Hni Sidl. —.— Am Morgen 1 uhen Mel. Mein Jesu, dem die Seraphinen. J. A. Freylinghausen, Halle 1704. zuten FrN, . die + — e⸗schwertes herz, leg Es kommt der an⸗ ge⸗ sein ab die Sor⸗gen;/ er⸗ he ⸗ be neh⸗me Mor⸗gen,/ da Sott zu 22. EV%———— —— dich, ge⸗beug⸗tes Haupt! ru⸗ hen hat er⸗laubt, E—* ———.— 2r—— eee, an axx n— 14 8n hat be⸗foh⸗ len/ und selbst die Ru⸗ he ein ⸗ge⸗intern 1 3 da Gott zu ru⸗hen „ Der Tag des herrn ——— —.—.—. ̃ 59— — = e, a. de,. ,e n. weiht./ Nuf, auf! die ihm ge⸗raub⸗te Zeit/ in sei⸗nem ————.— ——— Dien ⸗ste ein ⸗ zu ⸗ ho⸗ len. 2. Auf, laß die Welt aus deinem Sinne,/ dein irdisch Werk muß stille stehn;/ du sollst zu höherem Gewinne/ in deines Gottes Tempel gehn,/ ihm zu bezahlen deine Pflichten/ und zur Ver⸗ mehrung seines Ruhms/ die Werke deines Priestertums/ in tiefster Andacht zu verrichten. 3. Mein Gottl ich bin vor dir erschienen/ und gebe auf dein Winken acht;/ wie kann ich dir gefällig dienen,/ wenn mich dein Geist nicht tüchtig macht?/ Wie werde ich in dir erfreuet,/ wenn er nicht stillt der Sünde Schmerz?/ Wie bet ich, wenn er nicht das herz/ ourch seine Gnade mir erneuet? 4. Kann meine Harfe lieblich klingen,/ wenn sie dein Finger nicht berührt?/ Kann ich die finstre Nacht durchoͤringen,/ wenn mich dein Licht nicht aufwärts führt?/ Kann ich ein reines Opfer werden,/ wenn deine Flamm nicht in mich fährt/ und mich in deiner Lieb verzehrt/ und hebet von dem Staub der Erden? 5. Mein Jesus hat mein herz so teuer/ zu seinem Tempel ein⸗ geweiht:/ hier ist dein herd, hier ist dein deuer,/ die dülle deiner herrlichkeit,/ dein Heiligtum, dein Stuhl der Gnade;/ dein Licht und Recht, das Himmelsbrot,/ des Geistes Frucht und dein Ge⸗ bot/ erfüllen diese Bundeslade. 6. In deinem haus will ich mir bauen/ die hütte, bis ich scheid einmal.„Indessen gib mir, dich zu schauen, /o Lebenslicht, den Snadenstrahll/ So feir ich recht den Tag der Sonnen,/ so hab ich meine Ruh in dir;/ ach, habe oͤu dein Werk in mir!/ Vollführe, was du hast begonnen! 7. wenn sich des Lebens Werktag' enden,/ so ruh, von allem rondienst los,/ mein Geist in Gottes Vaterhänden,/ mein Leib in seiner Mutter Schoß,/ bis beides feiern wird dort oben,/ wo man in sicherm Frieden ruht,/ nichts denket, redet oder tut,/ als dich zu lieben, dich zu loben. Christoph Wegleiter, 4 1706. PFFFFFFF — ——— —*— —.* —— ** 5—5—595—3——— —* V Der Tag oͤes Herrn 2*0 mMel. U Lrrscher, mel. Unser herrsch 2 Wort?/ Da das herz, zu Gott erhoben,/ offen sieht des himmels 8 * unser König. Bremen 1680. V 25 ——..— I..IITT.T..T...T. 2..—...—. 6—. I—.— 2 Gro⸗per Gott von al⸗ ten Zei⸗ ten,/ des⸗ sen Hand die des⸗ sen Treu auf al⸗ len Sei⸗ten/ mich von Ju gend PIIIFIIFITIxP‚P‚ITITTTT..T.T TT T.TT T 1 Welt re⸗giert, gen t des Ta⸗ ges Lau auf ge⸗ führt? beu ote weckt des TCa ⸗9 f/ [— D. ———— ——————— — mich zu lau⸗-ter An⸗dacht auf. 2. Nch, wie lieb ich diese Stunden,/ denn sie sind des Herren dest,/ das mit so viel Trost verbunden,/ da mein Gott mich ruhen läßt/ und durch seinen guten Geist/ mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen,/ der mir Zeit zum Guten schenkt;/ das sind unsre besten Sorgen,/ wenn der Mensch an Gott geoͤenkt/ und von Herzen betet, singt,/ daß es durch die Wolken oͤringt. 4. Was ist schöner, als Gott loben?/ Was ist süßer als sein — — Pfortl /Selig ist, wer Tag und Nacht/ also nach dem himmel tracht't. 5. O mein Gott, sprich selber Amen,/ denn wir sind oein Eigen⸗ tum/ alles preise deinen Namen,/ alles mehre deinen Ruhm,// bis es künftig wird geschehn,/ daß wir dich im himmel sehn. RKaspar Neumann, 4 1715. Mel. Meinen Zesum laß ich nicht. 3 Zohann Uhlich, 1674. ———— .—— . Licht vom Licht, er⸗leuch⸗ te mich/ bei dem neu⸗ en Gna⸗den⸗son⸗ne, zei ⸗ge dich„ meinem muntern 1* —— e . — 4. Ta⸗ges⸗lich⸗ te An⸗ ge⸗ sich⸗ te; E — daß mein Sab⸗ bat fröh ⸗lich sei. 2. Brunnquell aller Seligkeit,/ laß mir deine Ströme fließen;/ mache Mund und hHerz bereit,/ deiner Gnade zu genießen;/ streu das Wort mit Segen ein,/ laß es hundertfrüchtig sein! 3. Zünde selbst das Opfer an,/ das auf meinen Lippen lieget;/ sei mir Weisheit, Licht und Bahn,/ daß kein Jrrtum mich be⸗ trüget/ und kein fremdes§euer brennt,/ welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit/ heilig, heilig, heilig singen/ und mich in die Ewigkeit/ mit des Geistes Flügeln schwingen;/ gib mir einen Vorschmack ein,/ wie es mag im Himmel sein. 5. Ruh in mir und ich in dir,/ bau ein Paradies im Herzen,/ offenbare dich doch mir,/ sende meiner Andacht Kerzen/ immer neues deuer zu,/ o du Liebesflamme dul 6. Dieser Tag sei dir geweiht;/ weg mit allen Eitelkeiten! /Ich will deiner herrlichkeit/ einen Tempel zubereiten,/ nichts sonst wollen, nichts sonst tun,/ als in deiner Liebe ruhn. * Benjamin Schmolck, 4 1757. woh⸗ ne mir mit Glan⸗ze bei,/ +7 Zum Anfang des Gottesdienstes 4 11. Jahrhundert. — —————— ——..—.— E 2.—.—— 2—— Romm, hei ⸗li⸗ ger Geist, er⸗ füll die Her⸗ zen 0 dei⸗ner Gläu⸗bi⸗gen und ent⸗zuind in ih⸗nen das deu⸗er Der Tag des Herrn 5 . ů— DSSSSSEEEEE— +— dei⸗ ner gött⸗lechen Lie„ be, der du durch Mannig⸗ —————— ———— fal⸗tig⸗keit der Zun ⸗gen die Völ⸗ ker der gan⸗zen Welt ver⸗ sam⸗-melt hast zur Ei⸗ nig ⸗keit des Glau⸗bens. EZ. I 5* I —..—— ET——— ͤä.. II—————— hal ⸗le ⸗ lu ⸗ jal Hal ⸗le⸗ lu⸗ jal (Veni sanete spiritus) Alte Kirche.-1522. 3 Görlitz 1648 .—, u.. 2——— SSI———— ————— —.—.—ß7—.——————— I. Herr Je⸗su Christ, dich zu uns wend//oen heil⸗gen Geist du —— a, uue Ln. dn SSS....... zu uns send;/ mit Hilf und Gnad er uns re⸗ gier/ un 22.— ö ů II 5—— E ö EHF 2 .——,—— uns den Weg zur Wahr⸗heit führ. 2. Tu auf den Mund zum Lobe dein, /bereit das Herz zur An dacht fein;/ den Glauben mehr, stärk den verstand,/ daß uns dei Aam werd wohlbekannt; 5. Bis wir singen mit Gottes Heer:/ heilig, heilig ist Gott d herr!/ und schauen dich von Angesicht/ in ewger§reud und se gem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn,/ dem heilgen Geist Einem Thron;/ der heiligen Dreieinigkeit/ sei Lob und Pre in Ewigkeitl Altenburg 16 Her Cag 9es Herra 6 Joh. Rudolf Ahle, 1664. —————— E Lieb⸗ster Je ⸗ su, wir sind hier, /oͤich und dein Wort len⸗ke Sin⸗nen und Be⸗ gier/ auf die sü⸗ ßen PI‚———— an⸗ zu⸗ hö⸗ ren; ů Himemels⸗leh⸗ren, daß oͤie her⸗zen von der Er⸗den/ —— E. DSn 570 2—5— ö ganz zu oͤir ge⸗ zo⸗ gen wer⸗den. 2. Unser Wissen und Verstand/ ist mit Finsternis verhüllet,/ wo nicht deines Geistes hanoͤ/ uns mit hellem Licht erfüllet;/ ‚ Gutes dͤenken, tun und oͤichten/ mußt du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der herrlichkeit,/ Licht vom Licht, aus Gott geboren,/ mach uns allesamt bereit,/ öffne herzen, Mund und Ohren;/ unser Bitten, öͤlehn und Singen/ laß, herr Jesu, wohl⸗ gelingen. Tobias Clausnitzer, + 1684. NMel. Ach, was soll 7 ich Sünder machen. Altdorf 1653. 2 I—.—— öäiiilx= 1. Herr, es ist ein Tag er⸗schie⸗nen,/ der mich in den e, e e, Da, vnte Dan vrl 5 SEESII——‚‚. e ee ee ů ö Him⸗mel weist/ und an Gott ge⸗den⸗ken heißt;/ darum komm ich, ISSSS die⸗ nen;/ rich⸗ te du mich sel⸗ ber zu,/ dir zu Der Tag oͤes herrn 8 ö—— E—.— daß ich oͤei⸗nen Wil⸗len tu. 2. Stille selbst an diesem Morgen/ den verwirrten Lauf der Welt,/ der uns hier gefangen hält;/ brich die Nacht der eitlen Sorgen,/ daß ich heut, von allem frei,/ dir allein ergeben sei. 3. Kröne mich mit deinen Gaben,/ zieh mich an mit deiner Kraft,/ oͤie den neuen Menschen schafft./ Ach, was Freude weroͤ ich haben,/ wenn das Herz in meiner Brust/ sucht am herren seine Lust. 4. Laß dͤie Predigt wohlgelingen,/ steh auch deinem Worte bei,/ daß es in mir kräftig sei./ Unser Beten, unser Singen,/ und was sonst noch wird getan,/ siehe du mit Snaden an! Kaspar Veumann, 4 1715. Mel. Gott des himmels 8 und oͤer Erden. Heinrich Albert, 1642. 3 LEEEE— 25. SꝗSISISISISSSPSISIISI.......... Lut mir auf die schö⸗ne Pfor⸗ te, führt in Vach, wie wird an die⸗sem Gr⸗ te, mei⸗ ne IIISISIEEEI IIEIESESEDSEESEEEEEE Ore Aroheu heit) 38. ist Got⸗tes An=ge/ sicht// — 1—.—— ö—..——..———— EESEEEEEEEEE* hier ist lau ⸗ ter Trost und Licht. 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen,/ komme oͤu nun auch zu mir/ wo du Wohnung hast genommen,/ oͤa ist lauter himmel hier./ Zeuch in meinem herzen ein,/ laß es deinen Tempel sein! 3. Eaß in Furcht mich vor dich treten,/ heilge du Leib, Seel und Geist,/ daß mein Singen und mein Beten/ dir ein lieblich Opfer heißt./ Heilge du, herr, Mund und Ohr, zeuch das Her ou dir empor! ö D....... 9·1⁰ Der Tag des Herrn 4. Mache mich zum guten Lande,/ wenn dein Saatkorn aufmich fällt;/ gib mir Licht in dem Verstande,/ und was mir wird vorge⸗ stellt,/ präge meinem herzen ein,/ laß es mir zur drucht gedeihn! 5. Stärk in mir oͤen schwachen Glauben,/ laß dein teures Rlein⸗ od mir,/ nimmer aus dem herzen rauben;/ halte stets dein Wort mir für,/ daß es mir zum Leitstern dient/ unòd zum Trost im herzen grünt. 6. Rede, herr, so will ich hören,/ und oein Wille werd erfülltl/ Nichts laß meine Andacht stören,/ wenn der Brunn des Lebens quillt;/ speise mich mit himmelsbrot,/ tröste mich in aller Not! Bensamin Schmolck, 4 1737. Lieb Mel. Nr. o. 9 Wir ind he. 1. Herr, vor deinem Angesicht/ hat die Andacht uns versam⸗ melt j/ ach, verwirf die Bitten nicht,/ die dein Volk dir, Höchster, stammeltl/ Hör auf unsre schwachen Lieder/ und sieh gnädig auf uns nieder! 2. Laß oͤein Wort, das hier erschallt,/ viele gute Früchte bringen/ und mit göttlicher Gewalt/ tief in unsre herzen oͤringen./ LJaß es unsern Sinn erneuen/ und das Herz mit Trost erfreuen! 3Z. dein Gebot mach uns bekannt/ und hilf selbst es treulich x lben,/ dich und den, den du gesanoͤt,/ Jesum Christum, herzlich lieben,/ daß kein Schmerz und keine Freude/ uns von deiner Liebe scheide! daniel Schiebeler, 4+ 1771. wmel. O durchbrecher 1 0 aller Bande. herrnhaag 1740. E ů 2——— ů— O wie freun wir uns der Stun⸗de,/ da wir dir, Herr um aus dei⸗nem heil⸗gen Mun⸗de/ Le⸗bens⸗wor ⸗ te 368su, nahn, zu emp⸗fahn! bens/ u Laß uns heu⸗te nicht ver ⸗ ge Der Tag des Herrn 11·12 —————..3 ö—.— hön⸗ rer dei⸗ nes Wor⸗tes sein // schrei⸗be selbst das Wort des Le⸗bens/ tief in uns⸗re her⸗ zen ein. tl/ 2. Sieh, wir sitzen dir zu Füßenz/ großer Meister, reoͤe oͤuz/ ens sieh, wir hören deiner sußen/ Rede heilsbegierig zu./ Lehr uns, otl wie wir selig werden;/ lehr uns, wie wir unsre Zeit,/ diese kurze 37. Zeit auf Erden,/ nützen für die Ewigkeit. esu, 3. Nun, so lege Licht und Liebe, /Kraft und deuer auf dein ier. Wort;/ laß es mit lebenoͤgem Triebe/ in uns wirken fort und m⸗ fort;/ hilf uns, daß wir treu bewahren,/ was wir in das Herz er, gefaßt,/ und laß anoͤre auch erfahren,/ daß ou Zebensworte hast. nuf Philipp Spitta, 1859. te Zum Schlusse des Gottesdienstes⸗ „. nu. 6. 11 uit Mus hier 2 Unsern Ausgang segne Gott,/ unsern Eingang gleichermaßenz/ ich segne unser täglich Brot,/ segne unser Tun unoͤ ZCassen,/ segne ich uns mit selgem Sterben/ und mach uns zu Himmelserben. jer Hhartmann Schenk, 4 168l. 1. Mel. Ar. 2. 12 Luer Hemg 0. 1. Vater, dir sei Preis gesungen,/ daß oͤu uns so wohl gelehrt// — daß dein Werk an uns gelungen,/ daß wir jetzt dein Wort ge⸗ hört;/ laß oͤie Lehr den Olauben stärken,/ mach uns reich an — guten Werken! * 2. Jesu, oein Wort ist sehr süße,/ habe dank flr diese Lehrl/ ö Zenke nur auch unsre Füße,/ daß wir wandeln dir zur Ehry/ laß uns deinen Trost erquicken,/ bis wir deinen Thron erblicken. 5. Heilger Geist, schreib alle Worte nun in unsre Herzen ein,/ daß man stets an allem Orte/ oͤeren eingedenk mag sein,/ daß wir täglich Früchte bringen/ und im Himmel Amen singen! Michael Wiedemann, 17¹19. 7 — 13 · 14 Der Tag oͤes Herrn Mel. Nr. 6. 13 wir ind her⸗ 1. Höchster Gott, wir danken dir,/ daß oͤu uns dein Wort ge⸗ gebenz/ hilfuns ferner, daß auch wir/ nach demselben heilig leben// gib dem Glauben solche Stärke,/ daß er tätig sei im Werke! 2. Uns, o Vater, lehrest du,/ was wir tun und glauben sollen;/ schenk uns deine Rraft dazu,/ gib zum Wissen auch das Wollen/ und zum Wollen das Vollbringen,/ so wird alles wohlgelingen. 3. Gib uns, eh wir gehn nach Haus,/ deinen väterlichen Segen,/ breite deine hände aus,/ leite uns auf deinen Wegen;/ laß uns hier im Segen gehen,/ dort gesegnet auferstehen! Joh. Adam Haßlocher, 4 1720. 14 Mel. Christus, oͤer ist mein Leben. Melchior Vulpius, 1609. 4˙ 2 1. Ach sei mit dei⸗ ner Gna⸗de/ bei uns, err Je⸗su S.S.S........I.I...I.I.... EChrist,/ daß uns fort⸗an nicht scha⸗de/ des bö⸗sen Fein⸗des It. 2. Ach sei mit deiner Liebe,/ Gott Vater, um uns herj/ denn wenn uns die nicht bliebe// fiel uns die Welt zu schwer. 3. Ach heilger Geist, behalte/ Gemeinschaft allezeit/ mit unserm Geist und walte/ nun und in Ewigkeit! vernhard Garve, 184l. — 1 5 J. A. Freylinghausen, Halle 1704. — „acht hoch dͤie Tür, die Tor macht ö—.—— 2———— x—— ö ö iꝗDDIDIIIII. 8 E ů EEE — — 2 I—— keit,/ ein Rö⸗ nig al ⸗ ler Rö⸗ nig⸗ reich,/ ein —U————— ..........I...... hei⸗land al ⸗ ler Welt zu⸗ gleich,/ der heil und Le⸗ ben SSSSISIIIIIIIITTIIII mit sich bringt/ der⸗hal⸗ben jauchzt, mit reu⸗den singt:/ Ge⸗ los bet sei mein Gott,/ mein Schöpfer, reich von Ratl 16 Aoͤvent 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert,/ Sanftmiitigkeit ist sein Ge⸗ fährt,/ sein Rönigskron ist Heiligkeit,/ sein Zepter ist Barmherzig⸗ keit j/ all unsre Not zu End er bringt;/ derhalben jauchzt, mit Freu⸗ den singt:/ Gelobet sei mein Gott,/ mein heilano, groß von Tat! 3. O wohl dem Lano, o wohl der Staoͤt,/ so diesen Rönig bei sich hat;/ wohl allen herzen insgemein,/ da dieser König ziehet ein l/ Er ist die rechte zreudensonn,/ bringt mit sich lauter Freud und Wonn./ Gelobet sei mein Gott,/ mein Tröster früh und spat! 4. Macht hoch oͤie Tür, die Tore weit,/ das herz zum Tempel macht bereit;/ die Palmen der Gottseligkeit/ streut hin mit Andacht, Lust und Freud;/ so kommt der Rönig auch zu euch, ja heil und Leben mit zugleich./ Gelobet sei mein Gott,/ voll Rat, voll Tat, voll Gnad! 5. Komm, o mein heiland Jesu Christ,/ des herzens Tür dir offen ist;/ ach, zeuch mit deiner Gnade ein,/ dein Freunoͤlichkeit auch uns erschein./ Dein heilger Geist uns führ und leit/ den Weg zur ewgen Seligkeit!/ dem Namen dein, o Herr,/ sei ewig Preis und Ehr! Georg Weißel, 4 1635. Mel. Nun komm, 1 6(15. 2 Erfurt 1520 oer heiden Heiland. 2 ............ T SPSPSPI..I..........——— 1. Gott sei dank durch al ⸗öle Welt,/ der sein Wort be⸗ — 1——5—.— .............. I.... I. stän ⸗dig hält/ un! der Sün⸗der Trost und Rat/ ——.—6 EA 0— zu uns her ⸗ ge⸗ sen det hat. 2. Was der alten Väter Schar/ höchster Wunsch und Sehnen war,/ und was sie einst prophezeit,/ ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions hilfund Rbrams Lohn// Jakobs Heil und Davios Sohn, Wunderbar, Rat, Kraft und held/ hat sich treulich eingestellt. 12 Aoͤvent 17 4. Sei willkommen, o mein heil,/ dir hosianna, o mein Ceill/ Richte oͤu auch eine Bahn/ oir in meinem herzen an! 5. Zeuch, oͤu Ehrenkönig, ein,/ es gehöret dir allein;/ mach es, wie ou gerne tust,/ rein von aller Sündenlust! 6. Und wie oͤu voll Sanftmut kamst,/ jeoͤes Armen dich an⸗ nahmst,// also sei auch jederzeit/ oͤeine Sanftmut mir bereit! 7. Cröste, tröste meinen Sinn,/ weil ich schwach und blöde bin,/ daß im Glauben ich fortan/ treu dir bleibe zugetan; 8. Daß, wenn du/ o Zebensfürst,/ prächtig wiederkommen wirst,/ ich dir mög entgegengehn/ und vor dir gerecht bestehn! Heinrich Heloͤ, 4 1659 Mel. Von Gott 1 7 will ich nicht lassen. Erfurt 1572. .S Mit Ernst, o Menschenkinder,/ das Herz in euch bestellt! Bald wird das Heil der Sünder// der wunder⸗starke held, —————.— den Gott aus Gnad all⸗ ein/ der Welt zum Licht und Le⸗ben/ ver⸗ —— 2. Bereitet doch fein tüchtig/ den Weg dem großen Gast// macht seine Steige richtig,/ laßt alles, was er haßt // macht eben jeden Pfad,/ die Tale rings erhöhet,/ macht niedrig, was hoch stehet// 3. Ein Herz, das demut liebet,/ bei Gott am höchsten steht;/ ein herz, das Hochmut lbet,/ mit Angst zugrunde geht;/ ein Herz, das richtig ist/ und folget Gottes Leiten,/ das kann sich recht be⸗ reiten,/ zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach, mache du mich Armen/ in dieser Gnadenzeit/ aus Güte und Erbarmen,/ herr Jesu, selbst bereit!/ Zeuch in mein Herz hinein,/ mach es zu deiner Krippen/ so werden herz und Lippen/ dir ewig dankbar sein. valentin Thilo, 4 1662. 3 18 Rovent Mel. Aus meines 1 8 .— Grunde. Hamburg 1598. — 12— I— ———.——.—— S. S....T „ 1. Auf, auf, ihr Reichs ⸗ge⸗ nos⸗ sen,/ der Rö⸗nig emp⸗sa⸗ het un ⸗ ver⸗dͤros⸗ sen/ den gro⸗ßen kommt her⸗ an: 7 Wun⸗berzmamm. Ihr Christen, geht her⸗ für,/ laßt u dra mn mam murnunn r..— EEEE uns vor al⸗ len Din⸗gen/ ihm ho⸗si⸗ an ⸗ na sin⸗ SS * — gen/ mit hei⸗li ⸗ ger Be⸗ gier! 2. Auf, ihr betrübten Herzen,/ der König ist nicht fern./ Hin⸗ weg all Angst und Schmerzen,/ dort kommt der Morgenstern./ Der Herr will in der Not/ mit reichem Trost euch speisen,/ er will euch Hilf erweisen,/ ja dämpfen gar den Tod. 3. Frisch auf in Gott, ihr Armen,/ der Rönig sorgt für euch./ Er will durch sein Erbarmen/ euch machen groß und reich./ Der alles hat bedacht,/ der wird auch euch ernähren;/ was Menschen nur begehren,/ das steht in seiner Macht. 4. Frisch auf, ihr hochbetrübten,/ der Rönig kommt mit Macht./ An uns, die Herzgeliebten,/ hat er schon längst gedacht./ Nun wird kein Angst, noch Pein,/ noch Jorn hinfür uns schaden,/ die⸗ weil uns Gott aus Gnaden/ läßt seine Kinder sein. 5. Auf, auf, mit schnellen Schritten,/ den König eilt zu sehnl/ Er kommt in unsre Mitten/ stark, herrlich, sanft und schön./ Nun tretet all heran,/ den heiland zu begrüßen,/ der alles Rreuz ver⸗ jlißen/ und uns erlösen kann. 6. Der König will bedenken/ die, so er herzlich liebt,/ mit köstlichen Geschenken,/ als der sich selbst uns gibt/ durch seine 14 Aoͤvent 19·20 Gnad und Wort./ Ja, König, hoch erhoben,/ wir alle wollen loben/ dich freuoͤig hier uno oort. 7. Nun, herr, du gibst uns reichlich,/ wirst selbst doch arm und schwach;/ du liebest unvergleichlich,/ du eilst den Sündern nachj/ oͤrum wolln wir insgemein/ die Stimmen hoch erschwingen,/ dir Hosianna singen/ und ewig dankbar sein. Zohann Rist, 4 1667 Mel. Nr. 18. 1 9 J Berzens Grunde, 1. Nun jauchzet all, ihr Frommen,/ in dieser Gnadenzeit,/ weil unser Heil ist kommen,/ der Herr der Herrlichkeit;/ zwar ohne stolze Pracht,/ doch mächtig, zu verheeren/ und gänzlich zu zer⸗ stören/ des Teufels Reich und Macht. 2. Rein Zepter, keine Krone/ sucht er auf oͤieser Welt;/ im hohen Himmelsthrone/ ist ihm sein Reich bestellt./ Er will hier seine Macht/ und Majestät verhüllen,/ bis er des Vaters Willen/ im Leiden hat vollbracht. 5. Ihr Mächtigen auf Erden,/ nehmt diesen König an,/ wollt ihr beraten weroͤen/ undͤ gehn oͤie rechte Bahn,/ die zu dem himmel führt;/ sonst, wo ihr ihn verachtet/ und nur nach Hoheit trachtet,/ des höchsten Zorn euch rührt. 4. Ihr Armen und Elenden/ in dieser bösen Zeit,/ die ihr an allen Enden/ müßt haben Angst und Leio,/ seid dennoch wohl⸗ gemut,/ laßt eure Lieder klingen,/ dem König Lob zu singen,/ der euer höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen/ in seiner herrlichkeit/ und euer Leidò und Weinen/ verwandeln ganz in Freuo// er ists, der helfen kann.Macht eure Lampen fertig/ und seid stets sein gewärtigl/ Er ist schon auf der Bahn. Michael Schirmer, + 1675. Mel. Valet will ich dir geben. 20 Melchior Teschner, 1615. —— 2———. n 1.] Wie soll ich dich empfangen,/ und wie be⸗gegn ich oir, o al⸗ ler Welt Vverlangen,„o meisner See⸗le Zier? 15 Aoͤvent A. ., x—.—. ———.. Je⸗ su, Je⸗ su, set⸗ ze/ mir selbst die Fak⸗kel bei,/ da⸗ e en,* SSI mit, was oͤich er⸗ göt⸗ ze,/ be⸗wußt und kund mir sei. 2. Dein Zion streut oͤir Palmen/ und grüne Zweige hin,/ und ich will dir in Psalmen/ ermuntern meinen Sinn./ Mein Herze soll dir grünen/ in stetem Lob und Preis/ und deinem Namen dienen,/ so gut es kann und weiß. 5. Was hast oͤu unterlassen/ zu meinem Trost und Freud,/ als Leib und Seele saßen/ in ihrem größten Leid? /Als mir das Reich genommen,/ da§ried und Freude lacht,/ bist du, mein Heil, ge⸗ kommen/ und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden,/ du kommst und machst mich los;/ ich stand in Spott und Schanden,/ du kommst und machst mich groß/ und hebst mich hoch zu Ehren/ und schenkst mir großes Gut,/ das sich nicht läßt verzehren,/ wie iroͤscher Reichtum tut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben/ zu mir vom Himmelszelt/ als dein getreues Lieben,/ damit du alle Welt/ in ihren tausend Plagen/ und großer Jammerslast,/ die kein Mund aus kann sagen,/ so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze,/ du hochbetrübtes Heer,/ bei welchem Gram und Schmerze/ sich häuft je mehr und mehr;/ seid unverzagt, ihr habet/ die hilfe vor der Tür;/ der eure Herzen labet/ und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen,/ noch sorgen Tag und Nacht,/ wie ihr ihn wollet ziehen/ mit eures Armes Macht;/ er kommt, er kommt mit Willen,/ ist voller Lieb und Lust,/ all Angst und Aot zu stillen,/ die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken/ vor eurer Sündenschulo;/ nein, Zesus will sie decken/ mit seiner Lieb und huld. /Er kommt, er kommt den Sündern/ zum Trost und wahren heil,/ schafft, daß bei Gottes Kindern/ verbleib ihr Erb und Teil. 16 NAoͤvent 2¹ 9. Was fragt ihr nach dem Schreien/ der Feind und ihrer Tück?/ Der herr wird sie zerstreuen/ in einem Rugenblick./ Er kommt, er kommt, ein Rönig,/ dem alle Macht unoͤ List/ der Feinde viel zu wenig/ zum Wioderstande ist. 10. Er kommt zum Weltgerichte,/ zum Fluch dem, der ihm flucht,/ mit Gnad und süßem Lichte/ dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm,‚ o Sonne,/ und hol uns allzumal/ zum Licht, zur ewgen Wonne/ in deinen Freudensaall! Paul Gerharot, 4 1676. 21 Mel. Wie nach einer Wasserquelle(od. wie Nr. 388). Französischer psalter, 1551. —————2 — ö—8— ———.——— 23— ————————— 1 1. War⸗um willst oͤu oͤrau⸗Pen ste⸗hen,/ du Ge⸗ seg⸗ne⸗ Laß dir, bei mir ein⸗ zu⸗ ge⸗ hen,/ wohl⸗ge⸗fal⸗len, ö———. SPSPSS.SI II I PIIIIIIIIIII ter des herrn? ou mein Stern, du, mein Je ⸗ su, mei⸗ ne Freud,/ 7 ———————————5—.— PP......II Hel⸗fer in der rech⸗ten deit!/ Hils, o hei⸗land, mei⸗nem .............— ———————————— her⸗ zen/ von den Wun⸗den, die mich schmer⸗zen. 2. In der Welt ist alles nichtig z/ nichts ist, das nicht kraftlos wär./ hab ich Hoheit, die ist flüchtig;/ hab ich Reichtum, was ists mehr/ als ein Stäublein armer Ero? PHab ich Lust, was ist sie wert?/ Was ists, das mich heut erfreue,/ das mich morgen nicht gereue? 3. Aller Trost und alle dᷣreude/ ruht in dir, herr Jesu Christ;/ dein Erfreuen ist die Weide,/ da man erst recht fröhlich ist./ Leuchte mir, o 8reudenlicht,/ ehe mir mein herze bricht;/ laß mich, Herr, an die erquicken, Jesu, komm, laß dich erblicken! * ꝗSꝗSꝗSSSS.. Schaffe, daß mein Geist und Sinn/ sich in deinem Lieben übe;/ 222³ Aoͤvent Aoͤve 4. Freu dich, Herz, oͤu bist erhöret,/ jeo kommt und zeucht er einj/ sein Gang ist zu dir gekehret,/ heiß ihn nur willkommen sein⸗— und bereite dich ihm zu,/ gib dich ganz zu seiner Ruh,/ öffne dein Gemüt und Seele,/ klag ihm, was dich oͤrück und quäle! dich/ ⸗ 5. Alles dient zu deinem Frommen,/ auch was bös und schädlich 2. scheint,/ weil dich Christus angenommen/ und es treulich mit dir immer meint./ Bleibest du dem wieder treu// ists gewiß und bleibt dabei,/ solche daß du mit den Engeln oͤroben/ ihn dort ewig werdest loben. 5. paul Gerharoͤt, 4 1676. stärkt u dankba Ach, was soll ich Mel. Nr. 7. 22 Sünder machen. mel. me 1. Kommst du, kommst du, Licht der Heiden? /Ja, du kommst laß ich n und säumest nicht,/ weil du weißt, was uns gebricht./ O oͤu starker— Trost im Leiden,/ 3esu, meines Herzens Tür/ steht dir offen, x komm zu mir! 2. Ja, du bist bereits zugegen,/ du Weltheiland, Gottes Sohnl/ Meine Sinnen spüren schon/ deinen gnadenvollen Segen/ und die Wunder deiner Kraft,/ welche Frucht und Leben schafft. 3. Adle mich oͤurch deine Liebe,/ Jesu, nimm mein§lehen hin!/—.— denn zu lieben dich, mein Licht,/ steht in meiner Kraft sonst nicht. ein⸗ 4. Jesu, rege mein Gemüte,/ Jesu, öffne mir den Mund,/ daß Eh⸗ dich meines herzens Grund/ innig preise für die Güte,/ die du— mir, o Seelengast,/ lebenslang erwiesen hast. ö 5. Laß durch deines Geistes Gaben,/ Liebe, Glauben und Ge⸗ aß duld,/ oͤurch Bereuung meiner Schuld/ mich zu dir sein hoch er⸗ 12.5 haben!/ Dann so will ich für und für/ Hosianna singen dir. unser! Ernst Christoph homburg, 4 1631. u uns Mel. Erschienen ist 23 Nikolaus herman, 3 6 der herrlich Tag. Wittenberg 566. 48 5 2 ö 2——— + bleibt .SPꝑPIPI.. —— E +—— 1 du dir 1. Nun kommt das neu⸗e Kir ⸗chenjahr,/ des freut sich Jepter —. V u,.— 5P ———— gleich al⸗le Chri⸗sten⸗schar./ Dein Kö⸗nig kommt, oͤrum freu e Zion 2* 13 ———9—ꝗ——— 8 soll ich machen. kommst starker offen, no Ge⸗ och er⸗ r. + 1631. jerman, og 1560. ——. ö EE *— 2. .— dich,/ du wer⸗tes Zi⸗ on, e⸗wig⸗lich./ Hal⸗le ⸗lu⸗jal 2. Wir hören noch das Gnadenwort,/ das Wort vom heiland, immerfort,/ das uns den Weg zum Leben weist;/ Gott, sei für solche Gnad gepreist./ Halleluja! 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt,/ die unsern Glauben stärkt und mehrt,/ das bringe Frucht, auf daß wir dir/ lobsingen dankbar für und für./ Halleluja! gohann Olearius, 4 1684. Mel. Meinen Jesum 24 laß ich nicht. Zohann Uhlich, 1674. D=S*D—DH— W S,H— △ ho ⸗si⸗ an- nal da⸗ vios Sohn/ kommt in Zi⸗ on ach be⸗rei⸗tet ihm den Thron,/ setzt ihm tau⸗send — ein ⸗ge⸗ zo⸗gen; Eh⸗ren⸗bo⸗ gen ———— GI. Be e. 3 daß er Ein⸗zug hal⸗ten kann! 2. Hosianna, sei gegrüßtl/ Komm, wir gehen dir entgegen/ unser Herz ist schon gerüst,/ will sich oͤir zu Füßen legen./ Zeuch zu unsern Toren ein,/ oͤu sollst uns willkommen sein! 5. Hosianna, Friedefürst,/ Ehrenkönig, Helö im Streitel/ Alles, was du schaffen wirst,/ das ist unsre Siegesbeute./ Deine Rechte bleibt erhöht,/ und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna, lieber Gast,/ wir sind deine Reichsgenossen,/ die du dir erwählet hast;/ ach, so laß uns unveroͤrossen/ deinem depter dienstbar sein;/ herrsche oͤn in uns allein! 5. Hosianna, komme balo,/ die Verheißung zu erfüllenl/ Sollte gleich die Knechtsgestalt/ deine Majestät verhüllen,/ o, so kennet dZion schon/ Gottes und auch davios Sohn. 2* streu ⸗ et Pal⸗men, ma⸗chet Bahn,/ 252⸗ 6. Hosianna, steh uns beil/ O Herr, hilf, laß wohlgelingen,/—— — daß wir ohne heuchelei/ dir das herz zum Opfer bringen./ Du nimmst keinen Jünger an,/ der dir nicht gehorchen kann. ö 7. Hosianna nah und fern l/ Eile, bei uns einzugehen./ du Ge⸗ V — segneter des herrn,/ warum willst du draußen stehen?/ Hosianna, . bist du da?/ Ja, du kommst, Halleluja! Benjamin Schmolck, 4 17 7. ii. E WMiel. Ar. 24. 25 miah ich niehh 0 ich ö 1. Sieh/ dein Rönig kommt zu dir!/ Seele, das sind frohe Worte./ 2. Er 18 Syrich: Mein Rönig/ komm zu mir// sieh, ich öffne dir die Pforte// chem Oe die Zieuch mit deiner Sanftmut ein!/ Was du findest, das ist dein. Thron/ ö 2. Romm, ich bin dein Eigentum/ schon seit deinem Wasserbadeʒ/ werben, Lei komm, dein Evangelium/ werde mir ein Wort der Gnadel/ du 3. Er schickst ja dein Wort voran,/ daß mein König kommen kann. auf sich kon 3. Komm und räume alles aus, was du hassest, was mich reuet/ Macht,, * komm und reinige dein Haus,/ das die Sünde hat entweihet. sein gro s ö Mache selbst mit deinem Blut/ alles wieder rein und gut! 4. Er mio(4. RKomm in deinem Rbendmahl,/ das du uns zum Heil ge löste M. Gu ö geben,/ daß wir schon im Erdental/ mit dir als im himmel leben. helfen k — Romm, herr Jesu, leb in mir// und mein Leben sei in dir! ns Ari als i 5. Komm und bring den Geist auch mit,/ deinen Geist, ds 5. Du pia dich verkläret,/ der mich im Gebet vertritt/ und des Rönigs Wille dein Na so 50 lehret,/ daß ich bis auf jenen Tag:/ Romm, Herr gesul rufen mag Seelen 0 philipp drieoͤrich hiller, 4 17 inden we 4 — seid ö n Herhene Srnnde. 2 hamburg Wbehres ö labs oa.———— dein, 1 im—.——* IE Seelen/ 0 Er⸗hebt den Herrn, ihr From⸗-men!/ Er hält, wane wie E 4 1. 5 i der Hei⸗land ist ge⸗ kom⸗ men,- der völ-kuder morge not E EEE ER sprie 42 0 er ver⸗ spricht. 4 dab 1 CLrost und Licht. Gott, der uns nicht ver⸗ stößt,/ 90 oͤvent Aoͤvent 27 D 5, ISS SI I.I.I..II.II du Ge⸗ uns zum heil und Le⸗ben/ selbst sei⸗ nen Sohn ge⸗ sianna, D.— SII— + 7½ EREA— H en Jesum dge ben;/ oͤurch ihn sinͤd wir er⸗ löst. ich nicht. Worte., 2. Erlöst! O welche Liebe/ hat uns der Herr erzeigt,/ mit wel⸗ oforte// chem Vatertriebe/ sein herz zu uns geneigt l/ Von seiner himmel Chron/ kommt, Rettung vom Verderben/ uns Sündern zu er⸗ werben,/ sein eingeborner Sohn. del/ du 8. Er kommt zu uns auf Erden/ in tiefer Niedrigkeit,/ nimmt ann. auf sich die Beschwerden/ von unsrer Pilgerzeit,/ enthält sich seiner yreuetj/ Macht,/ verleugnet Himmelsfreuden,/ bis er durch Todesleiden/ weihet. sein großes Werk vollbracht. itl 4. Er hats vollbracht; o bringet/ Gott euren Lobgesang!/ Er⸗ heil ge löͤste Menschen, singet/ dem Mittler ewig Ddank!/ Wo niemand leben. helfen kann,/ oͤa hilst er aus Erbarmen,/ wird Licht und Trost dir! uns Armen:/ o nehmt ihn gläubig an! zeist, do 5. Du Freund der Menschenkinder,/ verwirf uns, Jesu, nichtl/ 38 Wille dein Name, heil der Sünder,/ ist unsre Zuversicht./ Gib unsren ifen ma Seelen Ruh;/ hilf jeden Reiz zu Sünden/ uns glücklich über⸗ er, 4 N-winden/ gib Mut und Rraft dazu! 6. Dich wollen wir erheben/ hier und in Ewigkeit,/ wo uns ein burg ISahessres Leben/ vor deinem Thron erfreut./ Dann sind wir ewig ein,/ und nichts wird uns mehr fehlen,/ dann weroͤen unsre — Seelen vollkommen selig sein. Samuel diterich, 4 1797. zält, wanel. wie schön leuchtet 27 völ-koder morgenstern. Frankfurt a. M. 1599. ..I.I TT EEEE———— 2—— ——5— 1.— —— 2 —— öt, hi 1. der hei⸗ lano kommt, lob ⸗sin ⸗-get ihm,/ dem Er kommt, der ein ⸗ge⸗ bor⸗ne Sohn,/ und 2¹ —— XI Aoͤvent 27 —— herrn, dem al ⸗le Se⸗ ra⸗ phim„ das hei ⸗lig, steigt von sei ⸗ nes Hhim⸗mels Thron,/ der Welt das —.— I IIIIIIII 5nt 3u Luit 925 preis dir,/ daß wir/ von den 2— ö— E ö —— x ö 24 0 ö ö Sün⸗ den/ Ret⸗tung fin⸗den;/ höch⸗stes We⸗sen,/ dͤurch dͤich —— ö I —— L II— — 2— II— ——— wer⸗den wir ge⸗ ne⸗ sen. 2. Willkommen, Friedefürst und Helö,/ Rat, Vater, Kraft und Heil oͤer Welt,/ willkommen hier auf Erdenl/ Du kleioͤest dich in Fleisch und Blut,/ wirst Mensch und willst der Welt zu gut/ selbst unser Bruder werden./ Ja du,/ Jesu,/ kommst uns Armen/ voll Erbarmen/ nun entgegen,/ wanoͤelst unsern Fluch in Segen. 3. Du bringst uns Trost, Zufriedenheit,/ Heil, Leben, ewge Seligkeit;/ sei hoch dafür gepriesen!/ O Herr, wie viel zu schwach sind wir,/ die Treue zu vergelten dir,/ die du an uns bewiesen!/ Von dir,/ da wir/ im Veroͤerben/ müßten sterben,/ kommt das Leben. /O was kannst du Größres geben! 4. Wir bringen dir ein dankbar Herz,/ gebeugt durch Buße, Reu und Schmerz,/ bereit, vor dir zu wandeln/ und dir und unsrem Nächsten treu,/ aufrichtig, ohne Heuchelei/ zu denken und zu handeln./ Zu dir/ flehn wir:/ Hilf uns Schwachen,/ daß wir wachen,/ beten, ringen/ und des Fleisches Lust bezwingen. 5. Laß uns zu unserm ewgen heil/ an oir im wahren Glauben Teil/ durch deinen Geist erlangen;/ auch wenn wir leiden, auf dich sehn,/ im Guten immer weiter gehn,/ nicht an der Erde hangen,/ bis wir/ zu dͤir/ mit den Frommen/ ewig kommen,/ dich erheben/ und in deinem Reiche leben. Samuel diterich, 4 1797. 2² hiesen!/ imt das h Buße, dir und ken und daß wir en. Blauben en, auf er Erde nmen,/ „4+ 177. Roͤvent 28 28 Mel. die Tugend wird ourchs Kreuz geübet. J. A. Freylinghausen, Halle 1704. 2 +— D 5——— ,N BBa., ,x I. Was war ich oh ne dich ge⸗ we⸗sen?/ Was würd ich Zu Furcht und Angsten aus⸗ er⸗le⸗sen,/ ständ ich in EEEEEEE oh⸗-ne dͤich nicht sein? 4 izt ich si⸗ ich liebste; Weizter Weit al⸗kein Nichts wüßt ich si⸗cher, das ich lieb⸗te;/ 1—* 1 2 *X .—. Se 25— 1 I 1 ———————— die Zu⸗kunft wär ein oͤunkler Schlund,/ und wenn mein Herz sich 2.——— 12—— SHN . tief be⸗trüb⸗te,/ wem tät ich mei⸗ ne Sor⸗ ge kund? 2. Einsam, verzehrt von Lieb und Sehnen,/ erschien mir nächt⸗ lich jeder Tag;/ ich folgte nur mit heißen Tränen/ oͤem wilden Lauf des Lebens nach;/ ich fände Anruh im Getümmel/ und hoffnungslosen Gram zu Haus;/ wer hielte ohne reund im him⸗ mel,/ wer hielte oa auf Eroͤen aus? 3. Hat Christus sich mir kunoͤgegeben,/ und bin ich seiner erst gewiß,/ wie schnell verzehrt ein lichtes Leben/ die bodenlose dinster⸗ nis l/ Durch ihn erhalt ich tausend Gaben,/ durch ihn bin ich ja Gottes Rind,/ gewiß, ihn unter uns zu haben, wo zwei auch nur versammelt sind. 4. O geht hinaus auf allen Wegen/ und holt die Irrenden hereinj/ streckt jedem eure hand entgegen/ und ladet froh sie zu uns ein l/ Der himmel ist bei uns auf Erden,/ im Glauben schauen wir ihn an./ Die eines Glaubens mit uns werden,/ auch denen ist er aufgetan. 5. Das herz, des Lebens reichste Quelle,/ein böses Wesen wohnte orin;/ und waroͤs in unserm Geiste helle,/ so war nur Unruh 253 Hovent der Gewinn./ Ein eisern Band hielt an der Erde/ die bebenden Gefangnen fest;/ Furcht vor des Todes Richterschwerte/ verschlang der Hoffnung Uberrest. 6. Da kam ein Heiland, ein Befreier,/ ein Menschensohn voll Lieb und Macht/ und hat ein allbelebend Feuer/ in unserm Innern angefacht./ Nun sahn wir erst den himmel offen/ als unser wahres Vaterland;„ wir konnten glauben nun und hoffen/ und fühlten uns mit Gott verwanoͤt. 7. Noch steht in wundersamem Glanze/ der heilige Geliebte hier;/ gerührt von seinem Dornenkranze/ und seiner Treue, weinen wir./ Ein jeder Mensch ist uns willkommen,/ der seine hand mit uns ergreist/ uno, in sein herz mit aufgenommen,/ zur Frucht des Paradieses reift. Friedrich v. Hardenberg(Rovalis), 1801. Mel. Wachet auf, 2 vuft uns die Stimme. 9 Frankfurt a. M. 1599 S...... Herr, wir sin⸗gen dei⸗ ner Eh⸗ re,/ erbarm dich un⸗ser herr, wir oan⸗ken voll Ent⸗zük⸗ken;/ wo ist ein 2— ö 1— .—— IR .. und er⸗ hö⸗ re,/ nimm gnä⸗dig un⸗ser Lob⸗lied anl so be⸗ glük⸗ken,/ so lie⸗ben und so seg⸗ nen kann?- 4 ö‚ EE— Der Gott, den wir er⸗ höhn, er, des⸗ sen Heil wir sehn// . + i. ist oie Lie⸗be;/ schon vor der Zeit,/ in E⸗wig⸗keit/ II ö N äꝑI.t.t;ttI'I‚IttiIIsIsesIn:. war Gott die Lie ⸗ be, wird sie sein. 2⁴ 4. mũ pfan 1 oͤvent Aoͤvent 30 benden 2. Um zu dir uns zu erheben,/ hauchst du in unsre Brust das schlang Leben/ und schenkest uns der Erde Glück;/ um zu dir uns zu er⸗ ö heben,/ entziehst du unsrer Brust das Leben/ und schenkest uns hi voll dͤes himmels Glück./ Du gibst oͤas Leben, Gott!/ Du sendest uns Innern den Tod/ nur zum Segen,/ bist liebevoll;/ nur unser Wohl,/ wahres nicht unser Elend schaffest du. fühlten 3. Als wir, von der Sünde Plagen/ gequält, in unserm Eleno lagen/ und Nacht des Todes uns umfing,/ fern von deiner Wahr⸗ te hier;, heit Pfade,/ da war es, Gott, als deine Gnade/ erbarmend vor n wir., uns überging./ Da rief der Liebe Blick/ ins Leben uns zurück;/ mit uns von der Sünde,/ von ihrer Nacht/ sind wir erwacht,/ erwacht, ucht des um Gottes Licht zu sehn. „ 1 801. 4. Preiset ihn, ihr Jubellieder!/ Zur Erde stieg sein Sohn her⸗ nieder,/ ward Mensch und starb der Sünder Tod./ Christus hat m. 1899 den Tod bezwungen;/ ein neues Lied werd ihm gesungen!/ Uns — segnet und begnadigt Gott./ Wir sind mit ihm versöhnt;/ ihr —.— Lobgesänge, tönt,/ tönt zum himmell/ Erschallt schon hier!/ Einst ——— knieen wir/ an seinem Thron und beten an. un=ser Joh. Joachim Eschenburg, 4 1820. 30 Arnold Mendelssohn, Darmstaot 1887. I. E ———— 2 2 1. Dein Kö⸗ nig kommt in nie ⸗ dern hül⸗len/ sanft⸗ V —— — 1 sehn/ mü ⸗ tig auf der Es⸗ lin Fül⸗ len;/ em⸗ hHR 2 1—— 4 1 .——— + 42545076 H. EE—— g⸗keit pfang ihn froh, Je ⸗ ru⸗ sa ⸗lem!/ Trag ihm ent⸗ ge⸗ gen —.—— 1—. — 2— ED LD...— —— 8.,,— ———e L— 2 Frie⸗dens⸗pal⸗men,/ be⸗streu den Pfabd mit grü ⸗ nen 2⁵ al 2.———— H sich die Welt empört. NXI 30 Aoͤvent ——3—— ..... hal⸗menj/ so ists dem her ⸗ ren an ⸗ ge⸗nehm. 2. O mächtger Herrscher ohne Heere,/ gewaltger Kämpfer ohne Speere,/ o Friedensfürst von großer Macht!/ Es wollen dir der Erde herren/ den Weg zu deinem Throne sperren;/ doch du ge⸗ winnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden;/ doch aller Erden Reiche werden/ dem, das du gründest, untertan./ Bewaffnet mit des Glaubens Worten,/ zieht deine Schar nach den vier Orten/ der Welt hinaus und macht dir Bahn. ö 4. Und wo du kommest hergezogen,/ da ebnen sich des Meeres Wogen,/ es schweigt der Sturm, von dir beoͤroht./ Du kommst, auf den empörten Triften/ des Lebens neuen Bund zu stisten,/ und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 5. O herr von großer huld und Treue, aufs neue/ zu uns, die wir sind schwer verstört!/ Not ist es, du selbst hienieden/ kommst zu erneuern deinen§rieden,/ dagegen „o komme du auch jetzt 6. O laß dein Licht auf Erden siegen,/ die Macht der Finsterni x erliegen/ und lösch der zwietracht Slimmen aus,/ daß wir, dis völker und die Thronen,/ vereint als Brüder wieder wohnen in deines großen Vaters Haus. Unv.-Sl. Glessen gen F Friedrich Rückert, 4 18000 67 oͤvent — WN — 2. +D 2 W + nehm— F4 ö er ohne dir der du ge⸗ Eroͤen fnet mit Orten/ NN D V Meeres kommst, tiften,/ . iuch jetzt es, daß dagegen . insternis wir, dis hohnen ⸗/ et, 4 18606, * EH I — S ID Sss—— — X E S R E W ö ö * ö 62 5¹˙3² 3 0 31 VoeraloenatoeJhN-Man 1599. EEEE—— Weihnachten Es ist ein Ros entsprungen/ aus ei⸗ner Wur⸗ zel zart, + Vals uns die Al⸗ten sun⸗gen,/ von ges⸗se kam die Art, 4 —— 10 so viel,/ da- von ich singn und sa⸗ gen will. 1 i E., 0 ER—— soll und hat ein Blümlein Prachr/ wut⸗ ten im kal⸗ten Win⸗ die DEEE 36 EDPDSEEE Lei— ö ger ter/ wohl zu der hal ⸗ ben Nacht. kon ö 2. Das Röslein, das ich meine,/ davon Jesaias sagt,/ hat uns 4 gebracht alleine/ Marie, die reine Magd./ Aus Gottes ewgem los Rat/ hat sie ein Rind geboren/ wohl zu der halben Nacht. 7 mi ö(vorreformatorisch.)- 1599. x 6 5 1 4 ö 32 2 Epio Ein Kinderlied auf die Weihnachten EV vom Kinoͤlein Jesu/ Leipzig 1559. ö V—— n 6 SISSEEEEEE lad ö 1.„Vom him⸗ mei hoch, da komm ich her,/ ich 7. ö * wie ö I 2 ö er q‚——. Not bring euch gu⸗te neu⸗e mär; der gu⸗ten Mär bring verges 15. frei/ ʒ 14. seinen uns so ichten In 1599. ozig 1559. Weihnachten 32 2. Euch ist ein Kinoͤlein heut geborn/ von einer Jungfrau aus⸗ erkorn,/ ein Kindelein so zart und fein,/ das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott,/ der will euch führn aus aller Not;/ er will eur Heiland selber sein,/ von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit,/ die Gott, der Vater, hat bereit,/ daß ihr in seinem Himmelreich/ mit uns sollt leben allzugleich. 5. So merket nun das Zeichen recht:/ die Krippen, Windelein so schlecht,/ da findet ihr das Kind gelegt,/ das alle Welt erhält und trägt.“ 6. Des laßt uns alle fröhlich sein„ und mit den hirten gehn hinein,/ zu sehn, was Gott uns hat beschert,/ mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Sei uns willkommen, eoͤler Gast,/ den Sünder nicht ver⸗ schmähet hast/ und kommst ins Elend her zu mir:/ wie soll ich immer oͤanken dir? 8. Ach Herr, oͤu Schöpfer aller Ding,/ wie bist oͤu worden so gering// daß oͤu daliegst auf oürrem Gras,/ der in dem Schoß des Vaters saß! 9. Und wär die Welt vielmal so weit,/ mit Edelstein und Gold bereit't,/ so wäre sie doch viel zu klein,/ um eine Wiege dir zu sein. 10. Der Sammet und die Seioen dein,/ das müssen Heu und Windeln sein,/ worin du, König, groß uno reich,/ herprangst, als wärs dein Himmelreich. 11. Das hat also gefallen dir,/ die Wahrheit anzuzeigen mir,/ wie aller Welt Macht, Ehr und Gut/ vor dir nichts gilt, nichts hilst noch tut. 12. Ach, du herzlieber Jesu mein,/ mach dir ein Bette sanft und rein,/ zu ruhn in meines Herzens Schrein,/ daß ich nimmer vergesse dein. ö 15. Davon ich allzeit fröhlich sei,/ zu springen, singen immer frei/ zu Ehren dir, o Gottessohn,/ mit herzenslust den süßen Ton. 14. Eob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,„ der uns schenkt seinen eingen Sohn/ des freuet sich der Engel Schar/ und singet uns solch neues Jahr. martin Luther, 4 1546. 29 3. den aller Weltkreis nie besch ö und uns im himmel mache reich/ und seinen lieben Engeln gleich.— Weihnachten Weih v torisch.— 33 Coewittenberg 18520 ISSS V— I. Geslo⸗bet seist du, Je⸗ su Christ,/ daß du Mensch 6.— bo⸗ re 12————— 3. D ......— llmmt freu⸗et sich der En⸗gel Schar./ Hal⸗ le ⸗lu⸗jal 2. des ewgen Vaters einig Kind/ jetzt man in der Krippen finot;/ in unser armes Fleisch und Blut/ verkleidet sich das ewg Gut./ Hallelujal uns gl Reich. 5. E loß,/ der liegt in Mariel Wie ke Schoß j/ er ist ein Kindlein worden klein,/ der alle Ding erhe h er Che allein./ Halleluja! 4. Das ewge Licht geht da herein,/ gibt der Welt ein'n neuen Scheinj/ es leuchtt wohl mitten in der Nacht/ und uns des Lichte! Kinder macht./ Halleluja! 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art,/ ein Gast in der a RIU hie ward/ und führt uns aus dem Jammertal,/ macht Erben u in seinem Saal./ Halleluja! ö 6. Er ist auf Erden kommen arm,/ daß er unser sich erbarm Halleluja!—3 7. Das hat er alles uns getan,/ sein groß Lieb zu zeigen an/ oa des freu sich alle Christenheit/ und dank ihm des in Ewigkeit. ö Hallelujal martin Luther, 4 1546.(Vers 1 vorreformatoristh—— 34 I nikolaus herman, I59 vol⸗ 0 — 1. Lobt Gott, ihr Christen all⸗zu⸗gleich,/ in sei⸗ nem höchst ist nachten Weihnachten 35⁵ matorisch.)———— x iberg 1524 EEREEEEEEEEE ———.— —Chron,/ oͤer heut schleußt auf sein him ⸗ mel⸗ reich/ und d,—— ö S...........I....III. schenkt uns sei⸗ nen Sohn/ und schenkt uns sei⸗ nen Sohn. ——— 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß/ und wird ein Kinoͤlein j /des tlein j/ er liegt dort eleno, nackt und bloß: in einem Rrippelein.: — 3. Der Herr begibt sich der Gewalt,/ wirö niedrig und gering,/ — mt an sich eines Knechts Gestalt,:: der Schöpfer aller Ding. 72 u⸗jal 4. Er wechselt mit uns wunderbar,/ nimmt zleisch an, wird r Krippenuns gleich/ und beut uns Gottes Klarheit dar in seines Vaters das ewoge.. 8 ů. 5. Er wird ein Rnecht und ich ein herr// das mag ein Wechsel seinl/ in Marie Wie könnte doch sein freunolicher: das liebe Christkinoͤlein! 7 ing erhäl 6. Heut schleußt er wieder auf die Tür/ zum schönen Paradeis;/ der Cherub steht nicht mehr dafür,:: Gott sei Lob, Ehr und Preis l:,: in'n neuen Nikolaus herman, 4 1561. des Lichter 3 5 Johann Crüger, Berlin 1656. n der Welg +— am ee A. Eren EE EE h erbarm 1. Fröh⸗lich soll mein Her⸗ze springen/ die⸗ ser Zeit,/ eln gleich.=——— ö e SDSSHDD EEEEE. eigen an⸗* 1.— Ewigtelt da vor——— al-le En⸗ gel sin⸗gen./ Hört, hört, wie mit formatoristh.———— SII———— äSPSSPSSIPIS I HN em höchsu ist ge⸗bo⸗ren! Weihnachthi Weih 2. heute geht aus seiner,Kammer/ Gottes held,/ der die Wei 2. v reißt aus allem Jammer./ Gott wird Mensch dir, Mensch, zu gute dir ger Gottes Kind,/ das verbinot/ sich mit unserm Blute. Pproph ʒ. Sollt uns Gott nun können hassen, der uns gibt,/ was 3.„ liebt/ über alle Maßen?/ Gott gibt, unserm Leid zu wehren nähm! seinen Sohn/ aus dem Thron/ seiner Macht und Ehren. lich sei 4. Nun er liegt in seiner Krippen,/ ruft zu sich/ mich und dih 4. N spricht mit süßen Lippen:/ Lasset fahren, lieben Brüder,/ was e deine! quält,/ was euch fehlt;/ ich bring alles wieder. Welt u 5. Ei, so kommet ohn vVerweilen,/ stellt euch ein, groß S. D klein,/ laßt uns zu ihm eilen!/ Liebt den, der vor Liebe brenn dein j/ schaut den Stern,/ der uns gern/ Licht und Labsal gönnet. Lust. 6. Die ihr schwebt in großen Leiden,/ sehet, hier/ ist die N 5. zu den wahren dreuden./ Faßt ihn wohl, er wird euch führen/ leid// den Ort,/ da hinfort/ euch kein Kreuz wird rühren. Mensch 7. Wer sich fühlt beschwert im herzen,/ wer empfindt es recht Sind/ und Gewissensschmerzen,/ sei getrost: hier wird gefundg i ö der in Eil/ machet heil/ auch die tiefsten Wunden. 8. D 8. Die ihr arm seid und elende,/ kommt herbei,/ füllet wider eures Glaubens händel/ Hier sind alle guten Gaben/ und Gnade Gold,/ oran ihr sollt/ eure Herzen laben. 9. d 9. Süßes heil! laß dich umfangen, laß mich dir,/ meine zgut;/ unverrückt anhangen!/ Du bist meines Lebens Leben,/ nun CTrostes ich/ mich durch dich/ wohl zufrieden geben. 10. 10. Ich will dich mit dleiß bewahren,„ ich will dir“ slich soll hier/ und mit dir heimfahren/ mit dir will ich enoͤlich schweh 1170 voller Freud/ ohne zeit/ dort im andern Leben. paul Gerharot, Jamme in Freu 36 12.1 Mel. Nr. 32. vom Himmel hoch(mit Weglassung des Halleluig Eigentt (oder wie Nr. 25). wie dir 1. Wir singen dir, Immanuel,/ du Lebensfürst und Gng 13. quell,/ daß ou, o langgewünschter Gast,/ dich nunmehe eingehund do host.(Halleluja.)(Hallel. ihnachtit Weihnachten 3⁵ rdie Wel 2. von Anfang, da die Welt gemacht// hat so manch herz nach u gute dir gewacht; /dich hat gehofft so lange Jahr/ der vaäter und Propheten Schar:(Halleluja.) bt,/ was 3.„Ach, daß der Herr aus Zion kãm/ und unsre Bande von uns wehren nähm! Nch, daß die Hilfe bräch herein,/ so würde dein Volk fröh⸗ ren. lich sein.“(Halleluja.) und oͤich 4. Nun, du bist hier, da liegest du,/ hältst in dem Kripplein was eldeine Ruh,/ bist klein und machst boch alles groß,/ bekleioͤst die Welt und kommst doch bloß.(Halleluja.) groß 1 S. Du kehrst in fremoe Hausung ein,/ und sind doch alle Himmel be brenndein;/ du liegst an einer Menschenbrust/ und bist doch aller Engel gönnet. Lust.(Halleluja.) ist die N 6. Du bist der Ursprung aller Freud/ und oͤuloͤest so viel Herze⸗ führen Aeid;/ du bist der größte Menschenfreund,/ doch sind dir so viel Menschen feind.(Halleluja.) 7. Och aber, dein geringster Knecht,/ ich sag es frei und mein pfindt/ Kes recht:/ Ich liebe dich, doch nicht so viel,/ als ich dich gerne lieben ogefungewill.(Hallelusa.) 8. Der Will ist da, die Kraft ist klein;/ doch wird dir nicht zu⸗ füllet ANwider sein/ mein armes Herz, und was es kann,„wirst ou in 'en/ ung Gnaden nehmen an.(Halleluja.) 9. Darum hab ich so guten Mut,// du wirst auch halten mich für meine zgut;/ o Jesu Christ, dein frommer Sinn/ macht, daß ich so voll n,/ nun ITrostes bin.(Halleluja.) 10. Und bin ich gleich der Sünde voll,/ hab ich gelebt nicht, wie U dir/ Uich soll/ so kommst du doch oͤeswegen her,/ daß sich der Sünder ich schwebsu dir kehr.(Halleluja.) ö 11. So faß ich dich nun ohne Scheu:/ du machst mich alles erharot; Vammers frei;/ öu trägst die Schulo, erwürgst den Too,/ verkehrst in Freud all Angst und Not. alleluja.) 12. Du bist mein Haupt, hinwiederum/ bin ich dein Glied und halleluja Eigentum/ und will, soviel oein Geist mir gibt,/ stets oͤienen dir, wie dirs beliebt.(Halleluja.) und Gnn 15. Ich will dein Halleluja hier/ mit hreuden singen für und für// he eingestind dort in deinem Ehrensaal/ solls schallen ohne Zeit und Zahl. (Halleluja.) paul Gerharot, 4 1676. * — 2057 Weihnachtel Weil 57 20 —.— Mel. Nun freut euch, lieben Christen gmein(oder wie Nr. 270). Wittenberg 152 1ei eid en —— —— ö—— eignes ...... 7. E — ER Ich steh an dei⸗ner Krip⸗pe hier,/ o Je⸗su, du meih sagen ch X ———.—½— U 4 12—•½ dnn Eüu. ein/ 0 die ze ⸗ benlgimm hin, es ist mein Geist und Sinn,// heij doch b 5. ge ⸗ ben. den, * ö— ee E— 2 ö R. gen 1..— I tausen kon Seel und Mut, nimm al⸗les hin/ und laß dirs wohl⸗ge 196—..— mie—.....— Su fal ⸗len! 5 ö 2. Da ich noch nicht geboren war,/ da bist du mir geboren/ un—. as hbast mich dir Zu eigen gar,eh ich dich kannt, erkoren /eh ich 0— Pioe war ans Licht gebracht,/ da hat dein Herze schon bedacht,/ wie % mein wolltest werden. gro⸗ 3. Ich lag in tiefer Lodesnacht,/ du wuͤroͤest meine Sonne,/ Licht wel Sonne, die mir zugebracht/ Licht, Leben,§reud und Wonne./— sein Sonne, die das werte Licht/ des Glaubens in mir zugericht,/— lab schön sind deine Strahlen! gim⸗ E 4. Ich sehe dich mit dreuden an/ und kann nicht satt mich sehen 2.L wit und weil ich nun nichts weiter kann,/ so preis ich, was geschehen schein er O, daß mein Sinn ein Abgrund wär/ und meine Seel ein weil hinein no Meer,/ daß ich dich möchte fassen! Todes 5. Wenn osft mein Herz vor Leide weint/ und keinen Trost kah 5. Enei finden,/ da ruft mirs zu: Ich bin dein Freund,/ ein Tilger dein keit./ Sündenz/ was trauerst du, o Bruder mein?/ Du sollst ja guh dieser daß dinge sein,/ ich zahle deine Schulden. dein a * 3* . hnachtel Weihnachten 38 6. Du fragest nicht nach Lust der Welt,/ noch nach des Leibes enberg 154 öreuden;/ du hast dich bei uns eingestellt,/ an unsrer Statt zu leidenj/ suchst meiner Seele Trost und§reud/ oͤurch dein selbst⸗ —eignes herzeleid;/ das will ich oͤir nicht wehren. 7. Eins aber, hoff ich, wirst du mir,/ mein Heilano, nicht ver⸗ u, oͤu mei sagen:/ daß ich dᷣich möge für und für/ in meinem herzen tragen./ nir hast go So laß mich deine Wohnung sein,/ komm, komm und kehre bei mir ein/ mit allen oeinen Freuden! 8. zwar sollt ich denken, wie gering/ ich dich bewirten werdez/ 70 ou bist ein Schöpfer aller Ding,/ ich bin nur Staub und Erde;/ binn,/ Herz doch bist du ein so lieber Gast,/ daß du noch nie verschmähest hast/ den, oͤer oͤich gerne siehet. paul Gerharot, 4 1676. —2 mel. O daß ich 38 — tausend Zungen hätte. Frankfurt a. M. 1738. ——— — 1. Dies ist oͤie Nacht, oa mir er=schie⸗ nen/ des Das Kind, dem al ⸗le En⸗gel die⸗ nen/ bringt boren/ un ö—— é——— ö— +I— I..——...— 0 4701.———.—. DRSSISSSS— cht, ö‚ gro⸗ßen Got⸗tes Freunoͤ⸗lich⸗keit. Licht in mei⸗ne Dun⸗kel⸗heit, unö dͤie⸗ses Welt⸗ und Sonne,/ ö Wonne./——— D‚..— 1 jericht,/ d,——————— him⸗mels⸗licht/ weicht hun⸗dert⸗tau⸗send Son⸗nen nicht. mich sehen 2. Laß oich erleuchten, meine Seele//versãume nicht den Gnaden⸗ geschehen schein!/ der Glanz in dieser kleinen höhle/ streckt sich in alle Welt el ein weih hinein// er treibet weg der höͤllen Macht,/ der Sünden und des Todes Nacht. n Trost kayn 5. In diesem Lichte kannst du sehen/ das Licht der klaren Selig⸗ Lilger dein keit./ Wenn Sonne, Monod und Stern vergehen/ dereinst am Enoͤe llst ja guß oͤieser Zeit,/ wird dieses Licht mit seinem Schein/ dein himmel und dein alles sein. 3* 35 440 8 — —.— 7 3 *+*. —57—— — ö S *** —— —— ‚ 39 Weihnachte Weihn 4. Laß nur indessen helle scheinen/ dein Glaubens⸗ und oe 6. Kön Liebeslicht)/ mit Gott mußt du es treulich meinen, /sonst hilsti auch wie ö Eh⸗ren!l N ö 290— ö ö diese Sonne nicht j/ willst du genießen diesen Schein,/ so darfst ich erwa nicht mehr dunkel sein. 7. Tro S:. drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne,/ bestrahle mich n doch, me deiner Gunst j/ dein Licht sei meine Weihnachtswonne/ und leh in mir,/ mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll/ und]8. Me des Weihnachtsglanzes voll. K. driedrich Nachtenhöfer, 1 18 laß mich auch bal Mel. Lobe den herren, 39 den mächtigen König. Stralsund 166 — ö x ö—— 2——.‚— Mel. Nr * SIESIEEEE—.— 1. die 8 1— ö gauchzet, ihr him⸗mel, froh⸗lo⸗cket, ihr En⸗ gel, gedacht; Sin⸗get dem Her⸗ren, dem hei⸗land der Menschen, Erden i —— 2. Die — ö——... da sanot — 1 2 1— Sohn. Chö⸗ren! 2 ů li ulure Ses het do da,/ Hott wil so seundleh kiehrfurc enoͤlich! ————.— 14.— EEE—..——6——— 0Q are da ere—.—. der Wel nah/ zu den Ver⸗lor⸗nen sich keh s ren. Fleisch z 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erdenl/ 5. De und der Sünder, die sollen zu dreunden nun werden./ drieden von mir Freud/ wird uns verkündiget heut:/ freuet euch, Hirten und Heroe kommt z. Sehet dies Wunder, wie tief sich der höchste geneigetl/ Gi 6. He die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeigetl/ Sie wird ein Rinl flirst// a träget und tilget die Siind j/ alles anbetet und schweiget. bet ich 4. Gott ist im Fleischel wer kann dies Geheimnis verstehen 7. Du Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen./ Gehet hinei und Blu eins mit dem Rinde zu sein, /die ihr zum Hater wollt gehen werden 5. Hast du denn, Höͤchster, auch meiner noch wollen gedenken Halt 1 —— ãlt./ On willit dich selber, dein Herze voll Liebe, mir schenken/ ollen mein Sinn/ innigst sich freuen darin/ und sich in Demut verse EEE 40 6. Rönig der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde,/ dem ich t hilst auch wieder mein Herze in Liebe verbinde// du sollst es sein,/ den darsst ich erwähle allein ewig entsag ich der Sünde. 7. Treuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren/ komm mich n doch, mein Heiland, uns laß mich nicht länger verloren!/ Wohne und leh in mir,/ mache ganz eins mich mit bir,/ in oir zum Leben erkoren! %un 8. menschenfreund, Jesu, dich lieb ich, dich will ich erheben,/ fer, I is laß mich ooch einzig nach deinem Gefallen nun lebenl/ Gib mir auch balö,/ Jesu, die Kindesgestalt,/ völlig mich dir zu ergeben! hisund 16 Gerhard TLersteegen, 4 1769. vom himmel hoch, — Mel. Nr. 32. 40 ba Komth ich her⸗ —1. Dies ist der Tag, den Gott gemacht,/ sein werd in aller Welt =gel, gedacht;/ ihn preise, was durch Jesum Christ/ im himmel und auf uschen, Erden ist. 2. Die völker haben dein geharrt,//bis daß die Zeit erfüllet waro,// da sanoͤte Gott von seinem Thron/ das Heil oͤer Welt, oich, seinen — ohn. ro⸗lich u 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still;/ er betet an, und er ermißt,/ daß Gottes Lieb un⸗ enoͤlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält,/ erniedrigst du dich, Herr der Welt,// nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im öͤleisch zu unserm heil. den /% S. Dein Rönig, Zion, kommt zu dir./„»Uch komm, im Buche steht driede von mir;/ Gott, deinen Willen tu ich gern“./ Gelobt sei, der da no Heror kommt im herrn! jetl/ St4 6. Herr, der ou Mensch geboren wirst,/ Immanuel und Friedens⸗ ein Rins fürst,/ auf den die Väter hoffend sahn,/ dich, Gott, mein heiland, iget. bet ich an! erstehn 7. Du, unser Heil und höchstes Gut,/ vereinest dich mit Fleisch et hine und Blut// wirst unser zreund und Bruder hier,/ und Gottes Rinder t gehen werden wir. jedenken 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt,/ Ein Mittler ists, der sie solltnerhalt. Was zagt der mensch, wenn der ihn schlitzt,/ der in des versen Vaters Schoße sitzt! 37 4142 Weihnachte 9. Jauchzt, himmel, die ihr ihn erfuhrt,/ den Tag der heiligsten Geburt;/ und Erde, die ihn heute sieht, äsing ihm, dem Herrn, ein neues Lied. 10. dies ist der Tag, den Gott gemacht,/ sein werd in aller Welt gedacht j/ ihn preise, was durch Jesum Christ/ im himmel und auf Erden ist. Christian dürchtegott Gellert, 1769. Kommt her zu mir Mel. Nr. 155. 41² spricht Gottes Sohn. 1. Brich an, du schönes Morgenlichtl/ Das ist der alte Morgen nicht,/ der täglich wiederkehret/ es ist ein Leuchten aus der dern// es ist ein Schimmer, ist ein Stern,/ von dem ich längst gehöret. 2. Aun wird ein König aller Welt,/ von Ewigkeit zum Heil be⸗ stellt,/ ein zartes Kind geborenj/ der Teufel hat sein altes Recht/ am ganzen menschlichen Geschlecht/ verspielt und schon verloren. 3. Der Himmel ist jetzt nimmer weit,/ es naht die selge Gottes⸗ zeit/ der Freiheit und der Liebej/ wohlauf du frohe Christenheit,/ daß jeder sich nach langem Streit/ in Friedenswerken übe. 4. Ein ewig festes Liebesband/ hält jedes Haus und jedes Land/ und alle Welt umfangen„wir alle sind ein heilger Stamm,/ der Löwe spielet mit dem Lamm,/ das Kind am Nest der Schlangen. 5. Wer ist noch, wolcher sorgt und innt?/ Hier in der Krippe liegt ein Kind/ mit lächelnder Gebärde./ Wir preisen dich, du Sternenheld!/ Willkommen, heiland, aller Weltl/ Willkommen auf der Erdel mar v. Schenkendorf, + 1817. gobe den Herren, den Mel. Ar. 39. 42 mächtigen König der Ehren. 1. Ehre sei Gott in der hoͤhel der Herr ist geboren!/ Laßt uns ihm singen, o Christen; auch wir sind erkoren,/ sein uns zu freun/ und durch ihn selig zu sein:/ Christen, wir sind nicht verlorenl 2. Schatten und Dunkel bedeckten den Erdkreis j es irrten/ Völker umher wie die herden, verlassen vom hirten./ Jesus erschien,/ Aächte verschwanden durch ihn,/ die auch den Weisen verwirrten. z. Menschen, berufen, durch Liebe die Gottheit zu ehren,/ folgten der zwietracht und haßten sich vor den Altären./ Jesus erschien,/ und es ward§riede durch ihn j/ singet es laut ihm zu Ehren!l ꝛrren, den der Ehren. Laßt uns u freun/ oren! n/ völker erschien,/ rwirrten. u/ folgten erschien,/ Ehrenl! Weihnachten 43 4. Ehre sei Gott in der höhe! Ein ewiges Leben/ hat er oͤurch ihn, oen Geliebten, uns allen gegeben./ Bis in das Grab/ stieg er vom himmel herab,/ einst uns zum Himmel zu heben. 5. Selige Aussicht! Wie werd ich im Lichte der höhe, Retter, dich preisen, wenn dort ich verherrlicht dich sehe!/ Danket schon hier,/ Christen, o dankt ihm mit mir:/ Ehre sei Gott in der höhel August hermann Niemeyer, 4 1827. 43 Mel. herr Gott, oͤich loben alle wir(oder wie Nr. 32). Französischer Psalter, 1551. 1. Em⸗por zu Gott, mein Lob⸗ge⸗sang!/ Er, dem das 1—.——.———— .—.——... Lied oͤer En⸗gel klang,/ der ho⸗ he Freu⸗den⸗tag ist da;/ ——.— öSSIIIIIII............. I..— lob⸗sin⸗get ihm: Hal⸗ le⸗lu⸗jal 2. Vom Himmel kam in dunkler Nacht,/ der uns das Lebenslicht gebracht;/ nun leuchtet uns ein milder Strahl/ wie Morgenrot im dͤunklen Tal. 3. Er kam, des Vaters Ebenbild,/ von schlichtem Pilgerkleid um⸗ hüllt/ und flihret uns mit sanfter Hand,/ ein treuer Hirt, ins Vaterland. ö 4. Er, der jetzt bei dem Vater thront,/ hat unter uns, ein Mensch, gewohnt,/ damit auch wir ihm werden gleich/ auf Eroen und im Himmelreich. ö 5. Einst führet er zur himmelsbahn/ uns, seine Brüder, auch hinan/ und wandelt unser Pilgerkleid/ in Sternenglanz uno Herr⸗ lichkeit. 6. Empor zu Gott, mein Lobgesang! /Er, dem der Engel Lied erklang,/ der hohe Freudentag ist da;/ ihr Christen, singt Hallelujal Frieorich Adolph KRrummacher, 4 1845. 350 — R E.— 20 44. 45 Weihnachten Mel. Valet will ich oͤir geben. 44 Melchior Teschner, 1613. P..... I ——— Er⸗füllt sinòd Stund und Zeiten,/ der neu⸗e Tag bricht an; das Licht der E⸗wig⸗kei⸗ ten/ tritt auf die Sie⸗ges⸗bahn. E DD.———.—. —. Jur Mit⸗ter⸗nacht Peoschrirgen /hat es sich ein⸗ge⸗stellt;/ die IIDü‚‚‚‚‚‚..—— 1 PIi˖PꝑEEE En⸗gel Got⸗ tes flie⸗gen/ und ru⸗fens in die Welt. 2. Hier liegts im Mutterschoße/ und ist noch schwach und klein/ nur zu geringem Lose/ scheint es bestimmt zu sein,/ als sollt es sich verlieren/ in tiefer Dunkelheit,/ und doch soll es regieren/ die Well in Herrlichkeit. 3. Es muß vor diesem Lichte/ der Erde Glanz vergehn,/ vot diesem Angesichte/ die Sonne finster stehn./ Sein still verborgnes Wesen/ hat eine solche Macht,/ daß Kranke oͤrin genesen/ und Totes neu erwacht. 4. Es freuen sich die Armen,/ die Müden in dem Schein/ es ladet voll Erbarmen/ die Schwachen zu sich ein./ Die Stolzen nur erquicken/ sich nicht an seinem Strahl;/ nur den verkehrten Blicken/ ist dieses Licht zur Qual. 5. O Licht, laß uns hienieden/ als deine Rinder stehn,/ bis wir dereinst in Frieden/ den höhern Rufgang sehn!l/ O Jesu, Stern der Gnade,/ des Vaters Glanz und Zier,/ o leucht auf unsre Pfade/ damit sie gehn zu dir. heinrich Puchta, 4 1858. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 45 — Z.. 1 I—1 X.—=—— N E ö DDPiiIE 1 Der heil⸗ ge Christ ist kom ⸗ men,/ der teu ⸗re des freun sich al ⸗ le From⸗ men/ am höch ⸗sten Hhamburg 1558, nachten hner, 1613. Jahreswechsel 46 ——— ²7*————..—— EE no klein/ ollt es sich die Well gehn,/ vor Herborgnes und Totes jchein;/ es tolzen nut ꝛn Blicken/ n// bis wir su, Stern sre Pfade/ hta, 4+ 1858. mburg 1598, Got ⸗ tes⸗ sohn; Hune wetssabron⸗ Auch was auf Er ⸗ den ist,/ soll prei⸗sen hoch und lo⸗ ben/ mit al⸗ len En ⸗ geln dro⸗ + 1 225 20., e.., ben/ oͤen lie ⸗ben heil⸗ gen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen,/ oͤie lange Nacht ist hin;/ die Sünde liegt gefangen,/ erlöst ist herz und Sinn./ Die Sünden⸗ angst ist weg,/ der Glaube geht zum himmel/ nun aus dem Welt⸗ getümmel/ auf einem sichern Steg. 3. Nun sind nicht mehr die Kinder/ verwaist und vaterlos;/ Gott rufet selbst die Sünder/ in seinen Gnadenschoß z/ er will, daß alle, rein/ von ihren alten Schulden,/ vertrauend seinen hulden,/ gehn in den Himmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset,/ ihr Seelen fern und nahl/ Der euch den Vater weiset,/ der heilge Christ, ist da;/ er ruft so freunoͤlich oͤrein/ mit süßen Liebesworten:/ Geöffnet sind die Pfor⸗ ten,/ ihr Kinder, kommt herein! Ernst Moritz Arnot, 4 1860. Jahreswechsel/ (Auch Lied Nr. 402.) Mel. herr Jesu Christ, 46 dich zu uns wenoͤ. Sörlitz 1648. 5—— x SPSP.I..I.IIIIIITIIII 1. Das al ⸗te Jahr ver⸗gan⸗gen ist;/ wir dan⸗ken dir, herr ö ö ö———— ö——. — 2— ö———3—...— ö Je⸗su Christ,/ daß du in Not uns und Ge⸗fahr/ be⸗ 4¹ 47 Jahrespercher X ö.— N— I—— hü⸗ tet hast lang Zeit und Jahr. 2. Wir bitten oͤich, den ewgen Sohn/ des Vaters in dem höchsten Thron:/ du wollst oein arme Christenheit/ bewahren ferner allezeit. 3. Entzeuch uns nicht dͤein heilsam Wort,/ oͤer Seelen höchsten Trost und Hort j/ vor Irrlehr und Abgötterei/ behüt uns, herr, und steh uns beil 4. Hilf, oaß wir fliehn die Sündenbahn/ und fromm zu weroͤen fangen an;/ der Sünd im alten nicht gedenk,/ ein gnadenreich neu Jahr uns schenk! 5. Hilf christlich leben stetiglich,/ in dir einst sterben seliglich/ und danach fröhlich auferstehn/ und mit dir in den Himmel gehn, 6. Zu loben und zu preisen dich/ mit allen Engeln ewiglich./ O Jesu, unsern Glauben mehr/ zu deines Namens Lob und Ehr. 1568 und 1588. mel. Ar. 5S. 47 der I. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen,/ hilf, das neue Jahr geht an;/ laß es neue Kräfte bringen,/ daß aufs neu ich wandeln kann./ Neues Glück und neues Leben/ wollest ͤdu aus Gnaden geben. 2. Meiner hände Werk und Taten,/ meiner Zunge Red und Wort/ müssen nur durch dich geraten/ und ganz glücklich gehen fort./ Neue RKraft laß mich erfüllen,/ zu verrichten deinen Willen ö 3. Was ich oͤichte, was ich mache,/ das gescheh in dir alleinj/ wenn ich schlafe, wenn ich wache,/ wollest du, herr, bei mir seinj/ geh ich aus, wollst du mich leiten,/ kehr ich heim, steh mir zur Seiten. ö 4. Laß mich beugen meine Kniee/ nur zu deines Namens Ehr/ hilf, daß ich mich stets bemühe,/ dich zu preisen mehr und mehr./ Laß mein Bitten, Flehn und Singen/ zu dir in den himmel oͤringen 5. Laß dies sein ein Jahr der Gnade,/ laß bereun mich meine Sünd;/ hilf, daß sie mir nimmer schade/ und ich balò Verzeihung find,/ Herr, in oͤir; denn du, mein Leben,/ kannst die Sünd allein vergeben. 42 hsel chsten lezeit. chsten r/ und herden ich neu iglich/ gehn, iglich./ nd Ehr. no 1588. er König. Nr. 287.) t anj/ kann./ Jahreswechsel 48 6. Tröste mich mit deiner Liebe,/ nimm, o Gott, mein Flehen hin,/ sieh, wie sehr ich mich betrübe,/ ja voll Angst und Zagen bin./ Stärke mich in meinen Nöten,/ daß mich Sünd und Tod nicht töten. 7. Herr, oͤu wollest Gnade geben,/ daß oͤies Jahr mir heilig sei/ und ich christlich könne leben/ sonder Trug und Heuchelei,/ daß ich noch allhier auf Erden/ fromm und selig möge werden. 8. Jesu, richte mein Beginnen,/ Jesu, bleibe stets bei mirj/ Zesu, zähme mir oͤie Sinnen,/ Jesu, sei nur mein Begier;/ Jesu, sei mir in Gedanken, /Jesu, lasse nie mich wanken. 9. Jesu, laß mich fröhlich enden/ dieses angefangne Jahrz/ trage stets mich auf den Händen,/ halte bei mir in Gefahr./ Freudig will ich oͤich umfassen,/ wenn ich soll die Welt verlassen. Johann Rist, 4 1667. Mel. Nun laßt uns 48 Gott, oem herren. Leipzig 1587. 2.. V 1. Nun laßt uns gehn und tre⸗ ten/ mit Sin⸗gen und mit ——— XX x —— — 2— Kraft ge ⸗ ge⸗ben. 2. Wir gehn dahin und wanoͤern/ von einem Jahr zum andern,/ wir leben und gedeihen/ vom alten bis zum neuen. 3. Denn wie von treuen Müttern/ in schweren Ungewittern/ die Kinoͤlein hier auf Eroen/ mit Fleiß bewahret werden: 4. Also auch und nicht minder/ läßt Hott ihm seine Kinder,/ wenn Not und Trübsal blitzen,/ in seinem Schoße sitzen. 5. Ach, hüter unsres Lebens,/ fürwahr, es ist vergebens/ mit unserm Tun und Machen,/ wo nicht dein' Augen wachen. 6. Gelobt sei deine Treue,/ die alle Morgen neue;/ Lob sei den starken händen,/ die alles Herzleid wenden! 43 „———————.——..J 79—9——————II“:““Y““)“Y..q½—ν eri dur— SPSI I ——— ......... — 49 Jahreswechsel 7. Laß ferner dich erbitten,/ o Vater, und bleib mitten/ in unserm Kreuz und Leiden/ ein Brunnen unsrer Freuden. 8. Gib uns und allen denen,/ oͤie sich von herzen sehnen/ nach dir und deiner Hulde,/ ein Herz, das sich geoͤulde. 9. Sprich deinen milden Segen/ zu allen unsern Wegen,/ laß Großen und auch Kleinen/ die Gnadensonne scheinen. 10. Sei der Verlassnen Vater,/ der Irrenden Berater,/ der Un⸗ versorgten Gabe,/ der Ar men Gut und Habe. 11. Hilf gnädig allen Kranken,/ gib fröhliche Gedanken/ dͤen hochbetrübten Seelen,/ die sich mit Schwermut quälen. 12. Und enoͤlich, was das meiste,/ füll uns mit deinem Geiste,/ der uns hier herrlich ziere/ und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollst du geben,/ o unsres Lebens Leben,/ uns und der Christenschare/ zum selgen neuen Jahre! paul Gerharoͤt, 4 1676. Mel. Wie nach 4 0. Wasserquelle. 9 Französischer Psalter 1551. ö ö 35 2. ö—.— .—iiiie —2— 1. A⸗ ber⸗mals ein Jahr ver⸗flos⸗sen/ nä⸗her zu der Wie ein Pfeil wird ab⸗ ge⸗— sen,/ so ver⸗ ge⸗ het SSSSS— E⸗wig⸗keit! ̃ o ze⸗ ho⸗-va ze⸗ba⸗othl/ un⸗ver⸗ än⸗ mei⸗ ne Zeit, 23320 5 —— ö—— ö ———.—————— I ——2—— der⸗li⸗ cher Gottl/ Ach, was soll, was soll ich brin⸗gen,/ ö ö—— 1 ———— ö SISSISS dei⸗ner Lang⸗mut Dank zu sin ⸗ gen? 2. Ich erschrecke, mächtig Wesenl/ Ich versink in Angst und Notj/ denn mein Beten, Singen, Lesen,/ ach, das ist so träg und tot./ heilig! Heilig Heiliger!/ Großer Seraphinen⸗Herrl/ Wehe mir! ich muß vergehen;/ denn wer kann vor dir bestehen? 24 echsel unserm n/ nach en,/ laß der Un⸗ Jahreswechsel 50 5. Aber du bist auch sanftmütig,/ o getreues Vaterherz!/ In dem Bürgen bist ou gütig,/ der gefühlt des Todes Schmerz./ Steh ich nicht in deiner hand/ eingezeichnet als ein Pfand,/ das du ewig willst bewahren/ vor des bösen Feindes Scharen? 4. Auf, mein Herz, gib oͤich nun wieder/ ganz dem Friedens⸗ flirsten dar!/ Opfre dem des dankes Lieder,/welcher krönet Tag und Jahr./ d8ang ein neues Leben an,/ das zum Ziel dich führen kann,/ wo oͤu ourch ein selig Sterben wirst die Himmelskron ererben. en/ den 5. Soll ich denn in dieser hütten/ mich ein Zeitlang plagen noch// so wirst du mich überschütten/ mit Geoͤuloͤ, das weiß ich doch./ Geiste// Crag auf deinem Herzen mich,/ Jesu Christe, dir will ich/ heut von 0 neuem mich verschreiben,/ oͤir auf ewig treu zu bleiben. 118%0 6. An dem Abend und dem Morgen, /Gott, mein Rat, besuche „1 1676.mich!/ Laß der Heiden Nahrungssorgen/ nimmer scheiden mich und dichl/ Prüf mich jeden Augenblick,/ gib, daß ich mein Haus be⸗ alter 1551. schick,/daß ich wache, bet und flehe,/ ehe denn ich schnell vergehe. ——— Joachim Neanoer, 1 1680. — Mel. herzlich 50 tut mich verlangen. hans Leo Haßler, 1601. u der——— e⸗ het ö SE 2————— H 2.—7 1— 2 1—. 1. —— Durch Trau⸗ern und durch Pla⸗ gen,„durch Not, durch urch Hoff-nung und durch Kla⸗gen, durch Sor⸗ gen Rrrant.— u——— E ES EEEE... —Nngst und pein, 05 ingen grob und klein bin ich, gott⸗lob, ge⸗oͤrungen./dies —. DD.... ——————.— E.. gahr ist nun da⸗hin:„dir, Gott, sei Lob ge⸗ sun⸗genl/ Be⸗ nö Notj/ ů ö und tot./————— hehe mirl ö wegt ist herz und Sinn. ᷣ——'— 1 51 Jahreswechsel 30 2. der du mich hast erbauet,/ in dir besteht mein heil j/ dir ist ö mein Glück vertrauet,/ oͤu bist und bleibst mein Teil./ Du hast mich so ö wohl erhalten,/ du bist mein Trost und Hort;/ dich laß ich ferner sein walten;/ herr, führ mich fort und fort. 3. Mein Gott, o meine Liebe,/ was du willst, will auch ich j/ alsc gib, daß ich nichts verübe,/ was irgend wider dich;/ oͤir ist mein flür. Will ergeben,/ ja, er ist nicht mehr mein// dieweil r mein ganzes 4 Leben/ oͤein eigen wünscht zu sein. unos 4. Nach dir soll ich mich schicken,/ und, herr, ich wills auch tun./ sein + Soll mich die Armut oͤrücken?/ Ich will dabei beruhn./ Soll mich 5 VVVerfolgung plagen/ Ja, herr, befiehl du mirl/ Soll ich Verachtung wir tragen? Ach, ich gehorch auch hier. So 4 5. Soll ich verlassen leben?/ Herr Gott, dein Wille gilt./ Soll 6 ich in Angsten schweben?/ Mein Heiland, wie du willt./ Soll ich unst 14 denn Rrankheit leiden? /Ich will gehorsam sein./ Soll ich von Jesi hinnen scheiden?/ Herr, oein Will ist auch mein. — 6. Heut ist das Jahr beschlossen;/ herr, deine Gnade sei/ heut ö auf mich neu ergossen,/ mein Herze werd auch neu./ Laß ich die uns. aalten Sünden,/ so wero ich, Gott, bei dir/ auch neuen Segen inden,/ dein Wort verspricht es mir. G. Wilhelm Sacer, + 1099. ö 00 ich nücht, 1 35 51 gohann Uhlich, 1674. *. d r. e. * 1. Ze-sus soll die Lo ⸗ sung sein,/ da ein neu zes 34 e⸗su Na⸗me soll al⸗lein/ de⸗ nen zum pa⸗ hei ( Zahr er e schie ⸗nen die in sei⸗ nem Bun⸗de stehn/ nie ⸗ re 4 ö 5 SITT— 19 auf sei nen We⸗gen gehn. ö pi 40 — ö RE.... V echsel dir ist st mich ferner ich// t mein ganzes h tun./ Ümich ichtung t./ Soll Soll ich ich von ei/ heut ich die Segen é, +T 1699. lich, 1674. Jahreswechsel 52 2. Jesu Name, Jesu Wort/ soll in der Gemeinde schallen,/ und so oft wir an den Ort,/ der nach ihm genannt ist, wallen,/ mache seines Namens Ruhm/ unser herz zum heiligtum. 5. Sein versühnen und sein heil/ wollen wir im Glauben ehren/ also wird es uns zuteil,/ wird sich täͤglich bei uns mehren;/ auch flirs neue Jahr uns beut/ Jesu Name Seligkeit. 4. Unsre Wege wollen wir/ nun in Jesu Namen gehen;/ geht uns dieser Leitstern für,/ so wird alles wohl bestehen/ und durch 957 Gnadenschein /alles voller Segen sein. 5. Alle Sorgen, alles Leid/ soll sein Name uns versüßen,/ so wird alle Bitterkeit/ uns ein Segen werden müssen./ Jesu Nam sei Sonn und Schilo,/ welcher allen Kummer stillt. 6. Jesus, aller Bürger Heil,/ unserm Ort ein Gnadenzeichen,, unsres Landes bestes Teil,/ dem kein Kleinod zu vergleichen,/ Jesus, unser Schutz und Hort, bleib uns Losung fort und fort. Benjamin Schmolck, 4 1737. Mel. Es ist das Heil 52 Vorreformatorisch. uns 11——— her. Wittenberg 1525. .SSSII 1. Gott ruft der Sonn und schafft den Mond,/ das N schafft es, daß man si⸗ cher wohnt,/ und —— 111 ö ö—. V.— EIEEIEEEEEEEEE Dahr da⸗ nach zu tei ⸗len;/ er heißt oͤie Zei⸗ 555 ei ⸗ölenj/ er oro⸗net Jah⸗ro, EEE Tag und Nacht./ Ruf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht,/ Ruhm, D + Preis und Dank er⸗— lenl X 53 Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 2. Herr, der da ist und der da warl/ Von dankerflillten Zungen/ sei dir für das verflossne Jahr/ ein heilig Lied gesungen,/ für Leben, Wohlfahrt, Trost und Rat,/ für Fried und Ruh, für jede Tat,/ die uns durch dich gelungen. 3. Lab auch dies Jahr gesegnet sein,/ das du uns neu gegeben,/ verleih uns Kraft die Kraft ist dein—„/ in deiner durcht zu lebenl/ Du schützest uns, und du vermehrst/ der Menschen Glück, wenn sie zuerst/ nach deinem Reiche streben. 4. Hilf deinem volke väterlich/ in diesem Jahre wieder,/ erbarme der Verlassnen dich/ und der beoͤrängten Glieder;/ gib Glück zu jeder guten Tat/ und laß dich, Gott, mit Heil und Rat/ auf unsern Fürsten nieder: 5. Daß Weisheit und Gerechtigkeit/ auf seinem Stuhle throne,/ daß Tugend und Zufriedenheit/ in unserm Lande wohne,/ daß Treu und Liebe bei uns sei,/ dies, lieber Vater, dies verleih/ in Christo, deinem Sohnel Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Darstellung und Erscheinung Jesu Christi/ (Auch Lied Nr. 269) mel. Unser g unser Konig. R 5 3 — A—.—.— ....‚ 16670 . Wer⸗de licht, oͤu Staoͤt der hei⸗den,/ und ou, Sa⸗lem, schau⸗e, welch ein Glanz mit Freu⸗den/ ü⸗ ber dei⸗nen 1 wer ⸗de licht; haupt an=bricht! Gott hat de⸗ rer nicht ver⸗ ges⸗ sen,/ —.—.———.—.—.— ad und e im din⸗stern sind ge⸗ses⸗ sen. 46 Bremen 1680, ö 4 hristi ingen/ Leben, Tat, 7 eben,/ ebenl/ enn sie rebarme lück zu unsern hrone,// e// daß leih/ in , + 1705. Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 5⁴4 2. Dunkelheit, die mußte weichen, als dies Licht kam in die Welt,/ dem kein anoͤres zu vergleichen,/ welches alle ding erhält./ Die nach diesem Olanze sehen,/ dürfen nicht im dinstern gehen. 5. Nch, wie waren wir verblendet// ehe noch dies Licht brach anl/ Ja, da hatte sich gewendet/ schier vom himmel jedermann/ unsre Augen und Gebärden/ hingen einzig an der Erden. 4. Gottes Rat war uns verborgen,/ seine Gnade schien uns nicht// Klein und Große mußten sorgen,/ jeoem fehlt' es an dem Licht// das zum rechten himmelsleben/ seinen Glanz uns sollte geben. 5. Aber wie hervorgegangen/ ist der Aufgang aus der Höh,/ haben wir das Licht empfangen,/ welches so viel Angst und Weh/ aus der Welt hinweggetrieben, daß nichts Dunkles ist geblieben. 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken/ in der rechten Glaubens⸗ bahn./ Ewig, herr, will ich dir danken,/ daß du hast so wohlge⸗ tan/ und uns diesen Schatz geschenket,/ der zu deinem Reich uns lenket. 7. Gib, Herr Jesu, Krast und Stärke,/ daß wir dir zu jeder Zeit/ durch der Liebe Glaubenswerke/ folgen in Gerechtigkeit/ und her⸗ nach im§reudenleben/ heller als die Sterne schweben. men 1680, ges⸗ sen// 8. Dein Erscheinen muß erfüllen/ mein Gemüt in aller Not;/ dein Erscheinen müsse stillen/ meine Seel auch gar im Tod/ Herr, in dͤreuden und im Weinen/ müsse mir dein Licht erscheinen! 9. Jesu, laß mich enoͤlich gehen/ freudig aus der bösen Welt,/ dein so helles Licht zu sehen,/ das mir dort schon ist bestellt,/ wo wir sollen unter Kronen/ in der schönsten Klarheit wohnen. Johann Rist, 4 1667. Mel. Nr. 442. 54 valet will ich oͤir geben. 1. Herr Jesu, Licht der heiden,/ der Frommen Schatz und Liebl/ Wir kommen jetzt mit hᷣreuden/ durch deines Geistes Trieb/ in diesen deinen Tempel/ und suchen mit Begier/ nach Simeons Exempel/ dich, Gottes Sohn, allhier. 2. Du wirst von uns gefunden,/ o herr, an jedem Ort,/ dahin du dich verbunden/ durch dein Verheißungswort 8vergönnst noch heutzutage,/daß man dich gleicherweis/ auf Glaubensarmen trage// wie hier der fromme Greis. 4 X. Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 3. Sei unser Glanz in Wonne,/ ein helles Licht in Pein,/ in Schrecken unsre Sonne, im Rreuz ein Gnadenschein,/ in agheit Glut und deuer,/ in Not ein Freudenstrahl,/ in Banden ein Be⸗ freier,/ ein Stern in Todesqual! 4. Herr, laß auch uns gelingen,/ daß einst wie Simeon/ ein jeder Christ kann singen/ den schönen Schwanenton:/ Mir werden nun mit Frieden/ die Augen zugedrückt,/ nachdem ich schon hie⸗ nieden/ den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben,/ mein Jesu, dich geschaut;/ kein deind kann dich mir rauben,/ dräut er auch noch so laut./ Ich wohn in deinem herzen,/ und in dem meinen du;/ uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. Zohann dranck, 4 1677: 55 ihr Christen alzualeth 1. Auf, Seele, auf und säume nichtl/ Es bricht das Licht her⸗ fürj/ der Wunderstern gibt dir Bericht,/ der Held sei vor der Tür. 2. Geh aus von deinem Vaterland,/ zu suchen solchen Herrn,/ laß deine Rugen sein gewandt/ auf diesen Morgenstern! 3. Gib acht auf diesen hellen Schein// der aufgegangen ist;/ er führet oͤich zum KRind hinein,/ das heißet Jesus Christ. 4. Er ist der held aus Davids Stamm,/ der alle deinde schlägt/ er ist das teure Gotteslamm,/ das unsre Sünden trägt. 5. drum mache dich behende auf,/ befreit von aller Last,/ und laß nicht ab von deinem Lauf,/ bis du dies Kindlein hast. 6. halt dich im Glauben an das Wort, das führet dich zum Lichte 7. Drum sinke nur vor laß dein Herz erleuchten g 8. Gib dich ihm selbst zum Mel. Nr. 54. anz/ von solchem Freudenschein! Opfer dar/ mit Geist und Leib uni Seel/ und singe mit der Engel Schar:/ hier ist Immanuel! 9. Hier ist das Ziel,/ hier ist der Ort// wo man zum Leben geht/ hier ist des Paradieses pfort,/ die wieder offensteht. 10. Hier fallen alle Sorgen hin,/ zur Lust wird alle pein/ wird erfreuet he 11. der zeigt dir einen andern Weg, den stillen Ruh⸗ und driedenssteg/ zum e rz und Sinn,/ denn Gott ist wieder dein. /als du vorher gekannt; wgen Vaterland. michael Müller, + 17⁰ 0 das fest ist und gewißj/ seinem Glanz in tiefste Demut ein/ /und hristi n,/ in agheit n Be⸗ ein verden on hie⸗ j/ kein it. /Ich cheiden „+ 1677. obt Gott, lzugleich. cht her⸗ her Tür. Herrn,/ ö ist;/ er schlägt j/ as, und ist. ein,/ un) inl Leib uni muell jen geht/ Peinj/e hein. gekannt: land. iuer, 4 170 gewiß/ Darstellung und Erscheinung Jesu Christt 56.57 Mel. Meinen Jesum 56 laß ich nicht. gohann Uhlich, 1674. PIPII.I.I.II. I TT 1. Je=su, gro⸗ßer Wun⸗der⸗ stern,/ der aus Ja⸗kob mei⸗ ne See⸗le will so gern/ dir an dei⸗nem nimm doch, nimm doch gnãä⸗dig an// 1 3 wiumeun. dn. 8.4,. — 1 ist er⸗schie⸗nen, de ⸗ste die ⸗nen — — * IIII — was ich Ar⸗ mer schenken kann. 2. Nimm das Gold oͤes Glaubens hin,/ wie ichs von dir selber habe/ und damit beschenket bin,/ so ist dirs die liebste Gabe/ laß es auch bewährt und rein/ in oem Trübsalsfeuer sein! 3. Nimm den Weihrauch des Gebets,/ laß denselben zu dir dringen;/ Herz und Lippen sollen stets/ ihn als Opfer vor dich bringen;/ wenn ich bete, nimm es auf/ und sprich Ja und Amen oͤraufl 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu /ach, mich schmerzet meine Sündel/ Aber du bist fromm und treu,/ daß ich Trost und Gnade finde/ und nun fröhlich sprechen kann: Nesus nimmt mein Opfer an. Eroͤmann Neumeister, 4 1756. R t ir, Mel. Nr. 153. 57 sricht Gottes Sohn⸗ 1. Wohlauf, mein Herz, verlaß die Welt,/ dem, der flür dich sich dargestellt,/ nun dich auch darzustellen!/ Er ist das Licht, oͤrum sei gewiß,/ er wird auch deine dinsternis/ durch seinen Glanz er⸗ hellen. 2. Ach, du sollst ihm ein Tempel seinl/ Er selbst macht dich von Sünden rein/ und hat Lust, hier zu wohnen./ Doch, finstres herz/ auf, werde licht!/ denn Jesus wohnt in herzen nicht,/ die noch der Lüste schonen. 4² 5¹ 8 E— ö 8 * * Rri —— 2 — —..—..—.—. d' Erscheinung Jesu Christi 3. Wer dich begehret, Gottes Sohn,/ vom Geist erweckt wie Simeon,/ zu seinem heil zu haben,/ Gott fürchtet, sich der Welt entwöhnt,/ aus ihr sich nach dem himmel sehnt,/ der opfert rechte Gaben. 4. Wer auf die Treue Gottes baut,/ im Glauben seinen Heiland schaut,/ der kann in Frieden fahren./ Der heiland hält, was er ver⸗ spricht,/ er wiro sich ihm in seinem Licht/ dort herrlich offenbaren. 5. Herr, mache mich gerecht und rein,/ Herr, laß mich stets voll Glaubens sein,/ mich stets im Geiste leben,/ bis du auch mich, wenn dirs gefällt,/ im Frieden wirst aus dieser Welt/ zu deiner Wonn erheben. nach Laurenti(+ 1722) von Zoh. Adolf Schlegel, 4 1793. 3² ——— — all⸗zeit er⸗fun⸗den ge⸗dul⸗ dig// wie⸗wohl du wa⸗ rest ver⸗ 3..————— * gen,/ sonst müß⸗ten wir ver⸗za⸗genj/ er⸗barm dich un⸗ser, o Je-sul 2. O Lamm Gottes, unschuloig/ am Stamm des Rreuzes ge⸗ schlachtet,/allzeit erfunden geduldig,/ wiewohl du warest ver⸗ 5³ bi WRWRSRSRSESCSCSESSS 59 Passion achtet j/ all Sünd hast du getragen,/ sonst müßten wir verzagen/ erbarm dich unser, o Jesul 3. O Lamm Gottes, unschuldig/ am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet,/ allzeit erfunden geüuldig,/ wiewohl oͤu warest ver⸗ achtet;/ all Sünd hast du getragen,/ sonst müßten wir verzagen; ⸗ gib deinen 8rieden, o Jesul Nach dem Agnus dei) nikolaus decius(v. Hof)/T 1541. dᷣranzösischer Pfalter, 1551. mel. Wie nach einer Wasserquelle. 59 Je⸗Ju, dei⸗ ne tie⸗fen Wun⸗den// dei⸗ne Qual und ge⸗ben mir zu al⸗len Stun⸗den/ Trost in Leibs⸗ und SS..—* bitt⸗rer Tod t ö See⸗len⸗not) fallt mir et⸗was Ar= ges ein, /denk ich SS—— bald an dei⸗ ne Peinj/ die ver⸗lei⸗ det mei⸗ nem Her⸗zen,/ —— SSSS mit der Sün⸗de je zu scher ⸗zen. 2. Will sich dann in Lüsten weiden/ mein verderbtes dleisch und Blut,/ so gedenk ich an dein Leiden,/ bald wird alles wieder gut./ Setzet der Versucher mir/ heftig zu, halt ich ihm für/ deine Gnas und Gnadenzeichen:/ bald muß er von dannen weichen. ö z. Will die Welt mein Herz verführen/ auf die breite Sünden⸗ bahn,/ wo so viele sich verlieren, alsdann schau ich emsig an deiner Marter Zentnerlast,/ die du ausgestanden hast;/ so kann ich in Andacht bleiben,/ alle böse Lust vertreiben. 4. Ja, flir alles, das mich kränket,/ mir dein Leiden hilfe schafft/ wenn mein herz hinein sich senket,/ schöpf ich neue Lebenskrast. 5⁴ ꝛie Gnad Sünden⸗ sig an/ kann ich schafft/ nskraft. Passion deines Trostes Süßigkeit/ wendet mir das bittre Ceiò,/ der du mir das Heil erworben,/ da du bist für mich gestorben. 5. Auf dich setz ich all mein Hoffen,/ du bist meine Zuversicht;/ dein Tod hat den Tod getroffen, daß er mich kann töten nicht./ Daß ich an oͤir habe teil, bringet Trost mir, Schutz und heil;/ deine Gnade wird mir geben/ Auferstehung, Licht und Leben. 6. Hab ich oich in meinem herzen,/ du Brunn aller Gütigkeit,/ so empfind ich keine Schmerzen/ auch im letzten Kampfund Streit./ Ich verberge mich in dich,/ kein Feind kann verletzen mich;/ wer vertraut auf deine Wunden,/ der hat selig überwunden. Zohann heermann, 4 1647. 60 Zohann Crüger, 1640. —.——....——+ SPSSISSSIIIIII 1. Herz⸗lieb⸗ster Je⸗su, was hast du ver⸗bro⸗chen,/ —————. 0 2 e SDSDq‚i‚ii.iiiiiiii D. daß man ein solch scharf Ur⸗teil hat ge⸗spro⸗chen?/ Was ist die E ö ö—— —— Schuld? In was für Mis⸗ se⸗ ta⸗ten/ bist du ge⸗ ra⸗ ten? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet,/ ins Angesicht ge⸗ schlagen und verhöhnet,/ oͤu wirst mit EHig und mit Gall getränket,/ ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen?/ Ach, meine Sünoen haben dich geschlagen;/ ich, o herr Jesu, habe dies ver⸗ schuldet,/ was du eroͤuldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafel/ Der gute hirte leidet für die Schafe,/ die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte,/ für seine Rnechte. S. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, /dͤie dich gebracht auf diese Marterstraße z/ ich lebte mit der Welt in Lust und Frenoen,/ und ou mußt leiden. X. —3————— ö* Baffion 6. Ach, großer König, groß zu allen Zeiten,/ wie kann ich gnug⸗ sam solche Treu ausbreiten?/ Kein Menschenherz vermag es aus⸗ dh kaan dir zu schenken. 7. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen,/ womit doch dein Erbarmen zu vergleichen;/ wie kann ich dir denn deine Liebes⸗ taten/ im Werk erstatten? 8. Doch ist noch etwas, was oͤir angenehme:/ wenn ich oͤes Fleisches Lüste dämpf und zähme,/ daß sie aufs neue nicht mein Herz entzünden/ mit alten Sünden. 9. Weil aber es nicht steht in eignen Kräften,/ fest die Begierden an das Kreuz zu heften,/ so gib mir deinen Geist, der mich regiere,/ zum Guten führe. 10. Dann wero ich dͤir zu Ehren alles wagen,/ kein Kreuz mehr achten, keine Schmach und Plagen,/ nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen/ nehmen zu Herzen. 11. Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen,/ wirst du es doch nicht gar beiseite setzen,/ in Gnaden wirst oͤu dies von mir annehmen,/ mich nicht beschämen. 12. Wenn dort, herr Jesu, wird vor deinem Throne/ auf meinem Haupte stehn die Ehrenkone,/ da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen,/ Lob und Dank singen. zohann heermann, + 1647. Mel. Wie nach 61 einer Wasserquelle. Französischer Psalter, 1551. —— ö ö— 5——]ꝛ— ö ö—— ——— ö...2 + 1. der am Kreuz ist mei⸗ ne Lie⸗ be,/ mei⸗ ne Lieb ist weg, ihr ar⸗gen Sün⸗ ne be,/ Welt und dleisch mit —— ———————— 3e ⸗sus Christ!I En, pieh ist n 5 eu ⸗rer Listl eu re Lieb ist nicht von Gott,/ eu⸗re Lieb —— ist gar der Tod./ der am Kreuz ist mei⸗ ne Lie⸗ be,⸗ Ee⸗ be/⸗ — Passion ů +. —2 2—.— 1 —— 2— weil ich mich im Glau⸗ben ⸗ be. 2. Der am Rreuz ist meine Liebel Frevler, was befremoͤcts dich,/ daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich./ So ward er mein Friedeschilö,/ aber auch mein Lebensbild./ der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. 3. Der am Rreuz ist meine Liebel/ Sünde, oͤu besiegst mich nicht./ Weh mir, wenn ich den betrübe,/ der für mich ging ins Gerichtl/ Kreuzigt ich nicht Hottes Sohn?/ Spräch ich seinem Blut nicht hohn?/ Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glau⸗ ben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebel/ Keine Not/ wie hart und groß// hunger, Blöße, Geißelhiebe,/ nichts macht mich von Jesus los// nicht Gewalt, nicht Golo, nicht Ruhm,/ Engel nicht, kein Fürsten⸗ tum./ Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe! /Komm, Tod, komm, mein bester kreund!/ Wenn ich wie ein Staub zerstiebe,/ wird mein Jesus mir vereint./ Da, da schau ich Gottes Lamm,/ meiner Seele Bräuti⸗ gam./ Der am Rreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. Ende des 17. Jahrhunderts. ... 1 Wenn mich mein Sün⸗den krän⸗ken,/ o mein herr so laß mich wohl be⸗den⸗ ken,/ wie oͤu ge⸗ (15. Jahrhundert.) Erfurt 1524. — *— — 2 — + —— x 38 *5—— 1 22 — de su Christ, stor⸗ben bist EE ........... D —— und al⸗ͤle mei⸗ ne Sün⸗den=last/ * 1.— am Stamm des heil⸗gen Kreu⸗ges auf dich ge nom⸗men hast. 7 4 . I 65 Passion 2. O Wunder ohne Maßen,/ wenn mans betrachtet recht!/ Es hat sich martern lassen/ der herr für seinen Knecht;/ selbst seinen eingen Sohn hat Gott/ für mich verlornen Menschen/ gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden/ der Sünden große Zahlẽ/ Ich bin bei Gott in Gnaden j/ die Schuld ist allzumal/ bezahlt durch Christi teures Blut,/ daß ich nicht mehr darf fürchten/ der Höͤlle Qual und Glut. 4. drum sag ich dir von herzen/ jetzt unòd mein Leben lang/ für deine pein und Schmerzen,/ o Jesu, Lob und Dank,/ für deine not und Angstgeschrei,/ für dein unschuldig Sterben,/ für deine Lieb und Treu. ö 5. Herr, laß dein bittres Leiden/ mich reizen für und für,/ mit allem Ernst zu meiden/ die sündliche Begier,/ daß mir nie komme aus dem Sinn,/ wieviel es dich gekostet,/ daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen,/ sollts auch sein Schmach und Spott,/ hilf mir geoͤuloig tragen;/ gib, o mein herr und Gott,/ daß ich verleugne diese Welt/ und treu dem Beispiel folge,/ das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben,/ was du an mir getan,/ und mei⸗ nen Nächsten lieben,/ gern dienen jedermann/ ohn Eigennutz und heuchelschein/ und, wie du mir erwiesen,/ aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden/ mich trösten kräftiglich/ in meinen letzten Stunden/ und des versichern mich:/ weil ich auf dein Ver⸗ dienst nur trau,/ du werdest mich annehmen,/ daß ich dich ewig schau. Zustus Gesenius, 4 1675. Mel. herzlich tut —j— perlangen. 63 Hhans Leo Haßler, 1601. x ö—— +4 3, ö x EE 1— 2——— — 22—* 2——3— 1 1. O Haupt voll Blut und Wun⸗den,// voll Schmerz und vol⸗ler Vo haupt, zum Spott ge⸗bun⸗den/ mit ei ⸗ ner Dor⸗nen⸗ 2—— 2 1 SSIE......— —.—.—.. p 3370 ö o haupt, sonst schön ge⸗kro ⸗net/ mi ino mei⸗ nutz und b allein. meinen ein Ver⸗ bich ewig 8, 4 1675. Pler, 160l. no vol⸗ler Dor⸗-nen⸗ net/ un Passion AAI sV QWD * — —— — ö +. — 2 — L— grü⸗pet seist döu mir! 2. Du eoͤles Angesichte,/ davor das Reich der Welt/ erschrickt und wird zunichte,/ wie bist du so entstellt,/ wie bist du so er⸗ bleichet!/ Wer hat oein Rugenlicht,/ dem sonst kein Licht mehr gleichet,/ so schänoͤlich zugericht? 5. Nun, was du, herr, eroͤuloͤet,/ ist alles meine Last,/ ich hab es selbst verschulbet,/ was du getragen hast./ Schau her, hier steh ich Armer// der Zorn verdienet hat;/ gib mir, o mein Erbarmer,/ den Anblick oeiner Gnad! 4. Erkenne mich, mein hüter,/ mein hirte, nimm mich anl/ Von dir, Quell aller Güter,/ ist mir viel Guts getan;/ dein Wort hat mich gelabet/ mit süßer Gnadenkost,/ dein Geist hat mich begabet/ mit reichem Himmelstrost. 5. Ich will hier bei dͤir stehen, /verachte mich doch nicht;/ von oir will ich nicht gehen,/ wenn dir dein Herze bricht;/ wenn dein Haupt wird erblassen/ im lethten Todesstoß,/ alsdann will ich dich fassen/ in meinen Arm und Schoß. 6. Es dient zu meinen qᷣreuden/ und kommt mir herzlich wohl,/ wenn ich in deinem Leiden,/ mein heil, mich finden soll./ Ach, möcht ich, o mein Leben,/ an deinem Kreuze hier/ mein Leben von mir geben,/ wie wohl geschähe mir! 7. Ich dante oͤir von herzen,/ o Jesu, liebster kreund,/ für deines Todes Schmerzen,/ da oͤus so gut gemeint./ Ach, gib, daß ich mich halte/ zu dir und deiner Treu,/ und wenn ich nun erkalte,/ in dir mein Ende sei. 8. Wenn ich einmal soll scheiden,/ so scheioͤe nicht von mir,/ wenn sch den Tod soll leiden,/ so tritt du oann herfürj/ wenn mir am allerbängsten/ wird um das herze sein,/ so reiß mich aus den Angsten/ kraft deiner Angst und Pein. — + DPIIIIITTT.ITT.T——— N. 64 Passion ö 9. Erscheine mir zum Schilde// zum Trost in meinem Tod,/ uns 4 laß mich sehn dein Bilde/ in oeiner Rreuzesnot;/ da will ich nach pdir blicken, /da will ich glaubensvoll/ dich fest an mein Herz oͤrücken./ i Wer so stirbt, oͤer stirbt wohl. paul Gerharot, 4 1676. Nach dem lateinischen Lied des Bernhard von Clairvaux, 4 1153. a * mel. O welt, ich 6⁴ 8 mmuß dich lassen.(Heinrich Isaak, 4+ 1517.) 1559. ö NIN— se WN—4——— 1 X——V ö 1. O Welt, sieh hier dein Le⸗ben/ am Stamm des— mi 0⁰ schweben, dein heil sinkt in den Tool/ Der gro⸗Pe Fürst 90 —— ö A —————..— 2 mimmir. NNi g Eh⸗ren/ läßt wil⸗lig sich be⸗schwe⸗ren/ mit Schlägen, 2 II ů e B—4 — 2 II hohn und gro⸗ßem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße,/ wie er mit Todesschweiße/ ö uuund GBlut ist überfüllt;/ aus seinem eoͤlen herzen/ vor unerschöpften x ö *** Schmerzen/ ein Seufzer nach dem andern quillt. I 3. Wer hat dich so geschlagen,/ mein Heil, und dich mit Plagen/ sso übel zugericht't?/ Du bist ja nicht ein Sünder,/ wie wir und unsre Kinder, /von Abeltaten weißt du nicht. ö 4. Ich, ich und meine Sünden,/ die sich wie Rörnlein finden/ bdes Sandes an dem Meer,/ die haben dir erreget/ das Elend, das dich schläget,/ und deiner Martern ganzes Heer. ö ö 5. Du sethest dich zum Bürgen,/ ja lässest dich erwürgen/ für mich ö und meine Schuld;/ mir lässest du dich krönen/ mit Dornen, oit dich höͤhnen,/ und leidͤest alles mit Geduld, 6 nd unsre finden/ lend, das für mich ornen, die Passion 6⁵ 6. Ich bin, mein Heil, verbunden/ all Rugenblick unòd Stunden/ dir überhoch und sehr;/ was Leib und Seel vermögen,/ das soll ich billig legen/ allzeit an deinen Dienst und Ehr. 7. Nun, ich kann nicht viel geben/ in diesem armen Leben,/ eins aber will ich tun:/ es soll dein Tod und Leiden,/ bis Leib und Seele scheiden,/ mir stets in meinem Herzen ruhn. 8. Ich wills vor Augen setzen,/ mich stets daran ergötzen,/ ich sei auch, wo ich sei;/ es soll mir sein ein Spiegel/ der Unschuloͤ und ein Siegel/ der Lieb und unverfälschten Treu. 9. Ich will darin erblicken,/ wie ich mein Herz soll schmücken/ mit stillem, sanftem Mut,/ und wie ich die soll lieben,/ die mich doch sehr betrüben/ mit Werken, so oͤie Bosheit tut. 10. Ich will mich mit oͤir schlagen/ ans Rreuz und dem absagen,/ was meinem dleisch gefällt;/ was deine Rugen hassen,/ das will ich fliehn und lassen,/ gefiel es auch der ganzen Welt. 11. Dein Seufzen und dein Stöhnen/ und die viel tausend Tränen,/ die für mich weintest du,/ die sollen mich am Ende/ in deinen Schoß und hände/ begleiten zu der ewgen Ruh. paul Gerharot, 4 1676. Mel. An Wasser⸗ flüssen Babylon. Straßburg 1525. e Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld/ der Welt und es geht und trä⸗ get in Ge⸗dͤuld/ die Sün⸗den I— ———— —.— ih rer Kin⸗der; al ⸗ler Sün⸗der; 1 + 4 —— ———— ————3838. er gibt sich auf die Wür⸗ge⸗bank,/ ver⸗zicht't auf 0¹ ů es geht da⸗hin, wird matt und krank,/ —— A Passion ö ö — al le Freu⸗den; /es nimmt auf sich Schmach, Hohn ö .——— — 2 — + ——— ů——— und Spott,/ Angst, Wunden, Striemen, Rreuz und Tod/ und +—— —.. ZB, r,,, spricht: Ich wills gern lei ⸗den. 2. Das Lämmlein ist der große§reund/ und heiland unsrer Seelen j/ den, den hat Gott zum Sündenfeind/ und Sühner wollen wählen:/„Geh hin, mein Rind, und nimm dich an/ der Kinder, die von Anfang an/ verdienet Straf und Ruten/ die Straf ist schwer, der Zorn ist groß,/ du kannst und sollst sie machen los/ durch Sterben und durch Bluten.“ 3. Ja, Vater, ja, von Herzensgrund, /leg auf, ich wills gern tragen!/ Mein Wollen hängt an deinem Mund,/ mein Wirken ist dein Sagen./O Wunderlieb, o Liebesmacht,/ du kannst, was nie ein Mensch geoacht,/ Gott seinen Sohn aboͤringen;/ o Liebe, Liebe, du bist stark,/ du streckest den in Grab und Sarg,/ vor dem die Helsen springen! 4. Mein Lebetage will ich dich/ aus meinem Sinn nicht lassen;/ dich will ich stets, gleich wie du mich,/ mit Liebesarmen fassen,/ du sollst sein meines Herzens Licht,/ und wenn mir auch mein Herz zerbricht,/ sollst du mein Herze bleiben;/ ich will mich dir, mein höchster Ruhm,/ hiermit zu deinem Eigentum/ bestänoͤiglich ver⸗ schreiben. 5. Och will von deiner Lieblichkeit/ bei Nacht und Tage singen,/ mich selbst auch dir zu aller Zeit/ zum Freudenopfer bringen./ Mein Bach des Lebens soll sich dir/ und deinem Namen für und für/ in dankbarkeit ergießen,/ und was ou mir zu gut getan,/ das will ich stets, so tief ich kann,/ in mein Gedächtnis schließen. Paul Gerhardt, 4 1676. 6² ———————————.— ———— Passion 6 6 Christoph Anton, 1051. 24 2 Hii A ö———aᷣ—FHU— .. TII— 1 Je⸗ su, mei⸗nes Le⸗bens Le⸗ben,/ Je⸗su, mei⸗nes der oͤu oͤich für mich ge⸗ ge⸗ben/ in die tief⸗ste 12—.— ö—I———————— ö 1— , eem, Ee., Aturt nie, Luutrr 1. 95——— To⸗des Tod, See⸗len⸗not, in das äu⸗ßer⸗ste Ver⸗der⸗ben,/ nur daß ich nicht möch⸗te ster⸗ben; tau⸗ senö⸗, tau⸗seno⸗mal sei dir,/ — EEE E x ö E.— lieb ⸗ster Je⸗ su, Dank da⸗für. 2. Du, ach ͤu hast ausgestanden/ Lästerreden, Spott und Hohn// hast getragen Strick und Banden,/ du gerechter Gottessohn,/ nur mich Armen zu erretten/ von den schweren Sündenkettenz/ tausenoͤ⸗, tausenomal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 5. Willig ließest ou dᷣich schlagen,/ mich zu lösen von der Pein,/ ließest fälschlich dich anklagen,/ daß ich könnte sicher sein j/ daß ich möchte trostreich prangen,/ hast du sonder Trost gehangen/tau⸗ seno⸗, tausenoͤmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 4. Du hast dich in Not versenket,/ wurdest, ach, für meine Schuld/ mit dem Todeskelch getränket,/ littest alles mit Geduld j/ daß ich würde freigegeben,/ gabst du hin dein teures Leben;/ tausend⸗, tausenomal sei dir,/ liebster Jesu, dank dafür. 5. Deine demut hat gebüßet/ meinen Stolz und Abermut,/ dein Tos meinen Tod versüßet;/ es kommt alles mir zu gut;/ dein Ver⸗ lassensein, dein Schreien/ muß zu Ehren mir gedeihen/ tausenoͤ⸗, tausenoͤmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. IIIA 65 X. 6⁷ Passion 6. Nun, ich danke oͤir von Herzen,/ Jesu, für gesamte Not,/ für die Wunden, für die Schmerzen,/ für den herben, bittern Tod;/ für dein Zittern, für dein Zagen,/ deine tausenoͤfachen Plagen,/ für dein Nch und tiefe Pein/ will ich ewig dankbar sein. Ernst Christoph Homburg, 4 1681. 6. wie Nr. 248.) 67 Nürnberg 1684. de m*—— .SS.SS.S.SI.. O du Lie ⸗ be mei⸗ ner Lie ⸗be,/ du er⸗ die du odͤich aus höch⸗stem Trie ⸗be/ in das E. wünsch⸗te Se⸗lig⸗keit, 10 jam⸗ mer⸗vol le Leid dei nes Lei⸗dens mir zu SSPSPSSSPIPPPIIIIIIII gu⸗ te/ als ein 86 fer ein⸗ge⸗stellt/ und be⸗zahlt mit ——.— ö—— 2. Liebe, die mit heißen Tränen/an dem Glberg sich betrübt 77 Liebe, die mit heißem Sehnen/ unaufhörlich fest geliebt;/ Liebe, die den eignen Willen/ in des Vaters Willen legt/ und, den Fluch der Welt zu stillen,/ treu die Last des Kreuzes trägt. 3. Liebe, die mit starkem Herzen/ Schmach und Lästerung ge⸗ hört;/ Liebe, die in Angst und Schmerzen/ bis zum Tod blieb unversehrt;/ Liebe, die sich liebend zeiget,/ da der Atem geht zu End;/ Liebe, die sich liebend neiget,/ da sich Leib undò Seele trennt. 4. Liebe, die für mich gestorben/ und ein immerwährend Gut/ an dem Kreuzesholz erworben,/ ach, wie denk ich an oͤein Blutl/ Ach, wie dank ich deinen Wunden,/ du verwundͤte Liebe du,/ wenn ich in den letzten Stunden/ sanst an deinem Herzen ruh. 6⁴ 967% E Mei E Passion 68 5. Liebe, die sich totgekränket/ und für mein erkaltet hHerz/ in ein kaltes Grab gesenket,/ ach, wie dank ich deinem Schmerzl/ habe dank, daß du gestorben,/ daß ich ewig leben kann,/ und der Seelen Heil erworben;/ nimm mich ewig liebend an! Elisabeth von Senitz, 4 1679. Mel. W iß, wi nahe miemeim Ende. 68 17²⁷8⁸. N ů—2— 2˙ ä—————— *—.—— + Es ist vollbracht! Er ist ver⸗schie⸗den,/ mein der hrie⸗de⸗fürst entschläft im Frie⸗den,/ die ä Je ⸗sus schließt die Ru⸗gen zu; Lebens ⸗son ne geht zur Ruh E SI...— ö To⸗-des⸗-nacht./ O gro⸗ßes Wort: Es ist voll⸗brachtl 2. Es ist vollbrachtl Er hats gesprochen,/ das ewge Wort muß sprachlos sein;/ das herz der Treue wird gebrochen,/ den Fels des und sinkt in stil ⸗le heils umschließt ein Stein;/ die höchste Kraft ist nun verschmacht't./ O wahres Wort: Es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! Ihr, meine Sünden,/ veroammet nun mein Herz nicht mehr./ Vom Himmel her hör ich verkünden:/ des Sohnes Blut erlangt Gehör/ am Rreuz hats Frieden uns gemacht./ O slißes Wort: Es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! O welch vVerlangen/ zieht mich zu deinem Grabe hin;/ dich wünschen Engel zu umfangen: /ruh auch in meinem herzen oͤrin,/ wo dir die Liebe Raum gemacht./ O tröstlich Wort: Es ist vollbrachtl 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen/ zur Ruh auf Christi Orabesstein;/ die Engel sind allhier zugegen,/ ich schlummre sanst wie Jakob ein;/ die Himmelspfort ist aufgemacht. /O Lebenswort: Es ist vollbracht! Salomo§ranck, 4 1725. 5 ö 6 X.· 60 Passion Pa 4 mel. Nach ei ö ö Euszer Lade(oder wie ar. 359). 69 Schicht 1819. on 4— ö— 11 —— 1. r an Lrii„en.—4 8 2—.—.———an, 1. Du ge⸗ hest in den Gar⸗ten be ⸗ ten,/ÿ/ sein Ulaß mich an dei⸗ ne Sei⸗te tre ⸗ ten,/ schel NSS * ö ange 44 mein treu⸗er Je⸗ su, nimm mich mit; eernti ich wei⸗che von die kei ⸗nen Schritt; 10 Hiten 10 52—— x—.—— nVvorlb .—..........—— eeen, n —— ewig dir, mein Leh⸗rer, sehn,/ wie mein Ge⸗bet soll recht geschehn. mel. 2. Du gehst mit Zittern und mit agen/ und bist bis in den Too betrübt;/ ach, dies soll mir ans herze schlagen,/ daß ich die Sünde so geliebt;/ drum willst du, daß mein Herz voll Reu/ mein Anfang *4 zum Gebete sei. 3. Du reißt oͤich von der Jünger Seiten,/ du suchst die stille Ein⸗ samkeit;/ so muß auch ich mich wohl bereiten/ und fliehen, was mein herz zerstreut./ Zieh mich von aller Welt allein,/ daß nur wir zwei beisammen sein. 4. Zur Eroͤe beugst oͤu deine Glieder,/ fällst nieder auf dein— Angesicht;/ so sinkt die stille Demut nieder;/ drum rühm ich Asch und Staub mich nicht;/ ich bieg und beuge mich mit dir/ vor 4. meinem Gott in Demut hier. é han 5. Du betest zu dem lieben Vater/ und rufest:„Abba!“ wie ein Kind j/ dein Vater ist auch mein Berater,/ sein Vaterherz ist treu ge⸗— isinnt. /Ich halte mich getrost an dich/ und rufe:„Abba, höre mich!“ h 6. Du greifst voll Zuversicht und Liebe/ dem Vater tief ins treue 2 herz/ und rufst aus stärkstem Herzenstriebe:/„O Vater, Vater!“ sehn himmelwärts./ Ach, Glaub und Liebe sind mir not,/ sonst ist boch gehn all mein Beten tot. ö ö 3. 7. Geduldig Lamm, wie hältst du stille/ und im Gebete oͤreimal dich anl/ dabei ist auch für mich dein Wille,/ daß ich soll tun, wie du mich — Passion 70 getan./ Gott hilft nicht stets aufs erstemal j/ orum fleh und ruf ich ohne Zahl. 8. Dein Wille senkt sich in den Willen/ des allerbesten Vaters ein;/ in ihm muß auch mein Herz sich stillen,/ wofern ich will erhöret sein;/ oͤrum bet ich in Gelassenheit:„Was mein Gott will, ge⸗ scheh allzeit.“ 9. Du, Herr, erlangest aufdein Flehen/ Trost, Rraft, Sieg, Leben, herrlichkeit;/ und so wiros auch mit mir geschehen,/ daß ich zur angenehmen deit/ auf ernstlich Beten freubevoll/ den gleichen Segen ernten soll. 10. Drum, Jesu, hilf mir stets so beten,/ wie mich dein heilig Vorbild lehrt;/ so kann ich frei zum Vater treten/ und werde stets von ihm erhört; /sso bet ich mich zum Himmel ein/ und will dir ewig dankbar sein. Zohann Mentzer, 4 1734. mel. Sieh, hier bi ich, chetenn 8 70 Darmstadt 1690. 7 arr v. r—— ———— + S—— . SSSSS. I. Ru⸗ he hier, mein Geist, ein we⸗nig/ und schau an dies 2.— — x Wun⸗der groß,„ wie dein herr und Eh⸗ren ⸗kö⸗nig/ 411 hängt am Kreu⸗ze bleich und bloß,/ den sein Lie ⸗ben/ EEEEEE hat ge⸗trie⸗ben/ zu dir aus des Va⸗ters Schoß. 2. Wie dich Jesus liebt von herzen,/ kannst oͤu hier am Kreuze sehn;/ schau, wie bittre Todesschmerzen/ ihm durch Leib und Seele gehn,/ Fluch und Schrecken/ ihn bedͤecken /höre doch sein Klaggetön! 3. Dies sind meiner Sünden Früchte,/ die, mein Heiland, ängstgen dich;/ dieser Leioͤen schwer Gewichte/ zöge sonst zum Abgrund mich/diese Nöten,/ die dich töten,/ sollt ich fühlen ewiglich. 5 EE—— . SS* 7¹ Passion 4. Doch du hast für mich besieget/ Sünde, Tod und höllenmacht,/ Gottes ewgem Recht genüget,/ seinen Willen ganz vollbracht,/ durch dein Sterben/ mich zum Erben/ deines Lebens dort gemacht. 5. Ach, ich Sündenkind auf Erden!/ Jesu, stirbst du mir zu gut?/ Soll dein Feind erlöset werden/ durch dein eigen herzensblut?/ IOch muß schweigen/ und mich beugen/ für dies unverdiente Gut. 6. Seel und Leben, Leib und Glieder,/ alles gibst du für mich hin;/ sollt ich oͤir nicht schenken wieder/ alles, was ich hab und binꝛ/ Ich bin deine/ ganz alleine,/ dir verschreib ich herz und Sinn. 7. Zeuch durch deines Todes Kräfte/ mich in deinen Tod hineinj/ laß mein Fleisch und sein Geschäfte,/ herr, mit dir gekreuzigt sein,/ ö daß mein Wille/ sanft und stille/ und die Liebe weroͤe rein. 8. Laß in allen Leidenswegen/ deine Leiden stärken mich,/ daß mein Leiden mir zum Segen/ mag gedͤeihen stetiglich,/ daß mein ö herze/ auch im Schmerze/ ohne Wanken liebe dich. 9. Wenn mich schrecken meine Sünden,/ wenn mich böse Lust ö anficht,/ ich nicht Kraft noch Gnad kann finden,/ wollst öu mich ver⸗ lassen nicht!/ Laß dein Sterben/ mir erwerben/ Trost im Tod und im Gericht! 10. Jesu, nun will ich ergeben/ meinen Geist in deine Hand)// laß mich dir alleine leben,/ bis ich nach dem Leidensstand/ bei dir wohne,/ in der Krone/ dich beschau im Vaterland. Gerhard Tersteegen, 4 1769. Mel. Herzliebster Jesu, 71 was hast oͤu verbrochen. E Johann Crüger 1640. 1. herr, stär⸗ke mich, dein Lei⸗den zu be⸗den⸗ ken/ IIPITITI I T — —— mich in das Meer dͤer Lie⸗be zu ver⸗sen⸗ken,/ die dich be⸗ wog, von al⸗ler Schuld des Bö⸗sen/ uns zu er ⸗lö⸗ senl 68 ö ö——— ö— HE E— I. bein 4* sion icht, V icht// nacht. gut ꝛ⁊/ lut ꝰꝛ/ e Gut. mich b und Sinn. neinj/ t sein// —— ose Lust ö lich ver⸗ od und handʒy/ and/ bei „1+ 176. üger 1640. en⸗ken/ 2 Passion 72 2. Du wolltest, Herr, ein Mensch gleich uns auf Erden/ und bis zum Tod am Rreuz gehorsam werden,/ an unsrer Statt gemartert und zerschlagen,/ oie Sünde tragen. 5. Welch wundervoll hochheiliges Vollbringen!/ Mein Geist kann nicht in seine Tiefe oringen./ Mein Herz erbebt; ich seh und ich empfinde/ den Fluch oͤer Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Raͤcher alles Bösen 7 Gott ist oͤie Lieb und läßt die Welt erlösen:/ oͤies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken/ am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdͤienst danieder;/ es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder,/ lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde/ zu Gottes Freunde. 6. O herr, mein heil, an dessen Blut ich glaube,/ ich liege hier vor dir gebückt im Staube,/ verliere mich mit dankendem Gemüte/ in deine Güte. 7. Das Größt in Gott ist: Gnad und Lieb erweisen./ Uns kommt es zu, sie demutsvoll zu preisen,/ zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget,/ die Gnade steiget. 8. So sei denn ewig auch von mir gepriesen/ für das Erbarmen, das du mir bewiesen./ du hast, mein Heiland, auch für mich dein Leben/ dahingegeben. 9. Du liebtest mich; ich will dich wieder lieben/ und stets mit dreuden deinen Willen üben./ O gib oͤu, Herr, zu diesem heilgen Werke/ mir Kraft und Stärke. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. mel. Nr. 74. 72 Herherelg I. Am Rreuz erblaßt,/ der Marter Last//der Todesqualen müde// finoͤet mein Erlöser erst/ in dem Grabe Friede. 2. Ein heilger Schmerz/ durchoͤringt mein Herz/ und, Herr, was kann ich sagen?/Nur an meine Brust kann ich/ tiefgebeuget schlagen. 5. Du schũtzest mich,/ und über dich/ gehn aller Trübsal Wetter/ sterben wolltest du für mich,/ einziger Erretter! 4. Du hasts getan,/ dich bet ich an,/ oͤu Rönig der Erlösten l/ dein will ich im Tode mich/ glaubensvoll getrösten. 5. Es ist vollbrachtl/ riefst oͤu mit Macht/ oͤu zeigst, daß du dein Leben,/ mein versoͤhner, göttlich frei/ habest hingegeben. ————— — 1 753 74 Passion 6. Hochheilge Tatl/ des höchsten Rat/ will ich in demut preisen/ mein Erlöser wird mir einst/ seine Tiefen weisen. 7. Allmächtig rief/ er, der entschlief,/ den Toten sie erstanden./ Leicht entschwingt der Lebensfürst/ sich des Todes Banden. 8. Das finstre Tal/ will ich einmal/ durchwandeln ohne Grauenz/ denn durch dich, Erlöser, ists/ mir der Weg zum Schauen. 9. Ich preise dich,/ erforsche mich/ und siehe, wie ichs meine/ ja, oͤu siehst es, wenn ich still/ meinen Dank dir weine. 10. Vergeß ich dein,/ so werde mein/ in Ewigkeit vergessen./ Herr, ich will, so lang ich bin,/ deine Lieb ermessen. Christoph Frieoͤrich Neander, 4 1802. Begräbnis Jesu/ 73 15⁴4. H EUEE . 1. der du, herr Je⸗su, Ruh und—.—5—.— Grab— — hal⸗ten hast,/ gib, daß wir 1 —... un⸗ser Le⸗ben dir ge⸗fall. 2. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut,/ die du erkauft mit deinem Blut,/ und führ uns in des himmels Licht/ zu oͤeines Datetz Angesicht. 3. Wir danken dir, o Gottes Lamm,/ getötet an des areuhe Stamm;/ laß ja uns Sündern deine Pein/ oen Eingang in das Leben sein. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. — .—..———.—.— 74 Mainz 162 ö 4 ö Vu +* . 2 I. —* ü 1. O Trau⸗rig⸗keit,/ o her⸗ze ⸗leiol/ d Georg Werner, 1 1045, in dir ru⸗ hen— ö sion enj/ den./ nen 57 ine V en./ + 1802. wer, 4 105. mainz 16² 51/ UN Passion 75 4.— L H———— öäIT das nicht zu be⸗kla⸗-gen?/ Gott des Va⸗ters ein⸗ger Sohn/ —— 1 —— 1 wird ins Grab ge⸗tra⸗gen. 2. O große Not,/ der herr liegt tot!l/ Am Rreuz ist er gestorben,/ hat daͤdurch das Himmelreich/ uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind,/ nur deine Sünd/ hat dieses angerichtet,/ da du durch die Missetat/ warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam,/ das Gotteslamm,/ liegt hie mit Blut be⸗ flossen,/ welches er ganz miloͤiglich/ hat für dich vergossen. 5. O selig ist/ zu aller Frist,/ der dieses recht bedenket,/ wie der Herr der Herrlichkeit/ wird ins Grab versenket. 6. O Jesu, oͤu/ mein hilf und Ruh,/ ich bitte dich mit Tränen:/ hilf, daß ich mich bis ins Grab/ nach dir möge sehnen! Johann Rist, 4 1667. Mel. Nr. 74. 75 8 Hherzeleid. 1. So ruhest du,/ o meine Ruh,/ in deiner Grabeshöhle/ und erweckst durch deinen Tod /meine tote Seele. 2. Man senkt dich ein/ nach vieler Pein,/ ödu meines Lebens Leben!/ Dich hat jetzt ein Felsengrab,/ dels des Heils, umgeben. 3. Ach, du bist kalt,/ mein hort und Halt!/ Das macht dein heißes Lieben,/ das dich in das kalte Grab/ mir zu gut getrieben. 4. Doch Preis sei dir!/ Du konntest hier/ nicht die Verwesung sehen;/ bald ließ oͤich des Vaters Macht/ aus dem Grab erstehen. 5. OLebensfürst,/ ich weiß, du wirst/ mich wieder auferweckenj/ sollte denn mein gläubig Herz/ vor der Gruft erschrecken? o. Sie wird mir sein/ ein Kämmerlein,/ da ich im Frieden liege// weil ich nun durch deinen Tod/ Tod und Grab besiege. 7. Nein, nichts verdirbt,/ der Leib nur stirbt;/ oͤoch wiro er auf⸗ erstehen/ und in ganz verklärter Zier/ aus dem Grabe gehen. 8. Indes will ich,/ mein Jesu, dich/ in meine Seele senken/ und an deinen bittern Tod„bis zum Tod gedenken. Salomo Franck, 4 1725. .—.— —. ö— IIN 1 00 4 .— 1 I8 1 2 * ᷑ E 2. 7. NI—. TSNO)E DDN 3 N 2— E 2•.— DII. „ I * N VW W. 7. 8 SS= 2 7 2 5 . 222— I SSE 7 + — * *— S 7 2 2 V**— 3 7½⁴ — 2 2 7* 48 „*— 7. 189 2 2* — 7 NW/— V. N 5* 7———— „— 2— 2— 2 7 +.— 2½ 2 576 8* W 4 U 9N 220. 7 8757609 2— N—— —*— + N— 4 +71⁷7 N. 75 —*— WUINNIl 7 4 0 5—* A 55 2„ GN +I. 7½ 6 2 5 W. 4 NV 27—. UPX ö 2; 2 2.. 5 —— ISTTRTTTTTTTT 7⁰ Ostern 76 13. Jahrhundert. ö—..———— W.—...... 1. Christ ist er⸗stan ⸗den/ von der Mar⸗ter al ⸗le./ 1 x IJZ..— .. x——.— 7—* Des solln wir al⸗ le froh sein,/ Christ will un⸗ ser Trost sein/— 0 — I........ IüWW ——...— ö ———— —3 —— hal ⸗le⸗lu⸗jal 2. Wär er nicht er ⸗stan ⸗den,/ die Welt, e—.—.— — die wär ver ⸗ gan⸗ gen;/ seit daß er er⸗ standen ist,/ 1—— 5 1 so lobn wir den Herrn Je⸗sum Christ./ Hal⸗le⸗lu⸗jal de J. hal le ⸗ lu ⸗ ja,„ hal ⸗ le⸗ lu ⸗ja, ö ö x ö— ITIH. —— hal ⸗le ⸗ lu ⸗ jal/ des solln wir al⸗ le froh sein,/ die — Iw —— 2— x + 2 Christ will un ⸗ser Trost sein./ Hal⸗le-lu⸗jal ö 13. Zahehundert, ö Ostern 77 7½ Wittenberg 1524. ———.. 5— EE 1 Christ lag in To⸗des⸗ban⸗ den,/ für uns⸗ re der ist wie⸗der er⸗stan⸗den/ und hat uns ——————5 —.——— II — +—.— Sünd ge⸗ ge⸗ben;—— bracht dar Le: beu, des wir sol⸗len fröh uich sein. Gott S......— lo⸗ben und ihm dank⸗bar sein/ und sin⸗gen: hal⸗le⸗ 1...— 2——— lu ⸗ ja,/ hal ⸗le ⸗lu⸗jal 2. Den Tod niemand bezwingen konnt/ bei allen Menschen⸗ kindern;/ das machte alles unsre Sünd,/ kein Unschuld war zu finden./ Davon kam der Tod sobalö/ und nahm auch über uns Ge⸗ walt;/ sein Reich hielt uns gefangen. Hallelujal 5. Jesus Christus, Gottes Sohn,/ an unsrer Statt ist kommen/ und hat die Sünde abgetan,/ damit dem Tod genommen/ all sein Recht und sein Gewalt;/ da bleibet nichts denn Todsgestalt,/ den Stachl hat er verloren./ Halleluja! 4. Es war ein wunderlicher Krieg,/ da Tod und Leben rungenz/ das Leben, das behielt den Sieg,/ es hat oen Tod verschlungen./ Die Schrift uns die Kunde bringt,/ wie da ein Tod den Tod be⸗ zwingt;/ ein Spott der Tod ist worden./ Hallelujal 5. Hier ist das rechte Osterlamm,/ davon wir sollen leben /das ist uns an des Rreuzes Stamm/ aus heißer Lieb gegeben./ des' Blut zeichnet unsre Tür,/ das hält der Glaub dem Tode flir j/ nicht rührn kann uns der Würger./ Halleluja! III ——I————— SSSSISSee‚‚e‚ ö ö 5 ——ↄ.:— ————— ——.—.— X. 78 Ostern 6. So feiern wir das hohe gest/ mit herzensfreud und Wonne,/ das uns der herr erscheinen läßt;/ er selber ist die Sonne,/ der öurch seiner Gnade Glanz/ erleuchtet unsre herzen ganz/ der Sünd Nacht ist vergangen./ Hallelujal martin Luther, T.15465. Sottes Soyn.. 78 Frankfurt a. O. 1601. f (Oder mit Weglassung des Eingeklammerten wie Nr. 75 odber Ne. 407.) ö H ů ESZ. 2——— ———.. ö SSPSPSSISSIIIIIIIIIIIII 1. Früh⸗mor⸗gens, da die Sonn auf⸗geht,/ mein D iiii ————.. Im hei ⸗land Chri⸗ stus auf⸗ er ⸗-steht.(Hal⸗le⸗ lu⸗ 2—————.„ m ———— ö S.SSSSSScII 1 2. 11.—.— L.— x N. ja, hal⸗le ⸗lu ⸗ ja.) ver⸗ trie-ben ist der —.—.————— S—— e Süun ⸗den Nacht, /Licht, heil und Le ⸗ ben wie⸗der⸗ * 101 7 .e 12—— X— F. —4 ö 2 sc 2 V.. il E 2247. 2.—i 10 bracht./ Hal⸗ le⸗ lu⸗ ja,(Hhal⸗le⸗ lu⸗ ja.) 2. Nicht mehr als nur oͤrei Tage lang/ hält meinen heilanoͤ Todeszwang.(Halleluja, Halleluja.) Am oͤritten Tag oͤurchs Grab uer oͤringt,/ mit Ehren seine Siegsfahn schwingt./ Halleluja,(Halle⸗ ulijja.) 3. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt/ mit Schmach am Kreuz gefangen hält.(Halleluja, Halleluja.) Drauf folgt der Sabbat in dem Grab,/ allda ich Ruh und Frieden hab./ Halleluja,(Halleluja.) 4. In kurzem wach ich fröhlich auf,/ mein Ostertag ist schon im Fauf.(Halleluja, Halleluja.) Ich wach aufdurch des herren Stimm,/ bveracht den Tod mit seinem Grimm. /Halleluja,(Halleluja.) 70 SU heiland s Grab (halle⸗ n Kreuz abbat in lleluja.) schon im 5timm/./ lja.) Ostern 79 5. O Wunder groß, o starker Heloͤ, wo ist ein Feind, den er nicht fällt?(Halleluja, Halleluja.) Kein Angststein liegt so schwer auf mir,/ er wälzt ihn von des herzens Tür./ Halleluja,(Halleluja.) 6. Lebt Christus, was bin ich betrübt? /Ich weiß, daß er mich herzlich liebt.(Halleluja, Halleluja.) Wenn mir gleich alle Weli stürb ab,/ gnug, daß ich Christum bei mir hab./ Halleluja,(Halle⸗ luja.) 7. Er nährt, er schützt, er tröstet mich j/ sterb ich, so nimmt er mich zu sich.(Halleluja, Halleluja.) Wo er jetzt lebt, da muß ich hin,/ weil seines Leibes Glied ich bin./ Halleluja,(Halleluja.) 8. Durch seiner Ruferstehung Rraft/ komm ich zur Engel Brüder⸗ schaft.(Halleluja, Halleluja.) Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt,/ mit Gnad und ewgem heil gekrönt./ Halleluja,(Halleluja.) 9. Mein herz darf nicht entsetzen sich:/ Gott und die Engel lieben mich.(Halleluja, Halleluja.) die Freude, die mir ist bereit,/ ver⸗ treibet Furcht und Traurigkeit./ Halleluja,(Halleluja.) 10. Für diesen Trost, o großer helo,/ Herr Jesu, dankt dir alle Welt.(Halleluja, Halleluja.) Dort wollen wir mit größerm Fleiß/ erheben deinen Ruhm und Preis./ Halleluja,(Halleluja.) Zohann heermann, 4 1647. 79 Johann Schop, 1641. —H F— E WEEEE EEEEEESEEE 2— 27.— 1.VL— X 1 *+ Las⸗set uns den Her⸗ren prei⸗sen,/ o ihr Kommet, laßt uns Dank er⸗wei⸗sen/ un⸗serm .—— ö——— D e. Han. D H x D 1— 1———... +2—...— 27 8— 1 1 Chri⸗sten ü⸗ber ⸗ alll Gott mit fro⸗ hem Schall! ö —— E 2 2 ban⸗den/ ist der helb aus Ju⸗das Stamm./ der zu Jauch⸗zet: frei von To⸗des⸗ III e X. 79 Ostern 1 V ————— —.——.————— uns vom——.——— 8— sus—— 958— er⸗ stan⸗den!/ nun ist aus der 10 ge Streit;/ feeu⸗e .—: n ᷑ sir e. . dich, o chrt sten ⸗ heitl 2. Christus hat nun überwunden/ des ergrimmten Todes Macht/ der im Tode lag gebunden,/ hat das Leben neu gebracht/ uno die dinsternis bezwungen./ die Verwesung schaͤute nicht,/ der oͤes Todes Ketten bricht;/ nun zum himmelsthron geoͤrungen,/ gibt er uns ein frei Geleit;/ freue dich, o Christenheit! 3. War er gleich am Kreuz gestorben,/ war er gleich ins Grab gelegt:/ dennoch blieb er unverdorben./ Als die Erde ward erregt,/ hat der Lebensfürst erhoben/ sein verklärtes Angesicht,/ stirbet nun und nimmer nicht./ Ewig werden wir ihn loben;/ Harfund Psalter, seid bereit!/ Freue dich, o Christenheit! 4. Grab, wo sind nun deine Schrecken?/ Hölle, wo ist dein Triumph?/ Tod, du kannst kein Graun erwecken,/ deine Pfeile sind jetzt stumpf./ Christus ist dein Gift gewesen;/ er, der starke Gottesheld,/ hat dir deinen Trotz gefällt,/ und wir Menschen sind genesen./Nun, vom schweren Joch befreit,/ freue dich, o Christenheit! 5. Sehnsuchtsvoll laßt uns verlangen/ nach dem Herrn und sei⸗ nem heilz/ auch wir werden dann empfangen/ unser teur erworbnes Teil./ Er geht auf in unsern herzenj/ laßt uns mit ihm auferstehn,/ mit ihm ein zum himmel gehn,/ wo er stillet alle Schmerzen./ Wonne wird dann alles Leid; /freue dich, o Christenheit! 6. Meinen Leib wird man begraben,/ doch er schläft auf ewig nicht;/ neues Leben wird er haben,/ schön verklärt im Glanz und Licht./ Das Verwesliche muß sterben,/ iroͤisch wird es ausgesät,/ bis es himmlisch einst ersteht,/ um das Reich des herrn zu erben,/ ihn zu schauen allezeit./ Freue dich, o Christenheit! Nach gohann Rist, 1 160/. 76 Osalter, ist dein e Pfeile r starke hen sind tenheitl und sei⸗ vorbnes rstehn,/ nerzen./ tl auf ewig lanz und isgesäͤt,/ erben,/ st, 1 6 Mel. Nun sfreut euch, lieben 80 Christen(oder wie Kr. 137). Wittenberg 1524. E+— ͤ• —F— ö SISII 2 7 ——— * 1.4 Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin,„ die Sonn ist Er⸗mun⸗ tre dei⸗ nen Geist und Sinn// den hei⸗land e———— ———— —.— auf⸗ge⸗ gan ⸗ genl zu em⸗pfan ⸗gen, der heu⸗te oͤurch des To⸗des DDDDEE.. — 1.———..—— Tor/ ge⸗ bro⸗chen aus dem Grab her⸗vor,/ der — +— — x 155/rn— I—— gan⸗- zen Welt zur Won- ne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf/ und such ein neues Le⸗ ben,/ vollführe deinen Glaubenslauf/ und laß dein hHerz sich heben/ gen himmel, da dein Jesus ist/ und such, was oͤroben, als ein Christ// der geistlich auferstanoͤen. 5. Vergiß nur, was oͤahinten ist// und tracht' nach dem, was oroben,/ damit dein Herz zu jeder drist/ zu Jesu sei erhoben./ Tritt unter dich oͤie böse Welt/ und strebe nach oͤes himmels Jelt,/ wo Jesus ist zu finden. 4. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein,/ dein Jesus wird ihn heben;/ es kann ein Christ bei Kreuz und pein/ in Freuò und Wonne leben./ Wirf dein Anliegen auf oᷣen herrn/ und sorge nicht, er ist nicht fern,/ weil er ist auferstanden. 5. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit,/ weil Jesus über⸗ wunden;/ er wird auch überwinoen weit/ in oͤir, weil er gebunden/ der deinde Macht, daß du aufstehst/ und in ein neues Leben gehst/ und Gott im Glauben dienest. 6. Ach, mein herr Jesu, der du bist/ vom Tode auferstanden,/ bewahr uns vor des deindes List,/ rett uns aus Todesbanden„daͤmit Ostern 8⁰0 81 erworben. X. Ostern wir alle insgemein zum neuen Leben gehen ein,/ das ou uns hast + 7. Sei, herr, gelobt in dieser Zeit/ von allen Gotteskindern/ *4 und ewig in der herrlichkeit/ von allen Uberwindern,/ die über⸗ wunden durch dein Blut!/ Herr Jesu, gib uns Rraft und Mut,/ daß woir auch überwinden. Laurentius Laurenti, 4 1722. Mel. Valet will ich oͤir geben. 81 Melchior Teschner, 1613. arr. ILI —— in geh zu dei⸗ nem Gra⸗be,/ du gro⸗ßer O⸗ster⸗ weil ich die Hoffnung ha⸗ be,/ daß du mir zei⸗ gen ID—— Ffüurst, wie man kann fröhlich stereben/ und fröh- lich aufd er⸗ ————— stehn,/ auch mit des him⸗mels Er⸗ben/ ins Land des Dn 0 — ö Le⸗bens gehn. . 2. Du liegest in der Erde/ und hast sie eingeweiht,/ wenn ich bbegraben werde, /daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den HStaub zu legen,/ was Isch und Staub vermehrt,/ weil dir doch llerwegen/ die Erde zugehört. 3. Du schläfest in dem Grabe,/ daß ich auch meine Ruh/ an diesem Orte habez/ du schließt die Rugen zu,/ so soll mir gar nicht ö 6 grauen,/ wenn mein Gesicht vergeht:/ ich werde den wohl schauen,/ der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab schließt Stein und Siegel,/ und du wirst dennoch frei;/ auch meines Grabes Riegel/ bricht deine hand entzwei./ du ö Ostern 8 wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt;/ da werd ich den erblicken,/ der mich vom Tode weckt. 5. Du fährest in die höhe/ und zeigest mir die Bahn,/ wohin ich endlich gehe, /da ich dich finden kann./ Dort ist es sicher wohnen,/ wo lauter Glanz um dich;/ da warten lauter Kronen/ in deiner hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben,/ o meines Todes Tod, ich will mich dir ergeben/ in meiner letzten Not;/ ich will mein Lager machen/ in deine liebe Gruft,/ da werd ich schon erwachen,/ wenn deine Stimme ruft. Benjamin Schmolck, 4 1737. Mel. Christus, der ist mein Leben. 82 Melchior Vulpius, 1609. 4 4.— —.——— 1. Willkommen, Held im Strei⸗te,/aus dei⸗nes Gra⸗bes EEEEEEEEEE Kluft!/ Wir tri⸗ um⸗phie⸗ren heu⸗te/ um dei⸗ne lee⸗ re Gruft. 2. Der deind wird schaugetragen/ und heißt nunmehr ein Spottʒ/ wir aber können sagen:/ mit uns ist unser Gott. 5. In der Gerechten hütten/ schallt schon das Siegeslieo,/ du trittst selbst in die Mitten/ und bringst den Osterfried. 4. Nch, teile doch die Beute/ bei deinen Gliedern aus!/ Wir alle kommen heute/ deswegen in dein haus. 5. Schwing deine Siegesfahne/ auch über unser herz/ und unsern Weg uns bahne/ vom Grabe himmelwärts! 6. Laß unser aller Sünden/ ins Grab verscharret sein,/ uns einen Schatz hier finden,/ der ewig kann erfreun! 7. Wir sind mit oͤir gestorben,/ so leben wir mit dir./ Was uns dein Tod erworben, /das stell uns täglich fürl 8. Wir wollen hier ganz fröhlich/ mit dir zu Grabe gehn,/ wenn wir dereinst nur selig/ mit oir auch auferstehn! 9. der Todò kann uns nicht schaden/ sein Stachel ist nun stumpfj/ wir stehn bei Gott in Gnaden/ und rufen schon Triumph! Benjamin Schmolck, + 1737. SS— —..—..—— • XV. . 83 Ostern Ost ö ö Mel. Jesu, meines Lebens Leben 83 ö 6 A(oder wie Nr. 100). Christoph Anton, 1651. 4— ö gehr Ern Hurrmrt cerrt. 2 . +. — ö 7 10 1. LCwei der Zün⸗ger gehn mit Sehnen/ ü⸗ber Feld nach neig ih⸗ re Au⸗gen sind voll Tränen,/ ih⸗ re See⸗len 3eint x bitte — I—— 1 21. D—— 7 E Em⸗ ma⸗ us; voll Veroruß; man hört ih ⸗re Kla⸗ge⸗wor⸗tez/ doch es ö 2452— 6 1. I.... ist von ih⸗ rem Or⸗ te/ un⸗ ser Je⸗ sus gar nicht weit/ —— 2 ö—— IPIZq‚I‚Ii‚I‚iiIiIieeeeeeeeee und ver⸗ treibt die Trau⸗rig⸗keit. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen/ ihrem stillen Kummer nach,/ sie bejammern voller Schmerzen/ ihre Not und Angemach./ Manches wandert ganz alleine,/ daß es nur zur Gnüge weinez/ doch mein Jesus ist dabei,/ fragt, was man so traurig sei. ʒ. Oft schon hab ichs auch empfunden// Jesus läßt mich nie allein/ Jesus stellt zur rechten Stunden/ sich mit seinem Beistand ein./ Wenn ich mich bei ihm beschwere,/ gleich als ob er ferne wäre,/ o so ist er mehr als nah/ und mit seiner Hilfe da. 0 4. Treuster Freund von allen Freunden,/ bleibe ferner noch bei mirj/ kommt die Welt, mich anzufeinden,/ ach, so sei du auch all⸗ hier!/ Wenn mich Trübsalswetter schrecken,/ wollst du kräftig mich bedecken;/ komm, in meinem Geist zu ruhn;/ was du willst, das will ich tun. ö 5. Bin ich traurig und betrübet,/ Herr, so ruf mir in den Sinn,/ daß mich deine Seele liebet,/ und daß ich der Deine bin./ Laß dein Wort mich fester gründen,/ laß es auch mein Herz entzünden,/ daß es voller Liebe brennt/ und dich immer besser kennt! X ——————— Ostern 84 6. Tröst auch anoͤre, die voll Jammer/ einsam dͤurch die Furen gehn/ oder in der stillen Kammer/ tiefbekümmert zu dir flehn./ Wenn sie von der Welt sich trennen, /daß sie satt sich weinen können,/ so sprich ihrer Seele zu:/ Liebes Kind, was trauerst du? 7. Hilf, wenn es will Abend werden/ und der Lebenstag sich neigt,/ wenn dem dͤunklen Rug auf Erden/ nirgenos sich ein helfer zeigt;/ bleib alsdann in unsrer Mitten,/ wie dich deine Jünger bitten,/ bis oͤu sie getröstet hast;/ bleibe, bleibe, teurer Gast! Joh. Neunherz, + 1737. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 84 Berlin 1653. E —————— 8 ö Je⸗sus lebt, mit ihm auch ich;/ Tod, wo sind nun Er, er lebt und wird auch mich/ von oͤen To⸗ ten L 23. 1 II 4 —— IE·— 20— ...—— U 25 wet en. Er ver⸗klärt mich in sein Licht j/ EEE 1. 1 ö dies ist mei⸗ ne Zu⸗ver⸗-sicht. 2. Jesus lebt, ihm ist oͤas Reich/ über alle Welt gegeben;/ mit ihm werd auch ich zugleich/ ewig herrschen, ewig leben./ Gott er⸗ füllt, was er verspricht; /dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt, wer nun verzagt,/ lästert ihn und Gottes Ehre/ Onaoͤe hat er zugesagt,/ daß der Sünder sich bekehre./ Gott ver⸗ stößt in Christo nicht;/ dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt, sein Heil ist mein;/ sein sei auch mein ganzes Leben/ reines herzens will ich sein/ und den Lüsten widerstreben./ Er verläßt den Schwachen nicht;/ dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt, ich bin gewiß,/ nichts soll mich von Jesu scheioen,/ keine Macht der dinsternis,/ keine herrlichkeit, kein Leiden./ Er gibt selbst mir Kraft und Licht;/ dies ist meine Zuversicht. 0* + 85 Ostern 6. Jesus lebt, nun ist der Tod/ mir der Eingang in das Leben./ Welchen Trost in Todesnot/ wird er meiner Seele geben,/ wenn sie gläubig zu ihm spricht: /Herr, Herr, meine Zuversicht. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. O Jesu Christ, 85 meins Lebens Licht. Leipzig 1625. 44.2 *—.—4. e. SIXh..e 1. Er⸗ inn⸗re dich, mein Geist, er⸗freut/ des ho⸗ hen •.—.— E—— 223———....— A. Tags der herr ⸗lich 75— halt im Ge⸗dächt⸗nis Je⸗sum 2————— e.——— Christ,/ der von dem Tod er⸗stan⸗den ist! 2. Entbrenn in Lieb und dank für ihn,/ als ob er heute dir er⸗ schien/ und spräche: Friede sei mit dir!/ So freue dich, mein Geist, in mir! 3. Schau über dͤich und bet ihn an;/ er mißt den Sternen ihre Bahn;/ er lebt und herrscht mit Gott vereint/ und ist dein Rönig und dein Freund. 4. Mein heiland ist für mich erhöht;/ was ist der Erde Majestät// wenn sie mein Geist mit der vergleicht,/ die ich durch Hottes Sohn erreicht? ————— 5. Vor seinem Thron, in seinem Reich,/ unsterblich, heilig, Engeln gleich/ und ewig, ewig selig sein:/ ach, welche Herrlichkeit ist mein! 6. Herr, der oͤu in dem Himmel thronst,/ ich soll dba wohnen, wo du wohnst,/ und du erfüllest mein Vertraun,/ dich in der Herrlich⸗ keit zu schaun. ö 7. Ich soll, wenn oͤu, o Lebensfürst,/ in Wolken wiederkommen wirst,/ verklärt aus meinem Grabe gehn/ und froh zu deiner Rechten stehn. 8. Mit deiner heilgen Engel Schar/ soll ich dich loben immer⸗ dar!/ Mit allen õrommen aller Zeit/ soll ich mich freun in Ewigkeit ⁴ dir er⸗ Geist, en ihre 1 König ijestät,/ 5 Sohn „Engeln st meinl nen, wo zerrlich⸗ kommen Rechten immer⸗ Ewigkeit. ö Ostern 8⁰ 9. Nie komm es mir aus meinem Sinn,/ was ich, mein Heil, dir schuldig bin!/ Gib KRraft, daß ich in Lieb und Treu/ mich stets zu deinem Bild erneul 10. Macht, Ruhm und Hoheit immerdͤar/ oͤem, der da ist und der da war!/ Sein Name sei gebenedeit/ von nun an bis in Ewigkeit! 11. Sein ist das Reich, sein ist die Rraft;/ er ists, der alles in uns schafft./ Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der von dem Tod erstanden ist! Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Lasset ö Mel. Nr. 79. 86 Herten preifen. 1. Uberwinoͤer, nimm die Palmen, /die dein Volk oͤir heute bringt,/ das mit frohen Osterpsalmen/ den erkämpften Sieg be⸗ singt. /Wo ist nun der Feinde Pochen/ und der Würger Moroͤ⸗ geschrei,/ da odes Todes Nacht vorbei/ und sein Stachel ist zer⸗ brochen?/ Tod und Hölle liegen da:/ Gott sei Dank, Halleluja! 2. Stecke nun dein Siegeszeichen /aus der dunklen Gruft em⸗ por!/ Was kann deinem Ruhme gleichen?/ held und Rönig, tritt hervor!/ Laß oͤir tausend Engel dienen;/ denn nach harter Leidens⸗ zeit/ ist dein Tag oͤer herrlichkeit,/ höchste Majestät, erschienen;/ Erd und Himmel jauchzen da:/ Gott sei Dank, Hallelujal 3. Teile, großer Fürst, die Beute/ deiner armen herde mit,/ die in froher Sehnsucht heute/ vor den Thron der Gnade trittl/ deinen Frieden gib uns allen! /O so jauchzet herz und Mut,/ weil das Los uns wundergut/ und aufs lieblichste gefallen;/ denn der Olzweig grünet da: /Gott sei Dank, Hallelujal 4. Laß, o Sonne der Gerechten,/ deinen Strahl ins herze gehnz/ gib Erleuchtung deinen Knechten,/ daß sie geistlich auferstehn./ hält der Schlaf uns noch gefangen, /o so föroͤre du den Lauf,/ rufe mächtig: Wachet aufl/ denn die Schatten sind vergangen,/ und der helle Tag ist da: /Gott sei Dank, Hallelujal 5. Tilg in uns des Todes Grauen,/ wenn die letzte Stunde schläͤgt,/ weil du denen, die dir trauen,/ schon die Rrone beigelegt./ Gib uns in den höchsten Nöten, gib uns mitten in der Pein/ deinen Trost und Glauben ein;/ o so kann der Too nicht töten,/ denn die Hoffnung blühet da: /Gott sei Dank, Hallelujal 85 —. 87 Ostern 6. zeige, wenn der blöde Rummer/ Über Sarg und Grüften weint,/ wie die Schwachheit nach dem Schlummer/ dort in voller Kraft erscheint./ Sind wir sterblich hier geboren,/ o so streift das kühle Grab/ nur, was sterblich heißt, uns ab,/ und der Staub ist unverloren;/ unser Hirte hütet da:/ Gott sei Dank, Hallelujal 7. Rufe die zerfallnen Glieder/ enoͤlich aus der dunklen Nacht;/ wenn der deinen Asche wieder/ in verklärtem Glanz erwacht,/ dann wirst du die Krone geben,/ dann wird unsre volle Brust,/ herr, mit engelgleicher Lust/ ewig deinen Sieg erheben,/ und wir sprechen auch alloͤa:/ Gott sei Dank, Hallelujal Christian Luowig Taddel, 4 1775. Lasset 0 Mel. Nr. 79. 87 Herden preisen. 1. Größter Morgen, der die Erde/ nach der tiefsten Nacht belebt,/ der sie nach dem Wort: Es werde!/ nochmals aus dem Nichts er⸗ hebt!/ Nach der Nacht voll düstrer Sorgen,/ da man angst⸗ und kummervoll/ ohne Jesum leben soll,/ bringt der allerschönsteMorgen/ gesum aus des Todes Tor,/ Jesum, unser Licht, hervor. 2. Lebt nun auf, ihr stillen Seelen,/ die in Tränen ihr zerfloßt,/ die ihr euch in Rummerhöhlen/ ohne Licht und Rraft verschloßt l/ gebt nun auf: er ist erstanden! /Er, an den ihr doch geglaubt,/ ist vom Tode nicht geraubt,/ nein, er lebt, ist frei von Banden/ und mit Klarheit angetan;/ betet euren König an! 3. Jauchz/ o Erde, himmel, tönet,/ rühme, neu geschaffne Weltl/ Gott und Menschheit sind versöhnetl/ Seht, wie glänzt der große held,/ der des Rbgrunds und der höllen/ und der himmel Schlüssel führt/ und, mit Ehr unò Schmuck geziert,/ seine Kirche sicher stellen/ und nach tiefem Gottesplan/ ewig selig machen kannl 4. Großer Hirte deiner Schafe,/ von den Toten ausgeführt,/ dem, nach ganz erlittner Strafe/ unsrer Schuld, der Preis ge⸗ bührt!/ Nimm ihn von den Millionen/ derer, oͤie das Grab noch deckt,/ derer, die dein Ruf schon weckt,/ derer, die im himmel wohnen,/ auch von uns hier unten an,/ wie dich jeder preisen kann. 5. Hilf uns aus den desseln gehen,/ womit uns die Welt bestrickt;/ laß uns geistlich auferstehen,/ allem Sündendienst entrückt!/ Schenk uns Kraft zum neuen Wesen,/ daß es täglich Ostern sei,/ dann kommt einst der Tag herbei,/ da du völlig uns erlösen/ und zu oir erheben wirst,/ auferstanoner Siegesfürst. 3oh. Ro. Lehmus, T 178s. 8⁵ den eisen. ebt// s er⸗ und gen/ oßt,// optl/ ubt,/ den/ eltl/ große lüssel ellen/ hrt, 7 s ge⸗ noch mmel kann. ickt j/ schenk dann ju öir 1788. Ostern 88· 89 Mel. Nr. 79. 88 Herren prelsen.I 1. Auferstanden, auferstanden/ ist der herr, der uns versöͤhnt j/ seht, wie hat nach Schmach und Banden/ Gott mit Ehren ihn ge⸗ kroͤnt!/ Dort auf seines Vaters Throne,/ über Schmerz und Tod erhöht,/ herrscht er nun in Majestät./ Fallet nieder vor dem Sohne,/ der uns einst zu sich erhebt!/ Hallelujal Jesus lebt. 2. Singt dem herrn! Er ist erstanden,/ oͤa er starb auf Gol⸗ gatha/ rühmt es laut in allen Landen:/ was sein Mund verhieß, geschah. Wer kann ihm noch widerstreben? Mächtig steigt der held empor,/ im Triumph bricht er hervor./ Seht des Abgrunds Pforten beben,/ da ihr Sieger sich erhebt!/ Halleluja! Jesus lebt.. 3. Uns vom Tode zu befreien,/ sank er in des Grabes Nacht;f/ uns zum Leben zu erneuen,/ steht er auf durch Gottes Macht./ Toò, du bist in Sieg verschlungen;/ deine Schrecken sind gedämpft,/ + deine herrschaft ist bekämpft,/ und das Leben ist errungen;/ ob man unsern Leib begräbt,/ Halleluja! Jesus lebt.* 4. Nus dem Grab uns zu erheben,/ ging er zu dem Vater hin/fßj) Laßt uns ihm zur Ehre leben,/ dann ist Sterben uns Gewinn./ 0 Haltet unter Lust und Leiden/ im Gedächtnis Jesum Christ,/ der vom Tod erstanden ist;/ unvergänglich sind die Freuden/ des, der nach dem Himmel strebt./ Halleluja! Jesus lebt. 5. Freut euch seiner, Gottes Kinder!/ Er sei euer Lobgesanglꝰx/ Bringt dem Todesüberwinder/ ewig Ehre, Preis und dank./Rühmt* es in Versuchungsstunden,/ wenn euch Sünd und Elend droht,/ ö rühmt es in der Todesnot:/ unser herr hat überwunden!/ der 1* uns einst zu sich erhebt,/ Hallelujal Jesus lebt. nach 7.§. Danneil(+ 17792) von Christ. Sturm, + 1786, und Raspar Lavater, 4 1801. Mel. Nun danket all 89 uno bringet Ehr. Johann Crüger, T 1647ꝰ. ————— + 2— ö SEE..——— EEEFRRFR en muuur—— E ö 1. Ich sag es je⸗dem, daß er lebt/ und auf⸗ er⸗ ů stan⸗den ist,/ daß er in uns⸗rer Mit⸗te schw ebt/ und 90 Ostern —..——....— 5 —..— — — e⸗wig bei uns ist. 2. Ich sag es jedem, jeder sagt/ es seinen Freunden gleich,/ daß bald an allen Orten tagt/ das neue himmelreich. 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn/ erst wie ein Vater⸗ land;/ ein neues Leben nimmt man hin/ entzückt aus seiner hand. 4. hinunter in das tiefe Meer/ versank des Todes Graun,/ und jeder kann nun leicht und hehr/ in seine Zukunft schaun. 5. Der dunkle Weg, den er betrat,/ geht in den himmel ausz/ und wer nur hört auf seinen Rat,/ kommt auch ins Vaterhaus. 6. Nun weint auch keiner mehr allhie,/ wenn eins die Augen schließt;/ vom Wiedersehn, spät oder früh,/ wiro dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten Tat/ ein jeder frischer glühn;/ denn herrlich wird ihm diese Saat/ in schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein,/ wenn alles uns verläßt,/ und so soll oͤieser Lag uns sein/ ein Weltverjüngungsfest. Novalis(Friedrich von hardenberg), 4 1801. Mel. Wie sckön leuchtet 9 0 der Morgenstern. Frankfurt a. M. 1599. 4 + 4 + + 4 + ———— 17½70— 4 IL— 2— +—3 4 ³6 1 Er⸗höh⸗ ter Sie⸗ges⸗fürst undò heldæ/ Dir jauch⸗zet dutgehst aus dei⸗ nes Gra⸗bes Tor/ als wie ein 0 1. —————— die er⸗lö⸗ste Welt/ am Fde⸗ste dei⸗ ner. Bräu⸗ti⸗gam her⸗vor,/ schön wie die Mor⸗gen⸗son⸗ne. 1 —.— — Mäch⸗tig,/ präch⸗tig/ kommst oͤu heu⸗te/ aus dem Strei⸗te, 88 Ostern +.——— — 2 ö 2 ö—* kommst mit Se⸗ gen uns aus dei ner Gruft ent⸗ge⸗gen. ö daß 2. Wie masestatisch bauest du/ am oritten Tage deiner Ruh/ den ö Leibestempel wieder!/Trotz aller Feinoe List und Macht/ hast vduðn hter⸗ dein großes Wort vollbracht: Ich sterb und lebe wieder./ Gehet,/ and. sehet:/ alle Riegel,/ Band und Siegel/ sind zerstöret,/ Jesus lebt und und ist verkläret! 3. Erlöste, kommt zu diesem Grab/ und blicket glaubensvoll 85 hinab;/ ist dies oͤie GSruft der Schrecken?/ Seit Jesus hier ge⸗ haus. schlummert hat,/ sind Gräber eine Ruhestatt,/ die Fried und Hoff⸗ ngen nung decken./ Zagt nicht!/ Klagt nicht!/ Diese Glieder/ weroen wieder/ sich erheben/ und das Leben Christi leben. 4. Dann werd ich ihn im Lichte sehn,/ gekrönt vor seinem Throne stehn/ mit himmlischem Entzücken./ Dann ist mein Rug von Tränen leer,/ dann schreckt mich Sünd und Tod nicht mehr,/ nichts kann mich ihm entrücken./ Ewig,/ selig,/ ohne Mängel,/ wie die Engel/ äßt// werd ich leben/ und ihm Preis und Ehre geben. 5. Indes zerstöre, starker helö,/ was mich hier noch zurücke hält,/ 1801. daß ich zu dir mich schwinge./ O gib mir deinen Geist, dein Licht,/ daß ich, wenn Herz und Ruge bricht,/ vom Tod ins Leben oͤr ngel/ 15 Mach mich/ mutig/ in dem Streite/ und bereite/ mich bei Zeiten/ 1599. ö 2——— zum Triumph der Ewigkeiten! Christ. Gottlieb Göz, 4 1805. —— Mel. Wachet auf, 1 ruft uns die Stimme. 9 Frankfurt a. M. 1599.* hszet „en.... öSEI.. 1 —— 1 Hal⸗le⸗lu⸗jal jauchzt, ihr Chöre,/ singt Je⸗su Chri ⸗sto ne Er, der Held, ist von den Ban⸗den/ des To⸗des sieg⸗reich* 45—— 1 ö—..— aie X. SSSSEESEEEEEEEEE —.....— EEE ö —— ‚ — Ppreis und Eh⸗rel/ Wie groß und herr⸗ lich ist sein Tagl ei⸗te, auf⸗er⸗standen,/ er, der für uns im Gra⸗be ö lag. — 51. D 2. f27 ö 0 1————— ᷣ rener o en Arnrrin r ErexH. —— ᷣ——— x Sein ist Ge⸗walt und Macht./ Preis ihm, er hats vollbracht, we ö ste — x— säß ———..— zel n nn n e. e 9 hal⸗le⸗lu⸗ jal/ Er hats vollbracht,/ er, der die Macht/ des To⸗ ‚ IE.— Ch ——3—3—.. wi Pi des und des Gra⸗bes hat. 2. Glorreich hat der hel gerungen,/ hat mächtig Grab und Tod bezwungen,/ von ihren Schrecken uns befreit./ Wir von Hott ges wichne Sünder/ sind nun mit ihm versöhnte Rinder/ und Erben seiner Seligkeit./ Balö, bald entschlafen wir,/ entschlafen, Christo, dir,/ ruhn in Frieden/ die kurze Nacht,/ bis deine Macht/ das Licht ö des ewgen Tages ruft. 3. Unsern Staub mag Staub bedecken,/ du wirst ihn herrlich auferwecken,/ der oͤu des Staubes Schöpfer bist./ du wirst un⸗ vergänglich Leben/ und Kraft und Herrlichkeit ihm geben,/ dem Staube, der dir teuer ist./ Wir werden ewig dein,/ gerecht und jjelig sein./ Hallelujal/ Tod und Gericht/ erschreckt uns nicht;/ denn jesus, unser Mittler, lebt. 4. Ja, er lebt, uns zu erfreuen/ und alles, alles zu zerstreuen,/ was uns den Lebensfrieden raubt./ Groß ist seines Namens Ehre,/ und ewig gültig seine Lehre,/ und ewig selig, wer ihm glaubt./ Wir gehn an seiner hand/ dᷣurch dieses Tränenland/ hin zum Himmel,/ ö und dort erhebt/ er, der da lebt,/ uns hoch zu Ehren ewiglich. ö 5. Tag des Lebens, Tag oͤer Wonne,/ wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne/ durch unsres Grabes dunkel bricht!/ O, was werden wir empfinden,/ wenn Nacht und Finsternis verschwinden/ und uns umstrahlt des Himmels Licht! /Vollender, führe du/ uns diesem— Tage zu,/ uns, die deinen./ Die Todesbahn/ gingst du voran/ ö— wir folgen dir in deine Ruh. Gottlieb Beneoikt hunk, 4 1814. 90 ——— ....... DPIPIIPIPIFIFFFFFF. —— Himmelfahrt Lasset ö Mel. Nr. 79. 2 Hersen preisen⸗ 1. Amen! deines Grabes Friede/ wird auch unser Grab oͤurch⸗ wehn,/ wann wir, von der Wallfahrt müde,// ruhn, um froher aufzu⸗ stehn./ Amen! dürst der Ruferstehung,/ der des Todes Siegel brach,/ zeuch oͤurch Tod und Grab uns nach/ zu der seligen Erhöhung,/ wo dem Lamm, das uns versöhnt,/ aller himmel Loblied tönt. 2. Preis dem Herrn, wir werden leben;/ weil oͤu auferstanoͤen bist,/ muß das Grab uns wiedergeben;/ Preis und Dank dir, Jesu Christl/ Du oͤas haupt und wir die Glieder;/ weil oͤu lebst, so leben wir./ Alle ziehst ͤu nach zu dir,/ großer Erstling deiner Brüder./ Preis und Dank, wir leben hier,/ leben ewig dort mit dir. Bernhard Garve, + 1841. Himmelfahrt 93 15. Jahrhundert. IE + „hrist fuhr gen Hhim ⸗ mel;/ da sanoͤt er uns her ⸗- nie ⸗ der/ V —..— EEEEEEE * 4 den Trö⸗ster, den hei⸗li⸗gen Geist,/ zu Trost der ar⸗ men 19 4 +4 —— ——— — N 22—— 4— ö E Chri⸗sten⸗heit. I Hal le⸗lu⸗ jal Hal 5 le» lu ja! 5 .—1 929³ ——— SSSS DS S ...——2 + ꝗꝗꝗꝗSꝗSꝗISDS‚‚‚‚tt‚eee‚e ccc..eeee —— *2 . l Hhimmelfahrt I.—— — + ö ö—K—— — wir al ⸗le froh sein,/ Christ will un⸗ser Trost sein./ — — 2 Frn— hal ⸗le⸗ lu⸗ jal 15. Zahrhundert. Ob it Weglassung des W wi Rr. 123.) 9⁴ 1557. 4 22 E— .............. Auf die⸗sen Tag be⸗oen⸗ken wir,/ daß Chri⸗stus auf⸗ ge⸗ und flehn mit herz⸗li⸗cher Begier,/ Gott wol⸗le nun be⸗ ᷣ ‚....... ö 13— —2—2 2 Hai 2. sah s ren, uns ar me Sün⸗der hier auf Ero,/ die wah ⸗ ren RRREEETTTTT—— Z wir, von Not und Tod beschwert,/ ohn ihn kein hoffnung ha⸗ IIDTD‚.—— EE.E ben.(Hal ⸗-le ⸗ lu ⸗ ja. hal⸗le⸗ lu⸗ ja.) 2. Gottlob, nun ist der Weg gemacht,/ uns steht der Himmel offen l/ Christus schleußt auf mit großer Pracht,/ vorhin konnts niemand hoffen./ Wers glaubt, des Herz ist freudenvoll,/ dabei er sich doch rüsten soll,/ dem Herren nachzufolgen.(Halleluja. Halle⸗ luja.) 3. Wer nun nicht seinen Willen tut,/ dem ists nicht Ernst zum herrenz/ der aber wird vor Fleisch und Blut/ sein himmelreich ver⸗ sperren./ Am Glauben liegts; so der ist echt,/ wird auch gewiß das Leben recht/ zum Himmel sein gerichtet.(Halleluja. Halleluja.) Himmelfahrt 95 4. Solch Himmelfahrt fäht in uns an,/ wenn wir den Vater finden/ und fliehen stets die breite Bahn,/ tun uns zu Gottes Rin⸗ dern;/ wir sehn hinauf, Gott sieht herab,/ an Treu und Lieb geht uns nichts ab,/ bis wir zusammenkommen.(Halleluja. Halleluja.) 5. Dann wiro oͤer Tag erst freudenreich,/ wenn Gott uns zu sich nehmen/ und seinem Sohn wiroͤ machen gleich,/ den wir hier treu bekennen./ Da wird sich finden ẽreud und Mut/ in Ewigkeit beim höchsten Gut./ Gott woll, daß wirs erleben!(Halleluja. hHalleluja.) gohannes Zwick, 4 1542. Tag(oder wie Nr. 407). Mel. Erschienen ist der herrlich 95⁵ Ritol Herman, 4.180 olaus herman, 561. 1 2 i —— 4—+——.— auf zu sei ⸗ nem Reich./ Er tri⸗um⸗phiert; lob⸗sin ⸗ get EEA DD 2—..4.— + — Ed, 2 i a l. Rum 163.. E————.½. ihm!/ Lob⸗sin⸗get ihm mit lau⸗ter Stimm! hal ⸗le„lujal 2. Sein Werk auf Erden ist vollbracht;/ zerstört hat er des Todes Macht./ Er hat die Welt mit Gott versöͤhnt,/ und Gott hat ihn mit Preis gekrönt./ Halleluja! 5. Weit, über alle immel weit,/ geht seine Macht und herrlich⸗ keit;/ ihm dienen selbst die Seraphim;/ lobsinget ihm mit lauter Stimm!/ Halleluja! 4. Sein sinò die völker aller Welt;/ er herrscht als sieggewohnter helo; /er herrscht, bis unter seinen duß/ der deinde heer sich beugen muß./ Hallelujal 5. Er schützet seine Christenheit,/ erhält sie bis in Ewigkeit;/ er iA ihr Haupt; lobsinget ihm!/ Lobsinget ihm mit lauter Stimml/ Halleluja! * — 6. Ja, Heilano, wir erheben dich,/ und unsre Herzen freuen sich/ der Herrlichkeit und Majestät,/ dazu dich Gott, dein Gott, erhöht./ Halleluja!l 7. Bereitet hast du schon den Ort,/ wo wir oͤich schauen fort und fort./ Nach treu vollbrachtem Glaubenslauf/ nimmst oͤu uns in den Himmel auf./ Hallelujal 8. Dein Eingang in die Herrlichkeit/ stärk uns in unsrer Prüfungs⸗ zeit,/ nur dͤir zu leben, dir zu traun,/ bis wir dereinst dein Antlitz schaun./ Halleluja! 9. Dann weroͤen wir uns ewig dein,/ erhöheter Erlöser, freun./ Dann singen wir von deinem Ruhm/ ein neues Lied im heilig⸗ tum./ Halleluja! Uach Erasmus Alberus(4+ 1553) von Samuel diterich, 4 1791. Mel. Nun freut euch, 9 lieben Christen gmein. , L H eee ui ae, d. Ruf Chri/Ri Him⸗mel⸗ fahrt al⸗lein/ ich mei⸗ne Nachfahrt und al⸗le zweifel, Angst und Pein/ hiermit stets ü⸗ ber⸗ öWittenberg 1524. grün ⸗ de win ⸗de. —.—— ———— 4,., sei⸗ne Glie⸗der Je⸗sus Christ/ zur rechten Zeit nach⸗ ho⸗len. 2. Weil er gezogen himmelan/ und große Gab empfangen,/ mein Herz auch nur im himmel kann,/ sonst nirgenoͤs Ruh erlangen./ denn wo mein Schatz gekommen hin,/ dahin steht auch mein Herz und Sinn;/ nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach, Herr, laß diese Gnade mich/ von deiner RAuffahrt spüren,/ daß mit dem wahren Glauben ich/ mög meine Nachfahrt zieren/ und dann einmal, wenn dirs gefällt,/ mit Freuden scheiden aus der Welt;/ herr, höre dies mein§lehen! nach Zosua Wegelin, 4 1040. Denn weil das haupt im him⸗mel ist,/ wird 9⁴ himmelfahrt 97 mel. Wie schön leuchtet 97 der Morgenstern. ——.— ö— SPIIIIIIIIIIII..3 2——— ö Ach, wun⸗der⸗gro⸗ her Sie⸗ges⸗helö,/ du Sün⸗den⸗ ö zur Rech⸗ten Got⸗tes in der Rraft,/ hast herr⸗lich —————— re din.—— IRR til⸗ger al⸗ler Welt,/ heut bist du auf⸗ ge⸗ fah⸗ ren dir den Sieg verschafft„ trot al⸗ler dein⸗de Scha⸗ren; Frankfurt a. M. 1599. EE 2..2 1—3 —.—— —2..——. 2—— —— II—— Tob und Le⸗ ben/ ist, Herr Christ, oir un⸗ ter⸗ ge⸗ ben. 2. Dir dienen alle Cherubim,/ viel tausenoͤ hohe Seraphim/ dich Siegesfürsten loben/ du hast oᷣen Segen wiederbracht/ uno oͤich mit Majestät und Macht/ zur Herrlichkeit erhoben./ Singet,/ bringet/ Jubellieder,/ fallet nieder,/ rüymt uno ehret/ den, der auf zum himmel fähret. 5. Du, Herr, bist unser haupt, und wir/ sind deine Glieder nur von dir/ kommt auf uns heil und Leben /Trost, Friede, Freude, Licht und Kraft,/ und was dem Herzen Labsal schafft,/ wird uns oͤurch dich gegeben./ Dringe// zwinge// ewge Güte,/ mein Gemüte,/ daß es preise,/ dir Lob, Ehr und dank erweise. 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir/ hilf, daß wir forthin für und für/ nach deinem Reiche trachten;/ laß unsern Wandel himmlisch sein,/ daß wir der Erde eiteln Schein/ und Uppigkeit verachten;/ Unart,/ Hoffart/ laß uns meiden,/ christlich leiden,/ wohl ergründen,/ wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Jesu, unser Schirm und Hort/ und gründ uns auf dein göttlich Wort,/ darauf wir uns verlassen./ Laß suchen uns, was 1 1 1 mäch⸗tig,/ präch⸗tig/ tri⸗um⸗phierst du/ und re⸗gierst dᷣu;/ 2 95 —— ..ꝗSꝗSꝗSPSP‚P‚PI‚‚‚‚‚e‚e‚‚e J——22 —‚‚‚‚‚‚EESEE———— 58 Himmelfahrt ö bdroben ist/ auf Erden wohnet Trug und List/ und Feinde, die dich hhassen.„Lligen,/ Trũügen,/ Angst und Zagen,/ ach, sie plagen, /ach, 0 die quãlen/ stündlich arme Christenseelen.* 3 6. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron,/ du Siegesfürst, Held, ö la Daviös Sohn,/ komm, stille das Verlangen!/ Du, oͤu bist allen uns 60 zu gut,/ o Jesu, durch dein teures Blut/ ins heiligtum gegangen./—— Dafür/ soll dir/ von uns allen/ Preis erschallen;/ Herr, am Ende/ S nimm uns auf in deine hände! Ernst Christoph Homburg, 4 1681. öi Mel. Aus meines 8 x Hherzens Grunde. 9 hamburg 1598. Ta ist —8(2 —— ED sch der herr fährt auf gen him ⸗ mel/ mit fro⸗ hem aus die⸗ sem Welt ⸗ ge⸗ tüm ⸗ mel/ em⸗por zu i Rienen 1 Lob⸗singt, lob„sin„get Gott!/ Lob⸗ ö—.—.—.—.˖DD 12.2 ö— 2 singt, wb⸗singt mit Freu⸗den/ dem Rö⸗ ni ⸗ ge der —.———5 x—— IE BE hei ⸗den,/ oem her⸗ ren ze ⸗ ba⸗ othyh 2. Der Herr wird aufgenommen/ in seines himmels Pracht;/ um ihn stehn alle Frommen, /die er hat freigemacht. /Es holen Jesum ein/ die heilgen Cherubinen,/ den lichten Seraphinen/ muß er willkommen sein. 3. Wir wissen nun vom Siege,/ der unser Haupt erhöht,/ wir wissen zur Genũge,/ wie man zum himmel geht;/ der heiland geht voran,/ will uns zurück nicht lassen j/ er zeiget uns die Straßenj/ er bricht uns sichre Bahn. an 9 IIII III 3 Himmelfahrt 99 4. Wir sollen himmlisch werden,/ der herr macht selbst uns Platz;/ wir gehen von der Eroͤen/ dorthin, wo unser Schatz./ Ihr herzen, macht euch auf!/ Wo Jesus hingegangen,„ dahin sei das Ver⸗ langen,/ oͤahin sei euer Lauf. S. Laßt uns gen Himmel oͤringen/ mit herzlicher Begier;/ laßt uns einmütig singen:/ dich, Jesus, suchen wir!/ Dich, o du Gottes Sohn,/ dich Weg, dich wahres Leben,/ dem alle Macht gegeben,/ dich, unsers Hauptes Kron! 6. Fahr hin mit deinen Schätzen,„du trugesvolle Welt;/ oͤein Tand kann nicht ergötzen!/ Weißt du, was uns gefällt?/ Der herr ist unser Preis,/ der herr ist unsre Freude/ unoͤ köstliches Ge⸗ schmeide;/ zu ihm gilt unsre Reis'. 7. Wann soll es doch geschehen?/ Wann kommt die liebe Zeit,/ daß wir ihn werden sehen/ in seiner Herrlichkeit?/ du Tag, wann wirst oͤu sein,/ daß wir den Heiland grüßen/ und fallen ihm zu düßen?/ Komm, stelle dich doch ein! G. wülhelm Sacer, 4 Ic99. Wie nach eine Mel. Nr. 61. 99 Wasserquelle. I. Herr, auf Erden muß ich leiden/ und bin voller Angst und Weh,/ warum willst oͤu von mir scheiden,/ warum fährst öu in die höh? Nimm mich Armen auch mit oͤir/ oder bleibe doch in mir,/ daß ich dich und deine Gaben täglich möge bei mir haben. 2. Laß dein herze mir zurücke/ und nimm meines mit hinaufz/ wenn ich Seufzer zu dir schicke,/ tue mir oͤen himmel auf/ und, so ich nicht beten kann,/ rede du den Vater an;/ denn du sitzt zu seiner Rechten;/ darum hilf uns, deinen Knechten. 5. Zeuch die Sinne von der Erde/ lber alles Eitle hin,/ daß ich mit oͤir himmlisch werde,/ ob ich gleich noch sterblich bin,/ und im Olauben meine zeit/ richte nach der Ewigkeit,/ bis wir auch zu dir gelangen,/ wie du bist vorangegangen. 4. Meine Wohnung mache fertig/ oͤroben in des Vaters haus,/ da ich werde gegenwärtig/ bei dir gehen ein und aus. Dahin bringe mich zur Ruh,/ denn der Weg oͤahin bist du,/ und nimm an dem letzten Ende/ meinen Geist in deine Hände. 7 —— πf——— 100 Himmelfahrt x 5. Komme, wenn es Zeit ist, wieder,/ wie oein Wort uns hoffen llehrt,/ und erlöse meine Glieder,/ die das dunkle Grab beschwert;/ rrichtest du dann diese Welt,/ die dein Wort für Lügen hält,/ dann V nach üͤberstanoͤnem Leide/ führ uns ein zu deiner Freude. 8 Raspar Neumann, 4+ 1715. Mel. Alle Menschen 1 0 0 müssen sterben. Jakob hintze, 1678. — ———.——.—— ö— 8—.——— Gro⸗ßer Mitt⸗ler, der zur Rech⸗ten/ sei⸗ nes gro⸗en und die 1010— von sei⸗nen Knech⸗ten/ in dem Reich der 2.———— e. Va⸗ters siht Gna⸗den shugt. den auf dem er⸗hab⸗ nen Thro⸗ne/ in der — ä———— kö⸗ nig ⸗-li⸗ chen Kro⸗ne/ al⸗les heer der E⸗wig⸗keit/ ö —— II— mit ver⸗ hüll⸗tem Ant-litz scheut: 2. Dein Erlösungswerk auf Erden/ und dein Opfer ist vollbracht/ was vollendet sollte werden,/ ist geschehn durch deine Macht./ Da du bist für uns gestorben,/ ist uns Gnad und Heil erworben,/ und dein siegreich Ruferstehn/ läßt uns in die Freiheit gehn. deine hand/ heil und Segen zugewanoͤt. 4. Deines Volkes teure Namen/ trägst dͤu stets auf deiner Brust,/ und die gläubig zu oͤir kamen,/ sind und bleiben deine Lust./ Du vertrittst, die an dich glauben,/ daß sie nichts dir möge rauben,/ bittest in des Vaters haus/ ihnen eine Wohnung aus. 98 3. Nun bist oͤu ja hort und hüter/ in des Vaters heiligtum,/ die erworbnen Segensgüter/ durch dein Evangelium/ allen denen mitzuteilen,/ die zum Thron der Gnade eilen;/ nun wird uns oͤurch zrust,/ st./ Du uben,/ ö Himmelfahrt 10¹ 5. Doch vergißt oͤu auch der Armen,/ die der Welt noch dienen, nicht,/ weil das herz dir voll Erbarmen/ über ihrem Elend bricht/ oaß dein Vater ihrer schone,/ daß er nicht nach Werken lohne,/ daß er änoͤre ihren Sinn,/ darauf zielt dein Bitten hin. 6. Die Veroͤienste deiner Leiden/ stellest du dem Vater dar/ und vertrittst vor ihm mit Freuden/ deine teur erlöste Schar,/ daß er wolle Kraft und Leben/ deinem Volk auf Eroͤen geben/ und die Seelen zu oͤir ziehn,/ die noch deine freunoͤschaft fliehn. 7. Großer Mittler, sei gepriesen,/ daß oͤu in öem Heiligtum/ so viel Treu an uns bewiesen j/ oir sei Ehre, dank und Ruhm!/ Laß uns dein Veroͤienst vertreten,/ wenn wir zu dem Vater beten;/ sprich für uns in letzter Not,/ wenn den Munoͤ verschließt der Tooͤ! Joh. Jakob Rambach, 4 1735. o liebe Seele. Mel. Schmücke dich, 1 0¹ gohann Crüger, 1649. —.——U—.— —— vn.——.— RKRö⸗ nig, dem kein Rö⸗nig glei⸗chet, /des⸗sen Ruhm kein Idem als Gott das Reich ge⸗büh⸗ret,/ der als Mensch das — III Mund er⸗rei⸗chet, 2 2 Zep ⸗ ter füh⸗ ret, dem oͤas Recht ge⸗hört zum Thro⸗ne/ ..— als des Va⸗ters ein-⸗ gem Soh⸗ne,„ oͤen so viel Voll⸗ — x 1— 1 —.—....——.— J..— . SSI.. kom⸗men⸗ hei ⸗=ten/ krö⸗nen, zie⸗ren und be⸗ glei⸗ten! 2. Himmel, Erde, Lufst und Meere/ nebst dem ungezahlten heere/ der Geschöpfe in den deldern,/ in den Seen, in oͤen Wäloern/ sino, gerr über Tod und ZLeben,/ dir zum Eigentum gegeben./ Tiere, Menschen, Geister scheuen,/ Menschensohn, dein mächtig Dräuen. 7* E——.— 2.—— Z. —— —— Deeeeeeee.ee.. V Himmelfahrt 102 3. In des Gnadenreiches Orenzen ⸗ sieht man dich am schönsten glänzen,/ wo viel tausend treue Seelen/ dich zu ihrem haupt er⸗ wählen,/ die durchs Zepter deines MRundes/ nach dem Recht des Gnadenbundes/ sich von dir regieren lassen/ und wie du das Un⸗ recht hassen. 4. In dem Reiche deiner Ehren/ kann man stets dich loben hören/ von dem himmlischen Geschlechte,/ von der Menge deiner Rnechte,/ die dort ohne hurcht und Grauen/ dein verklärtes Antlitz schauen,/ die dich unermüdet preisen/ und dir Ehr und dienst erweisen. 5. Herr in allen diesen Reichen!/ Dir ist niemand zu vergleichen/ an dem Uberfluß der Schätze,/ an der Oronung der Gesetze,/ an Vollkommenheit der Gaben,/ welche deine Bürger haben;/ du be⸗ schützest deine Freunde,/ du bezwingest deine§einde. 6. Herrsche auch in meinem herzen/ liber zorn, Lust, durcht und Schmerzen;/ laß mich deinen Schutz genießen,/ gläubig dich ins herze schließen,⸗ ehren, fürchten, loben, lieben/ und mich im Gehorsam üben/ hier mitringen, dulden, streiten,/ dort mit⸗ herrschen dir zur Seiten. goh. Jakob Rambach, 4 1755. Mel. Nr. 10o. 102 uwhen stenben. 1. Siegesfürst und Ehrenkönig,/ höchstverklärte Majestätl/ Alle himmel sind zu wenig,/ du bist oͤrüber hoch erhöht./ Sollt ich nicht zu duß dir fallen/ und mein herz vor§reude wallen,/ wenn mein Glaubensaug entzückt/ deine herrlichkeit erblickt. 2. Weit und breit, du himmelssonne,/ deine Klarheit sich er⸗ gießt,/ daß ein Strom von Glanz und Wonne/ durch die himmels⸗ geister fließt;/ prächtig wirst du aufgenommen,/ freudig heißt man dich willkommen:/ schau, dein armes RKind auch hier/ rufet hosianna dir. 3. Sollt ich deinen RKelch nicht trinken,„da ich deine Klarheit seh?/ Sollt mein Mut noch wollen sinken,/ da ich deine Macht versteh?/ Meinem Rönig will ich trauen,/ nicht vor Welt noch Teufel grauen,/ nur in gesu Namen mich/ beugen hier und ewiglich! 4. Geist und Kraft nun überfließen;/ drum wirk in uns kräftig⸗ lich,/ bis zum Schemel deiner düße/ alle Feinde legen sich./ Herr, zu deinem Zepter wende/ alles bis zum Weltenende;/ mache dir auf Erden Bahn,/ alle herzen untertan. 10⁰ Himmelfahrt 10³ 5. Du kannst alles aller Orten/ nun erfülln und nahe sein;/ meines armen hHerzens Pforten/ stehen offen, komm herein!/ Romm, oͤu RKönig aller Ehren,/ du mußt auch bei mir einkehrenj/ ewig in mir leb und wohn/ als in deinem Himmelsthron! 6. Dein zum Himmel Sicherheben/ bringt mir Gott und Himmel nah;/ lehr mich nur im Geiste leben/ als vor deinen Rugen daj/ frem der Welt, oͤer Zeit, den Sinnen,/ bei dir abgeschieden oͤrinnen,/ in das himmelreich versetzt,/ da mich Jesus nur ergötzt. Gerhard Tersteegen, 4 1769. Lottes Seaen. 1 0 3 Frankfurt a. M. 1738. ———..— r.-M M L-e e P..III.I.III T TTITIII 1. Je⸗ sus Christus herrscht als Rö⸗nig,/ al⸗les wird ihm GHit ii üelin— 55 Gott 30 Fuß./ Je⸗ de Zun⸗ ge ........... TTTTT. soll be⸗ken⸗nen,/ Je⸗sus sei der herr zu nen⸗ nen,/ IISe..— dem man Eh⸗ re ge⸗ben muß. 2. Flirstentümer und Gewalten, /Mächte, die die Thronwacht halten,/ geben ihm die Herrlichkeit./ Alle Herrschaft dort im him⸗ mel,/ hier im iroͤischen Getümmel/ ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gott ist Herr, der Herr ist Einer,/ und demselben gleichet keiner,/ nur der Sohn, der ist ihm gleich;/ dessen Stuhl ist unum⸗ stößlich,/ dessen Leben unauflöslich/ dessen Reich ein ewig Reich. 4. Nur in ihm, o Wundergaben!/ können wir Erlösung haben,/ md ole Erlösung durch sein Blut./ Hörts! das Leben ist erschienen,/ und ein ewiges Versühnen/ kommt in ZJesus uns zugut. 101 . 10⁴ Himmelfahrt 5. Gebt, ihr Sünder, ihm die herzen,/ klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen,/ sagt, ihr Armen, ihm die Not./ Er kann alle Wunden heilen,/ Reichtum weiß er auszuteilen,/ Leben schenkt er nach dem Tod. 6. Eil, es ist nicht deit zum Schämen!/ Willst du Gnade? du sollst nehmen!/ Willst du lebenꝰ? es soll sein!/ Willst du erben? du wirsts sehenl/ Soll der Wunsch aufs höchste gehen,/ willst du Je⸗ sumꝰ er ist dein! 7. zwar auch Kreuz oͤrückt Christi Glieder/ hier auf kurze Zeit danieder,/ und das Leiden geht zuvor./ Nur GeduldEs folgen Freuden,/ nichts kann sie von Jesu scheiden,/ und ihr Haupt zieht sie empor. 8. Ihnen steht ein himmel offen,/ welcher über alles Hoffen,/ über alles Wünschen ist./ Die gereinigte Gemeine/ weiß, daß eine Zeit erscheine,/ wo sie ihren König grüßt. 9. Jauchz ihm, Menge heilger Knechte,/ rühmt, vollendete Ge⸗ rechte,/ und du Schar, die Palmen trägt,/ und ihr Märtrer mit der Krone/ und du Chor vor seinem Throne,/ der die Gottes⸗ harfen schlägt! 10. Ich auch auf der tiefsten Stufen,/ ich will glauben, reden, rufen,/ ob ich schon noch Pilgrim bin:/ Jesus Christus herrscht als Rönig// alles sei ihm untertaänig,/ ehret, liebet, lobet ihn! Phil.§riedrich Liller, + 1769. Mel. Nr. 97. 1 0⁴4—— Mornensteen 1. Hallelujal Wie lieblich stehn/ hoch über uns die Himmels⸗ höhn,/ seit du im himmel sitzest,/ seit du vom ewgen Zion dort/ aussendest dein lebendig Wort/ und deine Herde schützestl/ Fröh⸗ lich,/ selig/ schaut der Glaube/ von dem Staube/ auf zum Sohne:/ meine heimat ist am Throne. 2. Die Sterne leuchten ohne Zahl;/ was ist ihr tausenoͤfacher Strahlꝰ/ Was ist der Glanz der Sonne?/ Ein Schatten nur von jenem Licht,/ das dir vom holden Angesicht/ ausgeht mit ewger Wonne!l/ Spende,/ sende/ deine hellen/ Lebensquellen/ reichlich nieder,/ großes Haupt, auf deine Glieder! 102 ——— N 4 IIII ahrt Himmelfahrt 10⁵5 ihm 3. Verhüllt den Eroͤkreis oͤüstre Nacht,/ ich weiß, daß dort ein alle Auge wacht,/ das einst um uns geweinet,/ das einst für uns im nkt er Tode brach;/ es ist dein Rug, es bleibet wach,/ bis neu die Sonne scheinet./ O wer/ nunmehr/ nimmer klagte,/ nimmer zagte,/ seit 2 öban. du wachest/ und aus Nächten Tage machest! 12 öbuu 4. Wohin wir ziehn durch Land und Meer,/ ein himmel neigt u Je sich oͤrüber her,/ dein himmel voller Gnaoͤen./ Da steigt erhörlich ö das Gebet,/ ͤa wallt man sicher früh uno spät/ vor Feindeslist und e Zeit ö Schaden./ Keiner/ deiner/ Auserwählten,/ Geistbeseelten/ bleibt olgen ö verlassen;/ treu will ihn dein Arm umfassen. zieht 5. Wir fliehn zu dir mit allem Schmerz,/ zu oͤir, wenn sich das ö arme herz/ abhärmt in bittrer Reue./ du brichst nicht oͤas zer⸗ ö stoßne Rohr,/ und wenn der Docht sein Ol verlor,/ so tränkst du 4 7 ö ihn aufs neue./ Im Licht/ soll nicht/ eine fehlen/ von den Seelen,/ 1 8 ö die zum Leben/ dir dein Vater übergeven. te ö 6. O selger Rönig Jesu Christl/ Wie wundervoll und heilig ist,/ t ö was uns in dir geschenket!/ In dir, der Gottes Kinder schirmt,/ 10 E n bleibt unser Anker, wenn es stürmt// auf ewig eingesenket./ hier, ʒottes⸗ hier/ sind wir/ festgebunden// unfre Stunden/ fliehn in Eile)// dann hinauf zum ewgen heile! Albert Rnapp, 4 1864. reden, ls mel. Lobe d en 105 eirsand 1655. —᷑ ð SS leuchtet— F jenstern. 7* els⸗ Lamm, das ge⸗lit⸗ten, und Lö⸗we, der sieg⸗ reich ge⸗ dot ö blu⸗ten⸗des Op⸗fer und helo, der die höl ⸗le be⸗ x Fröh⸗—..— 11 +232—.— ö— ahne⸗ 1—.— ö——.— L I.— L 1 run⸗gen;— IEf dfacher zwun ⸗gen; bre⸗ chen⸗des Herz,/ das sich aus ir⸗di⸗ schem nur von ö t ewger— 253 der Ernm dasr W 0. reichlich—————— 22—+ Schmerz„ul⸗ ber die Him⸗mel ge⸗schwun⸗gen! Himmelfahrt 2. Du hast in schauriger Tiefe das Höchste vollendet,/ Gott in die Menschheit gehüllt, daß sein Licht uns nicht blendet./ Würdig bist du/ jauchzt dir die Ewigkeit zu,/ Preises und Ruhms, der nicht endet. 3. himmlische Liebe, die Namen der Erde nicht nennen!/ Fürst deiner Welten, den einst alle Zungen bekennen!/ Gingest du nicht/ selbst in der Sünder Oericht,/ Sünder entlassen zu können? 4. Aber des Todes umnachteten, graunvollen Rlüften/ schwangst du die palme des Sieges in himmlischen Lüften./ Wer an dich glaubt,/ trägt nun, von hoffnung umlaubt,/ ewiges Leben aus Grüften. 5. Menschensohn, heiland, in dem sich das ewge Erbarmen/ milde zu eigen gegeben den schuldigen Armenl/ Dir an der Brust/ darf nun in Leben und Lust/ jeder Erstarrte erwarmen. 6. Wahl voller Wunder! Der einzige Reine von allen/ eint sich mit Seelen, die sündig im Staube hier wallen,/ trãägt ihre Schuld,/ hebt in unenoͤlicher huld/ das, was am tiefsten gefallen. 7. Mir auch ist sß überwindend dein Rufen ertönet;/ herr, auch mein feindliches herz hat dein Lieben versöhnet;/ ja deine hand,/ zu dem Verirrten gewandt,/ hat mich mit Gnade gekrönet. 8. Lobe den herrn, meine Seele! Er hat dir vergeben,/ heilt dein Gebrechen, legt in dich ein ewiges Leben;/ Frieden im Streit,/ Wonnen im iroͤischen Leid/ weiß dir dein heiland zu geben. 9. Hoffnung und Olaube und Liebe, sie tragen auf dᷣlůgeln/ dich in das Land der Verheißung zu ewigen hügeln,/ wo deine Wahl/ dort in der Herrlichkeit Strahl/ Lieb und Erbarmen besiegeln. 10. Zauchze, Natur, in des Frühlings beginnendem Wehenj/ singe, du Welt, die das Werk der Erlösung gesehen!/ Jauchze, du heer,/ dort am kristallenen Meer:/ Ehre sei Gott in den höhen! meta heußer⸗Schweizer, 1 1870. 2 + .. ANNE NI0 W EEE V 89 E REERN Pfingsten Mel. Nr. 43. 1 O 6 herr Gott, dich loben alle wir(oder wie Nr. 5). 1. Komm, heilger Geist, o Schöpfer du, sprich deinen armen Seelen zu;/ erfüll mit Gnaden, süßer Gast,/ die Brust, die du geschaffen hast. 2. Der du ein Tröster bist genannt,/ des allerhöchsten Gottes Pfanoò,/ du Liebesquell, du Lebensbronn,/ du Herzenssalbung, Gnadensonn! 5. Du siebenfaches Gnadengut,/ du Hand des Herrn, die Wunder tut,/ du lösest aller zungen Band,/ gibst frei das Wort in alle Land. 4. zünd uns ein Licht an im Verstand,/ entflamm das Herz in Liebesbrand,/ stärk unser schwaches Fleisch und Blut/ oͤurch deiner Gottheit starken Mut. 5. Den Feind treib von uns fern hinweg/ und bring uns auf des riedens Steg,/ daß wir, durch oͤeine Hand geführt,/ vom Argen bleiben unberührt. 6. Lehr uns den Vater kennen wohl,/ und wie den Sohn man ehren soll;/ im Glauben mache uns bekannt,/ wie oͤu von beiden wirst gesanoͤt. 7. Ehr sei dem Vater, unserm Herrn,/ und seinem Sohn, dem Lebensstern;/ dem heilgen Geiste gleicherweis/ sei jetzt und ewig Lob und Preis!(Veni ereator spiritu) Alte Rirche. 19⁵ — 107 Pfingsten 15. dert. 10⁷ rree IHERR 40½ 7 10 2 1. Komm, hei ⸗öli⸗ ger Geist, her⸗re Gott,/ er⸗füll mit ——..— dei⸗ ner Gna⸗den Gut/ der Gläu⸗bi⸗-gen Herz, Mut und ———— l Sin,„ein 12 Lieb ent⸗zünd in 60 nl/ O herr, dͤurch ö W 55 — 22 dei⸗nes Lich⸗tes Glast/ zum Glauben du ver⸗sam⸗melt hast/ das* I Volk aus al ⸗ler Welt Zun⸗ Pen. Das sei oir, herr, zu E..= der Lob ge⸗fun ⸗ögenl/ Hal⸗le⸗lu⸗jal Hal⸗le⸗-lu⸗-jal. im 2. Du heiliges Licht, eoͤler Hort,/ laß uns leuchten des Lebens ö 60 4 Wort/ unod lehr Gott uns recht erkennen,/ von herzen Vater ihn ö 08 nennen./ O herr, behüt vor fremoͤer Lehr,/ daß wir nicht Meister suchen mehr,/ denn Jesum mit rechtem Glauben,/ und ihm aus ganzer Macht vertrauen./ Hallelujal Halleluja! ö 3. Du heilige Glut, süßer Trost,/ nun hilf uns fröhlich und ge⸗ trost/ in deinem Dienst beständig bleibn,/ die Trübsal uns von dir— 70 nicht treibn./ Durch deine Kraft uns, Herr, bereit'/ und stärk des HU dleisches Blödigkeit,/ daß wir hier ritterlich ringen,/ durch Tod 27 ö und Leben zu dir oͤringen./ Halleluja! Halleluja! v. 1(Veni sanete spiritus) vorreformatorisch; V. u.3 von Martin Luther, 21 54% 10⁰ Lebens ater ihn Meister ihm aus und ge⸗ von dir stärk des irch Tod er, l 540. Pfingsten 108 109 1 08(Vorreformatorisch.) Wittenberg 1524. e. ö ö ö 14...— ö 1DIDDHDID‚D‚IIEe‚.‚‚‚‚..e.‚‚e ö I. Aun bit⸗ ten wir den hei li⸗gen Geist/ um dͤen rech⸗ 2——44. ö——— ..—.——— a— ö ö E..—————————33.— ten Glau⸗ben al⸗ler⸗meist,/ daß er uns be⸗ hü⸗te an 4 +* 4* II S un⸗serm En⸗de// wenn wir heim⸗fahrn aus die⸗sem E⸗len⸗de./ +. N II II Il Er⸗barm dich, Herr! ö 72——51—— .——. 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein, lehr uns Jesum Christ kennen allein,/ daß wir an ihm bleiben, dem treuen heilano,/ der uns bracht hat zum rechten Vaterland./ Erbarm dich, Herr! 5. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst,/ laß uns empfinöen der Liebe Brunst,/ daß wir uns von Herzen einander lieben/ und im Frieden auf einem Sinn bleiben./ Erbarm dich, Herr! . Du höchster Tröster in aller Rot,/ hilf, daß wir nicht flirchten Schand noch Tod; daß in uns die Sinne nimmer verzagen,/ wenn der Feind wird das Leben verklagen./ Erbarm dich, Herr! ö v. Haus dem 13. Jahrhundert. Martin Luther, 4 1546. 1 09 Meiningen 1693. ——..— —— S2———— Romm, o komm, oͤu Geist des Le⸗ bens,/ wah⸗rer dei⸗une Kraft bei nicht ver⸗ge⸗ bens,/ sie er⸗ 10⁷ —* 109 pfingsten P ‚ + Me WWWDDDEEEEeEeEE Lott von E Urtein ott von E=⸗ wig ⸗keit. ů ů ů ů füll uns je⸗der⸗— so wird Geist und Licht und Schein/ . IIII 4 EEEEEEEE— ——— ll 1—.. 4 in dem dunk⸗len her⸗zen sein.— 2. Gib in unser herz und Sinnen/ Weisheit, Rat, Verstanod 3 und Zucht,/ daß wir anders nichts beginnen/ als nur, was dein ü wille sucht./ Dein Erkenntnis werde groß/ unò mach uns von Irr⸗ tum los. z. zeig uns, herr, die rechten Stege/ zu der wahren Wohlfahrt an,/ räume alles aus dem Wege,/ was im Lauf uns hindern kannj/ Sot wirke Reu durch deine Gnad,/ wenn der§uß gestrauchelt hat. 4. Laß dein Zeugnis uns empfinden,/ daß wir Gottes Kinder sind,/ die auf ihn allein sich gründen,/ wenn sich Not und Drang⸗ sal finot;/ denn was Vaterliebe tut,/ ist uns allewege gut. 5. Reiʒ uns, daß wir zu ihm treten/ frei mit aller Freudigkeit;/ seufz auch in uns, wenn wir beten,/ und vertritt uns alle Zeit;/ so wird unsre Bitt erhört/ und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange,/ daß das Herz oft rufen muß: /Ach, mein Gott, mein Gott, wie lange? /Ei, so mach du den Beschluß;/ sprich der Seele tröstlich zu/ und gib Mut, Geduld und Ruh. ö 7. O du Geist der Kraft und Stärke,/ du gewisser, neuer Geist,/ föroͤre in uns deine Werke,/ wenn die Welt uns an sich reißt./ Schenk uns Waffen in dem Krieg/ und erhalt in uns den Sieg. 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein deind, kein Tod, noch Spott/ uns denselben möge rauben;/ du bist unser Schutz ö und Gott./ Sagt das Fleisch gleich immer nein,/ laß dein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir endlich sollen sterben,/ so versichr uns mehr und mehr/ als des Himmelreiches Erben/ jener Herrlichkeit und Ehr,/ die Gott gibt durch Jesum Christ,/ und die unaussprechlich ist. Heintich Helo. 1055, 10⁸ stand dein Irr⸗ fahrt innʒ/ at. einder rang⸗ keit;/ zeit/ rufen ach du 5eduld Beist,/ reißt./ Sieg. o„ kein. Schuh ꝛWort hr und Ehr,/ y ist. + 1057, Pfingsten 110 V Mel. Wie schön leuchtet f 1 0 der Morgenstern.§rankfurt a. M. 1599. E.—— E—...— — heil⸗ger Geist, kehr bei uns ein/ und laß uns Du Him⸗melslicht, laß oͤei⸗nen Schein/ bei uns und —. dei⸗ ne Wohnung sein;/ o komm, oͤu ger⸗zens⸗sonsnel in uns kräf⸗ tig sein„ zu ste⸗ ter Freud und Won⸗ne! ö P.A —— 1. 737 E ù E . ne.——— Son⸗ne,/ Won⸗ne,/ himmlisch Le⸗ben/ willst odu ge⸗ben,/ wenn wir ..2 2— U H— 2. Li—+2— II 1 —— ö ö— 1 — be⸗ ten;/ zu oͤr kom⸗men wir ge⸗ tre⸗ ten. 2. Du Quell, oͤraus alle Wahrheit fließt,/ die sich in fromme Seelen gießt,/ laß oeinen Trost uns hören,/ oͤaß wir in Glaubens⸗ einigkeit/ auch anoͤre in der Christenheit/ dein wahres Zeugnis lehren./ Höre,/ lehre,/ daß wir können/ herz und Sinnen/ dir er⸗ geben,/ dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat/ und führ uns selbst den rechten pfad, die wir den Weg nicht wissen./ Gib uns Beständig⸗ keit, daß wir/ getreu dir bleiben für und für,/ auch wenn wir leiden müssen./ Schaue,/ baue,/ was zerrissen und beflissen,/ dich zu schauen/ und auf deinen Trost zu bauen. 4. O laß uns deine Gotteskraft/ empfinden und zur Ritterschaft/ dadurch gestärket werden;/ auf daß wir unter deinem Schutz/ be⸗ gegnen aller Feinde Trutz/ mit freudigen Gebärden./ Laß dich/ reichlich/ auf uns nieder,/ daß wir wieder/ Trost empfinden,/ alles Unglück überwinden. 5. Ostarker dels und Lebenshort,/ laß doch dein mildes himmels⸗ wort/ in unsern herzen brennen,/ daß wir uns mögen nimmer⸗ 106 ———————— PS— 111 Pfingsten mehr/ von deiner weisheitsreichen Lehr/ und reinen Liebe tren⸗ nen./ Fließe,/ gieße/ deine Güte/ ins Gemüte,/ daß wir können/ Christum unsern Heiland nennen. 6. Du milder himmelstau, senk dich/ in unsre Seelen kräftig⸗ lich/ und schenk uns deine Liebe,/ daß unser Sinn verbunden sei/ dem Nächsten stets mit Liebestreu/ und sich darinnen übe./ Rein Neid,/ kein Streit/ dich betrübe,/ Fried und Liebe/ müß um⸗ schweben/ und durchoͤringen unser Leben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit/ wir führen unsre Lebenszeit,/ sei unsres Geistes Stärke,/ daß uns forthin sei unbewußt/ die Eitelkeit, des dleisches Lust/ und seine toten Werke./ Rühre,/ führe/ unser Sinnen/ und Beginnen/ von der Erden,/ daß wir Himmels⸗ erben werden. michael Schirmer, + 1673. 111 Zohann Crüger, 1658. E— 2————— —.— 2.. 0.——— HUC....... 42.—.—4 12.— II euch ein zu dei⸗ nen To⸗ ren,/ sei mei⸗ nes der du, da ich ge⸗bo⸗ren,/ mich neu ge⸗ EEEEI—— .—..—— herzens Gast, ae ene ö bos ren hast, hoch⸗ge⸗lieb⸗ter Geist/ des Va⸗ ters ——..— é——— 2— x˖ ..I....III.IPIII...... T und des Soh⸗nes,/ mit bei⸗den glei⸗ chen Thro⸗nes,/ mit n Lneniie r. — 22— bei⸗den gleich ge⸗preist. 2. Zeuch ein, laß mich empfinden/ und schmecken deine Kraft,/ die Kraft, die uns von Sünden/ Hilf und Errettung schafft;/ ent⸗ sünoͤge meinen Sinn,/ daß ich mit reinem Geiste/ dir Ehr und dienste leiste,/ die ich oͤir schuldig bin. 11⁰ IX— Rrast,/ j/ ent⸗ dienste Pfingsten 3. Du bist ein Geist, der lehret,/ wie man recht beten soll;/ dein Beten wird erhöret,/ dein Singen klinget wohl,/ es steiget himmel⸗ an,/ es steiget sonder Ende,/ bis der sich zu uns wende,/ der allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist der oͤreuden,/ mit Trauern hältst oͤus nicht,/ erleuchtest uns im Leiden/ mit deines Trostes Licht./ Ach ja, wie manchesmal/ hast dᷣu mit süßen Worten/ mir aufgetan die Pforten zum güloͤnen Freudensaal! 5. Du bist ein Geist der Liebe/ ein Freund der Freunoͤlichkeit,/ willst nicht, daß uns betrübe/ Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit./ Der Feinoͤschaft deind ou bist,/ willst, daß in Liebesflammen/ sich wieder tu zusammen,/ was voller Zwietracht ist. 6. Du, Herr, hast selbst in hänoen/ die ganze weite Welt,/ kannst Menschenherzen wenden,/ wie dir es wohlgefällt./ So gib doch oͤeine Gnad/ zu Fried und ZLiebesbanden,/ verknüpf in allen Landen,/ was sich getrennet hat. 7. Beschirm die Obrigkeiten,/ bau unsers dlirsten Thron,/ gib Olück zu diesen Zeiten,/ schmück, als mit einer Kron,/ oͤie Alten mit Verstand,/ mit Frömmigkeit die Jugenö,/ mit Gottesfurcht und CTugend/ das Volk im ganzen Land. 8. Erfülle die Gemüter/ mit reiner Olaubenszier,/ die Haͤuser und die Güter/ mit Segen für und für/ vertreib den bösen Geist// der oͤir sich widersetzet/ unoͤ, was dein hHerz ergötzet,/ aus unsern Herzen reißt. 9. Richt unser ganzes Leben/ allzeit nach deinem Sinn,/ und wenn wirs sollen geben/ ins Todes Hände hin,/ wenns mit uns hie wird aus,/ so hilf uns fröhlich sterben/ unoͤ nach dem Tooͤ er⸗ erben/ des ewgen Lebens Haus. paul Gerharoͤt, 4 1676. Mel. Werde munter, mein 1 1 2 Gemüte(oder wie Nr. 440). gohann Schop, 1642. O du al⸗ler⸗süß⸗ te reu⸗de,/ o oͤu al⸗ler⸗ der du uns in Lieb und Lei⸗de/ un⸗be⸗ su⸗ chet 111 — 112 ö Pfingsten — EIE Haße u ninh Geist des Brhehen höchster Fürst,/ der du —.—.——........—..— Wader 45 W—— ten wirst/ 9—— Auf⸗hö⸗ ren al ⸗le din⸗ ge,/ II ———— III SIl höñs re, 15„re, was ich sin⸗ ge! 2. Du bist ja die beste Gabe,/ die ein Mensch nur nennen kann/ wenn ich dich erwünsch und habe,/ geb ich alles Wünschen oͤran./ Ach, ergib dich, komm zu mir/ in mein Herze, das du dir,/ da ich in die Welt geboren,/ selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst als ein milder Regen/ ausgegossen von dem Thron,/ bringst uns nichts als lauter Segen/ von dem Vater und dem Sohn./ Laß doch, o du werter Gast,/ Gottes Segen, den du hast/ und verwaltst nach deinem Willen,/ mich an Leib und Seel erfüllen. 4. Du bist weise, voll Verstandes,/ was geheim ist, ist dir kund,/ zählst den Staub des kleinsten Sandes,/ grünost des tiefsten Meeres Grund;/ nun, oͤu weißt auch zweifelsfrei,/ wie verderbt und blin ich sei,/ oͤdum gib Weisheit und vor allen,/ wie ich möge Gottl gefallen. 5. Du bist heilig, läͤßt dich finden,/ wo man rein und reoͤlich ist,/ fleuchst hingegen Schand und Sünden,/ hassest Schlan gentrug und List./ Mache du, o Gnadenquell,/ meine Seele rein und hell;/ laß mich fliehen, was du fliehest,/ gib mir, was du gerne siehest. 6. Deine huld hat keine Schranken,/ du bist fromm und sanften Muts,/ bleibst im Leben ohne Wanken,/ tust uns Bösen alles Guts./ Ach, verleihe mir doch auch/ deinen eoͤlen Sinn und Brauch,/ daß ich Freund und F§einde liebe,/ keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden,/ wenn du mich nur nicht verstößt;/ bleib ich von dir ungeschieden// so bin ich genug getroͤst't./ Laß mich sein dein Eigentum;/ ich versprech hinwiederum,/ hier und dort all mein Vermögen/ dir zu Ehren anzulegen. 11² aur nicht etröͤst't./ m,/ hier 8. Nur allein, daß oͤu mich stärkest/ und mir treulich stehest bei 77 hilf, mein Helfer, wo du merkest,/ daß mir Hilfe nötig sei./ Brich des bösen dᷣleisches Sinn,/ nimm den alten Willen hin,/ daß er sich in dir erneue/ und mein Gott sich meiner freue. 9. Sei mein Retter, führ mich eben;/ wenn ich sinke, sei mein Stab/ wenn ich sterbe, sei mein Leben/ wenn ich liege, sei mein Grabʒ/ wenn ich wieder aufersteh,/ o so hilf mir, daß ich geh/ hin, wo oͤu in ewgen Freuden wirst oͤie Auserwählten weiden. Paul Gerharot, 4 1676. Mel. nr. 112. 113 wenz Stanute mein Gemüte. 1. Gott, gib einen miloͤen Regen,/ denn mein herz ist dürr wie Sand;/ Vater, gib vom Himmel Segen, /tränke oͤu dein dürstend Lanöl/ Laß des heilgen Geistes Gab/ auf mich Armen doch herab/ wie in starken Strömen fließen/ und sich in mein Herz ergießen. 2. Jesu, der du hingegangen/ zu dem Vater, senoͤe mir/ deinen Geist, den mit Verlangen/ ich erwarte, Herr, von dir./ Laß den Tröster ewiglich/ bei mir sein und lehren mich,/ in der Weisheit festzustehen/ und auf dich im Glauben sehen. 5. Heilger Geist, oͤu Kraft der ẽͤrommen,/ kehre bei mir Armen ein/ und sei tausenoͤmal willkommen,/ /laß mich deinen Tempel sein./ Reinige du selbst das Haus/ meines herzens, wirf hinaus/ alles was mich hier kann scheiden/ von den süßen Himmelsfreuden. 4. Schmücke mich mit deinen Oaben,/ mache neu mich, rein und schön ʒ/ laß mich wahre Liebe haben/ und in oͤeiner Gnade stehn./ Gib mir einen starken Mut,/ heilige mein Fleisch und Blut,/ lehre mich vor Gott hintreten/ und im Geist und Wahrheit beten. 5. So will ich mich dir ergeben/ dir zu Ehren soll mein Sinn/ dem, was himmlisch ist, nachstreben,/ bis ich werde kommen hin// da mit Vater und dem Sohn/ dich im höchsten himmelsthron/ ich erheben kann und preisen/ mit den süßen Engelsweisen. Moritz Kramer, + 1702. Mel. Ur. 112. 114 mein Gemate. mein Gemüte. I. Geist vom Vater und vom Sohne, /der oͤu unser Tröster bist/ und von unsres Gottes Throne/ hilfreich auf uns Schwache siehst:/ stehe du mir machtig bei// daß ich Gott ergeben seij/ o so wird mein herz auf Erden/ schon ein Tempel Gottes werden. 5 113 Pfingsten 113 114 7115 Pfingsten 2. Laß auf sedem meiner Wege/ deine Weisheit mit mir sein,/ wenn ich bange zweifel hege,/ deine Wahrheit mich erfreun./ Lenke kräftig meinen Sinn/ auf mein wahres Wohlsein hin/ lehrst öu mich, was recht ist, wählen,/ werd ich nie mein heil verfehlen. 3. Heilige des herzens Triebe,/ daß ich über alles treu/ meinen Gott und Vater liebe,/ daß mir nichts so wichtig sei,/ als in seiner huld zu stehn/ seinen Namen zu erhöhn,/ seinen Willen zu voll⸗ bringen,/ müsse mir durch dich gelingen. 4. Stärke mich, so oft zur Sünde/ mein Gemüt versuchet wird,/ daß sie mich nicht überwinde;/ hab ich irgend mich verirrt,/ o so strafe selbst mein Herz,/ daß ich unter Reu und Schmerz/ mich vor Gott darüber beuge/ und mein Herz zur Bessrung neige. 5. Reize mich, mit Flehn und Beten,/ wenn mir Hilfe nötig ist,/ zu dem Gnadenstuhl zu treten./ Gib, daß ich auf Jesum Christ/ als auf meinen Mittler schau/ und auf ihn die hoffnung bau,/ Gnad um Gnad auf mein Verlangen/ von oem Vater zu empfangen. 6. Stehe mir in allen Leiden/ stets mit deinem Troste bei,/ daß ich auch alsbann mit Freuden/ Gottes Führung folgsam sei./ Gib mir ein gelassen Herz;/ laß mich selbst im Todesschmerz/ bis zum frohen Uberwinden/ dieses Trostes Kraft empfinden. Nach Gottfried Hoffmann, 4 1712. 1 1 5 Arnold Mendelssohn, 6 wie Nr. 307.) Darmstadt 1305. PIPISSIIITIIITII...I.— ....... it,—— 1. Schmückt das zest mit mai⸗en,„ las ⸗ set * denn der Geist der Gna⸗-den/ hat sich Blu⸗ men streu⸗ en,/ zün ⸗ det Op ⸗ ser an; ein ge⸗la⸗ den,/ ma ⸗ chet ihm die Bahn. ◻+ EII — QXI. 1 — 6 S SSDS.SS............ nehmt ihn ein, so wird sein Schein/ euch mit 114 — Pfingsten 11⁵ Licht und heil er⸗fül ⸗len/ und den Rum ⸗mer stil ⸗len. 2. Tröster der Betrübten,/ Siegel der Geliebten,/ Geist voll Rat und Tat,/ starker Gottesfinger,/ Friedensüberbringer, Licht auf unsrem Pfao,/ gib uns Rraft/ zur Vilgrimschaft,/ laß uns deine teuren Gaben/ Herz und Seele laben. 3. Laß die zungen brennen,/ wenn wir Jesum nennen,/ führ den Geist empor;/ gib uns Kraft zu beten/ und vor Gott zu treten,/ sprich dᷣu selbst uns vor./ Gib uns Mut,/ du höchstes Gut,/ tröst uns ziehen/ und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen/ Wollen und Vollbringen,/ führ uns ein und aus;/ wohn in unsrer Seele,/ unser Herz erwähle/ dir zum eignen haus./ Wertes Pfand,/ mach uns bekannt,/ wie wir Jesum recht erkennen/ und Gott Vater nennen. 7. Mach das Rreuz uns slße,/ und durch dᷣinsternisse/ sei du unser Licht;/ trag nach Zions hügeln/ uns mit Glaubensflügeln/ und verlaß uns nicht,/ wenn der T oo,/ die letzte Not,/ mit uns will zu deloe liegen,/ daß wir fröhlich siegen. 8. Laßb uns hier indessen/ nimmermehr vergessen,/ daß wir Gott verwanoͤt./ dem laß uns stets dienen/ und im Guten grünen/ als ein fruchtbar Land, bis wir dort,/ du werter Hort,/ bei den grünen himmelsmaien/ ewig uns erfreuen. Bensamin Schmolck, 4 1737. 8* 115 110 Pfingsten wmilel. Erquicke mich 3. R. Freylinghausen, ou 3 ber Sünder. 116 220 Halle 1714. ö—.— — O Gott, o Geist, o Licht des Le⸗bens, /das uns im 50 du scheinst und lockst so lang ver⸗ge⸗bens,/ weil dinster⸗ ...... —.—— To⸗desschatten scheint,* 2——5 nis dem Lichte feino! O Geist, dem kei⸗ner kann ent ⸗ge⸗ e e. 2. 7—— H SISISI.III. II hen,/ oͤich laß ich gern mein her⸗ze se⸗ hen. 2. Entoecke alles und verzehre,/ was nicht in deinem Lichte rein;/ wenn mirs gleich noch so schmerzlich wäre,/ die Wonne folget nach der Pein/ du wirst mich aus dem finstern Alten/ in Jesu Klarheit umgestalten. 3. Ich kann nicht selbst der Sünde steuern,/ das ist dein Werk, du Guell des Lichts!/ du mußt von Grund aus mich erneuern,/ sonst hilst mein eignes Trachten nichts./ O Geist, sei meines Geistes Lebenj/ ich kann mir selbst nichts Gutes geben. 4. Du Odem aus der ewgen Stille,/ durchwehe sanft der Seele Grund j/ füll mich mit aller Gottesfülle/ und da, wo Sünd und Greuel stund,/ laß Glauben, Lieb und Ehrfurcht grünen,/ in Geist und Wahrheit Gott zu dienen. 5. Mein Wirken, Wollen und Beginnen/ sei kinoͤlich folgsam deinem Trieb;/ bewahr mein Herz mit allen Sinnen/ untadelig in Gottes Lieb./ Dein in mir Beten, Lehren, Rämpfen/ laß mich auf keine Weise dämpfen. 6. O Geist, o Strom, der uns vom Sohne/ eröffnet und kristallen⸗ rein/ aus Gottes und des Lammes Throne/ nun quillt in stille herzen ein,/ ich öffne meinen Mund und sinke/ hin zu der Quelle, daß ich trinke. 116 einj/ folget Jesu Werk, iern,/ Zeistes Seele 10 und n Geist folgsam itadelig aß mich istallen⸗ in stille Quelle, ö Pfingsten 117 7. Ich laß mich oͤir und bleib indessen,/ von allem abgewandt, dir nah;/ ich will die Welt und mich vergessen/ und innigst glauben: Gott ist da!/ O Gott, o Geist, o Licht des Lebens,/ man harret deiner nie vergebens. Gerhard Tersteegen, 4 1769. Kommt her zu mir, Mel. Nr. 153 (oder wie Nr. 362). 1 1 7 spricht Gottes Sohn. 1.· Es saß ein frommes häuflein dort/ und wollte nach des herren Wort/ einmütig Pfingsten halten./ Ach, laß auch jetzt im Christen⸗ stand,/ Herr Jesu, deiner Liebe Band/ bei frommen Gliedern walten. 2. Schnell fiel hernieder auf das haus/ ein starker Wind, der mit Gebraus/ sich wundersam erhoben./ O Gotteshauch, ach, lasse dich/ bei uns auch spüren kräftiglich/ und weh uns an von oben! 3. Er füllete die Wohnung ganz,/ zerteilter Jungen Feuerglanz/ ließ sich auf jedem spüren./ Ach, nimm auch unsre Kirchen ein,/ laß feurig unsre Lehrer sein/ und deine Sprach uns rühren! 4. Sie wurden all des Geistes voll/ und fingen an zu reden wohl,/ wie er gab auszusprechen./ Erfüll auch uns mit heilger Glut,/ daß wir des Herzens blöden Mut/ mit freier Reoe brechen! 5. Das Volk von allen Zungen kann,/ was Gott zum heil der Welt getan,/ in seiner Sprache hören./ Ach, heb der Zungen Irr⸗ sal auf;/ laß, desu, deinem Wort den Lauf,/ daß dich die völker ehren! 6. Die Welt zwar treibt nur ihren Spott,/ und wer nicht merkt die Kraft von Gott,/ spricht leider:„Sie sind trunken!“/ Den rechten Freudenwein uns gib,/ erquick, o Herr, in deiner Lieb,/ was noch in Angst versunkenl 7. Dein Licht treib in oes herzens Haus/ mit hellen Strahlen gänzlich aus/ die alten Finsternisse,/ daß Blinoͤheit, Jrrtum, falscher Wahn,/ und was uns sonst verleiten kann,/ auf ewig weichen müsse. 8. Dein§ᷣeuer töt in unsrer Brust,/ was sich noch regt von Sünden⸗ lust;/ erwecke reine Triebe,/ auf daß wir schmecken wahre Freud/ anstatt oer schnöden Eitelkeit/ in Jesu süßer Liebe. hieronymus Annoni, 4 1770. 117⁷ 118· 119 1. höchster Tröster, Jesus hat/ deinen Rat/ seinem v 2. Schöpfer unsres neue ist ohn dich vergebens./ Mache wohl,/ wie er soll,/ treu zu han 3. herr, wir fallen dir zu das herʒ/ Angst und Schmerz,/ ihr habt heil gefundenl/ Er hat G machet gut,/ was 5. Weck uns auf die verlornen Schafe./ Reiß die sie nicht/ im Gericht/ der 6. Geist der Weisheit, und Leiden, scheiden. 8. Hilf uns nach dem Besten st haft/ und gerecht zu lebenj/ gi uns an,/ 1. Der du uns als Va voll fleh ich zu dir:/ Vater, 118 mel. Ar. 532. 118 ö komm hernieder/ Geist des herrn// sei nicht Jern,„stärke christi Olieder.) er hat nie lroe Fuße j/ eins Buße, wahre Buße./ zeig uns selbst den 4. Zeig uns des Erlösers Wunden,/ ruf uns richt,/ wie wir Gott gefallen./ Lehr uns sei uns nah/ und sprich: Jal/ wenn 7. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfe und Blut,/ Sünd und Welt zu dämpfen./ Angst und Not,/ Schmerz und Tod/ nicht von Jesu 9. Sei in Schwachheit unsre Stũ treu/ in der Prũfungshitze./ Führ, wen sterben heißt,/ unsern Geist/ in Mel. Är. 112. 11 ter liebest,/ treuer Gott, und deinen Geist/ denen, die dich bitten, gibest,/ ja, uns um ihn bitten send ihn auch zu mir,/ daß er meinen Geist erneue/ und mich dir zum Pfingsten Warum sollt 1. mich denn grämen? Wort gebrochen,/ olk versprochen. n Lebens,/ jeder Schritt,/ jeder Tritt/ unser Heil uns wichtig/ wer ist deln tüchtig? ist not/ für den Tod:/ Greul der Sünde,/ daß Reu und Scham empfinde. zu:/ Ihr habt Ruh,/ nade euch erworben,/ Jesu Blut/ die Welt verdorben. vom Siündenschlafe,/ rette doch/ heute noch/ Welt aus dem vVeroͤerben,/ laß verstockung sterben. gib uns allen/ durch dein Licht/ Unter⸗ freudig vor Gott treten,/ wir gläubig beten. n,/ gib uns Mut,/ dleisch Laß uns Trübsal, Rreuz reben,/ schenk uns Kraft,/ tugend⸗ b/ daß wir nie stille stehen,/ treib froh die Bahn/ deines Worts zu gehen. tze,/ steh uns bei,/ mach uns n Gott uns nach dem Leide/ des himmels§reude. Ehrenfried Liebich, 4 1780. Werde munter, mein Gemüte. heißt,/ demuts⸗ Tempel weihe. en mich ien? icht n// itt/ rist od:/ daß tuh,/ ʒlut/ ioch/ laß Inter⸗ eten,/ Fleisch Kreuz n Jesu ugend⸗ / treib ach uns Leide/ „+ 1780. munter, Gemüte. Geist/ demuts⸗ meinen Pfingsten 12⁰ 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen/ Leben, Kraft und Fruchtbar⸗ keit,/ und mein herz bleibt dir entrissen/ und dem Dienst der Welt geweiht,/ wenn er nicht durch seine Rraft/ die Gesinnung in mir schafft,/ daß ich oir mich ganz ergebe/ und zu deiner Ehre lebe. 3. Ewge Quelle wahrer Güter,/ hochgelobter Gottesgeist,/ der du menschliche Gemüter/ heiligst und mit Trost erfreust!/ Nach dir, herr, verlangt auch mich,/ ich ergebe mich an dich;/ mache mich zu Gottes Preise/ heilig und zum Himmel weise. 4. Fülle mich mit heilgen Trieben,/ daß ich Gott, mein höchstes Gut,/ über alles möge lieben,/ daß ich mit getrostem Mut/ seiner Vaterhulo mich freu/ und mit wahrer Rindestreu/ stets vor seinen Augen wanoͤle/ uno rechtschaffen denk und hanoͤle. 5. Geist des Friedens und der Liebe,/ biloͤe mich nach oeinem Sinn,/ daß ich Lieb und Sanftmut übe/ und mirs rechne zum Gewinn,/ wenn ich je ein Friedensband/ knüpfen kann, wenn meine Hand/ zur Erleichtrung der Beschwerden/ kann dem Nächsten nütz⸗ lich werden. + 6. Wenn dͤer Anblick meiner Sünden/ mein Gewissen nieder schlägt,/ wenn sich in mir Zweifel finden,/ die mein Herz mit Zittern hegt,/ wenn mein Aug in Nöten weint/ und Gott nicht zu hören scheint:/ o dann laß es meiner Seelen/ nicht an Trost und Stärkung fehlen. 7. Was sich Gutes in mir findet,/ ist dein Gnaͤdenwerk in mir;/) selbst den Trieb hast du entzündet,/ daß mich, Herr, verlaͤngt nach dir. /O so setze durch dein Wort/ deine Gnadenwirkung fort,/ bis sie durch ein selig Ende/ herrlich sich an mir vollende. David Bruhn, 4 1782. Mel. Nun komm, der heiden 1 20(15. Jahrhundert.) Heiland(oder wie Nr. 364). Erfurt 1524. I — +E— x—.— ö N —...H., Ae eEagt, 8 1. Geist vom Va⸗ter und vom Sohn,/ wei⸗he oͤir mein E .. herz zum Thron!/ Schen⸗ke dich mir im⸗mer⸗dar,/ so wie 119 Pfingsten DDRE é SS.... einst der Jün ⸗ger Schar. 2. Geist der Wahrheit, leite michl/ Eigne Leitung täuschet sich,/ da sie leicht des Wegs verfehlt/ und den Schein für Wahrheit wählt. 3. Geist des Lichtes, mehr in mir/ meinen Glauben für und für,/ der mich Christo einverleibt/ und durch Liebe Früchte treibt. 4. Geist der Andacht, schenke mir/ Salbung, Inbrunst, Feur von dirj/ laß mein Bitten innig rein/ und vor Gott erhörlich sein. 5. Geist der Liebe, Kraft und Zucht!l/ Wenn mich Welt und Fleisch versucht,/ o dann unterstütze mich,/ daß ich ringe; rette mich! 6. Geist der Heiligung, verklär/ Jesum in mir mehr und mehr/ und erquicke innerlich/ durch den drieden Gottes mich. 7. Geist der Hoffnung, führe du/ mich dem himmelserbe zuj/ laß mein Herz sich deiner freun /und in hoffnung selig sein. Julius Tode, 4 1797. mel. O Zesu Christ, 1 21 meins Lebens Licht. H 360 x H7 2 Leipzig 1625. N 1. O Got⸗tes Geist und Chri⸗sti Geist// der uns den 2——— 22 1.— 2 E————* P I————— weg zum him⸗mel weist,/ der uns die dunk⸗le Er⸗den⸗ nacht/ e ee,, ——— durch sei⸗ne Lich⸗ter hel ⸗le macht; 2. Du Hauch, der durch das Weltall weht/ als Sottes stille Majestät,/ du aller Lichter reinstes Licht,/ erleucht uns Herz und Angesicht. 3. Komm, leuchte mit dem Gnadenschein/ hell in die weite Welt hinein j/ komm, mach uns in der Finsternis/ des lichten himmels⸗ ö wegs gewiß. 120⁰ Schlußlieo oͤer Festzeiten 12² 4. Ach, hier ist alles Staub und Nacht,/ die Wahn und Sünde trübe macht;/ ach, hier ist alles Not unò Tod,/ geht uns nicht auf dein Morgenrot; ö 5. Das Morgenrot der bessern Welt,/ das wie ein Strahl vom 0j Himmel fällt,/ als Gottes Macht und Gottes Lust/ durchblitzt die ö kranke Menschenbrust. ö 6. O Gottes Geist und Christi Geist,/ der uns wie Kinder beten heißt,/ der uns wie Kinder glauben heißt,/ o komm, o komm, oͤu Der heilger Geist! 7. Komm, Gottes Frieden, Gottes Mut!/ Komm, stille Kraft, nich! die nimmer ruht,/ komm, gieße oeinen Gnadenschein/ in Seele, ö Sinn und herz mir ein. chr ⸗ 8. Dann wanoͤl ich, wie ein Kind des Lichts,/ im Glanze deines 157 Angesichts/ schon meinen kurzen Erdenlauf/ stets himmelein unoͤ 2 himmelauf. Ernst Moritz Arnot, 4 1860. 17⁰⁷ 6 lußblied oder Weihnachts⸗, Oster⸗ und Pfingstzeit 122 2 V. Sizilianische Volksweise, 1803. EEEEEEEE ö 1. O eht ei e o dͤu Wütüil 1— V EEEEEEE gna⸗den⸗brin⸗gen⸗oe Weihnachtszeitl/ Welt ging ver ⸗lo⸗ ren,/ 213—. I.—— ö—— ————— re... Christ ist ge ⸗ bo⸗ ren;/ freu e, freu⸗e dich, o Chri⸗sten⸗heit! — 12³ Trinitatisfest 2. O du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Weihnachts⸗ zeit l/ Christ ist erschienen,/ uns zu versühnenj/ freue freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Weihnachts⸗ zeitl/ Rönig der Ehren,/ dich wolln wir hören;/ freue, freue dich, o Christenheit. . 4. O du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Osterzeitl/ welt lag in Banden,/ Christ ist erstanden;/ freue, freue dich, o Christenheit! 5. O du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Osterzeit!/ Tod ist bezwungen,/ Leben errungen/ freue, freue dich, o Christenheit! 6. O du fröhliche,/ o du selige„gnadenbringende Osterzeit /Kraft ist gegeben,/ laßt uns ihm leben;/ freue, freue dich, o Christenheit! III. 7. O du fröhliche, /o du selige,/ gnadenbringende Pfingstenzeitl/ Christ, unser Meister,/ heiligt die Geister;/ freue, freue dich, o Christenheit! 8. O du fröhliche,/ o du selige/ gnadenbringende Pfingstenzeitl/ Führ, Geist der Gnade,/ uns deine pfade;/ freue, freue dich, o Christenheit. 9. O du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Ppfingstenzeitl/ Uns, die Erlösten,/ Geist, willst du trösten j/ freue, freue dich, o Christenheit! ö gohannes dantel Falk, f 1828, Trinitatisfest: 123 HBore 8eipzig1525 REEE S.SSII. —..— 1 I Al⸗lein Gott in der höh sei Ehr/ und Dank für 1. dar⸗ um, daß nun und nimmermehr/ uns rüh⸗ ren ö ö sf fest hts⸗ dich, chts⸗ dich, eitl/ ich, o Tod nheit! Kraft nheit! rzeit!/ dich, o zeitl/ dich, o nzeitl/ dich, atorisch) zig 159. — unk für h⸗ren r 1826. ö Trinitatisfest 12⁴ EEE sei ne Gna⸗ de, E 4. kann ein Scha⸗ de. Ein Wohl⸗ge⸗falln Gott an uns Er ir. hat,/ nun ist groß Fried ohn Un⸗ ter⸗laß,/ all Fehsd hat arn rnri r . nun ein En ⸗de. 2. Wir beten an und loben dich,/ wir bringen Ehr und danken,/ daß oͤu, Gott Vater, ewiglich/ regierst ohn alles Wanken;/ ganz ohne Maß ist deine Macht,/ allzeit geschieht, was ou bedacht:/ wohl uns des starken herren. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn,/ für uns ein Mensch geboren,/ der uns vertritt vor Gottes Thron/ und rettet, was verloren;/ Lamm Gottes, heilger herr und Gott,/ nimm an die Bitt von unsrer Not,/ erbarm dich unser aller! 4. O heilger Geist, oͤu höchstes Gut,/ mit deinem heil uns tröstel/ Vor Satans Macht nimm uns in hut,/ die Jesus Christ erlöste/ durch Marter groß und bittern Tod;/ wend unsern Jammer ab und Not,/ darauf wir uns verlassen. (Nach dem Gloria in excelzis) Nikolaus Decius, 1541. +4 7. Nun danket alle Gott. 1 24 33 Crüger, 1047. Ge⸗lo⸗ sei der H mein Gott, mein Licht, mein mein Schöpfer, der mir Leib/ und See ⸗- le hat ge⸗ W. EEEEE Le= ben, mein Va⸗ter, der mich schützt/ von Mut⸗ter⸗lei⸗ be ge⸗ ben, 123 Trinitatisfest 125 an,/ der je⸗den Ru⸗ gen=blick/ viel Guts an mir ge⸗tan. 2. Gelobet sei der herr,/ mein Gott, mein heil, mein Leben,/ des Vaters liebster Sohn,/ der sich für mich gegeben,/ der mich er⸗ löset hat/ mit seinem teuren Blut,/ der mir im Glauben schenkt/ sich selbst, das höchste Gut. 3. Gelobet sei der Herr,/ mein Gott, mein Trost, mein Leben,/ des Vaters werter Geist,/ den mir der Sohn gegeben,/ der mir mein herz erquickt,/ der mir gibt neue Kraft,/ der mir in aller Not/ Rat, Trost und Hilfe schafft. 4. Gelobet sei der herr,/ mein Gott, der ewig lebet,/ den alles rühmt und lobt,/ was durch ihn lebt und webet;/ gelobet sei der herr,/ des Name heilig heißt,/ Gott vater, Gott der Sohn/ und Gott der werte Geist. ö 5. dem wir Halleluja/ mit Freuden lassen klingen/ und mit der Engel Schar/ das heiligl Heiligl singen/ den herzlich lobt und preist/ die ganze Christenheit,/ gelobet sei mein Gott/ in alle Ewigkeit! zohann Olearius, 1 1084. mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 1 25 Frankfurt a. M. 1599. hal⸗le⸗lu⸗ jal Lob, Preis und Ehr/ sei un⸗ serm on E-wig⸗keit zu E⸗ wig⸗keit/ sei in uns SD.. Gott je mehr und mehr/ für al ⸗le sei ⸗ ne Sarten) al ⸗len ihm be⸗ reit/ dank, Weis⸗heit, Kraft und Stär⸗kel 1. Klin⸗get,/ sin ⸗get:/ Gott ist hei⸗lig,/ hei ⸗lig/ hei⸗ligl/ 12⁴ ei Ugl/ Trinitatisfest ů I — Preis und Eh⸗re,/ sei dem Herrn der him⸗mels⸗hee⸗re. 2. Hallelujal Preis, Ehr und Macht/ sei auch dem Gotteslamm gebracht,/ in dem wir sind erwählet,/ das uns mit seinem Blut erkauft,/ damit besprenget und getauft/ und sich mit uns vermählet./ heilig// selig/ ist die dreunoͤschaft/ unòd Gemeinschaft,/ die wir haben/ und oarinnen uns erlaben. 3. Halleluja! Gott heilger Geist/ sei ewiglich von uns gepreist,/ durch den wir neu geboren,/ der uns mit Glauben ausgeziert,/ dem Bräutigam uns zugeführt,/ den Hochzeitstag erkoren./ heil uns,// heil uns!/ Da ist öreude,/ da ist Weide,/ da ist Manna/ und ein ewig Hosianna. 4. Hallelujal Lob, Preis und Ehr/ sei unserm Gott je mehr und mehr/ und seinem großen Namenl/ Stimmt an mit aller Himmels⸗ schar/ und singet nun und immerdar/ mit Freuden: Amen, Amenl/ Klinget,/ singet:/ Gott ist heilig,/ heilig, heiligl/ Preis und Ehre/ sei dem Herrn der Himmelsheere. darmstadt 1698. Mel. Nr. 125. 1 26 Wie schön leuchtet der Morgenstern. 1. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist,/ Herr Gott, der doch mein Alles ist,/ mein Trost und meine Wonne?/ Bist du nicht Schild, wer decket mich?/ Bist du nicht Licht, wo finde ich/ im dinstern eine Sonneꝛ/ Reine/ reine,/ wahre Freude,/ auch im Leide,/ auch für Sünden,/ ist, herr, außer oͤir zu finden. 2. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist,/ mein herr Erlöser, Jesus Christ,/ mein Friede und mein Leben?/ Heilst du mich nicht, wo find ich Heil?/ Bist du nicht mein, wo ist mein Teil?/ Gibst du nicht, wer wird geben?/ Meine/ eine/ wahre Freude,/ wahre Weide,/ wahre Gabe/ hab ich, wenn ich Jesum habe. 5. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist,/ o Geist, der uns gegeben ist/ zum Führer oͤer Erlösten?/ Bist du nicht mein, was sucht mein Sinn?/ Führst oͤu mich nicht, wo komm ich hinꝰ/ hilfst du nicht, wer will trösten?/ Meine/ eine/ wahre Freude,/ Trost im Leide,/ Heil für Schaden/ ist in dir, o Geist der Gnaden. Phil. Friedrich Hiller, 4 1709. v. 3 von Albert Knapp, 4 1864. 125 127 Trinitatisfest mel. Erschienen ist der herrlich 1 27 Lag(oder wie Nr. 407). Nikolaus herman, 1 1561. SSS S 1. Dank und An⸗ be⸗ tung brin ⸗gen wir,/ Herr un⸗ ser ö EiEEE Gott und Va⸗ ter, dir./ Du bist es, der die gan ⸗ze Welt /er⸗schaf⸗fen hat und noch er⸗hält./ Hal ⸗le ⸗ lu⸗ jal 2. Dank und Anbetung bringen wir// herr unser Gott und hei⸗ land, dir./ Du littst für uns des Todes Pein,/ uns vom Verderben zu befrein./ Hallelujal 3. Gelobet seist du, Geist des herrn!/ wir waren einst von Christo fern j/ du hast durch deines Wortes Macht/ auch uns zum Licht und heil gebracht. /Halleluja! 3. Chr. Stockhausen, 4 1784. — z²e ·jal Hei⸗ derben Christo cht und + 8. DN Se ö* 5 2 *0 * W 1 28 wittenberg(1529) 1535. Erster Chor: zweiter Chor oder Gemeinde: — iPP‚PPP‚‚EEE 1. Herr Gott, dich lo⸗ben wir, Herr Gott, wir dan⸗ken dir! ——.H—— ö— S. dich, VLa-ter in E-wig⸗keit, ehrt die Welt weit und breit, d. ö ö IEIDDeieeeee all En⸗gel und Himmelsheer, und was die⸗net dei⸗ner Ehr, .— E .—.—.—.—.—.—.——..— auch Cherubim und Seraphim sin⸗gen immer mit hoher Stimm: ö x I ö ů. n Hrunn nni minnnt Mun n—0—.— .: hei⸗lig ist un⸗ser Gott! hei⸗- lig ist un ⸗ser Gott!l 12⁷ Lob⸗ und Danklieder Zzusammen: SDSSEEE— hei⸗lig ist un⸗ ser Gott! der Her⸗re ze⸗ba⸗ oth. Erster Chor: zweiter Chor oder Gemeinde: i geht ü⸗ber Himmel und Erden weit; und die lie ⸗ ben Pro⸗pheten all,/ lo⸗ ben dich, herr, mit großem Schall; rühmt dich auf Er⸗den al⸗ le⸗zeit; dei⸗ nen rech⸗ten und ein⸗gen Sohn, mit rech⸗tem dienst sie lobt und ehrt. SIEE Gott va⸗ters ew⸗ger Sohn du bist; 2. Dein göttlich Macht und Herrlichkeit der hei⸗ li⸗ gen zwölf Bo⸗ten Fahl die teu⸗ ren Märt⸗ rer all⸗ zu⸗mal die gan⸗ze wer⸗ te Christenheit dich, Gott va⸗ter, im höchsten Thron den heil⸗gen Geist und Tröster wert 3. Du Rö-nig der Ehren, Je⸗su Christ, SSISISISSS du nah⸗mest an, der Welt zu gut, gleich Menschenkindern Fleisch u. Blut; du hast dem TLod zerstört sein Macht und all' Christen zum himmel bracht; du sitzst zur Roch⸗ten Got⸗ tes gleich mit al⸗ ler Ehr ins Vaters Reich ein Rich⸗ter du zu⸗künf⸗ tig bist al ⸗lem, das tot und le⸗bend ist. i Blut er⸗lö⸗set sein 4. uun hilf uns, herr, den Dienern dein, die durch dein teu b.—.— laß uns im him⸗mel ha⸗ ben teil mit den Heil⸗gen am ew⸗ gen Heil. ——..— hilf dei⸗nem Volk, Herr Je⸗su Christ, und segne, was dein Erb⸗teil ist 128 ꝙ PIF * — . —* * — set sein/ — gen Heil. teil ist — ö Lob⸗ und Danklieder Erster Chor: zweiter Chor ooer Gemeinde: — —— .... wart und pfleg sein zu al⸗ ler Feit ——— und heb es hoch in E⸗wig⸗keit. 5. Täglich, herr Gott, wir lo⸗ben dich . i und dei⸗ nen Na⸗men ste⸗tig⸗lich. e, n. Be⸗hüt uns heut, o treu⸗ er Gott, sei uns gnä⸗oͤig, o her⸗re Gott, zeig uns dei⸗ ne Barmher⸗zig⸗ keit, —.—— ö vor al⸗ler Sünd und Mis⸗se⸗tat; sei uns gnä⸗doͤig in al⸗ler Not; wie un⸗sre Hoff⸗nung zu dir steht; E D.......— ED 1 P 24 0———— 2— 2 — + —— 1 —— R Nach dem Te deum laudamus 129 — 2 men. (Alte Rirche) Martin Luther, 4 1546. Augsburg 1840. —5 1 EXI 1. +. Nun lob, mein Seel, den Her⸗ ren,/ was in mir sein Wohl⸗tat tut er meh ⸗ ren,/ ver⸗giß es I —D4— 2 EII EIX 2— — 1 ist, den Na⸗men sein nicht, o her⸗ze mein hat oͤir dein Sünd ver⸗ge⸗ ——.. — ben,/ heilt dei⸗ ne Schwachheit groß,/ er⸗löst odein ae⸗mes . ——1 geben,/ nimmt dich in sei nen Schoß,/ mit Crost dich 22 — 129— ö—. 12 ö ö E——————. —3—3 LI 1 Recht, be⸗ hü⸗ tet,/ die lei⸗den für sein Reich. 2. Er hat uns wissen lassen/ sein heilig Recht und sein Gericht,/ dazu sein Güt ohn Maßenz/ es mangelt an Erbarmung nicht,/ den Zorn läßt er wohl fahren,/ straft nicht nach unsrer Schuld j/ die Gnad tut er nicht sparen,/ den Blöden ist er holö;/ sein Güt ist hoch erhaben/ ob dem, der flürchtet ihn. /So fern der Ost vom Abend,// ist unsre Sünd dahin. 3. Wie Väter sich erbarmen/ ob ihrer jungen Kindelein,/ so tut der herr uns Armen,/ wenn wir ihn kinoͤlich fürchten rein)/ er kennt uns arme Rnechte/ und weiß, wir sind nur Staub,/ ein bald verwelkt Geschlechte,/ wie Gras und fallend Laub;/ der Wind nur drüber wehet,/ so ist es nimmer daj/ also der Mensch vergehet,/ sein Ende ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine/ steht fest und bleibt in Ewigkeitʒ/ sie bleibt bei der Gemeine,/ die, stets in seiner durcht bereit,/ will seinen Bund bewahren./ Er herrscht im himmelreich./ Ihr starken Engelscharen,/ lobt ihn mit uns zugleich/ und dient dem Herrn der Ehren/ und breitet aus sein Wort!/ Mein Seel soll auch ver⸗ mehren/ sein Lob an allem Ort! zohann Gramann, 4 1541. 15⁰ icht// licht// uld j/ n Güt t vom so tut j/ er n bald d nur ehet,/ keit j/ will tarken Herrn ch ver⸗ + 1541. 15⁰ Matth. Apelles v. Löwenstern, 1644. Lob⸗ und Danklieder 130 — 3—.— é—.—— 1. Nun prei⸗set al⸗ le/ Got⸗tes Barm⸗her⸗zig⸗keit;/ E— 4.ĩ—..— äöä.. lob ihn mit Schalle,/ dank ihm, o Chri⸗sten⸗heit!/ Er läßt dich N ä freunoͤ⸗lich zu sich la⸗den,/ freu⸗e dich, Is⸗ra⸗ el, ..———5 60 d V r E—— sei⸗ ner Gna⸗denl/ Freu⸗e dͤich, Is⸗ ra⸗ el, sei⸗ ner — 2 —22.— 1 — I —— Gna⸗ denl 2. Der Herr regieret/ über die ganze Welt;/ was sich nur rühret,/ alles zu Fuß ihm fällt;/ viel tausend Engel um ihn schweben, 2): Psalter und Harfe ihm Ehre geben.: 3. Wohlauf, ihr Heiden,/ lasset das Trauern sein,/ zur grünen Weiden/ stellet euch willig ein;/ da läßt er uns sein Wort ver⸗ künden,): machet uns leoͤig von allen Sünden.: 4. Er gibet Speise/ reichlich und überall,/ nach Vaters Weise/ säͤttigt er allzumal;/ er schaffet Früh⸗ und späten Regen,:/: füllet uns alle mit seinem Segen., 5. Drum preis und ehre/ seine Barmherzigkeit,/ sein Lob ver⸗ mehre,/ dank ihm, o Christenheit;/ uns soll hinfort kein Anfall schaden; 1 freue dich, Israel, seiner Gnaoͤen! ,: Matth. Apelles v. Löwenstern, 4 1648. 9* 131 Lob⸗ und Danklieder ——— Crüger, 1647. Nun oͤan⸗ket al ⸗le Gat⸗ mit Henehe, Mund und 2 der gro⸗ße din⸗ge tut/ an uns und al⸗len 1 N.... 4¹½1—— —%————— EEEE—.—— Hän⸗den, der uns von Mut⸗ter⸗leib/ und Kin⸗des⸗bei⸗ nen En⸗den, — e F In r EEEEEEEEEE an/ un⸗zäh⸗ lig viel zu gut/ und noch jetz⸗ und ge⸗ tan. 2. Der ewig reiche Gott/ woll uns bei unserm Leben/ ein immer fröhlich Herz/ und eoͤlen Frieden geben/ und uns in seiner Gnad/ erhalten fort und fort/ und uns aus aller Not/ erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott,/ dem Vater und dem Sohne/ und dem, der beiden gleich/ im höchsten himmelsthrone,/ dem ewig höchsten Gott;/ als es anfänglich war/ und ist und bleiben wird/ jetzund und immerdar. martin Rinckart, 4 1049. Mel. Nun lob, mein Seel, den herren. 132 Augsburg 1540. de, — SSIIIIIII.... + — —— — — hab⸗ner Zi⸗ ons⸗Gott! star⸗ker Ze⸗ ba⸗ othl 13² V A — EA II. ——————— w Edes. lobt dich in der Stil ⸗le,/ du hoch⸗er⸗ des Rüh⸗mens ist die dül ⸗le/ vor dir, du ⸗ ohne/ dem + 10⁴9. Lob⸗ und Danklieoͤer AI B — den/ der oͤrom⸗men Zu⸗ver ⸗sicht,/ in Trüb⸗sal und Be⸗ EFAEEEEEEEEEE ⁰ 2.—— 2—.— I.. 2=..—.— schwer⸗den/ läßt oͤu die dei⸗ nen nicht. drum soll dich E. D— 2 +.—.— J S..... 1—— 1.— 2.——— *+*—7 2 2 A 7 2— stünd ⸗-lich eh ⸗-ren/ mein Mund vor je⸗der„mann/ und SSSEEIEE +—— I dei⸗nen Ruhm vermehren,/ so lang er lal ⸗len kann. 2. Es miisse dein sich freuen,/ wer deine Macht und Gnade kennt// und deinem dienst sich weihen,/ wer dich in Christo Vater nennt./ Hoch seist oͤu stets gepriesen j/ du bists, der Wunoer tut,/ und hast auch mir erwiesen/ das, was mir nũtz und gut./ Nun, das ist meine Freude,/ zu halten fest an dir,/ daß nichts von dir mich scheioe,/ so lang ich walle hier. 5. Herr, du hast deinen Namen/ sehr herrlich in oer Welt ge⸗ macht;/ wenn Schwache zu dir kamen,/ hast du gar bald an sie ged acht./ Du hast mir Gnad erzeiget;/ nun, wie vergelt ichs oͤir?/ Ach bleibe mir geneiget,/ so will ich für und für/ den Relch des heils erheben/ und preisen allezeit/ dich, herr Gott, hier im Leben/ und dort in Ewigkeit. Zohann Rist, 4 1667. Nun danket all Mel. Nr. 154. 1 3 3 uno bringet hr. 1. Ich singe dir mit herz und Mund,/ Herr, meines Herzens Lustl/ Ich sing und mach auf Eröen kund,/ was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß oͤu der Brunn der Gnaoͤ/ und ewge Quelle seist,/ baraus uns allen früh uno spat/ viel heil und Gutes fleußt· 13³ 135³ Lob⸗ und Danklieder 3. Was sind wir doch, was haben wir/ auf dieser ganzen Erd,/ das uns, o Vater, nicht von dir/ allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne himmelszelt/ hoch über uns gesetzt?/ Wer ist es, der uns unser Feld/ mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Rält und Frost?/ Wer schützt uns vor dem Wind? /Wer macht es, daß man Glund Most/ zu seinen Zeiten finot? 6. Wer gibt uns Leben und Geblütꝰ/ Wer hält mit seiner hand/ den glilonen, eoͤlen, werten Fried/ in unserm Vaterland? 7. Ach, Herr, mein Gott, das kommt von dir,/ und du mußt alles tun!/ Du hältst die Wacht an unsrer Tür/ und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr,/ bleibst immer fromm und treu/ und stehst uns, wenn wir in Gefahr/ geraten, herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld/ und schlägst nicht allzu⸗ sehr//ja enoͤlich nimmst du unsre Schuld/ und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit,/ wirst du gar leicht erweicht/ und gibst uns, was uns hoch erfreut/ und dir zur Ehr gereicht. 11. Du zäͤhlst, wie oft ein Christe weinꝰ,/ und was sein Rummer seij/ kein Zähr⸗ und Tränlein ist so klein,/ du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus/ mit oͤem, was ewig steht,/ und führst uns in des Himmels Haus,/ wenn uns die Ero entgeht. 15. Wohlauf, mein Herze, sing und spring/ und habe guten Mut!l/ dein Gott, der Ursprung aller Ding,/ ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil,/ dein Glanz und Freudenlicht,/ dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil,/ schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn/ und grämst dich Tag und Nacht? /Nimm deine Sorg und wirf sie hin/ auf den, der dich gemachtl 16. Hat er dich nicht von Zugend auf/ versorget und ernäͤhrt/ und manchen schweren Unglückslauf/ zum Segen dir gekehrt? 13⁴ ——...—.—— ——..————666666...e5„e.—— Lob⸗ und Oanklieder 17. Er hat noch niemals was versehn/ in seinem Regiment;/ 4 nein, was er tut und läßt geschehn,/ das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun/ und red ihm nichts darein,/ so wirst du hier in Frieden ruhn/ und ewig fröhlich sein. paul Gerhardt, 4 1676. 1 34 gohann Crüger, 1647. ö— ö———.. SSDSSSISII.. △—. 1. Uun dan-ket all und brin⸗-get Ehr,/ ihr ö 1 + 1 ....—.......... —..— men⸗schen in der Welt,/ dem, des⸗ sen Lob der ——— ö— N S—— ——— En ⸗gel heer„ im him⸗mel stets ver⸗ meloͤt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall/ Gott, unserm höchsten Gut,/ der seine Wunder überall/ und große Dinge tut. 3. Der uns von Mutterleibe an/ frisch und gesund erhält/ und, wo kein Mensch mehr helfen kann,/ sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt,/ doch bleibet gutes Muts,/ die Straf erläßt, die Schuld vergibt/ und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz,/ erfrische Geist unòd Sinn/ und werfallRngst, Furcht, Sorg und Schmerz/ ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn/ auf unserm Vaterland;/ er gebe Glück zu unserm Tun/ und Heil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt/ um, bei und mit uns gehn,/ was aber ängstet und bemüht,/ gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt,/ sei er stets unser Heil/ und bleib auch, wenn wir von der Erd/ abscheiden, unser Teil. 9. Er oͤrücke, wenn das Herze bricht,/ uns unsre Rugen zu/ und zeig uns oͤrauf sein Angesicht/ dort in der ewgen Ruh. paul Gerharöt, 1 1676. Lob⸗ und Danklieder 135 Stralsund 1665. ach⸗H⸗ gen Ko nig der ehr ren/) 0 G6 70.. SS„* ö„„ os⸗be den her⸗ren, den ö stim⸗me, du See⸗le, mit +* 4— 12..— N WiEEIEEEEEE N— Il doc 2 2⁰— ein zu den himmlischen Chö⸗ren.) —— 1 D —— 2— ö— — SSSS 25 Rom⸗met zu⸗hauf,/ Pfal⸗ter und Har⸗fe wacht auf//las set den lied —..— ö— in d E—— 3 2.——5— hier ZTo0ob ⸗ge⸗sang hö renl 4 2. Lobe den herren, der alles so herrlich regieret,/ der wie auf Jesi Flügeln des Roͤlers dich sicher geführet,/ der dich erhält,/ wie es her, dir selber gefällt;/ hast du nicht dieses verspüret? örol 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,/ der dir Gesunoͤheit verliehen, dich freunoͤlich geleitet;/ in wieviel Not/ Mel. hat nicht der gnädige Gott/ über dir Flügel gebreitetꝰ 2—— 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet,/ der N aus dem himmel mit Strömen der Liebe geregnet;/ denke daran,/ ö was der Allmächtige kann,/ der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren; was in mir ist, lobe den Namen /alles, was Odem hat, lobe des heiligen KAamen!/ Er ist dein Licht;/ Seele, vergiß es ja nicht:/ lob ihn in Ewigkeit! Amen. Zoachim Neander, 1 168⁰.— V 1 3 6 Bremen 1680. al —— ——..——.— EE— 0 EI ö 2 4— wun⸗der⸗ba⸗ rer Rö⸗nig, /herrscher von uns alslen,7— dei ⸗ne Va⸗ter⸗gü⸗te/ hast du las⸗ sen flie⸗Fen,/ flil ——— Lob⸗ und Dankliedͤer 137 1 2 II —— D3I —— * WI 7 .4 S laß oͤir un⸗ ser Lob ezeds ewe ob wir schon dich oft ver⸗lie⸗henj hilf uns noch/ /stark uns —.—. IISSiE — ö——— doch!/ Laß oͤie Zun⸗ ge sin⸗gen,/ laß oͤie Stimm er⸗klin⸗gen! 2. Himmel, lobe prächtig/ deines Schöpfers Werke, mehr als aller Menschen Werke./ Großes Licht der Sonne,/ lob ihn mit den Strahlen,/ die das große Rund bemalen./ Lobet gern,/ Mond und Stern,/ seit bereit, zu el ren/ einen solchen Herren! 3. O oͤu meine Seele//singe fröhlich, singe,/ singe deine Glaubens⸗ lieder!/ Was da Ooem holet,/ jauchze, preise, klinge;/ wirf dich in den Staub danieder./ Er ist Gott/ ebaothj/ er nur ist zu loben/ hier und ewig oͤroben. 4. Halleluja bringe,/ wer den Herren kennet,/ wer den Herren Jesum liebet;/ Halleluja singe,/ welcher Christum nennet,/ sich von herzen ihm ergibet./ O wohl dir!/ Glaube mir,/ enoͤlich wirst du oroben/ ohne Sünd ihn loben. Joachim Neander, 4 1680. Mel. Es ist das heil 1 37(Vorreformatorisch) uns kommen her. wittenberg 1525. ——— I PP.I.. Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut,/ dem Va⸗ ter Gott, oer al ⸗le Wun⸗der tut,/ dem Gott, der — DAIII—5 —————————— — DD.—.. al ⸗-ler Gü⸗ te,/ dem mein Ge⸗ mü⸗ te/ mit + sei⸗ nem rei⸗ chen Trost er⸗ ——— ————. flillt,/ dem Gott, der al⸗len Jam⸗mer stillt./ Gebt un⸗serm SDP 1³7.ͤ— e— — Gott die Eh⸗ rel 2. Es danken dir die him und die in Lüften, gand und Meer/ in deine die preisen deine Schöpfermacht, /die alles Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat,/ das will er auch erhalten,/ darüber will er früh und spat/ mit seiner Gnade walten./ In seinem ganzen Rönigreich/ ist alles recht, ist alles gleich./ Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief dem herrn in meiner Not:/ Ach Gott, vernimm mein Schreien!/ Da half mein helfer mir vom CTod/ und ließ mir Trost gedeihen./ Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir// ach danket, melsheer,/ o herrscher aller Thronen,/ m Schatten wohnen,/ hat so wohl bedacht./ danket Gott mit mir./ Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der herr ist noch und nimmer nicht/ von seinem volk ge⸗ schieden;/ er bleibet ihre zuversicht// ihr Segen, geil und drieden. Mit Mutterhänden leitet er/ die Seinen stetig hin und her./ Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilfe mangeln muß/ wie sie die Welt er⸗ zeiget,/ so kommt und hilft der Aberfluß,/ der Schöpfer selbst, und neiget/ die Vateraugen denen zu// die sonsten nirgends finden Ruh./ Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang// o Gott/ von nun an ehrenj/ man soll, Gott, deinen ganzes Herz ermuntre sich, mein Gebt unserm Sott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt// gebt unserm Gott die Ehrel/ Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt// gebt unserm Gott die Ehrel/ die falschen Götzen macht zum Spottj/ der Herr ist Gott! der herr ist Gottl/ Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor seinfingesicht,mitJau Geist und geib erfreue dich./ chzen dank zu bringen/ bezahlet die gelobte Pflicht, /und laßt uns fröhlich singen: /Sott hat es alles wohl bedacht/ und alles, alles recht gemacht./ Gebt Joh. Jakob Schütz, 1 1090. unserm Gott die Ehre! Lobgesang/ an allen Orten hören. /Mein ö ssüsü◻ Er * n// t./ 2 n, 4 nem erm ein Trost unket, k ge⸗ den./ „Gebt At er⸗ t/ und Ruh./ hrenʒ/ „Mein dich./ Ehrel/ 2I/ Die err ist ngenʒ/ / Gott Gebt + 1690, x ——————— Lob⸗ und Danklieder 138 Mel. Allein Gott i 0 vVorr⸗ torisch) 960 2—3.—⁰ ott in der 138(vorr ormator sch Leipzig 1539. E 1(Bringt her oͤem her⸗ren Lob unoͤ Ehr/ aus freu⸗di⸗ Ein je ⸗der Got⸗ tes Ruhm vermehr/ und prei=se Re 8e 65 615 Ach, lo⸗bet, lo⸗bet al ⸗le —— Gott,/ der uns be⸗ frei⸗ et aus der Rot// und dan⸗ket — sei⸗ nem Na⸗ men! 2. Lobt Gott und rühmet allezeit/ die großen Wunderwerke,/ die Majestät und Herrlichkeit,/ die Weisheit, Kraft und Staͤrke// die er beweist in aller Welt/ und dadurch alle Ding erhaͤlt;/ oͤrum oͤanket seinem Namen! 3. Lobt Gott, der uns erschaffen hat,/ Leib, Seele, Geist und Leben/ aus lauter väterlicher Gnad/ uns allen hat gegeben,/ der uns durch seine Engel schüht/ und täglich gibet, was uns nüht;/ orum danket seinem Namen! 4. Lobt Gott, der uns schenkt seinen Sohn,/ der für uns ist ge⸗ storben/ und uns des ewgen Lebens Kron durch seinen Tod er⸗ 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geist/ den Glauben ange⸗ zündet/ und alles Gute noch verheißt,/ uns stärket, krästigt, grün⸗ det;/ der uns erleuchtet oͤurch sein Wort,/ regiert und heiligt fort uno fort/ örum danket seinem Namen! 15⁹ AE e Lob⸗ und Dankliedͤer 6. Lobt Gott, der auch das gute Werk,/ so in uns angefangen,, vollflihren wird und geben Stärk,/ das Kleinod zu erlangen,/ das er hat allen dargestellt/ und seinen Gläubgen vorbehält;/ ödrum danket seinem Namen! 7. Lobt Gott, ihr starken Seraphim,/ ihr Fürsten und ihr Thro⸗ nenl/ Es loben Gott mit heller Stimm,/ die hier auf Erden wohnenl/ Lobt Gott und preist ihn früh und spat!/ Za alles, was nur Odem hat,/ das danke seinem Namen! Cyriakus Sünther, 4 1704. 1 39 Ansbach 1665. 24 2*————.— — 24— + 2 L +*——— 25— Lo⸗ be den her⸗ ren, o mei ⸗ ne See⸗lel/ weil ich noch Stun⸗den auf Er ⸗ den zäh⸗le,„ ö Ich will ihn lo⸗ will ich lob⸗sin ben bis zum Todʒ gen mei⸗ nem Gott. Der Leib unoͤ — I I I E ö r. Seel ge⸗ ge⸗ ben hat,/ wer⸗de ge⸗ prie⸗sen früh und I I 2— S— I ö.———— rure— 2.— +— ö—— ·).—. spat./ Hal ⸗le lu⸗ ja, hal⸗ le⸗ lu ⸗jal 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren,/ und sinken nieder in oen Staubz/ ihre Anschläge sind auch verloren,/ wenn nun das Grab nimmt seinen Raub./ Weil dann kein Mensch uns helfen kann,/ rufe man Gott um Hilfe an./ Halleluja, Hallelujal 3. Selig, ja selig ist der zu nennen,/ des Hilfe der Gott Jakobs ist,/ der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen/ und hofft ge⸗ trost auf Jesum Christ./ Wer diesen herrn zum Beistand hat,/ findet am besten Rat und Tat./ Halleluja, Halleluja! 14⁰ 7 ————— Lob⸗ und Danklieder 14⁰ 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden,/ und was darinnen ist, gemacht;/ alles muß treulich erfüllet werden,/ was er uns ein⸗ mal zugedacht./ Er ists, der Herrscher aller Welt,/ welcher uns ewig Glauben hält./ Halleluja, Halleluja! S. Zeigen sich solche, die Unrecht leiden,/ er ists, der ihnen Recht 6. Sehende Augen gibt er oͤen Blinden,/ erhebt, die tiefgebeuget gehn;/ wo er kann einige Fromme finden,/ die läßt er seine Liebe sehn./ Sein Rufsehn ist des Fremden Trutz, Witwen und Waisen nimmt er in Schutz./ Halleluja, Hallelujal 7. Aber der Gottesvergessnen Tritte/ kehrt er mit starker Hand zurück,/ daß sie nur machen verkehrte Schritte/ und fallen selbst in ihren Strick./ der herr ist Rönig ewiglich;/ Zion, dein Gott sorgt stets für bich./ Halleluja, Halleluja! 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen/ des, der so große Wunder tut l/ Alles, was Oͤem hat, rufe Amen/ uno bringe Lob mit frohem Mut./ Ihr Kinder Gottes, lobt und preist/ Vater und Sohn und heilgen Geist./ Halleluja, Halleluja! Joh. Daniel herrnschmidt, 4 1795. 1 4 0 Frankfurt a. M. 1738. O daß ich tau⸗senò Zun⸗gen hät⸗te/ und ei⸗ nen so stimmt ich da⸗ mit um die Wet⸗te/ vom al⸗ler⸗ — tau⸗send ⸗fa⸗chen Munoͤ, tief.sten her⸗ zens⸗gruns ein Lob⸗lieò nach dem an⸗öern 14⁰ Lob⸗ und Danklieder 2. O daß doch meine Stimme schallte/ bis dahin, wo die Sonne stehtl/ O daß mein Blut mit Jauchzen wallte,/ so lang es noch im Laufe geht!/ Ach, wär ein jeder Puls ein Dank/ und jeder Odem ein Gesangl 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte?„Auf, auf, braucht allen euren dleiß/ und stehet munter im Geschäste/ zu Gottes, meines herren, Preis!„mein Leib und Seele, schicke dich/ und lobe Gott herzinniglich. 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern,/ bewegt und regt euch doch mit mirl/ Ihr schwanken Gräslein in den deldern FVihr Blumen, laßt doch eure Zier/ zu Gottes Ruhm belebet sein/ und stimmet lieblich mit mir ein. 5. Ach alles, alles, was ein Leben/ und einen Odem in sich hat,/ soll sich mir zum Gehilfen geben/ denn mein Vermögen ist zu matt,/ die großen Wunder zu erhöhn,/ die allenthalben um mich stehn. 6. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gottꝰ/ Wer schützet mich auf meinen wegenꝰ/ Du, du, o Herr, Gott Zebaoth!/ Du trägst mit meiner Siindenschuld/ unsäglich gnädige Geduld! 7. Auch hab ich es mein Lebetage/ schon so manch liebes Mal gespürt,/ daß du mich unter vieler Pplage/ zwar wunderbar, doch wohl geführt;/ denn in der größesten Gefahr/ ward ich dein Trost⸗ licht stets gewahr. 8. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden/ in deinem steten Lobe stehnꝰ/ Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden /nicht triumphierend einhergehnꝰ/ Und fiele auch der himmel ein,/ so will ich doch nicht traurig sein. 9. Ich will von deiner Güte singen,/ solange sich die zunge regt/ ich will dir Freudenopfer bringen,/ solange sich mein Herz bewegtj/ ja, wenn der Mund wird kraftlos sein,/ so stimm ich doch mit Seuf⸗ zen ein. 10. Ach nimm das arme Lob auf Erden, /mein Gott, in allen Gnaden hinj/ im himmel soll es besser werden,/ wenn ich verklärt und selig binj/ da sing ich dir im höhern Chor/ viel tausend Halle⸗ luja vor! gohann Mentzer, 4 1754. 14² ö ö der Lob⸗ und Danklieoͤer 14¹ Mel. Jesu, meines üim Lebens Leben. 1 41 Christoph Rnton, 1651. dem ö— ............ ö +* ucht 1. Wo-mit soll ich dᷣich wohl lo⸗ben,/ mäch⸗ti⸗ger Herr iin ö Sen⸗de mir da⸗zu von o⸗ben/ dei⸗ nes Gei⸗stes o — x——————UJD.. öEEEE nen, ö Ze⸗ba⸗ oth? ů it ni rei 18 ümet Kraft, mein Gott) denn ich kann mit nichts er rei⸗chen/ dei⸗ ne —— at,/... II 1 zu—.————— mich ö Gnad und Lie⸗bes⸗zei⸗ chen./ Tau⸗send⸗, tau⸗seno⸗mal sei dir// * SD..=——IIR—— –..——— zerr, glich gro⸗ber Rö⸗ nig, dank da⸗für! Mal 2. Herr, entzünde mein Gemüte,/ daß ich deine Wundermacht,/ a deine Gnade, Treu und Oüte/ stets erhebe Tag und Nacht;/ denn doch von deinen Gnaoͤengüssen/ Leib und Seele zeugen müssen./ Tau⸗ rost⸗ send⸗, tausenomal sei oir,/ großer König, Dank dafür! Lobe 5. Denk ich, wie ich dich verlassen/ und gehäufet Schuld auf rend Schuld,/ so möcht ich vor Scham erblassen/ vor der Langmut und Ge⸗ 4 cht ö dulö, /womit du, o Gott, mich Armen/ hast getragen voll Erbarmen./ Qausenoͤ⸗, tausenoͤmal sei öir,/ großer König, Dank daflür! gtʒ/ ö 4. Balò mit Lieben, bal mit Leiden/ kamst oͤu, Herr, mein Gott, gtʒ/ zu mir// nur mein Herze zu bereiten,/ ganz sich zu ergeben dir,/ Seuf⸗ daß mein gänzliches Verlangen/ möcht an deinem Willen hangen./ Tauseno⸗, tausenoͤmal sei dir,/ großer König, Dank dafür! allen ö 5. Wie ein Vater nimmt und gibet,/ wie's den Kindern nützlich klärt ist,/ so hast oͤu mich auch geliebet,/ herr, mein Gott, zu jeoer Frist/ alle⸗ und oͤich meiner angenommen,/ wenns auch gleich aufs höchste 17³⁴. kommen./Tausend⸗, tausenomal sei dir// grober König, Dank dafür. ö 14³ ö ö 14² Lob⸗ und Danklieder 6. Mich hast du auf Adlersflügeln/ oft getragen väterlich,/ in den Tälern, auf den hügeln/ wunderbar errettet michj/ wenn schien alles zu zerrinnen,/ ward doch deiner Hilf ich innen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir// großer Rönig, Dank dafür! 7. Fielen Tausend mir zur Seiten/ und zur Rechten zehnmal mehr,/ ließest du mich doch begleiten/ durch der Engel starkes heer,/ daß den Nöten, die mich oͤrangen,/ ich bin dennoch stets entgangen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir,/ großer Rönig, Dank dafür! 8. Vater, du hast mir erzeiget/ lauter Gnad und Gütigkeit/ und du hast zu mir geneiget,/ Jesu, deine Freundlichkeit;/ und durch dich, o Geist der Gnaden,/ werd ich stets noch eingeladen. CTausend⸗/ tausendmal sei dir,/ großer König, Dank dafür! 9. Tausendmal sei dir gesungen,/ Herr, mein Gott, Preis, Lob und dank,/ daß es mir bisher geungenj/ ach, laß meinen Lebens⸗ gang/ ferner doch durch Jesu Leiten/ nur gehn in die Ewigkeitenj/ da will ich, Herr flir und für/ ewig, ewig danken dir. Ludwig Andreas Gotter, 4 1755. Mel. Är. 156. 1 42 Wunderbarer Rönig. 1. Unumschränkte Liebe,/ gönne blöden Rugen, die sonst kaum auf Erden taugen,/ daß sie in die Strahlen/ deiner Langmut blicken,/ die den Eroͤkreis wärmend schmücken,/ und zugleich/ freudenreich/ Bösen und den Deinen/ mit der Sonne scheinen. 2. Wasser, Luft und Erde,/ ja dein ganz Gebiete/ ist ein Schau⸗ platz deiner Güte;/ deiner Langmut Ehre/ wird durch neue Proben/ immer herrlicher erhoben./ O wie weit,/ o wie breit/ über Berg und hügel/ streckt sie ihre Flügell 3. Was wir davon denken,/ was wir sagen können,/ ist ein Schatten nur zu nennen. Tag und Nacht zu schonen,/ Tag für Tag zu dulden/ so viel Millionen Schulden/ und dazu/ ohne Ruh/ lieben für das Hassen:/ herr, wer kann das fassen? 4. Du vergibest Sünde, /hörst der Sünder Flehen,/ wenn sie weinend vor dir stehenj/ deine Rechte dräuet/ und erbarmt sich wieder,/ legt die Pfeile gerne nieder,/ da man doch,/ wenn öu noch/ sie kuum weggeleget,/ dich zum Zorn erreget. 144 / in hien nö⸗, imal er, J jen./ und hurch ꝛno⸗/ Lob bens⸗ ten ʒ/ 1755³. Rönig. kaum igmut leich/ nen. jchau⸗ oben/ Berg ist ein ür Tag Ruh/ ————— nn sie mt sich enn oͤu — ö Lob⸗ und Danklieoer 14³ 5. Herr, es hat noch keiner,/ dᷣer zu dͤir gegangen,/ statt der Gnade Recht empfangen./ Wer zu deinen düßen/ sich mit Tränen senket,/ dem wird Straf und Schuld geschenket./ Unser Schmerz/ rührt dein herz,/ und oͤu willst der Armen/ gnädig dich erbarmen. 6. König, sei gepriesen,/ daß du so verschonest/ und uns nicht nach Werken lohnest;/ deiner hand sei Ehre,/ die so wohl regieret/ und mit Ruhm das Zepter führet./ Fahre fort,/ Zions Hort,/ Lang⸗ mut auszuüben/ und die Welt zu lieben. Joh. Jakob Rambach, 1755. mel. Nr. 137. 143* 755 onmender⸗ 1. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht,/ die Weisheit doͤeiner Wege,/ oͤie Liebe, die für alle wacht,/ anbetend überlege,/ so weiß ich, von Bewundrung voll,/ nicht, wie ich oͤich erheben soll,/ mein Gott, mein Herr und Vater. 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt,/ ͤie Wunder deiner Werkez/ der Himmel, prächtig ausgeschmückt,/ preist dich, du Gott der Stärke.Wer hat die Sonn an ihm erhöht? /Wer kleidet sie mit Majestät?/ Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winoe seinen Lauf? /Wer heißt die himmel regnen?/ Wer schließt den Schoß der Erde auf,/ mit Vorrat uns zu segnen?/ O Gott der Macht und herrlichkeit!l/ Gott, deine Güte reicht so weit,/ so weit die Wolken reichen. 4. Dich predͤigt Sonnenschein und Sturm,/ oͤich preist der Sand am Meere./ Bringt, ruft auch oer geringste Wurm,/ bringt meinem Schöpfer Ehrel/ Mich, ruft der Baum in seiner Pracht,/ mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht.Bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine hand/ so wunderbar bereitet,/ der Mensch, ein Geist, den sein Verstand/ dich zu erkennen leitet,/ der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis,/ ist sich ein täglicher Beweis/ von deiner Güt und Größe. ö 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist,/ erhebe seinen Namenl/ Gott, unser Vater, sei gepreist,/ und alle Welt sag Amen!/ Und alle Welt fürchtꝰ ihren herrn/ und hoff' auf ihn und dien' ihm gern!/ Wer wollte Gott nicht dienen? Christian dürchtegott Gellert, 4 1769. 1⁰ 14⁵ 144 2ob⸗ und Dantlieder Die Tugend wird N. li durchs Kreuz geübet. 1 44 9—N—— Balle 1795. — 8*—.. Mie groß ist des Allmächtgen Gü⸗tel„ Ist der ein Jder mit ver⸗ här⸗te⸗tem Ge⸗mü⸗te/ den Dank er⸗ iiieii—— Mensch, den sie nicht rührt? stickt, der ihm ge⸗bührt? Nein, sei⸗ne Liene zu er⸗ I — + E———0&——— mes⸗sen,/ sei e⸗wig mei⸗ ne größ⸗ 5.te Pflccht./der Herr hat äP mein noch nie ver⸗ges⸗sen,/ vergiß, mein herz, auch sei⸗ner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet?/ Der Gott, der meiner nicht bedarf./ Wer hat mit Langmut mich geleitet?/ Er, dessen Rat ich oft verwarf./ Wer stärkt den Frieden im Gewissen?/ Wer gibt dem Geiste neue Kraft?/ Wer läßt mich so viel Glück genießen?/ Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben,/ zu welchem du er⸗ schaffen bist,/ wo oͤu, mit Herrlichkeit umgeben,/ Gott ewig sehn wirst, wie er ist./ Du hast ein Recht zu diesen Freuden,/ durch Gottes Güte sind sie dein./ Sieh, darum mußte Christus leiden,/ damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren/ und seine Güte nicht verstehn?/ Er sollte rufen, ich nicht hörenꝛ/ den Weg, dͤen er mir zeigt, nicht gehn?/ Sein Will ist mir ins herz geschrieben/ sein ö Wort bestärkt ihn ewiglich./ Gott soll ich über alles lieben/ und meinen Nächsten gleich als mich. 14⁰ der usen, 17⁰4. Lob⸗ und Danklieder 14⁵ 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille:/ ich soll vollkommen sein wie er./ Solang ich dies Gebot erfülle,/ stell ich sein Biloͤnis in mir her./ Lebt seine Lieb in meiner Seele,/ so treibt sie mich zu jeder Pflicht,/ und ob ich schon aus Schwachheit fehle,/ herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe/ mir immerdar vor Augen sein l/ Sie stärk' in mir die guten Triebe,/ mein ganzes Leben dir zu weihn./ Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen,/ sie leite mich zur Zeit des Glücks,/ und sie besieg' in meinem Herzen/ die Furcht des letzten Rugenblicks. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 1 45 Phil. Emanuel Bach, 1787. 1 e, ee 342 5 IIET.S.—— 1. Gott ist mein Lied!/ Er ist der Gott der Stär⸗ke;/ ö—..—— I groß ist sein Nam,/ und groß sind sei⸗ ne Wer⸗ke,/ .— 1 I äII...... .....——— und al⸗-le him⸗mel sein Ge⸗biet. 2. Er will und sprichts,/ so sind und leben Welten,/ und er ge⸗ beut,/ so fallen durch sein Schelten/ ͤie himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid/ und seine Wahl das Beste;/ er herrscht als Gott,/ und seines Thrones gdeste/ ist Waͤhrheit und Gerechtigkeit. 4. Unenoͤlich reich,/ ein Meer von Seligkeiten,/ ohn Anfang Gott/ und Gott in ewgen Zeiten,/ herr aller Welt, wer ist oͤir gleich? 5. Was ist und war/ im Himmel, Erd und Meere,/ das kennet Gott,/ und seiner Werke Heere/ sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich,/ schafft, daß ich sicher ruhez/ er schafft, was ich/ vor oder nachmals tue,/ und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dͤir nah,/ du sitzest oder gehest;/ ob du ans Meer,/ ob du gen Himmel flöhest,/ so ist er allenthalben da. 10*⁷ 14⁷ .. Lob⸗ und Danklieder 8. Er kennt mein Flehn/ und allen Rat der Seele./ Er weiß, wie oft/ ich Hutes tu und fehle,/ und eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar,/ was er mir geben wollte,/ schrieb auf sein Buch,/ wie lang ich leben sollte,/ da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein,/ das Gott nicht angehöre;/ Herr, immerdar/ soll deines Namens Ehre,/ dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht/ von deinen Wundern fassen?/ Ein jeder Staub,/ den du hast werden lahen, verkündͤigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm/ ist deiner Weisheit Spiegel./ Du, Luft und Meer,/ ihr Auen, Tal und hügel,/ ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land,/ führst uns auf grüne Weiden,/ und Nacht und Tag/ und Korn und Wein und Freuden/ empfangen wir aus deiner Hanoͤ. 14. Kein Sperling fällt,/ Herr, ohne deinen Willen;/ sollt ich mein herz/ nicht mit dem Troste stillen,/ daß deine Hand mein Leben hält? 15. Ist Gott mein Schuß,/ will Gott mein Retter werden,/ so frag ich nichts/ nach himmel und nach Erden/ und biete selbst der Hölle Trutz. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 1 46 Joh. Joachim Guanz, 1760. — 1. Die him⸗mel rüh⸗men des E⸗wi⸗ gen Eh⸗ rez/ ihr SSEEEEEEE Schall pflanzt sei⸗nen Na⸗ men fort;/ ihn rühmt der Eroͤkreis, ihn „ en e e 2.——... IIIs———— prei⸗sen die Mee⸗re, /vernimm, o Mensch, ihr gött⸗lich Wort. 14⁸ 3 SSISS.SSS.. —2 Lob⸗ und Danklieder 14⁷7 2. Wer trägt der himmel unzählbare Sterne?/ Wer führt die Sonn aus ihrem Zelt? /Sie kommt und leuchtet und lacht uns von ferne/ und läuft den Weg gleichwie ein held. 3. Vernimms und siehe oͤie Wunder der Werke,/ so die Natur bir aufgestellt./ Verkündigt Weisheit und Oroͤnung und Stärke/ dir nicht den herrn, den Herrn der Welt? 4. Rannst du der Wesen unzählbare Heere,/ den kleinsten Staub flihllos beschaun?/ Durch wen ist alles? O gib ihm die Ehrel/ „Mir,“ ruft der Herr,„sollst du vertraun!“ S.„Mein ist oͤie Kraft, mein ist gimmel und Erde,/ an meinen Werken kennst oͤu mich./ Ich bins, der ich war und der ich sein werde,/ dein Gott und Vater ewiglich.“ 6.„Ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit uno Güte,/ ein Gott der Oroͤnung und dein Heil. Ich bins, mich liebe von ganzem Gemüte/ und nimm an meiner Gnade teil!“ Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. O daß ich tauseno 1 47 Zungen hätte. Frankfurt a. M. 1738. ————— Geht hin, ihr gläu⸗bi⸗ gen Ge⸗ dan⸗ken,/ ins wei⸗ te er-hebt euch ü⸗ ber al⸗le Schranken/ der al⸗ ten er⸗wägt, daß Gott die Lie⸗be 221 deld oder E⸗wig⸗ keit; und der neu⸗ en Zeit; — 544—F— 1 —.— 1 EEEEE sei,/ die e⸗ wig alt und e⸗wig neu. 2. Der Grund der Welt war nicht geleget,/ der himmel war noch nicht gemacht,/ so hat Gott schon den Trieb geheget,/ der mir das Beste zugedacht;/ da ich noch nicht geschaffen war,/ da reicht er mir schon Gnade dar. ũ— — 22 — I D.‚‚I‚.‚.‚.e. Lob⸗ und Danklieder z. Sein Ratschluß war, ich sollte leben/ durch seinen eingebornen Sohnj/ den wollt er mir zum Mittler geben,/ den macht er mir zum Gnadenthronz/ in dessen Blute sollt ich rein,/ geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte/ vor allem Anbeginn der welt/ und mich zu ihren Kindern zählte,/ für welche sie das Reich bestelltl/ O Vaterhand, o Gnadentrieb,/ der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte/ hinauf zu dieser Quelle steigt,/ von welcher sich ein Strom der Güte/ zu mir durch alle Zeiten neigt// daß jeder Tag ein zeugnis gibt:/ Gott hat mich je und je geliebt! 6. Wer bin ich unter Millionen/ der Kreaturen seiner Macht,/ die in der höh und Tiefe wohnen,/ daß er mich bis hierher gebrachtꝛ/ Ich bin ja nur ein dürres Blatt// ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe/ der herzlichen Barmherzigkeit,/ womit, o Schöpfer aller Dinge,/ mich deine Liebe stets erfreutj/ ich bin, o Vater, selbst nicht mein,/ dein bin ich, Herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner Flügel/ find ich die ungestörte Ruh./ Der feste Grund hat dieses Siegel:/ wer dein ist, herr, den kennest du./ Laß Erd und himmel untergehn,/ dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer geiden/ der Seele Mut und Kraft gebricht,/ so salbest du mein Haupt mit Freuden,/ so tröstet mich dein Angesicht;/ da spür ich deines Geistes Kraft,/ die in der Schwachheit alles schafft. 10. Die hoffnung schauet in die derne/ durch alle Schatten dieser Zeit;/ der Glaube schwingt sich durch die Sterne/ und sieht ins Reich der Ewigkeit;/ da zeigt mir deine milde Hand/ mein Erb⸗ teil und gelobtes Land. 11. Ach könnt ich dich nur besser ehren,/ welch edles Loblied stimmt' ich an!/ Es sollten Erd und himmel hören,/ was du, mein Gott, an mir getan;/ nichts ist so köstlich, nichts so schön,/ als, IN höchster Vater, dich erhöhn. 12. Doch nur Geduld! Es kommt die Stunde,/ da mein durch dich erlöster Geist/ im höhern Chor mit frohem Munde/ dich, schönste Liebe, schöner preist,/ drum eilt mein gerz aus dieser deit/ und sehnt sich nach der Ewigkeit. Zoh. Sottfried herrmann, f 1791. 15⁰ eöer rnen zum sein. der Reich des pieser durch mich die cht?/ e hat. keit// eut;/ dein. störte den tder und östet nder ieser ins Erb⸗ blied nein als, urch dich, eit/ 1791. SE 15²9 rDulel V 11 x J Wittenberg(— I ‚— NE 4 44 1 —— „ in fe ⸗ste Burg ist un⸗ser frei aus al⸗ ler ——— —— Gott,„ ein gu⸗ te Wehr und Waf ⸗fen; Not, die uns jetzt hat be⸗ trof ⸗fen. — 8 —— O55 e e, 6 Der alt bö⸗ se Feind,/ mit Ernst ers jetzt meint;/ EEEE 60* groß Macht und viel List/ sein grau⸗sam Rüstung 9 16 — 2 1 2 SD E 149150 99 Kirche 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan,/ wir sind gar balod ver⸗ loren;/ es streit't für uns der rechte Mann,/ den Gott hat selbst erkoren./ Fragst dᷣͤu, wer der ist:/ er heißt Jesus Christ,/ der herr Zebaoth,/ und ist kein anoͤrer Gott;/ das§eld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär/ und wollt uns gar ver⸗ schlingen,/ so fürchten wir uns nicht so sehr,/ es soll uns doch ge⸗ lingen./ Der Fürst dieser Welt,/ wie saur er sich stellt,/ tut er uns doch nicht;/ das macht, er ist gericht't,/ ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stan/ und kein dank dazu haben j/ er ist bei uns wohl auf dem Plan/ mit seinem Geist und Gaben./ Aehmen sie den Leib,/ Gut, Ehr, Kind und Weib:/ laß fahren bahin/ sie habens kein Gewinn;/ das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther, 4 1546. 1 49 Wittenberg 1543. ö ö ů 1— ————— 1. Er⸗halt uns, Herr, bei dei⸗ nem Wort/ und steur' der ————— Fein⸗de Trug und Mord,/ die Je⸗sem Christum, deinen Sohn,/ —. I —425 ö—.— H 1 —— I wol⸗len stür⸗zen von dei⸗nem Thron. 2. Beweis dein Macht, herr Jesu Christ,/ der du herr aller herren bist;/ beschirm dein arme Christenheit,/ daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. Gott heilger Geist, du Tröster wert,/ gib dei'm Volk ein'rlei Sinn auf Erd;/ steh bei uns in der letzten Not,/ leit uns ins Leben 7 AI. aaus dem Tod. martin Luther, 4 1546. 1 5 0 Erfurt 1524. + 1(un Gott, vom Him⸗mel sieh da⸗rein/ und laß dich Ilwie we⸗ nig sind der Heil⸗gen dein,/ ver⸗las⸗ sen Kirche 15¹ SSE SSS.... des er ⸗ bar ⸗ men: sind wir Ar ⸗men! dein Wort man läßt nicht ha⸗ben E ö ö —— — 9.Z wahr,/ der Glaub ist auch ver⸗lo⸗schen gar/ bei al ⸗len — N ——. 1.—— I— Men⸗schen ⸗kin ⸗dern. 2. Sie lehren eitel falsche List,/ was eigner Witz erfindet;/ ihr herz nicht eines Sinnes ist/ in Gottes Wort gegründet;/ der wählet dies, der andre das,/ sie trennen uns ohn alles Maß/ und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten aller Lehr,/ die faͤlschen Schein uns lehren/ und sich vermessen hoch und sehr:/ Trotz dem, ders uns will wehren!/ Wir haben Recht und Macht allein,/ was wir setzen, gilt allgemein;/ wer ist, oͤer uns sollt meistern?“ 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein,/ die Armen sind ver⸗ störet j/ ihr Seufzen dringt zu mit herein// ich hab ihr Klag erhöret/ mein heilsam Wort soll auf den Plan,/ getrost und frisch sie greifen an/ und sein oͤie Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs F§eu'r siebenmal/ bewährt, wird lauter fundenj/ an Gottes Wort man warten soll/ desgleichen alle Stun⸗ den. /Es will durchs Kreuz bewähret sein;/ da wird sein Kraft erkannt und Schein/ und leucht't stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein/ vor diesem arg'n Ge⸗ schlechte,/ und iaß uns dir befohlen sein,/ daß sichs in uns nicht flechte./ Der gottlos Hauf sich umher finot,/ wo diese losen Leute sind/ in oeinem Volk erhaben. martin Luther, 4 1546. Erhalt uns, herr, mel. Nr. 149. 151 bei deinem Wort. 1. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ,/ weil es nun Abend worden st;/ dein göttlich Wort, das helle Licht,/ laß ja bei uns auslöschen nicht. ——.—: 1s5 Kirche . In dieser schwerbetrübten Zeit/ verleih uns, herr, Beständig⸗ keit// daß wir dein Wort und Sakrament/ behalten rein bis an das End. 3. Gib Glück und Heil zu deinem Wort,/ damit es schall an allem Ort j/ gib deiner Kirche Gnad und Huld, /dried, Einigkeit, Mut und Geduld. 4. Den stolzen Geistern wehre doch,/ die mit Gewalt sich heben hoch/ und bringen stets was Neues her,/ zu fälschen deine rechte Lehr. 5. Die Sach und Ehr, herr Jesu Christ,/ nicht unser, sondern dein ja ist;/ darum, so steh du denen bei,/ die sich auf dich ver⸗ lassen frei. 6. Dein Wort ist unsers herzens Trutz/ und deiner Kirche wahrer Schutz;/ dabei erhalt uns, lieber Herr,/ daß wir nichts andͤres suchen mehr. 7. Hilf leben uns in deinem Wort/ und darauf mutig fahren fort/ von hinnen aus dem Jammertal/ zu dir in deinen himmelssaal. 1611. v. 3 bis 7 von Nikolaus Selnecker, 1 1592. Mel. Christus, der 1 ist mein Leben. Melchior Vulpius, 1609. 75⁷ 2.— VIIDL 1 + 1.. K0 bleib mit dei⸗ ner 35— bei uns, Herr Je⸗su 4—— 1 N eer, Christ,/ daß uns hinfort nicht scha⸗de/ des bö⸗sen Fein⸗des List. 2. Ach bleib mit deinem Worte/ bei uns, Erlöser wert,/ auf daß uns hier und dorte/ sei Güt und Heil beschert. . Ach bleib mit deinem Glanze/ bei uns, dᷣu wertes Licht;/ dein Wahrheit uns umschanze,/ damit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen/ bei uns, du reicher Herr;/ dein Gnad und all Vermögen/ in uns reichlich vermehr. 5. Ach bleib mit deinem Schutze/ bei uns, du starker Helö,/ daß uns der deind nicht trutze,/ noch fäll die böse Welt. 6. Nch bleib mit deiner Treue/ bei uns, mein Herr und Gott,/ Beständigkeit verleihe,/ hilf uns aus aller Not! Josua Stegmann, 1 1652. 15⁴ Kirche 15³3· 15⁴4 Mel. Kommt her zu mir spricht Gottes Sohn. 153 2 — —— 1.5—.— 1. Ver⸗za⸗ ge nicht, du Häuf⸗lein klein,/ ob⸗schon die — — 2W060 — — —8 ö— 2 runi arr Lans Hinrwi 2 2 Fein⸗de wil⸗lens sein,/ dich gänz⸗lich zu zer⸗stö⸗ ren,/ — 12——— *== 2 ö. é 9 und su⸗chen dei⸗ nen Un⸗ ter⸗gang,/ da⸗von dir wird ganz ........... nen a. 0 I IIIII— —— — angst und bang;/ es wird nicht lang mehr wäh⸗ren. 2. Des tröst' dich nur, daß deine Sach/ ist Sottes, dem befiehl die Rach// und laß es ihn nur walten;/ er wird durch einen Gideon,/ den er wohl weiß, dir helfen schon,/ dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort,/ muß Teufel, Welt und höllenpfort/ und was dem tut anhangen,/ enoͤlich werden zu hohn und Spott./ Gott ist mit uns und wir mit Gott/ den Sieg woll'n wir erlangen. michael Rltenburg, 4 1640. Schmerzen(oer uin Eu. 1%., 154 1. Zion, gib dich nur zufrieden,/ Gott ist noch bei dir darin;/ du bist nicht von ihm geschieden,/ er hat einen Vatersinn./ Wenn er straft, so liebt er auch,/ dies ist sein geliebter Brauch./ Zion lerne dies bedenken;/ warum willst du dich so kränken? 2. Treiben dich die Meereswellen/ in der wilden, tiefen See;/ wollen sie dich gar zerschellen,/ mußt du rufen Nch und Wehjʒ/ schweigt dein Heiland still dazu,/ gleich als schlafend in der Ruh:/ Zion, laß dich nicht bewegen;/ diese ͤlut wird bald sich legen. 5. Berg und Felsen mögen weichen,/ ob sie noch so feste stehn/ ja die ganze Welt desgleichen/ möchte gar auch untergehn /dennoch BRRSRSRSRSRSRSSSS Srte 15⁵ Kirche hat es keine Not/ in dem Leben und im Tod:/ Zion, du kannst doch nicht wanken/ aus des ewgen Bundes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Tränen/ deine schönsten Perlen sein ʒ/ stellt sich Seufzen nur und Stöhnen/ dir statt schöner Lieder ein/ ist der Spott dein täglich Brot/ und dein Trank die bittre Not:/ Zion, laß dir doch nicht grauen;/ du kannst deinem Gott vertrauen. 5. droht man dir mit Schmach und Banden,/ mit viel Qual und herzeleid,/ dennoch wirst du nicht zuschanden,/ denk nur an die Ewigkeit;/ sei getrost unòd wohlgemut,/ denn der Herr ists, der es tut j/ Zion, Gott wird dich schon stärken//dieses mußt du eben merken. 6. Freue dich, es kommt das Ende/ und der Abend schon herbei j/ gib dich nur in Gottes hände,/ der macht dich von allem frei./ Für die Trübsal, Spott und Hohn/ gibt er dir die Freudenkron/ Zion, Gott, dein Schuth, wird wachen/ und die Welt zuschanden machen. 7. Hallelujal deine Wonne/ bricht anjetzt mit Macht herfür;/ denn die schöne Gnadensonne,/ Jesus Christus, naht zu dir,/ gibt dir einen dreudengruß/ und den rechten Friedenskuß/ Zion, wo ist nun dein Klagen?„Jetzt kannst du von Freuden sagen. 8. Freuet euch, ihr himmelserben,/ freuet euch mit Zion hierl/ die vor Jammer wollten sterben,/ sollen leben für und für./ Dort ist nicht mehr Angst und Qual/ in dem schönen Himmelssaal./ Zion, wer will dich nun scheiden/ von dem Lamm und ewgen Freuden? Zoachim Pauli, 4 1708. Mel. Valet will ich oͤir geben. 1 55 Melchior Teschner, 1615. E 1. Er⸗ halt uns dei⸗ne Leh⸗re,/ Herr, in der letz⸗ ten Zeit; üer⸗halt dein Reich und mehre/ dein ed⸗le Christen⸗heit; E— A 0h 00 ID— C EÆ— ———— ———.— 1— er ⸗halt stano⸗haf⸗ten Glau⸗ ben,/ der Hoff⸗nung hel⸗len D— 1 I —FI.———— II EERESEE Strahl/ laß uns dein Wort nicht rauben/ in die⸗sem Jam⸗mer⸗ta 15⁶ HAuR Ii. Kirche 15⁶ 2. Erhalt dein Ehr und wehre/ dem, was oͤir widerspricht;/ er⸗ leuchte und bekehre,/ allwissend ewges Licht,/ was dich noch nicht erkennet./ Entoͤecke doch oder Welt,/ der ou dein Licht gegönnet,/ was einzig dir gefällt. 3. Erhalt, was du gebauet/ und oͤurch dein Blut erkauft,/ was du dir hast vertrauet/ und mit dem Geist getauft./ Ob grimme Feinde stürmen/ zu deiner Kirche Fall,/ so wollest oͤu sie schirmen/ als Hort und Felsenwall. 4. Erhalt uns, Herr, dein Erbe,/ dein wertes heiligtum,/ zer⸗ brich, zernicht, verderbe,/ was wider deinen Ruhm/ laß dein Gesetz uns führen,/ gönn uns dein himmelsbrot;/ laß deinen Schmuck uns zieren,/ heil uns durch deinen Tod. 5. Erhalt und laß uns hören/ dein Wort, das selig macht,/ den Spiegel deiner Ehren,/ das Licht in finstrer Nacht;/ laß diesen Born uns tränken/ im dürren Tal der Welt;/ laß diese Stimm uns lenken/ hinauf zum ewgen Zelt. 6. Erhalt in Sturm und Wellen/ der Kirche heilig Schiff/ und laß es nicht zerschellen/ an Sand und Felsenriff;/ gib, Herr, daß wir entrinnen/ der wilden Flut der Zeit,/ laß uns den Port ge⸗ winnen/ oͤer selgen Ewigkeit. Nach Zosua Stegmann, 14 1632, v. Anoͤreas Gryphius, 4 1664. 1 5 6 Bernhard Klein, 1823. —— ö mn. 1. Lö⸗wen, laßt euch wie⸗der⸗ fin⸗den wie im er=sten —.——.. Chri⸗sten⸗tum,/ die nichts konn⸗te ü⸗ber⸗win⸗denj/ seht nur 12—— 5. an ihr Mär⸗ tyr⸗ tum:/ wie in Lieb sie glüh⸗ ten,/ wie sie . SSee— deu⸗er sprüh⸗ten,/ daß sich vor der Ster⸗bens⸗lust/ selbst die Höl⸗le fürch⸗ten mußt'. 2. In Gefahren unerschrocken/ und von schnöden Lüsten rein,⸗ die zum Eitlen konnten locken,/ war damals des Herrn Gemein./ Ihr Sinn oͤrang zum himmel;/ fern aus dem Getümmel/ war erhoben Herz und Geist,/ suchte nicht, was zeitlich heißt. 3. Ganz großmütig sie verlachten,/ was die Welt für Vorteil hält;/ nach dem Reiche Gottes trachten,/ darauf war ihr Sinn gestellt./ Im Unglück glückselig/ waren sie und fröhlich,/ fern don Menschensklaverei /und von ihren Banden frei. 4. O daß ich, wie diese waren,/ mich befändꝰ auch in dem Standl/ Laß mich doch im Grund erfahren/ deine starke helfershand,/ mein Gott, recht lebendig!/ Gib, daß ich beständig/ bis zum Tod durch deine Kraft/ übe gute Ritterschaft. 5. Gib, daß ich mit Geisteswaffen/ kämpf in meines Jesu Stärk/ und ja niemals mög erschlaffen;/ daß mir dieses große Werk/ durch dich mög gelingen/ und ich tapfer ringenj/ daß ich in die Luft nicht streich,/ sondern bald das Ziel erreich. 6. Es dürft' wieder dazu kommen,/ daß der deinde tolle Wut/ zu der Schlachtbank deine Frommen/ führte und vergöß ihr Blut./ Nach gemeiner Sage/ große Trübsalstage werden kommen uns zu Haus/ und noch ein sehr harter Strauß. 7. Ei wohlan, nur fein stanoͤhaftig!/ O ihr Brüder, tapfer draufl/ Lasset uns doch recht herzhaftig/ folgen jener Zeugen Lauf./ Steht als Jesu Glieder,/ wenn der deind sich wider/ euren Christen⸗ glauben setzt/ und das Schlachtschwert auf uns wetzt. 8. Gebt euch in das Leiden wackerl/ Mit dem Blut der Mär⸗ tyrer/ wird getränkt der RKirchenacker// und so treibt er um so mehr/ alle Pflanzen sprossen,/ so damit begossenj/ o wie trägt er reichlich Frucht,/ von der Crübsal heimgesucht! 9. Romm, befrucht, o goloͤner Regen,/ uns, dein Erb, die dürre Erd,/ daß wir dir getreu sein mögen/ und nicht achten deur und Schwert,/ als in Liebe trunken/ und in dir versunken./ Mach die (Kirch an Glauben reich,/ daß das End dem Anfang gleich! 1719. rein,/ nein./ war vorteil Sinn nvon andl/ mein durch Mär⸗ nehrʒ/ eichlich e dürre ur und ach die 1719. Kirche 157 1 5 7 J. N. Haue 1704. SEEEE 1. Fah⸗re fort, fah⸗re fort,/ Zi⸗ on, fah re fort im Lichtl/ . b. Ma⸗che dei⸗ nen Leuch⸗ter hel⸗le,„ laß die er⸗ ste Lie⸗be nicht,/ su⸗ che stets die Le⸗bens⸗quel⸗le./ Zi⸗ on, ö ö EEET +— é ö— E...—— oͤrin⸗ge durch die en⸗ ge pfort! Fahre fort, fah⸗re fort! 2. Leide dich, leide dich,/ Zion, leibe ohne Scheu/ Trübsal, Angst mit Spott und Hohne!/ Sei bis in den Tod getreu,/ siehe auf die Lebenskrone./ Zion, fühlest du der Schlange Stich?/ Leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht,/ Zion, folge nicht der Welt,/ wenn sie oͤich sucht groß zu machen!/ Achte nichts ihr Gut und Geld,/ nichts ihr Dräuen, nichts ihr Lachen./ Zion, wenn sie dͤir viel Lust verspricht,/ folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht,/ zion, prüfe recht den Geist,/ der dir euft zu beiden Seiten;/ tue nicht, was er dich heißt,/ laß nur deinen Stern dich leiten!/ Zion, beides, was da gut und schlecht,/ prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, oͤringe ein,/ Zion, oͤringe ein in Gott!/ Stärke dich mit Geist und Leben,/ sei nicht wie die andern tot,/ sei du gleich den grünen Reben./ Zion, in dͤie Kraft, statt in den Schein,/ oͤringe ein, oͤringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür,/ Zion, brich herfür in Kraftl/ Weil die Bruderliebe brennet,/ zeige, was der in dir schafft,/ oͤer νινιππιπεπνπννν Kirche als seine Brant dich kennet./ Zion, durch die dir gegebne Tür/ brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus,/ Zion halte deine Treu,/ laß nicht lau und träg dich finden. /Ruf, das Kleinod rückt herbeil/ Auf, ver⸗ lasse, was dahinten!/ Zion, in dem letzten Kampf und Strauß/ halte aus, halte aus! Joh. Eusebius Schmiot, 4 1745. Mel. O Durchbrecher aller Bande. 1 5 8 Herrnhaag 1740. 7 örre n. merrnnn f. nnn uwen eü, E dr. ⸗i. + 1 herz und Herz ver⸗eint zu⸗sam⸗men,/ sucht in Got⸗tes las⸗ set eu⸗ re Lie⸗bes⸗flam⸗men/ lo⸗odern auf oͤen her⸗ zen Ruh; hei⸗land zul Ze, w,e,.. H er das—— und wir der—— er der Mei⸗ster, wir die 9 Er das Haupt, wir sei ⸗ ne Glie⸗der,/ — Ziñ——..—. Brü⸗der,/ er ist un⸗ser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder,/ und erneuert euern Bundl/ Schwöret unserm Uberwindeͤr/ Lieb und Treu von herzens. grund!/ Und wenn eurer Liebeskette/ Festigkeit und Stärke fehlt,/ o so flehet um die Wette,/ bis sie Jesus wieder stählt! 3. Legt es unter euch, ihr Glieder,/ auf so treues Lieben an,/ daß ein jeder für die Brüder/ auch das Leben lassen kann./ So hat uns der Herr geliebet,/ so vergoß er dort sein Blut;/ denkt doch, wie es ihn betrübet,/ wenn ihr euch selbst Eintrag tut. 4. Halleluja! Welche höhen,/ welche Tiefen reicher Gnad,/ daß wir dem ins Auge sehen,/ der uns so geliebet hat;/ daß der Vater 160 Kirche 15 aller Geister,/ der der Wunder Abgrund ist,/ daß ͤu, unsichtbarer Meister,/ uns so fühlbar nahe bist. 5. O dͤu treuster Freunoͤ, vereine/ deine dir geweihte Schar,/ daß sie es so herzlich meine,/ wie's dein letzter Wille war,/ und daß, wie du eins mit ihnen,/ also sie auch eines sei'n,/ sich in wahrer Liebe dienen/ und einander gern erfreun. 6. Liebe, hast du es geboten,/ daß man Liebe üben soll,/ o so mache doch die toten,/ trägen Geister lebensvoll! HFünde an die Liebesflamme// daß ein jeder sehen kann:/ wir, als oie von einem Stamme,/ stehen auch für einen Mann. 7. Laß uns so vereinigt werden,/ wie ou mit dem Vater bist,/ bis schon hier auf dieser Erden/ kein getrenntes Glied mehr ist,/ und allein von deinem Brennen/ nehme unser Licht den Schein./ Also wird oͤie Welt erkennen,/ daß wir deine Jünger sei'n. Nikolaus Luowig Graf von Zinzendorf, 4 1760. 1 59 Frieor. August Ihme, 1866 * + 4 + 1 E. ———.f—— PIIPIIIIIT—— Wenn Chri⸗stus sei ⸗ne Kir⸗che schützt,/ so mag die er, der zur Rech⸗ten Got⸗tes sitht,/ hat Macht, ihr — 1. 6 EE Höl⸗le wü⸗ ten zu ge⸗ bie ⸗ten. Er ist mit hil⸗fe nah;/ wenn er ge⸗ d— 4.— e 2 S.— ... I..T—.— beut, stehts da./ Er schüt⸗ zet sei⸗ nen Ruhm/ und hält sein P ———— ———— 12— 2— ½ — 2—1. — hei⸗lig⸗tum/ mag doch die Höl⸗le wü⸗ 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron/ sich wider ihn em⸗ pören,/ denn den Gesalbten, seinen Sohn,/ den wollen sie nicht 1 10¹ Kirche ehren./ Sie schämen sich des Worts/ des heilands, unsers Hortsʒ/ sein KRreuz ist selbst ihr Spott;/ doch ihrer lachet Gott,/ sie mögen sich empören. 3. Der F§revler mag die Wahrheit schmähn,/ uns kann er sie nicht rauben./ Der Unchrist mag ihr widerstehn,/ wir halten fest am Glauben./ Gelobt sei gesus Christ!/ Wer hier sein Jjünger ist,/ sein Wort von Herzen hält,/ dem kann die ganze Welt/ die Selig⸗ keit nicht rauben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut,/ laßt euch kein Drohn erschrecken!/ Der Gott, der von dem himmel schaut,/ wird uns gewiß bedecken./ der herr Herr zebaoth/ hält über sein Gebot,/ gibt uns Geduld in Not/ und Kraft und Mut im Tod;/ was will uns denn erschrecken? Christian dürchtegott Gellert, 1 17⁰9. Mein ZJesu, dem Mel. Nr. 1. 160 die Seraphinen. 1. Dein Wort, o Herr, bringt uns zusammen,/ daß wir in der Gemeinschaft stehnj/ es läßt an uns die heilgen Flammen des Glaubens und der Liebe sehn./ Wir werden durch das Wort der Gnaden/ auch zur Gemeinschaft jener Schar,/ die bei dem Herrn ist immerdar,/ gelockt und kräftig eingeladen. 2. Aur Menschen, die von Gott geboren,/ die unter einem Haupte stehn// die hat der herr sich auserkoren,/ die läßt er Wunder⸗ liebe sehn 5/ Gemeinschaft mit dem Vater haben/ und mit dem Sohn im heilgen Geist,/ das ist, was ihre Seelen speist:/ nur das kann sie vollkommen laben. ö 3. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen// ist Christus und sein teures Blut;/ das einge Ziel, darauf wir sehen,/ ist Christus, unser höchstes Gut;/ sein Wort die Regel, die wir kennen,/ sein Geist das Band/ das uns verbinoͤt;/ die Seelen all, die er gewinnt/ sind, was wir heilge Kirche nennen. 4. Was ist das flir ein himmlisch Leben,/ mit Vater, Sohn und heilgem Geist/ in seliger Gemeinschaft schweben,/ genießen das, was Gott verheißt!/ Wie flammen da die selgen Triebel/ Gott schüttet in sein geistlich haus/ die ganze Gnadenfülle aus:/ hier wohnet Gott, die ewge Liebe. ö 10² einem Hunder⸗ nit dem st:/ nur tus und hristus, n,/ sein winnt,/ oᷣhn und zen das, 1/ Gott 8 hier Kirche 161¹ 5. Der Vater liebt und trägt die Kinder/ und schenkt den Geist/ der Abba schreit;/ des Sohnes Treue schmückt die Sünder/ mit ewiger Gerechtigkeit;/ der heilge Geist tritt mit dem Gle/ des Frieoens und der Freude zu;/ die herzen schmecken Gottes Ruh,// die Kraft durchoͤringet Leib uno Seele. 6. Die Kinder, so ein Brot gegessen,/ die stehen auch für einen Mann;/ macht sich der Feind an eins vermessen,/ sobalo greift er sie alle an./ Sie fallen betenoͤ Gott zu Füßen/ und siegen in des Herren Kraft;/ sie wollen von der Brüderschaft/ auch das geringste Glied nicht missen. 7. Sie wallen mit verbundnen herzen/ oͤurchs Tränental ins Vaterlanod,/ versüßen sich die bittern Schmerzen;/ einz reicht oem anoern seine hand;/ sie wollen sich mit Freuden dienen,/ mit Herz und Auge, hand und Fuß/ bis zu dem völligen Genuß/ oͤes großen Guts:„Och, ich in ihnen“. Joh. KRonrad Ludwig Allendorf, 4 1775. (Mel. Nr. 148.) 16¹ 1. Herr, deine Kirche danket dir;/ noch wohnt dein Wort im Lande;/ von deiner Gnade haben wir/ noch deinen Geist zum Pfande./ Rommt sie in Gefahr/ oͤurch der deinde Schar,/ dann/ o Jesu Christ// besiege Macht unod List/ und herrsch in jedem Lande. 2. Sei, Herr, mit uns! Verlaß uns nie, uns, oͤeines Leibes Glieder;/ hilf oͤeiner Kirch und schütze sie,/ denn wir sind deine Brüder./ Sie, die dir vertraut,/ hast oͤu selbst erbaut;/ ach, erhalt sie rein,/ und die den Bunoͤ entweihn,/ die heilige oͤir wieder. 5. Eins, Herr, ists, was den Frommen kränkt,/ daß unter deinen Christen/ noch mancher oͤeiner nicht gedenkt,/ beherrscht von seinen Lüsten./ Vieler Glaub ist schwach,/ kalt die Lieb und ach,/ sie be⸗ denken nicht,/ es wartet ein Gericht/ auf träge, sichre Christen. 4. Und du, o Jesu, bist so treul/ Ach, daß wir frömmer wärenl/ Mach alle Herzen rein unoͤ neu,/ laß alle sich bekehren./ Gib uns Wissenschaft// Glaube, Lieb und Kraft,/ gib Entschluß und Mut,/ zu wagen Ehr und Blut/ zum preise deiner Lehren. S. Entferne zwietracht, Krieg und Moro,/ erhalt uns Ruh und drieden./ Laß uns, gestärket durch dein Wort,/ im Guten nie er⸗ 11 16⁵ Kirche 162 müden./ Mache leicht, was drückt,/ gib uns, was beglückt.„Nach der prüifungszeit ruf uns zur Seligkeit,/ zu deines himmels Freuden. o. Herr, deine Kirche streitet noch:/ hilf deiner Rirche siegen!/ Wie schwer ihr Kampf ist, müsse doch/ kein Kämpfer unterliegen./ ihr beizustehn⸗⸗ daß sie standhaft sei.,/ 1 hör ihr kindlich Flehn,/ eil, /hilf deiner Kirche siegen! 1 1788. stets deiner Wahrheit treu, Nach Borchward, 4 1776, und Zoh. Andreas Cramer, Mel. Es ist hbas Heil 1 62(vorreformatoristg. so uns kommen her. Wittenberg 15²2³. du ..—— ———.— ——— Die Fein⸗de dei⸗nes Kreuzes orohn// dein Reich, Herr, ih ⸗-rem 0 aber, Mittler, Got⸗tes Sohn// kannst i SS EE ste⸗ het e⸗ wig⸗ zu zer ⸗ stö ⸗ren; du der Trot⸗ze weh⸗ ren./ Dein 33 mög ; ————.———————— behũ —..—.—.— 2. — un lich/ der⸗ geb⸗lich wird sich wi⸗der dich/ die Macht der in Sch 3 als höl ⸗le rE sten. 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt/⸗ kein Werk von Menschen⸗ m konnt auch keine Macht der Welt,/ Herr, deinen zus Fortgang hindern./ dein Erbe hleibt dir immerdar/ un wi— e Schar/ Zu deinem Ruhm sich mehren. gel deine Herrschaft noch/ auf Erden weit verbreiten/ m sanften Zoch/ zum heil die völker leiten.⸗ vom Ki Aufgang bis zum Riedergang/ bring alle Welt dir Preis un or Dant/ und glaub' an deinen Aamen! 16⁴ ischen⸗ deinen wiroͤ ren. 'eiten/ Vom is und Kirche 163 4. Auch deine Feinde, die dich schmähn,/ ie frevelnd sich em⸗ pören,/ laß oͤeiner Gnaoͤe Wunder sehn,/ daß sie sich noch be⸗ kehren./ Lehr sie mit uns gen Himmel schaun/ und unerschüttert im Vertraun/ auf deine Zukunft warten. 5. Uns, deine Gläubgen, wollest dᷣu/ fest in der Wahrheit grün⸗ den,/ daß wir für unsre Seelen Ruh/ in oeiner Gnade finden./ Mach unsers Glaubens uns gewiß;/ vor Irrtum und vor Finsternis/ bewahr uns bis ans Ende. 6. Dein Geist führ uns auf ebner Bahn/ und heilge unsern Willen,/ so wird dein Volk dir untertan,/ gern dein Geset erfüllen,/ bis du erscheinest zum Gericht/ uno dann vor deinem Angesicht/ die Menschenkinder sammelst. 7. Voll Zuversicht erwarten dich, Herr, alle oeine Frommen/ und freun des großen Tages sich,/ da du wirst wiederkommen./ Dann werden wir, o Menschensohn,/ den uns verheißnen Gnaden⸗ lohn,/ dein Himmelreich, ererben. Balthasar Münter, + 1793. Mel. Nr. 155. 1 63 valet will ich dir geben. 1. Bis hierher und nicht weiter! Voch lebt der starke helo,/ der sich, ein rechter Streiter,/ für seine Kirche stellt./ Ihr Feinde möget wüten,/ euch schon des Sieges freun;/ uns wiro der Herr behüten,/ euch auseinanderstreun. 2. Wir stehn auf festem Orunde,/ wir haben Jesum Christ,/ der unserm Glaubensbunde/ ein dels und Eckstein ist./ Wir wandeln in dem Glanze,/ der von dem Herrn ausgeht,/ und er ist unsre Schanze,/ wenn unser Feind aufsteht. 3. Wer will von ihm uns scheiden,/ der bluteno uns erwarb,/ als er nach schwerem Leiden/ den Tod am Kreuze starb?/Wir bleiben an ihm hangen/ in Not und Traurigkeit,/gebunden und gefangen,/ mit Christenfreudigkeit. 4. Ungläubge, ihr mögt spotten,/ erfinden bösen Rat/ und euch zusammenrotten/ zu jeder dreveltat:/ er, Christus, ganz alleine/ beschützt, die ihm vertraut,/ die heilige Gemeine,/ auf ihn, den Fels, gebaut. 5. And wenn auch Berge weichen/ und hügel sinken ein,/ die Rirche ohnegleichen/ wiroͤ wohl bewahret sein./ Er wohnet bei ihr orinnen/ und hütet früh und spät;/ hell glänzen ihre Zinnen,/ barauf sein Zeichen steht. Christ. August Bähr/ 4 1846. 16⁵ Mel. Wachet auf, ruft uns die Ctneme. 1 64 Frankfurt a. M. 1599. 2 2 .SSS I II + Got⸗ tes Staot steht fest ge⸗grün⸗det/ auf heil⸗gen Ber⸗gen; Den⸗noch steht sie und wird ste⸗ hen,/ man wird an ihe mit ——— ‚..— II SIIIIIITITIII—..— E es ver⸗bün⸗det/ sich wi⸗der sie die gan⸗ze Welt. Stau⸗nen se⸗ hen,/ wer hier die hut und Wa⸗che hält. * EE . 2— ö 4— 4— ö II é Der hü⸗ter Is ⸗ ra⸗ els/ ist ih⸗ res hei⸗les Fels./ +— e F— 2 —— + 2 ö das in ihr hat das Bür⸗ger-recht. 2. Zions Tore liebt vor allen/ der herr mit gnädögem Wohl- gefallen,/ macht ihre Riegel stark und fest,/ segnet, die darinnen wohnen,/ weiß überschwenglich dem zu lohnen,/ der ihn nur tun und walten läßt./ Wie groß ist seine hulö,/ wie trägt er mit Ge⸗ duld/ all die Seinen!/ O Gottes Staoͤt,/ oͤu reiche Staoͤt,/ die solchen Herrn und König hat. ö 3. Große, heilge dinge werden/ in dir gepredigt, wie auf Eröen/ ö sonst unter keinem Volk man hört./ Gottes Wort ist deine Wahr⸗ ö heit,/ du hast den Geist und hast die Klarheit,/ die alle Finsternis ö zerstört./ da hört man fort und fort/ das teuerwerte Wort/ ewger Gnade./ Wie lieblich tönt,/ was hier versöhnt/ und dort mit ewgem Leben krönt. 16⁰ ——— Wohl- rinnen iur tun nit Ge⸗ t// die Erden/ Wahr⸗ nsternis /ewger tewgem Kirchweihe 16⁵ 4. Auch die nichts davon vernommen,/ die fernsten völker wer⸗ den kommen/ und in die Tore Zions gehn./ Denen, die m Finstern saßen,/ wird auch der herr noch preoͤgen lassen,/ was einst für alle Welt geschehn./„Wo ist der Gottessohn?/ Wo ist sein Gnaden⸗ thron?“/ wird man fragen./ Dann kommt die Zeit,/ wo weit und breit/ erscheint der Herr der Herrlichkeit. 5. Darum stellet ein die Klagen!/ Man wird noch einst zu Zion sagen:/ Wie mehrt sich deiner Bürger Zahll/ Voll Erstaunens wird man schauen,/ wie Gott sein Zion mächtig bauen/ und herrlich weitern wird einmal./ Erhebet herz und Sinn!/ Es ist die Nacht schier hin/ für die heiden/ es kommt ihr Tag,/ sie werden wach,/ und Israel folgt ihnen nach. 6. Gottes Staoͤt, oͤu wirst auf Eroͤen/ oͤie Mutter aller Völker werden,/ die ewges Leben fanden hier.Welch ein Jubel, wie im Reigen,/ wird einst von dir zum Himmel steigen!/ Die Lebens⸗ brunnen sind in dir./ In dir das Wasser quillt,/ das alles dürsten stillt./ Halleluja!/ Von Sünd und Tod,/ von aller Not/ erlöst nur Einer, Zions Gott. Philipp Spitta, 4 1859. Kirchweihe Mel. Nr. 172. 165 Wlgß ich nicht. 1. Ach, wie heilig ist der Ortl/ Ach, wie selig ist die Stättel/ hier, hier ist des Himmels Pfort; /hier erhöret Gott Gebete;/ hier erschalll sein teures Wort;/ o wie heilig ist der Ort! 2. Heil war in des Zöllners Haus,/ weil er Christum aufgenom⸗ men,/ und hier rufet Jesus aus:/ Selig sind, die zu mir kommenl/ deren Herzen nimmt er ein,/ daß sie seine Tempel sein. 5. O welch heil ist bis hierher/ diesem Hause widerfahren!/ Wenn ö der herr nicht bei uns wär,/ der sich uns will offenbaren,/ woher hätten wir den Geist,/ der den Weg zum Himmel weist? 4. O wie lieblich, o wie schön/ sind des herren Gottesdienstel/ Laß uns froh zu ihnen gehn;/ hier erlangt man zum Gewinste/ einen Schatz, der ewig währt,/ den kein Rost noch Raub verzehrt. 5. Bleibe bei uns, liebster Gast;/ speis uns gnädig mit oͤem Worte,/ das oͤu uns gegeben hast,/ Jesu, stets an diesem Orte/ Laß die Rirche feste stehn,/ bis die Welt wird untergehn! ö Bensamin Schmolck, + 1737. 16⁷ Rurchweihe Mission Mel. Nr. 269. 1 66 Ver Kiorgenstern: 1. Gott Vater, aller Dinge Grund,/ gib deinen Vaternamen kund/ an diesem heilgen Orte./ Wie lieblich ist die Stätte hierl/ Die herzen wallen auf zu dir;/ hier ist des himmels Pforte./ Wohne,/ throne/ hier bei Sünoͤern/ als bei Kindern,/ voller Klarheit,/ heilge uns in deiner Wahrheit! 2. Sohn Gottes, Herr der Herrlichkeit,/ dies Gotteshaus ist dir geweiht,/ o laß dirs wohlgefallenl/ Hier schalle dein lebendig Wort,/ dein Segen walte fort und fort/ in diesen Friedenshallen./ Einheit,/ Reinheit/ gib den herzen;/ Angst unò Schmerzen/ tilg in Gnaden,/ heil uns ganz vom Sündenschaden. 3. Gott, heilger Geist, du wertes Licht,/ wend her dein göttlich Angesicht,/ daß wir erleuchtet werden./ Geuß über uns und dieses Haus/ oͤich mit allmächtgen Flammen aus;/ mach himmlisch uns auf Erden./ Lehrer,/ hörer,/ Kinder, Väterl/ drüher, später/ gehts zum Sterbenz/ hilf uns, Jesu Reich ererben. 4. Dreieinger Gott, Lob, Dank und Preis/ sei dir von allen gleicher⸗ weis/ für dies dein haus gesungen!/ du hasts geschenkt und auf⸗ erbaut,/ oͤir ists geheiligt und vertraut/ mit herzen, Händen, zungen./ Ach, hier/ sind wir/ noch in hütten;/ Herr, wir bitten:/ stell uns oͤroben/ in den Tempel, dich zu loben. Albert Knapp, 4 1854. Ausbreitung der Kirche(Missionslieder) Auch Lied Nr. 130) 1 67 Straßburg 1525. E + Es wol⸗le Gott uns gnä⸗dig sein/ und sei⸗ nen Se⸗gen sein Ant⸗litz uns mit hel⸗lem Schein/ erleucht zum ew⸗gen E N 1 1 — III— . daß wir er⸗ ken⸗ nen sei ⸗ ne Werk,/ und Mission was ihm lieb auf Er⸗den,/ und Je-sus Christus Heil und ** —— ö...—.—..— I.SSEEEEE Stärk/ be ⸗ kannt den Hei⸗den wer ⸗den/ und sie zu —— — — . ö N En,, E E— tlich Gott be⸗ keh ⸗ ren! leses 2. So danken dir und loben dich,/ o Gott, die Völker alle,/ und uns alle Welt, die freue sich/ und sing mit großem Schalle,/ daß du gehts auf Erden Richter bist/ uno laäßt die Süno nicht walten /dein Wort x die Hut und Weide ist,/ die alles Volk erhalten,/ in rechter Bahn cher⸗ zu wallen. ö auf⸗ 5. Es banke, Gott, und lobe dich das Volk in guten Taten., den, Das Land bringt§rucht undͤ bessert sich,/ dein Wort ist wohl ge⸗ ten:/ raten./ Ans segne Vater und der Sohn,/ uns segne Gott der heilge. Geist,/ dem alle Welt die Ehre tu,/ vor ihm sich fürchte allermeist./ V. 18⁵4. Aun sprecht von herzen: Amen! martin Luther, I 156. aul uhhgen 168 228 Haulr La, 2 ⸗ ach auf, du Geist der die Tag und Näch⸗te NII—— er⸗sten Zeu ⸗gen/ oͤer Wäch⸗ter, nim⸗mer schwei⸗gen// und die ge⸗ die kleinen Noten gelten für die 3. Strophe. 168 Kirche EE—.— EESSSE die auf Zi⸗ ons Mau⸗ern stehn, 1 trost dem Feind ent⸗ge⸗gen⸗gehn, dereen Schen die —.—.— 25 He inn din n ö—— — Scha⸗ren zu dir bringt. 2. O daß doch bald dein deuer brennte!/ O möcht es doch in alle Lande gehn!/ Gib zu der Ernte doch die händel/ Gib Knechte, die in treuer Arbeit stehn!/ O Herr der Ernte, siehe doch darein:/ die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. dein Sohn hat ja mit klaren Worten/ uns diese Bitte in den Mund gelegt./ O siehe, wie an allen Orten/ sich deiner Rinoer Herz und Sinn bewegt,/ dich herzinbrünstig darum anzuflehn;/ oörum hör, o herr, und sprich: Es soll geschehn. 4. So gib dein Wort doch großen Scharen,/ die in der Kraft Evangelisten sein j/ laß eilend Hilf uns widerfahren/ und brich in Satans Reich und Macht hinein./ O breite, herr, auf weitem Erden⸗ kreis/ dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 5. Nch, daß die Hilf aus Zion käme!/ O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht,/ dein Volk aus dem Gefängnis nähmel/ O würd es doch nur bald vor Abend licht!l/ Ach, reiß, o Herr, den himmel bald entzwei/ und komm herab zur Hilf und mach uns freil 6. Ach, laß dein Wort recht schnelle laufenl/ Es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein./ Ach, führe bald dadurch mit Haufen/ der auf,/ und also segne deines Wortes Laufl den falchen Glaubenswahn,/ und mach uns bald von jedem Miet⸗ ling frei,/ daß Kirch und Schul ein Garten Sottes sei. 17⁰ heiden düll zu allen Toren ein! /Ja, wecke doch auch Israel bald 7. O bessre Zions wüste Stege,/ und was dein Wort im Laufe ö hindern kann,/ das räume bald aus jedem Wegej/ vertilg o herr, Mission 169 17⁰ 8. Laß jede hoh' und niedre Schule/ die Werkstatt deines guten Geistes sein,/ ja, sitze du nur auf dem Stuhle/ und präge dich der Jugend selber ein,/ daß treue Lehrer wir und Beter sehn,/ die kräftig vor dem Riß oͤer Rirche stehn. Karl heinrich v. Bogatzky, 4 1774. Mel. O durchbrecher 1 69 aller Bande. Herrnhaag 1740. PPPIPIPIPIPIIIIII..I.. 0 Va⸗ ter, dei⸗ nes Gei⸗stes We⸗hen/ durch oͤie gan⸗ze Uläßt uns 3—— von fer⸗ ne se⸗—— dei⸗ nes Rei⸗ches 1 .. e. Chri⸗sten⸗heit gerr⸗lich ⸗ keit denn dein Wort wird aus⸗ ge-⸗ spen⸗det/ ......... IIII. IITTT—— durch die gan-ze wei⸗ te Welt,/ mil⸗li⸗ o⸗ nen⸗weis ver⸗ —— —. SISIIIIITTIFITITIFTTtTTTT. sen⸗det/ auf das gro⸗e A⸗ cker⸗feld. 2. Dieser Samen wird bald blühen/ allenthalben hoch und hehrz/ denn Evangelisten ziehen/ über Inseln, Landò und Meer,/ um die Saaten zu begießen;/ Geist der Pfingsten, komm herab;/ laß uns Lebensströme fließen/ bis zum Grabe tief hinab. 3. Sei gegrüßt, du ewger Morgen!/ Steige, Sonne, bald em⸗ por! /Weicht nun, all ihr bangen Sorgen,/ Tagverkünder, tritt hervorl/ Seht, der Berge Spitzen glühen/ schon im ewgen Morgen⸗ licht,/ und die Frühlingsblumen blühen;/ Brüber alle, sorget nicht! Joh. Heinrich Jung⸗Stilling, 4 1817. Mel. Nun komm,(15. Zahrhundert) der heiden Heiland. 1 70 Erfurt 1524. .—— *0— 2—....... 1. Wal⸗te, wal⸗te nah unoͤ fern,/ all⸗ ge⸗wal⸗ tig 17¹ Kirche xi. Wort dͤes herrn,/ wo nur sei⸗ ner All⸗macht Ruf/ Menschen ——— ö —.——.—— e für den him⸗mel schuf. ö— 2. Wort vom Vater, der die Welt/ schuf und in den Armen hält/ und aus seinem Schoß herab/ seinen Sohn zum Heil uns gab! 3. Wort von des Erlösers huld,/ der der Eroe schwere Schuld, durch des heilgen Todes Tat/ ewig weggenommen hat! 4. Kräftig Wort von Gottes Geist,/ der den Weg zum Himmel weist/ und oͤurch seine heilge Kraft/ Wollen und Vollbringen schafft! 5. Wort des Lebens, stark und rein,/ alle Völker harren dein., Walte fort, bis aus der Nacht/ alle Welt zum Tag erwacht. 6. Auf, zur Ernt in alle Welt!/ Weithin wogt das weiße deld;/ klein ist noch der Schnitter Zahl,/ viel der Garben überall. 7. Herr der Ernte, groß und gut,/ weck zum Werke Lust und Mut;/ laß die Völker allzumal/ schauen deines Lichtes Strahl! Zonath. Friedrich Bahnmaier, 4 1841. Lasset uns den Mel. Nr. 79. 1 71 herren preisen. 1. Komm, o herr, komm bald, du Treuer!/ Gib, ach, gib dich allen kund/ und entzünd dein heilges Feuer/ auf dem ganzen Erdenrund. Großes hast oͤu schon begonnen,/ Großes willst du ferner tun;/ deine Liebe kann nicht ruhn,/ bis die ganze Welt gewonnen,/ bis ein jedes herz besiegt,/ herr, zu deinen düßen liegt. Karl August Döring, 4 1844. Mel. Mei laß ich nicht 47 1 72 Ei⸗ne her⸗de und ein hirtl/ Wie wird dann dier wenn sein Tag er⸗schei⸗nen wird!/ Freu ße dich, du gohann Uhlich, 1674. Mission 173 IEEEEE — —= 2 sein, o Er ⸗de, Mach dich auf und wer⸗de Lichtl, klei⸗ ne her ⸗del .———x 15 EEE 35. Je⸗ sus hält, was er ver⸗spricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern?/ Schon ergrünt es auf den Weiden,/ und die Herrlichkeit des hHerrn/ nahet dämmerno sich den Heiden;/ blinde Pilger flehn um Licht: /Jesus hält, was er verspricht. 3. Romm, o komm, oͤu treuer Hirt,/ daß die Nacht zum Tage werdel/ Ach, wie manches Schäflein irrt/ fern von dir und deiner herde!/ Kleine herde, zage nicht!l/ Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht/ vor des Morgenrotes helle// und oͤer Sohn oͤer Wüste kniet/ dürstend an der Lebensquelle;/ ihn umleuchtet Morgenlicht Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgetan rauscht, veroͤorrete Gebeine I/Macht dem Bundesengel Bahn!/ Großer Tag des Herrn, erscheinel/ Jesus ruft: Es weroͤe Licht l/ Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der herrlichkeitl/ Jesus Christus, du die Sonne,/ und auf Erden weit und breit/ Licht und Wahrheit, Fried und Wonnel/ Mach dich auf; es weroe Lichtl/ Jesus hält, was er verspricht. Friedr. Röolf Krummacher, 4 1845. Mel. Nr. 155. 1 73 valet will ich oͤir geben. 1. Der du in Todesnächten/ erkämpft das Heil der Welt/ unoͤ dich als den Gerechten zum Bürgen dargestellt,/ der oͤu den Feind bezwungen,/ den himmel aufgetan,/ ir stimmen unsre Zungen/ ein Halleluja an! 2. Im himmel und auf Eroen/ ist alle Macht nun dein,/ bis alle völker werden/ zu deinen Füßen sein,/ bis die von Süd und Korden,/ bis oͤie von Ost und West/ sind oͤeine Gãäste woroͤen/ bei deinem Hochzeitsfest. 17⁴ Kirche 3. Noch weroͤen sie geladen,/ noch gehn oie Boten aus,/ um mit dem Ruf der Gnaden/ zu füllen oͤir dein Haus./ Es ist kein Preis zu teuer,/ es ist kein Weg zu schwer,/ zu streun dein Lebensfeuer/ ins weite Völkermeer. 4. So ziehen deine Flammen/ wie Sonnen um die Welt;/ Ge⸗ trenntes fließt zusammen,/ das Dunkle wird erhellt,/ und wo dein Name schallet,/ du Rönig Jesu Christ,/ ein selig häuflein wallet/ dahin, wo Frieden ist. 5. O sammle deine herden/ dir aus oer Völker Zahl,/ daß viele selig werden/ und ziehn zum Abenoͤmahl!/ Schleuß auf die hohen Pforten!/ Es strömt dein Volk heran. /Wo's noch nicht Tag ge⸗ worden,/ da zünd ein Feuer an! ehristian Gottlob Barth, 4+ 1862. Mel. Gott des 1 74 Himmels und der Erden. heinrich Albert, 1642. , 355 ,. .———0 SSSSI Licht, das in die Welt ge⸗kom⸗men, /Sonne vol ⸗ ler Morgenstern, aus Gott ent⸗glommen, /treib hin⸗weg die xW. L. Glanz und Pracht, 0 6 al ⸗te Nacht. Seuch in dei⸗ nen Wun⸗der ⸗ schein/ X— L. E+ I ——— 1 E bald die gan ⸗ ze Welt hin⸗ein. 2. Gib dem Wort, das von dir zeuget,/ einen recht gepriesnen Lauf,/ daß noch manches Knie sich beuget,/ sich noch manches herz tut auf,/ eh die Zeit erfüllet ist,/ wo oͤu richtest, Jesu Christ. 3. Heile die zerbrochnen Herzen,/ baue dͤir Jerusalem/ und ver⸗ binde unsre Schmerzen,/ denn so ist oirs angenehm./ Herr, tu auf des Wortes Tür,/ rufe allen:„Kommt zu mir!“ 4. Es sei keine Sprach noch Rede,/ da man nicht die Stimme —. . hört,/ und kein Land so fern und öde,/ wo nicht dein Gesetz sie 17⁴ lehrt. /Laß den hellen Freudenschall /siegreich ausgehn überalll ————— ——— iesnen s Herz t. Dever⸗ tu auf timme ꝛsetz sie beralll Mission 17⁵ 5. Geh, oͤu Bräutgam, aus dͤer Rammer,/ laufe deinen Helden⸗ pfad;/ strahle Tröstung in den Jammer, /oͤer die Welt umdunkelt hat./ O erleuchte, ewges Wort,/ Ost und West und Süd und Noroͤ. 6. KRomm, erquick auch unsre Seelen/ mach die Rugen hell und klar,/ daß wir dich zum Lohn erwählen;/ vor den Stolzen uns bewahr/ ja, laß deinen Himmelsschein/ unsres Fußes Leuchte sein! Ewald Rudolf Stier, 4 1802. Mel. Wachet auf, ruft 1 75 uns die Stimme. — Frankfurt a. M. 1599. .. — . [Ei⸗ner ists, an dem wir han⸗gen,/ der für uns in den Unsẽre Lei⸗ber, uns⸗ re her⸗zen/ ge⸗ hö⸗ ren dir, o ö 1 Cod ge⸗ gan⸗ gen/ und uns er⸗kauft mit sei⸗nem Fiut. 0 Mann der Schmerzen;/ in dei⸗ner Lie⸗ be ruht sichs gut. ——— E— 2 2. E 2—=——— Nimm uns zum Ei⸗gen⸗tum,„ be⸗rei⸗te dir zum Ruhm/ ..... dei⸗ ne Kin⸗derl/ Ver⸗birg uns nicht/ das Gna⸗den⸗ licht/ 4..———— ——.—.—.— I SSSS x von dei⸗nem heil⸗ gen Ansge⸗sicht! 2. Nicht wir haben dich erwählet,/ du selbst hast unsre Zahl gezählet/ nach deinem ewgen Gnadenrat./ Unsre Kraft ift schwach und nichtig,/ und keiner ist zum Werke tüchtig,/ der nicht von dir die Stärke hat./ Drum brich den eignen Sinn, denn demut ist Gewinn/ für den Himmel./ Wer in sich schwach,/ folgt, Herr, dir nach/ und trägt mit Ehren deine Schmach. 175 176 Kirche 3. O herr Jesu, Ehrenkönig!„Die Ernt ist groß, der Schnitter wenig,/ drum sende treue Zeugen aus j/ send auch uns hinaus in Gnaden,/ viel frohe Gãste einzuladen/ zum Mahl in deines Vaters haus. /Wohl dem, den deine Wahl/ beruft zum Abenomahl/ im Reich Gottes./ Da ruht der Streit,/ da währt die Freud/ heut, gestern und in Ewigkeit. ö 4. Schau auf deine Millionen,/ die noch im Todesschatten wohnen,/ von deinem himmelreiche fern!/ Seit gahrtausenden ist ihnen/ kein Evangelium erschienen,/ kein gnadenreicher Morgen⸗ stern./ Glanz der Gerechtigkeit,/ geh auf, denn es ist Zeit!l/ Komm, Herr Jesu// zeuch uns voran/ und mach uns Bahnj/ gib deine Türen aufgetan! 5. Deine Liebe, deine Wunden,/ die uns ein ewges heil er⸗ funden,/ bein treues Herz, das für uns fleht,/ wollen wir den Seelen preisen/ und auf dein KRreuz solange weisen,/ bis es durch ihre Herzen geht./ Denn kräftig ist dein Wort;j/ es richtet und durchbohrt/ Geist und Seelej/ dein Joch ist süß,/ dein Geist ge⸗ wiß,/ und offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größten Ddinge/ beginnest du still und geringe/ was sind wir Armen, herr, vor dir ꝰ/ Aber du wirst für uns streiten/ und uns mit deinen Rugen leitenj/ auf deine Rraft ver⸗ trauen wir./ Dein Senfkorn, arm und klein,/ wächst endlich ohne Schein/ doch zum Baume,/ weil du, herr Christ,/ sein hüter bist,/ dem es von Gott vertrauet ist. Albert Anapp, 1 1808. valet will ich Mel. Nr. 155. 1 76 di⸗ geben. I. der du zum Heil erschienen/ der allerärmsten Welt/ und von den Cherubinen/ zu Sündern dich gesellt,/ den sie mit frechem Stolze/ verhöhnt für seine huld,/ als du am Marterholze/ ver⸗ söhntest ihre Schuld: ö 2. Damit wir Kinder würden,/ gingst du vom Vater aus,/ nahmst auf dich unsre Bürden/ und bautest uns ein haus./ Von Westen und von Süden,/ von Morgen ohne zahl/ sind Gäste nun be⸗ schieden/ zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide, von allen dlecken rein,/ führst ö du zu deiner Freude/ die Völkerscharen ein,/ und welchen nichts ö 17⁰ ut, en ist en⸗ m, eine er⸗ den urch und ge⸗ ej/ uns ver⸗ ohne bist,/ 1864. vill ich geben. ò von chem ver⸗ ahmst esten n be- führst nichts Wort Gottes verkündigt,// kein geil ver dir Preis und Ehre dar. 4. Drum kann nicht Ruhe werden,/ bis deine Liebe siegt,/ bis dieser Kreis der Erden/ zu deinen Füßen liegt,/ bis du im neuen Leben/ die ausgesöhnte Welt/ dem, der sie dir gegeben,/ vors An⸗ gesicht gestellt. 5. And siehe, tausend Fürsten/ mit Völkern ohne Licht/ stehn in der Nacht und dürsten nach deinem Angesicht./ Ruch sie hast du gegraben/ in deinen Priesterschilo,/ am Brunnguell sie zu laben,/ der oͤir vom Herzen quillt. 6. So sprich dein göttlich„Werdel“ daß auf der finstern Erde/ die Toten OGreueln frönet/ und vor den Göhen söhnet/ zu deinem Tempel zieht. 7. Wir rufen, du willst hören/ wir fassen, Dein Wort muß sich bewähren,/ womit du Fe viele sind zerbrochen!/ Wie viele sinos noch nich versprochen,/ werdꝰ aller Heiden Licht! 177 heißen war,/ die bringen nun entsünoͤigt/ Laß deinen Odem wehn,/ auferstehn,/ daß, wo man kniet, /ein willig Volk ver⸗ was du sprichst./ eln brichst./ Wie tl/ O du, ders uns Albert Knapp, 4+ 1864. Gnaoͤenmittel⸗ Wort Gottes- Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 1 148 Französischer Psalter, 1551. Re⸗de, lieb⸗ster Je⸗su, re⸗ de// denn dein Rind gibt Stãär⸗Ee mich, denn ich bin blö⸗de,/ daß ich mei⸗ nes ——— 2rrbers Zaujer zu ch.-ven fer.be hrl/ N0/ ub ——.————ͤ— 3 r — ael.—, stets dein hei⸗lig Wort/ in mein he 12 ⸗ ze sein ver⸗ schlosesen/ Wort Gottes ——— dir zu fol⸗gen un⸗ver⸗dros⸗ sen. 2. Ach, wer wollte dich nicht hören,/ dich/ du liebster Menschen⸗ feeund!/ Sind doch deine Wort und Lehren/ alle herzlich wohl⸗ gemeint./ Sie vertreiben alles Leid j/ aller Freuden Süßigkeit/ muß vor deinen Worten weichen,/ nichts ist ihnen zu vergleichen. 3. Deine Worte sind mein Stecken,/ dessen ich mich trösten kann// ind zurück mich schrecken/ von der schmalen Lebens⸗ sie führen ohne QMual/ mich selbst durch des Todes Tal,/ bahnj/ ja, allen Wegen,/ machen auch das Kreuz zum schirmen mich auf Segen. 4. Jesu, dein Wort soll mich laben,/ deine trosterfüllte Lehr/ will ich in mein herze graben/ ach, nimm sie doch nimmermehr/ von mir weg in dieser Zeit// bis ich in der Ewigkeit/ werde kommen zu den Ehren, dich, o Zesu, selbst zu hören. 5. Unterdes vernimm mein Flehen,/ liebster Jesu, höre michl/ Laß bei dir mich feste stehen,/ so will ich dich ewiglich/ preisen mit herz, Sinn und Mund j/ ich will dir zu jeder Stund/ Ehr und Dank in demut bringen/ und dein hohes Lob besingen. Anna Sophie, Landgräfin von hessen⸗darmstadt, + 1685. Mel. Unser herrscher unser Rönig. 1 7 8 Bremen 1680. .... das mir lau⸗ ter 5 Teu⸗ res Wort aus Got⸗tes Mun⸗de, mei⸗ ner Se⸗ lig⸗ 1. oich al⸗ lein hab ich zum Srun⸗Oe⸗ keit ge ⸗legt. — was zu Gott mich füh⸗ren kann. 178⁸ EEEEE ——— ———— —— Se⸗gen trägt., In dir treff ich al ⸗les an,/ Wort Gottes 179 18⁰ 2. Will ich einen Vorschmack haben/ von des himmels Seligkeit// so kannst oͤu mich herrlich laben,/ weil bei dir ein Tisch bereit// der mir lauter Manna schenkt/ und mit Lebenswasser tränkt. 3. Geist der Gnaden, der im Worte/ mich an Gottes Herze legt// öffne mir oes Himmels Pforte,/daß mein Geist hier recht erwägt,// was flir Schätze Gottes Hanoͤ/ oͤurch sein Wort ihm zugesanoͤt. 4. Gib dem Samen einen Acker,/ der die Frucht nicht schuloͤig bleibt;/ mache mir die Augen wacker/ und, was hier dein Finger schreibt,/ präge meinem Herzen ein,/ laß den zweifel ferne sein. 5. Was ich lese, laß mich merken;/ was du sagest, laß mich tun/ wird oͤein Wort den Glauben stärken,/ laß es nicht dabei beruhn,/ sondern gib, daß auch dabei/ ihm oͤas Leben ähnlich sei. 6. Hilf, daß alle meine Wege/ nur nach dieser Richtschnur gehnʒ/ was ich hier zum Grunde lege,/ müsse wie ein Felsen stehn,/ daß mein Geist auch Rat und Tat/ in den größten Nöten hat. 7. Caß dein Wort mir einen Spiegel,/ Jesu, deines Vorbilos sein /drück darauf dein Onadensiegel//schließ den Schat im Herzen ein,/ daß ich fest im Glauben steh,/ bis ich dort zum Schauen geh. Benjamin Schmolck, + 1737. mel. nr. 169. 179 Walen Pande aller Bande. 1. Herr, oͤein Wort, oͤie eoͤle Gabe,/ diesen Schatz erhalte mir 70 benn ich zieh es aller hHabe/ und oem größten Reichtum für./ Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten,/ worauf soll der Glaube ruhn?/ Mir ists nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun. 2. Halleluja, Ja und Amenl/ Herr, oͤu wollest auf mich sehn,// baß ich mög in deinem Namen/ fest bei oeinem Worte stehnl/ Laß mich eifrig sein beflissen,/ dir zu dienen früh und spat,/ und zugleich zu oͤeinen Füßen/ sitzen, wie Maria tat. Nikolaus Luowig Graf v. Zinzendorf, 4 1760. Mel. Nr. 190. 180 ootee Seele und Prophet des neuen Bundes, /laß oͤie Worte deines Mundes,// deine Stimme an die Herden/ mir zu Geist und Leben werden! 12* 17⁹ —— —.E ———— Wort Gottes 18¹ in Hammer,/ schlägt und zeigt den egen,/ leuchtet mir auf /gibt mir neue Lebens⸗ ir matte Glieder/ und ein Schwert dem Feind zuwider. 3. Diesem Worte will ich trauen/ und darauf beständig schauenj/ sonst ist doch kein Licht vorhanden,/ fremde Lehre macht zu schan⸗ denj/ aber dein Gesetz und Gnade/ leiten mich auf rechtem Pfade./ herr, mein Glauben und mein Lieben/ hat den Grund: Es steht geschrieben. 4. Lehre mich dein Wort betrachten,/ mit Begierde darauf ach⸗ ten j/ lehre michs im Geist verstehen,/ laß es mir zu Herzen gehenj/ mache, daß ichs fröhlich glaube/ und kein zweifel mir es raube,/ daß ichs mit Gehorsam ehre/ und sonst keine Stimme höre. 5. Was die Welt bekennt und lehret,/ was mein Herz erdenkt und ehret,/ was der böse Geist erdichtet,/ wird von Gottes Wort gerichtet./ Weg mit euch, ihr falschen Geister!/ Mir ist gnug an Einem Meister./ Wißt, daß euch der Fluch verzehret,/ wenn ihr selbst auch Engel wäret. 6. Selig, selig sind die Seelen// die sich sonst kein Licht erwählen// als allein das Wort des Lebensl!/ Diese glauben nicht vergebens,⸗ weil sie Gottes Rat ergründen/ und sein herz im Worte finden./ O ein unschätzbares wissen!/ Andre Weisheit kann ich missen. 7. Licht und Rraft und Mut und Freude// wahrer Trost im tiefsten Leide,/ Schutz vor allerlei Gefahren/ und ein ewiges Bewahren:/ das sind dieses Wortes Frlichte./ Alles andre wird zunichte j/ alles andre muß vergehen;/ Gottes Ernst Gottlieb woltersdorf, 1 1761. Mel. Ar. 215. 181 nich Hott und herr. 1. Gott ist mein hort,/ und auf sein Wort/ soll meine Seele trauenj/ ich wandle hier,/ mein Gott, vor dir/ im Glauben, nicht im Schauen. 2. dein Wort ist wahr/ laß immerdar/ mich seine Kräste ö schmecken.⸗ Laß keinen Spott,/ o Herr, mein Gott,/ mich von dem Glauben schrecken. ren:/ alles + 176¹.7 D Herr. Seele nicht Kräfte n dem ——————————— Wort Gottes 182 3. Wo hätt ich Licht,/ wofern mich nicht/ dein Wort die Wahr⸗ heit lehrte?/ Gott, ohne sie/ verständ ich nie,/ wie ich dich würoͤig ehrte. 4. Dein Wort erklärt/ der Seele Wert, Unsterblichkeit und Le⸗ ben/ zur Ewigkeit/ ist diese Zeit/ von dir mir übergeben. 5. Den ewgen Rat,/ die Misetat/ der Sünder zu versühnen,/ den kennt ich nicht,/ wär dies mein Licht/ nicht durch oͤein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz/ in Reu und Schmerz/ der Sünden nicht verzagen;/ nein, du verzeihst,/ lehrst meinen Geist/ ein gläubig Abba sagen. 7. Mich zu erneun,/ mich oir zu weihn,/ ist meines Heils Ge⸗ schäfte./ Durch meine Müh/ vermag ichs nie /dein Wort gibt mir die Kräste. 8. Herr, unser Hort// laß uns dies Wort// oͤenn du hast es ge⸗ geben./ Es sei mein Teil,/ es sei mein Heil/ und Kraft zum ewgen Leben! Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1 82 Severus Gastorius, 1681. dDein Wort, o Herr, ist mil⸗ der Tau/ für trost⸗be⸗ laß kei⸗nem Pflaͤnzchen dei⸗ner Au/ den Him⸗mels⸗ öürft⸗ge See⸗len 7 14450. bal⸗sam feh⸗len- Er⸗quickt durch ihn/ laß je ⸗des blühn/ und in der Zu⸗ kunft Ta⸗ gen/ dir drucht und Sa⸗men tra⸗ gen. 2. Dein Wort ist, Herr, ein Flammenschwert,/ ein Blitz, der Felsen splittert,/ ein Feuer, das im herzen zehrt/ und Mark und Bein durchschüttert./ O laß dein Wort/ noch fort und fort/ der Sünoͤe Macht zerscheitern/ und alle herzen läutern! Wort Gottes z. dein Wort ist uns der Wunderstern/ für unsre pilgerreisej/ er führt die Loren hin zum herrn/ und macht die Einfalt weise./ Dein himmelcslicht/ verlösch uns nicht/ und leucht in jede Seele,/ daß keine dich verfehle. ö 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht/ da ward das Wort der Gnade/ mein Labsal, meine zuversicht,/ die Fackel meiner Pfade./ Sie zeigte mir/ den Weg zu dir/ und leuchtet meinen Schritten/ bis zu den ewgen hütten. 5. Auf immer gilt dein Segensbund/ dein Wort ist Ja und Amenj/ nie weich es uns aus Herz und Mund,/ zu preisen deinen Ramen./ Laß immerfort/ dein helles Wort/ in allen Lebenszeiten/ uns trösten, warnen, leiten. 6. O sende bald von Ort zu Ort/ den Durst nach deinen Lehren,/ den Hunger aus, dein Lebenswort/ und deinen Geist zu hören,/ und send ein Heer/ von Meer zu Meer,/ der herzen Durst zu stillen/ und dir dein Reich zu füllen. Bernhard Garve, 1 1841. mel. herr Zesu Christ, 183 Sörlitz 1648 dich zu uns wend. .. ——— 1. Aun geh uns auf, du Mor⸗gen⸗stern,// du se=lig⸗machend Wort des herrn,/ du Pfand des heils, das uns im Sohn/ der SSSSE va⸗ ter gab von sei⸗nem Thron. 2. Bereitet ist für dich die Bahn,/ die herzen sind dir aufgetan/ wir sehnen uns nach deinem Licht/ und seufzen auf: Versäum uns nichtl 3. du Wort der Wahrheit, lautrer Quell,/ mach unsre dunklen Augen hell,/ daß wir die Wege Gottes sehn,/ nicht in der Wahr⸗ heit irre gehn. 182 Die heilige Taufe 184· 185 4. Du Wort der Buße, füll das herz/ uns an mit tiefem Reue⸗ schmerz,/ daß unser Flehn und Seufzen sei:/ Gott steh uns armen Sündern beil 5. Du Wort der Gnade, tröstend Wort, /o bring uns Botschaft fort und fort/ von ihm, der für uns litt und starb/ und uns Ge⸗ rechtigkeit erwaͤrb. 6. Du Wort des Glaubens, gib uns Kraft,/ daß wir, der Eitelkeit entrafft,/ im gnädig dargebotnen heil/ ergreifen unser ewges Teil. 7. So geh uns auf, du Gottesglanz,/ oͤurchoͤring uns und ver⸗ klär uns ganz,/ du Wort, das noch in Kraft besteht,/ wenn Ero uno Himmel untergeht. Zulius Sturm, + 1890. Die Sakramento Die heilige Taufoe⸗ Mel. Nr. 6. 1 8 4 Liebster Jesu, wir sind hier. 1. Liebster Jesu, wir sind hier,/ deinem Worte nachzuleben;/ die⸗ ses Rinoͤlein kommt zu dir,/ weil odu den Befehl gegeben,/ daß man sie zu oͤir hinführe;/ denn das Himmelreich ist ihre. 2. Ja, es schallet allermeist/ dieses Wort zu unsern Ohren:/ Wer durch Wasser und oͤurch Geist/ nicht zuvor ist neugeboren,/ wiroͤ von dir nicht aufgenommen/ und in Gottes Reich nicht kommen. 5. Darum eilen wir zu dir,/ nimm das Pfand von unsern Armen,/ tritt mit deinem Glanz herfür/ und erzeige dein Erbarmen,/ daß dein Kind es hier auf Erden/ und im Himmel möge werden. 4. Hirte, nimm dͤein Schäflein an,/ Haupt, mach es zu deinem Gliede,/ himmelsweg, zeig ihm dͤie Bahn,/ Frieoefürst, sei öu sein öriede,/ Weinstock, hilf, daß diese Rebe/ auch im Glauben dich um⸗ gebe! 5. Nun, wir legen an dein Herz,/ was von herzen ist gegangenj/ flihr die Seufzer himmelwärts/ und erfülle das Verlangen;/ ja, den Namen, den wir geben,/ schreib ins Lebensbuch zum Leben! Benjamin Schmolck, 4 1737. Mel. Nr. 6. 1 8 5 Liebster Jesu, wir sind hier. 1. Nun gottlob! es ist vollbracht,/ und oer Bund mit Gott ge⸗ schlossen;/ was uns rein und selig macht,/ ist auf dieses Kind ge⸗ flossen/ Jesus hat es eingesegnet/ und mit himmelstau beregnet. ö Die heilige Taufe 2. O du dreimal selig Rind// vom Dreieinigen geliebet,/ dem der Vater sich verbindt,/ dem der Sohn das Leben gibet,/ dem der Geist ist eingeflossen/ und der Himmel aufgeschlossen! 3. Aun so denk an diesen Bund,/ weil du einen Odem hegest,/ daß auf einen festen Grund/ du stets deinen Glauben legest./ Wer sich läßt auf Jesum taufen,/ muß in Zesu Wegen laufen. 4. Werde fromm und wachse groß,/ werde deiner Eltern§reude,/ und dein jetzt erlangtes Los/ tröste dich in allem Leide/ deine Taufe sei die Türe,/ welche dich zum Himmel führe! Bensamin Schmolck, 1 17³⁵⁷f Mel. Ar. 140. 186 Hangrn Hrte I. Barmherziger, laß deiner Gnade/ jetzt dieses Kind empfohlen sein,/ das wir im heilgen Wasserbade/ nach deines Sohns Befehl dir weihn j/ erfülle, was dein Wort verheißt,/ an ihm, Gott Vater, Sohn und Geist. 2. Regiere nun das ganze geben/ auch dieses Kindes, treuer Gottl/ Dir sei und bleib ich stets ergeben/ sei du mit ihm in Glück und Not;/ ach, führ es selbst auf rechter Bahn,/ nimm es zuletzt in Ehren an! 3. Laß uns die Wohltat recht ermessen,/ die uns die Taufe zu⸗ gewandt// und nie, o herr, den Bund vergessen,/ der uns so fest mit dir verband;/ uns alle stärk zu neuer Treu,/ daß über uns dein Friede seil Mel. Ar. 196. 187 cebe Seelel 1. O du reicher Herr der Armen,/ mit welch herzlichem Erbar⸗ men/ bist du uns zuvorgekommen,/ hast dich unser angenommenl/ Wie kamst du mit allem Segen/ uns erbarmungsvoll entgegen/ schon an deines Reiches Pforte/ durch das Wasserbad im Worte. 2. Sind wir selbst doch unaussprechlich/ kraftlos, hilflos und gebrechlich,/ ja, als Fleisch vom Fleisch geboren,/ sünoͤlich/ sterblich und verlorenj/ aber reinigend und heilend,/ Geist und Leben uns erteilend// schenkest du uns reiche Gnade/ in der Taufe heilgem Bade. 3. Und wir glauben deinem Worte./ Darum bringen wir zur Pforte/ deines teuren Gnadenreiches/ dieses Rind; tu an ihm 18⁴ fe der eist t, J ber e// iufe 757. send ätte. hlen fehl Iter, euer zlück uletzt e zu⸗ t mit dein e dich, Seele. vbar⸗ ienl/ ꝛgen/ Oorte. und ꝛrblich n uns Bade. ir zur nihm Konfirmation 188 Oleiches!/ Die Verheißung, die zum Leben/ deinem Volke du ge⸗ geben,/ geht nach deiner hulo nicht minder/ über deines Volkes Kinder. 4. Sei auch oͤiesem Rinde gnädig,/ mach es aller Sünde ledig/ schenke ihm die reine Seide/ der Gerechtigkeit zum Kleide;/ salbe es mit deinem Geiste/ und ihm alle hilfe leiste,/ daß oer Segen deiner hände/ auf ihm bleibe bis ans Ende. Philipp Spitta, 4 1859. Konfirmation/ O daß ich t 0 Mel. Nr. 140. 188 Zungen hatte 1. Ich bin getauft auf deinen Namen,„Gott Vater, Sohn und heilger Geist!/ And so ist alles Ja und Amen,/ was mir dein teures Wort verheißt;/ ich bin in Christum eingesenkt,/ ich bin mit seinem Geist beschenkt. 2. Du hast zu deinem KRind und Erben,/ mein lieber Vater, mich erklärt;/ du hast die Frucht von deinem Sterben,/ mein treuer Heilano, mir gewährt;/ du willst in aller Not unoͤ Pein,/ o guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe,/ Treu und Gehorsam zugesagt;/ ich hab, o herr, aus reinem Triebe/ dein Eigentum zu sein gewagt;/ hingegen sagt ich bis ins Grab/ der Sünde schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite/ bleibt dieser Bund wohl feste stehn;/ wenn aber ich ihn überschreite,/ so laß mich nicht ver⸗ loren gehn;/ nimm mich, dein Kino, in Gnaden an,/ wenn ich hab einen Fall getan. 5. Ich gebe oͤir, mein Gott, aufs neue/ Leib, Seel und Herz zum Opfer hin/ erwecke mich zu neuer Treue/ und nimm Besitz von meinem Sinn./ Es sei in mir kein Tropfen Blut,/ der nicht, Herr, deinen Willen tut. 6. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken,/ Gott Vater, Sohn und heilger Geistl/ Haͤlt mich in deines Bundes Schranken,/ bis mich dein Wille sterben heißt; /so leb ich dir, so sterb ich oͤir,/ so lob ich dich dort für und für. Joh. Jakob Rambach, 4+ 1735. 18⁵ 189 190 Konfirmation (Gesang der Gemeinde vor der Konfirmation.)— mMel. Den die Hirten 1 8— x.0 sehre. 9 Vorreformatorisch. ö— ö————— ö ö I 4 1. Volk oͤes herrn, bring dein Ge⸗schlech⸗te/ nach dem ö 5 IDIDIDEEEE al ⸗ten Licht und Rech⸗te /hur zum Kö⸗ nig al⸗ ler II ö—— x YN w. , Kerchus, 65.—. RKnech⸗ te,/ sprich: herr, hie ist dein Ge⸗schöpf! 2. Dämpfe Fleisch und Blut in ihnen,/ laß sie nicht der Sünde die⸗ nenl/ Ziehe sie durch dein Versühnen,/ eh sie sterben, an dein Herz! 3. Kommt, ihr Kinder, die wir haben/ als viel teure Gottesgaben,/ nehmt vom Schah, oͤran wir uns laben,/ den euch zugedachten Teil; 4. Einen Teil am Liebesbande/ mit dem ewgen Vaterlande,/ aber auch am Kreuzesstande/ und am Weltverleugnungssinn. 5. Wollet ihr euch binden lassen?/Jesu Kreuz mit Freuden fassen/ und die falsche Ruhe hassen? /Willst oͤu, liebes Kindervolk? 6. Ach, die ewig treue Liebe/ schenk euch ihre selgen Triebe,/ daß ein jedes Glauben übe,/ bis ihr seht, was ihr geglaubt! Nikolaus Ludwig Graf v. Finzendorf, 1760˙ Mel. Es ist das Heil 1 0(Vorreformatorisch) uns kommen her. 9 Wittenberg 1523. 4. ..I Die hier vor dͤei⸗nem Ant⸗litz stehn,/ sind Je⸗su wenn 759539665 wir für sie 46565 — Chri⸗sti Glie ⸗der./ Blick, 2 auf sie nie ⸗derl/ Gib 1 5710 0 1865 1. ————ß—— Konfirmation 19¹ + —.—2 1 —————— 12 1——— 4—— SGeist,/ das Gu⸗te, das dein Wort verheißt,/ im Le⸗ ben —...— EEI —.— 6— und im Ster ⸗ben. 2. Sie kennen, Vater, deinen Sohn/ und dessen heilge Lehren./ Ist reude, Gott, vor deinem Thron,/ wenn Sünder sich bekehren,/ wie groß ist unsre Freude nun,/ da diese das Gelüboe tun,/ dir treulich anzuhangen. 3. O laß sie nimmer zum Gericht/ sich dem Altare nahenl/ Zaß sie in Glaubenszuversicht/ das Bundesmahl empfahen!/ Dies stärke sie in aller Not;/ dies reize sie, des heilands Tod/ zu preisen durch ihr Leben. 4. Lacht ihnen bei dem Christenlauf/ der Reiz oͤer Welt ent⸗ gegen,/ hilf ihrem schwachen Glauben auf,/ wenn dann sich Lüste regenl/ Laß sie hinauf auf Jesum sehn,/ die Welt mit ihrer Lust verschmähn,/ beharren bis ans Endͤe. 5. Den wichtgen Lohn der Ewigkeit,/ die herrlichkeit dort oben,/ zeig ihnen, die auf alle Zeit/ jetzt Treue dͤir geloben!/ Der Blick muß ihnen Kraft verleihn!/ herr, segne sie, denn sie sind dein:/ erhalt sie in der Wahrheit! Theod. Gottlieb v. Hippel, 4 1796. (Oesang oͤer Konfirmanden vor der Einsegnung.) Mel. Seelenbräutigam. 1 9¹ Adam drese, 2—1 4 5— 2 ö SSSSISI 1. Von des 63665 Thron/ H Got⸗tes Sohn,/ ——— ——————— 233— 5 dei⸗nen Geist, den Geist der Stär⸗kel/ Gib uns Rraft zum heil⸗gen 187 192 Konfirmation 1 IDSI— I 2—.——6— DDRRSRRRSRR Wer⸗ke,/ oir uns ganz zu weihn,/ e⸗wig dein zu sein. 2. Mach uns selbst bereit,/ gib uns Freudigkeit,/ unsern Glauben zu bekennen/ und oͤich unsern herrn zu nennen,/ dessen teures Blut/ floß auch uns zu gut. 3. Richte herz und Sinn/ nach dem himmel hin,/ wenn wir unsern Bund erneuern/ und gerührt vor dir beteuern,/ deine Bahn zu gehn,/ Weltlust zu verschmähn. 4. Wenn wir betend nahn,/ Segen zu empfahn,/ wollest ou auf unsre Bitten/ uns mit Gnade überschütten!/ Licht und Rraft und Ruh/ ströme dann uns zu. 5. Gib auch, daß dein Geist,/ wie dein Wort verheißt,/ unauf⸗ löslich uns vereine/ mit der gläubigen Gemeine,/ bis wir dort dich sehn/ und dein Lob erhöhn. Samuel Marot, + 1865. (Gesang oͤer Konfirmanden nach der Einsegnung.) Mel. O Durchbrecher aller Bande. (Oder wie Nr. 67.) 1 9 2 4—.— x—.—— Herrnhaag 1740. Bei dir, Je⸗su, will ich blei⸗ben,/ stets in dei⸗nem Unichts soll mich von dir ver⸗trei⸗ben,/ dei ne We⸗ ge II II II 1———..—————— 10 sahn, Du bist mei⸗ nes Le ⸗ bens Le⸗ben,/ will ich gehn. SIPIIIPIPI I I I ö mei⸗ner See⸗le Trieb und Kraft,/ wie der Wein⸗stock sei⸗nen ——— RN— Re⸗ben/ zu⸗strömt Rraft und Le⸗bens ⸗saft. 188 rr Konfirmation 19³ 2. Rönnt ichs irgend besser haben/ als bei dir, der allezeit/ so viel tausend Gnadengaben/ für mich Armen hat bereit?/ Könnt ich je getroster werden,/ als bei dir, herr Jesu Christ,/ dem im Himmel und auf Erden/ alle Macht gegeben ist? S. Wo ist solch ein herr zu finden,/ der, was Jesus tat, mir tut// mich erkaust von Tod unò Sünden/ mit dem eignen teuren Blut?/ Sollt ich dem nicht angehören,/ der sein Leben für mich gabꝛ/ Sollt ich ihm nicht Treue schwören,/ Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich,/ so in Freude, wie in Leid/ bei oͤir bleib ich, oͤir verschreib ich/ mich für Zeit und Ewigkeit./ Deines Winks bin ich gewärtig,/ auch des Rufs aus dieser Welt// denn der ist zum Sterben fertig,/ der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nur auf dieser Erden/ nahe, bis mein Tag sich neigt!/ Wenn es einst will Abend weroen/ und die Nacht hernieder⸗ steigt,/ wenn mein Aug wird dunkler, trüber// dann erleuchte meinen Geist// daß ich fröhlich zieh hinüber,/ wie man nach der heimat reist. Philipp Spitta, + 1859. Mel. Nr. 316. 1 93 Mein Glaub ist meines Lebens Ruh. 1. Ich bin in dir und oͤu in mir!/ Nichts soll mich, ewge Liebe, dir/ in dieser Welt entreißen!/ Auf Erden, wo nur Sünder sinö,/ nennst du mich freunoͤlich schon dein Kind, /o laß michs ewig heißen/ und treu mit Wandel, herz und Mund/ bewahren deinen Friedensbundl 2. Ich bin in dir und du in mirj/ oreieinger Gott, du hast zu oir/ mich frühe schon berufen./ Was mir, dem Rinolein, war bereit// ergreif ich heut voll Innigkeit/ an des Altares Stufen/ und sag: O Liebe, oͤu bist mein,/ ich will dein Kind auf ewig seinl 5. Ich bin in dir und oͤu in mir;/ noch wohn ich völlig nicht bei dir,/ weil ich auf Erden walle;/ oͤrum führ mich, Jesu, treuer Hirt,/ daß mich, was locket, schreckt und irrt,/ nicht bringe je zu dalle!/ O daß, was ich dir heut versprach,/ mir gehe tief und ewig nach! 4. Ich bin in dir und du in mir;/ komm, Herr, mir deine Tugenoͤ⸗ zier/ frühzeitig anzulegen,/ daß mir des Lebens Glück und Rot,/ ja selbst der letzte deind, der Tod,/ nur kommen mög mit Segenl/ Mit dir will ich durchs Leben gehn,/ dir leiden, sterben, auferstehn! Albert Knapp, 4 1864. 189 194· 195 Das heilige Abenomahl (Gesang oer Gemeinde nach der Konfirmation.) Mel. Nr. 198. 1 94 wie nach einer Wasserquelle. 1. Großer König unsrer Erden,/ Jesu, dem die ganze Welt/ ewiglich muß dienstbar werden,/ dessen hand das Zepter hält,/ wir, dein Volk und Eigentum,/ wollen deines Namens Ruhm/ mit veroͤientem Lob erheben/ und dir Preis und Ehre geben. é 2. Herr, wir oanken dir einmütig,/ daß dᷣu dir ein Volk erwählt/ und auch uns Verlorne gütig/ deiner Kirche zugezählt;/ wir sind Christen, wir sind dein,/ laß uns, was wir heißen, sein/ und auf⸗ richtig danach streben,/ wie wir dir zu Dienste leben. 3. Dir sei Dank für oeine Gaben,/ so oͤu in die Rinoer legst, 1 die oͤen Bund bestätigt haben,/ die du in den Armen trägst./ Herr, laß ihnen ewig nicht,/ was ihr Mund allhier verspricht,/ was sie heut sich vorgenommen,/ aus dem Sinn und Herzen kommen. ö 4. Gib, daß sie durch deinen Segen,/ dir, o heilanoͤ, treu ge⸗ sinnt,/ bessre Christen weroͤen mögen,/ als wir leider alle sind./— Durch sie sei dein Reich vermehrt,/ durch sie werdest du geehrt,/— bis wir all in Zions Höhen/ einst dein Jubelfest begehen.— Das heilige Abenöͤmahl/ 95 Braunschweig 1528. ö 9———— ⸗hri⸗ste, du Lamm Got⸗tes,/ 2. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗tes,/ ———— der oͤu trägst die Sünd der Welt,/ der oͤu trägst die Sünd der Welt,/ , er⸗barm dich un⸗serl 170 er⸗barm dich un⸗ser! 5. Chri⸗ste, du Lamm SGot⸗tes// 1 ig 1528. 190—5 ot⸗tes,/ ot⸗tes// Das heilige Abenoͤmahl 19 ů ö— ö n 22— 1—.——.—— ö 1 . 30,—.————.... der oͤu trägst oie Sünd oͤer Welt,/ gib uns dei⸗ nen Frie⸗den./ Oder: ö— 12. E—44— ... EEEE — 1.— A rr men. A men. (Agnus dei) Wittenberg 1533. 196 Johann Crüger, 1649. 2— ö ö 2 55, ö ö— ISSSSIII 1 Schmük⸗ke dich, o lie-be See⸗le,„laß die oͤunk ⸗le Akomm ans hel-le Licht ge⸗gan⸗gen,/ fan⸗ge herr= lich NXX 2—— IX 4 TTU II. 1 U Stin⸗den⸗ höh⸗ le, denn der Herr voll Heil und Gnaden/ an zu pran⸗genj EAE —— 2—.*. * II 2 2——* will dich jetzt u Ga⸗ste la⸗ den;/ der den him⸗mel —.—. N * enr. E S kann ver⸗ Wal=ten,/ will jetzt Her⸗berg in oͤir hal⸗ ten. 2. Dürstend nach dem Himmelssegen, /eile deinem Herrn ent⸗ gegen,/ der mit süßen Gnadenworten/ klopft an deines Herzens Pforten;/ eile, sie ihm aufzuschließen,/ wirf dich hin zu seinen Füßen// sprich: o Herr, laß oͤich umfassen,/ von dir will ich nimmer lassen! 3. Ach, wie hungert mein Gemüte,/ Menschenfreund, nach deiner Güte// ach, wie pfleg ich oft mit Tränen/ mich nach deinem Mahl zu sehnen;/ ach, wie pfleget mich zu dürsten/ nach dem Trank des 19¹ 197 Das heilige Abenoͤmahl Lebensfürsten,/ daß mit diesem Brot und Weine/ sich mein Heiland mir vereine. 4. Jesu, meine Lebenssonne,/ Jesu, meine Freud unòd Wonne,/ Jesu, du mein ganz Beginnen,/ Lebensquell und Licht der Sinnen,/ hier fall ich zu deinen üßen!/ Laß mich würdiglich genießen /⸗ diese deine himmelsspeise,/ mir zum Heil und dir zum Preise. ö 5. Herr, es hat dein treues Lieben/ dich vom himmel herge⸗ trieben,/ daß du willig hast dein Leben/ in den Tod für uns ge⸗ geben/ und dazu ganz unveroͤrossen,/ Herr, dein Blut für uns ver⸗ gossen,/ das uns jetzt kann kräftig tränken,/ deiner Liebe zu geoͤenken. 6. Jesu, wahres Brot des Lebens,/ hilf, daß ich doch nicht ver⸗ gebens/ oder mir wohl gar zum Schaden/ sei zu deinem Tisch geladen;/ laß mich durch dies Seelenessen/ deine Liebe recht er⸗ messen,/ daß ich auch, wie jetzt auf Erden,/ mög dein Gast im Himmel werden! Zohann F§ranck, 4 1677. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1 97 Wittenberg 1555. Il E— ö———— ————— Herr Je⸗su Christ, du höch⸗stes Gut,/ du Brunnquell Wir kom⸗men, dei⸗nen Leib und Blut,/ wie du uns SSS al⸗ler Gna⸗den! hast ge⸗la⸗ den, +7 zum Prei⸗se dei⸗ ner Herr⸗lich⸗keit/ und ......../ uns⸗ rer See⸗len Se⸗lig⸗keit/ zu es⸗ sen und zu trin⸗ken. ö 2. O Jesu, mach uns selbst bereit/ zu diesem hohen Werke!/ Schenk uns dein schönes Ehrenkleid/ durch deines Geistes Stärke 7½9 hilf, daß wir würoge Gäste sein/ und weroͤen dir gepflaͤnzet ein/ zum ewgen himmelswesen. 19²2 8*— — — V — Das heilige Abenoͤmahl 198 3. Bleib oͤu in uns, daß wir in dir/ auch bis ans Ende bleibenj/ laß Sünd und Not uns für und für/ von dir nicht wieder treiben,/ bis wir durch deines Nachtmahls Kraft/ in deines himmels Bürger⸗ schaft/ dort ewig selig werden. Chemnitz 1713. eer Waseerhuhte 198 Französischer pfalter, 1551. IIIIIEIE—..— S...— — 1 herr, oͤu hast für al ⸗le Sün⸗der/ ei⸗ nen rei⸗ chen wo das Brot der ar⸗men Rin⸗der/ nach oͤes Va⸗ters — .. Tisch ge⸗oeckt, 14 7 ö ů Lie ⸗ be schmeckt. heu⸗te nun bin ich dein Gast,/ wie ou mir —.—— SISISISSESESEEE be⸗foh ⸗len hast;/ a⸗ ber hilf auch, daß mein Her⸗ze/ dei⸗ ne — —— ——— —22 Wohl⸗tat nicht ver⸗scher ⸗ze. 2. Räume mir aus dem Gemüte/ alles Arge völlig aus,/ daß auch meines Herzens hütte/ weroͤe dein geweihtes Haus./ Denn ich hoffe nur auf dich,/ liebster Jesu, liebe mich/ und laß deinen Tisch auf Erden/ mir oes Himmels Vorschmack weroͤen. 5. Rann der Herr dem Rnechte schenken/ auch sein eigen Fleisch und Blut:/ ach, so hilf mir recht beoͤenken,/ was hier deine Liebe tut,/ und verleihe, daß ich nicht/ eß und trinke zum Gericht,/ was du, Jesu, für mein Leben/ zur Erlösung hast gegeben. 4. Wirke heilige Gedanken/ in der Seel, die dir gehört;/ halte meinen Sinn in Schranken,/ wenn mich Furcht und Zweifel stört./ dͤühl ich meiner Sünden Not, so erfülle mich oͤies Brot,/ dieser Relch mit neuem Mute; dein Blut floß auch mir zugute. 13 19 199 Das heilige Abendmahl 5. Sind wir doch aus dir geboren,/ nähr uns auch durch deine Kraft,/ und weil alles da verloren,/ wo nicht Jesus Hilfe schafft:/ ach, so laß dein Brot und Wein/ meines herzens Labsal sein,/ daß oͤie Wirkung dieser Speise/ künftig in der Tat sich weise. 6. Laß mich deine Liebe schmecken/ und die Güter jener Weltʒ/ oder wenn auch durcht und Schrecken/ mich zuweilen überfällt,/ so verschaffe mir dein Blut/ einen rechten dreudenmut, /daß ich meinen Trost im Glauben/ mir durch niemand lasse rauben. 7. Hilf mir recht ins herze fassen/ deinen herben, bittern Todj/ lasse mich auch niemand hassen,/ der mit mir genießt dein Brotʒ/ nimm mich ganz vollkommen ein,/ bis ich weröe bei dir sein/ und die Fülle deiner Gaben,/ meinen Gott und alles haben. Raspar Neumann, + 1715. Erquicke mich, Mel. Ar. 116. 1 9 9 du heil der Sünder. 1. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden/ in deiner letzten Trauer⸗ nacht/ uns hast die Früchte deiner geiden/ in einem Testament vermacht:/ es preisen gläubige Gemüter/ dich, Stifter dieser hohen Güter! 2. So ost wir dieses Mahl genießen,/ wird dein Gedächtnis bei uns neuj/ man kann aus frischen Proben schließen,/ wie brünstig deine Liebe sei./ Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen/ er⸗ neuern sich in unsern Herzen. 3. Es wird dem zitternden Gewissen/ ein neues Siegel aufge⸗ drückt,/ daß unser Schuldbrief sei zerrissen,/ daß unsre Handͤschrift sei zerstückt// daß wir Vergebung unsrer Sünden/ in deinen blutgen Wunden finden. 4. Und fester, als es je gewesen/ vereintj/ von allem Seelenschmerz ge liebsten Freundl/ Wir fühlen uns in solchen Stun einem Geist verbunden. „und dieser Relch 5. Dies Brot kann wahre Nahrung geben, erquickt den Geist;/ es mehrt sich unser innres Leben,/ wenn unser Glaube dich geneußt/ wir fühlen neue Kraft und Stärke/ in unserm Rampf und Glaubenswerke. nesen,/ schaun wir in dir den den/ mit dir zu 194 wird nun das Band, das uns 1 x ö ö ö ihl ine 17 N// tʒ/ lt// ich Dʒ/ ot j/ und — 1715. mich, ünder. auer⸗ iment hohen ————— uis bei ünstig n/ er⸗ aufge⸗ oͤschrist lutgen has uns dir den t dir zu er Relch nun unser nunserm Das heilige Abenoͤmahl 200 6. Wir treten in genaure Bande/ mit deines Leibes Gliedern einj/ wir mlissen all in solchem Stande/ Ein hHerz und Eine Seele sein;/ der Geist muß mehr zusammenfließen,/ da wir Ein Fleisch und Blut genießen. 7. Dein Leib muß uns zum Pfande dienen,/ daß unser gleisch, jetzt schwachheitsvoll,/ einst herrlich aus dem Staube grünen/ und unverweslich werden soll/ ja, oͤaß oͤu uns ein ewig Leben/ nach diesem kurzen werdest geben. 8. O teures Lamm, so eoͤle Gaben/ hast oͤu in dieses Mahl ge⸗ legtl/ Da wir dich selbst zur Speise haben,/ wie wohl ist unser Geist gepflegt!/ Dies Mahl ist unter allen Leiden/ ein wahrer Vor⸗ schmack jener Freuden. 9. Dir sei Lob, Ehr unoͤ Preis gesungen!/ Ein solcher hoher Liebesschein/ veroͤient, daß aller Engel Zungen/ zu dessen Ruhm geschäftig sein./ Wird unser Geist zu dir erhoben,// so wird er dich vollkommen loben. Joh. Jakob Rambach, 4 1735. Mel. Herr, wie ou willst, so schicks mit mir. 200 Straßburg 1525. ——————. I I I IF FPIPIPIPIPIIIII Wie hei⸗lig ist die Stät⸗te hier,/ wo ich voll Sie ist des Himmels Pfor⸗te mir,/ die ich nun ————— ———..— An=dacht ste⸗ hel of ⸗fen se⸗ he. ä. O Le⸗bens⸗tor, o Tisch des herrnl/ Vom P‚I — III Himmel bin ich nicht mehr fern/ und füh⸗le Got⸗tes Na he. 2. Wie heilig ist dies Lebensbrot,/ dies teure Onaoͤenzeichen,/ vor dem des Herzens Angst und Not/ und alle Qualen weichen./ O Brot, das meine Seele nährt,/ o Manna, das mir Gott be⸗ schert,/ dich will ich jetzt genießen. 13² 19⁵ Das heilige Abenömahl 3. Wie heilig ist doch dieser Trank,/ der mein verlangen stillet,/ der mein Gemüt mit Lob und Dank/ und heilger Freud erfüllet!/ O Lebenstrank, o heilges Blut,/ das einst geflossen mir zu gut,/ dich will ich jetzt empfangen! 4. Welch unaussprechlich Glück ist mein,/ welch heil hab ich ge⸗ funden!/ Mein gesus kehret bei mir einj/ mit ihm werd ich ver⸗ bunden./ Wie ist mein Herz so feeudenvoll,/ daß ich in Jesu leben soll,/ und er in mir will leben! 5. O wär doch auch mein Herz geweiht/ zu einer heilgen Stätte// damit der Herr der herrlichkeit/ an mir Gefallen hättel/ O wäre doch mein Herz der Ort,/ an wolchem gesus fort und fort/ aus Gnaden Wohnung machtel 6. Mein Jesu, komm und heile mich,/ was sünoͤlich ist, vertreibe,/ damit ich nun und ewiglich/ dein Tempel sei und bleibe./ Von dir sei ganz mein herz erfüllt j/ herr, laß dein heilig Ebenbild/ be⸗ ständig in mir leuchtenl 7. Nun, du hast himmlisch mich erquickt,/ du hast dich mir ge⸗ gebenj/ in dir, der mich so hoch beglückt,/ will ich nun stündͤlich leben./ Laß mich, mein heiland, allezeit/ von nun an bis in Ewig⸗ keit/ mit dir vereinigt bleiben! valentin Ernst Löscher, 4 1749. Mel. Ar. 196. 201 Schmücke dich, o liebe Seele. 1. Romm, mein Herz, aus gesu Leiden/ strmt auch dir ein Guell der Freuden./ Stille hier dein sehnlich Dürsten/ aus dem Kelch des Lebensfürsten./ Daß ich einen heiland habe/ und in seinem Heil mich labe/ und in sein verdienst mich kleide,/ das ist meines herzens §reude. 2. Darum wi fangenj/ hier darf ich mi empfinden,/ daß ich einen dem Grabe,/ wie sein Wort mir sagt und war und bleibet. 3. Ach/ wie werd ich ost so müdel/ Wie entweicht der süße Fᷣriedel/ Sünd und Welt kann mich verwunden,/ wenn mir dieses Licht ent⸗ der mit seinem Hirten⸗ schwunden:/ daß ich einen heiland habe, stabe/ sanft und mild und voll vergeben/ mir nichts ist als Heil und Leben. 19⁵ l ich mit Verlangen/ nun sein Abenoͤmahl emp⸗ ch ihm verbinden,/ und so werd ichs tief heiland habe// der am Kreuz und in schreibet,/ mein Erlöser ——1—.— — Das heilige Abenoͤmahl 202 4. Sei gesegnet, ewge Liebe,/ daß oͤu mir aus treuem Triebe,/ da das Mißtraun mich vergiftet,/ solch ein Denkmal selbst gestiftet:/ daß ich einen heiland habe,/ der dͤen Gang zum Rreuz und Grabe/ gern getan, mich zu erretten/ von des ewgen Todes Retten. 5. Heilges Brot, sei mir gesegnet,/ weil mir der mit oͤir begegnet,/ der mit seinen Todeswunden/ die Erlösung mir erfunden!/ Daß ich einen Heiland habe,/ der erblaßt und tot im Grabe/ auch für meine Schuld gelegen,/ will ich schmecken und erwägen. 6. Heilger Relch, sei mir gesegnet,/ weil mir der mit dir begeg⸗ net,/ oͤessen Blut mich lässet finden/ die Vergebung aller Sünden!/ Daß ich einen heiland habe,/ der die dürre Seele labe,/ muß nicht dies mein Dürsten stillen/ und mein Herz mit Wonne füllen? 7. Er gebietet mir zu essen,/ meines Jammers zu vergessenj/ er gebietet mir zu trinken/ und in Freude zu versinken,/ daß ich einen heiland habe,/ oͤer sich selbst als Opfergabe/ hat für mich dahin⸗ gegeben,/ mir zu Speis und Trank und Leben. 8. Will hinfort mich etwas quälen,/ oder wird mir etwas fehlen,/ oöͤer wird die Kraft zerrinnen,/ so will ich mich nur besinnen,/ daß ich einen Heiland habe,/ der vom Kripplein bis zum Grabe,/ bis zum Thron, wo man ihn ehret,/ mir, dem Sünder, zugehöret! Ernst Gottlieb Woltersdorf, 4 1761. 202 ISSSSEEE Mel. An Wasserflüssen Babylon. Straßburg 1525. 1. Ich kom⸗=me, Herr, und su⸗che dich,/ müh⸗se⸗lig und —— mein Er⸗ 1191 ⸗mer, 155 6655 des Wunders dei⸗ ö —— be ⸗la⸗ den; ner Gna⸗ den! Ich lie ⸗ge hier vor dei⸗nem Thron,/ Sohn ... ——...— ö—8.3— 8— ö Got⸗tes und des Menschen Sohn,/mich dei⸗ner zu ge⸗ trösten j/ 197 935 au Abenomahl ——.— ich füh⸗ 355 mei⸗ner Sün⸗den Müh;/ ich h che Ruh und —— fin ⸗de sie/ im Glauben der Er⸗löõ ⸗ ⸗ sten. 2. Dich bet ich zuversichtlich an,/ du bist das Heil der Sünder,/ du hast die hanoͤschrift abgetan,/ und wir sind Gottes Kinoͤer./ Ich denk an oͤeines Leidens Macht/ und an dein Wort: Es ist vollbrachtl/ Du hast mein Heil veroͤienet:/ du hast für mich oich oͤargestellt;/ Gott war in oͤir und hat die Welt/ in oͤir mit sich versühnet. 3. So freue dich, mein herz, in mirl/ Er tilget deine Sünden/ und läßt in seinem Mahle hier/ dich Gnad um Gnade finden./ Du rufst, und er erhört dich schon,/ spricht liebreich: Sei getrost, mein Sohn,/ die Schuld ist dir vergeben;/ du bist in meinen Tod getauft,/ und du wirst dem, der dich erkauft,/ von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit;/ bewahr es hier im Glauben,/ und laß durch keine Sicherheit/ dir deine Krone rauben./ Sieh, ich vereine mich mit dir,/ ich bin der Weinstock, bleib an mir,/ so wirst du Früchte bringen./ Ich helfe dir, ich stärke dich,/ und durch die Liebe gegen mich/ wird dͤir der Sieg gelingen.“ 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot,/ ich will es treu erfüllen/ und bitte dich durch deinen Tod/ um Kraft zu meinem Willen./ Laß mich von nun an würdig sein,/ mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn/ und deinen Tod zu preisen;/ laß mich den Ernst der heiligung/ durch eine wahre Besserung/ mir und der Welt beweisen! Christian Fürchte gott Gellert, 4 1769. Schmücke dich, Mel. Nr. 196. 203 o liebe Seele. 1. Jesu, Freund der Menschenkinder,/ Heiland der verlornen Sünder,/ der zur Sühnung unsrer Schulden/ Rreuzesschmach hat wollen dulden,/ wer kann fassen das Erbarmen,/ das du trägest mit uns Armen!/ In der Schar erlöster Brüder/ fall ich dankend vor dir nieder. +. + ö ——— I ———2 ——— 198 —..— E Das heilige Abenoͤmahl 20⁴ 2. Ja, auch mir strömt Heil und Segen,/ Herr, aus deiner Füll entgegen;/ in dem Elend meiner Sünden/ soll bei dir ich Hilfe finden;/ meine Schuld willst ͤu bedecken,/ mich befrein von Furcht und Schrecken,/ willst ein ewig selig Leben/ als des Glaubens Frucht mir geben. 5. Herr, oͤu kommst, dich mit oen deinen/ in dem Nachtmahl zu vereinen/ oͤu, der Weinstock, gibst den Reben/ neue Rraft zum neuen Leben./ Nun, so steh bei mir und stärke/ mich zu jedem guten Werke;/ hilf, daß ich die Lust der Sünde/ durch dich krästig überwinde. 4. Nun, so sei der Bund erneuet,/ unser herz oͤir ganz geweihetl/ Auf dein Vorbilò wolln wir sehen/ und dir nach, mein heilano, gehen./ Schaff ein neues herz uns Sündern,/ mache uns zu Gotteskindern,/ die oͤir leben, leiden, sterben,/ dͤeine Herrlichkeit zu erben. 5. Großes Abenomahl der Frommen,/ Tag des heils, wann wirst oͤu kommen,/ daß wir mit der Engel Chören,/ Herr, dich schaun und ewig ehren?/ Halleluja, welche Freuden/ sind die drüchte deiner Leiden!/ Danket, danket, fromme Herzen,/ ewig ihm für seine Schmerzen. Kaspar Lavater, + 1801. Mel. Nr. 175. 204 rust uns die Stimme. 1. Herr, oͤu wollst uns vollbereiten/ zu deines Mahles Selig⸗ keiten,/ sei mitten unter uns, o Gottl/ Laß uns, Leben zu emp⸗ fahen,/ mit glaubensvollem Herzen nahen,/ uno sprich uns los von Sünd und Tod./ Wir sind, o Jesu, dein;/ oͤein laß uns ewig sein!/ Amen, Amen!/ Anbetung dir!/ Einst feiern wir/ das große Abenoͤmahl bei dir. 2. NLehmt und eßt zum ewgen Leben/ das Brot, das euch der herr gegeben;/ die Gnade Jesu sei mit euchl/ Nehmt und trinkt zum ewgen Leben/ den Relch des heils, auch euch gegeben,/ ererbt, ererbt des Mittlers Reich!/ Wacht, eure Seele sei/ bis in den Tod getreul/ Amen! Amen!/ Der Weg ist schmal;/ klein ist die dahl,/ die dort eingeht zum Abenoͤmahl. Friedr. Gottlieb Klopstock, 4 1805. 19 20⁰5 Das heilige Rldendmahl Mel. Herzlich tut —4 verlangen. 205 Hans Leo Haßler, 1601. **.——— I—...——.8————— Ie =.— V an könnt ich sein ver⸗ ges⸗ sen,/ der mein noch nie ver⸗ Kann ich die Lieb er⸗mes⸗sen,/ da⸗durch mein Herz ge⸗ SEEEE * x — 2 2 *——3— A; — — — Le⸗ben neu,/ und stets quillt aus dem Her⸗zen/ ihm neu⸗e 2 QI. — Lieb und Treul 2. Wie sollt ich ihn nicht lieben,/ der mir so hold sich zeigt?ꝰ/ Wie jemals ihn betrüben,/ der so zu mir sich neigt?/ Er, oͤer ans Kreuz erhoben,/ getragen meine Schmach,/ ruft er mir nicht von oben:/ Komm, folge oͤu mir nachl 3. Ich will ihn ewig lieben,/ der mir aus Todesnacht,/ von mei⸗ nem Schmerz getrieben,/ Unsterblichkeit gebracht;/ der noch zur lehten Stunde/ mir reicht die treue and,/ daß mich kein deind verwunde/ im Lauf zum Heimatland. 4. Er gibt zum heilgen Pfande/ mir seinen Leib, sein Blut,/ hebt mich aus Nacht und Schande,/ füllt mich mit himmelsmut,/ will selber in mir thronen/ mit heilgem Gnadenschein./ Sollt ich bei ihm nicht wohnen?/ in ihm nicht selig sein? 5. Bei dreuden und bei Schmerzen/ durchleuchte mich dein Bilo// wie du, o Herz der herzen,/ geblutet hast so mild!/ Mein Lieben und mein Hoffen,/ mein Dulden weih ich dir./ Laß mir die heimat offen/ und dein Herz flür und für! Christian Kern, 4 1835, 20 —————— Das heilige Abenoͤmahl Mel. Zeuch ein zu oͤeinen 206 CToren(oder wie Nr. 65). 20 Johann Crüger, 1653. EEE 1. Rommt her, ihr seid ge⸗la⸗ denj/ der hei⸗land ru⸗ fet der treu⸗e herr oͤer Gnaden,/ an hulo und Lie ⸗be I LI rih der Erò und Him⸗mel lenkt,/ will Gastmahl mit euch i hal⸗ten/ und wun⸗der⸗bar ge⸗stal⸗ten,„ was er in . II — ö II Lie⸗be schenkt. 2. Rommt her, verzagte Sünder,/ und werft die Angste wegʒ/ kommt her, versöhnte Kinder,/ hier ist der Lebensstegl/ Empfangt die Himmelslust,/ die heilge Geistesspeise,/ die auf verborgne Weise/ erquicket jede Brust. 3. Rommt her, betrübte Seelen,/ oͤie Not und Jammer örückt,/ mit Gott euch zu vermählen,/ der wunderbar beglückt./ Kommt, legt auf ewig ab/ der Sünde bange Säumnis;/ empfanget das Geheimnis,/ das Gott vom Himmel gab. 4. O Wonne kranker herzen,/ die mir von oben kam!/ Ver⸗ schwunden sind die Schmerzen,/ getröstet ist der Gram/ was von dem Himmel fleußt,/ hat lieblich sich ergossen;/ mein Herz ist gar durchflossen/ vom süßen Liebesgeist. 5. Drum jauchze, meine Seele,/ hell aus der Sündennachtj/ verkünde und erzäͤhle/ die tiefe Wundermacht,/ oͤie unermeßlich süß,/ ein Born der Liebe, quillet/ und jeden Jammer stillet,/ der fast verzweifeln ließ. 2⁰¹ ‚ ö Das heilige Abenömahl meine Seele,/ ͤrum jauchze deinem herrnj/ le/ die Gnade. nah und fern,/ den Wunder⸗ lge himmelsspeise// die auf verborgne Weise/ Ernst Moritz Arnot, 4 1860. 6. Drum jauchze, verkünde und erzäh born im Blut,/ die se dir gibt das höchste Gut. (Nach der Feier des heiligen Abendmahls.) Mel. Nr. 369. 207 Got, dern Herren 1. Ogesu, meine Wonne/⸗ du meiner Seelen Sonne//du§reund⸗ lichster auf Erden,/ laß mich dir dankbar werden! 2. Wie kann ich gnugsam schähen/ dies himmlische Ergõtzen/ und diese teuren Gaben,/ die uns gestärket haben? Z. Wie soll ich dirs verdanken,/ o Herr, daß du mich Kranken/ gespeiset und getränket,/ ja selbst dich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von herzen/ für alle deine Schmerzen/ dir dank ich für dein Leiden,/ den Ursprung meiner§reuden. 5. Dir dank ich für dein Lieben,/ das stanohaft ist geblieben j/ dir dank ich für dein Sterben,/ das mich dein Reich läßt erben. 6. du wollest ja die Sünde,/ die ich noch in mir finde,/ aus meinem herzen treiben /und kräftig in mir bleiben! 7. Laß mich sie ernstlich meiden,/ laß mich geduldig leiden/ laß mich mit Andacht beten,/ von deinem Weg nie treten! 8. So kann ich nicht verderben,/ oͤrauf will ich selig sterben/ und freudig auferstehen,/ o Jesu, dich zu sehen. Zohann Rist, T 1067. Mel. Zesu, meines Lebens Leben. 208 Christoph Anton, 1651. 29.——— ——. ket Gott mit dreu⸗den// dan⸗ket ihm mit Se⸗lig⸗kei⸗ ten/ die ·ses heil⸗gen 1 dan⸗ket, dan Macht die gro⸗sen mah 39 Sand⸗ was der Herr für Snaden schenket,/ da er 56 20² Das heilige Abenoͤmahl 209 , w n,s.— selbst uns speist und trän⸗ket;/ öan⸗ket ihm vor dem Al⸗ tar// daß er uns so freunoͤlich war. 2. Ja, wir preisen Gottes Güte,/ denn sie währet ewiglich./ O wie freut sich das Gemüte,/ daß der Herr so gnädig sich gegen uns auch jetzt erwiesenl/ Immerdar sei er gepriesen;/ groß ist seine hulò undò Treu;/ sie war diesesmal auch neu. 5. Heilig, heilig, heilig werde,/ Gott, dein Ram uns mehr und mehr// alle himmel samt der Erde/ zeugen laut von deiner Ehr./ Dir, Herr, singen Seraphinen/ oͤreimal heilig, die dir dienen/ oroben in dem Heiligtum/ schallet deines Namens Ruhm. 4. Gott, der herr und Vater segne/ uns in seinem lieben Sohnʒ/ und des Vaters Sohn begegne/ uns von seinem Gnadenthron;/ und der Herr, der Geist, bereite/ uns zur Herrlichkeit uno leite/ uns zu seinem frieden! Jal/ Amen! sprecht Halleluja! Nikolaus Kayser, 4 1800. O daß ich t ö Mel. Nr. 140. 209 Iungen vatte, 1. Nimm hin den Dank für deine Liebe,/ erhöhter Mittler, Jesu Christl/ Gib, daß ich dich nicht mehr betrübe,/ der du für mich ge⸗ storben bist;/ laß deines Leiüens Angst und Pein/ mir immerdar vor Augen sein. 2. Im Streite hilf mir überwinden/ und stärke mich zu jeder Pflicht;/ bewahre mich vor neuen Sünden,/ verlaß mich in Ver⸗ suchung nicht,/ und dein für mich vergosnes Blut/ schenk mir im Todeskampfe Mut. ö 3. Hilf, daß ich deines Leibes Glieder,/ die heut dein Heil, wie mich, erfreut,/ von herzen lieb als meine Brüder,/ als Erben einer herrlichkeit./ Wir haben Einen Herrn und Gott,/ uns speist und tränkt Ein RKelch, Ein Brot. 21⁰ ö ö Das 6 heibor Abenomahl 4. Wie jetzt, o Herr, in deinem Namen/ dein Volk vor dir ver⸗ sammelt war,/ so bring einst wieder uns zusammen,/ daß wir mit deiner Engelschar,/ anbetend als doein Eigentum,/ stets preisen deines Namens Ruhm. Georg ZJoachim Follikofer, 4 1788, und Kaspar Lavater, 4 1801. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. I.— enen, SISII. ollbracht ist nun die heil⸗ge Fei⸗ er;/ ver⸗kün⸗det O dein Ge⸗dächt⸗nis sei uns teu⸗er/ und un⸗ver⸗ 21 0 J. A. Freylinghausen, Halle 1704. 1287 E II I E E IIII XIII ward von uns dein Tod. geß ⸗lich dein Ge⸗bot! 1 J L 2 1 EREEEEEEE EI—4 P 2 2— in uns er⸗kal⸗ ten und ver⸗ gehn; laß wür⸗dig einst am ——— x— IN . Rro⸗nen⸗zie le,/ 3 0 dei⸗ ne Herr⸗lich⸗keit uns sehnl J. Christian Wagner, 4 1825. Laß nie des himmels Vor⸗ge⸗füh⸗le/ 20⁴ 0 —— — SSSI SS SD 5 4 V— retr WMvorneumund neumzig Gerochter SS— SSSSSSSSSSSSIEE 211212 Wieoͤergeburt und Heiligung 21 1 Georg Winer, 1648. ——.— —.———————— 1. Schaf⸗fe in mir, Gott, ein rei⸗nes her⸗ze 350 ——* 2 — H 3 ö— 7 P P IIIIIIIFFIFT T 4—.—.—.—.. E ver⸗wirf mich 655 von dei⸗nem An⸗ ge⸗sicht, von dei⸗ nem m X—1 N — II —3—5 SEEEEEEE An⸗ge⸗sicht unòd nimm dei⸗ nen hei⸗li⸗gen Geist nicht von mir. Psalm 51, v. 12, 13. 21 2 wittenberg 1524. ö E— SꝗSISIꝑSꝑꝑꝑꝑEI —..— 2—*——— 1. Aus tie⸗fer Not schrei ich zu dir// Herr Gott, er⸗hör mein Dein gnä⸗oig Ohr neig 65 zu mir/ und mei⸗ner Bitt es 1— 1=——.— 5. . dri, mne SS 2—— we⸗ denn so du willst das se⸗hen an,/ was Sünd und —————— —.— 5%e e.,. An⸗recht sst ge⸗tan;/ wer kann, herr, vor dir blei ⸗ben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst,/ die Sünde zu vergeben;/ es ist doch unser Tun umsonst/ auch in dem besten Leben;/ vor dir niemand sich rühmen kannz/ des muß dich fürchten jedermann/ und deiner Gnaden leben. 20 2**—*—8—93——— Buße 3. Darum auf Gott will hoffen ich,/ auf mein Verdienst nicht bauen/ auf ihn allein verlassen mich/ und seiner Güte trauen,/ die mir zusagt sein wertes Wort/ das ist mein Trost und treuer hort// des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht/ und wieder an den Morgen,/ boch soll mein Herz an Gottes Macht/ verzweifeln nicht noch sorgen./ So tu das Volk von rechter Art,/ das aus dem Geist erzeuget ward,/ und seines Gottes harre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel,/ bei Gott ist viel mehr Onaden/ sein hand zu helfen hat kein Ziel,/ wie groß auch sei der Schaden./ Er ist allein der gute Hirt,/ der Israel erlösen wird/ aus seinen Sünoͤen allen. Martin Luther, 4 1546. 21 3 Wittenberg 1541. ν —.— n——.— —— 1. Al⸗lein zu dir, herr Je⸗ su Christ,/ mein Hoffnung ich weiß, daß du mein Trö⸗ ster bist,/ kein Trost mag —.— B.S............ steht auf Er ⸗ den Sberninn fft ri mir sonst wer ⸗ gen. von An⸗ be⸗ginn ist nichts er —2——————— .SI..................— korn,/ auf Er⸗den ward kein Mensch geborn,/ dᷣer mir aus Nö⸗ten ů 1— 19—½3.D— PPPII..IIIIIIITTITIII *— hel⸗fen kannj /dich ruf ich an,/ du bist der rech⸗ te — — — 4 — hel⸗fers ⸗mann. 2. Mein Süno ist schwer und lübergroß/ und reuet mich von herzen;/ derselben mach mich frei und los/ durch deinen Tod und 20⁷ 213 Schmerzen/ und nimm dich mein beim Vater an,/ oͤer du für mich genug getan,/ so wero ich los der Sünden Last;/ mein Glaub er⸗ faßt,/ was du mir, Herr, versprochen hast. 3. Ach, stärk durch dein Barmherzigkeit/ in mir ein recht Ver⸗ trauen,/auf daß ich oͤeine ẽreunoͤlichkeit/ mög inniglich anschauenj/ vor allen Dingen lieben oͤich/ unòd meinen Nächsten gleich als mich./ Send mir dein Hilf am letzten End,/ damit behend/ des Todes Graun sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron,/ dem Vater aller Güte,/ 9 seinem werten heilgen Geist,/ der uns seinꝰ Hilfe allzeit leist,/ daß— und Jesu Christo, seinem Sohn,/ der uns allzeit behüte,/ und wir ihm wohlgefällig sein/ hier in der Zeit/ und dort hernach in— Ewigkeit. v. 1-3 von Konrad Hubert, 4 1577. mel. Erhalt uns, herr, ö bei deinem Wort. 1 21 4 Wittenberg 1545. 24 un ,n. ö ——.—.—.—. x. 1. O from⸗mer und ge⸗treu⸗er 6604405 hab ge⸗bro⸗chen ————— Hr,—..— dein Ge⸗bot/ und sehr ge⸗ sün oͤigt wi⸗der oͤichl/ Das E ist mir leib und reu⸗et mich. 2. Weil aber du, o gnädger Gott,/ nicht Lust hast an des Sünders Too,/ so ist dein herzliches Begehr,/ daß ich mich wieder zu dir kehr. 3. Auf dies Wort, lieber Vater fromm,/ ich armer Sünder zu dir komm/ und bitt ourch deines Sohnes Tod:/ Erbarm dich mein in meiner Notl! 4. Verschon, o herr, laß deine huld/ zudecken alle meine Schulo/ so werd ich arm verlornes Kind/ leoͤig und los all meiner Sünd. 5. Ich will, o Herr, nach deinem Wort/ mich bessern, leben fromm hinfort,/ damit ich mög nach dieser Zeit/ gelangen zu der Seligkeit. 143 get 20⁸ — 5ünders dir kehr. inder zu ich mein Schuld/ er Sünd, n, leben ungen zu 1043 Buße 215 216 ö 21 5 Lelpzig 1625 .... + 1. Ach Gott und Herr,/ wie groß und schwer/ sind meinꝰ be⸗ ———.— gang⸗ne Sün⸗den!/ Da ist nie⸗mand,/ der hel⸗fen kann,/ in = A 4+— II .—II die⸗ser Welt zu fin⸗den. 2. Lief ich gleich weit/ zu dieser Zeit/ bis an der Eroen Enden/ und wollt los sein/ des Elenos mein,/ würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich,/ verstoß mich nicht,/ wie ichs wohl hab ver⸗ dienet./ Ach, geh doch nicht,/ Gott, ins Gericht;/ dein Sohn hat mich versühnet. 4. Solls ja so sein,/ daß Straf und Pein/ auf Sünde folgen müs⸗ sen,/ so fahr hie fort/ und schone dort/ und laß mich hier wohl büßen. 5. Gib, Herr, Geduld,/ vergiß die Schuld,/ schaff ein gehorsam herze,/ daß ich mein Heil,/ mein bestes Teil,/ durch Murren nicht verscherze. 6. Hanole mit mir,/ wies dünket dir,/ ich will es gerne leioen/ nur wollst oͤu mich/ nicht ewiglich/ von deiner Gnaoͤe scheioen. Jena 1613. Mel. Ur. 212. 216 shest ich zu die. 1. OVater der Barmherzigkeit,/ ich falle dir zu dußej/ verstoß den nicht/ der zu dir schreit/ und tut noch enoͤlich Bußel/ Was ich began⸗ gen wider dich, /verzeih mir alles gnädiglich/ durch deine große Güte. 2. Durch deiner Allmacht Wundertat/ nimm von mir, was mich quälet;/ durch deine Weisheit schaffe Rat/ in allem, wo mirs fehlet/ gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk,/ daß ich mit dir all meine Werk/ anfange und vollende. 5. O Jesu Christe, der du hast/ am Kreuze für mich Armen/ getragen aller Sünden Last,/ wollst meiner dich erbarmen!/ O 14 209 ö„‚, Buße Gottes und des Menschen Sohn,/ erbarm oͤich mein und mein verschon,/ hör auf mein kläglich Rufen! 4. O heilger Geist, du wahres Licht,/ Regierer der Gedanken,/ wenn mich die Sündenlust anficht,/ laß mich von oͤir nicht wanken:/ verleih, daß nun unòd nimmermehr/ Begierd nach Reichtum, Lust und Ehr/ in meinem herzen herrsche. 5. Und wenn mein Stünoͤlein kommen ist,/ so hilf mir treulich kämpfen,/ daß ich des Satans Trutz und List/ durch Christi Sieg mag dämpfen,/ auf daß mir Krankheit, Angst und Not/ und dann der letzte Feind, der Tod,/ nur sei die Tür zum Leben. Daulo Oenicke, 4 1680. ö hüter, wiro o Mel. Nr. 375. 217 nacht der Eünden 1. Ach, was bin ich, mein Erretter/ und Vertreter/ bei dem un⸗ sichtbaren Licht?/ Ich verzag in meinem Mute;/ denn das Gute,/ das ich will, das tu ich nicht. 2. Nch, was bin ich mein Erbarmer?/ Sieh, ich Armer/ bin ein schwankes Rohr im Wind;/ wie ein Weberschifflein schießet,/ so verfließet/ meines Lebens Lauf geschwind. 3. Ach, was bin ich, mein Erlöser?/ Immer böser/ find ich meiner ö Seele Stand;/ oͤrum, mein helfer, nicht verweile,/ Jesu, eile,/ reiche mir die Gnadenhand! 4. Nch, wann wirst oͤu mich erheben/ zu dem Leben?/ Komm, ach komm und hilf mir doch!/ demut kann dich bald bewegen,/ lauter Segen/ wirst oͤu lassen fließen noch. 5. Trotzig ist, o Gott, mein Herze,/ mir zum Schmerze,/ ja, es ist mir leid dazul/ höre mich, hör an das Quälen;/ Arzt der Seelen,/ schaffe meinem Herzen Ruhl 6. Gib, daß mir der Tod nicht schade;/ herr, gib Gnade,/ laß mich sein dein liebes KRinol/ Ein demütiger und Kleiner,/ aber Mel. N ö 2 Rendet hat. 21 8 Ddresden 1667. I*. +. 42 ——— +— —. grin.———— 1. Mein Gott, das Herz ich brin⸗ge dir„ als Ga⸗be Reiner/ enoͤlich Ruh und Gnaoͤe finot. Zoachim Neander, 16890. uße nein en,/ en:/ „Lust eulich Sieg dann 1 1680. oird die zünden m un⸗ Bute,/ er/ bin ießet,/ ö meiner KRomm, vegen,/ „Ija, es ö Rrʒt der de// laß er,/ aber er, 1 1680. sden 1667. —— ——— Ga⸗ be Buße 219 ..II é—— 0 x öSS x und Ge⸗schenk;/ du for⸗derst die⸗ses ja von mir,/ oͤes DD.‚‚..—..— ö ö .. 2* bin ich ein⸗ge⸗denk. 2.„Gib mir, mein Sohn, dein herz“, sprichst du,/„das ist mir lieb und wert;/ du findest anders auch nicht Ruh/ im Himmel und auf Erd.“ 3. Nun, du, mein Vater, nimm es an,/ mein herz, veracht es nicht./ Ich gebs, so gut ichs geben kann;/ kehr zu mir dein Gesichtl 4. zwar ist es voller Sündenlust/ und voller Eitelkeit,/ des Guten aber unbewußt/ und wahrer Frömmigkeit. 5. Doch aber steht es nun in Reu,/ fühlt seinen Ubelstand/ und träget jetzt vor allem Scheu,/ daran es Lust erst fand. 6. Schenk mir, Herr Christ, nach oͤeiner huld/ Gerechtigkeit und heil;/ nimm von mir meine Sündenschuld/ und meiner Strafe Teil. 7. O heilger Geist, nimm du auch mich/ in die Gemeinschaft ein;/ ergieß um Jesu willen dich/ tief in mein Herz hinein. 8. Dein göttlich Licht ström in mich aus/ und Glut der reinen Lieb/ tilg dinsternis, haß, Falschheit aus,/ schenk mir stets deinen Trieb. 9. Hilf, daß ich sei von herzen treu/ im Glauben dir, mein Gott,/ daß mich im Guten nicht mach scheu/ der Welt List, Macht und Spott. 10. Hilf, daß ich sei von Herzen fest/ in Hoffen und Geoͤulo,/ daß, wenn auch alles mich verläßt,/ mich tröste deine huld. 11. Hilf, daß ich sei von herzen rein/ im Lieben und erweis,/ daß mein Tun nicht sei Heuchelschein,/ durch Werke dir zum Preis. 12. Nimm ganz, o Gott, zum Tempel ein/ mein Herz hier in der Zeit;/ ja, laß es deine Wohnung sein/ auch in der Ewigkeit. Kaspar Schade, 4 1698. mel. Wer weiß, wie uahe mir mein Ende. 21 9 17³8. E—————.—— 1* + 4. Ich ar⸗ mer Mensch, ich ar⸗mer Sün⸗der/ steh Ach Gott, ach Gott, ver⸗fahr ge⸗lin⸗der/ und — 14* 211 N aaͤrmer Sünder hör:/„Geh hin, oͤie Sünd ist dir vergeben;/ nur flündige hinfort nicht mehr!“/ Erbarme dich, erbarme dich,/ Gott, Mel. Zeuch meinen Geist, 220 2²⁰ Buße ————..— hier vor Got⸗tes An⸗ge⸗sicht! Ihar 5 geh nicht mit mir ins Ge⸗kicht! ars une dich, enr⸗ zinmnn 3———— ———0— bar⸗me dich,/ Gott, mein Er⸗bar⸗mer, ü⸗ber mich! 2. Wie ist mir doch so angst und bange,/ wie kränkt mich meine große Sünoͤl/ Hilf, daß ich wieder Gnad erlange,/ ich armes und verlornes Kind!/ Erbarme oͤich, erbarme dich,/ Gott, mein Er⸗ barmer, liber mich! 3. Hör, ach erhör mein seufzend Schreien/ und neig zu mir dein Vaterherz;/ wollst alle Sünden mir verzeihen/ und lindern meines herzens Schmerz!/ Erbarme dich, erbarme dich,/ Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Nicht wie ich hab verschuloͤet, lohne/ und hanoͤle nicht nach meiner Sünd;/ o treuer Vater, schone, schone,/ erkenn mich wieder als dein Rino!/ Erbarme dich, erbarme dich,/ Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben;/ sprich, daß ich mein Erbarmer, über mich! 6. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret,/ erhöret bin ich zweifels⸗ ö frei/ weil sich der Trost im Herzen mehret,/ oͤrum will ich enoen ö mein Geschrei./ Ich weiß ja, du erbarmest dich,/ Gott, mein Er⸗ barmer, über mich! Christoph Titius, 4 1705. ktris melne Sinnon. Uürnberg 1684. I 49 2—— 2.... E— ö 1. Hier legt mein Sinn sich vor oͤir nie der,/ mein 2e *** Buße 221 12— +.—————83 ————.———— — 111. ö x—— Geist sucht sei⸗ nen Ur⸗sprung wie⸗der;/ Herr, dein er⸗freu⸗end j— 1 ——4 IIISDE n⸗ ge⸗sicht/ auf mei⸗ ne Ar⸗mut gnä⸗dig richt. 2. Schau her, ich fühle mein Verderben;/ laß mich in Christi Tode sterbenj/ o möchte doch in seiner Pein/ die Eigenheit ertoötet sein. 3. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe/ und mich in deinen Wegen übej/ jedoch ist von Unlauterkeit/ die Liebe noch nicht ganz befreit. 4. Ich muß noch mehr auf dieser Erden/ durch deinen Geist ge⸗ heiligt werden j/ der Sinn muß tiefer in dich gehn,/ der duß muß unbeweglich stehn. 5. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten,/ hier gelten nichts der Menschen Taten;/ wer macht sein Herz wohl selber reinꝰ?/ Es muß oͤurch dich gewirket sein. 6. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben:/ du bist noch immer treu geblieben./ Ich weiß gewiß, du stehst mir bei/ und machst mich von mir selber frei. 7. Indessen will ich treulich kämpfen/ und stets die falsche Regung dämpfen,/ bis du dir deine Zeit ersiehst/ und aus der Slinde RNetz mich ziehst. 8. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen:/ Gott hat dͤer Hölle Macht geschlagen,/ Gott führt mich aus dem RKampf und Streit/ in seine Ruh und Sicherheit. 9. Drum will die Sorge meiner Seelen/ ich dir, mein Vater, — ganz befehlen./ Ach oͤrücke tief in meinen Sinn,/ daß ich in dir schon selig bin! Christian§riedrich Richter, 4 1711. Mel. An Wasser⸗ flüssen Baby.on. 9 + +. —..— 2,. . 1. O Kö⸗nig, oͤes⸗ sen Ma⸗ je⸗stät/ weit lü⸗ ber dem Erd und Meer zu dien⸗ste steht,/ vor dem die Straßburg 1525. ö— I 213 — e al ⸗äles stei⸗get, rnenelt Lenner Welt sich nei⸗get, der Him⸗mel ist oͤein hel⸗les Rleid// PB.rre du bist voll Macht und Herr⸗lich⸗keit,/ sehr groß unòd wun⸗der⸗ S tä⸗tig./ Ich Ar⸗ 09— ich ver⸗mag 6653 Hlättat 5.......... —— De. dei ner Ehr: ie sei mir Sünder gna digl 2. Hier steh ich, wie der Zöllner tat,/ beschämet und von ferne,/ ich suche deine Hhilf unòd Gnad,/ o herr, von herzen gerne./ doch weil ich voller Fehler bin/ uno, wo ich mich nur wenoͤe hin,/ des Ruhmes vor dir leoͤig,/ so schlag ich nieder mein Gesicht/ vor dir, oͤu reines himmelslicht:/ Gott, sei mir Sünder gnäoͤig! 3. Die Schuloen, der ich mir bewußt,/ durchängsten mein Ge⸗ wissen;/ oͤrum schlag ich reuig an die Brust/ und will von Herzen büßen./ Ich bin, o Vater, ja nicht wert,/ daß ich noch wanoͤle auf der Erod;/ doch weil oͤu winkst, so bet ich/ mit ganz zerknirschtem, bangem Geist,/ der gleichwohl dich noch Vater heißt:/ Gott, sei mir Sünder gnäoͤig! 4. Mein Vater, schaue Jesum an,/ den Heiland aller Sünder,/ der für oͤie Welt genug getan,/ oͤurch den wir Gottes Kinder/ im gläubigen Vertrauen sind:/ der ists, bei dem ich Ruhe fino,/ sein herz ist ja guttätig./ Ich fasse ihn und laß ihn nicht,/ bis dir oͤas Herz mitleioͤig bricht:/ Gott, sei mir Sünder gnädͤig! 5. Regiere doch mein herz und ꝗ Sinn/ in diesem ganzen Leben/ du bist mein Gott, und was ich bin,/ bleibt ewig dir ergeben./ Ach, heilige mich ganz und gar,/ laß meinen Glauben immeroar/ sein oͤurch die Liebe tätig./ Und geht es nicht so, wie ich soll,/ so ruf ich, wie mein Herz ist voll:/ Gott, sei mir Sünder gnädig! 21⁴ Bube 222.223 6. Mein Leben und mein Sterben ruht/ allein auf deiner Gnade/ mir geh es böse oder gut,/ gib nur, oaß es nicht schaͤde./ RKommt dann das letzte Stünoͤlein an,/ so sei mir auf der Todesbahn,/ mein Jesu, selbst noch gnädig./ Und wenn ich nicht mehr sprechen kann,/ so nimm den lehten Seufzer an:„Gott, sei mir Sünder gnädig! valentin Ernst Löscher, 4 1749. 222 1. An dir allein, an dir hab ich gesündigt/ und übel oft an dir getan./ Du siehst die Schuld, die mir den Fluch verkündigt,/ sieh, Gott, auch meinen Jammer an! 2. Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen,/ und meine Tränen sind vor dir./ Ich Gott, mein Gott, wie lange soll ich sorgen?/ Wie lang entfernst du dich von mir? 3. Herr, hanoͤle nicht mit mir nach meinen Sünden,/ vergilt mir nicht nach meiner Schuld!/ Ich suche dich: laß mich dein Ant⸗ litz finden,/ du Gott der Langmut und Geduloͤ! 4. Früih wollst du mich mit deiner Gnade füllen, Gott, Vater der Barmherzigkeit!/ Erfreue mich um deines Sohnes willen;/ du bist ein Gott, der gern erfreut! 5. Laß deinen Weg mich wieder freuoig wallen/ und lehre du dein heilig Recht/ mich täglich tun nach deinem Wohlgefallen;/ du bist mein Gott, ich bin dein Knecht! 0. Herr, eile, du, mein Schutz, mir beizustehen,/ und leite mich auf ebner Bahn!/ Er hört mein Schrein, der herr erhört mein dlehen/ und nimmt sich meiner Seele an. Christian Fürchte gott Sellert, 4 1769. Mel. Wie nach ö einer Wasserquelle. 223 Französischer Psalter, 1851. 4 FI * ö— ö ö ö 5— ö—.— f ö SSIIII.. TITAIII — 1. Gott, vor des⸗ sen An ⸗ge ⸗sich=te/ nur ein rei⸗ ner ews ges Licht, aus des⸗fen Lich ote/ nichts als rein⸗ste ö 1I—.———.— ö Wan⸗del gilt, Rlar⸗ heit quillt, laß uns doch zu je⸗der Zeit dei⸗nen 2¹⁵ 1 PTTTTT 0 ö —.————.— 2——— Strahl der Hei⸗lig ⸗keit/ so durch Herz und See⸗le oͤrin⸗gen,/ ft ——.— .— ö.—— daß auch wir nach heilgung rin ⸗H gen. x— 2. Du bist rein im Werk und Wesen,/ und oͤein unbeflecktes Kleid,, das von Ewigkeit gewesen,/ ist die reinste heiligkeit./ Du bist heilig, 2 aber wir,/ großer Schöpfer, stehn vor oͤir/ wie in einem Kleid ich voll Flecken,/ die wir dir umsonst verstecken. Let 3. Was dein Geist und Herze sinnet,/ was dein weiser Wille ö tut,/ was dein starker Arm beginnet,/ ist stets heilig, rein und Er gut./ Und so bleibst du ewiglich, während wir auf Eroͤen dich/ Eil durch das Böse, das wir üben,/ stets von Jugend auf betrüben. 4. Herr, du willst, daß deine Rinder/ deinem Bilde ähnlich sein./ lei Es besteht vor dir kein Sünder,/ denn du bist vollkommen rein;/ Wa du bist nur der rommen Freund,/ Ubeltätern bist du Feind;/ wer„ beharrt in seinen Sünden,/ kann vor dir nicht Gnaoe finden. ö‚ gib 5. Uns von Sünden zu erlösen,/ gibst du deinen Sohn dahin;/ Bi o so reinige vom Bösen/ oͤurch ihn unsern ganzen Sinn./ Gib uns, wie dein Wort verheißt,/ gib uns deinen guten Geist,/ daß er un⸗ sern Geist regiere/ und zu allem Guten führe. 6. Hilf, o Vater, unsern Seelen,/ glaubensvoll auf dich zu sehn,/ deinen ewgen Weg zu wählen/ und ihn ohne Falsch zu gehn,/ bis wir mit der selgen Schar/ der Erlösten immerdar/ Heilig! Heilig! heiligl singen/ und die reinsten Opfer bringen! ö Joh. Christian Zimmermann, + 1785. Mel. Sieh, hier bin c, Ehreniönig⸗ 224 Darmstabt 165ö . 5———— + +* T+A 0 1— 1. Mei⸗ne See⸗le,/ vol⸗ler Feh⸗le,/ su⸗chet in dem 1 I. ů 1— J... Dun⸗keln Licht;/ Je⸗ su, nei⸗ ge/ dich und zei⸗ ge/ mir dein — w.? tröst ⸗lich An?ge⸗sicht;/ auf mein Fle ⸗hen/ laß dich ö ö SES— 42.—. 265*——— se⸗ hen/ und ver⸗ birg dich län⸗ger nichtl 2. Ich empfinde,/ meine Sünde/ sei an allem Rummer schuld// ich gestehe/ dirs und flehe/ um Vergebung und Geduld./ Du, mein Leben,/ kannst mir geben/ neue hilfe, neue Hulo. 3. Ach, von herzen/ und mit Schmerzen/ such ich dich, mein Trost und Heil./ Wie so lange/ ist es bange/ meiner Seelel Romm in Eil,/ laß dich nieder,/ komme wieder,/ meines herzens bestes Teil! 4. Richtig wandͤeln,/ weise handeln,/ wollst du künstig mir ver⸗ leihn;/ gib die Triebe/ reiner Liebe/ voller in mein Herz hinein./ Welch ein Segen/ ist zugegen,/ wenn es heißt: oͤu mein, ich dein! 5. Lehre, leite,/ vollbereite/ mich, wie ou mich haben willst;/ gib mir Klarheit,/ Geist und Wahrheit,/ daß ich gleich sei deinem Biloö;/daß man merke,/ meine Stärke/ sei in dir und du mein Schild; 6. Bis im Lichte/ dein Gesichte/ mir sich oroben völlig zeigt,/ wenn die Deinen/ nicht mehr weinen/ und oͤie Klagestimme schweigt./ Drum so zeige/ mir die Steige,/ da man auf zum Himmel steigt! Magoͤalene Sibylle Rieger, 4 1786. Wie nach einer Mel. Nr. 225. 225 Wasserquelle. 1. Höchster, oenk ich an oͤie Güte,/ die oͤu mir bisher erzeigt,/ o so wird mein ganz Gemüte/ zu der tiefsten Scham gebeugt, daß ich dich gering geschäht,/ häufig dein Gebot verletzt/ und dich, der mich so geliebet,/ mit Vergehungen betrübet. 2. Alle meine Seelenkräfte,/ meine Glieder sind ja dein,/ und sie sollten zum Geschäfte/ deines Dienstes fertig sein;/ doch ich hab dͤer Eitelkeit/ unbedachtsam sie geweiht;/ ja, zum schnöden 6 Dienst der Sünden/ ließ ich mich oft willig finden. 5. Deine huld war jeden Morgen/ über mir, o Vater, neu.) Von wie manchen schweren Sorgen/ machtest du das herz mi freil/ Was mir nützte, gabst oͤu mir;/ aber ach, wie dankt' ich dir?/ O wie hab ich so vermessen/ deines Wohltuns Zweck vergessen! 2177 Buße 4. Bei so hellem Licht der Gnaden/ sollt ich ja die Sünde fliehn/ und um Rettung von dem Schaden/ meiner Seele mich bemühn./ Deine Güte lockte mich/ oft zur Buße, aber ich/ floh vor ihrem sanften Locken,/ suchte mich selbst zu verstocken. 5. Ich erkenne meine Sünden,/ beuge mich, mein Gott, vor dirz/ laß mich bei oͤir Gnaoͤe finoen,/ neige, herr, dein Ohr zu mir!l/ Ach, vergib, was ich getan!/ Nimm mich doch erbarmend anl/ Führe mich vom Sündenpfade/ schnell zurück oͤurch deine Gnaoͤel 6. Dir ergeb ich mich aufs neue;/ gib, daß mein gebeugter Geist/ deiner Vaterhulo sich freue,/ die oein tröstend Wort verheißt./ Was dein Sohn auch mir erwarb,/ als er für die Sünder starb,/ Fried und Freude im Gewissen,/ ach, das laß auch mich genießen! 7. Stärke jelbst in meiner Seele/ den Entschluß, mich dir zu weihn;/ gib, daß mirs an Rraft nicht fehle,/ folgsam deinem Wort zu sein./ Stehe mir stets mächtig bei,/ mache du mich selbst ge⸗ treul/ Dich zu lieben, dir zu leben,/ sei mein ernstlichstes Bestreben! Nach dabricius, + 705, von Samuel diterich 4 1797. Mel. Jesu, meines Leens Leben. 22 christoph Anton, 1651. H LVE. Ich er⸗ he⸗be mein Ge⸗mü⸗ te/ sehnsuchtsvoll, mein ich er⸗ken⸗ne dei⸗ ne Gü⸗te, o wie teu⸗er n.. — .........—.—— Gott, zu dir;—— 25 12 it sie mir! Gott der Lie⸗ be und des Le⸗bens,/ kei⸗ner * é nen.———. ö——.———.—. harrt auf dich ver⸗ge⸗bens;/ nur Ver⸗äch⸗ter dei⸗ner huld/ I—.—— ö 2 stür⸗zet ih ⸗ re eig⸗ ne Schuld. . 5.,— S.S...— Buße 227 2. Lehre mich, Hherr, deine Wege,/ zeige deinen Willen mir;/ daß ich richtig wandeln möge,/ führe du mich selbst zu dir./ Gott, du siehest mein Vertrauen;/ sicher kann ich auf dich bauen,/ deine Vatertreue ist/ ewig, wie du selber bist. 3. Nch, geoͤenke, herr, der Sünden/ meiner Jugenoͤjahre nicht;/ laß mich Gnaoe vor oͤir finden,/ geh nicht mit mir ins Gericht./ Alle Sünden, die uns reuen,/ willst du, Vater, ja verzeihen./ O, so höre denn auch mich!/ Meine Seele hofft auf dich. 4. Gott, oͤu willst des Sünders Leben;/ dir ist seine Seele wert./ Gnädͤig willst ou ihm vergeben,/ wenn er sich zu oͤir bekehrt./ Mitten auf dem Sündenwege/ machst oͤu sein Gewissen rege./ Wohl oͤem, dͤer zu seiner Pflicht/ umkehrt, oͤu verwirfst ihn nicht. 5. Allen, oͤie zu dͤir sich wenden,/ über ihre Schulod betrübt,/ willst du Trost unòd Rettung senden,/ wenn ihr Herz sich oͤir er⸗ gibt./ Freude schenket deine Güte/ dem geängsteten Gemüte,/ welchem oͤu oͤie Sündenlast/ liebreich abgenommen hast. 6. Dir will ich mich denn ergeben;/ Gott, mein Gott, verlaß mich nicht!/ Laß mich immer heilig leben,/ herr, vor deinem An⸗ gesicht!/ Keine schnöoe Lust der Sünden/ soll mich ferner über⸗ winden./ Ach, bewahr, ich bitte dich,/ meinen Geist und stärke mich! Kaspar Lavater, + 1801. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 227—V28—8 15³5. 4 +.— SSISII.I......., EE + Wann kommt dͤer herr der herr⸗lich⸗keit/ mit Rünrs —.— kommt oͤer Rich⸗ter, Freud und Leid/ und Bös und 3—..—...— nrn Reiches Freuden? Gut zu scheiden? Er ist nicht fern, er ist uns nah;/ in us ö—— H e,ỹ/. un⸗serm Her⸗zen ist er daj/ du kannst ihn nimmer mei⸗den. 219 Buße 2. In unserm herzen spricht sein Spruch;/ wer mag vor ihm bestehenꝛ/ drei aufgeschlagen ist sein Buch/ mit jeglichem Ver⸗ gehen./ Sein Blick wie heuerflamme fährt/ und teilt wie ein zwei⸗ schneidig Schwert,/ was keine Augen sehen. 3. Was keines Feindes Mund erzählt,/ erzählt uns das Ge⸗ wissen j/ was sich der heuchler lang verhehlt,/ wird er sich sagen müssen,/ wenn Gottes zeit kommt und ihn schilt,/ wenn Gottes zeit kommt und vergilt/ und läßt den Frevler büßen. 4. Wem kam nicht diese Gotteszeit/ so oft und oft im Leben ꝛ/ Wer muß nicht die Gerechtigkeit/ anflehn, ihm zu vergebenꝰ/ und fühlt in seinem Innern noch/ viel stumme Schuld, ob deren doch/ er einst wird müssen beben! 5. Du herzensrichter, auf, erfahr/ und prüfe, wie wirs meinenl/ Mach uns die dehler offenbar;/ was nützt es, gut zu scheinen?/ dem Ausspruch des Gewissens treu/ und feind sein jeder heuchelei,/ dies stellt uns zu den Deinen. 6. Denn wen sein eignes Herz beschämt/ mit innerstem Be⸗ schämen,/ die Schuld, die uns im Innern grämt,/ wer könnt uns die entnehmen?/ Herr, gib, daß wir der Sünde Schritt/ und deiner Strafe leisen Tritt,/ eh sie uns naht, vernehmen! 7. Und wenn die letzte Stunde schlägt,/ der niemand kann ent⸗ gehen,/ so gib, Herr, daß wir unbewegt/ auf unser Innres sehen// daß unser Leben uns dann klar/ und rein erschein und offenbar/ auch das geringst Vergehen. 8. Dann sprich in uns, o Richter:„Komm!/ Dein Lohn ist dir beschieden./ Was du getan hast, gut und fromm,/ dem Dürftigsten hienieden,/ das hast du deinem herrn getan,/ dem Menschensohne. Romm hinan!/ Genieße Himmelsfrieden!“ gohann Gottfried von Herder, + 1803. Mel. Nr. 224. 228 Ked Chrentönig 1. Gott der Gnaden!/ Schwer beladen/ neigt sich unser haupt vor dir;/ unsre herzen/ sind voll Schmerzen,/ Staub und Isch ist unsre Zier./ hab Erbarmen/ mit uns Armen!/ Nus der Tiefe rufen wit. 2. Wir verzagen,/ denn wir tragen/ aufuns aller Sünden Last/ aller Gualen/ volle Schalen,/ die du ausgegossen hast./ Hab Er⸗ barmen/ mit uns Armenl/ Angst und Not hat uns erfaßt. zuße ihm Ver⸗ zwei⸗ Ge⸗ sagen Zottes hen?/ /und doch/ nenl/ nenꝛ/ elei// n Be⸗ nt uns / und in ent⸗ ehen, I nbar/ ist dir ftigsten nsohne. + 1803. rbin ich, enkönig. upt vor ist unsre fen wir. n Last// hab Er⸗ t. Bube 9 3. Wir bekennen,/ Herr, wir nennen/ laut vor dir die Missetat/ es ist keiner/ hier ein Reiner,/ jeder erntet böse Saat./ Hab Er⸗ barmen/ mit uns Armen!/ Sieh auf ihn, der für uns bat. 4. Herr, verzeihe;/ Jesu, leihe/ uns dein priesterlich Sebetl/ Gott, verschone,/ wenn vom Sohne/ das Erbarmen zu dir fleht!/ gab Erbarmen/ mit uns Rrmen,/ wenn der Mittler vor dir steht! 5. Jesu, rette!/ Brich die Rette/ unsrer dinsternis entzwei,/ daß der Glaube/ tief im Staube/ unser Trost und Zuflucht sei./ Hab Erbarmen/ mit uns Armenz/ Jesu, mach uns wieder frei! 6. Sei uns gnädig,/ mach uns ledig,/ führ uns aus dem finstern Call/ Du kannst lindern/ und vermindern/ alle Not uno herzens⸗ qual./ Hab Erbarmen/ mit uns Armen/ Jesu, hilf noch dieses Mal! 7. Du mußt siegen,/ wir erliegen;/ du bist frei, wir sind in haft,/ du alleine/ bist der Reine,/ wir sind schwach, dein ist die Kraft./ hab Erbarmen/ mit uns Armenj/ denk an deine Pilgrimschaftl 8. Wenn du Frieden/ uns beschieden,/ fürchten wir oͤie Strafe nicht;/ dein Versöhnen/ wird uns krönen/ mit Gerechtigkeit und Licht j/ dein Erbarmen/ hilft uns Armenj/ du bist unsre Zuversicht! Heinrich Puchta 4 1858. 229 Joh. Georg Frech, 1845. 4 — ö— 5 ö 1 SEEI— + Keh⸗re wie⸗der, keh⸗re wie⸗der,/ der du dich ver⸗ Sin⸗ke reu⸗ ig bit⸗tend nie ⸗der/ vor dem Herrn mit — ———— xů— E ö 25 2——————.— lo-ren hast!] H ů dei⸗ner Lastl Wie oͤu bist, so darfst du kommen/ und wirst ..— e ö 2— Ui gna⸗dig auf⸗ge⸗nommen./ Sieh, der herr kommt dir ent⸗ge⸗gen,/ 221 und sein hei⸗lig Wort verspricht/ dir ver⸗ ge⸗bung, heil und —— 2—— ...... Se ⸗genj/ keh⸗re wie ⸗ der, zau⸗dre nichtl! 2. Rehre aus der Welt Zerstreuung/ in die Einsamkeit zurück,/ wo in geistiger Erneuung/ deiner harrt ein neues Glück;/ wo sich bald die Stürme legen,/ die das Herz so wild bewegen;/ wo des heilgen Geistes Mahnen/ du mit stillem Beben hörst/ und von neuem zu den dahnen/ Jesu Christi heilig schwörst. 3. Rehre wieder, irre Seelel/ Deines Gottes treues Herz/ beut vergebung deinem dehle,/ Balsam für den Sündenschmerz./ Sieh auf den, der voll Erbarmen/ dir mit ausgestreckten Armen/ winket von des KRreuzes Stammej/ kehre wieder, fürchte nicht,/ daß der Gnäoͤge dich verodamme,/ dem sein Herz vor Liebe bricht. 4. Rehre wieder, neues Leben/ trink in seiner Liebeshuld;/ bei dem herrn ist viel vergeben,/ große Langmut und Geduld./ Faß ein herz zu seinem herzen j/ er hat Trost für alle Schmerzenj/ er kann alle Wunden heilen,/ macht von allen dlecken reinj/ darum kehre ohne Weilen/ zu ihm um und bei ihm ein. 5. Rehre wieder, enoͤlich kehre/ in der Liebe heimat ein,/ in die Flille aus der Leere,/ in das Wesen aus dem Scheinj/ aus der Llige in die Wahrheit,/ aus dem Dunkel in die Klarheit,/ aus dem Tode in das Leben,/ aus der Welt ins Himmelreich!/ Doch was Gott dir heut will geben,/ nimm auch heute; kehre gleich. Philipp Spitta, 1 1859. 2244 Am Bußtage b mel. Nr. 268. 230 ⸗ Uich.o hen 1. Gott, der du unsre Zuflucht bist,/ Herr, unser Mittler, Jesu Christ,/ Geist Gottes, Geist der Gnaden!/ Unenoͤlicher, verwirf uns nicht!l/ Wir kommen vor dein Angesicht,/ mit Missetat be⸗ laden./ Nimm von uns unsre Sündenschuld,/ du Gott der Lang⸗ Bube 23⁰ mut und Geoͤulol/ Erhöre gnädig unser ͤlehn,/ daß wir dein heil, Erbarmer, sehn./ herr, unser Gott,/ verbirg uns nicht/ dein An⸗ gesicht/ und geh mit uns nicht ins Gericht! 2. Ward Recht und Pflicht von uns entweiht,/ gebrochen unsres Bundes Eid,/ dein Weg von uns verlassen:/ o sieh, wir kehren voller Reu/ zrück zu dir; laß, Herr, aufs neu/ uns deine Gnade fassen!/ Sie leit uns auf oden ebnen Pfad,/ den uns dein Wort bezeichnet hat,/ daß Irrtum und Versuchung nie/ uns auf die Bahn des Lasters zieh./ herr, unser Gott,/ groß von Gedulo,/ vor neuer Schuld/ behüt uns deine Vaterhuld! 3. Dein Segen komm auf unser Land;/ laß es, beschirmt von deiner hand,/ des Friedens Ruh genießen!/ Wend ab von uns der Flammen Wut/ und die Verwüstung wilder Flut,/ des Krieges Blutvergießen;/ sei unser Retter, wenn uns Not/ des Mangels und der Seuchen droht./ Du, Vater, wollest mit uns sein,/ daß wir uns deines Schutzes freun./ Herr, unser Gott,/ verleih uns Mut!/ In oͤeiner hut/ sind wir, und was dͤu tust, ist gut. 4. Gib Frieden, wo sonst Zwietracht war;/ vereine, was ge⸗ trennet war;/ schenk uns der Eintracht Segen!/ Uns leite, Gott, dein guter Geist,/ und was dein teures Wort verheißt,/ sei Licht auf unsern Wegen!/ Laß, herr, in Lehr und Wandel rein/ die diener deines Wortes sein/ und bringe zu der Wahrheit Glück/ zu oͤir die Irrenden zurück!/ Herr, unser Gott,/ breit aus dͤein Wort/ an jedem Ort,/ gib Geist und Kraft zu deinem Wort! 5. Auch die Regenten lenke du,/ daß weise sie in sichrer Ruh/ der völker Wohlstand heben./ Dem Fürsten, der uns schützt und liebt,/ gib, der in ihm so viel uns gibt,/ ein frohes, langes Leben./ Noch lange sei sein Vaterblick/ uns, seinen Kindern, Schutz und Glück!/ O schütt auf ihn und auf sein haus/ und seine Räte Seg⸗ nung aus!/ Herr, unser Gott,/ in deiner hand/ ist unser Land,/ beglück es, segne jeden Stand! 6. Vernimm der Leidenden Gebet!/ Wer in der Not um Rettung fleht// dem hilfaus seinen Nöten/ gib Rranken Linderung und Ruh/ die Sterbenden erlöse du,/ erhör ihr letztes Betenl/ Sei aller Unter⸗ orückten Heil,/ der Witwen und der Waisen Teil,/ vereitle der Ver⸗ folger Rat/ und lehre sie den rechten Pfadð./ Herr, unser Gott,/ durch alles Leid/ der pilgerzeit/ führ uns zu deiner herrlichkeit! 225 251 Glaube und Rechtfertigung 7. Du tust weit mehr, als wir verstehn,/ kannst mehr gewähren, als wir flehn/ laß uns Erhörung finden!/ O neig auf unser Flehn dein Ohr,/ heb unser herz zu dir empor/ und mach uns rein von Sünden!/ Laß uns dir nun geheiligt sein,/ im Leben und im Tode dein!/ Wir sind oͤurch Christi Blut erlöst;/ o oͤu, der Sünder nicht verstößt,/ Herr, unser Gott,/ erbarme dich,/ vergib uns, leit uns väterlich! Joh. Zoachim Eschenburg, 4 1820. Glaube und Rechtfertigung Wittenberg 1524. —.— ö un freut euch, lie⸗ben daß wir ge⸗ trost und Christen gmein,/ und laßt uns fröhlich ö all in ein/ mit Lust und Lie⸗be ee, eee. x sprin⸗ gen, sin ⸗ gen, — 1 ö.—.———.——— EEEE urn 3.„ni i e Lnn E——————— sei⸗ ne sü⸗ßbe Wundertat;/ gar teur hat ers er ⸗wor ⸗ben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag,/ im Tod war ich verloren/ mein Sũünd mich quälte Nacht und Tag,/ darin ich war geboren/ ich fiel auch immer tiefer oͤrein,/ es war kein Guts am Leben mein,/ die Sünd hat mich besessen. 3. Mein gute Werk, die galten nicht,/ es war mit ihn' ver⸗ dorben;/ der frei Will haßte Gotts Gericht,/ zum Guten gar er⸗ 22⁴ was Gott an uns ge⸗wen⸗det hat/ unoͤ — — — fröhlich Lie 2 be und 7 ben. ͤrloren/ eboren/ n mein// ihnꝰ ver⸗ en gar ele Glaube und Rechtfertigung 232 storben;/ die Angst mich zu verzweifeln trieb,/ daß nichts oenn Sterben bei mir blieb,/ zur höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit/ mein Elend übermaßenz/ er dacht an sein Barmherzigkeit,/ er wollt mir helfen lassen;/ er wanöt zu mir das Vaͤterherz,/ es war bei ihm fürwahr kein Scherz,/ ließ es sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:/ Es ist Zeit, zu erbarmenj/ fahr hin, meins herzens werte Kron,/ und sei das Heil dem Armen/ und hilf ihm aus der Sünden Not,/ erwürg für ihn den bittern Tod/ und laß ihn mit dir leben.“ 6. der Sohn Gott gern gehorsam waro, /er kam zu mir auf Eroͤen,/ von einer Jungfrau rein und zart;/ er sollt mein Bruder werden./ In meiner armen Rnechtsgestalt/ ging er einher, um die Gewalt/ des Teufels zu zerstören. 7. Er sprach zu mir:„Halt oͤich an mich,/ es soll dir jetzt ge⸗ lingen;/ ich geb mich selber ganz für dich,/ da will ich für dich ringen;/ denn ich bin dein, und oͤu bist mein,/ und wo ich bleib, da sollst oͤu sein;/ uns soll oder Feind nicht scheioen. 8. Vergießen wird er mir mein Blut,/ dazu mein Leben raubenz/ das leid ich alles oͤir zu gut,/ das halt mit festem Glauben./ Den Tod verschlingt das Leben mein,/ mein Unschuld trägt oie Sünde dein,/ da bist oͤu selig woroͤen. 9. Gen himmel zu oem Vater mein/ fahr ich von diesem Lebenj/ da will ich sein der Meister dein,/ den Geist will ich dir geben,/ der oͤich in Trübnis trösten soll/ und lehren mich erkennen wohl/ und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab und gelehrt,/ das sollst du tun und lehren,/ daß Gottes Reich hier werd gemehrt/ zu seinem Lob und Ehren;/ und hüt dich vor der Menschen Satz,/ davon verdirbt der eoͤle Schatz;/ das laß ich dir zur Letze.“ martin Luther, 4 1546. Mel. Vater unser im himmelreich. 232 Leipzig 1539. =...——.— 1. So wahr ich le⸗be, spricht dein Gott,mir ist nicht 15 225 —.— ö —* 1 * 43 0 —————————— e und Rechtfertigung ö —+ 6 —.——— ö lieb des Sünders Tod,/ vielmehr ist dies mein Wunsch und 605 ö— 2 Sünd ist leidl 3. Doch hüte dich vor Sicherheit;/ denk nicht:„Es ist noch gute Zeit,/ ich will erst fröhlich sein auf Erd,/ und wenn ich lebensmübe werd,/ alsdann will ich bekehren mich,/ Gott wird wohl noch er⸗ ö barmen sich.“ 4. Wahr ist es, Gott ist stets bereit/ dem Stünder mit Barm⸗ herzigkeit j/ doch wer auf Gnade sündigt hin,/ fährt fort in seinem bösen Sinn/ und seiner Seele selbst nicht schont,/ dem wird mit Ungnad einst gelohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott/ durch Jesu Christi Blut und Tod j/ doch sagen hat er nicht gewollt,/ ob du bis morgen leben sollt./ Daß oͤu mußt sterben, ist dir kund: /verborgen ist des Todes Stund. ö 6. Heut lebst du, heut bekehre dich!/ Eh morgen kommt, kanns ändern sich./ Wer heut ist frisch, gesund und rot// ist morgen krank, daß si⸗ ja gar wohl tot./ So oͤu nun stirbest ohne Buß,/ dein Leib un nur a Seel verderben muß. ö ö 7. Hilf, o herr Jesu, hilf du mir,/ daß ich noch heut mich wen 3. zu dir/ und Buße tu den Rugenblick,/ eh mich der schnelle ob den di entrück,/ auf daß ich heut und jeder Zeit/ zu meiner Heimfahrl den de sei bereit. gohann heermann, lo. 4 . v dir—5 ö ESE —..—— W S..—— 12..—— +— 1. Will,/ daß er von Sün⸗den hal⸗-te still,/ von sei⸗ner ...———— +— ö—.— ö +.— Y— öiꝗ‚PIPP‚I.‚I‚.. i u Bos⸗ heit keh ⸗re sich/ und le⸗be mit mir e⸗wig=lich. Bli 2. dies Wort bedenk, o Menschenkind,/ verzweifle nicht in deiner—— Sünd!/ Hier findest du Trost, heil und Gnad,/ die Gott dir zu⸗—.— gesaget hat,/ und zwar durch einen teuren Eid. /O selig, dem die— Fin⸗ heiner ir zu⸗ m die h gute smüde och er⸗ Barm⸗ seinem ird mit ut und n leben s Todes t, kanns en krank, Leib und ich wend ꝛelle Tod heimfahtt in, 4 166.. Glaube uno Rechtfertigung 25⁵ Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 233 Französischer Psalter, 1551. 2 Hur r,——————— SS —. Ew⸗ge Lie⸗ be, mein Ge⸗mü⸗te/ wa⸗ get ei⸗ nen in den Ab⸗grund dei⸗ ner Gü⸗te!/ Send ihm ei⸗ nen derd ne. e, 606 — P.P. II... küh⸗nen Blick Blick zu⸗rück, ei⸗nen Blick voll Hei⸗ter⸗keit,/ der die —.——.—.—— D————..— 2 din ⸗ster ⸗nis zerstreut,/ die mein blö⸗ des Au⸗ ge oͤrük⸗ket,/ —.——.— 2—.—— ———.———— wenn es nach dem Lich⸗te blik ⸗ ket. 2. Ich verehre dͤich, o Liebe,/ daß oͤu dich erbarmet hast/ und aus einem freien Triebe/ den erwünschten Schluß gefaßt,/ der im dluch versenkten Welt/ durch ein teures Lösegelö,/ durch des eig⸗ nen Sohnes Sterben, /Gnad und Freiheit zu erwerben. 5. O, ein Ratschluß voll Erbarmen,/ voller huld und Freund⸗ lichkeit,/ der so einer Welt voll Armen/ Gnade, Trost und hilfe beut! /Liebe, die den Sohn nicht schont, der in ihrem Schoße wohnt,/ um die Sünder zu erretten/ aus den schweren Sünoͤen⸗ ketten. 4. Doch du hast, o weise Liebe,/ eine Oroͤnung auch bestimmt,/ daß sich der oarinnen übe,/ der am Segen Anteil nimmt;/ wer nur an den Mittler gläubt/ und ihm treu ergeben bleibt,/ der soll nicht verloren gehen,/ sondern Heil und Leben sehen. 5. Liebe, dir sei Lob gesungen/ für den gnadenvollen Schluß,// den die Schar verklärter zungen/ rühmen und bewundern muß,/ den der Glaub in demut ehrt,/ die Vernunft erstaunet hört/ und umsonst sich unterwindet,/ wie sie dessen Tief' ergründet. 15 22⁷ 23⁴4 ö 6. Liebe, laß mich dahin streben// meines Heils gewiß zu sein,/ richte selbst mein ganzes Leben/ so nach deinem Willen ein,/ daß des Glaubens Frucht und Kraft,/ den dein Geist in mir geschafft// mir zum Zeugnis dienen möge,/ ich sei auf dem Himmelswege. 7. Laß mich meinen Kamen schauen/ in dem Buch des Lebens stehnj/ dann so werd ich ohne Grauen/ gehn./ Reine Kreatur wird mich, hand entreißen können,/ noch v Joh. Jakob Rambach, + 17⁵⁵. 2534 d nimmt die Sünder an,/ die unter ihrer Last Mensch, kein Engel trösten kann,/ die nirgend für deren Angst und Seelenpein/ die weil über sie der Stab gebrochen,/ 1. Mein heilan der Sünden/ kein Ruh und Rettung finden,/ weite Welt ist selbst zu klein, der himmel ihnen abgesprochen, mein heiland nimmt die Sünder an. 2. Sein mehr als mütterliches Herz/ tr auf Erden/ ihn oͤrang der Sünder Not und Schmerz,/ an ihrer Statt ein§ͤluch zu werdenj/ er senkte sich in ihre Lot/ und litt ir sie den bittern Todj/ nun, da er denn sein eigen Leben/ für sie als Lösegeld gegeben/ und seinem Vater gnug getan// so heißts: er nimmt die Sünder an. 3. O solltest du sein Herze sehn,/ wie sichs nach armen Sündern sehnet// sowohl wenn sie noch irre gehn,/ als wenn ihr Auge vor Jachãi haus,/ wie sanft der heißen Reuetrãnen/ und denkt nicht, Mein heiland nimmt die Sünder an. 4. Wie freunoͤlich blickt er Petrus an,/ gefallen. /Aun, dies hat er nicht nur getan, wallen/ nein, er ist immer Gnaden reich j/ und wie er unter Schmach und Leiden,/ so ist& auf dem Thron der dreuden/ den Sündern liebreich zugetan. Mein heiland nimmt die Sünder an. 5. So komme denn, wer Suünder heißt,/ wen seine Sündenschull betrübet,/ zu dem, der keinen von sich weist/ und der zerschlagst o tief der Jjünger auch da er auf Erden mußte 228 on deiner Liebe trennen. die sehn die Freistatt aufgetan:/ ieb ihn von seinem Thron ihm tränet!/ Wie streckt es sich nach Zöllnern aus,/ wie eilt er in stillt er dort Magdalenen/ den Strom was sie sonst getan./ dar sich gleich,/ an Liebe, Treu un) Glau herze verlor ung in,/ daß Ifft// vege. bens ꝛgen⸗ einer 17⁵⁵• X Last irgend in/ die chen,/ etan:/ Thron n ihrer ind litt en/ für heißts: zündern ö luge vor eilt er in Strom getan./ ger auch en mußt Treu und V so ist l ugetan. denschull erschlagse Glaube und Rechtfertigung 235 herzen liebet. /Wie, willst du oͤir im Lichte stehn/ und ohne Not verloren gehn?/ Willst oͤu oder Sünde länger dienen,/ da, dich zu retten, er erschienen?/ O neinl verlaß die Sündenbahnl/ Mein heiland nimmt die Sünder an. 6. Komm nur mühselig und gebückt,/ komm nur, so gut du weißt zu kommenz/ wenngleich die Last oͤich niederoͤrückt,/ du wirst auch so noch angenommen./ Sieh, wie sein Herz dir offen steht,/ und wie er oͤir entgegengeht!/ Wie lang hat er mit vielem ẽᷣlehen/ sich brünstig nach dir umgesehen!/ So komm denn, armer Mensch, heran!/ Mein Heiland nimmt oͤie Sünder an. 7. Sprich nicht:„Ich sündigte zu schwer,/ ich bin zu sehr mit Schuld beladen,/ für mich ist keine Rettung mehr,/ mich nimmt der herr nicht an zu Gnaden.“/ Wofern oͤus jetzt nur reoͤlich meinst/ und deinen Fall mit Ernst beweinst,/ so soll ihm nichts oͤie Hände binden,/ und oͤu sollst seine Gnaͤde finden. /Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann./ Mein heiland nimmt die Sünder an. 8. Doch sprich auch nicht:„Es ist noch Zeit,/ ich muß erst noch der Welt genießen;/ Gott wird ja eben nicht gleich heut/ die offne Gnadenpforte schließen.“ /Nein, weil er ruft, so höre oͤu/ und tritt zum Gnadenstuhl hinzu;/ wer seiner Seele heil verträumet,/ der hat oͤie Gnadenzeit versäumet,/ ihm wird hernach nicht aufgetanj/ heut komm, heut nimmt oͤich Jesus an. 9. Ja, zeuch uns selber recht zu dir,/ holoͤselger Heiland aller Sünder,/ erfüll mit sehnenoer Begier/ auch uns und alle Rams⸗ kinder./ Zeig uns bei unserm Seelenschmerz/ dein aufgeschlohnes Liebesherz;/ unòd wenn wir unser Elend sehen,/ so laß uns ja nicht stille stehen,/ bis daß ein jeder sagen kann: /Gottlob, auch mich nimmt Jesus an! Leop. Frz. Friedrich Lehr, 4 1744. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 235 —— wie Nr. 271.) Berlin 1655. — ‚..— 1. e-sus nimmt die Sün⸗der an!/ Saget doch dies Uwel⸗che von der rech⸗ten Bahn/ auf ver⸗kehr⸗ten 290 Glaube und Rechtfertigung —— 32... Trostwort al⸗ len, 77— Weg ver⸗fal ⸗len. hier ist, was sie ret⸗ten kann:/ Je⸗sus —— 4 I nimmt die Sün⸗der an. 2. Keiner Gnade sind wir wert,/ doch hat er in seinem Worte/ eidlich sich dazu erklärt;/ sehet nur, die Gnadenpforte/ ist hier völlig aufgetan: /Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist,/ suchet es ein treuer hirteʒ/ Jesus, der uns nie vergißt,/ suchet treulich das Verirrte,/ daß es nicht veroerben kann: /Jesus nimmt oͤie Sünder an. 4. KRommet alle, kommet her,/ kommet, ihr betrübten Sünderz/ Zesus rufet euch, und er/ macht aus Sündern Gottes Kinder;/ glaubt es doch und denkt daran: /Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier/ und bekenne meine Sündenj/ laß, mein Heiland, mich bei dir/ Gnade und Vergebung finden,/ daß dies Wort mich trösten kann:/ Jesus nimmt die Sünder an. 6. Nun so faß ich frohen Mut,/ auf dich werf ich meine Sündenj/ dein am Kreuz vergossnes Blut/ lässet mich Vergebung finden,/ daß ich gläubig sprechen kann:/ Jesus nimmt die Sünder an. ö 7. Jesus nimmt die Sünder an!/ Er hat mich auch angenommen/ und den Himmel aufgetan,/ daß ich selig zu ihm kommen/ und auf den Trost sterben kann:/ Jesus nimmt die Sünder an. Eromann Neumeister, 4 175. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Frankfurt a. M. 1788, H Ich ha-⸗be nun den Grund ge⸗fun ⸗ den,/ der wo an⸗ders als in de⸗su Wun ⸗denꝰ/ da orte/ hier rtej/ aß es dery/ der;/ er an. den;/ den,/ her an. enj/ nöen,/ an. mmen/ n/ und ö 1. „+ 17⁵⁰t m. 1 — en// der ꝛnꝰ/ da ö ů — 2 4.— mei⸗nen An⸗ ker e⸗ wig hält: 9. lag er vor der Zeit der Welt, der Grund, der un⸗be —.— 5— 2——— ö —— E.—— Diieee— weg ⸗lich steht,/ wenn Erd und him⸗mel un⸗ ter⸗ geht. 2. Es ist das ewige Erbarmen,/ das alles Denken übersteigt,/ des,/ der mit offnen Liebesarmen/ sich zu uns armen Sündern neigt// dem allemal das Herze bricht,/ wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden,/ Gott will, uns soll ge⸗ holfen sein j/ deswegen kam sein Sohn auf Erden/ und nahm her⸗ nach den Himmel ein;/ deswegen klopft er für und für/ so stark an unsres Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden/ durch Christi Tod ver⸗ schlungen hat!/ Das heißt, die Wunde recht verbinden;/ hier findet kein Veroammen statt,/ weil Christi Blut beständig schreit:/ Barm⸗ herzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken,/ dem will ich mich ge⸗ teost vertraun,/ und wenn mich meine Sünden kränken,/ nur bald nach Gottes Herzen schaunj/ da findet sich zu aller Zeit/ unend⸗ liche Barmherzigkeit. 6. Wird alles anoͤre mir entrissen,/ was Seel und Leib er⸗ quicken kannj/ darf ich von keinem Troste wissen/ und scheine völlig ausgetan j/ ist die Errettung noch so weit:/ mir bleibet doch Barm⸗ herzigkeit. ů 7. Muß ich an meinen besten Werken,/ darinnen ich gewandelt bin, /viel Unvollkommenheit bemerken,/ so fällt wohl alles Rüh⸗ men hinj/ doch ist auch hier der Trost bereit:/ ich hoffe auf Barm⸗ herzigkeit. 8. Es gehe mir nach dessen Willen,/ bei dem so viel Erbarmen istj/ er wolle selbst mein Herze stillen,/ damit es dies nur nicht vergißt j/ so stehet es in Lieb und Leid/ in, durch und auf Barm⸗ herzigkeit. 25¹ —.—....‚‚‚s.eeeeeee.eee.x E—* —.....— 9. Bei diesem Grunde will ich bleiben, solange mich die Erde trägt j/ das will ich denken, tun und treiben,/ solange noch mein Herze schlägt j/ so sing ich einst in Ewigkeit:/ o Abgrund der Barmherzigkeit! goh. Anoͤreas Rothe, 4 1758. Mel. Nr. 256. 257 8 gungen hatte 1. Aus Gnaden soll ich selig werden! /Herz, glaubst dus oder glaubst dus nicht?/ Was willst du dich so blöd gebärden ꝛ/ Ists Wahrheit, was die Schrift verspricht,/ so muß auch dieses Wahr⸗ heit sein:/ aus Gnaden ist der himmel dein! 2. Aus Gnaden! hier gilt kein Verdienen,/ die eignen Werke fallen hin./ Der Mittler, der im Fleisch erschienen,/ hat diese Ehre zum Gewinn,/ daß uns sein Todð das heil gebracht/ und uns aus Gnaden selig macht. 3. Nus Gnaden! deine Sünde plagt/ so schwer dein Gewissen nagt;/ was die beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden/ und übernahm die Sündenlast;/ was nötigt ihn, dein Freund zu werdenꝰ/ Sprich, wo du was zu rühmen hast!/ Wars nicht, daß er dein Bestes wollt/ und dir aus Gnaden helfen sollt? S5. Nus Gnaden! dieser Grund wird bleiben,/ solange Gott wahrhaftig heißt;/ was alle Rnechte Jesu schreiben,/ was Gott in seinem Worte preist,/ worauf all unser Glaube ruht,// ist nade durch des Sohnes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch du, sichrer Sünder,/ denk nicht:„Wohl⸗ an, ich greif auch zu.“/ Wahr ists, Gott rufet Rdams Kinder/ aus Gnaden zur verheißnen Ruhj/ doch nimmt er nicht zu Gnaden an,/ der noch auf Gnade sünoͤgen kann. 7. Nus Gnaden! Wer dies Wort gehöret,/ tret ab von aller heuchelei;/ nur wenn der Sünder sich bekehret,/ dann lernt er erst, was Gnade seij/ beim Sünoͤgen scheint die Gnad gering// dem Glauben ists ein Wunderdingl 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen/ das Herz des Vaters aufgetan,/ wenns unter Angst und heißen Schmerzen/ nichts sieht Merk dies Wort„aus Gnaden“,/ so oft dich du immer bist beladen,/ so oft dich Vernunft nicht fassen kann,/ das —— 10 de ein der 758. end itte. der Osts ihr⸗ erre Ehre aus dich dich /das n die prich, vollt/ Gott ott in Snade ——ß————ñ— Wohl⸗ r/ aus znaden ——ͤ— n aller ernt er ering// Vaters hts sieht Glaube und Rechtfertigung und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her,/ wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben;/ ich glaube, darum ist mir wohlj/ ich kenn mein sünoͤliches Verderben,/ doch den auch, der mich heilen soll./ Mein Geist ist froh, die Seele lacht,/ weil mich die Gnade selig macht. Christian Luoͤwig Scheidt, 4 1761. (Oder wie Nr. 236.) Bei J. G. Schicht, 1819. 4 Mir ist Er⸗bar⸗mung wi⸗der⸗fah⸗ren,/ Erbarmung, Udas zähl ich zu dem Wun⸗der⸗ba⸗ren,/ mein stol⸗zes de⸗ ren ich nicht wert; herz hats nie be⸗ gehrt. SSISIIIITTTTTTTTTTT H ö 2): Nun weiß ich das und bin er⸗freut): und rüh⸗me die Barm⸗ her⸗zig⸗ E—— — IERE—1 — E 1 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet/ und soll bei Gott in Gnaden sein j/ er hat mich mit sich selbst versühnet,/ macht durch das Blut des Sohns mich rein.): Warum? ich war ja Gottes deindl /: /: Erbarmung hats so treu gemeintl:/: 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen,/ das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt;/ ich kann es nur Erbarmung nennen,/ so ist mein ganzes Herz gesagt.:/: Ich beuge mich und bin erfreut: 5): und rühme die Barmherzigkeit.:,: 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben,/ dies soll mein einzig Rühmen sein;/ auf dies Erbarmen will ich glauben,/ auf dieses 25⁵ ——.— —......‚‚.‚‚‚..—— EEEIIIII..——. Glaube und Rechtfertigung bet ich auch allein/:): auf dieses duld ich in der Not,::/:auf dieses hoff ich noch im Tod.:/: ihi 5. Gott, oͤer oͤu reich bist an Erbarmen,/ nimm dein Erbarmen zu nicht von mir/ und führe oͤurch den Tod mich Armen,/ durch meines Wo Heilanos Tosd zu dir; ,: da bin ich ewig hocherfreut: 27 und rühme die Barmherzigkeit.:,: Phil. Friedrich hiller, 4 1769. 11 lieben Vott käßt walten. 239 Georg Neumark, 1657. ů 63 —9.— 5— I E. SSIS S..II.I Ich weiß von kei⸗nem an⸗dern Grun⸗de,/ als den der bir ich weiß von kei⸗nem an⸗dern Bun⸗de,/ von kei⸗nem Gru 1 x— ö————— Mel. E— DDiI ich oi — Glaub in Chri⸗sto hat; an⸗dern Weg und Rat, als daß man e⸗lend, arm und ů —— — i bloß/ sich let 3 in sei⸗nes Va⸗ ters Schoß. 2. Ich bin zu meinem Heiland kommen/ und eil ihm immer besser zu;/ ich bin auch von ihm aufgenommen/ uno findͤe bei ihm wahre Ruh;/ er ist mein Rleinod und mein Teil,/ und außber ihm weiß ich kein hHeil. 3. Ich bleib in Christo nun erfunden/ und bin in ihm gerecht und rein;/ bleib ich mit ihm nur stets verbunden,/ so kann ich immer sicher sein;/ Gott sieht auch mich in Christo an,/ wer ist, der mich veroammen kann? 4. Ich fühle noch in mir die Sünde;/ doch schaden kann sie mit nicht mehr,/ weil ich in Christo mich befinde;/ wohl aber beuget sie mich sehr./ Ich halte nichts gering uno klein,/ sonst oͤringt ein sichres Wesen ein. 5. Ich kämpfe gegen mein Verderben/ im Glauben und in Christi Kraft;/ der alte Mensch muß täglich sterben,/ der noch nicht tot am Kreuze haft't;/ dies aber macht mich rein und klein/ und lehrt ö zu Jesu ernstlich schrein. E 22 — V.. immer de bei außer gerecht ann ich wer ist, sie mit beuget ingt ein n Christi nicht tot ind lehtt Glaube und Rechtfertigung 2⁴⁰ 6. Und oͤa ich so in Christo bleibe,/ stets vor ihm wandelnd auf ihn seh,/ das Wort des Friedens fröhlich treibe/ und unablässig zu ihm fleh,/ so bleib ich stets im Grunde stehn,/ da kann mein Wachstum vor sich gehn. 7. Och bleib im tiefsten Demutsgrunde/ und will von Christo nimmer gehn;/ ich bleib im allgemeinen Bunde,/ in allgemeiner Liebe stehn/ und häng an Christo ganz allein;/ dies soll mein Grund auf ewig sein! 8. O Jesu, laß mich in dir bleiben,/ o Jesu, bleibe du in mirß/ laß oͤeinen guten Geist mich treiben,/ daß ich im Glauben folge dir; /laß stets mich fromm und wachsam sein,/ so reißet nichts den Grund mir ein. Karl heinrich v. Bogatzky, 4 1774. Mel. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. 240 Straßburg 1577. 44 S 1 E.. —++ TA—— J.. —.. Ich kom⸗me, Frie⸗dens⸗fürst, zu dir;/ er⸗bar⸗mend Der Sün⸗den Last ist mir zu schwer: /o laß mich —.— =..I... ru⸗ fest du auch mir,/ den Frie⸗den zu emp⸗fan⸗gen. nicht vom Tro⸗ste leer,/ laß mich zur Ruh ge lan⸗gen. Sieh —..— E an mein tief⸗ge⸗beug⸗tes herz/ Sieh meiner See⸗ le Angst und — XWXW..——1 ö DDDISIIIII I.... ———— Schmerzl/ Wer trö⸗stet mich, als du al-lein?/Wer ma⸗chet ö 247. ά SPSISISIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII —6———. mich von Siün den rein?, herr Je⸗ su Christ, /mein Trost, mein VB Glaube und Rechtfertigung B Licht,// mein Trost, mein Licht,/ verwirf mein sehnlich dᷣlehen nicht! 2. Du,‚ oͤu bist meine Zuversicht!/ Durch dich entflieh ich oem Gericht,/ dem schweren Lohn oͤer Sünden.Durch dich kann ich dem Fluch entgehn/ und mich mit Gott vereinigt sehn,/ durch dich das Leben finden./ Dein Tod ist oer Verlornen heil;/ sein Segen werd auch mir zuteil;/ er sei auch mir Beruhigung/ und meines Lebens heiligung./ Herr Jesu Christ,/ ich hoff auf dich,/ ich hoff auf dich;/ in dieser Hoffnung stärke mich! 3. Mein ganzes Leben preise dich!/ Erlöst, mein Mittler, hast du mich,/ dein Eigentum zu weroͤen./ Bin ich nur dein, so fehlt mir nichts,/ nichts einst am Tage des Gerichts,/ nichts hier auf dieser Erden./ Auf dieser Bahn zum Vaterland/ entzeuch mir nie⸗ mals deine hand;/ zu deinem Dienste stärke mich/ und laß mich siegen einst ourch dich./ herr Jesu Christ,/ erhöre mich;/ einst preis ich dich/ für deine Snade ewiglich! Christ. Sturm, 4 1780. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. ö 241 Christoph Anton, 1651. 4 VL . Du sollst glau⸗ben, o du Ar⸗mer;/ und du zwei⸗ felst? [du sollst be⸗ten zum Er⸗bar⸗mer;/ und oͤu kannst, du 1 —Z——— —— Iweif⸗le nicht! kannst es nicht. — ...... dort 80 du den 95—85 668 en./ Je⸗su Aus⸗ gang . Du sollst un⸗be⸗dingt ver⸗ trau⸗ en,/ ward erst Bar, als er auf⸗ er⸗stan⸗den war. 2⁵⁰ Glaube uno Rechtfertigung 2⁴4² 2. Glaube gibt der Andacht§lügel,/ Glaube hebt zu Gott em⸗ por// Glaube bricht des Grabes Siegel,/ selbst der Ewigkeiten Torz/ Glaube geht oͤurch lamm und Fluten, /ließ oie Zeugen Jesu bluten/ und sie überwinden weit,/ sicher ihrer Seligkeit. 3. Glaube hilft in allem siegen,/ macht die schwerste Tugenoͤ leicht/ alles muß zu Füßen liegen,/ selbst gewohnte Sünde weicht./ Ob oͤu auch im Kampf erlagest,/ schon an Glaubenskraft verzagest,/ kämpfe stärker, kämpfe mehr,/ deine Hilfe ist der Herr. 4. Hast oͤu nicht des Wunderbaren/ Wunderausgang oft gesehnẽ/ Siehst oͤu nicht den Ansichtbaren/ groß durch Taten bei dir stehn?/ Mußt du denn ihn immer sehen?/ bald des Ewgen Rat verstehenꝛ/ bald oͤich seiner hilfe freun?/ würoͤe dies dein Bestes sein? 5. Glaube oͤann noch, wenn zu glauben/ fast kein Hoffnungs⸗ strahl mehr bleibt;/ laß oͤir nichts sein Machtwort rauben: /Selig, selig ist, wer glaubt!/ Ach, die ersten dort am Throne/ glaubten ohne Schaun die Krone,/ rangen, starben, wankten nie/ und emp⸗ fingen!- Sei wie sie! Gottlob Reiber, 4 1809. Mel. Valet will ich oͤir geben. 242 Melchior Teschner, 1613. 4 — Ich weiß, an wen ich ain be ü. Ri, was fest 105 wenn al⸗les hier im Stau⸗be/ wie Staub und Rauch ver⸗ EEEEEEEE I.II 15 ö ich weiß, was e⸗wig blei⸗bet,/ wo al⸗ les wankt und 7 —— EEEE. fällt,/ wo Wahn die Weisen treibet/ und Trug die Klu⸗gen halt 2. Ich weiß, was ewig dauert,/ ich weiß, was nie verläßt;/ auf ewgen Grund gemauert/ steht diese Schutzwehr fest./ Es sind des heilands Worte,/ die Worte fest und klar;/ an diesem delsenhorte/ halt ich unwandelbar. Nachfolge Christi 3. Auch kenn ich wohl den Meister,/ der mir die deste baut:/ es ist der Herr der Geister,/ auf den der himmel schaut,/ vor dem die Seraphinen/ anbetend niederknien,/ um den die Heilgen dienen!/ Ich weiß und kenne ihn. ö 4. Das ist das Licht der höhe,/ das ist mein Jesus Christ,/ der Fels, auf dem ich stehe,/ der diamanten ist,/ der nimmermehr kann wanken// mein Heiland und mein Hort,/ die Leuchte der Gedanken// die leuchtet hier und dort. 3. Er, den man blutbedecket/ am Abend einst begrub;/ er, der von Gott erwecket/ sich aus dem Grab erhub;/ der meine Schuld versöhnet,/ der seinen Geist mir schenkt,/ der mich mit Gnade krönet/ und ewig mein gedenkt. 6. Drum weiß ich, was ich glaube,/ ich weiß, was fest besteht/ und in dem Erdenstaube/ nicht mit als Staub verweht./ Es bleibet mir im Grauen/ des Todes ungeraubt;/ es schmückt auf himmels⸗ auen/ mit Kronen einst mein Haupt! Ernst Moritz RArndt, 4 1860. v. 5 von A. Knapp, 1 1864. Heiligung Nachfolge Christi.(-Ruch Lied Ur. 411.) Eulel, w .a 243 8f H— Französischer Pfalter, 1551. —— ——3 Z.,, da H ö IIIIIII Sei ge⸗treu bis an das En⸗de,/ daß nicht Mar⸗ter, dich von dei⸗ nem Je⸗su wen⸗de;/ sei ihm treu bis 0 V s I 2 — Angst und Not in den Lod! Ach, das Lei⸗ den die⸗ser Zeit/ ist nicht wert —. — — ö —— xů Hiantu. DD. der Herr⸗lich⸗keit,/ die dein Je⸗sus dir will ge⸗ben/ dort in —————ß—————— Nachfolge Christi je nem§reu⸗den ⸗le⸗ben. 2. Sei getreu in deinem Glauben!/ Laß oͤir dessen festen Grund/ ja nicht aus dem Herzen rauben,/ halte treulich oͤeinen Bund,/ den dein Gott oͤurchs Wasserbao/ fest mit oͤir geschlossen hat./ Nch, du gingest ja verloren,/ wenn oͤu treulos ihm geschworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe/ gegen Gott, der dich geliebt⸗ auch die Lieb am Nächsten übe,/ wenn er dich auch oft betrübt./ denke, was dein Heiland tat,/ als er für die Feinoͤe batl/ Du mußt, soll oͤir Gott vergeben,/ auch verzeihn und liebreich leben. 4. Sei getreu in deinem Leiden!/ Lasse oͤich kein Ungemach,/ laß oͤich nichts von Jesu scheiden,/ murre nicht in Weh und Achl/ denn du machest oͤeine Schuld/ größer nur oͤurch Ungeduld/ leichter trägt, wer willig träget,/ was sein Gott ihm auferleget. 5. Sei getreu in deinem Hoffen!/ Traue fest auf Gottes Wort;/ hat oͤich Kreuz und Not betroffen/ und Gott hilft nicht alsofort:/ hoff auf ihn doch festiglich,/ sein herz bricht ihm gegen dich,/ seine hilf ist schon vorhanden,/ Hoffnung machet nie zuschanoͤen. 6. Nun wohlan, so bleib im Leiden/ Glaube, Liebe, Hoffnung festl/ Ich will treu sein bis zum Scheioen,/ weil mein Gott mich nicht verläßt./ Herr, den meine Seele liebt,/ dem sie sich im Kreuz ergibt,/ sieh, ich fasse deine hände: /Hilf mir treu sein bis zum Ende! Nach Benj. Prätorius, 4 um 1674. Mel. Machs mit mir Gott, nach einer Güt. 244 Joh. Hermann Schein, 1628. SSSSSS 4 . 2 5—— — „ ir nach, spricht Chri⸗stus, ver⸗ leug ⸗ net euch, ver⸗ IE unʒ ser helö,/ mir nach, ihr Chri⸗sten 2³39 — — 2—— euch, Watw meinem Wan⸗del nach! 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für/ mit heilgem Tugenoͤlebenz/ wer zu mir kommt und folget mir, /darf nicht im Finstern schwebenʒ/— ich bin der Weg, ich weise wohl,/ wie man wahrhaftig wandeln soll.— 3. Mein Herz ist voll Demütigkeit,/ voll Liebe mein Gemüte,/ mein Mund voll Huld und Freunoͤlichkeit,/ voll Sanftmut und voll Güte;/ mein Geist und Wille, Kraft und Sinn/ ist Gott ergeben, schaut auf ihn. „. Ich zeig euch das, was schäoͤlich ist,/ zu fliehen und zu meiden,/ und euer Herz von arger List/ zu reingen und zu scheiden;/ ich bin der Seelen dels und Hort/ und führ euch zu der himmelspfortl 5. dällts euch zu schwer, ich geh voran,/ ich steh euch an der Seite/ ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn,/ bin alles in dem Streite./ Ein böser Knecht, der still mag stehn,//sieht er voran oͤen deloͤherrn gehn! 6. Wer seine Seel zu finden meint// wird sie ohn mich verlieren/ wer sie hier zu verlieren scheint,/ wird sie in Gott einführen./ Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir,/ ist mein nicht wert + und meiner Zier. Jesu, 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn/ mit Leib und Seel 3. EU * nachgehen/ und wohlgemut, getrost und gern/ in allen Leiden rettet stehen;/ denn wer nicht kämpft, trägt auch oͤie KRron/ des ewgen Lebens nicht davon. Zoh. Scheffler, 4 1677. v. A bei dreylinghausen, 170. Mel. Lasset uns den herren preisen. 245 gohann Schop, 164ʃ. Las⸗set uns mit Je⸗ su zie⸗ hen,/ sei⸗nem der Welt oͤer Welt ent⸗flie⸗hen,/ auf der ei⸗nem uf der Nachfolge Christi + — 1— 4— + II +. J. —. Z e eee, Vor⸗bild fol⸗gen nach, Bahn, die er uns brach, L 1 + — I—— 2—— im⸗mer⸗fort zum him⸗mel —....... rei⸗sen,/ ir⸗disch noch, schon himmlisch sein,/ glau⸗ben Pee H— — d. n r——— EEDDE.. recht und le⸗ben vein,„/ in der Lieb oͤen Glau⸗ ben J‚ 1 + ö IL ö X —2.——.— ö—— EEEERSSSSEEEEEEEEEEE wei⸗sen!/ Treu⸗ er de⸗su, bleib bei mir;„ geh vor⸗ —.———— I L III —.— N — I an, ich fol⸗ ge dir. 2. Lasset uns mit Jesu leiden,/ seinem Vorbild werden gleich!/ Nach dem Leiden folgen Freuden,/ Armut hier macht oͤroben reich;/ Tränensaat, die erntet Wonne,/ Hoffnung tröstet mit Geduld;/ denn es scheint durch Gottes Hul/ nach dem Regen bald die Sonne./ Jesu, hier leiò ich mit dir;/ dort teil deine Freud mit mir! 3. Lasset uns mit Jesu sterbenl/ Sein Tod rettet uns vom Tooö// rettet von der Seel Veroͤerben,/ von der ewiglichen Not. /Laßt uns töten, weil wir leben,/ unser Fleisch, ihm sterben ab,/ so wird er uns aus dem Grab/ in das Himmelsleben heben./ Jesu, sterb ich, sterb ich dir,/ daß ich lebe für und flir 4. Lasset uns mit Jesu leben!/ Weil er auferstanden ist,/ muß bas drab uns wiedergeben./ Jesu, unser Haupt du bist,/ wir sind deines Leibes Glieder;/ wo du lebst, da leben wir;/ ach, erkenn uns für und für,/ treuer Freund, als deine Brüderl/ Jesu, dir ch lebe hier, dorten ewig auch bei dir! Sigismund v. Birken, 4 1681 10 24⁴¹ Nachfolge Christi 246 Darmstaot 1698. ........... Dq— Je⸗su, hilf sie⸗gen, ou§ür⸗ste des Le⸗bensl/ wie sie ihr oͤro⸗hen⸗des heer nicht ver⸗ge⸗ bens/ + DDT.— SSDIDI.E. ...... Sieh, wie die Fin⸗ster⸗ nis oͤrin⸗get her⸗ein, 4 8 mäch⸗tig auf⸗füh⸗ret, mir schäo⸗lich zu seinl] Schau, Wies 1 4 ö—— 2— —————— é, E.—————* zn vnm Dner i sin⸗net auf al⸗ ler⸗ lei Rän⸗ ke,/ daß sie mich sich⸗ te, zer⸗ —— ö ö— —— ö ———— stö⸗ re und krän⸗ ke. 2. Jesu, hilf siegen! Ach, wer muß nicht klagen!/ Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir;/ hilf, wenn die Sünden der Jugeno mich nagen,/ die mein Gewissen mir täglich hält für!/ Ach, laß mich schmecken dein krästig Versühnen/ und dies zu meiner de⸗ mütigung dienen. 3. Jesu, hilf siegen, wenn in mir oͤie Sünde,/ Eigenlieb, Hof⸗ fart und Mißgunst sich regt,/ wenn ich die Last der Begierden emp⸗ finde,/ und sich mein tiefes Verderben daͤrlegt./ Hilf dann, daß ich vor mir selber erröte/ und durch dein Leiden die Sündenlust töte. 4. Jesu, hilf siegen und lege gefangen/ in mir die Lüste des Fleisches und gib,/ daß in mir lebe des Geistes Verlangen,/ auf⸗ wärts sich schwingend durch heiligen Trieb./ Laß mich einoͤringen ins göttliche Wesen,/ so wird der Leib und die Seele genesen. 5. Jesu, hilf siegen, damit auch mein Wille/ dir, herr, sei gänz⸗ lich zu eigen geschenkt,/ und ich mich so in dein Wollen verhülle,/ daß sich die Seele zur Ruhe hinlenkt./ Laß mich mir sterben und alle dem Meinen,/ daß ich mich zählen darf unter die Deinen. 2⁴² Na 0. Kräñ scch mir prüf 2. ja ur trete Nach und 8. XAUicht sich fi so wo zen v Nachfolge Christi 2⁴⁷7 6. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken!/ Wenn sich die Rräfte der Lügen aufblähn/ und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken, /laß doch viel heller dann deine Kraft sehn./ Steh mir zur Rechten, o König und Meister,/ lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 7. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten;/ Hüter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein./ Laß dein Gebet mich unenoͤlich ver⸗ treten,/ der du versprochen, dürsprecher zu sein./ Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken,/ wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 8. Zesu, hilf siegen, wenn alles verschwindet,/ und ich mein nichts und Verderben nur seh;/ wenn kein Vermögen zu beten sich findet,/ wenn ich muß sein ein verschüchtertes Reh,/ ach, Herr, so wollst du im Grunde der Seelen/ dich mit dem innersten Seuf⸗ zen vermählen. 9. Zesu, hilf siegen, wenns nun kommt zum Sterben;/ mach du uns würdig und stetig bereit,/ daß ich mich nenne des himmel⸗ reichs Erben/ dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit./ Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben,/ hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben! Joh. Heinrich Schröder, 4 1699. Mel. Eins ist not, ach, Herr, dies Eine. 247 Adam Krieger, 1657. 1 V———.—— SPSPSPSDSD‚ISISPI.P‚E‚.......... ———————— I1 1. her⸗ zog uns⸗ rer Se⸗lig⸗kei⸗ten,/ zeuch uns in dein da doͤu uns die Stätt be⸗rei⸗ten/ und zu dei⸗ nes * . e ei ᷓ—p 4* hei⸗lig ⸗ tum, Aamens Ruhm/ als EA.... Dqñ‚i‚iiiiiiqñq‚‚iie präch⸗tig willst füh⸗ren;/ laß un ⸗ se⸗ re Bit⸗ te dein 10* dei ⸗ ne Er ⸗lö⸗ sten sieg⸗ 24³ Nachfolge Christi edeEe her⸗ze jetzt rühren;/ wir wollen dem Va⸗ter zum 33— fer da⸗ 25 E— ii— stehn/ und mit oͤir durch Lei⸗den zur Herr-lich-keit gehn. 2. Er hat uns zu dir gezogen,/ und oͤu wieder zu ihm hinj/ Liebe hat uns überwogen,/ daß an dir hängt Herz und Sinn./ Nun wollen wir gerne mit dir auch absterben/ dem ganzen natür⸗ lichen Seelenveroͤerben;/ in deinen Toö, Herr, laß verpflanzet uns sein,/ sonst oͤringen wir nimmer ins Leben hinein. 5. Fürst des Lebens, komm und eile,/ führ das Todesurteil ausj/ brich entzwei des Möroͤers Pfeile,/ wirf die Sünde ganz hinausl/ Ach, laß sich dein neues, erstandenes Leben/ in unsern erstorbe⸗ nen herzen erheben;/ erzeig dich verkläret und herrlich noch hier/ und bringe ein neues Geschöpfe herfür. 4. Kehre die zerstreuten Sinnen/ aus der Vielheit in das Ein,/ daß sie wieder Raum gewinnen,/ nur von dir erfüllt zu seinl/ Ach, wirf du die Mächte der Finsternis nieder,/ erneure die Kräste des Geistes uns wieder,/ daß er aus der Fülle der Gnade sich nährẽ/ und gegen der Gottheit Verächter sich wehr'. 5. Lebe denn und lieb und labe/ in der neuen Kreatur,/ Lebens⸗ fürst, durch deine Gabe/ die genesene Natur!/ Erwecke dein Para⸗ dies wieder im Grunde/ der Seelen und bringe noch näher die Stunde,/ da du dich in allen den Deinen verklärst/ und ihnen oͤas ewige Leben gewährst. 6. Gönne uns noch frist auf Erden,/ Zeugen deiner Rrast zu sein,/ deinem Bilde gleich zu werden,/ in dem Tod zu nehmen ein/ des Lebens vollkommene freiheit und Rechte/ als eines voll⸗ enoͤeten Heilanoͤs Geschlechte!/ Der Unglaub mag denken: wir bitten zuviel/ ou hörst unsre Bitten, tust über ihr Ziel! Bottfried RArnold, 4 171. 2⁴⁴ ö Na Nachfolge Christi 248 herrnhaag 1740. O durch⸗bre⸗cher al⸗ler Ban⸗de,/ der du im⸗mer Ubeidem Schaoͤen, Spott und Schande/ lau⸗ter Lust uno bei uns bist, 5 rich him⸗mel ist, ü⸗ be fer⸗ ner dein Ge rich⸗te/ S wi⸗der un⸗ sern A⸗dams⸗sinn,/ bis uns dein so treu Ge⸗ ——— ů —— S....———— sich te/ füh⸗ret aus dem Rer⸗ker hin. 2. Ists doch oeines Vaters Wille,/ daß ou endest dieses Werk;/ hierzu wohnt in dir die Fülle/ aller Weisheit, Lieb uno Stärk,/ baß oͤu nichts von dem verlierest,/ was er dir geschenket hat,/ und es aus der Anruh führest/ zu der selgen Ruhestatt. . Ach, so mußt oͤu uns vollenden,/ willst uno kannst ja anders nicht;/ denn wir sind in deinen Händen,/ dein Herz ist auf uns gericht't; ob wir wohl von allen Zeuten/ als gefangen sind geacht't, weil des Kreuzes Nieoͤrigkeiten„ uns der Welt zum Spott gemacht. 4. Schau doch aber unsre RKetten,/ da wir mit der Kreatur/ seufzen, ringen, schreien, beten/ um Erlösung oͤer Natur/ von dem Dienst der Eitelkeiten,/ der uns noch so hart beoͤrückt,/ ob auch schon der Geist in Zeiten/ sich auf etwas Bessres schickt. 5. Ach, erheb die matten Kräfte,/ reiße du das Bano entzwei,/ daß wir, oͤurch die Weltgeschäfte /ourchgebrochen, stehen freil/ Weg mit Menschenfurcht und Zagen,/ weich, Vernunstbeoͤenklich⸗ keit;/ fort mit Scheu vor Schmach und Plagen;/ weg des Fleisches ZJärtlichkeit! 2⁴⁵ DEEEEEE Nachfolge Christi 6. Herr, zermalme, herr, zerstöre/ diese Macht der Finsternis;/ denn der preist nicht deine Ehre,/ den sie fort zum Tode riß./ eb uns aus dem Staub der Sünden,/ wirf oͤie Lust der Welt hinaus;/ laß uns wahre Freiheit finden,/ Freiheit in des Vaters Haus! 7. Wir verlaͤngen keine Ruhe/ für oͤas Fleisch in dieser Zeit;/ wie dus nötig findͤest, tue/ noch vor unsrer Abschieoͤszeit;/ aber unser Geist, der bindet/ dich im Glauben, läßt dich nicht,/ bis er die Erlösung findet,/ die odein treuer Mund verspricht. 8. Herrscher, herrsche, Sieger, siege;/ König, brauch dein Re⸗ giment,/ führe deines Reiches Kriege,/ mach der Sklaverei ein End l/ Ach, die Last treibt uns zu rufen,/ alle flehen wir dich an:/ Zeig ooch nur die ersten Stufen/ der gebrochnen Freiheitsbahn! 9. Ach, wie teu'r sind wir erworben,/ nicht der Menschen Knecht zu sein!/ Drum, so wahr oͤu bist gestorben,/ mußt oͤu uns auch machen rein,/ rein und frei und ganz vollkommen,/ in dein heilig Bild verklärt;/ der hat Gnad um Gnad genommen,/ wer aus deiner Füll sich nährt. 10. Liebe, zeuch uns in dein Sterben,/ laß mit dir gekreuzigt sein,/ was dein Reich nicht kann ererben;/ führ ins Paradies uns einl/ Doch wohlan, du wirst nicht säumen,/ laß nur uns nicht lässig hereinl Gottfried Arnold, + 17¹4f Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht.(Oder wie Nr. 149.) 249 Leipzig 1625. 431 f. n r v r Wn E . — x——. . — B=. GJ E Sün⸗doe Tor und Tür,/ ver⸗trei⸗be sie und laß nicht 23 —— IIAEE 1 1 1 zu,/ daß sie in mei⸗ nem her⸗ zen ruh! 2⁴⁰ sein;/ weroͤen wir doch als wie träumen,/ wenn die Freiheit bricht 1. Ein rei⸗nes herz, herr, schaff in mir,/ schleuß zu der ———— EE Nachfolge Christtit. 25⁰ 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür;/ ach, komm und wohne du bei mir/ was unrein ist, das treib hinaus/ aus deinem Tempel, deinem Haus. 5. Laß oͤeines guten Geistes Licht/ und dͤein hellglänzend An⸗ gesicht/ erleuchten mein herz unòd Gemüt,/ o Brunnen unerschöpf⸗ ter Güt! 4. Und mache denn mein herz zugleich/ an Himmelsgut und Segen reich;/ gib Weisheit, Stärke, Rat, verstand„aus deiner miloͤen Gnadenhand: 5. So will ich deines Namens Ruhm/ ausbreiten als dein Eigen⸗ tum/ und dieses achten für Gewinn,/ wenn ich nur dir ergeben bin. Heinrich Georg Neuß, 4 1716. ö Mel. Straf mich nicht 250 in deinem Zorn. Am 1680. 4 1—— 1——.— SSSS 1. mMa⸗ che ich, mein Geist, be⸗reit,/ wa⸗ che, fleh und oͤaß dich nicht oͤie bö⸗ se zeit/ un⸗ver⸗ hofft be⸗ II 4.——— 1— 5758885—.—, — II—9—.————.. ö bes te, denn es ist/ Sa⸗tans List/ ü⸗ber vie ⸗le tre ⸗te; ——*—— I 14— * —— drom⸗men/ zur Ver⸗suchung kom⸗men. 2. Aber wache erst recht auf/ von dem Sündenschlafe;/ denn es ů folget sonst darauf/ eine lange Strafe,/ und die Not/ samt dem CLod/ möchte dich in Sünden/ unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kannst du nicht/ Christi Klarheit sehen;/ wache, sonst wird dir sein Licht/ ewig ferne stehen;/ denn Gott will flr die Füll/ seiner Onadengaben/ offne Rugen haben. 4. Wache, daß dich nicht die Welt/ durch Gewalt bezwinge,/ oder, wenn sie sich verstellt,/ wieder an sich bringe;/ wach und sieh,/ daß dich nie/ falsche Brüder fällen,/ die dir Netze stellen. 2⁴7 ö —— —— —.———— ———————————— 251 Nachfolge Christi 5. Wach und hab auf dich wohl acht,/ trau nicht deinem Herzenj/ 2. leicht kann, wer es nicht bewacht,/ Gottes Gnad verscherzen,/ denn es Chri ist/ voller List,/ kann sich selber heucheln/ und in Hoffart schmeicheln. Nam 6. Bete aber auch dabei/ mitten in dem Wachen;/ denn der herr. Glau nur kann dich frei/ von dem allen machen,/ was dich dͤrückt/ unoͤ das bestrickt,/ daß oͤu schläfrig bleibest/ und sein Werk nicht treibest. so kri 7. Doch getrost, es muß uns schon/ alles glücklich gehen,/ wenn q. wir ihn durch seinen Sohn/ im Gebet anflehen;/ denn er will/ bahr— alle Füll/ seiner Gunst ausschütten,/ wenn wir gläubig bitten. wecke 8. Drum so laßt uns immerdar/ wachen, flehen, beten,/ weil mit d die Angst, Not und Gefahr/ immer näher treten;/ denn die Zeit/ noch ist nicht weit,/ da uns Gott wird richten/ und die Welt vernichten. schon Joh. Burcharo Freystein, 4 1718. 4. die ot uurs oie Sticme. 1 251 Frankfurt a. M. 1599. daß v ————— ö Mut! ., XV—————— — 55. und fi 1. Rü ⸗stet euch, ihr Christen⸗leu⸗tel/ Die Fein⸗de su⸗chen Wappnet euch mit Got⸗tes Wor⸗te/ und kämpfet frisch an Mel. 1 1. , PPPII— 8. euch zur Beu⸗te,/ ja, Sa⸗tan selbst hat eu'r be⸗ gehrt. je⸗dem Or⸗te,„ da⸗mit ihr blei- bet un⸗ ver⸗ — 122 ͤ E 2— 2*—.——4—— ö— .—————— ö L 2 ö Ist euch der Feind zu schnell,/ hier ist Im⸗ma⸗ nu ⸗elj/ ö Mach 2— 1 , —— 3. V ho⸗si⸗ an⸗ nal/ Der Star⸗ke fällt/ oͤurch die⸗ sen Held⸗ Rum —.— Z, und wir be⸗ hal⸗ ten mit das Feld. Nachfolge Thristi e 2. Reinigt euch von euren Lũ Christen,/ und stehet in des Herr Namen,/ daß ihr nicht strauchelt wie bie Lahmen./ Wo ist des Glaubens Ritterschaft?/ Wer hier ermüden will,/ der schaue auf das Ziel:/da ist dreude!/ Wohlan, so seiò/ zum Kampf bereit// so krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wen'gen Jahre bahre// kurz, kurz ist unser Lebensla wecken,/ und das Oericht oͤie Welt wir mit Freuden auf.„Gottlob! wir sind verso noch höhnt,/ währt nicht lange,/ und G schon/ uns sten,/ besieget sie, die ihr seid en Kraft./ Stärket euch in Jesu die herzen/ so halt und für. h an Mel. Nr. 251. 252 Wachet auf, ruft uns die Stimme. raphinen/ ist gegen dich nur Dunkelheit./ Ein Vorbild bist du mir;/ ach, bilde mich nach dir,// hrtl du mein Alles l/ Hilf, Jesu, du/ auch mir daz u//daß ich mag heilig sein wie du. — 2..Stiller Jesu, wie dein Wille /dem Willen deines vaters stille/ — ö und bis zum Coo gehorsam war,/ also mach auch gleichermaßen/ el// mein Herz und Willen dir gelassen Jach, horsam Rind /stille, stille;/ ich fein stille sei wie oͤu. ö noö hast ge⸗ betet unoͤ gewacht./ Gib mir auch Wachsamkeit// daß allzeit/ wach und betel/ gilf, Jesu, du/ auch mir bazu,/ daß ich stets wachsam sei wie du. ́f———— 2535 4. Gütger Jesu, ach, wie gnädig,/ wie liebreich bist du und gut⸗ tätig/ doch gegen Freund und heind gesinntl/ Deine Sonne scheinet allen,/ dein Regen muß auf alle fallen,/ ob sie dir gleich undank⸗ bar sind./ Mein Herr, ach, lehre mich,/ oamit auch hierin ich/ dir nachartel/ Hilf, Jesu, du/ auch mir dazu// daß ich so gütig sei wie du. ö 5. Sanster Jesu, ganz unschuldig/ ertrugst odu alle Schmach ge⸗ duᷣuldig/ und übtest niemals Rache aus./ Wer kann deine Sanst⸗ mut messen,/ bei der du dennoch nie vergessen/ den Eifer um des Vaters Haus!/ Mein Heiland, ach, verleih/ mir Sanftmut und dabei/ guten Eiferl/ Hilf, Jesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich sanst⸗ mütig sei wie du. 6. Hoher Jesu, Ehrenkönig,/ du suchtest deine Ehre wenig/ und wurdest niedrig und gering;/ wandeltest einher auf Erden/ in demut und in Rnechtsgebärden,/ erhobst dich selbst in keinem Ding./ herr, solche demut lehr/ mich auch je mehr und mehr/ stetig übenl/ hilf, Zesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich demütig sei wie du. 7. Liebster Jesu, liebstes Leben,/ mach mich in allem dir ergeben/ und deinem heilgen Vorbild gleich;/ gib, daß mich dein Geist oͤurch⸗ dringe,/ daß ich viel Glaubensfrüchte bringe/ und tüchtig werd zu deinem Reich./ Ach, zeuch mich ganz zu dir,/ behalt mich für und für,/ treuer Heilandl/ Hilf mir dazu,/ daß ich wie du,/ und wo du bist, einst finde Ruh.(nach dem holländischen des Jodokus v. Lodenstein.) Bartholomäus Crasselius, 4 1724. Mel. Wi i Waßeraueiie. 29 253 Französischer Psalter, 1551. *———— Fa—.—— ö EEI 14.*—...——0 ...— 2 2.— + e, 1. Schaf⸗fet, schaf⸗fet Men⸗schen⸗kin⸗der,/ schaf⸗fet eu⸗ re —.— 4.— 4 ü⸗ber euch,/ rin⸗get —— XX EXX Se⸗lig⸗keit! wärt⸗ge Zeit, 25⁰0 son⸗dern schau⸗et Rachfolge Christi⸗ Bau⸗et nicht, wie fre⸗ che Sünder,/ nur auf ge⸗gen⸗ ö ö ————— mag Nachfolge Christi 255 ...x. nach dem Him⸗mel⸗reich,/ und be⸗mü⸗het euch auf Er⸗den,/ ——.— —— wie ihr mö⸗get se⸗ lig wer ⸗den. 2. Daß nun dieses mög geschehen,/ müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut/ und nach dessen Neigung gehen,/ sondern was Gott will und tut,/ das muß ewig und allein/ eures Lebens Richtschnur sein,/ mag es eure schwachen Herzen/ nun erfreuen ooͤer schmerzen. 5. Ihr habt Ursach zu bekennen,/ daß in euch noch Sünde ist// daß ihr Fleisch von Fleisch zu nennen,/ daß ihr fehlt zu jeder Frist,/ und daß Gottes Gnadenkraft /nur allein oͤas Gute schafft,/ daß nichts außer seiner Gnade/ in euch ist als Seelenschade. — 4. Selig, wer im Glauben kämpfet!/ Selig, wer im Kampf besteht/ und die Sünden in sich dämpfet!/ Selig, wer die Welt verschmäht!/ Unter Christi Kreuzesschmach/ jaget man dem Frieden nach/ wer den himmel will ererben, /muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen,/ sondern träg und lässig sein,/ eure Neigung zu bezwingen,/ so bricht eure Hoffnung ein./ Ohne tapfern Streit und Krieg/ folget nie ein rechter Sieg./ Nur den Siegern wird die Rrone/ beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit der Welt nach Lust zu jagen,/ findet nicht bei Christen statt;/ an dem Fleisch Gefallen tragen,/ macht des Geistes Kräfte matt;/ unter Christi Kreuzesfahn/ geht es wahrlich gar nicht an// daß man noch mit frechem Herzen/ wolle sicher tun und scherzen. 7. Furcht muß herrschen vor dem Richter, dessen hand das depter trägt,/ der die sichern Bösewichter/ zur Veroͤammnis niedͤer⸗ schlägt./ Er ists, er, wies ihm beliebt,/ Wollen und Vollbringen gibt;/ o so laßt uns zu ihm gehen,/ ihn um Gnade anzuflehen! 8. And zu werden Christi Glieder// die sein reiner Geist bewegt,/ käͤmpft den alten Menschen nieder,/ bis ihm seine Macht gelegt./ Was euch hindert, werfet abj/ was euch ärgert, senkt ins Grab,/ und denkt stets an Christi Worte: /„dringet durch die enge Pforte!“ 251 S P FFF F FFFIFIFIF d 25⁴ Nachfolge Christi 9. Zittern will ich vor der Sünde/ und dabei auf Jesum sehn,/ 5. bis ich seinen Beistand finde,/ in der Gnade zu bestehn./ Ach, ba ich mein Heiland, geh doch nicht/ mit mir Armen ins Gericht!/ Gib selbst mir deines Geistes Waffen,/ meine Seligkeit zu schaffen. 6. I 10. Amen, es geschehe Amen!/ Gott versiegle dies in mir,/ Ich 1— auf daß ich in Jesu Namen/ meinen Kampf zu Ende führ./ Er himm verleihe Kraft und Stärk/ und regiere selbst das Werk,/ daß ich wache, bete, ringe/ und also zum Himmel oͤringe. Mel. ů Ludwig Andreas Gotter, 4 1735. 1. V Seit? Wene Zuversicht 254 Berlin 1655. Hmm ö é—4 1—— DEDD Him⸗mel⸗ an geht uns⸗ re Bahn;/ wir sind Gä ⸗ste bis wir dort nach Ka⸗ na⸗ an/ durch die Wü-ste L II 24.— H2 E. nur auf Er⸗den, kom⸗men wer⸗den. Hier ist un⸗ser Pilgrimsstand,/ oͤroben 4) un ⸗ser Va⸗ter⸗land. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist;/ denn dͤu bist ein himm⸗ lisch Wesen/ und kannst das, was iroͤisch heißt,/ nicht zu deinem Ziel erlesen;/ ein von Gott erleucht'ter Sinn/ kehrt in seinen Arsprung hin. 5. Himmelan! ruft Gott mir zu,/ wenn ich ihn im Worte höre./ Das weist mir den Ort der Ruh,/ wo ich einmal hingehöre./ Wenn mich dieses Wort bewahrt,/ halt ich eine Himmelfahrt. 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt/ mir das schöne Los von ferne,/ daß mein herz schon aufwärts steigt/ über Sonne, Mond viel ve und Sterne,/ oͤenn ihr Licht ist viel zu klein/ gegen jenen Glanz ihr bas und Schein. liegt p 25² fliegt pfeilgeschwind zur Ewigkeit. ö Rachfolge Chessti 255 5. Himmelan wirod mich oer Tood/ in die rechte heimat führen,/ ba ich über alle Not/ ewig werde triumphieren./ Jesus geht mir selbst voran,/ daß ich freuoͤig jolgen kann. 6. Himmelan! Nch, himmelanl/ das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn/ oͤurch die Himmelslust vertreiben./ Himmelan steht nur mein Sinn,/ bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmolck, 4 1737. Mel. Nr. 259. 255 Wer nur den lieben Gott läßt walten. I. Was hinket ihr betrognen Seelen/ noch immerhin auf jeöer Seit?/ Fällts euch zu schwer, das zu erwählen,/ was euch oes himmels Ruf anbeut?/ G sehts mit offnen Augen an/ und brecht hinoͤurch auf schmaler Bahn. 2. Bedenkt, es sino nicht Raiserkronen,/ nicht Reichtum, Ehr und Lust oͤer Welt, womit euch Gott will ewig lohnen,/ wenn euer Rampf den Sieg erhält:„Gott selbst ists und die Ewigkeit,/ voll Lust und Ruh, voll Seligkeit. 5. Es gilt hier nur ein ganzes Leben,„Gott krönet kein geteiltes herz// wer Jesus sich nicht recht ergeben,/ der macht sich selber Müh und Schmerz/ und träget zum verdienten Lohn/ hier Unruh, oͤort die Gual davon. 4. Wer aber mit Gebet und Ringen/ auf ewi gibt/ und Gott, den Herrn von allen din allein nur liebt,/ der wird der Krone wert Rönigs Stuhl gesetzt. 5. Jerreißt doch die gelegten Schlingen,/ die euch in oͤiesem schönen Lauf/ verhinoͤern und zum Säumen b euch heut von neuem auf!/ Auf Ruf, auf, es geht dem Himmel zu! gallem Abschied gen,/ von herzen unoͤ geschätzt/ uno auf des 7. Nur spart es nicht auf anoͤre deiten,/ ihr habt schon jeho viel versäumt/ ihr mehrt euch selbst die Schwierigkeiten,/ wenn ihr ͤas süße heut verträumt./ Eilt, eilet, oͤenn die Gnaoenzeit/ 253 I).+. Nachfolge Christi 8. Eilt, faßt einander bei den händen!/ Seht, wie ist unser Ziel so nahl/ Wie bald wird unser Kampf sich enden;/ da steht dann unser Rönig da:/ der führt uns ein zur stillen Ruh/ und urteilt uns das Kleinod zu. Leop.§rz. Friedrich Lehr, 4 1744. 2562⁵⁷ miel. Nr. 7. 256 Suntder machtn ö 1. Auf, ihr Streiter, durchgedrungen// auf und folgt dem Heiland nach,/ der durch Marter, Tod und Schmach/ sich zum Himmel aufgeschwungen!„Ringt ihm nach in seiner Rraft;/ er ists, der den Sieg verschafft. 2. Rein Erlöster müsse sagen,/ ihm gebreche Kraft und Mut/ zu dem Kampf mit dleisch und Blut./ Alles soll der zünger wagen,/ * weil der Herr die Wunden heilt/ und den Schwachen Kraft erteilt. . 3. Sind wir schwach: bei ihm ist Stärke;/ sind wir arm: der Herr ist reich j/ wer ist unserm Führer gleich?/ Unser Gott tut Wunderwerke. /Sagt, ob der nicht helfen kann,/ dem die Himmel untertan? 4. Ja, Gott kann und will uns schirmen./ drum, so dringet mutig einj/ schämt euch, träg und feig zu sein!/ Mag es drohen, mag es stürmen:/ nur durch Müh, Geduld und Streit/ führt der Weg zur Seligkeit. 5. Nun, so wachet, kämpft und ringet,/ bleibet wacker im Gebet,/ bis ihr auf der höhe steht,/ wo der Sieg die Fahne schwingetl/ Ist der Erde Werk getan,/ hebt des Himmels Sabbat an. Nach Zoh. Simon Buchka, 4 1752. „mei icht Mel. Nr. 254. 257 Beiu erwis r. I. 1. Seele, was ermüdst du dich/ in den dingen dieser Erden,/ die doch bald verzehren sich/ und zu Staub und Asche werdenꝰꝛ/ Suche Jesum uno sein Licht;/ alles andͤre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn,/ laß ihn sich zu Gott auf⸗ schwingen, /richt ihn stets zum gimmel hin,„laß ihn in die Gnad einoͤringen. /Suche Jesum und sein Licht/ alles andre hilft dir nicht. 3. Oft verlangst du Trost und Ruh,/ dein betrübtes gerz zu labenzj/ eil der Lebensquelle zu,/ da kannst du sie reichlich haben./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles andre hilft die nicht. Mel. Val ich oͤir ge isti ser eht nö 7⁴4. ll ich en. and mel der zu en,/ teilt. der t tut mel inget ohen, t der bet,/ getl/ 1752. ersicht. . 27I.) öen,/ enꝛ/ auf⸗ Bnad nicht. zu en./ Nachfolge Christ 4. Geh in Einfalt stets einher /laß dir nichts das Ziel verrücken 7. Gott wird aus dem Liebesmeer/ di den Rranken, wohl erquicken./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles anoͤre hilft dir nicht. 8. Laß dir seine Majestät/ immerdar vor Augen schweben/ laß mit brünstigem Gebet/ sich dein herz zu ihm erheben./ Suche Jesum Jak. Gabriel Wolf, + 1754. Mel. Valet will ich dir geben. 258 Melchior Leschner, 1613. E 1. In un⸗ sers Rö⸗nigs Na⸗men/ be⸗tre⸗ ten wir die Bahn; so vie⸗le von ihm stammen,/ o schließt euch freuöig anl ————— ——————————— ——— ———— Wir ziehn zum dͤrie ⸗oens⸗lan⸗de// ein Herz, ein Leib, ein 2. Der Weg ist schmal, doch eben/ und führt zur Seligkeit /die Straße dort baneben/ ist zwar be i 25⁸ Nachfolge Christi 3. Wir folgen deinem Locken,/ du ewig treuer Freundl/ Wer könnte sich verstocken?/ Du hasts so gut gemeint!/ Wir wandern abgeschieden,/ und eh es geht zur Rast,/ trägt jeder still zufrieden/ sein Rreuz und seine Last. 4. Der große Hirt der heroe/ geht seinem Volk voran;/ sein All⸗ machtswort:„Es weroͤe'l/ bereitet selbst die Bahnz/ es lähmt er⸗ zürnten§einden/ Herz, Zunge, Fuß und Hand,/ knüpft zwischen frommen Freunden/ der Liebe Bruderband. 5. So wandeln wir entschlossen/ dem Himmelsführer nach/ und dulden unverdrossen/ und tragen seine Schmach/ und flehn im finstern Tale:/ O Jesu, steh uns bei/ unòd mach im Hochzeitssaale/ bald alles, alles neu! 6. Seht, wie die Krone schimmert, /die unser haupt einst schmücktl/ Und wird der Leib zertrümmert,/ der Weltenbau zerstückt,/ er⸗ löschen Sonn und Sterne:/ kein Pilger werde matt!/ Dort glänzt uns schon von ferne/ des großen Königs Staoͤt. 7. hinan, hinan, ihr Frommen,/ es koste Schweiß und Blutl/ Hinan, hinan geklommen/ mit wahrem heldenmutl/ Bald hebt uns unser Sehnen/ hoch über Tod undò Grabj/ bald trocknet unsre Tränen/ oͤie hand der Liebe ab. goh. Ludwig Frickert, 4 1700. gohann Crüger, 1653. Mel. zeuch ein zu deinen Loren. 47* wie Nr. 365.) 259 —. 2 2 Rommt, Brüder, laßt uns ge⸗=hen,// der Abend kommt her⸗ es ist ge⸗fähr⸗lich ste⸗ hen/ in die⸗ser Wü=ste⸗ e....... Rommt, stär⸗ket eu⸗ern Mut,/ zur E⸗wig⸗keit zu bei; nei. D wan⸗dern/ von ei⸗ner Kraft zur an⸗dern,/ es ist das 25⁰ das Nachfolge Christi 2. Es soll uns nicht gereuen/ der schmale Pilgerpfad;/ wir kennen ja den Treuen,/ der uns gerufen hat./ Kommt, folgt und trauet dem;/ ein jeder sein Gesichte/ mit ganzer Wendung richte/ sest nach Jerusalem. 5. Schmückt euer herz aufs beste/ undò mehr als Leib und haus/ wir sind hier fremoͤe Gäste/ und ziehen bald hinaus./ Wir gehn ins Ewge ein;/ mit Gott muß unser Hanoͤel,/ im Himmel unser Wandel/ und Herz und alles sein. 4. Kommt, Brüder, laßt uns gehen;/ der Vater gehet mit!/ Er selbst will bei uns stehen/ in jedem sauern Tritt./ Das Aug da⸗ hin gekehrt,/ wo seine Liebe winket/ und dem, der folgt uno sinket// den wahren Rusgang lehrt. 5. Kommt, Brüder, laßt uns wandern;/ wir gehen Hand in Hano; /eins freuet sich am andern/ in diesem fremden Land./ Rommt, laßt uns kinoͤlich sein,/ uns auf dem Weg nicht streiten j/ die Engel selbst begleiten/ als Brüder unsre Reihn. 0. And sollt' ein Schwacher fallen, /so greif der Stärkre zu;/ man trag', man helfe allen,/ man pflanze Fried und Ruh.„Rommt, schließt euch fester an!/ Ein jeder sei der Kleinste,/ doch wohl auch gern der Reinste/ auf unsrer Pilgerbahn. 7. Rommt, laßt uns munter wandern;/ der Weg nimmt immer ab;/ ein Tag, der folgt dem andern;/ balo fällt das Fleisch ins Grab.„Nur noch ein wenig Mut,/ nur noch ein wenig treuer,/ von allen Dingen freier,/ gewanoͤt zum ewgen Gut! 8. Es wird nicht lang mehr währen;/ harrt noch ein wenig ausl/ Es wird nicht lang mehr währen,/ so kommen wir nach haus;/ a wird man ewig ruhn,/ wenn wir mit allen Frommen/ heim zu dem Vater kommen;/ wie wohl, wie wohl wiroͤs tun! 9. Drauf wollen wirs denn wagen,/ es ist wohl wagenswert,/ und grünoͤlich dem absagen,/ was aufhält und beschwert./ Welt, du bist uns zu klein! /Wir gehn durch Jesu Leiten/ hin in die Ewigkeiten:/ es soll nur Jesus sein. Oerharo Lersteegen, 4 1769. 17 25⁷ Nachfolge Christi Mel. herzlich tut mich verlangen. Hans Leo haßler, 1601. —.— ö EÆ— 14 rin 8.rrrdie. in rn——— +.— IX 27.——.———.— ——* 2—— Ich soll zum Le⸗ ben oͤrin⸗gen,/ für wel⸗ ches Gott mich soll nach dem him⸗mel rin⸗gen,/ das, das ist mein Be⸗ —— — 4w.— se⸗lig sein. 2. Und wenn der Pilger Gottes/ der Sünder Lust verschmäht,/ wenn er, trotz ihres Spottes,/ auf seinem Pfaoe geht:/ was wird ihm nicht zum Lohne,/ wenn er die kurze Zeit/ getreu war! Welche Krone!/ Welch eine Seligkeit! 3. O herr, auch mich verlanget,/ dein treues Kind zu sein,/ und meine Seele hanget/ doch nicht an dir allein;/ ich weiß, ich werde sterben,/ und liebe doch die Welt;/ o herr, welch ein Ver⸗ derben,/ das mich gefangen hält! 4. Entsagt hab ich dem Bösen,/ und doch wird es vollbrachtj/ ach, wer wird mich erlösen/ aus dieses Todes Nachtl/ Ich lasse nach zu ringen,/ und doch ists mein Beruf:/ ich soll zum Leben oringen,/ zu welchem Gott mich schuf. 5. Dir seufz' ich anzuhangen,/ Erbarmer, dir allein!/ Du hast es angefangen,/ das gute Werk ist deinl/ Vollende, Gott, vollende/ was mir dein Wort verheißt;/ in deine Vaterhände/ befehl ich meinen Geist. goh. Anoͤreas Cramer, 1788. 25⁵⁸ 2 Nachfolge Christi I. Jesu, mei Erbene ecben. 261 Christoph Anton, 1651. — ö ——.—.—.— SSSSI 1. An⸗ser Wan⸗del ist im him⸗mel!/ Köstlich Wort, wie mir, umringt vom Welt⸗ge⸗tüm⸗mel// Mut und sü⸗be —— x——— ——— i———. E—0 * Roßuung 2 Je-der huß⸗tritt, den ich tu⸗ e,/ brin⸗get D —— ö—.. ——— mich dem Land der Ru⸗ he/ nã⸗ her, im⸗mer nã⸗ her zu/ ——— IFFIIFI—————— Wort, wie hoch er⸗freu ⸗est oͤul! 2. Haltets fest, ihr teuren Brüder//haltets fest, dies werte Wortl/ Nichts schlag eure Hoffnung nieder,/ wallet immer mutig fortl/ Mutig blicket hin zum Ziele;/ viele schon ergriffens, vielel/ Wir, so wahr es Gott verhieß,/ wir ergreifens auch gewiß. 3. Nur, wie fromme pilger miüssen,/ bleibet wacker, seid nie laßl/ Stets des hohen Zwecks beflissen,/ wacht und kämpft ohn Unter⸗ labl/ Feinde stehn an euren Wegen,/ Stürme toben euch entgegen// Nebel, Klüfte, Felsen orohnz/ faßt nur Mut, groß ist der Lohn. 4. Was kein Auge je gesehn,/ was kein Ohr gehöret hat,/ was kein Herz hier zu erflehen/ je sich unterwunden hat:/ das, das hat Gott dem bereitet,/ der hier tapfer kämpft uno streitet /drum ver⸗ laßt nicht eure Bahn,/ Jesus selbst ging euch voran. 5. Anser Wandel ist im Himmel!/ Köstlich Wort, wie strömest du/ mir/ umringt vom Weltgetümmel, Mut und süße Hoffnung zul/ Auf, mein Geist, ermüde nimmer// schon seh ich des Zieles Schimmer./ Wenig, wenig Schritte noch,/ und getragen ist mein Joch. Joh. Christoph Fröbing, 4 1805. 259 17² 2022⁰³ Nachfolge Christi Mel. Nr. 484. 262 dnPennezwort 1. Gott, der oͤu Herzenskenner bist,/ Herr, oem die Falschheit Greuel ist/ und jede Lüg Verbrechen;/ kein Wort spricht je ein falscher Mund,/ das dir, Allwissender, nicht kund;/ du, Heiliger, wirsts rächen!/ Laß jederzeit mein Ja und Nein,/ wie's Christen ziemt, aufrichtig sein! 2. Und wenn ich schwörend vor dir steh,/ dir in dein heilig Antlitz seh,/ die hand zum himmel hebe,/ wenn ich zum Zeugen feierlich/ anrufe, hocherhabner, dich,/ durch den ich bin und lebe:/ dann sei von Trug und Heuchelei/ mein herz und meine Zunge frei. 3. Wenn drevler dich auch da noch schmähn/ und frech mit Lügen vor dir stehn,/ dann laß mein Herz erschrecken!/ Weh dͤem, der Gott und Gottes Macht/ zum Siegel seiner Bosheit macht,/ sie vor der Welt zu decken!/ Herz, schau den Gott mit Zittern an,/ der Seel und Leib verderben kann. 4. Gott, wenn du nicht mein Gott mehr bist,/ dein Sohn nicht mehr mein heiland ist,/ dein himmel nicht mein Erbe;/ wenn mich beim Leiden dieser Zeit/ kein Trost vom himmel mehr erfreut,/ kein Trost mehr, wenn ich sterbe;/ wenn Gott und Jesus nicht mehr mein:/ dann besser, nie geboren sein! 5. Nein, Ehre nicht, nicht Gut und Geld,/ kein Fürstentum und keine Welt/ soll mich so weit verführen;/ um alle Leiden dieser Zeit/ will ich doch Gott und Seligkeit/ mutwillig nicht verlierenl/ Wie klein mein Glück auch immer sei:/ nur Gott und reines herz dabeil 6. Gott, lehre mich bei jedem Eid/ aus Furcht vor deiner Heilig⸗ keit/ die Wahrheit treulich sprechen./ Beschwör ich aber Amt und pflicht// so laß mich auch im kleinsten nicht/ die teure Zusag brechenl/ Ruch dir, Gott, schwur ich treu zu sein,/ erhalt mich ewig, ewig dein. daniel Rarl Bickel, 4 1809. Mel. Gott des himmels und der Erden. 263 heinrich Albert, 1642. 94 .E — 2——.. — 4—— höͤrt das Wort voll Ernst und Lie ⸗-be,/ das zu euch der hÿrts und prüft des Her⸗zens Trie ⸗be/ bei des Wor=tes + 2— — Nachfolge Christi er e, at. Lae e. Li H, D hei⸗land spricht, 35 hei⸗ kein Lichtt EEE das ist eu ⸗ re Se ⸗ lig ⸗keit. —— 2. Nicht aus Sinais Gewittern/ donnert hier des herrn Gebot,/ daß die Herzen bang erzittern,/ weil es zorn und Strafe oͤroht z/ selig preisend tut sein Mund/ euch den Sinn des Vaters kund: 3.„Selig sind die geistlich Armen,/ denn das Himmelreich ist ihr!/ Ihnen öffnet voll Erbarmen/ Gott der ewgen Gnade Tür/ da wird ohne Maß gewährt,/ was ihr sehnend Herz begehrt.“ 4.„Selig sind, die Leid empfinden/ auf des Lebens schmaler Bahn!/ Ihre Traurigkeit wird schwinden,/ reicher Trost wiro sie umfahnj/ denn sie wirkt zur Seligkeit,/ Reue, welche nie gereut.“ 5.„Selig sino, die sanften Mutes/ und in Demut milde sino!/ Sie erfreuen sich des Gutes,/ das kein Trotz und Streit gewinnt./ durch oͤer Sanftmut stille Macht/ wird das Schwerste leicht voll⸗ bracht.“ 6.„Selig sino, die hier mit Schmachten/ dürsten nach Gerechtig⸗ keit,/ die nach Gottes Reiche trachten,/ nicht nach Gütern dieser zeit! /Wo der Born des Lebens quillt,/ wird ihr Seelendurst gestillt.“ ö 7.„Selig sind, oͤie voll Erbarmen/ auf der Brüder Leiden sehn/ und den Schwachen, Kranken, Armen,/ freudig eilen beizustehnl/ Noch vor Gottes Thron erfreut einst auch sie Barmherzigkeit.“ 8.„Selig sind die reinen herzen,/ die nicht Sünd und Welt um⸗ strickt,/ die mit schnöder Lust nicht scherzen,/ weil nur Heilges sie entzückt!/ Einst im reinen Himmelslicht/ schaun sie Gottes An⸗ gesicht. 9.„Selig sind, die Frieden bringen,/ Scjuld und Kränkung sbersehn,/ deindeshaß mit huld bezwingen,/ für Verfolger segnend 201 264 2⁰5 Nachfolge Christi flehn l/ Trifft sie auch der Menschen Spott,/ seine Kinder nennt sie Gott.“ 10.„Selig sind, die als Gerechte dulden Kreuz, Verfolgung, Schmach,/ als oͤes herrn getreue Knechte/ bis zum Tod ihm folgen nach l/ Groß ist dort vor Gottes Thron/ seiner Uberwinder Lohn.“ 11.„Seid ein Salz, ein Licht der Erde,/ laßt der Wahrheit Frlichte sehn,/ daß durch euch verherrlicht werde/ euer Vater in den Höhn./ Ob oͤer Eroͤball untergeht,/ sein Gebot, sein Wort besteht.“ Bernhard Garve, 4 1841. Mel. Valet will ich oͤir geben. 264 Melchior Teschnor, 1613. *V.— E— Nus ir ⸗di⸗schem Ge⸗tüm⸗mel,/ wo nichts das Herz er⸗ wer zeigt den Weg zum 6865 da-hin die Hoff⸗ nung EIEEI...— quickt, 7 ö blickt? Wer lei⸗ tet un⸗ser Streben,/ wenn es das Ziel ver WWi EEEE.. gißtꝛ/ Wer führt durch Tod zum Lebenꝰꝛ/ der Wegheißt ZJesus Ehm 2. hier irren wir und fehlen,/ gehüllt in tiefe Nacht;/ durch wen wird unsern Seelen/ ein wahres Licht gebracht?/ Von oben kommt die Klarheit,/ die alles uns erhellt,/ denn Christus ist die Wahr⸗ heit,/ er ist das Licht der Welt. . Wer gibt uns hier schon Freuden,/ die niemand rauben kann? Wer zeiget uns im Leiden/ den Himmel aufgetan?/ Wenn vor dem Tod wir beben,/ wer gibt dem herzen Ruhꝛ/ Heill Christus ist das Leben,/ führt uns dem Vater zu. Karl Zulius Aschenfeld, 4 1856, Mel. Nr. 264. 265 valet will ich dir geben. ö 1. Es kennt der herr die Seinen/ und hat sie stets gekannt,/ die Großen und die Kleinen/ in jeoem Volk und Land;/ er laßt sie 2² Nach nicht Sterb sröhli heit O die im 4. E mit lat gegnet trägt, 3.— Großet Gnade nung 6. laß nic der Ta die de Mel. O aller Ba 7 E7/ 7.— 14.9— X ————————————— ö ö Nachfolge Christi nicht verderben,/ er führt sie aus und ein;/ im Leben und im Sterben/ sind sie und bleiben sein. 2. Er kennet seine Scharen/ am OGlauben, der nicht schaut/ und oͤoch dem Unsichtbaren,/ als säh er ihn, vertraut;/ der aus bem Wort gezeuget/ und durch das Wort sich näͤhrt/ und vor dem Wort sich beuget/ und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen/ an ihrer hoffnung Mut,/ die fröhlich auf dem Einen,/ daß er der Herr ist, ruht/ in seiner Wahr⸗ heit Glanze/ sich sonnet frei und kühn,/ oͤie wunderbare Pflanze,/ die immerdar ist grün. 4. Er kennt sie an der Lieb e,/ die seiner Liebe Frucht,/ und die mit lauterm Triebe/ ihm zu gefallen sucht;/ die andern so be⸗ gegnet,/ wie er das Herz bewegt// die segnet, wie er segnet,/ und trägt, wie er sie trägt. õ. So kennt der herr die Seinen,/ wie er sie stets gekannt,/ die Großen und oͤie Rleinen/ in jedem Volk und Lanö: /am Werk der Gnabentriebe/ durch seines Geistes Stärk,/ an Glaube n, Hoff. nung, Liebe/ als seiner Gnade Werk. 6. So hilf uns, Herr, zum Glauben,/ und halt uns fest dabei/ laß nichts die Hoffnung rauben,/ oͤie Liebe herzlich seil/ Und wiroͤ der Tag erscheinen,/ oͤa dich die Welt wiroͤ sehn,/ so laß uns als bie Deinen/ zu deiner Rechten stehn! Philipp Spitta, 4 1889. Mel. O durchbrecher aller Bande. 266 herrnhaag 1740. 1. Bleibt bei dem, der euret wil⸗len/ auf die Er⸗de bder, um eusren Schmerz zu stil⸗len,/tauseno Schmerzen nie ⸗der ⸗kam,; ö auf sich nahm! Bleibt bei dem, der ein⸗ zig blei⸗bet,/ 9⁰³ Nachfolge Christi S n nc, wechentt ee s virener vr B wenn auch al⸗les un⸗ter⸗ geht,/ oer, wenn al⸗les auch zer⸗ — ů—Z—1 I .PIIII‚It.......— ——*— H.. stäu⸗ bet,/ sie⸗gend ü⸗berm Stau⸗be steht. 2. Alles schwindet, herzen brechen,/ denen ihr euch hier ergabt,/ und oer Mund hört auf zu sprechen,/ der euch oft mit Trost gelabt,/ und oer Arm, der euch zum Stabe/ und zum Schilde waro, erstarrt,/ und das Auge schläft im Grabe,/ das euch sorgsam einst bewahrt. 3. Alles stirbt, das Iroͤsche finoͤet/ in dem Irdischen sein Grabz/ alle Lust der Welt verschwindet,/ und das Herz stirbt selber ab./ Iroͤsches Wesen muß verwesen,/ iroͤsche Flamme muß verglühn,/— iroͤsche Fessel muß sich lösen,/ iroͤsche Blüte muß verblühn. 3515 4. Doch der herr steht überm Staube/ alles Irdischen und spricht/ Rag Stütze dich auf mich und glaube,/ hoffe, lieb und fürchte nichtl/ Darum bleibt bei dem, der bleibet,/ und der geben kann, was bleibt,/ der, wenn ihr euch ihm verschreibet,/ euch ins Buch des Lebens schreibt. Philipp Spitta, 4 1889. Mel. Nr. 206. 267 Aller Bande. 1. Volk des Herrn! du hast hienieden/ einen langen, schweren Streit;/ Kämpfe sind dir hier beschieden,/ Friede in der Ewigkeit./ Lege an die rechte Wehre,/ stehe auf dem ewgen Fels,/ daß oir Sieg und hHeil beschere/ er, der Heiland Israels! ö 2. Träumest oͤu von guten Tagen,/ oder wachst du auf zum Streitꝰ/ Wiegst oͤu dich in alten Sagen,/ oer kennst du deine Zeit/ hörest du den Ruf oͤer Wächter:/ Glaubet ihr, so bleibt ihr stehn!/ Aber wehe dem Verächter,/ denn sein Trost wird untergehnl“ 3. Volk des Herrn! oͤu hast hienieoen/ einen langen, schweren Streit;/ nun so suche keinen Frieden/ in oͤer bösen Zeitlichkeit./ Führe deines Gottes Kriege; Jesu Kreuz ist das Panier,/ unte diesem Zeichen siege!/ Seine Schmach sei deine Zier! Samuel Preiswerk, 4 24 übt,/ ubt,// rrt// ahrt. abʒ/ ab./ hn// icht:/ chtl/ eibt,/ ebens 1859. recher zande. veren keit./ i5 dir zum eit7 hnl/ nl“ unter 187½ *—*—— Straßburg 1577. 1.— — 1 1. I.— V erz⸗lich lieb hab ich Die gan⸗ze Welt er⸗ ö N dich, o herr,/ ich bitt, wollst sein von + freut mich nicht,/ nachErd und himmel EIEEERR= mir nicht fern/ mit dei⸗ ner Hilf und Hhrdnz frag ich nicht,/ wenn ich nur dich kann ha⸗ben* —.— ᷓIr.r..e—.———— gleich mein Herz zer⸗bricht,/ bist du doch mei⸗ ne Zu⸗ver⸗ SSSSSSSSS sicht,/ mein Trost und mei⸗nes Her⸗zens Teil,/ durch des⸗ sen — ö 3— SB vinn nrn.... —— — und wenn mir Wun⸗den ich werd heil./ Herr Je⸗ su Christ,/ mein Gott und — x ö peren heerr/ mein Gott unoö herr// in Schanden laß mich nim⸗mer⸗mehr! keit./ 2. Es ist ja dein Geschenk unòd Gab/ mein Leib und Seel unoͤ was ich hab/ in diesem armen Leben/ damit ichs brauch zum Lobe dein,/ zu Nutz und Dienst des Nächsten mein,/ wollst deine Gnad mir geben!/ Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr,/ des Satans 205 269 Liebe Mord und Lügen wehr;/ in allem Kreuz erhalte mich,/ auf daß ichs trag geduldiglich!/ Herr Jesu Christ,/ mein Herr und Gott,/ mein Herr und Gott,/ tröst mir mein' Seel in Todesnot! 3. Ach, herr, laß dein lieb Engelein/ am lethten End die Seele mein/ in Abrahams Schoß tragen,/ den Leib in sein'm Schlaf⸗ kämmerlein/ gar sanft ohn einge ual und Pein/ ruhn bis zum jüngsten Tage;/ alsbann vom Tod erwecke mich,/ daß meine Augen sehen dich/ in aller dreud, o Gottessohn,/ mein heiland und mein Gnadenthron!/ Herr Jesu Christ,/ erhöre mich,/ erhöre mich!/ Ich will oͤich preisen ewiglichl Martin Schalling, 4 1608. 269 Frankfurt a. M. 1599. *—.— N/ HE EEeEEEE— ——— 1.—— Wie schön leuch⸗tet der Mor⸗gen⸗stern,/ voll Gnad und Ddu da⸗vids Sohn aus Ja⸗kobs Stamm,/ du Got⸗ tes⸗ ——.—..——. H PP..IITT ö 2—— +„I Wahr⸗heit von dem Herrn,/ aus Ju⸗da auf⸗ ge⸗gan⸗genl Sohn und Got⸗ tes⸗Lamm,/ er ⸗=füllst mich mit Ver⸗lan⸗ gen, 2—6.—— ö ö + ——n—— IITTTTT lieb⸗lich,/ freunoͤ⸗lich,/ schön und mäch⸗tig,/ groß und präch⸗tig,/ é 2. 2—— —P———— reich an Ga⸗ben,/ ü⸗ber al⸗les hoch er⸗ha⸗ ben. 2. O meine perl, du werte Kron,/ Sohn Gottes und Marien Sohn,/ ein hochgeborner König!/ du, meines Herzens schönste — 1—3 Blum,/ dein füßes Evangelium/ ist lauter Milch und Honig./ Jesu// Jesu// Hosiannal/ himmlisch Manna,/ das wir essen,/ deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein,/ du helles Licht und gimmelsschein,/ die ölamme deiner Liebe;/ und stärk mich, daß 205 Liebe ich ewig triebe./ Freude, 4. Ve gen Rut Gut,/ d erquicke hilf in 5. Ge Welt /i vertrau nichts b geben/ 6. S. Gesang Christ, Singet, groß ist hände. nicht la Mel. Es lich an e Liebe 270⁰ ich ewig bleib/ an deinem auserwählten Leib/ ein Glied voll Lebens⸗ triebe./ In dir/ laß mir/ ohn Rufhören/ sich vermehren/ Lieb und dͤreude,/ daß uns selbst der Tod nicht scheide. ele 4. Von Gott kommt mir ein dᷣreudenschein,/ wenn mich die heil⸗ af⸗ gen Augen dein/ so mildiglich anblicken./ O Jesu, dᷣu mein trautes m Gut// dein Wort, oͤein Geist, dein Leib und Blut/ mich innerlich gen erquicken Tröst mich/ freunoͤlich, /hilf mir Armen/ aus Erbarmen,/ ein hilf in Gnaden!/ Auf dein Wort komm ich geladen. Och 5. Gott Vater, o mein starker Helö,/ du hast mich ewig vor der 508. Welt/ in deinem Sohn geliebet;/ dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut,/ auf ihn mein Herz mit Freuden schaut,/ oͤrum mich auch 42 nichts betrübet./ Heil mir,/ Heil mir!/ Himmlisch Leben/ wiro er — geben/ mir dort oben;/ ewig soll mein Herz ihn loben. — 6. Spielt unserm Gott mit Saitenklang/ und laßt den süßesten no Gesang/ ganz freudenreich erschallen;/ ich will mit meinem Jesus es⸗ Christ,/ der mir mein Ein und Alles ist,/ in steter Liebe wallen./ Singet,/ klinget,/ jubilieret,/ triumphieret,/ oͤankt oͤem Herren,/ 8 groß ist oͤer König der Ehren. 7. Wie freu ich mich, Herr Jesu Christ,/ daß du der Erst und 1 Letzte bist,/ der Anfang und das Endel/ Du wirst mich einst zu „ beinem Preis/ aufnehmen in dein Paradeis,/ oͤrauf faß ich oͤrine — hände./ Amen,/ Amen,/ Komm, ou schöne/ Freudenkrone,/ bleib — nicht lange;/ deiner wart ich mit Verlangen. Philipp Nicolai, 4+ 1608. —09 mel. Es ist gewiß⸗ lich an der Zeit. 270 Wittenberg 1535. 4.— 4 l — +— EIE + ö ++ ——.— 2...—.— ö— ien Such, wer da will,/ ein an⸗der Ziel,/ die Se⸗lig⸗keit zu 1. 5 ste mein herz al⸗lein/ be⸗dacht soll sein,/ auf Christum sich zu 77½ nun—— ö—— II. EE—.— 0 ——— . rum den. Sein Wort ist wahr,/ sein Werk ist klar// sein 9⁰² Liebe 1.— ö—— ....... heil⸗ger Mund/ hat Kraft und Grund/ all deind zu ü⸗ber⸗win⸗den. 2. Such, wer da will,/ Nothelfer viel,/ die uns doch nichts er⸗ worbenj/ hier ist der Mann,/ der helfen kann,/ bei dem nie was verdorben./ Uns wird das Heil/ durch ihn zuteil,/ uns macht ge⸗ recht/ der treue Knecht,/ der für uns ist gestorben. 3. Ach, sucht doch den,/ laßt alles stehn,/ die ihr das Heil be⸗ gehret!/ Er ist der herr/ und keiner mehr,/ der euch das Heil ge⸗ währet./ Sucht ihn all Stund/ von herzensgrund//sucht ihn allein/ oenn wohl wird sein/ dem, der ihn herzlich ehret. 4. Mein herzenskron,/ mein Freudensonn/ sollst du, Herr Jesu, bleiben;/ laß mich ooch nicht/ von deinem Licht/ durch Eitelkeit vertreiben;/ bleib oͤu mein Preis,/ dein Wort mich speis;/ bleib du mein Ehr,/ dein Wort mich lehr,/ an dich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mir nicht/ dein Angesicht,/ laß mich in Kreuz nicht zagen;/ weich nicht von mir,/ mein höchste Zier,/ hilf mir mein Leiden tragen;/ hilf mir zur Freud/ nach diesem Leid,/ hilf, daß ich mag/ nach dieser Klag/ dir ewig dort Lob sagen. Georg Weißel, 4 1655. 271 gohann Uhlich, 1674. 4 SSS.. Meinen de⸗sum laß ich nicht;/ weil er sich für so er⸗for⸗dert mei⸗ ne Pflicht,/ un⸗verrückt nur DERE 11 3u 1 ben⸗ er ist mei⸗ nes Le⸗bens Licht/ dr Fre Er. a* ———5———‚.DJĩJ‚ — S— mei⸗ nen jde⸗ sum laß ich nicht. 208 ———— Liebe 272 2. Jesum laß ich ewig nicht,/ weil ich soll auf Erden leben;/ ihm hab ich voll Zuversicht,/ was ich bin und hab, ergeben;/ alles ist auf ihn gericht't,/ meinen Jesum laß ich nicht. 3. La ß vergehen das Gesicht,/ alle Sinne mir entweichen// laß das letzte Tageslicht/ mich auf dieser Welt erreichen;/ wenn der Lebensfaden bricht:/ meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht,/ wenn ich nun dahin ge⸗ langet,/ wo vor seinem Angesicht/ meiner Väter Glaube pranget;/ mich erfreut sein Angesicht,/ meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach himmel nicht/ meine Seel in mir sich sehnet;/ Jesum wünscht sie und sein Licht,/ der mich hat mit Bott versöhnet/ und befreiet vom Gericht;/ meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir,/ geh ihm ewig an der Seitenj/ Christus läßt mich für und für/ zu den Lebensbächen leiten./ Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nichtl Christian Keimann, 4 1662. 9n Geift des Leheus. 272 Meiningen 1693. 4*.— é— —— I æ¶ ¶——— PPxPxPᷓpPPPP 1. Je ⸗ sus, Je⸗sus, nichts als Je⸗sus/ soll mein etz- und mach ich ein Ver⸗bünd⸗nis,/ daß ich S —+ Wunsch sein und mein Ziel! will, was Je.⸗sus will; denn mein Herz, mit ihm er⸗füllt,/ —— I ———.—.— II E ru⸗ fet nur: herr, wie du willt. 2. Einer ist es, dem ich lebe,/ den ich liebe früh und spat:/ Jesus ist es, dem ich gebe,/ was er mir gegeben hat;/ ich bin in dein Blut verhüllt,/ führe mich, Herr, wie du willt. 3. Scheinet was, es sei mein Glücke,/ und ist doch zuwider dir,/ ach, so nimm es bald zurücke,/ Zesu, gib, was nützet mir;/ gib dich mir, mein Jesu, milö; /nimm mich dir, Herr, wie du willt. 2⁰9 — eñ—‚‚‚‚eHñññ—————.—«7.Uü 27³ Liebe 4. And vollbringe deinen Willen/ in und an mir, o mein Gott/ deinen Willen laß erfüllen/ mich im Leben, Freud und Not,/ sterben als dein Ebenbilo,/ herr, wann, wie und wo du willt. 5. Sei auch, Jesu, stets gepriesen,/ der oᷣu dich und viel dazu/ hast geschenkt und mir erwiesen,/ daß ich fröhlich singe nun:/ Mir geschehe, Gott, mein Schild,/ wie du willt, Herr, wie du willt! Ludämilia Elisabeth, Sräfin von Schwarzburg⸗Rudolstaöt, 4 1672. 273 Frankfurt a. M. 1758. ereElat. (Ich will dich lie-ben, mei- ne Stär⸗ke,„ ich lich will dich lie⸗ben mit dem Wer⸗ke/ und L 28 2— will oͤich lie⸗ ben, mei⸗ne Zier; im⸗mer⸗wäh⸗ren⸗der Be⸗gier; ichiiwi dich lierte 1284 — 2— E ——— EI schön⸗stes Licht,/ bis mir das Her⸗ze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben,/ als meinen allerbesten Freund;/ ich will dich lieben und erheben,/ so lange mir dein Glanz erscheint;/ ich will mit reiner Liebesflamm/ dich lieben, Gottes⸗ lamm. 3. NAch, daß ich dich so spät erkannte,/ du hochgelobte Liebe duz/ daß ich nicht eher mein dich nannte,/ du höchstes Gut und wahre Ruhl/ Es ist mir lei, ich bin betrübt,/ daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet,/ ich suchte dich und fand dich nicht;/ ich hatte mich von oir gewendet/ und liebte das ge⸗ schaffne Licht;/ nun aber ists durch dich geschehn,/ daß ich dich hab gesehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne,/ daß mir dein Glanz hat Licht gebracht;/ ich danke oͤir, du Himmelswonne,/ daß du mich 27⁰ Diebe 27⁴ froh und frei gemacht; ich danke dir, ou güloͤner Mund, daß ou mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen/ und laß mich nicht mehr irre gehn;/ laß meinen Fuß in deinen Wegen/ nicht straucheln ober stille stehn;/ erleucht mir Leib und Seele ganz,/ du starker himmelsglanz. 7. Ich will dich lieben, meine Krone,/ ich will dich lieben, meinen Gott,/ dich lieben auch bei Schmach und Hohne,/ auch in der aller⸗ größten Not; ich will dich lieben, schönstes Licht,/ bis mir das herze bricht. Zohann Scheffler, 4 1677. Romm, o komm, Mel. Nr. 272. 274 ou Geist des Lebens. 1. Liebe, die du mich zum Bilde/ deiner Gottheit hast gemacht ʒ/ Liebe, die du mich so milde/ nach dem Fall zurückgebracht;„Liebe, dir ergeb ich mich,/ oͤein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die oͤu mich erkoren,/ eh denn ich geschaffen war;/ Liebe, die du Mensch geboren/ und mir gleich waroͤst ganz und gar;/ Liebe, oͤir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten/ unoͤ gestorben in der Zeit// Nebe, oͤie mir hat erstritten/ ewge Lust und Seligkeit;/ Liebe, oͤir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die oͤu Kraft und Leben,/ Licht und Wahrheit, Geist und Wort;/ Liebe, die sich ganz ergeben/ mir zum heil und Seelen⸗ hort;/ Liebe, oͤir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 5. Eiebe, oͤie mich hat gebunden/ an ihr Joch mit Leib und Sinn// Liebe, die mich überwunden/ und mein Herz hat ganz dahin;/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet,/ die für meine Seele litt;/ Liebe, die das Lösgelö gibet/ und mich kräftiglich vertritt Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich wird entrücken/ aus dem Grab der Sterb⸗ lichkeit;/ Liebe, die mich einst wird schmücken/ mit der Kron der herrlichkeit;/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. (V. 4 Darmstäster Gesangbuch 1698.) gohann Scheffler, + 1677. 27⁵ Liebe 91.—8 275 Christoph Anton, 1651. SEEEE AIEE—. 0 e Je⸗sus schwebt mir in Ge⸗dan⸗ken,/ Jesus liegt mir von ihm will ich nimmer wanken,/ weil ich hier im SSSSSI— —— 1 stets im Sinn, ů 115 12* Lesben bin. Er ist mei⸗ ner Au⸗gen Wei⸗ de,/ mei⸗nes ———.—.— ů— Her⸗zens höch⸗ ste Freu⸗de,/ mei⸗ner See⸗le schön⸗ste Zier/ SSS ge⸗sum lieb ich für und für. 2. Jesus funkelt mir im Herzen,/ wie ein Stern mit goloͤnem Scheinj/ er vertreibt mir Angst und Schmerzen,/ er ist mein, und ich bin sein./ Drum ergreif ich ihn mit Freuden,/ wenn ich soll von hinnen scheiden;/ er ist meines gebens Licht;/ desum laß ich von mir nicht. 3. Jesum will ich bei mir haben,/ wenn ich gehe aus und einj/ seines Geistes Trost und Gaben/ ruhn in meines Herzens Schrein./ Wenn ich mich zur Ruh begebe/ oder mich vom Schlaf erhebe,/ bleibt doch Jesus früh und spat/ meiner Seelen Schutz und Rat. 4. Zesum will ich lassen raten,/ der am besten raten kannz/ er gesegne meine Taten,/ die ich fröhlich fange an,/ daß in seinem teuren Namen/ alles glücklich sei und RNmen;⸗/ so wird alles werden gut,/ wenn nur Zesus hilfe tut. 5. Jesus, meiner Jugend Leiter /von des Lebens Anbeginn, wird auch sein mein Trostbereiter,/ wenn ich alt und kraftlos binz⸗ wenn sich krümmen meine Glieder/ und die Lebenssonn geht meder/ wenn verdunkelt mein Gesicht:/ meinen Jesum laß ich nicht. 2 Liebe 276 6. Jesus soll in allen Leiden/ mein getreuer Beistand sein;/ nichts, nichts soll mich von ihm scheiden;/ keine Angst und herzens⸗ pein,/ keine Trübsal, keine Schmerzen/ reißen ihn aus meinem herzen/ ob mir gleich das Herze bricht,/ laß ich dennoch Jesum nicht. 7. Jesu leben, Jesu sterben,/ Jesu einzig eigen sein/ und mit Jesu dorten leben:/ dies ist mein Gewinn allein./Jesu will ich sein und bleiben,/ nichts, nichts soll mich von ihm treiben;/ laß ich gleich Gut, Blut und Ehr:/ Jesum laß ich nimmermehr. Ende des 17. Jahrhunderts. Mel. Är. 275. 276 Lebens Laden 1. Jesu, meiner Seele Leben,/ meines herzens höchste Freud,/ dir will ich mich ganz ergeben/ jetzo und in Ewigkeit;/ meinen herrn will ich dich nennen/ und vor aller Welt bekennen,/ daß ich dein bin und oͤu mein;/ ich will keines andern sein. 2. Deine Güt hat mich umfangen,/ eh mich noch die Welt emp⸗ fing;/ oͤu bist mir schon nachgegangen,/ als ich noch nach dir nicht ging,/ und oͤu hast mich aufgenommen,/ da ich an das Licht ge⸗ kommen/ ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 3. Auf der Rinoͤheit wilben Wegen/ folgte mir stets deine Güt;/ deines Geistes Trieb unòd Segen/ regte mir oft mein Gemüt,/ wenn ich etwa übertreten,/ daß ich wiederkäm mit Betenz/ ich bin dein, und oͤu bist mein;/ ich will keines andern sein. 4. Ach, wie ost hat meine Jugend/ deine Gnadenhand gefaßt,/ wenn die Frömmigkeit und Tugend/ war in meinem Sinn ver⸗ haßt./ Ach, ich wäre längst gestorben/ ohne dich und längst ver⸗ dorbenl/ Ich bin dein, und oͤu bist mein;/ ich will keines andern sein. 5. Ja, in meinem ganzen Leben/ hat mich stets dein Licht ge⸗ führt;/ ödu hast, was ich hab, gegeben,/ du hast meinen Lauf re⸗ giert;/ deine Güt, die täglich währet,/ hat mich immeroͤar er⸗ nähret;/ ich bin dein, und du bist mein j/ ich will keines andern sein. 4 6. Irr' ich, sucht mich deine Liebe,/ fall ich, hilfet sie mir aufz/ ist es, daß ich mich betrübe,/ stärkt sie mich in meinem Lauf;/ bin ich arm, sie gibt mir Güter;/ schlaf ich ein, sie ist mein hüter/ ich bin dein, und oͤu bist mein;/ ich will keines andern sein. 18 277 Liebe 7. Dein Geist zeiget mir das Erbe,/ das mir oͤroben beigelegt;/ ich weiß, wenn ich heute sterbe,/ wo man meine Seel hinträgtj/ zu dir, Zesu, in die Freude,/ daß mich nichts mehr von dir scheidel/ Och bin dein, und oͤu bist mein;/ ich will keines andern sein. 8. Drum, ich sterbe oder lebe,/ bleib ich doch dein Eigentum/ dir allein ich mich ergebe,/ du bist meiner Seelen Ruhm,/ meine Zuversicht und Freude,/ meines herzens Trost im Leide;/ ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. Christian Seriver, 4 1695. 277 Adam Krieger, 1657/. 9 EEAEAEESEEEEEEEEDDEE. —— D. *——— 2 Eins ist not, ach herr, dies Ei⸗ne/ leh⸗re mich er⸗ Al⸗les an⸗ oͤre, wies auch schei⸗ne,/ ist ja nur ein 1— L DDie ee. ken ⸗ nen doch! schwe⸗ res Joch,/ dar⸗ 2—— ö— ——— . un⸗ter das her⸗ ze sich S·SSSSSSSS.............— na⸗ get und pla⸗ get/ und den⸗ noch kein wah⸗ res Ver⸗ — nnπι d, P, He. Er,. t F. as.,x DEIEDNDERSEE gnü⸗gen er⸗ ja ⸗ get./ Er s lang ich dies Ei⸗ ne, das —. 225—— ö al⸗les er⸗setht,/ so werd ich mit Ei⸗nem in al⸗lem er⸗götzt. 2. Seele, willst du oͤieses finden,/ suchs bei keiner Rreaturz/ laß, was irdisch ist, dahinten,/ schwing dͤich über die Natur./Wo Gott und die Menschheit in einem vereinet,/ wo alle vollkommene gülle erscheinet,/ da, da ist das beste, notwendigste Teil,/ mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 27⁴ Liebe 277 3. Darum ist auch mein Verlangen,/ liebster Jesu, nur bei dir;/ laß mich treulich an dir hangen,/ schenke oͤich zu eigen mir./ Wie viele dich auch mit der Menge verlassen,/ so will ich in Liebe dich dennoch umfassen;/ denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist,/ der einzig den Weg uns zur Seligkeit weist. 4. Aller Weisheit höchste Fülle/ in oͤir ja verborgen liegt;/ gib nur, daß sich auch mein Wille/ fein in solche Schranken fügt,// worinnen die demut und Einfalt regieret/ und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet./ Ach, wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß,/ so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 5. Nichts kann ich vor Gott ja bringen,/ als nur dich, mein höchstes Gut;/ Jesu, es muß mir gelingen/ durch dein heilig teures Blut./ Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben,/ da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben;/ da hab ich die Kleider des heiles erlangt,/ worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 6. Nun so gib, daß meine Seele/ auch nach deinem Bild er⸗ wachtj/ oͤu bist ja, den ich erwähle, /mir zur Heiligung gemacht./ Was dienet zum göttlichen Wandͤel und Leben,/ ist in dir, mein heilanoͤ, mir alles gegeben;/ entreiße mich aller vergänglichen Lust;/ dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 7. Ja, was soll ich mehr verlangen?/ Ruf mich strömt oͤie Gnaoen⸗ flut;/ du bist einmal eingegangen/ in das heilge durch dein Blutj/ du hast mir die ewge Erlösung erfunden,/ daß ich nun von Tod und Veroͤammnis entbunden;/ dein Eingang oͤie völlige Freiheit mir bringt;/ im kinoͤlichen Geiste das Abba nun klingt. 8. Volles Gnügen, Fried und Freude/ jetzo meine Seel ergötzt,/ weil auf eine frische Weide/ mein Hirt Jesu mich gesetzt. Nichts Süßres kann also mein Herze erlaben,/ als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben;/ nichts, nichts ist, das also mich innig er⸗ quickt,/ als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 9. Drum auch, Jesu, dͤu alleine/ sollst mein Ein und Alles seinj/ prüf, erfahre, wie ichs meine,/ tilge allen Heuchelschein;/ sieh, ob sch auf bösem, betrüglichem Stege,/ und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege// laß Schmach mich nicht achten, nicht Leiden noch CLod,/ und Jesum gewinnen; dies Eine ist not. Joh. heinrich Schröder, 4 1699. 87 25 Liebe Adam drese, 1690. 278 DRSD ————— 2—.—.— + 1. See⸗len⸗bräu⸗ti⸗gam,/ Je⸗su, Sot⸗tes Lamml/ ö +* ————.— E+...— NiiiiiiiEeeE — 4—— — 2— 2 2 2 ha⸗be dank für dei⸗ne Lie⸗ be,/ die für mich aus rei⸗nem DD.... EEEEEEEE —— Trie⸗be/ starb am Kreu⸗zes⸗stamm// Je⸗su, Got⸗tes Lamm! 2. Deine Liebesglut/ stärket Mut und Blut;/ wenn du freunoͤ⸗ lich mich anblickest/ und mit deinem Geist erquickest,/ macht mich wohlgemut/ deiner Liebe Glut. 3. Wahrer Mensch und Gott,/ Trost in Not und Todl/ Du bist darum Mensch geboren,/ zu ersetzen, was verloren,/ dͤurch den Kreuzestod,/ wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens Licht/ laß erlöschen nichtl/ Salbe mich mit§reudenöle,/ daß hinfort in meiner Seele/ ja verlösche nicht/ meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir/ bleiben für und für/ deine Liebe will ich ehren/ und in mir dein Lob vermehren,/ weil ich für und für/ bleiben werd in dir. 6. Held aus Davios Stamm, deine Liebesflamm/ mich ernähre und verwehre,/ daß die Welt mich nicht versehre,/ ob sie mir auch gram,/ Held aus davids Stamm. 7. Deinen F§rieden gib/ aus so großer Lieb/ uns, den Deinen, die dich kennen/ und nach dir sich Christen nennenj/ denen du bist lieb,/ deinen§rieden gib! 8. Wer der Welt abstirbt,/ sich mit Ernst bewirbt,/ dir zu leben und zu trauen,/ der wird bald mit Freude schauen,/ daß niemand verdirbt,/ der der Welt abstirbt. ö 9. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ichj/ ich will nimmer⸗ mehr dich lassen,/ sondern gläubig dich umfassen,/ weil im Glauben ich/ nun ergreife dich. 276 Liebe 279 10. hier oͤurch Spott und Hohn,/ dort die Ehrenkron;/ hier im hoffen und Vertrauen,/ dort im Haben und im Schauen;/ denn die Ehrenkron/ folgt auf Spott und Hohn. 11. Jesu, hilf, aß ich/ allhier ritterlich/ alles durch dich über⸗ winde/ und in oͤeinem Sieg empfinde,/ wie so ritterlich/ du ge⸗ kämpft für mich. 12. Du mein Preis und Ruhm,/ werte himmelsblum!/ In mir soll nun nichts erschallen,/ als was dir nur kann gefallen,/ werte himmelsblum,/ ödu mein Preis und Ruhml! Roam drese, 4 1701. Mel. Es ist das heil uns 27(Vorreformatorisch.) kommen her.(Ooͤer wie Nr. 280.) 9 äWittenberg 1523. SIIIIT halt im Ge⸗dächt⸗nis Je⸗sum Christ,/ den Hei⸗land, Thron des him⸗mels kom⸗men ist,/ dein Bru⸗ der i...... der auf Er ⸗ den/ vom ö da zu wer⸗denz/ ver⸗ gis nicht, daß er din zu , Haes 2———— 2.— gut/ hat an⸗ge⸗ nom⸗men gleisch und Blut;/ dank ihm für III — — die ⸗se Lie ⸗ bel 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der für dich hat gelitten/ und dir, oͤa er gestorben ist,/ am Kreuz das Heil erstritten./ Be⸗ sieget hat er Sünd und Tod/ und dich erlöst aus aller Not;/ dank ihm für diese Liebe! 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der auch am oͤritten Tage/ siegreich vom Too erstanden ist,/ befreit von Not und Plagez/ be⸗ denke, daß er Fried gemacht,/ das Leben wieder hat gebracht;/ dank ihm für diese Liebel πνπ Liebe 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der nach den Leidens⸗ zeiten/ gen himmel aufgefahren ist,/ die Stätt oͤir zu bereiten,/ da du sollst bleiben allezeit/ und sehen seine Herrlichkeit;/ dank ihm für diese Liebe. 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der einst wird wieder⸗ kommen/ und sich, was tot und lebend ist,/ zu richten vorgenommen./ O sorge, daß du da bestehst/ und mit ihm in sein Reich eingehst,/ ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann/ mit wahrem Glauben fassen/ und nie, was ou an mir getan,/ mög aus dem Herzen lassen// daß dessen ich in aller Not/ mich trösten mag und oͤurch den Tod/ zu dir ins Leben oͤringen. Cyriakus Günther, 4 1704. Mel. Nun freut euch, 280 lieben Christen gmein. Wittenberg 1524. E— ö ö ö F—.—.—6—— ——— △ 2— O Lie⸗bes⸗glut, wie soll ich oͤich/ mit Lo ⸗be UIn dei⸗ ne Tie⸗fen will ich mich,/ o vol ⸗le ———— SSS wür⸗dig Jie⸗ ren? See, ver⸗lie⸗ren. 9 2 ö— H EE brennt die ganze Ewigkeit:/ bleibt noch me mein herz er⸗kal⸗ tet? 2. O Liebe, die Gott seinen Sohn/ aus seinem Schoß genommen./ Er ist von dem gestirnten Thron/ zu uns herabgekommenz/ sein Mangel, Knechtschaft, Kreuz undò Grab/ sind uns ein Bilo, zu malen ab,/ wie stark Gott lieben könne. 3. Hör auf zu grübeln, glaub allein!/ Kannst oͤu dies Meer nicht gründen,/ so wirf dich blinoͤlings nur hinein/ mit allen oͤeinen Sündenz/ laß dem das herze sein gewährt,/ der dir sein Herʒ hat ausgeleert;/ gib herz für herz zum Opfer. 27⁰ Es flam⸗met Got⸗tes Herrlich⸗keit,/ es — Liebe 281 4. O liebster Vater, nimm es hinl/ Gib Rrast, um dich zu lieben/ herz und Begierden, Mut und Sinn/ sei dir hiermit verschrieben;/ brenn aus das Feuer böser Lust,/ laß ewig nichts in dieser Brust/ als deine Liebe glühen. Friedr. Rdolf Lampe, 4 1729. mel. O fröhliche Stunden. 281 Thomas Selle, 1655. 7— 2——— R ö— ö— 1. G Ursprung des Le⸗bens,/ o e⸗ wi⸗ ges Licht,/ da ...................3— — x x—.—3 0 X x 2— —.—. nie ⸗mand ver⸗ge⸗ bens/ sucht, was ihm ge⸗bricht!/ Le⸗ SS — —— ben⸗di⸗ge Guel ⸗le,/ die lau⸗ter und hel⸗le/ sich —— EEEE +.— 1—6— EN V aus sei ⸗nem hei⸗li⸗gen Tem⸗pel er⸗ gießt/ und 2— ö 2.—5—— —— 3—3—— 1 EE in die be⸗ gie⸗ri⸗ gen See⸗len ein⸗fließt. 2. Du sprichst:„Wer begehret/ zu trinken von mir,/ was ewig⸗ lich nähret,/ der komme; allhier/ sind himmlische Gaben,/ die kräftiglich labenj/ er trete im Glauben zur Quelle heran;/ hier ist, was ihn ewig beseligen kann.“ 3. Mein hirt und mein Hüter,/ ich komme zu dir,/ gewäͤhre die GOüter/ des Heiles auch mir;/ du kannst dein Versprechen/ mir Armen nicht brechenj/ du siehest, wie elend und dürfstig ich bin,/ oͤrum gib deine Gaben aus Gnaden nur hin. 4. O Brunnquell, du labest/ Geist, Seele und Mut,/ und wen du begabest,/ hat ewiges Gut;/ wenn man dich genießet,/ wird —— 3—...——— Liebe Lieb alles versüßet;/ es jauchzet und singet das fröhliche herz,/ es der 1 weichet zurücke der bittere Schmerz. sterbe 5. Drum gib mir zu trinken,/ wie dein Wort verheißt// laß z. gänzlich versinken/ den sehnenden Geist/ im Meer deiner Liebe,, Sege laß heilige Triebe/ mich immerfort treiben zum Himmlischen hin;/ O wi es werde mein herze ganz selig darin. O wj 6. Wenn du auch vom Leiden/ was schenkest mit ein,/ so laß mich mit§ᷣreuden/ gehorsam dir sein;/ denn alle die, welche/ mit⸗ 22 trinken vom Relche,/ den du hast getrunken im Leide allhier,/ die die ä werden dort ewig sich freuen mit dir. die 7. Drum laß mich auch werden,/ mein Jesu, erquickt,/ da, wo dein deine herden/ kein Leiden mehr oͤrückt,/ wo Freudͤe oͤie dülle// 3. wo liebliche Stille,/ wo Wonne und Jauchzen, wo herrlichkeit üben wohnt,/ wo heiliges Leben wird ewig belohnt. zu t Christ. Jakob Koitsch, 4 1735. segn mel. Schmücke dich, o liebe Gecle 10 2 gohann 54. 16⁴9.— 4 Arm EE ö x gebe —, L, und Hei⸗ land, dei⸗ ne Men⸗schen⸗lie ⸗be/ war oͤie Quel⸗le 7. die dein treu⸗es herz be⸗ wo⸗gen,/ dich in un ⸗ser 1d + + 4 + Z.— 2— 11535 .— HAD— eil S.SSSS SDSSSSSIIIIIIIII dei⸗ner Trie⸗be., ei f Non AoE Fleisch ge⸗zo⸗gen, dich mit Schwach⸗heit ü⸗ ber⸗dek⸗ket// Re +r. munt EI é ö———— 1 PIEESSSEEEEEEEEEEEEE.u — X 2 2——— we dich vom Kreuz ins Grab ge⸗strek⸗ket./ O der un⸗ ge⸗ Wir —4 süß ö——52 ö sen —. ED 0 mei⸗nen Erie ⸗be/ dei⸗ner treu⸗en Menschen⸗lie⸗be! Fle 2. Aber seine Feinde weinen,/ jedermann mit hHilf erscheinen,/ da sich der Blinden, Lahmen, Armen/ mehr als väterlich erbarmen,/ mi 5*. Liebe 283 der Betrübten Klagen hören,/ sich in anoͤrer dienst verzehren,/ sterben für die ärgsten Sünder,/ das ist Lieb, o Menschenkinder! 3. O dͤu Zuflucht der Elenden,/ wer hat nicht von deinen händen/ Segen, hilf und heil genommen,/ der gebeugt zu dir gekommen?/ O wie ist dein Herz gebrochen,/ wenn oͤich Kranke angesprochen?/ O wie pflegtest du zu eilen,/ das Erbetne mitzuteilen. 4. Die Betrübten zu erquicken,/ zu den Kleinen sich zu bücken,/ die Anwissenden zu lehren,/ die Verführten zu bekehren,/ Sünder, die sich selbst verstocken,/ täglich liebreich zu sich locken:/ das war deines Werkes Weise,/ Herr, und deine liebste Speise. 5. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanstmut und Geoͤuld zu üben,/ ohne Schelten, drohen, Klagen/ anoͤrer Schmach und Last zu tragen,/ allen freunoͤlich zu begegnen,/ für die Lästerung zu segnen,// für der deinde Schar zu beten/ und die Mörder zu vertreten. 6. O wie hoch stieg dein Erbarmen, da oͤu für die ärmsten Armen/ dein unschäthbar teures Leben/ in den ärgsten Tod ge⸗ gebenz/ da oͤu in der Sünder händen,/ alle Leiden zu vollenden/ und den Segen zu erwerben,/ als ein Fluch hast wollen sterben! 7. Herr, laß deine Liebe decken/ meiner Sünden Meng und Flecken;/ du hast das Gesetz erfüllet,/ seinen dluch hast du gestillet 50 laß mich wider dessen Stürmen/ deiner Liebe Schild beschirmenj/ heilge meines Herzens Triebe,/ salbe sie mit oͤeiner Liebe. Joh. Jakob Rambach, 4 1735. Mel. nr. 309. 283 Serlen(Onel hit ie. 40 1. Lebst oͤu in mir, o wahres Leben,/ so sterbe nur, was du nicht bist;/ ein Blick von dir kann mehr mir geben,/ als was der Welt das Liebste ist./ O Jesu, du sollst mein verbleiben,/ nichts wird mich von der Liebe treiben,/ die ou mir zugesaget hast./ O süße Wonne, die mich tränket,/ wenn sich oͤie Seel in dich ver⸗ senket/ und oͤich, o Seelenfreuno, umfaßt. 2. Herz, das in Liebesglut gestorben,/ ach, laß mein herz in Flammen stehn/ entzünd das Herz, das du erworben,/ und laß darinnen untergehn,/ was du nicht bist, o mein Vergnügen j/ laß mich in deiner Liebe siegen,/ ja siege du nur selbst in mir:/ so 281 Liebe werd ich fröhlich triumphieren,/ so wird dein Todessieg mich zieren,/ so leb und leid und sterb ich dir. 3. Zünd auch in mir die Liebesflammen/ zum Dienste deiner Glieder an;/ bind mich und ihre Not zusammen,/ damit ich mich versichern kann,/ ich sei also wie du gesinnet,/ wenn mein Geist die Gestalt gewinnet,/ die deinem Sinn recht ähnlich ist;/ so werd ich dreund und deinde lieben,/ so wird ihr Rummer mich betrüben,/ wie oͤu mir vorgegangen bist. 4. Gib mir des Glaubens Licht und Kräfte,/ damit er wahre Früchte zeigt,/ mach mich zur Rebe voller Säfte,/ die sich nach dir, dem Weinstock, neigt;/ du bist der dels, auf den ich baue,/ du bist mein Heiland, dem ich traue,/ du bist des Glaubens fester Grund./ Wenn sich die zweifelsstunden finden,/ so laß die Hilfe nicht ver⸗ schwinden/ und mach den kranken Geist gesund.* 5. Hilf, daß die Hoffnung nicht erlieget,/ und daß dein Rreuz ihr Anker ist;/ gib, daß sie alle Angst besieget/ durch dich, der du mein Alles bist./ Die Welt mag auf das Eitle bauen,/ ich aber will auf dich nur schauen,/ o Jesu, meiner Hoffnung Licht;/ ich will dich stets in Lieb umfassen,/ dͤich, der du mich nicht wirst verlassen,/ oͤenn deine Liebe wanket nicht. 6. Willst du mich noch im Leben wissen,/ so leb ich, weil es dir beliebt;/ werd ich vom Tode hingerissen,/ so bin ich gleichfalls nicht betrübt;/ dein Leben laß stets in mir leben,/ dein Sterben laß mir Stärke geben,/ wenn meines Lebens Ziel erscheint./ Ich will dir meinen Willen schenken,/ ich will im Tod und Leben denken,/ daß oͤu es gut mit mir gemeint. phil. Balthasar Sinold, 4 1742. Mel. Nun sich der 6— geendet hat. 284 Dresden 1667. ö é I..—— * 10— 1. der du noch in der letz⸗ten Nacht,/ eh du für ö— SSSS— ů ö—(QD2 9— ö — ö uns er⸗blaßt,/ den dei⸗nen von der Lie⸗be Macht/ so 2³ Liebe ö — 2* —...—— +. schön ge⸗ pre⸗ digt hast: 2. Erinnre deine kleine Schar,/ die sich so leicht entzweit,/ daß deine letzte Sorge war/ der Gliedͤer Einigkeit. Nikolaus Luöòwig Graf v. Zinzendorf, 4 1760. 285 Frankfurt a. M. 1738. —— ‚‚ü —————— + 1. Nun so will ich denn mein 130 cbhm Oiriln mei⸗nem EDE EEEE —— DEEEE Gott er⸗ge⸗ 63—55 3——j— es ist ge⸗ 596565 ich SS . will von dir nicht hö⸗ ren;/ Welt, ich will mich von dir kehren,/ II oh ⸗ ne je zu⸗rück⸗ zu⸗sehn. 2. Hab ich sonst mein Herz geteilet,/ hab ich hie und da ver⸗ weilet:/ enoͤlich sei der Schluß gemacht,/ meinen Willen ganz zu geben,/ meinem Gott allein zu leben,/ ihm zu dienen Tag und Nacht z. Herr, ich opfre dir zur Gabe/ all mein Liebstes, das ich habez/ schau, ich halte nichts zurück;/ schau und prüfe herz und Nieren; ⸗ solltest du was Falsches spüren,/ nimm es diesen Rugenblick. 4. Ich scheu keine Müh und Schmerzen;/ grünoͤlich und von ganzem Herzen/ will ich jolgen deinem Zug./ Kann ich stetig und in allem/ deinen Rugen nur gefallen,/ ach, so hab ich ewig gnug. 5. Eines will ich nur betrachten/ und nicht wissen, noch oͤrauf achten,/ was sonst oͤaußen mag geschehn;/ fremo der Welt und Liebe ihren Sorgen/ will ich hier, in dir verborgen,/ als ein wahrer Pilger gehn. 6. Dich allein will ich erwählen;/ alle Kräfte meiner Seelen/ nimm nur ganz in deine Macht;/ ja, ich will mich dir verschreiben,/ laß es ewig feste bleiben,/ was ich dir hab zugesagt. Gerhard Tersteegen, 1769. Mel. Was Gott tut das ist wohlgetan. 286 Severus Gastorius, 1681. ö—.. E ö ‚— 0——— —*«ͤͤw.——.—.— — dich, Ze⸗sum, laß ich e⸗wig nichtj/ dir bleibt mein du kennst oͤies herz, das reoͤlich spricht:/ nur Ei⸗nem PDEE —. L Herz er⸗ge⸗ ben/ Du, du al⸗lein,/ du sollst es sein j/ du will ich le⸗ ben. E I— 3—.. — sollst mein Trost auf Er⸗den, ämein Glück im Him⸗mel wer⸗den. 2. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ ich halte dich im Glauben!/ Nichts kann mir meine Zuversicht/ und deine Gnade rauben./ Der Glaubensbund/ hat festen Grund j/ die deiner sich nicht schämen,/ die kann oͤir niemand nehmen. 3. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ aus göttlichem Erbarmen/ gingst du für Sünder ins Gericht/ und büßtest für mich Armen./ Rus Dankbarkeit/ will ich allzeit/ um deines Leidens willen/ die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich, Zesum, laß ich ewig nicht;/ du stärkest mich von oben./ Auf dir steht meine Zuversicht,/ wenn meine Feinde toben./ Ich flieh zu dir,/ du eilst zu mirj/ wenn mich die deinde hassen,/ wirst du mich nicht verlassen. 5. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ nichts soll von dir mich scheiden. /Es bleibet jedes Gliedes Pflicht,/ mit seinem Haupt zu 28⁴ Liebe 287 leiden./ Doch all mein Leid/ währt kurze Zeit;/ bald ist es über⸗ standen,/ und Ruh ist oͤann vorhanden. 6. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ nie soll mein Glaube wankenz/ und wenn des Leibes hütte bricht,/ sterb ich mit dem Gedanken:/ mein Freund ist mein,/ und ich bin sein;/ er ist mein Schatz und Tröster,/ und ich bin sein Erlöster. Ehrenfried Liebich, 4 1780. Mel. herr, ich habe 3 Wäi 287 Johann Erüger, 1649. 25...... 1. Seid barm⸗ her⸗ zig, Men⸗schen, hö⸗ret,/ hört das das uns de⸗ sus Chri⸗stus lehret: //Seid barm⸗ E 1 hei⸗lig⸗ste Ge⸗ bot, her⸗zig, seis wie Gott; — Eam—— ö e. 1—— ben,/ was euch not ist, Heil und Le⸗ben.“ 2. So viel Menschen, so viel Brüder!/ Ein Gott ists, der uns erschuf./ Wir sind alle Christi Glieder;/ allgemein ist Gottes Ruf./ So den Bösen, wie den Seinen/ läßt der Herr die Sonne scheinen. 3. Gottes Bild in euch zu sehen,/ seid barmherzig, so wie erz/ eilt, den Armen beizustehen;/ was ihr gebt, empfängt der Herr./ gebt, so wird auch euch ge⸗ ge⸗ *.... — Dnmmmn Weiß es Gott und dein Gewissen// darfs die linke Hand nicht wissen. 4. Was ihr habt, mit RArmern teilen,/ sehn, was jedem feommt und nützt,/ des Verlassnen Wundͤen heilen,/ schützen den, den niemand schützt,/ ohne Stolz, von Pflicht geoͤrungen,/ heißt: nach Ruhm bei Gott gerungen. 5. Herr, wir geben von dem Deinen, /Geber, dem der dank gebührt!/ Laß, wenn unsre Brüder weinen,/ unser herz nie un⸗ gerührt;/ daß, wenn wir zu dir uns nahen,/ wir auch Hilf und Trost empfahen! Theod. Gottlieb v. hippel, 4 1796. 28 ————.:.:.: Mel. Wer nur den lieben 288 Gott läßt walten. Seorg Neumark, 1657. — — 1 du Va⸗ter dei⸗ner Men⸗schen⸗kin⸗der,/ der du die Rund des⸗ sen Herz auch ge⸗gen Sün⸗der/ noch gü⸗tig ö—— x —.— ö—1—6————— — 2 Lie⸗be sel ⸗ber bist, ů Ind voll Mit ⸗ leid t., e e n I4 I+— ———. ö SS ꝑ PP.. dein// laß michs mit al ⸗len Rraf⸗ ten seinl 2. Gib, daß ich als dein Rind dich liebe,/ da du mich als ein Vater liebst,/ und so gesinnt zu sein mich übe,/ wie du mir selbst die Vorschrift gibstl/ Was dir gefällt, gefall auch mir/ nichts scheide mich, mein Gott, von dir! 3. Vertilg in mir oͤurch deine Liebe/ den Hang zur Liebe dieser Welt/ und gib, daß ich Verleugnung übe,/ wenn mir was Eitles noch gefällt./ Wie sollte ich die Kreatur/ dir vorziehn, Schöpfer der Natur? 4. Laß mich um deiner Liebe willen/ gern tun, was mir dein Wort gebeut!/ Kann ichs nicht, wie ich soll, erfüllen,/ so sieh auf meine Willigkeit/ und rechne mir nach dͤeiner huld/ die Schwach⸗ heit, Vater, nicht zur Schuld! 5. Der liebt dich nicht, der noch mit dreuden/ das tut, was bir o Gott mißfällt;/ örum laß es mich mit Ernst vermeiden,/ gefiel es auch der ganzen Welt./ Die kleinste Sünde selbst zu scheun,/ laß, Vater, mich boflissen sein. 6. Nus Liebe laß mich alles leiden,/ was mir dein weiser Rat bestimmt// du führst durch Trübsal den zu Freuden,/ der seine Last gern auf sich nimmt;/ und wer sein Leben weislich nützt,/ wird mächtig von dir unterstützt. 280 2—— π Liebe Liebe 289 7. In deiner Liebe laß mich sterben,/ dann wird selbst Sterben mein Gewinn;/ dann werd ich deinen himmel erben,/ wo ich dir ewig nahe bin./ Da lieb ich in Vollkommenheit/ dich, Vater der 0 Barmherzigkeit. Nach Bensamin Schmolck, 4 1757, von Samuel Oiterich, 4 1797. — Mel. Nun sich der tig Lag geendet hat.— dresden 1667. 4 E + — ö III FA 2 —.— ö 4— — zen ö 1. O Christ, wenn Ar⸗ me man⸗ ches⸗mal/ vor dei⸗ner ö——.— ö— ——— ‚2— ᷓi Tü⸗re stehn,/ merk auf, ob nicht in ih⸗rer Zahl/ der Sein—— selbst—.—.—.—.— 2* S. AII I — cheide herr sei un⸗ge⸗ sehn. ö 2. And wenn ihr matter Ruf so bang/ erschallt zu oͤir herein,/ biesen horch auf, ob seiner Stimme Klang/ nicht möchte drunter sein. Litles 3. O nicht so fest und eng verschließ/ die Türen und das Herz/ oöͤpfer ach, wer den heiland von sich stieß,/ was träfe den für Schmerz! 4. Drum reiche mild der Liebe Zoll/ dem Dürstigen hinaus/ und dein öffne gern und mitleidsvoll/ dem§lehenden dein Haus. h auf 5. Denn ehe du dich wirst versehn,/ wird dein Herr Jesus Ehrist/ wach⸗ hinein zu deiner Türe gehn,/ weil sie so gastlich ist. 6. Und ehe oͤu ihn noch erkannt,/ der arm erschien vor dir,/ 18 bir erhebt er seine heilge hand/ zum Segen für und für; gefiel 7. Zum Segen über deinen Tisch/ und über all dein Gut/ und I eun,/ über deine Kinder frisch/ und deinen frohen Mut; I ö 8. Zum Segen über deine Zeit,/ die oͤu hinieoen gehst,/ und Rat liber deine Ewigkeit,/ wo du dort oben stehst; e Last 9. Dort oben, wo er dann die Tür/ dir auf mit Freuden tut// wird wie ihm und seinen Brüdern hier /du tatst mit frommem Mut. * Wilhelm hey, 4 1854. 287 Liebe Mel. Jesu, meines 7 eben. 290 Christoph Anton, 1651. 4 ö 2.— IZ.—5— i A ĩ———— S....... Wenn auch wie ein Psal⸗ter klän⸗ge/ mei⸗ne Re= de ja, wenn mei⸗ne Zun⸗ge sän⸗ge/ En⸗geln gleich in E . 2 +—8 — n., dre. hünenes Hühur haͤtt ich kei ne Lieb im her⸗zen,/ N 2——— .—.——.—. e, e ach, so wär ich gleich den Er⸗-zen,/ gleich der Schel⸗le, 12— 23rn I10t Wine——H ——— die er⸗klingt,/ doch kein Le⸗ ben hat noch bringt. 2. Wenn ich mit Prophetenklarheit/ schon die Zukunft säh er⸗ füllt;/ wenn mir kund wär alle Wahrheit,/ kein Geheimnis mehr verhüllt;/ wenn ich jenen Glauben hätte,/ der versetzt der Berge Stätte:/ ach, das alles hilst mir nicht,/ wenns an Liebe mir gebricht. 3. Wenn ich alle meine Habe/ teilte den Bedürftgen aus/ und den Greis am Bettelstabe/ gastlich führte in mein Haus;/ wenn ich, Christum zu bekennen,/ meinen Leib selbst ließe brennen:/ ach, das alles hilft mir nicht,/ wenns an Liebe mir gebricht. 4. Liebe, Liebe ist die Krone,/ die den Baum des Glaubens schmückt,/ dran man, dank dem Gottessohne,/ seiner Liebe Früchte pflückt./ O welch eoͤle Tugenoͤblüte/ ziert das liebende Gemüte:/ Langmut, Freundlichkeit, Gedulo, emut, Sanftmut, Güt uno Huld! 5. Und wie herrlich ist die Liebel/ Ewig hört sie nimmer aufj/ da sonst nichts ist, das da bliebe,/ das nicht schlösse seinen Lauf./ Sprach und Weissagung vergehen,/ Glaub und Hoffnung wird zum Sehenj/ alles währet seine Zeit,/ Liebe bleibt in Ewigkeit. 28⁸ * Gebet 6. Herr, mein Gott, du bist die Liebe,/ bist der Liebe Quell alleins/ Hauche deines Geistes riebe/ mir auch tief ins herz hinein./ O daß ich doch in der Liebe/ bis zum letzten Atem bliebe;/ Jesu, so bleib ich in dir,/ und ou ewiglich in mir! Adolf Stöber, 4 1892. Gebet 291 Leipzig 1539. —. a⸗ter un⸗ser im him⸗mel⸗ reich,/ der oͤu uns al⸗ le .SS.......— hei⸗ßest gleich„ Brü⸗ der sein und dich ru⸗ fen an/ und willst, daß wero Ge⸗bet ge⸗tan:/ gib, oͤaß nicht S—— bet al⸗lein der Muno,/ hilf, daß es geh von Herzensgrund. 2. Geheiligt werd der Name dein;/ dein Wort bei uns hilf halten rein,/ daß wir auch leben heiliglich,/ nach oeinem Namen würdiglich; behüt uns, Herr, vor falscher Lehr,/ das arm ver⸗ führte Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit/ und dort hernach in Ewigkeit;/ der heilge Geist uns wohne bei/ mit seinen Gaben mancherlei;/ des Satans Zorn und groß Gewalt/ zerbrich; vor ihm dein Kirch erhalt. 10 28 — —————— 202 36 Geder 2 4. Dein Will gescheh, herr Gott, zugleich/ auf Erden wie im himmelreich;/ gib uns Geduld in Leidenszeit,/ gehorsam sein in Lieb und Leid/ und wehre allem dleisch und Blut,/ das wider deinen Willen tut. ö 5. Gib uns heut unser täglich Brot/ und was man braucht zur Leibesnot;/ behüt uns vor Unfried und Streit,/ vor Seuchen und vor teurer Zeit,/ daß wir in gutem Frieden stehn,/ der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unsre Schuld vergib uns, herr// daß sie uns nicht betrübe mehr,/ wie wir auch unsern Schuldigern/ ihr Schuld und dehl verge⸗ ben gernz/ zu dienen mach uns all bereit/ in rechter Lieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht,/ wenn uns der böse Geist anficht;/ zur linken und zur rechten Hand/ hilf uns tun x 3 starken Widerstand,/ im Glauben fest und wohl gerüst/ und oͤurch n des heilgen Geistes Trost. uei 8. Von allem Ubel uns erlös,/ es sind die Zeit und Tage bösʒ/ ö erlös uns von dem ewgen Tod/ und tröst uns in der letzten Not;/ bescher uns auch ein selig End// nimm unsre Seel in deine händ. e 9. Amen, das ist, es werde wahrl/ Stärk unsern Glauben 2 immerdar,/ auf daß wir ja nicht zweifeln oͤran,/ es sei die Bitte é 6 wohlgetanj/ auf dein Wort, in dem Namen dein:/ so sprechen wir u das Amen fein. martin Luther, + 1546. n ö 292 wittenberg 1555. 1 16 4 III— — vanwime u In miin—..—— f Ich ruf zu dir, herr Je„u christ,ich bitt, er. ver⸗leih mir Gnad zu die ⸗ ser Frist,/ laß mich doch 1— S. ö hör mein Kla⸗gen! 1 nicht ver ⸗za⸗ gen. den rech⸗ten Weg, o herr, al⸗lein,/ den — wol⸗lest ou mir ge⸗ben,/ dir zu le⸗ben,/ dem Nächsten ebet ie im in in vider aucht uchen Sorg trübe herge⸗ igkeit. r böse s tun durch bösʒ/ Notj/ Händ. auben Bitte ——— Gebet V2— 1 N * 1—— ö 1— x nützh zu sein, nach dei⸗ nem Reich zu stre ⸗ ben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott,/ oͤu kannst es mir wohl geben:/ daß ich nicht wieder werd zu Spott;/ die Hoffnung gib daneben,/ voraus, wenn ich muß hie davon,/ daß ich dir mög vertrauen/ und nicht bauen/ auf all mein eignes Tun,/ sonst wird michs ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus herzensgrund/ oͤen Feinoͤen mög ver⸗ geben;/ verzeih mir auch zu dieser Stund,/ schaff mir ein neues Leben./ Dein Wort mein Speis laß allweg sein,/ damit mein Seel zu nähren,/ mich zu wehren,/ wenn Unglück geht oͤaher,/ das mich möcht von dͤir kehren. 4. Laß mich nicht Lust noch hurcht von dir/ in dieser Welt abwen⸗ den./ Getreusein bis ans End gib mir,/ du hasts allein in händen,/ und wem dus gibst, der hats umsonstz/ es mag niemand ererben// noch erwerben/ durch Werke deine Gnad,/ die uns erlöst vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerstreb;/ hilf, o here Christ, dem Schwachen!/ Von deiner Gnad allein ich leb,/ öu kannst mich stärker machen./ Kommt nun Anfechtung und Gefahr,/ wollst oͤu mich nicht verlassen,/ fest mich fassen,/ behüten immeroͤar./ Ich weiß, du wirsts nicht lassen. 1529. Johann Agricola(7), + 1566. mel. In o b 15. dert. 20 293 Srrabburg 1560 e 1. Auf dich hab ge⸗hof⸗ fet, Herr,/ hilf, daß ich nicht zu⸗ ..——..— schan⸗den werd,/ noch e⸗wig⸗lich zu Spot ⸗te./ Das bitt ich x 22v.— ö ö ꝗSꝗSSSPSSPI‚ dich:/ er⸗ hal⸗te mich/ dir treu, dir, meisnem Got ⸗te. 19* 291 — — HC.I Gebet 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir,/ erhör mein Bitt, tritt ou herfür,/ eil, bald mich zu erretten./ In Angst und Weh/ ich lieg und stehj/ hilf mir in meinen Nöten. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei,/ sei meine Burg, darin ich frei/ und ritterlich mög streiten,/ ob mich beoͤräng'/ der Feinde Meng/ hier und auf allen Seiten. 4. du bist mein Stärk, mein dels, mein hort,/ mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort,/ mein hilf, mein heil, meen Leben,/ mein starker Gott/ in aller Not:/ wer mag mir widerstreben? 5. Mir hat die Welt oft zugericht't/ viel Lug und Trug und falsch Gedicht,/ viel Netz und heimlich Stricke;/ nimm meiner wahr,/ herr, in Gefahr;/ behüt vor falscher Tücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir/ mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir// nimm mich in deine händel/ O wahrer Gott,/ aus aller Not/ hilf mir am letzten Ende! 7. Lob, Ehre, Preis und herrlichkeit/ sei Vater, Sohn und Geist bereit!/ Lobt Gottes heilgen Namen!/ Die göttlich Rrast/ mach uns sieghaft/ durch Jesum Christum! Amen. Adam Reißner, 4 um 1575. 294 Straßburg 1525. — ů é 2.— ö... SS— 91—4 wie du willst, so schicks mit mir/ im Le⸗ ben Al-lein zu dir steht mein Be⸗gier,/ laß mich, Herr, ISDSSEREEE I IIIIIIIII und im Ster⸗ben! ucht ver⸗ dereben. Er⸗ halt mich nur in dei⸗ ner huld/ /sonst 1. — EEENE S SISS.S...— wie du willst; gib mir Ge⸗duld,/ denn dein Will ist der II . Gebet 295· 290 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr,/ und Lieb zu deinem ö Wortej/ behüt mich, Herr, vor falscher Lehr/ und gib mir hier und dorte,/ was dient zu meiner Seligkeit;/ wend ab all Ungerechtig⸗ keit/ in meinem ganzen Leben! 3. Soll ich einmal nach deinem Rat/ von dieser Welt abscheiden,/ verleih mir, herr, nur deine Gnad,/ daß es gescheh mit Freuden./ Mein Leib und Seel befehl ich dir;/ o herr, ein selig End gib mir/ RKaspar Bienemann, 4 1591. durch Jesum Christum. Amen. mel. lich tut mich Perlaugen. 295 Hans Leo Haßler, 1601. 77= +— 198 on u wu, nrn: Wnem, In Hr,der Lnnen a nun ere 23 2—— 2—— 1. ö— 1. 1960 mich dein sein und blei⸗ ben,/ ödu treu⸗er Gott und Von 9 120 mich nichts trei⸗ ben,/ halt mich bei dei⸗ ner Fi E Herr! 1 I 4½ 1 —— 1 1 I IA—.8 stän⸗ dig⸗ keit;/ da⸗ für will ich oͤir dan⸗ken,/ in al ⸗le 1 N 1 L I 1 2. N SZ.LiS.II + Es wig⸗keit! Nikolaus Selnecker, 4 1562. 523 wie Nr. 300.) 200 E— id O Gott, oͤu from⸗mer Gott,/ du Brunnquell gu⸗ter 5—— den—.— ist, was ist, von dem wir al⸗les S IIII RERR Ga⸗ ben, ha⸗ ben, ge⸗sun⸗ den Leib gib mir,„ und daß in sol⸗ Meiningen 1693. NSI n 122.———— ———— SDPDPDSSSSSIII..I chem Leib/ ein un⸗ver⸗letz⸗te Seel/ und rein Gewis⸗sen bleib. 2. Gib, daß ich tu mit dleiß,/ was mir zu tun gebühret,/ wozu mich dein Befehl/ in meinem Stande führet;/ gib, daß ichs tue bald// zu der zeit, da ich soll,/ und wenn ichs tu, so gib,/ daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets,/ womit ich kann bestehen,/ laß kein unnützes Wort/ aus meinem Munde gehen/ und wenn in meinem Amt/ ich reden soll und muß,/ so gib den Worten Rraft/ und Nach⸗ oruck ohn Veroͤruß. 4. Finot sich Gefährlichkeit,/ so laß mich nicht verzagen;/ gib einen heldenmut,/ das Rreuz hilf selber tragen/ gib daß ich meinen Feind/ mit Sanstmut überwind/ und, wenn ich Rat bedarf,/ auch guten Rat erfind. 5. Laß mich mit jedermann/ in Fried und§reunoͤschaft leben,/ so weit es christlich ist;/ willst du mir etwas geben/ an Reichtum, Gut und Geld,/ so gib auch dies dabei, daß von unrechtem Gut/ nichts untermenget sei. 6. Sollt ich auf dieser Welt/ mein Leben höher bringen,/ durch manchen sauren Tritt/ hindurch ins Alter dringen,/ so gib Geduld vor Sünd/ und Schanden mich bewahr,/ auf daß ich tragen mag/ mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End/ auf Christi Tod abscheiden;/ die Seele nimm zu dir/ hinauf zu deinen§reuden;/ dem Leib ein Raumlein gönn/ bei frommer Christen Grab,/ auf daß er seine Ruh/ an ihrer Seite hab. 8. Wenn du die Toten wirst/ an jenem Tag erwecken,/ so woll auch deine hand/ zu meinem Grab ausstrecken/ laß hören deine Stimm,/ erwecke mein Gebein/ und führ mich schön verklärt/ in deinen himmel ein. gohann heermann, 1 1647. Da Chri Mel. Är. 419. 297 ö geboren wor 1. Zweierlei bitt ich von dir,/ zweierlei trag ich dir für, dir, der alles reichlich gibt,/ was uns dient und dir beliebt;/ gib mein Bitten, das du weißt,/ eh ich sterb und sich mein Geist/ aus des Leibes Banden reißt. 204 Gebet Gebet 298— 2. Gib, daß ferne von mir sei/ Lligen und Abgötterei;/ Armut, so die Maße bricht,/ großen Reichtum gib mir nicht;/ allzuuem und allzureich/ ist nicht gut, stürzt beides gleich/ unsre Seel in Sündenreich. 3. Laß mich aber, o mein heil,/ nehmen mein bescheiden Teil/ ö und beschere mir zur Not/ hier mein täglich Bißlein Brot;/ ein ¶ klein wenig, da der Mut/ und ein gut Gewissen ruht,/ ist fürwahr ö ein großes Gut. 4. Sonst wohl möcht im Aberfluß/ ich empfinden UAberoruß,, dich verleugnen, dir zum Spott/ fragen: wer ist herr und Hott?/ denn das hHerz ist Frechheit voll,/ weiß oft nicht, wenn ihm ist wohl,/ wie es sich erheben soll. 5. Wiederum, wenns stehet bloß/ und die Armut wird zu groß,/ wiroͤs leicht untreu, stiehlt und stellt/ nach des Nächsten Gut und Geld,/ tut Gewalt, braucht Ränk und List,/ ist mit n5. aus⸗ gerüst't, fragt gar nicht, was christlich ist. 6. Ach, mein Gott, mein Schatz, mein Licht,/ dieses beioes ziemt* mir nicht;/ beioes schändet deine Ehr,/ beides stürzt ins Höllen meer./ Drum so gib mir hüll und Füll/ also, wie dein Herze will,/ nicht zu wenig, nicht zu viel. paul Gerhardt, 4 1676. 298 Darmstadt 1698. V ö—— 151. PIPSPIPIFI— 1. Sieh, hier bin ich,/ Eh⸗ ren⸗kö⸗ nig,/ le⸗ ge mich vor 1 1 —— 7 5— 12——— x— ö dei⸗ nen Thron;/ schwache Trä⸗ nen,/ kind⸗lich Seh⸗ nen/ „½....I. —.—— I —8 ——* — ö SPS SPIPIPIIIIIIIIIIIIIII bring dir, du men⸗ schen⸗sohn./ Laß oͤich fin⸗ den// ö E—— ö laß dich ün⸗ Oen,„bhn ich gleich nur Asch und Ton. 2. Sieh doch auf mich,/ herr, ich bitt dich,/ lenke mich nach deinem Sinn./ Dich alleine/ ich nur meine,/ dein erkaufter Erb ich bin./ Laß du gibest,/ wo du liebest,/ unòd man dich liebt in der Tat./ Laß dich ö inden,/ laß dich finden;/ der hat alles, wer dich hat. 4. Hör, wie kläglich,/ wie beweglich/ dir die treue Seele singt,/ wie demütig/ unòd wehmütig/ oeines Rindes Stimme kingt./ Laß oich finden,/ laß dich finden j/ denn mein Herze zu dir oͤringt. ö 5. Dieser Zeiten/ Eitelkeiten,/ Reichtum, Wollust, Ehr und Fᷣreud/ sind nur Schmerzen/ meinem herzen,/ welches sucht die Ewigkeit./ i dich finden,/ laß dich finden!/ Großer Gott, ich bin bereit. Joachim Neander, 4 1680. —J. J. N. Nage 10. — IEEEEEE 8—.—9.— 1. Dir, dir, Je⸗ho ⸗va, will ich un 35 Dir will ich mei⸗ne Lie⸗der brin⸗ gen V— ——.—.— 1 ö* T wo ist doch ein sol⸗cher Gott wie—— gib mir dei⸗ nes n Kraft da⸗zu, daß ich es P——. tu im Na⸗men ze⸗su Christ,/ so wie es dir durch E 2n dn Eunmemn zn munn Srurd.— SS. S.I...— 1—— I ihn ge⸗ fäl⸗lig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, Idamit dein Sohn mich hieder zieh zu dir;/ oͤein Geist in meinem Herzen wohne/ und eine Sinne und Verstand regier, daß ich den Frieden Gottes P und fühl/ und dir darob im Herzen sing und spiel. 20⁹ Gebet Gebet 30⁰ 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte,/ so wird gewiß mein Singen recht getan,/ so klingt es schön in meinem Liede,/ und ich bet dich im Geist und Wahrheit an;/ so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor,/ daß ich oͤir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Dein Geist kann mich bei dir vertreten/ mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind;/ der lehret mich recht gläubig beten,/ gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Rind/ und ein Miterbe Jesu Christi sei,/ daher ich Abba, lieber Vater, schrei. 5. Was mich dͤein Geist selbst bitten lehret,/ dem neiget sich dein gnäoͤger Wille zu,/ das wird gewiß von dir erhöret,/ weil ichs im Namen deines Sohnes tu,/ durch welchen ich dein Kind und Erbe bin,/ und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 6. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe;/ oͤrum bin ich voller Trost und Freudigkeit/ und weiß es, alle gute Gabe,/ die ich von oir verlanget jederzeit,/ oͤie gibst du und tust überschwenglich mehr,/ als ich verstehe, bitte und begehr. 7. Wohl mir! Ich bitt in Jesu Namen,/ der mich zu deiner Rechten selbst vertritt;/ in ihm ist alles Ja unòd Amen,/ was ich von dir im Geist und Glauben bitt./ Wohl mir! Lob dir jetzt und in Ewigkeit,/ daß du mir schenkest solche Seligkeitl Bartholomäus Crasselius, 4 1724. Mel. O Gott, ou frommer Gott. 300(Oder wie Nr. 296.) 9— E—.—— e Ach Gott, ver⸗laß mich nichtl/ Reich mir die Gna⸗den⸗ ach füh⸗ re mich, oͤein Kind,/ daß ich den Lauf voll⸗ II— +„ +— —— 40— 3 zu mei⸗ ner Se⸗ lig⸗keit;/ sei oͤu mein 1 1 Gott, ver⸗laß mich nicht! 0 2. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Regiere du mein Wallen;/ ach, laß mich nimmermehr/ in Sünd und Schande fallen 7/ gib mir den guten Geist,/ gib Glaubenszuversicht,/ sei meine Stärk Fre und Kraft;/ ach Gott, verlaß mich nicht! Eig . 3. Nch Gott, verlaß mich nichtl/ Ich ruf aus Herzensgrunde:/ ö ö ach höchster, stärke mich/ in jeder bösen Stunde;/ wenn mich ö 62 Versuchung plagt/ und meine Seel anficht, /so weiche nicht von mir;/ ach Gott, verlaß mich nicht! wi 4». Ich Gott, verlaß mich nicht!/ Nch laß dich doch bewegen,/ ach Vater, kröne doch/ mit reichem Himmelssegen/ die Werke 6 meines Fimts,/ die Werke meiner pflicht,/ zu tun, was dir gefällt; ͤD/ Wu ach SGott, verlaß mich nicht! laß 5. Nch Gott, verlaß mich nicht!l/ Ich bleibe dͤir ergeben,/ hilf mir, o großer Gott,/ recht glauben, christlich leben/ und selig scheiden ab,/ zu sehn dein Angesicht,/ hilf mir in Not und Tod/ ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck, + 1725. Bremen 1680. Gott ist ge⸗gen⸗wär⸗tigz/ las⸗set uns an⸗ be⸗ ten/ Gott ist in der Mit⸗ ten!/ Al⸗les in uns schweige/ ISSEE.. Iund in Ehr⸗furcht vor ihn tre⸗ ten. und sich in⸗ nigst vor ihm beu⸗ge. 16 IIer 0 Wer ihn kennt,/ wer ihn nennt,// schlag oie Nu⸗gen nie⸗der;/ gebt das herz ihm wie⸗der. 8 Gebet 302 2. Gott ist gegenwärtig,/ dem die Cherubinen/ Tag und Nacht in Demut dienen./ Heilig, heilig, heilig/ singen ihm zur Ehre/ aller Engel hohe Chöre./ Herr, vernimm/ unsre Stimm,/ da auch wir Geringen/ unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig/ allen Eitelkeiten,/ dieser Erden Lust und Freudenj/ da liegt unser Wille,/ Seele, Leib und Leben/ dir zum Eigentum ergebenj/ du allein/ sollst es sein,/ unser Gott und herre,/ dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen,/ möcht ich recht dich preisen/ und im Geist dir Dienst erweisenl/ Möcht ich, wie die Engel,/ immer vor dir stehen/ und dich gegenwärtig sehenl/ Laß mich dir/ für und für/ trachten zu gefallen,/ liebster Gott, in allen. 5. Geist, der alles flillet,/ drin wir sind und weben,/ aller Dinge Grund und Leben!/ Meer ohn' Grund und Ende,/ Wunder aller Wunder,/ ich senk mich in dich hinunter;/ ich in dir,/ du in mir,/ laß mich ganz verschwinden,/ dich nur sehn und finden. 6. Du durchoͤringest alles;/ laß mit deinem Lichte,/ Herr, be⸗ rühren mein Gesichte;/ wie die zarten Blumen/ willig sich ent⸗ falten/ und der Sonne stille halten,/ laß mich so/ still und froh/ deine Strahlen fassen/ und dich wirken lassen. 7. Mache mich einfältig,/ innig abgeschieden,/ sanst und still in deinem Frieden;/ mach mich reines Herzens,/ daß ich deine Klarheit/ schauen mag in Geist und Wahrheit;/ laß mein herz/ himmelwärts/ wie ein Roͤler schweben/ und in dir nur leben. 8. Herr, komm in mir wohnen,/ laß den Geist auf Erden/ dir ein heiligtum noch werden;/ komm du nahes Wesen,/ dich in mir verkläre,/ daß ich dich stets lieb und ehre;/ wo ich geh,/ sitz und steh,/ laß mich dein gedenken,/ mich in dich versenken. Serhard Lersteegen, 4 1769. mel. Es ist das Heil(vorreformatorisch.) 65 kommen her. 302 Wittenber 15259 1 E EI ö ö HEI + Gott, dei ⸗ne Güe⸗te reicht so weit,/ so krönst uns mit Barm⸗ her⸗zig⸗keit/ und 1. 20⁰ NN — E„ EAe weit die Wol⸗ken ge⸗ hen;/ ou l 2. eiist uns bei ⸗zu ⸗ste ⸗ hen/ herr Ward, e verw iii 1——————I———r—.———— I 4 —— verste HFHels, mein Hort,/ ver⸗ nimm mein Flehn, merk auf mein mich r H Pfao *.— 2—5— dieser wort;/ denn ich will vor dir bee ten. ninnm 2. Ich bitte nicht um Uberfluß/ und Schätze dieser Erden;/ 6. 0 llaß mir, so viel ich haben muß,/ nach deiner Gnade werden./ Reicht . Gib mir nur Weisheit und Verstand,/ dich, Gott, und den, den mir ai du gesanoͤt,/ und mich selbst zu erkennen. 7. E 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm,/ so sehr sie Menschen heilger rühren;/ des guten Namens Eigentum/ laß mich nur nicht ver⸗ Tod öe lieren;/ mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht,/ der Ruhm vor deinem Angesicht/ und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, mein herr und Gott,/ auch nicht um langes Mel. Leben./ Im Glücke Demut, Mut in Not,/ das wollest du mir geben./ 1.0 In deiner Hhand steht meine Zeit,/ laß oͤu mich nur Barmherzig⸗ keit/ vor dir im Tode finden. cheistian Fürchtegott Gellert, 4 1709 V 303 Französischer pfalter, 1547 DDRDD 1. Be⸗ denk dei⸗ ne gro⸗5e Treu⸗ e,/ be⸗denk ich —— mei⸗ ne tie⸗fe Schulo,/ dann 10 ich hei⸗ 6e Scham und Allgemeine Fürbitte 30⁴ ....IIIII.. —8 Reu⸗e/ und preis in de⸗ mut dei⸗ ne Huld. 2. Ich bin nur Staub, aus Staub geboren,/ bin irdisch und verweslich noch/ und bin zur herrlichkeit erkoren,/ bin himmlisch auch und ewig doch. ö 5. O Vater, deine große Liebe,/ wie kann ein Mensch sie hier verstehn?/ Gib, daß ich mich in Einfalt übe,/ den Weg, oͤen du mich führst, zu gehn. 4. Gib, daß ich dir nicht widerstrebe, wenn dornen meinen Pfad umziehn,/ und daß ich oͤir im Olauben lebe/ und nicht von dieser Erde bin. 5. Gib, daß der Erde Eitelkeiten/ mir unbewußt vorübergehn,/ und daß ich mag zu allen Zeiten/ auf Jesu Rreuz und Sterben sehn. 6. Gib, daß ich nimmer möge schwanken,/ wenn mir der Erde Reichtum blinkt/ laß mich von deinem Weg nicht wanken,/ wo mir am Ziel oͤie Palme winkt. 7. Gib, daß ich duloͤen mag und hoffen,/ und gib mir deinen u heilgen Geist,/ und zeige mir den himmel offen,/ wenn mir der Tod das Herz zerreißt. Luise hensel, 4 1870. Allgemeine Fürbitte s mel. Nr. 330. 304 O welt, ich muß oich lassen. 5 1. Herr, höre! herr, erhörel /Breit deines Namens Ehre/ an 5 hände,/ beschütze Kirche, Land und Haus. 2. Ach, laß dein Wort uns allen/ noch ferner reichlich schallen/ „ zu unsrer Seelen Nutz! Bewahr uns vor den Rotten,/ /die deiner Wahrheit spotten,/ beut allen deinen deinden Trutz. 3. Gib oͤu getreue Lehrer/ und unveroͤrossne Hörer,/ die beide Tãter sein /auf Pflanzen und Begießen/ laß dein Gedeihen fließen/ und Früchte reichlich ernten ein. 4. Du wollst uns hoch beglücken,/ mit hellen Onadenblicken/ auf 0 25 allen Orten ausl/ Behüte alle Stände/ durch deiner Allmacht unsern Fürsten sehn,/ ihn schützen auf oͤem Throne// auf seinem Haupt die Rrone/ in vollem Olanze lassen stehn. 305 E Allgemeine Fürbitte 5. Laß alle, die regieren,/ ihr Amt getreulich führen,/ schaff jedermann sein Recht,/ daß Fᷣried und Treu sich müssen/ in unserm Lande küssen;/ segn' uns als dein erwählt Geschlecht. 6. Erhalt in jeder Ehe/ beim Glücke wie beim Wehe/ recht⸗ schaffne Frömmigkeit!/ In Unschuld und in Tugend/ gedeihe unsre Jugend,/ zu deines Reiches Dienst bereit. 7. O Vater, wend in Gnaden/ Krieg, Seuche und den Schaden/ der Elemente ab!/ Bewahr des Landes hrüchte/ und mache nicht zunichte,/ was deine milde Hand uns gab. 8. Gedenke voll Erbarmen/ der Leidenden und Armen;/ Ver⸗ irrte bring herein;/ die Witwen und die Waisen/ wollst oͤu mit Troste speisen,/ wenn sie zu dir um hilfe schrein. 9. Hilf als ein Arzt den Rranken,/ und die im Glauben wanken,/ laß nicht zugrunde gehn;/ die Alten heb und trage,/ damit sie ihre Plage/ geoͤuldig mögen überstehn. 10. Die Reisenden beschütze,/ bleib der Verfolgten Stütze,/ die Sterbenden geleit/ mit deinen Engelscharen,/ daß sie in d§rieden fahren/ zu Zions§reud und Herrlichkeit. 11. Nun, Herr, du wirst erfüllen,/ was wir nach deinem Willen/ in demut jetzt begehrt;/ wir sprechen gläubig Amen/ in unsers Jesu Namen,/ so ist gewiß der Wunsch gewährt! Bensamin Schmolck, 4 1757. mel. Gottes Segen. 305 Frankfurt a. M. 1758. 1 + + 4 + — 1——— —..EE.:.. — 3——— m E— 1. Jesu, der du bist al⸗lei⸗ne/ haupt und Rö⸗nig — der Ge⸗ mei⸗ ne/,/ seg⸗ne mich, dein ar⸗mes Glied!/ Wollst mir 1 x— EEE.— .— neu⸗en Ein ⸗fluß ge⸗ben/ dei ⸗nes Geistes, dir zu le⸗ben/ 5⁰² Allgemeine Fürbitte 305 ⁊+.—5 1 ö E————— stär ⸗ke mich durch oͤei⸗ ne Güt. 2. Ach, dein Lebensgeist durchoͤringe,/ Gnade, Rraft und Segen bringe/ deinen Gliedern allzumal,/ wo sie hier zerstreuet wohnen/ unter allen Nationen,/ die du kennest überall. 5. O wie lieb ich, Herr, die deinen,/ die oͤich suchen, die dich meinen;/ o wie köstlich sind sie mir!/ Du weißt, wie michs oft erquicket,/ wenn ich Seelen hab erblicket,/ die sich ganz er⸗ geben dir. 4. Ich umfasse, die oir dienen,/ ich verein ge mich mit ihnen,/ und vor deinem Angesicht/ wünsch ich allen tausend Segen/ stärke sie in deinen Wegen,/ führ sie selbst zu deiner pflicht. 5. Die in Rreuz und Leiden leben,/ stärke, daß sie ganz ergeben/ ihre Seel in deine hand;/ laß sie dadurch weroen kleiner/ und von allen Schlacken reiner,/ ganz allein in dich gewandt. 6. Laß die Deinen noch auf Erden/ ganz nach deinem Herzen werden;/ mache deine Kinder schön,/ abgeschieden, klein und stille,/ sanft, einfältig, wie dein Wille, und wie du sie gern willst sehn. 7. Sonderlich gedenke deren,/ die es, herr, von mir begehren,/ baß ich für sie beten soll./ Auf dein Herz will ich sie legen;/ gib du jedem solchen Segen,/ wie es not; oͤu kennst sie wohl. 8. Ach, besuch zu dieser Stunde/ ihre herzen, und im Grunde/ sie erfreu in dir allein;/ zeuch mit deinen Liebeszügen/ ihre Lust und ganz Vergniügen/ wesentlich in dich hinein. 9. Ach, oͤu hast uns teur erworben,/ da du bist am Rreuz gestorben// denke, Jesu, wir sind deinl/ Halt uns fest, so lang wir leben/ und in dieser Wüste schweben;/ laß uns nimmer⸗ mehr allein; 10. Bis wir einst mit allen krommen/ dort bei dir zusammen⸗ kommen/ und, von allen Flecken rein,/ dort vor deinem Throne stehen,/ uns in dir, dich in uns sehen,/ ewig eins in dir zu sein. Serhard Tersteegen, 4 1769. 30³ sTTUH IH driede und greude⸗ EY mel. Lasset uns den* preisen. 306 gohann Schop, 1641. —— 1— —.—9.—2—— ö „ 2 2 ollt ich mei⸗ nem ö denn ich seh in ö . 3 E DDEEEEE Gott nicht sin-gen,/ sollt ich al ⸗len din⸗gen,„ wie so 33 U EE. 5 ihm nicht fröh⸗ lich sein? ö n. Ers rin mir mein. Ists doch nichts als lau⸗ ter ö ——— 1— — 75555 f. 1 E—. 35.65——— Lie⸗ ben,/ das sein treu⸗ es Her⸗ ze regt,/ das ohn N V 70 * — 1 1 1— 1—— i. En⸗de hebt und trägt,/ oͤie in sei⸗ nem dienst sich 1 1 1 + L— 1 E I 2 12 ...—.. li⸗ben./ Al⸗les Ding währt sei⸗ ne Zeit,/ Got⸗tes Lieb in E⸗wig⸗keit. 2. Wie ein Aoͤler sein Gefieder/ über seine Jungen streckt,/ also hat auch immer wieder/ mich des höchsten Arm geoͤeckt,/ alsobalo im Mutterleibe,/ da er mir mein Wesen gab/ und das Leben, das ich hab/ und noch biese Stunde treibe./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. ckt,/ also alsobald ben, das ihrt sein Friede und Freuoͤe 30 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer,/ nein, er gibt ihn für mich hin,/ daß er mich vom ewgen Feuer/ durch sein teures Blut ge⸗ winn;/ o ödu Brunnen ohn Ergründen,/ wie will oͤoch mein schwacher Geist,/ ob er sich gleich hoch befleißt,/ deines Grundes Tiefe finden ꝛ/ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den eoͤlen dührer,/ gibt er mir in seinem Wort,/ daß er weroͤe mein Regierer/ durch die Welt zur himmelspfort,/ daß er mir mein hHerz erfülle/ mit dem hellen Glaubenslicht,/ das des Tooes Reich zerbricht/ und die hölle selbst macht stille./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seelen Wohlergehen/ hat er ja recht wohl beoͤacht:/ will oem Leibe Not entstehen,/ nimmt ers gleichfalls wohl in acht;/ wenn mein Rönnen, mein Vermögen/ nichts vermag, nichts helfen kann,/ kommt mein Gott und hebt mir an,/ sein Vermögen bei⸗ zulegen./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre heere/ hat er mir zum dienst bestellt j/ wo ich nur mein Aug hinkehre,/ find ich, was mich nährt und hält:⸗/ Tier und Kräuter und Getreide,/ in den Grünoͤen, in der höh,/ in den Büschen, in oer See:/ überall ist meine Weide./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen/ und ermuntert mein Gemüt,/ daß ich alle liebe Morgen/ schaue neue Lieb und Güt./ Wäre nicht mein Gott gewesen,/ hätte nicht sein Angesicht/ mich geleitet, wär ich nicht/ aus so mancher Angst genesen./ Alles ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. An wie mancher schweren Plage/ hat er mich vorbeigeführt,/ daß sie mich mein Lebetage/ niemals noch bisher berührt;/ und der Engel, den er sendet,/ hat das Böse, das der deind/ anzurichten war gemeint,/ in die Ferne weggewendet./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Wie ein Vater seinem Kinde/ niemals ganz sein Herz ent⸗ zeucht,/ ob es wohl bisweilen Sünde/ tut und von der Bahn ab⸗ weicht,/ also hält auch mein Verbrechen/ mir mein frommer Gott zu gut,/ will mein dehlen mit der Rut/ und nicht mit dem Schwerte rächen./ Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 2⁰ 30⁵5 30o/ Friede und 10. Seine Strafe, seine Schläge,/ ob es mir gleich bitter scheint,/ sinö, wenn ich es recht erwäge,/ dennoch Zeichen, daß mein Freund,/ der mich liebet, mein gedenke/ und mich von der schnöden Welt,, die uns hart gefangen hält,/ durch das Kreuze zu sich lenke./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Das weiß ich fürwahr und lasse/ mirs nicht aus dem Sinne gehn:/ Christenkreuz hat seine Maße/ und muß enoͤlich stille stehn/ wenn der Winter ausgeschneiet,/ tritt der schöne Sommer ein:/ also wiro auch nach der Pein,/ wers erwaͤrten kann, erfreuet./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. dreudbe 12. Weil oͤenn weder Ziel noch Ende/ sich in Gottes Liebe finoͤt,/ ei, so heb ich meine hände/ zu dir, Vater, als dein Rino,/ bitte: ö wollst mir Gnaoe geben,/ dich aus aller meiner Macht/ zu um⸗ fangen Tag und Nacht,/ hier in meinem ganzen Leben,/ bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. 20 Paul Gerharoͤt, 4 1670. n 9 307 gohann Crüger, Berlin 1850. ͤ0 ‚ ....——— ö ISSSSSE Je ⸗ su, mei⸗ne Freu⸗de, mei⸗ nes Hher⸗ zens Ach, wie lang, ach lan ⸗ge/ ist dem her⸗zen ö wei⸗de,/ Je⸗ su, mei⸗ne Zierl* ö ban ⸗ge/ und verlangt nach dir! Vab ich dich,/ wie EEEE reich bin ich!/ Au⸗ßer dir soll mir auf Er⸗den/ nichts sonst 22— 2 1 II + I. . 2 3 8 545 lie-ber wer⸗den. ö i0e nt// ö// t,/ illes inne hnj/ in:/ let./ noͤt,/ bitte: um⸗ is ich 1670. rüger, 155⁰. zens Frieoe und Freude 308 2. Unter deinem Schirmen/ bin ich vor den Stürmen/ aller deinde frei;/ laß von Ungewittern/ rings oͤie Welt erzittern,/ mir steht Jesus bei./ Wenn die Welt/ in Trümmer fällt,/ wenn gleich Sünd und hölle schrecken:„Jesus will mich decken. 3. Trotz des Feindes Lauern,/ trot oͤes Todes Schauern,/ trotz der Furcht dazul/ Tobe, Welt, geringe/ halt ich oͤich und singe/ in gar sichrer Ruhl/ Gottes Macht/ hält mich in acht;/ Er und Abgrund muß sich scheuen,/ ob sie noch so oͤräuen. 4. Weg mit allen Schätzen,/ du bist mein Ergötzen,/ Jesu, meine Lust!/ Weg, ihr eitlen Ehren,/ ich mag euch nicht hören, /bleibt mir unbewußt!/ Elend, Not,/ Rreuz, Schmach uno Too/ soll mich, ob ich viel muß leiden,/ nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen,/ das dͤie Welt erlesen,/ mir gefällst du nicht./ Gute Nacht, ihr Sünden,/ bleibet weit dahinten,/ kommt nicht mehr ans Licht./ Gute Nacht,/ ou Stolz und Pracht;/ dir sei ganz, oͤu Sündenleben,/ gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister,/ denn mein Freudenmeister /Jesus, tritt herein./ Denen, die Gott liꝛben,/ muß auch ihr Betrüben/ lauter Freude sein./ Duld ich schon/ hier Spott und Hohn,/ den⸗ noch bleibst du auch im Leide,/ Jesu, meine Freude. Johann Franck, 4 1677. N. li en, 308 e Halle rt — e,n we.— 1 Es glän-⸗zet der Chri⸗sten in⸗wen⸗di⸗ ges was ih⸗ nen der Kö⸗ nig des Him⸗mels ge⸗ E Le⸗ben,/ ob⸗gleich sie von au⸗Pen die Son⸗ ne verbrannt; ge⸗ben,/ ist kei⸗ nem als ih⸗nen nur sel⸗ ber be⸗kannt —— mar. i„een üumn Bun ann u. öSSSPIPIPIPIIIIITIIIITIIITITII was niemand ver⸗spü⸗ ret,/ was niemand be⸗ rüh⸗ret,/ hat 20* 307⁷ 308 Friede und Freude S SDSSSESS. —— 8⸗ 15 E 1 1 —.——— SSSISSS sie zu der gött⸗li⸗chen Wür⸗de ge⸗füh⸗ret. 2. Denn innerlich sind sie von göttlichem Stamme,/ geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort;/ es lodert in ihnen die himm⸗ lische Flamme,/ entzündet von oben, genähret von dort;/ die Engel sind Brüder,/ die ihre Loblieder/ mit ihnen holoͤselig und inniglich singen;/ das muß dann ganz herrlich und prächtig er⸗ klingen. 3. Sie wandeln auf Erden und leben im himmelj/ sie bleiben ohnmächtig und schützen die Weltj/ sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel,/ sie haben, die Armsten, was ihnen gefällt./ Sie stehen in Leiden/ und bleiben in Freudenj/ sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen/ und führen das Leben des Glaubens von innen. 4. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden,/ wenn er sich einst dar in der Herrlichkeit stellt,/ so werden sie mit ihm als Fürsten der Erden/ auch herrlich erscheinen zum Wundeͤr der Welt./ Sie werden regieren,/ mit ihm triumphieren,/ den Himmel als prächtige Lichter auszieren/ da wird man die Freude gar offen⸗ bar spüren. 5. Frohlocke, du Erde, und jauchzet, ihr hügel,/ dieweil ihr solch göttlichen Samen geneußt;/ denn das ist des Ewigen göttliches Siegel,/ zum Zeugnis, daß er euch noch Segen verheißt/ ihr sollt noch mit ihnen/ aufs prächtigste grünen,/ wenn erst ihr ver⸗ borgenes Leben erscheinet,„wonach sich eu'r Seufzen mit ihnen vereinet. 6. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen,/ du heimliche Zierde der inneren Welt!/ Laß deinen verborgenen Weg uns erwählen,/ wenngleich uns die Schmach deines Kreuzes entstellt./ Hier übel genennet/ und wenig erkennet,/ hier heimlich mit Christo im Vater gelebet,/ dort öffentlich mit ihm im Himmel geschwebet. Chr. Friedrich Richter, + 1711. 30⁸ ———— ⁰RN —.— fällt./ ertötet s von enn er m als Welt./ iel als offen⸗ r solch ttliches j/ ihr hr ver⸗ ihnen Zierde ihlen,/ er übel Vater +In. §riede und Freude 509 N. Freyli 4 * wie Nr. 494.) 309.e Balle 1794 90———— br,* H41— 1. wie wohl ist mir, o Freund der See-le,„ wenn ich stei⸗ge aus der Schwermuts-höh⸗le/ und ..II— , 10 in dei⸗ ner Lie⸗ be ruh; i⸗ le dei⸗ nen Ar⸗men zu; 125 ö— E=—— da muß die Nacht des e rrr n e————.— 8 Trauerns schei⸗den,/ wenn mit der Fül⸗le sel⸗ ger Freu⸗den/ D—N——— die Lie-be strahlt aus dei⸗ner ie ist mein Him⸗mel schon auf äät soll-te nicht be⸗se- ligt wer⸗den,/ der EE in dir su-chet Ruh und Lust? 2. Die Welt mag meine Feindin heißen;/ es sei also; ich trau ihr nicht,/ wenn sie mir gleich will Lieb erweisen/ bei einem freunoͤ⸗ lichen Gesicht./ In dir vergnügt sich meine Seele,/ du bist mein Freunod, den ich erwähle,/ du bleibst mein Freund, wenn Freund⸗ schaft weicht./ Der Welt Haß kann mich oͤoch nicht fällen,/ weil in den stärksten Unglückswellen /mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich der Sünde Last eroͤrücken,/ blitzt auf mich des Ge⸗ setzes Weh,/ oͤroht mir oͤie Strafe schon im Rücken,/ so steig ich gläubig in die höh/ und flieh zu deinen heilgen Wunden,/ da hab ich schon den Ort gefunden,/ wo mich kein Fluchstrahl treffen kann./ 309 P Friede und Freude Tritt alles wider mich zusammen,/ du bist mein Heil, wer will veroammen?/ Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Lenkst du oͤurch Wüsten meine Reise,/ ich folg uno lehne mich auf oͤich;/ du gibst aus Wolken mir die Speise/ und labest aus den Felsen mich./ Ich traue deinen Wunoͤerwegen;/ sie enoͤen sich in Lieb und Segen:/ genug, wenn ich oͤich bei mir hab!/ Ich weiß, wen du willst herrlich zieren/ und über Sonn und Sterne führen,/ den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag anoͤern düster scheinen,/ mir nicht, weil Seele, Herz und Mut/ in dir, der ou verlässest keinen,/ in oͤir, mein liebstes Leben, ruht. Wen macht des Weges End erzittern,/ wenn aus Gefahr und Ungewittern/ er eingeht in oͤie Sicherheit?/ Mein Licht, so will ich auch mit Freuoͤen/ aus dieser finstern Wiloͤnis scheiden/ zu oeiner Ruh oͤer Ewigkeit. 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen,/ so wohl, wenn ich mich lehn auf dich!/ Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen,/ weil du, mein Gott, vergnügest mich./ Laß solche Ruh in dem Ge⸗ müte/ nach deiner unumschränkten Güte/ des himmels süßen Vor⸗ schmack sein./ Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! /Nichts kann, als Jesus, mich erfreuen./ O reicher Trost: mein§Freund ist mein! Wolfg. Christoph deßler, 4 1722. 31 0 J. N. Halle 1704 577 + 1 8——.———— ö 4. ö Frie⸗de, ach Frie⸗de, ach gött⸗li⸗ cher Frie⸗de,/ vom wel⸗ cher der drommen herz, Sinn und Ge⸗-mü⸗te/ in Va⸗ter durch Chri⸗stum im hei-li- gen Geist, Chri⸗sto zum e⸗ wi⸗ gen Le⸗ben auf ⸗ schleußtl . den sol⸗len die gläu ⸗bi- gen See⸗len er⸗lan gen,/ 510 de Hill lich us sich ꝛiß, n// ele, stes aus Lein önis n ich en// Ge⸗ Vor⸗ ann, neinl 1722. ausen, 17⁰4. treulich bewahren,/ im Wege des Friedens dir jolgen allhier;/ ach,‚ Frieoͤe und Freuoͤe 311 ——— 2—— E die al⸗les ver⸗leug⸗ nen und Chri⸗sto an⸗ han⸗gen. 2. Richte deswegen, frieoͤliebende Seele,/ oͤein herze im Glauben zu Jesu hinanl/ Was da ist oͤroben bei Christo, erwähle,/ verleugne dich selbst und den iroͤischen Wahn;/ nimm auf dich oͤas sanfte Joch Christi hienieden,/ so findest du Ruhe und göttlichen Frieden. 3. Nahm doch der Mittler des Friedens viel Schmerzen,/ die Sünder mit Gott zu versöhnen, auf sich./ Nimm dies, o Seele, recht fleißig zu herzen/ und siehe, was tut nicht dein Jesus für dich!/ Am Kreuze dort bringt er dir Frieden zuwege/ und hilft dir, daß Jammer und Unruh sich lege. 4. Nun dafür bist du ihm ewig verbunden,/ dͤu sollst dafür gänzlich sein Eigentum sein;/ er hat die ewge Erlösung erfunden/ und schließt in den Bund seines Friedens dich ein;/ oͤrum siehe, daß oͤu dich ihm gänzlich ergibest/ und immer beständig von Herzen ihn liebest. 5. Siehe, von all seinen Friedensgenossen/ erfordert er herzliche Liebe und Treu;/ oͤrum sollst oͤu treulich uno tapfer ausstoßen,/ was Jesus oͤir zeiget, das wider ihn sei./ Welt, Satan und Sünde, die mußt oͤu bestreiten,/ was Jesu zuwider ist, fliehen und meiden. 6. Liebe und übe, was Jesus dich lehret,/ und was er dir saget, dasselbige tu;/ hasse und lasse, was sein Wort verwehret,/ so findest du Frieden und ewige Ruh,/ Ja, selig, die also sich Jesu ergeben/ und gläubig und heilig nach seinem Wort leben. 7. Jesu, du Herzog der Friedensheerscharen,„ o König des §riedens, ach, zeuch uns nach dir,/ daß wir den Friedensbund laß uns doch deinen Geist kräftig regieren/ und oͤir nach im Frieden zum Vater hinführen! Bartholomäus Crasselius, 4 1724. Mel. Unser herrscher, unser König. 31 1 Bremen 1680. 4 3——— 1. Weicht, ihr Ber⸗ge, fallt, ihr hü⸗gel,/ al le gel ⸗sen, Got tes Gna⸗de hat das Sie⸗gel,/ sie will un⸗ver⸗ 311 312 Frieoͤe und Freuoͤe ,enEr, I bre⸗chet ein! än⸗ dert sein.! Laß die Welt zu Trümmern gehn,/ Got⸗tes +.— I 1 — 4..—...— +—— H ö ———.— I Gna⸗de wird be⸗stehn. 2. Gott hat Gnaͤe mir versprochen,/ Gott hat einen Bund ge⸗ macht,/ oer wird nimmermehr gebrochen,/ bis er alles hat voll⸗ bracht./ Er, oͤie Wahrheit, trüget nicht;/ es geschieht, was er verspricht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen,/ wenngleich alles bricht unoͤ fällt,/ sondern ihren Zweck erreichen,/ bis sie mich zufrieden stellt./ Ist die Welt voll Heuchelei,/ Gott ist fromm und gut und treu. 4. Will oͤie Welt den Frieden brechen,/ hat sie lauter Krieg im Sinn,/ Gon hält immer sein Versprechen;/ so fällt aller Zweifel hin,/ als wär er nicht immeroͤar,/ was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen,/ ist sein herz doch treu ge⸗ sinnt/ und bezeugt in allen Fällen,/ daß ich sein geliebtes Kinod,/ dem er beide Hände reicht,/ wenn auch Grund und Boden weicht. 6. Er will§riede mit mir halten,/ wenn die Welt sich auch em⸗ pört;/ ihre Liebe mag erkalten,/ achtet doch mein Gott mich wert./ Ob die Sonne sich verhüllt,/ bleibt er mir doch Sonn und Schiloͤ. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer,/ so hat er sich selbst genenntz/ das ist Trost: so werd ich Armer/ nimmermehr von ihm getrennt./ Sein Erbarmen läßt nicht zu,/ daß er mir was Leides tu. 8. Nun, so soll mein ganz Vertrauen/ ankerfest auf ihm beruhn/ Felsen will ich auf ihn bauen,/ was er saget, will er tun./ Erd und Himmel kann vergehn,/ sein Bund bleibet feste stehn. Benjamin Schmolck, 4 1757. 29 312 ha-be dei⸗ ne Lust am herrn,/ der oͤir schen⸗ket so wird dir dein Gna-den-⸗stern/ tausend hol- de Zohann Uhlich, 1674. ꝗSDSPSPSPSPSSISISIIIII de Frieoe und Freude 313 ——— I—.—— x —.—— DDD 1 De E ———....— ö Lust und Le⸗ben,* es Strah⸗len geeben⸗ ö denn er beut dir treu-lich an,/ — N en H— = was dein herz nur wünschen kann. ö ol⸗ 2. Laß der Welt die eitle Lust,/ die in Weinen sich verkehret;/ —99 wer das herz in seiner Brust/ Gott allein zur Lust gewähret,/ dieser 8 trifft in allem an,/ was das Herz nur wünschen kann. t und 3. Lust an Gott erfüllt mit Licht,/ wenn man ihn durchs Wort tellt./ erkennet;/ Lust am Herrn stärkt den zur Pflicht,/ der in seiner teeu. Liebe brennetl/ Lust am Herrn beut alles an,/ was das Herz nur eg im wünschen kann. weifel 4. Wer nur Lust am Herren hat,/ hat auch Lust an seinem har. willen/ und bemüht sich früh und spat,/ solchen Willen zu erfüllen;/ eu ge⸗ und so wird er auch empfahn,/ was das Herz nur wünschen kann. ir. 5. Ist die Lust nicht ohne Last,/ trag geduldig die Beschwerden;/ weicht. wenn du wohl gelitten hast,/ wirst du erst recht fröhlich werden/ ch em⸗ und triffst dort im himmel an,/ was dein herz nur wünschen kann. wert./ Benjamin Schmolck, + 1737 Schild. ntj/ ö Pennt⸗ Mel. Seelenbräutigam. 31 3 Adam drese, 1640. 4 —8 — ,.——. ꝛruhnj/ SSISISIII Erd und 1. Wer ist wohl wie du,/ ze⸗su, sü⸗-ße Ruh?/ k. 4 77⁷. A 344—— P, a. lich, 1674.————..———— ———jß—— Für uns al⸗le aus⸗er⸗ko⸗ ren,/ Le⸗ben de⸗rer, die ver⸗ 7 V ö—,. n. e schen⸗ket ö D P hol⸗-de lo ⸗ren,/ und ihr Licht da ⸗zu,/ de⸗su, sü⸗5e Ruh! 313 Friede und Freude 315 2. Leben, das den Tod, geschmecket// meine Schuld ha hat geführt zu Gott! / du bist vor der Zeit/ zum Erlöser mich aus aller Rot/ zu erlösen, hat t zugedecket/ und mich aus der Not/ 3. Glanz der herrlichkeit uns geschenket/ und in unser Glanz der herrlichkeit! 4. Großer Siegesheldl/ Tod, Sünd, hHöll und Welt/ hast du mächtig überwunden/ und ein ewges heil erfunden/ durch das Löͤsegeld/ deines Bluts, o held! 5. Höchste Majestät,/ König und Prophetl!/ deinen Zepter will ich küssen, /wie Maria dir zu Füßen/ sitzen früh und spät,/ höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm,//als dein Eigentum durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen,- als dein Eigen⸗ tum,/ allerschönster Ruhm! 7. Deiner Sanftmut Schild,/ deiner demut Bild/ mir anlege, in mich präge,/ daß kein Forn noch Stolz sich rege„vor dir sonst nichts gilt/ als dein eigen Bild. 8. Steure meinen Sinn,/ der zur wWelt will hin,„daß ich nicht mög von dir wanken,/ sondern bleiben in den Schranken/ sei du mein Gewinn,/ gib mir deinen Sinn. 9. Wecke mich recht auf,/ daß ich meinen Lauf/ unverrückt zu dir fortsetze,/ und die Sünd in ihrem Netze/ mich nicht halte auf/ fördre meinen Lauf! ö in die Seele gib,/ daß ich wachen 10. Deines Geistes Trieb reudig vor dein Antlitz treten;/ ungefärbte Lieb/ Fleisch versenket/ in der Füll der Zeit// mög und beten,/ in die Seele gib! 11. Wenn der Wellen Macht/ in der herzens Schifflein decken, ⸗ wollst du d habe auf mich acht,/ hüter in der Nacht. 12. Einen heldenmut, ⸗ willen lasse/ und des Fleisches Lüste durch dein teures Blut! 13. Solls zum Sterben gehn,/ wollst du bei durchs Todestal begleiten/ und zur herrlichkeit bereiten,/ daß! einst mag sehn/ mich zur Rechten stehn. asius Freylinghausen, + 9. oh. Anast 31¹⁴ trüben Nacht/ will des eine Hand ausstrecken/ der da Gut und Blut/ gern um deinet⸗ hasse,/ gib mir, höchstes Gut,/ mir stehn,/ mich ude hat Rot/ löser eit// ist du h das will öchste Zeistes Eigen⸗ inlege, ir sonst ch nicht n// sei rückt zu te auf;/ wachen te Nieb/ will des reckenz/ n deinet⸗ es Gut,/ n// mich „„daß ich — 5 sen, 4 7 §riede und§reude 314 J. A. Freylinghausen, mel. O du hüter Israel. 31 4 Halle 1714. I —2— +X —+ ——3 ö ö.—* ——— 1.————. 4—— 1. 36—5 88— ein gött ⸗lich Volk,/ aus dem E SSISSSEE Geist des herrn ge⸗ 310 get,/ ihm W get/ 1— 1 DqiD und von sei⸗ ner—9——5 men⸗macht„ an⸗ ge⸗ facht;/ e,vn— 6.... vor des Bräutgams Au⸗gen schwe⸗ ben, das ist ih⸗ rer —— I.E See⸗len Le⸗ ben,/ und sein Blut ist ih⸗ re pracht. 2. Königskronen sind zu bleich/ für der Gottverlobten Würdez/ eine hürde/ wiròd zum himmlischen Palast;/ und die Last,/ ͤrunter sich die heloen plagen,/ wird den Kindern leicht zu tragen,/ die des Kreuzes Kraft gefaßt. 3. Ehe Jesus unser wird,/ ehe wir uns selbst vergessen/ und gesessen/ zu den Füßen unsers herrn,/ sind wir fern/ von der ewgen Bundesgnade,/ von dem schmalen Lebenspfade,/ von dem hellen Morgenstern. 4. Pilgrimschaft zur Ewigkeit/ bleibet immerdar beschwerlich,/ ja gefährlich,/ bis man ringt und oͤringt zu dir,/ einge Tür,/ einge Ursach der Vergebung,/ Glut der göttlichen Belebung,/ Jesu, unser Liebspanier! 5. Zeuch uns hin, erhöhter Freunoͤ,/ zeuch uns an dein Herz der Liebe!/ Deine Triebe/ führen mich, du Siegeshelo,/ durch die Welt,/ daß ich oeine Seele bleibe/ und solange an dich gläube,/ bis ich lieb im innern Zelt. 31⁵ 315 Frieoe und Freude 6. Da ist meine hand und Herz!/ Du hast deine Seel gewaget,/ unverzaget,/ und das alles bloß allein,/ daß ich dein/ und oͤu meine heißen könntest./ Wenn oͤu nicht von Liebe brenntest,/ hätte das nicht können sein. 7. Nun, ihr Kronen, fahret hin,/ fahre hin, erlaubte Freudel/ Meine Weide/ sei des herren letztes Mahl/ vor der Qual,/ meine Ehre seine Schande,/ meine Freiheit seine Bande,/ meine Zier die Ros im Tal. Uikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 4 1760. gohann Crüger Mel. Jesu, meine§reude. 31 3 Berlin 1856 All⸗ ge⸗ nug⸗ sam We⸗ sen, das ich hab er⸗ du ver⸗gnügst al ⸗-lei ⸗-ne/ völ- lig, in K1 SSSSS le⸗sen/ mir zum höch⸗sten Gut,„ rei⸗ ne/ See⸗ le, Geist und Mut. Wer dich hat// ist still und satt ⸗ ö x wer oͤir kann im Geist an⸗han⸗ gen, Garfnichts mehrverlangen 2. Wem oͤu dich gegeben,/ kann in Frieden leben;/ er hat, was er will;/ wer im herzensgrunde/ lebt mit dir im Bunde,„liebet und ist still./ Bist du da/ und innig nah,/ muß das Schönste 3 erbleichen/ und das Beste weichen. 3. Höchstes Gut der Güter,/ Ruhe der Gemüter,/ Trost in alr ö Pein;/ was Geschöpfe haben,/ kann den Geist nicht laben;„u vergnügst allein./ Was ich mehr/ als oͤich begehr,/ kann mein Seligsein nur hindern/ und den Frieden minoͤern. 4. Was genannt kann werden/ droben und auf Eroͤen,/ alls reicht nicht zu;/ einer kann nur geben/ Freude, Ruh und Leben,/ Eins ist not: nur dͤu!/ Hab ich oͤich/ nur wesentlich,/ so mag ren und Seel verschmachten;/ will ichs doch nicht achten. 316 Frieoe und Freude 316 5. Komm, oͤu selges Wesen,/ oͤas ich mir erlesen,/ wero mir offenbar!/ Meinen Hunger stille/ und mein Herz erfülle/ mit dir selber gar!/ Bleib nur ou/ mein Gut und Ruh,/ bis oͤu wirst in jenem Leben/ /oͤich mir völlig geben. Gerhard Lersteegen, 4 1769. 31 6 Zust. heinrich Knecht, 1797. 4..——.—— —..—————————8 HSEEEEEEEEEE △ 2— 21. Mein Glaub ist mei ⸗- nes Le⸗bens Ruh/ und Ach, gib mir, herr, Be⸗stän⸗dig⸗ keit,/ daß +. — e e ee Le,. ... führt mich dei⸗ nem him⸗mel zu,„ o du, an den ich die⸗sen Trost der Sterb-lich⸗keit/ nichts meiner See⸗ le ERE EE ED;s;s' 4 Lief präg es mei⸗ nem her-zen ein,/welch =———————— e e. W,, %—3 Glück es ist, ein Christ zu sein. 2. Du hast dem sterblichen Geschlecht/ zur selgen Ewigkeit ein Recht/ durch deinen Tod erworben;/ zum Staube kehrt zurück der Staub,/ der Geist wird nicht des Todes Raub;/ dͤu bist für mich gestorben./ Mir, der ich dein Erlöster bin,/ ist dieses Leibes Tod Oewinn. ö 5. Ich bin erlöst und bin ein Christ!/ Mein herz ist ruhig und vergißt/ die Schmerzen dieses Lebens./ Ich dulde, was ich duloen soll,/ und bin des hohen Trostes voll:/ ich leide nicht vergebens./ Gott selber mißt mein Teil mir zu,/ hier kurzen Schmerz, dort ewge Ruh. 4. Was seid ihr, Leiden dieser Zeit,/ mir, der ich jener Herrlich⸗ keit/ mit Ruh entgegenschaue?/Balo ruft mich Gott, und ewiglich/ 31⁷7 317 Friede und§reude belohnet und erquickt er mich/ bald verschwindet aller Schmerz,/ u mein Herz. 5. Bin ich gleich schwach, so trag ich doch/ nicht mehr der Sünde schmählich Joch/ in meinem Lauf auf Erden j/ mit Freuden üb ich meine Pflicht/ doch fühl ich wohl, ich bin noch nicht,/ was ich dereinst soll werden./ Mein Trost ist dies: Gott hat Geduld/ und straft mich nicht nach meiner Schuld. 6. Der du den Tod für mich bezwangst,/ du hast mich, Mittler, aus der Angst,/ in der ich lag, gerissenl/ Dir, dir verdank ich meine Ruh;/ denn meine Wunden heiltest du/ und stilltest mein Gewissen j/ und fall ich noch in meinem Lauf,/ so richtest du mich wieder auf. 7. Dank sei dir, Vater, dank und Ruhm, gelium/ le zeit/ den übenꝰ/ Gott, präg es meinem herzen ein, Christ zu sein! „weil ich ihm hier vertraue./ Bald, n himmelsfreuden schmeckt Vorschmack gibt der Seligkeit,/ wie soll ich dbas nicht Nun bitten wir den heiligen Geist. Mel. Ar. 108. 317 1. Ach, mein herr Jesu, ins Herz hinein,/ und dein daß Leib und Seele darüber fröhli 2. Wir sehn dein fre wohl leiblich nicht;/ a du kannst ihr fühlbar dich offenbaren,/ auch ungesehn. z. O wer nur immer bei Ta wär bedacht!/ Der h Seele müßt immer fragen:/ wer ist wie 4. Barmherzig, gnädig, Schuld verzeihn, /heilen, trösten, stillen, erfreun und segnen/ und unsrer Seel als Freund begegnen,/ ist deine Lust. 5. Ach, gib an deinem kostbaren Heil/ uns a menen Teil,/ und laß unsre Seelen sich immer schicken,/ aus Not und Liebe nach dir zu blicken/ ohn Unterlaß. ch/ und dankbar wird. du? 318⁸ daß mich dein Evan⸗ hrt glauben, hoffen, lieben./ Was mir schon jetzt in dieser „welch Glück es sei, ein Balthasar Münter, + 1755. dein Nahesein/ bringt großen Frieden Gnadenanblick macht uns so selig// undliches Angesicht/ voll huld und Gnabe ber unsre Seele kanns schon gewahren,/ g und Nacht/ dein zu genießen recht ätt ohne End von Glück zu sagen,/ und seine geduldig sein, uns täͤglich reichlich die lle Tage vollkom⸗ I ö Iwi ude Bald, meckt Bünde b ich as ich /und ittler, ink ich mein u mich Evan⸗ dieser 8 nicht sei, ein + ,. tten wir en Geist. Frieden selig// Gnade ihren,/ en recht 10 seine hlich die en/ und ollkom⸗ aus Not driede und Freude 318 6. And wenn wir weinen, so tröst uns bald/ mit beiner heiligen Coosgestalt// ja, laß sie uns immer vor Augen schweben/ und dein wahrhaͤftiges Inunsleben/ zu spüren sein. 7. Ein herzlich Wesen und Kinoͤlichkeit/ sei unsre Zierde zu aller Zeit,/ und oͤie Tröstung aus deinen Todeswunden/ erhalt uns Frieden zu allen Stunden,/ bei Freud und ZLeid. 8. So weroͤen wir in Himmel hinein/ in dir vergnügt wie oie Kinder sein./ Muß gleich unser Rug sich noch manchmal netzen,/ wenn sich das Herz nur an dir ergötzen/ uno stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrabne Hano,/ die soviel Treue an uns gewanoͤt,/ daß wir, daran denkeno, beschämt dastehen,/ und unser Auge muß lübergehen/ vor Lob und Dank. Christian Gregor, + 1801. 318 KRarl Breidenstein, 1825. —. I. Wenn ich ihn nur ha ⸗be,, wenn er mein nur ist,/ wenn mein Herz bis hin zum Gra⸗ be/ sei ⸗ne —— slih ⸗le nichts als An⸗ dacht, Lieb und Freu ⸗de. 2. Wenn ich ihn nur habe,/ laß ich alles gern,/ folg an meinem Wanderstabe/ treu gesinnt nur meinem Herrn//lase still die anoern/ breite, lichte, volle Straßen wandern. 5. Wenn ich ihn nur habe,/ schlaf ich fröhlich ein// ewig wird zu süßer Labe/ seines herzens Flut mir sein,/ die mit sanstem wingen/ alles wird erreichen und durchoͤringen. 31⁰ 319 Friede und§reude 4. Wenn ich ihn nur habe,/ hab ich auch die Welt,/ weil des himmels schönste Gabe/ meinen Blick nach oben hält 5/ hingesenkt im Schauen,/ kann mir vor dem Irdischen nicht grauen. 5. Wo ich ihn nur habe,/ ist mein Vaterland,/ und es fällt mir jede Gabe/ wie ein Erbteil in die hand./ Längst vermißte Brüder/ find ich nun in seinen Jüngern wieder. Lriedrich v. Hardenberg(NVovalis), 1801. Mel. Nr. 315. 31 9 Zesu, meine dreude. 1. Wie getrost und heiter,/ Herr, mein Licht und Leiter,/ machst du meinen Geist!/ Der du, die dir trauen,/ führst zu grünen Ruen/ und so gern erfreust!/ niemals wird/ bei dir, o hirt/ und Be⸗ ruhiger der Seelen,/ mir Erquickung fehlen. 2. deinem Rat ergeben,/ freu ich mich zu leben;/ was du willst, ist gut./ Nichts vermag ich Schwacherj/ du, mein Seligmacher,/ rüstest mich mit Mut./ Wenn die Welt/ erbebt und fällt,/ wenn Gericht und hölle schrecken,„willst du mich bedecken. 3. Ich kann ohne Grauen/ Gräber vor mir schauen; /mein Er⸗ löͤser lebt;/ ich weiß, wem ich glaube,/ w mich sein Arm erhebt./ Todestag,/ de Frevlers Herz erschüttern;/ was brauch ich zu zittern? 4. Auch in mir ist Sündej/ doch ich durch dich./ Sink ich oft noch nieder,/ du erhebst mich wieder,/ du begnadigst mich./ ziehst du deinem Knechte/ der Erlösten Rechte. 5. Daß ich Gott erkenne/ und ihn Vater nenne/ und mich ewig sein,/ daß ich hier am Grabe/ Trost und Hoffnung habe,/ dank ich dir allein./ Daß dein Geist/ mich unterweist/ und mich führt auf deinem Pfade,/ das ist deine Gnade. 6. Der du Blut und Leben/ für mich hingegeben,/ daß in meiner Not/ ich nicht hilflos bliebe// groß ist deine Liebe,/ stärker als der Todl/ Herr, und ich,/ ich sollte mich/ deiner Huld nicht dankbar freuen,/ dir mein Herz nicht weihen? 7. Würdig dir zu leben,/ dies sei mein Bestreben,/ meine Lust und Pflicht!/ Was die Welt vergnüget,/ o mein Heil, das g'nüget/ eiß/ daß aus dem Staube/ in Schrecken mag/ eines überwinde/ sie, mein Hort, deine huld/ tilgt meine Schuld;/ nie ent⸗ ö ö ö ö eude ꝛil des zesenkt llt mir rüder/ + 1801. Freude. machst Auen/ ino Be⸗ u willst, lacher,/ wenn nein Er⸗ Staube/ g/ eines ein hort, wieder,/ nie ent⸗ nich ewig dank ich führt auf in meiner er als der t dankbar neine Lust g'nüget/ Friede und Freude 32⁰ meiner Seele nicht./ Hab ich dich,/ wie gern will ich/ das, wonach die Heiden trachten,/ reich in dͤir, verachten! ö 8. Macht ein Gut der Eroͤe,/ daß ich glücklich werde/ durch Zu⸗ friedenheit?/ Sind nicht auch die Ehren,/ die oͤie Welt betören,/ Traum unoͤ Eitelkeit? /Du erfreust/ des Menschen Geist;/ Herr, du willst, die oͤich verehren,/ ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden/ schmeck ich schon hienieden,/ und was hoff ich dort?/ Unbegrenzte Zeiten/ voller Seligkeiten/ hoff ich auj dein Wort./ Sie sind mein/ durch dich allein./ Bleib ich dir getreu im Glauben,/ wer kann sie mir rauben? 10. Voll von oeiner Güte/ frohlockt mein Gemüte,/ Gott, mein Heiland, dir./ Dieser Geist der Freuden/ stärke mich im Leiden,/ weiche nie von mir!/ Laß mich so,/ beherzt und froh,/ einst durchs Tal des Todes oͤringen,/ dort oͤein Lob zu singen. Christoph Friedrich Neander, 4 1802. Mel. Nr. 282. 320 Dies Seile 1. Vom Geräusch oͤer Welt geschieden/ schmeck ich des Erlösers drieden/ und die Freude, schon auf Eroͤen,/ Gott, mit dir vereint zu werden;/ sehe diese Welt der Sünden/ unter meinen Füßen schwinden/ und das Glück von jenem Leben/ den entzückten Geist umgeben. 2. Was ist aller Reiz von Lüsten/ über sie erhabnen Christen?/ Was oͤer Glanz der eiteln öreuden?/ Was des Lebens kurze Leiden,/ wenn sie deinen Lohn erblicken,/ der sie ewig wird beglücken,/ und des Kranzes Wert empfinden,/ den dort Engel für sie winden? 3. Nun mag Trübsal auf mich stürmen!/ Gottes Trost wird mich beschirmen./ KRurz sind dieses Lebens Pfade;/ ewig währt der Lohn der Gnade./ Mit des Dankes stillen Zähren/ will ich Gottes Rat verehren,/ unter keiner Plage sinken/ und den Kelch der Leiden trinken. 4. Du hast selbst der Menschen Plagen,/ Heiland, voll Geduld ertragen,/ mit dem schwersten Tod gestritten,/ tausend faches Leid erlitten!/ Laß mich deine Kraft beleben,/ wenn die matten hände beben/ Hilf mir wachen, kämpfen, siegen!/ Friede lohnet nach den KRriegen. Joh. Joachim Eschenburg, 4 1820. 2¹ 32¹ 321322 Friede und§reude Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 321 gohann Uhlich, 1674. „Mei⸗nen Frie⸗den geb ich euch l'/ Al⸗so hat der Auf, mein Herz, die Sor⸗gen fleuch!/ Er wird aus der S herr ver⸗ hei⸗Pen. ̃ r e jingst dich rei⸗Sen. Sei ge⸗ trost und un⸗ver zagt,/ iE glau⸗be, was er zu⸗-ge⸗ sagt. 2. Herr, du hältst, was du versprichst,/ gibst noch immer deinen Frieden,/ wenn du in die herzen brichst/ mit dem Wahrheitsglanz hienieden./ Kehre eilig bei mir ein,/ laß in dir mich selig seinl 3. Güter, die die Erde gibt,/ sind nur mangelhafte Gabenß/ ewig, Herr, wird, wer dich liebt,/ in dir volle Gnüge haben./ Schütte auf mein ganzes haus/ deine Gnadenfülle aus! 4. Ohne dich vermag ich nichtsj/ eignes Ringen ist vergebensz/ du allein, o Quell des Lichts,/ bist der Grund des neuen Lebens./ Rühre mich mit deiner KRraft,/ die den neuen Menschen schafft! 5. Führe du mein Glaubensschiff/ durch die sturmbewegten Wellen,/ daß es nicht am Felsenriff/ harter zweifel mög zerschellenl/ Wenn ichs nicht mehr lenken kann,/ so sei du der Steuermann. 6. Rette mich in jenen Port,/ wo die Erdenstürme schweigen/ und vor dir, o Gnadenhort,/ alle Seligen sich neigen!/ Dann in deines Vaters Haus/ werf ich meinen Anker aus. Mel. Valet will ich dir deden. 322 Christ. Rugust Bähr, 4 1840. Melchior Teschner, 1615, 1. o je⸗ su, mei⸗ne Won⸗ne// die al⸗le ot ver⸗scheuchtl 32² ES .1 O e⸗ su, mei⸗ne Son⸗ne,/ vor der die Nacht ent⸗fleucht, / T 1840. ner, 1615. fleucht, heucht! ö Friede und Freude 32² — EE.— +— E.—8.— 2.— 1 — . +. Im her⸗zen klingt mir täg⸗lich/ der ei⸗ ne hel⸗ le —— 2 E — ——————— 2. Es faßt mich so ein tiefes,/ ein himmlisches Gefühl;/ es ist mir stets, als rief es:/ hier ist dein einzig Ziel!/ Ja, wenn mir gar nichts bliebe,/ ich gäb mit frohem Sinn/ um Jesu Christi Liebe/ auch noch das Letzte hin. 3. Um diese Perle wäre/ mir alles anoͤre feil,/ selbst hab und Gut und Ehre,/ mein ganzes Erdenteil./ Wie gerne will ich meiden/ das alles froh und still,/ wenns von dem Herrn mich scheiden/ und ihn mir rauben will! 4. Ich kenn auch gar kein Leben,/ von dir, mein Herr, getrennt;/ du bist mein einzig Leben/ und Lebenselement./ Ich kenne gar kein Sterben,/ seitdem ich leb in oͤir:/ denn was mich konnt ver⸗ derben,/ die Sünde, nahmst du mir. 5. Ich weiß nichts mehr von Leiden,/ oͤonn alles Rreuz und Leid/ kann mich von dir nicht scheiden,/ du Born der Seligkeitj/ ja, wenn ich oͤich nur habe,/ dann gilt mir alles gleich,/ ich bin am Bettelstabe/ noch wie ein König reich. 6. Ich bin schon hier auf Eroen/ so selig und so leicht,/ und was wird oͤort erst werden,/ wo alle Schwachheit weicht!/ Das macht ein selig Sterben,/ daß ich als Gnadenlohn/ ein Königreich soll erben/ und eine ewge Kron. 7. O lieber Herr, so präg es/ recht meinen Sinnen einz/ o lieber herr, so leg es/ mir tief ins herz hinein,/ daß ohne deine Liebe/ ich ganz verloren wär/ und ohne Hoffnung triebe/ auf wüstem Meer umher; 8. Doch daß oͤu mich allmählich/ zum Hafen hast gebracht/ und mich so überselig/ aus Gnaden hast gemacht,/ daß ich vor nichts erschrecke, was andern schrecklich ist,/ weil ich es seh und schmecke,/ wie oͤu mein Heiland bist. philipp Spitta, 4 1859. 2 32³ 32³3· 3²½⁴ Mel. Herzlich tut el. Herzlich ku 323 gans Leo Haßler, 1601. mich verlangen. Friede und dreude Ein Wohlstand oh⸗ne⸗ glei⸗ chen/ ist ei⸗ nes Chri⸗sten Iwie er bei kei⸗nem Rei⸗ chen/ von die⸗ser Welt be⸗ 2 2 den kann auch nie⸗ mand rau⸗ben,/ wie ann R— ————— ——————.— ö —— / ein Christ ist durch den Glau⸗ben/ des feind ⸗lich er ge⸗sinn reich⸗sten Va⸗ters Kind. 2. Er kann mit F§reude wird er angenommen,/ un n kommen/ vor Gottes Angesicht// da niemand widerspricht.⸗ Was alles ihnᷓ— Leid:/ ihm steht der dugang offen st betroffen,/ seis Freude oder zum Vater allezeit. g9 3. Er kann in großen Scharen/ als diener um sich sehn,/ die— einst ihm Herren waren/ und nun zu Ddiensten stehn. /Er ist um— ringt von ihnen/ den ganzen Lebenstag;/ denn ihm muß alles 6 dienen,/ was ihm begegnen mag. 4. Und geht einmal auf Erden/ die Kindeszeit zu End// er weiß,— was ihm muß werden/ nach Christi Testament:/ ein Erbteil in dbm— reichen,/ geliebten Vaterland./ Solch Wohlstand ohnegleichen/ is eines Christen Stand. philipp Spitta, 185. ö Ringe recht, 65 324 wenn Gottes Gnade. ni er mWiel. Ar. 349. ö 1. herz, mein Herz, nicht in der Weite// in der Nähe wohnt das Gliick!/ Glaube, liebe, hoffe, leide/ und kehr in dich selbst zurückl 1 3²⁴ — nge recht, Gnade, yhnt das zurück! Oertrauen 32⁵ 2. Wüchsen über Nacht dir dlügel,/ schneller als der Sonne Strahl,/ trügst doch über Berg unoͤ hügel/ rastlos deiner Sehn⸗ sucht Qual. 5. Denn oͤie Welt kann dir nicht bieten/ das, wonach oͤu heiß verlangst;/ denn die Welt hat keinen drieden,/ hat nur Streit und Not und Angst. 4. Ewig wechselnd ist ihr Streben,/ ewig wechselno ist ihr Ziel/ was ihr heute Rast gegeben// morgen ists der Winde Spiel. 5. Drum, mein Herz, nicht in der Weite,/ in der Nähe such das Olück/ Glaube, liebe, hoffe, leide/ und kehr in dich selbst zurück! Zulius Sturm, 4 1896. Vertrauen 325 Paris 1530. SSSS SS Was mein Gott will, ge⸗scheh' all⸗zeit,/ sein Will ist zu hel⸗sen dem er ist be⸗reit,/ der an ihn 20 x.R ö— ö 1— EFEE ö— ö — e stets der be stej glau⸗bet se„„ ste. Er hilft aus Not,/ der from⸗me DDRSSSSE — 175³½ĩ— 2— Gott,/ er züch⸗ti⸗get mit Ma⸗ben./ Wer Gott ver⸗traut,/ fest S auf ihn baut, den will er nicht ver ⸗laf sen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht,/ mein Hoffnung und mein Leben; was mein Gott will, oͤaß mir geschieht,/ will ich nicht widerstreben./ Sein Wort ist wahr;/ oͤenn all mein Haar/ er selber hat gezählet./ Er schützt und wacht,/ nimmt uns in acht// guf daß uns gar nichts fehlet. 5²⁵ 32⁰ Vertrauen ö 3. Nun muß ich Sünder von der Welt/ hinfahrn nach Gottes Willen/ zu meinem Gott, wenns ihm gefällt,/ ich will ihm halten stille./ Mein arme Seel/ ich Gott befehl/ in meiner letzten Stunden/ du frommer Gott,/ Sünd, höll und Tod/ hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich,/ du wirst mirs nicht ver⸗ 30 sagen:/ Wenn mich der böse Geist anficht,/ laß mich, Herr, nicht b verzagen;/ hilf unòd auch wehr,/ ach GSott, mein Herr,/ zu ehren deinen Namen./ Wer das begehrt,/ dem wiroͤs gewährt;/ oͤrauf sprech ich fröhlich Amen. herzog Rlbrecht von preußen, 1554. U 326 um 1560. il .. 5 ——.———.· —„ 1. Wa⸗rum betrübst du 565 mein ö ö m III EEEES —— ö dich und trä ⸗ ⸗ gest um 607 zeit⸗lich 1 .———————— Gut?/ Ver⸗trau odu dei⸗nem herrn und Gott,/ der al ⸗le H x , e ——————3 II— ö Ding er⸗schaf⸗fen hat 2. Er kann und will oͤich lassen nicht,/ er weiß gar wohl, was— dir gebricht;/ Himmel und Eroͤ ist sein;/ er ist mein Vater und mein Gott,/ der mir beisteht in aller Not. 3. Weil du mein Gott und Vater bist,/ dein Rind du nimmer⸗ mehr vergißt,/ du väterliches herz./ Ich bin nur Erd und weiß ohn dͤich/ auf Eroͤen keinen Trost für mich. 4. Der Reiche trotzt auf zeitlich Gut,/ ich trau auf dich mit festen Mut,/ ob ich gleich werd veracht't;/ ich weiß und glaube festiglich // wer dir vertraut, dem mangelts nicht. 9 32⁰ Vertrauen 327 5. Du bist, o Gott, so reich noch heut,/ als du es warst von Ewigkeit,/ zu dir steht mein Vertraun;/ mach reich an meiner Seele mich,/ so g'nügt mir hier und ewiglich. 6. Der eitlen Ehr ich gern entbehr/ das Ewige mir nur gewähr,/ das ou erworben hast/ durch deinen herben, bittern Tod;/ das bitt ich dich, mein Herr und Gott. 7. Denn alles, was auf dieser Welt,/ es sei Gold, Silber oder Gelo,/ Reichtum und zeitlich Gut,/ das wähet nur eine kleine zeit/ und hilst doch nichts zur Seligkeit. 8. Ich oanke oͤir, herr Jesu Christ,/ daß solches kund mir woroͤen ist/ durch oͤein göttliches Wort;/ verleih mir auch Beständigkeit/ zu meiner Seelen Seligkeit. 9. Lob, Ehr und Preis sei dir gebracht,/ daß du hast alles wohl⸗ gemacht// ich bitt demütig dich,/ ͤu wollst von deinem Angesicht/ —. DFDFIFHF‚FIFFHFIFIFIFIIFDDDDEEFIFEIEEIEEIEIEEEEEEEEEE mich ewiglich verstoßen nicht. 1565(Hans Sachs? + 1570). Mel. Mag ich Unglück nicht widerstahn. 327 Wittenberg 1535. ..r. ardrrEen * 5 é——— ISI — 1. Ich weiß, daß mein Er ⸗lö⸗ ser lebt;/ was Ohn' mei⸗nen Gott krümmt sie für⸗wahr/ mir 4.— D — e. — wi⸗der⸗strebt„ die Welt denn mei⸗ nem Glau-ben? ö nicht ein Haar,„ er woll es denn er ⸗ lau- ben. hl, was—— E Führt mich sein Rat/ auf rau⸗hem Pfad/ durch die⸗ se nimmer⸗ ö ů nö weiß ö— 1 x +7*—— II it festemn Welt:/ wies ihm ge⸗fällt l/ Nur daß ichs mög er⸗ tra⸗gen. tiglich// 2. Ich weiß, daß mein Herr Zesus Christ/ viel größer ist/ als ö alle Macht der Erden. /O liebe Seel, was zagest oͤu?/ Gib dich 3² 328 Vertrauen zur Ruhl/ Es kann bald besser werden./ Aus aller Not/ hilft dir dein Gott,/ das ist gewiß;/ trau fest auf iesl/ Im Glauben muß mans fassen. 3. Von herzen, Herr, vertrau ich oͤir;/ bleib stets bei mir,/ du König aller Ehren!/ Mein Hoffen steht zu dir allein;/ laß ferne sein,/ was mich von dir möcht kehren,/ daß ich dein Wort,/ du treuer Hort,/ bekenne frei/ ohn' alle Scheu/ auch in den größten Nöten. 4. Ich weiß, daß oͤu mein heiland bist,/ o Jesu Christ,/ oͤrum laß ich mir nicht grauen./ Mein helfer ist des höchsten Sohn/ auf Gottes Thron,/ auf den will ich fest bauen./ Lebt er doch noch/ im Himmel hochl/ Er wird mich wohl,/ wenns werden soll,/ nach meinem Leid ergötzen. Raspar Bienemann, 4 1591. 328 Erfurt 1572. — — E— + 1 Von Gott will ich nicht las⸗sen,/ denn er läßt führt mich auf rech⸗ ter Stra⸗ßen,/ sonst ging ich 5........... 2—. nicht von mir, in der Irr; ——.— ö— IIIIIIxx.xx....' T— wie den Mor⸗———4—85 er mich wohl ver⸗sor⸗ gen,/ wo er reicht mir sei⸗ ne hano,/ den A⸗ bend I 1 ö I ——5 22 L e — — ich auch sei im Land. 2. Wenn sich der Menschen Treue/ und Wohltat all verkehrt,/ wird bald an mir aufs neue/ die huld des Herrn bewährt;/ er hilst aus aller Not,/ befreit von Sünd und Schanden,/ von Retten und von Banden,/ und wenns auch wär der Tod, 3⁸ ———————.——9————— Vertrauen 329 3. Auf ihn will ich vertrauen/ in meiner schweren Zeit;/ so kann mir gar nicht grauen,/ er wendet alles Leid./ Ihm sei es heimge⸗ stellt;/ mein Leib, mein Seel, mein Leben/ sei Gott, dem Herrn, ergeben,/ er machs, wies ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts gefallen,/ denn was mir nütlich ist;/ er meints gut mit uns allen,/ schenkt uns den Herren Christ,/ den eingebornen Sohn;/ durch ihn er uns bescheret,/ was Leib unoͤ Seele nähret: /lobt ihn im himmelsthron! 5. Lobt ihn mit herz und Munde,die er uns beide schenkt;/ das ist ein selge Stunoͤe,/ darin man sein gedenkt;/ sonst ist all unsre Zeit/ verloren hier auf Erden;/ wir sollen selig weroͤen/ und sein in Ewigkeit. 6. Darum, ob ich schon oͤulöe/ hier Widerwärtigkeit,/ wie ichs auch wohl verschulde,/ kommt doch die Ewigkeit,/ die, aller Freuden voll,/ dieweil ich Christum kenne/ und mich von ihm nicht trenne// mein Erbteil werden soll. 7. Das ist des Vaters Wille,/ der uns geschaffen hat;/ sein Sohn gibt uns die Fülle/ der Wahrheit und der Gnad;/ auch Gott, der heilge Geist,/ im Glauben uns regieret,/ zum Reich der himmel führet;/ oͤrum sei er hoch gepreist! Ludwig helmbold, 4 1598. 329 Nürnberg 1574. SSPSISIIIII 1. Auf mei⸗nen lie⸗ben Gott/ trau ich in Angst und 12—— —DDI— 1— ö EEEEEE— Not;/ er kann mich all⸗zeit ret⸗ ten/ aus Trüb⸗sal, Angst und ————.— ö—.—— ..——.—— —— nö⸗ ten;/ mein Un⸗glück kann er wen⸗oen;/ es steht in sei⸗ nen Hän⸗den. EB —mmmmtieeeee...,.,..=.,.,eteee.es...— ——FF—————————————7 350 Oertrauen 2. Ob mich die Sünd anficht,/ will ich verzagen nicht;/ auf Christum will ich bauen/ und ihm allein vertrauen;/ ihm will ich mich ergeben/ im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin,/ ist Sterben mein Gewinn,/ und Christus ist mein Leben/ dem will ich mich ergeben./ Ich sterb heut oder morgen,/ mein Seel wird er versorgen. 4. O mein herr Zesu Christ,/ der du geduldig bist/ für mich am Kreuz gestorben,/ hast mir das Heil erworben,/ uns allen auch beschieden/ den ewgen Himmelsfrieden: 5. Erhöre gnädig mich,/ mein Trost/ das bitt ich dich j/ hils mir am letzten Ende,/ nimm mich in deine Hände, daß selig ich ab⸗ scheide/ zur ewgen himmelsfreude. 6. Amen zu aller Stund/ sprech ich aus herzensgrund./ du wollest selbst uns leiten,/ Herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen/ ohn' Ende preisen. Amen. nürnberg 1607. Mel. O Welt, muß dich lasten. 330 heinrich Isaak, 1517.—(1550). ra⸗ ten,/ der al⸗ les kann und hat;/ er muß zu al ⸗len din⸗gen,/ solls an⸗ders wohl⸗ge⸗lin⸗gen,/ selbst ge⸗ ben .— Se⸗ gen, Rat und Tat. 2. Aichts ist es spät und frühe/ um alle meine Mühe,/ mein Sorgen ist umsonst;/ er mags mit meinen Sachen/ nach seinem Willen machen,/ ich stells in seine vatergunst. . Dertrauen 331 3. Es kann mir nichts geschehen,/ als was er ausersehen,/ uno was mir selig ist./ Ich nehm es, wie ers gibet;/ was ihm von mir beliebet,/ das hab ich willig auch erkiest. ö I. Ich traue seiner Gnaden,/ die mich vor allem Schaden,/ vor allem Abel schützt./ Leb ich nach seinen Säthen,/ so wird mich nichts V verletzen,/ nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden/ in Gnaden mich entbinden,/ oͤurch⸗ streichen meine Schuld./ Er wird auf mein Verbrechen/ nicht stracks das Urteil sprechen/ und mit mir haben noch Geoͤuld. 6. Leg ich mich späte nieder,/ erwach ich frühe wieodͤer,/ lieg oder zieh ich fort,/ in Schwachheit und in Banden,/ und was mir stößt zuhanden,/ so tröstet mich sein göttlich Wort. 7. Hat er es oᷣenn beschlossen,/ so will ich unveroͤrossen/ an mein I Verhängnis gehn;/ kein Unfall unter allen/ wiro je zu hart mir fallen,/ ich will mit Gott ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben,/ zu sterben und zu leben,/ sobald er mir gebeutj/ es sei heut döer morgen,/ dafür laß ich ihn sorgen;/ er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, seine,/ und traue dem alleine,/ der dich geschaffen hat!/ Es gehe, wie es gehe,/ dein Vater in oͤer höhe,/ der weiß zu allen Sachen Rat. paul§leming, + 1640. DDSDDDDDiDDI— 331 Zakob hintze, 1670. 1 ö + 1. Gib oͤich zu⸗frie⸗den und sei stil ⸗le/ in dem Uin ihm ruht al⸗ler dreu⸗oͤen fül⸗le,/ ohn' ihn . Got⸗te dei⸗ nes Le⸗bens; ů 52 mühst du bich ver⸗ ge⸗bens) er ist dein Weuged dei⸗ ne V 16 — Son⸗ne,„ scheint täg⸗lich hell/ zu dei⸗ ner Won⸗ ne./ 25½ h Vertrauen +—— H. —.n— , Gib dich zu ⸗frie ⸗Hen. 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden,/ ungefärbten treuen herzens;/ wo er steht, tut oir keinen Schaden/ auch die Pein des größten Schmerzens;/ Rreuz, Angst und Not/ kann er bald wen⸗ den,/ ja, auch den Tod/ hat er in händen./ Gib dich zufrieden. 3. Wie dirs und anoͤern oft ergehe,/ ist ihm wahrlich nicht ver⸗ borgenz/ er sieht und kennet aus der höhe/ der betrübten Herzen Sorgenj/ er zählt oͤen Lauf/ der heißen Tränen/ und faßt zuhauf/ all unser Sehnen./ Gib dich zufrieden. 4. Wenn gar kein Ein'ger mehr auf Erden,/ dͤessen Treue du darfst trauen,/ alsdann will er dein Treuster weroen/ und zu deinem Besten schauen./ Er weiß dein Leid/ und heimlich Grämen,/ auch weiß er Zeit,/ dirs zu benehmen./ Gib dͤich zufrieden. 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen/ und des Herzens stilles Klagen,/ und was du keinem kannst erzählen,/ magst du Gott gar kühnlich sagen;/ er ist nicht fern,/ steht in der Mitten,/ hört bald und gern/ der Armen Bitten./ Gib dich zufrieden. 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen;/ halt an Gott, so wirst du siegenj/ ob alle Fluten dich umringen,/ Jollst du doch nicht unter⸗ liegen/ denn wenn du wirst/ zu hoch beschweret,/ hat Gott, dein Fürst,/ dich schon erhöret./ Gib dich zufrieden. 7. Was sorgst du für dein armes Leben,/ wie dus halten wollst und nähren?/ der dir das Leben hat gegeben,/ wird auch Unter⸗ halt bescheren./ Er hat die Hand/ voll aller Gaben,/ davon sich Land/ und See muß laben./ Gib dͤich zufrieden. 8. Sprich nicht:„Ich sehe keine Mittel,/ wo ich such, ist nichts zum Besten; /denn das ist Gottes Ehrentitel:/ helfen, wenn die Not am größten./ Wenn ich und du/ ihn nicht mehr spüren,/ tritt er herzu,/ uns wohl zu führen./ Gib dich zufrieden. 9. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange,/ wird sie dennoch eno⸗ lich kommen;/ macht dir das Harren angst und bange,/ glaube mir, es ist dein drommen./ Was langsam schleicht,/ faßt man ge⸗ wisser,/ und was verzeucht,/ ist desto süßer./ Gib dich zufrieden. 5⁵² — —‚. ——.———— 10. Es kann und mag nicht anders weroͤen:/ alle Menschen müssen leiden;/ was lebt und webet auf der Erden,/ kann das Unglück nicht vermeiden./ Des Kreuzes Stab/ schlägt unsre Lenden/ bis in das Grab,/ dann wiro sichs enoen./ Gib dich zufrieden. 11. Es ist ein Ruhetag vorhanoͤen,/ da uns unser Gott wirod lösen;/ er wird uns reißen aus den Banden/ dieses Leibes und vom Bösen;/ es wiro einmal/ der Tod heroͤringen/ und aus der Qual/ uns sämtlich bringen./ Gib dich zufrieden. 12. Er wird uns bringen zu den Scharen/ der Erwählten und Getreuen,/ die hier mit Frieden heimgefahren,/ sich auch nun in drieden freuen,/ da sie den Grund,/ der nicht kann brechen,/ den ewgen Mund/ selbst hören sprechen:/ Gib dich zufrieden. Paul Gerharoͤt, 4 1676. 332 Joh. Georg Ebeling, 1666. 1. Wa⸗rum sollt ich mich oenn grä⸗menꝰ/ Hab ich doch/ ——————— ——— 4—́— ä.—— Christum noch,/ wer will mir den neh⸗men? /Wer will mir den .SSSS.I 2 — him⸗mel rau⸗ben,/ den mir schon/ Got⸗tes Sohn/ bei⸗ ge⸗ Zö 2Z.—. I ö 1 legt im Glau⸗ben? 2. Arm und bloß kam ich ins Leben,/ da es mir,/ Herr, von dir/ ward zuerst gegeben./ Arm und bloß werd ich hinziehen,/ wenn ich werd/ von der Erd/ als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben/ ist nicht mein 7 Gott allein/ ist es, ders gegeben./ Will ers wieder zu sich kehren,/ nehm ers hin,/ ich will ihn/ dennoch fröhlich ehren. Oertrauen 332 335 —— ———————————————— 333 Vertrauen 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen,/ oringt herein/ Angst und Pein,/ sollt ich drum verzagen?/ Der es schickt, der wird es wenden,/ er weiß wohl,/ wie er soll/ all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen/ oft ergöht,/ sollt ich jetzt/ nicht auch etwas tragen?/ romm ist Gott und übt mit Maßen/ sein Gericht,/ kann mich nicht/ ganz und gar vorlassen. 6. Unverzagt und ohne Grauen/ soll ein Christ,/ wo er ist,/ stets sich lassen schauen;/ wollt ihn auch der Tod aufreiben,/ soll der Mut/ dennoch gut/ und fein stille bleiben. 7. Kann ja doch kein Tod uns töten,/ sondern reißt/ unsern Geist/ aus viel tausend Nöten// schleußt das Tor der bittern Leiden/ und macht Bahn,/ da man kann/ gehn zu Himmelsfreuden. 8. Allda will in süßen Schätzen/ ich mein Herz/ auf den Schmerz/ ewiglich ergtzen./ Hier ist kein recht Gut zu finden;/ was die Welt/ in sich hält,/ muß wie Rauch verschwinden. 9. Was sind dieses Lebens Güter?/ eine Hand/ voller Sand,/ Rummer der Gemüter./ Dort, dort sind die edlen Gaben,/ da mein hirt/ Christus wird/ mich ohn Ende laben. 10. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden,/ du bist mein,/ ich bin dein,/ niemand kann uns scheiden./ Ich bin dein,/ weil du dein Leben/ und dein Blut/ mir zu gut/ in den Tod gegeben; 11. du bist mein, weil ich dich fasse/ und dich nicht,/ o mein Licht,/ aus dem Herzen lasse./ Laß mich, laß mich hingelangen,/ wo du mich/ und ich dich/ ewig werd umfangen. Paul Gerhardt, 4 1676. Mel. Herzlich tut mich verlangen. 333 hans Leo Haßler, 1601. W„.=fiehl oͤu dei⸗ ne We⸗ge/ und 8 der al⸗ ler⸗treu⸗sten Pfle⸗ge/ des, 1 V EEE S 4 was dein Her⸗ze kränkt, der den himmel 5 lenkt 48 Vertrauen 335 e Daunrt—— ö— ———— .... SS......— Wol⸗ken, Luft und Win⸗den/ gibt We⸗ge, Lauf und Bahn,/ der ....I...I...— H EEE wird auch We⸗ge fin ⸗den,/ da dein Fuß ge⸗ hen kann. 2. Dem herren mußt du trauen,/ wenn dirs soll wohlergehn;⸗ auf sein Werk mußt du schauen,/ wenn dein Werk soll bestehn./ Mit Sorgen und mit Grämen/ und mit selbsteigner Pein/ laßt Gott sich gar nichts nehmen:/ es muß erbeten sein. 5. Dein ewge Treu und Gnade,/ o Vater, weiß und sieht,/ was gut sei oder schade/ dem sterblichen Geblüt;/ und was oͤu dann erlesen,/ das treibst oͤu, starker Heloö,/ und bringst zu Stand und Wesen,/ was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast oͤu allerwegen,/ an Mitteln fehlt oͤirs nicht,/ dein TLun ist lauter Segen,/ dein Gang ist lauter Licht;„dein Werk kann niemand hinoͤern,/ dein Arbeit darf nicht ruhn,/ wenn ou, was deinen Kinoͤern ersprießlich ist, willst tun. 5. Und ob gleich alle Teufel/ hier wollten widerstehn,/ so wird doch ohne Zweifel/ Gott nicht zurückegehn;/ was er sich vorge⸗ nommen,/ und was er haben will// das muß doch enoͤlich kommen/ zu seinem Zweck und Ziel. 56. Hoff, o oͤu arme Seele,/ hoff und sei unverzagt!/ Gott wird dich aus der höhle//da dich oer Kummer plagt// mit großen Gnaoͤen rücken;/ erwarte nur die Jeit,/ so wirst dͤu schon erblicken/ die Sonn der schönsten Freuo. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze/ und Sorgen gute Nacht/ aß fahren, was das Herze/ betrübt und traurig macht/ bist oͤu doch nicht Regente,/ der alles flihren soll:/ Gott sitzt im Regimente/ und führet alles wohl. 188 Ihn, ihn laß tun und walten;/ er ist ein weiser Fürst/ und ů ir sich so verhalten,/ daß oͤu dich wundern wirst,/ wenn er, wie ihm gebühret,/mit wunderbarem Rat/ oas Werk hinausgeführet,/ das dich bekümmert hat. 3³⁵ 33³ Vertrauen 9. Er wird zwar eine Weile/ mit seinem Trost verziehn/ und tun an seinem Teile,/ als hätt in seinem Sinn/ er deiner sich be⸗ geben,/ und sollst du für und für/ in Angst und Nöten schweben,/ als fragt er nichts nach dir; 10. Wirds aber sich befinden,/ daß du ihm treu verbleibst// so wirst du Hilfe finden,/ da dus am minoͤsten gläubst;/ er wird dein Herze lösen/ von der so schweren Last,/ die du zu keinem Bösen/ bisher getragen hast. 11. Wohl dir, oͤu Kind der Treue,/ du hast und trägst davon/ mit Ruhm und Dankgeschreie/ den Sieg und Ehrenkron!/ Gotl gibt dir selbst die Palmen/ in deine rechte hand,/ und du singst Freudenpsalmen/ dem, der dein Leid gewanoͤt. ö 12. Mach End, o herr, mach Ende/ mit aller unsrer Not;/ stärk unsre Füß und hände/ und laß bis in den Tod/ uns allzeit deiner pflege/ und Treu empfohlen sein,/ so gehen unsre Wege/ gewiß zum Himmel ein. paul Gerharot, + 1070. Mel. Nr. 419. 334 Da Christus geboren war. 1. Auf den Nebel folgt die Sonn// auf das Trauern§reud und Wonn,/ auf die schwere, bittre Pein/ stellt sich Trost und Labsal ein./ Meine Seele, die zuvor/ sank bis zu des Todes Tor,/ steigt nun bis zum Himmelschor. 2. Gott läßt keinen traurig stehn,/ noch mit Schimpf zurücke⸗ gehn,/ der sich ihm zu eigen schenkt/ und ihn in sein herze senkt/ wer auf Gott sein Hoffnung setzt,/ findet enoͤlich und zuletht,/ was ihm Leib und Seel ergötzt. 3. Kommts nicht heute, wie man will,/ sei man nur ein wenig tillj/ ist doch morgen auch ein Tag,/ da die Wohlfahet kommen ö mag./ Gottes Zeit hält ihren Schritt;/ wenn die kommt, komml unsre Bitt/ und die Freude reichlich mit. 4 4. Als ich furchtsam und verzagt/ mich mit schwerem Gram geplagt,/ als ich manche liebe Nacht/ mich mit Wachen krank ge⸗ macht,/ als mir aller Mut entfiel,/ tratst, mein Gott, du selbst in Spiel,/ gabst dem Unfall Maß und Ziel. 5. Nun, so lang ich in der Welt/ haben werde Hhaus und delt/ ö soll mir dieser Wunderschein/ stets vor meinen Rugen seinj/ ich; trauen n/ und sich be⸗ weben,/ bleibst,/ er wiroͤ keinem davon/ 1/ Gott du singst ot;/ stärk eit deiner e/ gewiß ot, + 1676. voren war. reud und 10 Labsal *2// steigt zurlcke⸗ ũe senktz/ eht// was ein wenig ö kommen ö t, kommt m Gram krank ge⸗ fahn un noö zelt/ ein j/ ich Vertrauen will all mein Leben lang/ meinem Gott mit Lobgesang/ hierfür bringen Preis und Dank. 6. Allen Jammer, allen Schmerz,/ den oes ewgen Vaters herz/ mir schon jetzo zugezählt/ oder künstig auserwählt,/ will ich hier in diesem Lauf/ meines Lebens allzuhauf/ frisch und freudig nehmen auf. 7. Ich will gehn in Angst und Not,/ ich will gehn bis in den Tod,// ich will gehn ins Grab hinein/ und doch allzeit fröhlich sein./ Wem der Stärkste bei will stehn,/ wen der höchste will erhöhn,, kann nicht ganz zugrunde gehn. paul Gerharot, 4 1670. —5 Valet will ich oͤir geben. 335 Melchior Teschner, 1615. 1— ꝗ—— .. 5.—— 1. M. Gott für mich, so tre=te/ gleich al⸗les wi⸗ der so oft ich ruf unoͤ be⸗ te,/ weicht al⸗les hin⸗ter SEEEEEEEE ———m Hab ich das Haupt zum Freunde/ und bin ge⸗ liebt bei 5..SSS.I............... en e. — Gott,/ was kann mir tun der Fein⸗ de/ und Wi⸗der⸗sa⸗cher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste,/ ich rühms auch ohne Scheu,/ daß Gott, der Höchst' und Beste,/ mein Freund und Vater sei, und daß in allen Fällen/ er mir zur Rechten steh/ und dämpfe Sturm und Wellen/ und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, oͤrauf ich mich gründe,/ ist Christus und sein Blut;/ das machet, daß ich finde/ das ewge wahre Gut./ An mir und meinem Leben/ ist nichts auf dieser Ero;/ was Christus mir gegeben,/ das ist oer Liebe wert. 4. Mein Christus ist mein Ehre,/ mein Glanz und helles Licht;/ wenn der nicht in mir wäre,/ könnt ich bestehen nicht. In ihm 22 337 353 35⁵ kann ich mich freuen,/ hab einen Heldenmut,/ darf kein Gerichte scheuen,/ wie sonst ein Sünder tut. 5. Sein Geist wohnt mir im Herzen,/ regieret meinen Sinn,/ vertreibt mir Sorg und Schmerzen,/ nimmt allen Rummer hin,/ gibt Segen und Gedeihen/ dem, was er in mir schafft,/ hilft mir das Abba schreien/ aus aller meiner Krasft. 6. Und wenn an meinem Orte/ sich Furcht und Schwachheit findt,/ so seufzt und spricht er Worte,/ die unaussprechlich sino/ Vertrauen mir zwar unòd meinem Munde, /Gott aber wohl bewußt,/ der an des herzens Grunde/ ersiehet seine Lust. 7. Sein Geist spricht meinem Geiste/ manch süßes Trostwort zu,/ wie Gott dem Hilfe leiste,/ der bei ihm suchet Ruh,/ und wie er hab erbauet/ ein? eole neue Stadt// da Rug und Herze schauet,/ was es geglaubet hat. 8. Da ist mein Teil, mein Erbe/ mir prächtig zugericht't;/ wenn ich gleich fall und sterbe// fällt doch mein Himmel nicht./ Muß ich auch gleich hier feuchten/ mit Tränen meine zeit,/ mein Jesus und sein Leuchten/ durchsüßet alles Leid. 9. Die Welt, die mag zerbrechen,/ du stehst mir ewiglichj/ nicht Feur und Schwert der drechen/ soll trennen mich und dich;/ kein Hunger und kein Dürsten,/ kein Armut, keine Pein,/ kein Forn der großen Fürsten/ soll mir ein hind'rung sein. 10. Rein Engel, keine Freuden,/ kein Thron, kein Herrlichkeit,/ kein Lieben und kein Leiden,/ kein Angst, kein Herzeleid,/ was man nur kann erdͤenken,/ es sei klein oder groß,/ der keines soll mich lenken/ aus deinem Arm und Schoß. I1. Mein herze geht in Sprüngen/ und kann nicht traurig sein,/ ist voller Freud und Singen,/ sieht lauter Sonnenschein;/ die Sonne, die mir lachet,/ ist mein Herr gesus Christ das, was mich singen machet,/ ist, was im Himmel ist. paul Gerhardt, 4 1675. 336 gohann Crüger, 1655, H 2— Aanrdne nin:dnn Lne dax— ... ◻ +7 Schwing dich auf zu dei⸗nem Gott,/ du be⸗ trüb⸗ te wWa⸗ rum liegst du Gott zum Spott/ in der Schwermuts⸗ * uts⸗ Vertrauen 336 IDSDSE See⸗ lel— I7 höh⸗le? Merkst oͤu nicht des Fein⸗des List?/ Er will — durch sein Kämp⸗fen/ oei⸗ nen Trost, den Je⸗sus Christ/ +. ——— I S Hul dir er ⸗ wor⸗ben, dämpfen. 2. Stürme, Feind und Welt und Tod,/ was könnt ihr mir schaden?/ Deckt mich doch in meiner Not/ Gott mit seinen Gnaden,/ der Gott, oer mir seinen Sohn/ selbst geschenkt aus Liebe,/ daß der ewge Spott und Hohn/ mich dort nicht betrübe. 3. Spreche alle Welt, es sei/ Gott mir nicht gewogen;/ weiß ich doch, er bleibt getreu,/ hat mich nie betrogen./ Wär er gnädig nicht gesinnt,/ würd er seine Gaben,/ die mein eigen worden sind,/ wohl behalten haben. 4. Was ist unterm Himmelszelt,/ was im tiefen Meere,/ was ist Gutes in der Welt,/ das nicht mir gut wäre?/ Wem erglänzt das Sternenlicht?/ Wozu ist gegeben/ Luft und Wasser? dient es nicht/ mir und meinem Leben? 5. Meine Seele lebt in mir/ dͤurch die heilgen Lehren,/ so die Christen mit Begier/ alle Tage hören./ Gott eröffnet früh und spat/ meinen Geist und Sinne,/ daß sie seines Geistes Gnao/ freudig weroͤen inne. ö 6. Nun, auf diesen heilgen Grund/ bau ich mein Gemüte,/ sehe, wie der Feind zur Stund/ zwar dawider wüte;/ gleichwohl muß er lassen stehn,/ was Gott aufgerichtet,/ aber schmählich muß ver⸗ gehn,/ was er selber dichtet. 7. Ich bin Gottes, Gott ist mein;/ wer ist, der uns scheide?/ Dringt auch schweres Kreuz herein/ mit dem bittern Leide:/ laß es oͤringen, kommt es doch/ von geliebten händen;/ schnell zer⸗ bricht des Kreuzes Joch,/ wenn es Gott will wenden. 22 33⁰⁹ 57 Vertrauen 8. Kinder, die der Vater soll/ ziehn zu allem Guten,/ die ge⸗ deihen selten wohl/ ohne Zucht und Ruten./ Bin ich denn nun Gottes Rind,/ warum will ich fliehen,/ wenn er mich von meiner Sünd/ will zum Guten ziehen? 9. Es ist herzlich gut gemeint/ mit der Christen Plagen;/ wer hier zeitlich wohl geweint,/ darf nicht ewig klagen,/ sondern hat vollkommne Lust/ dort in Christi Garten,/ dem sein Leiden ist be⸗ wubßt,/ enoͤlich zu erwarten. 10. Gottes Kinder säen zwar/ traurig und mit Tränen,/ aber enoͤlich bringt das Jahr,/ wonach sie sich sehnen;/ denn es kommt die Erntezeit,/ da sie Garben binden,/ da wird all ihr Gram und Leeid/ ewiglich verschwinden. 11. Ei, so faß, o Christenherz,/ alle deine Schmerzen;/ wirf sie ;röhlich hinterwärts,/ laß des Trostes Kerzen/ dich entzünden mehr und mehrz;/ gib dem großen Namen/ deines Gottes Preis und Ehrl/ Er wird helfen! Amen. paul Gerhardt, 4 1676. mel. von Sott will ich nicht lassen. 337 Erfurt 1572. E PII.IPITIFTFTTITT Tt 6 SIIIITTRT Ge⸗dͤulo ist euch von ⸗-nö⸗ len,/ wenn Sor⸗ge, uno, was euch mehr will tö⸗ ten,/ euch schnei⸗det ö—.—.5—* Gram und Schmerz in das herz. O aus⸗ er⸗wähl⸗ te Scharl/ Soll n. i EI euch kein Tod je tö⸗ ten,/ ist euch Ge⸗duld von⸗nö⸗ten/ das Ist ge⸗wiß⸗ clich wahr. ————— ——2—5 Vertrauen 338 2. Geduld ist Gottes Gabe/ und seines Geistes Gut;/ er schenkt sie uns zum Stabe,/ sobald er in uns ruht./ Der eoͤle, werte Gast/ erlöst uns von dem Zagen/ und hilft uns treulich tragen/ die größte Bürd und Last. wer 3. Geduld kommt aus dem Glauben/ und hängt an Gottes n hat Wort;/ das läßt sie sich nicht rauben,/ das ist ihr heil und Hort/ ö ist be⸗ das ist ihr hoher Wall,/ da hält sie sich verborgen,/ läßt Gott, den Vater, sorgen/ und fürchtet keinen Fall. 4. Seduld ist wohl zufrieden/ mit Gottes weisem Rat,/ läßt omm sich nicht leicht ermüden/ durch Rufschub seiner Gnad,/ hält frisch und und fröhlich aus,/ läßt sich getrost beschweren/ und denkt; wer wills ihm wehren?„Ist er doch Herr im Haus. — 5. Geduld dient Gott zu Ehren/ und läßt sich nimmermehr/ von irf sie seiner Liebe kehren;/ und schlüg er noch so sehr,/ so ist sie doch 125— bedacht,/ die heilge hand zu loben, spricht: Gott, der hoch er⸗ hrl/ hoben,/ hat alles wohlgemacht. 1670. 6. Geduld macht große Freude,/ bringt aus dem himmelsthron/ ö ein schönes Halsgeschmeide,/ dem Haupt ein eoͤle Kron,/ ist wie ö t 1572. ein schönes Licht,/ davon, wer an ihr hanget, /mit Gottes Hilf — erlanget/ ein fröhlich Angesicht.* —— 7. Geduld ist mein Verlangen/ und meines Herzens Lust,/ nach ö —— der ich oft gegangen:/ das ist mir wohl bewußt./ Herr, voller Gnad ge, und Hulo!/ Nch, gib mir und gewähre/ mein Bitten, ich begehre/ „det nichts anders als Geduld. ö — 8. Gedulo ist meine Bitte, /die ich sehr oft und viel/ aus dieser ◻ 2 Leibeshütte/ zu dir, Herr, schicken will./ Kommt dann der letzte zug,/ so gib durch deine hände/ auch ein geduldig Ende,/ so hab ich alles g'nug. paul Gerhardt, 4 1676. doll ö 338§rankfurt a. M. 1738. 24 ö ů—.——4 an————4 — Eee. das—+— ö 1. Al⸗les ist an Got⸗ tes Se⸗gen/ und an sei⸗ ner ——————— N Onad ge⸗le⸗gen,/ ü⸗ber al ⸗les Geld und Gut. /Wer auf ———— Vertrauen ——.—....... ar K«Kt ei nen frei⸗ en hel⸗den⸗mut. 2. Der mich hat bisher ernähret/ und so manches Glück bescheret// ist und bleibet ewig mein;/ der mich wunderbar geführet/ und noch leitet und regieret,/ wird hinfort mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen, /oͤie nur Sorg und Unruh machen/ und ganz unbestänoͤig sind;/ ich begehr, nach dem zu ringen,/ was den Frieden pflegt zu bringen,/ und man jetzt gar selten finoͤt. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken;/ was ich wünsche, wird sich schicken,/ so es anders Gott gefällt./ Meine Seele, Leib unoͤ Leben/ hab ich seiner Gnad ergeben/ und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen/ mein Verlangen zu er⸗ füllen;/ es hat alles seine Zeit./ Ich hab ihm nichts vorzuschreibenz/ wie Gott will, so muß es bleiben;/ wann Gott will, ich bin bereit. 6. Soll ich länger allhier leben,/ will ich ihm nicht wioerstreben/ ich verlasse mich auf ihn./ Ist doch nichts, oͤas lang bestehet,/ alles Irdische vergehet/ und fährt wie ein Strom dahin. nüenberg 1676. 339 Georg Neumark, 1657. 2 x Z—Z— ö .— ½ÿ Wer nur dͤen lie⸗ben Gott läßt wal⸗ ten/ und hof⸗fet hden wird er wun⸗der⸗bar er⸗ hal⸗ ten/ in al⸗ ler x ö.— — 22 2 —— — auf ihn al⸗ les zeit, Not und Trau⸗rig⸗ keit. Wer Bott, den Rlalerhöch san Gott sein Hoffnung set⸗zet,/ der be⸗ hält ganz un⸗ver⸗let⸗zet, — cheret// et/ und Anruh dem zu eht gar e, wiroͤ eib und gestellt. zu er⸗ eibenz/ bereit. eben/ „alles rg 1676. Oertrauen PFIttt!tttt.... ä8... ö traut,/ der hat auf kei⸗ nen Sand ge⸗baut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen?/ Was hilft uns unser Weh und Ach?/ Was hilft es, daß wir alle Morgen/ beseufzen unser Ungemach?/ Wir machen unser Rreuz und Leid/ nur größer durch oͤie Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille/ und sei doch in sich selbst vergnügt,/ wie unsers Gottes Gnadenwille,/ wie sein Allwissen⸗ heit es fügt./ Gott, der uns ihm hat auserwählt,/ der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt dͤie rechten Freudenstunden,/ er weiß wohl, wann es nützlich sei./ Wenn er uns nur hat treu erfunden/ uno merket keine heuchelei,/ so kommt Gott, eh wir uns versehn,/ und lässet uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze,/ daß oͤu von Gott ver⸗ lassen seist,/ und daß ihm der im Schoße sitze,/ der sich mit stetem Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen/ und ist dem Höchsten alles gleich,/ den Reichen klein und arm zu machen,/ den Armen aber groß und reich;/ Gott ist der rechte Wundermann,/ der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,/ verricht das Deine nur getreu/ und trau des Himmels reichem Segen,/ so wiro er werden bei dir neu;/ denn welcher seine Zuversicht/ auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark, 4 1681. 340 Breslau 1657. 1. Sollt es gleich bis⸗-wei⸗len schei⸗nen,/ als ver⸗ lie⸗he Glücke speist;/ die Folgezeit verändert viel/ und setzet jeglichem sein SRS 3⁴4½ Gott die Sei⸗nen, /o so glaub und weiß ich dies: Sott hilft ö ö ———— ö end⸗-lich doch ge⸗wiß. hilft er nicht zu jeder drist,/ hilft er doch, wanns nötig ist. 3. Wie oft Väter nicht gleich geben,/ wonach ihre Kinder stre⸗ ben,/ so hält Gott auch Maß und Ziel;/ er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am aller⸗ größten,/ er ist gegen mich, sein Kind,/ mehr als väterlich gesinnt. 5. Will der deind mir bange machen,/ ich kann seine Macht ver⸗ lachen;/ orückt mich schwer des Rreuzes Joch,/ Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Mögen mich die Menschen kränken,/ mag auf mein Veroͤerben denken,/ wer mir ohne Ursach feind/ Gott im Himmel ist mein Freund. „ 7. Laß die Welt nur immer neiden!/ Will sie mich nicht länger leiden,/ ei, so frag ich nichts danach; Gott ist Richter meiner Sach. 8. Will sie mich gleich von sich treiben,/ muß mir doch der himmel bleiben;/ ist der himmel mein. Gewinn,/ geb ich alles anore hin. 9. herr, kann ich nur dich umfassen,/ will ich alles anore lassenʒ/ legt man mich dereinst ins Grab,/ gnug, Herr, wenn ich dich nur hab! Christoph Tietze, 4 1703. gohann Crüger, 341 Berlin 1656. — ——— 2.—— . Je⸗sus ist mein Le⸗ben/dem ich mich er⸗ge⸗ben/ er ist mei⸗ ne Son⸗ne//mei⸗ne reud undò Wonne/ Mel. Jesu, meine Freude. 1— —. 4— 1 1 DDee fest bis in den Tod; 40 in der größ⸗ten Not. Leiò ich gleich/ in sei⸗nem Reich/ EX N ——— II I Vertrauen 2. Hilfe, oie er aufgeschoben,/ hat er oͤrum nicht aufgehobenz/ ö Vertrauen 342 —.—— ——. SSSISISSSSITIIEIEEI‚EI — so wero ich mit ihm re⸗gie⸗ren/ und dort tri⸗um⸗phie⸗ren. 2. Die mit Jesu leiden,/ werden mit ihm weiden/ in dem Sternen⸗ zelt;/ die mit Jesu sterben,/ weroͤen mit ihm erben,/ wo ihr Reich bestellt./ Ihre Kron/ und Siegeslohn/ sind, wo Gott die Engel loben,/ sicher aufgehoben. 3. Die mit Tränen säen,/ wenn die Winde wehen,/ die der deind erweckt,/ werden dort mit Freuden/ ernten nach dem Leiden,/ wo kein Feind mehr schreckt./ Nach der Müh,/ die sie allhie/ oͤulden, wird sie Gott ergöthen/ mit des Himmels Schätzen. 4. O ihr frommen Seelen,/ die ihr euch mit Quälen/ bringet durch dͤie Welt,/ die ihr öfters weinet,/ wenn kein Trost erscheinet,/ wenn euch Kreuz befällt,/ denket doch/ bei diesem Joch/ an die Kron in jenem Leben,/ die euch Gott wird geben. 5. Wenn uns Sünden kränken,/ lasset uns bedenken/ Gottes OGnadenrat!/ Jesus hat eroͤuldet,/ was wir hier verschuldet;/ er gibt Gnad um Gnad./ Kämpfen wir/ mit ihm allhier,/ so wird er uns helfen kämpfen/ und die Sünde dämpfen. 6. Seid getreu, ihr herzen,/ bei des Rreuzes Schmerzen,/ treu bis in den Tod/ Jesus wird euch trösten,/ wenn er die Erlösten/ füührt aus aller Not./ Auf das Leid/ folgt Fried und§reud;„Gott wird lassen nach dem Weinen /euch dͤie Sonne scheinen. 7. Nun, Herr Jesu, stärke/ uns zum guten Werke,/ hilf uns durch die Weltl/ Komm, du herr der Ehren,/ unser herz zu kehren/ nach oͤem Himmelszelt./ Sei uns Schutz/ und starker Trutz,/ jetzt im Leben, dort im Sterben,/ daß wir alles erben. Freylinghausens Gesangbuch, 1704. Mel. Wie nach * Wasserquelle. 342 Französischer Psalter, 1551. .....— ——2 Mei⸗ne Sor⸗gen, Angst und pla⸗gen lau⸗fen mit der al⸗-les Seuf⸗zen, al ⸗les Rla⸗gen,/ das der herr al⸗ 3⁴⁵ + ++ 5 ö 1I—— △— 1. Vertrauen N—.— ö DS— zeit zu End; lei e ne kennt, wird Gott⸗lob nicht e⸗ wig sein;/ nach dem dv. X Re⸗gen wiro ein Schein/ von viel tausend Son⸗nen⸗blik⸗ken/ ö 1 ö—.—.— ů 2— ö x— 0ũ— ‚il mei⸗ nen mat⸗ten Geist er ⸗ quik ⸗ ken. 2. Meine Saat, die ich gesäet,/ wird zur Freude wachsen aus;, wenn die Dornen abgemähet,/ so trägt man die drucht nach haus./ Wenn ein Wetter ist vorbei,/ wird der Himmel wieder frei;/ nach dem Kämpfen, nach dem Streiten/ kommen die Erquickungs⸗ zeiten. 3. Unser Weg geht nach den Sternen,/ der mit Rreuzen ist be⸗ setzt;/ hier muß man sich nicht entfernen,/ ob er gleich mit Blut — Ver — — 2 — + ii S WI˖* benetzt./ zu dem Schloß der Ewigkeit/ kommt kein Mensch hin ohne Streit./ Die in Salems Mauern wohnen, /zeigen ihre dornen⸗ kronen. 4. Es sind wahrlich alle Frommen, /die des Himmels Klarheit sehn,/ aus viel Trübsal hergekommenj/ darum siehet man sie stehn/ vor des Lammes Stuhl und Thron,/ prangend in der Ehrenkron/ und mit Palmen ausgezieret,/ weil sie glücklich triumphieret. 5. Gottes Oroͤnung stehet feste/ und bleibt ewig unverrückt:/ seine Freund und Hochzeitsgäste/ werden nach üem Streit beglückt./ Israel behält den Sieg/ nach geführtem Kampfund Rrieg/ Ranaan wird nicht gefunden,/ wenn man nicht hat überwunden. 6. Darum trage deine Retten,/ meine Seel, und dͤulde dichl/ Gott wird dich gewiß erretten,/ das Gewitter leget sich;/ nach dem Blitz und Donnerschlag/ folgt ein angenehmer Tagz/ auf den Abend folgt der Morgen/ und die§reude nach oͤen Sorgen. Freylinghausens Gesangbuch, 1704. fe lik⸗ken/ aus;/ Haus./ / nach ckungs⸗ ist be⸗ it Blut sch hin ornen⸗ larheit stehn/ nkron/ ret. rückt:/ lückt./ anaan oichl/ h oͤem if den n. 1708. 8 ů ö é I8 Vertrauen 343 mel. Zu Gott in dem 343 himmel oͤroben. ..SSSSSS 1. Soll ich denn mich täglich kränken,/ ängstlich an das Französischer Pfalter, 1547. e r E e— ——— Künft⸗ge den⸗ken?/ Soll ich a⸗benoͤs nie mit Ruh/ mei⸗ ne + „n H+ ö . Au⸗gen schlie⸗en zu?/ Soll es im⸗mer vor mir ste⸗ hen:/ ————— wie wiroͤs einst noch mir er⸗ge⸗ hen?/ Da die Sor⸗ge mich nur II 1— ö— II SISSSISIIIIIIII..... quält/ und doch ih⸗ res Ziels ver⸗fehlt? 2. Gott, der mich bisher erhalten,/ höret nimmer auf zu walten;/ oder sollt er jetzt allein/ seines Waltens müde sein? Wohl, ich will das Sorgen lassen/ und zu ihm Vertrauen fassen;/ wie er mich auch führen will,/ meine Seele bleibe still. 3. Wies auch in oͤer Welt mir gehet,/ er ists, oer allein ver⸗ stehet,/ was mir heilsam ist und gut,/ oder was mir Schaden tut./ Laß ich ihn für mich nur wählen,/ wird kein wahres Gut mir fehlen;/ aber eigner Will und Rat/ wählt oft einen falschen Pfad. 4. Bleib ich stehn auf niedern Stufen,/ will ich in das herz mir rufen,/ daß ich, vieler Sorgen frei,/ vor dem Sturz gesichert sei./ Doch, wenn Gott mich wollt erheben,/ will ich ihm nicht wider⸗ streben/ er wird mir die Rraft verleihn,/ im Beruf getreu zu sein. 5. Will oͤie Armut meiner hütten/ er mit Segen überschütten,/ so verleih er nur zugleich,/ daß die Seele werde reich. Doch ist Armut mir beschieden,/ bin ich auch damit zufrieden;/ denn auf diese arme Zeit/ folgt die reiche Ewigkeit. ö 347 Vertrauen 6. Wird mir Gott Gesunoͤheit geben,/ will ich eifrig danach streben,/ daß ich föroͤre mehr und mehr/ meines Gottes Ruhm und Ehr./ Aber auch in Krankheitstagen/ möge Gottes Geist mir sagen/ daß soͤlch herbe Arzenei/ mir zum heile nötig sei. 7. Soll ich noch viel Jahre zählen,/ mit des Lebens Not mich quãlen,/ kommt doch auch wohl mancher Tag,/ daß mein herz sich freuen mag./ Aber käm ich bald hinüber,/ wär mir solches desto ö lieber,/ weil ich käm aus aller Not/ hin zu meinem Herrn und Gott. ö 8. Alles sei Gott heimgegeben,/ Freud undò Trübsal, Tod und ö Leben;/ es geschehe, was sein Rat/ über mich beschlossen hat.„och will mich nicht länger kränken,/ sonoͤern dies allein beoͤenken, /daß nach Gottes Gnadenschluß/ Christen alles frommen muß. ö phil. Jakob Spener, 4 I75, 344 Severus Gastorius, 168l. ö .—*— 1. Was Gott tut, das ist 9 81. ge⸗ tan,/ es bleibt ge⸗ wie er— mei⸗ne Sa⸗chen an,/ will ich ihm ... recht sein Wil⸗le; hal⸗ ten stil⸗le. l wohl weiß zu er⸗hal⸗ tenj/ orum laß ich ihn nur wal⸗ten. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ er kann ja nimmer trügen/ er führet mich auf rechter Bahn;/ so laß ich mir genügen/ an seiner Huld/ und hab Gedulo,/ er wird mein Unglück wendenz/ es steht in seinen händen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetanz/ er wird mich wohl be⸗ denkenz/ er, als mein Arzt, der helfen kann,/ wird mir nicht Gist einschenken/ für Arzenei,/ Gott ist getreu;/ oörum will ich auf ihn bauen/ und seiner Güte trauen. —— Er ist mein Gott,/ der in der Not/ mich trauen Vertrauen 34⁵ 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ er ist mein Licht und Leben,/ der mir nichts Böses gönnen kann;/ ich will mich ihm er⸗ geben/ in Freud und Leid,/ es kommt die Zeit,/ da öffentlich er⸗ scheinet,/ wie treulich er es meinet. ot mich 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ muß ich den Relch gleich erz sich schmecken,/ der bitter ist nach meinem Wahn,/ laß ich mich doch es desto.nicht schrecken,/ weil doch zuletzt/ ich werö ergötzt/ mit süßem Trost ò Gott. im herzen;/ da weichen alle Schmerzen. ö o und 6. Was Gott tut, das ist wohlgetanj/ dabei will ich verbleiben/ hat./ Ich es mag mich auf die rauhe Bahn/ Not, Tod und Elend treiben,/ en,da so wiro Gott mich/ ganz väterlich/ in seinen Armen halten j/ orum ö laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, 4 170s. ö 5 danach hin und sagen,// „+ 1705, mel. Alles i* us, 1681. 9605 Seden. 345§rankfurt a. M. 1758. 1 rh.—— 4 —.—.———— e SDS ibt ge. 1. Wun⸗ 1385585——8— En⸗de,/ wo die wun⸗der⸗ ihm ö ——.—.—— —— wei⸗sen hän⸗de/ Got⸗tes füh⸗ ren ein und aus!/ Wun⸗der⸗ .——. — weis⸗lich ist sein 35 sind sei⸗ ne Ta⸗ten,/ — II 1 ten.—.—— II 43* ligen/ und du sprichst: 00 wils bn⸗ aus?— I. 2. Denke ooch: es muß so gehen,/ was Gott weislich heißt ges steht schehen/ ihm und oͤir zur Herrlichkeit;/ ob oer Anfang seltsam scheinet,/ ist dbas Enoe gut gemeinet;/ Friede folget nach oͤem Streit. ht Gift 3. Gottes Weg ist wie in Flüssen/ und in großen Wassergüssen,/ juf ihn und du spürst nicht seinen duß/ so auch in dem Meer der Sorgen/ hält Gott seinen Pfad verborgen,/ daß man nach ihm suchen muß. 3⁴9 Vertrauen 4. Rein Besinnen mag ersinnen,/ wo man hilfe kann gewinnen,/ die Vernunft ist hier zu blind;/ nicht für das Verborgne taugen/ ihre halbgebrochnen Augen,/ weil sie allzublöde sino. 5. Gott muß man in allen Sachen, /weil er alles wohl kann machen,/ End und Anfang geben frei./ Er läßt, was er angefangen,/ so zum Enoͤe stets gelangen,/ daß es wunderherrlich sei. 6. Drum laß oͤir doch nimmer grauen,/ lerne deinem Gott ver⸗ trauen,/ sei getrost und gutes Muts. /Er fürwahr, er wird es führen,/ daß du wirst am Ende spüren,/ wie er dir tut lauter Guts. 7. Deinem Glauben wiroͤs nicht fehlen;/ du wirst noch der Welt erzählen,/ was die blinde Welt nicht kennt. /Er wird dir dein Kreuz versüßen,/ daß du wirst bekennen müssen:/ Wunderanfang, herrlich's Eno! heinrich Arnold Stockfleth, 4 1708. 4 1. Gott le⸗bet noch!l/ See⸗le, was ver⸗ zagst du dochꝛ/ E—— Gott ist gut, der aus Er⸗bar⸗men/ al ⸗le Hilf auf der mit Kraft und star⸗ken Ar⸗men/ ma⸗chet al⸗les .... Er⸗den tut, wohl und gut; E ö—— DD—— Not zum be⸗sten len⸗ken./ See⸗le, so be den⸗ke doch:/ E 5. lebt doch un ser herr⸗gott noch. Gott kann bes⸗ser, als wir den⸗ken,/ al⸗le ä 346 C. 5. Dretzel, Nürnberg 1731. — Vertrauen 347 2. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Sollt der schlummern oder schlafen,/ der das Aug hat zugericht't?/ Der die Ohren hat erschaffen,/ sollte dieser hören nicht?/ Gott ist Gott, der hört und siehet,/ wo den Frommen weh geschiehet./ Seele, so beoͤenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. 3. Gott lebet noch!l/ Seele, was verzaͤgst du doch?/ Der den Erdenkreis verhüllet/ mit den Wolken weit und breit,/ der die ganze Welt erfüllet,/ ist von uns nicht fern und weit./ Wer Gott liebt, dem will er senden/ Hilf unò Trost an allen Enden./ Seele, so bedenke doch: /lebt doch unser Herrgott noch. 4. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Bist du schwer mit Rreuz beladen,/ nimm zu Gott nur deinen Lauf./ Gott ist groß und reich von Gnaden,/ hilft den Schwachen gnädig auf./ Gottes Gnade währet immer,/ seine Treu vergehet nimmer./ Seele, so beoͤenke doch: /llebt doch unser Herrgott noch. 5. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Wenn dich deine Sünden kränken,/ dein Verbrechen quält dich sehr:/ komm zu Gott, er wird versenken/ deine Sünden in das Meerz/ mitten in der Angst der höllen/ kann er dich zufriedenstellen./ Seele, so beoͤenke doch: /lebt doch unser Herrgott noch. 6. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst oͤu doch?/ Will dich alle Welt verlassen,/ weißt du weder aus noch ein,/ Gott wird dennoch dich umfassen/ und im Leiden bei dir sein./ Gott ists, der es herzlich meinet,/ wo die Not am größten scheinet./ Seele, so bedenke doch: /lebt doch unser Herrgott noch. 7. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst ou doch?/ Mußt du schon geängstigt wallen/ auf der harten dornenbahn:/ es ist Gottes Wohlgefallen,/ dich zu führen himmelan./ Gott will nach dem Jammerleben/ Friedò und Freud und himmel geben./ Drum, o Seel, beoͤenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. Joh. Frieoͤrich Zihn, 4 1719. 347 Leipzig 1727. ö 1. Ich laß dich nicht, du Hilf in al⸗ len Nö⸗ ten;/ 35¹ .⁴ + EE E—— leg Joch auf Joch,/ ich hof⸗fe doch,/ auch wenn es scheint, als woll⸗ test du mich tö⸗ten./ Machs, wie du willst, mit mir: /ich — EE wei⸗ che nicht von dir;/ ver⸗stel⸗le dein Gesicht:/ du Hilf in —— A——— —— ö äöä‚.ĩ.—. al ⸗ͤlen Nö⸗ ten,/ ich laß dich nicht,/ ich laß dich nicht! 2. Ich laß oͤich nicht! Sollt ich den Segen lassen?/ Mein Jesu, nein,/ du bleibest mein,/ dich halt ich noch, wenn ich nichts mehr kann fassen./ Nach kurzer Nächte Lauf/ geht mir der Segen auf/ von dir, dem Segenslicht:/ sollt ich den Segen lassen?/ Ich laß dich nicht,/ ich laß dͤich nicht! 3. Ich laß dich nicht, mein Gott, mein Herr, mein Leben!/ Mich reißt das Grab/ von dir nicht ab,/ der du dich hast für mich in Toò gegeben./ Du starbst aus Liebe mir;/ ich sag in Liebe dir,/ auch wenn das herz zerbricht:/ Mein Gott, mein herr/ mein Leben,/ ich laß oͤich nicht,/ ich laß dich nicht. Wolfg. Christoph Deßler, 4 172 Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 348 Johann Uhlich, 1674. — ö .- *—.——.—.—.—.—.j—. Mei⸗ne See⸗le sen ⸗ket sich/ hin in Got⸗tes und er⸗wartet ru⸗ hig⸗=lich/ sei⸗ ner We⸗ ge E —— liegt fein stil le, arm und bloß/ Herz und gan e Jiel und En⸗ de, Vertrauen Vertrauen 349 *.—— ZB. in des lieb⸗ sten Va⸗ters Schoß. 2. Meine Seele murret nicht,/ ist mit allem wohl zufrieden;/ was der eigne Wille spricht,/ ist zum Tode schon beschieden;/ was die Ungeduld erregt,/ ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht,/ will vielmehr an nichts geoͤenken,/ was gleich spithen Dornen sticht/ und den Frieden nur kann kränken./ Sorgen kommt dem Schöpfer zu:/ meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht,/ liebt hingegen Gott im Leiden;/ Rummer, dͤer das herze bricht,/ trifft und ängstet nur die heiden./ Wer Gott in dem Schoße liegt,/ bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaͤget nicht;/ denn sie weiß von keinen Nöten,/ hängt an Gottes Angesicht/ auch alsoann, wenn er will töten./ Wo sich Fleisch und Blut beklaͤgt,/ wird der Freudengeist verjaͤgt. 6. Meine Seel ist still zu Gott,/ und die Zunge bleibt gebunden/ also hab ich allen Spott,/ alle Schmerzen überwunden,/ bin gleich⸗ wie ein stilles Meer/ voll von Gottes Peeis und Ehr. Zoh. Joseph Winckler, 4 1722. Mel. Ringe recht wenn Gottes Gnade. 349 herrnhaag 1740. S.... 1. Gott wills machen,/ daß die Sa⸗chen/ ge⸗ hen, wie es ,( LBnuuh.=.-, nr. ᷑rexx, DPIPS SIꝑIꝑIꝑPIPIPIPSSSIAA‚‚i‚ 4— heil⸗sam ist;/ laß oͤie Wel⸗len/ rings⸗ um schwel⸗len,/ — ö é— ö ...— wenn du nur bei Je⸗su bist! 2. Wer sich kränket,/ weil er denket,/ Jesus liege in dem Schlaf,/ wird mit Rlagen/ nur sich plagen,/ daß der Unglaub leide Straf. 5. Du Verächte l/ Gott, dein Wächter, /schläfet ja noch schlummert nicht;/ zu den höhen/ aufzusehen,/ wäre deine Glaubenspflicht. 23 3⁵³ — Vertrauen 4. Im Vorweilen/ und im Eilen/ bleibt er stets ein Vaterherzj/ laß dein Weinen/ bitter scheinen,/ dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste,/ daß das Beste/ über dich beschlossen seij/ wenn dein Wille/ nur ist stille,/ wirst du von dem Kummer frei. 6. Willst ou wanken/ in Gedanken,/ faß dich in Gelassenheit;/ laß den sorgen,/ der auch morgen/ Herr ist über Leid und Freud. 7. Gottes hände/ sind ohn Ende,/ sein Vermögen hat kein Zielz/ ists beschwerlich,/ scheints gefährlich,/ deinem Gott ist nichts zu viel. 8. Wenn oͤie Stunden/ sich gefunden,/ bricht die Hilf mit Macht herein,/ und dein Grämen/ zu beschämen,/ wird es unversehens sein. 9. Drum wohl denen,/ die sich sehnen/ nach der stillen Willens⸗ ruh!/ Auf das Wollen/ fällt dem Sollen/ bald auch das Voll⸗ bringen zu. 10. Nun so trage/ deine Plage/ fein getrost und mit Geouloͤl/ Wer das Leiden/ will vermeiden,/ häufet seine Sündenschulo. 11. Aber denen,/ die mit Tränen/ küssen ihres Jesu Joch,/ wird die Krone/ vor dem Throne/ ihres Heilands weroͤen noch. 12. Amen, Amen!/ In dem Namen/ meines Jesu halt ich stillj/ es geschehe/ und ergehe,/ wie und wann und was er will. Joh. Daniel Herrnschmiot, 4 1725. johann Crüger Mel. Zesu, meine Freude. 350 Berlin 1650. ———.——— * RRXh0Me 2— See ⸗le, sei zu⸗frie⸗denl/ Was dͤir Gott be⸗ Utreib aus dei⸗nem her⸗zen/ Un⸗ ge⸗duld und ᷣ9 9I9.I..I..‚.I‚!‚I‚I!!........ ,n, didn. schie den,/ das ist al⸗les gut; ö Schmer⸗zen,/ fas⸗se fri⸗schen Mut. 25 die Not/ dein — täg⸗lich Brot,/ mußt du wei⸗nen mehr als la⸗ chen:/ Gott wirds ö SSSSSSSS Vertrauen doch wohl ma⁊chen. 2. Scheint der himmel trübe,/ und der Menschen Liebe/ stirbt dir ganz oͤahin;/ kommt das Mibßgeschicke/ fast all Rugenblicke/ und quält oͤeinen Sinn:/ nur Gedulol/ Des himmels hHuld/ sieht auf alle deine Sachen:/ Gott wiroͤs doch wohl machen. 3. Ungeduld undò Grämen/ kann nichts von uns nehmen,/ macht nur größern Schmerz./ Wer sich widersetzet,/ wird nur mehr ver⸗ letzet;/ ͤdrum Geduld, mein Herz!/ Aus dem Sinn/ die Sorgen hin!/ Drücket gleich die Last oie Schwachen:/ Gott wirds doch wohl machen. 4. Auf die Wasserwogen/ folgt ein Regenbogen,/ und die Sonne blickt;/ so muß auf das Weinen/ lauter Freude scheinen,/ oͤie das herz erquickt./ Laß es sein,/ wenn Angst und Pein/ mit dir schlafen, mit dir wachen: /Gott wiroͤs doch wohl machen. 5. Kronen sollen tragen,/ die des Kreuzes Plagen/ in Geduld besiegt;/ fröhlich aus zuhalten/ und Gott lassen walten,/ das macht recht vergnügt./ Drum nimm dir,/ o Seele, für,/ stets zu beten und zu wachen:/ Gott wiroͤs doch wohl machen. 6. Also soll es bleiben!/ Ich will mich verschreiben,/ Gott getreu zu sein;/ beides, Lod und Leben,/ bleibe ihm ergeben,/ ich bin sein, er mein;/ denn mein Ziel/ ist: wie Gott willl/ Drum sag ich in allen Sachen:/ Gott wiroͤs doch wohl machen. Benjamin Schmolck, 4 1757. Mel. Nach einer Prüfung kurzer Joh. Gottfr. Schicht, Tage.(Oder wie Nr. 359.) 351 Leipzig 1819. 2rW— 1——..I 15 ———— 1. Je sgrö-5ber Kreuz, je nä⸗ her him⸗mel;/ wer denn bei dem eit⸗len Welt⸗ge⸗ tüm ⸗mel/ ver⸗ 14 I—— oh⸗ ne Kreuz, ist oh⸗ ne Gott, gißt man höl ⸗le, Fluch und Todb. 25. 355 O se⸗lig ist der 351 Vertrauen ——....— ri, Mann ge⸗schätzt,/ den Gott in Kreuz und Trüb ⸗sal seht! 2. Je größer KRreuz, je bessre Christen;/ Gott prüft uns mit dem Probestein. /Wie mancher Garten muß gleich Wüsten,/ weil ohne Tränentegen, sein!/ Das Gold wird auf dem Feuerhero,/ ein Christ in mancher Not bewährt. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube;/ die Palm erstarket durch oͤie Last;/ die Süßigkeit fließt aus oer Traube/ erst, wenn du sie gekeltert hast;/ und wie die Perl in Salzesflut,/ so wächst im Kreuz der Glaubensmut. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe;/ der Sturm facht nur die Flammen auf;/ scheint auch der himmel noch so trübe,/ so lacht doch bald die Sonne drauf,/ und gleichwie Ol das Feuer nährt,/ wird Liebesglut odͤurch Kreuz vermehrt. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete;/ sie strömen aus dem Herzen fort./Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte,/ so fragte man nicht nach dem Port./ Wo kämen Daviods Psalmen her,/ wenn Kreuz ihm ferngeblieben wär? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen;/ im Tale steiget man bergan,/ wer durch die Wüsten oft gegangen,/ der sehnet sich nach Kanaan./ Die Seele findet hier nicht Ruh,/ oͤrum eilt sie Zions Hütten zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben;/ man freut sich recht auf seinen Tod,/ denn man entgehet dem Verderben;/ es stirbt auf einmal alle Not./ Das Kreuz, das unsre Gräber ziert,/ bezeugt, man habe triumphiert. 8. Je größer KRreuz, je schönre Krone,/ die Gott den Seinen beigelegt,/ und die einmal vor seinem Throne/ der Uberwinder Scheitel trägt./ Ach, dieses teure Kleinod macht,/ daß man das größte Kreuz nicht acht't. 9. Gekreuzigter! laß mir dein Kreuze/ je länger desto lieber sein;/ daß mich die Ungeduld nicht reize,/ so pflanz ein solches herz mir ein,/ das Glaube, Liebe, Hoffnung hegt,/ bis dort mein Kreuz die Rrone trägt. Bensamin Schmolck, 6 175/. 35⁶ Vertrauen mel. Was Gott tut das ist wohlgetan. 352 Severus Gastorius, 1681. n. II 1 Gott lebt!l Wie kann ich trau⸗ rig sein,/ als wär kein Er weiß ja wohl von mei⸗ ner Pein,/ die ich hier e, Gott zu fin⸗oen? muß empfinden; ... V23½*— er kennt mein herz/ und meinen Schmerz,/ so 6. darf ich nicht ver ⸗-za⸗ gen/ und ihm nur al ⸗-les kla⸗gen. 2. Gott hört! Wenn niemand hören will:/ wie soll ich lange sorgen,/ mein Seufzen oͤringe nicht zum Ziel/ und bleibe Gott verborgen?/ Schrei ich empor,/ so hört sein Ohr,/ so steigt die Hilfe nieder,/ so schallt das Amen wieder. 3. Gott sieht! Wie klaget denn mein Herz,/ als säh er nicht mein Weinen?/ Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz/ ganz offenbar erscheinen;/ kein Tränlein fällt,/ so er nicht zählt/ unoͤ sich vor Augen setzet,/ bis er uns oͤrauf ergötzet. 4. Gott führt! So geh ich ruhig fort/ auf allen meinen Wegen;/ und wenn die Welt bald hier, balo oͤort/ will ihre Stricke legen,/ so pflegt er mich/ zwar wundeͤrlich,/ oͤoch selig auch zu führen,/ daß mich kein Fall kann rühren. 352 5. Gott gibt! Und wär ich noch so arm, /doch soll ich nicht ö veroͤerben;/ was hilft mir denn mein steter harm,/ als müßt ich hungers sterben;/ er hat ja Brot,/ und wenn die Not/ uns nach der Wüste weiset,/ doch weroͤen wir gespeiset. 6. Gott lebt, wohlan, ich merke das;/ Gott hört, ich wills ihm sagen;/ Gott sieht, er setzt den Tränen Maß;/ Gott führt, ich darf ö nicht klagen;/ Gott gibt und liebt./ Nur unbetrübt!/ Er wird mir enoͤlich geben,/ auch oͤort mit ihm zu leben. Benjamin Schmolck, 4 1737. 55⁵⁷ Vertrauen mel. Ar. 552. 353 das iitpohlheten 1. Gott ist mein Gott, er sorgt für mich,/ was soll ich mich denn grämenꝛ/ Will er doch alle Last auf sich/ von meinen Schultern nehmen./ Wenn noch so schwer/ mein Kreuz auch wär,/ es soll mich nicht eroͤrücken;/ er will mich stets erquicken. 2. Gott ist mein Schild, er decket mich/ bei allen Ungewittern,/ auch wenn der hölle Pforten sich/ mit aller Macht erbittern:/ ist sein Panier/ nur über mir,/ so kann ihr blinder Schrecken/ mir keine durcht erwecken. 3. Gott ist mein Lich t, er leitet mich/ auf allen meinen Wegen/ und führet mich ganz wunderlich/ bei Sonnenschein und Regen/ sein Wort geht mir/ als Leitstern für/ und leuchtet meinen Füßen/ bei allen Finsternissen. 4. Gott ist mein Fels, er träget mich;/ laßt alle Berge sinken,/ so steh ich unveränderlich/ und werde nicht ertrinkenz/ obgleich die Flut/ mit aller Wut/ an meinen Anker schläget;/ doch wero ich nicht beweget. 5. Gott ist mein Teil, er sättigt mich;/ mir wird kein Gutes fehlen;/ was sollte denn mein Herze sich/ mit vielen Sorgen qualenꝰ/ Wer Gott nur hat,/ ist in der Tat/ der reichste Mensch auf Erden,/ ihm muß der himmel werden. 6. Gott ist mein heil, er segnet mich:/ ich soll in Christo lebenj/ mein heiland hat aus Liebe sich/ für mich in Tod gegeben./ So fiel mein Los/ in Gottes Schoß;/ wer kann bei diesem Glauben/ mir Gott und Himmel rauben? 7. Gott ist mein hirt, er weidet mich/ auf reinen, grünen Auen,/ und seiner treuen hut kann ich/ mich ohne Furcht vertrauen./ zeigt hier und da/ sich auch Gefahr,/ er gehet mir zur Seiten,/ sein Auge muß mich leiten. 8. Gott ist mein Alles hier und dort,/ im Himmel und auf Erden;/ es soll mir auch mein Gott hinfort/ noch immer lieber werden,/ bis ich dorthin/ gelanget bin,/ wo ich, mit Gott ver⸗ bunden,/ das höchste Gut gefunden. Bensamin Schmolck, 17/. allen ott tut, getan. mich ultern es soll tern// 7 ist mir egen/ gen;/ lißen/ ken,/ ich die roͤ ich Gutes zorgen Nensch benj/ ./ Go uben/ luen,/ uen./ iten,/ O auf lieber tver⸗ 17³⁷. Oertrauen mel. Alles ist an Gottes Segen. 354 Frankfurt a. M. 1738. ö E* I.. SPSSIEIEIEIEIIIEIIIIIII.... 0 1 1. Herr, mein Licht, mein Heil, mein Le⸗ben,/ wie kann ————— Z e. ich dich gnug er⸗ he⸗ben?/ Was für Lie⸗der stimm ich an?/ äIIIII.I..I—— Was soll ich für Dank er⸗wei⸗sen? /Wie soll ich das Gu⸗te ö—.——.— H —————.....—. 4—... prei ⸗sen,/ so du, herr, an mir ge⸗ tan? 2. zwar dͤu hattest mich gebeuget,/ aber auch dabei gezeiget,/ wie doͤu seist mit hilfe nah./ In der Nacht warst du verborgen,/ doch kam bald ein froher Morgen,/ da ich, Herr, dein Antlitz sah. 3. Also hast ou mich geführet,/ wie ichs tausenoͤmal verspüret/ selbst von meiner Jugend an,/ mit Geoͤuld und Liebesarmen,/ mit viel Gnade und Erbarmen,/ daß ichs nicht verdanken kann. 4. Dich recht lieben, heißt dich loben,/ dich recht loben, führt nach oben,/ wo oͤu ewig wirst verklärt./ O so laß denn alle Sinnen,/ Reden, Schweigen und Beginnen/ nach dem himmel sein gekehrt. 5. Hier will ich dir fest vertrauen/ und auf deine Gnaoe schauen, wenn des Kreuzes Last mich oͤrückt./ Ich will in der Stille hoffen,/ ö bis mein Glaub dich angetroffen/ und dein Antlitz mich erquickt. 6. Willst du mit der Hilf verziehen,/ eine eitlang von mir fliehen?/ Herr, ich bin ein sünoͤger Knechtl/ Willst oͤu strafen, willst oͤu schlagen?/ Willst ou züchtgen, willst du plagen? /Herr, ou bleibest stets gerecht. 7. Nun, so stärke mir den Glauben; /laß mir nichts denselben rauben,/ keine Weltlust, keine Pein./ deine Liebe laß mich schmekk ken,/ deine Gnaͤde mich erwecken,/ immer dankbar dir zu sein. Jak. Gabriel Wolf, T 1754.. 354 ———⏑— Vertrauen W mel. Rr. 352. 355 948 kf wehtocten 1. Auf Gott und nicht auf meinen Rat/ will ich mein Gllicke bauen/ und dem, der mich erschaffen hat,/ mit ganzer Seele trauen./ Er, der die Welt/ allmächtig hält,/ wird mich in meinen Tagen/ als Gott und Vater tragen. ö 2. Er sah von aller Ewigkeit,/ wieviel mir nützen würde,/ be⸗ stimmte meine Lebenszeit,/ mein Glück unòd meine Bürde./ Was zagt mein Herz?/ Ist auch ein Schmerz,/ der zu des Glaubens Ehre/ nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt,/ und hätte, was ich bitte,/ mir gnädig, eh ichs bat, gewährt,/ wenns seine Weisheit litte./ Er sorgt für mich/ stets väterlich;/ nicht, was ich mir ersehe// sein Wille, der geschehe! 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück/ weit schwerer oft zu tragen,/ als selbst das wioͤrige Geschick,/ bei dessen Last wir klagen?/ die größte Not/ hebt doch der Tod,/ und Ehre, Glück und Habe/ ver⸗ läßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht,/ läßt Gott es keinem fehlen;/ Gesunoͤheit, Ehre, Glück und Pracht/ sind nicht das Glück bder Seelen./ Wer Gottes Rat/ vor Augen hat,/ dem wird ein gut Gewissen/ die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist dͤes Lebens Herrlichkeit?„Wie bald ist sie ver⸗ schwunden!/ Was ist das Leiden dieser Zeit?/ Wie bald ists über⸗ wunden!/ Hofft auf den herrn,/ er hilft uns gern./ Seio fröhlich, ihr Gerechten;/ oͤer herr hilft seinen Knechten. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. Nr. 352. 356 das MWohigetan 1. Der herr ist meine Zuversicht,/ mein bester Trost im Leben./ Dem fehlt es nie an Heil und Licht,/ der sich dem Herrn ergeben./ Sott ist mein Gott;/ auf sein Gebot/ wird meine Seele stillez/ mir gnügt oͤes Vaters Wille. 2. Wer wollte dͤir, herr, nicht vertraun?/ Du bist oes Schwachen Stärke;/ oie Augen, die auf dich nur schaun,/ sehn deine Wunder⸗ werke./ Herr, groß von Rat/ uno stark von Tat,/ mit gnadenvollen Händen/ wirst oͤu oein Werk vollenoͤen. Vertrauen 357 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt,/ verlahen sehen müssen/ du läßt ihn, wenn ihn Not umgibt,/ doch deinen Trost genießen./ des Frommen herz/ wiro frei von Schmerz// oͤer Sünder eitles dichten/ wird einst oein Rat vernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott;/ der Toren Trost ver⸗ schwindet,/ wenn der Gerechte in der Not/ hilf und Erbarmung findet./ Wenn jen er faällt,/ ist er ein helo;/ er steht, wenn Sünder zittern,/ ein Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht oͤie große Hoffnung hin,/ die oͤir dein Glaube reichet./ Weh denen, die zu Menschen fliehn;/ weh dem, oͤer von Gott weichet!/ Dein heilanoͤ starb;/ ja, er erwarb/ auf seinem Codeshügel/ dir oeines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her„sich Wetterwolken sammeln;/ Gott hilft, wenn Christen freudenleer/ zu ihm um Gnade stammeln./ die Zeit der Qual,/ oͤer Tränen Zahl/ zählt er, er wägt die Schmerzen/ unoͤ wälzt sie weg vom herzen. 7. Herr, oͤu bist meine dZuversicht;/ auf dich hofft meine Seele./ du weißt, was meinem Glück gebricht,/ wenn ich mich sorgend guãle./ Wer wollte sich/ nicht ganz auf dich// Allmächtiger, ver⸗ lassen/ und sich im Kummer fassen? 8. In deine Hand befehl ich mich,/ mein Wohlsein und mein Leben./ Mein hoffeno Auge blickt auf dich,/ dir will ich mich er⸗ geben;/ sei du mein Gott/ und einst im Tod/ mein dels, auf den ich traue,/ bis ich dein Antlitz schaue. Christ. Sturm, 4 1786. lles i mel. Nr. 354. 357 Goltes Segen. I. Fortgekämpft und fortgerungen,/ bis zum Lichte durchgedrun⸗ gen/ muß es, bange Seele, sein./ durch die tiefsten Dunkelheiten/ kann dich Jesus hinbegleiten;/ Mut spricht er oͤen Schwachen ein. 2. Bei der hand will er dich fassen;/ scheinst du gleich von ihm verlassen,/ glaube nur und zweifle nicht!/ Bete, kämpfe sonoͤer Wanken:/ bald wirst oͤu voll Freude danken,/ bald umgibt dich Kraft und Licht. 3. Balo wird dir sein Antlitz funkeln /hoffe, harre, glaub im dun⸗ kelnl/ Nie gereut ihn seine Wahl./ Er will dich im Glauben üben/ Bott, die Liebe, kann nur lieben,/ Wonne wird baloͤ deine Qual. ‚—— Vertrauen 4. Weg von aller Welt die Blickel/ Schau nicht seitwärts, nicht zurücke,/ nur auf Gott und Ewigkeit;/ nur zu deinem Jesu wende/ Aug und herz undò Sinn und Hände,/ bis er himmlisch dich erfreut. 5. Aus des Jammers wilden Wogen/ hat dich oft herausge⸗ zogen/ seiner Allmacht treue hand./ Nie zu kurz ist seine Rechte/ wo ist einer seiner Knechte,/ der bei ihm nicht Rettung fand? 6. Schließ dich ein in deine Kammer,/ geh und schütte deinen Jammer/ aus in Gottes Vaterherz;/ kannst oͤu gleich ihn nicht empfinden,/ Worte nicht, nicht Tränen finden,/ klag ihm schweigeng deinen Schmerz! 7. Kräftig ist dein tiefes Schweigen:/ Gott wird sich als Vater zeigen;/ glaube nur, daß er dich hörtl/ Glaub, daß Jesus dich vertreten,/ glaube, daß, was er gebeten,/ Gott, sein Vater, ihm gewährt. 8. Drum, so will ich nicht verzagen,/ mich vor Gottes Antlih wagen,/ flehen, ringen fort und fort;/ ja, ich werde überwinden;/ wer ihn sucht, oer wird ihn finden,/ wird ihn haben hier und dort. Joh. Kaspar Lavater, 4 1801. Mel. Wie nach 358 einer Wasserquelle. Französischer Psalter, 1551. E+ ö é—— 5 ö—.— 1ꝛ— ö—53 — e/ Wenn der herr einst die Ge⸗fang⸗nen/ ih ⸗rer Ban ⸗de o dann schwinden die vergang⸗nen/ Lei⸗den wie ein I— ——.—— SSS I............. 3 ö le⸗dig macht, Traum der Nacht. dann wird un ⸗ser Herz sich freun,/ un ⸗ser — 2— ———.— x ꝓPꝓPꝓ.............. — mund voll Ddan⸗kes sein;/ jauch⸗zend wer ⸗den wir — ö ö—.— 2..—— 3— +.... ——— er⸗he⸗ ben/ ihn, der§rei⸗ heit uns ge ⸗ ge ⸗ ben. Vertrauen 359 2. Herr, erhebe deine Rechte,/ gib uns einen Vaterblick;/ aus der Fremdoe ruf die Knechte/ in die heimat bald zurück! Ach, der pfad ist steil und weit!/ Kürze unsre Prüfungszeit;/ führ uns, wenn wir treu gestritten,/ in des§riedens stille hütten. 5. Ernten weroen wir mit Freuden,„was wir weinend aus⸗ gesät;/ jenseits reist die drucht der Leiden,/ und des Sieges Palme weht./ Inser Gott auf seinem Thron,/ er, er selbst ist unser Lohnj/ die ihm lebten, die ihm starben,/ bringen jauchzend ihre Garben. Sam. Gottlieb Bürde, 4 1851. Mel. O Zesu Christ meins Lebens Licht. 359 Leipzig 1625. .—.—.—.— 0 V SSSSSITTTT 1. Der him⸗mel hängt voll Wol⸗ken schwer,/ ich seh das 2— é— J—. SSS TTTI.. —————. EE. O ID blau ⸗e Zelt kaum mehr;/ doch ü⸗ ber Wol⸗ken —— D— EEEEE hell und klar/ nehm ich ein freunoͤ⸗lich Au⸗ge wahrl 2. Es tobt der Sturm mit wilder Macht,/ sie wird so dͤunkel oft, die Nacht;/ doch wenn auch meine Seele bebt,/ sie weiß, oͤaß dort mein heiland lebt! 5. Sie zöge gar zu gern hinaus/ ins große, weite Vaterhaus,/ doch hält in seiner Kraft sie still,/ bis er, bis er sie lösen will. 4. Die Erd ist mir ein morsches Boot,/ das unter mir zu sinken Ban ich steh, nach oben hingewanoͤt,/ mit einem Fuß auf seinem and. 5. Gebeutst du, herr, mit einem Blick,/ so schleuoͤr ichs hinter mich zurück und schwinge mich an deiner Hand/ hinauf, hinauf und jauchze: Land! 6. Ich ginge gern, so gern zu dir!/ doch wenn oͤu mich noch länger hier„ in Sturm und dunklen Nächten läßt,/ so halt du meine Seele fest, 365 360 Oertrauen 7. Daß sie in Sturm und Nächten treu,/ zu deiner Ehre wacker sei,/ bis du mir rufst: Nun ist mirs recht,/ nun kannst du kommen, treuer Knecht! heinrich Möwes, 4 1834. Mel. Nr. 358. 360 Wasserguede 1. O mein Herz, gib oͤich zufrieden!/ O verzage nicht so baldl, Was dein Gott oͤir hat beschieden,/ nimmt dir keiner Welt Gewalt./ Reiner hindert, was er will,/ harre nur, vertraue still;/ geh b Wegs, den er dich senoͤet;/ er begann, und er vollendet. 2. Hüllt er dich in Dunkelheiten,/ so lobsing ihm aus der Nachtj/ sieh, er wird oͤir Licht bereiten,/ wo dus nimmermehr gedacht./ Häuft sich Not und Sorg umher,/ wird die Last dir allzuschwer,, faßt er plötzlich deine hände/ und führt selber oͤich ans Ende. 3. Wär auch alle Welt dir feinolich,/ rottete sich widͤer dich:/ dank ihm! O, der herr ist freundlich,/ seine Huld währt ewiglich./ Sind auch Trauer, Angst und Leid/ seines Segens dunkles Kleid:/ dank ihm! Er schickt seinen Segen/ auf geheimnisvollen Wegen. 4. Enoͤlich wird dein Morgen grauen;/ kennst du nicht sein Morgenrot?/ Darfst ou zagend rückwärts schauen,/ wenn dich Glut und Sturm beoͤroht?/ Denn auch Feuerflamm und Wind/ Boten seines Willens sino;/ und kanns nur ein Wunder wenden:/ auch ein Wunder kann er senden! 5. O so laß denn alles Bangen!/ Wirke frisch, halt mutig ausl/ Was mit ihm oͤu angefangen,/ führet er mit oͤir hinaus./ And ob alles widersteht:/ in Vertraun und in Gebet/ bleib am Werke deiner hände,/ so führt ers zum schönsten Ende. ö viktor v. Strauß, 4 1899. rauen Wacker ommen, „+ 1834. ach einer erquelle. baloͤl/ ßewalt./ geh des Nachtʒ/ eöacht./ chwer// Enoöe. dich:/ viglich./ Kleio:/ Wegen. cht sein ich Glut ö „Boten auch ausl/ ö Ano ob Werke 1¹% 361 Jahreszeiten Lieder für besondere Zeiten, Stände und Verhältnisse Jahreszeiten Frühling mel. Nr. 155. 361 den möchtigen döng I. Hör ich euch wieder, ihr Töne des Frühlings, erklingen// jubelnde Stimmen des Preises sich himmelwärts schwingen?/ Tief in der Brust/ regt sich die sehnende Lust,/ mit euch ein Loblied zu singen. 2. Soll mich die Amsel und soll mich die Lerche beschämen?/ Sang ist ihr Leben und freudiges Lob ohne Grämen./ Schweigest nur du,/ Seele, berufen dazu,/ Gnade um Gnaoe zu nehmen? 3. Ist nicht dein Frühling, der himmlische, dir auch erschienenꝛ/ Sahst du die Ruen der hoffnung in ihm nicht ergrünen,/ der bis ins Grab/ stieg aus dem himmel herab,/ all deinen Jammer zu sühnen? 4. König des himmels und Freund einer sündigen Seele,/ jeder Geoͤanke und jeoe Empfindung erzähle,/ was du mir bist;/ aus dir ein Lebensstrom fließt,/ daß ich mich nimmermehr quäle. 5. Laß mich oͤich loben! Ich weinte dir lange nur Klagen,/ wähnte dich hart, wenn aus Liebe du Wunden geschlagen,/ habe die hand/ ewiger Güte verkannt,/ irre von Sorgen und Zagen. 6. Doch wie der Winter von starrenoen schneeigen höhen/ spur⸗ los zerrinnt, wenn sie Lüfte oes Frühlings umwehen,/ also ent⸗ fliehn,/ gibst du dem Herzen dich hin,/ all jeine starrenden Wehen. 7. Gib mir die Harfe und laß mich die himmlischen Nieder/ sernher vernehmen! Sie hallen im Tränental wieder./ Engel⸗ gesang/ und der Erlöseten dank/ schwebe hinauf und hernieder! — 8. Schön ist die Schöpfung, die, ewiges Wort, du gegründet// wundervoll hast du die Berge und Täler geründet;/ Frühlinges Pracht/ hat, wie der Tag und die Nacht,/ längst deinen Namen verkündet. ö 9. Jauchze, Natur, in des Frühlings beginnendem Wehenl/ Singe, oͤu Welt, die das Werk der Erlösung gesehenl/ Jauchze, bu heer/ dort am kristallenen Meer: /Ehre sei Gott in den Höhenl Meta heußer⸗Schweizer, + 1876. 36 Jahr. Jahreszeiten 362 Sommer⸗ 362 Johannes Schmioͤlin, 1769. ——————— ——.— ö—— L.—— ö— ————— ö I. Geh aus, mein herz, und su⸗ che dreud/ in die⸗ser ——— IT IEEEE lie ⸗ben Som⸗mer⸗zeit/ an dei⸗ nes Got⸗tes Ga⸗ ben;/ schau ——— E— E das Eroͤreich decket seinen Iäle. 2. Die Bäume stehen voller Laub agen// Staub/ mit einem grünen Kleide;/ die Blümlein auf dem Wiesen⸗ „habe Plan,/ die ziehen sich viel schöner an/ als Salomonis Seibde. Zagen. 3. Die Lerche schwingt sich in die Zuft,/ das Täublein fleugt spur. aus seiner Klust/ und macht sich in oͤie Wäloͤer;/ die hochbegabte so ent⸗ Aachtigall/ ergötzt und füllt mit ihrem Schall/ Berg, hügel, Tal vehen. unoͤ Felder. 4. Die Glucke führt ihr völklein aus,/ der Storch baut und engel-bewohnt sein Haus,/ das Schwälblein speist die jungen;/ der ieder! schnelle Hirsch, das leichte Reh/ ist froh und kommt aus seiner nin höͤh/ ins tiefe Gras gesprungen. amen S. Die unveroͤrossne Bienenschar/ fleugt hin und her, sucht hier ö und da/ sich eole Honigspeise;/ des süßen Weinstocks starker Saft/ jenl/ bringt täglich neue Stärk und Kraft/ in seinem schwachen Reise. e, bu 6. Der Weizen wächset mit Gewalt;/ darüber jauchzet jung und hen! alt/ und rühmt die großbe Güte/ des, der so überflüssig labt/ und 1870. mit so manchem Gut begabt/ das menschliche Gemüte. 367 363 Jahreszeiten 7. Ich selber kann und mag nicht ruhn;/ des großen Gottes großes Tun/ erweckt mir alle Sinnen;/ ich singe mit, wenn alles singt,/ und lasse, was dem höchsten klingt,/ aus meinem Herzen rinnen. 8. Ach, denk ich, bist du hier so schön, und läßt dus uns so lieblich gehn/ auf dieser armen Eroͤen:/ was will oͤoch wohl nach dieser Welt/ ort in dem reichen himmelszelt/ und güloͤnen Schlosse werden! 9. Welch hohe Lust, welch heller Schein/ wird wohl in Christi Garten sein!/ Wie muß es da wohl klingen,/ da so viel tausend Seraphim/ aus einem Mund mit heller Stimm/ ihr Halleluja singen! 10. O wär ich da, o stünd ich schon,/ ach, lieber Gott, vor deinem Thron/ und trüge meine Palmen!/ So wollt ich nach der Engel Weis/ erhöhen deines Namens Preis/ mit tausend schönen Psalmen. 11. Doch will ich gleichwohl, weil ich noch/ hier trage dieses Leibes Joch,/ auch nicht gar stille schweigen;/ mein Herze soll sich fort und fort/ an diesem und an allem Ort/ zu deinem Lobe neigen. 12. hilf nur und segne meinen Geist/ mit Segen, der vom himmel fleußt,/ daß ich dir stetig blühe;/ gib, daß der Sommer deiner Gnad/ in meiner Seele früh und spat/ viel Glaubensfrücht erziehe. 13. Mach in mir deinem Geiste Raum,/ laß mich als einen guten Baum/ am Lebenswasser grünen;/ so will ich dir und deiner Ehr/ allein und keinem andern mehr/ hier und dort ewig dienen. paul Ger,arot, 4 1670. Herbst mel. Ur. 362. 363 6öee wir ue. 885 1. des Zahres schöner Schmuck entweicht,/ die Flur wird kahl, der Wald erbleicht,/ der vöglein Lieder schweigen./ Ihr Gottes⸗ kinder, schweiget nicht/ und laßt hinauf zum ewgen Licht/ des herzens Opfer steigen! 2 Gott ließ der Erde Frucht gedeihn;/ wir greifen zu, wir holen ein,/ wir sammeln seinen Segen./ Herr desu, laß uns gleichen Fleiß/ an deiner Liebe Ruhm und Preis/ mit Herzensfreude legen. 508 — — eiten Gottes ö n alles Herzen 0 ———* 2 * — E. S. — 5 * S — 23 öieses soll sich neigen. ienen. + 1070. Herz. r. 153. kahl, ottes⸗ /oes wir ichen H6en. gahreszeiten 36⁴ 3. Was Gottes Hand für uns gemacht,/ das ist nun alles ein⸗ gebracht,/ hat Dach und Raum gefunden./ So sammle dir zur Gnadenzeit,/ o Seele, was dein Herr dir beut./ für deine Kreuzes⸗ stunden. 4. Denn wie die Felder öde stehn, die Nebel kalt darüber wehn/ und Reif entfärbt die Matten: /so endet alle Eust der Welt,/ des Lebens Glanz und Rraft zerfällt;/ schnell wachsen seine Schatten. 5. Es braust der Sturm, der Wald erkracht,/ der Wandrer eilt, um noch vor Nacht/ zu flüchten aus den Wettern./ O Jesu, sei uns dach und Turm,/ wenn oft des Lebens rauher Sturm/ uns will zu Boden schmettern. 6. Es fällt der höchsten Bäume Laub/ und mischt sich wieder mit dem Staub,/ von oͤannen es gekommen./ Ach, Mensch, sei noch so hoch und wert:/ oͤu mußt hinunter in oͤie Erd, davon du bist genommen! 7. Doch wie der Lanoͤmann seine Saat/ ausstreuet, eh der Winter naht,/ um künftig Frucht zu sehen:/ so, treuer Vater, dͤeckest du ⸗ auch unsern Leib mit Erde zu,/ daß er soll auferstehen. 8. Indes, wie über Land und Meer/ der Störche Zug, der Schwalben Heer/ oͤer Sonn entgegenstreben:/ so laß zu oͤir die Seele fliehn,/ zu deinem Paradiese ziehn,/ an deiner Sonne leben! Viktor v. Strauß, 4 1899, Winter⸗ Mel. Gott sei dant J. RN. Freylinghausen, durch alle Welt. 364 halle 1704 —— 1. Gro⸗ßer Schöpfer, Herr der Welt,/ des⸗sen hand die un»ter, ge⸗ he auf! ———— ............ 365 Morgen 2. Deine Macht und herrlichkeit/ leuchtet auch zur Winterszeit/ in der wolkenvollen Luft,/ in den Flocken, in dem Duft. . Alles ruht; auf dein Geheiß/ wird der Wasserstrom zu Eis./ Du gibst, was der Landmann bat,/ deckst unòd wärmest seine Saat. 4. Der des Sperlings nicht vergißt,/ sorgt noch mehr für dich, o Christl/ Gott sei dir in hitz und Feost/ Freude, Zuversicht und Trost. 5. Bleibe oͤu, mein herz, nur warm!/ Ist ein Bruder nackt und arm,/ brich ihm liebevoll dein Brot,/ linoͤre freunoͤlich seine Not. 6. Nach des Winters kalter Nacht/ lebet alles, alles lacht;/ Bäume, Wiesen, Wälder blühn,/ und die dürre Welt wird grün. 7. Also blüht nach kurzer Zeit/ aus dem Staub Unsterblichkeit/ neu und umgeschaffen einst/ sind wir, wenn du, Herr, erscheinst. 8. Eile, Freudentag, heran,/ dem kein Winter folgen kannl/ Sonne, die nie untergeht,/ sei gelobet und erhöht! Kaspar Lavater, 4 1801. Morgen 365 Hamburg 1598. Aus mei⸗nes her ⸗ zens Grun ⸗-de/ sag ich dir Uin die⸗ser Mor ⸗ gen ⸗ stun⸗-de/ und all mein —ñ2 EEE Lob und dant be⸗ ben lang, herr Gott, auf dei ⸗ nem Thron,/ zu — . Lob dir, Preis und Eh⸗ ren/ durch Chri⸗-stum, un⸗ sern — — her ⸗ren,/ dein' ein⸗ge⸗bor⸗ nen Sohn; SSSISIIII Morgen 366 2. Daß oͤu mich hast aus Gnaden/ in der vergangnen Nacht/ vor Not, Gefahr und Schaden/ behütet und bewacht./ Ich bitt de⸗ mütiglich,/ wollst mir mein Sünd vergeben,/ womit in diesem Leben/ ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten/ mich gnadig diesen Tag/ vor Satans List und Wüten,/ vor Sünden und vor Schmach,/ vor Feur und Wassersnot,/ vor Armut und vor Schanden,/ vor Retten und vor Banden,/ vor bösem, schnellem Too. 4. Mein Leib und Seel, mein Zeben,/ mein Weib, Gut, Ehr und Kind/ sei dir, herr, übergeben,/ dazu mein Hausgesind/ als dein Geschenk und Gab,/ die Eltern und Verwanoͤten,/ Geschwister und Bekannten/ und alles, was ich hab. 5. Gott will ich lassen raten,/ der alle Ding vermagj/ er segne meine Taten/ auch an dem heutgen Tag./ Ihm hab ich heimge⸗ stellt/ Leib, Seele, Gut uno Leben,/ und was er sonst gegeben/ er machs, wies ihm gefäallt. 6. Darauf so sprech ich Amen/ uno zweifle nicht oͤaran,, Gott nimmt in Jesu Namen/ mein Flehen gnädig an./ Nun streck ich aus die Hand,/ greif an mein Werk mit Freuden,/ das Gott mir will bescheioͤen/ in meinem Amt und Stand. Georg niege, 1 1588, 366 heinrich Albert, 1642. SSS.. (Gott des Him⸗mels und der Er⸗den,/ Va⸗ ter, der es Tag und Nacht läßt wer⸗den,„Sonn und Sohn und heil ger Geist, Mond uns schei nen heißt, des⸗sen star⸗ke hand die Welt/ und, was oͤrin nen ist, er⸗hält: 24 37¹ 367 Morgen 2. Gott, ich danke dir von herzen,/ daß oͤu mich in dieser Nacht, vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen/ hast behütet unò bewacht/ und bei aller meiner Schulo/ mich noch trägst mit Vaterhuld. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden/ jetzt mit dieser Nacht vergehnj/ o, herr Jesu, laß dich finden/ und dein Herz mir offen stehn,/ da alleine Hilf und Rat/ ist für meine Missetat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen/ geistlich auferstehen mag/ und für meine Seele sorgen,/ daß, wenn nun dein großer Tag/ uns erscheint und dein Gericht,/ ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite/ meinen Gang nach deinem Wort j/ sei und bleibe oͤu auch heute/ mein Beschützer und mein ghort!/ Nirgends, als von dir allein,/ kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele/ samt den Sinnen und Ver⸗ stand,/ großer Gott, ich dir befehle/ unter deine starke and;/ Herr, mein Schilo, mein Ehr und Ruhm,/ nimm mich auf, dein Eigentum! ö 7. Deinen Engel zu mir sende,/ der des bösen deindes Macht/ List unò Anschlag von mir wende/ und mich halt' in guter Acht/ der auch enoͤlich mich zur Ruh/ trage nach dem Himmel zu! Heinrich Albert, 4 1051. Mel. Herr Zesu Christ, 367 dich zu uns wend. Görlitz 1648. + 1. die Nacht nunmehr ver⸗gan⸗gen ist;/ wir danken dir, Herr . — n. 5— ö ö—— A EIEIEISISSISEI sund läßt se⸗ hen je⸗den Tag.—— 2. Wir bitten dich, du Gnadenstrahl,/ leucht und in diesem Erden⸗ tal;/ beschirm uns täglich und auch heut,/ bewahr uns ferner allezeit. E 109 — ... ———— Morgen 368 5. Daneben gib uns Fried und Ruh/ und, was uns nötig ist, bazu;/ dͤurch deine starke Onaoenhand/ beschütze uns und unser Lanoͤ. 4. All Sünd und Schwachheit uns verzeih,/ ein gut Gewissen stets verleih;/ gib, daß wir deines RNamens Ehr/ ausbreiten immer mehr und mehr. 5. Anod wenn es dir, o Herr, gefällt,/ uns abzufordern aus der Welt,/ so gib ein selig Ende hier,/ oͤaß wir oͤort ewig sind bei dir. deinem 6. O Jesu Christ, erbarme dich,/ hör unsre Bitten gnadiglich/ o mein durch dein Verdienst, durch oͤeinen Too/ erlöse uns aus aller Not. ret sein. Vor 1664. goh. Georg Ebeling, 1666. ne,/ voll —————*—— —..— Freud und Won ne// 224441400. un⸗ rlitz 1646. .— EEEEE Gren⸗zen/ mit ih ⸗rem Gianmen ein n bünrern er⸗ eregult⸗ ken⸗des, EEE————.— lieb⸗li⸗ches Licht./ Mein Glie⸗oöer,/ dᷣie la⸗ gen 21 Ne⸗—— Erden⸗ ferner G. Laß mich mit§Freuden/ ohn alles Neiden/ sehen den Segen,/ den du wirst legen/ in meines Nächsten und Mitbruders Haus. so laß mich hören/ allzeit im Herzen dies heilige Wort:„Gott ist 368 Morgen 2. Mein Auge schauet,/ was Gott gebauet/ zu seinen Ehren,, und uns zu lehren,/ wie sein Vermögen sei mächtig und groß, und wo die Frommen/ dann sollen hinkommen,/ wenn sie mit Frieden/ von hinnen geschieden/ aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen,/ dem Schöpfer bringen/ Güter undò Gaben/ was wir nur haben,/ alles das sei Gott zum Opfer gesetzt./ Die besten Güter/ sinòd unsre Gemüter/ vor ihn zu treten/ mit Singen und Beten,/ das ist ein Opfer, oͤran er sich ergötzt. 4. Abenò und Morgen/ sind seine Sorgen/ segnen und mehren// —— Unglück verwehren,/ sind seine Werke und Taten allein./ Wenn wir uns legen,/ so ist er zugegen;/ wenn wir aufstehen,/ so läßt ö er aufgehen/ über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben/ zu dir hoch droben/ mein ganzes Sinnen;/ laß mein Beginnen/ ohn allen Anstoß und glücklich ergehn./ Laster und Schande,/ der dinsternis Bande,/ Fallen und Cücke/ treib ferne zurücke,/ laß mich auf deinen Geboten bestehn. Geiziges Brennen,/ unchristliches Rennen/ nach Gut mit Sünde,/ das tilge geschwinde/ von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen,/ was ists gewesen?/ In einer Stunde/ geht es zugrunde,/ sobald die Lüfte des Todes oͤrein wehn./ Alles in allen/ muß brechen und fallen;/ Himmel und Erden,/ die müssen das werden,/ was sie gewesen vor ihrem Bestehn. 8. Alles vergehet,/ Gott aber stehet/ ohn alles Wanken; seine Gedanken,/ sein Wort und Willen hat ewigen Grund./ Sein heil und Gnaden,/ die nehmen nicht Schaden,/ heilen im herzen/ die tödlichen Schmerzen,/ halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Rrone,//vergib und schonel/ Laß meine Schulden/ in Gnad und Hulden/ von deinen Augen sein ferne gewanotl/ Sonsten regiere,/ mich lenke und führe,/ wie dirs gefället;/ ich habe gestellet/ alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben,/ womit mein Leben/ ich kann ernähren/ 37⁴ ͤ————— —— / seine ein Heil zen/ die nö. ö juloͤen/ anötl/ et;/ ich ihren/ Bott ist Morgen 369 das Größte,/ das Schönste, das Beste,/ Gott ist das Süßte/ und 4 Allergewißte,/ aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst ou mich kränken,/ mit Galle tränken,/ und soll von Pplagen/ ich auch was tragen,/ wohlan, so mach es, wie dir es be⸗ liebtl/ Was gut und tüchtig,/ was schädlich und nichtig/ meinem Ge⸗ beine,//das weißt du alleine,// hast niemals einen zu sehr noch betrübt. 12. Kreuz und Elende,/ das nimmt ein Ende;/ nach Meeres⸗ brausen/ unòd Windessausen/ leuchtet der Sonne erwünschtes Ge⸗ sicht./ Freude die Fülle/ und selige Stille/ darf ich erwaͤrten/ im ö himmlischen Garten;/ dahin sind meine Geoͤanken gericht. Paul Gerharot, 4 1676. 1 1 Mel. Nun laßt uns Gott, dem hHerren. 30⁰⁹ Lelpzig 1587. 041 .—.— nten 1. Wach auf, mein Herz, und sin ⸗ge/ dem Schöpfer al⸗ler — ö— —————..— ä.... Din⸗ ge,/ dem Ge⸗ ber al⸗ ler Gü⸗ ter,/ dem treu⸗ en ö—.— N — II— Men⸗ schen⸗ hü⸗ ter. 2. Heut, als oͤie dunklen Schatten/ mich ganz umfangen hatten,/ beoͤecktest du mich Armen,/ o Vater, mit Erbarmen. d. Du sprachst:„Mein Kind, nun liege,/ kein Schrecken dich be⸗ siegeʒ/ schlaf wohl, laß oͤir nicht grauen,/ dͤu sollst die Sonne schauen.“ 4. Dein Wort, das ist geschehen,/ ich kann oͤas Licht noch sehen/ von Not blieb ich befreiet,/ dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben:/ hier bring ich meine Gaben/ und opfere dir wieder/ mein Herz und meine Lieder; 0. Die wirst du nicht verschmähen;/ du kannst ins Herze sehen/ und weißt wohl, daß zur Gabe/ ich ja nichts Bessres habe. 7. So wollst odu nun vollenden/ dein Werk an mir und senden,/ der mich an diesem Tage/ auf seinen händen trage. SIII.IFIAI‚I‚—— (370.37¹1 Morgen 8. Sprich Ja zu meinen Taten,/ hilf selbst das Beste raten// den Arnnfang, Mitt und Ende,/ ach, herr, zum Besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte,/ mein Herz sei deine hütte,/ dein Wort sei meine Speise,/ bis ich gen himmel reise. ö Paul Gerharoͤt, 4 1670. 370 Ohren 50 miie tehre 1. O allerhöchster Menschenhüter,/ du unbegreiflich großes Gut,/ ich will dir opfern herz und Mut;/ stimmt an mit mir, gedenkt der Güter,/ all ihr Gemüter! 2. Herr, deiner Kraft ichs nur zuschreibe,/ daß ich noch Odem schöpfen kann;/ ach, nimm dich meiner gnädig an,/ du Vaterherz, mich nicht vertreibe,/ heut bei mir bleibe! 3. Israels Gott, da ist mein Wille,/ der sich dͤir willig unter⸗ gibt,/ dich über alles gerne liebt;/ das ist mein Wunsch in früher Stille,/ o Gnadenfülle! 4. Dein Angesicht mich heilig leite,/ dein Ruge kräftig auf mich seh j/ ich reise, sitz, geh oder steh,/ mich zu der Ewigkeit begleite/ Herr, mich bereite! 5. Laß Seel und Leib, so du gegeben,/ stets sein in deiner Furcht bereit,/ als Glieder der Gerechtigkeit/ bis in den Tod dir sein ergeben,/ o Seelenleben! 6. Gesegne mich auf meinen Wegen,/ mein Tun und Lassen lenke duz/ in Unruh bleibe meine Ruh,/ bis ich zuletzt mich werde legen/ in Fried und Segen. Joachim Neander, 4 1680. 371 Joh. Rudolf Ahle, 1662. H — 2— D +.— 1. Mor⸗gen⸗glanz der E⸗wig⸗keit,/ Licht vom un⸗ er⸗ Ischick uns die⸗se Morgen⸗zeit/ dei⸗ne Strahlen l schöpften Lich⸗te, ö zu Ge⸗sich⸗te und vertreib durch deine Macht/ unsere Nacht. 37 Morgen 372 2. Deiner Hüte Morgentau/ fall auf unser matt Gewissen;/ laß die dürre Lebensau/ lauter süßen Trost genießen/ und erquick uns/ deine Schar,/ immerdar. 3. Gib, daß deiner Liebe Glut/ unsre kalten Werke töte/ und erweck uns herz und Mut/ bei erstanoner Morgenröte,/ daß wir, eh wir gar vergehn,/ recht aufstehn. 4. Ach, oͤu Rufgang aus der höh,/ gib, daß auch am jüngsten Tage/ unser Leib verklärt ersteh/ uno, entfernt von aller Plage,/ sich auf jener Freudenbahn/ freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt,/ du verklärte Gnaoͤensonne,/ führ uns durch das Tränenfeld/ in das Land oͤer süßen Wonne,/ wo die Lust, die uns erhöht,/ nie vergeht. Christian Knorr v. Rosenroth, 4 1689. hüter, wird oͤie Mel. Är. 373. 372 Nacht der Sünden. 1. Seele, odu mußt munter werden,/ denn der Erden/ blickt her⸗ vor ein neuer Tag;/ komm, dem Schöpfer dieser Strahlen/ zu bezahlen,/ was dein schwacher Trieb vermag. 2. Deine Pflicht, die kannst du lernen/ von den Sternen,/ oͤeren Golo der Sonne weicht,/ so laß auch vor Gott zerrinnen,/ was den Sinnen/ hier im Finstern schöne deucht. 3. Schau, wie das, was Odem ziehet,/ sich bemühet/ um der Sonne holdes Licht,/ wie sich, was nur Wachstum spüret,/ freudig rühret,/ wenn ihr Glanz die Schatten bricht. 4. So laß oͤich auch fertig finden,/ anzuzünden/ deinen Weih⸗ rauch, weil die Nacht,/ da dich Gott vor Unglücksstürmen/ wollen schirmen,/ ist so glücklich hingebracht. 5. Bitte, daß er dir Gedeihen/ mag verleihen,/ wenn du aufwas Gutes zielst,/ aber daß er oͤich mag stören/ und bekehren,/ wenn du böse Regung fühlst. 6. Kränkt dich etwas diesen Morgen,/ laß ihn sorgen,/ der es wie die Sonne macht,/ welche freunoͤlich pflegt oͤie höhen/ an⸗ zusehen/ und auch in die Täler lacht. 7. Denk, daß er auf deinen Wegen/ ist zugegen/ und erkennet, was du tust;/ daß er auch verborgne flecken/ kann entoͤecken/ und die tiefste Sündenlust. 37⁷7 375 Morgen 8. Wir sind an den Lauf der Stunden/ festgebunden,/ der ent⸗ führt, was eitel heißt,/ und der dein Gefäß, o Seele,/ nach der höhle/ eines Sterbgewölbes reißt. 9. drum so seufz ich, daß mein Scheiden/ nicht ein Leiden,/ sondern sanftes Schlafen sei,/ und daß ich mit Lust und Wonne/ seh die Sonne,/ wenn des Todes Nacht vorbei. Frieor. Rud. Ludwig v. Canitz, 4 1699. lle 17⁰4. 373 3. A. Freolinghagfen —— 1. hüter, wird die Nacht der Sünden/ nicht verschwinden?/ + hü⸗ter, ist die Nacht schier hin? /Wird die Fin⸗ ster⸗ nis der r i rrn. 5.,— —— Sinnen/ bald zer ⸗ rin-nen,/ da⸗rein ich ver⸗ hül⸗ let bin? 2. Möcht ich wie das Rund der Erden/ lichte werden!/ Seelen⸗ sonne, gehe auf!/ Ich bin finster, kalt unò trübe;/ Jesu, Liebe,/ komm, beeile deinen Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde,/ da die Stunde/ der Erscheinung kommen ist;/ und ich muß mich stets im Schatten/ so ermatten,/ weil oͤu mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen,/ weil oͤu kommen;/ aber ich bin lauter Nacht;/ darum wollst döu mir, dem Deinen,/ auch erscheinen,/ der nach Licht und Rechte tracht't. 5. Wie kann ich des Lichtes Werke/ ohne Stärke/ in der dinster⸗ nis vollziehn?/ Wie kann ich die Liebe üben,/ demut lieben/ und der Nacht Geschäfte fliehn? 6. Nch, daß länger meine Seele/ sich nicht quäle,/ zünd dein Feuer in mir an!/ Laß mich finstres Rind 96. Erden/ helle werden,/ daß ich Gutes wirken kann. III . * * IIIN Morgen 7. Das Vernunftlicht kann das Leben/ mir nicht geben;/ Jesus und sein heller Schein,/ Jesus muß das Herz anblicken/ und er⸗ guicken,/ Jesus muß die Sonne sein. 8. Nur die Decke vor den Rugen/ kann nicht taugen,/ seine Rlarheit kann nicht ein;/ wenn sein helles Licht den Seinen/ soll erscheinen,/ muß das Ruge reine sein. 9. Jesu, gib gesunde Rugen,/ die was taugen,/ rühre meine Rugen an!/ Denn das ist die größte Plage,/ wenn am Tage/ man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter, 4 1711. w den lieb mel. Nr. 359. 374 Gott laßt walten. J. Mein Gott, nun ist es wieder Morgen,/ die Nacht vollenoͤet ihren Lauf;/ nun wachen alle meine Sorgen/ auf einmal wieder mit mir auf./ Die Ruh ist aus, der Schlaf dahin;/ ich sehe wieder, wo ich bin. ö 2. Ich bin noch immer auf der Erde,/ wo jeder Tag sein Elend hat,/ wo ich nur immer älter werde/ und niemals rein von Misse⸗ tat./ O Gott, der täglich mich ernährt,/ wär ich doch deiner Gnad auch wert! 3. Du siehst am Morgen mich aufstehen,/ regier mich auch in bieser Welt;/ ich weiß nicht, wie mirs heut wiroͤ gehenz/ mach alles 374 so, wie dirs gefällt;/ schließ mich in deine Vorsicht ein,/ dein will ich tot und lebend sein. 4. Vergib mir, Vater, meine Sünden,/ die ich bei Tag und Nacht beging,/ und laß mich vor dir Snade finden,/ erhöre, was ich bet und sing;/ denn wenn ich nur bei dir wohl steh,/ so acht ich gar nicht, wie es geh. 5. Hilf du in allen Sachen raten,/ denn ich bin selber mir nicht 4 klug;/ behüte mich vor Missetaten,/ vor böser Menschen List und Trug;/ laß mich oen Tag wohl legen an/ und Gutes schaffen, wo ich kann. 6. Behüte mir mein Leib und Leben,/ mein Weib und Rino, mein Hab und Gut,/ und laß den Himmel Segen geben,/ wenn meine hand das Ihre tut/ hilf daß ich alles wohl verricht!/ du Kaspar LVeumann, 4 1715. wirst es tun, ich zweifle nicht. 379 375376 Morgen Wi Mel. Ar. 358(oder wie 388). 37 3 Waherzuel 1. Gott, dᷣu Licht, das ewig bleibet,/ das ohn allen Wechsel ist,/ das die Finsternis vertreibet,/ der du bleibest, wie du bist,/ ich ver⸗ lasse meine Ruhj/ ruse: Werde Licht! mir zu,/ daß ich, der ich Aacht und Erde,/ durch dein Licht verkläret werde. 2. Wecke, da der Leib geschlafen,/ auch die Seele geistlich auf,/ gib ihr deines Lichtes Waffen,„richt und leite ihren Lauf;/ laß mich sein des Lichtes Kind,/ hilf mir, da ich geistlich blind,/ Jesu, daß ich wieder sehe/ und in deinem Lichte gehe. 3. Schenke mir, Herr, und gewähre,/ was die arme Seele stillt;/ ach, erneure und verkläre/ stets in mir dein Ebenbild!/ Sende mir den Geist der Kraft,/ der ein neues Leben schafft,/ daß ich himm⸗ lich auf der Erde/ und ein Geist mit Christo werde. 4. Segne meiner hände Werke,/ fördre mich in meiner Pflicht;/ bleibe meiner Schwachheit Stärke,/ meines Lebens Kraft und Licht;/ laß mein Lebensziel allein/ deines Namens Ehre sein;/ hilf, daß ich stets wahre Liebe/ gegen meinen Nächsten übe. 5. Führ mich einst zu jenem Lichte/ deiner höchsten Majestat,/ wo vor deinem Angesichte/ die verklärte Seele steht,/ heller als der Sonnenschein,/ schön, unsterblich, engelrein,/ laß sie sein mit dir vereinet,/ wenn mein letzter Tag erscheinet. Salomo Franck, 1725. mel. den die hirten lobten sehre. vorreformatorisch. 1. Früh am Mor⸗gen Je ⸗ sus ge⸗ het/ und vor —— ö al ⸗len Tü⸗ren ste⸗het,/ klo⸗pfet an, wo man ge⸗ i fle⸗het:/ Romm, gerr 3e ⸗ su, un ⸗ser Gast! 3570 EEE — / hilf, estät,/ ler als ꝛin mit + 1⁷²⁵. Morgen ö 57⁷7 2. Nun, so lasset ihn nicht dorten,/ tut ihm auf des Herzens Pforten/ und ruft ihn mit süßen Worten: /Eile, Jesu, kehre ein! 3. Wollest täglich bei uns bleiben,/ alle Feinde von uns treiben,/ uns ins Buch des Lebens schreiben/ und der gute Hirte sein; 4. Weiden uns auf grünen Ruen,/ daß wir deine Fülle schauen/ und auf deinen Reichtum bauen,/ mit dir gehen aus und ein. 5. Amen, ja es soll geschehenl/ Jesus wird heut mit uns gehen,/ und wir weroͤen fröhlich sehen,/ daß er uns nicht läßt allein. Gerhard Stip, 4 1882. (Oder wie 255. frommer Gott. 377 E 563 SS— ö 0 Je⸗ su, sü⸗bes Licht,/ nun ist die Nacht ver⸗ nun hat dein 55888 9—— neu⸗e mich um⸗ ——.—t.5 r. n in nun ist, was an mir ist,/ vom Schla⸗fe auf⸗ge⸗ 5 1. weckt/ und hat sich, herr, nach dir/ ver⸗lan⸗gend aus⸗ ge⸗streckt. 2. Was soll ich oͤir denn nun,/ mein Gott, für Opfer schenkenꝛ/ Ich will mich ganz und gar/ in deine Gnade senken/ mit Leib, mit Seel, mit Geist/ heut diesen ganzen Tag;/ das soll mein Opfer sein,/ weil ich sonst nichts vermag. 3. Mein Jesu, schmücke mich/ mit Weisheit und mit Liebe,/ mit Reuschheit und Geduld/ durch deines Geistes Triebe;/ auch mit der Demut mich/ vor allem kleide an,/ so bin ich wohl geschmückt/ und köstlich angetan. 4. Gib, daß mir diesen Tag/ stets vor den Rugen schwebe,/ daß dein Allgegenwart/ mich wie die Lust umgebe,/ auf daß mein ganzes Lun/ durch herz, durch Sinn und Mund/ dich lobe inniglich,/ mein Gott, zu aller Stund! 381 ——...————————— 378 Morgen 5. Nch segne, was ich tu,/ ja reͤe und gedenke;/ durch deines Geistes Kraft/ es also führ und lenke,/ daß alles nur gescheh/ zu deines Namens Ruhm,/ und daß ich unverrückt/ verbleib dein Eigentum. Zoachim Lange, + 1744. Mel. Ich oͤank dir schon durch deinen Sohn. 378 Aus dem Böhmischen, 1595. .... IIE————————— + 1. Mein erst Ge⸗fühl sei Preis und Dank;/ er⸗heb ihn, ——— ů H2—— 2 Ii NI . TD * mei ne See⸗lel/ der herr hört oͤei⸗nen Lob⸗ ge⸗sang/ —* 2 ————. lob⸗sing ihm, mei ⸗ ne See⸗le! 2. Mich selbst zu schühen ohne Macht,/ lag ich und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht/ unòd Ruhe für die Müden? 3. Du bist es, Gott und Herr der Welt,/ und dein ist unser Leben;/ du bist es, der es uns erhält/ und mirs jetzt neu gegeben. 4. Gelobet seist du, Gott der Macht,/ gelobt sei deine Treue,/ daß ich nach einer sanften Nacht/ mich dieses Tags erfreue. 5. Laß deinen Segen auf mir ruhn,/ mich deine Wege wallen,/ und lehre du mich selber tun/ nach deinem Wohlgefallen. 6. Uimm meines Lebens gnädig wahr,/ auf dich hofft meine Seelej/ sei mir ein Retter in Gefahr,/ ein Vater, wenn ich fehle. 7. Gib mir ein Herz voll Zuversicht// erfüllt mit Lieb und Ruhe,/ ein weises Herz, das seine Pflicht/ erkenn und willig tue; 8. Daß ich als ein getreuer Knecht/ nach deinem Reiche strebe,/ gottselig, züchtig und gerecht/ durch deine Gnade lebe; 9. Daß ich das Glück der Lebenszeit/ in deiner Furcht genieße/ und meinen Lauf mit§reudigkeit,/ wenn du gebeutst, beschließe. Christian gürchtegott Gellert, 4 1709. iieße/ ließe. + 17⁰9. Morgen⸗ Mittag 379.380381 mel. Nr. 358. 379 Waßergnenle 1. Wenn ich einst von jenem Schlummer„/welcher Tod heißt, aufersteh/ und, erlöst von allem Rummer,/ jenen schönren Morgen seh:/ o dann wach ich anders auf./ Schon am Ziel ist dann mein Lauf;/ Träume sinò des Pilgers Sorgen,/ großer Tag, an deinem Morgen! 2. Hilf, odaß keiner meiner Tage,/ Geber der Ansterblichkeit,/ einst mich im Gericht verklage,/ daß ich frevelnd ihn entweiht./ Ruch noch heute wacht ich auf;/ Dank sei dir! Zu dir hinauf/ führ mich jeder meiner Tage,/ jede Freude, jede Plagej 5. Daß ich froh gen himmel sehe,/ wenn mein letzter Tag er⸗ scheint./ Wenn zum oͤunklen Tal ich gehe,/ von den Meinigen be⸗ weint, /linoͤre dann des Todes Pein,/ laß mich stark und freudig sein/ daß ich sie zum Himmel weise/ und dich, Herr des Todes, preise. Frieör. Gottlieb Klopstock, 4 1803 Mittag⸗ Vor Tische Mel. Nr. 359. 38 0 meins 2——⁷1 1. Gesegn uns, herr, die Gaben dein,/ die Speis laß unsre Nahrung sein/ hilf, daß daͤdurch erquicket wero/ der oͤürftge Leib auf dieser Eroͤ! 2. Doch dieses zeitlich Brot allein/ kann uns nicht g'nug zum Leben sein;/ dein göttlich Wort die Seele speist,/ hilft uns zum Leben allermeist. 3. Drum gib uns beides, Herr und Gott,/ hilf enoͤlich auch aus aller Not:/ so preisen wir dein' Gütigkeit/ hier und auch dort in Ewigkeit. mitte des 16. Jahrhunderts. Schmücke dich, mel. Nr. 196. 381 oulebe Secle Speis, o Gott, uns deine Kinder,/ tröste die betrübten Sünder// sprich den Segen zu den Gaben,/ die wir jetzo vor uns haben,/ baß sie uns zu diesem Leben/ Stärke, Kraft und Nahrung geben,/ bis wir enolich mit den Frommen/ zu dem Himmelsmahle kommen. Johann heermann, 4 1647. 38³3 ——— ————— 382.585 584. 385· 38 Mittag Abend 382 eustiich kamnest err, wir kommen zu dem Essen;/ laß uns deiner nicht ver⸗ gessen,/ denn du bist das himmelsbrot;/ speis die Leiber, stärk die Seelen,/ die wir dir jetzt anbefehlen,/ steh uns bei in aller Not;/ hilf uns, daß wir nach der Erden/ deine Gäst' im himmel werden. Nach Cische⸗ 383 Nun lobt und dankt Gott allzusammen. wir danken Gott für seine Gaben,/ die wir von ihm empfangen haben,/ wir bitten unsern lieben Herrn,/ er woll auch ferner sie beschern/ und speisen uns mit seinem Wort,/ daß wir satt werden hier und dort;/ ach, lieber Gott, du wollst uns geben/ nach dieser Welt das ewge Leben. 1537. Mel. Nr. 419. 384 da Christus geboren war. Unser Vater, der uns liebt,/ der uns, was uns gut ist, gibt,/ gab auch jetzt uns Speis und Trank;/ lobt ihn, sagt ihm frohen Dank./ Aller Segen kommt vom herrnj/ dankt ihm und gehorcht ihm gern,/ liebt ihn, freuet euch des Heren! Gott sei dank Mel. Nr. 364. 385 durch alle Walt Guter Geber, Dank sei dir;/ du belebst, drum leben wir;/ du gibst Speise uns und Trank,/ dir sei ewig Lob und Dankl Raspar Lavater, 1 180l. Abend mel. Erhalt uns, herr,— 386 wittenberg 156 bei oeinem Wort. ESESSESESEEE 22 13 17 1. hin⸗ un⸗ ter ist der Son⸗ne Schein,/ die finst⸗re Nacht bricht stark her⸗ein;/ leucht uns, gerr Christ, du wah⸗res ö 38⁴ . E E E EE bend „als oͤn kamest. Ht ver⸗ ärk die Notj/ perden. nd dankt hammen. pfangen ner sie werden ch dieser 1557 ven war. gibt,/ frohen gehorcht tt sei dDant alle Welt. wir;/ du iEl ee, 4 1801. überg 1545. Abend .... 2.—.— E Licht,/ laß uns im Fin⸗stern strau⸗cheln nicht. 2. Dank sei dir, daß oͤu uns oͤen Tag/ vor Schaoͤen, Angst und mancher Plag/ durch deine Engel hast behüt't/ aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir heut erzürnet dich,/ das, Herr, verzeih uns gnädiglich/ und rechn es unsrer Seel nicht zu;/ laß schlafen uns in Fried und Ruh. 4. Die Engel dein zur Wach bestell,/ daß uns der böse Feind nicht fäll;/ vor Schrecken, Angft und§euersnot/ behüt uns diese Nacht, o Gott! Nikolaus herman, + 1561. Mel. In dͤich hab ich(15. Jahrhundert.) gehoffet, herr.—— Straßburg 1560. eeieer, Je⸗su Christ;/ oͤich will ich las⸗sen wal ⸗B ten/ und al⸗le⸗ — H ö II iiie DEEEE zeit/ in Lieb und Leid/ in mei⸗nem herz be⸗ hal ⸗ten. 2. Dein Lieb und Treu für alles geht,/ kein Ding auf Erd so fest besteht:/ das muß ich frei bekennen;/ ͤrum soll nicht Tod,/ nicht Angst, nicht Not/ von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht/ und hält gewiß, was es verspricht,/ im Tod undò auch im Leben./ Du bist nun mein,/ und ich bin dein;/ oͤir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab; ach, schönste Zier,/ Herr Jesu Christ, bleib odu bei mir; /es will nun Abend werden./ Laß doch dein Licht/ auslöschen nicht/ bei uns allhier auf Erden. eeipzig 1597. 25 385 Abend 388 gohann Schop, 1642. *..— 23— SISSSSII—.— wer⸗de mun⸗ter, mein Ge⸗mü⸗ te,/ und ihr Sin⸗ ne daß ihr prei⸗set Got⸗tes Gü⸗ te,/ die er hat ge⸗ RRRE.. —2 E—— geht her⸗für, da er mich den gan- zen Tag/ vor so tan an mir, ,r en eere er ren, d, . iEEEE eee man⸗cher schwe⸗ren Plag/ durch sein gna⸗den⸗rei⸗ ches ö Wal⸗ ten/ hat be⸗schir⸗met und er⸗ hal⸗ten. ————————————— 2. Lob und Dank sei dir gesungen,/ Vater der Barmherzigkeit,/ ö daß mir ist mein Werk gelungen,/ daß du mich vor allem Leid/ und vor Sünden mancher Art/ so getreulich hast bewahrt, auch die deinde weggetrieben,/ daß ich unversehrt geblieben. 3. herr, ich bin von dir gewichen,/ doch ich stell mich wieder einj/ denn dein Sohn hat ausgeglichen/ meine Schulo durch seine pein. Ich verleugne nicht die Schuld;/ aber deine Gnad und guld/ ist viel größer als die Sünde,/ die ich täglich in mir finoͤe. 4. O du Licht der frommen Seelen,/ o du Glanz der Ewigkeit, dir will ich mich ganz befehlen/ diese Nacht und allezeit./ Bleibe doch, mein Gott, bei mir,/ weil es nunmehr dunkel hier;/ daß kein Unfall mich betrübe,/ tröste mich mit deiner Liebe. 5. Laß mich diese Nacht empfinden/ eine sanfte, süße Ruhj/ alles Ubel laß verschwinden,/decke mich mit Segen zu./ Leib und Seele/ mut und Blut,/ Weib und Kinder, Hab und Gut,/ dreunde, dein) und Hausgenossen/ sei'n in deinen Schutz geschlossen. 6. Ach, bewahre mich vor Schrecken,/ schütze mich vor Uberfall/ laß mich Krankheit nicht aufwecken,/ halte fern des Krieges Schall/ 2 SESE=E. die igkeit,/ n Lei/ t,/ auch wieder rch seine nad und ir finde. igkeit,/ „Bleibe rj/ daß 97/alles d Seele, e/ deind berfall/ Schall/ Abend 389 wend ab Feur und Wassersnot,/ Pestilenz und schnellen Tod;/ laß mich nicht in Sünden sterben,/ noch an Leib und Seel veroͤerben. 7. O dͤu großer Gott, erhöre,/ was dein Rind gebeten hat;/ Jesu, den ich stets verehre,/ bleibe du mein Schutz und Rat;/ und mein Hort, du werter Geist,/ der oͤu Freund und Tröster heißt,/ höre doch mein sehnlich Flehen!/ Amen, ja, es soll geschehen! Zohan. Rist, + 1667. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. H — D— ö + SDSSS.SS.. 1. Nun ru⸗hen al⸗ le Wälder,/ Vieh, Menschen, Stäot und ——————————.— IE del⸗der,/ es schläft die gan⸗ ze Welt;/ ihr a⸗ ber, mei⸗ ne n, Fn un Sn ö ö ———. 2.—.—.. 1 er,—— 389 Heinrich Isaak, 4 1517.-(1539.) Sin⸗nen,/ auf, auf, ihr sollt be⸗gin⸗ nen,/ was eu⸗ rem —..H—.— ——1 — ——— Schöp⸗fer wohl⸗ge⸗fällt. 2. Wo bist oͤu, Sonne, blieben?/ Die Nacht hat oͤich vertrieben,/ die Nacht, des Tages§eind./ dahr hin, ein anoͤre Sonne,/ mein Jesus, meine Wonne,/ gar hell in meinem herzen scheint! 3. Der Tag ist nun vergangenz/ die güloͤnen Sternlein prangen/ am blauen Himmelssaal;/ also werd ich auch stehen,/ wenn mich wird heißen gehen/ mein Gott aus diesem Jammertal. 4. Der Leib, der eilt zur Ruhe,/ legt ab das Rleid und Schuhe,/ das Bild der Sterblichkeit;/ die zieh ich aus, dagegen/ wird Christus mir anlegen/ den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände/ sind froh, daß nun zum .]ꝰ Ende/ die Arbeit kommen sei;/ Herz, freu dich, dͤu sollst werden/ vom Elend dieser Erden/ und von der Sündenarbeit frei. 7/ IxPPTPTPTPTRTDTD W¶W —.—.—...—..—.——— Fbend 6. Nun geht, ihr matten Glieder// geht hin und legt euch nieder,/ der Betten ihr begehrt;/ es kommen Stund und Zeiten,/ da man euch wird bereiten/ zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn veroͤrossen, im Nu sind sie geschlossen,/ wo bleibt dann Leib und Seel?/ Nimm sie zu deinen Gnaden,/ sei gut für allen Schaden,/ du Aug und Wächter Israell 8. Breit aus die Flügel beide,/ o Jesu, meine Freude,/ und nimm dein Küchlein ein!/ Will mich der deind verschlingen,/ so laß die Englein singen:„dies Kind soll unverletzet sein!— 9. Auch euch, ihr meine Lieben,/ soll heute nicht betrüben/ ein Unfall noch Gefahr// Gott laß euch ruhig schlafen,/ stell euch die güloͤnen Waffen/ ums Bett und seiner helden Schar. ö paul Gerharot, 4 1676. 390 1. der Tag mit seinem Lichte/ fleucht hin und wird zunichte,/ die Nacht kommt angegangen, mit Ruhe zu umfangen/ den matten Erdenkreis./ Der Tag, der ist geendet;/ mein Herz zu dir sich wendet,/ der Tag und Racht geschaffen/ zum Wachen und zum Schlafen,/ will singen deinen Preis. ö 2. Wohlauf, wohlauf, mein Ppsalter!/ Erhebe den Erhalter,/ der mir an Leib und Seelen viel mehr, als ich kann zählen,/ hat heute Guts getan./ All Augenblick und Stunden/ hat sich gar viel gefunden,/ womit er sein Gemüte/ und unerschöpfte Güte/ mir klar gezeiget an. ö 3. Gleichwie des hirten Freude,/ ein Schäflein auf der Weiode// sich unter seiner Treue/ ohn alle durcht und Scheue/ ergötzet in dem Feld/ und sich mit Blumen füllet,/ den Durst mit Quellen stillet,/ so hat mich heut geführet,/ mit manchem Gut gezieret/ der Hirt in aller Welt. 4. Gott hat mich nicht verlassen,/ ich aber hab ohn'ꝰ Maßen/ mich nicht gescheut, mit Sünden/ und Unrecht zu entzünden/ das teeue Vaterherz./ Ach, Vater, laß nicht brennen/ den Eifer, noch mich trennen/ von deiner hand und Seiten;/ mein Tun und Aberschreiten/ erweckt mir Reu und Schmerz. 5. Erhöre, Herr, mein Beten/ und laß mein Abertreten/ zuun Rechten und zur Linken/ ins Meeres Tiefe sinken/ und ewig unter⸗ 388 halter,/ zählen,/ sich gar Güte/ Weiode,/ göthet in Quellen ezieret/ Naßen/ en/ das er, noch un und en/ zur g unter⸗ Abend 391 gehn./ Laß aber, laß hingegen/ sich deine Engel legen/ um mich mit ihren Waffen;/ mit dir will ich entschlafen,/ mit dir auch auferstehn. 6. Darauf so laß ich nieoͤer/ mein Haupt und Rugenlider,/ will ruhen ohne Sorgen,/ bis daß der güloͤne Morgen/ mich wieder munter macht./ dein§lügel wiro mich decken,/ so wiro mich nicht erschrecken/ der deind mit tausend Listen,/ der mich und alle Christen/ verfolget Tag und Nacht. 7. Och lieg hier oder stehe,/ ich sitz auch ooer gehe,/ so bleib ich dir ergeben,/ und du bist auch mein Leben,/ das ist ein wahres Wort./ Was ich beginn und mache,/ ich schlaf ein oder wache,/ wohn ich, als wie im Schlosse, in deinem Arm und Schoße,/ bin selig hier und dort. paul Gerharoͤt, 4 1676. Weroͤe munter, Mel. Nr. 388. 391 mein Gemüte. 1. Unsre müden Augenlider/ schließen sich jetzt schläfrig zu,/ und oͤes Leibes matte Glieder/ grüßen schon die Abenoͤruh/ denn die dunkle, finstre Nacht/ hat des hellen Tages Pracht/ nun versenkt im tiefen Meere/ und entflammt der Sterne heere. 2. Nch, bedenk, eh oͤu gehst schlafen,/ oͤu, o meines Leibes Gast,// ob oͤu den, der dich erschaffen,/ heute nicht erzürnet hast;/ tu, ach tu beizeiten Buß,/ geh und falle ihm zu Fuß/ und bitt ihn, daß er aus Gnaden/ dich der Strafe woll entlaoen. 5. Sprich: Herr, oͤir ist unverhohlen,/ daß ich diesen Tag ver⸗ bracht/ anders, als du mir befohlen;/ ja, ich habe nicht bedacht/ des Berufes schmalen Steg// deinen vorgeschriebnen Weg,// sonoern dich, mein Gott, verlassen,/ bin gefolgt der Weltlust Straßen. 4. Ach, herr, laß mich Gnad erlangen,/gib mir nicht veroͤienten Lohn,/ laß mich deine huld umfangen,/ sieh an deinen lieben Sohn// der für mich genug getan;/ Vater, nimm den Bürgen an!/ dieser hat für mich erduldet,/ was ich Sünder hab verschuldet. 5. Laß mich, Herr, von dir nicht wanken;/ in dir schlaf ich sanft und wohl;/ gib mir heilige Gedanken,/ und bin ich gleich Schlafes voll, /so laß doch den Geist in mir/ zu dir wachen für und für,/ bis die Morgenröt angehet/ und die Sonn am Himmel stehet. 380 ——— 392 Abend 6. Vater oͤroben in der höhe,/ dessen Nam uns teuer wert,/ dein Reich komm, dein Will' geschehe,/ unser Brot werd uns be⸗ schert,/ und vergib uns unsre Schulo,/ schenk uns deine Gnad und huld;/ laß uns nicht Versuchung töten,/ hilf uns, herr, aus allen Nöten. gohann§ranck, 4 1077. Mel. O höchster Gott, 3 2 o unser lieber herre. 9 dranzösischer Psalter, 1542. rr 149 Aie, dirn ö—— 233————— 1. Der Tag ist hin, mein +1 su, bei mir blei⸗bel/ SSSEE ,, en d——— — 2 9 O See⸗len⸗licht, der Sün⸗den Nacht ver⸗trei⸗ be;/ geh auf „Glanz der dühtt ⸗rech⸗-tig⸗keit,/ er⸗ leuch⸗ te mich, o — 2——2 7—— Herr, denn es ist Zeit! ———— 2. Lob, Preis und Dank sei oͤir, mein Gott, gesungen;/ dir sei die Ehr, wenn alles wohlgelungen/ nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh;/ du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, das mich empfinoͤlich quälet:/ Beständigkeit im Guten mir noch fehlet;/ das weißt ou wohl, o herzenskündiger,/ ich strauchle noch wie ein AUnmündiger. 4. Vergib mir, herr! Es sagt mir mein Gewissen:/ der Sünde Lust hat mich von dir gerissen;/ es ist mir leid, ich stell mich wieder ein;/ hier ist mein herz, ich dein, herr, und oͤu mein! 5. Mein herr und Gott, mein hüter und mein Hirte,/ zu meinem Trost oͤein sieghaft Schwert umgürte;/ bewahre mich durch deine große Macht,/ wenn mir der Feind nach meiner Seele trachtt. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen:/ ach ————.—. —.——.——— I N II 39 II laß oͤie Seel im Schlaf auch Gutes schaffen;/ o Lebenssonn, er⸗ quicke meinen Sinnz/ dich laß ich nicht, mein dels; der Tag ist hin Joachim Neander, 4 1080, ö 39⁰ eit im diger,/ Sünde wieder neinem ch deine tracht't. 117 ach nn, er⸗ ist hins „+ 1080. Abend 393 · 394 393 Dresden 1657. — 4—— 5 —..——— v. 1. Nun sich oͤer Tag ge⸗en-det hat/ und kei- ne⸗ ö——— 38. ö——— Sonn mehr scheint,/ schläft al⸗les, was sich abenewattt und — 1 ‚‚I SII 18 was zu- vor ge-weint. 2. Nur oͤu, mein Gott, hast keine Rast,/ du schläfst noch schlum⸗ merst nicht;/ die Finsternis oͤich nicht umfaßt,/ weil du bist selbst das Licht. 3. Geoͤenke, herr, doch auch an mich/ in dieser finstern Nacht,/ und schirme du mich gnäoͤiglich/ mit deiner Engel Wacht. ö 4. zwar flhl ich wohl der Sünden Schulo, die mich bei dir klagt an;/ doch deines lieben Sohnes Hulo/ hat gnug für mich getan. 5. Drauf tu ich meine Rugen zu/ und schlafe fröhlich ein;/ mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh,/ wer wollte traurig sein? 6. Weicht, nichtige Gedanken, hin, hemmt nicht der Andacht ö Lauf! /Och baue jetzt in meinem Sinn/ Gott einen Tempel auf. 7. Soll diese Nacht die letzte sein/ in oͤiesem Jammertal,/ so führ mich, Herr, zum Himmel ein, zur auserwählten Zahl. 8. Und also leb und sterb ich dir,/ o herr Gott Zebaoth;/. im Tod unod Leben hilfst oͤu mir/ aus aller Angst und Not. Joh. drieoͤrich herzog, 4 1699. Mel. Nr. 388. 394 werde munter, mein Gemüte. 1. Herr, es ist von meinem Leben/ wiederum ein Tag dahin/ lehre mich nun Achtung geben,/ ob ich fromm gewesen binz/ zeige mir auch selber an,/ so ich was nicht recht getan,/ und hilf jeht in allen Sachen/ guten Feierabend machen. 391 395 43 Abend 2. Freilich wirst du manches finden,/ das dir nicht gefallen hatʒ/ denn ich bin noch voller Sünden/ in Gedanken, Wort und Tat,/ und zu jeder Tagesstund pfleget Herz und hand und Mund/ so geschwind und oft zu fehlen,/ daß ichs selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden,/ habe noch einmal Gedͤulol/ Ich bin freilich schwer beladen,/ doch vergib mir alle Schuloͤl/ Deine große Vatertreu/ werde diesen Abend neu/ so will künftig deinen Willen/ ich noch mehr als heut erfüllen. 4. heilige mir das Gemüte,/ daß der Schlaf nicht sündlich sei/ decke mich mit deiner Güte,/ und dein Engel steh mir bei./ Lösche Licht und§euer aus/ und bewahre selbst das Haus,/ daß ich morgen mit den Meinen/ nicht im Unglück müsse weinen. 5. Steure den gottlosen geuten,/ die im Finstern Böses tunj/ sollte man gleich was bereiten,/ uns zu schaden, wenn wir ruhn,/ so zerstöre du den Rat/ und verhindere die Tat;/ wend auch allen ö andern Schrecken,/ den die Bosheit kann erwecken. 6. herr, dein Ruge geht nicht unter,/ wenn es bei uns Abend wirdj/ denn du bleibest ewig munter/ und bist wie ein guter hirt/ der auch in der finstern Nacht/ über seine herde wacht;/ darum hilf uns, deinen Schafen,/ daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich dann gesund erwachen,/ wenn es rechte Zeit wiro sein,/ daß ich ferner meine Sachen/ richte dir zu Ehren einj/ oder hast du, lieber Gott// heut bestimmet meinen Tod,/ so befehl ich dir am Ende/ Leib und Seel in deine Hände. Kaspar Neumann, + 17¹⁵. Mel. Nr. 7. 395 nch, was soll ich Sünder machen. 1. Ach, mein ZJesu, sieh, ich trete,/ da der Tag nunmehr sich neigt/ und die Finsternis sich zeigt,/ hin zu deinem Thron und bete:/ neige du zu deinem Sinn/ auch mein Herz und Sinnen hin. 2. Meine Tage gehn geschwinde/ wie ein Pfeil zur Ewigkeit/ auch die allerlängste zeit/ rauscht vorüber wie die Winde,/ fließt dahin als wie ein Fluß/ mit dem schnellsten Wasserguß. . Aber, Jesu, sieh, ich Armer/ nehme mich doch nicht in acht,/ ö ö daß ich dich bei Tag und Nacht/ herzlich suchte, mein Erbarmer;/ o wie mancher Tag geht hin, daß ich kalt und träge bin. 55² igkeit/ / fließt in acht// armerʒ/ n. Abend 396 4. Nch, ich muß mich herzlich schämen;/ du erhältst und schützest mich/ Tag und Nacht so gnädiglich,/ und ich will mich nicht be⸗ guemen,/ daß ich ohne Heuchelei/ dir dafür recht dankbar sei. 5. Nun, ich komme mit Verlangen, /o mein Herzensfreund, zu dir:/ neige du dein Licht zu mir,/ da der Tag nunmehr ver⸗ gangen;/ sei oͤu selbst mein Sonnenlicht,/ das durch alles dinstre bricht. 6. Laß mich meine Tage zählen,/ die du mir noch gönnen willt// von dir sei mein Herz erfüllt,/ so wird mich nichts können quälen;/ denn wo du bist Tag und Licht,/ schaͤben uns die Nächte nicht. L. Zohann Schlicht, 4 1725. Mel. Jesu, meine Freude. 396 gohann Crüger, 1656. .q—. 4——.— 2— ꝗ Hir⸗-te dei⸗ ner Scha⸗ fe, der von kei ⸗ nem dei⸗ ne Treu und Mil⸗de/ dien⸗te mir zum EEEEE Schlafe/ et⸗was wis⸗ sen mag, Schilde/ den vergangnen Tag; seidie Rachtlauch auf ber wacht⸗ — 20 SP III I —5———... 2— E. unod laß mich von dei⸗nen Scharen/ um und um be⸗wah⸗ren. 2. Decke mich von oben/ vor der Feinoͤe Toben/ mit oͤer Vater- huld;/ ein versöhnt Gewissen/ sei mein Ruhekissen,/ oͤrum vergib die Schulo/ Denn dein Sohn/ hat mich oͤavon/ durch die tief⸗ geschlagnen Wunden/ gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben/ keine Not betrüben;/ sie sind mein und dein./ Schließ uns mit Erbarmen/ in den Vaterarmen/ wohl⸗ geborgen ein./ Du bei mir/ und ich bei dir;/ also sind wir unge⸗ schieden,/ und ich schlaf in Frieden. 4. Komm, verschließ die Kammer/ und laß allen Jammer/ ferne von uns sein./ Sei du Schloß und Riegel,/ unter deine Flügel/ 50⁷ ——.——— 397· 598 Abend nimm dein Küchlein ein;/ deck uns zu/ mit Schutz und Ruh,/ mel so wird uns kein Grauen wecken,/ noch der deind uns schrecken. 1. 5. Wie, wenn ich mein Bette/ heut zum Grabe hätte?/ wie het bald rot, bald tot!/ Doch, hast du beschlossen,/ daß mein ziel singe verflossen,/ kommt die Todesnot,/ so will ich/ nichts wider dich./ 2. Gerne, weil ich dich gefunden,/ sterb ich alle Stunden. maich 6. Nun wohlan! ich tue/ in vergnügter Ruhe/ meine Rugen zu./ wWer Seele, Leib und Leben/ hab ich dir ergeben,/ treuer Hüter dul/ 3. Gute Nacht!/ Nimm mich in acht;/ und erleb ich ja den Morgen, einh wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck, r. Hhim ö 4. Mel. Nr. 441. 307 gerzlich tut mich verlangen. zu d 1. Herr, es gescheh dein Wille!/ Der Rörper eilt zur Ruh,/— es fallen in der Stille/ die müden Augen zu./ Vergib der Schwach⸗ ö heit Sünden,/ verschon mit zorn und Straf/ laß mich bereitet Aan finden/ zum Tode wie zum Schlaf. Haän 2. Dein Heil hab ich gesehen;/ in Frieden fahr ich hin,/ weil ö ich beim Ruferstehen/ in deinem Reiche bin./ Wohl dem, der bis ans Ende/ sich als ein Christ erweist!/ Mein Gott, in deine Hände/ befehl ich meinen Geist. Joh. Friedrich v. Cronegk, 4 Ii3, Mel. Nr. 389. 398 O Welt, ich muß dich lassen, 1. Nun sich der Tag geendet,/ mein herz zu dir sich wendet/ und danket inniglich;/ dein holdes Angesichte/ zum Segen auf mich richte,/ erleuchte und entzünde mich. 2. Ich schließe mich aufs neue/ in deine Vatertreue/ und Schuh und herze ein;/ die fleischlichen Geschäfte/ und alle finstren Kraste/ vertreibe durch dein Nahesein. 3. Daß du mich stets umgibest,/ daß oͤu mich herzlich liebest/ und rufst zu dir empor,/ daß du allein den dᷣrieden/ mir geben kannst hienieden,/ das stelle früh und spät mir vor. wi 4. Ein Tag, der sagts dem andern,/ mein Leben sei ein Wan dern/ zur großen Ewigkeit.O Ewigkeit, du schöne,/ mein her⸗ an dich gewöhnel/ Mein heim ist nicht in dieser Zeit. tro Gerharo Tersteegen, 4 17⁰9. 594 * bereitet n,/ weil „der bis hände/ E, 4 758, dich lassen. wendet⸗ egen auf 10 Schuh n Krãste/ ö liebest/ sir geben in Wan⸗ ein her) n, + 17⁰5. ö Abeno 399 400 Mel. Nr. 389. 399 O Welt, ich muß dich lassen. 1. Herr, oer oͤu mir das Leben/ bis diesen Tag gegeben,/ dich bet ich kinoͤlich an./ Ich bin viel zu geringe/ der Treue, die ich singe,/ und die oͤu heut an mir getan. 2. Mit dankendem Gemüte/ freu ich mich oͤeiner Güte;/ ich freue mich in dir./ Du gibst mir Kraft und Stärke,/ Gedeihn zu meinem Werke/ und schaffst ein reines herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen,/ nach deines Worts Befehlen/ einher im Leben gehn,/ auf deine Güte hoffen,/ im Geist den himmel offen/ und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube/ und nahe mich im Staube/ zu dir, o Gott, mein Heil./ Ich bin der Schulo entladen,/ ich bin bei oͤir in Gnaden,/ und in dem Himmel ist mein Teil. 5. Bedeckt mit deinem Segen/ eil ich der Ruh entgegen;/ dein Name sei gepreist!/ Mein Leben und mein Ende/ ist dein; in deine hände/ befehl ich, Vater, meinen Geist. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. Nr. 389. 400 O welt, ich muß dich lassen. er Monoͤ ist aufgegangen,/ oͤie goloͤnen Sternlein prangen/ am himmel hell und klar./ Der Walo steht schwarz und schwei⸗ get,/ und aus den Wiesen steiget/ der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie ist die Welt so stille/ unoö in der Dammrunghülle/ so traulich und so holo// als eine stille Rammer,/ wo ihr des Tages Jammer/ verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mono dort stehen?/ Er ist nur halb zu sehen/ und ist doch rund und schön./ So sind wohl manche Sachen,/ die wir getrost belachen,/ weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolzen Menschenkinder/ sind eitel arme Sünder/ und wissen gar nicht viel;/ wir spinnen Luftgespinste/ und suchen viele Rünste/ und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein heil uns schauen,/ auf nichts Vergänglichs trauen,/ nicht Eitelkeit uns freun/ laß uns einfältig weroen/ und vor dir hier auf Erden/ wie Kinder fromm und fröhlich sein! 5 * 401 402 Am Schlusse der Woche 6. Wollst enoͤlich sonder Grämen/ aus dieser Welt uns nehmen/ dͤurch einen sanften Tod;/ und wenn oͤu uns genommen,/ laß uns in himmel kommen,/ oͤu, unser herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder,/ in Gottes Namen nieder;/ kalt ist der Abenoͤhauch./ Verschon uns, Gott, mit Strafen/ und laß uns ruhig schlafen/ und unsern kranken Nachbar auch. matthias Claudius, 4 1815. Für Kinder⸗ ö 4 0¹ Schlesische Volksweise. 2 TE SD..— ö SSSSSSS 27— DDSESESEEEE.— 1. Mü⸗dͤe bin ich, geh zur Ruh,/ schlie⸗— bei⸗ — SDID— S — ‚.— +..———— UI E—— nnin v.., — — H ö —.— H 44 ——— — EEEII— D mei⸗nem Bet⸗ te sein. 2. Hab ich Unrecht heut getan,/ sieh es, lieber Gott, nicht anl ö deine Gnad und Jesu Blut/ macht ja allen Schaden gut. ö 3. Alle, die mir sind verwandt,/ Gott, laß ruhn in deiner hano/ alle Menschen, groß und klein,/ sollen dir befohlen sein. 4. Kranken herzen senoe Ruh,/ nasse Rugen schließe zu;/ laß den Mond am Himmel stehn/ und die stille Welt besehn. Luise hensel, 4 1870, Am Schlusse oͤer Woche⸗ mel. du Lebensbrot, ö Christ.(Goer wie kx.279. u 402 peter Sohr,§rankfurt 168. (Auch zum Jahreswechsel.) 22 42 2—.—*—4— ——..—— 1 Gott Lob! ein Schritt zur E⸗ wig⸗keit/ ist a⸗ ber⸗ zu dir im Fort⸗gang die⸗ser Zeit/ mein herz sih zu;/ laß . el, + 1975 kfurt 1668. Am Schlusse oͤer Woche ** II ö ö—.——3.. ——..————4..— 1+— E+ EEEE mals voll⸗ en⸗det)⸗ sehn lich wen⸗det, o Quell, oaraus mein Le⸗ben fließt/ und +.——— 2..... ö.. al⸗le Gna⸗de sich er⸗gießt/ zu mei⸗ ner See⸗le Le⸗ben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr/ und wird mir fast zu lange,/ bis es erscheine, daß ich gar, /o Leben, dich umfange,/ damit, was sterblich ist an mir,/ verschlungen werde ganz in oͤir,/ und ich unsterblich werde. 3. Doch sei dᷣir ganz anheimgestellt/ die rechte Zeit unoͤ Stunde,/ wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt,/ wenn ich mit herz unòd Munde/ dich kommen heiße und darauf/ von nun an richte meinen Lauf,/ daß ich oͤir komm entgegen. 4. Ich bin vergnügt, oaß mich nichts kann /von deiner Liebe trennen,/ und daß ich frei vor jedermann/ dich meinen Freunoͤ darf nennen,/ und daß du dort, o Lebensfürst, /dich ganz mit mir vereinen wirst/ und mir dein Erbe schenken. 5. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit,/ daß sich die Woch“) geenoͤet,/ und also auch von dieser Zeit/ ein neuer Schritt voll⸗ enoet,/ und freudig schreit ich weiter fort,/ bis ich gelange an die Pfort/ Jerusalems oͤort oben. 6. Wenn meine hände lässig sind/ und meine Kniee beben,/ so biet mir deine Hand geschwino,/ mich wieder zu erhebenz/ erfüll mit deiner Rraft mein Herz// damit ich freudig himmelwärts/ ohn Unterlaß aufsteige. 7. Geh, Seele, frisch im Glauben oͤran/ und sei nur unerschrok⸗ ken/laß dich nicht von der rechten Bahn/ die Lust der Welt ab⸗ locken;/ so dir der Lauf zu langsam deucht,/ so eile, wie ein Röler fleugt,/ mit Flügeln süßer Liebe. 8. O Jesu, meine Seele ist/ zu dir schon aufgeflogen;/ ͤu hast, weil du voll Liebe bist,/ mich ganz zu dir gezogen./ Fahr hin, was heißet Stund und Zeit!l Ich bin schon in der Ewigkeit,/ weil ich in Jesu lebe. Hugust hermann Francke, 4 17²7. das Jahr. 3⁰⁷ 40⁰³40⁰⁴ Am Schlusse der Woche Beruf Mel. Är. 442. 403 valet will ich dir geben. ö 1. Ddie Woche geht zu Ende,/ nicht aber Gottes Treuj/ denn wo ich mich hinwende,/ da ist sie immer neu./ Die Zeit kann wohl verschwinden,/ nur Gottes Güte nicht,/ sie läßt sich täglich finden/ und gibt mir Trost und Licht. 2. Du gnädigster Erhalter/ von allem, was ich bin,/ hör meines Mundes Psalter/ und nimm mein Opfer hin./ Anzählbar sind die Gaben,/ die du geschenket mir, /und was ich nur kann haben,, ist alles ja von dir. z. die ganze Woche zeuget/ von deiner Gütigkeit,/ die du zu mir geneiget,/ getreu zu jeder Zeit./ Auf meines Lebens Pfade/ rühmt jeder Augenblick/ die Wunder deiner Gnade/ im Anglück wie im Glück. 4. Allein mein Herze bebet,/ wenn es zurücke denkt, wie übel ich gelebet/ und dich, mein Gott, gekränkt;/ orum ruf ich: Herr, erbarme,/ erbarm dich über mich!/ Ich fall dir in die Arme:/ ach, schone gnädiglich! 3. mein Glaube heißt mich hofen, Ves sei dunch Ehristi latl an ö neuer Bund getroffen /und alles wieder gut;/ drum will ich dir geloben,/ auf ewig treu zu sein/ dein guter Geist von oben/ wird mir die Kraft verleihn. 6. Ich bin dein Kind aufs neue j/ drum gib, daß diese Nacht/ mich auch dein Schutz erfreue,/ der alles sicher macht./ Ich werde gleichsam sterben/ der Schlaf ist wie ein Tod j/ doch kann ich nicht verderben:/ du lebst in mir, mein Gott. 7. Soll das in diesem Leben/ die letzte Woche sein,/ will ich nicht widerstreben,/ nein, mich im Geiste freun/ auf jenen Heier⸗ abend,/ den Christi Tod gemacht,/ und diese Hoffnung habend/ sprech ich nun: Gute Nacht! Bensamin Schmolck, I7, Beruf Mel. Nr. 589. 404 O Welt, ich muß dich lassen. 1. du sollst in allen Sachen/ mit Gott den Anfang machen/ aus treuer Schuld und Pflicht./ Wem hast du Dank zu geben,/ als ihm, für Heil und gebenꝰ/ Von dir, o Mensch, entspringt es nicht. 598 lut/ ein ich dir n/ wiroͤ Nacht/ ch werde ich nicht „will ich n Zeier⸗ habend/ E,+. ich lassen. machen/ geben,/ tes nicht. Beruf 4⁰⁵ 2. Was will dein kaltes Sinnen,/ du Staub der Zeit, beginnen,/ legt er nicht Hilfe bei?/ Der Mensch mit seinem Dichten/ weiß wenig auszurichten,/ das wahrhaft gut zu heißen sei. 3. Drum sei nicht zu verwegen/ auf des Berufes Stegen/ und biloͤe oͤir nicht ein,/ als könntest du Vertrauen/ auf oͤeine Kräste bauen;/ denn sie sind Gottes und nicht dein. 4. Wo Gottes Hand sich reget,/ den Grund zur Arbeit leget,/ da zieht der Segen ein;/ verkehrt er sein Gesichte,/ so wiro ein Werk zunichte,/ wie trefflich auch die Meister sein. 5. Schlag an oͤie himmelspforten/ mit starken Glaubensworten,/ da bitte Beistanò aus./ Daher wird Segen fließen/ unoͤ reichlich sich ergießen/ auf dich und auf dein ganzes Haus. Anoͤreas Tscherning, 4 1659. Mel. O durchbrecher aller Bande. 2 405 herrnhaag 1740. H + + den, Bare,, tti f Lrri ir. ——————.— Je⸗ su, komm, sei ein⸗ ge⸗be⸗ ten./ Mei⸗ne hän⸗de wol⸗lest mir zur Sei⸗te tre⸗ ten,/ daß mein Tun sei —— ö x—— EEEE leg ich an;—— wohl⸗ge⸗tan. Auf dein Wort, zu dei⸗ ner Eh⸗ re,/ — ö ö ——..———— ö———— will mein Netz ich sen⸗ken ein; ei⸗ nen gu⸗ten Zug be⸗ —— .S.S.I sche⸗ re,/ laß es vol⸗ ler Se⸗ gen sein. 2. Ohne dich macht nichts mein Machen,/ nichts kann alle meine Runst;/ ohne dich in allen Sachen/ alle Müh ist ganz umsonst./ Nch, du mußt mit hand anlegen,/ meine Hand ist viel zu schwach./ Run, so komm mit hilf und Segen, /meine Ohnmacht mächtig mach! + 1 1 2 1 399 40⁰ Beruf he ů 3. Gerne will ich tun das Meine,/ will es tun auf dein Geheiß:/ 4 ö tu auch oͤu dabei das deine/ und beglücke meinen Fleiß./ Laß mich Wen und mein haus erfreuen/ einen reichen, guten Zug; /doch sollt Gib es nicht gleich gedeihen,/ hab ich dich, hab ich genug. erfa 4. zwar, wie sollt es mir nicht glücken,/ oͤa oͤu selbst Mithelfer bist?/ Ach, du kannst und willst erquicken,/ wenn man fromm 5 und gläubig ist./ Ist nur Gott, so ist daneben/ alles andere auch bab im Haus;/ du wirst segnen, oͤu wirst geben,/ der du allen teilest aus. auf 5. Ich verseh mich deiner Gnaden,/ ob ich keines Segens wert;/ mei wirst oͤu mir mein Netz beladen,/ sollst ou sein mit Dank verehrt;, 6. gibst oͤu, will ich wieoͤergeben;/ ja, ein Teil davon soll dein,/ ö hän dein, o Gott, und auch daneben/ meines armen Nächsten sein. zu d Sigismund v Birken, 4 1681. erw N + En umen Her 406 uwitenberg Emel ö freut 22—— ö EET 2. 1 In Got⸗tes Na⸗ men fang ich an,/ was mir zu 2 Gott wird al⸗les wohl⸗ge⸗tan/ und glück⸗ E E—...2 ö tun ge⸗ büh⸗ ret;/ mit aus⸗ge⸗ füh ⸗ret./ Was man in Got⸗tes Na⸗men tut,/ ist Lr ö—— 1 ——— é x I ——.— e, uin nar—— al⸗lent⸗hal⸗ben recht und gut/ und muß uns auch ge⸗ dei hen. 2. Gott ists, der das Vermögen schafft,/ das Gute zu voll⸗ bringen,/ er gibt üns Segen, Mut und Kraft/ und läßt das Werk gelingen,/ daß uns ein reicher Zug entsteht/ und Gottes Gab in ö Fülle geht,/ daß wir zur Gnüge haben. 3. Gott ist der Frommen Schild und Lohn,/ er krönet sie mit Gnadenj/ der bösen Welt haß, Neid und Hohn/ kann ihnen gar ö nicht schaden./ Gott decket sie mit seiner hand,/ er segnet—— Weg und Stanoͤ/ und füllet sie mit Freuden. 10⁰ ö ö vg 1525. ö Gab in t sie mit jnen gar jet ihren Beruf 4. Drum komm, hHerr Jesu, stärke mich,/ hilf mir in meinen Werkenz/ laß u mit deiner Gnade dich/ bei meiner Arbeit merken./ Gib dein Gedeihen selbst dazu,/ daß ich in allem, was ich tu,/ erfahre deinen Segen. 5. Regiere mich durch oͤeinen Geist,/ ben Müßiggang zu meiden// daß das, was oͤu mich schaffen heißt,/ gescheh mit lauter Freuöen,/ auf daß ich oͤir mit aller Treu/ auf dein Gebot gehorsam sei/ unoͤ meinem Nächsten diene. 6. Aun, Jesu, komm und bleib bei mir;/ die Werke meiner hände/ befehl ich, liebster heiland, dir;/ hilf, daß ich sie vollende/ zu deines Namens herrlichkeit,/ und gib, daß ich zur Abenoͤzeit/ erwünschten Lohn empfange! Salomo Liscow, + 1689. Mel. Du, des sich alle himmel 7.(Oöer: wie 6658 23.) 407 SSI 1. Das wal⸗ te Gott, der hel⸗ fen kann!/ Mit Gott sand V EEEE — die Ar⸗beit an./ Mit Gott nur geht es glück⸗lich fort;/ örum Just. Heinrich Knecht, 1793. — ——— e ee Eer w., ist auch dies mein er⸗stes Wort:/ Das wal⸗-te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und Werk/ erfordert Gottes Kraft und Stärk;/ mein herz sucht Gottes Angesicht;/ drum auch mein Mund mit Freuden spricht:/ Das walte Gott! 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts;/ wo Gott nicht gibet, da gebrichts; Gott gibt und tut mir alles Guts;/ örum sprech ich nun auch gutes Muts:/ Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier,/ so will ich dankbar sein dafür;/ auf sein Wort werf ich aus mein Netz/ und sag in meiner Arbeit stets:/ Das walte Gott! 20 40¹ 40⁷ 40⁸ Ehe unoͤ 5. Anfang und Mitte samt dem End/ stell ich allein in Gotles händ;/ er gebe, was mir nützlich ist;/ drum sprech ich auch zu jeder§rist:/ Das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Segen bei/ nach seiner großen Güt und Treu,/ so gnügets mir zu jeder Stund;/ drum sprech ich auch aus Herzensgrund:/ Das walte Gott! 7. Trifft mich ein Unglück: unverzagt!/ Ist doch mein Werk mit Gott gewagt;/ er wird mir gnädig stehen bei;/ oͤrum dies auch meine Losung sei:/ Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat,/ bis all mein Tun ein Ende hat;/ er gibt und nimmt, machts, wie er will;/ drum sprech ich auch fein in der Still:/ Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not/ und gibt mir auch mein täglich Brot;/ nach seinem alten Vaterbrauch/ tut er mir Guts; drum sprech ich auch:/ Das walte Gott! 10. Ohn ihn ift all mein Tun umsonst,/ nichts hilft Verstand, Witz oder Runst;/ mit Gott gehts fort, gerät auch wohl,/ daß ich kann sagen glaubensvoll: /Das walte Gott! 11. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit,/ so acht ich keiner deinde neid;/ laß hassen, wers nicht lassen kann,/ ich stimme doch mit ö Freuden an:/ Das walte Gott! 12. Tu ich dann was mit Gottes Rat,/ der mir beistehet früh und spat,/ dann alles wohl geraten muß;/ drum sprech ich noch⸗ mals zum Beschluß:/ Das walte Gott! Joh. Betichius, 14 1722. Ehe und Hausstanoͤ 408 Nicht so traurig, nicht so sehr. 1. voller Wunder, voller Kunst,/ voll von hoher Weisheit Preis,/ voller huloe, Gnad und Gunst,/ Labsal bei des Lebens Schweiß,/ voller Wunder, sag ich noch,/ ist der keuschen Liebe Joch. I 2. Die sich nach dem Angesicht/ niemals je zuvor gekannt// auch sonst im geringsten nicht/ mit Gedanken zugewandt,/ derer herzen, derer hand/ knüpft Gott in ein Liebesband. unoͤ Gottes uch zu n Güt ch auch 1 Werk m dies un ein sprech h mein Guts rstand, daß ich Feinoe och mit het früh ch noch⸗ „ T 1722, ĩtraurig, t so sehr. Preis// chweiß // . nt// auch Herzen, hausstand 408 3. Dieser Vater zieht sein Kind,/ jener seins dagegen auf,/ beide treibt ihr sondrer Wind,/ ihre sondre Bahn und Lauf/ aber wenn die zeit nun dar,/ wiros ein wohlgeratnes Paar. 4. Hier wächst ein geschickter Sohn,/ dort ein eole Lochter zu/ eines ist des andern Kron,/ eines ist des andern Ruh,/ eines ist des andern Licht,/ wissens aber beide nicht. 5. Bis solang es dem beliebt,/ der die Welt im Schoße hält/ und zur rechten Stunde gibt/ jedem, was ihm wohlgefällt:/ da erscheint im Werk und Tat/ der so tief verborgne Rat. 6. Jeder findet, jeder nimmt,/ was der höchst ihm ausersehnj/ was im himmel ist bestimmt,/ pflegt auf Erden zu geschehn,/ und was dann nun so geschicht,/ das ist sehr wohl ausgericht't. 7. Ofters denkt man: das und dies/ hätte können besser sein/ aber wie die dinsternis/ nicht erreicht den Sonnenschein,/ also geht auch Menschensinn/ hinter Gottes Weisheit hin. 8. Laß zusammen, was Gott fügt 7/ der weiß, wies am besten seij/ unser Denken fehlt und trügt// sein Gedank ist mangelfrei/ Gottes Werk hat festen Fuß,/ wenn sonst alles fallen muß. 9. Siehe frommen Rindern zu,/ die im heilgen Stande stehn,/ wie so wohl Gott ihnen tu,/ wie so schön er lasse gehn/ alle Taten ihrer häno/ auf ein gutes, selges End. 10. Ihrer Tugend werter Ruhm/ steht in steter voller Blüt;/ wenn sonst aller Liebe Blum/ als ein Schatten sich verzieht,/ und wenn aufhört alle Treu,/ ist doch ihre Treue neu. 11. Ihre Lieb ist immer frisch/ und verjüngt sich fort und fort;/ Liebe zieret ihren Tisch/ und versüßet alle Wort;/ Liebe gibt dem herzen Rast/ in der Müh und Sorgenlast. 12. Gehts nicht allzeit, wie es soll,/ ist doch diese Liebe still,/ häͤlt sich in dem Kreuze wohl,/ denkt, es sei des herren Will,/ und versichert sich mit Freud/ einer künftig bessern Zeit. 13. Unterdessen geht und fleußt/ Gottes reicher Segensbach,/ speist die Leiber, tränkt den Geist, /stärkt des Hauses Grund und dach,/ und was klein, gering und bloß,/ macht er mächtig, viel und groß. 29⁷ 40³ ——— —— *. —— — — 4⁰9 14. Enoͤlich, wenn nun ganz vollbracht,/ was Gott hier in dieser Ehe und Welt/ frommen Kindern zugedacht,/ nimmt er sie ins himmelszelt/ und oͤrückt sie mit großer Lust/ selbst an seinen Mund und Brust. 15. Nun so bleibt ja voller Gunst,/ voll von hoher Weisheit Preis,, voller Wunder, voller Kunst,/ Labsal bei des Lebens Schweiß,/ voller Wunder, sag ich noch,/ bleibt der keuschen Liebe Joch. Paul Gerharot, 4 1676. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 409 Frankfurt a. M. 1599. 9 1 1— 1—. E—..—— BPPIPIIIIIII.I ITTTTITTI II + Wie schön ists doch, herr Je⸗su Christ,/ im Stan⸗de, Wie steigt und neigt lich dei⸗ ne Gab/ und al⸗les .——— da dein Se⸗ gen ist, V im Stan⸗ de heil⸗ger E⸗ hel Gut so milöd her⸗ ab/ aus dei⸗ ner—— gen hö⸗ he, * wenn sich/ an dich/ flei⸗Pig hal⸗ ten/ Jung und 9— ten,/ —.— .......,.. die im Or⸗ den ei⸗ nes Le⸗bens ei⸗ nig wor⸗ Uen⸗ 2. Wenn Mann und Weib sich wohlverstehn/ und hand in Hand —.————— vis.L,e. ö durchs Leben gehn/ im Bunde reiner Treue,/ da blüht das Glück von Jahr zu Jahr,/ da sieht man, wie der Engel Schar/ im himmel selbst sich freue./ Kein Sturm,/ kein Wurm/ kann zerschlagen,/ kann zernagen,/ was Gott gibet/ dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Der Mann wird einem Baume gleich,/ an Asten schön, an zweigen reich,/ das Weib gleicht einem Reben,/ der seine Traͤub⸗ lein trägt und nährt/ und sich je mehr und mehr vermehrt/ mit Früchten, die da leben./ Wohl dir,/ o Zier,/ Manneswonne// hauses⸗ sonne,/ Ehrenkrone!/ Gott denkt dein auf seinem Throne. 4⁰⁴ ausstano solchen Stand:/ es ist ein höhrer Vater;/ der hat uns je und je geliebt/ und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt,/ der beste reund und Rater./ Anfang, Ausgang/ aller Sachen,/ die zu machen/ wir gedenken,/ wird er wohl und weislich lenken. 5. zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl/ ein Stündlein, da man Leides voll/ die Tränen lässet fließen; /doch wer sich still und in Geduld /ergibt, des Leid wird Gottes Huld/ in großen öͤreuden schließen./ Zage,/ trage/ nur ein wenig!/ Unser König/ wird behende/ machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl denn, mein Rönig, nah herzul/ Gib Rat in Kreuz, in Nöten Ruh,/ in Nngsten Trost und Freuoͤe!) Des sollst du haben Ruhm und Preis;/ wir wollen singen bester Weis/ und danken alle beide,/ bis wir/ bei dir,/ deinen Willen/ zu erfüllen,/ deinen Namen/ ewig loben werden. Amen! paul Gerharoͤt, 4 1676. werd ter, Mel. Nr. 388. 410 mein Gemütte. 1. Sorge doch für meine Rinder,/ Vater, nimm dich ihrer anz/ ob sie gleich vor dir sind Sünder, /sind sie dir doch zugetan,/ und du hast sie in der Tauf/ väterlich genommen auf,/ daß sie, wenn 4 sie sollten sterben,/ wären deines Reiches Erben. 2. Du hast sie bisher ernähret/ unòd so manchem Unglücksfall/ mehr als väterlich gewehret,/ der sie hier und überall/ hätt in Angst und Not gestürzt,/ ja das Leben abgekürzt;/ aber deine Vatertreue/ bleibt bei ihnen täglich neue. 5. Sollt ich nicht für solche Güte/ immer dir verpflichtet sein/ und mit dankbarem Gemüte/ solchen Glücks⸗ und Segensschein rühmen und vor jedermann/ deine Wohltat zeigen an,/ ach, so müßt ich ganz vermessen/ Gottes, meines Heils, vergessen. 4. Sammeln anoͤre große Schätze,/ suchen in der Welt ihr Heil,/ daß sie Geld und Gut ergötze,/ so bist dvu mein einzig Teil./ Bleib auch meiner Rinder Gott,/ lasse sie in keiner Not/ und in keinem Kreuz verderben,/ bis sie enoͤlich selig sterben. 5. Der oͤu sie bisher erhalten,/ wollest stets ihr Schützer sein,/ wollst in dnaden ihrer walten,/ bricht Gefahr für sie herein./ Regt in ihrer eignen Brust/ sich mit Macht die böse Lust:/ gib dann, daß sie mutig kämpfen/ und den Reiz der Sünde dämpfen. 10⁵ 410 4. Sei gutes Muts! Nicht Menschenhanoͤ/ hat aufgerichtet Sinn/ auf das Ende hin. ö 41. FTbhe und 6. Schütze sie vor bösen Leuten/ und vor der Verführer Schar,/ daß ihr Fuß nicht möge gleiten /laß sie ihre Lebensjahr/ in der Gnade bringen zu,/ bis du sie, wie mich, zur Ruh/ wirst ins kühle Grab versenken/ und die Seligkeit uns schenken. ö 7. Können sie in diesem Leben/ hier und wo es dir gefällt,/ was zu deiner Ehre geben,/ so laß in oer ganzen Welt/ ihnen, wo sie immer gehn,/ deine Furcht vor Rugen stehn,/ daß sie oͤich im Tun und Lassen/ stets in ihre Herzen fassen. 8. Gönne mir die große§reude,/ daß einst an dem jüngsten Lag/ nach so vielem Rreuz und Leide/ ich mit Jauchzen sagen mag:/ Liebster Vater, ich bin hier/ und die Kinder, die du mir/ hast in jener Welt bescheret;/ ewig sei dein Nam geehret! Ludwig heinrich Schlosser, 4 17835. Mel. Seclenbräutigam. 41 1 Adam drese, 1690. DSSDSSSI IEEI.E.. 8....—— EE ‚ ͤ• e⸗su, geh vor⸗an/ auf der— —.1— ö / — Le⸗bens⸗ bahn,/ und wir wol⸗len —.— 1 — 0 nicht ge⸗ treu⸗— nach⸗zu⸗ ei⸗ lenʒ/ — e—— führ uns an der Hand/ bis ins Va⸗ ter-land. ö 2. Solls uns hart ergehn,/ laß uns feste stehn/ und auch in den schwerften Tagen/ niemals über Lasten klagen denn durch Trüb⸗ ö sal hier/ geht oer Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz/ irgend unser Herz,/ kümmert uns 1 ein fremdes Leiden,/ o so gib Geduld zu beiden;/ richte unsern üngsten mag:/ hast in b, + 17²5. ese, 1690. hausstand 412413 ö 4. Oroͤne unsern Gang,/ Jesu, lebenslang;/ führst oͤu uns oͤurch ö rauhe Wege,/ gib uns auch die nötge Pflege;/ tu uns nach oͤem Lauf/ deine Türe auf. nikolaus Ludwig Graf v. Finzendorf, 4 1769. H Thri 1 mel. Nr. 359. 412 Hebens Licht. 1. Wohl einem Haus, dͤa Jesus Christ/ allein das All in allem ist!/ Ja, wenn er nicht darinnen wär,/ so stünd es öò und wüst und leer. 2. Wohl ihm, wenn Mann und Weib und Kinoͤ/ im rechten GOlauben einig sino,/ zu dienen ihrem herrn und Gott/ nach seinem willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches Haus oͤer Welt/ ein Vorbilo vor die Augen stellt,/ daß ohne Gottesdienst im Geist/ das äußre Werk nichts ist, noch heißt. — uf der— 4. Wohl, wenn oͤer Herzen sromm Gebet/ beständig in die höhe geht,/ und man nichts treibet fort und fort/ als Gottes Werk und Gottes Wort. ů 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand/ mit fleißiger, getreuer Hanoͤ/ ein jegliches nach seiner Art/ im Glaͤuben seine Pflicht bewahrt. 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sino,/ und wenn sie Kind und Kinoͤeskind/ versäumen nicht am ewgen Glück,/ so bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus, oͤenn es geoͤeiht,/ oͤie Eltern werden hocherfreut,/ und ihren Kindern sieht mans an,/ wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund/ samt meinem Hause diesen Bund:/ Wenn alles Volk vom hHerren wich,/ so dienen wirn ihm ewiglich. Christ. Karl Luoͤwig v. Pfeil, 4 1784. Mel. Nr. 409. 413 der Wörgenerl⸗ 1. Ich und mein Haus, wir sind bereit,/ dir, herr, die ganze Lebenszeit/ mit Seel und Leib zu dienen./ Du sollst der herr im Hause sein;/ gib deinen Segen nur darein,/ daß wir dir willig dienen./ Eine/ kleine,/ fromme, reine/ Hausgemeine/ mach aus allen. /Dir nur soll sie wohlgefallen. ————————— •4140 ö E Ehe und 2. Es wirke oͤurch dein kräftig Wort/ dein guter Geist stets fort und fort/ an unser aller Seelen;/ es leucht uns wie das Sonnen⸗ licht,/ damits am rechten Lichte nicht/ im Hause möge fehlen./ Reiche/ gleiche/ Seelenspeise/ auch zur Reise/ durch dies Leben/ uns, oͤie wir uns dir ergeben. 3. Gieß deinen hrieden auf das Haus/ und alle, die oͤrin wohnen, aus,/ im Glauben uns verbinde;/ laß uns in Liebe allezeit/ zum dulden, Tragen sein bereit,/ demütig, sanft und linde./ Liebe/ übe/ jede Seele;/ keinem fehle,/ dran man kennet/ den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser haus gegründet sein/ auf deine Gnade ganz allein/ und deine große Güte./ Ruch laß uns in der Nächte Graun/ auf deine treue Hilfe schaun/ mit kinoͤlichem Gemüte;/ selig,/ fröh⸗ lich,/ selbst mit Schmerzen/ in dem Herzen/ dir uns lassen/ und dann in Geoͤuld uns fassen. 5. Gibst du uns irdisch dlück ins Haus,/ so schließ den Stolz, die Weltlut aus,/ des Reichtums böse Gäste;/ denn wenn das herz an demut leer/ und voll von eitler Weltlust wär,/ so fehlte uns das Beste:/ jene/ schöne,/ tiefe, stille/ Gnadenfülle,/ die mit Schätzen/ einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und enoͤlich flehn wir allermeist,/ daß in dem Haus kein anoͤrer Geist/ als nur dein Geist regiere;/ daß er, der alles wohl bestellt/ und gute Zucht und Oroͤnung hält,/ uns alles lieblich Ziere./ Sende,/ spende/ ihn uns allen,/ bis wir wallen/ heim un) droben/ dich in deinem Hause loben. 41 4§ranzösischer Psalter, 154.. ——„ N 0 ö O se-lig Haus, wo man dich auf-ge⸗ nom⸗men,/ wo un⸗ ter al- len Gä⸗sten, die da kom-⸗men,/ n —— SS du wah⸗rer See⸗ len⸗freund, herr Je ⸗ su Christl du der ge⸗ fei ⸗ert ⸗ste und lieb⸗ ste bist; Philipp Spitta, 1 1855. ———————— en/ und Stolz, enn oͤas so fehlte die mit aus kein les wohl 3 lieblich heim und ta, + 1855. Uter, 157½. hausstand 41⁴4 —.———— T Shtn rtrt wo al⸗ler iini dir ent⸗ge⸗gen⸗schlagen/ und al⸗ ler —————— Au⸗gen freu⸗dig auf dich sehn;/ wo al ⸗ler Lip⸗pen dein Ge⸗ I I ,. bot er⸗fra⸗gen/ und al⸗ le dei⸗nes Winks ge⸗wär⸗ tig stehn. 2. O selig haus, wo Mann und Weib in einer,/ in deiner Liebe eines Geistes sind,/ als beide eines Heils gewürdigt, keiner/ im Glaubensgrunde anders ist gesinnt;/ wo beide unzertrennbar an dir hangen/ in Lieb und Leio, Gemach und Ungemach,/ und nur bei dͤir zu bleiben stets verlangen/ an jedem guten, wie am bösen Tag! 3. O selig haus, wo man die lieben Kleinen/ mit händen des Gebets ans Herz dir legt,/ du Freund der Kinder, der sie als die Seinen/ mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt;/ wo sie zu 0 deinen Füßen gern sich sammeln/ und horchen deiner süßen Rede zu/ und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln,/ sich deiner freun, du lieber Heiland, dul 4. O selig haus, wo Rnecht unòd Mago dich kennen/ und wissend, wessen Rugen auf sie sehn,/ bei allem Werk in einem Eifer brennen,/ daß es nach deinem Willen mag geschehn;/ als deine Diener, deine hausgenossen, in Demut willig und in Liebe frei,/ das IJhre schaffen, froh und unveroͤrossen,/ in kleinen Dingen zeigen große Treu! 5. O selig haus, wo du die§reude teilest,/ wo man bei keiner oreude dein vergißt!/ O selig haus, wo oͤu die Wunden heilest/ und aller Arzt und aller Tröster bist;/ bis jeder einst sein Tage⸗ werk vollendet,/ und bis sie enoͤlich alle ziehen aus/ dahin, wo⸗ her der Vater dich gesendet,/ ins große, freie, schöne Vaterhaus. Philipp Spitta, 4 1859. 400 415 416 Trauung Obrigkeit 415 mel. Nr. 409. vor der Trauung“ der morgenstern. 1. Von dir, oͤu Gott der Einigkeit,/ ward einst dͤer Ehebund geweiht;/ von dir kommt auch der Segen. /O segn auch jetzt von deinen höhn,/ die hier vor deinem Antlitz stehn,/ um Hand in gand zu legen./ Laß sie,/ Vater,/ dir ergeben,/ einig leben,/ tren sich lieben/ und in deinem Wort sich üben. Nach oͤer Trauung 2. Nimm sie in deine Vaterhut,/ halt ihren Sinn bei frohem mut,/ ihr herz dem Himmel offen,/ und lehre sie, sich deiner freun,/ ein herz und eine Seele sein/ im Glauben, Lieben, Hoffen!/ Laß sie,/ Vater,/ dir ergeben,/ glücklich leben,/ freudig sterben/ und vereint den Himmel erben! Georg Ernst Waloͤau, 187. Obrigkeit Mel. Nr. 365. 41 6 Rus meines herzens Grunde. 1. Jehova, Herr und König/ der Könige und Herrn, dir sind wir untertänig,/ du herrschest nah und fern/ du Herr im him⸗ melszelt,/ laß unter deinem Leiten/ bestehn die Obrigkeiten,/ zu herrschen in der Welt. 2. Es zeugen deine Knechte,/ daß keine Obrigkeit/ als nur durch deine Rechte/ und deine Macht gebeut./ Du hast sie hoch geschähtj/ wer ihr zuwider lebet,/ der trotzt und widerstrebet/ dem, was du hast gesetzt. z. Du Gott der Oroͤnung, lehre/ mich selbst durch deinen Geist/ daß ich die Obern ehre,/ wie uns dein Wort es heißt./ Sie tragen ja dein Bild;/ gib, daß ich Demut übe/ und sie mit Ehrfurcht liebe,/ so wird dein Wort erfüllt. 4. Verleihe deine Güte/ und sende Recht und Licht;/ gib ihnen ins Gemüte/ viel Weisheit zum Gericht./ Du herrschest selbst im Land;/ das herz der Obrigkeiten/ kannst oͤu wie Bäche leitenz/ es steht in deiner hand. 5. Gib, daß dͤurch ihr Regieren/ wir mit zZufriedenheit/ ein ruhig Leben führen/ in wahrer Frömmigkeit./ Laß sie die Pfleger 41⁰ u, + 1817. Grunde. dir sind im Him⸗ iten,/ zu nur dͤurch schähtj/ was on n Geist/ je tragen ihrfurcht ib ihnen selbst im leitenj/ heit/ ein Pfleger reoͤigtamt 417 sein/ der gläubigen Gemeinde/ und als getreue dreunde/ ihr heilge Sorgfalt weihn. 6. Die uns allhier regieren,/ Herr, die regiere duz/ laß oͤeinen Geist sie führen,/ dein Rat sprech ihnen zu./ Herr Gott, du segnest gern;/ o, walte oͤu hienieden,/ gib deinem Volke Frieden/ dͤurch jesum, unsern Herrn. ach Phil. Friedrich hiller, 4 1769. Preoͤigtamt Mel. Nr. 409. 417 der merdenitern. 1. O Jesu, Herr der Herrlichkeit,/ du König deiner Christen⸗ heit,/ oͤu Hirte deiner Heroe,/ ͤu siehst auf die erlöste Welt,/ re⸗ gierst sie, wie es dir gefällt,/ sorgst, daß sie selig weroͤe./ Von dir/ sind wir/ auch erwählet,/ zugezählet/ den Erlösten,/ die du segnen willst und trösten. 2. Wohl deinem Volk, daß oͤu es liebst,/ nach deinem Sinn ihm Hirten gibst,/ die es zum Himmel führen,/ und die voll Eifer, Geist und Kraft,/ voll Glauben, Liebe, Wishenschaft/ das Herz der Sünder rühren./ Treue/ Hirten/ laß den Seelen/ niemals fehlen// daß oͤie heroen/ mit den Hirten selig werden. 5. Wir nehmen hier von deiner Hand/ den Lehrer, den oͤu uns gesanoͤt;/ Herr, segne sein Geschäftel/ die Seelen, die sich ihm ver⸗ traun,/ durch Lehr und Lebꝛn zu erbaun,/ gib Weisheit ihm und Rräfte./ Lehr ihn,/ hilf ihm/ tun und leiten,/ dulden, streiten,/ beten, wachen,/ selig sich und uns zu machen. 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn;/ laß ihn sein Amt mit oreuden tun;/ nichts sei, das ihn bet. übe!/ Wenn er uns deine Wahrheit lehrt,/ gib uns ein Herz, das folgsam hört,/ ein herz voll treuer Liebe./ Lehrer,/ hörer/ laß in§reunoͤschaft/ und Ge⸗ meinschaft/ feste stehen/ und den Weg zum Himmel gehen. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint,/ laß unsern Lehrer, unsern Freund,/ uns dͤir entgegenführen./ Du gibst ihm unter seine hand/ oͤie Seelen als ein teures Pfand;/ laß keine ihn ver⸗ lieren./ Jesu,/ hilf dᷣu,/ beut die hände,/ daß am Ende/ hirt und heroͤe /treu vor dir erfunden werde. 41¹ 418 AUllgemeine 6. Sei uns gesegnet, Knecht des herrn!/ Wir heißen dich will⸗ kommen gern/ in Jesu Christi Namen./ O Hirte, nimm uns bei der hand,/ führ uns zum ewgen Vaterland./ Gott mit dirl Amen! Amen!/ Mit dir/ gehn wir/ durch die Leiden/ dieser Zeiten/ zu dem Leben,/ das uns unser Gott will geben. Daniel Karl Bickel, 4 1809. Allgemeine Not 41 8 Französischer Psalter, 150% + + 4 ö ....... 1. Wenn wir in höch- sten Nö⸗ten sein/ und wis⸗ sen ——.————2— SSDSiESSSEEEEEEEE — 2— 1. 2—— I nicht, wo aus noch ein,/ und fin⸗den we⸗der hilf noch Rat// E 405 I... D ob wir gleich sor⸗gen früh und spat: 2. So ist dies unser Trost allein,/ daß wir zusammen insgemein/ anrufen dich, o treuer Gott,/ um Rettung aus der Angst und Not, 3. Uno heben unser Rug und herz/ zu dir in wahrer Reu und Schmerz/ und bitten um Begnadigung/ und aller Strafen Lin⸗ derung, 4. Die du verheißest gnädiglich/ all denen, die drum bitten dich/ im Namen des herrn Jesu Christ,/ der unser heil und Mittler ist. 5. drum kommen wir, o herre Gott,/ und klagen dir all unsre Not,/ weil wir jetzt stehn verlassen gar/ in großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünden groß,/ sprich uns davon in Gnaden los,/ steh uns in unserm Elend bei,/ mach uns von allen Plagen frei; 7. Auf daß von herzen können wir/ nachmals mit dreuden danken dir,/ gehorsam sein nach deinem Wort,/ dich allzeit preisen hier und dort. paul Eber, 4 156. 412 iten/ zu lter, 1547. sgemein/ und Not, Reu unh afen Lin⸗ tten dich/ ittler ist. all unsre ibsal und davon in von allen en danken eisen hien er, 4 1500. Amen! el, + 1809. 419 (Vorreformatorisch.) Nürnberg 1544. Not Mel. Da Christus geboren war. A EENEE + 4— EE 2... —— x ö.‚D.e n. n e d r... E. E i., a—. 22* s ⸗ra⸗el,/ des sich freu⸗et H — — I. —— I. —— . IT 22——1 U —— Leib und Seel,/ der du ken⸗nest al⸗ les Leid/ dei⸗ner ar⸗ men —— En 2i... e e, i schlum⸗ merh zu uns richt/ jetzt dein hilf⸗reich An⸗ ge⸗sicht! 2. Schau, wie große Not und Qual/ trifft dein Volk jetzt über⸗ alll/ Täglich wird der Trübsal mehr:/ hilf, ach hilf, schütz deine Ehr!/ Ach, wir Armen, wir vergehn,/ Trost wir nicht vor Rugen sehn,/ wo oͤu nicht bei uns wirst stehn. 3. Kläglich schreien wir zu dir,/ klopfen an die Gnadentür,/ wir, oͤie du mit höchstem Ruhm/ hast erkauft zum Eigentum./ dein Erbarmen hat kein Eno,/ deines Vaters Zorn abwend/ der jetzt wie ein Feuer brennt. 4. Jesu, der du Jesus heißt,/ als ein Jesus Hilfe leistl/ Hilf mit deiner starken hand,/ Menschenhilf hat sich gewanoͤt;/ eine Mauer um uns bau,/ daß dem Feinde davor grau,/ er mit Zittern sie anschau. 5. Höchster hort, Immanuel,/ oͤu Beschützer meiner Seel,„Gott mit uns in aller Not,/ Gott um uns und in uns Gott,/ Gott für uns zu aller Zeit!/ Trotz dem, der uns tut ein Leid;/ Gottes Straf ist ihm bereit. 6. Du, des Vaters starker Arm,/ komm und unser dich erbarmj/ laß jetzt sehen deine Macht,/ ͤrauf wir hoffen Tag und Nachtj/ aller Seinde Rotten trenn,/ daß dich alle Welt erkenn,/ aller herren herrn dich nenn. + I —2—3—* — 1—— 1 * 413 ——.——.....—.:..— 420421 Not⸗Krieg unoͤ 7. Du bist ja der held und Mann,/ der den Kriegen steuern kann,/ der da Spieß und Schwert zerbricht,/ der die Bogen macht zunicht,/ der die Wagen gar verbrennt,/ der der Menschen Herzen wendt,/ daß der Krieg gewinnt ein End. 8. O du wahrer Friedensfürst,/ der der Schlange Ropf zer⸗ knirscht/ und durch seinen Kreuzestod/ Frieden wiederbracht bei Gott,/ gib uns Frieden gnädiglich!/ So wird dein Volk freuen sich/ und dich preisen ewiglich. Zohann heermann, 4 1647. lich tut mi mel. Nr. 441. 420 verlangen 1. In tiefen Angsten schreien/ wir dich, Erbarmer, an,/ dich, der allein befreien,/ allein erhören kann./ Hast oͤu denn ganz ver⸗ borgen/ dein Vaterangesicht?;/ Kommt uns in finstern Sorgen/ nicht mehr ein Strahl von Licht? 2. Die Not von so viel Seiten/ beraubt uns aller Ruh;/ wir sehn dem Sturm der Zeiten/ mit bangem herzen zu./ Die hilfe im Georänge,/ wonach das Ruge tränt,/ verzieht sich in die Länge/ und ist noch nicht ersehnt. 3. Wir fallen, müd im Herzen,/ nachts auf die Lagerstatt/ und träumen, was mit Schmerzen/ uns tags gefoltert hat;/ erwachen wir, so beben/ wir vor der neuen Last./ Wie qualvoll ist dies Leben!/ Herr, wir erliegen fast! 4. Willst du noch länger schweigen/ zu unserm Rummerstand// nicht uns Verlassnen zeigen/ die Allmacht deiner hand? Laß end⸗ lich dich bewegen!/ Errett uns, dir zum Ruhm!/ Rehr doch den Fluch in Segen,/ das Leid in Freuden um! 5. Veroͤienten wir als Sünder/ die Rut, ach, so vergib;/ hab uns und unsre Kinder/ in Christo dennoch lieb!/ Gib uns, daß wir dich ehren,/ den Sinn, der dir gefällt!/ Komm, komm, uns zu erhören,/ Erbarmer aller Welt! Zoh. Gottfrieo Schöner, 1 1848, Krieg und§rieden⸗/ 42¹ Nürnberg 1551. —— —— 201 W — Mel. L den He g und steuern macht herzen pf zer⸗ ucht bei freuen + 16⁴7. tut mich rlangen, dich, nz ver⸗ zorgen/ / wir die Hilfe Länge/ itt/ unod wachen ist dies rstano// aß end⸗ hoch den bj/ hab ns, daß um, uns r, 4+ 18018. berg 1531. un⸗ sern Frieoͤen e e de 6——.—6—..——— zei⸗ten;/ es ist ja doch kein anoͤ⸗rer nicht,/ der für uns ——— 524—.——.— 2—5 ——* ———..— —0 e 0 —— könn⸗te strei ⸗ten,/ denn oͤu, un⸗ser Gott, al⸗lei⸗ ne. Nach oͤem altkirchlichen Lied von Martin Luther, 4 1546. Mel. Nun lob, mein Seel, den herren. 422 eer SISISISISISISIIIIIIIIIIIIII Gott- lob! nun ist er-schol ⸗ len/ das eo ⸗le daß nun⸗mehr ru⸗hen sol ⸗len/ die Spieß und nn DIIIR.——.——. Fee, ee, a Beii. aa,:.Wi LiI Fried⸗ und Freu⸗den⸗wort, Schwer⸗ter und ihr Mordl Augsburg 1540. Wohl- aufl und nimm nun 1.. 1— —————— 1—‚ SISSIIIIIIISIIIIIII‚I.I.I... wie ⸗der/ dein Sai⸗ten⸗spiel her⸗ vor/ o deutsch⸗lanod, II und sing Lie⸗-der/ im ho- hen, vol-len Chor;/ er⸗ e. ES 1 1 1—— 1 1— 2 E+—— n he⸗ be dein Ge⸗mü⸗te/ zu dei⸗nem Gott uno sprich:/ Herr, ——— d, Fna, v. Fir, 4—.— 2*R dei⸗ ne Gnad und Gü⸗te/ bleibt den⸗noch e ⸗ wig-lich!“ 2 — 4¹⁵ —. —— 42³ Frieden 2. Sei tausenomal willkommen,/ du teure, werte driedensgabl/ getzt sehn wir, was für Frommen/ dein Beiunswohnen in sich hab./ In dich hat Gott versenket/ all unser Glück und Heil;/ wer dich betrübt und kränket,/ der oͤrückt sich selbst den Pfeil/ des Herz⸗ leios in das Herze/ und löscht aus Unverstano/ die güloͤne Freu⸗ denkerze/ mit seiner eignen Hand. 3. Ach, laß dich doch erwecken!„Wach auf, wach auf, oͤu harte Welt// eh, als das letzte Schrecken/ dich schnell und plötzlich über⸗ fällt./ Wer aber Christum liebet,/ sei unerschrocknen Mutsz/ der Friede, den er gibet, /bedeutet alles Guts./ Er will die Lehre geben:/ das Ende naht herzu,/ da sollt ihr bei Gott leben/ in Fried und ewger Ruh. paul Gerharoͤt, 4 1048. Mel. Nr. 151. 423 Nun danket alle Gott. 1. here Gott, dich loben wir, wir preisen deine Güte,/ wir rühmen deine Macht/ mit herzlichem Semüte;/ es steiget unser Lied/ bis an des himmels Tür/ und tönt mit großem Schall:/ gerr Gott, dich loben wir! 2. herr Gott, dich loben wir/ für deine großen Gnaden, daß du das Vaterland/ von Rriegeslast entladen,/ daß du uns blicken läßt/ des gülonen Friedens Zier j/ drum jauchzet alles Volk:/ herr Gott, dich loben wir! 3. Herr Gott, dich loben wir,/ die wir in langen Jahren/ der Waffen schweres Joch/ und frechen Grimm erfahren/ jetzt rühmet unser Mund/ mit herzlicher Begier:/ Gottlob, wir sind in Ruhl/ herr Gott, wir danken dir! 4. Herr Gott, dich loben wir,/ daß oͤu uns zwar gestrafet,/ jedoch in deinem Zorn/ nicht gar hast weggeraffet./ Es hat die Vaterhand/ uns deine Gnadentür/ jetzt wieder aufgetan;/ Herr Gott, wir danken dir! 5. Herr Gott, wir danken dir/ und bitten, du wollst geben,/ daß wir auch künftig stets/ in guter Ruhe leben./ Rrön uns mit deinem Gut,/ erfülle für und für,/ o Vater, unsern Wunsch/ gohann gdranck, 1646. herr Gott, wir danken dir! 41⁵ 7...— strafet,/ hat die 7 Herr ————— geben,/ uns mit unsch// nck, 1646. Mißwachs und Teurung 424 Mißwachs und Teurung mel. nr. 246. 42⁴ enesis decsebtne. 1. Christen erwarten in allerlei dällen/ Jesum mit seiner all⸗ mächtigen hand;/ mitten in Stürmen und tobenden Wellen/ sino sie gebauet auf felsiges Land.Wenn sie die Nächte der Trübsal bedecken,/ kann oͤoch ihr Grauen sie wenig erschrecken. 2. Jauchzen die Feinde zur Rechten und Linken,/ oͤrohet und hauet ihr blinkendes Schwert, lassen doch Christen die Häupter nicht sinken,/ denen sich Jesus im Herzen verklärt./ Wüten die deinde mit Schnauben und Toben,/ schaun doch die Christen voll Trostes nach oben. 3. Geben die heloͤer den Samen nicht wieder, /bringen die Gärten und Ruen nichts ein,/ schlagen die Schloßen die drüchte danieder,/ brennen die Berge von hitzigem Schein:/ kann doch ihr herze den drieden erhalten,/ weil es den Schöpfer in allem läßt walten. 4. Viele verzehren in ängstlichem SorgenKräfte, Gesunoͤheit und Rürze der Zeit,/ da doch im Rate des Höchsten verborgen,, wann und wo jeoͤem sein Ende bereit. Sind es nicht alles un⸗ nötige Schmerzen,/ die ihr euch machet, ihr törichten herzen? 5. zweifel und Schmerzen veroerben die Frommen;/ Glauben und Hoffen bringt Ehre bei Gott;/ Seele, verlangst döbu zur Ruhe zu kommen,/ hoffe geduldig in Jammer und Not!/ Ob auch die gött⸗ liche hilfe verborgen,/ traue dem höchsten und meide die Sorgen! 6. Gutes und alle erbetenen Gaben/ folgen dir, bis man dich leget ins Grab,/ ja oͤu wirst selber den Himmel noch haben;/ ei, warum sagst du den Sorgen nicht ab? /Weroͤe doch in dir recht ruhig und stille!/ Das ist des Vaters, des ewigen, Wille. 7. Völlige Wonne, verklärete Freude,/ himmlische Güter, un⸗ denkliches Heil/ werden dir dort auf der ewigen Weide/ unter den Menschen und Engeln zu teil,/ wenn einst in Herrlichkeit Christus wird kommen/ und zu sich sammeln die Herde der Frommen. 8. Seine allmächtige Stärke beweiset/ in den Ohnmächtigen mächtige Kraft;/ dann wird alleine sein Name gepreiset,/ wenn er den Zagenden§reuoͤigkeit schafft./ darum, o Jesu, gib, daß ich dir traue,wenn ich die Hilfe nicht sichtbarlich schaue. Christ. Luöw. Edeling, 4 1742. 27⁷ 4¹⁷ SSII 42⁵ Ernte Ernte⸗ Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 425 Frankfurt a. M. 1738. —— + 3 Gott, von dem wir al⸗les ha⸗ ben,/ die u a⸗ber tei⸗lest dei⸗ ne Ga⸗ben/ recht — 1+.— é— 4..— FFF ....I.. Welt ist ein sehr gro⸗es Haus; wie ein Va⸗ter oͤrin⸗nen aus. dein Se⸗gen macht uns SS........... al⸗le reich;/ ach, lie⸗ber Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die Menschen alle zählen,/ die heut bei dir zu Tische ö gehn? /Doch darf die Notdurft keinem fehlen,/ denn oͤu weißt allen vorzustehn/ und schaffest, daß ein jedes Land/ sein Brot emp⸗ fängt aus deiner Hand. 3. Ddu machst, daß man auf Hoffnung säet/ und enoͤlich auch die hrucht genießt./ Der Wind, der durch die Feloͤer wehet,/ die Wolke, so das Land begießt,/ des Himmels Tau, der Sonne Strahl/ sind deine diener allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise,/ der Acker selbst wird ihm zu Brot,/ es mehret sich vielfältger Weise,/ was anfangs schien, als wär es tot,/ bis in der Ernte jung und alt/ erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, herr, wer kanns genug bedenken?/ Der Wunder sind hier gar zu viel./ Soviel als du kann niemand schenken,/ und dein Erbarmen hat kein Ziel;/ denn immer wird uns mehr beschert,/ als wir zusammen alle wert. ö 6. Wir wollen es auch nie vergessen,/ was uns dein Segen träget ein j/ ein jeder Bissen, den wir essen,/ soll deines Ramens denkmal sein;/ und herz und Mund soll lebenslang/ für unsre Nahrung sagen Dank. Kaspar Neumann, 1715, 118 Ern Mel. unser .I738. rot emp⸗ lich auch het,/ die Strahl/ lbst wir) anfangs erlanget er sin und dein eschert./ Segen ö Namens ür unsre n, 4 1715. Ernte— unser uunng. rashe, 426 Bremen 1680. ö 7 +——— V ö—— // 1. herr im him⸗-mel, Gott auf Er⸗den,/ Herr⸗scher (Laß den Mund voll Lo-⸗bes wer⸗den,/ da man —.—— H———— ———..33 die⸗ser gan⸗zen Welt! dir 30 Fü⸗5en fällt, ———— e Dank und Op⸗fer dar⸗ zu 2 gen. 2. Vater, oͤu hast aus Erbarmen/ uns Unwüroͤige genährt,/ du hast Reichen, du hast Armen/ milder Gaben viel gewahrt./ Sei gelobt und hochgepriesen,/ daß du soviel Guts erwiesen. 3. du hast Sonnenschein und Regen/ uns zu rechter Zeit ge⸗ schickt,/ und so hat man allerwegen/ Ruen voller Korn erblickt;/ Berg und Täler, Tiefen, höhen/ sahen wir im Segen stehen. 4. Ach, wer ist, der solche Güte/ dir genug veroͤanken kann?/ Uimm ein dankbares Gemüte/ für oͤie große Wohltat an!/ Alle deloͤer sollen schallen: du machst satt mit Wohlgefallen. 5. Lehr uns auch wohl anzuwenden,/ was uns deine hulo ge⸗ währt;/ nie zur Sünd es zu verschwenden,/ oͤaß es nicht der Fluch verzehrt./ Bleiben wir in alten Sünden,/ kann der Segen leicht verschwinden. 6. Schenk uns auch zufrieone Herzen,/ Stolz und Geiz laß für den rei⸗chen Ern⸗ te⸗se⸗ gen/ ferne sein;/ laß den Undank nichts verscherzen,/ streu das Same korn wieder ein,/ daß wir jetzt und künftig haben,/ auch die Dürf⸗ tigen zu laben. 7. Laß dein Wort auch Früchte bringen,/ daß man reichlich ernten kann,/ so wird man hier jaͤhrlich singen,/ wie du uns so wohlgetan./ Gib uns nach dem Tränensamen/ Freudenernt im himmel. Amen. Benjamin Schmolck, 4 1737. 2˙ 419 427⁷7 Ernte mel. Was Gott tut das ist wohlgetan. 427 Severus Gastorius, 1681. —— 0 E — Was Gott tut, das ist wohl⸗ge⸗tan!/ So den⸗ken wenn man nicht reich⸗lich ern⸗ten kann,/ liebt er uns — iiiEEE Got⸗tes Kin⸗der. ů doch nicht minder. Er zieht das Herz/ nur himmelwärts,/ wenn ———.— E—=.—— 0.—— ............ er uns läßt auf Er⸗den/ ein Ziel der Pla⸗gen wer⸗den. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ Im Nehmen und im Geben/ sind wir bei ihm stets wohl daran/ und können ruhig leben./ Er nimmt und gibt,/ weil er uns liebt/ und seine hände müissen/ wir stets in Demut küssen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan!„Er zeigt uns oft den Segen/ und ehe man ihn ernten kann,/ muß sich die Hoffnung legenj/ weil er allein/ der Schatz will sein,/ so nimmt er andre Güter/ zum Heile der Gemüter. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ Es geh nach seinem Willen,/ und läßt sichs auch zum Mangel an,/ so weiß er ihn zu stillen./ Obgleich das deld/ nicht viel enthält,/ man kann bei wenig Gaben/ satt werden und sich laben. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ Das Feld mag traurig stehenj/ wir gehn getrost auf seiner Bahn/ und wollen ihn erhöhen./ Sein Wort verschafft/ uns Lebenskraft,/ es nennt uns Gottes Erben;/ wie können wir verderben? 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ So wollen wir stets schließenj/ ist gleich bei uns kein Kanaan,/ wo Milch und Honig fließen:/ er, unser Gott,/ weiß, was uns not,// und wird es gern uns geben;/ kommt, laßt uns ihn erheben! ö Benjamin Schmolck, + 17⁷7. 42⁰ Wet Mel. nicht oft den hoffnung er anoͤre seinem er ihn zu hei wenig traurig rhöhen./ Gottes wir stets nd Honig des gern K, 1 17⁵. Wetterlieoͤer 428429 Wetterlieoͤer mel. Wo Gott, nicht bei 12—— hält. 235 428 Wittenberg 1535. ........ O Gott, der du das Fir⸗-ma⸗ment/ mit Wol⸗ken Uder doͤu in⸗glei⸗chen kannst be⸗hend/ das Son⸗nen⸗ SS S I. II II heißt sich oͤek⸗ken, licht er⸗wek⸗ken, Z— gib uns wie⸗der Sonnenschein,/ daß un⸗ser Land sich freu⸗e. 2. Die delder trauern weit und breit,/ die drüchte leiben Schaden,/ weil sie von vieler Feuchtigkeit/ und Nässe sind beladen;/ dein Segen, Herr, den du gezeigt/ uns Armen, sich zur Eroͤe neigt/ und will fast gar verschwinden. 3. Das machet unsre Missetat/ und ganz verkehrtes Leben,/ so deinen Zorn entzündet hat,/ daß wir in Nöten schweben./ Wir müssen zeigen unsre Schuld;/ weil wir die Buße nicht gewollt,/ so muß oͤer Himmel weinen. 4. Doch denke wieder an die Treu,/ die du uns hast versprochen,/ und wohne uns in Gnaden bei,/ die wir dich kinoͤlich suchen./ Wie hält so hart sich diese Zeit/ dein herz und sanfte Freunoͤlichkeit?/ du bist ja unser Vater! 5. Hib uns von deinem Himmelssaal/ dein klares Licht und Sonne//und laß uns wieder überall/ empfinden dreud und Wonne,/ baß alle Welt erkenne frei,/ daß außer dir kein Segen sei/ im himmel und auf Erden. michael Schirmer, 4+ 1673. Mel. Nr. 329. 429 Auf meinen lieben Gott. 1. Ein Wetter steiget auf:/ mein herz, zu Gott hinaufl/ Fall kinoͤlich ihm zu Fuße/ oͤurch wahre Reu und Buße,/ damit gleich beine Sünden/ oͤurch Christi Tod entschwinden. halt oͤoch mit vie⸗lem Re⸗ gen ein,/ und 42¹ — 453⁰ 3 Reise 2. Herr, der du gut und fromm,/ zu dir ich gläubig komm,/ ich bitt um dein Erbarmen,/ sieh Christum in mir Armen,/ um dessentwillen schone,/ mir nicht nach Sünden lohne. 3. Durch Christi teures Blut/ mach mir ein Herz und Mut,/ das sich nicht knechtisch scheue,/ vielmehr auf deine Treue/ in allem kinoͤlich traue/ und auf dein Helfen baue. 4. Ich will mit dem, was mein,/ dir ganz gelassen sein;/ dein dlügel wird uns decken,/ verjagen allen Schrecken/ und lassen uns aus Gnaden/ das Wetter gar nicht schaden. 5. Wohlan! Verlaß uns nicht;/ bleib unsre Zuversicht/ und laß dein Vaterlieben/ auch jetzt an uns sich üben,/ so wolln wir/ weil wir leben,/ oͤir Preis und Ehre geben. RAemilie Zuliane, Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, 4 1706. Reiso Mel. Nr. 350. 430 O welt, ich muß dich lassen. 1. Ich zieh in ferne Lande,/ zu nützen einem Stande,/ zu dem mich Gott bestellt;/ sein Segen wird mich lassen,/ was gut und recht ist, fassen,/ zu dienen treulich seiner Welt. 2. Gott wird zu diesen Reisen/ gewünschten Fortgang weisen,/ wohl helfen hin und her; /Gesunoͤheit, heil und Leben,/ Zeit, wind und Wetter geben,/ und was in demut ich begehr. 3. Sein Engel, der getreue,/ macht meine deinde scheue, /tritt zwischen mich und sie;/ durch seinen Schutz, den frommen,/ bin ich soweit gekommen,/ und weiß doch selber fast nicht wie. 4. Leg ich mich späte nieder,/ erwach ich frühe wieder,/ lieg oder zieh ich fort,/ in Schwachheit und in Banden,/ und was mir stößt zu Handen,/ so tröstet mich sein göttlich Wort. 5. Hat er es denn beschlossen,/ so will ich unveroͤrossen/ an mein verhängnis gehn;/ kein Unfall unter allen/ wird je zu hart mir fallen:/ ich will mit Gott ihn überstehn. 6. Ihm hab ich mich ergeben,/ zu sterben und zu leben,/ sobald er mir gebeut;/ es sei heut oder morgen,/ dafür laß ich ihn sorgen // er weiß allein die rechte Zeit. 7. Gefällt es seiner Güte,/ und sagt mir mein Gemüte/ nicht was Vergeblichs zu:/ so werd ich Gott noch preisen/ mit manchen schönen Weisen/ daheim in meiner stillen Ruh. 4²² eisen,/ „J Zeit, e,/ tritt n,/ bin e. r// lieg 10 was in mein art mir sobald orgen,/ e/ nicht lanchen 8. Indes wird er oen Meinen/ mit Segen auch erscheinen,/ ihr Schutz wie meiner sein;/ wird beiderseits gewähren,/ was unser Wunsch und Zähren /ihn bitten mögen insgemein. 9. So sei nun, Seele, seine,/ und traue dem alleine,/ der dich geschaffen hat!/ Es gehe, wie es gehe,/ dein Vater in der höhe,/ der weiß zu allen Sachen Rat. paul gleming, 4 1640. Krankheit“ Mel. Nr. 350. 431 O welt, ich muß dich lassen. 1. Ich hab in guten Stunden/ des Lebens Glück empfunden/ und Freuden ohne Zahl;/ so will ich denn gelassen/ mich auch in Leiden fassen;/ welch Leben hat nicht seine Qual? 2. Ja, herr, ich bin ein Sünder,/ und stets strafst du gelinder,/ als es der Mensch verdient./ Sollt ich, beschwert mit Schulden,/ kein zeitlich Weh erdulden,/ das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben,/ nicht meine Ruh, mein Leben/ mehr lieben als den Herrn;/ dir, Gott, will ich vertrauen/ und nicht auf Menschen bauen;/ du hilfst und oͤu errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden,/ mich alle meine Sünden/ er⸗ kennen und bereun. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte;/ sein Heil laß mein Geschäfte,/ dein Wort mir Trost und Leben sein. 5. Wenn ich in Christo sterbe,/ bin ich des Himmels Erbe;/ was schreckt mich Grab und Tod? /Auch auf des Todes Pfade/ vertrau ich deiner Gnade;/ du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer wehren,/ Gott durch Geoͤulö verehren;/ im Glauben zu ihm flehn./ Ich will den Tod beoͤenken,/ der herr wird alles lenken,/ und was mir gut ist, wird geschehn. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Schwing di Mel. Nr. 336. 432 Weinem Oott. 1. Herrl Ein ganzer Leidenstag/ ist nun überwunden./ Ach, wieviel der Mensch vermag,/ das hab ich empfunden./ Wie ge⸗ brechlich ist die Kraft,/ wie verzagt der Glaube!/ Wenn der herr nicht Hilfe schafft,/ liegen wir im Staube. 12³ 2. Ach, wie könnt ich diese Nacht/ ohne dich bestehen?/ Ohne deine hulò und Macht/ müßt ich ganz vergehen./ Trübe fällt der Abend ein,/ stille wiros auf Erden;/ doch in diesem Rämmerlein/ wirds so still nicht werden. 3. Jedes Auge tut sich zu,/ alles sucht den Schlummer;/ doch hier ist noch keine Ruh,/ denn es wacht der Rummer./ O so komm und bleibe hier/ bei dem armen Kranken// liebster Jesu, schenke mir/ tröstliche Geoanken. 4. Zeuch empor das matte Herz/ aus der finstern höhle;/ salbe diesen Leib voll Schmerz/ mit dem Lebensöle!/ Herr, du kannst die hurcht und Pein/ in der Seele stillen.„Laß mich ganz ergeben sein/ in des Vaters Willen! 5. Wenn ich diese ganze Nacht/ wachen muß und weinen:/ herr, du bists, der bei mir wacht/ du wirst mir erscheinen./ Du wirst in der dunkelheit/ freunolich mit mir sprechen,/ sollte gleich vor Traurigkeit/ mir das Wort gebrechen. 6. Wo ich auch gebettet bin,/ lieg ich dir in händen;/ wo mein Auge siehet hin,/ wirds zu dir sich wenden./ Mein Gebet bestärke du,/ laß es nicht ermatten;/ laß mich finden sanfte Ruh/ unter deinem Schatten. heinrich Puchta, 4 1858. Am Geburtstage Mel. Nr. 550. 433 O Welt, ich muß dich lassen. 1. Dir dank ich für mein Leben,/ Gott, der du mirs gegeben,/ ich danke dir dafür./ Du hast, von huld bewogen,/ mich aus dem Nichts gezogen,/ durch deine Güte bin ich hier. 2. Du, Herr, hast mich bereitet,/ mich väterlich geleitet/ bis diesen Augenblick./ Du gabst mir frohe Tage/ und wandoͤtest auch die Plage/ zu meiner Seele wahrem Glück. 3. Ich bin nicht wert der Treue,/ der ich mich täglich freue,/ der Hulo, die mich bewacht./ Damit ich, Staub und Erde,/ auf ewig glücklich werde,/ hast oͤu schon ewig mein gedacht. 4. Du kanntest schon mein Sehnen/ und zäͤhltest meine Tränen,/ eh ich bereitet war;/ noch konnt ich dich nicht denken,/ zu dir daz herz nicht lenken,/ da wogst du schon mein Teil mir dar. 494 bestärke unter à, + 1858. ich lassen. geben,/ ius dem is diesen nuch die freue,/ de// auf ränen,/ dir dag Im Alter 4³⁴ 5. Flir alle meine Sünden, Herr, ließest odu mich finden/ in Christo Gnad und Huld./ O Höchster, welch Erbarmen!/ Du nah⸗ mest an mich Armen/ und tilgtest alle meine Schuld. 6. Daß du mich liebreich führest,/ mit oͤeinem Geist regierest,/ dies, Vater, dank ich oͤir./ Daß oͤu mein Leben fristest,/ mit deiner Rraft mich rüstest,/ dies alles, Vater, dank ich dir. 7. Was noch in oͤiesem Leben/ mir frommt, wirst oͤu mir geben./ du gibsts, ich hoff auf dich./ Ja, Vater, ich befehle/ dir kinodlich Leib und Seele;/ herr, segne und behüte mich! Nach Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Im Alter⸗ Mel. Nr. 492. 434 Zesu, meines Lebens Leben. I. Höchster Helfer, sei nicht ferne!l/ Mein Beschirmer, steh mir bei,/ hilf mir, daß ich tu und lerne,/ was dein heilger Wille sei./ Leite mich nach deiner Güte/ und erleuchte mein Gemüte;/ laß mir deine Vatertreu/ alle Morgen weroͤen neu. 2. Halte mich, o mein Erhalter!/ O mein Führer, weiche nicht j/ fhre mich in meinem Alterz/ wenn mir Lebenskraft gebricht./ Gib, daß ich recht christlich lebe/ unoͤ stets nach dem Himmel strebe;/ hilf mir oͤurch, wenn Qual und Schmerz/ bricht mein halb zerbrochnes Herz. 3. Stoß mich nicht von deiner Seiten,/ wenn sich Angst und Ohnmacht häuft,/ wenn die schwachen Tritte gleiten/ und man nach dem Stabe greift/ fasse oͤu mich bei dem Arme,/ o mein heilano, und umarme/ mich auch in der letzten Not,/ bis erfolgt ein selger Tod. 4. Herrscher über Tod unoͤ Leben,/ höchster Tröster, tritt her⸗ bei!/ Wenn ich soll den Geist aufgeben,/ so vernimm mein Angst⸗ geschrei;/ wenn mein Auge wird erblinden/ und die Lebensgeister schwinden,/ o so sei du selbst mein Licht,/ daß ich seh dein Angesicht. 5. Meine Seele soll erheben/ dich, o Herr der Herrlichkeit,/ dort in jenem§reudenleben,/ wenn ich nach vollbrachtem Streit/ dir mein Danklied werde bringen/ uno vor deinem Throne singen,/ baß du mich so wohl bebacht/ un zum Himmel hast gebracht. Facharias Hensel, 4 vor 1736. 4⁵ 455 n Alter Mel. Nr. 350. 435 O Welt, ich muß dich lassen. 1. Gott hat in meinen Tagen/ mich väterlich getragen/ von meiner Jugend auf;/ ich sah auf meinen Wegen/ des Höchsten huldò und Segen/ er lenkte meines Lebens Lauf. 2. Sein Weg war oft verborgen/ doch wie der helle Morgen/ aus dunklen Nächten bricht,/ so hab ich stets gespüret:/ der Weg, den Gott mich führet,/ bringt mich durchs finstre Tal zum Licht. 3. War Menschenhilf vergebens,/ so kam der Herr des Lebens/ und half und machte Bahnj/ wußt ich mir nicht zu raten,/ so tat Gott große Taten/ und nahm sich meiner mächtig an. 4.„Bis zu des Alters Tagen„will ich dich heben, tragen/ und dein Erretter sein“:/ dies hat mir Gott versprochen,/ der nie sein Wort gebrochen;/ ich werde sein mich ewig freun. 5. Er wird mir schwachem Alten,/ was er verheißen, halten;/ denn er ist fromm und treu./ Bin ich gleich matt und müde,/ ꝛr gibt mir Trost und Friede/ und steht mit Mut und Kraft mir bei. 6. Noch wenig bange Stunden,/ dann hab ich überwunden/ ich bin vom Ziel nicht weit./ O welche großen Freuden sind nach dem letzten Leiden/ vor Gottes Thron für mich bereit! 7. Ich harre froh und stille// bis meines Gottes Wille/ mich nach dem Kampfe krönt./ An meiner Laufbahn Ende/ sink ich in Jesu hände,/ der mich dem Vater hat versöhnt. gakob§riedeich dedoersen, 4 1788. lter lassen. von n, 4 178R8. — NI + 2 S —— 2. N 2 5 α — 0 V/ 2 2 —wd—‚: — Sterbelieder Die lethten Dinge⸗ Tooͤ 436 Frankfurt a. M. 1569. 15 2— ö—— — 2 4 5 L reerer f. Su. 1. Wenn mein Stünoͤ⸗lein vor ⸗-han⸗den ist,/ und —.——.—— S e. ich soll fahrn mein Stra⸗pe,/ ge-leit oͤu mich, Herr Je⸗su — EE.—— S. Christ,/ mit Hilf mich nicht ver⸗las⸗ sel/ Mein Seel an — ——4— ——3.— mei⸗nem letz⸗ten End/ be⸗fehl ich oir in dei⸗ ne gänd,, —— II ...... —6— du wollst sie mir be⸗wah⸗ren. 2. Mein Sünde wird mich kränken sehr/ und mein Gewissen nagen;/ denn ihr ist viel, wie Sand am Meer,/ doch will ich nicht verzagen;/ will denken in der letzten Not,/ Herr Jesu Christ, an deinen Tod,/ der wird mich wohl erhalten. 3. Ich bin ein Glied an dͤeinem Leib,/ des tröst ich mich von herzenl/ Von dir ich ungeschieden bleib/ in Lodesnot und Schmer⸗ zen;/ wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir;/ ein ewig Leben hast du mir/ mit deinem Tod erworbon. 4. Weil du vom Tod erstanden bist,/ werd ich im Grab nicht blei⸗ benz/ mein höchster Trost dein Ruffahrt ist,/ kann Todesfurcht ver⸗ treiben;/ denn wo du bist, da komm ich hin,/ daß ich stets bei dir leb und bin/ oͤrum fahr ich hin mit Freuden. Rikolaus herman, I56l, 4²8 sssH UIINN — & 0 1 ro 1 St 2 — Gewissen lich nicht hrist, an mich von Schmer⸗ eben hast nicht blei⸗ urcht ver⸗ bei dir leb an, + 1561 Sterbelieder 437 mel. Vater unser im himmelreich. 437 Zeipzig 1539. 2 ö I 1 5 E 1 ——— 1. Herr Chri⸗ste, wah⸗rer Mensch und Gott,/ dͤer oͤu littst ö——— B, nn.. Mar⸗ter, Angst und Spott,/ für mich am Kreuz auch enoͤ⸗lich ———— dö r,=r, starbst/ und mir oͤes Va⸗ ters huld er⸗-waͤrbst:/ ich bitt durchs I ö.— ö RN ————— ö—— H . oaâl; e bitt⸗ re Lei⸗ den dein,/ du wollst mir Sün⸗der gnä⸗odig sein. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot/ und ringen werde mit dem Todò,/ wenn mir vergeht all mein Gesicht/ und meine Ohren hören nicht,/ wenn meine Zunge nicht mehr spricht/ und mir vor Angst mein Herz zerbricht; 3. Wenn mein Verstand sich nichts besinnt/ und mir all mensch⸗ lich hilf zerrinnt:/ so komm, Herr Christe, mir behenoͤ/ zur Hilf an meinem letzten Enod/ und führ mich aus dem Jammertal,/ ver⸗ kürz mir auch des Todes Gual! 4. Die bösen Geister von mir treib,/ mit deinem Geist stets bei mir bleib,/ bis sich die Seel vom Leibe trennt;/ dann nimm sie, herr, in deine hänoͤl/ Der Leib hab in der Eroͤe Ruh,/ bis naht der jüngste Tag herzu. 5. Ein fröhlich Ruferstehn verleih,/ in dem Gericht mein Für⸗ sprech sei/ und meiner Sünd nicht mehr gedenk;/ aus Gnaden mir das Leben schenk,/ wie du hast zugesaget mir/ in deinem Wort; oͤas trau ich dir: 6.„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich,/ wer mein Wort hält unoͤ glaubt an mich,/ der wird nicht kommen ins Gericht,/ den Tod auch ewig schmecken nicht;/ und ob er gleich hie zeitlich stirbt,, mit nichten er oͤrum gar verdͤirbt; 4²⁰⁹ 438 Sterbelieder 7. Vielmehr will ich mit starker hand/ ihn reißen aus des Todes Band/ und zu mir nehmen in mein Reich;/ da soll er denn mit mir zugleich/ in Freuden leben ewiglich.“/ Dazu hilf uns ja gnädiglich! 8. Nch, Herr, vergib all unsre Schuld;/ hilf, daß wir warten mit Geduld,/ bis unser Stündlein kommt herbei;/ auch unser Glaub stets wacker sei,/ aufs Wort zu trauen festiglich,/ bis wir entschlafen seliglich. paul Eber, + 1569. 438(Vorreformatorisch.) ö goh. Rhau, Wetter 1589. EXD ö x 0—.— ESEESESEEEE + 1. Ich hab mein Sach Gott heim⸗ge⸗stellt;/ er machs mit mir, wies ihm ge⸗fälltl/ Lang o⸗der kurz sei mei⸗ ne zeit/ unt 155— ————1. LZ I. 1 EII T— ich bin be⸗reit„ zu al⸗lem, was mein herr ge⸗beut. 2. Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will;/ ich schreib ihm nicht vor Maß und Zielj/ es sind gezaͤhlt all härlein mein,/ groß oder klein,/ fällt keines ohn den Willen sein. 3. Es ist allhier ein Jammertal,/ Angst, Not und Trübsal über⸗ all;/ des Bleibens ist nur kurze Zeit,/ voll Müh und Leid,/ und wers bedenkt, ist stets im Streit. 4. heut sind wir frisch, gesund und stark,/ schon morgen liegen wir im Sargj/ heut blühn wir wie die Rosen rot,/ bald krank und tot;/ ist allenthalben Müh und Not. 5. Man trägt eins nach dem andern hin;/ wohl aus den Rugen, aus dem Sinn!/ die Welt vergisset unser bald,/ jung oder alt,/ auch unsrer Ehren mannigfalt. ö 6. Das macht die Sünd, du treuer Gott,/ dadurch kam uns dei bittre Tod,/ der reißt dahin all Menschenkind,/ wie er sie finöt// fragt nicht, von welchem Stand sie sind. 4³⁵⁰ — DD viglichl warten h unser bis wir + 1569. atorisch.) ter 1589. jreib ihm in, 7 groß osal über⸗ eid,/ un zen liegen krank und en Augen, oder alt,/ m uns der sie finöt// Sterbelieder 439 7. Doch ob mich schon mein Sünd anficht,/ dennoch will ich ver/ zagen nicht;/ ich weiß, daß mein getreuer Gott/ für mich in Tod⸗ den eingen Sohn gegeben hat. 8. Dem leb und sterb ich allezeit,/ von ihm oͤer Tod mich nimmer scheioͤt;/ leb oder sterb ich, bin ich sein;/ er ist allein/ der einge Trost und Helfer mein. 9. Das ist mein Trost zu aller Zeit,/ in aller Not und Traurig⸗ keit;/ ich weiß, daß ich am jüngsten Tag/ ohn alle Klag/ werd auferstehn aus meinem Grab. 10. Den lieben Gott von Angesicht/ werd ich dann schaun, oͤran zweifl ich nicht,/ in ewger Freud und Seligkeit,/ die mir bereit;, ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit! I1. Amen, mein lieber, frommer Gott,/ bescher uns einen selgen Tod;/ hilf, daß wir deinen Engeln gleich/ in deinem Reich/ mit dir dann leben allzugleich. Zohann Leon, + 1597. 4359 Melchior Vulpius, 1609. 1. Christus, der ist mein Le⸗ben/ und Sterben mein Ge⸗ —— 0—— 1———— Se winn)/ dem hab ich mich er⸗ge⸗ben,/ mit dried fahr ich da⸗hin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen/ zu Christ, dem Bruder mein,/ daß ich mög zu ihm kommen/ und ewig bei ihm sein. 5. Nun hab ich überwunden/ Kreuz, Leiden, Angst und Not,/ durch seine heilgen Wunden/ bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen,/ ich kaum mehr atmen kann,/ und kann kein Wort mehr sprechen,/ nimm, Herr, mein Seufzen an. 5. Wenn Sinne und Gedanken/ zergehn als wie ein Licht,/ das hin und her muß wanken,/ wenn ihm dͤie Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille/ laß mich, Herr, schlafen ein,/ wie es dein Rat und Wille,/ wenn kommt mein Stündelein. 7. Laß mich gleich einem Reben/ anhangen dir allzeit/ und ewig bei oͤir leben/ in himmelswonn und Freud. Jena 1609. D D 43¹ —jm———————— P— +— Sterbelieodͤer Mel. Wie na 7* Wasserquelle. 440 Französischer Psalter, 1551, E— x— H——————³⁴ — 1. Eidei dich sehr, o mei⸗ne See e// und ver⸗ giß all weil oͤich Chri⸗stus nun, dein—— re,/ ruft aus die⸗ sem DDDT— Not und Qual, Jam⸗mer⸗tal. Aus der Trübsal, Angst und Leid/ sollst du B.—— fah⸗ ren in die Freuod,/ die kein Ohr hat je ge⸗ hö⸗ ret,/ en Ke.,— ä————— die in E⸗wig⸗keit auch wäh⸗ ret. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen/ zu dem Herren, meinem Gott,/ weil mich stets viel Kreuz betroffen,/ daß er mir hülf aus der Not./ Wie sich sehnt ein Wandersmann/ nach dem Enoe seiner Bahn,/ so hab ich gewünscht, mein Leben/ hin in Gottes Händ zu geben. 3. Denn gleichwie oͤie Rosen stehen/ unter einer Dornenschar,/ also auch die Christen gehen/ stets in Angsten und Gefahr./ Wie die Meereswellen sind/ und der ungestüme Wind,/ also ist allhier auf Eroͤen/ unser Lauf voll von Beschwerden. 4. Wenn die Morgenröt aufgehet/ und der Schlaf sich von uns wenoͤt,/ Sorg und Rummer uns umstehet,/ Müh sich finot an allen End;/ unsre Tränen sind das Brot,/ so wir essen früh und spatz/ wenn die Sonn aufhört zu shedten int doch nicht auf Klag und Weinen. 5. Drum, herr Christ, du Morgemiternr, /der oͤu ewiglich auf⸗ gehst,/ sei oͤu jetzt von mir nicht ferne/ weil dein Blut mich hat erlöst./ Hilf, daß ich mit Fried und Freud/ mög hinfahren aus der Zeit;/ ach, sei du mir Licht und Straße,/ mich mit Beistand nicht verlasse! 4³² —— lieder Sterbelieder 441 6. Ob mir schon die Augen brechen,/ ob mir das Gehör ver⸗ er, 1551. schwinoͤt,/ meine Zung nicht mehr kann sprechen,/ mein Verstand — sich nichts besinnt,/ bist du ooch mein Licht, mein Hort,/ Leben, — — Weg und himmelspfort;/ dͤu wirst selig mich regieren/ und die 35 Bahn zum Himmel führen. 15 all 7. õᷣreu dich sehr, o meine Seele,/ und vergiß all Not und Qual,/ e⸗sem weil dich Christus nun, dein Herre,/ ruft aus diesem Jammertal./ Seine dreud und herrlichkeit/ sollst du sehn in Ewigkeit,/ mit den i. engeln jubilieren/ und auf ewig triumphieren. Freiberg 1620. pllst du 441 Hans Leo Haßler, 1601. ö 12— ö SSEEEEEE hö⸗ret// 1. Herz⸗lich tut mich ver⸗lan⸗gen/ nach ei⸗nem sel⸗ gen weil ich 125 bin um⸗fan⸗gen/ mit Trüb⸗sal und E⸗ 9—4. 2 —*—— S. S................ · 0 er mott Eno, lend. Ich hab Lust, ab⸗ zu-schei⸗den/ von r Bahn,/— ö— 2 nh EEEE ar,/—— 411 Wie die⸗ser ar⸗gen Welt,/ sehn mich nach ew⸗gen Freu⸗denj/ o ist allhier 365 H en vo ö t anallen Je⸗ su, komm nur balo! ind spatj/ 2. Du hast mich ja erlöset/ von Sünde, Tod und höll;/ es hat auf Klag dein Blut gekostet;/ oͤrauf ich mein Hoffnung stell;/ warum sollt mir oͤenn grauen/ vor Hölle, Tod uno Sünd?/ Weil ich auf dich iglich aukann bauen,/ bin ich ein selig Kind. t mich hat ö 3. Wenngleich süß ist das Zeben,/ der Tod sehr bitter mir// will en aus dei ich mich doch ergeben,/ zu sterben willig dir./ Ich weiß ein besser stand nich! Leben,/ da meine Seel fährt hin:/ des freu ich mich gar ebenz/ Sterben ist mein Gewinn. 20 43³3 4. Der Leib zwar in der Erden/ zum Staube wiederkehrt,/ doch auferweckt wird werden/ durch Christum, schön verklärt,/ wird leuchten als die Sonne/ und leben ohne Not/ in ewger Freud und Wonne;/ was schaͤdet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet,/ zu leben länger hier,/ und mir auch immer zeiget/ Ehr, Gut und all ihr Zier:/ doch ich das gar nicht achte,/ es währt nur kurze Zeit;/ nach Himmlischem ich trachte,/ das bleibt in Ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich nun scheide/ von meinen ireunden gut/ ö für mich und sie zum Leide;/ doch tröstet meinen Mut, daß wir in größern hreuden/ zusammenkommen schon,/ wo nichts uns mehr wird scheiden,/ dort an des himmels Thron. 7. Muß ich auch hinterlassen/ betrübte Waiselein,/ dern Not mich lüber Maßen/ jammert im Herzen mein,/will ich doch gerne sterben/ und trauen meinem Gott;/ er läßt sie nicht verderben,/ er hilft aus aller Not. 8. Gesegn euch Gott, der Herre,/ ihr Vielgeliebten meinl/ Trauert nicht allzusehre/ über den Abschied mein!/ Beständig bleibt im Glauben!/ Wir weroͤn in kurzer Zeit/ einander wiederschauen/ dort in der Ewigkeit. 9. Nun will ich mich ganz wenden/ zu dir, Herr Christ, allein/ gib mir ein selig Ende,/ send mir die Engel dein; führ mich ins ewge Leben,/ das du erworben hast,/ als du dich hingegeben/ fur meine Sündenlast. 10. Hilf, daß ich ja nicht wanke/ von Dir, herr Jesu Christ // den schwachen Glauben stärke/ in mir zu aller Frist!/ Hilf ritter⸗ lich mir ringen,/ dein Hand mich halt mit Macht,/ daß ich möͤh fröhlich singen:/ Gottlob, es ist vollbracht! christoph Knoll, 1080 442 Melchior Teschner, 16 2 ö I.——.— SEEEEEEE Ha⸗klet will ich dir ge⸗ben, du ar⸗ge, fal- sche Welli dein sünoͤlich bö⸗ses Le⸗ben/ durchaus mir nicht ge⸗fälll. 4 4³ Sterdelieder lieder t,/ doch wird eud und r// und ich das schem ich en gut,/ daß wir ins mehr Not mich sterben/ /er hilft „Trauert bleibt im ꝛrschauen/ t/ allein/ e mich ins geben/ flr u Christ;/ Hilf ritter⸗ Fnoll, 4 1650, eschner, 163, —— sche Welt/ 9e 2 fällt. Sterbelieder + — — ——— ö — IXI — 1 Im— ist gut woh⸗nen,/ hin⸗auf steht mein Be⸗ I —. D gier,/ da wird Gott herrlich loh⸗nen/ dem, der ihm dient all⸗ chier. 2. Rat mir nach deinem Herzen,/ o Jesu, Gottes Sohn!/ Sollt ich ja dulden Schmerzen,/ hilf mir, herr Christ, davon;/ verkürz mir alles Leiden,/ stärk meinen blöden Mut,/ laß selig mich ab⸗ scheiden,/ schenk mir dein ewig Gut. 5. In meines herzens Grunde/ dein Nam und Kreuz allein/ funkelt all zeit und Stunde; oͤrauf kann ich fröhlich sein./ Er⸗ schein mir in dem Bilde/ zum Trost in meiner Not,/ wie du dich, herr, so milde/ geblutet hast zu Tod. 4. Herr, meinen Namen schreibe/ ins Buch oes Lebens einz/ laß mich an deinem Leibe/ ein Glied mit jenen sein,/ die in dem himmel grünen/ und vor dir leben frei/ so will ich ewig rühmen,/ daß treu dein Herze sei. 4⁴3 Valerius herberger, 4 1627. Joh. Hermann Schein, 1628. 2 —— = * 2— — 1 8—2 mit mir, Gott, nach dei-ner Güt,„ än Ver ⸗ sag mir— was ich dich bitt;/ wenn — —— — mir in mei⸗ nem Lei⸗den! mei ⸗ ne Seel will schei⸗den, so nimm sie, Herr, in — Z..—.... 2— 3 — dei öne händl/'s ist al„les gut, wenn gut das End. 28* 5⁵ 44⁴ Sterbelieder ist kein Immerleben,/ es muß geschieden sein./ Der Tod kann mit 2. Gern will ich folgen, liebster Herr,/ du läßt mich nicht ver⸗ derbenj/ ach, du bist doch von mir nicht fern// ob ich gleich hie muß sterben/ und lassen meine lieben Freund,/ die's mit mir herzlich gut gemeint. z3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd,/ die Seel sich zu dir schwnget,/ in deiner Hand sie unversehrt/ durch Tod ins Leben dringet./ Hier ist doch nur ein Tränental,/ Angst, Kot und Mühe überall. 4. Der Tod, die Hölle, Welt und Sünd/ mir können nichts mehr schaden;/ an dir, o herr, ich Rettung find,/ ich tröst mich deiner ö Gnadenj/ dein einger Sohn aus Lieb und huld/ für mich bezahlt hat alle Schuld. ö 5. Was sollt ich denn nun traurig sein,/ weil ich kann wohl ö bestehen,/ geschmückt mit Christi Unschuld rein/ zu meinem Gotte gehenꝛ/ Gehab dich wohl, du schnöde Welt!/ Bei Gott zu leben mir gefällt. goh. hermann Schein, A 16³⁰. herzlich tut Mel. Är. 441. 444 mich verlangen. 1. Ich hab mich Gott ergeben,/ dem liebsten Vater meinj/ hier nicht schaden,/ er ist nur mein Gewinn;/ in Gottes Fried und Gnaden/ fahr ich mit dreud dahin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber j/ o Welt, was acht ich deinꝛ/ der himmel ist mir lieber, mehr beladen,/ weil ich wegfertig bin/ in Gottes fahr ich mit Freud dahin. 3. Ach, selge Freud und Wonne/ hält mir der Herr bereit,/ da Christus ist die Sonne/ der ewgen Seligkeit./ Was kann mir doch nun schaden,/ weil ich bei Christo bin? /In Gottes Fried und Gna⸗ den/ fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen,/ ihr Liebsten allzumall /Un mich sollt ihr nicht weinen,/ ich weiß von keiner Qual./ Wos Christus euch beschieden,/ laßt nicht aus eurem Sinnj/ in Gotle Gnad und Frieden/ fahrt ihr dann auch dahin. gohann Sie gfried, 165/. v. 1. v. Johann Leon, + 159. Fried und Gnaden/ 4⁵⁵ da muß ich gehen ein/ und mich nicht zu leben in, 4 1630. Herzlich tut verlangen. ein j/ hier 5kann mir Fried und ich deinꝛ/ ö mich nicht d Gnaden/ bereit,/ da in mir doch 5und Gna⸗ imall /Un ual./ Wa⸗ „in Gottel leon, 1 159. Sterbeliedͤer 4⁴4⁵ mel. O Welt, ich muß Oich lassen. 445 heinrich Isaak, 4 1517.—(1539.) —.— 1. Die Herr⸗lich⸗keit der Er⸗den muß Rauch und A⸗ sche göt⸗zen,/ was wir für e⸗ wig schät⸗zen,/ wird als ein *— leich⸗ter Traum ver⸗ gehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten,/ den wir unsterblich achten,/ ist nur ein falscher Wahn/ sobald der Geist gewichen/ uno dieser Mund erblichen,/ fragt keiner, was man hier getan. 3. Es hilft nicht Kunst noch Wissen;/ wir weroͤen hingerissen,/ ber morgen, dieser heut./ Was nützt der Güter Menge?/ dem hier oᷣie Welt zu enge,/ dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wiro zerrinnen,/ was Müh und Fleiß gewinnen/ und saurer Schweiß erwirbt;/ was Menschen hier besitzen,/ kann vor dem Tooͤ nicht schüthen;/ dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5. Ist eine Lust, ein Scherzen,/ dᷣie nicht ein heimlich Schmerzen/ mit herzensangst vergällt?/ Was ists, womit wir prangen?/ Wo wirst oͤu Ehr erlangen,/ die nicht in Hohn und Schmach verfällt? 6. Was pocht man auf dᷣie Throne,/ da keine Macht noch Krone/ kann unvergänglich sein? /Es mag vom Totenreihen/ kein Zepter bich befreien,/ kein Purpur, Golo noch Eͤelstein. 7. Wir rechnen Jahr auf Jahre,/ inöessen wird die Bahre/ uns vor die Tür gebracht;/ oͤrauf müssen wir von hinnen/ und, eh wir uns besinnen, der Erde sagen gute Nacht. 43⁷7 Strom verflossen;/ was künftig, wessen wird es mehr vergehen,/ weil ihn die Stärke selbst erhã N hier ist nichts zu erwerben/ in dieser argen Welt. Leben/ in dieser schnöden Zeit;/ dort wird ein in der Ewigkeit. mir nicht grauen/ vor schauen/ mein einzig wahres Glück. 3. zu Christo will ich fahren/ in das gelobte mich wohl bewahren/ in seiner star im schönen Friedenshaus. 1. Ich bin ein Gast auf Erde der Himmel soll mir werden,/ da ist mein ich Inruh haben,/ hier reisꝰ ich ab und zu, mich laben/ in seiner ewgen Ruh. 2. Was ist mein ganzes Wesen/ von mMüh und Not gewesen?/ So lang ich denke manchen Morgen,/ so manche liebe Nacht/ m Sorgen/ des Herzens zugebracht. 4³⁸ Sterbelieder 8. Wach auf, Herz, und bedenke,/ daß dieser Zeit Geschenke/ den Rugenblick nur deinj/ was du zuvor genossen, /üist als ein sein? 9. Trau nicht auf Menschenlehre,/ auf Weltgunst, Macht und Ehre,/ und fleh den Herren an,/ der immer Röni keine Zeit vertreibet,/ der einzig ewig machen kann. 10. Wohl dem, der auf ihn trauetl/ Er hat recht fest gebauet,/ und ob er hier gleich fällt,/ wird er doch dort bestehen/ und nimmer⸗ g bleibet,/ den t. noͤreas Gryphius, 4 1664. Mel. Nr. 441. 446 herzlich tut mich verlangen. 1. In Christo will ich sterben,/ wenns meinem Gott gefällt/ Es ist ein elend bessres geben/ Gott 2. Mit Christo will ich scheiden/ von dieser Erdenqual,/ der wird mich selber leiten/ durchs finstre Todestalj/ oͤrum laß ich diesem Rugenblick;/ bald werd ich ewig Land,/ der wird ken Hand./ Trotz sei dem deind geboten,/ daß er mich reiß heraus;/ dort will ich seiner spotten/ 4. Bei Christo will ich bleiben/ in alle Ewigkeit/ und ohn Ruf⸗ hören treiben/ sein Lob mit höchster dreud;⸗ mit Jauchzen und mit Singen/ will ich ihm dankbar sein;/ nun laß mirs, Herr, gelingen/ zu deinem Preis allein. peter drank, 4 1858. Mel. Ar. 441. 447 gerzlich tut mich verlangen. n/ und hab hier keinen Stand// Vaterland./ Hier muß „dort wird mein Got meiner Jugend an,/ als n kann,/ hab ich H it Kummer und mi der wird hem deind rspotten/ ohn Ruf⸗ hzen und irs, Herr, nk, 4 167⁵. verlangen. Stand/ hHier muß mein Goth Nan,/ Oll hab ich so er und mil Sterbelieoͤer 5. So gings den lieben Alten,/ an deren duß und Pfad/ wir uns noch täglich halten,, wenns fehlt an gutem Rat./ Sie zogen hin und wieder,/ ihr Kreuz war immer groß,/ bis daß der Tooͤ sie nieder/ legt in oͤes Grabes Schoß. 4. Ich habe mich ergeben/ in gleiches Glück und Leid;/ was will ich besher leben/ in dieser Zeitlichkeit? Es muß ja oͤurch⸗ geoͤrungen,/ es muß gelitten sein;/ wer nicht hat wohl gerungen,/ geht nicht zur Freude ein. 5. So will ich zwar nun treiben/ mein Leben durch die Welt// boch oͤenk ich nicht zu bleiben/ in diesem fremden Zelt;/ ich wanoͤre meine Straße,/ die zu der Heimat flührt,/ da mich ohn alle Maße/ mein Vater trösten wird. 6. Mein heimat ist dort oben,/ da aller Engel Schar/ den großen herrscher loben,/ der alles ganz und gar/ in seinen händen träget/ und für und für erhält,/ auch alles hebt unoͤ leget,/ nachdems ihm wohlgefällt. 7. Zu dem steht mein Verlangen,/ da wollt ich gerne hin;/ die Welt bin ich durchgangen,/ daß ichs fast müde bin;/ je länger ich hier walle;/ je wenger finò ich Freuö,/ die meinem Geist ge⸗ falle;/ das meist ist Eitelkeit. 8. Die Herberg ist zu böse,/ der Trübsal ist zu viel/ ach, komm, mein Gott, und löse/ mein Herz, wenn dein Herz willl/ Romm, mach ein selig Ende/ mit meiner Wanderschaft,/ und was mich kränkt, das wende/ durch oͤeinen Arm und Kraft. 9. Wo ich bisher gesessen,/ ist nicht mein rechtes haus;/ wenn mein Ziel ausgemessen,/ so tret ich bann hinaus,/ und was ich hier gebrauchet,/ das leg ich alles ab,/ und wenn ich ausgehauchet, so legt man mich ins Grab. o. du aber, meine Freude,/ oͤu meines Lebens Licht,/ du zeuchst mich, wenn ich scheide,/ hin vor dein Angesicht/ ins haus der ewgen Wonne,/ da ich stets freudenvoll/ gleich als dͤie helle Sonne/ nächst andern leuchten soll. 11. Da will ich immer wohnen,/ und nicht nur als ein Gast// bei denen, die mit Kronen/ du ausgeschmücket hast /da will ich herrlich singen/ von deinem großen Tun/ uno, frei von schnöden dingen,/ in meinem Erbteil ruhn. paul Gerhardt, 4 1676. 43 44²ꝰ 448 Sterbelieder 448 Gotha 1726. ,, er weiß, wie na⸗ he ach, wie ge⸗schwin⸗de mir mein En⸗del/ hin geht die ——————...——.— ———————————— zeit, her kommt der Tod;. mei⸗ ne To⸗des⸗ not!l mein Sott, ich bitt durch ——— Chri⸗sti Blut:/ Machs nur mit mei⸗ nem En⸗de gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden,/ als es am frühen Morgen war;/ dieweil ich leb auf dieser Erden,/ leb ich in steter Toosgefahr./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End beoͤenken/ und, wenn ich einmal sterben muß,/ die Seel in Jesu Tod versenken/ und ja nicht sparen meine Buß./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gutl 4. Laß mich bei Zeit mein haus bestellen,/ daß ich bereit sei für und für/ und sage frisch in allen Fällen:/ Herr, wie du willst, so schicks mit mir!/ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Mache nur mit meinem Ende gut! ö 5. Nch, Herr, mach süße mir den himmel/ und bitter mir die Lust der Welt;/ gib, daß mir in dem Weltgetümmel/ die Ewig⸗ keit sei vorgestellt./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Mach nur mit meinem Ende gut! 44⁰ und be⸗ hen⸗-de/ kann kom⸗-men II lieder tha 1726. e gut! im frühen in steter Nachs nur wenn ich n/ und ja ꝛisti Blut:/ h bereit sei ie du willst It:/ Machs ter mir dit „die Ewih⸗ ut:/ Machs Sterbelieder 4⁴9 6. Ach, Vater, deck all meine Sünde/ mit dem Verdienste Jesu zu,/ darauf ich mich festgläubig gründe,/ dies gibt mir die er⸗ sehnte Ruh./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Enoͤe gutl 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheioͤe,/ nichts, es sei Leben oder Tod;/ ich leg oͤie hand in seine Seite/ und sage: O, mein herr und Gott!/ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 8. Ich habe Jesum angezogen/ schon längst in meiner heilgen Tauf;/ dͤu bist mir daher auch gewogen,/ hast mich zum Kind ge⸗ nommen auf./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Jesu Leib gegessen,/ ich hab sein Blut getrunken hier;/ nun kannst oͤu meiner nicht vergessen;/ ich bleib in ihm und er in mir./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Endͤe gut! 10. So komm mein End heut oder morgen,/ ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt;/ ich bin und bleib in deinen Sorgen,/ mit Jesu Onaden schön geschmückt./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 11. Ich leb indes in dir vergnüget/ und sterb ohn alle Rümmernisz/ mir gnüget, wie mein Gott es füget;/ ich glaub und bin es ganz gewiß:/ durch deine Gnad und Christi Blut/ machst oͤus mit meinem Ende gut! Remilie Zuliane, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, 4 1700. 4⁴ I 1. Ach, was ist doch un⸗sre Zeit?/ Flüch⸗tig⸗-keit,/ —— QD ne⸗bel, Rauch und Wind und Schat⸗ tenj/ Men⸗ schen kön⸗nen .—...—..—.—.—.—..— ni. nicht bestehn⸗ 7 sie ver⸗gehn/ wie die Blu⸗men auf den Mat⸗ten./ Konr. heinr. Dretzel, 1751. + 4⁴¹ Sterdesieder= — Z Unser Le⸗ben fleucht be⸗hen⸗de:/ Mensch, be⸗den⸗ke doch das Endel ha 2. Menschen sind zerbrechlich Glas,/ nichtig Gras,/ Blumen, die nicht lange stehen;/ ach, wie bald wird ihre Kraft/ hingerafft,/ wenn die Todeslüfte wehen./ nser Leben fleucht behende:/ Mensch, bedenke doch das Endel 3. Jugenò, die oden Rosen gleicht,/ die verbleicht;/ ihre Schön⸗ ö heit muß verschwinden;/ es vergeht durch Todesmacht/ alle Pracht,/ da die wir an den Menschen finden./ Unser Leben fleucht behende:/ kei Mensch, bedenke doch das Ende! da 4. Menschen sind oͤer Zeiten Spiel/ und ein Ziel,/ oͤrauf die Todespfeile fliegen;/ die wie schlanke Zedern stehn,/ groß und On schön,/ müssen durch den Tod erliegen./ Unser Leben fleucht be⸗ me hende: 7/ Mensch, bedenke doch das Endel all 5. Ach, der Tod ist mir gewiß,/ oͤrum vergiß/ alles Eitle dieser mi Erdenj/ lenke dich zur Ewigkeit/ jederzeit,/ willst du dort unsterb⸗ lich werden./ Unser Leben fleucht behende:/ Mensch, bedenke doch das Endel 6. Schwinge dein Gemüt und Herz/ himmelwärts,/ wo nicht Tod, nicht Not, nicht Leiden;/ denk an das, was ewig ist,/ lieber Christ,/ soll oͤich einst der himmel weiden./ Unser Leben fleucht behende:/ Mensch, bedenke doch das Ende! Salomo§ranck, 4+ 1755 mel. O Sott, der o Ein Heerfürsl bist 450 Lyon 1562. 2. ö E.7— 14.. ö * Sa. d ee I Bn B—. 2—— ö ö.—— ve 1. Mein Le⸗ben ist ein u Rügrmnhend/ ich rei⸗se nach dbem sch ..— ö 2—— 2 — 4.— ö ů— S nn d. va⸗ ter⸗lanö,/ nach dem 2— ru⸗ sa⸗lem 6665 o⸗ 2855 wo u id SPSPSSSI... ei-ne ew⸗ ge Ru=he ⸗statt/ Gott sel⸗ber mir ge⸗ grün⸗det 4⁴² us Endel men, die gerafft,/ Mensch, ESchön⸗ Pracht,/ ehende:/ rauf die groß und eucht be⸗ itle dieser t unsterb⸗ enke doch wo nicht st,/ lieber hen fleucht nck, + 7²⁵ Lyon 1562. — nach dem den,/ wo ⸗grün⸗det Sterbelieder 45⁰ ö—— E E..— + hat;/ da werd ich oh⸗ ne Eno lo⸗ 85 Mein Le⸗ben— ö ———. ein Pil⸗grim⸗ stand j/ich rei⸗se nach dem Va⸗ ter ⸗land. 2. Wie Schatten vor oͤer Sonne fliehn,/ so flieht mein Leben schnell dahin,/ und was vorbei ist, kommt nicht wieder./ Ich eile zu der Ewig⸗ keit j/ Herr Jesu, mach mich nur bereit/ und öffne meine Rugenlider,/ daß ich, was zeitlich ist, veracht/ unò nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Der Sonne Glanz mir oft gebricht,/ der Sonne, die ihr Gnadenlicht/ in unverfälschte herzen strahlet./ Wind, Regen stür⸗ men auf mich zu,/ mein matter Geist finoͤt nirgenos Ruhz/ doch alle Müh ist schon bezahlet,/ wenn ich die güloͤne himmelstür/ mir stell im festen Glauben für. 4. Du treuer Hüter, Jesu Christ,/ der oͤu ein Pilgrim woroͤen bist,/ da oͤu mein Fleisch hast angenommen,/ zeig mir im Worte deine Tritt,/ laß mich bei einem jeden Schritt/ zu deinem heil stets näher kommen./ Mein Leben fleucht; ach, eile ou,/ und fleuch mit Gnad und Hilf herzu. 5. Durch deinen Geist mich heilig leit,/ gib in Geduld Bestän⸗ digkeit;/ vor Straucheln meinen Fuß beschütze./ Ich falle stünoͤlich, hilf mir auf/ und richte zu dir meinen Lauf;/ sei mir ein Schirm in Trübsalshitze;/ laß deinen milden Gnadenschein/ in Finsternis nie ferne sein. 6. Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll,/ vor Ddurst nach dir verschmachten will,/ so laß mich dͤich zum Labsal finden;/ und schlieb ich meine Augen zu,/ so bring mich zu oer Siegesruh,/ wo Streit und alle Müh verschwinden,/ und wo ich kann, von Sünden rein,/ dein Freund und Hausgenosse sein. 7. Bin ich oenn hier, im fremden Lano,/ er blinden Welt gleich unbekannt:/ dort sind die Freunde, die mich kennen;/ dort wero ich mit der himmelsschar/ oͤir jauchzend dienen immerdar/ und in der reinsten Liebe brennen./ Mein Heiland, komm, ach, bleib nicht lang!/ hier in der Fremoͤe wirdò mir bang. Frieor. Aöͤolf Lampe, 4 1729 4⁴⁵ 451·45²2 ö Sterbelieoͤer w iß, wi Mel. Nr. 448. 451 Kamir mein Endg 1. Ich sterbe täglich, und mein Leben/ eilt immerfort zum Grabe hin./ Wer kann mir einen Bargen geben,/ ob ich noch morgen lebend bin?/ Die Zeit geht hin, der Tod kommt her:/ ach, wer nur immer fertig wär! 2. Es schickt der Tod nicht immer Boten;/ er kommet oft un⸗ angemeloͤt/ und fordert uns ins Reich der Toten;/ wohl dem, der Haus und Herz bestellt!/ Denn ewig Unglück oder Glück/ hängt nur an einem Augenblick. 3. Herr aller herren, Tod und Leben/ hast oͤu allein in deiner Hand./ Wie lange du mir Frist willst geben,/ das ist und bleibt mir unbekannt;/ hilf, daß ich jeden Glockenschlag/ an meinen Ab⸗ schied denken mag. 4. Es kann vor Abend anders weroͤen,/ als es am Morgen mit mir war;/ den einen Fuß hab ich auf Eroen,/ den andern auf der Totenbahr;/ ein kleiner Schritt ist nur dahin,/ wo ich der Würmer Speise bin. 5. Ein einzger Schlag kann alles enden/ und Fall und Tod bei⸗ sammen sein;/ ooch schlage nur mit Vaterhänoͤen/ und schließ in Christi Toò mich ein,/ daß, wenn der Leib zu Boden fällt,/ die Seel an Jesu Kreuz sich hält. 6. Kann ich die Meinen nicht mehr segnen,/ so segne du sie mehr als ich;/ wenn lauter Tränen um mich regnen,/ o Cröster, so er⸗ barme dͤich/ und lasse der Verlassnen Schrein/ durch deinen Trost erhörlich sein. 7. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen,/ so schließe mir den Himmel auf;/ verkürze mir des Todes Schmerzen/ und hole mich zu dir hinauf;/ so wird mein Abschied keine Pein,/ zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck, 4 1757. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 452 ———+ —.———— ä..—— Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich ster- be,/ und fin„de hier kein sol⸗ ches Er⸗be,/ Georg Neumark, 1657. llt,/ die sie mehr r, so er⸗ en Trost mir den ole mich ar eilig, „+ 17⁵⁷. Sterbelieoͤer 2 ö ö 2 EEEEEEEE— ich bin ein Mensch, der balo ver⸗geht,— das un ⸗ver⸗än ⸗der ⸗lich be⸗steht; drum zel=ge EEEEEEEEE DIIE mir in Gna⸗oen an,/ wie ich recht se⸗lig ster⸗ben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe,/ kein Augenblick geht sicher hin;/ wie bald zerbricht doch eine Scherbe!l/ Wie kann bie Blume schnell verblühn!/ drum mache mich nur stets bereit/ hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe,/ oͤieweil der Tod viel Wege hält;/ dem einen wird das Scheiden herbe,/ ein anoͤrer sanft in Schlummer fällt./ Doch, wie du willst, gib nur dabei,/ daß mir mein Ende selig sei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe,/ und welche Erde mich einst deckt;/ doch wenn ich nur den Trost erwerbe,/ daß mich dein Ruf zum Leben weckt,/ so nehm ich jede Stelle ein ʒ/ die Ero ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Gott, wenn ich einst sterbe,/ so nimm oͤu meinen Geist zu dir,/ auf daß ich dort mit Christo erbe;/ hab ich nur den im Glauben hier,/ so gilt mirs gleich und geht mir wohl/ wann wo und wie ich sterben soll. Benjamin Schmolck, 4 1737. Mel. O oͤu Liebe meiner Liebe. 453 Nürnberg 1684. 2 ‚.—*3—3.——.— ————0———.—.— RIEEEEEEAEEEE 1. Un⸗jJer kei— ner lebt ihm sel⸗ber,/ kei⸗ner was wir le ⸗ ben, was wir ster⸗ben// kommt, o S..S.. stirbt ihm sel⸗ber hier; 8 herr, al ⸗ lein von bir- Du mußt hel⸗fen, tra⸗gen, he⸗ben,/ 4⁴⁵ — Sterbelieoͤer —..— du bist un⸗ ser be⸗stes Teil,/ bleibst im To⸗de, bleibst im Le⸗ ben/ un⸗ ser Trost und un ⸗ ser heil. 2. Glauben, schauen, leben, sterben/ gilt mit oͤir uns alles gleich;/ wenn wir nur mit Christo erben,/ macht der Tod uns ewig reich./ Dann erst fängt des Christen Leben/ und das rechte Wohl⸗ sein an,/ wenn er sich zu dir erheben/ und dein Antlitz schauen kann. 3. Nun, es scheiden oder bleiben/ unsre Lieben oder wir:/ Jesu, dir uns einverleiben,/ das sei unsre Sorge hier!/ Selig, wer ent⸗ schläft in Frieden,/ selig wir, die noch nicht tot./ Sind die Leiber auch geschieden,/ sind die Geister doch in Gott. 4. Heil und Wahrheit, Kraft und Stärke/ gibt Jehova mehr und mehr./ Alle seine Weg und Werke/ sind voll Herrlichkeit und Ehr./ Singet ihm, ihr Gotteskinder,/ der uns liebt am Kreuzes⸗ stamm!/ Bringet Ruhm, ihr Uberwinder,/ Gott, dem Vater, und dem Lamm! phil. Heinrich Weissensee, 4 Io. mel. weine Onversicht 454 Berlin 1653. ö x— 1— II eirrn RSEE...—..— 7— 1— 1 ‚ Mei⸗ne Le⸗bens⸗zeit verstreicht,/ stünoͤlich eil ich Uund wie we⸗ nig ists viel⸗leicht,/ das ich noch zu + EiEEEEEE *.* zu dem Gra⸗ be, denk, o Mensch, an dei⸗ nen CTod/ le ⸗ ben ha⸗ be!l en Ei D— sãu ⸗me nicht; denn Eins ist not. 4⁴⁵ en kann. 2:/ Jesu, wer ent⸗ vie Leiber Kreuzes⸗ ater, und ee, + 1700. zerlin 16535. en Tod/ — terbelieder 45⁵⁵ 2. Lebe, wie oͤu, wenn oͤu stirbst,/ wünschen wirst, gelebt zu haben!/ Güter, die oͤu hier erwirbst,/ Würden, die dir Menschen gaben, /nichts wiro oͤich im Tod erfreun;/ oͤiese Güter sind nicht dein. 5. Nur ein Herz, das Jesum liebt,/ nur ein ruhiges Gewissen,// das vor Gott dir Zeugnis gibt,/ wird dͤir deinen Todð versüßenj/ dieses Herz, von Gott erneut,/ gibt im Tode Freudigkeit. 4. Daß oͤu dieses Herz erwirbst,/ fürchte Gott und bet und wache;/ sorge nicht, wie früh du stirbst;/ deine Zeit ist Gottes Sache./ Lern nicht nur den Tooͤ nicht scheun,/ lern auch seiner oͤich erfreun. 5. Aberwind ihn durch Vertraun,/ sprich: Ich weiß, an wen ich glaube,/ und ich weiß, ich werd ihn schaun,/ denn er weckt mich aus dem Staubej/ er, der rief: Es ist vollbrachtl/ nahm dem Tode seine Macht. 6. Tritt im Geist zum Grab oft hin,/ siehe oͤein Gebein ver⸗ senken;/ sprich: Herr, daß ich Eroͤe bin,/ lehre oͤu mich stets be⸗ denken; /lehre oͤu mich jeden Tag,/ daß ich weiser werden mag. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. mel. Nr. 149. 455 Erhalt uns, herr, bei deinem Wort. 1. Wie sicher lebt der Mensch, der Staub!/ Sein Leben ist ein sallend Laub,/ und dennoch schmeichelt er sich gern,/ oᷣer Tag des Todes sei noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel,/ der Mann noch seiner Jahre viel,/ der Greis zu vielen noch ein Jahr,/ uno keiner nimmt den Irrtum wahr. 3. Sprich nicht: Ich denk in Glück und Not im Herzen oft an meinen Tod;/ der, den der Tooͤ nicht weiser macht,/ hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewigkeit,/ zu tun, was uns der Herr ge⸗ beut,/und unsres Lebens kleinster Teil/ ist eine Frist zu unserm heil. 5. Der Tod rückt Seelen vor OGericht;/ da bringt Gott alles an bas Licht/ und macht, was hier verborgen war,/ den Rat des herzens, offenbar. 4⁴⁷ SRꝗSꝗSSDSSISIISSIDSee Sterbelieoͤer Ste 6. Drum, da dein Tod dir täglich oͤräut,/ so sei doch wacker und be⸗ mel. reit,/ prüf deinen Glauben als ein Christ,/ ob er durch Liebe tätig ist. ist mi 7. Ein Herz, das Gottes Stimme hört,/ ihr folgt und sich vom ö Bösen kehrt,/ ein gläubig Herz, von Lieb erfüllt,/ dies ist es, was vor Gott nur gilt. 8. Gib, Herr, daß ich mit jedem Tag/ vor dir mein Herz er⸗ — forschen mag,/ ob Liebe, demut, Fried und Treu/ die Frucht des Geistes in mir sei;—6 4 43 9. Daß ich zu dir um Gnade fleh,/ stets meiner Schwachheit— widersteh/ und einstens in des Glaubens Macht/ mit§reuden ruf: Es ist vollbracht! Christian dürchtegott Gellert, 4 1709. Mel. Nr. 441. 456 mich veclanann 1. Die auf der Erde wallen,/ die Sterblichen, sind Staub;/ sie blühen auf und fallen,/ des Todes sichrer Raub./ Verborgen ist die Stunde,/ da Gottes Stimme ruft;/ doch jede, jede Stunde/ bringt näher uns der Gruft. 2. Getrost gehn Gottes Rinder/ die öde, dunkle Bahn,/ zu der verstockte Sünder/ verzweiflungsvoll sich nahn,/ wo selbst der freche Spõtter/ nicht mehr zu spotten wagt,/ vor dir, Gott, seinem Retter// 196 erzittert und verzaͤgt. Win 3. Wenn diese Bahn zu gehen/ dein will einst mir gebeut/ wenn nahe vor mir stehen/ Gericht und Ewigkeit;/ wenn meine Kkeräste beben/ und schon das herz mir bricht:/ herr über Tod und Leben,/ o dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, Todesüberwinder,/ hilf mir in dieser Angst,/ der du zum heil der Sünder/ selbst mit dem Tode rangst;/ und wenn des Rampfes Ende/ gewaltiger mich faßt,/ nimm mich in deine hände/ den du erlöset hast. 5. des himmels Wonn und Freuden/ ermißt kein sterblich herz/ o Trost für kurze Leiden,/ für kurzen Todesschmerz!/ Dem Todes überwinder/ sei ewig Preis und dank;/ Preis ihm, der für uns Sünder/ den Relch des Todes trank! 6. Heil denen, die auf Erden/ sich schon dem Himmel weihn/ 5. die aufgelöst zu werden,/ mit heilger durcht sich freun!/ Bereih) ganz es Gott zu geben,/ wenn er, ihr Herr, gebeut,/ gehn sie getrol ich b durchs Leben/ hin zur Unsterblichkeit. Hottl. Benedikt dunck, f I mei 4⁴⁸ ubʒ/ sie orgen ist Stunde/ zu der Oer freche Retter// gebeut/ nn meine CTod und der du wenn des e hände/ ich herz/ m Todes⸗ r für uns weihn/ 1/ Bereih sie getro nck, 1 J816 Sterbe⸗ und Begräbnislieder 457458 Mel. Christus, oͤ Iümein Leben. 30 457 Melchior Vulpius, 1609. 4 ö ..........—.—.— .— 1I. Ich weiß, an wen ich glau⸗be,/ und daß mein Hei⸗land S....— lebt,/ der aus dem To⸗des⸗stau⸗be/ den Geist zu sich er⸗hebt. 2. Ich weiß, an wem ich hange,/ wenn alles wankt und weicht,/ ber, wenn dem Herzen bange,/ die Retterhano mir reicht. ö 3. Ich weiß, wem ich vertraue,/ und, wenn mein Auge bricht,/ bab ich ihn ewig schaue,/ ihn selbst von Angesicht. 4. Er trocknet alle Tränen/ so tröstend und so milö,/ und mein unenoͤlich Sehnen/ wird nur durch ihn gestillt. 5. Ich weiß, beim Auferstehen,/ wenn ich verkläret bin,/ werd ich mit Jesu gehen/ dͤurch Ewigkeiten hin. v. 1-4von August Hhermann Niemeyer, 4 1828. v. 5 von Albert KRnapp, 4 1854. ——— 5 Begräbnislieoͤer Schwing oͤich auf Mel. Nr. 356. 458 zu deinem Gott. 1. Einen guten Rampf hab ich auf der Welt gekämpfet;/ denn Gott hat mir gnadiglich/ all mein Leid gedämpfet;/ daß ich meines Lebens Lauf/ seliglich vollendet/ und die Seele himmelauf/ Christo zugesendet. 2. Forthin ist mir beigelegt/ der Gerechten Krone,/ die mir wahre Freud erregt/ vor des Himmels Throne/ forthin meines Lebens Licht, dem ich hier vertrauet: meines Gottes Angesicht/ meine Seele schauet. 3. Diese gar veroͤerbte Welt/ ist, was meinem Leben/ nunmehr ganzlich nicht gefällt;/ örum ich mich ergeben/ meinem Jesu, da ich bin/ jetzt in lauter Fẽreuden/ denn sein Tod ist mein Gewinn,/ mein Verdienst sein Leioͤen. 4⁴9 ——— 459 Begräbnislieder 4. Gute Nacht, ihr meine ireund',/ ihr, o meine Lieben!/ Alle, die ihr um mich weint, /laßt euch nicht betrüben/ diesen Schritt, den ich nun tu/ in die Erde nieder;/ schaut, die Sonne geht zur Ruh,/ kommt doch morgen wieder. heinrich Albert, 4 165ʃ. 459 Gg. Christian Störl, mo .. 1. Ru⸗ het wohl, ihr To ⸗-ten ⸗ bei ⸗äne,/ in der ———— ö——.— 23— E ———.2 S..—— 2—.— stil len Ein⸗sam⸗keit!„Ru⸗het, bis das End er⸗ ——.— ö ö— 23——— schei=ne,/ da der herr euch zu der Freud/ ru⸗fen wird qus — ......—.— ——— eu ⸗ren Grüf⸗ ten/ zu den frei ⸗en himmels⸗lüf⸗ten. 2. Nur getrost, ihr werdet leben,/ weil das Leben, euer Hort/ die Verheißung hat gegeben/ durch sein teuer wertes Wort:/ di in seinem Namen sterben,/ sollen nicht im Tod verderben. 3. Und wie sollt im Grabe bleiben,/ der ein Tempel Gotta war// den der Herr ließ einverleiben/ seiner auserwählten Schar/ die er selbst mit seinem Sterben/ hat gemacht zu himmelserben 4„. Nein, die kann der Tod nicht halten,/ die des herren Gliedu sind./ Muß der Leib im Grab erkalten,/ da man nichts als Ascht findt:/ wenn des Herren hauch oͤrein bläset,/ grünet neu, was hith verweset. 5. Jesus wird, wie er erstanden,/ auch die Seinen einst mi Macht/ führen aus des Todes Banden// führen aus des Graht Nacht/ zu dem ewgen himmelsfrieden,/ den er seinem Volk be⸗ schieden. 45⁰ fa isliedͤer nl/ Alle, n Schritt, geht zur rt, 4 165ʃ, Störl, 1710, 2 lüf⸗ ten. euer Hort/ Wort:/ öi ben. mel Gottn ten Schar melserben ts als Asch ren u, was hin en einst m des Grabth em Volk bi⸗ 0 Begräbnislieder 460 461 6. Ruhet wohl, ihr Totenbeine,/ in des Grabes Dunkelheitl/ Ruhet, bis der Herr erscheine/ an dem Ende dieser Zeitl/ da sollt ihr mit neuem Leben/ herrlich ihm entgegenschweben. Frieor. Konrad hiller, 4 1726. mel. Nr. 454. 460 esus, meine Zuversicht I. heute mir und morgen dirl/ So hört man die Glocken klingen// wenn wir die Verstorbnen hier/ auf den Toodͤesacker bringen./ Aus den Gräbern rufts herfür:/ Heute mir und morgen dir! 2. Heute rot und morgen tot!/ Unser Leben eilt auf Flügeln,/ und wir habens täglich not,/ daß wir uns an andern spiegelnz/ wie bald ruft des Herrn Gebot:/ Heute rot und morgen totl 3. Mensch, es ist der alte Buno,/ und der Tod zählt keine Jahrej/ bist du heute noch gesund,/ denk an deine Totenbahre;/ jedem kommt die letzte Stund:Mensch, oͤas ist oͤer alte Bund. 4. Ach, wer weiß, wie nah mein Tool/ Och will sterben, eh ich sterbe/ so wird mir die letzte Not,/ wenn sie kommt, doch nicht so herbe./ Rüste mich dazu, mein Gott!/ Ach, wer weiß, wie nah mein Tod! 5. Selig, wer in Christo stirbt,/ denn ihm wiroͤ der Tod zum Leben;/ wer das Leben hier erwirbt,/ dem nur wiro es dort ge⸗ geben./ Wer nicht lebet, der verdirbt;/ selig, wer in Christo stirbt! Bensamin Schmolck, + 1737. Mel. der lieben Sonne 461 Licht und Pracht. Hamburg 1750. . 1EE—— dur wur L. .—.— V 1 Die Chri⸗sten gehn von Ort zu Ort/ durch mannig⸗ Uund kom⸗men in den§riedensport/ und ruhn in 1 4 1 2—1 —— + falt⸗gen Jam⸗mer ih ⸗rer Ram⸗mer. 2..... Gott nimmt sie nach dem Lauf/ in 5˙ 451 —— 4² Wann Beg I—————— sei- nen Ar⸗men auf;/ das Wei⸗zen⸗korn wird in sein Beet/ SPIPIIPIPIPI I I auf Hoff⸗nung rei⸗ cher Frucht ge⸗sät. ö 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist!/ Gelobt sein eure Schritte,/ du friedevoll befreiter Geist,/ u jetzt verlassne hüttel/ Du, Seele, bist beim Herrn,/ dir glänzt der Morgenstern;/ euch Glieder deck mit sanfter Ruh/ der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelassenheit/ oer großen Offenbarungj/ indessen bleibt das Pilgerkleid/ in heiliger Verwahrung./ Wie ist das Glück so groß:/ in Jesu Arm und Schoß!/ Die Liebe fühn uns gleiche Bahn,/ so tief hinab, so hoch hinan! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 4 1700 Mel. Jesu, komm doch selbjt zu mir. 462— 17³ 9—— ———.— ———.— 2 1. Al⸗-ler Gläub⸗gen Sam⸗- mel⸗-platz/ ist da, wo ihr Herz und Schatz,/ wo ihr hei⸗ land Je⸗sus Christ/ ——m————. II ———.—... I 2. und ihr Le⸗ben hier schon ist. 2. Eins geht da, das anoͤre dort/ in die ewge Heimat fort/ ungefragt, ob die und der/ uns nicht hier noch nützlich wär. 3. Doch der Herr kann nichts versehn;/ und wenn es nun doh geschehn,/ hat man nichts dabei zu tun,/ als zu schweigen un zu ruhn. 4. Manches Herz, das nicht mehr da,/ geht uns freilich inn nahj/ doch, o Liebe, wir sind dein,/ und du willst uns alles sesh Vach Nikolaus Luoͤwig Graf v. Zinzendorf, 4 1760, u. Christian Gregor, 1 0 46⁰ Mel. Leibel ilich inn alles sein gor, +* 180⁴ ED Begräbnislieoͤer 463 Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. 463 Wittenberg 1544. SE .SPSSISIIITTTTI I. Nun brin⸗-gen wir den Leib zur Ruh/ und dek⸗ ken ie + ö ö— ESEEDEE-. SSE ihn mit Er⸗de zu,/ den Leib, der nach des Schöpfers Schluß/ zu — Staub und Er-de wer⸗oͤen muß. 2. Er bleibt nicht immer Asch und Staub,/ nicht immer der Oerwesung Raub;/ er wird, wenn Christus einst erscheint,/ mit seiner Seele neu vereint. 3. Hier, Mensch, hier lerne, was du bist,/ lern hier, was unser Leben ist:/ nach Sorge, Furcht und mancher Not/ kommt enoͤlich noch zuletzt der Tod. 4. Schnell schwindet unsre Lebenszeitj/ auf Sterben folgt die Ewigkeit./ Wie wir die Zeit hier angewanoͤt,/ so folgt der Lohn aus Gottes Hand. 5. So währen Reichtum, Ehr und Glück,/ wie wir selbst, einen Rugenblick; so währt auch Kreuz und Traurigkeit,/ wie unser Leben, kurze Zeit. 6. O sichrer Mensch, besinne dich!/ Tod, Grab und Richter nahen sich./ In allem, was du denkst und tust,/ bedenke, daß du sterben mußt. 7. Hier, wo wir bei den Gräbern stehn,/ soll jeder zu dem Vater flehn: Ich bitt, o Gott, durch Christi Blut,/ machs einst mit meinem Enoͤe gut! 8. Laßbt alle Sünden uns bereun,/ vor unserm Gott uns kino⸗ lich scheun./ Wir sind hier immer in Gefahr/ nehm jeoͤer seine Seele wahr! 453 — ————(.——... ö 404. 405⁵ Begräbnislieder beg ö 9. Wenn unser Lauf vollendet ist,/ so sei uns nah, Herr Jesu 2. ö Christ!/ Mach uns das Sterben zum Gewinn,/ zieh unsre Seelen voller ö zu dir hin! lege ö 10. Und wenn du einst, du Lebensfürst, die Gräber mächtig 5. öffnen wirst,/ dann laß uns fröhlich auferstehn/ und dort dein denn *0 Antlitz ewig sehn! Ehrenfried Liebich, T 7S, muß .. ö 464 Altona 1803. Dannd ö + ö ö ö + II.— ö deine ö ö—.—... ö 6»s—— ches ö 1. Auf⸗ er⸗stehn, ja, auf⸗ er⸗stehn wirst du,/ mein reise l x—. ö 2....— EEee vas v ö Staub, nach kur⸗ zer Ruhl/ Un⸗sterb- lichs Le- ben/ wird, 57˙1 IISISSIT.— nehme .—.—.—.—.—,. der dich schuf, dir ge⸗ benl/ Hal⸗le„ölu- jal des e 2. Wieder aufzublühn, werd ich gesät!/ Der Herr der Ernte geht/ und sammelt Garben/ uns ein, uns ein, die starben./ Hallelujal annn. 3. Tag des danks, oͤer Freudentränen Tag!/ dͤu meines Gottes Tag!/ Wenn ich im Grabe/ genug geschlummert habe,/ erwechh du mich! 4. Wie den Träumenden wiroͤs dann uns sein;/ mit Jesu gehn wir ein/ zu seinen Freuden./ Der müden Pilger Leiden/ sind dam nicht mehr. 5. Ach, ins Allerheiligste führt mich/ mein Mittler dann, leht ich/ im Heiligtume/ zu seines Namens Ruhme./ Hallelujal Mel. Friedr. Gottlieb Klopstock, 4 1803 ——— * ö 1. ö 0 Mel. Nr. 454. 465 Jesus, meine zuversicht die R 1. Geht nun hin und grabt mein Grab,/ denn ich bin des Wan⸗ hinau ö derns müde;/ von der Eroͤe scheid ich ab,/ denn mir ruft de n himmels Friede,/ denn mir ruft die süße Ruh/ von den Engel dnr droben zu. ut/ 15⁴ ieder rJesu eelen ächtig rt dein + 178⁰. na 1803. jal ite geht/ allelujal 8 Gottes erwecks esu gehn ind danmn inn, lebt ö al ck, + 18⁰3 zuversicht es Wan⸗ ruft des Engelh 466 2. Geht nun hin und grabt mein Grab;/ meinen Lauf hab ich vollendet,/ lege nun den Wanderstab/ hin, wo alles Irosche enoet 75 lege selbst mich nun hinein/ in oas Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch/ in dem oͤunkeln Tale machen?/ denn wie mächtig, stolz und hoch/ wir auch stellen unsre Sachen,/ muß es doch wie Sand zergehn,/ wenn die Winde oͤrüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl,/ laß mich nun in Frieden scheidenl/ deine Hoffnung, ach, ist hohl,/ deine§Freuden selber Leiden,/ deine Schönheit Unbestand,/ eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht,/ Sonn und Mond unoͤ liebe Sterne./ Fahret wohl mit eurer Pracht;/ denn ich reis in weite Ferne,/ reise hin zu jenem Glanz,/ worin ihr verschwindet ganz. o. Die ihr nun in Trauern geht//fahret wohl, ihr lieben Freundej/ was von oben niederweht,/ tröstet ja des Herrn Gemeinde /weint nicht ob dem eitlen Schein,/ droben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, odaß ich nun will /von der Welt den Abschied nehmen,/ daß ich aus dem Irrtum will,/ aus dem Schatten, aus dem Schemen,/ aus dem Eiteln, aus dem Nichts/ hin ins Land des ewgen Lichts. 8. Weinet nicht! Mein süßes heil,/ meinen Heiland, hab ich funden,/ und ich habe auch mein Teil/ in den warmen herzens⸗ wunden,/ woraus einst sein heilges Blut/ floß der ganzen Welt zugut. 9. Weint nicht, mein Erlöser lebtl/ Hoch vom finstern Eroͤen⸗ staube/ hell empor die Hoffnung schwebt,/ und der Himmelsheld, der Glaube,/ und die ewge Liebe spricht:/ Kind des Vaters, zittre Begräbnislieder nicht! Ernst Moritz Arnot, 4 1860. 466 b mein Sach Mel. Nr. 458. a Volt heimgesteut. 1. Wohlauf, wohlan, zum letzten Gang!/ Rurz ist der Weg, die Ruh ist lang. /Gott führet ein, Gott führet aus:/ wohlan, hinausl/ Kein Bleiben ist im Eroͤenhaus. 2. Du herberg in oer Wanderzeit,/ gehab dich wohl und laß dein Leid/ Schleuß nur getrost die Pforte zu!/ Was trauerst du?/ dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. 45⁵ Arere* 10 46 3 Begräbnislieder 3. Tragt ihn fein sanft ins Schlafgemach,/ ihr Lieben, folgt ihm segnend nach!„Hab gute Nacht! Der Tag war schwül/ im Eroͤgewühl:/ Hab gute Nacht, die Nacht ist kühl. 4. Ein Festschmuck ist des Sarges Tuch,/ ein Siegeszug der Leichenzug./ Triumph, der herr macht gute Bahn:/ sein Kreuz voran,/ das winkt und deutet himmelan. 5. Ihr Glocken, tönt hochfestlich oͤrein/ und läutet hell den Sab⸗ bat ein,/ der nach des Werktags kurzer Frist/ durch Jesum Christ/ für Gottes Volk vorhanden ist. b 6. O selig, wer das Heil erwirbt,/ daß er im Herrn, in Christo, stirbtl/ O selig, wer, vom Laufe matt,/ die Gottesstaoͤt,/ die droben ist, gefunden hat! 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod?/ Du suchst so viel, und Eins ist not!/ Die Welt beut ihre Güter feilj/ denk an dein heil,/ und wähl in Gott das beste Ceil. 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt?/ Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit./ Die Welt vergeht mit Lust unòd Schmerz/ schau himmelwärts!/ Da, wo dein Schatz ist, sei dein Herz. 9. Mit Gott bestell dein Haus bei Zeit,/ eh dich der Tod an Tote reiht;/ sie rufen: Gestern wars an mir,/ heut ists an dirl/ hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. vom Freudenmahl zum Wanderstab,/ aus Wieg und Bett in Sarg und Grabl/ Wann, wie und wo, ist Gott bewußt./ Schlag an die Brustl/ du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm/⸗ kein Haupt zu hoch, kein herz zu warm,/ da blüht zu schön kein Wangenrot:/ im dinstern oͤroht/ der Tod und überall der Tod. 12. Ach, banges Herz im Leichental,/ wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl?/ Du bist es, Zesu, der mit Macht/ aus Gräber⸗ nacht/ das Leben hat ans Licht gebracht. 15. dein Trostwort klingt so hoch und hehr:/„Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr!“/ Dein Kreuz, dein Grab, dein Ruf⸗ erstehn,/ dein himmelgehn/ läßt uns den himmel offen sehn. 45⁵5⁶ mel oͤt reitet 17. Ich ke harrei 5.3 lierst,, führst: ieoͤer folgt lil/ im g der Kreuz Sab⸗ christ/ Thristo, t// die so viel, an dein test du, merzj/ rz. Tod an in dirl/ no Bett wußt./ Umußtl och, kein Finstern ht, dein Gräber⸗ an mich ein Nuf⸗ sehn Beim Toͤde oͤer Eltern 467 14. Wohl dem, der, Herr, mit dir vertraut,/ schon hier die ewgen Hütten baut!/ Er sieht das Kleinod in der Fern/ und kämpfet gern/ und harrt der Zukunft seines Herrn. C 15. Nun, Tor des Friedens, öffne dich! /inein! hier schließt bie Wallfahrt sich./ Ihr Schlummernden im Friedensreich,/ gönnt allzugleich/ auch ihm(ihr) ein Räumlein neben euch. 16. Viel Gräber sind an diesem Ort// viel Wohnungen im him⸗ mel dort;/ bereitet ist oͤie Stätte schon/ am Gnadenthron,/ bꝛ⸗ reitet ihm(ihr) oͤurch Gottes Sohn. 17. Sein ist oͤas Reich mit Allgewalt;/ er zeugt und spricht: Ich komme baldl/ Ja, komm, Herr Jesu, führ uns ein!/ Wir harren dein!/ Amen, dein laß uns ewig sein! Christian Friedr. Heinr. Sachse, 4 1860. Beim Tooͤe dͤer Eltern Mel. Nr. 287. 467 herr, ich habe mißgehandelt. 1. Vater, hier im Erdenschoße/ ruhst oͤu lange nun forthinʒ/ bald wird auch mit grünem Moose/ sich oͤein stilles Grab umziehnz/ Stürme werden oͤrüber fliegen,/ Schnee auf deinem Bette liegen. 2. Doch in unsern treuen herzen/ wiro dein Geist, oͤein Bilo, bein Wort/ unter tiefen Liebesschmerzen/ unvergänglich leben fort,/ wie ͤu liebend uns umfangen/ uno in Frieden hingegangen. 3. O wie heilig ist dies Bette,/ wo der herr dich hingelegt!/ O wie teuer diese Stätte, /die nun dein Gebeine hegt,/ ͤdas im ewgen Osterwehen/ himmlisch klar soll auferstehen! 4. Schlafe wohl, o Vater, schlafe/ deiner Wallfahrt Leiden aus,/ bis der Hirte seine Schafe/ sammelt in des Vaters Hausl/ Sanft sei dir der letzte Schlummer,/ dein Erwachen ohne Rummer! 5. Jesus Christus, herr der Toten!/ der du nichts von dem ver⸗ lierst,/ was dein Vater dir geboten,/ daß oͤus zur Vollenoͤung füͤhrst:/ dieses Vaters Geist und Ende/ legen wir in deine Hände! 6. Romm, in unser Herz zu geben/ deiner Wahrheit hellen Schein,/ daß, wenn sich oͤie Toten heben,/ unser Vater ohne hein/ spreche bei des Herrn Erscheinen:/ Sieh, hier bin ich und die Meinen! Albert Rnapp, 1854. 45⁷ 4 FN II 1 1 1 2—4.0.—. öreet— äbũ‚‚‚i‚‚ 46846 Beim Tode von Eltern und Ehegatten Mel. Nr. 440. 468 wie nach einer Wasserquelle. —* 1. Eingesargt zum letzten Schlummer,/ blaß, in weißem(schwar⸗ zem) Sterbekleid,/ ohne Schmerzen, ohne Kummer,/ seh ich dich mit stillem Leid,/ vielgetreue Mutter dul/ Zetzo trägt man dich zur Ruhj/ schlummre süß im kühlen Grunde/ bis zur Ruferstehungs⸗ stunde. 2. Auge, das mit Lieb und Sehnen/ oft die Seinen angeblickt,/ segnend, mit viel tausend Tränen/ haben wir dich zugedeckt./ Nie auf dieser Erde mehr/ blickst du zärtlich auf uns her;/ doch zu Wiedersehens Grüßen/ wirst du heller dich erschließen. 3. Hand, die treulich uns geleitet,/ die uns nichts als Liebe gab,/ dreud und Trost um uns verbreitet,/ ruhe nun im stillen Grab!/ Unermüdet war dein Fleiß,/ und dein Tagewerk war heiß./ Wenn die Toten auferstehen, /wird in dir die Palme wehen. 4. Edler Mund, zum Reinen, Großen/ und zu Lieb und mil⸗ dem Wort/ freunoͤlich, lieblich aufgeschlossen,/ nimmer tönest du hinfort;/ aber was die Lippe sprach,/ tönt in unserm herzen nach/ bis du, wenn die Gräber springen,/ Gott wirst Halleluja singen. 5. Herz, das ohne galsch geschlagen,/ das in Liebe nie geruht/ das uns sterbend noch getragen,/ ruhe sanft in Gottes hutl/ Weinend, dankend rufen wir:/ Ewger Segen folge dirl/ Wenn die Grüfte sich bewegen,/ schlage wieder uns entgegenl 6. Dann wird froh die Träne fließen,/ wie sie jetzt in Trauer fließt;/ froh wird dich dein Kind begrüßen,/ das dich heut in Tränen grüßt;/ dann, dann wird der schwere Stein/ weg von deinem Grabe sein./ Christus war im Tod dein Lebenz/ ewig darfst dͤu vor ihm schweben. Rlbert Knapp, 186.. Beim Tode von Ehegatten) N i li mel. Nr. 351. 46 arh eieue er Eih 1. Betrübtes Herze, sei zufrieden,/ ob dich schon schwerer Rum⸗ mer plagt;/ der Himmel bleibt dir doch beschieden,/ den dir dein gesus zugesagt;/ kein Kummer, keine Not und Pein/ kann dir, mein Herz, im Wege sein. 4⁵⁸ Liebe jeruht/ hutl/ Wenn Trauer heut in heg von / ewig „+ 1864. Prüfung zer Tage. r Rum⸗ dir dein inn dit, Beim Tode von Ehegatten 47⁰ 2. Iwar schwimmest oͤu in heißen Tränen,/ das ist der Witwen taglich Brot;/ oͤu quälest dich mit bangem Sehnen,/ oͤenn dein Geliebter ist ja tot./ Ists möglich, wenn das Herz entzwei,/ daß noch oer Mensch lebenoig sei? 3. Die Krone fiel von deinem Haupte,/ oͤer Baum starb, so dir Schatten gab;/ oie Sonne, die kein Nebel raubte,/ geht unter und sinkt in ihr Grab./ O welch ein Schmerz, welch eine Nacht,/ in welche dich oer Tod gebracht! 4. die armen Waisen stehn verlassen,/ wie Schäflein, wenn der Hirte fehlt;/ ihr Herze weiß sich nicht zu fassen,/ indem es sieht, was deines quält;/ ihr fragend Wort, ihr Schmerzens⸗ blick/ ruft dir, was du verlorst, zurück. 5. So weine nur, betrübtes hHerze,/ und klage Gott dein schweres Leiò; /er ist auch in oem größten Schmerze/ mit seiner Hilf und Trost bereit;/ er ists, der, was dich jetzt erfüllt,/ er ists, oͤer deinen Jammer stillt. 6. Drum halte ein mit deinen Tränen,/ versinke nicht in ihrem Meer/ es bringt kein Klagen und kein Sehnen/ oͤir, was du wünschest, wieder her; doch wirst oͤu, glaub, es wiroͤ geschehn,/ einst, den du liebest, wiedersehn. 7. Da wiro kein Tood die herzen scheiden,/ kein Kummer um bas Lager stehn;/ da weroͤet ihr in tausend Freuden/ auf Salems schönen Höhen gehn/ und, heller als der Sterne Schein,/ Mann, Weib und Rinder, ewig sein. 8. Indessen stille dein Gemüte,/ dein Jesus sorget selbst für bich;/ er hört oͤer frommen Witwen Bitte,/ sein treues Herz er⸗ harmet sich; /er ist und bleibet allezeit/ auch oͤir mit Hilf und Trost bereit. Gottfr. Balthasar Scharff, 4+ 1744. W in Stünolei Mel. Nr. 436. 470 73— aworhangen ist. I. Nch Gott, ich muß in Traurigkeit/ mein Leben nun be⸗ schließen,/ dieweil der Tod von meiner Seit/ so eilenoͤs hat ge⸗ rissen/ mein treues Herz, der Tugend Schein/ des muß ich jetzt deraubet sein./ Wer kann mein Elend wenden? 2. Wenn ich an ihre Freunoͤlichkeit/ geoͤenk in meinem herzen,/ die sie mir hat zu seder deit,/ in Freud und auch in Schmerzen,/ 159 471¹ Beim Tode von Ehegatten erwiesen ganz beständiglich,/ mein Rreuz und Weinen mehret sich,/ vor Angst möcht ich vergehen. 3. Bei wem soll ich auf dieser Welt/ rechtschaffne Liebe finden?/ der meiste Teil nicht Glauben hält,/ die Treu will gar verschwinden./ Ich glaub und red es ohne Scheu:/ die best ist doch getraute Treuz/ der muß ich jetzt entraten. 4. Fürwahr, mir geht ein scharfes Schwert/ jetzund durch meine Seele,/ die abzuscheiden oft begehrt/ aus ihres Leibes höhle./ Wo du nicht, o Herr Jesu Christ,/ in solchem Kreuz mein Tröster bist,/ muß ich vor Leid verzagen. 5. O treugeliebtes selig Herz,/ zu dir will ich mich wenden/ in diesem meinem großen Schmerz// ob sich mein Angst wollt wenden/ ich will betrachten deinen Stand,/ wie Gott dir alles Kreuz ge⸗ wandt/ in höchste Freud und Wonne. 6. Kein Angst, kein Trübsal, Weh und Not/ kann dich jetzund verletzen;/ im Himmel will der fromme Gott/ mit Liebe dich er⸗ götzen./ Die Seele schaut mit Lust und greud/ den herrn in seiner herrlichkeit/ mit allen Ruserwählten. 7. Du kommst nicht wieder her zu mir/ in dies betrübte Leben,/ ich aber komm hinauf zu dir;/ da werd ich mit dir schweben/ in höchster dreude, Wonn und Lust,/ die deine Seele täglich kost't,/ oͤrauf ich mich herzlich freue. 8. O wie mit großer F§reudigkeit/ wolln wir einander kennenz/ da wird uns dann zu keiner Zeit/ der bittre Tod mehr trennen./ Nch, welche Freude wird dann sein,/ wenn ich dich, die ich seth bewein,/ mit Freuden werd umfangen. 9. Dies will ich stets in meinem Leid/ mir zu Gemüte führen,/ erwarten in Geoͤuld die Zeit,/ wie Christen will gebühren./ Golt alles Trostes steh bei mir/ und mich durch seinen Geist regier/ zu seines Namens Ehren. gohann heermann, l00. Stah, hier bin ih Mel. Nr. 298. 471 125 Eheenkonl 1. Geh zum Schlummer/ ohne Rummer,/ teures, gottvertrautes herzl/ Nun ists stille,/ deine hülle/ schläft hier aus den lehllen Schmerz,/ und die Liebe,/ wenn auch trübe,/ schaut durch Tranen himmelwärts. 46⁰ jetzund dich er⸗ n seiner Leben,/ ꝛben/ in kost't,/ ennenz/ ennen./ ich seht führen,/ n./ Gott gier/ zu „ + 1057 er bin ich, srenkönig. rtrautes n lehten Cränen Beim Tooͤe von Kinoͤern 472 2. Geh zur Ruhe,/ tu, o tue/ friedevoll die Augen zul/ viel⸗ geliebte,/ Vielgeübte,/ deines Gatten Wonne du All oͤie Deinen,/ die hier weinen,/ gönnen doch dir deine Ruh! 3. Schlafe, schlafel/ Seine Schafe/ kennt auch hier der treue hirt./ O hier schwindet,/ was da bindet,/ was die Seelen quält und irrt!/ Dies Verwesen/ schafft Genesen,/ das dich ewig freuen wiroö. 4. Jauchzend stehen,/ wiedersehen/ wiroö dich unsre Liebe dann,// deren Zähre/ Gott zur Ehre/ bitter, doch im Glauben rann./ dann beim Krönen/ wiroͤ ertönen,/ was die ewge Liebe kann. ů 5. Herr, umfasse/ uns und lasse/ leuchten hell dein Angesicht ʒ/ stets behüte/ deine Güte/ dieses Grab mit Freudenlicht!l/ Laß dich loben/ hier und droben;/ denn die Liebe stirbet nicht! Albert Anapp, 4 86. Beim Toͤoͤe von Kindͤern) ö E tre dich, 472 mein swacher Seyt⸗ I. Du bist zwar mein und bleibest mein j/ wer will mirs anders sagen?/ Doch bist oͤu nicht nur mein allein;/ der herr von ewgen CLagen,/ der hat das meiste Recht an dir,/ der fordert und erhebt von mir/ dich, o mein Rino, mein Wille//mein Herz und Wunsches Fülle. 2. Ach, gält es wünschen, wollt ich dich,/ du Sternlein meiner Seelen// vor allem Weltgut ewiglich/ mir wünschen und erwählen/ ich wollte sagen: Bleib bei mir j/ du sollst sein meines Hauses Zier/ an dir will ich mein Lieben/ bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein Herz und meint es gut;/ Gott aber meints noch besser;/ groß ist die Lieb in meinem Mutj/ in Gott ist sie noch größer./ Ich bin ein Vater und nichts mehr,/ Gott ist der hater Haupt und Ehr,/ ein Quell, daraus die Jungen/ und Alten sind entsprungen. ‚ * 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn,/ und oer mir ihn ge⸗ geben,“will daß er nah an seinem Thron/ im himmel solle leben,,/ Ich sprech: Ich weh, mein Licht verschwindt! /Gott spricht: Will⸗ kommen, liebes Kind,dich will ich bei mir haben/ und ewig reichlich laben. 41 PꝓPꝓPꝓPꝓ ꝓ TT———s⅛Äsì̃——. ———————— 47³ Beim Tode von Kindern 5. O süßer Rat, o schönes Wort/ und heilger, als wir denkenl/ Bei Gott ist ja kein böser Ort,/ kein Unglück und kein Rränken,/ kein Angst, kein Mangel, kein Versehn;/ bei Gott kann keinem Leidò geschehn;/ wen Gott versorgt und liebet,/ wird nimmermehr betrübet. 6. Nch dürft ich doch von ferne stehn/ und nur ein wenig hören,/ wenn deine Sinne sich erhöhn/ und Gottes Namen ehren,/ der heilig, heilig, heilig ist,/ durch den du auch geheiligt bist;/ ich weiß, ich würde müssen/ vor Freuden Tränen gießen. 7. Nun denn, es sei und bleib alsol /Ich will nicht um dich weinenj/ u lebst und bist von Herzen froh,/ siehst lauter Sonnen scheinen,/ die Sonnen ewger§reud und Ruhj/ da leb und bleib nur immerzuj/ wills Gott, will ich mit andern/ auch bald hinüber⸗ wandern. paul Gerharoͤt, 4 1676 Mel. Nr. 457. 473 im Dimumeireig 1. So geh nun hin, dem Grabe zu,/ du liebes Kind, so hold und fein!/ Geh hin und schlaf in stiller Ruh/ in deinem engen Käm⸗ merlein!/ Schlaf, bis der Toten Schar erwacht,/ schlaf sanft l Viel tausend gute Nacht! 2. Wohl dir, du schlossest früh den Lauf/ in diesem armen Fremoͤlingsland;/ die Seele eilte himmelauf,/ zu ruhen in des herren Hand./ Schlaf, bis der Toten Schar erwacht,// schlaf sanstl viel tausend gute Nacht! Z. Dich hat noch nie die Welt betrübt/ mit ihrer falschen Sünden⸗ lust j/ nun hast du, was dir Wonne gibt,/ du ruhst an deines Jesu Brust/ und schläfst, bis alle Welt erwacht./ Schlaf sanftl Viel tausend gute Nachtl 4. dich hat des Vaters Herz versorgt,/ du lebst in seinem him⸗ melshaus;/ hier hat er deinen Leib geborgt/ der Erd, daß sie ihn geb heraus,/ wenn wieder alle Welt erwacht./ Schlaf sanft l Viel tausend gute Nacht!l 5. Ihr Engel, stehet um die Gruft,/ bewahret freunoͤlich dies Gebein,/ bis dermaleinst die Stimme ruft:/ Romm her, mein Kino, ach, komm herein!/ Nun schlaf, bis alle Welt erwacht./ Schlas sanft! Viel tausend gute Nacht! 4² er unser melreich. old und Käm⸗ ftl Viel armen in des af sanftl zünden⸗ nes Jesu tl viel m him⸗ 5 sie ihn iftl viel lich dies in Rino, /Schla 47⁴. 475⁵ 6. Geh hin! Ich folge dieser Bahn,/ die Seligkeit mit oͤir zu sehn;/ da werd ich, neu dir zugetan,/ erfreut vor meinem Heiland stehn.Wohl mir, wenn ich, dir gleich gemacht,/ oͤer Welt oͤarf geben gute Nacht! Simon Bornmeister, 4 16e8. Mel. Nr. 441. 474 wüch werlangen 1. So hab ich obgesieget,/ mein Lauf ist nun vollbracht;/ ich bin gar wohl vergnüget/ und sag euch gute Nacht!/ Ihr aber, meine Lieben,/ klagt nicht so ängstiglich./ Was wollt ihr euch be⸗ trüben?/ Stehts doch sehr gut um mich. 2. Fahrt hin, o Angst und Schmerzen,/ fahrt immer, immer hin!/ Ich freue mich von Herzen,/ daß ich erlöset bin./ Ich leb in tausend Freuden/ in meines Schöpfers Hanod;/ mich trifft und rührt kein Leiden,/ so dieser Welt bekannt. 3. Die noch auf Eroͤen wallen/ in irrtumsvoller Jeit,/ vermögen kaum zu lallen/ von froher Ewigkeit./ viel besser wohlgestorben,// als in der Welt gelebt;/ die Schwachheit ist veroͤorben,/ worinnen ich geschwebt. 4. Zum Schmucke bringt mir Kränze,/ damit mein Sarg noch prangt;/ aus jenem Himmelslenze/ hat meine Seel erlangt/ die ewig grüne Krone/ die werte Siegespracht/ rührt her von Gottes Sohne,/ der hat mich so bedacht. ö 5. Noch netzet ihr die Wangen,/ ihr Eltern, über mir;/ euch hat öas Leiò umfangen,/ das herze bricht euch schier./ Des Vaters treue Liebe/ sieht sehnlich in mein Grab,/ die Mutter stehet trübe/ und kehrt die Augen ab. 6. Ich war euch nur geliehen/ auf eine kurze Zeit j/ Gott will mich zu sich ziehen,/ oͤrum werfet hin das Leid/ und sprecht: Gott hats gegeben,/ Gott hats zu nehmen Macht;/ er nimmts zum ewgen Leben/ er hat es wohlgemacht! G. wülhelm Sacer, 4+ 1699. 475 Es ist genug, so nimm, herr. I. zeuch hin, mein Kind! Gott selber fordert dich/ aus dieser argen Welt./ Ich leide zwar, dein Tod betrübet mich;/ doch weil es Gott gefällt,/ so unterlaß ich alles Rlagen/ und will mit stillem Geiste sagen:„ Zeuch hin, mein Kind! Beim Tode von Kindͤern 46³ N S eereee 476477 Tod · ericht und Ewigkeit 2. Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir/ nur in der Welt geliehn j/ die Zeit ist aus, darum befiehlt er dir,/ nun wieder fortzuziehn./ Zeuch hin, Gott hat es so versehen;/ was dieser will, das muß geschehen./ Zeuch hin, mein Kind! 3. Zeuch hin, mein Kind! Im himmel findest du,/ was dir die Welt versagt;/ denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh/ kein Schmerz, der Seelen plagt./ hier müssen wir in Nngsten schweben,/ dort kannst du ewig fröhlich leben./ Zeuch hin, mein Kind! 4. Zeuch hin, mein Kind! wir folgen alle nach,/ sobald es Gott gefällt;/ du eilest fort, eh dir das Ungemach/ verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steht lang im Leide,/ wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude./ Zeuch hin, mein Kind! 5. Zeuch hin, mein Kind Die Engel warten schon/ auf deinen feommen Geist;/ nun siehest du, wie Gottes lieber Sohn/ dir selbst die Krone weist./ Nun wohl, die Seele ist entbunden,/ du hast durch Jesum überwunden./ zeuch hin, mein Kind! Gottfried hoffmann, 1 1712. Mel. Nr. 445. 470 O welt, ich muß dich lassen. 1. Wenn kleine Himmelserben/ in ihrer Unschuld sterben, /s büßt man sie nicht ein j/ sie werden nur dort oben/ vom Vater aufgehoben,/ damit sie unverloren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe/ zu ihrem Christenlaufe/ für Jesum eingeweiht;/ sie sind bei Gott in Gnaden;/ was soll es ihnen schaden,/ wenn er nun über sie gebeut? 3. O wohl auch diesem Kinde;/ es stirbt nicht zu geschwind/ Zeuch hin, du liebes Rindl/ du gehest ja nur schlafen/ und bleibest bei den Schafen,/ die ewig unsers gesu sind. goh. Anoͤreas Rothe, + 17⁵⁵⁸ Gericht und Ewigkeit 477 1. An dem Zorntag, an dem hohen,/ stürzt die Welt in deuer⸗ lohen,/ wie Prophetenschwüre drohen. 2. Welch ein Graun wird sein zur Stunde,/ wenn der Richter kommt und Kunde/ nimmt von allem bis zum Grunde! 461 tragen 6. U blitzet, 10. erstritt 11. vor de 12. Schad 15. verzie 14. 3⁰ igkeit nur in nun / was vas dir Ruh,/ Angsten mein bald es ort diese e stirbt, foͤeinen ohn/ dir en, /ou + 17¹² dich lassen. eben,/ so m Vater ir Jesum s ihnen winoꝛ/ d bleibest )e, + 17⁵³, in deuer⸗ r Richter ö Gericht und Ewigkeit 477 5. Die Posaun im Wundertone/ dröhnt durch Grüfte jeder zone,/ sammelt alle vor dem Throne. 4. Erd und Tod wird schaun mit Beben/ alle Kreatur sich heben// Antwort vor Gericht zu geben. 5. Und ein Buch wird aufgeschlagen,/ oͤrin steht alles einge⸗ tragen,/ des die Welt ist anzuklagen. 6. Wenn der Richter also sitzet,/ wiro, was oͤunkel war, durch⸗ blitzet, vor der Rache nichts beschützet. 7. Nch, wie werd ich Armer stehen?/ wen zum Anwalt mir erflehen,/ wenn Gerechte schier vergehen? 8. König voll erhabner Schrecken! Gnade nur deeckt unsre oͤlecken,/ Gnaoͤe, Gnaoe laß mich decken! 9. Jesu, milder Heiland, siehe,/ wie ich Ziel war deiner Mühe,/ baß ich jenem Zorn entfliehe! 10. Hast dich matt um mich geschritten,/ hast am Kreuze mich erstritten;/ das sei nicht umsonst gelitten. II. Richter mit der heilgen Wage,/ tilge wider mich oͤie Klage/ vor dem großen Rachetage. 12. Sieh, ich seufze schuloͤbeladen,/ schamrot über schweren Schaoen! /Hör mein Flehen, Gott in Gnaden! 15. Du, der schuloͤfrei sprach Marien/ und dem Schächer noch verziehen,/ hast auch Hoffnung mir verliehen. 14. Mein Gebet gilt nicht so teuer/ aber laß mich, o mein Treuer,/ nicht vergehn im ewgen Feuer! 15. Zu den Schafen mich geleite,/ von den Böcken in die Weite/ stelle mich zur rechten Seite. 16. Wenn Verworfne sich entfärben,/ die du hinsprichst ins Ver⸗ derben,/ rufe mich mit deinen Erben. 17. LTief im Staub ring ich die Hände; /zum zerknirschten Geist dich wende; Herr, verwalte oͤu mein Ende! 18. Tag voll Tränen und voll Grauen,„ Gott oͤie Kreatur wird schauen/ aus dem Grabe sich erheben./ Schenk uns, herr, das ewge Leben! drommer Zesu, geiland du,/ allen schenk die ewge Ruhl/ Amen. Nach dem Lateinischen(Dies icae) des Thomas von Celano(+ um 1255) von Albert Knapp, 4 1864. 3⁰ 4⁵ E ——— SSPSRSSRSSIIIII 478 308 Gericht und Ewigkeit 4⁵⁰ Geri (15. Jahrhundert. 14. 478 Wen SEII...... E hi I.‚eeee mit⸗ten wir im Le⸗ben sind/ mit oem Tod um⸗ 38n 5 wer ist, der uns hil⸗fe tu,/ daß wir Gnad er⸗ 1 2 ö + H1I⁊D —————.———2K ö e. dre r,D— E ——— an⸗— m gen san gen? Das bist du, Herr, al ⸗lei⸗ 0 .......I........ , n.— ne. /Uns reu⸗et uns⸗re Mis⸗se⸗ tat,/ die dich, herr, et. +ò 1 1 SSSSSSSISSI.III zür ⸗önet hat./ Hei⸗- li⸗ ger her⸗ re Gott,/ hei⸗-li⸗ ger, hel⸗ EIESSEEEEEEEE—3 ..——3—.. star⸗ker Gott,/ hei⸗li⸗ger, barm⸗ her⸗zi⸗ ger Hei ⸗lano 1 — l ö x— SS. du e⸗wi⸗ger Gott,/ laß uns nicht ver ⸗sin ⸗ ken/ Lan E 3 Hin......— 22... DE. 2.— in des bit⸗tern To⸗des Notl/ Er⸗barm dich un=serl zu 2. Mitten in dem Tod anficht/ uns der Hölle Rachen./ We 2. will uns aus solcher Not/ frei und ledig machen?/ Das tust on, spring herr, alleine. /Es jammert dein Barmherzigkeit/ unsre Sun vom H und großes Leid./ Heiliger herre Gott,/ heiliger, starker Gott/ ihr Li heiliger, barmherziger Heiland,/ du ewiger Gott,/ laß uns nih Kron, verzagen/ vor der tiefen Hölle Glutl/ Erbarm dich unserl zum 39 wigkeii Gericht und Ewigkeit 479 Hundart 5. Mitten in der Höllen Angst/ unsre Sünd uns treiben./ Wo verg 182. solln wir denn fliehen hin// da wir mögen bleiben?/ Zu dir, gerr —cChrist, alleine!/ Vergossen ist dein teures Blut,/ das gnug für die Süinde tut./ Heiliger herre Gott,/ heiliger, starker Gott,/ heiliger, barmherziger Heiland,/ oͤu ewiger Gott,/ laß uns nicht entfallen/ 3re von des rechten Glaubens Trost!/ Erbarm dich unser! nab er; v. 1 vorreformatorisch. v. 2 u. 3 von Martin Luther, 4 1546. . 479 Frankfurt a. M. 1599. 50, SS lei⸗ iSSSSSSSEEEEEREE „——— *„Wachet auf!“ ruft uns die Stimme/ der Wäch⸗ter sehr hoch — Mit⸗ter⸗nacht heißt die⸗se Stun⸗de;/ sie ru⸗fen uns mit herr, r.—..—.—.— Hherr,————.— 955„—— 3 + EE UE ——— aauf der Zin⸗ne,„wach auf, oͤu Staoͤt Je⸗ ru⸗sa⸗ lem!“ 2— Heger hel⸗ lem Mun⸗de:/„Wo seiod ihr klu⸗gen Jung⸗frau⸗en?/ 25 74 ———— SZI.— ....... ‚‚‚i‚i.ñ—....— — LI—* landl Wohl⸗ auf, der Bräut⸗gam kömmt, steht auf, die +— 2 ů ů— ö—...—. —.————— ken/ Lam⸗ pen nehmt!l/ hal⸗le⸗lu⸗ jal/ Macht euch be⸗reit/ SSIIIII ö + ......—— 4— 0 n ⸗serl zu der Hoch⸗zeit;/ ihr müs⸗ set ihm ent⸗ ge⸗gen⸗ gehn.“ jen./ Wu 2. Fion hört die Wächter singen,/ das Herz will ihr vor Freude s tust du springen,/ sie wachet und steht eilend auf./ Ihr Freund kommt sre Sünh vom Himmel prächtig,/ von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig,/ er Gott/ ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf./Nun komm, du werte uns nich Kron, herr Zesu, Gottes Sohn!/ Hosiannal/ Wir folgen all/ serl zum dreudensaal/ und halten mit das Abenoͤmahl. 0⁰² 467 2 S. eeroennt 48⁰ Gericht und Ewigkeit 3. Gloria sei dir gesungen/ mit Menschen⸗ und mit Engel⸗ zungen,/ mit Harfen und mit Zimbeln schön./ Von zwölf Perlen sind oͤie Tore/ an deiner Staoͤt, wir stehn im Chore/ der Engel hoch um deinen Thron./ Kein Rug hat je gesehn,/ kein Ohr hat je gehört/ solche Freude;/ oͤrum jauchzen wir/ und singen dir/ das Halleluja für und für. Philipp Nicolai, 4 1008. 24 48⁰ Erfurt 1008 — Je⸗ ru⸗sa- lem, du hoch- ge⸗bau⸗te Staoͤt, /wolll Mein sehn⸗lich herz so groß Ver⸗lan⸗gen hat/ und 1*— Gott, ich wär in dir! ist nicht mehr bei mir, weit ü⸗ ber Berg und 4.. ö— .—.———.—..—.—. Ta⸗ le,/ weit ü⸗ ber bla⸗ches Feld/ schwingt es sich ü⸗ ber ů II— II II —— E— Eu.— I B le/ und eilt aus die⸗ser Welt. 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund,/ wann bist du enoͤlich hier,/ da ich mit Lust und freiem Freudenmund/ die Seel geb von mir/ in Gottes treue hände/ zum auserwählten Pfand/ daß sie mit Heil anlände/ in jenem Vaterlanoͤ! 3. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir,/ tu auf der Gnaon Pfort! /Wie große Zeit hat mich verlaͤngt nach dir,/ eh ich bi kommen fort/ aus jenem bösen Leben,/ aus jener Nichtigkeis und mir Gott hat gegeben/ das Erb der Ewigkeit! 4. Was für ein Volk, was für ein eoͤle Schar/ kommt dort ga zogen schon?/ Was in der Welt von Ruserwählten war,/ seh ich die beste Kron,/ die Jesus mir, der Herre,/ entgegen hat gesanol/ da ich noch war von ferne/ in meinem Tränenland. 468⁸ nn bist du die Seell n pfand/ 4 Gualal eh ich bi ichtigkeit/ nt dort ge , 7 seh ich ö t gesano/ Gericht und Ewigkeit 5. Propheten groß und Patriarchen hoch,/ auch Christen ins⸗ gemein,/ die weiland dort trugen des Kreuzes Joch/ und der Tyrannen Pein,/ schau ich in Ehren schweben,/ in Freiheit über⸗ all,/ mit Rlarheit hell umgeben,/ mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin/ im schönen Para⸗ deis,/ von höchster Freud erfüllet wird der Sinn,/ der Muno von Lob und Preis;/ das Halleluja reine/ man singt in heiligkeit,/ das Hosianna feine/ ohne End in Ewigkeit; 7. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön,/ in Chören ohne zahl,/ daß von odem Schall und lieblichen Getön/ sich regt der dreudensaal,/ mit hunderttausend Zungen,/ mit Stimmen noch viel mehr,/ als von Anfang gesungen/ das selge himmelsheer. Zoh. Matthäus Meyfart, 4 1642. 481 Frankfurt a. M. 1758. 7 . Bun ran inun Em. . 1. Schö⸗ner Him⸗mels⸗saal,/ Va⸗ter⸗land der Frommen,/ SSDSDSSSPSPSSSSSSSSE die aus gro⸗Per Qual/ oͤie⸗-ses Le⸗bens kom⸗men/ und von .—— E— ö FE .— EE kei⸗ner Lust/ in der Welt ge⸗wußt! 2. Sei mir hoch gegrüßt;„dich such ich vor allen, weil ich ͤö5 und wüst/ in der Welt muß wallen/ und von Kreuz und Pein/ nie befreit kann sein. 3. Deinetwegen bloß/ trag ich oies mein Leiden,/ diesen Herzens⸗ stoß/ willig und mit Freuden;/ oͤu versüßest mir/ alles Bittre hier. 4. Trüg mein armes herz/ nicht nach dir Verlangen,/ o, in meinem Schmerz/ wär ich längst vergangenz/ du bist, einzig du,/ nichts sonst meine Ruh. 5. Gott, du kennst vorhin/ alles, was mich kränket,/ und wor⸗ an mein Sinn/ Tag und Nacht gedenket;/ niemand weiß um mich,/ als nur du und ich. 469 481 482 Gericht und Ewigkeit 6. O wie werd ich mich/ oͤort an dir erquicken!/ Du wirst mich, und ich/ werde dich erblicken,/ ewig herrlich, reich/ unò òden Engeln gleich. 7. Schöner Himmelssaal,/ Vaterland der Frommen,/ Ende meiner Qual,/ heiß mich zu dir kommen!/ Denn ich wünsch allein,/ bald bei dir zu sein. Simon dach, 4 1659. 482 Johann Crüger, 1647. ö* wrr ꝗSDSDSISISISISIII... 1. O wie se⸗ lig seid ihr doch, ihr 335.8 2— P—IIIII—.———.—— ihr doͤurch den Tod zu Gott ge⸗ kom⸗men!/ Ihr seid ent⸗ 12 —.——— 6ͥ D —————.— gan⸗gen/ al⸗ler Not, die uns noch hält ge ⸗fan ⸗gen. 2. Muß man hier doch wie im Rerker leben,/ da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben;/ was wir hier kennen,/ ist nur müh und herzeleid zu nennen. 3. Ihr dagegen ruht in eurer Kammer,/ sicher und befreit von allem Jammer;/ kein Kreuz und Leiden/ ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Tränen;/ ihr habt das schon, wonach wir uns sehnen;/ euch wird gesungen,/ was in keines Ohr allhier geoͤrungen. 5. Nch wer wollte denn nicht gerne sterben/ und den Himmel für oͤie Welt erwerben?/ Wer wollt hier bleiben,/ sich vom Jam⸗ mer länger lassen treiben? 6. Komm, o herr, uns aus dem Joch zu spannen,/ lös uns auf und führ uns bald von dannen!/ Bei dir, o Sonne,/ ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon dach, 4 1659. 47⁰ gkeit Gericht und Ewigkeit 48³3 483 Berlin 1653. INR— W 0 e ,nen 125 R& e⸗ sus, mei⸗ne Zu⸗versicht/ ᷓV die⸗ses weiß ich, sollt ichnicht/ — NASD VVN.....—.SI‚ + ö 8 5— und mein hei⸗land, ist im Le⸗ben: dar⸗ um mich zu⸗frie⸗den ge⸗ben, —. 2 n n dn-nium, e dn delner, n, in, nin o. nenr was die lan⸗ge To⸗des⸗nacht/ mir auch für Ge⸗dan⸗ken macht? ent⸗ 2. Jesus, er, mein Heilanoͤ, lebt,/ ich werd auch das Leben schauen,/ sein, wo mein Erlöser schwebt,/ warum sollte mir denn grauen?/ Lässet auch ein Haupt sein Glied,/ welches es nicht nach sich zieht? gen. 3. Ich bin oͤurch der Hoffnung Band/ zu genau mit ihm ver⸗ Sorae bundenz/ meine starke Glaubenshanoͤ/ wird in ihn gelegt be⸗ ist 1. funden,/ daß mich auch kein Todesbann/ ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch unò muß daher/ auch einmal zu Asche werden,/ dieses weiß ich; doch wird er/ mich erwecken aus der Erden,/ eit von daß ich in der Herrlichkeit/ um ihn sein mög allezeit. lich in 5. Dann wird meiner Rugen Licht/ diesen meinen heiland kennen,/ und ich selbst, ich zweifle nicht,/ werd in seiner Liebe schon, brennenz/ nur oͤie Schwachheit um und an/ wird von mir sein es Ohr abgetan. 6. Seid getrost und hocherfreut,/ Jesus trägt euch, seine Glie⸗ himmel n Jam⸗ euch wieder,/ wenn einst die Posaun erklingt,/ die auch durch die Gräber oͤringt. 47¹ derz/ gebt nicht statt der Traurigkeit!l/ Sterbt ihr, Christus ruft 7. Nur, daß ihr den Geist erhebt/ von den Lüsten dieser Eroen/ 56 uns und euch dem schon jetzt ergebt,/ dem ihr dort vereint sollt wer⸗ ist der. den./ Schickt das Herze da hinein,/ wo ihr ewig wünscht zu sein. + 165. Trostlied der Kurfürstin Luise henriette von Brandenburg. Berlin 1653. 48⁴ Gericht und Ewigkeit 484 Zoh. Crüger, 1653. .—— 5— SPPIPITTITTIITIII..... E⸗wig⸗keit, ou don⸗ner⸗wort,/ o Schwert, oͤas durch 0 ᷣEs⸗wig⸗keit, zeit oh⸗ne Zeit,/ ich weiß vor gro⸗ — 5—————— P———————————— ber Trau⸗rig⸗keit/ nicht, wo ich mich hin-wen⸗de„ ——— .. mein ganz er⸗schrock⸗nes herz er⸗bebt,/ wenn mir dies Wort 1 —.— 1 1 I im Sin⸗ ne schwebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt,/ das enoͤlich mit der Zeit nicht fällt,/ nicht enolich muß vergehen. /Nur die unselge Ewig⸗ keit/ ist ohne Maße, Ziel und zeit,/ bleibt unverändert stehenj/ ja, wie mein heiland selber spricht:/„Ihr Wurm und Feuer stirbet nicht.“ 3. O Ewigkeit, du machst mir bang!/ O ewig, ewig ist zu lang!/ Hier gilt fürwahr kein Scherzen./ Drum, wenn ich diese — lange Nacht/ zusamt der großen Pein betracht,/ erschreck ich recht von herzen. /Nichts ist zu finden weit und breit/ so schrecklich als die Ewigkeit. 4. Ach Gott, wie bist du so gerecht,/ wie strafest oͤͤu den bösen Rnecht/ so hart mit ewgen Schmerzen!/ Ruf kurze Sünden dieser Welt/ hast du so lange pPein bestellt./ Ach nimm es wohl zu“ Herzen,/ bedenk es oft, o Menschenkind: /kurz ist die Zeit, der Too geschwind. 5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf,/ ermuntre dich, verlornes Schaf,/ und bessre bald dein Leben! Wach auf, es ist 47² Gerie sehr ho zu geb er sterl r stirbet ist zu ch diese ch vecht hrecklich n bösen n dieser vohl zu eit, der 'e dich, „ es ist Gericht und Ewigkeit 485 sehr hohe Zeit,/ es kommt heran die Ewigkeit, oͤir oͤeinen Lohn zu geben./ Vielleicht ist heut oͤer letzte Tag;/ wer weiß doch, wie er sterben mag. 6. O Ewigkeit, oͤu Donnerwort, /o Schwert, oͤas durch die Seele bohrt,/ o Anfang sonder Ende!/ O Ewigkeit, Zeit ohne deit,/ ich weiß vor großer Traurigkeit/ nicht, wo ich mich hin⸗ wende./ Nimm dͤu mich, wenn es dir gefällt,/ herr Jesu, in oͤein sreudenzelt! Zohann Rist, + 1667. Mel. Nr. 484. 485 O Ewigkeit, ou donnerwort. 1. O Ewigkeit, oͤu Freudenwort, /das mich erquicket sort und sort,/ o Anfang sonder Enoͤe! /O Ewigkeit, Freud ohne Leid,/ ich weiß vor Herzensfröhlichkeit/ nichts mehr vom Weltelende,/ das uns in diesem Leben quält,/ weil ich die Ewigkeit erwählt. 2. Rein Herrlichkeit ist in der Welt,/ die enoͤlich mit der Zeit nicht fällt/ unòd gänzlich muß vergehenz/ allein die selge Ewig⸗ keit/ bleibt ohne Jahre, Ziel und Zeit,/ bleibt unverändert stehenj/ sa, wie oas Wort des Herren spricht:/ Sie welket und vergehet nicht. 5. O Ewigkeit, oͤu währest lang!/ Wenn mir auf Erden gleich ist bang,/ weiß ich, oͤaß dies aufhöret;/ oͤrum, wenn ich diese lange Zeit/ erwäge samt der Seligkeit,/ die ewig nichts zerstöret// so acht ich alles Leioͤen kaum/ als einen ängstlich bösen Traum. 4. Im Himmel lebt der Christen Schar/ bei Gott viel tausenoͤ, tausend Jahr/ und werden des nicht müde;/ sie haben mehr als Sonnenlicht,/ sie sehen Gottes Angesicht,/ sie haben golonen Frie- den,/ wo Christus gibt, wie er verheißt,/ das Manna, so die Engel speist. 5. Nch wie verlanget doch nach dir/ mein mattes Herze mit Begier,/ du überselig Leben!/ Nch bringe mich, mein Gott, da⸗ hin,/ wonach jetzt Seele, Mut und Sinn/ mit allen Kräften stre⸗ ben./ Der schnöden Welt vergeß ich ganz/ und sehn' mich nach des Himmels Glanz. 6. O Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort,/ o Anfang sonder Enoͤel/O Ewigkeit, Freud ohne Leio, /ich ö weiß von keiner Traurigkeit,/ wenn ich mich zu oͤir wende./ Herr gesu, gib mir solchen Sinn,/ bis ich dort ewig bei dir bin. Kaspar heunisch, 4 1600. 47³3 PPFPFPPI 48⁰— Gericht und Ewigkeit Mel. Jesu, meines Lebens Leben(ooͤer wie Nr. 100). 486 Christoph Anton, 165l. . e derenire niE,. Sre———————— + ö Al⸗le Men⸗schen müs⸗sen ster⸗ben,/ al⸗les Fleisch ver⸗ was da le- bet, muß ver⸗der⸗ben,/ soll es an⸗ders geht wie heu; Die⸗ser Leib, der muß ver⸗we⸗sen,/ wenn er wer⸗den neu. DSSS an⸗ders soll ge⸗ ne⸗ sen/ zu der gro⸗ßen Herr⸗lich⸗keit,/ ———— 2..‚‚‚.‚.— die den§From⸗men ist be⸗reit. 2. Drum, so will ich dieses Leben,/ weil es meinem Gott beliebt,/ auch ganz willig von mir geben,/ bin darüber nicht betrübt;/ denn in meines Jesu Wunden/ hab ich schon Erlösung funden,/ und mein Trost in Todesnot/ ist des herren ZJesu Tod. 3. Christus ist für mich gestorben,/ und sein Tod ist mein Ge⸗ winn;/ er hat mir das Heil erworben,/ örum fahr ich mit Freu⸗ den hin,/ hin aus diesem Weltgetümmel/ in den schönen Gottes⸗ himmel,/ da ich weroͤe allezeit/ schauen Gottes Herrlichkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben,/ da viel tausend Seelen schon/ sind mit himmelsglanz umgeben,/ dienen Gott vor seinem Thron;/ da die Seraphinen prangen/ und das hohe Lied an— fangen:/ Heilig, heilig, heilig heißt/ Gott, der Vater, Sohn und Geistʒ 5. Da die Patriarchen wohnen,/ die Propheten allzumal;/ wo auf ihren Ehrenthronen/ sitzet der Apostel Zahl;/ wo in soviel tausend Jahren/ alle Frommen hingefahren,/ wo dem Herrn, der uns versöhnt,/ ewig Halleluja tönt. 47⁴ Gerich 6. O wie lie großen gehet a 7. R wero ie der gũ solche Mel. Ick Gott hei igkeit sBericht und Ewigkeit 33. 487 1. 109 6. O Jerusalem, du schöne,/ ach, wie helle glänzest dul/ Ach, wie lieblich Lobgetöne/ hört man da in sanfter Ruhl/ O der — großen Freud und WonnelJetzo gehet auf oͤie Sonne,/ jetzo — gehet an der Tag,/ der kein Enoe nehmen mag. sch ver⸗ 7. Nch ich habe schon erblicket/ alle dᷣiese Herrlichkeit;/ jeho 8 Ders werd ich schön geschmücket/ mit dem weißen Himmelskleid,/ mit der güloͤnen Ehrenkrone,/ stehe da vor Gottes Throne,/ schaue — polche§reude an,/ die kein Enoe nehmen kann. Leipzig 1652. mel. Ich hab mein S v isch. un er 1 Sort heimgestelt. 487 oh. Rhau, Wetter 1885 — E— —— E—— — I 11. wie 23665 da⸗hin—— Menschen— wie ei⸗ let man X el 4 EN ——.—= zur E⸗ wig⸗keitl/ Wie we⸗ nig 66555365 an die Stund/ 2—. liebt// dd EIl ben von Her⸗-zens⸗ ⸗grund, wie schweigt da⸗von der trä⸗ge Mund! 2. Das Leben ist gleichwie ein Traum, /ein nichtger, leerer in Wasserschaum,/ ein Augenblick, der schnell vergeht/ und nicht be⸗ ein Be, steht, /wie ihr dies täglich vor euch seht. 1 Hreu⸗ 3. Nur du, Jehova, bleibest mir/ das, was du bist; ich traue Sottes⸗ zir./Laß Berg und Hügel fallen hin, mir ists Gewinn,/ wenn it. ich allein bei Jesu bin. Seelen 4. So lang ich in der hütte wohn,/ so lehre mich, o Gottes seinem Sohn!/ Gib, daß ich zähle meine Tag/ unòd munter wach,/ daß, ied an⸗eh ich sterb, ich sterben mag. hn und 5. Was hilft die Welt in letzter Not?/ Lust, Ehr unò Reichtum in dem Tod? /O Mensch, oͤu läufst dem Schatten zu!/ Das merke alj/ wo duj/ du kommst sonst nicht zu wahrer Ruh. u soviel 6. Weg, Eitelkeit, der Toren Lust!/ Mir ist das höchste Gut be⸗ rn, der wußt;/ das such ich nur, das bleibet mir,/ so dort, wie hier;/ Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! 75⁵ A AHerA — ꝗ 488—— Gericht und Ewigkeit 7. Was wird das sein, wenn ich dich seh/ und bald vor deinem CThrone stehꝛ/ du unterdessen lehre mich,/ daß stetig ich/ mit klugem herzen suche dich. Zoachim Neander, 14 1680. mel. herzlich tut mich dertangen. 488 hans Leo Haßler, 1601. dn Sae. ...5—— ESEI— 2—— 2—1— L —*——3—3 1 Be-den⸗ke, Mensch, das En⸗de,/ be⸗den⸗ke dei ⸗nen der Tod kommt oft be⸗hen⸗de;/ der heu⸗te frisch und + EE * ö Li Tod! rat kann mor⸗gen und ge-schwin-der/ hin— J —.— ö 1— 9————— — 2 — weg⸗ ge⸗ stor⸗ben seinj/ drum bil⸗ de dir, o Sün⸗der,/ ein I II I x II J täg⸗lich Ster⸗ben ein. 2. Bedenke, Mensch, das Ende,/ bedenke das Gerichtl/ Es müssen alle Stände/ vor Jesu Angesicht;/ kein Mensch ist ausgenommen,// dort muß ein jeder nahn/ und wird den Lohn bekommen,/ nach⸗ dem er hier getan. 3. Bedenke, Mensch, das Ende,/ der gölle Angst und Leid,/ daß dich die Welt nicht blende/ mit ihrer Eitelkeit./ Hier ist ein kurzes Freuen,/ dort aber ewiglich/ ein kläglich, schmerzlich Schreien/ ach, Sünder, hüte dich! 4. Bedenke, Mensch, das Ende,/ beoͤenke doch die Zeit,/ dah dich ja nichts abwende/ von jener herrlichkeit,/ womit vor Gottes Throne/ die Seele wird gepflegt;„dort ist die Lebenskrone/ den Frommen beigelegt. 5. Herr, lehre mich bedenken/ der zeiten letzte Zeit,/ daß, sic nach oͤir zu lenken,/ mein Herze sei bereit./ Laß mich den Tod be— 476 1.8 selig e Schein Gott digkeit oeinem klugem „+ 1680. er, 1601. müssen mmen,// X nach⸗ iò/ /daß n kurzes reienz/ it,/ daß Gottes ne/ den aß, sich Tod be⸗ Gericht uno Ewigkeit 489. 490 trachten/ und oͤeinen Richterthron,/ laß mich auch nicht verachten/ der Hölle Sündenlohn. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten/ auf meinen letzten Tag/ mit Buße mich bereiten/ und täglich sterben mag./ Im Tod und vor Gerichte/ steh mir, o Jesu, bei,/ daß ich im Himmelslichte/ zu wohnen würoig sei. Salomo Liscow(2, + 1689. Erquicke mich, Mel. Nr. 116. 489 du heil der Sünder. 1. Ich ruhe nun in Gottes Armen,/ mein Leib schläst sanft und selig ein/ die Liebe lässet mich erwarmen/ bei ewig gnadenreichem Schein./ Dort hatt ich wenig Ruhestunden,/ hier hab ich sie in Gott gefunden. 2. Hier hab ich alles zu genießen,/ worauf mein Glaube sich gefreut;/ der Lebensquell läßt auf mich fließen/ die Ströme seiner Seligkeit./ Mein öreudenmeer ist Gottes Fülle;/ bei dem ist meine Seele stille. 3. Mein matter Leib schläft in der Eroen,/ er schläft, bis ihn mein Freund erweckt./ Die Asche wiròd zur Sonne werden,/ ob sie gleich finstre Nacht jetzt deckt;/ er wirò mit Freuden auferstehen,/ mit mir vereint zur Hochzeit gehen. 4. Da wird oͤas Lamm mich ewig weiden/ auf Auen selger Sicherheit;/ da ist das himmelsbrot der Freuden/ in Ewigkeit für mich bereit;/ das hab ich schon von Gott empfangen/ mit denen, die vorangegangen. 5. Ihr, die ihr jezo Tränen speiset,/ denkt an des himmels dreudenmahl;/ ob ihr noch oͤurch oͤie Wüste reiset,/ Gott bringt euch in den Ehrensaal;/ da werdet ihr mit Freuden sehen,/ wie wohl mir durch den Tod geschehen. vor 194.1 Mel. Nr. 442. 490 valet will ich dir geben. I. Ermuntert euch, ihr örommenl/ Zeigt eurer Lampen Schein/ der Abend ist gekommen,/ die finstre Nacht bricht ein;/ es hat sich aufgemachet/ der Bräutigam mit Pracht./ Auf, betet, kämpft unoͤ wachet!/ Bald ist es Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig/ und füllet sie mit l/ und seid des Herrn gewärtig;/ bereitet Leib und Seel./ Die Wächter Zions 49¹ Gericht und Ewigkeit schreien:/ Der Bräutigam ist nah./ Begegnet ihm in Reihen/ und singt Halleluja! 3. Ihr klugen Jungfraun alle,/ hebt nun das Haupt empor/ mit Jauchzen und mit Schalle/ zum frohen Engelchor!/ Die Tür ist aufgeschlossen,/ oͤie Hochzeit ist bereit;/ auf, auf, ihr Reichs⸗ genossen!/ Der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen;/ orum schlafet nicht mehr ein/ Man sieht die Bäume blühen,/ der schönste Frühlingsschein/ ver⸗ heißt Erquickungszeiten;/ die Abendröte zeigt/ den schönen Tag von weitem,/ davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden,/ ihr, die ihr Zion liebt,/ mit freu⸗ digen Gebärden/ und seid nicht mehr betrübt!/ Es sind die§reuden⸗ stunden/ gekommen, und der Braut/ wiro, weil sie überwunden,/ die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen/ und mit gestorben seid,/ sollt nun nach Kreuz und Klagen/ in Freuden sonder Leid/ mit leben und regieren/ und vor des Lammes Thron/ mit Jauchzen triumphieren/ in eurer Siegeskron. 7. Hier sind die Siegespalmen,/ hier ist das weiße Kleid;/ hier stehn oͤie Weizenhalmen/ in Frieden nach dem Streit/ und nach den Wintertagen;/ hier grünen die Gebein',/ die dort der Tod er⸗ schlagen;/ hier quillt der Freudenwein. 8. Hier ist oͤie Staͤt der§Freuden,/ Jerusalem, der Ort,/ wo die Erlösten weiden;/ hier ist die sichre Pfort,/ hier sind die gülo⸗ nen Gassenj/ hier ist der Freudensaal,/ da wir uns niederlassen/ zum ewgen Hochzeitsmahl. 9. O Jesu, meine Wonne,/ komm bald und mach dich aufl/ Geh auf, ersehnte Sonne,/ und föroͤre deinen Laufl/ O Jesu, mach ein Ende/ und führ uns aus dem Streit;/ wir heben Haupt uns hände/ nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti, 4 1799 Mel. Unser herrscher, unser König. 7 491 Bremen 1680. (Oder wie Nr. 360.) —..— ——. Wer sino die vör Got⸗tes Ehro⸗ne,/was ist das für e⸗der trä⸗ get ei ⸗ ne Rro⸗ ne,/ glän⸗zet gleich den haben wigkeit en/ und empor/ Die Tür Reichs⸗ ehr einl/ ein/ ver⸗ nen Tag it freu⸗ Hreuden⸗ sunden, sollt nun eben und phieren/ id ʒ/ hiet und nach Tod er⸗ Drt// wo éie güloͤ⸗ erlassen/ ch aufl/ su, mach upt und ti,+ 17²7 men 1680. as für ich den Gericht und Ewigkeit ö 491 /x 2 2.16 ei ⸗ ne Schar? Ster⸗nen klar/ Hal⸗le⸗lu⸗ja sin⸗gen all,/ lo⸗ben I Gott mit ho⸗ hem Schall. 2. Wer sind oͤie, so Palmen tragen/ wie ein Sieger in der hanod,/ wenn er seinen Feind erschlagen,/ hingestrecket in den Sano?/Welcher Streit und welcher Krieg/ hat erzeuget diesen Sieg? 3. Wer sind dͤie in reiner Seide/ göttlicher Gerechtigkeit,/ an⸗ getan mit weißem Kleide,/ das bestäubet keine Zeit/ und veraltet nimmermehr?/ Wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, so wohl gekämpfet/ für des großen Gottes Ehr, 10 haben dleisch und Blut gedämpfet,/ folgend nicht dem Sünderheer;/ die erlanget auf den Krieg/ durch des Herren Arm den Sieg. 5. Es sind die, so durchgeoͤrungen/ dͤurch viel Trübsal, Angst und Not,/ im Gebet auch oft gerungen/ mit dem hochgelobten Gott/ nun hat dieser Kampf ein End,„Gott hat all ihr Leid gewenoͤt. 6. Es sind die, so stets erschienen/ hier als Priester vor dem herrn,/ Tag und Nacht bereit zu dienen,/ Leib und Seel geopfert gern;/ nunmehr stehn sie all herum/ vor dem Stuhl im Heiligtum. 7. Dahin streck auch ich die hänoͤe,/ o Herr Jesu, zu dir aus/ mein Gebet zu dir ich wende,/ der ich noch in deinem Haus/ hier auf Erden steh im Streit:/ treibe, Herr, die Feinoͤe weit! 8. Hilf mir in dem RKampfe siegen/ wider Sünde, Höll und Welt;/ laß mich nicht daniederliegen,/ wenn ein Sturm mich über⸗ fällt;/ führe mich aus aller Not,/ herr, mein Fels, mein treuer Gott! 9. Daß mein Teil sei bei den Frommen,/ welche, Herr, oͤir ähn⸗ lich sind/ und aus großer Trübsal kommen/ hilf, daß ich auch über⸗ wind/ alle Trübsal, Not und Tod,/ bis ich komm zu meinem Gott! 10. O, wie groß wird sein oie Wonne,/ wenn ich mit der heilgen Schar/ in dem Strahl doͤer reinen Sonne/ leuchte wie die Sterne klar!/ Amen, Lob sei oͤir bereit,/ Dank und Preis in Ewigkeit! heinr. Theobalo Schenck, 4 1727. 47⁰ nr — — ᷓꝑWDRDRDRDRRDRDTDTRDTTPT‚‚..‚.‚.‚.... 452 495 Gericht und Ewigkeit Mel. Nr. 486. 492 gesu, meines Lebens Leben. 1. O wie fröhlich, o wie selig/ werden wir im Himmel seinl/ Droben ernten wir unzählig/ unsre Freudengarben ein./ Gehen wir hier hin und weinen,/ dorten wird die Sonne scheinen;/ dort ist Tag und keine Nacht,/ dort, wo man nach Tränen lacht. 2. Ach, wer wollte sich nicht sehnen,/ dort in Fion bald zu stehn/ und aus diesem Tal der Tränen/ an den Freudenort zu gehn,/ wo sich unser Kreuz in Palmen,/ unser Klagelied in Psalmen,/ unsre Last in Lust verkehrt/ und das Jauchzen ewig währt! 3. O wie werden wir so schöne/ bei der KRlarheit Gottes seinl/ Wie wird uns das Lobgetöne/ seiner Engelschar erfreun!/ Wie wird unsre Krone glänzen/ bei so vielen Siegeskränzen!/ Wie wird unser Kleid so rein,/ heller als die Sonne sein! 4. Ach wann werd ich dahin kommen,/ daß ich Gottes Antliß schau?/ Wero ich nicht bald aufgenommen/ in oͤen schönen Himmels⸗ bau,/ dessen Grund den Perlen gleichet,/ dessen Glanz die Sonm weichet,/ dessen wundervolle Pracht/ alles Gold beschämet macht! 5. Nun, so stille mein Verlangen,/ o du großer Lebensfürstl/ Laß mich bald dahin gelangen,/ wo oͤu mich recht trösten wirst./ Unterdessen laß auf Erden/ schon mein herz recht himmlisch werden/ bis mein Los auf jener Welt/ auf das allerhöchste fällt. Benjamin Schmolck, 4 1757 —. Zoh. Gottfried Schicht, 1819. 0 72 5 an Härmm.inauu rn r, Tunt. mants—— EEE 27 i— Nach ei⸗ ner Prü⸗fung kur-zer Ta 35 er⸗ Dort, dort ver-wan-delt sich die Kla ge/ in — 35 u n ER——— ED war⸗ tet uns die E⸗wig⸗keit! a;— gött⸗ li ⸗ che Zu⸗ frie⸗den⸗ heit. Hier ziet die düte . n der. ——— E0——— 2— 2 ih-ren Fleiß,/ und je ne Welt reicht ihr den Preis. 4⁰ hieser öfter si in Kun 4. H glücklie merten von eit 5. H heilig unauss ihn liel 6. D Wohlfe Gottes wigkeit ns Leben. el seinl/ ucht. zu stehn/ gehn// salmen,/ hrtè⁊e es seinl/ nl/ Wie Wie wiro! es Antliß Himmels⸗ vie Sonm et macht! ensfürstl/ en wirst./ weroͤen/ olck, 4 175⁵7½ chicht, 1819. Gericht und Ewigkeit 493 2. Wahr ists, der Fromme schmeckt auf Erden/ schon manchen selgen Augenblick;/ doch alle Freuden, die ihm werden,/ sind ihm ein unvollkommnes Glück./ Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh/ nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald stören ihn des Rörpers Schmerzen,/ bald das Geräusche bieser Welt,/ bald kämpft in seinem eignen Herzen/ ein Feind, der öster siegt, als fällt;/ bald sinkt er durch des Nächsten Schuld/ in Kummer und in Ungedulo. 4. Hier, wo die Tugend oftmals leidet,/ das Laster oftmals glücklich ist,/ wo man den Glücklichen beneidet/ und des Beküm⸗ merten vergißt,/ hier kann der Mensch nie frei von Pein,/ nie frei von eigner Schwachheit sein. 5. Hier such ichs nur, dort werd ichs finden;/ dort weroͤ ich, heilig und verklärt,/ der Tugend ganzen Wert empfinden,/ den unaussprechlich großen Wert;/ den Gott der Liebe werd ich sehn,/ ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 6. Da wird des Vaters heilger Wille„mein Will und meine Wohlfahrt sein,/ und lieblich Wesen, Heil die Fülle,/ am Throne Gottes mich erfreun./ Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn/ mich fühlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd ich das im Licht erkennen,/ was ich auf Erden dunkel sah,/ das wunderbar und heilig nennen,/ was unerforsch⸗ lich hier geschah/ da denkt mein Geist mit Preis und dank/ die Schickung im Zusammenhang. 8. Da werd ich zu dem Throne oͤringen,/ wo Gott, mein heil, sich offenbart,/ ein Heilig, Heilig, Heilig! singen/ dem Lamme, das erwürget ward,/ und Cherubim und Seraphim/ und alle himmel jauchzen ihm. 9. Da werd ich in der Engel Scharen/ mich ihnen gleich und heilig sehn,/ das nie gestörte Glück erfahren,/ stets fromm mit orommen umzugehn./ Da wird durch jeden Rugenblick/ ihr Heil mein Heil, ihr Glück mein Glück. 10. Da werd ich dem den Dank bezahlen,/ der Gottes Weg mich gehen hieß/ und ihn zu millionen Malen/ noch segnen, baß er ihn mir wies;/ da find ich in des höchsten hand/ den Freund, den ich auf Erden fand. 5 481 SSSe———— 49⁴ Gericht und Ewigkeit 11. Da ruft, o möchte Gott es geben,/ vielleicht auch mir ein Selger zu:/ Heil sei dir; denn oͤu hast mein Leben,/ die Seelt mir gerettet, ou!/ O Gott, wie muß dies Glück erfreun,/ dei Retter einer Seele sein! 12. Was seid ihr, Leiden dͤieser Eroen,/ doch gegen diese herr⸗ lichkeit,/ die offenbar an uns soll werden/ von Ewigkeit zu Ewig⸗ keitl/ Wie nichts, wie gar nichts gegen sie/ ist doch ein Rugen⸗ blick voll Müh! Christian Fürchtegott Gellert, 4175. Mel. Zu dir erhebt sich mein Gemüte(Oder wie Nr. 309). 49⁴ 1 ö . PPPP‚PI..I..... Die See⸗le ruht in Je⸗ su Ar⸗men,/ der Unun kann sich herz an herz er⸗war⸗ men;/ die Leipzig 1785. —— ½H E 18 2 —————— Leib schläft sanft im Er⸗den ⸗schoß; die sie nach we⸗ nig Ruh ist un⸗aus⸗sprech⸗lich groß, Gott hat die Trä⸗ nen — — I E. EIL ⁊S Kamp⸗fes⸗ stun„den/ bei ih⸗rem hol⸗den Freund ge⸗ ab ⸗ ge⸗ wi ⸗schet,/ ihr Geist wird durch und durch er⸗ E Zn... fun ⸗ den;/ sie schwimmt im stil⸗ len Frie⸗dens⸗meer. fri ⸗ schet,/ des her ⸗ren Glanz ist um sie her. 2. Sie ist nun aller Not entnommen,/ ihr Schmerz und Seuß zen ist dahin;/ sie ist zur Freudenkrone kommen,/ sie steht ab Braut und Königin/ im Golde ewger Herrlichkeiten/ dem grohen König an der Seitenj/ sie sieht sein klares Angesicht./ Sein freuden volles, lieblich Wesen/ macht sie nun odurch und durch genesen/ sie ist ein Licht im großen Licht. 18² we⸗ nig genesen/ Gericht und Ewigkeit 495 5. Sie jauchzt dem Sterblichen entgegen:/ Ja, ja, nun ist mir ewig wohl!/ Ich bin durch meines Mittlers Segen/ des Lebens, Lichts und Freuden volll/ Mein schönes Erbteil ist mir worden 57 viel tausend aus der Selgen Orten/ bewundern jauchzend meine Pracht./ Man kann in allen Himmelschören/ gleichwie mit don⸗ nerstimmen hören:/ der herr hat alles wohlgemacht. 4. Ja, wohlgemacht durchs ganze Leben,/ recht wohl in meiner Codespein!/ Sein mütterliches Tragen Heben/ bracht mich heraus, hinoͤurch, hinein!/ Heraus aus dieser Erden Lüsten,/ hindͤurch durch die Versuchungswüsten,/ hinein ins schöne Ranaan./ Da darf ich auf den grünen Ruen/ den helden, der mich führte, schauen,/ der große Ding an mir getan. 5. Nun kann das Kind den Vater sehen,/ es fühlt den sansten Liebestrieb; /nun kann es Jesu Wort verstehen:/ er selbst, der Vater hat mich lieb!/ Ein unergrünoͤlich Meer des Guten,/ ein Abgrund ewger Segensfluten/ entoeckt sich dem verklärten Geist 77 er schauet Gott von Angesichte/ und weiß, was Gottes Erb im Lichte/ und ein Miterbe Christi heißt. 6. Der matte Leib ruht in der Erden,/ er schläft, bis Christus ihn erweckt;/ dann wird der Staub zur Sonne werden,/ den jetzt die finstre Gruft bedeckt /dͤann werden wir mit allen From⸗ men,/ wer weiß, wie balo, zusammenkommen/ und bei dem Herrn sein allezeit;/ dann werden wir ihn ewig sehen./ Wie wohl, wie wohl wird uns geschehen!/ herr Jesu, komm, mach uns bereit! Joh. Konrad Luowig Allendorf, + 17⁷73. di bt in Gemüte. 0 49%5 e 1. Es ist noch eine Ruh vorhanden;/ auf, müdes Herz, und werde Licht!/ Du seufzest hier in oͤeinen Banden,/ und oͤeine Sonne scheinet nicht./ Sieh auf das Lamm, das oͤich mit Freuden/ dort wird vor seinem Stuhle weiden;/ wirf hin die Last und eil her⸗ zul/ Bald ist oͤer heiße Kampf geendet,/ baloö, bald der saure Lauf vollendet;/ so gehst oͤu ein zu deiner Ruhl 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren,/ die Ruhe, die kein Ende nimmt// es hat, da noch kein Mensch geboren,/ oͤie Liebe sie uns schon bestimmt./ Der gute Hirte wollte sterben,/ uns diese Ruhe 31 483 SSSEEEEEEEEE — 2—— Inece — 406 Gericht und Ewigkeit zu erwerbenj/ er ruft, er locket weit und breit:/ Ihr müden Seelen und ihr drommen,/ versäumet nicht, heut einzukommen/ zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. So kommet denn, ihr matten Seelen,/ die manche Last und Bürde oͤrückt;/ eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen,/ geht nicht mehr müde und gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen,/ dafür läßt euch der Heiland sagen:/ Ich selbst will eure Ruhstatt seinl/ Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben;/ ob Sünde, Welt und hölle toben,/ seid nur getrost und gehet ein! 4. Da wird man Freudengarben bringen,/ denn unsre Tränen⸗ saat ist aus./ O, welch ein Jubel wird erklingen/ und süßer Ton im Vaterhaus!/ Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichenz/ es wird kein Tod uns mehr erreichen,/ wir werden den Erlöser sehn/ die Träne wird vom Aug er wischen,/ sein Lebensstrom wird uns erfrischen./ Wer weiß, was sonst noch soll geschehn! 5. Kein Durst noch hunger wird uns schwächen,/ denn die Erquickungszeit ist da;/ die Sonne wird uns nicht mehr stechen/ der Herr ist seinem Volke nah./ Er selbst will über ihnen wohnen/ und ihre Treue wohl belohnen/ mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis./ Es werden die Gebeine grünen,/ der große Sabbat ist erschienen,/ da man von keiner Rrbeit weiß. 6. Da ruhen wir und sind in Frieden/ und leben ewig sorgen⸗ los./ Ach, fasset dieses Wort, ihr Müden!/ Legt euch dem Heiland in den Schoßl/ Ach,§lügel her! Wir müssen eilen/ und uns nicht länger hier verweilen,/ dort wartet schon die frohe Schar./ Fort, fort, mein Geist, zum ZJubilieren;/ auf, gürte dich zum Triumphierenl/ Ruf, auf, es kommt das Ruhejahr! Joh. Sigismund Kunth, 1 1779. Mel. Wie schön leuchtet 496 der Morgenstern. Frankfurt a. M. 1599. 2 —— ein Geist, o Gott, wird ganz entzückt,/ wenn er hin⸗ wo dei⸗ne mil⸗de Va⸗ ter⸗ hand/ aus neu⸗en ö— ö. 2.——.— A—— Seelen meiner Last und tht nicht ragen,/ Ruhstatt de, Welt Tränen⸗ Per Ton chenz/ es er sehn/ wird uns denn die stechen/ wohnen/ mit Ehr Sabbat sorgen⸗ Heiland und uns Schar./ hich zum , + 17⁷½ . M. 1599. igkeit ö r hin= u-en Sericht und EwWigkei 49⁰ X; auf gen Him⸗mel blickt,/ da⸗ hin dein Rat uns lei stet Wun⸗—— wiroͤ er⸗— die du da⸗ 6658 ver⸗brei⸗tet. 0 Mäch⸗tig/ fühl ich/ mich er⸗ ho⸗ ben,/ dich zu lo⸗ ben,/ ö—.—.— —.——... +——.— ——.——————., ö der zum Le⸗ben,/ das dort ist, mich will er⸗ he⸗ ben. 2. Was sind die Freuden dieser Zeit,/ Herr, gegen jene herr⸗ lichkeit,/ die dort bei dir zu finden?/ Du stellst uns hier auf Erben zwar/ viel Wunder deiner Güte dar/ zum fröhlichen Empfinden/ doch hier/ sind wir/ bei den Freuden/ noch mit Leiden/ stets um⸗ geben;/ dort nur ist vollkommnes Leben. 3. Kein Tod ist da mehr und kein Grab;/ dort wischest du die Tränen ab/ von deiner Kinder Wangen./ Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei;/ denn du, o Herr, machst alles neu,/ das Alte ist vergangen;/ hinfort/ sind oͤort/ von gerechten/ Gottesknechten/ keine Plagen/ mehr zur Prüfung zu ertragen. 4. In unsres Gottes heiligtum/ schallt seines Namens hoher Ruhm/ von lauter frohen Zungen./ Hier strahlt die Herrlichkeit des Herrn;/ hier schaut man sie nicht mehr von fern,/ hier wird sie neu besungen./ Völlig/ gibt sich,/ sie zu trösten,/ den Erlösten/ zu erkennen/ der, den sie schon Vater nennen. 5. Vor seinem Antlitz wandeln sie,/ auf ewig frei von aller Müh,/ und schmecken seine Güte./ Hier stört den Frieden ihrer Brust/ und ihre tausenoͤfache Lust/ kein feinoͤliches Gemüte;/ kein Neid,/ kein Streit/ hemmt die Triebe/ reiner Liebe/ unter Seelen,/ die hinfüro nicht mehr fehlen. 6. Gott, welche Schar ist dort vereint!/ Die Frommen, die ich hier beweint,/ die find ich ewig wieder./ Dort sammelt deine Vater⸗ hand,/ die deine Liebe hier verband,/ Herr, alle deine Glieder./ Ewig/ weroͤ ich,/ frei von Mängeln,/ selbst mit Engeln/ Freund⸗ schaft pflegen; /o ein Umgang voller Segen! 48⁵ oeeneaente —— Gericht unoͤ 7. Wo ist mein Freund, des höchsten Sohn,/ der mich geliebt? Wo glänzt sein Thron? /In jenen Himmelshöhen,/ da werd ich wigke dich, Herr Jesu Christ,/ so menschenfreunoͤlich als oͤu bist,/ auch mit Entzücken sehen;/ da wird,/ mein Hirt,/ von den Freuden/ nichts mich scheiden,/ die du oͤroben/ deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich ist die neue Welt,/ die Gott den Frommen vor⸗ behält!/ Kein Mensch kann sie erwerben./ O Jesu, Herr der herr⸗ lichkeit,/ du hast die Stätt auch mir bereit;/ hilf sie mir auch er⸗ erben!/ Laß mich/ eifrig/ danach streben/ und so leben/ auf der Erde,/ daß ich dort dein Erbe werde. Samuel diterich, 4 1797(nach Ahasverus Fritsch, 14 170ʃ). Mel. Nr. 270. 497 Es ist gewißlich an der Zeit. 1. Schon ist der Tag von Gott bestimmt,/ da, wer auf Erden wandelt,/ sein Los aus Gottes händen nimmt,/ nachdem er hier gehandelt./ Er kommt, er kommt, des Menschen Sohnz/ er kommt, und Wolken sind sein Thron,/ der Erde Kreis zu richten. 2. hier an dem Rand der Ewigkeit/ versammeln sich die Scharen,/ die seit dem ersten Tag der Zeit/ der Erde Bürger waren,/ nur dem Allwissenden bekannt,/ unzählbar, wie des Meeres Sanoͤ/ hier stehn sie vor dem Richter. 3. Hier muß der falsche Wahn der Welt/ der Wahrheit unter⸗ liegen. /Hier, wo das Recht die Wage hält,/ wird keine Sünde siegen./ hier ist zur Buße nicht mehr Frist,/ hier gilt nicht mehr Betrug und List,/ hier gilt kein falscher Zeuge. 4. Der Richter spricht; der himmel schweigt,/ und alle Völker hören/ erwartungsvoll und tief gebeugt:/ Kommt, erbt das Reich der Ehren!/ So spricht er zu der frommen Schar; zu der, die ihm nicht folgsam war:/ hinweg von mir, Verbrecher! 5. Sie gehn verzweifelnd, jammern, flehn: Stürzt über uns zusammen,/ ihr Welten, fallt, daß wir vergehn,/ doͤie wir uns selbst verbammen!/ die Frommen aber stehn im Licht/ des Frie⸗ dens, und ihr Angesicht/ strahlt seliges Entzücken. 6. Frohlockend ziehn sie in das Reich,/ das Gott für sie be⸗ reitet,/ wo er sie, seinen Engeln gleich,/ von Licht zu Lichte leitet./ Das Stückwerk wird Vollkommenheit; /kein Kummer, keine Trau⸗ rigkeit/ stört ihre selgen Freuden. 480 Gericht und Ewigkeit 498 40% 7. Mein Heiland, laß mich dein Gericht/ oft und mit Ernst be⸗ denken l/ Es stärke mich mit Zuversicht,/ so oft mich Leiden kränkenl/ Es reize mich, gewissenhaft/ und, eingedenk der Rechenschaft,/ nach deinem Wort zu wandeln. Samuel diterich, 1797. mel. Nr. 479. 498 wusidle Sumne 1. Selig sind des Himmels Erben,/ die Toten, die im Herren sterben,/ zur Auferstehung eingeweiht!/ Nach den letzten Augen⸗ blicken/ des Todesschlummers folgt Entzücken,/ folgt Wonne und Unsterblichkeit!/ Im Frieden ruhen sie,/ frei von der Erde Müh,/ hosiannal/ Vor Gottes Thron/ zu seinem Sohn/ begleiten ihre Werke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre,/ Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre/ sei dir, Versöhner Jesu Christ!/ Ihr, der AUberwinder Chöre,/ bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre/ dem Lamme, das geopfert ist!/ Er sank wie wir ins Grab,/ wischt unsre Tränen ab,/ alle Tränen!/ Er hats vollbracht!/ Nicht Tag, nicht Nacht/ wird an des Lammes Throne sein. 3. Nicht der Monod, nicht mehr die Sonne/ scheint uns alsdann; er ist uns Sonne,/ der Sohn, die Herrlichkeit des herrn. /Heil, nach dem wir weinend rangen,/ nun bist du, Heil, uns aufge⸗ gangen,/ nicht mehr im dunkeln, nicht von fern!/ Nun weinen wir nicht mehr;/ das Alte ist nicht mehr./ Halleluja!/ Er sank hinab,/ wie wir ins Grab;/ er ging zu Gott, wir folgen ihm. Frieor. Gottlieb Klopstock, 4 1803. Mel. Nun preiset alle 4 Matth. Apelles Gottes Barmherzigkeit. 99 v. Löwenstern, 1644. 3 ö——————.— ——————— 1. Ich hab von fer⸗ ne,/ Herr, oͤei⸗nen Thron er⸗blickt/ und hät⸗te ger⸗ne/ mein Herz vor⸗aus⸗ge⸗schickt/ und hät⸗ te 487 —.— ericht und Ewigkei PIIIITTTTTTTTIIT gern mein mü⸗des itii der Gei⸗ster, oͤir hin⸗ge⸗ TT— ge⸗ben,/ Schöp⸗fer der Gei⸗ster, dir hin ⸗ge⸗ge⸗ ben! 2. Das war so prächtig,/ was ich im Geist gesehn,/ Du bist all⸗ mächtig;/ öͤrum ist dein Licht so schön!/ Könnt ich an diesen hellen Thronen 1 doch schon von heute an ewig wohnen! 3. Nur bin ich sündig,/ der Erde noch geneigt;/ das hat mir bündig/ dein heilger Geist gezeigt;/ ich bin noch nicht genug ge⸗ reinigt,: noch nicht ganz innig mit dir vereinigt.:, 4. Doch bin ich fröhlich,/ daß mich kein Bann erschreckt;/ ich bin schon selig,/ seitbem ich oͤas entdeckt./ Ich will mich noch im Leiden üben ,: und dich zeitlebens inbrünstig lieben.:) 5. Ich bin zufrieden,/ daß ich oie Staoͤt gesehn,/ und ohn Er⸗ müden/ will ich ihr näher gehn/ und ihre hellen, goloͤnen Gassen 2): lebenslang nicht aus den Augen lassen.: Zoh. Timotheus Hermes, 14 182ʃ. 500 Darmstaoͤt 1888. *— x x— IRR‚.—, He,. .)— 1— 1 Wir wer⸗den bei dem herrn sein al⸗le⸗ Tief⸗ oͤun⸗ kel ist die ern ⸗ste E⸗wig⸗ ö——— 2 ö——— Z. zeitl/ du hei⸗mat⸗laut in frem⸗-den pil⸗-ger⸗ keit,/ doch wie durch——„ge⸗ wölk des Mon-des —— — H ů —.——.——————— ta⸗ len! 955 Strah⸗len glänzt der Ver-hei⸗Fung Licht durch To-des— 18³ ben! bist all⸗ n hellen at mir ug ge⸗ kt;/ ich och im ohn Er⸗ Gassen + 182ʃ. öt 1888. Higren Gericht und Ewigkeit SISISSIASee.— EEEEEE leid: Wir wer⸗oen bei dem Herrn sein al ⸗le⸗ zeit! 2. Bei ihm daheim! In seiner Liebe ruht/ die Seele aus von ihrer Irrfahrt Schmerzen./ der langen Sehnsucht Ziel, oͤas höchste Gut,/ der Herzen Heimat ist in seinem herzen/ er ging voran, die Stätte steht bereit:„Wir weroͤen bei dem hHerrn sein allezeit! 5. Bei ihm versammelt! Seinem Salem geht/ die Wallfahrt zu. Wie oft in guten Stunden,/ wenn seiner NRähe Odem uns umweht,/ hat es sein Volk vor ihm vereint empfunden;/ das ist bie Fülle aller Seligkeit:/ Wir weroͤen bei dem Herrn sein allezeit! 4. Hier trennt die Welt; was heut sich liebend fano,/ sehnt morgen sich nach Blick unòd Wort vergebens es oͤrängt sich zwischen Seelen Meer und Land,/ und starrer noch das Machtgebot des Lebens./Der Himmel sammelt, was die Welt zerstreut:/ Wir werden bei oͤem Herrn sein allezeit! 5. Und waren wir hier jemals ganz vereint?/ Ach, nur das Reine eint sich mit dem Reinen!/ die Schuld, die täglich noch das herz beweint,/ sie scheioͤet es von den geliebten Seinen./ der Fürst bes Friedens tilgt, was uns entzweit:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeit. 6. Wir irren alle, sind erlöst noch nicht/ von alter Sinnverwirrung schweren Bandenj/ die Sprache, oͤie ein Kind des Hauses spricht// wird von dem andern Kinde nicht verstanden./ Das Wort des Vaters löͤst der Rede Streit:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 7. Du Gotteswort, dem froh der Glaube traut,/ wohl magst oͤu allen Eroͤenjammer stillen,/ das finstre Tal, vor dem der Seele graut,/ mit Morgenrot und heilgem Frieden füllen!/ O Heimat⸗ licht aus dunkler Ewigkeit:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeit! Meta heußer⸗Schweizer, 4 1876. (SoOod I. Hab acht auf mich in aller Not,/ o großer Gott, herr aller herren,/ wann Satans Wut, die Höllenrott,/ den Rachen gegen mich aufsperren,/ wann sie mich suchen zu verschlingen/ unoͤ in die höchste Not zu bringen, /so bitt ich dͤich herzinniglich,/ mein hater, so hab acht auf mich. 189 (S0Q) DDSDSSSS— En (500 0) hab acht auf mich valet soll geben,/ daß ich im Glauben halte dich,/ bis ich komm ö ö 2. Hab acht auf mich; wann mich die Sündͤ/ will von dem höchsten Gut abwenden,/ so halte mich, Herr, als dein Kind/ mit deinen treuen Vaterhändenj/ bleib du mir stets in dem Gedanken,/ laß mich von deinem Wort nicht wanken/ wann Sünden in mir regen sich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. Z. Hab acht auf mich, wanns gehet wohl,/ wann mir die Glückes⸗ sonn will scheinen,/ die meine Seel macht freudenvoll,/ daß sie nichts wissen mag von Weinen,/ daß ich dem blinden Glück nicht traue,/ vielmehr auf deine Güte schaue,/ weil oft das Glücksrad wendet sich:/ mein Vater, so hab acht auf mich. 4. hab acht auf mich und steh mir bei,/ wann mir das Unglück braust entgegen,/ daß ich nicht zu verzaget sei/ und weichen mög von deinen Wegen,/ die mir zu wandeln sind befohlen/ und wann ö mir auch des Kreuzes Rohlen/ mein Herze brennen bitterlich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 5. Hab acht auf mich, wann ich gesund,/ wann ich empfinde keine Schmerzen,/ wann keine Klag in meinem Mund/ noch Trauern ist in meinem Herzen;/ damit ich bei gesundem Leibe/ dir dankbar und gehorsam bleibe/ auf daß ich nie vergesse dich,// ö: mein vater, so hab acht auf mich. 6. Hab acht auf mich, auch wann ich krank,/ wann die Gesund⸗ hheit will verschwinden,/ daß ich geduldig und mit dank/ annehme die Arznei der Sünden/ laß mich nicht ungeduldig werden/ und deenke, daß ich Staub und Erden; auch wann die Schmerzen mehren sich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 4 7. Hab enoͤlich dann auch acht auf mich,/ wann ich der Welt—* in ein ander Leben,/ da mir das frohe Glaubensende/ erteilen werden deine hände;/ daß ich bei dir leb ewiglich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 8. Nch, laß mich doch nicht aus der Acht,/ wann uns dein jüngster Tag erscheinet,/ der Tag, da vor Gericht wird bracht/ auch das, so man hier nicht gemeinet;/ laß mich zu deiner Rechten stehn/ und zu des Lammes Hochzeit gehn;/ mein Jesu, dann hab acht auf mich,/ so will ich ewig preisen dich. Ludwig heinrich Schlosser, 4 7 69⁰ Fmich dem /mit ken,/ n mir lckes⸗ daß sie Knicht cksrad nglück n mög wann rlich// pfinde noch Leibe/ dich,/ esund⸗ mehme n/ und merzen r Welt komm erteilen Vater, is dein ht/ auch Rechten inn hab + 7 — 2 —. — 2. .˖. . 0 E —— —.—. * 2 „⸗e — — NNN — V * 0 —56— 2 7* * N E —205 & += — —. HD 7 V 2 2 — S = V —— 7⁰ + W 2* NNV —. R —. 2 * . — — — NRN N 9— 2.— ö SIIII N. „ SV— 6³ 4 IN +4 N W WHNEE N e H V. N SSEE 2 V ‚ ů + 1 22 SRRRSEEEN —————————— ———— ——.. 501 Den Anhang geistlicher Lieder für Zugenoͤgottesdienste und für freie Versammlungen der Gemeinde I. Die Festzeiten Aoͤve Aoͤvent (Auch Lied Nr. 555 und 561.)— mel. Erwacht jedr. Karl Ludwi—— süßen Schlummier. 501 Scholinus, 1 810— * re r Ir in dn auren e nn B, 5——.——.——— —————— i 3 IT 1. Die Ta⸗ge sind so dun⸗kel,/ die Näch⸗te 5 25 PfPfPfFfFffIff T —— — m n 42———.— 60b lang und kalt;/ doch ü⸗bet Stern⸗ge⸗fun⸗ kel/ noch 2. ů Segel , e + 1225———8— B 14. ö ö ü⸗ ber uns Ge⸗walt. 115. 2. Er war einmal erschienen/ in ferner, selger Zeit j/ da warein muß ihm zu dienen/ die Weisen gleich bereit. ö 0. 3. Der Lenz ist fortgezogen,/ der Sommer ist entflohn:/ doch Leber fließen warme Wogen,/ doch klingt ein Liebeston. 4. Es rinnt aus Jesu Herzen,/ es spricht aus Jesu Mund/ ein mel. Quell der Lust und Schmerzen,/ wie damals noch zur Stund mit Pi 5. Wir wollen nach dir blicken,/ oͤu Licht, das ewig brennt // wir wollen uns beschicken/ zum seligen Roͤvent. Mart von Schenkendorf; 4 l8, (Erläuternde Bemerkungen über die Melodien und den Wechselgesang be finden sich am Schluß des Buches auf S. 616) 492 vl Ludwig 6, 1+ 181, — ch⸗ te 502 503 (Vorreformatorisch.) Anoͤernach, 1608. an Bord, trägt Got⸗tes den höch⸗ sten 3 —.— — da waren n:/ doch und/ ein r Stund brennt/ rf; + 186. gesang ber 2.—. ½ SSS— —.—— Sohn voll Gna ⸗ den,/ des Va-ters e ⸗ wig Wort. 2. Das Schiff geht still im Triebe,/ trägt eine teure Last;/ das Segel ist die Liebe,/ der heilge Geist der Mast. 3. Der Anker haft't auf Erden,/ da ist das Schiff am Land./ das Wort soll Fleisch uns werden,/ der Sohn ist uns gesanoͤt. 4. Zu Bethlehem geboren/ im Stall ein Rindelein/ gibt sich für uns verloren;/ gelobet muß es sein. 5. Und wer dies Kind mit Freuden/ umfangen, küssen will,/ muß vorher mit ihm leiden/ groß Pein und Marter viel; 6. Danach mit ihm auch sterben/ und geistlich auferstehn,/ das Leben zu ererben,/ wie an ihm ist geschehn. Nach Zohannes Tauler, 4 1361. 503 3——————— + DIIRDIe— Mel. Seht, er kommt mit Preis gekrönt. Georg Frieodͤrich Händel, 1747. iE— IEEIRA 1. I Toch⸗ ter Zzi⸗ on, freu ⸗ ⸗ e dich,/ 453 50⁴ ö Weihnachten 64 Schluß. ———————— —...— lauch 8e laut, Je ru ⸗ sa ⸗ lem!/ ear,n, e ed, DEE 24•0... Sieh, dein Kõo„ nig kommt zu dirz;/ h,. ee. Eme + —.̃—*————..—.— .—— —...‚ ja, er kommt, der 5rie ⸗ de⸗ —* N 2 — fürst. 2. Hosianna, davids Sohn,/ sei gesegnet deinem Volkl/ Gründe nun dein ewig Reich,/ hosianna in der höhl/ Hosianna davids Sohn,/ sei gesegnet deinem Volk! 3. A hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, Rönig miloͤl/ Ewig steht dein Friedensthron,/ du des ewgen Vaters Kind. hosianna, davios Sohn,/ sei gegrüßet, Rönig mild! Friedrich heinrich Ranke, 1876 Weihnachten Christi einrich (Oder wie Nr. 528.) 504 wenn e 18⁴⁰ 4 x ——— EE E 1. RI⸗le Jah⸗ re wie⸗der// kommt das Chri⸗stus kind △ „Schluß l) Volkl/ osianna, milol/ Kino./ e, + 1876, Eskind/ Weihnachten —————.—.— auf oͤie Er⸗ de nie ⸗ der,/ wo wir Men schen sind. 2. Kehrt mit seinem Segen/ ein in jedes Haus,/ geht auf allen Wegen/ mit uns ein und aus. 3. Ist auch mir zur Seite/ still unòd unerkannt,/ daß es treu mich leite/ an der lieben Hand. wilhelm hey, + 1854. 5 05(15. Jahrhundert.) Wittenberg 1555. H 2—— W. r Der Tag, der ist so freu ⸗ den⸗reich,/ zu daß Chri⸗stus von dem him ⸗ mel⸗reich/ auf N + —— ö———.——— , lo⸗ben Got⸗tes Na ⸗ men, t Ii Er⸗den zu uns kom⸗ men. Oun it die dednüt E huld und Gnad, die Gott vom 8—— ameh bei uns tat:/ ein E..— . Knecht ist er hier wor ⸗ den,/ in all'm, doch ohn Sünd, 4— uns gleich,/ daß wir e⸗ wig wer⸗den Inh⸗⸗ 12900 uns⸗ re — Hu ö e. Dt. Sün⸗den ⸗bür ⸗de. 50⁵ — Asercgercemn 0. +— Weil 506 Weihnachten 2. Ein Kindelein so löbelich/ ist uns geboren heute,/ von einer Jungfrau säuberlich/ zu Trost uns armen Leuten./ Wär uns das Kinoͤlein nicht geborn,/ so wärn wir allzumal verlorn:/ das heil ist unser aller./ O du süßer Jesu Christ,/ der du Mensch ge⸗ boren bist// behüt uns vor der hölle. 15. Jahrhundert. Gottlob Siegert, 1822. EE 1. du lie⸗ber, heil⸗ger, from ⸗ mer Christ,/ der und rech⸗te Got ⸗ tes sein. 2. Du Licht, vom lieben Gott gesanöt/ in unser dunkles Erden⸗ land,/ du Himmelskind und himmelsschein,/ damit wir sollen himmlisch sein ö 3. Du lieber, heilger, frommer Christ// weil heute dein Geburts⸗ tag ist,/ orum ist auf Erden weit und breit/ bei allen Kindern frohe Zeit. 4090 te,/ von Wär uns rhundert. gert, 1822. der les Erden⸗ wir sollen n Geburts⸗ ern froht achten rn:/ das ensch ges 4. O segne mich, ich bin noch klein,/ o mache mir das Herze rein,/ o bade mir die Seele hell/ in deinem reichen Himmelsquell; 5. Daß ich wie Engel Gottes sei/ in Demut und in Liebe treuz/ daß ich dein bleibe für und für,/ du heilger Christ, das schenke mir! Ernst Moritz Arnot, 1800. 507 John Reading, 1760. 9 1 H— H◻—— 4. G—.— ET 0 — 1. Her⸗bei, o ihr Gläu⸗bi⸗gen, fröh⸗lich tri⸗ um⸗ Beth⸗le⸗hem I —— 2—— I t; phierend,/o kom⸗met, d kom⸗met nach Beth⸗le heml/ V15— Se⸗ het das Kinoͤlein, uns zum heil ge bo ⸗ renl 10 PPFIFFIFPFPFPFIFTFTFTfT'T'TTæT'T'T'T'T'TRTRTRT V ö— D .————.— 12517* las⸗set uns an⸗be⸗ten, IIo las⸗set uns an⸗be⸗ten, Ao ꝗD‚.I.....—— E—— 11— N +EIEERRR las⸗set uns an be ten den Rö„ nigl 2 Weihnachten 507 14 5 — 1485 8 5 — 4 5 508 Weihnachten 2. O König der Ehren, du herrscher der heerscharen verschmähst nicht zu ruhn in Marien Schoß,/ du wahrer Gott, von Ewigkeil geboren. O lasset uns anbeten, Io lasset uns anbeten, A0 lasset uns anbeten den Königl 3. Kommt, singet dem Herren, o singt ihm Engelchörel/ droh⸗ locket, frohlocket, ihr Seligen:/ Ehre sei Gott im himmel und auf Erden! 1 O lasset uns anbeten, I o lasset uns anbeten, Ao lasset uns anbeten den König! 4. O dir, der du heute bist Mensch für uns geboren,/ o Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm,/ dir fleischgewordnes Wort des ewgen Vaters. O lasset uns anbeten, I o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den Königl Uach Adeste fideles von Frieoͤrich heinrich Ranke, + 1876. 508 3. Abr. Peter Schulz, 1794. 4. 1. Ihr Rin ⸗der⸗lein, kom⸗met, o kom⸗met doch zur Krip⸗pe her kom⸗met in Beth ⸗le⸗heme Aacht/ der Va⸗ter im him⸗mel für Freu⸗de uns macht. 2. O seht in der Rrippe im nächtlichen Stall,/ seht hier din des Lichtleins hellglänzendem Strahl/ in reinlichen Windeln da⸗ himmlische Rind,/ viel schöner und holder, als Engel es sind. 4 achten chmähst wigkeit n/ A 0 / Froh⸗ und auf Ao lasset Vo Jesu, Vort des anbeten, ke, 4 1876. Hulz, 1794. macht. t hier di indeln dal es sind. Weihnachten 500 3. A Da liegt es, das Rinoͤlein, auf heu uno auf Stroh,/ Maria und Joseph betrachten es froh;/ die reoͤlichen hirten knien betend davor,/ hoch oben schwebt jubelno oͤer Engelein Chor. 4. 1 O beugt wie die girten anbetend die Knie;/ erhebet bie Hänoͤlein und danket wie sie// stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun?/ stimmt freuoig zum Jubel der Engel mit ein! 5. A O nimm unsre herzen zum Opfer denn hin,/ wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn./ Ach mache sie heilig und selig wie deins/ und mach sie auf ewig mit deinem in eins. ů Christoph von Schmid, 4 1854. Görlitz 1599. ——.— EETIATDRR Jung⸗frau rein, Ma⸗ rie sein Mut ⸗ ter ist. 2. I Wie elend ist doin Krippelein,/ o großer König und Herr,// ů und rühmen doch die Engelein/ dͤein göttlich Macht und Ehr. 5. ADu machst aus mir ein Kindelein/ dem lieben Vater dein/ und lãßt mich auch ein Erbe sein/ an allen Gütern dein. 4. So kommst du nun, o herre mein,/ aus großer Gütig⸗ keit/ und willst mein Licht, mein Leben sein,/ mein heil und Seligkeit. ö ** 499 Sνπ⁰πνπιι 510 weihnachten 5. I Mein Herz regier, die Seele mein/ laß dir befohlen sein,/ daß ich mit allen Engelein/ dir möge singen fein: 6. A Lob, Ehr sei Gott im hoͤchsten Thron,/ auf Erd dried allezeit,/ den Menschen sei recht Freud und Wonn,/ Amen, in Ewigkeit. 16⁰9. fltböhmische Weise. mRän⸗ner und 1. H Kom⸗met, ihr hir⸗ten, ihr Fraun,/ kom⸗met, das lieb-li ⸗che Kind⸗lein zu schaun./ Chri⸗stus, der herr, ist/ heu⸗te ge⸗ bo⸗ roͤn,/ den Gol — 2.— — zum heiland/ euch hat er⸗ko⸗ ren.„Fürch⸗tet euch nicht!l 2. Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,/ was uns verheißen der himmlische Schallj/ was wir dort finden,/ lasset uns künden/ lasset uns preisen/ in frommen Weisen./ Halleluja! 3. Wahrlich, die Engel verkündigen heut/ Bethlehems Hirten. volk gar große Freud:/ Nun soll es werden/ Friede auf Erden/ den Menschen allen/ ein Wohlgefallen./ Ehre sei Gott! Nach einem altböhmischen Weihnachtolieh —— RNRN den Goth —. ö nicht! verheißn künden/ ms hirten If Erden, ott! ihnachtslieh Weihnachten Mel. Den die hirten lobten sehre. 511 Vorveformatorisch. I. I Rommt und laßt uns Chri⸗stum eh⸗ren, Sin ⸗ nen zu ihm keh⸗ren! Sin⸗get fröh⸗ lich, hHerz und IDIDDSSDSDSDSSSSS laßt euch hö⸗ren,/ wer⸗tes Volk der Chri⸗ 2. U Sünd und hölle mag sich grämen,/ Tod und sich schämen:/ wir, die unser Heil annehmen,/ werfen mer hin. 3. Sehet, was hat Gott gegeben:/ seinen Sohn Leben!/ Dieser kann und will uns heben/ aus dem Le mels Freud. 4. I Seine Seel ist uns gewogen, sten heit. Teufel mag allen Kum⸗ zum ewgen iò ins him⸗ Eieb und Gunst hat ihn gezogen,/ uns, die Satanas betrogen,/ zu besuchen aus der Höh. S. I Jakobs Stern ist aufgegangen,/ stillt das sehnliche Ver⸗ langen,/ bricht den Kopf der alten hölle Reich. 0. 4 O gebenedeite Stunde,/ da wir das von herze Schlangen/ und zerstört der nsgrunde/ glauben und mit unserm Munde/ danken dir, o Jesulein. 7. Schönstes Kinoͤlein in dem Stalle,/ sei uns höht Nr. 511 kann auch mit Nr. 512 im Wechsel gesungen weroͤen: U: v. 2, A: 512, v. 1.I: 511 v. 3, U: v. 4, A: 512 v. 2.-I: 511 A: 512 v. 3.—-Mu. II: 511 V. 7, A: 512 U. 4. freunoͤlich, bring uns alle/ dahin, da mit süißem Schalle/ dich der Engel heer er⸗ Paul Gerharot, 4 1676. 1: 51 v. 1, v. 5, II: v.6, 501 51² Weihnachten mel. In dulei jubilo. 51 2 15. Jahrhundert. — 1. IAun sin ⸗get und seid froh,„ jauchzt al ie — ö R nen ᷣr eie,—* — und sagt so: An⸗sers her⸗zens Wonne/ liegt —.— in der Krip⸗pe blos und leuch⸗tet wie die ..—— ENF — Son⸗-ne/ in sei ner Mut⸗ter Schoß. Du bist ————.— e ————*— E A und O.„ du bist A und O. 2. ASohn Sottes in der höh,/ nach dir ist mir so wehl/ Tröst mir mein Gemüte,/ o Rind voll Mildigkeit;/ durch alle dein Güte,/ du Fürst der Herrlichkeit,:,: zeuch mich hin nach dir.:⸗ 3. II Groß ist des Vaters huld,/ der Sohn tilgt unsre Schulo// wir warn all verdorben/ durch unsre Missetat,/ so hat er uns er⸗ worben/ himmlische Freud und Gnad. /: Wären wir doch dal ⸗ 50²2 ber chten undert. du bist 1— * o wehl/ alle deine ich dir. 27 Schuld/ er uns er⸗ och dal:n 51 4. A Dir schallt Halleluja,/ jetzt hier und einstens da,/ wo die engel singen/ das heilig allzumal,// und wo die Psalmen klingen/ im hohen Himmelssaal.:: Wären wir boch bal 1 Nach In dulei jubilo(15. Jahrhundert) 1599. 315 Weihnachten Franz Gruber, 1813. —— nur das trau⸗te, hoch⸗hei⸗li⸗ge Paar. zurlam wacht im lok⸗ki⸗gen haar, Hol⸗ der Rna⸗be 1 schlaf in himm ⸗li⸗ scher Ruh,/ schlaf in himmeftescher 2. Stille Nacht, heilige Nachtl/ Hirten erst kund gemacht; /oͤurch ber Engel Halleluja/ tönt es laut von fern und nah: 2 Christ, der Retter, ist dal 50³3 — 514 Weihnachten 3. Stille Nacht, heilige Nacht!/ Gottes Sohn, o wie lacht/ Lieb aus deinem göttlichen Mund,/ da uns schlägt die rettende Stund, ,: Christ, in deiner Geburt.: Joseph Mohr, 4 1848. A. 51 4 Köln 1638. + + zu Beth⸗le⸗ hem ge⸗ bo⸗ ren/ ist uns ein Rin⸗de⸗lein,/ das hab ich aus ⸗er ⸗ko ⸗ren,/ sein gen will ich sein,/ Ei⸗ a, Ei⸗ a,/ sein ——.— .... ů .—* EIII— l — ei gen will ich sein. oder B.(Hierbei fallen die eingeklammerten Sätze weg.) Friedrich Mergner, 4 189l. 41—.. La 1. Zu Beth⸗le⸗hem ge⸗ bo⸗ ren/ ist uns ein SSI...— stTrrirrt er, 4 1891. 1 uns ein i-.—..— 315 ——... R 8 Rin ⸗de ⸗ lein,„ das hab ich aus⸗ er ⸗ ko⸗ — ö er e I——— DSDIINR ....... EE —.—. ren,/ sein ei ⸗ gen will ich sein. 2. In seine Lieb versenken/ will ich mich ganz hinab;/ mein herz will ich ihm schenken/ und alles, was ich hab.(Eia, eia, und alles, was ich hab.) 3. O Rindelein, von herzen/ will ich oͤich lieben sehr,/ in Freu⸗ den und in Schmerzen/ je länger und je mehr.(Eia, eia, je länger und je mehr.) 4. Laß mich von oͤir nicht scheiden,/ knüpf zu, knüpf zu das Band/ der Liebe zwischen beiden;/ nimm hin mein Herz zum Pfand.(Eia, eia, nimm hin mein Herz zum Pfand.) Kölner Psalter, 1638. Passion (Auch Lied Nr. 565.) 515 Volksweise. —N.1 1. Als ner Mut⸗ ter ging,/ RR ö a. und die gro ⸗be, hei ⸗ li⸗ ge woch an ⸗fing,/ da 505 hat⸗te Ma⸗ ri a viel her 36 leid,/ sie mel deine —.—— ö +.— frag⸗te den Sohn mit Trau ⸗ rig ⸗ keit: du liebster Jesus mein,/ was wirst du am sein?ꝰ“ Am Sonntag werd ich ein Rönig sein,/ da wird man mir Kleider und Palmen streun.“ 3. U„Nch Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen Montag sein?“ Il Am Montag bin ich ein Wanders⸗ 2. U„ch Sohn, heiligen Sonntag mann,/ der nirgend ein Obdach finden kann.“ 4.„Ach Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am schl⸗ heiligen dienstag sein?“ H/Nm Dienstag bin ich der Welt ein di Prophet,/ verkünde, wie himmel und Erde vergeht. 5. INch Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen Mittwoch sein?“ I Am Mittwoch bin ich gar arm und gering,/ verkauft um dreißig Silberling.“ 6.„Nch Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am 3. heiligen Donnerstag sein?“ l Am Donnerstag bin ich im Speise⸗ 0 saal/ das Opferlamm bei dem Abendmahl.“ 7. I„Nch Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen dreitag sein?“ I Ach Mutter, liebste Mutter mein,/* könnt dir der Freitag verborgen sein! und 8. Am dreitag, liebste Mutter mein,/ dann werd ich ans Rreih genagelt sein./ Drei Nägel, die gehn mir durch Händ und Füß/ verzage nicht, Mutter, das End ist süß. Mel. 9. U„Nch Sohn, du liebster gesus mein,/ was wirst du as 4. heiligen Samstag sein?“ l Am Samstag bin ich ein Weizen und Eine korn,/ das in der Erde wird neugeborn. 50 du am anders⸗ du am velt ein t ödu am arm und t oͤu am Speise⸗ t du am mein,// ms Rreih no Füß/ st du an Weizen⸗ passion 516 517 1 10. A„Und am Sonntag freu bich, o Mutter mein,/ dann werd ich vom Tod erstanden sein /dann trag ich das Kreuz mit ber Fahn in der Hanoͤ, dann siehst ou mich wieder im Glorien⸗ stand.“ Westfälisches volkslied. Mel. herr und Altster 51 6 deiner Kreuzgemeine. Herrnhut um 1740. 6 Die wir uns all⸗ hier bei⸗sam⸗men fin„den// uns auf dei⸗ne Mar⸗ ter zu ver ⸗ bin ⸗den// schla-»gen uns⸗re hän ⸗de ein, Und zum Zei⸗ chen, dir auf e⸗ wig treu zu sein. dei ⸗nem her ⸗zen daß dies Lob ⸗ ge⸗ tö⸗ne. e an ⸗ ge ⸗ nehm und schö⸗ ne, sa s ge: Remen! und zugleich:/ Frie⸗ de, Frie ⸗ de sei mit euch! Christian Renatus von Zinzendorf, 4 1752. ö Altster dei mel. ur. 56. 517 e 1. Eines wünsch ich mir vor allem andern,/ Eine Speise früh und spat;/ selig laßts im Tränental sich wandern,/ wenn dies Eine mit uns geht:/ unverrückt auf Einen Mann zu schauen,/ der 507 mit blutgem Schweiß und Todesgrauen/ auf sein Antlitz nieder⸗ sank/ und den Kelch des Vaters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen,/ wie er als ein stilles gamm/ dort so blutig und so bleich zu sehen,/ hängend an des Rreuzes Stammj/ wie er dürstend rang um meine Seele,/ daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle,/ und dann auch an mich ge⸗ dacht,/ als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, la5 mich nie vergessen/ meine Schuld und deine huld!/ Als ich in der Finsternis gesessen,/ trugest du mit mir Geduld/ hattest längst nach deinem Schaf getrachtet,/ eh es auf des Hirten Ruf geachtet,/ und mit teurem Lösegeld/ mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein; sprich du darauf ein Amenl/ Treuster Jesu/ du bist mein./ drücke deinen süßen Jesusnamen/ brennend in mein Herz hinein./ Mit dir alles tun und alles lassen,/ in dit leben und in dir erblassen,/ das sei bis zur letzten Stund/ unset Wandel, unser Bund! Albert Anapp, 4 180. Mel. Christus, der uns selig macht. 51 8 Böhmische Brüder, 1551 2 bit ⸗ter Lei ⸗den, sein Ur ⸗sach/ frucht⸗bar»lich be⸗den ken j/ da ⸗fun 50⁸ O hilf, Chri⸗ ste, Got⸗ tes Sohn,/ durch dein daß wir dir stets un ⸗ter tan/ 42 S +——** 8 6— ⏑ held, assion ö ieder⸗ stilles an des // daß ich ge⸗ ld und du mit et,/ eh d/ mich ter Jesu, nend in in dit 1ö/ unser op, 4 1806 üder, 1551. 2.—.— DSDI. / da=fün IIIII.I. I Ostern ö 0 + — I ö— V wie⸗wohl arm und schwach,/ dir Dank⸗op⸗fer schen ⸗ken. Rus: Christus, der uns selig macht.(Böhmische Brüder) Michael Weiße, 1 1554. Ostern 51 9 gohann Crüger, 1649. ö. d nF Lars mrnmn= u 2 1. Nuf, auf, mein herz, mit dᷣreuden/ nimm wahr, was wie kommt nach gro⸗Pem Lei⸗den/ nun ein so —— ö ö e en, —— heut ge⸗schicht: 1 gro ⸗ bes Licht! Mein hei⸗land war ge⸗legt/ R.. ——.—.———— en E da, wo man uns hin⸗ trägt,/ wenn von uns un ⸗ ser Geist/ zum Him⸗-mel ist ge ⸗reist. 2. Er war ins Grab gesenket,/ der Feind trieb groß Geschreij/ eh ers vermeint und denket,/ ist Christus wieder frei/ und ruft: Viktorial/ schwingt fröhlich hie und da/ sein Fähnlein als ein held,/ oͤer Feld und Mut behält. ————————————ä——— —————— 52⁰ Ostern 3. Das ist mir anzuschauen/ ein rechtes Freudenspiel./ Nun soll mir nicht mehr grauen/ vor allem, was mir will/ entnehmen meinen Mut/ zusamt dem eoͤlen Gut,/ das mir durch Jesum Christ/ aus Lieb erworben ist. 4. Die Welt ist mir ein Lachen/ mit ihrem großen Zorn,/ sie zürnt und kann nichts machen,/ all Arbeit ist verlorn./ Die Trüb⸗ sal trübt mir nicht/ mein herz und Angesicht;/ das Unglück ist mein Glück,/ die Nacht mein Sonnenblick. 5. Ich hang und bleib auch hangen/ an Christo als ein Glieo/ wo mein Haupt durch ist gangen,/ da nimmt er mich auch mit./ Er reißet durch den Tod,/ durch Welt, durch Sünd, durch Notʒ/ er reißet durch die Höͤll,/ ich bin stets sein Gesell. 6. Er bringt mich an die Pforten,/ die in den himmel führt,/ daran mit güloͤnen Worten/ der Reim gelesen wird:/ Wer dort wird mit verhöhnt,/ wird hier auch mit gekrönt;/ wer dort mit sterben geht,/ wird hier auch mit erhöht. paul Serhardt, 1 1070. 520 15. Zahrhundert. le ⸗lu-ja, hal ⸗le ⸗lu⸗ ja,/ der al⸗-ler Welt ein ————— Trö⸗ ster ist./ Hal⸗le„ ½„ liu. ja. 2. Es gingen drei heilige Frau'n, Halleluja:/ des Morgens frühe hin im Tau'n“). Halleluja. im Morgentau 51⁰0 dem 6. von 7. unser stern In soll hmen Jesum n// sie Trüb⸗ lück ist lied/ mit./ Notʒ/ führt// er dort ort mit + 167⁰ hundert. —— ist,/ hal⸗ — Morgens Ostern 5. Sie suchten den Heren Jesum Christ,: Halleluja:: der von dem Tod erstanden ist. Halleluja. 4.„Nch Engel, lieber Engel fein,: Halleluja ,: wo find ich denn den Herren mein?“ Halleluja. 5. II„Er ist erstanden aus dem Grab Halleluja: 2): heut an dem heilgen Ostertag.“ Halleluja. 6.„Jeig uns den Herren Jesum Christ,: Halleluja:,: der von oem Tod erstanden ist.“ Halleluja. 7. II„So tret't heran und seht die Statt,: Halleluja:,: da unser Herr gelegen hat.“ Halleluja. 8.„Der herr ist hin, er ist nicht dal:: Halleluja:,: Wenn ich ihn hätt, so wär ich froh.“ Halleluja. 9. II„Seht an das Tuch, darin er lag ,: Halleluja:,: gewickelt bis am oͤritten Tag.“ Halleluja. 10.„Wir sehens wohl zu dieser Frist, 5 Halleluja: weis uns den Herren Jesum Christ!“ Halleluja. 11. U„Ihr sollt nach Galiläa gehn, Halleluja:,: da werdet ihr oͤen heiland sehn.“ Halleluja. 12.„Habt Dank, ihr lieben Engel fein,: Halleluja:,: nun wolln wir alle fröhlich sein.“ Halleluja. 15. 1„Geht hin, sagt oͤas Sankt Petrus an, Halleluja:,: und seinen Jjüngern lobesam.“ Halleluja. 14. Nun singet all zu dieser Frist:: Halleluja:,: Erstanden ist der heilge Christ! Halleluja. 15. A Des solln wir alle fröhlich sein,: Halleluja:/: und Christ soll unser Tröster sein. Halleluja. 15. Jahrhundert. 521 Melchior Vulpius, 1609. ö ů ů— ö 3 2.—— END 2 SENN— — 7 N 2 1. Ge⸗lobt sei 690 u höch ⸗sten e sei⸗nem E. 05 ö—— — 4 47— ein„ge ⸗ bor„ nen Sohn,/ der flür uns hat ge⸗ SSSRANEE DDEIIISI‚I‚I‚I‚s‚‚‚‚— nug ge⸗ tan./— le ⸗ͤlu⸗ ja, hal⸗ · 1 ö 1 D „. Hal ⸗le ⸗ lu⸗ ja. 2. Des mormeos früh am oͤritten Tag,/ da noch der Stein am Grabe lag,/ erstand er frei ohn alle Rlag. ,: Halleluja:/: 3. I Der Engel sprach:„Fürchtet euch nicht;/ denn ich weiß wohl, was euch gebricht./ Ihr sucht Jesum und finoͤt ihn nicht. 2½: Halleluja:/ 4.„Er ist erstanden von dem Tod,/ hat überwunden alle Not,/ versöhnet Sünd und Missetat.“: Halleluja:/ 5. A Nun bitten wir dich, Jesu Christ,/ weil du vom Tod er⸗ standen bist;/ verleih, was seliglich uns ist,: Halleluja:/ 6. Damit von Sünden wir befreit/ dem Namen dein gebene⸗ deit/ frei mögen singen allezeit Halleluja:/: (Böhmische Brüder) Michael Weiße, 1 158, Mel. O heiliger Geist, e ⸗ sus lebt ohn 1 o heiliger Gott. Köin 16 N 4 ö F—.——3 — tein am 7 ch weiß nicht. lle Not,/ Tod er⸗ 27 gebene⸗ ze, 4 15N. Köln 1685 ö ³ 5¹³ Ostern 525 ö— *— — stan-oen von dem Too,„ wir sind er⸗ lin aus ——— EI IPRR 2*— al ⸗äler Not./ O herr⸗li⸗cher Tag, o fröh⸗li⸗che Zeit! 2. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit,/ da wir von Sünden sind befreitl/ Getilget ist nun unsre Schuld,/ wir sind gerecht aus Gottes Huld./ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeitl 3. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!/ Der Tod ist überwunden heut;/ es darf uns nicht mehr vor ihm graun,/ wir sind erfüllet mit Vertraun./ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeitl 4. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!/ ie Liebe GSottes uns erfreut;/ des Herren Sieg hat uns erlöst,/ uns neues Leben ein⸗ geflößt./ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 5. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!/ Erhalt uns, Jesus, diese hreud// zu sagen hier zu aller Stund/ und dort einmal mit selgem Mund:/ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Cyriakus Günther, + ol. 523 Volksweise 1843. sein ewger Gang. ——5 Blu⸗men sol⸗len aus der tie⸗fen Gra⸗ bes⸗ nacht!l her ⸗zen sollen froh 8 105 905 · ben heim lich ein— heu, denn der hei ⸗land III— é n— 1+ ist er ⸗wacht! 2. Trotz euch, höllische Gewalten!/ Hättet hu wohl gern be⸗ halten,: der euch in den Abgrund zwang.:,: Konntet ihr das Leben binden? /Aus des Todes düstern Gründen/ oͤringt hinan 3. II Der im Grabe lag gebunden,/ hat den Satan überwunden, 2): und der lange RKerker bricht;: Frühling spielet auf der Erden/ Frühling solls im Herzen werden,/ herrschen soll oͤas ewge Licht 4. A Alle Gräber sind nun heilig,/ Grabesträume schwinden eilig, 3): seit im Grabe Jesus lag.:,: Jahre, Monde, Tage, Stun den,/ Iuit und Raum, wie schnell verschwunden,/ und es schein ein ewger Tag. Mar von Schenkendorf, 4 18ʃr 524— 18 5100N + N HIEE f 1. Tri⸗ umph, Tri ⸗ umph! Es kommt mit Pracht/ oder Sie⸗ ges=fürst heut aus der Schlacht./ . land +—— 3225 Wer sei⸗ nes Rei„ches Un⸗ ter⸗ tan,/ oͤer schau⸗e ——— N EIE „— I gern be⸗ sein Tri⸗ umph⸗fest an. t ihr das igt hinan 2. Vor Freuden Tal und Walo erklingt;/ die Erde frische Blumen bringt;/ ihr schöner Schmuck zu dieser drist/ zeugt, daß rwundemnihr Schöpfer Sieger ist. r 3. 5. U die Sonne sich aufs schönste schmlickt/ und wieder durch 9 icht das Blaue blickt,/ die vor im schwarzen Trauerkleid/ beschaut den 12 Sim blutgen Todesstreit. un⸗ * schein]4. I Das stille Lamm jetzt nicht mehr schweigt// sich mutig als orf, 8MN ein Löwe zeigt;/ kein harter dels ihn hält und zwingt/ Grab, Siegel, Riegel vor ihm springt. loer, 1 5. II Herr Jesu, wahrer Siegesfürst,/ wir glauben, daß du 2 schenken wirst/ den Frieden uns, den oͤu gebracht/ mit aus dem Grab und aus der Schlacht. ö 6. ATriumph, Triumph! Dich ehren wir/ und wollen durch dich Ekämpfen hier,/ daß wir als Reichsgenossen dort/ dir folgen durch ommt mil] bie Siegespfort. IE Bensamin prätorius, + 1674. 515⁵ 525 52 Himmelfahrt Himmelfahrt ** Melchior§ranck, 4 1659. — X—.— +— 1. 1——— mel 5 1 2 19 ren ist,/ hal⸗ * lu 2 ja,/ 77 Eh⸗ ren ⸗ kö⸗ nig 395 10 III — osdb 2 Christ./ Hal⸗le ⸗ lu ⸗ ja. 2. Er sitzt zu Hottes rechter Hand,/ Halleluja,/ herrscht über Himmel, Meer und Land./ Halleluja. 3. Aun ist erfüllt, was g'schrieben ist/ Halleluja/ im Psalter von dem herren Christ./ Halleluja. 4. Drum jauchzen wir mit großem Schall/ Halleluja/ dem Herren Christ zum Wohlgefalln:/ Halleluja. 16. Jahrhundert Mel. Ach Gott und herr. 526 Leipzig 1625, x —— SIII—— ö E DSSI— . 1. Zeuch uns nach dir,/ so—.—— wir/ mit ünt chem ver ⸗ lan⸗gen/ hin, da du bist,/ hen cht über pPsfalter ja/ dem zrhundert. ipzig 1655,. ir/ mit bist,/ Hen 43 de⸗su Christ,/ aus die⸗ser Welt ge ⸗ gan ⸗gen. 2. Zeuch uns nach oͤir,/ herr Christ, ach führ/ uns deine himmels⸗ stege;/ wir irren leicht/ und sind verscheucht/ vom rechten Lebens⸗ ö wege. getümmel. 4. deuch uns nach dir/ nur für und für/ und gib, daß wirn nachfahren dir in dein Reich,/ und mach uns gleich den aus⸗ Frieoͤrich Funke, + 1699. erwählten Scharen. Pfingsten —— —.2 2 2 2...*—. — e e Trö⸗ster wert in al ⸗ ler No x ö 1—————.— 4 4—.— sanot vom Him⸗ mels⸗thron/ von Bott, dem Va⸗ ter E und dem Sohn,/ o 93 5 ger Geist, o 13.. ger 1008 85/ 3. Zeuch uns nach dir,/ so folgen wir/ oͤir nach in deinen himmel,/ daß uns nicht mehr/ allhier beschwer/ das böse Welt⸗ —.— Kbin 155. Das christliche Leben 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ gib uns die Lieb zu oeinem Wort;/ zünd an in uns der Liebe Flamm,/ danach zu lieben allesamt,/ o heiliger Geist, o heiliger Gott! ö 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ mehr' unsern Glauben immerfort;/ an Christum niemand glauben kann,/ es sei denn bdaurch dein' Hilf getan,/ o heiliger Geist, o heiliger Gott! ö*4 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ du zeigeft uns die him⸗ SPSPIFIIPIIISISIISII— melspfort;/ laß uns hier kämpfen vitterlich/ und zu dir oͤringen Wn seliglich,/ o heiliger Geist, o heiliger Gottl 0 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ verlaß uns nicht in Not uund Tod./ Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank/ jezund und unser ö ö Leben lang, /o heiliger Geist, o heiliger Gott. Altenburg 165ʃ. l. Das christliche Leben (Siehe auch oͤie Lieder Ur. 501, 516, 517, 52.) 528 Christian Heinrich Rinck, 4 1846. säu⸗selt§rie»de nie⸗der,/ und es ruht die Welt. . 2. Aur der Bach ergießet/ sich am delsen dort,/ und er braust und fließet/ immer⸗, immerfort. 3. Und kein Abend bringet/ Frieden ihm und Ruh,/ keine Glocke klinget/ ihm ein Rastlied zu. 4. So in deinem Streben/ bist, mein Herz, auch du:/ Gott nur kann dir geben/ wahre Abenoͤruh. Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1 1874. ) Oder ohne b. 518 eben Das christliche Leben 520 550 heinem lieben 5 29 Friedrich Silcher, 4 1860. 4.—0 —.— ö —4—.———— lauben—*0 ꝛi denn ö 267 0 ö 1. Aus dem him⸗mel fer⸗ ne,/ wo die Eng⸗lein sind// e Him⸗ 14——0 66. dringen e.—— 4 e.—. in Not—... ö ð unser schaut doch Gott so ger ⸗ ne/ her auf je⸗des Rind. urg 1651. 2. Höret seine Bitte/ treu bei Tag und Nacht,/ nimmts bei ö jedem Schritte/ väterlich in acht. 7*4 3. Gibt mit Vaterhänden/ ihm sein täglich Brot,/ hilft an allen Enden/ ihm aus Angst und Not. 4. Sagts den Rindern allen,/ daß ein Vater ist,/ dem sie wohl⸗ +18˙16.gefallen,/ der sie nie vergißt. wüheim Hey, 4 185. E 530.. —U V 1ö0 geld/ 4—0 — 1. Blei⸗be bei uns, o 0—* sul/ Weil der i sich Welt. ö ——— er braul—.— 10 ine Glock neigt/ und ie Nacht aufsteigt, blei⸗be bei ee Herrl 2. Sei uns gnädig, o herr Jesul/ Ach, wie quält die Schulo/ ohne oeine hulo,/ sei uns gnädig, Herr! 3. Tröst im Leid uns, o herr Jesul/ Weil des Kreuzes Last/ uns eroͤrücket fast,/ tröst im Leid uns, Herrl Gott nur den, 4 187 4 30 R. 519 DSSDDDDiSSEEEEEeꝗ-ꝗ-SE“ 551.552 230 Das christliche Leben 4. Gib uns Frieden, o Herr Jesul/ Schon so lang, so lang/ macht die Welt uns bang,/ gib uns Frieden, Herr! 5. Nimm uns zu dir, o herr Jesu,/ für dein Abenoͤmahl/ mache voll die Zahl,/ nimm uns zu dir, Herr! 6. So behüt uns, o herr Jesu,/ guter Hirte du,/ schenke selge Ruh,/ o behüt uns, Herrl! wilhelm Baur, 4+ 1897. 531 Schottische Volksweise. 4.—— E—— 355. 1. Das 09350655—.— 4 ö 32 1*0 bald der Wind da⸗rü⸗ber eee 0 re Spur. 2. Wer gestern frisch und froh,/ heut ruft der Tod ihn ab,/ und was uns lieb und teuer war,/ wir senken es ins Grab. 3. Doch Gottes Gnaoͤe bleibt/ dem Frommen ewig stehn./ Wer seinen Bund von Herzen hält,/ wird nimmermehr vergehn. Schottisches Volkslied, v. 2 v. Ludwig Hallwachs, 1 1905, —.— 3655556ü⸗ Volksweise, 1818. —— — 25 Der be⸗ste Freund ist in dem hHimmel,/ auf denn bei dem fal ⸗schen Welt ⸗ge⸗ tümmel/ ist ——2 Er ⸗ den sind die Freun ⸗de W; Red ⸗Llich„keit oft in Ge⸗fahr. un hah iz 5²⁰0 eben lang/ nahl/ eselge + 1897. sweise. 3 ise, 1818. nel,/ auf nel/ ist 2 jab ichs Das christliche Leben 2 P E/y im⸗mer so ge⸗meint:/ Mein Je⸗ sus ist der . be⸗ste Freund. 2. Die Welt ist gleich dbem Rohr im Winde;/ mein Jesus stehet selsenfest./ Wenn ich mich ganz verlassen finde,/ mich seine Freunoͤ⸗ schaft doch nicht läßt./ In öreud und Schmerz ers reoͤlich meint:/ Mein Jesus ist der beste Freund. 3. Er läßt sich selber für mich töten,/ vergießt für mich sein eigen Blut;/ er steht mir bei in allen Nöten/ und sagt für meine Schuloen gut;/ er hat mir niemals was verneint:/ Mein Jesus st der beste Freund. 4. Behalte, Welt, dir deine Freunde,„sie sind doch gar zu wandelbar./ Und hätt ich hunderttausend Feinde,/ so krümmen sie mir nicht ein haar./ Hier immer Freund und nimmer Feind:/ Mein Jesus ist der beste Freund. Benjamin Schmolck, 4 1737. 533 Darmstaot 1906. Er. — H 1. der herr bricht ein um Mit⸗ter⸗nacht;/ jetzt ist noch Arnold Mendelssohn, . Al al ⸗les still./ Wohl dem, der nun sich fer⸗ tig macht/ und 52¹ .* —— D.— 55⁴4 I Das christliche Leben 1— ö ö x 12—. I ö— ihm be⸗ geg⸗ nen will! 2. Er hat es uns zuvor gesagt/ und einen Tag gestellt;/ er kommt, wenn niemand nach ihm fragt,/ noch es für möglich hält. 3. I Wie liegt die Welt so blind und totl/ Sie schläft in Sicher⸗ heit/ und meint, des großen Tages Not/ sei noch so fern und weit. 4. U1 Wer waltet als ein frommer Knecht/ im Hause so getreu,/ daß, wenn der Herr kommt, er gerecht/ und nicht zu strafen sei? 5. Sind eure Lampen rein und voll? /Brennt euer Glaubens⸗ licht,/ wenn nun der Rufbruch werden soll,/ daß uns kein U gebricht? 6. N Sei immer wach, mein Herz und Sinn,/ und schlummre se nicht mehrl/ Blick täglich auf sein Rommen hin,/ als ob es heute war 7. Der Tag des Urteils nahet sich,/ der herr kommt zum Ge⸗ richt;/ du, meine Seele, schicke dich,/ steh und verzage nicht! 8. ¶ Dein Teil und Heil ist schön und groß,/ auf, auf, du hast en Macht;/ ergreif im Glauben jenes Los,/ das Gott dir zugedacht. 9. 4 O übergroße Seligkeit/ nach abgelegter Last,/ wobei dich Seele, nicht gereut,/ daß oͤu gestritten hast! 10. Der Herr bricht ein um Mitternacht j/ jetzt ist noch alles still⸗ Wohl dem, der nun sich fertig macht/ und ihm begegnen willl Zohann Christoph Rube, 4 174 Frieoͤrich Mergner, 1 189ʃ. —.— 1. der Mai ⸗e, der wi Ta uns 11 Blümlein e e,.. ,. e⸗ mü⸗ te,/ Gott weiß wohl, viel;/ ich trag ein frei aoe, RIREIRR ö — Das christliche Leben ö .— 2 —.—..—.—. wem ichs will, /Gott weiß wohl, wem ichs will: ellt; Vir 2. Ich wills Christo, dem Herren,/ der unser Heiland ist,/ er lich haͤll trägt das Kreuz für unsre Sünd,: ja wie man von ihm liest. Sicher. 3. den Tod hat er bezwungen,/ die Höͤll gerissen ein,/ die Sünd ind weil hat er verschlungen, 3 geholfen aus der Pein.:: getreu, 4. Er will die nicht verlassen,/ die an ihn glauben fein/ das afen sei! hat er uns versprochen,:,: denn wir sein' Kinder sein. laubens 5. Drum, wer ihm traut zu Ehren,/ den läßt er nimmermehr/ kein U demselben unserm Herren, dem sei Lob, Preis und Ehr. 3 Jakob Klieber, um 1530, nach einem Mailied. immre so eute wär 535 J. Frieoͤrich Reicharoͤt, 4 1814. ö—.——.— 12——— ö hu hast e EE——— ugedach. 30 obei dich 1. Der Mensch hat nichts so ei⸗ 10„7% wohl steht lles still⸗—.—..—. + n willl—— 2—.— SꝗEI be, 1 75—5 ö wer, 4 180H ihm nichts an,/ als daß er Treu er ⸗zei ⸗gen/ und TTT DE ———.—.——. Blümlein Freunoͤschaft hal⸗ten kann,/ wenn er mit sei⸗ nes⸗ glei⸗ 2 3 chen/ soll tre⸗ ten in ein Band,/ ver⸗spricht sich nicht zu 52³ NSEEEEEEE — 7 Das christliche Leben wei ⸗ chen/ mit her⸗ zen, Mund und Handoͤ. vö⸗ 2. Die Reo ist uns gegeben,/ damit wir nicht allein/ für uns 4 nur sollen leben/ und fern von Menschen sein;/ wir sollen uns befragen/ und sehn auf guten Rat,/ das Leid einander klagen,/ das uns betreten hat. 3. Was kann oͤie Freuoͤe machen,/ die Einsamkeit verhehlt? Das gibt ein doppelt Lachen,/ was Freunoͤen wird erzählt;/ de kann oͤes Leioͤs sich wehren,/ der es von Herzen sagt;/ der muß— sich selbst verzehren,/ der insgeheim sich nagt. 4. Gott stehet mir vor allen,/ die meine Seele liebt;/ dann sol + mir auch gefallen,/ der mir sich herzlich gibt./ Mit diesen Bunos⸗ gesellen/ verlach ich Pein und Not,/ geh auf den Grund der Höllen sang und breche durch den Tod. 2.1 5. Ich hab, ich habe Herzen/ so treu, wie sich's gebührt,/ K ihrem geuchelei und Scherzen/ nie wissentlich berührt!/ Ich bin au 5. ihnen wieder/ von Grund der Seelen hold;/ ich lieb euch mehn ihr Brüder,/ als alles Erdengold. Simon dach, 1 108 Zob der musika Eened emstedt —7 nö. /für uns ollen uns klagen,/ erhehltẽ/ ählt;/ de der mus dann sol en Bunds⸗ her Höllem zührt,/ K h bin aut euch mehn dach, 4 169. das christliche Leben vö⸗ge⸗ lein,/ him⸗mel und Er⸗den ist der voll,/ 243.**— 223 viel gut Ge⸗sang da Hu„tet wohl,/ viel gut 4. —.— 1 . L sang da lau⸗tet wohl. 2. Voran die liebe Nachtigall/ macht alles fröhlich überall/ mit ihrem lieblichen Gesang, des muß sie haben immer Dank; z. Viel mehr der liebe herre Gott,/ der sie also geschaffen hat,/ zu sein die rechte Sängerin,: der Musika ein Meisterin;: 4. dem singt und springt sie Tag und Nacht,/ seins Lobes sie nichts müde macht;/ den ehrt und lobt auch mein Gesang:/ und agt ihm einen ewgen Dank.:/: Martin Luther, 4 1545. 20 . nendelssoh umstaoͤt 199 537 Christian Gregor, 4 1765. 1— EE Die Gna⸗de un⸗sers herrn Je⸗ su Chri ⸗ sti und die Lie ⸗ be Got ⸗ tes und die Ge⸗mein⸗ 5²⁵ 220 ö 8 ——— SISSIIIIIIIIIIIII.I.... Das christliche Leben 3 dichte schaft des heil⸗gen Gei ⸗ stes sei mit uns al⸗len, 4. Gefar II EI ½ i mit uns al⸗len! A⸗ men. 2. Korinther 13, 13.die S Bei Wüiii 1550. Mel. V 538 1. die Nacht ist kom⸗men,/ oͤrin wir ru⸗ hen sol ⸗lenz/ + Gott walts From⸗men/ nach sei'm Wohl⸗ge⸗fal⸗len, —————— daß wir uns le⸗gen/ in sei'm Gleit und Se⸗ gen,/ é Ee — der Ruh zu pfle ⸗ gen. 2. dern von uns treibe,/ Herr, unreine Geister;/ halt die Nacht⸗ wache,/ unser Schutz und Meister;/ schirm Leib und Seele/ unter deinen Flügeln,/ send uns dein Engel. 52 er 13, 13. ius, 1550. 3. Laß uns einschlafen/ mit guten Gedanken, /fröhlich aufwachen/ und von dir nicht wanken. /Laß uns mit Züchten/ unser Tun und dichten/ zu dei'm Preis richten. 4. Pfleg auch der Kranken/ durch deinen Geliebten,/ hilf den Gefangnen,/ tröste die Betrübten./ Pfleg auch der Kinder,/ sei selbst ihr Vormünder,/ Feindes Neid hinoͤer'l 5. Vater, dein Name/ werd von uns gepreiset,/ dein Reich zukomme,/ dein Will werd beweiset;/ frist unser Leben,/ wollst die Schuld vergeben,/ erlös uns! Rmen. (Böhmische Brüder.) Peter herbert, +1 15/1. Mel. Wie lieblich sind Joh. hermann Wohnung doͤein. 539 Schein, 4 1650. „tü 3—36 913331—36 die 6655 Sätze im Liede weg.) 1. die Sach ist dein, herr Je⸗su Christ,/ die Sach, an rer der wir stehn,/ und weil es dei⸗ ne Sa⸗che ist,/ kann 2. F sie nicht un⸗ Ptehne⸗ 5 lein das—.— zen⸗ 905 9— ——.————3 ——2.— e, —— ·— E— 7. 233. 133 vor/ es frucht⸗bar sproßt zum kicht em⸗ por,/ muß 5²⁷ das christliche Leben 539 r S 20— 2—5*— 530 Das christliche Leben da ..— I —49———un — 7 4 ei ster ⸗ben in der Er ⸗de Schoß/ zu⸗vor vom eig⸗nen licht E—.. 21 2——ele Bote We⸗sen los dein B. oder Karlsruhe 1822. Un! 4— ö V-——— — 0.. 1. Die Sach ist dein, herr Je⸗ su Christ// die und weil es dei ⸗ ne Sa⸗ che ist,/ kann — Sach, an der wir stehn, 0 Al⸗ lein das Wei⸗ zen⸗ sie nicht un⸗ ter⸗gehn! es frucht⸗ bar sproßt zun ö .— +* 51 7—— ö korn, be⸗ vor Hau ster⸗ben in der Er⸗de Schoß Licht em⸗por, zu⸗vor vom eig»nen We⸗sen los, schn 2 ————————————— 8— III e— FE im Ster⸗ben—3 vom eig-men We ⸗ sen los. müs 5 5²⁸ 3⁴ ꝛig⸗ nen — zruhe 1822. Vei⸗ zen⸗ proßt zum sen los, 30 los. das christliche Leben 5⁴⁰ 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt,/ durch Leiden himmelan/ und führest jeden, der da glaubt,/ mit dͤir dͤie gleiche Bahn./ Wohlan, so nimm uns allzugleich/ zum Teil am Leiden und am Reich./ Führ uns durch deines Todes Tor/ samt deiner Sach zum licht empor!(Zum Licht empor,/ durch Nacht zum Licht emporl) 3. Du starbest selbst als Weizenkorn/ und sankest in das Grab./ Belebe denn, o Lebensborn,/ die Welt, die Gott dir gab;/ send Boten aus in jedes Land,/ daß bald dein Name werd bekannt,/ dein Name voller Seligkeit;/ auch wir stehn dir zum Dienst bereit. Un Rampf und Streit,/ zum dienst in Kampf und Streit.) Samuel Preiswerk, 4 1871, v. 3 von Felicien Zaremba, 4 1874. 540 Geistliche Hü ,. — 1. Es ist ein Schnitter, der heißt Lod,/ hat Gwalt vom e i Bunm— 5.8—— ..ä 2— schneiot schon viel bes⸗ser,/ bald wird er oͤrein⸗schnei⸗den,/ wir .— 9 * N * 0 müs⸗sens nur lei⸗ den./ hüt dich, schöns Blü⸗me⸗lein! * ö 5²⁹ S ————— . LLIILII 52 541 Das christliche Leben 2. Was heut noch grün und frisch dasteht,/ wiro morgen weg. gemäht:/ die eoͤlen Narzissen,/ die himmlischen Schlüssel,/ die schön Hyazinthen,/ die türkischen Winden:/ hüt dich, schöns Blümelein! 3. Viel hunderttausend ungezählt/ da unter die Sichel fällt:/ rot Rosen, weiß Lilien,/ euch wird er austilgen;/ und ihr Kaiser⸗ kronen,/ er wird euch nicht schonen:/ Hüt dich, schöns Blümelein 4. So viel Maßlieb und Rosmarin/ schwellt unter der Siche! hin;/ Vergißmeinnit,/ du mußt auch mit,/ und du Tausenoschön/ man läßt dich nit stehn:/ Hüt dich, schöns Blümelein! 5. Er macht so gar kein Unterschied,/ geht alles in einem Schritt/ der stolz Rittersporn/ und Blumen im Rorn// sie liegen mm man weiß kaͤum den Namen:/ Hüt dich, schöns Blümelein! 6. Trutz, Tod! komm her, ich fürcht dich nit,/ trutz, komm tu ein' Schnitt!/ Wenn er mich verletzet,/ so werd ich versetzet/ himmlischen Garten,/ darauf will ich warten:/ Freu dich, schön Blümelein! Regensburg 169 Mel. Ich bete an die Macht der Liebe. 54¹ D. Bortniansky, 18N . 7 1. Glr 0 sei ganz mein Herz und Le⸗ben,/ mein sü⸗ß * Gott, und all mein Et 30 hast Dim mirs nur ge— ErMLIrxfri ge⸗ ben,/ in dir es nur se ⸗ lig ruht./ Her⸗ 5³⁰ 3⁴⁷ Leben gen weg⸗ die schön lümeleinl el fällt:/ hr Kaiser⸗ lümelein her Sichel ꝛnoͤschön⸗/ Schritt/ sammen, lein! komm un ersetzet/ ich, schön isburg 165 iansky, 189 uht./ Het⸗ Das christliche Leben 548 —5 4—*—— ——.— v e —.— arLain mnn deen,, di,— —2———— E herz und al ⸗ ⸗les. 2. Ich liebt und lebte recht im Zwange,/ wie ich mir lebte ohne dich./ Ich wollte oͤich nicht, ach so lange;/ doch liebtest du und suchtest mich,/ mich böses Kind aus bösem Samen,/ im hohen, holoͤen Jesusnamen. 3. Deins Vaterherzens tiefste Triebe/ in oͤiesem Namen zeigen sich;/ ein Brunn der Freude, Fried und Liebe/ quillt nun so nah, so miloͤiglich./ Mein Gott, wenns doch der Sünder wüßtel/ Sein Herz alsbalo oͤich lieben müßte. 4. Ich bete an die Macht der Liebe,/ die sich in Jesu offen⸗ ö bart;/ ich geb mich hin dem freien Triebe,/ wodurch ich Wuem geliebet ward;/ ich will, anstatt an mich zu denken,/ ins Meer der Liebe mich versenken. 5. Wie bist ou mir so zart gewogen,/ und wie verlangt dein 5 herz nach mir!/ Durch Liebe sanft und tief gezogen,/ neigt sich mein Alles auch zu dir./ Du traute Liebe, gutes Wesen,/ du hast mich uno ich oͤich erlesen. 6. Ich fühls, du bists, dich muß ich haben,/ ich fühls, ich muß flir oͤich nur sein/ nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,/ mein Platz, der ist in dir allein./ Hier ist die Ruh, hier ist Werde oͤrum folg ich deinen selgen Zügen. entspringt,/ von dem hier alle Bächlein kamen,/ aus dem der Selgen Schar dort trinkt!/ Wie beugen sie sich ohne Ende,/ wie falten sie die frohen Hänoͤel * ö ö 3⁴4*⁷ 531 7. Ehr sei dem hohen Jesusnamen,/ in dem der Liebe Quell ö — N“ * S S 5⁴ Das christliche Leben 8. O Jesu, daß dein Name bliebe/ im Grunde tief georücket einj/ möcht deine süße Jesusliebe/ in herz und Sinn gepräget seinl/ Im Wort, im Werk unoͤ allem Wesen/ sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Gerhard Tersteegen, 4 1769. 542 Wien 1779. ne— 2 +—*.——1 Gro⸗ßer Gott, wir lo ⸗ ben dich;/ Herr, wir vor 95 5 die Er ⸗ de sich/ und be⸗ RE prei ⸗ sen dei ⸗ ne Stär⸗ke; 8 wie oͤu warst vor wun ⸗dert dei ⸗ ne Wer⸗ke; — 2— 2.—. e 2 —.—.—.—..—.—.—.——.—.—.—.— ⸗ler Zeit,/ so bleibst oͤu in E⸗ wig ⸗keit. 2. Alles, was dͤich preisen kann,/ Cherubim und Seraphinen,/ stimmen dir ein Loblied an;/ alle Engel, die dir dͤienen,/ rufen dir in selger Ruh:/ Heilig, heilig, heiligl zu. 3. IH heilig, herr Gott Zebaoth,/ heilig, herr der Kriegesheere/ starker Helfer in oer Not,/ Himmel, Erde, Luft und Meere/ sind erfüllt von deinem Ruhm;/ alles ist dein Eigentum. 4. IU Der Rpostel heilger Chor,/ der Propheten große Menge/ schickt zu deinem Thron empor/ neue Lob⸗ und Dankgesänge,/ der Blutzeugen große Schar/ lobt und preist oͤich immerdar. 5. A Ruf dem ganzen Erdenkreis/ loben Große und auch Kleine/ dich, Gott Vater; dir zum Preis/ singt die heilige Gemeinez/ sie verehrt auf deinem Thron/ deinen eingebornen Sohn. 33² eben t einʒ/ sein/ nichts + 70. en 1779. hinen,/ /rufen zheere/ re/ sind Menge/ ꝛ:sänge,/ rdar. Kleine/ meinej/ n. Das christliche Leben 6. Sie verehrt oͤen heilgen Geist,/ welcher uns mit seinen Vehren/ und mit Troste kräftig speist,/ der, o Rönig aller Ehren,/ der mit dir, Herr Jesu Christ,/ und dem Vater ewig ist. 7. Steh, Herr, deinen Dienern bei,/ welche dͤich mit Demut bitten,/ die dein Blut oͤort machte frei,/ als du für uns hast gelitten./ Nimm uns nach vollbrachtem Lauf/ zu dir in den himmel auf. 8. Sieh dein Volk in Gnaden an;/ hilf uns, segne, Herr, dein Erbe;/ leit es auf der rechten Bahn,/ daß der deind es nicht verderbe;/ wart und pfleg es in der Zeit,/ heb es hoch in Ewigkeit. 9. AAlle Tage wollen wir/ dich und deinen Namen preisen/ und zu allen Zeiten dir/ Ehre, Lob und dank erweisen./ Gib, daß wir von Sünden heut/ und von Unfall sei'n befreit. 10. Herr, erbarm, erbarme dich!l/ Uber uns, herr, sei dein Segenl/ Deine Güte zeige sich,/ herr, auf allen unsern Wegen./ RAuf dich hoffen wir allein,/ laß uns nicht verloren sein! Uach dem Ledeum laudamus(Alte Kirche), Wien 1779. 543 César Malan, 1827. I 77 —.— E INXI — DSSSDSee ——.— 2 e—222 46 5 1. har⸗re, mei⸗ ne See⸗le,/ har⸗re des herrn re——— („ dann A) ö ö‚ E= Sei un=ver⸗zagt// bald der Mor⸗gen tagt,/ und ein neu⸗er 5³² — N 8 A —————..——————.m—r—m—:2 65844 ö ö( 04 ö— E HM .* Das christliche Leben é 4—— ö — t‚‚‚........— . E Frühling/ folgt dem Winter nach./ In al- len Stürmen,/ in al⸗ler Not/ wird er dͤich beschirmen,/ der treue Gott. 2. Harre, meine Seele,/ harre des herrnl/ Alles ihm befehle,/ hilft er doch so gern.(1, dann A) verläßt uns nicht;/ größer als der Helfer/ ist die Not ja nicht.: Ewige Treue,/ Retter in Not,/ rett auch unsre Seele,/ du treuer Bott! Frieoͤrich Räder, 4 1872. Zürich 1599. x —— 5 x—ů—— I 10 die Fahrt,/ das brächt Freud dem Wi⸗-der-part,/ der — 4.—.— D dich/ ver ⸗ acht't so fre vent ⸗ lich. 2): Wenn alles bricht:/ Gott. Fas schristliche Leben 22: oder: E — —— H ———„„ vent⸗ lichl 2. Gott, erhöh deins Namens Ehr;/ wehr und straf der Bösen ö Grimm,// weck die Schaf mit deiner Stimm,/ die dich/ lieb haben* inniglich! 3. Hilf, daß alle Bitterkeit/ scheid, o Herr, und alte Treu/ wiederkehr und werde neu,/ daß wir/ ewig lobsingen dir! Huloreich Zwingli, 4 1531. 545 Eee eeh Volksweise, 4 9. Jahrhundert. —— 33 1. herz, laß dein sein,/ Sor⸗gen schafft 1 — — * I E — + —. X — 12 —.— —. — 1— — —— 2 2 —* * —. 8* — — S I 58 — E — — — nicht,/ Gott schlummert nicht. ene—————— SRSIES — . — Das christliche Leben 2. Sieh doch die Lilien an,/ wer hat sie angetan/ mit solcher Zier?/ Gott webt zu aller Zeit/ ihnen das Feierkleid,:: webt es ö auch dir.: ö 3. Nimm doch der Vöglein wahr,/ die aller Sorgen bar, /so fröhlich sind./ Gott nährt sie spät und früh,/ bist du nicht mehr ö denn sie? ,: nicht Hottes Kino? ,: 4. Gottes Rino, hörst oͤu nicht,/ wie so vernehmlich spricht/ dein Jesus Christ:/ Herz, laß dein Sorgen sein,/ trachte nach dem allein, ,: was oͤroben ist.:: Julius Sturm, 4 1896. Weise eines deutschen Sommerliedes, 1545, wig ⸗keit. und die Er⸗de/ wird Gott neu schaf⸗fen gar,/ all Kre⸗ a⸗ dDden him⸗mel Leben solcher vebt es ar,/ so mehr, pricht/ ö te nach „+ 1896. heutschen es, 1545. 3— x — e⸗be das christliche Leben — L tur soll wer ⸗den/ ganz herr=lich, on und klar. 2. Reine Zunge kann erreichen/ die ewge Schönheit groß;/ man kanns mit nichts vergleichen,/ die Wort sind viel zu bloß;/ drum müssen wir das sparen/ bis an den jüngsten Tag;/ dann wollen wir erfahren,/ was Gott ist und vermag. 3. Da werden wir mit Freuden/ den Heiland schauen an,/ oͤer durch sein Blut und Leiden/ den himmel aufgetan,/ die lieben patriarchen,/ Propheten allzumal,/ die Märtrer und Rpostel/ bei ihm in großer Zahl. 4. Er wird uns fröhlich leiten/ ins ewge Paradeis,/ die Hoch⸗ zeit zu bereiten/ zu seinem Lob und Preis:/ da wird sein Freud und Wonne,/ in rechter Lieb und Treu,/ aus Gottes Schatz und Bronne/ und täglich werden neu. 5. Herr Gott, oͤurch deine Güte/ führ mich auf rechter Bahnl/ herr Christ, mich wohl behüte,/ sonst möcht ich irre gahn:/ halt mich im Glauben feste/ in dieser bösen Zeit,/ hilf, daß ich mich stets rüste/ zur ewgen Hochzeitsfreud. gohann Walther, 4 1570, nach einem Sommerlie. Wie schön leuchtet o mel. nr. 259. 8⁴4⁷7 iorhensteen. 1. hier stehen wir von nah und fern/ in einem Geist vor einem herrn/ vereint zu Dank und Bitte:/ O Jesu, selge Majestät,/ ge⸗ kreuzigt einst unò nun erhöht,/ tritt ein in unsre Mitte!/ Stimm an,/ nimm an/ unsre Lieder,/ oͤie wir wieder/ vor dich bringen,/ deiner Liebe Tun zu singen. 2. Was ein verborgnes Senfkorn war,/ das breitest oͤu von zahr zu Jahr/ nun aus mit mächtgen Zweigen./ Zu Tausenden erwächst dein Bund/ und öffnet herz und hand und Mund,/ für Gottes Heil zu zeugen;/ deinen/ reinen/ Lebenssamen,/ deinen Uamen/ oͤurch die Weiten/ aller Länder auszubreiten. S3/ — —— * 8 V 548 3. Dein ist die Welt, dein sind auch wir,/ und alle Völker wer⸗ den dir/ einst noch zu Füßen fallen;/ du weckst sie aus der Todes⸗ ruh/ und führst schon Erstlinge herzu/ zu Salems heilgen Hallen // spendest,/ sendest/ Licht und Segen/ allerwegen/ deinen Freun⸗ den,/ herrschest unter deinen deinoͤen. 4. Dein sind wir, dein in Ewigkeit;/ oͤrum wollen wir, du hel im Streit,/ an deinem Ruge hängen./ Wohlauf, mit Macht um⸗ gürte dich,/ du Arm des Herrn, so weroͤen sich/ die Völker um dich oͤrängen!/ Alsdann/ wird man/ fröhlich singen,/ Palmen schwingen,/ wenn man schauet,/ wie Jehova Zion bauet. Albert KRnapp, 4 1864. 548 17²4. Ich trau auf Gottl/ In al- ler Not/ auf Gott mein Das christliche Leben —.— 4...—— ä*.. IIch lie ⸗ be Gottl—8 in den Tod/ 5— se E 55. Hoff⸗nung bau⸗e. Lieb ver ⸗ trau 35.— Lardn 52— sterb ich./ Dein bin ich tot und le = e. ben big. 2. Das heil allein/ kann sicher sein/ in meines Jesu Wunden/ ö in deinem Tod,/ o liebster Gott,/ das Leben wird gefunden./ Jesh dir leb ich;/ Jesu, dir sterb ich./ Dein bin ich tot und lebendig 3. Ein sehnend herz/ in Reu und Schmerz/ soll nimmermeht verzagen!/ Mit rechter Reu,/ von Sünden frei,/ darf ich zu Jest sagen:/ Jesu, dir leb ich;/ Jesu, dir sterb ich./ Dein bin ich tol und lebendig. 53⁸ Lui 1 ö 106 dir leb ich;/ Je⸗su, ö das chie 4. Fort verorosse beschlosse tot und l 5. Am O Jesuen qesu, dir ebenoͤig. 2. Als ich eilen, und läuf hinten,/ dig. unden/ n./ Jesu ebendih nermeht ʒu Jest n ich t Dhas christliche Leben 4. Fort, fort, o Welt;/ was dir gefällt,/ das macht mich jetzt veroͤrossen;/ in Gott allein/ mein Ruh soll sein,/ ich hab es fest beschlossen:/ Jesu, dir leb ich;/ Zesu, oͤir sterb ich./ Dein bin ich tot und lebendig. 5. Am letzten End/ in deine händ/ will ich mein Seel aufgeben!/ O jesu mein,/ ganz bin ich dein,/ schenk mir das ewge Lebenl/ qesu, dir leb ich;/ Jesu, oͤir sterb ich./ Dein bin ich tot und lebenoͤig. duderstäoter Gesangbuch, 1724. 549 Bei J.— 42.— 12 —————=I 1 Ich will stre⸗ben/ nach n Le ⸗ben,/ wo ich Ich will rin⸗gen/ ein ⸗-zu⸗drin⸗gen,/ bis daß —..— IFPITPIIITITF...—.— E ö E—.— x—..——— X I se⸗ lig bin; 1095 ge⸗Winn. Hält man mich, so lauf ich fort;/ bin ich matt, so ruft das Wort:/ Fort⸗ge⸗rungen,/ durchge⸗orungen/ — 2— 2 bis zum Klei⸗ nod hin! 2. Als berufen/ zu den Stufen/ vor des Lammes Thron/ will ich eilen,/ das Verweilen/ bringt oft bösen Lohn./ Wer auch läuft und läuft zu schlecht,/ der versäumt sein Kronenrecht./ Was da⸗ hinten,/ das mag schwinden;/ ich will nichts davon. 85⁹ 15 ** n 550 Das christliche Leben 3. Zesu, richte/ mein Gesichte/ nur auf jenes Ziel;/ lenk die Schritte,/ stärk die Tritte,/ wenn ich Schwachheit fühl./ Lockt dit Welt, so sprich mir zu,/ schmäht sie mich, so tröste du;/ dein Gnade/ führ gerade/ mich aus ihrem Spiel. 4. Du mußt ziehen;/ mein Bemühen/ ist zu mangelhaft./ Wo ihrs fehle,/ fühlt die Seele;/ aber du hast Rraft,/ weil dein Wort ein Leben bringt,/ und dein Geist das Herz durchoͤringt./ dort wirds tönen/ bei dem Krönen:„Gott ist's, der es schafst. Philipp Friedrich hiller, 4. (Dort oben, dort oben.) 550 Volksweise. 4 —— 3—.—.— n., nr, dare. L, E, Hnin win, EfR 1. Im him⸗mel, im Hhim⸗ mel/ ist Freu⸗de so viel;/ da tan ⸗ zen die Eng-⸗lein/ und ——.— . B.. · — ha ⸗ ben ihr Spiel. 2. Sie singen, sie springen/ und loben ihrn Gott,:/: der his mel und Erde/ erschaffen hat.:/: 3. Dort oben, dort oben/ vor der himmlischen Tür, 1. steht ein arm Seele/ und weinet so sehr.:/ 4.„Arm Seele, arm Seele,/ was stehest du hier? ½ Wen ich dich anschaue,/ so weinest du mir.“:/: 5. Wie sollt ich nicht weinen,/ du gütiger Gott: ½ Ich hah übertreten/ die zehen Gebot!“:,: 5⁴⁰ das ch . He die Knie 7. Bet bir Gott 8. Die hriede u (Oder wir Leben lenk dit Lockt dit / deint Ift./ Wo ein Wortl t./ Dort t. , + 7H. olksweise. heil ⸗gen Buch,/ wie er ist das christliche Leben 6. Hast oͤu übertreten/ die——— Gebot: die Kniee/ und bete zu Gott!: 7. Bet immer, bet immed/ und allzeit mit Fleiß,: so wird dir Gott schenken/ die himmlische Freud.“:: 8. Die himmlische Freud ist/ ein wunderschöne Staoͤt, da 551 2): fall nieder auf sriede und Freude/ kein Ende mehr hat.:, volkslied. (Ooͤer wie Ur. 665—1 Joh.—12Z—6 66.6 179⁰. —— EEEE 1— 1. Im⸗mer muß ich wie⸗der le⸗ sen/ in dem al⸗ten, so sanft ge ⸗ we⸗ oh ⸗ ne List und oh⸗- ne Trug. 2. Wie er hieß die Kinoͤlein kommen,/ wie er holo sie angeblickt/ und sie in den Arm genommen/ und sie an das Herz geoͤrückt; 3. Wie er hilfe und Erbarmen/ allen Kranken gern erwies/ i und die Blöden und die Armen/ seine lieben Brüder hieß; 4. Wie er keinem Sünder wehrte,/ der bekümmert zu ihm kam,/ * 5 wie er freunolich ihn bekehrte,/ ihm den Tod vom herzen nahm. 5. Hat die Herde sanft geleitet,/ die sein Vater ihm verliehn,/ hat die Arme ausgebreitet,/ alle an sein herz zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen,/ und ich lese mich nicht 9—906 wie er ist so treu gewesen,/ wie er uns geliebet hat. Luise hensel, 4 1876. 5⁴4¹ 55² Das christliche Leben i. t. 1551. 1 In dir ist H in al⸗ lem. du durch dich wir ha-ben/ himm-li⸗sche Ga⸗ben,/ der du q————*.... ö ——— IIR SSE ö sü ⸗ ber Je⸗ su Christ; ö hil⸗fest von Schan ⸗den,/ wah ⸗rer hei⸗land bist. zu dei⸗ ner Gü ⸗ te/ ret⸗test von Ban⸗den;/ wer dir ver⸗ trau⸗et,/ hat wohl ge⸗ steht un⸗ser Gmü⸗te,/ an dir wir kle⸗ ben/ im Tod und iER bau⸗ et,/ wird e⸗wig blei ⸗ ben,/ Hal⸗le⸗ 0 · ja. Le⸗ benz/ nichts kann uns schei ⸗ den./ Hal⸗ le ⸗lu⸗ ja. 2. Wenn wir dich haben,/ kann uns nicht schaden/ Teusth Sünde, Welt und Tod;/ ou hasts in händen,/ kannst alles wen⸗ den,/ wie nur heißen mag die Not./ Drum wir dich ehren/ dein Lob vermehren/ mit hellem Schalle,/ freuen uns alle/ 6 dieser Stunde,/ Halleluja./ Wir jubilieren/ und triumphieren/ lieben und loben/ dein Macht dort oben/ mit Herz und Munde/ Halleluja. gohann Lindemann, 4 nach 1½ 5⁴² * ein,/ in kannsen 5. Pa heinen Bring eu Mel. Ent uns der 1 Leben loi, 159f „Teufeh les wen⸗ ehren// alle/ zu hieren/ Nunde/ nach 163 das christliche Leben 553.554 553 Karl Voigtländer, 1855. ———— 2— +.— ——— i n———— *—7 SNEE 5 1 2 mö⸗ ge 20 mei⸗ne Seel ist voll„Wääüä 4Z9122—7 e⸗ wig zu um⸗ fan⸗gen/ 12 vor sei⸗nem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht,/ Sonne, die oͤurch Wolken bricht!/ O wann werd ich dahin kommen,/ daß ich oͤort mit allen From⸗ men/ schau dein holoͤes Jingesicht! 3. Ach wie schön, ach wie schön/ ist der Engel Lobgetön!/ Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel,/ flög ich über Tal und Hügel/ heute noch nach Zions Höhn. 4. Wie wiroͤs sein, wie wiroͤs sein,/ wenn ich zieh in Salem ein,/ in die Staoͤt der goloͤnen Gassen!/ Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen,/ was das wird für Wonne sein! 5. Paradies, Parabies,/ wie ist deine Frucht so süß!/ Unter heinen Lebensbäumen/ wiroͤs uns sein, als ob wir träumen./ Bring uns, Herr, ins Paradies! Gustav KRnak, 1 1878. Mel. Entlaubt ist uns oer Walde. 554 Volksweise, 15. ä 1. 1 Lob Gott ge⸗ trost mit Sin⸗gen,/ froh⸗lock, du dir soll es nicht miß⸗ Er e hilft dir 5⁴³ In * F 5 5 — 8 5 18 9 + V 55³⁴ Das christliche Leben —=.. E. 3— christ⸗lich Schar! 74— imemer-dar: Ob oͤu gleich hier mußt tra⸗ gen/ viel — EE E Wi⸗ der⸗wär⸗tig⸗keit,/ doch sollst du nicht ver ⸗za⸗ gen,/ dir aus al⸗lem Leid. .— E3 2— e, unnn Hmer M drie, .———— SS..II.IIIIII 7 denn er hilft dir aus al lem Leid. 2. A Rann und mag auch verlassen/ ein Mutter je ihr ihr Rino/ und also gar verstoßen,/ daß es kein Gnad mehr finot?/ And oh sichs möcht begeben,/ daß sie so gar abfiel:/ Gott schwört bei seinem Leben,/ daß er dich nicht verlassen will. 3. II Darum laß dich nicht schrecken,/ o du christgläubge Schar Gott wird dir Hilf erwecken/ und selbst dein nehmen wahr./ Hat er dich doch gezeichnet,/ gegraben in sein händ./ Dein Nam stet vor ihm leuchtet,/ daß er dir seine Hilfe send. 4. A Es tut ihn nicht gereuen,/ was er vorlängst gedeuttt// ö sein Rirche zu erneuen/ in dieser gfährlich Zeit./ Er wird herzlich anschauen/ dein Jammer und Elend,/ dich herrlich auferbauen/ durch sein rein Wort und Sakrament. 5. Gott solln wir billig loben,/ der sich aus großer Gnad/ durch seine miloen Gaben/ uns kunoͤgegeben hat./ Er wird uns auch erhalten in Lieb und Einigkeit/ und unser freundlich walten/ hie und auch dort in Ewigkeit. (Böhmische Brüder) Johann Horn, 4 15½ 5⁴4⁴4 * das christliche Leben—555 555 Englische Weise von J. B. Dykes(Horbury). —ᷓ————— III. 1. Nä⸗her, mein Gott, zu dir,/ nä⸗ her zu dirl/ ö — —+2—— ½2—— drückt mich auch Rum⸗mer hier,/ oͤöro⸗het man mir,/ ————————— 07 durch ns auch walten/ n, + 1547 ‚———— 20 soll doch trotz Kreuz und Pein/ oͤies mei⸗ ne Lo⸗sung sein:/ .—„ EFNTEf Aä⸗ her, mein Gott, zu dir,/ nä ⸗ her zu dirl E 1. Nä⸗ her, mein Gott, zu dir,/ nä⸗her zu dirl drückt mich auch Kum⸗mer hier,/ oro⸗het man mir, soll doch trotz Kreuz und Pein/ dies mei⸗ ne Lo⸗sung sein:/ ö 3⁴⁵ 5 oöer englische Weise. — .———— . + — f6 FE nã⸗her, mein Gott, zu dir,/ nä⸗her zu dir! 2. Bricht mir wie Jakob dort/ Nacht auch herein j/ find ich zum Ruheort/ nur einen Steinʒ/ ist auch im Traume hier/ mein Sehnen für und für:/ Näher, mein Gott, zu dir,/ näher zu dir! 3. Geht auch die schmale Bahn/ auswärts gar steil,/ führt sie doch himmelan/ zu meinem heil./ Engel, so licht und schoͤn, winken aus selgen höhn./ Näher, mein Gott, zu dir,/ näher zu dir 4. Ist dann die Nacht vorbei,/ leuchtet die Sonn,/ weih ich mic oir aufs neu/ vor deinem Thron,/ baue mein Bethel dir/ und jauchz mit Freuden hier:/ Näher, mein Gott, zu dir,/ näher zu dir! 5. Ist mir auch ganz verhüllt/ dein Weg allhier,/ wird nu mein Wunsch erfüllt:/ Näher zu dir!/ Schließt dann mein Pilgeß lauf,/ schwing ich mich freudig auf/ näher, mein Gott, zu diry näher zu dir! Nach dem Englischen) Sara§. Abamt (Mel. nach: Wenn wir in höchsten Nöten sein.) 556 Französischer Psalter, 15. 1. O daß doch bald dein deu ⸗er brenn ⸗te,/ du ö ö S un⸗ aus⸗sprech⸗ lich Lie⸗ben⸗der,/ und bald die gan⸗ze Welt er⸗ kenn⸗te,/ daß du bist Rö⸗nig, Gott und herr! 5⁴⁰ ds c 2. 51 in Ost lich Pfi 3. Ut herz/ u höllens 4. Er: und ma 5. Du hauch, sern he 6. S Tempel Vaters 7. Be weite L Friedeft 8. De und alle hin. Mel. O 3 Lebens L — * die d eben ch zum dehnen ihrt sie schön// zu dir! ich mich auchz dirl irdò nu Pilgen zu dir Adams, ter, 15 Bas christliche Leben 0 55⁷ 2. Zwar brennt es schon in heller Klamme/ jetht hier, jetzt dort, in Ost und West,/ oͤir, dem für uns erwürgten Lamme,/ ein herr⸗ lich Pfingst⸗ und Freudenfest. 5. Und noch entzünden himmelsfunken/ so manches kalte, tote herz/ und machen Durstge freudetrunken/ und heilen Süno⸗ und höllenschmerz. 4. Erwecke, läutre und vereine/ des ganzen Christenvolkes Schar/ und mach in deinem Gnadenscheine/ oͤein heil noch jedem offenbar. 5. Du unerschöpfter Quell des Lebens,/ allmächtig starker Gottes⸗ hauch,/ dein Feuermeer ström nicht vergebens j/ ach züno in un⸗ sern herzen auch. 6. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen/ und baue deinen Cempel aus;/ laß leuchten deine heilgen Flammen/ oͤurch deines Vaters ganzes Haus. 7. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme/ doch bald die ganze, weite Welt/ und zeig dich jedem Völkerstamme/ als Heiland, Friedefürst und Held. 8. Dann tönen dir von Millionen/ der Liebe Jubelharmonien,/ und alle, die auf Erden wohnen,/ knien vor den Thron des Lammes hin. 1818. Mel. O Jesu Christ, mein's 24 47(Oder wie Nr. 149.) 557 4 3— Leipig 1625. E 1 5 Je⸗su Chri⸗ste, wah ⸗res Licht,/ erleuchte, *—— H4 H —.— —2.————— herd,, daß ih re Seel auch se ⸗ lig werd. 3 7 E 1 5 —4 17*0 8 8 5 . 2 V —— 558 Das christliche Leben 2. Erfülle mit dem Gnadenschein,/ die in Irrtum verführet sein// 4. auch die, so heimlich noch ficht an/ in ihrem Sinn ein falscher boralle Wahn. 5. W 3. Und was sich sonst verlaufen hat/ von dir, das suche du mit Gold i Gnad/ und sein verwundt Gewissen heil;/ laß sie am Himmel 6. He haben teil. das Eu 4. den Tauben öffne das Gehör,/ die Stummen richtig reden 7. Fc lehr,/ die nicht bekennen wollen frei,/ was ihres Herzens Glau die Ew ben sei. 5. Erleuchte, die da sind verblendt,/ bring her, die sich von uns getrennt,/ versammle, die zerstreuet gehn,/ mach feste, dit im zweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zugleich/ auf Erden und im Himmel⸗ reich/ hier zeitlich und dort ewiglich/ für solche Gnade preisen— dich. ö Johann heermann, + 10%% 5 Oberhessische Wein 58 ————.—.. ö Pfpp.. En 1. Sag, was hilft al⸗ͤle Wolt/ mit ih⸗ rem Gut und ———— ——— 4 SSSSSEEEEEE 2.——— sä ö dich Geld?„Al⸗les ver⸗schwind't ge⸗schwind/ gleich wie E — 4 S= H —— I mei⸗ —— Rauch im Wind. 00. 2. Was hilft der hohe Thron,/ das Scepter und die Kronß msr te Stepter und Regiment/ hat alles bald ein End. 3. 3. Was hilft sein hübsch und fein,/ schön wie die Röselein/ die Stei Schönheit vergeht im Grabj/ die Rosen fallen ab. reiner/ 5⁴⁸ Leben t sein// falscher du mit himmel reden Glau⸗ ich von ste, dit zimmel⸗ preisen „ + 10%½4 he Weist und Kronꝛ/ öseleins das christliche Leben 4. Was hilft ein goloͤgelb haar?/ Augen kristallenklar?/ Lippen korallenrot?/ Alles vergeht im Tod. 5. Was ist das güloͤne Stück/ von Gold, Zierd und Geschmück?/ Gold ist nur rote Erd:/ die Erd ist nicht viel wert. 6. Fahr hin, o Welt, fahr hin!/ Bei dir find ich kein Gwinn:/ das Ewge achtst oͤu nit; /hier hast dein Ernt und Schnitt. 7. dahr hin! leb, wie du willt,/ hast gnug mit mir gespielt./ die Ewigkeit ist nah: /fromms Leben ich anfah. Volkslied, Köln 1625. 559(Nach W. A. Mozart), 1842. + ———3—.—— — J. Schönster Herr e ⸗ su,„ herr⸗scher al⸗ler E — 246 En ⸗ den,„ Got⸗ tes und Ma ⸗ri⸗- en Sohn,/ dich will ich lie ⸗ ben,/ dich will ich eh ⸗ ren,/ ö— N 2+..— II 2—.— N ö—— II •—W mei ⸗ ner See⸗ le Freud und Kron. 2. I Schön sind die Wäloͤer,/ schön sind die Felder/ in der schoͤnen Frühlingszeit: A Jesus ist schöner,/ Jesus ist reiner,/ der unser traurig Herz erfreut. 5. I Schön leucht't die Sonne,/ schön leucht't der Monde/ und die Sternlein allzumal: 4 Jesus leucht't schöner, Jesus leucht't reiner/ als die Engel im Himmelssaal, — 9⁴⁰ oret SSFereeen 2—4 2 V 560 561 Das christliche Leben 4. Un Schön sind die Blumen,/ schöner sind die Menschen/ in der frischen Jugenoͤzeit: A Sie müssen sterben,/ müssen verderben:/ Jesus bleibt in Ewigkeit. münster i. Westf. 1677. Mel. Wie könnt ich ruhig schlafen. 560 Fricoͤrich Silcher 1897 — + I So nimm denn mei⸗ne hän⸗de/ und füh⸗ re mich VYbis an mein se⸗lig En⸗de/ und e⸗wig⸗lich. du wirst gehn und ste⸗hen,/ da nimm mich mit. gãnzlich stille/ in Freud und Schmerz/ laß ruhn zu deinen düßen dein armes Kind,/ es will die Rugen schließen/ und glauben blinz, Z. Wenn ich auch gleich führst mich doch zum Ziele/ meine hände/ und führe mich mMel. Wer hier vor Gott will sein gerecht. 1. Steht auf, ihr lie⸗ben Rin⸗der⸗-lein,/ der 5³⁰ EDSEIEEIEeT x 5.I1 bleiben himmel 6. A uns so %0 uns in . di flrwah st berei 8. W ewiglich Ewigker Er lingen i. en/ in rben:/ tf. 1677. er 1842. eben Füßen en blinh acht/ nm desh ewiglich in, 4 100, m, + 1806 Das Wlltee Leben — Mor⸗gen⸗stern mit hel ⸗lem Schein/ läßt frei sich se⸗hen ———— —.—. E n ir Lunmr — S ———— ů wie ein held/ und leuch⸗tet in oie gan ⸗ze Welt. 2. A Willkommen seist ou, schöner Stern!/ du bringst uns Christum, unsern Herrn,/ der unser lieber heilanoͤ ist;/ darum du hoch zu loben bist. 3. I1 Ihr Kinder sollt bei diesem Stern/erkennen Cheistum, unsern herrn,/ Marien Sohn, den treuen Hort;/ der leuchtet uns mit seinem Wort. 4. A Gotts Wort, oͤu bist der Morgenstern,/ wir können dein gar nicht entbehrn,/ du mußt uns leuchten immeroar,/ sonst sitzen wir im Finstern gar. 5. IU1 Willkommen seist du, lieber Tag,/ vor oͤir oͤie Nacht nicht bleiben mag/ leucht uns in unsre Herzen fein/ mit oͤeinem hellen himmelsschein l 6. O zesu Christ, wir warten dein: /dein heilges Wort leucht uns so fein!/ Am End der Welt bleib nicht lang aus/ und führ uns in deins Vaters Haus! 7. du bist die liebe Sonne klar,/ wer an dich glaubt, der ist fürwahr/ ein Kind der ewgen Seligkeit,/ die deinen Christen sst bereit. 8. Wir danken dir, wir loben dich/ hier zeitlich und dort ewiglich/ für deine groß Barmherzigkeit/ von nun an bis in Ewigkeit. Erasmus fllberus, geb. um 1580 in der Wetterau, Pfarrer in Spreno⸗ lingen i, St., Staden, Babenhausen u. a. O., 4 1553 in Neu-Brandenburg. 551 — Sercn e 2* 2—2— 2 ——1 562 Das christliche Leben 562 Karl Voigtländer, 1885. 9— 1. Un-ter Li⸗lien je ⸗ ner greuden/ sollst du .— EEE . wei⸗den,/ See⸗le, schwin ⸗ ge dich em ⸗ por!l/ —— EE——— EE äüäe —, wie ein R⸗ler fleug be⸗ hen ⸗de;/ Je= su 4 e-dar i1 D.— ö 3— 8——= E hän⸗de/ öff ⸗nen schon das Per ⸗ len ⸗tor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen/ zu dem Haufen/ deren die des Lammes Thron/ nebst dem Chor der Seraphinen/ schoh bedienen/ mit dem reinsten Jubelton. 4 3. Löse, erstgeborner Bruder,/ doch die Ruder/ meines Schiff 32 leins j laß mich ein/ in den sichern Friedenshafen,/ zu den Schafen die der Furcht entrücket sein. 4. 4. Nichts soll mir am Herzen kleben,/ süßes Leben, was die Erde in sich hält./ Sollt ich in der wüste weilen/ und nicht eilen/ nein, ich eil ins himmelszelt. 5. Herr, wie bald kannst du es machen,/ daß mit Lachen/ unser mund erfüllet seil/ Du kannst durch des Todes Türen/ träumen führen/ und machst uns auf einmal frei. 5⁵² Das christliche Leben 6. Du hast Sünd und Straf getragen;/ urcht und Jagen/ muß 1988 nun ferne von mir gehn./ Tod, dein Stachel wird zu Schanden/ — frei von Banden/ werd ich fröhlich auferstehn. 7. Gottes Lamm, dich will ich loben/ hier und oͤroben/ mit der herzlichsten Begier. /du hast dich zum ewgen Leben/ mir gegeben 57 hole mich, o Herr, zu dir! Joh. Luow. Konrad Allendorf, 4 1773. du Choralbuch d 563 Bekoergememnoe, 1754 *————— orle/ 3 ů 1. Weil ich Je⸗su Schäf⸗lein bin,/ freu ich mich nur é —. im ⸗ mer ⸗hin/ ü⸗ ber mei⸗ nen gu⸗ ten hir ⸗ten,/ — é é E*— 22 ——— S—— 7 ö 9 or. der mich wohl weiß zu be⸗ wir ⸗ten,/ der mich liebet, . E— 7/schu*——— H., * Schifß N ö ö chafen⸗ der mich kennt/ und bei mei⸗ nem Na⸗ men nennt. 2. Unter seinem sanften Stab/ geh ich aus und ein und hab/ was oe]unaussprechlich süße Weide,/ daß ich keinen Mangel leide;/ und eilen/ so oft ich durstig bin,/ führt er mich zum Brunnquell hin. 3. Sollt ich nun nicht fröhlich sein,/ ich beglücktes Schäfelein?/ n/ uns] denn nach diesen schönen Tagen/ wero ich enoͤlich heimgetragen/ äumen] in des Hirten Arm und Schoß. /Amen, ja mein Glück ist groß! EZuise von hayn, 4 1782. 5⁵³ 565 VVI N NA SSII — 2—— Das christliche Leben Volksweise, 1818. 2 H 169— ö * 4•„ at du, wie ⸗viel Weißt oͤu, wie ⸗viel lSternlein ste⸗ hen/ an dem blau⸗en Him⸗mels-zelt? 0.— d⸗ ber al ⸗le Welt? Gott, der herr, hat sie ge zäh=let,/ daß ihm auch nicht ei nes seh⸗ölet/ an der 4 — ISA— 2. Weißt du, wieviel Mücklein spielen/ in der heißen Sonnen⸗ glut? /wieviel dischlein auch sich kühlen/ in der hellen Wassers⸗ flut? /Gott, der Herr, rief sie mit Namen,/ daß sie all ins Leben kamen,:) daß sie nun so fröhlich sind. 5⁵5⁴ Wol-ken ge⸗ hen/ weit⸗hin * — *4 All Jahl. onnen⸗ assers. Leben Das christliche Leben 565 z. Weißt du, wieviel Kinder frühe/ stehn aus ihrem Bettlein auf, Ddab sie ohne Sorg und Mühe/ fröhlich sind im Tageslauf?/ Gott im himmel hat an allen/ seine Lust, sein Wohlgefallen,: kennt auch oͤich und hat dich lieb.:: Wülhelm hey, + 1884. Mel. KR„Seele, Leiden. ů (Oder wie zir, 481, 239 0 565 Joh. Wolfgang Franck, um 169o. dir doch treu,/ daß Dank⸗bar⸗keit auf Er ⸗den/ nicht — dir mit Freu⸗den,/ auf e ⸗ wig die⸗ses herz. 2. Oft muß ich bitter weinen,/ daß dͤu gestorben bist/ uns mancher von den deinen/ dich lebenslang vergißt./ Von Liebe nur 55⁵ 560 Das christliche Leben durchoͤrungen/ hast du so viel getan,/ und doch bist du verklungen,/ und keiner denkt daran. 3. Du stehst voll treuer Liebe/ noch immer jedem bei,/ und wenn dir keiner bliebe,/ so bleibst du dennoch treu./ Die treuste Liebe sieget,/ am Ende fühlt man sie,/ weint bitterlich und schmieget/ sich kinoͤlich an dein Knie. 4. Ich habe dich empfunden,/ o lasse nicht von mir/ laß innig mich verbunden/ auf ewig sein mit dͤir!/ Einst schauen meine Brüder/ auch wieder himmelwärts/ und sinken liebend nieder/ und fallen oͤir ans Herz. Friedrich von Hardenberg(Rovalis), 4 180l. 566 volksweise, um 1813. A(Bei dieser Melodie fällt oie Wiederholung der Schlußzeile——0—) Wer 0 0 Mann?/ Wer an 39 /und Gott, 5em From ⸗ men nim⸗ mer graut. B oder nach Ribert methfessel, 4 1809. en v, —— — 17.9 wer ist ein Mann?/ Wer be⸗ten kann/ und dem Has christliche Leben— 566 za ⸗get nicht,/ dem From⸗men nim ⸗ mer graut,/ dem 2.. —8 ———— .— 1 .— ö—.4 n — S— — 1* oͤrom⸗men nim⸗mer graut. 2. Wer ist ein Mann?/ Wer glauben kann/ inbrünstig, wahr und frei;/ denn diese Wehr/ trügt nimmermehr,:: die bricht kein Mensch entzwei.: 3. Wer ist ein Mann?/ Wer lieben kann/ von Herzen fromm und warm/ die heilge Glut/ gibt hohen Mut: uno stärkt mit Stahl den Arm.: 4. Dies ist der Mann,/ der streiten kann/ für Weib und liebes Rino/ der kalten Brust/ fehlt Kraft und Lust,: und ihre Tat wird Wind. /: 5. Dies ist der Mann,/ der sterben kann/ für Freiheit, Pflicht und Recht;/ dem frommen Mut/ deucht alles gut,:: es geht ihm nimmer schlecht.: 6. Dies ist der Mann,/ der sterben kann/ für Gott und Vater⸗ land// er läßt nicht ab/ bis an das Grab: mit Herz und Mund und Hand. 7. So, deutscher Mann,/ so, freier Mann,/ mit Gott, dem Herrn, zum Krieg!/ Denn Gott allein/ kann Helfer sein, 5 von Gott kommt Glück und Sieg. Ernst Moritz Rrnot, 1813. 557 äꝑö‚SSDSRSRSSSSSS * —4 — Friedr. Gottlob Wetzel, + 18ʃ0. 568 Rarl Löwe, I8. *———— — 2—— —.——.———— E— 4 ö nir⸗gends Ret⸗ tung, nir⸗genos Land/ vor des — 1— ch we⸗ gen1 aer Curm⸗winde Schli⸗den, II Ei⸗ ner ist's, der in 55⁸ Wie mit grimm⸗gem Un-ver⸗=stand /Wel⸗len 567568 das 8 (Oder wie Nr. 459.). 5— Friedrich Silcher, 4 1860.— —. 7 ö—— .—.—.. ö 33— Nacht 1. Wie lieb⸗lich ists hie⸗nie⸗den,/ wenn Brü⸗der ö x— 1I— I. ——.——3.—...... E ——— e treu⸗ge⸗ sinnt/ in Ein⸗tracht und in Frie⸗-den/ ver⸗ 2.1 ....„4. Kest 60— rie 2 5 3 traut bei ⸗ sam ⸗ men sind. laszen 2. Wie Tau vom hermon nieder/ auf Gottes Berge fliebt:/ also herz auch auf die Brüder/ der Segen sich ergießt. 4 gehorc 3. Und einstens wird erneuet/ durch sie die heilge Staot e 4. Rnecht ist, wird befreiet/ und rein, was Flecken hat. ich 501 4. Und alles Volk der Erde/ geht nun zum Lichte ein/ dann lieb wird nur eine herde/ und nur ein hirte sein. komm der as christliche Leben t:/ Christ Ry⸗ ri⸗ 2 E—.‚——— ö—— — r, e — 3—3 e,/ odu wan ⸗delst auf der See. 2. Wie vor unserm Angesicht/ Mond und Sterne schwinden!/ Wenn des Schiffleins Ruoͤer bricht,/ wo dann Rettung finden? IReine Hilf als bei dem Herrn,/ er ist unser Morgenstern:/ Christ Ryrie,/ erschein uns auf oͤer See! 3. Nach dem Sturmefahren wir/ sicher durch die Wellen,/ lassen, großer Schöpfer, dir/ unser Lob erschallen./ Lobet ihn mit herz und Mund,/ lobet ihn zu jeoͤer Stunoͤl/ Christ Ryrie,/ ja dir gehorcht die See. 4. Einst in meiner letzten Not /llaß mich nicht versinken!/ Soll ich von dem bittern Tod/ Well auf Welle trinken,/ reiche mir dann liebentbrannt,/ Herr, herr, deine Glaubenshanol/ Christ Ryrie// komm zu uns auf die Seel Nach einem Schifferllede von Johannes daniel Falk, 4 1826. * L. 4+.2 1 1 —.——4 1 I. I Wir pflü⸗gen und wir streu⸗en/ den Sa⸗men auf das 2 .— Land, doch Wachs⸗tum und Ge ⸗ dei⸗ hen/ steht 857 bRPISRIIIIPIIRRRR — — —— 2 II — ....— 44 [ II * 2— —— ◻E2.— 4......2.— 1 A Ffr,antt: in des him ⸗mels Hand;/ der tut mit lei⸗sem we⸗hen/ sich 4. U ů 2 er laßt — n,— so viel — SIIee.eE. Weide. 0 0 . auf ihr mild und heimlich auf/ und träuft, wenn heim wir gehen,/ Wuchs und Ge⸗dei⸗hen oͤrauf. AAl⸗le gu⸗ te Ga⸗be kom 1 8 N ——— —— — 4 2— ö 50 7— her von Gott, dem hHerrn/ oͤrum dankt ihm, dankt,/ örum—1 + obn — +* dankt ihm, dankt/ und hofft auf ihn! 4 ö 2. Er sendet Tau und Regen/ und Sonn⸗ und Mondenscheilh rüh und wickelt seinen Segen/ gar zart und künstlich ein;/ und brin fff ihn dann behende/ in unser deld und Brot/ es geht durch uns Kar. hände,/ kommt aber her von Gott. A Alle gute Gabe kommt h— von Gott, dem Herrn;/ drum dankt ihm, dankt 5½ und hoft iun auf ihn! 6 3. ¶ Was nah ist und was ferne,/ von Gott kommt alles her/ 2.1 der Strohhalm und die Sterne,/ das Sandkorn und das Meer. ohn W von ihm sind Büsch und Blätter/ und Rorn und Obst, von ihm. wande 50⁰ V les het/ 8 Meer. yon ihm⸗/ Das christliche Leben das schöne Frühlingswetter/ und Schnee und Ungestüm. AAlle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn; ,: drum dankt ihm, dankt /: und hofft auf ihnl 4. 1 Er läßt die Sonn aufgehen,/ er stellt des Mondes Lauf,/ er läßt die Winde wehen/ und tut die Wolken auf./ Er schenkt uns so viel dᷣreude,/ er macht uns frisch und rot;/ er gibt dem Viehe Weide/ und seinen Menschen Brot. A Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn; ,: oͤrum dankt ihm, dankt ,: und hofft auf ihn! matthias Claudius, 4 1815. 5 7 0 Niederländische Volksweise, vor 1626. + EZE—— 1. Wir tre⸗ten zum Be⸗ten vor Gott, den Her⸗ren,/ 2 ö. ihn dro⸗ben zu lo⸗ben mit herz und Mund:/ So 8 öIi rlih ⸗ met froh sein's lie⸗ ben Na⸗mens Eh⸗ren,/ der E U— .—.—.—. HiI r. wnr. je„ ho un⸗sern Feind warf auf den Grund. 2. Hzu Ehren des Herren wollt, weil ihr lebet,/ ihm danken ohn Wanken dies Wunder groß./ Vor seinem Aug stets rein zu waͤndeln strebet,/ tut Recht und sagt von Lug und Trug euch los. 50⁰¹ 570 5 N νπ — Das christliche Leben 57¹ 3. II Der Böse, Arglose zu§all zu bringen,/ schleicht grollend und brüllend, dem Löwen gleich,/ und suchet, wen er grausam mag verschlingen,/ wem er versetzen mag den Todesstreich. 4. A Wacht, flehet, bestehet im guten Streite,/ mit Schande in Bande der Sünd nicht falltl/ Dem frommen Volk gibt Gott den Feind zur Beute,/ und wär auch noch so groß sein's Reichs Gewaltl Uiederländisches Siegeslied(1620), übertragen von Karl Buoͤde. 571 —.—————— 35* Irische Weise. 1. Wo fin⸗det die See⸗le die Hei⸗mat, die Ruh ꝛ/ Wai 2 1 ——. 4 P R ö schüth⸗en⸗den dit⸗ti⸗ chen zuꝛ/ Ach bie⸗tet i S IIII ———.— 2. x Welt kei⸗ne F§rei ⸗statt uns an, wo Sünde nicht herrschen, nis WAHRRN nicht j/ die hei⸗mat der See⸗ie ist oro s ben im licht. 2. Verlasset die Erde, so herrlich, so schönl/ Jerusalem droben, 5⁰² die heimat zu sehn,/ die heimat der Serl von Golde gebaut,/ 30˙ Ddas e dieses d kann R 3. Schmer der liel 77² Rul eile dir Mel. We rust uns Got⸗ti icht. er Seell baut, H das christliche Leben 572 dieses die heimat der Seele, der Braut?:: Ja, ja: dieses allein/ kann Ruhplatz und heimat der Seele nur sein. 3. Wie selig oͤie Ruhe bei Jesu im Licht!/ Tod, Sünde und Schmerzen, die kennt man dort nicht./ Das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang/ bewillkommt die Seele mit süßem Gesang! ½ Ruh, Ruh, ½ himmlische Ruh/ im Schoße des Mittlers, ich eile oir zu!§ranz Ludwig Jörgens, + 1857/. Mel. Wachet auf ruft uns die Stimme. 572 Frankfurt a. M. 1599. ——.——.—..— ELA— I...I.I.ITIII I II... I.—* 0—+ ö ⏑——— Zieht in Frie⸗den eu⸗ re Pfa-del /Mit euch des gro⸗ßen Wenn euch Je⸗su hän⸗de schirmen, /gehts un⸗ter Sonnen⸗ 1 +* DDDDDDe‚ee‚‚...... äE ö. 2——.— EV E 22—*.I .I.——— ——*—— 110— — — Hot⸗tes Gna⸗de/ und sei⸗ ner heil⸗gen En⸗gel Wacht!l schein und Stürmen/ ge⸗trost und froh bei Tag und Nacht. — IEI Lebt wohl, lebt wohl im Herrn!/ Er sei euch nimmer fern, [O 1 ö— ———.. VE spät und frü⸗ he!/ Ver⸗geßt uns nicht/ in sei⸗ nem Licht,/ 24—N + — II— ..— x 1 II— und wenn ihr sucht sein An⸗ge⸗sichtl Gustav Rnak, 4 1878. SISꝗSISISISISPIPIPIIPIIIRRRT — 2 Liturgische Gesänge⸗ I. Wechselgesänge der Gemeinde für oͤen Haupt⸗ gottesoͤienst an Sonn⸗ und deiertagen 1. Zum Beginn (Nach: Im Namen des Vaters usw.) A4 N men. 2. Zum Eingangsspruch 9* Eh⸗re sei dem Va⸗ ter und dem Soh⸗ ne und dem + 1 4 ... 2234— ö IPII....... ——.—— I— — 10 von E⸗wig⸗keit zu E⸗wig⸗keit. A⸗ Ehr i dem Va⸗ter und dem Shn und dem bu⸗ . N + 5. 898 +— SPIPSPIPII.II....I.II....—— li⸗gen Geist, wie es war von An ⸗öfang, jetzt und im⸗ 5⁰⁴ 0 SSSS ů lupt⸗ —.——. Liturgische Gesänge —— — mer⸗dar und von E⸗wig⸗keit zu E wig⸗keit. A⸗men. 3. Bitte um Gottes Gnade 4— I. E. a—————————— her⸗ re Gott, er⸗bar⸗me dich. Chri⸗ste, er⸗ bar⸗ — II 1— II me dich. her⸗re Gott, er⸗barme dich. SSPSISSISISI........ Herr, er⸗bar⸗me dich. Chri⸗ste, er⸗bar⸗me dich. herr, er⸗barm dich ü⸗ ber uns. 4 4. Dank für die Erlösung Nach der Gnadenversicherung, schließend mit: Lobsinget ihm, erhebet seinen Namen.) + 1 DRSSDSSSSSSSSSSSSS— 7 ö— 2— 2.—·t.:ͤ 1— Eh⸗re sei Gott in der hö⸗ hel Und auf I I + EE E——. Er⸗den Fried und den Men⸗schen ein Wohl⸗ge ⸗ fal ⸗len! Oder: Allein Gott in der Höh sei Ehr. A ee 5 Liturgische Gesänge (5. Wechselgruß des Geistlichen und der Gemeinde (Geistlicher: der herr sei mit euchl) 4 + ö x ö—H 2.—.. Und mit dei⸗nem Gei ⸗stel] 6. Zum Gebet aT-— A⸗men. EXV 1— VA—— + N⸗ men, A⸗ men 7. Zur Schriftlesung (hließend mit: Lob sei dir, o Jesul) 4 V* XI Eh⸗re sei dir, herr!! 8. Zur Schriftlesung (schließend mit: Lob, Ehr und Preis sei Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.) +. EE a .—.;.— + N G—1.* hal⸗le⸗ lu⸗ ja, Hal⸗le⸗lu⸗ ja. I —— A b 5—.—— HE ö An SE An Sonn⸗ und Feiertagen inde e Passionszeit 5 1 A⸗men. 2 15. ö „da(57⁵½% e ◻+—— —— a—— „Wir glau ⸗ ben all an Ei ⸗ nen SGott,, .....— Schöp⸗fer him⸗mels und der Er⸗den,/ der sich durch Je⸗ sum, 1.— 30 sei⸗nen Sohn, uns zum Va⸗ter hat ge⸗ ge ⸗ ben./ Er will —— 1 IIPIPIPIPIPTPTPIPIPIPTTTTT...T..TR— 1— 2 1 uns all⸗zeit er⸗näh⸗ren,/ uns zur 9 8.8—8 be⸗wah⸗ ren/ ——— durch oͤen heilgen Geist im Glau ben⸗ ken 2210 l u uns keit zu 2—.—— ö + ,pv..— ——— f— wi⸗döer⸗fah⸗ren./ Und ob auch Tod und höl ⸗le ——2— — 2—..— ¹—½1—4 1 —————— . +—— oräut,„ wir sind des heren in E⸗ wig⸗keit! ja. Nach Luther, 4 1546. 567 N 8 58 5 8 83 — —4 (574.575) Liturgische Gesänge ö 9 b(574) Langenöls 1742. E EIEEEEE— 1 XL— . ö——— 32... Wir glau⸗ben all an Ei⸗ nen Sott,/ Schöp⸗fer der sich durch Je⸗sum, sei⸗ nen Sohn,/ uns zum ö — i 1 2 ö himmels und der Er⸗den, 2261 Va ter hat ge⸗ge⸗ é ben./ Er will uns all⸗zeit er — 1 I 2 ö näh ⸗ren,/ uns zur Se⸗lig⸗keit be⸗ wah⸗ ren/ dͤurch den E..— ren./ And ob auch Tod und höl⸗le dräut,/ wir sind des +* ö— ——————.— herrn in E⸗wig⸗keitl/ A⸗men, A⸗ men, A= menl nach Luther, + 9e(575) Rrnold Mendelssohn, 1919. +.— ö—— E—. I.. 1 EL— Wir glau⸗ben all an Ei⸗nen Gott,/ Schöpfer Himmels der sich durch Je⸗sum, sei ⸗nen Sohn,/ uns zum Va⸗ter ́— .———. 6 ——————— W heil⸗gen Geist im Glauben;/ kein Leid soll uns wi⸗ der⸗sah⸗* 11 * . ö immels )a tet An Sonn⸗ und Feiertagen LD II 1 4 +. 1 —— EE E K...—. 2 ———— d Li. D E—— ——* und der Er⸗den, Er will uns all⸗zeit er⸗näh⸗ ren,/ — 3852358 2— den heil⸗gen Geist im Glau⸗ben/ Hmir ö S.D‚.. H— .. uns zur Se ⸗ lig⸗keit bewahster ö kein Leid soll uns wi⸗ der⸗fah⸗ ren. .. LI— I.— DI 1 — Nach die⸗sem E⸗lend ist be⸗rei uns ein Le⸗ben in E⸗ wig ⸗keit./ ——.— 12— 2.— 7 II..—...— n.—.— ——— A„ men, AI ⸗ men, Af men. Oder: nach dem vom Geistlichen gesprochenen Glaubensbekenntnis ö singt oͤie Gemeindͤe: 9 4 + A= men. Oder wie 11. 10. Nach oͤem Vaterunser 1 — 8—.— A⸗ men.] 11. Nach oͤem Segen N-=men, A⸗men, NA⸗men. (575) — en Liturgische Gesänge ll. Wechselgesänge zur Abenoͤmahlsfeier 1. Schaffe in mir, Gott. Ar. 211.Christe, du Lamm Sotte ö Ar. 195. 2. Nach den Worten: Der Herr sei mit euch! 1 E——— Und mit dei⸗ nem Gei⸗ste.] ———„ 3. Uach den Worten: Die herzen in die höhel 2— , d,, ait Fini H G——3— H Er⸗he⸗-ben wir zum Her⸗ren. 4. Nach den Worten: Lasset uns danksagen unserm Gottl 4 1—2.—.—. di, de d Das ist wür⸗dig und recht. 37⁰ (Chorg Eingan P. Eing Oebet. Schrift zur Abenomahlsfeier 5. Nach der Danksagung: —(576 S²n.—— SSSEE EEEEEEE hei⸗lig, hei⸗lig, hei ⸗lig ist Gott, der Herr .——.— 201— .—.—.—. e E0—.—I——————— ze⸗ba oth! Al⸗le Lan- de sind sei⸗ner Eh re voll. ———— ——.............— ho⸗si⸗ an⸗ na in der hö ⸗ hel Ge⸗lobet sei, ——— 2.——— 2 8 Na—.‚..‚....—.—— Z. E——— 4 Ed—.— 2*—— I.— S. der da kommt im Na⸗men des herrn, go si⸗ an⸗- na in der .— ID— H I.... N +.. II hö⸗hel Jesaia 6,3; Matth. 21,9. die in Hessen gebräuchlichen Gottes⸗ oͤienstoroͤnungen (Siehe Liturgische Hesänge S. 564 ff.) I. Hauptgottesdienst Sottlu dorm A. Chorgesang.) Eingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Oebet. Schriftlesung(entweder Epistel oder Evangellum). 124 5 — . 5 Gottesdienstoroͤnungen Lied. Ranzelgruß. Predigt. Friede Gottes. Lied. Kirchengebet. Fürbitten. Gebet des herrn. ö (Schlußgesang.) Verkündigungen. Segen. dorm B. 1. Eingan (chorgesang) un Eingangslied der Gemeinde. p. Eingangsgruß. Gemeinde: Amen. p. Eingangsspruch. (Chorgesang.) dar(und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 136,17 157,1 o. e. a. 2. Gebet und Schriftlesung P. Gebet. Gemeinde: Amen(Amen). P. Schriftlesung. HI. Nites Lestament. Lied des Chores oder der Gemeinde. 2.] Neues Testament. Gemeinde: Halleluja, Halleluja(Halleluja). (In der Passionszeit: Amen.) 3. Lied (Chorgesang.) Lied der Gemeinde. 4. Predigt p. Ranzelgruß. Predigt.§riede Gottes. (Chorgesang.) Lied der Gemeinde. Oder Wechselgesang zwischen Chor(Chören) und Gemeinde. 87² Gemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnee) und dem heiliygen Geistee), wie es war von Anfang, jetzt und immer · Oder 125,1: Allein Gott in der höh sei Ehr; oder 5,47 15% Gotte P. Alt Chorge (P. Die l P. Lasset Gottesdienstoroͤnungen 5. Gebet P. Altarspruch. Chorgesang. Oder: (P. Die herzen in die höhe. Gemeinde: Erheben wir zum herren. p. LCasset uns danksagen unserm Gott. Gemeinde: das ist würdig und vecht.) p. Danksagung. Gemeinde: heilig, heilig, heilig ist Gott, der herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. hosianna in der höhe.(Gelobet sei, der da kommt im Namen des hHerrn. Hosianna in der höhe.)] Allgemeines Kirchengebet und Fürbitten. Gebet des Herrn. (Chorgesang.) 6. Schluß Gemeinde: Schlußgesang(2,5; 11; 15,5; 152,4 291,9 ooer ein anderes, auch: Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heilgen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) ö p. Verkündigungen. P. Segen. SGemeinde: Amen, Amen, Amen. ischen Stilles Gebet. Orgelnachspiel. Form C. 1. Eingang (Chorgesang.) 0 Eingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Oemeinde: Amen. Eingangsspruch. Chorgesang.) Gemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnee) und dem heilchgen Geistee), wie es war von Anfang, jetzt und immer⸗ dar(und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.(Oder Nr. 5, V. 4; 131, v. 3; 156, V. 1; 137, V. 1 oder ein anderes.) b) P. KRyrie(Bitte um Gottes Gnade). Herr, erbarme dich. ——3 Sottesdienstoroͤnungen Gemeinde: herr, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herr, erbarm dich über uns. Oder: herre Gott, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herre Gott, erbarme dich.(Oder eine Liedstrophe, z. B.: 2113 212, 1. 3.) c) ö p. Gloria.(Verkündigung der Gnade Gottes.) Lobsinget ihm, erhebet seinen Namen! Gemeinde: Ehre sei Gott in der höhe und auf Erden Fried und den Menschen ein Wohlgefallen! Oder Nr. 125, 1(oder ein anderes). (Chorgesang.) „2. Gebet und Schriftlesung. p. Gebet. Gemeinde: Amen(Amen). P. Schriftlesung. Gemeinde: halleluja, Halleluja(Halleluja).(In der Passions⸗ zeit: Amen.) 3. Glaubensbekenntnis p. Lasset uns vor Gott treten mit dem Lobopfer und Bekenntni unseres Glaubens: Gemeinde: Wir glauben all an Einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, Der sich durch Jesum, seinen Sohn, Uns zum Vater hat gegeben. Er will uns allzeit ernähren, Uns zur Seligkeit bewahren Durch den heilgen Geist im Glauben. Kein Leid soll uns widerfahren. + Und ob auch Tod und hölle oͤräut,(nach oiesem Eleno ist berelt YV Wir sind des Herrn in Ewigkeit. Uns ein Laben in Ewigkelt. (Amen.) Oder p. Glaubensbekenntnis. Gemeinde: Amen(Amen, Amen). 57⁴ Gottt (Chorg Eingan P. Eing Geme gen herr, arme ihm, Hund er ein iong. + intnis rberel igkeit.) Gottesdienstorönungen 4. Lied 5. Preoͤigt Ranzelgruß. Predigt. Friede Gottes. (Chorgesang.) Gemeindelieo. Oder: Wechselgesang zwischen Chor(Chören) uno Gemeinde. 6. Gebet P. Altarspruch. Chorgesang. Oder: (h. Die herzen in die höhe. Semeinde: Erheben wir zum herren. b. LJasset uns danksagen unserm Gott. Gemeinde: Ddas ist würdig und recht.) p. Danksagung. Gemeinde: heilig, heilig, heilig ist Gott, der herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. hosianna in der höhe.(Gelobet sei, der da kommt im Namen des herrn. Hosianna in der Höhe.)J Allgemeines Kirchengebet und Fürbitten. Gebet des Herrn. Chorgesang.) 7. Schluß HGemeinde: Schlußgesang(2,5; 11; 15,5; 152,47 291,9 ooer ein anderes, auch: Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heilgen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) P. Verkündigungen. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. Form D. 1. Eingang a) (Chorgesang.) Eingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Bemeinde: Amen. SISSSSII 2 — 58 — —.* E Gottesdienstoroͤnungen p. Eingangsspruch. (Chorgesang.) Gemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnle) und dem heilchgen Geistle), wie es war von Anfang, jetzt und immer⸗ dar(uno) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Oder Nr. 5 v. 45 151 v. 5; 156 V. 17 15⁷ v. 1 0. e. a. b) p. Sündenbekenntnis. herr, erbarme dich. Gemeinde: herr, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herr, erbarm dich über uns. Oder: 0 Gott, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herre Gott, erbarme dich. ch 0 p. Gnadenverkündigung. Lobsinget ihm, erhebet seinen RAamen!l Gemeinde: Ehre sei Gott in der höhe und auf Erden dᷣried und den Menschen ein Wohlgefallen.(Oder Nr. 125, V. 1.), (Chorgesang.) 2. Gebet und Schriftlesung. (P. Der herr sei mit euch. Semeinde: Und mit deinem Geiste.) P. Gebet. Gemeinde: Amen(Amen). p. Schristlesung:(1.) Das Evangelium. P. Lob sei dir, o Jesul Gemeinde: Ehre sei dir, Herr. 4 (Lieovers, Gemeinde oder Chor.) 2. Die Epistel.] 89 Gemeinde: halleluja. Halleluja(Halleluja).(On der Passions zeit: Amen.) 3. Glaubensbekenntnis p. Lasset uns vor Gott treten mit dem Lobopfer und Bekenntnis unseres Glaubens. Entweder: p. Glaubensbekenntnis. Gemeinde: Amen(Amen, Amen). 57⁰ Ranzel Chorg Oder 1 P. Alte (Chorg Allgem (Chorg Gemet 5⁷ enntnis Gottesoͤienstoroͤnungen Gemeinde: Oder: Wir glauben all an Einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, Der sich durch Jesum, seinen Sohn, Uns zum Vater hat gegeben. Er will uns allzeit ernähren, Uns zur Seligkeit bewahren Durch oͤen heilgen Geist im Glauben. Rein Leiò soll uns widerfahren. Und ob auch Tod und Hölle oräut,(Ooer: +1——„. Nach diesem Elend ist bereit Wir sind oes herrn in Ewigkeit. Uns ein Leben in Ewigkeit.) (Amen.) 4. Lieoͤ 5. Preoͤigt (Chorgesang.) Gemeindelied. Oder Wechselgesang zwischen Chor(Chören) und Semeinde. 6. Gebet P. Altarspruch. Chorgesang.) Allgemeines Kirchengebet und Fürbitten. Gebet des herrn. (Chorgesang.) 7. Schluß Oemeinde: Schlußgesang(2,5; 11; 13,5) 152,4; 291,9 ooer ein anderes, auch: Die Gnade unsers herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) P. Verkündigungen. P. Segen. OSemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. N r 10 — 8* *— — V 5— Gottesdienstoroͤnungen U. Feier des heiligen Abendmahls⸗ (Wenn Beichte damit verbunden ist: Gotte (Chorgesang.)(Kinde Lied der Gemeinde. K. Liei P. Eingangsspruch. p. Erõ (Gebet. Gemeinde: Amen.) p. Ein: P. Ansprache. 5 3 v. (Gemeinde: Schaffe in mir, Gott, ein reines herze Nr. 211.) P. Beichte und Snadenverkündigung.] 15 P. Geb Abenoͤmahlsfeier:. 2 Gemeinde: Christe, oͤu Lamm Gottes Ar. 195oder ein anderes Lied. K. 2i0 (P. Abenoͤmahlsvermahnung, wenn die Beichte nicht unmittelbar vor“ P. Geb angegangen ist.) k. Sch Es folgt entweder: p. Die herzen in die höhel Gemeinde: Erheben wir zum Herren. Ein ga p. Lasset uns danksagen unserm Gott. Gemeinde: Das t gies würoͤig und recht.—— p. Eröf p. danksagung. Gemeinde: heilig, heilig, heilig ist Gott, dei. Ehre herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in Ge der höhe.(Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. 501 Hosianna in der höhe.) v. Oder: 8 b. n p. Danksagung.(Semeinde: heilig, heilig, heilig loie obensh— p.(Gebet.) Gebet des Herrn(vor oder nach den Einsetzungsworten. Ar Einsetzungsworte des heiligen Abendmahls. Bekenn Austeilung des heiligen Abenoͤmahls ben (wobei Chor und Gemeinde singen, z. B.: Schmücke dich, o liebe P. Gebe Seele Ar. 196 oder anoͤere Lieder). haupt! P. Gebet. p. Schi Gemeinde: Schlußlied, z. B.: Nr. 158, 7; 516. pa P. Segen. Unterr Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Gebet. Stilles Gebet. K. Schl 578 7⁷ gen Gottesdienstoroͤnungen III. Der RKinöergottesöienst⸗ Form A. (Kinderchor.) K. Lied. P. Eröffnung. K. Amen. v. 1. Mäoͤchen: V. 3. Alle: v. 8(ähnlich Nr. 130, 153, 154, 275, 368, 371½. P. Gebet. K. Amen(Amen). P. Schriftlesung. K. Halleluja, Halleluja(Halleluja).(In der Passionszeit: Amen.) Lied. K. Lied. Unterweisung. K. Lied. e vor P. Gebet. Gebet des Herrn. X. Schlußgesang. P. Segen. K. Amen, Nmen, Amen. Form B. P. Eröffnung und Eingangsspruch. K. Ehr(e) sei dem Vater und dem Sohnle) und dem heilshgen Geist(e), wie es war von Anfang, jetzt und immerdar(und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Ooer: Nr. S, V. 4; 6 D. Z. o. e. a. P. Bußspruch. K. Nr. 211 oder 249, V. 1. P. Gnadenverkündigung. K. Ehre sei Gott in der höhe und au oben) Erden Fried und den Menschen ein Wohlgefallen. Ooer: Nr. 125,17 150,1; 134,1. 2; 249/5. Bekenntnis(entweder oͤ bensbekenntnis.)] P. Gebet. K. Amen(Amen). hauptlied. P. Schriftlesung. K. Halleluja, Halleluja(Halleluja).(In der Passionszeit: Amen.) Unterweisung und Gesang. Bebet. Gebet des Heren. ö K. Schluß gesang. P. Segen. K. Amen, Amen, Amen. . 37²⁷ ie 10 Gebote oder die Seligpreisungen ooͤer Glau⸗ 57⁰⁹ P. Eingangsspruch. K. Wechselgesang, z. B.: Nr. 159. Knaben: rιππ⁰⁰ϰ⁰⁰nnPsu+eirriui H 1 5— 52* Morgen⸗ unoͤ Ve Gebete hhenn zur häuslichen Anoͤacht a 1. Luthers Morgensegen deinen Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich wir sin erwache, so rede ich von dir. Ps. 655, 7. Welt Das walte Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Amen. wir di Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Va Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Haben Schaoͤen und Gefahr behütet hast, und bitte dich, oͤu wollest mich herzen diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Ubel, auf daß meiden dir all mein Tun und Leben gefalle. Ich befehle mich, meinen es uns Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel heute sei mit mir, daß der böse deind keine Macht an mir finde. Amen. und ni Lied Ur. 291: Vater unser im himmelreich.. kum⸗ 2. Luthers Abenoͤsegen herz gerr, ich gedenke des Nachts an deinen Ramen. Ps. 119,, uns bi Das walte Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Amen. den ew Ich danke dir, mein lieber himmlischer Hater, durch Jesun dich fu Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag so gnadig⸗ und pr lich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich unrecht getan und dich beleidigt habe und mich diese Nacht auch so gnädiglich behüten. Ich befehll mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hhände. dein da heiliger Engel sei mit mir, daß der böse deind keine Macht an deinem mir finde. Amen. Nachts Lied Nr. 586: Hinunter ist der Sonne Schein. Her dir vo I. Morgen⸗ und Abenoͤgebete auf die Tage die ou göttli der Woche unta. 3. Morgengebet am Sonntag deinem Eins bitte ich vom Herrn, das hätte ich gern, daß ich im hause erhalte des herrn bleiben möge mein Leben lang, zu schauen die schönnn daß wi Sottesdienste des herrn und seinen Tempel zu besuchen. Ps. 27, 4.alle St 58⁰0 und in ich n. jesum allem mich fdbab einen Engel Imen, 9,/55. en, Jesun nädig⸗ n alle habe, befehlt Dein icht an Abenoͤgebete Vater des Lichts, der oͤu das natürliche Licht dieser Welt uns scheinen lässest, sende doch auch heute das wahrhaftige Licht, Jesus Christus, in unsere herzen und lasse ihn daͤrin leuchten und alle dinsternis vertreiben, damit wir dich, ewiger Gott, in deinem lieben Sohne erkennen und liebgewinnen mögen. Siehe, wir sind durch oͤie Sünde in der Finsternis der Eitelkeit dieser Welt gefangen; darum lehre uns selber aus deinem Worte, wie wir oͤrr im Glauben gehorsam weroͤen können. Vater des Lichts und Geber aller guten und vollkommnen Baben, gönne uns heute dein heiliges Wort und laß es unseres herzens höchste Freude und Wonne sein. Stärke uns, alles zu meiden, was deinen heiligen Tag entheiligt, und laß uns merken, wo es uns fehlt. Gib auch allen denen, die hier und an anderen Orten heute dein Wort verkündigen, deinen heiligen Geist, daß sie dein und nicht ihr Wort predigen, und daß sie solches tun mit fröhlichem Ruftun ihres Mundes zum heile derer, die sie hören.— Ja, komme selbst zu uns und halte deinen deiertag in unsern Seelen. Laß unser herz deinen Lempel sein. Wohne in uns mit deinem Geist und führe uns bis an das Ende unserer Wallfahrt; bis wir würoͤig werden, den ewigen Sabbat mit dem Volke Gottes zu feiernʒ dann wollen wir hich flir alle deine Liebe und deine Wohltaten herzlich lieben, loben uno preisen ewiglich, oͤurch Jesus Christus, unsern herrn. Amen. Lied Nr. 301: Gott ist gegenwärtig. 4. Abenoͤgebet am Sonntag. das ist ein köstlich ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, dͤu höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen. Ps. 92, 2. 3. herr, allmächtiger Hott und himmlischer Vater, wir danken oir von Grund unserer Herzen für deine Güte und Wohltat, die du uns an diesem Tage erzeigt hast, insbesondere für dein goͤttliches Wort, das du uns auch heute hast verkündigen lassen. Wir bitten dich auch, du treuer Gott, du wollest uns bei deinem alleinseligmachenden Wort bis an unser letztes Seufzen erhalten und unsere herzen mit deinem heiligen Geiste erleuchten, dab wir erkennen mögen, was gut und böse ist. Du wollest auch alle Sünden, die wir heute wissentlich oder unwissentlich getan 581 SICEU — F XSSNE — R 3 Morgen⸗ undͤ haben, auch die verborgenen Fehler, durch deine Barmherzig⸗ keit uns vergeben, und in der kommenden Nacht uns Ruhe ver⸗ leihen, daß wir frisch und gesund zu deinem Lobe morgen wieder aufstehen. Amen. Lied Ar. 159: Lobe den Herren, o meine Seele! 5. Morgengebet am Montag unserer hände bei uns; ja, das Werk unserer Hände wolle er fördern. Ps. 90, 17. O herr! Durch deine Güte fangen wir mit diesem Morgen unsere Wochenarbeit von neuem an. Laß oͤeine ewige Liebe und Treue auch heute uns abermals aufgehen. Wer sind wir, o Gott, daß du uns bis hierher gebracht hast? Ach, geoͤenke nicht un⸗ herzigkeit. Verlaß uns nicht und ziehe deine Hand nicht vo uns ab, Gott, unser Heil! Lehre uns tun nach deinem Woh gefallen; dein guter Geist führe uns auf ebner Bahn. Behl uns vor allem Abel, behüte unsere Seele und unseren Leib, un sehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender unseres Slaubeng, beit dem Leibe Kraft und Gesunoͤheit, dem Semüte Ruhe und Zufriedenheit und erhalte uns den Segen, den du seither un hast zufließen lassen. Legest du uns eine Last auf, so hilf sie un um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen. Lied Nr. 365: Rus meines Herzens Grunde. 6. Abenoͤgebet am Montag hilfst mir, daß ich sicher wohne. Ps. 4, 9. Ich lobe und preise deinen heiligen Namen, ewiger Gott, flir die Wohltaten, die ich heute wieder von dir empfangen habe. Ich preise dich auch für das Kreuz, das du mir, als einem Jünger gesu, täglich auflegst, um meine Seele zu dir zu ziehen. So nimm mich denn jetzt zur Ruhe, lieber vater! Ich lege mich in 582 Der herr, unser Gott, sei uns freunoͤlich und föroͤere das Werk seren Eingang und Rusgang! Wehre allem Bösen, das uns das Ziel unseres Christenlaufs verrücken könnte. Laß uns aufs⸗ damit alles, was wir tun, in dir getan sei! Gib zu unserer A⸗ serer Sünden, gedenke aber heute unser nach deiner großen Barm⸗ auch tragen. Segne, die dich lieben, beide, Große und Rleine Ich liege und schlafe ganz in Frieden; oͤenn du allein, Herr, Aben deine du mi meine hast. deiner vornel Amen kein L. Her wache Hhano sterben heute! ihrem Mensch die, we und rzig⸗ ver⸗ leder Werk lle er orgen e und Gott, t un⸗ zarm⸗ t von Vohl⸗ ehült „ un⸗ 3 uns s auf⸗ übens, Er e und r uns ie uns rleine, Hert, Gott, habe. jünger So sich in Abenoͤgebete deine Arme in gläubigem Vertrauen auf deine Gnade. Schließe oͤu mir mit deiner segnenden Vaterhand die Augen zu. Behüte meinen Leib und meine Seele und alles, was du mir gegeben hast. Behüte auch alle meine Lieben und laß niemanoͤ sie aus deiner hand reißen. Erbarme dich aller Menschen in der Welt, vornehmlich meiner Mitbrüder und Mitschwestern in Christo Jesu. men. Lied Nr. 500: Ach, Gott, verlaß mich nicht! 7. Morgengebet am Dienstag Bei oͤir ist die lebenoͤige Zuelle, und in deinem Licht sehen wir das Licht. Breite deine Güte aus über die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit über die Frommen. Ps. 36, 10. 11. O oͤu allmächtiger Gott und Vater des Lichts, der oͤu aus der Finsternis den Morgen machst und die Sonne dem Tage zum Lichte gibst, dir bringe ich frühe das dankopfer meines Mundes dar, weil oͤu mich oͤas Sonnenlicht wieder hast erblicken lassen. Nch Herr, laß mit dem Tageslicht mir und oͤen Meinen, meinen Freunden und denen, die mir feind sind, auch deine Gnade neu aufgehen. Gib allenthalben neues Licht, neue Freudigkeit, neues Leben und neue Seligkeit! O herr Jesus Christus, oͤu Sonne ber Gerechtigkeit, gehe auf mit oeiner Gnaoͤe in meinem Herzen. Erleuchte, erwärme und erfreue es. Bewahre mich vor den Werken der Finsternis, laß mich in deinem Lichte wandeln, oͤir folgen und dereinst gelangen zu deiner himmlischen Klarheit. Amen. Lied Nr. 371: Morgenglanz der Ewigkeit. 8. Abenoͤgebet am Dienstag Gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. IN. 145, 2. herr, oͤu Hüter Israels, der oͤu nicht schläfst noch schlummerst, wache über uns mit deinem Vaterauge auch in dieser Nacht. Deine Hand decke alles, was da lebet! Laß uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Gib, daß alle, oͤie heute uneins miteinander geworden sind, oͤie Sonne nicht über ihrem Forn untergehen lassen. Erquicke mit sanfter Ruhe alle Menschen, die diesen Tag über müde geworden sinoͤ. Stärke die, welche aus Not auch in dieser Nacht arbeiten müssen. Hilf 58³ Morgen⸗ und den Reisenden zurecht, die jetzt noach auf der Straße wallen. Schaffe denen ihr Unterkommen, welche heute keine Herberge fanden. Labe, die sich hungrig niederlegen müssen. Wache selbst über den Kranken, pflege die Kinder und Säuglinge, kürze die zeit denen, die nicht schlafen können, und stehe mit deinem Trost allen Notleidenden bei, die heute eine elende Nacht haben wer⸗ den.-Erhalte einem jeden das Seine in Ruhe und drieden, bis wir enoͤlich aus dieser Welt kommen zu deinem ewigen Lichtl men!l 5 Lied Nr. 400: Der Mond ist aufgegangen. 9. Morgengebet am Mittwoch Herr, lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gottj dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. Ps. 145, 10. Lieber himmlischer Vater, durch deine Snaoe bin ich wieder in die Mitte einer Woche eingetreten und preise dafür deinen heiligen Namen. deine Güte ist's, daß wir nicht gar aus sino, deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist als Morgen über uns neu, und deine Treue ist groß. Dir ergeht ich mich aufs neue, o Vater; mache mit mir, was dir wohlgefälll. Reinige, läutere und bewähre mich, daß ich ein rechtschaffener Christ weroͤe. Für meine leibliche Notdurft wirst du wohl sorgen bewahre mich aber vor Müßiggang und laß mich arbeiten, weil es dein Wille ist, und aus herzlicher Liebe gegen meinen Nächsten. Laß deine Barmherzigkeit sich ausbreiten über alle Menschen meine Beleidiger siehe mit erbarmendem RAuge an und vergib ihnen, gleichwie ich ihnen von Herzen vergebe. Alle meine An⸗ verwanoͤten lege ich in deine Liebesarme. Kirche und Schule Obrigkeit und Untertanen befehle ich dir, mein Hott, wo aber gottloses Wesen ist, da hilf, daß der Sünde gesteuert werde. Hilf den Armen und Elenden, die zu dir schreien. Herr, mein Gott, hheiliger erhöre mich um Jesu Christi willen! Amen. Lied Ur. 368: Die gülone Sonne. 10. Abenoͤgebet am Mittwoch Gott, höre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen; merke auf mich und erhöre mich. Pf. 55, 2. 5. 35⁴ Abei Be Lob u für al lichen immet gesche dehler und T Reue nicht i diesel Leib u und S auch f mir oͤr himm! her mein 6 dir bet will ich O lischer Morge wieder sicher r Lichtes du sieh uns do Seele fehlen Mensch daß wi setzt he und Allen. berge selbst ö edie Trost wer⸗ „ bis Lichtl u bist 3,I0. vieder einen sino,/ t alle rgebe efällt. ffener rgen „weil schen. hergib e An⸗ chule, haber e. Hilf Gott, einem hsten. 89 Abenoͤgebete Barmherziger Gott, lieber himmlischer vater! Ich sage dir Lob und Dank für alles Gute, das oͤu mir bisher erwiesen hast, für allen Segen, mit dem du mich im Leiblichen wie im Geist⸗ lichen gekrönt, für alle Hilfe und allen Beistand, den oͤu mich immer wieder hast erfahren lassen, für die Freude, die du mir geschenkt, und für odie Langmut und Gedulö, womit du meine dehler getragen hast. Ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an mir getan hast, und bitte dich mit herzlicher Reue um Vergebung alles Bösen, das ich begangen. hHerr, gehe nicht ins Gericht mit mir, laß deine Güte und Treue mich auch diese Nacht und ferner behüten. In deine hano befehle ich meinen Leib und meine Seele, mein Gut und Vermögen, mein Wachen und Schlafen, mein Leben und Sterben. Wenn einst oͤie Nacht auch für mich kommt, da niemand mehr wirken kann, dann reiche mir deine allmächtige Hand und nimm mich auf zu dir in dein himmlisches Reich. Amen. Lied Nr. 307: Jesu, meine Freude. 11. Morgengebet am Donnerstag herr, höre meine Worte, merke auf meine Rede, vernimm mein Schreien, mein König und mein Gott, oenn ich will vor dir beten! Herr, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir schicken. Ps. 5, 2-4. O allmächtiger, starker und gewaltiger Gott, lieber himm⸗ lischer Vater, wir kommen vor dein heiliges Angesicht an diesem Morgen und preisen dich um alle deine Barmherzigkeit, die du wiederum in dieser Nacht an uns erwiesen hast. du hast uns sicher ruhen lassen und uns fröhlich gemacht im Anschauen deines Lichtes. Du, unser Gott unoͤ Herr, erforschest und kennest uns; du siehest auf unsere geheimsten Gedanken. Ach, Vater, vergib uns doch um deines Namens willen unsere Abertretungen! dein heiliger Geist regiere uns zu allem Guten. Unseren Leib und unsere Seele und alles, was uns deine Onaoͤenhand gegeben hat, be⸗ fehlen wir in deine treuen Vaterhände. Sei oͤu unser und aller Menschen, die dich erkennen und fürchten, Licht und Heil. Gib, daß wir mit aller Treue warten des Berufes, in oͤen oͤu uns ge⸗ setzt hast. Ach, herr, bewahre unsere Zunge und alle unsere 58⁵ SFNH — Morgen⸗ unoͤ Glieder vor dem Bösen. Laß uns diesen Tag in deiner Furcht zubringen, dir zur Ehre und uns zur Seligkeit. Amen. Lied Nr. 369: Wach auf, mein Herz, und singe. 12. Abenoͤgebet am Donnerstag Behüte mich wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel. Pf. 17, 8. Lieber barmherziger Gott und Vater! Wir kommen vor dein Angesicht, um dir zu danken, daß du uns auch diesen Tag wieder durch deinen Schutz vor Schaden und Gefahr gnädiglich behütet hast. Wir sind nicht wert aller der Güte und Treue, die oͤu auch heute wieder an uns getan hast. So du, Herr, wolltest Sünde zurechnen, wer wird bestehen? Darum bitten wir dich, du wollest uns alle Sünden vergeben, die wir in Gedanken, Worten und Werken begangen haben, und uns auch jetzt in dieser Nacht vor aller Gefahr und allem Schaden des Leibes und der Seele gnädiglich bes schirmen. Zu dir steht unsere hoffnung; denn du bist unser Gott. La, uns heute in§rieden entschlafen und morgen fröhlich zu deinen Preise wieder erwachen. Führe uns durch Nacht zum Licht, bis enoͤlich der letzte Tag unseres Lebens kommt und ein Tag anbricht, der kein Ende nimmt; dann führe uns gnädig in die ewigen hütten. Amen. Lied Ur. 396: Hirte deiner Schafe. 13. Morgengebet am dreitag Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Schaffe in mir ein reines herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heilgen Geist nicht von mir, Ps. 51, 3. 12. 15. Gnädiger und liebreicher Gott! Ich hebe in dieser Morgen⸗ stunde mein herz und meine Hände auf zu dem Thron deiner göttlichen Majestät. Mitten in der Finsternis hast du mir Leib und Seele vor Gefahr und Schaden bewahrt. Darum danke ich dir und preise deinen heiligen Namen du hast Großes an mir getan, des bin ich fröhlich. Sei, o liebreicher Gott, auch heute lehre mich, was ich tun soll, daß ich nichts Böses tue. Laß deines 586 mein Beistand und leite mich nach deinem Rat. Gib mir heute und allezeit ein, was ich reden soll, daß ich nichts Ubels reoͤe) ö weroͤ V mit rettet borne nicht wir d heißn haber grünt wirel hilf u holfer unodͤ ßurcht mich r dein vieder ehütet Uauch Zünde wollest n und r aller lich be⸗ t. Laß heinem enoͤlich er kein Amen. zünden reines ch nicht on mir. lorgen⸗ deiner ir Leib inke ich an mir h heute r heute 8s reöe)/ deines Abenoͤgebete Geistes Zucht an mein Herz klopfen, wenn meine Gedanken sich von oͤir verirren wollen. Und da oͤer heutige Tag ein Geoͤenktag des Leidens unò Sterbens meines Herrn und Heilanos ist, so stelle sein Kreuz vor meine Augen, damit ich schaue, was er für mich gelitten hat, und alle Lust meines Herzens zur Sünde erlösche. Gedenke auch im Leiblichen an mich uno segne mich; laß mich aber auch alles Iroͤische als ein vergängliches Gut ansehen, daß ich meine Seele nicht daran hänge, sonoͤern nach oͤem Ewigen trachte. Wenn ich arbeite, so stärke mich; wenn ich bete, so erhöre mich wenn ich ausgehe, so begleite mich; wenn ich heimkehre, so weiche nicht von mir. Umgib mich und oͤie Meinen mit deinem Schutze, daß wir oen Abend fröhlich erleben. Amen. Zied Nr. 351: Gib oͤich zufrieden und sei stille. 14. Abenoͤgebet am Freitag Herr, auf dich traue ich; laß mich nimmermehr zu Schanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit. B. 5, 2. Wir danken dir, Herr, unser Gott, für die wunderbare Liebe, mit welcher ͤu uns Unwürdige durch oͤeinen geliebten Sohn er⸗ rettet hast. Also hast du die Welt geliebt, daß oͤu deinen einge⸗ bornen Sohn dahin gabst, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren weroͤen, sondern das ewige Leben haben. Wie sollen wir dich loben und dir Dank sagen für diese deine Barmherzigkeit? O mache uns würoͤig, himmlischer Vater, der großen Ver⸗ heißung deines Sohnes, daß wir in ihm Leben und Seligkeit haben sollen. Vollende, was du begonnen hast, stärke, kräftige, gründe uns durch die helle Erkenntnis unseres Erlösers. Siehe, wir lieben ihn, hilf uns ihn stärker lieben. Siehe, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen. Lied Nr. 387: Mein schönste Zier und Kleinod bist. 15. Morgengebet am Samstag herr Gott, oͤu bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurdͤen und die Eroͤe und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Pf. 90, 2. Du getreuer Gott, auch in dieser Nacht hast du uns wieder ge⸗ holfen und lässest uns heute unter deinem Schutze den Schluß 587⁷ * UNF Morgen- und Abenoͤgebete Fest einer Woche erleben. O herr, deine Güte reicht, so weit der mit himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Ach, sie u gib doch, daß wir ohne Unterlaß deiner Treue gedenken, und hilf ewig uns, daß auch all unser Wandel dich preise. Hilf uns zu ernst⸗ Rech licher Selbstprüfung, damit wir unsere Gedanken und die Werke dieser Woche überschauen und merken, wo wir gefehlt haben. O herr, wirke oͤu selbst in uns eine wahre Buße an Herz und Sinn. Sei uns gnädig und erfülle an uns deine Verheißung: Es sollen wohl Berge weichen und hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von euch weichen und der Bund meines§riedens soll nicht ö hinfallen. Erhebe dein Angesicht über uns und gib uns deinen Frieden! Amen. fe Lied Nr. 355: Ist Gott für mich, so trete. daß 16. Abenoͤgebet am Samstag 4 öir herr, lehre mich, daß es ein Enoe mit mir haben muß ung mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß. Siehe, meine Lan“ höhe sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vX geno dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher lebenn bitte Sie gehen daher wie ein Schatten und machen sich viel vergeb⸗ Sche liche Unruhez sie sammeln und wissen nicht, wer es kriegen wird. Gib, Aun, herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Ps. 59, 5-8. ganz Wer bin ich, Herr, und was ist mein Haus, daß du mich bis keit hierher gebracht hast? du hast in dieser Woche nicht mit mir ge⸗ ewig handͤelt nach meinen Sünden. du warst und bist meine Zuver⸗ und sicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue. Darum danbe ich dir von Grund meines Herzens, und wenn du auch mich und die Meinen mit allerlei Leiden heimsuchst, so lobe ich doch dein Güte, die durch Trübsal uns in dein Reich führen will. Ach, vergib mir um Jesu Christi willen meine Sünden, die ich wider dich, meinen Nächsten und mich selbst in dieser Wocht begangen habe. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen gewissen Geist, neige auch mein Herz dazu, daß ich denen vergebe, die sich wider mich versündigt haben. Laß mich weder in Zorn und Unversöhnlichkeit, noch sonst in einem Laster sterben oder verderben, sondern in Zesus Christus, meinem heilano/ erfunden werden. herr, du bist unsere Zuflucht für und für! Se 588 I nicht deinen 5B und ie Tage hts vor lebenl vergeb⸗ n wird, 59, 5-8, lich bis mir ge⸗ Zuver⸗ n danke lich und ch deine hen, die Wocht und gib zu, daß aß mich n Laster Heiland, ür! Sei destgebete mit mir, mit den Meinen, mit allen Menschen, schütze und schirme sie und laß sie immerdar deine Wege gehen. Bereite uns zum ewigen Sabbat, da§reude die Fülle und liebliches Wesen zu deiner Rechten ist. Amen. Lied Nr. 402: Gott Lob! ein Schritt zur Ewigkeit. II. Festgebete⸗ 17. Auf Weihnachten Dies ist der Tag, den der Herr macht, laßt uns freuen und feöhlich darinnen sein. Ps. 118, 24. Ewiger und allmächtiger Gott, du hast also die Welt geliebt, daß dͤu deinen eingebornen Sohn sanoͤtest, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren weroͤen, sondern das ewige Leben haben. Wir danken oͤir dafür von Grund unserer herzen und loben deine große Barmherzigkeit, daß uns besucht hat der Rufgang aus der höhe, oein Sohn Jesus Christus, und unser§leisch und Blut an⸗ genommen, damit er oͤurch sein Leben unser Leben heilige. Wir bitten dich herzlich, verleih uns die Gnade, daß wir alles für Schaden achten gegen die überschwengliche Erkenntnis Jesu Christi. Gib, daß wir an ihn, unseren heiland, aufrichtig glauben, uns ihm gäͤnzlich ergeben, ihm willig oͤienen in Heiligkeit und Gerechtig⸗ keit und dͤurch ihn deine Rinder und Miterben sein mögen deiner ewigen Herrlichkeit. Ehre sei dir in der höhe, Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! Amen. Lied Nr. 37: Ich steh an deiner Krippe hier. 18. Zum Jahreswechsel Mein Gott, nimm mich nicht weg in der hälfte meiner Tage. deine Jahre währen für und für. Du hast vorhin die Erde ge⸗ gründet, und die himmel sind oͤeiner hände Werk. Sie werden vergehen, aber oͤu bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Ge⸗ wand; sie werden verwaͤndelt wie ein Kleid, wenn oͤu sie ver⸗ wandeln wirst. Du aber bleibest, wie oͤu bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Ps. 102, 25-28. Allmächtiger, ewiger Gott, barmherziger Vater, wir haben jetzt abermals ein Jahr unserer Pilgerschaft auf Eroͤen zu Ende 589 ** eeee— 2 N N u Festgebete gebracht und fangen in deinem Namen ein neues an. Herr und Gott, wir rühmen und preisen deine große Barmherzigkeit und danken dir für alle deine Güte und Treue. Wir bitten dich aber auch durch deinen Sohn, unseren Heiland, vergilt uns nicht nach unserer Mishetat, sondern vergib uns unsere Sünden und führe uns auf deinen Wegen. Regiere uns, daß wir keine alte Un⸗ reinigkeit in das neue Jahr bringen, sondern oen alten Menschen aus⸗ und den neuen anziehen, der nach dir geschaffen ist. Fange an, o Vater, uns aufs neue zu segnen. Gib uns rechten Mut, rechten Glauben und rechten Christensinn. Nimm von uns alles Herzeleid, und halte deine Gnadenhand väterlich über uns.-Ge⸗ treuer Gott, erhöre unser Gebet und erbarme dich aller Menschen; erhalte uns dein reines Wort, heilige alle Lehrer und Prediger; erbaue Kirchen und Schulen. Behüte uns vor falscher Lehre. Stärke alle Regenten, fördere jeden guten Rat und jede gute Lat. Segne den Hausstand, regiere Kinder und Gesinde. Bewahre uns Gesunoͤheit. Segne unsere Nahrung und fördere das Werk unserer hände. Bekehre die Sünder, stärke die Frommen, bringe zurecht die Irrenden, erleuchte unsere Feinde, wehre allen Verfolgern, schütze Witwen und Waisen, versorge die Armen, tröste die Elenden, errette die Beoͤrängten, pflege die Kranken, sei bei den Sterbenden durch Jesus Christus, unseren heiland. Amen. Lied Ar. 48: Aun laßt uns gehn und treten. 19. Auf Karfreitag In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost: Ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 55. 5 Herr Gott, heiliger, barmherziger Vater, der du kein Gefallen hast an unserem Tode, sondern willst, daß wir uns bekehren und leben: in tiefer demut preisen wir deine Gnade, daß du deines eingebornen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hast. Herr Jesus Christus, du Mittler des neuen Bundes, demütige uns heute durch den Anblick deines Leidens und Sterbens. Wir, wir haben dir Mühe und Arbeit gemacht 59⁰ vor Krieg und Blutvergießen, vor deuers⸗ und Wassersnot, von Leuerung und Krankheiten. Kröne das Jahr mit deinem Gut gib Frieden im Lande, unseren Herzen Frieden, unserem Leibs Hirten Herrlie dir, oͤt deine! Stärke wiß w um un deine e Tod no Leben und di Segen Oüte 1 be die efallen ꝛn und deines is alle neuen eidend emacht destgebete mit unseren Sünden, und um unserer Missetat willen bist du ver⸗ wundet. O laß es uns nie vergessen, wie schwer die Strafe auf dir lag, damit wir Frieoen hätten für unsere Seelen. Treuer Heiland und Versöhner! Du hast das große Werk unserer Erlösung voll⸗ bracht. O laß dein Sterben unser Leben, deine Gerechtigkeit unser Heil, deinen Todeskampf unseren Sieg und ewigen Frieden werden. Versetze uns in die Gemeinschaft mit dir, daß unser alter Mensch samt dir gekreuzigt und begraben werde in den Tod, und wir zu einem neuen Leben mit dir auferstehen. Entzünde unsere herzen durch die Liebe, damit du uns geliebt hast bis in den Tod, daß wir dich wiederum lieben mit rechter Inbrunst des Geistes und oͤir dein Kreuz nachtragen im Glauben uno in Geduld. Herr Jesu, wie ou selbst deinen Geist befohlen hast in die hände deines himmlischen Vaters, so befehlen auch wir in sestem Vertrauen auf bie Kraft deiner Erlösung unsern Geist ganz samt Seele und Leib in deine allmächtige Hand. Du, Herr, bist würdig zu nehmen Preis und Ehre und Kraft und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit. men. Lied Nr. 65: O Haupt voll Blut und Wunden. 20. Auf Ostern Ich lebe und ihr sollt auch leben! Joh. 14, 19. Wir loben und preisen dich, allbarmherziger Gott, und danken dir von Herzen, daß du deinen Sohn, Jesus Christus, oen großen hirten der Schafe, ausgeführt hast von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, welche er hatte, eh denn die Welt war. Und bir, du großer Siegesfürst, sei ewig Ehre und Preis gebracht für deine unaussprechliche Liebe und den Segen deiner Auferstehung. Stärke und mehre nun unseren schwachen Glauben, daß wir ge⸗ wiß werden, du seiest um unserer Sünden willen gestorben und um unserer Gerechtigkeit willen auferweckt. Wirke in uns durch deine Gnade, daß wir den beständigen Trost empfinden, daß weder Tod noch Hölle uns schrecken können. Erwecke uns zu einem neuen Leben in dir und stärke uns, die Lüste des Fleisches zu besiegen undo die Werke des Geistes zu vollbringen. Rehre ein mit deinem Segen in alle Häuser und gib, daß in unserem Lande Ehre wohne, Büte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Frieoͤe sich 589 Festgebete küssen. Komme zu hilfe deiner beoͤrängten Kirche und erwecke auch sie zu neuem Leben und neuer KRraft. Tröste mit deiner Oster⸗ botschaft alle betrübten Herzen und errette alle, die in Not und Gefahr sind. Beschere uns durch die Kraft deiner Auferstehung einen seligen heimgang zu deinem und unserem Vater und gib, daß wir an jenem Tage fröhlich von den Toten auferstehen und mit dir in himmlischer Freude und Herrlichkeit ewig leben mögen. Amen. Lied Ar. 86: Uberwinder, nimm die Palmen. 21. Auf Himmelfahrt Suchet, was oͤroben ist, da Christus ist. Rol. 5, 1. Allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus, ich sage dir von herzen Dank für deine große Gnade, die du uns armen Sündern erzeigt hast durch deinen Sohn, unseren herrn. ewiger welcher auferstanden ist von den Toten, aufgefahren gen himme. und dt sitzet zu deiner Rechten und vertritt uns. Ich bitte dich, du wollesl ö destg Gottes Romm ist, un mit de Wahrl Gotte deinen in Frit der G ständit wir sit Nöten Trübse ewiger und er auch mich erwecken aus dem Grabe der Sünden und zu dir hinau/ ziehen, daß ich allein Lust, Liebe und Verlangen habe nach den himmlischen Gütern. Laß mein Herz, Gedanken und Sinne bel dir im himmel sein. Behüte und bewahre mich vor Sünden ung allem Ubel, bis ich einst ganz zu dir komme, dich von Angesicht zu Angesicht sehe und ewig bei dir bleibe in deiner Herrlichkeit Amen. Lied Nr. 96 ö Auf Christi himmelfahrt allein. 22. Auf Pfingsten Schaffe in mir, Gott, ein reines herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht ung nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Tröste mich wieder mit deiner hilfe und mit einem freudigen Geist rüste mich aub Pps. 51, 12-14. ö O Gott, der du die Herzen deiner Gläubigen so gnädig und reichlich mit deinem heiligen Geist am heiligen Pfingstfest besucht und begabt hast: gieße diesen deinen Geist auch über unsere dürren, verschmachteten Herzen aus. Komm, o heiliger Geist, und ziere uns mit deinen vielfältigen Gaben, daß wir die großen Taten ö 1 wecke Oster⸗ ehung gib, n und ögen. 1s, ich u uns Herrn⸗ immeh wollest inauf⸗ ch den ine bel en und gesicht lichkeiti neuen, cht und wieder ich aus, ig und besucht dürren, nö ziert Taten * Festgebete Gottes wahrhaftig erkennen und mit neuen Zungen oͤich rühmen. Komme in deiner Fülle in die Kirche, welche durch dich gegründet ist, und laß sie immerdar oͤeine Wohnung sein. Entzünde uns mit dem Feuer deiner göttlichen Liebe. Zünde an das Licht deiner Wahrheit, daß wir inbrünstig mit rechtem Ernst und Eifer unserem Gotte dienen. Du Geist des Friedens, verbinde unsere Herzen mit deinem Bande des Friedens, daß wir in Sanftmut und Demut, in Friede und Einigkeit beieinander bleiben und leben. Du Geist der Gedulo, gib uns Geduld in Leidenszeit und bis ans Ende Be⸗ ständigkeit. du SGeist des Gebets, erwecke unsere Herzen, damit wir sie samt heiligen händen zu Gott erheben und ihn in allen Köten anrufen. Sei unser Schutz in der Not, unsere Hilfe in Trübsal, unser Trost in aller Widerwärtigkeit. Komm, o du ewiges Licht, sei unser Licht und leite uns auf ebener Bahn zum ewigen Leben, damit wir dich, heiliger Geist, samt dem Vater und dem Sohne dort in deinem Reiche rühmen und preisen immer und ewiglich. Amen. Lied Nr. 110: O heilger Geist, kehr bei uns ein. 23. Am Bußtage Nus der Tiefe rufe ich, herr, zu dir. herr, höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens. So du willst, Herr, Sünde zurechnen: Herr, wer wird bestehen? denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte. Ps. 150, 1-4. herr oͤer Welten, Richter der Seelen, Vater in Christus! Heute bekennen wir dir unsere Sünden, und ein Volk von vielen Tausenden bekennt sie dir mit uns. Wir sind ja allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den wir an dir haben sollten, und wenn unsere Lippes hiervon schwiegen, so würden unsere Taten reden. Bei dͤir, herr, aber ist Gnaͤde und Erbarmung, darum sinken wir vor dir nieoer und bitten dich: Herr, gehe nicht mit uns ins Ge⸗ richt und vergilt uns nicht nach unserer Missetat. Barmherzig und gnädig bist du, geduldig und von großer Güte. O lege das Gefühl davon recht tief in unsere herzen; laß uns nicht erliegen unter der Last unserer Schuld. Um Jesu Christi willen vergib uns unsere Sünden. Verstoße uns nicht von deinem Angesicht; wie 38 593 UEHr Gebete in besonderen Lebenslagen sich ein Vater über seine Kinder erbarmt, also erbarme oͤich auch über uns. Erleuchte unsere Herzen, daß wir wahre Buße tun, alle wissentlichen, vorsätzlichen Sünden fliehen und meiden, hin⸗ gegen dich und dein heiliges Wort stets vor Rugen haben. Er⸗ barme dich deines Christenvolkes und aller Völker, daß sie dein heil suchen und finden. Sei bei uns in all unserer Not und höre ö auf unser Flehen in unserer Trübsal. Das alles wollest du tun, é o treuer und barmherziger Gott, um deines geliebten Sohnes, Jesus Christus, unseres Herrn und Heilandes, willen. Amen. Lied Ur. 229: Kehre wieder. III. Gebete in besonderen Lebenslagen und Ver⸗ hältnissen 24. Am Beichttaͤge(Vorbereitung zum heiligen Abendmahlf 4 a) Anleitung zur Selbstprüfung Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich ung erfahre, wie ich es meine, und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Ps. 159, 25. 24. 20 prüfe und frage dich, ob du nicht immer noch so fleischlich und weltlich gesinnt bist,-so wenig frei von Leidenschaften, voll von Regungen der bösen Lust,—so unbewacht in Rücksich auf das, was den Sinnen schmeichelt,-so ergeben vielen eitlen Träumereien,-so sehr geneigt zum Rußeren, so nachlässig i. Rücksicht auf das Innere,-so schwer zu bewegen zur Reue, —..— träge zur Verleugnung deiner selbst,—so begierig zu haben, karg im Geben,- so unvorsichtig im Reden,-so heftig im Han⸗ deln,-so unmäßig in Speise und Trank,-so taub gegen Gotte Wort,-so schnell zur Ruhe, so langsam zur Arbeit,- so mun zu unnützem Geschwätz,-so nachlässig im Gebet,-so leicht be— reit, anderen wehe zu tun, so streng im Tadel, so vorschnell zun verdammen, so wenig treu den§reunden, so unversöhnlich gegen die deinde,—so verzagt im Unglück,-so voll frommer Entschlüsse und so arm an guten Werken. (die Selbstprüfung kann auch nach den 10 Geboten geschehen 8 Geb * slagen Gebete in besonderen Lebenslagen ich auch b) Sündenbekenntnis Rn Ich bekenne dir meine Sünde und verhehle dir meine Mishetat 7 3 E nicht. Ich sprach: ich will dem Herrn meine Abertretung bekennen; n. eLr: da vergabst du mir die Missetat meiner Sünde. Pf. 32, 5. 90 25 O allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Ich armer, elender on tun Sünder bekenne vor deinem Angesicht alle meine Missetat und Sohnes Sünde, womit ich dich erzürnt und deine Strafe zeitlich und ewig men woohl verdient habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr. Darum bitte ich um deiner unergründlichen Barm⸗ herzigkeit und des unschuldigen, bitteren Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes, Jesu Christi, meines Heilanos, willen, du 5Ver⸗ wollest mir meine Sünden verzeihen und deinen heiligen Geist geben, daß ich oͤurch sein Eingeben mein Leben bessere und von herzen fromm weroͤe. Ich, Gott, sei mir Sünder gnädigl Amen. 1ömahl) e) Gebet um Vergebung oͤer Sünden ö die Angst meines Herzens ist groß, führe mich aus meinen nich ün] Roten. Siehe an meinen Jammer und Elend und vergib mir alle ege bin meine Sünden. Ps. 25, 17. 18. Mein Gott und Herr! Meine Seele ist betrübt, mein Herz leischlih voll Angst unò mein Gewissen voll Traurigkeit um meiner Sünden ten, willen. Sie gehen über mein Haupt und sind mir wie eine schwere Rücksihh Last. du aber bist voll Gnade. darum komme ich zu dir und en eitlen flehe: Gedenke nicht meiner Sünden, gedenke aber an deine Barm⸗ lassig 1 herzigkeit, die von der Welt her gewesen ist. Vergib mir um eue, deines Sohnes willen, der gekommen ist, das Verlorene zu suchen. aben, Nimm mich in Gnaden an und schenke mir deine Barmherzigkeit. im ham, gilf mir meine Sünden herzlich bereuen und deine Verzeihung n Gotte⸗ mit gläubigem Herzen ergreifen. Stärke mich durch deinen heili⸗ e gen Geist, daß ich hinfort ein christliches und gottseliges Leben eicht be führe und dir allezeit diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, wie rell Zum es dir wohlgefällig ist. Laß mir den Genuß des heiligen Mahles ich gegen deines lieben Sohnes gereichen zur Kräftigung meines schwachen ntschliß Glaubens, zur Besserung meines Lebens und zum Pfand meiner ewigen Seligkeit. Hilf, daß mein Leben eine stete Buße sei, daß schehen ich mich allezeit nach deinem Wort und Willen richte, bis ich enoͤ⸗ 58 595 Gebete in besonderen Lebenslagen lich in dein Reich komme, wo alle Schwachheit aufhört und man dir dient in vollkommener Liebe und Freude von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 220: hier legt mein Sinn sich vor dir nieder. 25. Am Abenoͤmahlstag a) Vor dem Abenomahl Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Ps. 25, 1-5. Herr Jesus Christus, du getreuer Hirte meiner Seele, du hast ö gesagt: Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird nimmer⸗ mehr dürsten. Siehe, ich komme zu dir und bitte dich, du selb wollest mich recht bereiten und zum würdigen Gast deines himm lischen Mahles machen; laß mich nicht hoffärtig und leichtfertig herzukommen. Gib rechte Reue über meine Sünden in mein herz und festen Glauben an dein Veroͤienst zum Trost in meine Seele. Gib mir auch einen demütigen und versöhnlichen Sinn, daß ich meinen Feinden vergebe, und tilge i in mir die Wurzel aller Bitter⸗ keit und Feindseligkeit. Pflanze in mein Gemüt herzliche LNiebe alle Menschen, wie mich selber in dir lieb habe. Ach, Herr, ich komme zu oͤir mit Sünden beladen, nimm die Last von mir; ich komme als Unreiner, reinige mich; als Blinder, erleuchte mich; als Armer, mache meine Seele reich; als Verirrter, suche mich; als Verlorener, mache mich selig. Mein himmlischer Arzt, ich bringe zu dir eine kranke Seele, heile sie; ein herz, bas Mangel hat an wahrer Gottseligkeit, Heiligkeit und Gerechtigkeit, erfülle es mit deiner Gnade, mit deinem Geiste, deiner Niebe, deiner Demut und Sanftmut, deiner Geduld und deinem§rieden. du wahrhaftiges Brot des Lebens, speise mich zum ewigen Leben. Amen. und Barmherzigkeit, daß ich meinen Bruder und Nächsten, Ja 7 ö ö Lied Nr. 202: Ich komme, herr, und suche dich. 596 weidet Oasser. be um u hast t, den mmer⸗ selbst himm⸗ tfertig n herz Seele. aß ich Bitter⸗ Liebe ten, ja um die linder irrter, ilischer / das tigkeit, Liebe, rieden. Leben. Gebete in besonderen Lebenslagen b) Vor dem hintritt zum Tische des herrn O Gott, sei mir armen Sünder gnäoͤig; gib deinen heiligen Geist in mein Herz, daß ich das heilige Sakrament würdiglich empfangen, meinen schwachen Glauben stärken, mein blödes Ge⸗ wissen trösten, mein Leben bessern und ewig selig werden möge. Solches verleihe mir, o Gott, um Jesu Christi willen. Amen. c) Nach dem Abendmahl Ich oanke dir, herr, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Ps. 86, 12. Barmherziger Gott und Vater, ich lobe und preise deinen heiligen Namen und daͤnke oͤir für oͤeine unaussprechliche Güte, daß oͤu mir armen, unwüroͤigen Sünder im heiligen Abendmahl deine Snade geschenkt hast. So hilf mir denn, getreuer Gott, daß mir dieses Mahl gedeihen möge zur Stärkung meines Glaubens und zur Liebe gegen die Brüder, zum Wachstum in der Gottseligkeit, zur Geoͤuld im Leiden und dereinst zu einem freudigen, seligen Sterben. Mache mich brünstig im Geist, fröhlich in hoffnung, geduldig in Trübsal, laß mich anhalten am Gebet, auf daß ich die guten Vorsätze, welche ich durch deine Gnade ge⸗ faßt habe, durch deine Kraft nun auch ins Werk setzen und alle Anfechtungen der Welt und des Fleisches überwinden möge. Erhalte deine Rirche im rechten Glauben und in wahrer Einigkeit oes Geistes und hilf uns allesamt zu deinem himmlischen Reiche. Amen. Lied Nr. 207: O Jesu, meine Wonne. d) Gebet eines Kranken vor dem Abendmahl Ich will zu Gott rufen, und der herr wird mir helfen. Ps. 55, 17. Mein herr und heiland, oͤer du das Seufzen der Elenden hörst und ein geängstetes und zerschlagenes herz nicht verachtest, blicke auf mich in meiner Trübsal unòd Anfechtung in Gnaden herab und erquicke meine Seele, die nach deiner Erbarmung dürstet, mit himmlischem Troste. Nahe oͤich zu mir in deinem heiligen Mahle und stärke mich daͤͤurch. Gib mir Kraft, daß auch Krankheit und Schmerz mein Vorhaben nicht hindern, mich mit dir zu vereinigen. Ich weiß, daß ich in deinem Mahle dich selbst empfange zur Ver⸗ söhnung mit Gott, und bin gewiß, daß ich nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben soll. Erhalte mich bei diesem be⸗ 5⁷ Gebete in besonderen Lebenslagen seligenden Glauben und stärke ihn durch deine Kraft. Mein Herr und mein Gott, tröste mich in meinem Leide und sei bei mir in meiner Trübsal, und hast du bestimmt, daß ich abscheiden soll von dieser Erde, so scheioͤe nicht von mir. Stehe mir bei im letzten Kampfe und laß deinen Tod mein Leben sein. Ist's aber dein gnädiger Ratschluß, daß ich noch länger ein Pilgrim sein soll in dieser Welt, odann reinige mir erz und Sinn, daß ich nach oͤeinem Wohlgefallen meine Wege gehe. Amen. Lied Nr. 294: Herr, wie du willst, so schick's mit mir. e) Gebet eines Kranken nach dem Abendmahl Ich danke dir, Gott, denn du kannst es wohl machen, und will harren auf deinen Ramen. Ps. 52, 11. O oͤu gnädiger und getreuer Gott und Vater, ich sage bir Lob und Dank, daß oͤu mich durch dieses heilige Mahl erquickt ung gestärkt hast. Ich bitte dich um deiner Barmherzigkeit willen, dOun wollest durch diese himmlische Speise und durch diesen Trank des Lebens meine Seele heiligen, damit ich meinen Lauf im Glauben vollende, deinem väterlichen Willen mich demütig unterwerfe ung) auch unter Kreuz und Trübsal deinen Namen preise. Gib, daß ich ewig dein Eigentum bleibe, und daß weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Leben noch Tod mich scheiden möge von deiner Liebe in Christus. Amen. Lied Nr. 295: Laß mich dein sein und bleiben. 20. Gebete in Krankheit ꝗ) ö herr, sei mir gnädig, heile meine Seele, denn ich habe an diꝛ gesündigt. Ps. 41, 5. Es hat dir gefallen, mein Schöpfer und Vater, mich mit Krank⸗ 15 heit heimzusuchen. Allmächtiger, der du gesagt hast:„Ich bin der herr, dein Gott“, zu dir nehme ich meine Zuflucht, auf dich setze ich auch in dieser Prüfung mein Vertrauen. Vor allen Dingen bitte ich dich, daß du oͤich gnädig meiner Seele annehmen, mir um Christi willen meine Sünden vergeben unò mir Hoffnung und Glaubensfreudigkeit im Tode schenken wollest. Laß das Gefühl meiner Schwachheit den Glauben an dich stärken und meine Buße 57 Gel aufr und als mir Sch— Trof Glat ist k gesu läng Früc und lässe sein, dür dir nöt Chr Not kem und wan mir trös und Sol daß in d löse nich zu Bebete in besonoͤeren Lebenslagen aufrichtig und ernsthaft machen. Ich habe niemand im himmel und auf Erden, der mir helfen, mich stärken und beruhigen könnte, als dich, den treuen Helfer in aller Rot. O mein Vater, oͤu hast mir eine Last aufgelegt, hilf sie mir auch tragen; lindere meine Schmerzen, erquicke meine matte Seele mit deinem himmlischen Troste; schenke mir Geduld und Gelassenheit; läutere meinen Glauben in der Hitze oder Trübsal. Herr, oͤu Allmächtiger, bei dir ist kein Ding unmöglich; wenn du willst, kannst du mich wieder gesund machen. Bin ich noch nicht reif für die Ewigkeit, o so ver⸗ längere noch meine Snadenzeit, daß ich künftig dir wohlgefällige Früchte bringen möge. Ja, Herr, ich gelobe es, daß ich mit Leib und Seele mich oͤir heiligen will, wenn oͤu mich wieder aufkommen lässest. Sollte aber in deinem heiligen Rat mein Ende beschlossen sein, so bitte ich dͤich flehentlich um die Gnade, selig sterben zu dürfen. Vater, nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Herr, dir lebe ich; dir sterbe ich; dein bin ich tot und lebendig. Amen. Lied Ar. 295: Auf oͤich hab ich gehoffet, Herr. b) die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten. Pf. 25, 17. du frommer und getreuer Gott und Vater unseres herrn Jesus Christus, ich bitte dich von Herzen, oͤu wollest mich in meiner Kot nicht verlassen, sondern mit dem Licht deiner wahren Er⸗ kenntnis erleuchten, daß ich darin aus oͤer Finsternis oͤieser Welt und meiner schweren Krankheit zu oͤir, dem ewigen Lichte, möge wandeln. O herr, sei oͤu bei mir, wenn ich sterben soll; stehe du 8 mir zur rechten hand, wenn ich meinen Geist aufgeben muß; tröste und stärke mich im festen Vertrauen auf deine große Gnade und Barmherzigkeit. Ach, Herr, laß das letzte Wort deines lieben Sohnes am Stamme des Kreuzes auch mein letztes Wort sein, daß ich mit gläubiger Zuversicht im Herzen sagen darf: Vater, in deine hände befehle ich meinen Geist; denn du hast mich er⸗ löset, du getreuer Gott. Und wenn ich aus Schwachheit solches nicht mehr sprechen kann, so laß doch mein Herz also in der Stille zu dir rufen nnoͤ seufzen. Amen. Lied Nr. 439: Christus, der ist mein Leben. 399 Gebete in besonoͤeren Lebenslagen c) Morgengebet eines Kranken Ich komme früh und schreie; auf dein Wort hoffe ich. Ps. 119, 147. Herr, oͤu Vater des Lebens, dessen Güte alle Morgen neu ist, sei gelobt und gepriesen, daß oͤu mich armen Kranken in dieser Nacht so gnädig bewahrt und erhalten hast. Noch kann ich das Licht schauen im Lande der Lebendigen und deine über mich er⸗ neuerte Güte preisen. Sollte aber dieser Tag mein letzter auf Erden sein, ach so bewahre doch in meinem Herzen das Licht des Glaubens und laß Jesus Christus, das ewige Licht, mit seiner Gnade mir leuchten bis ans Ende, daß ich selig einschlafen möge in seiner selig machenden Erkenntnis. Nun, Herr, dein Wille ge⸗ schehe! Nimm dich meiner Seele treulich an, daß sie nicht ver⸗ derbe. Mein Gott und Vater, erbarme dich über mich und gib mir deinen Frieden! Amen. Lied Är. 371: Morgenglanz der Ewigkeit. d) Abenogebet eines Kranken Der Herr ist mein Licht unòd mein Heil; vor wem sollte ich mich 3 fürchten? Pf. 27, 1. Ddeinem Namen, mein treuer Gott und heilano, sage ich von Herzen Dank und Lob, daß du mir diesen Tag hast überwinden helfen, und daß deine Rraft in mir Schwachem mächtig war. Aber siehe, hier liege ich noch unter deiner heimsuchung und seufze zu dir: Ach, Herr, mein Gott, wie lange verziehst du mit deiner Hilfel Siehe doch meinen Jammer und mein Elend an, vergib mir alle meine Sünden und errette mich! Dir befehle ich meinen hinfäl⸗ ligen Leib und meine so teuer erkaufte Seele. Stärke mich im Glauben und in der Geduld also, daß ich vor dir bestehen und das himmlische Erbe durch deine Snade erlangen möge. Dazu hilf mir, mein Heiland und Erlöser, um deines bitteren Leidengz und Sterbens willen. Amen. Lied Nr. 397: herr, es gescheh dein Wille! e) Gebet der Eltern bei Erkrankung eines Kindes Erhöre mich, wenn ich rufe, Hott meiner Gerechtigkeit, der du mich tröstest in der Angst; sei mir gnädig und erhöre mein Gebet. Ps. 4, 2. 6⁰⁰ wil une ihn win aue den ja soll so me dar Rre soll schl unt igen 147. u ist/ dieser das h er⸗ rauf t des seiner möge le ge⸗ bver⸗ gib mich havon inden Aber fze zu Hilfel ir alle infäl⸗ ch im und Dazu eidens des der du Bebet. GSebeke in besonderen Lebenslagen Barmherziger, gnädiger Gott und Vater, du siehst, welcher Jammer unser Herz erfüllt. Die Freude an unserem lieben Kinde ist in schwere Sorge und großes Herzeleid verwandelt. Da liegt es vor unseren Rugen, und jeder Zug seines Antlitzes bricht unser herz. Wir möchten gern helfen und können doch nicht. Darum erbarme dͤu dͤich, allmächtiger Helfer, oenn bei dir ist kein Ding unmöglich. Doch es ist dein Kind, du bist sein Vater, denn du hast ein größeres Anrecht an es als wir. Deshalb, dein Wille geschehe. Wir wollen nicht murren, wenn oͤu es uns nimmst aus unseren Armen in deine treuen Vaterarme. Gedenkst oͤu es zu versetzen als Pflanze in dein Paradies, dann wollen wir uns trösten, daß ou es frühe führest zu seinem ewigen Heile. Willst oͤu unser liebes Kind uns aber noch lassen, dann, o herr, wollen wir es von neuem freuoͤig aus deiner Vaterhand nehmen als lebendigen Zeugen deiner Macht und deiner Gnaoe. Dann aber schenke uns auch Kraft und Weisheit, es für dich und dein himmlisches Reich zu erziehen. Amen. Lied Nr. 355: Befiehl oͤu deine Wege. f) Fürbitte der Angehörigen für einen Kranken hilf ou uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen! Ps. 79, 9. Vater, wir flehen zu dir für unseren Kranken, der uns so wert und teuer ist. Kann es nach deiner Weisheit geschehen, so laß ihn genesen und erhalte uns ihn, den wir so innig lieben. Doch wir unterwerfen uns mit demut deinem heiligen Willen, wenn auch mit banger Besorgnis und mit Tränen. Hilf, Helfer, hilf, denn wenn du willst, so kannst du uns wohl helfen. Du hast uns ja gesagt: Rufe mich an in der Not, so will ich oͤich erretten, so sollst du mich preisen. Vater, wir rufen dich an: Ist es möglich, so laß uns den bittern Kelch der Trennung nicht trinken, gib viels— mehr, daß wir für Rettung und Erhaltung dich preisen und oir danken können. Mildere, o Gott, die Schmerzen unseres lieben Kranken und tröste, beruhige, stärke ihn durch deinen Geist. Und soll, o herr über Leben und Too, nach deinem väterlichen Rat⸗ schluß seine Todesstunde herannahen, ach, so mache sie ihm sanft und selig. Stärke dann mit Kraft aus der Höhe den Scheidenden 601 Gebete in besonoͤeren Lebenslagen und uns, die Zurückbleibenoen. Laß ihn und uns im Geiste hin⸗ überblicken in die ewigen Wohnungen. In solchem Glauben laß uns leben, leiden und sterben. Amen. Lied Nr. 344: Was Gott tut, das ist wohlgetan. g) Fürbitte der Angehörigen für einen Sterbenden Wo ist jemand, oͤer oͤa lebet und den Tod nicht sehe? Ps. 89, 40. heiliger, barmherziger Vater, siehe in Gnaden an unseren Mit⸗ erlösten, der mit dem Tode ringt. Erbarme dich seiner in seiner letzten Angst. Erbarme dich seiner im Gerichte. Wir empfehlen dir seine Seele, die ͤu zum ewigen Leben erschaffen hast; erlöse sie von allem Ubel und nimm sie auf in deine Hände. Göttlicher Erlöser, Jesus Christus, auch für diesen Sterbenden hast oͤu dein Blut vergossen, auch für ihn die heißen Todeskämpfe diesem Sterbenden, dessen Auge jetzt bricht. Stärke ihn in e letzten Kampfe; hilf ihm durchdringen durch die enge Pforte zum ewigen Leben. Bringe seine Seele zum ewigen Frieden. Amen. Lied Är. 455: Unser keiner lebt ihm selber. h) Kurze Sprüche, Sterbenden vorzusprecheng O Vater, ich befehle meinen Geist in deine händel Du hast mich erlöset und wirst mich auch jetzt erlösen, o Herr, oͤu getreuer Gott. Amen. Ach, Herr, erlöse mich von allem Ubel und hilf mir zu beinem himmlischen Reiche. Amen. Herr Jesus, dein bitteres Leiden und Sterben komme mir zu x hilfe in meiner Tooͤesnot und vor deinem Gerichte. Amen.— herr, ich warte auf dein heil! Führe mich nach deinem Worte* ins rechte Vaterland. Amen. herr Jesus, dir leb ich, herr Jesus, dir sterb ich; dein bin ich tot und lebendig. Amen. Ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch keine andere 002 4 gekämpft. Stehe ihm bei in seiner letzten Not. Du hast seine un⸗ sterbliche Seele erlöst zum ewigen Leben. Rufe den scheioͤenden ö Geist in oͤie heimat zu dir, auf daß er deine Herrlichkeit schaue. Heiliger Geist, göttlicher Tröster, sei Licht, Trost und Krast ö Gebete in besonoͤeren Lebenslagen Kreatur mich scheioͤen kann von der Liebe Gottes, die in Christus zesus ist, unserem herrn. Amen. Erlöse mich, o mein Gott, von meinen Leiden; doch nicht wis ich will, sonoern wie du willst; Herr, dein Wille geschehel Amen. 27. Gebet nach dem Verscheioͤen eines Kranken Aun, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. 59, 8. 2 Heur allmächtiger Gott und Vater, verleihe unserem Dahin⸗ geschiedenen um deines lieben Sohnes willen die ewige Freude und Ruhe; laß ihm leuchten dein ewiges Licht und gib ihm das ewige Leben! Uns aber, die wir hienieden bleiben und dem Entschlafenen nachschauen, tröste aus der Fülle deiner Barmherzigkeit! Sei unser aller Pfleger, helfer und Beistand und laß uns deine Hüte und Gnaoͤe reichlich erfahren, bis auch unser Stünoͤlein kommt und wir selig dahinfahren. O getreuer Herr und Heiland, geleite die Seele unseres Ent⸗ schlafenen, die oͤu selber durch dein Blut erkauft hast, in die Herr⸗ lichkeit Hottes um deiner Liebe willen. Amen. ů Lied Nr. 485: Jesus, meine Zuversicht. 28. Dankgebet nach erlangter Genesung Lobe den herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat; der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen; der dein Leben vom Verderben erlöͤst; der dich krönet mit Gnaoͤe und Barmherzigkeit. Ps. 105, 1-4. Ich preise dͤich, herr, denn du hast mich erhöret; da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund. Du hast mein Herzeleid in herzens⸗ freude verwandelt. Siehe, um Trost war mir sehr bange, aber I du, herr, hast dich meiner Seele angenommen, daß sie nicht ver⸗ dürbe. Stricke des Todes umfingen mich, aber oͤu hast mein Flehen erhört und meine Seele vom Tode errettet. herr, mein Gott, wie groß sind deine Wunder, die oͤu an mir bewiesen hast! Belobt seist du, Herr, täglich, und gerühmt sei 5 dein herrlicher ame immer und ewiglich. Getreuer Vater, wende ö 6 Gebete in besonderen Lebenslagen nun deine Barmherzigkeit nicht von mir, sondern vollführe das gute Werk, das oͤu in mir angefangen hast, und stärke mich von Tag zu Tag mehr und mehr; leite mich oͤurch deinen guten Geist, daß ich dir mein Leben lang diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. Laß deine Güte und Treue allewege mich be⸗ hüten. Verlaß mich nicht, herr, mein Gott; sei nicht fern von mir; eile, mir immerdar beizustehen, Herr, meine Hilfe, auf daß ich allezeit deinen heiligen Namen lobe und deine Erbarmung und Gnade preise. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. Amen. Lied Ar. 137: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut. Inhalt Ne. I. Der Tag des herrn 1 1⁴ An Morsen 1 3 Zum Anfang des Gottesdienstes 4-10 Zum Schlusse des Gottesdienstes. 11-14 ů u. Aoveernt 15— 30 Mi. Weihnachtten 31· 45 W. Jahreswechsel 46-52 u. 402 V. Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 53- 5/ VI. Vahionn 58— 75 Begräbnis 3eeeeen 73—7⁵ n. Osterrrt 7⁰- ul. hanmelfahrrrtrt 93-—1 Vyfngsten 106-1¹ Schlußlied oͤer Weihnachts⸗„ Oster⸗ und Hiingzeiit 12² Trinitatisfeitt 12³¹⁷ XI. Allgemeine Lob⸗ und Danklieder.. 128-147 XIl. Kirche und Gnaoͤenmittelnl 148·¹⁰ Kirch m 148-176 Kirchweihh 165-166 Ausbr. d. Kirche L 167-17⁰ Gnaoenmittel 177·-210 Wort Gottes 177-183 Satrameneeee 18⁴4·-2¹⁰ Heilige Caue 184-187 Ronjirmatiin=ÿÆђfLnss 188-194 Das heilige Abenoͤmahl.. 195-210 Vor und währenoͤ der Feier„ 195-206 nach der Feier 207·-2¹⁰ ⁰ο⁷ EA 82 *** XIIl. Wieodͤergeburt unoͤ 290 XIV. Buße Glaube und 2 Behtherloung heiligung ö Nachfolge cheim Gebe Gebet Allgemeine Fürbitte Friede und Freude Vertrauen 30⁴4·-5⁰⁵ 306·²4 325-360 Lieder für Lesenderr Balen Stände und Verhältnisse Jahreszeiten örühing Sommer Herbst Winter Morgen Mittag Vor Tische Nach Tische Abend Für Kinder Am Schlusse der Woche ö 2— Beruf Ehe und gausstand Obrigkeit Predigtamt Allgemeine Not Krieg und Frieden Mißwachs und 2759755 Ernte Wetterlieder Reise Krankheit SS 361·564 ⁰ 03 56³ 3⁰4 365·-579 380-585⁵ 380·-5⁸2 385·-585 386-40⁰¹ 4⁰ 4⁰²⁴⁰⁸ 40⁴⁴⁰⁷ 408⁴¹⁵ 41⁵ . 4 418-42⁰ 421¹4⁵ . 424 425-27 428—425 . 45⁰ 43¹¹43 Inhalt Ar. 211·360 361-435 ‚ 22 3* 7 6 I 9 4 ö F * Im Alter XV. Die letzten Dinge Tood Sterbelieder Begräbnislieder Beim Tode der Eltern Beim Tode von Ehegatten Beim Tode von Kinoͤern. Gericht und Ewigkeit 477·-5⁰0⁰0 Anhang geistlicher Lieder für Jugenoͤgottesdienste uns für freie Versammlungen oͤer Gemeinde Nr. 501-572.* Liturgische Gesänge S. 564-571. ottesdienstoroͤnungen S. 571-580. ö HGebete zur häuslichen Andacht S. 580-504. Verzeichnis oer Lieder S. 608-616. Erlauternde Bemerkungen zu den Melodien des Anhangs unnd dem Wechselgesang S. 616. ö * 2. 1 Nr. Abend wird es wieder„528 Abermals ein Zahr verfl.. 49 Ach bleib bei uns, Herr„151 Ach bleib mit deiner dnade 152 Ach Gott, ich muß in Tr. 470 uch Gott und Herr, wie. 215 Ach Gott, verlaß mich nicht 300 Ach Gott, vom Himmel sieh 150 Ach mein Herr Jesu... 317 Nch mein Jesu, sieh, ich 395 Ach sei mit deiner Gnade 14 Ach, was bin ich, mein„217 Ach, was ist doch unsre Zeit 449 ach, wie heilig ist der Ort 165 Alllein Gott in der Höh sei 125 Allein zu dir, Herr Jesu. 215 Allle Jahre wieder kommt 504 Allle Menschen müss. sterben 486 Aller Gläubg. Sammelpl. 462 Hnlles ist an Sottes Segen 558 Allgenugsam Wesen Als Jesus von s. Mutter. 515 Amen, deines Grabes.. 92 Am Kreuz erblaßt. 72 An dem Forntag, an. An dir allein, an dir„. 222 Auf, auf, ihr Reichsgenoss. 18 Auf, auf, mein Herz, mit 519 Auf Christi himmelfahrt 9⁰ Auf den RNebel folgt d. S. 554 Auf dich hab ich gehoffet. 295 Ruf diesen Tag bedenk. wir 94 508⁸ Verzeichnis der Lieoer) Ich wundergr. Siegesheld 97 Ur. Auferstanden, auferstand. 88 Auferstehn, ja auferstehn„ 464 Auf Gott und nicht auf. 355 6 Auf, ihr Streit., durchgedr. 255 Ruf, Jesu Jünger, freuet 95 Ruf meinen lieben Gott. 329 Auf, Seele, auf, und 58 Aus dem himmel ferne. 529 Aus Gnaden soll ich. 2557 Rus irdischem Getümmel. 2564 Aus meines Herz. Grunde 365 Rus tiefer Not schrei ich 212 Barmherziger, laß deiner 185 Bedenke, Mensch, dasEnde 488 Bedenk ich deine gr. Treue 505 Befiehl odu deine Wege„353 Bei dir, Zesu, will ich bleib. 192 Beschwertes herz, leg ab d. 1 Betrübtes Herze, sei zufr. 409 Bis hierher und nicht weit. 165 Bleibe bei uns, o herr Jesu 550 Bleibt bei dem, der euretw. 265 Brich an, du schönes Morg. 14 Bringt her dem Herren„158 Christe, du Lamm Gottes 195 Christen erwarten in allerl. 424 Christen sind ein göttl. Voit 3 Christ fuhr gen Himmel 95 Christ ist erstanden von der 70 Christ lag in Todesbanden 77 Christus, der ist mein Leben 459 530 erzeichnis der Lieöer Nr. Danket, danket Gott mit. 208 Dank u. Anbetung bringen 127 Das alte Jahr vergangen ist 46 Das Leben welkt wie Gras 551 Das walte Gott, der helfen 407⁷ Dein König kommt in. 30 Dein Wort, o herr, bringt 160 Dein Wort, o Herr, ist.. 182 Der am Kreuz ist meine. 61 Der beste Freund ist in dem 552 Der oͤu, Herr Jesu, Ruh. 73 Der oͤu in Todesnächten„ 173 Der oͤu noch in oͤer letzten 284 Der oͤu uns als Vater.. 119 Der du zum heil erschienen 176 Der Heiland kommt. 27 Der heilgeChrist ist kommen 45 Der herr bricht ein um. 555 der Herr fährt auf gen h. 98 Der Herr ist meine Zuvers. 356 der Himmel hängt voll„ 359 Der Maie, der Maie bringt 554 Der Mensch hat nichts so 555 Der Mond ist au sgegangen 400 Der Tag d.i. so reuoenreich 505 Der Tag ist hin, mein Jesu 392 Der Tag mit seinem Lichte 390 Des Jahres schön. Schmuck 363 Dich, Jesum, laß ich ewig 286 Die auf der Erde wallen. 456 Die beste Zeit im Jahr ist 5356 Die Christen gehn von Ort 461 Die deinoͤe deines Kreuzes 162 Die Gnade unsers Herrn. 53/ Die güloͤne Sonne, v. Freud 368 Die Herrlichkeit oer Erden 445 Die hier vor deinem Antlitz 190 3³ 1ur. Die himmel rühmen des. 146 Die Nacht ist kommen, oͤrin 538 Ddie Nacht nunmehr verg. 367 Die Sach ist dein, herr Jesu 559 Die Seele ruht in Jesu„494 Dies ist der Cag, den Gott 40 Dies ist die Nacht, da mir 38 Die Tage sind so oͤunkel. 501 Die Woche geht zu Ende. 405 Dir dank ich für mein Leben 435 Dir, dir, Jehova will ich. 299 Die wir uns allhier beis. 516 (Dort oben, dort oben)„ 550 472 Du gehest in den Garten. 69 Du lieber, heilger, rommer 500 Durch Trauern und durch 50 Du bist zwar mein und Du sollst glauben, o du 24 Du sollst in allen Sachen 404 Du Vater oͤein. Menschenk. 2 Ehre sei Gott in der höhe 4² Eine herde und ein Hirt 17 Einen guten Kampfhab ich 58 Einer ists, an dem wir„175 Eines wünsch ich mir vor 817 Ein feste Burg ist unser Gott 149 Eingesargt zum letzt. Schl. 408 (Ein Kindelein so löbelich) 505 Ein Lämmlein geht u. trägt 68 Ein reines Hherz, herr..249 Eins ist Not, ach herr.. 277 Ein Wetter steiget auf.. 429 Ein Wohlstand ohnegleich. 395 Emp. z. Gott, mein Lobges. 43 Erfüllt sind Stund u. Zeiten 44 Erhalt uns doeine Lehre„155 6⁰5 Erhalt uns, Herr, bei dein. 149 Erhebt d. herrn, ihr drom. 2 Erhöht. Siegesfürst u. Held 90 Erinnre dich, mein Geist. 85 Ermuntert euch, ihr From. 490 Erstanden i. d. heilge Christ 520 Es glänzet der Christen. Es ist ein Ros entsprungen 31 Es ist ein Schnitter, der. Es ist noch eine Ruh.. 495 Es ist vollbracht! Er ist. 68 Es kennt der herr d. Seinen 265 Es kommt ein Schiff gelad. Es saß ein fromm. Häuflein 117 Es wolle Gott uns gnädig 167 Ewge Liebe, mein Gemüte 235 Fahre fort, fahre fort. Fortgekämpft und fortger. 55/ Freu d. sehr, o meine Seele 440 Friede, ach Friede, ach.. 310 Fröhlich soll mein herze spr. 55 Früh am Morgen Jesus Frühmorgens, da die Sonn 78 Fiür dich sei ganz mein Herz 54¹ Geduld ist euch von nöten 35⁷ Geh aus/meinherz,/ u. suche 362 Geht hin, ihr gläub. Ged. 147 Geht nun hin und grabt. 465 Geht zum Schlummer Geist v. Vater u. v. Sohne 114 Geist vom Vater u. v. Sohn Gelobet sei der herr. Gelobet seist du, Jesu Christ 35 Gelobt sei Gott im höchsten Gen Himmel aufgefahr. ist 525 18 Derzeichnis der Gesegn uns/ Herr, d. Gaben 380 Gib dich zufried. u. sei stille 331 Gott,/ d. Güte reicht so weit 302 Gott,/ der oͤuherzenskenner 262 Gott, der oͤu unsre Zuflucht 250 Gott der Gnaden, schwer 228 Gott d. Himmels u. d. Erden 366 Gott, du Licht, das ewig. 375 Gottes Staoͤt steht festgegr. 164 Gott, gib einen milo.Regen 115 Gott hat in meinen Tagen 455 Gott ist gegenwärtig.. 301 Gott ist mein Gott, er sorgt 353 Gott ist mein hort... 181 Gott ist mein Lied... 145 Gott lebet noch! Seele„ 346 Gott lebt, wie kann ich„352 Gottlob, ein Schritt„ 402 Gottlob, nun ist erschollen 422 Gott ruft der Sonn u. schafft 52 Gott sei dank durch.. 16 Gott Vater, aller Dinge„166 Gott, vor dessen Angesichte 225 Gott wills machen, odaß„ 349 Größter Morgen, der die 87 Großer Gott v. altenzeiten 2 GroßerGott, wir loben oͤich 542 GroßerRönig unsrer Erden 194 Großer Mittler, d. 3. Recht. 100 Großer Schöpfer, herr„364 Guter Geber, Dank sei oͤir 385 (Hab acht auf mich). Soo a Habe deine Lust am... 312 Halleluja! jauchzt, ihr.. 91 Hallelujal Lob, Preis u. Ehr 125 halleluja l wie lieblich stehn 104 — Verzeichnis der Lieder Nr. Halt im Gedächtnis Jesum 279 Harre, meine Seele. 5845 Heilanoͤ, d. Menschenliebe 282 Heilger Jesu, heilgungsqu. 252 (Heilig, heilig)..(57 Herbei, o ihr Gläubigen. 50/ Herr, auf Erden muß ich. 99 Herr Christe, wahr. Mensch 457 Herr, oͤeine Kirche danket. 161 Herr, dein Wort, die eoͤle 179 Herr, der oͤu mir das Leben 399 Herr, oͤ. hast f. alle Sünder Herr, du wollst uns vollber. Herr, ein ganz. Leidenstag Herr, es gescheh dein Wille Herr, es ist ein Tag ersch. Herr, es ist von meinem. Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, w. danken dir Herr Gott, dͤich loben wir Herr, höre, Herr, erhöre. Herr im Himmel, Gott Herr Jesu Christ, dͤich zu Herr desu Christ, d. höchstes Herr desu, Licht der heiden Herr, mein Licht, mein Herr, nun selbst den Wagen Herr, stärke mich, dein Herr, vor deinem Angesicht Herr, wie dͤu willst, so.. Herr, wir kommen zu. Herr, wir singen deiner. hHerz, laß dein Sorgen sein Herzlich lieb hab ich dich Herzlich tut mich erfreuen Herzlich tut mich verlangen 441 Herzliebster Jesu, was. 60 30⁷ Nr. Herz, mein Herz, nicht„324 Herzog unsrer Seligkeiten 247 1560 46⁰ 220 5⁴47 Herz und Herz vereint. heute mir und morgen dir Hier legt mein Sinn sich. hier stehen wir von nah u. Hilf, herrqesu,laß gelingen himmelan geht unsre Bahn Hinunt. i. ö. Sonne Schein Hirte deiner Schafe, der. höchster, denk i. a. d. Güte Höchster Gott, wir danken Höchsterhelfer,s.nicht ferne Höchster Tröster, komm. Hör ich euch wieder... 3 Hört oͤas Wort voll Ernst Hosiannal Davids Sohn. Hüter, wird die Nacht. Jauchzet, ihr himmel. Ich armer Mensch, ich (Och bete an die Macht d. L. Ich bin ein Gast auf Erden Ich bin getauft auf deinen Ich bin in dir und du in mir Ich erhebe mein Gemüte. 220 Ich geh zu deinem Grabe 81 Ich habe nun den Grund 256 Ich hab in guten Stundͤen 451 ö Ich hab mein Sach Gott 458 Ich hab mich Gott ergeben 444 Ich hab von ferne. . 499 Ich komme, Friedensfürst 240 Ich komme, herr, und suche 202 Ich laß dich nicht, du Hilf 347 Ich ruf zu dir, Herr Jesu 292 Ich ruhe nun in Gottes„489 5¹¹ — Jesu, der du bist alleine. Jesu, Freund der Menschen 205 Jesu, geh voran Zesu, großer Wunderstern 56 Jesu, hilf siegen, du Fürste 246 Jiesu, komm, sei eingebeten 405 Jesu, meine Freude Jesu, meiner Seele Leben 27 Jesu, meines Lebens Leben 6⁰ Jesus Christus herrscht„15 Jesus, Jesus, nichts a. Jesus 272 Jesus ist mein Leben jesus lebt, mit ihm auch ich 84 esus, meine Zuversicht„485 jesus nimmt die Sünder an 255 esus schwebt mir in Ged. 275 IJesus soll die Losung sein 581 Ihr Kinderlein, kommet, o 508 Im himmel, im Himmel, 550 Nr. Ich sag es jedem, daß er. 89 Ich singe dir mit herz..155 Ich soll zum Leben oͤringen 260 Ich steh an deiner Krippe 37 Ich sterbe täglich und mein 451 Ich trau auf Gott. In aller 548 Ich und mein Haus, wir. 415 Ich weiß, an wen ich glaube 242 Ich weiß, an w. ich glaube u. 45⁷ Ich weiß, daß mein Erlöser 327 Ich weiß von keinem andern 259 Ich will dich lieben Ich will streben Ich zieh in ferne Lande„ 450 JIe größer Kreuz, je näher 351 Jehova, Herr und König. 416 Jerusalem, du hochgeb..480 Ü275 4 Jesu, deine tiefen Wunden 59 30⁵ 41¹ „307 34¹ 612 r Verzeichnis oͤer Lieder Nr. Immer muß i. wieder lesen 551 In allen meinen Taten„350 Inethlehem einRindelein 509 In Christo will ich sterben 445 In dir ist Freude in allem 552 In Gottes Namen fangi. an 40⁰ In tiefen Angsten schreien 420 In unsers Königs Namen 258 Ist Gott für mich, so.. 355 2²2 Kehre wieder/ kehre wieder König, dem kein König gl. Kommet, ihr Hirten. Komm, heiliger Geist, erf. Romm, heilig. Geist, herre Rom m, heilig. Geist, o. Sch. Romm, m. Herz, aus Jesu Romm, o herr, komm bald Romm, o komm, du Geist Rommst d., kommst d.,Licht Rommt, Brüder, laßt uns Rommt her, ihr seid gelad. Rommt u. laßt u. Christum Lamm, das gelitten, und Lasset uns den Herren pr. Lasset uns mit Jesu ziehen Laß m. dein sein u. bleiben Laßt mich gehn Lebst du in mir, o wahres Licht, das in die Wolt gek. Licht vom Licht, erleuchte Liebe, die du mich zum Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte Liebster Zesu, wir sind hier 6 Lobe den Herren, d. mächt. ö ö ; Verzeichnis der Lieder Nr. Lobe den Herren, o meine 159 Lob Gott getr. mit Singen 554 Lobt Gott, ihr Christen. 34 Löwen, laßt euch wieder. 156 Mache dich, mein Geist. 250 Machs mit mir, Gott, nach 445 Macht hoch die Tür. 15 Man lobt dich in der Stille 152 Mein erst Gefühl sei Preis 378 Meinebebenszeit verstreicht 454 Meinenzrieden geb ich euch 321 Meinen Jesum laß ich nicht 271 Meine Seele senket sich„ 348 Meine Seele, voller Fehle 224 Meine Sorgen, Angst u. Pl. 342 Mein Geist, o Gott, wird 406 Mein Glaub ist meines Leb. 316 Mein Gott, das Herz.. 218 Mein Gott, ich weiß wohl 452 Mein Gott, nun ist es.. 374 Mein heiland nimmt die 234 Mein Jesu, der du vor.. 199 MeinLeben i. ein Pilgrimst. 450 Mein schönste Zier und. 387 Mir ist Erbarmung widerf. 258 Mir nach, spricht Christus 244 Mit Ernst, o Menschenkinoͤ. 17 Mitten wir im Leben.. 478 Morgenglanz der Ewigkeit 371 Mübde bin ich, geh zur Ruh 401 Nach einer Prüfung kurzer 493 (Nach dem Sturme fahren) 568 Näher, mein Gott, zu oͤir 555 Nimm hin den Dank. 209 Nun bitten wir den h. Geist 108 Ur. Aun bringen wir den Leib 465 Nun danket alle Gott.. 131 Nun dank. all u. bring. Ehr 154 Nun freut euch, lieb. Christ. 251 Nun geh uns auf, du Morg. 185 Nun gottlob, es ist. 185 Nun jauchzet, all ihr From. 19 Nun kommt oͤas neu. Nun laßt uns gehn u.treten 48 Nun lob, mein Seel, den h. 129 Nun preiset alle Gottes B. 150 Nun ruhen alle Wälder„ 389 Nun sich ö. Tag geendet hat 393 Nun sich o. Tag geenoͤet, m. 398 Nun singet und seid froh. 512 Nun so will ich denn.. 285 Oallerhöchster Menschenh. 370 O Christ, wenn Arme.. 289 O daß doch balo dein Feuer 556 O daß ich tausend Zungen 140 O du allersüßte Freude„ 112 O du fröhliche, o oͤu selige 122 O du Liebe meiner Liebe 67 Odurchbrecher allerBande 248 O du reicher Herr der.. 187 OEwigkeit, oͤ. Donnerwort 484 OEwigkeit, oͤ. Freudenwort 485 O fromm. u. getreuer Gott 214 OGott, oͤer oͤu oͤas Firmam. 428 O Gott, oͤu frommer Gott 290 O Gottes Geist und Christi 121 O Gott, o Geist, o Licht. 116 O Gott, von dem wir alles 425 O Haupt v. Blut u. Wunden 63 O heilger Geist, kehr bei. 110 O heiliger Geist, o heiliger 527 0¹⁵ 9 Nr. O herrlicher Tag.. 522 O hilf, Christe, Hottes S. 518 O Zesu Christe, wahres L. 557/ O jesu, herr der Herrlichk. 417 O Zesu, meine Sonne.. 322 O gesu, meine Wonne 20⁰⁷7 O zgesu, süßes Licht 577 O König, dessen Majestät 221 O Lamm Gottes, unschuld. 58 O Liebesglut, wie soll.. 280 O mein herz, gib dich. 360 O selig Haus, wo man ⸗414 OsternOstern, Frühlingsw. 525 O Traurigkeit, o herzeleid 74 O ursprung des Lebens. 281 O vater der Barmherzigk. 216 O Welt, sieh hier deindeben 64 O wie freun wir uns. 10 O wie fröhlich, o wie selig 402 O wie selig seid ihr doch. 482 Prediger der süßen Lehre 180 Rede, liebster Jesu, rede. 177 Rüstet euch, ihr Christenl. 251 Ruhe hier, mein Geist.. 70 Ruhet wohl, ihr Totenbeine 459 Sag, was hilst alle Welt 558 Schaffe in mir, Gott. 211 Schaff., schaff., Menschenk. 255 Schmücke d., o liebe Seele 195 23—3—9—9—9— Schmückt das dest mit.. 115 Schöner Himmelssaal..481 Schon ist der Tag von Gott 497 Schönster herr Jesu 550 Schwing dich auf zu deinem 55 Seele, du mußt munter w. 372 4 614 X Ar. Seelenbräutigam, Jesu. 278 Seele, sei zufrieden... 550 Seele, was ermüdst du. 257 Seid barmherz., Menschen 287 Sei getreu bis an das Ende 245 Sei Lob und Ehr dem. 157 Selig sind des himmels 498 Siegesfürst u. Ehrenkönig 102 Sieh, dein König kommt 25 Sieh, hier bin ich... 298 So geh nun hin, dem Grabe 47⁵ So hab ich obgesieget. 474 Soll ich denn mich täglich 345 Sollt es gleich bisweilen. 340 Sollt ich meinemGott nicht 306 So nimm denn m. Hände 569 Sorge doch für meine Kind. 410 ö So ruhest du, o meine Ruh 75 So wahr ich lebe, spricht 252 Speis, o Gott, uns, deine 381 Steht auf, ihr l. Kinderlein 561 Stille Nacht, heilige Racht 515 Such, wer da will, ein 27⁰ Teures Wort aus Gottes 178 Tochter Zion, freue dich„505 Tut mir auf die schöne 8 Treuer Wächter Israel„419 Triumph, Triumph 5²⁴ Uberwinder, nimm die„88 Unser keiner lebt ihm selber 453 Unsern Rusgang segn. Gott 11 Unser Vater, der uns liebt 384 Unser Wandel ist i. Himmel 201 Unsre müden Augenlider 391 Unter Lilien jener Freuden 562 Unumschränkte Liebe 14² AAn— Verzeichnis dͤer Lieoͤe SSSSSESESES öSSSESSSEESEEE SSSESSSSESSSESSSSESS Nr. Valet will ich dir geben.442 Vater, deines Geist. Wehen 169 Vater, dͤir s. Preis gesungen 12 Vater, hier im Erdenschoße 467 Vater uns. im Himmelreich 291 Verleih u. Frieden gnädigl. 421 Verzage nicht, oͤu Häuflein 153 Volk des Herrn, bring dein 189 Volk des Herrn, du hast. 267 Vollbracht ift nun oͤie heilge 210 Voller Wunder, voller.. 408 Vom Geräusch oͤer Welt. 320 Vom Himmel hoch, öda. 32 Von des Himmels Thron 191 Von oͤir, oͤ. Gott der Einigk. Von Gott will ich nicht Wach auf, du Geist der. Wach auf, mein Herz, die 80 Wach auf, mein Herz, und 369 Wachet auf, ruft uns die 479 Walte, walte nah und fern 17⁰0 Wann kommt der Herr. Warum betrübst du dich. 320 Warum sollt ich mich denn 332 Warum willst oͤu oͤraußen 21 Was freut mich noch, wenn 120 Was Gott tut, oͤ. ist wohlg. 344 Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, so denken... 42/7 Was hinket ihr betrognen 255 Was mein Gott will..325 Was wär ich ohne dich 28 Weicht, ihr Berge, fallt„311 Weil ich Jesu Schäflein bin 563 Weißt du, wieviel Sternlein 564 Wenn alle untreu werden 565 2 Nr. Wenn auch wie ein Psalter 290 Wenn Christus seine Kirche 159 Wenn der herr einst die. 358 Wenn ich einst von jenem 379 Wenn ich ihn nur habe. 318 Wenn ich, o Schöpfer, deine 143 Wenn kleinehimmelserben 476 Wenn mein Stünoͤlein„456 Wenn mich mein Sünden 62 Wenn wir in höchstenNöten 418 Weroͤe licht, oͤu Staoͤt der 55 Weroͤe munter, mein Ge⸗ müte. 588 Wer ist ein Mann?... 566 Wer ist wohl wie oͤu.. 313 Wer nur den lieben Gott 359 Wer sind die vor Gottes. 491 Wer weiß, wie nahe mir 448 Wie fleucht oͤahin oͤer.. 487 Wie getrost und heiter.. 319 Wie groß ist des Allmächt. 144 Wie heilig ist oie Stätte. 200 Wie könnt ich sein vergessen 205 Wie lieblich ists hieniedoen 567/ Wie mit grimmg. Unverst. 568 Wie schön ists doch, Herr 409 Wie schön leucht. der Morg. 209 Wie sicher lebt der Mensch 455 Wie soll ich dich empfangen 20 Wie wohl ist mir, o reund 309 Willkomm., Held i. Streite 82 Wir oͤanken Gott für seine 383 (Wir glauben all an Einen Gott)(573-575) Wir pflügen u. wir streuen 569 Wir singen dir, Immanuel 36 Wir treten zum Beten vor 570 6¹⁵ O herrl O hilf, O Jesu O Jesu, O gesu, O gesu, O zesu, O eKönif OLamm O Liebe O mein O selig! Ostern/ O Traur O uUrspr O Vater O Welt, s —. S“. *8 O wie fr O wie fr O wie se Predigei Rede, lit Rüstet ei Ruhe hie ö Ruhet wo —. Sag, we Schaffe i Schaff.,A Schmückt Schmückt Schöner Schon ist Schönsten Schwing Seele, du 614 oder auch der Gesamtchor, A, daß wieder alle singen. Beim n 8 Verzeichnis Fer Ternn ne. We. Mir werden bei dem herrn 5o0 Zeuch ein zu deinen Toren 11. Wo findet die Seele die.571 Zeuch hin, mein Rind. 47 2 Wohlauf, mein Herz, verlaß 57 Zeuch uns nach d.so laufen 5285 Wohlauf, wohlan z.letzten 466 Zieht in Frieden eure Pfade 57½ Wohl einem Haus/ da Jesus 412 Sion, gib dich nur zufrieden 15 Womit soll ich dich wohl„141 zu Bethlehem geboren ist 54.. Wunderanfang, herrlichs 345 Zwei der Jünger gehn. 88 Wunderbarer Rönig. 156 zweierlei bitt ich von dir 2 ů ö ö ö Erläuterungen zu den Melodͤien ö öb 1. ie Zeichen I, U, A sinò Andeutungen für etwaigen Wech sel gesang. Ibzw. IUbedeutet, daß die erste bzw. zweite Gruppe(Chor/ eines deichens wird die Strophe von allen(der Hemeinde) gesunge 2. Die im Anhang beigegebene zweite Stimme ist nicht v'“ wenoͤbar, wenn ein Lied im vierstimmigen Satze des Anhan zum Choralbuch begleitet wird. 3. Bei einigen Volksliedern ist die Zahl der Silben 299 2 * allen Strophen gleich; bei diesen müssen die mit Bogen versehens Roten je nach der Silbenzahl einer Zeile bald verbunden, bd. getrennt gesungen werden... Ein Anhang zum Choralbuch zur Begleitung auf Orgel, WRR monium oder Klavier ist bei J. Waitz, darmstaoͤt, erschlem die Melodien zu Ar. 30, 115, 555 und 555 sind jetzt im Veilg von Leuckart, Leipzig, erschienen. die Melodien zu Ar. und Nr. 554 sinò mit Genehmigung der hinterbliebenen des—. ponisten und des N. Deichertschen Verlags(G. Böhme) in Leipz entnoͤmmen aus§r. Mergner,„50 geistliche Lieder für Chor 4 Einzelstimme“, Nr. 570 mit Genehmigung des Ubersetzers und 6s Breitkopf& Härtelschen Verlags in Leipzig aus J. Röntgen u K. Budde„IV Altniederländische Volkslieder“. 3 Nr. ren 111 . 47⁵ isen 520 ade 572 den 154 nist 514 .. 85 dir 297 vechsel“ oe(Chor) im gehlen gesungen nicht vil Inhangg n nicht 3 n den, bal rgel, 90 erschis. im Verla Ar. 514½ des Kom in Leipß Chor u rs und d nigen un 8 E 2 * 22 2—— E —— —— 2* ———*