——— Evangelis Du i Herausgegeben 4 nach den Beschlüsses —— Uurwort. Nachdem das Bedürfnis eines gemeinsamen, vollständigen und den gegenwärtigen kirchlichen Verhältnissen angemessenen Ge— sangbuchs fühlbar geworden war und sich von vielen Seiten zu erkennen gegeben hatte, so wurden durch die Gesamt-Synode der Grafschaft Mark und bald nachher durch die Provinzial— Synode von Jülich, Kleve und Berg Kommissionen zur Redaktion eines zweckmäßigen Gesangbuchs und darnach zur Revision des⸗ selben angeordnet, wobei der Grundsatz aufgestellt und festgehalten wurde, daß die beliebtesten Lieder der in diesen Landesteilen gebräuchlichen Gesangbücher beibehalten, die Sammlung derselben mit ausgesuchten Kernliedern aus älterer und neuerer Zeit vermehrt, und der ursprüngliche Text der Lieder, so weit es mit Sprach— richtigkeit, Erbaulichkeit und Verschiedenheit der bisher schon im Gebrauch befindlichen Recensionen vereinbar sein würde, möglichst unverändert beibehalten werden sollte. Diese Kommissionen beider Synoden haben zuerst abgesondert von einander ihre Arbeit mit Eifer begonnen und fortgesetzt, darnach, da von der märkischen Gesangbuchs-Kommission schon ein Probe-Gesangbuch gedruckt und zur Begutachtung vorgelegt war, sich brüderlich mit einander vereinigt und unter dem göttlichen Segen und Beistande das vorliegende Werk zu Stande gebracht. Nachdem nun der Ent⸗ wurf dieses Gesangbuchs durch die Präsides beider Synoden an die Hochwürdigen Konsistorien zu Koblenz und Münster, und von 1* LV denselben an das Königliche Hochpreisliche Ministerium der geist⸗ lichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten zur Geneh⸗ migung eingereicht worden ist, so hat das gedachte Hohe Ministe— rium sich wohlgefällig über die Vereinigung beider Synoden zur Bearbeitung eines gemeinschaftlichen Gesangbuchs geäußert, die verständige Berücksichtigung der noch bestehenden Gesangbücher beifällig anerkannt und den Druck des vorliegenden Gesangbuchs, so wie die Einführung desselben in den evangelischen Gemeinen, bei welchen sie zur Zufriedenheit derselben bewerkstelligt werden könne, hochgeneigt genehmigt. Der gnadenreiche Gott, der dieses Werk bisher augenschein— lich gefördert hat, bahne dem Gesangbuch den Weg in Kirche und Schule, in Haus und Herz, und segne es zur Erhebung des Gemüts und zur Erweckung frommer Andacht, segne es zu ge— meinsamer Gottesverehrung im Geist und in der Wahrheit und zur Vereinigung im Glauben und in der Liebe, segne es zur Erbauung auf den einigen Grund alles Heiles und zur Aus⸗ breitung des Reiches unsers hochgelobten Heilandes, des Sohnes Gottes, welchem samt dem Vater und dem heiligen Geiste sei Ehre und Anbetung in alle Ewigkeit! Amen. — Inhalts-Anzeige. Erste Abteilung. Kirchliche Zeiten und kirchliche Handlungen. J. Lieder für kirchliche Zeiten. 1. Sonntagslieder. 1—21. 2. Adventslieder. 22- 35. 3. Christfestlieder. 36—56. 4. Neujahrslieder. 57— 64. 5. Passionslieder. 65- 109 6. Osterlieder. 110—135. 7. Himmelfahrtslieder. 136-146. 8. Pfingstlieder. 147— 174. 9. Buß⸗ und Bettagslieder. 175—191.(S. auch die Lieder von der Buße. 347— 356). 10. Reformationsfestlieder. 192—194.(S. auch die Lieder von der Kirche. 390—400 II. Lieder für kirchliche Handlungen. 1. Lieder von der heiligen Taufe. 195—- 199. 2. Konfirmationslieder. 200—-208. 3. Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. 209 217. 4. Abendmahlslieder. 218- 237 5. Ordination und Einführung eines Predigers. 238- 240. 6. Bei Beerdigungen und zum Gedächtnis der Verstorbenen. 241—260. (Vergleiche Abteilung III. 12). Zweite Abteilung. Gottes Wesen und Vollkommenheiten, Werke und Wohlthaten. J. Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 261—283. II. Gottes Werke und Wohlthaten. A. Schöpfung, Erhaltung und Regierung der Welt. 284— 298. B. Erlösung des Menschen. 1. Die Sünde und ihre Folgen 299—-306. 2. Die Erlösung im allgemeinen. 307—316. 3. Der Erlöser. a) Jesu Geburt ꝛc. bis zu seiner Himmelfahrt. S. die Lieder in der ersten Abteilung). b) Jesu göttliche Würde. 317. e) Jesu Name. 318—320. d) Jesu Wandel. 321—-325. 0) Jun prophetisches Amt. 326-329. f) Jesu hohepriesterliches Amt. 330—332. g) Jesu königliches Amt. 333- 336. h) Jesu Wiederkunft zum Gerichte. 337—344. C. Heiligung durch den heiligen Geist. 1. Lieder von der Ausgießung des h. Geistes und seinen Wirkungen. (S. in der ersten Abteilung die Pfingstlieder). 2. Die Heilsordnung. a) Erweckung und Erleuchtung. 345. 346. b) Buße. 347—356.(S. auch die Buß⸗ und Bettagslieder in der ersten Abteilung). e) Glaube und Rechtfertigung. 357—377. d) Wiedergeburt, Erneuerung und Heiligung. 378—385. e) Versiegelung und Verherrlichung. 386-389. Die Kirche. 390- 400.(S. auch die Reformationsfestlieder in der ersten Abteilung). 4. Die Gemeinschaft der Heiligen. 401. 402, 5. Das Wort Gottes. 403—408. Dritte Abteilung. Das christliche Leben. 1. Sorge für die Seele. 409— 417. 2. Das Gebet. 418—424. 3. Lob und Dank. 425— 437. 4. Liebe zu Gott und Jesu. 438—473. 5. Ehrfurcht und Demut. 474—478. 6. Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 479—520. 7. Gehoͤrsam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. 521—531. 8. Nachfolge Jesu. Himmlischer Sinn. Selbstverleugnung. 532 540. 9. Nächstenliebe. 541 545. 10. Geistlicher Kampf und Sieg. 546-558. 11. Würde und Seligkeit der Gläubigen in diesem Leben. 559— 565. 12. Tod, Gericht und Ewigkeit. 566— 598.(Vergl. auch die erste Abt II. 6.) Vierte Abteilung. Besondere Zeiten und Verhältnisse. J. König und Obrigkeit. 599. 600. II. Allgemeine Landesangelegenheiten. „Saat und Ernte. 601—605. 2. Offentliche Not im allgemeinen. 606— 611. 3. Krieg und Friede. 612—621. 4. Dürre. Nässe. Teurung. 622— 626. 5. Feuersnot. 627—-629. 2 5. Seuchen. 630. 631. . III Lieder, zunächst für häusliche Erbauung. 1. Morgenlieder 632—- 643. 2. Mittagslieder. 644- 646. 3. Abendlieder. 647—655. 4. Ermunterung zur Gewissenhaftigkeit, zum Lesen der heiligen Schrift, zum Gebet, zur Selbstprüfung. 656- 662. 5. Für Jünglinge, Greise, Eheleute, Eltern, Witwen. 663—670. 6. Für Kranke, Genesende, Sterbende. 671-681. — —— 5. * — — — jen. in rift, .‚—— Erste Abteilung. Kirchliche Zeiten und kirchliche Handlungen. I. Lieder für kirchliche Zeiten. 1. Sonntagslieder. Eigne Melodie. Allein Gott in der Höh sei Ehr Und Dank für seine Gnade, Darum, daß nun und nimmermehr Uns rühren kann ein Schade. Ein Wohlgefall'n Gott an uns hat, Nun ist groß Fried ohn Unterlaß, AllFehd hat nun einEnde. 2. Wir loben, preis'n, anbeten dich Für deine Ehr, wir danken, Daß du, Gott Vater, ewiglich Eigne Melodie. 2 S wolle Gott uns gnaͤdig sein Und seinen Segen geben, Sein Antlitz uns mit hel⸗ lem Schein Erleucht zum ewgen Leben, Daß wir erkennen seine Werk Und was ihm lieb auf Erden, Und Jesu Christi Heil und Stärk Bekannt den Heiden werde, Und sie zu Gott sich kehren. 2. So danken dir und loben Regierst ohn alles Wanken. Ganz dich, Herr Gott, die Heiden alle; unermess'n ist deine Macht, Fort Und alle Welt, die freue sich, g'schieht was dein Will hat und sing mit großem Schalle, dacht; Wohl uns des feinen Herren! Daß du auf Erden Richter bist 3. O Jesu Christ, Sohn ein⸗Und läßt die Sünd nicht wal⸗ gebor'n Deines himmlischen Va⸗ten. Dein Wort die Hut und ters, Versöhner der'r, die war'n Weide ist, Die alles Volk er⸗ verlor'n, DuStiller unsers Haders, halten, In rechter Bahn zu Lamm Gottes, heilger Herr und wallen. Gott, Nimm an die Bitt von 3. Es danke, Gott, und lobe unsrer Not, Erbarm dich unser aller. dich Das Volk in guten Thaten; 4. O heilger Geist, du höchstes Das Land bring Frucht und beßre Gut, Du all'rheilsamster Tröster, Iu Dein Wort laß wohl geraten. Vors Teufers Gewalt fortan be⸗Uns segne Vater und der Sohn, hüt, Die Jesus Christerlöste Durch Uns segne Gott der heilge Geist, große Mart'r und bittern Tod; Dem alle Welt die Ehre thu, Abwend all unsern Jamm'r und Vor ihm sich fürchte allermeist. Not, Dazu wir uns verlassen. Nun sprecht von Herzen: Amen! 8 Sonntagslieder. Eigne Melodie. Angesicht In ewger Freud und 3 Jehovah! Jehovah! Jeho⸗ selgem Licht. O vah, deinem Namen Sei 4. Ehr sei dem Vater und dem Ehre, Macht und Ruhm! Amen, Sohn, Dem heilgen Geist in einem Amen! Bis einst der Tempel dieser Thron; Der heiligen Dreieinigkeit Welt Auf dein Wort in Staub Sei Lob und Preis in Ewigkeit. zerfällt Soll in unsern Hallen Das Heilig, Heilig, Heilig! er⸗ schallen. Halleluja, Halleluja! Eigne Melodie. 4 Liebster Jesu, wir sind hier, Dich und dein Wort an⸗ zuhören. Lenke Sinnen und Begier Auf die süßen Himmelslehren, Daß die Herzen von der Erden Ganz zu dir gezogen werden. 2. Unser Wissen und Verstand Ist mit Finsternis umhüllet, Wo nicht deines Geistes Hand Uns mit hellem Licht erfüllet. Gutes denken, thun und dichten Mußt du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht aus Gott geboren, Mach uns allesamt bereit, Offne Herzen, Mund und Ohren. Unser Bitten, Flehn und Singen Laß, Herr Jesu, wohl gelingen. Eigne Melodie. err Jesu Christ, dich zu 5. 5 uns wend, Den heilgen Mel. Kommt her zu mir. 6 Ach, Herr Gott, gieb uns deinen Geist Von oben, der uns Beistand leist Im Be⸗ ten und im Lehren. Die Sünd vergieb, Andacht verleih, Das Herz bereite, daß es sei Ge⸗ schickt, dich zu verehren. 2. Den Glauben mehr, die Hoff⸗ nung stärk, Laß unsre Seel bei diesem Werk Zu dir, Gott, sich erheben. Gieb, daß wir Hörer nicht allein, Vielmehr auch wahre ehen sei'n Und nach dem Worte eben. Mel. Wunderbarer König. 7 Gett ist gegenwärtig! Lasset 2 uns anbeten Und in Ehr⸗ furcht vor ihn treten. Gott ist in der Mitte! Alles in uns schweige, Demutsvoll vor ihm sich beuge. Wer ihn nennt, Wer ihn kennt: Fallt in Demut nieder, Gebt das Herz ihm wieder. 2. Gott ist gegenwärtig, Dem Geist du zu uns send; Mit Hülf die Seraphinen Tag und Nacht und Gnad er uns regier Und uns gebeuget dienen. Heilig, heilig, den Weg zur Wahrheit führ. heilig! Singen Engelchore, Ihm, 2. Thu auf den Mund zum dem Herrn, sei Preis und Ehre! Lobe dein, Bereit das Herz zur An⸗Herr, vernimm Unsre Stimm, dacht fein, Den Glauben mehr, Wenn auch wir Geringen Unsre stärk den Verstand, Daß uns dein Opfer bringen. Nam werd wohl bekannt; 3. Wir entsagen willig Allen 3. Bis wir singen mit Gottes Eitelkeiten, Die uns Sünd und Heer Das Heilig, heilig ist der Welt bereiten. Wir geloben heilig, Herr! Und schaun dich dort von Seele, Leib und Leben Dir zum **59—— —. 2 2 75* e — —5„ ———— 2 CIIIXSS N S--—----: —8——— * ,,s,,, Sonntagslieder. 9 Eigentum zu geben. Du allein Sollst es sein, Unser Herr und Meister, Vater aller Geister. 4. Majestätisch Wesen, Möch⸗ ten wir dich preisen Und im Geist dir Dienst erweisen! Möchten wir wie Engel Immer vor dir stehen Und dich gegenwärtig sehen! Laß uns dir Für und für, Einzig dir vor allen Trachten zu gefallen. 5. Du durchdringest alles; Herr, ach, zieh und richte Doch auch mich zu deinem Lichte. Wie die zarten Blumen Willig sich ent⸗ falten Und der Sonne stille halten: Laß mich so, Still und froh, Deine Strahlen fassen Und dich wirken lassen. 6. Mach uns nur einfältig, Innig, abgeschieden, Sanft und still in deinem Frieden. Mach uns reinen Herzens, Daß wir deine Klarheit Völlig schaun in Geist und Wahrheit. Laß das Herz Himmelwärts Wie ein Adler schweben Und in dir nur leben. 7. Komm, in uns zu wohnen, Und laß schon auf Erden Uns zum Heiligtum dir werden. Wollst, o nahes Wesen, Dich in uns verklären, Alles Nichtige verzehren. Wo wir gehn, Wo wir stehn, Laß uns dich erblicken, Ganz zu dir uns schicken. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 8 Licht vom Licht, erleuchte mich Bei dem neuen Tageslichte; Gnadensonne, zeige dich Meinem frohen Angesichte; Deiner Weisheit Himmelsglanz Schmücke meinen Sabbath ganz. 2. Brunnquell aller Seligkeit, Laß mir deine Ströme fließen, Mache Sinn und Herz bereit, Ihre Fülle zu genießen. Streu das Wort mit Segen ein, Laß es reich an Früchten sein. 3. Zünde selbst das Opfer an, Das auf meinen Lippen lieget, Und erhelle mir die Bahn, Wo kein Irrtum mich betrüget Und kein fremdes Feuer brennt, Wel⸗ ches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit Heilig, heilig, heilig! singen, Und mich in die Ewigkeit Mit des Geistes Flügeln schwingen. Selig schmeck ich dann schon hier, Wie's im Himmel ist bei dir. 5. Dieser Tag sei dir geweiht; Weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit Einen Tempel zubereiten, Nichts sonst wollen, nichts sonst thun, Als in deiner Liebe ruhn. 6. Du bist mehr als Salomo, Laß mich deine Weisheit hören. Ich will dich vor deinem Thron Mit gebeugten Knieen ehren, Bis das Licht der Ewigkeit Mich mit vollem Glanz erfreut. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu. 9. O Gott, du höchster Gna⸗ denhort, Verleih, daß uns dein göttlich Wort Von Ohren so zu Herzen dring, Daß es auch reiche Früchte bring. 2. Der wahre Glaube ist die Kraft, Die Heil durch Jesum Christum schafft. Die Menschen⸗ lieb ist dessen Frucht, Die man an Christi Jüngern sucht. 3. Verschaffe bei uns, lieber Herr, Daß wir durch deinen Geist 10 Sonntagslieder. noch mehr In Heilserkenntnis nehmen zu Und endlich bei dir finden Ruh. Mel. Christus, der ist mein Leben. 10 er Herr, in dessen Güte Sich Erd und Himmel freun, Der segne, der behüte Dich, seines Volks Verein! 2. Der Herr, reich ohne Gren— zen An Gnad und an Geduld, Laß hell und mild dir glänzen Das Antlitz seiner Huld! 3. Der Herr, dein Gott, er⸗ hebe Den Blick voll Freundlich— keit, Daß er dir Frieden gebe, Wie leine Welt ihn beut! 4. Gesegnet bleib im Namen Des dreimal heilgen Herrn! Sein ganzes Volk sprech: Amen! Er segnet ja so gern. Mel. Werde munter, mein. 11 9 und heilig ist die Stätte, Wo die From⸗ men zu dir flehn. Laß, so oft ich sie betrete, Mich, o Herr, dein Antlitz sehn. Uberall, wohin ich seh, Fühl ich deines Geistes Näh, Doch die Welt und ihr Getümmel Trübt mir meinen Blick zum Himmel. 2. Von dem Irdischen ge— schieden, Von dem Ewigen er— füllt, Find ich hier den hohen Frieden, Der des Geistes Sehn⸗ sucht stillt. An dem Strom der Erdenlust Darbet doch zuletzt die Brust, Und es wird dem Herzen bange Bei des Lebens wildem Drange. 3. Hör ich hier der Andacht Lieder, Dünkt es mir ein Engel⸗ chor; Sink ich bang und zweifelnd nieder, Hebt der Glaube mich empor. Bruderlieb erfüllt mein Herz, Es vergißt der Kränkung Schmerz, Seh zu den geweihten Hallen, Ich die Mitanbeter wallen. 4. Heilges Wort der ewgen Wahrheit, Das dem Irrtum uns entreißt, Du erhellst die Nacht zur Klarheit, Du durchstrahlst mit Licht den Geist. Nichts verhehlet sich vor dir, Fehl und Schuld ent— hüllst du mir. Wo du, heilges Wort, erklungen, Hast du Mark und Bein durchdrungen. 5. Weinend und mit bangem Zagen Trat ich oft ins Heilig—⸗ tum; Doch bald stillte meineKlagen, Herr, dein Evangelium. Ich gab mich in Gottes Hand, Und, zum Mittler hingewandt, Hab ich, ganz in ihn versunken, Gern den Leidenskelch getrunken. 6. Sink ich an des Altars Stufen, Ein gebeugter Sünder, hin, Hör ich heilge Stimmen rufen: Sei getrost, dir ist ver— ziehn! Dann steh ich begnadigt auf, Fördre fröhlich meinen Lauf, Und das Herz hofft voll Ver— trauen, Was es glaubt, dereinst zu schauen. 7. Sieht mein Auge, naß von Thränen, Der Geliebten Stellen leer: Hier stillt sich mein banges Sehnen Bei dem Zuruf: weint nicht mehr! Aus der Welt voll Kampf und Streit Zu des Him mels Herrlichkeit, Zur Gemeine selger Frommen Hat der Herr sie aufgenommen. 8. Teuer bleibst du meiner Seele, Haus des Herrn, so lang ich bin. Nimmt des Grabes dunkle — S — VV72 . Sonnta gslieder. 11 Höhle Einst den Staub des Pil⸗ gers hin, Dann schweb ich mit Preis und Ruhm In das höhre Heiligtum, Daß ich ewig mich ver⸗ eine Mit der himmlischen Gemeine. Mel. Herr Jesu Christ, dich. 12 Gott, du bist mein Preis und Ruhm, Mein Herz sei ganz dein Eigen⸗ tum! Laß mir den Sabbath hei⸗ lig sein, Laß mich ihn deinem Dienste weihn. 2. Gieb, daß ich mein Gemüt bewahr, Wenn ich mit deiner Christenschar Zu deines Hauses Stätte geh, Daß ich mit Ehr⸗ furcht vor dir steh. 3. Erinnre selber meinen Geist, Daß du mir gegenwärtig seist, Damit ich deines Wortes Lehr Mit Andacht und mit Nutzen hör. 4. Drück alles tief ins Herz hinein, Und laß mich nicht bloß Wahrheit leite. Erhör uns doch zu dieser Stund, Offne den Mund Dein's Dieners, daß er dein Wort rein Und freimütig ausbreite. Dazu, o Herr, ge⸗ nädiglich Offne uns Herz und Ohren, Daß wir das hören fleißig⸗ lich Und stets getreu bewahren, Auf daß wir mögen fruchtbarlich Dein Lob allzeit verklären. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst bist. ie reizend schön, Herr 14. W Zebaoth, Ist deine Wohnung, o mein Gott! Wie sehnet sich mein Herz zu gehen, Wo du dich hast geoffenbart, Und bald in deiner Gegenwart, Im Vorhof, nah am Thron zu stehen! Dort jauchzet Fleisch und Geist in mir, O Gott des Lebens, auf zu dir. 2. Die Schwalb, der Sperling findt ein Haus, Sie brüten ihre Jungen aus; Du giebst Befrie⸗ Hörer sein; Steh mir mit dei⸗digung und Leben. Herr Zebaoth, ner Gnade bei, Daß ich des du wirst auch mir, Mein Herr, Wortes Thäter sei. mein Gott, ich traue dir, Bei 5. Hilf, daß ich deinen Ruhe⸗deinem Altar Freude geben. O tag Zu meinem Segen feiern selig, wer dort allezeit In deinem mag. Geist der Welt, Die deinen Tag verächtlich hält. Bewahr mich vor dem Lobe sich erfreut! 3. Wohl, wohl dem Mann, der in der Welt Dich, Herr, für 6. Doch laß mich nicht dabeisseine Stärke hält, Von Herzen bestehn, Dich nur am Sabbath deinen Weg erwählet. Geht hier zu erhöhn: Herr, meine ganze sein Pfad durchs Thränenthal: Lebenszeit Sei deinem Dienst und Er findet auch in Not und Qual, Ruhm geweiht. sum Christ, uns all gemein, Eigne Melodie. O Gott, du unser Va ter bist, Durch Je⸗ Gieb deinen Geist schaft, Und gehen sort von Kraft Der uns zur zu Kraft, Vor Gott in Zion zu Daß Trost und Kraft ihm nimmer fehlet. Von dir herab fließt mild und hell Auf ihn der reiche Segensquell. 4. Wir wallen in der Pilger⸗ 12 Sonntagslieder. erscheinen. Hör mein Gebet, Herrssich auf Gottes Auen weiden. Sein Zebaoth, Vernimms, vernimms, heilges Wort, das seine Boten o Jakobs Gott, Erquicke mich lehren, Das will ich hören. auch mit den Deinen, Bis wir 5. Mit Andacht will ich, Höch— vor deinem Throne stehn Und ster, vor dich treten. Ich weiß, dort anbetend dich erhöhn. du liebst, die kindlich zu dir beten. 5. Du, unser Schild, Gott, Der Thoren Glück, die sich der schau uns an, Schau uns in dem Sünde freuen, Wirst du zerstreuen. Gesalbten an. Ein Tag in deinem 6. O laß auch heute deinen Haus ist besser, Denn tausend ohn Geist mich lehren, Vom Weg, dich nah zu sehn: Ja, auf der der dir mißfällt, mich abzukehren. Schwelle nur zu stehn An meines Regiere mich, daß meine ganze Gottes Haus ist größer, Als lang Seele Zum Trost dich wähle. in stolzer Ruh der Welt Zu 7. Dein Tag sei mir ein Denk⸗ wohnen in der Bösen Zelt. mal deiner Güte, Er bring mir 6. Denn Gott der Herr ist Sonn Heil, und lenke mein Gemüte Auf und Schild, Er deckt uns, er ist jenen Trost, den uns dein Sohn gut und mild, Er wird uns Gnad erworben, Da er gestorben. und Ehre geben. Nichts mangelt 8. Dich bet ich an, du Todes⸗ dem, der in der Not Auf Gott überwinder, Der du an diesem Tag vertraut; er hilft im Tod. Er zum Heil der Sünder, Die fern selber ist der Frommen Leben. von Gott im Todesschatten saßen, Heil dem, der stets in dieser Welt, Dein Grab verlassen. Herr Zebaoth, an dich sich hält! 9. Dein Siegstag ist ein Tag des Heils der Erde; Gieb, daß Eigne Melodie. er mir zum wahren Sabbath 15 Dies ist der Tag zum Segen werde. Lob sei, Erlöser, deinem * eingeweihet, Ihn feiert großen Namen Auf ewig. Amen. gern, wer deiner, Gott, sich freuet. O laß auch mich mit Freuden vor Mel. Schmücke dich, o liebe. dich treten, Dich anzubeten. 16 3²⁰3 dich uns ohne Hülle, 2. Dich rühmt der Lobgesang Geuß auf uns der Gna⸗ der Himmelsheere; Auch unser den Fülle, Daß, o Herr, an deinem Tempel schallt von deiner Ehre, Tage Unser Herz der Welt ent— Auch unser Dank und unsers sage. Komm, Herr, der du starbst, Geistes Flehen Soll dich erhöhen. vom Bösen Uns Gefallne zu er⸗ 3. Wie freu ich mich, die lösen, Daß die glaubende Gemeine Stätte zu begrüßen, Wo Dürsten⸗Mit dem Vater sich vereine. den des Lebens Bäche fließen, Und 2. O daß unsre Seele würde wo dein Heil von der Erlöften Frei vom Druck der Erdenbürde, Zungen Froh wird besungen! Frei von Sünde unser Wille, 4. Vergebens lockt die Welt zu Unser Herz voll Sabbathstille! ihren Freuden, Mein Geist soll Daß von fern aus deinen Höhen Sonntagslieder. 13 Wir des Lichtes Aufgang sähen, Das uns alle dann verkläret, Wenn der Sabbath ewig währet. 3. Was ich strahlen seh am Throne, Ist es nicht der Sieger Krone? Was ich überm Grab dort höre, Sinds nicht Über⸗ winderchöre? Feiernd tragen sie die Palmen, Ihr Triumph er⸗ schallt in Psalmen. Herr, du wollest selbst mich weihen Diesem Sabbath deiner Treuen. 4. Möge dein Verdienst be⸗ decken Meiner Seele Schuld und Flecken, Daß ich dort kann mit den Deinen Herrlich und geschmückt erscheinen; Dort, wo du voll Huld und Gnaden Uns zu deinem Mahl geladen, Wo die Streiter nicht mehr ringen, Wo sie Siegeslieder singen. Mel. Die Tugend wird durchs. 17 Beschwertes Herz, leg ab die Sorgen, Er⸗ hebe dich, gebeugtes Haupt! Es kommt der angenehme Morgen, Da Gott zu ruhen uns erlaubt. Die Ruhe hat er vorgeschrieben Und selbst den Ruhetag geweiht. Auf, auf, des Herrn Gebot zu üben, Zu seinem Dienst sei gern bereit. 2. Auf! laß die Welt aus deinem Sinne, Dein irdisch Werk muß ferne stehn. Du sollst zu höherem Gewinne In deines Gottes Tempel gehn, Ihm zu erfüllen deine Pflichten, Froh zu vermehren seinen Ruhm, In tief⸗ ster Demut zu verrichten Dein geistlich Werk und Priestertum. 3. So bin ich, Gott, vor dir erschienen, Und fleh um deines Geistes Kraft. Wie kann ich dir wohl würdig dienen, Wenn er nicht in mir wirkt und schafft? Wie soll ich freudig vor dich treten, Wenn er nicht stillt der Sünden Schmerz? Wie kann ich gläubig zu dir beten, Wenn er nicht stärkt mein blödes Herz? 4. Kann meines Herzens Harfe klingen, Wenn sie dein Finger nicht berührt? Kann ich zu dir empor mich schwingen, Wenn nicht dein Arm mich aufwärts führt? Kann ich ein reines Opfer werden, Wenn nicht dein Feuer auf mich fällt, In mir verzehrt die Lust der Erden Und mich belebt für jene Welt? 5. Erkauft hat Jesus mich so teuer, Zu seinem Tempel mich geweiht. Hier sei dein Herd, hier sei dein Feuer, Die Fülle deiner Herrlichkeit! Vollführe, was du angefangen, Neig auch zu mir dein Angesicht; Dann ist der Seele aufgegangen Des Sabbaths rechtes Freudenlicht. Mel. Ach, was soll ich Sünder. 18 247 es ist der Tag erschienen, Der mich dein gedenken heißt Und mich zu dem Himmel weist. Sieh, ich komme, dir zu dienen, Richte du mich selber zu, Daß ich deinen Willen thu. 2. Halte fern an diesem Morgen Von mir das Geräusch der Welt, Die mir nur zu leicht gefällt. Brich die Macht der eitlen Sor⸗ gen, Daß ich heut, von allem frei, Dir allein ergeben sei. 3. Schmücke mich mit deinen Gaben, Stärke mich mit deiner 14 Sonntagslieder. Kraft, Die den neuen Menschen schafft. Welche Wonne werd ich haben, Wenn in heiliger Begier Ich mich freue, Herr, in dir! 4. Gieb, daß mich dein Wort durchdringe, Steh mit deinem Geist mir bei, Daß es in mir kräftig sei. Wenn ich bete, wenn ich singe, Siehe du mich gnädig an Und laß mich dein Heil empfahn. 5. Laß mich nicht in Sünde fallen, Laß mich fest im Glauben stehn, Voll Vertrauen auf dich sehn. Lieber Vater, hilf uns allen, Daß der Ruhe heilger Tag Uns ein Segen werden mag. Mel Wie schön leucht't uns der. 19 Sei uns gesegnet, Tag des Herrn! Zu Gottes Preise, nah und fern, Erwacht der Christen Menge; Ihr Lob— gesang tönt spät und früh, Zum Heiligtume wallen sie In fest⸗ lichem Gedränge. Froher Schallen Hier die Lieder, wo die Brüder, anzubeten, Sind vereint vor Gott getreten. 2. Komm, Geist der Andacht und der Ruh, Auch unsern Tem⸗ pel weihe du Zu feierlicher Stille. Mach unser Herz vom Irrtum los, Uns werde Gottes Name groß, Sein Wille unser Wille. Fromme Liebe, Brudertreue mög aufs neue uns beleben, Jesu Vorbild nachzustreben. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 20. Wohlauf, Herz und Ge⸗ müte, Der Tag des Güte, Die er an uns gethan. Weg, weg, was irdisch heißt, Weich, fleischliches Beginnen, Weich, Welt und sündlich Sinnen, Komm an, du Himmelsgeist! 2. Mein Gott, hilf mir be— denken, Wie heilig dieser Tag; Was sündlich, hilf versenken, Da⸗ mit ich ruhen mag. Erwecke Lust in mir, Ihn christlich zu begehen, Laß Gnade mir geschehen, Wend Herz und Sinn zu dir. 3. Mein Gott, hilf mir anheben Der Seelen Ruhetag. Laß mich dir sein ergeben, Wend ab all Angst und Plag. Erfrisch Herz, Sinn und Mut, Dir heut fest an⸗ zuhangen, Ach, stille mein Verlan— gen, Schenk mir der Seelen Gut. 4. Hilf, daß ich sreudig höre Der Kirchen Ton und Klang. Ach Gott, zu mir dich kehre, Führ du selbst meinen Gang; Führ mich zur Wohnung hin, Da schön und lieblich Wesen, Da kann und muß genesen Mein Wille, Herz und Sinn. 5. Hilf Gott, daß ich anhöre Mit Andacht deine Lehr, Hilf, daß ich mich bekehre Und sich mein Glaube mehr. Laß mich in Hoff— nung treu Nach dir allein mich richten, Hilf, daß mein Sinn und Dichten In dir recht heilig sei. 6. Hilf, daß ich meine Liebe Dem Nächsten willig zeig, Im Wohlthun mich so übe, Daß ich sein Herze beug. Laß mich den Nächsten nicht Ohn Wohlthun lassen stehen, Laß mirs zu Her⸗ zen gehen, Wenns ihm an Hülf Herrn bricht an, Gott zeiget seine gebricht. — x gen Be keit Ru Dii Hin —1 EE e . nn—————* Adventslieder. 15 7. Hilf mir den Tag vollbrin⸗ Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. gen Zu deines Namens Ehr, Mein 21 Urn ern Ausgang segne, Gott, Himmel bringet zu. 2. Adven Mel. Wer nur den(eben Gott. 22. Noch steht dein Bund, tslieder. bezwingen, Reich uns von oben Kräfte dar. Mach uns durch wie Felsen stehen, Du deinen Geist geschickt, Zu thun, Gott der Gnade, Gott der Treu! Jahr' und Jahrhunderte vergehen, Doch deine Huld ist täglich neu. Auch heute noch erheben wir Mit Freuden unsern Geist zu dir. 2. Kein Feind zerstörte die Al⸗ täre, Kein Feind zertrat dein Hei⸗ ligtum, Noch singen wir zu dei⸗ ner Ehre, Noch predigt man von deinem Ruhm. Durch Tauf und Abendmahl und Wort Pflanzt sich auch hier die Kirche fort. 3. Doch fragst du nach des Wor⸗ tes Früchten, Und bringst, was wir gethan, ans Licht, Um nach den Werken uns zu richten, O Rich⸗ ter, so bestehn wir nicht. Du trugst uns immer mit Geduld, Wir aber häuften Schuld auf Schuld. 4. Verwirf uns nicht, o Herr, verschone, Und gieb uns nicht der Sünder Lohn. Wir schaun empor zu deinem Sohne, Und flehn ge⸗ beugt vor deinem Thron: Vergieb dem sündigen Geschlecht! Vor dir ist keiner ja gerecht. 5. O laß es, Vater, uns ge⸗ was ewig uns beglückt. 6. Laß ferner hier dein Wort erschallen, Daß es zum Heil den Sünder schreckt, Und alle, die dir wohlgefallen, Zu freudenreicher Hoffnung weckt. So oft wir hier versammelt flehn, Laß, Herr, uns deine Gnade sehn. ö Mel. Heilig ist Gott der Bater. 23 Dein. König kommt, o Zion, Er kehret bei dir ein, Auf, lasset uns ihm Palmen streun! 2. Sanftmütig kommt er in sein Reich, Jauchzt ihm, alle Lande, freuet euch! Hosianna in der Höhe! 3. Der Herr ist da! Halleluja! Preiset seinen Namen! Hosianna! Amen! Amen! Mel. Ach, was soll ich Sünder. 24 Kommst du, kommst du, Licht der Heiden? Ja, du kommst und säumest nicht, Weil du weißt, was uns gebricht. O du starker Trost im Leiden! lingen In diesem neuen Kirchen⸗ jahr, Die Macht der Sünde zu Jesu, meines Herzens Thür Steht dir offen, komm zu mir. —.—— 2 16 Adventslieder. 2. Ja, du bist bereits zu⸗ kommt der Morgenstern. Der gegen, Du Weltheiland, Gottes⸗Herr will in der Not Mit reichem sohn! Meine Seel empfindet schon Trost euch speisen, Er will euch Deinen gnadenvollen Segen, Dei⸗Hülf erweisen Und retten von nes Geistes Wunderkraft, Welche dem Tod. neue Herzen schafft. 4. Seid fromm, ihr Unterthanen, 3. Adle mich durch deine Liebe, Der König ist gerecht, Laßt uns Jesu, nimm mein Flehen hin, den Weg ihm bahnen, Wir sind Schaffe, daß mein Geist und Sinn ja sein Geschlecht. Fürwahr, er Sich in deinem Lieben übe; Sonst meint es gut, Drum lasset uns zu lieben dich, mein Licht, Steht die Plagen, Die er uns schickt, er⸗ in meinen Kräften nicht. 4. Jesu, rege mein Gemüte, Jesu, öffne mir den Mund, Daß ich dich von Herzensgrund Innig preise für die Güte, Die du mir, o Seelengast, Lebenslang er wiesen hast. 5. Laß durch deines Geistes Gaben, Liebe, Glauben und Ge⸗ duld, Durch Bereuung meiner Schuld, Mich mit dir Gemein⸗ schaft haben. O dann will ich für und für Hosianna singen dir. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 25 Auf, auf, ihr Reichsgenos⸗ sen, Der König kommt heran. Empfangt ihn unverdrossen, Den großen Wundermann. Em⸗ pfangt ihn nach Gebühr, Laßt uns vor allen Dingen Ihm hosianna singen, Mit heiliger Begier. 2. Auf, ihr betrübten Herzen, Der König ist euch nah. Hinweg all Angst und Schmerzen! Der Helfer ist schon da. Seht, wie so mancher Ort Hochtröstlich ist zu nennen, Da wir ihn finden können In Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, Der König ist nicht fern. Seid fröhlich, tragen Mit unerschrocknem Mut. 5. Und wenn gleich Krieg und Flammen Uns alles rauben hin, Stürzt auch die Welt zusammen, Uns ist es doch Gewinn. Wenn gleich ein früher Tod, Die wir geliebt, genommen: Getrost! sie sind gekommen Ins Leben aus der Not. 6. Frisch auf in Gott, ihr Ar⸗ men, Der König sorgt für euch. Sein gnädiges Erbarmen Macht auch die Armsten reich. Der selbst des Tiers gedacht, Der wird auch euch ernähren. Was Menschen nur begehren, Das steht in seiner Macht. 7. Hat endlich uns betroffen Viel Kreuz, läßt er doch nicht Die, welche auf ihn hoffen Mit echter Zuversicht. Von ihm kommt alles her, Er lässet auch im Sterben Die Seinen nicht ver⸗ derben, Kein Kreuz kann sein zu schwer. 8. Drum auf, ihr Hochbetrübten, Der König kommt mit Macht. An uns, die Herzgeliebten, Hat er schon längst gedacht. Nun wird nicht Angst noch Pein, Noch Tod hinfort uns schaden, Weil Gott nun läßt aus Gnaden Uns seine ihr Verzagten, Dort Kinder sein. —⏑ + Adventslieder. 9. Auf, eilt mit schnellem Schritte, Den König selbst zu sehn; Er steht in eurer Mitte Stark, herrlich, sanft und schön. O tretet all heran, Den Heiland zu be⸗ grüßen, Der alles Leid versüßen Und uns erlösen kann. 10. Der König will bedenken, Die er so herzlich liebt, Mit köst⸗ lichen Geschenken, Er, der sich selbst uns giebt In seinem Gna⸗ denwort. O König, hoch erhoben, Wir alle wollen loben Dich freudig hier und dort.* 11. Nun, Herr, du giebst uns reichlich, Wirst selbst doch arm und schwach. Du liebest unvergleich⸗ lich, Du gehst den Sündern nach. Drum wollen alle wir Die Stim⸗ men hoch erschwingen, Das Ho⸗ sianna singen, Und ewig danken dir. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 26 Mit Ernst, o Menschen⸗ kinder, Das Herz in euch bestellt. Es kommt das Heil der Sünder, Der große Wunder⸗ held. Er, den aus Gnad allein Der Welt zum Licht und Leben Der Vater hat gegeben, Will bei uns kehren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gast, Macht seine Steige richtig, Räumt 17 werden Herz dankbar sein. Mel. Nun komm, der Heiden. 27 Gett sei Dank in aller 5 Welt, Der sein Wort beständig hält, Und der Sünder Trost und Rat Zu uns herge⸗ sendet hat. 2. Was der alten Väter Schar Höchster Wunsch und Sehnen war, Was sie haben prophezeit, Ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hülfe, Abrams Lohn, Jakobs Heil und Davids Sohn, Der erhabne Wunderheld Hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, du mein Teil! Richte du dir eine Bahn Auch in meinem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, Dir gehört das Herz allein; Mach es, wie du gerne thust, Rein von aller Sündenlust. 6. Und wie du voll Sanftmut fort, was ihm verhaßt. Die Thäler füllet aus, Erniedriget die Höhen, Und laßt ihm offen stehen Ein jedes Herz und Haus. 3. Ein Herz, das Demut übet, Bei Gott am höchsten steht; Ein Herz, das Hochmut liebet, Mit Angst zu Grunde geht. Ein Herz, das richtig ist, Und folget kamst, Meine Lasten auf dich nahmst: Also sei auch jederzeit Deine Sanftmut mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin, Und des Satans Macht und List Wider mich geschäftig ist. 8. Tritt der Schlange Kopf entzwei, Daß ich, aller Angste 2 18 ö Adveuͤtslieder. frei, Dir in meiner Glaubens⸗ bahn Selig bleibe zugethan. 9. Laß mich, wenn du Lebens⸗ fürst Herrlich wiederkommen wirst, Freudig dir entgegen gehn, Und gerecht vor dir bestehn. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 28 Warum willst du draußen stehen, Du Gesegne— ter des Herrn? Laß dir, zu mir einzugehen Wohlgefallen, du mein Stern. Du, mein Jesu, meine Freud, Helfer in der rechten Zeit, Hilf, o Jesu, meinem Herzen Von den Wunden, die mich schmerzen. 2. Meine Wunden hat geschla⸗ gen Das Gesetz mit seinem Fluch, Und es bringt mich zum Verzagen Auch des Teufels Lug und Trug, Der mir Gottes Gnad absagt, Mich bei Tag und Nacht verklagt, Und also mein Herz zerschläget, Daß sich all mein Blut beweget. 3. Will ich dann mein Elend lindern, Und erleichtern meine Not Bei der Welt und ihren Kindern, Fall ich nur in neue Not. Da ist Freude, die betrübt, Trost, der nicht Erquickung giebt, Helfer, die mir Herzleid machen, Falsche Freunde, die mein lachen. 4. In der Welt ist alles nichtig, Nichts ist, das nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, die ist flüchtig, Hab ich Reichtum, was ists mehr, Als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ist, das mich heut erfreuet, Das mich morgen nicht gereuet? 5. Aller Trost und alle Freude Ruht in dir, Herr Jesu Christ! Dein Erfreuen ist die Weide, Wo man immer fröhlich ist. Leuchte Mr du, o Freudenlicht, Eh mein armes Herz mir bricht, Laß an dir es. sich erquicken! Jesu, komm, laß dich erblicken! 6. Freu dich, Herz, du bist er— höret, Denn er ziehet bei dir ein. Sein Gang ist zu dir gekehret, Heiß ihn nur willkommen sein Und bereite dich ihm zu, Gieb dich ganz zu seiner Ruh, Offne ihm Gemüt und Seele, Klag ihm, was dich drück und quäle. 7. Nun hast du ein süßes Le⸗ ben: Alles, was du willst, ist dein. Christus, der sich dir gegeben, Läßt dich reich durch Gnade sein. Seine Gnad ist deine Kron, Und dein Heil sein schönster Lohn Innig hält er dich umschlossen Nennt dich seinen Reichsgenossen, 8. Seines Himmels goldne Decke Spannt der Heiland um dich her, Daß dich fort nicht mehn erschrecke Deiner Feinde großes Heer. Seine Engel stellen sich Dir zur Seite, wenn du dich Hier willst, oder dorthin wenden, Tra⸗ gen dich auf ihren Händen. 9. Was du Böses hast be— gangen, Das ist alles abgeschafft; Gottes Liebe nimmt gefangen Deiner Sünden Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, Und was Böses in der Welt Sich will wider dich erregen, Wird zu lauter Glück und Segen. 10. Alles dient zu deinem From⸗ men, Was dir bös und schädlich scheint, Weil dich Christus ange— nommen, Und es treulich mit dir meint. Bleibst du ihm nur wie⸗ ——.———2— 8* „I—— 78 Adventslieder. 19 der treu, Ists gewiß und bleibt dabei, Daß du mit den Engeln droben Ihn dort ewig werdest loben. Eigne Melodie. 29 Wie soll ich dich empfan⸗ 5 gen, Und wie begegn' ich dir? O aller Welt Verlangen, O meiner Seelen Zier! O Jesu, Jesu, zünde Mir selbst die Fackel an, Auf daß mein Herz ergründe, Was dich ergötzen kann. 2. Dein Zion streut dir Palmen Und grüne Zweige hin, Und ich will dir in Psalmen Ermuntern meinen Sinn. Es soll mein Herz dir grünen In stetem Lob und Preis, Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen, Zu bringen Trost und Freud? Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid, Als mir das Reich genommen, Wo Fried und Freude lacht, Bist du, mein Heil, gekom⸗ men Und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los. Ich stand in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß Und hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie Erdenreichtum thut. 5. Nichts, nichts hat dich ge⸗ trieben Zu mir vom Himmelszelt, Als das geliebte Lieben, Womit du alle Welt In ihren tausend Plagen Und ihrer Jammerlast, Die kein Mund kann aussagen, So fest umfangen hast. 6. Das schreibt in eure Herzen, Drückt euch die Last so schwer, Ihr, denen Gram und Schmerzen Sich häufen mehr und mehr. Seid un⸗ verzagt, ihr habet Die Hülfe vor der Thür, Der eure Herzen labet Und tröstet, steht schon hier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Armes Macht; Er kommt, er kommt mit Willen, Ist voller Lieb und Lust, All Angst und Not zu stillen, Die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken Vor eurer Sündenschuld; Nein, Jesus will sie decken Mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern Zu Trost und wahrem Heil, Schafft, daß bei Gottes Kin⸗ dern Verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien Der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, Dem alle Macht und List Der Feinde viel zu wenig Zum Widerstande ist. 10. Er kommt zum Weltgerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, Und leit uns allzumal Zum Licht der ewgen Wonne In deinen Freudensaal. Mel. Vater unser im Himmelreich. 30 Auf, meine Seele, sei er⸗ freut, Das Kirchenjahr wird heut erneut, Da dir aufs neu das Heilwort klingt, Das dich erfreut, das dich verjüngt, Ja, das aus Gott dich neu gebiert, Und selbst zu Gott ins Leben führt. 2. Der Geist aus Gott erfülle * ————— ————— — AF.—„.‚—.‚I‚InCCCi‚‚‚.. 20 Advent Slieder. mich, Damit mein Geist erneure sich, Und ich, vom alten Menschen frei, Ganz rein, ganz neu und christlich sei, Damit mein Mund ermuntre sich, Und Gott lobsinge ewiglich. 3. So findet auch, mehr als zuvor, Dein teures Wort ein offnes Ohr, Das Wort, das dem das Leben giebt, Der darnach thut, und Glauben übt. Ach Jesu, gieb, daß dies in mir Zur Frucht gedeihe für und für. Eigne Melodie. 31 H d.r z Davids Sohn, Der in seines Vaters Namen Sich erhebet auf den Thron Über Jakobs Haus und Samen! Welchem Gott ein Reich bestimmt, Dem die Reiche dieser Erden Endlich müssen dienstbar werden, Und das selbst kein Ende nimmt. 2. Sei gesegnet, teures Reich, Das ein solcher Herr besitzet, Dem kein Herr auf Erden gleich, Der das Recht mit Nachdruck schützet! Schwinge dich in stetem Flor, Groß durch Frieden, reich an Freuden, Unter Juden, unter Hei⸗ den, Mit vermehrtem Glanz empor. 3. Deines Königs Majestät Müsse jedes Volk verehren, Und so weit die Sonne geht, Müsse sich sein Ruhm vermehren. Selbst der kleinen Kinder Mund Mache zum Verdruß der Feinde Und zur Freude seiner Freunde Sei⸗ nen großen Namen kund. 4. Schreibe, Herr, mich auch mit an Unter deine Unterthanen! Ich will dir, so gut ich kann, In mein Herz die Wege bahnen. Ich geselle mich im Geist, Herr, zu jenen frohen Chören, Die mit lautem Dank dich ehren. Sohn des Höchsten, sei gepreist! 5. Jauchzt, ihr Kräfte, freuet euch, Seid ermuntert, meine Sin⸗ nen! Jesus und sein Gnadenreich Wird in euch nun Raum gewinnen. Kommt und schwört den Huld'- gungseid, Kommt und küßt den Sohn der Liebe! Ach, daß nie⸗ mand draußen bliebe! Hier, o hier ist Seligkeit! Mel. Ich dank dir schon. 32 Gedanke, der uns Leben giebt, Wer kann dich ganz durchdenken?„Also hat Gott die Welt geliebt, Uns seinen Sohn zu schenken.“ 2. Hoch über die Vernunft er⸗ höht, Umringt mit Finsternissen, Füllst du mein Herz mit Majestät, Und stillest mein Gewissen. 3. Ich kann der Sonne Wun⸗ der nicht, Noch ihren Bau ergrün⸗ den, Und doch kann ich der Sonne Licht Und ihre Wärm empfinden. 4. So kann ich auch nicht Got⸗ tes Rat Von Jesu Tod ergründen, Allein das Göttliche der That, Das kann mein Herz empfinden. 5. Nimm mir den Trost, daß se Jesus Christ Nicht meine Schuld getragen, Nicht Gott und mein Erlöser ist, So werd ich angstvoll zagen. 6. Ist Christi Wort nicht Got⸗ tes Sinn, So werd ich irren müs⸗ sen, Und wer Gott ist, und was ich bin Und werden soll, nicht wissen. 7. Nein, diesen Trost der Chris⸗ tenheit Soll mir kein Spötter rau⸗ Adventslieder. 21 ben! Ich fühle seine Göttlichkeit, Und halte fest am Glauben. 8. Des Sohnes Gottes Eigen⸗— tum, Durch ihn des Himmels Erbe: Dies bin ich, und das ist mein Ruhm, Auf den ich leb und sterbe. 9. Er giebt mir seinen Geist, das Pfand, Im Glauben mich zu stärken, Und bildet mich durch seine Hand Zu allen guten Werken. 10. So lang ich seinen Willen gern Mit reinem Herzen thue, So fühl ich eine Kraft des Herrn, Und schmecke Fried und Ruhe. 11. Und wenn mich meine Sünde kränkt, Und ich zum Kreuze trete, So weiß ich, daß er mein gedenkt, Und thut, worum ich bete. 12. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, Der mich einst aus der Erde Erweckt und zu dem Reich erhebt, Da ich ihn schauen werde. 13. Kann unsre Lieb im Glau⸗ ben hier Für ihn jemals erkalten? Dies ist die Lieb, o Gott, zu dir: Dein Wort von Herzen halten. 14. Erfüll mein Herz mit Dankbarkeit, So oft ich dich nur nenne, Und hilf, daß ich dich alle⸗ zeit Treu vor der Welt bekenne. 15. Soll ich dereinst noch wür— dig sein, Für dich hier Schmach zu leiden, So laß mich keine Schmach noch Pein Von deiner Liebe scheiden. 16. Und soll ich, Gott, nicht für und für Des Glaubens Freud empfinden, So wirk er doch sein Werk in mir, Und rein'ge mich von Sünden. 17. Hat Gott uns seinen Sohn geschenkt:(Laß mich noch sterbend denken,.) Wie sollt uns der, der ihn geschenkt, Mit ihm nicht alles schenken? Mel. Wie schön leucht't uns der. 33 Der Heiland kommt, lob⸗ singet ihm, Dem Herrn, dem alle Seraphim Das Heilig, Heilig, singen! Er kommt, der ein⸗ geborne Sohn, Verläßt des Him⸗ mels hohen Thron, Um Heil der Welt zu bringen. Preis dir, Daß wir Von den Sünden Rettung finden, Gnad empfangen, Und zum Himmelreich gelangen. 2. Willkommen, Friedensfürst und Held, Erlöser, Mittler, Heil der Welt, Willkommen hier auf Erden! Du kommst, der sündgen Welt zu gut, Du kleidest dich in Fleisch und Blut, Willst unser Bruder werden. Ja du, Jesu, Kommst uns Armen voll Er⸗ barmen mild entgegen, Wandelst unsern Fluch in Segen. 3. Du bringst uns Trost, Zu⸗ friedenheit, Heil, Leben, ewge Se⸗ ligkeit, Sei hoch dafür gepriesen! O Herr, zu arm und schwach sind wir, Die Treue zu vergelten dir, Die du an uns erwiesen. Da wir Ganz hier Im Verderben müßten sterben, bringst du Leben; O was kannst du Größres geben? 4. Wir bringen dir ein dankbar Herz, Und wollen fromm in Freud und Schmerz Nach deinem Vor⸗ bild wandeln. Verwirf dies unser Opfer nicht, Und gieb uns deines Geistes Licht, Wie dirs gefällt, zu handeln. Zeig dich Freundlich, Hilf uns Schwachen, daß wir wachen, beten, ringen, Und zu deinem Reiche dringen. 22 Adventslieder. Eigne Melodie. 34 Macht hoch die Thür, — die Thore weit, Es kommt der Herr der Herrlichkeit, Ein König aller Königreich, Ein Heiland aller Welt zugleich, Der Heil und Leben mit sich bringt. Deshalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, Mein Schöpfer, reich von Gnad. 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, Sein Königskron ist Heiligkeit, Sein Scepter ist Barm⸗ herzigkeit, All unsre Not zu End er bringt. Deshalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, MeinHeiland, groß vonThat. 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, Die diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen ins⸗ gemein, Da dieser König ziehet ein. Er ist die rechte Freuden— sonn, Bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, Mein Tröster früh und spat. 4. Macht hoch die Thür, die Thore weit! Eu'r Herz zum Tem⸗ pel zubereit't! Die Zweiglein der Gottseligkeit Steckt auf mit An⸗ dacht, Lust und Freud; So kommt der König auch zu euch, Ja, Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, Voll Rat, voll That, voll Gnad! 5. Komm, o mein Heiland, Jesu Christ, Des Herzens Thür dir offen ist. Ach, zeuch mit deiner Gnade ein, Dein' Freundlichkeit auch uns erschein, Dein heilger Geist uns führ und leit Den Weg zur ewgen Seligkeit, Und deinem Namen, Herr, Sei ewig Preis und Ehr. Mel. Nun danket alle Gott. Oomm, Tochter Zion, 35. K komm, Den König zu empfangen, Der unser Heiland ist Und aller Welt Verlangen. Er— hebe seinen Ruhm, Stimm Hosi⸗ anna an, Bring, was zu seinem Dienst Die Liebe bringen kann. 2. Statt ihm den Weg zu streun Mit grünem Laub der Pal⸗ men, Empfang ihn hocherfreut Mit deines Dankes Psalmen, Und sprich: gepriesen sei Der Heiland Jesu Christ, Der aus des Vaters Schoß Auf Erden kommen ist. Daß du zu uns gekommen, Daß du hast Fleisch und Blut Wie Kinder angenommen. Sanftmütig kamst du, arm, Ein König ohne Pracht, Und doch der ewge Sohn Voll Herrlichkeit und Macht. 4. Erscheinst du, Gottes Sohn, Als Mensch auf dieser Erden: Muß dann nicht unser Herz Voll Trost und Frieden werden? Drum hast du deinen Glanz In Niedrigkeit gehüllt, Daß unsre Angst und Furcht Auf ewig sei gestillt. 5. Erscheinen wirst du einst Zum großen Weltgerichte, O laß uns wandeln stets In deiner Wahrheit Lichte, Daß wir dann auch getrost Dir, unserm Richter, nahn, Und unsern Gnadenlohn Aus deiner Hand empfahn. 6. Das Hosianna wird Alsdann von neuem klingen; Dann werden wir vereint Mit Engelscharen singen: Gelobt sei Gottes Sohn, Der ewig war und ist! Gelobet sei der Herr, Der Heiland Jesus Christ! 3. Wir danken dir, o Herr, — ES—————— S E S. — —— —2—————9088—— —*—..——9———— 3. Christfestlieder. Mel. Wachet auf, ruft uns die. MVacht umhüllte rings die 36. N Erde, Da sprach noch einmal Gott: es werde! Und Licht entströmte seinem Thron. Christus kam, das Licht der Heiden, Der Hirt will selbst die Herde weiden, Seht, Gottes Sohn wird Men⸗ schensohn. Er hat in unsre Nacht Der Wahrheit Licht gebracht. Jauchzet alle! Aus ihm nur quillt, Was Herzen stillt, Und sie mit Zuversicht erfüllt. 2. Diese Sonn erlischt nicht wieder, Sie strahlt stets neu auf Menschen nieder, Die sonst in öde Nacht gebannt. Wahrheit geht von Volk zu Volke, Vertreibt des Irr⸗ tums düstre Wolke, Denn Jesus Christus wird erkannt. Ihr Völ⸗ ker, nehmt ihn auf, Und richtet euern Lauf Froh zum Himmel. Er geht voran, Und macht euch Bahn, Am Ziel die Krone zu empfahn. 3. Hör im Geist der Engel Chöre, Auf, bring auch du ihm Preis und Ehre, Bring ihm dich selbst zum Opfer dar! Du auch bist zum Fest geladen, Nimm aus der Fülle seiner Gnaden! Ein jedes Herz sei ein Altar; Da brenne Licht und Glut, Da flamme Glau⸗ bensmut, Hoffnung, Liebe. Empor empor, Schallt unser Chor, Zu Gott, der uns zum Licht erkor. Mel. Wir Christenleut. 37 Auf, schicke dich Recht feierlich, Des Heilands Fest mit Danken zu begehen! Lieb ist der Dank, Der Lobgesang, Durch den wir ihn, den Gott der Lieb, erhöhen. 2. Sprich dankbar froh: Gott hat also Die Welt in seinem eingen Sohn geliebet! O wer bin ich, Herr, daß du mich So herrlich hoch in deinem Sohn geliebet? 3. Er, unser Freund, Mit uns vereint Zur Zeit, da wir noch seine Feinde waren, Er wird uns gleich, Um Gottes Reich Und seine Lieb als Mensch zu offenbaren. 4. Aus Dank will ich In Brü⸗ dern dich, Dich, Gottes Sohn, be⸗ kleiden, speisen, tränken, Der Frommen Herz In ihrem Schmerz Mit Trost erfreun und dein dabei gedenken. 5. Rat, Kraft und Held, Durch den die Welt Und alles ist, im Himmel und aufErden! Diechris⸗ tenheit Preist dich erfreut, Und aller Knie soll dir gebeuget werden. 6. Erhebt den Herrn! Er hilft uns gern, Und wer ihn ehrt, den wird sein Name trösten. Gelobt sei Gott! Gelobt sei Gott! Freut euch des Herrn, und lobt ihn, Ar Erlösten. Mel. Vom Himmel hoch. Nir singen dir, Immanuel, 38.W Du Lebensfürst und Gnadenquell, Dir, Himmelslicht und Morgenstern, Dir, Gottes Sohn, Herr aller Herrn! 2. Wir singen dir in deinem Heer Aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, Daß du, o lang ge⸗ 24 Christfestlieder. wünschter Gast, Dich nunmehr eingestellet hast. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, Hat manches Herz nach dir gewacht, Dich hat gehofft so lange Jahr Der Väter und Pro⸗ pheten Schar. 4. Ach, daß der Herr aus Zion käm, Und unsre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hülfe bräch her⸗ ein, So würde Jakob fröhlich sein! 5. Nun bist du hier, mein Heiland du, Hältst in der Krippe deine Ruh, Bist klein und machst doch alles groß, Bekleid'st die Welt und kommst doch bloß. 6. Bin ich gleich Sünd und Schwachheit voll, Hab ich gelebt nicht wie ich soll, So kommst du ja deswegen her, Daß sich der Sünder zu dir kehr. 7. So faß ich dich nun ohne Scheu, Du machst mich alles Jam⸗ mers frei, Du trägst den Zorn, du würgst den Tod, Verkehrst in Freud all Angst und Not. 8. Du bist mein Haupt, mein Heil, mein Ruhm, Ich bin dein Glied, dein Eigentum, Und will, so viel dein Geist mir giebt, Dir dienen stets, wie dirs beliebt. Eigne Melodie. 39 Gelobet seist du, Jesus cChrist, Daß du Mensch geboren bist, Von einer Jungfrau, wunderbar, Des freuet sich der Engel Schar. Halleluja! 2. Des ewgen Vaters einig Kind Dort man in der Krippe find't, Mit unserm armen Fleisch und Blut Bekleidet sich das ewge Gut. Halleluja! 3. Den aller Weltkreis nie be⸗ schloß, Der liegt in Mariens Schoß, Er ist ein Kindlein wor⸗ den klein, Der alle Ding erhält allein. Halleluja! 4. Das ewge Licht geht da herein, Giebt der Welt ein'n neuen Schein, Es leuchtet mitten in der Nacht, Und uns zu Lichtes Kindern macht. Halleluja! 5. Des Vaters Sohn geoffen⸗ bart, Gast in dieser Welt er ward, Und führt uns aus dem Jammer⸗ thal Zum Erbteil in den Him⸗ melssaal. Halleluja! 6. Er ist auf Erden kommen arm, Daß er unser sich erbarm, Uns in dem Himmel mache reich, Und seinen lieben Engeln gleich. Halleluja! 7. Das hat er alles uns gethan, Seine Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christenheit, Und dank ihm das in Ewigkeit. Halleluja! Mel. Wir Christenleut. 40 Bringt frohen Dank Und Lobgesang Dem Herrn, der uns zum Heile ward geboren! Sein Licht erhellt Die dunkle Welt; Des Lichtes Kinder gehen nicht verloren. 2. Welch eine Nacht! Der Sterne Pracht Wich vor dem Glanz der frohen Himmelschöre, Die Erd erklang Vom Lobgesang, Der jauchzend rief: Gott in der Höh' sei Ehre! 3. So tönt es laut, Der Vater schaut Versöhnt herab, auf Erden herrscht sein Friede. Wem schlägt die Brust Nicht jetzt voll Lust, Hin 2.ihit bei diesem Segens⸗ iede? Christfestlieder. 4. So singt auch ihr, Und danket hier Dem, dessen Ruhm die Him⸗ mel wiederhallen; Und lebt hin⸗ fort Nach seinem Wort, Dann ruht auf euch sein gnädig Wohlgefallen. 5. Auch mein Gesang,‚ Herr, bringt dir Dank, Denn mir auch bring Segen. mich ni geh ich getrost entgegen. Mel. Warum sollt ich mich denn. 41. F ihm br Herr ge Wiederha 2. Heute geht aus s Sich 3. fassen? kann u mit unserm Blute. Macht und Ehren. 4. Sollt er von uns sein ge⸗ kehret, Der sein Reich Und zugleich Selbst sich uns gewähret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, Der jetzt kömmt, Mächtig hemmt, Was uns will betrüben? 5. Wenn er uns verworfen hätte Nähm er dann Menschheit an Daß er uns errette? Hätt er Lust an unserm Schaden: Gnaden⸗ reich Würd er euch Dann nicht zu sich laden. 6. W' t dein Sohn des Himmels Tod und Gericht Erschreckt cht, Der Zukunft Nacht röhlich laßt uns Gott lobfingen, Hocherfreut Laßt uns heut Dank und Ruhm ingen! Euch ist heut der boren! Hört, wies schallt, llt: Christus ist geboren! einer Kam⸗ mer Gottes Held, Der die Welt Reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir, Mensch, zu gute, Es vereint Unser Freund Wer kann Gottes Ratschluß Aber dies Ist gewiß: Er ns nicht lassen. Gott giebt, unserm Leid zu wehren, Seinen Sohn Von dem Thron Seiner as ihm Schweres wird auf Erden Angethan, Er nimmts an, Unser Schutz zu werden; Unser Lamm, das für uns stirbet, Und bei Gott Durch den Tod Fried und Heil erwirbet. 7. Seht, er liegt in seiner Krippe, Ruft zu sich Mich und dich, Spricht mit süßer Lippe: Lasset fahren, liebe Brüder, Was euch quält! Was euch fehlt, Bring ich alles wieder. 8. O so laßt uns zu ihm eilen, Stellt euch ein, Groß und Klein, Laßt von ihm euch heilen! Liebt ihn, der vor Liebe brennet, Schaut den Stern Unsern Herrn, Der uns Leben gönnet. 9. Die ihr steht in großen Lei⸗ den, Sehet, hier Ist die Thür Zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen An den Ort, Wo hinfort Euch kein Kreuz wird rühren. 10. Wer noch ist beschwert im Herzen, Eil herzu, Suche Ruh Für Gewissensschmerzen. Sei ge⸗ trost, er ist gefunden, Ist dein Teil, Machet heil Deine tiefstenWunden. 11. Die ihr angstvoll schaut aufs Ende, Kommt herbei, Füllet frei, Glaubensvoll die Hände! Hier sind alle guten Gaben, Reines Gold, Und ihr sollt Euer Herz nun laben. 12. Süßes Heil, laß dich um⸗ fangen, Laß an dir, Meine Zier, Unverrückt mich hangen! Du bist meines Lebens Leben; Nun kann ich Mich durch dich Wohl zu⸗ frieden geben. 13. Forthin soll ich nicht ver⸗ zagen Denn du hast Meine Last Selbst für mich getragen. Du 5 22 26 Christfestlieder. willst keine Schuld mehr finden, Frei werd ich, Herr, durch dich, Frei von meinen Sünden. 14. Rein bin ich um deinet⸗ willen, Du giebst Mut, Ehr und Gut, Kannst mein Sehnen stillen. In mein Herz will ich dich schließen, Dich, mein Heil Und mein Teil Selig zu genießen. 15. Treu soll dich mein Herz bewahren, Ich will dir Leben hier Und mit dir heimfahren. Mit dir will ich endlich schweben, Ganz erneut, Hoch erfreut, Dort im selgen Leben. Eigne Melodie. 42 Armuntre dich, mein schwacher Geist, Und trage groß Verlangen, Den Hei⸗ land, den der Himmel preist, Mit Freuden zu empfangen! Dies ist die Nacht, in der er kam Und menschlich Wesen an sich nahm. Er will durch sein Erscheinen Uns ganz; mit Gott vereinen. 2. Willkommen, Held aus Da⸗ vids Stamm, Du König aller Ehren! Willkommen, Jesu, Gottes Lamm, Ich will dein Lob vermeh⸗ ren, Ich will dir all mein leben⸗ lang Von Herzen sagen Preis und Dank, Daß du, da wir verloren, Für uns bist Mensch geboren. 3. O wie ist deine Huld so groß, Ich kann sie nimmer fassen! Du hast dich aus des Vaters Schoß Zu uns herabgelassen. Hier wartete dein nichts als Not, Ver⸗ achtung, Kummer, Schmerz und Tod, Und doch kamst du auf Erden, Der Menschen Heil zu werden. 4. O große That, o Wunder⸗ nacht, Von Engeln selbst besungen! Du hast den Helfer uns gebracht, Der Sünd und Tod bezwungen, Und jetzt, zur Herrlichkeit erhöht, Herrscht auf dem Thron der Ma⸗ jestät, Um Heil und ewges Leben Den Gläubigen zu geben. 5. O du, des Vaters einges Kind, Du Hoffnung aller From⸗ men! Durch den nun Gottes Kin⸗ der sind, Die dich, Herr, aufge— nommen, Komm, Jesu, in mein Herz hinein, Und laß es deine Woh⸗ nung sein; Dahin geht mein Ver⸗ langen, Dich würdig zu empfangen. 6. Du, des sich meine Seele freut, Mein höchstes Gut, mein Leben, Was soll ich dir aus Dank⸗ barkeit Für deine Treue geben? Herr, was ich hab und was ich bin, Das geb ich dir zu eigen hin, Mich soll kein Glück, kein Leiden Von deiner Liebe scheiden. 7. Noch sieht dich zwar mein Auge nicht, Doch du wirst wieder⸗ kommen; Dann schauen dich von Angesicht, Herr, alle deine From⸗ men. Dann werd auch ich, Herr Jesu Christ, Dich sehn, so herrlich wie du bist, Und ewig dich dort oben Mit allen Selgen loben. Mel. Lobe den Herren, den. 43 Ehre sei Gott in der Höhe! derHerr ist geboren! Sün⸗ dern zum Heiland vom Höchsten aus Gnaden erkoren! Lasset uns sein, SeinerErbarmung uns freun! Ist er nicht uns auch geboren? 2. Dunkel bedeckte den Erdkreis, in Finsternis irrten Völker um⸗ her, wie die Herden verlassen vom Hirten. Jesus erschien, Nächte . —— VV —— XxꝝI —————55—..656 660 ——3 Christfestlieder. 27 verschwanden durch ihn, Die auch Unsrer menschlichen Natur, Und den Weisen verwirrten. vor aller Kreatur Sie allein dir 3. Menschen, berufen sich unter ausgewählet. Du erhobst sie, einander zu lieben, Folgten der Gottessohn, Mit dir auf der Zwietracht und Bitterkeit schänd⸗ Gottheit Thron. lichen Trieben. Jesus erschien. 3. Du erschienest hier auf Er⸗ Lehrte den Menschenhaß fliehn, den, Mittler zwischen uns und Lehrte den Frieden uns lieben. Gott, Unser Friedensfürst zu wer⸗ 4. Wahrheit und Tugend ent- den, Retter aus der Sündennot. keimten des Göttlichen Schritten, Herr, du hast das Kreuz erduldet, Trost und Erquickung trug er in Hast mit Gott uns ausgesöhnt der Weinenden Hütten. Selbst er, Und mit seiner Huld gekrönt Uns, ihr Freund, Hatte vielfältig ge⸗ die wir so viel verschuldet. Dies weint, Lasten getragen, gelitten. ist unsre Zuversicht Einst im Tod 5. Ehre sei Gott in der Höhe! und im Gericht. ein ewiges Leben Hat er durch 4. Nein, Gott kann mich nim⸗ ihn, seinen Sohn, uns erbarmend mer hassen, Ob ich gleich ein gegeben. Bis in das Grab Stieg Sünder bin; Nimmer kann mein er vom Himmel herab, Einst uns Gott mich lassen, Denn er heget zum Himmel zu heben. Vatersinn. Gnade schenkt er sei⸗ 6. Seliger Glaube, daß einst nen Knechten In dem Sohne, meinen Retter ich sehe, Ihn mit der mich kennt, Und mich seinen den Scharen Vollendeter ewig er-Bruder nennt. Christus sitzt zu höhe! Völlig beglückt, Sing ich Gottes Rechten; Durch ihn bin dann, himmlisch entzückt: Ehre ich Gott vereint, Gott mein sei Gott in der Höhe! Vater, Gott mein Freund. 5. Wird das Leben doch mein Mel. Sollt ich meinem Gott. Leben, Leuchtet mir doch selbst 44 Ewig sei dir Lob gesun⸗ das Licht. Alles Heil ist mir ge— K. gen Hier und einst vor geben, Was ist, das mir noch ge⸗ deinem Thron, Daß du uns das bricht? Seht, es fleußt der Quell Heil errungen, Menschgewordner der Freuden Aus dem hohen Him⸗ Gottessohn. Uns zu gut ins melssaal In das niedre Erden⸗ Fleisch gekommen Bist du voller thal, Und erquickt mich unter Freundlichkeit; Ja du hast vor Leiden. Meine Lieb und Selig⸗ alter Zeit Dich schon unser an⸗keit, Christus, ist geboren heut. genommen. Sei gelobt, Herr Jesu 6. Du, o Gottes höchste Gabe, Christ, Daß du unser Bruder bist. Du, des Vaters einger Sohn, 2. Sei gelobt, Herr, dir ge⸗Du, der Seelen reichste Habe, bühret Unser Dank in Wort und Und des Glaubens größter Lohn! That; Herrlich hast du ausgefüh⸗Laß mich neu geboren werden, ret Deines Vaters Gnadenrat. Bilde mich nach deinem Sinn, Huldreich hast du dich vermählet Nimm mich ganz zu eigen hin, .....‚.————— 28 Christfestlieder. Daß ich dein schon sei auf Erden; Dann lobsingt mein Leben dir, Treuer Heiland, für und für. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 45 ottes und Mariens Sohn, Den, um unser Leid zu wenden, Gott von seinem Himmels⸗ thron In die Welt hat wollen sen⸗ den, Sei willkommen, großer Held, Du gepriesnes Licht der Welt! 2. Deine Freudenankunft macht, Daß wir alle fröhlich singen, Da die Engel in der Nacht Die ge⸗ wünschte Botschaft bringen: Kommt, nun ist der Heiland da! Gott sei Dank, Halleluja! 3. Uns zu Liebe kommst du hier In das dunkle Thal der Erde; Ach, daß Herz und Zunge dir Ewig, ewig dankbar werde! Jauchzt, ihr Völker, rühmt und preist Den, der euch nun leben heißt. 4. Jetzt ist alles wieder da, Was uns Adam einst verloren. Menschen, singt: Halleluja! Got⸗ tes Sohn ist Mensch geboren! Stimmet mit den Engeln an, Rühmt, was er an euch gethan. 5. Ehre sei Gott in der Höh, Und auf Erden lauter Friede. Ferner mache Leid und Weh Nim⸗ mermehr die Christen müde, Bis du uns, o Lebensfürst, Zu dem Vater führen wirst. Mel. Vom Himmel hoch, da. 46 Dies ist der Tag, den 2 490 Gott gemacht, Sein werd in aller Welt gedacht, Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist. 2. Die Väter haben dein ge⸗ harrt, Bis daß die Zeit erfüllet ward, Da sandte Gott von sei⸗ nem Thron Das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, So steht mein Geist vor Ehrfurcht still, Er betet an, und er ermißt, Daß Gottes Lieb un⸗ endlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, Erniedrigst du dich, Herr der Welt, Nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, Erscheinst im Fleisch, wirst unser Heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir, Er spricht: im Buche steht von mir, Gott, deinen Willen thu ich gern, Gelobt sei, der da kommt vom Herrn. 6. Herr, der du Mensch ge— boren wirst, Immanuel und Frie— densfürst, Auf den die Väter hoffend sahn, Dich, Gott, mein Heiland, bet ich an. 7. Du, unser Heil und höchstes Gut, Vereinigst dich mit Fleisch und Blut, Wirst unser Freund und Bruder hier, Und Gottes Kinder werden wir. 8. Gedanke voller Majestät, Du bist es, der das Herz erhöht! Gedanke voller Seligkeit, Du bist es, der das Herz erfreut. 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt; Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zag ich nun, wenn der mich schützt, Der in des Va⸗ ters Schoße sitzt? 10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, Den Tag der heilig⸗ sten Geburt! Und Erde, die ihn heute sieht, Sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied. Christfestlieder. 29 11. Herr, der du uns den Tag gemacht, Der uns so großes Heil gebracht, Dich preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist. Mel. Wer nur den lieben Gott. 47 Dies ist die Nacht, da mir erschienen Des großen Gottes Freundlichkeit. Das Kind, dem alle Engel dienen, Bringt Licht in meine Dunkel⸗ heit; Und dieses Welt- und Him⸗ melslicht Weicht hunderttausend Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, Versäume nicht den Gna⸗ denschein. Der Glanz in dieser kleinen Höhle Dringt bald in alle Welt hinein; Er treibet weg der Hölle Macht, Der Sünden und des Todes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen Das Licht der klaren Se— ligkeit. Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, Vielleicht gar bald in letzter Zeit, Wird dieses Licht mit seinem Schein Dein Himmel und dein alles sein. 4. Laß nur indessen helle schei⸗ nen Dein Glaubens⸗ und dein Lebenslicht. Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonst hilft dir diese Sonne nicht. Willst du genießen diesen Schein, So darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum Jesu, schöne Weih⸗ nachtssonne, Bestrahle mich mit deiner Gunst. Dein Licht sei meine Weihnachtswonne, Und lehre mich die Weihnachtskunst, Wie ich im Lichte wandeln soll, Und sei des Weihnachtsglanzes voll. Chor. Mel. Vom Himmel hoch, da. 48 Empor zu Gott, mein 2 Lobgesang! Er, dem der Engel Lied erklang, Der Tag, der Freudentag ist da. Ihr Chris⸗ ten, singt Halleluja! Alle. Mel. Nun lob, mein Seel, den. 2. Vom Staub, in dem wir wallen, Soll, Jesu Christ, dein Lobgesang Empor zum Himmel challen, Dir opfre jede Seele Dank. Und jeder der Gebornen Sei froh, ein Mensch zu sein, Und jeder der Verlornen Rühm sich, erlöst zu sein. Uns ist das Kind gegeben, Geboren uns der Sohn, Mit ihm erscheint das Le⸗ ben, Mit ihm des Himmels Lohn. Chor. 3. Er kommt, des Vaters Eben⸗ bild, Von schlichtem Pilgerkleid umhüllt, Und macht uns seiner Hoheit gleich Auf Erden und im Himmelreich. Alle. 4. O du, dem jetzt die Menge Der Engel und Verklärten singt, Vernimm die Lobgesänge, Die dir dein Volk im Staube bringt. Du kamst, so geht die Sonne, Die Welt zu segnen, auf, Verbreitet Licht und Wonne In ihrem ho⸗ hen Lauf. Du brachtest Heil und Gnade Auf unsre Welt herab, Ein Licht dem dunkeln Pfade, Ein Licht dem finstern Grab. Chor. 5. Vom Himmel kam in dunk⸗ — ler Nacht, Der uns des Lebens .. Christfestlieder. Licht gebracht. Nun leuchtet uns ein milder Strahl, Wie Morgen⸗ rot im dunkeln Thal. Alle. 6. Frohlockt! ihr war't Ge⸗ nossen Der Sünde wie der Sterb⸗ lichkeit; Nun ist euch aufgeschlossen Der Eingang in die Herrlichkeit. Zu unsrer Welt hernieder Kam Gottes ewger Sohn, Nun hebt er seine Brüder Empor zu Gottes Thron. Er war das Heil der Sünder, Und bleibt es fort und fort, Hier sind sie Gottes Kinder Und Gottes Erben dort. Chor. 7. Er führet uns auf ebner Bahn, Zum Himmel führt er uns hinan, Und wandelt unser Pilger— kleid In Sternenglanz und Herr⸗ lichkeit. Alle. 8. Und sind wir einst zum Lohne Der Himmelsbürger dort erhöht, Dann stehen wir am Throne, Und schaun, Herr, deine Majestät. Nicht mehr aus tiefer Ferne Dringt unser Dank zu dir, Denn über Sonn und Sterne Erhoben, jauchzen wir. Und in des Himmels Chöre Schallt unser Lobgesang: Dem Ewigen sei Ehre. Dem Welterlöser Dank! Chor. 9. Rein, wie der Engel Harfen⸗ klang, Steig auf, du hoher Lobge⸗ sang! Der Tag, der Freudentag ist da; Ihr Christen, singt Halleluja! Eigne Melodie. om Himmel hoch da komm ich her, Ich 49.“ bring euch gute neue Mär, Der guten Mär bring ich so viel, Davon ich sing'n und sagen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut gebor'n Von einer Jungfrau aus⸗ erkor'n, Ein Kindelein, so zart und fein, Soll eure Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, un⸗ ser Gott, Der will euch führ'n aus aller Not, Er will eu'r Hei⸗ land selber sein, Von allen Sün⸗ den machen rein. 4. Er bringt euch all'n die Seligkeit, Die Gott der Vater hat bereit't, Daß ihr mit uns im Himmelreich Sollt ewig leben allzugleich. 5. So merket nun das Zeichen recht, Die Krippe, Windelein so schlecht, Da findet ihr das Kind gelegt, Das alle Welt erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein Und mit den Hirten gehn hinein, Zu sehen, was Gott hat beschert Mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Willkommen, Jesu, edler Gast! Den Sünder nicht ver⸗ schmähet hast, Und kommst ins Elend her zu mir, Wie soll ich immer danken dir? 8. Lob, Ehr sei Gott im höch⸗ sten Thron! Er schenkt uns sei⸗ nen eingen Sohn; Des freuet sich der Engel Schar Und singet uns ein neues Jahr. Eigne Melodie. + obt Gott, ihr Christen, 50.L allzugleich, Vor seinem höchsten Thron, Der heut auf⸗ schleußt sein Himmelreich Und schenkt uns seinen Sohn. * —————— — ————*— .....· I HM--.. ——— 9 ——— herzusagen, Um zum Nachtmahl Christfestlieder. 3.³— Mel. Ach, was soll ich Sünder. 85 er im Herzen will er⸗ 20. W fahren, Und darum bemühet ist, Daß der König Jesus Christ Sich in ihm mög offenbaren, Der muß suchen in der Schrift, Bis er diesen Schatz antrifft. 2. Er muß gehen mit den Weisen, Bis der Morgenstern aufgeht Und im Herzen stille steht. Dann kann man sich selig preisen, Weil des Herren Angesicht Glänzt von Klarheit, Recht und Licht. 3. Denn wo Jesus ist geboren, Da erweiset sich gar bald Seine göttliche Gestalt, Die im Herzen war verloren. Seine Klarheit spie⸗ gelt sich In der Seele kräftiglich. 4. Alles Fragen, alles Sagen Ist von Jesu nur allein Und von dessen Gnadenschein, Dem sie fort und fort nachjagen, Bis die Seele in der That Diesen Schatz ge⸗ funden hat. 5. Ach wie weit sind die zu⸗ rücke, Die nur fragen in der Welt: Wo ist Reichtum, Gut und Geld, Wo ist Ansehn bei dem Glücke, Wo ist Wollust, Ruhm und Ehr? Und nach solcher Thorheit mehr. 6. Ja, unselig sind die Herzen, Und in ihrem Wandel blind, Die also beschaffen sind, Weil sie diesen Schatz verscherzen, Wählen, was die Erde bot, Das nichts hilft in Not und Tod. 7. Auch heißt nicht nach Jesu fragen, Wenn man nur zur Kirche geht, Und in der Ver⸗ sammlung steht, Eine Beichte dann zu gehn, Meinend, dann sei g'nug geschehn. 8. Nein, wenn dies in deinem Leben Nach Gewohnheit nur ge⸗ schicht, So ist noch nichts aus⸗ gericht't. Du mußt dich Gott ganz ergeben, Und im Glauben Nacht und Tag Deinem Jesu folgen nach. 9. Dann läßt er sich auch bald finden In dem Tempel, bei der Beicht', In dem Nachtmahl, und bezeugt, Daß die vorbegangnen Sünden Sind vergeben, und sein Blut Reinigt Seele, Geist und Mut. 10. Dann kann man recht freudig treten Zu dem Gnaden⸗ stuhl und Thron, Und den König mit der Kron Als ein treuer Knecht anbeten, Der nichts suchet auf der Welt, Als was seinem Herrn gefällt. 11. Jesu, laß mich auf der Erden Doch nichts suchen, als allein, Daß du mögest bei mir sein, Und ich dir mög ähnlich werden In dem Leben dieser Zeit Und in jener Ewigkeit. 12. So will ich mit allen Weisen, Die die Welt für Thoren acht't, Dich anbeten Tag und Nacht, Und dich loben, rühmen, preisen, Liebster Jesu, und vor dir Christlich wandeln für und für. Mel. Wie schön leucht't uns. V. erzage, Volk der Chris⸗ 56. 223—— nicht! Die Heiden sehen auch sein Licht, Und finden den Erretter. Des wahren Gottes Sohn und Ruhm Stürzt aller Götzen Säulen um, Die Bilder falscher Götter. Gott wird Selbst 3 34 Neujahrslieder. Hirt Seiner Herde, und die Erde sieht voll Freuden Gott selbst seine Herde weiden. 2. Der Gottheit Fülle wohnt in dir, Durch dich, mein Heil, kommt Gott zu mir Und schenkt mir seine Liebe. Wie dank ich dir, wie preis ich dich? Du wirst mir gleich, ein Mensch, wie ich, Daß ich nicht hülflos bliebe. Dank— voll, Herr, soll Mein Gemüte deine Güte hoch erheben; Du, mein Heiland, bist mein Leben. 3. Es deckte Finsternis die Welt, Du hast die finstre Welt erhellt, Des freuen sich die From— men. Vom Aufgang bis zum Niedergang Erschallt der Völker Lobgesang, Die anzubeten kommen. Wie blind, Herr, sind, Die dich hassen, sich nicht lassen Gott be— lehren, Sich zum Vater zu bekehren. 4. Ein Herz, das deine Wahr⸗ heit liebt, Und sich dir willig übergiebt, Das kannst du nicht verschmähen. Wer seine Hoff— nung auf dich setzt, Und sich in deinem Wort ergötzt, Der soll dich selbst einst sehen. Dein Licht Ist nicht Bei dem Sünder, deine Kinder sind die Frommen, Welche gläubig zu dir kommen. 5. Mein Glaube sei mein Dank— altar, Hier bring ich mich zum Opfer dar, Dir, der Verlassnen Tröster. Ich bete dich in Demut an; Wer ist, der mich verdammen kann? Ich bin ja dein Erlöster. Von dir Strömt mir Gnaden⸗ fülle; Ruh und Stille, Licht und Segen Find ich, Herr, auf deinen Wegen. 6. Dir will ich ewig dankbar sein, Mich gläubig deiner Liebe freun Und immer dein gedenken. Mein Weihrauch sei Gebet und Flehn; Hin auf dein Beispiel will ich sehn, Wenn hier mich Leiden kränken. Hab ich Wenig Gold im Leben hinzugeben! voll Erbarmen Dien ich, wie ich kann, den Armen. 7. Versichre mich durch deinen Geist, Daß du für mich erhöhet seist, Den Himmel mir zu geben. Bin ich nur meines Heils gewiß, Soll keine Macht der Finsternis Mich hindern, dir zu leben. Für mich Kann ich Nichts vollbringen; hilf mir ringen, Freund der Seelen, Ich will deinen Ruhm erzählen. 4. Neujahrslieder. Mel. Jesu, meiner Seelen Ruh. 57 Menschen, unser Leben eilt, Immer eilt es unverweilt, Als im Flug eilt es da⸗ von, Und bald ist es ganz entflohn. 2. Unachtsam auf seine Pflicht Merket dies der Jüngling nicht, Sieht vor sich ein fernes Ziel, Rechnet noch der Jahre viel. 3. Ihm dehnt sich die kurze Zeit Aus zur langen Ewigkeit; Aber schaut der Greis zurück, Dünkt sie ihm ein Augenblick. 4. Leicht entflieht ein Morgen⸗ traum, Leicht zerschmilzt des Was⸗ sers Schaum, Steigend noch zer— geht der Rauch: So ist unser Leben auch. Neujahrslieder.—— Selche—Nach so viel Blutvergießen Die Ich weiß von keinem Augenblick, ö Freudenströme fließen. Da nicht von ihr stets neues Glück Dank⸗ 11. Sprich deinen milden Se-Mir zugeflossen wäre. zum gen Zu allen unsern Wegen, Laß 4. Du hast auch im vergangnen issnen Großen und auch Kleinen Die Jahr Mich väterlich geleitet, Und )emut Gnadensonne scheinen. wenn mein Herz voll Sorgen war, nmen 12. Sei der Verlassnen Vater, Mir Hülf und Trost bereitet. Von löster. Der Irrenden Berater, Der Un- ganzer Seele preis ich dich, Aufs aden⸗ versorgten Gabe, Der Armen Gut neue übergeb ich mich, Gott, t und und Habe. deiner weisen Führung. deinen 13. Hilf gnädig allen Kranken, 5. Vergieb mir die gehäufte Gieb fröhliche Gedanken Den Schuld Von den verfloßnenTagen; nkbar hochbetrübten Seelen, Die sich Du wollest mich mit Vaterhuld Liebe mit Schwermut quälen. In Christo ferner tragen. Laß enken. 14. Und endlich, was das mich in deiner Gnade ruhn, Und und Meiste, Füll uns mit deinem lehre du mich selber thun Nach will Geiste, Der hier uns herrlich ziere, deinem Wohlgefallen. zeiden Und dort zum Himmel führe. 6. Gieb neue Lust und neue ld im 15. Das alles wollst du geben, Kraft, Vor dir gerecht zu wandeln. irmen O meines Lebens Leben! So Laß, Herr, mich stets gewissenhaft rmen. segne, so bewahre Uns in dem Vor deinen Augen handeln. Dein deinen neuen Jahre. Geist belebe Herz und Mut, Dich, rhöhet o du allerhöchstes Gut, Und nicht geben. Mel. Es ist das Heil uns. die Welt zu lieben. ewiß, 61 O Gott, du bist der Herr 7. Die Welt vergeht, dies reize ternis* der Zeit Und auch der mich, Die Lust der Welt zu flie⸗ Für Ewigkeiten. Laß mich mit frohershen; Um beßre Freuden müsse sich ngen; Dankbarkeit Auch jetzt dein Lob Mein Geist schon jetzt bemühen. eelen, verbreiten. Ein Jahr ist aber⸗Der Ewigkeit bin ich verwandt, ählen. mal dahin; Wem dank ichs, Gott, Im Himmel ist mein Vaterland, daß ich noch bin? Nur deiner Dahin laß, Herr, mich trachten. Macht und Güte! 8. O lehre selbst mich, meine 2. Dich, Ewiger, dich bet ich Zeit Mit Weisheit, Herr, verwen⸗ an, Unwandelbares Wesen, Dich, den, Und laß den Lauf zur Ewig⸗ kurze den kein Wechsel treffen kann! Wir keit Mit Treue mich vollenden. igkeit; werden, sind gewesen! Wir blühen Der Tage Last erleichtre mir, Bis urück, und verblühn durch dich. Nur du meine Seligkeit bei dir Kein Wechsel lick. bist unveränderlich: Du warst, dusweiter störet. rgen⸗ bist und bleibest. Was⸗ 3. Herr, ewig währet deine Mel. Valet will ich dir geben. h zer⸗ Treu, Mit Huld uns zu begegnen, 62 Bis hieher ists gelungen, unser Mit jedem Morgen wird sie neu, Borüber ist das Jahr. Mit Wohlthun uns zu segnen. Ich bin hindurch gedrungen Durch 38 Neujahrslieder. Sorgen und Gefahr. Nun schweigeso Gott, bleibt ewig stehen, Du jede Klage, Mein ganz Gefühl sei Dank. Dir, Hüter meiner Tage, Erschalle Lobgesang. 2. Der du mich hast erhalten, Mein Schöpfer und mein Hort, Dich laß ich ferner walten, Und traue deinem Wort. Dir ist mein Will ergeben, Er ist nicht' weiter mein; Mein Herz, mein ganzes Leben Soll dir geheiligt sein. 3. In deinen Rat sich schicken, Ist Weisheit und giebt Ruh. Soll mich die Armut drücken: Mein höchstes Gut bist du; Soll mich Verfolgung plagen: So schützest du mich doch; Soll ich Verachtung tragen: Ich trage, Herr, dein Joch. 4. Soll ich verlassen leben: Verlaß nur du mich nicht. Soll ich in Angsten schweben: Sei meine Zuversicht. Und soll ich Krankheit leiden: Wollst du Geduld verleihn. Soll ich von hinnen scheiden: Führ mich zum Leben ein. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund. 63 Her, den die Sonnen und die Erden Durch ihren Bau voll Pracht erhöhn, Durch dessen Machtwort Welten werden, Und Welten wieder untergehn! Herr, den durch laute Lobgesänge Der Kreaturen ganze Menge In aller Zeiten Lauf erhob! Der Engel Chöre nachzuahmen, Preist unsfre Seele deinen Namen, Und unsern Mund erfüllt dein Lob. 2. Wie, Gott, dein Arm die Welt bewahre, Verkündigt jeder bist und bleibest, wir vergehen, Wie schnell verströmet unsre ZeitSchon wieder ist ein Jahr vom Leben, Das uns dein Gnadenrat gegeben, Im Abgrund der Vergangenheit. 3. Kommt, heut sei uns ein Tag des Bundes! Dem frommen Bunde bleibet treu, Und den Ge— lübden unsres Mundes Stiinm ohne Falsch das Herz auch bei. O Land, gelobe Gott zu dienen, Und du wirst wie ein Garten grünen, Den er sich selbst gepflanzet hat. Laß wandeln uns auff einenWegen, Dann macht mit ihrem vollen Segen Uns seine Vatergüte satt. 4. Gott, schau herab aus deinen Höhen Mit Huld auf unser Volk und Land. Gieb uns, was wir in Christo flehen, Aus deiner milden Vaterhand. Gott, sättige mit langem Leben Den König, den du uns gegeben, Durch Frömmigkeit besteh sein Thron; Lehr du ihn selbst das Land beglücken, Daß wir in ihm dein Bild erblicken, Und sei sein Schild und großer Lohn. 5. Tritt den Gewaltigen zur Seite, Die um den Thron des Königs stehn, Daß ihren Rat die Weisheit leite, Und sie des Volkes Wohl erhöhn. Sei mit den Obern unsers Landes, Auf daß zur Wohlfahrt jedes Standes Ihr Amt und Wirken wohl gedeih. Du wollest deiner Güte Segen Auf alle treue Bürger legen, Daß jeder dir gehorsam sei. 6. Des Heiligtumes Diener Tag der Nacht; Ein Jahr erzählt stärke Der Geist des Lichtes und dem nächsten Jahre Die großen der Kraft, Er, der zu ihrem Se⸗ Wunder deiner Macht. Dein Stuhl, genswerke Das Wollen und Voll⸗ hen, Du jehen, Wie eitSchon eben, Das eben, Im iheit. uns ein frommen den Ge⸗ Stiinm hbei. O nen, Und grünen, nzet hat. nWegen, n vollen üte satt. 1s deinen iser Volk S wir in r milden ige mit „den du nmigkeit du ihn Daß wir en, Und er Lohn. gen zur ron des en Rat sie des mit den luf daß des Ihr gedeih. Segen n, Daß Diener es und m Se⸗ d Voll⸗ —und Amen, Du kannst mehr thun, Passionslieder. 39 bringen schafft. Der Lehrer Arbeit laß geraten, Wenn sie mit treuer Hand die Saaten Der Weisheit und der Wohlfahrt streun. Bild' auch das zarte Herz der Jugend, Laß wahre Weisheit, fromme Tugend Die Zierde unsrer Ju— gend sein. 7. Dies Flehn sei vor dir Ja als wir verstehn; Erhör uns, Gott, in Jesu Namen, Und laß uns deine Hülfe sehn. Wir trauen deiner Macht und Gnade, Erhalt uns auf dem ebnen Pfade, Den unser Herr uns wandeln lehrt. O segne, Vater, dir zum Preise Auch dieses Jahr, und so beweise, Du seist es, der Gebet erhört. Mel. Es ist das Heil uns. 64 Gott ruft der Sonn und 35 schafft den Mond, Das Jahr darnach zu teilen. Er schafft es, daß man sicher wohnt, Und heißt die Zeiten eilen. Er ordnet Jahre, Tag und Nacht; Auf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Dank erteilen! 2. Herr, der da ist und der da war, Von dankerfüllten Zungen Sei dir für das verfloßne Jahr Leben, Wohlfahrt, Trost und Rat, Für Fried und Ruh, für jede That, Die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dies Jahr gesegnet sein, Das du uns neu gegeben. Verleih uns Kraft, denn sie ist dein, In deiner Furcht zu leben. Du schützest uns, und du ver⸗ mehrst Der Menschen Glück, wenn sie zuerst Nach deinem Reiche streben. 4. Gieb mir, wofern es dir gefällt, Des Lebens Ruh und Freuden. Doch schadet mir das Glück der Welt, So gieb mir Kreuz und Leiden; Nur stärke mit Geduld mein Herz, Und laß mich nicht in Not und Schmerz Die Glücklichern beneiden. 5. Hilf deinem Volke väterlich In diesem Jahre wieder; Erbarme der Verlaßnen dich, Und der be⸗ drängten Glieder. Gieb Glück zu jeder guten That, Und laß dich, Gott, mit Heil und Rat Auf unsern König nieder. 6. Daß Weisheit und Gerech— tigkeit Auf seinem Stuhle throne, Daß Tugend und Zufriedenheit In unserm Lande wohne, Daß Treu und Liebe bei uns sei: Dies, lieber Vater, dies verleih In Christo, Ein heilig Lied gesungen! Für deinem Sohne. 5. Passionslieder. Mel. Der am Kreuz ist meine. Senke dich auf uns her⸗ 65. S nieder, Geist, der uns mit Feuer tauft! Alle sind wir Christi Glieder, Alle durch sein Blut erkauft. Füll mit Andacht unsern Geist, Daß er sich der Welt entreißt, Und in Christo Ruhe finde Für die schwere Last der Sünde. 2. Lehre selbst uns würdig feiern Jesu Christi Leidenszeit, Laß uns 40 Passionslieder. jenen Tag erneuern, Wo er sich dem Tod geweiht. Fülle mit der Wehmut Schmerz Das zu ihm gewandte Herz, Und von deinem Strahl getroffen Steh es heilger Geschäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte, Mein Herz erbebt, ich seh und ich empfinde Den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer Rührung offen. 3. Laß den Mittler unsres Bun⸗ des Uns in seiner Schönheit sehn. Laß die Reden seines Mundes Nicht vor uns vorübergehn. Führ uns nach Gethsemane, Diesen Ort voll Angst und Weh, Wo die alles Bösen, Gott ist die Lieb, und läßt die Welt erlösen: Dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken Am Kreuz erblicken. mein Verdienst darnieder; Es beugt mich tief und es erhebt mich Todesnacht ihn schrecket, Und mit wieder, Entsündigt mich, macht blutgem Schweiß bedecket. 4. Zeig uns ihn, den Welt⸗ versöhner, Unter seiner Mörder Schar, Wie auf Erden keiner schöner, Keiner so verachtet war: Wie er unter Spott und Hohn, Unter seiner Dornenkron, Geißel⸗ schläg'n und Todeswunden So geduldig ward erfunden. 5. Ja, du heilige Gemeinde, Blick zu deinem Haupt empor, Zum Erlöser, deinem Freunde, Den zum Retter Gott erkor. Welche Wonn und Seligkeit Schafft die stille Leidenszeit! Sie entreißt dem Weltgetümmel, Hebt den Geist empor zum Himmel. Mel. Herzliebster Jesu. mich aus Gottes Feinde Zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, Ich liege hier vor dir gebückt im Staube, Verliere mich mit dankendem Ge— müte In deine Güte. 7. Sie übersteigt die mensch⸗ lichen Gedanken! Allein sollt ich darum im Glauben wanken? Ich bin ein Mensch, darf der sich unterwinden, Gott zu ergründen? 8. Das Größt' in Gott ist Gnad und Lieb erweisen; Uns kommt es zu, sie demutsvoll zu preisen, Zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget, Die Gnade steiget. 9. Mein Herz ergreift, Herr,‚, — 66 Herr, stärke mich, dein Lei⸗dein Verdienst im Glauben, Nichts den zu bedenken, Mich soll den Trost, den du erwarbst, in das Meer der Liebe zu versenken, mir rauben. Du starbst für mich, Die dich bewog, von aller Schuld nun bin ich, wenn ich sterbe, Des des Bösen Uns zu erlösen! 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden Und bis zum Himmels Erbe. Mel. Herzliebster Jesu. Tod am Kreuz gehorsam werden, aß deinen Geist mich stets, und 67. 55 An unsrer statt gemarter mein Heiland, lehren, zerschlagen, Die Sünde tragen: Dein Kreuz im Glauben dankbar 3. Welch wundervoll hochheiliges zu verehren, Daß ich getreu in 5. Es schlägt den Stolz und .— Passionslieder. 41 nach, so dem Beruf der Liebe Mich christ⸗⸗ 10. Ja, wenn ich stets der Tu⸗ in Herz lch übe. gend Pfad betrete, Im Glauben mpfinde 2. Das Gute thun, das Böse kämpf, im Glauben wach und fliehn und meiden, Herr, diese bete: So ist mein Heil schon so Rächer Pflicht lehrt mich dein heilig Leiden. gewiß erstrebet, Als Jesus lebet. 12e Lieb, Könnt ich zugleich das Böse mir 11. Lockt böse Lust mein Herz Dies erlauben, Und an dich glauben? mit ihrem Reize, So schrecke mich ken und 3. Da du dich selbst für mich dein Wort, das Wort vom Kreuze; icken. dahin gegeben: Wie dürft ich noch Und werd ich matt im Laufe guter lz und⸗ nach meinem Willen leben? Und Werke, So sei's mir Stärke. r; Es nicht vieimehr, weil ich dir an⸗ 12. Seh ich dein Kreuz den bt mich gehöre, Zu deiner Ehre? Klugen dieser Erden Ein Arger⸗ macht 4. Wie sollt ich nicht des Lebens nis und eine Thorheit werden: So de Zu Kreuz und Plagen Mit stiller sei's doch mir, trotz alles frechen Demut und Geduld ertragen, Da Spottes, Die Weisheit Gottes. il, an du so viel für uns, die wirs 13. Wenn endlich, Herr, mich h liege verschuldet, Liebreich erduldet? meine Sünden kränken, So laß Staube, 5. Wie sollt ich meine Miter⸗dein Kreuz mir wieder Ruhe m Ge⸗ lösten hassen, Für welche du dein schenken. Dein Kreuz, das sei, Leben selbst gelassen? Ich will für wenn ich den Tod einst leide, tensch⸗ alle, die mich untertreten, Gleich Mir Fried und Freude. Alt ich dir, noch beten. Ich 6. Ich will nicht Haß mit Mel. O du Liebe meiner Liebe. er sich gleichem Haß vergelten, Wenn 68 Sesu, meines Lebens Le⸗ nden? man mich schilt, nicht rächend ben, Du, mein Heiland, ott ist wiederschelten. Du Heiliger, du schlummerst ein, Mir den größten Uns Herr und Haupt der Glieder, Trost zu geben, Der die Seele oll zu Schaltst auch nicht wieder. kann erfreun. Du, Versöhner, wenn 7. Ein reines Herz, gleich dei⸗neigest müde Auf die Brust dein Die nem reinen Herzen, Dies ist der Haupt herab, Du, du stirbst! Dank für deine Todesschmerzen, dein Tod ist Friede, Ruh und Herr, ö Und Gott giebt uns die Kraft in Ehre ist dein Grab. Nichts deinem Namen, Dir nachzuahmen. 2. Ruhe sanft im Schoß der arbst, 8. Welch großes Heil! du lit⸗Erde, Weihe du mein Grab mir mich, test uns zu gute, Ich bin ver⸗ ein, Daß auch mir die Hoffnung „Des söhnt in deinem teuren Blute; Du werde, Meiner Ruhe mich zu freun. hast mein Heil, da du für mich Ach, du hast nun ausgelitten, Wie gestorben, Am Kreuz erworben. noch nie ein Dulder litt, Hast den 9. So bin ich denn schon selig größten Sieg erstritten, Wie kein stets, hier im Glauben, So wird mir Sieger ihn erstritt. hren, nichts, nichts meine Krone rauben, 3. Alle Früchte deiner Leiden, ukbar So werd ich dort, von Herrlich-Deiner Siege sind auch mein, Ich u in keit umgeben, Einst ewig leben. soll aller deiner Freuden Froher —— —42 Mitgenosse sein. Welche Wonne, welcher Segen Fließt aus deinem Tod mir zu! Führe du auf meinen Wegen Mich auch dieser Wonne zu. So sei denn dein bittres Leiden Ewig unvergeßlich mir. Dankbar schlag im letzten Scheiden Noch der letzte Pulsschlag dir. Dann soll mich die Hoffnung trös⸗ ten, Dich, der für mich starb, zu sehn, Und im Kreise der Erlösten Dir zur Rechten einst zu stehn. Mel. Die Tugend wird durchs. 69 Laß mir die Feier deiner Leiden, Erhabner Mitt- ler, heilig sein. Sie lehre mich die Sünde meiden Und dir mein ganzes Leben weihn. Ich seh auf dich, der so entschlossen Für mich die Last des Kreuzes trug, Der mir zum Heil sein Blut vergossen, Des Herz noch sterbend für mich schlug. 2. Wie seid ihr mir so lieb und teuer, Gethsemane und Golgatha, Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Der allergrößten Liebe sah! Hier lern ich jede Tugend üben, In Not und Tod gelassen sein, Hier stärkt mein Herz sich, Gott zu lieben, Und selbst dem Todfeind zu verzeihn. 3. Drum in den stillsten mei⸗ ner Stunden Will ich nach deinem Kreuze sehn, Und dich, o Herr, für deine Wunden Mit tief ge⸗ rührtem Dank erhöhn. O laß mich deine Huld ermessen, Mit der dein Herz die Welt umfaßt, Und nie im Undank es vergessen, Was du für mich erduldet hast. 4. Mir sollen diese Feierzeiten Der größten Liebe heilig sein, Still soll dein Kreuz mich stets Passionslieder. begleiten, Und jede meiner Stun⸗ den weihn. Dein Leiden sei mein höchster Segen, Dein Tod mein seligster Gewinn; Mein Herz schlägt dir voll Dank entgegen, Daß ich durch dich erlöset bin. 5. Bleibt mir zu allen Zeiten teuer, Gethsemane und Golgatha, Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Der allergrößten Liebe sah! Nach euch will ich voll Andacht schauen, Wo meinErlöser litt und starb. Heil uns, wenn wir auf dich vertrauen, Der uns die Seligkeit erwarb. Mel. Ach Herr, mich armen. 70 Weg, Welt, mit deinen 2 Freuden Und dem, was dir gefällt! Schau meines Jesu Leiden, Der sich zum Opfer stellt! Entsagt den Fleischeslüsten, Der Herr trägt Qual und Pein: Wie können wahre Christen Sich eitler Weltlust freun? 2. Ach, seht sein Seelenschrecken! Er zagt, er wird betrübt, Er muß den Zornkelch schmecken, Den ihm sein Vater giebt. Seht, wie er uns zu gute Selbst mit dem Tode ringt, Und wie sein Schweiß mit Blute Ihm aus den Adern dringt! 3. Wie frech wird er verraten! Man legt ihm Fesseln an! Ach, unsre Missethaten, Die haben dies gethan. Er lässet sich verklagen, Er wird verhöhnt, verspeit, Ver⸗ spottet und geschlagen, Der Herr der Herrlichkeit. 4. Man schlägt im wilden Hohne Mit Geißeln auf dich zu; Du trägst die Dornenkrone, Du Him⸗ melskönig, du! Du wirst ans Krenz geheftet, Das du getragen Stun⸗ mein mein inen was Jesu ellt! Der Wie itler ken! nuß ihm eer ode mit igt! en! lch, hies jen, zer⸗ err ne Du m⸗ us jsen * Passionslieder. 43 hast; Doch, was dich mehr ent⸗ Wunden, Fühlt nur der Ver⸗ kräftet, Ist unsre Sündenlast. laßnen Schmerz. 5. Wer hätte bei den Mördern 4. Tröstend blicket er hernieder, Den Heiligsten gesucht? Den Legt sein teures Erbe nieder, Giebt Segen zu befördern, Wirst du der Treue ewgen Lohn. Weib, so für uns verflucht. Die dich zu spricht er, nicht mehr Mutter, Du Boden treten, Dich schmähn ins bist dieses Jüngers Mutter, Du, Angesicht, Für die selbst willst du mein Jünger, bist ihr Sohn. beten, Denn Rache kennst du nicht. 5. Aller Erdensorg enthoben . Dein Durst, o Lebensquelle, Wendet sich sein Geist nach oben, Geht auf mein Seelenheil; Du Sieht erhellt die dunkle Nacht, ringst mit Tod und Hölle, Das Sieht am Ziel sein Werk verkläret, Leben ist mein Teil. Du wirst Sieht den letzten Kelch geleeret, von Gott verlassen, Damit er bei Jesus ruft: es ist vollbracht! mir sei, Und weil du mußt er⸗ 6. Nein, nicht trostlos, nicht blassen, Bin ich vom Tode frei. verlassen, Sahn, Vollender, dich 7. Die Welt mag voller Freu⸗erblassen Sie, die du so treu den Den Weg zur Hölle gehn; geliebt. Weihe, Herr, auch unsre Ich will bei Jesu Leiden Und Herzen Durch dein Licht, das seinem Kreuze stehn. O Jesu, Freud in Schmerzen, Himmels⸗ deine Liebe Trieb dich in Tod ruh im Sterben giebt. und Grab; Ich sterb aus gleichem 7. Deine Jünger, die mit Freu⸗ Triebe Nun meinen Lüsten ab. den Thränen trocknen und im Leiden Den Bedrängten gern er⸗ Eigne Melodie. freun, Die, gleich dir, in eigner 74 Seht die Mutter vort vollPlage Tröstend stillen fremde 4 Schmerzen, Weinend Klage, Können nie verlassen sein. mit zerrißnem Herzen, Zus⸗des 8. Wenn ich recht die Meinen Sohnes Kreuze ESeht in liebe, Redlich sorge, Sanftmut tiefen Gram verlor n, Den vorsübe, Treu das Herz dem Freunde allen er erkoren, Seinen Jünger sschlägt: Hab ich schon die Hand bei ihr stehn! gefunden, Die auf meine letzten 2. Was ist ohne ihn ihr Le⸗Wunden Sanft der Liebe Bal⸗ ben? Nein, sie können nicht er⸗ sam legt. beben, Dem Getreuen treu zu sein. 9. Treu der Heil'gung nachzu⸗ Seiner Liebe Segen erben, Mit jagen, Treu das Kreuz dir nach⸗ ihm leiden, mit ihm sterben, Ist zutragen, Treu zu wirken vor der für sie noch Trost allein. Nacht: Leuchtet dazu mir dein 3. Er erkennet bald die Seinen, Leben, Wird dein Tod mir Mut Hört ihr Klagen, sieht ihr Weinen, einst geben, Wenn mein Lauf Sieht durchbohrt der Mutter nun ist vollbracht. Herz. In den letzten Kreuzes⸗ 10. Ach, wie du zurück dann stunden Fühlt er nicht mehr eignesschauen Kann ich nicht, doch mit ...r hält bereit In der ewgen Seligkeit. 44 Passi onslieder. Vertrauen, Wenn das Herz nur Mel. Der am Kreuz ist meine. treu mich heißt. Treue rühmet sich range, Welt, mit dei⸗ (4. der Gnade, Spricht mit dir am nem Wissen, Das du letzten Pfade: Gott, empfange jetzt so hoch gebracht! Ich kann meinen Geist. deine Weisheit missen, Die mich 11. O du, der die Deinen doch nicht selig macht. Meines kennest, Mutter, Bruder, Freund Jesu Kreuz und Pein Soll mein sie nennest, Du bist selbst ihr liebstes Wissen sein; Weiß ich das Trost und Teil, Bist ihr Freuden⸗ im wahren Glauben, Wer will quell im Leiden, Bist ihr Schirm mir den Himmel rauben? und Fels im Scheiden, ewig dort ihr Teil. 72. Eigne Melodie. Kreuz, Ich Ewig, nen, Was hier in die Augen fällt, Ob sie gleich den nicht erkennen, Dessen Weisheit alles hält. Mir eine Liebe hängt am soll meines Jesu Pein Meine will ihn Kunst und Weisheit sein; Das daselbst umfassen Und nicht lassen, Geheimnis seiner Liebe Ist die Daß er durch sein teures da ich mich übe. Mache mich gerecht und gut. 2. Meine Liebe hängt am Kreuz,. Schärfen durch Was hang ich noch an der Erde Mit Beschwerde? Wäre nur die Welt doch mir, gekreuzigt ihr! 3. Meine Liebe hängt am Kreuz, Ich will seiner stets gedenken, Wenn mich kränken Sünde, Teu⸗ fel, Höll und Tod, Er erlöst aus aller Not. 4. Meine Liebe hängt am Kreuz, Darauf will ich fröhlich sterben, Und ererben, Was mein Gott mir Mel. Christus, der uns selig. 74 hilf, Christe, Gottes 73. O Sohn, Durch dein bittres Leiden, Daß wir, dir stets unterthan, All Untugend meiden, Deinen Tod und sein' Ursach Fruchtbarlich bedenken, Dafür, Und auch ichswill meines wiewohl arm und schwach, Dir Dankopfer schenken. 3. Andre mögen ihre Sinnen Verschlagenheit, Daß sie Lob und Ruhm gewinnen Bei den Großen dieser Zeit. Ich Heilands Schmach Ganz alleine denken nach; Chris— ten will es nicht geziemen, Daß sie sich des Eitlen rühmen. 4. Andern mag es wohl. beha⸗ gen, Wenn sie hurtig und geschickt Große Schätze sich erjagen, Und wenn ihnen alles glückt. O mein Reichtum, Glück und Teil Ist der armen Sünder Heil; Dieses weiß mein Herz zu finden, Und die Welt zu überwinden. 5. Ci, so komm, mein wahres Leben, Komm und unterweise mich, Dir will ich mein Herz ergeben, Daß es wisse nichts als dich. Teure, liebste Wissenschaft, Ach, beweise deine Kraft, Daß ich ein⸗ zig an dir hange, Und nichts außer dir verlange. 6. Weiß ich keinen Trost auf 2. Andre mögen Weisheit nen⸗ V r 2— —nn 70. ..—— de Dar duer ich sis mein 6 7. Wů dich, Dir Kein Schatz Im weiten Schde Ehr und Lust d Was mich erfreut, wa Hat nun mein Herz Dies ist mein Schatz und Gut: Versöhnung, Jesu, dein Blut, Und Heil aus deind Wunden. 8. Dies Heil will ich mir aud allezeit Im Herzen tief erwägen. 2. W Es sei mein Schild in allem dunkler Nad Streit, Im Mangel reicher Se-⸗der Sünden zu W gen. Es leuchte in der Nacht dich aus Salems Pforke mir hell, In Wüsten sei's mein mir des Himmels Pforts Lebensquell, Beim Hunger Seelen⸗gemacht. Du schwebst dahin du speise, In Freuden sei's mein höch⸗Kidrons schwarzes Thal, Um aus stes Glück, Zum Himmel leit es mei⸗ dem Schlamm der Sünden mich nen Blick Auf meiner Pilgerreise. zu heben. Am Olberg wartet auf 9. Was schadet mir des Todes dich Angst und Qual, Um deines Gift? Du, Heiland, bist mein Le-Friedens Olzweig mir zu geben. ben. Ob auch die Trübsalsglut 3. Im Garten ward die To⸗ mich trifft, Dein Kreuz muß Schat-desfrucht gepflückt, Im Garten ten geben. Zieht auch das Wet⸗war das höchste Gut verloren; ter um mich her, Mag auf dem Und du hast einen Garten dir er⸗ tiefbewegten Meer Mein Lebens⸗koren, Wo du der Strafe Gottes schiff oft schwanken: Du bist mein mich entrückt. Hier wurdest du in Anker in der Flut, Du stärkst Traurigkeit versenkt, Mit Furcht mlehr um Wu arg elen Da ause 4. Eet, den Teu⸗ schw man Die mein Leib. ch ver⸗ scher ng deiner zum begangen, Der et. emp dreimal dich aus litte Berleugnet, und da,. möc durchstochen: Ach wie I. Hab ich Treu gebrochen! Pur Ast es mir, o Herr, wie rein X, leid; Und darum hast du Sch den treulosen Knecht Beständig Zu Mnoch zu lieben fortgefahren. Ach Hert irtesbring mich auch, wenn ich verirrt, der! Siigen. zurecht, Laß deinen Geist dies tisch en anmuts⸗schwache Rohr bewahren! Wei einem schnöden 10. Man schleppt dich frühe hätt beflecken, Um meines vor Pilatus Haus; Weil du Kro Falschheit zu bedeckenauch willst für Unbeschnittne lei⸗ 1 deine Felsentreu zu machen den, So giebt man dich an Sün⸗ lig t kund. Die Jünger flohen, denn der aus den Heiden. Man schreit den du wollt'st allein, Ohn allensals einen Aufruhrstifter aus Dich, Hol⸗ Trost, des Zornes Kelter treten, Friedensfürst, den König aller gebe Für die, die sonst in steter Höl⸗Welt! Herr, ich bekenn die schat lenpein Von dir verbannt zu sein Schuld, ich war verloren, Weil ich du verdienet hätten. mich deinen Feinden zugesellt, lnd meir 7. Man stellte dich vors scharfemeine Lust zum König hatt'erkoren. decke Blutgericht, Die falschen Zeugens 11. O Unrecht, daß man dich mich brachten ihre Klagen: Und dusmit Barrabas, Dem Mörder, auf Sü hast nicht ein Wort drauf wollen die Wagschal durfte setzen! ⁸1 sagen, Weil ich auf tausend konnt Greuel, daß man dich durft Gol antworten nicht. Ich hatte deines schlimmer schätzen! O Raserei, o drar — 0. 1 2 7 Leu⸗ man mein ver⸗ einer igen, aus da⸗ wie hen! wie t du ndig Ach irrt, dies rühe du lei⸗ zün⸗ hreit Dich, Uler die ich Und ren. dich auf O urft i‚ o Passionslieder. 49 mehr als Kains Haß! Doch war⸗ um zürn ich mit der Juden Wut? Bin ich nicht selbst so arg und blind urs l Da ich elenden Dampf fürs höchste Gut, Da ich den Tod fürs Leben auserlesen? 12. Das Mordgeschrei, das an den Himmel stieß, War nicht so schwer, als meine Sünden riefen. Die Ströme Bluts, die dir vom Leibe triefen, Da dich Pilatus scheußlich geißeln ließ, Sind mir zum Spiegel der blutroten Schuld, Der Höllenstreiche, die du hast empfunden, Da du für mich ge⸗ litten in Geduld, Daß ich genesen möcht durch deine Wunden. 13. Der Ehrenkönig trägt ein Purpurkleid, Damit ich möcht in reiner Seide glänzen. Den blutgen die erste Kraft Am Scheitel müssen Dornen kränzen, Zu schenken mir den Kranz der Herrlichkeit. Man tritt den Glanz der höchsten Majestät Durch spöt⸗— tisch Krönen freventlich mit Füßen Weil ich sonst Iu 0 verdienet hätt', 0 ls Frevler wider Gottes Kron zu büßen. 14. O Gottes Lamm, wie wil⸗ lig trägest du Das Fluchhol, um den; Fluch von mir.— heben, Das Ootz, das mir sollt Lebensfrüchte geben, Und unter seinem Schatten schaffen Ruh! Du Himmelszierde, du hängst nackt und bloß, Um meiner Nacktheit Schande zu be⸗ decken; Du wirst zum Scheusal für mich Erdenkloß, Um von dem Sündendienst mich abzuschrecken. 15. Du bist, du schauervolles Golgatha, Das Trau'rgerüste, drauf der Schöpfer litte, „nun Rat geschafft. Verlaßner weinen, Kampfplatz, da der W e stritte, Der Schauplatz, da man »shöchste Wunder sah. Hier hänget aller Opfer Gegenbild, Der Bürge zahlet hier den letzten Scherfen, Hier wird durchbohrt mein ein'- ger Glaubensschild Vom Pfeil, den Gottes Zorn auf mich wollt werfen. 16. Der zwischen Erd und Him⸗ mel nan schaff Hängt als ein Scheusa Uhwischen Luft und Erden. Soll t ich der Engel Mit⸗ genosse werden, Er mußte zwischen Mördern sein verhaft't. Sein gan⸗ zer Rock und sein gevierteilt Kleid Zur Beute—35 den Knechten e So sollt das Kleid der X e Die Welt in allen Teilen ganz 17. Des Bundes B Blut erwies Schächer, der noch in den letzten Stunden Durch wahre Buß und Glauben Gnad gefunden. Für alle Sünden war Doch ist aus tausend einem dies geschehn, So ist dem sichern Fleisch nichts ein— geräumet; Der andre Schächer muß zu Grunde gehn, Weil er die rechte Gnadenzeit versäumet. 18. Der Tag ging Jesu unter und mir auf. Dem Sonnen⸗ schöpfer will kein Licht mehr schei⸗ nen, Der Helfer muß als ein Sein Angst⸗ geschrei hemmt der Geschöpfe Lauf. Wer zittert nicht? der Löw' aus Juda brüllt! Den Sohn der Liebe trifft des Vaters Rute! Was Wunder, daß sich die Natur ver⸗ hüllt? O Seelenlicht, was trägst Der du mir zu gute! 4 19. Nun weiß ich, daß die Macht der Finsternis Zerstöret ist; muß ich schon ratlos gehen Durch dunkle Thäler, und verlassen stehen Von allem Trost, so bin ich doch gewiß: Die Sonne muß vorher von Glut und Schein Beraubet in des Abgrunds Kluft sich sen— ken, Eh ich von Jesu werd ge— schieden sein, Und eh er nicht wird meiner mehr gedenken. 20. Du wirst, o Lebensborn, vor Durst verzehrt, Kaum ist ein Tröpflein Essig, dich zu laben, Und alle Ströme deiner Himmels⸗ gaben Sind meinem Durst im Überfluß beschert. Du giebst dein Leben endlich in den Tod, Dringst durch den Tod ins Paradies zum Leben, Um mir in meiner letzten Todesnot Aus freier Gnad die Lebenskron zu geben. 21. Drum soll, so lang ein' Ader in mir schlägt, Mein Herz dein Kreuzesbildnis in sich schlie⸗ ßen, Mein Mund in Lobgesängen sich ergießen, Mein Alles sein zum Opfer dargelegt. Die Sünde, die dir solche Centnerlast Hat aufgebürdet, will ich stets ver⸗ fluchen, Und was du für mich abgetragen hast, Mit treuer Liebe zu vergelten suchen. 22. Die Seite, die dir ist mit einem Speer Durchstochen, soll mir sein zur Zufluchtskammer, Darin ich mich fest an dein Herze klam⸗ mer', Wenn Belial mich jagt mit seinem Heer. Dein Blut mir stets ein offner Brunnen sei, In dessen Abgrund sich die Schuld verliere. Schenk deines Geistes Wasser mir 50 Pas sionslieder. dabei, Der mit dem Schmuck der Heiligkeit mich ziere. 23. Kommst du mit Blut und Wasser dann zu mir, Ich will dir Blut und Wasser wieder bringen; Ich will nun durch den offnen Vorhang dringen, Mich nahen in Freimütigkeit zu dir. Ich will in meiner letztenTodesnot Des Blutes Kraft, des Geistes Pfandanrühren; Dein Blut wird mich befrein vom ewgen Tod, Wird mich ver— klärt ins Himmelserbteil führen. Mel. Herr Jesu Christ, mein's. 79 Hen Jesu Christ, dein teures Blut Ist mei⸗ ner Seelen höchstes Gut, Das stärkt, das labt, das macht allein Mein Herz von allen Sünden rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehrenkleid, Dein' Unschuld und Gerechtigkeit Macht, daß ich kann vor Gott bestehn, Und zu der Himmelsfreud eingehn. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, Mein Trost, mein Heil und Gnadenthron! Dein Blut, das mir Vergebung schafft, Giebt mir auch neue Lebenskraft. 4. Herr Jesu, in der letzten Not, Wenn mich schreckt Teufel, Höll und Tod: So laß dein Blut mein Labsal sein, Und mache mich von Sünden rein. Mel. Wer nur den lieben Gott. 80 Du gehst zum Garten, um zu beten, O treuer Jesu, nimm mich mit. Laß mich an deine Seite treten, Ich weiche von dir keinen Schritt; Und sehen will ichs andachtsvoll, Wie man im Glauben beten soll. stiller erhör Gela will, 8. ck der t und ill dir ugen; ffnen en in ill in lutes hren; frein ver⸗ hren. '8. dein mei⸗ Das Ulein rein. nuck, chuld 5 ich d zu ottes Heil Blut, Biebt tzten ufel, Blut mich Passionslieder. 51 2. Du gehest zitternd und mit Zagen, Und bist bis in den Tod betrübt. Ach, dieses soll ans Herz mir schlagen, Mir, der viel Sün— den ausgeübt. Du willst es, daß ein Herz voll Reu Mein Anfang zum Gebete sei. 3. Die Jünger müssen ferne bleiben, Du suchst die stille Ein— samkeit. O hilf mir, alles zu vertreiben, Was im Gebet mein Herz zerstreut. Fern sei die Welt, nimm mich allein, Und laß nur uns beisammen sein. 4. Du wirfst dich knieend hin zur Erden, Fällst nieder auf dein Angesicht. So soll die Demut sich gebärden, Wenn sich das Herz mit Gott bespricht. Tief beug ich vor ihm meinen Sinn, Ich, der ich Staub und Asche bin. 5. Man sah dich in den tiefsten Schmerzen Als Sohn zu deinem Vater flehn. Ach, laß auch mich mit Kindesherzen Zum lieben Vater aufwärts sehn. Ich halte mich getrost an dich Und rufe: Vater, höre mich! 6. Lamm Gottes, o wie bist du stille, Hältst in der Bitte drei— mal an; Ich soll, das ist dein Liebeswille, Stets alsolthun, wie du gethan. Hilft Gott nicht gleich, wenn ich gefleht, Will ich doch halten am Gebet. 7. Dein Wille senkt sich in den Willen Des allerbesten Vaters ein. So soll auch mein Gemüt sich stillen, Dann wird mein Flehn erhöret sein. Drum bet ich in Gelassenheit: Was mein Gott will, gescheh allzeit. 8. Obgleich die Jünger dein vergessen, Du denkst an sie mit treuem Sinn, Und ob dich alle Martern pressen, Voll Sorge gehst du dreimal hin. Mein Beten blei⸗ bet ohne Frucht, Wenn es des Nächsten Heil nicht sucht. 9. Den frommen Betern wirds gelingen; Es hörte Gott dein heißes Flehn, Und sandte, Stär⸗ kung dir zu bringen, Den Engel von des Himmels Höhn. Auf gleiches Beten folgt auch mir Der gleiche Segen, Herr, wie dir. 10. Drum hilf mir, Jesu, so zu beten, Wie mich dein heilig Vorbild lehrt; So kann ich frei zum Vater treten, So werd ich stets von ihm erhört, So geh ich betend himmel— ein; Und will dir ewig dankbar sein. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 81 So gehst du, Jesu, wil⸗ liglich, Dein Leiden an⸗ zutreten, Mit heißen Thränen auch für mich Zu kämpfen und zu beten. Du, der du nichts verbrochen hast, Gehst hin, um aller Sünden Last Auf dich allein zu laden. Da schon das Schwert gezücket war, Stellst du dich seinen Streichen dar, Da⸗ mit sie uns nicht schaden. 2. Du Held, der andern Stärke giebt, Was kann dich so erschüttern? Ach, seine Seele wird betrübt, Des Helden Glieder zittern. Ach, hin⸗ gesunken auf die Knie, Arbeitet er in schwerer Müh, Und kämpfet im Gebete. Er wünscht den ban⸗ gen Kampf verkürzt. Wer sieht dies, und wird nicht bestürzt? O schaudervolle Stätte! 3. Gott, wie bist du so wun⸗ derbar In allen deinen Werken! 4* Passionslieder. Ein Knecht, ein Engel muß sogar Den Herrn vom Himmel stärken. Er ringt, von seinem Angesicht Träuft Schweiß, ach, wer entsetzt sich nicht? Für Schweiß träuft Blut zur Erden! Der du in rein⸗ ster Unschuld prangst, Wie konn⸗ test du von solcher Angst, O Herr, bestürmet werden? 4. Ach Herr, der Sündenknecht war ich, Ich sollte Blutschweiß schwitzen; Es sollten billig nur auf mich Der Rache Wetter blitzen. Ich Armer, wie entränn' ich da? Vor Gottes Zorne müßt ich ja Ohn allen Trost versinken. Und da kommst du, daß du ihn stillst, Sohn Gottes, du, du selber willst Den ganzen Zornkelch trinken. 5. Heil mir! der Sohn des Höchsten hat Für mich sich richten lassen. Gott, welch ein wunder— voller Rat! Wer kann dein Thun doch fassen? Ach, da uns Fluch und Strafe drohn, Da richtet Gott für uns den Sohn, Den er uns selbst gegeben. Nun jauchze, Seele, du kommst nicht In Got⸗ tes schreckliches Gericht, Du dringst hindurch ins Leben. 6. Doch denk, um welchen teu⸗ ren Preis Dein Heiland dich er— laufet! Für dich rang er im Todesschweiß, Für dich mit Blut getaufet! Ach, Seele, sorge, daß dich nie Die Sünd in ihre Netze zieh, Nichts deine Treu erschüttre. Reizt dich das Fleisch: ach, höre nicht! Schau hin ins furchtbare Gericht, DasJesumtraf, undzittre! Mel. Wenn meine Sünd'n mich. 82 Hin an dein Kreuz zu tre⸗ * ten, Versöhner, stärke mich, Dich gläubig anzubeten, Sehnt meine Seele sich. Laß mich mit Zittern und Vertraun, Was du für uns erlitten, In heilger Andacht schaun. 2. Des großen Mittlers Seele Ist bis zum Tod betrübt. So innig, meine Seele, Hat, Jesus dich geliebt! In heißen Angsten schwebt er da, Mit unsrer Schuld beladen, Dem Opfertode nah. 3. Fallt nieder, bebt, ihr Sün⸗ der, Verhüllt das Angesicht! Jetzt ist für Adams Kinder Der Mitt⸗ ler im Gericht. Sünden Greu'l nicht haßt, Häuft auf den Tag des Zornes Sich 4 selbst des Zornes Last. 4. Es präge eurem Herzen Sich tief und kräftig ein: Der Preis so vieler Schmerzen Soll enre Rettung sein. O nehmt an seiner Gnade teil, Erkennet seine Liebe, Verwerft nicht euer Heil. ö 5. Vernehmt es auch, ihr Spöt⸗ ter, Die ihr den Mittler schmäht; Kommt her zu eurem Retter, Ach, höret sein Gebet: Sie wissen nicht, was sie begehn, Vergieb, o Vater, ihnen! War auch für euch sein Flehn. ö 6. Ihr, eurer Brüder Feinde, O schlagt an eure Brust, Und werdet Menschenfreunde, Ver— dammt der Rache Lust. Vergeltet euren Hassern nie, Selbst denen, die euch fluchen, Vergebt, und segnet sie. 7. Noch währen seine Qualen, Noch trägt er unsre Schuld: Er trinkt die vollen Schalen Des Leidens mit Geduld. So hoch hat Gott die Welt geliebt, Daß in Wer nun der duldet lieben 3. lich E Dein Wie schred Er m stetem M mich Himun mich für m O wi sprun 2.l eten, mich Was ilger Seele So esus gsten nen, und Uen, Er Des hat z in Passionslieder. 53 den Tod am Kreuze Er seinen Sohn uns giebt. 8. Vor seines Todes Schrecken Erblaßt der Sonne Licht, Und Fin⸗ sternisse decken Des Himmels An⸗ gesicht. Nun sinkt er in des Todes Nacht: Erbarm, o Gott, dich un⸗ ser! Er stirbt: es ist vollbracht! Mel. O Lamm Gottes, unschuldig. 83 Erloser, der im Staube Mit Angstschweiß lag bedecket, Dein tröste sich mein Glaube, Wenn Tod und Sünd mich schrecket Dein tiefer Schmerz, dein Klagen, Dein Todeskampf, dein Zagen Sei meine Ruhe, Herr Jesu! 2. Du littest ganz unschuldigVon Frevlern Schmach und Schmer⸗ zen, Und trugst sie doch geduldig Mit sanftem, stillem Herzen. Dein Geist soll uns beleben, Zu dulden, zu vergeben, Wie du zu lieben, Herr Jesu! 3. Am Kreuze hingst du kläg⸗ lich Gemartert und verschmachtet. Dein Tod belehr uns täglich, Wie hoch du uns geachtet. Er schreck uns ab von Sünden, Er müss' uns dir verbinden Zu stetem Danke, Herr Jesu. Mel. Christus, der uns selig. MWein Erlöser! Gottes 84. M Sohn, Der du für mich littest, Und auch auf der Himmel Thron Jetzt noch für mich bittest, Welche Wohlthat ist für mich Dein versöhnend Leiden! O wie preis' ich würdig dich, Ur⸗ sprung meiner Freuden? 2. Unermessne Herrlichkeit War dir, Herr, gegeben, Und du konn⸗ test jederzeit Voller Freude leben. Aber, o der großen Huld! Daß ich selig würde, Übernahmst du in Geduld Schwerer Leiden Bürde. 3. Nun kann meine Missethat Noch Vergebung finden, Denn du starbst nach Gottes Rat Auch für meine Sünden. Unsre Strafe trugest du, Uns vom Fluch zu retten, Daß wir im Gewissen Ruh, Mit Gott Frieden hätten. 4. Was ein neues Leben schafft Und zur Beßrung leitet, Hat uns deines Leidens Kraft Und dein Kreuz bereitet. Nicht vergebens darf ich nun Mich um Kraft be⸗ werben, Gottes Willen noch zu thun, Sünden abzusterben. 5. Nun kann ich aufs Todesthal Noch mit Freuden sehen, Und zu jener Welt einmal Ohne Schrecken gehen. Du, Herr, hast aus aller Not Rettung mir errungen, Und durch deinen Kreuzestod Meinen Tod bezwungen. 6. Herr, was bin ich, daß du mein So dich angenommen? Laß die Frucht von deiner Pein Nun auch auf mich kommen. Gieb mir Weisheit, gieb mir Kraft, Du hast sie in Händen, Was du mir zum Heil verschafft, Gläubig an⸗ zuwenden. 7. Laß das Wort von deinem Kreuz Mich mit Mut beleben, Standhaft jedem Sündenreiz Hier zu widerstreben. Treib mich mäch⸗ tig dadurch an, Gottes Zorn zu scheuen, Was ich Unrecht je ge— than, Innig zu bereuen. 8. Drückt mich meine Sünden⸗ not, Straft mich mein Gewissen 5⁴4 Passionslieder. O dann laß aus deinem Tod Mich den Trost genießen, Daß du auch für meine Schuld Büßend bist ge— storben, Daß du Gnade hast und Huld Mir bei Gott erworben. 9. Stärke mich durch deinen Tod Auf die letzten Stunden. Wie du deine Todesnot Sieg⸗ reich überwunden: O so hilf da— zu auch mir, Laß mich fröhlich scheiden, Herr, so dank ich ewig dir Für dein bittres Leiden. Mel. Ach Herr, mich armen. 85 u, dessen Augen flossen, Sobald sie Zion sahn, Zur Frevelthat entschlossen Sich seinem Falle nahn: Wo ist das Thal, die Höhle, Die, Jesu, dich verbirgt? Verfolger seiner Seele, Habt ihr ihn schon erwürgt? 2. Welch ängstlich banges Kla— gen Hörst du, Gethsemane? Wer ist der Mann der Plagen, Der langsam Sterbende? Es ist das Heil der Sünder, Der Mittler für die Welt, Der statt der Menschen⸗ kinder Hier ins Gericht sich stellt. 3. Seht, wie er tief im Staube Bedeckt mit Angstschweiß liegt, Und doch sein starker Glaube Im heißen Kampfe siegt! Schon naht die freche Rotte, Die kein Erbar⸗ men rührt, Die unter Hohn und Spotte Ihn zu demR!⸗ichtstuhlführt. 4. Sein Volk im wilden Grimme Erweicht sein Anblick nicht, Und nicht des Mitleids Stimme, Die aus dem Heiden spricht. Mit frechem Hohngeläch— ter Ruft ihre blinde Wut: Auf unsre Söhn' und Töchter Komm, wie auf uns, sein Blut! 5. Sie häufen seine Plagen Noch auf der Todesbahn. Er wird ans Kreuz geschlagen, O Seele, bet ihn an. Ihn höhnt in Wort und Mienen Sein Volk bei seinem Schmerz. Er ruft: vergieb es ihnen! In Liebe bricht sein Herz. 6. Bald nahet sich sein Schei⸗ den, Des Todes stille Nacht. Nun enden seine Leiden, Er stirbt‚ es ist vollbracht. Es hat nun überwunden Aus Judas Stamm der Held, Versöhnung ist gefun⸗ den Für die gefallne Welt. 7. Der du zum Heil der Sünder Dein Haupt am Kreuz geneigt, Du Freund der Menschenkinder, Hier liegen wir gebeugt, Dir danken wir im Staube, Dir, der uns Heil gewann, Dich preist der Deinen Glaube, Nimm unser Opfer an. Mel. Wenn meine Sünd'n mich. 86 Von Furcht dahingerissen Verleugnet Petrus dich; Bald straft ihn sein Gewissen, Da weint er bitterlich. Dein Blick, o Jesu, rührt sein Herz, Er fleht zu dir um Gnade, Und du stillst seinen Schmerz. 2. Betrübt ist meine Seele, Mit Reu und Schmerz erfüllt; Wenn ich es auch verhehle, Dir ist es doch enthüllt. Bekennen will ich es vor dir: Oft hab ich dich ver— leugnet, Vergieb, vergieb es mir! 3. Du hast sogar dein Leben, Zum Segnen stets bereit, So wil⸗ lig hingegeben Für meine Selig⸗ keit. Wie undankbar, wie schwach war ich, Daß ich den Haß der Sünder Mehr fürchtete als dich! 4. Die gieb ner sahst vor gnäd Den Fole Gla nen, meii Quc 6. Fole ist, fürck Der schm Ehre 2 tren gern Dich Dar Und vor und inem eb es Herz. Schei⸗ Lacht. tirbt, nun amm efun⸗ inder „Du Hier uwir Heil inen an. ich. issen dich; ssen, Dein Herz, Und Mit Zenn st es Hich ver⸗ mir! ben, wil⸗ elig⸗ wach der dich! Passionslieder. 9³ 4. Ich seh jetzt, ich empfinde Die Größe meiner Schuld. Ver— gieb mir meine Sünde Nach dei⸗ ner großen Huld. Voll Mitleid sahst du Petrum an, Der reuig vor dir weinte: Auch mich sieh gnädig an! 5. Laß dieses Herz voll Reue Den Bund mit dir erneun, Dir Folgsamkeit und Treue Und festen Glauben weihn. Dich zu verleug— nen, Gottes Sohn, Das fürchte meine Seele Weit mehr, als Qual und Hohn. 6. Bewahr ich deine Gnade, Folg ich dir standhaft nach: Wer ist, der dann mir schade? Was fürcht ich Hohn und Schmach? Der Spötter mag mich hier ver— schmähn, Einst wird er mich mit Ehren Vor dir verherrlicht sehn. 7. Von dir soll nichts mich trennen, Dich will ich frei und gern Vor aller Welt bekennen, Dich, meinen Gott und Herrn. Dann tret ich freudig vor Gericht, Und du, o Herr, verleugnest Mich vor dem Vater nicht. 87 erzliebster Jesu, was hast du verbrochen, Daß dir das Todesurteil ward gesprochen? Was ist die Schuld, in was für Missethaten Bist du geraten? 2. Du wirst gegeißelt und zum Spott gekrönet, Ins Angesicht geschlagen und verhöhnet, Mit Essig tränkt man dich, du wirst entkräftet Ans Kreuz geheftet. 3. Was ist doch wohl die Ur⸗ sach solcher Plagen? Ach, meine Sünden haben dich geschlagen, Eigne Melodie. verschuldet, was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe: Der gute Hirte lei⸗ det für die Schafe, Die Schuld bezahlt der Herr, er, der Gerechte, Für seine Knechte! 5. Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, Der Böse lebt, der wider Gott mißhandelt, Der Mensch verwirkt den Tod, und ist entgangen, Der Herr gefangen! 6. O große Lieb! o Lieb ohn alle Maße, Die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, Und du sollst leiden! 7. Ach, großer König, groß zu allen Zeiten, Wie kann ich g'nugsam solche Treu ausbreiten? Kein Menschenherz vermag es aus— zudenken, Was dir zu schenken. 8. Ich kanns mit allen Sin⸗ nen nicht erreichen, Womit doch dein Erbarmen zu vergleichen, Wie kann ich dir denn deine Liebesthaten Im Werk erstatten? 9. Doch eines weiß ich, das wirst du annehmen: Ich will des Fleisches böse Lüste zähmen, Daß sie mein Herz aufs neue nicht entzünden Mit alten Sünden. 10. Weil aber dies nicht steht in eignen Kräften, Dem Kreuze die Begierden anzuheften, So gieb mir deinen Geist, der mich re— giere, Zum Guten führe. 11. Dann werd ich dankvoll deine Huld betrachten, Aus Liebe gegen dich die Welt nicht achten, Ich werde mich bemühen, deinen Willen Stets zu erfüllen. 12. Ich werde dir zu Ehren — ——————————— I Passionslieder. alles wagen, Kein Kreuz mehr achten, keine Schmach, nochPlagen, Nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen Nehmen zuHerzen. 13. Dies alles, ob's gering zwar ist zu achten, Wirst du doch, mein Erbarmer, nicht verachten, Du wirst dies Opfer gnädig von mir nehmen, Mich nicht beschämen. 14. Wenn dort, Herr Jesu, einst vor deinem Throne Auf meinem Haupte glänzt die Ehren⸗ krone, Dann will ich dir, wenn alles wohl wird klingen, Mein Loblied singen. Mel. Ach Herr, mich armen. 88 O Haupt, voll Blut und Wunden, Voll Schmerz und voller Hohn! O Haupt, zum Spott umwunden Mit einer Dornenkron! O Haupt, sonst schön gekrönet Mit höchster Ehr und Zier, Jetzt aber gar ver⸗ höhnet, Gegrüßest seist du mir! 2. Du edles Angesichte Voll Huld und Freundlichkeit, Und den⸗ noch im Gerichte Geschlagen und verspeit, Wie bist du nun erbleichet, Wie ist dein Augenlicht, Dem sonst kein Licht mehr gleichet, So schänd— lich zugericht't! 3. Die Farbe deiner Wangen, Der roten Lippen Pracht Ist hin, ist ganz vergangen. Des blassen Todes Macht Hat alles hinge— nommen, Hat alles hingerafft, Und daher bist du kommen Von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erdul⸗ det, Ist alles meine Last, Ich hab es selbst verschuldet, Was du getragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, Der Zorn ver⸗ dienet hat, Gieb mir, o mein Er⸗ barmer, Den Anblick deiner Gnad. 5. Erkenne mich, mein Hüter, Mein Hirte, nimm mich an! Du hast, Herr aller Güter, Viel Gutes mir gethan: Oft hast du mich gelabet, Mit Himmelsbrod gespeist, Mit Trost mich reich be⸗ gabet, Durch deinen freudgen Geist. 6. Ich will hier bei dir stehen, Verachte mich doch nicht. Von dir will ich nicht gehen, Wenn dir dein Herze bricht; Wenn dein Haupt wird erblassen Im letzten Todesstoß, Dann will ich dich noch fassen In meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen Freu⸗ den, Und thut mir herzlich wohl, Daß ich mich in dein Leiden, Mein Heil, versenken soll. Ach, könnt ich, o mein Leben, An deinem Kreuze hier Mein Leben von mir geben, Wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, O Jesu, liebster Freund, Für deine Todesschmerzen, Da du's so gut gemeint. Ach, gieb daß ich mich halte Zu dir und deiner Treu, Und wenn ich einst erkalte, In dir mein Ende sei. 9. Wenn ich einmal soll schei⸗ den, So scheide nicht von mir. Wenn ich den Tod soll leiden, So tritt du dann herfür; Wenn mir am allerbängsten Wird um das Herze sein, So reiß mich aus den Angsten, Kraft deiner Angst und Pein. 10. Erscheine mir zum Schilde Zum Trost in meinem Tod, Und laß mich sehn im Bilde, Herr, deine Kreuzesnot. Da will ich nach dir ver⸗ Er⸗ ad. üter, an! Viel t du brod gbe⸗ eist. hen, Von denn dein tzten noch choß. reu⸗ vohl, iden, Ach, nem mir mir! zen, heine gut mich reu, In chei⸗ mir. den, zenn um mich iner hilde Und eine dir Passionslieder. 57 blicken, Da will ich glaubensvoll Geduld in Plage, Daß ich dir Fest an mein Herz dich drücken; geb Lieb um Lieb; Ach, laß doch Wer so stirbt, der stirbt wohl! dies Lallen, Bis es kommt aus reinerm Trieb, Jesu, dir gefallen. Mel. Christus, der uns selig. 89 Jesu, deine Passion Will Mel. O Welt, sieh hier dein. WD ich jetzt bedenken, Wol⸗90 Laß deine letzten Stun⸗ lest mir vom Himmelsthron Dazu den, Da du so viel em⸗ Andacht schenken. In dem Bilde pfunden, O Herr, mir heilig sein. jetzt erschein, Jesu, meinem Her⸗Es lehre mich dein Leiden Den zen, Wie du, unser Heil zu sein, Dienst der Sünde meiden, Und Littest alle Schmerzen. dir mich jetzt und ewig weihn. 2. Gieb, daß ich recht sehen mag 2. An deinem Todestage, Bei Deine Angst und Bande, Deiner deiner letzten Klage Gelob ich treu Leiden tiefe Schmach, Deine Kreu-zu sein. Du warst's, der ängst⸗ zesschande, Deine Geißel, Dornen- lich klagte, Und zitterte und zagte, kron, Speer- und Nägelwunden, In namenloser Todespein. Dadurch du, o Gottes Sohn, 3. Und ich, für den du littest, Dir mich hast verbunden. Im Todeskampfe strittest, Für den 3. Laß mich aber nicht allein dein Herz dir brach; Ich folgte Deine Marter sehen, Laß mich ohne Sorgen, Am Abend wie auch die Ursach fein Und die am Morgen, Der Welt und ihren Frucht verstehen. Ach, die Ur-Lüsten nach. sach war auch ich, Ich und meine 4. Nein, nein, ich will sie las⸗ Sünde, Diese hat gemartert dich, sen, Sie ernstlich fliehn und has⸗ Daß ich Gnade finde. sen, Weil sie dich tief gebeugt. 4. Lehre dies bedenken mich, Du hast, von allem Bösen Mich Herr, mit Buß und Reue. Hilf, ewig zu erlösen, Am Kreuz dein daß ich mit Sünde dich Mart're sterbend Haupt geneigt. nicht aufs neue. Weg mit aller 5. Du starbst mit einem Her⸗ Sündenlust, Alles will ich mei- zen, Das selbst in Todesschmer⸗ den, Was du selber büßen mußt zen Für seine Feinde bat. Wie Mit so großem Leiden. du, will ich mich üben, Auch mei⸗ 5. Wenn der Sünde tiefe Not nen Feind zu lieben, Und beten, Hat mein Herz zerrissen, Stille wie mein Heiland that. du durch deinen Tod, Herr, mir 6. Du tröstetest den Armen mein Gewissen. Dich und deine Am Kreuz, den dein Erbarmen Passion Laß mich gläubig fassen; Vom Himmel nicht verstieß. O Liebst du mich, du Gottes Sohn, sprich auch, wenn ich sterbe, Zu Wie kann Gott mich hassen? mir: du bist mein Erbe, Und 6. Gieb auch, Jesu, daß ich folgest mir ins Paradies. gern Dir das Kreuz nachtrage, 7. Du sahest auf die Deinen, Daß ich Demut von dir lern, Und Sahst sie am Kreuze, weinen, Und ——— Sceaa 58 Passionslieder. ach! wie schlug dein Herz! Du lindertest voll Liebe, Und aus dem wärmsten Triebe Der Mut⸗ ter und des Jüngers Schmerz. 8. Bei deiner Leiden Dauer, Im bängsten Todesschauer Warst du voll Zuversicht. Du klagtest, ach, verlassen, Doch hingst du, stets gelassen, An deinem Gott und wanktest nicht. 9. Du mußtest, matt von Pla⸗ gen, Auch über Durst noch kla— gen, Und wer, wer labte dich? Wie sollt ich denn nun beben, Wenn Leiden mich umgeben? Du labst durch deine Freunde mich. 10. Es naht das Ziel der Lei⸗ den, Wir sehn dich betend schei— den, Du rufst: es ist vollbracht! O hilf auch mir's vollbringen, Hilf lieben, dulden, ringen, Zum Ziele gehn durch finstre Nacht. 11. Du sprichst, o selges Ende! Ich geb in deine Hände Den Geist, mein Vater, hin! Mir, der ich meine Seele Ihm einst, wie du, befehle, Auch mir ist Ster— ben nur Gewinn. 12. Für mich und meine Brü⸗ der Senkt, Herr, dein Haupt sich nieder, Im Frieden schläfst du ein. In meinen letzten Stunden, Da sollen deine Wunden Mir Labsal und Erquickung sein. 13. Wird mir nach kurzen Ta— gen Die Scheidestunde schlagen, Und öffnet sich mein Grab, Wird meiner Seele bange, Fließt über meine Wange Der kalte Todes⸗ schweiß herab: 14. Dann sei mir diese Feier, Dein Sterbetag noch teuer, Mit ihm begann mein Glück, Daß ich alsdann nicht zage, Dies dank ich diesem Tage Und deinem letz⸗ ten Augenblick. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund. 91 Begleite mich, o Christ, wir gehen Zum schmer⸗ zensvollen Golgatha, Auf dessen schauervollen Höhen, Was nie ein Engel faßt, geschah. Erwäg an diesem heilgen Orte Des ster— benden Erlösers Worte, Und rufe Gott um Glauben an. Sie kön⸗ nen reichen Trost im Leben, Und einst im Tode Trost dir geben, Wenn hier dich nichts mehr trös— ten kann. 2. Schon zeigt der Blutberg sich von weitem: Erschrick und zittre, frommes Herz! Sieh dei— nen Retter, sieh ihn streiten, Und werde ganz Gefühl, ganz Schmerz. Hier hing, den Mördern über— geben, Am Holze Gottes Sohn, dein Leben, Hier trug er unsrer Sünde Schuld, Empfand in je— nen bangen Stunden, Was nie ein Sterblicher empfunden, Und bracht uns wieder Gottes Huld. 3. Geduldig bei den größten Schmerzen Nimmt er sich seiner Feinde an; Vergieb! fleht er mit heilgem Herzen, Sie wissen nicht, was sie gethan! Der göttliche, der größte Beter Fleht liebreich noch für Missethäter, Werkzeuge seiner Pein und Schmach. O Mensch, den Rach und Zorn verführen, Laß dich durch dieses Vorbild rüh— ren, Und bete dem Versöhner nach. 4. Welch Beispiel kindlich from⸗ mer Triebe, Als unter Leiden ohne Zahl Der Herr dem Jünger seiner zuld. ßten einer mit licht, „der noch einer usch, ren, rüh⸗ nach. rom⸗ ohne ꝛiner Passionslieder. 59 Liebe Die Mutter sterbend anbe⸗ fahl! Ach, wird mein Aug einst um die Meinen In meiner letzten Stunde weinen, So soll dies Wort mir Trost verleihn: Der, als der Tod ihn schon umschwebte, Die Seinen noch zu schützen strebte, Wird auch der Meinen Pfleger sein. 5. Frohlockt, bußfertige Ver⸗ brecher! Wer glaubet, kommt nicht ins Gericht; Hört, was zu dem gebeugten Schächer Der Mund der Liebe sterbend spricht: Du wirst, so ruft er ihm entgegen, Noch heute, deines Glaubens we⸗ gen, Mit mir im Paradiese sein. O Herr, laß an der Todespforte Einst diese gnadenvollen Worte Auch meiner Seele Trost verleihn! 6. Wer kann die hohen Leiden fassen, Als Christus an dem Kreuze rief: Mein Gott, wie hast du mich verlassen! Wie beuget ihn die Last so tief, Die unsre Sün⸗ den auf ihn brachten! Vor Angst und Pein müßt er verschmachten, Wär Gott nicht seine Zuversicht. Herr, der für mich zum Tod ge— gangen, Ich will dich glaubens— voll umfangen, Mein Herr und Gott, verlaß mich nicht. 7. Der Fürst des Himmels und der Erde Rief schmerzlich aus: es dürstet mich! So trug er jegliche Beschwerde, So nahm er jede Qual auf sich. Mich dürstet! ruft er noch zur Stunde, Ruft es aus jedes Armen Munde, Den Not und Mangel niederdrückt. O selig, wer den Ruf erfüllet! Denn wer den Durst des Armen stillet, Der hat den Heiland selbst erquickt. 8. Nun enden sich die schweren Leiden, Der Heiland spricht: es ist vollbracht! O Wort des Sieges, Wort der Freuden, Du nimmst dem Tode seine Macht. Heil uns, wer darf es nun noch wagen, Uns, die Erlösten, zu verklagen, Da er für uns genug gethan? Gieb, daß am Ende meiner Tage Auch ich, o Herr, mit Freuden sage: Vollbracht ist nun des Leidens Bahn! 9. Das letzte Wort aus deinem Munde, Versöhner Gottes, sei auch mein; Laß es in meiner Todes⸗ stunde Mir Mut und Zuversicht verleihn. Du rufest: Vater, ich befehle In deine Hände meine Seele, Die armen Sündern Heil erwarb. Nun war das große Werk vollendet, Zu dem der Va⸗ ter ihn gesendet: Da neigt er sanft sein Haupt und starb. 10. Bewein ihn fromm mit stil⸗ len Zähren, O Christ, du hast ihn sterben sehn. Bald wirst du ihn durch Freuden ehren, Und jauchzend seinen Ruhm erhöhn. Den deine Thränen jetzt beklagen, Der wird als Held nach dreien Tagen Vom Grabe siegreich auferstehn. Den freche Rotten hier entehrten, Den wirst du dort bei den Verklärten Zur Rechten seines Vaters sehn. — Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 92 Schwing dich auf gen Golgatha, Christ, an deines Heilands Kreuze, Nimms zu Herzen, wie dich da Christi Tod zur Buße reize. Härter wärst du noch als Stein, Könntest du hier fühllos sein. 60 Passionslieder. 2. Schaue doch das Jammer⸗ bild Zwischen Erd und Himmel hangen, Wie sein Blut in Strö⸗ men quillt, Daß ihm alle Kraft vergangen. Schau, ach schau, er⸗ schrickst du nicht? Wie sein ster⸗ bend Herz ihm bricht! 3. O Lamm Gottes ohne Schuld, Alles das hab ich verschuldet, Und du hast aus freier Huld Pein und Schmach für mich erduldet. Aus der ewgen Feuersglut Mich zu retten, fließt dein Blut. 4. Du für uns erwürgtes Lamm, Groß, ach groß ist deine Liebe! Schau vondeines Kreuzes Stamm, Wie ich mich um dich betrübe! Ich bin schuldig, aller Schmerz, Der dich trifft, durchbohrt mein Herz. 5. Herr, was kann ich dir dafür, Daß du mich so liebest, geben? Nimm, was ich vermag, von mir, Dir, nur dir gehört mein Leben. Wie du mein, so will ich dein, Lebend, leidend, sterbend sein. 6. Nur bei dir allein such ich Hülfe in den bängsten Stunden. Schmachtend,‚ lechzend sehn ichmich Nach dem Trost aus deinen Wun⸗ den, Wie ein Hirsch nach Wasser schreit, Bis er meine Seel erfreut. 7. Kreuzige mein Fleisch und Blut, Lehre mich die Welt ver⸗ schmähen, Laß auf dich, du höch— stes Gut, Immer unverwandt mich sehen; Und im Kreuze führe mich Selig, wenn schon wunderlich. 8. Endlich laß mich alle Not Freudig sterbend überwinden. Nir⸗ gend müsse mich der Tod, Als bei dir, mein Heiland, finden. Wer nur dich zur Zuflucht macht, Spricht getrost: es ist vollbracht! Mel. Mein Jesu, dem die. 93 ommt, die ihr Jesu Kreuz erhebet, Heut ist des Heilands Todestag! Schaut ihn, durch dessen Tod ihr lebet, Auf dem auch eure Sünde lag! Ihr Christen, laßt der Erde Freu⸗ den Und ihre Kümmernis zurück, Und richtet eures Geistes Blick Auf eures Heilands Todesleiden. 2. Wir bringen Dank aus from⸗ men Herzen, In Lieb entbrannt, erfüllt von Scham, Dir, der die Last der bittern Schmerzen Als unser Mittler auf sich nahm. Heil dir, der uns das Heil errungen Im bangen, schweren Todesstreit! Lamm Gottes, bis in Ewigkeit Sei auch von uns dein Ruhm gesungen. 3. Wenn uns die Schuldgefühle drücken, Ist's Golgatha, wohin wir fliehn, Wo wir des Blutes Ström' erblicken, Die auch für uns um Gnade schrien Wir wollen, wo für unsre Sünden Du dich am Kreuz geopfert hast, Die Frei—⸗ heit von der Sünde Last Und von der Sünde Herrschaft finden. 4. Dahin, wo dein Blut Heil erstritten, Gehn wir, dir unser Blut zu weihn. Wo du für uns den Tod gelitten, Werd unser Leben gänzlich dein. Wie du, o Herr, um unsertwillen Gehorsam wurdest bis zum Tod, So wollen freudig dein Gebot Auch wir, treu bis zum Tod erfüllen. 5. Dein Leidenskampf, o Hei⸗ land, stärke, Dein Sieg befeure Mut und Kraft Zum Glaubens⸗ kampf, zu jedem Werke, Das Ehre dir und Freude schafft. Wie uns Jesu Heut chaut lebet, lag! Freu⸗ uUrück, Blick eiden. from⸗ annt, er die Als Heil ingen treit! igkeit duhm fühle vohin lutes uns ollen, dich Frei⸗ Und nden. Heil unser uns unser du, o orsam oollen wir, ö Hei⸗ efeure bens⸗ Ehre uns Passionslieder. 61 durch Lust die Sünd auch reize, Fleiße: Mit Blut und Todes⸗ Sie hat an uns nicht weiter schweiße Ist ganz sein Leib bedeckt; teil, Wir fliehn zu dir, zu deinem Und namenlose Schmerzen Fühlt Heil, Und holen Kraft von dei⸗er in seinem Herzen, Da er den nem Kreuze. Kelch des Todes schmeckt. 6. Wir sollten Stolz und Un⸗ 3. Wer hat dich so geschlagen, recht üben, Und du trägst Elend, Mein Heil, und dich mit Plagen Kreuz und Schmach? Wir sollten So übel zugericht't? Du bist ja dich nicht herzlich lieben, Für die nicht ein Sünder, Wie wir und dein Herz in Liebe brach? Der unsre Kinder, Von Missethaten Rachsucht sollten wir nicht wehren, weißt du nicht! Nicht auch dem Feinde gern ver 4. Ach, ich und meine Sünden, zeihn? Versöhner, o der ist nicht dein, Den nicht dein Tod kann Liebe lehren. 7. Wir sollten je in Trübsal klagen, Da wir dich schweigend dulden sehn? Wenn uns Verfol⸗ gung droht, verzagen, Da Leiden deinen Sieg erhöhn? Befiehlst, in dunkler Nächte Grauen, Von Gott verlassen, du dich Gott: So wollen wir in Schmach und Spott, Wie du, dem Vater uns vertrauen. 8. Auch in den bängsten To⸗ desstunden Bleibst du, Herr, unsre Zuversicht. Im Glaubensblick auf deine Wunden Erschreckt des Gra— bes Nacht uns nicht. Wenn sich das Auge schon verdunkelt, So sei des Geistes Aug' erfüllt Von deines Heldentodes Bild, Das wie der Morgenstern uns funkelt. Eigne Melodie. Der sich so viele finden, Wie Körn⸗ lein Sand am Meer, Die haben dir erreget Das Elend, das dich schlä⸗ get, Und das betrübte Marterheer. 5. Ich bin's, ich sollte büßen In ewgen Finsternissen, Was nun dein Tod versühnt; Die Geißeln und die Banden, Und was du ausgestanden, Das alles, Herr, hab ich verdient. 6. Du nimmst auf deinen Rücken Die Lasten, die mich drücken, Du duldest meine Pein. Du wirst ein Fluch, dagegen Schenkst du mir allen Segen, Dein Schmerz muß mir ein Labsal sein. 7. Du giebst dich hin zum Bür⸗ gen, Du lässest dich erwürgen Für mich und meine Schuld. Für mich läßt du dich krönen Mit Dornen, dich verhöhnen, Und leidest alles mit Geduld. S8. Du gehst ins Todes Rachen, 94 O Welt, sieh hier dein Mich frei und los zu machen, Mit 8 Leben, Am Stamm frohem Heldenmut. Du stirbst, des Kreuzes schweben! Dein Heil daß ich nicht sterbe, Nicht ewiglich sinkt in den Tod! Der große Fürst verderbe; O unerhörte Liebesglut! der Ehren Läßt willig sich beschwe⸗ 9. Hoch bin ich dir verbunden, ren Mit Banden, Schlägen, Hohn Mein Heil, zu allen Stunden, Ich und Spott. bin dein Eigentum. Was Seel 2. Tritt her und schau mit und Leib vermögen, Das will ich 62 Passionslieder. dankbar legen Allein zu deinem Dienst und Ruhm. 10. Ich kann zwar nicht viel geben In diesem armen Leben, Eins aber will ich thun: Es soll dein Tod und Leiden, Bis Seel und Leib sich scheiden, Mir tief in meinem Herzen ruhn. 11. Ich will's vor Augen setzen, Mich stets daran ergötzen, Ich sei auch, wo ich sei. Es soll mir sein ein Spiegel Der Unschuld, und ein Siegel Der Lieb und unverfälschten Treu. 12. Wie furchtbar unsre Sün⸗ den Des Richters Blick entzünden, Wie seine Strafen gehn, Wie schrecklich seine Ruten, Wie voll des Zornes Fluten, Will ich aus deinen Leiden sehn. 13. Ich will darin erblicken, Wie ich mein Herz soll schmücken Mit stillem, sanftem Mut, Und wie ich mich soll üben, Aus Her. zensgrund zu lieben, Wenn mich verfolgt der Feinde Wut. 14. Wenn giftge Zungen stechen, Wenn Spötter Hohn mir sprechen Und meines Falls sich freun, Will ich das Unrecht dulden, Und alle ihre Schulden, Wie du, mein Hei⸗ land, gern verzeihn. 15. Ich will ans Kreuz mich schlagen, All dem mit Ernst ent⸗ sagen, Was dir, o Herr, mißfällt; Was deine Augen hassen, Das will ich fliehn und lassen, Gefiel es auch der ganzen Welt. 16. Es ström aus deinen Wun⸗ den In meinen letzten Stunden Mir Trost und Friede zu. Nimm mich an meinem Ende, O Herr, in deine Hände, Und führe mich zur ewgen Ruh. Eigne Melodie. + er am Kreuz ist meine 95. Dogbe, Meine Licb is Jesus Christ. Weicht, ihr schnö⸗ den Fleischestriebe, Deren Frucht Verderben ist! Eure Lieb ist nicht von Gott, Eure Lieb bringt gar den Tod. Der am Kreuz ist meine Liebe, Dem ich treu zu sein mich übe. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe, Frevler, was befremdet's dich, Daß ich treu zu sein mich übe? Jesus gab sich selbst für mich; So ist er mein Friedens⸗ schild, Aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, Dem ich treu zu sein mich übe. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe, Sünde, du besiegst mich nicht; Weh mir, wenn ich den betrübe, Der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt' ich nicht Gottes Sohn? Spräch ich seinem Blut nicht Hohn? Der am Kreuz ist meine Liebe, Dem ich treu zu sein mich übe. 4. Der am Kreuz ist' meine Liebe, Drum, mein Herz, verzage nicht! Gott zeigt seine Liebestriebe, Wenn dich Sünd und Tod anficht. Schau, es floß auch dir zu gut Seines Sohnes teures Blut. Der am Kreuz ist meine Liebe, Dem ich treu zu sein mich übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe, Keine Trübsal, schwer und groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, Nichts macht mich von Jesu los, Nicht Gewalt, nicht Geld, nicht Ruhm tum. Dem 6. Liebe, Freun zerstie eint; Throꝛ Lohn. Dem Me 906. und j gebüf trübt wohl, soll2 best‚ 2. len, bin; mich Sche Fall gemo Hän' mer meir ganz stets und 4. ten, Sch Und des iich ine ist nö⸗ icht icht gar ist zu eine et's nich für Us⸗ ild. ebe, übe. eine nich den ins ttes zlut ist sein eine zage iebe, icht. gut lut. iebe, übe. eine und iebe, los, nicht Passionslieder. 6³ Ruhm, Engel nicht, kein Fürsten⸗ tum. Der am Kreuz ist meine Liebe, Dem ich treu zu sein mich übe. 6. Der am Kreuz ist meine giebe, Komm, o Tod, du bist mein Freund Wenn ich einst wie Staub zerstiebe, Werd mit Jesu ich ver⸗ eint; Dann steh ich vor seinem Thron Und empfang der Treue Lohn. Deram Kreuz ist meine Liebe, Dem ich tren zu sein mich übe. Mel. Der am Kreuz ist meine. 96 Sei mir tausendmal ge⸗ 5 grüßet, Der mich je und je geliebt, Jesu, der du selbst gebüßet Das, womit ich dich be⸗ trübt! Ach, wie ist mir doch so wohl, Wenn ich knien und liegen soll An dem Kreuze, wo du star⸗ best, Und um meine Seele warbest. 2. Heile mich, o Heil der See— len, Der ich krank und traurig bin; Nimm die Schmerzen, die mich quälen, Nimm den ganzen Schaden hin, Den mir Adams Fall gebracht, Und ich selber mir gemacht. Ganz wird unter deinen Händen, Treuer Gott, mein Jam⸗ mer enden. 3. Schreibe deine blurgen Wun⸗ den, Jesu, in mein Herz hinein, Daß sie mögen alle Stunden Bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein schönstes Gut, Da mein ganzes Herz mir ruht, Laß mich stets zu deinen Füßen Deiner Lieb und Huld genießen. 4. Dich will ich umfangen hal⸗ ten, Herr, so fest ich immer kann. Schau, o schau mein Händefalten Und mich selber freundlich an Von des hohen Kreuzes Baum, Und gieb meiner Bitte Reum; Sprich: laß all dein Trauern schwinden, Ich, ich tilg all deine Sünden! Mel. O Traurigkeit. 97 Ihe Augen, weint! Der Menschenfreund, Der Heilge, der Gerechte Wird ver⸗ achtet, wird verschmäht, Stirbt den Tod der Knechte. 2. Ihr Augen, weint! Der Menschenfreund Trägt unerhörte Plagen. Ach, für unsre Missethat Wird er so geschlagen. 3. Ihr Augen, weint! Der Menschenfreund Beschließt sein teures Leben. Wer wird nun den Leidenden Trost und Hülfe geben? 4. Ihr Augen, weint! Der Menschenfreund Sinkt in des Grabes Höhle. Finsternis und Gram bedeckt Seiner Jünger Seele. 5. O weint nicht mehr! Kann wohl der Herr Je die Verwesung sehen? Nein, er wird nach kurzer Ruh Siegreich auferstehen. Mel. Wer nur den lieben Gott. s ist vollbracht! so ruft 98. E am Kreuze Des ster⸗ benden Erlösers Mund. O Wort voll Trost und Leben, reize Zur Freude meines Herzens Grund! Das große Opfer ist geschehn, Das Gott auch mir zum Heil ersehn. 2. Mein Jesus stirbt: Die Fel⸗ sen beben, Der Sonne Schein verlieret sich, JIu Tote dringt ein neues Leben, Der Heilgen Gräber öffnen sich, Der Vorhang reißt, die Erde kracht, Und die Versöh⸗ nung ist vollbracht. 6⁴ Passionslieder. 3. Wie viel, mein Heil, hast Eigne Melodie. du vollendet, Als dir das Herz 99 Wenn mich die Sünden im Tode brach! Du hast den kränken, O mein Herr Fluch hinweggewendet, Der auf Jesu Christ, So laß mich wohl der Welt voll Sünder lag. Für bedenken, Wie du gestorben bist, uns hast du genug gethan, Gott Und alle meine Schuldenlast Am nimmt uns nun noch gnädig an. Stamm des heilgen Kreuzes Auf 4. Dankvolle Thränen, netzt die dich genommen hast. Wangen! Mein Glaube sieht nun 2. O Wunder ohne Maßen! offenbar Die Handschrift dort am Betracht es, Seele, recht, Es hat Kreuze hangen, Die wider meine sich martern lassen Der Herr für Seele war. Er, den mir Gott seinen Kuecht. Es hat sich selbst zum Heil gemacht, Rief auch für wem Herr und Gott Für mich mich: es ist vollbracht! den Tod. Menschen Gegeben in den Lod. Votineen, Was Wohr Dant⸗ 3. Was kann mir denn min barkeit begehrt. Laß nach der Hei⸗ 525 Sünden große Und ligung mich ringen, Wozu dein ch— E n 0 Tod mir Kraft gewährt. O stärke Chriiti aller Tor Darich durch mich dazu mit Macht, Bis meine Wiit e lut, Vaßich., Beßrung ganz vollbracht. Hi darf fürchten Der Hölle Angst und Glut. 6. Du litt'st so viel zu meinem 4. Drum sag ich dir von Her⸗ Leben, Drum laß auch mich voll zen Jetzt und mein Leben lang Eifer sein, Mich deinem Dienste Für deine Pein und Schmerzen, hinzugeben, Und keine Schmach O Jesu, Lob und Dank, Für darin zu scheun. Dein Dienst, o deine Not, dein Angstgeschrei, Heiland, sei mein Ruhm, Denn Für dein unschuldig Sterben, Für ich bin ganz dein Eigentum. deine Lieb und Treu. 7. Soll ich, mit dir ergebnem 5. Herr, laß dein bittres Leiden Herzen, Auch hier durch manche Mich reizen für und für, Mit Trübsal gehn, Und hat mein Gott allem Ernst zu meiden Die sünd⸗ gehäufte Schmerzen Zu meiner liche Begier, Daß mir nie komme Prüfung ausersehn, So laß auchsaus dem Sinn, Wie viel es dich mich den Trost erfreun: Es kommt gekostet, Daß ich erlöset bin. das Ende meiner Pein. 6ä. Mein Kreuz und meine Pla⸗ 8. Fühlt einst mein Herz des gen, Sollt's auch sein Schmach und Todes Schrecken, Dann, Herr, er⸗Spott, Hilf mir geduldig tragen. leichtre mir die Last; Laß mich den Gieb, o mein Herr und Gott, Daß Trost noch sterbend schmecken, Daß ich verleugne diese Welt, Und du ihn überwunden hast. So tret folge dem Exempel, Das du mir ich in die Todesnacht Mit dem vorgestellt. Triumph: es ist vollbracht! 7. Laß mich an andern üben, nden Herr wohl bist, tAm Auf en! 8 hat rfür selbst mich n in nun Zahl? Und. durch nicht Hölle Her⸗ lang erzen, Für schrei, 1, Für Leiden „Mit sünd⸗ omme es dich in. e Pla⸗ ich und tragen. t, Daß „Und zu mir üben, Mich trösten kräftiglich In meinen Passion Slieder. 6⁵ Was du an mir gethan, Und mei⸗ nen Nächsten lieben, Gern dienen jedermann, Ohn Eigennutz und Heuchelschein, Und, wie du mir's erwiesen, Aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden letzten Stunden, Und des versichern mich, Weil nur auf dein Verdienst ich trau, Du werdest mich anneh⸗ men, Daß ich dich ewig schau. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 100 Unter tausend frohen Stunden, Die im Leben ich gefunden, Blieb nur eine mir getreu, Eine, wo in tausend Schmerzen Ich erfuhr in meinem Herzen, Wer für mich gestorben sei. 2. Wenn sie Jesu Liebe wüß⸗ ten, Alle Menschen würden Chris⸗ 3. Mache mich durch deine Bande Von des Satans Banden frei. Hilf, o Herr, daß deine Schande Meine Kron und Ehre sei. Trost der Seele, Heil der Erden, Laß mich nicht zu Schan⸗ den werden. Ach, laß deine To⸗ despein Nicht an mir verloren sein. 4. Rede durch dein Stilleschwei⸗ gen, Liebster Jesu, mir das Wort, Wenn mich Sünden überzeugen, Mich verklagen fort und fort. Wenn mein bös Gewissen schreiet Und mir mit Verdammnis dräuet, Dann laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 5. Laß mich Freudenrosen bre⸗ chen, Liebster Jesu, meine Zier, Von den Dornen, die dich stechen; Jesu, nahe dich zu mir. Kröne mich mit Huld und Gnade, Daß ten, Ließen alles andre stehn, kein Sündendorn mir schade. Ach, Liebten alle nur den Einen, Wür⸗laß deine Todespein Nicht an mir den ewig ihn nur meinen, Ewig verloren sein. ihm zur Seite stehn. Mel. Jesu, meines Lebens. 101 Jesu, der du wolltest büßen Für die Sün⸗ den aller Welt Durch dein teures Blutvergießen, Der du dich hast dargestellt Als ein Opfer für die Sünder, Die verlornen Adams⸗ 6. Heile des Gewissens Pla⸗ gen, Nimm von mir der Schmer⸗ zen Last, Durch die Geißeln, die dich schlagen, Die du schwer empfunden hast, Daß ich böser Knecht der Sünde Satans Stricke nicht empfinde. Ach, laß deine Todespein Nicht an mir ver⸗ loren sein. kinder, Ach, laß deine Todespein 7. Ach, laß deine tiefen Wun⸗ Nicht an mir verloren sein. den Frische Lebensbrunnen sein, 2. Rette mich durch deine Pla⸗Wenn mir alle Kraft verschwun⸗ gen, Wenn mich meine Sünde plagt. Laß, ach laß mich nicht verzagen, Weil du selbst für mich gezagt. Hilf, daß mich dein Angst⸗ schweiß kühle, Wenn ich Drang⸗ salshitze fühle. Ach, laß deine To⸗ despein Nicht an mir verloren sein. Rute, Ach, den, Wenn ich schmacht in See⸗ lenpein. In den Abgrund deiner Gnaden Senk die Schuld, die mich beladen. Ach, laß deine To⸗ despein Nicht an mir verloren sein. S. Ach, zerbrich des Eifers erzeige Gnad und ——————— * 0⁰ 66 Passionslieder. Huld, Tilge doch mit deinem Blute Meine schwere Sünden⸗ schuld. Laß mich in der Angst von Sünden Ruh bei deinem Kreuze bahn, Wollest du mich so regie⸗ ren, Daß alsdann ich schaue an Deiner Marter Centnerlast, Die du ausgestanden hast, Daß ich sinden. Ach, laß deine Todespein mög in Andacht bleiben, Alle Nicht an mir verloren sein. 9. Hilf, daß mich dein Dür⸗ sten labe, Das am Kreuze dich geplagt, Wenn ich nirgend Trost mehr habe, Und mein sündig Herz verzagt: Daß ich dann dich Le⸗ bensfürsten Seh nach meiner Seele dürsten. Ach, laß deine Todes⸗ pein Nicht an mir verloren sein. 10. Jesu, komm, mich zu be⸗ freien Durch dein lautes Angstge⸗ schrei, Wenn viel tausend Sünden schreien, Stehe dann mir Armen bei. Wenn Gedank und Wort entfallen, Laß mich sanft von hin⸗ nen wallen; Laß mir deine Todes⸗ pein Leben, Heil und Himmel sein. Mel. Der am Kreuz ist meine. 102 Jesu, deine heilgen Wun⸗ 2 den, Deine Qual und böse Lust vertreiben. 4. Gieb für alles, was mich A kränket, Mir aus deinen Wunden Kraft; Wenn mein Herz hinein sich senket, Gieb ihm neuen Lebens⸗ saft, Daß mich stärk in allem Leid Deines Trostes Süßigkeit, Weil du mir dein Heil erworben, Da du bist für mich gestorben. 5. Laß auf deinen Tod mich trauen, O mein Gott, mit Zuver⸗ sicht. Laß mich standhaft darauf bauen, Daß den Tod ich schmecke nicht. Deine Todesangst laß mich Stets erquicken mächtiglich Herr, laß deinen Tod mir geben Auf⸗ erstehung, Heil und Leben. 6. Jesu, deine heilgen Wun⸗ den, Deine Qual und bittern Tod Laß mir geben alle Stunden Trost in Leib's⸗ und Seelennot. Son⸗ bittern Tod Laß mir geben alle derlich am letzten End Hilf, daß Stunden Trost in Leib's⸗ undsich mich zu dir wend, Trost in Seelennot. Wenn mir fällt was deinen Wunden finde, Und dann Arges ein, Laß mich denken deiner fröhlich überwinde. Pein, Daß ich deine Angst und Schmerzen Wohl erwäg in mei⸗ nem Herzen. 2. Will sich gern in Wollust Eigne Melodie. 103 Jesu meines Lebens Leben, Jesu, meines weiden Mein verderbtes Fleisch Todes Tod, Der du dich für mich und Blut, Laß mich denken, daß gegeben In die tiefste Seelennot, dein Leiden Löschen muß der Hölle In das äußerste Verderben, Nur Glut. Dringt der Satan ein zudaß ich nicht möchte sterben: Tau⸗ mir, Hilf, daß ich ihm halte fürssend, tausend Mal sei dir, Lieb⸗ Deine Wundenmal und Zeichen, ster Jesu, Dank dafür. Daß er von mir müsse weichen. 2. Du, ach, du hast ausgestan⸗ 3. Wenn die Welt mich will den Lästerreden, Spott und Hohn, verführen Auf die breite Sünden⸗ Speichel, Schläge, Strick und gie⸗ an Die ich Alle nich den nein ens⸗ lem keit, ben, ben. nich ver⸗ rauf necke mich derr, Auf⸗ Zun⸗ Tod Crost Son-⸗ daß st in dann bens eines mich nnot, Nur Tau⸗ Lieb⸗ estan⸗ Hohn, und Passionslieder. 67 Banden, Du gerechter Gottes⸗ sohn! Nur mich Armen zu er⸗ retten Von des Teufels Sünden⸗ ketten. Tausend, tausend Mal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 3. Wunden ließest du dir schla⸗ gen, Schwere Wunden trugest du, Um zu heilen meine Plagen, Und zu bringen mich zur Ruh. Ach, du hast zu meinem Segen Lassen dich mit Fluch belegen. Tausend, tausend Mal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 4. Bitter hat man dich verhöh— net, Dich mit großem Schimpf belegt, Und mit Dornen dich ge⸗ krönet, Was hat dich dazu be⸗ wegt? Daß du möchtest mich er⸗ götzen, Mir die Ehrenkron auf— setzen. Tausend, tausend Mal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 5. Du hast wollen sein ge— schlagen, Zu befreien mich von Pein; Ließest fälschlich dich an⸗ klagen, Daß ich könnte sicher sein. Daß ich möchte trostreich prangen, Hast du ohne Trost gehangen Tausend, tausend Mal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 6. Du bist tief in Not ge⸗ sunken, Hast gelitten mit Geduld, Hast den Todeskelch getrunken, Um zu büßen meine Schuld. Daß ich würde losgezählet, Hast du wollen sein gequälet. Tausend, tausend Mal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 7. Deine Demut hat, gebüßet Meinen Stolz und Übermut, Dein Tod meinen Tod versüßet: Es kommt alles mir zu gut; Dein Verspotten, dein Verspeien Tausend, tausend Mal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Herr, für alle deine Not, Für die Wunden, für die Schmer⸗ zen, Für den herben, bittern Tod; Für dein Zittern, für dein Zagen, Für die tausendfachen Plagen, Für dein' Angst und tiefe Pein Will ich ewig dankbar sein. Eigne Melodie. 104 O Lamm Gottes, Der du trugest der Welt Sünden, Erbarm dich unser aller! 2. O Lamm Gottes, Der du trugest der Welt Sünden, Er⸗ barm dich unser aller! 3. O Lamm Gottes, Der du trugest der Welt Sünden, Ver⸗ leih uns deinen Frieden! Mel. Gott ist getreu. 105 Es ist vollbracht Das Opfer für die Welt; Das Licht der Wahrheit siegt! Nun endlich wird Des Irrtums Nacht erhellt, Die auf der Mensch⸗ heit liegt. Der Welterlöser hat vollendet, Wozu der Vater ihn gesendet. Es ist vollbracht! 2. Es ist vollbracht! Durch Leiden ohne Zahl That er für uns genug. Er ruhet nun Von aller bittern Qual, Die er aus Liebe trug. Sein Geist, entnom⸗ men dem Getümmel, Steigt tri⸗ umphierend auf zum Himmel. Es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! Des Va⸗ ters Rat erfüllt Zu seinem Preis und Ruhm! Der Vorhang riß, Muß zu Ehren mir gedeihen. Auf ewig ward enthüllt Der Liebe —— V ————.— — 68 Passior slieder. Heiligtum. Der seinen Mördern hat vergeben, Bringt allen Heil und neues Leben. Es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! Wer sah nicht Gottes Spur, Als er am Kreuz entschlief? Die Sonn er⸗ losch, Verhüllt war die Natur, Die Erd erbebte tief. Zerrissen wurden Felsenwände Bei des erhabnen Mittlers Ende. Es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Wie blieb' ein menschlich Herz Wohl kalt und ohne Dank An dessen Kreuz, Der unterm tiefsten Schmerz Für uns zum Tode sank? Wer sollte nicht mit heißen Zähren Ihm heute Lieb und Treue schwören? Es ist vollbracht! 6. Es ist vollbracht! Herr, ewig feierlich Sei mir dein To⸗ destag; Dich preis ich jetzt, Und einst noch preise dich Mein letzter Herzensschlag! Hinauf zu dir blick ich am Ziele, Und ruf in freudgem Dankgefühle: Es ist vollbracht! Mel. O Traurigkeit. 106 Am Kreuz erblaßt, Der Marterlast Nach schwerem Kampf entnom⸗ men, Ist im Grabe Jesus nun Erst zur Ruh gekommen. 2. Ein heilger Schmerz Durch⸗ dringt mein Herz, OHerr, was kann ich sagen? Nur an meine Brust kann ich Voller Wehmut schlagen. 3. Du schirmest mich, Und über dich Gehn aller Trübsal Wetter. Sterben wolltest du für mich, Göttlicher Erretter! Dein will ich im Tode mich Glaubensvoll getrösten. 5. Es ist vollbracht! Riefst du mit Macht. Du zeigst, daß du dein Leben, Mein Versöhner, gött⸗ lich frei Für uns hingegeben. 6. Hochheilge That! Des Höch⸗ sten Rat Faß ich hier nicht im Staube. Dort schau ich in hellem Licht, Was ich kindlich glaube. 7. Als er gebot, Gab einst der Tod Zurück, was er bezwungen. Leicht hat sich der Lebensfürst Selbst dem Grab entschwungen. 8. Des Todes Thal Will ich ein⸗ mal Durchwandeln ohne Grauen, Denn es wird durch deinen Tod Mir ein Weg zum Schauen. 9. Ich preise dich, Erforsche mich, Und siehe, wie ichs meine. Ja, du siehst es, wenn ich still Meinen Dank dir weine. 10. Herr, ich bin dein, Du wollest mein In Ewigkeit geden⸗ ken. Ganz will ich aus Herzens-⸗ grund Mich in dich versenken. 11. Vergeß ich dein, So werde mein In Ewigkeit vergessen! Herr, Lieb ermessen. Eigne Melodie. 107 O Traurigkeit! O Herzeleid! Ist das nicht zu beklagen? Gott des Va⸗ ters einig Kind Wird ins Grab getragen. 2. O große Not! Der Herr ist tot, Am Kreuz ist er gestor⸗ ben, Hat dadurch das Himmel⸗ reich Uns aus Lieb erworben. 4. Du hast's gethan, Dich bet ich an, Du König der Erlösten! 3. O Menschenkind, Nur deine Sünd Hat dieses angerichtet, Da * ich will, so lang ich bin, Deine igen. ein⸗ muen, Tod . rsche eine. still Du eden⸗ zens⸗ uken. verde Herr, Deine O das Va⸗ Hrab Herr estor⸗ imel⸗ rben. deine „Da Passionslieder. 69 du durch die Missethat Warest ganz vernichtet. „Dein Bräutigam, Das Got⸗ teslamm, Liegt hier mit Blut be⸗ flossen, Welches er ganz mildig⸗ lich Hat für dich vergossen. 5. Von Herzensgrund Preis' ihn dein Mund, Für dich ward er zerschlagen. Alles, was er trug, hat er Auch für dich getragen. 6. O selig ist Zu jeder Frist, Wer dieses recht bedenket, Wie der Herr der Herrlichkeit Wird ins Grab gesenket. 7. O Jesu, du, Mein' Hülf und Ruh, Ich bitte dich mit Thränen, Hilf, daß ich mich bis ins Grab Nach dir möge sehnen. Mel. Gott ist getreu. 108 I5 bin erlöst! Es floß des Mittlers Blut, Er starb den Kreuzestod. Mit Gott versöhnt Empfind ich Glau⸗ bensmut, Ich fürchte keine Not. Die Weisheit hat mein Heil ge⸗ funden, Die Lieb hat glorreich überwunden. Ich bin erlöst! 2. Ich bin erlöst! Der Herr zerriß das Band Der Feinde mei⸗ ner Ruh. Zur Hölle hat Die Schlüssel seine Hand, Er schloß die Pforte zu. Nun können Feinde frommer Seelen Mich nicht mit Furcht und Schrecken quälen. Ich bin erlöst! 3. Ich bin erlöst! Was ist noch, das mich schreckt? Licht wird von den trüben Prüfungstagen. Ich bin erlöst! 4. Ich bin erlöst! In Frieden fahr ich hin, Ist meine Stunde da. Der Tod wird mir Zum selig⸗ sten Gewinn; Mein Retter ist mir nah, Den Geist beim Abschied von dem Leben Ins Land der Engel zu erheben. Ich bin erlöst! Mel. O Traurigkeit. 109 Nun schlummerst du In 5 stiller Ruh, Der du für uns gestorben, Uns am Kreuz in bittrer Not Ewges Heil erworben. 2. Du bist erblaßt, O Herr, und hast Doch in dir selbst das Leben; Wie die Sterblichen hält dich Nun ein Grab umgeben. 3. Doch, Heil sei mir! Du, Herr, wirst hier Nicht die Verwesung sehen, Bald vielmehr durch eigne Kraft Aus dem Grabe gehen. 4. Ich weiß, du wirst, Mein Lebensfürst, Auch mich zum Leben wecken. Sollte denn mein gläubig Herz Vor der Gruft erschrecken? 5. Hier werd ich einst, Bis du erscheinst, In sanftem Frieden liegen. Denn durch deinen Tod kann ich Tod und Grab besiegen. 6. Ihr, die die Welt Gefesselt hält, Ihr zagt vor der Verwesung; Ich, ich hoff in Christo einst Meines Leib's Erlösung. 7. Nein, nichts vergeht, Was hier gesät, Der Leib wird aufer⸗ stehen, Und, vom Himmelsglanz verklärt, Aus dem Grabe gehen. die Todesnacht, Aus der mich bald Der Herr des Lebens weckt Zu neuer Schöpfungspracht. Ich ruh, werd ich ins Grab getragen, Nur 8. So sink ins Grab Mein Leib hinab, Mein Herz soll nicht erschrecken. Du, o Heiland, wirst mich einst Herrlich auferwecken. — *r—— Eigne Melodie. 110 Christus ist erstanden Von den Martern allen; Des soll'n wir alle froh⸗ lich sein, Denn Christus unser Trost will sein. Halleluja! 2. Wär' er nicht erstanden, Wär' die Welt vergangen; Seit er vom Tod erstanden ist, So loben wir den Herren Christ. Halleluja! 3. Halleluja! Halleluja! Halle⸗ luja! Des soll'n wir alle fröhlich sein, Denn Christus unser Trost will sein. Halleluja! Eigne Melodie. 111 Jesus Christus, unser Heiland, Der den Tod überwand, Ist auferstanden, Die Sünd hat er gefangen. Hal⸗ leluja! 2. Der ohne Sünde war gebor'n, Trug für uns Gottes Zorn, Hat uns versöhnet, Daß Gott sein' Huld uns gönnet. Halleluja! 3. Tod, Sünd, Teufel, Leb'n, Heil und Gnad In seiner Hand er hat; Er kann erretten alle, die zu ihm treten. Halleluja! Mel. Valet will ich dir geben. 112 J5 geh zu deinem Grabe, Du Sieges⸗ fürst und Held. Die Hoffnung, die ich habe, Ist nur auf dich gestellt. Du lehrst mich fröhlich sterben Und fröhlich auferstehn, Und mit den Himmelserben Ins 113. Ehre, Land des Lebens gehn. 6. Osterlieder. In die man dich gelegt, Daß mir nicht bange werde, Wenn meine Stunde schlägt. Was an mir ist von Staube, Geb ich dem Staube gern, Weil ich nun freudig glaube: Die Erde ist des Herrn! 3. Du schlummerst in dem Grabe, Daß ich auch meine Ruh Im Schoß der Erde habe, Schließt sich das Aug einst zu. Nun soll mir gar nicht grauen, Wenn mein Gesicht vergeht; Ich werde den wohl schauen, Der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab schließt Stein und Siegel, Und du bist dennoch frei; Auch meines Grabes Riegel Bricht deine Macht entzwei; Du wirst den Stein schon rücken, Der mich im Tode deckt, Dann werd ich dich erblicken, Der mich vom Tode weckt. 5. Du fährst zu Himmelshöhen, Und reichst mir deine Hand, Daß ich dir nach kann gehen Ins rechte Vaterland. Da ist es sicher wohnen Im Glanz der Herrlichkeit, Da warten mein die Kronem Die deine Hand mir beut. 6. O meines Lebens Leben, O meines Todes Tod! Dir will ich mich ergeben Auch in der letzten Not. Dann schlaf ich ohne Kum⸗ mer In deinem Frieden ein, Und wach ich auf vom Schlummer, Wirst du mein Loblied sein. Mel. Wachet auf, ruft uns die. Lob und Preis und Stärke Sei 2. Du hast geweiht die Erde, dem Vollender seiner Werke, Dem mir teine ir ist aube Ube: dem Ruh ließt soll mein wohl steht. Stein Osterlieder. 71 ihm mit frohem Schalle, Ihr, seine Himmel, singt ihm alle, Der ganze Weltkreis sei Gesang! Ihm, der vom Tod erstand, Der herr⸗ lich überwand, Preis und Ehre! Dank ihm erfreut, O Christen— heit! Sein Leben ist dir Seligkeit. 2. Aus dem Staub empor, o Erde! Du dunkles Land der Grä⸗ ber werde Ein Land des Lebens und des Lichts! Er, der siegreich auferstanden, Befreit dich von des Todes Banden Und von den Schrecken des Gerichts. Heil dir! das Grab ist leer, Der Hölle drohend Heer Ist bezwungen. Des Todes Nacht, Der Hölle Macht Ist hin, uns strahlt des Himmels Pracht. 3. Tag des Lebens, Tag der Wonne, Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne Einst auch durch unsre Gräber bricht! O wie wird das Herz erglühen, Wenn hin die Erdennächte fliehen, Wenn uns umfließt des Himmels Licht! Preis dir, o Jesu dir, Anbetung dort und hier Dir, dem Sieger! Wo ist noch Not? Wo ist noch Tod? Uns strahlt ein ewges Morgenrot. 4. Unser Herz darf nun nicht wanken, Die bangen, zweifelnden Gedanken Besiegt des Glaubens Zuversicht. Wie ein Fels des Herrn im Meere, Steht unerschüt⸗ tert Jesu Lehre, Umglänzt von ewig hellem Licht. Die Herrlichkeit der Welt, Des Himmels Bau zerfällt, Alles schwindet: Doch fort und fort Steht Jesu Wort, Uns Heil und Leben hier und dort. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1 1 4 Tönet, Harfen! jauchzt, * ihr Psalmen! Jesus Christus hat gesiegt. Streut dem Uberwinder Palmen, Die ihr bang und weinend schwiegt. Freut euch, er hat überwunden, Euer Heil ist nun erfunden. Zu der selgen Geister Chor Steig, o Siegeslied, empor! 2. Da in Morgendämmerungen Noch gehüllt die Erde schwieg, Da von Andacht tief durchdrungen Gottes Engel niederstieg: Da hast du den Sieg errungen, Dankend ward ein Lied gesungen Von den Himmelsscharen, dir, Todesüber⸗ winder, dir. 3. Bei den Toten ihn zu fin⸗ den, Ging sie hin, wo Christus schlief; Ach, was mußte sie em⸗ pfinden, Als er sanft: Maria! rief! Selge, nie erlebte Stunden, Als den Meister sie gefunden! Auch ich seh dich, wie du bist, Wenn mein Staub verkläret ist. 4. Hier, so lang ich wall im Staube, Schau ich dunkel nur und fern Dich, an welchem hängt mein Glaube, Dich, die Herrlichkeit des Herrn. Meine Seele darf nicht beben, Du hast dich für mich ge⸗ geben, Und es strömet Trost und Ruh Mir dein Tod und Leben zu. 5. Gerne will ich hier noch wallen, Herr, so lange du es willst. Knieen will ich, nieder⸗ fallen, Flehn, bis du dich mir enthüllst. Stärke nur mein Herz, vor allen Dein hochheilig Lob zu lallen. Stets war selig, wen dein Lob, Herrlicher, zu dir erhob. 6. Als hinauf die Engel wall⸗ ten, Und vom mächtigen Gesang 72 Osterlieder. Lauter ihre Harfen schallten, Als ihr Lob zum Throne drang, Als es durch die Himmel tönet': Chris⸗ tus hat die Welt versöhnet! Da, da war der Sieg vollbracht, Leben aus dem Tod erwacht. Mel. Erschienen ist der herrlich'. Erinnre dich, mein Geist, 115. E erfreut Des hohen Tags der Herrlichkeit, Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Der von dem Tod erstanden ist. Halleluja! 2. Fühl alle Dankbarkeit für ihn, Als ob er heute dir erschien, Als spräch er: Friede sei mit dir! So freue dich, mein Geist, in mir. Halleluja! 3. Schau über dich und bet' ihn an, Er mißt den Sternen ihre Bahn, Er lebt und herrscht mit Gott vereint, Und ist dein König und dein Freund. Halleluja! 4. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar Dem, der da ist, und der da war! Sein Name sei ge⸗ benedeit Von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja! 5. O Glaube, der das Herz erhöht! Was ist der Erde Maje⸗ stät, Wenn sie mein Geist mit der vergleicht, Die ich durch Gottes Sohn erreicht! Halleluja! 6. Vor seinem Thron, in sei⸗ nem Reich, Unsterblich, heilig, Engeln gleich, Und ewig, ewig selig sein, Herr, welche Herrlich⸗ keit ist mein! Halleluja! 7. Mein Herz erfreut sich des schon hier, Lieb und Verwund⸗ rung kämpft in mir. Voll Ehr⸗ furcht, die im Herzen spricht, Fall ich, Gott, auf mein Ange⸗ sicht. Halleluja! 8. Du, der du in den Himmeln thronst, Ich soll da wohnen, wo du wohnst! Und du erfüllst einst mein Vertraun, Dich in der Herr⸗ lichkeit zu schaun. Halleluja! 9. Ich soll, wann du, o Lebens⸗ fürst, In Wolken herrlich kommen wirst, Erweckt aus meinem Grabe gehn, Und rein zu deiner Rechten stehn. Halleluja! 10. Mit Engeln und mit Se⸗ raphim, Mit Thronen und mit Cherubim, Mit allen Frommen aller Zeit Soll ich mich freun in Ewigkeit, Halleluja! 11. Zu welchem Glück, zu wel⸗ chem Ruhm Erhebet uns das Christentum! Mit dir gekreuzigt, Gottes Sohn, Sind wir auch auferstanden schon. Halleluja! 12. Nie komm es mir aus meinem Sinn, Was ich, mein Heil, dir schuldig bin, Damit ich mich, in Liebe treu, Zu deinem Bilde stets erneu. Halleluja! 13. Du bist's, der alles in uns schafft, Dein ist das Reich, dein ist die Kraft. Ich hoff auf dich, Herr Jesu Christ, Der du vom Tod erstanden bist. Halleluja! Mel. Jesus, meine Zuversicht. 116 Iiiunr lebt, mit ihm auch ich, Tod, wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt, und wird auch mich Von den Toten auferwecken. Er ver⸗ klärt mich in sein Licht, Dies ist meine Zuversicht. 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich Über alle Welt gegeben, nein t ich nem . uns dein dich, vom ja! ihm wo Er, Von ver⸗ ist das ben, Osterlieder. 70 Mit ihm werd auch ich zugleich Ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht, Dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt, wer nun ver⸗ zagt, Schmähet ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, Daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht, Dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt, sein Heil ist mein, Sein sei auch mein ganzes Leben! Reines Herzens will ich sein, Und den Lüsten widerstreben. Er ver⸗ läßt den Schwachen nicht, Dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt, ich bin gewiß, Nichts soll mich von Jesu scheiden, Keine Macht der Finsternis, Keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er giebt Kraft zu jeder Pflicht, Dies ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt, nun ist der Tod Mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot Wird es meiner Seele geben, Wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Mel. Herr Christ, der ein'ge. NMein Fels hat über⸗ 117. M wunden Der Hölle ganzes Heer; Der Satan liegt gebunden, Die Sünde kann nichts mehr, Nicht durchs Gesetz ver⸗ dammen, Denn alle Zornesflam— men Hat Jesus ausgelöscht. 2. Auf denn, mein Herz, und bringe Des Dankes Opfer dar! Vertreib die Furcht und singe Mit der Erlösten Schar. Wirf des Ge⸗ wissens Nagen, Dein Sorgen und dein Zagen In Christi leeres Grab. 3. Ist Jesus auferstanden, Mit Herrlichkeit geschmückt, So bist du ja den Banden Des Todes mit entrückt. Kein Fluch drückt das Gewissen, Der Schuldbrief ist zerrissen, Denn alles ist bezahlt. 4. Ach, willst du noch nicht glauben, Du ungewisser Geist? Kein Teufel kann dir rauben, Was Jesus dir verheißt, Der Licht, Kraft, Fried'n und Leben Geneigt ist, dir zu geben, Als seines Sieges Frucht. 5. Wohlan denn, Fürst des Le⸗ bens, Ich bring dir, was ich hab; Ich matte mich vergebens Bei mei⸗ nen Wunden ab. Ich kann sie nicht verbinden, Soll ich Genesung finden, Du mußt sie rühren an. 6. Gieb meinem Glauben Klar⸗ heit, Zu sehn, Herr Jesu Christ, Daß du Weg, Leben, Wahrheit, Daß du mir alles bist. Die finstern Wolken teile Der bangen Zweifel, heile Des Glaubens dürre Hand. 7. Laß mich nicht länger wanken Gleich einem Rohr im Wind, Be⸗ sänft'ge die Gedanken, Die voller Unruh sind. Du bist der Stuhl der Gnaden, Wer mühsam und beladen, Den rufst du ja zu dir. 8. Ich will nicht mehr vergeb— lich Bei mir mich halten auf. Ich finde nichts erheblich, u hemmen meinen Lauf Zu deinen offnen Armen, Die mir dein frei Er⸗ barmen So huldreich aufgethan. 9. Hast du den Tod bezwungen, Bezwing ihn auch in mir; Wo du bist durchgedrungen, Da laß mich folgen dir. Erfülle mein Verlangen Und laß den Kopf der Schlangen In mir zertreten sein. 74 Osterlieder. 10. Den Götzen Eigenliebe, Das Gift in meiner Brust, Zerstör durch deine Liebe, Daß alle Flei⸗ scheslust, Die dich ans Kreuz ge⸗ heftet, Ganz möge sein entkräftet Durch deines Kreuzes Kraft. 11. Lebst du, laß mich auch leben, Als Glied an deinem Leib, Daß ich gleich einer Reben An dir, dem Weinstock, bleib. Gieb Geisteskraft zur Nahrung, Gieb Stärke zur Bewahrung Der Pflanzung deiner Hand. 12. Leb in mir als Prophete, Und leit mich in dein Licht, Als Priester mich vertrete, Mein Thun und Lassen richt; Um deinen gan⸗ zen Willen Als König zu erfüllen, Leb, Christe, leb in mir. Mel. Christ, der in Todesbanden lag. 118 Dem Herrn sei Ehre, * Preis und Dank, Der Herr ist auferstanden! Ihn preiset laut mit Lobgesang Sein Volk in allen Landen. Wo ihn eine Zunge nennt, Wo ihm ein Herz in Lieb entbrennt, Ertöne seinem Namen: Halleluja! 2. Der Heiland lebt, des Gra⸗ bes Nacht Zerfloß in Morgen⸗ röte. Der an dem Kreuz sein Werk vollbracht, Ist der von Gott Erhöhte. Friede, spricht er, sei mit Euch! Wie machet seine Huld so reich! Er lebt, uns zu beleben. Halleluja! 3. Ins Leben kehrt er siegreich ein. Erhebt euch aus dem Staube, Kommt, ewig seiner euch zu freun, Es siegt der Christen Glaube. Unser Herr, der auferstand, Hat Leben nun in seiner Hand. Wer kann das Heil uns Halleluja! 4. Sei hier die Liebe gleich ver⸗ kannt, Und mag sie einsam weinen, Durch ihn, der siegreich auferstand, Wird einst ihr Lohn erscheinen. Liebe wird durch Kreuz bewährt, Mit Mut durch seinen Sieg ver⸗ klärt, Die Welt soll uns nicht trüben. Halleluja! 5. Verlassen uns die Teuren auch, Die wir auf Erden fanden: Uns schrecket nicht des Todes Hauch, Denn Jesus ist erstanden. Jesus führt durchs Grabesthor, Schenkt wieder, was das Herz verlor, Sein Grab ist vor uns offen. Halleluja! 6. O Sieger, reich' uns deine Hand, Du einz'ger Trost auf Er⸗ den, Dein Sieg soll unsres Sie⸗ ges Pfand Bei jedem Kampfe werden. Herr, dem Tod und Hölle weicht, Bleib bei uns, bis der Tag sich neigt, Dann gehn wir ein ins Leben. Halleluja! Mel. Es ist das Heil uns. 119 Wech auf, mein Herz, die Nacht ist hin, Die Sonn ist aufgegangen. Er⸗ muntre deinen Geist und Sinn, Den Heiland zu empfangen, Der heute durch des Todes Thor Ge⸗ brochen aus dem Grab hervor, Der ganzen Welt zur Wonne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf, Und such ein neues Leben. Vollführe deinen Glau⸗ benslauf, Und laß dein Herz sich heben Gen Himmel, da dein Jesus ist, Und such, was droben, als ein Christ, Der geistlich auferstanden. rauben? ———— —— 3. ist, 1 drobe Frist unter strebe Wo 4. Sorg heben Kreu leben Herr fern, gehn Soll sehn, wirst Vom Und 6. Stat den, lame den Weil Stre getre 17 an d wun weit Nun Und Und ben? )ver⸗ inen, stand,‚ einen. bährt, ver⸗ nicht euren nden: Todes inden. sthor, Herz uns deine if Er⸗ Sie⸗ ampfe Hölle 8 der n wir Osterlieder. 75 3. Vergiß nur, was dahinten ist, Und tracht nach dem, was droben, Damit dein Herz zu jeder Frist Zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt, Und strebe nach des Himmels Zelt, Wo Jesus ist zu finden. 4. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein: Dein Jesus wird ihn heben; Es kann ein Christ bei Kreuzespein In Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn, Und sorge nicht, er ist nicht fern, Denn er ist auferstanden. 5. Mit Magdalena sollst du gehn, Mit Salome zum Grabe, Sollst hier den Dank der Liebe sehn, Und ihre fromme Gabe: So wirst du sehn, daß Jesus Christ Vom Tod heut auferstanden ist, Und nicht im Grab zu finden. 6. Es hat der Löw' aus Judas Stamm Heut siegreich überwun⸗ den, Und das erwürgte Gottes⸗ lamm Hat uns zum Heil gefun⸗ den Das Leben, die Gerechtigkeit, Weil er nach treu durchkämpftem Streit Den Feind zur Schau getragen. 7. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, Weil Jesus über⸗ wunden, Auch du wirst überwinden weit, Weil er den Feind gebunden. Nun rüste dich, daß du aufstehst Und in ein neues Leben gehst, Und Gott im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt noch Tod, Selbst nicht der Hölle Wüten, Dein Jesus lebt, er wird in Not Und Angsten dich behüten. Er hilft den Schwachen in der Welt, Als ein gekrönter Sieges⸗ held, Drum wirst du überwinden. 9. Ach, mein Herr Jesu, der du bist Vom Tode auferstanden, Rett uns aus Satans Macht und List Und aus des Todes Banden, Daß wir im seligen Verein Zum neuen Leben gehen ein, Das du uns hast erworben. 10. Sei hochgelobt in dieser Zeit Von allen Gotteskindern, Und ewig in der Herrlichkeit Von allen Überwindern, Die überwanden durch dein Blut; Herr Jesu, gieb uns Kraft und Mut, Daß wir auch überwinden. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 120 Halleluja! jauchzt, ihr Chöre, Singt Jesu Christo Lob und Ehre! Sein herr⸗ lich großer Tag ist da. Er zer⸗ riß des Todes Banden, Der Held ist aus dem Grab erstanden, Der nimmer die Verwesung sah. Sein ist Gewalt und Macht, Er hat sein Werk vollbracht. Halleluja! Des Menschen Sohn Trägt nun davon Des herben Kampfes rei⸗ chen Lohn. 2. Glorreich hat der Held ge⸗ rungen, Der Hölle finstre Macht bezwungen, Und uns von Straf und Schuld befreit. Wir, die tief⸗ gefallnen Sünder, Sind nun durch Christum Gottes Kinder Und Er⸗ ben seiner Seligkeit. Wir sind durch ihn versöhnt, Den Gott mit Preis gekrönt. Halleluja! Wir sind nun sein, Und ihm allein Soll unser ganzes Herz sich weihn. 3. Nun kann uns der Tod nicht schrecken, Einst wird der Herr uns auferwecken Durch seiner Stimme Wundermacht. Er wird unver⸗ —.—.—,ꝑin.—— — I 76 Osterlieder. gänglich Leben Und Herrlichkeit den Seinen geben, Die ihren Lauf in ihm vollbracht. Wir werden auferstehn, Zu seiner Freud ein⸗ gehn. Halleluja! O Siegesheld, In jene Welt Zeuch uns dir nach, wann dir's gefällt. 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne! Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne Durch unsers Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, Wenn Nacht und Finsternis verschwin⸗ den, Und uns umstrahlt des Him⸗ mels Licht! Vollender, führe du Uns diesem Tage zu, Uns, die Dei⸗ nen; Die Todesbahn Gingst du voran, Wir folgen dir in deine Ruh. Mel. Christ, der in Todesbanden lag. Mringt Preis und Ruhm 121. B dem Heiland dar, Frohlockt ihm, alle Frommen! Er, der für uns getötet war, Ist dem Gericht entnommen. Sei gelobt, Herr Jesu Christ, Daß du für uns gestorben bist, Und sieg⸗ reich auferstanden. Halleluja! 2. Dein Leben in der Majestät Befestigt unsern Glauben. Wer kann, da dich dein Gott erhöht, Uns nun den Trostgrund rauben: Daß du für uns g'nug gethan, Uns Sündern eine neue Bahn Zum ewgen Heil eröffnet? Halleluja! 3. Gott selbst, der dich dem Grab entrückt, Hat dem, was du gelehret, Der Wahrheit Siegel aufgedrückt, Und dich als Sohn geehret. Deines Opfers hohen Wert Hat er aufs herrlichste bewährt, Da er dich auferwecket. Halleluja! 4. Erstandner, ich frohlocke dir, Daß du nun ewig lebest: Du lebst und siegst, daß du auch mir Das ewge Leben gebest, Daß du mein Erretter seist, Und neue Kräfte mir verleihst, Mit Freuden Gott zu dienen. Halleluja! 5. Mein Herr, mein Gott, hilf mir dazu, Befreie mich von Sün⸗ den. Laß mich für meine Seele Ruh In deinem Frieden finden. Pflanze deinen Sinn in mir, Da⸗ mit ich Gott ergeben hier Als dein Erlöster wandle. Halleluja! 6. Dein ist das Reich, dein ist die Macht, Die Toten zu er⸗ wecken. Gräber Nacht Wird Tote nicht mehr decken. Wie du auferstanden bist, So werd auch ich, Herr Jesu Christ, Durch dich einst aufer⸗ stehen. Halleluja! 7. O laß mich, weil ich hier noch bin, Im Glauben an dich wandeln, Und jederzeit nach dei⸗ nem Sinn Rechtschaffen sein und handeln, Daß ich, wenn ich auf⸗ ersteh, Und dich, des Todes Sie⸗ ger, seh, Vor dir dann nicht er⸗ schrecke. Halleluja! ö 8. Da, wo du bist, da soll auch einst Dein Jünger mit dir leben. Du wirst ihn, wann du nun erscheinst, Zu deiner Freud erheben. Laß dies auch mein Erbteil sein, So werd ich ewig des mich freun, Daß du vom Tod erstanden. Halleluja! Mel. Sollt ich meinem Gott. 122 Auferstanden, aufer⸗ —. Ist der standen Herr, der uns versöhnt. Seht, Du rufst einst, und der wie h den Dort Uber Herrs euch ihr, s Jesus 2. stand gatha Land gesche strebe empo vor. ten b hebt. 3. Sank Unsz er au du b Dein Dein das L unser Jesus 4 heben Laßt Dant Halte Gedä Tod selge zum Jesus 5 kinder Brin Ehre, in der e dir, lebst Das mein e mir tt zu „ hilf Sün⸗ Seele uden. Da⸗ Als luja! in ist 1 er⸗ d der nicht inden Jesu ufer⸗ hier dich h dei⸗ n und auf⸗ Sie⸗ ht er⸗ 1 soll it dir in du Freud mein ewig vom tt. aufer⸗ der Seht, Osterlieder. 77 wie hat nach Schmach und Ban⸗ den Gott mit Ehren ihn gekrönt! Dort, zu seines Vaters Vrldgt⸗ Über Schmerz und Tod erhöht, Herrscht er nun in Majestät. Freut euch seiner, ihr Gerechten, Und ihr, seine Feinde, bebt! Halleluja, Jesus lebt! 2. Singt dem Herrn, er ist er⸗ standen, Der da starb auf Gol⸗ gatha. Rühmt es laut in allen Landen, Was sein Mund verhieß, geschah. Wer kann ihm noch wider⸗ streben? Mächtig steigt der Held empor, Im bricht er her⸗ vor. Seht, des Abgrunds Pfor⸗ ten beben, Da ihr Sieger sich er⸗ hebt. Halleluja, Jesus lebt! 3. Uns vom Tode zu befreien, Sank er in des Grabes Nacht; Uns zum Leben einzuweihen, Steht er auf durch Gottes Macht. Tod, du bist in Sieg verschlungen, Deine Schrecken sind gedämpft, Deine Herrschaft ist bekämpft, Und das Leben uns errungen. Ob man unsern Leib begräbt: Halleluja, Jesus lebt! 4. Aus dem Grab uns zu er⸗ heben, Ging er zu dem Vater hin. Laßt uns ihm zur Ehre leben, Dann ist Sterben uns Gewinn. Haltet unter Lust und Leiden Im Gedächtnis Jesum Christ, Der vom Tod erstanden 1— Droben harren selge Freuden, Wenn der Geist zum Himmel schwebt. Halleluja, 0 lebt! „Freut euch sein, ihr Gottes⸗ ider, Er sei euer Lobgesang! Bringt demT odesüberwinder Ewig hier gefällt; euch Sünd und Elend droht, Rühmt's in eurer Todesnot: Un⸗ ser Herr hat überwunden! Jauch⸗ zet, wenn der Sünder bebt: Halle⸗ luja, Jesus lebt! Mel. Erschienen ist der herrlich'. 123. F Trüh morgens, da die Sonn aufgeht, Mein Heiland Christus aufersteht. Ver⸗ trieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Halleluja! 2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not, Verschlossen, gleich als wär' ich tot, Läßt du die Gnadensonn aufgehn, Nach Trau rigkeit mich Freude sehn. Halleluja! 3. Nicht mehr, als nur drei Tage lang Mein Heiland bleibt im To B Durchs Grab am drit ten Tag er dringt, Mit Ruhm die Siegesfahne schwingt. Halleluja! 4. Jett ist der Tag, da mich die Welt Mit Schmach am Krenz gefangen hält; Drauf folgt der Sabbath in dem Grab, Wo Ruhe ich und Frieden hab. Halleluja! 5. In kurzem wach ich fröhlich auf, Mein Ostertag ist schon im Lauf. Ich wach auf durch des Herrn Gebot, Drum geh ich freu— dig in den Tod. Halleluja! 6. Am Kreuz läßt Christus üh. Da Vor a lem Volke töten sich. in er durch Todes Kerker bricht, Läßt er die Menschen sehen nicht. Halleluja! 7. Sein Reich ist nicht von die⸗ ser Welt, Kein groß Gepräng ihm Was arm und nied⸗ Ehre, Preis und Dank. Rühmt's rig geht herein, Soll ihm das in der Versuchung Stunden, Wenn allerliebste sein. Halleluja! ..— —— 78 Osterlieder. 8. Wie wundergroß ist er, der Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir, Er wälzt ihn von des Herzens Thür. Halleluja! 9. Lebt Christus: was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Wenn mir gleich alle Welt stürb ab, G'nug, daß ich Christum bei mir hab. Halleluja! 10. Er nährt, er schützt, er tröstet mich, Sterb ich, so nimmt er mich zu sich; Wo er jetzt lebt, da komm ich hin, Weil seines Leibes Glied ich bin. Halleluja! 11. Durch seiner Auferstehung Kraft Komm ich zur Engelbrüder— schaft, Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt, Durch ihn mit Gottes Huld gekrönt. Halleluja! 12. Für solchen Trost, du gro⸗ ßer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir auf beßre Weis' Erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja! Mel. Jesu, meine Freude. 124. 3. Mag der Satan stürmen, Immanuel. Mag es finster werden Hier auf dieser Erden, Er macht's sonnenhell. Er wird mir wohl für und für, Trotz der Welt und ihren Tücken, Großen Schutz zuschicken. 4. Und wenn meine Glieder Sich nun senken nieder In die Todesnacht, Wird mich Gott be⸗ hüten; Dann wird er gebieten zur Ewigkeit Und zum rechten Freudenleben Wird mein Herr mir geben ö Mel. Nun freut euch, liebe. 4% 1 14 85. O Tod, wo ist dein 12⁵. Stachel nun? Wo Mich wird wohl beschirmen Mein Seiner Engel Wacht; Das Geleit Vom Und, kann, klaget worfen 5.— Den Herren ihr ent aller Sieg g kraftlo 6. E Doch nun Stehn ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel thun, Wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg; So herrlich hat nach diesem Krieg Durch Jesum Christ gegeben. 2. Wie sträubte sich die alte Schlang', Da Christus mit ihr reut euch, Gottes Kin⸗kämpfte, Und, als ergrimmt sie auf der, Unser Überwin⸗ihn drang, Er ihren Grimm bald der, Jesus, hat gesiegt! Satan dämpfte! Ob sie ihn in die Fersen ist gefangen, Und der Kopf der Schlangen Nun im Staube liegt. Jesus Christ hat ihre List Durch sein göttlich Wort gedämpfet, Und vor, für mich gekämpfet. sticht, So sieget sie darum doch nicht, Der Kopf ist ihr zertreten. 3. Lebendig geht der Herr her⸗ Und nimmt den Feind ge⸗ fangen, Zerbricht der Hölle Schloß 2. Was kann mich anfechten, und Thor, Trägt weg den Raub Weil mir steht zur Rechten Ein so mit Prangen. großer Gott? Laß sich schrecklich seinem *4. Nichts kann in Siegeslauf Den starken rüsten, Wider mich sich brüsten Helden halten auf, Der Feind Kummer, zerfällt die ganze Welt; Ehre, Not und Tod! Einst liegt überwunden. 4. Der Heiland ist der Hölle Reichtum Lust der Sünden Müssen Pest, Des Todes Gift geworden. dann verschwinden. Ob Satan auch noch ungern läßt + .. So jen Im T bleibt, 7. L Reu 9 dort v ihn ni men i Leben unverg 0 beut,; Fried, Im H sind u Bis u Des 2. Rott' den,& * 10. nun? nen, Rein rden cht's für hren cken. ieder die be⸗ ieten zeleit chten mir t ihr ie auf bald ersen doch reten. her⸗ d ge⸗ chloß Raub n in arken Feind Hölle rden. läßt Osterlieder. 79 Vom Wüten und vom Morden, Den Sieg und ist erhöhet. Und, da er sonst nichts schaffen kann, Nur Tag und Nacht uns klaget an: So ist er doch ver⸗ worfen. 5. Des Herren Rechte, sie behält Des Herren Rechte mächtig fällt, Was ihr entgegen stehet. Tod, Höll und aller Feinde List Durch Christi Sieg gedämpfet ist, Ihr Zorn ist kraftlos worden. 6. Es war getötet Jesus Christ, Doch seht, er lebet wieder! Weil nun das Haupt erstanden ist, Stehn wir auch auf, die Glieder. So jemand Christi Worten gläubt, Im Tod und Grabe der nicht bleibt, Er lebt, ob er gleich stirbet. 7. Wer täglich hier durch wahre Reu Mit Christo auferstehet, dort vom andern Tode frei, Der ihn nicht mehr angehet; Genom⸗ men ist ihm seine Macht, Das Leben an das Licht gebracht, Und unvergänglich Wesen. —..—. Das ist die rechte Oster— beut, Der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit, Im Himmel und auf Erden. Hier sind wir 21 und warten fort, Bis unser Leib wird. dort Des Herrn verklärtem Leibe. 9. Der alte Drach' mit seiner Rott' Hingegen wird zu Schan⸗ den, Erlegt ist er mit Schimpf und Spott, Da Christus ist er⸗ standen. Die Glieder siegen mit dem Haupt, Dem Satan ist die Macht geraubt, Er kann uns nicht mehr schaden. 10. O Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Istdas er gesprochen. ist erstanden, Was kann uns jetzt der Teufel thun, Wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg So herrlich hat in diesem Krieg Durch Jesum Christ gegeben. Mel. Wie schön leucht't uns der. 126 Triumph! Triumph! — bringt Lob und Dank Dem, der des Todes Nacht be— zwang, Den herrlich Gott erhöhte. Der hohe Sieger überwand, Nacht war um ihn, und sie verschwand In helle Morgenröte. Bebet, Gebe Stolze Spötter, unserm Retter Preis und 0 hre, Glaubt an ihn und seine Lehre. 2. Heil uns! Triumph! das Grab ist leer. Fest stehet, wie ein Fels im Meer, Das Wort, O selig, wer sich ihm vertraut! Er hat den Tempel aufgebaut, Den blinde Wut gebrochen. Keine Macht hält Diesen Sieger, Gottes Krieger Macht der Hölle Wut zu Schanden. 3. Leer ist die Gruft, die ihn umgab. Sei mir gegrüßt, mein künftig Grab, Du W Wohnunge ern⸗ ster Stille! Nach wenger Tage schnellem Lauf Nimmst das Ver⸗ wesliche du auf, Des Geistes morsche Hülle. Herrlich Werd ich Auferstehen, einzugehen zu dem Leben, Das mein Heiland mir wird geben. Mel. Dir, dir, Jehovah, will. 127 Wie jauchzt mein Geist schon hier im Staube, Wenn er an dich, Erstandner, innig denkt! Wie triumphiert mein 8⁰ Osterlieder. Christenglaube, Wenn er sich in dein offnes Grab versenkt! Ich schaue nun getrost ins eigne Grab, Aus deiner Gruft erblüht der Hoffnung Stab. 2. Ich seh den Frühling jetzt erwachen, Ein frohes Bild der Auferstehung mir. Ich darf des Todes Drohn verlachen, Erstand⸗ ner, neues Leben strahlt von dir. In jenes ewgen Lebens Herrlichkeit Bin ich von aller Todesqual befreit. 3. Hier ist noch Dunkel, dort ist Helle, Hier wein' ich manche bittre Thräne noch, Dort aber strömt die Freudenquelle, Denn dort bin ich erlöst vom Sünden⸗ joch. Brich, morsche Hütte, brich nur immer ein, Mein Geist wird dort verklärt und selig sein. den alle Himmel loben, Unterwirf der Erde Kreis, Und es diene dir zum Preis Auch der Höllenmächte Toben. Uns sei stets als Helfer nah, Dann ertönt's: Halleluja! Beute Deiner armen Herde mit, Die in froher Sehnsucht heute Vor den Thron der Gnade tritt. Gieb uns allen deinen Frieden, Gieb uns Kraft und frohen Mut: Dann ist uns ein herrlich Gut Und ein lieblich Los beschieden. Nichts erschreckt dann fern und nah Und man singt: Halleluja! 4. Laß, o Sonne der Gerech⸗ ten, Deinen Strahl ins Herz uns gehn; Gieb Erleuchtung deinen 4. Dir dank ich dieser Hoffnungstehn. Hält der Schlaf uns noch Freude, Erstandner, weil du lebst, so leb auch ich. Wenn ich in Lauf. Rufe kräftig: wachet aufl gefangen, O so fördre unsern dir die Seele weide, Verklärter, Denn die Schatten sind vergan⸗ dann verklärt sie sich durch dich. Die Hoffnung seliger Unsterblich⸗ keit Wirkt hier schon himmlische Zufriedenheit. Mel. Sollt' ich meinem Gott. gen, Und der helle Tag ist da. Gott sei Dank, Halleluja! ö 5. Zeige, wenn der blöde Kum⸗ mer Über Gruft und Bahre weint, Wie die Schwachheit nach dem Schlummer Dort in voller Kraft erscheint. Deines geistgen Leibes 128 Uberwinder, nimm die 52 Palmen, Die dir Glieder Bleiben nicht des Todes Zion heute bringt, Das mit fro⸗Raub; Selbst des Erdenleibes hen Osterpsalmen Deinen großen Staub Wird verklärt und grünet Sieg besingt. Du hast dich empor wieder, Denn dein Aug bewacht geschwungen Aus der dunkeln Gra⸗ihn ja. Gott sei Dank, Halleluja! besnacht, Hast dein hohes Werk 6. Tilge das verzagte Grauen, vollbracht Und der Feinde Wut Wenn die letzte Stunde f chlägt, Laß bezwungen. An dem Tag, wo dies geschah, Singen wir Halleluja! den Geist die Krone schauen, Dil uns schon ist beigelegt. Laß in un⸗ 2. Pflanze deine Siegspanieressern höchsten Nöten, Laß in unsrer Auf das Grab zu deinem Ruhm, Großer König, komm, regiere Nun ssein, Daß der Tod uns nicht kann Todespein Felsenfest den Glauben die Welt, dein Eigentum. Du, Knechten, Daß sie geistig aufer⸗ —— 3. Teile, großer Fürst, die Du, wirf e dir ächte elfer uja! die mit, heute tritt. eden, Nut: Gut eden. und luja! erech⸗ uns einen ufer⸗ noch nsern aufl rgan⸗ t da. Kum⸗ veint, dem Kraft Zeibes Todes leibes rünet wacht eluja auen, t, Laß „Die in un⸗ Insrer auben kann Osterlieder. 81 töten, Denn du, Herr, bezwangst ihn ja. Gott sei Dank, Halleluja! 7. Neige deines Scepters Spitze Uns voll Gnad und voller Huld Einst von deinem Richtersitze, Und sieh nicht auf unsre Schuld. Gieb uns dann das ewge Leben, Und das ganz erlöste Herz Wird dann frei von Sünd und Schmerz Ewig deinen Ruhm erheben; Denn wir singen einst auch da: Gott sei Dank, Halleluja! Mel. Nun freut euch, liebe. 129 Der Hölle Pforten sind zerstört, Der Tod ist nun verschlungen, Des Satans Reich ist ganz verheert, Lob sei dir, Gott, gesungen. Der Sün⸗ den Macht ist abgethan, Durch Christum ist die Himmelsbahn Uns wieder aufgeschlossen. 2. Was durch des ersten Adams Schuld Im Paradies verdorben, Das, und noch mehr hat Christi Huld Uns wiederum erworben. Der starke Held ausDavids Stamm Hat sterbend an dem Kreuzesstamm —5 Welt mit Gott versöhnet. Heut ist er aus dem Grab herr Mit großer Macht gebro— chen; Er hebt sein Siegspanier em⸗ por, Wie er es hat versprochen. Er bringt nach wohlgeführtem Streit Uns wieder Fried'n und Freudig⸗ keit Und alle Himmelsschätze. 4. Drum lasset uns in Fröh⸗ lichkeit Herz und Gemüt erheben, Weil uns ist diese Gnadenzeit Vom Himmel neu gegeben. Wir haben Christi Reich und Macht; Er ist besiegt, der Tag und Nacht Vor Gott uns hart verklaget. 5. Der alle Welt verführt in Not, Liegt in dem Staub der Erden; Der vormals starke Seelen⸗ tod Hat müssen kraftlos werden. Des Lammes Blut hat ihn bekriegt, Sein wahres Zeugnis obgesiegt, Und uns das Heil errungen. 6. Wir werden auch nach dieser Zeit, Wie Christus, auferstehen, Und mit ihm in die Herrlichkeit Zur Himmelsfreud eingehen. Denn wo das Haupt geblieben ist, Da müssen auch nach kurzer Frist Die Glieder alle wohnen. Mel. O, daß ich tausend Zungen. 130 Mein Jesus lebt! ich soll nicht sterben, Hier steht mein Haupt und trium⸗ phiert! Nun muß auch ich das Leben erben, Weil Höll und Tod die Macht verliert. Mich schreckt nun keine Zukunft mehr, Mein Jesus lebt, sein Grab ist leer. 2. Mein Jesus lebt! er hat bezwungen, Was mir das Leben rauben kann; Er hat mir Heil und Sieg errungen, Und alles ist ihm unterthan. Der Hölle tief—⸗ ster Abgrund bebt, Denn überall 32395 Jesus lebt! Mein Jesus lebt! das Grab ist 3— So geh ich freudig in die Gruft. Nun kann ich auch im Tode hoffen, Daß mich sein Wort ins Leben ruft. Wie lieblich s Diht die Stimme hier: Ich leb und ihr lebt auch mit mir! 4. Mein Jesus bleibt also mein Leben, Mein Herz wallt nur für ihn allein. Soll ich ihm nun mein Leben geben, So wird kein Tod mir schrecklich sein, Weil er 6 ie , audiu 82 Osterlieder. mich in den Himmel hebt, Sossus den Entschlafnen ruft. Dann wahr als Jesus ist und lebt. wird des Todes Feld Zu einer regen Welt; Alles lebet, So wie Mel. Wachet auf ruft uns die. erneut Zur Frühlingszeit Sich 131 H Jesus lebet! alles regt, und alles freut. 25 Auf, ihr Erlösten 5. Wandeln wir auf deinen und erhebet Des großen Mittlers Wegen, O Auferstandner, welch Majestät. Hört's, betrübte Sün⸗ ein Segen Erwartet uns am Ziel der, gebet Der Freude Raum, der Bahn! Nach des Lebens Kampf denn Jesus lebet, Gott hat ihn und Leiden Erhebst du uns zu aus dem Staub erhöht. Ihm ewgen Freuden, Die uns dein jauchze Preis und Dank, O Seele, Kampf und Sieg gewann. Bald dein Gesang. Halleluja! Dich, sind sie unser Teil, Bald krönet großer Held, Erhebt die Welt, uns das Heil Deines Lebens. Weil deine Hand den Sieg behält. Halleluja! Der Herr ist nah, 2. Jesu Jünger, wehrt den Bald ist der Tag des Sieges da. Leide, Lobsinget ihm, und nehmt voll Freude Am Siege teil, Mel. Alle Menschen müssen sterben. den er erstritt. Seht, der Tod ist 132 Trauernd und mit ban⸗ überwunden, Die ganze Hölle ist„gem Sehnen Wan⸗ gebunden, Er herrscht, der für delt dort ein Jünger⸗Paar. Jesu euch starb und litt. Laßt seine fließen ihre Thränen, Der ihr Feinde dräun, Ihr könnt getrost Freund und Lehrer war. Doch, euch freun. Jesus lebet Von eh sie's zu hoffen wagen, Nahet Ewigkeit zu Ewigkeit, Derselbe er, um den sie klagen, Ihr Be⸗ gestern und auch heut. gleiter ist er schon, Schnell ist 3. Ihr auch dürft nicht trost⸗ nun ihr Gram entflohn. ö los beben, Ihr Sünder, Gott 2. Ach, es gehn noch manche will euch vergeben, Wenn ihr die Herzen Ihrem stillen Kummer Schuld mit. Ernst bereut. Durch nach, Sie bejammern, voll von des Todes Überwinder Ist er ver⸗ Schmerzen, Ihre Not, ihr Un⸗ söhnt, und gegen Sünder Ein Va⸗gemach. Manches wandelt ganz ter der Barmherzigkeit. Der Hei⸗ alleine, Daß es in der Stille land steigt empor, Nun ist des weine, Aber Jesu tröstend Wort Himmels Thor Allen offen. Gott Scheuchet jeden Kummer fort. ist versöhnt, Vom Himmel tönt 3. Oft schon hab auch ich em⸗ Der Freudenruf: Gott ist versöhnt! pfunden Jesus läßt mich nie 4. Tod, wo sind nun deine allein, In den trüben Unglücks⸗ Schrecken? Nicht ewig wird das stunden Stellt er unverhofft sich Grab uns decken, Verwest der Leib ein. Wenn ich traurig mich be⸗ gleich in der Gruft. Einst wird er schwere, Als ob er zu ferne wäre, zum bessern Leben Sich aus des O so ist er mir schon nah, Und Todes Staub erheben, Wenn Je⸗ mit seiner Hülfe da. *„ nche imer von Un⸗ ganz Stille Vort rt. em⸗ nie ücks⸗ sich h be⸗ wäre, Und Osterlieder 83 4. Treuster Freund von allen Freunden, Bleibe ferner nah bei mir. Sucht die Welt mich anzu⸗ feinden, O so wend' ich mich zu dir. Wenn mich Trübsalswetter schre⸗ cken, Wollst du kräftig mich bedecken; Hab ich zum Gefährten dich, Ist kein Feind mir fürchterlich. 5. Bin ich traurig, tief betrübet, Dann ruf du mir in den Sinn, Daß mich deine Seele liebet, Und daß ich der Deine bin. Laß in dir mich Ruhe finden, Auf dein Wort die Hoffnung gründen: Wer die Thränensaat gestreut, Erntet einst die Seligkeit. 6. Tröst auch andre, die voll Jammer Einsam durch die Fluren gehn, Oder in der stillen Kam⸗ mer Tief bekümmert zu dir flehn. Wenn sie von der Welt sich tren⸗ nen, Daß sie satt sich weinen können, So sprich ihrer Seele zu: Zagender, was trauerst du? 2. Wenn es einst will Abend werden, Und der Lebenstag sich neigt, Wo dem blöden Aug auf Erden Nirgends sich ein Helfer zeigt: Bleibe dann an meiner Seite, Gieb mir Sieg im letzten Streite, Daß ich bis ans Ende treu, Jener Krone würdig sei. Mel. Was Gott thut, das ist. 133 O auferstandner Sieges⸗ fürst, Du Leben aller Leben, Heut bringst du Frieden, da du wirst Zur Freude uns ge⸗ geben. Zuvor bracht Not Dich in den Tod; Jetzt bist du auferstan⸗ den Und frei von Todesbanden. 2. Die Last von unsrer Sün⸗ len; Du gabest dich aus großer Huld Am Kreuz zum Heil uns allen. Nun sind wir frei Von Sklaverei, Wir sind nicht mehr gefangen, Weil du hervorgegangen. 3. Nun geht uns fröhlich wie⸗ der auf Die rechte Gnadensonne, Die, einst verhüllt in ihrem Lauf, Giebt Strahlen neuer Wonne. Jetzt ist die Seel Mit Freudenöl Von dir gesalbt zum Leben, Sich ganz dir hinzugeben. 4. Die Kraft von deiner Maje⸗ stät Bricht selbst durch Grab und Steine; Dein Sieg ist's, der uns mit erhöht Zum vollen Gnaden⸗ scheine. Des Todes Wut, Der Höl⸗ len Glut Hat alle Macht verloren, Und wir sind neu geboren. 5. O daß wir diesen teuern Sieg Genugsam möchten kennen, Und unser Herz bei diesem Krieg Im Glauben möchte brennen! Denn anders nicht Kann dieses Licht Uns in das Leben führen, Wenn wir nicht Glauben spüren. 6. So komm denn selbst in unser Herz, O Jesu, Fürst der Ehren! Laß du in Freuden und im Schmerz Den Glauben sich vermehren, Daß wir in dir Die offne Thür Zur ewgen Ruhe fin⸗ den, Und auferstehn von Sünden. 7. Laß, Herr, mit dir uns auferstehn Aus unserm Sünden⸗ grabe. Wir können noch das Licht nicht sehn, Die Kraft von deiner Gabe, Die deine Macht Zu uns gebracht; Führ uns hinaus zum Leben, Und mach uns dir ergeben. 8. Es liegen tausend Hüter hier, Die unser Herz berennen, denschuld Ließ dich in Fesseln fal⸗ Daß wir aus dieser Grabesthür 6* 8⁴ Osterlieder. Zu dir nicht bommen können. Der Kraft, Die Sünd ist wegges Sünden Macht Hält selbst n n treue Zeuge spricht: Wer Wacht, Die Welt mit ihren glaubt, der stirbet nicht! Des Schätzen Fängt an, es zu besetzen. tröst ich mich von Herzen. 9. Erscheine uns mit Freund⸗ lichkeit, Wenn wir in Buße wei⸗ 4. Er lebt, der unbezwungne Held; Besingt, ihr Engelchöre, Be⸗ nen. Gieb uns den Frieden in dem singt, ihr Völker aller Welt, Des Streit, Den du versprichst den Mittlers Ruhm und Ehre! Er⸗ Deinen; So können wir, O Held, hebt des Siegers Macht, Der von mit dir Die rechten Ostern feiern dem Tod erwacht, Der unsern Tod Und uns in dir erneuern. bezwingt, Der uns das Leben 10. Ach, laß das wahre Auf⸗bringt, Und mächtig für uns streitet. erstehn Im Herzen uns erfahren, 5. Er lebt, o Christen, laßt uns Laß aus dem Sündengrab uns heut Frohlockend ihn erheben; gehn, Daß wir den Schatz wahren, deine Hand Zum Siege uns ge⸗ geben, So gehn wir ein zum Leben. Mel Ein' feste Burg ist unser Gott. r lebt, o Freudenwort, 134. E er lebt, Der Heiland aller Sünder. erschrickt und bebt Vor seinem Überwinder. Er stritt mit Helden⸗uunser Grab be⸗Laßt uns von nun an jrderzeit Das teure Pfand, Das Ihm wohlgefällig leben. Wir sind sein Eigentum, Erkauft zu seinem Ruhm; Sein wollen wir allein Tot und lebendig sein, Und sein auch ewig bleiben. Mel. Sollt' ich meinem Gott. Der Feinde Heer 135 Amen, deines Grabes Friede Wird auch durchwehn, Wenn mut, Vergoß für uns sein Blut; wir, von der Wallfahrt müde, 7 Durch seinen Kreuzestod Erwarb er uns bei Gott unsrer Sünden. 2. Er lebt, des Vaters Sohn, ten. Er herrscht und hilft von seinem Thron Auch seinen schwa⸗ chen Knechten. Er lebt nun ewig⸗ lich, Und ewig schützt er mich, Er thut mit starker Hand Den Feinden Widerstand, Sie können mir nicht schaden. 3. Er lebt, Gott hat ihn auf⸗ erweckt, Gott wird auch mich er⸗ wecken. Der Tod, der aller Her⸗ zen schreckt, Kann mich nicht mehr Ruhn, Vergebung Amen, Der des Grabes Siegel brach, ewger Zeuch Erhöht zu seiner Rech⸗nach um froher zu erstehn. Fürst der Auferstehung, durch Grab und Tod uns söhnt, Aller Himmel Loblied tönt. 2. Großer Erstling deiner Brü⸗ der, Ja, du ziehest uns nach dir, Du, das Haupt, ziehst deine Glie⸗ der, Und wie du, so leben wir. Ja, wir werden auferstehen, Weil du auferstanden bist. Werden dich, Herr Jesu Christ, Einst in voller Klarheit sehen. Jetzt, o Herr, und ewiglich, Leben wir allein erschrecken. Sein Stachel, seine durch dich. Hafft. IXS Zu des Wonnereichs Er⸗ höhung, Wo dem Tod, der uns ver⸗ 2 S b— E S S fft. Ver Des gne Be⸗ Des Er⸗ von Tod ben itet. uns ben; rzeit sind nem llein sein 4. abes auch Benn lüde, tehn. jung, rach, uns Er⸗ 8 ver⸗ tönt. Brü⸗ h dir, Glie⸗ wir. — Weil dich, voller Herr, allein 7. Himmelf Eigne Melodie. 1 36 Christus fuhr gen Him⸗ mel, Und sandte uns hernieder Den Tröster, seinen heil— gen Geist, Zum Trost der armen Christenheit. Halleluja. Wär' er nicht hingangen, Der Tröster wär' nicht kommen; Seit⸗ dem er hingegangen ist, Ward uns der Geist durch Jesum Christ. Halleluja. Halleluja! Halleluja! Halleluja! ahrtslieder. Wird uns von dir gegeben. Dringe, Zwinge, Ewge Güte, mein Ge⸗ müte, dich zu preisen, Lob und Ehr dir zu erweisen. 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir, Hilf, daß wir künftig für und für Nach deinem Reiche trach⸗ ten. Laß unsern Sinn und Wan⸗ del rein, Uns demutsvoll von Herzen sein, All Uppigkeit verach⸗ ten. Unart, Hoffart Laß uns mei⸗ den, christlich leiden, wohl ergrün⸗ Des soll'n wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Halleluja. Mel. Wie schön leucht't uns. 137 O wundergroßer Sie⸗ gesheld, Du Sün⸗ denträger aller Welt, Heut hast du dich gesetzet Zur Rechten Got⸗ tes in der Kraft, Der Feinde Schar gebracht zur Haft, Bis auf den Tod verletzet. Mächtig, Prächtig Triumphierst du, und re⸗ gierst du; Tod und Leben Sind dir, Jesu, übergeben. 2. Dir dienen alle Cherubim, Viel tausend hohe Seraphim Dich Siegesfürsten loben. Du hast das Heil zurückgebracht, Mit Majestät und großer Pracht Gen Himmel den, Wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz, Sei unser Ruhm und fester Platz, Auf den wir uns verlassen. Laß suchen uns, was droben ist; Auf Erden wohnt viel Trug und List, Es ist auf allen Straßen Lügen, Trügen, Angst und Pla⸗ gen, die da nagen, die da quälen Stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm vom Gna⸗ denthron, Du Siegesfürst, Held, Davids Sohn, Komm, stille mein Verlangen. Du, du allein bist uns zu gut, O Jesu, durch dein teures Blut Ins Heiligtum ge⸗ gangen; Dafür Soll dir Von uns allen Dank erschallen. Herr, ohn Ende Heben wir zu dir die Hände. dich erhoben. Singet, Bringet ö Dank ihm; ehret den, der fähret Mel. Aus meines Herzens Grunde. auf gen Himmel Aus dem nie⸗738 Der Herr fährt auf dern Erdgetümmel. 9 gen Himmel Mit 3. Du bist das Haupt, hin⸗ hellem Jubelschall, Mit jauchzen⸗ gegen wir Sind Glieder, ja es dem Getümmel Und mit Posaunen⸗ kommt von dir Auf uns Licht, hall. Lobsingt, lobsinget Gott! Trost und Leben. Heil, Friede, Lobsingt, lobsingt mit Freuden Freude, Stärk und Kraft, Und Dem Könige der Heiden, Dem alles, was Erquickung schafft, Herrn Gott Zebaoth. 86 Himmelfah Der Herr wird aufgenommen 139 H S„nur himmel⸗ an Soll der Wandel In königlicher Pracht; Des freun sich alle Frommen, Die er hat rts lieder. Eigne Melodie. frei gemacht. Es holen Jesum ein gehn! Was die Frommen wün⸗ Des Himmels Engelheere, Die seiner Pracht und Ehre Sich, gleichwie wir, erfreun. 3. Mit freudigem Gebete Werd er von uns erhöht; Wir wissen nun die Stätte, Die uns bereitet steht. Der Heiland geht voran, Läßt uns nicht von sich trennen; Daß wir ihm folgen können, Macht er uns freie Bahn. 4. Wir Pilgrime der Erden, schen, kann Dort erst ganz ge⸗ schehn; Auf Erden nicht; Freude wechselt hier mit Leid. Richt hin⸗ auf zur Herrlichkeit Dein Ange⸗ sicht! Dein Angesicht! 2. Himmelan schwing deinen Sinn Jeden Morgen auf, Schnell eilt er durchs Leben hin, Unser Pilgerlauf. Gott, der mich zum Himmel schuf, Präg ins Herz mir den Beruf: Fleh täglich neu: Die hier das Elend baun, Wir Mach mich getreu. sollen himmlisch werden, Und Je⸗ sum ewig schaun. Auf, Kinder Selbst hinauf gestellt. Sorg nicht Gottes, auf! Wo Jesus hinge⸗mutlos, nicht zu viel Um den gangen, Dahin steh das Ver⸗-Tand der Welt; Flieh diesen langen, Dahin kehrt euern Lauf. Sinn. Nur, was du dem Him⸗ 5. Gen Himmel laßt uns drin⸗mel lebst, Dir von Schätzen dort gen Mit herzlicher Begier; Mit erstrebst, Das ist Gewinn. Inbrunst laßt uns singen: Dich, 4. Himmelan erheb dich gleich, Jesu, suchen wir. Zu dir, o Wenn dich Kummer drückt, Weil Gottes Sohn, Soll sich der Geist dein Vater, treu und reich, Stünd⸗ erheben; Du bist uns Licht und lich auf dich blickt. Was quält Leben, Und unser großer Lohn. dich so? Droben, in dem Land des 6. Hinweg, mit deinen Schätzen, Lichts, Weiß man von den Sor⸗ Du falsche, arge Welt! Sollt uns gen nichts, Sei himmlisch froh.:3 dein Nichts ergötzen? Dortist, was 5. Himmelan wallt neben dir uns gefällt. Er, unser Fleisch und Alles Volk des Herrn, Trägt im Blut, Prangt auf der Gottheit Himmelsvorschmack hier Seine Throne, Giebt uns sich selbst zum Lasten gern. O schließ dich an! Lohne, Ist unser höchstes Gut. Kämpfe drauf, wie sich's gebührt; 7. Wann wird es doch gesche⸗Denke: auch durch Leiden führt hen, Wann kommt die frohe Zeit., Die Himmelsbahn.: Daß wir ihn werden sehen In sei⸗ 3. Himmelan hat er dein Ziel 6. Himmelan ging Jesus Christ, ner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du sein, Da wir ihn mit Mitten durch die Schmach; Eil, weil du sein Jünger bist, Seinem Entzücken Zumerstenmal erblicken? Vorbild nach; Er litt und schwieg; O Tag, brich bald herein! Halt dich fest an Gott, wie er, IR —ðVE—.——.....2— ————— ⁰⁴n h. j7m½ udir st im Seine an! ührt; führt hrist, Eil, inem wieg; ie er, Statt zu klagen, bete mehr; Er⸗ kämpf den Sieg! 7. Himmelan führt seine Hand Durch die Wüste dich, Ziehet dich imPrüfungsstand Näher hin zu sich, Im Himmelssinn. Von der Welt— lust freier stets, Und mit ihm ver⸗ trauter, geht's Zum Himmel hin.:,: 8. Himmelan führt dich zuletzt Selbst die Todesnacht; Sei's, daß sie dir sterbend jetzt Kurze Schrecken macht. Harr aus, harr aus! Auf die Nacht wird's ewig hell, Nach dem Tod erblickst du schnell Des Vaters Haus.: 9. Halleluja! himmelan Steigt dein Dank schon hier. Einst wirst du zum Schauen nahn, Und Gott Ei 87 4. Zeuch uns nach dir, So fol⸗ gen wir Dir nach in deinen Him⸗ mel, Daß uns nicht mehr So oft beschwer Das böse Weltgetümmel. 5. Zeuch uns nach dir Nun für und für, Und gieb, daß wir nach⸗ fahren Dir in dein Reich, Und mach uns gleich Den auserwählten Scharen. Mel. Jerusalem, du hochgebaute. 1 41 Mein siegend Haupt Dort in der Herr⸗ lichkeit, Du lebst, beglückst, regierst! Ich bin dein Glied, Doch lieg ich noch im Streit, Bis du zum Frie⸗ den führst. Noch kämpf ich viel hienieden Mit Sünd und Leiden⸗ naht zu dir, In Ewigkeit. Aller schaft Doch du giebst deinen Frie⸗ Jammer ist vorbei, Alles preist ver⸗ den Und Mut und Siegerkraft. klärt und neu In Ewigkeit. 10. Halleluja singst auch du, Unter Jubel ein zur Ruh In den Him⸗ Lob sei dem Herrn! Der vom Kreuz zum Throne stieg, Hilft dir aus zu diesem Sieg, Wenn du Jesum siehst, mel ziehst. Lob sei dem Herrn!, Mel. Ach Gott und Herr. 140 3 uns nach dir, So kommen wir Mit herzlichem Verlangen Hin, da du bist, O Jesu Christ, Aus dieser Welt gegangen. 2. Zeuch uns nach dir, In Lieb's⸗ begier, Ach, reiß uns doch von hin⸗ nen: So dürfen wir Nicht länger hier Vor Kummer fast zerrinnen. Zeuch uns nach dir, O Jesu, führ Uns deine Himmels⸗ stege; Wir irren leicht, Sind ab⸗ geneigt Dem rechten Lebenswege. 2. Zieh mich hinauf, Der du die Stätte dort Auch mir bereitet hast. Ich schau empor Zu jenem selgen Ort, Und leicht wird jede Last. Ich werde nie verderben, Bin ich doch Gottes Kind, Mit allen Himmelserben, Die ewig bei dir sind. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 142 Herr; du fährst mit Glanz und Freu⸗ den Auf zu deiner Herrlichkeit; Doch mich drücken noch die Leiden Dieses Lebens, dieser Zeit. Gieb mir, Jesu, Mut und Kraft, Daß ich meine Pilgerschaft So in dir zurücke lege, Daß ich stets dein bleiben möge. 2. Laß mir deinen Geist zu⸗ rücke, Aber zeuch mein Herz nach dir; Wenn ich nach dem Himmel blicke, Offne ihn dann gnädig mir. Neige meinem Flehn dein 88 Himmelfahrtslieder. Ohr, Trag es deinem Vater vor, Daß er mir die Schuld vergebe, Daß ich mich bekehr und lebe. 3. Lehre mich die Welt verach⸗ ten, Und was in mir Eitles ist, Und nach dem, was dort ist, trachten, Wo du, mein Erlöser, bist. Wollust, Ehrsucht und Ge⸗ winn Soll mich nie zur Erde ziehn, Da ich jenseits überm Grabe Eine größre Hoffnung habe. 4. Diese müsse nichts mir rau⸗ ben, Du erwarbst sie teuer mir, Jetzt noch seh ich sie im Glauben, Droben find ich sie bei dir; Dort belohnst du das Vertraun Deiner Gläubigen durch Schaun, Und verwandelst ihre Leiden In un⸗ endlich große Freuden. 5. Dort bereit auch mir die Stätte In des Vaters Hause zu, Rufst du frühe oder späte Mich zu meines Grabes Ruh. Leucht auch mir in dieser Nacht Durch die Stärke deiner Macht, Die des Todes Macht bezwungen, Und für uns den Sieg errungen. 6. Kommst du endlich glorreich wieder An dem Ende dieser Zeit, O so sammle meine Glieder, Die Verwesung hier zerstreut; Heilge und verklär sie ganz, Daß der Leib im Himmelsglanz, Dann nicht mehr von Staub und Erde, Deinem Leibe ähnlich werde. Mel. Nun freut euch, liebe. 1 43 Auf Christi Himmel⸗ fahrt allein Ich meine Nachfahrt gründe, Und allen Zweifel, Angst und Pein Hiemit stets überwinde. Denn Wird seine Glieder Jesus Christ Zur rechten Zeit nachholen. 2. Weil er gezogen himmelan, Und große Gab empfangen, Mein Herz auch nur im Himmel kann, Sonst nirgends, Ruh erlangen. Denn wo mein Schatz gekommen hin, Da ist auch stets mein Herz und Sinn, Nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach, Herr, laß deine Gnade mich Von deiner Auffahrt spüren, Daß mit dem wahren Glauben ich Mög' meine Nachfahrt zieren, Und dann einmal, wann dir's gefällt, Mit Freuden scheide aus der Welt. Herr, höre dies mein Flehen. Mel. O daß ich tausend Zungen. Preis gekrönt, Herr Jesu Christ. Wie sollte mich nun nicht verlan⸗ gen, Auch dort zu sein, wo du Pilgrim hier, Nimm Heimat mich zu dir. 2. Vom Tode standst du auf zum Leben, Du gingst verklärt zum Himmel ein; So muß sich auch mein Geist erheben, Ich darf nicht tot in Sünden sein. Ein neues Leben wirk in mir, So komm ich einst gewiß zu dir. 3. Am Olberg fingen deine Lei⸗ den Mit bittern Todesängsten an, AmOlberg gingst in hohen Freuden Du siegreich deine HDimmelsbahn.“ So folgt auf Leiden Herrlichkeit; Zu beiden mache mich bereit. 4. Du bist von uns zwar auf⸗ weil das Haupt im Himmel ist, 1 44 3 Himmel bist dWu 3 eingegangen, Mit nun bist? Ich bin ja nur ein in die gefahren, Doch ist dein Wort noch ⁸WR?/ SS . 6 EEEei Himmelfahrtslieder. 89 immer hier. Laß dieses Kleinod mich bewahren; Im Worte redest du zu mir, Dies leitet meines Lebens Lauf Und schließt mir deinen Himmel auf. 5. Du hobest segnend deine Hände Beim Scheiden von den Deinen auf; O hilf, daß einst auch ich vollende, Von dir geseg⸗ net, meinen Lauf. Wenn ich von dir gesegnet bin, Dann fahr in Frieden ich dahin. 6. Ich sehe dir mit Glaubens⸗ blicken In deinen Freudenhimmel nach, Mein Herz soll sich an dir erquicken, Der mir die Bahn zum Himmel brach. Sieht dich auch hier mein Auge nicht, Bleibst du doch meine Zuversicht. 7. Einst wirst du herrlich wiederkommen, Gleichwie du auf— gefahren bist, Dann werd ich völlig aufgenommen, Wo mir bereit mein Erbteil ist. So leb ich nun im Glauben hier, Im Schauen aber dort bei dir. Mel. Erschienen ist der herrlich' Tag. 145 Wir freuen uns, Herr Jesu Christ, Daß du zur Rechten Gottes bist. Du starker Herr, Immanuel, O stärk im Glauben unsre Seel. Halleluja! 2. Du sitzest auf der Himmel Thron, Als unser Freund, als Menschensohn; Auch da schämst du dich unsrer nicht, Drum bleibst du unsre Zuversicht. Halleluja! 3. Dein ist die Macht, dein ist 4. Umsonst, umsonst empöret sich Der Fürst der Hölle wider dich. Dein Thron steht fest, der seine liegt, Durch deine Macht ist er besiegt. Halleluja! 5. Du unser triumphierend Haupt, Wie selig ist, wer an dich glaubt! Du bist sein Licht, sein Trost, sein Teil, Sein starker Schutz, sein ewges Heil. Halleluja! 6. Herr, unsre Herzen traun auf dich, Dein freuet unsre Seele sich, Du Held in unserm Fleisch und Blut Bist unser Trost und höchstes Gut. Halleluja! 7. Was uns gebricht, ist dir bekannt, Der Segen ist in deiner Hand. Von keinem Frommen bist du fern, Du siehst auf ihn und hilfst ihm gern. Halleluja! 8. Sieh gnädig auf uns allezeit Vom Throne deiner Herrlichkeit. Hilf unserm schwachen Glauben auf, Und heilge unsern Lebens⸗ lauf. Halleluja! 9. Gen Himmel fuhrst du als ein Held; Als Herrn und Richter aller Welt Wird dich dereinst der Erdkreis sehn, Laß uns dann freu⸗ dig vor dir stehn. Halleluja! 10. Dann triumphiert der Glaub an dich, Dann jauchzen wir dir ewiglich. Hilf uns dazu, Herr Jesu Christ, Der du zur Rechten te bist. Halleluja! ö Mel. Was Gott thut, das. 1 46 Triumph! ihr Himmel, freuet euch, Lobsinget das Reich, Wer ist an Majestät Gottes Sohne! Er ziehet ein zu dir gleich? Mensch, Engel, jede seinem Reich, Empfängt des Sie⸗ Kreatur Ist dein, du Herrscher gers Krone. Mit Majestät Wird der Natur. Halleluja! er erhöht, Und herrscht nach Kampf 90 Pfingstlieder. und Leiden, Umstrahlt von Him⸗ melsfreuden. 2. Doch schließet ihn kein Him⸗ mel ein, Er wirkt noch fort auf Erden; Noch sollen, die ihr Herz ihm weihn, Durch ihn beseligt werden. Mit Mut hinan Die steile Bahn! Uns lohnt nach Kampf und Leiden Der Herr mit ewgen Freuden. 3. So wahr, als Jesus Christus spricht: Ich leb und ihr sollt leben! Erhebt sich einst zum ewgen Licht Der Geist von Gott gegeben. Still sinkt ins Grab Der Leib hinab, Da ruht er aus von Leiden; Einst teilt er Himmelsfreuden. 4. Triumph l ihr Christen, freuet euch, Der Tod ist nun bezwungen; Wir haben teil an Jesu Reich, Er hat es uns errungen. Auf, bringt ihm Dank, Und Lobgesang! Wir gehn durch Kampf und Lei⸗ den Mit ihm zu seinen Freuden. 8. Pfingstlieder. Eigne Melodie. 1 47 Nun bitten wir den 5 heilgen Geist Um den rechten Glauben allermeist, Daß er uns behüte An unserm Ende, Wenn wir heimfahren einst aus dem Elende. Erbarm dich, Herr! 2. Du wertes Licht, gieb deinen Schein, Lehr uns Christum kennen ganz allein, Daß wir an ihm bleiben, Dem treuen Heiland, Der uns gebracht zum rechten Vater— lande. Erbarm dich, Herr! 3. Du süße Lieb, schenk deine Gunst, Laß empfinden uns der Lieb Inbrunst, Daß wir uns von Herzen Einander lieben, In Frie— den stets auf einem Sinne bleiben. Erbarm dich, Herr! 4. Du höchster Trost in aller Not, Hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, Daß in uns die Sinne Nicht einst verzagen, Wenn dort der Feind das Leben will verklagen. Erbarm dich, Herr! Mel. Wie schön leucht't uns der. 148 O heilger Geist, kehr bei uns ein, Und laß uns deine Wohnung sein, O komm, du Herzenssonne! Du Himmelslicht, laß deinen Schein Bei uns und in uns kräftig sein, Zu steter Freud und Wonne; Daß ergeben, und mit Beten Oft in Andacht vor dich treten. 2. Gieb Kraft und Nachdruck deinem Wort, Laß es wie Feuer nen, Daß wir den Vater und den Sohn, Dich, beider Geist auf bekennen. Bleibe, Treibe, Und behüte das Gemüte, daß wir gläuben, Und im Glauben stand⸗ haft bleiben. 3. Du Quell, draus alle Weis⸗ heit fließt, Die sich in fromme Seelen gießt, Laß deinen Trost benseinigkeit Auch andre in der lehren. Höre, Lehre, Herz und Sinnen zu gewinnen, dich zu preisen, Guts dem Nächsten zu erweisen. wir In dir Recht zu leben uns immerfort In unsern Herzen bren⸗ einem Thron, Für wahren Gott uns hören, Daß wir in Glau⸗ Christenheit Dein wahres Zeugnis 2=— E Pfingstlieder. 9¹ 4. Steh uns stets bei mit deinem Rat, Und führ uns selbst den rechten Pfad, Weil wir den Weg nicht wissen; Gieb uns Beständig⸗ keit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Auch wenn wir leiden müssen. Schaue, Baue, Was zer⸗ rissen und beflissen, dir zu trauen, Und auf dich allein zu bauen. 5. Laß uns empfinden deine Kraft, Und dann zur guten Ritter⸗ schaft Dadurch: gestärket werden, Auf daß wir unter deinem Schutz Begegnen aller Feinde Trutz, So lang wir sind auf Erden. Laß dich Reichlich Auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, Alles Unglück überwinden. 6. Du Himmelstau, ergieße dich In unsre Herzen kräftiglich, Und schenk uns deine Liebe, Daß unser Sinn verbunden sei Dem Nächsten stets mit Liebestreu, Und sich darinnen übe. Kein Neid, Kein Streit Dich betrübe; reine Liebe wollst du geben, Demuts⸗ voll vor dir zu leben. 7. Hilf, daß in wahrer Heiligkeit Wir führen unsre Lebenszeit; Sei unsers Geistes Stärke, Daß uns hinfort sei wohl bewußt Die Eitel⸗ keit derFleischeslust Undihrer Sün⸗ denwerke. Rühre, Führe Unser Sin⸗ nen und Beginnen von der Erden, Bis wir Himmelserben werden. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 49 3 0 ein zu deinen —— Thoren, Sei meines Herzens Gast, Der du, da ich ge⸗ boren, Mich neu geboren hast; O hochgelobter Geist, Des Vaters und des Sohnes, Mit beiden gleiches Thrones, Mit beiden gleich gepreist. 2. Zeuch ein, laß mich empfin⸗ den Und schmecken deine Kraft, Die Kraft, die uns von Sünden Hülf und Errettung schafft. Ent⸗ sündge meinen Sinn, Daß ich mit reinem Geiste Dir Ehr und Dienste leiste, Die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein, wilde Reben, Du hast mich gut gemacht, Des rechten Weinstocks Leben Hast du in mich gebracht, Hast in der Taufe Kraft, Durch Christi blutges Sterben, In mir, dem Himmels⸗ erben, Den Tod hinweggeschafft. 4. Du salbst mit heilgem Ole, Wodurch geweihet ist Mein Leib und meine Seele Dem Heiland Jesu Christ; Machst mich zum Eigentum, Zum Priester und Pro⸗ pheten, Zum König, den in Nöten Gott schützt vom Heiligtum. 5. Du bist ein Geist, der lehret, Wie man recht beten soll; Dein Beten wird erhöret, Dein Singen klinget wohl; Es steiget himmel⸗ an, Fleht um die rechten Gaben, Bis wir von dem sie haben, Der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freu⸗ den, Vom Trauern hältst du nicht, Erleuchtest uns im Leiden Mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal Hast du mit süßen Worten Mir aufgethan die Pfor⸗ ten Zum goldnen Himmelssaal! 7. Du bist ein Geist der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Haß und Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, Du willst durch Liebesflammen —.—.— PSPIPIII....... I —— pqpPqPPP..I.................— aiiid äI‚‚‚‚‚‚—‚‚ Pfingstlieder. Stets schmelzen neu zusammen Das, was getrennt erscheint. 8. Du, Herr, hast selbst in Händen Die ganze weite Welt, Kannst Menschenherzen wenden, Wie es dir wohlgefällt. Leit uns den Friedenspfad, Verknüpf in allen Landen Mit sauften Liebes⸗ banden, Was sich getrennet hat. 9. Erhebe dich und steure Dem Herzleid auf der Erd', Bring wie⸗ der und erneure Die Wohlfahrt deiner Herd'. Zieh du in deine Hut Die Länder, die verheeret, Die Kirchen, die zerstöret Durch Krieg und Feuerswut 10. Beschirm die Obrigkeiten, Bau unsers Königs Thron. Laß Segen uns begleiten, Schmück, als mit einer Kron, Die Alten mit Verstand, Mit Frömmigkeit die Jugend, Mit Gottesfurcht und Tugend Das Volk im ganzen Land. 11. Erfülle die Gemüter Mit reiner Glaubenszier, Die Häuser und die Güter Mit Segen für und für. Vertreib den bösen Geist, Der sich dir widersetzet, Und, was dein Herz ergötzet, Aus unsern Herzen reißt. 12. Richt unser ganzes Leben Allzeit nach deinem Sinn, Und wenn wir's sollen geben Ins Todes Rachen hin, Wenn's hier mit uns ist aus: So hilf uns fröhlich sterben Und nach dem Tod ererben Des ewgen Lebens Haus. Mel. Gott woll'n wir loben. 1 50 3² Gottes Preise Tön 7 das Lied des Dankes Ihm, der nun in Ewigkeit Der Wahrheit Sieg verleiht. Gebaut ist herrlich Seines Sohnes Kirche, Groß und fest in Gottes Hut, Der Völker Heil, sie ruht. Zions Tempel ist nun aufgethan, Und es fliehen Sünde, Trug und Wahn. Preis dem Herrn! Nah und fern Strahlet Trost und ewges Licht Von Gottes Angesicht. Mel. Werde munter, mein. + Zott, du giebst uns mil⸗ 151. G den Regen, Und be— feuchtest trocknes Land; Gieb auch mir vom Himmel Segen, Denn mein Herz ist dürr wie Sand. Laß des heilgen Geistes Gab' Auf uns von der Höh herab, Wie die starken Ströme fließen Und sich in mein Herz ergießen. 2. Kann ein Vater hier im Le⸗ ben, Der doch bös ist von Natur, Seinen Kindern Gaben geben, Und zwar gute Gaben nur: Solltest du denn, der du heißt Guter Vater, deinen Geist Mir nicht geben, mich nicht laben Mit den guten Himmelsgaben? 3. Jesu, der du hingegangen Zu dem Vater, sende mir Deinen Geist, den mit Verlangen Ich erwarte, Herr, von dir. Laß den Dröster ewiglich Bei mir sein und lehren mich In der Wahrheit fest zu stehen, Und auf dich im Glauben sehen. 4. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, Kehre bei mir Armen ein, Sei mir tausendmal willkom⸗ men, Laß mein Herz dein Tempel sein. Säubre dir hier selbst ein Haus, Aus demHerzen wirf hinaus Alles, was mich je kann scheiden Von den süßen Himmelsfreuden. 1 Pfingstlieder. 93 5. Schmücke mich mit deinen Gaben, Mache mich neu, rein und schön; Laß mich wahre Liebe haben, Und in deiner Gnade stehn. Gieb mir einen starken Mut, Zu besiegen Fleisch und Blut; Lehre mich vor Gott hintreten Und im Geist und Wahrheit beten. 6. So will ich mich dir ergeben, Dir zu Ehren soll mein Sinn Dem, was himmlisch ist, nachstre⸗ ben, Bis ich werde kommen hin, Wo ich einst vor deinem Thron Dich samt Vater und dem Sohn Werde rühmen, loben, preisen Mit den süßen Engelweisen. Mel. Komm, heiliger Geist. 3 domm, Kraft des Höch— 152. K sten, komm herab, Pfand, das uns Gottes Gnade gab, Du Segensquell, Born aller Gaben, Nichts kann, wie du, die Seele laben. Komm, Gottes Geist, in unsern Geist, Wie Himmels⸗ tau hernieder fleußt; Komm mit der Friedenstaube Schweben, Und ruh auf uns, so lang wir leben. Halleluja, Halleluja! 2. Komm, Geist der Wahrheit, Gottes Licht, Wo du fehlst, ist die Wahrheit nicht. Komm, uns mit Wahrheit zu erfüllen, Und unsers Geistes Durst zu stillen. Komm, leuchte du mit hellem Schein Bis in des Herzens Grund hinein. O warn und strafe, wenn wir fehlen, Und läutre aller Chris⸗ ten Seelen. Halleluja, Halleluja! 3. Komm, milder Tröster, wer, als du Bringt bangen Herzen Trost und Ruh, Und Balsam für die innern Wunden, Und Him⸗ melstau in heißen Stunden? Komm, gieb zu unsrer Ritterschaft Uns Heldenmut und Glaubens⸗ kraft, Und rüste selbst zum Gottes⸗ werke Geist, Seel und Leib mit dei⸗ ner Stärke. Halleluja, Halleluja! 4. Komm, Ouell der Liebe, geuß sie aus Ins Herz und über Gottes Haus. Gieb, daß wir Gott mit reinen Trieben, Und Christum in den Brüdern lieben. Entflamm in Leid und Freude stets Die Glut des Dankes und Gebets. Erhöh uns vom Gewühl der Erde, Daß unser Wandel himm⸗ lisch werde. Halleluja, Halleluja! 5. Weih uns zu deinem Tem⸗ pel ein, Was unrein ist, das mache rein, Was nah am Staube kriecht, erhebe, Was schon gestor⸗ ben ist, belebe. Erwärme jedes kalte Herz, Lenk alle Seelen him⸗ melwärts, Vereine die zerstreuten Glieder Und bringe das Verlorne wieder. Halleluja, Halleluja! 6. Wenn du nicht Beistand ihm verleihst, So strebt umsonst des Menschen Geist. Laß auf uns deine Gnade regnen, Komm, uns mit deiner Kraft zu segnen, Dann sind der guten Saat wir gleich, Und bringen Frucht zum Himmel⸗ reich, Dann führt zum Leben uns das Sterben, Und ewig sind wir Gottes Erben. Halleluja, Halleluja! Mel. Der Tag, der ist so. 5 ir, Vater, dankt mein 153. D Herz und singt, Daß du den Sohn gegeben, Den Sohn, der Heil den Sündern bringt, Und unvergänglich Leben. Ich danke dir, daß du den Geist, Der deinen —. 9⁴ Pfingstlieder. Sohn durch Wunder preist, Zur Erde hast gesendet. Der Geist der Wahrheit kam herab, Der deinen Knechten Stärke gab, Daß sie dein Werk vollendet. 2. Erfüllt von seiner Wunder⸗ kraft, Gehn sie die Welt zu leh⸗ ren; Der Geist, der neue Herzen schafft, Hilft ihnen sie bekehren. Der ganze Erdkreis hört erfreut Die Botschaft unsrer Seligkeit, Er sieht die Wahrheit siegen. Der Sünde finstre Nacht entflieht, Wo man den Finger Gottes sieht, Muß Satan unterliegen. 3. Umsonst, daß er noch wil⸗ der tobt, Verfolgung zu erregen, Der Name Jesu wird gelobt, Sein Wort ist Kraft und Segen. Die Jünger schreckt nicht Pein noch Müh, Ver Geist der Stärke stärkte sie In Martern und im Tode. Sie blieben ihrem König treu, Bekannten seinen Namen frei, Und lobten ihn im Tode. 4. Noch jetzt bist du der Geist der Kraft, Noch jetzt der Men⸗ schen Lehrer, Der Jesu neue Jün⸗ ger schafft, Des Höllenreichs Zer⸗ störer. In Sündern wirkst du Buß und Leid, In frommen See⸗ len Trost und Freud Und Mut im Kampf der Sünden. In ban⸗ gen Stunden schenkest du, So wie im Tode, Seelenruh, Und hilfst uns überwinden. 5. Des Vaters und des Sohnes Geist, Du Quell des Lichts, der Liebe, Den Gott den Betenden verheißt, Ach, heilge meine Triebe. Schaff du in mir ein neues Herz, Gieb wahre Buß und Sünden⸗ beten. In bangen Stunden tröste mich, Und zeige voll Erbarmen dich Mir einst in Todesnöten. Eigne Melodie. + domm, heiliger Geist, 154. K Erfüll die Herzen deiner Gläubigen, Und entzünd in ihnen Das Feuer deiner gött⸗ lichen Liebe, Der du durch Man⸗ nigfaltigkeit Der Zungen Die Völker Der ganzen Welt versam⸗ melt hast In Einigkeit Des Glaubens. Halleluja, Halleluja! Eigne Melodie. + heilger Geist, o heil— 155.O ger Gott! Du Trös⸗ ter wert in aller Not, Dich hat gesandt vom Himmelsthron Der Vater und sein einger Sohn, O heilger Geist, o heilger Gott! 2. O heilger Geist, o heilger Gott, Wirk in uns allen fort und fort, Entzünd in uns der Liebe Kraft, Die Eintracht, Heil und Frieden schafft, O heilger Geist, o heilger Gott! 3. O heilger Geist, o heilger Gott, Mehr' unsern Glauben immerfort. Wer sich will Jesu Christo nahn, Der muß von dir die Hülf empfahn, O heilger Geist, o heilger Gott! 4. O heilger Geist, o heilger Gott, Erleucht uns durch dein göttlich Wort. Mach uns den Vater recht bekannt Und Jesum, Geist, o heilger Gott! 5. O heilger Geist, o heilger Gott, Du zeigest uns die Him⸗ schmerz, Hilf mir im Glauben melspfort, Auf daß wir kämpfen den er uns gesandt, O heilger rSoi Tod und Leben zu dir dringen. Pfingstlieder. 9⁵ ritterlich, Zum Himmel dringen stark durch dich, O heilger Geist, o heilger Gott! 6. O heilger Geist, o heilger Gott, Verlaß uns nicht in Not und Tod. Wir weihn uns dir zum Eigentum, Und bringen dir Lob, Ehr und Ruhm, O heilger Geist, o heilger Gott! Eigne Melodie. + domm, heilger Geist, 156. K du Herr und Gott! Erfüll mit deiner Gnaden Gut Der Gläubigen Herz, Mut und Sinnen, Entzünde deine Lieb in ihnen. O Herr, durch deines Lichtes Glanz Zum Glauben du versammelt hast Das Volk aus aller Länder Zungen; Das sei dir, Herr, zu lob gesungen. Hal⸗ leluja, Halleluja! 2. Du heilges Licht, du edler Hort, Laß leuchten uns des Le⸗ bens Wort, Und lehre uns Gott recht erkennen, Von ganzem Herzen Vater nennen. O Herr, behüt vor fremder Lehr, Daß wir nicht Meister suchen mehr, Denn Jesum Christ mit rechtem Glauben, Und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Halleluja, Halleluja! 3. Du heilge Inbrunst, süßer Trost, Nun hilf uns fröhlich und getrost In deinem Dienst bestän⸗ dig bleiben, Laß Trübsal uns von dir nicht treiben. Durch deine Kraft, Herr, uns bereit, Und stärk des Fleisches Blödigkeit, Daß wir hier ritterlich stets ringen, Durch Halleluja, Halleluja! Mel. Wie wohl ist mir, o Freund. eist Gottes, aus des 157. G Ewgen Fülle In unsern Geist herabgesenkt, Der auch in unbemerkter Stille Des Herzens Trieb gen Himmel lenkt, Du, der einst Davids Psalm be⸗ flügelt, Den Sehern Aug und Mund entsiegelt, Und auch noch jetzt mit Glut durchdringt, Auch jetzt uns Gottes Weisheit lehret, Und Christi Wahrheit uns ver⸗ kläret, O höre den, der dir lobsingt. 2. Du Quell der reinsten Him⸗ melsliebe, Die in das Herz lebendig quillt, Und so des neuen Menschen Triebe Mit heilger Gotteskraft erfüllt! Du bist es, der die Schwach⸗ heit stützet, Im Pilgerlauf sie stärkt und schützet, Wenn sich die Seel im Schlummer neigt; Der, o ge⸗ schäh es nicht vergebens! Als Un⸗ terpfand des ewgen Lebens Uns hier des Himmels Krone zeigt. 3. Du bauest aus lebendgen Steinen Der Kirche reines Heilig⸗ tum, Erhöhest durch des Herrn Gemeinen Des Kreuzes unbesieg⸗ ten Ruhm. Und wo du sprichst mit Feuerzungen, Weckst du zu selgen Huldigungen Der Heiden großes Totenfeld. Der Hölle Reich muß dir mit Beben Die Schar Gefangner wiedergeben, Die es in seinen Fesseln hält. 4. Wer kann, wie du, mit Donnern reden, Wenn du im Schlaf den Sünder schreckst? Wer tröstet so, wie du, den Blöden, Wenn du die neue Sehnsucht weckst? Wenn sie in ihr Verderben schauen, So lehrst du sie dem Ruf vertrauen, Der sie mit Gottes Frieden grüßt; 9 Pfingstlieder. Wenn sich der Geist zwar willig zeiget, Doch ihn des Fleisches Schwachheit beuget, Bist du es, der das Leid versüßt. 5. Du drückest der Bewährung Siegel Den wohlgeprüften See⸗ len auf, Du giebst den Zeugen Glaubensflügel, Und führst sie im Triumph hinauf. In aller Trübsal lehrst du beten, Du selbst willst unsre Not vertreten, Auch ohne Wort, mit starkem Flehn. Die Liebe führest du zum Throne, Und ihren Werken wird zum Lohne Die Kraft, in Demut fest zu stehn. 6. Wenn Christus einst hernie⸗ derschwebet Auf das geschloßne Totenfeld, Mit mächtgem Wort es neu belebet Zum Erbteil in der bessern Welt: Dann trägt in deiner Kraft die eine Bewährte heilige Gemeine Zum Throne Herz und Psalm empor. Dann ströme du durch alle Glieder Die höhre Glut der Himmelslieder, Zum Preise dem, der uns erkor. Mel. Komm, heiliger Geist. 1 58 O Welterlöser, sei ge⸗ preist, Du sandtest uns den heilgen Geist, Der uns in alle Wahrheit leite, Und uns zum Himmel zubereite. Er schen⸗ ket uns zum Guten Kraft, Stärkt uns in unsrer Pilgerschaft, Hilft uns den Lauf zum Ziel vollbrin⸗ gen, Und einst des Lebens Kron erringen. Halleluja, Halleluja! 2. Die Schar der Boten wagt den Streit, Durch deines Geistes Kraft erneut, Kämpft gegen falscher Götter Heere, Siegt durch die geht des Lebens Wort Bis an der Erde Grenzen fort, Erleuchtet alle Nationen, Dringt von den Hütten zu den Thronen. Halle⸗ luja, Halleluja! 3. Zu uns auch send ihn, dei⸗ nen Geist, Der uns den Weg der Wahrheit weist, Sind dunkel unsres Lebens Pfade, Erleucht er sie durch deine Gnade. Er lehr uns Gottes Heil verstehn, Er leit uns, wenn wir irre gehn; Und sind wir in Gefahr zu fallen, Lehr er uns festen Schrittes wallen. Halle⸗ luja, Halleluja! 4. Wo wir vereint sind vor dem Herrn, Geist Gottes, sei von uns nicht fern. Auf uns, die wir sind Christi Segensfüll hernieder. Gieb dem Verstande helles Licht, Dem Her⸗— zen feste Zuversicht, Daß uns von dem, den wir bekennen, Nie weder Glück noch Leiden trennen. Halle⸗ luja, Halleluja! 5. Geöffnet ist dir unser Herz, Zeuch ein und leit es himmelwärts, Wir wollen nimmer widerstreben, Regiere unser ganzes Leben. Und endet sich einst unfre Bahn, Dann nimm dich unsrer Schwachheit an, Daß wir in Christo freudig sterben, Mit ihm das Himmelreich ererben. Halleluja, Halleluja! Eigne Melodie. Geist des Herrn, 159. 2 der n pum Got ausgehst, In frommen Seelen kindlich: Vater! flehst, O lehre mich doch Christum recht erkennen, Ihn meinen Herrn und meinen Wahrheit deiner Lehre. Gewaltig Gott zu nennen. ö Glieder, Komm deine henn rin uns alle⸗ dem uns sind eine dem Her⸗ von eder Ule⸗ erz, rts, hen, Ind ann an, hen, en. rn, zott len hre ien, nen Pfingstlieder. 2. Das Herz erquick, entzünde mein Gemüt, Auf daß es schmecke neue Lieb und Güt. Du Bal⸗ samskraft, ich will dich froh er— warten, Komm, sanfter Hauch, durchwehe meinen Garten. 3. Du reines Licht, brich an in deinem Glanz, Verklär in mir das Wort der Wahrheit ganz. O Gotteskraft, schließ auf, was noch verborgen, Und zeige mir den hellen, lichten Morgen. 4. Du göttlich Feu'r, entzünde mein Gebet, Daß deine Glut recht hell in mir entsteht. Die Andacht laß mein ganzes Herz durchdringen, Daß es sich möge in den Himmel schwingen. 5. Zieh ein in mich, wie in dein Gotteshaus, Und schmücke mich inwendig herrlich aus. Ach, heilge mich, der du der Heilge heißest, Und unsern Sinn der Sünd und Welt entreißest. 6. Wirst du, o Lebensgeist, mein einzig Licht, So irre ich vom Le— benspfade nicht; Und wenn du mich inwendig wirst erneuern, So werd ich jeden Tag ein Pfingstfest feiern. Mel., Komm, heiliger Geist, Herre. 160 Oteurer Tröster, heil⸗ A ger Geist, Der du dich in die Herzen geußt, Die sich zu dir in Demut kehren, Ich bitte dich, mich zu erhören: Wollst mein erkaltetes Gemüt Durchs süße Feuer deiner Güt Erwärmen, um es zu erneuern, So kann ich recht die Pfingsten feiern. Halleluja, Halleluja! 2. Durchdringe du mit deiner Kraft Des Herzens harte Eigen— 97⁷ schaft, Zermalme diesen Fels der Sünden, Auf daß du dein Haus mögest finden; Ach, es ist leider angefüllt Mit allem, was die Weltlust stillt, Es hängt noch fest am Tand der Erden, Wie kanns dann deine Wohnung werden? Halleluja, Halleluja! 3. Der Wille liebt die Zeit⸗ lichkeit, Und hält die Nacht für süße Freud, Verläßt die Ruh, das wahre Wesen, Und will durch Todesgift genesen. Dein teures Wort erkennt er nicht, Ja schmecket nicht im Glaubenslicht Die Him⸗ melsspeisen unsrer Seelen; Wie kann ich dann dich, Gast, erwäh⸗ len? Halleluja, Halleluja! 4. So elend ist des Herzens Haus, Ach, kehre ein und treibe aus Die böse Lust, die mich be⸗ trüget, Bau wieder auf, was niederlieget, Zerstöre du der Sün— den Macht, Und führe du mich aus der Nacht. O laß mich aus der Knechtschaft gehen, Und in der süßen Freiheit stehen. Halle⸗ luja, Halleluja! 5. Du edler Pfingstgast, dring herzu, Und gieb der Seele ihre Ruh; Arbeite selbst an meinem Herzen, Gieb du ihm Balsam in den Schmerzen; Schlag deine Werkstatt in mir auf, Und führe meinen Lebenslauf, So kann ich durch die werten Gaben Den innern Sabbath in mir haben. Halleluja, Halleluja! 6. Du Geist der Kindschaft, zeige mir, Wie ich in Andacht komm zu dir. Ach, lehre mich von Herzen beten, In wahrer Kraft vor dich zu treten. Ich bin 7 161 Geist der Wahrheit, 25 lehre mich Aller 9 Pfingstlieder. ganz lau, ach stärke mich, Daß Herz und Seel entzünden sich, Und bloß in dir das Wesen setzen; Das ist der Schatz von allen Schätzen. Halleluja, Halleluja! 7. Leg du mir dieses Zeugnis bei, Daß ich ein Kind des Vaters sei. Treib selber mich zu deinen Wegen, Daß sich in mir die Lüste legen, Und ich in wahrem Glau— ben kann Das: Abba, Vater! stimmen an; Geuß aus durch deine starken Triebe Die Ströme Gottes reicher Liebe. Halleluja, Halleluja! 8. Umgürte mich in allem Streit Mit wahrer Glaubens⸗ freudigkeit, Daß ich in deiner Kraft bestehe, Und nicht auf fremde Wege gehe. Du Geist der Wahrheit, lehre mich, Daß Herz und Geist und Seele sich Nach deiner hohen Weisheit sehnen, Und von dir alle Macht entlehnen. Halleluja, Halleluja! 9. O Geist, regiere meinen Geist, Daß er dir fotge allermeist, Daß er die Sündenmauer breche, Und: Abba, Vater Ifreudig spreche. Laß Ruh und Fried'n im Herzen sein, Und flöße deinen Trost mir ein, Daß keine Sünd dich von mir treibe, Und ich in deinem Bun⸗ de bleibe. Halleluja, Halleluja! Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. Weisheit Quelle kennen; Jesum kann ich nur durch dich Meinen Herrn und Heiland nennen. Du nur kannst ihn mir verklären, gewiß, Und erleuchtest meine Seele, Daß ich in der Finsternis Nicht den Weg des Heils verfehle. Du führst mich auf Gottes Pfade, Zeugst von Wahrheit und von Gnade. „3. Unser Tröster heißest du, Überschwenglich kannst du trösten. Du erfüllst mit Himmelsruh Die Gemüter der Erlösten, Daß sie nach der Angst der Sünden Got⸗ tes Vaterhuld empfinden. 4. Mächtig stärkst du zum Ge⸗ bet, Weckst in uns inbrünstges Sehnen, Das mit stillen Seuf⸗ zern fleht, Und zur Wonne führt durch Thränen. Hoffnung und Geduld im Leiden Ist dein Werk, du Geist der Freuden. 5. Heiligung und Reinigkeit, Und ein gottgefällig Leben, Selige Zufriedenheit, Wahre Weisheit kannst du geben. Selig, die an deinen Gaben Teil durch Lieb und Glauben haben. 6. Was mir fehlt, find ich bei dir, Nur durch dich kann ich ge⸗ nesen. Komm, und wohne selbst in mir, Schaffe neu mein ganzes Wesen; Dann wird meine Schwachheit Stärke, Und ich wirke Gottes Werke. 7. Sieh, ich öffne dir mein Herz Läutre du es auch durch Leiden, Mache mich durchNot und Schmerz Würdig deiner Himmelsfreuden. Hilf mir, Vater, beten, ringen Und hindurch zum Ziele dringen. 5 Mel. Komm, Gott, Schöpfer. Und mein Herz zu Gott bekehren. 2. Du nur machst das Herz 162 1 7 dir, Geist, Schöpfer, flehen wir, Der neue Herzen in uns schafft. Des Segens 4 ö deir uns 2 schi ergl Im kun Bu glat die und aller Seele, Nicht Du fade, von du, östen. Die iß sie Got⸗ Ge⸗ istges Seuf⸗ führt und Werk, igkeit, Selige isheit ie an Lieb ch bei h ge⸗ selbst anzes meine ich Herz, eiden, hmerz Uden. ingen ingen. 5 er. öpfer, neue zegens Pfingstlieder. 99 Fülle kommt von dir, Durchdring uns ganz mit deiner Kraft. 2. Du bist, das ist dein Nam' und Ruhm, Der Tröster, uns von Gott gesandt, Salbst uns zu sei⸗ nem Eigentum, Wirst unsers Erbes Unterpfand. 3. Erleucht uns mit der Wahr⸗ heit Licht, Entzünd in uns der Liebe Glut, Schenk uns in Schwachheit Zuversicht, Und stärk im Kampfe unsern Mut. 4. Gieb uns des Glaubens Freudigkeit, Den Frieden, den die Welt nicht kennt. Verbanne von uns Haß und Streit, Und was uns von den Brüdern trennt. 5. Ja, wohn in uns, du Geist des Herrn, Weih uns zu deinem Tempel ein; Wir folgen deinem Zuge gern, Und wollen dir ge— horsam sein. Mel. Wie schön leucht't uns der. 163 Dir jauchzet froh die Christenheit, Du Geist der Kraft und Herrlichkeit, Du, aller Geister Leben. Als unsers Erbes Unterpfand Bist du vom Vater ausgesandt, Zum Tröster uns gegeben. Jesu Glie⸗ der Wirst du führen und regieren; deine Guade Leit auch uns auf unserm Pfade. 2. O welch ein großer Tag er⸗ 3. O Dank für so viel göttlich Licht, Das jede Finsternis durch— bricht Zur himmlischen Belebung! Den Menschenherzen alt und jung Schaffst Kräfte du zur Heiligung, Zu stiller Gottergebung. Preis dir, Dank dir, Daß du kräftig und geschäftig uns belehrest, Je⸗ sum Christum uns verklärest. 4. Auch wir, die Christus sich erkauft, Wir sind mit deiner Kraft getauft, Die Welt zu überwinden. Wirk in uns allen Lieb und Zucht, Und laß in uns des Glaubens Frucht Sich hundertfältig finden. Gnädig Hilf du Gottes Erben einst im Sterben, daß sie droben Ewig deine Wunder loben. 5. Wir beugen unsern Geist vor dir, Geist Gottes, alle flehen wir: Du wollest bei uns bleiben. Geh ferner aus in alle Welt, Damit, von deinem Licht erhellt, Die Völker alle gläuben. Führe Gnädig Sie zur Wahrheit und zur Klarheit, daß die Erde, Geist des Herrn, dein Tempel werde. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. 164 Dies ist der Tag, da * Gottes Sohn Dich sandte von des Vaters Thron, O Geist der Kraft und Stärke! Du gossest aus der Liebe Glut, Gabst schien, Als man die Flammen sah Jesu Jüngern Heldenmut Zu erglühn Hell über jedem Haupte! ihrem heilgen Werke. Groß war Im Sturmwind thatest du dich die Ernte, schwer die Müh, Doch, kund, Dein Zeugnis heiligte den Geist des Herrn, du stärktest sie. Bund Der Schar, die freudig 2. Da machte seiner Zeugen glaubte. Mächtig Kamst du, Um Mund Die großen Thaten Gottes die Schwachen stark zu machen, kund, Die Heiden zu bekehren. und erklungen Ist das Heil in Die Götzentempel wurden leer, allen Zungen. Es schwand der falschen Götter 7 100 Pfingstlieder. ö Heer, Samt Opfern und Altären. So siegreich war der Zeugen Mut, Und schwiegen sie, so sprach ihr Blut. 3. Wie Gottes Blitze ging ihr Wort Bis an der Erde Grenzen fort, Die Nacht wich vor dem Lichte. Den beteten die Heiden an, Von dem wir einst die Kron empfahn, Wenn er kommt zum Gerichte. Das Kreuz des Mitt⸗ lers überwand Und ward des Heiles Unterpfand. 4. Die Kirche, die ihm ange⸗ hört, Und die du, Geist des Herrn, gemehrt, Wird ewiglich bestehen. Aus ihrer Mitte weichst du nie, Mit neuer Kraft belebst du sie, Sie kann nicht untergehen. O mach uns nur in deinem Reich Den ersten Boten Christi gleich. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 165 er du uns als Vater liebest, Treuer Gott, und deinen Geist Denen, die dich bitten, giebest, Ja, uns um ihn Hand, bitten heißt, Demutsvoll fleh ich nicht bei. Drum so laß ihn kräf⸗ tiglich In mir wirken, daß ich dich Glaubensvoll als Mittler ehre, Und auf deine Stimme höre. 4. Ewge Quelle heilger Güter, Hochgelobter Gottesgeist, Der du menschliche Gemüter Besserst und mit Trost erfreust: Herr, nach dir verlangt auch mich, Ich er⸗ gebe mich an dich, Mache mich zu Gottes Preise Heilig, und zum Himmel weise. 5. Fülle mich mit heilgen Trie⸗ ben, Daß ich Gott, mein höchstes Gut, Über alles möge lieben, Daß ich mit getrostem Mut Sei⸗ ner Vaterhuld mich freu, Und mit wahrer Kindestreu Stets vor seinen Augen wandle Und recht⸗ schaffen denk und handle. 6. Geist des Friedens und der Liebe, Bilde mich nach deinem Sinn, Daß ich Lieb und Sanft⸗ mut übe, Und mir's rechne zum Gewinn, Wenn ich je ein Frie⸗ densband Knüpfen kann mit treuer Und zur Lind'rung dent Beschwerden Kann dem Nächsten zu dir: Vater, send ihn auch zu nützlich werden. mir, Daß er meinen Geist erneue, 7. Lehre mich, mich selber ken Und ihn dir zum Tempel weihe. nen, Auch verborgne Fehler sehn 2. Ohn ihn fehlet meinem Wis⸗Sie dem Herrn voll Demm sen Leben, Kraft und Fruchtbar⸗nennen, Und ihn um Vergebum keit, Und mein Herz bleibt dir flehn. Mache täglich Ernst und entrissen, Und dem Dienst der Treu, Sie zu bessern, in mit. Welt geweiht, Wenn er nicht durch neu; Zu dem Heiligungsgeschäfth seine Kraft Die Gesinnung in mir Gieb mir immer neue Kräfte. schafft, Daß ich dir mich ganz 8. Wenn der Anblick meinel ergebe Und zu deiner Ehre lebe. Sünden Mein Gewissen niedens 3. Dich auch kann ich nichtsschlägt, Wenn sich in mir Zweifl erkennen, Jesu, noch mit echter finden, Die mein Herz mit Zittern Treu Meinen Gott und Herrn hegt, Wenn mein Aug in Nötern dich nennen, Stehet mir dein Geist weint, Gott mich nicht zu hören kräf⸗ ch dich ehre, zre. Hüter, her du st und nach ch er— mich d zum Trie⸗ öchstes lieben, t Sei⸗ nd mit 8 vor recht⸗ nd der deinem Sanft⸗ e zum Frie⸗ treuer ng del? ächsten er kem r sehn Demm gebum st und n mih. oschäfth äfte. meinel nieder⸗ Zweife Zittern Nöter hörer Pfingstlieder. 101 scheint: O dann laß es meiner 6. Sei in Schwachheit unsre Stelen Nicht an Trost und Stär⸗Stütze, Mach uns treu, Steh kung fehlen. uns bei In der Trübsalshitze. 9. Was sich Gutes in mir Führ, wenn Gott uns nach dem findet, Ist dein Gnadenwerk in Leide Sterben heißt, Unsern Geist mir, Selbst den Trieb hast du Hin zur ewgen Freude. entzündet, Daß mich, Herr, ver⸗ langt nach dir. O so setze durch Mel. Freu dich sehr, o meine. dein Wort Deine Gnadenwirkung 167 Geist vom Vater und fort, Bis sie durch ein selig Ende 5 vom Sohne, Der Herrlich sich an mir vollende. du unser Tröster bist, Und von Mel. Warum sollt ich mich denn. Unsers Gottes Throne Hülfreich 166 Hechsie Tröster, komm auf uns Schwache siehst, Stehe W hernieder, Sei nicht du mir mächtig bei, Daß ich fern, Geist des Herrn, StärkeChristi Gott ergeben sei, O so wird Glieder. Er, der nie sein Wort mein Herz auf Erden Schon ein gebrochen, Christus hat Deinen Tempel Gottes werden. Rat Seinem Volk versprochen. 2. Laß auf jedem meiner Wege 2. Geist der Weisheit, gieb uns Deine Weisheit mit mir sein, allen Durch dein Licht Unterricht, Wenn ich bange Zweifel hege, Wie wir Gott gefallen. Lehr uns Deine Wahrheit mich erfreun. freudig vor ihn treten, Sei uns Lenke kräftig meinen Sinn Auf nah, Sprich dein: Ja! Wenn mein wahres Wohlsein hin; Lehrst wir gläubig beten. du mich das Rechte wählen, Werd 3. Hilf den Kampf des Glaubens ich nie mein Heil verfehlen. kämpfen, Gieb uns Mut, Fleisch, 3. Heilige des Herzens Triebe, und Blut, Sünd und Welt zu Daß ich üher alles treu Meinen dämpfen. Laß uns selbst das Gott und Vater liebe; Daß mir herbste Leiden, Angst und Not, nichts so wichtig sei, Als in Schmach und Tod Nicht von seiner Huld zu stehn, Seinen Jesu scheiden. Namen zu erhöhn. Seinen Willen 4. Hilf nach Gottes Reich uns zu vollbringen, Müsse mir durch streben, Und verleih, Daß wir dich gelingen. treu Unserm Heiland leben. Nim 4. Stärke mich, wenn wo zur mer laß uns stille stehen, Treib Sünde Mein Gemüt versuchet uns an, Seine Bahn Festen wird, Daß sie mich nicht über⸗ Muts zu gehen. winde. Hab ich irgend mich ver⸗ 5. Jeden, der noch ohne Kum⸗irrt, O so strafe selbst mein Herz, mer Seine Zeit Sünden weiht, Daß ich unter Reu und Schmerz Weck aus seinem Schlummer. Mich vor Gott in Demut beuge, Zeig ihm den Betrug der Sünde, Und mein Herz zur Beßrung neige. Daß sein Herz Tief den Schmerz 5. Reize mich mit Flehn und Wahrer Reu empfinde. Beten, Wenn mir Hülfe nötig ist, 10² Pfingstlieder. Zu dem Gnadenstuhl zu treten, Gieb, daß ich auf Jesum Christ, Als auf meinen Mittler schau, Und auf ihn die Hoffnung bau, Gnad um Gnad auf mein Verlan⸗ gen Von dem Vater zu empfangen. 6. Stehe mir in allen Leiden Stets mit deinem Troste bei, Daß ich auch alsdann mit Freuden Gottes Führung folgsam sei. Gieb mir ein gelaßnes Herz, Laß mich selbst im Todesschmerz Bis zum frohen Uberwinden Deines Geistes Trost empfinden. Mel. Komm, heiliger Geist. 168 Homm, o verheißner 5 58 Gottesgeist, Der uns der Sünde Nacht entreißt, Dein Licht verklär auch unsre Seelen, Daß sie von deiner Hülf erzählen: Wie du auch uns so wohlgethan, Erhellend unsre Lebensbahn. O komm, du reines Licht von oben, Verklär uns, würdig dich zu loben. Halleluja, Halleluja! 2. Komm, du ersehnter Gottes⸗ geist, Der uns der Sündenangst entreißt. Ach, hart verklagt uns das Gewissen, Verwundet, blutend und zerrissen. Gieb Zeugnis un⸗ serm Geist, daß wir Des Vaters Kinder sind schon hier, Von Gott durch Schuld nicht mehr geschieden. Geist Gottes, gieb uns deinen Frieden. Halleluja, Halleluja! 3. Komm, komm, Erneurer, Got— tesgeist, Der uns dem Sünden⸗ dienst entreißt. Wie hat die Sünde uns gebunden, Wie böse Lust oft überwunden! Brich alle Fesseln not entreißt. Du bist ein Geist der reinen Freude, Mach uns getrost in jedem Leide. O du, der alles in uns schafft, Gieb Glaubensmut, gieb Heldenkraft, Daß wir von Weltangst uns er⸗ heben Ins friedensreiche Himmels-— leben. Halleluja, Halleluja! 5. Komm, komm nun, ewger Gottesgeist, Der uns der Erden⸗ last entreißt, Daß wir zur Him⸗ melsfreiheit dringen Auf deiner ewgen Gnade Schwingen. In Todesnacht sei unser Licht, Und Beistand droben im Gericht, Daß vor dem Richter wir bestehen, Und selig ein zum Himmel gehen. Halleluja, Halleluja! Mel. Nun sich der Tag geendet. 169 Richt um ein flüchtig 8 Gut der Zeit, Ich fleh um deinen Geist, O Gott, den mir zur Seligkeit Dein teures Wort verheißt. 2. Die Weisheit, die vom Him⸗ mel stammt, O Vater, lehr er mich, Die Weisheit, die das Herz entflammt Zur Liebe gegen dich. 3. Dich lieben, Gott, ist Selig⸗ keit; Gern thun, was dir gefällt, Wirkt reinere Zufriedenheit, Als alles Glück der Welt. 4. Dann, dann hab ich Ver— traun zu dir, Dann schenket selbst dein Geist Das freudige Bewußt⸗ sein mir, Daß du mir gnädig seist. nun entzwei, O mache von uns selbst uns frei, Ganz umgestaltet, 5. Er leite mich zur Wahrheit hin, Zur Tugend stärk er mich, ö ö neu geboren. Du bist zum Helfer auserkoren. Halleluja, Halleluja! 4. Komm, komm, o Tröster, Gottesgeist, Der uns der Erden— uns du, Gieb kraft, 8 er⸗ nels⸗ wger rden⸗ Him⸗ einer In Und Daß Und ehen. det. ichtig Ich Hott, eures Him⸗ r er Herz dich. felig⸗ fällt, Als Ver⸗ selbst vußt⸗ seist. rheit mich, Pfingstlieder. 103 Erweise, wenn ich traurig bin, in der Sünde Nacht; Sie leuchte Auch mir als Tröster sich. hier mit sanfter Klarheit, Sie 6. Er schaff in mir ein reines schrecke dort mit deines Donners Herz, Versiegle deine Huld, Und Macht, Daß die verstockten Sün⸗ waffne mich in jedem Schmerzder in sich gehn, Und wahrer Mit Mut und mit Geduld. Reue voll um Gnade flehn. 6. Und merk ich selbst mit Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich. bangem Herzen, Daß ich bethört 170 Von dir, mein Gott, vom Weg des Heiles wich, Dann kommt Licht und stille meine bittern Schmerzen Das Leben, Der du das Licht und teure Wort: der Mittler starb Leben selber bist, Ich bin mit für dich! Daß ich Vergebung find Dunkel noch umgeben, Und weiß in Jesu Blut; Du aber gieb zur nicht, was dir wohlgefällig ist. Beßrung Kraft und Mut. O sende mir der Wahrheit hellen Schein, Belebe mich, daß ich dir. Mel. Freu dich sehr, o meine. leb allein. 171 Odu allerhöchste Freude! 2. Du sprachst, und aus den O du allerschönstes Finsternissen Ging auf dein Wort Licht! Der du uns in Lieb und des Lichtes Strahl hervor. Nun Leide Unbesuchet lässest nicht; Geist ward die Welt der Nacht ent⸗ des Höchsten, höchster Fürst, Der rissen, Die Sonne stieg in vollem du hältst und halten wirst Ohn?' Glanz empor. So sei durch deines Aufhören alle Dinge: Hör, o Schöpferwortes Macht Der Wahr- höre, was ich singe! heit Licht auch in mir angefacht. 2. Du bist ja die beste Gabe, 3. Dich hat noch niemand je Die ein Mensch nur nennen kann; gesehen, Dein ewger Sohn nur hat Wenn ich dich erwünsch und habe, dich uns verklärt; Doch wie kann Geb ich alles Wünschen dran. ich sein Wort verstehen, Wenn Ach, ergieb dich, komm zu mir In nicht dein Geist den rechten Sinn mein Herze, das du dir, Da ich mich lehrt? Drum gieb mir, Gott, ward aufs neu geboren, Selbst von oben deinen Geist, Der mich zum Tempel auserkoren. in aller Wahrheit unterweist. 3. Du wirst aus des Himmels 4. Dann werd ich, Herr, dich Throne Wie ein Regen ausge⸗ recht erkennen, Dich, der in Christofschütt't, Bringst vom Vater und uns so hoch geliebt, Und froh dich vom Sohne Nichts als lauter meinen Vater nennen, Weil mir Segen mit. Laß doch, o du werter dein Geift der Kindschaft Zeugnis Gast, Gottes Segen, den du hast, giebt. Dann wird mir erst das Und verteilst nach deinem Willen, Heil in Christo klar, Das deiner Mich an Leib und Seel erfüllen. Gnade ewger Ratschluß war. 4. Weise bist du, voll Ver⸗ 5. Ergreife, Herr, mit deiner standes, Was geheim ist, ist dir Wahrheit Die, so noch wandeln skund, Zählst den Staub des klei⸗ 104 Pfingstlieder. nen Sandes, Schaust des tiefen Meeres Grund. Nun, du weißt auch zweifelsfrei, Wie verderbt und blind ich sei. Drum gieb Weis-— heit, und vor allen, Wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden, Wo man rein und lauter ist, Fleuchst hingegen Schand und Sünden, Wie die Taube rein du bist. Mache mich, o Gnaden— quell, Durch dein Waschen rein und hell, Laß mich fliehen, was du fliehest, Gieb mir, was du gerne siehest. 6. Du bist, wie ein Schäflein pfleget, Frommen Herzens, sanf⸗ ten Muts, Bleibst im Lieben unbeweget, Thust uns Bösen alles Guts. Geist des Vaters, gieb mir auch Diesen edlen Sinn und Brauch, Daß ich Freund und Feinde liebe, Keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, Wenn du mich nur nicht verstößt. Bleib von dir ich ungeschieden, Ei, so bin ich ganz getröst't. Laß mich sein dein Eigen⸗ tum, Ich versprech auch wieder— um, Hier und dort all mein Ver⸗ mögen Dir zur Ehre anzulegen. — sei. hin, Hilf mir, daß er sich erneue, Daß mein Gott sich meiner freue. 10. Sei mein Retter, halt mich eben, Wenn ich sinke sei mein Stab, Wenn ich sterbe sei mein Leben, Wenn ich liege sei mein Grab, Wenn ich wieder aufersteh, O so hilf mir, daß ich geh Hin, die Auserwählten weiden. Mel. Errett' mich, o mein lieber. 79 O daß doch bald dein 12. O Feuer brennte, Du unaussprechlich Liebender! Es bald bist König, Gott und Herr! heller Flamme, Jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West, Dir, dem am Kreuz erwürgten Lamme, Ein melsfunken So manches kalte, tote Herz, Daß es, in Liebe hin⸗ gesunken, Nicht ewig fühlt den Höllenschmerz. 4. Verzehre Stolz und Eigen⸗— liebe, Und sondre ab, was unrein 8. Allem will ich gern entsagen, Was dir deinen Ruhm entreißt, Und mein Herz soll immer fragen Nur nach dem, was du verleihst. Was der Satan will und sucht, Will ich halten als verflucht, Ihm auf seinen schnöden Wegen Tre⸗ ten stets mit Ernst entgegen. 9. Nur allein, daß du mich stärkest, Und mir treulich stehest bei! Hilf, mein Helfer, wo du hauch, Dein Feuermeer ström nicht ist, Und mehre jener Inbrunst Triebe, Die aus dem Quell des Lichtes fließt. 5. Erwecke, läutre und ver⸗ eine Des ganzen Christenvolkes Schar, Und mach in deinem Gnadenscheine Dein Heil einst jedem offenbar. 6. Du unerschöpfter Quell des Lebens, Allmächtig starker Gottes- die ganze Welt erkennte, Daß du herrlich Pfingst und Freudenfest. 3. Und noch entzünden Him⸗ da du in ewgen Freuden Wirst 2. Wohl brennt es schon in merkest, Daß mir Hülfe nötig Brich des bösen Fleisches Sinn, Nimm den alten Willen nötig sches zillen neue, reue. mich mein mein mein rsteh, Hin, Virst ber. dein Du bald iß du nin jetzt dem Ein nfest. Him⸗ kalte, hin⸗ den igen⸗ nrein runst Ides ver⸗ olkes inem einst Ides dttes⸗ nicht Pfingstlieder. 16⁵ vergebens, O zünd in unsern Sinn Zum Fleiß in guten Werken. Herzen auch! Laß deines Wortes Kraft und 7. Bring alles, was sich trennt, Licht Zur Leitung im Gewissen zusammen, Und baue deinen Tem⸗ Mich genießen, So werd ich sicher pel aus; Laß leuchten deine heil⸗nicht Zum Falle fortgerissen. gen Flammen Durch deines Vaters 5. Und fühl ich, was mir noch ganzes Haus. gebricht, Drängt mich mein Herz 8. Ja, weck, erleucht, erwärm, zu beten: So laß mit Kindes⸗ entflamme Doch bald die ganze zuversicht Mich zu dem Vater weite Welt, Und zeig dich jedem treten. Ach, laß, du werter Geist Völkerstamme Als Heiland, Frie⸗von Gott, Mich deinen Trost densfürst und Held. erblicken Und erquicken, So wird die größte Not Mich nie zu Mel. Ich ruf zu dir, Herr. Boden drücken. 173 O hochgelobter Gottes 6. Ich achte nicht den Trost geist, Komm mir der Welt, Der mir zu bald ver⸗ mit Gnad entgegen; Sei du, den schwindet; Dein Trost ist's, der Jesus uns verheißt, Mit mir auf mich aufrecht hält, Der meine allen Wegen. Mit meiner Kraft Hoffnung gründet. Du bist mir ist nichts gethan, Du, mußt mir Siegel, bist mir Pfand, Daß ich Gnade geben, Fromm zu leben, als Kind und Erbe Selig sterbe, Und, wenn ich selbst nicht kann, Hingeh ins Vaterland, Und nim⸗ Mein Herz zu dir erheben. mermehr verderbe. 2. Geist Gottes, ach, was wäre 7. Nun, die Verheißung ist ich, Der Gottes Bild verloren, geschehn, Wenn wir in Christi Wenn du nicht durch die Taufe Namen Um Gottes Geist zum mich Von neuem hätt'st geboren? Vater flehn, Ist alles Ja und Du hast durch deine Gnad in Amen. Wir flehen, Herr, um mir Den Glauben angezündet deinen Geist, Du wirst um Christi Und gegründet, Daß nun mein willen Das erfüllen, Was uns Herz in dir Trost, Fried'n und dein Wort verheißt, Und unsre Freude findet. Sehnsucht stillen. 3. Herr, meine Kraft kommt ö——— nur von dir, Hilf mir im Kampfe Eigne Melodie. ringen, Zu allem Guten schenke 174 Komm, o komm, du mir Das Wollen und Vollbringen. Geist des Lebens, Wenn ich aus Schwachheit irre Wahrer Gott von Ewigkeit! Deine geh, Gieb, daß ich's bald empfinde, Kraft sei nicht vergebens, Sie er⸗ Und der Sünde Mit Eifer wider⸗füll uns jederzeit, So wird Licht steh, Das Böse überwinde. und heller Schein In dem dunklen 4. Du weißt es ja, wie schwach. Herzen sein. ich bin, Du kannst, du wirst mich 2. Gieb in unser Herz und stärken. Erneure täglich meinen Sinnen Weisheit, Rat, Verstand 106 Buß- und Bettagslieder. und Zucht, Daß wir anders nichts beginnen, Als nur, was dein Wille sucht. Dein' Erkennt⸗ nis werde groß, Und mach uns vom Irrtum los. 3. Zeige, Herr, die Wahrheits— stege, Halt uns auf der rechten Bahn, Räume alles aus dem Wege, Was im Lauf uns hindern kann. Wirke Reu an Sünden statt, Wenn der Fuß gestraͤuchelt hat. 4. Laß uns stets dein Zeug⸗ nis fühlen, Daß wir Gottes Kin⸗ der sind, Die auf ihn allein nur zielen, Wenn sich Not und Drang⸗ sal find't. Denn des Vaters Liebes— rut' Ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten Frei mit aller Freudigkeit. Seufz auch in uns, wenn wir beten, Und vertritt uns allezeit, So wird unser Flehn erhört, Und die Zuversicht gemehrt. 6. Wird um Trost dem Her— zen bange, Daß es oftmals rufen muß: Ach, mein Gott, mein Gott, tröstlich zu, Und gieb Mut, Ge⸗ duld und Ruh. 7. O du Geist der Kraft und Stärke, Du gewisser, neuer Geist, Fördre in uns deine Werke, Wenn zum Kampf uns Satan reißt; Schenk uns Waffen in dem Krieg, Und erhalt in uns den Sieg. 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben, Daß kein Teufel, Tod und Spott Uns denselben möge rauben, Du bist unser Schutz und Gott. Sagt das Fleisch auch immer: nein! Laß dein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir endlich sollen ster⸗ ben, So versichre mehr und mehr Uns, als deines Reiches Erben, Jener Herrlichkeit und Ehr, Die Gott giebt durch Jesum Christ, Und die unaussprechlich ist. 9. Buß⸗ und Bettagslieder. Eigne Melodie. 175 Schaffe in mir, Gott, 5 Ein reines Herze, Und gieb mir einen neuen gewissen Geist. Verwirf mich nicht Vor deinem Angesicht, Und nimm dei⸗ nen heiligen Geist nicht von mir. Tröste mich wieder Mit deiner Hülfe, Und dein freudiger Geist erhalte mich dir. Mel. O wir armen Sünder. 176 Lasset uns beweinen Das, was wir ge— than. Gott nahm stets die Seinen, Die ihn suchten, an. Die nicht reuig kamen, Diese traf sein Fluch, Gott tilgt ihre Namen Aus des Lebens Buch. Schöpfer, Richter, Vater, Mittler, Jesus Christus, Geist, erbarm dich unser.„ 2. Laßt uns innig klagen Über unsre Schuld, Aber nicht verzagen An des Höchsten Huld. Sieh, ich komm und suche, Gott, dein Angesicht, Tilg aus deinem Buche Mich, Erbarmer, nicht! Gott, der mich erschaffen, Gott, der mich versöhnet, Gott, der mich geheiligt! wie lange? Mach doch endlich den Beschluß! Dann sprich du uns ott, den uns Ge⸗ und eist, enn ißt ieg, sern Tod löge und such zort ter⸗ iehr hen, Die ist, 3. Von der ersten Liebe— Ach, das ist mein Schmerz!— Von der ersten Liebe Wich mein wankend Herz. Herr, du bleibst Erbarmer, Führest meinen Lauf, Sieh, hier fleh ich Armer, Nimm mich wieder auf! Gott, der mich erschaffen, Gott, der mich ver⸗ söhnet, Gott, der mich geheiligt! 4. Christi Liebe dringe Mich, damit ich treu, Standhaft kämpfe, ringe, Uberwinder sei. Laß zum Heil mich's schrecken, Daß so of ich fiel; Laß vom Schlaf mich wecken, Herr, die Kron am Ziel, Vater und Vergelter, Sohn, für mich gestorben, Geist des Sohn's und Vaters! Mel. Herzlich lieb hab ich dich. 177 Gott, der du unsre Zuflucht bist, Herr, unser Mittler, Jesus Christ, Geist Gottes, Geist der Gnaden! O Heiliger, wir flehn zu dir, Dein Gnadenantlitz suchen wir, Müh⸗ selig und beladen. Nimm von uns unsre Sündenschuld, Du Gott der Langmut und Geduld, Erhöre gnädig unser Flehn, Daß der Versöhnung Heil wir sehn. Herr, unser Gott, Verbirg uns nicht dein Angesicht, Und geh mit uns nicht ins Gericht. 2. Wir haben unsern Bund entweiht, Und oft in Ungerechtig⸗ keit, Herr, deinen Weg verlassen. Doch reuig kehren wir zurück; O richt auf uns der Gnade Blick, Zu der wir Hoffnung fassen. Sie leit uns auf den ebnen Pfad, Den uns dein Wort bezeichnet hat, Daß nie Versuchung oder Wahn Der Sünd uns mache II Buß⸗ und Bettagslieder⸗ 107 unterthan. Herr, unser Gott, Groß von Geduld, vor aller Schuld Behüt uns deine Vaterhuld. 3. Schütz uns vor Irrtum und Gefahr, Erhalte deiner frommen Schar Der Glaubenseintracht Segen. Uns leite, Gott, dein guter Geist, Wie uns dein teures Wort verheißt, Auf allen unsern Wegen. Laß auch in Lehr und Wandel rein Die Diener deines Wortes sein, Und gieb an deiner Wahrheit Heil Auch Irrenden und Zweiflern teil. Herr, unser Gott, Breit aus dein Wort an jedem Ort, Und laß es wachsen fort und fort. 4. Dein Segen komm auf un⸗ ser Land, Daß wir beschirmt von deiner Hand, Des Friedens Glück genießen. Wend ab von uns durch deine Hut Der Fluten und der Flammen Wut, Des Krieges Blutvergießen. Noch lange sei der Vaterblick Des Königs seiner Völker Glück; O schütt auf ihn und auf sein Haus Die Fülle deines Segens aus. Herr, unser Gott, Schütz unser Land mit starker Hand, Beglück und segne jeden Stand. 5. Vernimm der Leidenden Ge⸗ bet, Und wer zu dir im Glauben fleht, Dem hilf aus seinen Nöten. Gieb Kranken Linderung und Ruh, Die Sterbenden erlöse du, Erhör ihr letztes Beten. Mach alle Unter⸗ drückten frei, Steh Witwen, Herr, und Waisen bei, Vernichte der Ver⸗ folger Rat, Und wehre jeder bösen That. Herr, unser Gott, Durch Freud und Leid der Pilgerzeit Führ uns zu deiner Herrlichkeit. 10⁸ Buß⸗ und Bettagslieder. IN Mel. Kommt her zu mir, spricht. 7. Laß mich dein Schäflein ewig— an 178 I armen Sünder, sein, Sei du mein treuer Hirt kommt zuhauf, allein, Im Leben und im Sterben. Kommt eilig, kommt und macht Laß du mich von der Welt aus⸗ euch auf, Mühselig und beladen. gehn, Als Gottes Kind zum Leben Hier öffnet sich des Heilands Herz gehn, Und deinen Himmel erben. 10 NI Für alle, die in Reu und Schmerz 8. Ich will von nun an sagen * Erkennen ihren Schaden. ab Der Sündenlust bis in mein 5 2. Es heißt: Er nimmt die Grab, Und in dem neuen Leben 1 Sünder an, Drum komm, dein Durch Glauben und Gerechtigkeit Jesus will und kann Dich retten Dir dienen noch die kurze Zeit, und umarmen. Komm weinend, Die mir zum Heil gegeben. komm in wahrer Buß, Und fall! 9. Ach, nimm dein armes Täub⸗ im Glauben ihm zu Fuß, Er lein ein, Und laß es sicher bei dir wird sich dein erbarmen. sein, Wie in der Felsenhöhle. Be⸗ 3. Ein Hirt verläßt sein Schäf⸗-wahre mich vor Sündenwerk, * lein nicht, Dem's in der Irr an Und schenke deines Geistes Stärk Hülf gebricht, Er sucht es mit Dem Leibe und der Seele. Verlangen. Er lässet neun und * neunzig stehn, Und sie gar in Mel. Aus tiefer Not schrei ich. ö der Wüste gehn, Das eine zu 179 Wie ist mein Herz so N umfangen.—— 88 fern von dir, Von ö 0 4. So sucht der teure Jesus dir, du Quell des Lebens! Mein Christ Das Schäflein, das ver-Geist bekümmert sich in mir, loren ist, Bis daß er's hat ge⸗Sucht Ruh und sucht vergebens. funden. Ach, laß dich finden von Verlaß mich, Gott, mein Vater, dem Herrn, O komm zu ihm, er nicht, Verbirg mir nicht dein An— 14 hilft dir gern, Noch sind die gesicht, Du aller Geister Wonne! Gnadenstunden. 2. Umhüllt von Dunkelheit bin 5. O Jesu, deine Lieb ist groß, ich, Mich fasset Angst und Beben, 14 Ich komm mühselig, arm und Mein Herz sucht Licht und ängstet bloß, Ach, laß mich Gnade fin-sich, Doch fruchtlos ist sein Stre— 110 den! Ich bin ein Schaf, das sich ben. Der Kampf, der täglich sich er⸗ verirrt, Ach, nimm mich auf, weil neut Die Bürde meiner Sterblich— ich verwirrt Im Strick und Netz keit Beugt in den Staub mich nieder. der Sünden. 3. Ich bin zu schwach, aus 6. Ach, weh mir, daß zum eigner Macht Zu dir mich auf⸗ Abgrund hin Von dir ich abge⸗zuschwingen, Zu schwach, durch wichen bin, Ach, laß mich wieder-diese dunkle Nacht Zum Licht em⸗ kehren! Nimm, guter Hirt, mich por zu dringen. Wirst du nicht gnädig an, Und mach mich frei meine Stärke sein, Wo find ich von Fluch und Bann, Das, Herr, Trost? zu dir allein, O Gott, ist mein Begehren. steht mein Vertrauen. Buß⸗ und Bettagslieder. ö 109 I 4. Mit festem Glauben an dein bei seinem bösen Sinn, Wer sei⸗ Wort Will ich dich mächtig fassen.Pner Seele selbst nicht schont, Dem Ich will von dir, mein Fels, mein wird einst nach Verdienst gelohnt. Hort, Nicht weichen, dich nicht. 5. Gnad hat dir zugesaget lassen. Wie viel auch meiner Sün⸗ Gott Durch Jesu Christi Blut den sind, Bin ich durch Christum und Tod, Doch sagen hat er doch dein Kind, Du, mein ver⸗ nicht gewollt, Ob du bis morgen söhnter Vater. leben sollt. Daß du mußt ster⸗ 5. Wohl mir, so fürcht ich kei⸗ben, ist dir kund, Verborgen ist nen Streit, Du kannst mich sieg⸗die Todesstund. haft machen. Du giebst dem Ban⸗ 6. Heut lebst du, heut bekehre gen Freudigkeit, Und Kraft und dich, Eh morgen kommt, kann's Mut dem Schwachen. Du, Gott, ändern sich. Wer heut ist frisch, bist meiner Seele Licht, Hab ich gesund und rot, Ist morgen krank, nur dich, so frag ich nicht Nach vielleicht gar tot. Stirbst du nun Himmel und nach Erde. ohne Reu und Leid, So büßest du in Ewigkeit. Mel. Vater unser im. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du 180 So wahr ich lebe, spricht mir, Daß ich noch heute komm dein Gott, Mir ist zu dir, Und Buße thu den Augen⸗ nicht lieb des Sünders Tod, Viel⸗blick, Eh mich der schnelle Tod mehr ist dies mein Wunsch und hinrück; Auf daß ich heut und jeder⸗ Will, Daß in der Sünd er stehe zeit Zu meiner Heimfahrt sei bereit. still, Von seiner Bosheit kehre sich, Und lebe mit mir ewiglich. Mel. Durch Adams Fall ist ganz. 3. Dies Wort bedenk, o Men⸗ 181 Ich armer Sünder schenkind, Verzweifle nicht in dei⸗ komm zu dir Mit ner Sünd; Hier findest du Trost, tief betrübtem Herzen. Dir, Gott, Heil und Gnad, Die Gott dir der gnädig für und für, Bekenn zugesaget hat, Und zwar mitsich meine Schmerzen. Ich hab einem teuern Eid. O selig, dem ohn Scheu, ohn Leid und Reu die Sünd ist leid! In Sünden lang verweilet, Und 3. Doch hüte dich vor Sicher⸗doch gabst du mir Raum und heit, Denk nicht: zur Buße ist Ruh, Hast mich nicht übereilet. noch Zeit, Ich will erst fröhlich 2.O Vater der Barmherzigkeit, sein auf Erd', Bis ich des Lebens Ich falle dir zu Fuße, Verwirf müde werd', Alsdann will ich nicht den, der zu dir schreit Und bekehren mich, Gott wird wohlsthut aufrichtig Buße. Dein An⸗ mein erbarmen sich. gesicht mit Gnaden richt Auf 4. Wahr ist's: Gott ist wohl mich betrübten Sünder; Dein stets bereit Dem Sünder mit Gnadenblick auch mich erquick, Barmherzigkeit; Doch wer auf So wird die Angst bald minder. Gnade sündigt hin, Und bleibt! 3. Eröffne mir dein freundlich —. .— — Erden. dein Geschlecht, Und willst zu— 11⁰ Herz, Dein Herz voll Lieb und Güte; Vergieb die Sünd, heil meinen Schmerz, Erquicke mein Gemüte, Vollend, was dir ge⸗ fällt an mir, Lehr mich das Böse meiden, Bis ich hinfahr zur Engelschar, Da nichts als lauter Freuden. Mel. Durch Adams Fall ist ganz. 1 82 Wer sich auf seine Schwachheit steu'rt, Der bleibt in Sünden liegen, Wer nicht Herz, Sinn und Mut erneu'rt, Wird sich gewiß betrügen; Den Himmelsweg, den schmalen Steg Hat nie sein Fuß betreten, Auch weiß er nicht in Gottes Licht, Was kämpfen sei und beten. 2. Was jetzt die Welt nur Schwachheit heißt, Ist ihrer Bos⸗ heit Stärke, Dadurch vermehrt der böse Geist, Gar mächtig seine Werke. Auf, Seele, auf! richt deinen Lauf Zur Allmacht, die dich rettet. Des Heilands Blick zerreißt den Strick, Womit du angekettet. 3. Der erste Schritt im Chris⸗— tentum Macht von der Sünde scheiden. Strebst du nach wah⸗ rem Glaubensruhm, So mußt du Wollust meiden. Wenn Christi Geist die Seele reißt Aus ihren Todesbanden, So spürt sie Kraft, die Jesus schafft, Mit dem sie auferstanden. 4. Mein Heiland, fördre selbst dein Werk, Laß mich gekräftigt werden; Ist doch Gerechtigkeit und Stärk Mein bestes Teil auf Du machst gerecht uns, Buß⸗ und Bettagslieder. gleich uns stärken, Daß wir in dir des Glaubens Zier, Die Macht der Gnade merken. 5. Brich durch, o starker Gottes— sohn, Damit auch wir durchbre— chen, Laß uns in dir, o Gnaden⸗ thron, Nicht mehr von Schwach— heit sprechen, Weil deine Hand das teure Pfand Des Geistes uns gegeben, Dadurch wir frei von Heuchelei Im Streit stets siegreich leben. 6. Gieb Kraft, wo keine Kraft mehr ist, Gieb Kraft, das Fleisch zu dämpfen, Gieb Kraft, wenn Satans Macht und List Uns schwächen will im Kämpfen. Wenn uns die Welt viel Netze stellt, Gieb Kraft, sie zu vernichten; So wird in Not, ja selbst im Tod Uns deine Kraft aufrichten. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 183 Vater, heilig möcht ich 5 leben, Rechtthun wäre meine Lust! Doch Begier— den widerstreben Dem Gesetz in meiner Brust. Ach der Sünden⸗- trieb im Herzen Ist die Quelle meiner Schmerzen. Mich beschwert der Sünden Joch, Was ich nicht will, thu ich doch. 2. Sieh um Kraft mich Schwa⸗ chen beten, Meinem Vorsatz trau ich nicht. Lockende Begierden tre— ten Zwischen mich und meine Pflicht. Selbst den heilgen An⸗ dachtsstunden, Wo, der niedern Welt entschwunden, Ich zu dir von Treue sprach, Folgten Sün⸗ dentage nach. 3. O wie oft hab ich geweinet, Schmerzlich meinen Fall bereut, ———— Buß⸗ und B — 23 Gläubig mich mit dir vereinet, nicht Viel vollendete Als wenn einer, lang bethört, Wieder Und mich deiner Huld gefreut! Gnädig sahst du zu mir nieder, Aber bald vergaß ich wieder Meine Pflicht und, Vater, dich, Und die Welt besiegte mich. 4. Vater, du nur kannst mich retten, Wenn mich niemand ret⸗ ten kann. Ach, zerschlage meine Ketten, Nimm dich des Gefang⸗ nen an! Reiß die Wurzel meiner Schmerzen, Reiß die Sünd aus meinem Herzen. Tief im Staube bitt ich dich: Leite selbst zur Tu⸗ gend mich. 111 Gerechte, ettagslieder. heim zum Vater kehrt. 3. Dies entflamm auch unsern Mut, Aus den schweren Sün⸗ denketten Unser Heil und ewges Gut Nur bei dir, dem Herrn, zu retten. Sünde lohnt mit Reu und Leid, Deine Gnad ist Seligkeit. Wel. Wer nur den lieben Gott. M:Mein Gott, ach lehre 185. M mich erkennen Den Selbstbetrug und Heuchelschein, Daß tausend, die sich Christen 5. Sieh, mich dürstet nach dem nennen, Mit nichten Christi Glie⸗ Guten, Früh und zu dir: Laß mein spät ruf ich der sei'n. Herz nicht deinem Ruhm, Ach, wirk in mir zu Mein Gott, das länger bluten, Deinen Geist ver⸗wahre Christentum. leihe mir. Hilf die böse Lust be⸗ zwingen, Und nach deinem Bei⸗ fall ringen. Stärke mich mit hoher Kraft, Das zu thun, was Segen schafft. 6. Ja, du hörst mein kindlich Flehen, Du erquickst mein Herz mit Ruh. Leben werd ich, nicht vergehen, Meine Stärke, Gott, bist du. Überwinden, überwinden Werd in dir ich alle Sünden. Meine Seele, fasse Mut, End⸗ lich, endlich wird es gut. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 184 wie unermeßlich ist .— Deine Vaterlieb und Größe, Die des Kindes nicht vergißt, Ob die Mutter sein ver⸗ gäße! Ja, du siehst mit Vatertreu Selbst die Thränen später Reu. 2. Wie verirrten Wanderern bricht Uns ein Strahl durch finstre Nächte. Mehr erfreun im Himmel 2. Hilf, daß ich dir allein er⸗ geben, Der Sünde abgestorben sei. Laß dir mich sterben, dir mich leben, Und mach in mir, Herr, alles neu. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Christentum. 3. Reiß los das Herz mir von der Erden, Laß mich, der ich un⸗ sterblich bin, Nach deinem Bild erneuert werden, Und gieb mir meines Heilands Sinn. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Christentum. 4. Regiere du selbst meine Seele, Damit ich Christo folge nach, Und stets den schmalen Weg erwähle, Ja, Ehre such in Christi Schmach. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Christentum. 5. Gieb mir zum Streite Mut und Kräfte, Hilf, daß ich dir ver⸗ bleibe treu, Daß ich an Christi 144 Buß⸗ und Bettagslieder. Kreuz mich hefte, Und mir die Welt gekreuzigt sei. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Christentum. 6. Laß in mir Glauben, Hoff⸗ nung, Liebe Lebendig, fest und thätig sein, Daß ich bis an mein Sterben übe Das Christentum ohn Heuchelschein. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Christentum. 7. Wird dies mein Flehn er— höret werden, Was frag ich nach der armen Welt? Ich schmecke dann schon hier auf Erden, Was mir der Himmel aufbehä lt. Ach, wirk in mir zu deinemRuhm, Mein Gott, das wahre Christentum. Mel. O Traurigkeit. 186 Herz denk an mich! Wie oft hab ich Ich Sünder, dich verachtet! Sieh die Seele gnädig an, Die nach Hülfe schmachtet. 2. Herr, denk an mich! Es jammre d dich Mein Elend, o Er⸗ barmer! Wenn du meiner nicht gedenkst, Ach, was bin ich Armer? 3. Herr, denk an mich! Wie leicht kann ich In Wahn und Sünde fallen! Laß mich stets an deiner Hand Deine Wege wallen. 4. Herr, denk an mich! Dann nahe sich Die Stunde schwerer Leiden. Bin ich dein, o was ver⸗ mag Mich von dir zu scheiden? 5. Herr, denk an mich! Ge— stärkt durch dich, Geh ich dem Tod entgegen. Tod und Grab, o Jesu, wird Mir durch dich zum Segen. 6. Herr, denk an mich! Froh will ich dich Für deine Huld er⸗ heben, Wenn du mir das Para⸗ dies Wirst aus Gnaden geben. 8². herzigkeit, Ich falle dir zu Fuße; Berstoß den nicht, der zu dir schreit Und thut noch endlich Buße. Was ich begangen wider dich, Verzeih mir alles gnä— diglich Durch deine große Güte. 2. Durch deiner Allmacht Wun⸗ derthat Nimm von mir, was mich quälet; Durch deine Weisheit schaffe Rat, Worin es sonst mir fehlet. Gieb Willen, Mittel, Kraft und Stärk, Daß ich mit dir all meine Werk Anfange und vollende. 3. O Jesu Christe, der du hast ö Am Kreuze für mich Armen Ge⸗ Mel. Aus tiefer Not. ere der Barm⸗ „tragen aller Sünden Last, Wollst meiner dich erbarmen. O wahrer Gott, o Davids Sohn, Erbarm dich mein und mein verschon, Sieh an mein kläglich Rufen. ö 4. Laß deiner Wunden teures Blut, Dein Todespein und Ster⸗ ben, 455 kommen kräftiglich zu gut, Daß ich nicht muß verderben. Bitt du den Vater, daß er mir Im Zorn nicht lohne nach Ge⸗ bühr, Wie ich es hab verschuldet. 5. O heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, Wenn mich der Sünden Lust anficht, Laß mich von dir nicht wanken. Verleih, daß nun und nimmermehr Begier nach Wol⸗ lust, Geld und Ehr In meinem Herzen herrsche. 6. Und enn Hr Stündlein kommen ist, So hilf mir treulich d er⸗ Jara⸗ eben. arm⸗ falle nicht, noch uugen gnä⸗ Güte. Wun⸗ mich chaffe ehlet. t und meine E. hast Ge⸗ Vollst ahrer barm Sieh eures Ster⸗ ich zu erben. r mir Ge⸗ uldet. ahres inken, Lust nicht und Wol⸗ einem ndlein eulich Buß- und Bettagslieder. 113 kämpfen, Daß ich des Satans Trug und List Durch Christi Sieg mög dämpfen, Auf daß mir Krankheit, Angst und Not, Und dann der letzte Feind, der Tod, Nur sei die Thür zum Leben. Mel. Wer nur den lieben Gott. 188 Miir liegen hier zu deinen EFüßen, Ach Herr von großer Güt und Treu, Und fühlen leider im Gewissen, Wie elend unser Zustand sei. Das Maß der Sünden ist erfüllt, Ach, weh uns, wenn du strafen willt! 2. Du bist gerecht, wir aber Sünder, Wie wollen wir vor dir bestehn? Wir, wir sind ab⸗ gewichne Kinder, Die Wege des Verderbens gehn, Sind wert, daß deiner Rache Schwert, Ge⸗ rechter Gott, uns längst verzehrt. 3. Doch, Vater, denk an deinen Namen, Gedenk an deinen lieben Sohn, Dein Gnadenwort bleibt Ja und Amen, Dein Eidschwur zeuget selbst davon: Du willst den Tod des Sünders nicht, Drum geh mit uns nicht ins Gericht. 4. Wir liegen hier vor dir im Staube, O Vater, mit zerknirsch— tem Geist; Uns hält und stärkt allein der Glaube, Daß du noch der Erbarmer seist, Der gern sein Herz zum Sünder neigt, Und statt des Zornes Huld erzeigt. 5. Dein Sohn tritt selber in die Mitte, Ach, schaue seine Wun⸗ den an, Die er für unsre Schuld erlitte; Wie viel hat er für uns gethan! Er ist das Lamm, das für uns litt, Und uns noch jetzt bei Gott vertritt. 6. Ach Blut, ach Blut von Gottes Sohne, Schrei für uns um Barmherzigkeit! Sprich für uns vor dem Gnadenthrone, Des Vaters Herz ist ja bereit, Auf Jesu Opfer hinzusehn; Wir wer⸗ den nicht verloren gehn. 7. Herr, laß die wohlverdiente Strafe Nicht über unsre Häupter gehn, Laß uns nicht als verlorne Schafe Von deiner Hand verlassen stehn. Verbreit die Gnade deiner Hand Auf das geliebte Vaterland. 8. Gieb Fried im Land und im Gewissen, Gesunde Luft und gute Zeit. Laß uns stets deinen Schutz genießen, Befördre die Gerechtig— keit. Krön unser Feld mit deinem Gut, Nimm Kirch und Haus in deine Hut: 9. So wollen wir dir Opfer bringen, Dir eigen sein mit Leib und Seel. Es soll dein Lob zum Himmel dringen, Und dein er⸗ löstes Israel Wird mit vereinten Stimmen schrein: Der Herr soll mein Gott ewig sein! Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 189 ie treu, mein guter 28. Hirte, Gehst du dem Sünder nach, Der sich von dir verirrte, Der elend, krank und schwach In sein Verderben läuft, Wenn deine Hand den Armen Nicht selber aus Erbarmen, Eh er versinkt, ergreift! 2. Wie tröstlich ist die Stimme, Die alle Sünder lockt! Ach, sprä⸗ chest du im Grimme: Weicht, die ihr euch verstockt, Weicht, Sünder, weicht von mir, Ich will euch nicht erkennen! Wer wollt es 8 114 Unrecht nennen? Wer bist du, wer sind wir? 3. Doch heißt dein Ruf uns kommen, Und merken wir nicht drauf, Ob wir ihn schon ver⸗ nommen, So suchst du selbst uns auf. Dein Herz, o Heiland, brennt, Daß doch das Schaf zur Herde Buß⸗ und Bettagslieder. Verwandle deine Gnade Nicht in ein Zorngericht. 9. Für uns gemacht zum Fluche, Gabst du dein Leben dar, Daß so dein Eifer suche, Was ganz ver⸗ loren war. Ja, Nam und That erweist, Daß du, Herr, nicht ver⸗ gebens Das rechte Brot des Lebens, Zurück geführet werde, es sich getrennt. 4. Nimmt nun der freche Sün⸗ben; Doch gieb mir Davon Der Sünder Heiland seist. 10. Das laß mich herzlich gläu⸗ selber Kraft, der Den Gnadenruf nicht an, So Dem Heile treu zu bleiben, Das *„*( 0 2* mir dein Tod verschafft, Und wie bist du viel gelinder, Als man es * denken kann. Sein Ziel verlän⸗ ich glaubensvoll Aus deinem Über⸗ gerst du, hoffen, Der Zugang steht ihm offen, Er eile nur herzu. Er kann noch Gnade flusse, Stets Gnade schöpfen soll. Zum wirklichen Genusse, 11. Doch sollt ich mich aufs 5. Erretter unsrer Seelen, Mein neue, Ich schwach Geschöpf, ver⸗ Hirt, mein treuster Freund, Wie gehn, So laß mir deine Treue, könnt ich's doch verhehlen, Wie Mein Heiland, nicht entstehn. Er⸗ wohl du es gemeint? Ich war auf weck und führe mich, Daß nichts meiner Flucht Ein Raub der ‚ chnö⸗ von dir mich wende, So preis' ich 9— den Lüste, Doch du hast in der ohne Ende Als meinen Hirten dich. Wüste Mich huldreich aufgesucht. 6. Dein Wort schallt noch im Herzen, Das mich zur Buße rief, Als ich zu deinen Schmerzen Den Weg zur Hölle lief; Du aber brachtest mich Von diesem breiten Wege Durch Kreuz zum schmalen Stege; Mein Hirt, ich preise dich. 7. Ach, daß ich deiner Liebe Rur immer folgsam wär, Nicht oft zurücke bliebe, An Lieb und Eifer leer; Nicht, wie viel du gethan, Mir oft entfallen ließe, Da ich ja mehr genieße, Als ich verdanken kann! 8. Nun, Jesu, ich beklage Den blöden Unverstand, Und daß ich meine Tage So übel angewandt. Verstoß den Sünder nicht! Mich reut und schmerzt mein Schade, Mel. Herr Gott, nach deiner. Menschenfreund, o 190. O Jesu, Lebensquell, O Brunnen voller Gnad, o mein Erretter, Erbarme dich, o kräftiger Vertreter! Gedenkan mich, o mein Immanuel! Ich stehe hier mit Angst und Furcht belegt, Ich klag es dir, du Prüfer meiner Nieren; Du bist ein Arzt, der kranke Seelen trägt, Du bist ein Hirt, der selbst sein Schaf will führen. 2. Ich bin betrübt, ich fühle, was mich plagt, Mein Auge darf ich kaum zu dir erheben, Von ferne steh und seh ich nach dem Leben, Nach dir, o Seligmacher, ich nur tracht. In Demut schlag! ich an die harte Brust; Hier liegt die reue, Er⸗ ichts s' ich dich. v. Id, o Juell, mein ftiger mein mit klag ieren; ranke Hirt, ihren. fühle, e darf ferne Leben, h nur ich an gt die Reformationsfestlieder. 115 Sünd, die mich, Herr, von dir trennet, Ich schäme mich auch der verborgnen Lust, In welcher oft das Herz so heimlich brennet. 3. Wo soll ich hin? ich will zum Lebensgott, Kein Feind soll mich von meinem Fels abtreiben. Ich will mich meinem Jesu ganz verschreiben, Tod, Höll, dein Sieg und Stachel ist nur Spott. Ich bin ein Glied an dem sieghaften Haupt, Das Teufel, Tod und Hölle hat bezwungen, Ich bin durch ihn der Sünden Rach ent⸗ raubt, Es ist dem Held aus Davids Stamm gelungen. 4. Zu dir allein, o Heilbrunn, ich nun komm, Ich dürste sehr nach frischen Wasserquellen. An deiner Tafel will ich mich ein⸗ stellen, Verstoß mich nicht, du bist geneigt und fromm. Ver⸗ borgnes Manna, speise meine Seel, Du offner Strom kannst meinen Durst bald stillen; Du treuer Hirt, dir ich mich ganz befehl, Laß Herz und Zung stets sein nach deinem Willen. Eigne Melodie. 191 Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Flehen, Wend gnädiglich dein Ohr zu mir, Laß 10. Reformat Eigne Melodie. 192 Ein feste Burg ist un⸗ ö ser Gott, Ein' gute Wehr und Waffen; Er hilft uns frei aus aller Not, Die uns jetzt hat betroffen. Der alte böse Feind, Mit Ernst er es jetzt meint, Groß' Macht und viele List Sein grau⸗ Gnad für Recht ergehen. Denn so du, Herr, willst sehen an, Was Sünd und Unrecht ist gethan, Wer kann dann vor dir bleiben? 2. Vor dir gilt nichts denn Gnad allein, Die Sünde zu ver⸗ geben; Es ist ja unser Thun nicht rein Auch in dem besten Leben. Vor dir sich niemand rühmen kann, Es muß dich fürchten jedermann, Und deiner Gnade leben. 3. Drum will ich, Gott, allein auf dich, Auf mein Verdienst nicht bauen. Auf dich will ich verlassen mich, Und deiner Güte trauen, Die mir zusagt dein wertes Wort, Das ist mein Trost und treuer Hort, Des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht, Und wieder an den Morgen, Soll doch mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht, noch sorgen. So thut ja stets ein rechter Christ, Der durch den Geist gezeuget ist, Er harret seines Gottes. 5. Ob bei uns sind der Sün⸗ den viel, Bei Gott ist viel mehr Gnade, Sein' Hand zu helfen hat kein Ziel, Wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, Der Israel erlösen wird Aus allen seinen Sünden. ionsfestlieder. sam' Rüstung ist, Auf Erd'n ist nicht sein's Gleichen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, Wir sind gar bald ver⸗ loren; Es streit't für uns der rechte Mann, Den Gott selbst hat er⸗ koren. Und fragst du, wer er ist: Er heißet Jesus Christ, Der Herre 8 116 Reformationsfestlieder. Zebaoth, Und ist kein andrer Gott; Tagen, Du legtest ihm die Rüstung Das Feld muß er behalten. an, Da sprach er sonder Zagen: 3. Und wenn die Welt voll Teu⸗Ich stehe hier, Gott helfe mir, fel wär, Und wollt uns gar ver⸗ In Jesu Christi Namen, Ich kann schlingen, So fürchten wir uns nicht nicht anders! Amen. so sehr, Es soll uns doch gelingen. 5. O gieb uns, Herr, doch glei⸗ Der Fürst von dieser Welt, Wieschen Sinn, Durch deinen Geist sauer er sich stellt, So thut er uns uns leite, Und führst du uns zum doch nicht; Das macht, er ist ge⸗Kampfe hin, So stärk uns auch richt't, Ein Wörtlein kannihnfällen. im Streite, Daß wir mit dir 4. Das Wort sie sollen lassen Recht kämpfen hier, Und einst stahn, Und kein'n Dank dazu vor deinem Throne Empfahn die haben; Er ist bei uns wohl auf Siegeskrone. dem Plan Mit seinem Geist und Mel. Dir, dir, Jehovah. Gaben. Nehmen sie uns den Leib, 194 Wech auf, du Geist der Gut, Ehre, Kind und Weib, Laß ersten Zeugen, Der fahren nur dahin; Sie haben's Wächter, die auf Zions Mauern kein'n Gewinn, Das Reich muß stehn, Die Tag und Nächte nimmer uns doch bleiben. schweigen, Und unverzagt dem Mel. Was Gott thut, das ist. Feind entgegen gehn, Ja, deren 193 Feu wie ein Fels im wil⸗Ruf die ganze Welt durchdringt, »Vden Meer, So stehn Und, Herr, der Völker Scharen Jehovahs Worte. Kommt auch zu dir bringt. die Hölle selbst einher Und öffnet 2. Wer sendet uns so treue ihre Pforte: Was zitterst du? Gott Knechte, Von deiner Liebe Feuer eilt herzu, Mit tausend Engel-ganz entbrannt? Noch sind dein scharen Die Seinen zu bewahren. Licht und deine Rechte, Noch ist 2. Auf hoher Felsenspitze hat dein Heil nicht überall bekannt. Der Herr mit starken Thürmen Das Feld ist weit, die Ernte Erbauet eine feste Stadt, Die groß und reich, Arbeiter sende du, widersteht den Stürmen. Ob auch den ersten gleich. der Feind Vor ihr erscheint Mit 3. Breit aus dein Wort durch seiner Waffen Blitzen, Der Herr große Scharen, Laß sie in Kraft weiß sie zu schützen. Evangelisten sein. Laß alles Volk 3. Du wählest tapfre Streiter dein Heil erfahren, Füll jedes dir, Die Feinde sehn's und wei⸗Land mit deiner Wahrheit Schein. chen; Am Thore weht dein Feld⸗Weck Israel aus seinem Schlaf panier Als hohes Siegeszeichen. mit Macht, Die Heiden reiß aus Gelobt seist du, Du kannst im ihrer Blindheit Nacht. Nu, Umringt von deinen Treuen, 4. Herr, bessr' auch deines Die Himmelsstadt befreien. Zions Stege, Und ebne deinem 4. Du riefest einen frommen Worte Lauf und Bahn; Was hin⸗ Mann Zum Kampf in dunklen dern kann, räum aus dem Wege, ing en: lir, inn lei⸗ eist um luch dir inst die der Der uUern mer dem eren ingt, aren treue zeuer dein h ist unt. Ernte e du, durch Kraft Volk jedes chein. ochlaf Haus deines einem hin⸗ Wege, Lieder von der heiligen Taufe. 117 Dämpf und zerstör den falschen Mund gelegt; Du siehst, wie sie Glaubenswahn. Von Mietlingen an jedem Orte Die Herzen deiner mach deine Herde frei, Daß Kirch Gläubigen bewegt; Drum neige und Schul ein Garten Gottes sei. dich zu unserm heißen Flehn, Er⸗ 5. Du selber hast in deinem hör uns, Herr, und sprich: es Worte Uns diese Bitte in den soll geschehn II. Lieder für kirchliche Handlungen. 1. Lieder von der heiligen Taufe. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. Mel. Christus, der ist mein Leben. ieh, Herr Jesu, wir Vater, nimm zum 195. S sind hier, Deinem 196.—O Bunde Dies Kind⸗ Worte nachzuleben; Dieses Kind-lein gnädig auf, Ihm leuchte diese lein kommt zu dir, Weil du den Stunde Im ganzen Lebenslauf. Befehl gegeben, Daß man Kind⸗ 2. Sohn Gottes, sieh, wir le⸗ lein zu dir führe, Denn das gen Dies Kindlein an dein Herz, Himmelreich ist ihre. Du wirst es liebend pflegen In 2. Darum eilen wir zu dir, Freuden und in Schmerz. Nimm das Pfand von unsern 3. O Geist der Wahrheit, bilde Armen; Sei mit deinem Glanze Sein Herz für Heiligkeit; Durch hier, Und erzeige dein Erbarmen, Wahrheit, Reinheit, Milde Leit Daß es mög dein Kind auf Erden es zur Seligkeit. Und ein Himmelserbe werden. 4. Dreieiniger, erhöre, Um was 3. Wasch es, Jesu, durch dein wir innig flehn. Herr, in der Engel Blut Von den angeerbten Flecken, Chöre Laß dieses Kind eingehn. Und zugleich mit dieser Flut Laß es dein Verdienst bedecken. Schenkl Mel. Wer nur den lieben Gott. ihm deiner Unschuld Seide, Mit 197 Ich bin getauft auf dir selber es bekleide. deinen Namen, Gott 4. Hirte, nimm dein Schäflein Vater, Sohn und heilger Geist, an, Haupt, mach es zu deinem Und so ist alles Ja und Amen, Was Gliede; Himmelsweg, zeig ihm mir dein teures Wort verheißt. die Bahn, Friedensfürst, sei du sein Ich bin in Christum eingesenkt, Friede; Weinstock, hilf, daß diese Der mich mit seinem Geistbeschenkt. Rebe An dir bleibe, in dir lebe. 2. Du hast zu deinem Kind 5. Nun, wir legen an dein und Erben, Mein lieber Vater, Herz, Was von Herzen ist ge⸗mich erklärt; Du hast die Frucht gangen. Führ die Seufzer him⸗ von deinem Sterben, Mein treuer melwärts, Und erfülle das Ver⸗Heiland, mir gewährt. Du willst langen; Ja, den Namen, den wir in Not und Seelenpein, O guter geben, Schreib ins Lebensbuch Geist, mein Tröster sein. zum Leben. 3. Ich habe, Herr, mich dir 118 Konfirmationslieder. verschrieben, Und angelobt, mich dir zu weihn, Dich als mein höch⸗ stes Gut zu lieben, Treu und ge⸗ horsam dir zu sein. Dem Dienst der Sünde sagt' ich ab, Da ich mich dir zu eigen gab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt dieser Bund wohl feste stehn, Wenn aber ich ihn überschreite, So laß mich nicht verloren gehn. Wo ich verließ die rechte Bahn, Nimm wieder mich zu Gnaden an. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Geist zum Opfer hin. Erwecke mich zu steter Treue, Dein Geist regiere meinen Sinn. Weich, eitle Lust, du Sünde, weich, Gott hört es, jetzt entsag ich euch. 6. Befestige dies mein Ver⸗ sprechen, Mein Vater, und be⸗ wahre mich, Daß ich es niemals möge brechen, Mein ganzes Leben preise dich. Gott meines Heils sei ewig mein, Und laß mich stets dein eigen sein. Mel. Christ, unser Herr, zum. 198 Pres dir, daß durch der Taufe Bund Du uns zum Heil erkoren. Heil uns! dein Wille ward uns kund, Wir sind nun neu geboren. Ins Buch des Lebens schriebest du, O Vater, unsre Namen, Du gabst uns segnend Licht und Ruh, Und Pfad ist Licht und Friede. 2. Ob Berge sinken in den Grund, Ob Hügel auch hinfallen, Doch stehet fest dein heilger Bund, Bist gnädig, Herr, uns allen. Wir brachen oft das Wort der Treu, Verirrt vom rechten Pfade, Ooch deine Huld war täglich neu, In Christo schenkst du Gnade. Nimm hin das Herz auf ewig. 3. Herr, den das Chor der Engel preist, Dir sei dies Kind geweihet, Gieb du ihm deinen heilgen Geist, Der ihm das Herz erneuet. O laß es stets mit dir vereint In dir das Leben finden, Im Glauben überwinden. uns den Himmel erben. Mel. Errett' mich, o mein lieber. 199. O Vater, sieh mit Wohlgefallen Dies Und laß des Säuglings schwaches Lallen Dir Lobgesang und Psal⸗ ter sein. barmen, Nimm dieses zarte Schäflein ein, Und laß in deiner wahret sein. Wahrheit, Erfülle du mit sanftem stern sein. 2. Kon firm Mel. Christus, der ist mein Leben. ationslieder. deinem Pfade, Und hilf uns 200. Wir flehn um deine mächtiglich. Gnade, Nichts sind 2. O Hirt voll Liebe und Er⸗ Liebe Armen Es immer wohl ver⸗ sprachest gnädig: Amen. Dein Und, bis sein Ende ihm erscheint, Laß Kindlein an, das wir dir weihn, 3. O Geist des Lichtes und der Schein Das zarte Herz, laß deine Klarheit Im Pilgerthal sein Leit⸗ ö ö 2. Wir flehn um deine Wahr⸗ ö wir ohne dich; Führ uns aufheit In unsers Lebens Nacht, eihn, iches sal⸗ Er⸗ zarte einer ver⸗ Konfirmationslieder. 119 Durch dich nur wird uns Klar⸗ heit In unsern Geist gebracht. 3. Wir flehn um deinen Frie⸗ den In dieser Welt voll Angst; Uns sei das Heil beschieden, Das du am Kreuz errangst. 4. Wir flehn um deine Stärke, Du weißt, wie schwach wir sind. Zu jedem guten Werke Stärk jedes schwache Kind. 5. Wir flehn um deinen Se⸗ gen Zum großen Bundestag,Daß wir auf allen Wegen Dir treulich folgen nach. Mel. Wer nur den lieben Gott. 201 Wir übergeben uns aufs gneue Dir, Pater. Sohn und heilger Geist, Geloben dir auf ewig Treue, Und glauben, was dein Wort verheißt. So schließen wir mit Herz und Mund Mit dir, o Gott, den heilgen Bund. 2. Gedenke nicht der Jugend⸗ sünden, O Vater, nimm uns gnädig an; Hilf, Jesu, daß wir Gnade finden, Und führ uns stets auf deiner Bahn. Geist Gottes, der das Wollen schafft, Gieb uns auch zum Vollbringen Kraft. 3. Dreieinger, nimm uns an aufs neue, Wir stehn gerührten Herzens hier. O stärke du selbst unsre Treue, Daß wir stets wan⸗ deln, Herr, vor dir. Dir weihn wir uns mit Herz und Mund, Und ewig, ewig sei der Bund. Mel. Seelenbräutigam. 202 Von des Himmels Thron Sende, Gottes Sohn, Deinen Geist, den Geist der Stärke. Gieb uns Kraft zum heilgen Werke, Dir uns ganz zu weihn, Ewig dein zu sein. 2. Mach uns selbst bereit, Gieb uns Freudigkeit, Unsern Glauben zu bekennen, Und dich unsern Herrn zu nennen, Dessen teures Blut Floß auch uns zu gut. 3. Richte Herz und Sinn Zu dem Himmel hin, Wenn wir un⸗ sern Bund erneuern, Und gerührt vor dir beteuern, Deine Bahn zu gehn, Weltlust zu verschmähn. 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, Wollest du auf unsre Bitten Uns mit Gnade überschütten; Licht und Kraft und Ruh Ströme dann uns zu. 5. Gieb auch, daß dein Geist, Wie dein Woͤrt verheißt, Unauf⸗ löslich uns vereine Mit der gläu⸗ bigen Gemeine, Bis wir dort dich sehn Und dein Lob erhöhn. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns. 203 Nir diese Kinder beten »Vwir Mit heißer In⸗ brunst, Gott, zu dir. Nimm du dich ihrer gnädig an, Und leite sie auf ebner Bahn. 2. Erhalte sie vom Irrtum frei, Und mache sie im Glauben treu, Und wenn Versuchung ihnen naht, Sei du ihr Helfer, Schutz und Rat. 3. In Schmerz und Kummer tröste sie, Und in der Not ver⸗ laß sie nie, Gieb ihnen hier Zu⸗ friedenheit, Und dort des Him⸗ mels Seligkeit. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 204 Geht im Glauben eure Wege, Gott sei eure Zuversicht. Seid befohlen seiner Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, 12⁰ Konfirmationslieder. Pflege, Scheut auch seine Prü⸗ fung nicht. Treffen Schmerzen euch und Leiden, Trübt euch schwe⸗ rer Kampf die Freuden: Seid voll Glaubens! Kampf und Leid Führen euch zur Seligkeit. 2. Geht in Liebe eure Wege, Lieb ist Christi neu Gebot; Daß sie stets in euch sich rege, Schaut auf seinen heilgen Tod. Schaut der Liebe Sieg im Sohne, Denkt der euch verheißnen Krone, Die aus lichter Ferne schon Beut der treuen Liebe Lohn. 3. Geht in Hoffnung eure Wege In des Geistes Freudigkeit, Und daß niemand Zweifel hege, Ob sein Wirken wohl gedeiht. Treu nur müßt ihr sein und be⸗ ten, Und der Geist wird euch ver⸗ treten. Glanbend, liebend, hoffend lebt, Bis euch Gott zu sich erhebt. Mel. Mitten wir im Leben sind. 20 5 tärke, Mittler, stärke sie, Deine teu'r Erlösten, Laß sie ihr Vertraun auf dich Unaussprechlich trösten. Wach über ihre Seelen; Sie stehn und schwören alle dir: Herr, dein Eigentum sind wir! Heiliger Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröster! Allgütiger Gott! Laß sie nie vergessen Ihrem Bunde treu zu sein Bis an ihren Tod. 2. Ach, wie viele schwuren auch Fest an dir zu halten! Aber treu⸗ los ließen sie Ihre Lieb erkalten. Verderben ward ihr Ende. Be⸗ ständig laß dir diese sein, Die dir schwören, dir sich weihn. Heiliger Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröster! Allgütiger Gott! Stärke du die Deinen, Daß sie niemals irre gehn Von dem Weg des Heils, 3. Locken wird sie nun die Welt, Herr, zu ihren Lüsten. Ach, du wollest sie mit Kraft Aus der Höhe rüsten. Laß streiten sie und siegen. Die Triebe zu ver⸗ botner Lust Dämpfe früh in ihrer Brust. Heiliger Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröster! All⸗ gütiger Gott, Laß sie ihren Fein⸗ den, Allen Hassern ihres Heils Kräftig widerstehn. 4. Laß dein Heil im Tode sie, Deine teu'r Erlösten, Weil ihr Glaube standhaft blieb, Unaus⸗ sprechlich trösten. Sprich dann: sie sollen leben! Einst führe sie mit uns zugleich In dein unver⸗ gänglich Reich. Heiliger Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröster! Allgütiger Gott! Sieh mit Huld hernieder, Hör auf unser heißes Flehn Und erhör uns! Mel. Zeuch meinen Geist. 206. Wie heilig ist mir diese Stunde! Sie führt mich, Gott, zu deinem Bunde, Und dir gelob ich, treu zu sein, Mein ganzes Leben dir zu weihn. 2. Dich will ich über alles lieben, Mit Eifer deinen Willen üben, Doch ach, du weißt, wie schwach ich bin, Drum stärk in mir den frommen Sinn. 3. Und dir, mein Heiland, der sein Leben Für mich am Kreuz Amen. dahin gegeben, Verpflicht ich mich, und ärke irre ils, zelt, du der sie ver⸗ hrer ott! iger All⸗ ein⸗ eils sie, ihr ius⸗ nn: sie ver⸗ ̊fer, ott! ter! Huld ißes nen. diese ührt ude, sein, ihn. Alles illen wie k in der reuz nich/ Konfirmationslieder. 121 mein Herr und Gott, Getreu zu sein bis in den Tod. 4. Doch wenn ich jemals mich verirrte, So suche mich, mein gu⸗ ter Hirte, Mit deinem treuen Liebesblick, Und bring zur Herde mich zurück. 5. Geist Gottes, Geist der Kraft und Liebe, Dir weih ich alle meine Triebe, Erleuchte mich in Finsternis, Und mach im Glau⸗ ben mich gewiß. 6. Erinnre du mich, wenn ich fehle, Und stärk im Kampfe meine Seele, Damit, von allem Bösen frei, Mein Herz dein heilger Tempel sei. 7. So sei denn Treue dir ge⸗ schworen, Dreieiniger, der mich erkoren; Und bis zum letzten Herzensschlag Sei heilig mir mein Bundestag. Die Gemeine. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 207 ittler, schau auf sie hernieder, Die sich deiner Gnade freun, Und als deiner Kirche Glieder Dir gelo— ben, dein zu sein; Dein, der mit der größten Treue Auch für sie sein Leben gab. Sie sind dein, Erbarmer, weihe Sie dir ganz bis in das Grab. 2. Sie bekennen deine Lehre, Sind auf deinen Tod getauft. Laß sie leben dir zur Ehre, Denn sie sind durch dich erkauft. Leite sie mit deinen Händen, Daß sie auf der rechten Bahn Ihren Lauf durch dich vollenden, Immer wal⸗ len himmelan. 3. Laß die Blüte ihrer Ju⸗ gend Dir, nur dir geheiligt sein, Daß sie nie vom Pfad der Tu⸗ gend In die Irre sich zerstreun. Schütze sie vor allen Sünden, Vor den Lockungen der Welt, Laß sie deine Näh empfinden, Wenn sie ihnen Netze stellt. 4. Laß sie treu in deiner Liebe, Fest im wahren Glauben sein, Und durch deines Geistes Triebe Wunsch und That des Bösen scheun Stärke sie durch deine Gnade, Wenn sie kindlich zu dir flehn, Daß sie auf dem schma⸗ len Pfade Stets den Weg zum Leben gehn. 5. Halte sie mit starken Armen, Wenn sie straucheln möchten, fest; Laß sie fühlen dein Erbarmen, Das sie nimmermehr verläßt. Und wenn eines sich verirrte Und ver⸗ ließe deine Bahn, Ach, dann nimm dich, guter Hirte, Des verirrten Kindes an. 6. Keines, keines, ach, von allen, Die mit dir den Bund erneun, Laß aus deiner Gnade fallen, Und von dir geschieden sein. Herr, versiegle ihren Glauben, Der sie ewig selig macht, Keinem laß die Krone rauben, Die du allen zugedacht. 7. Sieh hernieder auf die Dei⸗ nen, Die sich jetzt zu dir gewandt; Ach, die Thränen, die sie weinen, Zeugen, was ihr Herz empfand. Laß die seligen Gefühle Nie er⸗ kalten, nie vergehn, Bis zu ihrem Lebensziele Laß sie fest im Glau⸗ ben stehn. Die Konfirmanden. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 8. O teure Eltern, helft und fleht, Daß Gott uns Kraft ver⸗ leihe, Und wer hier um und bei 12² Konfirmationslieder. uns steht, Der bitte Gott um Treue. Ja, tretet mit uns in den Bund, Bekennt und schwört mit Herz und Mund, Nur Jesu anzuhangen. Denn wahrlich, an⸗ ders kann man nicht Durch Not und Tod und durchs Gericht Zu seiner Ruh gelangen. Chor. Mel. Jetzt komm ich als ein armer. 208 Erhor uns, Vater, sieh, wir flehn In Jesu Christi Namen. Laß uns dein Gnadenantlitz sehn, Komm, sprich in uns dein Amen. Nimm, Va⸗ ter, uns in Christo an, Daß wir das Kleinod einst empfahn, Das uns dein Sohn erworben. Die Gemeine. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 2. Kommt zu Zesu, dringt ins Leben, Er will euch gern die Schuld vergeben, Der Heiland nimmt die Sünder an. Das Verlorne sucht er wieder, Blickt gnädig auf den Schwachen nieder, Und führt ihn auf der schmalen Bahn. O kommt und zögert nicht, In ihm allein ist Licht, Gottes Friede. O blei⸗ bet sein, Euch einst zu freun, In seiner Reihn. hor. 3. Gieb du uns Kraft, daß wir bestehn Im Kampfe mit den Sünden, Daß keiner möge von dir gehn, Und alle überwinden. Stehst du uns bei, dann siegen wir, Drum halten wir uns, Herr, zu dir, Nur du bist unser Leben. Die Gemeine. 4. Wachet über euern Glauben, Laßt nie die Welt ihn wieder rauben, Das Wort von Gott sei euer Licht. Schaut, wie viele irre gehen, Nicht mehr mit ihm im Bunde stehen, Sie beteten und wachten nicht. O betet, kämpft und wacht, Bis zu der Todes⸗ nacht. Er wird kommen, Mit ihm sein Lohn, Zum Gnadenthron Führt uns der eingeborne Sohn. Chor. 5. Gieb, Herr, uns Kraft, durch deinen Tod, Daß wir dir treu anhangen, Und ob uns auch die Welt bedroht, Doch nie vor ihr erbangen. Uns bleibe Ruhm die Kreuzesschmach; Wir folgen dir, Erlöser, nach; Dem Treuen glänzt die Krone. Die Gemeine. 6. Wachet über eure Liebe, O daß sie stets ein Feuer bliebe, Das läuternd flammt in eurer Brust. Nie vermag die Welt zu ewge Leben; Die Welt vergeht mit ihrer Lust. Au, Zu der Quelle, Die ewig fließt, Sich voll ergießt, Wo ihr vom Lebensbaum genießt. Chor. verzagen? Wir baun auf dich mit Zuversicht; Uns wird der Morgen tagen. Und geht es auch durch Todespein, Wir ziehn mit dir zur Heimat ein, Uns kann der Tod nicht scheiden. „Die Gemeine. 8. Über eure Hoffnung wachet, Ob auch der Spötter euch ver⸗ O werdet nim⸗ mer lau! Er führt zur grünen 7. Durchs Dunkel führst du uns zum Licht, Wie könnten wir geben, Was Christus giebt, das —— lachet, Gott winket, und er sinkt in gew wen der Mel Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. 123 in Nacht. Wie ein Fels in Un⸗das Leid der Zeit Nicht wert gewittern Steht fest der Christ, der Herrlichkeit, Die dort glänzet. wenn Spötter zittern, Denn er, Wir siegen weit, In Ewigkeit, der treue Hüter, wacht. Ist doch Du hältst die Stätte uns bereit. 3. Vorbereitung zum Mel Alle Menschen müssen sterben. 209 Ach, wann werd ich von der Sünde, Gott, mein Vater, völlig frei, Daß ich ganz sie überwinde, Ganz dir wohlgefällig sei? Noch nicht, ich gestehs mit Zähren, Kann ich ihrer mich erwehren; Sie versucht mich wider dich, Und noch oft besiegt sie mich. 2. In der Andacht selgen Stun⸗ den, Wenn ich, Herr, dein Wort gehört, Hab ich oft das Glück empfunden, Das die Frömmigkeit gewährt. Nichts wünscht ich als⸗ dann hienieden Mir so sehr, als innern Frieden, Als ein Leben, dir geweiht, In des Glaubens Seligkeit. 3. Mit beruhigtem Gewissen Der Erlösung mich zu freun, Treu den heiligsten Entschlüssen, Folgsam deinem Wort zu sein, Meines Glaubens Frucht zu zeigen, In der Heiligung zu steigen, Treu zu leben, Herr, vor dir, War der heiße Wunsch in mir. 4. Doch die Sehnsucht wird zerstöret, Und der heiße Eifer kalt, Wenn sich Leidenschaft empöret, Und die Lust im Herzen wallt. Leichtlich bin ich zu verleiten Durch den Reiz der Eitelkeiten, Der mich überall umringt, Und mein schwa⸗— ches Herz bezwingt. 5. Weh mir, daß ich deinen Willen, Den ich doch so lieb ge⸗ heiligen Abendmahl. wann, Nicht mit Freudigkeit er⸗ füllen, Nicht beständig halten kann! Ach, wer wird mich von dem Bösen, Von der Sünde ganz er⸗ lösen? O ich Armer, wer befreit Mich vom Dienst der Sinnlichkeit? 6. Gott, du lässest Heil ver⸗ sprechen Unsrer sündigen Natur, Tilgst durch Christum ihr Ge— brechen, Zeigt sich wahre Reue nur. Ohne diese Hoffnung würde Allzuschwer mir meine Bürde, Und ich könnte niemals dein, O du höchstes Gut, mich freun. 7. Laß mich merken, wo ich wanke, Daß ich strebe fest zu stehn, Und mich stärke der Ge⸗ danke, Meinem Heiland nachzu⸗ gehn. Führe, Gott, mich läglich weiter, Und dein Geist sei mein Begleiter, Bis ich in der Ewigkeit Dringe zur Vollkommenheit. Mel. Herzlich lieb hab ich dich. 210 JY komme, Heil der Welt, zu dir, Er⸗ barmend rufst du ja auch mir, Den Frieden zu empfangen. Der Sünden Last ist mir zu schwer, Laß doch mein Herz von Trost nicht leer, Ach, laß es Ruh er⸗ langen, Die Ruhe, welche selbst dein Geist Mir durch dein trost⸗ voll Wort verheißt. Wer tröstet mich, als du allein? Wer macht mein Herz von Sünden rein? Herr Jesu Christ, Mein Trost und DSEEEEEEEE 12⁴ 9 Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. Licht, mein Trost und Licht, Ver⸗ wirf mich, o mein Heiland, nicht. 2. Anbetend steh ich, Herr, vor dir, Dein Antlitz neige du zu mir, Und sei mir Sünder gnädig. Weil ich mich selbst nicht trösten kann, Wenn meine Sünd mich klaget an, So sei mir Sünder gnädig. Der du am Kreuz gelitten hast, Du, Heiland, trugst auch meine Last, Als du zum Heil der Sün⸗ der starbst, Und ihnen Gottes Huld erwarbst. Herr Jesu Christ, Mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, Befreie mich durch deinen Tod. 3. Nur du bist meine Zuver⸗ sicht, Entzeuch mir deine Gnade nicht, Mich reuen meine Sünden. Laß mich, verdien ich gleich den Tod, Den Gottes Fluch den Sün⸗ dern droht, Durch dich das Leben finden. Dein Tod ist der Ver⸗ lornen Heil, Gieb mir an seinem Segen teil; Er sei auch mir Be⸗ ruhigung, Und meines Lebens Hei⸗ ligung. Herr Jesu Christ, Ich hoff auf dich, ich hoff auf dich, In dieser Hoffnung stärke mich. 4. Mein ganzes Leben preise dich; Erlöst, mein Mittler, bin auch ich, Dein Eigentum zu wer⸗ den. O bin ich dein, so fehlt mir nichts, Nichts einst am Tage des Gerichts, Nichts, o mein Heil, auf Erden. Auf dieser Bahn zum Vaterland Entzieh mir niemals deine Hand. Zu deinem Dienste stärke mich, Damit ich siege, Herr, durch dich. Herr Jesu Christ, Mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, Zum Leben führ uns durch den Tod. Mel. Aus tiefer Not schrei ich. 211 Her. Jesu Christ, du höchstes Gut, Du Brunnquell aller Gnaden, Ich komme mit gebeugtem Mut, Müh⸗ selig und beladen; Denn meiner Sünden großes Heer Belastet mein Gewissen schwer, Und beugt mich tief darnieder. 2. Erbarm dich mein in solcher Last, Nimm sie von meinem Her⸗ zen, Weil du sie selbst gebüßet hast Am Holz mit Todesschmer⸗ zen. Hilf, daß ich nicht vor Angst und Weh In meinen Sünden untergeh, Noch ewiglich verzage. 3. Fürwahr, gleich einem schwe⸗ ren Stein Drückt mich die Last der Sünden. Wer rettet mich aus dieser Pein, Wo soll ich Ruhe fin⸗ den? Ja, ich weiß weder aus noch ein, Und müßte gar verloren sein, Wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Doch durch dies teure Wort erwacht Mein Herz zu neuem Leben; Erquickung hat es mir gebracht, Ich darf nicht trostlos beben, Denn Gnad und Selig⸗ keit verheißt Dein Wort, wenn mit zerknirschtem Geist Ich, Herr, zu dir mich wende. 5. So fleh ich denn zu deiner Huld: Laß mich Vergebung fin⸗ den; Du wollest von der Sünden Schuld Aus Gnaden mich entbin⸗ den, Daß sich mein Herz zufrieden geb', Und dir hinfort zu Ehrey leb', In kindlichem Gehorsam. dengeist, Heil mich durch deine Wunden, Der du allein zu helfen 6. Stärk mich mit deinem Freu⸗ weißt, In meinen letzten Stun⸗ den; Und nimm mich dann, wenn gesi⸗ wah best 4 dem Sti schn Abg 8 dar, fahr schn nich Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. 12⁵ dir's gefällt, Im wahren Glauben Sünden. Ach, Herr, laß mich aus der Welt Zu deinen Aus⸗Gnade finden. erwählten. Mel. Wenn wir in höchsten Nöten. 212. Her bin ich, Herr, S du. mir, freudig deine Bahn, Ach, Heiland,‚ 2225 mich gnädig an! 2. Ich fühl es tief, ich komme spät, Lang hab ich deinen Ruf Und doch trugst du verschmäht, mich mit Geduld, Und gingst mir nach mit Gnad und Huld. 3. Nun aber säum ich länger nicht, Zu suchen, Herr, dein An⸗ gesicht. wahrer Reu, betändig sei. 4. Noch bin ich wie auf wil— dem Meer, Zu oft nur braust ein Sturm daher; Leicht stürzt mich schnöder Lüste Macht Tief in des Abgrunds finstre Nacht. 5. O reiche deine Hand mir dar, Daß ich entrinne der Ge⸗ fahr. Du weißt, o Herr, wie schwach ich bin, Hün du mich nicht so sink ich h 6. Dein Ruf hat mich zu dir gebracht, Wie selig hast du mich gemacht! Und nun erhalte deine Ich komm, erfüllt von Hilf, daß ich auch Hand Mich auch in meinem Gnadenstand. Mel. Zion klagt mit Angst. 213. O du Schöpfer aller Dinge, Höre, höre mein Gebet, Welches ich jetzt vor dich bringe, Veil mein Herz in Angsten steht. Meine Sünden ängsten mich, Darum komm ich auch vor dich, Und bekenne meine Du ziehest mich, ich folge dir, Betrete 2. Weil du heißest alle kom⸗ men, Die beladen sind, zu dir, Bin⸗ auch ich nicht ausgenommen, Offen steht auch mir die Thür; Ja, du ewge Liebe, du, Willst, zu gründen meine Ruh, Von den Sünden, die mich drücken, Mich entbinden und erquicken. 3. Herr, dein Wort bleibt un⸗ Deent Was du einmal sagst, besteht; Nun hast du, o Gott, gesprochen: Such mein Antlitz im Gebet! Darum komm ich auch vor dich, Such dein Antlitz, ach, laß mich Bei dir Trost und Gnade finden, Sprich mich los von meinen Sünden. 4. Nimm die Handschrift, sieh ich gebe Sie in deine Hand, mein Gott. Denn du sprichst: so wahr ich lebe, Ich will nicht des Sünders Tod. Wenn ein Sünder sich be— kehrt, Reuig Gnade nur begehrt, Sich entschließt, nur dir zu leben, Willst du alles ihm vergeben. 5. Nun, wohlan, du kannst nicht trügen, Darum bau ich auf dein Wort, Will auf meinen Knieen liegen Demutsvoll am heilgen Ort. Ich bekenne meine Sünd, Ich bin das verlorne Kind, Das, vom Teufel oft verblendet, Deine Güter hat verschwendet. 6. Mehr vermag ich nicht zu sagen, Ich kann nur an meine Brust Mit dem armen Sünder schlagen. Gott, es ist dir wohl bewußt, Daß ich hab gesündigt dir, Aber sei doch gnädig mir. Sieh, ich fall in deine Arme: Ach, Herr, meiner dich erbarme! 126 Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 21 4 Ich komme, Herr, und 2 suche dich, Mühselig und beladen; Gott, mein Erbar⸗ mer, würd'ge mich Des Siegels deiner Gnaden. Ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, Mich deiner zu getrösten. Ich fühle meiner Sünden Müh, Ich suche Ruh und finde sie Im Glauben der Erlösten. 2. Dich bet ich zuversichtlich an, Du bist das Heil der Sünder, Du hast die Handschrift abgethan, Und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht, Und an dein Wort: es ist voll⸗ bracht! Du hast mein Heil er⸗ worben. Du hast für mich dich dargestellt, Mit sich versöhute Gott die Welt, Da du für sie gestorben. 3. So freue dich, mein Herz, in mir, Er tilget deine Sünden, Und läßt an seiner Tafel hier Dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, Spricht liebreich: sei getrost, mein Sohn, Die Schuld ist dir vergeben; Du bist in meinen Tod getauft, Vergiß nicht, dem, der dich er⸗ kauft, Zu Ehren stets zu leben. 4. Dein, spricht er, ist die Seligkeit, Bewahr sie hier im Glauben, Und laß durch keine Sicherheit Dir deine Krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir, Ich bin der Weinstock, bleib an mir, So wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, Und durch die Liebe gegen mich Wird dir der Sieg gelingen. 5. Ja, Herr, mein Heil ist dein Gebot, Ich will es treu erfüllen; Verleihe mir durch deinen Tod Nur Kraft für diesen Willen Laß mich von nun an tüchtig sein, weihn, Und deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der Heiligung Durch eine wahre Besserung Mir und der Welt beweisen. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Jesus nimmt die Sün⸗ 215. der an! Sagt doch dieses Trostwort allen, Welche von der rechten Bahn Aüf ver⸗ kehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 2. Keiner Gnade sind wir wert, Dennoch hat in seinem Worte Er sich gnadenreich erklärt: Offen steht die Gnadenpforte, Allen ist sieaufge⸗ 3. Wenn ein Schaf verloren ist, Suchet es ein treuer Hirte. die rechte Bahn: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommt herzu, Kommet, ihr betrübten Sünder! Er verheißt der Seele Ruh, Macht aus Sündern Gottes Kinder. Ungesäumt laßt uns ihm nahn: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier, Und bekenne meine Sünden. Laß, und Vergebung finden. Eins ist, was mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrosten Muts; Wie viel auch der Sünden wären, Mein ganzes Herz dir, Herr, zu than: Jesus nimmt die Sünder an. Jesus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das Verirrte, Zeiget ihm ————————— mein Heiland, mich bei dir Gnade ————‚—‚—‚——— ren rte. chet ihm umt rzu, er! acht der. hn: 1. ier, aß, tade ist, esus ts, ren, Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. 127 Soll mich doch, kraft deines Bluts, Ihre Menge nicht beschweren, Daß ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewissen schreckt mich nicht. Wer will mich vor Gott ver⸗ klagen? Der mir einst das Urteil spricht, Hat auch meine Schuld ge⸗ tragen, Daß mich nichts verdammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimmt die Sünder an! Mich hat er auch angenom⸗ men, Mir den Himmel aufgethan, Daß ich sollte zu ihm kommen, Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Mel. Zion klagt mit Angst. Mater, laß mich Gnade 216. V finden, Gieb mir Trost in Herz und Sinn, Der ich wegen meiner Sünden So gebeugt und traurig bin. Sieh, o Vater, wie ich hier Jetzt vor deiner Gnaden⸗ thür Mit dem Zöllner schamrot stehe, Und dich um Vergebung flehe. 2. Du bist heilig, ich hingegen Bin voll Ungerechtigkeit, Kann mich bloß aufs Bitten legen, Trauen deiner Gütigkeit; Die nur giebt mir Zuversicht; Denn, wenn du, Herr, dein Gericht Ließest ohne Gnad ergehen, Würd es übel um mich stehen. 3Z. Aber, ach, nach deiner Lehre Willst du keines Sünders Tod, Sondern, daß er sich bekehre, Werde frei von seiner Not. Dieser Trost erquicket mich, Daßich reuvoll suche dich, Wenn ich Angst und Leid em⸗ pfinde Uber meine schwere Sünde. 4. Denke, daß dein Sohn auf Erden Drum vergossen hat sein Blut, Daß der könnte selig werden, Wer im Glauben Buße thut. Ach, sein Kreuz, die Dornenkron Bring ich hier vor deinen Thron, Laß von seinem Blutvergießen Auch mich Armen Heil genießen. 5. Längst schon hätt' ich sollen kommen In der langen Gnaden⸗ zeit, Doch ist dadurch nichts be— nommen Deiner großen Gütigkeit. Keine Buße ist zu spät, Wenn sie nur von Herzen geht, Darum wird dir auch mein Flehen Heute noch zu Herzen gehen. 6. Großer Gott, voll Lieb und Treue, Laß durch Jesu Wunden doch Meine späte Buß und Reue Vor dir etwas gelten noch. Denke, Herr, nicht mehr daran, was ich Böses hab gethan, Laß mein arges Sündenleben Mir aus Gnaden sein vergeben. 7. Wirst du nun mir armen Sünder, O mein Gott, barm⸗ herzig sein, In die Zahl der lieben Kinder Nun mich wieder nehmen ein: Dann will ich von Herzen dich Dafür preisen ewiglich. Drum in Jesu Christi Namen Wollst du mich erhören. Amen. Mel. Aus tiefer Not schrei ich. 217 Wo soll ich hin, wer 2 hilfet mir? Wer führet mich zum Leben? Zu nie⸗ mand, Herr, als nur zu dir Will ich mich frei begeben. Du bist's, der das Verlorne sucht, Du seg— nest, was sonst war verflucht, Hilf, Jesu, dem Elenden. 2. Herr, meine Sünden ängsten mich, Der Todesleib mich plaget. O Lebensgott, erbarme dich, Ver⸗ gieb mir, was mich naget. Du Ich fühl's, doch sagen kann ich's Abendmahlslieder. weißt es wohl, was mir gebricht, nicht, Hilf, Jesu, dem Betrübten. 3. Du sprichst: ich soll mich fürchten nicht, Du rufst: ich bin das Leben! Drum ist mein Trost auf dich gericht't, Du kannst mir alles geben. Im Tode kannst du bei mir stehn, In Not als Her⸗ zog vor mir gehn; Hilf, Jesu, dem Zerknirschten. 4. Du bist der Arzt, der Kranke legen. Du bist der Hirt, der Schwache trägt, Erquicke mich mit Segen. Ich bin gefährlich krank und schwach, Heil und verbind, hör an die Klag, Hilf, Jesu, dem Zerschlagnen. 5. Ich thue nicht, Herr, was ich soll, Wie kann ich doch be— stehen? Es drücket mich, das weißt du wohl, Wie wird es endlich ge— hen? Elender, ich, wer wird mich doch Erlösen von des Todes Joch? pflegt, Auf dich will ich mich Ich danke Gott durch Christum. 4. Aben dm Mel. Wer nur den lieben Gott. 21 8 Hin bin ich, Jesu, zu er⸗ füllen, Was du in dei⸗ ner Leidensnacht, Nach deinem gnadenvollen Willen Zur Pflicht und Wohlthat mir gemacht. Ver⸗ leih zur Übung dieser Pflicht Mir deines Geistes Kraft und Licht 2.Es werde, Herr, für mein Ge⸗ wissen Dein Abendmahl ein Unter⸗ pfand, Auch mir sei dein versöhnend Büßen Von Gott aus Gnaden zu⸗ erkannt; So freuet meine Seele sich In deinem Heil, und lobet dich. 3. Bewundernd denk ich an die Liebe, Mit der du unser Heil be⸗ dacht. Wie stark sind deines Mit⸗ leids Triebe, Die dich bis an das Kreuz gebracht! O gieb von dei⸗ nem Todesschmerz Jetzt neuen Eindruck in mein Herz. 4. Laß mich mit Ernst die Sün⸗ ahlslieder. 5. Ich übergebe mich aufs neue, O du, mein Herr und Gott, an dich, Gelobe dir beständge Treue Vor deinem Tische feierlich. Dein eigen will ich ewig sein, Du starbst für mich, drum bin ich dein. 6. Nie will ich mich vor Spöt tern schämen Des Dienstes, den man dir erweist, Mich nie zu einem Schritt bequemen, Den mein Gewissen sündlich heißt. O flöße mir den Eifer ein, Wie du o Herr, gesinnt zu sein. ö 7. Laß mich mit Ernst den Nächsten lieben, Und, wenn er strauchelnd was versieht, Versöhn⸗ lichkeit und Sanftmut üben. Nie komm es mir aus dem Gemüt, Welch eine schwere Schuldenlast Du mir aus Huld erlassen hast. 8. Es stärke sich in mir der Glaube, Daß meine Seele ewig den scheuen, Für welche du, dichtlebt, Und daß einst aus des opfernd, starbst, Durch schnöden Grabes Staube Mich dein all⸗— Mißbrauch nie entweihen, Was mächtger Ruf erhebt, Wenn du du so teuer mir erwarbst. Nie dich, großer Lebensfürst, Den führe mich zur Sicherheit Der Völkern sichtbar zeigen wirst. Trost, den mir dein Tod verleiht. 9. Gebeugt lieg ich zu deinen Füß bet auf laß zur Abet Y 2 Ma unte zu et Herz von 0 J sein. dir! Aber 2. gege zum Chr mit sein Dar Reie Bis Ame Blei emp 22 zesst stets vera trag zage 22 Sün — der mich rlich und Hilf,‚ was )be⸗ weißt „ den lie zu Den t. O ie du, t den un er rsöhn⸗ Nie demüt,“ enlast! hast. 1 der st deinen Abendmahlslieder. 129 Füßen Mit Dank und Lob, Ge⸗ bet und Flehn. Laß neue Gnade auf mich fließen, Mein Heiland, laß es doch geschehn, Daß mir zur Stärkung meiner Treu Dein Abendmahl gesegnet sei. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 219 Hern, du wollst sie voll⸗ bereiten Zu deines Mahles Seligkeiten, Sei mitten unter ihnen, Gott. Laß sie, Leben zu empfahen, Mit glaubensvollem Herzen nahen, Und sprich sie los von Sünd und Tod. Sie sind, o Jesu, dein, Dein laß sie ewig sein. Amen, Amen! Anbetung dir! Einst feiern wir Das große Abendmahl bei dir. 2. Eßt das Brot, das euch gegeben, Und trinkt den Kelch zum ewgen Leben, Der Friede Christi sei mit euch. Einigt euch mit ihm im Glauben, Und laßt sein Heil euch nimmer rauben, Dann führt er euch zu seinem Reich. Wacht, eure Seele sei Bis in den Tod getreu. Amen, Amen! Der Weg ist schmal, Bleibt in der Zahl, Die dort empfängt sein Abendmahl. Eigne Melodie. 220 O Lamm Gottes, un⸗ schuldig, Am Kreu⸗ zesstamm geschlachtet, Erfunden stets geduldig, Wiewohl du warst verachtet! All Sünd hast du ge⸗ tragen, Sonst müßten wir ver⸗ zagen, Erbarm dich unser, o Jesu! Eigne Melodie. 221. hriste, du Lamm Got⸗ tes, Der du trägst die Sünd der Welt, Erbarm dich unser! Christe, du Lamm Gottes, Der du trägst die Sünd der Welt, Erbarm dich unser! Christe, du Lamm Gottes, Der du trägst die Sünd der Welt, Gieb uns deinen Frieden! Amen. ——5 Herr Jesu derdt mein's. err, der du als ein 222. 5 stilles Lamm Am martervollen Kreuzesstamm, Zur Tilgung meiner Sündenlast, Für mich auch dich geopfert hast! 2. Hier fei'r ich deinen Mitt⸗ lertod, Hier nährst du mich mit Himmelsbrot, Hier ist das un⸗ schätzbare Gut, Das du mir giebst, dein Leib und Blut. 3. Hier labet mich als deinen Gast Der Leib, den du geopfert hast, Dein Blut, das dir, Herr Jesu Christ, Am Kreuzesstamm vergossen ist. 4. O Heiland, hilf mir, daß ich ja Mit tiefer Ehrfurcht dir mich nah! O Herr, mein Mund empfahe nicht Des Lebens Speise zum Gericht. 5. Hilf, daß mühselig und be⸗ schwert Mein gläubig Herz dar⸗ nach begehrt, Der Wohlthat ganze Größ ermißt, Auch deiner Liebe nie vergißt. 6. Hier deinen liebevollen Tod Verkündigen, ist dein Gebot. Hilf, daß ich ihn als vor mir seh, Auch sein Geheimnis wohl versteh. 7. Laß hier mich schaun den Sündenfluch, Die Wunden, die auch ich dir schlug, Den Segen, den du, als du starbst, Durch deinen Tod auch mir erwarbst. 8. Mein Herr und Gott, ich glaub an dich, Und weiß gewiß, 9 Abendmahlslieder. du segnest mich. Wenn wir mitshüllet. Da werd ich, als aus Glauben dir uns nahn, Willst deiner Hand, Mit deinem heilgen du dich uns mit Gnade nahn. Gnadenpfand Erquickt, mit Lust 9. Ich Erd und Asche bin's erfüllet, Wenn du, Jesu, In Er⸗ nicht wert, Daß so viel Heil barmen dich der armen Seele schen⸗ mir widerfährt. Du willst, Er⸗kest, Und an deinen Eid gedenkest. habner, nicht verschmähn, Zu 4. Wer bin ich, o du Gottes⸗ meinem Herzen einzugehn. lamm, Daß du starbst an dem 10. Mein Herz steht offen, Kreuzesstamm, Zum Heil mich Heiland, du, Richt es zu deiner einzuladen? Ein Sünder, der ver⸗ Wohnung zu; Wirf alle Sünden dienet Pein! Mich armen Sünder Schmück es mit führst du ein Zur Tafel deiner Gnaden, Deiner Reinen Himmels⸗ ganz hinaus, jeder Tugend aus. 11. Du kommst, gesegnet seist gaben, welche laben das Verlangen, du mir, Du bleibst in mir, ich Das auf Hoffnung war gefangen. bleib in dir. Ich end in dir einst 5. Ich habe den beschwornen meinen Lauf, Und du weckst mich Bund So oft gerissen in den vom Tode auf. Grund, Und mein Gelübd ver⸗ lassen. Die Schuld ist groß, der Glaube klein, Doch willst du mir Mel. Wie schön leucht't uns der. 223 O Fels des Heils, o versöhnet Gotteslamm, Für mich hassen. Dein Wort, Mein meine Sünd am Kreuzesstamm Hort, Bleibt bes Gemartert und geschlachtet! Dein wendig ich gewesen; Neu soll ich Leiden ist ein Garten mir, Der durch dich genesen. Früchte träget für und für, Wo⸗ nach die Seele schmachtet; Wo ich Stets mich Wohl erquicke und er⸗ hlicke Seelenweide, Ja die Wurzel aller Freude. 2. Dein Fleisch soll Lebensbrot mir sein, Dein Blut macht mich von Sünden rein, Dein Kreuz⸗ holz ist mein Stecken, Der mir in Schwachheit Stütze ist, Ein Born, aus dem das Leben fließt, Ein Schild, der mich kann decken Mächtig, Sina's Wetter seh mit Wenn mich Satan will verklagen. gieb es mir, 3. Wie lieblich ist dein Liebes⸗bringen dir; mahl! Da seh ich, mit welch den Reben Kräfte, großer Qual Die Liebe dich um⸗von innen Raum gewinnen, au ich wieder. nur wird treiben. I sein, Und nimmermeht tändig, wie ab⸗ 6. Drum sinkt vor dir ein ledig Herz, Das nichts dir bringt als Sündenschmerz, In Selbstverleug⸗ nung nieder. Ich bin mir selber gram, daß ich, Mein Herr, so oft verlassen dich, In Demut komm Willig Bin ich, Dit aufs neue Huld und Treue zu verschreiben, Wenn dein Geist mich 7. Ach, komm in deinen Gar ten dann, Ich will dir bringen Wenn ich Übertreter was ich kann, Was du mir erst Zagen, gegeben. Willst du noch mehr, so Ich will es wieder Der Weinstock giebt Säfte, n neu wed Höl Nu: lebe gege 1 Kra scha aus gen Lust Er⸗ hen⸗ kest. tes⸗ dem mich ver⸗ nder iner slels⸗ igen, igen. rnen den ver⸗ „der mir mehr Mein e ab⸗ ll ich ledig t als rleug⸗ selber so oft komm „ Dir Ue zu st mich 1 Gar⸗ ingen, ir erst ehr, so wieder k gieht e, Die u, auf⸗ Abendmahlslieder. 131 wurts dringen, Daß sie reife Gieb, daß Agyptens Fleischtopf nie Früchte bringen. ö Von dir, o Himmelsbrot, mich 8. Stärk meinen Glauben, um zieh, Zur Dienstbarkeit der Lüste. das Kleid Der ewigen Gerechtig⸗-Komm bald, Herr, halt Deiner keit Freimütig anzuziehen. Ich Tauben Treu und Glauben un⸗ komm in fester Zuversicht, Dein zerbrochen, Wie dein Wort und Bundessiegel fehlt ja nicht, Du hast es mir verliehen, Daß ich Fröhlich Darf erscheinen, denn in deinen offnen Wunden Hab ich Zutritt nun gefunden. 9. Von dir hab ich das Pries⸗ tertum, Daß ich ins innre Hei ligtum Darf unverhüllet gehen. Den Vorhang riß dein Tod ent⸗ zwei, Ich darf als Bundsgenosse frei Vor deinem Autlitz stehen. Grämen, Schämen Hat ein Ende, weil die Hände sind durchgraben, Die für mich bezahlet haben. 10. Hier ist die Liebe mein Panier, Dein Liebesaltar brennt in mir, Du hast mein Herz ge— nommen. Du hast mir Lebens⸗ brot geschenkt, Ich werd aus Edens Strom getränkt; Du wirst bald selber kommen, Und mich Ewig Dir vereinen in dem reinen Paradeise, Wo du Manna giebst zur Speise. 11. Gieb nur, daß so, wie sich für jetzt Mein Herz in deiner Füll ergötzt, Es in dir möge bleiben; Vom Bund, den ich er⸗ neuert hab, Wird dann mich weder Furcht noch Grab, Die Hölle selbst nicht treiben. Ich will Nun still An dir kleben, in dir leben. Tausend Welten Können gegen dich nichts gelten. 12. Laß mich, durch dieser Speise Kraft Gestärket, meine Wander⸗ schaft Fortsetzen durch die Wüste. Pfand versprochen. Eigne Melodie. 224 Jetzt komm ich als ein 35 VWarmer Gast, O Herr, zu deinem Tische, Den du für mich bereitet hast, Daß er mein Herz erfrische, Wenn mich der Seelenhunger nagt, Wenn mich der Durst des Geistes plagt, Bis ich den Schweiß abwische. 2. Nun sprichst du, Seelen⸗ bischof, dort: Ich bin das Brot zum Leben; Dies Brot treibt auch den Hunger fort, Den sonst nichts mag aufheben. Ich bin der Trank, wer glaubt an mich, Den wird nicht dürsten ewiglich, Ich will ihm Labsal geben. 3. Drum führe mich, o treuer Hirt, Auf deine Himmelsauen, Bis meine Seel erquicket wird, Wenn du dich lässest schauen. Laß strömen deine Gütigkeit, Die du für alle hältst bereit, So deiner Hut vertrauen. 4. Ich armes Schäflein suche dich Auf dieser grünen Weide; Dein Lebensmanna speise mich Zum Trost in allem Leide. Es tränke mich dein teures Blut, Auf daß mich ja kein falsches Gut Von deiner Liebe scheide. 5. So wie des Hirsches mattes Herz Nach frischem Wasser schreiet, So schreiet auch mein Seelen⸗ schmerz: Ach, laß mich sein be⸗ 8* 13² Abendmahlslieder. freiet! Du linderst meine Sün⸗Zeiten, In welchen du, o Lebens⸗ denpein, Du flößest deinen Trostsfürst, Mich samt den Auserwähl⸗ mir ein, So bin ich ganz erneuet.ten wirst Zur Himmelstafel leiten. 6. Vor allem aber wirk in mir Ein' ungefärbte Reue, AufsMel. Unser Herrscher, unser König. daß mein Herz sich für und für ohl mir! Jesus Vor aller Sünde scheue. Fach 225. W mahte Freude, La⸗ in mir, Herr, den Glauben an, det mich zu seinem Mahl. Auf, Der dein Verdienst ergreifen kann, mein Herz, und dich bereite, Eile Damit mein Herz sich freue. mit der Frommen Zahl; Laß den 7. Entzünd in Andacht mein Eifer nicht erkalten, Jesus will Gemüt, Daß von der Welt ich das Nachtmahl halten. lasse, Und deine Bruderlieb und. 2. Auf, o Christ, auf Glau⸗ Güt In dieser Speise fasse; Daß bensschwingen Eile deinem Jesu durch dein Lieben Lieb in mir zu; Auf, dir soll es jetzt gelin⸗ Zu meinem Nächsten wachs her⸗gen, Hier ist wahre Seelenruh. für, Ich auch den Feind nicht hasse. Ruhe follst du, frei von Sünden, 8. Ach, führe mich doch selbst Nun bei Jesu Nachtmahl finden. von mir, Bei mir ist nichts als 3 Ach, indem dein Herz be⸗ lener Aun er n eder — cher Macht, Hat er dir den Tisch ben. In mir ist lauter Höllen⸗bereitet Und aus reiner Lieb be⸗ pein, In dir ist nichts als selig.dacht, Wie er sich mit dir ver⸗ sein Mit allen Himmelserben. binde, Dich erheb zu Gottes Kinde, 9. Erneure mich, Lebensseab. 4. Hungrig komm auch ich nach it dei Heistes E n. L Hunn Mit deine Heiste ee 965Gnaden, Durstig nach Barmher⸗ mich der Sünde sterben ab, Win zigkeit. Bin auch ich doch einge— der ich bin beladen. Beherrsche saden Zu des Lammes Hochzeits meinen bösen Sinn, Daß er die 9* 5. ö Aan. frend. Himmlisch Manna mich er⸗ Liüs Hfe i 0 acht Lüste werfe hin, Die mir gebracht dtet, Jesu Blut die Seele netzet 5. Gott, gieb, daß ich dieses Schenken Christi Leib's und Blu⸗ tes hier Nehm zu seinem Ange⸗ denken, Und betrachte für und für, Wie sein Leib am Kreuz gestorben, Und sein Blut mir Heil erworben. 6. Nun will ich mit Dank und Ehren Meines Jesu, weil ich bin, den Schaden. 10. So komm nun, treuer See⸗ lenfreund, Laß in mein Herz dich schließen. Mit dir bin ich nun ganz vereint, Ich will von kei⸗ nem wissen, Als nur von dir, o Gotteslamm, Der du auch mich am Kreuzesstamm Aus Not und Tod gerissen. 11.. O liebster Heiland, habe Lieb und Lob mit Lob vermehren. Der Liebe Sehnsucht macht mich krank, Drum wart ich auf die Dank Für deine e durch ihn erneuter Sinn wird dazu Gnad verleihen. Soll in Jesu sich erfreuen, Gott das ver⸗ inde. nach uher⸗ inge⸗ zeits⸗ ch er⸗ ietzet. dieses Blu⸗ Ange⸗ d für, zrben, rben. k und h bin, ehren. Sinn Gott Abendmahlslieder. 5 Mel. Herr Jesu Christ, mein's. 2²2 Her wie so großen Segen giebt Dein Bundesmahl dem, der dich liebt! Ihm ist's ein Pfand der Seligkleit, Ein Siegel der Gerechtigkeit. 2. Es überzeugt in Zweifel⸗ mut Von der Erlösung durch dein Blut, Auch von Erlassung unsrer Schuld, Und Gottes uns geschenkter Huld. 3. Ach, wie so reich ergießet sich Hier meines Gottes Lieb in mich! Hier schau ich seine Mildigkeit, Hier schmeck ich seine Freundlichkeit. 4. Wie himmlisch du, mein Jesu, liebst, Bezeugt das Pfand, das du mir giebst. Nichts schei— det ferner dich und mich, Mich liebest du, ich liebe dich. 5. Dich, Herr, dich lieb ich Mel. Freu dich sehr, o meine. der wundergroßen 227. O Gnaden! Heißet das nicht Gütigkeit, Daß uns Jesus hat geladen Zu dem Tisch, den er bereit't? Jesus ladet uns zu Gast, Daß wir aller Sorgenlast, Aller Sünd und Not entnommen, In den Himmel mögen kommen. 2. Er, der Heiland will uns speisen, Und auch selbst die Speise sein; Heißet das nicht Gnad er⸗ weisen? Ist er nun nicht dein und mein? Er giebt sich uns selbst zu teil, Daß wir möchten werden heil Von den tiefen Seelenwunden, Die sonst blieben unverbunden. 3. Herr, du hast dich hinge⸗ geben Für uns Arme in den Tod, Daß wir möchten wieder leben, Frei von Sündenstraf und unverrückt, Wenn Wollust lockt, Not; Aber deiner Liebe Macht wenn Drangsal drückt.Verschmach-Hat dich auch dahin gebracht, Daß tet Leib und Seele mir, Doch du selbst wirst Seelenspeise; O lieb ich dich und bleib an dir. der nie erhörten Weise! 6. Auch stärkt mich dieses 4. Nun, zu dir komm ich ge⸗ Mahles Kraft Auf meiner ganzen schritten, O mein Heiland, Jesu Pilgerschaft, Den Feinden stark Christ. Laß dich jetzt von mir zu widerstehn, Die mir nach erbitten, Weil für mich bereitet meiner Seele stehn. 7. Es steuert allem Stolz und Neid, Verknüpft zu Lieb und Einigkeit, Giebt Trost, der nie das Herz verläßt, Und macht den guten Vorsatz fest. 8. Nun, Jesu, führ ihn selbst zur That, Und leite mich nach deinem Rat, So bringe ich in stiller Ruh Die Tage meiner Wallfahrt zu. 9. Und wenn du mich, o Lebens⸗ fürst, Zur Seligkeit vollenden wirst, Erquickt mit Freuden ohne Zahl Mich dort dein ewig Abendmahl. ist Dein so teurer Gnadentisch, Daß sich meine Seel erfrisch; Du wollst ihren Hunger stillen, Und in ihrem Durst sie füllen. 5. Ach, du wollest, Herr, mich laben Mit dem rechten Himmels-⸗ brot, Und mit reichem Trost be⸗ gaben Wider alle Sündennot. Ach, laß deinen Lebensquell Mich auch machen rein und hell; Tränke mich mit Gnadenströmen, So will ich dich ewig rühmen. 6. Räume, bitt ich, Leib und Seele Rein von allem Bösen aus, Abendmahlslieder. Daß auch meines Herzens HöhlesHabe Dank, du willst aufs neue Werde deines Geistes Haus. Ach, Deinem Bund, o Herr, uns weihn: verleihe, daß ich nicht Ess' und Lebend, sterbend sind wir dein. trinke zum Gericht, Da du dich 4. Held und Friedensfürst, du zum Heil und Leben Und Erlö⸗lebest, Herrlich kommst du einst, sung mir gegeben. und hebest Nach vollbrachtem 7. Leite mich durch deine Güte Kampf und Lauf Uns verklärt Stets mit deinem guten Geist, zu dir hinauf. Daß ich mich vor Sünden hüte‚ 5. Heil! auch uns im Pilger⸗ Und das suche allermeist, Was du thale Ladest du zu deinem Mahle, willst und dir gefällt, Daß ich Zu dem Mahl des Segens ein, mich der bösen Welt Mög in Willst uns stärken, uns erfreun Gottesfurcht entziehen, Ihre bösen 6. Sei uns nah, aus deinem Lüste flichen. Munde Töne: Friede! unserm 8. Gieb mir auch Geduld im Bunde Wir empfahn aus deiner Leiden, Und des wahren Glau⸗Hand, Jesu, deiner Liebe Pfand dens Licht; Laß mich Geiz und ö Hoffahrt meiden, Hilf, daß ich ja Eigne Melodie. ö zürne nicht, Wenn mein Nächster chmücke dich, o liebe mich betrübt, Sondern, wie du 229. S Seele,—5 die dunkie! mich geliebt Und mir meine Sündenhöhle, Komm ans helle Schuld vergeben, Laß mich mit Licht gegangen, Fange herrlich an ihm friedlich leben. zu prangen, Denn der Herr voll 9. Dir, Herr Jesu, will ich Heil und Gnaden Will dich jetzt schicken Mein ganz müd und mat⸗ zu Gaste laden. Der den Him⸗ tes Herz; Ach, das wollest du er⸗ mel kann verwalten, Will jetzt quicken, Und wegnehmen meinen Wohnung in dir halten. Schmerz. Nimms zu deiner Woh⸗ 2. Ach, wie hungert mein Ge⸗ nung ein, Laß es dir zum Tenipel müte, Menschenfreund, nach dei⸗ sein, Du wollst selbst darinnen ner Güte! Ach, wie pfleg ich ofl. leben, Herr, dir sei es ganz ergeben. mit Thränen Mich nach deinem Mahl zu sehnen! Ach, wie pfleget Mel. Jesus Ehristus, unser. mich zu dürsten Nach dem Quell. 228 Tief gerührt, dein Bild des Lebensfürsten, Daß in diesem im Herzen, Denken Brot und Weine Christus sch wir der Todesschmerzen, Die du mit mir vereine. ö trugest, Gotteslamm, Blutend an 3. Beides, Wonne und auch dem Kreuzesstamm. Beben, Fühl ich jetzt im tirfsten 2. Uns o Herr, zum Heil und Leben. Das Geheimnis dieser Leben Hast du dich dahin gege⸗Speise Und die unerforschte Weise ben, Haft im Todeskampf erbleicht, Machet, daß ich froh bemerke, Auch für uns dein Haupt geneigt. Herr, die Größe deiner Werkk 3. Habe Dank für deine Treue, Ist auch wohl ein Mensch zu 66 G R N —.— neue ihn: dein. „ du einst, htem klärt ilger⸗ ahle, ein, reun. einem üserm deiner fand ö liebe dunkle pfleget Quell diesem 18 sch d auch tiefsten dieser e Weise emerke, Werke. isch zu Abendmahlslieder. 13⁵ sinden, Der sie jemals könnt er⸗ gründen? 4 Jesu, meines Lebens Sonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen! Hier fall ich zu deinen Füßen, Laß mich würdiglich genießen Diese deine Himmelsspeise, Mir zum Heil und dir zum Preise. 5. Herr, es hat dein treues Lieben Dich vom Himmel herge⸗ trieben, Daß du willig hast dein Leben In den Tod für uns ge⸗ geben, Daß du hast ganz unver⸗ drossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, Uns am Lebensquell zu tränken, Deiner Liebe zu gedenken. 6. Jesu, wahres Brot des Le⸗ bens, Hilf, daß ich doch nicht ver⸗ gebens, Oder mir vielleicht zum Schaden, Sei zu deinem Mahl geladen; Laß mich durch dies Seelenessen Deine Liebe recht er⸗ messen, Daß ich einst, wie jetzt auf Erden, Mög ein Gast im Himmel werden. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 230 Seele, willst du Ruhe finden, Drücket dich die Last der Sünden: Komm, Vergebung zu empfangen, Denn dein Licht ist aufgegangen, Und der Herr voll Heil und Gnaden Hat zu sich dich eingeladen. Dei⸗ nen Bund sollst du erneuen, Und dich seines Todes freuen. 2. Eil, wie wahre Christen pflegen, Glaubensvoll dem Herrn entgegen. Komm, den gnadenvollen Willen Deines Heilands zu erfül⸗ len, Komm, mit brünstigem Ver⸗ langen Seine Güter zu empfangen. Daß er dich der Sünd entlade, Giebt er heute Gnad um Gnade. 3. Herr, ich freue mich mit Beben, Laß mich Gnad empfahn und Leben. Du willst hier dich mit den Deinen Durch des Glau-⸗ bens Band vereinen, Willst sie reich mit Segen tränken, Und dich ihnen selber schenken; O, wer darf sich unterwinden, Deine Liebe zu ergründen? 4. Herr, o laß mich würdig nahen, Heil und Leben zu em⸗ pfahen. Ach, wie pflegt ich oft mit Thränen Mich nach deinem Mahl zu sehnen! Tilgung aller meiner Sünden Wünscht ich, Herr, bei dir zu finden. Laß, Erlöser, laß mich nahen, Heil und Leben zu empfahen. 5. König, Hoherpriester, Lebrer, Du, mein göttlicher Bekehrer, Du, der selbst sein eignes Leben Für mich in den Tod gegeben, Hier, hier sink ich dir zu Füßen: Ach laß würdig mich genießen Diese deine Himmelsspeise, Mir zum Heil und dir zum Preise; 6. Zum Gedächtnis deiner Lei⸗ den, Und zum Vorschmack jener Freuden, Die du, Heiland, mir erstrittest, Als du unaussprechlich littest, Als dich Todesschweiße deckten, Dich die Schrecken Gottes schreckten, Als du selbst für mich gestorben, Mir die Vaterhuld er⸗ worben. 7. Deines Heils will ich mich freuen, Dir will ich mich ewig weihen. Eng ist deines Lebens Pforte, Noch schau ich im dun⸗ keln Worte; Einst werd ich dich Abendmahlslieder. ganz erkennen, Ganz in deiner Liebe brennen; Laß sie mich auch hier empfinden, Hilf mir, hilf mir überwinden. Mel. Erquicke mich, du Heil. Mein Jesu, der du 231. M vor dem Scheiden, In deiner letzten Trauernacht, Uns hast die Früchte deiner Leiden In einem Testament vermacht, Es preisen gläubige Gemüter Dich, Stifter dieser hohen Güter. 2. So oft wir dieses Mahl genießen, Wird dein Gedächtnis in uns neu; Man kann aus neuen Proben schließen, Wie in⸗ nig deine Liebe sei. Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen Erneuern sich in unsern Herzen. 3. Es wird dem zitternden Ge— wissen Ein neues Siegel aufge⸗ drückt, Daß unser Schuldbrief sei zerrissen, Und unsere Handschrift sei zerstückt, Daß wir Vergebung unsrer Sünden In deinen blut⸗ gen Wunden finden. 4. Und fester als es je gewesen, Wird nun das Band, das uns vereint. Durch dich vom Seelen⸗ schmerz genesen, Schaunn wir in dir den höchsten Freund. Das Herz fühlt sich in solchen Stunden Mit dir in einem Geist verbunden. 5. Dies Brot kann wahre Nah⸗ rung geben, Dein Blut erquicket unsern Geist; Es mehrt sich un⸗ Glauben Kraft verleihst. Wir füh⸗ len neue Kraft und Stärke In un⸗ serm Kampf und Glaubenswerke. 6. Wir treten nun in engre Bande Mit deines Leibes Glie⸗ ser innres Leben, Wenn du dem dern ein, Wir wollen all in solchem Stande Ein Herz und eine Seele sein. Die Liebe muß uns fester schließen, Da wir von einem Brot genießen. 7. Dein Fleisch muß uns zum Pfande dienen, Daß unser Fleisch, der Schwachheit voll, Einst herr⸗ lich aus dem Staube grünen, Und unverweslich werden soll, Ja, daß du uns ein ewig Leben Nach die— sem kurzen werdest geben. 8. O teures Lamm, so edle Gaben Hast du in dieses Mahl gelegt. Da wir dich selbst zur Speise haben, Wie wohl ist un⸗ ser Geist verpflegt! Dies Mahl ist unter allen Leiden Ein wahrer Vorschmack jener Freuden. 9. Drum sei dir Lob und Dank gesungen, Und deinem Namen Ruhm gebracht, Und mit uns preisen Engelzungen, Herr, deine große Gottesmacht. Wird unser Geist zu dir erhoben, So wird er dich vollkommen loben. Mel. Nun laßt uns Gott, dem Herrn. 232. Jesu, meine Wonne, den, Laß mich dir dankbar werden. 2. Wie kann ich g'nugsam schätzen Dies himmlische Ergötzen Und diese teuren Gaben, Die mich gestärket haben? 3. Wie soll ich es dir danken, O Herr, daß du mich Kranken Gespeiset und getränket, Ja selbst dich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von Herzen Für alle deine Schmerzen, Für deine Schläg und Wunden, Der du so viel empfunden. Du meiner Seelen Sonne, Du Freundlichster auf Er⸗ in nd iuß 9on um sch, err⸗ Ind daß die⸗ edle ahl zur un⸗ ahl vrer ank nen ins oine iser ird Trn. me, len Er⸗ hen. am tzen Die en, ken lbst zen Für Der Abendmahlslieder. 137 5. Dir dank ich für dein Leiden, Den Ursprung meiner Freuden, Dir dank ich für dein Sehnen, Für heißvergoßne Thränen. 6. Dir dank ich für dein Lie⸗ ben, Das standhaft ist geblieben, Dir dank ich für dein Sterben, Das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt schmecket mein Gemüte Den Reichtum deiner Güte: Dies teure Pfand der Gnaden Tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß mich nicht ver⸗ gessen, Daß du mir zugemessen Die kräftge Himmelsspeise, Für die mein Herz dich preise. 9. Du wollest doch die Sünde, Die ich noch jetzt empfinde, Aus meinem Fleische treiben, Und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losgezählet Von Sünden, und vermählet Mit dir, mein liebstes Leben, Was kannst du Wertres geben? 11. Gieb, Heiland, daß die Seele Nur dich zum Freunde wähle, Laß stets sie mit Verlangen An deiner Liebe hangen. 12. Laß mich die Sünde mei⸗ den, Laß mich geduldig leiden, Laß mich andächtig beten, Und von der Welt abtreten. 13. Laß stets es mich ermessen, Laß nimmer mich vergessen, Daß du mich hoch beglücket, Mich himmlisch hast erquicket. 14. Nun kann ich nicht verder⸗ ben, Drauf will ich selig sterben, Und freudig auferstehen, O Jesu, dich zu sehen. Mel. Wie schön leucht't uns der. 233 err Jesu, dir sei Preis und Dank Für diese heilge Speis und Trank, Womit du uns begabet. Dein Brot und Wein, dein Leib und Blut Kommt uns wahrhaftig wohl zu gut, An ihm das Herz sich labet. Daß wir, Herr, dir, Dir vor allen, wohlgefallen, heilig leben, Solches wollest du uns geben. 2. Du kehrest, o Immanuel, Ja selber ein in unsre Seel, Dir Wohnung da zu machen. Drum uns ein solches Herz verleih, Das von der Weltlieb ledig sei Und allen eitlen Sachen. Bleibe, Treibe Unser Sinnen und Beginnen, daß wir trachten, Alles Eitle zu verachten. 3. Ach, Herr, laß uns doch nehmen nicht Dein wertes Nacht⸗ mahl zum Gericht. Ein jeder recht bedenke, Daß wir mit die— sem Lebensbrot Im Glauben stil⸗ len unsre Not; Der Fels des Heils uns tränke, Züchtig, Tüch⸗ tig, Dich dort oben stets zu loben, wann wir werden Zu dir kommen von der Erden. 4. O daß wir solcher Seligkeit Nur harren möchten allezeit In Hoffnung und Vertrauen, Und endlich aus dem Jammerthal Ein⸗ gehen in den Himmelssaal, Wo wir den Vater schauen, Ewig Selig Uns als Gäste dann aufs beste bei ihm laben, Und dann volle G'nüge haben. 5. Das gieb du uns von deinem Thron, O Jesu Christe, Gottes Sohn, Giebs durch dein bittres Leiden. O laß, so lang wir leben hier, Es uns betrachten für und für, Das Böse darum meiden. Amen, Amen! Hilf uns kämpfen, . ö 138 Abendmahlslieder. I hilf uns dämpfen alle Sünden. 5. O laß mich dankbar stets noch Hilf uns fröhlich überwinden. er niessen, Was du für mich ge. und Mel. Gott sei gelobet. ö litten hast. Und deine Liebe nie von 234. un sei, o Herr, dir vergessen, Die so viel Segen in felbs Preis und Dank sich faßt. Laß meinen Glauben bist ö ö geweihet, Preis und Dank aus thätig sein, Und mir zum Guten sch ö Herzensgrunde, Der du mit uns Kraft verleihn. den Friedensbund erneuet, Heilge 6. Im Streite hilf mir über⸗ I uns in deinem Bunde. Jesus winden, Und stärke mich zu mei⸗ 23 Christus, Der du dich für uns ner Pflicht, Bewahre mich vor Him gegeben, Lebensfürst, o laß in neuen Sünden, Verlaß mich in slän dir uns leben, Bis wir droben Bersuchung nicht, Und dein für Wel im Licht Ewig schaun dein An⸗mich vergoßnes Blut Schenk mir Ich gesicht. Halleluja! im Todeskampfe Mut. ö 9 Mel. Wer nur den lieben Gott. 7. Mit dir mich näher zu ver⸗ 101 235 Nun habe Dank für deine binden, Wie sehnet sich mein dür⸗ zu 595 Liebe, Du großer stend Herz! In dir Gerechtigkeit Mittler, Zesus Christ, Gieb, daß zu finden, Mit dir zu teil Ehr ich dich nicht mehr betrübe, Der Freud und Schmerz Durch dich, Lebe du für mich gestorben bist. Laß was du gethan, zu thun, In dei götz deines Leidens Angst und Pein ner Ruh mit dir zu ruhn. bin Mir immerdar vor Augen sein. 8. Und ihr auch, seines Leibet ich. 2. Wie kann ich dich genug er⸗Glieder, Die Jesu Heil wie mich O heben, Ich, der ich Fluch und Tod erfreut, Euch lieb ich stets all von verdient? Ich soll nicht sterben, seine Brüder, Als Erben seinns 9 3 sondern leben, Weil du mich selbst Herrlichkeit. Wir haben einen 3 mit Gott versühnt. Ach du, sein Herrn und Gott, Uns speist um wen Sohn, du starbst für mich, Wie tränkt ein Wein, ein Brot. 08 preis ich, Herr, wie preis ich dich? 9. Wie jetzt in unsers Heiland. Mu 3. Heil mir! mir ward dein Namen Sein Volk vor ihm ven verf Brot gebrochen, Ich trank, Herr, sammelt war, So stehn wir, dil leite deines Bundes Wein. Voll Freude wir zu ihm kamen, Vor ihm m rau hab ich dir versprochen, Dir, treus⸗seiner Engel Schar, Und preiso hen. ter Jesu, treu zu sein. Ich schwör als sein Eigentum Dann ewi prie es nun noch einmal dir, Schenk seines Namens Ruhm. ö 4 du nur deine Gnade mir. 10. Hier will ich mich mi sen 4. Ja, Hülfe willst du gnädig euch vereinen, Die ihr ihn ewiy hinf geben, Du liebtest mich bis in lich erhöht, Und wenn wir ein We den Tod. O sei mir Stärke, vor ihm erscheinen Im Glan das Freude, Leben, Und bleib mein seiner Majestät, Dann geh ih die süßes Himmelsbrot. O nimm dich im Triumph mit euch, Ihr Au. Hin meiner Ohnmacht an, Du weißt, erwählten, in sein Reich erqh wie leicht ich fallen kann. 11. So soll denn weder Spoh Her stets h ge⸗ se nie en in auben Huten über⸗ mei⸗ ha vor ich in n für ik mir u ver⸗ n dür⸗ tigkeit teilen 9 dich. In dei⸗ Leibes e mich 1s als seine einen st und t. eilande m ver Hzir, di m mil preiseh ewiß ch miß u ewih ir ein Glam geh ith hr Aus Spol Abendmahlslieder. 139 noch Leiden, Noch Ehre, Freud und Lust der Welt Mich, Herr, von deiner Liebe scheiden, Die selbst im Tode mich erhält. Du bist und bleibest ewig mein, O laß mich deiner würdig sein. Eigne Melodie. 236 Auf. auf, mein Geist, erhebe dich zum Himmel, Weich von dem unbe⸗ ständigen Getümmel, Wodurch die Welt ihr blindes Volk betrügt. Ich habe nun vom Himmelsbrot gegessen, Hab an des guten Hir⸗ ten Tisch gesessen, Der alte Feind zu meinen Füßen liegt. 2. Was frag ich nun nach Ehre, Lust und Schätzen? Der Lebensstrom kann mich genug er⸗ götzen, Der Durst ist hin, wie bin ich so erquickt! Nun werd ich dort vollkommen selig werden, Den Vorschmack hab ich schon da— von auf Erden, Doch mache mich, o Jesu, mehr geschickt. 3. O bleibe du doch nahe dei⸗ nem Kinde, Gieb, daß ich Kraft in dir, als König, finde, Gieb Mut und Kraft, du, meine Zu⸗ versicht! Sei mein Prophet, und leite mich zur Wahrheit, Und raubt die Sünde mir des Glau⸗ bens Klarheit, Dann, Hoher⸗ priester, sei dein Kreuz mein Licht. 4. Was will ich mehr, als die⸗ sen Himmelsfürsten? Mich wird hinfort in Ewigkeit nicht dürsten, Weil er mich tränkt, der selbst das Leben ist. Kein Hunger wird die Seele jemals drücken, Des Himmels Manna wird mich stets erquicken, Und das bist du allein, Herr Jesu Christ. 5. Ich lebe nun, und will mich Gott ergeben, Jedoch nicht ich, nein, Christus ist mein Leben. So lebe denn in mir, o Gottessohn! Ich bin gewiß, daß droben und auf Erden Barmherzigkeit und Güte folgen werden Als ein durchs Blut des Lamms erworbner Lohn. Mel. Herr Jesu Christ, mein's. 237 Die Frucht vom heilgen Abendmahl, Dem höchsten Gut im Thränenthal, Soll uns der herzlichste Verein Der brüderlichen Liebe sein. 2. Uns eint die Lieb, die er anpries, Eh er die Seinigen ver⸗ ließ, Um die er sie so dringend bat, Eh er sein Haupt geneiget hat. 3. O daß er dies sein Testa⸗ ment Noch ganz an uns erfüllen könnt! Erlöste, reicht euch Herz und Hand, Viel Müh hat er an euch gewandt. 4. Hier ist das Herz, hier ist die Hand Zur Wallfahrt bis ins Vaterland. Seht, daß sich jeder Tag und Nacht Auf seine Zu⸗ kunft fertig macht. 5. O blieben wir doch bei dem Herrn, Und folgten wir auch dann ihm gern, Wenn schwer das Lei⸗ den auf uns liegt, Nur kämpfend unser Glaube siegt! 6. O möchten wir, wie er's gebot, Vereint verkünden seinen Tod, Bis daß er kommt, wir zu ihm gehn, Wir in des Vaters Reich ihn sehn! 7. Nun, Unsichtbarer, leite du Dein Volk zur ewgen Sabbath⸗ ruh. Komm bald, du, dem auch alle Welt Dereinst mit uns zu Fuße fällt. 140 5. Ordination und Einführung eines Predigers. Mel. Wie schön leucht't uns.[soll auch Dank und Ehre sein, 238 Preis dir, o Herr der Daß du der Kirche, die du liebst, Herrlichkeit, Du Noch immer treue Lehrer giebst. König deiner Christenheit, Du 2. Gesegnet sei ihr Amt und Hirte deiner Herde! Preis dir, Stand; Sie sind, o Herr, ven der du dein Volk noch liebst, Noch dir gesandt, Und pflanzen durch dehrer ihm und Führer giebst, dein heilig Wort Auf Erden Licht Damit es selig werde. Dankvoll und Wahrheit fort. Rühmen Wir aufs neue deine 3. Wir wollen ihres Amt's uns Treue; unserm Pfade Strahlt freun, Das Herz soll ihnen offen die Sonne deiner Gnade. sein, Dann wird, was ihre Rede 2 Froh nehmen wir von deiner lehrt, In uns durch deinen Geist Hand Den Hirten, den du uns verklärt. gesandt. O segne sein Bemühen, 4. Ermahnen, warnen, strafen Die Seelen, die sich ihm vertraun, sie, So fehle der Gehorsam nie; Durch Wort und Wandel zu er⸗Was uns dein Mund durch sie baun, Zu dir sie hinzuziehen. gebeut, Das bringt uns Heil und Mächtig Steh ihm Stets zur Seligkeit. Seite, daß er streite, bet und 5. Des treuen Lehrers schwern wache, Sich und andre selig mache. Pflicht Erschwere Hohn und Un⸗ 3. Herr, deinen Geist laß auf dank nicht, Denn das ist wahrlich ihm ruhn, Laß ihn sein Amt mit uns nicht gut, Wenn er sein Amt Freuden thun, Wend ab, was ihn mit Seufzen thut. betrübet. Gieb für die Wahrheit, 6. Nein, fromme Lehrer zu er⸗ die er lehrt, Ein Herz uns, das freun, Soll unsres Herzens Freude 10. Zach Keind ce⸗ sein. O führe du, Herr uns zugleich eite⸗ 10 5 sie Deinte Treur chen ihnen in dein Himmelreich— 7— 7 Und auf deinen Wegen gehen. Mel. Dir, dir, Jehovah, will. 4. Wenn einst dein großer Tag rhöre gnädig unser erscheint, Laß unsern Lehrer, mn. 240. E Flehen Für deiten ih 1. 0 Sel Rind mu. Sert den du uns zugesandt. ühren. Die Seelen sind ihm zu⸗Stärk ihn mit Kraft aus deinen * + RP ne! Lune 0 Räne nch ihm Höhen, Und rüst ihn aus zu sei⸗ eine fehlt!— teine sich vere nem Amt und Stand. Durch di G ö elehrt, Und seines Glaubens freuen, Und dir Jubellieder weihen. Zuversicht gemehrt. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu. 2. Zu seinem Säen, Pflanzen, 239 Das Amt der Lehrer, Bauen Gieb dein Gedeihn, 9 228 Herr, ist dein, Dein Herr, von oben her, Und laß Lhieder ihn unseri Ehr. deiner wir ke 2—— Herde willst verlor dein deine ruhn, Vorb 4. gleich Wide ernste Gotte umfa Hülf lange Uns dich, Herr Gott land, nicht 8. sein, iebst, iebst. und ven durch Licht uns offen Rede Geist rafen nie; ch sie und hwere ˖Un⸗ hrlich Amt zu er⸗ reude igleich lreich. ill. unser deinen sandt. deinen u sei⸗ Durch! recht! lieder bei Beerdigungen und zum Gedächtnis der Verstorbenen. 141 In reiche Früchte schauen Zu unserm Heil und deines Namens Ehr. Was er verkündiget aus deinem Wort, Das bleib und wirke bei uns immerfort. 3. Bewahre ihm die ganze Herde, Die seiner Hirtentreu du willst vertraun, Daß keiner je verloren werde, Daß alle dort dein Antlitz mögen schaun. Laß deine Weisheit reichlich auf ihm ruhn, So wird ein leuchtend Vorbild uns sein Thun. 4. Dein Wort in seinem Munde gleiche Dem Strom, der jeden Widerstand zerstört; Vor seiner ernsten Rede weiche, Was gegen Gottes Wahrheit sich empört. Sie sei ein Schwert, das in die Her— zen dringt, Und die Verstockten auch zur Buße zwingt. 5. Verleih ihm deines Geistes Waffen, Dem Spott und Drohn der Welt zu widerstehn, Und wenn er unser Heil soll schaffen, Laß ihn auf Lohn und Menschen⸗ gunst nicht sehn. Gieb, wenn er lehrt und warnt, ihm Kraft und Licht, Und wenn er tröstet, feste Zuversicht. 6. Wohlan, wir baun auf deine Gnade, Laß seinen Eingang hier gesegnet sein. Leit ferner ihn auf ebnem Pfade, Und laß sein Werk zu deinem Ruhm gedeihn. Sei mit uns, Herr, wir sind auf dich getauft, Mit deinem Blut hast du uns all erkauft. 6. Lieder bei Beerdigungen und zum Gedächtnis der Verstorbenen. Eigne Melodie. 6 Mitten wir im Leben 241. M sind Mit dem Tod umfangen; Wer ist's, der uns Hülfe thut, Daß wir Gnad' er⸗ langen? Das bist du, Herr, alleine! Uns reuet unsre Missethat, Die dich, Herr, erzürnet hat. Heiliger Herr und Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Hei— land, Du ewiger Gott, Laß uns nicht versinken In der bittern Todesnot. Herr, erbarme dich! 2. Mitten in dem Tod anficht Uns der Hölle Rachen; Wer will uns von solcher Not Frei und ledig machen? Das thust du, Herr, alleine! Es jammert dein'r Barmherzigkeit Unsre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, Heiliger, starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott, Laß uns nicht verzagen Vor der tiefen Höllenglut. Herr, erbarme dich! 3. Mitten in die Höllenangst Uns die Sünden treiben. Wohin fliehen dann, wohin, Da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergossen ist dein teures Blut, Das g'nug für die Sünde thut. Heiliger Herr und Gott, Heiliger starker Gott, Hei⸗ liger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott, Laß uns nicht ent⸗ fallen Von des rechten Glaubens Trost. Herr, erbarme dich! Mel. Gottes Sohn ist kommen. 242 Heilge Ruhestätte, Wenn ich dich betrete, Sprech ich: Herr, mach Ende! Treuer Lieder bei Beerdigungen Vater, sende Deinen Friedens⸗ boten! Selig sind die Toten. 2. Hier, wo meine Brüder, Hier, wo Christi Glieder Nach erkämpften Siegen Als ein Saat⸗ korn liegen, Hier bei Jesu Schafen Wünsch ich auszuschlafen. 3. Hier ruht der Verjagte, Hier hat der Geplagte Nach den bittern Stunden Seinen Hafen funden; Auf den Thränenregen Wird das Grab sein Segen. 4. Tod, dich nah zu schauen, Bringet mir kein Grauen. Wenn die Kräfte schwinden, Sterben Sorg und Sünden. Meines Leib's Verwesunggst dem Geist Genesung. 5. Wenn ich in der Erde, Va⸗ ter, schlafen werde, So sprich zu den Scharen, Die dein Volk be⸗ wahren: Hütet die Gebeine, Denn hier schläft der Meine! 6. Freue dich, mein Glaube, Mit des Leibes Staube Thut der Gott der Stärke Neue Wunder⸗ werke: Er giebt alle Glieder Mir aus Staube wieder. 7. Himmlische Posaunen Schal— schicke Nach dem Tod erbliche, Und mein Nichts im Grabe Stets vor Augen habe. Miel. Nun ruhen alle Wälder. 243 Wenn junge Himmels⸗ * erben In ihrer Un⸗ schuld sterben, Verlieret man sie nicht. Vom Vater aufgehoben, schauen Jesu Angesicht. 2. Sie sind ja in der Taufe Zu ihrem Christenlaufe Dem Mitt⸗ ler eingeweiht, Und noch bei Gott in Gnaden, Was kann es ihnen schaden, Wenn er sie ruft zur Ewigkeit? 3Z3. Ruft er sie doch aus Liebe, Daß nicht der Sünden Triebe, Nicht Bosheit sie entweihn. Eh sie die Welt verführet, Da sie noch Unschuld zieret, Führt er sie in den Himmel ein. 4. Bald schleicht von ältern Sündern Das Böse sich bei Kin⸗ dern Ins unverwaͤhrte Herz. O, die ihr euch betrübet, Seht, wie Und len zum Erstaunen, Eine Welt sparte manchen Schmerz. der Toten Wird dann aufgeboten, 5. Dies Los ist dir gefallen, Vor dem Herrn der Erden Dar⸗Gott heißt dich von uns wallen, gestellt zu werden. 8. Freudiges Getümmel! Grä⸗ ber werden Himmel, Was einst starb, erwachet, Was einst weinte, lachet; Fromme, gleich der Sonne, Jauchzen voller Wonne. Der Tod ist dein Gewinn. Die Erde läßt du liegen, Zum himm⸗ lischen Vergnügen Ins Land der Freuden ziehst du hin. 6. Befreit von Schmerz und Mühe Gehst du von uns so frühe, 9. Die vor tausendJahrenLängst Zieh hin, geliebtes Kind! Dein verweset waren, Fangen an zu Schöpfer heißt dich schlafen Und leben Und sich zu erheben. Eltern, wohnen bei den Schafen, Die Kinder, Brüder, Seh ich alle wieder. 10. Mache, Gottesacker, Meine ewig wohl versorget sind. 7. Du warst uns nur geliehen, Seele wacker, Daß ich mein Ge⸗Wir sollten uns bemühen, Dich euch Gott geliebet, Der euch er⸗ Sie werden nur dort oben hristlich uns die uns ver im Him 8. D Daß er Gottes ihn, du mit den gegen ir 9. A Wer we In unse was Ge zu dir Prüfun. 10. 2 Bei Hir unsern sern let uns eir auch in 244. So frü schmerz Tod, T So w klagen, sagen: 2.— hatte Welt g Er nii Er wil giebt 1 Leben. ihm ge mel, fi nicht g Und ristlich zu erziehn. Gott nimmt 8 vor er. mels⸗ r Un⸗ in sie woben Und Taufe Mitt⸗ Gott ihnen 1 zur Liebe, riebe, Eh Da sie yrt er ältern i Kin⸗ 3. t, wie ch er⸗ fallen, gallen, Die jhimm⸗ id der und frühe, Dein uUnd Die liehen, Dich ö und zum Gedächtnis der Verstorbenen. 1⁴3 Ius diese Sorgen; Sein Rat ist uns verborgen, Einst sehen wir im Himmel ihn. 8. Dein Leib gehört der Erde, Daß er verwahret werde Bis Gottes Stimme ruft. Sie weckt ihn, du wirst hören, Und eilen mit den Chören Dem Herrn ent⸗ gegen in der Luft. 9. Auch unsre Tage fliehen, Wer weiß, wie bald wir ziehen In unser Vaterland. Thun wir, was Gott befohlen, Wird er uns zu dir holen, Und enden unsern Prüfungsstand. 10. Dort werden wir dich sehen Bei Himmelsbürgern stehen, Und unsern Gott erhöhn. Nimm un⸗ sern letzten Segen, Und komm uns einst entgegen, Wenn wir auch in den Himmel gehn. Mel. Ich hab genug. 244 3¹⁰j liebes Kind, Zieh hin! dich fordert Gott So früh von dieser Welt. Wohl schmerzet uns Dein ach so früher Ist wahre Seelenruh, Von kei⸗ nem Schmerz getrübt. Hier muß man oft in Unruh schweben, Dort ist ein ungestörtes Leben. Wohl dir, mein Kind! 4. Du gehst voran, Einst fol⸗ gen wir dir nach, Wenn es dem Herrn gefällt. Du eilst nun fort, Entgehst dem Ungemach, Den Leiden dieser Welt. Wer lange lebt, hat viel zu leiden, Wer frühe stirbt, sieht bald die Freuden Der bessern Welt. 5. So zieh denn hin! Dort, wo die Unschuld wohnt, Wo man den Vater preist, Wo Jesus Christ, Der Freund der Kinder, thront, Dort, dort lebt nun dein Geist. Geendigt sind die Leidensstunden, Wohl dir, du hast nun über⸗ wunden, Wohl ewig dir! Mel. Gott ist mein Lied. 2 45 ur frühen Gruft Wirst du von uns begleitet. Dies, junger Christ, Will Gott, der dich bereitet, Und dich nun wieder zu sich ruft. Tod, Doch weil es Gott gefällt, So wollen wir nicht trostlos klagen, Nein, mit gelaßner Seele sagen: Zieh hin, mein Kind! 2. Dich, liebes Kind, Dich hatte Gottes Hand Für diese Welt geliehn. Er ist der Herr, Er nimmt zurück sein Pfand, Er will dich selbst erziehn. Er giebt und nimmt; sein ist dein Leben. Was sein ist, wollen wir ihm geben: Du bist sein Kind. 3. In jener Welt, Im Him⸗ mel, findest du, Was diese Welt nicht giebt, Denn nur bei Gott 2. Er nahm dich auf Zum Kinde seiner Gnade, Er reinigte Dich in dem heilgen Bade, Und sein Geist lenkte deinen Lauf. 3. O kurze Bahn! Kaum kennst du Welt und Freuden, So führt dich Gott Vom Schauplatz deiner Leiden. Was Gott thut, das ist wohlgethan. 4. Du bist beglückt. Entronnen den Gefahren, Trifft dich nun nicht, Was in den ernsten Jahren Dem Christen oft das Ziel verrückt. 5. In ewger Ruh, In unge⸗ störtem Frieden Wohnt nun dein 144 Geist; Erbarmend sieht hienieden Gott deiner Eltern Thränen zu. 6. Klagt nicht zu sehr Bei eures Kindes Bahre, Gott führt es schon Im Frühling seiner Jahre Zum Himmel; er ist unser Herr. 7. Es war sein Pfand, Er hatt' es euch geliehen; O gebt's ihm gern, Heißt euren Liebling ziehen, Er zieht ja in sein Vaterland. 8. Zieh in die Gruft, Verbirg dich eine Weile; Mit dir stehn wir Einst auf zu Jesu Heile, Wenn er in unsre Gräber ruft. Mel. Hört auf mit Trauern. 2 46 Ihr Trauernden, stillet die Thränen, Und hemmet das Jammern und Seh— nen. Wer wollte verzagend er⸗ beben? Das Grab ist das Thor zu dem Leben. 2. Mag irdische Hütte zerfallen, Mag irdische Freude verhallen, Mag Staub sich gesellen zum Staube, Hoch über ihm jauchzet der Glaube. 3. Hoch über den Gräbern da thronet Das Licht und das Leben; da wohnet, Vom Leibe des Todes geschieden, Vollendet der Pilger im Frieden. 4. Da scheiden nicht bittere Schmerzen Die heilig verbundenen Herzen. Was hier noch die Liebe beweinet, Ihr droben verkläret erscheinet. 5. O laßt uns die Häupter erheben! Dem Tode entquillet das Leben. Erst endet der Schlummer die Sorgen, Dann folget der Lieder bei Beerdigungen Mel. Zion klagt mit Angst. 247 Soll denn alles, alles enden In Verwesung und in Staub? Läßt der Tod aus seinen Händen Nimmermehr den teuren Raub? Blicket hoffnungs⸗ los hinab Unser Aug' ins öͤde Grab? Ist auf ewig nun verloren, Was sich unser Herz erkoren? 2. Nein, du bist uns nicht ver⸗ loren, Ob dein Leib auch bald zer⸗ fällt, Denn dein Geist weilt neu⸗ geboren Schon in einer bessern Welt. Was duWahres hier gedacht, Was du Gutes treu vollbracht, Reift zu ewgem Heil und Segen Dort vergeltend dir entgegen. 3. Auch bei uns, die dich be—⸗ weinen, Wirkest du in Segen fort, Unvergessen von den Deinen Wort. Uns, die deinen Wert ge⸗ sehn, Kann dein Bild nie unter⸗ 4. Gott, der du ihn uns ge—⸗ schenket, Dir sei Preis und Dank dafür. Der du ihn zum Heil ge— lenket, Dank, o Jesu, Dank sei dir. Lenke stets auch unsern Sinn Auf das ewge Erbteil hin. Gieb uns allen, was wir flehen, Dort ein selges Wiedersehen. Mel. Vater unser im Himmelreich. sch, was sind alle 248. A Güter wert, Die schnell des Todes Macht verzehrt? Im Sterben schwindet Erden⸗ macht, Gold glänzt nicht mehr in Grabesnacht. Denk an dein Grab, wenn irdisch Gut Dich ewige Morgen. reizen will zum Übermut. Bleibt dein Beispiel und dein gehn, Und dir folget noch im Grabe Lieb und Dank als fromme Gabe. —— 2. 8 sein Ge war, Grabes der Me den Tor weislich 3. 2 net schr ist er k der Zei nächten ist Rul fromme Mel. 249. mannig dem V ruhn i wohl» Gott di korn f Hoffnu 2.— seid Ar Wir f. Und fo nun be wärts ihre R deckt si 3. schlägt, Bis si Am Te dann, Arm u uns gl. so hoch 250 igst. 8, alles wesung Lod aus ehr den fnungs⸗ us öde erloren, hren? cht ver⸗ ald zer⸗ ilt neu⸗ bessern gedacht, lbracht, Segen gen. ich be⸗ Segen Deinen d dein zert ge⸗ unter⸗ Grabe Gabe. ins ge⸗ Dank Heil ge⸗ ank sei Sinn Gieb „Dort elreich. d alle „Die zehrt? Erden⸗ mehr n dein Dich und zum Gedächtnis der Verstorbenen. 14⁵ 2. Einst bringt der Herr vor sein Gericht, Was hier verborgen war, ans Licht. Jenseits des Grabes reift die Saat, Die hier der Mensch gesäet hat. Denk an den Tod, bestell dein Haus, Streu weislich guten Samen aus. 3. Der Strom des Lebens rin⸗ net schnell, Bald ist er trüb, bald ist er hell. Denk an die Flucht der Zeit, wenn Licht In Kummer⸗ nächten dir gebricht. Im Grab ist Ruh; Genesung, Heil Wird frommen Duldern dort zu teil. Mel. Der lieben Sonne Licht. 249 ie Christen gehn in dieser Welt Durch Hin geht die Zeit, her kommt der Tod. Ach, wie geschwinde und be⸗ hende Kann kommen meine Ster⸗ bensnot! Mein Gott, Mein Gott, Ich bitt, durchChristi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut. 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, Als es am frühen Morgen war, Denn weil ich leb auf dieser Erden, Leb ich in steter Tod'sgefahr. Mein Gott,:à Ich bitt, durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut. 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken, Und, wenn der⸗ einst ich sterben muß, Die Seel in Jesu Wunden senken, Und ja mannigfachen Jammer, Bis nach nicht sparen meine Buß. Mein dem Weg zum Himmelszelt Sie Gott, Ich bitt, durch Christi ruhn in stiller Kammer. Nach Blut, Mach's nur mit meinem wohl vollbrachtem Lauf Nimmt Ende gut. Gott die Seele auf. Das Weizen⸗ 4. Laß mich bei Zeit mein Haus korn streut Gottes Hand Auf bestellen, Daß ich bereit sei für Hoffnung in sein heilges Land. und für, Und sage frisch in allen 2. Die ihr schon aufgebrochen Fällen: Herr, wie du willst, so seid Aus eurer Brüder Mitten, schick's mit mir! Mein Gott,:, Ich Wir freun uns eurer Seligkeit, bitt, durch Christi Blut, Mach's Und folgen euren Schritten. Der nur mit meinem Ende gut. nun befreite Geist Ist himmel⸗ wärts gereist, Die Hülle findet ihre Ruh Im Grab, und Liebe deckt sie zu. 3. Sie bleibt, bis ihre Stunde schlägt, In heiliger Verwahrung, Bis sich das neue Leben regt, Am Tag der Offenbarung. Und dann, welch selig Los, In Jesu Arm und Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn, So tief hinab, so hoch hinan. Eigne Melodie. 5. O Herr, mach mir doch süß den Himmel, Und bitter sei mir diese Welt, Gieb, daß mir in dem Weltgetümmel Die Ewigkeit sei vorgestellt. Mein Gott, Ich bitt, durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut. 6. Ach, Vater, deck all meine Sünde Mit dem Verdienste Christi zu, Drein ich mich fest und gläubig winde, Das giebt mir recht er⸗ wünschte Ruh. Mein Gott,: Ich bitt, durch Christi Blut, Mach's 250. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende! nur mit meinem Ende gut. 7. Ich weiß, in Jesu Blut und 10 146 Lieder bei Beerdigungen ö Wunden Da find ich meine Ruhe⸗ deinen Willen, Als Jesu Jüngen statt, Da find ich Trost in Todes⸗ treulich zu erfüllen, Gottselig war stunden, Den mir dein Tod erwor⸗ und deinem Rat ergeben Durt ben hat. Mein Gott, Ich ihn sein Leben. bitt, durch Christi Blut, M ach's 3. Mit ihm ist uns ein Freum nur mit meinem Ende gut. ins Grab getragen, Sein treues 8. Nichts ist, das mich von Herz wird nicht mehr für um Jesu leite, Nichts, es sei Leben schlagen; Nun kann sein Rahz oder Tod. Ich leg die Hand in des wir uns sonst erfreuten, Un seine Seite, Und sage: mein Herr e mehr leiten. und mein Gott! Mein Gott, 4. Nimm Preis und Dank, daß Ich bitt, durch Christi Blut, Mach's du in diesem Leben Zum Seha nur mit meinem Ende gut. den Entschlafnen uns gegeben. Du 9. Ich habe Jesum angezogen nahmst ihn uns, wir trauern um Schon längst in meiner heilgen sind stille, Gut ist dein Wille. Tauf', Du bist mir auch daher 5. Er gab den Geist in seing gewogen, Hast mich zum Kind ge-Mittlers Hände; Im Glauben nommen auf. Mein Gott,: Ich selig sei auch unser Ende. Di bitt, durch Christi Blut, Mach' 8 nur mit meinem Ende gut. 10. So komm mein End heut oder morgen: Ich weiß, daß mir's mit Jesu glückt, Ich bin und bleib in allen Sorgen Mit Jesu Blute schön geschmückt. Mein Gott, Ich bitt, durch Christi Blut, Mach 5 nur mit meinem Ende gut. 11. Ich leb indessen ganz ver⸗ gnüget, Und sterb ohn alle Küm⸗ mernis, Denn mir gefällt, wie Gott es füget; Ich glaube fest und bin gewiß: Mein Gott, In Gnad durch Christi Blut Machst du's mit meinem Ende gut. + m Grabe stehen wir 251. A und opfern Thränen, Wir schauen in die Gruft mit bangem Sehnen, Da du, o Vater, einen deiner Frommen Von uns genommen. 2. Er liebte dich, und strebte Mel. Herzliebster Jesu. wollest, Herr, mit ihm und mi den Deinen Uns dort vereinen Mel. Befiehl du deine Wege. 252. Bedenke, Mensch, doh Ende, Bedenke del nen Tod. Der Tod kommt oft he⸗ :hende; Der heute frisch und roh Kann morgen und geschwinds Hinweg gestorben sein. Drun bilde dir, o Sünder, Dein Stel ben täglich ein. ö 2. Bedenke, Mensch, das Endi Bedenke das Gericht. Es müsser alle Stände Vor Jesu Angesicht Kein Mensch ist ausgenommen Ein jeder muß heran, Und win den Lohn bekommen, Nachdem e hat eihent 3. Bedenke, Mensch, das End. Der Hölle Angst und Leid, Das dich nicht Satan blende Mit sch ner Eitelkeit. Freuen, Dort aber ewiglich Nu Schmerz und Klag und Schreien Ach Sünder, hüte dich. Hier ist ein 47— 4. 2 Beden! dich n Herrlic tes Tl Buße sterben Gerich Daß ö l Mel. 253 eilen w cher sin dacht U 1 Jünger tselig wan en Durs n Freum in treuez für un sein Rat, ten, Un Dank, daf m Segen eben. Di uern un Wille. in seing Glauben ide. D und mil vereinen Wege. usch, dul denke dei mt oft b⸗ und roh schwinde Drum ein Sten das Endl s müsseh Angesicht mommen Und with achdem a das End. eid, Das Mit seh ein kurze glich N Schreien und zum Gedächtnis der Verstorbenen. 147 I. Bedenke, Mensch, das Ende, Bedenke doch die Zeit, Daß ja dich nichts abwende Von jener Herrlichkeit; Dort wird vor Got⸗ tes Throne Die Seele wohl ge⸗ pflegt, Dort ist die Lebenskrone Den Frommen beigelegt. 5. Herr, lehre mich bedenken Der Zeiten letzte Zeit, Daß, sich nach dir zu lenken, Mein Herz sei stets bereit. Laß mich den Tod betrachten Und deinen Richterstuhl, Laß mich auch nicht verachten Der Hölle Feuerpfuhl. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zei⸗ ten Auf meinen letzten Tag Mit Buße mich bereiten, Und täglich sterben mag. Im Tod und vor Gerichte Steh mir, o Jesu, bei, Daß ich im Himmelslichte Zu wohnen würdig sei. Mel. Ich hab mein' Sach' Gott. Miie fleucht dahin der 253. W Menschen Zeit! Wie eilen wir zur Ewigkeit! Wie man⸗ cher sinkt in Todesnacht, Eh er's ge⸗ dacht Und sich dazu bereit gemacht! 2. Das Leben ist gleich wie ein Traum, Gleich einem leichten Was⸗ serschaum, Dem Grase gleich, das heute steht, Und schnell vergeht, Sobald der Wind darüber weht. 3. Nur du, mein Gott, du bleibest mir Das, was du bist; ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin, Mir ist's Gewinn, Wenn ich bei meinem Jesu bin. 4. So lang ich in der Hütte wohn, Erwecke mich, o Gottes Sohn! Gieb, daß ich zähle meine Tag' Und immer wach, Daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letz⸗ ter Not? Lust, Ehr und Reich⸗ tum einst im Tod? Bedenk's, o Mensch, was eilest du Dem Schatten zu? Du kommst ja nicht zur wahren Ruh. 6. Weg, Eitelkeit, der Thoren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt, Das such ich eifrig für und für, Das bleibet mir, Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir. 7. Was wird da sein, wenn ich dich seh, Und dort vor deinem Throne steh! Herr, unterdessen lehre mich, Daß stündlich ich Mit klugem Herzen suche dich. Eigne Melodie. 5 lle Menschen müssen 254. A sterben, Alles Fleisch vergeht wie Heu. Was da lebet, muß verderben, Soll es anders werden neu. Dieser Leib auch muß verwesen, Wenn er anders soll genesen Zu der großen Herrlich— keit, Die den Frommen ist bereit. 2. Drum so will ich dieses Leben, Wenn es meinem Gott beliebt, Auch ganz willig von mir geben, Bin darüber nicht betrübt; Denn in meines Jesu Wunden Hab ich nun Erlösung funden, Und mein Trost in Todesnot Ist des Herren Jesu Tod. 3. Jesus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn; Er hat mir das Heil erworben, Drum fahr ich mit Freuden hin, Hier aus diesem Weltgetümmel In des großen Gottes Himmel, Da ich werde allezeit Preisen die Dreieinigkeit. 4. Da wird sein das Freuden⸗ 10³ 148 Lieder bei Beerdigungen leben, Da viel tausend Seelen Wir säen ihn, einst blüht er auf schon Sind mit Himmelsglanz um⸗ geben, Dienen Gott vor seinem Thron; Da die Seraphinen pran⸗ gen Und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott, der Vater, Sohn und Geist. 5. Da die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal, Wo auf ihren Ehrenthronen Sitzet der Apostel Zahl; Wo in so viel tau⸗ send Jahren Alle Frommen heim⸗ gefahren, Da man Gott die Ehre bringt, Ewig Halleluja singt. 6. O Jerusalem, du schöne, Wie so helle glänzest du! Ach wie lieblich Lobgetöne Hört man dort in stiller Ruh! O der großen Freud und Wonne! Ja, nun geht sie auf, die Sonne, Und der helle Tag bricht an, Der kein Ende nehmen kann. 7. Ach, ich habe schon erblicket Alle diese Herrlichkeit, Seh im Geist mich schon geschmücket Mit dem weißen Himmelskleid. Mit der goldnen Ehrenkrone Steh ich dort vor Gottes Throne, Schaue solche Freude an, Die kein Ende nehmen kann. 8. Dort will ich nun ewig woh⸗ nen, Meine Lieben, gute Nacht! Eure Treu wird Gott belohnen, Die ihr habt an mir vollbracht. Liebste Kinder und Verwandte, Brüder, Freunde und Bekannte, Lebet wohl! zu guter Nacht! Gott sei Lob, es ist vollbracht. Mel. Nun lasset uns den Leib. Uns bereit. Seele Ende sein. und stille. 5 egrabt den Leib in 255. B seine Gruft, Bis Und selig Eigne Melodie. 256. M Ist's Gottes Wille. mir mein Herz und Sinn, Sauh Wie Gott es m verheißen hat: Der Tod zun Schlaf ist worden. 2. Das schaffet Christus Go tes Sohn, Der treue Heilash Der reich an Gnad ist und i Lohn, Wie's ist bekannt. Er i unser Leben und Heil In M und auch im Sterben. 3. Den hat Gott allen vorg stellt Mit großen Gnaden, Zu seh nem Reich die ganze Welt Heißth laden, Durch sein teuer und hal sam Wort, Gepredigt aller Orten 4. Er ist das Heil und seh. Band Licht Für alle Heiden, Erleuchth ich fahr die ihn kennen nicht, Will weiden. Er ist des Volkes Jor aß m ihn des Richters Stimme ruft. Preis, Ehre, Freud und Wonn Und steigt verklärt zu Gott hinauf 2. Aus Staube schuf ihn ein der Herr, Er war schon Stauh und wird's nun mehr. Er liegs er schläft, verwest, erwacht Den einst aus dieser Todesnacht. 3. Nun, du Erlöster, schloß in Ruh! Wir gehn jetzt unsern Hütten zu, Und machen zu de Ewigkeit Mit Freud und Zittenn Mel. 257. was un gleich. Raub, zu Sta. dich zur 4. Ach, Jesu Christ, dein Krem dein Tod Stärk uns in unseh letzten Not. Laß unsre gam dein ö unsoh Tod's 1 halte di und En 4. He du einst erscheins ewig de it Fried und Freu dahil Getrost ih ö Tode se 258. land, is ich, soll. zufrieder Todesno danken! 2. lebt, J schauen, schwebt, grauen? sein Gli sich ziel 3. Ie den. Wird i wig v. und zum Gedächtnis der Verstorbenen. 149 1 Mel. Nun lasset uns den Leib. er au m Grabe lerne, was t hinauf 357. A du bist! Lern hier, ihn einh was unser Leben ist! Ein Sarg n Stauh, nur und ein Leichenkleid Wird Er liegt, ir nach aller Herrlichkeit. acht Dek. 2. War dieser arm, ein andrer lacht. nich: Im Grabe sind wir alle er, schluß gleich. Wir alle sind des Todes tzt unsenn Raub, Und aller Leib zerfällt 'n zu da zu Staub. d Zitten. 3. Wer weiß, wie bald auch dich zur Gruft Der Herr des Tod's und Lebens ruft! Drum halte dich zu jeder Zeit Auf Tod sre ganh und Ewigkeit bereit. ig unse 4. Herr, sei barmherzig, wann du einst Als Richter aller Welt erscheinst. Dein wollen wir, auf ewig dein, Im Leben und im Tode sein. ———————— ein Krenz in unsn V ind Fren r dahin Hetrost i in, San es m Tod zun Eigne Melodie. Jesus, meine Zuver⸗ 258. sicht Und mein Hei⸗ land, ist im Leben. zufrieden geben? Was die lange Todesnacht Mir auch für Ge— danken macht. it. Er i 2. Jesus, er mein Heiland, In M lebt, Ich werd auch das Leben schauen, Sein, wo mein Erlöser schwebt, Warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, Welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung und seh Band Zu genau mit ihm verbun⸗ Erleuchth den. Meine starke Glaubenshand Will Wird in seiner Hand gefunden, kes Jsrn Daß mich auch kein Todesbann id Wonn CEwig von ihm trennen kann. stus Gih Heilam st und len vorgt en, Zu sah elt Heißeh und heilh ller Ortel Dieses weiß ich, sollt ich nicht Darum mich 4. Ich bin Fleisch, und muß daher Auch einmal zu Staube werden; Ich bin sterblich, doch wird er Mich erwecken aus der Erden, Daß ich in der Herrlich— keit Um ihn sein mög allezeit. 5. Einen Bau von Gott er⸗ baut Werd ich haben, wie ich gläube. Gott wird werden an— geschaut In dem neu verklärten Leibe, Und in diesem Leib werd ich Jesum sehen ewiglich. 6. Ob dies Aug' im Tode bricht, Werd ich doch, o Herr, dich kennen; Ich, ich selbst, ein Fremder nicht, Werd in deiner Liebe brennen, Und die Schwgch— heit um und an Wird von mir sein abgethan. 7. Was hier kraftlos seufzt und fleht, Wird dort frisch und herr— lich gehen. Irdisch werd ich aus⸗ gesät, Himmlisch werd ich aufer— stehen. Senket hier den Leib nur ein, Herrlich wird er dort einst sein. 8. Seid getrost und hocherfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder. Gebt nicht Raum der Traurigkeit, Sterbt ihr, Jesus ruft euch wieder, Wenn einst die Posaune klingt, Die durch alle Gräber dringt. 9. Lacht der finstern Grabes— kluft, Lacht des Todes und der Höllen! Siegreich sollt ihr aus der Gruft Euch dem Heiland zugesel— len. Dann liegt Schwachheit und Verdruß Ewig unter eurem Fuß. 10. Nur daß ihr den Geist er⸗ hebt Von den Lüsten dieser Erden, Und euch dem schon jetzt ergebt, Dem ihr wollt vereinigt werden. Schickt das Herz schon da hinein, Wo ihr ewig wünscht zu sein. 150 Eigne Melodie. Muferstehn, ja auf⸗ 259. A erstehn wirst du, Mein Staub, nach kurzer Ruh. Unsterblich's Leben Wird, der dich schuf, dir geben. Halleluja. 2. Wieder aufzublühn, werd ich gesät; Der Herr der Ernte geht, Und sammelt Garben Uns ein, uns ein, die starben. Halleluja. 3. Tag des Danks, der Freu⸗ denthränen Tag, Du, meines Got⸗ tes Tag! Wenn ich im Grabe Genug geschlummert habe, Er⸗ weckst du mich. 4. Wie den Träumenden wird's dann mir sein, Mit Jesu geh ich ein Zu seinen Freuden. Des mü⸗ den Pilgers Leiden Sind dann nicht mehr. 5. Ach, ins Allerheiligste führt mich Mein Mittler, dann leb ich Im Heiligtume, Zu seines Na⸗ mens Ruhme. Halleluja. Mel. Der Tag, der ist so. 260 Einst reift die Saat, mein Staub ersteht Zum neuen, ewgen Leben. Er, —————FF— Lieder bei Beerdigungen TTTSTSTSTSTSTSTSTSTSTT der da kommt voll Majestät, Wirh mir's aus Gnaden geben. In Schoße Gottes ruht mein Geis Von allen Mühen aus und fleuft Von Wonn' anbetend über. Ah, mein Auge schaute nie, Meinen Ohr ertönte nie Solch Heil au dieser Erde. 2. Das kommt in keines Men⸗ schen Herz, Was Gott uns dos bereitet, Uns Pilgern, die Goh durch den Schmerz Zum ewgn Leben leitet. Wir blicken in das tiefe Meer: Den Grund zu schaug ist zu schwer, Es sind die Tieft. Gottes. Mehr, weit mehr, al wir verstehn, Mehr als unsh Thränen flehn, Giebt uns, de ewig liebet. 3. Sei, Seele, stark, und zah nicht, Durchs finstre Thal wallen. Nah an des Thalt Nacht ist Licht, Und laute Jub schallen. Dem letzten Seufzer, di — heilig Lied, Zu des Erlösesh Preise. Er erfüllt des Bundi Eid, Er ist ganz Barmherzigle Dank sei ihm, Preis und Ehln entflieht, Mischt sich der Engl z Go 261. Schöpf Und nen ein Der en gen Ge der Ju Pontio ben un zu der standen ligen, Auferft ein ew 262 Himm zum seine K allzeit auch w tät, Wiih en. In ein Geis ind fleuft ber. Ac, Meinem Heil auf nes Men⸗ uns don die Goh im ewgen m in dal zu schaue die Tiefeh mehr, al als unst uns, du und zah Thal z 8 Thalt ute Juhs eufzer, d der Eng Erlöseh Bunds nherzigkel und Ehnn Zweite Abteilung. Gottes Wesen und Vollkommenheiten, Werke und Wohlthaten. I. Gottes Wesen und Vollkommenheiten. Eigne Melodie. 261 Ich glaub an Gott, Va⸗ ter, Den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. Und an Jesum Christum, Sei⸗ nen einigen Sohn, Unsern Herren, Der empfangen ist von dem heil⸗ gen Geist, Geboren von Maria, der Jungfrau'n, Gelitten unter Pontio Pilato, Gekreuziget, gestor⸗ ben und begraben, Niedergefahren zu der Hölle, Am dritten Tag er⸗ standen ist Von den Toten, Auf⸗ gefahren zu dem Himmel, Sitzet zu der rechten Hand Gottes, des Vaters, des Allmächtigen, Von dannen er kommen wird, zu richten Die Lebendigen Und die Toten. Ich glaub an den heiligen Geist, Eine heilige Christliche Kirche, die Gemeinschaft der Hei⸗ ligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches Und ein ewiges Leben. Amen. Eigne Melodie. 262 Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, Der sich zum Vater geben hat, Daß wir ————— seine Kinder werden. Er will uns allzeit ernähren, Leib und Seel auch wohl bewahren, Allem Unfall will er wehren, Kein Leid soll uns widerfahren. Er sorget für uns, schützt und wacht, Und alles steht in seiner Macht. 2. Wir glauben auch an Je⸗ sum Christ, Seinen Sohn und unsern Herren, Der ewig bei dem Vater ist, Gleicher Gott von Macht und Ehren; Von Maria, der Jung⸗ frauen, Ist er wahrer Mensch ge⸗ boren, Durch den heilgen Geist im Glauben; Für uns, die wir war'n verloren, Am Kreuz gestor⸗ ben, und vom Tod Auch auf⸗ erstanden ist durch Gott. 3. Wir glauben an den heil⸗ gen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, Der aller Blöden Tröster heißt, Uns mit Gaben zieret schöne, Alle Christenheit auf Erden Hält in einem Sinn gar eben. Hier all Sünd vergeben werden; Unser Fleisch soll wieder leben. Nach diesem Elend ist be⸗ reit't Ein Leben uns in Ewigkeit. Mel. O Herre Gott, begnade. — Ich glaub an einen 263. Gott allein, Der alle Dinge, groß und klein, Den Him⸗ mel und die Erden, Aus nichts hat lassen werden; Der mich auch selbst aus lauter Gnad Zu seinem 15² Gottes Wesen und Vollkommenheiten. Dienst erschaffen hat, Mir Leibsheit, Güt und Macht Stets fün nem und Seel gegeben, Sinn und alles sorgt und wacht. drober Vernunft daneben. Durch seines 2. Wir glauben auch an Je⸗ 2 Weisheit, Macht und Güt All sum Christ, Gottes eingebornen Sohn sein' Geschöpfe er behüt't. Er ist Sohn, Der Mensch für uns gewor⸗ In de mein Bater und mein Gott, Der den ist, Und nun herrscht auf Got⸗ spiel mir zu Hülfe kommt in Not, tes Thron, Der, indem er litt und Vater Mich schützet und ernähret. 35—3 raenen 95. Duis 2. Ich glaube auch an Jesum. W aanden an den heugr.— Christ, Der Gott vom Vater ewig 5.— Dessen gnadenvolle Kraft 3. ist, Und auch ein Mensch geboren, An unsern Herzen sich erweit. Geist Daß ich nicht werd verloren; Der Rat und Trost und Hülf uns Des mir sein's Vaters Huld erwarb, schafft. Gott, für Zeit und Cwig⸗ Schö Am Stamm des Krenzes für mich keit Segne deine Christenheit. ein 1 starb, Fuhr zu der Hölle nieder, Mel. Jesaia, dem Propheten. Gim Stund auf vom Tode wieder, un 265 Arbetend stand der Se⸗ zu vollenden seinen Lauf, Fuhr er 9. ö her Gottes da, Als er Ruf zum Himmelsthron hinauf; Von im Geist ZJehovah sitzen sah Auf Erder * da er kommen wird einmal, Zu seinem hohen Thron, in hellem Die * richten die sehr große Zahl Der Glanz; Es füllt der Saum des bestel Leeebenden und Toten. göttlichen Gewands Das Haus, ö 3. Ich glaub auch an den heil⸗ es schweben Seraphim von fern, 5 gen Geist, Der gleich ist wahrer Und beten zu der Herrlichkeit des Heil Gott, und heißt Ein Lehrer unsrer Herrn. Erstaunend über Gott ver⸗ in de Sinnen, Der ewig, ohn Beginnen, hüllen sie Ihr Antlitz mit zween ihr Vom Vater und dem Sohn aus⸗-Flügeln, decken sie Den Fuß mit gleick geht, Der den Betrübten hier bei⸗zween, und mit zween fliegen sie; net steht, Daß sie Vergebung finden Der sein wird, der er sein wird, doch All ihrer Schuld und Sünden. singen sie, Heilig ist Gott, Jeho⸗ 6. Ich glaube, daß erhalten werd vah Zebaoth! Heilig ist Gott, Y⸗ Gent Ein' allgemeine Kirch' auf Erd', hovah Zebaoth! Heilig ist Gott, Ae⸗ bon Bei der stets bleibt des Geistes hovah Zebaoth! Der Welten Kreis schul Gab'. Ich glaub, daß dieses ist seiner Ehren voll! Von ihrerum letzte Fleisch vom Grab Werd aufer-betung Gesang erscholl Das Haus, schre stehn zum Leben. und ward von Opferwolken voll. Aus 0 Mel. O Gott, du frommer Gott. 7. Eigne Melodie. 266 J9 glaub an einen Mit Gott Und allgemek—dara 264 Wir glauben all an einen Gott, Herrn nen Vater, Des Volks der wei, Hüll und Vater aller Welt, Der durch ten Welt Allg'nugsamen Berater, mir sein mächtiges Gebot Uns erschuf Der, was er immer will, Mit ja m und uns erhält, Der voll Weis⸗ unumschränkter Kraft, Nach sei⸗ in Je⸗ bornen gewor⸗ If Got⸗ litt und rwarb. heilgen Kraft erweist, lf uns Ewig⸗ heit. eten. der Se⸗ Als er ah Auf hellem um des Haus, n fern, keit des ott ver⸗ t zween Fuß mit gen sie; n wird, „Jeho⸗ zott, N. zott, Ie⸗ en Kreis hrer An 8 Haus, en voll. Gott. neinen llgemei⸗ der wei⸗ Berater, Il, Mit dach sei⸗ Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 153 nem weisen Rat, Hier wie auch Mel. O Cott, du frommer Gott. droben schafft. 267 Anbetungswürdger Gott, 2. Ich glaub an Gott, den Voll Ehrfurcht stets zu Sohn Der unerschaffnen Liebe, nennen, Du bist unendlich mehr, In dessen reinem Dienst Und Bei⸗Als wir begreifen können. O flöß spiel ich mich übe; Der, seinem auch meinem Geist Die tiefste Bater gleich, Vom höchsten Thron Demut ein, Und laß mich stets regiert, Und welchem Ehr und vor dir Voll Ehrerbietung sein. Preis In Ewigkeit gebührt. 2. Du bist das höchste Gut, 3. Ich glaub an Gott, den Du weißt von keinem Leide; Stets Geist Der Heiligkeit und Stärke, ruhig in dir selbst, Thronst du Des selgen Erbes Pfand, Den in ewger Freude. Dein ist die Schöpfer guter Werke; Der uns Herrlichkeit; Auch ohne Kreatur ein neues Herz Und Licht und Bist du dir selbst genug, Du Trost verleiht, Und aus den Schöpfer der Natur. Gläubigen DasAbbaVaterl schreit. 3. Du riefst dem, das nicht 4. Es sammelt und erhält Sein war, Um Lust und Seligkeiten Ruf und Zug alleine Aus aller Aufs mannigfaltigste Um dich Erden Volk Die heilige Gemeine, her auszubreiten. Die Liebe bist Die Jesu eigen ist, Und ewiglich du selbst, Verstand und Rat sind besteht, Wenn schon die Hölle dein, Und du gebrauchst sie gern, tobt, Und alle Welt vergeht. Zu segnen, zu erfreun. 5. In dieser Kirche nur Wird 4. Du sprichst, und es geschieht; Heil und Ruh gefunden. Was Auf dein allmächtig: Werde! Ent⸗ in dem Himmel lebt, Das ist mit stand dein großes Werk, Der Him⸗ ihr verbunden; Und wenn sie mel und die Erde. Mit deinem gleich auch hier Noch so zertren⸗kräftgen Wort Trägst du die ganze net scheint, Sind ihre Glieder Welt, Und deine Macht vollführt, doch Durch einen Geist vereint. Was uns unmöglich fällt. 6. Wer darin lebt und stirbt, 5. Du bist der Herren Herr; Genießet aller Gnaden, Er ist Der Erde Majestäten Sind, Höch⸗ von seinem Gott Der Sünden⸗ ster, vor dir Staub; Dein Wort schuld entladen, Und, wenn der erschafft, kann töten. Wen du lette Tag Verruchte Seelen erniedrigest, Gott, wer kann den schreckt, Wird er zur Seligkeit erhöhn? Wen du erhöhen willst, Aus seinem Staub erweckt. Des Hoheit muß bestehn. 7. Dies glaub ich festiglich“ 6. Du bist es, der allein Un⸗ Mit allen Himmelserben, Und sterblichkeit besitzet, Der Leben giebt darauf will ich auch Mit Gottes und nimmt, Der unsern Odem Hülfe sterben. O Höchster, stehe schützet. Den Geist, der in uns mir Bis an mein Ende bei, Daß lebt, Ihn haben wir von dir, ja mein Wandel stets Des Glau⸗ Ihn forderst du zurück, Du blei⸗ bens Zeuge sei. best für und für. Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 7. Wer hat dich je gesehn? Wer kann im Fleisch dich sehen? Kein sterblich Auge reicht Bis zu des Lichtes Höhen, Wo du voll Majestät Auf deinem Stuhle thronst, Und unter frohem Lob Der Himmelsheere wohnst. 8. Was wir, Unendlicher, Von deinem Wesen wissen, Das hast du selbst zuvor Uns offenbaren müssen. Die Schöpfung zeugt von dir, Und deines Sohnes Mund Macht uns noch deutlicher, Gott, deinen Willen kund. 9. Doch hier erkennen wir Dich noch gar unvollkommen, Wird aber dermaleinst Der Vorhang wegge⸗ nommen, Der jetzt das Heiligste Noch unserm Blick verschließt, Dann sehn wir klarer ein, Wie herrlich, Gott, du bist. 10. In Ehrfurcht sei schon jetzt Dein Ruhm von uns besungen; Verschmähe nicht ein Lob Von lal⸗ lend schwachen Zungen. Dort soll, wenn wir dereinst Vor dir verherr⸗ licht stehn, Ein Lied im höhern Chor Dich, großer Gott, erhöhn. Mel. Es ist das Heil uns. 268 Der Herr ist Gott, und keiner mehr, Froh⸗ lockt ihm, alle Frommen. Wer ist ihm gleich? Wer ist, wie er, So herrlich, so vollkommen? Der Herr ist groß, sein Nam ist groß, Unendlich ist und grenzenlos Der Herr in seiner Größe. 2. Ihn trifft kein Wechsel flücht⸗ ger Zeit In seines Himmels Höhen, Und seine Größ und Herrlichkeit Wird ewiglich bestehen. Wir Men⸗ schen sind von gestern her, Eh noch die Erde war, war er, War, eh die Himmel waren. 3. Des Ewgen Thron umgiebt ein Licht, Das ihn vor uns ver⸗ hüllet; Ihn fassen alle Himmel nicht, Wie weit er sie erfüllet. Er bleibet ewig, wie er war, Verborgen und auch offenbar In seiner Werke Wundern. 4. Wir sind allein durch seine Kraft Das, was wir sind und wer⸗ Im Himmel und auf Erden. Bei ihm ist Weisheit und Verstand, Und er umfaßt mit seiner Hand Die Erde samt dem Himmel. 5. Ist er nicht nah? ist er nicht fern? Weiß er nicht aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn Ein Mensch verbergen möge? Hüllt keine Schatten um euch her! Gedanken selbst erkennet er, Eh wir noch Worte finden. 6. Wer schützt den Weltbau ohne dich, O Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich Dein herzig, gnädig, voll Geduld, Ein Vater, ein Verschoner. Du aller Freuden Fülle. 8. Nur dir gebühret Lob und Dank, Dir Majestät und Ehre. Kommt, bringt ihm euren Lobge⸗ sang, Ihr alle, seine Heere! Der Herr ist Gott, und keiner mehr. den, Er kennet alles, was er schafft, Walten über alle. Du bist voll Freundlichkeit und Huld, Barm⸗ 7. Unsträflich bist du, heilig, gut, Und reiner, als die Sonne. Wohl dem, der deinen Willen thut, Den du belohnst mit Wonne. Du giebst Unsterblichkeit allein, Bist selig, wirst es ewig sein, Wer er, Me 26 Tief zu i schar und nah, ken faßt und End 2 Und Lebe alles aller Erde Mer schu Em Näl sein War, ugiebt 3ver⸗ immel füllet. war, ar In seine d wer⸗ chafft, Bei stand, Hand iel. nicht Vege? dem bergen num kennet inden. nohne Falle? Dein t voll 3arm⸗ „Ein heilig, zonne. Villen zonne. Allein, sein, und Ehre. dobge⸗ Der mehr. Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 15⁵ Wer ist ihm gleich? wer ist, wie er, So herrlich, so vollkommen? Mel. Nun lob, mein' Seel, den. 269 Der Herr ist in den bHöhen, Auch in den Tiefen ist der Herr. Wo Menschen zu ihm flehen, Wo ihn die Engel schaun, ist er. Selbst Wünschen und Gedanken Und Sorgen ist er nah, Für ihn sind keine Schran⸗ ken Im ganzen Weltall da. Er faßt in seinen Händen Die Welten, und umspannt An allen ihren Enden Sie mit allmächtger Hand. 2. Er zündet dort der Sonne Und aller Sterne Fackel an, Geußt selbst Gaben, Und Schmuck für Thal und Feld. Gebricht's, für uns zu sorgen, Ihm je an Rat und Macht? Ist er's nicht, der ver⸗ borgen Uns hütet Tag und Nacht? 5. Wie könnt ihr Sündenknechte Dem, der so nah euch ist, ent⸗ gehn? Könnt wähnen, der Ge⸗ rechte Werd euer finstres Werk nicht sehn? Eh noch Gedanken werden, Von ferne sieht er sie, Und alle Nächt' auf Erden Ver⸗ hüllen euch ihm nie. Wähnt nicht, daß er's nicht wisse, Mit seinen Schrecken füllt Er selbst die Fin⸗ sternisse, In die ihr euch verhüllt. 6. Er wird, er wird euch fin⸗ Leben, Lust und Wonne Durch den, Denn in den Höhen herrscht alles, was empfinden kann, Auf der Herr, Herrscht in den tiefsten aller Vögel Heere, Und was auf Schlünden, An allen Enden herr⸗ Erden lebt, Was in dem tiefen schet er; Hat überall auch Schätze Meere Und hoch im Himmel Von Kräften mancher Art, Zur schwebt. Ihr, alle seine Werke, Rache der Gesetze, Für sein Ge⸗ Empfindet Tag und Nacht Die richt verwahrt. Und plötzlich stür⸗ Nähe seiner Stärke, Die Güte zen Flammen, Wenn ihr Betrogne seiner Macht. glaubt, Er schlummre tief, zusam⸗ 3. Von seinem hohen Throne men Herab auf euer Haupt. Verteilt er weislich Lust und 7. Wie schnell die Luft sich Schmerz, Giebt Fürsten ihre rötet,‚ Wenn sie des Blitzes Flug Krone, Lenkt, Wasserbächen gleich, durchfleugt, Trifft seine Strafe, ihr Herz. Es müssen seinen Willen tötet, Wenn des Vertreters Bitte Selbst kühne Frevler thun, Was schweigt. Sagt, Sünder: mir zur er beschließt, erfüllen, Sie wüten oder ruhn; Ob sie die Welt er⸗ schüttern, Sie müssen doch durch ihn Wie Laub im Walde zittern, Und, will er, mutlos fliehn. 4. Allgegenwärtig schauet Sein allumfassend Aug' umher, Und wer nur ihm vertrauet, Den schützet, den versorget er; Hört das Ge⸗ schrei der Raben, Hat für die ganze Welt, Hat für den Wurm Rechten, Zur Linken hier ist Gott; Am Tag, in allen Nächten, Und wo ich bin, ist Gott! Sagt: wo ich sitze, gehe Und liege, hier ist Gott! Im Thal und in der Höhe, Und überall ist Gott! 8. Er ist auch nahe denen, Die willig thun, was er gebot, Hört sie, zählt ihre Thränen, Sieht Sagt, Fromme: mir zur Rechten, und verscheucht, was ihnen droht. DDt......‚— 156 Gottes Wesen und Vollkommenheiten. Zur Linken hier ist Gott, In meines Kummers Nächten, Und wo ich seufz, ist Gott; Wo kei⸗ nen Freund ich habe, Wo nie⸗ mand hilft, ist Gott; Im Sturm, im Tod und Grabe, Und überall ist Gott! Mel. Christ, unser Herr, zum. 270 Allwissender, vollkomm⸗ ner Geist, Des Auge alles siehet, Was Nacht und Ab⸗ grund in sich schleußt Und unserm Blick entfliehet, Es kann vor deinem hellen Licht Sich kein Geschöpf verstecken. Was in der Finsternis geschicht, Das weißt du aufzudecken, Und an den Tag zu bringen. 2. Selbst die Gedanken kennest du, Eh sie in mir entstehen, Und was ich wünsche, red und thu, Das kann dein Auge sehen. Vor dir ist alles offenbar, Du prüfest Herz und Nieren, Und alle Gründe siehst du klar, Die unser Thun regieren; Nichts bleibt vor dir verborgen. 3. Was deiner Freunde Herz begehrt, Das weißt du, eh sie be⸗ ten. Ihr Seufzen wird von dir erhört, Eh sie noch vor dich treten. Was deiner Feinde Rat beschließt, Ist auch dir unverborgen, Dir, der du ihren Anschlag siehst, Gleich— wie den lichten Morgen, Den keine Schatten decken. 4. Was nach Verfließung vieler Zeit Noch künftig wird geschehen, Das sieht dein Auge allbereit Als gegenwärtig stehen. Du machst es deinen Knechten kund, Es weiter auszubreiten, Und läßt durch ihren treuenMund Die größtenHeimlich⸗ keiten Der ganzen Welt entdecken. 5. Bleibt gleich vor Menschen manches noch In dieser Welt verschwiegen: So wird vor ihrem Auge doch Einst alles offen lie⸗ gen. Herr, dein Gericht, dem nichts entflieht, Wird alles offen⸗ baren; Was noch so heimlich jetzt geschieht, Wird alle Welt erfahren, Und laut alsdann erzählen. 6. Laß mich, o höchste Majestät, Dein helles Auge scheuen, Das nie ein Heuchler hintergeht Mit falschen Schmeicheleien. Laß mich auch in der Einsamkeit Dich gegen⸗ wärtig denken; Laß Wahrheit und Rechtschaffenheit Bei allem Thun mich lenken, Und stets mein Herz behüten. Mel. Dir, dir, Jehovah. 271 Du bist mir nah mit 5 deiner Gnade, Ver—⸗ giebst in deinem Sohu mir alle Schuld, Du leitest mich des Le— bens Pfade, Giebst tausend Pro⸗ ben deiner Vaterhuld. Ich schmeck und sehe deine Freundlichkeit, Du trugst und trägst mich mit Barm⸗ herzigkeit. 2. Du bist mir nah mit Vater⸗ treue, Du läßt mich nicht, der Vater nicht sein Kind; Du hältst den Bund, wie oft aufs neue Des Kindes Schwüre schon ge— brochen sind. Gieb du mir, Vater, treuen Kindessinn, Nimm Wankel⸗ mut und Leichtsinn von mir hin. 3. Du bist mir nah mit deinem Lichte, Erleuchtest mir die dunkle Pilgerbahn. Vor deinem Strahlen⸗ angesichte Verschwinden Irrtum, Finsternis und Wahn. So lang ich leb, erleuchte mich dein Licht, Von ihm geleitet, irr ich ewig nicht. und du nur Ohn befre mir, Mut 5. mir hast bend an, oft gedr reich 6. nem mir ich n ich Doce Ziel meh 7. Seg Ma eil i⸗ Vat ganz dein es g 8 Seh dige dich, Laß scha Frer Got 27 schen Welt hrem lie⸗ dem ffen⸗ jetzt hren, estät, Das Mit mich egen⸗ und Thun Herz mit Ver⸗ alle Le⸗ Pro⸗ meck Du arm⸗ ater⸗ der zältst neue ge⸗ ater, inkel⸗ hin. inem unkle hlen⸗ tum, ig ich Von icht. Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 157 4. Du bist mir nah mit Kraft und Stärke, So oft ich bete, hilfst du mir im Streit; Durch dich nur üb ich gute Werke, Von Ohnmacht und Verzagtheit ganz befreit. Du wohnst, du wirkst in mir, Allmächtiger, Du giebst mir Mut ins Herz, Allliebender. 5. Du bist mit deinem Trost mir nahe, Denn meine Thränen hast du, Gott, gezählt; Dein lie⸗ bend Vaterauge sahe Mich gnädig an, so oft dein Kind gefehlt; Wie oft auch Not und Kummer mich gedrückt, Du hast mich stets mit reichem Trost erquickt. 6. Du bist mir nah mit dei⸗ nem Frieden, In mir und außer mir ist so viel Krieg; Ach, wär ich nie von dir geschieden, So hätt' ich längst errungen jeden Sieg. Doch bin ich auch von meinem Ziel noch fern, Stets kost ich mehr den Frieden meines Herrn. wirkst an allen Enden. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, Bin ich in deinen Händen. Durch dich nur leb und atme ich, Denn deine Rechte schützet mich. 2. Was ich gedenke, siehest du, Du prüfest meine Seele; Du siehst es, wenn ich Gutes thu, Du siehst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem Aug' entfliehn, Und nichts mich deiner Hand entziehn. 3. Wenn ich in stiller Einsam⸗ keit Mein Herz an dich ergebe, Und, über deine Huld erfreut, Lobsingend dich erhebe: So hörst du es, und stehst mir bei, Daß ich dir immer treuer sei. 4. Du merkst es, wenn des Herzens Rat Verkehrte Wege wäh— let, Und bleibt auch eine böse That Vor aller Welt verhehlet: So weißt du sie, und strafest mich Zu meiner Bess'rung väterlich. 5. Du hörest meinem Seufzen 7. Du bist mir nah mit deinem. Seaen, Ichnehls 2 ziehst mit de Hülfe mir erscheine, Voll Macht mich himmelwärts, Drum Mitleid, Bater, Liue Du Die eil ich kindlich direntgegen, Nimm, Thränen, die ich weine siehst Vater, nimm denn hin mein und wägest meinen Schmerz, Und ganzes Herz; O laß es ruhn in stärkst mit deinem Trost mein Herz. deiner Liebe Schoß, Und mach 6. O drück, Allgegenwärtiger, es ganz von aller Weltlust los. Dies tief in meine Seele, Daß, 8. Ich nahe dir mit tiefem wo ich bin, nur dich, o Herr, Sehnen, Mit Kindeslieb und freu. Mein Herz zur Zuflucht wähle, digem Vertraun. Ich will auf Daß ich dein heilig Auge scheu, dich, mein Stab, mich lehnen, Und dir zu dienen eifrig sei. Laß bald dein Vaterangesicht mich 7. Laß überall gewissenhaft schaun. Ja, wohn in mir! ein Nach deinem Wort mich handeln, Freudenhimmel ist, Wo du, mein Und stärke mich dann auch mit Gott, der Seele nahe bist. Kraft, Vor dir getrost zu wan⸗ Mel. Mach's mit mir, Gott. deln. Daß du, o Gott, stets 272 Nie bist du, Höchster, um mich seist, Das tröst und von uns fern, Du bessre meinen Geist. 158 Gottes Wesen und Vollkommenheiten. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 273 Gott, Allweiser, wer bin ich, Deine Weisheit zu ergründen? Alle Himmel rüh⸗ men dich, Jeder Wurm kann dich verkünden. Doch welch Auge kann erspähen Gottes Tiefen, Gottes Höhen? 2. Deiner Welten weites All Rühmt im ungemessnen Kreise, Aller Himmel Wiederhall Jauchzt zurück: der Herr ist weise, Und in seiner Weisheit Händen Ruhn getrost der Himmel Enden. 3. Und der Mensch, der Erden⸗ staub, Will den Ratschluß Gottes sichten? Er, des kleinsten Lüftchens Raub, Wagt des Ewgen Weg zu richten? Ach, wie dürft er sich vergessen, Gott nach seinem Maß zu messen? 4. Was dein Rat, o Herr, beschleußt, Wohl mir! kann kein Thor verhindern. Walte fort und sei gepreist Demutsvoll von dei⸗ nen Kindern. Ob sie's oft nicht fassen mögen, Dennoch all dein Thun ist Segen. 5. Du führst mich dem Himmel zu, Deinem Arm darf ich ver⸗ trauen; Ewge Weisheit, rede du, Auf dein Zeugnis kann ich bauen. Bleibst du heute mir verborgen, Dich verklärt der nächste Morgen. 6. Einst erscheint mir sonnen⸗ hell, Was hier Dunkel noch um⸗ hüllet, Und an deinem ewgen Quell Wird des Geistes Durst gestillet. Jetzt verleihe mir, auf Erden Weise durch dein Wort zu werden. ist kein Mensch, den sie nicht rührt, Der mit verhärtetem Gemüte Den Dank erstickt, der ihm gebührt. Ja, seine Liebe recht ermessen Sei ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat meiner nie vergessen, Ver⸗ giß, mein Herz, auch seiner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Lang⸗ mut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück genießen? Ist's nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, Zu welchem du er⸗ schaffen bist, Wo du, mit Herr⸗ lichkeit umgeben, Stets Gott wirst sehen, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, Durch Gottes Güte sind sie dein; Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig sein. 4. Sollt ich nun diesen Gott nicht ehren, Und seine Güte nicht verstehn? Sollt er mir rufen, ich nicht hören, Den Weg, den er mir zeigt, zu gehn? Sein Will' ist mir ins Herz geschrieben, Sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben, Und meinen Nächsten so wie mich. 5. Das ist mein Dank, das ist sein Wille: Ich soll vollkommen sein, wie er. So lang ich dies Gebot erfülle, Stell ich sein Bild⸗ nis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, So treibt sie mich Mel. Jauchzet dem Herren all auf Erden. zu jeder Pflicht, Und ob ich schon 27 4 Wie groß ist des All⸗ aus Schwachheit fehle, Herrscht mächtgen Gütel Der doch in mir die Sünde nicht. 6. Liebe sein; Triebe weihn der Se Zeit d meiner letzten Mel. 27⁵ thun i mit fre erfüllt lannt. —————— 4 Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe Mir immerdar vor Augen sein; Sie stärk in mir die guten Triebe, Mein ganzes Leben dir zu weihn; Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, Sie leite mich zur Zeit des Glücks, Und sie besieg in meinem Herzen Die Furcht des letzten Augenblicks. Mel. Nun lob, mein' Seel, den. 27⁵5 Gott, du bist die 5 Liebe, Uns wohlzu⸗ thun ist deine Lust; Drum preist mit frohem Triebe Dich unsre dank—⸗ erfüllte Brust. Groß, herrlich, ohne Grenzen Ist deine Gütigkeit, So weit die Himmel glänzen, UÜbst du Barmherzigkeit. Du, Herr, hast Wohlgefallen An dem, was du gemacht, Und hast uns Sündern allen Das Leben zugedacht. 2. Als du uns hießest werden, Da schufst du uns zum ewgen Wohl. Nicht nur auf dieser Er⸗ den Ist alles deiner Güte voll, Auch in dem Himmel droben Hat deine Vaterhand Uns Güter auf⸗ gehoben, Die noch kein Aug' er⸗ lannt. Dorthin uns zu erheben, Ist stets dein Wille, Gott, Drum gab für uns sein Leben Dein Sohn selbst in den Tod. 3. Wie groß ist deine Gnade! Wer ist so reich an Huld, wie du? Auch auf dem Sündenpfade Siehst du uns voller Langmut zu, Und lockest uns zur Buße; Und fällt, voll Reu und Leid, Der Sünder dir zu Fuße, So ist ihm Trost bereit. Du siehest auf den Armen Mit väterlicher Huld, Vergiebst ihm aus Erbarmen Die ganze Sündenschuld. 159 4. Mit jedem neuen Morgen Wird über uns dein Wohlthun neu, Du kommst selbst unsern Sorgen Zuvor mit deiner Vatertreu. Du Ursprung aller Gaben, Du weißt, was uns gebricht, Und was wir nötig haben, Versagst du, Gott, uns nicht. Vom Wohlthun, das du übest, Sind unsre Tage voll, Auch wenn du uns betrübest, Ge⸗ schieht's zu unserm Wohl. 5. Wer sollte dich nicht lieben? Du hast uns ja zuerst geliebt, Und bist stets treu geblieben, Wie viel wir wider dich verübt. Mit Gnade uns zu segnen, Ist ewig deine Lust, Mit Dank dir zu begegnen, Sei, Herr, auch unsre Lust. Laß uns, treu zu erfüllen, Was du befiehlst, nie ruhn. Wer sollte deinen Willen Nicht gern, o Vater, thun? 6. Wer hier auf deinen Wegen Sich willig deinem Dienste weiht, Dem schenkst du Heil und Segen Schon hier, noch mehr in Ewig⸗ keit. Du krönest seine Leiden Mit herrlichem Gewinn, Und führest ihn zu Freuden, Zu ewgen Freu⸗ den hin. Wie groß ist deine Güte! Laß deiner Huld mich freun, Und stets mein ganz Gemüte Voll ihres Ruhmes sein. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 276 etreuer Gott, wie viel Geduld Erzeigest du uns Armen! Wir häufen täglich unsre Schuld, Du häufest dein Erbarmen. Was ist des Men⸗ schen Lebenslauf? Er ist verderbt von Jugend auf, Sein Sinn ist dir entgegen; Und doch, o Vater, 160 Gottes Wesen und Vollkommenheiten. suchst du ihn Von seinem Irrtum abzuziehn, Zur Reue zu bewegen. 2. Der Menschen Elend jam⸗ mert dich; Selbst, wenn sie sich verstocken, Willst du sie dennoch väterlich Durch Güte zu dir locken. Wie trugest du so lange Zeit Die erste Welt mit Gütigkeit, Eh sie die Flut verheerte! Wie lange sahst und riefest du So gnädig deinem Volke zu, Daß sich ihr Herz bekehrte! 3. So giebst du Sündern Zeit und Raum, Der Strafe zu ent⸗ gehen. Du läßt den unfruchtbaren Baum Nicht ohne Pflege stehen. Du wartest sein, du suchest Frucht, Und wenn du gleich umsonst ge⸗ sucht, Hörst du nicht auf zu bauen. Du schonest sein von Jahr zu Jahr, Erbarmend hoffst du immerdar Noch Frucht von ihm zu schauen. 4. Langmütiger, so große Huld Bezeugst du frechen Sündern, Und wie viel Nachsicht und Geduld Hast du mit deinen Kindern! Sie werden ja, wenn Fleisch und Welt Und Satan ihnen Netze stellt, Oft sicher, matt und träge; Sie strau⸗ cheln oft, vergehen sich⸗ Sie fallen schwer, verlassen dich Und deine heilgen Wege. 5. Verdienen die nicht Fluch und Tod, Die dich, o Vater, fliehen? Du könntest wohl mit Recht, o Gott, Dich ihnen ganz entziehen. Doch nein, dein Herz vermag dies nicht, Dein Herz, das von Erbar⸗ men bricht, Wenn deine Kinder fehlen; Es hat bei ihrer Sünden⸗ schuld Mit ihrer Schwachheit gern Geduld, Und wacht für ihre Seelen. 6. Du warnest sie vor der Ge⸗ fahr, So oft sie irre gehen, Reichst ihnen Kraft und Stärke dar, Von Sünden aufzustehen. Du lockest sie voll Lieb und Huld, Versprichst durch Christum ihre Schuld Und Fehler zu vergeben, Schenkst ihnen deines Geistes Kraft, Und nach voll⸗ brachter Pilgerschaft Sieg, Ruhe, Freud und Leben. 7. Laß deine Langmut und Geduld, Gott, unsre Herzen rüh⸗ ren; Nie müsse deine Vaterhuld Zur Sicherheit uns führen. Trag uns erbarmend fernerhin, Doch gieb uns auch dabei den Sinn, Daß wir die Sünde hassen, Und uns, noch in der Gnadenzeit, Durch deine große Gütigkeit Zur Buße leiten lassen. Mel. Freu dich sehr, o meine. tt, vor dessen A 277. Gꝰ gesichte 221 1 reiner Wandel gilt, Ewges Licht, ö aus dessen Lichte Stets die reinste Wahrheit quillt! Deines Namens Heilgkeit Werde stets von uns gescheut. Laß sie uns doch kräftig dringen, Nach der Heiligkeit zu ringen. 2. Heilig ist dein ganzes We⸗ sen Und kein Böses ist an dir; Ewig bist du so gewesen, Und so bleibst du für und für. Was dein Wille wählt und thut, Ist un⸗ sträflich, recht und gut, Und mit deines Armes Stärke Wirkst du stets vollkommne Werke. 3. Herr, du willst, daß deine Kinder Deinem Bilde ähnlich sei'n. Nie besteht vor dir der Sünder, Denn du bist vollkommen rein. Du bist nur der Frommen Freund, Denn ö dir? Dr verderbt Gib Ur Gieb un er unse allem 6 6. K Bleibe sers W rechtscha deinem nem Hii nur die heilig le Mel. 278. deinen Du häl sprochen vorgesetz mel auck dein W' 2.— dich gere verheiße nach de was du Scheint On beharrt in seinen Sünden, Kann lockest vor dir nicht Gnade finden. sprichst 4. O so laß uns nicht verscher⸗ d Und een, Was du uns hast zugedacht. ihnen Schaff in uns stets reine Herzen, ch voll⸗ Töt in uns der Sünden Macht. Ruhe, Denn was sind wir, Gott, vor dir? Du bist heilig, aber wir Sind t und verderbt, und wer kann zählen, 1 rüh⸗ Großer Gott, wie oft wir fehlen? terhuid 5. Uns von Sünden zu er⸗ Trag losen, Gabst du deinen Sohn da⸗ Doch hin; O so reinige vom Bösen Gieb uns, wie du selbst verheißt, denzeit Gieb uns deinen guten Geist, Daß it Zun er unsern Geist regiere, Und zu allem Guten führe. 6. Keiner sündlichen Begierde eine. Bleibe unser Herz geweiht, Un⸗ muß. sers Wandels größte Zierde Sei ein! rechtschaffne Heiligkeit. Mach uns 5 Licht deinem Bilde gleich, Denn zu dei⸗ reinst nem Himmelreich Wirst du, Herr, amens nur die erheben, Die im Glauben heilig leben. n uns kräftig Miel. Wer nur den lieben Gott. keit zu We⸗ in dir; Und so as dein st un⸗ nd mit rkst du ö 6 deine ch sei'n. zünder, 1rein. Freund, Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 161 ö Übelthätern bist du feind. Wer Durch ihn unsern ganzen Sinn. 7 och nie hast du dein 2 78. N Wort gebrochen, Nie deinen Bund, o Gott, verletzt. Du hältst getreu, was du ver⸗ sprochen, Vollführst, was du dir vorgesetzt. Wenn Erd und Him⸗ mel auch vergehn, Wird ewig doch dein Wort bestehn. 2?. Du bist kein Mensch, daß dich gereue, Was uns dein Mund verheißen hat. Nach deiner Macht, nach deiner Treue Bringst du, was du versprichst, zur That. Scheint die Erfüllung gleich noch weit, So kommt sie doch zur rech⸗ ten Zeit. 3. Und wie du das unfehlbar giebest, Was deine Lieb uns zu⸗ gedacht: So wird, wenn du Ver⸗ geltung übest, Dein Drohwort auch gewiß vollbracht. Wer dich, 0o Gott, beharrlich haßt, Fühlt deiner Strafe schwere Last. 4. O drücke tief es in mein Herze, Daß es vor deinem Wort sich scheut. Gieb, daß ich nie leicht⸗ sinnig scherze Mit deiner Straf— gerechtigkeit. Nie werde das von mir gewagt, Was dein Befehl mir untersagt. 5. Doch laß mich auch mit festem Glauben Dem Worte deiner Gnade traun. Wer kann den Trost uns jemals rauben, Den wir auf dein Versprechen baun? Du bist ein Fels, dein Bund steht fest: Wohl dem, der sich auf dich verläßt! bens Gründe! Hier ist dein Wort, das niemals trügt; Und daß es allen Beifall finde, Hast du den Eid hinzugefügt. Wahrhaft'ger, was dein Mund beschwört, Ist völlig unsers Glaubens wert. 7. Laß dies, o Seele, dich be⸗ schämen, Vertraue Gott, der treu es meint. Sei, ihn zum Vor⸗ bild anzunehmen, Der Wahrheit Freund, der Lüge Feind. Beweise dich als Gottes Kind, Dem Treu und Wahrheit heilig sind. Mel. O Gott, du frommer Gott. 279 Gott ist und bleibt 2 getreu! Es bricht sein Herz von Lieben, Pflegt er auch oft und tief Die Seinen zu 11 6. Wie stark sind unsers Glau⸗ 162 Gottes Wesen und Vollkommenheiten. ö betrüben. Er prüfet durch das Kreuz, Wie rein der Glaube sei, Wie standhaft die Geduld; Gott ist und bleibt getreu. 2. Gott ist und bleibt getreu! Er hilft ja selber tragen, Was er uns auferlegt, Die Last der schwe⸗is ren Plagen. Er braucht die Rute oft, Und bleibet doch dabei Ein Vater, der uns liebt; Gott ist und bleibt getreu. 3. Gott ist und bleibt getreu! Er weiß, was wir vermögen, Und nie wird er zu viel Den Schwachen auferlegen. Er macht sein gläu— big Volk Von allen Banden frei, treuster Freund, Dies glaub ich froh und fest. Ich bin gewiß, Daß er durch keinen Feind Mich gänzlich stürzen läßt. Er stärktt mich nach seinem Bunde In meiner Prüfung trübster Stunde. Gott ist getreu. 3. Gott ist getreu, Er hält, waß er verheißt, Und sendet mir sein Licht. Wem dieses Licht Den Wi zum Himmel weist, Der irrt ung. gleitet nicht. Das Wort der Wahr⸗ heit kann nicht lügen, Die Sündi nur sucht zu betrügen. Gott is getreu. 4. Gott ist getreu, Er, desseh Wenn große Not entsteht; Gott Kind ich bin, Führt mich au ist und bleibt getreu. rechter Bahn, Führt mich durt 4. Gott ist und bleibt getreu! Glück Und Unglück zum Gewim Er tröstet nach dem Weinen, Und Des ewgen Heils hinan. Er reinih läßt in trüber Nacht Die Freu⸗mich von meinen Sünden, Um densterne scheinen. Der Trübsal läßt mich Trost durch Christun stärkster Sturm Geht auf sein finden. Gott ist getreu. Wort vorbei. Sei, Seele, nur ge. 5. Gott ist getreu, Er hat ung trost; Gott ist und bleibt getreu. selbst befreit Von unsrer Sünn 5. Gott ist und bleibt getren! Not Durch seinen Sohn, Dunh Er stillet dein Begehren, Er will seine Heiligkeit, Durch seinen Opfeh dein Glaubensgold In Trübsals⸗ tod. Damit wir möchten nicht ven glut bewähren. Nimm an von derben, Ließ er den Eingebornah Gottes Hand Den Kreuzkelch ohne sterben. Gott ist getreu. ö Scheu; Der Lebensbecher folgt. 6. Gott ist getreu, Stets hul Gott ist und bleibt getreu. sein Vatersinn Auf seine Kindn acht; Und führt sie anch Ihr Bn Eigne Melodie. durch Wüsten hin, Sein treuc 280 Gott ist getreu, Sein Auge wacht. Was uns zu schwah 8 Herz, sein Vater-wird, hilft er tragen, Und endlih herz Vergißt die Seinen nie. Gott stillt er alle Klagen. Gott ist getreh, ist getreu, Im Wohlsein und im 7. Gott ist getreu, Mein Hers Schmerz Erfreut und schützt erwas fehlt dir noch, Um seinn sie. Mich decken seiner Allmacht dich zu freun? Sei Gott getr Flügel, Und stürzen Berge, fallen Und fürchte nichts; mag doch Di Hügel, Gott ist getreu. Welt voll Falschheit sein: Selhs 2. Gott ist getreu, Er ist mein falscher Brüder Neid und Tüch —————— Gereicht, Glücke. 8. Ge Seele, er ist. stets dir o wert Gott, se nichts d ben: Ge Mel. 281. Felsen, hat dies und ewi kreis ur muß bes 2. Gi sprochen gemacht brochen, bracht. nicht, V 3. S hen, Wẽ fällt, S reichen, Istt die? ist from 4. W brechen, im Sin: Verspre⸗ Gewinn dar, W 5. Lo stellen, gesinnt, Fällen: Dem er auch all laub ich 1 gewiß, nd Mich er stärktt n meiner e. Gott ält, was mir sein Den Wog irrt um er Wahr⸗ e Sünde Gott ist r, dessen nich auf ich durth Gewinn Er reinigl en, Ums Christun hat uns r Sünd/ 1, Durt en Opfet nicht vel gebornah. . Stets hal e Kindu Ihr W in treueh zu schwa d endlih ist getren ein Hery m seing tt getrel doch Dit : Selhs nd Tüch Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 163 Gereicht, wie Joseph, dir zum Glücke. Gott ist getreu. 8. Gott ist getreu. Vergiß, o Seele, nicht, Wie treu, wie gut ir ist. Ihm treu zu sein, Sei sats dir heilge Pflicht, Weil du wert ihm bist. Halt fest an Gott, sei stark im Glauben, Laß nichts den hohen Trost dir rau⸗ ben: Gott ist getreu. Mel. Gott des Himmels und der. 281 Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel! Berg und Felsen, stürzet ein! Gottes Treu hat dieses Siegel: Sie soll fest und ewig sein. Laßt den Welt⸗ kreis untergehn, Gottes Gnade muß bestehn. 2. Gott hat mir ein Wort ge⸗ sprochen, Seinen Bund mit mir gemacht; Dieser Bund ist nie ge⸗ brochen, Er hat alles wohl voll— bracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht, Was er saget, das geschicht. 3. Seine Gnade soll nicht wei— chen, Wenn gleich alles bricht und fällt, Sie soll ihren Zweck er⸗ reichen, Den sie ewig sich gestellt. Ist die Welt voll Heuchelei: Gott ist fromm, gut und getreu. 4. Will die Welt den Frieden brechen, Hat sie Krieg und Streit im Sinn: Gott hält immer sein Versprechen, Ihm vertraun ist stets Gewinn, Denn er bleibet immer⸗ dar, Was er ist und was er war. 5. Laß sein Antlitz sich ver⸗ stellen, Ist sein Herz doch treu gesinnt, Und bezeugt in allen Fällen: Ich sei sein geliebtes Kind, Dem er beide Hände reicht, Wenn auch alle Hoffnung weicht. 6. Er will Frieden mit mir halten, Wenn sich auch die Welt empört; Ihre Liebe mag erkalten, Ich bin seinem Herzen wert; Und wenn Höll und Abgrund brüllt, Bleibt er doch mir Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Er⸗ barmer, So hat er sich selbst ge— nannt. Welch ein Trost! nun werd ich Armer Nimmermehr von ihm getrennt. Sein Erbarmen lässet ihn Sich mir nimmer ganz entziehn. 8. Nun, so soll mein ganz Ver⸗ trauen Unbeweglich auf ihm ruhn. Felsen will ich auf ihn bauen, Was er sagt, das wird er thun. Erd und Himmel kann vergehn, Doch sein Bund bleibt ewig stehn. Mel. Nun freut euch, liebe. 282 Gerechter Gott, vor dein Gericht Muß alle Welt sich stellen. Du wirst vor ihrem Angesicht Auch mir mein Urteil fällen. O laß mich dein Gericht stets scheun, Und hier mit Ernst beflissen sein, Vor dir einst zu bestehen. 2. Du siehst von deinem hohen Thron Auf alle Menschenkinder, Bestimmest jedem seinen Lohn, Dem Frommen und dem Sünder. Nie siehst du die Personen an, Siehst nur auf das, was sie ge⸗ than, Du höchst gerechter Richter. 3. Viel Gutes, viel Barmher⸗ zigkeit Giebst du schon hier der Frommen; Du schützest sie von manchem Leid, In das die Sünder kommen. So zeigest du vor aller Welt, Daß dir der Eifer wohl ge⸗ fällt, Den man der Tugend weihet. 11* 164 Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 4. Ja, Herr, du liebst, was recht und gut, Und bist ein Freund der Frommen. Wer deinen Willen gerne thut, Wird von dir aufgenommen. Sein Werk und Dienst gefällt dir wohl, Ist gleich er nichtso, wie er soll, Ganz rein von allen Fehlern. 5. Doch dem, der dich, o Gott, nicht scheut, Dem frevelnden Ver— brecher, Der dein Gesetz und Recht entweiht, Bist du ein strenger Rä⸗ cher. Verachtung, Elend, Schmerz und Hohn Und Tod ist seiner Bosheit Lohn, Oft schon in die⸗ sem Leben. 6. Der Untergang der ersten Welt, Die aus der Art geschlagen, Das Feuer, das auf Sodom fällt, Agyptens lange Plagen, Und andre Wunder deiner Macht Sind Zeugen, wenn dein Zorn erwacht, Wie du den Sündern lohnest. 7. Bleibt hier viel Böses unge⸗ straft, Viel Gutes unbelohnet, So kommt ein Tag der Rechenschaft, Der keines Sünders schonet. Da stellst du, Herr, ins helle Licht, Wie recht und billig dein Gericht, Dann triumphiert der Fromme. 8. Gerechter Gott, laß mich, wie du, Das Gute eifrig lieben. Gieb selber mir die Kraft dazu, Wirk inniges Betrüben, Wenn Sünde noch in mir sich regt. Dein Herz, das nichts als Gutes hegt, Sei Vorbild meinem Herzen. 9. Und weil vor dir, gerechter Gott, Nur die allein bestehen, Die gläubig auf des Mittlers Tod Bei ihrer Reue sehen: So laß mich die Gerechtigkeit, Die mich von Straf und Schuld befrfreit, Mel. Wo Gott zum Haus nicht. 0. S 283.Ais deiner Quullh Schöpfer, nimmt Dal Mon Mensch, zur Seligkeit bestimmt, uih 2 Zahllose Freuden; täglich fließt s, d ö Ihr Strom, der unerschöpflich ist shaun 5 2. Er fließt durch deine Schöp⸗. fung hin, Und hat für einen jedin 1 ö Sinn, Für jeden heiligen Gemis at Befriedigung und Überflß. Aiin, 3. Vom Himmel strömt sein— Segen her, Strömt durch Gebin und Thal und Meer. Wie scho ist deine Welt, wie reich! Hen Hchöpfr was ist deinen Schätzen gleich Mel. V 4. Noch größre Freuden sendeh du Uns, wenn wir dich nur lieben 284. zu. Du beutst uns Seligkeiten au S Womit kein Sinn erfreuen kam! 1. W 0 5. Wenn wir dich kennen, wh ri entzückt Ist, ihrer Finsternis ent drerd. V rückt, Die Seele, die sich deing Chre.U Searitt fühlt sie dann fi Sumn Kle eligkeit! m Glei 6. Welch eine Wonne, weu Meen sie nun Beginnt, was du befiehlst Dené 5 zu thun, Selbst fühlet, wie du 0 6⁵ Tugend Wert Erhebt, begluͤch werde! und verklärt! ö rd Vo 7. Fließt so viel hohe Lust vo bn 0 dir Schon hier auf uns, kan Wülten du schon hier Mit solchen Güten Gottes S uns erfreun: Wie selig mußt Aaetr ff selbst nicht sein! bund Di 8. Unendlich selig! denn duhl Ourch ih Unendlich, und unendlich ist, L Held A 18 Fülle der Vollkommenheit, Da 15 0 Reichtum deiner Herrlichkeit. r 9. In allen Welten gleicht shwebet, nichts Dem Anschaun deines M 1e bebet gesichts; Auch nur ein Stiahl und sieh, 7 Im Glauben eifrig suchen. davon zerstreut Die größten A nährt en den dieser Zeit. ninn 81 ö ö ö Quelle, umt Du hestimmt. ich fle 0 pflich ist e Schoͤß⸗ nen jeden n Genuß luß. ömt sein h Gebithy Vie sün h! Herm. gleich! en sendei ur lieben keiten au nen kam mnen, ui ernis ent ich deing. dann fü= e, weme befiehlsz wie den beglücht . 0l „kann Güten mußt d nn du bif ch ist, heit, Du hkeit. gleiche eines M 1 Strahl ßten Gottes Werke und Wohlthaten. 16⁵ 10. Der Engel dort an deinem Thron Sieht durch Jahrtausende 0 schon; Wird immer weiser zets, o Herr, Von deinem An⸗ hann seliger. 11. Und doch, wie hoch er strebt, unfaßt Er nimmer, was du bist und ast; Nur du durchschaust dich ganz alein, Wie selig, selig mußt du sein! 12. Und ewig, ewig! keine Zeit Umgrenzet deine Seligkeit. Aus dir, o aller Wonne Meer, Strömt ewig Heil und Freude her. 13. Jauchzt, hohe Lieder unsers Danks! Frohlockt ihm, Jubel des Gesangs! Der Herr ist selig, nicht allein, Auch wir, wir sollen's ewig sein. II. Gottes Werke und Wohlthaten. chöpfung, Erhaltung und Regierung der Welt. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 28⁴ Urser Gott ist groß und mächtig, Und seine Schöpfung schön und präch⸗ lig, Voll Weisheit und Vollkom⸗ menheit. O hr, seiner Allmacht Heere, Verkündigt eures Schöpfers Ehre, Und preiset seine Herrlichkeit. Sein Kleid ist reines Licht, Er hält im Gleichgewicht Alle Welten. Der Wesen Heer, Das weite Meer, Den Engel und den Wurm schuf er. 2. Gottes Allmacht sprach: es werde! Da trat auch unsre schöne Erde Vor ihren Herrn, und ehrte ihn. Wenn er spricht, so stürzen Welten, Die Berge fliehn vor Gottes Schelten, Und sinken schwer getroffen hin. Er hat wie ein Ge— wand Die Himmel ausgespannt. Durch ihn gehet, 5 wie ein Held Aus seinem Zelt, Die Sonne, und erfreut die Welt. 3. Er, der auf den Winden freut, was auf ihr lebt und haucht. Mit milder Freundlichteit Giebt er zu seiner Zeit Allen Speise, Liebt und erhält Die ganze Welt, Sein Segen kleidet Wald und Feld. 4. Gott voll Weisheit, Gott voll Stärke, Wie viel und groß sind deine Werke! Wie reich an Gütern ist das Land! Hoch am Himmel geht die Sonne, Sie strahlet Licht herab und Wonne, Du hältst sie, Herr, in deiner Hand. O welche 8 Herrlichkeit! Welch Leben weit und breit, Hier auf Erden! Wohin entzückt Mein Auge blickt, Da ist die Welt mit Reiz geschmückt. 5. Wer vergänglich Gras be— kleidet, Die Vögel nährt und Läm⸗ mer weidet, Der sorgt als Vater auch für mich. Seele, wolltest du für morgen Schon heute bang und ängstlich sorgen? Nein, sei getrost, ermanne dich. Vertraue Gott, auf ihn Wirf alle Sorgen schwebet, Er schaut die Erde an: kühn: Er wird sorgen, Er, der sie bebet, Rührt an den Berg, uns hört, Und gern gewährt, Was und sieh, er raucht! Die Vögel nährt er, speist die Herde, Er⸗ neuert die Gestalt der Erde, Er⸗ unser wahres Wohl vermehrt. 6. Dank dem guten Gott zu singen, Und stets mein Herz ihm 166 Gottes Werke und Wohlthaten. darzubringen, Soll meine höchste Freude sein; Laut soll ihm mein deine Hand So wunderbar h. Lob erschallen, Mein Opfer wird ihm wohlgefallen, Gerührt will ich mich seiner freun. Sein Lob ist Seligkeit, Er macht schon hier bereit Für den Himmel. Dort werd ich stehn, Entzückt ihn sehn, Und ewig seinen Ruhm erhöhn. Mel. Mein Herzens⸗Jesu, meine. enn ich, o Schöpfer, 285. W deine Macht, Die Weisheit deiner Wege, Die Liebe, die für alle wacht, Anbetend über⸗ lege, So weiß ich, von Bewun⸗ d'rung voll, Nicht, wie ich dich erheben soll, Mein Gott, mein Herr, mein Vater! 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, Die Wunder deiner Werke; Der Himmel, prächtig ausge⸗ schmückt, Preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt den Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, Mit Vorrat uns meln: seid! Und zu dem E— zu segnen? O Gott der Machtskreis: werde! Gleich standen und Herrlichkeit, Gott, deine Güte voll Reiz und Pracht Vor ihl reicht so weit, So weit die Wol⸗zum Preise seiner Macht, I ken gehen. 4. Dich predigt Sonnenschein Aussprach, Da begonnen tausth und Sturm, Dich preist der Sand Sonnen, und erhellten Ein i am Meere. Bringt, ruft auch der zählbar Heer von Welten. geringste Wurm, Bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft dersschön, Einträchtig alle Gott“ Baum in seiner Pracht, Mich, höhn, Und seine Größe preisth ruft die Saat, hat Gott gemacht,. Wir singen alle Lob und Dalh Bringt unferm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, de reitet, Der Mensch, ein Geist, dun sein Verstand Dich zu erkenng leitet, Der Mensch, der Schöpfum Ruhm und Preis, Ist sich ei täglicher Beweis Von deiner G und Größe. Geist, Erhebe seinen Namen. Goth unser Vater, sei gepreist, Und al Welt sag Amen! Und alle W fürcht ihren Herrn, Und hoff g ihn, und dien ihm gern. V wollte Gott nicht dienen? Mel. Wie schön leucht't uns der. 286 Feeug auf, mein Pfalh mein Lobgesang, M. betung, Ehre, Preis und Dun Vor Gottes Thron zu bringh Er hört der Menschen Lobll gern, Wenn höh're Geister al dem Herrn Erhabne Psalm singen. Darum Hat er M. den Heeren, die ihn ehren, den Stufen Seines Throns alh uns gerufen. 2. Wie groß ist Gottes Hus lichkeit! Er sprach zu seinen Hin Himmel und die Erde. Wie i ö 3. Wie sie so herrlich sind Ein hoher jubelnder Gesang, Di 6. Erheb ihn ewig, o mi Gütiger Könnt i 0 doch selt 4. E Aelt, D. Für mi nutzt di ie mei Gegrün Mir ni der fro von sei 5. V wen er wem tö ger in völkert der Tie lich grü seln, 2 sein Lie sich nie schmück g'nug und ji entzückt Werke Bis er 4. gedacht Macht ben. E auch Hauch, ben. R schalle Gottes 8. 2 der M erbar he Geist, en erkenng Schöpfun t. sich ej einer Gi o mei sang, YN md Duhf bringah n Loblh eister aut Psalme er M ehren, jrons g ttes Hen inen Hi dem Eh standen! Vor ihn acht, A Wie el en tausch n Ein I ten. ch sind, Gott ze preist. ind Dahh sang, Di Schöpfung, Erhaltung, Regierung. 167 Gütigen, dem Weisen! Ach, wie bet ihn an, Und seiner Wunder Könnt ich Fühllos schweigen, sol⸗Menge. Strömt hin aus meiner her Zeugen Lob vernehmen, Und vollen Brust, Strömt hin, Em⸗ doch seines Ruhms mich schämen? pfindungen voll Lust, In hohe 4. Er hat der Sonne hoch Ge⸗Dankgesänge. Schöpfer, Vater, zelt, Die Himmel Aher seine Welt Dich erhebe, weil ich lebe, meine Für mich auch ausgebreitet. Wer Seele, Meine hochbeglückte Seele. nutzt die Erde mehr, als ich? Hat Mel. O, daß ich tausend Zungen. se mein Vater nicht für mich 287 Der Himmel Ruf er⸗ Gegründet und bereitet? Lächeln zählt und ehret Des Mir nicht Alle Wälder, alle Fel⸗Höchsten Weisheit, Lieb und Kraft. der froh entgegen, Reich für mich Die ausgespannte Feste lehret: von seinem Segen? Groß ist der Herr, der alles 5. Wem blüht das Thal? für schafft! Und alle Welten weit und wen erhebt Sich das Gebirg? breit Verkünden seine Herrlichkeit. wem tönt und schwebt Der Sän⸗ 2. Von einem Tag zum an⸗ ger in den Lüften? Für wen be⸗ dern klinget Laut ihr gedanken⸗ vöͤlkert sich das Meer? Wem lebt volles Wort; Von einer Nacht der Tiere zahllos Heer Auf jähr⸗zur andern dringet Ihr Zeugnis lich grünen Triften? Quellen Rie⸗unaufhaltsam fort; Das Ohr hört seln, Winde wehen, Flüss' und nicht der Stimme Schall, Das Seeen werden Meere, Mir zum Herz versteht sie überall. Segen, ihm zur Ehre. 3. Das Loblied aller Welten⸗ 6.Noch strahlt mir ungeschwächtkreise Geht mächtig aus in jedes sein Licht, Noch weigert die Natur Land, Und macht zu seines Na⸗ sich nicht, Die Welt für mich zu mens Preise Ihn auch der fern⸗ schmücken; Noch hat sie Freuden sten Welt bekannt, Und der Ge⸗ g'nug für mich, Noch immer schön stirne hehrer Lauf Zieht unser und jugendlich, Mein Auge zu Herz zu Gott hinauf. entzücken. Eher Werden Auch die 4. Sein Arm bereitete der Sonne Werke seiner Stärke nicht veralten. Hoch an dem Himmel ihr Gezelt; Bis er kommt, Gericht zu halten. Sie geht heraus mit Freud und 7. So hat mein Gott an mich Wonne, Läuft ihren Weg, gleich⸗ gedacht, Hat über sie durch seine wie ein Held. Ihr Glanz zerstreut Macht Zum Herrscher mich erho⸗die finstre Nacht, Und strömt ben. Er gab mir meinen Leib und hernieder Licht und Pracht. auch Die Seele, seines Odems 5. Wie deiner Sterne Heer dort Hauch, Gleich Engeln ihn zu lo⸗oben Verkündigt deines Namens ben. Rühm ihn, Seele, Jauchzend Ruhm, So soll auch unser Herz schalle von dem Halle deiner Lieder dich loben, Voll Ehrfurcht in dem Gottes Erd und Himmel wieder. Heiligtum. Mehr noch, als dich 8. Das Kind, der Jüngling und der Himmel preist, Lobt dich durch der Mann, Die ganze Schöpfung Christum unser Geist. Gottes Werke und Wohlthaten. * Mel. Ringe recht, wenn. 288 ott der Macht, in deinem Ruhme Kei⸗ nem, als dir selbst bekannt, Aus verborgnem Heiligtume Waltest du mit starker Hand. 2. Sterne glänzen und erblin⸗ den, Berge wehst du weg wie Spreu, Völker werden und ver⸗ schwinden, Alles Fleisch vergeht wie Heu. 3. Reiche schmetterst du zur Erde, Königsstühle stürzen ein, Hirten rufst du von der Herde, Herrscher ihres Volks zu sein. 4. Wenn du anfängst auszu⸗ gleichen, Herr, was kann vor dir bestehn? Alle Berge müssen wei⸗ chen, Alle Thale sich erhöhn. 5. Was der Menschen Kunst erhoben, Ist auf leichten Sand ge⸗ stellt; Du gebeutst: es ist zerstoben, Wie das Laub im Herbste fällt. 6. Aber wo auf Felsengründen Deines Tempels Mauer ruht, Droht von Fluten und von Win— den Fruchtlos die vereinte Wut. 7. Und ob alles sich empöret, Ringsum alles untergeht: Dieser Bau bleibt unversehret, Und die Stadt des Herrn besteht. 8. Selbst der Feinde Trotz und Mühe Muß dir ebnen deinen Pfad, Darum komm, o Herr, und ziehe Ein in deine Gottesstadt. Mel. Die Tugend wird durchs. 289 Her steh ich unter dei— nem Himmel, Seh tausend Welten über mir, Und fern vom rauschenden Getümmel, Fühlt sich mein Herz erquickt in dir nieder, Vor dir, Herr, dessen Allmachtruf Den Himmel dort, und meine Brüder Und mich, wie jenen Himmel schuf. 4 2. Dich sing ich, Gott, der jene Sterne Aus seiner Hand hin⸗ warf wie Saat, Der stets in un⸗ ermeßner Ferne Sie leitet ihren lichten Pfad. Dort wandeln sie in sichern Kreisen So friedlich hin wie Freund an Freund, Ein großes Chor, das, dich zu preisen, In seinem Fluge sich vereint. 3. Wer nennt, wer nennt die Wesen alle, Aus deren Mund dein Loblied steigt, Das mit der Welten Jubelschalle Bis zu dem Psalm des Seraphs fleugt? Das in des Himmels höherm Tone Von Stern zu Stern das All durchdringt, Und sich geflügelt zu dem Throne Hinauf von goldnen Harfen schwingt? 4. Auch mich schuf Gott zu seiner Ehre, In diesem Staube wohnt ein Geist, Der, Engeln gleich, sich in die Heere Des Him— mels mischt und dankt und preist. Lobsing ihm, Seele, der zum Leben In jenen Höhn auch dich erkor. Hinauf, hinauf! wann werd ich schweben Zum lichten Sternen⸗ heer empor? Mel. Wachet auf, ruft uns die. 290 Betet an, ihr Menschen, bringet Dem Höch-— sten Ruhm und Preis, lobsinget, Gott, unsern Schöpfer, betet an. Zahllos sind der Geister Scharen, Die, eh wir noch geschaffen waren, Schon seine Huld und Größe sahn. dir. Mein Geist sinkt betend vor Ihr Heer, umstrahlt von Licht, Bedeckt Schöpft Tönt Himmel 2. C heere, 2 Jauchze Frohloc Gott, d 3. H Dem 6 dienen, fern. S Fromm vollkom voll der er gebe Ist Ge Er sen sie send 4.— den Bl. aus, seg wie es um Ge gern de freun si nen, Ji wenn ehren, freun; Erbarn ihren A —— dessen dort, ich, wie tt, der id hin⸗ in un⸗ Hihren sie in ch hin großes N, In int die Mund lit der u dem Das Tone 8 All gelt zu oldnen ott zu Staube Engeln ö Him⸗ preist. Leben erkor. rd ich ernen⸗ die. ischen, singet, et an. haren, varen, sahn. Licht, Schöpfung, Erhaltung, Regierung. 169 Bedeckt das Angesicht Vor dem Schöpfer. Voll Preis und Dank Tönt ihr Gesang Durch alle Himmel Gottes hin. 2. Er nur zählt die Geister⸗ heere, Die hoch im Himmel seine Ehre Und seiner Größe Ruhm erhöhn. Heilig, heilig ist Gott! rufen Sie tief anbetend an den Stufen Des hohen Throns, um den sie stehn. So weit er herrscht, so weit Geht seine Herrlichkeit, Jauchzen alle: Wer ist wie er? Frohlockt ihr Heer: Wer ist wie Gott, der uns erschuf? 3. Hohe Seligkeit ist's ihnen, Dem Gott, der sie erschuf, zu dienen, Von allem Eigenwillen fern. Seht ihr Beispiel, folgt, ihr Frommen, Sie alle, heilig und vollljommen, Gehorchen wonne— voll dem Herrn. Sie thun, was er gebeut, Und ihre Herrlichkeit Ist Gehorsam. Sie zögern nie, Er sende sie, Wohin sein Wink sie senden mag. 4. Winden gleich und gleich den Blitzen, Gehn sie vom Thron aus, segnen, schützen Und strafen, wie es Gott gebeut; Lagern sich um Gottes Kinder, Und fördern gern das Heil der Sünder, Und freun sich ihrer Seligkeit. Sie die⸗ nen, Jesu, dir, Frohlocken laut, wenn wir Uns bekehren, Wenn unser Dank Den Preisgesang Der Himmel hier schon wiederhallt. 5. Gott, mit allen diesen Heeren Soll, der hier heilig wird, dich ehren, Einst ewig sich mit ihnen freun; Soll, erlöst durch dein Erbarmen, Zu dir gebracht auf selig sein. Vernehmt's, ihr Men⸗ schen, hört: Wer sich zu Gott be— kehrt, Wird am Throne In seinem Reich Auch, Engeln gleich, Das Antlitz seines Gottes schaun. 6. Werdet heilig, seid vollkom⸗ men, Wie Engel Gottes! Gott wird kommen Mit seinen Engeln zum Gericht. Laßt sie jauchzen, daß wir alle, Dann aufgerichtet von dem Falle, Gott sehn und sei⸗ ner Wonne Licht. Heil uns! wir beten dann Den hohen Schöpfer an Mit den Engeln. Ihr Preis⸗ gesang Und unser Dank Hallt dann durch alle Himmel hin. Mel. Nun danket all und. 291 Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust, Ich sing und mach auf Erden kund, Was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Born der Gnad Und ewge Quelle bist, Daraus uns allen früh und spat Viel Heil und Segen fließt. 3. Was sind wir doch, was haben wir Auf dieser ganzen Erd, Das uns, o Vater, nicht von dir Allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Him⸗ melszelt Hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Tau und Regen netzt?ꝰ 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und Most Zu seinen Zeiten find't? 6. Wer macht, daß Heil und Leben blüht? Wer hält mit sei⸗ ner Hand Den goldnen, werten, ihren Armen, Wie sie, einst ewig edeln Fried In unserm Vaterland? 170 Gottes Werke und Wohlthaten. 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, Du, du mußt alles thun, Du hältst die Wach an unsrer Thür, Und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, Bleibst immer fromm und treu, Und stehst uns, wenn wir in Gefahr Geraten, treulich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld, Und schlägst nicht allzu⸗ sehr, Ja, endlich nimmst du unsre Schuld, Und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herz auch seufzt und schreit, Wirst du gar leicht erweicht, Und giebst uns, was uns hoch erfreut, Und dir zur Ehr gereicht. 11. Du zählst, wie oft dein Jünger wein, Und was sein Kummer sei; Kein Kindesthränlein ist so klein, Du siehst's mit Vatertreu. 12. Du füllst des Lebens Man⸗ gel aus Mit dem was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohl auf, mein Herz, o sing und spring, Und habe guten Mut, Dein Gott, der Ursprung aller Ding, Ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, Dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und Schild, dein Hülf und Heil, Schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn, Und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin Auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Ju⸗ gend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglücks⸗ lauf Hat er zum Heil gekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn In seinem Regiment; Nein, was er thut und läßt geschehn, Das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner thun, Und red ihm nicht darein, So wirst du hier in Frieden ruhn, Und ewig fröhlich sein. Eigne Melodie. 292 Gott ist mein Lied! 2 Er ist der Gott der Stärke. Herr ist sein Nam', Und groß sind seine Werke, Und alle Himmel sein Gebiet. 2. Er will und spricht's: So sind und leben Welten; Und er gebeut: So fallen durch sein Schelten Die Himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid, Und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, Und seines Thrones Feste Ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, Ein Meer von Seligkeiten, Ohn Anfang Gott, Und Gott in ewgen Zeiten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war Im Him⸗ mel, Erd und Meere, Das kennet Gott, Und seiner Werke Heere Sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, Schafft, daß ich sicher ruhe; Er schafft als Herr, Was früh und spät ich thue, Und er erforschet mich und dich, 7. Er ist mir nah, Ich sitze oder gehe, Ob ich ans Meer, Ob ich gen Himmel flöhe, So ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn Und allen Rat der Seele, Er weiß der glücks⸗ kehrt! S was Nein, schehn, id. ferner darein, ruhn, Lied! ott der „Und ud alle 8: So Ind er h sein eder in d seine scht als 8 Feste tigkeit. Schöpfung, Erhaltung, Regierung. 17¹ wie oft Ich Gutes thu und fehle, Und eilt mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar, Was er mir geben wollte, Schrieb in sein Buch, Wie lang ich leben sollte, Da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, Das Gott nicht angehöre. Herr, immer⸗ dar Soll deines Namens Ehre, Dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein je⸗ der Staub, Den du hast werden lassen, Verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm Ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft, und Meer, Ihr Auen, Thal und Hügel, Ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, Führst uns auf grüne Weiden; Und Nacht und Tag, Und Korn und Wein und Freuden Empfan⸗ gen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; Es soll mein Herz Sich mit dem Troste stillen, Daß deine Hand mein Leben hält. 15. Ist Gott mein Schutz, Will Gott mein Retter werden: So frag ich nichts Nach Himmel und nach Erden, Und biete selbst der Hölle Trutz. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 293 ir, dem weisesten Regierer, Tönt der Welten Preisgesang. Dir, du meines Lebens Führer, Singt auch meine Seele Dank. Unter allen Millionen, Die dein weites reich auch auf mich, Sorgest für mich väterlich. 2. Auf der Menschheit hohe Stufe Stellte, Herr, mich deine Hand, Daß von deinem Gnaden⸗ rufe Ich den tiefsten Sinn ver⸗ stand. Aus unendlichem Erbarmen Zogst du mich mit Vaterarmen In der Kindheit schon zu dir, Gabst in Christo alles mir. 3. Täglich warest du mir nahe, Deine Weisheit lehrte mich, Was ich hörte, was ich sahe, Zeigte mir, o Vater, dich. Ja, du kamst mit neuem Segen Jeden Morgen mir entgegen, Was der Seele heil⸗ sam war, Bot dein Geist mir reichlich dar. 4. Darum will ich dir mit Freuden Dankbar und ergeben sein, Will auch unter Kreuz und Leiden Dir ein Herz voll Demut weihn. Dich, o Herr, dich laß ich walten, Du wirst mich stets aufrecht hal⸗ ten. Sende Freude, sende Schmerz: Immer preiset dich mein Herz. 5. Herr, das höchste Gut im Leben Ist und bleibt mir deine Huld; Sie nur kann mir Frieden geben, Und bedecken meine Schuld. Anders hab ich kein Verlangen, Als nur treu an dir zu hangen, Fest mit dir vereint zu sein, Um mich deiner ganz zu freun. 6. O der seligen Verbindung, Du in mir und ich in dir! Deiner Vaterhuld Empfindung Werde täglich neu in mir, Bis ich rein und ganz vollkommen Dich einst schau mit allen From⸗ men, Dort, wo ich bin allezeit Reich bewohnen, Siehst du huld⸗ Bei dir in der Ewigkeit. 17² Gottes Werke und Wohlthaten. Mel. Nun laßt uns Gott dem. 294. Nun laßt uns Gottes Güte Uns führen zu Gemüte, Kommt, lasset uns er⸗ wägen Des milden Vaters Segen. 2. Eh wir ans Licht gesetzet, Hat er uns hochgeschätzet, Und hat uns eingeschrieben Zum Leben und zum Lieben. 3. Da wir noch sind gelegen Ohn Regen und Bewegen, Ohn Menschenhülf und Sorgen, Der Mutter selbst verborgen: 4. Da hat er uns gegeben Die Glieder und das Leben, Da hat er uns erhalten Ohn unser Thun und Walten. 5. Er hat zur rechten Stunde, Dankt's ihm mit Herz und Munde, Wie auf der Engel Wagen Uns in die Welt getragen. 6. Er hat uns aufgenommen In die Gemein der Frommen, Gemacht zu seinen Erben, Die nicht im Tode sterben. 7. Er giebt sich zu erkennen In seinem Wort; wir nennen Ihn Vater und Ernährer Und alles Guts Bescherer. 8. Er giebt für unsre Sünde In seinem eignen Kinde, Das er für uns läßt würgen, Den rech⸗ ten, treuen Bürgen. 9. Dies lasset uns bedenken, Wenn uns die Sorgen kränken: Wer seinen Sohn hergiebet, Der auch aufs höchste liebet. 10. Sollt er uns was versagen, Wenn wir ihm gläubig klagen? Blume an den Wegen Muß Sorgen widerlegen. 12. Der sie so treulich heget, So fleißig ihrer pfleget, Sollt er den Himmelserben Gedenken zu verderben? 13. O Vater, ach, verleihe, Daß deine Güt und Treue Wir inniglich betrachten, Und so gering nicht achten. 14. Die Bitte uns gewähre, Daß wir zu deiner Ehre Dir immer recht vertrauen, Und gänz⸗ lich auf dich bauen. 15. Wenn wir nur Glauben haben, So werden uns die Ga⸗ ben, Die wir zu diesem Leben Bedürfen, wohl gegeben. 16. Eh wird der Kreis der Erden, Die Welt vernichtet wer— den, Eh sollten sein verlassen, Die Fleisches Sorge hassen. Mel. In dich hab ich gehoffet. 295 I5 weiß, o Gott, daß all mein Thun Und Werk auf deinem Willen ruhn, Was du regierst, das geht und steht Auf rechten guten Wegen. 2. Es steht in keines Menschen Macht, Daß sein Rat werd ins Werk gebracht, Er seines Gangs sich freue. Des Höchsten Rat, er macht's allein, Daß Menschen⸗ rat gedeihe. ö 3. Oft denkt der Mensch in sei⸗ nem Mut, Dies oder jenes sei ihm gut, Und ist doch weit gefehlet; Sollt er nicht, uns zum Leben, Oft sieht er auch als schädlich an, Auch Brot und Kleidung geben? Was Gott doch selbst erwählet. 11. Der Vogel in den Lüften, 4. So fängt auch mancher Das Tier in seinen Klüften, Die weise Mann Ein Werk oft stark Von dir kommt Glück und Segen. liegt er gebens 6.0 du Kr. Himm ken bli und hi du sitz 7. 2 Das f In fre da de Durch 8. deiner ruh ur Willer und t zu erf 9. mir ge Fleisch verwe pflegt zu ze Muß heget, ollt er ken zu erleihe, e Wir gering währe, e Dir gänz⸗ lauben Leben 8 der t wer⸗ lassen, . ffet. t, daß uUnd ruhn, Segen. tund egen. uschen d ins Hangs Rat, schen⸗ in sei⸗ i ihm ehlet; ch an, ählet. incher stark Schöpfung, Erhaltung, Regierung. 173 und eifrig an, Und bringt's doch nicht zu Stande; Er baut ein Schloß und festes Haus, Doch nur auf nichts als Sande. 5. Wie mancher ist in seinem Sinn Fast über Bergesspitzen hin, Und eh er sich's versiehet, So liegt er da, so hat sein Fuß Ver⸗ gebens sich bemühet. 6. Drum, lieber Vater, der du Kron Und Seepter trägst im Himmelsthron, Und aus den Wol⸗ ken blitzest, Vernimm mein Wort, und höre mich Vom Stuhle, da du sitzest. 7. Verleihe mir das reine Licht, Das fließt von deinem Angesicht, In frommen Seelen webet, Und da der rechten Weisheit Kraft Durch deine Kraft belebet. 8. Gieb mir Verstand aus deiner Höb, Auf daß ich ja nicht ruh und steh Auf meinem eignen Willen. Sei du mein Freund und treuer Rat, Was gut ist, zu erfüllen. 9. Prüf alles wohl, und was mir gut, Das gieb mir ein, was Fleisch und Blut Erwählet, das verwehre. Der höchste Zweck, das beste Teil Sei deine Lieb und Ehre. 10. Was dir gefällt, das laß auch mir, O meiner Seelen Sonn und Zier, Gefallen und belieben; Was dir zuwider, laß mich nicht In Wort und That verüben. 11. Ist's Werk von dir, so hilf zum Glück, Ist's Menschenwerk, so treib's zurück, Und ändre meine Sinnen. Was du nicht wirkst, pflegt von sich selbst In kurzem 12. Sollt aber dein und unser Feind An dem, was dein Herz gut gemeint, Beginnen sich zu rächen: Ist das mein Trost, daß seinen Zorn Du leichtlich könnest brechen. 13. Tritt du zu mir, und mache leicht, Was mir sonst fast unmöglich deucht, Und bring zunt guten Ende, Was du selbst an⸗ gefangen hast, Durch Weisheit deiner Hände. 14. Ist gleich der Anfang etwas schwer, Und muß ich auch ins tiefe Meer Der bittern Sorgen treten, So treib mich nur ohn Unterlaß Zu seufzen und zu beten. 15. Wer fleißig betet und dir traut, Wird alles, davor sonst ihm graut, Mit tapferm Mut bezwin⸗ gen, Sein Sorgenstein wird in der Eil In tausend Stücke springen. 16. Der Weg zum Guten ist fast wild, Mit Dorn und Hecken ausge⸗ füllt, Doch wer ihn freudig gehet, Kommt endlich, Herr, durch dich dahin, Wo Freud und Wonne stehet. 17. Du bist mein Vater, ich dein Kind, Was ich bei mir nicht hab noch find, Hast du zu aller G'nüge. So hilf nun, daß ich meinen Stand Wohl halt und herrlich siege. 18. Nur dir sei aller Ruhm und Ehr, Ich will dein Thun je mehr und mehr Aus hocherfreuter Seelen Vor deinem Volk und aller Welt, So lang ich leb, erzählen. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher. 296 Du bist ein Mensch, das weißt du wohl, Was strebst du denn nach Dingen, zu zerrinnen. Die Gott der Herr alleine soll Und ——.— * 17⁴ Gottes Werke und Wohlthaten. kann zu Werke bringen? Du fährst mit deinem Witz und Sinn Durch so viel tausend Sorgen hin, Und denkst: wie will's auf Erden Doch endlich mit mir werden? 2. Es ist umsonst, du wirst für⸗ wahr Mit allem deinem Dichten Nicht, was so klein ist, wie ein Haar, In aller Welt ausrichten; Und dient dein Gram sonst nirgends zu, Als daß du dich aus deiner Ruh In Angst und Schmerzen stürzest, Und dir das Leben kürzest. 3. Willst du das thun, was Gott gefällt, Und dir zum Heil gedeihet, So wirf dein Sorgen auf den Held, Den Erd und Himmel scheuet, Und gieb dein Leben, Thun und Stand Nur fröhlich hin in Gottes Hand, So wird er deinen Sachen Ein fröh— lich Ende machen. 4. Wer hat so treu gesorgt für dich, Eh du zur Welt gekommen? Wer hat im Mutterschoße sich Schon deiner angenommen? Wer hat schon da dein Heil bedacht? Was that da aller Menschen Macht, Als Geist und Sinn und Leben Dir ward zuerst gegeben? 5. Durch wessen Kraft steht dein Gebein In ordentlicher Fülle? Wer gab dem Auge Licht und Schein? Dem Leibe Kraft und Hülle? Wer zog die Adern hier und dort, Und jed' an ihre Stell und Ort? Wer setzte hin und wieder So viele schöne Glieder? 6. Wo war dein Wille und Verstand, Als Wasser alles deckte, Und über See und über Land Sich Finsternis erstreckte? Wer Du wärst zu Grund gegangen. brachte Sonn und Mond herfür? Wer schuf die Kräuter, Bäum und Tier, Und hieß sie deinen Willen Nach Herzenslust erfüllen? 7. Heb auf dein Haupt, schau überall, Hier unten und dort oben, Wie Gottes Sorg auf jeden Fall Für dich sich hat erhoben. Dein Brot, dein Wasser und dein Kleid War eher noch als du bereit; Die Milch, die du einst nahmest, War auch schon, da du kamest. 8. Die Windeln, die dich all⸗ gemach Umfingen in der Wiegen, Dein Bettlein, Kammer, Stub und Dach, Und wo du solltest liegen, Das war schon alles zu⸗ gericht't, Eh noch dein Aug und Angesicht Aufblickte, daß es sehe, Was in der Welt geschehe. 9. Und dennoch soll dein An⸗ gesicht Dein ganzes Leben führen, Du traust und glaubest weiter nicht, Als was die Augen spüren; Was du beginnst, das soll allein Dein Kopf, dein Licht und Meis⸗ ter sein, Was du nicht auser⸗ koren, Das hältst du für verloren. 10. Nun siehe doch, wie viel und oft Ist das ganz umgeschla⸗ gen, Was du gewiß und fest ge⸗ hofft Mit Händen zu erjagen! Hingegen, wie so manches Mal Ist das geschehn, was überall Kein Mensch, kein Rat, kein Sinnen Vermochte zu beginnen! 11. Wie oft bist du in große Not Durch eigne Schuld gekom⸗ men, Da dein verblend'ter Sinn den Tod Fürs Leben angenommen! Und hätte Gott sein Werk und That Ergehen lassen nach dem Rat, In dem du's angefangen, . liebt, wirren, betrübt, irren, I Gemüt, güt, Ii Er träg 33.2 er still, nützet, Und He hier un Will se Lichts, winden nicht fi 14. Auf se geht ur Wo W Hernae gescheh erst kle ihn re geführe 10 wohlge und G das ni vorzun sen, gl Bäum deinen üllen? schau Hoben, n Fall Dein Kleid ; Die „War ch all⸗ Ziegen, Stub solltest es zu⸗ ig und 8 sehe, in An⸗ ühren, weiter püren; allein Meis⸗ auser⸗ rloren. ie viel jeschla⸗ fest ge⸗ jagen! Mal überall „kein innen! große gekom⸗ Sinn nmen! rk und h dem angen, angen. Schöpfung, Erhaltung, Regierung. 175 12. Der aber, der uns ewig lebt, Macht gut, was wir ver⸗ pirren, Erfreut, wo wir uns selbst hetrübt, Und führt uns, wo wir rren, Und dazu treibt ihn sein Gemüt, Und die so reine Vater⸗ züt, In der uns arme Sünder Er trägt als seine Kinder. 13. Ach, wie so oftmals schweigt er still, Und thut doch, was uns nützet, Da unterdessen unser Will Und Herz in Angsten sitzet, Sucht hier und da und findet nichts, Will sehn und mangelt doch des Lichts, Will aus der Angst sich winden, Und kann den Weg nicht finden. 14. Gott aber geht gerade fort Auf seinen weisen Wegen, Er geht und bringt uns an den Ort, Wo Wind und Sturm sich legen. 17. Das schlag hinweg, und laß dich nicht So jämmerlich bethören. Obgleich nicht allzeit das geschicht, Was Freude kann vermehren, So wird doch wahrlich das geschehn, Was Gott, dein Vater, ausersehn; Was er dir zu will kehren, Das wird kein Mensch verwehren. 18. Thu als ein Kind und lege dich In deines Vaters Arme. Bitt ihn und flehe, bis er sich Dein, wie er pflegt, erbarme, So wird er dich durch seinen Geist Auf Wegen, die du jetzt nicht weißt, Nach wohlgehaltnem Rin⸗ gen Aus allen Sorgen bringen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 97 VWürwahr, du bist, o 297.8 Gott, verborgen, Dein Rat bleibt vor uns-wunderbar. Hernachmals, wenn das Werk Umsonst sind alle unsre Sorgen, geschehn, Dann kann der MenschDu sorgtest, eh die Welt noch war, erst klarer sehn, ihn regieret, In seinem geführet. 15. Drum, wohlgemut, Und laß Was der, der Für unser Wohl schon väterlich, Rat Dies sei genug zum Trost für mich. 2. Dein Weg ist zwar in Fin⸗ liebes Herz, sei sternissen Vor unsern Augen oft von Sorg versteckt, Doch wenn wir erst und Grämen. Gott hat ein Herz. den Ausgang wissen, Wird uns das nimmer ruht, Dein Bestes die Ursach auch entdeckt, Warum vorzunehmen. Er kanns nicht las⸗dein Rat, der niemals fehlt, Den sen, glaube mir, Sein Herz is ganz gekehrt zu dir Und uns hier tuns so dunklen Weg erwählt. 3. Nie sind die Tiefen zu allzusammen, In heilger Liebe ergründen Von deiner Weisheit, Flammen. Macht und Güt; Du kannst viel 16. Es glüht sein Herz von tausend Wege finden, Wo die Ver⸗ Gnad und Treu, Und also kannst nunft nicht einen sieht. Aus Fin⸗ du denken, Wie seinem Mut zu sternis bringst du das Licht, Du Mute sei, Wenn wir uns oftmals sprichst, o Gott, und es geschicht. kränken Vergeblich mit der Sorgen⸗ 4. So weicht denn, ängstliche bürd, Als ob er uns nun gänzlich Gedanken, Gott kann weit mehr, würd Aus lauter Zorn und Hassen als ihr versteht; Bleib, Seele, in Ohn Hülf und trostlos lassen. der Demut Schranken, Die De⸗ 176 Gottes Werke und Wohlthaten. mut wird von Gott erhöht. Ja, Herr, du liebst den, der dich liebt, Und deiner Führung sich ergiebt. 5. Drum will ich dir mich überlassen Mit allem, was ich hab und bin; Ich werfe, was ich nicht kann fassen, Auf deine Macht und Weisheit hin. Der Ausgang zeigt doch immerdar, Daß stets dein Rat voll Güte war. 6. Gieb, daß dies mein Ver⸗ trauen mehre In Glück und Un⸗ glück, Freud und Leid. Schick alles, Herr, zu deiner Ehre, Und meiner Seelen Seligkeit; So preis ich einst vollkommen dich, Und freue dann auf ewig mich. Mel. Wie schön leucht't uns der. 298 Hincf, mein Geist, zu Gott empor, Zum Schöpfer, den im Jubelchor Die höhern Geister loben! Auch dich hat er hervorgebracht, Auch dich mit weiser Huld und Macht Zu seinem Reich erhoben. Vater, Vater, So ihn nennen, so ihn kennen und verehren, Was kann höh'res Glück gewähren? 2. Mit welcher stillen Sorgsam⸗ keit Verfolgt dein Blick mich jeder⸗ zeit Auf allen meinen Wegen! Du weißt, wie schwach die Men— schen sind, Und leitest mich, dein schwaches Kind, Dem Ziele sanft entgegen. Vater, Vater, Dir ver⸗ trau ich, o wie stärkt mich der Gedanke: Du bist bei mir, wenn ich wanke! 3. Mein Leben hier in dieser Zeit Ist nur der Gang zur Ewig⸗ keit, Nur Bildungszeit der Jugend. O Gott, wie gut erziehst du mich, Wie führest du so väterlich Mich hin zur wahren Tugend! Vater, Vater, Alles leitest und bereitest du mit Liebe, O daß ich dir folg⸗ sam bliebe! 4. Schau ich in deiner Welt umher, Wie sichtbar wird des Se⸗ gens Meer, Das hier schon mich umfließet! Da strömen tausend Freuden hin Für meinen Geist, für jeden Sinn, Und selbst der Wurm genießet. Vater, Vater, Deinen Segen zu erwägen, das ist weise, Das versüßt des Lebens Reise 5. Dem Freudenbecher mischest du Zwar oft auch bittre Tropfen zu, Doch nur, daß er nicht schade. Und ist die Trauerstunde da, O dann ist auch dein Beistand nah, Dann tröstet deine Gnade. Vater, Vater, Wenn auch Leiden mich der Freuden oft berauben: Deiner Liebe will ich glauben. 6. Ich sehe, daß du Vater bist Selbst dann noch, wenn mein Herz vergißt, Dir, Höchster, sich zu weihen. Wie grenzenlos ist deine Huld! Wie gern willst du der Sünden Schuld Bekümmerten ver⸗ zeihen! Vater, Vater! Ower wollte, wie er sollte, dich nicht ehren, Nicht getrost zu dir sich kehren? 7. Ergeb ich dir mein ganzes Herz, So wird einst über jeden Schmerz Mich deine Huld erhe- ben. Bald ist das Thal hier durchgereist, Wie herrlich schwingt sich dann mein Geist Empor zum höhern Leben! Vater, Vater! Dann erst seh ich ganz und ewig deine Treue. Ach, wie ich schon jetzt mich freue! 8. Do dringt,! obsingt, Sohne. gesöhnt, tief sind unter a rein vot Gott, zi 3. H Dein he Mensche Sünder, ner Uns 4. Ve Weishei gieren so wollte, Zu woll 5. Fl Uns rüh dieser& werden, Gaben, 6. Dir Des He uns mit der Sün wohl zä dir fehle ch Mich JVater, bereitest dir folg⸗ er Welt des Se⸗ hon mich tausend u Geist, elbst der Vater, „ das ist Lebens mischest Tropfen t schade. da, O ind nah, Vater, en mich Deiner ater bist ein Herz sich zu ist deine du der ten ver⸗ r wollte, ehren, kehren? ganzes er jeden dd erhe⸗ al hier chwingt Empor Vater! nd ewig h schon Die Erlösung.(Die Sünde und ihre Folgen.) 177 8. Daß diese Freude mich durch⸗tönt Nun hier wie dort am dringt, Und dir mein frohes Herz Throne. Vater, Vater! Nie obsingt, Das dank ich deinem verhalle, ewig schalle selbst bei Sohne. Er hat mit dir uns aus⸗Schmerzen Dieser Ton in gefͤhnt, Dein holder Vatername Christenherzen. Erlösung des Menschen. 1. Die Sünde und ihre Folgen. Mel. Auf meinen lieben Gott. 7. O Herr, was uns gebricht, Laß 209 Du, der kein Böses in der Wahrheit Licht So heilsam thut, Du schufst uns erkennen, Daß wir von Ernst den Menschen gut, Du gabst ihm entbrennen, Der Sünde zu ent⸗ Licht und Kräfte Zum seligen Ge⸗sagen, Der Beßrung nachzujagen. schäfte, In Heiligkeit zu wandeln, 8. Wohl dem, der sie gewinnt! Stets recht vor dir zu handeln. Gott, so verderbt wir sind, So 2. Wo ist der Unschuld Ruhm? willst du uns doch heilen, Und Ach, wir, dein Eigentum, Wie Kräfte uns erteilen, Schon wie⸗ tief sind wir gefallen! Wo ist jetzt derum auf Erden Dir gleichge⸗ unter allen Ein Mensch ganz sinnt zu werden. rein von Sünden Vor dir, o 9. Herr, diese deine Huld Laß Gott, zu finden? uns durch unsre Schuld Nicht fre⸗ 3. Hier ist kein Unterschied. vent ich verscherzen. Erwecke unsre Dein helles Auge sieht Auf alle Herzen, Dir nicht zu widerstreben, Menschenkinder, Ach, sie sind alle Damit wir ewig leben. Sünder, Da ist vor dir, Herr, kei⸗ Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. ner Unschuldig, auch nicht einer. 300 Ach mein Jesu, welch 4. Verderbt ist aller Sinn, Die Verderben Wohnet Weisheit ist dahin, Die uns re⸗nicht in meiner Brust! Denn gieren sollte, Nur was dein Wille mit andern Adamserben Steck ich wollte, Mit freudevollen Trieben voller Sündenlust. Ach, ich muß Zu wollen und zu üben. es dir bekennen, Ich bin Fleisch 5. Fleisch sind wir von Natur, vom Fleisch zu nennen. Uns rühren leider nur Die Güter 2. Wie verkehrt sind meine dieser Erden, Die uns entrissen Wege, Wie verderbt ist doch mein werden, Mehr als die höhern Sinn! Der ich zu dem Guten Gaben, Die uns auf ewig laben. träge, Aber schnell zum Bösen bin. 6. Dir folgen dünkt uns Zwang, Ach, wer wird mich von den Ketten Des Herzens böser Hang Reißt Und vom Tod der Sünden retten? uns mit starkem Triebe Zu schnö. 3. Hilf mir durch den Geist der der Sündenliebe; Und können wir Gnaden Aus der angeerbten Not, wohl zählen, Wie oft wir vor Heile meinen Seelenschaden, Herr, dir fehlen? durch deinen Kreuzestod; Schlage 178 Gottes Werke und Wohlthaten. du die Sündenglieder Meines alten Adams nieder. 4. Ich bin unten von der Er⸗ den, Herr, ich bin in Sünden tot; Soll ich wieder lebend wer⸗ den, So mußt du in dieser Not Mich durch deinen Geist gebären, Und mir neue Kraft gewähren. 5. Schaff in mir ein reines Herze, Einen neuen Geist gieb mir, Daß ich nun nicht länger scherze Mit der sündlichen Begier. Laß mich ihre List bald merken, Mich im Geist dagegen stärken. 6. Lehr mich wachen, beten, rin⸗ gen, Und mein böses Fleisch und Blut In des Geistes Joch zu zwin⸗ gen, Weil es niemals Gutes thut. Was nicht kann dein Reich er⸗ erben, Laß in deinem Tod ersterben. 7. Reize mich durch jene Krone, 3. Zu dir flieh ich, Verstß in mich nicht, Wie ich's wohl hab verdienet. Geh mit mir nicht, Gott, ins Gericht, Dein Sohn hat mich versühnet. 4. Soll's ja so sein, Daß Straf und Pein Auf Sünden folgen müssen: So fahr hier fort, Nur schone dort, Und laß mich hier wohl büßen. 5. Gieb, Herr, Geduld, Vergieb die Schuld, Gieb ein gehorsam Herze, Daß ich doch nie Durch Sorg und Müh Mein ewget Heil verscherze. 6. Verfahr mit mir, Wie's dün⸗ ket dir, Ich will es gerne leiden Nur wollst du mich Nicht ewiß⸗ lich Von deiner Gnade scheiden, 7. Wie dort im Baum Den sichern Raum Der bange Vogel Die mir droben beigelegt, Daß ich findet, Wenn schwarz die Nacht. meiner niemals schone, Wann und wo ein Feind sich regt; Sodann hilf mir tapfer kämpfen, Teufel, Welt und Fleisch zu dämpfen. 8. Sollt ich etwa unterliegen, O so hilf mir wieder auf. Laß in deiner Kraft mich siegen, Daß ich meinen Lebenslauf Unter dei⸗ nen Siegeshänden Möge ritter⸗ lich vollenden. Eigne Melodie. 301 Ach Gott und Herr, * Wie groß und schwer Sind meine vielen Sünden! Da ist kein Mann, Der helfen kann, In dieser Welt zu finden. 2. Flöh ich gleich weit Zu aller Zeit Bis an der Erde En⸗ den, Um frei zu sein Der Angst und Pein, Würd ich sie doch nicht wenden. ö Das Wetter kracht, In Angst sich alles windet: 8. Also, Herr Christ, Meiin“ Zuflucht ist In deinen Todes wunden; Wenn Sünd und Tod Mich stürzt in Not, Dann weid i ich da gefunden. ö 9. Darin ich bleib, Und oh! mein Leib Und Seele sich aut scheiden, So werd ich dort Be dir, mein Hort, Doch sein in ewgen Freuden. 10. Gott, dir sei Ruhm! Dein Eigentum Bleib ich in Jesu Ma⸗ men. Ich zweifle nicht, Wei Christus spricht: Wer glaubt⸗ wird selig! Amen. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 302 Frrilich bin ich arn 2 und bloß, O ‚di großer Menschenhüter! Ach, nimm Meines Komm Komm, Heh do Hör, o 3. G nicht, N Pranger bricht, Treulich Und mi Ich soll frag ich Mel. tig, jän was sin Herr Je unsre N vor Au wohl hab tir nicht, in Sohn in, Daß Sünden ahr hier Und laß „Vergieb gehorsam ie Durch in ewges zie's dün⸗ ne leiden, icht ewiz⸗ scheiden um Den ige Vogel ie Nacht, n Angst t, Mein“ uTodes⸗ und Tod ann werd Und ob sich aut dort B sein in ym! Dein Jesu M⸗ ht, Weil glaubh ich nicht, ich arm „ O ch, nimm Die Erlösung. (Die Sünde und ihre Folgen.) 179 nich in deinen Schoß, Schenke mir des Himmels Güter. Schau, ih lieg in meinem Blut, Nimm mich auf, o höchstes Gut. 2. Allerhöchster Gottessohn, Meines Lebens einzig Leben, Komm herab vom Sternenthron, Komm, ich will mich dir ergeben. Heh doch nicht vor mir vorbei, hör, o Jesu, mein Geschrei. 3. Gold und Silber acht ich nicht, Nicht der Welt vergänglich Prangen; Eines, eines mir ge⸗ bricht, Dieses such ich voll Ver⸗ langen: Der Maria bestes Teil Wähl ich aus, der Seelen Heil. 4. Weil ich bin in Sünden tot, Seufz ich nach der Seele Leben. Jesu, hilf aus dieser Not, Hilf dem Teufel widerstreben, Denn er steht nach meiner Kron, Hilf, o starker Davidssohn. 5. Alles will ich geben hin, Wenn ich dich nur kann besitzen. Veg mit allem Weltgewinn! Hier⸗ auf will ich mich nicht stützen Mein Erlöser ist mein Gold, Das ich nicht vertauschen wollt. 6. Er wird nicht vorüber gehn, Sollt ich schon im Blute liegen; Treulich wird er bei mir stehn, Und mich nimmermehr betrügen. Ich soll leben, sagt er mir; Was frag ich, o Welt, nach dir? Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 303 Ach, was sind wir ohne Jesum? Dürf⸗ tig, jämmerlich und arm. Ach, was sind wir? voller Elend, Ach, Herr Jesu, dich erbarm! Laß dich unsre Not bewegen, Die wir dir vor Augen legen. 2. Wir sind nichts ohn dich, Herr Jesu, Überall ist Finster⸗ nis, Und es quälet uns so hef⸗ tig Des Gewissens Schlangenbiß. Sündengift steckt in dem Herzen, Und verursacht bittre Schmerzen. 3. Ohne dich, getreuer Jesu, Schrecken Teufel, Welt und Höll, Und erregen Angst und Zittern, Nirgends, nirgends ist es hell. Aufgewacht ist mein Gewissen, Ich bin ganz von Angst zerrissen. 4. Darum stärk uns, liebster Jesu, Sei in Finsternis uns Licht, Offne unsers Geistes Augen, Zeig dein freundlich Angesicht. Strahl, o Sonn, mit Lebensblicken, So wird sich das Herz erquicken. 5. Tritt den Satan, starker Jesu, Unter unsern schwachen Fuß. Du kennst unser Unvermögen, Schenk uns deines Heils Genuß, Daß wir deine Kraft verspüren, Nie im Kampf den Mut verlieren. 6. Faß uns an, o treuer Jesu, Führ uns durch die Pilgerstraß, Daß wir auf den rechten Wegen Gehen fort ohn Unterlaß. Laß uns meiden alle Stricke, Und nicht wieder sehn zurücke. 7. Laß den Geist der Kraft, Herr Jesu, Geben unserm Geiste Kraft, Daß wir treulich dir nach⸗ wandeln, Nach der Liebe Eigen⸗ schaft. Ach, Herr, mach uns selber tüchtig, So ist unser Leben richtig. 8. Dann wird Lob und Dank, Herr Jesu, Schallen aus des Her⸗ zens Grund; Dann wird alles dich bekennen, Und dir singen Herz und Mund; Dann wird auf der ganzen Erden Jesus hoch⸗ gelobet werden. 12 — * 8.. —————.—.——.—.—————‚——. ͥSSS ‚HPIFIFIFIFIFIFIFIFIFIFIFI FI I I III——— PPPPIPIPIPIPIPIPIPIPIIIII‚IEIEIE‚EI‚I‚I‚I‚I‚eieeee —— ——.—* ——— 18⁰ Gottes Werke und Wohlthaten. Mel. Auf meinen lieben Gott. 304 J5 bin mir, Gott, bewußt Der innern bösen Lust, Der Quelle meiner Sünden, Die Menschen nie er⸗ gründen. O heile du aus Gnaden Der Seele tiefen Schaden. 2. Wie oft gehorch ich ihr! Wie oft hab ich vor dir, Herr, dein Gesetz verletzet, Und dir mich widersetzet! Ach, willst du nicht vergeben, Mein Gott, wie kann ich leben? 3. Ein jegliches Gebot Zeugt wider mich, und droht Mit ewi⸗ gem Verderben. Laß, Vater, mich nicht sterben. Du kannst, du kannst vom Bösen Auch mich, o Herr, erlösen. 4. Verwirf mich nicht vor dir, Beweise Gnad an mir, Erneure meine Seele, Daß sie das Gute wähle. Die Tilgung meiner Sün⸗ den Laß mich bei Jesu finden. 5. Drückt mich ihr schweres Joch, So sei, o Vater, doch Noch stärker dein Erbarmen, Das hei⸗ lige mich Armen. Du kannst, mein Gott, vergeben, Bei dir ist Heil und Leben. 6. Hat sonst des Fleisches Macht Ihr Werkin mir vollbracht: So laß zu guten Werken Nun deinen Geist mich stärken, Daß, folgsam deiner Lehre, Ich nun dich fürcht und ehre. 7. Hilf, wenn in meiner Brust Sich regt die böse Lust, Daß ich mich widersetze, Und nicht dein Recht verletze, Dein Bild noch auf der Erde, Und dort vollendet werde. Mel. Wo Gott zum Haus nicht giebt sein' Gunst. + ott wollte nicht des 305. Geunders Tod, Gab Freudensaal? ihm sein Wort und sein Gebot, 2.8 That ernstlich seinen Willen kund, Rief Israel in seinen Bund. 2. Im Donner bebte Sinai, Als sein Gesetz der Herr verlieh. Er grub's in Felsentafeln ein, Doch auch des Volkes Herz blieb Stein. 3. Da sprach voll Huld des Vaters Mund: Gestiftet werd ein neuer Bund, Kein toter Buch⸗ stab auf dem Stein, Die Liebe schreib ins Herz ihn ein! 4. Dann herrscht mein Seepter väterlich, Sie sind mein Voll, ihr Gott bin ich; Die Liebe lehr und treibe nun, Daß gern sie meinen Willen thun. 5. So sandte Gott von seinem Thron Den eignen, eingebornen Sohn. Der Vater thut durch Christi Mund Sein Wort und seine Liebe kund. 6. Des Sohnes Ruf ist: Men⸗ schen, hört, Was euch der Golt der Liebe lehrt: Liebt den, der euch zuvor geliebt, Und euch den Sohn zum Heiland giebt. 7. Mit meiner Liebe liebet euch Ihr seid durch mich einander gleich, Und weiht die neuen Kräfte gern 2 Dem Reiche Gottes, eures Herrn. 8. Gott, der du selbst die Liebe bist Die keines Menschen Sinn ermißt, Gieß aus den Geist der Liebe nun i Daß alle deinen Willen thun. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 306 Buter Hirte, willst d 2 nicht Deines Schäf⸗ leins dich erbarmen, Und es nach der Hirtenpflicht Tragen heim auf deinen Armen? Willst du mich nicht aus der Qual Holen in den recht zu Schafen u den 2 geborgen 3. M Schar, schauen, fͤhr Auf Die nich Und nie Mel. 2 307. laß uns hellen S mich, du arme& Stricken ich In! zen um mir zeig 2. Ach In meit Und giel Gieb, da meine schlag, z Und laß! Im Inn Gieb due und Ver Gebot, en kund, Zund. Sinai, verlieh. in, Doch b Stein. zvuld des werd ein r Buch⸗ )ie Liebe Scepter n Volk, iebe lehr gern si n seinem gebornen it durch zort und t: Men⸗ der Gott den, der euch den t. In mein verfinstert Herz hinein, ebet euch, er gleich üfte gern 8 Herrn. Ziebe bist, u ermißt, iebe nun, thun. ersicht. willst du 8 Schäf, es nach heim auf du mich n in den Die Erlösung im allgemeinen. 181 2. Schau, wie ich verirret bin Auf der Wüste dieser Erde; Komm, und bringe mich doch hin Zu den Schafen deiner Herde. Führ mich zu den Deinen hin, Wo ich wohl geborgen bin. 3. Mich verlangt, dich mit der Schar, Die dich loben, anzu⸗ schauen, Die da weiden ohn Ge⸗ fahr Auf den süßen Himmelsauen, Die nicht in der Furcht mehr stehn, Und nicht können irre gehn. 4. Denn ich bin hier sehr be⸗ drängt, Muß in steten Sorgen leben, Weil die Feinde mich um⸗ schränkt, Und mit List und Macht umgeben, Daß ich armes Schäfe⸗ lein Keinen Blick kann sicher sein. 5. O Herr Jesu, laß mich nicht In der Wölfe Rachen kommen; Hilf mir nach der Hirtenpflicht, Daß ich ihnen werd entnommen. Hole mich, dein Schäfelein, In die ewgen Hütten ein. 2. Die Erlösung Mel. Wie schön leucht't uns der. 307 Brich, heller Morgen⸗ 30 stern, herein, Und im allgemeinen. 4. Denn du bist ja mein Gna⸗ denlicht, Dem niemals Glanz und Schein gebricht, Laß nur mit dir laß uns deinen Freudenschein In mich gehen. Herr, wenn ich dort hellen Strahlen sehen. Ermuntre den Richterschlß Vom ewgen mich, du Gnadenlicht, Und laß die Throne hören muß, Kann ich mit arme Seele nicht In Satans dir bestehen, Weil ich Durch dich, Stricken gehen. Ruf mich, Daß Gnadensonne, lauter Wonne dort ich In dem Herzen tiefe Schmer⸗ zen um die Sünde, Die sich an mir zeigt, empfinde. 2. Ach, gieße deinen edlen Schein Und gieb mir reine Triebe. Ver⸗ treib die schwarze Sündennacht, Die mir so angst und bange macht, O zeig mir deine Liebe. Was mich Ewig Sollte plagen, willst du tragen; zeig die Wege, Wie ich zu dir kommen möge. 3. Bekehre meinen harten Sinn, Gieb, daß ich voller Reue bin Um meine schweren Sünden. Zer⸗ schlag, zerknirsche Geist und Herz, Und laß michwahrenSeelenschmerz Im Innersten empfinden. Hierzu Gieb du Glaubenstriebe, reine Liebe und Verlangen, Dich, mein Heil, recht zu umfangen. erlange, Und als ein Gerechter prange. 5. So kleide meine Seele ganz In deinen reinen Schmuck und Glanz, Und reinge mein Gewissen. Uns hat ja deines Blutes Kraft, Die alles rein und heilig schafft, Der Sündenlast entrissen. Laß doch Auch noch Selbst in Schmerzen sich die Herzen zu dir neigen Und ihr Licht den Menschen zeigen. 6. Dring in mein Herz, mein Licht, mein Heil, Ich find an dir mein bestes Teil, Drum will ich auf dich hoffen. Du hast dich fest mit mir vereint; Gieb, daß mein Herz es redlich meint, Da nun der Bund getroffen. Herr, dich Halt ich, Du der Meine, ich der Deine, ach, uns beide Trenne weder Leid noch Freude. Gottes Werke und Wohlthaten. 7. Befestige mein wankend Herz, Damit es sich durch keinen Schmerz Von dir abwenden lasse. In dir, mein Vater, gründe mich, Gieb daß mein fester Glaube dich Als seinen Schutz umfasse. Halt mich, Daß ich Ja nicht weiche, komm und reiche mir die Hände, Daß kein Fall mich von dir wende. 8. Den Glaubensschmuck trag ich an mir, Verleih auch, daß die Tugendzier Dem Glauben niemals fehlet. Du hast mich, Herr, zu deinem Ruhm, Zu deinem ewgen Eigentum, Zu deinem Kind er⸗ wählet. Selig, Wenn ich Diese Zierde, diese Würde nie verliere, Und sie einst dort ewig führe. 9. Verklär dich täglich mehr in mir, Ein reich Erkenntnis gieb von dir; Laß mich gewisser werden, Daß ich in deiner Gnade steh, Und auf des Himmels Wegen geh, So lang ich wall auf Er⸗ den. Gänzlich Will ich Mich verschreiben, dein zu bleiben, daß ich droben Dich kann ewig sehn und loben. 10. Erfreue mich, mein Seelen⸗ schatz, Du hast in meinem Herzen Platz, Erfüll es mit Vergnügen. Gieb ihm des Himmels Lebenssaft, Laß mich durch deiner Liebe Kraft Hier alles Leid besiegen. Laß mich Junig Voll Verlangen dich um⸗ fangen, dich genießen, Dies kann alle Not versüßen. 11. Erhalte mich in deinem Licht, Laß alle List und Macht mich nicht Von deiner Gnade trennen. Vollführ in mir dein Gnadenwerk, Gieb Geisteskraft und Glaubensstärk, Laß mich dich ewig kennen, Und mich SE• tig Hier bestreben, dir zu leben, bis ich sterbe Und mit dir das Reich ererbe. 12. Umgieb mich endlich überall Mit Gnadenproben ohne„SZahl Dein Auge mich behüte, Daß ih in deiner Gnade steh Und daru immer weiter geh Durch deine Wundergüte. Täglich, Stündlich Gieb mir Gnade, daß kein Schade, daß kein Leiden Möge je von dir mich scheiden. Mel. Wer nur den lieben Gott 308 Mein Gott, wie groß ist dein Erbarmen, Das mir dein Gnadenbund be— weist! Du nimmst mich auf mit Liebesarmen, Und giebst mir dei— nes Sohnes Geist, Daß ich, von Sünden Rrin und frei, Dein neuer Bundsgenosse sei. 2. Ich hielt, o Gott, mich für verloren, Da ich in meinem Blutt lag, Doch weil du mich dir aus⸗ erkoren, Erschien mir ein ersehnter Tag, Der that auch mir durth deinen Bund Heil, Segen und Erlösung kund. 3. Aufs neue hast du mih geboren, Mich deinen Kindern zu— gezählt, Du hast mir Treue zuge⸗ schworen, Und mich in Christo auserwählt; Er hat mich durch sein Blmt erkauft, Auf seinen Tod bin ich getauft. 4. Zwar dein Gesetz macht auch vor Bund bekannt; Es zeigte Christum schon von weitem, Den du zum Heil der Welt ernannt, Doch konnte dieser Gnadenschein Noch nicht ganz hell und heiter sein, Zeiten Den Vätern deinen 5. Ni der Gna und Se selber eir Hesetz e der Wah tem Ane 6. Di hestehen, Sünde Himmel doch siche Christi, Macht a 7. Eh weichen, vergehn, Gnadenz fest beste den er ge Erd und 8. O mein E Bunde f Vaterhä: richtig ge dir, mei im Him Mel. 309. men Sck men jet deines deinen 2 Begier, 92 9r 2. Di O Herr uns fest Verheißt alle Tag nich St zu leben, dir das Die Erlösung im allgemeinen. 183 5. Nun, zu dem neuen Bund der Gnaden, Woraus uns Heil und Segen quillt, Hat Christus selber eingeladen, Nachdem er das 39 Jall ne Zahl; Daß u nd darin ch deine Stündlich Schade, e von dir n Gott wie groß rbarmen, bund be⸗ auf mit mir dei⸗ ich, von ein neuer mich für m Bluti dir aus⸗ ersehnter ir durch egen und du mich udern zu⸗ eue zuge⸗ Chrisi ich durch inen Tod acht auch u deinen Christum du zum t, Doch ein Noch iter sein Hesetz erfüllt. Nun sehen wir der Wahrheit Licht Mit aufgedeck⸗ tem Angesicht. 6. Dies Gnadenbündnis muß bestehen, Ob Teufel, Höll und Sünde stürmt. Wird Erd und Himmel gleich vergehen, Bin ich doch sicher g'nug beschirmt, Denn Christi, meines Bürgen, Blut Macht alle meine Schulden gut. 7. Eh müßten Berg und Hügel weichen, Eh müßt die ganze Welt vergehn, Als daß sein Bund, sein Gnadenzeichen, Nicht ewig sollte fest bestehn. Sein Friedensbund, den er gemacht, Bleibt, wenn auch Erd und Himmel kracht. 8. O Herr, laß mich bis an mein Ende Getreu in deinem Bunde stehn. Ach leitet mich, ihr Vaterhände, Daß meine Tritte richtig gehn; So hab ich einst an dir, mein Heil, Als Bundeskind im Himmel teil. Mel. Valet will ich dir geben. 309 err Jesu, Licht der * Heiden, Der From⸗ men Schatz und Lieb, Wir kom⸗ men jetzt mit Freuden Durch deines Geistes Trieb In diesen deinen Tempel, Und suchen mit Begier, Nach Simeons Exempel, Dich, großer Gott, auch hier. 2. Du wirst von uns gefunden, O Herr, an jedem Ort, Da du uns fest verbunden Durch dein Verheißungswort; Vergönnst noch alle Tage, Daß man dich, Gott zum Preis, Auf Glaubensarmen trage, Wie dort der fromme Greis. 3. Sei unser Glanz in Wonne, Ein helles Licht in Pein, Im Schrecken unsre Sonne, Im Kreuz ein Gnadenschein. Wenn in der Not wir beben, Sei uns ein Freudenstrahl, In Krankheit unser Leben, Ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß es uns gelingen, Daß wir, wie Simeon, Auch end⸗ lich mögen singen Im frohen Sie⸗ geston: Nun werden mir in Frie⸗ den Die Augen zugedrückt, Nach⸗ dem ich schon hienieden Den Hei⸗ land hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, Mein Jesus, dich geschaut. Kein Feind kann dich mir rauben, Dich, dem mein Herz vertraut. Ich wohn in deinem Herzen, Und in dem meinen du, Uns scheiden keine Schmerzen, In dir ich ewig ruh. 6. Hier will es oft mir schei⸗ nen, Du säh'st mich strafend an, Daß ich vor Angst und Weinen Dich kaum erkennen kann. Dort aber wird's geschehen, Daß ich von Angesicht Zu Angesicht soll sehen Dein immer klares Licht. Mel. Der Herr mein Licht ist. 310 O ZL:iebesglut, die Erd und Himmel paaret, O Wundersee, drein sich mein Herz versenkt, Daß Gott noch Huld für seinen Feind bewahret, Und seine Gnad dem schnödsten Sünder schenkt! Wie tief er mich im Fluch und Blute fand, Sein ganzes All dringt in mein Nichts hinein, Er will in einem Wurm 184 Gottes Werke und Wohlthaten. verkläret sein, Und ladet mich zu seinem Gnadenstand. 2. Hier staunt der Geister Schar, die Seraphinen Bedecken hier mit Flügeln ihr Gesicht; Der Ewig⸗ teit Geheimnis ist erschienen, Hier kommt der Gottheit ganzer Rat ans Licht. Die Herrlichkeit, die mit dem Werkbund war Geschän— det, bricht mit neuem Glanz her⸗ vor, Entriegelt steht das goldne Lebensthor, Gott selbst stellt sich zum Gut des Sünders dar. 3. Dies ist der Mittelpunkt von Gottes Wegen, Der Tiefen Schlüssel und des Wortes Kern. Hier trieft ein angenehmer Gna⸗ denregen, Hier gehet auf ein heller Morgenstern, Hier muß mein träger Sinn entzücket stehn, Hier findet nichts als Thorheit mein Verstand, Und hab ich Kraft und Fleiß schon angewandt, Kann ich doch kaum ein wenig schim— mern sehn. 4. O Epwigkeit, laß deines Lichtes Strahlen Mich bringen auf die Spur der Weisheit hin, Um mir dein Bundsgeheimnis abzumalen, Wovon kein Fleisch noch Blut versteht den Sinn. Des Geistes Augensalbe leg mir bei, Damit, was nie ein Mensch noch Engel denkt, Und was dein Wort von deinem Bunde schenkt, Mir nicht wie ein versiegelt Buch mehr sei. 5. Doch nimm zugleich Ver⸗ stand und Herz gefangen, Da ich mich jetzt zu deinen Füßen setz', Um dir als Bundesgott stets anzuhangen. Ach, spanne mich in deiner Liebe Netz. Zwing mich, zeuch mich, damit ich dir nachlauf, Und da du dich willst gänzlich geben mir, So gieb auch Kraft, daß ich mich gebe dir. Herr Jesu, zeuch mein ganzes Herz hinauf. Mel. Werde munter, mein Gemüte. ewge Liebe, mein Ge⸗ 31¹. E müte Waget einen kühnen Blick In den Abgrund dei⸗ ner Güte; Send ihm einen Blick zurück, Einen Blick voll Heiterkeit, Der die Finsternis zerstreut, Die mein blödes Auge drücket, Wenn es nach dem Lichte blicket. 2. Ich verehre dich, o Liebe, Daß du dich erbarmet hast, Und aus freiem, reinem Triebe Den allweisen Rat gefaßt, Der in Fluch versenkten Welt Durch ein teures Lösegeld, Durch des eig⸗ nen Sohnes Sterben Gnad und Freiheit zu erwerben. 3. O ein Ratschluß voll Er⸗ barmen, Voller Huld und Freund⸗ lichkeit, Welcher uns hülflosen Armen Gnade, Trost und Hülfe beut! Liebe, die des Sohn's nicht schont, Der in ihrem Schoße retten Aus den schweren Sünden⸗ ketten. 4. Doch du hast, o weise Liebe, ein jeder darin bliebe, Der am Segen Anteil nimmt. Nur wer an den Mittler gläubt, Und ihm treu ergeben bleibt, Der soll nicht Leben sehen. 5. Diesen Glauben anzuzünden, Giebst du deinen guten Geist, Den wohnt, Um die Sünder zu er⸗ Eine Ordnung auch bestimmt, Daß verloren gehen, Sondern Heil und der Tilg begierige der kräf Jammer der Gna Glauber 6. De Ohne G gen Sür kignen glaubt Fluch u mutwill ihn aus 7. En Was d Mit u Diesen der Gla Vernun der Eng niemals 8. Li stehn; Grauen gehn. K mich, Deiner Noch v Mel. 312. Die sich ich dir h willst ieb auch ebe dir. ganzes Gemüte. ein Ge⸗ t einen und dei⸗ en Blick eiterkeit, ut, Die „Wenn . d Liebe, st, Und be Den Der in urch ein des eig⸗ iad und voll Er⸗ ö Freund⸗ ülflosen d Hülfe 's nicht Schoße zu er⸗ Sünden⸗ se Liebe, mt, Daß Der am ur wer ilnd ihm joll nicht Heil und zünden, ist, Den Die Erlösung im allgemeinen. 18⁵ der Tilger unsrer Sünden Heils⸗ begierigen verheißt, Der den Sün⸗ der kräftig zieht, Daß er seinen Jammer sieht, Zu dem Thron ließ, Was für ein Trieb hat dich bewegen müssen, Der dich zu mir ins Jammerthal verwies? Die Liebe hat es selbst gethan, Sie der Gnaden gehet Und um diesen schaut als Mutter mich In mei⸗ Glauben flehet. 6. Da du keinen zum Verderben Ohne Grund verbannet hast, Tra⸗ gen Sünder, wenn sie sterben, Ihrer lignen Bosheit Last. Wer nicht glaubt an deinen Sohn, Der hat Fluch und Tod zum Lohn, Sein mutwillig Widerstreben Schließt ihn aus vom Heil und Leben. 7. Ewig sei mit Dank besungen, Was dein Rat beschlossen hat. Mit uns preisen Engelzungen Diesen weisen heilgen Rat, Den der Glaub in Demut ehrt, Die Vernunft erstaunend hört, Wo der Engel Tiefen findet, Die er niemals ganz ergründet. 8. Liebe, laß mich dahin stre⸗ ben, Meiner Wahl gewiß zu sein. Richte selbst mein ganzes Leben So nach deinem Willen ein, Daß des Glaubens Frucht und Kraft, Die dein Geist in mir geschafft, Mir zum Zeugnis dienen möge: Ich sei auf dem rechten Wege. 9. Laß mich meinen Namen schauen In dem Buch des Lebens stehn; Alsdann werd ich ohne Grauen Selbst dem Tod entgegen⸗ gehn. Kein Geschöpf, o Gott, wird mich, Den du liebest ewiglich, Deiner Hand entreißen können, Noch von deiner Liebe trennen. Mel. Mein Freund zerschmilzt. 312. O GLebe, die den Him⸗ mel hat zerrissen, nem Jammer an. 2. Die Liebe ist so groß in dei⸗ nem Herzen, Daß du für mich das größte Wunder thust; Die Liebe macht dir meinetwegen Schmerzen, Daß mir zu gut du unter Dornen ruhst. O unerhörter Liebesgrad, Der selbst des Vaters Wort Ins Fleisch gesendet hat! 3. Die Liebe hat auf ewig mich verbunden, Sie überströmt mich mit Barmherzigkeit. Ich habe mei⸗ nen Vater nun gefunden, Die Ewigkeit vermählt sich mit der Zeit; Das Leben ist mit uns vereint, Da der erloschne Glanz Der Herrlichkeit erscheint. 4. In ihm wird nun die Mensch⸗ heit ausgesöhnet, Die Reinigkeit der Seelen wiederbracht, Sie wird vom Vater selbst mit Huld gekrönet, Da sie der Himmel selbst so ange⸗ lacht; Die Menschheit wird nun ganz erneut, Und als ein reiner Thron Der Gottheit eingeweiht. 5. Die Weisheit wohnt nun wieder auf der Erden, Dadurch das Paradies im Menschen grünt; Nun können wir aus Gott ge⸗ boren werden, Weil die Geburt des Herrn uns dazu dient; Die neugeborne Seele spürt, Daß sie ein andrer Geist Aus ihrem Ursprung rührt. 6. Kein Elend kann nun unser Herz besiegen, Immanuel ist bei uns in der Not. Ich darf ja Die sich zu mir ins Elend nieder⸗ nur am Gnadenquelle liegen, So Gottes Werke und Wohlthaten. dient mir selbst das Elend und der Tod. Der Jammer hängt mir nur noch an, Der mir in Christo doch Nicht schädlich werden kann. 7. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, Weil sie nun selbst durch ihn verdammet ist; Was schaden nun der Seele ihre Flammen, Da nun in sie die Liebe Christi fließt? Er stillt der Sehnsucht heilgen Trieb, Er läßt die Seele nicht, Er hat sie viel zu lieb. 8. Ein ewig Leben hab ich nun gefunden, Viel Reichtum, Ehr und Freuden reicht er dar; Ich bin mit ihm, er ist mit mir verbunden, Im Herzen wird sein Leben offen⸗ bar. Ich bin vergnügt und ganz ge⸗ stillt, Weil mich der lautre Strom Aus seiner Lieb erfüllt. 9. Auf, auf, mein Geist, vergiß die Trauerlieder, Erfreue dich in seiner Liebesmacht; Des Himmels Kraft und Glanz bestrahlt dich wieder, Und der Verlust ist völlig wiederbracht. O ewig, ewig wohl ist mir! Seit ich dich, Jesu, lieb, Bin selig ich in dir. Mel. Seelenbräutigam. 313 Wer ist wohl, wie du, Jesu, süße Ruh? Von dem Vater auserkoren, Leben derer, die verloren, Von dir strömt uns zu Licht und süße Ruh. 2. Leben, das den Tod, Mich aus aller Not Zu erlösen, hat geschmecket, Meine Schulden zu⸗ gedecket, Und mich aus der Not Hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Herrlichkeit, Du bist vor der Zeit Zum Erlöser uns geschenket Und in unser Fleisch versenket, In der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 4. Großer Siegesheld, Sünde, Tod und Welt Hast du mächtig überwunden, Und ein ewges Heil erfunden Für die sündge Welt, Durch dein Blut, o Held. 5. Höchste Majestät, König und Prophet, Deinen Scepter will ich küssen, Ich will sitzen dir zu Füßen; Höre mein Gebet, Höchste Majestät. 6. Laß mich deinen Ruhm, Als dein Eigentum, Durch des Geistes Licht erkennen, Stets in deiner Liebe brennen, Als dein Eigen⸗ tum, Du, mein höchster Ruhm. 7. Zeuch mich ganz in dich, Daß die Liebe mich Ganz durch⸗ dringe und erneue, Daß im Leiden ich mich freue, Das noch drücket mich; Zeuch mich ganz in dich. 8. Deiner Sanftmut Schild, Deiner Demut Bild Mir anlege, in mich präge, Daß kein Zorn noch Stolz sich rege; Vor dir sonst nichts gilt, Als dein Ebenbild. 9. Steure meinen Sinn, Der zur Welt will hin, Daß ich nicht mög von dir wanken, Sondern blei⸗ ben in den Schranken. Sei du mein Gewinn, Gieb mir deinen Sinn. 10. Wecke recht mich auf, Daß ich meinen Lauf Unverrückt zu dir fortsetze, Und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; Fördre meinen Lauf. 11. Deines Geistes Trieb In die Seele gieb, Daß ich wachen mög und beten, Freudig vor dein Antlitz treten; Ungefärbte Lieb In die Seele gieb. ———— 12. In der Herzens du deine auf mic 13.0 Gut un willen Lüste ha Durch 144.0 Wollst durchs2 Herrlich dich seh! Mel. Frieden Und de uns so stets da bar wii 2. B Angesic zwar le Seele ö du kan: baren, 3.— Nacht, wär ber Von C Seele 1 Wer is 4. B dig seir reichlich trösten, unsern gegnen, 5. ——— Flei 80 Sünde, mächtig jes Heil Welt, König ter will dir zu Höchste m, Als Geistes deiner Eigen⸗ Ruhm. n dich, durch⸗ Leiden drücket n dich. Schild, anlege, rn noch r sonst nbild. n, Der h nicht rn blei⸗ du mein Sinn. f, Daß t zu dir seinem Fördre ieb In wachen or dein te Lieb Die Erlösung im allgemeinen. 18⁷ 12. Wenn der Wellen Macht In der trüben Nacht Will des Herzens Schifflein decken, Wollst du deine Hand ausstrecken. Habe auf mich acht, Hüter in der Nacht. 13. Einen Heldenmut, Der da Gut und Blut Gern um deinet⸗ willen lasse, Und des Fleisches Lüste hasse, Gieb mir, höchstes Gut, Durch dein teures Blut. 14. Soll's zum Sterben gehn, Wollst du bei mir stehn, Mich durchs Todesthal begleiten, Und zur Herrlichkeit bereiten. Laß mich dann dich sehn, Dir zur Rechten stehn. Mel. Nun bitten wir den heilgen. 314 Ach, mein Jesu, dein Nahesein Großen Frieden bringt ins Herz hinein, Und dein Gnadenanblick Macht uns so selig, Daß Leib und Seele stets darüber fröhlich Und dank⸗ bar wird. 2. Wir schaun dein freundlich Angesicht Voller Huld und Gnad zwar leiblich nicht, Aber unsre Seele Kann dich gewahren, Und du kannst fühlbar dich ihr offen⸗ baren, Auch ungesehn. 3. O wer nur immer, Tag und Nacht, Deiner sich zu freun, recht wär bedacht! Der hätt ohn Ende Von Glück zu sagen, Und seine Seele müßt nur immer fragen: Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, g'dul⸗ dig sein, Täglich uns die Schuld reichlich verzeihn, Heilen, stillen, trösten, Erfreun und segnen, Und unsern Seelen als der Freund be⸗ gegnen, Ist deine Lust. Heil Alle Tage uns vollkommnern Teil. Laß, Herr, unsre Seele Sich immer schicken, Aus Not und Liebe nur nach dir zu blicken Ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir weinen, tröst uns bald, Herr, mit deiner Leid'ns⸗ und Siegsgestalt; Laß sie vor den Augen Uns immer schweben, Daß an uns allen dein göttliches Leben Zu sehen sei. 7. Laß frohes Wesen, Kind⸗ lichkeit Immer schmücken uns in Freud und Leid. Muß auch oft die Thräne Die Wangen netzen, Wenn nur an dir sich unser Herz ergötzen Und stillen kann. 8. Du reichst uns die durch⸗ grabne Hand, Hast so viele Treu an uns gewandt, Daß wir alle Tage Beschämt da stehen, Und unser Auge oft muß übergehen Vor Lob und Dank. Mel. Wer nur den lieben Gott. lus Gnaden soll ich 315. A selig werden! Herz, glaubst du's, oder glaubst du's nicht? Warum fühlst du noch stets Beschwerden? Ist's Wahrheit, was die Schrift verspricht, So muß auch dieses Wahrheit sein: Aus Gnaden ist der Himmel dein. 2. Aus Gnaden! hier gilt kein Verdienen, Die eignen Werke fallen hin. Der Heiland, der aus Lieb erschienen, Hat diese Ehre zum Gewinn, Daß uns sein Tod das Heil gebracht, Und uns aus Gna⸗ den selig macht. 3. Aus Gnaden! merk dies Wort: aus Gnaden, So oft dich 5. Ach, gieb, an deinem teuern deine Sünde plagt, So oft dir 188 Gottes Werke und Wohlthaten. will der Satan schaden, So oft dich dein Gewissen nagt. Was die Vernunft nicht fassen kann, Das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn zur Erden, Und übernahm die Sündenlast. Was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sag an, was du zu rühmen hast! War's nicht aus Gnaden, daß er starb? Nicht Gnade, was er dir erwarb? 5. Aus Gnaden! dieser Grund wird bleiben, So lange Gott wahr⸗ haftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, Was Gott in sei⸗ nem Wort anpreist, Worauf allein der Glaube ruht, Ist Gnade durch des Lammes Blut. 6. Aus Gnaden! aber sichrer Sünder, Denk nicht: wohlan, ich greif auch zu! Wahr ist's, Gott rufet Adams Kinder Aus Gnaden zur verheißnen Ruh; Doch den geht seine Gnad nicht an, Der noch auf Gnade sündgen kann. 7. Aus Gnaden! wer dies Wort gehöret, Tret ab von aller Heuche— lei, Denn wenn der Sünder sich bekehret, So lernt er erst, was Gnade sei; Beim Sündigen schätzt man sie nicht, Dem Glauben ist sie Kraft und Licht. 8. Aus Gnaden bleibt dem blö⸗ den Herzen Das Herz des Vaters aufgethan, Wenn's unter den Ver⸗ zweiflungsschmerzen Nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm, ach nähm ich Stärke her, Wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! hierauf will ich sterben, Ich fühle Mut, ja mir ist wohl. Ich kenn mein sünd⸗ liches Verderben, Doch auch den, der mich heilen soll. Mein Geist ist froh, mein Lauf vollbracht, Weil mich die Gnade selig macht. 10. Aus Gnaden! weiche, Sünd und Teufel! Ich schwinge meine Glaubensfahn, Und geh getrost, trotz allem Zweifel, Durchs rote Meer nach Kanaan. Ich glaub, was Jesu Wort verspricht, Ich glaub es fest und zweifle nicht. Mel. Wer nur den lieben Gott. 316 Zott, deine Gnad ist 2 unser Leben, Sie schafft uns Heil und Seelenruh. Dein ist's, die Sünden zu ver⸗ geben, Und willig ist dein Herz dazu. Du willst den Tod des Sünders nicht, Sucht er voll Reu dein Angesicht. 2. Uns, uns Verlorne zu er⸗ retten, Gabst du für uns selbst deinen Sohn. Er litt, damit wir Frieden hätten, Für uns den Tod, der Sünde Lohn. O Gott, wie hast du uns geliebt, Welch ein Erbarmen ausgeübt! 3. Dank, ewig Dank sei deiner Treue, Die niemand g'nug er⸗ heben kann! Nun nimmst du jede gnädig an. Wohl dem, der sich zu dir bekehrt Und gläubig seinen Mittler ehrt. 4. Den, Herr, befreist du von den Plagen, Die dem Gewissen furchtbar sind; Der kann getrost und freudig sagen: Gott ist für mich, ich bin sein Kind; Hier ist der, welcher für mich litt, Und mich noch jetzt bei Gott vertrittl 5. O Herr, wie selig ist die wahre Reue Mit Vaterhuld noch Seele,“ freut! L ihr fehl Zufriede ist weit dieser E 6. De Mute T ten Not, wgen selbst in Frieden Himmel 7. La Frieden ruhn. Glück be Mel. 317. Sohnes Welt ge vor aller boren, 2 uns zur die Wel Throne Kommt. Kommt, 2. N Eh Tha Eh der und Or Gründi von Ew ten werd und Ze Schließ In ihm was sie 3. E ich den, n Geist lbracht, macht. Sünd meine getrost, hs rote glaub, t, Ich nicht. Gott. nad ist 1, Sie lenruh. zu ver⸗ n Herz od des oll Reu zu er⸗ selbst nit wir n Tod, tt, wie lch ein deiner iug er⸗ du jede d noch der sich seinen du von ewissen getrost ist für Hdier ist „Und ertritt! ist die Der Erlöser. Seele, Die sich in deiner Gnade freut! Ob auch ein irdisch Glück ihr fehle, Fehlt ihr doch nicht Zufriedenheit. Denn Gottes Fried ist weit mehr wert, Als alle Schätze dieser Erd. 6. Dein Friede stärkt mit frohem Mute Das Herz auch in der größ— ten Not, Giebt Hoffnung zu dem wgen Gute, Und macht getrost selbst in dem Tod. Wer diesen Frieden hat, genießt Lust, die des Himmels Anfang ist. 7. Laß, Vater, denn in diesem Frieden Auch meine Seele freudig ruhn. Auch mir hast du das Glück beschieden, Denn, auch für Mel. Nun lob, mein' Seel, den. 317 Kommt,Christen kommt und schauet Des ewgen Sohnes Herrlichkeit. Eh Gott die Welt gebauet, War er, er war vor aller Zeit. Er ist aus Gott ge⸗ boren, Des Vaters Ebenbild, Der, uns zum Heil erkoren, Mit Licht die Welt erfüllt. Er ist auf seinem Throne Dem ewgen Vater gleich. Kommt, huldigt Gottes Sohne, Kommt, schaut sein weites Reich. 2. Noch eh die Berge waren, Eh Thal und Hügel noch entstand, Eh der Geschöpfe Scharen Gesetz und Ordnung noch verband, Vor Gründung dieser Erden, War er von Ewigkeit. Er sprach: da muß⸗ ten werden Welt, Ordnung, Raum und Zeit. Der Kreaturen Leben Schließt diesen Sohn nicht ein, In ihm sind sie und weben, Und was sie sind, ist sein. 3. Er träget alle Dinge Durch mich genug zu thun, Ward ster⸗ bend der am Kreuz ein Fluch, Der seines Volkes Sünden trug. 8. O laß mich dies im Glau⸗ ben fassen, Und mich mit starker Zuversicht Auf deine Bundestreu verlassen; Wenn alles wankt, so wankt sie nicht. Wohl dem, der sich auf dich verläßt, Sein Heil steht unbeweglich fest. 9. Lobsingend will ich dich er⸗ heben, Mich ewig deiner Gnade freun, Und deinem Dienst mein ganzes Leben In kindlichem Ge⸗ horsam weihn. Daß, Herr, bei dir Vergebung sei, Das mach in 3. Der Erlöser. deiner Furcht mich treu. seiner Allmacht kräftges Wort, Das Große, das Geringe Geht nur durch seinen Willen fort. Sein weiser Schluß regieret Die unterworfne Welt, Weil er das Scepter führet, Geschieht, was ihm gefällt. Wird er die Stimm erheben, So werden Meer und Gruft Die Toten wiedergeben, Die er zum Leben ruft. 4. Dir sei Lob, Preis und Ehre, Erhabner Heiland, Licht aus Gott! Laß unsrer Andacht Chöre Beschämen deiner Feinde Spott. Die Ehre dir zu rauben, Verschmähen sie dein Joch, Dir wollen sie nicht glauben, Erbarm dich ihrer noch. Laß sie dich bald erkennen, Laß den, der dich er⸗ kannt, In deiner Liebe brennen, Dein Ruhm füll jedes Land. Mel. Es ist das Heil uns. ö in Jesu, d st 318. Mue Schund mui ——====—.————— 2 —..—— —.—— * ͥE —.— — 190 Gottes Werke und Wohlthaten. ihrer Strafe Plagen(O unerhörte Lieb und Huld!) Freiwillig wollen tragen. Du, der Gerechte, ließest dich Zur Sünde machen, daß ich mich In dir gerecht kann nennen. 2. So heißest du nicht Jesus nur, Du bist auch, was du heißest, Da du die menschliche Natur Aus allem Jammer reißest. Die That stimmt mit dem Namen ein, Du wollteft, was du heißest, sein: Mein Heil, mein Seligmacher. 3. In keinem andern ist ja Heil, Kein Nam ist uns gegeben, Darin wir könnten nehmen teil An Seligkeit und Leben. Du bist's allein, der jedermann Ein ewig Leben schenken kann. Ge⸗ lobet sei dein Name! 4. O Name, werde doch in mir Durch Gottes Geist verkläret, Da, was verborgen ist in dir, Kein fleischlich Herz erfähret. Denn die Vernunft begreift es nicht, Ohn deines Geistes Gnadenlicht Blieb es unaufgeschlossen. 5. Laß mich empfinden deine Kraft, Von heißer Lieb entbren⸗ nen, Mich, was dein Name Gu⸗ tes schafft, Stets aus Erfahrung kennen; So wird der Sünden⸗ not gewehrt, In Hoffnung meine Furcht verkehrt, Und Seligkeit mein Erbe. Mel. Es ist das Heil uns. 319 O süßester der Namen all, Den Menschen⸗ zungen nennen, O du, der Himmel Wiederschall, Dem tausend Herzen brennen! O Jesus, Jesus Christus, wie Beugt tief genug sich unser Knie Vor dir, o mein Erlöser? 2. O du, der ewig uns befreit Von Todesnot und Schmerzen! Wer, Menschenretter, Heiland, freut Sich deiner nicht von Her⸗ zen? Dein Nam ist Hülfe, Heil und Huld, Vor dir verschwindet Tod und Schuld, Wer ist, wie du, ein Retter? 3. Erlöser, Jesu, einger Sohn Des Vaters aller Wesen, Zum König auf Jehovahs Thron, Eh Licht ward, auserlesen, Voll Got⸗ tesweisheit, Licht aus Licht, Voll Kraft, die durchdringt, wenn sie spricht,‚ Voll reinster Gottesliebe! 4. Hoch über alle Namen geht Dein Name, Weltregierer, Du Hoherpriester und Prophet, Du aller Seelen Führer! Dein ist die Tiefe, dein die Höh, O König aller Könige, Dein alles, Jesus Christus, Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 320 Jesus ist der schönste 8 Nam Aller, die auf Erden kamen, Huldreich, prächtig, tugendsam, Uber alle andre Namen. Seiner großen Herrlichkeit Gleicht kein Name weit und breit. 2. Jesus ist das Heil der Welt, Heilet uns von allen Sünden, Jesus ist ein starker Held, Unsern Feind zu überwinden. Willst du stark und siegreich sein, Laß nur Jesum bei dir ein. 3. Jesus ist der Lebensbaum, Voller edler Tugendfrüchte; Fin⸗ det er im Herzen Raum, Wird das Unkraut ganz zu nichte. Alles Gift und Unheil weicht, Was sein Schatten nur erreicht. 4. Jesus ist das höchste Gut In dem Himmel und auf Erden. mit Ger eigne S 5. Ei Liebst d Erfüllst Und bit starbst, Und eh 6. D mir Zu Daß ich meinem befreit nerzen! heiland, t, Voll enn sie esliebe! rist di lig aller hristus. )nicht. schönste die auf rächtig, Ramen. Gleicht Welt, zünden, Unsern illst du aß nur sbaum, Fin⸗ Wird Alles as sein te Gut Erden. Der Erlöser. 191 gesu Name macht mir Mut, Daß ich nicht kann traurig wer⸗ den. Jesu Name soll allein Mir der höchste Name sein. Mel. Mach's mit mir, Gott. 32 1 Welch hohes Beispiel — gabst du mir, Mein Heiland, durch dein Leben! Dir möcht ich gern, mein Heiland, dir, Auch nachzuahmen streben. Führ mich den Weg, den du betratst, Daß ich gern thue, was du thatst. 2. Dein Herz, von Sünden nie entweiht, War rein, wie deine Lehre, Dein ganzer Wandel Heilig⸗ keit, Dein Endzweck Gottes Ehre. Du giebst uns hier Zufriedenheit, Und dort die ewge Seligkeit. 3. Darum entäußertest du dich Und stiegst vom Himmel nieder, Wardst Mensch, ein armer Mensch, wie ich Und meiner Schwachheit Brüder. Du warst, obgleich der Menschen Spott, In deinem Wan⸗ del gleichwie Gott. 4. In Knechtsgestalt erschienest du, Um uns zu Herr'n zu machen. Den Kranken gabst du Trost und Ruh, Warst mächtig in den Schwachen. Du trugst die Leiden mit Geduld, Und trugst sie ohne eigne Schuld. 5. Ein Opfer unsrer Missethat, Liebst du uns doch als Freunde, Erfüllst für uns des Vaters Rat, Und bittest selbst für Feinde. Du starbst, gehorsam bis zum Tod, Und ehrtest auch im Tode Gott. 6. Dies große Beispiel hast du mir Zur Richtschnur hinterlassen, Daß ich gesinnet sei gleich dir, In meinem Thun und Lassen. Komm, sprichst du, nimm dein Kreuz auf dich, Komm, folge mir und thu wie ich. 7. Ich komme, Herr, gieb Kraft und Licht, Daß ich mein Heil erkenne, Dein wahrer Jünger sei, und nicht Mich fälschlich nur so nenne. Hilf, daß ich, deinem Vor⸗ bild treu, Auch andern selbst ein Vorbild sei. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 322 Heilger Jesu, Heil⸗ gungsquelle, Mehr als Krystall rein, klar und helle, Du lautrer Strom der Heiligkeit! Aller Glanz der Cherubinen Und Heiligkeit der Seraphinen Ist gegen dich nur Dunkelheit. Ein Vorbild bist du mir, Ach, bilde mich nach dir, Du, mein Alles! Jesu, o du, Hilf mir dazu, Daß ich auch heilig sei, wie du. 2. Stiller Jesu, wie dein Wille Dem Willen deines Vaters stille Und bis zum Tod gehorsam war: So laß auch in Gott mich fassen, Mach Herz und Willen nur ge⸗ lassen, Ja, stille du sie ganz und gar. Mach dir mich gleich gesinnt, Wie ein gehorsam Kind, Stille, stille. Jesu, o du, Hilf mir dazu, Daß ich fein stille sei, wie du. 3. Treuer Jesu, ohne Schlum⸗ mer, In großer Arbeit, Müh und Kummer Bist du gewesen Tag und Nacht; Mußtest täglich viel ausstehen, Des Nachts lagst du vor Gott mit Flehen, Und hast gebetet und gewacht. Gieb mir auch Wachsamkeit, Damit ich allezeit Wach und bete. Jesu, o du, Hilf 19² Gottes Werke und Wohlthaten. mir dazu, Daß ich stets wachsam sei, wie du. 4. Gütger Jesu, ach wie gnädig, Wie liebreich, freundlich und gut— thätig Bist du doch gegen Freund und Feind! Deine Sonne leuchtet allen, Dein Regen muß auf alle fallen, Wie undankbar ihr Herz erscheint. Mein Gott, ach lehre mich, Damit auch hierin ich Dir nachahme. Jesu, o du, Hilf mir dazu, Daß ich auch gütig sei, wie du. 5. Sanfter Jesu, stets unschul⸗ dig, Trugst du doch alle Schmach geduldig, Und übtest Rache nie— mals aus. Wer kann deine Sanft⸗ mut messen, Bei der du dennoch nie vergessen Den Eifer für des Vaters Haus. Mein Heiland, ach verleih Mir Sanftmut und dabei Frommen Eifer. Jesu, o du, Hilf mir dazu, Daß ich sanftmütig sei, wie du. 6. Hoher Jesu, Ehrenkönig, Du suchtest deine Ehre wenig, Und wurdest niedrig und gering. Immer sah man dich auf Erden In Demut und in Knechtsgebärden, Erhobst dich selbst in keinem Ding. Herr, solche Demut lehr Auch mich je mehr und mehr Stetig üben. Jesu, o du, Hilf mir dazu, Daß ich demütig sei, wie du. 7. Keuscher Jesu, all dein Wesen War züchtig, rein und auserlesen, Ein Bild der reinsten Sittsamkeit. Dein Gefühl, dein Denken, Sin⸗ nen, Blick, Wort und jegliches Beginnen War alles heilger Zucht geweiht. O mein Immanuel, Mach mir Geist, Leib und Seel Keusch und züchtig. mir dazu, Daß keusch und rein ich sei, wie du. 8. Mäßger Jesu, deine Weise Im Trinken und Genuß der Speise Lehrt uns die rechte Mäßigkeit. Deine Speise wars, den Willen Des Vaters treulich zu erfüllen, Und ihm zu dienen jederzeit. Herr, hilf mir meinen Leib Stets zäh⸗ men, daß ich bleib Rein und nüchtern. Jesu, o du, Hilf mir dazu, Daß ich stets nüchtern sei, wie du. 9. Liebster Jesu, liebstes Leben, Du wollest mich zu dir erheben, Und deinem Vorbild machen gleich. Gieb, daß mich dein Geist durch⸗ dringe, Daß ich viel Glaubens⸗ früchte bringe, Und tüchtig werd zu deinem Reich. Ach, zeuch mich ganz zu dir, Behalt mich für und für, Treuer Heiland! Jesu, o du, Laß mich, wie du, Und wo du bist, einst finden Ruh. Mel. Auf meinen lieben Gott. 323 Weil⸗ du, Herr Jesu Christ, Die höchste Weisheit bist, So hab ich dich erkoren, Sobald ich war geboren, Damit du mir zum Leben Auch Weisheit wollest geben. 2. Herr, deiner Weisheit Ruhm Sei stets mein Eigentum, Denn Weisheit nur bestehet, Wenn alles sonst vergehet, Ihr Licht strahlt uns von oben, Drum ist es hoch zu loben. 3. Ach, Herr, regiere mich, Da— mit ich inniglich Nur deine Weis⸗ heit liebe, Und stets in ihr mich übe, Damit Gemüt und Sinnen Jesu, o du, Hilf Nichts Thörichtes beginnen. tand, D Hand F Sie flei ich nie v das Ziel 5. Die größter sie recht herlen ⸗ Schätzen 6. Wi mein He Weisheit Augen st Billen 7. La In aller mir entz heit find eben D 8. Bi Ich geh z besitzen n Erde, U Dich, en Mel. 324. Quelle j ins Fleif Treu ben und Sch Kreuz in faßt die treuen, 2. Ub Jederma Sich der men Mel Der Betr in andrer nd rein e Weise r Speise äßigkeit. Willen rfüllen, . Herr, ets zäh⸗ in und dilf mir ern sei, Leben, erheben, N gleich. t durch⸗ aubens⸗ ig werd ich mich für und 1, o du, wo du Gott. r Jesu höchste ich dich jeboren, n Auch Ruhm Denn in alles strahlt es hoch ch, Da⸗ Weis⸗ r mich Sinnen n. Der E rlöser. 193 4. Gieb Weisheit, gieb Ver⸗ stand, Daß Herz und Mund und Hand Folg immer deiner Lehre, Sie fleißig hör und ehre, Daß ich nie von dir weiche, Und einst das Ziel erreiche. 5. Die Weisheit laß allein Mein größter Reichtum sein, Daß ich se recht betrachte, Und mehr als herlen achte, Daß sie vor allen Schätzen Mag meine Seel ergötzen. 6. Wohlan, so gieb, daß ich, O mein Herr Jesu, dich, Als aller Beisheit Quelle, Mir stets vor Augen stelle, Daß ich nur deinen Willen In allem mög erfüllen. 7. Laß meines Glaͤubens Licht In aller Zuversicht Sich ganz in mir entzünden, Und deine Weis⸗ heit finden, Damit mein ganzes Lben Dir ewig sei ergeben, 8. Bis aus dem Prüfungsthal Ich geh zum Sternensaal; Bis ich besitzen werde Den Himmel für die Erde, Und nach der Engel Weise Dich, ewge Weisheit, preise. Mel. Schmücke dich, o liebe. 324 HMen deine Men⸗ schenliebe War die Quelle jener Triebe, Welche dich ins Fleisch gezogen, Zu so großer Treu bewogen, Dich mit Schmach und Schmerz bedecket, Dich vom Kreuz ins Grab gestrecket. O wer faßt die starken Triebe Deiner treuen Menschenliebe? 2. Uber seine Feinde weinen, gedermann mit Hülf erscheinen, Sich der Blinden, Lahmen, Ar⸗ men Mehr als väterlich erbarmen, sind Proben wahrer Güte, Und so, Herr, war dein Gemüte. 3. O du Zuflucht der Elenden, Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hülf und Heil genommen, Der gebeugt zu dir gekommen? O wie ist dein Herz gebrochen, Wenn dich Kranke angesprochen, Und wie pflegtest du zu eilen, Das Erbetne mitzuteilen! 4. Kinder an dein Herz zu drücken, Kummervolle zu erquicken, Die Unwissenden zu lehren, Die Verführten zu bekehren, Sünder, die sich selbst verstocken, Liebreich zu dir hinzulocken, Selbst den Niedrigsten zu dienen, Dazu warst du, Herr, erschienen. 5. O wie hoch stieg dein Er⸗ barmen, Heiland, da du für mich Armen Dein unschätzbar teures Leben In den ärgsten Tod gegeben, Um zur Tilgung meiner Schulden Meine Strafe zu erdulden, Und mir Segen zu erwerben, Als ein Fluch am Kreuz zu sterben. 6. Deine Huld hat dich getrie⸗ ben, Sanftmut und Geduld zu üben, Haß mit Liebe zu vergelten, Deine Schmäher nicht zu schelten, Allen freundlich zu begegnen, Für die Lästerung zu segnen, Deine Feinde zu vertreten, Und für Mörder selbst zu beten. 7. Demut war bei Spott und Hohne Deiner Liebe Schmuck und Krone. Nie hast du nach Ruhm getrachtet, Noch auf Menschenlob geachtet. Deines Vaters heilgen Willen Mit Gehorsam zu erfüllen, Und uns Heil und Trost zu geben, War der Zweck von deinem Leben. Der Betrübten Klagen hören, Sich in andrer Dienst verzehren: Das 8. Laß mich, Herr, zu reichem 194 Gottes Werke und Wohlthaten. Segen, Deinen Wandel oft erwä⸗ gen, Laß mich in der Angst der Sünden Trost und Hülfe bei dir finden. Heilige auch meine Triebe Zu rechtschaffner Menschenliebe. Laß mich immer mehr auf Erden Deinem Bilde ähnlich werden. Mel. Allein zu dir, Herr. + m Zion, Jesu, flossen 325. U einst Von deinen Augen Zähren, Wie du stets um die Sünder weinst, Wenn sie sich nicht bekehren. Wer reuevoll vor dir erscheint, Und über seine Sün⸗ den weint, Dem strömest, treuer Heiland, du Gewissensruh Aus deiner Gnadenfülle zu. 2. Herr, mache deine Thränen mir Zu reichem Heil und Segen, Daß sie, hab ich gefehlt vor dir, Zur Buße mich bewegen. Du hast, o heilger Menschenfreund, Für fremde Sünden einst geweint, Wie könnt ich meine eignen sehn, Ohn hinzugehn Zu dir, und Gnade zu erflehn? 3. Hier muß ich oft im tief⸗ sten Schmerz Viel bittre Thrä⸗ nen weinen; Wie oft drückt eigne Not mein Herz, Wie oft die Not der Deinen! Doch legt des Vaters Wille mir Das Kreuz auf, dann schau ich nach dir, Der du in Not gewesen bist, Herr Jesu Christ, Dies tröstet mich zu jeder Frist. 4. Herr, du siehst meine Thrä⸗ nen an, Und du hast sie gezählet, Wenn ich sie selbst nicht zählen kann, Daß dir nicht eine fehlet; Sie bleiben immerdar vor dir, mir, Daß du erbarmend auf mich blickst, Und gnädig schickst, Wo⸗ durch du wahrhaft mich erquickst. 5. Wer in Geduld hier Thrä⸗ nen sät, Und seinem Gott hült stille, Der erntet, wenn er auf⸗ ersteht, Der Freuden reichste Fülle Was dort an ihm wird offenbar, Ist hier noch keinem Auge klar, Allein der Erde Kreuz und Leid Wird nach der Zeit Den From⸗ men Himmelsseligkeit. 6. Für deine Thränen dank ich dir, Sie sind mir Trost im Lei— den, Auch noch im Tode sind sit mir Die Bürgschaft selger Freuden. Mein Herr und Gott, wenn di dereinst In deiner Herrlichlet erscheinst, Und führest zur Ver⸗ klärung mich, Dann preis ih dich Für deine Thränen ewiglich, Mel. Vater unser im Himmelreich, Weisheit, Lieb und Eifer reich Des ewgen Vaters höchster Ras, Prophet, berühmt durch Wolt und That, Den Gott zu unserm Heil gesandt, Und ihn gesalbt mi eigner Hand! 2. Du kamst aus deines Vaten Schoß, Und machtest alle Siege los, Womit sein Rat versiegel war. Durch dich wird allzs offenbar, Und in das hellste Lich gestellt, Was Dunkelheit umschloͤ⸗ sen hält. 3. Du weisest uns die recht Spur Zu Gott, dem Schöhft der Natur; Du hast den W uns recht gezeigt, Auf welchen Und neigen bald dein Herz zu man zum Himmel steigt. Was 326. O Lhrr glach, u om Vate unver: 4. Du licht Mit Das nac Nan kür du mack ls jemal 5. Das hführt, Iziert, A Kstärkt, nacht me Hott gesck Rrauf ged 6. Nach Bo aller 30 setzest lehramt! Die dein? se mit E 7. Duc Den du! Der aller Erkenntni giebt, Und bertreibt, Sinne sch = jestät; M. zünkel fre jam sei. lehrer sei Schule ei Mel. V 327.“ Herz erqu zum Him nung blie Streben, auf mich kst, Wo⸗ erquickst. er Thrä⸗ Bott hält mer auf⸗ ste Fülle. offenbar, uge klar, und Leid in From⸗ dank ich t im Lei⸗ e sind sit Freuden. wenn du errlichkeit zur Ver⸗ preis ich ewiglich. immelreich, dem kein eich, M fer reih, hster Rat, ch Wort u unserm esalbt mi es Vaterd le Sieggl versiegeh ird alles ellste Licht umschloͤ⸗ die recht Schöhft⸗ den Wo welchel . Was d S Der Erlöser. 195 zom Vater selbst gehört, Das hast uunverfälscht gelehrt. 4. Du sahest in der Gottheit licht Mit aufgeklärtem Angesicht, Bas nach der ewgen Liebe Rat Ran künftig zu erwarten hat. du machtest alles klarer kund, lls jemals der Propheten Mund. 5. Das Lehramt, welches du sführt, Hast du mit Heiligkeit gziert, Mit vielen Wundern oft lestärkt, Woraus man deine All⸗ nacht merkt; Ja endlich, als es Hott geschickt, Ein blutig Siegel Rauf gedrückt. 6. Nachdem du hingegangen bist, Vo aller Weisheit Ursprung ist, 30 setzest du an jedem Ort Dein lehramt durch die Knechte fort, die dein Beruf herbeigeführt Und se mit Gaben ausgeziert. 7. Du aber sendest deinen Geist, den du den Gläubigen verheißt, der allen Seelen, die er liebt, Erkenntnis, Licht und Weisheit giebt, Und der, wo man ihn nicht bertreibt, Dein Wort in Herz und Sinne schreibt. 8. Ach laß, o himmlischer Pro⸗ hhet, Mich schauen deine Ma⸗ stät; Mach mich vom Eigen⸗ zünkel frei, Damit ich dir gehor⸗ jam sei. Du sollst mein höchster lehrer sein, Führ mich in deine Schule ein. Mel. Valet will ich dir geben. 327 Aus irdischem Getüm⸗ mel, Wo nichts das Herz erquickt, Wer zeigt den Weg zum Himmel, Wohin die Hoff⸗ nung blickt? Wer leitet unser treben, Wenn es das Ziel ver⸗ gißt? Wer führt durch Tod zum Leben? Der Weg heißt: Jesus Christ. 2. Hier irren wir und fehlen, Gehüllt in tiefe Nacht, Durch wen wird unsern Seelen Ein wahres Licht gebracht? Von oben kommt die Klarheit, Die alles uns er⸗ hellt, Denn Christus ist die Wahr⸗ heit, Er ist das Licht der Welt. 3. Wer giebt uns hier schon Freuden, Die niemand rauben kann? Wer zeiget uns im Leiden Den Himmel aufgethan? Wenn vor dem Tod wir beben, Wer giebt dem Herzen Ruh? Heil! Christus ist das Leben, Führt uns dem Vater zu. Mel. Dies ist der Tag zum. 328 Du bist der Weg, die 4 Wahrheit und das Leben, Darauf hast du uns, Herr, dein Wort gegeben. O leite uns, die wir in Schwachheit wallen, Daß wir nicht fallen. 2. Du bist der Weg; wenn deine Hand uns leitet, So stehn wir fest, wenn unser Fuß auch gleitet. Erhalt uns stets, o Hirt voll Huld und Gnade, Auf rech⸗ tem Pfade. 3. Du bist die Wahrheit; gehn wir gleich im Dunkeln, Doch muß dein himmlisch Licht uns freundlich funkeln. Du bleibst der Morgen⸗ stern in unsern Herzen, In Nacht und Schmerzen. 4. Du bist das Leben; ewig himmlisch Leben Wirst du, o Le⸗ bensfürst, den Deinen geben. O hilf, bis wir zun Himmel hinge⸗ langen, Darnach verlangen. 13* 196 Gottes Werke und Wohlthaten. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 329 Schweigt, Verächter, spottet nicht, Schmä⸗ het nicht, was ich verehre! Mei⸗ ner Seele Zuversicht Und mein Licht ist Jesu Lehre. Bebt! was euer kühner Spott Stolz verach— tet, ist von Gott. 2. Sie verdrängen könnt ihr nie, Nie verdunkeln ihre Klarheit, 2. Dein Geschäft auf dieser Erden Und dein Opfer ist voll⸗ bracht; Was vollendet sollte wer⸗ den, Das vollführte deine Macht. Da du bist für uns gestorben, Ist uns Gnad und Heil erworben, Und dein siegreich Auferstehn Läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun, o Herr, ist dein Ge⸗ schäfte In dem obern Heiligtum, Gleich der Sonne leuchtet sie, Zu verbreiten Lebenskräfte Durh Wahrheit ist sie, Gottes Wahr⸗ dein Evangelium. Allen willst du heit, Deren reines, helles Licht Gnad erteilen, Die zum Thron Alle Finsternis durchbricht. 3. Wessen starke Rechte hat Uns des Irrtums Macht entrissen? Wo ist Weisheit, wo ist Rat Für geängstete Gewissen? Wo als da, wo der regiert, Dessen Wort zu Gott uns führt. 4. Da ist's Freude, da ist's Ruhm, Sich zu Gott empor zu schwingen, Da ist Kraft, ins Hei⸗ ligtum Seiner Wahrheit einzu⸗ dringen, Und entfernt von Furcht und Graun Übers Grab hinaus zu schaun. 5. Da ist Freiheit, da ist Kraft, Da ist Mut, nur Gott zu leben, Und vor ihm gewissenhaft Nach des Geistes Heil zu streben, Da ist stets Zufriedenheit, Vorgefühl der Seligkeit. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 330. Geber n, n zur Rechten Sei— nes großen Vaters sitzt, Und die Schar von seinen Knechten In dem Reich der Gnaden schützt, Dir, auf dem erhabnen Throne, In der königlichen Krone, Brin— get aller Engel Heer Tief anbe-fren Von der Allmach tend Preis und Ehr. der Gnade eilen; Nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werte Na⸗ men Trägest du auf deiner Brust. Welche jemals zu dir kamen, Sind und bleiben deine Lust. Du ver⸗ trittst, die an dich gläuben, Daß sie dir vereinigt bleiben, Und machst in des Vaters Haus Ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergisseft du der A⸗ men, Die der Welt noch dienen, nicht, Weil dein Herz dir aus Er⸗ barmen Über ihrem Elend bricht. Daß dein Vater ihrer schone, Daß er nicht nach Werken lohne, Daß er ändre ihren Sinn, Ach, da zielt dein Bitten hin. 6. Einst in deines Fleisches Tagen, Da die Sünden aller Welt Schwer auf deinen Schül⸗ tern lagen, Hast du dich vor Golt gestellt, Bald mit Seufzen, babd mit Weinen Uns zu gute zu er— scheinen. O, in welcher Niedrih keit Batest du zu jener Zeit! 7. Aber jetzt wird dein Begeh⸗ t unterstütz, chören Di Da, wo unter Himmels Herklärte annst d Majestät nun ma Unsre bö 8. Die Stellst di bertrittst Deine ter st, daß dem Voll slbst die loch dein 9. Gre sen, Daf 0 viel Dir sei Rög uns en, Wen en. Schl der Tod, lchter No Mel. 331. 9 den Müde nicht zu er der Barm Meer von hergiebst d läßt dich u um von 6 zu entbind 2. Herr Wie hoch steut, Der net! Du eine Prack serrlich m ntbrennet. melssonne, ießen, Und f dieser ist voll⸗ llte wer⸗ Macht. ben, Ist eworben, ehn Läßt dein Ge⸗ eiligtum, te Durch willst du u Thron vird und id Segen erte Na⸗ er Brust. en, Sind Du ver⸗ en, Daß urklärte Menschheit sitzt. Nun hunst du des Feindes Klagen Majestätisch niederschlagen, Und nun macht dein redend Blut Unsre böse Sache gut. 8. Die Verdienste deiner Leiden Stellst du deinem Vater dar, Und bertrittst nunmehr mit Freuden deine teu'r erlöste Schar; Bit⸗ ust, daß er Kraft und Leben Woll um Volk auf Erden geben, Und slbst die auch zu dir ziehn, Die loch deine Freundschaft fliehn. 9. Großer Mittler, sei geprie⸗ s, Daß du in dem Heiligtum 20 viel Treu an uns bewiesen! Dir sei Ehre, Dank und Ruhm! Rög uns dein Verdienst vertre— Een, Wenn wir zu dem Vater be⸗ En. Schließt auch unsern Mund er Tod, Sprich für uns in n, Und lzter Not. 18 Ihnen der Ar⸗ ) dienen, aus Er⸗ nd bricht. one, Daß ne, Da Ach, da Fleischez den aller u Schul⸗ vor Gott zen, bald te zu er⸗ Richiiz Zeit! 1 Baht nterstütz, hören Di — Mel. Wie schön leucht't uns. 31 Wo ist ein solcher Gott 5 wie du? Du schaffst den Müden süße Ruh, Ruh, die licht zu ergründen. Ein Abgrund her Barmherzigkeit Verschlingt ein Reer von Herzeleid, Du, Herr, hergiebst die Sünden. Jesu, O du läßt dich würgen, als den Bürgen, um von Sünden Mich auf ewig uentbinden. 2. Herr, unsere Gerechtigkeit! Wie hoch wird dessen Geist er⸗ feut, Der dich im Glauben ken⸗ net! Du bist sein Schmuck, bist tine Pracht, Die ihn vollkommen serrlich macht, Für die sein Herz atbrennet. Laß mich Ewig, Him⸗ nelssonne, Seelenwonne, dich ge⸗ sießen, Und indeinemLobzerfließen. Der Erlöser. 197 3. Holdselig süßer Friedens⸗ fürst, Wie hat dich nach dem Heil gedürst't Der abgewichnen Kinder! Du stellest dich als Mitt⸗ ler dar, Verbindest, was getrennet war, Gott und verlorne Sünder. Freude! Beide Werden eines, — ungemeines Werk der Güte!— Jesu, du bist unser Friede. 4. O Gottes Lamm, dein treuer Sinn Nimmt Schuld und Strafe von mir hin, Sie liegt auf deinem Rücken. Du blutest an des Kreu⸗ zes Pfahl, Da muß dich unerhörte Qual An Leib und Seele drücken. Diese Süße Flut der Gnaden heilt den Schaden, durch die Wunden Hab ich Fried'n und Heil gefunden. 5. Mitleidender Immanuel, Es ist mein Leben, Leib und Seel Voll Mängel und Gebrechen. Doch ist dein Herz auch voller Gnad, Und du willst nicht die Missethat Am armen Staube rächen. Deine Reine Treue Liebe steht im Triebe, hier im Leben Täglich, reichlich zu vergeben. 6. Die Gnade führt das Regi⸗ ment, Sie macht der Sklaverei ein End, Besiegt Gesetz und Sünden; Drum, willst du frei und fröhlich sein, Laß Jesum und die Gnade ein, So kannst du über⸗ winden. Seelen-Quälen, Sün⸗ denwerke, Fleischesstärke, all der⸗ gleichen Muß der starken Gnade weichen. 7. Gieb, Jesu, durch dein teu⸗ res Blut Mir hier der Seelen höchstes Gut, Vertilg die Sün⸗ dentriebe. Du hast mich dir, Im⸗ manuel, Gar teu'r erkauft mit Leib und Seel, Zum Preise dei⸗ BSBSISIIee Gottes Werke und Wohlthaten. ner Liebe. Kleiner, Reiner Muß ich werden noch auf Erden, bis ich droben Dich kann ohne Sünde loben. Mel. Befiehl du deine Wege. 332 Wenn alle von mir 5 scheiden, So schei⸗ det er doch nicht; Auch in der Nacht der Leiden Bleibt er mein Trost, mein Licht. Er liebt, so lang er lebet, Drum liebt er ewiglich. Heil mir, auch mich erhebet Er einst hinauf zu sich. 2. Er liebt, er tröstet, heilet Das müde, wunde Herz, Und wer zu ihm nur eilet, Dem nimmt er allen Schmerz. Er liebt uns ohne Ende, Ist allen treu gesinnt, Uns segnen seine Hände, Die einst durchgraben sind. 3. Versöhnte Gotteskinder, Liebt ihn nun lebenslang. Dem Todes⸗ überwinder Bringt ewig Preis und Dank. Ihm dürft ihr fest ver⸗ trauen, Er lebt, er lebt für euch; Er will, ihr sollt ihn schauen In seinem Himmelreich. 4. Wer kann so kräftig trösten, Wer kann so hoch erfreun? Wer kann so die Erlösten Beseligend erneun? Den Himmel hat hienie⸗ den, Wem er im Herzen wohnt, Was wird erst dem beschieden, Dem er dort oben lohnt! 5. Das Menschenleben schreitet Zum ewgen Leben hin. Dorthin, von dir geleitet, Schaut der ver⸗ klärte Sinn. Zum Himmel wir verlangen, Wir sehnen uns von hier! Du bist vorangegangen, Heil uns! wir folgen dir. Mel. Nun danket all und. ir schauen, Herr 333. W der Herrlichkeit Zu deines Thrones Höhn, Vor dem, auf deinen Wink bereit, Viel tausend Engel stehn. 2. Du nahmst von deiner Herr⸗ lichkeit Schon längst Besitz; nur wir, Wir leben immer noch im Streit, Und sehnen uns nach dir. 3. Doch du bist nah, wir za⸗ gen nicht, Uns schützet deine Hand. Du giebst auf unserm Pfade Licht, Und führst zum Vaterland. 4. Du stärkest unsers Glaubens Mut Mit deiner Gegenwart. Wohl dem, der deinen Willen thut, Und deiner gläubig harrt 5. Wir preisen dich in dieser Zeit, Dich, der solch Glück uns schenkt, Der noch in seiner Herr⸗ lichkeit Der schwachen Freunde denkt. 6. Ja, Herr des Lebens, Jesus Christ, Auf dich nur hoffen wir. Wir suchen nun, was droben ist, Und sind im Geist bei dir. 7. Vollenden wir einst unsern Lauf, So eil uns beizustehn; Nimm uns in deinen Himmel auf, Dein volles Heil zu sehn. eel. Schmücke dich, o liebe Seele. Y (Dönig, dem kein Kö⸗ 334. nig gleichet, Dessen Ruhm kein Lob erreichet, Eben⸗ bild von Gottes Wesen, Uns zum Mittler auserlesen, Sich der Well zu offenbaren, Als das Bild des Unsichtbaren! Dir gehört dos Recht zum Throne, Als den Mittler, als dem Sohne. 2. Hi Meere S Ehre; 1 Herrschet steht in magst de auf wur du uns 3. In zen Sie glänzen, Seelen“ wählen, cchrift lel streben, lassen, U hassen. 4. In ten Hör: mehren 2 schlechte, Anechte, und Gra litz schau preisen, krweisen. 5. Hei Dir ist An dem An der; der Unte Regimen gung der gen über ehren, lie horsam kämpfen, schen, dir und. „ Herr rrlichkeit, öhn, Vor k bereit, n. ner Herr⸗ sitz; nur noch im nach dir. wir za⸗ ine Hand. ade Licht, and. Blaubené genwart. Willen ig harrt. in dieser ück uns ter Herr⸗ Freunde ffen wit. roben is, dir. st unsern izustehn; imel auf, n. be Seele. kein Kö⸗ „Dessen t, Eben⸗ Uns zum der Well Bild des hört das Als dem e. 18, Jesus ltz schauen, Die dich unermüdet Der Erlöser. 199 2. Himmel, Erde, Luft und Meere Sind, o Herr, voll deiner Ehre; Uber Lebende und Tote Herrschen deine Machtgebote. Alles steht in deinen Händen, Daß du magst dein Werk vollenden, Und auf wunderbaren Wegen Führst dzu uns dem Ziel entgegen. 3. In des Gnadenreiches Gren—⸗ en Sieht man deine Wunder glänzen, Wo viel tausend treue Seelen Dich zu ihrem Haupt er⸗ wählen, Die nach deiner Vor⸗ schift leben, Dir nur zu gefallen treben, Alles gern für dich ver— lassen, Und, wie du, das Unrecht gassen. 4. In dem Reiche deiner Eh⸗ ten Hört man stets dein Lob ver— mehren Von dem himmlischen Ge— schlechte, Von der Menge deiner Anechte, Die dort ohne Furcht Mel. Alles ist an Gottes Segen. Jesus Christus herrscht 335. als König, Alles wird ihm unterthänig, Alles legt ihm Gott zu Fuß. Alle Zunge soll bekennen, Jesus sei der Herr zu nennen, Dem man Ehre geben muß. 2. Fürstentümer und Gewal⸗ ten, Mächte, die die Thronwacht halten, Geben ihm die Herrlichkeit. Alle Herrschaft dort im Himmel, Hier im irdischen Getümmel, Ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gehet aus dem Strom der Zeiten In das Meer der Ewig⸗ keiten, Forscht den fernen Tiefen nach: Kein Geist wird in allen Gründen Je Erhabners können finden, Als der Vater von ihm sprach. 4. Gott, des Weltbaus großer und Grauen Dein verklärtes Ant⸗Meister, Liebt die Engel, zählt preisen, Und dir Ehr und Dienst krweisen. 5. Herr in allen diesen Reichen, Dir ist niemand zu vergleichen An dem Überfluß der Schätze, An der Ordnung der Gesetze, An der Unterthanen Menge, An des Regimentes Länge, An Begnadi⸗ gung der Freunde, Und an Sie⸗ gen über Feinde. 6. Herrsche auch in meinem Herzen Über Zorn, Furcht, Lust und Schnierzen. Laß mich deinen Schutz genießen, Auf mich deine Gnade fließen, Dich stets fürchten, thren, lieben, Und mich im Ge⸗ horsam üben, Hier mit leiden, lümpfen, streiten, Dort mit herr⸗ schen, dir zur Seiten. wählet, Was er zu den Kindern die Geister, Dienend ihm vor seinem Thron; Sagt er aber einem Knechte: Setze dich an meine Rechte? Nein, er sprach es zu dem Sohn. 5. Gott ist Herr, der Herr ist einer, Und demselben gleichet keiner, Nur der Sohn ist ihm ganz gleich; Dessen Stuhl ist un⸗ umstößlich, Dessen Leben unauf⸗ löslich, Dessen Reich ein ewig Reich. 6. Gleicher Macht und gleicher Ehren Sitzt er unter lichten Chö⸗ ren, Uber allen Cherubim. An der Welt und Himmel Enden Hat er alles in den Händen, Denn der Vater gab es ihm. 7. Alles, was Gott hat er⸗ 200 Gottes Werke und Wohlthaten. ö zählet, Ist in seinem Sohn ge⸗funden, Durch die Nacht den stillen, liebt; In ihm thront des Vaters ewgen Tag. Willen, Wille, Aus der ewgen Gottheit 14. Gleiches Kreuz drückt Christi du ihn. Fülle Ist die Gnade, die er giebt. Glieder Hier auf kurze Zeiten nie⸗ 3. 3 8. Jesus Christus ist der Eine‚ der, Und das Leiden geht zuvor. Stätte Der gegründet die Gemeine, Die Nur Geduld! es folgen Freuden, er's ni⸗ ihn ehrt als teures Haupt. Er Nichts kann sie von Jesu scheiden, für un hat sie mit Blut erkaufet, Mit Und ihr Haupt zieht sie empor. Jesus kchet Lunt 20 Hauhi. Und sie 15. Deind ch und r 200 0 S ebet, weil sie glaubt. oren, Wird auch gar der To öher, 9. Gebt, ihr Sünder, ihm die geschworen: Schmach und Sterben her, De Herzen, Klagt, ihr Kranken, ihm ist Gewinn. Droht mit Schan⸗ eher Zi die Schmerzen, Sagt, ihr Armen, den! schreckt mit Beilen! Die nach 5. G ihm die Not. Wunden müssen jenem Kleinod eilen, Sehen über Damit Wunden heilen, Heilsöl weiß er alles hin. O dann auszuteilen, Reichtum schenkt er 16. Ihnen steht ein Himmel Bleibe nach dem Tod. offen, Welcher über alles Hoffen, 6. 2 10. Komm, aus sündigem Ge⸗ÜUber alles Wünschen ist. Die Dahin schlechte Der Gerechte macht Ge— gereinigte Gemeine Weiß, daß ich gerr rechte, Heilge aus der Sünder 105 Hil enient Wo sie ganz dir, au Rott. Komm, du wirst noch an-⸗ihr Heil gemießt.——0 genommen, Komm beherzt, er 17. Jauchz ihm, Menge heil⸗ Mel. L heißt dich kommen, Sag ihm nur: ger Knechte! Rühmt, vollendete 337 5701 e lmen trägt, Und du BlutvolkGottes 11. Eile, du darfst dich nicht 2 Oan. 1 schämen, Willst du Gnade? du mit der Krone, Und du. Chor vor Der H 9.„seinem Throne, Der die Gottes⸗ Welche sollst nehmen; Willst du Leben? Katt ö‚ Milii Hen 9harfen schlägt! stehn, 2 das soll sein; Willst du erben?»18 Ich denn ffeff 4647. auch auf den tiefsten men sel du wirst's sehen; Soll der Wunsch.= ö aufs höchste gehen; Willst du Stufen, Ich will glauben, reden, lichte! —*———— rufen, Ob ich schon noch Pilgrim Der Ri Jesum? er ist dein. bin: Jesus Christus herrscht als 2. 2 Sould an Aen. n Hton König, Alles sei ihm unterthäni, hinab Deun se Anchen 6 itn Ehret, liebet, lobet ihn! Grab, Und al Ruhm. Werte Worte! teure Mel. Kommt und laßt uns. Lehren! Möcht doch alle Welt 336 hristus unser Haupt Dur h. dich hören, Süßes Evangelium! · C und König, Wel⸗ jedes 13. Zwar das Haupt trug die chem alles unterthänig,‚ Und dem Wenn! zum Hohne Ihm geflochtne Dor⸗kein Geschöpf zu wenig, Herrscht 3. 2 nenkrone Einst am Kreuz in tiefer im Himmel und auf Erd. laller 2 Schmach; Sterbend hat es über⸗ 2. Leer dich aus, er wird dich all ent wunden, Leben durch den Tod ge⸗füllen, Blick auf ihn, er wird dich Gott ri ht. den Christi ten nie⸗ zuvor. reuden, cheiden, empor. Ut ver⸗ er Tod Sterben Schan⸗ hie nach »n über Himmel Hoffen, t. Die 5, daß ie ganz ge heil⸗ llendete ar, die lutvolk hor vor Gottes⸗ tiefsten „reden, Pilgrim scht als rthänig, uns. Haupt „Wel⸗ Ind dem Herrscht 5. ird dich vird dich Der Erloser. 20¹ stillen, Schweig, so sagt er seinen Willen, Wisse nichts, so lernst du ihn. 3. Zu der heilgen Gottheit Stätte Naht' kein Mensch, wenn er's nicht thäte Und ins Mittel für uns träte, Unser Heiland, Jesus Christ. 4. Süßer Heiland, zeuch mich höher, Deinem Herzen immer nä— her, Denn das meine kommt nicht eher Zu des Vaters Herzen hin. 5. Gieb mir deine Gnadenblicke, Damit deine Huld mich schmücke, O dann preis ich mein Geschicke, Bleibe dann mit dir vereint. 6. Dahin eilet meine Liebe, Dahin dringen meine Triebe, Daß ich gerne eins verbleibe, Eins mit dir, auf ewig eins. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. 33 Es naht der Tag, an dem die Welt Auf Gottes Wort in Staub zerfällt, Der Herr kommt zum Gerichte. Welch großes Schrecken wird ent— stehn, Wenn wir den Richter kom— men sehn In seinem Flammen⸗ lichte! Es naht der große Erntetag, Der Richter forschet strenge nach. 2. Dann hallt Posaunenruf hinab In aller Menschen weites Grab, Er sammelt sie am Throne. Und alles bebt, Und alles fleht, Wenn im Gericht ein jeder steht Vor Gottes ewgem Sohne. Durch jedes Herz ein Zittern dringt, Wenn der Posaunen Ruf erklingt. 3. Dann liegt das Buch vor aller Welt, Das deine Thaten all enthält, Das Buch, wornach Gott richtet; Dann sitzt der Rich— ter auf dem Thron, Und wäget jedem seinen Lohn, Die Nacht wird dann gelichtet. Nichts kann der Strafe dann entgehn, Der Mensch muß seinem Richter stehn. 4. Was sag ich dann, ich Ar⸗ mer, ich? Wer spricht dann im Gericht für mich, Wenn selbst Gerechte beben? O König voller Majestät, Der Fromme gnädig dann erhöht, Aus Gnade laß mich leben. Errette mich aus meiner Schuld, Erbarme dich aus Lieb und Huld. 5. Du hast nach deinem Liebes⸗ rat Für mich erwählt den Kreu⸗ zespfad, Die Marter statt der Freuden; Du suchtest mich mit Lieb und Huld, Du trugst am Kreuze meine Schuld, Umsonst sei nicht dein Leiden. Durch dei⸗ ner Schmerzen tiefe Not Befreie mich vom ewgen Tod. 6. Gerechter Richter, groß von Kraft, Noch vor dem Tag der Rechenschaft Vergieb mir meine Sünden. Wohl bin auch ich des Todes wert, Und furchtbar droht das Richterschwert, Ach, laß mich Rettung finden! Erhöre, Gott, mein banges Flehn, Laß mich dein Gnadenantlitz sehn. 7. Du hast Marien Huld ge⸗ währt, Am Kreuz den Schächer noch erhört, Gieb Trost auch meinem Herzen. Ich bin nicht wert, erhört zu sein, Doch wirst du Gnade mir verleihn, Mich retten von den Schmerzen; Er⸗ rette mich durch deine Treu, Mach mich vom ewgen Tode frei. 8. Hirt, führ mich zu den Schafen ein, Und von den Bösen —————————..——— — ————. mi.———.— ——— —— — 202 Gottes Werke und Wohlthaten. laß mich sein Durch deine Huld geschieden. Gehn die Verfluchten schuldvoll ein In ihre ewge Flam— menpein, So schenke mir den Frie⸗ den. Das Wort erschalle dann von dir: Gesegneter, komm her zu mir! 9. Zermalmt wie Asche ist mein Herz, Ich fleh gebeugt in meinem Schmerz: Gieb mir ein selges Ende. Wenn einst der Thränen⸗ tag aufgeht, Und dann der sündge Mensch ersteht, Nimm mich in deine Hände. Uns Sünder schone, Vater, du; O Heiland, führe uns zur Ruh. achet auf, ruft uns 338. die Stimme Der Wächter sehr hoch auf der Zinne, Wach auf, du Stadt Jerusalem! Mitternacht heißt diese Stunde! Sie rufen uns mit hellem Munde: Wo seid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf, der Bräutgam kömmt! Steht auf, die Lampen nehmt! Halleluja! Macht euch bereit Zur Hochzeitsfreud, Ihr müsset ihm entgegen gehn. 2. Zion hört die Wächter singen, Das Herz will ihr vor Freude springen, Sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, Von Gna⸗ den stark, von Wahrheit mächtig, Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all Zum Freudensaal, Und halten mit das Abendmahl. 3. Ehr und Preis sei dir ge⸗ Eigne Melodie. sungen Mit Menschen- und mit Engelzungen, Mit Harfen und mit Zimbeln schön. Perlen sind die Thore An deiner Stadt, wir stehn im Chore Der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gespürt, Kein Ohr hat mehr gehört Solche Freude. Des jauchzen wir, Und singen dir Das Halleluja für und für. Mel. Valet will ich dir geben. 339 Ermuntert euch, ihr Frommen, Zeigt eurer Lampen Schein! Der Abend ist gekommen, Bald bricht die Nacht herein. Es hat sich auf— gemachet Der Bräutigam mit Pracht. Auf, betet, kämpft und wachet, Bald ist es Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig, Und füllet sie mit Ol, Und seid des Heils gewärtig, Bereitet Leib und Seel. Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah! Begegnet ihm in Reihen, Und singt Halleluja! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, Hebt nun das Haupt empor, Mit Jauchzen und mit Schalle, Zum frohen Engelchor. Die Thür ist aufgeschlossen, Die Hochzeit ist be— reit: Auf, auf, ihr Reichsgenossen, Der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, Drum schlafet nicht mehr ein. Man sieht die Bäume blühen Im schön⸗ sten Frühlingsschein. Es nahn Erquickungszeiten, Die Abendröte zeigt Den schönen Weg von wei— tem, Davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, Ihr, die ihr Zion liebt, Mit freu⸗ digen Gebärden, Und seid nicht Von zwölf mehr Freude treuen wunde 6. Und n nach K ohne regiere Thron den, J Erlöste ihr He Gassen mahl, Die X 9. Komm Geh na fördre ein En Streit Hände Mel. 340 längst Herrsck dereinf Kraft! mel wie froh un auch m n und zwölf deiner e Der 1. Kein u Ohr Freude. singen id für. ben. „üihr Zeigt Abend cht die ch auf⸗ nmit ft und rnacht. fertig, ud seid et Leib Zions st nah! „Und n alle, r, Mit „Zum hür ist ist be⸗ nossen, veit. ziehen, 1. Man schön⸗ nahn »ndröte n wei⸗ weicht. Erden, it freu⸗ )nicht Der Erlöser. mehr betrübt. Schon glänzen Freudenstunden, Es wird der treuen Braut, Weil sie hier über⸗ wunden, Die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen, Und mit gestorben seid, Ihr sollt nach Kreuz und Klagen Nun leben ohne Leid; Ihr sollt mit ihm regieren, Und vor des Lammes Thron Mit Jauchzen triumphieren In eurer Siegeskron. tönen Freudenpsalmen In Frieden nach dem Streit; Hier schweigen 7. Hier sind die Siegespalmen, Hier ist das weiße Kleid, Hier 2. Wer faßt, o Heiland, hier die Pracht,‚ Die deinen Tag einst herrlich macht? Wie groß wirst du dich zeigen! Wenn du auf lichten Wolken einst Mit deiner Engel Heer erscheinst, Die, Herr, vor dir sich beugen: Dann sieht die Welt die Majestät, Dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. 3. Dann tönt dein Ruf in jedes Grab, Ein Ruf der Allmacht, tief hinab, Und schafft ein neues Le⸗ ben. Auf deinen Wink muß Erd und Meer Das große nie gezählte Heer Der Toten wiedergeben. Sie alle Klagen, Hier grünen die Ge⸗stehn, durch dich, Herr, neu be⸗ bein', Die dort der Tod zerschla⸗seelt, Nun alle auf, und keiner fehlt. gen; Der Tod wird nicht mehr sein. 4. Du sammelst sie vor deinem 8. Hier ist die Stadt der Freu⸗Thron, Um jedem den bestimmten den, Jerusalem, der Ort, Wo die Lohn Nach seiner That zu geben. Erlösten weiden, Und Jesus ist Dann trifft den Bösen Schmach ihr Hort; Hier sind die goldnen und Pein, Den Frommen aber Gassen, Hier ist das Hochzeits⸗führst du ein In das verheißne mahl, Hier soll sich niederlassen Die Braut im Rosenthal. 9. O Jesu, meine Wonne, Komm bald und mach dich auf; Geh auf, du Lebenssonne, Und fördre deinen Lauf. O Jesu, mach ein Ende, Und führ uns aus dem Streit, Wir heben Haupt und Hände Nach der Erlösungszeit. Mel. O Ebwigkeit, du Donnerwort. 340 erhöhter Jesu, Gottes Sohn, Der du schon längst der Himmel Thron Als Herrscher eingenommen, Du wirst dereinst zu rechter Zeit In großer Kraft und Herrlichkeit Vom Him⸗ mel wiederkommen. Gieb, daß dann froh und mit Vertraun Dich, Herr, auch meine Augen schaun. Leben. Wer leugnet dann noch, Jesu Christ, Daß du der Erde Richter bist. 5. O gieb, wenn nun dein Tag erscheint, Daß ich dann noch in dir den Freund Und Heiland wieder⸗ finde, Daß ich mit Freuden vor dir steh, Und mit dir in den Himmel geh, Ganz frei von Fluch und Sünde. Laß mich im Glauben wacker sein, Und auch die kleinste Sünde scheun. 6. Dein Name sei mir ewig wert, Und was dein Wort von mir begehrt, Das laß mich treulich üben. Niemals ermüde hier mein Geist, Dich, den schon jetzt der Himmel preist, Aus aller Kraft zu lieben. So hab ich in der Ewig⸗ keit Auch teil an deiner Herrlichkeit. 20⁴ Gottes Werke und Wohlthaten. Mel. O Gott, du frommer Gott. 341 hu Rechnung! Rech— 5 nung will Gott ernst— lich von dir haben. Thu Rech— nung, spricht der Herr, Von allen deinen Gaben. Thu Rechnung, fürchte Gott, Du mußt einst plötz⸗ lich fort; Thu Rechnung! denke stets An dieses Donnerwort. 2. Sprich: Lieber Gott, wer kann Vor deinem Thron bestehen, Wenn du mit deinem Knecht In dein Gericht willst gehen? Es ist in weiter Welt Zu finden nicht ein Mann, Der dir auf tausend nur Ein Wort antworten kann. 3. Laß Gnade gehn vor Recht, Ach laß mich Gnade finden! Mach mich aus Gnaden los Von allen meinen Sünden. Laß deines Soh⸗ nes Blut Auch mein Herz machen rein, Laß alle meine Schuld Tot und vergessen sein. 4. Laß mich in dieser Welt Nur dir zu Ehren leben, Daß ja mein Leib und Seel Dir allzeit sei ergeben. Dein Geist regiere mich, So werd ich wohl bestehn, Wenn du zur Rechnung rufst, Zur Himmelsfreud eingehn. Mel. Was Gott thut, das ist. 342 Wir warten dein, o ö Gottes Sohn, Und lieben dein Erscheinen. Bald ist die Wartezeit entflohn, Bald kommst du zu den Deinen. Wer an dich glaubt, Erhebt sein Haupt, Und sieht dir froh entgegen, Du brin⸗— gest Himmelssegen. 2. Wir warten dein, doch mit Geduld, In unsern Prüfungs⸗ tagen. Du hast dein Kreuz für unsre Schuld So demutsvoll ge⸗ tragen, Wie sollten wir Uns nicht mit dir Zum Kreuze gern bequemen, Bist du's hinweg wirst nehmen? 3. Wir warten dein, du hast uns ja Das Herz schon hingenom— men. Stets bist du uns im Geiste nah, Doch willst du sichtbar kom— men; Und dann wirst du Bei dir uns Ruh, Bei dir uns Freude geben, Und ewges Himmelsleben. 4. Wir warten dein, du kommst gewiß, Dir klopfen schon die Her⸗ zen, Vergessen aller Kümmernis, Vergessen aller Schmerzen. Der— einst, dereinst, Wann du erscheinst, Soll unser Mund lobsingen Und ewig Dank dir bringen. Mel. O Ebwigkeit, du Donnerwort. 343 Der Tag, an dem mein Heiland spricht: Kommt, Menschen, kommt vor mein Gericht! Erfüllt mich nicht mit Beben. Der mich zu seiner Schar berief, Auf dessen Tod ich hier entschlief, Wird mich zu sich erheben. Ich kann auf die Ver⸗ heißung baun, Daß ich sein Ant⸗ litz werde schaun. 2. Wie freu ich mich der großen Zeit, Da ich zu seiner Herrlich— keit Verklärt hinübergehe! Heil mir, wenn ich von Sünden rein, Mich seiner ewiglich zu freun, Vor seinem Throne stehe; Wo ich mit den Erlösten dann Ein höh'res Lied ihm singen kann. 3. Da, wo mein Heiland Jesus ist, Wohnt Freude, die kein Geist ermißt, Und seliges Entzücken. Der Herr, mein Heil auf Erden schon, Wie wird er dort vor seinem Thron ihm eil winde; liebt, sie sich 5. Welt Oder,! an sich Mel. 34⁵ durch Sünde dein l ge⸗ nicht emen, men? hast nom⸗ Geiste kom⸗ zei dir Freude leben. Humst e Her⸗ ernis, Der⸗ heinst, uUnd erwort. mein Hricht: t vor nicht seiner od ich u sich Ver⸗ Ant⸗ hroßen rrlich⸗ Heil Hrein, freun, Vo ich öh'res Jesus Geist 1. Der schon, Thron Die Heilsordnung. 20⁵ Mich wunderbar erquicken! Von Daß dich nie Falscher Brüder ihm strömt Seligkeit und Ruh Lügen Um dein Heil betrügen. Mir dann in ewger Fülle zu. 6. Wache, hab auf dich wohl acht, Trau nicht deinem Herzen; Leicht Eigne Melodie. kann, wer es nicht bewacht, Gottes 344 Mache dich, mein Geist, Huld verscherzen. Ach, es ist Voller bereit, Wache, fleh List, Weiß sich selbst zu schmeicheln, und bete, Daß dir nicht die böse Frommen Sinn zu heucheln. Zeit Plötzlich nahe trete; Denn es 7. Bete aber auch dabei, Bete ist Satans List Über viele From⸗bei dem Wachen, Denn der Herr men Zur Versuchung kommen. nur kann dich frei Von dem Allen 2. Aber wache erst recht auff machen, Was dich drückt Und be⸗ Von dem Sündenschlafe, Denn sstrickt, Daß du schläfrig bleibest es folget sonst darauf Eine lange Und sein Werk nicht treibest. Strafe, Und die Not Samt dem 8. Ja, er will gebeten sein, Tod Möchte dich in Sünden Soll er etwas geben; Er ver⸗ Unvermutet finden. langet unser Schrein, Wenn wir 3. Wache auf, sonst kann dich wollen leben, Und durch ihn Un⸗ nicht Unser Herr erleuchten, Wache, sern Sinn, Feind, Welt, Fleisch sonst wird Gottes Licht Dir nochfund Sünden Kräftig überwinden. ferne deuchten. Denn er will Für 9. Doch wohl gut, es muß die Füll Seiner Gnadengaben uns schon Alles glücklich gehen, Offne Augen haben. Wenn wir ihn durch seinen Sohn 4. Wache, daß dich Satans List Im Gebet anflehen. Denn er will Nicht im Schlafe finde, Wo es Uns die Füll Seiner Gunst aus⸗ ihm ein Leichtes ist, Daß er über⸗schütten, Wenn wir glaubend bitten. winde; Denn Gott giebt, Die er 10. Drum so laßt uns immer⸗ liebt, Oft in seine Strafen, Wenn dar Wachen, flehn und beten, sie sicher schlafen. Weil die Angst, Not und Ge⸗ 5. Wache, daß dich nicht die fahr Immer näher treten, Denn Welt Durch Gewalt bezwinge, die Zeit Ist nicht weit, Da uns Oder, wenn sie sich verstellt, Wieder Gott wird richten Und die Welt an sich bringe. Wach und sieh, vernichten. Seiligung durch den heiligen Geist. Die Heilsordnung. Mel. Wer nur den lieben Gott. Erwecke mich, erinnre mich! Ich 345 Erwecke, Jesu, stets die will dir danken ewiglich. Herzen, Erinnre uns 2. Erwecke mich, dir Dank zu durch deinen Geist, Daß wir mit geben Für dein Verdienst, Geburt Sünden nicht mehr scherzen, Die und Tod. Du starbst und gabst dein Gebot uns fliehen heißt. für mich dein Leben, Du littest Gottes Werke und Wohlthaten. Schmerzen, Angst und Not. Er⸗ wecke mich, erinnre mich, Daß ich mit Dank recht preise dich. 3. Erwecke mich zur Buß und Reue, Und mache mich von Sün⸗ den frei. Ach Herr, ich bitte dich, verleihe, Daß ja mein Herz nicht sicher sei. Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich in Buße suche dich. 4. Erwecke mich zum wahren Glauben, Der nach dir dürstet, seufzt und ringt. Auf Dornen wachsen keine Trauben; Gieb Glau⸗ ben, der auch Früchte bringt. Er⸗ wecke mich, erinnre mich, Daß ich von Herzen glaub an dich. 5. Erwecke mich zur wahren Liebe, Zur Liebe, die stets feste hält, Damit ich stets mich darin übe, Was dir, mein Jesu, wohl⸗ gefällt. Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich recht innig liebe dich. 6. Erwecke die verstockten Sün⸗ der, Die nicht in deiner Liebe stehn. Ach suche doch die armen Kinder, Die Schafe, die noch irre gehn. Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich, mein Heil, nicht lasse dich. 7. Erwecke alle frommen Her⸗ zen, Daß sie im Guten weiter gehn; Zeig ihnen deine Todesschmerzen, Und laß sie niemals stille stehn. Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich stets hab und halte dich. 8. Erwecke mich zur Kraft im Leide, Mach mich an Trost und Hoffnung reich; Dein Kreuz sei mir der Grund der Freude, Dein Herz mir stets an Huld sich gleich. Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich im Kreuze seh auf dich. 9. Erwecke mich zum selgen Sterben, Mein Jesu, mache mich bereit; Laß mich, o Herr, dein Reich ererben, Und führe mich zur Seligkeit. Erwecke mich, er⸗ innre mich, Daß ich im Sterben halte dich. 10. Nun, Jesu, höre meine Bitte, Nimm dich, o Heiland, meiner an. Ich walle noch in dieser Hütte; Dein Geist führ mich auf ebner Bahn. Erwecke mich, erinnre mich, Bis ich im Himmel schaue dich. Eigne Melodie. 3 46 Erleucht mich, Herr, —.— mein Licht, Ich bin mir selbst verborgen, Und kenne mich noch nicht. Ich merke dieses zwar, Ich bin nicht, wie ich war; Indessen fühl ich wohl, Ich bin nicht wie ich soll. 2. Ich konnt so sicher ruhn, Und wußt von keinen Sorgen; Doch anders istes nun: Voll Angst und ohne Rast Bin ich mir selbst zur Last. Was vormals meine Freud, Macht mir nun Herzeleid. 3. Kein zeitlicher Verlust Ver⸗ ursacht diese Schmerzen, So viel mir ist bewußt: Ich misse keinen Freund, Auch drücket mich kein Feind, Mein Leib hat, was er will, Gesundheit, Hüll und Füll. 4. Es ist der Seelen Pein, Es kommt mir aus dem Herzen, Und dringt durch Mark und Bein. Dies Eine liegt mir an, Daß ich nicht spüren kann, Ob ich ein wahrer Christ, Und du mein Jesus bist. 5. Es ist nicht so gemein, Ein Christ zu sein, als heißen; Ich weiß, daß der allein Des Namens würdig Durch Und le 6. E diesem Ist die 10. mir, richtig, dir Be Heuchel der We deine E 11. nun, D gen, D Ruh. Und we ab, und Sach g ö dein; mich h, er⸗ terben meine iland, ch in führ rwecke ch im Herr, h bin kenne dieses war; h bin ruhn, rgen; Angst selbst meine zeleid. Ver⸗ o viel einen kein as er Füll. Pein, rzen, Die Heilsordnung. 207 würdig ist, Der seine liebste Lust Durch Christi Kraft zerbricht, Und lebt sich selber nicht. 6. Es ist nur Selbstbetrug, Mit diesem Wahn sich speisen, Als ob es schon genug Zur Glaͤubens⸗ probe sei, Daß man von Lastern frei, Die auch ein blinder Heid' Aus Furcht der Schande meid't. 7. Der zieht recht Christum an, Der aus sich selbst gegangen, Des Fleisches eignnen Wahn, Vermögen, Lust und Rat, Gut, Ehr und was er hat, Verläßt, verwirft und spricht: Nur Jesus ist mein Licht. 8. Dies ist des Glaubens Wort Und durstiges Verlangen; Herr Jesu, sei mein Hort, Ver⸗ söhner, Herr und Schild, Und führ mich, wie du willt. Dein bin ich, wie ich bin, Nimm mich zu eigen hin. 9. Wer dies nicht gründlich meint, Des Glaub ist noch un⸗ tüchtig, Der bleibt noch Gottes Feind; Sein Hoffnungsgrund ist Sand, Und hält zuletzt nicht Stand, Der ein'ge Glaubensgrund Ist dieser Gnadenbund. 10. Hier, sorg ich, fehlt es mir, Mein Trieb sei nicht so richtig, Den ich, Herr Christ, zu dir Befinde, weil ich auch Nach Heuchelchristen Brauch Die Lust der Welt noch mehr Geliebt, als deine Ehr. 11. Mein Herz, entschließ dich nun, Denn du mußt jetzt es wa⸗ gen, Du kommst sonst nicht zur Ruh. Sagst du hiermit der Welt 12. Du armer Staub, kannst du Dem König dich versagen, Dem alles stehet zu, Der allgenugsam reich, Ja alles ist zugleich? Mehr, als kein Herz bedacht, Hat er in seiner Macht. 13. Wenn alles wird vergehn, Was Erd und Himmel hegen, So bleibt er fest bestehn; Sein Wesen stirbt nicht ab, Die Gott⸗ heit weiß kein Grab; Und wen er einmal kennt, Des Wohlstand nimmt kein End. 14. Wer aber in der Zeit Mit ihm sich nicht verträget, Der bleibt in Ewigkeit Von Gottes Freuden⸗ haus Ganz, ganz geschlossen aus. Vergöß er in dem Weh Schon einen Thränensee. 15. Gewünscheter Vertrag, Den nur ein Jawort schließet! Sag, meine Seele, sag: So sei's, Herr Jesu, ja, Da hast du alles da, Nimm hin Leib, Seel und Blut, Geist, Ehre, Hab und Gut! 16. Thu, was du willst, mit mir! Werd ich nur zugerichtet Zu deinem Preis und Zier, Erneut zur Herrlichkeit, Mit deinem Heil bekleid't, Geheiligt um und an: Wohl mir, so ist's gethan! Mel. Freu dich sehr, o meine. 347 Auf, mein Geist, du hast gelaufen Lang genug der Sünden Bahn! Willst du nicht zum Höllenhaufen, So — schwing dich gen Himmel an. Und was dem Fleisch gefällt, Rein ab, und Christo an, So ist die Sach gethan. Jesus ladet in sein Haus, Will daselbst dir teilen aus Heil und Leben, dich zu laben; Auf, erkenn die Gnadengaben! Gottes Werke und Wohlthaten. 2. Wohl, ich komm und fühl den Schaden, Darin ich gesetzet bin; Könnt ich nun in Thränen baden, Ach, was gäb ich nicht drum hin! Eitles Wesen, sei ver⸗ flucht, Das ich bisher sehr ge— sucht; Welt und Lust mit deinen Schätzen, Weg nur! du kannst nicht ergötzen. 3. Meiner Sünden Angst und Plagen, Wie der Wellen wilde Flut UÜber mir zusammen schla— gen, Und ertöten allen Mut. Wie bedrängt ist, Herr, mein Herz! Endlos häuft sich Schmerz auf Schmerz! Ach, mein Jesu, zu mir kehre, Eh ich mich in Angst verzehre. 4. Sieh, ich falle vor dir nie— der, Herr, ich bin der falsche Knecht, Der das Pfund dir brachte wieder Ohne Wucher, träg und schlecht. Willst du ins Gericht noch gehn, Wie wollt ich vor dir be⸗ stehn? O ihr Berge, mich bedecket, Und ihr Grüfte, mich verstecket! 5. Groß bist du von Güt und Treue, Doch nicht dem, der ohne Schuld, Sondern denen, die mit Reue Suchen deine Gnad und Huld. Drum straf nicht in deinem Grimm, Wehre, Herr, der Donner⸗ stimm, Und um deines Eides wil⸗ len Wollest du mein Zagen stillen. 6. Mag ein Mutterherz wohl hassen, Was den Kindesnamen hat? Wie kannst du denn mich verlassen Wegen meiner Ubelthat? Nein, es jammert dich mein Leid, Voller Gnad bist du bereit, Mich schon wieder zu umarmen, Und dich meiner zu erbarmen. 7. Preis dir, Heil mir! alle Stunden, Die zur Buße sind ver⸗ wandt, Haben mich dir neu ver⸗ bunden, Bringen mich in Ruhe— stand. Nun ich Sodom bin ent⸗ führt, Soll nicht werden mehr ge— spürt Irdisch Leben, blinde Werke. Jesu, meinen Vorsatz stärke. Eigne Melodie. 348 Mein Heiland nimmt 4 die Sünder an, Die unter ihrer Last der Sünden Kein Mensch, kein Engel trösten kann, Die nirgends Ruh noch Rettung finden. Sie, denen selbst die Welt zu klein, Die bang des Richters Auge scheun, Sie, denen längst der Stab gebrochen, Die schon der Hölle zugesprochen, Sehn diese Freistatt aufgethan: Mein Jesus nimmt die Sünder an. 2. Sein mehr als mütterliches Herz Trieb ihn von seinem Thron zur Erden; Ihn drang der Sün⸗ der Weh und Schmerz, An ihrer Statt ein Fluch zu werden; Er senkte sich in ihre Not, Und schmeckte für sie Angst und Tod. Nun, da er denn sein eignes Leben Zur teuren Zahlung hin⸗ gegeben, Und seinem Vater g'nug gethan, So heißt's: er nimmt die Sünder an. 3. Nun findet man in seinem Schoß Ein sichres Schloß ge— jagter Seelen; Er spricht sie von der Strafe los Und tilgt ihr jam⸗ mervolles Quälen. Es wird ihr ganzes Sündenheer Ins uner⸗ gründlich tiefe Meer Durch seinen Mittlertod versenket, Und ihnen Gottes Geist geschenket, Durch den man V Heiland 4. S ter hin Armen, Vaters Erbarm Kindes ist und übergebe zum en huldreich nimmt 5.— nur sehr Sünder. sie noch Auge ve er in Ze die Hand stillt er milden Denkt d gethan! Sünder 6. W trum an gefallen! nur get mußte w einerlei, ewig tri Schmack auf dem Sünderi Heiland 7. Si der heißt greul bet von sich zu ihm dir im Not ver R alle ud ver⸗ u ver⸗ Ruhe⸗ in ent⸗ ehr ge⸗ Werke. ke. nimmt er an, dünden trösten )noch n selbst ng des denen 1, Die „Sehn Mein an. rliches Thron Sün⸗ n ihrer n; Er „Und d Tod. eignes g hin⸗ g'nug mt die seinem oß ge⸗ sie von r jam⸗ ird ihr uner⸗ seinen ihnen rch den Die Heilsordnung. 209 man Vater! rufen kann. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 4. So bringt er sie zum Va⸗ ter hin In seinen blutbeflossnen Armen, Und dieses neigt des Vaters Sinn Zu lauter ewigem Erbarmen. Er nimmt sie auf an Kindes statt, Ja alles, was er ist und hat, Wird ihnen eigen ibergeben, Und selbst die Thür um ewgen Leben Wird ihnen huldreich aufgethan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. O könntest du sein Herz nur sehn, Wie sich's nach armen Sündern sehnet, Sowohl wenn sie noch irre gehn, Als wenn ihr Auge vor ihm thränet! Wie eilt er in Zachäus Haus, Und streckt die Hand nach Zöllnern aus! Wie stillt er jener Magdalenen Den milden Guß erpreßter Thränen, Denkt des nicht mehr, was sie gethan! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 6. Wie freundlich blickt er Pe⸗ trum an, Obgleich er noch so tief gefallen! Und dies hat er nicht nur gethan, Da er auf Erden mußte wallen, Nein, er ist immer einerlei, Gerecht und fromm und ewig treu. Und wie er unter Schmach und Leiden, So ist er auf dem Thron der Freuden Den Sündern liebreich zugethan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 7. So komme denn, wer Sün⸗ der heißt, Und wen sein Sünden⸗ Igreul betrübet, Zu dem, der keinen von sich weist, Der sich gebeugt zu ihm begiebet. Wie? willst du dir im Lichte stehn, Und ohne Not verloren gehn? Willst du der Sünde länger dienen, Da, dich zu retten, er erschienen? O nein, verlaß die Sündenbahn! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Komm nur mühselig und ge⸗ bückt, Komm nur, so gut du weißt zu kommen. Wenn gleich die Last dich niederdrückt, Gebeugt wirst du gern angenommen. Sieh, wie sein Herz dir offen steht, Und wie er dir entgegen geht! Wie oft hat er nicht voll Verlangen Gesucht, dich gnädig zu umfangen! So komm denn, armes Herz, heran. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 9. Sprich nicht: ich hab's zu arg gemacht, Und alle Güter seiner Gnaden So lang und schändlich durchgebracht, Er hat mich oft umsonst geladen. Wenn du es jetzt nur redlich meinst, Und deinen Fall mit Ernst beweinst, So soll ihm nichts die Hände binden, Und du sollst jetzt noch Gnade finden. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 10. Doch sprich auch nicht: es ist noch Zeit, Ich muß erst diese Lust genießen, Gott wird ja eben nicht gleich heut Die offne Gna⸗ denthür verschließen. Nein, weil er ruft, so höre du, Und greif mit Glaubenshänden zu. Wer diesen Tag sein Heil verträumet, Hat eine Gnadenzeit versäumet, Die wohl nie wieder kommen kann. Heut komm, heut nimmt dich Jesus an. 11. Ja, zeuch du selbst uns recht zu dir, Holdselig süßer Freund der Sünder. Erfüll mit sehnender Begier Auch uns und alle Adams⸗ kinder. Zeig uns bei unserm See⸗ 14 210 Gottes Werke und Wohlthaten. lenschmerz Dein nur von Liebe Walend Herz. Und wenn wir unser Elend mehen So laß uns ja nicht stille stehen, Bis daß ein jeder lagen Unn Gottlob, auch mich nimmt Jesus an! Mel. Auf meinen lieben Gott. Mo soll ich fliehen hin, 349. W Da ich beschweret bin Mit viel und großen Sünden? Wo kann ich Rettung finden? Wenn alle Welt auch käme, Mein' Angst sie nicht wegnähme. 2. O Jesu, voller Gnad, Auf dein Gebot und Rat Kommt mein betrübt Gemüte Zu deiner großen Güte. Laß du auf mein Gewissen Ein Gnadentröpflein fließen. 3. Ich, dein betrübtes Kind, Ich werfe meine Sünd Nebst al⸗ len meinen Schmerzen, Nebst aller Angst im Herzen, In deine heil⸗ gen Wunden, Da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut, Durch deiner Thränen Flut Laß, Herr, mich Ruhe finden, Und reinge mich von Sünden; Wollst ihrer nicht gedenken, Ins tiefste Meer sie senken. 5. Mir mangelt zwar sehr viel, Doch, was ich haben will, Ist alles mir zu gute Erlangt mit deinem Blute, Damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 6. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich. Nun kann ich nicht verderben, Dein Reich muß ich ererben, Denn du hast mir's erworben, Da du für 1 Osühre Durch deinen Geist dahin, Daß ich mög alles meiden, Was mich von dir kann scheiden, Daß ich ewig bleibe. Eigne Melodie. + ch, was soll ich Sünder 350. A machen? Ach, was soll klagt mich an, Es beginnet auf⸗ zuwachen. Dies ist meine Zuver⸗ sicht: Meinen Jesum laß ich nicht. 2. Zwar es haben meine Sün⸗ den Meinen Jesum oft betrübt, Doch weiß ich, daß er mich liebt, Denn er läßt sich gnädig finden. Drum, ob mich mein“ Sünd an⸗ ficht, Meinen 3 Jesum laß ich nicht. Leiden, Das bei Christen oft ent⸗ steht, Mir sehr hart entgegen geht, Soll mich's doch von ihm nich. scheiden. Auf ihn ist mein Herz ge— richt't, Meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich weiß wohl, daß unser Leben Nichts, als nur ein Nebel ist, Denn wir sind zu jeder Frist Mit dem Tode hier umgeben; 2290 Jesum laß ich nicht. Sterb ich bald, deicht Ruhe, welcher keine gleicht Ruhe in dem stillen Grabe; Da ist Zesus noch mein Licht, Mei nen Jesum laß ich nicht. Durch ihn werd ich wieder leben, Er wird mich zur rechten Zeit Wecken zu der Seligkeit, Dis er wird aus Gnade geben. Nicht erbeb ich im Gericht, Meinen O führe Herz und Sinn Jesum laß ich nicht. ů an deinem Leibe Ein Glied auf ich fangen an? Mein Gewissen 3. Obgleich schweres Kreuz und Doch, wenn auch mein Auge bricht, wohl mir, 0 ch Habe Dann die Ruhe schon et⸗ Hort, treibe Licht, M 351 Leben. Wonn kur d meiner vehag 1—5 ö allen⸗ mir gi densga Des al mich d Gewin: geben, Weil ie 4. 2 In mir öͤffne me hoch heil Und unt schaft bi fir und sterben,“ n, Me 3. Ack umer nerm ö kann, Un Die Heilsordnung. 211 u, Daß 7. Nun, so will ich dein verblei⸗Beständig möge wallen Auf rech⸗ as mich ben, Denn ich traue deinem Wort. ter Lebensbahn. ů Daß ich Von dir, Herr, mein Heil, mein 7. Nun, Herr, verleih mir lied auß Hort, Soll mich Not und Tod nicht Stärke, Verleih mir Kraft und treiben. Heller glänzt mir einst dein Mut; Das sind die Gnaden⸗ Licht, Meinen Jesum laß ich nicht. werke, Die dein Geist in mir thut. Mein eigenes Beginnen, Mein Denken und mein Sinnen Ist nimmer recht und gut. 8. Du Geber aller Gnaden, Du 55 Mel. Herr Christ, der ein'ge. Sünder Mel. Herr Christ, der ein'ge was soll 351. Her Jesu, Gnaden⸗ hewissen 5 sonne, Wahrhaftes net auf⸗ Kebenslicht, Gieb Leben, Licht und Vater aller Treu, Wend allen »Zuver⸗ Wonne Dem blöden Angesicht. Seelenschaden, Und mach mich ch nicht. Nur du kannst mich erfreuen, Und täglich neu; Gieb, daß ich deinen ie Sün⸗ meinen Geist erneuen, Mein Gott, Willen Beständig mög erfüllen, betrübt, versag mir's nicht! ö ich liebt. 2. Bergieb mir meine Sünden, finden. Und wirf sie hinter dich. Laß ünd an⸗ allen Zorn verschwinden, Und hilf ch nicht.— mir gnädiglich. Laß deine Frie⸗ reuz und densgaben Die bange Seele la⸗ oft ent- ben. Ach, Herr, erhöre mich. zen geht, 3. Vertreib aus meiner Seelen im nicht Des alten Adams Sinn, Und laß inn Herzge⸗ mich dich erwählen Zum seligen Auf Erden ist kein Mensch gebor'n, ich nicht. Gewinn. Dir will ich mich er⸗ Der mir aus Nöten helfen kann. iß unser geben, Und dir zu Ehren leben,Dich ruf ich an, Du bist's, der in Nebel Weil ich erlöset Hint. helfen will und kann. der Frst. 4. Befördre dein Erkenntnis 2. Herr, meine Schuld ist über⸗ mgeben; In mir, mein Seelenhort, Und /groß, Und reuet mich von Her⸗ je bricht, ffne mein Verständnis Durchdein zen, Erbarme dich, und sprich mich nicht. hochheilig Wort; Damit ich anslos Kraft deiner Todesschmerzen. ohl mir, dich gläube, In deiner Wahrheit Nimm meiner dich beim Vater an, schon er. bleibe, Und wachse fort und fort.¶ Der du für mich genug gethan, e gleicht 5. Leit mich in dieser Wüste, Dann werd ich los der Sünden⸗ ibe; Oo Und unterdrück in mir Die Herr⸗ last. Mein Glaub umfaßt, Herr, t, Mi schaft böser Lüste, Und laß michwas du mir verheißen hast. für und für Der eitlen Welt ab 3. Verleih mir aus Barmher⸗ wieder Herben Dem Fleische nach verder⸗ zigkeit Des Glaubens Kraft und rechten A, Mein Gott, so leb ich dir. Stärke, Auf daß ich deine Freund⸗ keit, Din] z. Ach, zünde deine Liebe In lichkeit Im Glauben fühl und n. Niht mner Seele an, Daß ich aus merke; Daß ich vor allen liebe Meinen aerm Triebe Dich ewig lieben dich, Und meinen Nächsten gleich ann, Und, dir zum Wohlgefallen, als mich. Hilf mir in meiner 14 Und steh mir kräftig bei. Eigne Melodie. 35 Allein zu dir, Herr 352. A Jesu Christ, Mein' Hoffnung steht auf Erden. Ich weiß, daß du mein Tröster bist, Kein Trost kann sonst mir werden. Von Anbeginn ist nichts erkor'n, 212 Gottes Werke und Wohlthaten. letzten Not, Mein Herr und Gott, sehen nicht; Darum erleuchte meine Der du für mich besiegt den Tod. Augen Mit deinem Glanz und ‚ 4. Preis sei Gott auf dem höch⸗ sten Thron, Dem Vater, reich an Güte, Und Jesu Christo, seinem Sohn, Der gnädig uns behüte, Und seinem werten heilgen Geist, Der uns den Weg zum Himmel weist! So singet alle Christenheit Hier in der Zeit Und dort in selger Ewigkeit. Eigne Melodie. + arquicke mich, du Heil 353. E der Sünder, Durch dich und deinen Gnadenschein, Und laß, o Freund der Menschenkinder, Dein Herz auf mich gerichtet sein. Komm und erzeige dein Erbar— men, Und schenke deine Huld mir Armen. 2. Du bist und bleibst der Trost der Erden Und der gepriesne Wun⸗ dermann, Durch welchen wir er— rettet werden, Der allen Menschen helfen kann. Du hilfst und rettest uns aus Gnaden Von allem Leid und allem Schaden. 3. Der Blinde kann die Sonne sehen, Der Taube hört die Stimme an, Der Lahme muß auch g'rade gehen, Der Aussatz wird hinweg gethan. Den Toten hast du Geist und Leben Und allen Armen Trost gegeben. 4. Hast du vor diesem solche Thaten, O Herr, durch deine Hand gethan: So wollest du auch jetzt mir raten, Nimm du dich meiner Seele an. Ach, zeige deine große Stärke Durch unverdiente Gnadenlicht, Zu sehen, was sonst nicht zu sehen, Wenn wir in deinem Licht nicht stehen. 6. Eröffne mir, Herr, meine Ohren, Und mache mich zu deinem zu ihun all meine Werke. 7. Ich wanke noch auf schwa⸗ chen Füßen, Bald strauchl' ich hier, bald fall ich dort. Laß deine Kraft in mich einfließen, Daß ich mag gehen g'rade fort, Und meine Tritte niemals gleiten, Noch von dem Pfad der Wahrheit schreiten. 8. Wer will doch meinen Aus⸗ satz heilen, Der Krankheit aller⸗ wollest nicht verweilen, Ach, heile Wunden Heilung geben. 9. Ich bin ganz tot und meine Kräfte, Will und Verstand sind ohne Kraft, Zu thun recht gött⸗ liche Geschäfte; Herr, gieb mir neuen Lebenssaft, Daß ich gleich einem Baum ausschlage Und tau⸗ sendfache Früchte trage. 10. Ich finde arm mich, in Elende, Entblößt von allem eignen Ruhm; Die Friedensbotschaft zu mir sende, Dein füßes Evangelium, Daß ich dadurch noch hier auf Er⸗ den Gerecht und selig möge werden. Mel. Durch Adams Fall ist ganz. Gnadenwerke. 5. Du weißt ja, was wir Men⸗ schen taugen, Verblendet sind wir, 5 Jesu, meine Zuver⸗ 354.— sicht, Mein Heiland und mein Leben, Verstoße du miih Knecht; Hier bin ich, du wollst sie durchbohren, Daß ich dir diene treu und recht, Und auf dein heilig Wort stets merke, Darnach schlimmsten Teil? Mein Arzt, du mich, so werd ich heil. Laß deine Wunden, o mein Leben, Für meim Sünd gegebe bitterr werber Sünd verder 2.C Mein mir sel ten We sichEitt liebe;“ beut, 3.D in mir Kräfte und fü Das 6 Wird rꝛ Herz i das nicht de Mein si 5. S bei, Di Und ma fii, He Gieb mi dich Mi Durch d Erkenner 6. E Herz, D Daß es Schmerz neige. Glauben hte meine anz und das sonst wir in ,‚ meine u deinem du wollst dir diene Darnach uchl' ich Laß deine Daß ich nd meine Noch von schreiten. nen Aus⸗ eit aller⸗ Arzt, du Uch, heile Laß deine rür meinn ind meine and sind echt goͤtt⸗ gieb mit ich gleich Und tau⸗ mich, in em eignen tschaft u ingelium, r auf Er⸗ ze werden. ist ganz, ie Zuver⸗ Heiland e du mich bei, Du Urquell aller Gnaden, Und mach durch deine Kraft mich ich oft und schwer, Und meiner frei, Heil meiner Seele Schaden. Sünden großes Heer Schwebt Gieb mir dein Licht, daß ich durch immer mir vor Angen. dich Mich selber kann verstehen, 2. Nimm mich im Blute Christi Erkennen mein Vergehen. Die Heilsordnung. 2¹⁵ Sünder nicht, Für den du dich Werke; Ja, kehre du selbst bei gegeben; Du starbst für mich den mir ein, O meiner Seelen Stärke. bittern Tod, Mir Gnade zu er⸗ 7. Zerstör in mir die Eitelkeit werben, Drum hilf mir aus der Brich meinen bösen Willen, Un Sünde Not, Und laß mich nicht laß mich, was dein Wort gebeut, verderben. 2. Es fehlet meinem Geiste Licht, in mir Demut, Mäßigkeit, De mir selber weiß ich nicht Den rech⸗du mich jederzeit Mit heiligen ten Weg zu gehen. Im Herzen regt Verlangen. Durch deinen Geist erfüllen. Laß 5 d — 8 Mein Elend einzusehen, Und aus Geistes Früchte prangen, Erfülle 1 sichEitelkeit, Stolz, Weltlust, Eigen⸗ 8. Du, Vater, bist's, der in liebe; Das Glück, das mir die Erde uns schafft Das Wollen und Voll⸗ beut, Entzündet meine Triebe. 3. Die Macht der Sünde herrscht Kraft, Und laß es mir gelingen in mir, Und schwächt der Seele Laß bringen; Verleih zur Heiligung mir deinen Frieden auf mir ruhn, Kräfte; Das Fleisch verhindert für Gieb Trost, gieb Mut, gieb Stärke, und für Der Heiligung Geschäfte. Dann kann ich deinen Willen thun, Das Gute, das ich lieben soll, Dann wirk ich deine Werke. Wird von mir unterlassen, Mein Herz ist ganz des Bösen voll, Mel. O Herre Gott, begnade mich. Das ich salt f sh. Das ich soll fliehn und hassen. 355. Ach, sei mir gnädig, 4. O treuer Hort, was fang Herr, mein Gott, ich an Bei so verderbtem Wesen Nach deiner Güt in meiner Not, Wo find ich, was mir helfen Tilg durch dein reich Erbarmen kann? Wie soll ich doch genesen? Die Sünde in mir Armen. Durch Ach, in mir selbst ist keine Kraft, deine Vatertreu und Huld Befreie Zur Buße mich zu führen, Wo nicht dein Geist, der alles schafft, Mein schwaches Herz will rühren. mich von aller Schuld, Und reinge mich von Sünden, Die sich in mir befinden. Ach Herr, ach, ich be⸗ kenn es dir, Denn meine Sünd ist stets vor mir, Gesündigt hab 5. Steh du in dieser Not mir urch deine Wahrheit lehre mich an, Und laß die Schuld sein ab⸗ gethan, Die Sünd, die ich ererbet, Und die mein Herz verderbet. Herr, 6. Erweiche du mein hartes Herz, Daß es vor dir sich beuge, wasche mich und mach mich rein, aß es, erfüllt von Reu und So werd ich unbeflecket sein, Und Schmerz, Zu deinem Recht sich weißer können werden, Als je der neige. Ach, mach es durch den Schnee auf Erden. O laß mich Hlauben rein, Und gieb gerechte schmecken Wonn und Freud Nach K,. —.———...2 q—FFFF PPPFI——F—F— πππππππιπ⁰πιππ⁰π⁰πιπ— Gottes Werke und Wohlthaten. dieser schweren Traurigkeit, Daß die Gebeine, die du hast Zer⸗ malmt durch deines Zornes Last, Gestärkt und fröhlich werden. 3. Denk nicht, wie ich gesün⸗ digt hab, Ach, kehr dein Antlitz davon ab, Tilg meine Missethaten, Darein ich bin geraten. Schaff in mir, Gott, aus Huld und Güt Ein reines Herze und Gemüt, Durch wahre Buß und Reue In⸗ wendig mich erneue. Ach, Vater, ach, verwirf mich nicht Im Zorn vor deinem Angesicht. Gieb, daß ich wieder in mir merk Des guten Geistes Kraft und Stärk, Laß ihn nicht von mir weichen. 4. Dann thu mir meine Lippen auf, Zeuch mein Gemüt zu dir hinauf, Dich, Gott, im Himmel oben, Mit Herz und Mund zu loben. Kein Dank, kein Opfer dir gefällt, Wenn dir nicht ernst wird vorgestellt Ein Herz von Angst und Klagen Zerbrochen und zer⸗ schlagen. Wer dir in wahrer Reu und Buß Mit heißen Thränen fällt zu Fuß, Der hat ein Opfer dir gebracht, Das niemals wird von dir veracht't, Du nimmst es an in Gnaden. 5. Gott Vater in dem höchsten Thron, Gedenk an deinen eingen Sohn, Und laß um seinetwillen Die Herzensangst sich stillen. O Jesu Christ, durch deinen Tod Er⸗ rette mich aus aller Not, Ich weiß in meinen Sünden Sonst keinen Trost zu finden. O heilger Geist, regiere mich Durch deine Gnade kräf⸗ tiglich, Daß ich dem Bösen wider⸗ streb, Und stets nach deinem Willen leb Bis an mein letztes Ende. Mel. Wer nur den lieben Gott. 356. Ich armer Mensch, ich armer Sünder Steh Gott, ach Gott, verfahr gelinder, richt. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 2. Wie ist mir doch so angst und bange, Herr, wegen meiner großen Sünd! Hilf, daß ich wieder Gnad erlange, Ich armes und verlornes Kind. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 3. Ach, laß mich nicht vergeb⸗ lich klagen, Verwirf mein armes arme Sünder spricht: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! meiner Sünd. O treuer Vater, für dein Kind. mer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben; Sag, daß ich die Sünd ist dir vergeben, Nur sündige hinfort nicht mehr! Erz barme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 6. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, Erhöret bin ich zweifel⸗ frei, Weil sich der Trost im Her⸗ mein Geschrei: Erbarme dich, er⸗ barme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! schone, schone, Erkenn mich wieder ). Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbar⸗ zen mehret, Drum will ich enden V hier vor deinem Angesicht. Ach Und geh nicht mit mir ins Ge⸗ Flehen nicht. Du kannst die Bitte nicht versagen, Hör, was der 4. Nicht, wie ich hab verschul⸗ det, lohne, Und handle nicht nach armer Sünder hör: Geh hin, Mel x + 3⁵ vorn! mich Flehe Den ich di nicht 2. seist, Nicht. meine dem, Verge ihn A 3 Laß n wanke darau meiner und V im Gl. Wort 5.2 Komm Regier ich ja Köͤnig will, 2 Des X Gott. sch, ich r Steh . Ach elinder, us Ge⸗ ne dich,‚ r mich! o angst meiner — * vaß ich armes Tbarme „mein vergeb⸗ armes ie Bitte as der Tbarme „mein erschul⸗ cht nach Vater, wieder ie dich, Erbar⸗ zort, so ich bin zweifel im Her⸗ henden dich, er⸗ barmer, err, ohne Glauben 357. 5 kann Kein Mensch vor dir bestehen, Drum wend ich mich zu dir Mit demutsvollem Flehen. O zünde selbst in mir Den wahren Glauben an, Weil ich durch meine Kraft Ihn mir nicht geben kann. 2. Laß mich, Gott, daß du seist, Mit Überzeugung glauben. Nichts müsse mir das Wort Aus meinem Herzen rauben, Daß du dem, der dich sucht, Stets ein Vergelter seist, Und hier und ewig ihn Mit deinem Heil erfreust. 3. Wahrhaftig ist dein Wort, Laß mich ihm völlig trauen. Nie wanket deine Treu, Laß mich darauf stets bauen. Gieb, daß ich dir im Glück Und Unglück stets getreu, Und durch des Glau⸗ bens Kraft Allzeit gehorsam sei. 4. Lehr mich, mein Jesu, dich Im Glauben recht erkennen, Dich meinen Herrn und Gott Im Geist und Wahrheit nennen. Lehr mich im Glauben thun, Was mich dein Wort gelehrt, Daß dich Herz, Mund und That Als meinen Heiland ehrt. 5. Mein König und Prophet, Komm, herrsch in meiner Seele, Regier und führe mich, Damit ich ja nicht fehle. Du sollst mein Die Heilsordnung. Mel. O Golt, du frommer Gott. stren und 21⁵ fest, Als auf sein einzig Heil Und wahren Trost, verläßt. 7. Ach, Jesu, stärke mich In diesem meinem Glauben; Laß mir ihn weder Tod, Noch Welt, noch Teufel rauben. Bleib durch den Glauben stets Genau mit mir vereint, So bin ich dein, du mein, O teurer Seelenfreund! Eigne Melodie. rins ist not, ach, Herr, 358. E dies Eine Lehre mich erkennen doch! Alles andre, wie's auch scheine, Ist ja nur ein schwe⸗ res Joch, Darunter das Herze sich naget und plaget, Und dennoch kein wahres Vergnügen erjaget. Erlang ich dies Eine, das alles ersetzt, So werd ich mit einem in allem ergötzt. 2. Seele, willst du dieses fin⸗ den, Such's bei keiner Kreatur; Laß, was irdisch ist, verschwinden, Schwing dich über die Natur. Wo Gott und die Menschheit in einem vereinet, Wo alle voll⸗ kommene Fülle erscheinet, Da, da ist das beste, notwendigste Teil, Mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 3. Wie Maria war beflissen Auf des Einigen Genieß, Als sie sich zu Jesu Füßen Voller An⸗ dacht niederließ; Das Herz ihr König sein, Dem ich gehorchen will, Mein Lehrer und Prophet, Des Willen ich erfüll. 6. Ich will auch, Herr, an dich Als Hohenpriester gläuben. Laß, Jesu, dein Verdienst Den Grund des Glaubens bleiben. O glück⸗ lich, wenn mein Geist Hierauf sich entbrannte dies einzig zu hören, Was Zesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; Ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt, Drum wurde ihr alles in einem geschenkt: 4. Also ist auch mein Verlan⸗ gen, Liebster Jesu, nur nach dir, Laß mich treulich an dir hangen, 8—88.ꝗw56⁵——....... 216 Gottes Werke und Wohlthaten. Schenke dich zu eigen mir. Ob viel' auch umkehren zum größesten Haufen, So will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen, Denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist. Was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle In dir ja verborgen liegt. Gieb nur, daß sich auch mein Wille Fein in solche Schranken fügt, In welchen die Demut und Einfalt regieret, Und mich zu der Weis⸗ heit, die himmlisch ist, führet. Ach, wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, So hab ich der Weis⸗ heit vollkommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, Als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen, Rein zu werden durch dein Blut. Die höchste Gerechtig⸗ keit ist mir erworben, Da du bist am Stamme des Kreuzes gestor⸗ ben; Die Kleider des Heils ich da habe erlangt, Worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gieb, daß meine Seele Auch nach deinem Bild erwacht; Du bist's ja, den ich erwähle, Mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, Ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben. Entreiße mich aller vergänglichen Lust, Dein Le⸗ ben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8. Ja, was soll ich mehr ver— langen, Mich umströmt die Gna⸗ denflut. Du bist einmal einge⸗ gangen In das Heilge durch dein Blut; Da hast du die ewge Er⸗ den; Dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, Im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 9. Volle G'nüge, Fried und Freude Meine Seele nun ergötzt, Weil auf eine frische Weide Mein Hirt, Jesus, mich gesetzt. Nichts Süßes kann also mein Herze er⸗ laben, Als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; Nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, Als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, Jesu, du alleine Sollst mein Ein und Alles sein; Prüf, erfahre, wie ich's meine, Tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, Und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege. Gieb, daß ich nichts achte, nicht Leiden, nicht Tod, Nur Jesum gewinne, dies Eine ist not. Mel. Aus tiefer Not schrei ich. 7 Gottes Sohn, Herr 359.— Jesu Christ, Du weißt, daß wahrer Glaube Nicht eignes Werk des Menschen ist, So lang er wallt im Staube. Drum hilf du mir von oben her, Den wahren Glauben mir gewähr, Darin laß mich beharren. 2. Lehr du und unterweise mich, Daß ich den Vater kenne; Daß ich, o Christus Jesus, dich Den Sohn des Höchsten nenne, Und den, der uns zum Himmel weist, Des Vaters und des Sohnes Geist, Mit gleicher Ehrfurcht preise. 3. Laß mich vom großen Gna⸗ denheil Das wahr' Erkenntnis lösung erfunden, Daß ich nun der höllischen Herrschaft entbun⸗ finden, Wie der nur an dir habe teil, den; gebül mich und 4. Wort Daß Auf d zur C ich v Dein 5. sich D Dami Bleib durch Und 1 Nicht 6 so kle merke: mächt tum f zerbri ein gl in der 4. sei, 2 Von In al ich sei stoß it ihren 8. wohn stärken und fü ken, T Lieb, 9 üb, D —8 Kraft, t, So Drum Den währ, mich, Daß Den Und weist, Geist, ise. Gna⸗ intnis rhabe teil, Dem du vergiebst die Sün⸗ den; Hilf, daß ich's such, wie mir gebührt, Du bist der Weg, der mich recht führt, Die Wahrheit und das Leben. 4. Gieb, daß ich traue deinem Wort, Ins Herze es wohl fasse, Daß sich mein Glaube immerfort Auf dein Verdienst verlasse, Daß zur Gerechtigkeit auch werd, Weil ich von Sünden bin beschwert, Dein Tod mir zugerechnet. 5. Mein Glaube, Jesu, tröste sich Des Bluts, das du vergossen, Damit in deinen Wunden ich Bleib allzeit eingeschlossen. Laß durch den Glauben mich die Welt, Und was sie für das Höchste hält, Nicht für mein Kleinod achten. 6. Ist auch mein Glaube noch so klein, Ein Senfkorn, kaum zu merken: Wollst du doch in mir mächtig sein, Und seinen Wachs⸗ tum stärken. Das schwache Rohr zerbrichst du nicht, Verlöschest nicht ein glimmend Licht, Bist mächtig in dem Schwachen. 7. Hilf, daß ich stets sorgfältig sei, Den Glauben zu behalten, Von wissentlichen Sünden frei, In allem treu zu walten; Daß ich sei lauter jederzeit, Ohn An⸗ stoß in Gerechtigkeit, Erfüllt mit ihren Früchten. 8. Herr, durch den Glauben wohn in mir, Laß ihn sich immer stärken, Daß er sei fruchtbar für und für Und reich an guten Wer⸗ ken, Daß er sei thätig durch die Lieb, Mit Freuden und Geduld sich üb, Dem Nächeten treu zu dienen. 9. O rüste mich mit deiner Kraft, Daß ich bis an mein Ende Die Heilsordnung. 2¹⁷ Stets übe gute Ritterschaft, Zu dir allein mich wende; Daß ich in meiner letzten Not Des Glau⸗ bens Ziel durch deinen Tod, Die Seligkeit erlange. 10. Herr Jesu, der du an⸗ gezünd't Das Fünklein in mir Schwachen, Was sich vom Glau⸗ ben in mir find't, Das wollst du stärker machen. Was du gefangen an, vollführ Bis an das End, daß dort bei dir Auf Glauben folg das Schauen. Mel. O Gott, du frommer Gott. ersuchet euch doch 360. V selbst, Ob ihr im Glauben stehet, Ob Christus in euch ist, Ob ihr ihm auch nach⸗ gehet; Ob ihr auch in Geduld, In Sanftmut, Freundlichkeit, In Lieb dem Nächsten stets Zu die⸗ nen seid bereit. 2. Der Glaube ist ein Licht Im Herzen tief verborgen, Bricht als ein Glanz hervor, Scheint als der helle Morgen, Erweiset seine Kraft, Macht Christo gleich ge⸗ sinnt, Erneuert Herz und Mut, Macht dich zu Gottes Kind. 3. Er schöpft aus Christo Heil, Gerechtigkeit und Leben, Und will in Einfalt es Dem Nächsten wie⸗ dergeben. Weil er so überreich In Christo worden ist, Preist er die Gnade hoch, BekennetgesumChrist. 4. Er hofft in Zuversicht, Was Gott im Wort zusaget, Er scheucht den Zweifel fort, Die Schwer⸗ mut wird verjaget. Sieh, wie der Glaube bringt Die Hoffnung an den Tag, Hält Sturm und Wetter aus, Besteht in Ungemach! Gottes Werke und Wohlthaten. 5. Aus Hoffnung wächst die Lieb; Man nimmt aus Gottes Händen Die Fügung freudig an, Wie Gott sie uns will senden. Weil alles uns zum Heil, Zum Besten ist gemeint, Drum dringt die Liebe durch, Umfasset Freund und Feind. 6. Die Welt war Gottes Feind, Doch giebt er in dem Sohne Sein eingebornes Kind Zu einem Gna⸗ denthrone, Setzt Liebe gegen Haß; Wer gläubig dies verehrt, Wird bald zur Lieb entflammt, Die allen Haß verzehrt. 7. Was uns nun Gott gethan, Soll uns vor Augen schweben. Droht uns der Feind den Tod, Wir zeigen ihm das Leben; Flucht er, so segnen wir; In Schande, Spott und Hohn Ist unser bester Trost Des Himmels Ehrenkron. 8. Schickt Gott zur Prüfung uns Ein schweres Kreuz zu tragen: Der Glaube bringt Geduld, Er— leichtert alle Plagen; Statt Mur⸗ rens, Ungeduld, Wird das Gebet erweckt, Weil aller Angst und Not Von Gott ein Ziel gesteckt. 9. Man lernet durch das Kreuz Sein Elend recht verstehen; Man fühlet Gottes Huld, Hält an mit stillem Flehen, Verzaget an sich selbst, Und trauet Christi Kraft, Fühlt, er sei es allein, Der Mut und Kräfte schafft. 10. Man traut auf sein Ver⸗ dienst, Erlanget Geist und Stärke, In solcher Zuversicht Zu üben gute Werke, Steht ab vom Eigensinn, Flieht die Vermessenheit, Hält sich in Gottesfurcht Im Glück, in böser Zeit. 11. So prüfe dich denn wohl, Ob Christus in dir lebet, Denn Christi Leben ist's, Nach dem der Glaube strebet. Erst macht er dich gerecht, Dann giebt er Freudigkeit, Gewährt dir Licht und Kraft, Die ganz dein Herz erneut. 12. O Herr, vermehr in mir Des Glaubens Licht und Stärke; Gieb, daß er bringe stets Die Frucht der guten Werke. Wo Licht ist, geht der Schein Freiwillig davon aus. Du bist mein Gott und Herr, Verwahr mich als dein Haus. Mel. O Gott, du frommer Gott. err, allerhöchster Gott, 361. 5 Von dem wir alle Gaben, Und was uns nützlich ist, Durch Gnad und Bitten haben, O sieh erbarmend mich In mei— ner Schwachheit an, Weil ich nicht, wie ich will, Dir recht ver⸗ trauen kann. 2. Ich glaube zwar an dich, Doch nur mit schwachem Glauben. Oft will die Zweifelsucht Mir alle Hoffnung rauben. Wer macht das Herz gewiß, Als du, o Herr, allein? Laß deine Hülfe doch Von mir nicht ferne sein. 3. O reiche du mir selbst Aus Gnaden deine Hände. Hilf meiner Schwachheit auf, Daß mich nichts von dir wende. Ist schon, dem Senfkorn gleich, Mein Glaube noch sehr klein, So laß ihn doch bei mir In stetem Wachstum sein. 4. Gieb, daß die Zuversicht In meinem Geist sich mehre, Daß du mein Vater seist Und ich dir an⸗ gehöre, Daß alle meine Schuld Von dir vergeben sei, Damit ————— meit Got 5 mir, ich Dier flisse fällt Den 6. Für wenn sie ve jetzt schen dich +. Heil stütze gen, Der dich M e 36. mich mich loszu mich! 2. Gefal liegen dar, siegen verfich 3. klagt, treten wagt, beten. spricht wohl, Denn m der r dich igkeit, t, Die umir tärke; Frucht t ist, davon Herr, us. Hott. Gott, alle ch ist, jaben, mei⸗ ich tver⸗ dich, Uben. ir alle It das Herr, Von Aus ieiner ichts dem enoch h bei sein. ht In aß du r an⸗ chuld hamit Gottes freu. 5. Mach diese Zuversicht In mir, o Gott, so kräftig, Daß ich mein lebenlang In deinem Dienst geschäftig, Und stets be⸗ flissen sei, Zu thun, was dir ge⸗ fällt; So hab ich, Gott, in dir Den Himmel auf der Welt. 6. Mein Heiland, der du einst Für deine Jünger batest, Und, wenn sie strauchelten, Beim Vater sie vertratest, Ach, unterstütz auch jetzt Mein sehnliches Gebet, Und schenke Glaubenskraft Dem, der dich darum fleht. 7. In deiner Mittlerhand Ist Heil und aller Segen; Herr, unter⸗ stütze mich Auf allen meinen We⸗ gen, Daß ich des Glaubens Ziel, Die Heilsordnung. mein Herz sich dein Als seines 219 4. Würd es Nacht vor meinem Schritt, Daß ich keinen Ausgang wüßte, Und mit ungewissem Tritt Ohne Licht verzagen müßte: Chris⸗ tus ist mein Stab und Licht, Das ist meine Zuversicht. 5. Mag die Welt in Mißge⸗ schick Beben oder ängstlich klagen! Ohne Halt ist all ihr Glück, Wahr⸗ lich, sie hat Grund zu zagen. Daß mein Anker nie zerbricht, Das ist meine Zuversicht. 6. Will der Herr durch strenge Zucht Mich nach seinem Bild ge⸗ stalten, Dennoch will ich ohne Flucht Seiner Hand nur stille hal⸗ ten. Er übt Gnad auch im Ge⸗ richt, Das ist meine Zuversicht. 7. Seiner Hand entreißt mich Der Seelen Seligkeit Erlange und dich preis In alle Ewigkeit. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Stark ist meines Jesu 362. Hand, Und er wird mich ewig fassen, Hat zu viel an mich gewandt, Um mich wieder loszulassen. Mein Erbarmer läßt mich nicht, Das ist meine Zuversicht. 2. Sieht mein Kleinmut auch Gefahr, Fürcht ich auch zu unter⸗ liegen: Christus beut die Hand mir dar, Christus hilft dem Schwachen siegen. Daß mich Gottes Huld verficht, Das ist meine Zuversicht. 3. Wenn der Kläger mich ver⸗ klagt, Christus hat mich schon ver⸗ treten; Wenn er uns zu sichten wagt, Christus hat für mich ge⸗ nichts; Wer will diesen Trost mir rauben? Mein Erbarmer selbst verspricht's, Sollt ich seinem Wort nicht glauben? Jesus läßt mich ewig nicht, Das ist meine Zuversicht. Mel. Freu dich sehr, o meine. eid gesegnet, heilge 363. S Stunden, Wo mich meine Schuld betrübt, Wo ich blick auf Jesu Wunden, Fühle, wie er mich geliebt! Dann ent⸗ weicht der Zweifel Heer, Furcht bedränget mich nicht mehr, Und der Geist der Kraft und Wahrheit Naht sich mir in Himmelsklarheit. 2. Dann entwind ich mich dem Staube, Schaue sehnend himmel⸗ wärts; Auf zu Gott schwingt sich mein Glaube, Betend öffnet sich beten. Daß mein Mittler für mich spricht, Das ist meine Zuversicht. mein Herz. Christi Geist durch⸗ dringet mich Und vertritt mich 22⁰0 Gottes Werke und Wohlthaten. kräftiglich; Bald strömt Friede, Heil und Segen Mir von Gottes Thron entgegen. 3. Aber der verlornen Tage Sind noch immer gar zu viel, Wo ich müd am Abend klage: Heute keinen Schritt zum Ziel! Das ist noch der Geist der Welt, Der mich so gefangen hält; Diese Knechtschaft, Herr, zerstöre, Daß ich ganz dir angehöre. Mel. Preis, Lob, Ehr, Ruhm 364. Der Grund, auf dem mein Glaube ruht, Ist fest, mag auch die Welt ver⸗ gehen. Sein Siegel ist des Mitt⸗ lers Blut Und dessen glorreich Auferstehen. O Glaube, du des Christen höchster Ruhm, Wie selig, wer dich hat zum Eigentum! 2. Ich kannte nicht den Weg zum Heil, Mein Auge deckten dichte Hüllen, Nur Wahn und Irrtum war mein Teil, Nichts konnte meine Sehnsucht stillen, Bis ich das Wort des ewgen Lebens fand, Das Himmelslicht, vor dem die Nacht verschwand. 3. Daß mich bei meiner Sün⸗ den Schuld Nicht Furcht und Zweifel ganz verzehren, Daß ich vertrau des Vaters Huld: Dies dank ich Jesu heilgen Lehren. Ich weiß, ich bin versöhnet durch sein Blut, Und fühl im Herzen Zuversicht und Mut. 4. Ich war betrübt bis in den Tod, Von Leid und Sorgen rings umgeben; Mich konnte nicht aus tiefer Not Der Freunde Rat und Trost erheben. Der Glaube nur hat stets mit seiner Macht Ein neues Leben in mir angefacht. 5. Erhalte mir, o Gott, dein Wort Als meines Lebens höchste Freude; Es sei mein Trost, mein Licht, mein Hort, Mein letztes Labsal, wenn ich scheide. Dort oben noch will ich dich, Herr, erhöhn, Daß mir so großes Heil durch dich geschehn. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort 365. J Ich schäme mich des Heil ands nicht, Vor dem voll froher Zuversicht Mein Knie sich dankbar beuget. Gott, welch ein teures, wertes Wort: Ich, hier dein Kind, dein Erbe dort, Wie mir dein Geist bezeuget, Ich soll durch Jesum Christum rein, Durch ihn gerecht und selig sein. 2. Froh fühlt mein Herz die Gotteskraft, Die in der selgen Wissenschaft Von dem Erlöser lieget, Die alle Kenntnis dieser Welt, Und was sie Reizendes ent⸗ hält, Unendlich überwieget. Mein größtes Glück, mein höchster Ruhm Ist Jesu Evangelium. 3. Auf ewig ist's mein bestes Teil, In keinem andern hab ich Heil Und Kraft zum ewgen Leben; Vergebung meiner Sündenschuld, Der Beifall Gottes, seine Huld, Ist mir durch ihn gegeben. Ich steh im Glauben, bin ein Christ, An dem nun nichts verdammlich ist. 4. Mir widerfuhr Barucherdü⸗ keit, Mit himmlischer Zufriedenheit J 0 Gott mich schon hienieden. Ich bete voller Zuversicht, Mich schreckt kein Tod und kein Gericht, Mein Geist fühlt Gottes Frieden. ieser ent⸗ Mein uhm Hestes b ich ben; huld, Huld, steh „An Hist. rzig⸗ nheit eden. Mich richt, eden. Gott, ewig ist mein Herz nun dein, Und ewig deine Gnade mein. 5. Ich weiß, worauf mein Glaube ruht, Nichts raubt mir meinen Trost und Mut, Nicht Leiden, nicht Gefahren. Durch den ich alles hier vermag, Du, Gott, wirst mir auf jenen Tag Mein Erbteil wohl bewahren. Ja, du, der mich berief, bist treu; Hilf, daß ich's auch im Glauben sei. Mel. Wer nur den lieben Gott. 366 Wenn heiße Thränen mir entfließen, Mein Herz mit Angst und Schmerzen ringt, Dann sink ich, Herr, zu deinen Füßen, Und finde, was mir Tröstung bringt. Dann wird der Glaube mir ein Licht, Das meines Kummers Nacht durchbricht. 2. Du, Heiland, bietest jedem Müden Erquickung, Mut und Hoffnung an, Und schenkest ihm den innern Frieden, Den ihm die Welt nicht geben kann. Durch dieses Friedens Kraft erfreut, Wird ihm der Glaube Seligkeit. 3. Auch wenn wir zweifelnd oft uns grämen, Wenn Kleinmut unsern Geist verstimmt, Willst du uns Schwache nicht beschämen, So lang ein Funke Glaubens glimmt; Du fachst ihn an, du nährest ihn, Und bald wird er von neuem glühn. 4. Du stärkst die schon gesunknen Hände, Du stärkst des matten Kämpfers Fuß, Giebst der Ver⸗ suchung solch ein Ende, Daß unser Dank dich preisen muß. Du Die Heilsordnung. 221 5. Des Glaubens Kraft ist unsre Stärke, Er überwindet eine Welt, Und wirket in uns Gottes Werke, Und Tugend, die ihm wohlgefällt; Und jeder Sieg, den er uns schafft, Belebt das Herz mit neuer Kraft. 6. Verleih, o Herr, mir diesen Glauben, Laß ihn in Liebe thätig sein. Nichts müsse dieses Heil mir rauben, Fern bleibe jeder Heuchelschein; Dann werd auch ich in jener Welt Den Auser⸗ kornen zugesellt. Mel. Mein Salomo, Dein. einFriedensfürst, Dein 367. M freundliches Regieren Stillt alles Weh, das meinen Geist beschwert. Wenn sich zu dir mein blödes Herze kehrt, So läßt sich bald dein Friedensgeist ver⸗ spüren; Dein Gnadenblick zer— schmelzet meinen Sinn, Und nimmt die Furcht und Unruh von mir hin. 2. Gewiß, mein Freund Giebt solche edle Gaben, Als alle Welt mir nicht verschaffen kann. Schau an die Welt, schau ihren Reich⸗ tum an, Er kann ja nicht die müde Seele laben. Mein Jesus kann's, er thut's im Überfluß, Wenn alle Welt sich arm be— kennen muß. 3. O süßer Freund, Wie wohl ist dem Gemüte, Das im Gesetz sich schwer ermüdet hat, Und nun zu dir, dem Seelenleben, naht, Und schmeckt in dir die wunder⸗ süße Güte, Die alle Angst, die führest durch die Prüfungszeit Uns hin zu deiner Herrlichkeit. alle Not verschlingt, Und unsern Geist zu sanfter Ruhe bringt. 222 Gottes Werte und Wohlthaten. 4. Mein trauter Freund, Wenn Der meinen Blick, o Herr, von deiner Liebe Zeichen Dies arme dir abführ. Herz so lind und warm durchgehn, 9. Wenn meine Schuld Mich Fühl ich in mir ein reines Licht vor dir niederschläget, Wenn sie entstehn, Darin ich kann das Va- den Geist der Kindschaft in mir terherz erreichen, Darin die Seele dämpft, Wenn das Gesetz mit nur Vergebung spürt, Und eine meinem Glauben kämpft, Und lau⸗ Gnadenflut die andre rührt. ter Angst und Furcht in mir er⸗ 5. Je mehr sich dann Das pet So laß mich doch dein Herz zum Vater kehret, Je mehr Mutterherz daun sehn, Ieer neue es Kraft und Seligkeit genießt, Kraft und Zuversicht entstehn. So daß es ganz der Eitelkeit n nun, Mein vergißt, Die sonst den Geist ge⸗Heil, in deinen Armen, Du selbst dämpfet und beschweret. Ze mehr sollst mir mein ewger Friede sein das Herz des Vaters Liebe schmeckt, Ich hülle mich n deine Gnade Je mehr wird es zur Heiligung ein, Mein Element ist einzig dein erlweckt. Erbarmen. Und weil du mir 6. Wenm sich in dir Des Höch⸗ mein Ein und Alles bist, Hab ich sten Klarheit spiegelt, Die Freund⸗ genug, wenn dich mein Geist genießt Rinet d e ang- Racht Mel. Christ, alles, was dich kränket ängt das Leben an, aus Nach st G ir msch wird Licht; Das Heimliche der 368. II 1etet Glech ales Weisgeit wird entsiegelt, Ja selbst wider mich! So oft ich sing und dein Herz zu Gottes Bild ver⸗ Sut Plent r ae debete, Stärkt meine Seele sich. 340— 0 alle Kraft der Sünde Hab ich das Haupt zum Freunde, 0 6. ö„ Bin ich geliebt von Gott, Was 7. Was dem Gesetz Unmöglichsschaden mir die Feinde, Was acht war zu geben, Das schafft als⸗ich ihren Spott! dann die Gnade selbst in dir, 2. Ich weiß und glaub es feste, Sie wirlet Lust zur Heiligkeit Ich rühm es ohne Scheu, Daß schon hier, Und ändert nach und Gott, der Höchst' und Beste, Mein nach dein ganzes Leben, Indem Freund und Vater sei. Weil er sie dich aus Kraft in Kräfte führt, in allen Fällen Mir will zur Rech⸗ Und mit Geduld und Langmut ten stehn, So werd in Sturm und dich regiert. Wellen Ich niemals untergehn. 8. Möcht ich nur stets Auf 3. Der Grund, drauf ich mich dich, mein Heiland, schauen! Be⸗ gründe, Ist Christus und sein suche mich, du Aufgang aus der Blut; Das machet, daß ich finde Höh, Daß ich das Licht in deinem Das ewge, wahre Gut. An mir Lichte seh, Und könne festiglich und meinem Leben Ist nichts auf der Gnade trauen. Kein Fehler dieser Erd; Was Christus mir sei so groß und schwer an mir, gegeben, Das ist der Liebe wert. 4. Und er u den d mer thror geher 5. Was ist's, führt kann Helde nicht der t 6. verda meine Flam Kein Unhei mit§ der n 7. Herzei Vertr zen, 2 Giebt was das A ner K 8. Sich find't, Worte Sie Sind an de— seine; 9. Geiste Wie 6 bei ih von Mich i sie mir mit dlau⸗ ir er⸗ dein neue hn. Mein selbst sein; znade dein mir lb ich nießt. änket. h, so alles und sich. unde, Was wacht feste, Daß Mein il er Rech⸗ Hund gehn. mich sein finde mir auf mir wert. Die Hei Und meines Glaubens Licht; Wenn Wo er nicht in mir wäre, Hätt ich den Frieden nicht. Ich könnte nim⸗ mer stehen Vor Gottes Sternen— thron, In Angst müßt ich ver— gehen Vor des Gesetzes Drohn. 5. Mein Jesus hat zerstöret, Was mit sich führt den Tod, Er ist's, der Huld gewähret, Mich führt aus aller Not. In ihm kann ich mich freuen, Hab einen Heldenmut, Darf das Gericht nicht scheuen, Wie sonst ein Sün⸗ der thut. 6. Nichts, nichts kann mich verdammen, Nichts raubt mir meinen Mut; Die Höll und ihre Flammen Tilgt Jesu Christi Blut. Kein Urteil mich erschrecket, Kein Unheil mich betrübt, Weil mich mit Flügeln decket Mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, Regieret meinen Sinn, Vertreibt mir Sorg und Schmer⸗ zen, Nimmt allen Kummer hin, Giebt Segen und Gedeihen Dem, was er in mir schafft, Hilft mir das Abba schreien Aus aller mei⸗ ner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte Sich Furcht und Schwachheit find't, So seufzt und spricht er Worte, Die unaussprechlich sind; Sie tönen nicht vom Munde, Sind aber Gott bewußt, Der an des Herzens Grunde Ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Geiste Manch süßes Trostwort zu, Wie Gott dem Hülfe leiste, Der lsordnung. 223 Er ist mein Ruhm und Ehre hat erbauet Dort eine nene Stadt, Aug und Herze schauet, Was es geglaubet hat. 10. Da ist mein Teil und Erbe Mir prächtig zugericht't; Wenn ich einst fall und sterbe, Fällt doch mein Himmel nicht. Verseufz ich auch hienieden Mit Thränen manche Zeit, Mein Herr mit seinem Frieden Ver— süßet alles Leid. 11. Wer sich mit dem verbin— det, Den diese Welt noch haßt, Der wird verfolgt und findet Sein Teil von Not und Last. Er muß sie dulden, tragen, Gerät in Spott und Hohn, Erfährt des Kreuzes Plagen, Die seiner Seele drohn. 12. Das ist mir nicht ver⸗ borgen, Doch bin ich unverzagt, Gott will ich lassen sorgen, Dem ich mich zugesagt. Es koste Leib und Leben, Und alles, was ich hab, An dir will ich fest kleben, Und nimmer lassen ab. 13. Mag mich die Welt ver⸗ kennen, Du liebst mich ewiglich. Kein Leiden soll uns trennen, Herr Jesu, dich und mich. Kein Hun⸗ ger und kein Dürsten, Kein' Ar⸗ mut, keine Pein, Kein Zorn der großen Fürsten Soll mir zur Hindrung sein. 14. Kein Engel, keine Freuden, Kein Thron, kein' Herrlichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, Kein' Angst, kein Herzeleid, Was man nur kann erdenken, Es sei klein oder groß, Der keines soll bei ihm suchet Ruh, Und wie er mich lenken Aus deinem Arm und Schoß. ö 2²⁴ Gottes Werke und Wohlthaten. 15. Mein Herz ist voller Freude Und kann nicht traurig sein, Ich weiß von keinem Leide, Seh lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, Bist du, Herr Jesu Christ, Das, was mich fröhlich machet, Ist, was im Himmel ist. Mel. Die Tugend wird durchs. 369 as wär ich ohne dich gewesen? Was würd ich ohne dich, Herr, sein? Zu Furcht und Angsten auserlesen, Ständ ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt ich sicher, was ich liebte, Die Zukunft wär ein dunkler Schlund, Und wenn mein Herz sich tief betrübte, Wem thät ich meine Sorgen kund? 2. Einsam verzehrt von heißem Sehnen, Erschien mir nächtlich jeder Tag, Ich folgte nur mit heißen Thränen Dem weiten Lauf des Lebens nach; Ich fände Un⸗ ruh im Getümmel Und hoffnungs⸗ losen Gram zu Haus. Wer hielte ohne Freund im Himmel, Wer hielte da auf Erden aus? 3. Hat Christus sich mir kund gegeben Und bin ich seiner erst gewiß, O dann verzehrt ein lichtes Leben Die bodenlose Finsternis. Nun schau ich erst des Christen Würde, Mein Schicksal wird ver⸗ klärt durch ihn, Und leichter trag ich jede Bürde, Seh in der Wüste Rosen blühn. 4. Das Leben wird zur Lie⸗ besstunde, Die neue Welt spricht Lieb und Lust, Und Balsam träuft in jede Wunde, Und frei und voll klopft jede Brust. Für alle seine tausend Gaben Bleib ich sein demutsvolles Kind, Gewiß, ihn unter uns zu haben, Wenn zwei auch nur versammelt sind. 5. O geht hinaus auf allen Wegen Und holt die Irrenden herein, Streckt jedem eure Hand entgegen, Und ladet froh sie zu uns ein. Der Himmel ist bei uns auf Erden, Im Glauben schauen er aufgethan. 6. Ein alter schwerer Druck der Sünde War fest auf unser Herz gebannt; Wir irrten in der Nacht wie Blinde, Von Reu und Lust zugleich entbrannt. Ein jedes Werk schien uns Verbrechen, Der Mensch nur Gottes Feind zu sein, Und schien der Himmel uns zu sprechen, So sprach er nur von Tod und Pein. 7. Das Herz, des Lebens reiche Quelle, Gab sich der Angst der Sünde hin, Und ward's in unserm Geiste helle, So war nur Unruh der Gewinn. Der Sinne Lust hielt an der Erde Die bebenden Gefangnen fest; Furcht vor des Totenrichters Schwerte Verschlang der Hoff⸗ nung Uberrest. 8. Da kam ein Heiland, ein Befreier, Ein Menschensohn, voll Lieb und Macht, Und hat ein allbelebend Feuer In unsern Her⸗ zen angefacht. Nun sahn wir erst den Himmel offen Als unser altes Vaterland, Wir konnten glauben, lieben, hoffen, Und fühl⸗ ten uns mit Gott verwandt. 9. Seitdem verschwand die Not der Sünde, Und fröhlich wir ihn an; Die eines Glaubens mit uns werden, Auch denen ist wurde Liebe diesen geheili wie in Lieb u wir de 10. Glanze Gerühr Und f Ein jer komme uns er mit ar des Pa 370. Glanzd mit bede dein B deine C reuerfül deiner ligtum, erquicker deinem? mich nit du nicht dein Bl Erlöst, 3. Ad heit leite nicht vot Gnade n auf direg bis ans ich hier Gewiß, Wenn lt sind. f allen renden Hand sie zu bei uns schauen aubens nen ist Druck unser in der eu und n jedes 1, Der zu sein, ins zu ur von reiche gst der 's in war Der Erde fest; ichters Hoff⸗ d, ein n, voll at ein n Her⸗ u wir unser nnten fühl⸗ dt. d die öhlich Die Heilsordnung. 2²⁵ wurde jeder Schritt; Der Eltern und Herzensfreudigkeit Nach dei⸗ giebe gab dem Kinde Ins Leben nem Wort und Willen handle. hiesen Glauben mit; Durch ihn 4. Reich mir die Waffen aus geheiligt zog das Leben Vorüber der Höhe Und stärke mich durch wie im Morgenlicht, Und ewgersdeine Macht, Daß ich im Glauben tieb und Lust ergeben, Bemerken sieg und stehe, Wenn Stärk und wir den Abschied nicht. List der Feinde wacht. So wird 10. Noch steht in wunderbarem dein Gnadenreich auf Erden, 0 Herührt von seinem Dornenkranze Lieb und Huld das Seepter führt, Und seiner Treue, weinen wir. Auch von mir ausgebreitet werden. Ein jeder Mensch ist uns will⸗ kommen, Der seine Hand mit Mel. Alle Menschen müssen sterben. uns ergreift, In seinen Bund chweiget, bange Zwei— mit aufgenommen Zur Frucht. J 71. S fel änweigert Mein des Paradieses reift. Erbarmer ist getreu, Und sein Geist ö in mir bezeuget, Daß ich Gott Eigne Melodie. versöhnet sei. Mir drohn nicht der 370 Mein Jesu, dem die Hölle Flammen, Und will mich Seraphinen Im mein Herz verdammen, Dennoch Glanz der höchsten Majestät Selbst täuscht mich nicht sein Schmerz: mit bedecktem Antlitz dienen, Wenn Gott ist größer als mein Herz. dein Befehl an sie ergeht, Reich 2. Er, der das Verborgne kennet, deine Gnade meiner Seele, Die Kennt auch mich und weiß allein, reuerfüllt vor dir sich beugt, VorWie das Herz von Sehnsucht deiner Herrlichkeit sich neigt; brennet, Ganz sich seinem Dienst Sprich: ja du bist's, dieich erwähle. zu weihn; Schaut den Kummer 2. O gönne meinen Glaubens⸗ meiner Seele, Der mich beugt, blikken Den Eingang in dein Hei⸗ so oft ich fehle, Und nicht meiner ligtum, Und laß mich deine Gnad Zweifel Wahn, Meinen Glauben erquicken Zu meinem Heil und sieht er an. deinem Ruhm. Ich weiß, du kannst 3. Und wie nie sein Urteil wan⸗ mich nicht verstoßen; Wie könntest ket, Wankt auch nie sein ewger du nicht gnädig sein Mir, den Rat. Rühmt, o Christen, danket, dein Blut von Schuld und Pein danket! Groß ist, was er an uns Erlöst, als es so reich geflossen? that. Uns, den Sündern, den Ver⸗ 3. Ach, laß mich deine Weis⸗ lornen, Gab er seinen Eingebor⸗ heit leiten, Und nimm ihr Lichtsnen: Wahrlich, alles, alles giebt nicht von mir weg; Stell deine Er, der uns im Sohne liebt. Gnade mir zur Seiten, Daß ich. 4. Mir auch ist sein Sohn ge⸗ auf dir geweihtem Weg Beständig geben, Durch den Glauben ist er is ans Ende wandle, Damit mein; Ich, ich weiß, ich werde ich hier in dieser Zeit In Lieb leben Und in ihm einst selig sein. 1⁵ Glanze Der heilige Geliebte hier; Darin Gerechtigkeit regiert, Und 226 Gottes Werke und Wohlthaten. Mich sah Gott von seinem Throne, Mich erwählt er in dem Sohne, Eh noch seiner Allmacht Ruf Mich und alle Wesen schuf. 5. Wer will ferner den ver⸗ klagen, Den Gott selber auser⸗ wählt? Wer darf zu verdammen Ault Den er zu den Seinen zählt? Hier ist Gott, nichts kann mich schrecken, Seine Gnade will mich decken; War ich gleich der Sünde Knecht, Er, mein Gott, spricht mich gerecht. 6. Teuer bin ich ihm erworben, Heil mir, hier ist Jesus Christ! Er, der auch für mich gestorben, Auch für mich erstanden ist; Der zur Rechten Gottes sitzet, Auf mich fieht, mich mächtig schützet, Mich vertritt, mich nie verstößt, Mich aus aller Not erlöst. 7. Trotz der Welt und ihres Spottes, Trotz der Höll und ihrer Wut! Mir bleibt doch die Liebe Gottes, Hält mich fest in treuer Hut. Was will je von ihm mich scheiden? Nein, ich werd in allen Leiden Mehr als bloß geduldig sein, Mich vor Gott auch ihrer freun. 8. Laß denn rauhe Wetter stür⸗ men, Alles um mich her sei Nacht Gott, mein Gott wird mich be— schirmen, Der für meine Wohl⸗ fahrt wacht. Ob ich lang auch hülflos bliebe, Leitet mich doch seine Liebe Durch die Nacht, drum fürcht ich nichts, In die Woh⸗ nungen des Lichts. 9. Reichtum sucht zwar zu bethören, Hinzuziehn zu niederm Geiz, Blendend ist der Glanz der Ehren, Süß der Wollust falscher Pfade, Schmeichelnd ist der Hoh en Gnade, Eitles Lob führt licht von Gott, Und noch leichter bitt⸗ rer Spott: 10. Dennoch, weiß ich, Schmerz und Freuden, Tod und Leben, Lob und Schmach Werden mich von Gott nicht scheiden; Gott ist stark, bin ich auch schwach. Gunst der Großen, Haß der Feinde, Lockungen der falschen Freunde, Nichts er⸗ schüttert meine Treu, Gottes Liebe steht mir bei. 11. Fest im Glauben will ich halten, Wird auch alles mir 51.— Gottes Gnade laß ich wal⸗ ten, Und erhebe froh mein Haupt. G'nug, daß meiner der gedenket, Der mir seinen Sohn geschenket, Und mich nimmermehr verläßt; Dieser Fels bleibt ewig fest. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund— 372. o hab ich nun den Fels erreichet, Wo⸗ rauf mein Glaube sicher ruht, Den Fels, der keinen Stürmen weichet, An dem sich bricht die wilde Flut; Ein Fels, an dem die Macht der Höllen Doch endlich kraftlos muß zerschellen, Schließt mich in seine Klüfte ein. Mein Herz, verbanne Furcht und Grauen! Auf diesen Felsen kannst du trauen, Hier —92 9 du ewig sicher sein. sen 1 an d rang 3. nöten Schm volles lieben meine brause Meer! Graus Heer. erschre bens! der alle und Hi Fels, a Und m 373. Güt u Werk v heilen u sieht J hat gen Sanen Wie ein empörtes Meer herum, Ich ward ein traurig Spiel den Winden, Eigentum. Mir drohte mein be⸗ Reiz; Schlüpfrig sind des Glückes großer Not; Ich schwebt auf die— fleckt Gewissen Mit Muame Finsternissen, Mit unaussprechlich Ward des Ver derbers E Mich warf die Menge meiner st der war mit Hohen t leicht er bitt⸗ Schmerz sen, Lob ich von st stark, inst der ckungen chts er⸗ es Liebe will ich mir ge⸗ ich wal⸗ Haupt. jedenket, schenket, verläßt; est. Freund. un den et, Wo⸗ ht, Den weichet, de Flut, acht der os muß in seine erbanne f diesen „ Hier meiner S Meer ig Spiel derbers nein be⸗ nvollen ——— vrechlich auf die⸗ Die Heilsordnung. 227 sen wilden Wellen Verzweifelnd 3. Es war ein falscher Wahn an dem Rand der Höllen, Und daber Gott hätt sein G.seb ge⸗ rang mit Leben und mit Tod. geben, Als ob wir möchten selber 3. Doch mitten in den Todes⸗frei Darnach vollkommen leben; nöten Erblickte Jesus meinen So ist es nur ein Spiegel zart, Schmerz; Es drang mein thränen⸗Der uns zeigt an die sündge Art, volles Beten In des Versöhners In unserm Fleisch verborgen. liebend Herz. Er half mir, stärkte 4. Nicht möglich war's, dieselb meinen Glauben, Den mir der Unart Aus eignen Kräften lassen; Zweifel wollte rauben, Und nun Wiewohl es oft versuchet ward, erquickt mich Freud und Ruh. Doch mehrt sich Sünd ohn Maßen. Wie groß ist, Jesu, dein Erbarmen! Sie nahm Ursache am Gebot, Wie sanft ruh ich in deinen Armen! Das dräute mir deu ewgen Tod, Wer tröstet, wer erfreut, wie du? Weil ich der Sünde diente. 4. Nun laß die Tiefen immer 5. Noch muß das G'setz erfüllet brausen, Es wüte ungestüm das sein, Sonst wär'n wir all ver⸗ Meer! Ich sehe ohne Furcht und dorben; Drum schickt Gott seinen Grausen Auf aller finstern Mächte Sohn herein, Der für uns ist Heer. Ihr werdet mich nicht mehr gestorben. Das ganz' Gesetz hat er erschrecken, Der Schild des Glau⸗erfüllt, Damit sein's Vaters Zorn bens wird mich decken, Auch in gestillte, Der über uns ging alle. der allerschwersten Zeit. Laß Erd 6. Und weil es nun erfüllet ist und Himmel selbst vergehen, Der Durch den, der es konnt halten, Fels, auf dem ich ruh, bleibt stehen. So lerne jetzt ein frommer Christ Und mit ihm meine Seligkeit. Des Glaubens recht' Gestalten. Nicht Daun denn: lieber Herre 0———— mein, Dein Tod wird mir das ö Leben sein, Du hast für mich 373. Esan das 108 Bus bezahlet. ommen her Von an i ife Güt und lauter Gnaden, Die 20 D.i s 1 2278.— 34 trag, Dein Wort kann nicht be⸗ WVerk vermögen nimmermehr Zustrügen: N x 5 kei ö ö trügen; Nun sagst du, daß kein heilen unsern Schaden. Der Glaub Mensch verzag, Das wirst du seht Jesum Christum an, Der nimmer lügen: Wer glaubt an t der Mi ser uns gethan, Er mich, und wird getauft, Dem ist ist der Mittler worden. der Himmel schon erkauft, Daß er 2. Da man, was Gott geboten nicht werd verloren! hat Im G'setze nicht konnt halten,.§. Der ist gerecht vor Gott Erhob sich Zorn und große Notsallein, Der diesen Glauben fasset; Vor Gott so mannigfalten; Vom Der Glaub giebt uns von ihm Aeisch wollt nicht heraus der Geist, den Schein, So er die Werk Den Gott erfordert allermeist; Es nicht lässet. Der Glaub ist wohl war mit uns verloren. mit Gott daran, Du mußt auch 15⁰ 228 Gottes Werke und Wohlthaten. lieben jedermann, Bist du aus Gott geboren. 9. Die Sünd wird durchs Gesetz erkannt, Schlägt das Ge— wissen nieder; Das Evangelium kommt zur Hand, Und stärkt den Sünder wieder; Es spricht: eil nur zum Kreuz herzu, Im Gesetz ist weder Rast noch Ruh, Mit allen seinen Werken. 10. Die Werke kommen g'wiß⸗ lich her Aus einem rechten Glau⸗ ben; Denn das kein rechter Glaube wär, Dem man die Werk wollt rauben. Doch macht allein der Glaub gerecht, Die Werke sind des Nächsten Knecht, Den Glau⸗ ben dran zu merken. 11. Die Hoffnung harrt der rechten Zeit, Was Gottes Wort zusage, Wann das geschehen soll zur Freud, Setzt Gott kein Ziel, noch Tage; Er weiß wohl, wann's am besten ist, Und braucht an uns nicht arge List, Des soll'n wir ihm vertrauen. 12. Ob sich's anließ, als wollt er nicht, Laß dich es nicht er— schrecken, Denn wo er ist am besten mit, Da will er's nicht entdecken. Sein Wort laß dir ge⸗ wisser sein, Und ob dein Herz spräch lauter: nein, So laß dir doch nicht grauen. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis, Um dieser Gutthat willen, Gott, Vater, Sohn und heilgem Gnad erfüllen, Was er in uns begonnen hat Zu Ehren seiner Majestät, Geheiligt sei sein Name. 14. Sein Reich zukomm, sein Geist! Der woll mit Schuld verschone, Als wir auch nicht in Versuchung nun, Lif uns vom Übel. Amen. der guten Zuversicht Zu dir, Jesu, trotz den Teufeln! Was mein Gott will, das geschicht. Wenn die Himmel schon vergehn, Dieses Wort bleibt ewig feste: Soll die Erd auch nicht bestehn, Mein Erlöser bleibt der beste. 2. Du hast mir ins Herz ge⸗ schrieben, Allerhöchster Gottessohn, Daß du mich wirst ewig lieben, Mich, mich Asche, Staub und Thon. O, du große Majestät, Wer kann deine Liebe fassen, Die wie Felsen ewig steht, Und den Sünder nicht kann lassen? Dieses gute Werk in mir, Dafß ich freudig kann gelangen Zu der schmalen Himmelsthür. Du wirst mich auch lassen ein, Du, der Weg, die Thür, das Leben, Alles wirst du mir dann sein, Wenn du dich mir selbst wirst geben. 4. Laß die Lampe meiner Seele, Schönster Himmelsbräu⸗ tigam, Brennen von dem Glau⸗ bensöle, Wann du kommst, o Got⸗ teslamm, In der letzten Mitter⸗ nacht, Da man wird Posaunen hoͤ⸗ ren. Selig, welcher munter wacht, Wenn sich alles wird verkehren. Will auf Erd G'scheh wie ins vollführen, Was er angefangen Himmels Throne. Das täglich x Brot uns heute werd, Und unsrer unsern Schuldnern thun. Laß und Mel. Zu dir ich mein Herz erhebe. 374 I3 will ganz und gar nicht zweifeln In Wird Dann 97⁷ Mach die di Auen, mals und 2 Erqui 2 0 ich mi ist gut cher, 2 test m Welt e richt u — 3. Deine Gnad hat angefangen .—.— 5. Nun, ich weiß, Gott wird du mi 3. Gräber Erlöser glaube, Mich s dein S= Herz er zu zitte 4. 2 Doch Hort, noch ni der, D Huld t entziehs Erlöster 5. 2 ihn Va sein, De täglih d unsrer vir auch Laß uns i, Lös 3 erhebe. und gar eln In ir, Jesu, in Gott enn die Dieses Soll die Mein derz ge⸗ tessohn, lieben, ub und Lajestät, en, Die Ind den 7 efangen r, Daß — Zu der u wirst Ju, der „Alles Wenn eben. meiner (Sbräu⸗ Glau⸗ o Got⸗ Mitter⸗ nen hö⸗ wacht, kehren. t wird fangen Die Heil Sordnung. 229 hat; Jesus wird mich auch regie⸗ ren Durch des Geistes Wunder⸗ that, Bis Jehovah ganz allein, Er, das dreimal heilge Wesen, Wird mein Teil und Erbe sein, Dann wird meine Seel genesen. Mel. Jesu, meine Freude. (Pie getrost und heiter, 375. W Du Gebenedeiter, Machst du meinen Geist! Alle, die dir trauen, Führst du zu den Auen, Wo du sie erfreust. Nie⸗ mals wird bei dir, und Tröster meiner Seelen, Mir Erquickung fehlen. ö 2. Deinem Rat ergeben Freu ich mich zu leben, Was du willst, ist gut. Nichts vermag ich Schwa⸗ cher, Du, mein Seligmacher, Rüs⸗ test mich mit Mut. Wenn die Welt erbebt und fällt, Wenn Ge⸗ richt und Hölle schrecken, Willst du mich bedecken. 3. Ich kann ohne Grauen Gräber vor mir schauen, Mein Erlöser lebt. Ich weiß, wem ich glaube, Weiß, daß aus dem Staube Mich sein Arm erhebt. Todestag, dein Schrecken mag Eines Frevlers Herz erschüttern: Was brauch ich zu zittern? 4. Auch in mir ist Sünde, Doch ich überwinde Sie, mein Hort, durch dich. Sink ich oft noch nieder, Du erhebst mich wie⸗ der, Du begnadigst mich. Deine Huld tilgt meine Schuld; Nie entziehst du deinem Knechte Der Erlösten Rechte. 5. Daß ich Gott erkenne Und ihn Vater nenne Und mich ewig o Hirt, Freund und Pflicht. und Hoffnung habe, Dank ich dir allein. Daß dein Geist mich unter⸗ weist, Und mich führt auf deinem Pfade, Das ist deine Gnade. 6. Der du Blut und Leben Für mich hingegeben, Daß in meiner Not Ich nicht hülflos bliebe: Groß ist deine Liebe, Stärker als der Tod. Herr, und ich, ich sollte mich Deiner Huld nicht dankbar freuen? Dir mein Herz nicht weihen? 7. Würdig dir zu leben, Dies sei mein Bestreben, Meine Lust Was die Welt ver⸗ gnüget, O mein Heil, das g'nüget Meiner Seele nicht. Hab ich dich,‚ wie gern will ich Das, wonach die Heiden trachten, Reich in dir verachten! 8. Macht ein Gut der Erde, Daß ich glücklich werde Durch Zufriedenheit? Sind nicht auch die Ehren, Die die Welt be— thören, Traum und Eitelkeit? Du erfreust des Menschen Geist. Herr, du willst, die dich verehren, Ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden Schmeck ich schon hienieden, Und was hoff ich dort! Unbegrenzte Zeiten Voller Seligkeiten Hoff ich auf dein Wort. Die sind mein durch dich allein; Bleib ich dir getreu im Glauben, Wer kann sie mir rauben? 10. Voll von deiner Güte Jauchzet mein Gemüte, Gott, mein Heiland, dir. Dieser Geist der Freuden Stärke mich im Lei⸗ den, Weiche nie von mir. Laß mich so beherzt und froh Einst durchs Thal des Todes dringen, sein, Daß ich hier am Grabe Trost Dort dein Lob zu singen. ö ö 230 Gottes Werke und Wohlthaten. Mel. Aus tiefer Not schrei ich. 376 Meer kann vor dir, o 5 Herr, bestehn? Es ist mit uns verloren, Wenn du willst ins Gericht einst gehn Mit denen, die geboren. Wir können ja auf tausend nicht Ein Wörtlein bringen an das Licht; Es heißt: du bist verfluchet! 2. Unmöglich ist nun, daß man kann Recht halten dein Gesetze, Denn dieses will von jedermann, Daß es kein Mensch verletze. Wer nicht in allem völlig bleibt, Der ist verflucht, wie Moses schreibt: Thu das, so wirst du leben. 3. Nun haben wir den ersten Bund, Wie Adam, überschritten. Erfahrung lehret alle Stund, Daß wir dein Recht bestritten. Wir bleiben also in dem Tod, Wo nicht ein Bürg in dieser Not Ein göttlich Mittel findet. 4. Wahrhaftige Gerechtigkeit Ist leider ganz verscherzet. Die Schlang hat in der ersten Zeit Betrogen, ach, das schmerzet. Herr Jesu, nimm dich unser an, Du bist der Gott, der helfen kann, Und darum Mensch geworden. 5. Herr, unsere Gerechtigkeit, Die nur vor Gott bestehet, Bist du allein; du bist bereit, Zu ru⸗ fen: auf mich sehet! Darum mein Glaube zu dir spricht: Mein Gott und Herr, verlaß mich nicht, Wenn meine Sünd mich kränket. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 377 Schöpfer aller Men⸗ schenkinder, Großer Richter aller Welt, Sieh, hier wird ein armer Sünder Vor dein streng Gericht gestellt, Der in Sünden ist geboren, Der dein Ebenbild verloren, Der mit Sün⸗ den sich befleckt, Der in tiefen Schulden steckt. 2. Mein Gewissen, das mich quälet, Deine Strafgerechtigkeit, Dein Gesetz, das nichts verhehlet, Samt dem Satan, stehn bereit, Meine Seele zu verklagen; Nichts weiß ich darauf zu sagen, Denn ein Zeuge giebt sich an, Der ge⸗ sehn, was ich gethan. ö 3. Wehe mir, ich muß verderben, Sehe nichts als Höll und Pein. „Frecher Sünder, du mußt sterben!“ Wird mein strenges Urteil sein. Es erzittert meine Seele Vor des offnen Abgrunds Höhle; Wer hilft mir in dieser Not, Wer errettet mich vom Tod? 4. Doch, gottlob! die Furcht verschwindet, Weil sich mir ein Mittler zeigt, Weil sich ein Ver⸗ treter findet, Vor dem der Verklä⸗ ger schweigt. O beglückte, teun Stunden! Gottes Sohn hat seine Wunden Und sein blutig Lösegeld Meinem Richter dargestellt. 5. Richter, siehe meinen Bür⸗ gen, Siehe die Bezahlung an. Dieser ließ für mich sich würge, Dieser hat genug gethan; Der hat dein Gesetz erfüllet, Der hat deinen Zorn gestillet. Herr, ih glaube, steh mir bei, Sprich von Schuld und Straf mich frei. 6. Ach, was hör ich? Gnade, Gnade! Gnade schallet in mein Ohr, Und vom finstern Todes⸗ pfade Hebt mich sanft dein Zuh empor. Gott spricht:„Sünder, du sollst leben! Deine— ist mein mein 7 schlie mel Lam! Geret Mitt ferner nun damun 8. chen,‚ Mitt! Und Geist, ket, Gott Und 9. hassen beschu lassen stört. wissen sen, Das Y sei der er bei und 6 liche nichts Gott 2. höchste leben: und N Denn Der in Der dein nit Sün⸗ n tiefen das mich chtigkeit, erhehlet, n bereit, Nichts „ Denn Der ge⸗ rderben, id Pein. terben!“ teil sein, Vor des e; Wer t, Wer Furcht mir ein in Ver⸗ Verkla⸗ e, teure hat seine Lösegelb llt. n Bür⸗ ing an.“ ö würgen, Der — Der hat derr, ich rich von frei. in mein Todes⸗ in Zug Sünder, Schuld Gnade, ö ö Die Heilsordnung. 231 ist dir vergeben! Sei getrost,Ist das, was einzig vor ihm gilt, mein lieber Sohn, Komm zu meinem Gnadenthron!“ mel freut, Da das Blut des Lammes fließet, Da mich die Gerechtigkeit Des vollkommnen Mittlers decket. Wer ist, der mich ferner schrecket? Wer ist, der mich nun verklagt, Und mich zu ver— dammen wagt? 8. Richter, der mich losgespro— chen, Vater, der mich zärtlich liebt, Mittler, der, was ich verbrochen Und geraubt, Gott wieder giebt, Geist, der mir den Glauben schen⸗ ket, Mich in Jesu Wunden senket, Gott der Gnade, dir sei Ruhm, Und mein Herz dein Eigentum. 9. Laß mich nun die Sünde hassen, Die das Herz mit Angst beschwert. Hilf mir alles unter— lassen, Was den teuren Frieden stört. Rein'ge täglich mein Ge⸗ wissen, Laß mich eifrig sein beflis⸗ sen, Mit Verleugnung dieser Welt Das zu thun, was dir gefällt. Mel. Nun freut euch, liebe. 378 4 1 Gottes Reich geht niemand ein, Er sei denn neu geboren; Sonst ist er bei dem besten Schein An Leib und Seel verloren. Was fleisch— liche Geburt verderbt, In der man nichts als Sünde erbt, Das muß Gott selbst verbessern. 2. Soll man mit Gott, dem höchsten Gut, Schon hier vereinigt leben: Muß er den neuen Geist und Mut Und neue Kräfte geben. Denn nur sein göttlich Ebenbild Dies muß er in uns schaffen. 3. Ach, Vater der Barmherzig⸗ 7. Seht, wie sich der Abgrund keit, Was Jesus uns erworben, schließet! Seht, wie sich der Him⸗ Da er zu unsrer Seligkeit Am Kreuz für uns gestorben, Und wieder auferstanden ist, So daß du nun versöhnet bist: Das laß auch uns genießen. 4. Wirst du uns durch dein Gna⸗ denwort Und deinen Geist erneuern, So wollen wir dir, treuer Hort, Mit Herz und Mund beteuern: Von nun an nicht in Sicherheit, Vielmehr mit Fleiß, Beständigkeit Und treu vor dir zu wandeln. 5. Nimm uns, o Vater, gnädig an; Obgleich wir schnöde Sünder Nicht das, was du befiehlst, ge⸗ than, So werden wir doch Kin⸗— der, Wenn uns dein Geist von neuem zeugt, Und unser Herz zum Guten neigt, Im Glauben und in Liebe. 6. Dann wollen wir, was du uns giebst, Mit fester Treue fassen, Wir wollen dich, weil du uns liebst, Nicht aus dem Herzen lassen; Daß deine göttliche Natur In uns, der neuen Kreatur, Be⸗ ständig sei und bleibe. 7. Nun, Herr, laß deine Vater⸗ huld Uns jederzeit bedecken, Damit uns weder Sündenschuld, Noch Zorn und Strafe schrecken. Mach uns der Kindschaft hier gewiß, Und schenk uns einst das Para⸗ dies, Das Erbe deiner Kinder. Mel. Wer nur den lieben Gott. großer Gott, du 379.— reines Wesen, Der du die reinen Herzen dir Zur 232 Gottes Werke und Wohlthaten. steten Wohnung auserlesen, Ach, auch zu vollführen Durch deines schaff ein reines Herz in mir, Ein Geistes Stärk, Auf daß ich lauter Oerz, das von der argen Welt sei, Fest in der Wahrheit stehe, Sich rein und unbefleckt erhält. Im Wandel richtig gehe Und 2. Vor allem mache mein Ge- ohne Heuchelei. müte Durch ungefärbten Glauben 3. Gieb, daß ich Welt und rein, Und laß es, Herr, durch Sünde Und Satans Macht und deine Güte In Christi Blut ge⸗List Durch dich, Herr, überwinde, waschen sein. Dann mache mich Der du mein Helfer bist. Gieb, zur Reinigkeit Des Wandels tüch- daß ich ritterlich Um jene Krone tig und bereit. ringe, Und mir der Sieg gelinge, 3. Regiere mich mit deinem Denn alles kommt durch dich. Geiste, Der mein getreuer Bei⸗ 4. Gieb mir den Geist der Liebe, stand sei, Und mir erwünschte Der Sanftmut und der Huld, Hülfe leiste. Gott, stehe mir aus Den Geist der Demutstriebe, Der Gnaden bei, Und gieb mir einen Stärke und Geduld, Den Geist, solchen Geist, Der neu, gewiß der mich entzünd, Daß ich recht und heilig heißt. kindlich bete, Den Geist, der mich 4. Doch, da ich meine Schwach-vertrete, Daß ich Erhörung find. heit merke, Mein Vater, so ver⸗ 5. Gieb, daß ich deinen Willen wirf mich nicht, Und stoß mich Von Herzen gerne thu, Denn wegen meiner Werke Ja nicht diesen zu erfüllen, Bringt wahre von deinem Angesicht. Laß mich Seelenruh. Verleih, daß deine hier in der Gnade stehn, Und dort in deinen Himmel gehn. 5. Nimm deinen Geist, den Jesus in mir schafft. Mel. Aus meines Herzens Grunde. Geist der Liebe, Doch nun und nimmermehr von mir. Ach leite mich durch seine Triebe Und sei— nen Beistand für und für; Ja, 6. Entzünde meine Triebe, Daß ohne Heuchelei Nur dir und dei— ner Liebe Mein Lob geweihet sei. Herr, bleibe lebenslang, Auch mit⸗ führe du mich durch die Zeit Zu jener reinen Ewigkeit. 380. Du Geber guter Gaben, Selbständig höchstes Gut, Den wir zum Vater haben, Der lauter Gutes thut, Du Ur⸗ sprung alles Lichts, Von dir muß ten in dem Leide, Mein Ruhm und meine Freude, Mein Psalm und Lobgesang. 7. Wir arme Pilger wallen Hier als in trüber Nacht; Ach hilf, daß wir nicht fallen, Hab immer auf uns acht. Wenn ich im Strau⸗ cheln bin, Halt mich in deineyr Schranken; Wenn meine Tritte deinen Frommen Ja alles Gute wanken, So gieb mich nicht dahin. kommen, Wir selber haben nichts. 8. Gieb, daß ich, gleich den 2. Laß mein Gebet dich rühren, Müden, Einst sanft entschlafen Das angefangne Werk In mir mag. Erwecke mich zum Frieden Kraft Mich stärk und fester gründe, Bis ich das Leben finde, Das s bist festlich dein C lied sin bereit, Deinen Nur de Für se 2.2 Deiner Feste, Donne dienet ster, drängt Gebot Mense oft dei 3. S Herr 1 Deinen setzt er von di dem eig andre Heile f sicherm Wegen 4. V den, Di Und de Lauter Mach! Führ a Lehr u lauter t stehe, e Und lt und ht und winde, Gieb, Krone elinge, dich. Liebe, Huld, e, Der Geist, h recht r mich Jfind. Willen Denn wahre deine ründe, Das „Daß d dei⸗ et sei. h mit⸗ Ruhm Psalm u Hier f, daß ar auf 5trau⸗ deiner Tritte dahin. )den hlafen rieden Die Heilsordnung. 233 An deinem jüngsten Tag. Mach mich im Himmel froh, Schenk mir, o Lebenssonne, Auf ewig deine Wonne. Ja, es geschehe so! Mel. Sollt ich meinem Gott. 381 0 ut und heilig ist dein Wille, Wie du selbst es bist, o Gott. Du gebeutst: und festlich stille Hört die Schöpfung dein Gebot. Engel, die dein Lob— liedsingen, Stehn um deinen Thron bereit, Freuen sich der Seligkeit, Deinen Willen zu vollbringen; Nur der Mensch erkennt's oft nicht Für sein Glück und seine Pflicht. 2. Dir gehorcht mit hoher Wonne Deiner höhern Geister Heer; Deine Feste, deine Sonne, Sturm und Donner, Erd und Meer, Alles dienet deinem Willen, Alles, Höch ster, was du schufst, Eilt und drängt sich, wenn du rufst, Dein Gebot auch zu erfüllen; Nur der Mensch, der Erdensohn, Spricht oft deinem Willen Hohn. 3. Stolz empört sich seine Seele, Herr und Schöpfer, wider dich, Deinem göttlichen Befehle Wider— setzt er frevelnd sich, Läßt sich nicht von dir regieren, Folgt vielmehr dem eignen Wahn, Wählt sich eine andre Bahn, Die ihn soll zum Heile führen, Und geht blind, mit sicherm Sinn, Auf verkehrten Wegen hin. 4. Vater, laß uns doch empfin⸗ den, Daß uns unser Herz verführt, Und daß jeder Hang zu Sünden Lauter Angst und Not gebiert. Mach uns deinen Willen wichtig, Führ auf deine Bahn uns hin, Lehr uns jeden Irrweg fliehn, Denn dein Weg allein ist richtig. Gieb, daß unser Herz dir treu, Unser Wandel heilig sei. 5. Dann, o Gott, wird hier auf Erden, Wie im Himmel, dein Gebot Stets und froh befolget werden, Weg ist dann der Sünde Not. Alle, alle, die dich kennen, Werden unterthan dir sein, Wer⸗ den deiner sich erfreun, Und dich ihren Vater nennen. Denn wer deinen Willen thut, Dem geht's ewig, ewig gut. Mel. Schwing dich auf zu deinem. Sollt ich jetzt noch, 382.— da mir schon Deine Güt erschienen, Dich verlassen, Gottes Sohn, Und der Sünde dienen? Mit den Lüsten dieser Zeit Wieder mich beflecken, Und nicht mehr die Süßigkeit Deiner Liebe schmecken? 2. Hab ich doch allein bei dir Meine Ruh gefunden! Mittler, heiltest du doch mir Meines Herzens Wunden! Drum kann ich nicht dein Gebot, Gleich dem Frevler, hassen, Und mein Recht an dei— nem Tod Nicht mehr fahren lassen. 3. Nein, ich bin und bleib ein Christ, Will dich treu verehren, Lasse mir nicht Macht noch List Meinen Glauben wehren. Fielen tausend ab, nicht ich! Mag's die Welt verdrießen, Sie wird mein Vertraun auf dich Doch mir lassen müssen. 4. Sie giebt ja kein Heil, wie du, Giebt nicht Kraft den Müden, Schenkt Bedrängten keine Ruh, Sündern nicht den Frieden. Sie giebt keine Zuversicht, Daß ich, 23⁴ Gottes Werke und Wohlthaten. trotz dem Grabe, Deines Himmels ewges Licht Zu erwarten habe. 3. Die Lust des Fleisches dämpf in mir, Daß sie nicht überwinde; 5. Ach, sie schützt nicht, wenn Rechtschaffne Lieb und Lust zu dir vor Gott Einst die Völker stehen, Im Herzen mir anzünde; Daß Und das Leben und den Tod Ihm zur Seite sehen; Wenn der Sichre nun zu spät Aus dem Schlaf erwachet, Und der Spötter, der hier schmäht, Staunt und nicht mehr lachet. 6. O wie thöricht, wenn ich mich Noch verführen ließe, Jesu, da ich schon durch dich Gottes Huld genieße! Da ich weiß, auf wessen Wort Ich die Hoffnung gründe, Daß auch ich unfehlbar dort Gnad und Leben finde. 7. Nicht das Leben, nicht der Tod, Nicht Gefahr noch Leiden Sollen mich, mein Herr und Gott, Jemals von dir scheiden. Welt und Sünd und Eitelkeit, Und des Flei⸗ sches Triebe, Alles überwind ich weit, Herr, durch deine Liebe. Mel. Was mein Gott will. 383. Hiff mir, mein Gott, hilf, daß nach dir ich in Not Bis in den Tod Dich und dein Wort bekenne, Auch mich kein Trutz noch Eigennutz Von deiner Wahrheit trenne. 4. Behüte mich vor Haß und Neid, Mein Herz mit Sanftmut ziere, Reiß aus die schnöde Eitel⸗ keit, Zur Demut mich anführe. Was sich noch find't von alter Sünd, Durch deinen Geist ver⸗ nichte, Daß allezeit, in Fried und Freud Mein Herz zu dir sich richte. „Den Glauben stärk, die Lieb vermehr, Die Hoffnung, Herr, ent⸗ zünde, Daß ich in Demut dich verehr, Und siegreich überwinde. Den Mund bewahr, daß nicht Gefahr Durch ihn mir werd er⸗ wecket; Ernähr den Leib, doch daß er bleib Von Wollust unbeflecket. 6. Gieb, daß ich treu und fleißig sei In dem, was mir gebühret, Von Herzen mich verlange, Und Daß weder Geiz noch Heuchelei ich dich suche mit Begier, Wenn Das schwache Herz verführet. mir wird angst und bange. Ver⸗Leichtfertigkeit, Haß, Zank und leih, daß ich mit Freuden dich Streit Laß doch in mir nicht In meiner Angst bald finde; Gieb bleiben: Verstockten Sinn und mir den Sinn, daß ich forthin Diebsgewinn Wollst du von mir Meid alle Schand und Sünde. wegtreiben. 2. Hilf, daß ich stets mit Reu 7. Hilf, daß ich folge treuem und Schmerz Mich deiner Gnad Rat, Vom falschen Wege trete, ergebe, Hab immer ein zerknirsch-Den Armen helfe mit der That, tes Herz, In wahrer Buße lebe; Für Freund und Feinde bete, Vor dir erschein, herzlich bewein Dien' jedermann, so gut ich kann, All meine Missethaten: Die Hände Das Böse hass' und meide, Nach mein laß milde sein, Dem Dürf⸗ deinem Wort an jedem Ort, Bis tigen zu raten. ich von hinnen scheide. M 38 Dunt Würd Glan goldn lauter müsse Glan. 2 Das Alles Was Du Licht die S den 3. Dunl dern funkel umfin Kamp Hölle verder mel e 4. Klarh Sünd der X Angef Herzet Haus, spiege 5. Höhle voll? Seele es so! einst verklä dämpf winde; t zu dirn Daß d Dich Auch gennutz me. aß und uftmut Eitel⸗ nführe. n alter ist ver⸗ Fried zu dir die Lieb rr, ent⸗ ut dich winde. nicht erd er⸗ ch daß eflecket, fleißig bühret, Achelei führet. k und hicht n und n mir treuem trete, That, bete, kann, Nach „Bis Die Heilsordnung. 235 Mel. Freu dich sehr, o meine. 384 Lebenssonne, deren Strahlen Auch im Dunkeln geben Schein, Dich nach Würden abzumalen Ist der Sonne Glanz zu klein. Aller Sterne goldne Pracht Gegen dich ist lauter Nacht. Mond und Sonne müssen weichen Und vor deinem Glanz erbleichen. 2. Ist das Licht süß anzusehen, Das die Sonne zu uns schickt: Alles muß in Freuden stehen, Was dein liebreich Herz erblickt. Du hast mitten aus der Nacht Licht und Leben wiederbracht, Da die Sonne sich verhüllte, Weil den Zorn ihr Schöpfer stillte. 3. O wie sah man nicht im Dunkeln, Da du zwischen Mör⸗ dern hingst, Deiner Liebe Feuer funkeln, Womit du dein Volk umfingst! Hättst du nicht durch Kampf und Blut Ausgelöscht der Hölle Glut: Ewig müßten wir verderben, Könnten nicht den Him⸗ mel erben. 4. Komm denn, Jesu, deine Klarheit Durch die Nacht der Sünde bricht. Zeige mir den Weg der Wahrheit, Zeig dein helles Angesicht. Treib aus meinem Herzen aus Alle Schatten, laß dein Haus, Drin du dich willst ewig spiegeln, Belial dir nicht verriegeln. 5. Siehst du nicht des Herzens Höhle, Wie sie ist verwirrungs— voll? In dem tiefsten Grund der Seele Glänzt es noch nicht, wie es soll. Ach, wann wird doch einst dein Glanz Meinen Geist verklären ganz? O daß alles möchte sterben, Was nur kann dein Licht verderben! 6. Warst du's nicht, der aus der Tiefe, Drin die Welt ver⸗ sunken lag, Durch ein Wort dem Lichte riefe? Und wie plötzlich ward es Tag! Starker Gott, dem nichts gebricht, Sprich noch heut': es werde Licht! Laß das Fleisch in seinen Lüsten Nicht mehr wider dich sich rüsten. 7. Laß in deinem Licht mich wandeln, O du heller Morgen⸗ stern. Lehr mich, daß ich recht zu handeln Aus dem Wort des Lebens lern, Und gleichwie du für und für Bist des Vaters Bild und Zier: Also laß, Herr, deine Strahlen In mir auch dein Bildnis malen. 8. Ich muß, wie du mich, dich kennen, Ich muß heilig sein wie du, Und wie du in Liebe brennen; Gieb mir Licht und Kraft dazu. War des Tempels Dunkel nicht Allzuenge deinem Licht: Wird mein Elend dir nicht wehren, Bei mir Sünder einzukehren. 9. Wohne, herrsche, leuchte, heile, Dir, dir räum ich Herz und Mut. Leuchte mir als Feuersäule, Fülle mich mit Licht und Glut. Eine Sonne wärmt die Welt, Eine Sonne mir gefällt; Ohne dieses Licht des Lebens Lebt ich in der Welt vergebens. 10. O, daß ich dich hier möcht spüren Im Verborgnen unverrückt, Und in dir mich stets verlieren, Wenn ich deinen Glanz erblickt. Weicht, ihr Sinne, schweig, Ver⸗ stand! Hier wird etwas mehr er⸗ kannt, Als dein Auge kann er⸗ 236 Gottes Werke und Wohlthaten. reichen, Witz und Künste müssen weichen. 11. Muß ich schon in Mesechs Wohnung Seufzen, girren man⸗ ches Mal: Ach, ein Strahl ist g'nug Belohnung, Ach, vom Herrn ein süßer Strahl Hat viel größre Lieblichkeit, Als die Hölle Bitter⸗ keit, Und in dieser Liebeskammer Wird verschmerzt der Sünde Jammer. 12. Ja, willst du dich auch ver⸗ stecken Einen Augenblick vor mir, Es soll mich doch nicht erschrecken, Ich will schweigen, trauen dir. Du wirst deinen Bund und Eid Halten fest in Ewigkeit; Wenn die Sonne wird vergehen, Bleibet doch dein Wort mir stehen. 13. Du sollst auch im Finstern Lar Meines Herzens einzigs icht. Tod und Grab kann nicht zerreißen, Was dein Testament verspricht. Prüf, erforsch mich, wie du willt, Du bleibst mir doch Sonn und Schild; Hast du dich mir schon entnommen, Du wirst eilend wiederkommen. 14. Komm nur bald, laß deine Waise Dir nachschmachten nicht zu lang Auf des Lebens schwerer Reise, Da der Seele oft wird bang. Ende meinen Kampf und Lauf, Geh in Herrlichkeit mir auf; Laß vor deinem Thron mich stehen, Und dein Antlitz ewig sehen. Gnade Kinder. könnt ich eines andern sein? Bin Und dein durch die Erloͤsung? 2. Ich fiel und wandte mich won dir, Zur Finsternis vom Lichte; Doch wandtest du dich, Gott, zu mir Mit deinem Ange⸗ sichte. Erbarmen war dein An⸗ gesicht, Mich von der Finsternis ins Licht Zu dir zurück zu rufen. 3. Dein, dein ist die Barm⸗ herzigkeit, Du liebest selbst die Sünder. Seid, rufst du, geist⸗ lich mir geweiht, Und meiner Ihr irrt und sündigt; fasset Mut: Dort flie⸗ ßet der Versöhnung Blut, Von Sünden euch zu waschen. 4. Dein Sohn erniedrigt sich und stirbt Zur Tilgung unsrer Strafen, Büßt für die Sünden und erwirbt Befreiung ihren Skla⸗ ven. Wie könnt ich eines an⸗ dern sein? Bin ich doch durch die Schöpfung dein, Und dein durch die Erlösung. 5. Durch ihn versöhnt, und dir zum Ruhm Erkauft mit seinem Leiden, Will ich mich, Gott, dein Eigentum, Von dir nie wieder scheiden. Gekreuzigt werde mir die Welt, Getötet, was dir nicht gefällt, Damit ich dir nur lebe. 6. Dies wirke deine Kraft in mir; Ich habe kein Vermögen, Die Sünd und alles, Gott, was dir Verhaßt ist, abzulegen. Hier 1——— 7 Mel. Nun freut euch. liebe.. ist mein Herz, nimm mich ganz 385 Dein bin ich, Herr, hin, Und gieb mir einen neuen dir will ich mich Sinn, Damit ich dir gefalle. Zum Opfer ganz ergeben; Recht⸗ 7. So werd ich, der ich finster schaffen, fromm und rein will ich war, Ein Licht in deinem Lichte, Vor deinen Augen leben. Wie Besteh einst mit der kleinen Schar ich nicht durch die Schöpfung dein?⸗ 38 allen mein er m Trül selbst Er k 2. keit hat n Wor: Gnad Dere nimn 3. Der kenne: will! verder unden diglick 4. sich A nicht! worbe Sünd klaget kann 5. verban retter, Hand Ihn a könnt denn 1 Bin dein ꝰ sung? mich vom dich, Ange⸗ 1 An⸗ ternis rufen. zarm⸗ st die geist⸗ leiner und t flie⸗ Von t sich insrer inden Skla⸗ an⸗ durch dein id dir inem dein ieder mir nicht lebe. ft in ögen, was Hier ganz leuen e. nster ichte, char .. Die Heilsordnung. DEDEDEDHFHFHeeEee...—. 237 Der Frommen im Gerichte, Froh⸗ locke dann und lobe dich, Daß deine Gnad und Treue mich Ge⸗ recht und selig machte. Mel. Nun freut euch, liebe. etrost, mein Herz, 386. G und zage nicht, Laß allen Kummer fahren! Weil mir mein Bundesgott verspricht, Daß er mich will bewahren In aller Trübsal, Angst und Not, Ja selbst auch endlich in dem Tod: Er kann und will mich schützen. 2. Er hat mich schon von Ewig— keit Zum Eigentum erkoren. Er hat mich in der Gnadenzeit Durch Wort und Geist geboren. Der Gnadenrat, der starke Grund, Der ewig feste Friedensbund Wird nimmermehr gebrochen. 3. Der Gott ist unveränderlich, Der mich zum Heil ersehen. Er kennet mich, er liebet mich: Wer will mir widerstehen? Wer will verderben? seine Hand Wird mich und meinen Gnadenstand Bestän⸗ diglich bewahren. 4. An meiner Statt hat Jesus sich Als Bürgen hingegeben, Und nicht umsonst hat er für mich Er⸗ worben Heil und Leben. Die Sündenschuld ist abgethan, Wer klaget mich nun wieder an? Wer kann mich nun verdammen? 5. Mit dem mein Glaube sich verband, Mein treuer Seelen— retter, Mein Jesus ist zur rechten Hand Des Vaters mein Vertreter. Ihn aber hört Gott allezeit, Wie könnt er nach Gerechtigkeit Mich denn verderben lassen? — 6. Ich bin's, auf den sein Auge sieht, Sollt er mich nicht regieren? Er ist mein Haupt, ich bin sein Glied, Sollt er' mich denn verlieren? Ich bin das Schaf, er ist der Hirt, Der mich allmächtig schützen wird, Wer will mich ihm denn rauben? 7. Mein Erbteil ist die Selig⸗ keit, Die Jesus mir verheißen, Die er verdient, die schon bereit, Wer will sie mir entreißen? Dazu hat er mir seinen Geist, Der Lehrer, Licht und Beistand heißt, Zum Unterpfand gegeben. 8. Und dieser Geist soll ewig⸗ lich, Sagt Christus, bei mir bleiben; Er stärket und versiegelt mich, Nichts kann ihn von mir treiben. Durch ihn genieß ich in der Zeit Den Vorschmack jener Seligkeit, Die ich ererben werde. 9. Laß mich doch diesen Geist nur nicht Durch Sünd, o Herr, betrüben; Gieb, daß ich mög bei seinem Licht Mich stets im Guten üben. Ach, mache mich je mehr und mehr Bereit zu deines Namens Ehr, Bis ich einst dort dich lobe. Mel. O, daß ich tausend Zungen. Ich habe nun den Grund 387. gefunden, Der meinen Anker ewig hält. Wo anders, als in Jesu Wunden? Da lag er vor der Zeit der Welt, Der Grund, der unbeweglich steht, Wenn Erd und Himmel untergeht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, Das alles Denken übersteigt; Der Herr ist's, der mit Vaterarmen Sich gnädig zu uns Sündern neigt, Weil ihm sein Herz vor .———— 238 Gottes Werke und Wohlthaten. Mitleid bricht, Wir kommen, oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll ge— holfen sein, Denn darum litt sein Sohn auf Erden Und nahm für uns den Himmel ein; Deswegen klopft er für und für So stark an unsre Herzensthür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden In Christi Tod ver⸗ schlungen hat! Das heißt die Wunde recht verbinden! Hier fin⸗ det kein Verdammen statt, Weil Jesu Blut beständig schreit: Barm⸗ herzigkeit! Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, Dem will ich mich getrost vertraun, Und wenn mich meine Sünden kränken, Auf Gottes Vaterherz hinschaun, Da finde ich zu aller Zeit Unendliche Barm⸗ herzigkeit. 6. Wird alles andre mir ent⸗ rissen, Was Leib und Seel er⸗ quicken kann, Muß ich auch jeden Trost vermissen, Nimmt auch kein Freund sich meiner an, Scheint die Errettung noch so weit: Mir bleibt des Herrn Barmherzigkeit. 7. Wenn ich in meinem Laufe gleite, Demütigt seine Gnade mich, Ermuntert mich zu neuem Streite, Und unterstützt mich väterlich; Und wenn mir sein Gesetz auch dräut, So hoff ich doch Barmherzigkeit. 8. Gott giebt zur Tugend Lust und Stärke, Doch klebt die Sünde stets mir an; Ich habe keine solche Werke, Mit denen ich mich retten kann; Ich rühme bloß mich hoch erfreut Der Hoffnung auf Barm⸗ herzigkeit. 9. Es gehe mir nach seinem Willen; In Angst und Trübsal wird er mich Mit seines Geistes Trost erfüllen; Er hilft gewiß und väterlich. Er ist, das glaub ich hoch erfreut, Ein Helfer voll Barmherzigkeit. 10. Auf diesem Grunde will ich bleiben, So lange mich die Erde trägt; Das will ich denken, thun und treiben, So lange sich ein Glied bewegt. So sing ich ewig hoch erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Mel. Warum sollt ich mich. 388 O was für ein herr⸗ 5 lich Wesen Hat ein Christ, Da er ist Recht in Gott genesen! Denn er ist aus ihm geboren Und hier schon In dem Sohn Als ein Kind erkoren. 2. Wenn die Seele sich der Erde Ganz entreißt Durch den Geist, Daß sie heilig werde, So ist das ihr hoher Adel, Der sie schmückt Und beglückt, Frei von allem Tadel. 3. Erdenscepter, Erdenkronen Sind ein Sand Und ein Tand, Gleich den hohen Thronen. Eine Seel, die Gott regieret, Hat hier schon Eine Kron, Die sie ewig zieret. 4. Köstlich ist sie ausgeschmücket, Heiligkeit Ist ihr Kleid, Hoch ist sie beglücket. Innerlich glänzt sie von Golde, Pranget sehr, Lebt in Ehr, Denn Gott ist ihr holde. 5. Doch ihr Glanz bleibt hier verdecket Vor der Welt, Die sie hält, Als wär sie beflecket. Sie lebt jetzt in Gott verborgen, Hat oft Hohn Hier zum Lohn, Doch sie läßt Gott sorgen. let, Un ———— 6. Grund klein Manet Aber 6 einmal 7. 6 Der sie sie im dann 2 melsfr 8. Bei de Hier i die Tl Die ei bekome 9. 6 Wenn In se dann l das H Sich d 10. mehr Wird zeigen. Sonne Die Heilsordnung. 6. Hier steht diese Ros im Grunde, Und ihr Schein Bleibet lein In der Prüfungsstunde. Man tritt sie hier oft mit Füßen, i Aber Gott Wird den Spott Ihr einmal versüßen. 7. Christus, der sie hat erwäh⸗ let, Und als Braut Sich vertraut, der sieht, was ihr fehlet; Tröstet sie im bittern Landen Führt sie dann Auf die Bahn Reiner Him⸗ melsfreuden. 8. Ihre Hoheit wird vermehret Bei dem Schmerz, Der ihr Herzsl Hier im Kreuz bewähret, Denn die Thräne schmückt die Krone, Die einmal Nach der Qual Sie bekommt zum Lohne. 9. Ewig wird sie triumphieren, Wenn ihr Hirt, Christus, wird In sein Haus sie führen. O dann öffnet er die Schätze, Daß das Herz, Nach dem Schmerz, Sich daran ergötze. 10. Dann wird sie kein Leid mehr beugen, Und ihr Glanz Wud sich ganz Offenbar dort zeigen. Sie wird leuchten wie die Sonne, Gott allein Wird dann sein Ihre Freud und Wonne. 11. Dann wird sie mit Christo= sitzen Auf dem Thron, Ihre Kron Wird von Golde blitzen; Dann wird jedermann sie kennen Und sie frei, Ohne Scheu, 9900 von del nennen. Eigne Melodie. 389 Es glänzet der Christen inwendiges Leben, Ob hier auch von außen kein Schimmer sie schmückt; Was ihnen der König des Himmels gegeben, —3 Das wird nur vom Auge des Geistes erblickt. Was viele ver— achten bei irdischem Trachten, Hat ihre erleuchteten Sinne gezieret, r Und sie zu der göttlichen Würde geführet. 2. Sie gleichen im Außern den Kindern der Erde, Und tragen auch an sich des Irdischen Bild; Sie fühlen wie andre der Mensch⸗ heit Beschwerde, Oft sehn sie die Sonne der Freude verhüllt. Sie stehen und wandeln, sie reden und handeln, Wie jeder es treibet in zeitlichen Dingen; Doch kann sie die weltliche Lust nicht bezwingen. 3. Denn innerlich sind sie von göttlichem Stamme, Geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort; Es lodert in ihnen die himmlische Flamme, Entzündet von oben, ge— nähret von dort. Die Engel, als Brüder, erfreun sich der Lieder, Die hier von den Lippen der Frommen erklingen, Und bis in das innerste Heiligtum dringen. 4. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, Sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt; Sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, Sind arm, doch sie haben, was ihnen gefällt. Sie stehen in Leiden und bleiben in Freuden, Sie scheinen getötet den äußeren Sinnen, Und führen das Leben des Glaubens von innen. 5. Wenn Christus, ihr Leben, sich wird offenbaren, Wenn er sich einst allen in Herrlichkeit zeigt, Dann wird auch den frommen und gläubigen Scharen Die Krone des ewigen Lebens gereicht. Sie werden . 4 40 I * 49 * 3 V. * I. 1 AII 240 Gottes Werke und Wohlthaten. regieren, mit ihm triumphieren, Wie leuchtende Sterne des Himmelsoft auch dort prangen, Wenn aller Welt⸗ ihn hält. — schimmer in Nacht is t vergangen. borgenen Weg uns erwählen, Wie die Menge für thöricht Hier wenig geschätzet, und oftmals verletzet, Hier stille 6. O Jesu, verborgenes Leben mit Christo im Vater gelebet: der Seelen, Du ewige Sonne der Das ist es, was einst uns zum Mel. Jauchzet dem Herren all auf. inneren Welt, Laß deinen ver⸗— Die Kirche. Himmel erhebet. Sieg und Lohn; Er ist der Wein⸗ Ich lobe dich, mein stock, sie die Reben, In ihm nur 390. Ange 95——— Wie reifet ihre Frucht; Er ist ihr Licht, du auf diesem Erdenkreis Dir ihr Heil und Leben, Durch Wahr⸗ eine Kirche hast erbauet Zu dei— nes Namens Lob und Preis, Daß alle sich zusammenfinden In einem heiligen Verein, Wo sie, erlöst von ihren Sünden, Sich, Jesu, deines Reiches freun. 2. Du rufest auch noch heut zu Tage, Daß jedermann erschei— nen soll; Doch hört man stets auch deine Klage: Noch immer ist mein Haus nicht voll. Zwar viele sind von dir geladen, Doch wenige nur auserwählt; Sie wan⸗ deln auf des Weltsinns Pfaden, Und mancher, den du rufest, fehlt. 3. Herr, unter Völkern vieler Zungen Hast du dein Haus nun aufgeführt, In dem dein Preis dir wird gesungen, Das Glaube, Lieb und Hoffnung ziert, Wo alle unter Christus stehen, Als ihrem königlichen Haupt, Auf den sie alle freudig sehen, Sie, deren Herz an Christum glaubt. 4. Nicht eignem Werk gilt ihr Vertrauen, Es ruht auf dir und deinem Sohn. Er ist der Fels, auf heit, Lieb und fromme Zucht. 5. Ein Herr, ein Glaub und eine Taufe Vereinigt sie zum heilgen Bund; Ein Ziel erglänzt dem Pilgerlaufe, Ein Fels ist ihres Friedens Grund; Ein Vater waltet über allen, Und allen, Gott, bist Vater du. Dir streben alle zu gefallen, Und du giebst ihnen Heil und Ruh. 6. So weih uns denn zum neuen Leben, Daß wir nur deine Wege gehn, Zuerst nach deinem Reiche streben, Und niedern Lüsten widerstehn. Gieb, daß wir, als ge⸗ treue Glieder Fest halten an dem Haupt und Herrn, Und dann auch allesamt als Brüder In Lieb ihm folgen treu und gern. 7. Erhalt uns, Herr, im wah⸗ ren Glauben Noch fernerhin bis an das End; Laß nichts uns deine Schätze rauben, Dein heilig Wort und Sakrament. Erfülle deiner Christen Herzen, O Gott, mit deinem Gnadenheil, Und gieb nach überwundnen Schmerzen Uns den sie bauen, Er ist ihr Weg zu droben einst das beßre Teil. * 391 die ger Heilig gebaue Wahrl Sie gl — freut si schon gegen zogen 522 sie zu ihm 6 durch ihren heit S mehr! bricht. rissen Herrn Gehor — Winkt Der he wählt fürchte hier i einst Heima nomm Mit Die ih 4. Stadt Ruhm und b ins H werden Und fr seinen Volk, Wein⸗ m nur Licht, Wahr⸗ cht. b und zum glänzt tihres waltet t, bist lle zu n Heil zum deine einem Züsten ls ge⸗ udem Rauch Lieb wah⸗ n bis uns heilig rfülle Gott, gieb Uns Die Kirche. Mel Nun lob, mein' Seel, den. 391 Feh steht zu Gottes Ruhme Die Kirche, die geweihte Stadt, Die ihm zum Heiligtume Des Menschen Sohn gebauet hat. Er wohnt mit seiner Wahrheit In ihren Mauern gern; Sie glänzt in hoher Klarheit, Und freut sich ihres Herrn. Oft stürmten schon die Wogen Des Kampfes gegen sie: Umsonst, die Feinde zogen Zurück und siegten nie. 2. Auf Felsengrund erbauet, Ist sie zur Gottesstadt erhöht, Die ihm allein vertrauet, Und ewig durch sein Wort besteht. Von ihren Bergen funkelt Der Wahr⸗ heit Sonnenlicht, Das, niemals mehr verdunkelt, Durch alle Nebel bricht. So bleibt dem Wahn ent⸗ rissen Die gläubge Schar des Herrn; Sie reinigt ihr Gewissen, Gehorcht und dient ihm gern. 3. Die Krone der Belohnung Winkt jedem Bürger dieser Stadt, Der hier sich seine Wohnung Er⸗ wählt und treu gestritten hat. Er fürchtet kein Verderben, Bleibt hier in sichrer Ruh, Und eilet einst im Sterben Froh seiner Heimat zu. Vom Vater aufge⸗ nommen, Wird er ganz selig sein Mit den verklärten Frommen, Die ihres Lohns sich freun. 4. Frohlocke denn und singe, Stadt Gottes, deines Königs Ruhm! Breit aus sein Reich, und bringe, Die draußen sind, ins Heiligtum, Daß alle selig werden, Von seinem Wort belehrt, Und freudig thun auf Erden, Was seinen Namen ehrt, Bis alles Volk, erneuert Und in sein Licht verklärt, Ein Fest des Friedens feiert, Das ewig, ewig währt. Mel. Ein' feste Burg ist unser Gott. 392 Wenn Christus seine Kirche schützt, So mag die Hölle wüten! Er, der zur Rechten Gottes sitzt, Hat Macht, ihr zu gebieten. Er ist mit Hülfe nah; Wenn er gebeut, stehts da. Er schützet seinen Ruhm, Und hält das Christentum, Mag doch die Hölle wüten. 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron Sich wider ihn em⸗ pören, Denn den Gesalbten, seinen Sohn, Ihn wollen sie nicht ehren. Sie schämen sich des Worts Des Heilands, unsers Horts, Sein Kreuz ist selbst ihr Spott; Doch ihrer lachet Gott, Sie mögen sich empören. 3. Der Frevler mag die Wahr⸗ heit schmähn, Uns kann er sie nicht rauben. Der Unchrist mag ihr widerstehn, Wir halten fest am Glauhben. Gelobt sei Jesus Christ! Wer hier sein Jünger ist, Sein Wort von Herzen hält, Dem kann die ganze Welt Die Seligkeit nicht rauben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut, Laßt euch kein Drohn erschrecken! Der Gott, der hoch vom Himmel schaut, Wird uns gewiß bedecken. Der Herr, Herr Zebaoth, Hält fest auf sein Ge⸗ bot, Giebt uns Geduld in Not, Und Kraft und Mut im Tod: Was will uns dann erschrecken? Mel. Wo Gott, der Herr, nicht. 393 Ach Vater, der die arge Weltn seinem Sohn geliebet, Der, was er zusagt, treu⸗ 16 24² Gottes Werke und Wohlthaten. lich hält, Und stets Erbarmen übet, Sieh gnädig an die Christenheit, Die du in dieser Pilgerzeit Dir aus den Menschen sammelst. 2. Du willst sie als dein Eigen⸗ tum Hier rein, dort herrlich machen; Sie ist dein Volk, du bist ihr Ruhm, Du selbst willst sie bewachen. Du kleine Herde, hoffe still, Getrost! es ist des Vaters Will, Das Reich dir zu bescheiden. 3. Es ist doch Christus unser Heil. So viel' nur an ihn glau⸗ ben, Die haben an ihm ihren Teil, Den Satan nicht soll rauben. Von ihm fließt stets den Seinen zu Erquickung, Trost und Schutz und Ruh, Und alle Gnadenfülle. 4. Müßt auch Gebirg und Thal ins Meer Durch Gottes Schelten sinken, Ja, selbst das ganze Welten⸗ heer Vergehn auf Gottes Winken: So fällt doch seine Kirche nie, Der Herr erhält und schützet sie, Drum wird sie ewig bleiben. 5. So stärk uns denn, Herr unser Gott, Bei Christi Kreuzes⸗ fahnen. Mach aller Feinde Macht zu Spott, Hilf deinen Unterthanen Tröst uns mit deiner Gegenwart, Mach uns, ist die Verfolgung hart, Zu deines Namens Zeugen. 6. Laß uns in froher Glaubens⸗ kraft Dich ehren, fürchten, lieben, Und eine gute Ritterschaft Für deine Wahrheit üben. Und kostet's denn auch Gut und Blut, Laß uns dein Wort mit Gut und Blut Vor aller Welt bekennen. 7. Steht gleich die Kirche hier im Streit, Wo tausend Feinde toben, Wird sie doch einst zur Herrlichkeit Hoch im Triumph er⸗ hoben. Ach, nimm auch uns einst aus dem Krieg, Auch uns gieb, wie den andern, Sieg, Die jetzt schon Kronen tragen. 8. Wenn Menschen und der Engel Chor Einst eine Kirche werden, Dann steigt dein herrlich Lob empor, Vollkommner als auf Erden. Komm, Jesu, bald, wir bit⸗ ten dich, Laß uns, die Deinen, ewig⸗ lich Bei dir im Himmel wohnen. Mel. Es ist das Heil uns. 39 4 Die Feinde deines Kreu⸗ zes drohn Dein Reich, Herr, zu zerstören; Du aber, Mitt⸗ ler, Gottessohn, Kannst ihrem Trotze wehren. Dein Thron be— stehet ewiglich, Vergebens wird sich wider dich Die Macht der Hölle rüsten. 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt, Kein Werk von Menschen— kindern. Drum kann auch keine Macht der Welt, Herr, seinen Fortgang hindern. Dein Erbe bleibt dir immerdar, Und wird selbst durch der Feinde Schar Zu deinem Ruhm sich mehren. 3. Du wollest deine Herrschaft noch Auf Erden weit verbreiten, Und unter deinem sanften Joch Zum Heil die Völker leiten. Vom Aufgang bis zum NiedergangBring alle Welt dir Preis und Dank, Und glaub an deinen Namen. 4. Auch deine Feinde, die dich schmähn, Die frevelnd sich en⸗ pören, Laß deiner Gnade Wunder sehn, Daß sie sich noch bekehren. Lehr sie mit uns gen Himmel schaun, Und unerschüttert im Ver⸗ traun Auf deine Zukunft warten. 75. du Fe Daß In d unsre⸗ Irrtu wahr 6. ebner Willer untert füllen Gerick Anges samm dich, Und sich, 2 Dann Deneu Dein el 395 Wort! haben Pfand uns ni der. 4 sie, Di Sie, d dir sel halt sit entweil 3. Zion k Christe ir bit⸗ „ewig⸗ ohnen. 8. Kreu⸗ Reich, Mitt⸗ ihrem on be⸗ wird )t der dieser ischen— keine seinen Erbe wird Schar hren. rschaft reiten, Joch Vom Bring Dank, nen. ie dich h em⸗ zunder ehren. immel uVer⸗ arten. Die Kirche. 243 5. Uns, deine Gläub'gen, wollest du Fest in der Wahrheit gründen, Daß wir für unsre Seelen Ruh In deiner Gnade finden. Mach unsres Glaubens uns gewiß, Vor Irrtum und vor Finsternis Be— wahr uns bis ans Ende. 6. Dein Geist führ uns auf ebner Bahn, Und heilge unsern Willen; So wird dein Volk, dir unterthan, Gern dein Gesetz er⸗ füllen, Bis du erscheinest zum Gericht, Und dann vor deinem Angesicht Die Menschenkinder sammelst. 7. Voll Zuversicht erwarten dich, Herr, alle deine Frommen, Und freun des großen Tages sich, Da du wirst wiederkommen. Dann werden wir, o Gottessohn, Den uns verheißnen Gnadenlohn, Dein Himmelreich ererben. tel. Ein' feste Burg ist unser. 395 Her, deine Kirche danket dir, Noch wohnt dein gedenkt, Beherrscht von seinen Lüsten. Ihr Glaube ist so schwach, Die Liebe kalt, und ach! Sie denken daran nicht, Daß dort ein schwer Gericht Auf sichre Sünder wartet. 4. Und du, o Jesu, bist so treu, Ach, daß wir frömmer wä⸗ ren. Mach alle Herzen rein und neu, Laß alle sich bekehren. Gieb uns dein' Wissenschaft, Gieb Glau⸗ ben, Lieb und Kraft, Gieb uns Entschluß und Mut, Zu wagen Ehr und Blut, Zum Preise dei⸗ ner Lehren. 5. Eutferne Zwietracht, Krieg und Mord,‚ Erhalt uns Ruh und Frieden, Laß uns, gestärket durch dein Wort, Im Guten nie ermü⸗ Den. Erleichtre, was uns drückt, O gieb, was stets beglückt; Und nach der Prüfungszeit Ruf uns zur Seligkeit, Zu deines Himmels Freuden. 6. Herr, deine Kirche streitet noch, Hilf deiner Kirche siegen. Wort im Lande; Von deiner Gnade haben wir Noch deinen Geist zum Pfande. Kommt sie je in Gefahr Durch ihrer Feinde Schar, Dann, o Herr Jesu Christ, Besiege Macht und List, Und herrsch in jedemLande. 2. Sei, Herr, mit uns, verlaß uns nie, Uns, deines Leibes Glie⸗ der. Hilf deiner Kirch und schütze sie, Denn wir sind deine Brüder. Sie, die dir ist vertraut, Hast du dir selbst erbaut; Ach, Herr, er— halt sie rein, Und die den Bund entweihn, Die heilige dir wieder. 3. Eins ist, Herr, was dein Zion kränkt: Christen Noch mancher deiner nicht Wie schwer ihr Kampf ist, müsse doch Kein Kämpfer unterliegen. Erhör ihr kindlich Flehn; Eil, Herr, ihr beizustehn, Damit sie standhaft sei, Stets deiner Wahr— heit treu. Hilf deiner Kirche siegen. Mel. Erhalt uns, Herr, bei. Ach bleib bei uns, 396. A Herr Jesu Christ, Weil es nun Abend worden ist. Dein göttlich Wort, das helle Licht, Laß ja bei uns auslöschen nicht. 2. In dieser letzten bösen Zeit Verleih uns, Herr, Beständigkeit, Daß unter deinen Daß wir dein Wort und Sakra⸗ ment Rein halten bis an unser End. 16 2⁴⁴4 Gottes Werke und Wohlthaten. Mel. Erhalt uns, Herr, bei. Jesu Christ, du 397. O wahres Licht, Er⸗ leuchte, die dich kennen nicht, Und bringe sie zu deiner Herd, Auf daß ein jeder selig werd. 2. Erfülle, die im Irrtum sein, Mit deinem Geist und Gna⸗ denschein, Auch die, so heimlich fichtet an In ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlau⸗ fen hat Von dir, das suche du mit Gnad, Und ihr verwund't Gewissen heil', Am Himmel laß sie haben teil. 4. Den Tauben öffne das Ge⸗ hör, Die Stummen richtig reden lehr, Auf daß sie alle sagen frei, Was ihres Herzens Glaube sei. 5. Erleuchte, die da sind ver⸗ blend't, Bring her, die sich von uns getrennt; Versammle, die zer⸗ streuet gehn, Hilf allen, die im Zweifel stehn: 6. So werden sie mit uns zugleich Auf Erden und im Him— melreich, Hier zeitlich und dort ewiglich, Für solche Gnaden prei⸗ sen dich. Mel. Christus, der ist mein Leben. 398 Ach, bleib mit deiner 29 Gnade Bei uns, Herr Jesu Christ, Daß uns hin⸗ fort nicht schade Des bösen Fein— des List. 2. Ach, bleib mit deinem Worte Bei uns, Erlöser wert, Daß uns in diesem Horte Sei Trost und Heil beschert. 3. Ach, bleib mit deinem Glanze Bei uns, du wertes Licht. Dein?' Wahrheit uns umschanze, Damit wir irren nicht. 4. Ach, bleib mit deinem Se⸗ gen Bei uns, du reicher Herr. Dein' Gnad und Allvermögen In uns, o Herr, vermehr. 5. Ach, bleib mit deinem Schutze Bei uns, du starker Held, Daß uns der Feind nicht trutze, Noch fäll' die böse Welt. 6. Ach, bleib mit deiner Treue Bei uns, Herr, unser Gott. Be⸗ ständigkeit verleihe, Hilf uns aus aller Not. Mel. Das Jesulein soll doch. 399 er Glaube bricht durch Fels und Stein, Weiß Berge zu versetzen; Er stürzt sie tief ins Meer hinein Nebst allen ihren Schätzen. Und wer sich fest Auf Gott verläßt, Fühlt göttliches Vermögen, Fängt freudig selbst Das Schwerste an, Wo andre sich nicht regen. 2. Die Zeugen unsers treuen Herrn, Des Glaubens Helden— scharen, Sie wählten Not und Ar⸗ mut gern Und Trübsal und Gefah⸗ ren. Drum mutig an Die Glau⸗ bensbahn! Der Herr ist vorgegan⸗ gen; Und geht der Herr Als Held voran: Wie könnte man erbangen? 3. Und wenn die Zeugen Christi stehn, Wenn sie ihr Leben wagen, Mag ihrer keiner rückwärts gehn, Fühlt keiner Todeszagen. Gott ist ihr Licht, Sie suchen nicht, Was Leib und Gut nur birget. Es sie⸗ get Gott, Sein Recht und Licht, Wird auch der Leib erwürget. 4. Gelobt sei euer Heldenmut, Ihr Streiter unsers Fürsten! Ihr —— saht g Zorn war't Den 5 Drum lichkeit Mel. 400 liebte. hat? schauer Ja, de zen bali vertilge nieden eingelad 2.— dem wir sein ter Damit uSe⸗ Herr. mögen Schutze Daß Noch Treue t. Be⸗ 18 aus ch. durch Stein, ; Er hinein Und erläßt, Fängt ste an, treuen elden⸗ ud Ar⸗ Hefah⸗ Glau⸗ gegan⸗ 8 Held ngen? Christi vagen, gehn, ott ist Was Es sie⸗ Licht, get. nmut, Ihr Die Gemeinscha ft der Heiligen. saht getrost nach eurem Blut Den Zorn der Feinde dürsten. Ihr war't bereit, Voll Mut zum Streit, Den Krieg des Herrn zu führen, Drum wird euch dort Die Herr⸗ lichkeit Der Himmelskrone zieren. Mel. Ach, was soll ich Sünder. 4. Drücke uns dein heilges Siegel An die Stirne, an die Hand, Dir zu Ehren, uns zum Pfand, Daß wir uns durch Glau⸗ bensflügel Können schwingen him⸗ melan, Da uns niemand schaden kann. 5. Zeichne mit dem heilgen ö 400 Hen, wann wirst du Zion Zeichen Uns, dein Volk, dein Ei⸗ bauen, Zion, die ge⸗(gentum, Schönster Jesu, höchster liebte Stadt, Die sich dir ergeben Ruhm; hat? Ach, soll sie nicht einmal weichen, So muß Satan von uns Und der Mensch der schauen Ihre Mauern aufgericht't? Sünde flieht, Wo er deine Sie⸗ Ja, der Herr verläßt sie nicht. gel sieht. 2. O, wann wird die Stimm erschallen, Da man rufet überall ehren, In der Auserwählten Zahl: Ba⸗Babels bel, Babel ist gefallen, Die mit ihrer stolzen Pracht Alle Welt zum Fall gebracht! 3. Höre, wie dein Zion klaget Unter Babels Dienstbarkeit, Zetzt in dieser finstern Zeit. Doch du wirst den, der sie plaget, Stür⸗ zen bald durch deine Macht, Und vertilgen Babels Pracht. Mel. Mein Jesu, dem die. 401 Dein Wort, o Herr, bringt uns zusam⸗ men, Daß wir in der Gemein⸗ schaft stehn; Es läßt an uns die heilgen Flammen Des Glaubens und der Liebe sehn. Wir werden durch das Wort der Gnaden Selbst zur Gemeinschaft jener Schar, Die längst vor uns hie⸗ nieden war, Gelockt und kräftig eingeladen. Die Gemeinschaft der Heiligen. 6. O wie wird dein Volk dich Wenn es nun entrissen ist Stolz, des Tieres List! Deinen Ruhm wird es vermehren, Und in alle Ewigkeit Dich zu loben sein bereit. 7. Zion, sei denn unbetrübet, Die Erquickungszeit ist da, Und des Herren Hülf ist nah. Selig, der sich ihm ergiebet, Und vor seinem Heiland kann Siegeslieder stimmen an. Ziel, auf das wir sehen, Ist Christus, unser höchstes Gut. Die einzge Regel, die wir kennen, Ist sein lebendges, kräftges Wort. Nach keinem Mann, nach keinem Wort Soll je sich die Gemeinde nennen. 3. Was ist das für ein himm⸗ lisch Leben, Mit Vater, Sohn und heilgem Geist In seliger Gemein⸗ schaft schweben, Wie Christus, unser Herr, verheißt! Was glühen da für selge Triebe! Gott schüttet 2. Der Glaubensgrund, aufin sein geistig Haus Die ganze dem wir stehen, Ist Christus und Gnadenfülle aus; sein teures Blut. Hier wohnet Das einzge Gott, die ewge Liebe. 246 Gottes Werke und Wohlthaten. 4. Der Vater liebet uns als Kinder, Schenkt uns den Geist, der Abba schreit; Des Sohnes Treue schmückt uns Sünder Mit ewiger Gerechtigkeit; Der heilge Geist tritt mit dem Ole Des Friedens und der Freude zu; Das Herz genießet Trost und Ruh, Und neue Kraft stärkt Leib und Seele. 5. Und dieses heilgen Bundes Brüder, Sie stehen auch für einen Mann. Wagt sich der Feind an eins der Glieder, So nehmen sein sich alle an. Sie fallen be— tend Gott zu Füßen, Und siegen in des Heilands Kraft, Um von der heilgen Brüderschaft Auch nicht das Kleinste einzubüßen. 6. So wallen die verbundnen Herzen Durchs Thränenthal ins Vaterland, Versüßen sich der Erde Schmerzen, Eins reicht dem an— dern seine Hand. Sie wollen sich mit Freuden dienen, Sie sehen mit des Glaubens Blick Auf Jesum und ihr künftges Glück, Sie sind in ihm und er in ihnen. Mel. Gott, hier sind wir, deine. 402 Herz und Herz vereint zusammen, Wärmt an Christi Herzen euch. Laßt der Liebe heilge Flammen Euch durchglühn in Gottes Reich. Chris⸗ tus ist das Haupt, wir Glie⸗ der, Er das Licht, und wir der Schein, Er der Meister, und wir Brüder, Er der Herr, und wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, o Got⸗ teskinder, Und erneuert euren Bund. Schwöret unserm Über⸗ winder Lieb und Treu aus Her⸗ zensgrund; Und wenn enrer Lie⸗ beskette Festigkeit und Stärke fehlt, O so flehet um die Wette, Bis sie Jesus wieder stählt. 3. Hänget euch, ihr Bundes⸗ glieder, Mit so treuer Liebe an. Daß ein jeder für die Brüder Auch sein Leben lassen kann. So hat uns der Freund geliebet, So vergoß er dort sein Blut; Denkt doch, wie es ihn betrübet, Wenn ihr euch selbst Eintrag thut. 4. Einer mahne doch den an⸗ dern, Christo, der sich für uns gab, Kräftiglich stets nachzuwan— dern, Selbst durch Leiden, Tod und Grab. Einer soll den an⸗ dern stärken Und erwecken Tag für Tag, Daß in frommen Glaubens⸗ werken Christo man gefallen mag. 5. Nichts als nur des Hei⸗ lands Stimme Sei die Regel unsrer That, Weil er, daß er uns gewinne, Liebend sich geopfert hat; Weil er gnädig uns vergeben, Unsrer Sünden nicht mehr denkt, Dem verleihet ewges Leben, Der sich ihm nur willig schenkt. 6. Halleluja! welche Höhen, Welche Tiefen reicher Gnad, Daß wir dem ins Herze sehen, Der uns so geliebet hat! Daß der Vater aller Geister, Der des Lebens Quelle ist, Daß du, unsichtbarer Meister, Uns so fühlbar nahe bist. 7. Du, mein Heiland, o ver⸗ eine Deine dir geweihte Schar, Daß sie herzlich stets es meine, Wie's dein letzter Wille war. Iu, verbinde in der Wahrheit, Die du selbst im Wesen bist, Alles, was von deiner Klarheit In der That erleuchtet ist. —— 8. füllet Deret in se wie d auch Liebe erfreu 9 Daß mache Geiste hat, V verkün dein R pricht Name 3. Gnade Schul' hat ern Auch Jesus O erm 4. Mache kund. die Le Bund. trer Ne⸗ rke fehlt, Bis sie Bundes⸗ iebe an. Brüder nn. So bet, So Denkt „Wenn hut. den an⸗ für uns hzuwan⸗ n, Tod den an⸗ Tag für aubens⸗ en mag. es Hei⸗ Regel er uns ert hat; ergeben, r denkt, Leben, schenkt. Höhen, Id, Daß Der uns Vater Lebens chtbarer ahe bist. o ver⸗ Schar, meine, ar. Ju, Die du , was r That Das Wo rt Gottes. 8. So wird dein Gebet er⸗ füllet, Daß der Vater alle die, Deren Sehnen du gestillet, Auch in seine Liebe zieh; Und daß, wie du eins mit ihnen, Also sie auch eines sein, Sich in wahrer Liebe dienen Und einander gern erfreun. 9. Liebe, hast du es geboten, Daß man Liebe üben soll: O so mache doch die toten, Trägen die Liebesflamme, Daß ein jeder sehen kann: Wir, als die von einem Stamme, Stehen auch für einen Mann. 10. Laß uns so vereinigt wer⸗ den, Wie du mit dem Vater bist, Bis schon hier auf dieser Erden Kein getrenntes Glied mehr ist; Und allein von deinem Lichte Nehme unser Licht den Schein, Daß, wenn auch die Welt uns Geister Lebens voll! Zünde an richte, Wir doch deine Jünger sein. Das Wor Mel. Jesu, meine Freude. 403 Wort des höchsten Mun-⸗ des, Engel meines Bundes, Jesu, unser Ruhm! Bald, da wir gefallen, Ließest du er⸗ schallen Evangelium, Eine Kraft, die Glauben schafft, Eine Bot⸗ schaft, die zum Leben Uns von dir gegeben. 2. Was dein Wohlgefallen Vor der Zeit uns allen Fest bestimmet hat, Was die Opferschatten Längst verkündet hatten, Das vollführt dein Rat. Was die Schrift ver⸗ spricht, das trifft Alles ein in Jesu Namen, Und ist Ja und Amen. 3. Alles ist vollendet, Jesu Gnade wendet Alle Straf und Schuld. Jesus ist gestorben, Jesus hat erworben Alle Gnad und Huld. Auch ist dies fürwahr gewiß: Jesus lebt in Preis und Ehre. O erwünschte Lehre! 4. Uns in Sünden Toten Machen Jesu Boten Dieses Leben kund. Lieblich sind die Füße, Und die Lehre süße, Teuer ist der Bund. Aller Welt ist nun ver⸗ Gott und Herr. t Gottes. meld': Durch der guten Botschaft Lehre, Daß man sich bekehre. 5. Kommt, zerknirschte Herzen, Die in bittern Schmerzen Das Gesetz zerschlug, Kommt zu dessen Gnaden, Der, für euch beladen, Alle Schmerzen trug. Jesu Blut stärkt euren Mut; Gott ist hier, der euch geliebet, Und die Schuld vergiebet. 6. Dieser Grund bestehet, Wenn die Welt vergehet, Fällt er doch nicht ein; Darauf will ich bauen, So soll mein Vertrauen Evan— gelisch sein. Auch will ich nun würdiglich In der Kraft, die mir gegeben, Evangelisch leben. 7. Jesu, deine Stärke Schaffet gute Werke, Stehe du mir bei. Nichts kann mich nun scheiden, Hilf auch, daß mein Leiden Evan⸗ gelisch sei. Laß auch mich einmal auf dich, Als ein Kind, mit dir zu erben, Evangelisch sterben. Mel. Befiehl du deine Wege. 404 Dein laß mich sein und bleiben, Du treuer Von dir laß 248 Gottes Werke und Wohlthaten. mich nichts treiben, Halt mich bei reiner Lehr. Ach Herr, laß mich nicht wanken, Gieb mir Beständigkeit. Dafür will ich dir danken In alle Ewigkeit. Mel. Freu dich sehr, o meine. 405 ott, des Sceepter, Stuhl und Krone Herrschet über alle Welt, Der du deinem lieben Sohne Eine Hoch— zeit hast bestellt, Dir sei Dank ohn End und Zahl, Daß zu deinem Liebesmahl Von den Zäunen an den Gassen Du mich auch hast laden lassen. 2. Herr, wer bin ich? und hingegen Wer bist du in deiner Pracht? Ich ein Würmlein an den Wegen, Du der König großer Macht; Ich nur Staub, mich nimmt der Tod, Du der Herr, Gott Zebaoth; Ich ein Scherz und Spiel der Zeiten, Du der Herr der Ewigkeiten. 3. Ich bin unrein, ganz ver⸗ dorben, Du die höchste Heiligkeit; Wen nun hungert, der soll haben Himmelsbrot für seine Seel. O ein süßes Mahl und Ort, Da an Gottes Herz und Wort Sich die Gäste ewig laben, In ihm volle G'nüge haben! 6. O du großer Herr und König, Der du rufst: kommt, kommt her⸗ bei! Ach, ich bin, ich bin zu wenig Aller deiner Lieb und Treu. Ach, ich kann dir nimmermehr Danken genug und also sehr, Wie ich schuldig bin und sollte, Und wie ich wohl gerne wollte. 7. Zeuch du mich, dein Mahl zu schmecken, Aus der finstern Er⸗ denkluft. Laß mich deine Stimme wecken, Die so hell und lieblich ruft: Komm, o Mensch, komm, eile, komm, Komm zum Lebens⸗ quell und Strom, Komm zum Brot, davon zu zehren, Und den Geist damit zu nähren. 8. Ach, eröffne meine Ohren Für die Stimm, die also klingt, Die zu deinen Freudenthoren, O Jerusalem, mich bringt. Laß den, Ich verfinstert und erstorben, Du des Lebens Licht und Freud; Ich ein armes schwaches Kind, Lahm und Krüppel, taub und blind, Du das Wesen aller Wesen, Ganz vollkommen, auserlesen. 4. Und doch lässest du mich laden Zu dem großen Hochzeitsmahl. O der übergroßen Gnaden! Ich soll in des Himmels Saal, Mit dem lieben Gotteslamm, Meinem Herrn und Bräutigam, Bei der Engel Chor und Reihen, Ewig, ewig mich erfreuen. 5. Wen nun dürstet, soll sich laben Mit dem süßen Lebensquell; den du teu'r erkauft, Der zu deinem Bund getauft, Nicht zur Nahrung seiner Seelen Ferner eitle Treber wählen. 9. Laß der eitlen Welt Ge⸗ tümmel, Das wie Schatten wird entfliehn, Von des Lammes Mahl im Himmel, Das stets bleibt, mich nicht abziehn. Kleide, Jesu, in der Zeit Mich in dich, mein Hochzeits⸗ kleid, Daß ich deine Hochzeits⸗ ehren Möge feiern ohn Aufhören. Eigne Melodie. 406. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort, Und steure Jesun stürze 2 Chris bist, Daß 3. Tröst hier in de Leben 40⁷ geistli Wille und u stehn göttlit zu di 2. sandt Du m Dein letzt i O Va Gekon 3. geprei Undeg Daß Daßr Demi Als„ . Spott wende Gott, Gieb d Und le Uns n haben el. O Da an ich die Hvolle Janken 'ie ich id wie Mahl rn Er⸗ timme ieblich omm, ebens⸗ zum id den Ohren klingt, eu, O 5 den, er zu t zur Ferner Ge⸗ wird Mahl „mich in der zeits⸗ zeits⸗ zören. r„ bei Und steure deines Feindes Mord, Der Jesum Christum, deinen Sohn, Zu stürzen sucht von seinem Thron. 2. Zeig deine Macht, Herr Jesu Christ, Der du Herr aller Herren bist, Beschirme deine Christenheit, Daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. Gieb, heilger Geist, du Tröster wert, Uns einen Sinn hier auf der Erd. Steh bei uns in der letzten Not, Leit uns ins Leben aus dem Tod. Mel. Wo Gott, der Herr. 407 ir Menschen sind zu dem, o Gott, Was geistlich ist, untüchtig; Dein Wesen, Wille und Gebot Ist viel zu hoch und wichtig. Wir wissen und ver⸗ stehn es nicht, Wenn uns dein göttlich Wort und Licht Den Weg zu dir nicht zeiget. 2. Du hast vor Zeiten ausge⸗ sandt Propheten, deine Knechte; Du machtest uns durch sie bekannt Dein Heil und deine Rechte. Zu⸗ letzt ist selbst dein eigner Sohn, O Vater, von des Himmels Thron Gekommen, uns zu lehren. 3. Für solches Heil sei, Herr, gepreist, Laß uns dabei verbleiben, Und gieb uns deinen guten Geist, Daß wir dem Worte gläuben; Daß wir's annehmen jederzeit Mit Demut, Ehrfurcht, Lust und Freud, Als Gottes, nicht der Menschen. 4. Hilf, daß der Frevler frecher Spott Uns nicht vom Wort ab⸗ wende, Denn du bist ein gerechter Gott, Und strafst gewiß am Ende. Gieb du selbst deinem Worte Kraft, Und laß der Wirkung, die es schafft, Uns niemals widerstreben. Das Wort Gottes. 5. Ach, öffne uns Verstand und Herz, Daß wir dein Wort recht fassen, In Lieb und Leid, in Freud und Schmerz Es aus der Acht nicht lassen; Daß wir nicht Hörer nur allein, Nein, auch des Wortes Thäter sein, Frucht hun⸗ dertfältig bringen. 6. Der Sam am Wege wird sofort Vom Feinde weggenom— men; In Fels und Steinen kann das Wort Die Wurzel nicht be— kommen. Und wenn der Sam in Dornen fällt, Hat Sorg und Wollust dieser Welt Bald seine Kraft ersticket. 7. Ach, hilf, Herr, daß wir werden gleich Dem fruchtbar'n guten Lande, Und sei'n an guten Werken reich In unserm Amt und Stande, Viel Früchte bringen in Geduld, Bewahren deine Lehr und Huld In fein m, gutem Herzen. 8. Laß uns, so lang wir leben hier, Die Sünden ernstlich meiden; Gieb, daß wir halten fest an dir In Trübsal, Kampf und Leiden. Rott aus, was dir, Herr, nicht gefällt, Hilf uns, die Sorgen dieser Welt Und böse Lüste dämpfen. 9. Dein Wort laß allewege sein Die Leuchte unsern Füßen; Er⸗ halt es bei uns klar und rein, Hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Trost in jeder Not, Daß wir im Leben und im Tod Darauf beständig bauen. 10. Laß sich dein Wort zu deiner Ehr, O Gott, sehr weit verbreiten; Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr Erleuchten mög und leiten; O heilger Geist, dein gött⸗ 4 250 Gottes Werke und Wohlthaten. lich Wort Laß in uns wirken fort und fort Geduld, Lieb, Hoff—⸗ nung, Glauben. Mel. Ach Gott und Herr. 408 Gott ist mein Hort, Auf Jesu Wort Soll meine Seele trauen. Ich wandle hier, Mein Gott, vor dir Im Glauben, nicht im Schauen. 2. Dein Wort ist wahr; Laß immerdar Mich seine Kräfte schmecken. Laß keinen Spott, O Herr, mein Gott, Vom Glauben mich abschrecken. 3. Wo hätt ich Licht, Wofern mich nicht Dein Wort die Wahr⸗ heit lehrte? Ach, ohne sie Ver— ständ ich nie, Wie ich dich wür— dig ehrte. 4. Dein Wort erklärt Der Seele Wert, Unsterblichkeit und Leben, Daß diese Zeit Zur Ewigkeit Mir sei von dir gegeben. 5. Den ewgen Rat, Die Misse⸗ that Der Sünder zu versühnen: Ihn kännt ich nicht, Wär mir dies Licht Nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz In Reu und Schmerz Der Sünden nicht verzagen; Nein, du verzeihst, Mich lehrt dein Geist Im Glau— ben: Vater! sagen. 7. Mich zu erneun, Mich dir zu weihn, Ist meines Heils Ge—⸗ schäfte; Durch eigne Macht Wird's nie vollbracht, Dein Wort allein giebt Kräfte. 8. Herr, unser Hort, Laß uns dies Wort, Denn du hast's uns gegeben; Es sei mein Teil, Es sei mein Heil, Und Kraft zum ewgen Leben. ö Mel. 8 40⁴ Dern ten. Kind Nur Sein 2. Zu de Siehr beken zu sei keine 3. Fruch sten z Zuch eigen, Nicht 4 Mut, Sie Ihrer erwar vollko 5. Gott, Glau Spot raube nicht Doch 6. Daß Flöß t Mir Misse⸗ ihnen: rmir Wort z In ünden zeihst, Glau⸗ ich dir 8 Ge⸗ Vird's allein ß uns 8 uns l, Es zum Dritte Abteilung. Das christliche Leben. 1. Sorge fu Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 409 Glaube, Lieb und 9— 6 Hoffnung sind Der wahrhafte Schmuck der Chris— ten. Hiermit muß sich Gottes Kind Stets bestreben auszurüsten. Nur durch sie wird Gott geehret, Seine Gnad in uns vermehret. 2. Glaube legt den ersten Stein Zu des Heils bewährtem Grunde, Sieht auf Jesum nur allein, Und bekennt mit Herz und Munde Sich zu seines Geistes Lehren, Läßt sich keine Trübsal stören. 3. Liebe muß des Glaubens Frucht Gott und auch dem Näch— sten zeigen, Unterwirft sich Christi Zucht Und giebt sich ihm ganz zu eigen, Lässet sich in allen Leiden Nicht von ihrem Jesu scheiden. 4. Hoffnung macht der Liebe Mut, Alle Not zu überwinden, Sie kann in der Trübsalsflut Ihren Anker sicher gründen, Sie erwartet nach dem Leide Ewige, vollkommne Freude. 5. Jesu, du mein Herr und Gott, Ach, bewahr in mir den Glauben, Mache du den Feind zu Spott, Der dies Kleinod denkt zu rauben. Laß das schwache Rohr nicht brechen, Und mein glimmend Docht nicht schwächen. 6. Mache meine Liebe rein, Daß sie nicht in Schein bestehe; Flöß mir Kraft des Geistes ein, r die Seele. Daß sie mir von Herzen gehe, Und ich aus rechtschaffnem Triebe Dich und auch den Nächsten liebe. 7. Gründe meine Hoffnung fest, Stärke sie in allen Nöten, Wenn mich alle Welt verläßt, Wenn du mich gleich wolltest töten: Laß sie nach dem Himmel schauen, Und auf das, was ewig, bauen. 8. Glaub und Hoffnung hören auf, Wenn wir zu dem Schauen kommen, Doch die Liebe dringt hinauf, Wo sie Ursprung hat ge⸗ nommen. Ach, da werd ich erst recht lieben, Und die Liebe ewig üben. Mel. Aus tiefer Not. 410 Nach meiner Seelen 8 Seligkeit Laß mich, Herr, eifrig ringen. Sollt ich die kurze Gnadenzeit In Sicherheit verbringen? Wie würd ich einst vor dir bestehn? Wer in dein Reich wünscht einzugehn, Muß reinen Herzens werden. 2. Erst an dem Schluß der Lebensbahn Auf seine Sünden sehen, Und, wenn man nicht mehr sündgen kann, Gott um Erbar⸗ mung flehen: Das ist der Weg zum Leben nicht, Den uns, o Gott, dein Unterricht In deinem Wort bezeichnet. 3. Du rufst uns hier zur Hei⸗ ligung, Drum laß auch hier auf Erden Oes Herzens wahre Besse— 252 rung Mein Hauptgeschäfte werden. Herr, stärke mir dazu den Trieb, Nichts sei so groß, nichts mir so lieb, Das ich ihm nicht aufopfre. 4. Gewänn ich auch die ganze Welt Mit allen ihren Freuden, Und sollte das, was dir gefällt, O Gott, darüber meiden: Was hälfe mir's? Nie kann die Welt Mit allem, was sie in sich hält, Mir deine Gnad ersetzen. 5. Was führt mich zur Zu⸗ friedenheit Schon hier in diesem Das christliche Leben. 2. Man muß hier stets auf Schlangen gehn, Die, ach, ihr Gift in unsre Fersen bringen; Da kostet's Müh, auf seiner Hut zu stehn, Daß nicht das Gift kann in die Seele dringen. Wenn man's versucht, so spürt man mit der Zeit Die Wichtigkeit. 3. Doch ist es wohl der Mühe wert, Wenn man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget, Die»wiglich ein solcher Mensch erfährt, Der Leben? Was kann mir Trost und Freudigkeit In Not und Tod einst geben? Nicht Menschengunst, nicht irdisch Glück, Nur Gottes Gnade und der Blick Auf jenes Lebens Freuden. 6. Herr, laß nach diesem Kleinod mich Vor allen Dingen trachten, Und, was mir daran hinderlich, Mit edlem Mut verachten. Daß ich auf deinen Wegen geh Und im Gericht vor dir besteh, Sei meine größte Sorge. 7. Doch, was vermag ich, wenn du nicht Vor Trägheit mich be— schützest, Und mich zur Treu in dieser Pflicht Mit Kräften unter⸗ stützest? O stärke mich, mein Gott, dazu, So find ich hier schon wahre Ruh Und dort das ewge Leben. Eigne Melodie. 411 Es kostet viel, ein 9— Christ zu sein, Und nach dem Sinn des reinen Geistes leben, Denn der Natur geht es gar sauer ein, Sich immerdar in Christi Tod zu geben; Auch ist's mit einem Kampf, den wir voll⸗ bracht, Nicht ausgemacht. sich hier stets aufs Himmlische geleget. Sei hoch das Ziel, die Gnade macht es leicht, Daß man's erreicht. 4. Man soll ein Kind des Höch⸗ sten sein, Ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte. Wie wird der Geist so stark, so hell und rein Im vollen Strahl von Got⸗ tes Angesichte, Weil dort ihn ziert die wesentliche Pracht, Die schön ihn macht! ½ 5. Da wird das Kind den Vater sehn, In seinem Anschaun Himmelslust empfinden, Wird an dem Strom des Lebens selig stehn, Und sich mit Gott zu einem Geist verbinden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn? Wer mag's verstehn? 6. Dort schaust du einst die Weisheit ganz, Die dich mit Mut⸗ terliebe stets geführet. Sie krönet dich mit ihrem Perlenkranz, Und wird als Braut der Seele zuge⸗ führet. Verborgenes wird da ganz offenbar, Das Dunkle klar. 7. Was Gott besitzt, empfängst du auch; Was Gott verheißt, wird dir in Gott gegeben; Der Himmel steht bereit dir zum Ge⸗ der F sorgef gebrie uns wird ruhn, Me 41² nach d leben. gar se Christ die C Den 2. ein K leichte mer he geblich wecke Sinn, schwack s ist nicht schwer, ei 412. E 60 nicht schwer, ein Sorge für brauch, Wie lieblich wirst du dochs mit Jesu leben! Nichts höher wird an Kraft und Würde sein, Als Gott allein.) 8. Auf, auf, mein Geist, er⸗ müde nicht, Dich aus der Nacht der Finsternis zu reißen! Was sorgest du, daß dir's an Kraft gebricht? Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen! Wie gut wird sich's dort nach der Arbeit ruhn, Wie wohl wird's thun! Mel. Es kostet viel, ein Christ. rist zu sein, Und nach dem Sinn des reinen Geistes leben. Zwar der Natur geht es gar sauer ein, Sich immerdar in Christi Tod zu geben, Doch führt die Gnade selbst zu aller Zeit Den schweren Streit. 2. Du darfst nur werden wie ein Kind, Du darfst ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Geist, wie gut ist Gott gesinnt! Das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr, Es ist nicht schwer. 3. Dein Vater fordert nur das Herz, Daß er es selbst mit reiner Gnade fülle. Der treue Gott will ja nicht deinen Schmerz, Die Un⸗ lust schafft in dir dein Eigenwille Drum übergieb ihn willig in den Tod, So hat's nicht Not. 4. Wirf nur getrost den Kum⸗ mer hin, Der nur dein Herz ver⸗ geblich schwächt und plaget. Er⸗ wecke nur zum Glauben deinen Sinn, Wenn Furcht und Weh am die Seele. 253 Vater, schau mein Elend gnädig an! So ist's gethan.): 5. Faß nur die Seele in Ge⸗ duld, Wenn du nicht gleich des Vaters Hülfe merkest. Versiehst du's oft und fehlst aus eigner Schuld, So sieh, daß du dich durch die Gnade stärkest! Dann ist vor Gott dein kindliches Ver⸗ sehn Als nicht geschehn. 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, Wenn dich wird Nacht und Finsternis bedecken; Dein Vater wird nichts Schlim⸗ mes mit dir thun, Vor keinem Sturme darfst du je erschrecken; Ja, siehst du endlich ferner keine Spur, So glaube nur. 7. So wird dein Licht aufs neu entstehn, Und wirst dein Heil mit großer Klarheit schauen; Was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn, Drum darfst du nur dem treuen Vater trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ So selig ist! 1 8. Auf, auf, mein Geist, was säumest du, Dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Herz, genieß die süße Ruh, In Frieden sollst du vor dem Vater le⸗ ben. Die Sorg und Last wirf nur getrost und kühn Allein auf ihn. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 413 Schaffet, daß ihr selig werdet, Die ihr wollet selig sein, Euch als Chris⸗ ten zwar gebärdet, Doch davon tragt nur den Schein. Denket, daß der Herr wird kommen, Rich⸗ schwachen Herzen naget. Sprich: ten Böse samt den Frommen. 25⁴ Das christliche Leben. Darum schafft mit Furcht allein, Wie ihr möget selig sein. 2. Schaffet denn mit Furcht und Zittern, O ihr Sünder all⸗ zumal, Wenn Gott wird die Welt erschüttern Und sich naht die Höl⸗ lenqual, Daß ihr alle dann ent— gehet, Nicht zur Linken Jesu stehet! Das inn doch mit Furcht allein, Daß ihr möget selig sein. 3. Schaffe daß ihr selig wer⸗ det, Traut nicht eurem Fleisch und Blut, Das sich heilig hier ge— bärdet Und es doch nie meinet gut. Flieht das falsche Christen⸗ leben, Bleibet Jesu treu ergeben, Folgt ihm n dies schafft allein, Daß ihr möget selig sein. 4. O Herr, der du durch dein Leiden Uns so theu'r erlöset hast, Laß doch nichts von dir uns schei— den, Nimm hinweg von uns die Last. Brich in uns die Macht der Sünden, Laß uns Gnad und Leben finden! Deine treue Lieb allein Schaffe, daß wir selig sei'n. Mel. Mein Herzens-Jesu, meine. 41 4 Gott, deine Güte reicht 2 so weit, So weit die Wolken gehen, Du krönst uns mit Barmherzigkeit, Und eilst, uns beizustehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, Vernimm mein Flehn, merk auf mein Wort, Denn ich will vor dir beten. 2. Ich bitte nicht um Über⸗ fluß Und Schätze dieser Erden; Laß mir, so viel ich haben muß, Nach deiner Gnade werden. Gieb mir nur Weisheit und Verstand, Dich, Gott, und den, den du ge⸗ sandt, Und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm,‚ So sehr sie Menschen rühren; Des guten Namens Ei⸗ Hentumt Laß mich nur nicht ver— lieren. Das sei mein MWüchr vor dir zu stehn, Den schmalen Weg getreu zu gehn, Im Umgang mit den Frommen. 4. So bitt ich dich, mein Herr und Gott, Auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demut, Mut in Not, Das wollest du mir ge— ben. In deiner Hand steht meine Zeit; Laß du mich nur Barm⸗ herzigkeit Vor dir im Tode finden. Mel. Wer nur den lieben Gott. Mohl dem, der sich 415. mit Ernst bemühet, Daß er ein Jünger Christi sei, Der Christum als ein Kleid an⸗ ziehet, Daß er im Glauben werde frei, Der Christum stets zum Zweck sich setzt, Ihn über Welt und Himmel schätzt. 2. Wohl dem, der ihn erwählt zum Wege, Zum Lichte, dem er folget nach Auf der Verleugnung schmalem Stege, Und anf sich nimmt des Heilands Schmach, Der sich befleißt, an seinem Heil Im Glauben stets zu haben teil. 3. Was hilft's, daß Christus hier empfangen, Des Fleisches einst teilhaftig ward, Wenn wir nicht auch dazu gelangen, Daß er sich selbst uns offenbart? Doch soll er bei dir kehren ein, So muß dein Herz aufrichtig sein. 4. Was hilft's, daß Christus ist geboren Und uns die Kindschaft wieder bringt? Dem bleibt dies hohe Recht verloren, Der nicht darna Gottes er ein . Christ Vernu Weish den sei nur mn nicht i 7.— und Le ins Le Pein f nach de schön. kränkt, geschen 8. und S Befrei im Bi Herr, Wenn sehn?ꝰ Tod ve der W 10.. ersteher ir ge⸗ meine Zarm⸗ inden. Hott. sich nühet, ti sei, d an⸗ werde zum Welt wählt em er nung fsich mach, 1 Heil n teil. ristus isches wir aß er Doch „So ein. us ist schaft dies nicht sehn? Was hilft's denn, daß sein Vernunft noch bleibt, Nach eigner Sorge für die Seele. 2⁵⁵ darnach im Glaͤuben ringt, Daß Gottes Geist ihn neu gebiert, Und er ein göttlich Leben führt. 5. Was hilft dem Menschen Christi Lehre, Der Sklave der Weisheit, Wahn und Ehre Sein Leben, Thun und Wesen treibt? Ein Christ, der die Verleugnung ehrt, Folgt dem nur, was ihn Christus lehrt. 6. Was hilft uns Christi Thun und Leben, Was seine Lieb und Freundlichkeit, Wenn wir, dem Stolz und Haß ergeben, Nur schän⸗ den seine Heiligkeit? Was hilft's, nur mit dem Mund allein, Und nicht im Werk ein Christ zu sein? 7. Was hilft uns Christi Angst und Leiden, Wenn man nicht will ins Leiden gehn? Nur nach der Pein sind süß die Freuden, Und nach der Schmach glänzt Purpur schön. Wer hier nicht seinen Adam kränkt, Dem wird die Krone nicht geschenkt. 8. Was hilft uns Christi Tod und Sterben, Wenn wir uns selbst nicht sterben ab? Du liebst Dein Leben zum Verderben, Führst du die Lust nicht in sein Grab. Sein Kreuz bleibt dir ein totes Bild, Wenn du dir selbst nur leben willt. 9. Was hilft sein Lösen und Befreien, Wo man nicht bleibt im Bunde stehn? Was hilft's, Herr, Herr und Meister schreien, Wenn man stets will zurück noch Tod versöhnt, Wenn unser Sinn der Welt noch frönt? 10. Was hilft dir Christi Auf⸗ erstehen, Bleibst du noch in dem Sündentod? Was hilft dir sein gen Himmel gehen, Wenn du noch zagst in Erdennot? Was hilft dir sein Triumph und Sieg, Führst du nicht mit dir selber Krieg? 11. Wohlan, so lebe, thu und leide, Wie Christus dir ein Vor— bild war. Sieh, daß dich seine Unschuld kleide, So bleibst du in der Seinen Schar. Wer Christi ist, der strebt allein Im Leben Christi Glied zu sein. Mel. Mach's mit mir, Gott. 416 Bald bin auch ich des Todes Raub; Zwar wall ich noch auf Erden, Ich Sterblicher, doch dieser Staub Soll einst unsterblich werden; Und dann, dann ist mein ewig Teil, O Gott, Verwerfung oder Heil. 2. Mit Furcht und Zittern soll der Christ Nach seinem Heile rin⸗ gen, Verachten das, was eitel ist, Hinauf zu Gott sich schwingen, Ge— trost den Pfad der Trübsal gehn, Und standhaft in Versuchung stehn. 3. Noch weiß ich, daß ich lau— fen muß, Noch bin ich in den Schranken, Noch nicht am Ziele, doch mein Fuß Beginnet oft zu wanken. Herr, stärke mich durch deine Kraft Auf dieser kurzen Pilgrimschaft. 4. So lang ich noch, ein Fremd⸗ ling hier, In diesem Leibe walle, — So schaff ein reines Herz in mir, Ein Herz, das dir gefalle, Und leite mich auf ebner Bahn Durch deinen Geist zu dir hinan. 5. Es sei mein Ruhm, dir wert zu sein, Was du gebeutst, zu üben; Mein höchstes Gut, mich 256 Das christliche Leben. dein zu freun, Von Herzen dich zu lieben; Mein Trost, auf dei⸗ nen Schutz zu baun, Und meine Hoffnung, dich zu schaun. 6. Die freche Thorheit dieser Zeit Soll nie mir meinen Glau⸗ ben, Den süßen Trost der Ewig⸗ keit, Des Himmels Hoffnung rau— ben. Was lindert sonst des Le⸗ bens Not, Und was versüßt mir einst den Tod? 7. Verzagt und schwach sind Fleisch und Blut, Und eitel unsre Werke; Der Glaub allein giebt Kraft und Mut, Verleiht in Christo Stärke. Sind wir in Angst und Traurigkeit: Getrost, wir überwinden weit. 8. Was ist die Trübsal dieser Zeit Und alles Leid 05 Erden, Gott, gegen deine Herrlichkeit, Die offenbar s soll werden? Wie schnell fleucht dies mein Leben hin, Hin, wo ich ewig selig bin! 9. Heil mir, ich bin sein Ei⸗ gentum! Nichts soll von ihm mich scheiden, Nicht Wollust, Güter, noch der Ruhm, Nicht Schmach, nicht Tod, noch Leiden. Ich bin durch Jesu Blut erkauft, Ich bin auf seinen Tod getauft. 10. Der mir in Christo alles giebt, Schützt bei des Todes Schrecken; Der mich bis in den Tod geliebt, Wird aus dem Grab mich wecken. Wenn Erd und Himmel untergehn, Werd ich zum Leben auferstehn 11. Nicht Trübsal mehr, nicht Leid und Schmerz Betrübet dortsl die Seinen; Nicht klagen mehr wird unser Herz, Nur Freuden⸗ thränen weinen. Er, der für uns sein Leben gab, Er trocknet unfre Thränen ab. 12. Dort schauen wir und be⸗ ten an Vor deinem Angesichte, Und die wir hier im Dunkel sahn, Wir werden dort im rehnr Die Wunder deiner Liebe sehn, Und deine Wege ganz erstehn⸗ 13. Ihr, die ihr ihn erhabner Laeist, Ihr Engel, meine Brüder, Dann singet mein verklärter Geist In eure Jubellieder, Und eurer Harfen reiner Klang Ertönt in meinen Lobgesang. 14. Du, der du uns dies Heil erwarbst, Laß, Herr, auch mich's ererben. Du, der du für die Sün⸗ der starbst, Laß, Jesu, dir mich sterben. Gieb, daß ich dir im Leben treu, Getreu bis in den Tod dir sei. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 417 Seele, was ermüdst du ——— dich In den Dingen dieser Erden, Die doch bald ver⸗ zehren sich, Und zu Staub und Asche werden? Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, Laß ihn sich zu Gott aufschwingen; Richt ihn stets zum Himmel hin, Laß die Gnade dich durchdringen. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, Dein verschmachtet Herz zu laben: Eil der Lebensquelle zu, Da kannst du sie reichlich haben. Suche Je⸗ Hirt und sein Licht, Alles andre ilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein, So das finstre Reich gebieret. Laß nur ihn dein Labsal sein, Der zur Gl Zesum hilft d 5. 6 Laß dir Gott Dich, d Suche andre auszusi rufen bi Und ge verheißt Geist T 2. L. tiglich So oft dich, Zr nicht ni Hilf, d grund, —— hinauf,‚ Und thi Ein O; dir gefa Herz un Sei, He 4. J̃ zu dir unste nd be⸗ sichte, sahn, e Die „Und jabner rüder, Geist eurer znt in 8 Heil nich's Sün⸗ mich Leben ir sei. nicht. dst du zingen d ver⸗ Asche d sein nicht. Sinn, ngen; Ahin, ingen. Alles Ruh, aben: kannst he Je⸗ andre „ So Laß Der Das Gebet. zur Glaubensfreude führet. Suche gesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 5. Geh in Einfalt stets einher, Laß dir nichts das Ziel verrücken. Gott wird aus dem Liebesmeer Dich, den Müden, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 6. Schwinge dich recht oft im Geist Uber alle Himmelshöhen, Laß, was dich zur Erde reißt, Dir in weiter Ferne stehen. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. Lammes fließet, Gnad um Gnade zu empfahn, Die sich reichlich dort ergießet. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 8. Laß dir seine Majestät Im⸗ merdar vor Augen schweben; Laß mit innigem Gebet Sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 9. Ziehe du mich zu dir hin, Daß der Sünde ich absterbe, Dann ist sterben mein Gewinn, Dann erfreut mich dort dein Erbe. Bleibe, 418 Vater, unser Gott, es ist Unmöglich auszusinnen, Wie du recht anzu⸗ rufen bist, Hilf selber uns beginnen, Und geuß, wie uns dein Wort verheißt, In unsre Herzen deinen Geist Der Gnad und des Gebetes. 2. Laß ihn bei dir uns kräf⸗ Mel. Aus tiefer Not. 7. Zu dem Strome mußt Jesu, stets mein Licht, Alles andre du nahn, Der vom Thron des hilft mir nicht. 2. Das Gebet. ten, Mit Andacht beten für und für, Nichts Fremdes denken, dich⸗ ten. Gieb uns des Glaubens Zu⸗ versicht, Daß wir die Bitte zweifeln nicht Durch Christum zu erhalten. 5. Fern sei's von uns, dir Zeit und Maß Im Beten vorzuschrei⸗ ben; Hilf, daß wir flehn ohn Un⸗ terlaß, Bei dem allein auch blei⸗ tiglich Mit Seufzen stets vertreten, ben, Was dir gefällt, was deine So oft wir kommen, Herr, vor Ehr Und unsre Wohlfahrt mehr dich, Zu danken und zu beten. Laß und mehr Befördert hier und ewige nicht nur sprechen unsern Mund, 6. Laß uns allein auf deine Hilf, daß zu dir aus Herzens⸗Güt, Auf unser Thun nicht bauen, grund, O großer Gott, wir rufen. Und dir mit kindlichem Gemüt 3. Zeuch unser Herz zu dir Uns ganz und gar vertrauen; Und hinauf, Im Beten und im Singen, mögen wir's nicht würdig sein, Und thu uns selbst die Lippen auf, So wollest du aus Gnad allein Ein Opfer dir zu bringen. Laß Die Bitte uns gewähren. dir gefallen, wenn wir dann Mit 7. Du, Vater, weißt, was uns Herz und Lippen dir uns nahn, gebricht In unserm ganzen Leben, Sei, Herr, von uns nicht ferne. Es ist dir auch verborgen nicht, 4. Im Geist und Wahrheit laß Wenn wir in Nöten schweben. zu dir Das Herz uns immer rich-Um Beistand flehen wir dich an, 17 —xꝛ 258 Das christliche Leben. Da doch dein Vaterherz nicht kann Vergessen deine Kinder. 8. Wir haben ja die Freudig— keit In Jesu Christ empfangen, Der Gnadenthron ist dort be— reit't, Daß wir die Hülf erlan⸗ gen; Drum laß hier und an allem End Uns stets aufheben heilge Händ, Zu dir gen Himmel schreien. 9. Dein Nam, o Gott, gehei— ligt werd, Dein Reich laß zu uns kommen, Dein Will geschehe stets auf Erd, Gieb Brot, Fried, Nutz und Frommen. All unsre Sünden uns verzeih, Steh uns in der Versuchung bei, Erlös' uns von dem Ubel. 10. Dies alles, Vater, werde wahr, Du wollest es erfüllen; Erhör und hilf uns immerdar Um Jesu Christi willen; Denn dein, o Herr, ist allezeit, Von Ewigkeit zu Ewigkeit, Das Reich, die Kraft, die Ehre. Mel. Nun freut euch, liebe. 419 Gott, unser Vater, der ů du bist Im Himmel hoch erhoben, Und schauest, was auf Erden ist, Auf deinem Throne oben, O unser Trost und Zuver— sicht, Zu dir ist unser Herz ge— richt't, Erhör uns, deine Kinder. 2. Hilf, daß wir deinem heil⸗ gen Nam Die Ehr in allem ge— ben, Wie groß du bist und wun⸗ dersam, Mit Freudigkeit erheben; Dich, deine Weisheit, Macht und Treu Erkennen, und ohn Heuchelei Dir und dem Nächsten dienen. 3. Laß uns in deinem Gnaden⸗ reich Des heilgen Geistes Gaben, Dein Wort und dessen Kraft zu⸗ gleich, Glaub, Lieb und Hoffnung haben; Des Satans Sündenreich sie vermehr, In Einigkeit und Wahrheit. 4. Dein Will gescheh nach dei— nem Wort Im Himmel und auf Erden; Laß meinen Willen fort und fort Dadurch gebrochen wer— den. Verleihe uns in Freud und Leid Ein ruhig Herz, daß jeder— zeit, Was du willst, uns gefalle. 5. Gieb uns heut unser täglich Pest, Krankheit, Feu'rs- und Was⸗ sersnot, Und was sonst schad't, ab⸗ wende. Gieb gute Obern, Fried und Teil, Und daß uns dran genüge. 6. Vergieb uns alle unsre Schuld Und sündhaft böses Leben; Hilf, daß mit Liebe und Geduld Wir andern auch vergeben. Ach, übe an uns keine Rach, Und laß uns Unrecht, Trotz und Schmach Dem Nächsten auch verzeihen. 7. In der Versuchung, Herr, uns stärk, Und hilf uns überwin⸗ den Das Fleisch, die Welt, des Satans Werk, Und was uns reizt zu Sünden; Daß, wenn uns Wollust, Ehr und Geld Wird süß und listig vorgestellt, Wir doch dawider siegen. 8. Von allem Übel, Angst und Not In Gnaden uns erlöse, Daß uns im Leben und im Tod Nicht schaden kann der Böse. Drückt uns auch manche Kreuzesnot, Laß uns getrost bis in den Tod Des Glaubens End erhalten. 9. Dies alles, Vater, werde wahr, Du wollest es erfüllen. Er⸗ zerstör, Schütz deine Kirch und Brot Durch Arbeit unsrer Hände. Heil, Auch jedem sein bescheiden dein Wor aufg Gna selbst 2 Gute den Gebe imme der 2 bist d 3. meine und( dich h Erlöse in mi Vater, not ist 2. ö Glaub. sein. L rauben ein, D und B Willen nd auf en fort n wer⸗ Id und jeder⸗ gefalle. 5 täglich Hände. d Was⸗ d't, ab⸗ ied und cheiden genüge. Schuld Hilf, d Wir ch, übe aß uns h Dem Herr, derwin⸗ lt, des us reizt n uns Wird „ Wir st und Daß d Nicht ickt uns „ Laß d Des werde n. Er⸗ Das Gebet. hör und hilf uns immerdar, Ums 6. Erweck in mir ein gut Ge⸗ Jesu Christi willen, Denn dein. wissen, Das weder Welt noch o Herr, ist allezeit, Von Ewig⸗Teufel scheut, Und laß mich meine keit zu Ewigkeit, Das Reich, die Sünden büßen Noch hier in die— Macht und Ehre. ser Gnadenzeit; Durchstreich die Schuld mit Jesu Blut, Und mach Mel Wer nur den lieben Gott. das Böse wieder gut. 420 Mein Gott, ich klopf 7. O Vater, ich darf wohl nicht an deine Pfortesbitten, Daß mich das Kreuz ver— Mit meinem Flehn und Seufzensschonen soll; Hat doch mein Je— an. Ich halte mich an deine sus selbst gelitten, Und also leid Worte: Klopft an, so wird euch ich billig wohl; Doch wird Ge⸗ aufgethan. Ach, öffne mir die duld mir nötig sein, Die wollest Gnadenthür, Mein Jesus klopfet du mir, Herr, verleihn. selbst mit mir. Das andre alles wirst du 2. Wer kann von sich das fügen, Ich möge arm sein oder Gute haben, Das nur von dir reich, An deiner Huld laß ich mir den Ursprung hat? Du bist der g'nügen, Die macht mir Glück Geber aller Gaben, Bei dir ist und Unglück gleich; Kommt zeit⸗ immer Rat und That. Du bist lich Gut nicht häufig ein, Mein der Born, der immer quillt, Dustäglich Brot wirst du verleihn. bist das Gut, das immer gilt. 9. Ich bitte nicht um langes 3. Drum komm ich auch mit Leben, Nur, daß ich christlich le— meinem Beten, Das voller Herzsben mag; Laß mir den Tod vor und Glauben ist; Der mich vor Augen schweben Und meinen letz⸗ dich heißt freudig treten, Ist meinten Sterbetag, Damit mein Aus⸗ Erlöser, Jesus Christ; Und der gang aus der Welt Den Seligen in mir das Abba schreit, Ist jasmich zugesellt. dein Geist der Freudigkeit. 10. O Gott, was soll ich 4. Gieb, Vater, gieb nach dei⸗mehr begehren? Du weißt schon, nem Willen, Wes ich, dein Kind, was ich haben muß; Du wirst bedürftig bin. Du kannst mir mei⸗ mir, was mir nützt, gewähren, nen Hunger stillen, In dir muß Denn Jesus macht den heilgen not ist meinem Geist. sein. Will Satan mir die Krone 421 O Vater, Gott voll aller Segen blühn; Doch sorge, Schluß: Ich soll in seinem Na— Vater, allermeist Für das, was men schrein, So wird es Ja und Amen sein. 5. Verleih Beständigkeit im Glauben, Laß meine Liebe heiligs Mel. O Lamm Gottes, unschuldig. rauben, So halte die Versuchung Gnade, Der lie⸗ ein, Damit mein armes Fleischsbend uns getragen, Der auch auf und Blut Dem Feinde nichts zussteilem Pfade Sein Volk nicht Willen thut. läßt verzagen, O zieh uns aus 17⁴ 260 Das christliche Leben. Erbarmen Zu dir, mit Vaterar⸗ men, Sei bei uns, ewiger Vater. 2. O Sohn Gottes, gestorben Uns Sündern zur Erlösung, Der du im Tod erworben Dem kran⸗ ken Geist Genesung. Herr, deine Gnad und Milde Werd uns zum starken Schilde, Verein dich mit uns, o Jesu. 3. O Geist Gottes, erfülle Mit deinem Licht die Seelen, Daß heilig werd der Wille, Dein Heil wir nicht verfehlen. Führ uns in alle Wahrheit, Führ uns zur ewgen Klarheit, Sei mit uns, heilsamer Tröster. Mel. Gott, hier sind wir, deine. 422 Nicht um Reichtum, Glanz und Ehre, Bitt ich Gott, mein Vater, dich. Wenn ich Weltbesitzer wäre Ohne dich, wie arm wär ich! Nicht um thränenlose Tage Bitte ich. o Vater, dich, Sende Freude, sende Plage, Zieht sie nur zu Christo mich. 2. Weisheit gieb, dich zu er⸗ kennen; Nur ein stilles frommes Herz, Kindlich Vater dich zu nennen, Vater stets, in Freud und Schmerz. Dankgefühl bei den Genüssen, Die du schenkest, wünsch ich mir, Deinen Frieden Krone, Seines Heils mich zu erfreun. 4. Nur nach deinem Willen handeln, Dich nur, nicht die Menschen scheun; Stets vor dei⸗ stets nahe sein: Wer kann diesen Wunsch erfüllen? Wer vermag es, außer dir? Gott, um Jesu Christi willen, Bitt ich dich: er— füll ihn mir! Mel. Herr Jesu Christ, dich. 423 23 dir, Erbarmer, auf 0 zu dir, Für alle Menschen beten wir; Du weißt, was jeglichem gebricht, Versag ihm deinen Beistand nicht. 2. Der heut gebornen Kind— lein Zahl Weint jetzt vor dir zum erstenmal. Ins Leben, Vater, riefst du sie: So lang sie leben, laß sie nie. 3. Wo heut die letzte Thräne fällt Beim Scheiden aus der Prü⸗ fungswelt, Wo Herzen brechen, kräftge sie Durch Trost und Ruh nach Kampf und Müh. 4. An Thronen und in Hütten sehn Viel Augen himmelan und flehn; An Thronen und in Hütten sei Ein Helfer, mächtig, mild und treu. 5. Gieb, Herr, den Reichen die⸗ im Gewissen, Und im Leiden Trost von dir. 3. Gieb mir Mut und Her⸗ zensfreude, Meinen Brüdern wohl⸗ zuthun, Ihnen Trost zu sein im Leide, Daß in dir sie lernen ruhn. Führe mich zu deinem Sohne, Mache du durch ihn mich rein, Lehr mich ringen nach der ser Welt Ein Herz, das dich in Ehren hält, Ein demutsvolles, frommes Herz, Erweich es für des Bruders Schmerz. 6. Dem Armen, des die Welt vergißt, Der oft sein Brot mit Thränen ißt, Zeig du von fern die Ewigkeit, Das Ende seiner Prüfungszeit. nen Augen wandeln, Vater, dir — bitt, mir mich rechte Und leben Das 2. mein wohl werd gieb muß Herr Dich, Ehret Alle Und Auch Sing Heilis ich zu Willen ht die or dei⸗ er, dir diesen hermag Jesu ch: er⸗ dzich. er, auf ir alle weißt, Versag Kind⸗ or dir Vater, leben, Thräne or Prü⸗ rechen, d Ruh Hütten uin und Hütten mild jen die⸗ dich in svolles, es für ie Welt ot mit n fern seiner Das 7. Wenn dann sein Herz ge⸗ stillet ist, Weil du, Herr, seine Hoffnung bist: Dann werd ihm auch aus Menschenhand Die Hülfe freundlich zugewandt. 8. Für deine heilge Christen⸗ heit, Die dir im heilgen Dienst sich weiht, Für deine Kirche bitten wir, Sie ehret ja ihr Haupt in dir. 9. Sie ist nur eine, dein allein Will sie in ewger Liebe sein; Vol⸗ lende durch der Wahrheit Strahl, Herr, ihrer Glieder ganze Zahl. Eigne Melodie. 424 Ich ruf zu dir, Herr 4. Jesu Christ, Ich bitt, erhör mein Klagen; Verleih mir Gnad zu dieser Frist, Laß mich doch nicht verzagen. Den rechten Glauben, Herr, ich mein, Und daß ich möge streben, Dir zu leben, Dem Nächsten nütz zu sein, Das wollest du mir geben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herr, mein Gott, Du kannst es mir wohl geben, Daß ich nicht wieder werd zu Spott, Die Hoffnung gieb daneben. Und wenn ich einst muß hier davon, Daß ich dir mög Gebet. 261 vertrauen, Und nicht bauen Auf eignes Werk und Thun, Daß ich dich möge schauen. 3. Verleih, daß ich aus Her⸗ zensgrund Den Feinden mög vergeben. Verzeih mir auch zu dieser Stund, Schaff in mir neues Leben. Dein Wort laß meine Speise sein, Um meine Seel zu nähren, Und zu lehren, Wenn Trübsal dringt herein, Mich nicht von dir zu kehren. 4. Laß mich nicht Lust noch Furcht von dir In dieser Welt abwenden; Beständig sein ans End gieb mir, Du hast's allein in Händen. Und wem du's giebst, der hat's umsonst, Es mag niemand ererben, Noch erwerben Durch Werke deine Gunst, Die uns er⸗ löst vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerstreb, Hilf, o Herr Christ, dem Schwachen; An deiner Gnad allein ich kleb, Du kannst mich stärker machen. Kommt nun An⸗ fechtung und Gefahr, Wollst du mich nicht verlassen, Fest mich fassen, Behüt mich immerdar, Ich weiß, du wirst's nicht lassen. 3. Lob und Dank. Eigne Melodie. err Gott, dich lo⸗ 42⁵5. 5 ben wir, Herr Gott, wir danken dir! Dich, Gott Vater, in Ewigkeit Ehret der Weltkreis weit und breit. Alle Engel und Himmelsheer, Und was da dienet deiner Ehr, Auch Cherubim und Seraphim Singen immer mit hoher Stimm: Heilig ist unser Gott! Heilig ist unser Gott, der Herre Zebaoth! Dein'göttlich MachtundHerrlichkeit Geht über Himmel und Erden weit. Der heiligen zwölf Boten Zahl, Und die lieben Propheten all, Die teuren Märt'rer allzumal Loben dich, Herr, mit großemSchall. Die ganze werte Christenheit Heilig ist unser Gott! Rühmt dich auf Erden allezeit. 26² Das christliche Leben. Dich, Gott Vater, im höchsten Thron, Deinen rechten und eingen Sohn, Den heilgen Geist und Tröster wert Mit rechtem Dienst sie lobt undehrt. Du Kön'g der Ehren, Jesu Christ, Gott's Vaters ewger Sohn du bist, Du nahmest an, der Welt zu gut, Gleich Menschenkindern Fleisch und Blut. Du hast dem Tod zerstört sein' Macht, Und alle Christen zum Himmel bracht. Du sitzt zur Rechten Gottes gleich Mit aller Ehr ins Vaters Reich. Ein Richter du zukünftig bist Alles, was tot und lebend ist. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, Die mit dein'm teuern Blut er⸗ löset sein. Laß uns im Himmel haben teil Mit den Heilgen am ewgen Heil. Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ, Und segne, was dein Erbteil ist. Wart und pfleg es zu aller Zeit, Und heb es hoch in Ewigkeit. Täglich, Herr Gott, wir loben dich, Und ehr'n deinen Namen stetiglich. Behüt uns heut, o treuer Gott, Vor aller Sünd und Missethat; Sei uns gnädig, o Herre Gott, Sei uns gnädig in aller Not. Wis uns deine Barmherzigkeit, ie unsre Hoffnung zu dir steht. Auf dich hoffen wir, lieber Herr, In Schanden laß uns nimmermehr Amen! ö Eigne Melodie. 426 Nun danket alle Gott, Mit Herzen, Mund und Händen, Der große Dinge thut Hier und an allen Enden; Der lebend uns erhält Vom Mut⸗ terleibe an, Und alles Gute thut, Mehr, als man zählen kann. 2. Es wolle unser Gott Ein fröhlich Herz uns geben; Er lasse uns, sein Volk, In Frieden im— mer leben Forthin zu unsrer Zeit, Daß seine Gnad und Treu Bei uns und unserm Land Beständig allweg sei. 3. Der große, starke Gott Woll' uns von allem Bösen, Und was uns schaden möcht, Gewaltiglich erlösen. Er schütz und rette uns, Er helf uns allezeit, So lange er uns hier Das Leben noch verleiht. 4. Gott Vater, dir sei Preis Hier undim Himmel droben. Gott Sohn, Herr Jesu Christ, Wir wol— len dich stets loben. Gott, heilger Geist, dein Ruhm Erschalle mehr und mehr. O Herr, dreieinger Gott, Dir sei Lob, Preis und Ehr. Mel. Mein Herzens-Jesu, meine. 0 ei Lob und Ehr dem 427. S höchsten Gut Aus freudigem Gemüte, Dem Gott, der alle Wunder thut, Dem Va⸗ ter aller Güte. Er ist's, der allen Jammer stillt, Und uns mit rei⸗ chem Trost erfüllt. Gebt unserm Gott die Ehre! 2. Es danket dir des Himmels Heer, O Herrscher aller Thronen, Und die auf Erd, in Luft und Meer In deinem Schatten woh⸗ nen, Die preisen deine Schöpfer⸗ macht, Die alles hat so wohl be⸗ dacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, Das will er auch erhalten, Dar Mit nem recht serm 4. Not Schi mir ange drur dank serm nicht Er b Seg Mu nen unse 6. mehr verse ser g finde zu; Geb 4 Lebet ehrer Lobg Mei Mei Gebt 8. nenn Ehre beken Ehre zu E der Gott d was tiglich uns, nge er rleiht. Preis Gott r wol⸗ heilger mehr einger d Ehr. 'eine. rdem Aus Gott, u Va⸗ allen it rei⸗ nserm umels onen, und woh⸗ öpfer⸗ hl be⸗ Ehre! haffen alten, .j—— — ε——äöß7.'—ß—— Lob und Dank. Darüber will er früh und spat Mit seiner Gnade walten. In sei⸗ nem ganzen Königreich Ist alles recht, ist alles gleich; Gebt un⸗ serm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod, Ließ Trost mir angedeihen. Drum dank, o Gott, drum dank ich dir. O danket, danket Gott mit mir; Gebt un⸗ serm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist nun und ewig nicht Von seinem Volk geschieden. Er bleibet seine Zuversicht, Giebt Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er Die Sei⸗ nen stetig hin und her; Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Menschenhülfe nichts mehr kann, Wenn Rat und Trost verschwinden, Nimmt Gott sich un⸗ ser gnädig an, Läßt seine Hülf uns finden. Er neigt sich väterlich uns zu; Ach, außer ihm ist keine Ruh; Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich, Gott, mein Leben lang Von nun an freudig ehren; Man soll, Herr, meinen Lobgesang An allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, Mein Geist und Leib, erfreue dich; Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, Gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, Gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott! Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommt denn vor sein Angesicht, Und laßt sein Lob er⸗ klingen, Bezahlet die gelobte Pflicht, Und laßt uns fröhlich singen: Der Herr hat alles wohlbedacht, Und alles, alles recht gemacht! Gebt unserm Gott die Ehre! Eigne Melodie. 428 O daß ich tausend Zun⸗ gen hätte, Und einen tausendfachen Mund: So stimmt ich damit in die Wette Vom aller⸗ tiefsten Herzensgrund Ein Loblied nach dem andern an Von dem, was Gott an mir gethan. 2. O daß doch meine Stimme schallte Bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, So lang in sei⸗ nem Lauf es geht! O wär ein jeder Puls ein Dank, Und jeder Odem ein Gesang! 3. Dir sei, o liebevoller Vater, Unendlich Lob für Leib und Geist, Für alles, mildester Berater, Was deine Güte mir erweist, Was du in deiner ganzen Welt Zu meinem Nutzen hast bestellt. 4. Mein treuster Jesu, sei ge⸗ priesen, Daß du durch deinen Todesschmerz Mir dein Erbarmen hast bewiesen, Geheilet mein ver⸗ wundet Herz. Vom Teufel hast du mich befreit, Mich dir zum Eigentum geweiht. 5. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, O heiligwerter Got⸗ tesgeist, Für deines Trostes süße Lehre, Die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach, wo was Gut's von mir geschicht, Das wirket nur dein göttlich Licht. Das christliche Leben. 6. Wer überströmet mich mit Segen, Bist du es nicht, o rei⸗ cher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr, Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld Unsäglich gnädige Geduld. 7. Deswegen küß ich deine Rute, Mit der du mich gezüchtigt hast, Sie wirkt in mir so manches Gute Und ist mir eine sanfte Last. Sie macht mich fromm und zeigt dabei, Daß ich von dir geliebet sei. 8. Ich hab es ja mein Lebe— tage So oftmals, o mein Gott, gespürt, Daß du mich unter vieler Plage Durch manche Trübsal hast geführt. Denn in der größesten Gefahr Ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 9. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden In deinem steten Lobe stehn? Wie sollt ich nicht im tiefsten Leiden Einher als Held und Sieger gehn? Ja, fiele auch der Himmel ein, So will ich doch nicht traurig sein. 10. Drum reiß ich mich jetzt aus der Höhle Der schnöden Eitel⸗ keiten los, Und rufe mit erhöhter Seele: Mein Gott, du bist sehr hoch und groß! Kraft, Ruhm, Preis, Dank und Herrlichkeit Ge⸗ bührt dir jetzt und allezeit. 11. Ich will von deiner Güte singen, So lange sich die Zunge regt; Ich will dir Freudenopfer bringen, So lange sich mein Herz bewegt; Ja, wenn der Mund wird sprachlos sein, So stimm ich doch mit Seufzen ein. 12. Ach, nimm das arme Lob besser werden, Wenn ich wie Got⸗ tes Engel bin. Da sing ich dir im höhern Chor Viel tausend Halleluja vor. Mel. Nun danket all und. 0 Ju bist's, dem Ehr 429. D und Ruhm gebühr, Und dies, Herr, bring ich dir; Du hast mich väterlich geführt, Und warest stets mit mir. 2. Wenn Angst und Not sich mir genaht, So hörtest du mein Flehn, Und ließest mich nach deinem Rat Hülf und Errettung sehn. 3. Wenn ich in Schmerz und Krankheit sank, Und rief: Herr, rette mich! So halfst du; dich erhebt mein Dank, Denn ich ge⸗ nas durch dich. 4. Betrübte mich des Feindes Haß, So klagt ich dir den Schmerz; Du halfst mir, daß ich ihn vergaß, Und gabst Geduld ins Herz. 5. Wenn ich den rechten Pfad verlor, Mich schuldbeladen sah: Rief ich zu dir, mein Gott, em⸗ por, Und Gnade war mir nah. 6. Oft war um Trost die Seele bang; Ich sucht dein An⸗ gesicht, Ich rief voll Inbrunst: Herr, wie lang? Da ließest du mich nicht. 7. Du hilfst mir, Herr, mit Vatertreu, Denn du bist fromm und gut. Du stehst mir in Ver⸗ suchung bei, Und giebst zur Tu⸗ gend Mut. 8. Herr, für die Leiden dank ich dir, Dadurch du mich geübt, Und für die Freuden, welche mir auf Erden, Mein Gott, in allen Dein milder Segen giebt. 2 preif mein 4* tum, Die Ruh 12 rigke Will soll es Got⸗ ch dir jusend H Ehr bührt, dir; führt, t sich mein einem Ruhm, Er hilft und rettet gern. Lob und Dank. 265 9. Dir dank ich, Herr, Natur Mich nährt und mich er⸗ freut. Ich schau in jeder Kreatur, Gott, deine Freundlichkeit. 10. Selbst deinen Sohn gabst du für mich, Welch Wunder dei⸗ ner Huld! Von ganzem Herzen preis' ich dich, Denn du tilgst meine Schuld. 11. Preis' Gott in seinem Heilig⸗ tum, Erheb ihn, Volk des Herrn! Die Erd ist voll von seinem 12. Er hilft und läßt die Trau⸗ rigkeit Uns bald vorübergehn, Will uns nach kurzer Prüfungs⸗ zeit Zum ewgen Glück erhöhn. 13. Vergiß nicht, Seele, deinen Gott, Und was er dir gethan. Verehr und halte sein Gebot, Und bet ihn ewig an. Eigne Melodie. 430 Sollt ich meinem Gott nicht singen? Sollt ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in allen Dingen, Wie so gut er's mit mir meint. Ist's doch nichts, als lauter Lieben, Was sein treues Herz bewegt, Das ohn Ende hebt und trägt, Die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. „2. Wie ein Adler sein Gefieder Über seine Jungen streckt, Also hat auch hin und wieder Mich des Höchsten Arm bedeckt, Alsobald im Mutterleibe, Da er mir mein Wesen gab, Und das Leben, das ich hab, Und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. daß die Gemüt, Daß ich jeden lieben 3. Nicht sein Sohn ist ihm zu teuer, Nein, er giebt ihn für mich hin, Daß er mich vom ew⸗ gen Feuer Durch sein teures Blut gewinn. O du unergründ⸗ ter Brunnen! Wie will doch mein schwacher Gelst, Ob er gleich sich hoch befleißt, Deine Tief ergrün⸗ den können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, Giebt er mir in seinem Wort, Daß er werde mein Regie— rer Durch die Welt zur Himmels⸗ pfort, Daß er mir mein Herz er⸗ fülle Mit des heilgen Glaubens Licht, Das des Todes Nacht durch— bricht, Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen Hat er ja recht wohl bedacht; Will dem Leibe Not entstehen, Nimmt er's gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Vermögen Nichts vermag, nichts helfen kann, Kommt mein Gott und hebet an Seine Kraft mir beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere Hat er mir zum Dienst bestellt; Wohin ich mein Aug nur kehre, Find ich, was mich nährt, erhält, Tiere, Kräuter und Getreide; In den Tiefen, in der Höh, In den Wäldern, in der See, Überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen, Und ermuntert mein 266 Das christl iche Leben. Morgen Schaue neue Lieb und Güt. Wäre nicht mein Gott ge⸗ wesen, Hätte nicht sein Angesicht Mich geleitet, wär ich nicht Aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie so manche schwere Plage Hat der Satan hergeführt, Die mich doch mein Lebetage Niemals noch bisher berührt; Gott hat von uns weggewendet Unsrer Seele größten Feind, Der es immer böse meint, Hat uns seinen Geist ge⸗ sendet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Wie ein Vater seinem Kinde Nimmer ganz sein Herz entzeucht; Wenn es gleich, verführt zur Sünde, Oft vom rechten Pfade weicht: Also hält auch mein Ge⸗ brechen Mir mein frommer Gott zu gut, Straft mich, wie ein Vater thut, Will nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Sind gleich bitter mir die Schläge Von des Höchsten mächt⸗ ger Hand, Dennoch, wenn ich's recht erwäge, Sind sie nur ein Liebes⸗ pfand, Zeichen, daß er mein gedenke, Und mich von der schnöden Welt, Die mich hart gefangen hält, Durch das Kreuz zu sich nur lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Das weiß ich fürwahr, und lasse Mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, Tritt der schöne Sommer ein: Also wird auch nach der Pein, Wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende Sich in Gottes Liebe find't, Ei, so heb ich meine Hände Zu dir, Vater, als ein Kind; Bitte, wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu um— fangen Tag und Nacht, Hier in meinem ganzen Leben, Bis ich dich nach dieser Zeit Lob und lieb in Ewigkeit. Eigne Melodie. 431 Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren, Lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören! Kommet zuhauf! Psalter und Harfe, wacht auf! Lasset den Lobgesang hören. 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, Der, wie auf Flügeln des Adlers, dich sicher geführet, Der dich erhält, Wie es dir selber gefällt, Hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künst⸗ lich und fein dich bereitet, Der dir Gesundheit verliehen, dich freund— lich geleitet. In wie viel Not Hat nicht der gnädige Gott Über dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet. Denke daran, Was der Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren und preise des Ewigen Namen, Alles, was Odem hat, preise des Heiligen Namen. Er ist dein Licht, Seele, Wenn ber Ewig 6 20 43 in mi Wohl es ni hat d gleich schützt dich i und er gleich. glücke 2. Sein richt, Es m Den Straf Läßt Blöde hoch e tet ih Abend 3 So nu Wenn Er ke weiß, Gras Blum Wind es nit vergeh Steht Heil d stets it seinen Alles ottes noch nd't, e Zu Bitte, Dich um⸗ er in dich eb in den g der t mit nmet vacht ören. alles e auf sicher zie es nicht ünst⸗ r dir »und⸗ Rot Uber einen aus der Was dir reise was ligen deele, glücket, Er macht den Armen reich. Beenn ihre Kinder hülflos schrein, Er kennet unsre Schwäche, Er Gras auf dürrer Fläche, Ein' Lob und Dank. vergiß es ja nicht, Lob ihn in Ewigkeit! Amen. Eigne Melodie. 432 un lob, mein' Seel, ** den Herren, Was in mir ist, den Namen sein; Sein' Wohlthat will er mehren, Vergiß es nicht, dich ihm zu weihn. Er hat dein Sünd vergeben, War gleich die Schuld sehr groß; Er schützt dein armes Leben, Nimmt dich in seinen Schoß; Er tröstet und erquicket, Verjüngt, dem Adler gleich. Der Herr schafft Recht, be— 2. Er hat uns wissen lassen Sein heilig Recht und sein Ge— richt, Auch seine Güt ohn Maßen, Es mangelt an Erbarmung nicht. Den Zorn läßt er bald fahren, Straft nicht nach unsrer Schuld, Läßt Gnade uns erfahren, Den Blöden seine Huld. Die Huld ist hoch erhaben Bei dem, der fürch— tet ihn. So fern der Ost vom Abend, Ist unsre Sünd dahin. 3. Wie Väter sich erbarmen, So will der Herr uns Armen, Wenn wir ihn ehren, Vater sein. weiß, wir sind nur Staub, Wie Blum' und fallend Laub. Der Wind nur drüber wehet, So ist es nimmer da, Also der Mensch vergehet, Sein Ende ist ihm nah. 4. Nur Gottes Gnad alleine Steht fest und bleibt in Ewigkeit. Heil dir, des Herrn Gemeine, Die stets in seiner Furcht bereit. Laßt im Himmelreich. Ihr starken Engel, waltet Des Lobes, preist zugleich Den großen Herrn der Ehren, Und treibt sein heilig Wort; Mein Geist soll auch vermehren Sein Lob an jedem Ort. 5. Sei Lob und Preis und Ehre Gott Vater, Sohn und heilgem Geist. Er gebe und ver— mehre, Was er aus Enaden uns verheißt. Laßt uns ihm fest ver⸗ trauen, Verlassen uns auf ihn, Von Herzen auf ihn bauen, Daß unser Mut und Sinn Ihm alle— zeit anhangen, Ihn preisen jede Stund. Herr, laß uns dies erlan⸗ gen, Wir flehn aus Herzensgrund. Mel. Sollt ich meinem Gott. 433 Heiliger, dem Engel — dienen In dem ewig frohen Licht, Vor dir stehn die Seraphinen Mit verdecktem An— gesicht; Sie, die Lob und Ehre bringen Dir, dem herrlich großen Gott, Unserm Herrn, Herrn Ze⸗ baoth: Heilig, heilig, heilig! sin— gen, Heilige doch auch durch mich Deinen Namen ewiglich. 2. Stell mich unter ihre Chöre, Denn mein Herz stimmt ihnen bei; Gieb, daß deines Namens Ehre Auch durch mich verherrlicht sei. Laß mich dir zur Ehre leben, Laß mich treu und fromm und rein Dir des Geistes Kräfte weihn, Jeder Sünde widerstreben. mich stets dein Auge scheun, Und mich deiner Gnade freun. Eigne Melodie. 434. Wunderbarer König, Herrscher von uns seinen Bund uns halten, Er herrscht allen, Laß dir unser Lob gefallen! Laß 268 Das christliche Leben. Deine Gnadenströme Läßt du auf uns fließen, Ob wir schon dich oft verließen. Demutsvoll, Freu⸗ dig soll Unsre Stimm erklingen, Unser Herz dir singen. 2. Himmel, lobe herrlich Deines Schöpfers Thaten, Der uns Ernte gab von Saaten. Großes Licht der Sonne, Bring imFFeuermeere Deinem Gott Lob, Preis und Ehre. Lobet gern, Mond und Stern, Ihr, des Schöpfers Werke, Zeugt von seiner Stärke. 3. O du, meine Seele, Singe fröhlich, singe, Singe deine Dan⸗ keslieder. Was nur Odem schöpfet, Jauchze, preise, klinge, Werf sich in den Staub darnieder. Er ist Gott Zebaoth, Er ist nur zu loben Hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe, Wer den Herren kennet, Wer den Herren Jesum liebet; Halleluja singe, Welcher Christum nennet, Sich von Herzen ihm ergiebet. O wohl dir! Glaube mir, Endlich wirst du droben Ohne Sünd ihn loben. Eigne Melodie. Dir, dir, Jehovah, will 435.* ich singen, Denn wo ist doch ein solcher Gott wie du? Dir will ich meine Lieder bringen, Ach, gieb mir deines Geistes Kraft dazu, Daß ich es thu im Namen Jesu Christ, So wie es dir durch ihn gefällig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, Damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir. Dein Geist in meinem Herzen wohne, Und meine Sinne und Verstand regier, Daß und fühl, Und dir darob im Herzen sing und spiel. 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, So wird gewiß mein Sin⸗ gen recht gethan, So klingt es schön in meinem Liede, Und ich bet dich im Geist und Wahrheit an; So hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, Daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten Mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind, Der lehret mich recht gläubig beten, Giebt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind Und ein Miterbe Jesu Christi sei, Daher ich Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem Her⸗ zen schallet Durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, So bricht dein Vaterherz und wallet Ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, Daß mir's die Bitte nicht versagen kann, Die ich nach deinem Willen hab gethan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, Das ist nach deinem Willen eingericht't, Und wird ge— wiß von dir erhöret, Weil es im Namen deines Sohns geschicht, Durch welchen ich dein Kind und Erbe bin, Und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit, Und weiß, daß alle gute Gabe, Die ich von dir verlange jederzeit, Die giebst du und thust überschwenglich mehr, Als ich verstehe, bitte und begehr. ich den Frieden Gottes schmeck Namen, Der mich zu deiner Rech⸗ 8. Wohl mir! ich bitt in Jesu bim solche Sin⸗ gt es ud ich hrheit mein ch dir Chor. bei dir ganz lehret Giebt Ißĩ ich Jesu Abba, u Her⸗ eilgen „Soj wallet ha vor Bitte )nach selbst einem rd ge⸗ es im chicht, d und n dir dies in ich „Und Die ich giebst mehr, Hegehr. Jesu Rech⸗ Lob und Dank. 269 ten selbst vertritt; In ihm ist alles Ja und Amen, Was ich don dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir, jetzt und in Ewigkeit, Daß du mir schenkest solche Seligkeit. Mel. Kommt her zu mir, spricht. 96 WMein Herz, sei Got⸗ 436. N tes Lobethal, Dar⸗ in der Höchste allemal Sein Lob erschallen höre. So lang du dich durch Gott bewegst, So sieh zu, daß du ihm ablegst Ruhm, Dank, Lob, Preis und Ehre. 2. Ach, frage ja nicht erst: warum? Denn du bist Gottes Eigentum, Zu Gottes Lob bereitet, Durch Christi Blut und Tod erlöst, Vom heilgen Geist gar reich ge— tröst't, Geheiligt und geleitet. 3. Du bist so oft von Gott erneut, Versöhnt, erquicket und erfreut, Aus Not und Tod ge⸗ rissen; Drum sollst du ja zu jeder Zeit Für Gottes Lieb und Gütigkeit Zum Lobe sein beflissen. 4. Mein Gott, mein Herz ist nun bereit Zu deinem Lob nach Möglichkeit, Nimm's hin in deine Hände. Es ist dein Tempel, ach ver⸗ nimm Darin die laute Freuden⸗ stimm: Lob, Lob sei Gott ohn Ende! 5. Lob für dein' Lieb und erheben! Gelobet sei Gott überall! Mein Herz bleibt Gottes Lobe⸗ thal Im Sterben und im Leben. Mel. Die Tugend wird durchs. er Herr ist gut, ihr 437. D Himmel, höret Und jauchzt mir nach: der Herr ist gut! Er hat mein Leid in Lust verkehret, Gott ist's, der große Dinge thut. Zu ihm, von dem wir Hülfe haben, Zu Gott rief ich in meiner Not, Als Angst und Elend mich umgaben, Und keine Hand mir Hülfe bot. 2. Verderben wollte mich ver— schlingen, Vor Menschen war's um mich gethan; Doch er vernahm mein banges Ringen, Gott sah mich Armen gnädig an. Er ließ die Flu⸗ ten grausend schwellen, Und rettete mit starker Macht Mich mitten durch die schwarzen Wellen, Durch alle Schrecken banger Nacht. 3. Gott ist mit mir! was kann mir schaden? Was kann mir Staub und Asche thun? Wie gut ist's, aller Sorg entladen, Hier unter deinen Flügeln ruhn! Ich preise dich, Fels meiner Stärke, Gott, meine Zuflucht, mein Panier! Wenn ich auf deine Führung merke, Wie weis' und göttlich ist sie mir! 4. Du führtest mich auf dunk⸗ Christi Blut, Lob für des heil⸗(len Wegen, Verbargst vor mir gen Geistes Gut, Für Hülfe, dein Angesicht, Und warest doch Kraft und Stärke! Lob für so bei mir zugegen, Und in der Fin⸗ manchen Freudenblick, Für See⸗sternis mein Licht. Ihr goldnen lenheil und Leibesglück, Lob für Seile treuer Liebe, Zieht mich zu all deine Werke. 6. Schau, wie meinem Vater hin, Daß ich ihm mein Herz weihe meine Triebe, Ich, der ich durchdrungen ist, Und alles andre ihm so teuer bin, gern vergißt, Mit Lob dich zu 5. So flieh ich des Betrognen ů ö I N 1 V ö N 60 I 6 43 — 270 Pfade, Der Welt gewandt, Das christliche Leben. sich von Gott zur noch nach fernen Zeiten Des gro⸗ Des Herrn ver⸗ßen Retters in der Not, Des gißt und seiner Gnade, Der Hülfe, weisen Vaters Lob verbreiten, Das die er ihm gesandt. So werd ich Lob des Gottes Zebaoth. 4. Liebe zu Gott und Je su. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. der Sünde, Die dich haßt, durch⸗ 438 Quelle der Vollkom⸗drungen ist, Daß auf dein Ge⸗ menheiten, Gott, bot ich achte, Und es zu erfüllen mein Gott, wie lieb ich dich, Und strachte. Heil mir, du verbirgst mir mit welchen Seligkeiten Segnet nicht, deine Liebe mich! Seel und Leib mög mir verschmachten, Hab ich dich, will ich's nicht achten, Mir soll deine Lieb allein Mehr als Erd und Himmel sein. 2. Denk ich deiner, wie erhebet Meine Seele sich in mir! Wie getröstet, wie belebet Fühl ich mich, o Gott, von dir! Jeder Blick auf deine Werke, Deine Weisheit, Huld und Stärke, Wie kümmernis und Schmerz! 3. Gott, aus deiner Segens⸗ fülle Fließt mir lauter Gutes zu; Daß ich wurde, war dein Wille, Daß ich noch bin, wirkest du. Daß ich denke, fühl und wähle, Dafür dankt dir meine Seele, Dankt dir, daß sie dich erkennt, Dich durch Jesum Vater nennt. 4. Du erkauftest vom Verder⸗ ben Mich durch deinen Sohn, o Gott, Ließest den Gerechten ster⸗ ben, Mir zum Leben ward sein Tod. Ewig dort mit ihm zu leben, Hast du mir durch ihn gegeben, Ewig, ewig, Herr, mich dein, Dein und deiner Huld zu freun. 5. Heil mir, daß ich es em⸗ pfinde, Wie so liebenswert du bist, Daß mein Herz vom Haß Herr, dein Vaterangesicht Mel. Wer nur den lieben Gott. 439 Du Vater deiner Men⸗ schenkinder, Der du die Liebe selber bist, Und dessen Herz auch gegen Sünder Noch gütig und voll Mitleid ist, Laß mich von ganzem Herzen dein, Laß mich's mit allen Kräften sein. 2. Gieb, daß ich als ein Kind dich liebe, Da du mich als ein befreiet er mein Herz Von Be⸗Vater liebst, Und so gesinnt zu sein mich übe, Wie du mir dazu Vorschrift giebst. Was dir gefällt, gefall auch mir, Nichts scheide mich, mein Gott, von dir. 3. Vertilg in mir durch deine Liebe Den Hang zur Liebe dieser Welt, Und gieb, daß ich Verleug⸗ nung übe, Wenn mir das Eitle noch gefällt. Wie sollt ich je die Kreatur Dir vorziehn, Schöpfer der Natur? 4. Laß mich um deines Namens willen Gern thun, was mir dein Wort gebeut; Kann ich's nicht, wie ich soll, erfüllen, So sieh auf meine Willigkeit, Und rechne mir nach deiner Huld Die Schwach⸗ heit, Vater, nicht zur Schuld. 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden Das thut, was dir, leider bestin ewger willit und von 7 sterbe mein deine ewig Vollk Barr Mel. 440 bist 1 Bei Herr, Was 2. wähl. zählt, Du li voll 3. Gedu mir Chrif teil der 1 4. Freu: mein Mit bei,! Jurch— Ge⸗ füllen t mir esicht ott. Men⸗ r du essen Noch Laß dein, sein. Kind ein it zu dazu fällt, heide deine ieser eug⸗ Eitle e die pfer nens dein licht, auf mir ach— d. noch dir, es auch der ganzen Welt. Liebe zu Gott und Jesu. 271 o Gott, mißfällt: Drum laß es mich mit Ernst vermeiden, Ehant⸗ aß, Vater, mich behutsam sein, Die lleinste Sünde selbst zu scheun. 6. Aus Liebe laß mich alles leiden, Was mir dein weiser Rat bestimmt. Auch Trübsal führt zu ewgen Freuden, Wenn man sie willig übernimmt; Wer sie erträgt und weislich nützt, Wird mächtig von dir unterstützt. 7. In deiner Liebe laß mich sterben, Daun wird der Tod selbst mein Gewinn; Dann werd ich deinen Himmel erben, Wo ich dir ewig nahe bin; Da lieb ich in Vollkommenheit Dich, Vater der Barmherzigkeit. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. 440 Ii freue mich, mein Gott, in dir, Du bist mein Trost, was könnte mir Bei deiner Liebe fehlen? Du, Herr, bist mein und ich bin dein! Was mangelt meiner Seelen? 2. Der du in Christo mich er— wählt, Und deinen Kindern zuge— zählt, Nie wirst du mein vergessen. Du liebst mein Wohl, hast gnaden⸗ voll Mein Glück mir zugemessen. 3. Du trägst mich Sünder mit Geduld, Vergiebst aus Gnaden mir die Schuld, Weil ich an Christum glaube. Du giebst mir teil an seinem Heil, Wer ist, der mir es raube? 4. An dir hab ich den treusten Freund, Der es aufs beste mit mir meint, Wo find ich seinesgleichen? Mit deiner Treu stehst du mir bei, Und ob auch Berge weichen. 5. Du bist mein Leben, Trost und Licht, Mein Fels, mein Heil, drum frag ich nicht Nach Him-⸗ mel und nach Erde. Herr, ohne dich ist nichts für mich, Das mir erfreulich werde. 6. Du segnest mich, wenn man mir flucht, Und wer mir auch zu schaden sucht, Es wird ihm nicht gelingen. Selbst was mich kränkt, das muß, gelenkt Von dir, mir Segen bringen. 7. Auf deiner Huld allein be⸗ ruht Mein ganzes Glück, mein höchstes Gut, In dir leb ich zu— frieden. So dort, als hier, Herr, bleiben wir In Liebe ungeschieden. 8. Du willst mein ewges Wohl⸗ ergehn. Einst werd ich dich noch näher sehn, Dich, Ursprung wahrer Freuden. Wie leicht vergißt, wer selig ist, Des Lebens kurze Leiden. Mel. Thu, Herr, mein Geschrei. 441 ott, nur du bist meine Sonne, Heil und Wonne, Du bist meiner Seele Licht. Nichts als Dunkelheit und Schmerzen Bleibt im Herzen. Wenn dein Gnadenglanz gebricht. 2. O vertreib die Finsternisse, Weichen müsse Deinem Lichte meine Nacht. Nacht und Dunkel mögen schwinden, Laß mich finden, Was mein Auge helle macht. 3. O du Licht der Ewigkeiten Und der Zeiten Blicke mich durch⸗ dringend an. Deiner Liebe Glanz erscheine, Du alleine Bist's, der wahrhaft lieben kann. 4. Stelle selbst in meinem Her⸗ zen Helle Kerzen Himmlischer Ge⸗ danken auf. Wenn zu dir das 272 Das christliche Leben. Herz sie ziehen, Muß es glühen Für den heilgen Glaubenslauf. 5. Flöße du mir Himmelssäfte, Reine Kräfte Deines Gnaden— lebens ein: So werd ich nur dich zu lieben Recht mich üben, Treu in deinem Dienste sein. 6. Denke nicht mehr meiner Sünde, Ach entwinde Ganz viel⸗ mehr mich ihrer Schuld. Halte mich in deinen Armen, Voll Er⸗ barmen Leuchte deine Vaterhuld. 7. Laß mich, Herr, aus deinen Schranken Nimmer wanken, Leb und wirke selbst in mir. Laß mich nirgends je auf Erden Fröhlich werden, Als, mein einzig Gut, in dir. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 442 Gott, mein Vater, deine Liebe Reicht so weit der Himmel ist, Deines Wohl⸗ thuns starke Triebe Sind so ewig, als du bist. Deiner Huld Unend⸗ lichkeit, Gott, erschöpfet keine Zeit; Und wer kann die vielen Proben Deiner Güte würdig loben? 2. Als ich noch der Welt ver— borgen In dem Schoß der Mutter lag, Wachtest du, für mich zu sorgen, Uber mich schon Nacht und Tag. Durch den Beistand deiner Macht Bin ich an das Licht ge— bracht; Und was hat mein ganzes Leben Gutes, das du nicht gegeben? 3. Nie gedenket mein Gemüte Ohne heiße Dankbegier Meiner Taufe, wo voll Güte Du die Kindschaft schenktest mir. Wem dies hohe Recht gewährt, Wen Gott für sein Kind erklärt, Darf des Segens der Erlösten Voller 4. In den zarten Jugendjahren Warst du meines Lebens Stab; Mein Beschirmer in Gefahren, Vater, bleibst du bis ins Grab, Ja, ein Vater, der mich liebt, Dessen Gnade immer giebt, Was zum wahren Wohl mir nützet, Und dein schwaches Kind beschützet. 5. Du machst es mit uns stets besser, Als wir wünschen und verstehn. Deine Güte, Gott, ist größer, Als die Kraft, dich zu erhöhn. Schallte gleich so hoch mein Dank Wie der Seraphim Gesang, Dennoch würde durch mein Loben Deine Huld nicht g'nug erhoben. 6. O so zeuch durch deine Liebe, Herr, mein ganzes Herz zu dir. Stärk' und mehre selbst die Triebe Wahrer Dankbarkeit in mir. Laß mich ganz dein eigen sein, So mich deines Wohlthuns freun, Daß auch mir auf dieser Erde Wohlthun wahre Freude werde. 7. Laß mich jede deiner Gaben Recht zu brauchen mich bemühn, Stets den Zweck vor Augen haben, Dazu du sie mir verliehn. Deine Güte reize mich, Daß ich innig liebe dich, Daß ich deinen heilgen Willen Freudig suche zu erfüllen. Mel. Nun lob, mein Seel, den. 443 Mam lobt dich in der 5 Stille, Du großer, hocherhabner Gott; Des Rühmens ist die Fülle Vor dir, o Herr Gott Zebaoth! Du bist doch, Herr, auf Erden Der Frommen Zuversicht, In Trübsal und Be⸗ schwerden Läßt du die Deinen Zuversicht sich trösten. nicht; Drum soll dich stündlich ehren Und! lang 2 Wer Und Wer Dein Wun erwie mein mein was jeder Jesur 3 Lüste Liebe zu Gott und Jesu. 273 lang ich lallen kann. 2. Es müsse dein sich freuen, Wer deine Güt und Größe kennt, Und deinem Dienst sich weihen, Wer Jesu Christi Namen nennt. Dein Name sei gepriesen, Der große Wunder thut, Du hast auch mir erwiesen, Was mir ist nütz und gut. Drum geb ich mich mit Freu⸗ den Dir, Herr, zu eigen hin; Nichts soll von Dir mich scheiden, So lang ich leb und bin. 3. Herr, du hast deinen Namen Sehr herrlich in der Welt gemacht, Und eh wir flehend kamen, Hast du schon längst an uns gedacht. Ich habe Gnad empfangen, Herr, wie vergelt ich's dir? Laß fest mich an dir hangen, Dein Segen ruh auf mir. Dich will ich dann erheben, Mein Vater, allezeit, Dich preisen hier im Leben, Und dort in Ewigkeit. Mel. O, daß ich tausend Zungen. 444 Ach, sagt mir nichts von Gold und Schätzen, Von Pracht und Schönheit dieser Welt! Es kann mich ja kein Ding ergötzen, Das mir die Welt vor Augen stellt. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 2. Denn er allein ist meine Freude, Mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild, An dem ich meine Augen weide, Und finde, was mein Herz mir stillt. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, Des Leibes Schönheitdauert Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Sein Schloß kann keine Macht zerstören, Sein Reich vergeht nicht mit der Zeit, Sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren Von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Je⸗ sum, der mein Ziel. 5. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen, Sein allerschönstes An⸗ gesicht Und was von Schmuck an ihm zu finden Verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 6. Er kann mich über alles heben Und seiner Klarheit machen gleich; Er wird mir so viel Schätze geben, Daß ich werd unerschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jesum, der mein Ziel. 7. Und muß ich auch noch viel entbehren, So lang ich wall in dieser Zeit, So wird er mir's doch wohl gewähren Im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum thu ich billig, wie ich will, Ich liebe Jesum, der mein Ziel. Mel. Komm, o komm, du Geist. + iebe, die du mich zum 445. 2 Bilde Deiner Gott⸗ heit hast gemacht, Liebe, die du mich so milde Nach dem Fall mit Heil bedacht, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die du mich erkoren, Eh ich noch geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren, Und mir gleich wardst ganz und gar, Liebe, 18 27⁴4 Das christliche Leben. dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten Und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten Ewge Lust und Seligkeit, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort, Liebe, die sich ganz ergeben Mir zum Heil und See⸗ lenhort, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebun⸗ den An ihr Joch mit Geist und Sinn, Liebe, die mich überwun⸗ den, Und mein Herz hat ganz dahin, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet, Die für meine Seele litt, Liebe, die das Lös'geld giebet, Mich so kräftig⸗ lich vertritt, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich einst wird führen Aus des Grabes Dunkel⸗ heit, Liebe, die mich dort wird zieren Mit dem Kranz der Herr⸗ lichkeit, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. Mel. Wie schön leucht't uns. 446.0 Jesu, Jesu, Gottessohn, Mein Heiland und mein Gnadenthron, Mein Schatz und meine Wonne! Du weißt ja, ob ich rede wahr, Vor dir ist alles sonnenklar allen zu gefallen, nichts auf Erden Kann und mag mir lieber werden. 2. Das ist mein Schmerz,/ das kränket mich, Daß ich nicht g'nug Und heller als die Sonne. Herzlich Such ich Dir vor kann lieben dich, Wie ich dich lieben wollte. Je mehr die Lieb in mir entbrennt, Um so viel mehr mein Herz erkennt, Wie es dich lie⸗ ben sollte. Von Dir Laß mir Deine Güte ins Gemüte lieblich fließen, So wird sich die Lieb ergießen. 3. Gieb, Jesu, daß ich treff das Ziel, Daß ich, so viel ich soll und will, Dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Macht, Wollust, Ehre, Glanz und Geld, So viel ich auch gewönne, Kann mich Ohn dich G'nugsam laben, ich muß haben reine Liebe, Die tröst', wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, Schaffst seinem Herzen Fried und Ruh, Erfreuest sein Gewissen; Wie sehr ihn auch das Kreuz beschwert, Und sich die eigne Kraft verzehrt, Soll er doch dein genießen. Endlich Zeigt sich Nach dem Leide volle Freude, und die Stunden Alles Trauerns sind verschwunden. 5. Kein Ohr hat jemals noch gehört, Kein Mensch gesehen noch gelehrt, Und niemand kann's be⸗ schreiben, Was denen dort für Herrlichkeit Bei dir und von dir ist bereit't, Die in der Liebe blei⸗ ben. Würdig Läßt sich Nicht ver⸗ gleichen noch so reichen Erden⸗ schätzen, Was alsdann uns wird ergötzen. 6. Drum laß ich ernstlich das allein, O Jesu, meine Sorge sein, Daß ich dich herzlich liebe, Daß ich in dem, was dir gefällt, Und mir dein Wort vor Augen stellt, Aus Liebe stets mich übe, Bis ich, Endlie Freud Trübs 7. keit, In u n unver alle F lich und g it 9„ dich Lieb in (mehr. ich lie⸗ Deine ließen, gießen. eff das lund könne.“ weiten Ehre, iel ich Ohn 447 Jesu Christ, mein 6. Dein Blut, das dir ver⸗ muß „wenn I, den Herzen st sein ich das ie eigne ch dein Nach ⸗ ind die sind 8 noch n noch 's be⸗ rt für on dir e blei⸗ ht ver⸗ Erden⸗ wird ch das e sein, Daß „Und ö stellt, is ich, Liebe zu Gott und Jesu. 27⁵ Endlich Werde scheiden, und voll mermehr erkalten! Ach⸗ hilf mir reuden zu dir kommen, Aller wachen Tag und Nacht, Und die⸗ Trübsal ganz entnommen— sen Schatz bewahren Vor den 7. Da werd ich deine Süßig⸗ Scharen, Die wider uns mit keit, Du Himmelsmanna, allezeit Macht Aus Satans Reiche fahren. In reiner Liebe schmecken, Und 5. Mein Heiland, du bist mir sehn dein liebreich Angesicht Mit zu gut In Not und Tod ge⸗ unverwandtem Augenlicht Ohn gangen, Und hast am Kreuz in alle Furcht und Schrecken. Reich⸗deinem Blut, Ein Fluch für mich, lich Werd ich Dann erquicket gehangen, Verhöhnt, verlästert, und geschmücket dort am Throne matt und wund. Ach, laß mich tit der schönen Himmelskrone. deine Wunden Alle Stunden Zur Lieb im Herzensgrund Auch reizen Mel. Ich ruf zu dir, Herr. und verwunden. schöͤnstes Licht, Der gossen ward, Ist köstlich, gut und du in deiner Seelen So hoch reine, Mein Herz hingegen böser mich liebst, daß ich es nicht Aus-⸗Art, Und hart gleich einem Steine. sprechen kann noch zählen: Gieb, O laß doch deines Blutes Kraft daß mein Herz dich wiederum Mit Mein hartes Herz bezwingen, Lieben und Verlangen Mög um⸗Wohl durchdringen, Und diesen fangen, Und als dein Eigentum Lebenssaft Mir deine Liebe bringen. Nur einzig an dir hangen. 7. O daß mein Herz stets offen 2. Gieb, daß sonst nichts in stünd Und fleißig möcht auffangen meiner Seel, Als deine Liebe Die Tröpflein Bluts, die meine wohne; Gieb, daß ich deine Lieb Sünd Im Garten dir abdrangen. erwähl Zum Schatz mir und zur Ach, daß sich meiner Augen Brunn Krone. Rott alles aus, nimm Aufthäte und viel Thränen, Heiße alles hin, Was mich und dich Thränen Vergösse, wie die thun, will trennen, Und nicht gönnen, Die sich in Liebe sehnen. Daß all mein Thun und Sinn 8. O daß ich, wie ein kleines In deiner Lieb entbrennen. Kind, So lange dir nachginge, 3. Wie freundlich, selig, süß Bis deine Gnade sanft und lind und schön Ist, Jesu, deine Liebe! Mich Armen still umfinge! Bis Wo diese wohnt, kann nichts ent⸗deine Seele mein Gemüt Zu stehn, Was meinen Geist betrübe. voller süßer Liebe Still erhübe, Drum laß nichts anders denken Und ich stets als dein Glied Mit mich, Nichts sehen, fühlen, hören, dir vereinigt bliebe. Nichts verehren, Als deine Lieb und 9. Ach, zeuch mich, Heiland, dich, Der du sie kannst vermehren. ganz zu dir, Laß mich dein Heil 4. O daß ich dieses hohe Gut genießen. Ich will mit sehnlicher Möcht ewiglich behalten! O daß Begier Tief in mein Herz dich in mir die edle Glut Möcht nim⸗schließen. Dann werd ich, Herr, 18* ——— — 3—.—.— —.—ͤ— —— — 276 Das christliche Leben. erquickt von dir, Den süßen Trost Warst du mir schon gewogen. Ahh⸗ empfinden, Der die Sünden Und laß doch ferner, edler Hort, Mich alles Unglück hier Kann leichtlich deine Liebe leiten Und begleiten, überwinden. So daß sie immerfort Mir kräftig 10. Mein Trost, mein Schatz, steh zur Seiten. mein Licht, mein Heil, Mein höch⸗ 15. Laß meinen Stand, in dem stes Gut und Leben, Ach, nimm ich steh, Herr, deine Liebe zieren, mich auf zu deinem Teil, Dir Und wo ich etwa irre geh Als⸗ hab ich mich ergeben. Denn außersbald zurecht mich führen. Laß sie dir ist Not und Pein, Es werden mich allzeit guten Rat Und rechte selbst die Freuden Mir zu Leiden, Werke lehren, Steuern, wehren Nichts kann mir tröstlich sein, Der Sünd, und nach der That Nichts meine Seele weiden. Schnell wieder zu dir kehren. 11. Du aber bist die rechte 16. Stets sei sie meine Freud Ruh, Bei dir ist Fried und im Leid, In Schwachheit mein Freude; Herr, meiner Augen Lust Vermögen, Bis ich nach wohl sei du, Du meines Herzens Weide! vollbrachter Zeit Mich soll zur Die Lebensflamme sei du mir, Ruhe legen. Alsdann laß deine Sei Balsam mir, der teilet, Liebestreu, Herr Jesu, mir bei⸗ Lindert, heilet Den Schmerz, dersstehen, Kühlung wehen, Daß ich stets noch hier Tief in der Brust getrost und frei Mög in dein mir weilet. Reich eingehen. 12. Was ist, o Schönster, das ich nicht In deiner Liebe habe[ Mel. O Gott, du frommer Gott. Sie ist mein Stern, mein Son⸗ 448. Mein Zesus liebet mich, Wie könnt ich ihn nenlicht, Mein Quell, drin ich mich labe, Mein Lebenswein, mein denn hassen? Sein Lieben hört Himmelsbrot, Mein Schmuck vorsnicht auf, Wie sollt ich ihn ver⸗ Gottes Throne, Meine Krone, lassen? Ich ließ ja in den Bund Mein Schutz in aller Not, Mein Mit ihm mich freudig ein, Drum Haus, darin ich wohne. soll er stets mir lieb, Er soll mir 13. Mein Heiland, ach, wenn alles sein. du entweichst, Was hilft's, daß. 2. Als ich sein Feind noch war, ich geboren? Wenn du mir deine Ist er für mich gestorben, Und Lieb entzeuchst, Ist all mein Heil hat durch seinen Tod Das Leben verloren. Drum gieb, daß ich mir erworben. Was mir unmög⸗ dich, meinen Gast, Wohl such lich war, Hat er für mich gethan, und bestermaßen Mög umfassen, Ob ich's gleich ewiglich Ihm nicht Und wenn ich dich umfaßt, In vergelten kann. Ewigkeit nicht lassen. 3. Er hatte mich erlöst, Doch 14. Du hast mich je und je liebt ich noch die Sünden, Ich geliebt, Und mich zu dir gezogen; wollte mich noch nicht Zu seiner Eh ich noch etwas Gut's geübt, Herde finden; Allein der treue Hirt 6 Bis de hartes + 4.— ch we Er ließ seinem: er mie Fehlern Hzeit I. Zu alle wa jemand mich at lichkeit ist, Hi 6. 2 Angesic alsbald Furcht währt mein 7 chet er und 9 einst 3 Freude gen E 8. Zu S Will wecken er sch mel ge „da! 2 Mel 449 Eine Liebe zu Gott und Jesu. 277 girt Ging mir so lange nach, Bis daß sein Liebesruf Mein hartes Herze brach. 4. Die Sünde drückte mich, Ich war mit Angst umfangen; Er ließ mich Ruh und Rast In seinem Blut erlangen. So spricht er mich auch noch Von allen gehlern frei Und steht mir jeder⸗ zeit In der Versuchung bei. 5. Ihm darf ich meine Not Zu allen Zeiten klagen, Ihm sag ich, was ich sonst Nicht dürfte jemand sagen; Er sieht und hört mich an Mit Lieb und Freund⸗ lickeit Und wenn mir's nützlich ist, Hilft er mir allezeit. 6. Zuweilen ist zwar auch Sein Angesicht verborgen, Dann wird alsbald mein Herz Umringt mit Furcht und Sorgen; Jedoch es währt nicht lang, Er höret auf mein Flehn Und läßt mich wieder Gott. froh Sein freundlich Antlitz sehn. tt mit, 7. Kommt dann auf dieser Welt ich ihn Das Ende meiner Tage, So ma⸗ n hort chet er mich frei Von aller Angst hn ver⸗ und Plage, So führet er mich Bund einst Zu der Vollkommenheit, Zur Drum Freude nach dem Leid, Zur sel⸗ oll mir gen Ewigkeit. 8. Laß sein, daß dies t, Mich egleiten, kräftig in dem e zieren, h Als⸗ Laß sie id rechte) wehren r That ren. e Freud t mein h wohl oll zur iß deine lir bei⸗ Daß ich in dein er Leib ch war. Zu Staub und Moder werde, „ Und Will doch mein Jesus ihn Er⸗ Leben wecken aus der Erde. Da soll mmög⸗ er schön verklärt In seinen Him⸗ gethan, mel gehn. Ach, wär die Stunde n nicht dal Ach, möcht es bald geschehn! Doch Mel. Marter Christi, wer kann. Ich zines wünsch ich mir 7 seiner 49. E vor allem andern, treue Eine Speise früh und spät; Selig 5 läßt's im Thränenthal sich wan⸗ dern, Wenn dies Eine mit uns geht: Unverrückt auf einen Mann zu schauen, Der mit blutgem Schweiß und Todesgrauen Auf sein Antlitz niedersank, Und den Kelch des Vaters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, Wie er, als ein stilles Lamm Dort so blutig und so bleich zu sehen, Hänget an des Kreuzes Stamm; Wie er dürstend rang um meine Seele, Daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, Und dann auch an mich gedacht, Als er rief: es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen Meine Schuld und deine Huld. Da ich in der Fin⸗ sternis gesessen, Trugest du mit mir Geduld; Hattest längst nach deinem Schaf getrachtet, Eh es auf des Hirten Ruf geachtet, Und mit teurem Lösegeld Mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein! sprich du dar⸗ auf ein Amen! Treuster Jesu, du bist mein! Drücke deinen süßen Jesusnamen Brennend in mein Herz hinein. Mit dir alles thun und alles lassen, In dir leben, und in dir erblassen: Das sei bis zur letzten Stund Unser Wandel, unser Bund. Mel. Unser Herrscher, unser König. + enn ich nur den Hei⸗ 450. W land habe, Wenn er nur mein eigen ist, Wenn mein Herz nur bis zum Grabe Seiner Treue nicht vergißt, O dann weiß ich nichts vom Leide, Fühle nichts als Lieb und Freude. 278 Das christliche Leben. 2. Wenn ich nur den Heiland habe, Laß ich alles andre gern, Folg an meinem Pilgerstabe Treu⸗ gesinnt nur meinem Herrn; Mö⸗ gen immerhin die andern Auf dem breiten Wege wandern. 3. Wo ich nur den Heiland habe, Da ist auch mein Vaterland,‚ Und es fällt mir jede Gabe Als ein Erbteil in die Hand; Denn ich finde meine Brüder Stets in Jesu Freunden wieder. 4. Wenn ich nur den Heiland habe, Schlaf ich sanft und selig ein; Ewig wird die höchste Gabe Mir sein treues Lieben sein. Mir kann vor dem Tod nicht grauen, Jenseits werd ich Jesum schauen. Mel. Jesu, meine Freude. 31 Jesus ist mein Leben, 451. Ihm bleib ich er⸗ geben Fest bis in den Tod. Seine treue Güte Stillet mein Gemüte In der größten Not. Jesus litt, ich leide mit, Bis, wo er verklärt regieret, Mein Geist triumphieret. 2. Jesus wischt den Seinen, Die mit ihm hier weinen, Einst die Thränen ab. Die mit Jesu sterben, Werden mit ihm erben, Sinkt der Leib ins Grab. Ihre Kron, der Siegeslohn, Ist, wo Engel Gott dort loben, Ihnen aufgehoben. 3. Die mit Thränen säen, Wenn die Stürme wehen, Die der Feind erweckt, Werden dort mit Freuden Ernten nach dem Leiden, Wo kein Feind mehr schreckt. Nach der Müh, die sie allhie Dulden, wird sie Gott er— götzen Mit des Himmels Schätzen. 4. O ihr frommen Seelem. Die ihr euch mit Quälen Drän⸗ get durch die Welt, Die ihr öfters weinet, Wenn kein Trost erscheinet, Kreuz euch niederhält: Denket doch bei diesem Joch An das ewig frohe Leben, Das euch Gott wird geben. 5. Wenn die Sünden schrecken, Wird uns Gnade decken Und des? Heilands Blut; Er hat für die Schulden Liebreich wollen dulden, Er starb uns zu gut. Kämpfen wir nur mit ihm hier, So wird er auch für uns kämpfen Und die Sünde dämpfen. 6. Seid getreu, ihr Herzen, Bei des Kreuzes Schmerzen Treu bis an das Grab; Jesus wird euch trösten, Er nimmt den Er⸗ lösten Ganz ihr Kreuz einst ab. Duldet nun, ihr sollt auch ruhn; Gott läßt bald euch nach dem Weinen Seine Sonne scheinen.“ 7. Nun, Herr Jesu, stärke Mich zu deinem Werke, Du, mein starker Held! Auf der Bahn der Leiden Gingst du hin zu Freu⸗ den, Hin zur bessern Welt. Sei bei mir, ich folge dir; Herr, kein Tod, kein banges Leiden Soll mich von dir scheiden. ö Mel. Warum sollt ich mich. 452 Meines Herzens reinste Freude Bleibet die, Daß ich nie Mich von Jesu scheide; Daß ich ihn durch Glau⸗ ben ehre, Jederzeit Hocherfreut Seine Stimme höre. 2. Freundlich ruft er alle Mü⸗ den, Und erfüllt Reich und mild Ihren Geist mit Frieden. Seine Seelen, Drän⸗ Die ihr 1 Trost derhält; och An as euch hrecken, Ind des für die dulden, ämpfen 5o wird Und die Herzen, in Treu 8 wird den Er⸗ inst ab. ruhn; ich dem! cheinen. 42 2 stärke „ Du, r Bahn u Freu⸗ t. Sei arr, kein 1 Soll lich. reinste bet die, n Jesu Glau⸗ herfreut le Mü⸗ id mild Seine Liebe zu Gott und Jesu. 279 Last ist leicht zu tragen, Er macht In gar sichrer Ruh. Gottes Bahn, Geht voran, Stärkt uns, Macht hält mich in acht; Erd wenn wir zagen. und Himmel muß vergehen, Doch 3. Denn er kennt die Leidens⸗mein Fels bleibt stehen. stunden; Größern Schmerz, Als 4. Weg mit eitlen Schätzen! sein Herz, Hat kein Herz empfun Du bist mein Ergötzen, Jesu, den. Darum blickt, wenn seiner meine Lust. Weg, ihr eitlen Eh⸗ Brüder Einer weint, Unser Freund ren, Ich mag euch nicht hören, Mitleidsvoll hernieder. Bleibt mir unbewußt! Elend, 4 Will das Herz vor Jammer Not, Kreuz, Schmach und Tod, brechen, Ach, er trägt Und ver⸗Soll mich, ob ich viel muß lei⸗ pflegt Uns in unsern Schwächen. den, Nicht von Jesu scheiden. Selig, wer in bösen Zeiten, In 5.Gute Nacht, o Wesen, Das die Gefahr Immerdar Sich von ihm Welt erlesen, Mir gefällst du nicht! läßt leiten. Gute Nacht, ihr Sünden, Laßt euch 5. Jesu, treuster Freund vor nimmer finden, Kommt nicht mehr allen, Mit dir will Froh und ans Lichtl Gute Nacht, du Stolz und still Ich durchs Leben wallen. Pracht! Ganz sei dir, ungöttlich Auch der Tod kann mich nicht Leben, Gute Nacht gegeben. schrecken, Denn du wirst, Lebens 6. Weicht, ihr Trauergeister, fürst, Einst mich auferwecken. Denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lie⸗ Eigne Melodie. ben, Muß auch ihr Betrüben 453 Jesu, meine Freude, Lauter Freude sein. Duld ich 28 Meines Herzens schon hier Spott und Hohn, Den⸗ Weide, Jesu, meine Zier, Ach, noch bleibst du auch im Leide, wie lang, ach lange Ist dem Her⸗Jesu, meine Freude. zen bange, Und verlangt nach dir! Gotteslamm, mein Bräutigam, Eigne Melodie. Außer dir soll mir auf Erden 454 Meinen Jesum laß ich Sonst nichts lieber werden. nicht! Weil er sich 2. Unter deinem Schirmen Bin für mich gegeben, So erfordert ich vor den Stürmen Aller Feinde meine Pflicht, Klettenweis an ihm frei. Laß den Satan wüten, Ich zu kleben. Er ist meines Lebens kann Trotz ihm bieten, Mir steht Licht: Meinen Jesum laß ich nicht. Jesus bei. Ob's mit Macht auch 2. Jesum, Jesum laß ich nicht, blitzt und kracht, Ob auch Tod Nun und nie mein ganzes Leben, und Hölle schrecken: Jesus will Ihm hab ich voll Zuversicht, Was mich decken. ich bin und hab, ergeben. Alles 3. Trotz dem alten Drachen, ist auf ihn gericht't: Meinen Je⸗ Trotz des Todes Rachen, Trotz sum laß ich nicht. der Furcht dazu! Tobe, Welt, ich 3. Laß vergehen das Gesicht, bringe Gott die Ehr und singe Hören, Schmecken, Fühlen wei⸗ —I Das christliche Leben. chen, Laß das letzte Tageslicht mein', Wollst du mir Gnade ge⸗ Mich auf dieser Welt erreichen; ben. Behüt mich, Herr, vor fal⸗ Wenn der é Meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen serhalte mich, nicht, Lebensfaden bricht: scher Lehr, Des Satans Mord und Lügen wehr. In allem Kreuz Daß ich es trag Wenn ich nun dahin ge⸗ geduldiglich. Herr Jesu Christ, langet, Wo vor seinem Angesicht Mein Herr und Gott, mein Herr Meiner Eltern Glaube pranget. und Gott! Tröst mir mein' Seel Mich erfreut sein Angesicht: Mei⸗Tin Todesnot. nen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Him⸗ mel nicht, Nur nach ihm mein Herz sich sehnet; Jesum such ich und sein Licht, Der mich hat mit Gott versöhnet. Er befreit mich im Gericht: MeinenJesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir, Geh ihm ewig an der Sei— ten; Christus wird mich für und für Zu den Lebensbächen leiten. 3. Laß deinen Engel bei mir sein, Der mich nach überstandner Pein Zur Ruh des Himmels trage. Der Leib laß sanft im Grabe ruhn, Bis du erscheinst, es aufzuthun An jenem großen Tage. Alsdann erweck vom Tode mich, Daß meine Augen schauen dich, In selger Ruh, 0 Gottessohn, Mein Mittler und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ, Erhöre mich, erhöre mich! Selig, wer mit mir so spricht: Ich will dich preisen ewiglich. Meinen Jesum laß ich nicht. Eigne Melodie. — 455. Hegiich lieb hab ich 456. dich, o Herr, Ver⸗ leihe du mir immer mehr Die Fülle deiner Gaben. Die ganze Welt er⸗ freut mich nicht, Nach Erd und Himmel frag ich nicht, Wenn ich nur dich kann haben. Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, Bist du doch meine Zuversicht, Du, meines Herzens höchstes Gut, Der mich erlöst hat durch sein Blut. Herr Jesu Christ, Mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, In Schanden laß mich nimmermehr. 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab, Leib, Seel und alles, was ich hab In diesem armen Leben; Daß ich es brauch zum Lobe dein, Zum Nutz und Frommen der Ge— Eigne Melodie. Liebster Immanuel, du Licht der Frommen, Du meiner Seele Trost, ach, komm nur bald. Du Friedensfürst hast mir das Herz genommen, Das ganz in Liebe dir entgegen wallt. Nichts kann auf Erden Mir lieber werden, Als wenn ich dich, mein Jesu, stets behalt. 2. Dein Name ist so lieblich mir im Munde, Er ist so stär⸗ kend mir wie kühler Tau, Der Feld und Blumen netzt zur Mor— genstunde. Du bist nun mein, dir ich mich ganz vertrau. Dann weicht vom Herzen, Was mir macht Schmerzen, Wenn ich auf deine Liebe gläubig schau. 3. Und ob das Kreuz auch mich noch drückt und plaget, Wie es bei ge⸗ 2 fal⸗ Mord Kreuz trag hrist Herr Seel mir idner rage. Ahn, thun dann neine egen rden mich lich tär⸗ Der kor⸗ ein, aunn mir auf lich bei Christen oft pflegt zu geschehn, Liebe zu Got t und Jesu. 281 Wenn meine Seele nur nach dir, Herr, fraget, So kann das Herz auch stets auf Rosen gehn. Kein Ungewitter Ist mir so bitter, Mit dir kann ich es fröhlich überstehn. 4. Wenn Satans List und Macht mich will verschlingen, Wenn das 2. Tausend Dank, du unser treuer Hirte, Leib und Seele beten an, Daß du unter Martern für Ver⸗ irrte Sterbend hast genug gethan. Laß uns alle treulich an dir han⸗ gen, Nähre du das heilige Verlan⸗ gen, Dich auf deinemThron zu sehn, Deinen Ruhm dort zu erhöhn. Gewissensbuch die Sünden sagt. 3. Meine Seele, matt und Ob auch das Höllenheer mich will schuldbeladen, Eilt auf deine umringen, Und selbst der Tod mir Wunden zu, Denn sie findet in an dem Herzen nagt, Steh ich doch dem Schoß der Gnaden Trost feste, Denn du, der beste, Du hast und Labsal, Fried'n und Ruh. durch deinen Sieg denFeind verjagt. Laß vom Kreuz nur Stärkung 5. Mag auch die blinde Welt mich anwehen, Und dein Marter⸗ mich bitter hassen, Bin ich ver- bild stets vor mir stehen, So geht achtet auch von jedermann, Von mir bis in mein Grab Nichts an meinen Freunden selbst auch ganz Seligkeiten ab. verlassen: Doch nimmst du meiner 4. Die wir uns nun hier bei⸗ dich, Herr, gnädig an. Du stärkst sammen finden, Schlagen unsre mich Müden, Sprichst: Sei zu⸗Hände ein, Uns auf deine Mar⸗ frieden, Ich bin dein bester Freund, ter zu verbinden, Dir auf ewig der helfen kann. treu zu sein. Und zum Zeichen, 6. Drum fahret immer hin, daß du auf uns hörest, Deine ihr Eitelkeiten, Du Jesu, du bist Gnad und Liebe uns gewährest, mein und ich bin dein; Ich will Sage: Amen, und zugleich: Friede, mich von der Welt zu dir bereiten, Friede sei mit euch! Du sollst in meinem Mund und Herzen sein. Mein ganzes Leben Sei dir ergeben, Bis man der⸗ einst mich legt ins Grab hinein. Mel. Wie schön leucht't uns. ns, die Gebundnen, 458. U zu befrein, Der Un⸗ heilbaren Heil zu sein, Ist er Eigne Melodie. herabgekommen. All unsre Schuld 457 Marter Christi, wer und Not und Qual Hat er aus kann dein verges⸗Lieb in freier Wahl Von uns sen, Der in dir sein Wohlsein auf sich genommen. Müden Frie⸗ fand? Meer der Liebe, wer kann den, Und Elenden Heil zu sen⸗ dich ermessen, Wer ist nicht von den, stieg er nieder, Brachte das Lieb entbrannt? Unsre Seele soll Verlorne wieder. sich an dir nähren, Unser Ohr 2. Der einst im Fleisch auf Er⸗ soll nichts je lieber hören; Alle den war, Ist auch noch heute un⸗ Tage wird dies Bild Schöner sichtbar Allwaltend hier zugegen. unserm Blick enthüllt. Er nimmt sich unsrer Schwachheit 282 Das christliche Leben. an; Wenn wir den steilen Pfad hinan Zu klimmen nicht vermögen, Trägt er, Pflegt er, Die erliegen, giebt zum Siegen Mut und Stärke, Geist, zu wirken Gottes Werke. 3. Zu Gottes Ruhm hat er's vollbracht; Wo ist, o Tod, nun deine Macht, Wo ist dein Sieg, o Hölle? Wie weit uns auch der Sturm verschlägt, Ans heimat⸗ liche Ufer trägt Uns doch die letzte Welle. Fröhlich, Selig Auch in Leiden sind wir, scheiden voll Vertrauen, Ihn dort, wie er ist, zu schauen. Eigne Melodie. 459 Mein Herzens-Jesu, — meine Lust, An dem ich mich vergnüge Der ich an deiner treuen Brust Mit mei⸗ nem Herzen liege, Mein Mund ist dir zum Lob bereit, Weil ich durch deine Freundlichkeit Die Macht der Welt besiege. 2. Du bist mein wunderbares Licht, Durch welches ich erblicke Mit aufgedecktem Angesicht, Daran ich mich erquicke. Nimm hin mein Herz, erfüll es ganz, O wahres Licht, durch deinen Glanz, Und weiche nicht zurücke. 3. Du bist mein sichrer Him— melsweg, Durch dich steht alles offen, Wer dich versteht, der hat den Steg Zur Seligkeit getroffen. Ach, laß mich, liebstes Heil, hinfür Doch ja den Himmel außer dir Auf keine Weise hoffen. 4. Du bist die Wahrheit, dich allein Hab ich mir auserlesen, Denn ohne dich ist Wort und sen. Ach, mach mein Herz doch völlig frei, Daß es nur dir ergeben sei, Durch den es kann genesen. 5. Du bist mein Leben, deine Kraft Soll mich allein regieren; Dein Geist, der in mir alles schafft, Soll meine Seele führen. Und wenn ich nun voll Leben bin, Dann laß es, Jesu, mich forthin Doch nimmermehr verlieren. 6. Du bist mein treuer Seelen⸗ hirt Und selber auch die Weide, Du hast, Herr, da ich war verirrt, Mich heimgebracht mit Freude. Ach, nimm dein Schäflein nun in acht, Damit mich weder List noch Macht Von deiner Herde scheide. 7. Du bist mein starker Held im Streit, Mein Panzer, Schild und Bogen, Mein Tröster in der Traurigkeit, Mein Schiff in Wasserwogen, Mein Anker, wenn ein Sturm entsteht, Mein sichrer Kompaß und Magnet, Der mich noch nie betrogen. 8. Was sollt ich, Schönster, weiter doch Von dir wohl sagen können? Ich will dich meine Liebe noch, Mein Ein und Alles nennen, Denn was ich will, das bist du mir; Ach, laß mein Herz doch für und für Von deiner Liebe brennen. Eigne Melodie. 460 Jesus meiner Seelen Ruh Und mein bester Schatz bist du, Alles bist du mir allein, Sollst auch ferner alles sein. 2. Liebet jemand in der Welt Erdenschätze, Gold und Geld: Je⸗ sus und sein teures Blut Ist Schein, In dir ist Kraft und We⸗mir mehr, denn alles Gut. * „LIIAIVIIAALVA doch zeben 'esen. deine eren; alles hren. bin, rthin elen⸗ deide, rirrt, eude. in in noch heide. Held öchild n der fin wenn ichrer mich nster, sagen Liebe mnen, st du h für men. eelen mein bist erner Welt Ve⸗ Ist Liebe zu Gott und Jesu. 283 „3. Stellen meine Feinde sich Offentlich gleich wider mich: Je⸗ sus reißt aus aller Not, Tilget Teufel, Höll und Tod. 4. Bin ich krank und ist kein Mann, Der die Schwachheit heben kann: Jesus will mein Arzt in Pein Und mein treuer Helfer sein. 5. Ist mein Vorrat auch nicht groß, Bin ich nackend, arm und bloß: Jesus hilft zur rechten Zeit Aller meiner Dürftigkeit. 6. Muß ich in das Elend fort, Hin an einen fremden Ort: Jesus selbst sorgt immerdar, Schützt mich, hilft mir wunderbar. 7. Muß ich dulden Hohn und Spott Wider Gott und sein Ge⸗ bot: Jesus giebt mir Kraft und Macht, Daß ich allen Spott nicht acht. 8. Drum, o Jesu, will ich dich Immer lieben festiglich. Du, o Jesu, sollst allein Meiner Seele alles sein. 9. Jesus sei mein' Speis' und Trank, Jesus sei mein Lobgesang, Jesus sei mein ganzes All, Jesus sei mein Freudenschall. 10. Endlich laß, du höchstes Gut, Jesu, laß dein teures Blut, Deine Wunden, deine Pein Mei⸗ nen Trost im Tode sein. Mel. Mein Jesu, dem die. 461 Wie dank ich's, Hei⸗ land, deiner Liebe, Daß du von deinem Gnadenthron Durch deines heilgen Geistes Triebe Mich hast erneut, o Got⸗ tessohn? Wie dank ich's deinem treuen Herzen, Daß du mich von dem Fluch befreit, Und mir die ewge Seligkeit Erworben hast durch Todesschmerzen? 2. Das hab ich an mir wahr⸗ genommen, Zu deiner Stunde ist's geschehn, Da bin ich meinem Feind entkommen, Da hab ich in dein Licht gesehn, Da wurde köst⸗ liches Geschmeide, Das Kleid des Heils mir zugewandt, Mir mitge⸗ teilt der Kindschaft Pfand, Des Geistes selge Ruh und Freude. 3. Doch wär es, daß mein Herz noch hinge Mit einem Faden an der Welt, Auf etwas seine Sehn⸗ sucht ginge, Was dir, mein Heiland, nicht gefällt: Ach, wäre dies, mein liebstes Leben, So bitt ich, zeige du Gewalt, Zerreiße diesen Faden bald, Mein Wille sei dir übergeben. 4. Mein ganzes Herz sei dir ge⸗ geben, Zu deiner Wohnung nimm es hin, Und hauch ihm ein dein selig Leben, Dein Geist regier allein darin. Die Liebe, die dich ehmals nieder In dieses Erden⸗ wesen zog, Und Mensch zu werden dich bewog, Die zieh auch jetzt zu mir dich wieder. 5. Zerbrich, vertilge, ja zer⸗ malme, Was deinem Willen nicht gefällt. Ob mich die Welt an einem Halme, Ob sie mich an der Kette hält, Das gilt ja gleich in deinen Augen, Da nur ein ganz befreiter Geist, Der alles Eitle von sich weist, Und nur die lautre Liebe taugen. 6. Ja, Amen, hier sind Herz und Hände, Aufs neue sei's dir zugesagt: Ich will dich lieben ohne Ende, Mein Alles werde dran gewagt. Du giebst mir einen neuen Namen, Der gilt in 284 Das christliche Leben. deiner Treuen Zahl, Und gilt in deinem Ehrensaal, Wohin die Uberwinder kamen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 462. J5 will dich lieben, * meine Stärke, Ich will dich lieben, meine Zier! Ich will dich lieben durch die Werke Mit immerwährender Begier. Ich will dich lieben, schönstes Licht, Bis mir das Herz im Tode bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, Als meinen allerbesten Freund. Ich will dich lieben und erheben, So lang dein Gnaden⸗ glanz mir scheint. Ich will dich lieben, Gotteslamm, Das für mich litt am Kreuzesstamm. 3. Ach, daß ich dich so spät erkannte, Du hochgelobter Hei— land du! Daß ich nicht früher mein dich nannte, Du höchstes Gut und wahre Ruh! Wie tief ist doch mein Herz betrübt, Daß es 92 750 früher dich gel liebt. 4. Ich ging verirrt, und war verblendet, Ich suchte Ruh und fand sie nicht; Ich hatte mich von dir gewendet, Und liebte das geschaffne Licht; Doch nun ist es durch dich geschehn, Daß ich mein ewges Heil gesehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, Daß mir dein Glanz hat Licht gebracht. Ich danke dir, du Himmelswonne, Daß du mich froh und frei gemacht. Ich danke dir, froh thu ich's kund: Du, Heiland, machtest mich gesund! 6. Erhalte mich auf deinen Stegen, Und laß mich nicht mehr irre gehn; Laß meinen Fuß auf deinen Wegen Nicht straucheln oder stille stehn. Erleuchte Leib und Seele ganz, Du reiner, hel—⸗ ler Himmelsglanz. 7. Gieb meinen Augen süße Heitnr h. Gieb meinem Herzen heilge Glut. Vermehre stets nach dir mein Sehnen, Du einzig Heil und höchstes Gut. Laß meinen Sinn, Geist und Verstand Nur immer sein zu dir gewandt. 8. Ich will dich lieben, meine Krone, Dich lieben, meinen Herrn und Gott, Dich lieben auch bei Schmach und Hohne, Auch in der allergrößten Not. Ich 0 dich lieben, schönstes Licht, Bi einst mein Herz im Tode hicht Wie schön leucht't uns Eigne Melodie. 463. der Morgenftern, Voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn, Der Aufgang aus der Höhe! Du 5 Sohn aus Jalobs Stamm, Mein König und mein Bräutigam, In dir den Stern ich sehe! Innig Zeigt sich Größ und Milde in dem Bilde dort vereinet, Das so herrlich mir erscheinet. 2. O meines Herzens Kron und Lohn, Du, Gottes und des Menschen Sohn, Du hocherhab— ner König! Hab ich nur dich, was brauch ich mehr? Der gan⸗ zen Erde Gold und Ehr Ist gegen dich nur wenig. Herzlich Will ich So dich preisen, mich erweisen, daß man merke In mir deines Geistes Stärke. 3. Geuß tief du in mein Herz hinein, Du Heiland mir und Liebe zu Gott und Jesu. 28⁵ Herr allein, Die Flamme deiner Liebe, Daß ich nur immer bleib an dir, Daß nichts uns scheid' und nichts an mir Dich kränke noch betrübe. Durch dich Laß sich Ohn Aufhören in mir mehren Lieb und Freude, Daß der Tod uns selbst nicht scheide. 4. Von Gott strahlt mir ein Freudenlicht, Wenn du dein freund⸗ lich Angesicht Mich gnädig läßt erblicken. O Jesu, du mein süßes Gut, Dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut Kann meine Seel erquicken. Tröst mich Freundlich, Hilf mir Armen aus Erbarmen, hilf in Gnaden, Dein Wort ist's, das mich geladen. 5. Du hast mich, Gott, mein starker Held, Schon eh gegründet war die Welt, In deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm selbst vereint, Er ist mein dein Werk vollende. Amen, Amen! Komm, o Sonne, meine Wonne, ich verlange, Daß ich ewges Licht empfange. Eigne Melodie. 464 Seelenbräutigam, Jesu, Gottes Lamm! Habe Dank für deine Liebe, Die mich zieht aus reinem Triebe Zu dem Kreuzesstamm, Jesu, Gottes Lamm! 2. Deiner Liebe Glut Stärket Mut und Blut. Wenn du freund⸗ lich mich anblickest, Und an deine Brust mich drückest, Macht mich wohlgemut Deiner Liebe Glut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod! Dazu bist du Mensch geboren, Zu ersetzen, was verloren, Durch den Kreu⸗ zestod, Wahrer Mensch und Gott! 4. Meines Glaubens Licht Laß verlöschen nicht. Salbe mich mit Freudenöle, Daß hinfort in meiner Schatz, ich bin sein Freund, Den nun nichts mehr betrübet. Heil mir! Heil mir! Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben; Ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Singt unserm Gott den Seele Ja verlösche nicht Meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir Bleiben für und für. Deine Liebe will ich ehren, Und in dir dein Lob ver⸗ Herzensdank, Laßt andachtsvollmehren, Weil ich für und für den Festgesang Zu seinem Ruhm Bleiben werd in dir. erschallen, DemMenschensohn aus 6. Held aus Davids Stamm, Davids Stamm, Dem treuen Deine Liebesflamm Mich ernähre Seelenbräutigam Zu huldgen, zu und verkläre, Daß die Welt mich gefallen. Singet, Klinget, Jubel⸗ nicht verzehre, Ob sie mir gleich lieder, hallet wieder, daß die Erde gram, Held aus Davids Stamm. Voll von seinem Ruhme werde. 7. Großer Friedensfürst, Wie 7. O wie mein Herz so fröh-hast du gedürst't Nach der Men⸗ lich ist, Daß du mein Herr und schen Heil und Leben, Und dich in Heiland bist, Der Anfang und den Tod gegeben, Wie du riefst: das Ende! Du wirst mich auch mich dürst't, Großer Friedensfürst! zu deinem Ruhm Ganz bringen in dein Heiligtum, Daß sich 8. Deinen Frieden gieb, Aus so großer Lieb, Uns, den Deinen, 286 Das christliche Leben. die dich kennen, Und nach dir sich Christen nennen; Denen du bist lieb, Deinen Frieden gieb. 9. Wer der Welt abstirbt, Emsig sich bewirbt Um ein kindliches Vertrauen, Der wird bald mit Freuden schauen, Daß kein Mensch verdirbt, Der der Welt abstirbt. 10. Nun ergreif ich dich, Du mein ganzes Ich. Ich will nim⸗ mermehr dich lassen, Sondern gläubig dich umfassen, Weil im Glauben ich Nun ergreife dich. 11. Wenn ich weinen muß, Wird dein Thränenfluß Meine Thränen auch begleiten, Und zu deinen Wunden leiten, Daß mein Thränenfluß Sich bald stillen muß. 12. Wenn ich mich aufs neu Wiederum erfreu, Hältst du mich, daß ich nicht weiche, Bis ich dort in deinem Reiche Ewiglich aufs neu Mich mit dir erfreu. 13. Hier durch Spott und Hohn, Dort die Ehrenkron; Hier im Hoffen und Vertrauen, Dort im Haben und im Schauen, Denn die Ehrenkron Folgt auf Spott und Hohn. 14. Jesu, hilf, daß ich Immer ritterlich Alles durch dich über— winde, Und in deinem Sieg em⸗ pfinde, Wie so ritterlich Du ge⸗ kämpft für mich. 15. O mein Preis und Ruhm, Werte Saronsblum! In mir soll nun nichts erschallen, Als was dir nur kann gefallen, Werte Sarons⸗ blum, Du, mein Preis und Ruhm! Sieh Melodie. ieh, hier bin ich, 465. 205 Ehrenkönig, Lege mich vor deinen Thron; Schwache Thränen, kindlich Sehnen, Bring ich dir, du Menschensohn. Laß dich finden, laß dich finden, Bin ich auch nur Erd und Thon. 2. Sieh doch auf mich, Herr, das bitt ich, Leite mich nach dei⸗ nem Sinn; Dich alleine ich nur meine, Dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden, Gieb dich mir und nimm mich hin. 3. Herr, erhöre, ich begehre Nichts als deine freie Gnad, Die du giebest, den du liebest, Und der dich liebt in der That. Laß dich finden, laß dich finden, Der hat alles, der dich hat. 4. Hör, wie kläglich und be— weglich Dir die treue Seele singt, Wie demütig und wehmütig Deines Kindes Stimme klingt. Laß dich finden, laß dich finden, Denn mein Herze zu dir dringt. 5. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Weltlust, Ehr und Freud Sind nur Schmerzen mei— nemerzen, Welches sucht die Ewig⸗ keit. Laß dich finden, laß dich fin⸗ den, Großer Gott, ich bin bereit. Mel. Gott des Himmels und der. 466. Iesus⸗ Jesus, nichts als Jesus, Soll mein Wu sein und mein Ziel! Ja, ich mache ein Verbündnis, Daß ich will, was Jesus will, Denn mein Herz, mit ihm erfüllt, Rufet nur: Herr, wie du willt! 2. Einer ist es, dem ich lebe, Den ich liebe früh und spat. Jesus ist es, dem ich gebe, Was er mir gegeben hat. Ich bin in dein Blut verhüllt, Führe mich, Herr, wie du wilt! I.— Liebe zu Gott und Jesu. 287 3. Scheinet was, es sei mein 6. Mach alles in mir froh Glücke, Und ist doch zuwider dir, und gut, Daß stets ich minder Ach, so nimm es bald zurücke, Jesu, gieb, was nützet mir. Gieb dich mir, Herr Jesu, mild, Nimm mich dir, Herr, wie du willt! 4. Und vollbringe deinen Wil⸗ len In mir und durch mich, mein Gott; Deinen Willen laß erfüllen Mich in Freuden wie in Not, Sterben als dein Ebenbild, Herr, wann, wo und wie du willt. 5. Sei auch, Jesu, stets ge⸗ priesen, Daß du dich, und viel dazu, Hast geschenkt und mir erwiesen, Daß ich sing in heitrer Ruh: Es geschehe mir, mein Schild, Wie du willt, Herr, wie du willt. Mel. Ich dank dir schon. 467 O Hesus Christus,bleis 2 in mir Und alles andre schwinde! Mein Herz sei täglich näher dir Und ferner von der Sünde. 2. Laß täglich deine Huld und Macht Um meine Schwachheit schweben; Dein Licht verschlinge meine Nacht, Und meinen Tod dein Leben. fehle. Herr, deiner großen Liebe Glut Durchglühe meine Seele. 7. Gieb, daß mein eignes eitles Ich Werd jeden Tag geringer. O würd ich jeden Tag durch dich Noch mehr dein treuer Jünger! 8. Der Glaub an dich und deine Kraft Sei Trieb von jedem Triebe, Sei Trost in meiner Pilgerschaft, Du meine Freud und Liebe. Mel. Befiehl du deine Wege. 468 enn alle untreu werden, Erhalte mich dir treu, Daß Dankbarkeit auf Erden Nicht ausgestorben sei. Für mich umfing dich Leiden, Du starbst für mich in Schmerz, Drum geb ich dir mit Freuden Auf ewig hin mein Herz. 2. Oft möcht ich bitter weinen, Daß mancher dich vergißt, Der du doch für die Deinen Am Kreuz gestorben bist. Von Liebe nur durchdrungen, Hast du so viel gethan, Hast Heil der Welt er⸗ rungen, Und ach, wer denkt daran? 3. Du stehst voll treuer Liebe 3. Beim Sonnenstrahle deines Lichts Laß jeden Wahn verschwin⸗ den, Dein Alles, Christus, und mein Nichts Laß täglich mich empfinden. 4. Sei nahe mir, werf ich mich hin, Wein ich vor dir im Stil⸗ len; Dein reiner, gottergebner Sinn Beherrsche meinen Willen. 5. Wohn immer herrlicher in mir Voll Weisheit, Huld und Freude; Ich sei ein lebend Bild von dir, Im Glück und wenn ich leide. Roch immer jedem bei; Und wenn dir keiner bliebe, So bleibst du dennoch treu. O, diese Liebe sieget Und sie ergreift auch mich; Das Herz voll Rührung schmieget Sich inniger an dich. 4. Ich habe dich gefunden, O, lasse nicht von mir, Laß ewig mich verbunden, Eins ewig sein mit dir. Einst schauen alle wieder Voll Glauben himmelwärts, Und sinken liebend nieder Und fallen dir ans Herz. 288 Das christliche Leben. Mel. Mein Twastt. Mir wallt das Herz, 469. M So oft es sein gedenket, Den sein Erbarmen, seine treue Lieb Von seinem Thron herab ins Elend trieb. Gedanke, der mich ganz auf Jesum lenket! Ist's mir im Ernst um Seligkeit zu thun, Kann ich getrost in sei⸗ ner Liebe ruhn. 2. Ich mag kein Heil, Als nur in Jesu haben; Ich mag kein Licht, das nicht aus Jesu strahlt. Der Friede, den sein teures Blut bezahlt, Ist nirgend sonst, er muß damit begaben, Mein Jesus, der für mich am Kreuze starb, Und mir dadurch die Seligkeit erwarb. 3. Wie hoch der Geist Der Jünger auch gestiegen, Ihr höch— stes Wissen blieb das Kreuz des Herrn; So finden auch die Gläub⸗ gen nah und fern In seinem Kreuz das seligste Genügen. Wer in ihm einzig sucht der Seele Heil, Dem wird die höchste Weis⸗ heit auch zu teil. 4. Wir sehen ja Die Scharen seiner Zeugen, Wir kennen den, der uns erkaufet hat; Er that, er litt, er büßt an unsrer Statt, Wir müssen uns vor seinem Scep⸗ ter beugen. Er ist so groß und ist zugleich so gut, Wir opfern ihm von Herzen Gut und Blut. Eigne Melodie. 470 ie wohl ist mir, o 0 Freund der Seele, Wenn ich in deiner Liebe ruh! Ich steig aus meiner Schwermuts⸗ höhle, Und eile deinen Armen zu. Da muß die Nacht des Trauerns scheiden, Wenn mit der Fülle hoher Freuden Die Liebe strahlt aus deiner Brust. Hier ist mein Himmel schon auf Erden; Wer wollte nicht beseligt werden, Der in dir suchet Ruh und Lust? 2. Die Welt mag meine Fein⸗ din heißen, Es sei also, ich trau ihr nicht, Wenn sie mir gleich will Lieb erweisen, Bei einem freundlichen Gesicht. In dir ver⸗ gnügt sich meine Seele, Du bist mein Freund, den ich erwähle, Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welthaß in den stärksten Trübsalswellen Mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich die Last der Sün⸗ den drücken, Blitzt auf mich des Gesetzes Weh, Zeigt sich die Hölle meinen Blicken, Dann schau ich auf zur Kreuzeshöh; Ich fliehe, Herr, zu deinen Wunden, Da hab ich schon den Ort gefunden, Wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zu⸗ sammen, Du bist mein Heil, wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Lenkst du durch Wüsten meine Reise, Ich folg und lehne mich auf dich; Du giebst mir aus den Wolken Speise, Und tränkest aus den Felsen mich; Ich traue deinen Wunderwegen, Sie enden sich in Lieb und Segen; In Wüsten selbst bist du mein Stab. Ich weiß, wen du willst herrlich zieren Und über Sonn und Sterne führen, Den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster scheinen, Ich seh ihn an mit kann mich doch nicht fällen, Weil umsch süßen mit a mein reiche Mel. 47 zens Freu vor! ein 6 den auch hilfst 2 Ding kann, singe getha auf9 Woll len, 3 Kom u bist wähle, wenn elthaß Weil wellen reicht. Sün⸗ ch des Hölle au ich fliehe, „Da inden, treffen ich zu⸗ l, wer nimmt Büsten lehne ir aus änkest traue enden Liebe zu Gott und Jesu. 289 frohem Mut, Denn du, mein Es ist dein Geschenk und Gabe beben, hassest keinen, Des Herz Seele, Leib und Ehrenstand. Habe und Seele in dir ruht. Wie kann Dank für deine Treu, Welche alle des Weges Ziel mich schrecken, Morgen neu, Habe Dankfür deinen Da aus der Nacht, die mich wird Segen, An dem alles mir gelegen. decken, Ich eingeh in die Sicher⸗„4. Laß auch ferner deine Güte heit? Mein Licht, so will ich denn Uber mir sein Tag und Nacht; mit Freuden Aus dieser finstern Mich auf meinem Weg behüte Wildnis scheiden Zu deiner Ruh Durch der starken Engel Wacht. der Ewigkeit. Laß dieselben bei mir sein, Wenn 6. Wie ist mir dann, o Freund ich gehe aus und ein, Wenn ich der Seelen, So wohl, wenn ich reise, wache, schlafe, Wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann etwas Gutes schaffe. Welt, Not und Tod nicht quä⸗ 5. Segne alle meine Thaten len, Denn du, mein Gott, du Durch den werten Segensgeist, tröstest mich. Laß solche Ruh in Daß sie mögen wohl geraten, dem Gemüte, Nach deiner un⸗Und dein Name werd gepreist. umschränkten Güte, Des Himmels Es ist dein und nicht mein Werk, süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, Drum verleihe Mut und Stärk, mit allen Schmeicheleien! Nur er, Daß ich möge g'rad durchgehen, mein Heil, kann mich erfreuen. O Nicht auf Gunst und Ungunst sehen. reicher Trost: mein Freund ist mein! 6. Treuer Lehrer, wollst mich lehren, Gieb mir Weisheit und Mel. Werde munter, mein Gemüte. Verstand, Richt mein Thun zu 471 Liebster Jesu, Gnaden⸗ deinen Ehren, Und zu Dienst dem sonne, Meines Her⸗Vaterland; Ja, darauf sei es ge⸗ zens Zuversicht, Meiner Seele richt't, Ach, mein Gott, versag Freud und Wonne, Ich komm mir's nicht. Wehre, daß des vor dein Angesicht. Ob ich schon Satans Tücke Mir nicht dieses ein Sünder bin, Werf ich doch Ziel verrücke. den Mut nicht hin; Bin ich 7. Gieb Geduld und hilf mir auch schon Asch und Erde, Du tragen Meines Amtes Last und hilfst, daß ich selig werde. Bürd', Die mich oftmals pflegt 2. Herr, ich muß vor allen zu plagen, Und auch oft beschwer⸗ Dingen, Ob ich schon nicht völlig lich wird. Stößt ein Hindernis kann, Dir ein Lob⸗ und Danklied mir auf, Und beschwert mir meinen fingen, Daß du mir viel Guts Lauf, Laß mein Herz sich ja nicht gethan, Von der zarten Kindheit quälen, Sondern alles dir befehlen. auf Durch den ganzen Lebenslauf. 8. Dir befehl ich meine Sachen, Wollt ich all dein Wohlthun zäh⸗Dir sei alles heimgestellt, Wollest len, Würde mir es gänzlich fehlen. es mit ihnen machen, Wie es dir, 3. Alles, was ich bin und habe, o Herr, gefällt. Kommt mir Kommt von deines Vaters Hand, Kreuz und Leid zu Haus, Daß 19 290 Das christ liche Leben. es scheint, als sei es aus, Laß mich folgen deinem Willen, Und damit den Kummer stillen. 9. Muß ich etwa Spottred hö— ren, Werd ich hie und da ver⸗ acht't: Laß dies nicht mein Herz beschweren. Bin ich von der Welt verlacht: Was ist's mehr? Welt, wie du willt, Du, o Gott, bist doch mein Schild; Laß mich wi⸗ der dich nichts sprechen, Auch mich nicht an Feinden rächen. 10. Soll ich hier noch länger leben, Nehm ich's gern und willig an, Will auch gar nicht wider— streben, Wenn ich nur dir dienen kann. Schaff, daß ich dir treu verbleib, Gieb dazu gesunden Leib, Und daß ich mir laß genügen, Wie du es mit mir willst fügen. 11. Soll ich aber von hier scheiden, Will ich auch zufrieden sein; Führst du doch zu ewgen Freuden, Drum so schlaf ich selig ein. Nimm in deine Händ die Seel, Senk den Leib zur Grabeshöhl. Ja, Herr, dies ist mein Begehren, Jesu, wollest mir's gewähren. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 472 Rein, nichts Höh'res kennt mein Glaube, Nichts erhebt mich mehr vom Staube, Als daß mir zum Heil und Leben Gottes Sohn sich hin⸗ gegeben. Daß ich einen Heiland habe, Mich an seinen Gütern labe, Und in sein Verdienst mich kleide: Dies ist meiner Seelen Freude. 2. Sein will ich mich gläubig freuen, Meinen Bund mit ihm erneuen, Denn auf meiner Pilger— reise Nährt er mich mit Himmels⸗ speise. Daß ich einen Heiland habe, Der mit treuem Hirtenstabe Mich zu grünen Auen leitet: Dies hat Liebe mir bereitet. 3. Ewge Liebe, sei gepriesen, Die sich hülfreich mir erwiesen, Die den Mittler hat getrieben, Mich bis in den Tod zu lieben. Daß ich einen Heiland habe, Der mich liebte bis zum Grabe, Der nun lebt als Überwinder: Dies gewähret Trost dem Sünder. 4. Trotzge und verzagte Herzen Achten nicht des Heilands Schmer⸗ zen, Können, ach, so leicht ver⸗ gessen, Was sie ernstlich nie er⸗ messen. Daß ich einen Heiland habe, An dem ich mich weid und labe, Ginge mir dies Heil ver⸗ loren, Wär ich besser nie geboren. 5. Fehlt er mir, so weicht mein Friede, Ohn ihn ist die Seele müde, Licht und Trost bleibt mir verschwunden, Bis ich wieder ihn gefunden. Daß ich einen Heiland habe, Reich an jeder Himmels⸗ gabe, Dies allein erweckt aufs neue Meinen Mut und meine Treue. Kraft und Ruh und Freude fehlen, Will ich flehend zu ihm blicken, Und er wird mein Herz erquicken. Daß ich einen Heiland habe, Des ich bleibe bis zum Grabe, Der mich macht zum Himmelserben: Darauf will ich freudig sterben. Eigne Melodie. 473 J hab genug; Mein Herr ist Jesus Christ, Mein Herr ist er allein, Wer nur sein Knecht Und treuer Jünger 6. Sollte jemals meiner Seelen n ernstl Gott, einer nichte 4. mich Erns nem ter E Heiland tenstabe : Dies priesen, rwiesen, trieben, lieben. he, Der he, Der Dies ider. Herzen Schmer⸗ cht ver⸗ nie er⸗ Heiland eid und eil ver⸗ Ehrfurcht u nd Demut. 291 st, Darf ohne Sorgen sein. Ich will ganz meinem Gott anhangen, Und nicht mehr nach der Welt verlangen: Ich hab genug. 2. Ich hab genug, Ich bin der Sorgen los, Und kränke nicht mein Herz; Ich bin vergnügt Und sitz in Gottes Schoß, Der lindert allen Schmerz; Ich sorge nicht mehr für mein Leben, Der Höchste kann mir alles geben: Ich hab genug. 3. Ich hab genug, Und sorge für den Geist, Das andre fällt mir zu. Nur Gottes Reich, Das Jesus suchen heißt, Das giebt mir wahre Ruh. Ich trachte nur, des Vaters Willen In Kraft des Geis⸗ tes zu erfüllen: Ich hab genug. 4. Ich hab genug, Ich lieg an Jesu Brust, Da schwindet aller Schmerz. Was will ich mehr? Dort find ich Himmelslust, Dort stillt sich ganz mein Herz. Im Vorschmack weiß ich schon auf Erden, Was mir im Himmel einst soll werden: Ich hab genug. 5. Ehrfurcht Mel. Wer nur den lieben Gott. dor dir, o Gott, si 474. Verudlic scheuen 56 5 geboren. ht mein Seele 'ibt mir eder ihn Heiland mmels⸗ Ifs neue Treue. »Seelen fehlen, blicken, quicken. he, Des e, Der Serben: sterben. Mein Christ, , Wer Jünger unsre allergrößte Pflicht. Kein Mensch kann deiner Huld sich freuen, Scheut er dein heilges Auge nicht. Drum wirk in mir durch deinen Geist Die Furcht vor dir, die kindlich heißt. 2. In allem, was ich thu und denke, Laß, Herr, das meine Weisheit sein, Daß ich mein Herz zur Sorgfalt lenke, Vor jeder Sünde mich zu scheun; Denn wer noch Lust zur Sünde hat, Der fürchtet dich nicht in der That. 3. Gieb, daß ich stets zu Her⸗ zen nehme, Daß du allgegenwär⸗ tig bist, Und das zu thun mich ernstlich schäme, Was dir, mein und Demut. mich vom verdienten Fluch Be⸗ freit, und stets mich liebreich trug. 5. Ja, Vater, laß mit Furcht und Zittern Mich schaffen meine Seligkeit. Soll nichts mein ew⸗ ges Glück erschüttern, So führ mich in der Gnadenzeit. Mit Vorsicht lehr mich Unrecht fliehn, Mich nur um deine Gunst bemühn. 6. Gieb, daß ich stets ein gut Gewissen Vor dir zu haben sorg⸗ sam sei, Und mache von den Hin⸗ dernissen Der wahren Tugend selbst mich frei. Nie störe Furcht und Lust der Welt Mich, das zu thun, was dir gefällt. 7. In deiner Furcht laß mich stets wandeln, Und überall, wo ich auch sei, Nach deiner Vorschrift redlich handeln; Du hassest alle Heuchelei. Wer dich von Herzen Gott, zuwider ist. Der Beifall einer ganzen Welt Hilft dem ja nichts, der dir mißfällt. 4. Laß immer dein Gericht mich scheuen, Und wirke steten Ernst in mir, Mein Leben dei⸗— nem Dienst zu weihen. Dein gu⸗ ter Geist erhalt mich dir, Dir, der scheut und ehrt, Nur der ist dir, o Vater, wert. 8. In deiner Furcht laß mich einst sterben, So schreckt mich we⸗ der Tod noch Grab, So werd ich jenes Leben erben, Für das dein Sohn sein Leben gab. Dich fürch⸗ 19³ 202 Das christliche Leben. ten, Herr, bringt Segen ein, Groß wird der Lohn im Himmel sein. Mel. Wachet auf, ruft uns die. OGomm, in uns dich zu 47⁵5. K verklären, Daß wir dich würdiglich verehren, Mach unser Herz zum Heiligtum. Wird d dein Licht uns ganz erfüllen, So wird sich unser Sehnen stillen, So leben wir zu deinem Ruhm. Dir bringen lebenslang Wir herzlich Preis und Dank, Ewge Liebe! Wie selig ist, Wer dein genießt, Von deinem Lob stets überfließt! Mel. Nun ruhen alle Wälder. 476 Was ich nur Gutes habe, milde Gabe, Lichtsß. Mein Dasein und mein Leben Ward mir von dir gegeben, Und ohne dich vermag ich nichts. 2. Verstand und Mut und Kräfte Zum nützlichen Geschäfte liebe Und mich in deinem Willen Hab ich aus deiner Huld. Dein ist's, wenn gute Thaten Mir Schwachen wohl geraten, Die Mängel sind bloß meine Schuld. 3. Das Glück, des ich mich freue, Hab ich durch deine Treue, Du Herr der ganzen Welt. Du ordnest unsre Tage, Ihr Glück und ihre Plage, Nur so, wie dir es wohlgefällt. 4. Sollt ich mich denn erheben, Wenn mir in diesem Leben Viel Gutes widerfährt? Was hat dich, Herr, bewogen, Daß du mich vor⸗ gezogen? Bin ich auch jemals dessen wert? 5. Ich bin viel 2 geringe, Daß mir ein Werk gelinge Durch eigne Kraft allein. O laß mich's Ist deine nicht vergessen, So werd ich nicht vermessen, Nicht stolz auf meine Kräfte sein. 6. Das nützlich anzuwenden, Was du mit Vaterhänden Mir gütig zugewandt, Dein treuer Knecht zu werden, Das sei mein Fleiß auf Erden, Dazu gieb Demut und Verstand. Mel. Zeuch meinen Geist. 4 760. Herr legt mein Sinn sich vor dir nieder, Mein Geist sucht seinen Ur sprung Herr, dein erfreuend An⸗ wieder; gesicht Verbirg vor meiner Ar⸗ mut nicht. 2. Schau her, ich fühle mein Du Vater alles Verderben, Laß mich in Christ Tode sterben. O möchte doch in seiner Pein Mein ganzes Selbst ertötet sein! 3. Ich fühle wohl, daß ich dih übe, Jedoch ist von Unlauterkeit Die Liebe noch nicht ganz befreit. 4. Ich muß noch mehr auf alhet Erden Durch deinen Geist geheiligt werden, Der Sinn muß tiefer in dich gehn Und unbewer⸗ lich muß ich stehn. 5. Ich weiß mir ne nicht selbst zu raten, Hier helfen nichts ö der Menschen Thaten, Wer macht sein Herz wohl selber rein?“ Es 1205 durch dich gewirket sein. Doch kenn ich wohl din Waues Lieben, Du bist noch immer treu geblieben; Ich bin gewiß,“ du stehst mir bei, Und machst mich von mir selber frei. 7. Indessen will ich treulich kämpfen, Und stets die falsche Regutr deine nach 8 ner S anz in me nur 9 geden senke, blickt erqui 70 im 6 Sieg es 2 Liebe Mel. Stil mit“ zu s⸗ ran auterkeit befreit. ehr auf n Geist nn muß nbeweg⸗ ir nicht n nichts r macht in? Es sein. hl dein immer gewiß, ⸗ machst treulich ö falsche Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 293 Regung dämpfen, Bis du ersiehest deine Zeit, Und giebst mir Frieden nach dem Streit. 8. Drum will die Sorge mei⸗ ner Seelen Ich dir, mein Vater, ganz befehlen; Ach, drück es fest in meinen Sinn, Daß ich in dir nur selig bin. 9. Wenn ich mit Ernst hieran gedenke Und mich in deine Tiefe senke, So werd ich von dir ange⸗ blickt Und in des Herzens Grund erquickt. 10. So wächst der Eifer mir im Streite, Ich habe schon des Sieges Beute, Und fühle, daß es Wahrheit ist, Daß du die Liebe selber bist. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 478 zern in alles mich zu fügen, Mich der Stille still zu freun, Ohne verlangen: Diese Weisheit fleh ich mir, Hocherhabner Gott, von dir. 2. Unbekannte Wege wandeln, Wege, die dein Aug nur kennt, Stille dulden, schweigend handeln, Wo kein Menschenmund mich nennt: Das, du freundlicher Ge⸗ währer, Aller Demut Quell und Lehrer, Jesus Christus, lehre mich, Still und schweigend sehn auf dich. 3. Gott der Niedrigen und Stillen, Die so gern im Schatten ruhn, Streng und fromm nach deinem Willen Einsam leiden oder thun, Laß, o Vater, mich nicht kla⸗ gen, Sollt ich schwere Lasten tragen, Schweigend lieber in mich gehn, Demutsvoll auf dich nur sehn. 4. Gott, du bist mein Gott, Worte, mit VergnügenAller Knechte Knecht Immer stil ich falle Demutsvoll zu Fuße dir. Du erquickst, begnadigst alle, Schenkest Gnad und Ruh auch mir, Unterstützest mein Bestreben, ler dir zu leben, Mei⸗ zu sein, Nie mit Gaben stolz zu ner Ohnmacht nie zu traun, Fester prangen, Menschenruhm nie zu stets auf dich zu baun. Eigne Melodie. 479 Befiehl du deine Wege, * Und was dein Herze 6. Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. Läßt Gott sich gar nichts nehmen, Es muß erbeten sein. 3. Dein' ewge Treu und Gnade, kränkt, Der allertreusten Pflege O Vater, weiß und sieht, Was Des, der den Himmel lenkt. Wolken, Luft und Winden Giebt Geblüt; Wege, Lauf und Bahn, Der wird auch Wege finden, Wo dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herrn mußt du ver⸗ Der gut sei oder schade Dem sterblichen Und was du dann er⸗ lesen, Das treibst du, starker Held, Und bringst zu Stand und Wesen, Was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, trauen, Wenn dir's soll wohl er⸗An Mitteln fehlt dir's nicht; Dein gehn; Auf sein Werk mußt du Thun ist lauter Segen, Dein schauen, Wenn dein Werk soll. Gang ist lauter Licht. Dein Werk bestehn. Grämen Und mit selbsteigner Pein Mit Sorgen und mit kann niemand hindern, Dein' Ar⸗ beit darf nicht ruhn, Wenn du, 29⁴ Das christliche Leben. was deinen Kindern Ersprießlich ist, willst thun. 5. Und ob gleich alle Teufel Hier wollten widerstehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zu— rücke gehn. Was er sich vorge— nommen, Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen Zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, Hoff, und sei unverzagt. Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer plagt, Mit großen Gnaden rücken; Erwarte nur die Zeit, So wirst du schon erblicken Die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gieb deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht; Laß fah⸗ ren, was das Herze Betrübt und traurig macht. Bist du doch nicht Regente, Der alles führen soll; Gott sitzt im Regimente Und füh— ret alles wohl. 8. Ihn, ihn laß thun und wal⸗ ten, Er ist ein weiser Fürst, Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst, Wenn er, wie's ihm gebühret, Mit wunder⸗ barem Rat Das Werk hinaus⸗ geführet, Das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile Mit seinem Trost verziehn, Und thun an seinem Teile, Als hätt' in seinem Sinn Er deiner sich begeben, Und sollt'st du für und für In Angst und Nöten schwe— ben, So frag er nichts nach dir. 10. Wird's aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst, So wird er dich entbinden, Da du's am mind'sten gläubst. Er wird dein Herz erlösen Von der so schweren Last, Die du zu keinem Bösen Bisher getragen hast. Treue, Du hast und trägst davon, Mit Ruhm und Dankgeschreie, Den Sieg, die Ehrenkron. Gott selbst giebt dir die Palmen In deine rechte Hand, Und du singst Freudenpsalmen Dem, der dein Leid gewandt. Ende Mit aller unsrer Not, Und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Und Tren empfohlen sein, So gehen unsre Wege Gewiß zum Himmel ein. Eigne Melodie. allem Kreuz und Herzeleid. Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, Der hat auf keinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die schwe⸗ ren Sorgen? Was hilft uns un⸗ unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid Nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille, Und sei doch in sich selbst vergnügt, Wie unsers Gottes Gnadenwille, Wie sein' Allwissen⸗ heit es fügt. Gott, der uns ihm hat auserwählt, Der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freu⸗ denstunden, Er weiß wohl, was uns nützlich sei; Wenn er uns 11. Wohl dir, du Kind der 12. Mach End, o Herr, mach Stärk unsre Füß und Hände, 480 er nur den lieben Gott läßt walten, Und hoffet auf ihn allezeit, Den wird er wunderbar erhalten In ——— ser Weh und Ach? Was hilft eo, daß wir alle Morgen Beseufzen „ mach Not, Hände, d Und Tren 1 unsre iel ein, lieben walten, t, Den ten In Wer traut,“ gebaut. schwe⸗ ins un⸗ ilft es, seufzen machen größer wenig selbst Gottes wissen⸗ us ihm 5 auch ö Freu⸗ „ was r uns Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 295 e Rein Arzt und nur hat treu erfunden, Und merket bedenken, Er, als mein Arzt und keine Heuchelei, So kommt er, eh Wundermann, Wirdmir nicht Gift wir's uns versehn, Und lässet uns einschenken Statt Arzenei. Gott viel Guts geschehn. ist getreu, Drum will auf ihn ich 5. Denk nicht in deiner Drang⸗bauen, Und seiner Güte trauen. salshitze, Daß du von Gott ver⸗ 4. Was Gott thut, das ist wohl⸗ lassen seist, Und daß nur der im gethan, Er ist mein Licht, mein Schoß ihm sitze, Der sich mit Leben, Der mir nichts Böses stetem Glücke speist; Die Folge-gönnen kann; Ihm will ich mich zeit verändert viel Und setzet jeg⸗ergeben In Freud und Leid. Es lichem sein Ziel. kommt die Zeit, Da öffentlich er⸗ 6. Es sind ja Gott geringe scheinet, Wie treulich er es meinet. Sachen Und ist dem Höchsten 5. Was Gott thut, das ist wohl⸗ alles gleich, Den Reichen klein gethan. Muß ich den Kelch auch und arm zu machen, Den Armen schmecken, Der bitter ist nach mei⸗ aber groß und reich. Gott ist nem Wahn, Laß ich mich doch nicht der rechte Wundermann, Der bald schrecken, Weil doch zuletzt Ich werd erhöhn, bald stürzen kann. ergötzt Mit süßem Trost im Her⸗ 7. Sing, bet und geh auf zen, Dann weichen alle Schmerzen. Gottes Wegen, Verricht das Deine 6. Was Gott thut, das ist wohl⸗ nur getreu, Und trau des Him⸗ gethan, Dabei will ich verbleiben; mels reichem Segen, So wird Es mag mich auf die rauhe Bahn er bei dir werden neu. Denn Not, Tod und Elend treiben: welcher seine Zuversicht Auf Gott So wird Gott mich Ganz vä⸗ setzt, den verläßt er nicht. terlich In seinen Armen halten, Eigne Melodie Drum laß ich ihn nur walten. 481 as Gott thut, das Mel. Ringe recht, wenn. ist wohlgethan, Es 482 Gott will machen, daß bleibt gerecht sein Wille; Wie er die Sachen Gehen, fängt meine Sachen an, Will ich wie es heilsam ist. Laß die Wel⸗ ihm halten stille. Er ist mein len um dich schwellen, Wenn du Gott, Der in der Not Mich nur bei Jesu bist. wohl weiß zu erhalten, Drum 2. Wer sich kränket, weil er den⸗ laß ich ihn nur walten. ket, Seiner achte nicht sein Gott, 2. Was Gott thut, das ist Wird mit Klagen nur sich plagen wohlgethan, Sein Wort kann ja Und nicht lindern seine Not. nicht trügen; Er führet mich auf 3. Du Verächter, Gott, dein rechter Bahn, Drum laß ich mir Wächter, Schläfet ja noch schlum⸗ genügen An seiner Huld, Und hab mert nicht. Zu den Höhen auf⸗ Geduld. Er wird mein Unglück zusehen, Das ist deines Glaubens wenden, Es steht in seinen Händen. Pflicht. 3. Was Gott thut, das ist. 4. Im Verweilen und im Eilen wohlgethan; Er wird mich wohl Bleibt ihm stets ein Vaterherz. Laß 296 Das christliche Leben. dein Weinen bitter scheinen, Dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste, daß das Beste Über dich beschlossen sei. Wenn dein Wille nur ist stille, So wirst du von Kummer frei. 6. Hoff und glaube, küß im Staube Gottes Rute, die dich übt; Der sie führet und regieret, Hat nie ohne Frucht betrübt. 7. Willst du wanken in Ge⸗ danken, UÜUbe nur Gelassenheit; Den laß sorgen, der auch morgen Herr ist über Freud und Leid. 8. Gottes Hände sind ohn Ende, Sein Vermögen hat kein Ziel; Ist's beschwerlich, scheint's gefährlich, Deinem Gott ist nichts zu viel. 9. Seine Wunder sind der Zun⸗ der, Dran der Glaube Funken fängt. Alle Thaten sind geraten Jedesmal, wie er's verhängt. 10. Wenn die Stunden sich ge⸗ funden, Bricht die Hülf mit Macht herein, Und dein Grämen zu be⸗ schämen, Wird es unversehens sein. 11. Eignen Willen zu erfüllen, Leidet sich's noch ziemlich wohl; Da ist Plage, Not und Klage, Wo man leiden muß und soll. 12. Drum wohl denen, die sich sehnen Nach der stillen Wil⸗ lensruh. Auf das Wollen fällt dem Sollen Die Vollbringungs⸗ kraft bald zu. 13. Nun so trage deine Plage Fein getroft und mit Geduld; Wer das Leiden will vermeiden, Häufet seine Sündenschuld. 14. Die da weichen und das Zeichen Ihres Bräutigams ver⸗ schmähn, Müssen laufen zu den 15. Aber denen, die mit Thrä⸗ nen Küssen ihres Jesu Joch, Wird die Krone auf dem Throne Ihres Heilands werden noch. 16. Amen, Amen! in dem Na⸗ men Meines Jesu halt ich still; Es geschehe und ergehe, Wie und wann und was er will. Eigne Melodie. Ascheh allzeit, Sein Will ist stets der beste. Zu helfen ist er dem bereit, Der ihm nur glaubet feste. Er hilft aus Not, der treue Gott, Und züchtiget mit Maßen. Wer Gott vertraut, fest auf ihn baut, Den will er nicht verlassen. 2. Gott ist mein Trost und Zuversicht, Mein' Hoffnung und mein Leben. Was mein Gott will, dem will ich nicht Undank⸗ bar widerstreben. Sein Wort ist wahr, und all mein Haar Hat er, der Herr, gezählet. Er schützt und wacht, nimmt uns in acht, Auf daß uns ja nichts fehlet. 3. Muß gleich ich Sünder von der Welt Hingehn nach Gottes Willen: Gott mache es, wie's ihm gefällt, Ich will doch halten stille. Mein' arme Seel ich Gott befehl In meinen letzten Stunden. O treuer Gott, Sünd, Höll' und Tod Hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, Du wirst mir's nicht versagen: Wenn mich der böse Geist anficht, Laß mich ja nicht verzagen; Hilf, steu'r und wehr, ach Gott, mein Herr, Zu Ehren deinem Namen. Wer das begehrt, dem wird's gewährt, Drauf sprech Haufen, Die zur linken Seite stehn. ich fröhlich: Amen. 483.Was mein Gott will e. meit 3. nem — Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 297 Mel. Aus tieser Rot schrei ich. Jallem Übel schützt. Folg ich des 484 Hern⸗ wie du willst, Herrn Gesetzen, So wird mich 8 so schicks mit mir, nichts verletzen, Nichts fehlen, Im Leben und im Sterben. Mein was mir ewig nützt. Herz verlangt allein nach dir, Laß 5. Er wolle meiner Sünden In mich doch nicht verderben. Erhalt Gnaden mich entbinden, Durch⸗ mich nur in deiner Huld, Sonst streichen meine Schuld. Er wird wie du willst; gieb mir Geduld: auf mein Verbrechen Nicht gleich Dein Wille ist der beste. das Urteil sprechen, Und haben 2. Zucht, Ehr und Treu ver⸗noch mit mir Geduld. leihe mir, Und Lieb zu deinem 6. Leg ich mich späte nieder, Worte. Erhalte, Herr, mich treu Erwach ich frühe wieder, Lieg bei dir, Dem wahren Seelenhorte.soder zieh ich fort, In Schwach- Gieb, was mir dient zur Seligkeit, heit und in Banden, Ist irgend Vend ab all Ungerechtigkeit In Not vorhanden, So leitet mich meinem ganzen Leben. sein kräftig Wort. 3. Wenn ich einmal nach dei⸗ 7. Hat er es denn beschlossen, nem Rat Bon dieser Welt soll So will ich unverdrossen An scheiden, O so verleih mir deine mein VBerhängnis gehn; Kein Gnad, Daß es gescheh mit Freu⸗Unfall unter allen Wird je so den. Herr, Leib und Seel befehl schwer mir fallen, Ich will ihn ich dir; Gieb nur ein selges Ende männlich überstehn. mir Durch JesumChristum.Amen. 8. Ihm hab ich mich ergeben, Mel. Nun ruhen alle Wälder. Zu sterben und zu leben, Sobald 48⁵ On allen meinen Thaten er mir gebeut; Heut sei es oder Laß ich den Höchsten morgen, Dafür laß ich ihn sorgen, raten, Der alles kann und hat. Er weiß die rechte Rettungszeit. Er muß zu allen Dingen, Soll's 9. So sei nun, Seele, seine, anders wohl gelingen, Selbst Und traue dem alleine, Der dich geben guten Rat und That. geschaffen hat. Es gehe, wie es 2. Nichts ist es, spät und frühe, gehe, Dein Vater in der Höhe, Um alle meine Mühe, Mein Sor⸗Der weiß zu allen Sachen Rat. gen ist umsonst. Er mag's mit ö Eun me Nach seinem Wil⸗ Eigne an M en machen, Ich stell's in seine ohl dem Menschen, der Vatergunst. 486. W von Herzen Alles, 3. Es kann mir nichts geschehen, was ihn überfällt, In des Höchsten Als was er hat ersehen, Und was Hände stellt, Der nicht durch ver⸗ mir selig ist. Ich nehm es, wie er's borgne Schmerzen Seines Un⸗ giebet, Was ihm mit mir beliebet, glücks trübe Nacht Trüber macht. Das hab ich auch getrost erkiest. 2. Denn es ist doch nur ver⸗ 4. Ich traue seiner Gnaden, gebens, Daß der Mensch der Die mich vor allem Schaden, Vor irrt und fehlt, Immer sich mit 298 Das christliche Leben. Sorgen quält, Weil der Vater unsers Lebens Alles, wie es soll geschehn, Vorgesehn. 3. Eh du noch die Welt betratest, Eh dir Gott dein Leben gab, Wog er Glück und Unglück ab, Gab dir Segen, eh du batest, Sah schon deine Thräne an, Eh sie rann. 4. Wenn der Himmel dich will segnen, So empört die Erde sich Nur vergebens wider dich; Soll dir Widriges begegnen, Wirst du ihm durch Widerstehn Nicht entgehn. 5. Wenn dich schwere Sorgen drücken, Und dein Herz in Ang⸗ sten schlägt: Zage nicht, der alles trägt, Lenket es, dich zu beglücken; Deine Stunde kommt auch wohl, Wann sie soll. 6. Will ein Feind dir Angst erwecken, Seine Feindschaft, die dich kränkt, Ist durch Gottes Macht beschränkt. Will dich Not und Tod erschrecken, Gott ist bei dir in der Not Und im Tod. 7. Drum ergieb dich Gott mit Freuden, Warte, bis des Höchsten Hand Dir dein Glück hat zuer⸗ kannt. Schicke dich auch gern zum Leiden, Schweig getrost zu allem still, Was Gott will. 8. Gott weiß alles wohl zu ma⸗ chen; Darum, wer sich felsenfestAuf des Höchsten Huld verläßt, Und sich gern in allen Sachen In des Vaters Willen schickt, Lebt beglückt. Mel. Eins ist not. 487 3˙⁰⁷⁰ nicht, wenn 2 Dunkelheiten Auf des Lebens Pfade ruhn; Gott ist gut, er wird euch leiten, Ihm seine Gedanken nicht eure Gedan— den Glauben nicht wanken, Daß er, der des Wurmes im Staube lich durchs Dunkel euch lenkt. 2. Alles Dunkel dieses Lebens Glänzt vor Gott wie Sonnen⸗ licht; Wir durchforschen's oft ver⸗ gebens, Seinen Blick hemmt Dun⸗ kel nicht. Er kennet das Große, das Kleine, das Ferne, Die Thrä⸗ Sterne; Mit mächtiger Liebe ver⸗ folgt er den Plan, Den seine un⸗ endliche Weisheit ersann. 3. Von Erstaunen hingerissen Sinnt der hohe Seraph nach; Ach, beschränkt ist noch sein Wissen, Ewig fühlt er sich noch schwach. Was murren wir Menschen von Kindes verstande? Wir sind ja nur Wandrer im schattigen Lande. Nur Demut erhebet den ängst⸗ lichen Sinn, Sie wirft in die Arme des Vaters uns hin. 4. Ach, erkenne dich, o Seele, Fühle, wie so schwach du bist; Blicke still zu Gott, und wäͤhle, Was von ihm verordnet ist. Der Trübsal entströmen oft heilige Freuden, Und Segen entsprießet den bittersten Leiden; Bedenk es, und jauchze, daß Gott dich regiert, Sei folgsam, auch wenn er durch Dornen dich führt. 5. Nicht das sinnliche Vergnü⸗ gen Wird von Christen hochgeehrt, Schätze nur, die nimmer trügen, Sind des heißen Strebens wert, Hinweg denn, ihr bangen, enteh⸗ renden Sorgen! In Gott sind die ist's Freude, wohlzuthun. Sind Schätze des Christen verborgen, gedenkt, Auch sorgsam und freund⸗ nen der Armen, die Scharen der ken, Laßt dennoch, o Christen, ebens nnen⸗ t ver⸗ Dun⸗ hroße, Thrä⸗ n der E ver⸗ 1e Un⸗ rissen Der eilige rießet ik es, giert, durch gnü⸗ ehrt, igen, vert, nteh⸗ d die gen, Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 299 —— 35——— Hier tilgt sie kein Unfall, keins 4. Du, mein Herr Jesu Christ, 63 tobender Schmerz; Auch traurige Der so geduldig ist Für mich am Stunden bereichern das Herz. Kreuz gestorben, Du hast mir Heil 6. Dulden wir gleich manche erworben. Hilf mir, wenn ich er⸗ Plage, Der Allweise wägt sie ab.bleiche, Zum ewgen Himmelreiche. Er durchschauet unsre Tage Von 5. Erhöre gnädig mich, Mein der Wiege bis ans Grab. Was Trost, das bitt ich dich, Hilf mir, jetzt uns betrübet, soll einst uns am letzten Ende, Nimm mich in entzücken; O selige Hoffnung, wie deine Hände, Damit ich selig kannst du erquicken! Nun ängsten sscheide Zur ewgen Himmelsfreude. die künftigen Tage uns nicht; 6. Amen, zu aller Stund Der Ewige spricht, und das Dun⸗ Sprech ich aus Herzensgrund: kel wird Licht. Du wollest selbst uns leiten, Herr 7. Schwinge dich empor vom Christ, zu allen Zeiten, Daß wir Staube, Fasse Mut, verzagter einst deinen Namen Dort ewig Geist! Siegen, siegen wird derspreisen. Amen. Glaube, Der den Herrn des Le⸗ bens preist. O laß dich das Mel. Was Gott thut, das ist. Dunkel der Erde nicht kümmern, 489 Auf Gott und nicht Schon sieht ja dein Glaube die auf meinen Rat Herrlichkeit schimmern, Die jen⸗Will ich mein Glück stets bauen, seits der Sterne dir Jesus ent⸗Und dem, der mich erschaffen hat, hüllt; Da rufst du einst jauch⸗Mit ganzer Seele trauen. Er, zend: das Herz ist gestillt. der die Welt Allmächtig hält, Wird mich in meinen Tagen Als Eigne Melodie. Gott und Vater tragen. 488 Auf meinen lieben Gott 2. Er sah von aller Ewigkeit, Trau ich in Angst Wie viel mir nützen würde, Be⸗ und Not, Er kann mich allzeit stimmte meine Lebenszeit, Mein retten Aus Trübsal, Angst und Glück und meine Bürde. Was Nöten; Mein Unglück kann erszagt mein Herz? Ist auch ein wenden, Es steht in seinen Händen. Schmerz, Der zu des Glaubens 2. Ob mich die Sünd anficht, Ehre Nicht zu besiegen wäre? Verzag ich dennoch nicht; Auf 3. Gott kennet, was mein Christum will ich bauen, Und ihm Herz begehrt, Und hätte, was ich allein vertrauen. Ihm will ich mich bitte, Mir gnädig, eh ich's bat, ergeben, Im Tode wie im Leben. gewährt, Wenn's seine Weisheit 3. Wenn mich der Tod nimmt litte. Er sorgt für mich Stets hin, Ist sterben mein Gewinn, väterlich. Nicht, was ich mir Denn Christus ist mein Leben, ersehe, Sein Wille, der geschehe. Ihm hab ich mich ergeben. Ich 4. Oft ist ein ungestörtes Glück sterb heut oder morgen, Mein' Weit schwerer noch zu tragen, Als Seel wird Gott versorgen. selbst das widrigste Geschick, Bei 300 Das christliche Leben. dessen Last wir klagen. Die größte Not Hebt doch der Tod, Und Ehre, Glück und Habe Verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was sicher glück⸗ lich macht, Läßt Gott es keinem fehlen. Gesundheit, Ehre, Reich⸗ tum, Pracht Erretten keine See⸗ len. Wer Gottes Rat vor Augen hat, Dem wird ein gut Gewissen Die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlich⸗ keit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ist's überwunden! Hofft auf den Herrn, Er hilft uns gern; Seid fröhlich, ihr Gerechten, Der Herr hilft seinen Knechten. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 490 Was soll ich ängstlich kla— gen, Und in der Not ver⸗ zagen? Der Höchste sorgt für mich. Er sorgt, daß meiner Seele Kein wahres Wohlsein fehle: Genug zum Trost, mein Herz, für dich. 2. Was nützt es, heidnisch sor⸗ gen, Und jeden neuen Morgen Mit neuem Kummer sehn? Du, Vater meiner Tage, Weißt, eh ich's dir noch sage, Mein Leid und auch mein Wohlergehn. 3. Auf deine Hand zu schauen, Dir kindlich zu vertrauen, Das, Herr, ist meine Pflicht. Ich will sie treulich üben, Und dich, mein Vater, lieben, Denn du verläßt die Deinen nicht. 4. Der du die Blumen klei⸗ dest, Und alle Tiere weidest, Du Schöpfer der Natur, Weißt alles, was mir fehlet; Drum, Seele, was dich quälet, Befiehl 5. Herr, alle meine Sorgen, Die Not auch, die verborgen An meinem Herzen nagt, Werf ich auf dich, den Treuen; Den weißt du zu erfreuen, Der fromm nach deiner Hülfe fragt. 6. Wenn meine Augen thrä⸗ nen Und sich nach Hülfe sehnen, So klag ich's dir, dem Herrn. Dir, Vater, dir befehle Ich jeden Wunsch der Seele; Du hörst, du hilfst, du segnest gern. 7. Der du mir hier im Leben Schon größres Heil gegeben, Mir deinen Sohn geschenkt: Du wirst mir alles schenken, Und mir zum besten lenken, Was mich zu Sor⸗ gen reizt und kränkt. 8. Du führest, Herr, die Dei⸗ nen Nicht immer, wie sie's mei⸗ nen, Doch stets nach deinem Rat. Ob ich mich auch betrübe, Bleibt doch dein Rat voll Liebe; Das zeigt der Ausgang mit der That. Und es nicht ganz verstehe, Was du mit mir gethan, Kann ich doch des mich trösten: Du nimmst mich, mich Erlösten, Gewiß der— einst zu Ehren an. 10. Dort bei der Frommen Scharen, Dort werd ich es er⸗ fahren, Wie gut du mich geführt; Da sing ich dir mit Freuden, Nach überstandnen Leiden, Den Dank, der deiner Huld gebührt. Mel. Warum sollt ich mich. 491 Warum willst du doch 35 für morgen, Ar⸗ mes Herz, Immerwärts Als ein Heide sorgen? Wozu dient dein täglich Grämen, Da Gott will In dem Herrn, und glaube nur. der Still Sich der Not annehmen? 9. Wenn ich hier Tiefen sehe, Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 301 2. Gott hat dir geschenkt das Leben, Seel und Leib, Darum bleib Ihm allein ergeben. Er wird ferner alles schenken; Traue fest, Er ver⸗ läßt Nicht, die an ihn denken. 3. Sage nicht: was soll ich essen? Gott hat dir Allzeit hier So viel zugemessen, Daß der Leib sich kann ernähren; UÜbriges Wird indes Gottes Hand bescheren. mir zum besten kommen, Wenn Gott mir alles hier Hat hinweg genommen. 10. Er kann alles wieder ge⸗ ben; Wenn er nimmt, So be⸗ stimmt Er sein Wort zum Leben. Ach, wie viele fromme Seelen Leben so, Und sind froh, Ohne Sorg und Quälen. 11. Sie befehlen Gott die Sor⸗ 4. Es ist mehr als Trankgen, Wie er will, Und sind still und Speise Dieser Leib, Darum gläub, Gläub zu Gottes Preise, Vor der Welt verborgen. Was Gott will, ist ihr Vergnügen, Und Daß er Speis' und Trank kannswie er, Als der Herr, Will's mit geben Dem, der sich Festiglichihnen fügen. Ihm ergiebt im Leben. 5. Sorgst du, wie du dich sollst kleiden? Jesus spricht: Sorget nicht, Solches thun die Heiden. Schau die Blumen auf den Fel⸗ dern, Wie so schön Diese stehn Und die Bäum in Wäldern. 6. Ach, der Glaube fehlt auf Erden; Wär er da, Müßt uns ja, Was uns not ist, werden. Wer Gott kann im Glauben fas⸗ sen, Der wird nicht, Wenn's ge⸗ bricht, Von ihm sein verlassen. 7. Wer Gerechtigkeit nachtrach⸗ 12. Doch kann ihnen nicht ver⸗ sagen Gott ihr Brot In der Not, Wenn er hört ihr Klagen. Er kommt wahrlich sie zu trösten, Eh man's meint, Und erscheint, Wenn die Not am größten. 13. Ihre Sorg ist für die Seelen, Und ihr Lauf Geht hin⸗ auf Zu den Felsenhöhlen, Zu des Herren Jesu Wunden, Da sind sie Aller Müh, Aller Not entbunden. 14. Nun, Herr Jesu, meine Freude, Meine Sonn, Meine Wonn, Meiner Seelen Weide! tet, Und zugleich Gottes Reich Sorge nur fürs Heil der Seelen, Über alles achtet, Der wird wahr⸗ lich nach Verlangen Speis? und Trank Lebenslang Wie im Schlaf empfangen: 8. Laß die Welt sich dann be⸗ mühen, Immerhin! Ach, mein Sinn Soll zu Jesu fliehen. Er wird geben, was mir fehlet, Ob er's oft Unverhofft Eine Weil verhehlet. 9. Will er prüfen meinen Glau⸗ ben Und die Gab, Die ich hab, Mir gar lassen rauben: So muß Liebster Jesu, Amen. So wird mir Auch noch hier Nichts am Leibe fehlen. 15. Alles sei dir unverhohlen, Was mir fehlt, Was mich quält, Großer Gott, befohlen; Sorge du, so will ich schweigen, Und vor dir, Nach Gebühr, Meine Kniee beugen. 16. Ich will dir mit Freuden danken, Fort und Fort, Hier und dort, Und will nimmer wanken. Lob und Preis sei deinem Namen; Sei mein Teil, Hülf und Heil, Das christliche Leben. Mel. Ach, was soll ich Sünder. 492 Sollt ich meinem Gott nicht trauen, Der mich liebt so väterlich, Der so herzlich sorgt für mich? Sollt ich auf den Fels nicht bauen, Der mir ewig bleibet fest, Der die Seinen nicht verläßt? 2. Er weiß alles, was mich drücket, Mein Anliegen, meine Not, Er steht bei mir bis zum Tod, Er weiß, was mein Herz erquicket. Seine Lieb und Vater⸗ treu Bleibt mir jetzt und ewig neu. 3. Der die Vögel all ernähret, Er, der Blumen, Laub und Gras Kleidet schön ohn Unterlaß, Alles Gute uns bescheret, Sollte der verlassen mich? Nein, ich trau ihm festiglich. 4. Wenn nach seinem Reich ich trachte, Wenn ich die Gerech— tigkeit, Die mir Christi Blut ver⸗ leiht, Mehr als Gold und Silber achte, Segnet Gott mir früh und spat Worte, Werke, Rat und That. 5. Nun, so sorg ich nicht für morgen; Alles, was zukünftig ist, Irrt mich nicht, ich bin ein Christ! Meinen Gott nur laß ich sorgen; Alles war er alle Zeit Zu versorgen schon bereit. 6. Gott sei Lob, der mich er⸗ freuet, Daß ich glaube festiglich: Gott, mein Vater, sorgt für mich; Der mir diesen Trost erneuet, Daß ich weiß, Gott liebet mich, Gott versorgt mich ewiglich. Mel. Mache dich, mein Geist. 493 eine nicht! Gott lebet noch, Du betrübte Seele; O zum Vater quäle. Nur Geduld! Gottes Huld Giebt dir nach den Leiden Wieder Trost und Freuden. 2. Weine nicht! Gott denkt an dich; Hat man dein vergessen, O dann hat er längst bei sich, Was dir nützt, ermessen. Eh zer⸗ fällt Diese Welt, Eh er dich kann hassen, Oder gar verlassen. 3. Weine nicht! Gott siehet dich, Ist er gleich verborgen. Trage nur geduldiglich Deine Last der Sorgen. O er läßt, Glaub es fest, Endlich nach dem Weinen Seine Sonne scheinen. 4. Weine nicht! Gott höret dich, Hört in Not dein Flehen. Hülfreich wird er gnädiglich Dir zur Seite stehen. Immer hat, Wer ihn bat, In den Leidens⸗ stunden Rettung noch gefunden. 5. Weine nicht! Gott liebet dich, Mag die Welt dich hassen, Dir zu schaden freventlich Man— chen Anschlag fassen. Stark wird er, Er, der Herr, Ob die Feinde stür⸗ men, Dich, sein Kind, beschirmen. 6. Weine nicht! Gott sorgt für dich, Was kann nun dir feh⸗ len? Wer wird nun mit Sorgen sich Noch vergebens quälen? Wirf auf ihn Alles hin, Er wird sich be⸗ währen, Seinen Gang verklären. 7. Weine nicht! Gott tröstet dich, Ob die Thränen fließen, Endlich wird der Kummer sich In das Grab verschließen. Durch den Tod Stirbt die Not, Und wenn der erscheinet, Hast du ausgeweinet. Mel. Was Gott thut, das ist. 494 Gott lebt! wie kann ich traurig sein, schaue doch, Ob die Welt dich Als wär' kein Gott zu finden? Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 303 Er weiß ja wohl von meiner Mel. Auferstehn, ja. Pein, Die ich hier muß empfin⸗ 495 Ja, fürwahr, uns führt den. Er kennt mein Herz Und Omit sanfter Hand Ein meinen Schmerz, Drum darf ich Hirt durchs Pilgerland Der dunk⸗ nicht verzagen, Soll ihm nur len Erde, Uns, seine kleine Herde. alles klagen. ö Halleluja! 2. Gott hört, wenn niemand 2. Wenn im Dunkeln auch hören will; Wie sollte mir denn sein Häuflein irrt, Er wacht, der bangen, Als könnt' an der Erhö⸗ treue Hirt, Und läßt den Seinen rung Ziel Mein Seufzen nicht Ein freundlich Sternlein scheinen. gelangen? Ruf ich empor, So Halleluja! hört sein Ohr, Sein Amen schallet 3. Sicher leitet aus des Todes wieder, Und sendet Hülf hernieder. Graun Er uns zu grünen Au'n, 3. Gott sieht! wie klaget denn Zu frischen Quellen, Zu ewgen mein Herz, Als säh er nicht mein Lebenswellen. Halleluja! Weinen? Vor ihm muß auch 4. Freundlich blickt sein Aug auf der tiefste Schmerz Ganz offenbar uns herab. Sein sanfter Hirtenstab erscheinen. Zur Erde fällt Nicht Bringt Trost und Friede; Er ungezählt Die kleinste meiner Zäh⸗ wachet sich nicht müde. Halleluja! ren; Er wird mir Trost gewähren. 5. Ja fürwahr, er ist getreu 4. Gott führt! drum geh ich und gut; Auch unser Schicksal ruhig fort Auf allen meinen We⸗xruht In seinen Armen. Sein gen. Mag mir die Welt bald Name ist: Erbarmen! Halleluja! hier, bald dort Arglistig Schlingen legen, So wird er zwar Mich wun⸗ Eigne Melodie. derbar, Doch selig immer leiten, 496 Meine Hoffnung stehet Daß nie mein Fuß kann gleiten. feste, Steht auf 5. Gott giebt! und wär' ich den lebendgen Gott. Er ist mir noch so arm, Doch soll ich nicht der allerbeste, Der mir beisteht verderben. Was hilft mir denn in der Not. Er allein Soll es sein, mein steter Harm, Als müßt' ich Den ich nur von Herzen mein'. Hungers sterben? Er hat ja 2. Sagt mir, wer kann doch Brot; Und wenn in Not Ich vertrauen Auf ein schwaches Men⸗ müßt' durch Wüsten reisen, Doch schenkind? Wer kann feste Schlös⸗ würde er mich speisen. ser bauen In die Luft und in den 6. Gott lebtl ich merk es überall, Wind? Es vergeht, Nichts besteht, Gott hört, ihm darf ich klagen, Was ihr hier auf Erden seht. Gott sieht, er kennt der Thränen 3. Aber Gottes Güte währet Zahl, Gott führt, ich darf nicht Immer und in Ewigkeit; Vieh zagen. Drum nicht betrübt! Gott und Menschen er ernähret Durch giebt und liebt, Wird mir die erwünschte Jahreszeit. Alles hat Gnade geben, Auch dort mit ihm Seine Gnad Dargereichet früh zu leben! und spat. 304 Das christliche Leben. 4. Giebt er uns nicht alles reichlich Und in großem UÜber⸗ fluß? Seine Lieb ist unvergleich⸗ lich, Wie ein starker Wasserguß. Luft und Erd Uns ernährt, Wenn es Gottes Gunst begehrt. 5. Danket nun dem großen Schöpfer, Durch den wahren Menschensohn, Der uns, wie ein freier Töpfer, Hat gemacht aus Erd und Thon. Groß von Rat, Stark von That Ist, der uns erhalten hat. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 497 Ich hab in guten Stun⸗ Oden Des Lebens Glück empfunden, Und Freuden ohne Zahl: So will ich denn gelassen Mich auch im Leiden fassen, Welch Leben hat nicht seine Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sün⸗ der, Und stets strafst du gelinder, Als es der Mensch verdient. Sollt ich, beschwert mit Schulden, Kein zeitlich Weh erdulden, Das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, Und, mehr als Ruh und Leben, Dich lieben, meinen Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen, Und nicht auf Menschen bauen, Du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, Mich alle meine Sünden Erken⸗ nen und bereun. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; Sein Heil laß mein Geschäfte, Dein Wort mir Trost und Leben sein. 5. Wenn ich in Christo sterbe, Bin ich des Himmels Erbe, Was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf dem Todespfade Vertrau ich deiner Gnade, Du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer weh⸗ ren, Gott durch Geduld verehren, Im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken; Der Herr wird alles lenken, Und was mir gut ist, wird geschehn. Eigne Melodie. 498 Von Gott will ich nicht 5 lassen, Denn er läßt nicht von mir, Führt mich auf rechter Straßen, Da ich sonst irrte hier. Hand. Am Abend wie am Mor⸗ gen Will er mich wohl versorgen, Er schützt das ganze Land. 2. Wenn Menschenhuld und Lieben In Ungunst sich verkehrt, Ist er doch treu geblieben Dem, der ihn liebt und ehrt. Er hilft aus aller Not, Er hilft von Sünd und Schanden, Von Ketten und von Banden, Und rettet selbst vom Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen In meiner schweren Zeit, Auf seine Hülfe bauen, Er wendet alles Leid. Ihm sei es heimge⸗ stellt; Leib, Seele, Gut und Leben Sei Gott dem Herrn gegeben, Er mach's, wie's ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts ge⸗ fallen, Als was uns nützlich ist; Gut meint er's mit uns allen, Er gab uns Jesum Christ, Ihn, seinen ein'gen Sohn, Durch den er uns bescheret, Was Leib und Seel ernähret. Lobt ihn auf sei⸗ nem Thron! 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, Ihn, der uns alles schenkt. Wie selig ist die Stunde, In der man —— sein recht n auf E den,2 6. gehet! Nicht Das Dann in di wir g der tr +. Gefüh Er reicht mir seine Lib n Sünd ich re sterbe, Dann 8. Viel oft se die E boll, Und Mir 9. Der 1 nes E Gnad seinen giere, Hoch Mel.( 49⁴ ist m a, ein, sein: . 2 ich de er ihn aller d und d von 1Tod. trauen „Auf vendet eimge⸗ Leben geben, illt. 8 ge⸗ ch ist; allen, Ihn, ch den b und uf sei⸗ Lunde, Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 30⁵ sein gedenkt! So braucht man recht der Zeit. Wir sollen schon auf Erden In ihm ja selig wer⸗ den, Noch mehr in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt ver⸗ gehet Mit ihrer Lust und Pracht, Äicht Ehr noch Gut bestehet, Das hier so groß uns macht, Dann werden nach dem Tod Wir in die Gruft begraben; Wenn wir geschlafen haben, Weckt uns der treue Gott. 7. Die Seel wird unverloren Geführt in Abrams Schoß; Der Leib wird neugeboren, Von allen Sünden los. Durch Christum bin ich rein, Wenn ich im Glauben sterbe, Dann bin ich Gottes Erbe, Dann werd ich selig sein. 8. Obgleich ich jetzt noch dulde Viel Leiden dieser Zeit, Das ich oft selbst verschulde, Naht doch die Ewigkeit. Sie ist der Freude boll, Die, weil ich Christum kenne Und mich von ihm nicht trenne, Mir ewig werden soll. 9. Das ist des Vaters Wille, Der uns erschaffen hat: Aus sei⸗ nes Sohnes Fülle Zu nehmen Gnad um Gnad; Er giebt uns seinen Geist, Damit er uns re⸗ giere, Hinan zum Himmel führe. Hoch sei der Herr gepreist. Mel. Erschienen ist der herrlich' Tag. 499 Gett lebet noch und ö stirbet nicht, Gott ist mein Trost und Zuversicht. Ja, wenn die ganze Welt fällt ein, Soll dies mein bestes Hoffen sein: Gott lebet noch. Wie man 2. Gott lebet noch, was sorg ich denn? So lang ich Gott, den Vater, kenn', Setz ich die Sorgen auf die Seit', Und singe fröhlich allezeit: Gott lebet noch. 3. Mein Herz, wenn du weißt keinen Rat, Wenn dich die Not umgeben hat, Und dich gesetzt in großes Leid, So denke du nur allezeit: Gott lebet noch. 4. Gott lebet noch, und weiß gar wohl, Wie seine Hand dich retten soll; Dein Vater meint und macht es gut, Wenn er dich straft, drum wohlgemut: Gott lebet noch. 5. Gott legt dir auf ein schweres Joch, Wodurch er dich betrübet hoch; Doch hilft er tragen, was dich plagt, Und stärkt dich, drum sprich unverzagt: Gott lebet noch. 6. Wenn dir nun wird dein Kreuz so schwer, Und dich fast drücket allzu sehr, Wenn es dich fast zu Boden beugt, So hilft doch Gott und macht es leicht: Gott lebet noch. 7. Mein Vater, sorge du für mich, Mein' Hoffnung steht allein auf dich. Sieh mich mit Vater⸗ blicken an, Daß ich stets fröhlich singen kann: Gott lebet noch. Eigne Melodie. 500 Alles ist an Gottes Segen Und an seiner Gnad gelegen, UÜber alles Geld und Gut. Wer auf Gott die Hoffnung setzet, Der behält ganz unverletzet Einen freien Glaubensmut. 2. Der mich hat bisher ernähret Und mir manches Glück bescheret, Ist und bleibet ewig mein; Der mich wunderbar geführet, Und 20 306 Das christliche Leben. mich leitet und regieret, Wird hinfort mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen, Die nur Sorg und Unruh machen, Und ganz unbeständig sind. Ich begehr, nach dem zu ringen, Was mir kann Vergnügen bringen Und man hier gar selten find't. 4. Hoffnung kann das Herz er⸗ quicken, Was ich wünsche, wird sich schicken, So es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben Hab ich seiner Gnad erge⸗ ben, Und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen Mein Verlangen zu er⸗ füllen, Es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben, Wie Gott will, so muß es bleiben, Wenn Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich hier noch länger leben, Will ich ihm nicht wider⸗ streben, Ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, Alles Irdische vergehet Und fährt wie ein Strom dahin. Mel. Werde munter, mein. . ottes Mund hat uns 501. G verheißen, Es soll uns aus seiner Hand Weder Welt noch Teufel reißen. Seine Wahr⸗ heit ist bekannt; Darum fürchten wir uns nicht, Wenn gleich Welt und Himmel bricht: Seine Treu kann ihr Versprechen Nicht ver⸗ gessen oder brechen. 2. Mögen doch die Berge wei— chen, Und die Felsen untergehn: Nichts mag unserm Felsen glei⸗ chen, Gottes Bund bleibt ewig stehn. Fallt, ihr Hügel, immer Mel. Alle Menschen müssen sterben. 502. Dau sollst glauben, und dich bangen Zweifeln hin? Du sollst beten zum Erbarmer, Und dir fehlt der Kindessinn? Kind⸗ lich mußt du hier vertrauen, Dort wirst du den Ausgang schauen. Jesu Ausgang ward erst klar, Als er auferstanden war. 2. Glaube giebt der Andacht Flügel, Glaube hebt zu Gott em⸗ por, Glaube bricht des Grabes Selbst der Ewigkeiten Thor; Glaube geht durch Flamm und Fluten, Ließ die Zeugen Jesu bluten, Und sie überwanden weit, Sicher ihrer Seligkeit. 3. Glaube hilft die Welt be⸗ siegen, Macht die schwerstePrüfung leicht; Alles muß ihm unterliegen, hin! Unsres Gottes Vatersinn Selbst die Macht der Sünde weicht. Kann kein Schlag noch Fall er⸗ schüttern, Wenn gleich Erd und Himmel zittern. 3. Er hat sich mit uns ver⸗ bunden Durch den Bund, der ewig gilt, Dieser Bund wird fest erfunden, Dieser Bund ist unser Schild. Droht auch des Versu⸗ chers Pfeil, Gott bleibt unser Erh Das hat uns sein Mund geschworen, Da sein Geist uns neu geboren. 4. Drum sei ruhig, meine Seele, Trau auf Gott, der für dich wacht, Wenn in dieser Jammerhöhle Dir ein Zweifel Kummer macht. Wer sich nur auf Gott verläßt, Der steht unbeweglich fest. Dein Er⸗ barmer wird dich stützen, Seine Treu wird dich beschützen. all er⸗ d und S ver⸗ d, der rd fest unser Versu⸗ er Erb 8 sein Geist Seele, wacht, le Dir t. Wer „ Der ein Er⸗ Seine sterben. n, und Giebst ? Du r, Und Kind⸗ 1, Dort chauen. st klar, Andacht zott em— Grabes igkeiten Flamm Zeugen wanden eit. zelt be⸗ Früfung rliegen, e weicht. Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 307 Ob du schon im Kampf erlagest, Und nun an dir selbst verzagest: Kämpfe stärker, kämpfe fort, Denn der Herr ist Schutz und Hort. 4. Willst du im Vertraun er⸗ müden, Wenn die Hülfe noch ver⸗ zieht? Stehe fest in Gottes Frie⸗ den, Der die rechte Zeit ersieht. Den hat Täuschung nie betroffen, Der gehorsam blieb im Hoffen. Glaube fest: der alles schafft, Giebt dir auch zum Glauben Kraft. 5. Hast du nicht schon oft erfah— ren, Wie er dir zur Seite stand? Hast du nicht des Wunderbaren Wunderausgang ofterkannt? Mußt du denn ihn immer sehen, Ganz des Ewgen Rat verstehen? Selig, selig, die nicht sehn, Und doch fest im Glauben stehn! Mel. Wer nur den lieben Gott. err, mache meine Seele 503. stille, Bei allem, was mich kränkt und drückt; Geschieht doch einzig nur dein Wille, Der nichts zu meinem Schaden schickt. Du bist's, der alles ändern kann, Und was du thust, ist wohlgethan. 2. Auch auf den allerrauhsten Wegen Führt deine Hand zur Seligkeit; Aus Trübsal kommt der ewge Segen, Und Herrlichkeit aus kurzem Leid; Die Thränen⸗ saat muß Freude sein, Sieht's gleich der blöde Geist nicht ein. 3. Drum laß mich stille sein und hoffen, Wenn du mir Prü⸗ fung hast bestimmt. Dein Vater⸗ herz steht dem noch offen, Der zu dir seine Zuflucht nimmt. Wer still in deiner Fügung ruht, Mit dem machst du es immer gut. 4. Gott, du nur kennst und wählst das Beste. O Vater, mache selbst mein Herz In dieser Über⸗ zeugung feste, So ehr ich dich im größten Schmerz, Und spreche mit Gelassenheit: Was mein Gott will, gescheh allzeit. 5. Die Stunde wird doch end— lich kommen, Da mich vollkomm⸗ nes Glück erfreut; Denn einmal führst du doch die Frommen Zur völligen Zufriedenheit, Und dann wird jedem offenbar, Daß, Gott, dein Rat der beste war. 6. Dann wird von allen mei⸗ nen Plagen Der ewge Nutzen mich erfreun; Dann wird mein Herz statt aller Klagen Voll von dem Dank und Lobe sein: Der Herr, der für mein Heil gewacht, Hat alles mit mir wohlgemacht. Mel. Jesu, meine Freude. 2 eine Seel ist stille, 504. M Weil ja. Wille Mir zu helfen steht. Mit dem, was Gott füget, Ist mein Herz vergnüget, Nimmt es, wie es geht. Geht die Bahn nur himmelan Und von Jesu unge⸗ schieden, So bin ich zufrieden. 2. Dir will ich anhangen, Das sei mein Verlangen, Gott, bei dir zu sein. Keinen will ich hören, Der mich will bethören Mit dem falschen Schein. Was der Welt allein gefällt, Lust und Ehr und irdisch Trachten Will ich gar nicht achten. 3. Nein, ach nein, nur einer, Sag ich, und sonst keiner, Wird von mir geliebt. Jesus, der Ge⸗ treue, Des ich mich erfreue, Der 20* 308 liche Leben. Das christ sich ganz mir giebt, Er allein, er soll es sein, Dem ich wieder mich ergebe, Einzig ihm nur lebe. 4. Gottes Güt erwägen, Und sich gläubig legen In des Vaters Schoß, In sein Antlitz schauen, Und ihm kindlich trauen, Welch ein selig Los! Ruhe fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, Den wird er erquicken. Eigne Melodie.— 5(Karum betrübst du 505. 2 dich, mein Herz, Bekümmerst dich mit bangem Schmerz Nur um ein zeitlich Gut? Vertrau auf Gott nur, der die Welt Erschaffen hat und auch erhält. 2. Er kann und will dich lassen nicht, Er weiß gar wohl, was dir gebricht; Die ganze Welt ist sein. Er ist dein Vater und dein Gott, Und steht dir bei in jeder Not. 3. Weil du mein Gott und Vater bist, Verlässest du dein Kind auch nicht, Du väterliches Herz. Ich Staub und Asche habe hier Sonst keinen Trost, als nur von dir. traun. Mach mich an meiner andre gleich. 7. Des Zeitlichen entbehr ich gern, Hab ich das Ewige vom Herrn, Das Jesus mir erwarb Durch seinen herben bittern Todz Das gieb du mir, du treuer Gott. 8. Denn alles, was die eitle Das währt nur eine kurze Zeit, Und hilft uns nichts zur Seligkeit. 9. Ich danke dir, o Gottes Sohn, Daß du mir hast des Glau⸗ bens Lohn Im Wort geoffenbart. Verleih auch mir Beständigkeit, Zu meiner Seelen Seligkeit. 10. Lob, Ehr und Preis sei wohl gemacht. ich dich: Verwirf von deinem An⸗ gesicht, Mein Herr und Gott, ver⸗ wirf mich nicht. = Melodie. V hwing dich auf zu 506. S deinem Gott, Or betrübte Seele! Warum liegst du, Gott zum Spott, In der Schwer⸗ 4. Ein Thor nur trotzt auf mutshöhle? Merkst du nicht des Ehr und Gut, Ich trau auf Gott Satans List? Er will durch sein mit stillem Mut, Bei wenigem Kämpfen Deinen Trost, den Jesus vergnügt. Zuversicht: Wer Gott vertraut, dem fehlt es nicht. 5. So groß Gefahr Für alle Kinder Gottes Machf Mir bleibt die frohe Christ Dir erworben, dämpfen. 2. Auf, ermuntre dich und sprich: Fleuch, du alte Schlange! auch immer die Was erneust du deinen Stich, — t mir angst und bange? war, Gott führte sie heraus. Wo Ist dir doch der Kopf zerknickt, Menschenrat und Hülfe schwand, Und ich Da schützte seine Vaterhand. 6. Ach Gott, so reich nes Heilands dir entrückt In den bist du Saal der Freuden. noch heut, Als du es warst von 3. Hab ich wo nicht recht ge— Ewigkeit; Zu dir steht mein Ver⸗ than, Ist mir's leid von Herzen, Welt Für Leben, Glück und Freude hält, Geld, Ehre, Wollust, Pracht, dir gebracht, Der du es immer In Demut bitt bin durchs Leiden Mei⸗ Dah Seele reich, So gilt mir alles Blut ist de thater Welt 4. Was mich seiner seiner Liebe, Hohn Mir bleibt nie b gut g ben, Wohl 6 zelt, ist Gr guten der E gegebe es ni 4 mein, Drin Mit dring liebter des K wille 8. Ziehn raten und Gotte hen, Sünd 9. Mit — meiner alles ehr ich e vom erwarb n Todz r Gott. ie eitle Freude Pracht, e Zeit, eligkeit. Gottes 5 Glau⸗ fenbart. 'digkeit, keit. reis sei immer ut bitt em An⸗ tt, ver⸗ auf zu tt, Du iegst du, Schwer⸗ icht des rch sein n Jesus ämpfen. ich und hlange! Stich, bange? erknickt, n Mei⸗ In den echt ge⸗ Herzen, Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 309 Da hingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen; Denn das ist das Lösegeld Meiner Misse⸗ thaten, Dadurch ist der ganzen Welt Und auch mir geraten. 4. Stürme, Satan, und du Tod! Was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden, Der Gott, der mir seinen Sohn Hat geschenkt aus Liebe, Daß der Sünden Fluch und Hohn Mich dort nicht betrübe. 5. Schreie, arge Welt, es sei Mir Gott nicht gewogen! Gott bleibt immer mir getreu, Hat mich nie betrogen. Wäre Gott nicht gut gesinnt, Würd er seine Ga⸗ ben, Die mein eigen worden sind, Wohl behalten haben. 6. Denn was ist im Himmels⸗ zelt, Was im tiefen Meere, Was ist Gutes in der Welt, Das nicht gut mir wäre? Glänzt mir nicht der Sterne Licht? Ist mir nicht gegeben Luft und Wasser? dient es nicht Mir zu meinem Leben? 7. Ich bin Gottes, Gott ist mein, Wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein Mit dem bittern Leide: Laß es dringen, kommt es doch Von ge⸗ liebten Händen; Schnell zerbricht des Kreuzes Joch, Wenn es Gott will wenden. 8. Kinder, die der Vater soll Ziehn zu allem Guten, Die ge⸗ raten selten wohl Ohne Zucht und Ruten. Bin ich nun ein Gotteskind, Warum will ich flie— hen, Wenn er mich von meiner Sünd Will zum Guten ziehen? 9. Es ist herzlich gut gemeint Mit der Christen Plagen; Wer im Glauben hier geweint, Darf nicht ewig klagen, Sondern gehet freudig ein Dort in Christi Gar⸗ ten, Weil er lernte stille sein Und im Glauben warten. 10. Gottes Kinder säen zwar Traurig und mit Thränen, Aber endlich bringt das Jahr, Wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, Wo sie Garben binden, Wo sie nach dem kurzen Leid Ewge Freude finden. 11. Ei, so faß, o Christenherz, Alle deine Leiden, Wirf sie fröh— lich hinterwärts, Schau auf jene Freuden. Trau auf Gott je mehr und mehr, Gieb dem großen Namen Deines Gottes Preis und Ehr; Er wird helfen. Amen. Eigne Melodie. ag ich Unglück nicht 507. M widerstehn, Will mich verschmähn Die Welt um meinen Glauben: Ich hab Verge— bung meiner Schuld, Des Vaters Huld, Sie muß mir das erlauben. Gott ist nicht weit, Ein' kleine Zeit Er sich verbirgt, Bis er erwürgt, Die mich des Worts berauben. 2. Richt', wie ich bitt', auch jetzt mein' Sach', Weil ich bin schwach, Und Gott mich Furcht läßt finden. Ich weiß, daß keine Macht bleibt fest, Das ist das Best'; Was zeitlich, muß ver⸗ schwinden. Das ewge Gut Macht rechten Mut, Dabei ich bleib, Wag Gut und Leib; Gott, hilf mir überwinden. 3. All Ding ein' Weil, ein Sprichwort ist. Herr Jesu Christ, Du wirst mir stehn zur Seiten, 310 Das christliche Leben. Und sehen auf das Unglück mein, Als wär es dein, Wenn's wider mich will streiten. Muß ich denn dran Auf dieser Bahn: Welt, wie du willt! Gott ist mein Schild, Der wird mich wohl begleiten. Mel. Singen wir aus. 508 Auf den Nebel folgt die Sonn, Auf das Trauern Freud und Wonn, Auf die schwere bittre Pein Stellt sich Trost und Labsal ein. Höllenthor, Steigt nun bis zum Himmelschor. 2. Der, vor dem die Welt er⸗ schrickt, Hat mir meinen Geist erquickt; Seine starke Vaterhand Hilft, zerreißt das Höllenhand. Alle seine Lieb und Güt Über⸗ strömet mein Gemüt, Daß es nun in Lieb erglüht. 3. Hab ich vormals Angst ge⸗ fühlt, Hat der Gram mein Herz zerwühlt, Hat der Kummer mich beschwert, Hat der Satan mich be⸗ thört: Ei, so bin ich nunmehr frei, Heil und Rettung, Schutz und Treu Steht mir wieder treulich bei. 4. Gott läßt keinen traurig stehn, Noch mit Schimpf zurücke gehn, Der sich ihm zu eigen schenkt Und sich in sein Herz versenkt. Wer auf Gott die Hoffnung setzt, Findet Tröstung auch zuletzt, Die ihm Leib und Seel ergötzt. 5. Geht's nicht heute wie man Meine Seele, die zuvor Sank bis zu dem 6. Ach, wie oftmals dacht ich doch, Da mir noch des Trübsals Joch Auf dem Haupt und Halse lag, Und mir fast das Herz zer⸗ brach: Nun ist keine Hoffnung mehr, Auch kein Ruhen, bis ich 7. Aber mein Gott wandt es bald, Heilt und hielt mich derge⸗ than, Nie genugsam preisen kann; Da ich weder hier noch da Einen Weg zur Rettung sah, Hatt ich seine Hülfe nah. 8. Als ich furchtsam und ver⸗ zagt Mir oft selbst das Herz ge⸗ plagt, Als ich manche liebe Nacht Mich mit Wachen krank gemacht, Als mir aller Mut entfiel, Tra⸗ test du, Gott, selbst ins Spiel, Gabst dem Unfall Maß und Ziel. 9. Nun, so lang ich in der Zelt, Soll mir dieser Wunder⸗ schein Stets vor meinen Augen sein. Ich will all mein leben⸗ lang Meinem Gott im Lobgesang Bringen freudig Preis und Dank. 10. Allen Jammer, Schmerz, Den des ewgen Vaters Herz Mir schon jetzt hat zuge⸗ zählt Oder künftig auserwähll, Will auf meiner Lebensbahn Ich, so viel ich immer kann, Frisch und fröhlich nehmen an. 11. Ich will gehn in Angst und will, Sei man nur ein wenig still; Ist doch morgen auch ein Tag, Da die Wohlfahrt kommen mag. Gottes Zeit hält ihren Schritt, Not, Ich will gehn bis in den —— kehr' In das schwarze Totenmeer. stalt, Daß ich, was sein Arm ge⸗ Welt Haben werde Haus und allen Tod, Ich will gehn ins Grab hin⸗ ein, Und doch allzeit fröhlich sein. Wem der Stärkste bei will stehn, Wenndie kommt, kommt unsre Bitt Wen der Höchste will erhoöͤhn, Und die Freude reichlich mit. Der kann nicht zu Grunde gehn. cht ich übsals Halse rz zer⸗ ffnung bis ich — nmeer. ndt es derge⸗ rm ge⸗ kann; Einen zatt ich id ver⸗ erz ge⸗ e Nacht emacht, l, Tra⸗ Spiel, 1d Ziel. in der is und Bunder⸗ Augen leben⸗ bgesang 5Dank. „allen Vaters t zuge⸗ erwählt, ihn Ich, Frisch gst und in den rab hin⸗ ich sein. ill stehn, erhöhn, de gehn. Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 311 Mel. Wo Gott, der Herr. ö 509 Ist Gott für uns in aller Pein, In allem Kreuz und Leiden, Wer mag uns dann zuwider sein? Wer mag von ihm uns scheiden? Ist Gott für uns in Angst und Not, So kann uns Satan, Höll und Tod, Kein Feind kann uns dann schaden. 2. Ist Gott für uns, so kön⸗ nen wir Verrichten große Thaten, Denn er ist bei uns für und für, Und weiß uns wohl zu raten. Be⸗ siegen können wir mit Gott Das Kriegsvolk, daß es noch mit Spott Und Schande uns muß weichen. 3. Ist Gott für uns, so kann die Macht Der Stolzen nicht be— stehen; Sie werden alle umge⸗ bracht, Und müssen schnell ver— gehen. Wo dieser Gott nur will allein Bei uns und unser Helfer sein, Da ist uns wohl geholfen. 4. Ist Gott für uns, so dür⸗ fen sich Die Feind' an uns nicht wagen, Er kann sie alle mächtig⸗ lich Mit seinem Schwerte schlagen. Gott kennet seine Kinder wohl, Und weiß wohl, wann er helfen soll Den Schafen seiner Weide. 5. Ist Gott für uns, wie er denn ist Bei uns aus lauter Gna⸗ den, Was kann uns dann Be⸗ trug und List, Haß, Neid und Feindschaft schaden? Gott ist so stark, daß Roß und Mann Er auch mit einem Wörtlein kann Gar leicht zu Boden fällen. 6. Ist Gott für uns, so wird er wohl Für seine Lehre kämpfen, Und wird wohl wissen, wie er soll Der Feinde Bosheit dämpfen. Er schickt es oft so wunderlich, Daß selbst noch die Verfolger sich Zu ihm bekehren müssen. 7. Ist Gott für uns, so haben wir Die Engel auch zur Seite; Sie geben uns durchs Leben hier Ihr freundliches Geleite. Durch sie wird, wenn es Gott bestellt, Allein in einer Nacht gefällt Ein ganzes Heer der Feinde. 8. Ist Gott für uns, so muß die Welt Mit ihrer Macht erlie⸗ gen; Mit Gott behält man stets das Feld, Mit Gott kann man obsiegen. Der Satan selbst kann nicht bestehn, Er muß beschämt selbst von uns gehn, Und kann kein Haar uns krümmen. 9. Ist Gott für uns, was kann der Grimm Des Todes uns dann schrecken? Uns wird einst Christi Donnerstimm' Vom Tode aufer⸗ wecken, Zur Himmelsfreud' und Seligkeit, Da wir in alle Ewig— keit Bei Gott dort leben sollen. 10. Drum wollen wir zu keiner Zeit Von unserm Gott uns schei⸗ den; Von seiner Lieb und Gütig⸗ keit Trenn' uns kein Schmerz, kein Leiden. Der Krieg, das Schwert, der Hohn und Spott Soll uns und unsern lieben Gott In Ewigkeit nicht trennen. Mel. Freu dich sehr, o meine. + eine Sorgen, Angst 510. M und Plagen Lau⸗ fen mit der Zeit zu End. Alles Seufzen, alles Klagen, Das der Herr allein nur kennt, Wird, Gott Lob! nicht ewig sein; Nach dem Regen wird ein Schein Von viel tausend Sonnenblicken Meinen matten Geist erquicken. 312 Das christliche Leben. 2. Meine Saat, die ich gesäet, Wird zur Freude wachsen aus. Wenn die Dornen abgemähet, Träget man die Frucht nach Haus. Wenn ein Wetter ist vorbei, Wird der Himmel wieder frei; Nach dem Ringen, nach dem Streiten Kom⸗ men die Erquickungszeiten. 3. Wo man will sich Rosen brechen, Muß man leiden in der Still, Daß uns auch die Dornen stechen; Alles geht wie Gott es will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, Das man nur im Kampf erreicht; Will man hier das Kleinod finden, So muß man erst überwinden. 4. Unser Weg geht nach den Sternen, Ist mit Kreuzen woh besetzt; Hier muß man sich nicht entfernen, Ist er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewig⸗ keit Kommt kein Mensch hin sonder Streit; Die in Salems Mauern wohnen, Zeigen ihre Dornenkronen. 5. Es sind wahrlich alle From— men, Die des Himmels Klarheit sehn, Aus viel Trübsal hergekom⸗ men, Vor des Lammes Stuhl zu stehn; Prangend in der Ehrenkron Stehen sie vor Gottes Thron; Weil sie glücklich triumphieret, Sind mit Palmen sie gezieret. 6. Gottes Ordnung stehet feste, Und bleibt ewig unverrückt; Seine Freund' und Hochzeitsgäste Wer— den nach dem Streit beglückt; Israel erhält den Sieg Nach ge— führtem Kampf und Krieg; Ka⸗ naan wird nicht gefunden, Wo man nicht hat überwunden. 7. Darum trage deine Ketten, Meine Seel, gedulde dich, Gott wird dich gewiß erretten, Das — Gewitter leget sich. Nach dem Blitz und Donnerschlag Folgt ein angenehmer Tag; Auf den Abend — folgt der Morgen, Und die Freude nach den Sorgen. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 511 Was willst du dich be⸗ trüben, O meine liebe Seel? Sieh, daß du den mögst lieben, Der heißt Immanuel. Ver⸗ traue ihm allein, Er wird gut alles machen, Und fördern deine Sachen, Wie dir's wird selig sein. 2. Denn Gott verlässet keinen, Der sich auf ihn verläßt, Er bleibt getreu den Seinen, Die ihm ver⸗ trauen fest. Läßt sich's an wun⸗ derlich, So laß dir doch nicht grauen, Mit Freuden wirst du schauen, Wie Gott wird retten dich. 3. Auf ihn magst du es wa⸗ gen, Mit unerschrocknem Mut, Du wirst mit ihm erjagen, Was nütz dir ist und gut. Was Gott beschlossen hat, Das kann nie jemand hindern Aus allen Men⸗ schenkindern, Es geht nach sei— nem Rat. 4. Gott hab ich mich ergeben, Ihm alles heimgestellt, Und will nach nichts sonst streben, Denn nur, was ihm gefällt; Drauf wart ich und bin still. Sein Wille ist der beste, Das glaub ich ganz und feste. Gott mach es, wie er will. 5. Gieb, daß ich deine Ehre, O Gott, mein lebenlang Von Her⸗ zensgrund vermehre. Dir sag ich Lob und Dank; O Vater, Sohn und Geist, Der du aus lauter Gnaden Abwendest Not und Schaden, Sei immerdar gepreist. H9 den Agt ein Abend Freude t lassen. dich be⸗ ne liebe mögst l. Ver⸗ rd gut n deine ig sein. keinen, bleibt m ver⸗ wun⸗ h nicht irst du en dich. es wa⸗ Mut, „Was 8 Gott un nie Men⸗ ich sei⸗ rgeben, nd will Denn If wart Zille ist inz und er will. hre, O u Her⸗ sag ich Sohn lauter t und epreist. Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 313 —— Eigne Melodie. Aich Gott, erhör mein 512. A Seufzen und mein Klagen, Laß mich in meiner Not nicht gar verzagen. Du weißt den Schmerz, Erkennst mein Herz, Du hast mir's aufgelegt, drum hilf mir's tragen. 2. Ohn deinen Willen kann mir nichts begegnen, Du kannst verfluchen und auch wieder segnen. Zwar hat dein Kind Die Straf' verdient; Doch laß den Tau der Gnade auf mich regnen. 3. Pflanz mir Geduld durch deinen Geist ins Herze, Hilf, daß ich nicht mein wahres Heil ver⸗ scherze. Zu deiner Zeit Wend ab mein Leid, Sei mir ein Licht in meinem tiefen Schmerze. 4. Ich weiß gewiß, du hast mein nie vergessen, Was mir zum Heil gereicht, hast du ermessen. Du treuer Gott Hilfst mir in Not, Ob auch die Leiden Thrä⸗ nen mir auspressen. 5. Kein Unglück hat noch je so lang gewähret, Es hat doch endlich einmal aufgehöret. Zum Siegesstand Reich mir die Hand. Du siehest, daß mein Herz sonst nichts begehret. 6. Willst du mich noch auf steile Pfade leiten, So stehe mir mit deiner Kraft zur Seiten, Daß bis aufs Blut Mit frohem Mut Ich möge wider alle Feinde streiten. 7. Laß mich gestärkt im Glau⸗ ben überwinden, In deinem Va⸗ terhause Frieden finden, Zum Preis und Dank, Zum Lobgesang, Um mich mit dir auf ewig zu 8. Dann folg ich denen, die schon zu dir kamen, In schweren Leiden priesen deinen Namen. Ich schau empor Im Siegerchor, Und bringe Preis dir für mein Leiden. Amen. —— 3—.— b + ollt es glei is⸗ 513.— weilen scheinen, Als verließe Gott die Seinen, O so glaub und weiß ich dies: Gott hilft endlich doch gewiß. 2. Hülfe, die Gott aufgeschoben, Hat er drum nicht aufgehoben; Hilft er nicht zu jeder Frist, Hilft er doch, wanns heilsam ist. 3. Wie nicht gleich die Väter geben, Wonach ihre Kinder stre⸗ ben, So giebt Gott auch, wann er will. Harre seiner und sei still. 4. Seiner kann ich mich ge⸗ trösten, Wenn die Not am aller⸗ größten; Er ist gegen mich, sein Kind, Mehr als väterlich gesinnt. 5. Trotz der Welt und ihren Rotten! Ich kann ihre Macht ver⸗ spotten. Drückt auch schwer des Kreuzes Joch, Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Mögen mich die Menschen kränken Und auf mein Verderben denken, Sind sie mir ohn Ursach feind: Gott im Himmel ist mein Freund. 7. Darf ich von der Welt nichts hoffen, Steht mir doch der Himmel offen, Und ist da mein Platz bestellt, Was frag ich dann nach der Welt? 8. Wenn ich bis zu meinem Grabe Dich, mein Herr und Gott, nur habe, Dann hab ich das beste verbinden. Teil, Und bei dir einst ewges Heil. 314 Das christliche Leben. Mel. Das Jesulein soll doch mein. 51 4 Ich hab in Gottes Herz und Sinn Mein Herz und Sinn ergeben; Was böse scheint, ist mir Gewinn, Der Tod selbst ist mein Leben. Denn Gott ist mein, Und ich bin sein, Was ist wohl, das mir schade? Ob er gleich schlägt, Und Kreuz auflegt, Bleibt doch sein Thun voll Gnade. 2. Das kann mir fehlen nim⸗ mermehr, Mein Vater muß mich lieben; Schickt er auch Trübsal, groß und schwer, So will er mich nur üben, Und mein Gemüt In seiner Güt Gewöhnen fest zu stehen. Halt ich dann Stand, Weiß seine Hand Mich wieder zu erhöhen. 3. Was ich nur bin und hab, ist sein, Von ihm hab ich das Leben; Sein Werk bin ich, er hat allein Mir Leib und Seel gegeben. Ich gab mir nicht Des Geistes Licht, Er läßt es in mir scheinen. Wer so viel thut, Des Herz und Mut Kann's nimmer böse meinen. 4. Woher wollt ich den Aufent⸗ halt Auf dieser Erd erlangen? Ich wäre längst schon tot und kalt, Wo mich nicht Gott umfangen. Mit seinem Arm Hält er mich warm, Daß es mir wohlergehet. Was er nicht hält, Das bricht und fällt, Was er erfreut, bestehet. 5. Bei Gott ist Weisheit und Verstand, Und Liebe ohne Maßen. Die rechte Zeit ist ihm bekannt, Zu thun und auch zu lassen; Er weiß, wann Freud, Er weiß, wann Leid, Uns, seinen Kindern, diene, Und was er thut, Ist alles gut, Ob's noch so traurig schiene. 6. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, Was Fleisch und Blut begehret, Als sei mit einer großen Last Dein Lebensgang beschweret; Hast spät und früh Viel Sorg und Müh, Zu deinem Wunsch zu kommen, Und denkest nicht, Das, was geschicht, Gescheh zu deinem Frommen. 7. Fürwahr, der dich geschaffen hat Und sich zur Ehr erbauet, Der hat schon längst in seinem Rat Beschlossen und geschauet, Aus wahrer Treu, Was dienlich sei Dir und den Deinen allen; Laß ihm doch zu, Daß er nur thu Nach seinem Wohlgefallen. 8. Wie's Gott gefällt, so mußes sein, Zuletzt wird's dich erfreuen; Was du jetzt nennest Kreuz und Pein, Wird dir zum Trost ge⸗ deihen. Wart in Geduld, Die Gnad und Huld Wird sich doch endlich finden! All Angst und Qual Wird auf einmal Gleich wie ein Rauch verschwinden. 9. Es kann bei lauter Sonnen⸗ licht Das Feld nicht Früchte tra⸗ gen: So reift auch Menschenwohl⸗ fahrt nicht Bei lauter guten Ta⸗ gen. Wie bitter sei Die Arzenei, Schafft sie doch neues Leben: So muß das Herz Sich oft durch Schmerz Zu seinem Heil erheben. 10. Ei nun, mein Gott, so fall ich dir Getrost in deine Hände, Nimm du mich auf und mach's mit mir, Wie du willst, bis ans Ende. Nur du, Herr, weißt, Wie meinem Geist Sein wahres Heil entstehe, Und deine Ehr Sich mehr und mehr Vor aller Welt erhöhe. un du Blut roßen veret; Sorg sch zu Das, einem haffen bauet, einem hauet, ienlich allen; ur thu nußes reuen; z und st ge⸗ „ Die doch t und Gleich N te tra⸗ zwohl⸗ n Ta⸗ rzenei, n: So durch heben. so fall Hände, mach's 8 ans t, Wie 8 Heil Sich Welt nnen⸗ Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 315 11. Willst du mir geben Son⸗ nenschein, So nehm ich's an mit Freuden; Soll's aber Kreuz und Trübsal sein, Will ich's geduldig leiden. Soll für mich hier Des Lebens Thür Noch ferner offen stehen: Wie du mich führst Und füh⸗ ren wirst, So will ich gern mitgehen. 12. Soll ich dann auch des Todes Weg Und finstre Straßen gehen, So zeige du mir Bahn und Steg, Und laß dein Licht mich sehen. Du bist mein Hirt, Der alles wird Zu solchem Ende keh— ren, Daß ich einmal Im Him⸗ melssaal Dich ewig möge ehren. Mel. Herr, ich 25 200, dad + eine Seele, laß es 515. M gehen, Wie in dieser Welt es geht; Laß auch gerne das geschehen, Was dein Herz hier nicht versteht. Bleib, o Seele, fromm und stille, Denk, es waltet Gottes Wille. 2. Ist dir gleich die Welt zu⸗ wider, Bist du selbst der Freunde Spott, Drücken Feinde dich dar⸗ nieder, So vertraue deinem Gott. Bleib, o Seele, fromm und stille, Denk, es waltet Gottes Wille. 3. Ist auch in dem bangen Her⸗ zen Nichts als Kummer, Sorg und Leid, Zagst du unter herben Schmer⸗ zen Hier in dieser Sterblichkeit: Bleib, o Seele, fromm und stille, Denk, es waltet Gottes Wille. 4. Gott erbarmt sich seiner Frommen, Wenn das Kreuz sie hat bewährt, Läßt sie zu dem Frie⸗ den kommen, Den schon lange sie begehrt. Bleib, o Seele, fromm und stille, Denk, es waltet Gottes Wille. 5. Nach dem Regen scheint die Sonne, Freude folgt auf Traurig⸗ keit, Angstverwandeltsich inWonne, Und in Himmelslust das Leid. Bleib, o Seele, fromm und stille, Denk, es waltet Gottes Wille. 6. Sollst du von der Erde schei⸗ den, Scheide nur getrost zu Gott; Gott giebt dir des Himmels Freu⸗ den, Warst du treu bis in den Tod. Bleib, o Seele, fromm und stille, Denk, es waltet Gottes Wille. Mel. W38 n dn as kränkst du di 516. W in deiner Seelen, O teurer Christ, was suchst du doch In dem dir auferlegten Joch Dich selber mit Verdruß zu quä⸗ len? Dein Haupt und Heiland leidet Pein, Und du, du willst befreiet sein? Sieh deines Herr⸗ schers tiefe Wunden, Die dich zu gleichem Bund verbunden. 2. Du leidest wegen deiner Sünde, Er litt unschuldig, in Geduld, Für deine schwere Sün⸗ denschuld, Damit er dich mit Gott verbinde. Du hast's verbrochen, hast's versehn, Er will für dich zur Marter gehn, Du hast den bittern Tod verschuldet, Und er hat ihn für dich erduldet. 3. Wie manchmal hat dein Fuß gegleitet! Wie oft hat die verwegne Hand Sich zum Ver⸗ botnen hingewandt! Wie oft hat dich dein Aug verleitet! Was von der Sünde angehaucht, Das hast du vielmals mitgebraucht; Dein Herz hat aus des Geistes Schranken Durch Sündentrieb oft müssen wanken. 4. Drum leide, was Gott auf⸗ geleget, Er meint es herzlich mit dir gut; Du kennst ja seinen Va⸗ 316 Das christ liche Leben. termut, Womit er deine Schwach⸗ heit träget. Dies Joch, die Last, die Bürd' und Pein Laß dir ein sichres Merkmal sein, Daß, wer auch nicht auf Rosen gehet, Doch oft bei Gott in Gnaden stehet. 5. O leichtes Joch, du sanfte Bürde, O segensreiche Kreuzeslast, Die du mir es erworben hast, Daß ich mit Gott vereinigt würde! Wie leicht ist, was Gott aufge— legt, Weil Christus selber hebt und trägt, Und mir als Freund giebt das Geleite Zum Siege in dem heilgen Streite. 6. Tilg, ach Herr Jesu, mein Gebrechen, Zünd an in mir die heilge Glut, Und, wo mir Sünde Schaden thut, Laß doch für mich dein Leiden sprechen. Laß, Herr, das Gut, das du erwarbst, Als du für mich am Holze starbst, Mich, deinen Knecht, dein Kind ererben, ist, Sieht auf das, was droben ist. Gott ist die Ruh. 4. Ruhe geben kann allein Jesus, Gottes Sohn, Der uns alle ladet ein Vor des Himmels Thron, Zur wahren Ruh. Wer den Ruf ver⸗ nommen hat, Gehe ein zur Got⸗ tesstadt. Gott ist die Ruh. 5. Ruhe beut er williglich Den Mühselgen an, Und erquicken wird er dich, Wie es niemand kann. Drum komm herzu! Trägst du gleich der Leiden viel, Gott setzt allem Leid ein Ziel. Gott ist die Ruh. 6. Ruhe kommt aus Glauben her, Der an Jesu hält. Jesus machet leicht, was schwer, Richtet auf, was fällt. Sein Geist bringt Ruh; Gieb im Glauben Herz und Sinn Gottes Geist zu eigen hin. Gott ist die Ruh. 7. Ruhe zeigt sich allermeist, Wo Gehorsam blüht; Ein in So werd ich in dir selig sterben. Gott ergebner Geist Macht ein Eigne Melodie. 517.9 Das uns laben kann. Stille und ein guter Mut Steigen still Gemüt, Wirkt Seelenruh. uhe ist das beste Gut,Selig ist, der also liebt, Daß er Gottes Willen übt. Gott ist die Ruh. 8. Ruhe hat, wer willig trägt himmelan. Die suche dul Hier ist Christi sanftes Joch; Alle Last, keine wahre Ruh, Wende dich dem Himmel zu. Gott ist die Ruh. 2. Ruhe suchet jedermann, die er auflegt, Ist ja lieblich doch, Und schaffet Ruh. Trage still die Last des Herrn, Gottes Hülf ist Allermeist ein Christ; Denk auch dir nicht fern. Gott ist die Ruh. du, mein Herz, daran, Wo du 9. Nun, so suche Ruh, mein immer bist. O suche Ruh! In Herz, Ruh sei dein Gewinn; Auf, dir selber wohnt sie nicht; Suchsund steige himmelwärts, Auf, zu mit Fleiß, was dir gebricht. Gott Jesu hin; Er ist die Ruh! In der ist die Ruh. Zeit ist keine Ruh, Wende dich 3. Ruhe giebet nicht die Weltdem Ewgen zu. Gott ist die Ruh. In der Freud und Pracht, Ruhe Eigne Melodie. giebt nicht Gut und Geld, Lust 518. Warum sollt ich mich und Gunst und Macht. Drum denn grämen? Hab siehe zu! Wer aus Gott geboren ich doch Christum noch, Wer will Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 317⁷ mir ihn nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, Den mir schon Gottes Sohn Beigelegt im Glauben? 2. Nackend lag ich auf dem Boden, Als ich kam, Da ich nahm Meinen ersten Odem. Nackend werd ich auch hinziehen, Wenn ich werd Von der Erd Als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben Ist nicht mein, Gott allein Ist's, der es gegeben; Will er's wieder zu sich kehren, Nehm er's hin, Ich will ihn Dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, Dringt herein Angst und Pein, Sollt ich drum ver⸗ zagen? Der es schickt, der kann es wenden, Er weiß wohl, Wie er soll All mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen Oft ergötzt, Sollt ich jetzt Auch nicht etwas tragen? Gott ist treu, er kann nicht hassen; Im Gericht Wird mich nicht Seine Huld verlassen. 6. Satan, Welt und ihre Rot⸗ ten Können hier Wahrlich mir Nichts thun, als nur spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen: Gott, mein Heil, Wird in Eil Sie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen Soll ein Christ, Wo er ist, Stets sich lassen schauen; Wollt ihn auch der Tod aufreiben, Soll der Mut Dennoch gut Und fein stille bleiben. 8. Kann uns doch der Tod nicht töten, Sondern reißt Unsern Geist Aus viel tausend Nöten; Schließt macht Bahn, Daß man kann Gehn zu Himmelsfreuden. 9. Da will ich mit süßen Schätzen Dann mein Herz Nach dem Schmerz Ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu finden, Was die Welt In sich hält, Muß im Nu verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand Voller Sand, Kummer der Gemüter. Dort, dort sind die edlen Gaben, Da mein Hirt, Christus, wird Mich ohn Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, Du bist mein, Ich bin dein, Niemand kann uns schei⸗ den; Ich bin dein, weil du dein Leben Und dein Blut Mir zu gut In den Tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse, Und dich nicht, O mein Licht, Aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, Wo du mich Und ich dich Ewig werd umfangen. Eigne Melodie. + hrist, alles, was dich 519. C kränket, Befiehl ge⸗ trost dem Herrn; Er, der die Himmel lenket, Ist auch von dir nicht fern. Warum willst du ver⸗ zagen? Zu Gott erhebe dich; Er höret deine Klagen, Und liebt dich väterlich. 2. Wenndich die Sünden schmer⸗ zen, So fühle deine Schuld, Doch trau mit ganzem Herzen Auf dei⸗ nes Mittlers Huld. Zu wahrer Ruhe führet Die Reu, die Gott gefällt; Allein den Tod gebieret das Thor der bittern Leiden, Und Die Traurigkeit der Welt. Das christl iche Leben. 3. Wenn deine Feinde wüten, Wie groß ihr Zorn auch sei: Dein Gott wird dich behüten, Bleibst du nur ihm getreu. Gehorchen seinen Winken Nicht immer Erd und Meer? Laß deinen Mut nicht sin⸗ ken, Dein Schirm und Schild ist er. 4. Auch in den bängsten Leiden Sei stark in seiner Kraft. Ergieb dich ihm mit Freuden, Er ist's, der Hülfe schafft. Er weiß ja, was dir fehlet In jedem Augen⸗ blick; Und was dein Vater wäh⸗ let, Führt dich zum wahren Glück. 5. Der Gott, auf dessen Segen Dein ganzes Wohl beruht, Ist stets in seinen Wegen Gerecht und weis' und gut. Will auch dein Herz oft wanken, Als dächt' er deiner nicht, Wirst du ihm einst noch danken, Er hält, was er verspricht. 6. Denk jenes Worts und weine Voll Freud und Dank, o Christ: Ist auch der Mütter eine, Die ihres Sohn's vergißt? Und könnt sie sein vergessen, Vergess' ich doch nicht dein. Wer könnte dies er⸗ messen, Und dennoch trostlos sein? 7. Ergreif im festen Glauben Den Trost der Ewigkeit! Wer kann das Heil dir rauben, Das Gott den Frommen beut? Auf kurze Prüfungstage Folgt ewger Preis und Dank; Dann schwei⸗ get jede Klage Und wird ein Lobgesang. Eigne Melodie. kann besser, als wir denken, Alle Not zum besten lenken. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch! 2. Gott lebet noch, Seele, was verzagst du doch? Sollte den ein Schlaf beschweren, Der das Auge hell gemacht? Sollte der nicht alles hören, Der das Ohr hervor⸗ gebracht? Gott, der Vater, hört und siehet, Wo dem Frommen Weh geschiehet. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch! 3. Gott lebet noch, Seele, was verzagst du doch? Der den Erd⸗ kreis jetzt verhüllet Mit den Wolken weit und breit, Der die ganze Welt erfüllet, Der ist auch von uns nicht weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hülf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch! 4. Gott lebet noch, Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, Nimm zu Gott nur deinen Lauf. Gott ist groß und reich von Gnaden, Hilft dem Schwachen gnädig auf; Gottes Gnade währet immer, Seine Tren vergehet nimmer. Seele, so be⸗ denke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch! 5. Gott lebet noch, Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, Dein Verbrechen quält dich sehr: Komm zu Gott, er wird versenken Deine Sünden in 520 Gott lebet noch! Seele, das Meer. Mitten in der Angst was verzagst du noch? der Höllen Kann er dich zufrieden Gott ist gut, der aus Erbarmen stellen. Seele, so bedenke doch: Alle Hülf auf Erden thut, Wa. 6 doch unser Herr Gott noch! mit Huld und starken Armen Ma⸗ Gott verzagst du doch? Will dich alle chet alles wohl und gut. 6. Gott lebet noch, Seele, was n ein Auge nicht rvor⸗ et und Weh doch: noch! was Erd⸗ Zolken Welt nicht vill er allen doch: noch! „ was schwer Gott groß t dem Hottes eTreu so be⸗ Herr e, was deine rechen ott, er den in Angst frieden doch: noch! e, was ch alle Gehorsam. Treue. Wé ahrheitsliebe. Der Eid. 319 Welt verlassen, Weißt du weder aus noch ein: Gott wird dennoch dich umfassen, Und im Leiden bei dir sein. Gott ist's, der es herz⸗ lich meinet, Wo die Not am größten scheinet. Seele, so be⸗ denke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch! 7. Gott lebet noch, Seele, was verzagst du doch? Laß den Himmel samt der Erden Immerhin zu Trümmern gehn, Laß die Höll entzündet werden, Laß den Feind erbittert stehn, Laß den Tod und Teufel blitzen: Wer Gott traut, den will er schützen. Seele, so bedenke doch: Unser Herr Gott lebet noch! 8. Gott lebet noch, Seele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstet wallen Auf der harten Dornenbahn, Es ist Gottes Wohl⸗ gefallen, Dich zu führen himmelan. Gott wird nach dem Prüfungs⸗ leben Frieden, Freud und Wonne geben. Seele, so bedenke doch: Unser Herr Gott lebet noch! 7. Gehorsam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. Mel. Wo Gott, der Herr. 521 Her deine Rechte und Gebot, Darnach wir sollen leben, Wollst du mir, o getreuer Gott, Ins Herze selber geben, Daß ich zum Guten willig sei, Und ohne Falsch und Heuchelei, Was du befiehlst, vollbringe. 2. Gieb, daß ich dir allein ver⸗ trau, Allein dich fürcht und liebe, Auf Menschen⸗Trost und Hülf nicht bau, Noch mich darum be— trübe; Daß großer Leute Gnad und Gunst, Gewalt, Pracht, Reichtum, Witz und Kunst Mir nicht zum Abgott werde. 3. Laß deinen Namen, deinen Bund Mit Ehrfurcht mich be— kennen, Auch niemals dich mit mei⸗ nem Mund Ohn Herzensandacht nennen, Daß ich gedenke alle Tag, Wie stark mich meine Taufzusag', Zu dienen dir, verbindet. 4. Am Tage deiner heilgen Ruh Laß mich früh vor dich tre⸗ ten, Die Zeit auch heilig bringen zu Mit Danken und mit Beten, Daß ich hab meine Lust an dir, Dein Wort gern höre und dafür Um alles Gut dich preise. 5. Die Eltern, Lehrer, Obrig⸗ keit, Die vorgesetzt mir werden, Laß ja mich ehren allezeit, Daß mir's wohl geh auf Erden. Für ihre Treu und Sorg laß mich, Auch wenn sie werden wunder⸗ lich, Gehorsam sein und dankbar. 6. Hilf, daß ich nimmer eigne Rach' Aus Zorn und Feindschaft übe, Dem, der mir anthut Trutz und Schmach, Verzeihe und ihn liebe; Sein Glück und Wohlfahrt jedem gönn', Schau, ob ich je⸗ mand dienen könn', Und thu es dann mit Freuden. 7. Unreine Werk der Finsternis Laß mich von Herzen meiden, Daß ich für böse Lust nicht müss' Dort Höllenqualen leiden. Schaff in mir, Gott, ein reines Herz, Daß ich schandbare Wort' und Scherz' Und jeden Frevel hasse. 8. Verleih, daß ich mich redlich nähr' Und böser Ränke schäme, Mein Herz von Geiz und Unrecht kehr', Nichts durch Gewalt hin⸗ 32⁰ Das christliche Leben. nehme; Und von der Arbeit mei⸗ ner Händ', Was übrig ist, auf Arme wend' Und nicht auf Pracht und Hoffart. 9. Hilf, daß ich meines Näch⸗ sten Ehr Zu retten mich befleiße, Gern Schmach und Schimpf von ihm abwehr, Doch Böses nicht gut heiße. Gieb, daß ich lieb Auf⸗ richtigkeit, Und habe Abscheu jeder⸗ zeit Am Lästern und am Lügen. 10. Laß mich des Nächsten Haus und Gut Nicht wünschen noch be— gehren, Was aber mir vonnöten thut, Das wollst du mir gewähren; Doch, daß es niemand schädlich sei, Ich auch ein ruhig Herz dabei Und deine Gnad behalte. 11. Ach, Herr, ich wollte deine Recht' Und deinen heilgen Willen, Wie mir gebühret, deinem Knecht, Vollkommen gern erfüllen; Doch fühl ich wohl, was mir gebricht, Und wie ich das Geringste nicht Vermag aus eignen Kräften. 12. Drum gieb du mir von deinem Thron, Gott, Vater, Gnad und Stärke. Verleih, o Jesu, Got⸗ tes Sohn, Daß ich thu rechte Werke. O heilger Geist, hilf, daß ich dich Von ganzem Herzen, und als mich Den Nächsten treulich liebe. Mel. Freu dich sehr, o meine. 522 Kommt, laßt euch vom Herrn beleh⸗ ren, Kommt und lernet allzumal, Welche die sind, die gehören In der rechten Christen Zahl, Die bekennen mit dem Mund, Glau⸗ ben fest von Herzensgrund, Und aufrichtig sich bestreben, Gut's zu thun, so lang sie leben. 2. Selig sind, die Demut haben Und sind allzeit arm im Geist, Rühmen sich auch keiner Gaben, Daß Gott werd allein gepreist, Danlen ihm auch für und für, Denn das Himmelreich ist ihr. Gott wird dort zu Ehren setzen, Die sich selbst gering hier schätzen. 3. Selig sind, die Leide tragen, Welche göttlich trauernd sind, Die beseufzen und beklagen Ihre und des Nächsten Sünd, Auch des⸗ halben traurig gehn, Oft vor Gott mit Thränen stehn; Diese sollen schon auf Erden Und einst dort getröstet werden. 4. Selig sind die frommen Her⸗ zen, Wo man Sanftmut spüren kann, Welche Hohn und Trotz ver⸗ schmerzen, Weichen gerne jeder⸗ mann; Die von Haß und Rache fern Sich befehlen ihrem Herrn, Diese will er also schützen, Daß sie noch das Land besitzen. 5. Selig sind, die sehnlich stre⸗ ben Nach Gerechtigkeit und Treu, Daß an ihrem Thun und Leben Nie Gewalt noch Unrecht sei; Die da lieben Licht und Recht, Nim⸗ mer sind der Sünde Knecht', Mei⸗ den Geiz und Trug auf Erden, Diesen soll die Fülle werden. 6. Selig sind, die aus Erbar⸗ men Lindern ihres Nächsten Not, Haben Mitleid mit den Armen, Für sie bitten oft zu Gott. Die behülflich sind mit Rat, Auch wo möglich mit der That, Wer⸗ den wieder Hülf empfangen, Und Barmherzigkeit erlangen. 7. Selig, die gefunden werden Reines Herzens jederzeit, Die in Werk, Wort und Gebärden Lieben Her, haben Geist, Haben, preist, d für, st ihr. setzen, hätzen, ragen, d, Die e und des⸗ t vor Diese d einst n Her⸗ spüren otz ver⸗ jeder⸗ Rache Herrn, „Daß ch stre⸗ Treu, Leben i; Die Nim⸗ „Mei⸗ Erden, Gehorsam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. 321 Zucht und Heiligkeit; Diese, wel⸗ chen nicht gefällt Die unreine Lust der Welt, Sondern sie mit Ernst vermeiden, Werden schauen Gott mit Freuden. 8. Selig sind, die Frieden ma⸗ chen, Sich bemühn ohn Unterlaß, Daß man gern in allen Sachen Fliehen möge Streit und Haß; Die da stiften Fried'n und Ruh, Raten allerseits dazu, Sich des Friedens selbst befleißen, Werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig sind, die müssen dulden Schmach, Verfolgung, Angst und Pein, Da sie es doch nicht ver— schulden, Sind erfunden fromm und rein. Obgleich ist des Kreuzes viel, Setzet Gott doch Maß und Ziel, Und darauf wird er's beloh⸗ nen Ewig mit den Himmelskronen. 10. Herr, regiere hier auf Erden Meinen Wandel allezeit, Daß ich möge fähig werden Solcher gro⸗ ßen Seligkeit. Gieb, daß ich de⸗ mütig sei, Stets mein Flehn zu dir erneu, Sanftmut auch am Feinde übe, Die Gerechtigkeit stets liebe. 11. Gieb, daß andern gern ich diene, Immer hab ein reines Herz, Die in Unfried stehn, ver⸗ sühne, Dir anhang in Freud und Schmerz. Vater, hilf von deinem Thron, Daß ich glaub an deinen Sohn, Und durch deines Geistes Stärke Mich befleiße guter Werke. Mel. Freu dich sehr, o meine. 523 Wohl dem, der den Herren scheuet, Der da fürchtet seinen Gott! Wohl dem, der sich herzlich freuet, Zu erfüllen sein Gebot! Wer den Höchsten liebt und ehrt, Wird erfahren, wie sich mehrt Alles, was in seinem Leben Ihm vom Himmel ist gegeben. 2. Seine Kinder werden stehen Wie die Rosen in der Blüt', Sein Geschlecht einher wird gehen Froh durch Gottes Vatergüt', Und was diesen Leib erhält, Wird der Schöpfer aller Welt Reichlich und mit vollen Händen Ihnen in die Häuser senden. 3. Das gerechte Thun der From⸗ men Steht gewiß und wanket nicht; Sollt auch gleich ein Wetter kom⸗ men, Bleibt doch Gott der Herr ihr Licht, Tröstet, stärket, schützt und macht, Daß nach ausgestand⸗ ner Nacht Und nach tiefbetrübtem Weinen Freud und Sonne wieder scheinen. 4. Wenn die schwarzen Wolken blitzen, Donner rollen in der Luft, Wird er ohne Sorgen sitzen, Wie ein Vöglein in der Kluft; Er wird bleiben ewiglich, Auch wird sein Gedächtnis sich Segensreich in ferne Zeiten Wie die edlen Zweig' ausbreiten. 5. Wenn die Unglückszeit wird kommen, Welche rohe Sünder plagt, Bleibt der Mut ihm un⸗ benommen, Und das Herz ihm unverzagt; Mutig, ohne Angst und Pein Bleibet immer, wer sich fein Seinem Gott und Herrn er⸗ giebet Und verlaßne Arme liebet. 6. Wer Betrübie gern erfreuet, Wird vom Höchsten wohl ergötzt, Was die milde Hand ausstreuet, Wird vom Himmel hoch ersetzt. Wer viel giebt, erlanget viel; Was 21 32² Das christliche Leben. ein frommes Herz nur will, Das wird Gott nach seinem Willen Schon zur rechten Zeit erfüllen. 7. Aber seines Feindes Freude Wird am Ende untergehn; Der umsonst erfüllt mit Neide, Wird nicht, was er wünschet, sehn. Wenn der Haß, der in ihm brennt, Uns das Gute auch nicht gönnt: Unserm Gott kann er's nicht wehren, Und wird nur sich selbst verzehren. Eigne Melodie. Gott, du frommer 524.— Gott Du Brunn⸗ quell aller Gaben, Durch den wir alle sind, Von dem wir alles haben, Gesunden Leib gieb mir, Und daß in solchem Leib Ein' unbefleckte Seel Und rein Ge⸗ wissen bleib. 2. Gieb, daß ich thu mit Fleiß, Was mir zu thun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet. Gieb, daß ich's thue bald, Zu der Zeit, da ich soll, Und wenn ich's thu, so gieb, Daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, Wo⸗ mit ich kann bestehen, Laß kein un⸗ nützes Wort Aus meinem Munde gehen; Und wenn in meinem Anit Ich reden soll und muß: So gieb AKe*— Räumlein gönn den Worten Kraft Und Nachdruck ohn Verdruß. 4. Droht mir Gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen; Gieb einen Heldenmut, Das Kreuz hilf selber tragen. Gieb, daß ich mei⸗ nen Feind Mit Sanftmut über⸗ wind, Und, wenn ich Rats bedarf, Auch guten Rat erfind. 5. Laß mich mit jedermann In Fried'n und Freundschaft leben, So weit als christlich ist. Willst du mir etwas geben An Reich⸗ tum, Gut und Geld, So gieb auch dies dabei, Daß von unrech⸗ tem Gut Nichts untermenget sei. 6. Soll ich in dieser Welt Mein Leben höher bringen, Durch man⸗ chen sauern Tritt Hindurch ins Alter dringen, So gieb mir, Herr, Geduld; Vor Sünd und Schand bewahr, Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich auf Christi Tod Einst sanft von hinnen scheiden, Die Seele nimm zu dir Hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Bei frommer Christen Grab, Auf daß er seine Ruh An ihrer Seite hab. 8. Wenn du an jenem Tag Die Toten wirst erwecken, So wollst du deine Hand Zu meiner Gruft ausstrecken; Durch deiner Allmacht Wort Ruf meinen Leib hervor, Und führ ihn schön verklärt Zum auserwählten Chor. Mel. O Gott, du frommer Gott. erzallerliebster Gott, 525. 5 Der du mir dieses Leben, Leib, Seele und Vernunft Aus Gnaden hast gegeben, Regiere ferner mich Durch deinen guten Geist, Daß er in allem Thun Mir Kraft und Beistand leist', 2. Hilf, daß ich allzeit fern Von Fleischeslüsten bleibe, Dagegen em⸗ siglich Des Geistes Werke treibe, Daß gute Ritterschaft Ich üb in wahrer Treu, Daß ich in Hoffnung stark Und fest gegründet sei. — 3. Wie( willig Lehre mich, Nicht deinen 4.( deiner ich zug Verlei sal bri im Gl 5. deinen Segen ge. We Dinger mit det 6. 2 Der F Uberm ganzes und C Sei n Gott, 4.5 Herr,! schützer die Tr meine Nöten Amt 2 8. 3 25 soll eir scheider deiner mich hi Mel. 526. leinereg ann mag Tod iden, inauf b ein macht rvor, Zum Hott. Gott, dieses nunft egiere guten Thun eist'. 1Von en em⸗ treibe, üb in fnung I. Gehorsam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. 32³ 3. Gieb, daß ich als ein Christ Wie Christus mich bezeige, Und willig stets mein Ohr Zu seiner Lehre neige. Im Glauben stärke mich, Daß ich der argen Welt Nicht folge, wenn sie mich Von deinem Wort abhält. 4. Entzünde du mein Herz Mit deiner wahren Liebe, Und gieb, daß ich zugleich Am Nächsten Liebe übe. Verleihe mir Geduld, Wenn Trüb⸗ sal bricht herein, Und hilf, daß ich im Glück Demütig möge sein. 5. Verleihe, daß ich stets Nach deinem Reiche ringe, Auf daß dein Segen dann Zu mir herunter drin— ge. Wer nach dem Ewigen Vor allen Dingen tracht't, Der wir dauch wohl mit dem, Was zeitlich ist, bedacht. 6. Mein Herz sei nie dem Haß, Der Falschheit nie ergeben, Vom Übermute frei Sei, Herr, mein ganzes Leben. Gewalt und List und Geiz Und Unbarmherzigkeit Sei meinem Herzen fremd, O Gott, zu jeder Zeit. 7. Mit deiner rechten Hand, Stunden, ach, sie nagen Das Herz zu spät mit Gram und Reu, Und den entflohnen Augenblick Bringt mir kein Wunsch, kein Flehn zurück. 2. Laß jeden meiner Augen⸗ blicke, O Gott, mir wert und teuer sein; Laß mich die Zeit, die du zum Glücke Mir gabst, durch Sünde nie entweihn. Fern sei die Lust der Eitelkeit, Die mich verblendet und zerstreut. 3. Noch ist es Tag, jetzt, Herr der Stärke, Gieb Wollen mir und Kraft zur That, Damit ich wirke gute Werke, Eh Nacht, da nie⸗ mand wirket, naht. Wie viel ist noch für mich zu thun! Nur nach der Arbeit laß mich ruhn. 4. Wie schwach ist noch mein Herz, wie schwanket Es zwischen dieser Welt und dir! Wie oft, o Gott der Liebe, kranket Der Bru⸗ derliebe Sinn in mir! Ach, gieb mir, Gott, du giebst ja gern, Die Kraft und Liebe meines Herrn. 5. Auf, auf, mein Geist, laß keine Stunde Des Lebens unge⸗ Herr, wollest du mich leiten, Mich schützen Tag und Nacht, Daß nicht die Tritte gleiten. Du wollest meine Burg, Mein Schutz in Nöten sein, Wenn ich in meinem Amt Ausgehe oder ein. 2 I angr HM x 8. Zuletzt erlöse mich Von allem nützt vorbei! Ich sag es zu mit Herz und Munde, Mach, Gott, mich dem Gelübde treu: Dir, Herr der Zeit und Ewigkeit, Sei jeder Augenblick geweiht. 6. Einst seh ich an der Lauf⸗ bahn Ende Dann froh auf meine mich hinauf Ins rechte Vaterland. 526. O Kreuz und Leiden, Und wenn ich Tage hin, Und sage: Herr, durch soll einmal Von dieser Welt ab⸗ deine Hände Empfing ich, was scheiden, So stehe du mir bei Mit ich hab und bin; Hier ist mein deiner Gnadenhand, Und führe Tagewerk! nicht mein, Dein ist der Ruhm, die Ehre dein! Mel. Wer nur den lieben Gott. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. daß von meinen Sei getreu in deinem Lebenstagen Doch. 527. S Leiden, Lasse dich keiner ganz verloren sei! Verlorne!kein Ungemach Von der Liebe Jesu 21⁷ ——— SNCNNNNNTTNNRNRNRNRNT 32⁴4 Das christliche Leben. scheiden, Murre nicht mit Weh und Ach. Denke, wie er allezeit Dir zu helfen war bereit. Eile, gläubig ihn zu fassen, Und er wird dich nimmer lassen. 2. Sei getreu in deinem Glau⸗ ben, Stehe fest in deinem Bund. Niemand kann das Heil dir rau⸗ ben, Baust du auf den rechten Grund. Sieh, Gott nahm dich in der Tauf' Einst zu seinem Kinde auf, Darum sei dein ganzes Leben Deinem Gott zum Dienst ergeben. 3. Sei getreu in deiner Liebe Gegen Gott, der dich geliebt. An dem Nächsten Gutes übe, Auch wenn er dich hat betrübt. Denke, was dein Heiland that, Als er für die Feinde bat; Zu verzeihen mußt du streben, Soll dein Vater dir vergeben. 4. Sei getreu in deinem Hoffen! Hilft Gott gleich nicht, wie du willst, Er hat bald den Weg getroffen, Die dein Jesus dir wird geben Dort in jenem Freudenleben. 7. Nun wohlan, so will ich leiden, Glauben, lieben, hoffen fest, Und getreu sein bis zum Scheiden, Weil mein Jesus mich nicht läßt. Heil der Seele, die ihn liebt Und im Kreuz sich ihm ergiebt! Ihm befehl ich meine Sachen, Jesus wird's zuletzt wohl machen. Mel. Es ist das Heil uns. Gebot Uns nicht umsonst gegeben; Du willst, daß wir aus aller Kraft, Es stets und treulich halten. liegt, Der wird sich nicht beque— men, Dein Joch, das ihn gar nicht vergnügt, Mit Lust auf sich Wo dein Wünschen wird erfüllt. Hoffe fest, Gott ist schon hier, Nahet stets in Liebe dir. Hoffe nur, Gott ist vorhanden, Hoffnung macht dich nicht zu Schanden. 5. Sei getreu in Todesnöten, Kämpfe kühn den letzten Streit. Sollte dich der Herr auch töten; Du gehst ein zur Herrlichkeit. Wer da recht mit Jesu ringt, Und wie Jakob ihn bezwingt, Wird erfahren, daß am Throne Schon ihm glänzt die Siegerkrone. 6. Sei getreu bis an das Ende, Ob der Herr auch bis zum Tod Nicht von dir die Trübsal wende: Tod und Grab verschlingt die Not, Und das Leiden dieser Zeit Ist nicht wert der Herrlichkeit, nichts als irren kann, Ist dem Gesetz nicht unterthan, Er hasset dessen Bande. 3. Wo aber, Herr, dein guter Geist Sich in der Seele reget, Da thut sie gern, was du sie heißt, Was du ihr vorgeleget. Wer dich von reinem Herzen liebt Und sich in deiner Liebe übt, Der wird dein Wort auch halten. 4. Er wird an deinem teuren Sohn Im wahren Glauben han⸗ gen, Und ihm, als seinem Schild und Lohn Stets treu zu sein ver⸗ Sinn Zu Gott und zu dem Näch⸗ sten hin Sich voller Liebe neigen. 5. Die Kraft, die er hier noͤtig hat, Ist ihm bereits erworben langen; Es wird sein neugeborner 5 u hast, o allerhöchster 528. Doolh Herr über Tod und Leben, Dein majestätisches Die deine Wirkung in uns schafft, 2. Zwar wer in Sündenstricken zu nehmen; Sein Sinn, der ——9————————ißi—— Von Zu u die N sanft Went 6. noch man das 1 reiche den Jesus zu er 3 an, Was muß Gott liebte ist m 0 steckt, Geist, Kann wand Fleise und k Wille 9. Gebot Dein Die L dein ich, f Stärl Verlit zeleget. n liebt t, Der en. teuren n han⸗ Schild in ver⸗ borner Näch⸗ neigen. r nötig worben ———9959——————‚———————‚.————————— Gehorsam. Treue. Wahrheitoliebe. Der Eid. 325 Von Christo, der an unsrer Statt Zu unserm Heil gestorben. Was die Natur unmöglich meint, Uns sanft und leicht sogar erscheint, Wenn Christus in uns lebet. 6. Fehlt unserm Halten gleich noch viel, Thut man nicht, was man wollte, Erreicht man nicht das weitste Ziel, Wie man's er⸗ reichen sollte: So sieht doch Gott den Willen an, Und das, was gesus hat gethan, Die Mängel zu ersetzen. 7. Nimmt unser Glaube diesen an, So wird ihm alles eigen, Was er gelitten und gethan; Dann muß der Kläger schweigen. Wen Gott in seinem Sohne find't, Den liebt er als sein eignes Kind, Und ist mit ihm zufrieden. 8. Die Lust, die noch im Fleische steckt, Muß völlig unterliegen; Der Geist, der Christi Liebe schmeckt, Kann ihren Trieb besiegen; Man wandelt nicht mehr nach dem Fleisch, Man lebet fromm, gerecht und keusch, Man thut des Vaters Willen. 9. Mein Heiland, mache dein Gebot Mir angenehm und süße, Dein Wille sei bis in den Tod Die Leuchte meiner Füße. Schreib dein Gesetz in meinen Sinn, Fall ich, so gieb mich ja nicht hin, Stärk mich durch deine Gnade. Mel. Wer icht den 6 ich Rich icht, daß ich's schon 529. N ergriffen hätte, Die beste Tugend bleibt noch schwach; Doch, daß ich meine Seele rette, Jag ich dem Kleinod eifrig nach; Denn Tugend ohne Wachsamkeit Verliert sich bald in Sicherheit. 2. So lang ich hier auf Er⸗ den walle, Bin ich ein Kind, das strauchelnd geht. Der sehe zu, daß er nicht falle, Der, wenn sein Nächster fällt, noch steht. Auch die bekämpfte böse Lust Stirbt niemals ganz in unsrer Brust. 3. Oft ist die Andrung deiner Seelen Ein Tausch der Triebe der Natur: Du fühlst, wie Stolz und Ruhmsucht quälen, Du dämpfst sie, doch du wechselst nur; Dein Herz fühlt einen andern Reiz, Dein Stolz wird Wollust oder Geiz. 4. Oft ist es Kunst und Eigen⸗ liebe, Was andern strenge Tugend scheint; Der Trieb des Neids, der Schmähsucht Triebe Erwecken dir so manchen Feind: Du wirst behut⸗ sam, schränkst dich ein, Fliehst nicht die Schmähsucht, nur den Schein. 5 Du denkst, weil Dinge dich nicht rühren, Durch die der andern Tugend fällt, So werde nichts dein Herz verführen; Doch jedes Herz hat seine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht rührt, Hat oft ein Blick, ein Wort verführt. 6. Oft schläft der Trieb in deinem Herzen, Du scheinst von Rachsucht dir befreit; Jetzt sollst du eine Schmach verschmerzen, Und sieh, dein Herz wallt auf und dräut, Und schilt so lieblos und so hart, Als es zuerst ge⸗ scholten ward. 7. Oft denkt, wenn wir der Stille pflegen, Das Herz im Stillen tugendhaft; Kaum lachet uns die Welt entgegen, So regt sich unsre Leidenschaft. Wir wer⸗ den im Geräusche schwach, Und geben endlich strafbar nach. benslauf; Doch opferst du, will's 3. Wohl ihm, daß sein Ge⸗ und Werken handelt, Und das ist,. Schein verhüllt: So stärke mein 3² Das christliche Leben. 8. Du opferst Gott die leichtern Triebe Durch einen strengern Le— auf jedes Wort. seine Liebe, Ihm auch die liebste müte, Herr, deine Rechte übtl Neigung auf? Dies ist das Auge, Ihn leitet deine Güte, Er wird dies der Fuß, Die sich der Christ von dir Du wirst ihn einst entreißen muß. erhöhen, Wenn in der Wahrheit 9. Du fliehst, geneigt zu Ruh Licht Beschämt die Falschen ste— und Stille, Die Welt, und liebst hen, Geschreckt durch dein Gericht. die Einsamkeit; ů9 3 bist du, for⸗ Herr, präge mir dein Leben dert's Gottes Wille,d Auch diefer zu Lief in das Herz hinein, Dann entfliehn bereit? Dein Herz haßt werd ich darnach streben, Der Habsucht, Neid und Zank: Flieh ht's Lüge feind zu sein. Erinnre mein Unmut auch und Müiggang?„öGenissen Du hassest Heuchelei, 10. Du bist gerecht; denn auch O amit ich unt beflissen Der Treu besch heiden? Liebst Mäßigkeit; denn und Wahrheit sei. ö auch Geduld? Du dienest gern,‚, 5. Nie laß mich das versprechen, wenn andre leiden; Vergiebst du Was ich nicht halten kann, Und Feinden auch die Schuld? Von nie Gelübde brechen, Die ich ein— dies vor Augen setzet: Gott merl t. allen Lastern sollst du rein, Zu mal gethan; Mich nie den Stolz aller Tugend willig sein. verleiten, Und nie des Beispiels 11. Sei nicht vermessen, wach Macht, Als s Wahrheit auszubrei⸗ und streite, Denk nicht, daß duften, Was ich doch selbst erdacht, schon g'nug gethan; Dein Herz hat 6. Doch laß zu allen Zeiten seine schwache Seite, Die greift Auch deiner X Beisheit Licht, Herr, der Feind der Wohlfahrt an. Die meine Seele leiten Zur übung Sicherheit droht dir den Fall, meiner Pflicht. Gieb Klugheit, daß Drum wache stets, wach überall. ich wisse, Wann ich für andrer Wohl Und meines reden müsse, Mel. Befiehl du deine Wege. Und wann ich schweigen soll. 530 Wohl dem, der richtigg 7. Wenn ja, um mich zu drücken, wandelt, Der als Des Feindes Anschlag gilt, Der ein Wahrheitsfreund In Wortssich bei bösen Tücken In guten was er scheint; Der Recht und Seele, Daß sie nicht unterliegt, Treue liebet, Und von dem Sinn Und alles dir befehle, Durch den der Welt, Die Trug und Falsch- die Unschuld siegt. heit übet, Sich unbefleckt erhält. 8. Ein Herz voll Treu und 2 2. Wohl dem, der Lügen hasset, Glauben, Das, Gott, zu dir sich Und der, so oft er spricht, Stets hält, Das soll mir niemand rau⸗ seine Reden fasset Vor Gottes ben; Froh scheid ich aus der Angesicht Die Wahrheit nie verWelt. Die Hoffnung bleibt mir letzet, Und der an jedem Ort Sich stehen: Dich werd ich als dein tt mert in Ge⸗ te übtl Er wird ihn einst Jahrheit hen ste⸗ Gericht n Leben Dann u, Der re mein euchelei er Treu prechen, in, Und ich ein⸗ u Stolh zeispiels Szubrei⸗ erdacht. Zeiten , Herr,“ ö übung heit, daß andrer müsse, soll. drücken, It, Der n guten ke meine iterliegt, urch den eu und dir sich ind rau⸗ aus der eibt mir als dein Nachfolge Jesu. Himmlischer Sinn. Selbstverleugnung. 327 Kind Dort mit den Frommen sehen, Die reines Herzens sind. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 531 eilig, heilig sei der 22 Eid Euch, ihr Chris⸗— ten, die ihr schwöret. Denkt an die Gerechtigkeit Eures Richters, der euch höret. Alles bringt er an das Licht, Alles muß vor sein Gericht. 2. Hebt ihr eure Hand zum Schwur, Dann ergreif euch heilger Schrek— ken; Weiß es keine Kreatur, Gott, der weiß es, wird Sentdecken, Wenn ihr srevelhaft den Eid Durch ein fulsches Wort entweiht. 3. Zittert! das Gewissen wacht, Ja, es wird mit Feuerflammen 8. Nachfolge Jesu. Euch beim Graun der Mitter⸗ nacht, Selbst beim Tageslicht ver⸗ dammen. Wo man falsche Eide schwört, Droht ein furchtbar Racheschwert. 4. Selbst das höchste Lebens⸗ glück Muß zum Fluch dem Mein⸗ eid werden, Gott nimmt alle Huld zurück, Alles Heil verdorrt auf Erden, Jede Freude wird vergällt, Und zur Wüste wird die Welt. 5. Drum für aller Welt Ge⸗ winn Geb ich nicht des Herzens Ruhe, Nicht die Überzeugun g hin, Recht und wahr sei, was ich thue. Arm und niedrig mag ich sein, Bleib ich nur vom Maneid rein. Himmlischer Sinn. Selbstverleugnung. Mel. Mach's mit mir, Gott. Mir nach! spricht Chris⸗ 532. M Ctus, unser Held, Mir nach, ihr Christen al! Verleugnet euch, verlaßt die Welt, Fol mei⸗ nem Ruf und Schalle; Nehmt euer otat und Ungemach Auf euch, folgt meinem Wandel nach. 2 Ich bin das Licht, ich leucht euch für Mit heilgem Tugend⸗ leben, Wer. mir kommt und folget mir, Darf nicht im Fin⸗ stern schweben 0 bin der Weg, ich weise wohl, Wie man wahr⸗ haftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll Demütig⸗ keit, Voll Liebe meine Seele, Und tränkt die Se chwachen Ihen Mit sidem Sanfimutsdle Mein Geist, Gemüte, Kraft und Sinn Ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, Zu fliehen und zu meiden, Und euer Herz von arger List Zu reingen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort, Und führ euch zu der Fällt's euch zu schwer, ich 400 voran, Ich steh euch an der Seite, Ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, Bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still will stehn, Sieht er voran den Rune Se gehn. 6. Wer seine Seel zu finden meint, Wird sie ohn mich ver⸗ lieren. n 25 hier zu verlieren scheint, Wird sie in Gott einfüh⸗ ren. Wer nicht sein Kreuz nimmit und folgt mir, Ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn Mit Leib und Seel nachgehen, Und wohnenne ge⸗ trost und gern Bei ihm im Leiden 328 Das christliche Leben. stehen. Denn, wer nicht kämpft, trägt auch die Kron Des ewgen Lebens nicht davon. ö Mel. Sollt ich meinem Gott. 533 Lasset uns mit Jesu ziehen, Seinem Vor⸗ bild folgen nach, In der Welt der Welt entfliehen, Auf der Bahn, die er uns brach. Lasset uns zum Himmel reis en, Irdisch nicht, schon himmlis ch sein, Glauben recht und leben rein, Glauben in der Lieb erweisen. Treuer Jesu, bleib bei mir, Geh voran, ich folge dir. 2. Lasset uns mit Jesu leiden, Seinem Vorbild werden gleich. Mel. Seelenbräutigam. 534. H du gingst voran Auf der Lebensbahn Und wir wollen nichtverweilen, Dit getreulich nachzueilen. Hin zum Vaterland Leit uns deine Hand. 2. Sollt es hart ergehn, Hilf uns feste stehn, Daß wir nie in schweren a Unterm K Treuze mutlos klagen; Denn durch Trüb⸗ sal hier Geht der Weg zu dir. 3. Rührt ein eigner Schmerz Irgend wuser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden: Herr, gieb du Geduld zu beiden; Richte du den Sinn Auf das Ende hin. Nach dem Leiden folgen Freu⸗ 4. Ordne lebenslang Also un⸗ den, Armut hier macht uns dort sern Gang. Halt uns auch auf reich; Thränensaat bringt Heil rauhem Wege Stets in deiner und Wonne, Hoffnung tröstet mit treuen Pflege, Und nach solchem Geduld, Denn es scheint durch Lauf Thu dein Reich uns auf. Gottes Huld Nach dem Regen bald die Sonne. Jesu, hier! leid ich mit Wel Das Jesulein soll doch mein. 3. Lass u Christ, Das Sein Tod wehrt dem n Tod, Kreuz ich 1— 25— Steh Rettet uns von dem Verderben, du mir be zu jeder Frist, Daß Das dem sichern Sünder droht. ich nicht gar verzage. Schwer ist Laßt uns sterben, weil wir leben, die Last, Die du mir hast Be⸗ Sterben unsern Lüsten ab, So schlossen aufzulegen. Steh mir zur wird er uns aus dem Grab In Seit', Daß nicht mein Leid Sei des Himmels Leben heben. Jesu, über mein Vermögen. sterb ich, sterb ich dir, Daß ich 2. O Herr, verlaß die Seele lebe für und für. nicht, Die ganz auf dich vertrauet; 4. Lasset uns mit Jesu leben! Auf dich, o meine Zuversicht, Weil er auferstanden ist, Muß Mein Herz und Auge schauet. In das Grab uns wiedergeben. Jesu, Angst und Qual, Not und Trüb⸗ unser Haupt du bist, Wir sind sal, Kannst du nur Trost mir deines Leibes Glieder, Wo du geben In aller Not, Ja selbst lebst, da leben wir; Ach, erkenn' im Tod, Bleibst du mir Hülf und uns für und für, Seelenfreund,‚ für Leben. deine Brüder. Jesu, dir ich lebe 3. Und scheinst du auch zu man⸗ hier, Und auch ewig dort bei dir.scher Zeit Dein Antlitz zu verhüllen, Nac So sie Leid, len, B Schm zufried Und d ungese 4 Dorne ganger fohlen fangen Zier, 0 zu 324 2 1—4 ö den N keit, An je Plag', Dort! kron T dir, Dort gieb deine Lhrt mir. 5 535. So 95 ich dir, mein 6. Qual, Kann sal Vi Nach Freud Dann Pein, 536 suchst hinauf Christ 35. 2. ein Ge Wand samme ein ar horan bahn, „Dir zum Hand. Hilf lie in reuze Trüb⸗ 1dir. merz t uns eb du den o un⸗ 9 auf deiner lchem auf. mein. Das Steh Daß ber ist t Be⸗ ir zur 5Sei Seele rauet; rsicht, 1. In Trüb⸗ t mir selbst lf und man⸗ üllen, Nachfolge Jesu. Himmlischer Sinn. Selbstverleugnung. 329 So siehst du doch mein Kreuz und Leid, Willst meinen Jammer stil⸗ len, Befreist mein Herz Von allem Schmerz, Sprichst mein Gemüt zufrieden; Denn ich bin dein, Und du bist mein, Wir bleiben ungeschieden. 4. Herr, wie du selbst den Dornenpfad Gebahnt und vorge— gangen, Und mir dein Wort be⸗ fohlen hat, Die Reis' auch anzu⸗ fangen: So folg ich dir, O meine Zier, Und kost' es tausend Zähren; Ich zweifle nicht, Du Herr, mein Licht, Wirst die Geduld mir mehren. 5. Ich weiß gar wohl, daß alles Leid Und Elend dieser Er⸗ den Nicht wert ist jener Herrlich⸗ keit, Die offenbart soll werden. An jenem Tag Trägt Frucht die Plag', Die mit Geduld erlitten; Dort wird der Lohn, Die Ehren⸗ kron Dem, der als Held gestritten. mein 6. Ach, darum will ich alle ö Qual, O Jesu, gerne leiden, Kann doch kein Elend, kein Trüb⸗ sal Von deiner Lieb mich scheiden. Nach dieser Zeit Wirst du die Freud Der Seligkeit mir geben; Dann werd ich sein Befreit von pPein, Und mit dir ewig leben. Mel. Ich dank dir schon. 536 O Christ, erhebe Herz und Sinn, Was suchst du hier auf Erden? Hinauf hinauf, zum Himmel hin! Ein Christ soll himmlisch werden. 2. Was bist du in der Welt? ein Gast, Ein Fremdling und ein Wandrer. Wenn du einst ausge⸗ sammelt hast, Dann erbt dein Gut ein andrer. 3. Was hat die Welt? was beut sie an? Nur Tand und eitle Dinge. Wer einen Himmel hoffen kann, Der schätzt die Welt geringe. 4. Sieh doch empor! wie kannst du noch Den Sinn aufs Niedre lenken? An deinen Schöpfer denke doch! Sein soll der Christ gedenken. 5. Wenn dich die Last der Leiden drückt, Schau drum nicht mutlos nieder; Getrost, getrost, denn dich erquickt Der Herr nach Drangsal wieder. 6. Schau hin zum Land der Herrlichkeit, Wo Lebensströme fließen; Das wird dir in der Prüfungszeit Den bittern Kelch versüßen. 7. Dort oben ist des Vaters Haus; Er teilt zum Gnaden⸗ lohne Den Überwindern Kronen aus, Auch deiner harrt die Krone. 8. Dort herrscht dein Heiland, Jesus Christ, Im Kreise seiner Frommen. Zu ihm, durch den du selig bist, Sollst du hinan einst kommen. 9. Dort waltet ewig Gottes Geist, Mit Licht und Glanz umgeben. O Glück, das dir sein Wort ver⸗ heißt! Dort sollst du ewig leben. 10. Dort ist's den Engeln süße Pflicht, Dem Höchsten Dank zu bringen. O Seele, sehnest du dich nicht, Mit ihnen zu lobsingen? 11. Erlöser, hilf, ach hilf du mir Der Weltlust widerstreben, Und meinen Geist empor zu dir, Empor zum Himmel heben. Mel. Nun lob, mein' Seel, den. 537 Laß uns doch nicht begehren, O liebste Seel, in dieser Zeit, Das, was 330 Das christliche Leben. dich kann beschweren, Ja hindern an der Seligkeit. Was willst duffluchen, Ist doch mein Segen Jesus Ehre suchen, Die doch vergäng⸗ lich ist, Auch wohl gar zu verflu⸗ chen? Sie währt nur kurze Frist, Und läßt uns oftmals fallen In Trübsal, Angst und Pein. Drum suchen wir vor allen Bei Gott geehrt zu sein. 2. Was kann uns Wollust nützen, O werte Seel, in dieser Welt? Wie kann uns Reichtum schützen, Wenn uns der Würger überfällt? Die rechte Lust ist dro⸗ ben, Wo mein Herr Jesus wohnt, Den alle Zungen loben, Der uns so reich belohnt, Daß wir gekrönet werden Im hohen Himmelssaal. Ach, eilt doch von der Erden Zu seinem Hochzeitsmahl. 3. Was Pracht, was fröhlich Leben? Was Reichtum, Ehr und Herrlichkeit? Der Himmel kann uns geben, Was uns an Leib und Seel erfreut. In Jesu sich er⸗ götzen, Bleibt ewig süß und gut; Sein Reich vor allem schätzen, Erquicket Geist und Mut; In Jesu Reichtum haben, In Jesu sein geehrt, Kann uns ohn Ende laben, Wie er uns selbst gelehrt. 4. In Jesu hab ich Güter, In Jesu hab ich Lieb und Lust; Das ist, du Menschenhüter, Du freundlicher, dir wohl bewußt. Mag mich die Welt verachten, Das kränkt mich wahrlich nicht; Ich will nach Ehren trachten, Die mir kein Feind anficht. Mag mich die Welt auch hassen, Ich will mit Lieb und Treu Nur meinen Jesum fassen, So bleib Christ; In Jesu kann ich suchen Und finden, was mir nützlich ist Laß mich die Welt nur setzen In Angst und Traurigkeit, Mein Jesus kann ergötzen Das Herz zu aller Zeit. Und sollt ich schon hier sterben Noch mehr als tau⸗ sendmal, Kann ich doch nicht ver⸗ derben, Dortrührt mich keine Qual 6. Das aber kann ich zeugen, Das kann ich rühmen Tag und Nacht, Daß mir mein Gott zu eigen Sein Königreich hat zuge⸗ dacht. Ihr Sterblichen auf Er⸗ den, Lebt wohl in dieser Weltl Ich soll gekrönet werden, Mir ist ein Reich bestellt; Ich soll mit Gott regieren, Den Erd und Himmel preist, Ich soll ein Leben führen, Das unvergänglich heißt 7. O Jesu, meine Freude, Wann kommt die liebe Zeit heran, Daß ich von hinnen scheide, Daß ich dich herzlich lieben kannt Wann werd ich dort gezieret Mit werd ich hingeführet Zu deinen Himmelshöhn, Daß ich dort Kro— nen trage, Die unvergänglich sind, Und Lob und Preis dir sage, As dein geheiligt Kind? Mel. Jesus, meine Zuversicht. 538 H Haan geht unsu Bahn, Wir sind Gäste nur auf Erden, Bis wir dol nach Kanaan Durch die Wüste kon men werden. Hier ist unser Pilgrim⸗ stand, Droben unser Vaterland. 2. Himmelan schwing dich, mein ich sorgenfrei. Geist, Denn du bist ein himmlisch. 5. Die Welt mag mich ve. Kleidern weiß und schön? Wam 2 West heißt Ein zu s 3. u Das Den ich ich f 4. zeigt ferne wärt Ster klein 5. In ich i ump vora Mel 53 komt stehe stärl zu v ande 2. Der kenn geru trau sicht Hin 2 D. Ged melr sern dert schie Und ch ver⸗ n Jesus suchen zlich ist. tzen In Mein 8 Herz ch schon IUs tau⸗ icht ver⸗ le Qual.“ zeugen, ag und Gott zu at zuge⸗ auf Er⸗ r Weltl Mir ist soll mit rdq und in Leben ch heißt. Freude, it heran, de, Daß kann? ret Mit Wann 1 deinen vort Kro⸗ lich sind, age, Ad rsicht. ht unsie Vir sind Swir doll! üste kom⸗ Pilgrim⸗ aterland. dich, mein immlisch 1 Wesen, Und du kannst, was irdis ch heißt, Nicht zu deinem Ziel erlesen. Ein von Gott erfüllter Sinn Kehrt zu seinem Ursprung hin. 3. Himmelan! ruft Gott mir zu In des heilgen Wortes Lehren; Das weist mir den Ort der Ruh, Dem ich einst soll angehören. Wähl ich dies zur Leuchte mir, Wandl' ich schon im Himmel hier. 4. Himmelan! mein Glaube zeigt Mir das schöne Los von ferne, Daß mein Herz schon auf⸗ wärts steigt, Uber Sonnen, über Sterne, Denn ihr Licht ist viel zu klein Gegenjenen GlanzundSchein. 5. Himmelan wird mich der Tod In die rechte Heimat führen, Da ich über alle Not Ewig werde tri⸗ umphieren. Jesus geht mir selbst voran, Daß ich freudig folgen kann. 657 Aus meines Herzens n, laß Dommt, Christen, laßt 539. K uns 6092 Der Abend kommt herbei; Es ist gefährlich stehen In dieser Wüstenei. Kommt, stärket euren Mut, Zur Ewigkeit zu wandern Von einer Kraft zur andern, Und denkt: das End'ist gut. 2. Es wird uns nicht gereuen Der schmale Pilgerpfad, Wir kennen ja den Treuen, Der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; Ein jeder sein Ge⸗ sichte Von ganzem Herzen richte Hin gen Jerusalem. 3. Laßt uns wie Pilger wandeln, währen, Geduldig frei und leer; Viel Sam⸗ meln, Halten, Handeln Macht un⸗ sern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot; Wir reisen abge— schieden, Mit Wenigem zufrieden. Und brauchen's nur zur Not. . 4. Wohl ist der Weg oft enge, Ist einsam, krumm und schlecht, Der Dornen uns in Menge Und manches Kreuzchen trägt: Doch fürchten wir uns nicht, Wir ziehen fröhlich weiter, Und folgen unserm Leiter Und seinem hellen Licht. 5. Wir wandeln eingekehret, Verachtet und verkannt, Man siehet, kennt und höͤret Uns kaum im fremden Land; Und höoͤret man uns ja, So höret man uns sin⸗ gen Von Gottes großen Dingen, Die unser warten da. 6. Auf, Brüder, laßt uns gehen, Der Heiland gehet mit; Er selbst will bei uns stehen Bei jedem sauren Tritt. Er will uns machen Mut, Mit süßen Gnadenblicken Uns locken und er⸗ quicken; Gewiß, wir haben's gut. 7. Und sollt ein Schwacher fallen, So greif der Stärkre zu; Man trage, helfe allen, Und pflanze Lieb und Ruh. Kommt, schließt euch fester an! Ein jeder sei der Kleinste, Doch auch wohl gern der Reinste Auf unsrer Pilgerbahn. 8. Kommt, laßt uns munter wan⸗ dern, Der Weg kürzt stets sich ab; Es folgt ein Tag dem andern, Bald fällt der Leib ins Grab. Nur noch ein wenig Mut, Nur noch ein wenig treuer, Von allen Dingen freier, Gewandt zum ewgen Gut! 9. Es wird nicht lang mehr Drum haltet mutig aus, Es wird nicht lang mehr währen, So kommen wir nach Haus; Da wird man ewig ruhn, Wenn wir mit allen Frommen Daheim zum Vater kommen, Wie wohl, wie wohl wird's thun! Das christliche Leben. 10. So wollen wir's denn wagen, Es ist wohl wagenswert, Und gründlich dem absagen, Was auf⸗ hält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein! Wir gehn durch Jesu Leiten Hin in die Ewig⸗ keiten; Es soll nur Jesus sein. Mel. Ps. 25. t dir Anchnes Ser⸗ + öchsterwünschtes See⸗ 540. 5 lenleben, Ach, wie unbekannt bist du! Wo des Geis⸗ tes Kräfte streben Nach der gold⸗ nen Himmelsruh. Ach, wie eitel ist der Wahn, Der des Fleisches Sinn verblendet, Wenn er klebt der Erde an, Sich zum Rauch und Schatten wendet! 2. Ach, wie oft bin ich ge⸗ raten In die alte Blindheits⸗ nacht, Wenn ich Regungen und Thaten Nicht sorgfältig hab be— wacht! Hat nicht die Erfahrung mir Meine Thorheit oft gelehret, Wenn ich, Herr, ich klag es dir, Mich in Unruh abgezehret? 3. Zwar der Schluß ist oft ge⸗ 4. Zesu, Stärle der Verzagten, Der du giebst den Matten Ruh, Wahre Zuflucht der Geplagten, Zwing mein Herz, ja zwing's dazu, Daß die ganze Kreatur Nichts in meinen Augen scheine, Und ich darauf denke nur, Wie ich ewig sei der Deine. 5. Ach, zermalme das Verlan⸗ gen, Das noch etwas Eitles will. Nimm den bösen Sinn gefangen, Der nicht hält in allem still; Gieb, daß ich in dieser Welt Nichts der Sorge wert mög achten, Weil du mich hinein gestellt, Um nach besserm Gut zu trachten. 6. Gieb mir Augen, um zu sehen Deines Reiches Gnadenschein; Gieb mir Kräfte, um zu gehen Bis ins Heiligtum hinein. Mache mich mit dir bekannt, Laß in deinen Liebesflammen Herz und Seele sein entbrannt, Knüpfe dich und mich zusammen. 7. Weichet, weicht, ihr Welt⸗ nommen, Daß ich mich wollt reißen gedanken, Stört nicht ferner meine los; Aber wenn's zur That sollt Ruh! Ich will in des Lebens kommen, Fand ich mich von Kräften Schranken Eilen meinem Jesu zu. bloß. Ich Gefangner, Armer ich! Jesu will ich geben Ehr, In ihn Wer reißt mir das Netzin Stücken? will ich mich versenken, Und hin⸗ Fels des Heils, erbarme dich, fort mich um nichts miehr, Alo Hilf mir aus der Hölle Stricken. um seine Liebe kränken. 9. Nächstenliebe. Mel. O Gott, du frommer Gott. 2. Seh ich den Dürftigen, So + ieb mir, o Gott, ein Herz, 541.G Das jeden Menschen liebet, Bei seinem Wohl sich freut, Bei seiner Not betrübet; Ein Herz, das Eigennutz Und Neid und Härte flieht, Und sich um andrer Glück Wie um sein Glück bemüht. laß mich gütig eilen, Von dem, was du mir giebst, Ihm hülfreich mitzuteilen; Nicht aus dem eitlen Trieb, Groß vor der Welt zu sein, Und mich verehrt zu sehn, Nein, Menschen zu erfreun. 3. Dies sei mein Gottesdienst. ander: Rat u nicht! that e thu,„ 4. Dienf Ein L Mein Rat, Kumn bleibt, Herr, 5. Unfri mich Zwist sucht Nächs Verdi 9. Du sj Drum Mens daß ic schade haßt, 7. Auf ze geschre Naächst mich Und Herz 8. Im 6 der n Fleisch kehrter zu ziel Und f zagten, Ruh, lagten, wing's ereatur scheine, Wie Zerlan⸗ S will. fangen, Gieb, hts der Weil m nach u sehen sschein; en Bis )e mich deinen Seele ch und Welt⸗ rmeine Lebens en, So n dem, ülfreich n eitlen Nächstenliebe. 333 Auch unbemerkt von ihnen Muß andern stets mein Herz Mit Rat und Hülfe dienen. Mich treibe nicht erst Dank Zu milder Wohl⸗ that an, Nein, was ich Brüdern thu, Gott, das sei dir gethan. 4. Ein Trunk, mit dem mein Dienst Dem Dürstenden begegnet, Ein Blick voll Trost, mit dem Mein Herz Bedrängte segnet, Ein Rat, mit dem mein Mund Im Kummer andre stärkt: Nichts bleibt, so klein es ist, Von dir, Herr, unbemerkt. 5. Sucht wo ein boshaft Herz Unfrieden anzurichten, So laß mich sorgsam sein, Der Brüder Zwist zu schlichten. Aus Schmäh⸗ 9. O heilige du selbst, Herr, meiner Seele Triebe Durch deine Lieb und Furcht Zu wahrer Men⸗ schenliebe. Wer nicht den Näch⸗ sten liebt, Geht nicht zum Him⸗ mel ein; Laß diese Wahrheit, Gott, Mir stets vor Augen sein. Mel. Mach's mit mir, Gott. 4⁰ o jemand spricht: ich 542. S liebe Gott, Und haßt doch seine Brüder, Der treibt mit Gottes Wahrheit Spott, Und tritt sie frech darnieder. Gott ist die Lieb, und will, daß ich Den Näch⸗ sten liebe, gleich als mich. 2. Wer dieser Erde Güter hat, Und macht, wenn Brüder leiden, sucht kränke nie Mein Wort des Die Hungrigen nicht liebreich satt, Nächsten Ruh, Es rühme sein Will Nackende nicht kleiden: Der Verdienst, Deck seine Fehler zu. übertritt die erste Pflicht, Und 6. Die Rach' ist dein, o Gott, Du sprichst: Ich will vergelten! Drum laß mich stille sein, Wenn Menschen auf mich schelten. Gieb, daß ich dem verzeih, Der mir zu schaden sucht, Den liebe, der mich haßt, Den segne, der mir flucht. 7. Doch laß mich nicht allein Auf zeitlich Wohlergehen Mit ein⸗ geschränktem Blick Bei meinem Naächsten sehen. Noch stärker müsse mich Sein ewig Glück erfreun, Und ihm zum Seelenheil Mein Herz behülflich sein. 8. Den, der im Glauben wankt, Im Glauben zu bestärken, Den, der noch sicher ist Bei seines Fleisches Werken, Von der ver— kehrten Bahn Zum rechten Weg zu ziehn, Dazu verleih mir Kraft, Und segne mein Bemühn. hat die Liebe Gottes nicht. 3. Wer seines Nächsten Ehre schmäht. Und gern sie schmähen höret, Sich freut, wenn sich sein Feind vergeht, Und nichts zum besten kehret, Verleumdern nie— mals widerspricht: Der liebet seine Brüder nicht. 4. Wer zwar mit Rat, mit Trost und Schutz Den Nächsten unterstützet, Doch nur aus Stolz und Eigennutz Und Weichlichkeit ihm nützet, Nicht aus Gehorsam, nicht aus Pflicht: Auch der liebt seinen Nächsten nicht. 5. Wer harret, bis ihn an⸗ zuflehn Ein Armer erst erscheinet, Nicht eilt, dem Bruder beizustehn, Der im Verborgnen weinet, Nicht gütig forscht, ob's ihm gebricht, Den ziert die Nächstenliebe nicht. 334 6. Wer andre, wenn er sie beschirmt, Mit Härt und Vorwurf quälet, Und ohne Rücksicht straft und stürmt, Sobald sein Nächster fehlet: Wie bleibt bei solchem Ungestüm Die Liebe Gottes wohl in ihm? 7. Wer für der Armen Heil und Zucht Mit Rat und That nicht wachet, Dem Übel nicht zu wehren sucht, Das oft sie dürf⸗ tig machet, Nur sorglos ihnen Gaben giebt, Hat so nur wenig d nicht erfreun? sie geliebt. 8. Wohl wahr ist's, du ver⸗ magst es nicht, Stets durch die That zu lieben; Doch bist du nur geneigt, die Pflicht Getreulich aus⸗ zuü ünschest dir die ö x 0 zuüben, Und wünschest dir die Herz, das dich durch Liebe preis. Kraft dazu, Und sorgst dafür: so liebest du. 9. Ermattet dieser Trieb in dir, So such ihn zu beleben. Sprich oft: Gott ist die Lieb, und mir Hat er sein Bild gegeben; Denk oft: Gott, was ich bin, ist dein, Sollt ich, gleich dir, nicht gütig sein? 10. Wir haben einen Gott und Herrn, Sind eines Leibes Glieder: Drum diene deinem Nächsten gern, Denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, Mein Näch⸗ ster ist sein Kind, wie ich. 11. Ein Heil ist unser aller Gut, Nie darf ich Brüder hassen, Die Gott durch seines Sohnes Blut So hoch erkaufen lassen; Daß er mich hat mit sich ver— sühnt, Hab ich dies mehr als sie verdient? Das christliche Leben. 12. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, Du Herr von meinen Tagen, Drum will ich, Vater, auch Geduld Mit meinen Brüdern tragen, Dem gern verzeihn, dem du vergiebst, Den lieben, den du selber liebst. 13. Was ich den Frommen hier gethan, Den kleinsten auch von diesen, Das sieht er, mein Erlöser, an, Als hätt ich's ihm erwiesen. Wie könnt ich Jesu Jünger sein, Und ihn in Brüdern 14. Ein unbarmherziges Ge⸗ richt Wird über den ergehen, Der unbarmherzig ist, und nicht Hört, die um Hülfe flehen. Drum gieb mir, Gott, durch deinen Geist Ein Mel. Sollt ich meinem Gott. 5 nter allen großen 543. Gütern, Die uns Christus zugeteilt, Ist die Lieb in den Gemütern Himmelsbal⸗ sam, der sie heilt, Ist ein Stern, der herrlich strahlet, Und ein Kleinod, dessen Preis Niemand auszusprechen weiß, Weil kein Gold es je bezahlet; Ist die Macht, die jedermann Zwingen und erfreuen kann. 2. Liebe kann uns alles geben, Was auf ewig nützt und ziert, Uns zum höchsten Stand erhe⸗ ben, Der die Seelen aufwätts führt. Menschen- oder Engelzun⸗ gen, Welche Kraft sie auch beseelt, Wenn dabei die Liebe fehlt, Sind noch nie ins Herz gedrungen; Nur ein Erz⸗ und Schellenklang Ist ihr flüchtiger Gesang. 3. V höre,2 Von ge sich au Selbst Durch Die de Alles Wenn Opfert Meine: Ließ' il nen, U Ist vo Würd? nen. Ist der 5. leiten stand, gleiten Ja, es bis in wird d und He Heil ur für un 6. Liebe, Schme Triebe mein 5 derstrel meint! Feind, zu lebe hin Z1 Mel 1 —54⁴— nmen auch mein ihm Jesu üdern Ge⸗ „Der 1 gieb t Ein preist. 'tt. roßen uns Lieb Isbal⸗ tern, )ein mand kein t die ingen geben, ziert, erhe⸗ wäkts elzun⸗ jeseelt, Sind ngen; iklang Nächstenliebe. 33⁵ . Was ich von der Weisheitsdas vergesset nicht! Mitleidsvoll höre, Die in alle Tiefen dringt, Von geheimnisvoller Lehre, Die sich auf zum Höchsten schwingt; Selbst die Berge zu versetzen Durch des Glaubens starke Kraft, Die der Wunder Fülle schafft: Alles ist für nichts zu schätzen, Wenn darin der Liebe Geist Sich nicht kräftig auch beweist. 4. Gäb ich alle meine Habe Auch den Armen freudig hin, Opfert' ich mich selbst dem Grabe, Meinem Nächsten zum Gewinn, Ließ' ich meinen Leib gleich bren⸗ nen, Und ertrüge jeden Schmerz: Ist von Liebe leer mein Herz, Würd' es mir nichts nützen kön⸗ nen. Nur der Liebe reine That Ist der wahren Freude Saat. 5. Glaube, Hoffnung, Liebe leiten Uns nicht nur im Pilger— stand, Ihre Kraft wird uns be⸗ gleiten In das wahre Vaterland. Ja, es strecken ihre Grenzen Sich bis in die Ewigkeit, Und doch wird die Liebe weit Uber Glaub und Hoffnung glänzen Sie schafft Heil und Segen hier, Sie beseligt für und für. 6. O du Geist der reinen Liebe, Segensquell in Freud und Schmerz, Laß mich spüren deine Triebe, Komm und senk dich in mein Herz. Laß mich kräftig wi⸗ derstreben Allem, was nicht gut es meint Mit dem Freunde, mit dem Feind, Und mich reizt, nur mir zu leben. Geist der Liebe, lenke hin Zu der Liebe meinen Sinn. Mel. Unser Herrscher, unser König. ohlzuthun und mit⸗ 544. W zuteilen, Christen, und willig eilen, Armen beizu⸗ stehn, ist Pflicht, Pflicht, die Je⸗ sus selbst uns lehret, Und die Gott, den Höchsten, ehret. 2. Speiset die, die Hunger leiden, Und die durstig sind, die tränkt; Eilt, die Nackenden zu mer kränkt; Schwache sucht zu unterstützen, Unterdrückte zu be⸗ schützen. 3. Nicht nur denen, die euch lieben, Oder euch um Hülfe flehn, Allen eilt, von Gott getrieben, Nach Vermögen beizustehn. Führt zu unverhofften Freuden Die auch, die im Stillen leiden. 4. Und dies sei dir keine Bürde, Keine Last, beglückter Christ; Du beweisest Christenwürde, Wenn du mild und hülfreich bist. Welch ein Glück für dich Erlösten, Arme Brüder Jesu trösten! 5. Und wie schafft es sanfte Freuden, Der Verlaßnen Helfer sein, Sehn, wie sie in ihren Leiden Sich, durch uns gestärkt, erfreun! Ein betrübtes Herzerquicken, Welch ein himmlisches Entzücken! 6. Heil und Glück auf unsern Wegen, Innige Zufriedenheit, Huld bei Menschen, Gottes Segen Folgen auf Barmherzigkeit: Und dereinst zum Gnadenlohne Schenkt ihr Gott des Himmels Krone. 7. Laßt uns eilen, unsre Gaben, Weil es Zeit ist, auszustreun; Was wir hier gesäet haben, Ern⸗ ten wir einst reichlich ein. Seid barmherzig, liebt die Armen, Gott will euer sich erbarmen. kleiden, Tröstet die, die Kum⸗ 336 Das christliche Leben. Mel. Mein Herzeus⸗-Jesu, meine. 5 erleih mir, Jesu, 545. V deinen Sinn, Dem Feinde zu vergeben. Laß mich, der ich dein Jünger bin, Nach Fried und Eintracht streben. Wie könnt ich hegen bittern Zorn, Da aus der Gnade süßem Born Nur Heil mir quillt und Leben? 2. Ein Vater hat uns auser⸗ wählt Zu seines Hauses Kindern; Ein Heiland brachte, was uns fehlt, Versöhnung allen Sündern; Ein Geist uns allesamt regiert, Und zu des Himmels Erbe führt, Wenn wir ihn nur nicht hindern. 3. Wie dürft ich wegen kleiner Schuld Den schwachen Bruder hassen, Da Gottes Langmut und Geduld Mir große Schuld er— lassen? Nein, immer sei mein Herz bereit, In wahrer Lieb und Einig⸗ keit Den Nächsten zu umfassen. 4. In einem Herrn ließ Gottes Rat Uns Heil und Gnade fin⸗ den; Ein gnadenreiches Wasserbad Macht rein uns von den Sünden; Ein Abendmahl uns alle speist: Wie sollte nicht ein Herz und Geist Uns allesamt verbinden? 5. Nimm hin, o Bruder, meine Hand Reich deine mir zum Frieden! Aus unserm Herzen sei verbannt, Was uns bisher geschieden. Den Seligen im Himmelreich Sind wir durch wahre Liebe gleich, Und selig schon hienieden. 10. Geistlicher Kampf und Sieg. Mel. Wer nur den lieben Gott. + ie wanket ihr, betrogne 546. W Seelen, Noch stets auf schied giebt, Und seinen Herrn in beiden Seiten hin? Fällt's euch zu allen Dingen Von Herzen und schwer, das zu erwählen, Was bringt den ewigen Gewinn? Ihn seht mit offnen Augen an Und wandelt auf der schmalen Bahn. 2. Bedenkt, es sind nicht Königs⸗ kronen, Nicht Reichtum, Ehr und Lust der Welt, Womit euch Gott will ewig lohnen, Wenn euer Kampf denSieg erhält: Gott selbst ist's und die Ewigkeit, Voll Lust und Ruh, voll Seligkeit. 3. Drum gilt hier kein geteiltes Leben, Gott krönet kein geteiltes Herz. Wer Jesu sich nicht recht ergeben, Der macht sich selber Müh und Schmerz, Und träget, zum verdienten Lohn, Hier Schmerz und dort die Qual davon. 4. Wer aber mit Gebet und Ringen Der Welt auf ewig Ab⸗ allein nur liebt: Der wird der Krone wert geschätzt, Und auf des Königs Stuhl gesetzt. 5. Zerreißet denn die morschen Schlingen, Die euch in diesem schönen Lauf Verhindern und zum Säumen bringen, Und rafft euch heut von neuem auf. Auf, auf, verlaßt die falsche Ruh! Auf, auf, es geht dem Himmel zu! 6. Auf, auf! ist dieser Weg schon enge, Voll Dornen und voll rauher Stein', Bringt euch die Welt oft ins Gedränge, Stellt Satan sich geharnischt ein, Er⸗ hebet sich sein ganzes Reich: Im⸗ manuel ist auch bei euch. 7. Gott fordert nur, daß iht euch k der m euch di will eu Schrit nicht geführ 9. 2 Zeiten versäu die Sa süße H denn d schnel 10. Zu den ist's, di ist der mut und uld ek⸗ ein Herz d Einig⸗ mfassen, Gottes ide fin⸗ asserbad Zünden; e speist: erz und inden? r, meine Frieden! erbannt, n. Den h Sind ich, Und bet und wig Ab⸗ derrn in zen und dird der Ind auf norschen diesem und zum afft euch uf, auf, . Auf, el zu! ser Weg und voll euch die „Stellt in, Er⸗ h: Im⸗ daß ihr Geistlicher Kampf und Sieg. 337 euch haltet An ihn, den Herrn, der mit euch geht, Daß ihr die schwachen Hände faltet, Zu ihm um Kraft des Geistes fleht; Er kämpft für euch, Er macht euch Bahn, Schaut ihn in eurem Kampfe an. 8. Die Allmacht stehet euch zur Seiten, Die Weisheit hält bei euch die Wach', Die Gottheit selber will euch leiten; Folgt nur mit festen Schritten nach. Wie Manche hat nicht diese Hand Schon durch— geführt ins Vaterland! 9. Nur wartet nicht auf andre Zeiten, Ihr habt schon jetzt so viel versäumt: Ihr mehrt euch selbst die Schwierigkeiten, Wenn ihr das süße Heut verträumt. Eilt, eilet, denn die Gnadenzeit Eilt flügel⸗ schnell zur Ewigkeit. 10. Laßt euch das Fleisch nicht träge machen, Verfluchet seine Zärtlichkeit; Ihr gebt euch ja um kitle Sachen In tausend Müh' und Fährlichkeit; Wie solltet ihr mit festem Mut Nicht ringen um das ewge Gut? 11. Eilt, faßt einander bei den Händen, Seht, wie ist unser Ziel so nah! Wie bald wird unser Kampf sich enden! Dann stehet unser König da; Er führt uns ein zur stillen Ruh, Und spricht uns selbst das Kleinod zu. Mel. Durch Adams Fall ist ganz. 547 Oft klagt dein Herz, selbst: was wäre sie, Wenn sie nicht kämpfen müßte? 2. Sie, die sich ihrer Laster freun, Trifft sie kein Schmerz hienieden? Sie sind die Sklaven eigner Pein Und haben keinen Frieden. Der Fromme, der die Lüste dämpft, Hat oft auch seine Leiden, Jedoch der Schmerz, mit dem er kämpft, Verwandelt sich in Freuden. 3. Des Lasters Bahn ist an⸗ fangs zwar Ein breiter Weg durch Auen, Allein sein Fortgang wird Gefahr, Sein Ende Nacht und Grauen. Der Tugend Pfad ist anfangs steil, Läßt nichts als Mühe blicken; Doch weiter hin führt er zum Heil, Und endlich zum Entzücken. 4. O hätte Gott es uns ver⸗ gönnt, Nach unsers Fleisches Wil—⸗ len, Wenn Wollust, Neid und Zorn entbrennt, Die Lüste frei zu stillen, Ließ er den schnöden Undank zu, Die freche Lust zu kränken, Und Menschenhaß, was würdest du Von solchem Gotte denken? 5. Gott will, wir sollen glück⸗ lich sein, Drum gab er uns Ge⸗ setze; Sie sind es, die das Herz erfreun, Sie sind des Lebens Schätze. Er spricht in uns durch den Verstand, Er spricht durch das Gewissen, Was wir, Geschöpfe seiner Hand, Fliehn oder wählen müssen. wie schwer es sei, Den Weg des Herrn zu wandeln, Und täglich seinem Worte treu Zu denken und zu handeln. Wahr; 6. Ihn fürchten, das ist Weis⸗ heit nur, Und Freiheit ist's, sie wählen. Das Tier folgt Trieben der Natur, Der Mensch dem Licht sst's, die Tugend kostet Müh, Sie der Seelen. Was ist des Geistes ist der Sieg der Lüste; Doch richte Eigentum? Was sein Beruf auf 22 338 Das christliche Leben. Erden? Die Tugend! was ihr Lohn und Ruhm? Gott ewig ähnlich werden. 7. Lern nur Geschmack am Wort desHerrn Und seiner Gnade finden, Und übe dich getreu und gern, Dein Herz zu überwinden. Wer Kräfte hat, wird durch Ge⸗ brauch Von Gott noch mehr be— kommen; Wer aber nicht hat, dem wird auch Das, was er hat, ge⸗ nommen. 8. Du streitest nicht durch eigne nicht auf die That allein, Er sieht auf deinen Willen. Sieh, das Ver⸗ dienst des Herrn ist dein, Dies muß dein Herz dir stillen. Mel. Jesus, meine Zuversicht. teil und dornicht ist 2 548.— der Pfad, Welcher zur Vollendung leitet. Selig ist, Mute streitet; Selig, wer den Lauf vollbringt, Und das hohe Ziel erringt. Kraft, Drum muß es dir gelin⸗ gen; Gott ist's ja, welcher beides 2. Überschwenglich ist der Lohn Der bis in den Tod Getreuen, schafft, Das Wollen und Voll⸗Die, der Lust der Welt entflohn, bringen. Bot je der Vater einen Ihrem Heiland ganz sich weihen, Stein Dem Sohn, der Brot be⸗Deren Hoffnung unverrückt Nach gehrte? Bet' oft, Gott müßte der Siegeskrone blickt. Gott nicht sein, Wenn er dich nicht erhörte. 3. Den am Kreuz wir bluten sehn, Jesus hat das Ziel errungen, Und 9. Dich stärket auf der Tu⸗sich zu des Himmels Höhn Trium⸗ gend Pfad Das Beispiel selgerphierend aufgeschwungen; Als er Geister; Ihn zeigte dir, und ihn betrat Dein Heiland, Herr und Meister. Dich müsse nie des Fre⸗ chen Spott Auf diesem Pfade hindern; Der wahre Ruhm ist Ruhm bei Gott, Und nicht bei Menschenkindern. 10. Sei stark und männlich allezeit, Tritt oft an deine Bahre, Vergleiche mit der Ewigkeit Den Kampf so kurzer Jahre. Das Kleinod, das dein Glaube hält, Wird neuen Mut dir geben; Und Kräfte der zukünftgen Welt, Die werden dich beleben. 11. Und endlich, Christ, sei un⸗ verzagt, Wenn dir's nicht immer glücket, Wenn dich, so viel dein neue Mut auch wagt,‚, Stets rief: es ist vollbracht! War be— siegt des Todes Macht. 4. Preis, gekrönter Sieger, dir, Zieh dir nach die Schar der Streiter. Wandeln sie durch Stürme hier: Jenseits ist es still und heiter. Unsrer Hoffnung winlt der Lohn, Heiland, dort an dei⸗ nem Thron. 5. Auf denn, Streitgenossen, geht Mutig durch des Lebens Wüste; Seht auf euren Führer, fleht, Daß er selbst zum Kampf euch rüste; Seine Gotteskraft tig sein. Mel. Wachet auf, ruft uns die. üstet, Christen, euch 540. Mum Suenn Schwachheit drücket. Gott sieht Feinde suchen euch zur Beute, Iu allein Kann in Schwachen mäch⸗ fallen wer ihn betrat, Und mit frohem Satan Waffn Und kä Dann sehrt. schnell: Christu diesen wir da 2. Lüsten, Christe Herren Namen wie die Glaube hier ert das Zie so seid krönet 3.— ö gahre, Totenb Lebensl Toten! Sünder mit Fi sind ver noch hi Und 6 uns se Ehrenk. 4. dern U winderr dein L neues zu dir uns ar die Liel So ha Im Toe S Ver⸗ Dies sicht. icht ist Welcher lig ist, frohem ser den 8 hohe er Lohn etreuen, itflohn, weihen, kt Nach en sehn, en, Und Trium⸗ Als er Var be⸗ Sieger, Schar ie durch es still ng winkt an dei⸗ zenossen, Lebens Führer, Kampf tteskraft n mäch⸗ us die. en, euch te! Die aute, J, Jahre, Eh ihr kommt auf die fallen will der Mut. Geuß auf Geistlicher Kampf und Sieg. 339 Satan selbst hat euch begehrt. Waffnet euch mit Gottes Worte, Und kämpft getrost an jedem Orte, Dann bleibt ihr stark und unver⸗ sehrt. Ist euch der Feind zu schnell: Hier ist Immanuel, Jesus Christus! Der Starke fällt Durch diesen Held, Mit ihm behalten wir das Feld. 2. Reinigt euch von euren Lüsten, Besieget sie, seid tapfre Christen, Steht mutig in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Namen, Daß ihr nicht strauchelt, wie die Lahmen! Zeigt, was der Glaube kann und schafft. Wer hier ermüden will, Der schaue auf das Ziel, Da ist Freude. Wohlan, so seid Zum Kampf bereit, So krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wen'gen Totenbahre; Kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wird Gott einst die Toten wecken, Und Christus sichre Sünder schrecken, So stehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind versöhnt! Daß uns die Welt noch höhnt, Währt nicht lange; Und Gottes Sohn Hat längst uns schon Dort beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, hilf du deinen Kin⸗ dern Und mache die zu Über⸗ windern, Die du erkauft hast durch dein Blut. Schaff in uns ein neues Leben, Gieb, daß wir uns zu dir erheben, Wenn uns ent⸗ uns aus den Geist, Aus dem die Liebe fleußt In die Herzen; So halten wir Getreu an dir Eigne Melodie. + inge recht, wenn Got⸗ 550. R tes Gnade Dich nun ziehet und bekehrt, Daß dein Geist sich ganz entlade Von der Last, die ihn beschwert. 2. Ringe, denn die Pfort' ist enge, Und der Lebensweg ist schmal. Immer stehn hier im Gedränge Christi Streiter allzumal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Le⸗ ben, Dring in Gottes Reich hinein; Mag dir Satan widerstreben, Du darfst nimmer furchtsam sein. 4. Ringe, deine Lieb erglühe, Halbe Liebe hält nicht Stand; Daß dein Herz der Welt entfliehe, Sei es ganz für Gott entbrannt. 5. Hast du nun die Perl er⸗ rungen, Denke nicht: nun ist's gethan; Noch ist alles nicht bezwun— gen, Was der Seele schaden kann. 6. Schaffe ja mit Furcht und Zittern Deiner Seele Seligkeit. Laß dein Herz durch nichts er— schüttern, Wenn der Feinde Macht dir dräut. 7. Deine Krone halte feste, Halte treulich, was du hast. Recht beharren ist das beste, Rückfall bringt dir neue Last. 8. Laß dein Auge ja nicht gaffen Nach der schnöden Eitel— keit. Bleibe Tag und Nacht in Waffen, Fliehe alle Sicherheit. 9. Laß dem Fleische nicht den Willen, Folge deinen Lüsten nicht; Willst du die Begierden stillen, So erlischt das Gnadenlicht. 10. Wahre Treu liebt Christi Wege, Steht beherzt auf ihrer Hut, Suchet Ruhe nicht noch Pflege, Im Tod und Leben für und für. Hält sich selber nichts zu gut. 22* N. +— Hni 340 Das christliche Leben. ——ß—— 11. Wahre Treu kommt dem Getümmel Eitler Weltlust niemals nah; Ist ihr Schatz doch in dem Himmel, Darum ist ihr Herz auch da. 12. Wahre Treu führt mit der Sünde Bis ins Grab beständig Krieg, Sorgt nur, wie sie über⸗ winde, Kämpft, bis sie erlangt den Sieg. 13. Drum wohlauf, ihr tapfern Streiter, Kämpfet recht und macht euch Bahn. Geht auf Christi Wegen weiter, Denn so geht ihr himmelan. 14. Denkt in jedem Augenblicke, Ob's vielleicht der letzte sei. Laßt die Lampe nicht zurücke, Holt stets neues Ol herbei. 15. Ach, die Welt, sie liegt im Bösen, Sodom sinkt in Feuers⸗ glut. Seele, wer soll dich er— lösen? Eilen, eilen ist hier gut. 16. Lauf der Welt doch aus den Händen, Dring ins stille Zoar ein, Eile, daß du magst voll⸗ enden, Mache dich vom Bösen rein. 17. Eile, zähle Tag und Stun⸗ den, Bis dir der Erlöser winkt, Und, wenn du nun überwunden, Dich zum Schauen Gottes bringt. 18. Eile, laufe ihm entgegen, Sprich: mein Licht, ich bin be— reit, Soll die Hülle ich ablegen, Führe mich zur Seligkeit. Mel. Freu dich sehr, o meine. + chaffet, schaffet, Men⸗ 551. S schenkinder, Schaffet eure Seligkeit, Bauet nicht, wie sichre Sünder, Auf die ungewisse Zeit. Unverweilt bekehret euch, Ringet nach dem Himmelreich, Und bemüht euch hier auf Erden, eund Wie ihr möget selig werden.(sehn,? 2. Soll nun dies an euch ge⸗ nde schehen, So bekämpfet Fleisch und ch, me Blut, Und der Welt zu wider⸗ Mit mi stehen, Rüstet euch mit Kraft und mir deir Mut. Gottes Wille muß allein Seligke Eures Lebens Richtschnur seimn, Mag es dem bethörten Herzen Freude bringen oder Schmerzen. Gott 4 3. Selig, wer im Glauben ih Uin kämpfet, Selig, wer im Kams Hlaube besteht, Wer des Fleisches Lish. lihe Ki dämpfet, Und den Reiz der Wel glere st verschmäht, Unter Christi Kreuzis⸗ unche, schmach Jaget man dem Frieden dimmel nach.Wer denHimmel will ererhen Mel. Al Muß zuvor mit Christo sterben. 4. Werdet ihr nicht treulihs 552 ringen, Sondern träg und lässi sein, Eure Neigung zu bezwingen nach der So bricht eure Hoffnung ein. Ohmst der tapfern Streit und Krieg Folhet lig, wen niemals rechter Sieg; Treueh enpfang Kämpfern reicht zum Lohne Daht schaut! der Herr die Ehrenkrone. des heif 5. Sich der Welt noch gleih sein Los zu achten, Findet nicht bei Chr 2. G ten statt; Sinnenlust und eitleͤspunden Trachten Schwächt den Geist undHeer; J macht ihn matt. Auf der schmden, Ur len Glaubensbahn Kommt mat und schw keinen Schritt hinan, Wenn man der Zeit mit geteiltem Herzen Will müsstreiten, Welt und Sünde scherzen.(einde 6. Auf, Erlöste, Christi Glihdon Ch der, Die sein Geist erhält s 3 N trägt, Schlaget alles in euch nie past du der, Was sich noch von Süsdt Lodessch regt. Was euch ärgert, senkt ind den 36 Grab, Was euch hindert, werfel Streit ab; Denket stets an Christi Worte⸗ Schmer „Dringet durch die enge Pforte!“ * E Geistlicher Kampf und Sieg. 7. Zittern will ich vor der f Erden. Zünde Und dabei auf Jesum rden. sehn, Daß ich seinen Beistand euch gi. inde, In der Gnade zu bestehn. leischund ch, mein Heiland, geh doch nicht u wider⸗ Mit mir Armen ins Gericht. Gieb rraft und mir deines Geistes Waffen, Meine uß allein Eeligkeit zu schaffen. —— sein, 8. Amen, es geschehe, Amen! +. Herzeh Gott versiegle dies in mir, Daß Glauhe ich treu in Jesu Namen Meinen Kann Hlaubenskampf vollführ'. Er ver⸗ hes 110 lihe Kraft und Stärk', Und re⸗ der W ziere stets das Werk, Daß ich wache, bete, ringe, Und also zum Kreuzes⸗A ö ringe. Frieder Himmel dring lererben, sterben. t treulich ind lässh zwingen; ein. Ohne eg Folgt Treueh hne Dont L. och gleich bei Chri⸗ ind eitles Geist und er schm⸗ umt man Zenn mah Will mit zen. risti Glie rhält in euch nit, N Sündi senkt ind rt, werftt sti Worte⸗ Pforte! Mel. Alle Menschen müssen sterben. 552 Nicht nur streiten, über⸗ * winden Muß, wer nach der Krone ringt. Mühvoll st der Kampf der Sünden, Se⸗ lig, wem der Sieg gelingt. Ihn ümpfangen Jubellieder, Freudig schaut vom Ziel er nieder Auf des heißen Streits Gefahr, Der ein Los hienieden war. 2. Glorreich, Herr, hat über⸗ vunden Deiner Zeugen glänzend Heer; Ja, sie sahen dunkle Stun⸗ den, Und ihr Kampf war heiß und schwer; Schwerer als im Lauf der Zeiten Ich ihn jemals werde treiten, Denn das Schwert der Jeinde ruht, Trieft nicht mehr bon Christenblut. 3. Überwunden, überwunden hast du, Herr der Herrlichkeit. Todesschweiß und Blut und Wun⸗ Len Zeugen von dem ernsten Streit. Tausendfache Angst und Schmerzen Lasteten auf deinem 341 Herzen; Dennoch unterlagst du nicht Selbst im härtesten Gericht. 4. Wer kann das Geheimnis fassen, Wer, wie hoch er sich auch schwingt? Gott hat seinen Sohn verlassen, Welcher mit dem Tode ringt! Dennoch ist Triumph sein Ende, Er giebt sich in Gottes Hände, Schon umhüllt von Todesnacht Ruft er aus: es ist vollbracht! 5. Was sind meine kurzen Lei— den Gegen die, so Christus litt, Und was gegen jene Freuden, Die mir Christi Tod erstritt? Herr, ich folge ohne Beben; Hilf mir dringen in dein Leben, Du, der mir zum Heile starb, Und mir Kraft zum Kampf erwarb. Mel. Ach, was soll ich Sünder. 533 luf, ihr Streiter, durch⸗ 553. A gedrungen, Auf, und folgt dem Heiland nach, Selbst durch Marter, Tod und Schmach. Wie er sich hat aufgeschwungen, Ringt ihm nach in seiner Kraft; Er ist's, der den Sieg verschafft. 2. Kein Erlöster müsse sagen, Ihm gebreche Kraft und Mut Zu dem Kampf mit Fleisch und Blut. Alles soll der Jünger wagen, Weil der Herr die Wunden heilt, Und den Schwachen Kraft erteilt. 3. Sind wir schwach: bei ihm ist Stärke; Sind wir arm: der Herr ist reich. Wer ist unserm Führer gleich? Seine Macht thut Wunderwerke. Sagt, ob der nicht helfen kann, Dem der Himmel unterthan! 4. Ja, er kann und will uns schirmen; Höret auf verzagt zu .—.———— 342 Das christli che Leben. sein. Auf den Feind dringt mutig ein, Mag er drohen, mag er stür⸗ men. Wißt, der Weg zur Seligkeit Fordert Mut, Geduld und Streit. 5. Nun so wachet, kämpft und ringet, Bleibet wacker im Gebet, Bis ihr auf der Höhe steht. Wenn ihr Siegesfahnen schwinget, Wenn der Erde Werk gethan, Hebt des Himmels Wonne an. Eigne Melodie. 2 zahre fort, Fahre fort, 554. c Zion, fahre fort im Licht, Mache deinen Leuchter helle, Laß die erste Liebe nicht, Suche stets die Lebensquelle. Zion, dringe durch die enge Pfort', Fahre fort, Fahre fort. 2. Leide gern,„ Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne; Sei bis in den Tod getreu, Siehe auf die Lebens⸗ krone. Zion, scheint der Trost dir noch so fern, Leide gern.:, 3. Folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, Die dich suchet groß zu machen; Achte nichts ihr Gut und Geld, Laß sie deines Glaubens lachen. Zion, wenn siedir viel Lust verspricht, Folge nicht.:, 4. Prüfe recht, 1 Zion, prüfe recht den Geist, Der dich ruft zu beiden Seiten; Thue nicht, was er dich heißt, Laß nur deinen Stern dich leiten. Zion, meide das, was krumm und schlecht, Prüfe recht.:,: 5. Dringe ein,:: Zion, dringe ein in Gott, Stärke dich mit Geist und Leben, Sei nicht wie die an⸗ dern tot, Sei du gleich den grünen Reben. Zion, in das Wesen, nicht 6. Brich hervor, ⁷ Zion, brih hervor in Kraft, Weil die Bruder⸗ liebe brennet, Zeige, was der in dit schafft, Der als seine Braut dich kennet; Zion, durch das dir er⸗ brochne Thor Brich hervor.: 7. Halte aus, ,: Zion, haltt deine Treu, Laß doch nimmer lau dich finden. Auf, das Kleinod rückt herbei, Auf, besiege alle Sünden! Zion, in dem letzten Kampf und Strauß Halte aus.; Mel. Großer Prophete, mein. as Fesu, hilf siegen, du 555. J Fürste des Lebendl Sieh, wie ich schweb' in Gefah⸗ ren und Not. Schwach ist mein Wollen, mein Ringen vergebens, Furchtbar die Macht, die mith täglich bedroht. Stehst du mir, Jesu, nicht schützend zur Seite, Wie könnt ich kämpfen und siegen im Streite? 2. Jesu, hilf siegen, ein sünd⸗ lich Verlangen Kämpfet in mir mit des Höchsten Gebot. Nimm du den Willen des Fleisches ge— fangen, Bring durch dein Sterben der Sünde den Tod; Und doß mir möge, was gut ist, gelingen, Gieb du das Wollen und gith! das Vollbringen. ö 3. Jesu, hilf siegen, sonst miß ich verzagen, Wenn mein Gewissen das Urteil mir spricht, Wem mich die Sünden der Jugend ber⸗ klagen, Und ich erbebe vor Gottes Gericht. Wenn solche Schrecken die Seele bestürmen, Wollest du mich, o Versöhner, beschirmen. 4. Jesu, hilf siegen, wer mag in Schein, Dringe ein., sonst bestehen Wider den trüglih versch dem Wenr ersche mein sie fir 5. und b das a bei d dein! Will Träg wecker 6. alles Erder auch verbu sich v sollen ben, nur 7. ich so vor d das 5 erben, bliebe mich Reich hilf; M 550 Geist leugn stört inner auch übern on, brich Bruder⸗ der in dit raut dich dir er⸗ vor.: Dn, halte mer lau Kleinod iege alle n letzten e aus.: mein. egen, du Lebens! u Gefah⸗ ist mein ergebens, die mith du mit, ir Seite, nd siegen ein sünd⸗ in mit dimm sches ge⸗ Sterben Und daß gelingen, und gich onst nuß Gewissen , Wenn gend ver⸗ „r Gottes Schrecken Zollest du chirmen. wer mah trüglich Geistlicher Kampf und Sieg. 3⁴3 verschlagenen Feind? Wer mag dem Vater der Lügen entgehen, Wenn er als Engel des Lichtes erscheint? Du bist die Wahrheit, mein göttlicher Meister, Lehr' mich sie finden, und prüfen die Geister. 5. Jesu, hilf siegen, hilf wachen und beten. Herr, durch dein Flehen, das alles vermag, Wollest du mich bei dem Vater vertreten. Hüter, dein Auge bleibt immerdar wach; Will mich der Schlummer der Trägheit befallen, Laß, mich zu wecken, dein Rufen erschallen. 6. Jesu, hilf siegen, wenn alles verschwunden, Was ich auf Erden mein eigen genannt. Wenn auch die Freunde, sonst treu mir verbunden, Kalt und entfremdet sich von mir gewandt, Dennoch soll nimmer mein Herz sich betrü— ben, Bist du, o Jesu, mein Teil nur geblieben. 7. Jesu, hilf siegen, wenn einst ich soll sterben, Mache von Furcht vor dem Tode mich frei; Zeige das Reich mir, das der soll er— erben, Der bis ans Ende ge⸗ blieben dir treu. Laß auch zuletzt mich im Kampf nicht erliegen, Reiche die Hand mir, o Jesu, hilf siegen! Mel. Was Gott thut, das ist. 5 ein Christ, ein tapfrer 556. E Kriegesheld, Voll Geist und Kraft und Stärke, Ver⸗ leugnet sich, bezwingt die Welt, Zer⸗ stört des Satans Werke, Kämpft innerlich Und äußerlich; Wo sich auch Feinde finden, Er kann sie überwinden. 2. Ich habe fruchtlos mich ge— quält, Und gab mich fast verloren, Bis ich den Helfer mir erwählt, Des Geist mich neu geboren. Wer will die Kraft, Die alles schafft, Wer Christi Macht ergründen, Durch die wir überwinden? 3. Auf Eitles war mein Sinn gestellt, Auf falsche Lust und Ehre, Ich lebte nach dem Lauf der Welt, Und nicht nach Christi Lehre. So ist's nicht mehr, Gott sei die Ehr! Ich streite mit den Sünden, Und will sie überwinden. 4. Die Menschen flößten Furcht mir ein, Gefallen wollt ich allen; Jetzt aber fürcht ich Gott allein; Und will nur ihm gefallen. Der Menschen Gunst Ist eitler Dunst; Mag sich ihr Haß entzünden, Doch werd ich überwinden. 5. Die Welt mit ihrem Spott und Hohn Erhebet mich zu Ehren; Sie muß an meiner Himmels⸗ kron Die Edelsteine mehren. Der Herr ertrug, Daß man ihn schlug, Er ließ sich schmähn und binden; Auch ich will überwinden. 6. Leb ich in steter Traurigkeit, Sind wenig gute Stunden In meiner kurzen Lebenszeit: Ich habe Gott gefunden. Der tröstet mich Gar väterlich, Will mich vom Schmerz entbinden, Drum kann ich überwinden. 7. Und wie ich immer führte Krieg Mit meinen Glaubens⸗ waffen, So werden sie den letzten Sieg Im Sterben mir verschaf⸗ fen. Ob Grab und Tod Auch furchtbar droht: Die Schrecken bald verschwinden, Und ich werd überwinden. 3⁴⁴4 Das christliche Leben. 8. Das Kleinod ist mir vorge⸗ V steckt, Ich soll nur tapfer kämpfen; Drum bleibt mein Arm stets aus⸗ gestreckt, Mit Gott den Feind zu dämpfen. Nur unverzagt, Und frisch gewagt! Ich seh die Krone binden, Drum will ich überwinden. Mel. Jesu, wor Wahrhe Leben. + wge Wahrheit, deren 557. Treue Unsre Hoff⸗ nung stützt und hält, Ich bekenne und bereue, Daß mich Zweifel⸗ mut befällt. Ach, wie hängt mein Herz an Dingen, Die mich nicht zur Ruhe bringen! Gott, wie leicht vergeß ich dein, Wenn mein Trost soll sichtbar sein. 2. Ach vergieb mir diese Sünde, Nimm die Strafe von mir hin; Schenke deinem armen Kinde, Vater, einen andern Sinn, Den nicht falsche Hoffnung bindet, Die wie dünner Reif verschwindet, Die wie leichter Rauch entflieht, Und das Herz zur Erde zieht. 3. Laß mich eitle Sorgen meiden, Weil du für mich sorgst und wachst, Und im Trauern, wie in Freuden, Dich um mich zur Mauer machst. Laß, Herr, auf dein Wort mich hoffen, Das noch stets ist einge— troffen. Hoffnung, die auf dich nicht traut, Hat auf losen Sand gebaut. 4. Laß den Anker meiner Seelen Unter aller Stürme Wut Nur dein Herz zum Grunde wählen, Wo er fest und sicher ruht. O, dann wird's kein Zweifel wagen, Mich zum Unmut zu verschlagen. Unbeweglich werd ich stehn, Wenn auch Berge untergehn. 5. Laß mein Herz versichert werden, Daß dein Wort wahr⸗ haftig sei, O so werd ich schon auf Erden Vieler Sorg und Unruh frei; So werd ich im Glauben beten, Und erhört zurücke treten; So wächst meine Zuversicht, So wankt meine Hoffnung nicht. 6. Vater, meine Hoffnung grün⸗ det Sich auf deines Sohnes Tod; Ach, in seinem Blute findet Meine Seele Trost in Not. Durch sein siegreich Auferstehen Kann ich nen geboren gehen Zu den Bürgern jener Welt, Wenn der Erdenbau zerfällt, 7. Da mein Haupt sich aufge⸗ schwungen Und auf Gottes Thron gesetzt, Bin auch ich mit durchge— drungen, Und den Engeln gleichge— schätzt. Ich besitz ein ewig Leben, Das mir Jesus selbst gegeben; Ich bin auch im Glauben schon Mit erhöht auf seinen Thron. 8. Hier muß ich als Pilger wallen, Droben ist mein Vater⸗ land; Dort, wird einst die Welt zerfallen, Find ich meinen Ehren⸗ stand. Ich erwarte nur die Stun⸗ den, Da ich, von der Sünd ent⸗ bunden, Meinen Heiland werde sehn, Und verkläret vor ihm stehn. 9. Unterdessen laß mich hoffen Auch in Trübsal auf dein Licht. Zeige mir den Himmel offen, So schreckt Tod und Grab mich nicht. Laß mich, Herr, voll Trost und Freuden Aus dem Thal der Thrä⸗ nen scheiden, Und einst, was ich hoffe hier, Dort mich schauen, Herr, bei dir. Mel. O du Liebe meiner Lebe. 3 Durchbrecher aller 558.— Bande, Der du immer bei uns bist, Bei dem Schade, Spott und Schande Lau⸗ ter L ferner Adam hellen Kerke 2. Wille Dazu Weis du nie er dir dem 2 Ruhef 3 Ketter Seufz Um 6 dem uns h Geist auf et ten Le⸗ morge on auf Unruh lauben treten; yt, So cht. grün⸗ 5Tod; Meine ch sein ich neu n jener erfällt. aufge⸗ Thron urchge⸗ eichge⸗ Leben, geben; schon ron. Pilger Vater⸗ Welt Ehren⸗ Stun⸗ d ent⸗ werde stehn. hoffen Licht. n, So nicht. st und Thrä⸗ as ich hauen, ebe. aller er du i dem e Lau⸗ morgen Darf man vor Verderben Würde und Seligkeit der Gläubigen in diesem Leben. 34⁵ ter Lust und Himmel ist, Stehe ferner im Gerichte Wider unsern Adamssinn, Bis du uns zum hellen Lichte Führest aus dem Kerker hin. 2. Ist's doch deines Vaters Wille, Daß du endest dieses Werk; Dazu wohnt in dir die Fülle Aller Weisheit, Lieb und Stärk, Daß du nichts von dem verlierest, Was er dir gegeben hat, Und uns aus dem Treiben führest Zu der süßen Ruhestadt. 3. Schau denn her auf unsre Ketten, Da wir mit der Kreatur Seufzen, ringen, schreien, beten Um Erlösung von Natur, Von dem Dienst der Eitelkeiten, Der uns hart darnieder drückt, Ob der Geist sich auch in Zeiten Schon auf etwas Beßres schickt. 4. Herr, zermalme, Herr, zer— störe Diese Macht der Finsternis; Der preist nicht mehr deine Ehre, Den sie fort zum Tode riß. Heb uns aus dem Staub der Sünden, Wirf die Schlangenbrut hinaus, Laß uns wahre Freiheit finden In des Vaters Hochzeitshaus. 5. Wir verlangen keine Ruhe Für das Fleisch in Ewigkneit. Was du nötig findst, das thue Noch vor unsrer Abschiedszeit; Aber unser Geist, der bindet Dich im Glauben, läßt dich nicht, Bis er die Erlösung findet, Welcher Zeit und Maß gebricht. 6. Herrscher, herrsche! Sieger, siege! König, brauch dein Regimentl Führe deines Reiches Kriege, Mach der Sklaverei ein End! Mach sie frei, die arme Seele, Durch des neuen Bundes Blut, Daß sie sich nicht länger quäle, Nimm sie auf in deine Hut. 7. Lange hält uns schon ge⸗ fangen Lust und Selbstgefälligkeit; Ach, laß uns nicht länger hangen In dem Tod der Eitelkeit. Ja, die Last treibt uns zu rufen, Alle flehen wir dich an: Zeig uns nur die ersten Stufen Der gebrochnen Freiheitsbahn! 8. Teuer sind wir ja erworben, Knechte nicht der Well zu sein: Drum, so wahr du bist gestorben, Mußt du uns auch machen rein. Der wird rein und ganz vollkom⸗ men, Ahnlich deinem heilgen Bild, Der die Gnade hat genommen, Die aus deiner Fülle quillt. 9. Zeuch uns, Jesu, in dein Sterben, Laß mit dir gekreuzigt sein, Was dein Reich nicht kann ererben, Führ ins Paradies uns ein. Herr, ich weiß, du wirst nicht säumen, Laß uns nur nicht träge sein, Werden wir, als die da träumen, Doch einst gehn zur Freiheit ein. 11. Würde und Seligkeit der Gläubigen in diesem Mel. Ach, wie nichtig, ach, wie. 559 O wie richtig und wie wichtig Ist der Chris⸗ ten Leben! Weder heute noch auch Leben. sorgen, Denn es ist in Gott ver⸗ borgen. 2. O wie richtig und wie wich⸗ tig Sind der Christen Tage! Wer sich durch die Zeit gerungen Und 3⁴6 Das christlich e Leben. zum Ewgen aufgeschwungen, Dem ist jeder Tag gelungen. 3. O wie richtig und wie wichtig Ist der Christen Freude! Freude, die in Gott gegründet Und den Geist mit ihm verbindet, Freude, die kein Ende findet. 4. O wie richtig und wie wichtig Ist der Christen Schöne! Tugendschönheit im Gemüte Ist bei Gott von größrer Güte, Als der Lenz in seiner Blüte. 5. O wie richtig und wie wich⸗ tig Ist der Christen Stärke! Welt und Fleisch muß unterliegen, Chris⸗ tenkräfte müssen siegen, Wenn sie ihren Feind bekriegen. 6. O wie richtig und wie wich⸗ tig Ist der Christen Segen! Was sie Gott zum Preis ersinnen Und darauf in ihm beginnen, Muß stets Glück und Heil gewinnen. 7. O wie richtig und wie wich⸗ tig Ist der Christen Ehre! Sie sind Gottes Freund und Kinder, Christi Brüder, auch nicht minder Richter aller Feind und Sünder. 8. O wie richtig und wie wich— tig Sind der Christen Schätze! Was die wahren Christen haben, Sind ganz unschätzbare Gaben, Wonach keine Diebe graben. 9. O wie richtig und wie wichtig Sind der Christen Sachen! Gott wirkt selbst ihr Thun und Dichten, Heißt sie treu ihr Werk verrichten, Das kann keine Zeit vernichten. Mel. Lobe den Herren, den. + lles ist euer!o Worte 560. A des ewigen Lebens! Fühle sie, gläubige Seele, voll Irdischgesinnten allein Tönen die Worte vergebens. Hoheit des Christen! Wallt er gleich dürftig und einsam in trau⸗ rigen Wüsten, Findet er gleich Thoren geachtet und reich: Wie kann nach Eitlem ihn lüsten? 3. Immer das Auge gerichtet nach heiligen Höhen, Sieht er die wehen. Wohl ihm, er faßt Statt der vergänglichen Last Güter, die nimmer vergehen. 4. Alles, was Freude gewähret im irdischen Leben, Alles, wovor noch die Kinder der Welt hier er⸗ beben, Leben und Tod Ist euch auf Gottes Gebot Unter die Füße gegeben. 5. Alles ist euer! o Christen, vom Himmel hernieder Schauet der Mittler auf seine erlöseten Glieder; Höret, er spricht: Fürchte, du Häuflein, dich nicht, Alles ist euer, ihr Brüder! 6. Seid ihr auch elend, verlas⸗ sen, verfolgt und gefangen, Fließen euch Zähren des Grams von er⸗ bleichenden Wangen, Droben im Licht, Freut euch, da fließen sie nicht, Dort ist das Alte vergangen. herrschet, singt Lieder der Feier, Freut euch der Hoheit, die Christus errungen so teuer, Die er erwarb, ja, alles ist euer! Mel. Wie schön leucht't uns der. V ie groß ist unsre 561. W Seligkeit, O Gott, heiligen Bebens. Alles ist dein! schon in der Prüfungszeit, Selbst 2. Göttliche Würde, entzückende Güter der Thoren im Sturme ver⸗ 7. Die ihr mit Christo einst Als er auf Golgatha starb. Amen, —— len die ückende allt er i trau⸗ gleich : Wie ten? erichtet t er die ne ver⸗ Statt ter, die währet wovor hier er⸗ st euch ie Füße hristen, Schauet löseten Fürchte, lles ist verlas⸗ Fließen hon er⸗ ben im ßen sie gangen. o einst Feier, hristus erwarb, Amen, der. unsre ) Gott, Selbst Würde und Seligkeit der Gläubigen in diesem Leben. 347 unter viel Beschwerden, Wenn unser Herz sich dir ergiebt, Und treu in Jesu Dienst sich übt! Wie groß wird sie einst werden, Wenn sich Herrlich Jenes Leben wird an⸗ heben, wo man Freuden Erntet von der Saat der Leiden! 2. O wie erhaben ist das Recht, Das du uns giebst, Herr, dein Ge⸗ schlecht Und Bundesvolk zu heißen! Bei dir ist unser Vaterland, Und wer will deiner starken Hand, All⸗ mächtger, uns entreißen? Wenn wir Gleich hier Müssen streiten, und zu Zeiten schwach uns finden, Hilfst du doch uns überwinden. 3. Du deckest unsre Schulden zu, Schenkst unsern Seelen wahre Ruh, Und stärkest uns mit Freude. Dein Sohn ist unser Haupt und Ruhm, Wir sein erkauftes Eigen⸗ tum Und Schafe seiner Weide. Gutes Mutes Sind auf Erden in Beschwerden unsre Seelen. Herr, was kann bei dir uns fehlen? 4. Es bleibet zwar der hohe Wert Der Gnade, die uns wider⸗ fährt, Verborgen hier auf Erden: Doch wenn dereinst vor aller Welt Er, unser Haupt, Gerichtstag hält, Dann wird er sichtbar werden. Als⸗ dann Sieht man Ihn mit Kronen uns belohnen, und mit Ehren Für sein treues Volk erklären. 5. Wie selig, Gott, sind wir alsdann, Wie viel hast du an uns gethan! Wie groß ist unsre Würde! Laß auf sie sehn uns jederzeit, So tragen wir mit Willigkeit Der kurzen Leiden Bürde. Herr, gieb Den Trieb In die Seelen, dich zu wählen, und das Leben Ganz in Jesu Dienst zu geben. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 562. Her welch Heil kann ich erringen! In welche Höhn darf ich mich schwin⸗ gen! Mein Wandel soll im Him⸗ mel sein! O du Wort voll heil⸗ gen Bebens, Und doch voll Wonn?' und ewgen Lebens: Im Himmel soll mein Wandel sein! Ich sinke staunend hin, Ich ahne, wer ich bin, Wer ich sein kann. Ich trage noch Des Todes Joch, Im Himmel soll ich wandeln doch. 2. Schwing dich denn zu diesen Höhen, Und lern im Lichte Gottes sehen, Wer du, versöhnte Seele, bist. Mit dem seligsten Entzücken Wirst du in diesem Licht erblicken, Wer, Seele, dein Versöhner ist. Du, durch sein Opfer rein, Bist stark, dich ihm zu weihn Ohne Wanken. Er, Gottes Sohn, Giebt reichen Lohn Den Gläubigen an seinem Thron. 3. Wort vom Anfang, Einge⸗ borner, Eh du herabkamst, Aus⸗ erkorner, Lag auf dem Erdkreis Dunkelheit; Du erschienst, du Licht vom Lichte, Wir schaun in deinem Angesichte Nun deines Vaters Herrlichkeit. Ja, Wahr⸗ heit, Trost und Ruh Strömt, Herr, von dir uns zu, Wenn wir glauben: Du hast's vollbracht! Des Irrtums Nacht, Die Sünde selbst weicht deiner Macht. 4. Wenn die Seel in tiefe Stille Versunken ist, wenn ganz ihr Wille Der Wille des ist, der sie liebt; Wenn ihr inniges Ver⸗ trauen Sich fast erhebt zum sel⸗ gen Schauen, Und Liebe sie für ,, — 34⁴⁸ Das christliche Leben. Liebe giebt; Wenn sie versichert ist, Dein Tod, Herr Jesu Christ, Sei ihr Leben: Wie hoch entzückt, Wie reich erquickt Ist sie, schon ganz der Erd entrückt! 5. Ja, dann ist ihr schon ge⸗ geben Ihr neuer Nam' und ew⸗ ges Leben, Im Himmel ist ihr Wandel dann. Stark, den Streit des Herrn zu streiten, Sieht sie die Krone schon von weitem, Die Kron am Ziel, und betet an. Preis, Ehr und Sieg und Kraft Sei dem, der neu uns schafft, Ihm zu leben; Und ihm sei Dank Und Lobgesang, Der für uns ging des Todes Gang. 6. Preis auf seinem Himmels⸗ throne Dem Vater und dem ewgen Sohne, Ihm, der da ist und der da war! Lauter Weisheit, Gnad und Stärke, Und Wunder sind, Herr, deine Werke, Dort sind sie ganz Kinderspiel; Was Mancher für un⸗ schuldig meinet, Ist solchem Herzen schon zu viel. Warum? es gilt der Welt absagen; Hier heißt's: rührt kein Unreines an! Das Kleinod läßt sich nicht erjagen, Es sei denn alles abgethan. 3. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, Als die im Blute Christi liegt, Die reine himmlische Be—⸗ gierde Hat alle Eitelkeit besiegt. An einem reinen Gotteskinde Glänzt Gottes Name schön und rein: Wie könnt es denn vom eitlen Winde Der Welt noch eingenommen sein? 4. Von Sorgen, Not und allen Plagen, Damit die Welt sich selbst anficht, Vom Neid, damit sich andre tragen, Weiß Christi Sinn und Einfalt nicht. Den Schatz, den sie im Herzen heget, Behält sie wider allen Neid; Ist jemand, der Lust dazu träget, Das macht uns offenbar. Dort strahlt dein ihr lauter Herzensfreud. Angesicht Im reinsten Himmels⸗ licht Allen Frommen. Dort wer⸗ den wir, Barmherzger, dir Ein Lob bereiten für und für. Mel. Die Tugend wird durchs. 563 O süßer Stand, o selig Leben, Das aus der wahren Einfalt quillt! Wenn sich ein Herz so Gott ergeben, Daß Christi Sinn es ganz erfüllt; Wenn sich der Geist nach Christi Bilde Im Licht und Recht hat aufgericht't, Und unter solchem klaren Schilde Durch alle falschen Höhen bricht. 2. Was andern schön und lieb⸗ lich scheinet, Ist solchem Herzen 5. O schönes Bild, ein Herz zu schauen, Das sich mit Christi Einfalt schmückt! Geht hin, ihr thörichten Jungfrauen, Ihr säumt, bis euch die Nacht berückt. Was sind die Lampen ohne Ole? Es mangelt Einfalt, Christi Sinn; Sucht etwas Beßres für die Seele, Und gebt der Welt das Ihre hin. Mel. Valet will ich dir geben. 564. Vor seinen Augen leben Ist wahre Seligkeit; Sich ihm zu eigen geben Ist, was allein erfreut. Nichts können und nichts wissen, Nichts wollen und nichts thun, Als Jesu folgen müssen: Das heißt in Frieden ruhn. Tod, Gericht und Ewigkeit. 349 2. Der Christ steht aus dem Schlafe In Christi Freundschaft auf, Und fürchtet keine Strafe „Im ganzen Tageslauf; Und ist der Tag vollendet, So legt er sich zur Ruh, Von Christo unverwen⸗ det Thun sich die Sinne zu. 3. So geht er fest und stille Dahin bei Tag und Nacht; Auf Jesum ist sein Wille, Nicht auf die Welt bedacht. Er hört und sieht und fühlet, Hört, sieht und fühlt doch nicht, Und weiß, vom Schmerz durchwühlet, Kaum, daß ihm Weh geschicht. 4. Gewiß, wer erst die Sünde Getilgt durch Christi Blut, Und gleich dem frommen Kinde Auf ihn lenkt Sinn und Mut, Kann auch gottselig handeln, Und kann bald anders nicht. Herr Jesu, lehr uns wandeln In deiner Augen Licht. Mel. Nun freut euch, liebe. —65 er Herr ist mein ge⸗ 565. D treuer Hirt, Dem ich mich ganz vertraue; Zur Weid? er mich, sein Schäflein, führt, Auf schöner grüner Aue. Zum frischen Wasser führt er mich, Und labt die Seele kräftiglich Durchs selge Wort der Gnade. 2. Er führet mich auf rechter Bahn Um seines Namens willen; Und wenn auch Trübsal nahtheran, Kann alle Furcht er stillen. Im finstern Thal ist er bei mir, Drum fürcht ich auch kein Unglück hier, Er ist mein Stab und Stecken. 3. Er speiset mich mit Himmels⸗ brot, Er salbet meine Seele, Wenn mich umgiebt viel Angst und Not, Mit seinem Freudenöle; Und Gutes und Barmherzigkeit Läßt er mir folgen allezeit, Ich bleib in seinem Hause. 12. Tod, Gericht und Ewigkeit. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst. 3 ein Leben ist ein 566. M Pilgrimstand, Ich reise nach dem Vaterland, Nach dem Jerusalem, das droben; Wo Gott mir eine feste Stadt Auf Bundesblut gegründet hat, Da werd ich meinen Gott stets loben. Mein Leben ist ein Pilgrimstand, Ich reise nach dem Vaterland. 2. So schnell ich Land und Sand verlaß, Läuft schnell des Lebens Stundenglas, Und was vorbei ist, kommt nicht wieder. Ich eile zu der Ewigkeit; Herr Jesu, mach mich nur bereit, Und öffne meine Augenlider, Daß ich, was zeitlich ist, veracht, Und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Kein Reisen ist ohn Un⸗ gemach, Der Lebensweg hat auch sein Ach, Man wandelt nicht auf weichen Rosen. Der Weg ist eng, der Feinde viel, Die mich abwen— den von dem Ziel; Ich muß mich oft in Dornen stoßen, Ich muß durch dürre Wüsten gehn, Und kann oft keinen Ausweg sehn. 4. Der Sonne Glanz mir oft gebricht, Der Sonne, die mit Gnadenlicht In unverfälschte Her⸗ zen strahlet. Wind, Regen stür⸗ men auf mich zu, Mein matter Geist find't nirgend Ruh; Doch 350 Das christliche Leben. alle Müh ist schon bezahlet, Wenn ich das goldne Himmels⸗ thor Mir stell' in Glaub und Hoffnung vor. 5. Israels Hüter, Jesu Christ, Der du ein Pilgrim worden bist, Da du mein Fleisch hast ange— nommen, Zeig mir im Worte deine Tritt', Laß mich bei einem jeden Schritt Zu deinem Heil stets näher kommen. Mein Leben fleugt, ach, eile du, Und fleug mit Gnad und Hülf herzu. 6. Durch deinen Geist mich heilig leit', Gieb in Geduld Be— ständigkeit, Vor Straucheln meinen Fuß beschütze. Ich falle stündlich, hilf mir auf; Ach zeuch mich, daß ich dir nachlauf', Sei mir ein Schirm in Trübsalshitze. Laß deinen süßen Gnadenschein In Finsternis nie ferne sein. 7. Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll', Vor Durst nach dir verschmachten will, So laß mich dich zum Labsal finden. Und wenn ich schließ die Augen zu, So bring mich zu der stillen Ruh, Wo Streit und Mühe ganz ver⸗ schwinden. Ja, laß mich sein in Abrams Schoß Dein Liebling und dein Hausgenoß. 8. Bin ich in diesem fremden Land Der blinden Welt gleich unbekannt: Dort sind die Freunde, die mich kennen, Dort werd ich mit der Himmelsschar Dir jauch— zend dienen immerdar, Und in der reinsten Liebe brennen. Mein Heiland, komm, o bleib nicht lang, Hier in der Wüste wird mir bang. Mel. Christ, alles, was dich kränket. + ie auf der Erde wal⸗ 567. D len, Die Sterblichen sind Staub, Sie blühen auf und fallen, Des Todes sichrer Raub. Die Stund ist uns verborgen, Da Gottes Stimme ruft; Doch jeder neue Morgen Bringt näher uns zur Gruft. 2. Getrost gehn Gottes Kinder Die öde, dunkle Bahn, Zu der verstockte Sünder Mit bangem Herzen nahn; Wo selbst der freche Spötter Nicht mehr zu spotten wagt, Und vor der Gläubgen Retter Erzittert und verzagt. 3. Wenn diese Bahn zu gehen Dein Will' einst mir gebeut, Wenn nahe vor mir stehen Gericht und Ewigkeit, Wenn meine Kräfte be⸗ ben, Und nun das Herz mir bricht: Herr über Tod und Leben, O dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, Todesüberwinder, Hilf mir in solcher Angst, Der du zum Heil der Sünder Selbst mit dem Tode rangst. Wenn bei des Kampfes Ende Mich Todes⸗ schrecken faßt, Dann nimm in deine Hände, Den du erlöset hast. 5. Des Himmels selge Freu⸗ den Ermißt kein sterblich Herz! O Trost für kurze Leiden, Für kurzen Todesschmerz! Dem Sün⸗ denüberwinder Sei ewig Preis und Dank; Preis ihm, der für uns Sünder Den Kelch des To— des trank! 6. Heil denen, die auf Erden Sich schon dem Himmel weihn, Und aufgelöst zu werden Mit heilger Furcht sich freun! Bereit, es iht gebeu Leben Mel. 56⁴ hast Und Leben den; sem Nacht wanr bu, H alleir Pein Hülf nein mein Und gen, gebri Heile 3. kraft blicke übert nehn hin die Stin HBere 4. Ich Und Heö Sch. Ihn Fleh bers Sot: Erden eihn, Mit ereit, Tod, Gericht und Ewigkeit. 351 es ihm zu geben, Sobald ihr Gott gebeut, Gehn sie getrost durchs Leben Hin zur Unsterblichkeit. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst. — Ich bin, o Herr, in 568. deiner Macht, Du hast mich an das Licht gebracht, Und du erhältst mir auch das Leben. Du kennest meiner Mon⸗ den Zahl, Weißt, wann ich die⸗ sem Erdenthal Auch wieder gute Nacht muß geben: Wo, wie und wann ich sterben soll, Das weißt du, Herr des Lebens, wohl. 2. Wen hab ich doch, als dich allein, Der mir in meiner letzten Pein Kann Trost und Rat und Hülfe bringen? Wer nimmt sich meiner Seele an, Wenn nun mein Leben nichts mehr kann, 5. Kein Geld noch Gut errettet mich, Umsonst erbeut ein Bruder sich, Den sündgen Bruder zu er⸗ lösen. Ein jeder wird alsdann empfahn Den Lohn für das, was er gethan; In dem Gericht schützt nichts den Bösen. Wer hilft mir sonst in dieser Not, Thust du es nicht, mein Herr und Gott? 6. In meiner Seele großem Schmerz Erheb ich zu dir Aug und Herz, Der du die Missethat vergiebest; Den Tod des Sünders willst du nicht, Drum schreckt mich nicht dein streng Gericht, Weil du auch mich in Christo liebest. Drum fahre Furcht und Zweifel hin! Ich weiß, daß ich des Herren bin. 7. Herr Jesu Christ, dein teures Blut Vergossest du auch Und ich muß mit dem Tode rin⸗ gen, Wenn allen Sinnen Kraft gebricht: Thust du es, Gott, mein Heiland, nicht? 3. Mich dünkt, schon lieg ich kraftlos da, Dem letzten Augen⸗ blicke nah, Von Todesangst schon überfallen; Gehör und Sprache nehmen ab, Die Augen starren hin aufs Grab; Doch kränkt die Sünde mich vor allen. Die Stimme des Gewissens spricht: Herecht ist Gott, er hält Gericht. 4. Ich höre der Posaune Ton, Ich sehe meinen Richter schon, Und um ihn alle Völker stehen; Heöffnet liegt vor ihm sein Buch, Schon hör ich des Gesetzes Spruch, Ihn wendet nicht mein ängstlich Flehen; Verdammnis ist des Sün⸗ ders Teil, Er hat kein Recht an Gottes Heil. mir zu gut, Ich weiß, daß ich dir angehöre. Fällt ja in meiner Todespein Mir noch ein banger Zweifel ein, So rette deines Leidens Ehre, Du hast so viel an mich gewandt, O laß mich nicht aus deiner Hand. 8. Nein, nein, ich glaube fest, mein Heil, Ich hab an dir auf ewig teil; Du bist im Tode noch mein Leben. So sieg ich über Angst und Not, Ob auch die Hölle und der Tod Mit ihren Schrecken mich umgeben. So lang ich lebe, bin ich dein, Dein werd ich auch im Tode sein. ö Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 569 Meine Lebenszeit ver— 2 streicht, Stündlich eil ich hin zum Grabe, Und wie 35²2 Das christliche Leben. wenig ist's vielleicht, Das ich noch zu leben habe! Denk, o Seele, an den Tod, Säume nicht, denn eins ist not. 2. Lebe, wie du, wann du stirbst, Wünschen wirst, gelebt zu haben; Güter, die du hier erwirbst, Wür⸗ den, die dir Menschen gaben, Nichts wird dich im Tod erfreun, Diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Jesum liebt, Nur ein ruhiges Gewissen, Das vor Gott dir Zeugnis giebt, Wird dir deinen Tod versüßen. Dieses Herz, von Gott erneut, Giebt im Tode Freudigkeit. 4. Wenn in deiner letzten Not Freunde trostlos dich umgeben, Dann wird über Welt und Tod Dich dies reine Herz erheben; Dann erschreckt dich kein Gericht: Gott ist deine Zuversicht. 5. Daß du dieses Herz erwirbst, Fürchte Gott, und bet und wache. Sorge nicht, wie früh du stirbst, Deine Zeit ist Gottes Sache. Lerne nur den Tod nicht scheun, Lerne seiner dich erfreun. 6. Überwind ihn durch Ver— traun; Sprich: ich weiß, an wen ich gläube, Und ich weiß, ich werd ihn schaun Einst in dem verklärten Leibe. Er, der rief: es ist vollbracht! Nahm dem Tode seine Macht. ö 7. Tritt im Geist zum Grab oft hin, Siehe dein Gebein ver⸗ senken; Sprich: Herr, daß ich sterblich bin, Lehre du mich ernst bedenken; Lehre du mich's jeden Tag, Daß ich weiser werden mag. Mel. Wer weiß, wie nahe mir. 5 Ich sterbe täglich, und 570. 0 mein Leben Eilt im⸗ mer zu dem Grabe hin. Wer kann mir sichre Bürgschaft geben, Daß ich noch morgen lebend bin? Der Tod, der Tod Kommt her, hin geht die Zeit, Ach, wär ich täglich doch bereit! 2. Es schickt der Tod nicht immer Boten, Eh er die Sichern überfällt. Drum mußt du schnell ins Land der Toten: Wohl dir, ist Herz und Haus bestellt! Oft hängt An einem Augenblick Dein ewges Unglück oder Glück. 3. Herr aller Herren, Tod und Leben Hast du allein in deiner Hand; Wie lange du mir Frist gegeben, Das ist und bleibt mir unbekannt. Drum gieb, 1 Herr, daß ich jeden Tag An meinen Abschied denken mag. 4. Es kann vor Abend anders werden, Als es den Morgen mit mir war; Wo ich auch wandle hier auf Erden, Steht neben mir die Totenbahr'. Ein Schritt Nur ist es bis dahin, Wo ich des Grabes Beute bin. 5. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, Wenn sich am Ziel mein Auge schleußt, Drum bet ich in gesunden Tagen: Herr, dir befehl ich meinen Geist! Und wenn 3 Ich kaum noch seufzen kann, Dann nimm des Heilands Fürsprach' an. 6. Kann ich nicht segnen dann die Meinen, O segne du sie, Herr, für mich; Wenn um mich her sie zagend weinen, O Vater, so er⸗ —— barm der 3 deinen 22 zum Herr, des h Und Dann und! Ende 57¹⁴ mein ergebe 2. hinne mein, Und Kreuz Durck ich ve 4. Mein Mun! Danr 2. Verge wund ihm 6. stille ein. Wenr . ben, Und e Himm 8. Throꝛr mir. h, und ilt im⸗ Wer geben, d bin? ut her, vär ich nicht Sichern schnell hl dir, t! Oft enblick Glück. od und deiner r Frist bt mir Herr, neinen anders in mit vandle en mir ritt„, 3o ich Wort 1 Ziel m bet Herr, Und eufzen ilands dann Herr, her sie so er⸗ Tod, Gericht 7. Dringt endlich mir der Tod zum Herzen, So schließ mir, Herr, den Himmel auf; Verkürz des letzten Kampfes Schmerzen, Und führe mich zu dir hinauf. Dann sterb„: Ich ohne Angst und Pein, Und selig wird mein Ende sein. Eigne Melodie. 571 Cbristus, der ist mein Leben, Und sterben mein Gewinn, Ihm hab ich mich ergeben Mit Fried fahr ich dahin. 2. Mit Freud fahr ich von hinnen, Zu Christ, dem Bruder mein, Den Himmel zu gewinnen, Und dort bei ihm zu sein. 3. Nun hab ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not, Durch seine heilgen Wunden Bin ich versöhnt mit Gott. und Ewigkeit. 3⁵53 Mel. Ich hab mein' Sach' Gott. 572 Dein bin ich, Gott, in Ewigkeit, In dei⸗ ner Hand steht meine Zeit. Du hast der ganzen Menschenschar Ihr Todesjahr Bestimmt schon, eh die Zeit noch war. 2. Wenn meiner Tage Ende kömmt, Und deine Hand das Leben hemmt, Dann hilf mir in der Todesnot, Getreuer Gott, Ein sanfter Schlaf werd mir der Tod. 3. Nimm nach vollbrachtem Lebenslauf Zur Ruh der Seligen mich auf; Verwirf, wenn einst das Herz mir bricht, Verwirf mich nicht, Herr, Herr, vor dei— nem Angesicht. 48. Drückt mich auch schwerer Krankheit Schmerz Vor meinem Tod, so still mein Herz, Daß es auch in der Schmerzen Wut Mit 4. Wenn meine Kräfte brechen, starkem Mut In deiner weisen Mein Atem stockt im Lauf, Der Fügung ruht. Mund nicht mehr kann sprechen, * 5. O Jesu, bring mich dann Dann nimm mein Seufzen auf. zur Ruh, In meinem Herzen 5. Wenn Sinne und Gedanken wirke du, Daß ich mit gläubigem Vergehen wie ein Licht, Das hin Vertraun Mög ohne Graun Hin und her muß wanken, Wenn's ihm an Ol gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille Laß mich, Herr, schlafen ein. Herr, es gescheh dein Wille, Wenn kommt mein Stündelein. 7. Dann laß mich an dir kle— ben, Wie eine Klett am Kleid, Und ewig bei dir leben In reiner Himmelsfreud. 8. Dort an in die Nacht des Todes schaun. 6. Hilf meiner Schwachheit, Geist des Herrn, Zeig mir den Himmel dann von fern, Daß ich, wenn ich zum Vater fleh, Ge⸗ tröstet seh, Wie er mich liebt, zu dem ich geh. Mel. Herr Jesu Christ, mein's. des Himmels 87 ie sicher lebt der —2⁰⁶ sMensch, der Staub, Throne Sing ich dir Ehr und Sein Leben ist ein fallend Laub! 23 ννπ I. 35⁵⁴4 Das christliche Leben. Und dennoch schmeichelt er sich gern, Der Tag des Todes sei noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel, Der Mann noch seiner Jahre viel, Der Greis zu vielen noch ein Jahr, Und keiner nimmt den Irrtum wahr. 3. Sprich nicht: ich denk bei Glück und Not Im Herzen oft an meinen Tod; Der, den der Tod nicht weiser macht, Hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewig⸗ keit, Zu thun, was uns der Herr gebeut, Und unsers Lebens klein⸗ ster Teil Ist eine Frist zu un⸗ serm Heil. 5. Der Tod rückt Seelen vors Gericht, Da bringt Gott alles an das Licht, Und macht, was hier verborgen war, Den Rat der Herzen offenbar. 10. Ihr alle seine Tage weihn, Heißt eingedenk des Todes sein, Und wachsen in der Heiligung Ist wahre Tod'serinnerung. 11. Wie leicht vergeß ich dieser Pflicht! Herr, geh mit mir nicht ins Gericht. An meinen Tod er⸗ innre mich, Daß ich dir wandle würdiglich. 12. Gieb, Herr, daß ich an je⸗ dem Tag Mein Herz vor dir er⸗ forschen mag, Ob Glaube, Liebe, Demut, Treu, Die Frucht des Geistes, in mir sei. 13. Daß ich zu dir um Gnade fleh, Stets meinen Lüsten wider⸗ steh, Und endlich in des Glau⸗ bens Macht Mit Freuden ruf: es ist vollbracht! Mel. Wie schön leucht't uns der, 6. Drum, da dein Tod dir 574. Wie wird mir dann, mein Heiland, sein, täglich dräut, So sei doch wacker Wenn ich, mich deiner ganz zu und bereit, Prüf deinen Glauben als ein Christ, Ob er durch Liebe thätig ist. 7. Ein Seufzer in der letzten Not, Ein Wunsch, durch des Erlösers Tod Vor Gottes Thron gerecht zu sein, Macht dich noch nicht von Sünden rein. 8. Ein Herz, das Gottes Stimme hört, Ihm folgt und sich vom Bösen kehrt, Ein gläubig Herz, von Lieb erfüllt: Dies ist es, was bei Christo gilt. 9. Die Heiligung erfordert freun, In dir entschlafen werde! Dann, Seele, wirst du, ganz be— freit Von Sünde und von Sterb⸗ lichkeit, Entfliehen dieser Erde— Freu dich Innig, Stärke, tröste dich, Erlöste, mit dem Leben, Das dir dann dein Gott wird geben, 2. Ich freue mich und bebe doch, So drückt mich meines Elends Joch, Der Fluch der Sünde, nie⸗ der. Doch du, o Herr, erleich⸗ stärkt sich in dir, Glaubt und er⸗ hebt sich wieder. Jesus Christus, Laß mich streben, dir zu leben, Müh, Du wirkst sie nicht, Gott dir zu sterben Und dein Himmel⸗ wirket sie; Du aber ringe stets nach ihr, Als wäre sie ein Werk on dir. reich zu erben. 3. Verachte denn des Todes Graun, Mein Geist, er ist der terst mir Dies Joch, mein Herz Weg besser mehr Herr. durch Dein nach Völli 4. Stur nun! Toter giebt ich di Lob Vater deiner Lauf 5. viel, vom schimi Ziel 1 ben d Leib ze dir G daß i könne 6. Heilar ner ga leben von S genoß ein M Daß 1 Freude ich die Mel. 57⁵ lebte,“ weihn, sein, ligung dieser nicht od er⸗ vandle an je⸗ dir er⸗ Liebe, )t des Gnade wider⸗ Glau⸗ ruf: der, dann, d, sein, inz zu werde! unz be⸗ Sterb⸗ Erde. tröste „ Das geben, he doch, Elends he, nie— erleich⸗ u Herz ind er⸗ ristus, leben, immel⸗ Todes ist der 57⁵ Dir sterb ich einst,‚ zen, O Jesu, Gottes Sohn. Sollt Tod, Gericht und Ewigkeit. 35⁵5⁵ Weg zum Schaun In jenem ben vor mir schwebte! Dann geh bessern Leben. Er sei dir nicht ich still, in Gott getrost, wie du, mehr fürchterlich, Zur Freud und Durch dich gerecht in meines Gra⸗ Herrlichkeit wird dich Der Herrsbes Ruh. durch ihn erheben. Hier wird 2. Wer also stirbt, der weihet Dein Hirt Nach den Thränen, durch sein Sterben Die Seinen nach dem Sehnen dich Erlösten auch zu frohen Himmelserben. Völlig und auf ewig trösten. Verherrlicht wird durch ihn die 4. O— ich weiß die Gotteskraft, Die aus dem Schmerz Stunde nicht, Die mich, wenn am Grabe Wonne schafft. nun mein Auge bricht, Zu deinen 3. Bin ich zu schwach, dich ster— Laht nuich ihre Macht Ns cheh bend noch zu preisen, So wollst 1 Reses Flehn vollbracht Mein du doch die Gnade mir erweisen, 5i t l1. Brter Daß nicht mein Tod dem Schwa⸗ 6 dir ausgestammelt. Bater, chen Anstoß sei, Mein letztes Wort Vater, Ich befehle meine Seele noch zeige meine Treu. Händen; 5mi ö ů— en Händen; So laß mich den 4. Getrost und sanft aus from— eanf hllendeu. mer Christen Mitte Zu dir z 5. Vielleicht sind meiner Tage ehn—— Herr, ist mein Bitte viel, Ich bin vielleicht noch fern Ehn, das, Deur, i e ——— ö So wird mein Tod Erhö ei⸗ von Ziel, An dem die Krone So wird mein Tod Erhöhung dei 6 II V schimmert. Bin ich von meinem——5 iiedrs Ehr ln Beweis der Ziel noch weit, So sei mein Le-Kraft des Chrif 9— A hen dir geweiht, Bis einst mein 5. Zum Lobgesang für mein keib zertrümmert. Hilf mir, Herr, erfülltes Hoffen Steht mir ja dort dir Ganz mein Leben hinzugeben, die Ewigkeit auch offen. Hier gieb daß ich droben Dich unendlich mur nur, daß, wenn mein Haupt könne loben. sich neigt, Das Flehn zu dir in 6. Wie wird mir dann, mein meinem Geist nicht schweigt. Heiland, sein, Wenn ich, mich dei⸗—.— ner ganz zu freun, Einst dort dir Eigne Melodie. ů* leben werde! Dann bin ich, frei 576 Valet will ich dir von Sünd und Leid, Ein Mit⸗ geben, Du arge, genoß der Herrlichkeit, Nicht mehr falsche Welt! Dein sündlich böses ein Mensch von Erde. Preis dir, Leben Durchaus mir nicht ge— Daß mir Durch dein Leiden jene füllt. Im Himmel ist gut woh⸗ Freuden offen stehen; Ewig will nen, Hinauf steht mein' Begier, ich dich erhöhen. Da wird Gott den belohnen, Der treu ihm diente hier. Mel. O höchster Gott, o unser. 2. Rat mir nach deinem Her— wenn ich dir, Jesu, ich noch dulden Schmerzen, Hilf lebte, O daß dein Bild im Ster-mir, Herr Christ, davon. Verkürz IE 356 Das christliche Leben. mir alles Leiden, Stärk meinen blöden Mut, Laß selig mich verscheiden, Setz mich in dein Erbgut. 3. In meines Herzens Grunde Dein Nam und Kreuz allein Mir funkelt jede Stunde, Drauf kann ich fröhlich sein. Erscheine mir im Bilde, Zu Trost in meiner Not, Zeig mir, wie du so milde Für mich erlittst den Tod. 4. Verbirg mein' Seel aus Gnaden In deine offne Seit', Rück sie aus allem Schaden Zu deiner Herrlichkeit. Der ist wohl hier gewesen, Wer kommt ins Him⸗ melsschloß; Auf ewig ist genesen, Der bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib meinen Nam'n aufs 3. Ich bin ein Glied an dei⸗ nem Leib, Des tröst ich mich von Herzen, Von dir ich ungeschieden bleib In Todesnot und Schmer⸗ zen. Wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, Ein ewges Leben hast du mir Mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, Werd ich im Grab nicht bleiben; Mein höchster Trost dein' Auffahrt ist, Kann Todesfurcht vertreiben. Denn wo du bist, da komm ich hin, Daß ich stets bei dir leb und bin, Drum fahr ich hin mit Freuden. 5. So fahr ich hin zu Jesu Christ, Mein' Arm' will ich aus⸗ strecken. Ich schlafe ein, und ruhe fein, Kein Mensch kann mich auf⸗ wecken. Denn Jesus Christus, beste Ins Buch des Lebens ein, Und bind mein' Seel fein feste Ins schöne Bündelein Von denen, die dort grünen Und vor dir leben frei, So will ich ewig rühmen, Wie treu dein Herz mir sei. Eigne Melodie. Gottes Sohn, Der wird die Him⸗ melsthür aufthun, Er führt zum ewgen Leben. Mel. Nun lasset uns den Leib. E err Jesu, wahrer 578. 5 Mensch und Gott, enn mein Stündlein 577. W vorhanden ist, Zu fahren meine Straße, So leite mich, Herr Jesu Christ, Mit Hülf mich nicht verlasse. Mein' Seel, an meinem letzten End, Befehl ich, Herr, in deine Händ', Du wirst sie wohl bewahren. 2. Die Sünde wird mich krän⸗ ken sehr Und mein Gewissen na⸗ gen. Der Schuld ist viel, wie Sand am Meer, Doch will ich nicht verzagen. Bedenken will ich deinen Tod, Herr Jesu, deine Wun⸗ den rot, Die werden mich erhalten. Der du littst Marter, Angst und Spott, Für mich am Kreuze end⸗ lich starbst, Und mir dein's Vaters Huld erwarbst! 2. Ich bitt durchs bittre Lei⸗ den dein, Du wollst mir Sün⸗ der gnädig sein, Wenn ich nun komm in Sterbensnot, Und rin⸗ gen werde mit dem Tod. 3. Wenn mir vergeht all mein Gesicht, Und meine Ohren hören mehr spricht, Und mir vor Angst das Herz zerbricht; 4. Wenn mein Verstand sich nicht besinnt, Mir aller Menschen 5 ö den X nicht, Wenn meine Zunge nicht Hülf Chri mein 5. Jam des 2 schre⸗ nem 6. Leibe in de der jüngf 4 ver lei Fürs) nicht 2. wann nicht sind g groß 3. merth sal üb kleine Los, 1 1 dei⸗ h von hieden hmer⸗ sterb ist du orben. anden nicht t dein' furcht st, da ts bei hr ich Jesu h aus⸗ d ruhe h auf⸗ ristus, Him⸗ t zum eib. bahrer Gott, st und e end⸗ Baters E. Lei⸗ Sün⸗ h nun d rin⸗ (mein hören nicht Angst 1d sich uschen wann Gott will, Ich schreib ihm den Willen sein. sal überall; Des Bleibens ist ein' Tod, Gericht Hülf zerrinnt: So komm, o Herr Christ, mir behend Zu Hülf an meinem letzten End; 5. Und führ mich aus dem Jammerthal, Verkürz mir auch des Todes Qual; Das, was mich schrecken kann, vertreib, Mit dei⸗— nem Geist stets bei mir bleib. 6. Wenn sich die Seel vom Leibe trennt, So nimm sie, Herr in deine Händ'. Der Leib hab in der Erde Ruh, Bis kommt der jüngste Tag herzu. 7. Ein fröhlich Aufstehn mir verleih, In dem Gericht mein Fürsprech sei, Und meiner Sünd nicht mehr gedenk, Aus Gnaden mir das Leben schenk. 8. Wie du hast zugesaget mir In deinem Wort, das trau ich dir: Fürwahr, fürwahr, dem helfe ich, Wer mein Wort hält und glaubt an mich. — Eigne Melodie. 7 Ich hab mein' Sach' 579. Gott heimgestellt, Er mach's mit mir, wie's ihm gefällt. Soll ich noch länger leben hier, So folg ich dir; Dein Wille, Herr, gescheh an mir! 2. Mein' Zeit und Stund ist, nicht vor Maß noch Ziel; Es sind gezählt all Haare mein, Beid', groß und klein, Fällt keines ohn 3. Es ist hier nur ein Jam⸗ merthal, Angst, Not und Trüb⸗ und Ewigkeit. 357 4. Was ist der Mensch? ein Erdenkloß, Vom Mutterleibe nackt und bloß, Nichts bringt er mit sich auf die Welt, Kein Gut, noch Geld, Nichts nimmt er mit, wenn er hinfällt. 5. Es hilft kein Reichtum, Geld noch Gut, Nicht Kunst noch Gunst, noch stolzer Mut. Dem Tod kein Kraut gewachsen ist, Mein frommer Christ, Denn, was da lebet, sterblich ist. 6. Heut sind wir frisch, ge— sund und stark, Und morgen lie⸗ gen wir im Sarg! Heut blü⸗ hend, wie die Rosen rot, Bald krank und tot, Und überall ist Müh und Not. 7. Man trägt eins nach dem andern hin, Wohl aus den Augen, aus dem Sinn; Die Welt vergisset unser bald, Jung oder alt, Sei unsre Ehr auch mannigfalt. 8. Ach Herr, lehr uns be⸗ denken wohl, Daß jeder von uns sterben soll, Ja daß wir hier kein Bleiben sehn, Wir — müssen gehn, Gelehrt und reich, jung, alt und schön. 9. Das macht die Sünd, o treuer Gott, Dadurch kam in die Welt der Tod; Er nimmt ein jedes Menschenkind, Wie er es find't, Fragt nicht, von welchem Stand wir sind. 10. Ich hab hier wenig gute Tag', Mein täglich Brot ist Müh und Plag; Wenn mein Gott will, so fahr ich hin, Getrost im Sinn, lleine Zeit, Mühseligkeit Ist unser Los, und steter Streit. Denn Sterben ist nun mein Ge⸗ winn. I s e⸗= rredrx. a r . 358 Das christliche Leben. 11. Und ob mich schon die Sünd anficht, Will ich dennoch verzagen nicht, Ich weiß, daß mein getreuer Gott Mir hilft in Not, Der seinen Sohn gab in den Tod. 12. Ich weiß, daß mein Herr Jesus Christ Für meine Sünd gestorben ist, Und auferstanden mir zu gut, Der Höllen Glut Hat er gelöscht mit seinem Blut. 13. Dem leb und sterb ich immerfort, Uns trennt der Tod nicht hier und dort. Im Tod und Leben bin ich sein. Er wird allein Mein ein'ger Trost und Helfer sein. 14. Das ist mein Trost zu aller Zeit, In allem Kreuz und Traurigkeit; Ich weiß, daß ich am jüngsten Tag, Ohn alle Plag, Werd auferstehn zum ewgen Tag. 15. Mein frommer und getreuer Gott Bewahrt die Saat auch in dem Tod; Da darf nicht, weder groß noch klein, Vom Leibe mein Auf ewig ganz verloren sein. 16. Ich werde Gott von Ange— sicht Einst schauen, daran zweifl' ich nicht, In ewger Freud und Seligkeit, Die mir bereit. Ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit. 17. O Jesu Christe, Gottes Sohn, Versöhner vor des Rich— ters Thron, Schließ mich in deine Wunden ein, Du bist allein Der ein'ge Trost und Helfer mein. 18. Amen, mein lieber, treuer Gott, Bescher uns einen selgen Tod. Hilf, daß wir mögen all⸗— zugleich In deinem Reich Bald Mel. Christ, alles, was dich. + erzlich ist mein Ver⸗ 580. 5 langen Nach einem selgen End, Weil ich hier bin umfangen Mit Trübsal und Elend. Ich habe Lust zu scheiden Von dieser bösen Welt Zu jenen ewgen Freuden, Sobald es Gott gefällt. 2. Du kamst, von allem Bösen, Von Teufel, Tod und Höll' Mich Sünder zu erlösen, Drauf ich mein' Hoffnung stell'. Wie sollte mir denn grauen, Wenn meine Kraft zerrinnt? Auf dich, Herr, will ich bauen, Ich bin dein selig Kind. 3. Sei noch so süß das Leben, Der Tod auch bitter mir, Ich will mich doch ergeben, Zu sterben willig dir. Ich weiß ein beßres Leben, Zu dem mein Geist geht hin, Das willst du, Herr, mir geben: Der Tod ist mein Gewinn. 4. Der Leib wird in der Erden Verscharret und verzehrt, Doch um erweckt zu werden, Durch Christum neu verklärt. Dann leucht' ich als die Sonne, Dann leb ich ohne Not In ewger Freud und Wonne, Was schadet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt auch rei⸗ zet, Zu bleiben länger hier, Und Mancher immer geizet, Um reich zu sein in ihr: Gottlob, daß ich's nicht achte! Es währt nur kurze Zeit; Das Gut, wonach ich trachte, Das bleibt in Ewigkeit. 6. Und wenn auch gleich das mit dir leben ewiglich. Scheiden Von Freunden wehe thut, Daß giebt in d uns lein vor 7. Die wird und gern. Gott Er k 8. Wen kann jung und Vate peis Sche 9. segne so b den? Es werd der zu a ring acht, Gott ich. ö 1 Ver⸗ einem r bin und cheiden AIu ald es Bösen, Mich uf ich e sollte meine Herr, selig das r mir, n, Zu weiß mein lst du, od ist Erden Doch Durch Dann Dann ewger schadet ch rei⸗ „Und reich ich's kurze achte, h das thut, Tod, Gericht und Ewigkeit. Daß sie und ich viel leiden: Gott giebt uns Trost und Mut. Dort in des Himmels Freuden, Die uns erwarb sein Sohn, Wird uns lein Tod mehr scheiden, Vereint vor seinem Thron. 7. Muß ich auch hinterlassen Die Kindlein, hülflos, klein: Gott wird sie nicht verlassen, Ihr Trost und Helfer sein. Drum will ich gerne sterben Und trauen meinem Gott, Er läßt sie nicht verderben, Er hilft aus aller Not. 8. Warum wollt ihr verzagen, Wenn ihr so früh verwaist? Gott kann euch nichts versagen, Der junge Raben speist. Die Witwen und die Waisen Schützt er mit Vatertreu, Er wird sie gnädig speisen, Das glaubt ohn alle Scheu. 9. Ihr alle meine Lieben, Euch segne, segne Gott! Laßt euch nicht so betrüben Die Trennung durch den Tod. Beharret im Vertrauen, Es währt nur kurze Zeit, Dann werden wir uns schauen Dort in der Ewigkeit. 10. Hilf, daß ich mich nun wende Zu dir, Herr Christ, allein! Gieb mir ein selig Ende, Laß bald mich bei dir sein. Führ' mich ins ewge Leben, Das du erworben hast; Du hast, ich darf nicht beben, Getilgt der Sünden Last. 11. Hilf, daß ich ja nicht weiche Von dir, Herr Jesu Christ. Dem Glauben Stärke reiche In mir zu aller Frist. Hilf ritterlich mir ringen, Nimm, Heiland, mich in acht, Daß ich mag fröhlich singen: Gottlob, es ist vollbracht! Eigne Melodie. + AIreu dich sehr, o meine 581. Seele, Und vergiß der Not und Qual! Christus, dem ich mich befehle, Ruft mich aus dem Jammerthal. Aus der Trübsal dieser Zeit Führt er mich zur Herrlichkeit, Die kein Ohr je hat gehöret, Und die ewig, ewig währet. 2. Tag und Nacht hab ich gebeten Zu dem Retter, meinem Herrn; Ach, ich war in manchen Nöten, Und der Trost war mir oft fern. Wie ein müder Wandrer klagt, Und nach seinem Ziele fragt, So muß ich mich oft in Thränen Nach dem Lebensziele sehnen. 3. Denn wie unter Dornen blühen Rosen, schön wie Morgen rot, Also gehn durch Angst und Mühen Christen hin in Not und Tod. Wie die Meereswellen sind Und der ungestüme Wind: So muß oft im Christenleben Sich der Leiden Sturm erheben. 4. Welt und Teufel, Tod und Hölle, Unser eigen Fleisch und Blut Sind so vieler Leiden Quelle, Rauben oft den frohen Mut; Trübsal folgt der Freude nach, Und sein Kreuz hat jeder Tag; Ach, den heitern Lebensmorgen Trüben oft die bangen Sorgen. 5. Wenn die Morgenröte schim— mert, Und der Schlaf sich von uns wend't, Giebt's so viel, das uns bekümmert, Müh und Plag an allem End; Und wir essen unser Brot Oft mit Thränen, Sorg und Not; Hört die Sonne auf zu scheinen, So währt doch noch unser Weinen. SII... Das christliche Leben. 6. Leuchte mir mit deiner Gnade, Jesu, heller Morgenstern, Daß ich deine Kreuzespfade Als dein Jün⸗ ger gehe gern. Hilf, daß ich mit Fried und Freud Fahr in deine Herrlichkeit. Steh mir bei mit deinem Worte Bis an meines Grabes Pforte. 7. Gläubig will ich zu dir fliehen Auf dem bittern Todes⸗ gang, Gern zu dir, zur Heimat, ziehen, Mit der Liebe reinem Dank. Herr, der einst das Paradies Jenem Gläubigen verhieß, Dahin wollst du mich auch führen, Und mit ewger Klarheit zieren. 8. Ob mir schon die Augen brechen, Und vergeht mir das Gehör, Kann die Zung' auch nicht mehr sprechen, Und besinn ich mich nicht mehr: Bist du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Himmelspfort'; Du wirst selig mich regieren, Und die Bahn zum Himmel führen. 9. Laß einst auf Elias Wagen Deine Engel bei mir sein, Und wie Lazarum mich tragen In den schönen Himmel ein, Wo die Seel in deinem Schoß Ruht erquickt und leidenlos, Bis der Leib kommt aus der Erde Und mit ihr vereinigt werde. 10. Freu dich sehr, o meine Seele, Und vergiß der Not und Qual; Christus, dem ich dich befehle, Ruft dich aus dem Jammerthal. Seine Freud und Herrlichkeit Sollst du sehn in Ewigkeit, Mit den Engeln ihm zu singen, Ihm auf ewig Preis Mel. Alle Menschen müssen sterben. u, o schönes Welt⸗ 582. gebäude, Magst ge⸗ so kurze Freude Angst umhüllt. Himmel hassen, Weltlust lassen; nach dir allein, dir zu sein. 2. Mäde, die der Arbeit Menge Und der heiße Strahl beschwert, Wünschen, daß des Tages Länge Werde durch die Nacht verzehrt, Daß sie nach so vielen Lasten Möchten sanft und süße rasten; Ich wünsch jetzt bei dir zu sein, Deiner Liebe mich zu freun. 3. Andre mögen durch die Wellen Und durch Wind und Klippen gehn, Ihren Handel zu bestellen, Und da Sturm und Not ausstehn: Ich will auf des Glaubens Schwingen Zu den Sternenhöhen dringen; Ewig da bei dir zu sein, Nimm mich in den Himmel ein. 4. Tausend Brüder, ganze Heere Von Bekannten schlafen schon, Und ich schiffe noch im Meere, Wo ver⸗ borgne Klippen drohn, Wo bei schnellen Wirbelwinden Kein ge⸗ wisser Weg zu finden. Mich ver⸗ langt nach sichrer Ruh, Drum eil ich dem Hafen zu. 5. Komm, o Tod, du Schlafes⸗ bruder, Wenn es Gott will, nimm mich fort, Löse meines Schiffleins Ruder, Bringe mich zum sichern Port. Es mag, wer da will, dich scheuen, Du kannst mich viel⸗ Ist mit lauter Will ich ihre Mich verlangt Jesu, nur bei zu bringen. mehr erfreuen. Jesu, durch den fallen, wem du willt! Deine, ach, Denen, die den Cod dir sei 6 Auen saal N schaue Thal: Leben Das s einst l Mel. 583 Ich w vergeh sichres lich be Gnade sterber 2. wann wie d mein Erd i 5. ich ste sterben Welt⸗ gst ge , ach, lauter ie den ihre langt r bei Nenge wert, Länge zehrt, Lasten asten sein, . ) die und el zu und auf u den ig da ch in Heere „Und ver⸗ bei ge⸗ ver⸗ Frum afes⸗ imm leins hern will, viel⸗ den Tod, Gericht und Ewigkeit 361 Tod allein Kann ich ewig bei Geist zu dir. Ich weiß, daß ich dir sein. dann nicht verderbe, Lebt Christus 6. Soll ich dort die grünen und sein Geist in mir. Darum Auen Und den goldnen Himmels⸗- erwart ich glaubensvoll, Wo, wie saal Noch nicht, wie ich wünsche, und wann ich sterben soll. schauen, Soll ich wandern noch im.—— Thal: O dann sei mein ganzes Mel. Alle Menschen müssen sterben. Leben Dir, o Jesu, treu ergeben! 584 Wenn ich vors Ge⸗ Das sei meine Sorg allein! Ewig richt soll treten, einst bei dir zu sein. Wo man nicht entfliehen kann, Ach, so wollest du mich retten, Mel. Wer nur den lieben Gott. Und dich meiner nehmen an. Du 583 Y ein Gott, ich weiß allein, du kannst es wehren, Daß wohl, daß ich sterbe, ich nicht den Fluch darf hören: Ich weiß, wie bald der Mensch Ihr, zu meiner linken Hand, vergeht, Und finde hier kein Seid von mir noch nie erkannt. sichres Erbe, Kein Gut, das ewig.⸗ 2. Herr, ich glaube, hilf mir lich besteht; Drum zeige mir in Schwachen, Laß mich ja verzagen Gnaden an, Wie ich recht selig nicht. Du, du kannst mich stärker sterben kann. machen, Wenn mich Sünd und 2. Mein Gott, ich weiß nicht., Tod anficht. Deiner Güte will wann ich sterbe, Ob es nicht heute ich trauen, Bis ich fröhlich werde noch geschieht, Daß mich des To-⸗schauen Dich, Herr Jesu, nach dem des Hauch entfärbe, Der Blume Streit In der frohen Ewigkeit. gleich, die schnell verblüht; Drum mache täglich mich bereit Zum Eigne Melodie. Hingang in die Ewigkeit. 85 Ewigkeit, du Donner⸗ 3. Mein Gott, ich weiß nicht, 585. O wort, Du Schwert, wie ich sterbe, Wie mich des To⸗das unser Herz durchbohrt, Du des Hand berührt. Dem einen Anfang sonder Ende! O Ewig⸗ wird das Scheiden herbe, Sanft keit, Zeit ohne Zeit! Ich weiß wird der andre heimgeführt. Doch vor Angst und Traurigkeit Nicht, wie du willst! nur das verleih, wo ich mich hinwende. Mein Daß ich getrost im Scheiden sei. ganzes Herz erschrickt und bebt, 4. Mein Gott, ich weiß nicht, Wenn mir dein Bild vor Augen wo ich sterbe, Und welcher Hügel schwebt. einst mich deckt; G'nug, wenn ich 2. Wo ist doch eine Not der dieses nur ererbe, Daß ich zum Welt, Die mit der Zeit nicht end⸗ Leben werd erweckt. Wo dann lich fällt, Und aufhört uns zu mein Grab auch möge sein, Die quälen? Doch ewig, ewig, ewig Erd ist allenthalben dein. Leid Erwartet nach der Prüfungs⸗ 5. Nun, treuer Vater, wenn zeit Die gottverworfnen Seelen. ich sterbe, So nimm du meinen Nie stirbt der Wurm, wie Jesus 36² Das christliche Leben. spricht, Erlöschen wird ihr Feuer gestreut, Die ewig wuchernd sich; nicht. erneut. 3. O Ewigkeit, du machst uns 8. Sieh da, des Elends Jam. bang, O ewig, ewig ist zu lang! merbild! Es war der Herr, der Erzittert, sichre Herzen, Erzittert nun vergilt, Der zu dir kam im vor der ewgen Nacht! Da leuchtet Armen; Wie leicht war dir's, ihn keiner Sonne Pracht, Kein Schein zu erfreun, Ihm Trost und Schild dich sehn, Kein Unheil machst du der Himmelskerzen; Nichts, nichts als tiefe Finsternis Und des Ge— wissens Schlangenbiß. 4. Nach Kühlung lechzt umsonst das Herz, Starr blickt das Auge himmelwärts Nach jenen ewgen Freuden; Sieht neiderfüllt die Selgen dort, Und dunkler wird der Schreckensort Und gräßlicher sein Leiden. Wie Blitz schlägt's in die Seel hinein: Auch du, du könntest selig sein! 5. Und wieder Nacht, und wie— der Blitz Herab vom ewgen Rich— tersitz Ins bebende Gewissen! Es ruft, sich schwerer Schuld bewußt: Weh, weh, daß schnöde Sünden⸗ lust Den Himmel mir entrissen! Gott rief so oft, du hörtest nicht, Nun trifft dich sein gerecht Gericht. Nun ewig, ewig, ewig fern Von deinem Heil, von deinem Herrn, Den du so frech verachtet! Wie strahlte dir sein Angesicht Im Dornenkranz, im Himmels— licht! Doch war dein Herz um— und Stab zu sein! Du hattest kein Erbarmen. Ach, hättest du nun zu spät! 9. Noch ist es Zeit, wach auf, wach auf, Steh still in deinem Sündenlauf! Sieh hin, o sieh mit Beben: Dem tiefsten Abgrund eilest du Wie mit verschloßnen Augen zu. Steh auf zum neuen Leben! Sieh, ewiges Verderben droht! Steh auf, steh auf vom Seelentod! 10. Noch ist es Zeit. Auf, heute noch Wirf ab der Sünde schmählich Joch Und folge deinem Retter, Der heute dir so freund— lich ruft! Ach, morgen droht viel— leicht die Gruft, Flammt des Ge⸗ richtes Wetter. Entreißet euch doch schnell, entreißt Der Sünd euch, weil's noch heute heißt. 11. O Ewigkeit, du Donner⸗ wort, Du Schwert, das durch die Seele bohrt! Du Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne nachtet. Du stießest selbst dein ewig Glück, Des Heilands Retter⸗ hand zurück. 7. Nur Sünden kannst du um ungeschehn, Das du einst ange— richtet. Wie starrt des Menschen⸗ glückes Saat Dich an, durch deine Frevelthat Zerschmettert und ver— nichtet! Und Giftsaat hast du aus⸗ Zeit! Ich weiß vor Angst und Traurigkeit Nicht, wo ich mich hinwende. Herr Jesu, wenn es dir gefällt, Nimm mich zu dir ins Himmelszelt. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. V Ebwigkeit, du Freu⸗ 586. O denwort, Das mich dir Heil gesät! Doch alle Ren ist erquicket fort und fort, Du An⸗ fang Freud Herzer mehr michel mir ei 2. der V melsf: wogen Herrli sen m Engele zu Ge von 0 sich na Wann Hand, Heimo erhebet gessen des H. 6. wort, rnd sih 8 Jam⸗ rr, der kam im r's, ihn „Schild hattest ttest du Reu ist deinem o sieh bgrund loßnen neuen rderben f vom Auf, Sünde deinem Freund⸗ t viel⸗ es Ge⸗ euch Sünd ßt. onner⸗ rch die sonder ohne st und mich nn es zu dir rwort. Freu⸗ mich An⸗ Tod, Gericht fang sonder Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid! Ich weiß vor Herzensfröhlichkeit Nun nichts mehr vom Elende, Das sonst mich hier im Leben plagt, Weil mir ein ewger Morgen tagt. 2. So herrlich ist nichts in der Welt, Das endlich mit der Zeit nicht fällt Und gänzlich muß vergehen. Erhaben über alle Zeit Ist nur die ferne Ewigkeit, Die ich auf, wechsellos bleibt stehen. Sie strömt von Gottes ewgem Licht, Sie bleibet und veraltet nicht. 3. Was ist doch aller Christen Qual, Die Pein der Märt'rer allzumal, So vieles Kreuz und Leiden? Was ist's, wenn man's zusammen trägt, Und alles auf die Wage legt, Wohl gegen Him⸗ melsfreuden? Wie wird es über⸗ wogen weit Von jenes Lebens Herrlichkeit! 4. Im Himmel lebt die Chris⸗ tenschar Bei Gott viel tausend, tausend Jahr, Wird nimmer des⸗ sen müde; Umringt vom schönen Engelchor, Schwingt sie sich froh zu Gott empor, Und ewig währt ihr Friede; Denn Christus giebt, wie er verheißt, Das Manna, das die Engel speist. 5. Ach, wie verlangt mich oft von hier, Mein mattes Herz sehnt sich nach dir, Du überselig Leben! Wann reichst du, Vater, mir die Hand, Wann wirst du mich ins Heimatland, Mich Pilger, einst erheben? Der Welt will ich ver⸗ gessen ganz, Mich sehnen nach des Himmels Glanz. 6. O Ewigkeit, du Freuden⸗ wort, Das mich erquicket fort und Ewigkeit. 363 und fort, O Anfang ohne Ende! O Ebwigkeit, Freud ohne Leid! Ich weiß von keiner Traurigkeit, Wenn ich mich zu dir wende. Herr Jesu, mache du mich frei, Damit ich ewig bei dir sei. Eigne Melodie. + wie selig seid ihr 587. O doch, ihr Frommen, Die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Ihr seid entgangen Aller Not, die uns noch hält gefangen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben, Wo nur Furcht und Schrecken uns umschweben; Was wir hier kennen, Ist meist Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer Sicher und befreit von allem Jammer, Kein Kreuz noch Leiden Ist euch hinderlich an euren Freuden. 4. Christus hat getrocknet eure Thränen, Ihr besitzet, wonach wir uns sehnen, Ihr hört und sehet, Was hier keines Menschen Geist verstehet. 5. Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben, Gern den Himmel für die Welt ererben? Wer hier noch weilen Und nicht freudig zur Vollendung eilen? 6. Komm, o Christe, komm uns auszuspannen, Lös' uns auf und führ uns bald von dannen. Bei dir, o Sonne, Ist der From⸗ men Herrlichkeit und Wonne. Mel. Alle Menschen müssen sterben. lt, hinweg! ich bi 588. W Hen unde, ch will nach dem Himmel zu, Da 364 Das christliche Leben. wird sein der rechte Friede Und mir, denn bei uns ist Not, Milh des Herzens wahre Ruh. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, und Furcht, zuletzt der Tod, Aber dort ist allezeit Friede, Freud und Nichts denn lauter Eitelkeit; In Seligkeit. dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 2. Wenn ich werde dahin kom⸗ men, Werd ich aller Krankheit los, Und, der Traurigkeit ent⸗ nommen, Ruhen sanft in Gottes Schoß. In der Welt ist Angst und Not, Endlich gar der bittre Tod; Aber dort ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 3. Was ist dieser Erde Freude? Nebel, Dampf und Herzeleid. Hier auf dieser öden Heide Ist viel Unkraut ausgestreut. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, Nichts denn lauter Eitelkeit; In dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 4. Unaussprechlich herrlich sin— get Gottes auserwählte Schar, Und das Heilig, Heilig! klinget In dem Himmel immerdar. Welt, bei dir ist Spott und Hohn Und des Jammers bittrer Ton, Aber dort ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 5. Unserm Lachen folgt bald Weinen, Denn die Freude bleibet nicht. Will uns auch die Sonne scheinen, So hemmt doch die Nacht das Licht. Welt, in dir ist Angst und Not, Sorgen und zuletzt der Tod, In dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 6. Heil mir! denn es wird ge⸗ schehen, Daß auch ich in kurzer Zeit Meinen Heiland werde sehen 7. Heil dem, der dorthin ge⸗ langet, Wo der schöne große Chor IJ In des Himmels Kronen pranget, Und die Stimme schwingt empor! Denn die Welt hat Krieg und Streit, All ihr Thun ist Eitelkeit; In dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 8. Zeit, wann wirst du doch anbrechen, Stunden, o wann schla⸗ get ihr, Daß ich nun mit dem kann sprechen, Der mich liebte für und für? Welt, in dir ist Sturm und Streit, Trübsal, Not und Traurigkeit, Aber dort ist allezeit 5 Freud und Seligkeit. 9. So will ich mich fertig ma— chen, Daß mein Thun vor dir besteh, Daß, mag auch der Welt⸗ bau krachen, Ich zu dir, Herr Zesu, geh. Welt, in dir ist Angst⸗ geschrei, Sünde, Falschheit, Hen⸗ chelei, In dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 3 wie unaussprechlich 589. selin Werden wi im Himmel sein! Da, da ernten wir unzählig Unsers Glaubens Früchte ein. Da wird frei von Leid und Zähren Unser Leben ewig währen. Gott, zu welcher Seligkeit Führst du uns durch diese Zeit! 2. Hier ist zwar, was du den Frommen Dort für Heil bereitet In der großen Herrlichkeit. Heil hast, Noch in keines Herz ge⸗ —— fommer Erden ö große 8 Lebens Werder Und u Wird e Huld se Gute u der reck hand d 4. D Seelen Keine 2 wo all. lommn dort de Kreuze dieses 5. Menge sein, Li Dir, e Dir un Willig ihm, ur wir ew 436. sei? JI schwerd völlig f Müh d, Aber ud und hin ge⸗ ze Chor ranget, mpor! g und telkeit; Friede, u doch Tod, Gericht und Ewigkeit. 365 lommen; Welcher Mensch auf Lust oft Weinen, Dort erst wird Erden faßt Deines Himmels die Zeit erscheinen, Wo kein Wechsel große Freuden? Doch nach dieses mehr uns beugt, Wo das Glück Wird es unser Auge sehn, Deine Ringe schla⸗ it dem bte für Sturm st und allezeit 11. ig ma⸗ or dir Welt⸗ Herr Angst⸗ Heu⸗ llezeit it. terben. echlich wir ruten Übens i von Leben elcher durch den reitet ge⸗ Lebens Leiden Werden alle, die beständig steigt. dir traun, Mehr noch, als sie 8. Sei, o Seele, hocherfreuet hoffen, schaun. UÜber das erhabne Glück, Das 3. Neue Wunder deiner Güte dir einst dein Gott verleihet; Werden dort ihr Glück erhöhn, Richte deinen Glaubensblick Oft Und mit staunendem Gemüte nach jener Stadt der Frommen, standhaft, hinzukommen, Huld sei überschwenglich, Und das Trachte, weil du hier noch bist, Gute unvergänglich, Welches dem, Nur nach dem, was droben ist. der recht dich liebt, Deine Vater 9. Ohne Heiligung wird kei⸗ hand dort giebt. ner, Herr, in deinen Himmel 4. Dann wirst du dich unsern gehn; Mache denn mein Herz Seelen Offenbaren, wie du bist; stets reiner, Frömmer mich, dich Keine Wonne wird uns fehlen Da, einst zu sehn. Hilf du selber wo alles Wonne ist. Zu voll-meiner Seele, Daß sie nicht den lommnen Seligkeiten Wird uns Weg verfehle, Der mich sicher dort der Mittler leiten, Der am dahin bringt, Wo dein ewges Kreuze für uns starb Und uns Lob erklingt. dieses Heil erwarb. ö 5. Da wird deiner Frommen Mel. Wer nur den lieben Gott. Menge Ein Herz, eine Seele 590 Nach einer Prüfung sein, Liebe, Dank und Lobgesänge kurzer Tage Er⸗ Dir, erhabner Gott, zu weihn, wartet uns die Ewigkeit. Dort, den, Ob's auch noch so köstlich sei? Ist's doch nimmer von Be⸗ schwerden, Sorg und Kummer Dir und dem, der selbst sein Leben dort verwandelt sich die Klage In Willig für uns hingegeben. Mit göttliche Zufriedenheit. Hier übt ihm, unserm besten Freund, Sind die Tugend ihren Fleiß, Und jene Man statt Klagelieder Psalmen, Und statt Seufzer Jubel hört, wir ewig dann vereint. 6. O wer sollte sich nicht seh⸗ nen, Aufgelöst und da zu sein, Wo nach ausgeweinten Thränen Ewge Güter uns erfreun? Wo die Kämpfer stehn mit Palmen, Die fortan kein Kummer stört. 7. Was ist unser Los auf Er⸗ völlig frei; Schnell folgt hier auf Welt reicht ihr den Preis. 2. Wahr ist's, der Fromme schmeckt auf Erden Schon man⸗ chen selgen Augenblick, Doch alle Freuden, die ihm werden, Sind ihm ein unvollkommnes Glück; Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh Nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald stören ihn des Kör⸗ pers Schmerzen, Bald das Ge⸗ räusche dieser Welt, Bald kämpft in seinem eignen Herzen Ein Feind, der oft den Sieg erhält, D— 366 Das christliche Leben. Bald sinkt er durch des Nächsten Schuld In Kummer und in Un⸗ geduld. 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, Das Laster öfters glücklich ist, Wo man den Glücklichen be⸗ neidet, Und des Bekümmerten ver⸗ gißt, Hier kann der Mensch nicht frei von Pein, Nicht frei von eig⸗ ner Schwachheit sein. 5. Hier such ich's nur, dort werd ich's finden, Dort werd ich, heilig und verklärt, Der Tugend ganzen Wert empfinden, Den un⸗ aussprechlich großen Wert. Den Gott der Liebe werd ich sehn, Ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 6. Da wird der Vorsicht heil— ger Wille Mein Will' und meine Wohlfahrt sein, Und lieblich We— sen, Heil die Fülle Am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn Mich fühlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd ich das im Licht erkennen, Was ich auf Erden dunkel sah, Das wunderbar und heilig nennen, Was unerforsch— lich hier geschah, Da denkt mein Geist mit Preis und Dank Die Schickung im Zusammenhang. 8. Da werd ich zu dem Throne dringen, Wo Gott, mein Heil, sich offenbart, Ein Heilig, Heilig, Heilig! singen Dem Lamme, das erwürget ward; Und Cherubim und Seraphim Und alle Engel jauchzen ihm. 9. Da werd ich in der Engel Scharen Mich ihnen gleich und heilig sehn, Das nie gestörte Glück Augenblick Ihr Heil mein Heil, mein Glück, ihr Glück. 10. Da werd ich dem den Dank bezahlen, Der Gottes Weg mich Malen Noch segnen, daß er mir ihn wies. Da find ich in des Höchsten Hand Den Freund, den ich auf Erden fand. 11. Da ruft, o möchte Gott es geben! Vielleicht auch mir ein Selger zu: Heil sei dir, denn du hast mein Leben, Die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß das Glück erfreun, Der Retter einer Seele sein! 12. Was sind die Leiden dieser Erden Doch gegen jene Herrlichkeit, Die offenbart an uns soll wer⸗ den Von Ewigkeit zu Ewigkeit! Wie nichts, wie gar nichts gegen sie Ist doch ein Augenblick voll Müh! + Jerusalem, Du hochge⸗ 59— 5 baute Stadt, Wollt Gott, ich wär' in dir! Mein hoffend Herz, Das deinen Vor⸗ schmack hat, Wie sehnt es sich von hier! Weit über Berg und Thale, Weit über Flur und Feld, Fleugt's auf zum Himmelssaale, Vergißt die nichtge Welt. 2. O schöner Tag, O selger Augenblick, Wann bricht dein Glanz hervor, Da frei und leicht Zu reinem Himmelsglück Sich schwingt die Seel empor? Da ich sie übergebe In Gottes treue Hand, Auf daß sie ewig lebe In jenem Vaterland. Eigne Melodie. erfahren, Mit Frommen fromm stets umzugehn; Da wird in jedem 3. O Himmelsburg, Gegrüßet seist du mir! Thu auf die Gna⸗ ————ß denpfor mich ve freudig gehen hieß, Und ihn zu millionen eben, ich war Prüfun 4. 2 eine ed gezogen Von A mir di mir zu Hand, endet 5. Pi und hoc Und w' Kreuzes Qual: schwebe Das ed lichtem 6. U nen P des He Geist, pries, O wele entzückt gesänge +N.— Harfen her. der We wie er! Ih lig! S. Auf, S Iu Got 8. D Hottess Herz in seiner F mich ar Heil, Dank mich lionen r mir n des )„‚ den Gott lir ein un du le mir muß Retter dieser chkeit, wer⸗ gkeit! gegen E voll ochge— Wollt Mein Vor⸗ sich und Feld, saale, selger dein leicht Sich Da treue e In rüßet Gna⸗ denpfort'. Tod, Gericht und Ewigkeit. 367 Wie lange schon Hat mich verlangt nach dir! Ich eile freudig fort, Fort aus dem bösen Leben, Aus jener Nichtigkeit, Der ich war hingegeben In meiner Rinfangszeit eine edle mir die Ehrenkron. 4. Was für ein Volk, Welch Schar Kommt dort Goge schon! Was in der Welt Von Auserwählten war, Bringt Sie wird mir zugesendet Aus meines Jesu Hand, Nun ich den Kampf voll⸗ m hoch, nen Paradies, Geist, 95. In Rem Thränenland. 5. Propheten groß, all Blutzeugen ohne Zahl, Und wer dort trug Oes sch chweren Kreuzes Joch Und der Türunnen Qual: Ich seh sie ruhmvoll schweben In selger Freiheit Glanz, Das edle Haupt umgeben Von lichtem Sternenglanz. 6. Und lang ich an Im schö— Im Heiligtum des Herrn, Bann schaut mein Was er einst glaubend pries, Was er gesehn von fern. O welche Jubelklänge Hört mein T unees, Ohr! Welch hohe Lob⸗ gesänge Von aller Selgen Chor! 7. Da tönen dann Der Engel le 30 5910 Um ihren Schöpfer her. Ihr Lied erkl Ungt Dem Gott, der Welten baut, Wer ist so groß, wie er? Und Heilig, Heilig, Hei— Gottesstadt, ig! Schallt alle Himmel durch. Auf, Seele, fliege eilig Hinauf zu Gottes Burg. 8. Du bist mein Ziel, Erhabne Wie schlägt mein Herz in mir! Des Irdischen Und seiner Freuden satt. Schwing ich Imich auf zu dir, Weg über Erd Doch hier Frenden noch und Sterne; Reicht, Engel, mir die Hand, Ich seh es in der Ferne, Mein hohes Vaterland. Mel. Wie schön leucht't uns der. ein ganzer Geist, 592. Gott, wird ent⸗ zückt, Wenn er zu jenem Himmel blickt, Den du für uns bereitet, Wo deine milde Vaterhand Aus neuen Wundern wird erkannt, Die du daselbst verbreitet. Mächtig Fühl ich Mich erhoben, dich zu loben, der zum Leben Droben dort mich will erheben. 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, Herr, gegen jene Herrlich—⸗ keit, Die dort bei dir zu finden? Du stellst uns hier auf Erden zwar Viel Wunder deiner Güte dar fröhlichem Empfinden: Sind wir Bei den mit Leiden stets umgeben, Dort nur ist voll— kommnes Leben. 3. Kein Tod ist da mehr und kein Grab, Dort trocknest 6 die Thränen ab Von deiner Kinder Wangen; Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei, Denn du, o Herr, machst alles neu, Das Alte ist vergangen. Hinfort Sind dort Für gerechte Gottesknechte keine Plagen Mehr zur Prüfung zu 2. 4. In deinem höhern Heilig⸗ tum Erschallet deines Namens Ruhm Von lauter frohen Zungen. Hier strahlt die Herrlichkeit des Herrn, Hier schaut man sie nicht mehr von fern, Hier wird sie ganz besungen. Völlig Giebt sich Den Erlösten, sie zu trösten, der zu Das christliche Leben. kennen, Den schon hier sie Vater nennen. 5. Vor seinem Antlitz wandeln sie, Auf ewig frei von Sorg und Müh, Und schmecken seine Güte; Nichts stört den Frieden ihrer Brust Und ihre tausendfache Lust Im innersten Gemüte. Kein Neid, Kein Streit Hemmt die muiche reiner Liebe in den See⸗ len, Die hinfort nun nicht mehr fehlen. 6. Gott, welche Schar ist dort 2.—2—0 Bie Frommen, die ich hier beweint, Die find ich droben wieder Dort sammelt deine Vater⸗ hand, Die deine Liebe hier ver— band, Herr, alle deine Glieder. Ewig Werd ich Frei von Män⸗ geln selbst mit Engeln Freund⸗ schaft pflegen, O, ein Umgang pole Segen! 7. Wo ist mein Freund, des Höchsten Sohn, Der für mich starb? wo glänzt der Thron In jenen Himmelshöhen? Dich werd ich da, Herr Jesu Christ, Der du der Beinen Wonne bist, Einst mit Entzücken sehen. Da wird, Mein Hirt, Nichts mich scheiden von den Freuden, die du droben Deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich ist die neue Welt, Die Gott den Frommen vorbehält! Kein Mensch kann sie erwerben. O Jesu, Herr der Herrlichkeit, Du hast die Stätt' auch mir bereit't. Hilf sie mir auch ererben. Laß mich Eifrig Darnach streben, also leben auf der Erde, Daß ich dort dein Erbe werde. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund. Hs ist noch eine Ruh 593. E vorhanden! Auf, mü des Herz, und Werdo Licht! Du seufzest hier in schweren Banden, Und deine Sonne scheinet nicht. t Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden Dort wird auf sei⸗ nen Auen weiden, Wirf hin die Last und eil hinzu. Bald ist der heiße Lands, geendet, Bald ist der schwere Lauf vollendet, Und du gehst ein zur ewgen Ruh. 2. Gott selber hat sie uns er⸗ koren, Die Ruhe, die kein Ende nimmt; Eh 0 0 ein 9 Mensch zur Welt geboren, Hat uns die Liebe sie bestimmt. Der Heiland wollte darum sterben, Uns diese Ruhe zu erwerben, Er ruft, er lockt uns allzumal: Kommt her zu mir, ihr müden Seelen, Bei mir soll euch die Ruh nicht fehlen, Ich mach euch frei von aler Qual. 3. So kommet denn, ihr müden Seelen, Die manche schwere Bürde drückt; Eilt, eilt aus euren Kum⸗ merhöh hlen, Der Freund ist da, der anch erquickt. Ihr habt des Tages Last getragen, 800 läßt euch der Mittler sagen: Ich selbst will eure Ruhe sein. Ihr, die ihr seid des Kampfes müde, Mit euch ist Gott, mit euch sein Friedel Kommt, geht zur Ruhe Gottes ein! 4. Wie fühlt der Kranke sich erquicket, Wenn ihm sein Lager Ruhe schenkt! Der müde Wand⸗ rer wird entzücket, Wenn ihn die frische Quelle tränkt. Doch, was sie beide hier gefunden, Es sind nur flüchtge Ruhestunden, Sie währen eine kurze Zeit. Die wahre Schmer uns we Ziel er: Erlöser, nen un seiner 8 uns ein wird un quickung wird un ist uns, will sell nen, U: lohnen; Ehr und halmen hath ist keiner A 7. D Frieden, Sorgen Wort, i Müh, d schwingt eilen, V ger weil der Sel. mein G Erkämpf nuf, es 594. 33 — eund. Ruh f, mü⸗ Du unden, nicht. 8 dich If sei⸗ in die ist der aIld ist „Und ih. us er⸗ Ende ch zur Liebe wollte uhe zu t uns ir, ihr ll euch mach müden Bürde Kum⸗ st da, bt des r läßt selbst r, die „Mit Friede! es ein! ke sich Lager Wand⸗ hn die „ was 8 sind „Sie wahre Tod, Gericht und Ewigkeit. 369 Rguh wohnt nur dort oben, Dort ist sie allen aufgehoben, Und blei⸗ bet uns in Ewigkeit. 5. Dort wird man Freuden⸗ garben bringen, Denn unsre Thränensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen! Das Kind kehrt in des Vaters Haus. Schmerz, Leid und Tod muß von uns weichen, Wir werden unser Ziel erreichen, Und Jesum, den Erlöser, sehn. Da wird er trock⸗ nen unsre Thränen Und stillen seiner Freunde Sehnen, Und mit uns ein zur Freude gehn. 6. Kein Durst noch Hunger wird uns schwächen, Denn die Er⸗ quickungszeit ist da. Die Sonne wird uns nicht mehr stechen, Gott sst uns, seinem Volke, nah; Er will selbst bei den Seinen woh⸗ nen, Und ihre Treue wohl be⸗ lohnen Mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. Da werden ihre halmen grünen, Der große Sab⸗ hath ist erschienen, Da man von keiner Arbeit weiß. 7. Da ruhen wir und sind in Frieden, Von Arbeit, Müh und Sorgen los. Ach, fasset dieses Vort, ihr Müden: Kurz ist die Müh, der Lohn ist groß. Drum schwingt euch auf, wir müssen eilen, Wir dürfen hier nicht län⸗ ger weilen, Dort wartet schon der Selgen Schar. Wohl auf, nein Geist, zum ewgen Lohne Erkämpfe deine Siegeskrone; Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Mel. Nun preiset alle. 594. J9 hab von ferne, Herr, deinen Thron Herz voraus geschickt, Und hätte gern mein müdes Leben, O Gott der Geister, Dir hingegeben. 2. Das war so prächtig, Was ich im Geist gesehn; Du bist all⸗ mächtig, Drum ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen Thronen Doch schon von heut' an Auf ewig wohnen! 3. Nur ich bin sündig, Der Erde noch geneigt, Das hat mir bündig Dein heilger Geist ge⸗ zeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt, Noch nicht ganz innig Mit dir vereinigt. 4. Doch bin ich fröhlich, Daß mich kein Bann erschreckt; Ich bin schon selig, Seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben, Und dich zeitlebens Inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, Daß ich die Stadt gesehn, Und ohn Er⸗ müden Will ich ihr näher gehn, Und ihre hellen, goldnen Gassen Nie aus den Augen Mir schwin⸗ den lassen. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst. 395 ie eilend fleucht des 595. W Lebens Zeit Und rafft uns aus der Sterblichkeit Zu künftgen Qualen oder Freu⸗ den! Kein Geist ist, der so schnell gedenkt, Als sich die schnelle Zeit versenkt, Ins Meer der Ewig⸗ keit zu scheiden. Es eilt ein jeder Augenblick, Er eilt und kehret nie zurück. 2. Mein Gott, dir ist allein bekannt, Wie, wann und wo einst deine Hand Mir winkt, dies Le⸗ Und hätte gerne Mein ben hier zu enden. Ach, laß denn 2⁴ — maw;;;]ꝓss.......— *+, NPI“—— Itt—“““—— 370 Das christliche Leben. aus Barmherzigkeit Mich meine kurze Lebenszeit In schnöder Welt⸗ lust nicht verschwenden. Erfülle mich mit Sterbenskraft, Eh mich der Tod von hinnen rafft. 3. Mich weck und rühre fort und fort Das traurige, doch selge Wort: Bestell dein Haus, denn du mußt sterben! Verzage nicht, betrübter Geist! Der deinen Leib zu Moder reißt, Der Tod kann dich ja nicht verderben. Wenn Jesu Ruf einst Gräber bricht, Bleibt auch dein Leib im Staube nicht. 4. Doch welch ein Schrecken ficht mich an, Daß ich nicht ohne Schauder kann An Tod, an Grab und Zukunft denken? O Schrecken, der die Seele faßt, Wenn der gehäuften Sünden Last Mich will zum finstern Abgrund senken, Wenn des Gewissens streng Gericht Mir mein verdientes Urteil spricht! 5. Heil mir, in meines Jesu Blut Wird meiner Thränen bittre Flut Dich, Vater, zum Verzeihn bewegen! Ich weiß, o Gott, dein Herze bricht, Du willst den Tod des Sünders nicht, Drum eil ich dir zerknirscht entgegen. Ich laß dich nicht, ich halte dich, Gott, mein Erbarmer, segne mich. 6. Du Freund, den meine Seele liebt, Den meines Herzens Not betrübt, Ich komm zu dir, ach, laß dich finden. Ich setze mein Vertraun auf dich, Mein Jesu, du starbst auch für mich, Du tilgest ja auch meine Sünden. Ich bleib an dir, mein Glaub ist groß, Dein Blut spricht mich von Sünden los. 7. So sterb ich mit getrostem Mut, Ich seh ihn, seh sein Sühnungsblut, Ich sehe seinen Himmel offen. Mein Jesus läßt —jꝛti—ß7 Herz, d Und do lich liel so Gott vor seinem Thron Mich den er⸗ worbnen Gnadenlohn, Der Selig⸗ keiten Fülle, hoffen. Fleuch hin, des Lebens kurze Zeit! Ich freul mich der Ewigkeit. Eigne Melodie. 596 J0 geht's wohl dem, der gerecht auf Er⸗ den, Durch Christi Blut ein Erbe Gottes war. zuletzt das angenehme Jahr, Der Tag des Heils, an dem wir fröh⸗ lich werden. 2. Zuletzt giebt Gott, wonach wir uns gesehnet, Wenn Glaub und Lieb im Kreuz bewähret ist, Und man Geduld an unsern Stir⸗ Es kommt Mel. 2 Not eir bricht d schwinde Auch d Bird d 2. Ei ab, End Wüsten, stab Sie Endlich Was di 3. Ei Nach Ag nen liest, Wenn wir genug sind In von der Welt verhöhnet. 3. Zuletzt reicht man den Sie⸗ gern ihre Kronen, Und führet sie vom Feld ins Vaterland, Wo schon bereit der selge Ruhestand, Dadurch der Fürst den Kampf pflegt zu belohnen. 4. Zuletzt macht Gott das Wasser selbst zu Weine, Der allen Gästen Herz und Sinn erfreut, Im Glauben stärkt die neuen Hochzeitleut'; Da sieht man nun, wie gut er's mit uns meine. 5. Zuletzt nimmt Gott nach langem Kampf die Seinen Ind Paradies, ins Lebens liebe Reich, Und machet sie den Engeln Gottes gleich; Zuvor läßt er sie manche Thräne weinen. 6. Zuletzt! merk's wohl und halte nur fein stille, O liebes Benn Endlich kein Esa 4. Ei Du kant Wenn d läßt er O mein Endlich, Mel. K 508. grückt v Qual, D Dann r. geit Hi Und end Tod, Gericht und Ewigkeit. 371 trosten Herz, dem, der dich erst betrübt, h sein Und doch dabei fürwahr dich herz— seinen lich liebt; Gedenke nur: es ist 18 läßt so Gottes Wille. den er⸗ Selig⸗ Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. ich hin, ndlich, endlich muß h freue 597. E es doch Mit der Rot ein Ende nehmen, Endlich bricht das harte Joch, Endlich hl dem, schwindet Angst und Grämen. zuf Er⸗WAuch der schwerste Sorgenstein lut ein Wird dann ganz gehoben sein. kommt 2. Endlich bricht man Rosen yr, Der ab, Endlich kommt man durch die ir fröh⸗ Wüsten, Endlich muß der Wander⸗ stab Sich zur letzten Reise rüsten, wonach Endlich bringt die Thränensaat, Glaub Was die Freudenernte hat. hret ist, 3. Endlich sieht man Kanaan n Stir⸗Nach Agyptens Diensthaus liegen. ug sind In trifft man Tabor an, ö Wenn der Olberg überstiegen. en Sie⸗ Endlich geht ein Jakob ein, Wo ihret se kin Esau mehr wird sein. d, Wo 4. Endlich, o du schönes Wort! hestand, du kannst alles Kreuz versüßen, Kampf Wenn der Felsen ist durchbohrt, läßt er endlich Balsam fließen. 2. Den Leib legt man ins stille Grab, Zum Staube sinkt der Staub hinab, Einst wird ihn Gott beleben; Mit freiem Flug und frohem Blick Kehrt der ent⸗ bundne Geist zurück Zu dem, der ihn gegeben. 3. O welch ein Glück, vor Gott zu stehn! O Freude, Jesus, dich zu sehn Und deines Reiches Glieder! Zu sehen dich in deinem Licht Von Angesicht zu Angesicht, Dich, ersten aller Brüder! 4. Wie werd ich dann mich deiner freun, Wenn zahllos der Erwachten Reihn Vor dir ver⸗ sammelt stehen! Wenn du dann meinen Namen nennst, Und vor den Engeln mich bekennst, Die dich mit mir erhöhen! 5. Ich, der noch sorget hier und weint, Ich werde, wenn dein Tag erscheint, Verklärt und selig leben. Ich Sünder werd von Sünden rein, Ich Sterblicher unsterblich sein, Anbetend dich erheben. 6. Und aller hohen Geister Htt das O mein Herz, drum merke dies: er allen Endlich, endlich kommt gewiß. erfreut, ö neuen Mel. Kommt her zu mir, spricht. an nun, 3 och wallen wir im ine. 508. N Thränenthal, Ge⸗ tt nach drückt von Kummer, Müh und en Ins Dual, Doch nur noch wenig Tage, e Reich, dann ruft uns Gott aus dieser Gottes geit Hinüber in die Ewigkeit manche Und endet jede Plage. hla und )liebes Schar, Und was auf Erden heilig war, Sind alle meine Brüder; Sie alle sind vereint mit mir, Und singen, treuer Heiland, dir Des Dankes Jubellieder. 7. Wie ist der Seligkeit so viel! O Freuden ohne Maß und Ziel, Weit über alles Hoffen! O Ewigkeit! o Ewigkeit! Was ist das Leiden dieser Zeit? Ich seh den Himmel offen. —IIeee—— Bierte Abteilung. Besondͤere Zeiten 1. König und Obrigkeit. Mel. Freu dich sehr, o meine. 599 Vater kröne du mit Hegen „Vunsern König und sein Haus, Führ durch ihn auf deinen Wegen Herrlich deinen Ratschluß aus. Deiner Kirche sei er Schutz, Deinen Feinden biet er Trutz. Sei du dem Gesalbten gnädig, Segne, segne unsern König. 2. Rüst ihn mit des Glau⸗ bens Schilde, Reich ihm deines Geistes Schwert, Daß Gerechtig⸗ keit und Milde Ihm des Frie⸗ dens Heil gewährt. Mach ihm leicht die schwere Last, Die du auferlegt ihm hast. Sei in Jesu du ihm gnädig, Schütze, segne unsern König. 3. Sammle um den Thron die Treuen, Die mit Rat und frommem Flehn Fest in deiner Streiter Reihen Für des Landes Wohlfahrt stehn. Baue um den Königsthron Eine Burg, o Got⸗ tessohn, Sei du ihm auf ewig gnädig, Leite, segne unsern König. 4. Nähre du die heilge Flamme, Die das Herz des Volks erneut, Daß es unserm Königsstamme Liebe bis zum Tode weiht. In der Zeiten langer Nacht Hast du über ihn gewacht, Du erhieltest ihn uns gnädig, Segne, segne unsern König. 5. Fürchtet Gott, den König ehret! Das, o Herr, ist dein Ge⸗ lichen er lig steue 3. La heschützt, nießen, hen nütz bot, Und du hast es selbst he üßen. N. währet, Warst gehorsam bis zum Die sie Tod. Wer dich liebt, der folgt Dein seg dir, Drum so beten alle wir;„4. Gi Vor dem Bösen schütz uns gnä. Treu, X dig, Gott, erhalte unsern König 6. Gieb uns Mut in den Ge⸗ II Mel. und Verhältnisse. fahren, Wenn der Feind uns ernst bedroht, Daß wir Treue dann be⸗ wahren, Gehen freudig in den Tod. Du bist unser Siegspanierl Gott mit uns, so siegen wir Deine Treuen krönst du gnädih; Renscher Segne, segne unsern König. Hoffnun. 7. Breite, Herr, dein Reich von dir auf Erden Auch in unserm Lande ein Ver wer⸗hllst dei aus, Daß wir deine Bürger den, Ziehen in dein Vaterhaut. Müh, E Frieden und Gerechtigkeit Gieb 2. No uns, Gott, zu aller Zeit. Si nuch ein; du deinem Volke gnädig, Segnt, u, Daß segne unsern König. edeihn, Mel. Es spricht der Unweisen. zegen. 2 600 Erhalt uns, Herr, die bust das Obrigkeit, Die du daterhan uns gabst auf Erden, Mit Wohl. 5. Oo stand und mit Sicherheit Durh arkeit sie beglückt zu werden. Verleih ihr düte; U. Weisheit, Lust und Kraft, Was sdeiht, L wahres Wohl dem Lande schafft, Kost und Mit Sorgfalt wahrzunehmen, zie nicht 2. Gieb, daß sie, gleichgefinnet liiht Fl. dir, Uns väterlich regiere, Daß 4. Wir jeder Bürger unter ihr Ein ruhih i Gott, Leben führe. Laß sie der Unschuld iflucht sein, Und jed Red⸗ us Zuflucht sein, Und jeden Allgemeine Landesangelegenheiten. 37³3 lichen erfreun, Dem Unrecht kräf⸗ lig steuern. 3. Laß uns, von ihrer Macht beschützt, Des Friedens Glück ge⸗ nießen, Erwerben, was dem Le⸗ ben nützt, Und seine Müh ver⸗ elbst be üßen. Nie fehle einer guten That, bis zun die sie mit dir begonnen hat, er folget Dein segnendes Gedeihen. 2 lle wir. 4. Gieb denen Eifer, Fleiß und ns gui. Treu, Die ihr sind untergeben, Daß jedermann beflissen sei, Nach seiner Pflicht zu leben. Erleichtre ihr des Lebens Müh,‚ Mit deinem Segen kröne sie, Und sei ihr Lohn auf ewig. 5. Laß sie mit uns vereinet sein, In deiner Furcht zu leben, Und vor der Rechenschaft sich scheun, Die sie dir einst muß geben; Daß so vor deiner Majestät, Die über alle Hoheit geht, Regent und Volk sich beuge. 1 König, ö den II. Allgemeine Landesangelegenheiten. dan 4*0 1. Saat und Ernte. in der Mel. Nun freut euch, liebe. deinem Ruhm, Auch uns, dein ierl s baut, o Gott, auf en wü 901. E dein Geheiß Der gnädth; Menschen Hand die Erde, Voll nig. zoffnung, daß ihr reger Fleiß n Reich bon dir gesegnet werde. Auf m Lande Lin Versprechen trauen sie: Du ger wer⸗ hlst dein Brot bei Fleiß und terhaus. Müh, So lang du lebest, essen. it Gub L. Noch immer traf dies Wort it. Sei luch ein; Gieb ferner deinen Se⸗ Segnt, en, Daß Saat und Pflanzen wohl deihn, Gieb Sonnenschein und veisen gegen. Der Landmann baut um⸗ dert, di just das Land, Wenn deine milde Die n baterhand Nicht seine Arbeit segnet. t Wohl. 3. So kröne denn mit Frucht⸗ t Durt arkeit Das Land nach deiner rleih ihr Häte; Und wenn die Aussaat uns tt, Was(deiht, O Vater, so verhüte, Daß schafft Bost und Sturm und Hagelschlag jmen, zie nicht zerstörend treffen mag, gefinnet licht Flut sie überschwemme. re, Daß 4. Wir traun auf dich, o gu⸗ in ruhih r Gott, Und lassen dich nur Inschuld alten. Du kennst am besten Volk und Eigentum, Noch fer⸗ ner wohl versorgen. Mel. Die Tugend wird durchs. 602 Wir alle, Gott und 2 Vater, bringen Dir Preis und Dank im Heilig⸗ tum, Und unsre frohen Herzen singen Von deines Namens ho⸗ hem Ruhm. Gekrönt hast du mit deiner Milde Rings um uns her das ganze Land, Dein Segen strömt“ auf die Gefilde Aus dei⸗ ner reichen Vaterhand. 2. Du schenktest Sonnenschein und Regen Für jede Frucht zu rechter Zeit, Und gabst Gedeihen, Kraft und Segen Dem Samen, den wir ausgestreut. Für Millio⸗ nen deiner Kinder Reicht deiner Gaben Fülle hin, Du nährst den Frommen und den Sünder Mit ewig treuem Vatersinn. 3. Du giebst, uns liebreich zu versorgen, Mehr als wir bitten und verstehn; Du wachst am Abend und am Morgen, Und hö⸗ in Red⸗usre Not, Und kannst uns leicht uk So wirst du uns zu rest unser gläubig Flehn. Selbst ̃ũGCS‚DIDISIAIAII‚I‚‚‚.‚‚...‚..‚.‚..‚.‚.‚‚‚ . ——p V ——— 374 Allgemeine Landesangelegenheiten. unsern Undank, unsre Sünden Vergiebst du, der die Liebe ist, Wir schmecken täglich und empfinden, Wie gütig, Herr, du allen bist. 4. Wer kann die Güte ganz ermessen, Die weiter als die Wol⸗ ken reicht? Wer dürfte undank⸗ bar vergessen Die Treue, die nie von uns weicht? Wir wollen dei⸗ ner stets gedenken, Des Wohlthun uns begnadigt hat, Das Herz nach deinem Reiche lenken, Dich preisen stets durch fromme That. 5. Was du uns gabst, wohl anzuwenden, Verleih uns Weis⸗ heit und Verstand. Bewahr uns, daß wir nicht verschwenden Die reichen Gaben deiner Hand. Du willst, wir sollen froh genießen, Und dankbar im Genusse sein: Gieb, daß mit ruhigem Gewissen Wir deiner Güte stets uns freun. 6. Auch für den Armen kam dein Segen Insolcher Füll' auf uns her⸗ ab; Wir wollen liebreich seiner pflegen Von dem, was deine Milde gab. Er danke heute mit uns allen, Frohlocke laut und bete an, Daß du nach deinem Wohlgefallen So Großes hast an uns gethan. Mel. O daß ich tausend Zungen. 603 ir, milder Geber aller Gaben, Herr, dir ge⸗ bühret Dank und Ruhm, Denn alles, was wir sind und haben, Ist ja dein Werk und Eigentum. Mein Lobgesang steigt auf zu dir, O neige, Herr, dein Ohr zu mir. 2. Die kleinste deiner Kreatu⸗ ren Macht deine Weisheit offen⸗ bar; Du zeigest deiner Güte Spu⸗ ren Und deine Macht von Jahr zu Jahr. Der kleinste Halm ruft laut uns zu, Daß niemand müch⸗ tig sei als du. 3. Du sorgst für uns nach Vater⸗ weise, Erhältst die Werke deiner Hand, Giebst allem, was da lebet Speise, Beschirmstund segnestjedes Land. Du liebest unveränderlich Der Bösen selbst erbarmst du digh. 4. Voll ist der Erdkreis deiner Güte, Und deiner Weisheit ist en voll. Herr, unterweise mein Ge⸗ müte, Wie ich dich würdig loben soll. Dir dankt nur wahrhaft, wer dich liebt, Dich, der uns so viel Gutes giebt. nem Namen Auf Hoffnung in das Land gestreut, Du schirmst, All⸗ mächtiger, den Samen, Dein ist der Erde Fruchtbarkeit. Du giebst allein zur Arbeit Kraft, Du bist's, der das Gedeihen schafft. 6. Mild öffnest du den Schoß der Erde, Du tränkst die Flur von oben her, Giebst, daß die Saat erquicket werde, Und machst die Ahre segensschwer; Du träufelst mit dem kühlen Tau Die Frucht⸗ barkeit auf Feld und Au. 7. Kommt, preist des Schöpfers Huld und Stärke, Bringt seinem Namen Ehre dar! Groß ist der Herr, und seine Werke Sind herr⸗ lich, groß und wunderbar. Wie köst⸗ lich ist dein Lob, wie schön! Kommt, laßt uns seinen Ruhm erhöhn. Mel. Was Gott thut, das ist. 604 Was Gott thut, das ist wohlgethan! So denken Gottes Kinder; Wer auch nicht reichlich ernten kann, Den liebt Gott doch nicht minder. Er zieht das Herz Doch himmelwärts, Obglei Mang 2. 2 gethan Was w Genüg gethan, ten, W kann, Weil in, 5. Das Saatkorn wird in dei⸗ Zum 4. wohlge Willen gethan hen: 2 Bahn, Sein 2 kraft,e Wie kö 6. X gethan ßen! U naan, Er, ur not, U Komm 606 wissen d mäch⸗ Vater⸗ e deiner da lebet lestjedes nderlich du dich 8 deiner eit ist ein Ge⸗ ig loben aft, wer so viel g in das ist, All⸗ Dein ist u giebst u bist's, ö Schoß ie Flur die Saat achst de träufelst Frucht⸗ chöpfers t seinem Rist der nd herr⸗ Wie köst⸗ Kommt, erhöhn. 8 ist. it, das an! So zer auch n, Den der. Er elwärts, Offentliche Not im allgemeinen. 37⁵ Obgleich wir oft auf Erden Beim Mangel traurig werden. 2. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan, Im Nehmen und im Geben. Was wir aus seiner Hand empfahn, Genüget uns zum Leben. Er nimmt und giebt, Weil er uns liebt, Laßt uns in Demut schweigen, Und vor dem Herrn uns beugen. 3. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan, Wer darf sein Walten rich⸗ ten, Wenn er, eh man noch ernten kann, Den Segen will vernichten? Weil er allein Der Schatz will sein, So nimmt er unsre Güter d in dei⸗ Zum Heile der Gemüter. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan, Es geh nach seinem Willen! Läßt es sich auch zum Mangel an, Weiß er ihn doch zu stillen. Wer als ein Christ Ge⸗ nügsam ist, Kann auch in wenig Gaben Mit Dankbarkeit sich laben. 5. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan! Das Feld mag traurig ste⸗ hen: Wir gehn getrost auf seiner Bahn, Und wollen ihn erhöhen. Sein Wort verschafft Uns Lebens⸗ kraft, Es nennt uns Gottes Erben: Wie könnten wir verderben? 6. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan, Wie er's auch mag beschlie⸗ ßen! Und blüht um uns kein Ka⸗ naan, Wo Milch und Honig fließen: Er, unser Gott, Weiß, was uns not, Und wird es gern uns geben, Kommt, laßt uns ihn erheben. Mel. Nun laßt uns Gott dem. 5 er Vater sei geprie⸗ 605. D sen, Der huldreich sich bewiesen. Am frohen Ernte⸗ tage Verstumme jede Klage. 2. Wir streuten unsre Saaten, Und hofften ihr Geraten, Sie schliefen still verborgen Zum fro— hen Erntemorgen. 3. Der Leben uns geschenket, Hat sie mit Tau getränket, Der Liebe treues Walten Hat unsre Saat erhalten. 4. Der Sturm, der Frost und Regen Ward ihr zum rechten Se⸗ gen; Aus eines Körnleins Hülle Erwuchs die Segensfülle. 5. O säet froh im Glauben, Laßt euch den Mut nicht rau⸗ ben, Wenn ihr auch hier nicht sehet, Daß eure Saat erstehet. 6. Wenn wir die Armen näh⸗ ren, Den Kranken Trost gewähren, Die Irrenden beraten, Dann streun wir Gottes Saaten. 7. Das Gute, das wir säen, Kann nimmer untergehen; Sind wir schon längst geschieden, Blüht Gottes Saat im Frieden. 8. Es naht der Erntemorgen, Wo Freude kommt aus Sorgen; Die hier im Glauben starben, Sie bringen volle Garben. 9. Was kümmern uns die Stürme? Ob sich die Flut auch türme, Wir freuen uns im Hoffen, Uns bleibt der Himmel offen. 2. Offentliche Not im allgemeinen. Eigne Melodie. finden weder Hülf noch Rat, Ob 606. Wenn wir in höchsten wir gleich sorgen früh und spat: Nöten sein, Und 2. So ist das unser Trost wissen nicht, wo aus noch ein, Und allein, Daß wir zusammen ins⸗ ————s3 376 Allgemeine Landesangelegenheiten. gemein Zu dir dann rufen, treuer Gott, Um Rettung aus der Angst und Not; 3. Und heben unser Aug und Herz Zu dir in wahrer Reue Schmerz, Und flehn dich um Begnadigung Und aller Strafen Linderung. 4. Die du verheißest gnädiglich, Herr, allen, die drum bitten dich, Im Namen des Herrn Jesu Christ, Der unser Heil und Mittler ist. 5. Drum kommen wir, Herr, unser Gott, Und klagen dir all unsre Not, Weil wir jetzt stehn verlassen gar In großer Trübsal und Gefahr. 6. Zwar unsre Sünd ist schwer und groß, Doch sprich uns, Herr, aus Gnaden los, Steh uns in unserm Elend bei, Mach uns von allen Plagen frei. 7. Dann danken und lobsingen wir Mit freuderfülltem Herzen dir, Gehorchen deinem teurenWort, Und preisen, Herr, dich hier und dort. Mel. Auf meinen lieben Gott. 607 Es züchtigt deine Hand, 7 O Höchster, jetzt das Land. Zu deinem Vaterherzen Er⸗ hebt in bittern Schmerzen Sich das Geschrei der Armen, Erhör es aus Erbarmen. 2. Du siehst des Landes Not, Sie kam auf dein Gebot. Du kannst mit mächtgen Händen Sie lindern und auch enden; Ein Wort aus deinem Munde Ver⸗ ändert Zeit und Stunde. 3. O Herr, wir murren nicht, Gerecht ist dein Gericht Bei allem, was wir dulden, Denn groß sind unsre Schulden, Und du bestrafst uns minder, Als wir's verdient, Ist größer als die Schuld. Ge⸗ denke an die Deinen, Die reuig vor dir weinen, Gedenke mit Er⸗ barmen An die gebeugten Armen. 5. Verkürze, gnädger Gott, Die Dauer unsrer Not. Laß uns, die ängstlich flehen, Trost und Er⸗ quickung sehen, Verwandle alles Leiden In neue Lebensfreuden. 6. Doch wenn, Herr aller Welt, Es dir noch nicht gefällt, Die Trübsal zu entfernen, So stärk uns, daß wir lernen Mit ehr⸗ furchtsvollem Schweigen Vor dir, Herr, uns zu beugen. 7. Ja, deine Züchtigung Führ uns zur Besserung; Laß sie die Sichern schrecken, Die Schläfrigen erwecken, Auf dein Gebotzu merken, Und redlich Fromme stärken. 8. Wenn dich das Herz nur liebt, So wird, was uns betrübt, Uns doch zum Heil gedeihen. Wer deiner sich kann freuen, Dem wird auch deine Gnade Zum Licht auf dunklem Pfade. 9. So stärke denn das Herz, Daß auch im größten Schmerz Es nie an Mut uns fehle. O sprich zu unsrer Seele: Getrost! dich soll kein Leiden Von meiner Liebe scheiden. 10. Am Schluß von unserm Lauf, Dann klärt sich alles auf, Dann wird die Aussicht heiter, Dann thränt kein Auge weiter, Und dieses Lebens Leiden Ver⸗ wandeln sich in Freuden. Mel. Auf meinen lieben Gott. ch, uns bedrückt jetzt 608. A Not, Kommm, if wir Sünder. uns, treuer Gott! Von keinem 609 so trar in all Huld Ge⸗ reuig it Er⸗ rmen. t, Die 8, die d Er⸗ alles den. Welt, „Die stärk ehr⸗ r dir, Führ ie die frigen erken, n. nur trübt, Wer wird t auf Herz, hmerz —— trost! teiner iserm auf, jeiter, eiter, Ver⸗ tt. t jetzt hilf inem Offentliche Not im allgemeinen. 37 kann auf Erden Uns sonst ge⸗ holfen werden; Hörst du nicht unser Flehen, Dann müssen wir vergehen. 2. Es kommt von dir ja her, Und nicht von Ungefähr, Ist Strafe unsrer Sünden. Ach laß dich gnädig finden, Vergieb doch aus Erbarmen Die Sündenschuld uns Armen. 3. Gieb uns jetzt deine Gnad, Geduld und guten Rat, Laß unser heißes Flehen Dir wohl zu Herzen gehen. O laß um Jesu willen Sich diese Not bald stillen. 4. Sprich, mein Gott, nur ein Wort, So muß das Unglück fort; Bedrohe, mein Erretter, Du doch das Unglückswetter. Du kannst, du kannst es wenden, Und Hülfe zu uns senden. 5. Ach, nimm von uns die Last, Der du Erbarmen hast. Geheiligt sei dein Wille, O mache du uns stille; Nimm,‚, was dir ist zuwider, Sieh gnädig auf uns nieder. 6. Dir sei es heimgestellt; Wenn es dir wohlgefällt, So hilf, hilf; uns ist bange, Verziehe nicht so lange. Wir sprechen darauf: Amen, In unsers Jesu Namen. Eigne Melodie. 609 Trau auf Gott in allen Sachen, Die dich jetzt so traurig machen; Trau auf Gott in allen Dingen, Die dir zu dem Herzen dringen. ö 2. Trau auf Gott in Seelen⸗ plagen, Wenn dich deine Sünden nagen, Denn Gott ist in solchen Schmerzen Balsam deinem wun⸗ den Herzen. 3. Trau aufGott, wenn böse Seu⸗ chen Weit umher im Lande schlei⸗ chen, Denn er kann dich so bedecken, Daß dich keine darf anstecken. 4. Trau auf Gott in Kriegs⸗ gefahren, Denn er weiß dich zu bewahren; Er kann machen, daß die Feinde Werden deine besten Freunde. 5. Trau auf Gott in Hun⸗ gersnöten, Dann wird dich kein Hunger töten; Wächset gleich kein Korn auf Erden, Dann wird Brot aus Steinen werden. 6. Trau auf Gott bei dürren Zeiten, Denn er wird vom Him⸗ mel leiten Seines Segens reiche Quellen, Die dein Herz zufrieden stellen. 7. Trau auf Gott, wenn's stürmt und schneiet, Wenn die Donnerwolke schreiet, Wenn dich trifft das böse Wetter, Denn Gott ist allein dein Retter. 8. Trau auf Gott in allen Sachen, Denn er kann den Aus⸗ schlag machen; Trau auf Gott in allen Dingen, Dann wirst du ein Danklied singen. Mel. Was sorgest du, sei stille. 610 O Gott, mein Schutz, was sollt in bösen Zeiten, Was sollt ich fürchten in Gefahr? Wer dir vertraut, hat dich zur Seiten, Du hilfst ihm wunderbar. 2. Wenn über ihm die Wolken Flammen speien, Geht er getrost an deiner Hand, Getrost durch dürre Wüsteneien Und brennend heißen Sand; 3. In kranker Luft und mitten lunter Leichen, Wenn wütet rings ‚‚.‚.‚‚ 378 Allgemeine Landesangelegenheiten. umher der Tod, Auf schwarzen Flügeln fauler Seuchen Ein schnell Verderben droht. 4. Getrost durch dich, getrost in dem Gewissen, Verachtet er des Schmähers Wut, Und tritt in Gottes Kraft mit Füßen Auf ihre Natternbrut; 5. Spricht glaubensvoll: der Herr steht mir zur Seiten, Der Herr ist meine Zuversicht! Und er, sein Retter, hilft ihm streiten, Sein Gott verläßt ihn nicht. Mel. Wer nicht mit den. 611 Hei, Heil dem Manne, der vom bösen Rat Fern fliehet, nicht betritt der Sün⸗ der Pfad, Und sich vom Sitz der Spötter weit entfernet! Dem Manne Heil, der ruhig Weisheit lernet, Der sich das Recht des Herrn zur Freude macht, Und sein Gesetz erforschet Tag und Nacht. 2. Ein Baum, am Bach ge⸗ pflanzt, strebt hoch empor, Bringt Blüt und Frucht zur rechten Zeit hervor, Steht unentlaubt, mit hoher Pracht geschmücket, Daß sich an ihm der Wanderer erquicket: So grünet der Gerechte jederzeit, Er lebt und wächst, und all sein Thun gedeiht. 3. So ist es nicht mit den Gottlosen, nein, Die sind wie Spreu, ein Wind wird sie zer⸗ streun. Der Sünder, die des Herrn Gesetz verschmähen, Soll keiner je in dem Gericht bestehen; Wenn Gott das Recht in der Ge⸗ meine spricht, So gehen sie mit den Gerechten nicht. 4. Des Frommen Weg, zum Himmel ganz gewandt, Geht ein⸗ fach fort, steht unter Gottes Hand. Gott blickt herab auf ihn mit Wohlgefallen, Schützt seine Tritt' und läßt ihn sicher wallen. Allein der Weg, der den Gottlosen führt, Weicht immer ab, bis er sich ganz verliert. 3. Krieg und Friede. Mel. Wer nur den lieben Gott. 612 Es zieht, o Gott, ein Kriegeswetter Jetzt über unserm Haupt einher. Bist du, Herr, hier nicht unser Retter, So ist's für unser Land zu schwer. Sieh, wie die Fürsten sich ent⸗ zwein Und sich zu unterdrücken dräun. 2. Drum laß uns hier allein, o Vater, Auf dich und deine Vor⸗ sicht schaun, Auf dich, den mäch⸗ tigsten Berater, Und nicht auf Menschenhülfe baun, Die ohne dich uns gar nichts nützt, Die nur durch dich uns kräftig schützt. 3. Kein blinder Zufall herrscht auf Erden, Du bist es, der die Welt regiert. Laß uns der Heere Spott nicht werden, Die du, o Herr, zu uns geführt. Du rufst. ihr Völker, rüstet euch! Sei du für uns, so fehlt ihr Streich. 4. Je weniger sich uns will zei⸗ gen, Woher die Hülfe kommen soll, Je mehr Gefahr und Plage steigen, Sich alles zeiget schreckens— voll: Je größer mache das Ver⸗ traun, O Gott, allein auf dich zu schaun. 5. Was hilft der Heere große Menge? Was hilft dem Riesen seine Wage allein Men Jedos Herr: 6. deine herzi traur in sch für noch 7. ser 2 für und Wei⸗s und es 2 8. Seel Wah fehle heit Wei sel, Krieg und Friede. 37 seine Macht? Der Ross' und Wagen dicht Gedränge Hat nie allein den Sieg gebracht. Der Mensch vertraut darauf so gern, Jedoch der Sieg kommt nur vom Herrn. 6. Drum werf ich mich in deine Arme, Du Vater der Barm⸗ herzigkeit, Und flehe voll Ver⸗ traun: erbarme Dich über uns in schwerer Zeit. Laß Gnade doch für Recht ergehn, So bleiben wir noch aufrecht stehn. 7. Doch findet, Herr, dein wei⸗ ser Wille Noch ferner Züchtigung für gut: Wohlan, so schweig ich und bin stille Bei dem, was deine Weisheit thut. Ich, dein Geschöpf und auch dein Kind, Weiß, daß es Vaterschläge sind. 8. Herr, nimmer schreibe meine Seele Dir etwas vor im stolzen Mel. O Herre Gott, dein göttlich. 613. Ihr Mitgenossen, auf zum Streit, Damit uns Gott belohne! Es gilt das Reich der Herrlichkeit, Der Uber⸗ winder Krone. Der Weichende Wird nicht gekrönt. Wie hat der Herr gestritten! Die Sieger nur hat er versöhnt, Als er für uns gelitten. 2. Miterben, haltet an und seht Empor zum großen Lohne, Denn nur durch unsre Feinde geht Der Weg zu jener Krone. Ob tau⸗ send auch Zur Rechten euch, Zur Linken tausend sänken: Getrost! ihr kämpft für Gottes Reich, Er wird die Kron euch schenken. 3. Zwar groß ist unsres Kampfs Gefahr, Doch laßt uns nicht er⸗ schrecken; Mit uns ist Gott, und wunderbar Wird uns sein Schild bedecken. Es stärkt der Held, Der —2 Wahn, Und wenn ich so vermessen fehle, So zeig mir meine Thor⸗ heit an. Ist gleich, was deine Weisheit thut, Mir oft ein Rät⸗ sel, ist's doch gut. 9. Ja, nicht im Zorne, nicht im Grimme Ergeht dein ernstes Strafgericht; Wir hören unsers Vaters Stimme, Zeigt sich auch ernst dein Angesicht. Du läu⸗ terst unser sündges Herz Durch Angst und Pein, durch Not und Schmerz. stärken kann, Wenn wir um Hülfe flehen; Er reicht den Harnisch, legt ihn an, So könnt ihr mut⸗ voll stehen. 4. Mit seiner Hölle Graun umhüllt Schießt Satan Flammen⸗ pfeile. Ergreift, ergreift des Glau⸗ bens Schild, Schützt euch mit Christi Heile. Mit diesem Helm Deckt euer Haupt, Kämpft mit des Geistes Schwerte, Das ist es, was kein Tod euch raubt, Das mächtige, bewährte. 5. Wer überwindet, soll den 10. Zuletzt wird jeder sagen Tod, Den ewgen Tod nicht sehen; müssen: Das hat Gott, unser Gott gethan; So brach er nach verborgnen Schlüssen Zum bes⸗ sern Ziele uns die Bahn. Zu⸗ letzt errettet deine Hand, Barm⸗ herzger Gott, das Vaterland. Verging er auch in seiner Not, Dort wird er nicht vergehen. Ist wohl vollbracht Der ernste Streit: Nach seinen kurzen Leiden Wird euch der Unschuld weißes Kleid, Gerechtigkeit bekleiden. — ——————— ——— SS....E — 380 Allgemeine Land esangelegenheiten. 6. Ach, Hüter, ist die Nacht bald hin, Die dunkle Nacht der Erden? Wenn ich einst Über⸗ winder bin, Wird Licht das Dun⸗ kel werden. Dann seh ich dort Im Lebensbuch, Dank sei dir! meinen Namen; Des Kampfs, des Leidens ist genug, Erlöset bin ich! Amen. Eigne Melodie. 614 Wöür! Gott nicht mit uns diese Zeit, So soll Israel sagen, Wär' Gott nicht mit uns diese Zeit, So müßten wir verzagen, Die so ein armes Häuflein sind, Veracht't von so viel Menschenkind, Die an uns setzen alle. 2. Auf uns ist zornig stets ihr Sinn. Hätt' Gott es zugegeben: Verschlungen hätten sie uns hin Mit ganzem Leib und Leben. Wir wären, wie mit Flut er⸗ 2. Soll nun dein ernstes Straf⸗ gericht, O Herr, ohn Ende wäh⸗ ren? Willst du dein freundlich Angesicht Nicht wieder zu uns kehren? Gott, unser Heiland, o erfreu Mit deinem Gnadenschein aufs neu Uns, die dein Zorn erschrecket. 3. O würde mit Posaunen⸗ schall Des Ewgen Wort gehöret, Daß Friede sein soll überall, Wo Christus wird verehret, Daß alle, denen er bekannt, Die Waffen legten aus der Hand, Und bauten Friedenshütten! 4. Ihr zagt nicht, Heilige des Herrn! Der Mut, der euch be⸗ seelet, Hält die Verzweiflung von euch fern, So Gottvergeßne quä⸗ let. Gott, der da waltet weit und breit, Ist auch zu helfen stets bereit All denen, die ihn fürchten. 5. Zu ihm sei unser Herz ge⸗ säuft, Als über die groß Was⸗ ser läuft, Und mit Gewalt ver⸗ schwemmet. 3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab, Daß uns ihr Schlund mög' fangen. Wie Vögel kommen Strickes ab, Ist unsre Seel ent⸗ gangen; Strick ist entzwei, und wir sind frei. Der Nam' des Herren steh uns bei Des Him— mels und der Erden. Mel. Ach Gott, vom Himmel. 61 5 Herr⸗ der du vormals hast dein Land Mit Gnaden angeblicket, Und, wenn du Strafen ihm gesandt, Es wie⸗ derum erquicket, Der du mit vä⸗ terlicher Huld Verziehen deinem netzen, Volk die Schuld, Gelöset seine Heimat Au Erfreu mit Bande! wandt, Er wird zu uns sich wenden. Der Herr mit seiner starken Hand Wird alle Drang⸗ sal enden, Auf daß zu seines Na⸗ mens Ruhm Des ganzen Volkes Eigentum Sei Wohlfahrt, Zucht und Ehre. 6. Wo Christen jetzt in blut⸗ gem Streit Einander treffen müs⸗ sen, Da wird dann die Gerech⸗ tigkeit Sich mit dem Frieden küssen. Es werden da, wo jetzt das Schwert In Feindeshand die Flur verheert, Sich Güt und Treu begegnen. 7. Dann wird mit Regen und mit Tau Gott unsern Boden Daß uns der werten ihren Schätzen. Doch bleibt, so viel er un ihn seinet 61 Gott doch für du, 2. aller Regi Ein führe keit Mel Krieg und Friede. 381 er uns auch giebt, Ein Herz, das ihn vor allem liebt, Die höchste seiner Gaben. Eigne Melodie. 616 Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, Der für uns könnte streiten, Denn du, Herr Gott, alleine. 2. Gieb unserm König und aller Obrigkeit Fried und gut Regiment, Daß wir unter ihnen Ein geruhiges und stilles Leben führen mögen In aller Gottselig⸗ keit Und Ehrbarkeit. Amen. Mel. O Herre Gott, dein göttlich. 617 O Gott des Friedens, nimm uns an In Jesu, deinem Sohne, Laß uns des Friedens Heil empfahn Von dei⸗ nem Gnadenthrone. Ach, komme du Und schaffe Ruh, Lösch aus die Kriegesflamme; Den Haß und Neid, der uns entzweit, Vertilg am Kreuzesstamme. 2. O welches hohe Glück ge⸗ währt Der Friede, den du schen⸗ kest! Dann wird uns mild das Herz genährt, Wenn du zu dir es lenkest. Die Wohlfahrt blüht, Das Herz erglüht Auf deines Reiches Auen, Daß wir mit Dank, mit Preisgesang, Des Glaubens Früchte schauen. 3. Doch schwingest du zur bösen Zeit Des Krieges Geißel wieder, Dann weckst du aus der Sicher⸗ heit, Und beugest uns darnieder. 4. Und willst du, daß wir in den Streit Für deine Ehre zie⸗ hen, So gieb du selbst uns das Geleit, Daß wir nicht feige flie⸗ hen. Entflamm den Mut, Daß Gut und Blut Wir für das Gute wagen, In Todesgraun auf dein Wort traun, Dein Morgen werde tagen. 5. O leite du mit starker Hand Die Mächtigen auf Erden. Laß, Völkerhirt, bald jedes Land Nur dir geweihet werden. Gieb uns dein Wort, Daß fort und fort Bald alles sich bekehre, Dann blühen neu die Lieb und Treu, Dann bringt dir alles Ehre. Eigne Melodie. 618 Di Friedensfürst, Herr Jesu Christ, Du Hel⸗ fer in der Not, Du weißt, wie groß das Elend ist, Womit der Feind uns droht. Er ruft zum Krieg und will den Sieg Uns durch Gewalt entreißen. 2. Schon ziehet von der Heimat aus Der Söhne teure Schar, Verödet stehet manches Haus, Das Armen Obdach war. Schon flammt die Glut, und Bruderblut Ent⸗ weihet deine Erde. 3. Hilfst du uns nicht in unsrer Not, Ach, wer kann dann bestehn? Versöhnst du nicht durch deinen Tod, Dann müssen wir vergehn. Drum flehen wir, o Herr, zu dir: Erbarme du dich unser. 4. Zwar war der Dank dir nicht gebracht Für deine große Huld, Wir sanken tief in Sün⸗ dennacht Und häuften Schuld auf Inbrünstig fleht, Wer in sich geht: Gedenk nicht unsrer Sünden, Ver⸗ gieb die Schuld, laß Vaterhuld Uns doch in Christo finden. Schuld. Geh mit uns nicht, Herr, ins Gericht, Sei du uns Sündern gnädig. e e — 382 Allgemeine Landesangelegenheiten. 5. Du willst den Tod des Sün⸗ ders nicht, Drum floß für uns dein Blut. Auch durch die Nacht führst du zum Licht, Du stärkst im Kampf den Mut. In Sturm und Nacht hältst du die Wacht; Wohl allen, die dir trauen! 6. O leite unser Kriegesheer, Daß es den Sieg erkämpft, Durch deines Geistes tapfre Wehr Die Wut des Bösen dämpft. Laß deine Hand das Vaterland In böser Zeit beschirmen. 7. O laß doch bald uns Frie— densaun Erblühn durch deine Gnad, Und sicher unsre Felder baun, Und ernten ihre Saat. Zerbrich das Schwert, das nur ver⸗ heert. Dein Reich, o Jesu, komme. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 619 Ont Preis und Ehre! Die Tempel schmücket, die Altäre Ihm, der uns großes Heil gesandt. Singt dem mächtigen Erretter, Er sandte nach dem Schlachtenwetter Sein Friedenswort aufs blutge Land. Des Krieges Donner schweigt, Der Friedensbogen neigt Sanft sich nieder. Gott hielt Gericht, Und herrlich bricht Aus langer Nacht hervor das Licht. 2. Endlich, endlich ist errun⸗ gen, Was nah und fern in allen Zungen Die hart Bedrängten heiß erfleht! Gnädig hat der Herr ver⸗ nommen Die stillen Seufzer seiner Frommen, Erhört die Thränen, das Gebet. Der Throne baut und stürzt, Er hat den Kampf ver⸗ kürzt; Ihm die Ehre! Sein Wink gebeut, So ruht der Streit, Und Mel. Nun danket alle Gott. 620. Herr Gott, dich loben wir Für deine gro⸗ ßen Gnaden; Du hast das Va⸗ terland Der Kriegeslast entladen, Hast gnädig uns verliehn Des Friedens goldne Zier, Drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir! 2. Herr Gott, wir danken dir! Du sendest uns zwar Strafe, Dein Ernst hat uns geweckt Aus un⸗ serm Sündenschlafe: Doch wieder aufgethan Ward uns die Gnaden⸗ thür, Des freut sich unser Herz, Herr Gott, wir danken dir! 3. Herr Gott, dich loben wir. Könnt unser Mund wohl schwei⸗ gen? Du hast den Königsstamm Bewahrt mit seinen Zweigen, Hast Kirch und Land geschützt, Giebst Gnade für und für. Die Nach⸗ welt singe noch: Herr Gott, dich loben wir! 4. Herr Gott, wir danken dir, Und preisen deinen Namen. Herr Gott, dich loben wir, Und alle Welt sag: Amen. Was lebt und Odem hat, Preist dich voll Dank⸗ begier, Herr Gott, wir loben dich, Herr Gott, wir danken dir! Mel. Nun danket all und. 62 1 Bringt Gott, ihr Chris⸗ ten, Preis und Dank, Ihm, der den Frieden schafft, Er⸗ hebt mit frohem Lobgesang Die Wunder seiner Kraft. 2. Wer ist ihm gleich? wer kann wie er, Was er beschließt, auch thun? Den Streitenden und ihrem Heer Gebeut er, und sie ruhn. 3. Er, aller Welten Herr und Frieden Gott der Welt verleiht. Gott, Vernahm der Völker Flehn, Dürre, Näss e, Teurung. 383 Des blutgen Krieges Angst und Not Ließ er vorübergehn. 4. Kein feindlich Schwert und kein Geschoß Droht uns mehr fürchterlich. Wo Menschenblut in Strömen floß, Ergießet Segen sich. 5. Die Saat wird nun mit Sicherheit DemBoden anvertraut, Das Feld giebt Frucht zu seiner Zeit Dem Landmann, der es baut. 6. In jedem Stand ist nun der Mut Zur Arbeit neu er⸗ wacht, Und sicher vor des Feindes Wut Wird jedes Werk vollbracht. 7. Allgütiger, allein von dir Fließt dieses Heil uns zu. Dein waren, sind und bleiben wir, Und unser Gott bist du. 8. Erweck uns selbst durch dei⸗ nen Geist Zum Dank, der dir gefällt, Dich durch ein frommes Leben preist, Das deine Rechte hält. 9. Lehr uns des Friedens ho⸗ hen Wert Mit weisem Ernst ver⸗ stehn, Und was das eitle Herz begehrt, In deiner Furcht ver— schmähn. 10. Verleihe, daß Gerechtig⸗ keit, Daß wahre Lieb und Treu, Vertrauen und Zufriedenheit Im Lande herrschend sei. 11. Wir sehen, Gott, auf deine Hand Mit freudigem Gemüt, Und hoffen auf das Vaterland, Wo ewger Friede blüht. 4. Dürre. NA sse. Teurung. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. empfahn? Soll kein Regen sich 62² Gett, des Güte nim⸗ — mer endet, Hast du denn die Vaterhand Gänzlich von uns abgewendet? Strafst du uns und unser Land? Willst durch viel gedrohte Plagen Du uns ganz mit Unglück schlagen? 2. Warum willst du, Gott voll Güte, Über uns so zornig sein? Ach, wir welken wie die Blüte, Wie ein Blatt im Sonnen⸗ schein. Laß doch unfre heißen Zähren Deinen Zorn in Gnade kehren. 3. Sieh, Herr, wie die Früchte trauern, Wie da dürsten Flur und Aun; Unsre Acker sind wie Mauern, Sind wie Felsen anzu⸗ schaun. Gleich dem Eisen sind die Felder, Und vertrocknet stehn die Wälder. 4. Willst du denn den Himmel schließen? Sollen wir nur Zorn ergießen, Keine Wolke sich uns nahn? Werden nimmermehr die Quellen Wiederum von Segen schwellen? 5. Soll das Land zur Wüste werden? Soll das Feld verödet stehn? Sollen wir, samt unsern Herden, Gar verschmachten, gar vergehn? Ach, Herr, laß dich doch bewegen, Schenke du uns milden Regen. 6. Denke doch an deinen Bo⸗ gen, Den du in die Luft gestellt, Als du deinen Bund vollzogen Nach der Sündflut erster Welt. Du, Herr, hast noch nie gebro⸗ chen, Was du vormals hast ver⸗ sprochen. 7. Ja, du hast mit deinem Segen Uns zu jeder Zeit be⸗ schenkt, Hast mit Früh⸗ und spä⸗ tem Regen Unser dürres Land —....t—. 38⁴ Allgemeine Landesangelegenheiten. getränkt; Denn dein Wort bleibt ewig stehen, Muß auch einst die Welt vergehen. 8. Freudig wollen wir dir trauen, Du erhörest unser Flehn. Regen strömt auf dürre Auen Gnädig von des Himmels Höhn. Du wirst uns mit Fülle speisen, Dankbar wollen wir dich preisen. Mel. Aus tiefer Not schrei ich. 6²23 O Gott, du kannst den Himmel ganz Mit Wolken überziehen, Doch müssen vor der Sonne Glanz Sie, wenn du willst, entfliehen. Laß doch, bei dir ist Rat und Macht, Laß doch der Sonne Glanz und Pracht Uns wiederum erfreuen. 2. Als ob der Himmel in ein Meer Des Zorns verwandelt wäre, So strömt es aus den Wolken her, Drum trauert Feld und Ahre. Ja, jeder Halm steht tief gebeugt, Betrübt er sich zur Erde neigt, Und ahnet sein Verderben. 3. Herr, unsre große Sünden⸗ schuld Verdienet dies zum Lohne, Doch hoffen wir auf Gnad und Huld, In Christo, deinem Sohne. Wir nahn uns dir voll Reue nun, Wir wollen ernstlich Buße thun, Und unser Leben bessern. 4. Wer hilft uns hier? o Gott, wir sehn Auf dich bei unserm Klagen. Du thust weit mehr, als wir verstehn Und dich zu bitten wagen. Du, der's mit uns aufs beste meint, Kannst leicht, was uns Verderben scheint, In Wohlthat uns verkehren. 5. Herr, thue, was dir wohl⸗ gefällt, Erquick auch, uns zur Wonne, Das schon so lang durch⸗ der Sonne. Doch, findest du es uns nicht gut, So stärk, All⸗ weiser, uns den Mut, Auch diese Not zu tragen. 6. Durch Hoffen und durch Stillesein Soll unser Herz dich ehren, Was du schickst, muß uns doch erfreun, Im Glauben uns be⸗ währen. Denn nach dem Wechsel dieser Zeit Wird dir das Herz in Ewigkeit Auch für die Leiden danken. Mel. Ach Gott und Herr. 624 Wir sind in Not! Laß 4 uns, o Gott, Die Flut nicht überschwemmen; Nimm uns in acht, Wehr ihrer Macht, Du kannst die Wogen hemmen. 2. Verbirg jetzt nicht Dein Angesicht, Gedenk an uns in Gnaden. Bist du nur da, Mit Hülfe nah, Was kann die Flut uns schaden? 3. Ach hilf uns, Herr, All⸗ mächtiger, Um deiner Gnaden willen; Du, du allein Kannst uns befrein, Kannst Sturm und Wellen stillen. 4. Erbarme dich, Hilf väter⸗ lich, Beschütz uns Gut und Leben. Groß ist die Not, Herr, unser Gott, Nurdu kannst Rettung geben. 2— Meine Ane Seele dem. Meine Seele lobsinge 62⁵. M dem Herrn, Der das Flehen des Glaubens erhörte, Schien uns allen die Hülfe auch fern, Seine Gnade in Nöten gewährte. 2. Furchtbar drohten die Wel⸗ len den Tod, Und wir sahen nur unser Verderben, Da ent⸗ schwand auf dein Winken die Not, näßte Feld Durch heitern Schein Herr, di sterben! 3. uns ger uns liel Schilde Unsre H 4. G der vers Leben ge Frieden nach de 5. N das Her i8 ergel durch b alle zun Mel. Ve 626. ö ganzen men, D Gott, er im St. Glaube 2. S Dein Mel 627. gerührt gnädig und S und No Und nu hast du Du haf uns so uns ges dein L nen. Dein in Mit Flut All⸗ aden unst und iter⸗ ben. user ben. m. inge Der örte, auch öten Wel⸗ ahen ent⸗ Not, Feuersnot. 208 385 Herr, du sprachest: ihr sollet nicht sterben! 3. Aus dem Schlafe hast du uns geweckt, Hast zum Sohne uns liebreich geführet, Mit dem Schilde der Huld uns bedeckt, Unsre Herzen zur Buße gerühret. 4. Gnädig hast du uns Sün⸗ der versöhnt, Uns in Christo das Leben geschenket, Uns mit ewigem Frieden gekrönt, Unsern Durst nach der Gnade getränket. 5. Nimm, o Vater, auf ewig das Herz, Auch im Leiden sei dir s ergeben, Sei's durch Freude, durch bitteren Schmerz, Leit uns alle zum ewigen Leben. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 6³ Du reicher Trost der Armen, O Herr der ganzen Welt, Du Vater voll Erbar⸗ men, Der alles trägt und hält, Du, Gott, erhörst Gebet; Erhöre, was im Staube Vertrauensvoll der Glaube Von dir in Not erfleht. 2. Sonst zeigte jeden Morgen Dein Segen sich uns neu; O mach auch jetzt von Sorgen Die bangen Herzen frei. Zu helfen ist dir leicht, Du kannst dem Mangel wehren, In Überfluß ihn kehren, Wenn's uns unmög⸗ lich deucht. 3. Den Reichen gieb Erbarmen Bei der Bedrängten Schmerz, Und zu erfreun die Armen, Sei Freude für ihr Herz, Damit sie mild ihr Brot Den dürftgen Brüdern bre⸗ chen, Und diese dankbar sprechen: Euch lohn und segne Gott! 4. Die Früchte laß geraten, Uns wieder zu erfreun, Und allen unsern Saaten Gieb Wachstum und Gedeihn. Mit milder Vater⸗ hand Gieb Wärme, Tau und Regen, Dann kehret reicher Segen Zurück in unser Land. 5. Allgütiger, wir hoffen Auf dich und deine Treu. Oft hat uns Not betroffen, Doch standest du uns bei. Du hilfst und rettest gern. So sei denn unser Leben Vertrauensvoll ergeben Dir un⸗ serm Gott und Herrn. Mel. Nun danket alle Gott. 627 Wir nahn zu deinem Thron, Gott, mit gerührtem Herzen. Daß du so gnädig halfst, Da wir voll Angst und Schmerzen Uns in Gefahr und Not Von Feuerflammen sahn, Und nun gerettet sind, Gott, das hast du gethan! 2. Dank sei dir, großer Gott, Du hast das Leid gewendet, Das uns so nah umschloß, Und Hülfe uns gesendet. Heil uns, daß noch dein Lob Von unsern Lippen 5. Feuersnot. schallt, Gott, an Erbarmen reich Und mächtig an Gewalt! 3. Steh den Bedrängten bei, Die jetzt noch traurig weinen. Hör auf der Frommen Flehn, Wenn sie vor dir erscheinen, Und segne du mit Glück, Nach väter⸗ Not Die Menschenliebe that. Mel. O Herre Gott, dein göttlich. vechter G 1. 8 628. G kommt Enn⸗ dir Wenn Feuersnot entstehet, Und deine Hand erkennen wir, Wenn 2⁵ lichem Rat, Was jetzt bei andrer SS....... e 386 Allgemeine Landesangelegenheiten. wild die Flamme wehet. Dusbehüten. Drum breite aus In wirfst den Brand Auf Stadt undsjedem Haus Die mächtgen Gna⸗ Land, Treibst Glut und Rauch denhände. Wo eine Not ung zusammen. Die Wolken glühn naht und droht, Da komm, daß und ringsum sprühn Die Funken Unglück wende. und die Flammen. 7. Bewahr uns vor des Wete 2. So ließest, Herr, du dein ters Strahl, Vor der Gewalt der Gericht Auch über uns ergehen. Blitze. Auf Bergeshöhn, im tiefen Man sah dein heil 30 Angesicht In Thal Die Stadt, das Dorf beschütze Feuerflammen wehen. Und jeder⸗Wo Hütten stehn Und Flammen mann Rief himmelan: Erbarmen, wehn, Da zeige dein Erbarmen. Gott, Erbarmen! Hilf aus der O sei bereit zu jeder Zeit Mit Not, Herr Zebaoth, O hilf, o Rat und That uns Armen. hilf uns Armen! 8. Doch strafst du abermals 3. Da hörtest du das bange das Land, Dann laß die Feuer⸗ Schrein In deinem Himmel dro-glocken, Laß und ben. Du sprachst: ihr Flammen, Not und Brand Das Herz 10 haltet ein, Und höret auf zu toben! Buße locken. Zeigr 2— die Schuld, Schnell wich der Brand, Denn Die mit Geduld Du lange hast deine Hand Hat mächtig ihm ge⸗getragen. Laß uns aus Herz voll wehret. Als die Gefahr am höchsten Reu und Schmerz In heißen war, Hast du uns Schutz bescheret. Thränen schlagen. 4. Ja, hättest du, Herr, nicht 9. Hilf, daß nach deinem gewacht, Und wärft du nicht ge-Zuchtgericht Sich jeder zu dir kommen, Wohl hätte dann des kehre, Und daß, wenn deine Feuers Macht Uns alles wegge⸗Stimme spricht, Dich jede Seele nommen, Und nirgend wär' Ein höre. Nach Brand und Glut, Obdach mehr, Kein Haus ringsum Nach Krieg und Blut Strahlt zu sehen, Wohl würden wir, wir herrlicher dein Bogen; Drum trage erqu Last. Zähr wein Noch 3. Kindt Liebr Herr, hast Wort uns dein 4. Stau Stehe dir e einst * — Mel. 630 Wenn wacht, Armer wir, 2. ⁴ alle hier In unsrer Not vergehen. werd das Herz durch Gnad und sich V 5. Drum nimm, nimm unser Schmerz Zu dir hinauf gezogen. Loblied an, Und unsre Psalmen Mel. Gott, hier sind wir, deine. höre: Allmächtiger, du hast's ge⸗ 629 Mlick herab auf unsre than, Dir, Herr, sei Preis und Schmerzen, Blick Ehre! Ja, Preis dem Herrn! Ersauf unsern Jammerstand; Gott, war nicht fern, Als Glut und swie bluten unsre Herzen Von den Flamme blitzte, Er war's allein. Schlägen deiner Hand! Ohne des Gnadenschein Uns väterlich Obdach sind wir Armen, Ohne beschützte. Decke, ohne Brot, Darum hilf 6. Beschirmst du nicht mit Ratuns voll Erbarmen, Hilf den und Macht Uns vor des Feuers Deinen in der Not. Wüten, Vergebens dann der Wäch⸗ 2. Der du weißt, wie Li⸗ ter wacht, dich,L ben. 6 uns dr derben 3. verzeih . 3 — — Er kann uns nichtden drücken, Und sie selbst ge. verwaif ö us In Gna⸗ t uns n, das 8 Wet⸗ alt der tiefen ꝛschütze Ammen armen. t Mih n. ermals Feuer⸗ ei und erz zur Schuld, ge hast rz voll heißen deinem zu dir deine e Seele Glut, Strahlt Drum ad und ezogen. deine. Funsre ö Gott, on den Ohne Ohne m hilf lf den ie. Lei⸗ bst ge⸗ Seuchen. 387 tragen hast, Jesus, komm, uns zuWas jetzt Nacht ist, sonnenklar, erquicken, Mindre du des Kreuzes Sehn, daß deine höchste Liebe Last. Vormals hast du manche Unsers Leidens Quelle war. Stehe unser Christenglaube, Daß Wirst du uns, o Menschenfreund, dir ewig Ruhm gebührt. Herr, In ein beßres Reich erheben, Wo ott, bist unsre Frommen, wie den Sür der. 630. Di tn ö Wenn uns dein Auge nicht be⸗ wacht, Wer wacht, wer hilft uns zu dir, Du wollest uns vergeben. ö Armen? Erretter, dir, dir flehen Dein Volk will gern dir, unserm 140 wir, Du wollest dich erbarmen. Herrn, Gehorchen, dir nur leben. 2. Der Seuchen Gift verbreitet ö sich Weit um uns her; erbarme Sohn: Um Jesu willen duld und dich, Laß uns nicht plötzlich ster⸗schon' Undlaß uns Trosterscheinen. Entzeuch dem Tod uns, der Streck aus die Hand, und laß das uns droht, Entreiß uns dem Ver-Land Nicht länger hülflos weinen. ick derb 601 3. Du bist ein Gott, der gern daß sie Dein Antlitz schaun, und verzeiht, Laß uns denn noch Barm⸗ alle, die Noch leiden, die bewahre; herzigkeit Vor deinem Throne fin⸗Tilg ihren Schmerz, daß bald ihr den, Und dein Gericht vertilg uns Herz, Wie gern du hilfst, erfahre. nicht In unbeweinten Sünden. 8. Das ganze Volk frohlockt 4. Kein Reichtum schützt, kein dir dann, Und betet dich, Erret⸗ Stand, kein Ort, Hier weinen ster, an, Und preiset deine Gnade. V Witwen, Eltern dort, Und da Dann wandeln wir, o Gott, vor berwaiste Kinder. Die Seuch er⸗dir Mit Freuden deine Pfade. luge nicht mehr weint. —.——... —— reicht auch den, der fleucht, Den — Hülf und Macht; 5. Des alles sind wir wert, doch wir Beweinen's, Gott, und flehn 6. Auch glauben wir an deinen 7. Sei mit den Sterbenden, SSSI......... 25³⁷ GI 388 Allgemeine Landesangelegenheiten. Mel. Warum verstößt du uns. 631. all mein Flehn auf seinem Thron erhöret, Und der sein Ohr zum tiessten Seufzer kehret! So lang ich leb, ruf ich, o Gott, zu dir! 2. Erschütterte mich bittrer To⸗ desschmerz, Ergriff mich ganz die Angst und Furcht der Hölle, Traf lauter Not und Jammer meine Seele: So schüttet' ich ihm kind⸗ lich aus mein Herz. 3. Ich rief zu ihm: o Herr, erlöse mich, Mach meine Seel von Misse⸗ thaten ledig. Der Herr ist groß, er ist gerecht und gnädig, Und unser Gott hört und erbarmet sich. 4. Die Frommen stehen unter Gottes Hut. Ich lag in Not, er kam zur Hülf hernieder, Drum, Seele, kehr zu deiner Ruhe wie— der, Gott thut dir wohl, er ist dein höchstes Gut. 5. Du führest mich vom Tod zum Lebenslicht, Mein Aug ist froh, mein Fuß wird nicht mehr gleiten. Du wirst ins Land der Lebenden mich leiten, Ich wandle fort vor deinem Angesicht. 6. Ich glaub an Gott, drum red ich ohne Scheu; Die Welt ließ oft mich in der Not ver⸗ zagen, Ich mußt in Angst von O welche Lieb erweist allen Menschen sagen: Sie trügen mein Vater mir, Der stets, doch Gott ist ewig treu. 7. O wie vergelt ich Goth was er mir that, Da Wohlthat mich auf Wohlthat überhäufen! Wohlan, ich will den Kelch des Heils ergreifen, Gelobet sei sein Name früh und spat. 8. Ich that dem Herrn Gelübd in meiner Not, Die will ich jetzt vor allem Volk bezahlen. Der Herr bewies zu wiederholten Ma⸗ len, Daß köstlich sei vor ihm der Frommen Tod. 9. Du bist mein Herr! o Herr, ich bin dein Knecht, Sohn dei⸗ ner Magd. Du hast mir bei⸗ gestanden, Du machst mich los, be⸗ freiest mich von Banden. Du hast auf mich, den dir Erkauften, Recht. 10. Nimm meinen Dank, nimm mich zum Opfer hin, Laut will, o Herr, ich deinen Namen prei⸗ sen, Vor allem Volk dir mit der That erweisen, Daß ganz ich dein, dir alles schuldig bin. 11. Ins Haus des Herrn will ich mit Freuden gehn, In seiner Stadt will ich ihn froh erheben, Er ist mein Heil, er ist mein Licht, mein Leben, Mein Lob soll ihn in Ewigkeit erhöhn. 1. Morg Mel. Gott des Himmels und der. 632 roßer Gott, den alles et preiset, Der uns je und je geliebt, Sich als Vater uns erweiset, Uns den Sohn zum Heiland giebt, Heute weckt des enlieder. Tages Lauf Mich zur lauten An⸗ dacht auf. 2. O wie lieb ich diese Stun⸗ den, Wo die Welt mich ruhen läßt, Wo wir, treu in ihm ver⸗ bunden, Feiern unsers Heilands Fest, Geist mel 3. gen, schen! Sorg Men wenn Wolk 4. diener Wort den N fort. Tag 5. Amen tum, Alles es kü wir d Mel. 63³ mit de wolles geben, geben Gnade dann hand. III. Lieder zunächst für häusliche Erbaunng. Tod u st von trügen“ reu. Gott, ohlthat äufen? ch des ei sein Helübd ch jetzt Der n Ma⸗ hm der Herr, nn dei⸗ ir bei⸗ los, be⸗ Du hast „Recht. nimm t will, u prei⸗ nit der h dein, n will seiner rheben. u Licht, oll ihn lung. en An⸗ Stun⸗ ruhen m ver⸗ eilands é x Morgenlieder. 389 ch seinen g zum Him⸗ Fest, Und er uns dur Geist Selbst den We mel weist! 3. Habe Dank für diesen Mor⸗ gen, Der mir Kraft zum Guten schenkt. Das sind doch die besten Sorgen, Wenn sein Heil der Mensch bedenkt, Wenn er betet, wenn er singt, Daß es durch die Wolken dringt. 4. Was ist selger, als Gott dienen? Was ist süßer, als sein Wort? Laßt uns sammeln gleich den Bienen, Jeder trage Segen fort. Selig ist, wer Nacht und Tag Gern darin sich üben mag. 5. O mein Gott, sprich selber Amen, Denn wir sind dein Eigen⸗ tum, Alles preise deinen Namen, Alles mehre deinen Ruhm, Bis es künftig wird geschehn, Daß wir dich im Himmel sehn. Mel. Wer nur den lieben Gott. 633 Fin neuer Tag, ein * neues Leben Geht mit der neuen Woche an; Du wollest, Gott, geben kann. Denn hab ich deine Gnade nicht, Woh dann Trost und Licht? 634. Mẽ aufs neu mir erschaffnen Lichte, geben, Was mir sonst niemand Morgenzeit, auch heute nicht von mir, Die Hülfe steht allein bei dir. 4. Mein Glück in dieser neuen Woche Soll nur in deinem Na— men blühn. Erlöse mich vom Sündenjoche, Und laß mich jedes Unrecht fliehn. Gieb deinen Geist, der mich regier, Und stets auf ebner Bahn mich führ. 5. Soll ich mein Brot mit Kummer essen, So laß es doch gesegnet sein, Und was du sonst mir zugemessen, Das richte mir zum besten ein; Ich bitte nicht um Überfluß, Gieb, Vater, was ich haben muß. 6. Du thust gewiß, mein Gott, das Deine, Ich will mit dir das Meine thun. Behüte beide, groß und kleine, Laß sie in deiner Liebe ruhn, Und hilf, daß jeder diesen Tag Mit dir, o Herr, be⸗ schließen mag. Eigne Melodie. rgenglanz der Ewig⸗ keit, Licht vom un⸗ Hilf in dieser Daß dein Schein sich zu uns richte, Und vertreib durch er nähm' ich deine Macht Unsre Nacht. 2. Deiner Gnade Morgentau 2. Ich grüße diesen lieben Mor-Senk, o Herr, auf uns sich nie— gen, Mich schützte deine Vater- der, Daß, hand. Ich bin getrost, denn tau⸗ gleich Blumen auf der Au, Sich die Seel erhebe wieder. send Sorgen Hast du schon gnä⸗Segen ström auf deine Schar dig abgewandt. Ach Herr, wer Immerdar. bin ich Armer doch? Du sorgst. 3. Gieb, daß deiner Liebe Glut für mich, drum leb ich noch. Unsers Herzens Kält ertöte, Und 3. Nun, das erkenn ich, Herr, erwecke Sinn und Mut Bei der und gebe Mich freudig dir zum neuen Morgenröte, Daß wir, deine Opfer hin. Doch, weil ich hier, Bahn zu gehn, Recht aufstehn. so lang ich lebe, Mit Not und 4. Schmück uns mit Gerechtig⸗ Tod umfangen bin, So weich keit, Als mit einem weißen Kleide; Morgenlieder. Nie werd es von uns entweiht, Nie an seinem Glanz es leide. Laß uns hell und sündenrein Vor dir sein. 5. Ach, du Aufgang aus der Höh, Gieb, daß auch an jenem Tage Deine gläubge Schar er⸗ steh, Und, erlöst von aller Plage, Auf der ewgen Freudenbahn Wal⸗ len kann. 6. Leucht uns selbst in jene Welt, Du verklärte Gnadensonne! Führ uns durch das Thränenfeld In das Land der süßen Wonne, Wo, was selig uns erhöht, Nie vergeht. Mel. Nun atn Gott, dem. Mdach auf, mein Herz, 635. 4 und singe Dem Schöpfer aller Dinge, Dem Ge⸗ ber aller Güter, Dem treuen Men⸗ schenhüter! 2. Als Nacht und dunkle Schat⸗ ten Mich ganz umgeben hatten, Hat mich kein Leid gestöret, Gott hat es abgewehret. 3. Ja, Gott, ob auch Gefah— ren Mir noch so nahe waren: Ich lag an deinem Herzen, Be— freit von allen Schmerzen. 4. Schlaf, sprachst du, Kind, in Frieden, Ich bin dein Schutz hienieden, Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Du sollst die Sonne schauen. 5. Dein Wort, Herr, ist ge— schehen, Ich kann das Licht noch sehen. Von Not bin ich befreiet, Dein Schutz hat mich erneuet. 6. Du willst ein Opfer haben, Hier bring ich meine Gaben: Ich fall in Demut nieder Und bring Gebet und Lieder. 7. Du wirst sie nicht verschmͤ⸗ hen, Du kannst ins Herz mir sehen, Und weißt wohl, daß zur Gabe Ich ja nichts Beßres habe. 8. Du wollst dein Werk voll⸗ enden, Mir deinen Engel senden, Der mich an diesem Tage Auf seinen Händen trage. 9. Sprich: ja! zu meinen Tha⸗ ten, Hilf selbst das Beste raten, Zum Guten alles wende Vom Anfang bis zum Ende. 10. Erhöre meine Bitte, Mein sei meine Speise Auf meiner Pil⸗ gerreise. Eigne Melodie. 636 ott des Himmels und * der Erden, Vater, Sohn und heilger Geist, Der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns scheinen heißt, Dessen starke Hand die Welt, Und was drinnen ist, erhält! 2. Gott, ich danke dir von Herzen, Daß du mich in dieser Schmerzen Hast behütet und be⸗ wacht, Daß des bösen Feindes List Mein nicht mächtig wor⸗ den ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden So wie diese Nacht ver⸗ gehn, O Herr Jesu, laß mich fin⸗ den Deine Wunden offen stehn, Da alleine Hülf und Rat Ist für meine Missethat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen Geistlich auferstehen mag, Und für meine Seele sorgen, Eh erscheint dein großer Tag. Dann beb ich als Sünder nicht, Wenn du kommst und hältst Gericht. Herz sei deine Hütte, Dein Wort Nacht Vor Gefahr und Not und Wor: heute Hort Kanr 6. Seel Verst befeh Herr, und Eiger +. Der List v Und Der Trag 8. Vater Meir Der So! Herzl Me 63 Erhel hört ihm, 2. Mach Fried heit d Müd miren bewal der A vor 6 4. Pflich chmä⸗ mit iß zur habe. voll⸗ »nden, e Auf — Tha⸗ raten, Vom Mein Wort r Pil⸗ (s und Vater, Der erden, heinen Welt, ilt! r von dieser ot und ud be⸗ eindes wor⸗ meiner t ver⸗ ch fin⸗ stehn, at Ist diesem umag, n, Eh Dann Wenn Morgenlieder. 391 5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen Gang nach deinem Wort. Sei und bleibe du auch heute Mein Beschützer und mein Hort. Nirgends als bei dir allein Kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele, Samt den Sinnen und Verstand, Großer Gott, ich dir befehle Unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein? Ehr und Ruhm, Schütze mich, dein Eigentum. 7. Deinen Engel zu mir sende, Der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg' von mir wende, Und mich halt' in guter Acht, Der auch endlich mich zur Ruh Trage deinem Himmel zu. 8. Höre, Gott, was ich begehre, Vater, Sohn und heilger Geist. Meine Bitt', o Herr, gewähre, Der du selbst mich bitten heißt. So will ich dich hier und dort Herzlich preisen fort und fort. Mel. Ich dank dir schon durch. 637 Mein erst Gefühl sei Wer ruft dem Tag und seinem Licht, Mich wieder aufzuwecken? 5. Du bist es, Gott und Herr der Welt, Und dein ist unser Le⸗ ben, Du bist es, der es uns er⸗ hält Und jetzt mir's neu gegeben. 6. Gelobet seist du, Gott der Macht, Gelobt sei deine Treue, Daß ich nach still durchschlafner Nacht Mich dieses Tags erfreue. 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, Mich deine Wege wallen, Und lehre du mich selber thun Nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr, Auf dich hofft meine Seele; Sei mir ein Retter in Gefahr, Ein Vater, wenn ich fehle. 9. Gieb mir ein Herz voll Zuversicht, Erfüllt mit Lieb und Ruhe, Ein weises Herz, das seine Pflicht Erkenn und freudig thue. 10. Daß ich als dein getreues Kind Nach deinem Reiche strebe, Und frohen Muts und fromm gesinnt In deiner Gnade lebe. 11. Daß ich, dem Nächsten Preis und Dank, beizustehn, Nie Fleiß und Arbeit Erhebe Gott, o Seele! Der Herr hört deinen Lobgesang; Lobsing ihm, meine Seele! 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, Lag ich und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicher⸗ heit der Nacht Und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, Mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mich in der Arbeit Fleiß, Und schützt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, Sich sicher zu bedecken? scheue, Mich gern an andrer Wohl⸗ ergehn Und ihrer Tugend freue. 12. Daß ich das Glück der Lebens⸗ zeit In deiner Furcht genieße, Und meinen Lauf mit Freudigkeit, Wenn du gebeutst, beschließe. Mel. O Gott, du frommer Gott. 638. O Nun ist die Nacht vergangen, Nun hat dein Gna⸗ denglanz Aufs neue mich um— fangen; Nun ist, was an mir ist, Vom Schlafe neu erwacht, Drum singet nun mein Herz: Dir, Herr, sei Dank gebracht! Jesu, süßes Licht, 392 Morgenlieder. 2. Was soll ich dir denn nun, Mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar In deine Gnad versenken. Mein Leib und Seel und Sei dein den ganzen Tag, Das soll mein Opfer sein, Weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein Gott, Da hast du meine Seele, Sie sei dein Eigentum, Daß ihr kein Gutes fehle. Dir geb ich meinen Geist, Verschmäh die Gabe nicht, Verkläre dich in ihm Durch dei— nes Geistes Licht. 4. Ich will auch meinen Leib Zum Tempel dir ergeben, Darin h du wohnen magst, O Herr, mein Heil, mein Leben! Ach wohn, ach leb in mir, Beweg und rege mich, So hat Geist, Seel und Leib Mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt Die Kleider angeleget, Laß meiner Seele sein Dein Bildnis eingepräget, d deines Geistes Kraft Wollst du es weislich lenken. Laß alles nur geschehn Zu deines Namens Ruhm, Auf daß ich unverrückt Verbleib dein Eigentum. Mel. Valet will ich dir geben. 639 Lob sei Gott, der den .— LeMorgen Uns sendet nach der Nacht, Der, wenn wir ohne Sorgen Entschlummern, für uns wacht, Der uns im Schlaf erquicket Und unsre Kraft erneut, Ihm, der die Erde schmücket, Und, was er schuf, erfreut. 2. Der Engel heilge Heere Er⸗ höhn ihn mit Gesang. Auf, singt in ihre Chöre, In ihren Jubel⸗ klang! Ertönet, Harf 115 Psalter, Ins Lied der Seraphim; Den Schöpfer, den Erhalter Erhebt, lobsinget ihm! 3. Von dir ist mir gegeben, Herr, was ich hab und bin; Doch dies mein irdisch Leben Fich Im goldnen Glaubensschmuck, In schnell zum Tode hin. Bald ist sie der Gerechtigkeit, Die allen See⸗ganz verschwanden Der Wallfahrt len ist Das rechte Ehrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich Mit Weisheit und mit Liebe, Mit Keuschheit, mit Geduld, Durch deines Geistes Triebe. Vor allem leite mich Zur wahren Demut an, So bin ich wohl geschmückt nie vergessen, Und köstlich angethan. 7. Gieb, daß es diesen Tag Mir stets vor Augen schwebe, Daß deine Gegenwart Mich wie die Luft umgebe, Damit mein ganzes Thun Durch Herz und Sinn und Mund Dich lobe innig— lich, Mein Gott, zu aller Stund. 8. O segne, was ich thu, Mein Reden und mein Denken; Durch kurze Zeit; Doch hängt an ihren Stunden Das Heil der Ewigkeit. 4. O süßer, hoher Glaͤube: Nicht ewig zu vergehn! Es soll der Mensch vom Staube Einst wieder auferstehn! Ach laß mich's Der heilgen Hoff⸗ nung voll Laß täglich mich er— messen, Was ich einst werden soll. 5. Sollt ich nach Reichtum trachten? Nie komm es mir ins Herz! Nach Ehr und Wollust schmachten? Ihr Lohn ist Ren und Schmerz! Hienieden schon auf Erden Soll meine Seele rein Und Gottes Tempel werden, Ganz ihm geheiligt sein. streit Getr Kam Mel. 64 Wel. befre schön wach Ziel sind Tag, 2. Dies an jer velnd wach hina Mick 3. Heut Müf mens rrückt en. den endet wir , für chlaf neut, Und, e Er⸗ singt Ubel⸗ alter, Den hebt, eben, Doch Flieht ist sie fahrt ihren gkeit. aube: soll Einst lich's Hoff⸗ er⸗ soll. tum —— Morgenlieder. 393 6. Zwar dieses Lebens Freu⸗ den Sind nicht der Christen Los; Doch ist in ihren Leiden Des Herrn Erbarmen groß. Wir leiden nicht vergebens, Und schaun von ferne schon Die Wonne jenes Lebens, Der Überwinder Lohn. 7. Getrost, mein Geist, ermüde In deinem Kampfe nicht. Dich stärke Gottes Friede Mit Glau— benszuversicht. Ermuntre dich und streite, Dein Retter ist dir nah. Getrost, vielleicht ist heute Des Kampfes Ende da. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 640 Wenn ich einst von jenem Schlummer, Welcher Tod heißt, aufersteh, Und, befreit von allem Kummer, Jenen schönen Morgen seh, O dann wach ich anders auf, Schon am Ziel ist dann mein Lauf, Träume sind des Pilgers Sorgen, Großer Tag, an deinem Morgen. 2. Ach,‚ laß keinen von den Tagen Dieser ernsten Prüfungszeit Mich an jenem Tag verklagen, Daß ich fre⸗ velnd ihn entweiht. Auch noch heute wacht' ich auf. Dank sei dir! zu dir hinauf Führe jeder meiner Tage Mich durch Freudewie durch Plage. 3. Würd ich auch zum letzten Male Heut' den Tag des Lebens sehn, Müßt' ich gleich zum dunkeln Thale In die Nacht des Todes gehn: Hoffnungsvoll entschlief ich dann, Denn mein Geist geht himmelan, Und wird dort auf Himmelsauen Einen ewgen Morgen schauen. Mel. Dir, dir, Jehovah, will. 641 Der frohe Morgen kommt gegangen, Das Dunkel weicht, der neue Tag bricht an. Bald wird die Sonn am Himmel prangen, Seht, schon beginnt sie ihre Segensbahn. Was in der Nacht erstarrt und schlafend lag, Das reget sich, ist munter, frisch und wach. 2. Auch du, mein Geist, ihr, meine Kräfte, Ermuntert euch, legt alle Trägheit ab. Gott loben sei mein erst Geschäfte, Den treuen Gott, der Seinen Schutz und Stab. Sein Auge schläft und schlummert ewig nicht, Weil es der Gottheit nie an Kraft gebricht. 3. Gott ist mein Schöpfer und mein Vater, Des Huld mir Leib und Seel und alles gab; Er ist mein Freund und mein Berater, Was an mir gut ist, kommt von ihm herab. Er nährt und pflegt, er hält und träget mich, Und seine Treu erneuert täglich sich. 4. Oft ging ich irr' auf finstern Wegen, Da zeigt'er mir sein freund⸗ lich Angesicht, Ich spürte seines Geistes Regen Und kam zu seinem wunderbaren Licht; Mir war, als sei ich aus dem Schlaf erwacht, Und hinter mir läg eine tiefe Nacht. 5. In Christo hat er mich ge— liebet, Durch Christi Tod bin ich mit ihm versöhnt. O große Huld, die mir vergiebet, O größre Huld, die mich mit Christo krönt! Ja, durch den Sohn bin ich des Va⸗ ters Kind, Und erbe Güter einst, die ewig sind. 6. Gott hat mir seinen Geist gegeben, Ein himmlisch Licht dem irrenden Verstand, Der leitet mich zum wahren Leben, Ist mir der Gnade sichres Unterpfand. Und wenn ich schwach, gebeugt und 39⁴4 Morgenlieder. elend bin, Labt er mit Fried'n und Trost den blöden Sinn. 7. Drum will ich, Gott, mich dir ergeben, Und deiner Treu mich ewig anvertraun. Geheiliget sei dir mein Leben, Mein Auge soll beständig auf dich schaun, Daß dieser Tag, zu dem ich bin erwacht, Dir wohlgefällig werde zugebracht. 8. Ja, segne, Vater, und be⸗ hüte An Leib und Seele mich, denn ich bin dein. Das Antlitz deiner Lieb und Güte Erleuchte mich mit seiner Klarheit Schein. O richt auf mich dein gnädig Angesicht, Und gönne mir dein himmlisch Friedenslicht. 7% e ist der 608 ber as walte Gott, der 642. D helfen kann! Mit Gott fang ich die Arbeit an, Mit Gott nur geht es glücklich fort, Drum ist auch dies mein erstes Wort: Das walte Gott! 2. Wenn Gott nicht hilft, so kann ich nichts, Wo Gott nicht schenket, da gebricht's; Gott giebt und thut mir alles Guts, Drum sprech ich auch nun guten Muts: Das walte Gott! 3. Will Gott mir etwas geben hier, So will ich dankbar sein dafür. Mein Netz werf ich auf sein Geheiß, Und sage bei der Arbeit Schweiß: Das walte Gott! 4. Legt Gott mir seinen Se⸗ gen bei Nach seiner großen Güt und Treu, So g'nüget mir zu jeder Zeit, Drum sprech ich auch mit Freudigkeit: Das walte Gott! 5. Trifft mich ein Unglück, un⸗ verzagt! Ist doch mein Werk mit Gott gewagt; Er wird mir Hülfe stets verleihn, Drum soll auch meine Losung sein: Das walte Gott! 6. Er kann mich segnen früh und spät, Bis einst mein Thun zu Ende geht; Er giebt und nimmt, macht wie er's will, Drum sprech auch ich fein in der Still': Das walte Gott! 7. Gott steht mir bei in aller Not, Und giebt mir auch mein Vaterbrauch Thut er mir Guts, drum sprech ich auch: Das walte Gott! 8. Drum walle ich nach Got⸗ tes Rat Auf seinem schmalen Le⸗ benspfad, Dann geht es mir in allem gut, Drum spreche ich mit frohem Mut: Das walte Gott! Mel. Auf meinen lieben Gott. 643 Do tret ich demnach 33 an, So gut ich immer kann, Mein' Arbeit, Thun und Wesen, Dazu mich Gott er⸗ lesen; Der wird mir seinen Se— gen Auch wissen beizulegen. 2. Dir, Vater, sag ich Dank, Daß du mein Leben lang So reich— lich mich ernähret, Mir manches Glück bescheret. Laß deine Güt und Gaben Mich auch noch ferner laben. 3. Ach, mein Herr Jesu Christ, Der du mein Helfer bist, Ach, segne meine Werke, Und mich vom Himmel stärke, Damit ich deinen Willen In allem mög erfüllen. „. Behüte Seel und Leib, Und alles von mir treib, Was meine Arbeit hindert Und deinen Segen mindert, Und laß in Fried'n und Freuden Mich einst von hinnen scheiden. Stücklein Brot. Nach seinem alten 2 Huld ber 2 —* 9. sie e das 4. glänz mein Kom: 2. Welt, Du si zelt, 5. vollb' men — Mittags⸗ und Abendlieder. 395 2. Mittagslieder. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 644 peis' uns, o Gott, deine Kinder, Tröste die betrübten Sünder, Sprich den Segen zu den Gaben, Die wir nun hier vor uns haben, Daß sie uns zu diesem Leben Stärke, Kraft und Nahrung geben, Bis wir endlich mit den Frommen An die Himmelstafel kommen. Mel. Danket dem Herrn, denn. 6 45 Herr, segne uns aus deiner reichenFFülle, Und mache unsre Seelen fromm und stille. 2. Gieb, daß wir täglich deine Huld ermessen Und nie dich, Ge⸗ ber alles Guts, vergessen. 2 6. Bei treuem Fleiß wirst du uns alles geben, Was wahrhaft dient zu einem frommen Leben. 7. O Vater, stärke uns, daß wir dir trauen, Bis du uns führst zu ewig grünen Auen. 8. Da wollen wir dir Preis und Ehre bringen, Dir ewig Dank für deine Güte singen. Mel. Ringe recht, wenn Gottes. 646 ankt dem Herrn! —* mit frohen Gaben Füllet er das ganze Land; Alles, alles, was wir haben, Kommt aus seiner Vaterhand. 2. Dankt dem Herrn! er giebt 3. Verleih den Armen Brot, das uns Leben, Giebt uns Nahrung sie ernähret. Gieb uns ein Herz, und Gedeihn. O, wer wollt ihn das Wohlthat gern gewähret. nicht erheben Und sich seiner Güte 4. Mach uns zufrieden mit den freun? guten Gaben, Die wir von dir durch Jesum Christum haben. 5. Verbanne aus dem Herzen alle Sorgen, Und führ' uns aus 3. Dankt dem Herrn! ver⸗ giß, o Seele, Deines guten Vaters nie; Werd ihm ähnlich und erzähle Seine Wunder spät der Nacht zum hellen Morgen. und früh. 3. Abendlieder. Mel. Nun sich der Tag geendet. Mun bricht die finstre 647. N Nacht herein, Es glänzt der Abendstern; Doch du, mein Herz, schlaf ja nicht ein, Komm, sprich erst mit dem Herrn. 2. O Gott, du großer Herr der Welt, Den niemand sehen kann, Du siehst auf mich vom Himmels-— zelt, Hör auch mein Seufzen an. 3. Der Tag, den ich nunmehr vollbracht, War dein, vor allen dein, Drum soll er mir bis in die Nacht Vor allen heilig sein. 4. Doch ach, mich reizte heute noch Die Lust der blinden Welt, Noch trage ich das Sündenjoch, Das mich gefesselt hält. 5. Drum such ich deinen Gna⸗ denthron, Sieh meine Schuld nicht an, Und laß durch deinen lieben Sohn Vergebung mich empfahn. 6. Was heute mich dein Wort gelehrt, Schreib in das Herz mir 396 Abendlieder. ein; Laß mich und alle, die's ge⸗ hört, Dir auch gehorsam sein. 7. Erhalt uns fernerhin dein Wort, Es sei uns helles Licht, Daß wir dir dienen immerfort In froher Zuversicht. 8. Jetzt aber such ich meine Ruh, O Vater, steh mir bei, Und sende deine Macht mir zu, Die schützend um mich sei. 9. Gieb allen eine gute Nacht, Die christlich heut' gelebt, Und beßre den, der unbedacht Der Gnade widerstrebt. 10. Wofern dir auch mein Thun gefällt, So hilf mir morgen auf, Daß ich noch ferner in der Welt Fortsetze meinen Lauf. 11. Und endlich führe, ist es Zeit, Mich in den Himmel ein, Da wird in deiner Herrlichkeit Mein Sabbath ewig sein. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. 648 Für alle Güte sei ge⸗ preist, Gott, Vater, Sohn und heilger Geist! Ihr'r bin ich zu geringe. Vernimm den Dank und Lobgesang, Den ich dir kindlich singe. 2. Du nahmst dich meiner herz⸗ lich an, Hast Großes heut' an mir gethan, Mir, was ich bat, gewäh⸗ ret; Hast väterlich mein Haus und mich Beschützet und genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk: Der Geist, mit dem ich dein gedenk, Ein ruhiges Ge⸗ müte, Was ich vermag bis die⸗ sen Tag, Ist alles deine Güte. 4. Sei auch nach deiner Lieb und Macht Mein Schutz und Schirm in dieser Nacht, Vergieb mir meine Sünden. Und komm Eigne Melodie. 6 49 Werde munter, mein Gemüte, Alles rege sich in dir, Daß ich preise Gottes Güte, Die er hat gethan an mir, Daß er diesen ganzen Tag Vor so mancher Not und Plag, Vor Betrübnis, Schmach und Schaden Mich behütet hat in Gnaden. 2. Lob und Dank sei dir ge⸗ sungen, Vater der Barmherzig⸗ keit, Daß mir ist mein Werk ge⸗ lungen, Daß du mich so hoch er⸗ freut, Und vor Sünden mancher Art So getreulich hast bewahrt, Auch den Feind hinweggetrieben, Und ich unversehrt geblieben. 3. Ach, kein Geist kann ganz erkennen Deiner Güte Wunder⸗ that, Und kein Wort es würdig nennen, Was sie mir erwiesen hat. Deiner Wohlthat ist zu viel, Sie hat weder Maß noch Ziel. Herr, du hast mich so geführet, Daß kein Unfall mich berühret. 4. Dieser Tag ist nun ver⸗ bricht an, Und ich sehe mit Ver— langen, Herr, zu deinem Licht hinan. Stehe mir, o Vater, bei, Daß dein Glanz stets in mir sei, Und mir auch im Finstern scheine, Denn ich hoff auf dich alleine. 5. Herr, verzeihe mir aus Gna⸗ den Alle Sünd und Missethat, Damit sich mein Herz beladen Und dich hoch erzürnet hat. Schütze vor des Satans Macht Mich bei Tage wie bei Nacht, Laß es ja ihm nicht gelingen, Mich in Sünd tund Not zu bringen. gangen, Und die dunkle Nacht *0* Abendlieder. 397 6. Bin ich gleich von dir ge⸗ wichen, Stell ich mich doch wie— der ein, Denn dein Sohn, am Kreuz verblichen, Will mein Heil und Mittler sein. Ich verleugne nicht die Schuld, Aber deine Gnad und Huld Überwieget weit die Sünden, Welche sich in mir befinden. 7. O du Licht der frommen Seelen, O du Glanz der Ewig⸗ keit, Dir will ich mich ganz be— fehlen Diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir In dem finstern Thale hier; Tröste mich mit deiner Liebe, Daß kein Unfall mich betrübe. 8. Wenn des Tages Mühn gleich machen, Daß die Augen schlafen ein, So laß doch mein Herz noch wachen, Und zu dir gerichtet sein. Herr, mein ganzer Geist und Sinn Gehet immerfort dahin, Daß von dir mich gar nichts treibe, Und ich dein im Schlaf auch bleibe. 9. Laß mich diese Nacht em— pfinden Eine stille süße Ruh; Alles Übel laß verschwinden, Decke mich mit Gnade zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Auch mein zeitlich Hab und Gut, Freunde, Brüder, Hausgenossen Sind in deinen Schutz geschlossen. 10. Ach, bewahre mich, vor Schrecken, Schütze mich vor Uber⸗ fall, Laß nicht Krankheitsschmerz mich wecken, Nicht Tumult noch Kriegesschall. Wend ab Feu'r und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod, Laß mich nicht in Sünden sterben, Noch an Leib 11. O du großer Gott, erhöre, Was dein Kind gebeten hat. Jesu, den ich stets verehre, Bleibe du mein Schutz und Rat. O du werter heilger Geist, Zeig, daß du der Tröster heißt. Herr, er⸗ höre dies mein Flehen; Amen! ja, es soll geschehen. — Mel.. ch mein. ink ich einst in jenen 650. S Schlummer, Aus dem keiner mehr erwacht, Geh ich aus der Welt voll Kummer, Todesruh, in deine Nacht, O dann schlaf ich anders ein, Weg aus dieses Lebens Pein Wall ich zu den ewgen Hütten Derer, die schon ausgelitten. 2. Jetzt noch schlaf ich aufzu— wachen Für die Tage dieser Zeit; Möcht ich stets mich fertig machen, Vater, zu der Ewigkeit, Daß ich wie ein Pilger sei, Leicht, bereit, von Bürden frei, Froh zu scheiden von der Erde, Wenn ich nun un⸗ sterblich werde. 3. Gerne laß den Tag mich sehen, Der als Retter mir er— scheint, Wenn mit nicht erhörtem Flehen, Wer mich liebet, um mich weint. Stärker als mein Freund im Schmerz Sei mein gottver-⸗ langend Herz, Daß ich, voll von deinem Preise, Ihn zu dir gen Himmel weise. Mel. O 2.—— 0 f unser. + er Tag ist hin, mein 651. D Jesu, bei mir bleibe! O Seelenlicht, der Sünden Nacht vertreibe! Geh auf in mir, Glanz der Gerechtigkeit, Erleuchte mich in dieser Dunkelheit. und Seel verderben. 2. Lob, Preis und Dank sei Abendlieder. dir, mein Gott, gesungen, Die Ehr ist dein, wenn mir ein Werk gelungen. Versteh ich auch nicht immer deinen Rat, Du führest stets mich auf den besten Pfad. 3. Nur eines ist, das mich empfindlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet. Du weißt, o Gott, wie sehr mein Herz dich liebt, Und doch wird noch dein Geist von mir betrübt. 4. Vergieb mir, Herr, es sagt mir mein Gewissen, Daß Sünd und Welt mich oft von dir ge— rissen. Es schmerzt mich tief, ich stell mich wieder ein, Da ist die Hand: du mein und ich bin dein. 5. Du starker Schutz, mein Hüter und mein Hirte, Zu mei⸗ nem Trost dein sieghaft Schwert umgürte. Wenn über mich stets deine Gnade wacht, So fürcht ich nicht des Bösen List und Macht. 6. Du schlummerst nicht, wenn meine Kräft' erschlaffen. O laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen. O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn, Dich laß ich nicht, mein Licht, der Tag ist hin. ů Eigne Melodie 23 un sich der Tag geendet 652. N hat, Die Sonne nicht mehr scheint, Schläft, was von Arbeit müd und matt, Und was zuvor geweint. 2. Nur du, mein Gott, wirkst sonder Rast, Du schläfst und schlummerst nicht, Ob uns die Finsternis umfaßt, Bleibst du doch unser Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich In dieser dunklen Nacht, Und schenke du mir gnädiglich Den Schirm von deiner Wacht. 4. Zwar fühl ich wohl der Sün⸗ den Schuld, Die mich bei dir ver⸗ klagt, Doch hat mir deines Sohnes Huld Vergebung zugesagt. 5. Den setz ich dir zum Bür⸗ gen ein, Wenn ich geh vors Ge— richt. Ich kann ja nicht verloren sein In solcher Zuversicht. 6. Drauf thu ich meine Augen zu, Und schlafe fröhlich ein. Mein Gott wacht über meine Ruh, Wer wollte traurig sein? 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin! Hemmt nicht der Andacht Lauf, Ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte sein In diesem Prüfungsthal: So führ mich, Herr, zum Him⸗ mel ein, Zur auserwählten Zahl. 9. Und also leb und sterb ich dir, O Herr, Gott Zebaoth. Im Tod und Leben hilfst du mir Aus aller Angst und Not. Mel. Ach, 65 soll Seint + Asch, mein Jesu, sieh, 65⁵3. A ich trete, Da der Tag nunmehr sich neigt, Und die Finsternis sich zeigt, Hin zu dei— nem Thron und bete. Neige du zu deinem Sinn Auch mein Herz und Sinnen hin. 2. Meine Tage gehn geschwinde Wie ein Pfeil zur Ewigkeit, Selbst die längste Lebenszeit Rauscht vor⸗ über wie die Winde, Strömt da⸗ hin schnell wie ein Fluß Mit dem stärksten Wasserguß. 3. Und, mein Jesu, sieh, ich Armer Nehme mich doch nicht in acht, Daß ich dich bei Tag und Kach mer hin, 4 schän mich lich, quem Dir 5. lange dir, Da r lich cht. ün⸗ ber⸗ nes ür⸗ Ge⸗ ren igen ein Ver ken, acht em 23 etzte hal: im⸗ ahl. ich Im Aus v. ieh, der die dei⸗ du derz nde lbst or⸗ Abendlieder. 399 Kacht Herzlich suchte, mein Erbar⸗ mer; Mancher Tag geht so da⸗ hin, Da ich nicht recht wacker bin. 4. Ach, ich muß mich herzlich schämen, Du erhältst und schützest mich Tag und Nacht so gnädig⸗ lich, Und ich will mich nicht be— quemen, Daß ich ohne Heuchelei Dir dafür recht dankbar sei. 5. Doch ich komme mit Ver⸗ langen, O mein Herzensfreund, zu dir, Neige du dein Licht zu mir, Da der Tag nunmehr vergangen; Sei du selbst mein Sonnenlicht, Das durch alles Dunkel bricht. 6. Laß mich wohl die Tage zählen, Die du mir noch gönnenwillt; Mein Herz sei mit dir erfüllt, So wird mich nichts können quälen. Denn, wo du bist Tag und Licht, Scha⸗ den uns die Nächte nicht. 7. Nun, mein treuer Heiland, wache, Wache du in dieser Nacht, Schütze mich mit deiner Macht. Dir befehl ich meine Sache, Dir vertrau ich, laß mich dein Wa⸗ chend und auch schlafend sein. Eigne Melodie. 654 Nan ruhen alle Wäl⸗ der, Vieh, Men⸗ schen, Städt' und Felder, Es schläft die ganze Welt. Ihr aber, meine Sinnen, Auf, auf, ihr sollt beginnen, Was eurem Schöpfer wohlgefällt. 2. Wo bist du, Sonne, blie⸗ ben? Die Nacht hat dich vertrie— ben, Die Nacht, des Tages Feind. Fahr' hin, ein' andre Sonne, Mein Jesus, meine Wonne, Gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, Die goldnen Sternlein prangen Am blauen Himmelssaal; Also werd ich auch stehen, Wenn mich wird heißen gehen Mein Gott aus diesem Jammerthal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, Legt ab das Kleid und Schuhe, Das Bild der Sterblichkeit; Die zieh ich aus, dagegen Wird Chris⸗ tus mir anlegen Den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände Sind froh, daß nun zum Ende Die Arbeit kommen sei. Herz, freu dich, du sollst werden Vom Elend dieser Erden Und von der Sündenarbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glie⸗ der, Geht, geht und legt euch nieder, Der Betten ihr begehrt. Es kommen Stund und Zeiten, Da man euch wird bereiten Zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein' Augen stehn verdros⸗ sen, Im Nu sind sie geschlossen, Wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, Sei gut für allen Schaden, Du Aug und Wächter Israel! 8. Breit aus die Flügel beide, O Jesu, meineFreude, Und nimm dein Küchlein ein. Will Satan mich ver⸗ schlingen, So laß die Englein singen: Dies Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, Soll heute nicht betrüben Ein Unfall, noch Gefahr. Gott laß euch ruhig schlafen, Stell euch die goldnen Waffen Ums Bett, und seiner Engel Schar. Eigne Melodie. + hriste, der du bist Tag 655. C und Licht, Vor deinem Aug ist's dunkel nicht. Du väter⸗ ——————.9 400 lichen Lichtes Glanz, Lehr uns den Weg der Wahrheit ganz. 2. Wir bitten deine heilge Macht, Behüt uns, Herr, in dieser Nacht, Bewahre uns vor allem Leid, Gott, Vater der Barmherzigkeit. 3. Vertreib den Sündenschlaf, Herr Christ, Uns schade nicht des Feindes List. Gieb, daß der Leib auch züchtig sei, So sind wir mancher Sorgen frei. 4. Wenn unsre Augen schlafen ein, Laß unsre Herzen wacker sein. Be⸗ schirm uns, Gott, mit deiner Hand, Und löse unsrer Knechtschaft Band. ö Ermunterung zur Gewissenhaftigkeit. 5. Beschirmer, Herr der Chris⸗ tenheit, Dein' Hülf sei allzeit uns bereit. Hilf uns, Herr Christ, aus aller Not Durch deinen bittern Kreuzestod. 6. Gedenk an uns in finstrer Zeit, Gieb uns dein Licht in Dun⸗ kelheit, Daß sanft wir schlummern im Vertraun, Bis wir gestärkt den Morgen schaun. 7. Dir sei Lob, Dank und Preis gebracht Bis in des Lebens letzter Nacht, Bis wir den ewgen Morgen sehn Und herrlicher dein Lob erhöhn. 4. Ermunterung zur Gewissenhaftigkeit, zum Lesen der heiligen Schrift, zum Gebet, zur Selbstp Mel. Ach, was soll ich Sünder. 35 er geht froh durchs 656. W Erdenleben An der Liebe Vaterhand? Der in Christo Frieden fand, Der sich ganz ihm hat ergeben. Ganz sein Eigen⸗ tum zu sein, Hält er sein Ge⸗ wissen rein. 2. Mag dich auch die Welt verhöhnen, Spricht dich dein Ge⸗ wissen frei, Bleibst du deinem Herrn getreu: O dann wird er dich auch krönen, Er wird dein Vertreter sein; Halte dein Ge⸗ wissen rein. 3. Gab dir Gott auf hoher Stufe Macht und Ehre, Geist und Kraft: Dann gedenk der Rechen⸗ schaft, Folg in Demut Gottes Rufe, Strebe, Gutes auszustreun; Halte dein Gewissen rein. 4. Du sollst laut von Jesu zeugen, Christi Knecht, o sei ihm treu. Warne, strafe, tröst und dräu, rüfung. Daß die Sünder sich ihm beugen; Treffe dich auch Schmach und Pein: Halte dein Gewissen rein. 5. Lehrst du in der Kinder Kreise, O dann führe sie zum Herrn, Er sei dir der Morgen⸗ stern. Walte in der Schule weise, Weihe sie zum Tempel ein; Halte dein Gewissen rein. 6. Ruft dich Gott, das Recht zu sprechen: Denke, daß Gott im spricht; Laß die Welt dich nie bestechen, Achte weder groß noch klein, Halte dein Gewissen rein. 7. Hast du den Beruf zu heilen, O dann lindre gern den Schmerz, Blicke hin auf Jesu Herz, Lern von ihm zu Armen eilen. Laß du deinen Arzt ihn sein; Halte dein Gewissen rein. 8. Mußt du kaufen und ver⸗ kaufen, Gieb den Frieden dann nicht hin. Was ist aller Welt Gewi Gericht Dir das Urteil auch einst haufe Halte 9. ö nie de in Go Gewij 11. Friede Gönn zu bil dorte1 dein 12. verpfl. dem H und ge tus ri schein, 13 Friedl treu; Reu derbe. freun, 14. schwör vel nie Laß di Gott Halte 15. witter Offnet Denne mern stärkt und bens wgen dein m igen; und rein. inder zum rgen⸗ veise, Halte Recht tt im einst h nie noch ein. eilen, merz, Lern Laß Halte ver⸗ dann Welt 10. Bauest du im grünen Lenze Das dir anvertraute Land: Leg vom Pfluge nicht die Hand, Kürze nie des Nachbars Grenze. Streu in Gottes Namen ein; Halte dein Gewissen rein. 11. Deines Hauses Schmuck sei Friede; Die dir dienen, liebe du, Gönne ihnen Sabbathruh. Sie zu bilden sei nicht müde, Daß sie dort noch Dank dir weihn; Halte dein Gewissen rein. 12. Hast du dich zum Dienst verpflichtet, Dien' dem Hause als dem Herrn, Diene redlich, treu und gern. Gott belohnet, Chris⸗ tus richtet. Hasse allen Heuchel⸗ schein, Halte dein Gewissen rein. 13. Teilest du des Toten Erbe: Friedlich sei dann, fromm und treu; Sorg, daß nicht zu späte Reu Einst dein Seelenglück ver⸗ derbe. Dort des Erbes dich zu freun, Halte dein Gewissen rein. schwören, Daß des Meineids Fre⸗ vel nicht Dich verklage im Gericht. Laß die Lust dich nicht bethören, Gott wird schneller Zeuge sein; Halte dein Gewissen rein. Offnet' sich dir auch das Grab: ——. du frommer Gott. + Soll dein verderbtes 6⁵ 7.— Herz Zur Heili⸗ gung genesen, Christ, so versäume nicht, Das Wort des Herrn zu lesen. Bedenke, daß dies Wort Das Heil der ganzen Welt, Den Rat der Seligkeit, Den Geist aus Gott enthält. 2. Merk auf, als ob dir Gott, Dein Gott dir selber riefe. Merk auf, als spräch' er selbst Aus sei⸗ ner Weisheit Tiefe. Drum lies, mit Ehrfurcht lies, Mit Lust und mit Vertraun, Und mit dem from⸗ men Ernst, In Gott dich zu er⸗ baun. 3. Sprich fromm: o Gott, vor dem Ich meine Hände falte, Gieb, daß ich dein Gebot Für dein Wort ewig halte, Und laß mich deinen Rat Mit hellem Geist verstehn, Die Wunder am Gesetz, sehn. 14. Prüfe dich, wenn du sollst Am Wort vom Kreuze 4. Er, aller Weisheit Gott, Kann dich nicht irren lassen; Lies, Christ, sein heilig Buch, Lies oft, du wirst es fassen, So viel dein Heil verlaͤngt. Gott ist's, der Weisheit giebt, Wenn man sie 15. Stürmt' es auch in Unge⸗redlich sucht, Weil man sie red⸗ wittern, Sänke Not auf dich herab, lich liebt. 5. Lies frei von Leidenschaft Dennoch wirst du nimmer zittern, Und frei von Weltgeschäften, Und 26 40² sammle deinen Geist Mit allen seinen Kräften. Der beste Teil des Tags, Des Morgens Heiter⸗ keit, Und dann der Tag des Herrn, Der sei der Schrift geweiht. 6. Rührt dich ein starker Spruch, So ruf ihn, dir zum Glücke, Des Ermunterung zum Gebet. 11. Verehre stets die Schrift, Und siehst du Dunkelheiten, So laß dich deinen Freund, Der mehr als du sieht, leiten. Ein forschen⸗ der Verstand, Der sich der Schrift geweiht, Ein angefochtnes Herz Hebt manche Dunkelheit. Tags oft in dein Herz Im Stil⸗ len oft zurücke; Empfinde seinen Geist, Und stärke dich durch ihn Zum freudig frommen Mut, Das Gute zu vollziehn. 7. Uns ganz dem Herrn zu weihn, Dazu sind wir auf Erden. Thu, was die Schrift gebeut, Dann wirst du's inne werden, Die Lehre sei von Gott, Die dir verkündigt ist, Und dann das Wort verstehn, Dem du gehor⸗ sam bist. 8. Spricht sie geheimnisvoll, 12. Halt fest an Gottes Wort, Es ist dein Glück auf Erden, Und wird, so wahr Gott ist, Dein Glück im Himmel werden. Verachte christlich groß Des Bibel⸗ feindes Spott, Die Lehre, die er schmäht, Bleibt doch das Wort aus Gott. Mel. Jauchzet. 108 all. + ein Heil, o Christ, 658. nicht zu verscher⸗ zen, Sei wach und nüchtern zum Gebet. Ein Flehn aus reinem, gutem Herzen Hat Gott, dein So laß dich das nicht schrecken; Vater, nie verschmäht. Erschein Ein endlicher Verstand Kann Gott vor seinem Angesichte Mit Dank nie ganz entdecken, Gott bleibt und Demut oft und gern, Und unendlich hoch; Wenn er sich dir prüfe dich in seinem Lichte, Und erklärt, So glaube, was er spricht, klage deine Not dem Herrn. Nicht was dein Witz begehtt. 2. Welch Glück, so hoch ge— 9. Sich seines schwachen Lichts ehrt zu werden, Und im Gebet Bei Gottes Licht nicht schämen, vor Gott zu stehn! Der Herr des Ist Ruhm, und die Vernunft Als⸗Himmels und der Erden Bedarf dann gefangen nehmen, Wenn nicht eines Menschen Flehn, Doch Gott sich offenbart, Ist der Ge⸗sagt er: bittet, daß ihr nehmet! schöpfe Pflicht, Und weise De⸗ mut ist, Das glauben, was Gott spricht. 10. Drum laß dich, frommer Christ, Durch keinen Zweifel krän⸗ ken. Hier bist du Kind, doch Gott Wird höb'res Licht einst schenken. Dort wächst mit deinem Glück Dein Licht in Ewigkeit; Dort ist die Zeit des Schauns, Und hier des Glaubens Zeit. Und des Gebetes Frucht ist dein. Wer sich der Pflicht zu beten schämet, Der schämt sich, Gottes Freund zu sein. 3. Sein Glück von diesem Gott begehren, O das ist keine schwere Pflicht, Und seine Wünsche Gott erklären, Erhebt das Herz mit Zuversicht. Sich in der Furcht Vertraun, daß er uns liebt, Im des Höchsten stärken, In dem Fleif eine 4. Seel er is die à 5. Fried der e ten si wünse lich C dann dein L und f lich e oft, we Gottsl schafft „Trost! den S 33 müte, Wunde Ernst, der er test du Alter d dich di Tugend Huld. 8.— gen Bl rdes edarf Doch met! dein. beten bottes Gott hwere Gott mit Furcht dem „Im Ermunterung zum Gebet. 403 Fleiß zu allen guten Werken, Ist Gezelt, Und schmeck in gläubigem eine Pflicht, die nie betrübt. Entzücken Die Kräfte der zukünft⸗ 4. Bet oft in Einfalt deiner gen Welt. Ein Glück von millio— Seelen, Gott sieht aufs Herz. nen Jahren, Welch Glück! doch er ist ein Geist. Nie können dir ist's von jenem Glück, Das dem — * * die Worte fehlen, Wofern dein der Herr wird offenbaren, Der Herz dich beten heißt. Nicht Töne ihm hier dient, kein Augenblick. sind's, die Gott gefallen, Nicht 9. Bet oft, durchschau mit Worte, die die Kunst gebeut, Gott heilgem Mute Die herzliche ist kein Mensch, ein gläubig Lallen, Barmherzigkeit Des, der mit Das ist vor ihm Beredsamkeit. seinem teuren Blute Die Welt, 5. Wer das, was uns zum der Sünder Welt, befreit. Nie Frieden dienet, Im Glauben sucht, wirst du dieses Werk ergründen, der ehret Gott; Wer das zu bit⸗Denn es ist eine Gottesthat; Erfreu ten sich erkühnet, Was er nicht dich ihrer, rein von Sünden, Und wünscht, entehret Gott. Wer täg⸗ehr' im Glauben Gottes Rat. lich Gott die Treue schwöret, Und 10. Bet oft und klag am dann vergißt, was er beschwur, stillen Orte Gott ohne Zagen dei— Und klagt, daß Gott ihn nicht er⸗nen Schmerz; Er schließt vom höret, Der spottet seines Schöp-Herzen auf die Worte, Nicht von fers nur. den Worten auf das Herz. Nicht 6. Bet oft zu Gott und schmecksdein gebognes Knie, nicht Thrä⸗ in Freuden, Wie freundlich er, nen, Nicht Worte, Seufzer, Psal⸗ dein Bater, ist; Bet oft zu Gott, menton, Nicht dein Gelübd rührt und fühl in Leiden, Wie gött-Gott: dein Sehnen, Dein Glaub lich er das Leid versüßt. Betsan ihn und seinen Sohn. oft, wenn dich Versuchung quälet, 11. Bet oft, Gott wohnt an Gott hört's, Gott ist's, der Hülfe jeder Stätte, An keiner minder schafft; Bet oft, wenn innrersoder mehr. Denk nicht: wenn „Trost dir fehlet, Er giebt den Mü⸗ ich mit vielen bete, Find eher den Stärk und Kraft. ich bei Gott Gehör. Gott ist kein 7. Bet oft und heiter im Ge⸗ Mensch, ist dein Begehren Ge⸗ müte, Schau dich an seinensrecht und gut, so hört er's gern; Wundern satt; Blick auf den Ist's nicht gerecht, so gelten Zäh— Ernst, blick auf die Güte, Mitsren Der ganzen Welt nichts vor der er dich geleitet hat. Hier irrdem Herrn. test du in deiner Jugend, Im 12. Doch säume nicht, in den Alter dort, er trug Geduld, Rief Gemeinen Auch öffentlich Gott dich durch Glück und Leid zursanzuflehn, Und seinen Namen mit Tugend: Erkenn und fühle seine den Seinen, Mit deinen Brüdern, Huld. zu erhöhn, Dein Herz voll An— 8. Bet oft und schau mit sel⸗ dacht zu entdecken, Wie es dein gen Blicken Hin in des Ewigen Mitchrist dir entdeckt, Und ihn zur 26* 404 Ermunterung Inbrunst zu erwecken, Wie er zur Inbrunst dich erweckt. 13. Bist du ein Herr, dem zum Gebet. 4. Für eine Welt vertauscht' ich andre dienen, So sei ihr Vor⸗ nicht Die wonnevollen Stunden, bild, sei es stets, Und feire täg⸗ lich gern mit ihnen Die selge Stunde des Gebets. Nie schäme dich des Heils der Seelen, Die Gottes Hand dir anvertraut; Kein Knecht des Hauses müsse fehlen, Er ist ein Christ, und werd erbaut. 14. Bet oft zu Gott für deine Brüder, Für alle Menschen als ihr Freund. Gieb für den Fluch nur Segen wieder, Und bet auch selbst für deinen Feind. Bet oft, so wirst du Glauben halten, Dich prüfen und das Böse scheun, An Lieb und Eifer nicht erkalten, Und selbst zum Guten weise sein. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher. Da ich gesehn dein Angesicht Und deine Lieb empfunden. Wenn ich mit Thränen vor dir stand, Und deine Vaterhuld empfand, Die mich so weise führet: Wie ward mein Herz gerühret! ö 5. Dein denk ich, wenn der Tag entflieht, Wenn Schatten mich um⸗ geben, Und singe dir mein Abend⸗ lied, Denn du bewachst mein Leben. Dich rühm ich, wenn nach sanfter Nacht Zu neuer Lust mein Herz erwacht, Und jauchze in die Chöre Der Schöpfung deine Ehre. 6. Kann auch, vollendet sich mein Lauf, Die Lippe nicht mehr beten, Dann fleht mein Blick zu 659 Wie süß, mein Vater, dir hinauf Um Trost in Todes⸗ ist die Pflicht, Als nöten. Kind vor dich zu treten, Dich demutsvoll, mit Zuversicht In Dann lehre du mich, guter Geist, Der du mir Kraft und Ruh verleihst, Die letzten Kräfte Christo anzubeten! Ein Glück, das sammeln, Und sterbend: Vater! alles übersteigt, mir erzeigt, Wenn ich mit Kindes⸗ ö 660 Du sagst: ich bin ein 2. Heil mir, Barmherziger, Christ! Wohl dir, wenn dich Mein betend Herz em⸗ Und Ehrfurcht, Dank und Liebe sich In meiner Brust ent⸗ geben. Nur zeige, Demut, Durch Gottes Kraft und Geist, trene Mein Herz dir, Vater, weihe pfindet, zündet! Heil mir, wenn Freundlichkeit, Wenn kindliche Er⸗ gebenheit Und Fleiß in guten Wer⸗ ken Durch das Gebet sich stärken 3. Heil mir, wenn in der Ein⸗ samkeit Ich mich zu dir erhebe, Voll seinen Gott und Wird im Gebete stammeln. Mel. O Gott, du frommer Gott. wenn Werk und Leben Dir dessen, was du sagst, Beweis und Zeugnis wie du kannst, Daß du in Wahrheit auch Ein Jünger Christi seist. 2. Du sagst: ich bin ein Christ; Der ist's, der Jesum kennet, Ihn Herrn Auch vor gläubiger Zufriedenheit Dir alles den Menschen nennet, Und thul übergebe! Durch pfang ich Kampf der Leidenschaft, dich allein em⸗dann auch mit Fleiß, Was Christus Kraft Und Mut im ihm gebeut. Thust du das nicht Er⸗so ist Dein Ruhm nur Eitelkeit quickung stets im Leiden, Und—— Hoffnung ewger Freuden. 2 * Gott. n ein dir, essen, ugnis annst, Geist, hristus nicht, itelkeit 2 * Ermunterung zur Selbstprüfung. 40⁵ 3. Du sagst: ich bin ein Christ; Doch wer ein Christ will heißen, Muß leben, wie er glaubt, Dem Bösen sich entreißen. Der liebet Christum nicht, Der noch die Sünde liebt, Ist auch kein Christ, ob er Sich gleich den Namen giebt. 4. Du sagst: ich bin ein Christ; Denn ich bin ja getaufet Auf Christi Tod, der sich Sein Volk mit Blut erkaufet. Allein, mein Christ, wie steht's Um deinen heilgen Bund, Den du mit Gott gemacht In jener Gnadenstund? 5. Hast du ihn nicht vorlängst Gar oft und viel gebrochen? Hast du als Gottes Kind Dich, wie du hast versprochen, In allem Thun erzeigt, Dem Guten nachgestrebt? Hat nicht der alte Mensch Bisher in dir gelebt? 6. Du sagst: ich bin ein Christ, Weil ich die Gnadenlehre, Zu Haus und öffentlich, Beständig les' und höre. Ja, Lieber, thust du auch, Was dieses Wort dich lehrt? Nur, wer es hört und thut, Der ist des Namens wert. 7. Du sagst: ich bin ein Christ, Bekenne meine Sünden, Und lasse oft mich auch Bei Jesu Nachtmahl finden. Doch findet sich, mein Freund, Ich bitte, sag es mir, Nach solchem heilgen Brauch Auch Besserung bei dir? 8. Ach, du bleibst nach wie vor Bei deinem alten Leben, Selbst ärger wirst du oft Im Vorsatz und Bestreben. Dich führt der alte Trieb, Und was noch gut soll sein, Ist, wenn man's recht besieht, Nur lauter Heuchelschein. 9. Du sagst: ich bin ein Christ; Ich kann dir's nicht ge⸗ stehen, Es sei denn, daß ich's kann Aus deinem Wandel sehen. Denn wer: Herr, Herr! nur sagt, Ach, der betrügt sich sehr; Ein Jünger Jesu muß Auch wandeln, gleich wie er. 10. Wenn aus des Herzens Quell Die reine Liebe rinnet, Wenn du, wie Jesus war, Auch immer bist gesinnet, Wenn dich die Demut schmückt, Wenn du sanftmütig bist, Wie unser Heiland war: Dann sag, du seist ein Christ. 11. Jedoch so lang dich noch Der Sinn der Welt regieret, Dein Sinn zur Eitelkeit, Zur Schmäh⸗ sucht dich verführet, Nicht Sanft⸗ mut in dir herrscht, Nur Zorn und Haß und Neid, So bist du ganz ge⸗ wiß Vom Christentum sehr weit. 12. Du sagst: ich bin ein Christ, Und rühmst dich des mit Freuden; Allein thust du auch mehr, Als andre kluge Heiden? Thust du des Guten nicht Weit mehr, als sie gethan, So klagen sie dich dort Vor deinem Richter an. 13. Sag nicht: ich bin ein Christ, Bis daß dir Werk und Leben Auch dessen, was du sagst, Beweis und Zeugnis geben. Die Worte sind nicht g'nug, Ein Christ muß ohne Schein Das, was er heißen will, Im Wesen selber sein. 14. Gott, schenke mir doch Kraft, Mich ernstlich zu befleißen, Zu sein ein wahrer Christ, Und nicht nur so zu heißen. Denn wer den Namen hat Und nicht die That zugleich, Gelanget nim⸗ mermehr Zu dir ins Himmelreich. 406 Mel. Dies ist der Tag zum. 661 Soll sich mein Geist, * o Gott, zu dir er⸗ heben, Und dich zu kennen, glück⸗ lich sich bestreben, So mußt du selbst, um groß von dir zu den⸗ ken, Die Kraft mir schenken. 2. Laß doch, o Herr, dein Licht mich stets erfreuen Und meiner Seele Finsternis zerstreuen; Er⸗ leuchte mich, daß mich zu deiner Ehre Dein Glanz verkläre. 3. Was ist im Himmel, Gott, was ist auf Erden, Das so wie du verdient' erkannt zu werden? Was ist, das meinen Durst nach Glück so stille, Als deine Fülle? 4. Dich suchen ist die edelste der Sorgen. Zwar bist du unerforsch— lich und verborgen, Doch willst du, wenn wir nur dein Licht nicht hassen, Dich finden lassen. 5. Mit lauter Stimme lehren deine Werke Uns deine Weisheit, deine Güt und Stärke; Auch hast du selbst, sei hoch dafür gepriesen! Uns unterwiesen. 6. Und immer mehr willst du dich offenbaren, Wenn wir getreu, was du uns lehrst, bewahren, Wenn wir, was deine Lehren wirken sollen, Uns bessern wollen. 7. Ach möcht ich, Gott, aus allen meinen Kräften Dich suchen, ruhn von Sorgen und Geschäften, Und mein Gemüt, um mich zu dir zu schwingen, Zur Stille bringen. 8. Doch mein Verstand ist un— stät, träg, er scheuet Der Über— legung Müh, und schnell zer— streuet, Sinkt er, wenn ich zu dir Ermunterung zur Selbstprüfung. 9. Auch täuscht mein Herz ihn, machet ihn vermessen, Verführt ihn, seine Grenzen zu vergessen, Will mehr als seine Kräfte mir vergönnen, Von dir erkennen. 10. Ergreife mich und leite meine Seele, Daß sie den Weg zum Lichte nicht verfehle; Ge⸗ währe mir, damit sie nicht er⸗ müde, Ernst, Lust und Friede. heller dich erkennen, Und täglich mehr von deiner Lieb entbrennen, Dir gern gehorchen, fröhlich dich erheben, Dir, Gott, nur leben. Mel. Es wolle Gott uns gnädig. 662 Bewahre mich, Herr, * daß der Wahn Nie mein Gemüt bethöre, Als wär es schon genug gethan, Wenn dir nur äußre Ehre Der Mensch, dein Unterthan, erweist. Erinnre mein Gewissen, Wie in der Wahr⸗ heit und im Geist Die dich verehren müssen, Die dir gefallen wollen. 2. Die kommen nicht ins Him⸗ melreich, Die Herr! zu Jesus sagen, Und nicht mit rechtem Ernst zugleich Der Heiligung nachjagen. Läßt du als deine Kinder, O Gott, in ewgem Frieden ruhn, Wenn heuchlerische Sünder Von dir verstoßen werden. 3. Drum laß mich doch vom Glauben nie Ein heilig Leben trennen, Mich nicht für Jesu Jünger hie Bloß äußerlich be— kennen. Gieb, daß mein Glaube thätig sei Und Tugendfrüchte bringe, Daß ich, vom Sünden⸗ dienste frei, Mit Eifer darnach gezogen werde, Zurück zur Erde. ringe, Im Guten zuzunehmen. Nur die, die deinen Willen thun, 11. Dann werd ich immer * z ihn, führt— essen, mir ehren ollen. Him⸗ Jesus Ernst jagen. thun, r, O ruhn, Von vom Leben Jesu h be⸗ Haube rüchte Uden⸗ irnach nen. — Für Jünglinge. 407 4. Du kennst, o Gott, der Menschen Herz, Und liebst, die redlich handeln; O laß in Freude wie im Schmerz Mich richtig vor dir wandeln. Dein Wille sei mein d Augenmerk, Hilf mir selbst ihn vollbringen. Durch dich muß jedes gute Werk Dem glücklich noch ge⸗ lingen, Der deine Hülfe suchet. 5. Doch wenn ich aus Un⸗ wissenheit Und Übereilung fehle, 80 thu an mir Barmherzigkeit, Und richte meine Seele Durch deine Gnade auf vom Fall; Er⸗ halt mich bei dem Einen, Daß ich dich fürchte überall, Bis ich einst mit den Deinen Dir ohne Fehltritt diene. 5. Für Jünglinge, Greise, Eheleute, Eltern, Witwen. Mel. 663. Eb ich dich kannte, hast du mich, All⸗ mächtiger, bereitet, Und durch die Kindheit väterlich Mich bis hie⸗ hoͤr geleitet. Jetzt, Herr, da ich dir danken kann,? Nimm dich auch meiner Jugend an, Daß ich auf meinem Wege Unsträflich wandeln möge. 2. O präg es tief in meinen Sinn, Daß ich, Ziele, Ein unerfahrner Jüngling bin, Voll schwankender Gefühle. Ach, mache mich mir selbst be⸗ kannt, Und gieb mir Weisheit und Verstand, Stets auf dein Wort zu schauen, Und nie mir selbst zu trauen. 3. Vor meinem Blicke prangt die Welt Mit ihren tausend Freuden; Herr, lehre mich, was dir mißfällt, Mit heilgem Ernste meiden. Mein junges Herz ver— geß es nicht: Du kommst der⸗ einst und hältst Gericht, Daß auch die Jugendsünde Die sichre Strafe finde. 4. Von dir, o Gott, werd ich bewacht, Bin ganz von dir um⸗ geben; Vor dir bedeckt nicht Mit⸗ Ermuntre dich, mein schwacher. Leben. loch fern vom D ternacht, Noch Einsamkeit mein Die Sünde, die im Fin⸗ stern schleicht, Verbirgt vor Men⸗ schen sich vielleicht: Vor deinem Angesichte Steht sie in hellem Lichte. 5. Herr, ließe sich mein schwaches Herz Zum Leichtsinn je bethören, Ja, wollt ich je auf schnöden Scherz⸗ Auf Unzuch tsworte hören, Und hielt die Trägheit meinen Lauf, Der Stolz mich in der emut auf: Dann laß zu solchen Sünden Nie, Gott, mich willig finden. 6. Wenn sich auf meiner Ju⸗ gend Bahn, Mich in ihr Netz zu ziehen, Verführer meiner Seele nahn, So laß mich klüglich flie— hen. Ihr süßes Locken lenke nicht Mein Herz von dir und meiner Pflicht; Ihr Spotten und ihr Lachen Laß mich nie wankend machen. 7. Der Glaub an Jesum bleibe mir Mein Schild und meine Krone; Anbetend schau ich dann schon hier Den Vater in dem Sohne. Dein Wort sei meines Geistes Schwert, Es sei mir mehr als Perlen wert, Und weni ich geh und streite, Steh Jesus mir zur Seite. 408 Für Greise. Für Eheleute. §. Der Wahrheit heilige mich dein Tag herein. Hier nahmest ganz, Mein Schöpfer und Er⸗-und dort mehrtest du, Gabst Heil halter! Dein Wort sei meiner zur Arbeit und zur Ruh; Und Jugend Glanz, Und einst mein kommt die Zeit, wo Kraft ge⸗ Trost im Alter. Erhalte mein bricht, O deinen Schutz verlier Gewissen rein, Laß keinen meiner ich nicht. Tage sein, Der nicht zu deiner 5. Freun andre sich an Erden⸗ Ehre Geschmückt mit Tugend wäre gut, Auf dem die bange Sorge 9. Ach, lehre mich den Wert ruht: Ist mein der Schatz, der der Zeit, Daß ich sie nicht ver⸗ewig währt, Den weder Zeit noch schwende, Daß ich mit frommer Rost verzehrt, Mein der auch, der Thätigkeit Auf Weisheit sie ver⸗von oben kam, Und der die Macht wende. Gott, meiner Jugend dem Tode nahm. Fleiß und Müh Laß nicht um⸗ 6. Wie darf voll Hoffnung und sonst sein, segne sie. Laß auch Vertraun Ein Simeon gen Him⸗ durch mich auf Erden Dein Werk mel schaun! Den Heiland hat sein gefördert werden. Aug erblickt, Ihn hat er an sein Herz gedrückt, Nun steht er fer⸗ Mel. Vater unser im Himmelreich. tig und bereit Zur Heimfahrt in Wodurch der Säugling dich er⸗ höht, Du hörst den Greis noch gnädig an, Obgleich auch er nur stammeln kann. O Brunnquell aller Seligkeit, Dir sei mein Dank, mein Lob geweiht. 2. Herr, deine Huld war stets mit mir, Aus ganzer Seele dank ich dir, Daß deine Gnad auch mich erwählt, Und deinem Erbe zugezählt. Welch Heil, das dar⸗ aus auf mich fließt, Und mir das Erdenleid versüßt. 3. Wie langmutsvoll ertrugst du mich, Wenn ich von deinem Wege wich! Und lockte mich ein falsches Glück, Dein guter Geist hielt mich zurück, Dein Arm ent⸗ riß mich der Gefahr, Wenn mir um Rettung bange war. 4. Durch Wolken brach dein Sonnenschein, Durch Nächte brach 664 Du, der das Lallen die Ewigkeit. nicht verschmäht, 7. Auch mir ward deines Frie⸗ dens Heil, Auch meiner harrt das beste Teil; Ich warte dein ge⸗ trost und still, Bis mich dein Ruf vollenden will. O Herr, dein Stecken und dein Stab Sei meine Stärke bis ins Grab. 8. Bis hieher hast du mich ge⸗ bracht, Und alles, alles wohl ge⸗ macht. O wohl mir, auch beim letzten Schritt Geht deines Trostes Engel mit, Und führt mich durch das dunkle Thor Zum Lobgesang im höhern Chor. Mel. Freu dich sehr, o meine. 665 er den Ehstand will erwählen, Daß er ihn bei guter Ruh Ohne Sor⸗ gen, Gram und Quälen Möge glücklich bringen zu, Fange ihn mit Beten an, So ist's recht und wohlgethan, Und Gott wird es H. mest Heil Und ge⸗ rlier rden⸗ zorge der noch „der Nacht und Him⸗ t sein sein fer⸗ rt in Frie⸗ t das ge⸗ Ruf dein neine ge⸗ ge⸗ beim ostes durch esang ie. will iß er Sor⸗ Möge ihn t und d es Für Eheleute. 409 gnädig fügen, Daß er kann das Herz vergnügen. 2. Wohl ist er dann angefan⸗ gen, Wenn Gebet und reifer Rat Beiderseits vorhergegangen. Da verspürt man in der That, Daßsf Gott knüpft das Liebesband, Und mit milder Vaterhand Segen und ein friedlich Leben Will dem neuen Paare geben. 3. Dieser Friede, dieser Segen Bringet Ehre, Gut und Freud; Wo man blibt auf Gottes We⸗ gen, Giebt er auch die Seligkeit. Glücklich geht der Ehstand an, Wenn's heißt: das hat Gott ge— than, Gott selbst hat es so gefüget, Daß zwei Herzen sind vergnüget. Mel. Wie schön leucht't uns. Miie schön ist's doch, 666. Wiee Herr Jesu Christ, Im Stande, da dein Sehen ist, Im Stande heilger Ehe; Wie steigt und neigt sich deine Gab ihnen. Von erster bis zu letzter Stund Bleibt er der Dritt' in ihrem Bund, Dem sie mit Freu⸗ den dienen. Stets wird Ihr Hirt Treu sie weiden, bis mit Freuden sie einst zommen Zu dem Vater⸗ 1and der Frommen. 4. Der Mann wird einem Baume gleich, An Asten schön, an Zweigen reich; Das Weib gleich einer Reben, Die ihre Träub⸗ lein trägt und nährt, Und sich je mehr und mehr vermehrt Mit Früchten, die da leben. Wohl dir, OZier, Mannes Sonne, Hau⸗ ses Wonne, Ehren⸗Krone, Gott denkt dein auf seinem Throne. 5. Den Kindersegen teilt er aus, Und mehrt mit Freuden euer Haus, Sein Reich daraus zu bauen. Sein Wunderwerk geht immer fort, Und seines Mundes starkes Wort Läßt eure Augen schauen: Freude, Freude, Wenn, gleich Saaten, sie geraten, und auf Und alles Gut so mild herab, allen Ruhet Gottes Wohlgefallen. Aus deiner heilgen Höhe! Wenn sich An dich Fleißig halten jung und alten, die im Orden Eines Lebens einig worden. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl begehn, Und unverrückt bei⸗ sammenstehn Im Bunde reiner Treue, Da geht das Glück in vollem Lauf, Da sieht man, wie der Engel Hauf Im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, Kein Wurm Kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott giebet 2— Paar, das in ihm sich liebet. Zwei Herzen sind auf ihn gerichte, Drum thut er, wie sein Wort verspricht, Ist mitten unter 6. Seid gutes Muts, wir sind es nicht, Die solchen Stand uns aufgericht't, Es ist Gott, unser Vater; Der hat uns je und je geliebt, Und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, Der beste Freund und Rater. Anfang, Ausgang Aller Sachen, die zu machen wir gedenken, Wird er wohl und weislich lenken. 7. Zwar bleibt's nicht aus, es kommt ja wohl Ein Stündlein, da man leidensvoll Die Thränen lässet fließen; Doch, wer sich still giebt in Geduld, Des Leid wird Gottes große Huld In reichen Freuden schließen. Trage, Hoffe 410 Für Eheleute. Nur ein wenig, unser König wird der Eltern Beispiel rührt Und behende Machen, daß die Angstsauf den Weg zum Heile führt. sich wende. 5. Wohl ihm, wenn seinen 8. Wohl her, mein König, Hausgenossen Die Furcht des nah herzu, Gieb Rat in Kreuz, Herrn im Herzen lebt, Wenn in Nöten Ruh, In Angsten Trost jeder treu und unverdrossen Nach und Freude. Des sollst du haben seiner Pflicht Erfüllung strebt, Ruͤhm und Preis, Wir wollen Wenn Eintracht und Zufrieden⸗ singen besterweis, Und danken heit Ein Haus zum Sitz des alle beide, Bis wir Bei dir, Segens weiht! Deinen Willen zu erfüllen, 6. Den Frommen, die dich kind— deinen Namen Ewig loben wer⸗ lich ehren, O Vater, strömt dein den. Amen. Segen zu, Sie wandeln folgsam deinen Lehren, Und traun auf Mel. O, daß ich tausend. dich und finden Ruh; Sie finden 667 Im Stillen wollen wir Freuden, deren Wert Und Dauer 8 dich ehren, Dich, keine Zeit zerstört. Gott, der frommen Wandel 7. Zwar oft wird auch der liebt, Und Bittenden, was sie Kelch der Leiden Den Deinen, begehren, Wenn's ihnen nützet, Herr, von dir gesandt. Oft muß willig giebt. Schon oft sind wir die Tod und Trennung scheiden, erquickt, erhört Von deinem Thron Die Blut und Treue fest verband; zurückgekehrt. 2. Uns alle, die wir flehn, verbindet Des Blutes und der Freundschaft Band, Und unser Dank, o Gott, empfindet Die milde Leitung deiner Hand, Und preist dich, großer Menschen⸗ freund, Der uns durch dieses Band vereint. 3. Wohl dem, der in der Ehe Bunde In treuer Lieb und Ein⸗— tracht lebt! Ihm wird so manche Lebensstunde Mit Lust und Selig⸗ keit durchwebt, Er blickt mit Ruh und heiterm Sinn Auf seiner Zu⸗ kunft Tage hin. 4. Wohl ihm, wenn frommer Kinder Segen Der Ehe Bund noch schöner macht, Wenn sie im Herzen Tugend hegen, In ihren Blicken Unschuld lacht, Wenn sie Oft wird das in dir frohe Herz Beschwert von Krankheit, Sorg und Schmerz. 8. Doch trinken sie den Kelch gelassen, Den du, ihr Vater, ein⸗ geschenkt. Du wirst und kannst sie nicht verlassen, Du, Gott, der seiner Kinder denkt, Und, wenn ihr Glaube standhaft ringt, Durch Leiden sie zur Wonne bringt. 9. Drum mag des Todes Arm uns trennen: Wir werden einst uns wiedersehn, Vor deinem Thron die Unsern kennen, Mit ihnen dankend vor dir stehn; Da, wo kein Tod mehr trennen kann, Stehn wir vereint und beten an. 10. Wir preisen ewig dann die Güte, Die unaussprechlich uns geliebt, Dem gottgeheiligten Ge⸗ müte Schon hier des Himmels Und hrt. inen des Zenn Nach rebt, eden⸗ des kind⸗ dein gsam auf nden )Jauer der inen, muß iden, and; Herz Sorg Kelch ein⸗ ist sie „der wenn Durch I1. Arm st uns In die ukend Tod wir in die uUns Ge⸗ imels Für Eheleute. Für Witwen. ö 411 Vorschmack giebt, Durch Liebe uns zur Ewigkeit, Zur Wonne der Verklärten weiht. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem. 6 ilf, Gott, daß ja die 668. 5 Kinderzucht Gedeihe stets zu reicher Frucht, Daß aus der Kinder Mund dir werd Ein Lob bereitet auf der Erd. 2. Laß sie den Eltern Liebe weihn, Den Lehrern auch gehor⸗ sam sein, Und meiden, was den Sinn bethört, Das Herz vom rechten Wege kehrt. 3. Gieb ja, daß ihnen mangle nicht Heilsamer Lehre Unterricht, Damit durchs Wort aus deinem Mund Ihr Glaube habe festen Grund. 4. Mach fest ihr Herz, fest und gewiß, Und schütze sie vor Argernis. Herr, laß sie nie auf Wegen gehn, Wo böse Buben lockend stehn. 5. Durch deine Weisheit, Macht und Güt Vor allem UÜbel sie behüt. Führ du sie selbst auf rechter Bahn, Damit ihr Fuß nicht gleiten kann. 6. Hilf, daß sie dich, Gott, überall Vor Augen halten allzumal Und sich befleißen jederzeit Der Tugend, Zucht und Ehrbarkeit. 7. Und wo sie gehen aus und ein, Da laß du sie gesegnet sein, Daß sie an Weisheit jedes Jahr, An Gnade wachsen immerdar. 8. Und wenn sich endet dann ihr Lauf, So nimm sie, Herr, zu dir hinauf. Dann preisen sie mit uns zugleich Dich droben, Herr, in deinem Reich. 9. Gott Vater, Sohn undheilger Geist, Von dem der Strom der Gnade fleußt, Wir loben dich, wir danken dir, Mit unsern Kindern für und für. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 669 orge, Herr, für unsre Kinder, Sorge für ihr wahres Heil. Sind sie gleich wie wir nur Sünder, Haben sie an dir doch teil. Sie sind in der Taufe schon Dir geweiht und deinem Sohn, Darum leite deine Gnade Sie auf ihrem Lebenspfade. 2. Der du sie bisher erhal⸗ ten Bei so manchem Unglücksfall, Wollest über sie nun walten, Immerdar und überall. Bricht Gefahr für sie herein, Wollst du ihr Beschützer sein; Wenn in Not sie zu dir flehen, Laß sie deine Hülfe sehen. 3. Dringt auf sie von allen Sei⸗ ten Der Verführer Schar heran, Laß doch ihren Fuß nicht gleiten, Halte sie auf rechter Bahn. Regt in ihrer eignen Brust Sich mit Macht die böse Lust, Gieb dann, daß sie mutig kämpfen Und den Reiz der Sünde dämpfen. 4. Herr, erhalte deinem Reiche Unsre Kinder stets getreu. O daß keines von dir weiche Und dereinst verloren sei! Immer geh ihr from— mer Sinn Und ihr Streben darauf hin, Christo ganz sich zu ergeben, Und zur Ehre dir zu leben. 5. Haben sie den Kampf ge⸗ endet, Obgesieget in dem Streit, Haben sie den Lauf vollendet In des Glaubens Freudigkeit: Dann, o Vater, führe du Sie der ewgen 412 Für Kranke. Heimat zu, Und laß sie nach sanftem 4. Auch wenn ich mehr noch Sterben Deines Himmels Frie⸗litte, Bis zu dem letzten Schritte den erben. Will ich ihm folgsam sein. Er prüft mich nur durch Leiden, Und Mel. Nun ruhen alle Wälder. führt zu höhern Freuden Mich 670 Auf Gott nur will ichseinst mit frommen Duldern ein. sehen, Er hört der 5. So eilen meine Tage, Witwen Flehen, Und nimmt sich Auch unter Last und Plage, Wie meiner an. In meinen tiefsten Träume schnell dahin! Und ohne Schmerzen Bleibt er doch meinem Widerstreben Verlaß ich einst das Herzen Der Fels, auf den ich Leben Mit stillem, ihm ergebnem bauen kann. Sinn. 2. Mich tröstet seine Gnade, 6. Wenn ich dann einst dich Er ist auf jedem Pfade Bei mir schaue, Auf den ich hier vertraue, bis an das Grab. Er wird mich Mein Vater und mein Freund, nicht verlassen! Dies Trostwort Wie will ich dann dich ehren, will ich fassen, Es sei mein Wie danken für die Zähren, Die Stecken und mein Stab. ich als Witwe hier geweint! 3. Gott will ich gläubig lieben, 7. Den Gatten, den ich liebte, Und gute Werke üben In stiller Des Abschied mich betrübte, Find Einsamkeit. Er sieht es, wie ich's ich in Gottes Hand. Wie wollen meine, Er sieht auch, wenn ich wir uns freuen, Und unsre Lieb weine, Und giebt mir, was mein erneuen Im thränenfreien Vater⸗ Herz erfreut. land! 6. Für Kranke, Genesende, Sterbende. Mel. Wer nur den lieben Gott. 3. Herr, eile doch, mir beizuste⸗ 671 Der Morgen kommt, hen, Verlaß mich in der Schwach—⸗ 33 noch währt die heit nicht. O neige auf mein Plage, Sie wird mit jedem brünstig Flehen Zu mir dein Morgen neu. Wie traurig fließen freundlich Angesicht. Verleih mir mir die Tage Der bangen Prü⸗nur in meinem Schmerz Geduld fungszeit vorbei! Das Licht, der und ein zufriednes Herz. neuen Sonne Licht, Erheitert 4. Noch ist das Schicksal mir meine Seele nicht. verborgen, Das diesen Tag mich 2. Noch immer bin ich auf der treffen soll, Doch dich, o Vater, Erde, Wo mich Gefahr und Not laß ich sorgen: Du kennst und umringt, Wo mich die drückende willst mein wahres Wohl. Dein Beschwerde Zum Kleinmut und Rat, was der beschließt und thut, zur Klage dringt. Ich hoff auf Ist heilig, ist gerecht und gut. Lindrung meiner Pein, Doch meine 5. Soll ich die Last noch länger Hoffnung trifft nicht ein. tragen, So halt ich deiner Fügung wur sal Go den mein dein mir duld mir mich ater, und Dein thut, ut. inger gung — —— Für Kranke, Genesende. still. Mich lehret ja mein Heiland sagen: Wie du, Gott, willst, nicht wie ich will! Stärk mich auch in der Krankheit Pein, Gelassen, so wie er, zu sein. 6. Einst kommen doch der Ruhe Stunden, Des Lebens Ende rückt herbei; Dann ist das Leiden über⸗ wunden, Ich bin von aller Trüb⸗ sal frei. Du selbst giebst mir, o Gottes Sohn, Nach diesem Kampf den Gnadenlohn. Mel. Die Tugend wird durchs. 2 672. höchste lebet, Er will den Tod des Sünders nicht, Der ganz zerknirscht vor ihm er⸗ bebet, Und sich sein eignes Ur⸗ teil spricht. Er züchtigt uns zu seiner Ehre Und unserm Heil mit Vatertreu; Nur, daß man sich zu ihm bekehre, Und zu dem Leben tüchtig sei. 2. Du milder Gott, ich selber sehe Den teuren Eid an mir er⸗ füllt. Wenn ich mit Ren um Gnade — flehe, Wird meiner Seele Angst gestillt. Da meine Werke nichts verdienen, Bleibt deiner Gnade aller Preis; Die ist an mir so groß erschienen, Daß ich's nicht Seele hing. auszusprechen weiß. 3. Ich sah die Welt und alles schwinden, Und Sinn und Sprache starben schon, Ich fühlte nichts als meine Sünden, Und sah nur deinen Richterthron. Da rührte dich mein letztes Sehnen, Mein Jammer brach dein Vaterherz, Es schrieen für mich Jesu Thränen, Und mich erbat sein Blut und Schmerz. So wahr der Aller⸗ 413 4. Bald kam dein ganzer Trost hernieder, Der holte mich vom Tod herauf, Und stärkte mich voll⸗ kommen wieder Zu einem neuen Lebenslauf. Du sprachest freund lich mit mir Müden, Und ich vernahm dein Gnadenwort: Nun gehe hin, mein Kind, in Frieden, Und sündige nicht mehr hinfort! 5. O welcher Seligkeiten Menge Erweckte dieses Heil in mir! Dem Danke ward mein Herz zu enge, Und brannt und wallte nur von dir. O würde ich die Angst nicht wissen, In die mich deine Zucht geführt: So müßt ich deine Liebe missen, Die jetzt mich doch so innig rührt. 6. Ich weihe, was ich von dir habe, Mein Herz dir ganz zum Opfer ein. Es wird, o Schöpfer, deine Gabe Ja teu'r in deinen Augen sein. Ich weiß nun, was es sei zu leben, Da ich, was sterben sei, erfuhr, Nun wird mir stets im Sinne schweben, Was ich dir in der Prüfung schwur. 7. Es ist genug, daß ich vor Zeiten Nach meines Fleisches Lüsten ging, Und in dem Netz der Eitel⸗ keiten Verstrickt mit Leib und Ich bin ja darum nur genesen, Daß ich die Seele retten kann, So fang ich denn ein andres Wesen Mit deiner Gnade Beistand an. Mel. So gehst du nun, mein Jesu. 673 Das ist mein Trost, Herr Jesu Christ, In meinen bangen Stunden, Daß du für mich gestorben bist, Für mich hast überwunden. Welch 414 Für Sterbende. hohes Heil Ward mir zu teil! Ich lag in tiefen Schmerzen, Da riefest du Mir freundlich zu: Komm zu des Freundes Herzen! 2. Wie zieht die Liebe mich empor, Die dich herab gezogen! Du öffnest mir das Lebensthor, Mir glänzt der Friedensbogen. Nun irr' ich nicht, Mir strahlt dein Licht Auf dunklem Lebens⸗— pfade. Du rufst mir zu: Bei mir ist Ruh, Empfange Gottes Gnade. 3. Hab ich auch manche bange Nacht, Warum sollt ich verzagen? Du hast ja auch für mich ge— wacht, Für mich das Kreuz ge— tragen. Du stehst mir bei, Bleibst immer treu, Ob Menschen von mir fliehen. Ich bleibe dein, Und nie allein, Denn du willst mit mir ziehen. 4. Du wanktest nicht auf steiler Bahn, Du littest gottergeben; Zur Herrlichkeit gingst du hinan, Zu ihr mich zu erheben. O mache mich Ganz frei durch dich Von Fesseln dieser Erde, Daß ich dir treu Im Leiden sei, Und einst dein Erbe werde. 5. Wenn auch die Liebe um mich bat, Ich muß doch endlich scheiden; Doch folget auf die Thränensaat Die Ernte ewger Freuden. Was sich verband Durch deine Hand, Kann ewig nicht sich trennen. Du wirst uns einst, Wenn du erscheinst, Vereint bei Namen nennen. 6. Du willst, daß ewig bei dir sei'n, Die dir dein Gott gegeben, Drum bleiben auch im Tode dein, Die dein sind in dem Leben. Welch große Schar, Die treu dir war, Bringt Preis dir, ewig Ehre! Es naht dein Tag, Dann folg ich nach In ihre Engelchöre. ö 7. Herr, wann kommt meine letzte Nacht, Wann naht der ewge Morgen? Ich weiß, du rufst: es ist vollbracht! Drum lasse ich dich sorgen. Ich halte mich Stets fest an dich, Bis ich zum Himmel gehe, Ich unverrückt Und hoch entzückt Dich, o mein Heiland, sehe. Eigne Melodie. 674 Hein Stündlein geht dahin, Es liegt mir in dem Sinn, Ich bin auch im— mer wo ich bin, Daß mich der Tod Wird setzen in die letzte Not. Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beste du bei mir. 2. Hier ist kein Aufenthalt, Der Tod hat die Gewalt, Er nimmt und würget jung und alt. Er reißt uns fort Aus unserm Orden, Stand und Ort. Ach Gott, ver⸗ läßt mich alles hier, So thu das Beste du bei mir. 3. Kein Rat, kein' Arzenei, Kein Rufen noch Geschrei, Kein Bruder kann mich machen frei. In aller Welt Ist nichts, das endlich mich erhält. Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beste du bei mir. 4. Kein Reichtum, Geld, noch Gut, Kein kühner Heldenmut Hilft vor des Todes Grimm und Wut. All Ehr und Gunst Hilft nichts, hier rettet keine Kunst. Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beste du bei mir. 5. Welch Leid, welch' Angst und Pein, O Gott, wird um mich Für Sterbende. 41⁵ sein, Wenn nun der Tod wirds Mel. Ach, sieh ihn dulden, bluten. brechen ein! Wer wird alsdann 675 Her⸗ leite mich in jene Mit—.— Gnn Wettaßt; mht ban ant a ent 1— an?) Gott, verläßt mich segnend hast an mich gedacht, alles hier, So thu das Beste du Dein Abendmahl zum ewgen bei mir. Bunde Geweihet hast in deiner 6. Wenn mein Gewissensbuch heilgen Nacht. Sei jetzt auch Und des Gesetzes Fluch, Wenn meinem Geiste liebend nah, Be⸗ Sünd und Satan zum Versuch gleite segnend mich nach Golgatha. Tritt wider mich, Wer ist, der 2. Wie liebreich sammelst du mein erbarmet sich? Ach Gott, die Deinen, Um sie mit Himmels⸗ 328 5 195 2995 hier, So thu speise zu on, Suiichitdnn 4Z———5 as Beste du bei mir. zu vereinen, Sprichst du im Ster⸗ 7. Wenn Sprach, Verstand ben noch: gedenket mein! Auch und Sinn Auf einmal fällt da⸗ich will nun dein Lebensbrot hin, Und ich nicht mehr nast dich mir in der ich bin, Wer ruft mir 1—. 9 905 50 wichtd ů Wenn mir der Schmerz läßt 5. Auch r ů 0 mei⸗ n u Er Er Are arn e mich alles hier. So thu das sin Auch Beste du bei mir⸗ willst du den Kelch des Friedens 8. Wenn meiner Augen Licht unen, 3 den 20 5. 250 m Mir ferner leuchtet nicht, Und)9 Ii. Oint; Oand. Wie e 7—*—— 250„ 1% Und drei vor dir versammelt sind, mir das Herz im Tode bricht Da bist auch du, da stärkest du Vor Angst und Qual, Wer führt dein Kind ö ö finstre Thal? Ach 2 mich durch das finstre Thal? Ach 4. Für mich hast du dich hin⸗ Oott, verläßt mnich allen hier, gegeben Du starbst für mich, für — 5. Ug. 7.—.. So thu das Beste du bei mir.meine Sündenschuld. Das ist 9. Herr ZJesu, du allein Sollst mein Trost, ich werde ewig le⸗ mir in Todespein Die beste hen, Du giebst dem Reuigen Hülf und Labsal sein. Auf des Vaters Huld. Mit dir dich will ich Die Welt gesegnen verbunden geh ich in den Tod, ewiglich. Ach Gott, verläßt mich Du stärkest mich auch in der alles hier, So thu das Beste letzten Not. du bei mir. 5. Wie littest du im Kampf 10. Herr Jesu, nimm mich auf, so stille, Wie brach für uns in — in Wrnte.. Seboriautdt dein 2 5. sei 2 ich vollendet meinen Lauf. Ich horsam dir mein Wille, So mache ruf zu dir, So lang ein Odem du mich still in meinem Schmerz. ist in mir: Ach Gott, verläßt Ruf du mir stets ins Herz: ge⸗ mich alles hier. So thu das denke mein, So kann ich froh Beste du an mir. und dir ergeben sein. 416 Für Sterbende. 6. Und muß ich noch in Nächten weinen, Wenn die Er⸗ lösung mir noch lange währt: Doch wird der Morgen bald er— scheinen, Der allen Schmerz in Freude mir verklärt. Ein Glied an deinem Leibe, find ich dann Die Selgen wieder, die ich lieb⸗ gewann. Mel. Mag ich Unglück nicht. 676 Mein Lauf, gottlob! ist bald vollbracht; Welt, gute Nacht, Wir werden uns nun scheiden! In Jesu Na⸗ men sanft und still Ich wandern will Zur Seligkeit mit Freuden. In dieser Welt War mir bestellt. Viel Angst und Not, Zuletzt der Tod: Jetzt endet sich mein Leiden. 2. In Jesu Namen schlaf ich ein, Er führt allein Mich aus dem Tod ins Leben. Sein an dem Kreuz vergoßnes Blut Kommt mir zu gut, Ihm will ich mich ergeben. Er ist mein Hort, Sein Lebenswort Stärkt mir mein Herz Im Todesschmerz, Kann Freud und Wonne geben. 3. In Jesu Namen fahr ich hin, Denn mein Gewinn Ist Christus, wenn ich sterbe. Ich weiß, daß er mich nicht verläßt, Und glaube fest: Im Tod ich nicht verderbe. Mir ist bereit In Ewigkeit Von Gottes Sohn Die Ehrenkron, Das rechte Himmelserbe. Mel. Schwing dich auf zu deinem. 67 7 Einen guten Kampf hab ich Auf der Welt ge⸗ kämpfet, Denn der Herr hat gnädig⸗ ich meines Lebens Lauf Selig nun vollendet, Und mein' arme Seel hinauf Gott dem Herrn gesendet. 2. Forthin ist mir beigelegt Der Gerechten Krone, Die mir wahre Freud erregt Dort vor Gottes Throne. Ja, ich weiß, daß ich das Licht, Dem ich hier vertraue, Nämlich Gottes Ange⸗ sicht, Dort auf ewig schaue. 3. Dieser schnöden, bösen Welt Jämmerliches Leben Mir nun länger nicht gefällt, Drum ich mich ergeben Meinem Jesu, da ich bin Jetzt in lauter Freuden, Denn sein Tod ist mein Gewinn, Mein Verdienst sein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund', Alle meine Lieben! Alle, die ihr um mich weint, Laßt euch nicht betrüben. Schließ ich auch mein Auge zu, Sink ins Grab ich nieder: Schaut, die Sonne geht zur Ruh, Kommt doch mor⸗ gen wieder. Mel. Sollt es gleich bisweilen. Asch, daß doch mein 678. A Jesus käme, Und die Seele bald wegnähme, Hier aus diesem Jammerthal, Zu sich in den Freudensaal. 2. Ist doch hier nichts mehr als Klagen, Seufzen, Weinen, lauter Plagen. Alle unsre beste Zeit Ist nur Müh und Herzeleid. Tage, Unser Leben ist nur Plage, Alles ist nur Eitelkeit Hier in dieser Sterblichkeit. 4. Was wir schauen hier auf Erden, Muß zu Staub und Asche lich All mein Leid gedämpfet, Daß werden; Was wir sehen, das 3. Nichtig, flüchtig sind die verg Sta 5. leber schw sein, Pein 6. mel, gen Gut false 67 Gott Das Uns nah dir‚ Teue 2. es ku höher Liebe sehen Gral wird verei 5. Freu wiede Gatt Brüd armt men Stad 4. wir, Dort Sie mit Für Sterbende. 417 nun= vergeht, Gleichwie Rauch und Seel idet. elegt mir vor beiß, hier nge⸗ Welt nun i ich „da iden,‚ inn, ieine Alle, euch auch Frab onne nor⸗ n. nein Und Hier sich nehr nen, beste leid. die lage, * auf lsche das 6 Staub verweht. 5. Drum begehr ich nicht zu leben, Hier in dieser Welt zu schweben. Jesu, laß bei dir mich sein, So verschwindet Angst und Pein. 6. Gehe hin, du Weltgetüm— mel, Weil mein Wandel steht gen Himmel. Gern scheid ich von Gut und Geld, Fahre hin, du falsche Welt! Mel. Wenn mein Stündlein. 679 Der Trennung Schmerz 5 liegt schwer auf mir, Gott ruft mich von den Meinen. Das Herz erbebt, doch hoffen wir, Uns wieder zu vereinen. Drum nah ich mit der Frage mich Zu dir, mein Vater, werde ich Die Teuern wiederfinden? 2. Da macht mir Gottes Wort es kund, Dies Wort aus Himmels— höhen: Nie reißt, nie bricht der Liebe Bund, Du wirst sie wieder— sehen! Die Frommen treunt nicht Grab, nicht Tod, Der Heiland wird zum Morgenrot, Zum Licht vereint sie führen. 3. Der Freund sieht seine Freunde dann An Gottes Throne wieder, Die Gattin trifft den Gatten an, Der Bruder seine Brüder. Die Mutter sieht, um— armt ihr Kind, Denn alle from— men Seelen sind In Gottes Stadt beisammen. 4. Zum Berge Zion kommen wir, Zu Gottes Stadt dort oben. Dort stehen Engel, Herr, vor dir, Sie beten an, sie loben. Vereint mit ihnen werden wir, Im heil— gen Chore, Herr, vor dir Als selge Geister stehen. 5. Dann schaun wir Gottes An⸗ gesicht, Getrocknetsind die Thränen. Komm, süßer Tod, führ mich zum Licht, Erfüll mein heißes Sehnen, Und führe mir die Meinen nach, Damit wir dort vereint den Tag Des ewgen Lebens schauen. 6. Drum laßt uns hier schon Hand in Hand Auf Gottes Wegen gehen, Damit wir einst im Vater⸗ land Uns freudig wiedersehen. Wie wird's uns sein, wenn wir uns sehn, Wenn wir uns froh entgegen gehn, Und Freudenthränen weinen! Eigne Melodie. 680 Heu Gott, nun schleuß den Himmel auf, Die Zeit eilt mir zum Ende; Vollendet hab ich meinen Lauf, Nimm mich in deine Hände. Hab g'nug gelitten, Mich müd gestritten, Schick mich Laß Will fein zu zur ewgen Ruh, fahren, was auf Erden, lieber selig werden. 2. Wie du mir, Herr, befohlen hast, Trag ich in wahrem Glauben Das Kreuz dir nach, die sanfte Last, Dich soll mir niemand rau— ben. Hoff zu bestehen, Will frisch eingehen Vom Thränenthal zum Freudensaal, Laß fahren, was auf Erden, Will lieber selig werden. 3. Laß mich nur, Herr, wie Simeon, In Frieden zu dir fah— ren, Befiehl mich Christo, deinem Sohn, Der wird mich wohl be— wahren, Wird mich recht führen, Im Himmel zieren Mit Ehr und Kron; fahr nun davon, Laß fahren, was auf Erden, Will lie— ber selig werden. 418 Für Sterbende. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 681 H. Dun Amen, Amen! Du starbst auf Christi heilgen Namen, Vor dem sich Erd und Himmel beugt. Gläubig gabst in seine Hände Du ihm an deiner Laufhahn Ende Die Seele, die der Erd entfleucht. Heil dir, erlöster Geist, Der nun am Thron ihn preist, Deinen Heiland! Der dich versöͤhnt, Den Gott gekrönt, Der ist's, dem nun dein Lob ertönt. 2. Wenn dich hier die Sünd erschreckte, Und dir der Gnade Trost verdeckte, Verdammte dich doch nur dein Herz; Nun kann sie dich nicht mehr schrecken, Nicht mehr die Gnade dir verdecken, Der Herr ist größer als dein Herz. Mehr, als du je gefleht, Mehr, als der Mensch versteht, Ist dir wor⸗ den. Weil er's vollbracht, Bist dn erwacht Zum Leben aus des Todes 3. Welcher Glanz hat dich um⸗ fangen, Seit dir der Tag ist auf⸗ gegangen, Das Leben nach des Todes Nacht! Sei gesegnet, Amen, Namen, Der sterbend auch für dich vollbracht. Nicht du, der Herr allein Macht dich von Sünden rein, Aus Erbarmen; Du fällst nicht mehr, Der Selgen Heer Kennt keine Sünd und Schwach⸗ heit mehr. 4. Mag den Leib die Erde decken, Er ruhe; der Verwesung Schrecken Ergreifen deine Seele nicht. Weinend gehn wir, ihn zu säen, Der unverweslich soll erstehen Zur Herrlichkeit, nicht zum Gericht. Wir senken ihn hinab, Der Herr bewahrt das Grab, Wo er schlummert. Nach kurzer Ruh Erstehst auch Nacht. rung zu. Amen! Du siegst in Jesu Christi du, Und eilst dann der Verklä⸗ —— 3* R(gister.—421 Der Herr ist in den Höheen. 269 Joh. Andreas Cramer. Der Herr ist mein getreuer Hirt.... 565 Cornelius Becker. Der Himmel Ruf erzählt und ehret... 287 Wolfgang Mosel. Der Hölle Pforten sind zerstört.. 129 Michael Schirmer. Der Morgen kommt, noch währt die. 671 Chr. Christian Sturm. Der Tag, an dem mein Heiland.. 2343 Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir.. 651 Joachim Neander. Der Trennung Schmerz liegt schwer.. 679 Ch. F. D. Schubart. Der Bater sei gepriesen605 Wilhelm Hülsemann. Die auf der Erde wallen.. 567 Gottfr. Benedikt Funk. Die Christen gehn in dieser Welt.... 249 N. L. Graf v. Zinzendorf. Die Feinde deines Kreuzes drohn... 394 Balthasar Münter. Die Frucht vom heilgen Abendmahl... 237 Dies ist die Nacht, da mir erschienen.. 47 Kasp. Fr. Nachtenhöfer, Dies ist der Tag, da Gottes Sohn... 164 Johann Rist. Dies ist der Tag, den Gott gemacht.. 46 Chr. Fürchtegott Gellert. Dies ist der Tag, zum Segen. 15 Chr. Christian Sturm. Dir, dem weisesten Regierrr. 293 Joh. Kasp. Lavater. Dir, dir, Jehovah, will ich singen... 435 Bartholom. Crasselius. Dir jauchzet froh die Christenheit.... 163 Karl August Döring. Dir, milder Geber aller Gaben... 603 Ehrenfried Liebich. Dir sterb ich einst, wenn ich dir. 575 Dir, Vater, dankt mein Herz und... 153 Johann Kaspar Lavater. Du bist der Weg, die Wahrheit und.. 328 Du bist ein Mensch, das weißt du... 296 Paul Gerhardt. Du bist mir nah mit deiner Gnade... 271 Karl August Döring. Du bist's, dem Ehr und Ruhm... 429 Chr. Fürchtegott Gellert. Du, der das Lallen nicht verschmäht.. 664 Karl Bernhard Garve. Du, der kein Böses thut.299 J. Samuel Dieterich. Du, dessen Augen flossen..85 Karl Wilhelm Ramler. Du Friedensfürst, Herr Jesu Christ... 618 Wilhelm Hülsemann. Du Geber guter Gaben..380 Philipp Friedrich Hiller. Du gehst zum Garten, um zu beten.. 80 Johann Mentzer. Du Geist des Herrn, der du von.... 159 Samuel König. Du, Gott, bist unsre Hülf und Macht„ 630 J. Z. L. Jungheim. Du hast, o allerhöchster Gott..... 528 Joh. Jak. Rambach. Du, o schönes Weltgebäude.... 582 Johann Franck. Du reicher Trost der Armen.... 626 F. Hiller. Du sagst, ich bin ein Christ.... 660 Joh. Adam Haßlocher. Du sollst glauben, und du Armer... 502 Gottlieb Reiber. Du Vater deiner Menschenkinder.... 439 Benjamin Schmolck. Eh ich dich kannte, hast du mich. 663 Ehre, Lob und Preis und Stärke.... 113 Chr. Christian Sturm. Ehre sei Gott in der Höhhe43 Aug. Herm. Niemeyer. Ein Christ, ein tapfrer Kriegesheld... 556 Benjamin Schmolck. Ein' feste Burg ist unser Gott.... 192 Martin Luther. Einen guten Kampf hab ich. 677 Heinrich Albert. Ein Kindelein, höchst lobenswert.... 51 Martin Luther. Ein Lamm geht hin und trägt die 77 Paul Gerhardt. Ein neuer Tag, ein neues Leben.. 633 Eins ist not, ach Herr, dies Eine.... 358 J. H. Schröder. 42² Register. Einst reift die Saat... 260 Eines wünsch ich mir vor allm.... 449 Empor zu Gott, mein Lobgesangg. 48 Endlich, endlich muß es doch.... 597 Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort 406 Erhalt uns, Herr, die Obrigkeit... 60ʃ Erhöhter Jesu, Gottes Sohhs. 340 Erhöre gnädig unser Flehen 240 Erhör uns, Vater, sieh, wir flchn 208 Erinnre dich, mein Geist, erfreut.... 115 Er lebt, o Freudenwort, er lebt.. 134 Erleucht mich, Herr, mein Licht.. 346 Erlöser, der im Staubbb. 85 Ermuntre dich, mein schwacher Geist 42 Ermuntert euch, ihr Frommen.339 Erquicke mich, du Heil der Sünder... 353 Erwecke, Jesu, stets die Herzen...345 Es baut, o Gott, auf dein Geheis... 601 Es glänzet der Christen inwendiges... 389 Es ist das Heil uns kommen her.... 37 Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein.. 412 Es ist noch eine Ruh vorhanden.. 593 Es ist vollbracht, Das Opfer für die.. 105 Es ist vollbracht, so ruft am Kreuzz.. 98 Es kostet viel, ein Christ zu sein.4»411 Es naht der Tag, an dem die Welt.. 337 Es wolle Gott uns gnädig seen 2 Es zieht, o Gott, ein Kriegeswetter... 612 Es züchtigt deine HBannd Ewge Liebe, mein Gemüte 311 Ewge Wahrheit, deren Treuuuene 557 Ewig sei dir Lob gesungeaen 44 F. Fahre fort, Fahre fort, Zin 554 Fest steht zu Gottes Ruhme...391 Fest wie ein Fels im wilden Meer.. 193 Fleug auf, mein Psalm, mein 286 Freilich bin ich arm und blos. 302 Freu dich sehr, o meine Seele 581 Freut euch, Gottes Kinder 124 Fröhlich laßt uns Gott lobsingen 41 Früh Morgens, da die Sonn aufgeht„ 123 Für alle Güte sei gepreisstt 648 Für diese Kinder beten wir. 203 Fürwahr, du bist, o Gott, verborgen.. 297 G. Gedanke, der uns Leben giebbb... 32 Geht im Glauben eure Wege 204 Geist der Wahrheit, lehre mich. 161 Geist Gottes, aus des Ewgen Fülle... 157 Geist vom Vater und vom Sohne 167 Fr. Gottl. Klopstock. Albert Knapp. F. Adolf Krummacher. Benjamin Schmolck. Martin Luther. J. Samuel Dieterich. Christ. Samuel Ulber. Wilhelm Hülsemann. Chr. Fürchtegott Gellert. Ehrenfried Liebich. Th. Untereyk. Heinrich Julius Tode. Johann Rist. Laurentius Laurenti. Gottf. Kleiner. Bartholomäus Ringwald. Chr. Friedr. Richter. Paul Speratus. Chr. Friedr. Richter. Joh. Siegmund Kunth. J. G. Sinz. J. Samuel Dieterich. Chr. Friedr. Richter. Wilhelm Hülsemann. Martin Luther. S. J. Borchward David Bruhn. Joh. Jak. Rambach. Joh. Jak. Rambach. E. Finx, gen. Franeisei. Joh. Eusebius Schmidt. Christian Nonne. Joh. Andreas Cramer. Joachim Neander. Simon Graf. Gustav von Mengede. Paul Gerhardt. Johann Heermann. Chr. Fürchtegott Gellert. J. Samuel Dieterich. Chr. Fürchtegott Gellert. Sam. Gottlieb Bürde, Karl Bernhard Garve. Gottfried Hoffmann. * * * — 88888888888888888888888888 8 8 zwald. r. * k. uth. 9. seisei. midt. mer. ede. Hellert. Re gi st er. Gelobet seist du, Jesus Christ Gerechter Gott, es kommt von dir Gerechter Gott, vor dein Gericht Gern in alles mich zu fügen Getreuer Gott, wie viel Geduld Getrost, mein Herz, und zage nicht Gieb mir, o Gott, ein Herz. Glaube, Lieb und Hoffnung sind. Gott, Allweiser, wer bin ich Gott, deine Gnad ist unser Leben. Gott, deine Güte reicht so weit Gott, der du unsre Zuflucht bist Gott der Macht, in deinem Ruhni Gott des Himmels und der Erden Gott, des Güte nimmer endet Gott, des Scepter, Stuhl und Krone Gott, du giebst uns milden Regen Gottes Mund hat uns verheißen... Gottes und Mariens Sohn Gott ist gegenwärtig. Gott ist getreu, Sein Herz*. Gott ist mein Hort, Auf Jesu Wort Gott ist mein Lidede Gott ist und bleibt getrru Gott lebet noch und stirbet nicht. Gott lebet noch, Seele, was verzagst Gott lebt, wie kann ich traurig sein Gott, mein Vater, deine Liebe Gott, nur du bist meine Sonne Gott ruft der Sonn und schafft den ö ů Gott sei Dank in aller Welt Gott, unser Vater, der du bist. Gott, vor dessen Angesichte. Gott will machen, daß die Sachen Gott wollte nicht des Sünders Tod. Großer Gott, den alles preiset. Großer Mittler, der zur Rechte Guter Hirte, willst du nicht.. Gut und heilig ist dein Wille H. Halleluja! Amen, Amen! Halleluja! jauchzt, ihr Chöre. Halleluja! Jesus leber Halleluja! Preis und Ehre Hehr und heilig ist die Stätte Heiland, deine Menschenliebe Heilger Jesu, Heilgungsquelle Heilge Ruhestätte Heil, Heil dem Manne, der von: Heiliger, dem Engel dienen Heilig, heilig sei der Eid Herr, allerhöchster Gott.. —*— 39 628 282 478 276 386 541 409 273 316 414 17²⁷ 288 636 62² 40⁵ 151 501 45 7 280 .. 408 292 279 499 5²2⁰0 494 Martin Luther. Christian Nonne. Joh. Jak. Rambach. Johann Kaspar Lavater. J. Ch. Zimmermann, Chr. Fürchtegott Gellert. Benjamin Schmolk. Karl Bernhard Garve. Chr. Fürchtegott Gellert. Chr. Fürchtegott Gellert. J. J. Eschenburg. Karl Bernhard Garve. Heinrich Albert. Johann Franck. Heinrich Georg Neuß. Moritz Cramer. Jeremias Huberich. Christ. Pfeiffer. Gerh. Tersteegen. Ehrenfried Liebich. Chr. Fürchtegott Gellert. Chr. Fürchtegott Gellert. Joh. Christ. Wilhelmi. Moritz Cramer. Joh. Friedr. Zihn. Benjamin Schmolck. Chr. Fürchtegott Gellert. Heinrich Held. J. Ch. Zimmermann. J. D. Herrnschmidt. Karl Bernhard Garve. Kaspar Neumann. Joh. Jak. Rambach. Johann Scheffler. Balthasar Münter. Fr. Gottl. Klopstock. Gottfr. Benedikt Funk. Aug. Herm. Niemeyer. Aug. Herm. Niemeyer. Joh. Jak. Rambach. Gottfried Arnold. Ehrenfried Liebich. Joh. Andreas Cramer. Herr, deine Kirche danket dir Herr, deine Rechte und Gebot. Herr, denk an mich Herr, den die Sonnen und die Erden Herr, der du als ein stilles Lamm Herr, der du vormals hast dein Land. Herr, du fährst mit Glanz und Herr, du gingst voran Herr, du wollst sie vollbereiten. Herr, es ist der Tag erschienen. Herr Gott, dich loben wir, Herr Herr Gott, dich loben wir Für deine Herr Gott, nun schleuß den Himmel Herr Jesu Christ, dein teures Blut. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut Herr Jesu, dir sei Preis und Dank. Herr Jesu, Gnadensonne Herr Jesu, Licht der Heiden.. Herr Jesu, wahrer Mensch und Gott Herr, leite nuch in jene Stunde Herr, mache meine Seele stille. Herr, ohne Glauben kann Herr, segne uns aus deiner reichen. Herr, stärke mich, dein Leiden zu. Herr, wann wirst du Zion bauen. Herr, welch Heil kann ich erringen Herr, wie du willst, so schicks mit mir Herr, wie so großen Sihen giebt. Herzallerliebster Gott. Herzlich ist mein Verlangen Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. Herzliebster Jesu, was hast du.. Herz und derd vereint zusammen Hier bin ich, Herr, du rufest mir. Hier bin ich, Jesu, zu erfüllen. Hier legt mein Sinn sich vor dir Hier steh ich unter deinem Himmel. Hilf Gott, daß ja die Kinderzucht. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen Hilf mir, mein Gott, hilrsr Himmelan geht unsre Bahn. Himmelan, nur himmelan.. Hin an dein Kreuz zu treten Hinauf, mein Geist, zu Gott empor. Höchster Tröster, komm hernieder. Höchsterwünschtes Seelenleben Hosianna, Davids Sohs J. Ja, fürwahr, uns führt mit Ich armer Mensch, ich armer Ich armer Sünder komm zu dir Register. 395 521 186 63 22 615 142 534 219 18 42⁵ 620 680⁰ 79 211 233 35 309 578 67⁵ 503 357 64⁵5 66 400 562 48⁴ M. Ulich. Davi Denicke. Chr. Christian Sturm. A. Schlegel. Joh. Ad. Schlegel. Paul Gerhardt. Kaspar Neumann. Fr. Gottl. Klopftock. Kaspar Neumann. Martin Luther. Johann Franck. Tobias Kiel. Johann Olearius. Wilh. II., Hzg. v. Sachs.⸗W. Josua Stegmann. Derschau. A. Gotter. Joh ann Franck. Paul Eberus. Wilh. Hülsemann. J. Samuel Dieterich. Peter Busch. Wilh. Hülsemann. Chr. Fürchtegott Gellert. Joachim Lange. Fr. Gottl. Klopstock. Kaspar Bienemann. Johann Scheffler. Christoph Knoll. Martin Schalling. Johann Heermann. Ch. R. Graf v. Zinzendorf. Joh. Jak. Rambach. David Bruhn. Chr. Friedr. Richter. Fr. v. Köpken. Johann Rist. Johann Heermann. Benjamin Schmolck. J. Gottfr. Schöner. G. B. Funk. J. W. Reche. Ehrenfried Liebich. Fr. Ad. Lampe. Benjamin Schmolck. Fr. Adolf Krummacher. Christoph Titius. Johann Heermann. dorf. * 2 Register Ich bin erlöst, Es floß Ich bin getauft auf deinen Namen Ich bin mir, Gott, bewußt Ich bin, o Herr, in deiner Macht Ich freue mich, mein Gott, in dir Ich geh zu deinem Grabe. Ich glaub an einen Gott allein Ich glaub an einen Gott, Und Ich glaub an Gott, Bater Ich hab genug, mein Herr ist Jesus Ich habe nun den Grund gefunden. ) hab in Gottes. und Sinn Ich hab in guten Stunden 3 Khab mein' Sach Gott heimgestellt Ich hab von ferne Ich Ionnne, Heil der Welt, zu dir Ich komme, Herr, und suche dich. Ich lobe dich, mein Auge 49—— Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ. Ich schäme mich des Heilands nicht Ich singe dir mit Herz und Mund S 0 steh an deiner Krippe Ra Ich sterbe täglich und mein Leben Ich weiß, o Gott, daß all mein Ich will dich lieben, meine Stärke Ich will ganz und gar nicht zweifeln Jehovah! Jehovah! Jehovah, deinem Jerusalem, Du hochgebaute Stadt. Jesu, d deine heilgen Wunden. Jesu, deine Passion. Jesu, der du wolltest büßen Desu, hilf siegen Jesu, meine Freude 3** Jesu, meiner Seelen Ruh. Je u, meines Lebens Leben, Du mein Jesu, meines Lebens Leben, Jesu, Jesus Christus herrscht als König Jesus Christus, unser Heiland. Jesus, Jesus, nichts als Jesus. ** Jesus ist der schönste Nam Jesus ist gekommen Jesus ist mein Leben Jesus lebt, mit ihm auch ich. Jesus, meine Zuversicht. Jesus nimmt die Sünder an Jetzt komm ich als ein armer Gast. Ihr armen Sünder, kommt ne Ihr Augen, weint— Ihr Mitgenossen, auf zum Streit. Ihr Trauernden, stillet die Thränen Im Stillen wollen wir dich ehren. meines Joh. Jak. Rambach. Simon Dach. Salomon Liskow. Benjamin Schmolck. Justus Gesenius. Joh. Andr. Rothe. Paul Gerhardt. Chr. Fürchtegott Gellert. Johann Pappus. Joh. Timotheus Hermes. Samuel Gottlieb Bürde. Chr. Fürchtegott Gellert. Samuel Großer. Paul Speratus. J. H. H. Lüder. Paul Gerhardt. Paul Gerhardt. Benjamin Schmolck. Paul Gerhardt. Johann Scheffler. Joachim Neander. Gottl. Konrad Pfeffel. J. Matthäus Meyfart. Johann Heermann. Siegm. v. Birken. Joh. Georg Franke. Joh. Heinr. Schröder. Johann Franck. Lukas Backmeister. Ernst Christ. Homburg. Philipp Friedr. Hiller. Martin Luther. Ludemil. Elisabeth, Gräfin zu Schwarzburg. Johann Scheffler. Balthasar Münter. Chr. Fürchtegott Gellert. Luise Henr., Kurfürstin von Brandenburg. Erdmann Neumeister. Justus Sieber. Laurentius Laurenti. Karl Wilhelm Rammler. Fr. Gottl. Klopstock. nach Prudentius. Daniel Schiebeler. 42 R e 3 ist e x. In allen meinen Thaten 485 Paul Flemming. In Gottes Reich geht niemand ein. 378 Konr. Gebh. Stübner. Ist Gott für mich, so trete... 368 Paul Gerhardt. Ist Gott für uns in aller Pein... 509 Chr. v. Stöcken. K. Kein Stündlein geht dahhnn 674 Michael Franck. König, dem kein König gleichee. 334 Joh. Jak. Rambach. Komm, heilger Geist, du Herr und... 156 Martin Luther. Komm, heilger Geist, Erfüll die 154 Hermann Caontractus. Komm, in uns dich zu verklären 47⁵ Komm/ o komm, du Geist des. 174 Joachim Neander. Komm, Kraft des Höchstttten 152 Karl Bernhard Garve. Komm, o verheißner Gottesgeist 168 Karl August Döring. Kommst du, kommst du, Licht der... 24 Ernst Christ. Homburg. Kommt, Christen, kommtt 317 Joh. Jak. Rambach. Kommt, Christen, laßt uns gehen.... 539 Gerhard Tersteegen. Kommt, die ihr Jesu Kreuz erhebet... 93 Karl Bernhard Garve. Kommt, laßt euch vom Herrn belehren. 522 Johann Heermann. Komm, Tochter Zion, kommm. 35 Ehrenfried Dürr. L. Lasset uns beweinens 176 Fr. Gottl. Klopstock. Lasset uns mit Jesu ziehnns 533 Siegmund v. Birken. Laß deine letzten Stunden.... 90 Chr. G. Ludwig Meister. Laß deinen Geist mich stets, mein... 67 E. C. G. Langbecker. Laß mir die Feier deiner Leiden 69 Chr. G. Ludwig Meister Laß uns doch nicht begehren. 537 Johann Joseph Beck. Lebenssonne, deren Strahlen.. 384 Friedr. Adolf Lampe. Licht vom Licht, erleuchte mich... 8 Benjamin Schmolck. Liebe, die du mich zum Bilde 445 Johann Scheffler. Lie bster Immanunen 456 Ahasverus Fritsch. Liebster Jesu, Gnadensonne 471 Liebster Jesu, wir sind hier 4 Tobias Clausnitzer. Lobe den Herren, den mächtigen 431 Joachim Neander. Lob sei Gott, der den Morgen 639—Gottfr. Benedikt Funk Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich 50 Nikolaus Hermann. M. Mache dich, mein Geist, bereilt 344 Joh. Burch. Freistein. Macht hoch die Thür, die Thore weit. 34 Georg Weissel. Mag ich Unglück nicht widerstehn. 507 Maria, Königin v. Ungarn. Man lobt dich in der Stille—443 5 Neander. Marter Christi, wer kann dein. 457 Chr. R. v. Zinzendorf. Meine Hoffnung stehet feste 496 Joachim Neander. Meine Lebenszeit verstreichht 569 Chr. Fürchtegott Gellert. Meine Liebe hängt am Kreuz 72 Adam Tribbechow. Meinen Jesum laß ich nicht. 454 Erdmann Neumeister. Mein Erlöser, Gottes Sohn.. 84 J. Sam. Dieterich. Mein erst Gefühl sei Preis und Dank. 637 Chr. Fürchtegott Gellert. Meine Seele, laß es gehen 515 Meine Seel ist le 504 Johann Kaspar Schade. 625 Joachim Neander. Meine Seele lobsinge dem Herrn. ngarn. rf. llert. Ke gist e r. 427 Meines Herzens reinste Freude.. Meine Sorgen, Angst und Plagen Mein Fels hat überwunden Mein Friedensfürst, dein freundliches. Mein ganzer Geist, Gott, wird.. Mein Gott, ach lehre mich erkennen.. Mein Gott, ich klopf an deine Pforte Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich. Mein Gott, wie groß ist dein. Mein Heiland nimmt die Sünder Mein Herzens-Jesu, meine Lust Mein Herz sei Gottes Lobethal. Mein Jesu, dem die Seraphinen. Mein Jesu, der du vor dem.. Mein Jesu, du hast unsre Schuld. Mein Jesus lebt, ich soll nicht sterben. Mein Jesus liebet mich Mein Lauf, gottlob! ist bald.. Mein Leben ist ein Pilgrimstand. Mein Lebensfürst, mein auserkornes. Mein siegend Haupt, Dort in der Menschen, unser Leben eilt Mir nach! spricht Christus, unser Held' Mir wallt das Herz, So oft es Mit Ernst, o Menschenkinder Mit Fried und Freud ich fahr dahin ö Mitten wir im Leben sinnd Mit tiefer Ehrfurcht bete ich.. Mittler, schau auf sie hernieder Morgenglanz der Ewigkeit N. Nach einer Prüfung kurzer Tage Nach meiner Seelen Seligkeit Nacht umhüllte rings die Erde Nein, nichts Höh'res kennt mein Nicht, daß ich's schon ergriffen hätte. Nicht nur streiten, überwinden Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit Nicht um Reichtum, Glanz und Nie bist du, Höchster, von uns fern Noch nie hast du dein Wort gebrochen Noch steht dein Bund, wie Felsen Noch wallen wir im Thränenthal. Nun bitten wir den heilgen Geist Nun bricht die finstre Nacht herein. Nun danket alle Gott. Nun habe Dank für deine Liebe Nun laßt uns gehn und treten. Nun laßt uns Gottes Güte Nun lob, mein' Seel, den Herren. Nun ruhen alle Wälder. Nun schlummerst ddznn 45² 510 117 367 592 185⁵ 42⁰ 583 308 3⁴8 459 4³ 37⁰ 231 Samuel Gottl. Bürde. Friedr. Adolf Lampe. Christ. Friedr. Richter. J. Samuel Dieterich. Benjamin Schmolck. Benjamin Schmolck. Johann Aug. Bonitz, Leopold Franz Fr. Lehr. Joh. Christian Lange. Wolfgang Deßler. Joh. Jak. Rambach. Benjamin Schmolck. F. G. Peithmann Friedr. Adolf Lampe. Friedr. Adolf Lampe. Karl August Döring. Johann Scheffler. Valentin Thilo. Martin Luther. Martin Luther. Wilhelm Hülsemann. S. v. Lehr. Chr. Knorr v. Rosenroth. Chr. Fürchtegott Gellert. J. Samuel Dieterich. Karl August Döring. Chr. Fürchtegott Gellert. Fr. Gottl. Klopstock. Christ. Friedr. Neander. Johann Kaspar Lavater. Chr. Christian Sturm. Joh. Jakob Rambach. Johann Kaspar Lavater. Martin Luther. Kaspar Neumann. Martin Rinkart. Johann Kaspar Lavater. Paul Gerhardt. Johann Mich. Dilher. Johann Graumann. Paul Gerhardt. Franck. 428 R esgtst e r. Nun sei, o Herr, dir Preis 234 ö ö Nun sich der Tag geendet hat 652 Joh. Friedr. Herzog.* O.* d O auferstanduer Siegesfürst.. 133 Justus Henning Böhmer— O Christ, erhebe Herz und Sinn 536 Ehrenfried Liebich. 1 O daß doch bald dein Feuer brennte 172 Frickert. U O daß ich tausend Zungen hätte 428 Joh. Mentzer. 8 O daß von meinen Lebenstagen 526 Aug. H. Niemeher. O der wundergroßen Gnaden 227 A. Soph., Ldgräf. v. Hess. é dn allerhöchste Freuddde 171 Paul Gerhardt. O du Schöpfer aller Dinge. 213 Joh. Heinr. Calisius. et O Durchbrecher aller Bande.. 558 Gotifried Arnold. v O Ewigkeit, du Donnerwort 585 Johann Rist. 35 O Ewigkeit, du Freudenwort 586 Erasmus Franeisci. O Fels des Heils, o Gotteslamm 223 Friedr. Adolf Lampe. Oft klagt dein Herz, wie schwer es sei 547 Chr. Fürchtegott Gellert. O Eott des Friedens, nimm uns an. 617 Wilhelm Hülsemann. O Gott, du bist der Herr der Zeit. 61 O Gott, du bist die Liebe... 275 J. Samuel Dieterich. O Gott, du bist mein Preis und.. 12 O Gott, du frommer Gott 524 Joh. Heermann. O Gott, du höchster Gnadenhort... 9 Konrad Hubert. O Gott, du unser Vater bist 13 Joh. Uttenhoven. O Gott, du kannst den Himmel 623 David Denicke. O Gottes Sohn, Herr Jesu Christ 359 David Denicke. O Gott, mein Schutz, was sollt in. 610 Johann Peter Utz. O großer Gott, du reines Wesen. 379 O Haupt, voll Blut und Wunden 88 Paul Gerhardt. O heilger Geist, kehr bei uns ein 148 Michael Schirmer. O heilger Geist, o heilger Gott 155 Barthol. Helder. O hilf, Christe, Gottes Sohn 73 Mich. Weiß. O hochgelobter Gottesgeist... 173 Joh. Neunherz. O Jesu Christ, du wahres Licht. 397 Joh. Heermann. O Jesu Christ, mein schönstes Licht. 447 Paul Gerhardt. O Jesu, Jesu, Gottes Sohn 446 Joh. Heermann. O Jesu, meine Wonne 232 Johann Rist. ö O Jesu, meine Zuversicht. 35⁴4 Andreas Gotter. OOesu, süßes Lichz=tt 638 Joach. Lange. ö O Jesus Christus, bleib in mir 467 Johann Kaspar Lavater. O Lamm Gottes, Der du trugest. 104 O Lamm Eottes, unschuldig. 220 Nikolaus Decius. O Lehrer, dem kein Lehrer gleich 326 Joh. Jakob Rambach. O Liebe, die den Himmel hat zerrissen 312 Christ. Friedr. Richter. ö O Liebesglut, die Erd und Himmel. 310 Friedr. Adolf Lampe. O Menschenfreund, o Jesu, 190 Joach. Neander. ů O süßer Stand, o selig Leben. 563 Joh. Jos. Winkler. O süßester der Namen all. 319 Johann Kaspar Lavater. O teurer Tröster, heilger Geist. 160 Justus Henning Böhmer.* O Tod, wo ist dein Stachel nun. 125 Just. Gesenius. AV — Traurigkeit, 0 Herzeleid 107 Joh. Rist. Wo O Vater der Barmherzigkeit 187 David Denicke. Wi O Vater, Gott voll Gnade 421 Wilh. Hammerschmidt.* V. * mer. Hes. . eL. L. *. ner. Wi Verzeichnis der alten und der neuen,(von der II. und der XII. rhein. Provinzial⸗Synode aufgestellten und durch Allerh. Ordre vom 4. Januar 1862 genehmigten) kirchlichen Bibel⸗ Lektionen, wie solche vom 1. Advent 1862 an in der evangelischen Kirche Rheinlands in Gebrauch sind. (Der Abdruck dieser Lektionen in dem im Verlage von Sam. Lucas in Elberfeld erschienenen„Evan elischen Gesangbuch“, herausgegeb en nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve Berg und von der Grafschaft Mark, geschieht mit Genehmigung der XII. rhein. Provinzial⸗Synode,§. 55, und des Hochwürdigen Konsistoriums zu Koblenz vom 30. April 1866). 1. Advent 1. Weihnacht. 2. 7 Sonnt. n. W. Neujahr Sonnt. n. N. Epiphanias 1. nach Epiph. 21 eptuagesimã Sexagesima Erster Jahrgang. Alt. Testament. Jer. 31, 31—-34. Der neue Bund. Jes. 2, 2—-5. Gesetz aus Zion. Hagg. 2, 2—-10. Der Tem⸗ pel der Zukunft. Jes. 40, 1- 9. Stimme des Predigers in der Wüste. Micha 5, 1—3. Bethlehem. Spr. 8, 22 36. Die Weis⸗ heit von Anfang. Jes. 63, 7—17. Du, Herr, unser Vater. Ps. 90. Vergänglichkeit. Ps. 146. Gott hält Glauben. Jes. 49, 1—13. Das Licht der Heiden. Ps 8. Des Menschen Ehre. Ps. 53. Allzumal Sünder. 2. M. 20, 1-. 20. Zehn Gebote. Ps. 32. Das Bekenntnis der Sünde. Ps. 42. Durst nach Gott. Ps. 50. Der Bund mehr als Opfer. Spr. 9, 1— 12. Das Gast⸗ mahl der Weisheit. Ps. 119, 89— 105. Freude am Gesetz. Evangelium. Luk. 1, 67—79. Zacharias Lobgesang. Luk. 13, 18—- 27. Das Senf⸗ korn. Luk. 17, 20—30. Das Reich Gottes inwendig. Matth. 3, 1—12. Johannis Predigt. Matth. 1, 18- 23. Sohn des Höchsten. Joh. 1, 1—18. Das Wort ward Fleisch. Luk. 2, 25—-32. Simeon und die Darstellung. Luk. 4, 16- 21. Das an⸗ genehme Jahr. Matth. 3, 13—17. Die Taufe Jesu. Mark. 1, 14- 22. Die Bot⸗ schaft und die Boten. Joh. 1, 35-42. Kommt und sehet es. Joh. 1, 43- 51. Nathanael. Joh. 3, 22—30. Der Täu⸗ fer zu Enon. Joh. 4, 5—-26. Anbetung im Geist. Joh. 6, 53—-64. Das Brot vom Himmel. Joh. 7, 33-39. Jesus war noch nicht verkläret. Luk. 6, 20—35. Selig und Wehe. Luk. 9, 18—-26. Du bist Christus. 28 Bibel⸗Lektionen. Erster Jahrgang. Estomihi Invokavit Reminiscere Okuli Lätare Judika Palmarum Karfreitag 1. Ostern 2. Ostern Quasimod. Miserikordias Jubilate Bußtag Kantate Rogate Himmelf. Exaudi 1. Pfingst. 2. 77 Trinitatis nach Trin. Alt. Testament. Pf. 62, 2- 8. Gott hilft mir. Pred. Sal. 7, 3- 9. Das Haus der Klage. Ps. 39. Wes soll ich mich trösten? Jes. 42, 1-8. Mein Knecht, der Auserwählte. Klagl. 3, 18-39. Göttl. Züchtigung. Ps. 43. Richte mich, Gott! Sach. 9, 8- 12. Dein Kö⸗ nig kommt. Jes. 53, 1—7. Die Strafe liegt auf ihm. Jes. 53, 8— 12. Seines Lebens Länge. Ps. 118, 14— 29. Man singt vom Siege. Ezech. 37, 9— 14. Die Toten wieder lebendig. Jes. 54. 7—14. Die Er⸗ barmung. Jes. 40, 25 31. Ver⸗ jüngung. Jes. 58, 1—10. Das Fasten, das Gott erwählet. Ps. 40, 2 12. Ein neu Lied. Ps. 116. Der Herr hört. Ps. 110. Sitzen zur Rechten. Ps. 122. Jerusalem und die Stämme. Jeol 3, 1— 5. Ausgießung. Ezech. 36, 22— 28. Geistl. Besprengung. Jes. 6, 1—7. Der dreimal Heilige. 1. M. 17, 1—7. Wandle vor mir. 1. M. 22, 1—18. Abrahams Versuchung. 1. M. 28, 10— 22. Wie hei⸗ lig ist diese Stätte. 2. M. 3, 1—-15. Moses Beruf. 2. M. 17, 1— 7. Wasser aus dem Fels. Evangelium. Luk. 10, 38—42. Eins ist not. Mark. 2, 18 22. Das Fasten. Luk. 7, 36- 50. Die Sün⸗ derin. Luk. 10, 17—22. Rückkehr der Siebenzig. Joh. 8, 12—20. Ich bin das Licht der Welt. Joh. 11, 41-53. Lazari Auf⸗ erweckung u. Kaiph. Rat. Joh. 12, 1—19. Salbung und Einzug. Luk. 23, 44—49. Jesu Ver⸗ scheiden. Joh. 20, 1—10. Das leere Grab. Joh. 20, 11—-18. Maria. Joh. 21, 15—19. Hast du mich lieb? Joh. 15,9—16. Die Freunde Christi. Joh. 15, 17-27. Der Welt Haß. Luk. 13, 1—9. Gottes Lang⸗ mut. Joh. 17, 1-10. Fürbitte Jesu. Luk. 11, 1-13. Er lehrt sie bitten. Joh. 17, 11- 26. Nicht mehr in der Welt. Apostg. 1, 15- 26. Matthias. Apostg. 2, 1—-13. Pfingst⸗ wunder. Apostg. 2, 37 47. Die Gemeine. Matth. 28, 16 20. Der Name des Vaters, des Sohnes und heil. Geistes. Apostg. 2, 1—11. Der Lahme gehend. Apostg. 4, 1—12. Die Apos⸗ tel vor dem Rat. Apostg. 4, 13- 22. Wir können es ja nicht lassen. Apostg. 4, 23— 37. Gebet der Gemeine. Apostg. 5, 1—11. Ananias ö und Sapphira. N . ins ist Das Sün⸗ ückkehr ch bin ri Auf⸗ 9. Rat. albung u Ver⸗ is leere Maria. hast du freunde r Welt Lang⸗ fürbitte rlehrt ;t mehr atthias. Pfingst⸗ Die Der 8, des Geistes. Lahme e Apos⸗ Wir lassen. Gebet nanias 6. nach Trin. Bibel⸗Lektionen. Zweiter Jahrgang. 435⁵ Alt. Testament. 5. M. 6, 1—9. Ein Herr. 5. M. 32, 1—7. Gott allein die Ehre. 5. M. 33, 1— 3. Segen Mosis. 1. Sam. 3, 1—- 19. Samuel und Eli. 1. Sam. 7, 5—12. Denk⸗ stein der Hülfe. 2. Sam. 7, 1—16. Er soll mein Sohn sein. 2. Sam. 7, 17—29. Wer bin ich, Herr, Herr? 2. Sam. 24, 10— 14. Strafe der Volkszählung. 1. Könige 3,5— 14. Salomos Bitte. „Könige 19, 1—18. Elia auf Horeb. 2. Chron. 15, 1—8. Der Herr ist mit euch. Ps. 130. Aus der Tiefe. . Spr. 16, 1— 9. Befiehl dem Herrn deine Wege. Ezech. 33, 12 20. Fromm gewesen hilft nicht. Ps. 121. Der Hüter. Ps. 125. Die Berge um Jerusalem. Ps. 127. Gottes Segen. Ps. 123. Achtung auf des Herrn Wink. Jes. 8, 9-17. Immanuel. Ps. 126. Die Gefangenen Zions. Jes. 63, 1—-9. Der Tag der Rache. Ps. 103. Vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat. Hier ist Evangelium. Apostg. 8, 26—38. Der Kämmerer. Apostg. 9, 1—19. Pauli Bekehrung. Apostg. 14, 8—18. Apostg. 16, 16-34. Kerkermeister. Apostg. 17, 21-34. Paulus zu Athen. Apostg. 20, 15-38. Pauli Abschied. Apostg. 26, 24- 31. Paulus und Agrippa. Luk. 12, 1—-8. Furcht und Furcht. Luk. 15, 11.—32. Der ver⸗ lorne Sohn. Luk. 9, 46-56. Die Don⸗ nerskinder. Lystra. Der Luk. 9, 57—-—62. Unreife Nachfolger. Joh. 9, 1—12. Der Blind⸗ geborne. Mark. 10, 17- 27. Der reiche Jüngling. Mark. 12, 38—- 44. Der Witwe Scherflein. Luk. 12, 15—23. Der reiche Narr. Mark. 12, 28-34. Das vornehmste Gebot. Luk. 19, 1—-10. Zachäus. Luk. 19, 11—-27. Die Pfunde. Luk. 16, 10—17. im geringen. Luk. 12, 35—-46. Wachen. Luk. 12, 49- 57. Zeichen der Zeit. Joh. 14, 1—6. Die bereitete Treue Stätte. Zweiter Jahrgang. Evangelium. Matth. 21, 1—9. Hosianna! Luk. 21, 25-36. Das Ende. 6 Matth. 11, 2—10. Der Taäufer im Gefängnis. ö Epistel. Röm. 13, 11—14. Das Heil näher. Röm. 15, 4—13. Der Hei⸗ den Hoffnung. I. Kor. 4, 1—5. Der Herr richtet. 436 Bibel⸗Lektionen. Zweiter Jahrgang. Evangelium. Epistel. ö 4. Advent Joh. 1, 19—28. Das Zeug⸗Phil. 4, 47. Freuet euch!! J nis Johannis. 0 1. Weihnacht Luk. 2, 1- 14. Die Ge⸗Tit. 2, 11—14. Heilsame K burt. Gnade. 2. Luk. 2,15 20. Die Hirten. Apostg. 6, 8— 7, 2. und R 51—59. Stephanus. Sonnt. n. W. Luk. 2, 33—40. Simeon Gal. 4, 1—7. Der Erbe 5 und Hanna. ein Kind. Neujahr Luk. 2, 21. Der Name Jesus. 0 3, 23—29. Gesetz und E laube. Sonnt. n. N. Matth. 2, 13 23. Rahel Tit. 3, 4-8. Freundlichkeit 1 beweint ihre Kinder. Gottes. Epiphanias Matth. 2, 1—12. Die Jes. 60, 1—6. Dein Licht 2 Weisen. kommt. 1. nach Epiph. Luk. 2, 41—52. Der 12jäh⸗ Röm. 12, 1- 6. Der ver⸗ D rige Jesus. nünftige Gottesdienst. 2.„ Joh. 1. 1-11. Hochzeit zu Röm. 12, 7-16. Nicht Kana. träge, was ihr thun sollt. 39— Matth. 8, 1- 13. Sei ge⸗ Röm. 12, 17—21. Friedz ö reinigt. fertigkeit. 4.„ Matth. 8, 23 27. Das Röm. 13, 8— 10. Gesetzes⸗ ů Schiff im Sturm. erfüllung. ö 5.„„ Matth. 13,24-30. Unkraut Kol. 3, 12-17. Das Band ö und Weizen. der Vollkommenheit.* 93 Matth. 17, 1—9. Die Ver⸗2 Pet. 1, 16—21. Auf dem ö klärung. heil Berge. Septuagesimä Matth. 20, 1-16. Der 1. Kor. 9, 24— 10, 5. Das x Lohn der Arbeit. Kleinod für die Wettläufer. Sexagesimä Luk. 8, 4-15. Der Säe⸗ 2. Kor. 11, 19—12, 9. Ich ö mann. bin wohl mehr. Estomihi Luk. 18, 31—43 Die Lei⸗1. Kor. 13. Die Liebe. den.— Der Blinde. Invokavit Matth. 4, 1-11. Die Ver⸗2. Kor. 6, 1—10. Tag des x suchung Heils. Reminiscere Matth. 15, 21—28. Das 1. Thess. 4, 1—7. Die Hei⸗ 1 kananäische Weib. ligung. Okuli Luk. 11,14—28. Der Starke Ephes. 5, 1-9. Gottes 1 und Stärkere. Nachfolger. Lätare Joh. 6, 1—15. Die Spei⸗Gal. 4, 21—31. Die Magd sung. und die Freie. Judika Joh. 8, 46—59 Ehe denn Hebr. 9, 11—15 Das. Abraham ward, bin ich. Sühnopfer. 4 Palmarum Matth. 21, 1— 9. Hosianna! Phil 2, 5—11. Erniedrigt 1 und erhöht. Karfreitag Die Passionshistorie. Jes. 53.. 1. 1. Ostern Mark. 16, 1—8. Er ist 1. Kor. 5, 6-8. Das Oster⸗ auferstanden. lamm. 1 2. Luk. 24. 13-35. Emmaus. Apostg. 10, 34-41. Petrus und Cornelius. 1 Quasimod. Joh. 20, 19- 31. Thomas. 1. Joh. 5, 4—10. Der 1 Glaube der Sieg. ö Miserikordias Joh. 10, 12— 16. Der gute 1. Petr. 2, 21—-25. Vor 1. Hirte. bild und Opfer. Petrus Der Bibel⸗Lektionen. Zweiter Jahrgang. 437 Jubilate Kantate Rogate Himmelfahrt Exaudi 1. Pfingsten 2. 1 Trinitatis 1. nach Trin. 19.„ 11. 12.5 183..— 14 19. 46.—„ . 19.„ 49.„ Evangelium. Joh. 16, 16—-23. und Freude. Joh. 16,5 15. Der Tröster. Joh. 16, 23- 30. Gebet im Namen Jesu. Mark. 16, 14— 20. Aufge⸗ hoben gen Himmel. Joh. 15, 26—16, 4. Der Zeugen Geist. Joh 14, 23—31. Wohnung machen. Joh. 3, 16—-21. Also hat Gott geliebet! Joh. 3, 1-15. Nikodemus. Luk. 16, 19—31. Der Reiche und Arme. Luk. 14, 16—24. Großes Gastmahl. Luk. 15, 1—10. Zöllner und Sünder. Luk. 6, 36— 42. Der Split⸗ terrichter. Luk. 5, 1—11. Der Fisch⸗ zug. Matth. 5, 20—26. Haß und sein Gericht. Mark. 8, 1—-9. Woher Brot? Matth. 7, 15-23. Falsche Propheten. Luk. 16, 1- 9. Der Haus⸗ halter. Luk. 19, 41—-48. Thränen über Jerusalem. Luk. 18, 9—- 14. Pharisäer und Zöllner. Mark. 7, 31— 37. Hephata. Luk. 10, 23-—37. Wer ist mein Nächster? Luk. 17, 11—19. Ein Dank⸗ barer. Matth. 6, 24—34. Nicht Gott und dem Mammon. Luk. 7, 11— 17. Witwe zu Nain. Luk. 14, 1—11. Unten an! Matth. 22, 34—- 46. Wie dünkt euch um Christo? Matth 9, 1-8. Der Gicht⸗ brüchige. Trauer Epistel. 1. Pet. 2, 11-20. Der gute Wandel. Jak. 1, 17— 21. Alle gute Gabe. Jak. 1, 22—27. Thäter des Worts. Apostg. 1, 1—11. Aufge⸗ nommen. 1. Pet. 4, 8—11. Gute Haushalter. Apostg. 2, 1—13. Voll hei⸗ ligen Geistes. Apostg. 10, 42-48. Der Geist fiel auf alle. Röm. 11, 33- 36. Unbe⸗ greiflichkeit Gottes. 1. Joh. 4, 16—-21. Gott, die Liebe. 1. Joh. 3, 13—18. Bruder⸗ liebe. 1. Pet. 5, 6—11. Demü⸗ tiget euch. Röm. 8, 18—-23. Seufzen der Kreatur. 1. Pet. 3, 8—15. Allesamt gleichgesinnt. Röm. 6, 3—11. Mit Christo gestorben. Röm. 6, 19—23. Knecht⸗ schaft und Freiheit. Röm. 8, 12— 17. Schuldner nicht dem Fleisch. 1. Kor. 10, 6-13. War⸗ nende Vorbilder. 1. Kor. 12, 1—11. Geistes⸗ gaben. 1. Kor. 15, 1-10. Summa des Evangeliums. 2. Kor. 3, 4—9. Die Decke Mosis. Gal. 3, 15—22. Das Ge⸗ setz um der Sünde willen. Gal. 5, 16—24. Frucht des Geistes. Gal. 5, 25.— 6, 10. Im Geist wandeln. Ephes. 3, 13— 21. Apostol. Fürbitte. Ephes. 4, 1— 6. Einigkeit. 1. Kor. 1, 4- 9. Geistlicher Wohlstand. Ephes. 4, 22—28. Tägl. Erneuung. 438 Bibel⸗Lektionen. Dritter Jahrgang. 20. nach Trin. 21. 22.„ 23.„ 24.„ 25. 26.„ 1 24.„„ 1. Advent . 423.„ 4. 0 1. Weihnacht 2.„ Sonnt. n. W. Neujahr Sonnt. n. N. Epiphanias 1. nach Epiph. 2. 3.„ 1 4.„ 3 533 0 Septuagesimä Evangelium. Matth. 22, 1—14. Hoch⸗ zeitlich Kleid. Joh. 4, 47- 54. Der Kö⸗ nigische. Matth. 18, 23—35. Der Schalksknecht. Matth. 22, 15- 22. Die Zinsmünze. Matth. 9, 18-26. Das Mägdlein schläft. Matth. 24, 15—28. Greuel der Verwüstung. Matth. 25, 31—46. Gericht über die Völker. Matth. 25, 1—13. Kluge und thörichte Jungfrauen. Epistel. Ephes. 5, 15—-21. Vorsicht im Wandel. Ephes. 6, 10—17. Waffen⸗ rüstung. wal 1, 3—11. Gebet für alle. Phil. 3, 17—21. Irdischer und himmlischer Sinn. Koloss. 1, 9—14. Bitte für die Gemeine. 1. Thess. 4, 13—18. Trost um die Entschlafenen. 2. Pet. 3, 3—14 Weltende. 1. Thess. 5, 1—11. Kinder des Tages. Dritter Jahrgang. Evangelium. Luk. 1, 67—- 79. Zacharias Lobgesang. Luk. 13, 18—27. Das Senfkorn. Luk. 17, 20— 30. Das Reich Gottes inwendig. Matth. 3, 1—12. Johannis Predigt. Matth. 1, 18- 23. Sohn des Höchsten. Joh. 1, 1-18. Das Wort ward Fleisch. Luk. 2, 25-32. Simeon und die Darstellung. Luk. 4, 16—-21. Das an⸗ genehme Jahr. Matth. 3, 13—17. Die Taufe Jesu. Mark. 1, 14—- 22. Die Bot⸗ schaft und die Boten. Joh. 1, 35-42. Kommt und sehet es! Joh. 1, 43-51. Nathanael. fer zu Enon. Joh. 4, 5—-26. Anbetung im Geist. Joh. 6, 53-64. Das Brot vom Himmel. Joh. 7, 33-39. Jesus war noch nicht verklärt. Luk. 6, 20—35. Selig und wehe. Joh. 3, 22—30. Der Täu⸗ Epistel. Hebr. 10, 19—27. Nener Zugang. 2. Pet. 1, 2— 9. Viel Gnade. Hebr. 12, 15- 25. Sinai und Zion. 2. Kor. 4, 3—6. Licht aus der Finsternis. 1. Joh. 1, 1—7. Das Leben ist erschienen. Hebr. 2, 6—-15. Mensch geworden. 2. Pet. 1, 10—15. Sorge für die Nachwelt. Röm. 8, 24— 30. Hoffnungs⸗ seligkeit. 1. Joh. 3, 1—8. Seht, welch eine Liebe! Kol. 1, 24—-29. Predigt an alle Menschen. 1. Kor. 1, 20—-31. Die gött⸗ liche Thorheit. Hebr. 3, 12—19. Heute! Röm. 1, 14- 20. Das Evan⸗ gelium, Gottes Kraft. Röm. 2, 1—11 Güte Got⸗ tes und Tag des Zorns. Röm. 2, 12—-16. Das na⸗ türliche Gesetz. Röm 3, 19—26. Ohne Ver⸗ dienst gerecht. Röm. 3, 27—31. Gerecht durch den Glauben. — H——. ⁰ 40 rsicht iffen⸗ tfür ischer dinn. e für Trost n. ende. inder ener nade. Sinai t aus Leben kensch Sorge ings⸗ welch gt an gött⸗ te! Svan⸗ ft. Got⸗ orns. S na⸗ Ver⸗ erecht Sexagesimã Estomihi Invokavit Reminiscere Okuli Lätare Judika Palmarum Karfreitag 1. Ostern 2„ Quasimod. Miserikordias Jubilate Bußtag Kantate Rogate Himmelfahrt Exaudi 1. Pfingsten 2. Trinitatis 1. nach Trin. 2. 7 3 7. 7 4. 5 5 Evangelium. Luk. 9, 18-26. Christus. Luk. 10, 38— 42. Eins ist not. Mark. 2, 18- 22 Das Fasten. Luk. 7, 36- 50. Die Sün⸗ derin. Luk. 10, 17- 22. Rückkehr der Siebenzig. Joh. 8, 12—20. Ich bin das Licht der Welt. Joh. 11, 41—-53. Lazari Auferw. u. Kaiph. Rat. Joh. 12, 1—19. Salbung und Einzug. Luk. 23, 44 49 Jesu Ver⸗ scheiden. Joh. 20, 1—10. Das leere Grab. Joh. 20, 11— 18. Maria! Joh. 21, 15—-19. Hast du mich lieb? Joh. 15,9—16. Die Freunde Christi. Joh. 15, 17— 27. Der Welt Haß. Luk. 13, 1- 9. Gottes Lang⸗ mut. Joh. 17, 1-10. Fürbitte Jesu. Luk. 11, 1—13. Er lehrt sie bitten. Joh. 17, 11- 26. Nicht mehr in der Welt. Apstg. 1, 15—-26. Matthias. Apostg. 2, 1—13. Pfingst⸗ wunder. Apostg. 2, 37 47. Die Gemeine. Matth. 28, 16- 20. Vater Sohn und heil. Geist. Apostelg. 3, 1-11. Der Lahme gehend. Apostelg. 4, 1—12. Die Apostel vor dem Rat. Apostelg. 4, 13- 22. Wir können es ja nicht lassen. Apostelg. 4, 23-37. Gebet der Gemeine. Apostg. 5, 1—11. und Sapphira. Ananias Du bist 439 Epise. Röm. 5, 1— 11. Frucht der Rechtfertigung. Jak. 3, 13- 18. Weisheit von oben. Gal. 5, 13—18. Beruf zur Freiheit. 1. Soh. 2, 14 17. nicht lieb die Welt. Jak. 1, 2-8. Die Anfech⸗ tung Freude. 2. Kor. 7, 6- 13. Göttliche Traurigkeit. 1. Petri 1, 17—-25. Das teure Blut. Habt Hebr. 12, 1—6. Aufsehen auf Jesum. 2. Kor. 5, 12— 21. Lasset euch versöhnen. 1. Kor. 15, 12- 20. Der Erstling von den Toten. 1. Kor. 15, 35—-49. Die Auferstehung der Toten. 1. Kor. 15, 54- 58. Tod wo ist dein Stachel? 1. Joh. 4, 1-8. Christ und Widerchrist. 1. Joh. 4, 9—16. Er hat uns zuerst geliebt. Offb. Joh. 3, 1—6. Du hast en Namen, daß du lebst. Philip. 2, 1—4. Eintracht. 1. Tim. 2, 1—6. Fürbitte für alle. Koloss. 3, 1—4. Suchet, was droben ist. 2. Tim. 2, 8- 13. Halte im Gedächtnis Jesum Christ! Ephes. 2, 19 22. Christl. Haus Gottes. Ephes. 4, 11—-16. Haupt und Glieder. 1. Kor. 2, 1- 12. Das Ge⸗ heimnis. Röm. 8, 1—11. Fleisch und Geist. Röm. 10, 1-11. Des Ge⸗ setzes Ende. Ephes. 2,13-18. Die Feind⸗ schaft getötet. Koloss. 4, 1—6. am Gebet. Gal. 2, 17—-21. Christus kein Sündendiener. Haltet an — PI — —.— SFSIF— „ 44⁰ Bibel⸗Lektionen. Dritter Jahrgang. 6. nach Trin. 7.„ 8 „,„„ 10.„ 41.„ 1 42.„ 43.„ 9 14 „„ 4. 17. 3 18.„ „ 2 21., 22. 23.„„ 24.„ 25. 20.„„ 27. Im 4. Jahr wieder gelesen. Am 1. Advent 1886, 1890, 1894 u.. w. wird Widder mit dem ersten Jahrgang begonnen. Evangelium. Apostelg. 8, 26- 38. Der Kämmerer. Apostelg. 9, 1—19. Pauli Bekehrung. Apostel. 14. 8—18. Lystra. Apostelg. 16, 16- 34. Der Kerkermeister. Apostelg. 17, 21—34. Pau⸗ lus zu? Athen. Apostelg. 20, 15—38. Pauli Abschied. Apostelg 26, 24—31. Pau⸗ lus und 8 Luk. 12, 1—8. Furcht und Furcht. Luk. 15 11—32. Der ver⸗ lorne! Sohn. Luk. 9, 46-56. Die Don⸗ nerskinder. Luk. 9, 57-62. Unreife Nachfolg er. Joh. 9, 1—12. Der Blind⸗ geborne. Mark. 10, 17—27. Der reiche Jüngling. Mark. 12, 38-44. Der Witwe Scherflein. Luk. 12, 15—23. Der reiche Narr. Mark. 12, 28-34. Das vornehmste Gebot. Luk. 19, 1—10. Zachäus. Luk. 19,11—27 Die Pfunde. Luk. 16, 10—17. Treue im geringen. Luk. 12, 35- 46. Wachen. Luk. 12, 49— 57. Zeichen der Zeit. Joh. 14, 1-6. Die berei⸗ tete Stätte. Epistel. Röm. 10, 12- 18. Der Glaube aus der Predigt. 1. Tim. 1, 12— 17. Das teure Wort. Röm. 11, 11—21. Der wilde Olbaum. Röm. 11, 25— 32. Alles beschlossen unter den Un⸗ glauben. 1. Kor. 3, 10—17. Der Grund, der gelegt ist. 1. Thess. 5, 14 24. Schluß⸗ ermahnung. 1. Pet. 3, 15—18. Bereit zur Verantwortung. Röm. 8, 31-39. Gott für uns! Ephes. pflichten 2. Thess. 3, 6—16. Christ⸗ licher Fleiß. Jak. 3, 1—10. der Zunge. 2. Kor. 8, 1—9. Die Ar⸗ mut Christi. 1. Tim. 6, 6— Gewinn. 2. Kor. 9, 6—15. Unaus⸗ sprechliche Gabe. Hebr. 4, 1—11. Die Ruhe. 6, 1—9. Haus⸗ Sünden 16. Großer liche Gesetz. ak. 1, 9—12. Niedrigkeit und Höhe. Hebr. 12, 7—13. Die Züch⸗ tigung. Jak. 5, 7—11. Die Geduld. Jak. 2, 8-13. Das könig⸗ I 2. Kor. 5,6- 11. Wir wallen. 2. Kor. 4, 13-18. Trübsal ist zeitlich. 2. Kor. 13, 5- 13. euch selbst. Prüset Vierter Jahrgang. werden die Evangelien und Episteln des 2. Jahrgangs Der t. Hluß⸗ zereit t für;r haus⸗ hrist⸗ nden Ar⸗. roßer auss⸗ tuhe. önig⸗ igkeit Züch⸗ duld. len. übsal rüset ö jangs ersten ——