarrer in Berlin, Begründer der Goßnerschen Heidenmission und mancher Werke der innern Mission. 451. Gotter, Ludwig Andreas, 1661—1735, Hof- und Assistenzrat in seiner Vaterstadt Gotha. 10. 27. 283. Greding, Johann Ernst, 1676—1748, 4 als Pfarrer zu Altheim bei Dieburg. 111(7). — S 517 Greef, Wilhelm, geb. 1809 zu Kettwig a. d. Ruhr, Organist in Mörs, Komponist geistlicher Lieder, 1875. 536. Grundemann, Reinhold, geb. 1836 in Bärwalde, seit 1869 Pfarrer in Mörz(Mark Brandenburg), Herausgeber d. allg. Missionsatlas. 487. Gryphius, Andreas, 1616—1664, als Syndikus in seiner Vaterstadt Glogau, verpflanzte das geschichtliche Schauspiel auf den deutschen Boden und war der hervorragendste Dichter seines Jahrhunderts in Deutsch⸗ land. 423. Günther, Cyriakus, 1650— 1704, Lehrer am Gymnasium in Gotha. 2ʃ0. Hagenbach, Karl Rudolf, 1801—1874, Professor der Theologie in seiner Geburtsstadt Basel. 184. Hahn, Michael, 1758—1819, geb. zu Altdorf bei Böblingen, lebte später in Sindlingen bei Herrenberg; ein Bauer, der durch seine Schriften und erbaulichen Vorträge in„Stunden“ großen Einfluß und Anhang gewann (Michelianer). 77. 290. Hammer, Julius, 1810—1862, Schriftsteller in Leipzig und Dresden. 340. Hardenberg, Friedrich von, als Dichter Novalis genannt, geb. 1772 im Mansfeldischen, T 1801 als Bergassessor zu Weißenfels, durch den Ernst und die religiöse Innigkeit seiner„geistlichen Lieder“ bekannt. 64. 136. 475. 409. Harttmann, Karl Friedrich, geb. 1743 zu Adelberg(Württ.), Professor auf der Solitude und an der Karlsakademie, Dekan in Lauffen a./N. bis 1812, + 1815. 303. Haßlocher, Johann Adam, geb. 1645 zu Speier, später Pfarrer daselbst, nach Zerstörung der Stadt durch die Franzosen Konsistorialrat in Weil⸗ burg(Nassau) bis zu seinem Tode 1726. 54. Hausmann, Julie von, geb. 1825 in Mitau, Musiklehrerin an der St. Annenschule in Petersburg, 4+ 1901. 248. 448. Hayn, Luise von, geb. 1724 in Idstein in Nassau, Pflegerin in der Brüder⸗ gemeine zuletzt in Herrnhut, wo sie 1782 starb. 407. Heber, Reginald, geb. 1783, Bischof des von der anglikanischen Kirche 1816 gegründeten Bistums Kalkutta, + 1826. 485. Hecker, Heinrich Kornelius 1699—1743, Pfarrer in Meuselwitz bei Alten⸗ burg. 190. Heermann, Johann, geb. 1585 zu Raudten im Fürstentum Wohlau, 1611 bis 1634 Pastor zu Köben im Fürstentum Glogau, erduldete viel Kreuz, mußte wegen Krankheit sein Amt aufgeben und starb 1647 zu Lissa in Polen. 24. 5. 97. 98. 123. 262. 385. Anhang II S. 510. Held, Heinrich, geb. 1620 zu Guhrau in Schlesien, nach wechselvollem Leben Advokat in Fraustadt, seit 1657 Stadtsekretär zu Stettin, 1658 Kämmerer und Ratsherr in Altdamm, 1659 zu Stettin. 62. 104. 149. Helmbold, Ludwig, 1532— 1598, Superintendent in seiner Heimat Mühl⸗ hausen in Thüringen. 31ʃ15. Hengstenberg, Johann Heinrich Karl, 1770—1834, Pfarrer zu Wetter a. R. 338. 518 +* Hensel, Luise, geb. 1798 zu Linum bei Fehrbellin in der Mark Branden⸗ burg, Tochter eines evang. Pfarrers, war Erzieherin und Krankenpflegerin, trat 1818 aus innerer überzeugung heimlich zur kath. Kirche über und starb 1876 in einem Kloster in Paderborn. 489. 528. Herberger, Valerius, 1562—1627, als Pfarrer am Kripplein Christi in seiner Vaterstadt Fraustadt in Posen, Verfasser mehrerer weitverbrei⸗ teter Erbauungsschriften. Das Lied Nr. 397 dichtete H. während der Pest, welche 2000 Menschen in Fraustadt hinraffte. Die Anfangsbuch— staben der Strophen geben seinen Vornamen Valerius, und außerdem dachte er bei dem Anfangswort der 1. Strophe an das Vale(Lebewohl), welches er der Welt damals täglich zurief. Herman, Nikolaus, geb. 1480, Kantor zu Joachimsthal in Böhmen, Freund seines Pfarrers Matthesius, dessen Predigten ihn oft zu seinen Liedern anregten, + 1561 in hohem Alter. 396. 456. Hermes, Johann Timotheus, 1738—1821, Oberkonsistorialrat und Pro—⸗ fessor der Theologie in Breslau. 115. 530. Herrnschmidt, Johann Daniel, geb. 1675 zu Bopfingen(Württ.), 4 1723 als Professor der Theologie in Halle und Mitdirektor der Franckeschen Stiftungen. 11. 327. Herrosé, Karl Friedrich Wilhelm, 1754— 1821. 440. Hessen⸗Darmstadt, Anna Sophie Landgräfin von, geb. 1638 zu Marburg, Pröpstin des Stiftes in Quedlinburg, 4 1683 als Abtissin desselben. 188. Heußer⸗Schweizer, Meta, 1797—1876, Frau des Arztes Friedrich Heußer zu Hirzel(Zürich). 37. 437. Hey, Wilhelm, geb. 1789 in Leina im Gothaischen, Pfarrerssohn, Hofprediger in Gotha, bekannter Fabeldichter, 1854. 468. 505. 511. 513. 535. Hiller, Friedrich Konrad, 1662—1726, war 30 Jahre lang Kanzleiadvokat in seinem Geburtsort Stuttgart. 427. ů Hiller, Philipp Friedrich, 1699—1769, geb. zu Mühlhausen a. d. Enz, 1748 Pfarrer in Steinheim, wo er aber bald seine Stimme verlor und dem Amte entsagen mußte, der fruchtbarste Liederdichter Württembergs, Verfasser des weitverbreiteten„Geistlichen Liederkästleins zum Lobe Gottes ꝛc.“ und zahlreicher anderer Erbauungsschriften. 15. 144. 22. 243. Bz3. 272. 5. 306. 388. 391. 407. 430. Hippel, Theodor Gottlieb von, 1741—1796, zuletzt Bürgermeister und Polizeidirektor in Königsberg. 200. 309. Hof, Nikolaus von?(oder Slüter, Joachim?), 1529. Beide Lieder Nr. und Nr. 156 sind Übertragungen lateinischer Gesänge und ursprünglich niederdeutsch abgefaßt.— Hoffmann, Gottfried, 1658—1712, Rektor des Gymnasiums in Zittau. 150. 411. Hohlfeld, Christian Christoph, 1823. 512.. Homburg, Ernst Christoph, geb. 1605 zu Mihla in Sachsen-Weimar, + 168 als Rechtskonsulent und Gerichtsaktuar in Naumburg. 105. 140. Hopfensack, Johann Christian Wilhelm August, 1801—1874, Gymnasial⸗ oberlehrer in Cleve, von 1857 an im Ruhestand. 336. en⸗ rin, und risti rei⸗ der uch⸗ dem hl), nen, inen Gro— 723 chen urg, 18³. ußer diger vokat Enz, und ergs, Lobe 2⁴²½. und r. glich ttau. mar, 140. asial⸗ 519 Hülsemann, Wilhelm, 1781—1865, Pfarrer zu Elsey in Westfalen und Superintendent der Synode Iserlohn. 377. Jonas, Justus(eigentlich Jodokus Koch), 1493—1555, eifriger Mitarbeiter Luthers in Wittenberg, später Ephorus in Halle und zuletzt Super⸗ intendent in Eisfeld(Koburg). 163. Jörgens, Ludwig, 1792—1837. 53ʃ. Jung, Johann Heinrich, genannt Stilling, ein Nassauer, 1740—1817, armen Ursprungs, zuerst Kohlenbrenner und Schneider, dann Hauslehrer und Mediziner, als Arzt in Elberfeld berühmt durch Augenoperationen, Professor in Heidelberg und Marburg, als Geh. Hofrat in Karlsruhe, populärer Schriststeller. 178. Junkheim, Johann Zacharias, 1729—1790, Konsistorialrat in Ansbach, ab mit Uz das Ansbacher Gesangbuch heraus. 358. Kaiser, Nikolaus, geb. zu Redwitz 1734, Rektor daselbst und Prediger in Torgau, später in Hof, + 1800 als Inspektor an seinem Geburtsort. 498. Karl, Johannes, 1842. 462. Kayser, Georg Friedrich, 1817—1857, Diakonus in Gernsbach. 68. Kern, Gottlob Christian, 1792—1835, Professor am niederen Seminar in Schönthal, als Pfarrer in Dürrmenz-Mühlacker. 219. Keymann, Christian, 1607—1662, Rektor in Zittau. Das Lied Nr. 263 ist auf die letzten Worte des Kurfürsten Johann Georg J. von Sachsen gedichtet, der am 8. Oktober 1656 mit dem Bekenntnis verschied:„Meinen Jesum lass' ich nicht.“ Die Anfangsworte der 5 ersten Strophen bilden diesen Spruch; und wenn man in der letzten Strophe die fett gedruckten Anfangsbuchstaben der 5 ersten Zeilen, das Schlußwort der 5. Zeile und die ganze 6. Zeile zusammenliest, so ergibt sich folgendes: Johann Georg Churfürst zu Sachsen spricht:„Meinen Jesum lass' ich nicht.“ Klette, Gustav Hermann, unbekannt. 461. Klopstock, Friedrich Gottlieb, 1724—1803, aus Quedlinburg, lebte lange in Kopenhagen und anderen Orten, so 1776 in Karlsruhe, und starb in Hamburg. 213. 214. 433. 434. Knak, Gustav Friedrich Ludwig, geb. 1806 in Berlin, Pfarrer zu Wuster⸗ witz, dann 27 Jahre an der Bethlehemskirche in Berlin(Nachfolger Goßners), 4 1878. 493. 532. Knapp, Albert, 1798—1864, geb. in Tübingen, Stadtpfarrer in Stuttgart, einer der begabtesten und beliebtesten geistlichen Dichter der Neuzeit, Herausgeber des„Liederschatzes“, einer großen Sammlung von Kirchen— liedern. 67. 117. 145. 181. 182. 205. 374. Knorr von Rosenroth, Christian, geb. 1636 in Altraudten(Fürstentum Wohlau, Schlesien), Sohn eines Geistlichen, Kanzleidirektor des Pfalz⸗ grafen Christian August von Sulzbach(Oberpfalz), 1 1689. 521. Köthe, Friedrich August, 1781—1850, Professor der Theologie in Jena, dann Oberpfarrer in Altstädt. 198. 220. Krause, Jonathan, 1701—1762, Superintendent in Liegnitz. 44. Kritzinger, Wilhelm, geb. 1816, Direktor des Lehrerinnenseminars in Droyssig(bei Zeitz), T als Schulrat 1890. 155. 471. 2———— ·————————————— —————— 2—— — — 52⁰ Krummacher, Friedrich Adolf, geb. 1767 zu Tecklenburg in Westfalen, Professor der Theologie in Duisburg, Prediger in Krefeld und Kettwig Rn heiund ftarh 1 610(zu St. Ansgari) in Bremen, wo er im Ruhestand starb; Verfasser christlicher“ schriften(bes. Parabeln). 80. 90. 1125 201. Tunn Watteude und Wün Kunth, Johann Sigismund, 1700—1779, Superintendent in Baruth Sachsen). 431. Küster, Elieser Gottlieb, 1732— 1799 Generalsuperintendent in Braun⸗ schweig. 199. Lange, Joachim, 1670—1744, Franckes Freund, 4als Professor der Theo⸗ logie in Halle. 347. Laurenti, Laurentius(eigentlich Lorenz Lorenzen), 1660—1722, aus Husum, 4 als Kantor und Musikdirektor am Dom in Bremen. 124. 4255. Lavater, Johann Kaspar, 1741—1801, Prediger in seiner Vaterstadt Zürich, ebenso vielseitig und beredt wie von musterhaft christlichem Wandel. 57. 216. 288. Liebich, Ehrenfried, 1713—1780, anfangs Müller, dann eifriger und gelehrter Theolog, starb als Pfarrer von Lomnitz und Erdmannsdorf (Schlesien). 19. 151. 273. 301. 414. 492. Lieth, Karl Ludwig Theodor, um 1820. 53. Lindemann, Johann, soll aus der Familie der Mutter Martin Luthers stammen, 1580—1630 Kantor in Gotha. 494. Loder, Friedrich Wilhelm, 1757—1823, aus Regensburg, starb als Hof⸗ und Konsistorialrat in Ohrdruf(Gotha). 246. Luther, Martin, 1483—1546, der deutsche Reformator, geb. und gest. zu Eisleben. Professor der Theologie in Wittenberg, Vater und Meister des deutschen Kirchengesangs, schuf seine 37 Lieder teils frei, teils durch Ver⸗ deutschung alter lateinischer Hymnen, Umarbeitung vorhandener Gesänge und Bearbeitung von Bibelstellen. 71. 160. 161. 162. 221. 455. Mahlmann, Siegfried August, 1771—1826, geb. in Leipzig, seit 1798 daselbst als Literat, zuletzt Direktor der ökonomischen Sozietät. 337. Marot, Samuel, 1770—1865, aus Magdeburg, Mitarbeiter an dem Berliner Gesangbuch von 1829, 4 als Oberkonsistorialrat und Prediger an der Neuen Kirche zu Berlin. 292. Marperger, Bernhard Walter, geb. 1682 zu Hamburg, Pfarrer in Nürn⸗ berg, 4 1746 als Oberhofprediger(und Nachfolger Speners) in Dresden nach schweren Leiden und angefeindet wegen seiner versöhnlichen Stellung zu den damals allgemein bekämpften Pietisten. 252. Meister, Christoph Georg Ludwig, 1738—1811, aus Halle, Pastor und theologischer Professor am Gömnasium in Bremen. 114. 371. Mentzer, Johann, 1658— 1734, mit der Zinzendorfschen Familie genau bekannt, T als Pfarrer in Kemnitz(Oberlausitz). 9.. Metzger, Georg, geb. 1844 zu Nonnenweier, seit 1868 Lehrer in Frei⸗ burg i. Br. 519. Meyer, Johann Friedrich von, 1772—1849, aus Frankfurt a. M., I als Bürgermeister seiner Vaterstadt und Bundestagsgesandter der(damaligen) NS ͤ ö ers zu des zer⸗ nge 98 em ger rn⸗ den ing ind au rei⸗ als en) 521 4 freien Reichsstädte, aus Neigung theologischen Studien zugewandt und Verfasser einer bekannten Bibelübersetzung. 20. 116. Meyfart, Johann Matthäus, 1590— 1642, Professor der Theologie in Erfurt. 419. Mohr, Joseph, 1792—1848, dichtete das Lied 463 als Koadjutor zu Oberndorf a. d. Salzach, gest. als Vikar zu Wagram. Möller, Johann Friedrich, 1789— 1861, zuletzt Generalsuperintendent in Magdeburg. 159. Moraht, Adolf, geb. 1805 in Hamburg, seit 1846 Pfarrer in Mölln, + 1884. 508. Moser, Johann Jakob von, 1701—1785, Regierungsrat in Stuttgart, berühmter Professor des Staatsrechts in Tübingen, Professor zu Frank⸗ furt a.)O., dann Landschaftskonsulent in Stuttgart, wegen seiner frei⸗ mütigen Verteidigung der Rechte der Landschaft gegen Herzog Karl 5 Jahre Staatsgefangener auf dem Hohentwiel, nach seiner Loslassung für unschuldig erklärt und hochgeachtet bis zum Tode. 171. Mudre, Johann Friedrich, 1736—1810, Gellerts Schüler, Pfarrer in Mittelsaida bei Freiberg(Sachsen). 63. 88. Müller, Michael, geb. 1673 zu Blankenburg am Harz, 4 1704 als Hof⸗ meister auf Schaubeck bei Kleinbottwar(Württ.). 83. Münter, Balthasar, geb. 1735 in Lübeck, 4 1793 als deutscher Prediger in Kopenhagen. 172. 215. 58. 274. Nachtenhöfer, Kaspar Friedrich, 1624—1685, aus Halle a./S., Pastor in Koburg. 5. Neander, Christoph Friedrich, 1724— 1802, Pfarrer und Propst zu Grenz⸗ hof in Kurland, Herausgeber eines Gesangbuchs für die Kirche dieser Provinz. 230. 359. Neander, Joachim, 1650—1680, Prediger in seiner Vaterstadt Bremen, wegen seines Lobpreises der Herrlichkeit Gottes„der Psalmist des neuen Bundes“ genannt. 6. 7. 41. 351. 410. Neumann, Kaspar, 1648—1715, 4 in seiner Vaterstadt Breslau als Pastor, theologischer Professor am Gymnasium und Inspektor der evangelischen Kirchen. 346. 353. 369. 380. Neumark, Georg, geb. 1621 in Langensalza, 1681 als Sekretär, Biblio⸗ thekar und Hofpoet des Herzogs Wilhelm II. in Weimar. 323. Neumeister, Erdmann, 1671—1756, aus üchteritz bei Weißenfels, Haupt⸗ pastor in Hamburg. 30. 85. 239. 333. Neunherz, Johann, 1653—1737, Oberpfarrer in Hirschberg. 15. Nicolai, Philipp, 1556—1608, ein Hauptkämpfer gegen„Papisten“ und „Calvinisten“, allezeit streitfertig, zuletzt Pastor in Unna(Westfalen) und seit 1601 in Hamburg. 261. 418. Niemeyer, August Hermann, 1754—1828, Professor, Kanzler der Uni⸗ versität und Direktor der Franckeschen Stiftungen in Halle. 7ᷓ. 310. Olearius, Johann, 1611—1684, geb. zu Halle, Generalsuperintendent da⸗ selbst und nachher in Weißenfels. 157. 186. 322. 474. 522 Pfeffel, Gottlieb Konrad, 1736— 1809, als Fabeldichter bekannt, seit seinem 21. Jahre ganz erblindet, 4 als Präsident des Konsistoriums in Kolmar. 46. Prätorius, Benjamin, aus Weißenfels, 1636-1674, 4 als Pastor in Großlissa bei Delitzsch. 297. Preiswerk, Samuel, 1799—1871, Pfarrer in Basel. 292. 486. Puchta, Heinrich, 1808— 1858, als Pfarrer in Augsburg. 82. 22. 366. 372. 394. 476. Räder, Friedrich, geb. 1815 in Elberfeld, 4 1872 daselbst als Kauf⸗ mann. 516. Rambach, Johann Jakob, 1693—1735, aus Halle, Professor der Theologie daselbst, +als Superintendent und Professor in Gießen. 13. 86. 196. Ranke, Heinrich, geb. zu Wiehe in der Provinz Sachsen 1798, 1876 als Oberkonsistorialrat in München. 358. 459. Richter, Christian Friedrich, 1676—1711, aus Sorau, Franckes Mit⸗ arbeiter als Inspektor des Pädagogiums und Arzt des Waisenhauses in Halle, dem er überhaupt sich völlig widmete. 28. 259. Ringwald, Bartholomäus, 1530— 1598, aus Franksfurt a./O., starb als Pfarrer zu Langfeld bei Sonnenburg in der Neumark. 222. Rinkart, Martin, 1586—1649, seit 1617 Archidiakonus in seiner Vater⸗ stadt Eilenburg, erlebte hier das ganze Elend des Dreißigjährigen Krieges, half in einem Jahre 4480 an der Pest Gestorbene beerdigen, geriet unter dem Druck der Zeiten tief in Schulden, dichtete aber gleichwohl und schuf 1630 oder 1631 das 1636 als„Tischlied nach dem Essen“ erstmals ver⸗ öffentlichte Danklied: 2. Rist, Johann, geb. 1607 zu Ottensen, 4 1667 als Pastor zu Wedel(Hol⸗ stein), Stifter einer dichterischen Gesellschaft, des„Elbschwanenordens“, welcher aber bald wieder einging. 59. 72. 119. 139. 208. 224. 349. 362. Rodigast, Samuel, geb. 1649 zu Gröben bei Jena, 4 1708 als Rektor des Gymnasiums zum grauen Kloster in Berlin, mit Spener be— freundet. 326. Rothe, Johann Andreas, 1688—1758, zuerst Zinzendorfs Patronats⸗ pfarrer in Berthelsdorf, konnte sich aber in die Herrnhuter Art auf die Dauer nicht finden und starb als Pfarrer zu Thommendorf bei Bunz⸗ lau. 240. 413. Rothen, Johannes, 1797—1876, Schüler des Inspektors Zeller in Beuggen, dann in Basel. 311. Rütkert, Friedrich, 1788— 1866, geb. in Schweinfurt, Professor in Er⸗ langen und Berlin, starb auf seinem Gute zu Neuses bei Koburg; her⸗ vorragender Kenner des Morgenlandes, als Dichter ausgezeichnet durch Formvollendung und Vielseitigkeit. 65. Rutilins, Johann Martin, 1550—1618, Tals Archidiakonus in Weimar. 233. Sachse, Christian Friedrich Heinrich, 1785-1860, Hofprediger und Konsi⸗ storialrat in Altenburg. 4ʃ6. Sachsen⸗Weimar, Wilhelm II., Herzog von, 1598—1662, geb. in Alten⸗ burg, 4in Weimar, angeblicher Verfasser des Liedes 39. 523 Schade, Johann Kaspar, 1666—1698, Gesinnungsgenosse Franckes und Speners, als Diakonus in Berlin. 236. 500. Schalling, Martin, geb. 1532 in Straßburg, 4 1608 als Prediger in Nürnberg. 200. Scheffler, Johann, 1624—1677, geb. zu Breslau, seit 1649 Leibarzt des Herzogs Sylvius Nimrod von Württemberg zu Ols, wurde 1653 katholisch und nahm bei seiner Firmung den Namen Angelus an(daher Angelus Silesius d. h. der Schlesier genannt), trat später in ein Minoritenkloster, wurde geistlicher Rat des Fürstbischofs von Breslau und starb im jesuitischen Matthiaskloster daselbst. 187. 266. 267. 295. 438. Scheidt, Christian Ludwig, 1709—1761, geb. zu Waldenburg im Hohen⸗ loheschen, +als Hofrat und Bibliothekar in Hannover. 2⁴⁴. Schenk, Harturannn, geb. 1634 zu Ruhla bei Eisenach, 4 1681 als Pfarrer in Ostheim vor der Rhön. 53. Schenk von Schenkendorf, Friedrich Ferdinand Gottfried Max Freiherr, geb. 1783 zu Tilsit, verheiratete sich 1812 in Karlsruhe, Kämpfer und Sänger der Befreiungskriege 1813/15, 4 1817 als Regierungsrat in Koblenz. 79. 478. 481. 500. 501. Schiebeler, Daniel, 1741—1771, Kanonikus am Domkapitel Hamburg. 45. 132. Schirmer, Michael, geb. 1606 in Leipzig, Konrektor am Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin, nannte sich seiner vielen Leiden wegen den deutschen Hiob. 60. 14 ö Schlosser, Ludwig Heinrich, 1663—1723, geb. in Darmstadt, als Prediger in Frankfurt a./ M. 381. Schmid, Christoph von, geb. 1768 zu Dinkelsbühl in Mittelfranken, katholischer Jugendschriftsteller, P 1854 als Domkapitular in Augs⸗ burg. 464. Schmidt, Johann Eusebius, 1669—1745, 4 als Pastor zu Siebleben bei Gotha. 165. Schmolck, Benjamin, 1672— 1737, geb. zu Brauchitschdorf(Schles.), Pfarrer und Inspektor in Schweidnitz; einer der fruchtbarsten geistlichen Dichter (1200 Lieder). B. 29. 43. 109. 110. 126. 127. 128. 189. 195. 227. 238. 5B1l. 269. 54. 298. 38. 329. 330. 331. 332. 355. 356. 364. 370. 405. 406. 412. 428. Schöner, Johann Gottfried, 1749—1818, aus Rügheim bei Würzburg, +als Pfarrer in Nürnberg. 302. Schröder, Johann Heinrich, 1667—1728, Pastor zu Meseberg im Magde— burgischen. 276. Schubart, Christian Friedrich Daniel, 1739—1791, Organist und Musik⸗ direktor an verschiedenen Orten, + als Hofpoet und Theaterdirektor in Stuttgart. 32. Schück, Johann Peter, geb. in Dühren(Baden) 1811, 4 1892 als Pfarrer in 472. 480. 484. 507. 509. 20.. Otto, 1823—1884, Pastor zu Derenburg(Provinz Sachsen). 259. 524 Schütz, Johann Jakob, 1640— 1690, zuerst mit Spener befreundet, Rechts⸗ konsulent und Reichsrat in Frankfurt a./ M. 8. Schwarzburg⸗Rudolstadt, Amilie Juliane Gräfin zu, 1637— 1706, Ge⸗ mahlin des Grafen Albrecht Anton, geb. Gräfin von Barby. 402. Selnecker, Nikolaus, 1530— 1592, geb. zu Hersbruck bei Nürnberg, Schüler Melanchthons, Pastor und Professor der Theologie in Leipzig, Mitarbeiter an der Konkordienformel. 21. 52. Senitz, Elisabeth von, 1629—1679, geb. zu Rankau in Schlesien, einige Zeit Hoffräulein zu Brieg, später zu Ols, zuletzt in ernster Zurückgezogenheit nur Andachtsübungen und der geistlichen Dichtkunst lebend. 108. Sonntag, Gustav Friedrich Nikolaus, 1788—1858, geb. zu Kandern, Diakonus und Stadtpfarrer zu Müllheim, nach Prälat Hebels Tod 1826 Kirchen- und Ministerialrat in Karlsruhe, fing frühe an in ale⸗ mannischer und hochdeutscher Mundart zu dichten und war der Verfasser des bisherigen Gesangbuchs, welches er für die Generalsynode von 1834 bearbeitete und nach den Beschlüssen derselben fertigstellte. 420. Speratus(eigentlich von Spretten), Paul, 1484— 1551, geb. zu Rötlen bei Ellwangen, frühe der Reformation zugetan, an mehreren Orten ver⸗ folgt, zuletzt von Luther dem Herzog Albrecht von Preußen empfohlen, als dessen Hofprediger und dann Bischof von Pomesanien er der Refor⸗ mator Preußens wurde und zu Marienwerder starb. Er war der erste, welcher dem Rufe Luthers folgend Lieder für die evangelische Kirche dichtete(1524). 233. Spitta, Karl Johann Philipp, 1801—1859, geb. in Hannover, als Superintendent zu Burgdorf, hervorragender und vielgelesener geistlicher Dichter des vorigen Jahrhunderts(„Psalter und Harfe“). 36. 48. 66. 154. 174. 203. 204. 231. 304. 305. 339. 383. 384. 409. 417. 515. Spreng, Johann Jakob, 1699—1768, Pfarrer am Waisenhaus und Pro⸗ fessor in seiner Vaterstadt Basel. 390. Stegmann, Josua, 1588—1632, Tals Professor der Theologie in Rinteln. B. Steuerlein, Johann, 1546—1613, geb. zu Schmalkalden, Stadtschultheiß in Meiningen. 361. Strauß und Torney, Viktor Friedrich von, 1809—1899, geb. zu Bücke⸗ burg, Archivrat daselbst, dann Geheimerat und Bundestagsbevollmächtigter, zuletzt im Ruhestand in Dresden. 122. Sturm, Christoph Christian, 1740—1786, Hauptpastor in Hamburg. 133. 134. 335. 432. Sturm, I). Julius, 1816 1896, Pfarrer und Geh. Kirchenrat in seiner Vaterstadt Köstritz(Reuß j. L.), mit Spitta der bedeutendste und frucht⸗ barste Dichter geistlicher Lieder im vorigen Jahrhundert, am 2. Mai 1896 in Leipzig. 38. 50. 69. 70. 93 94. 95. 118. 194. 312. 341. 360. 378. Taddel, Christian Ludwig, 1706— 1775, 4 als Kanzleidirektor in seiner Vaterstadt Rostock. 129. Tersteegen, Gerhard, 1697— 1769, aus Mörs, Bandmacher zu Mülheim an der Ruhr, einflußreicher christlicher Schriftsteller und eifriger Pfleger der Erbauung in Privatgemeinschaften. 14. 76. 143. 168. 270. 271. Anhang II. S. 511. 228 52⁵ Thilo, Valentin, 1607—1662, Professor der Beredsamkeit in seiner Vater⸗ stadt Königsberg. 58. Tietze(Titius), Christoph, 1641—1703, aus Schlesien, 4uals Pfarrer in ersbruck bei Nürnberg. 26. 324. Tucher, Gottlieb Freiherr von, geb. 1813, Oberappellationsgerichtsrat in Nürnberg, 4 1877 in München, Kenner und Freund alter Kirchenlieder. 47⁰0. Urner, Barbara, geb. Welti, 1788. 53. Valerius, Adrianus, vor 1626 als Schöffe zu Veere in Zeeland; er gab eine Geschichte des Krieges der Niederlande gegen Spanien heraus, die er mit Liedern seiner Zeit illustrierte. 445. Wackernagel, Wilhelm, geb. 1806 in Berlin, 4 1869 als Professor der deutschen Sprache und Literatur am Pädagogium zu Basel. 367. Waldau, Georg Ernst, 1745—1817, Antistes in Nürnberg. 382. Walz, Johann Leonhard, geb. 1749 in Lörrach, bearbeitete 1787 ein neues badisches Gesangbuch, 4 1817 als Oberhofprediger in Karlsruhe. 217. Weber, J. R., unbekannt. 449. Wegelin, Josua, 1604— 1640, aus Augsburg, 4 als Pfarrer in Preß⸗ burg. 141. Wegleiter, Christoph, geb. 1659 in Nürnberg, 4 1706 als Professor der Theologie in Altdorf. 22. Weingärtner, Sigismund, angeblich um 1600 Prediger in oder bei Heil⸗ bronn. 316. Weissel, Georg, 1590—1635, 4 als Prediger in Königsberg. 57. 234. Werlhof, Paul Gottlieb, 1699— 1767, Hofmedikus in Hannover. 2238. Wessenberg, Ignaz Heinrich Karl Freiherr von, 1774—1860, geb. zu Dresden, katholischer Domherr und Generalvikar, zuletzt Bistumsverweser in Konstanz, aber vom Papste nicht bestätigt, seit Aufhebung des Bistums (1827) Privatmann, Schriftsteller und Wohltäter daselbst. 153. Wetzel, Friedrich Gottlob, geb. 1779 in Bautzen, Schriftsteller und Zei⸗ tungsredakteur, + 1819 zu Bamberg in den gedrücktesten Verhältnissen. Seine Bibliothek war eine Bibel und ein Gesangbuch. 5ʃ10. Winckler, Johann Joseph, 1670— 1722, ein Freund Speners, Konsistorial⸗ rat und Domprediger in Magdeburg. 28t. Wolf, Jakob Gabriel, geb. 1684 in Greifswald, 4 1754 als Hofrat und Professor der Rechte in Halle a. S. 26. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, 1725—1761, Prediger in Bunzlau, Mit⸗ hegründer und Leiter des dortigen Waisenhauses, starb frühe infolge Überarbeitung. 175. 212. 3556. 308. 401. Zaremba, Felician Graf von, geb. 1794 in Polen, Missionar, 4 1874 in Basel. 486. Zeller, Ernst Albert, 1804—1877, langjähriger Direktor der württem⸗ bergischen Heil- und Pflegeanstalt Winnental bei Winnenden. 2938. 294. Zimmermann, Johann Christian, 1702— 1783, 4 als Propst zu Ulzen in Hannover. 18. 54. 526 Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Graf von, 1700— 1760, geb. zu Dresden, Gründer von Herrnhut und Stifter der Brüdergemeine(1727), ver⸗ brachte nach vielen Reisen die beiden letzten Lebenssahre ruhig in Herrn— hut, wo er auch starb, verfaßte zahlreiche Schriften und dichtete bis ins Alter über 2000 Lieder. 166. 191. 300. Zinzendorf, Christian Renatus Graf von, zweiter Sohn des vorigen, 1727— 1752, treuer Gehilfe seines Vaters. 169. Zollitofer, Georg Joachim, 1730—1788, Prediger in Leipzig. 3557. Unbekannte Verfasser haben die Lieder: 137. 138(angeblich von Selnecker). 183. 185. 197. 207. 325. 342. 352. 368. 387. 398. 424. 429. 441. 443. 444. 453. 454. 465. 466. 467. 477. 182. 488. 490. 495. 496. 502. 503. 506. 520. 522. — I ——— Lieder⸗Verzeichnis. Ach bleib bei uns, Herr JesuChrist 21 Ach bleib mit deiner Gnade.. 23 Ach Gott und Herr, wie groß. 223 Ach Gott, verlaß mich nicht.. 26 Ach Gott, vom Himmel sieh darein 160 Ach sieh ihn dulden, bluten, sterben Ps Ach wenn ich dich, mein Gott, nur hable 328 Ach wundergroßer Siegesheld„140 Alle Jahre wieder.. 468 Allein Gott in der Höh sei Ehr 156 Alle Menschen müssen sterben.„401 Alles ist an Gottes Segen. 325 Amen, deines Grabes Friede. 121 Am Grabe stehn wir stille.. 417 Am Himmel ist gestanden„ 473 Am Olberg weiß ich eine Stätte 476 Am Weihnachtsbaum die Lichter 461 Anbetungswürd'ger Gott... 13 An Gott will ich gedenken.. 329 Auf, auf, ihr Reichsgenossen„ 59 Auf, auf, mein Geist, betrachte. 289 Auf Christi Himmelfahrt allein 141 Auferstanden, auferstanden 133 Auferstehn, ja auferstehn wirst du 433 Auf Gott und nicht auf meinen Mat 334 Auf, ihr Posaunen, das Nahen 68 Auf, ihr Streiter, durchgedrungen 299 Auf meinen Jesum will ich sterben 404 Auf meinen lieben Gott... 316 Auf, Seele, auf und säume nicht 83 Auf und mache dich bereit.. 69 Aus dem Himmel ferne. 518 Aus Gnaden soll ich selig werden 244 Aus irdischem Getümmel...92 Aus meines Herzens Grunde. 342 Aus tiefer Not schrei' ich zu dir 221 Barmherziger, laß deiner Gnade 197 Befiehl du deine Wege... 318 Behalte mich in deiner Pflege. 291 Bei dir, Jesu, will ich bleiben 203 Beschwertes Herz, leg ab die Sorgen 42 Bleibt bei dem, der euretwillen 204 Brich an, du schönes Morgenlicht 79 Christe, du Lamm Gottes, der du trägstt 207 Christ ist erstanden..477 Christ, sei achtsam, sei bereit„432 Christus der ist mein Leben.. 398 Danket dem Herrn 440 Das alte Jahr vergangen ist„ 361 Das walte Gott, der helfen kann 386 Dein König kommt in niedern Hüllen. 65 Dein Wort hast du uns, Herr, gegeben 220 Den Blick empor und halte still 93 Der am Kreuz ist meine Liebe 111 Der Christbaum ist der schönste Baum 462 Der du in Todesnächten... 180 Der du trugst die Schmerzen aller 37 Der du zum Heil erschienen.. 181 Der heil'ge Christ ist kommen.81 —— — . — SS —‚‚‚‚‚———— —‚— I—— ..—— —.. 528 Der Herr bricht ein um Mitter⸗ Rachh Der Herr ist meine Zuversicht. Der Herr ist mein getreuer Hirt Der 270. ist mein Hirt Der Mond ist aufgegangen Der Sabbat ist vergangen Der Sonntag kommt mit leisem Tritt Der Tag ist hin, mein Jesu, bei Wir breibe Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht Die Feinde deines Kreuzes drohn Die Finsternis hielt uns gefangen Die Gnade sei mit allen.. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi. Die goldne Sonne, voll Freud. Die Herrlichkeit der Erden. Die hier vor deinem Antlitz stehn Die ihr Christi Jünger seid.. Die Sach ist dein, Herr JesuChrist Dies ist der Tag, den Gott ge— macht Dies ist die Nacht, da mir er— schienen Die Sonne sinket nieder. Die wir uns allhier beisammen sinden Dir, dir, Jehova, will ich singen Du bist das Licht von Gott ge⸗ sende Du bist der Weg, die Wahrheit Du, des Zukunft einst erflehten Du gehest in den Garten beten Du hast ein ewiges Erbarmen. Du Lebensbrot, Herr Jesu Christ Du Lebensfürst, Herr Jesu Christ Du lieber heil'ger frommer Christ Du, o schönes Weltgebäude.. Du schaust wohl Christi Leiden an Du Vater deiner Menschenkinder Ehre sei Gott in der Höhe! Der Ehre sei Gott in der Höhe und Friede Nr. 429 335 20 .519 524 355 Lieder⸗Verzeichnis. Eine Herde und ein Hirt... Einen goldnen Wanderstab.. Einen guten Kampf hab' ich Einer ist's, an dem wir hangen Eines wünsch' ich mir vor allem Anderk Ein' feste Burg ist unser Gott Ein Gärtner geht im Garten. Ein Haupt hast du dem Volk Sesano Ein Jahr geht hin, das andre ommtt...** Ein Lamm geht hin und trägt die Schuldd Ein neues Jahr ist angefangen Eins hätten wir von Herzen gern Eins ist not! Ach Herr, dies Eine Ein Wort ist mir ins Herz ge⸗ schrieben Empor zu Gott, mein Lobgesang Endlich bricht der heiße Tiegel Erfüllt sind Stund' und Zeiten Erhalt uns, Herr, bei deinem Workr Erhör, o Gott, das heiße Flehn Erinnre dich, mein Geist, erfreut Er kommt, er kommt; geht ihm enigesen n Ermuntert euch, ihr Frommen. Ermuntre dich, mein schwacher Geisst Es geht durch alle Lande. Es ist das Heil uns kommen her Es ist ein Ros' entsprungen. Es ist genug. So nimm, Herr, mleinen Geist. Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein Es ist noch eine Ruh vorhanden Es ist noch Raum! Sein Haus ist noch nicht voll... Es ist vollbracht! Er ist ver⸗ schieben Es kennt der Herr die Seinen. Es kostet viel, ein Christ zu sein 7 Es zieht ein stiller Engel.. ISSAINN —2 —5 Er V Tr' Lieder⸗Verzeichnis. Nr. ahre fort, fahre fort, Zion.. 165 Ow dein Werk mit Jesu an. 496 Fortgekämpft und fortgerungen 288 Freu dich sehr, o meine Seele. 420 Freut euch, ihr lieben Christen. 470 Fröhlich soll mein Herze springen Frohlockt dem Herrn, bringt Lob und Dank. Früh morgens, aufgeht Für alle Güte sei gepreist. da die Sonn Geh aus, mein Herz... Geht nun hin und grabt mein Grab Geist vom Vater, taue, taue Geist vom Vater und vom Sohne, Geist, der Heil.. Geist vom Vater und vom Sohn, weihe dir.. Gelobet sei der Herr, mein Gott Gelobet seist du, Jesu Christ Getreuer Gott, wie viel Geduld Gib deinen Frieden uns, o Herr Gib Frieden, Herr, gib Frieden Goldne Abendsonne Gott, deine Gnad ist unser deben Gott, deine Güte reicht so weit Gott der Gnaden, schwer beladen Gott des Himmels und der Erden 3 Gottes Stadt steht fest gegründet Gott hat in meinen Tagen. Gott ist gegenwärtig. Gott ist getreu. Sein Herz, sein Vaterherz ö Gott ist mein Hort, und auf sein Wort Gott ist mein Licht! Verzage nicht, mein Wern Gottlob, der Weg ist nun ge⸗ bahnet. Gottlob, ein Schritt zur Ewigreit Gott, mein Trost und mein Ver⸗ trauen. Gott ruft der Sonn und schafft den Mond Gott sei Dank durch alle Welt Evang Gesangbuch. 73 336 365 62 Gott Vater, aller Dinge Grund Gott Vater in dem Himmel, sprich Gott, vor dessen Angesichte. Gott will's Sachen. Großer Gott, wir loben dich Großer Hirte deiner Herden. machen, daß die Habt ihr denn noch nie erfahren Halleluja, jauchzt, ihr Chöre Halleluja, Jesus lebt. ö‚ Halleluja! Lob, Preis und Ehr Halleluja, schöner Morgen Halleluja, wie lieblich stehn. Halt im Gedächtnis Jesum 6— Harre, meine Seele Heiland, deine Menschenliebe Heil'ge Liebe, die du mich Heilig, heilig, heilig is der—— Zebaoth.. Herbei, o ihr Gläub' gen Herr, an dir hab' ich gesündigt Herr, dein Wort, die edle Gabe Herr, der du in der Höhe wohnest Herr, der du mir das Leben Herr, der du vormals hast dein Land Herr, die Erde t ge fegnet Herr, du erforschest mich. Herr, du wollst uns vorbereiten Herr, ein ganzer Leidenstag. Herr, es ist von meinem Leben Herr, es sei mein Tun und Lassen Herr Gott, dich loben wir, wir preisen Herr höre, Herr erhöre. 4— Herr Jesu Christ, dein teures Blut Herr. JesuChrist, dich zu uns wend Herr Jesu Christ, du höchstes Gut Herr Jesu, du regierst. Herr, laß mich deine Heiligung Herr, meine Leibeshütte Herr, öffne mir die Herzenstür Herr, stärke mich, dein Leiden n bedenken. 34 529 374 33 254 530 Lieder-Verzeichnis. Nr. Herr unser Gott, dich loben wir 55 Herr, vor deinem Angesicht 45⁵ Herr, wie du willst, so schick's mit mir22 Herzlich lieb hab' ich dich... 260 Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen 97 Herz und Herz vereint zusam— men 166 Hier Gotteskinder und dort Erben 305 Hier ist mein Herz, Herr, nimm Es hin 2 Hier ist mein Herz! Mein Gott 492 Hilf, Herr Jesu, laß gelingen„362 Himmelan geht unsre Bahn.. 298 Himmelan, nur himmelan. 302 Hindurch, hindurch mit Freuden Hirte deiner Schafsfskfff Höchster, denk' ich an die Güte Höchster Gott, wir danken dir Höchster Tröster, komm hernieder Hoffe, Herz, nur mit Geduld Horch, es klopfet für und für. Hört das Wort voll Ernst und Liebkes Hüter Israels, behüte. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engelll Jauchzt unserm Gott.. Ich armer Mensch, ich armer GBünder Ich bete an die Macht der Liebe Ich bin bei allem Kummer stille Ich bin ein Gast auf Erden Ich bin getauft auf deinen Namen Ich bin klein, mein Herz.. Ich folge dir, mein Führer. Ich geh' zu deinem Grabe Ich glaube, daß mit Liebe Ich habe nun den Grund ge— jundeen Ich hab' in Gottes Herz und Sinn Ich hab' in guten Stunden. Ich hab' von ferne, Herr, deinen . Thron. N Ich komme, Herr, und suche dich 21 Ich sag' es jedem, daß er lebt. 136 Ich schäme mich des Heilands nichtt 249 Ich senke mich in deine Wunden 116 Ich singe dir mit Herz und Mund 3 Ich steh' an deiner Krippe hier 457 Ich steh' in meines Herren Hand 339 Ich sterbe täglich, und mein Leben 405 Ich und mein Haus, wir sind bereitt 3838 Ich weiß, an wen ich glaube„247 Ich weiß, daß mein Erlöser lebet 437 Ich weiß von keinem andern Grunde 24 Ich weiß von vielen Kindlein„488 Ich will dich lieben, meine Stärke 266 Ich will Gott den Herren loben 441 Ich will in Gott mich fassen„340 Ich will streben nach dem Leben 287 Je größer Kreuz, je näher Himmel 330 Jehova, Jehova, Jehova.. 46 Jerusalem, du hochgebaute Stadt 419 Jesu, deine tiefen Wunden.. 98 Jesu, der du meine Seele... 224 Jesu, dir leb' ich 490 Jesu, Freund der Menschenkinder 216 Jesu, geh voran auf der Lebens⸗ bahh 39 Jesu, großer Wunderstern... 85 Jesu, meine Freude 265 Jesu, meiner Seele Licht... 104 Jesu, meines Lebens Leben.. 105 Jesus Christus herrscht als König 144 Jesu, Seelenfreund der Deinen 47 Jesus ist der gute Hirte. 507 Jesus lebt, mit ihm auch ich.131 Jesus, meine Zuversicht... 424 Jesus nimmt die Sünder an.239 Jesus soll die Losung sein.. 364 Jesu, Todesüberwinder.... 137 Ihr Hirten, erwacht.. 466 Ihr Kinderlein, kommet„. 464 Immer muß ich wieder lesen. 489 In allen meinen Taten 317 In die Ferne möcht' ich ziehen. 481 ES SOSies'· r————— 3 Lieder⸗Verzeichnis. 531 Nr. In dir ist Freude in allem Leide 494 Ist Gott für mich, so trete.. 235 Kehre wieder, kehre wieder, der du dich 231 Kommet, ihr Hirten, ihr Männer 467 Kommet, ihr Kinder, mit fröh— lichem Herzen... 465 Komm, mein Herz, in Jesu Leiden 212 Komm, o heil'ger Geist, hernieder 155 Komm, o komm, du Geist des Lebens——.149 Kommt ins Reich der Liebe.. 308 Kommt, Kinder, laßt uns gehen 168 König der Könige, sei uns im Staube willkommen.... 67 König Jesu, streite, siege... 185 Laß dein mich sein und bleiben 52 Lasset uns im Geiste wandeln. 259 Lasset uns mit Jesu ziehen.. 296 Laß mich, o Herr, in allen Dingen 257 Laß mir die Feier deiner Leiden 114 Laßt mich gehhn 532 Laßt uns nun mit Jesu ziehen 56 Laß, Vater, deinen guten Geist 249 Lehr mich beten, Gott... 447 Liebe, die du mich zum Bilde.267 Lieber Vater hoch im Himmel 446 Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte nachzuleben... 19⁵ Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören„ 40 Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren 6 Lobe den Herren, o meine Seele 11 Lobt den Höchsten, Jesus lebet 134 Lobt froh den Herrn. 442 Lobt Gott, ihr Christen allzug leich 456 Lobt, ihr Kinder, unsern Herrn 438 Mache dich, mein Geist, bereit 280 Mach, Herr, ein Herz aus den zweien. 380 Macht hoch die Tür, die Tore weit 57 Meine Lebenszeit verstreicht. 408 Meinen Heiland im Herzen.. 527 Meinen Jesum lass' ich nicht„263 Mein erst Gefühl sei Preis und Dank 348 Meines Herzens reinste Freude 275 Mein Gott, das Herz ich bringe 250 Mein Gott, ich weiß 62 daß ich sterbe. 406 Mein Gott, nun ist es wieder Morgen 346 Mein Gott, weil ich in meinem Leben. 251 Mein Heiland ist mein Steuer⸗ mann. 503 Mein lieber Gott, gedenke meiner 30 Mein Vater, der im Himmel wohnt.. 3344 Menschenfreund, nach deinem Bilde 310 Mir ist Erbarmung widerfahren 243 Mir— spricht Christus 92 30 HOeld.. 295 Mit dem Herrn fang alles an 512 Mit Ernst, o Menschenkinder. 58 Mit Jesu fang' ich an... 385 Mittler, alle Kraft der Worte. 112 Morgenglan der Ewigkeit.. 521 Müde bin ich, geh' zur Ruh 528 Näher, mein Gott, zu dir.. 517 Nicht daß ich es ergriffen hätte 294 Nicht der Anfang, nur das Ende 284 Nicht Opfer und nicht Gaben. 311 Nimm hin mein Herz, Gott, nimm e an 256 Nun bringen wir den Leib zur Ruh 414 5905 danket alle Gott mit Herzen, Mund 2 Run danket alle Gott unde gebet ihm. 173 Nun danket all und bringet Ehr Nun geh uns auf, du Morgen⸗ stern 194 Nun gingst au du Sabbats⸗ ih. Ü122 532 Lieder⸗Verzeichnis. Nr. Nun gottlob, wir stehen hier.368 Nun jauchzet all, ihr Trommen 60 Nun laßt uns gehn und treten 363 Nun ruhen alle Wälder... 350 Nun sind die Kindlein Gott geweiht Nun singet und seid froh... 454 Nun so bleibt es fest dabei.. 491 Nun so will ich denn mein Leben 271 Nur mit Jesu will ich.... 509 O Christ, erhebe Herz und Sinn 301 O daß doch bald dein Feuer brennte. O daß ich taus end Zungen hätte 9 O du alerjüßste Freude.147 O du fröhliche, o du selige gnaden⸗ bringende Osterzeit. 479 O du fröhliche, o du selige gnaden⸗ bringende Pfingstenzeit... 483 O du fröhliche, o du selige gnaden⸗ bringende Weihnachtszeit.. 460 O du Liebe meiner Liebe... 108 O Durchbrecher aller Bande.. 277 O Gott, du frommer Gott.. 24 O Gottes Geist und Christi Geist 152 O Gott, von dem wir alles haben 369 O Haupt voll Blut und Wunden 101 O heil'ger Geist, kehr bei uns ein m 146 O Jerusalem, du schöne. 427 O Jesu Christ, du wahres Licht 25 O Jesu, Herr der Herrlichkeit„373 O Jesu, Jesu, Gottes Sohn. 262 OJesu, süßes Licht. 341 O klage nicht, wenn dir dein Gott r( ̊ 341 O komm, du Geist der Wahrheit 154 O Lamm Gottes, unschuldig. 96 O lieber Heiland Jesu Christ. 395 O selig Haus, wo man dich auf⸗ genommer̊r wʒö 384 Dsiern ist heut 48⁰ Ostern, Ostern, Frühlingswehen 478 O süßester der Namen all..87 O Traurigkeit, o Herzeleid.. 119 O Vater der Barmherzigkeit, 0„ faue dDi O Welt, sieh hier dein Leben O wie freun wir uns der Stunde 48 O wie fröhlich, o wie selig.. 428 O wie mögen wir doch unser Lehen 42² O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen:· 121 Pfingsten ist heuust 48⁴4 Ringe recht, wenn Gottes Gnade 281 Ruhe ist das beste Gut 236 Rüstet euch, ihr Christenleute.„285 Schaffe in mir, Gott.. 537 Schaffet, schaffet, Menschenkinder 283 Schmücke dich, o liebe Seele. 209 Schönster Herr Fnd. 49⁵5 Schwing dich auf zu deinem Gott 320 Seele, geh nach Golgatha 11⁰ Seelen, laßt uns Gutes tun. 306 Seele, sei zufrieden 331 Seele, was ermüdst du dich.. 286 Segne und hehüte 451 Seht die Lilien auf dem Feld. 536 Seid barmherzig, Menschen! Hörtt. 309 Sei 900 u bis an das Ende. 297 Sei Lob und Ehr dem höchsten Gur. 8 Sei mir tausendmal gegrüßet. 103 Sei zufrieden, mein Gemüte„ 332 Selig sind des Himmels Erben 434 Siegesfürst und Ehrenkönig.. 143 Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. 41 Sieh uns fertig, gegenwärtig. 49 Singet Gott, denn Gott ist Liebe 15 So feierlich und stille.... 450 So fliehen unsre Tage hin.. 359 So jemand spricht: Ich liebe Gott 307 Sollt' es gleich bisweilen scheinen 324 Sollt' ich jetzt noch, da mir schon 258 Sollt' ich meinem Gott nicht — singen r VLIIAIAI&ANIAARA —.———— Lieder⸗Verzeichnis. Sollt' ich meinem Gott nicht trauen So nimm denn meine Hände Sorge, Herr, für unsre Kinder So ruhest du, o meine Ruh So wahr der Allerhöchste lebet Steil und dornicht ist der Pfad Stille Nacht, heil'ge Nacht Such', wer da will, ein ander iel Süßer die Glocken nie klingen Teures Wort aus Gottes Munde Tochter Zion, freue dich Treuster Meister, deine Worte Tu nichts Böses, tu es nicht Tut mir auf die schöne Pforte überwinder, nimm die Palmen Unser Gott ist lauter Liebe. Unsern Ausgang segne Gott. Unter Lilien jener Freuden. Unter tausend frohen Stunden Urquell aller Seligkeiten Valet will ich dir geben. Vater, deines Geistes Wehen Vater, kröne du mit Segen. Vater, lieber Vater, höre. Verwirf mich nicht im Alter Verzage nicht, du Häuflein klein Volk des Herrn, du hast hie⸗ nieden. Voller Ehrfurcht, doch mit Fr⸗ eu⸗ den.. Vom Aufgang bis zum Nieder⸗ gang Vom Himmel hoch da komm' Von des Himmels Thron Von dir, du Gott der Einigkeit Von Gnade will ich leben Von Gott will ich nicht lassen Von Grönlands eis'gen Bergen Von Jesu will ich nimmer wanken—.— Vor dir, Todesuberwinder—8— Wach auf, du Geist der ersten Zeugen.. Wach auf, mein Herz/ die Nacht ist hin— Wach auf, mein Herz/ und singe Wachet 655 erhebt die Blicke Wachet auf! ruft uns die Stimme Walte, walte nah und fern Warum sollt' ich mich denn grämen Was freut mich noch, wenn du's Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan; er gibt* Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan; es bleibt gerecht. Was Gott tut, das ist 655 getan, so denken Was hätt' ich, hätt' ich Jesum rnicht Las macht ihr, daß ihr weinet Was mein Gott will, gescheh allzeit. Was nah ist und was ferne Was wär' ich ohne dich gewesen Weicht, ihr Berge, fallt, 1— Weihnacht ist heut Weil ich Jesu Schäflein bin Weißt du, wer dich innig liebet 5 Weißt du, wie viel Sternlein Wen Jesus liebt Wenn Christus der Herr.. Wenn Christus seine Kirche schützt Wenn der Herr einst die Ge⸗ fangnen. Wenn ich ihn nur habe Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht Wenn kleine Himmelserben Wenn mein Stündlein vorhan⸗ den ist Wenn mich die Sünden kränken Wenn uns die Feinde kränken. Wer das Kleinod will erlangen Werde Licht, du Volk der Heiden Werde munter, mein Gemüte. Wer Gottes Wort nicht 295 und 2 sprichht 534 Wer ist wohl wie dGui.. Wer nur den lieben Gott läßt walten Wer sich auf seine Schwachheit stützt Wer weiß, wie nahe mir mein Ende Wie fliegt dahin der Menschen Zeit Wie fröhlich bin ich au sgewacht Wie groß ist des Allmächt'gen Güte Wie gut ist's, von der Sünde frei Wie könnt' ich ruhig schlafen Wie könnt' ich sein vergessen Wie lieblich ist's hienieden.. Wie mit grimm'gem Unverstand Wie schön ist's doch, Herr Jesu Christ Wie schön leucht't uns der Mor⸗ genstern Wie Simeon verschieden* Wie soll ich dich empfangen: Wie wird's im ew'gen Frühling sein. Wie wohl ist mir, 0 Freund der Seele Willkommen, Held im Streite Willst du noch länger draußen stehn P¶* ... Nr. 84 Lieder⸗Verzeichnis. Wir alle, Gott und Vater, bringen Wir danken dir, Herr Jesu Christ Wirf ab des Tages Lasten Wir flehn um deine Gnade Wir freuen uns, Herr Jesu Christ . 2Wirf Sorgen und Schmerz Wir liegen hier zu deinen Füßen Wir nahen uns, o Gottes Sohn Wir singen dir, Immanuel. Wir singen und verkünden Wir treten zum Beten Wir warten dein, o Gottes Sohn Wo findet die Seele Wo Gott der Herr nicht bei uns hält Wohlauf, wohlan zum letzten Gang Wohl dem, der Jesum liebet Womit soll ich dich wohl loben Wort des höchsten Mundes.. Wo willst du hin, weil's Abend ist Wunderbarer König ——— 7* 5—*— Zeuch ein zu deinen Toren. Zeuch hin, mein Kind, denn Gott selbst fordert dich 148 411 Zieh uns nach dir, so eilen wir 142 Zieht im Frieden Zwei der Jünger Sehnen gehn mit . 2 493