— INNE WA. IE— 5..— -CNCNN SSSSIIIITTRDRRRRRNN* V*—— — ÜM — Evangelisches Gesangbuch Rhs Amande und Wesffalen ιαιμe:.vnnse. Dortmund. Druck und Verlag von W. Crüwell. 1916. Preis Oltavausgabe A 1. des gebundenen Buches M. 1.10. Di G G Übersicht des Inhalts. Das Gesangbuch. I. II. III. IV. VI. Lob und Dank, Nr. 1—23. .On Zeiten, Nr. 24—17⁰ 1. Sonntag, Nr. 24— 40 Advent, Nr. 41—57 Weihnachten, Nr. 58—74 Neujahr, Nr. 75—822 „Epiphanias, Nr. 83—88 „Passion, Nr. 89—116 „Ostern, Nr. 117—137 Himmelfahrt, Nr. 138—149 Pfingsten, Nr. 150—165 „Trinitatis, Nr. 166—170 che und Gnadenmittel, Nr. 171¹.23⁵ Kirche, Nr. 171— 205 Wort Gottes, Nr. 206—212 Taufe, Nr. 213—216 Konfirmation, Nr. 217—222 Abendmahl, Nr. 223—235. Christliches Leben, Nr. 236-408 1. Buße, Nr. 236—258. 2. Glaube und Rechtfertigung, Nr. 259— 28⁰0 5 Heiligung, Nr. 281-362 Vertrauen auf Gott, Nr. 363— 408 .— *. S 8 Besondere Zeiten, Stände und Nr.409—471 „Morgen, Nr. 409—425 „Mittag, Nr. 426—429 „Abend,‚, Nr. 430—453 Hausstand, Nr. 454—459 „Ernte, Nr. 460— 463. Krieg und Friede, Nr. 464466 Vaterland und Obrigkeit, Nr. 467 7—471 Tod, Gericht und Ewigkeit, Nr. 472—522 1. Tod und Begräbnis, Nr. 472—507 2. Die letzten Dinge, Nr. 508 522. AS VII. Psalmen, Nr. 523—537 Geistliche Lieder Gebete A. Gebete für die häusliche Wdadt I. Morgengebete. II. Abendgebete III. Tischgebete. Seite 5—496 5—27 28—148 28—39 39—53 53—67 67—73 73—77 78—101 101—119 119—129 129—144 144—148 149—202 149—178 178—183 184—186 186—189 190—20² 203—379 203—226 226—251 251—334 335—379 380—433 380—395 395—397 397—416 416—421 421—425⁵ 425—429 429—433 434—479 434—466 466—479 480—496 497—535 536—569 536—553 536—539 539—543 5⁴43 IV. Gebete für die Festage Addent Weihnachten. Jahresschluß. Neujahr „Epiphanienzeit. Passionszeit. Karfreitag „Ostern. Himmelfahrt 10. Pfingsten 11. Trinitatisfest 12. Erntefest 13. Reformationsfest 14. Königsgeburtstag. 15. Bußtag 5 16. Totenfest. B. Schulgebete C. Gebete für gottesdienstliche Handlungen I. Beim Eingang in die Kirche II. Beim Ausgang aus der 342 III. Am Tauftage. IV. Am K Konfirmationstage V. Zur Vorbereitung oder Beichte—— VI. Zur Feier des heiligen W D. Bereitung zum Eide. E. Gebete in allerlei Not F. Gebete für Kranke und Sterbende Verzeichnis der alten und neuen Vibeilertionen Bibel⸗Lesetafel Verzeichnis der Liederdichter Alphabetisches Verzeichnis der Lieder des Gesargbucs Vergleichende Tabelle mit dem Militärgesangbuch Übersicht des Inhalts. 561—563 563—569 570—584 585—-590 591—604 60⁵5—612 613 I. Lob und Dank. 1. — 4 +*. 2 1—— ‚‚ —....... 22 3 1. Al ⸗lein Gott dar⸗ um, daß in der Höh sei Ehr und Dank für nun und nim⸗mermehr uns rüh⸗ren kann kein sei ⸗ne EI ů ——...— Scha ⸗de ein Wohl⸗ge⸗falln Gott an uus hat, nun ist groß —3—— 33435—— wunr ureru. ndrr Ler ; 25—.—— 2—4—— 1—.—— Fried ohn Un⸗ter⸗ laß, all Fehd hat nun ein 2. Wir loben, preisn, anbeten dich; für deine Ehr wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz unermessn ist deine Macht, fort gschieht, was dein Will hat bedacht: wohl uns des feinen Herren! 8. O Jesu Christ, Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Versöhner der'r, die warn verlorn, du Stiller unsers Haders; Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich——4 aller. O heilger Geist, 0 höchstes Gut, du allrheilsamster Tröster, vors Teufels Gwalt fortan behüt, die Jesus Christ erlöset durch große Martr und bittern Tod; abwend all unsern Jammr und Not, dazu wir uns verlassen. Nikolaus Decius 7 1541. 2. J. Erster Chor. Zweiter Chor. HQ 4——— 4 D.— 1 ö ö— E——— EA.——————— Herr Gott, dich— ben 5 ——— Gott,———2—5 dir. I.I.T Dich, Va⸗ter in E⸗wig⸗keit, eh⸗-ret die Welt weit und breit. E SDSDS.. Lob und Dank. H E——.———— Al En⸗gel und Himmelsheer 1—— was die⸗ net dei⸗ ner 65 —— .7———— 326555— rnrnn—— ö — B.* 4 4— + * ö ö SSI..‚............— . B V. Hei⸗lig ist un⸗ser Gott! Hei lig ist un ⸗ser Gott! —— Hei⸗lig ist un⸗ser Gott, der Her⸗ re Ze 3ba⸗-oth! 2. Erster Chor. Zweiter Chor. H V 144% + ů—j—4 6650.— 2.* — Dein göttlic Macht und Herrlichkeit geht ü-berHimmlund Er-den weit. Der hei⸗li⸗ gen zwölf Bo⸗ten Zahl und die lie⸗ben Pro⸗phe⸗ten all, 10 die teu⸗ren Mär⸗trer all⸗zu⸗mal lo⸗ben dich, Herr, mit großem Schall. Die gan⸗ze wer⸗te Christenheit rühmt dich auf Er⸗den al⸗le-zeit: dich, Gott Va⸗ter, 5 dei⸗nen rechten und eingen Sohn, ů —— 2 4 4 + —— 5 17 2 de en heiligen Gesndudierwen m mit ehhem Deui sie lobt und ehrt. 3. —. n ne, Frnn r. Du E der Ehren, Je⸗su Wus⸗ Gott Vaters ew⸗ger Sohn du bist; dn—.— 2 S—.—.—— 2— n,=—* —— 65— derdungfrauseiß 2 1 1—— zu erlösen das mens chlich Geschlecht. .—*———.— i, Du hast dem Tod zerstört sein Nacht u und all Christen zum PI bracht. Du sitzt zur Rechten Got⸗tes gleich mit al⸗ler Ehr ins Va⸗ters Reich. Ein Rich⸗ter du zu⸗künf⸗tig bist al⸗les, das tot und le⸗bend ist. vV. Lob und Dank. 4. ——.——— 7 ————5—.— ö— ————— er, e. ö 2—. — — — —.——.——— x—. .. Laß uns im Himmel ha-ben teil mit den Heilgen in ew⸗gem Heil. *7— IPIII 57— 66 6— n wüe unen munnner.. .—*— 66). zt Herr und das dein Erbteil ist; E. wart und pfleg ihr'r zu aller Zeit und heb sie hoch in E-wigkeit. RARDDS——.—..— ER— Täglich,Herr Gott, wir endiz und 366 dein Wamen ste⸗ tig⸗lich. Be⸗ hüt ansHeut, o treu⸗er Gott, vor al⸗ ler Sünd und Mis⸗ se⸗tat. Sei uns gnä⸗ Hie, o Her⸗re Gott, sei unsgnä⸗dig in al⸗ler Not. Zeig uns dei⸗ne Barmherzig⸗keit, wie uns⸗re Hoff⸗nung zu dir steht. 9 E d; nriin ene, naern s— et——— ů ů E......—. 1.——.— n 9— Auf dich hoffen wir, lieber Herr: in Schanden laß uns nim⸗mermehr. Beide Chöre. 0 1.2..—— I P ö ö . —.— 25.—— A. men. Das Tedeum, deutsch von Martin Luther 1483-1546. 3. Psalm 103. —— .SISII.IIII...... —.—————— 1. Nun lob, mein Seel, den Her⸗ren, was in mir ist den Sein Wohl⸗tat tut er meh⸗ren, ver ⸗-giß es nicht, o ——— N Lob und Dank. * 11 IE ., ere. ———— II I— DDDDe + Na⸗men sein! Her⸗ze mein! Hat dir dein Sünd ver⸗ ge ben und —— 4 IE H— 1..—— 14 5 53 E 2— e— ——.—.— 1 heilt dein Schwachheit groß, er⸗rett't dein ar-mes Le⸗ben, nimmt ——.— Feuee Lun p 4ů + I—— + 12 2— in sei⸗nen Schoß, mit rei⸗chem Trost be⸗schüt-tet, 1 IR 4* —— 1.— 0 2————. 3.—— Ad⸗ler gleich; der Herr schafft Recht, be hü-tet, die 23——.— — lei⸗ den in sein'm Reich. ein bald verwelkt Geschlechte, Er hat uns wissen lassen ein Blum und fallend Laub: sein heilig Recht und sein Gericht, der Wind nur drüber wehet, dazu sein Güt ohn Maßen, so ist es nimmer da; es mangelt an Erbarmung nicht, also der Mensch vergehet, den Zorn läßt er wohl fahren, sein Ende ist ihm nah. straft nicht nach unsrer Schuld, 4 Din Bidden it er held. 6533 Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewigkeit bei seiner lieben Gmeine, die steht in seiner Furcht bereit, die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich: * sein Güt ist hoch erhaben ob den'n, die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend, ist unsre Sünd dahin. 2 E—— 21.1— · 3. ihr starken Engel, waltet Wie Väter sich erbarmen seins Lobs und dient zugleich ob ihrer jungen Kindelein, dem großen Herrn zu Ehren so tut der Herr uns Armen, und treibt sein heilig Wort. wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Mein Seel soll auch vermehren Er kennt das arm Gemächte sein Lob an allem Ort. ö und weiß, wir sind nur Staub, Johann Gramann 1487-1541. ee d erer erer re. d .SSSII.I.II.......... E 4—.————4—— 1. Nun laßt uns Gott dem Her⸗ren dank⸗sa⸗gen und ihn eh⸗ren für . . *** der hat das Heil erworben. Lob und Dank. 9 —K— ů D 1.. al-le sei ⸗ne Goben, die wir emp⸗fan⸗gen ha⸗=ben. 2. im Himmel solln wir haben, Den Leib, die Seel, das Leben o Gott, wie große Gaben! hat er allein gegeben; ö dieselben zu bewahren, Wir bitten deine Güte tut er nie etwas sparen. daß sie hiusort behüts 3. uns Große mit den Kleinen; Ein Arzt ist uns gegeben, du kannsts nicht böse meinen. der selber ist das Leben: 6 Christus für un; gestoroon, Erhalt uns in der Wahrheit, gib ewigliche Freiheit, 4. zu preisen deinen Namen Durch ihn ist uns vergeben durch Jesum Christum. Amen. die Sünd, geschenkt das Leben: Ludwig Helmbold 1532— 1598. 5. Sirach 50, 24—26. E— — STT.—.— ö ů ů ů— EO ꝗq‚q‚— —1———— LI —— „Nun dan-ket al-le Gott mit Her⸗zen, Mund und Hän⸗den, der gro⸗ße Din⸗ge. tut an uns und al⸗len En⸗ den, —6— IE—.—— ———.— Ene. W..— — Tr der uns von Mut⸗ter⸗leib und Kin⸗des⸗bei⸗nen an un⸗ ——.—— —— 9 ö zäh ⸗lig viel zu ⸗ gut und noch jetz-und 2. 3. Der ewig reiche Gott Lob, Ehr und Preis sei Gott, woll uns bei unserm Leben dem Vater und dem Sohne ein immer fröhlich Herz und dem, der beiden gleich und edlen Frieden geben im höchsten Himmelsthrone: und uns in seiner Gnad dem dreimaleinen Gott, erhalten fort und fort als der ursprünglich war und uns aus aller Not und ist und bleiben wird erlösen hier und dort. jetzund und immerdar. Martin Rinckart 1586-1649. I— ——3—— —ꝛ—— — .. ..—....n‚n““““.————- + I ů ů 11 ö ö 4⁵ WH—————— AWAAUNUEEEEA Q*X— ö nn inin murnnn SE SSSS.II.II I ⁴0⁷ 2— 2.—..—— 13—— 1. Nun prei⸗set al le Got⸗tes Barmher⸗zig⸗keit, lob ihn mit 275 22— 1—4— U e rirri. 1—.—— 1—— 1 wer⸗te⸗ste Chriesten⸗ heit! Er läßt dich freund⸗lich ö Schal l 1 j„—— 575 A 6 N—.— — 99.—— 15 4— 15.. zu sich la⸗ den: freu⸗ 2. Der Herr regieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt. „sei⸗ ner Gna⸗den. 4. Er gibet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal; e dich, Is⸗ ra⸗ Viel tausend Engel um ihn schweben, er schaffet früh und spaten Regen, Psalter und Harfen ihm Ehre geben. füllet uns alle mit seinem Segen. 3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein! Zur grünen Weiden stellet euch willig ein: — 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, werteste Christenheit! da läßt er uns sein Wort verkünden, Uns soll hinfort kein Unfall schaden: machet uns ledig von allen Sünden. freue dich, Israel, seiner Gnaden. Matthäus Apelles von Löwenstern 1594—1648. 7. ö Mel. Nun lob, mein Seel, den Herren. 1.—..— 2 IIE 4— . 4——— + * —.—3——— .E—.— — 2——— 1.——.— 1. Man lobt dich in des Rüh-mens ist der Stil ⸗ le, du hoch⸗ er⸗ hab⸗ ner die Fül ⸗ le vor dir, o Ders Gott 44.— 56 5 —— e d nn d. . , — Zi⸗ons⸗Gott; 4 Ze⸗ba⸗oth. Du bist doch, Herr, auf Er⸗den der Frommen Zuver 407 UH—.— ———... 5.—————— 7.⁰— e ,n e,, ö EDE—1—2— 1.—— in Trüb⸗sal k und Be⸗schwer⸗den läßt du die Dei⸗nen Lob und Dank. 4 UxH— UH HDII— II—. I 5 —— 1 +7.—— Lacht 2015 sol dich ämd⸗ lich eh⸗ren mein Mund vor je⸗ der⸗ 18. 14 ee d.. — ö— + 2.—— mann und dei⸗nen Ruhm vermehren, so⸗lang er lal⸗len kann. 2. 3. Es müssen, Herr, sich freuen Herr, du hast deinen Namen von ganzer Seel und jauchzen schnell, sehr herrlich in der Welt gemacht; die unaufhörlich schreien: denn als die Schwachen kamen, Gelobt sei der Gott Israel! hast du gar bald an sie gedacht. Sein Name sei gepriesen, Du hast mir Gnad erzeiget, der große Wunder tut nun wie vergelt ichs dir? und der auch mir erwiesen Ach bleibe mir geneiget, das, was mir nütz und gut: so will ich für und für nun das ist meine Freude, den Kelch des Heils erheben zu hangen fest an dir, und preisen weit und breit daß nichts von dir mich scheide, dich hier, mein Gott, im Leben solang ich lebe hier. und dort in Ewigkeit. Johann Rist 1607-1667. 8. Psalm 146. Mel. Valet will ich dir geben. U ö 1—3—.—————.— ö — ö 1. Du mei⸗ne See⸗le, sin⸗ge, wohl-auf und sin⸗ge schön dem, wel⸗chem al le Din⸗ge zu Dienst und Wil⸗len stehn. 2 2 25.*— 1. S—. .—ß‚—..———.—5 22—— * Ich will den Her⸗ren dro⸗ben hier prei⸗sen auf der Erd, ich UH Q E ö dn ernn. 1—— er rer * ů 6 will ihn herz⸗lich lo⸗ben, so ⸗- lang ich le⸗ben werd. 2. Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil. Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt: sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt. ———— ———..— 3. Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht; das weisen die Geschäfte, die seine Hand gemacht: der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer und die unzählge Herde im großen wilden Meer. 4. Hier sind die treuen Sinnen, die niemand unrecht tun, all denen Gutes gönnen, die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, und was er spricht geschicht, und wer Gewalt muß leiden, den schützt er im Gericht. 5. Er weiß viel tausend Weisen, zu retten aus dem Tod; er nährt und gibet Speisen zur Zeit der Hungersnot, Lob und Dank. macht schöne rote Wangen 7 oft bei geringem Mahl, und die da sind gefangen, die reißt er aus der Qual. 6. Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht't. Er liebet alle Frommen, und die ihm günstig sind, die finden, wenn sie kommen, an ihm den besten Freund. 7 Ach ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm, der Herr allein ist König, ich eine welke Blum; jedoch weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ists billig, daß ich mehre sein Lob vor aller Welt, Paul Gerhardt 1607—1676. 9 *. Mel. Nun danket all und bringet Ehr. 1——ë —.... 3 ͤe,eerne Hn, 0——.— 0 1. Ich sin ge dir mit Herz und Mund, Herr, mei⸗nes Her⸗-zens ö — — Il i ... Lust, ich sing und mach auf Er⸗den kund, was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Ouelle bist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und 232— fließt. Was sind wir doch? Was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben—4 Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und Most zu seinen Zeiten findt? 6. 27 Wer gibt uns Leben und Geblüt? 2 Wer hält mit seiner Hand den güldnen, werten, edlen Fried in unserm Vaterlandꝰ 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, du, du mußt alles tun: du hältst die Wach an unsrer Tür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, treulich bei. 9. ö Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzusehr; ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zur Ehr gereicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein und was sein Kummer sei; kein Zähr⸗ und Tränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12 Du füllst des Lebens Mangel aus Lob und Dank. 13 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Mut: dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 15 Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 1 6. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf hat er zurückgekehrt! 17 Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment: nein, was er tut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht. und red ihm nicht darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt 1607-1676. 10. 9 Sirach 50, 24— 26. — E— 3 3 i H——— — ů DSDSDD...... —————— EEEEE 1. Nun dan⸗ket all und brin⸗get Ehr, ihr Men⸗schen in der I II 3* + III 18 2 V —1 — ——5 ö—— ...... ö 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge tut; Welt, dem, des⸗sen Lob der En⸗gel Heer im Himmel stets ver⸗meldt. 3. der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält und, wo kein Mensch mehr helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt; ———— ——— 14 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Sünd vergibt und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn auf unserm Volk und Land; er gebe Glück zu unserm Tun und Heil zu allem Stand. Lob und Dank. 7. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, ja ferne von uns stehn. 8. Solange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil und bleib auch, wenn wir von der Erd abscheiden, unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhardt 1607—1676. 11. 5 II II 2 E..— 2 2—.— — 5—*— · ö 2...— 2—.—— 22.— SI——— . 4. Sollt ich mei⸗ nem Gott nicht sin-gen, sollt ich ihm nicht Denn ich seh in al ⸗len Din⸗gen, wie so gut ers ISI..... T EEEE dank⸗bar sein? mit mir mein. Ists doch nichts als lau-ter Lie-ben, 6— n e e— UI II 2— + 22 1— 2.— 2 .——— das sein treues Her⸗ze regt, das ohn En⸗de hebt und trägt, P.— arner dr.— Ei ßFFFFFVu e, nen, n lueoe, De e die in sei⸗nem Diens sich ü⸗ ben. Al⸗les Ding währt 1 2 I 20 5.SD. ꝗIIT.— darnun nn mandre.. —— 4—.— ö H sei ne Zeit, 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm gedeckt, alsobald von Mutterleibe, 90 er mir mein Wesen gab Got tes Lieb in E⸗ wig ⸗keit. und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit Gottes Lieb in———.— Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein teures Blut gewinn. O du unergründter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort; daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Reich zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Not entstehen, Lob und Dank. mich gereitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie ein Vater seinem Kinde niemals ganz sein Herz entzeucht, ob es gleich, verführt zur Sünde, von dem rechten Pfade weicht: also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zugut, will mein Fehlen mit der Rut und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Seine Strafen, seine Schläge, ob es mir auch bitter scheint, dennoch, wenn ichs recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. nimmt ers gleichfalls wohl in acht. Alles Ding währt seine Zeit, Wenn mein Können, mein Vermögen Gottes Lieb in Ewigkeit. nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt. Wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält: Tier und Kräuter und Getreide; in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 1 Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte nicht sein Angesicht 10. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stillestehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein: also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. I1. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind; bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt 1607—1676. II — H ——.—. r—— Lob und Dank. 12. 1. Sam. 7, 12. Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. E +—— e— 18515 en e et, den en e——.— 5———— —3————— 8*—3—.—3————.— 2— E—.——.— 2—. + 27 1. Bis hie⸗her hat mich Gott ge-bracht durch sei⸗ne gro ße bis hie⸗her hat er Tag und Nacht be-⸗wahrt Herz und Ge⸗ H— 2 2—— 23 e d. l de n 35 SSS.. 1. 7—1— nte. Bis hie⸗her hat er mich ge⸗leit't, bs hie⸗her 1 ů— 251.. EAA 2+—3— ö—— en er EEEEEEEEEEEEEEl LV hat er mich er⸗freut, bis hie⸗her mir ge ⸗ hol⸗ fen. 2. 3. Hab Lob und Ehre, Preis und Dank Hilf fernerweit, mein treuster Hort, für die bisherge Treue, hilf mir zu allen Stunden, die du, o Gott, mir lebenslang hilf mir an all und jedem Ort, bewiesen täglich neue; hilf mir durch Jesu Wunden, in mein Gedächtnis schreib ich an: damit ich sag bis in den Tod: Der Herr hat Großes mir getan, Durch Christi Blut hilft mir mein Gott, bis hieher mir geholfen. er hilft, wie er geholfen. Amilie Juliane von Schwarzburg⸗Rudolstadt 1637—1706. 13. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. n— Hin.——.— D‚‚PP‚P‚PPP‚PPPPIPIPII........ —— 2——— EE—.—4 23 1. Sei Lob und Ehr dem höch-sten Gut, dem Va⸗ter al-ler dem Gott, der al le Wun⸗der tut, dem Gott, der mein Ge⸗ WWEEEEE —— E..——— Gü⸗te, mit sei⸗nem rei⸗chen Trost erfüllt, dem Gott, der al⸗len A 1.—— 2—— 5—— e,— 2.—..——.. 2 L———— + Jam ⸗mer stillt. Gebt un ⸗serm Gott die Eh⸗re! —————9——————9——————— π ———————————— 2. Es danken dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen; und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht, Gebt unserm Gott die Ehre! 3 Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht und alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir, gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! Lob und Dank. 17 6. Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, die alle Welt erzeiget, so kommt, so hilft der Überfluß, der Schöpfer selbst und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehrel 7. Ich will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren; man soll, Gott, deinen Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! die falschen Götzen macht zu Spott; der Herr ist Gott, der Herr ist Gott. Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht mit jauchzenvollem Springen, bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre! Johann Jakob Schütz 1640—-1690. 14. 1——— ö ,e.r are Lrrere Lrer d . 2—.————4— 5.— 1. Lo⸗be den Her-ren, den mäch-ti-gen Kö⸗nig der Eh⸗ren, mei⸗ne ge⸗lie⸗be⸗te See⸗le, das ist mein Be⸗ geh-ren. E 1+ E. r 2— 1 v rn I———— ö—— E 4 ö .———— 1— ů 135 0— 2—1 Kom⸗met zu⸗hauf, Psal⸗ter und Har⸗fe, wacht auf, las⸗set den — ö 23————— ——— +* + 3ge⸗ sang hö ⸗ ren! —.——. *————*— 18 2. regieret, der dich auf Adelers Fittichen sicher ö geführet, ö der dich erhält, wie es dir selber gefällt. Hast du nicht Ba verspüret? Lobe den Herren, 925 künstlich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet: in wieviel Not hat nicht der gnädige Gott uber dir Flügel gebreitet! Lob und Dank. Alles, was Odem hat, 4. Lobe den Herren, der alles so herrlich Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. Lobe den Heu was in mir ist, lobe den Namen! lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht; lob ihn in Ewigkeit! Amen. Joachim Neander 1650—1680. 15. II —— ———.——————— 1 E Kö⸗nig, 5—5— me ba ·rer Gna⸗den⸗ + *. Wun der Dei⸗ne I Eer 2 Herr⸗ scher von uns al⸗ len, hast du las⸗sen flie-ßen, ————2* —— ö—— K. 5 0 72— + laß die Zin ge sin 3g Himmel, lobe rchtn deines Schöpfers Stärke, mehr als aller Menschen Werke. Großes Licht der Sonnen, schieße deine Strahlen, die das große Rund bemalen. Lobet gern, Mond und Stern, seid bereit zu ehren einen solchen Herren. 3. O du meine Seele, singe fröhlich, singe, singe deine Glaubenslieder. Was nur Odem holet, jauchze, preise, klinge, laß dir un ⸗ser Lob ge⸗fal⸗len. ob wir schon dich i ver⸗lie⸗ßen. ——. DSEEE Hilf uns noch, stärk uns doch; en, laß die Stim⸗me klin⸗gen. wirf dich in den Staub danieder. Er ist Gott Zebaoth, er ist nur zu loben hier und ewig 4.— Hallelujah bringe, wer den Herren kennet, wer den Herren Jesum liebet; Hallelujah singe, welcher Christum nennet, sich von Herzen ihm ergibet. O wohl dir! Glaube mir: endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben. Joachim Neander 1650—1680. —23——.— ‚ *—.—————— ——.—————— —= Lob und Dank. — 2 d . e—— 1. O daß ich tau⸗send Zun⸗ so stimmt ich da- mit um gen hät ⸗te und ei⸗nen tau⸗send⸗ die Wet⸗te vom al⸗-ler⸗tief⸗sten fa ⸗-chen Mund, ein Her⸗zens⸗grund — —2 u————— iE— an von dem, was — SSSSPSSIS. Lob-lied nach dem an-dern — DDDD— —————.— Gott an mir ge⸗ tan. 6 O daß doch meine Stimme schallte Dir sei, o allerliebster Vater, bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, solang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang. 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich. 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräschen in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein! 3. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. unendlich Lob für Leib und Geist, für alles, mildester Berater, was deine Güte mir erweist, was du in deiner ganzen Welt zu meinem Nutzen hast bestellt. +. Mein treuster Jesu, sei gepriesen, daß dein erbarmungsvolles Herz sich mir so hilfreich hat erwiesen und mich durch Blut und Todesschmerz von aller Teufel Grausamkeit zu deinem Eigentum befreit. 8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, o heilig werter Gottesgeist, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Todes heißt. Ach wo was Guts von mir geschicht, das wirket nur dein göttlich Licht. 9 Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr, Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld. 10 Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, 2* 4 * 20 Lob und Dank. daß du mich unter vieler Plage solange sich die Zunge regt, zwar wunderbar, doch wohl geführt; ich will dir Freudenopfer bringen, denn in der größesten Gefahr solange sich mein Herz bewegt. ward ich dein Trostlicht stets gewahr. Ja wenn der Mund wird kraftlos 11. sein, Wie sollt ich nun nicht voller Freuden so stimm ich doch mit Seufzen ein. in deinem steten Lobe stehn? 13. Wie wollt ich auch im tiefsten Leiden Ach nimm das arme Lob auf Erden, nicht triumphierend einhergehn? mein Gott, in allen Gnaden hin; Und fiele auch der Himmel ein, im Himmel soll es besser werden, so will ich doch nicht traurig sein. wenn ich bei deinen Engeln bin: 12. da sing ich dir im höhern Chor Ich will von deiner Güte singen, viel tausend Hallelujah vor. Johann Mentzer 1658—1734. 17. Mel. Jesus, meines Lebens Leben.(Alle Menschen müssen sterben.) IIxE= —— ů—.— e. S.......................—. .......—— H 2 1. Womit soll ich dich wohllo⸗ben, mäch-ti-ger Herr Ze⸗ba-oth? Sen⸗de mir da⸗zu von o-ben dei- nes Gei⸗stes Kraft, mein Gott; 0—— ö ö—— SS........— SSSEERSSSS denn ich kann mit nichts er⸗rei⸗chen dei⸗ne Gnad und Lie-bes⸗zeichen. H I UH ................... ꝓ—— EEEEEEEEE EEl + 9. öj Tau⸗send⸗, tau⸗send⸗mal sei dir, gro⸗er Kö⸗nig, Dank da⸗für. 2. 4. Herr, entzünde mein Gemüte, O wie hast du meine Seele daß ich deine Wundermacht, stets gesucht zu dir zu ziehn, deine Gnade, Treu und Güte daß ich aus der Sündenhöhle stets erhebe Tag und Nacht; möchte zu den Wunden fliehn, denn von deinen Regengüssen die mich ausgesühnet haben Leib und Seele zeugen müssen. und mit Kraft zum Leben laben. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. großer König, Dank dafür. 3 5 Denk ich, wie ich dich verlassen, Ja, Herr, lauter Gnad und Wahrheit wie ich häufte Schuld auf Schuld, sind vor deinem Angesicht; so möcht ich vor Scham erblassen du, du trittst hervor in Klarheit, vor der Langmut und Geduld, in Gerechtigkeit, Gericht, womit du, o Gott, mich Armen daß man soll aus deinen Werken hast getragen mit Erbarmen. deine Güt und Allmacht merken. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. großer König, Dank dafür. 1 6. Wie du setzest jedem Dinge Zeit und Maß, Gewicht und Ziel, damit keinem zu geringe möcht geschehen noch zuviel, so hab ich auf tausend Weisen deine Weisheit auch zu preisen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König,—59 dafür. Bald mit Leben, bald mit Leiden kamst du, Herr mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, 2—8 dafür. Wie ein Vater Hmbnt und gibet, wie es Kindern nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, Herr mein Gott, zu jeder Frist und dich meiner angenommen, wenns aufs höchste war gekommen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 9 Mich hast du auf Adlersflügeln oft getragen väterlich, in den Tälern, auf den Hügeln wunderbar errettet mich; Lob und Dank. schien auch alles zu zerrinnen, ward doch deiner Hilf ich innen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, 2— 5 dafür. Fielen tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 4 Vater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit, und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, werd ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, 242 dafür. Tausendmal sei dir gesungen, Herr mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelungen. Ach laß meines Lebens Gang ferner doch durch Jesu Leiten nur gehn in die Ewigkeiten; da will ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir. Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. 18. Psalm 146. PFPFPTtTtTIT';æT 5—————————.——— — SRR 1. Lo ⸗- be den Her⸗ren, o mei ⸗ ne See ⸗ le, Weil ich noch Stun-den auf Er ⸗den zäh ⸗le, 4 ö —..— EE. . ich will ihn lo ben will ich lob ⸗ sin ⸗ gen bis zum Tod. ö ö Der Lei mei⸗ nem Gott. Der Leib und * sUl U sUl ren rere; e. 10 v.. +. 1—— und durch dich, o Geist der Gnaden, .ðìr IIFIEEFEFECFFttCJʃ—sn;::t:e:etttt:ts:s::.—mm—m—————/ —II ——— Lob und Dank. Q...— EI— e 35 Hal⸗le⸗lu⸗jah, hal ⸗-le⸗lu⸗jah. 2. Hungrigen will erzurSpeis bescheiden, Fürsten sind Menschen, vom Weib was ihnen dient zur Lebenskraft; geboren, die hart Gebundnen macht er frei, und kehren um zu ihrem Staub, und seine Gnad ist mancherlei. ihre Anschläge sind auch verloren, Hallelujah, hallelujah. wenn nun das Grab Mans seinen 6. aub. Sehende Augen gibt er den Blinden Weil denn kein Mensch uns helfen kann, ar. die dirfachennet Ah 2 rufe man Gott um Hilfe an. wo er kann einige Fromme finden, Hallelujah, hallelujah. die läßt er seine Liebe sehn. 3. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz, Selig, ja selig ist der zu nennen, Witwen und Waisen hält er Schutz. des Hilfe der Gott Jakobs ist, Hallelujah, hallelujah. der sich vom Glauben durch nichts 7. läßt trennen Aber der Gottesvergeßnen Tritte und hofft getrost auf Jesum Christ. kehrt er mit starker Hand zurück, Wer diesen Herrn zum Beistand hat, daß sie nur machen verkehrte Schritte findet am besten Rat und Tat. und fallen selbst in ihren Strick. Hallelujah, hallelujah. Der Herr ist König ewiglich; 4. Dieser hat Himmel und Meer und Hallelujah, hallelujah. Wne ö 8. und was darinnen ist gemacht; ühmet, ihr Menschen, den hohen alles muß pünktlich erfüllet werden, WReamen hoh was er uns einmal zugedacht. des, der so große Wunder tut! Er ist's, der Herrscher aller Welt, Alles, was Odem hat, rufe Amen welcher uns ewig Glauben hält. und bringe Lob mit frohem Mut! Hallelujah, hallelujah. Ihr Kinder Gottes, lobt und preist 5. Vater und Sohn und heilgen Geist! Zeigen sich welche, die unrecht leiden: Hallelujah, hallelujah. er ist's, der ihnen Recht verschafft; Johann Daniel Herrnschmidt 1675—1723. 10. Mel. Wunderbarer König. 4 +I. II Z— II 85 ů ů——IUL+ e neier de r Bi, e S i E 16 3355—5—— 4——— 1. Un⸗um⸗schränk⸗te Lie be, gön⸗ ne blö⸗den Au⸗gen, daß sie in die Strah-len dei-ner Lang-mut blik⸗ken, IE E..———, d,.,. die sonst kaum auf Er⸗den tau ⸗ gen, die den Erd-kreis wär⸗ mend schmük⸗ken und zu⸗gleich Zion, dein Gott stets sorgt für dich. — 6 + Lob und Dank. SSDSDSSeeee... ...————.—.— ——— freu⸗den⸗reich Bö⸗sen und den Deinen wie die Son:ne scheinen. 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete ist ein Schauplatz deiner Güte: deiner Langmut Ehre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit über Berg und Hügel streckt sie ihre Flügel. 3. Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden so viel Millionen Schulden, und dazu ohne Ruh lieben für das Hassen, Herr, wer kann das fassen? 4. Du vergibest Sünde, hörst der Sünder Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet und erbarmt sich wieder, Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme, legt die Pfeile gerne nieder, obwohl doch immer noch neue Schuld sich reget, wenn dein Zorn sich leget. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen: wer zu deinen Füßen sich mit Tränen senket, dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein Herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6. König, sei gepriesen, daß du so verschonest und uns nicht nach Werken lohnest; deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm das Zepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmut auszuüben und die Welt zu lieben. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 20. F ·· ——— — 2 Liinn den. d — ir———————— 1. Gro⸗ßer Gott, wir fal⸗len nie⸗der. Zwar du be⸗darfst nicht uns⸗re Dir zum Lob sind wir ge⸗bo⸗ren, so teur er⸗kauft, so hoch er⸗ + N Q SiSEEEEEEEEE .... Lieder: uns ziemt und nützt dein Lob so sehr. ko⸗ren. O Se⸗lig⸗keit, dir ge⸗ben Ehr! — 1 Zu deinem Lo⸗be e⸗sen, zu dir wir nahn und be ⸗ten an; in 2. Tag und Nacht mit Ehrfurcht dienen dir Seraphim und Cherubinen, der Engel Scharen ohne Zahl. Alle Geister, die dich kennen, dich heilig, heilig, heilig nennen; sie fallen nieder allzumal. Ihr Seligsein bist du; dir jauchzet alles zu. Amen! Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: Du, Gott, bist unser Gott allein! 3. Droben knien vor deinem Throne die Altesten mit goldner Krone, der Erstgebornen selge Schar samt den unzählbaren Frommen, die durch den Sohn zu dir gekommen; sie bringen ihre Psalmen dar: Macht, Weisheit Herrlichkeit, Preis, Dank in Ewigkeit! Amen! Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: Du, Gott, bist unser Gott allein! Q EV + +— 2.—— —1˙——„ n 2—— I. ———————.9 12 E X.———— 2 3n H II 2 +2 I— Geist und Wahr⸗-heit seis ge⸗tan. 4. Alle preisen deine Werke, die Weisheit, Liebe, Huld und Stärke, die über alles Denken geht. Treue, Langmut, Licht und Segen ist, Herr, in allen deinen Wegen, kein Lob ist, das dich gnug erhöht; doch ist es eingeprägt in alles, was sich regt. Amen! Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: Du, Gott, bist unser Gott allein! 5. Komm, in uns dich zu verklären, daß wir dich würdiglich verehren. Nimm unser Herz zum Heiligtum, daß es, ganz von dir erfüllet, und durch dein Nahesein gestillet, zerfließ in deiner Gottheit Ruhm, Dich, unser höchstes Gut, erhebe Geist und Mut. Amen! Amen! Im Freudenschein, in Leid und Pein bleibst du, Gott, unser Gott allein. Nach Gerhard Tersteegen 1697—-1769. 21. 325— 139. —— — —4 Gott ist mein Lied: er ist der Gott der Stär⸗ke, Herr ist sein Nam, und groß sind sei⸗ ne Wer⸗ke, 93.—— ů——— en E II‚IDII.....*—.——— Ze Fe ane F.. dan. Lan marar, ie, n dis I Mne n daum u. EH———————— Ee. und al⸗le Him⸗mel sein Ge⸗biet. — Lob un 2. Er will und sprichts, so sind und leben Welten; und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. 2. Licht ist sein Kleid, und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott und Gott in ewgen Zeiten: Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war im Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott, und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor oder nach— mals tue, und er erforschet mich und dich. 23 Er ist dir nah, du sitzest oder gehest, ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöhest, so ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rat der Seele; er weiß, wie oft ich Gutes tu und fehle, und eilt, mir gnädig beizustehn. d Dank. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte; schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein. 1. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du Luft und Meer, ihr Auen, Tal und Hügel, ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden, und Nacht und Tag und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; sollt ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hält? 19. Ist Gott mein Schutz, will Gott mein Retter werden, so frag ich nichts nach Himmel und nach Erden und biete selbst der Hölle Trutz. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. Lob und Dank. 22. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke: der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Q 4 ů— j EEEEEEEEE EE —.—..———.——.———— 1. Wenn ich, o Schöp⸗fer, dei⸗ ne Macht, die Weis⸗heit dei⸗ner die Lie⸗be, die für al ⸗le wacht, an⸗be⸗tend ü⸗ber⸗ 2 UH 22·2 IAI 42— +— H..—+ SSSSS. ↄꝓ — 9— 2——— 30— 9 3 5 so weiß ich, von Be-wun⸗drung voll, nicht, 25 1— S... TTT 2———7 j; ö ö x‚ EH—.——1.————— H wie ich dich er he-ben soll, mein Gott, mein Herr und Va⸗ter. Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar bereitet, der Mensch, ein Geist, den sein Ver⸗ stand dich zu erkennen leitet: der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sei gepreist, und alle Welt sag Amen! Und alle Welt fürcht ihren Herrn und hoff auf ihn und dien ihm gern: wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 23. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. — 1. Wie groß ist der mit ver ⸗ här=t Q 17 + 4 H—— + N ———0—————0 — 0———3.— des All- mächt-gen Gü⸗te! Ist Ge ⸗ mü⸗te den 2 — —— SISS.... *—— Lob und Dank. H I + 4 4 3 + S............. T 2—— 2 55— 665,— 1 Dank er⸗stickt, der ihm ge⸗b der ein Mensch, den sie nicht rührt, ührte Nein, sei⸗ne Lie⸗be zu er⸗ 60 ö ö 2 e der Herr hat FVN — E ö—4 * 1 U * —— — 5ν mein noch nie ver⸗ges⸗sen, ver-giß, mein Herz, auch sei⸗ner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll vollkommen sein wie er; je mehr ich dies Gebot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein: sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn; sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. II. Kirchliche Zeiten. 1. Sonntag. 24. Mel. Valet will ich dir geben. Hl SI.....I.I... ————— Laß mich dein sein und blei⸗ben, du treu⸗er Gott und Herr; von dir laß mich nichts trei⸗ben, halt mich bei dei-ner Lehr. H FPSFFr.——1.—. 7— +.—*—— ear——— H—*—4 ————.—.—.— 3 Herr, laß mich nur nicht wan⸗ken, gib mir Be⸗-stän-dig⸗ —.ů—ũ— 1 IE D SH———. II 23.—— E—.——.——e I SISI.II.I..I...I...I........... — keit; da-für will ich dir dan-ken in al le E-wig⸗keit. Nikolaus Selnecker 1530—1592. —.————.—.— u. —— s +—*—.—— DAV I— 2 2 1 2.—1——.—4. 1. Herr Je ⸗ su Christ, dich zu uns. wend, dein Q— 11 .e, dr aen H. W- es, n H,——— ,—— + —3— 2.———.— 1.—— heil-gen Geist du zu uns send, mit Hilf und Gnad er 208.— IN—. EII 2— II 1 ů 1—— ö—— —— I 2 4— 8.— In mun e— + uns re⸗gier und uns den Weg zur Wahr⸗heit führ. 7 ——— 2. Tu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein, den Glauben mehr, stärk den Verstand, daß uns dein Nam werd wohlbekannt; 3 bis wir singen mit Gottes Heer: 1— Lob und Preis in Ewigkeit. Sonntag. 29 und schauen dich von Angesicht in ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron, der heiligen Dreifaltigkeit Heilig, heilig ist Gott der Herr! 1651. 26. Psalm 100. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Q E ———— 152 ee EH 2.—1——— 1. Nun jauchzt dem Her ⸗ ren, al ⸗le Welt! Kommt 9 ů 4 4.—— S.......... T—T ——.—— n dn—— her, zu sei-nem Dienst euch stellt, kommt mit Froh-lok⸗ken, A RE— EEE EEEFI säu-met nicht, kommt vor 2. Erkennt, daß Gott ist unser Herr, der uns erschaffen ihm zur Ehr, und nicht wir selbst: durch Gottes Gnad ein jeder Mensch sein Leben hat. 3. Er hat uns ferner wohlbedacht und uns zu seinem Volk gemacht, zu Schafen, die er ist bereit zu führen stets auf gute Weid. 4. Die ihr nun wollet bei ihm sein, kommt, geht zu seinen Toren ein mit Loben durch der Psalmen Klang, zu seinem Vorhof mit Gesang. (Nach Kornelius Becker 1561—1604.) David Denicke 1603—1680. sein hei=lig An⸗ge⸗sicht. 9. Erhebet Gott, lobsinget ihm, lobsinget ihm mit hoher Stimm, lobsingt und lobet allesamt: Gott loben, das ist unser Amt. 6. Er ist voll Güt und Freundlichkeit, voll Treu und Lieb zu jeder Zeit: sein Gnade währet dort und hier und seine Wahrheit für und für. 7. Gott Vater in dem höchsten Thron und Jesus Christ, sein einger Sohn, samt Gott dem werten heilgen Geist sei nun und immerdar gepreist. Sonntag. 27. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. + + II 4 ö.. ——— 2—.— PꝑqPIPIPI.I I ‚ 6— 4. Gott ⸗lob, der Sonn⸗-tag kommt her ⸗bei, die Wo ⸗che ꝝ◻ FPTT SSS. PISISEI.......———. 4———.—..,. 22— macht, mein Heil hat mir das Le-ben bracht. Hal⸗le⸗lu-jah. 2. da wir mit Gott versöhnet sind, Das ist der Tag, da Jesus Christ daß nun ein Christ heißt Gottes Kind. vom Tod für mich erstanden ist Hallelujah. und schenkt mir die Gerechtigkeit, 4. Trost, Leben, Heil und Seligkeit. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort, Hallelujah. führ mich zur Himmels⸗Ehrenpfort, 3. laß mich hier leben heiliglich Das ist der rechte Sonnentag, und dir lobsingen ewiglich. da man sich nicht gnug freuen mag, Hallelujah. Johann Olearius 1611—1684. 28. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. [Oder: Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort.) 0—. + + II 72 IIITTITTII... — 5.—.— 2.—. 2——.—2 E 2.—— +2 I. Herr, öff ne mir die Her⸗ zens⸗tür, zeuch +. 4 III II KK„„(dt L E ED ö—..— ů ů 18— ö E 4 + — —— 2 4 1 4 4 S—...——.——————— EEESEIEEE E* e we wah⸗ren rein, laß mich dein Kind und Er-be sein. *** 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier; zeuch doch in mein Herz hinein, laß es deinen Tempel sein. 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, heilge du Leib, Seel und Geist, daß mein Singen und mein Beten ein gefällig Opfer heißt. Heilge du, Herr, Mund und Ohr, zeuch das Herze ganz empor. 4. Mache mich zum guten Lande, wenn dein Samkorn auf mich fällt; gib mir Licht in dem Verstande, und was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn. 36. Mel. Wunderbarer König. 0* Sonntag. und dein Wille werd erfüllt; nichts laß meine Andacht stören, 35⁵ Stärk in mir den schwachen Glauben, laß dein teures Kleinod mir nimmer aus dem Herzen rauben; halte mir dein Wort stets für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, wenn der Brunn des Lebens quillt. Speise mich mit Himmelsbrot, tröste mich in aller Not Offne mir die grünen Auen, daß dein Lamm sich weiden kann. Lasse mir dein Manna tauen, zeige mir die rechte Bahn hier in diesem Jammertal, Herr, zu deinem Ehrensaal. Benjamin Schmolck 1672-1737. 4 1 + IH . —..—. 2 r ee ar, direr,, 1. Gott ist ge⸗gen⸗wär⸗tig! Las ⸗set uns an ⸗be ⸗ ten Gott ist in der Mit⸗ten! Al⸗les in uns schwei⸗ ge .——— L ———„*—2———2——— S.............. und in Ehrfurcht vor ihn tre⸗ten. und sich in-nigst Vorähutbenrge⸗ Wer ihn kennt, wer ihn nennt: schlagt die Au-gen nie-der, kommt, er⸗gebt euch wie⸗der! 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht gebeuget dienen. Heilig, heilig, heilig! singen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm unsre Stimm, da auch wir Geringen unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, aller Erdenlust und Freuden; da liegt unser Wille, 3* Seele, Leib und Leben, dir zum Eigentum ergeben: du allein sollst es sein, unser Gott und Herre, dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen, möcht ich recht dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich wie die Engel immer vor dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir für und für trachten zu gefallen, liebster Gott, in allem. 5. Du durchdringest alles; laß dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stillehalten: laß mich so Sonntag. still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. 6. Mache mich einfältig, innig, abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden; mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag im Geist und Wahrheit. Laß mein Herz überwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben. 2 Herr, komm in mir wohnen, laß mein Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch werden: komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sitz und steh, laß mich dich erblicken und vor dir mich bücken. Gerhard Tersteegen 1697—-1769. 37. Mel. Gott des Himmels und der Erden. 9 1 SE n Kn— 7—.—.——4 SS.................... E— 12 3 S Ha., 1. Hal⸗le⸗lu⸗jah, schöner Mor⸗gen, schö⸗ner als man denken mag! Heu⸗te fühl ich kei⸗ne Sor⸗gen, denn das ist ein lie⸗ber Tag, UU Q 4 + 4 + EV 4 E IILI—— = ene n.⸗d, Hs ir inun, wun=in EH 1 2. Süßer Ruhetag der Seelen, Sonntag, der voll Lichtes ist, heller Tag der dunklen Höhlen, Zeit, in der der Segen fließt, Stunde voller Seligkeit: du vertreibst mir alles Leid. 3. Ach wie schmeck ich Gottes Güte recht als einen Morgentau, die mich führt aus meiner Hütte der durch seine Lieb⸗lich⸗keit recht das In⸗ner⸗ste er⸗freut. zu des Vaters grüner Au; da hat wohl die Morgenstund edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Weltgeschäfte, heute hab ich sonst zu tun; denn ich brauche alle Kräfte, in dem höchsten Gott zu ruhn. Heut schickt keine Arbeit sich als nur Gotteswerk für mich. 7 — * * —— 5. Ich will in der Zionsstille heute voller Arbeit sein; denn da sammle ich die Fülle von den höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen Geist mit dem Wort 25 Lebens speist. Herr, ermuntre Wet Sinnen und bereite selbst die Brust; laß mich Lehr und Trost gewinnen, gib zu deinem Manna Lust, daß mir deines Wortes Hall recht tief in mein Herze fall. Sonntag. 4. Segne deiner Knechte Lehren, öffne selber ihren Mund; mach mit allen, die dich hören, heute deinen Gnadenbund, daß, wenn man hier bet't und singt, solches in dein 83re dringt. Gib, daß ich den Tag beschließe, wie er angefangen ist; segne, pflanze und begieße, der du Herr des Sabbaths bist, bis ich einst auf jenen Tag ewig Sabbath halten mag. Jonathan Krause 1701-1762. 38. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 4 — F ö— SSI............. — 1. Zei⸗ge dich uns oh- ne Hül⸗le, ström auf uns der Gna⸗ de daß an die⸗sem Got⸗tes⸗ ta ⸗ge un⸗ser Herz der Welt 655 .— 2 2— 2— E e.. ————— Fül⸗ 30 daß durch dich, der starb, vom Bö⸗ sen sa —— D—— 59 errinrrn e ö——————— 3 5 uns Ge-fall-ne zu er Q* IE 5 Z ö ö—5— 95———060........— PIPPPIFPPIPIPITFTPTPTPTPTCTCTRCłQLQ mei ⸗ne mit dem Va⸗ter sich ver ⸗ ei=ne. 2. O daß frei von Erdenbürden und der Sünde Lasten würden unsre Seelen, unser Wille sanft wie diese Sabbathstille! Daß von fern aus deinen Höhen wir des Lichtes Aufgang sähen, das die Selgen dann verkläret, wenn der ewig währet! Was ich strahlen 100 am Throne, ist es nicht der Sieger Krone? Was ich überm Grab einst höre, Feiernd tragen sie die Palmen, ihr Triumph erschallt in Psalmen. Herr, du selber wollst mich weihen diesem Sabbath deiner Treuen. 4 Decke meiner Blöße Schande mit dem festlichen Gewande deiner Unschuld, daß am Tage deines Mahls ich froh es wage, dort zu wandeln, wo voll Gnaden deine Schar du eingeladen, wo nicht mehr die Streiter ringen, wo sie Siegeslieder singen. sinds nicht Uberwinderchöre? Friedrich Gottlieb Klopstock 17241803. Sonntag. 39. Mel. Alle Menschen müssen sterben. Q UU D— II— 4—.— 4———.—— FEEEA—6*—0———.—— 1ᷓ—.—— 3..————.— 2.—3...— 7 L 1. Das ist ei⸗ ne sel ⸗ge Stun⸗de, Je⸗su, da man dein ge⸗denkt und das Herz von Her⸗-zensgrun-de tief in dei⸗ne Wunden senkt. E E,——. 14 SS e H Wahrlich, nichts als Jesum kennen, esum su⸗chen, finden, nennen, — Q IR V— II 2— — das er⸗ fül⸗let uns⸗re Zeit mit der höch-sten Se⸗-lig⸗keit. 2. 3. Jesu, deine Gnadenquelle Nun so laß auch diese Stunde fließt so gern ins Herz hinein; dein Gedächtnis in uns sein; deine Sonne scheinet helle, in dem Herzen, in dem Munde denn du willst genossen sein. leb und herrsche du allein. Und bei aller Segensfülle Laß uns deiner nie vergessen: ist dein Wunsch und ernster Wille, wie Maria still gesessen, daß man, weil dein Brünnlein voll, da sie deinen Mund gehört, unaufhörlich schöpfen soll. also mach uns eingekehrt. Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. 1 H IME 6..——. Je ho⸗vah! Je- ho⸗vah! Je-ho⸗vah, dei-nem Na-men sei DII E—eg⸗— 12——— Eh⸗re, Macht und Ruhm! A-men! A-men! Bis einst der wa Hr ö ö e r, 9—.—— 2 2 Tem⸗pel die⸗ser Welt auf dein Wort in Staub zer-fällt, soll in e e, e ....... III..I...I........ T 1I.—— 72 E IE.——— — 67 +27— un⸗sern Hal ⸗ len das Hei⸗lig! Hei-lig! Hei⸗lig! er⸗ * 4 — Advent. 4 ̃——— 2———II— e r, 83—2 1—— * R schal=len. Hal⸗le-lu⸗jah! Hal ⸗le ⸗lu=jah! Gottlieb Konrad Pfeffel 1736—1809. ĩ ö— 2 j— —— 2. Advent. 41. E 5 Tor macht weit: es Herr der Herr=lich⸗ Keit, ein Kö⸗nig al ⸗ ler Kö ⸗ nig⸗ reich, ein Hei⸗land al⸗ler Welt zu⸗gleich, der Heil und e d. ——.——————— Le⸗ben mit sich bringt; der⸗ hal-ben jauchzt, mit Freu⸗ den II IR—— rire nin vaer d we n r d. —.—.—.— E—— SI. singt: Ge⸗lo-bet sei mein Gott, mein Schöp⸗fer reich von Rat! oder: — IE ,vr nier.ntnr e,——— 665 2—.— e——— 1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit: es kommt der Herr der H. UHUl i—.—.— 122.————.—t 2— Welt zugleich, der Heil und Le⸗ben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit + 9 + 7 EE 2 .—.—— 2223.—.——..———————. +.—— 1— 2— 40 Advent Q E SSISII..I.. 4.— 4.——=I—EEA Freuden singt: Ge⸗lo⸗bet sei mein Gott, mein 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von Tat! O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat! Schöpfer reich von Rat! Macht hoch die Tür, die Tor macht weit! Eur Herz zum Tempel zubereit't! die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud, so kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad! Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist; ach zeuch mit deiner Gnaden ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein, dein heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr! Georg Weissel 1590—-1635. 42. Mel. Nun komm, 0 der Heiden Heiland. H arr. 92— 9*——— 28 Gott sei Dantdurc al ⸗le Welt, der sein Wort be⸗ Rtan dig hält Q 4 1 4 —4 Sür————— ——..—.—..— ö 4 4—.— ö*— ö 22 ö 2 2.... I und der Sinde Tiotund Rat 2. Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie Reprophezei, ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfraun Sohn, der wohl zweigestammte Held hat sich treulich eingestellt. zu uns her ge⸗ sen⸗det hat. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. 9. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne tust, rein von aller Sündenlust. Advent. 41 6. 8. Und gleichwie dein Kommen war, Tritt der Schlangen Kopf entzwei, voller Sanftmut ohn Gefahr, daß ich aller Angsten frei also sei auch jederzeit dir im Glauben um und an deine Sanftmut mir bereit. selig bleibe zugetan; 7. 2. Tröste, tröste meinen Sinn, daß, wenn du, o Lebensfürst, weil ich schwach und blöde bin, prächtig wiederkommen wirst, und des Satans schlaue List ich dir mög entgegengehn sich zu hoch für mich vermißt. und vor dir gerecht bestehn. Heinrich Held 1620—1659. 43. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. S....... —— I TT———— 1. Kommst du, kommst du, Licht der Hei-den? Ja, du kommst und H — II II S.II E E —6—6 2——0 0— 86457 2 —4 —1 säu⸗mest nicht, weil du weißt, was uns ge⸗bricht; o du star⸗ker e en rer r v. II + SII......... 4.—. Trost im Leiden, Je⸗su, meines Herzens Tür steht dir offen, komm zu mir. 2. 4. Ja, du bist bereits zugegen, Jesu, rege mein Gemüte, du Weltheiland, Jungfraunsohn; Jesu, öffne mir den Mund, meine Sinne spüren schon daß dich meines Herzens Grund deinen gnadenvollen Segen, innig preise für die Güte, deines Geistes Wunderkraft, die du mir, o Seelengast, welche Frucht und Leben schafft. lebenslang erwiesen hast. — 5. Adle mich durch deine Liebe, Laß durch deines Geistes Gaben, Jesu, nimm mein Flehen hin, Liebe, Glauben und Geduld, schaffe, daß mein Geist und Sinn durch Bereuung meiner Schuld sich in deinem Lieben übe; mich zu dir sein hoch erhaben; sonst zu lieben dich, mein Licht, dann so will ich für und für steht in meinen Kräften nicht. Hosianna singen dir. Ernst Christoph Homburg 1605—1681. 44. Aus meines Herzens Grunde. Advent. —— — ,. —+ O X —* — 1 — zwar oh⸗ ne stol⸗ ze Pr acht, doch mäch-tig, zu ver⸗hee⸗ ren und + II II Q 4 — 2—— 2— ö ——— SI.I gänzlich zu zer ⸗ stö ⸗ren des Ten⸗fels Reich und Macht. 2. Kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt: im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hie seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt. Sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt. Mel. Von Q 4. Ihr Armen und Elenden in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemut, laßt eure Lieder klingen, dem Könige zu singen, der ist eur höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit, der all eur Klag und Weinen verwandeln wird in Freud. Er ists, der helfen kann: halt't eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig; er ist schon auf der Bahn. Michael Schirmer 1606—1673. 45. Gott will ich nicht lassen. 4 —— — —2——— —— 2. 2....— .— E + ů 1. Mit Ernst, o Men⸗schen⸗kin⸗der, das Herz in euch be=stellt; bald wird das Heil der Sün-der, der wun-der-star⸗ke Held, 5—— e=e de.. ...... 2—. den Gott aus Gnad al ⸗lein der Welt zum Licht und — 2—— + ene e et deme Leer ert er, ee ee EIIE 2— n. —— Le⸗ben ver⸗sprochen hat zu ge⸗ben, bei al⸗len keh⸗ren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast; macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt; macht alle Bahnen recht: die Tal laßt sein erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, gleich und schlecht. * 3 Ein Herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut übet, mit Angst zugrunde geht; ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. 46. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 4 — Advent. 4. Ach mache du mich Armen zu dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit. Zeuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen, so werden Herz und Lippen dir allzeit dankbar sein. Valentin Thilo 1607—-1662. 2. 1. Auf, auf, ihr Reichsge-nos S —2 7 12—— sen, eur Kö⸗nig kommt her⸗an! Emp⸗fa⸗ het un⸗ver⸗drose⸗sen den gro⸗ßen Wun⸗dermann. 50. er, —— III — ——— ...——— ö HHE—4 .SDSDSSSSIIIII Ho ⸗si⸗ an⸗ na sin ⸗ gen mit hei⸗ li ger Be⸗gier. 2. laßt uns die Weg ihm bahnen ANuf, ihr betrübten Herzen, der König ist gar nah; binweg all Angst und Schmerzen, der Helfer ist schon da. Seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können: im Nachtmahl, Tauf und Wort. 5. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, der König ist nicht fern. Seid fröhlich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not . mit reichem Trost euch speisen, eer will euch Hilf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. ö 4. Seid fromm, ihr Untertanen, der König ist gerecht; und machen alles schlicht. Fürwahr, er meint es gut, drum lasset uns die Plagen, die er uns schickt, ertragen mit unerschrocknem Mut. — Frisch auf in Gott, ihr Armen, der König sorgt für euch; er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich. Der selbst des Tiers gedacht, der wird auch euch ernähren; was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 6. Frisch auf, ihr Hochbetrübten, der König kommt mit Macht; an uns, sein Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein —. — 44 Advent. noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein. 2 So lauft mit schnellen Schritten, den König zu besehn; dieweil er kommt geritten stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all Wuran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann. 8. Der König will bedenken die, so er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine Gnad und Wort. Ja König, hocherhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. 2. Nun Herr, du gibst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unvergleichlich, du gehst den Sündern nach. Drum wolln wir all in ein die Stimmen hoch erschwingen, dir Hosianna singen und ewig dankbar sein. Johann Rist 1607—1667. 47. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 9 ů— HR 2 ......... T 2——53—————1 1. War⸗ um willst du drau⸗ßen ste⸗hen, du Ge⸗seg⸗ ne⸗ Laß dir bei mir ein⸗zu ⸗ge⸗ hen wohl⸗-ge-fal⸗len, 2* H—— e, ö* 8— DII LIA*——— 7——. 2——.—— —4——— II— ter des Herrn?.; du mein Stern! Du mein Je⸗ su, mei ⸗ ne Freud, 0 EVU———————— ö— e uer Brrer EH——— Hel⸗fer in der rech⸗ten Zeit, hilf, o Hei⸗land, n d. I —— X 4. — V * — —* mei⸗nem Her⸗zen 2. Will ich denn mein Elend lindern und erleichtern meine Not bei der Welt und ihren Kindern, fall ich nur in neue Not: da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, gute Freunde, die mein 4 3. In der Welt ist alles nichtig, von den Wun-⸗den, nichts ist, 33 5— kraftlos wär. die mich schmer-zen. Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reichtum, was ists mehr als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ist, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gereuet? 4. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ: dein Erfreuen ist die Weide, da man immer fröhlich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, 45⁵ Advent. ehe mir mein Herze bricht, Gottes Liebe nimmt gefangen laß mich, Herr, an dir erquicken; deiner Sünden Macht und Kraft. Jesu, komm, laß dich erblicken. Christi Sieg behält das Feld, 5. und was Böses in der Welt Freu dich, Herz, du bist erhöret, sich will wider dich erregen, jetzo zeucht er bei dir ein; wird zu lauter Glück und Segen. sein Gang ist zu dir gekehret, 7. heiß ihn nur willkommen sein Alles dient zu deinem Frommen, und bereite dich ihm zu, was dir bös und schädlich scheint, gib dich ganz zu seiner Ruh, weil dich Christus angenommen öffne dein Gemüt und Seele, und es treulich mit dir meint. klag ihm, was dich drückt und quäle. Bleibst du dem nur wieder treu, 6. ists gewiß und bleibt dabei, Was du Böses hast begangen, daß du mit den Engeln droben das ist alles abgeschafft: ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhardt. 1607-1676. 48. [Oder: Mel. Valet will ich dir geben. r, Pd n n 2.—— 22—————.— 1 7 V ......... 1. Wie soll ich dich emp⸗fan⸗gen und wie be-gegn ich dir, o al⸗-ler Welt Ver⸗lan⸗gen, o mei⸗ner See⸗len Zier? +2 2 L E—2—3..——.— D Bü————— 2—.———— 2289..— 2— +* U—— O Je⸗su, Je⸗su, set⸗ ze mir selbst die Fak⸗kel bei, da⸗ — 2—— 11 5.——— 9— ů—— 4 PPPꝓPP PII * ö mit, was dich er⸗göt⸗ze, mir kund und wis⸗send sei. 2. bist du, mein Heil, gekommen Dein Zion streut dir Palmen und hast mich froh gemacht. und grüne Zweige hin, 4. und ich will dir in Psalmen Ich lag in schweren Banden, ermuntern meinen Sinn. du kommst und machst mich los; Mein Herze soll dir grünen ich stand in Spott und Schanden, in stetem Lob und Preis du kommst und machst mich groß und deinem Namen dienen, und hebst mich hoch zu Ehren so gut es kann und weiß. und schenkst mir großes Gut, 3. das sich nicht läßt verzehren, Was hast du unterlassen wie irdisch Reichtum tut. zu meinem Trost und Freud, ö 5. als Leib und Seele saßen Nichts, nichts hat dich getrieben in ihrem größten Leid? zu mir vom Himmelszelt, Als mir das Reich genommen, als das geliebte Lieben, da Fried und Freude lacht, womit du alle Welt — in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr: seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Tür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 7. ö Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht: er komint, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. ö Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld; Advent. nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld: er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick: er kommt, er kommt ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande sind. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudensaal. Paul Gerhardt. 1607—1676. 49. Mel. Vom Himmel 6 da komm ich her. — — SSSE . Komm„Heidenheiland,„Lb⸗segeld l komm, schönste Sonne die-⸗ser Welt, laß IU ö— SISISSIIIIE —.— I abwärts flammen dei⸗nen Schein, 61 so will Gott ge⸗bo⸗ren sein. 2. Komm an von deinem Ehrenthron, Sohn Gottes und der Jungfraun Sohn; komm an, du zweigestammter Held, geh mutig d das Tal der Welt. 3. Du Nahmest erdwärts deinen Lauf und stiegst auch wieder himmelauf: ö 5 dein Abfahrt war zum Höllental, die in den Sternensaal. 4. O höchster Fürst, dem Vater gleich, besieg hier dieses Fleisches Reich; denn unsres siechen Leibes Haft sehnt sich nach deiner Himmelskraft. 5. Es glänzet deiner Krippen Strahl, ein Licht leucht't durch dies finstre Tal, es gibt die Nacht so hellen Schein, der da wird unverlöschlich sein. Johann Franck 1618—-1677. *. ———————.— rrrrfft.. PPFIIITTTTTTTTcTTTT Advent. 50. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. E.———— 11+I— N rerrrrrn ——— 2—1 H Ach er-rei⸗ tet Ihun den Thron, setzt ihm kausend Chum⸗ bo⸗ gen; — ö———.,—.—— I————eeee streu⸗et Palmen, ma⸗chet Bahn, daß er Ein-zug hal⸗ ten kann. 2. ö ach so laß uns unverdrossen Hosianna! sei gegrüßt, deinem Zepter dienstbar sein, komm, wir gehen dir entgegen; herrsche du in uns allein. unser Herz ist schon gerüst't, 5. will sich dir zu Füßen legen. Hosianna! steh uns bei, Zeuch zu unsern Toren ein, o Herr, hilf, laß wohl gelingen, du sollst uns willkommen sein. daß wir ohne Heuchelei 3. dir das Herz zum Opfer bringen. Hosianna! Friedefürst, Du nimmst keinen Jünger an, Ehrenkönig, Held im Streite, der dir nicht gehorchen kann. alles, was du schaffen wirst, 6. das ist unsre Siegesbeute. Hosianna nah und fern! Deine Rechte bleibt erhöht, Eile bei uns einzugehen, und dein Reich allein besteht. du Gesegneter de. Herrn; 4. warum willst du draußen stehen? Hosianna! lieber Gast, Hosianna! bist du da? wir sind deine Reichsgenossen, Ja du kommst, hallelujah! die du dir erwählet hast; Benjamin Schmolck 1672—1737. 51. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. 12— 50— ——————————.. 2 3—.— 24 Dein Mitt⸗ler kömmt; auf, blö⸗ de See⸗ ⸗le, die Mo⸗sis Fluch und die in der ban⸗ gen Trau⸗er⸗ höh ⸗le⸗ in Fesseln trü⸗ber —— ö—0 ö— DSDS—— ů .. 2 2 ckt, ů 4— Der Sluch ver⸗geht, die 2. sprin⸗gen, ů V* — ᷓ—j—. E„ 96596 22—.—— 2 ö—*— x 6 —— es rei⸗ßen Sa⸗tans fe⸗ ste Schlin⸗gen, die den ge⸗ Advent. * 0 AR fang- nen Geist be⸗ klemmt; du kannst nun Heil und — 4 + x + 36 7 —.— EVU—— E——2————— 2 Frei⸗heit hof⸗-fen, Gott ist ver⸗söhnt, sein Him⸗mel of⸗ 8—*———.— fen: dein gna⸗ den- 2. Dein Lehrer kömmt; laß deine Ohren auf seinen Mund gerichtet sein. Er zeigt den Weg, den du verloren, er flößt dir Licht und Wahrheit ein. Was unter dunklen Schatten stecket, das hat dir dein Prophet entdecket, er hat das Reich der Nacht gehemmt. Er klärt dir auf des Vaters Willen, er gibt dir Kraft, ihn zu erfüllen; dein weisheitsreicher Lehrer kömmt. 2. Dein König kömmt, doch ohne Prangen, sein Aufzug ist an Armut reich. Auf, deinen Fürsten zu empfangen, der dir an tiefster Schwachheit gleich! Komm, Hand und Zepter dem zu Mitt ⸗ler kömmt. der dich wird so zu schützen wissen, daß dich kein Angststrom über⸗ schwemmt. Tu wie getreue Untertanen, komm her und schwör zu seinen Fahnen: dein längst verlangter König kömmt. 4. Dein alles kömmt, dich zu ergötzen, dein A und O ist vor der Tür; wer dieses Gut recht weiß zu schätzen, vertauschet gern die Welt dafür. So greif denn zu mit beiden Händen, da dich, mein Geist, von allen Enden ein solches Gnadenmeer umströmt; nimm weg den Damm, tu auf die Türen, laß dich zu nehmen willig spüren: vol ler küssen, o armes Nichts, dein alles kömmt. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 52. —Q IH 3 EESSEEEEEEEE EEEE D 0 I 1. Ho⸗si⸗an⸗na, Da⸗vids Sohn, der in sei⸗nes Vaters Namen sich er⸗hesbet auf den Thron ü⸗ber Jakobs Haus und Samen, I IE E rin, welchem Gott ein Reich bestimmt, dem die Rei⸗che die⸗ser Er⸗den *—.— —— E II —5 —4 n ——4— ——.— — ...... +— al⸗le müssen dienst⸗bar werden, und das selbst kein En⸗de nimmt. 2. Sei gesegnet, teures Reich, das ein solcher Herr besitzet, dem kein Herr auf Erden gleich, der das Recht mit Nachdruck schützet. Schwinge dich in stetem Flor, groß durch Frieden, reich an Freuden, unter Juden, unter Heiden mit vermehrtem Glanz empor. 3 Deines Königs Majestät müsse jedes Volk verehren, und soweit die Sonne geht, müsse sich sein Ruhm vermehren. Selbst der kleinen Kinder Mund mache zum Verdruß der Feinde und zur Freude seiner Freunde seinen großen Namen kund. 53. Mel. Allein Gott Advent. 49 4. Schreibe, Herr, mich auch mit an unter deinen Untertanen, Ich will dir, so gut ich kann, in mein Herz die Wege bahnen; ich geselle mich im Geist zu denselben großen Reihen, ů die das Hosianna schreien: Sohn des Höchsten, sei gepreist! ö 5 * Jauchzt, ihr Kräfte, freuet euch, seid ermuntert, meine Sinnen! Jesus und sein Gnadenreich wird bei euch nun Raum gewinnen. Kommt undschwört denHuldgungseid, kommt und küßt den Sohn der Liebe! Ach daß niemand außen bliebe: hier, ach hier ist Seligkeit. ö Johann Jakob Rambach 1693—1735. ů in der Höh sei Ehr. ——— ee t is e 3...——————.— —*——13 —1.— 1. Gott⸗lob, ein neu-es Kirchenjahr macht uns die gro⸗ße Treu des ew⸗gen Gottes of⸗fen⸗bar; und nun will er aufs neu , n enne enr, wen, en e— —— e fe⸗sten Glau⸗bens⸗grund durch sei-nen Geist uns leh-ren. 2. Auf, Zion, Preis und Ehr und Ruhm dem höchsten Herrn zu singen! Dein königliches Priestertum muß Dank zum Opfer bringen. Gelobt sei Gott, der durch sein Wort die Christenheit und diesen Ort zu seinem Tempel weihet. 3. Wir sind nicht wert der neuen Huld des Gottes aller Gnaden: des alten Menschen alte Schuld, — — e..————.— e. Kn ————.——.. 2 die wir auf uns geladen, nimmt unsern eignen Ruhm dahin; denn sie bewies den alten Sinn noch stets mit neuen Sünden. 4. Ach Herr, gib uns den neuen Geist und mach uns durch die Güte, die sich an uns aufs neu erweist, erneuert im Gemüte. Den neuen Menschen zieh uns an, der dir allein gefallen kann in seinem ganzen Leben. 4 Herr, segne dieses Kirchenjahr: uhu.-e 5⁰ Advent. 5. der Herde rein zu geben. Hiezu erhalt uns, Herr, dein Wort Laß alle Hörer Täter sein, samt Tauf und Abendmahle, damit kein heuchlerischer Schein so wandern wir mit Freuden fort des Glaubens Kraft verleugne. in diesem finstern Tale. 7. ö So halten und vollenden wir laß Kirche, Schul, Tauf und Altar das Rürcheniahr auf Erden; uns deine Wege zeigen. dabei befehlen wir es dir, 6. wie wir es enden werden. Gib deinen Hirten Kraft und Geist Hier bleibt die Kirche noch im Streit; zu reiner Lehr und Leben, kommt aber einst die Ewigkeit, dein Wort, das Gottes Weide heißt, dann wird sie triumphieren. Heinrich Kornelius Hecker 1699—1743. 54. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. ......... S...... — 2.9——— 2— — 9.. TS.— 1. Der Hei ⸗land kommt: lob⸗sin get ihm, dem Herrn, dem Er kommt, der ein ⸗ge⸗bor⸗ ne Sohn, ver=läßt des 9⁴—— EiiiE 2———*— x .— 1.—— 1— 2.— + ö 270—.— al ⸗le Se⸗ra⸗phim das Hei⸗lig! Hei⸗lig! sin⸗gen. Him⸗mels ho⸗ henThron, um Heil der Welt zu brin-gen. Q UI IE 172 II—.— III 4—4— 2 ii E 2.— ere e„, e Preis dir, daß wir von den Sün⸗den Ret⸗tung fin⸗den, — REE E 0 2———.—————.——.—2. 9 1 3 55— 425 423— Gnad emp⸗fan⸗gen und zum Him⸗mel⸗reich ge⸗lan⸗gen. 2. 3. Willkommen, Friedefürst und Held, Du bringst uns Trost, Zufriedenheit, Erlöser, Mittler, Heil der Welt, Heil, Leben, ewge Seligkeit; willkommen hier auf Erden! sei hoch dafür gepriesen! Du kommst der sündgen Welt zugut, O Herr, zu arm und schwach sind wir, du kleidest dich in Fleisch und Blut, die Treue zu vergelten dir, willst unser Bruder werden. die du an uns erwiesen. Ja du, Da wir Jesu, ganz hier kommst uns Armen voll Erbarmen im Verderben müßten sterben, bringst mild entgegen, du Leben; wandelst unsern Fluch in Segen. o was kannst du Größres geben? V —— * V Advent. 4. wie dirs gefällt zu handeln; Wir bringen dir ein dankbar Herz zeig dich und wollen fromm in Freud und freundlich Schmerz hilf uns Schwachen, daß wir wachen, nach deinem Vorbild wandeln. beten, ringen Verwirf dies unser Opfer nicht 538 zu deinem Reiche dringen. und gib uns deines Geistes Licht, 177⁸./ 55. Mel. Heilig ist Gott der Vater. E d d —. 3—2 EDꝗDSDRDRDSDRDRDDRRDRD‚e 705 6— 4 I. 4.——1 1. Dein Kö⸗nig kommt, o Zi⸗on, er keh⸗ret bei dir ein: auf, I H—— e n n ——————— V. 2.—.———— HS SSEEEEEE las⸗set uns ihm Pal⸗men streun! 2. Sanft- mü⸗tig kommt er 2 UI—.— 4 4* f. EIIL— 4—— 23 1* 2— J*— n a E Len eenr rnen. 2 in sein Reich: jauchzt ihm, al le Lan⸗de, freu⸗et euch! — ö ö 5 ö ö—— ö 1—.——.—... E—— 4— ĩ————E+ ——1.— 22.— ů 6.———————— Ho ⸗ si ⸗ an⸗ na in der Hö ⸗ hel 3. Der — H A—᷑ti⸗=—.=— 4 ö 6— 1⁰ DqDqi‚iii‚i‚i‚i‚ii. 2 SPP Herr ist da, hal ⸗le ⸗lu⸗ jah! Prei⸗set sei ⸗nen ——.— SDSDSDSSISIII.I.II.IIT. I I I II..I........ der, ö 77—— I. — — *——— Na⸗men! Ho⸗ si ⸗ an⸗ na! A⸗men, A⸗ men! Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. E t e., SISI......I.I... TT* —2—————.— 1 Ee Es⸗lin Fül⸗len; empfang ihn froh, Je⸗ru⸗salem! Trag ihm ent⸗ 4* I———— — 2—— ů— *——.—..—.— 2— H5., n 1— 6 11 ge⸗gen Frie⸗dens⸗pal⸗men, be⸗streu den Pfad mit grü-nen ꝝ I ‚.‚.———ß— —— Laen aere N———1 —— E so ists dem Her⸗-ren an⸗ ge⸗ nehm. 2. du kommst, auf den empörten Triften O mächtger Herrscher ohne Heere, des Lebens neuen Bund zu stiften, gewaltger Kämpfer ohne Speere, und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 0 ehen dir d 12 0 Macht: 5 es wollen dir der Erde Herren O Herr von großer Huld und Treue den Weg zu deinem Throne sperren, o komme 2• aufs neue ö doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, daß du selbst hienieden Dein Reich ist nicht von dieser Erden, kommst zu erneuen deinen Frieden, doch aller Erde Reiche werden dagegen sich die Welt empört. dem, das du gründest, untertan. 6. Bewaffnet mit des Glaubens Worten O laß dein Licht auf Erden siegen, zieht deine Schar nach den vier Orten die Macht der Finsternis erliegen, der Welt hinaus und macht dir Bahn. und lösch der Zwietracht Glimmen 4. aus, Und wo du kommest hergezogen, daß wir, die Völker und die Thronen, da ebnen sich des Meeres Wogen, vereint als Brüder wieder wohnen es schweigt der Sturm, von dir in deines großen Vaters Haus. bedroht; Friedrich Ruckert 17881866. 57. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht⸗ Hal⸗men: I— —— +.———— eent, o ee, 12—. 1. Auf und mache dich bereit, denn dein Kö⸗nig kommt ge⸗gan⸗ gen; tu ihm auf die To⸗ re weit, um ihn würdig zu emp⸗fan⸗ gen; — 9—4— I re—— 1..— ESAEE— 35. eb⸗ne freu⸗dig ihm den Pfad, wenn er dei⸗nem Her⸗zen naht. 2. 3. Denke, wie er für dich stritt Nimm ihn auf, den hohen Gast, und den Frieden dir erworben, zünd ihm an der Andacht Kerzen; wie er Schmach und Schmerzen litt gönn ihm eine stille Rast, und am Kreuz für dich gestorben, bett ihn sanft in deinem Herzen; wie er ging zum Vater ein, gib mit demutsvollem Sinn daß du könntest selig sein. dich ihm ganz zu eigen hin. + ⁰ Weihnachten. 53 4. 5 laß nichts von ihm dich scheiden. Laß ihn nicht von dannen ziehn, Denn mit ihm kannst du allein halt ihn fest für alle Zeiten, glücklich hier, dort selig sein. schlinge liebend dich um ihn Julius Karl Reinhold Sturm 1816—1896. 3. Weihnachten. 58. Mel. Der Tag der ist so freudenreich. Q 4 4— T DSDiiiRII‚IIS„ —.———— en 1. Ein Kin⸗de⸗lein so lö-be⸗lich ist uns ge⸗bo⸗ren von ei⸗ner Jung⸗frau tu⸗gend⸗lich, zu Trost uns ar⸗men ——4 .— 44.—, e, a, RDDDiE *— 42— heu ⸗te Wär uns das Kind⸗lein nicht ge⸗born, so Leu⸗ten. 2 „ wärn wir all⸗zu⸗mal ver⸗lorn; das Heil ist un⸗ser al ⸗ler. ,, . T rr. Ei du sü⸗ßer Je⸗su Christ, der du Mensch ge⸗bo⸗ren bist, be⸗ 04———— *—————— ——— 7 I—— RRDRDSSSSR.*— 1— hüt uns vor der Höl ⸗le. 2. 3. Der Tag der ist so freudenreich, Wohl dem, der dieses Glaubens ist, zu loben Gottes Namen: mit ganzem Herzen trauet; daß Christus von dem Himmelreich dem wird die Seligkeit gewiß. auf Erden zu uns kommen. Wohl dem, der darauf bauet, Groß ist die Demut, Huld und Gnad, daß Christus hat genug getan die Gott vom Himmel bei uns tat: für uns, damit wir Heil empfahn ein Knecht ist er hie worden, von Gott, dem ewgen Vater. in allm, doch ohn Sünd, uns gleich, O welch große Wundertat: daß wir ewig werden reich; Christ trägt unsre Missetat trug unsre Sündenbürde. und stillet unsern Hader. •EREUDDUUUIUUUUAUIUIUIHUHAHMM Weihnachten. — 4. ö der unsern Seelen schaden kann; Des dank ihm alle Christenheit er woll all Schuld vergeben. für solche große Güte Vater, Sohn und heilger Geist, und bitte sein Barmherzigkeit, wir bittn von dir allermeist: daß er uns fort behüte laß uns in Frieden leben. vor falscher Lehr und bösem Wahn, 15²5. 59. ä —.——.———— e eere den DDSDSD 1. Ge ⸗lo ⸗bet seist du, Je⸗su Christ, daß du Mensch ge⸗ Q II IE Er IEIA 4—— 2 1* ——.——— 4.—— 05—— bo⸗ren bist von ei⸗ner Jungfrau, das ist wahr, des 60 S.PIPIP.T FFIFFIFITITIT.PIIII......——— SPP....... — freu⸗et sich der En⸗gel Schar. Hal⸗le⸗lu⸗ jah. Des ewgen Vaters einig Kind Der Sohn des Vaters, Gott hon Art, jetzt man in der Krippen findt; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewge Gut. Hallelujah. Den aller Welt Kreis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Hallelujah. Das ewge Licht geht da herein, gibt der Welt ein neuen Schein; es leucht't wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Hallelujah. 60. ein Gast in der Welt hie Ward und führt uns aus dem Jammertal, er macht uns Erben in sein'm Saal. 10 Hallelujah. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Hallelujah. Das hat er alles uns getan, sein groß Lieb zu zeigen an; des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Hallelujah. Martin Luther 1483—1546. 2 — ů 2 31 6— —. +4 — — 1. Vom Him⸗mel hoch da komm — ich her, ich bring euch gu ⸗te — u=. ů—. 5— — 4 ö 0 E —— 4 DD‚.i‚DDRDII‚‚ ö 1 neu⸗e Mär, der gu⸗ten Mär bring ich ‚ o viel, da⸗ Weihnachten. 2 EE S—IIIIIII von ich singn und sa⸗ gen will 9 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn, ac Herr, du Schöpfer aller Ding, von einer Jungfrau auserkorn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not, er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit't, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zeichen recht, die Krippen, Windelein so schlecht: da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat bes mit seinem lieben Sohn verehrt. wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß. 10. Und wär die Welt vielmal so weit, von Edelstein und Gold bereit't, so wär sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 44. Der Sammet und die Seiden dein das ist grob Heu und Windelein, darauf du König groß und reich herprangst, als wärs dein Himmelreich. 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 13. chert, Ach mein herzliebes Jesulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, waß nimmer ich vergesse dein. 14. 7. Merkauf, mein Herz, und sieh dort hin: Davon ich allzeit fröhlich sei, was liegt doch in dem Krippelein? zu springen, singen immer frei Wes ist das schöne Kindelein? Es ist das liebe Jesulein. das rechte Wiegenliedlein schön, mit Herzenslust den süßen Ton. 15. 8. Sei uns willkommen, edler Gast, Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, den Sünder nicht verschmähet hast, der uns schenkt seinen eingen Sohn, und kommst ins Elend her zu mir; des freuen sich der Engel Schar wie soll ich immer danken dir? und singen uns solch neues Jahr. „Ein Kinderlied auf die Weihnacht Christi 1585.“ Martin Luther 1483—-1546. 61. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. IE EE T .. 1. Vom Himmel kam der En⸗gel Schar, erschien den Hirten offen⸗bar sie 2. zu Bethlehem in Davids Stadt, wie Micha das verkündet hat; es ist der Herre Jesus Christ, der euer aller Heiland ist. 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, daß Gott mit euch ist worden ein; er ist geborn eur Fleisch und Blut, eur Bruder ist 64 ewge Gut. Was kann euch tun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott. sagten ihn'n: Ein Kindlein zart das liegt dort in der Krip⸗pen hart, Laßt zürnen Teufel und die Höll, Gotts Sohn ist worden eur Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht, setzt ihr auf ihn eur Zuversicht; es mögen viel euch fechten an: dem sei Trotz, ders nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben recht, ihr seid nun worden Gotts Geschlecht: des danket Gott in Ewigkeit, geduldig, fröhlich allezeit. Martin Luther 1483-1546. S.S... —— + + 1——— ——.—— 1—— 14.———— —.——.— 35—————— 5%—.— 75•— 5 n. Thron, der Hent schleußt auf sein Him ⸗ mel ⸗reich und 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein, er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein. 7 3. Er äußert sich all seiner Gwalt, wied niedrig und gering und nimmt an sich eins Knechts 9—35 : der Schöpfer aller Ding.: 4. Er wechselt mit uns wunderbar, nimmt Fleisch an, wird uns gleich, sei nen 4. Sohn, und schenkt uns sei⸗nen Sohn. beut uns die klare Gottheit dar z: in seines Vaters Reich. ½ 5. Er wird ein Knecht und ich ein Herr, das mag ein Wechsel sein! Wie könnt es doch sein freundlicher : das herze Jesulein? ½ 6. Heut schleußt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis; der Cherub steht nicht mehr dafür: ) Gott sei Lob, Ehr und Preis! Nikolaus Herman 1561. 8 2 29 nimm mich dir zu eigen hin, ** Weihnachten. 63. .—— ..... 1*—88.2 — 1. Freu⸗et euch, ihr Chri iesten al⸗le, freu⸗e sich, wer —.—— ö—4.— 114— Aai —..— i 7 ö i ö Ee— 54—58. e. im⸗mer kann: Gott hat viel an uns ge⸗tan. Freu⸗et euch mit II UxU — I„ 1——, 5 ö ö‚—4—.———.— ö‚ —— 0———————.————— gro⸗ßem Schal⸗le, daß er uns so hoch ge⸗ ⸗acht't, 10— — e f sich mit uns be⸗freundt ge⸗macht. Freude, Freude ü⸗ber Freude: —— n,, ,a. II 6—. e Eer Chri⸗stus weh-ret al⸗lem Lei-de. Won⸗ne, Won⸗ne ü⸗ber Won⸗ne: Chri⸗stus ist die Gna⸗den⸗son⸗ne. 2. so empfindet Herz und Sinn Siehe, siehe, meine Seele, Freude, Freude über Freude: wie dein Heiland kommt zu dir, Christus wehret allem Leide. brennt in Liebe für und für, Wonne, Wonne über Wonne: daß er in der Krippen Höhle Christus ist die Gnadensonne. harte lieget dir zugut, 4 dich zu lösen durch sein Blut. Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne. Jesu, nimm dich deiner Glieder ferner auch in Gnaden an; schenke, was man bitten kann, zu erquicken deine Brüder; gib der ganzen Ehristenschar . Frieden und ein selig Jahr. ‚ Jesu, wie soll ich dir danken? Frende, Freude über Freude: Ich bekenne, daß von dir Christus wehret allem Leide. Reite Seligkeit herrühr: Wonne, Wonne über Wonne: o laß mich von dir nicht wanken; Christus ist die Gnadensonne. Christian Keimann 1607—1662. Weihnachten. 64. Mel. Warum sollt ich mich denn grämen. H—2 II II. 3 P...... S=SSIII..I..IIIIIIII.T..T.TTTTTT * 1. Fröh⸗lich soll mein Her⸗ze springen die⸗ser Zeit, da vor Freud — — al ⸗le En⸗gel sin⸗gen. Hört, hört, wie mit vol⸗len Chö⸗ * 7 II· n,—4.—— r e. 5 DDD ————— 1 ren al⸗le Luft lau⸗te ruft: Chri⸗stus ist ge⸗bo⸗ren! 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir, Mensch, zugute, Gottes Kind das verbindt sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen, der uns gibt, was er liebt über alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. 4. Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich und zugleich sich uns selbst verehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, der jetzt kömmt, von uns nimmt, was uns will betrüben? 5. Nun er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: Lasset fahren, liebe Brüder, was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder. 6. Ei so kommt und laßt uns laufen, stellt euch ein, groß und klein, kommt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet; schaut den Stern, der uns gern Licht und Labsal gönnet. 7. Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet, hier ist die Tür zu den wahren Freuden; faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 8. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost: hier wird gefunden, der in Eil machet heil auch die tiefsten Wunden. 9. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände. Hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 10. Süßes Heil, laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen. Weihnachten. Du bist meines Lebens Leben: nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 11 Ich will dich mit Fleiß bewahren: ich will dir leben hier, dir will ich heimfahren; mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben. Paul Gerhardt 1607-1676. 65. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1 E + 3** 2Z3——.7— 1. Ich steh an dei⸗ner KHnn hier 0 Je⸗su, dunen L.en ich kom⸗me, bring und schen⸗ke dir, was du mir hast ge⸗ ge⸗ben. ————..—..— . r. —* 1 J. —— —— Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm + 2 f RI E —— Al—— l al ⸗les hin und 2. Du hast mit deiner Lieb erfüllt mein Adern und Geblüte; dein schöner Glanz, dein süßes Bild liegt mir stets im Gemüte. Und wie mag es auch anders sein? Wie könnt ich dich, du Herze mein, aus meinem Herzen lassen? 3. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wolltest werden. laß dirs W1 fal ⸗len. Ich lag in tiefster Todesnacht, du wurdest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht't, wie schön sind deine Strahlen! 5. Ich sehe dich mit Freuden an und kann nicht satt mich sehen; und weil ich nun nichts weiter kann, bleib ich anbetend stehen: o daß mein Sinn ein Abgrund wär, und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen! 6. O daß doch ein so lieber Stern soll in der Krippen liegen! Für edle Kinder großer Herrn gehören güldne Wiegen. Ach, Heu und Stroh ist viel zu schlecht, Samt, Seide, Purpur wäre recht, dich, Kindlein, drauf zu legen. +. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu, ich will mir Blumen holen, daß meines Heilands Lager sei auf Rosen und Violen; mit Tulpen, Nelken, Rosmarin aus frischen Gärten will ich ihn von oben her bestreuen. 8. Zur Seite will ich hier und dar viel weiße Lilien stecken, die sollen seiner Auglein Paar Weihnachten. im Schlafe sanft bedecken. Doch liebt vielleicht das dürre Gras ö dir, Kindlein, mehr als alles das, was ich hier nenn und denke. 9. Du fragest nicht nach Lust der Welt noch nach des Leibes Freuden: du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seelen Herrlichkeit durch dein selbsteignes Herzeleid, das will ich dir nicht wehren. 10. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen, daß ich dich möge für und für in meinem Herzen tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein, komm, komm und kehre bei mir ein mit allen deinen Freuden. Paul Gerhardt 1607-1676. 66. Mel. Den die Hirten lobten sehre, Q —— ————ßti2——9ꝑ.————————— .—.——.—— ———83•6——— . — ö 9 1. Kommt und laßt uns Chri⸗-stum eh⸗-ren, Herz und —2—.——— .—.——.—. n L———————— ö .———— — hr, Sin ⸗nen zu ihm keh⸗ren; sin⸗get fröhrlich, laßt euch Q DD—‚‚———— E 1— .SPP hö⸗ren, wer ⸗tes Volk der Chri ⸗sten⸗ heit. 2 4 Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen; wir, die unser Heil annehmen, werfen allen Kummer hin. 3. Sehet, was hat Gott gegeben! Seinen Sohn zum ewgen Leben. Dieser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud. Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der Höh. 5. Jakobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Verlangen bricht den Kopf der alten Schlangen und zerstört der Höllen Reich. Weihn 6. O gebenedeite Stunde, da wir das von Herzensgrunde glauben und mit unserm Munde danken dir, o Jesu Christ! 61 achten. 4. Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht. Paul Gerhardt 1607—1676. 67. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. H iE ↄꝗèů I SS.... e —————— 2 1. Wir sin⸗gen dir, Im⸗ma⸗nu ⸗el, du Le-bens⸗fürst und . ö e eene,. ů ien A, — H4 ö—— I II.—— I e Gna⸗den⸗quell, du Him-mels⸗-blum und Mor-gen⸗stern, du *,— I EE 2—6—.——— ——— 5— II— Jung⸗frau⸗sohn, Herr al⸗ler Herrn. 2. Wir singen dir in deinem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß du, o lang gewünschter Gast, dich nunmehr eingestellet hast. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir gewacht, dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. 4. „Ach daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein!“ 5. Nun du bist hier, da liegest du, 7. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. 8. Bin ich gleich Sünd und Schulden voll, hab ich gelebt nicht wie ich soll, so kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. 2. So faß ich dich nun ohne Scheu, du machst mich alles Jammers frei. Du trägst den Zorn, du würgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Not. 10. Du bist mein Haupt, hinwiederum hältst in dem Kripplein deine Ruh, bin ich dein Glied und Eigentum bist klein und machst doch alles groß, und will, soviel dein Geist mir gibt, bekleidst die Welt und kommst doch bloß 6. Ich aber, dein geringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. stets dienen dir wie dirs beliebt. 1. Ich will dein Hallelujah hier mit Freuden singen für und für, und dort in deinem Ehrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. Paul Gerhardt 1607— 1676. Weihnachten. 68. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 4— HEE.—.——.—— —— 6 0 ,. +7 das Kind, dem 1. Dies ist die Nacht, da mir al ⸗le er ⸗schie nen des En ⸗ gel die=nen, bringt gro⸗ßen Gottes Freundlichkeit; —.— in mei⸗ne Dun⸗ kel⸗heit, und die⸗ses Welt⸗ und Himmels⸗ e e en.. licht weicht hun-dert⸗ tau⸗send Son⸗nen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnadenschein; der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Kreuzes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Seligkeit; wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens⸗ und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht: willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum Jesu, schöne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei meine Weihnachts⸗ wonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer 1624-1685. 69. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. S HN*——— urnt Fi main e, mann n minn an II 9*—..—. Sin Bnzrn. Kunn E, H 1. Gottes und Ma⸗ri⸗en Sohn, den, um un⸗ser Leid 10 wen⸗ den, 9——— 2. 0—.— Z Li. REE 2. Deine Freudenankunft macht, daß wir alle fröhlich singen, da die Engel in der Nacht 133 sei Dank, hallelujah! sei will⸗ kom⸗men, gro⸗ßer Held, du ge⸗ pries⸗nes Licht der Welt! die gewünschte Botschaft bringen: Kommt, nun ist der Heiland da! SIAEAEAIEE S WIFI—————————————— Menschen, singt: Hallelujah! Uns zuliebe kommst du hier in das dunkle Tal der Erde; ach daß Herz und Zunge dir ewig, ewig dankbar werde! Jauchzt, ihr Völker, rühmt und preist den, der euch nun leben heißt. 4. Jetzt ist alles wieder da, was uns Adam einst verloren. Weihnachten. 63 Gottes Sohn ist Mensch geboren! Stimmet mit den Engeln an, rühmt, was er an euch getan. 5. Ehre sei Gott in der Höh und auf Erden lauter Friede. Ferner mache Leid und Weh nimmermehr die Christen müde, bis du uns, o Lebensfürst, zu dem Vater führen wirst. Christoph Pfeiffer 1689—1758. 70. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 0 ö EE n de Le—.— FE..— E 2——— +.—.——— 4————0 2—. 1. Zauch⸗ zet, ihr Him⸗mel, froh-lok⸗ket, ihr eng li⸗schen Aüin„get dem Her⸗ren, dem Hei⸗land der Menschen, zur 632— ö .S........... TTT ————.—.——— n muenn neen un ö— —72 2.——— 1.— 12—— ch 161 Se-het doch da: Gott will so freund⸗lich und II SEII 56565 DDISIIITTI ⁊⁊2 2..———— EEEE—— EESEE———0 2.—. I 47— 2.—i.——. E nah zu den Ver ⸗lor⸗nen sich keh⸗ ren. 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud wird uns verkündiget heut; freuet euch, Hirten und Herden! 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget; sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget. Gott wird ein Kind, träget und hebet die Sünd: alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleische: wer kann dies Geheimnis verstehen? du sollst es sein, Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein, macht euch dem Kinde gemein, die ihr zum Vater wollt gehen. 3. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herze der Liebe, mir schenken. Sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin und sich in Demut versenken? 6. König der Ehren, aus Liebe ge⸗ worden zum Kinde, dem ich auch wieder mein Herze in Liebe verbinde: den ich erwähle allein; ewig entsag ich der Sünde. 7 boren inwendig, Weihnachten. Süßer Immanuel, werd auch ge— komm doch, mein Heiland, und laß mich nicht länger elendig: wohne in mir, mach mich ganz eines mit dir und mich belebe beständig. Gerhard Tersteegen 1697-1769. 71. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. ö Je⸗sum Christ im 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. I 5. 42 Dein König, Zion, kommt zu dir: „Ich komm, im Buche steht von mir; Gott, deinen Willen tu ich gern.“ Gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, Him⸗mel und auf Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. x 1+—6 ö— E. E—— 1 1. Dies ist der Tag, den Gott ge⸗macht, sein , e,,,e, * RDR— 65, werd in al⸗ler Welt ge-dacht: ihn prei⸗se, was durch 0 4 ö —— 21. 566½.= 6 + 3 2—. Er⸗den ist. auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott Messias, bet ich an. +. Du unser Heil und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. 8. Durch eines Sünde fiel die Welt, ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt? 9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt! Und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 10. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht: ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. ...... —4 Mel. Aus meines Herzens Grunde. Weihnachten. 72. 9—— **—— II 2 14— —————6—.——6 EI—— Zin. an des freun sich 6 le Q 4 EI—— n A— 2—,— SSSSISIII II. 35. 5— Auch was auf Er⸗ den ist, muß prei⸗sen hoch und lo⸗ben mit + e e, a SA müer —— 2—. 4. 22— al⸗len En⸗geln dro ⸗ben den lie ⸗ben heilgen Christ 2. er will, daß alle rein Das Licht ist aufgegangen, von ihren alten Schulden, die lange Nacht ist hin; die Sünde ist gefangen, erlöset ist der Sinn; die Sündenangst ist weg, und Liebe und Entzücken baun weite Himmelsbrücken aus jedem schmalsten Steg. 3. Verwaiset sind die Kinder nicht mehr und vaterlos: Gott rufet selbst die Sünder in seinen Gnadenschoß; Mel. Kommt her vertrauend seinen Hulden, gehn in den Himmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset, ihr Kindlein fern und nah! Der euch den Vater weiset, der heilge Christ ist da. Er ruft so freundlich drein ö mit süßen Liebesworten: Geöffnet sind die Pforten, ihr Kinder, kommt herein! ö Ernst Moritz Arndt 1769— 1860. 73. zu mir, spricht Gottes Sohn. —4— n e aen ir die di —.— ö——ĩ‚i————— , ö 1. Brich an, du schö⸗nes Mor⸗gen⸗licht! Das ist der al⸗ 6 ů 1——— EEE —IIII‚‚..———....— 2———..—. 1— 2 Mor⸗gen nicht, der täg⸗lich wie⸗derkeh⸗ret; es ist ein Leuchten H 2 7—— t ⁴——*W ö 0 .SISISIII..II......II............. 1——63— aus der Fern, es ist ein Stern, von 5 ein Schim-mer, ist ——————————————:——-:-:-:-˖-˖-:-:⸗:-:e:--=-e-=-:-:e:eeee Weihnachten. E———n n voüre 76——4 EE— ö 145 22—4 — dem ich längst ge⸗ hö⸗ ret. 2. Nun wird ein König, aller Welt von Ewigkeit zum Heil bestellt, ein zartes Kind geboren; und alle Welt umfangen; der Teufel hat sein altes Recht wir alle sind ein heilger Stamm, am ganzen menschlichen Geschlecht der Löwe spielet mit dem Lamm, verspielt schon und verloren. das Kind am Nest der Schlangen. 3. 5. Der Himmel ist jetzt nimmer weit, Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt? es naht die selge Gotteszeit Hier in der Krippe liegt ein Kind der Freiheit und der Liebe: mit lächelnder Gebärde: wohlauf, du frohe Christenheit, wir grüßen dich, du Sternenheld, daß jeder sich nach langem Streit willkommen, Heiland aller Welt, in Friedenswerken übe! willkommen auf der Erde! Gottlob Ferdinand Maximilian von Schenkendorf 1783—1817. 74. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 4. Ein ewig festes Liebesband hält jedes Haus und jedes Land Q ECN 4— P———* E—.————— C— 2— *— Eo 67— PEEE PIE— 12222— 6—.————————— E . +2 1. Nacht um⸗hüll⸗te rings die Er⸗de, dasprach noch ein⸗mal Gott: Es Chri⸗stus kam, das Licht der Hei⸗den, der Hirt will selbst die Her⸗de N 2— 5— l VII 1 1 —— 2—.——. 2——4 .——2.... SI...ITJ•E ·n n——————— II—.— —.—— wer⸗de! Und Licht ent⸗ström⸗te sei⸗nem Thron. weiden, seht, Got-tes Sohn wird Menschensohn. Er hat in unsere Q H UI E E J...—+.—— I— HS—— 2 —.—————— EZA———0.22— En—— 2——— PETTTTTTTT— L* L 2 — dacht der Wahrheit Licht gebracht. Jauchzet al⸗le! Aus ihm nur quillt, was 4— U *———.—— II —. 2—*——4 * 2— EI —— 7 E— I 7 I Her⸗zen stillt und sie mit Zu⸗ver⸗sicht er-füllt. 2. Wahrheit geht von Volk zu Volke, Diese Sonn erlischt nicht wieder, vertreibt des Irrtums düstre Wolke, sie strahlt stets neu auf Menschen denn Jesus Christus wird erkannt. nieder, Ihr Völker, nehmt ihn auf die sonst in öde Nacht gebannt. und richtet euren Lauf ————. — 9.t‚‚T.—..— froh zum Himmel. Er geht voran und macht euch Bahn, am Ziel die Krone zu empfahn. 3. Hör im Geist der Engel Chöre, auf, bring auch du ihn 19.—— und bring ihm dich selbst zum Opser dar! 4. Neujahr. 75. Neujahr. ö 6²7 Du auch bist zum Fest geladen: nimm aus der Fülle seiner Gnaden! Ein jedes Herz sei ein Altar; da brenne Licht und Glut, da flamme Glaubensmut, Hoffnung, Liebe. Empor, empor I schallt unser Chor zu Gott, der uns zum Licht erkor. Karl August Döring 1783-1844. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. —.—————.——.— 9—+ E ASeme wiren eneeedr, ere,. —.———— 1——— 1. Das al=te Jahr ver- gan⸗-gen ist; wir dan⸗ken dir, Herr Sah 9 9 5 +2 12 1————1— ö e 2 S ——.—0——....———.— 36 4545 2—— 1— Je⸗su Christ, daß du uns in so gro⸗ßer Hin so II ................ E 2..——I . gnä⸗ dig⸗ 2. Wir bitten dich, du ewger Sohn des Vaters in dem höchsten Thron: du wollst dein arme Christenheit bewahren ferner allezeit. 3 Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort, es ist der Seelen Trost und Hort; vor falscher Lehr, Abgötterei behüt uns, Herr, und steh uns bei. 4 Hilf, daß wir fliehn der Sünden Bahn und fromm zu werden fangen an; 76. Unser Herrscher, unser König. Mel. lich be-hüt't dies Jaͤhr. Zu danken und zu loben dich keinr Sünd im alten Jahr gedenk, ein gnadenreich Neujahr uns schenk. 5 Hilf christlich leben, seliglich zu sterben und hernach fröhlich am jüngsten Tage aufzustehn, mit dir in Himmel einzugehn. 6 mit allen Engeln ewiglich: o Jesu, unsern Glauben mehr zu deines Namens Lob und Ehr. 1588. * Hilf, Herr Je⸗su, laß ge⸗lin⸗gen, hilf, das neu⸗e Jahr geht an; Raß es neu⸗e Kräf⸗te bringen, daß aufs neu ich wan⸗deln kann. 5* 0 ö I..iiiꝑiEiiiEEE...... ö—.—— 2—SRE E é O—— 2. Was ich dichte, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Herr, bei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten; komm ich heim, so steh zur Seiten. Laß dies sein ein Jahr der Gnade, gib mir Buße für die Sünd; hilf, daß sie mir nimmer schade, sondern ich Verzeihung find, Herr, bei dir; nur du, mein Leben, kannst die Sünde mir vergeben. 4. Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, Neu⸗es Glück und neu⸗es Le⸗ben wol⸗lest du aus Gnaden ge-ben. und voll Angst und Zagen bin; stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 5. Herr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig sei, und ich christlich könne leben sonder Trug und Heuchelei, daß ich noch allhier auf Erden fromm und selig möge werden. 6. Jesu, laß mich fröhlich enden dieses angefangne Jahr, trage stets mich auf den Händen, stehe bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. weil ich mich so sehr betrübe Johann Rist 1607-1667. 77. Mel. Nun laßt un 5 Gott dem Herren. S— E 1. on dun. an —5 5 ö din u rr. + 5 1.— 4.— 30. 1. Nun laßt uns gehn und tre⸗ten mit Sin⸗gen und mit Be⸗ten zum e e„en, e— ů— —— i n Herrn, der un⸗serm Le⸗ben 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen, 2 durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern bis hie⸗her Kraft ge⸗ ge⸗ben. die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden: 5. also auch und nicht minder läßt Gott uns, seine Kinder, wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 6. Ach Hüter unsers Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Tun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. Neujahr. 7. laß Großen und auch Kleinen Gelobt sei deine Treue, die Gnadensonne scheinen. die alle Morgen neue, 12. Lob sei den starken Händen, Sei der Verlaßnen Vater, die alles Herzleid wenden. der Irrenden Berater, 8. der Unversorgten Gabe, Laß ferner dich erbitten, der Armen Gut und Habe. o Vater, und bleib mitten 13. in unserm Kreuz und Leiden Hilf gnädig allen Kranken, ein Brunnen unsrer Freuden. gib fröhliche Gedanken 2. den hochbetrübten Seelen, Gib mir und allen denen, die sich mit Schwermut quälen. die sich von Herzen sehnen 14. nach dir und deiner Hulde, Und endlich, was das meiste, ein Herz, das sich gedulde. füll uns mit deinem Geiste, 10. der uns hier herrlich ziere Schleuß zu die Jammerpforten und dort zum Himmel führe. und laß an allen Orten 15. auf so viel Blutvergießen Das alles wollst du geben, die Freudenströme fließen. o meines Lebens Leben, 11. mir und der Christenschare Sprich deinen milden Segen zum selgen neuen Jahre. zu allen unsern Wegen, Paul Gerhardt 1607—1676. 78. Mel. Valet will ich dir geben. HL.I— S...... EEEEE — 1 12— 1. Durch Trau-ern und durch Plagen, durch Not, durch Angst und Pein, durch Hoffnung und ömch ü durch Sor- gen groß und klein IH ‚iEiEe .*—. bin ich, gott-lob, ge-drungen; dies Jahr ist nun da⸗hin: dir ꝝ*— 4 , e,- e n- r. .——————————— Gott, sei Lob ge⸗sun⸗-gen, be⸗wegt ist Herz und Sinn. ö 2. dich laß ich ferner walten, Der du mich hast erbauet, wenn mich die 530 anstößt. in dir besteht mein Heil; dir ist mein Glück vertrauet, Mein Gott, o Went⸗ Liebe, du bist und bleibst mein Teil— was du willst will auch ich; Du hast mich wohl erhalten, gib, daß ich nichts verübe, du bist mein fester Trost; was irgend wider dich. Neujahr. Dir ist mein Will ergeben, Soll ich in Angsten schweben, ja er ist nicht mehr mein, mein Heiland, wie du willt. dieweil mein ganzes Leben Soll ich denn Krankheit leiden, dein eigen wünscht zu sein. ich will gehorsam sein. 4. Soll ich von hinnen scheiden, Nach dir soll ich mich schicken, Herr, dein Will ist auch mein. und, Herr, ich wills auch tun. 6. Soll mich die Armut drücken, Heut ist das Jahr beschlossen; ich will dabei beruhn. Herr, deine Gnad sei heut Soll mich Verfolgung plagen, auf mich neu ausgegossen, ja, Herr, befiehl du mir. mein Herz werd auch erneut. Soll ich Verachtung tragen, Laß ich die alten Sünden, ach ich gehorch auch hier. so werd ich, Gott, bei dir 5. auch neuen Segen finden; Soll ich verlassen leben, dein Wort verspricht es mir. Herr Gott, dein Wille gilt. Gottfried Wilhelm Sacer 1635—1699. 79. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) E SSSSIIIIIIIIITITITITITæTæÿ&xů2ì]j*Ä˖ ncCCC 1. A⸗ber⸗mal ein Jahr verflos⸗sen! Nä⸗her zu der E⸗wigkeit! Wie ein Pfeil wird ab⸗ ge-schos⸗sen, so ver⸗ge-⸗het mei-ne Zeit. Q II UxU ——— I 1—ILY en weernenn wareei *— 4——— Treu⸗er Herr, Gott Ze⸗-ba-oth, un-ver-än-der-li⸗cher Gott .— 4 S2————2 U e e——— EH— 2——.———— 1 ach was soll, was soll beinaen⸗ denter Langmut Dank zu sin⸗gen? 2. ö 0 Steh ich nicht in deiner Hand Fch Arrer⸗ 4 angezeichnet als ein Pfand, Angst und Furcht bedecket mich; so du ewig willst bewahren e, n e ae vor des alten Drachen Scharen? noch nicht ganz gewandt auf dich. Heilig! heilig! heiliger, 4. großer Seraphinen-Herr! Auf, mein Herz, gib dich denn wieder Wehe mir, ich muß vergehen; ganz dem Friedensfürsten dar; denn wer kann vor dir bestehen? opfre dem der Seelen Lieder, 3. welcher krönet Tag und Jahr. Aber du bist auch sanftmütig, Fang ein neues Leben an, o getreues Vaterherz; das dich endlich führen kann in dem Bürgen bist du gütig, mit Verlangen nach dem Sterben, der gefühlt des Todes Schmerz. da du wirst die Kron ererben. Neujahr. 71 5. 6. Soll ich denn in dieser Hütten An dem Abend und am Morgen, mich ein Zeitlang plagen noch, o mein Rat, besuche mich. so wirst du mich überschütten Laß der Heiden Nahrungssorgen mit Geduld, das weiß ich doch. nimmer scheiden mich und dich. Richte denn dein Herz auf mich; Prüf mich jeden Augenblick, Jesu Christe, du und ich gib, daß ich mein Haus beschick, wollen ewig treu verbleiben daß ich wache, bet und flehe, und von neuem uns verschreiben. ehe denn ich schnell vergehe. Joachim Neander 1650—1680. 80. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 9⁷—.— ren. 19.— ů• J RI 12 1 — + 2—. —— — —— ö 1. Gott⸗lob, ein Schritt zur E-⸗wig-keit ist a⸗ ber⸗mals voll⸗ zu dir im Fort⸗gang die⸗ser Zeit mein Herz sich sehn⸗lich 15 E— 4————.—— ö— en ⸗-det; Huso e e 4 ieß wen ⸗det, o Quell, dar-aus mein Le⸗ben fließt und 4.—[H H+——.——D— —.—..— SDSE.—..— 1—— I + 7—.—.— * al⸗le Gna-de sich er-gießt in mei⸗ne Seel zum Le⸗ben. 2. Ach komm, eh mir das Herz erkalt Ich zähle Stunden, Tag und Jahr und sichs zum Sterben schicke; und wird mir allzu lange, komm doch in deiner Herrlichkeit, bis es erscheine, daß ich gar, schau, deine Braut hat sich bereit't: o Leben, dich umfange, die Lampen sind geschmücket. damit was sterblich ist an mir 5. verschlungen werde ganz in dir, Doch sei dir ganz anheimgestellt und ich unsterblich werde. die rechte Zeit und Stunde, 3. wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, Vom Feuer deiner Liebe glüht daß ich mit Herz und Munde mein Herz, daß sich entzündet dich kommen heiße und darauf was in mir ist, und mein Gemüt von nun an richte meinen Lauf, sich so mit dir verbindet, daß ich dir komm entgegen. daß du in mir und ich in dir, 6. und ich doch immer noch allhier Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann will näher zu dir dringen. von deiner Liebe trennen, 4. und daß ich frei vor jedermann O daß du selber kämest bald! dich darf den Bräutgam nennen, Ich zähl die Augenblicke. und du, o teurer Lebensfürst, dich dort mit mir vermählen wirst und mir dein Erbe schenken. +* Drum preis ich dich aus Dankbarkeit, daß sich das Jahr geendet, und also auch von dieser Zeit ein Schritt nochmals vollendet, und schreite hurtig weiter fort, bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. 8. Wenn auch die Hände lässig sind und meine Kniee wanken, so biet mir deine Hand geschwind in meines Glaubens Schranken, damit durch deine Kraft mein Herz sich stärke, und ich himmelwärts ohn Unterlaß aufsteige. Neujahr. 9. Geh, Seele, frisch im Glauben dran und sei nur unerschrocken; laß dich nicht von der rechten Bahn die Lust der Welt ablocken. So dir der Lauf zu langsam deucht, so eile wie ein Adler fleugt mit Flügeln süßer Liebe. 10. O Jesu, meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen; du hast, weil du voll Liebe bist, mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet Stund und Zeit: ich bin schon in der Ewigkeit, weil ich in Jesu lebe. August Hermann Franke 1663—1727. 81. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. —— 1——.— ITTTTCTITIAIII V 1. Je⸗sus soll die Losung sein, da ein neu⸗ es Jahr er⸗schie⸗nen; Je⸗su Na⸗-me soll al⸗lein denen zum Pa-nie re die-nen, e en e d 7——-———————— ʒW̃ʒ„v,, III die in seinem Bun⸗-de 2. Jesu Name, Jesu Wort soll in seinem Zion schallen; und so oft wir nach dem Ort, da sein Name thronet, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum Heiligtum. Sein Versühnen und sein Heil wollen wir im Glauben ehren; also wird es uns zuteil, wird sich täglich bei uns mehren. Auch fürs neue Jahr uns beut Jesu Name Seligkeit. stehn und auf seinem We⸗ge gehn. 4. Unsre Wege wollen wir nun in Jesu Namen gehen; geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. . Alle Sorgen, alles Leid soll sein Name uns versüßen; so wird alle Bitterkeit uns zum Segen werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. Benjamin Schmolck. 1672—1737. Mel. Epiphanias. Ach Herr, mich armen Sünder. 82. 2 +. ** — EEUE — — —— ö 1. Das Jahr geht still zu En, nun sei auch still, mein Herz. In Got ⸗tes treu⸗e Hän-⸗ de leg ich nun Freud und Schmerz ö ——— ö— .S................... +T 4——— und was dies Jahr um-⸗ schlos⸗ en, was Gott der Herr nur Q I I I.—— 0 P 4 e e nen en,üe dien een den e e nn d,, d,, *— 1HJ——.. weiß, die 2. Warum es so viel Leiden, so kurzes Glück nur gibt? Warum denn immer scheiden, wo wir so sehr geliebt? So manches Aug gebrochen, und mancher Mund nun stumm, der erst noch hold gesprochen— du armes Herz, warum? 3 Daß nicht vergessen werde, was man so gern vergißt: daß diese arme Erde nicht unsre Heimat ist. Es hat der Herr uns allen, die wir auf ihn getauft, in Zions goldnen Hallen ein Heimatrecht erkauft. 4 Hier gehen wir und streuen die Tränensaat ins Feld, dort werden wir uns freuen im selgen Himmelszelt; 5. Trä⸗nen, die ge⸗ Epiphanias. flos⸗sen, die Wun⸗den brennend heiß. wir sehnen uns hienieden dorthin ins Vaterhaus und wissens: die geschieden, die ruhen dort schon aus. 5 O das ist sichres Gehen durch diese Erdenzeit: nur immer vorwärts sehen mit selger Freudigkeit; wird uns durch Grabeshügel der klare Blick verbaut, Herr, gib der Seele Flügel, daß sie Z Hilf du uns durch die Zeiten und mache fest das Herz, geh selber uns zur Seiten und führ uns heimatwärts. Und ist es uns hienieden so öde, so allein, o laß in deinem Frieden uns hier schon selig sein. Eleonore von Reuß 1835—1903. 83. Mel. Valet will ich dir geben. ——— H.—— —.—.— 2 2.—. H *. ö ö ö 1. O Kö⸗nig al ⸗ler Eh⸗ren, Herr Je⸗ su, Da⸗vids Sohn, dein Reich soll e wig wäh⸗ren, im Him⸗mel ist dein Thron; Epiphanias. LII — —.— I ö 6 0 hilf, daß all⸗hier auf Er⸗den den Men-⸗-schen weit und —.— —— 2— 3.— + — — Z— 42— j —1.——• ö 2. Von deinem Reich auch zeugen die Leut aus Morgenland, die Knie sie vor dir beugen, weil du ihn'n bist bekannt. Der Stern auf dich hinweiset, dazu das göttlich Wort; drum man dich billig preiset daß du bist unser Hort. 3. Du bist ein großer König, wie uns die Schrift vermeldt, doch achtest du gar wenig vergänglich Gut und Geld, prangst nicht auf einem Rosse E; trägst keine güldne Kron, thronst nicht im festen Schlosse; E, hier hast du Spott und Hohn. 4. Doch bist du schön gezieret, dein Glanz erstreckt sich weit, dein Güte triumphieret ————————66 2mmns breit dein Reich be⸗kannt mög wer-den zur See⸗len Se⸗lig⸗ Eeit. Du wollst die Frommen schützen durch dein Macht und Gewalt, daß sie im Frieden sitzen, die Bösen stürzen bald. Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf; dein Güte schenk mir Armen und segne meinen Lauf. Den Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht versehren: rett mich aus aller Not. 6. Du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönen Stern, daß falsche Lehr und Sünden sein meinem Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. und dein Gerechtigkeit. Martin Behm 1557—1622. 84. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. T TT — 5———.——.——— 2 2 1. O Je ⸗ su Chri⸗ ste, wah⸗ res Licht, er⸗ —.— PPFtFF— humü*——* 6 —* E————.—.— 2 — 7— 6————— leuch-te, die dich ken⸗nen nicht, und brin-⸗ge sie zu .—1 + H e;. dei ⸗ ner Herd, daß 10 re Seel auch se⸗lig werd. Epiphanias. 2. die nicht bekennen wollen frei, Erfülle mit dem Gnadenschein, was ihres Herzens Glaube sei. die im Irrtum verführet sein, 5. auch die, so heimlich noch ficht an Erleuchte, die da sind verblendt, in ihrem Sinn ein falscher Wahn. bring her, die sich von uns getrennt, 3. versammle, die zerstreuet gehn, Und was sich sonst verlaufen hat mach feste, die im Zweifel stehn. von dir, das suche du mit Gnad 6. und ihr verwundt Gewissen heil, So werden sie mit uns zugleich laß sie am Himmel haben teil. auf Erden und im Himmerreich, 4. hier zeitlich und dort ewiglich Den Tauben öffne das Gehör, für solche Gnade preisen dich. die Stummen richtig reden lehr, Johann Heermann 1585—1647. 85. Oul. 4, 78. 79. Mel. Unser Herrscher, unser König. — ů 23 e, en + Ef. ů ö s LIA +——— IX—. —— E1—————1— *. ö 1. Wer⸗de licht, 1 Stadt der Heiden, und du, Salem, wer-de licht; schau⸗e, welch ein Glanz mit Freuden ü⸗ber deinem Haupt an⸗bricht! D..— *— 2— 4 , —— 12755— 4— Gott hat de-rer nicht ver⸗ges⸗sen, die im Fin-stern snd ge⸗ses⸗sen. 2. unsern Tritt macht ungewiß; Gottes Rat war uns verborgen, Jesu, deine Lieb und Segen seine Gnade schien uns nicht; leuchten uns auf unsern Wegen. Klein und Große mußten sorgen, 5 jedem fehlt es an dem Licht, das zum rechten Himmelsleben seinen Glanz uns sollte geben. Dein Erscheinung müß erfüllen mein Gemüt in aller Not, dein Erscheinung müsse stillen 3. meine Seel auch gar im Tod; Aber wie hervorgegangen Herr, in Freuden und im Weinen ist der Aufgang aus der Höh, müsse mir dein Licht erscheinen. haben wir das Licht empfangen. welches so viel Angst und Weh aus der Welt hinweggetrieben, daß nichts Dunkles übrig blieben. 6. Jesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, 4. das mir dort schon ist bestellt, Jesu, reines Licht der Seelen, wo wir sollen unter Kronen du vertreibst die Finsternis, in der schönsten Klarheit wohnen. die in dieser Sündenhöhlen Johann Rist 1607—1667. Epiphanias. 86. Luk. 2, 25—32. Mel. Valet will ich dir geben. —— He.. 25— H 36685. e er a 35 SSSPSISIIIIIIIITITIII.T——3. ——2 +* 1. Herr Je ⸗su, Licht der Hei-den, der Frommen Schatz und Lieb, wir kom⸗men jetzt mit Freu⸗den durch dei- nes Gei⸗stes Trieb 3 1 , win un 2— ͤ ‚— EEEEE— ö in die⸗ sen dei⸗ nen Tem⸗pel und su ⸗chen mit Be⸗ E UI E ö ö—— 2— S.——— e, dae L L.̃— 4—.. gier nach Si⸗me⸗ons Ex⸗em ⸗pel dich gro-⸗ßen Gott all-hier. 2 Mir werden nun mit Frieden Du wirst von uns gefunden, o Herr, an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheißungswort, vergönnst noch heutzutage, daß man dich gleicherweis auf Glaubensarmen trage, wie hier der E Greis. Sei unser Glanz in Wonne, ein helles Licht in Pein, in Schrecken unsre Sonne, im Kreuz ein Gnadenschein, in Zagheit Glut und Feuer, in Not ein Freudenstrahl, in Krankheit ein Befreier, ein Stern in Todesqual. 4 Herr, laß auch uns gelingen, daß einst wie Simeon ein jeder Christ kann singen den schönen Schwanenton: die Augen zugedrückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, mein Jesu, dich geschaut: kein Feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen, und in dem meinen du, uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein 6— dazu. Hier will es oft mir scheinen, du sähst mich strafend an, daß ich vor Angst und Weinen dich kaum erkennen kann; dort aber wirds geschehen, daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen dein immer klares Licht. Johann Franck 1618-1677. 87. Matth. 2, 1—12. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. — I ö 9* — * 1 —— .—.—.—. ——— 65 + — 1. Wer im Her⸗zen will er⸗fahren und dar-um be⸗-mü⸗het ist, Epiphanias. Q II I — II + 12 EII —.——— 2—0 SS.I6— ö—n⁷ rt. 2—6 an— daß der Kö⸗nig Je⸗sus hrist sich in ihm mög of⸗fen-ba⸗ren, d d nn ee. H . + 1 E ED der muß su⸗chen in der Schrift, bis er die⸗sen Schatz an⸗trifft. 2. Er muß gehen mit den Weisen, bis der Morgenstern aufgeht und im Herzen Rielig pr so kann man sich selig preisen, weil des Herren Angesicht glänzt von Klarheit, Recht und Licht. Denn wo Jesus ist geboren, da erweiset sich gar bald seine göttliche Gestalt, die im Herzen war verloren; seine Klärheit spiegelt sich in der Seele kräftiglich. 4. 4 Jesu, laß mich auf der Erden + sonst nichts suchen als allein, ö daß du mögest bei mir sein und ich dir mög ähnlich werden in dem Leben dieser Zeit und in jener Ewigkeit. + O. So will ich mit allen Weisen, die die Welt für Toren acht't, dich anbeten Tag und Nacht und dich loben, rühmen, preisen, liebster Jesu, und vor dir christlich wandeln für und für. Laurentius Laurenti 1660—1722. 88. Matth. 2, 11. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. EiiEEl mei⸗ne See⸗le will so gern 1. Je⸗su, gro⸗ßer Wun⸗der⸗stern, deraus: Denten 5—86 er⸗ 4285 nen, Q II ——— 2 2——— — iII TT E——.——— 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, wie ichs von dir selber habe und damit beschenket bin, so ist dirs die liebste Gabe; laß es auch bewährt und rein in dem Kreuzesofen sein. Nimm den Weihrauch des Gebets, laß ihn gnädig dir genügen; Herz und Lippen sollen stets nimm doch, nimm doch gnä-dig an, was ich Armer schenken kann. ihn zu opfern vor dir liegen; wenn ich bete, nimm es auf und sprich Ja und Amen drauf. 4 Nimm die Myrrhen bittrer Reu: ach mich schmerzet meine Sünde; aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. Neumeister 1671-1756. —eeeee:ie‚eteeeeeee...tef.... ——— Passion. 6. Passion. 89. Q EII I E ů ö EIITI ö—.— 1H 3—.—.———. —. 0 1— +.—..— 1. O Lamm Got⸗ tes, der du tru⸗=gest der Welt Sün ⸗den, , 0 92 7 er⸗ barm dich 4 —. ———————— —— ö 2. O Lamm Got⸗=tes, der du tru⸗ gest der Welt Sün ⸗den, 293———— ö PPP‚P‚P.‚PF..I I PIIFIIIIII... —— f— er⸗barm dich un ser al— ler! —..—— 11 E— 1I ö ů—— ........... 557 1— I 4.—— 3. O Lamm Got⸗tes, der du tru⸗ gest der Welt Sün-den, —3———. ů ů** .S...................... 1 222 +.—— II —„———.—— ver⸗leih uns dei nen Fri.— den! Das deutsche Agnus Dei. V +I. 8—— * ** 1. Christe, du Lamm Got⸗tes, 2. Christe, du Lamm Got⸗ ttes, der Sünd der W der du trägst die Sünd der 5—— er⸗ elt, er⸗ — ö ö— 4— — 1— —— —— barm dich un⸗ser!— 3115— ö barm dich un⸗serl 3. Chri⸗ste, du Lamm Gottes, der du trägst die —8 E ö.—— + 2— + FEis .— Sünd der Welt, gib uns deinen Frieden! Amen, Amen, A Das deutsche Agnus Dei. men. 1533. ——— ö Passion. ꝝ IH** ,——j———— ö— SSSSD..————— ..—.———————————— 2.— 1. O Lamm Got⸗tes, un⸗schul⸗dig am Stamm des Kreu⸗zes ge⸗ all ⸗zeit er⸗fun⸗den gdul-dig, wie-wohl du wa⸗rest ver⸗ E————.— 9„ ö; EE—2——— E +— Lach aekt all Sünd hast du ge⸗ tra ⸗ gen, sonst müßten wir ver⸗ E Su— ö U.————— SSISII.IIIII..II................ é é6TRTu EH ö——.— ee V 90—2 u! za ⸗- gen, er⸗ barm dich un ⸗ ser, o Je⸗ su! 2.. O Lamm Gottes, unschuldig O Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Kreuzes geschlachtet., am Stamm des Kreuzes geschlachtet, allzeit erfunden gduldig, allzeit erfunden gduldig, wiewohl du warest verachtet: wiewohl du warest verachtet: all Sünd hast du getragen, all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen, sonst müßten wir verzagen, erbarm dich unser, o Jesu! gib uns dein Frieden, o Jesu! Nikolaus Decius 1 1541. 92. Mel. Christus, der uns selig macht. —— II I DE—.... V—— Hr, m de. r., a., ————88—— ö————— O hilf, Chri⸗ste, Got⸗tes Sohn, durch dein bitter Lei⸗-den, Q IR[E E 5 ö*—. ö 1—— ö 1 e n e d. . daß wir dir stets un⸗ter⸗tan all Un⸗tu⸗gend mei⸗den, 2— II— II 1253. III in—.— IDSSDDDDRD .—.——.——— dei⸗nen Tod und sein Ur⸗sach fruchtbar⸗lich be ⸗ den⸗ken, 1— H .———— + , r e, r. SSIIIIII — da⸗für, wie⸗wohl arm und schwach, dir Dank-op⸗fer schen-ken. Michael Weiße 1 1534. 1. O wir ar ⸗men Sün⸗der! Uns⸗re So nicht wäre kommen Christus in die Welt und hätt angenommen unser arm Gestalt, hätten wir sein müssen 4 ewiglich in Not; * Christ hat sich gegeben für uns in den Tod. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! 3. Solche große Gnad und väterliche Gunst hat uns Gott erzeiget lauter gar umsonst; des solln wir uns trösten Mel. O Fa 4 4 4 +. +. +4 + .SS........— IIII RTR I.2—— dar⸗in wir emp⸗fangen und ge⸗-bo⸗ren sind, hat ge-bracht uns E 5 e e r.— H FiiiExxxxxxx *— 1 1.—— 2.—. al⸗le in solch gro⸗ße Not, daß wir un-ter-wor⸗fen Fa 1 4 1 N 4— S.................. TT* 1.—, e. — 97 4 5—— sind dem ew⸗gen Tod. Ky⸗ri⸗e e⸗le⸗i⸗son, Q 1— ,.—.—— x A EiEEE — 9— 1 L. Chri⸗ste e⸗le ⸗ i ⸗ son, Ky⸗ri⸗e e⸗le⸗ i⸗ son! 2 gegen Sünd und Tod und nicht gar verzagen vor der Hölle Glut. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! Darum wolln wir loben, danken allezeit dem Vater und Sohne und dem heilgen Geist; bitten, daß sie treiben all Not von uns fort, und daß wir stets bleiben bei sein'm heilgen Wort. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! 94 Hermann Bonn 1504—1548. * Jesu Christ, meins Lebens Licht. RITS 65— ö—.—— —— 2— —**— 2— 1. Wir dan⸗ken dir, Herr Je⸗ su Christ, daß ——— 52 Passion. ———— IE ö IRI‚. ,,4..—— ö—— 2 2— ö* 0— 6 e.— du für uns ge⸗ stor⸗ben bist und hast uns durch dein ö x/ — teu⸗res Blut ge ⸗macht 2. Wir bitten dich, wahr Mensch und Gott, durch deine heilgen Wunden rot, erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not. 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand 95. vor Gott ge ⸗recht und gut. und reich uns dein allmächtge Hand, daß wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten deiner schweren Pein; 4. und schöpfen draus die Zuversicht, daß du uns werdst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Fischer 4 1600. 1———AI— A SISI.....III.III...I....— —.———.—— 1.— 12 1—2 1. Herz⸗lieb⸗ster Je⸗su, was hast du ver-brochen, daß man ein HE——— N ů— SSDPSPꝑPDPEPIPIEFEFE FIFEIFIFIFIF PIFIFIF F .%97—.—.——.— 1.—————— solch scharf. Ur-teil hat ge- sprochen? Was ist die 2—— I——— —— e e e, ᷣ Schuld, in was für Mis⸗se⸗ta⸗ten bist du ge⸗ra⸗ten? 2. 4. Du wirst gegeißelt und mit Dorn Wie wunderbarlich ist doch diese gekrönet, Strafe! ins Angesicht geschlagen und ver-Der gute Hirte leidet für die Schafe, höhnet, die Schuld bezahlt der Herre, der du wirst mit Essig und mit Gall Gerechte, getränket, für seine Knechte. ans Kreuz gehenket. 3 Was ist doch wohl die Ursach solcher 5 Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, Plagen? ö 1 Ach meine Sünden haben dich ge— der Böse lebt, der Whenden, miß schlagen! der Mensch verwirkt den Tod und ö Ich, ach Herr Jesu, habe dies ver⸗ Wuich schuldet, ist entgangen, was du erduldet. der Herr gefangen. ö 6 ———.—.—— ——, 6. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marter-— straße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden. 0. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, ö wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. 8 Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmung zu ver⸗ leichen. Wie kann ich dir denn deine Liebes— taten im Werk erstatten? 9. Doch ist noch etwas, das dir ange— nehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden mit alten Sünden. 10. Weils aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, Passion. so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 11. Alsdann so werd ich deine Huld be— trachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten, bemühen werd ich mich, Herr, deinen Willen stets zu erfüllen. 12. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach noch Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. 13. Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen, wirst du es doch nicht gar beiseite setzen, in Gnaden wirst du dies von mir annehmen, mich nicht beschämen. 14. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehren⸗ krone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. Johann Heermann 1585—1647. 96. Mel. Der am Kreuz ist meine Liebe. E ö———.— 1—.—— Prrrvi +— i e⸗su, dei⸗ne tie fen Wun⸗den, dei ne Qual und e⸗ben mir zu al len Stun⸗den Trost in Leibs⸗ und bitt⸗rer Tod See⸗len⸗not; fällt mir et⸗was Ar⸗ges ein, denk ich bald an ————— Passion. 2— 15 H—.— ö 2 1j.— 8—.— 2 11665 E E EEEEEE ——— —2 ö dei ne Pein, die er ⸗lau⸗bet mei-⸗nem Her- zen — 2*———. mit der Sün⸗de nicht zu scher-zen. 2. Deines Trostes Süßigkeit Will sich denn in Wollust weiden wendt in mir das bittre Leid, mein verderbtes Fleisch und Blut, der du mir das Heil erworben, so gedenk ich an dein Leiden, da du für mich bist gestorben. bald wird alles wieder gut. 5. Kommt der Satan und setzt mir Auf dich setz ich mein Vertrauen, heftig zu, halt ich ihm für du bist meine Zuversicht: deine Gnad und Gnadenzeichen, dein Tod hat den Tod zerhauen, bald muß er von dannen weichen. daß er mich kann töten nicht. — ꝗW—— 0— . ö. Daß ich an dir habe teil, Will die Welt mein Herze führen bringet mir Trost, Schutz und Heil: auf die breite Sündenbahn, deine Gnade wird mir geben da nichts ist denn Jubilieren, Auferstehung, Licht und Leben. alsdann schau ich emsig an 6. deiner Marter Zentnerlast, Hab ich dich in meinem Herzen, die du ausgestanden hast: du Brunn aller Gütigkeit, so kann ich in Andacht bleiben, so empfind ich keine Schmerzen alle böse Lust vertreiben. auch im letzten Kampf und Streit. 4. Ich verberge mich in dich: Ja für alles, was mich kränket, welch Feind kann verletzen mich? geben deine Wunden Kraft; Wer sich legt in deine Wunden, wenn mein Herz hinein sich senket, der hat glücklich überwunden. schöpf ich neuen Lebenssaft. Johann Heermann 1585—1647. 97. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. 0— IE +D..—u— EE.. H———533— 1. Der du, Herr Je ⸗su, Ruh und Rast in ETTTT S dei⸗ nem Grab ge⸗ hal⸗ten hast: gib, daß wir in dir IFTT F.*.——— ö I. .. + ru⸗ hen all, und un ⸗ser ——.—.—:.——...—— Passion. 2. 3. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut, Wir danken dir, o Gotteslamm, die du erkauft mit deinem Blut, und führ uns in des Himmels Lich zu deines Vaters Angesicht. las 10 an des Kreuzes Stamm: ja uns Sündern deine Pein sein Eingang in das Leben sein. Georg Werner 1589—1643. 98. Mel. Herr Christ, der einig Gottssohn. 1 83. . — Q 3 7.— 1—.—.— —.— I2 ů— E 1. Wenn mei⸗ne Sünd mich krän⸗ken, o mein Herr Je⸗su Christ, so laß mich wohl be-den— ken, wie du ge⸗storben bist ———.———.— 7———.—— ee und al ⸗le mei⸗ne Schul-den⸗last am Stamm des heil-⸗gen .—— Frrern ———.— 1 Kreu ⸗zes auf dich O Wunder ohne Maßen, wer es betrachtet recht: es hat sich martern lassen der Herr für seine Knecht; es hat sich selbst der wahre Gott für mich verlornen Menschen gegeben in den Tod. 2. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Hölle Qual 15 Glut. 4. Drum sag ich dir von Herzen jetzt und mein Leben lang für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. ge ⸗ nom⸗- men hast. Herr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wieviel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, sollts auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gib, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und folge dem Exempel, das du mir vorgestellt. Laß mich an andern üben, was du an mir getan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen jedermann ohn Eigennutz und Heuchelschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. Passion. 85 8. und des versichern mich, Laß endlich deine Wunden weil ich auf dein Verdienst nur trau, mich trösten kräftiglich da werdest mich annehmen, in meinen letzten Stunden daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius 1601—1673. 99. 1 ö — 4 3——5— ————————— 1———•— DSS —— SE.——..—— 5———— ——————————— 6 5 1. Je⸗su, mei⸗nes Lebens Le⸗ben, Je⸗su, mei⸗nes To⸗des Tod, der du dich für mich ge⸗ge-ben in die tief-ste See⸗len-not, de, S dun t.. 21.. 45 PFPFPIPI T TTIII E—.—.—*— in das äu⸗ßer ⸗-ste Verder-ben, nur daß ich nicht möchte ster⸗ben: * +—— ö n L 1. + , nn e—‚4 D. ö 2 EIRERRESEEEEE I tau⸗send⸗, tau⸗send-mal sei dir, liebster Je-su, Dank da⸗für. 2. 5. Du, ach du hast ausgestanden Du hast wollen sein geschlagen, Lästerreden, Spott und Hohn, zu befreien mich von Pein, Speichel, Schläge, Strickund Banden, fälschlich lassen dich anklagen, du gerechter Gottessohn, daß ich möchte sicher sein; nur mich Armen zu erretten daß ich möchte trostreich prangen, von des Teufels Sündenketten. hast du sonder Trost gehangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. liebster Jesu, Dank dafür. 8. 6. Du hast lassen Wunden schlagen, Du hast dich mit Not bedecket, dich erbärmlich richten zu, hast gelitten mit Geduld, um zu heilen meine Plagen, gar den herben Tod geschmecket, um zu setzen mich in Ruh; um zu büßen meine Schuld; ach du hast zu meinem Segen daß ich würde losgezählet, lassen dich mit Fluch belegen. hast du wollen sein gequälet. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. liebster Jesu, Dank dafür. 4. 33 Man hat dich sehr hart verhöhnet, Deine Demut hat gebüßet dich mit großem Schimpf belegt, meinen Stolz und Übermut, gar mit Dornen dich gekrönet: dein Tod meinen Tod versüßet; was hat dich dazu bewegt? es kommt alles mir zugut. Daß du möchtest mich ergötzen, Dein Verspotten, dein Verspeien mir die Ehrenkron aufsetzen. muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend⸗, tausendmal sei dir,— Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. liebster Jesu, Dank dafür. 86 Passion. für dein Zittern, für dein Zagen, für die tausendfachen Plagen, für dein Angst und tiefe Pein will ich ewig dankbar sein. Ernst Christoph Homburg 1605—1681. 100. 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Herr, für alle deine Not: für die Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bittern Tod; — 5———. en Rr. 1 DIEE.. 418. 38— IIIIITTFTFTFTFTFTFTRTRC 1. O Trau⸗rigkeit! O Her⸗ze⸗leid! Ist Bistn zu ber kla⸗gen? ——— I xiiiiiiEE ——— E Gott des Va⸗ters ei- nig Kind wird ins Grab ge⸗tra-gen. 2. 5. O große Not! O süßer Mund, Der Herr ist tot: o Glaubensgrund, am Kreuz ist er gestorben; wie bist du doch zerschlagen! hat dadurch das Himmelreich Alles, was auf Erden lebt, uns aus Lieb erworben. muß dich ja beklagen. 3. 6. O Menschenkind, O selig ist, nur deine Sünd zu jeder Frist, hat dieses angerichtet, der dieses recht bedenket, da du durch die Missetat wie der Herr der Herrlichkeit warest ganz vernichtet. wird ins Grab gesenket. 4. +. Dein Bräutigam, O Jesu, du das Gotteslamm, mein Hilf und Ruh, liegt hier mit Blut beflossen, ich bitte dich mit Tränen: welches er ganz mildiglich hilf, daß ich mich bis ins Grab hat für dich vergossen. möge nach dir sehnen. Johann Rist 1607—-1667. 101. Mel. An Wasserflüssen Babylon. + 6— 0 ů 50⸗i II— ..........——— 1.——— +— Ein Lämm⸗lein geht und trägt die Schuld der Welt und ih⸗ rer Kinder, es geht und trä⸗get in Ge-duld die Sün⸗-den al⸗ ler Sünder; a—— er—.— 4.—.— .SS..........................I.... —— Q—4 2— 0 es geht da-hin, wird matt und krank, er ⸗gibt sich 87 DDPEEREREEE auf die Wür⸗gesbank, Onht sch al⸗ len Freuden; es nim⸗met ů— —— e. 7 — 14⁷.. 2 EUOWD——— ö SE—— D‚n 2——— ** 2. Das Lämmlein ist der große Freund bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit und Heiland meiner Seelen; den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen. „Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich ausgetan zur Straf und Zornesruten; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß: du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.“ 3. „Ja, Vater, ja von Herzensgrund, leg auf, ich will dirs tragen; mein Wollen hängt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen.“ O Wunderlieb, o Liebesmacht! Du kannst, was nie kein Mensch ge⸗— dacht, Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark: du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen. 4. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen, dich will ich stets, gleichwie du mich, mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stücke bricht, sollst du mein Herze bleiben. Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben. Kreuz und Tod und spricht: Ich wills gern lei-den. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit zum Freudenopfer bringen; mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen; und was du mir zugut getan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen. 6. Erweitre dich, mein Herzensschrein, du sollst ein Schatzhaus werden der Schätze, die viel größer sein als Himmel, Meer und Erden. Weg mit den Schätzen dieser Welt und allem, was dem Fleisch gefällt! Ich hab ein Beßres funden: mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, ist dieses, was geflossen ist aus deines Leibes Wunden. 2— Wenn endlich ich soll treten ein in deines Reiches Freuden, so soll dein Blut mein Purpur sein, ich will darein mich kleiden; es soll sein meines Hauptes Kron, in welcher ich will vor den Thron des höchsten Vaters gehen und dir, dem er mich anvertraut, als eine wohlgeschmückte Braut an deiner Seite stehen. Paul Gerhardt 1607-1676. — .ꝗJJHJJJJ——————p—ͤp‚p—pp——ß7——4—.———— Passion. 102. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. 2Z3⁊65— ö ͤ u.— SRRRn EU 0 ö i n—.P‚I‚IIEIII — E 1. I 5 1. O Haupt voll Blut und Wun-den, voll Schmerz und vol⸗ler Hohn, o Haupt zum Spott ge⸗bun⸗ den mit ei⸗ ner Dornen⸗kron. + 4 + E +——.— ö „ô re nerenmrn firrerrrmr werrere“. 711.——————————————————.——— o Haupt, sonst schön ge⸗ krö⸗ aet mit höch-ster Ehr und H ö EI II— II E. 70 , e EE—.— L Zier, jetzt a⸗ ber höchst ver⸗höh-net, ge⸗grü⸗ßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte,— voll Huld und Freundlichkeit und dennoch im Gerichte geschlagen und verspeit, wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht mehr gleichet, so schändlich zugericht't? 3. Die Farbe deiner Wangen, der roten Lippen Pracht ist hin und ganz vergangen; des blassen Todes Macht hat alles hingenommen, hat alles hingerafft, und daher bist du kommen von deines 8—— Kraft. Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Last, ich hab es selbst verschuldet, was du getragen hast; schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat, gib mir, o mein Erbarmer, den Anblick 5 Gnad. Erkenne mich, Muin Hüter, mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts getan: in dir mein Ende sei. dein Mund hat mich gelabet mit Milch und süßer Kost, dein Geist hat mich begabet mit mancher Himmelslust. 6. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht; von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht; wenn dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß. 2 Es dient zu meinen Freuden und tut mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll: ach möcht ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deine Todesschmerzen, da dus so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, — Passion. 9 10. Wenn ich einmal soll scheiden, Erscheine mir zum Schilde, so scheide nicht von mir; zum Trost in meinem Tod wenn ich den Tod soll leiden, und laß mich sehn dein Bilde so tritt du dann herfür; in deiner Kreuzesnot. wenn mir am allerbängsten Da will ich nach dir blicken, wird um das Herze sein, da will ich glaubensvoll so reiß mich aus den Angsten fest an mein Herz dich drücken: kraft deiner Angst und Pein. wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt 1607—-1676. 103. [Oder: Mel. O Welt, ich muß dich lassen.] . . DDDDRDDRDDR 1. O Welt, sieh hier dein Le-ben am Stamm des Kreuzes schweben, dein e— 0———— ů ö I ö . Heil sinkt in den Tod. Der gro⸗ße Fürst der Eh-ren läßt ISSSS... . wil⸗lig sich be⸗schwe⸗ren mit Schlägen, Hohn und gro⸗ßem Spott. 2. 5. Tritt her und schau mit Fleiße, Ich bins, ich sollte hüßen wie er mit Todesschweiße n Händen und an Füßen und Blut ist überfüllt; gebunden in der Höll; aus seinem edlen Herzen die Geißeln und die Banden vor unerschöpften Schmerzen und was du ausgestanden, ein Seufzer nach dem andern quillt. das hat verdienet meine Seel. 3. ö 6. Wer hat dich so geschlagen, Du nimmst auf deinen Rücken mein Heil, und dich mit Plagen die Lasten, die mich drücken so übel zugericht't? viel schwerer als ein Stein; Du bist ja nicht ein Sünder du wirst ein Fluch, dagegen wie wir und unsre Kinder, verehrst du mir den Segen, von Übeltaten weißt du nicht. dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 4. 7 Ich, ich und meine Sünden, Du setzest dich zum Bürgen, die sich wie Körnlein finden ja lässest dich gar würgen des Sandes an dem Meer, für mich und meine Schuld; die haben dir erreget mir lässest du dich krönen das Elend, das dich schläget, mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles Wüt Geduld. und das betrübte Marterheer. Passion. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr: was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich tun: 8 soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 10. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sei auch wo ich sei: es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. . Ich will darin erblicken, wie ich mein Herz soll schmücken mit stillem, sanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit tut. 12. Wenn böse Zungen stechen, mir Glimpf und Namen brechen, so will ich zähmen mich; das Unrecht will ich dulden, dem Nächsten seine Schulden verzeihen gern und williglich. 1 2 Ich will ans Kreuz mich schlagen mit dir und dem absagen, was meinem Fleisch gelüst't: was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, soviel mir immer möglich ist. 14. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Tränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt 1607-1676. 104. Mel. Der am Kreuz ist meine Liebe. a I I E 2———, 1. Sei mir Dendnh ge⸗ grüßet, der mich je und je geliebt, Je⸗su, der du selbst ge- büßet das, wo-mit ich dich betrübt. a +I I ,. —— 2 5 1.—.. Ach wie ist mir doch so wohl, wenn ich knien und lie⸗ gen soll Q IE SJ.—— II.— I ———————. . 4— II Heile mich, o Heil der Seelen, wo ich krank und traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quälen, und den ganzen Schaden hin, an dem K da du stir⸗ best und um mei⸗ne See⸗le wir⸗best. den mir Adams Fall gebracht und ich selber mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, sich all mein Jammer setzen. 3. Schreibe deine blutgen Wunden. mir, Herr, in das Herz hinein, daß sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein schönstes Gut, da mein ganzes Herze ruht; laß mich hier zu deinen Füßen deiner Lieb und Gunst genießen. Passion. 4. Diese Füße will ich halten, Herr, so fest ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten und mich selber freundlich an von dem hohen Kreuzesbaum und gib meiner Bitte Raum, sprich: Laß all dein Trauern schwinden, ich, ich tilg all deine Sünden! Paul Gerhardt 1607-1676. 105. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 401 ö Il e——— — 2 2—* 70—*— 2 1. Herr Je ⸗ su EChrist, dein ten ⸗ res Blut ist 4 —. ———.— —.——————— ö 100—————5 ‚ — LI + 7. e d, ö ö E mei⸗ner See⸗len höch-stes Gut: das stärkt, das labt, das h. ...... 2· 45 * 1 — * K 1 macht al⸗lein 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehrenkleid, dein Unschuld und Gerechtigkeit macht, daß ich kann vor Gott bestehn und zu der Himmelsfreud eingehn. O Jesu Christe, Gottes Sohn, mein Trost, mein Heil, mein Gna⸗ mein Herz von al ⸗len Sün⸗den rein. dein teures Blut, dein Lebenssaft gibt mir stets neue Lebenskraft. 4. Herr Jesu, in der letzten Not, wenn mich schreckt Teufel, Höll und Tod, so laß ja dies mein Labsal sein: dein Blut macht mich von Sünden rein. denthron, Johann Olearius 1611—1684. 106. Mel. Christus, der uns selig macht. en Bdt Mn iu Me Lurte—.— 1I 2— 1¹ SSSSSIIIIIIIIIIIIIIIII........ —— ö—4 1. Je⸗su, dei- ne Pas⸗si⸗ on will ich jetzt be⸗ den⸗ken; 4 Wremn ö—— 1.——.— nmn urrmr ——————— ————.——566—— 7—,.. wol⸗lest mir vom Himmelsthron Geist und An⸗-dacht schen⸗ken. + L— ——2— In dem Bil-de jetzt er⸗schein, Je⸗su, mei⸗nem Her-zen, ST............. .,. wie du, un⸗ser Heil zu sein, lit⸗test al⸗le Schmer⸗zen. 2. Sollt ich dazu haben Lust Gib, daß ich recht sehen mag und nicht wollen meiden, deine Angst und Bande, was mein Heiland büßen mußt deine Schläge, deine Schmach, mit so großem Leiden? deine Kreuzesschande, 5. deine Geißel, Dornenkron, Wenn mich meine Sünde will Speer⸗ und Nägelwunden, schrecken mit der Hölle: deinen Tod, o Gottes Sohn, Jesu, mein Gewissen still, der mich dir verbunden. dich ins Mittel stelle; 3. dich und deine Passion Doch laß mich ja nicht allein laß mich gläubig fassen; deine Marter sehen, liebet mich sein lieber Sohn, laß mich auch die Ursach fein wie kann Gott mich hassen? und die Frucht verstehen. 6. Ach die Ursach war auch ich, Gib auch, Jesu, daß ich gern ich und meine Sünde: dir das Kreuz nachtrage, diese hat gemartert dich, daß ich Demut von dir lern daß ich Gnade finde. und Geduld in Plage, 4. daß ich dir geb Lieb um Lieb. Jesu, lehr bedenken mich Indes laß dies Lallen, dies mit Buß und Reue,— bessern Dank ich dorten geb— hilf, daß ich mit Sünde dich Jesu, dir gefallen. martre nicht aufs neue. Sigismund von Birken 1626—1681. Q *ÆW—.—— j 41.———5———3—— , ei, K,. ——— ů 0 —— 1 1. O du Lie⸗be mei⸗ner Lie ⸗be, du erwünschte Seelig⸗keit, die du dich aus höchstem Trie be in das jammer-vol⸗le Leid —— — dei⸗nes Lei⸗dens mir zu⸗gu⸗te als ein Op⸗fer ein⸗ge⸗stellt 4 14 4 4 ——— Lü ö— t, BBPBPSS — + und bezahlt mit dei⸗nem Blu⸗te al⸗le Mis⸗e tat der Welt: 2. Liebe, die mit Schweiß und Tränen an dem Olberg sich betrübt, Liebe, die mit Blut und Sehnen unaufhörlich fest geliebt, Liebe, die den eignen Willen in des Vaters Willen legt und, um Gottes Zorn zu stillen, treu die Last des Kreuzes trägt; Liebe, die mit starkem Herzen alle Schmach und Hohn gehört, Liebe, die nicht Angst und Schmerzen noch der strenge Tod versehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, als sich 43— und Atem endt, Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib aund Seele trennt; 4. Liebe, die mit ihren Armen mich zuletzt umfangen wollt, Liebe, die aus Liebserbarmen mich zuletzt in höchster Huld ihrem Vater überlassen, die selbst sterbend für mich bat, mir die Strafe zu erlassen, weil mich ihr Verdienst vertrat; Passion. 5. Liebe, die mit so viel Wunden gegen mich als seine Braut unaufhörlich sich verbunden und auf ewig anvertraut: Liebe, laß auch meine Schmerzen, meines Lebens Jammerpein in dem blutverwundten Herzen sanft in dir gestillet sein. 6. Liebe, die für mich gestorben und ein immerwährend Gut an dem Kreuzesholz erworben, ach wie denk ich an dein Blut! Ach wie dank 90 deinen Wunden, du verwundte L Liebe du, wenn ich in der letzten Stunden sanft an deinem Herzen ruh! 7. Liebe, die sich tot gekränket und für mein erkaltet Herz in ein kaltes Grab gesenket, ach wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, und der Seelen Heil erworben: nimm mich ewig liebend an!„ Elisabeth von Senitz 1629—1679. — 0 +—— S e L ........—.———3—— e I r am Kreuz ist mei⸗ ne Lie⸗be, mei⸗ne Lieb ist Je⸗sus Christ. Weg,‚, ihr ar⸗gen Sün⸗den⸗trie⸗ be, Satan, Welt und Fleisches List! E A. ů 1 ————72— 4 ö 2, n Luen, derere— Eu⸗re Lieb ist 3——8 von Gott, eu⸗ re Lieb 92 gar der Tod. —— SSSS 4.— —— Der am Kreuz ist mei⸗ne Lie⸗be, weil ich mich im Glanben ü ⸗ be. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe. Frevler, was befremdets dich, daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich; so ward er mein Friedensschild, aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. * 9⁴ Passion. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe. Sünde, du besiegst mich nicht! Weh mir, wenn ich den betrübe, der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt ich nicht Gottes Sohn? Spräch ich seinem Blut nicht Hohn? Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe. Schweig, Gewissen, glaube dran: Gott aus reinem Liebestriebe hat die Handschrift abgetan und mit meines Bürgen Blut sie durchstrichen mir zugut. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe. Keine Trübsal schwer und groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, nichts macht mich von Jesu los; nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 6. Der am Kreuz ist meine Liebe. Komm, o Tod, du bist mein Freund! Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein Jesus mir vereint; da, da schau ich Gottes Lamm, meiner Seelen Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. Ahasverus Fritsch 1629—1701. 109. O Traurigkeit, o Herzeleid. und er⸗weckst durch dei nen Tod mei⸗- ne to⸗ te See⸗le. 2. Man senkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens Leben; dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. O Lebensfürst, ich weiß, du wirst mich wieder auferwecken: sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? 4. Sie wird mir sein ein Kämmerlein, da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 5. Gar nichts verdirbt; der Leib nur stirbt, doch wird er auferstehen und in ganz verklärter Zier aus dem Grabe gehen. Indes will ich, mein Jesu, dich in meine Seele senken und an deinen bittern Tod bis in Tod gedenken. Salomo Franck 1659—1725. SSSPSIIIII 8*— — * EE. E. — Passion. 114. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. L 20— 1. Laß mir die Fei⸗er dei⸗ner Lei-den, er⸗hab⸗ner Mitt⸗ler, Sie leh⸗ re mich die Sün⸗de mei-den und dir mein gan-zes hei ⸗lig sein. Le-ben weihn. Ich seh auf dich, der so ent-schlos⸗sen für — ———— — ů SPSPI————— mich die Last des Kreu-zes trug, — der mir zum Heil sein Blut ver⸗ 92——— ,, den,, 5‚.—.—— E—— gos⸗ sen, des Herz noch 2. Wie seid ihr mir so lieb und teuer, Gethsemane und Golgatha, ihr Stätten, wo die Welt die Feier der allergrößten Liebe sah! Hier lern ich jede Tugend üben, in Not und Tod gelassen sein, hier stärkt mein Herz sich, Gott zu lieben und selbst dem Todfeind zu ver⸗ zeihn. 3. Drum in den stillsten meiner Stunden will ich nach deinem Kreuze sehn und. dich, o Herr, für deine Wunden mit tief gerührtem Dank erhöhn. O laß mich deine Huld ermessen, mit der dein Herz die Welt umfaßt, und nie im Undank es vergessen, was du für mich erduldet hast. ster-bend für mich schlug. ö 4. Mir sollen diese Feierzeiten der größten Liebe heilig sein, still soll dein Kreuz mich stets be— gleiten und jede meiner Stunden weihn. Dein Leiden sei mein höchster Segen, dein Tod mein seligster Gewinn; mein Herz schlägt dir voll Dank entgegen, daß ich durch dich erlöset bin. — Bleibt mir zu allen Zeiten teuer, Gethsemane und Golgatha, ihr Stätten, wo die Welt die Feier der allergrößten Liebe sah. Nach euch will ich voll Andacht schauen, wo mein Erlöser litt und starb. Heil uns, wenn wir auf dich ver⸗ trauen, der uns die Seligkeit erwarb! Christoph Georg Ludwig Meister 1738—1811 7* Passion. 11⁵. Mel. Alles ist an Gottes Segen. II ..SISI..I.I.I.................I...... H..——.— 1— 1. Un ⸗ter tau⸗send fro- hen Stunden, die im Le⸗ben 9 1I———— 1 ESS...— 1— 2— +———.—— 1— 2 + ö*— ů ich ge⸗fun- den, blieb nur ei„ne mir ge⸗treu, ie ee. E* 2 6 565— 2*.——..— ei ne, wo in tau⸗send Schmerzen ich er-fuhr in . S........... 0 5 2...— 2——.——— 1.——— +—.—— mei⸗nem Her⸗zen, wer für mich ge⸗stor-ben sei. 2. liebten alle nur den einen, Wenn sie Jesu Liebe wüßten, würden ewig ihn nur meinen, alle Menschen würden Christen, Ieiate ihm zur Seite stehn. ließen alles andre stehn, Georg Friedrich Philipp von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. 116. Mel. Herr und Altster deiner Kreuzgemeine. —— 1——— ..— d, Kenee,, ,., EEEEEE.— 1. Ei⸗nes wünsch ich mir vor al⸗lem an⸗dern, ei⸗ ne Spei⸗se se lig läßts im Trä⸗nen⸗tal sich wandern, wenn dies ei ne l —.———————— Di —. r L, n.—— 2— früh und spät: un⸗ver⸗rückt auf ei ⸗ nen Mann zu mit uns geht: ISRe—— EEEIIISD— ————— 1————— schau⸗en, der mit blut⸗ gem Schweiß und To⸗des⸗grau⸗en SSSI.. I.IT.I..... — ö ö ö ö ů 0 ö E————————— n La d.—.— 4 auf sein Ant⸗litz nie-der⸗sank und den Kelch des Va⸗ters trank. — 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, wie er als ein stilles Lamm dort so blutig und so bleich zu sehen, hängend an des Kreuzes Stamm, wie er dürstend rang um meine Seele, daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, und dann auch an mich gedacht, als er rief: Es ist vollbracht! — Ja, mein Jesu, laß mich nicht ver⸗— gessen meine Schuld und deine Huld. Als ich in der Finsternis gesessen, trugest du mit mir Geduld; Ostern. hattest längst nach deinem Schaf getrachtet, eh es auf des Hirten Ruf geachtet, und mit teurem Lösegeld mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein!— sprich du darauf ein Amen. Treuster Jesu, du bist mein! Drücke deinen süßen Jesusnamen brennend in mein Herz hinein. Mit dir alles tun und alles lassen, in dir leben und in dir erblassen: das sei bis zur letzten Stund unser Wandel, unser Bund. Albert Knapp 1798—-1864. 7. Ostern. IH + IN E ů 6 366565 ů ö n .P I......... TTTTTT ——— +— E 1. Christ ist er ⸗stan⸗den von der Mar⸗ter al=le; Q IH UE D LEII 1 J+...—— ————6 2Z:.... 2—. —2 1.— 2 7— L L—6.— des solln wir al⸗le froh sein, Christ will un-ser Trost sein. —.————.—.— II—.——— 2— I ů 2— I 2 2— Hal le ⸗lu⸗ jah. 2. Wär er nicht er ⸗stan ⸗ den, —2— 4.— I LZ.— II IIL S+..— 1 LZ.IAW 2 7 E—+ 7—5 E 1 E. + 5 4—— die Welt die wär ver-gan-gen; seit daß er er⸗stan⸗den ist,‚ ꝝ 1 V 1 II Z 0 J E 2 L— 2 so lobn —28— EE ——.— I —0———— 3 1 0 E—.———.—— E 3. Hal ⸗le ⸗ lu⸗jah, hal⸗le ⸗ lu⸗jah, hal ⸗-le ⸗ lu ⸗jah! 9—R I—— en v nürenen,— SS......... —. ³⁴ Des solln wir al⸗le froh sein, Christ will un⸗ser Trost sein. Hal⸗lelujah. Altkirchlich. 13. Jahrhundert. 13 X I + III —1 — ............ samt sei⸗nem —*——— d dre r e ne ——.— ö 1 2 45—————— ein⸗ge ⸗ bor ⸗ nen Sohn, der für uns hat ge⸗ —— —.————————.———, ————.— nug ge⸗ tan Hal⸗le ⸗-lu ⸗ jah, 0 SSI............. ————————..— ——....—————. H ff— hal ⸗le⸗lu ⸗ jah, 2. Er ist erstanden von dem Tod, hat überwunden alle Not, versühnet Sünd und Missetat. Hallelujah, hallelujah, hallelujah! Nun bitten wir dich, Jesu Christ, weil du vom Tod erstanden bist, hal⸗le⸗lu ⸗ jah! verleih uns, was uns selig ist. Hallelujah, hallelujah, hallelujah! 4. Damit von Sünden wir befreit dem Namen dein gebenedeit frei mögen singen allezeit. Hallelujah, hallelujah, hallelujah! Michael Weiße 1 1534. 119. Q — — 4 —2 2 2—— .S.I.....I.......... TTTI—I. ————————— nae rar — I. Christ lag in To⸗des ⸗ban⸗den, für uns⸗re Sünd ge⸗ ge=ben, der ist wie⸗der er ⸗stan⸗-den und hat uns bracht das Le⸗ben; Ostern. ——— I1. 2—— ——————————D————m‚DD‚— 1PPPSIEE ——...——— —. des wir sol⸗len fröh-lich sein, Gott lo⸗ben und ihm dank-bar sein —————— SISIPIPP*——32 und sin ⸗gen: Hal-le ⸗ lu ⸗ jah. Hal ⸗le⸗ lu⸗jah. 2. Die Schrift hat verkündet das, Den Tod niemand bezwingen konnt wie da ein Tod den andern fraß; bei allen Menschenkindern; ein Spott der Tod ist worden. das machte alles unsre Sünd, Hallelujah. kein Unschuld war zu finden. 5. Davon kam der Tod so bald Hier ist das rechte Osterlamm, und nahm sich über uns Gewalt, davon Gott hat geboten, hielt uns in sein'm Reich gfangen. das ist für uns ans Kreuzes Stamm Hallelujah. in heißer Lieb gestorben. 3. Des Blut zeichnet unsre Tür, Christ, unser Heiland, Gottes Sohn, das hält der Glaub dem Tode für; an unsrer Statt ist kommen nicht rührn kann uns der Würger. und hat die Sünde abgetan, Hallelujah. damit dem Tod genommen 6. all sein Recht und sein Gewalt; S0 feiern wir das hohe Fest da bleibet nichts denn Todsgestalt, mit Herzensfreud und Wonne, den Stachl hat er verloren. das uns der Herr erscheinen läßt; Hallelujah. er selber ist die Sonne, 4. der durch seiner Gnaden Glanz Es war ein wunderlicher Krieg, erleuchtet unsre Herzen ganz: da Tod und Leben rungen: der Sünd Nacht ist vergangen. das Leben das behielt den Sieg, Hallelujah. es hat den Tod verschlungen. Martin Luther 1483—1546, 120. H-HE SSIII—*— PE 5 2— ö——..— L L 1. Er⸗schie⸗nen ist der herr⸗lich Tag, dran nie⸗mand sich gnug 2— Lren m. ues*—— EEE E E 1 1— 1..— —— 106965 23—— freu⸗en mag: Christ, un⸗ser Herr, heut tri⸗ um⸗phiert, all E — sein Feind er ge⸗ fan⸗gen führt. Hal ⸗le⸗ lu ⸗ jah. I 8 . PFFFFFFFFFF᷑I6᷑6᷑.—...— 10⁴ Ostern. 2. Die alte Schlange, Sünd und Tod, die Höll, all Jammer, Angst und Not hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Hallelujah. 3. Sein Raub der Tod mußt geben her, das Leben siegt und ward ihm Herr; zerstöret ist nun all sein Macht, Christ hat das Leben wiederbracht. Hallelujah. 4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur und was betrübet war zuvor, das freut sich heut an diesem Tag, da der Welt Fürst daniederlag. Hallelujah. 5. Drum wir auch billig fröhlich sein, singen das Hallelujah fein und loben dich, Herr Jesu Christ; zu Trost du uns erstanden bist. Hallelujah. Nikolaus Herman 5 1561. 121. e,— ——— I d ö ö I 1. Heut tri- um phie ret Got-tes Sohn, der von dem i ER E—————2— —.57—1— u———— 2 Tod er-⸗stan-den schon, hal l⸗le ⸗-lu⸗-jah, hal⸗le⸗lu-jah, e,r,. mit gro⸗ßer Pracht und Herr⸗lich-keit; des dankn wir Su E— ᷣn, n e I—4 — 97 ihm in E⸗wig⸗keit. Hal le⸗lu⸗jah, hal⸗le⸗lu- jah. 2. 4. Dem Teufel hat er sein Gewalt Nun kann uns kein Feind schaden zerstört, verheert in allr Gestalt, hallelujah, hallelujah, wie pflegt zu tun ein großer Held, der seinen Feind gewaltig fällt. Hallelujah, hallelujah. 3. O süßer Herre Jesu Christ, der du der Sünder Heiland bist, hallelujah, hallelujah, führ uns durch dein Barmherzigkeit mit Freuden in dein Herrlichkeit. Hallelujah, hallelujah. mehr, ob er gleich tobet noch so sehr. Hallelujah, hallelujah. Im Staube liegt der arge Feind, wir aber Gottes Kinder sind. Hallelujah, hallelujah. 5. Dafür wir danken allzugleich und sehnen uns ins Himmelreich. Hallelujah, hallelujah. Zum selgen End Gott helf uns all, so singen wir mit großem Schall: Hallelujah, hallelujah. Ostern. 10⁵ 6. dem heilgen Geist in gleicher Weis Gott Vater in dem höchsten Thron, 90 Ewigkeit sei Lob und Preis! samt seinem eingebornen Sohn, lujah, hallelujah. hallelujah, hallelujah, 1591. 122. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. Q +4 + 4—— 4———.— * 5 4.—————— .ᷓꝑDRꝑPꝑPꝑP‚PDP——;:!F!; ‚‚ e ——.— 3⁰——8 stan⸗den bist und hast dem Tod zer-stört sein Machtund S.......................* d,ilnin. ———— uns das Le ⸗ben wie-⸗der-bracht. Hal-le⸗ lu ⸗jah. 2. 3. Wir bitten dich durch deine Gnad: Gott Vater in dem höchsten Thron, nimm von uns unsre Missetat samt seinem eingebornen Sohn, und hilf uns durch die Güte dein, dem heilgen Geist in gleicher Weis daß wir dein treue Diener sein. in Ewigkeit sei Lob und Preis! Hallelujah. Hallelujah. Thomas Hartmann, um 1604. 123. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. ——7 1—— 5 5 1 ..TTRC ——.— ö 1. Frühmorgens, da die Sonn auf-geht, mein Hei⸗land Christus — Ziinn Kirsein d. mun mn,——— 65—5 1— ,,, Le, e,rd, Ln, Fantn ünnrirmene. 1————.— 7— ö 25——— auf⸗er ⸗-steht: ver ⸗-trie-ben ist der Sün⸗den Nacht, Licht, + D I———— kimmn— ——— 4—.— 14 ö————.— . TTTTTTT — ö h Heil und Le⸗ben wie⸗der-bracht. Hal-le⸗lu ⸗jah. L. aufgehn, nach Trauern Freud und Wenn ich des Nachts oft lieg in Mot Wonn. verschlossen, gleich als wär ich tot, Hallelujah. läßt du mir früh die Gnadensonn Ostern. 2. ͤ 9. Nicht mehr denn nur drei Tage lang Wie tief Kreuz, Trübsal oder Pein, mein Heiland bleibt in Todes Zwang, mein Heiland greift allmächtig drein, am dritten Tag durchs Grab er dringt, führt mich heraus mit seiner Hand; mit Ehren seine Siegsfahn schwingt. wer mich will halten, wird zuschand. Hallelujah. Hallelujah. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt Lebt Christus, was bin ich betrübt? mit Schmach am Kreuz gefangen hält; Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Drauffolgt der Sabbath in dem Grab, Wenn mir gleich alle Welt stürb ab: darin ich Ruh und Frieden hab. gnug, daß ich Christum bei mir hab. Hallelujah. 5 Hallelujah. In kurzem wach ich fröhlich auf, Er nährt, er schützt, er tröstet mich; mein Oftertag ist schon im Lauf; sterb ich, so nimmt er mich zu sich. ich wach auf durch des Herren Stimm, Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, veracht den Tod mit seinem Grimm. weil seines Leibes Glied ich bin. Hallelujah. ů Hallelujah. Am Kreuz läßt Christus öffentlich Durch seiner Auferstehung Kraft vor allem Volke töten sich; komm ich zur Engelbrüderschaft; da er durchs Todes Kerker bricht, durch ihn bin ich mit Gott versöhnt, läßt ers die Menschen sehen nicht. mit Gnad und ewgem Heil gekrönt. Hallelujah. Hallelujah. 7 +. Sein Reich ist nicht von dieser Welt, Mein Herz darf nicht entsetzen sich, kein groß Gepräng ihm hier gefällt: Gott und die Engel lieben mich; was arm und niedrig geht herein, die Freude, die mir ist bereit't, soll ihm das Allerliebste sein. vertreibet Furcht und Traurigkeit. Hallelujah. Hallelujah. ů O Wunder groß, o starker Held! Für diesen Trost, o großer Held, Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Kein Angststein liegt so schwer auf Dort wollen wir mit größerm Fleiß mir, erheben deinen Ruhm und Preis. er wälzt ihn von des Herzens Tür. Hallelujah. Hallelujah. Johann Heermann 1585—1647. 124. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. IE *———.— n. ..—.——......—.—.—.— — 2—.—.— ů 3—— 1. O Tod, wo ist dein Sta⸗chel nun? Wo ist dein Sieg, o Was kann uns jetzt der Teu⸗fel tun, wie grau⸗sam er sich 4 3 3 + 4 IH 66.————.— ů ̃—D ———5,——————— 1 Hũ 312.—. PFFIF——————— —— wel⸗Ke⸗ Gott sei ge-⸗dankt, der uns den Sieg so — herr⸗lich hat nach die⸗sem Kr 2. Wie sträubte sich die alte Schlang, als Christus mit ihr kämpfte! Mit List und Macht sie auf ihn drang, jedennoch er sie dämpfte. Ob sie ihn in die Fersen sticht, so sieget sie doch darum nicht: der Kopf ist ihr zertreten. 2. Lebendig Christus kommt herfür, den Feind nimmt er gefangen, zerbricht der Hölle Schloß und Tür, trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, das in dem Siegeslauf den starken Held kann halten auf: alls liegt da überwunden. 4. Des Herren Rechte die behält den Sieg und ist erhöhet; des Herren Rechte mächtig fällt, was ihr entgegenstehet. Tod, Teufel, Hölle, Welt und Sünd durch Christi Sieg gedämpfet sind, ihr Zorn ist kraftlos worden. 5. Es war getötet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder. — iegdurch Je sum Christ ge-ge-ben! stehn wir auch auf, die Glieder. So jemand Christi Worten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt, er lebt, ob er gleich stirbet. 6. Wer täglich hier durch wahre Reu mit Christo auferstehet, ist dort vom andern Tode frei; derselb ihn nicht angehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht und unvergänglich Wesen. 7. Das ist die rechte Osterbeut, der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, bis unser Leib wird ähnlich dort Christi verklärtem Leibe. ů 8. O Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel tun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat nach diesem Krieg Weil nun das Haupt erstanden ist, durch Jesum Christ gegeben! (Nach Georg Weissel 1590—1635.) Justus Gesenius 1601—1673. 125. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. + 3. 4—— 1 4 —————— A.—— 2 +7 7— 4 +— SSI —— 1 1. Der Höl⸗le des Sa⸗tans Reich ist ga + Pfor⸗ten sind zer⸗stört, der Tod ist nun ver⸗ nz ver⸗heert; Lob sei dir, Gott, ge⸗ 424 I.. I—— 1— I 2— 8.—... ö—— n.— 2 vdinn— E..—.—.—4 2—— * schlun⸗gen, sun⸗gen! die vor im schwarzen Trauerkleid Ostern. 2 3i 12. 1 e, E———— + ö Chri⸗stum ist die Him⸗melsbahn uns wie⸗der auf⸗ ge⸗schlo⸗sen. 2. Was durch des ersten Adams Schuld im Paradies verdorben, das und noch mehr hat Christi Huld uns wiederum erworben. Der starke Held aus Davids Stamm hat sterbend an dem Kreuzesstamm die Welt mit Gott versöhnet. Heut ist er aus dem Grab herfür mit großer Macht gebrochen und stecket auf des Heils Panier, gleichwie er hat gesprochen. Er bringt nach wohlgeführtem Streit uns wieder Fried und Freudigkeit und alle Himmelsschätze. 4. Drum lasset uns in Fröhlichkeit Herz und Gemüt erheben, weil uns ist diese Gnadenzeit vom Himmel wiedergeben Wir haben Christi Reich und Macht; er ist hinweg, der Tag und Nacht vor Gott uns hat verklaget. 5. Wir werden auch nach dieser Zeit wie Christus auferstehen und mit ihm in die Herrlichkeit und Himmelsfreud eingehen. Denn wo das Haupt geblieben ist, da müssen auch nach kurzer Frist die andern Glieder wohnen. Michael Schirmer 1606—1673. 126. Mel. Erschienen ist der Tag. E—— 1 122—— e. ere, —— 1. Triumph, T Tri⸗ umph! Es kommt mit Pracht der Sie-⸗ges⸗fürst heut —————— I. de dann, ———.——*— ö—* aus der Schlacht. Wer sei⸗nes Rei⸗ches Un⸗ter=tan, schau — I 2=.——— II— I IEIII.I... 212—2.—— +——.——. II heu⸗te sein Tri⸗ umph⸗fest an. Hal ⸗le⸗lu ⸗ jah. 2. beschaut den blutgen Todesstreit. Vor Freuden Tal und Wald erklingt, Hallelujah. die Erde frisches Blumwerk bringt; ihr schöner Schmuck zu dieser Frist 4. zeugt, daß ihr Schöpfer Sieger ist. Das stille Lamm jetzt nicht mehr Hallelujah. 2. Die Sonne sich aufs schönste schmückt und wieder durch das Blaue blickt, schweigt, sich mutig als ein Löwe zeigt; kein harter Fels ihn hält und zwingt, Grab, Siegel, Riegel vor ihm Hallelujah. Ostern. 5. 6. Herr Jesu, wahrer Siegesfürst, Thnh, Triumph! Dich ehren wir wir glauben, daß du schenken wirst und wollen durch dich kämpfen hier, uns deinen Frieden, den du bracht daß wir als Reichsgenossen dort mit aus dem Grab und aus der dir folgen durch die Siegespfort. Schlacht. Hallelujah. Hallelujah. Benjamin Praetorius 1636—1674. 127. A 4 +— 4 2——— I Z r 33.. +* 3 0 ö 1. Je⸗sus, mei⸗ne Zu⸗versicht und mein Heiland, ist im Le-ben: die⸗ses weiß ich, sollt ichnicht dar- um mich zu-frieden ge⸗ben, + ee ee e e=. e. 142—.— 4 RE was die lan⸗ge To⸗des⸗nacht mir auch für Ge-dan⸗ken macht? 2. 6. Jesus, er mein Heiland, lebt; Was hier kranket, seufzt und fleht, ich werd auch das Leben schauen, wird dort frisch und herrlich gehen; sein, wo mein Erlöser schwebt; irdisch werd ich ausgesät, warum sollte mir denn grauen? himmlisch werd ich auferstehen; Lässet auch ein Haupt sein Glied, hier geh ich natürlich ein, welches es nicht nach sich zieht? dort da werd ich geistlich sein. 3 2— ö 4.—— Ich bin durch der Hoffnung Band Seid getrost und hocherfreut, zu genau mit ihm verbunden, Jesus trägt euch, meine Glieder! meine starke Glaubenshand Gebt nicht statt der Traurigkeit: wird in ihn gelegt befunden, sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, daß mich auch kein Todesbann wenn einst die Posaune klingt, ewig von ihm trennen kann. die auch durch die Gräber dringt. 4. 8. Ich bin Fleisch und muß daher Lacht der finstern Erdenkluft, auch einmal zu Asche werden; lacht des Todes und der Höllen! dieses weiß ich, doch wird er Denn ihr sollt euch aus der Gruft mich erwecken aus der Erden, eurem Heiland zugesellen; daß ich in der Herrlichkeit dann wird Schwachheit und Verdruß um ihn sein mög allezeit. liegen unter eurem Fuß. 5. 9. Ob dies Aug im Tode bricht, Nur daß ihr den Geist erhebt werd ich meinen Heiland kennen; von den Lüsten dieser Erden ich, ich selbst, kein Fremder nicht, und euch dem schon jetzt ergebt, werd in seiner Liebe brennen; dem ihr beigefügt wollt werden. nur die Schwachheit um und an Schickt das Herze da hinein, wird von mir sein abgetan. wo ihr ewig wünscht zu sein. 93 ö 16 . S 2 DIFIFIFIIIPRIn‚rnfrr‚rrrrrt..‚.............*— Ostern. 128. Luk. 24, Mel. Alle Menschen müssen sterben. 13—35. EIIIEEEI— de r 7 ih⸗re 1. Zween der Jün⸗ger gehn mit Sehn Au⸗gen sind voll Tränen, . en ü⸗ber Feld nach Emma⸗us; ih⸗re See⸗le voll Verdruß. —— E · * +7 ů— Man hört ih-re Kla-ge-wor⸗te; doch es ist von ih-rem Or-⸗te U —4— x 24—— — ———..... ĩPIEEE— un⸗ser Je⸗sus gar nicht weit und ver⸗treibt die Trau-rig⸗keit. 2. Ach es gehn noch manche Herzen ihrem stillen Kummer nach, sie bejammern ihre Schmerzen, ihre Not, ihr Ungemach; manches wandert gar alleine, daß es nur zur Gnüge weine; doch mein Jesus ist dabei, fragt, was man so traurig sei. ö 3 Jesus ist mir nachgegangen, wenn ich meiner Eitelkeit und der Sünde nachgehangen. O der unglückselgen Zeit, die ich dergestalt verloren! Doch er hat mich neu geboren; Jesus hat an mich gedacht und das Schäflein wiederbracht. 4 Hat sich eine Not gefunden, so ließ er mich nicht allein. Jesus stellt zur rechten Stunden sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich im Leid verzehre, gleich als ob er ferne wäre, o so ist er mehr als nah und mit seiner Hilfe da. 9. Treuster Freund von allen Freunden, bleibe ferner doch bei mir! Kommt die Welt, mich anzufeinden, ach so sei du auch allhier. Wenn mich Trübsalswetter schrecken, wollst du mächtig mich bedecken. Komm in meinem Geist zu ruhn; was du willst, das will ich tun. 6 Bin ich traurig und betrübet, Herr, so gib mir in den Sinn, daß mich deine Seele liebet, und daß ich der Deine bin. Laß dein Wort mich feste gründen, laß es so mein Herz entzünden, daß es voller Liebe brennt und dich immer besser kennt. 7 Tröst auch andre fromme Seelen, wenn sie tief in Kummer stehn; wenn sie in verborgnen Höhlen, Kammern, Feld und Wäldern gehn, ihrem Kummer nachzusinnen, daß sie satt sich weinen können, so sprich ihrer Seele zu: Liebes Kind, was trauerst du? 8 Kannst du bei der Welt nicht weilen, ach so nimm mich auch mit dir; laß mich deine Freuden teilen, sei und bleibe stets bei mir. Bleibe doch in unsrer Mitten, wie dich deine Kinder bitten. Dank sei dir, o lieber Gast, daß du mich getröstet hast. Johann Neunherz 1653—1737. ** . Du wirst den Olberg zeigen, wo man gen Himmel fährt; da will ich fröhlich steigen, bis daß ich eingekehrt Ostern. 16. Salems Friedenshäuser; da heißts: Viktoria! da trägt man Siegesreiser. Ach wär ich nur schon da! Benjamin Schmolck 1672—1737. 131. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. F..——— 1. Mein Je⸗ sus lebt, was soll ich ster⸗ben? Hier So muß ich ja das Le⸗ ben er ⸗ben, weil drernen, Fi re er. steht mein Haupt und tri Not und Tod die .. „um⸗phiert. Macht ver ⸗liert. Kein Trau⸗er⸗ 4—1 — + ——06———— 2. was mir das Leben rauben kann. mir wird der Satan untertan. Der Hölle Abgrund selber bebt; denn überall schallt: Jesus lebt! 3. Mein Jesus lebt, das Grab ist offen; so geh ich freudig in die Gruft. Mein Jesus siegt; drum liegt zu Füßen, Der Tod wird völlig weichen müssen, Hier kann ich auch im Tode hoffen, 132. Mel. Christus der ist mein Leben. bild erschreckt mich mehr: mein Je-sus lebt, das Grab ist leer. daß mich sein Wort ins Leben ruft. Wie süß erschallt die Stimme hier: Ich leb, und ihr lebt auch in mir. 4. Mein Jesus bleibt also mein Leben, er lebt in meinem Herzen hier; und soll ich ihm das Leben geben, kommt mir mein Tod nicht schreck⸗ lich für, weil er mich in den Himmel hebt, so wahr als Jesus ist und lebt. Benjamin Schmolck 1672— 1737. —— 2* 5 V ù I 32— +—een Kluft! Wir tri- um⸗phie⸗ren heu⸗te um d ei⸗ne lee⸗re Gruft. 8 bä 11⁴4 Ostern. 2. Der Feind wird schaugetragen und heißt nunmehr ein Spott; wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott! 3 In der Gerechten Hütten schallt schon das Siegeslied, du trittst in unsre Mitten und bringst den Osterfried. 4. Ach teile doch die Beute bei deinen Gliedern aus, wir alle kommen heute deswegen in dein Haus. 5. Schwing deine Siegesfahne auch über unser Herz, den Lebensweg uns bahne vom Grabe himmelwärts. 6. Laß unser aller Sünden ins Grab verscharret sein, uns einen Schatz hier finden, der ewig kann erfreun. Wir sind mit dir gestorben, so leben wir mit dir; was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für. 8. Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir zu Grabe gehn, wenn wir nur dorten selig mit dir auch auferstehn. 2. Der Tod kann uns nicht schaden, sein Pfeil ist nunmehr stumpf; wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon: Triumph! Benjamin Schmolck 1672— 1737. 133. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. —— 4.—.—.‚ d.x. DDD———————— 4. 1. O auf ⸗er⸗stand⸗ner Sie⸗ges⸗fürst, du Le⸗ben al⸗ler heut bringst du Friede, da du wirst zur Freu-de uns ge— U——— . 2— R—.——2.— 5 ö——.———— — II 2—— 1— gLe⸗ben ů 6 5 2* 16 W—* 1 ge⸗ben zu ⸗vor bracht Not dich in den Tod; jetzt Q I ENV.— II Lo—— ä————————— — 7 +7 bist du auf-er⸗stan⸗den und frei von To-des-ban⸗-den. 2. Die Last von unsrer Sündenschuld ließ dich in Fesseln fallen; du gabest dich aus großer Huld ans Kreuz zum Heil uns allen. Nun sind wir frei von Sklaverei, darinnen wir gefangen, weil du Nun geht uns fröhtich wieder auf die rechte Gnadensonne, die erst erstarb in ihrem Lauf, gibt Strahlen reiner Wonne⸗ ——=2 — I —— Jetzt ist die Seel mit Freudenöl von dir gesalbt und bleibet dir ewig einverleibet. 4. Die Kraft von deiner Majestät bricht selbst durch Grab und Steine; dein Sieg ists, der uns mit erhöht zum vollen Gnadenscheine. Des Todes Wut, der Hölle Glut hat alle Macht verloren, und wir sind neu geboren. . O daß wir diesen teuren Sieg lebendig möchten kennen, und unser Herz bei diesem Krieg im Glauben möchte brennen! Denn anders nicht kann dieses Licht uns in das Leben führen, wo wir nicht Glauben spüren. 6. So brich denn selbst durch unser Herz, o Jesu, Fürst der Ehren, Ostern. 11⁵ und laß vorher uns himmelwärts zu dir uns gläubig kehren, daß wir in dir die offne Tür zur ewgen Ruhe finden und auferstehn von Sünden. 7. Erscheine uns mit deiner Güt, wenn wir in Buße weinen, und laß üns deinen teuren Fried zum ersten Anblick scheinen; so können wir, o Held, mit dir die rechten Ostern feiern und uns in dir erneuern. 8. Ach laß das wahre Auferstehn im Herzen uns erfahren, und aus den Totengrüften gehn, daß wir den Schatz bewahren, das teure Pfand, das deine Hand zum Siegen uns gegeben: so gehn wir ein zum Leben. Justus Henning Böhmer 1674—1749. 134. Mel. Herr Christ, der einig Gottssohn. —35iji5¶/— —————— ——— E/....... .— 1. Mein Fels hat ü⸗ber⸗wun-den der bun⸗den, die Sün-de kann nicht mehr der Sa⸗tan liegt ge⸗ Höl⸗le gan-zes Heer, IE v ũ—.—— ˙ — ö b— Eα reen. —..— e— 2.—.———— mich durchs Ge-setz ver⸗dam-men, denn al⸗le Zor-nes⸗ I— II äIF flam-men hat Je⸗ sus aus ⸗ge⸗löscht. 2. dein Sen und dein Zagen Auf denn, mein Herz, und bringe in Christi leeres Grab. dem Heil land Dank davor, vertreib die Furcht und schwinge im Glauben dich empor: wirf des Gewissens Nagen, Ist Jesus auferstanden, ö ö mit Herrlichkeit geschmückt, so bist du ja den Banden 8³ 116 des Todes mit entrückt. Kein Fluch drückt das Gewissen, der Schuldbrief ist zerrissen, denn alles ist bezahlt. 4. Ach willst du noch nicht glauben, du ungewisser Geist? Kein Teufel kann dir rauben, was Jesus dir verheißt, der Licht, Kraft, Fried und Leben geneigt ist dir zu geben als seines Sieges Frucht. . Wohlan denn, Fürst des Lebens, ich bring dir, was ich hab. Ich matte mich vergebens bei meinen Wunden ab, ich kann sie nicht verbinden; soll ich Genesung finden, du mußt sie rühren an. 6. Gib meinem Glauben Klarheit, zu sehn, Herr Jesu Christ, daß du Weg, Leben, Wahrheit, daß du mir alles bist; die finstern Wolken teile der bangen Zweifel, heile des Glaubens dürre Hand. +. Laß mich nicht länger wanken gleich einem Rohr im Wind, besänftge die Gedanken, die voller Unruh sind. Du bist der Stuhl der Gnaden; Ostern. wer mühsam und beladen, den rufst du ja zu dir. Ich will nicht mehr vergeblich bei mir mich halten auf; ich finde nichts erheblich, zu hemmen meinen Lauf zu deinen offnen Armen, die mir dein frei Erbarmen so huldreich aufgetan. 2. Hast du den Tod verschlungen, verschling ihn auch in mir; wo du bist durchgedrungen, da laß mich folgen dir. Erfülle mein Verlangen und laß den Kopf der Schlangen in mir zertreten sein. 10. Lebst du, laß mich auch leben als Glied an deinem Leib, daß ich, gleich einem Reben, an dir, dem Weinstock, bleib. Gib Geistessaft zur Nahrung, gib Stärke zur Bewahrung der Pflanzung deiner Hand. 11. Leb in mir als Prophete und leit mich in dein Licht; als Priester mich vertrete, mein Tun und Lassen richt; um deinen ganzen Willen als König zu erfüllen, leb, Christe, leb in mir. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 135. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. 1. Ü⸗berwin⸗der, nimm die Palmen, so dein Zi⸗ on heu ⸗te bringt, das mit fro⸗hen O⸗ster⸗psalmen den er⸗kämpften Sieg be⸗singt. Wo ist nun der Fein⸗de Po⸗chen und der Wür⸗-ger —— * 2— II[H E n n—— 3 H PꝑPꝑPFIFIFIFIFIFIFTFTPTPTæT T T T TæTTæTCTCTCTCFłCõC?fPP+V△VtR⸗ Mord⸗ge⸗schrei, da der Schlan-gen Kopf ent⸗zwei EHr II·—ì.I —.—— j— Sa— en, eeen, een, ien + 0 0 und der Sta⸗chel ab⸗ge⸗bro⸗chen? Tod und Teu⸗fel .— 1 e 2 50 ·—..— ö= + *.———— I 7 70—.—.— 4 .... lie gen da; Gott sei Dank, hal ⸗ le⸗lu⸗jah! 2 5 Stecke nun die Siegeszeichen auf der dunklen Gruft empor; was kann deiner Krone gleichen? Held und König, tritt hervor, laß dir tausend Engel dienen! Denn nach harter Leidenszeit ist dein Tag der Herrlichkeit, höchste Majestät, erschienen. Welt und Himmel jauchzen da: Gott sei Dank, hallelujah! 3. Teile, großer Fürst, die Beute deiner armen Herde mit, die in froher Sehnsucht heute vor den Thron der Gnade tritt; deinen Frieden gib uns allen: o so jauchzet Herz und Mut, weil das Los so wundergut und aufs lieblichste gefallen. Denn der Olzweig grünet da; Gott sei Dank, hallelujah! 4. Laß, o Sonne der Gerechten, deinen Strahl ins Herze gehn; gib Erleuchtung deinen Knechten, daß sie geistlich auferstehn. Hält der Schlaf uns noch gefangen, ei so fördre selbst den Lauf, rufe mächtig: Wachet auf! Denn die Schatten sind vergangen, und der helle Tag ist da; Gott sei Dank, hallelujah! Tilg in uns des Todes Grauen, wenn die letzte Stunde schlägt, weil uns in den Himmelsauen schon die Krone beigelegt. Gib uns in den höchsten Nöten, gib uns mitten in der Pein deinen Trost und Glauben ein: o so kann der Tod nicht töten, denn die Hoffnung blühet da; Gott sei Dank, hallelujah! 6. Zeige, wenn der blöde Kummer über Gruft und Bahre weint, wie die Schwachheit nach dem ů Schlummer dort in voller Kraft erscheint. Sind wir sterblich hier geboren, ei so nimmt das kühle Grab nichts, als nur was irdisch, ab, und der Staub ist unverloren. Unser Hüter hütet da; Gott sei Dank, hallelujah. 0. Rufe die verdorrten Glieder endlich aus der dunklen Nacht, bis der Aschenhaufe wieder in verklärtem Glanz erwacht. Da wirst du die Krone geben, dann wird die vergnügte Brust, Herr, in engelgleicher Lust ewig deinen Sieg erheben, und wir sprechen auch allda: Gott sei Dank, hallelujah! Christian Ludwig Taddel 1706—-1775. Ostern. 136. ö Mel. Jesus, meine Zuversicht. ... La— P—.———— —...———— . 1. Je⸗sus lebt, mit ihm auch ich: Tod, wo sind nun dei⸗ne Schrecken? Je⸗sus lebt und wird auch mich von den To⸗ten auf-er⸗ wek⸗ken: *——— 2655 123—— o EI—— er ver⸗klärt mich in sein Licht; dies ist mei⸗ne Zu⸗ver⸗sicht. 2. und den Lüsten widerstreben: Jesus lebt, ihm ist das Reich verläßt den Schwachen nicht; über alle Welt gegeben; dies ist meine Zuversicht. mit ihm werd auch ich zugleich 5 ewig herrschen, ewig leben.——— Gott erfüllt, was er verspricht; Jesus lebt; ich bin geueß, ö dies ist meine Zuversicht. nichts soll mich von Jesu scheiden, 3 keine Macht der Finsternis, ö keine Herrlichkeit, kein Leiden. Jesus lebt; wer nun verzagt, ze n Drart n soder Pflicht lästert ihn und Gottes Ehre. 110 gibt Kraft zu jeder Pflicht; ö. dies ist meine Zuversicht. Gnade hat er zugesagt, 6 daß der Sünder sich bekehre: Gott verstößt in Christo nicht; Jesus lebt, nun ist der Tod dies ist meine Zuversicht. mir der Eingang in das Leben. 4. Welchen Trost in Todesnot Jesus lebt, sein Heil ist mein, wird es meiner Seele geben, sein sei auch mein ganzes Leben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: reines Herzens will ich sein Herr, Herr, meine Zuversicht! Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 137. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 1. Hal⸗le⸗lu⸗jahljauchzt, ihr Chö⸗re, singt Je⸗ su Chri⸗sto Lob und Er zer⸗riß des To⸗des Ban⸗den, der Held ist aus dem Grab er⸗ . Eh⸗re! Sein herr-lich gro⸗ßer Tag ist da. Sein stan⸗den, der nim⸗mer die Ver ⸗we⸗ sung sah. — U —. ist Ge⸗walt 90 Wache er hat sein Werk vochhracht. Hal⸗le⸗lu⸗jah! Des 2—.5— 5545 H —.— ein—.EEN 1.. 2—.——————— — 5 e Menschen Sehn trägt nun da⸗ von des herben Kampfes rei⸗chen Lohn. 2. Wir werden auferstehn, Glorreich hat der Held gerungen, der Hölle finstre Macht bezwungen und uns von Straf und Schuld befreit. Wir, die tief gefallnen Sünder, zu seiner Freud eingehn. Hallelujah! O Siegesheld, in jene Welt sind nun durch Christus Gottes zieh uns dir nach, wann dirs gefällt. Kinder und Erben seiner Seligkeit. Wir sind durch ihn versöhnt, den Gott mit Preis gekrönt. Hallelujah! Wir sind nun sein, und ihm allein soll 22 ganzes Herz sich weihn. — 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne! Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne durch unsres Grabes Dunkel bricht! O was wir empfinden, wenn Nacht und Finsternis ver⸗ schwinden und uns umstrahlt des Himmels Licht! Nun kann uns der Tod nicht schrecken, Vollender, führe du einst wird der Herr uns auferwecken durch seiner Stimme Wundermacht. Er unnd unvergänglich Leben und Herrlichkeit den Seinen geben, die ihren Lauf in ihm vollbracht. uns diesem Tage zu, uns, die Deinen; die Todesbahn gingst du voran, wir folgen dir in deine Ruh. Gottfried Benedikt Funk 1734—1814. 8. Himmelfahrt. I.———— 9 160 „Christ fuhr gen Him-mel: was sandt er uns her ⸗nie ⸗ der? + IN 1 — * e Den Tröster, den hei⸗ li⸗gen Geist, zu Trost der arnten Chriesteneheit Hal⸗le⸗lu⸗jah! 2. Hal⸗le 12⁰ Himmelfahrt. — E B. 25—.— 2 5—..— ee „lu⸗ jah, hal⸗ le ⸗ lu⸗jah, woll be⸗ wah ⸗ ren Q— II—— ,—..——— 14——— Ar n we. de ün, d 2—— 1—— a/————5 V.— hal le ⸗ lu ⸗jah! Des solln wir al⸗le froh sein, 2————— I , 4 2 7——— Christ will un ⸗ser Trost sein. Hal ⸗le ⸗ lu⸗ jah! 15. Jahrhundert. 139. Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. H 1 EI SS.I........... . 1. Auf die⸗sen Tag be⸗ den ken wir, daß Christ gen und dan⸗ken Gott aus höch-ster Bgier, mit Bitt, er 0— 4—— ö . 5—..— D———— Himml ge sah renu, Sün⸗der uns ar-me gmacht, uns steht der Himmel offen, Christus schließt auf mit großer Pracht, vorhin war alls verschlossen. Wers glaubt, des Herz ist freudenvoll, dabei er sich doch rüsten soll, dem Herren nachzufolgen. —606 1— wer.— .*— ar enn unrn +1. 7 2 hie auf Erd, die wir von we⸗gen man⸗cher IISE E EEE.... EEE— 2—0„ 1——— GAavbt—⸗;ᷓ Gfährd ohn ihn kein Hoff-nung ha oben. 3 — ö ů Drum sei Gott Lob, der Weg ist Wer nicht folgt und sein Willen tut, dem ists nicht Ernst zum Herren; denn der wird auch vor Fleisch und Blut sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegts; Wih der sein echt, wird auch gewiß das Leben recht zu Gott im Himml gerichtet. * ——— Himmelfahrt. 121 4. Solch Himmelfahrt fäht in uns an, wenn wir den Vater finden und fliehen stets die weltlich Bahn, tun uns zu Gottes Kindern; die sehn hinauf, der Vater hrab, an Treu und Lieb geht ihn'n nichts bis sie zusammenkommen. 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, wenn uns Gott zu ihm nehmen Sohn wird machen gleich, als wir denn jetzt bekennen: da wird sich finden Freud und Mut zu ewger Zeit beim höchsten Gut. Gott woll, daß wirs erleben! Johann Zwick 1496—-1542. und seinem 140. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. ꝝ◻ N— +* ..—.... I——— — —0 1. Wir dan⸗ken dir, Herr Je⸗ su Christ, daß du gen Him⸗mel RꝗV— 585—.— ö ö— . R re,— ————iiiDiDD‚ 0 gfah⸗ren bist: o star⸗ker Gott Im⸗ma⸗nu ⸗ el, stärk .E— ů E 4 D uns an Leib, stärk uns an Seel. Hal ⸗le⸗lu⸗ jah. 2 6 Nun freut sich alle Christenheit und singt und springt ohn alles Leid. Gott Lob und Dank im höchsten Thron, weil unser Bruder Gottes Sohn. Hallelujah. Gen Himmel aufgefahren hoch ist er doch allzeit bei uns noch, sein Macht und Gwalt unendlich ist, wahr Gott und Mensch zu aller Frist. Hallelujah. Wohl dem, der ihm vertrauen tut und hat in ihm nur frischen Mut. Welt, wie du willst! wer fragt nach dir? Nach Christo steht unser Begier. Hallelujah. ö 5. Er ist der Herr und unser Trost, der durch sein Blut uns hat erlöst; das Gfängnis er gefangen hat, daß uns der bittre Tod nicht schadt. Hallelujah. Wir freuen uns aus Herzensgrund und singen fröhlich mit dem Mund: der unser Bruder, Fleisch und Blut, ist unser allerhöchstes Gut. Hallelujah. 7. Durch ihn der Himmel unser ist. Hilf uns, o Bruder Jesu Christ, daß wir nur trauen fest auf dich und durch dich leben ewiglich. Hallelujah. Amen, Amen, Herr Jesu Christ, der du gen Himmel gfahren bist; behalt uns, Herr, bei reiner Lehr, des Teufels Trug und Listen wehr. Hallelujah. Komm, lieber Herr, komm, es ist Zeit, zum letzten Gricht in Herrlichkeit; führ uns aus diesem Jammertal in deinen ewgen Himmelssaal. Hallelujah. 1607. Himmelfahrt. 141. Mel. Es 10 gewißlich an der Zeit. ö ů I 0 1 e. 1. Auf Chri⸗sti Him-mel⸗fahrt al⸗lein ich mei⸗=ne Nachfahrt und al ⸗len Zwei⸗fel, Angst und Pein hie-mit stets ü-ber⸗ 4 1 +.—ẽ ö 1 ii Di ee — I——— ö— — 7 — — * Bein⸗ e denn weil das Haupt im Him-mel ist, wird in⸗de; n W dr 2 I sei⸗ne Glie⸗der Je⸗sus Christ zur rechten Zeit nach⸗ho⸗len. 2. 3. Weil er gezogen himmelan Ach Herr, laß diese Gnade mich und große Gab empfangen, von deiner Auffahrt spüren, mein Herz auch nur im Himmel kann, daß mit dem wahren Glauben ich sonst nirgends, Ruh erlangen; mag meine Nachfahrt zieren denn wo mein Schatz gekommen hin, und dann einmal, wenn dirs gefällt, da ist hinfort mein Herz und Sinn, mit Freuden scheiden aus der Welt; nach ihm mich stets verlanget. Herr, höre doch mein Flehen. (Nach Josua Wegelin 1604 1640.) Lüneburg 1661. 142. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. bliuer, 8 4. Ach Wuedie gro⸗ Ißer Sie⸗ges⸗held, du Sün⸗-⸗den⸗ zur Rech⸗ten dei nes Va⸗ters Kraft, der Fein⸗de 9— SS.... 36766 d, 4 trä⸗ ger al⸗ler Welt, heut hast du dich ge⸗-set-zet Schar Haft, bis auf den Tod ver⸗let-zet. Mäch⸗-tig, redsi tri⸗ um⸗ phie⸗ rest, ju⸗bi⸗lie⸗rest, HII . r e een, de——— ——— ,. — 2 2————————.— 1 Tod und Le⸗ben ist, Herr Christ, dir un⸗ter ge⸗ben. Himmelfahrt. 2. all Üppigkeit verachten; Dir dienen alle Cherubim, Unart, viel tausend hohe Seraphim Hoffart dich Siegesfürsten loben, laß uns meiden, christlich leiden, weil du den Segen wiederbracht, wohl ergründen, mit Majestät und großer Pracht wo die Gnade sei zu finden. zur Freude bist erhoben. 5. Singet, Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz, klinget, sei unser Ruhm und fester Platz, rühmt und ehret den, so fähret auf darauf wir uns verlassen. zum Throne, Laß suchen uns, was droben ist: zu empfahn die Himmelskrone. auf Erden wohnet Trug und List, 3 es ist auf allen Straßen Du bist das Haupt, hingegen wir Lügen, sind Glieder; ja es kommt von dir Trügen, ů auf uns Licht, Trost und Leben;: Angst und Plagen, die da nagen, Heil, Fried und Freude, Stärk und die da quälen Kraft, stündlich arme Christenseelen. 6 Erquickung, Labsal, Herzenssaft wird uns von dir gegeben. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron, Dringe, du Siegesfürst, Held, Davids Sohn, zwinge komm, stille das Verlangen. mein Gemüte, mein Geblüte, daß es Du, du bist allen uns zugut, preise, o Jesu, durch dein teures Blut dir Lob, Ehr und Dank erweise. ins Heiligtum gegangen. 4 Komm schier, Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir, hilf hier: ö hilf, daß wir künftig für und für dann so sollen, dann so wollen wir nach deinem Reiche trachten. ohn Ende Laß unser Tun ohn Wandel sein, fröhlich klopfen in die Hände. laß uns demütig, züchtig, rein Ernst Christoph Homburg 1605—1681. 143. Mel. Aus meines Herzens Grunde. em Ju⸗bel-schall, mit präch⸗ti⸗ gem Ge⸗ tüm- mel und mit Po⸗ sau⸗nen⸗hall: lob⸗singt, lob-sin⸗get Gott, lob⸗singt, lob⸗singt mit Freu⸗den dem ö ——2 1— +——— + U* S—.————— 4+. +.—.———2 1————.—— * S 2. Der Herr wird aufgenommen, der ganze Himmel lacht; um ihn gehn alle Frommen, die er hat frei gemacht; es holen Jesum ein die lautern Seraphinen, den hellen Cherubinen muß er willkommen sein. 3. Wir wissen nun die Stiege, die unser Haupt erhöht; wir wissen zur Genüge, wie man zum Himmel geht: der Heiland geht voran, will uns nicht nach sich lassen, er zeiget uns die Straßen, er bricht uns sichre Bahn. ö 4. Wir sollen himmlisch werden, wir gehen von der Erden dorthin, wo unser Schatz. Ihr Herzen, macht euch auf! Wo Jesus hingegangen, dahin sei das Verlangen, dahin sei euer Lauf! Himmelfahrt. der Herr selbst macht uns Platz; 3. Laßt uns gen Himmel dringen mit herzlicher Begier, laßt uns zugleich auch singen: Dich, Jesu, suchen wir, dich, o du Gottes Sohn, dich, Weg, dich, wahres Leben, dem alle Macht gegeben, dich, unsers Hauptes Kron. 6. Ade mit deinen Schätzen, du trugesvolle Welt, dein Tand kann nicht ergötzen; weißt du, was uns gefällt? Der Herr ist unser Preis, der Herr ist unsre Freude und köstliches Geschmeide, zu ihm geht unsre Reis. 7. Wann soll es doch geschehen, wann kommt die liebe Zeit, daß wir ihn werden sehen in seiner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du sein, daß wir den Heiland grüßen und fallen ihm zu Füßen? Komm, stelle dich doch ein! Gottfried Wilhelm Sacer 1635—1699. 144. Mel. Ach Gott und Herr. —.——— —1 . — 2 ö 4— ‚.——.——.—..— ———.. 1. Zeuch uns nach dir, — — so kommen wir mit herz⸗li⸗chem Ver⸗langen — Zeuch uns nach dir in Liebsbegier, ach reiß uns doch von hinnen, so dürfen wir nicht länger hier den Kummerfaden spinnen. hin, da du bist, Herr Je⸗su Christ, aus die⸗ser Welt ge-gan⸗-gen. 3. Zeuch uns nach dir: Herr Christ, ach führ uns deine Himmelsstege; wir irrn sonst leicht, sind abgeneigt vom rechten Lebenswege. Himmelfahrt. 4. 5. Zeuch uns nach dir, Zeuch uns nach dir so folgen wir nur für und für dir nach in deinen Himmel, und gib, daß wir nachfahren daß uns nicht mehr dir in dein Reich, allhier beschwer und mach uns gleich das böse Weltgetümmel. den auserwählten Scharen. Friedrich Funcke 1642-1699. 145. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 1— SISI en ,. ö ů e, L ,., E 255 * — E ö ö Nimm mich Ar-men auch mit dir, o ⸗der blei⸗-be doch in mir, — e dn,— E S.S..................... I.. E.*— +.9 2—— 1.— 2 daß ich dich und dei⸗ne Ga-ben mö-ge täglich bei mir ha-ben. 2. Kommt der Satan wider mich, Laß dein Herze mir zurücke ach so wirf ihn unter dich und nimm meines mit hinauf; zu dem Schemel deiner Füße, wenn ich Seufzer zu dir schicke, daß er ewig schweigen müsse. mache selbst den Himmel auf; 5. und so ich nicht beten kann, Meine Wohnung mache fertig rede du den Vater an, droben in des Vaters Haus, denn du sitzt zu seiner Rechten: da ich werde gegenwärtig darum hilf uns, deinen Knechten. bei dir gehen ein und aus; 3. denn der Weg dahin bist du: Zeuch die Sinnen von der Erde darum bringe mich zur Ruh über alles Eitle hin, und nimm an dem letzten Ende daß ich mit dir himmlisch werde, meinen Geist in deine Hände. ob ich gleich noch sterblich bin, 6. und im Glauben meine Zeit Komme, wenn es Zeit ist, wieder, richte nach der Ewigkeit, denn du hast es zugesagt, bis wir auch zu dir gelangen, und erlöse meine Glieder, wie du bist vorangegangen. die der Tod im Grabe nagt; 4. richte dann die böse Welt, Dir ist alles übergeben: die dein Wort für Lügen hält, nimm dich auch der Deinen an. und nach ausgestandnem Leide Hilf mir, daß ich christlich leben führ uns ein zu deiner Freude. und dir heilig dienen kann. Kaspar Neumann 1648—1715. Himmelfahrt. // 146. Mel. Jesu, meines Lebens Leben.(Alle Menschen müssen sterben.) —— 6——0 +. Gro⸗ßer Mitt⸗ler, und die Schar von — sei⸗nen Knechten 4 1 — ————— sei⸗nes gro⸗ßen in dem Reich der I — 4.—.—.————— 4—1¹ SDSISISIPIIIITITITITTTT E ů 4.———————— *Pa⸗ters sitt den dem er ⸗ hab⸗- nen Thro⸗ne Gna⸗den schützt, 2.7———— ett n ö—. e Ann t, n 2—— e— 2....—2— in der kö⸗ nig-li⸗chen Kro-ne al⸗les Heer der Q——— N DJ. III— I .ä... ö———. D. E⸗wig-⸗keit mit 2. Dein Geschäft auf dieser Erden und dein Opfer ist vollbracht; was vollendet sollte werden, ist geschehn durch deine Macht; da du bist für uns gestorben, ist uns Gnad und Heil erworben, und dein siegreich Auferstehn läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun ist dieses dein Geschäfte in dem obern Heiligtum, die erworbnen Segenskräfte durch dein Evangelium allen denen mitzuteilen, die zum Thron der Gnaden eilen, nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen trägest du auf deiner Brust, und an den gerechten Samen denkest du mit vieler Lust; du vertrittst, die an dich gläuben, daß sie dir vereinigt bleiben, und bittst in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. ver-⸗ hüll⸗ tem Ant ⸗litz scheut: 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch dienen, nicht, weil dein Herz dir vor Erbarmen über ihrem Elend bricht: daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, ach da zielt dein Bitten hin. 6. Zwar in deines Fleisches Tagen, da die Sünden aller Welt dir auf deinen Schultern lagen, hast du dich vor Gott gestellt, bald mit Seufzen, bald mit Weinen für die Sünder zu erscheinen; o mit welcher Niedrigkeit batest du zur selben Zeit! . Aber nun wird deine Bitte von der Allmacht unterstützt, da in der vollkommnen Hütte die verklärte Menschheit sitzt; nun kannst du des Satans Klagen majestätisch niederschlagen, jund nun macht dein redend Blut unsre böse Sache gut. 3* —. 0 SII 8. Die Verdienste deiner Leiden stellest du dem Vater dar und vertrittst nunmehr mit Freuden deine teur erlöste Schar, daß er wolle Kraft und Leben Daunnmt Volk auf Erden geben und die Seelen zu dir ziehn, die noch deine Freundschaft fliehn. Himmelfahrt. 9. Großer Mittler, sei gepriesen, daß du in dem Heiligtum so viel Treu an uns bewiesen; dir sei Ehre, Dank und Ruhm. Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten; sprich für uns in letzter Not, wenn den Mund verschließt der Tod. Johann Jakob Rambach 1693—-1735. 147. 1— Jesu, meines Lebens Leben.(Alle Menschen müssen. H IT— ———— —455— 2..— E—— — Siegesfiteste ch⸗ ren⸗ 2225 mnig, höchst ver⸗klär⸗te Ma⸗je⸗stät, al⸗le Himmel sind zu wenig, du bist drü-ber hoch er-höht: —.———.— 665 Z SFII—.——— E——4..—.——.— 1..—.— sollt ich nichtzu Fuß dir falelen und mein Herz vor Freu⸗de wallen, —— ö—H—4—— 4 ,— wenn mein Glaubensaug ent-zückt dei⸗ne Herr-lich-keit ean 2. Seh ich dich gen Himmel fahren, seh ich dich zur Rechten da, seh ich, wie der Engel Scharen alle rufen Gloria: sollt ich nicht zu Fuß dir fallen und mein Herz vor Freude wallen, da der Himmel jubiliert, weil mein König triumphiertꝰ 3. Weit und breit, du Himmelssonne, deine Klarheit sich ergeußt und mit neuem Glanz und Wonne alle Himmelsgeister speist; prächtig wirst du aufgenommen, freudig heißt man dich willkommen: schau, ich armes Kindlein hier ruf auch Hosianna dir. 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, da ich deine Klarheit seh? Sollt mein Mut noch wollen sinken, da ich deine Macht versteh? Meinem König will ich trauen, nicht vor Welt und Teufel grauen, nur in Jesu Namen mich beugen hier und ewiglich. 5. Geist und Kraft nun überfließen, drum wirk in mir kräftiglich, bis zum Schemel deiner Füßen alle Feinde legen sich. Aus Zion dein Zepter sende weit und breit bis zum Welt⸗Ende; mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen untertan. ö Du kannst alles allerorten nun erfülln und nahe sein: meines Geistes ewge Pforten stell ich offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, Himmelfahrt. du mußt auch bei mir einkehren: lehr mich nur im Geiste leben ewig in mir leb und wohn als vor deinen Augen da, als in deinem Himmelsthron. fremd der Welt, der Zeit, den Sinnen, bei dir abgeschieden drinnen, ö in den Himmel schon versetzt, da mich Jesus nur ergötzt. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 148. +. Deine Auffahrt bringt mir eben Gott und Himmel innig nah; Mel. Jerusalem, du hochgebaute Stadt. Q UE 2—414—— SSSSSS EE.... —.— 2——D 888660— 42—..—— —— 1. Mein sie⸗gend Haupt dort in der Herr-lich⸗keit, du Ich bin dein Glied, doch lieg ich noch im Streit, bis EH ö——.———* E. j a, 2 2—..— H.:— lebst, be-glückst, re ⸗ gierst. 1el Kse⸗ du zum Frie⸗den führst. Noch kämpf ich viel hie er t ner. EEE..... 2.——5 2.—9—— nie⸗den mit Sünd und Lei-den⸗schaft; doch du gibst dei⸗nen 0 Bnren n mnenxer., SS................... ö Frie ⸗ den und Mut und Sie⸗ger⸗kraft. . und leicht wird jede Last. Zieh mich hinauf, Ich werde nie verderben: der du die Stätte dort bin ich doch Gottes Kind auch mir bereitet hast. mit allen Himmelserben, Ich schau empor die ewig bei dir sind. zu jenem selgen Ort, Karl August Döring 1783—1844. 149. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Q T SSSSSSSSI I... EREEIII DEIE——.——— 2—.— 12—2 12— +— 1.——— dn Zuun boitp Ich bin ja nur ein Pil⸗grim ——.————————— 0 Pfingsten. IN„ 4 4 ——— 2——6— W 1———— 12—————. EE——— hier; nimm in die Hei⸗-mat mich zu dir. 2. 5. Vom Tode standst du auf zum Leben, Ich sehe dir mit Glaubensblicken du gingst verklärt zum Himmel ein: in deinen Freudenhimmel nach; so muß sich auch mein Geist erheben, mein Herz soll sich an dir erquicken, ich darf nicht tot in Sünden sein; der mir die Bahn zum Himmel brach. ein neues Leben wirk in mir, Sieht dich auch hier mein Auge nicht, so komm ich einst gewiß zu dir. 155 du doch meine Zuversicht. 63 Am Glberg fingen deine Leiden Du bist von uns zwar aufgefahren, mit bittern Todesängsten an; doch ist dein Wort noch immer hier. am Olberg gingst in hohen Freuden Laß dieses Kleinod mich bewahren; du siegreich deine Himmelsbahn: im Worte redest du zu mir, so folgt auf Leiden Herrlichkeit; dies leitet meines Lebens Lauf zu beiden mache mich bereit. und schließt mir deinen Himmel auf. 4. 7. Du hobest segnend deine Hände Einst wirst du herrlich wiederkommen, beim Scheiden von den Deinen auf: gleichwie du aufgefahren bist; o hilf, daß einst auch ich vollende, dann werd ich völlig aufgenommen, von dir gesegnet, meinen Lauf. wo mir bereit mein Erbteil ist. Wenn ich von dir gesegnet bin, So leb ich nun im Glauben hier, dann fahr in Frieden ich dahin. im Schauen aber dort bei dir. Berliner Gesangbuch 1829. 9. Pfingsten. Q ——.—— ö ö— ö 12510 E—2.— ö—— E PPIFIFIFIFIFIFIFIFIIIIIII....... Komm, hei⸗li⸗ger Geist, er⸗füll die Her⸗zen dei⸗ner Gläu⸗bi⸗ .* — E; 2 — — gen und ent⸗-zünd in ih-nen das Feu⸗er dei⸗ner Q E ö— n— E D 2 ö EE EEE EEE re,,———.——— gött-li⸗chen Lie-be, der du durch Mannigfal⸗tig⸗keit der Zun⸗ — *. — 4—— 5 e,—2— EEEEE gen die Völ⸗ker der gan⸗zen Welt ver⸗sam⸗melt hast in Ei⸗nig⸗ 9 iiiedtS Hdm Pfingsten. 2 Hir winr . 53., —— 2 2 keit des Glau⸗bens. Ha⸗„lu ⸗jah, hal⸗le⸗lu⸗jah! Altkirchlich. Deutsch 1522. 154. V————— 2 II 1 S............ E——.— E———.— 1. Komm, hei⸗li⸗ger Geist, Herre Gott, er⸗füll mit deiner Gnaden Gut der — E—54— 1 en derrnreen Finn, tr,.. E P 117 j; RT- e 2 J52— a ů Gläubi⸗gen Herz, Mut undSinu, ö 1 dein brünstig Lieb entzünd in ihn'n. O Q II I ꝓ——dᷣ II— EI II—4 SS.................... —————.————. Herr, durch dei⸗nes Lichtes Glanz zum Glauben du versammelt hast das Q— UH E 7- n.—— 2 4.——— EeDDEEE——— + 2..... ö ö Volk aus al⸗ler Welt Zun⸗gen; das sei dir, Herr, zu Q— d enn e rn n in;. A S Du heiliges Lcch, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort und lehr uns Gott recht erkennen, von Herzen Vater ihn nennen. O Herr, behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr, u denn Jesum mit rechtem Glauben, und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Hallelujah, hallelujah. 235=le⸗lu⸗jah, 3—65 le⸗lu⸗jah. Du heilige Wunust süßer Trost, nun hilf uns fröhlich und bieihet in dein'm Dienst beständig bleiben, die Trübsal uns nicht abtreiben. O Herr, durch dein Kraft uns bereit und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Hallelujah, hallelujah. Martin Luther 1483—-1546. 152. 94 1—.—— 1— 5— .....................— .. nen dr⸗ ire Küten dir En n Ee 4255— ——. 1. Nun bit⸗ten wir den hei ⸗li⸗gen Geist um den rechten Glauben I — 7 2 — SE———— I Pfingsten. * A 0 I al⸗ler-meist, daß er uns be⸗ hü⸗te an un⸗serm En⸗ H—[H 4 L, e. EEEEEE de, wenn wir heimfahrn aus diesem E⸗len de. Ky⸗ ri⸗e⸗leis. 2. und im Frieden auf einem Sinn Du wertes Licht, gib uns deinen bleiben. Schein, Kyrieleis. lehr uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Du höchster Tröster in aller Not, Heiland, hilf, daß wir nicht fürchten Schand der uns bracht hat zum rechten noch Tod, ———— Vaterland. daß in uns die Sinne nicht gar Kyrieleis. verzagen, 3. wenn der Feind wird das Leben Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, verklagen. laß uns empfinden der Liebe Brunst, Kyrieleis. daß wir uns von Herzen einander lieben Martin Luther 1483—1546. (Strophe 1 aus dem 13. Jahrhundert.) 153. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. .— EIIIE —— ů 20..— 2 29 heil⸗ger Geist, kehr bei uns ein und laß uns Du Him⸗mels⸗licht, laß dei⸗nen Schein bei uns und —.S....... —— 0 0* 0—— —.— PSPꝑIPIPISIPIIIIIIIII.. dei⸗ne Woh⸗nung sein, o komm, du Her⸗zens⸗son⸗ne. in uns kräf⸗tig sein zu ste⸗ ter Freud und Won⸗ne. IE 1Z—ñ——— IIDDR= —= n r r 2 Le⸗ben willst du ge⸗ben, 4 H ELEEE —.——— 13..—. 2.. ———2— 7— wenn wir be⸗ten; zu dir kom men wir ge⸗= tre⸗ten. 2. laß deinen Trost uns hören, Du Quell, draus alle Weisheit fließt, daß wir in Glaubenseinigkeit die sich in fromme Seelen gießt, auch können aller Christenheit 9* . 2 schön=stes Licht, 132 Pfingsten. dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und beflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Gebärden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden. 5. O starker Fels und Lebenshort, laß uns dein himmelsüßes Wort bSDSDRDSDSDD in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner weisheitsreichen Lehr und reinen Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte ins Gemüte, daß wir können Christum unsern 659— nennen. Du süßer Himmelstau, laß dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 55 Gib, daß in reiner Heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns fortan sei unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. Michael Schirmer 1606—1678. 154. Mel. Werde munter, mein Gemüte. e e............. EHW—.—.— 2 d..e uun.— . 27—— 1. O du al⸗ler ⸗ süß ⸗te Freu⸗de, o du al-ler⸗ der du uns in Lieb und Lei⸗de un⸗ be⸗su ⸗chet H— ö e e wrt rln, a ,.⸗„,, r. 45 7—. 7 x 2 lläs⸗sest nicht, Geist des Höch⸗sten, höch⸗ster Fürst, — πκἀ»;Spãꝓ¶ Pfingsten. 133 — 4 —.—.—568——— EIII 12—.— SSISSII —— der du hältst und hal ten wirst ohn Auf⸗ hö⸗ ren +2———. ö ö—.— 1— 10—— iDiiiiiiiii‚i‚ al⸗le Din⸗ge, hö⸗re, hö⸗re, was ich sin⸗ ge. 2. ach verleih und gib mir auch Du bist ja die beste Gabe, diesen edlen Sinn und Brauch, die ein Mensch nur nennen kann. daß ich Freund und Feinde liebe, Wenn ich dich erwünsch und habe, keinen, den du liebst, betrübe. geb ich alles Wünschen dran. 7. Ach ergib dich, komm zu mir Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, in mein Herze, das du dir, wenn du mich nur nicht verstößt; da ich in die Welt geboren, bleib ich von dir ungeschieden, selbst zum Tempel auserkoren. ei, so bin ich gnug getröst't. Laß mich sein dein Eigentum, Du wirst aus des Himmels Throne ich versprech hinwiederum, wie ein Regen ausgeschütt't, hier und dort all mein Vermögen bringst vom Vater und vom Sohne dir zu Ehren anzulegen. nichts als lauter Segen mit; 8 laß doch, o du werter Gast, Allem will ich gern entsagen, Gottes Segen, den du hast was dir deinen Ruhm entreißt, und verteilst nach deinem Willen, und mein Herz soll immer fragen mich an Leib und Seele füllen. nur nach dem, was du verleihst. 4. Was der Satan will und sucht, Du bist weise, voll Verstandes, will ich halten als verflucht, was geheim ist, ist dir kund, ich will seinen schnöden Wegen zählst den Staub des kleinen Sandes, mich mit Ernst zuwider legen. gründst des tiefen Meeres Grund: 9. nun du weißt auch zweifelsfrei, Nur allein, daß du mich stärkest wie verderbt und blind ich sei, und mir treulich stehest bei; drum gib Weisheit und vor allem, hilf, mein Helfer, wo du merkest, wie ich möge Gott gefallen. daß mir Hilfe nötig sei. 5. Brich des bösen Fleisches Sinn, Du bist heilig, läßt dich finden, nimm den alten Willen hin, wo man rein und heilig ist; mach ihn allerdinge neue, fleuchst hingegen Schand und Sünden, daß mein Gott sich meiner freue. wie die Taube rein du bist: 10. mache mich, o Gnadenquell, Sei mein Retter, halt mich eben: durch dein Waschen rein und hell; wenn ich sinke, sei mein Stab; laß mich fliehen, was du fliehest, wenn ich sterbe, sei mein Leben, gib mir, was du gerne siehest. wenn ich liege, sei mein Grab; 6. wenn ich wieder aufersteh, Du bist, wie ein Schäflein pfleget, ei so hilf mir, daß ich geh frommes Herzens, sanftes Muts, hin, da du in ewgen Freuden bleibst im Lieben unbeweget, wirst die Auserwählten weiden. tust uns Bösen alles Guts; Paul Gerhardt 1607—1676. —.—.—.— WUUUURURURTTRTTITIT Pfingsten. 155. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 700 Ils e n n en Bunn den. 4⁊—— — 0—.——.— 1 „Zeuch ein zu dei-nen To⸗ren, sei mei⸗nes Her-zens Gast, der du, da ich ge-bo⸗ren, mich neu ge- bo⸗ren hast, I 5.—— 50055.. ISXI ͤ 2 0 ů—2 0 . o hoch-ge-lieb⸗ter Geist des Va⸗ters und des Soh-nes, mit —— 5—.—.*...——— . L,— — 3 bei⸗den glei⸗ches Thro⸗ nes, mit bei⸗den gleich ge⸗preist. 2. es steigt zum Himmel an, Zeuch ein, laß mich empfinden fleht um die rechten Gaben, und schmecken deine Kraft, bis wir von dem sie haben, die Kraft, die uns von Sünden der allen helfen kann. Hilf und Errettung schafft. 6 Entsündge meinen Sinn, 8— dß ich mit reinem Geiste Du bist ein Geist der Freuden, dir Ehr und Dienste leiste, 15. eden Hri bin nicht, 900 erleuchtest uns im Leiden 93 3 5 mit deines Trostes Licht. 2. Ach ja, wie manches Mal dn haß wiih Aut gemacht⸗ hast du mit süßen Worten der T 5 Dchdrant mein Leden e e du hast ihn main t Leben, zum güldnen Freudensaal. 7 hast in der Taufe Kraft ö 7. durch Christi blutges Sterben Du bist ein Geist der Liebe, in mir, dem Himmelserben, ein Freund der Freundlichkeit, den Tod hinweggeschafft. willst nicht, daß uns betrübe 4. Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Du bist das heilge Ole, Der Feindschaft bist du feind, dadmenh Iesalbet is willst, daß durch Liebesflammen mein Leib und meine Seele sich wieder tun zusammen, die voller Zwietracht sind. dem Herren Jesu Christ zum wahren Eigentum, 8. zum Priester und Propheten, Du, Herr, hast selbst in Händen zum König, den in Nöten die ganze weite Welt, Gott schützt vom Heiligtum. kannst Menschenherzen wenden, 5. wie dir es wohlgefällt: Du bist ein Geist, der lehret, so gib doch deine Gnad wie man recht beten soll, zum Fried und Liebesbanden; dein Beten wird erhöret, verknüpf in allen Landen, dein Singen klinget wohl; was sich getrennet hat. A i —— NE‚‚‚‚errrrYr.* 9. Erhebe dich und steure dem Herzleid auf der Erd, bring wieder und erneure die Wohlfahrt deiner Herd. Laß blühen wie zuvor die Länder, so verheeret, die Kirchen, so zerstöret durch Krieg und Feuerszorn. 10. Beschirm die Obrigkeiten, bau unsers Fürsten Thron, steh ihm und uns zur Seiten, schmück als mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 14. Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für. Pfingsten. Vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unserm Herzen reißt. 12. Gib Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns täglich anerbeut; hilf kämpfen ritterlich, damit wir überwinden, und ja zum Dienst der Sünden kein Christ ergebe sich. 13. Richt unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wirs sollen geben ins Todes Rachen hin, wenns mit uns hier wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus. Paul Gerhardt 1607-1676. ½ᷣ E 1— — 2—— 1. Komm, o komm, du Geist des Lebens, wahrer Gott von E-wigkeit; dei⸗ne Kraft sei nicht ver-gebens, sie er⸗füll uns je⸗der⸗zeit, 2—* II I—— 6— +—— EFEE. — ö e E Hur.e,.,. ä so wird Geist und Licht und Schein in dem d 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir anders nichts beginnen, denn nur was dein Wille sucht; dein Erkenntnis werde groß und mach uns vom Irrtum los. Zeige, Herr. die Wohlfahrtsstege; was getan ist wider dich, räume ferner aus dem Wege, schlecht und recht behüte mich; wirke Reu an Sünden Statt, wenn der Fuß gestrauchelt hat. un⸗keln Herzen sein. 4. Las uns stets dein Zeugnis fühlen, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn alleine zielen, denn des Vaters liebe Rut ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit, seufz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit, so wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht vermehrt. wenn sich Not und Drangsal findt; 136 Pfingsten. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen muß: 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod und Spott Ach mein Gott, mein Gott, wie lange? uns denselben möge rauben: ei so mache den Beschluß, sprich der Seele tröstlich zu und gib Mut, Geduld und Ruh. 2 O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist, fördre in uns deine Werke, wenn zum Kampf uns Satan reißt; schenk uns Waffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg. du bist unser Schutz und Gott; sagt das Fleisch gleich immer nein, laß dein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichre uns je mehr als des Himmelreiches Erben jener Herrlichkeit und Ehr, die uns unser Gott erkiest und nicht auszusprechen ist. Heinrich Held 1620-1659. 157. 0 + 4 IE FE———— ö— 365.. e. 1 2—3—2 1. O hei ⸗li⸗ ger Geist, v hei⸗li⸗ger Gott, du 2. 4— — I II— 25„.—5— er e de EV n eer—— Trö⸗ster wert in al ⸗ ler Not, du bist ge⸗ Ka V ul 1 é II. HE I + * SHI . +* 60 IIII ger O heiliger Geist, o heiliger Gott, gib uns die Lieb zu deinem Wort; zünd an in uns der Liebe Flamm, daß wir uns lieben allesamt, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott, mehr unsern Glauben immerfort; an Christum niemand glauben kann, es sei denn durch dein Hilf getan, o heiliger Geist, o heiliger Gott! H+N 4.— PBIPIIP — 2— Geist, o hei⸗ Gott! 4. li⸗ ger — heiliger Geist, o heiliger Gott, erleucht uns durch dein göttlich Wort: mach uns den Vater recht bekannt und Jesum, den er uns gesandt, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott, du zeigest uns die Himmelspfort; laß uns hier kämpfen ritterlich und zu dir dringen seliglich, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 18. 1.— Pfingsten. 137⁷ Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank 6. O heiliger Geist, o heiliger Gott, jetzund und unser Leben lang, verlaß uns nicht in Not und Tod! o heiliger Geist, o heiliger Gott! Altenburg 1651. 158. Mel. Werde munter, mein Gemüte. —2——— 4.—— ö II ů III;..!.TTTCTCüC⸗Té E————1 2 1. Gott, gib ei⸗nen mil-den Re⸗gen, denn mein Herz ist Va⸗ter, gib vom Him-mel Se⸗gen, trän ke du dein — I....T—.—————. — dürr wie Sand; ö durste ges Land⸗ laß des heil ⸗gen Gei-stes Gab EI— rb. ü⸗ber mich von o ben ab wie die star⸗ ken — 5;ßohD E— 0 e e Strö-me flie-ßer und mein gan⸗-zes Herz durch-gie-fĩen. 2. säubre du nur selbst das Haus Kann ein Vater hier im Leben, meines Herzens, wirf hinaus der doch bös ist von Natur, alles, was mich hier kann scheiden seinen lieben Kindern geben von den süßen Himmelsfreuden. nichts als gute Gaben nur: 5. solltest du denn, der du heißt Schmücke mich mit deinen Gaben, guter Vater, deinen Geist mache mich neu, rein und schön; mir nicht geben und mich laben laß mich wahre Liebe haben mit den guten Himmelsgaben? und in deiner Gnade stehn; 3. gib mir einen starken Mut, Jesu, der du hingegangen heilige mein Fleisch und Blut, zu dem Vater, sende mir lehre mich vor Gott hintreten deinen Geist, den mit Verlangen und im Geist und Wahrheit beten. ich erwarte, Herr, von dir; 6. laß den Tröster ewiglich So will ich mich dir ergeben, bei mir sein und lehren mich, dir zu Ehren soll mein Sinn in der Wahrheit fest zu stehen dem, was himmlisch ist, nachstreben, uud auf dich im sehen. bis ich werde kommen hin, da mit Vater und dem Sohn Heilger Geist, du Kraft der Frommen, dich im höchsten Himmelsthron kehre bei mir Armen ein ich erheben kann und preisen und sei tausendmal willkommen, mit den süßen Engelweisen. laß mich deinen Tempel sein; Moritz Kramer 1646—1702. . I NN Pfingsten. 159. Mel. Jesu, meine Freude. ——— H +II EE x n—2—.— 1—5•——— E——————.—.————— +———— . Schmückt das Fest mit Mai⸗en, las⸗set Blu⸗men streu⸗en, denn der Geist der Gna⸗den hat sich ein ge⸗ la⸗-den: E V 2 n II——...—. 1 —5.—+2.—. ů—— ö— S,, L. zün⸗det Op⸗fer an; ma⸗chet ihm die Bahn. ——— Nehmt ihn ein, so wird sein Schein IX * euch mit Licht und Heil er 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad: gib uns Kraft und Lebenssaft, laß uns deine teuren Gaben zur Genüge laben. 3. Laß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen, sühr den Geist empor; gib uns Kraft, zu beten und vor Gott zu treten, sprich uns selber vor. Gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben. 4. Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih, hundertfältig Früchte bringe und ihm stets gelinge. fül⸗len und den Kum⸗mer stil⸗len. 5 Schlag die heigen Flammen über uns zusammen, wahre Liebesglut: laß dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, ö dämpfe Fleisch und Blut; ů laß uns doch das Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus; wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus; wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuze süße, und durch Finsternisse sei du unser Licht; trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, ö mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. Pfingsten. 8. Laß uns hier indessen nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt; dem laß uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen. Benjamin Schmolck 1672—1737. 160. Mel. Erquicke mich, du Heil der Sünder. H—— 1 1 .. E——..— + 2—— 1. O Gott, o Geist, o Licht des Le-bens, das uns in du scheinst und lockst so lang ver-ge⸗bens, weil Fin-ster⸗ —— EEUE——— SESE‚E— +. To des⸗schat⸗ten scheint,— ö nis dem Lich⸗te feind. O Geist, dem kei⸗ ner kann ent —— DPDPDPIPI‚II...III.III.II.............—— 97————— 0—— 2 2 ge⸗ hen, ich laß dich gern den Jam-mer se⸗hen. 2. ö 5. Entdecke alles und verzehre, Mein Wirken, Wollen und Beginnen was nicht in deinem Lichte rein, sei kindlich folgsam deinem Trieb; wenn mirs gleich noch so schmerzlich bewahr mein Herz und alle Sinnen wäre; untadelig in Gottes Lieb; die Wonne folget nach der Pein: dein in mir Beten, Lehren, Kämpfen du wirst mich aus dem finstern Alten laß mich auf keine Weise dämpfen. in Jesu Klarheit umgestalten. 6 5. O Geist, o Strom, der uns vom Sohne Dem Sündengift ist nicht zu steuern: eröffnet und kristallenrein durchsalbe du mich, so geschichts; aus Gottes und des Lammes Throne du mußt von Grund auf mich erneuern, nun quillt in stille Herzen ein, sonst hilft mein eignes Trachten nichts. ich öffne meinen Mund und sinke O Geist, sei meines Geistes Leben: hin zu der Quelle, daß ich trinke. ich kann mir selbst kein Gutes geben. 7 4. Ich laß mich dir und bleib indessen, Du Atem aus der ewgen Stille, von allem abgekehrt, dir nah; durchwehe sanft der Seele Grund; ich wills Geschöpf und mich vergessen, füll mich mit aller Gottesfülle, dies innigst glauben: Gott ist da! und da, wo Sünd und Greuel stund, O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, laß Glaube, Lieb undEhrfurcht grünen, man harret deiner nie vergebens. im Geist und Wahrheit Gott zu dienen. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 16 Pfingsten. 15 Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. * III I Q H —.I.———— 6— ö II — 1. Es saß ein from⸗-mes Häuf⸗lein dort und woll-te nach des 4 + —2— II II 0. EV——.—— ö— ö - F——— —..—— Her ren Wort ein-mü⸗tig Pfing⸗-sten hal⸗ten. Ach E ö———— H 20 2—— 2 22—W—.*—33 E△——— laß auch jetzt im Chri⸗sten- stand, Herr Je ⸗su, un————————. II 23 40— 2. Schnell fiel hernieder auf das Haus ein starker Wind, der mit Gebraus sich wundersam erhoben. O Gotteshauch, ach lasse dich bei uns auch spüren kräftiglich und weh uns an von oben. 3. Er füllete die Wohnung ganz, zerteilter Zungen Feuerglanz ließ sich auf jedem spüren. Ach nimm auch unsre Kirchen ein, laß feurig unsre Lehrer sein, und deine Sprach uns rühren. 4. Sie wurden all des Geistes voll und fingen an zu reden wohl, wie er gab auszusprechen. Erfüll auch uns mit heilger Glut, daß wir des Herzens blöden Mut mit freier Rede brechen. — 5. Das Volk von allen Zungen kann, was Gott zum Heil der Welt getan, in seiner Sprache hören. dei ner Lie⸗be Band bei from-men Gliedern wal-ten. Ach hebe Babels Irrsal auf; laß, Jesu, deinem Wort den Lauf, daß dich die Völker ehren. 6. Die Welt zwar treibt nur ihren Spott, und wer nicht merkt die Kraft von Gott, spricht leider: Sie sind trunken! Den rechten Freudenwein uns gib, erquick, o Herr, in deiner Lieb, was noch in Angst versunken. 7. Dein Licht treib in des Herzens Haus mit hellen Strahlen gänzlich aus die alten Finsternisse, daß Blindheit, Irrtum, falscher Wahn, und was uns sonst verleiten kann, auf ewig weichen müsse. 8. Dein Feuer töt in unsrer Brust, was sich noch regt von Sündenlust; erwecke reine Triebe, auf daß wir schmecken wahre Freud, anstatt der schnöden Eitelkeit, in Jesu süßer Liebe. Hieronymus Annoni 1697—1770. 16 Pfingsten. 2. Mel. Warum sollt ich mich denn grämen. Q II III— D.L——lTe 2 III +—I1U E———4————‚— 2....— 2 2 D.. 2——— +— 4+.—— .—— 1+.— 1—— 1. Höch⸗ster Trö⸗ster, komm her⸗nie⸗der, Geist des Herrn, sei nicht fern, ———.—.—.— en e. DS...S....—— 3— 2.— 7———— DZ..——.2— I.— 3—— LX— 1— 2 2—1 + 283R 885; ö sal⸗be Chri⸗sti Glie-der. Er, der nie sein Wort ge⸗bro⸗chen, T 11—.—[H UE ee., E—————.—— Chri⸗stus hat dei- nen Rat sei-nem Volk ver-spro⸗chen. 2. Geist der Weisheit, gib uns allen durch dein Licht Unterricht, wie wir Gott gefallen. Lehr uns recht vor Gott hintreten, sei uns nah und sprich Ja, wenn wir gläubig beten. 3. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen, gib uns Mut, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen. Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Not, Schmerz und Tod 4. Hilf uns nach dem Besten streben, schenk uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu leben. Gib, daß wir nie stillestehen, treib uns an, froh die Bahn deines Worts zu gehen. 5— Sei bei Schwachheit unsre Stütze; steh uns bei, mach uns treu in der Prüfungshitze. Führ, wenn Gott uns nach dem Leide sterben heißt, unsern Geist nicht von Jesu scheiden. in des Himmels Freude. Ehrenfried Liebich 1713—1780. 163. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. —.——— II ö ö ——— 2— EEE IEEEE— — ö ö ů5.5 1. Geist der Wahrheit, leh-re mich al ⸗-ler Weis⸗heit Je⸗sum kann ich nur durch dich mei- nen Herrn und + i————— H— ů—1 ,, de de, r,, E n n, dn Kinn 8— 27— Quel⸗le ken ⸗ nen: Hei⸗land nen ⸗ nen; du nur kannst ihn mir ver⸗klä⸗ren Pfingsten. — ———* % 1—.— —.— ö .—. und mein Herz zu Gott be⸗keh⸗ren. 2. 5. Du nur machst das Herz gewiß Heiligung und Reinigkeit und erleuchtest meine Seele, und ein gottgefällig Leben, daß ich in der Finsternis selige Zufriedenheit, nicht den Weg des Heils verfehle. wahre Weisheit kannst du geben. Du führst mich auf Gottes Pfade, Selig, die an deinen Gaben zeugst von Wahrheit und von Gnade. teil durch Lieb und Glauben haben. 3. 6. Unser Tröster heißest du, Was mir fehlt, find ich bei dir, überschwenglich kannst du trösten. nur durch dich kann ich genesen. Du erfüllst mit Himmelsruh Komm und wohne selbst in mir, die Gemüter der Erlösten, schaffe neu mein ganzes Wesen; daß sie nach der Angst der Sünden dann wird meine Schwachheit Stärke, Gottes Vaterhuld empfinden. und ich wirke Gottes Werke. 4. +. Mächtig stärkst du zum Gebet, Sieh, ich öffne dir mein Herz, weckst in uns inbrünstges Sehnen, läutre du es auch durch Leiden, das mit stillen Seufzern fleht mache mich durch Not und Schmerz und zur Wonne führt durch Tränen. würdig deiner Himmelsfreuden. Hoffnung und Geduld im Leiden Hilf mir, Vater, beten, ringen ist dein Werk, du Geist der Freuden. und hindurch zum Ziele dringen. Samuel Gottlob Bürde 1753-1831. 164. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. ......... PP 1. O ot⸗tes Geist und Chri⸗sti Geist, der uns den Weg zum 2— II— IE E 4———„—— 7⁰——.— 2—..———— Le-⸗ben weist, der uns die dunk⸗le Er⸗ den⸗-nacht durch ꝝ 4 + r, en and e din Sn errerer rt . sei⸗ ne Lich⸗ter hel⸗ le macht; 2. ö 3. du Hauch, der durch das Weltall Komm, leuchte mit dem Gnadenschein weht hell in die weite Welt hinein; als Gottes stille Majestät, komm, mach uns in der Finsternis du aller Lichter reinstes Licht, des lichten Himmelswegs gewiß. erleucht uns Herz und Angesicht. 4. Ach hier ist alles Staub und Nacht, die Wahn und Sünde trübe macht; ach hier ist alles Not und Tod, geht uns nicht auf das Morgenrot: ö 5. das Morgenrot der bessern Welt, 4* das wie ein Strahl vom Himmel fällt, aaals Gottes Macht und Gottes Lust 3 durchblitzt die kranke Menschenbrust. Pfingsten. 6. O Gottes Geist und Christi Geist, der uns wie Kinder beten heißt, der uns wie Kinder glauben heißt, o komm, o komm, du heilger Geist! 7. Komm, Gottes Friede, Gottes Mut, komm, stille Kraft, die nimmer ruht; komm, gieße deinen Gnadenschein in Seele, Sinn und Herz mir ein! 8. Dann wandl ich wie ein Kind des Lichts im Glanze deines Angesichts schon meinen kurzen Erdenlauf stets himmelein und himmelauf. Ernst Moritz Arndt 1769—1860. 165. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Q 4 N 1550———— win Er nineen, en denee e, e, re. 9— 2————— „Dir jauch-zet froh die Chri-sten-heit, du Geist der Als un⸗sers Er⸗ bes Un ⸗ter⸗-pfand bist du vom ...... —.— ö 2———.—5.———— 3—.——— — Kraft und Herr ⸗-lich-keit, Va⸗ ter aus⸗ ge⸗sandt, zum Trö⸗ster du al ⸗ler Gei⸗ster Le⸗ben. uns ge⸗ ge⸗-ben. L,. ,e eereet, e en ö Je⸗su Glie-der wirst du füh⸗ren und re⸗ gie⸗ren, 4 —8 E 10 v s i, II— * N —— dei⸗ ne Gna ⸗ de 2. O welch ein großer Tag erschien, als man die Flammen sah erglühn hell über jedem Haupte! Im Sturmwind tatest du dich kund, dein Zeugnis heiligte den Bund ö der Schar, die freudig glaubte. Mächtig kamst du, um die Schwachen stark zu machen, und erklungen ist das Heil in allen Zungen. leit auch uns auf un⸗serm Pfa⸗de. 3. O Dank für so viel göttlich Licht, das jede Finsternis durchbricht zur himmlischen Belebung. Den Menschenherzen alt und jung schaffst Kräste du zur Heiligung, zu stiller Gottergebung. Preis dir, Dank dir, daß du kräftig und geschäftig uns belehrest, Jesum Christum uns verklärest. 143 IDi Trinitatis. 4. 5. Auch wir, die Christus sich erkauft, Wir beugen unsern Geist vor dir, wir sind mit deiner Kraft getauft, Geist Gottes, alle flehen wir, die Welt zu überwinden. du wollest bei uns bleiben. Wirk in uns allen Lieb und Zucht Geh ferner aus in alle Welt, und laß in uns des Glaubens Frucht damit, von deinem Licht erhellt, sich hundertfältig finden. die Völker alle gläuben; Gnädig führe hilf du gnädig Gottes Erben einst im Sterben, daß sie zur Wahrheit und zur Klarheit, sie droben daß die Erde, ewig deine Wunder loben. Geist des Herrn, dein Tempel werde. Karl August Döring 1783—1844. 10. Trinitatis. 166. 1 ö ö I E E 1 ISDEDSSSSSESS—..—..—. ö— ö 25— 5——‚— 0 2— EEE — 1. Wir glau ⸗ben all an ei ⸗ nen Gott, II — 2—.—. 1 +.—— + 22.V— IAI..— L I M 1 L L J 1 —*— Schöpfer Himmels und der Er⸗den, der sich zum Va⸗ter ge⸗ben hat, 8 I — P. . ö—.—— ö —0 V— +— ö 4 I7— 1 3 In. 2 — daß wir sei⸗ne Kin⸗der wer⸗den. Er will uns allzeit er⸗nähren, ꝝ 1 I +............ IPIITIITI....... PEU—.— 2— nen iin e, erer 1I—2...—— ·I.— 2— I— 3 11 Leib und Seel auch wohl bewahren; al⸗lem Unfall will er weh⸗ren, 23 2— 2 ö un ů 4 e ern n..——— .—., n— — 2.—.— I kein Leid soll uns wi⸗der⸗fahren; er sor ⸗ get für uns, —U Q DE ——— ö t—— ———— 12 EIEE V—..——* 2———— hüt't und wacht, hüt't und wacht, es steht al⸗les in sei⸗ner Macht. Trinitatis. 14⁵ 2. 3. Wir glauben auch an Jesum Chrst,. Wir glauben an den heilgen Geist, seinen Sohn und unsern Herren, Gott mit Vater und dem Sohne, der ewig bei dem Vater ist, der aller Blöden Tröster heißt gleicher Gott von Macht und Ehren, und mit Gaben zieret schöne, von Maria, der Jungfrauen, die ganz Christenheit auf Erden ist ein wahrer Mensch geboren hält in einem Sinn gar eben; durch den heilgen Geist im Glauben, hier all Sünd vergeben werden; für uns, die wir warn verloren, das Fleisch soll auch wieder leben; am Kreuz gestorben nach diesem Elend „: und vom Tod ist bereitt 3 wieder auferstanden durch Gott. uns ein Leben in Ewigkeit. Martin Luther 1483-1546. * 2 167. 20— N ———— ö— SSISISSS ——..———.— I 3 5.——. Wir glau⸗ ben all an ei⸗ nen Gott, Schöp⸗fer der sich durch Je⸗sum, sei nen Sohn, uns zum 2——— 4 3t S. T TITFI I IIII“I —. 2 2...— E II— 7* Him⸗ mels und der Er⸗den, ö 2 Va ⸗ ter hat ge⸗ ge⸗ben; i —.— ö EEEEE ——2—— L— L 1 331 2 4 zeit er- näh- ren, uns zur Se⸗lig- keit be⸗wah⸗ren ——— EIII— ů + SII TFFF T ů S 2—————— SIRI durch den heil⸗gen Geist im Glau⸗ben; kein Leid soll uns EH 1·—.———.— nuna EOb——.—.—.—. 28 15——— 2— — E wi⸗der⸗fah⸗ ren. Die hei ⸗li ⸗ ge Drei⸗fal⸗tig⸗ —* 4**—*—— keit sei hoch⸗ge⸗lobt in E⸗wig⸗keit. A⸗** men. (Das vorige Lied Luthers, für den liturgischen Gebrauch gekürzt.) 1865. 10 Trinitatis. 168. Mel. Nun 3 alle Gott. — ů ö—A + SSS S .——— 1. Ge⸗lo⸗bet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Le-ben, meinSchöp⸗fer, der mir hat mein Leib und Seel ge-ge— ben, —0. 4 I 4 4 HJ..— II— E„ 2 7* S.SISISISII I........ TTT +—8—8—8— mein Va⸗ter, der mich schützt von Mut⸗ter⸗lei ⸗be —1.— De. 9 DDDE— ů D—— ISSEEEEEEEEEEEIEEIEEEEE —— 1.— 12———— 1 an, der al⸗ le Au⸗gen-blick viel Guts an mir ge⸗tan. 2. 4. Gelobet sei der Herr, Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, mein Gott, der ewig lebet, des Vaters liebster Sohn, den alles rühmt und lobt, der sich für mich gegeben, was in den Lüften schwebet; ö der mich erlöset hat gelobet sei der Herr, mit seinem teuren Blut, des Name heilig heißt, der mir im Glauben schenkt Gott Vater, Gott der Sohn das allerhöchste Gut. und Gott der werte Geist. 3. 5. Gelobet sei der Herr, Dem wir das Heilig! jetzt mein Gott, mein Trost, mein Leben, mit Freuden lassen klingen des Vaters werter Geist, und mit der Engel Schar den mir der Sohn gegeben, das Heilig, Heilig! singen, der mir mein Herz erquickt, den herzlich lobt und preist der mir gibt neue 54 die ganze Christenheit: der mir in aller No gelobet sei mein Gott Rat, Trost und Hille schafft. in alle Ewigkeit! Johann Olearius 1611-1684. 169. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. . . 0— 1. Hal ⸗le ⸗ lu⸗ jah! Lob, Preis und Ehr sei un⸗serm von E⸗wig⸗keit zu E⸗ wig⸗keit sei in uns +.[H 4 — i en un wre— 65—— ee— Gott je mehr und mehr für al ⸗le sei ⸗ne Wer⸗ kez al ⸗-len ihm be⸗reit't Dank,äWeisheit, Kraft und Stär⸗ke. Trinitatis. EH e,—1H ö ö—.—.—— —. ö ů— e, nen. 2 Klin⸗get, sin-get: Gnä-⸗dig, herr⸗lich, hei⸗lig, hei⸗lig, DD +—— ö 2— ö hei-lig ist Gott, un⸗ser Gott, der Herr Ze ⸗ ba-oth! 2. den Hochzeitstag erkoren. Hallelujah! Preis, Ehr und Macht Heil uns! sei auch dem Gotteslamm gebracht, Heil uns! in dem wir sind erwählet, Da ist Freude, da ist Weide, da ist das uns mit seinem Blut erkauft, Manna damit besprenget und getauft, und sich mit uns vermählet. Heilig, selig ist die Freundschaft und Gemeinschaft, die wir haben und darinnen uns erlaben. 3. Hallelujah! Gott heilger Geist sei ewiglich von uns gepreist, durch den wir neu geboren, der uns mit Glauben ausgeziert, dem Bräutigam uns zugeführt, 17 und ein ewig Hosianna. 4. Hallelujah! Lob, Preis und Ehr sei unserm Gott je mehr und mehr und seinem großen Namen. Stimmt an mit aller Himmelsschar und singet nun und immerdar mit Freuden: Amen, Amen! Klinget, singet: Gnädig, herrlich, heilig, heilig, heilig ist Gott, unser Gott, der Herr Zebaoth! Darmstädter Gesangbuch 1698. 0. E ů ö—..—————. I — 6 1555 4.—————— I 1. Mein Schöpfer, steh mir bei, sei mei⸗nes Le⸗bens Licht; dein Au⸗ ge lei⸗te mich, bis mir mein Au⸗ge bricht. — nr.—— e. 2.—————— Hier leg ich Herz und Glie-der vor dir zum Op⸗fer 2——— 2—— 5— + 2 3— SSIIII. I..............* 4 0— . nie⸗ der und wid⸗me mei⸗ ne Kräf⸗te für rrnrnene er,, ir.i. ———1.—2— 4. 0——..—.— dich und dein Ge⸗schäf⸗te. Du willst, daß ich der 10³ 2** .* Trinitatis. Q W—.— e—— 2 2 2 ö 50 Dei ⸗ ne sei: mein 2. Mein Heiland, wasche mich mit deinem reinen Blut, das alle Flecken tilgt und lauter Wunder tut. Schließ mich verirrten Armen ganz ein in dein Erbarmen, daß ich von Zorn und Sünde hier wahre Freiheit finde. Ich bin voll Sünden ohne dich: mein Heiland, wasche mich! 3. Mein Tröster, gib mir Kraft, wenn sich Versuchung zeigt, regiere meinen Geist, wenn er zur Welt sich neigt. Lehr mich den Sohn erkennen, Schöp⸗fer, steh mir bei! ihn meinen Herren nennen, sein Gnadenwort verstehen, auf seinen Wegen gehen. Du bist, der alles Gute schafft: mein Tröster, gib mir Kraft! 4. Gott Vater, Sohn und Geist, dir bin ich, was ich bin. Ach drücke selbst dein Bild recht tief in meinen Sinn, erwähle mein Gemüte zum Tempel deiner Güte, verkläre an mir Armen dein gnadenreich Erbarmen. Wohl mir, wenn du der Meine heißt, Gott Vater, Sohn und Geist! Johann Jakob Rambach 1693—1735. III. Kirche und Gnadenmittel. 1. Kirche. 171. Psalm 12. EI + —.————— 4 — +—.—— 7———5 ..——*— j——— 2 2—. 2 7 ̃— ——— . 1. Ach Gott, vom Him-mel sieh dar⸗ein und laß dich des er⸗ Wie we⸗ nig sind der Heil-gen dein, ver ⸗las⸗sen sind wir UEU II —— S . 8 bar men! Ar ⸗ men: 1 ů 2. 6 7—— 2.. 1 dein Wort man läßt nicht ha-ben wahr, der I 42. ů— 291—.———— Hinn—4 TT''T'TCRTRT——.—I— H——.——.—.pj—— + 2. Sie lehren eitel falsche List, was eigen Witz erfindet; ihr Herz nicht eines Sinnes ist, in Gottes Wort gegründet; der wählet dies, der andre das, sie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle gar, die falschen Schein uns lehren, dazu ihr Zung stolz offenbar spricht: Trotz! wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, was wir setzen, das gilt gemein: wer ist, der uns sollt meistern? 4 Darum spricht Gott: Ich muß auf sein, die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, Glaub ist auch ver-lo⸗schen gar bei al⸗len Menschen kin⸗dern. ich hab ihr Klag erhöret: mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. — 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal bewährt, wird lauter funden; an Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden: es will durchs Kreuz bewähret sein, da wird sein Kraft erkannt und Schein und leucht't stark in die Lande. Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem argen Gschlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Martin Luther 1483-1546. 9 ++I. ö 1. Ein fe⸗ste Burg ist un ⸗ser Gott, ein gu⸗te Wehr und x er hilft uns frei aus al⸗ ler Not, die uns jetzt hat be— 2—— II—— en.——— S........ T IIITTITITTIT , r en en n————— ö + 15— fen—— af ⸗fen Erust ers 1 trof⸗ fen. Der alt bö ⸗se Feind mit Ernst ers jetzt E 1—— ü. ö— P...I...I....I II.I I . 1—.—— 2 2 meint; groß Macht und viel List sein grau⸗sam Rü⸗stung E 3—.— ö + Z+. +——— 4 . 2.—. E— E— I —— 5—— —.— ist; auf Erd ist nicht seins⸗ glei.⸗ chen. 2. Der Fürst dieser Welt, Mit unsrer Macht ist nichts getan, wie saur er sich stellt, wir sind gar bald verloren; tut er uns doch nicht; es streit't für uns der rechte Mann, das macht: er ist gericht't, den Gott selbst hat erkoren. ein Wörtlein kann ihn fällen. Fragst du, wer der ist? 4 29.2—; Er heißt Jesus Chris, Das Wort sie sollen lassen stahn ö‚ der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott; daß Feld muß er behalten. und kein Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. 3. Nehmen sie den Leib, Und wenn die Welt voll Teufel wär Gut, Ehr, Kind und Weib: und wollt uns gar verschlingen, laß fahren dahin, so fürchten wir uns nicht so sehr, sie habens kein Gewinn, es soll uns doch gelingen. das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther 1483—1546. 173. Q I , den e Lrrere ren, e. iiiiiiꝑiꝑEi ꝑE 1. Er ⸗ halt uns, Herr, bei dei⸗nemWort und steu⸗re dei-ner —0 4 + UH E ö 2nt i. 2 Znrn en 233 53538.— ........ 12 1—— Fein⸗de Mord, die Je⸗sum Chri⸗stum, dei⸗nen Sohn, wol⸗ * ——— —. 2—— 4 ů II . 42—881⸗ EAEE— S.iEe— 4—. len stür⸗zen von dei⸗ nem Thron. 2. 3. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, ist, du Tröster wert, der du Herr aller Herren bist; gib dein'm Volt einrlei Sinn auf Erd, beschirm dein arme Christenheit, steh bei uns in der letzten Not, daß sie dich lob in Ewigkeit. 9 leit uns ins Leben aus dem Tod. Martin Luther 1483—1546. 1. Es wol ⸗le Gott uns gnä⸗ dig sein und sei⸗ nen Se⸗ gen sein Ant⸗-litz uns mit hel⸗lem Schein er-leucht zum ew⸗ gen ——— ö ö—.—.—— SSP I I + e Le⸗ 20 daß wir er⸗ken⸗nen sei⸗ ne Werk und was ihm lieb auf U—1 ö— 4 ..S.......III........— ——* 2. 6—— Er⸗den, und Je⸗sus Chri-stus Heil und Stärk be⸗ EV ö x HI 12— ů— + .... S.— E2—— E——..—.—.. kannt den Hei⸗den wer⸗den und sie zu Gott be⸗ keh ⸗ren. 2. daß du auf Erden Richter bist So danken, Gott, und loben dich und läßt die Sünd nicht walten; die Heiden überalle, dein Wort die Hut und Weide ist, und alle Welt die freue sich die alles Volk erhalten, und sing mit großem Schalle, in rechter Bahn zu wallen. —— IIEEERE —2 3 Es dan ⸗ke, Gott, und lo⸗be dich das Volk in gu⸗ten das Land ringt Frucht und bes⸗sert sich, dein Wort ist wohl ge⸗ Q— n nen w e. Lnrn er, muin. w, D.. II EI.-—— 2 2 2—..... SSSI.l......— 0 i Hn* 1—— 5 35 0 aen Uns seg⸗ne Va⸗ter und der Sohn, uns seg⸗ne Gott der 15²2 Kirche. E1— 25 .SS. S..II..I.IIIIIII........—— ———— e. heil- ge Geist, dem al- le Welt die Eh⸗re tu, vor Q I TD +— .......... E————.— ihm sich fürch⸗te al-lermeist. Nun sprecht von Herzen: A-men! Martin Luther 1483—-1546. SS....I..I.I.I..........4— Z eren e Ver⸗ leih uns Frie⸗den gnä⸗-dig⸗lich, Herr Gott, zu un⸗sern Zei⸗ E e da r E nr——— ö— —— ,- ö— x 1 EVU——— ö 2.— 2—.22.—— ů 2— E——.——.— 1— 2.— ten; es ist doch na kein and rer nicht, der für uns + 2—— , P 7—— könn⸗te strei ⸗ten, denn du, un⸗ser Gott, al⸗lei ⸗ne. Martin Luther 1483—-1546. 176. Psalm 124. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. U——— —.— — — — —. iiiiiEEE 7 I 2.— 2 1. Wär Gott nicht mit uns die⸗se Zeit, so soll Is ⸗ra⸗ el wär Gott nicht mit uns die ⸗se Zeit, wir müß⸗ten gar ver⸗ r,.* 9——.— P.I.... 1———.—— sa ⸗ gen, gen die so ein ar⸗mes Häufalein sind, ver⸗ 7 4—5—— ů—1.— 7761 i—4———.——4 2 L.. 2E———.——0— — acht't von 2* viel Men die an 85 ⸗zen al ⸗le. Auf uns so an ist ihr Sinn; Gott Lob und Dank, der nicht zugab, wo Gott hätt das zugeben, daß uns ihr Schlund möcht fangen. Dirihlungen hätten sie uns hin Wie ein Vogel des Stricks kommt ab, mit ganzem Leib und Leben: ist unsre Seel entgangen: wir wärn als die ein Flut ers säuft, Strick ist entzwei, und wir sind frei; und über die groß Wasser läuft, des Herren Name steht uns bei, und mit Gewalt veischwenmet. Gotts Himmels und der Erden. Martin Luther 1483—1546. —* Kirche. 15⁵³3 177. Psalm 124. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. s hält, wenn uns⸗re Fein ⸗de er nicht uns⸗rer Sach zu⸗fällt im Him-⸗mel hoch dort sel⸗ber bricht der Fein⸗de List, so ists mit uns ver⸗ lo-ren. 2. Vernunft kann das nicht fassen; Was Menschenkraft und Witz anfäht, sie spricht: Es ist nun alls verlorn! soll billig uns nicht schrecken: da doch das Kreuz hat neu geborn, er sitzet an der höchsten Stätt, die deiner Hilfe warten. wird ihren Rat aufdecken. é Wenn sies aufs klügste greifen an, Die Feind sind all in deiner Hand, so geht doch Gott ein andre Bahn; dazu all ihr Gedanken, es steht in seinen Händen. ihr Anschlag ist dir wohlbekannt: 3. hilf nur, daß wir nicht wanken. Auf sperren sie den Rachen weit Vernunft wider den Glauben ficht, und wollen uns verschlingen: aufs Künftge will sie trauen nicht, Lob und Dank sei Gott allezeit, da du wirst selber trösten. es wird ihn'n nicht gelingen. Er wird ihrn Strick zerreißen gar und stürzen ihre falsche Lehr; sie werdens Gott nicht wehren. Den Himmel hast du und die Erd, Herr unser Gott, gegründet; gib, daß dein Licht uns helle werd, laß unser Herz entzündet 4. Ach Herr Gott, wie reich tröstest du, in rechter Lieb des Glaubens dein die gänzlich sind verlassen; bis an das End beständig sein: die Gnadentür steht nimmer zu. die Welt laß immer murren. Justus Jonas 1493—1555. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. —.—————3—— 1. Ver⸗za⸗ge nicht, du Häuf⸗lein klein, ob⸗ schon die Fein⸗de wil⸗lens sein, dich gänz-lich zu ver ⸗stö⸗- ren, und —— 3.—.. + 4 — 12—— su ⸗chen dei ⸗ nen Un ⸗ter-gang, da-von dir —— Ee— EU—.— DIDieieEE..——— I.—...—— recht wird angst und bang: es wird nicht lan⸗ge wäh-ren. 2. 3. Tröste dich nur, daß deine Sach So wahr Gott Gott ist und sein Wort, ist Gottes, dem befiehl die Rach muß Welt, Teufel und Höllenpfort und laß es ihn nur walten; und was dem tut anhangen er wird durch seinen Gideon, endlich werden zu Schand und Spott: den er wohl weiß, dir helfen schon, Gott ist mit uns, und wir mit Gott, dich und sein Wort erhalten. den Sieg wolln wir erlangen. (Gustav Adolfs Feldlied.) Michael Altenburg 1584-1640. 179. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. — I e SI———.— ——4.— 1. Herr un⸗ser Gott, laß nicht zu-schanden wer⸗den die, so in E————.—..——— ö ö— WIiiiEDEEEEEEE= 20 + I 7 + +7—. ih ⸗ren Nö⸗ten und Be⸗ schwer-den bei Tag und 2.57. 1—,— DDDDDDDD‚i‚.‚D‚. E 4————.——2. 12—. E 1I29 2————.— +—— Nacht auf dei⸗ ne Gü⸗te hof⸗fen und zu dir ru ⸗fen. 2. 3 Mache zuschanden alle, die dich Und schaff uns Beistand wider unsre hassen, Feinde: die sich allein auf ihre Macht ver⸗ wenn du ein Wort sprichst, werden sie lassen. bald Freunde; Ach kehre dich mit Gnaden zu uns Ar⸗sie müssen Wehr und Waffen nieder⸗ men; legen, laß dichs erbarmen. kein Glied mehr regen. Kir 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen, vergebens ists, auf Menschenhilfe bauen: mit dir wir wollen Taten tun und kämpfen, die Feinde dämpfen. che. 15⁵ 5. Du bist der Held, der sie kann unter⸗ treten und das bedrängte kleine Häuflein retten. Wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Namen: Hilf, Helfer! Amen. Johann Heermann 1585—1647. 180. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. —— Seuf⸗zen dei⸗ner n I. —8655—757 Q Kirche hör; der Feind An⸗schläg und Macht zer⸗stör, die 9— RHA — 8 II jetzt ver ⸗fol ⸗gen dei ⸗ne Lehr. 2. Groß ist ihr List, ihr Trutz und Macht, sie fahren hoch daher mit Pracht; all unsre Hoffnung wird verlacht, wir sind bei ihnen nichts geacht't. 3. Vergib uns unsre Missetat, vertilg uns nicht, erzeige Gnad; beweis den Feinden in der Tat, es gelte wider dich kein Rat. 4. Steh deinem kleinen Häuflein bei, aus Gnaden Fried und Ruh verleih; laß jedermann erkennen frei, daß hier die rechte Kirche sei. 5 Laß sehn, daß du seist unser Gott, der unsre Feinde macht zu Spott, zerstreuet ihre stolze Rott und hilft den Seinen aus der Not. Johann Heermann 1585—1647. 181. Je saias 49, 14—16. 1. Zi⸗on klagt mit2 die er trägt in lugst und Schmerzen, Zi-on, Got⸗tes wer⸗te Stadt, sei⸗ nem Her-zen, die er sich er⸗wählet hat: n LCo +e ** Ach sprichtsie, wie hat mein Gott mich ver⸗lassen in der Not 3 + I 8 + FI—08— und läßt mich so har⸗te pres⸗ 2 Der Gott, der mir hat versprochen seinen Beistand jederzeit, der läßt sich vergebens suchen jetzt in meiner Traurigkeit. Ach will er denn für und für grausam zürnen über mir? Kann und will er sich der Armen jetzt nicht wie vorhin erbarmen? 3. Zion, o du Vielgeliebte, sprach zu ihr des Herren Mund, zwar bist du jetzt die Betrübte, Seel und Geist ist dir verwundt; doch stell alles Trauern ein: wo mag eine Mutter sein, die ihr eigen Kind kann hassen und aus ihrer Sorge lassen? 4. Ja wenn du gleich möchtest finden einen solchen Muttersinn, da die Liebe kann verschwinden, en! Meiner hat er ganz ver-ges⸗sen. Meine Treue bleibet dir, Zion, o du meine Zier! Mein Herz hast du mir besessen, deiner kann ich nicht vergessen. 5. Laß dich nicht den Satan blenden, der sonst nichts als schrecken kann; siehe, hier in meinen Händen hab ich dich geschrieben an. Wie mag es denn anders sein? Ich muß ja gedenken dein; deine Mauern muß ich bauen und dich fort 226 fort anschauen. Wie der Säugling ohne Sorgen ruht in seiner Mutter Schoß, bist auch du in mir geborgen; meine Treu zu dir ist groß. Dich und mich kann keine Zeit, keine Not, Gefahr und Streit, ja der Satan selbst nicht scheiden; bleib getreu in allem Leiden! so bleib ich doch, der ich bin. Johann Heermann 1585—1647. 182. Mel. Christus der ist mein Leben. .— IH P—.— ö. ö— 1. Ach bleib mit dei-ner Gna-de bei uns, Herr Je⸗su E1r ö— dn.———.— ——.—.— —— XI — E. Christ, daß uns hin⸗fort nicht scha⸗de des bö⸗sen Fein⸗des List. 2 Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert, daß uns beid hier und dorte sei Güt und Heil beschert. 3. Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht, dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht. Kirche. 157 4. daß uns der Feind nicht trutze, Ach bleib mit deinem Segen noch fäll die böse Welt. bei uns, du reicher Herr, 6. dein Gnad und alls Vermögen Ach bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not. Josua Stegmann 1588—1632. in uns reichlich vermehr. 5. Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held, 183. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. e, en e, e e 1. Chri⸗ste, du Bei⸗stand dei⸗ner Kreuzge⸗ mei⸗ne, ei⸗le, mit Hilf und Ret⸗tung uns er ⸗ schei⸗ne; steu⸗re den ——.— Fein⸗den, ih⸗ re Blut⸗ge⸗rich⸗te ma⸗che zu ⸗nich⸗ te. 2. Eie zugleich der Obrigkeit ge⸗ Streite doch selber für uns arme währe, Kinder, Friede dem Herzen, Friede dem wehre dem Teufel, seine Macht ver⸗ Gewissen hinder; gib zu genießen. alles, was kämpfet wider deine 4. ö Glieder, Also wird zeitlich deine Güt erhoben, stürze danieder. also wird ewig und ohn Ende loben 3. dich, o du Wächter deiner armen Friede bei Kirch und Schulen uns Herde, beschere, Himmel und Erde. Matthäus Apelles von Löwenstern 1594—1648. 184. Mel. Werde munter, mein Gemüte. DDSDDeeeeeeeee DSSS—.—.— ö 1. Zi⸗ on, gib dich nur zu⸗frieden, Gott ist noch bei dir dar⸗in, du bist nicht von ihm geschieden; er hat ei⸗nen Va⸗tersinn: 158 ů 4 I +————— 115————. ö—.—.——— wenn er straft, so liebt er auch; dies ist Got-tes heil⸗ger Brauch. ——+ b., .———.— ‚DREEI Zi⸗ on, ler⸗ne dies be⸗denken; warum willst du dich so kränken? 2. 2 Treiben dich die Meereswellen Dräut man dir mit Schmach und in der wilden tiefen See, wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen Ach und Weh, schweigt dein Heiland still dazu, gleich als in der sanften Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen⸗ diese Flut wird sich bald legen. 2. Berg und Felsen mögen weichen, ob sie noch so feste stehn, ja die ganze Welt desgleichen möchte 30 auch untergehn: dennoch hat es keine Not in dem Lehen und im Tod; Zion, du kannst doch nicht wanken aus des Bundesgottes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Tränen deine schönsten Perlen sein, dringt dein Seufzen und dein Stöhnen auch in deine Lieder ein, muß dein Purpur sein das Blut und der Mangel Hab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen, Banden, mit dem Tod und Herzeleid, ei du wirst doch nicht zuschanden, denk nur an die Ewigkeit. Sei nur fröhlich, wohlgemut, denn der Herr ists, der es tut. Zion, Gott wird dich schon stärken; auf den Herren mußt du merken. 6. Freue dich, es ist das Ende und der Abend schon herbei: gib dich nur in Gottes Hände, der dich nun will machen frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn gibt er dir die Freudenkron. Zion, du wirst wieder lachen; drum so laß die Welt nur machen. O ihr Engel, Himmelserben, freuet euch mit Zion hier; denn die jetzt hat wollen sterben, soll nun leben für und für und sich freuen ohne Zahl in dem schönen Himmelssaal. Zion, wer will dich nun scheiden du kannst deinem Gott vertrauen. von dem Lamm und ewgen Freuden? Joachim Pauli 1636—-1708. 185. Mel. Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren. 2. 1—...—e‚‚..‚..—.—.—.———— S.SS......... IIII 1. Ich lo-⸗be dich von gan⸗zer See-len, daß du auf die⸗sem Er⸗den⸗kreis dir wol⸗len ei⸗ ne Kirch er⸗wäh⸗len zu 12.9— ——*—9.—.——‚...————9‚‚.E‚‚Y—2e.Y—Y —H— 9.ꝗ—t7ß 2— Kirche. 159 29 ⁴[U SISSTSTI dei⸗nes Na-mens Lob undPreis, dar⸗in⸗nen sich viel Menschen fin— 2 3———— I——.—— EEEDDEEEEIEEE EE.......- n. — 8 D‚————— den in ei⸗- ner hei⸗li⸗gen Ge⸗-mein, die da von al ⸗len , d DD—— DSii——————— ih⸗ren Sün ⸗den durch Chri-⸗ sti Blut ge ⸗ wa⸗schen sein. 2. Mit Glauben müssen wir empfangen, Du rufest auch noch heutzutage, was Christi Leiden uns bereit't; daß jedermann erscheinen soll; im Glauben müssen wir erlangen man höret immer deine Klage, der Seelen Heil und Seligkeit. daß nicht dein Haus will werden voll. Deswegen schickst du auf die Straßen, Du heiligst uns zum neuen Leben, zu laden alle, die man findt; daß wir auf Gottes Wegen gehn du willst die auch berufen lassen, und daß wir nach dem Guten streben die blind und lahm und Krüppel sind. und allen Lüsten widerstehn; 9. du willst die Runzeln und die Flecken, Du, Gott, hast dir aus vielen Zungen die uns die Sünd hat angehängt, der Völker eine Kirch gemacht, mit der Gerechtigkeit bedecken, darinnen dein Lob wird gesungen die Christus uns aus Gnaden schenkt. in einer wunderschönen Pracht, die sämtlich unter Christo stehen Erhalt uns, Herr, im rechten Glauben als ihrem königlichen Haupt noch fernerhin bis an das End; und in Gemeinschaft dies begehen, ach laß uns nicht die Schätze rauben: was jeder Christ von Herzen glaubt. dein heilig Wort und Sakrament. Erfüll die Herzen deiner Christen Das Heil wir nicht auf Werke gründen, mit Gnade, Segen, Fried und Freud, weil doch kein Mensch vor Gott gerecht; durch Liebesfeur sie auszurüsten und will sich etwas Gutes finden, zur ungefärbten Einigkeit. so sind wir dennoch böse Knecht. Friedrich Konrad Hiller 1662—1726. 186. ...—33. —t 1. Fah⸗re fort, fah-re fort, Zi⸗on, fah re fort im Licht! ——9—.———.—.——— ——— Ma⸗che dei⸗ nen Leuch-ter hel-le, laß die er⸗ste Kirche. — —.—.8——.— ö—.— 25 —— PPPPP. 4 FSRR 6. ——..— Lie⸗be nicht, su⸗che stets die Le⸗bens⸗quel⸗le; Zi⸗on, drin⸗ge —————— e e — D.— ————— * durch die en⸗ge Pfort, fah ⸗re fort, fah re fort! 3 2. 2. Leide dich, leide dich! Dringe ein, dringe ein, Zion, leide ohne Scheu Zion, dringe ein in Gott, Trübsal, Angst mit Spott und Hohne, stärke dich mit Geist und Leben, ö sei bis in den Tod getreu, sei nicht wie die andern tot, ö siehe auf die Lebenskrone. sei du gleich den grünen Reben; ö Zion, fühlest du der Schlange Stich, Zion, in die Kraft, für Heuchelschein, leide dich, leide dich! dringe ein, dringe ein! 3. 6. Folge nicht, folge nicht, Brich herfür, brich herfür, Zion, folge nicht der Welt, Zion, brich herfür in Kraft, ö wenn sie dich sucht groß zu machen, weil die Bruderliebe brennet; ö achte nichts ihr Gut und Geld, zeige, was der in dir schafft, laß sie deines Glaubens lachen; der als seine Braut dich kennet; ö Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, Zion, durch die dir gegebne Tür folge nicht, folge nicht! brich hersür, brich herfür! ö 4. Halte aus, halte aus, 3 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, Zion, halte deine Treu, der dir ruft zu beiden Seiten; laß doch nimmer lau dich finden; ö tue nicht, was er dich heißt, auf, das Kleinod rückt herbei, laß nur deinen Stern dich leiten; auf, verlasse, was dahinten! ö Zion, beides, das was krumm und Zion, in dem letzten Kampf und Strauß schlecht, halte aus, halte aus! prüfe recht, prüfe recht! Johann Eusebius Schmidt 1670—1745. 187. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. ö 9— ———— E—— d den nen .........—— —— Ü=—... ö 2——.......—.——.— 2...—... x ———————. + die sich dir er⸗ge⸗ben hat? Ach soll sie nicht einmal schauen 3 161 Q 1 E— ö——— +4 AAD EEED 65 ö iEDD—.— ö EE. j—1 ih ⸗re Mau⸗ern auf⸗gericht't? Ja, der Herr ver⸗läßt sie nicht. 2. daß wir uns durch Glaubensflügel O wann soll die Stimm erschallen, schwingen können himmelan, da man rufet überall da uns niemand schaden kann. in der Auserwählten Zahl: 6. Babel, Vabel ist gefallen, Zeichne mit dem heilgen Zeichen, die mit ihrer Lügenpracht uns, dein Volk, dein Eigentum, vormals war so hoch geacht't! schönster Jesu, höchster Ruhm; 3. so muß Satan von uns weichen, Höre, wie dein Zion klaget und der Mensch der Sünde flieht, unter Babels Dienstbarkeit wo er deine Siegel sieht. jetzt in dieser finstern Zeit; 7. doch du wirst den, der sie plaget, Ach wie wird dein Volk dich ehren, stürzen bald durch deine Macht wenn es nun entnommen ist und vertilgen Babels Pracht. Babels Stolz, des Tieres List; 4. deinen Ruhm wird es vermehren Gib nur, Jesu, daß wir wachen und in alle Ewigkeit und im Glauben munter sein, dich zu loben sein bereit. wenn du kommst und brichst herein, alle Feind zunicht zu machen, Darum, Zion, unbetrübet! zu erlösen deine Braut, Die Erquickungszeit ist da, die du ewig dir vertraut. und des Herren Hilf ist nah. ů 5. Selig, wer sich ihm ergibet Drücke uns dein heilges Siegel und vor seinem Heiland kann Siegeslieder stimmen an! Joachim Lange 1670-1744. an die Stirne, an die Hand, dir zu Ehren, uns zum Pfand, 188. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich singen. ö. 1. Wach auf, du Geist der er-⸗sten Zeu⸗gen, die auf der die Tag und Näch⸗te nim⸗mer schwei⸗gen und die ge— ꝝQ 4 3 4 2. 1 .e/—.8——.——65—776——— EH 0 DDir————— Maurals treu e Wäch⸗ter stehn, trost dem Feind ent ge- gen- gehn, ja de⸗ren Schall die Q I —— IIILE E—————.—— . 2—— 2 +—..2.——. ——, Ha..——. EH—.—— 1— ö 14— gan⸗ze Welt durchdringt und al⸗ler Völ⸗ker Scharen zu dir bringt. 11 162 2. O daß doch bald dein Feuer brennte, Kirche. es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein; o möcht es doch in alle Lande gehn! ach führe bald dadurch mit Haufen Ach Herr, gib doch in deine Ernte der Heiden Füll in alle Tore ein; viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. O Herr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, da wenig Knechte sein. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitte in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig hierum anzuflehn drum hör, o Herr, und sprich: E soll geschehn! 5 So gib dein Wort mit großen Scharen, die in der Kraft Evangelisten sein; laß eilend Hilf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Na⸗ mens Preis! Ach daß die Hilf aus Zion käme, o daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, dein Volk aus dem Gefängnis nähme, o würd es doch nur bald vor Abend licht! entzwei und komm herab zur Hilf und mach du tust doch über schnelle Karl Heinrich von Bogatzky 1690—1774. uns frei. 6. Ach laß dein Wort recht ö laufen, 18 Mel. Ja wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Wortes Lauf. 7. beßre Zions wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hin⸗ dern kann, das räum, ach räum aus jedem Wege; vertilg, o Herr, den falschen Glau⸗ benswahn und mach uns bald von jedem Miet⸗ ling frei, daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 8. Laß jede hoh und niedre Schule die Werkstatt deines guten Geistes sein; ja sitze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selber ein, daß treue Lehrer viel und Beter sein, die für die ganze Kirche flehn und schrein. 9. Du wirst dein herrlich Werk voll⸗ enden, der du der Welten Heil und Richter bist; du wirst der Menschheit Jammer Ach reiß, o Herr, den Himmel bald—8— 2 so dunkel jetzt dein Weg, o Heilger, ist. wenden, Drum hört der Glaub nie auf, zu dir zu flehn; Bitten und Verstehn. 9. Mein Jesu, dem die Seraphinen. HIIII e v. —— DiiSEEEEAEEEE.. —.——2— 8. 1. Dein Wort, o Herr, bringt uns zu ⸗sam⸗men, es läßt an uns die hei-ßen Flam⸗men daß wir in des Glau⸗bens —*——————— — 2 7 — .—v 0. der Ge⸗meinschaft stehn, 0 und der Lie be sehn; wir werden durch das Wort der Gnaden — —— .— renrr 1.— 1 II 14— * 9 ů —er.—. EEEE 5———.—— auch zur Ge-mein⸗schaft je⸗ner Schar, die um das Lamm be— Q 11 DIDiDE EE—......—.... ——— 2— 2——— nt stän⸗dig war, ge⸗lockt und kräf-tig ein ⸗ge⸗ la⸗ den. 2. mit ewiger Gerechtigkeit; Der Glaubensgrund, auf dem wir der heilge Geist tritt mit dem Ole stehen, des Friedens und der Freude zu, ist Christus und sein teures Blut; das Herze schmecket Gottes Ruh, das einge Ziel, darauf wir sehen, die Kraft durchdringet Leib und Seele. ist Christus, 91 höchstes Gut; 5. die einzge Regel, die wir kennen, Die eines Herren Leib gegessen, ist sein lebendges, kräftges Wort, die stehen 15 für einen Mann; nach keinem Mann, nach keinem Ort macht sich der Feind an eins ver⸗ soll je sich die Gemeinde nennen. messen, 3. sobald greift er sie alle an. Was ist das für ein himmlisch Leben: Sie fallen betend Gott zu Füßen mit Vater, Sohn und heilgem Geist und siegen in des Herzens Kraft; in seliger Gemeinschaft schweben, sie wollen von der Brüderschaft genießen das, was Gott geneußt! der Heilgen nicht das Kleinste missen. Wie flammen da die süßen Triebe! 6. Gott schüttet in sein geistlich Haus Sie wallen mit verbundnen Herzen die ganze Gnadenfülle aus;: durchs Tränental ins Vaterland, hier wohnet Gott, die ewge Liebe. versüßen sich die bittren Schmerzen, 4. eins reicht dem andern seine Hand, Der Vater liebt und herzt die Kinder und wollen sich mit Freuden dienen, und schenkt den Geist, der Abba schreit; mit Herz und Auge, Hand und Fuß, des Sohnes Treue schmückt die bis zu dem völligen Genuß Sünder des großen Guts: Ich, ich in ihnen! Johann Ludwig Konrad Allendorf 1693—1773. 190. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. ö ö ö ö 250. 55 ö—.—— E— 7 2 ö 0— L Wann grünt dein gan⸗ zer Er⸗ den⸗kreis? Wann ge⸗ ben Wann wirst du groß in mir und alln, daß, die du 11*² Kirche. II II—.— —.— ⸗—.— ——— +H1 ů — — ——.— e dir die Völ⸗ker Preis und wer ⸗den un⸗ ter⸗ tä⸗ nig? schufst, zu Fuß dir falln und schrein: Der Herr ist Kö=nig! —.— ö—. Gie⸗ße sü⸗ße Gei⸗ stes⸗kräf⸗te, Le-bens-säf⸗te — en. e e ö——————.—.—— — ö 565—— 135. in mich Schwa⸗chen, bis dꝓu al-les neu wirst ma⸗chen. ö Gerhard Tersteegen 1697—1769. — 191. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. TTTTTTRT 5. a, wundeme wen, wenn en L 22. 5— 1—.2— 2 H7 1. Ach Va⸗ter, der die ar ge Welt in sei⸗nem Sohn ge⸗ der, was er zu⸗sagt, treu⸗lich hält und stets Er ⸗bar⸗men —4 — ,d. — 8 — 2 sieh gnä⸗dig an die Chri-sten-heit, die — 11 ——— N ——— +———.—— D———— ö—.—— —1=...—2 —— du in die⸗ser Pil⸗gerzeit dir aus den Men⸗schen sam-melst. 2. Von ihm fließt stets den Seinen zu Du willst sie als dein Eigentum Erquickung, Trost und Schutz und hier rein, dort herrlich machen; Ruh sie ist dein Volk, du bist ihr Ruhm, und alle Gnadenfülle. du selbst willst sie osse mill 4. Du kleine Herde, hoffe still! üßt auch Gebir d Tal ins Getrost! es ist des Vaters Will, 39 3 Meer das Reich dir zu bescheiden. durch Gottes Schelten sinken, 3. ja selbst das ganze Weltenheer Es ist doch Christus unser Heil. vergehn auf Gottes Winken, Soviel nur an ihn glauben, so fällt doch seine Kirche nie; die haben an ihm ihren Teil, der Herr erhält und schützet sie, den Satan nicht soll rauben. drum wird sie ewig bleiben. ————3 Kirche. 16⁵ ö 5. So stärk uns denn, Herr unser——— bei Christi Kreuzesfahnen. Mach aller Feinde Macht zu Spott, hilf deinen Untertanen. Tröst uns mit deiner Gegenwart, ö mach uns, ist die Verfolgung hart, ö zu deines Namens Zeugen. 6. Laß uns in froher Glaubenskraft dich ehren, fürchten, lieben und eine gute Ritterschaft für deine Wahrheit üben. Und kostets denn auch Gut und Blut, laß uns dein Wort mit Gut und Blut . vor aller Welt bekennen. Mel. Errett mich, 7. Steht gleich die Kirche hier im Streit, wo tausend Feinde toben, wird sie doch einst zur Herrlichkeit hoch im Triumph erhoben. Ach nimm auch uns einst aus dem Krieg; auch uns gib wie den andern Sieg, die jetzt schon Kronen tragen. 8. Wenn Menschen und der Engel Chor einst eine Kirche werden, dann steigt dein herrlich Lob empor vollkommner als auf Erden. Komm, Jesu, bald, wir bitten dich: Laß uns, die Deinen, ewiglich bei dir im Himmel wohnen! Philipp Friedrich Hiller 1699—1769. 192. o mein lieber Herre. E———— e.———— T e ö—— 1——— 1. O daß doch bald dein Feu⸗er brenn ⸗te, du un⸗aus⸗ x Q l E E. E— 2———— 4•vi 2—5 j—. —* 5 n—— 2..——.IT—=.— „ ö sprech⸗lich Lie-ben⸗der, und bald die gan⸗ze Welt er⸗kenn⸗ 0—— .— II 1—.——— —— 2——————— Bamr—.— 4 +— e, daß du bist Kö ⸗nig, Gott und Herr! 2. Zwar brennt es schon in heller Erwecke, läutre und vereine — Flamme jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West dir, dem für uns erwürgten Lamme, ein herrlich Pfingst⸗ und Freudenfest. 3 Und noch entzünden Himmelsfunken so manches kalte, tote Herz und machen Durstge freudetrunken und heilen Sünd⸗ und Höllenschmerz. des ganzen Christenvolkes Schar und mach in deinem Gnadenscheine dein Heil noch jedem offenbar. 3. Du unerschöpfter Quell des Lebens, allmächtig starker Gotteshauch, dein Feuermeer ström nicht ver⸗ gebens: ach zünd in unsern Herzen auch. 6. Schmelz alles, was sich trennt, zu⸗ sammen und baue deinen Tempel aus; laß leuchten deine heilgen Flammen durch deines Vaters ganzes Haus. 7. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme 193. doch bald die ganze, weite Welt und zeig dich jedem Völkerstamme als Heiland, Friedefürst und Held. Dann tönen dir von Millionen der Liebe Jubelharmonien; und alle, die auf Erden wohnen, knien vor den Thron des Lammes hin. Basel 1818. Mel. Fahre fort, fahre fort. HQ UH IN H ...— III.... J— IDi——.— 2 4 T 1. Reich des Herrn, Reich des Herrn, brich her-vor in vol⸗ lem Tag; 85——— ů Hx — ö 0 A— S.......I..I..I..........— ——* + 1 +7 +— dei⸗ner Strahlen Macht er-hel⸗le, was in To⸗des⸗schat⸗ten lag; ö 1 ö —5 II— e ene, 55——— 9—— Wolk und Zwei⸗fels ⸗ ne⸗bel fäl⸗le, sen-de Licht und 2—..— . Hünn.——— n en— 4 NAR— 2—— 2——— + 1 Wär⸗me nah und fern, 2. Siege bald, siege bald! Komm, das kalte Reich der Nacht aller Enden zu zerstören. Sieh, es sammelt seine Macht; doch wer kann den Sieg dir wehren? Denn die Sonne der Gerechtigkeit führt den Streit, führt den Streit. 3. Gottes Held, Gottes Held, mit der Gnade Siegsgewalt schlage Feind an Feind danieder. Bring in deine Herrschaft bald alles Abgefallne wieder; dann umarmen Freud und Friede sich ewiglich, ewiglich. —2 Reich des Herrn, Reich des Herrn. Uberall, überall laß bis an der Welten Rand, laß durch jeden Kreis der Erden deinen Namen hell erkannt, deine Kraft verherrlicht werden, bis du als der Völker Friedefürst herrschen wirst, herrschen wirst. 5. Menschenhuld, Menschenhuld klopft in deiner milden Brust; unter Menschenkindern wohnen, das ist deines Herzens Lust. Nimm, o nimm die Nationen, nimm zum Wohnsitz alle Länder ein: sie sind dein, sie sind dein. Kirche. 167 6. armes Werk mit reichem Segen; Aber ihr, aber ihr, wallen wir, so wallt sein Friede mit die der König ausgesandt, Schritt vor Schritt, Schritt vor Schritt. bahnt die Weg und macht bekannt 8 unter allen Nationen 3.5 wie die Gnade, wo der Herr regiert, Rohs 3 en ücohe mht. triumphiert, triumphiert. daß der Herr sich offenbare . als der Völker Recht und Licht. Welch ein Herr, welch ein Herr! Kommt, daß alle Welt erfahre, Ihm zu dienen, welch ein Stand! wie die Menschenherd ihr großer Hirt Wenn wir seines Dienstes pflegen, weiden wird, weiden wird. lohnt er unsrer schwachen Hand Karl Bernhard Garve 1763-1841. geht voran in alle Zonen, 194. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 1. Ei⸗ne Her⸗de und ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Er⸗ de, wenn sein Tag er⸗scheinen wird? Freu⸗e dich, du klei⸗ne Her⸗ de, — ...... mach dich auf und wer de licht: Je⸗sus hält, was er ver⸗spricht. 2. dürstend an des Lebens Ouelle; Hüter, ist der Tag noch fern? ihn umleuchtet Morgenlicht: Schon ergrünt es auf den Weiden, Jesus hält, was er verspricht. und die Herrlichkeit des Herrn nahet dämmernd sich den Heiden; Grä 15** räber harren aufgetan; blinde Pilger flehn um Licht: rauscht, budeirete Bebrdie 8 2* Jesus hält, was er verspricht. macht dem Bundesengel Bahn: 3 großer Tag des Herrn, erscheine! Komm, o komm, getreuer Hirt, Jesus ruft: Es werde Licht! daß die Nacht zum Tage werde. Jesus hält, was er verspricht. Ach wie manches Schäflein irrt 6 fern von dir und deiner Herde! O des Tags der Herrlichkeit! Kleine Herde, zage nicht:— 4 05 I e en nersprie Jesus Christus, du die Sonne, Jesus hält, was er verspricht. und auf Erden weit und breit 4. Licht und Wahrheit, Fried und Sieh, das Heer der Nebel flieht Wonne! vor des Morgenrotes Helle, Mach dich auf! Es werde Licht! und der Sohn der Wüste kniet Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. 168 Kirche. 195. Mel. Valet will ich dir geben. Q UH EiiiSSSSSEESESSEE 2n n,— 1 4 . +7 + 2 1. Der du das Volk re⸗gie-rest, das dein im Glau-ben ist, und uns wie Läm⸗mer füh⸗rest, o Hir⸗te Je ⸗su Christ: E—+—— .— ——— 2—— sieh an die ir⸗re Her⸗de, von de⸗ren Fleisch du Wos⸗ und Q UIt t..II.I..I.I.I.I.I..t..I............ T .. 2. Laß deinen Fittich weben auf dieser finstern Welt, und geuß des Geistes Leben ins große Totenfeld. Halt Abraham die Treue, mach die Gefangnen frei, daß Israel sich freue und Jakob selig sei. Dein Israel erwecke, du, nun der Heiden Licht, und strahle sonder Decke ihm klar ins Angesicht. du die Welt ge⸗ barst. Was sie sich aufgeladen, und du erfüllt nach Recht: dein Blut komm jetzt in Gnaden auf dein erwählt Geschlecht. 4. So sinken alle Mauern, und Brüder sind vertraut; so wird ein Salem dauern, aus allem Volk erbaut; so wird ein Leib nur leben in seines Hauptes Schein, ein Tempel sich erheben, und du sein Eckstein sein. Johann Friedrich von Meyer 1772—1849. 196. Mel. Nun komm, der Heiden Heiland. —— II. In I de r er i S SISSIIIIIIFIFIFIFIFIFIFIFTITITTTTTTTTT + 1. Wal⸗te, wal⸗te nah und fern, all⸗ ge⸗wal⸗tig Wort des Herrn 255—8. 1—————. 4 NT— 4— 4 4 4 n drwrn r 360 e rr enrd. 5*——— 2 +1— 1 2—*——— * Kirche. 169 2. 5. Wort vom Vater, der die Welt Wort des Lebens, stark und rein, schuf und in den Armen hält alle Völker harren dein: und der Sünder Trost und Rat walte fort, bis aus der Nacht zu uns hergesendet hat; alle Welt zum Tag erwacht. 3. 6. Wort von des Erlösers Huld, af zur Ernt in alle Welt! der der Erde schwere Schuld Weithin wogt das reife Feld; durch des heilgen Todes Tat lein ist noch der Schnitter Zahl, ewig weggenommen hat; 2 der Garben überall. 4 7 kräftig Wort von Gottes Geist, Herr der Ernte, groß und gut, der den Weg zum Himmel weist weck zum Werke Lust und Mut; und durch seine heilge Kraft laß die Völker allzumal Wollen und Vollbringen schafft; schauen deines Lichtes Strahl. Jonathan Friedrich Bahnmaier 1774—1841. 197. Mel. Valet will ich dir geben. ꝝQ EE 1. Der du zum Heil er-schie-nen der al ⸗ler-ärm⸗sten Welt und von den Che⸗-ru-bi-nen zu Sündern dich ge- sellt, 4 ——— I U .—————————.—— SSSSSEEEEEEEEEE den sie mit fre⸗chem Stol-ze ver-höhnt für sei⸗ne Huld, als — — 1—4 + ———— 13——— 2.—— —.——*. J +— ILI 7 7—— ———6.—— 6———4——2—3 ö ö— —0——— 0— dür⸗ren Hol-ze ver-söhn⸗test ih⸗ re Schuld: 2. und welchen nichts verkündigt, Damit wir Kinder würden, kein Heil verheißen war, gingst du vom Vater aus, die bringen nun entsündigt nahmst auf dich unsre Bürden dir Preis und Ehre dar. und bautest uns ein Haus; von Westen und von Süden, 4. von Morgen ohne Zahl Du hast den ärmsten Sklaven, sind Gäste nun beschieden wo heiß die Sonne glüht, zu deinem Abendmahl. wie deinen andern Schafen 3. zuliebe dich gemüht Im schönen Hochzeitskleide, und selbst den öden Norden, von allen Flecken rein, den ewges Eis bedrückt, führst du zu deiner Freude zu deines Himmels Pforten die Völkerscharen ein; erbarmend hingerückt. 17⁰ Kirche. 5. 7. Drum kann nicht Ruhe werden, So sprich dein göttlich: Werde! bis deine Liebe siegt, Laß deinen Odem wehn, bis dieser Kreis der Erden daß auf der finstern Erde zu deinen Füßen liegt, die Toten auferstehn, bis du im neuen Leben daß, wo man Götzen frönet die ausgesöhnte Welt und vor den Teufeln kniet, dem, der sie dir gegeben, ein willig Volk versöhnet vors Angesicht gestellt. zu deinem Tempel zieht. 6. 8. Und siehe, tausend Fürsten Wir rufen, du willst hören, mit Völkern ohne Licht wir fassen, was du sprichst: stehn in der Nacht und dürsten dein Wort muß sich bewähren, nach deinem Angesicht; womit du Fesseln brichst. auch sie hast du gegraben Wie viele sind zerbrochen, in deinen Priesterschild, wie viele sinds noch nicht! am Brunnquiell sie zu laben, O du, ders uns versprochen, der dir vom Herzen quillt. werd aller Heiden Licht! Albert Knapp 1798—1864. 198. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. A E.——.— n EIA—+ PEEE 2.—3 1... S.——————— +7 +— 1. Ei⸗ner ists, an dem wir han⸗gen, der für uns in den Tod ge⸗ uns⸗re Lei⸗ber, uns⸗re Her⸗zen ge- hö- ren dir, o Mann der Q EII 2 25——* l. dn n —— I. 6 41.— 2—..— Lrr en. ren nimre +—— tK gan⸗gen und uns er⸗kauft mit sei⸗ nem Blut; Nilnan Schmer⸗zen, in dei⸗ner Lie⸗be ruht sichs gut. —— 1. ů 1.——— EE uns zum Ei⸗gen⸗ tum, be⸗rei⸗te dir zum Ruhm dei-ne Kinder; ver⸗ 75 IH N ——.. 32 , nin, i wun 2——— ö——— 2— — * birg uns nicht das Gna⸗-denlicht von deinem heil-gen An⸗ge⸗sicht. 2. unsre Kraft ist schwach und nichtig, Nicht wir haben dich erwählet, und keiner ist zum Werke tüchtig, du selbst hast unsre Zahl gezählet 50 nicht von dir die Stärke hat. nach deinem ewgen Gnadenrat; Drum brich den eignen Sinn, denn Armut ist Gewinn für den Himmel; wer in sich schwach, folgt, Herr, dir nach ö und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig, die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, drum sende treue Zeugen aus; send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzuladen zum Mahl in deines Vaters Haus; wohl dem, den deine Wahl . beruft zum Abendmahl ö im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da währt die Freud ö heut, gestern und in Ewigkeit. ö 4. Schau auf deine Millionen, die noch im Todesschatten wohnen, ö von deinem Himmelreiche fern! Seit Jahrtausenden ist ihnen kein Evangelium erschienen, ö kein gnadenreicher Morgenstern. ö Glanz der Gerechtigkeit, geh auf, denn es ist Zeit; komm, Herr Jesu! Zeuch uns voran Kirche. und mach uns Bahn, gib deine Türen aufgetan. — 5. Deine Liebe, deine Wunden, die uns ein ewges Heil erfunden, dein treues Herz, das für uns fleht, wollen wir den Seelen preisen und auf dein Kreuz so lange weisen, bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort: es richtet und durchbohrt Geist und Seele; dein Joch ist süß, dein Geist gewiß, und offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größten Dinge beginnest du still und geringe; was sind wir Armen, Herr, vor dir? Aber du wirst für uns streiten und uns mit deinen Augen leiten, auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein, wächst endlich ohne Schein doch zum Baume, weil du, Herr Christ, sein Hüter bist, es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp 1798-1864. 199. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. — 94— ͤ.... 1. Hier . 8e su, ste⸗hen wir von nah und fern in sel ⸗ ge ei⸗ nem Ma ⸗je⸗ stät, ge⸗kreu⸗zigt 4— 22— ö—1——.— ö SEEEDEE — —— 2. — stimm an, nimm an 17² Kirche. . 0 1 56 50665.— 2——— vor dich brin-⸗gen, dei-ner Lie-be Tun zu sin⸗gen. 2. in Salems heilge Hallen; Was ein verborgnes Senfkorn war, spendest, das breitest du von Jahr zu Jahr sendest nun aus mit mächtgen Zweigen. Licht und Leben allerwegen deinen Zu Tausenden erwächst dein Bund Freunden, und öffnet Herz und Hand und Mund, herrschest unter deinen Feinden. für Gottes Heil zu zeugen, ö 4. deinen Dein sind wir, dein in Ewigkeit; reinen—— drum wollen wir, du Held im Streit, Lebenssamen, deinen Namen durch an deinem Auge hängen. „die Weiten Wohlauf, mit Macht umgürte dich, aller Länder auszubreiten. du Arm des Herrn, so werden sich 3. die Völker um dich drängen! Dein ist die Welt, dein sind auch wir, Alsdann und alle Völker werden dir wird man einst noch zu Füßen fallen. fröhlich singen, Palmen schwingen, Du weckst sie aus der Todesruh é wenn man schauet, und führst schon Erstlinge herzu swie Jehovah Zion bauet. Albert Knapp 1798—1864. 200. Mel. Valet will ich dir geben. —.— E.—— 112.—5——* —— n 2 2——— EEEE EE + 1. Der du in To⸗des=näch⸗ten er⸗kämpft das Heil der Welt und dich als den Ge-rech-ten zum Bür⸗ gen dar⸗ ge⸗stellt, Q + 3 IUl 2——5——— I—————.————.— SSSSSIIE 5.. ö ‚ ö der du den Feind be⸗zwun⸗gen, den Him⸗mel auf⸗ ge⸗ tan: dir —0.—[E — n————— 6.——.————— stimmen uns⸗re Zun⸗gen ein Hal⸗le⸗lu⸗jah an. n die von Ost und West 2. Im Himmel und auf Erden sind deine Gäste worden ist alle Macht nur dein, bei deinem Hochzeitsfest. bis alle Völker werden 3. zu deinen Füßen sein, Noch werden sie geladen, bis die von Süd und Norden, noch gehn die Boten aus, Kirche. 173 um mit dem Ruf der Gnaden dir aus der Völker Zahl, zu füllen dir dein Haus. daß viele selig werden Es ist kein Preis zu teuer, und ziehn zum Abendmahl. es ist kein Weg zu schwer, Schleuß auf die hohen Pforten, hinauszustreun dein Feuer es strömt dein Volk heran: ins große Völkerheer. wo's noch nicht Tag geworden, 2. da zünd dein Feuer an. O sammle deine Herden[Ehristian Gottlob Barth 1799—1862. 201. Psalm 87. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. Q— E SPSPIPSPIPIPISPIPIPIISIPIIIIIIII...... xxPiiꝑiPPꝑPPꝑPꝑꝑDPꝑE 1. Gottes Stadt steht fest ge-grün⸗det auf heil⸗ gen Ber⸗gen, es ver⸗ dennoch steht sie und wird ste⸗hen, man wird an ihr mit Staunen U 4 , Lane. v d E E., + ö 35 2/ bündet sich wi⸗-der sie die gan⸗ze Welt; Her Hner Ira⸗ sehen, wer hier die Hut und Wa⸗che hält. els ist ih⸗res Hei-les Fels. Hal ⸗le⸗ lu⸗-jah! Lob⸗— Q IE 25 1 krir. d i.— .SSPSPSSSI E r.—— singt und sprecht: Wohl dem Geschlecht, das in ihr hat das Bürgerrecht! 2. 3. Zions Tore liebt vor allen Große heilge Dinge werden der Herr mit gnädgem Wohlgefallen, in dir gepredigt, wie auf Erden macht ihre Riegel stolz und fest, sonst unter keinem Volk man hört. segnet, die darinnen wohnen, Gottes Wort ist deine Wahrheit; weiß überschwenglich dem zu lohnen, du hast den Geist und hast die Klarheit, der ihn nur tun und walten läßt. die alle Finsternis zerstört. Wie groß ist seine Huld, Da hört man fort und fort wie trägt er mit Geduld das teuer werte Wort all die Seinen! ewger Gnade. O Gottes Stadt, Wie lieblich tönt, du reiche Stadt, was hier versöhnt die solchen Herrn und König hat! und dort mit ewgem Leben krönt! —————— 17⁴ Kirche. 4. Erhebet Herz und Sinn! Auch die nichts davon vernommen, Es ist die Nacht schier hin die fernsten Völker werden kommen für die Heiden und in die Tore Zions gehn. es kommt ihr Tag, Denen, die im Finstern saßen, sie werden wach, wird auch der Herr noch predgen lassen, und Israel folgt ihnen nach. was einst für alle Welt geschehn. 6. Wo ist der Gotteslohn? Gottes Stadt, du wirst auf Erden Wo ist sein Gnadenthron? die Mutter aller Völker werden, wird man fragen. die ewges Leben fanden hier. Dann kommt die Zeit, Welch ein Jubel, wie vom Reigen, wo weit und breit ichkeit wird einst von dir zum Himmelsteigen! erscheint der Herr der Herrlichkeit. Die Lebensbrunnen sind in dir; 3. in dir das Wasser quillt, Darum stellet ein die Klagen! das alles Dürsten stillt. Man wird noch einst zu Zion sagen: Hallelujah! Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Von Sünd und Tod, Voll Erstaunen wird man schauen, von aller Not wie Gott sein Zion mächtig bauen erlöst nur einer, Zions Gott. und herrlich weitern wird einmal. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. 202. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. —p——————— 1. Wa⸗chet auf, erhebt die Blik⸗ke! Laut mah⸗nen uns die Welt⸗ge⸗ Seht, ge⸗kommen ist die Stun⸗de, die uns ver⸗eint zu schö⸗nem EE 2—— schik⸗ke, es dränget hart der Brüder Not. A. Bun⸗de, zu tun, was uns der Herr ge⸗bot. Laßt nicht die Hän⸗de ,——.— . ruhn, auf, laßt uns Gu⸗tes tun al⸗len Men⸗schen im ——,, arn..—— S * +— rechten Geist, doch wie es heißt: an Glau⸗bensbrü⸗dern al⸗lermeist! und ihrer Glaubenstreu verdankt. 2. Wachet auf, schaut an das Gute, Auf und tilgt die alten Schulden! das ihr der Väter Mut und Blute Wie lange soll sich noch gedulden —2—*—9—9ꝗ.—9—9—————9———————‚———— 2—3—9—9——.——9—————9———————‚———9—9—9—9——9—— —9—9——9—9—————— Kirche. 17⁵ das Schifflein, das im Sturme reift die Frucht doch ö schwankt? im Sonnenglanz: Eilt ihm zur Hilf herbei! der Ernte Kranz Es rudert froh und frei, wiegt auf die Mühe voll und ganz. wenn ihm Liebe 4. die Segel schwellt, Wachet auf! Die Zeit zum Wachen hin durch die Welt: soll alle Glieder munter machen, Gott ist es, der das Steuer hält. und keines trete scheu hintan. 3. Leidet eins, so leiden alle; Wachet auf! In allen Landen drum wachet, daß nicht eines falle, erheben sich, vom Tod erstanden, und stehet freudig Mann für Mann. die Zeugen frischer Glaubensmacht. So streitet wacker fort Werdet müde nicht im Werke; und haltet fest am Wort! der Gott des Rechts ist unsre Stärke, Hoch vom Himmel und seinem Lichte weicht die Nacht. strahlt uns das Licht; Drum wirkt, solang es Tag, es trüget nicht: so heiß er glühen mag; der Herr ist unsre Zuversicht! Karl Rudolf Hagenbach 1801—-1874. 203. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. —p————————————.——— DEEE.—— —— Zieht in Frie⸗den eu ⸗re Pfa⸗ de! Mit euch des Wenn euch Je ⸗ su Hän⸗de schir⸗ men, gehts un=ter U e r. B..— 3—— SS T—— 8—2832.————22——...— + 1 2.—— großen Got⸗tes Gna⸗de und sei⸗ner heilgen En⸗gel Wacht! Sonnenschein und Stürmen ge⸗trost und froh bei Tag und Nacht. SSSSSSSS............... —*.‚eDDDDDi‚iiñ—3..— ö ö— —7—.——. 2—— 2—2 Lebt wohl, lebt wohl im Herrn! Er sei euch nim⸗mer U CEV +— —.— 131 + 1 fern spät und frü⸗ he! Ver⸗geßt uns nicht in sei⸗nem Licht, und wenn ihr sucht sein An-ge-sicht. Gustav Friedrich Ludwig Knak 1806—-1878. SSFFFFF— Kirche. Zur Einführung eines Predigers. 204. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 4.— DDDDD———————— R............—— I———— ꝗP——— 1. O Je ⸗ su, Herr der Herr⸗lich⸗keit, du Kö⸗nig du siehst auf die er lö⸗ ste Welt, re⸗gierst sie, r————— ——.——.——I in. dei ⸗ner Chri⸗sten⸗heit, du Hir te dei⸗ ner Her⸗de, wie es dir ge⸗fällt, sorgst, daß sie se-lig wer⸗de. Von dir sind wir auch er⸗wäh=let, zu⸗ ge⸗zäh ⸗let —— ᷓe d. PDPDPexe den Er ⸗lö⸗sten, die du seg-nen willst und trö⸗-sten. 2. 4. Wohl, wohl dem Volke, das du abst Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, nach deinem Sinn ihm Hirten gibst,‚ laß ihn sein Amt mit Freuden tun; die es zum Himmel führen; nichts sei, das ihn betrübe. die auf des Lebens rechter Bahn Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, nach deinem Vorbild gehn voran gib uns ein Herz, das folgsam hört, und deine Lehre zieren! ein Herz voll treuer Liebe. Sorg doch Lehrer, stets noch, Hörer, daß die Herde glücklich werde, daß laß in Freundschaft und Gemeinschaft den Seelen auf dich sehen gute Führer niemals fehlen. und den Weg zum Himmel gehen. 3 5 Wir nehmen hier von deiner Hand Wenn einst dein großer Tag erscheint, den Lehrer, den du uns gesandt: laß unsern Lehrer, unsern Freund Herr, segne sein Geschäfte. uns dir entgegenführen. Die Seelen, die sich ihm vertraun, Die Seelen sind ihm zugezählt: durch Lehr und Leben zu erbaun, ach gib, daß dort nur keine fehlt, gib Weisheit ihm und Kräfte. laß keine ihn verlieren. ehr ihn, Jesu, hilf ihm hilf du, tun und leiden, dulden, streiten, beut die Hände, daß am Ende Hirt beten, wachen, ö und Herde selig sich und uns zu machen. streu von dir erfunden werde. ————99————— Se‚ Kirche. 6. Gott mit dir! Amen, Amen. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn, Mit dir du kommst im Namen unsers Herrn, gehn wir in Jesu Christi Namen. durch die Leiden dieser Zeiten zu O Hirte, nimm uns bei der Hand, dem Leben, führ uns zum ewgen Vaterland: das uns unser Gott will geben. Johann Daniel Karl Bickel 1737—1779. Zur Kirchweihe. 205. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 5 5 2——.——— +* ů 4 EEEE —— 1— 2 ö 1. Gott Va⸗ter, al ⸗-ler Din ⸗ge Grund, gib dei⸗nen Wie lieb⸗lich ist die Stät ⸗te hier, die Her-zen ö.—.— ö —2—.—— ‚ j—.— TTTTRTRT——— + Va⸗ter ⸗na-men kund an die⸗sem heil- gen Or⸗ te. wal⸗len auf zu dir, hier ist des Him-mels Pfor⸗te. EIII EXILX 4 — 2 2 EEE...—„ Woh⸗ne, thro⸗ne hier bei Sün⸗dern als bei Kin⸗dern H 4 II 4 1 ö— ö 32315—— 2 9—— ö 4 e. ern Leur er en 2. Sohn Gottes, Herr der Herrlichkeit, dies Gotteshaus ist dir geweiht, o laß dirs wohlgefallen. Hier schalle dein lebendig Wort, dein Segen walte fort und fort in diesen Friedenshallen. Einheit, Reinheit gib den Herzen; Angst und Schmer⸗ zen tilg in Gnaden, heil uns ganz vom Seelenschaden. vol⸗ler Klar ⸗ heit; heil⸗ge uns in dei⸗ner Wahr⸗heit. 3. Gott heilger Geist, du wertes Licht, wend her dein göttlich Angesicht, daß wir erleuchtet werden. Geuß über uns und dieses Haus dich mit allmächtgen Flammen aus, mach himmlisch uns auf Erden. Auf zum Himmel zieh das Sinnen und Beginnen; gehts zum Sterben, hilf uns Jesu Reich erwerben. 12 S sei 178 Wort Gottes 4. mit Herzen, Händen, Zungen. Dreieinger Gott, Lob, Dank und Ach hier Preis sind wir dir vom Kinde bis zum Greis noch in Hütten; Herr, wir bitten: dies dein Haus gesungen. Laß uns droben für Du dir hasts geschenkt und auferbaut, dich im Tempel ewig loben. ists geheiligt und vertraut Albert Knapp 1798—1864. 2. Wort Gottes. 206. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. —————————.— P. —4 2—.—.——.——— 1. O Gott, du höch-ster Gna⸗den⸗hort, ver⸗leih, daß uns dein — I IE —— ů— 1—— DIDDSSEEEEE 29—.1— 153—.— 4 gött⸗lich Wort von Oh-ren so zu Her-zen dring, daß 4 Q ö ö n in. EEEE —— 1—. 2 + es sein Kraft und Schein voll-bring. 2 3. Der einge Glaub ist diese Kraft, Verschaff bei uns auch, lieber Herr, der fest an Jesu Christo haft't; daß wir durch deinen Geist je mehr die Werk der Lieb sind dieser Schein,‚ in deinr Erkenntnis nehmen zu dadurch wir Christi Jünger sein. und endlich bei dir finden Ruh. Konrad Huber 1507—1577. 207. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. —.—— . DRDDDSDSSSRRR 2—.—— —. r 0 0—————————————— 1I. Ach bleib bei uns, Herr Je⸗su Christ, weil es nun A-bend —1.— 7——— 1.— PPP.P...FFIFFIIPIIIIT —.——— 1— 2 wor⸗den ist; dein gött⸗lich Wort, das hel ⸗le Licht, laß A — 49029—1 irn Wort Gottes. 179 2. In dieser letzten bösen Zeit verleih uns, Herr, Beständigkeit, daß wir dein Wort und Sakrament rein bhalten bis 33 unser End. Herr Jesu, hilf, dein K Kirch erhalt, wir sind gar sicher, träg und kalt; gib Glück und Heil zu deinem Wort, damit es schall an manchem Ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord; gib deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. 5. Ach Gott, es geht gar übel zu, auf dieser Erd ist keine Ruh; viel Sekten und groß Schwärmerei auf einen Haufen kommt herbei. 6. Den stolzen Geistern wehre doch, die sich mit Gwalt erheben hoch und bringen stets was Neues her, zu fälschen deine rechte Lehr. . Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern dein ja ist; darum so steh du denen bei, die sich auf dich verlassen frei. 8 Dein Wort ist unsers Herzens Trutz und deiner Kirche wahrer Schutz; dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts anders suchen mehr. 9 Gib, daß wir lebn in deinem Wort und darauf ferner fahren fort von hinnen aus dem Jammertal zu dir in deinen Himmelssaal. (Nach Nikolaus Selnecker 1530—1592.) Nürnberger Gesangbuch 1611. 208. Mel. Es ist das 60 uns kommen her. ITTT N.— 329 1. Wir MenGschen sind dein We⸗sen, zu dem, o Gott, was geist⸗lich ist, un⸗ Wil ⸗le und Ge⸗bot ist viel zu hoch und —...— 0—— 0 2 9 211— EEE E— + tüch⸗tig; wich⸗ tig; wir wis ⸗sens und ver⸗-ste-hens nicht, wo 4— ö —— uns dein gött⸗lich Wort und 2. Drum sind vorzeiten ausgesandt Propheten, deine Knechte, daß durch dieselben würd bekannt dein heilger Will und Rechte; zum letzten ist dein einger Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. Licht den Weg zu dir nicht wei⸗set. Für solches Heil se, Herr, gepreist, laß uns dabei verbleiben und gib uns deinen heilgen Geist, daß wir dem Worte gläuben, dasselb annehmen jederzeit mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud als Gottes, nicht der Menschen. 12* —————'''——— 180 Wort Gottes. 4. Hilf, daß der losen Spötter Hauf uns nicht vom Wort abwende; denn ihr Gespött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. Gib du selbst deinem Donner Kraft, daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich bei uns wohne. 5. Offn uns die Ohren und das Herz, daß wir das Wort recht fassen, in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht Hörer nur allein des Wortes, sondern Täter sein, Frucht hundertfältig bringen. 6 Am Weg der Same wird sofort vom Teufel hingenommen; in Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen; der Sam, so in die Dornen fällt, von Sorg und Wollust dieser Welt verdirbet und ersticket. 4. Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich dem guten, fruchtbarn Lande und sein an guten Werken reich in unserm Amt und Stande, viel Früchte bringen in Geduld, bewahren deine Lehr und Huld in feinem, gutem Herzen. 8. Laß uns, solang wir leben hier, den Weg der Sünder meiden, gib, daß wir halten fest an dir in Anfechtung und Leiden; rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Weltsorg überall und bösen Lüste dämpfen. 2. Dein Wort, o Herr, laß allweg sein die Leuchte unsern Füßen, erhalt es bei uns klar und rein, hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Trost in aller Not, daß wir im Leben und im Tod beständig darauf trauen. 10. Gott Vater, laß zu deiner Ehr dein Wort sich weit verbreiten; hilf, Jesu, daß uns deine Lehr erleuchten mög und leiten; o heilger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung. David Denicke 1603-1680. 209. Mel. Gott des Himmels und der Erden. 4 V 7——I— EEIII ö—..—— CS.‚II‚I‚I‚II‚I‚ITITTIII‚TTTIIIt... E——.. n— 41 E 1. Teu⸗res Wort aus Got⸗tes Mun⸗de, das mir lau⸗ter Se⸗gen trägt, dich al⸗lein hab ich zum Grun⸗de mei⸗ner Se⸗lig⸗keit .— ö—. ů ge⸗legt; LV , n 5—837 1— — in dir treff ich al⸗ les an, 2. Will ich einen Vorschmack haben von des Himmels Seligkeit, so kannst du mich herrlich laben, weil bei dir der Tisch bereit, was zu Gott mich führen kann. der mir lauter Manna schenkt, mich mit Lebenswasser tränkt. 3 Geist der Gnaden, der im Worte mich an Gottes Herze legt, SS Wort Gottes. 181 öffne mir des Himmels Pforte, sondern gib, daß auch dabei daß mein Geist hier recht erwägt, ihm das Leben ähnlich sei. welche Schätze Gottes Hand ö 6. durch sein Wort ihm zugesandt. Hilf, daß alle meine Wege 4. nur nach dieser Richtschnur gehn; Gib dem Samen einen Acker, was ich hier zum Grunde lege, der die Frucht nicht schuldig bleibt; müsse wie ein Felsen stehn, mache mir die Augen wacker, daß mein Geist auch Rat und Tat und was hier dein Finger schreibt, in den größten Nöten hat. präge meinem Herzen ein, 7 laß den Zweifel ferne sein. Laß dein Wort mir einen Spiegel, 2. Jesu nachzufolgen, sein. Was ich lese, laß mich merken; Drücke drauf ein Gnadensiegel, was du sagest, laß mich tun. schleuß den Schatz im Herzen ein, Wird dein Wort den Glauben stärken, daß ich fest im Glauben steh, laß es nicht dabei beruhn, bis ich dort zum Schauen geh. Benjamin Schmolck 1672—1737. 210. Mel. Jesu, meine Freude. x de——— PI I i —— 1. Wort des höch-sten Mun⸗des, En⸗gel mei⸗ nes Bun⸗des, bald, da wir ge⸗fal⸗len, lie⸗ßest du er⸗ schal⸗len 1 IE 2...—.— E —*—— B. Ke⸗ 2„ x„——„ 15 dan 25 1 D ei„ne Kraft, die Glau⸗ben schafft, —m re. PSPSPSPSPSPSPIPIPISPPIPIIIIIII ——— ei⸗ ne Botschaft, die zum Le⸗ben uns von dir ge⸗ ge⸗ben. 2. 3. Was dein Wohlgefallen Alles ist vollendet: vor der Zeit uns allen Jesu Gnade wendet fest bestimmet hat, alle Straf und Schuld; was die Opferschatten Jesus ist gestorben, längst verkündigt hatten, Jesus hat erworben das vollführt dein Rat; alle Gnad und Huld. was die Schrift verspricht, das trifft Auch ist dies fürwahr gewiß: alles ein in Jesu Namen Jesus lebt in Preis und Ehre. und ist Ja und Amen. Ach erwünschte Lehre! 4 fest bei deinem Worte stehn. 4. Uns in Sünden Toten machen Jesu Boten dieses Leben kund. Lieblich sind die Füße, und die Lehre süße, teuer ist der Bund. Aller Welt ist nun vermeldt durch der guten Botschaft Lehre, daß man sich bekehre. 5 5. Kommt, zerknirschte Herzen, die in bittern Schmerzen das Gesetz zerschlug, kommt zu dessen Gnaden, der, für euch beladen, alle Schmerzen trug. Jesu Blut stärkt euren Mut: Gott ist hier, der euch geliebet und die Schuld vergibet. Wort Gottes. 6. Dieser Grund bestehet; wenn die Welt vergehet, fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen; so soll mein Vertrauen evangelisch sein. Auch will ich nun würdiglich in der Kraft, die mir gegeben, evangelisch leben. 0* Jesu, deine Stärke schaffet diese Werke; stehe du mir bei. Nichts kann mich nun scheiden; hilf denn, daß mein Leiden evangelisch sei. Laß auch mich einmal auf dich als ein Kind, mit dir zu erben, evangelisch sterben. Heinrich Kornelius Hecker 1699—1743. 211. Mel. O du Liebe meiner Liebe. — IUl 2———— H1I.—— ———H———— C ˙. 1——— 1r,.—— V 1. 4. +—— 1. Herr, dein Wort, die ed⸗ al⸗ denn ich zieh es die⸗sen Schatz er⸗ und dem größ⸗ ten FA— 4— 2———— .......... ,d wi, E 1.—— 22 hal te mir 2 155„ ö.— el⸗ ten Reich⸗tum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gel⸗ten, H II n 6 2 2— imerr.— 6—— — ö— S r + 7 I— 7 + wor ⸗auf soll der Glau⸗be ruhn? Mir ists nicht um 4——1——UUUUUUUI——1 , e e erne d d. *— 10 n—— tau⸗send Wel⸗ten, 2. Hallelujah! Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, daß ich mög in deinem Namen a⸗ ber um dein Wort zu tun. Laß mich eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und spat, und zugleich zu deinen Füßen sitzen, wie Maria tat. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—-1760. 56 Wort Gottes. 212. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. 60 Leun. 1. Dein Wort, o Herr, ist mil⸗der Tau für trost⸗be⸗dürft⸗ge Laß kei⸗nem Pflänz⸗chen dei⸗ ner Au den Him⸗mels⸗bal⸗sam . Rehelen⸗ er ⸗quickt durch ihn laß je⸗des blühn und 5 YD——DDDDTDT—— ——— r, e,, —.— * in der Zu⸗kunft Ta⸗gen dir Frucht und Sa⸗-men tra⸗gen. 2. 5. Dein Wort ist, Herr, ein Flammen⸗ Nun halt ich mich mit festem Sinn schwert, zu dir, dem sichern Horte: ein Keil, der Felsen spaltet, wo wendet ich mich anders hin? ein Feuer, das im Herzen zehrt Herr, du hast Lebensworte. und Mark und Bein durchschaltet. Noch hör ich dein: O laß dein Wort Komm, du bist mein! noch fort und fort Das rief mir nicht vergebens, der Sünde Macht zerscheitern ein Wort des ewgen Lebens. und alle Herzen läutern. 6. Auf immer gilt dein Segensbund, Dein Wort ist uns der Wunderstern dein Wort ist Ja und Amen. für unsre Pilgerreise. Nie weich es uns aus Geist und Mund Es führt auch Toren hin zum Herrn und nie von unserm Samen. und macht die Einfalt weise. Laß immerfort Dein Himmelslicht dein helles Wort verlösch uns nicht in allen Lebenszeiten und leucht in jede Seele, uns trösten, warnen, leiten. daß keine dich verfehle. 4 7. O sende bald von Ort zu Ort Ich suchte Trost und fand ihn nicht: den Durst nach deinen Lehren, da ward das Wort der Gnade den Hunger aus, dein Lebenswort mein Labsal, meine Zuversicht, und deinen Geist zu hören; die Fackel meiner Pfade. und send ein Heer Sie zeigte mir von Meer zu Meer, den Weg zu dir der Herzen Durst zu stillen und leuchtet meinen Schritten und dir dein Reich zu füllen. bis zu den ewgen Hütten. Karl Bernhard Garve 1763-1841. Taufe. 3. Taufe. 213. Mark. 10, 13—16. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. — 1* Q* IH I 3. DDqñ—II— E I 1 EEEEEEEEEEE Auch für die Kin-der⸗lein, daß sie nicht wärn ver⸗lo⸗ren, bin Q SSSI.I...I..... I........ EH.— x 1—.—.— ich ein Kind ge⸗ bo⸗ren, drum sie mein ei- gen sein. 2. führet sie Christo zu, Der Herr gar freundlich küsset er will sich ihr'r erbarmen, und herzt die Kinderlein, nimmt sie in seine Arme, bezeugt mit Worten süße, darin sie finden Ruh. der Himmel ihr soll sein, 4. dieweil sein teures Blut, Ob sie gleich zeitlich sterben, aus seinen heilgen Wunden ihr Seele Gott gefällt; am Kreuzesstamm geronnen, denn sie sind Gottes Erben, auch ihnen kommt zugut. lassen die schnöde Welt. 3. Sie sind frei aller Gfahr Drum nach Christi Verlangen und dürfen hier nicht leiden, bringet die Kinder her, sie loben Gott mit Freuden damit sie Gnad erlangen, dort bei der Engel Schar. niemand es ihnen wehr; ö Kornelius Becker 1561—1604. 214. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. ————7———— h— e. N 135—.—ß7———5.——————2—H4—0...— U ——— 1. Liebster Je⸗su, wir sind hier, deinem Wor⸗te nach⸗zu⸗le⸗ben: die⸗ses Kindlein kommt zu dir, weil du den Be⸗fehl ge⸗ge⸗ben, II I Fa 3 4 E—.——— — ee 3—— E— e den ur Bn e, 6 EH—— 1—.3* daß man sie zu dir hin⸗führe, denn das Himmel⸗reich ist ih ⸗re. ——— 2— ———— * 2. Ja es schallet allermeist x dieses Wort in unsern Ohren: wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neugeboren, wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kommen. 3. ö Darum eilen wir zu dir: ö nimm das Pfand von unsern Armen; tritt mit deinem Glanz herfür ö und erzeige dein Erbarmen, ö daß es dein Kind hier auf Erden ö und im Himmel möge werden. —*.— — Mel. Liebster J 2.——8——— 23. Len,—..** ——————— Taufe. 18⁵ 4. Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedefürst, sei du sein Friede, Weinstock, hilf, daß diese Rebe auch im Glauben dich umgebe. 9. Nun, wir legen an dein Herz, was von Herzen ist gegangen; führ die Seufzer himmelwärts und erfülle das Verlangen: ja den Namen, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zum Leben. Benjamin Schmolck 1672—1737. 215. esu, wir sind hier. 1. Nun gottlob! Es ist vollbracht, und der Bund mit Gott ge⸗schlos⸗sen; was uns rein und se⸗lig macht, ist auf die ⸗ses Kind ge⸗flos⸗sen; ———————* ———————— uin, 1.— I Je⸗sus hat es ein⸗ge⸗seg⸗ne 2. O du dreimal selig Kind, vom Dreieinigen geliebet, dem der Vater sich verbindt, dem der Sohn das Leben gibet, dem der Geist ist ausgegossen und der Himmel aufgeschlossen! 3. Werde fromm und wachse groß, 5— deiner Eltern Freude, dein selig Christenlos tröste dich in allem Leide; deine Taufe sei die Türe, welche dich zum Himmel führe. Benjamin Schmolck 1672—17837. 216. Mel. Gott des Himmels und der Erden. FIIITT—————— ——EE. ‚——————————— 1. Gu⸗ter Hirt, der sei⸗ne Her⸗de mit dem eig⸗nen Blut erkauft, daß dies Kind dein ei⸗gen wer⸗de, ward es heut auf dich getauft — d— ——..—..—..2.——— 2 ———— 40———.— und im heil⸗gen Was⸗ser⸗bad öWCWDWDWDRDSRDDSD‚‚‚EEe .. —D — 2. Schaff ihm nun ein Herz, ein neues, und gib ihm gewissen Geist, daß es stets als ein getreues, stilles Lamm dich liebt und preist und, von Weltlust unbetört, stets auf deine Stimme hört. Konfirmation. 3. Und wenn sichs von dir verirrte in des Lebens Wüstenei: geh ihm nach, du treuer Hirte, daß es unverloren sei; und am Ende seiner Bahn trag es selig himmelan. Julius Karl Reinhold Sturm 1816—1896. 4. Konfirmation. 217. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. —— ... N — — .... 4 — ö —— 0— 1. Ich bin ge⸗tauft auf ich bin ge⸗-zählt zu ——.—* dei⸗nen Na⸗men, Gott Va ⸗ter, dei⸗nem Sa⸗men, zum Volk, das + 4 4 see een. ———— + Sohn und heil⸗ ger Geist, un C(Chri⸗ dir ge⸗ hei⸗ligt heißt; ich bin in Chri⸗stum ee. I. d ü ars ů—— dn AÄ nin nin. —.— I S + ein⸗ ge⸗ senkt, ich bin mit 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt; du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt; du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein. 8. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; ich hab, o Herr, aus reinem Triebe dein Eigentum zu sein gewagt; hingegen sagt ich bis ins Grab des Satans schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, sei⸗ nem Geist be ⸗schenkt. so laß mich nicht verloren gehn; nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall getan. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn; es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen tut. 6. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heilger Geist; halt mich in deines Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt: so leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für. Johann Jakob Rambach 1693—1735. ** F——— *5ĩ—I—‚—3—————————————— Konfirmation. 218. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. ——— —.———————— 2— 1. Für die⸗se Kin⸗der be⸗ten wir mit hei⸗ßer In⸗brunst, lei⸗te sie auf eb⸗ ner Bahn. 2. 3 Erhalte sie vom Irrtum frei In Schmerz und Kummer tröste sie, und mache sie im Glauben treu, und in der Not verlaß sie nie, und wenn Versuchung ihnen naht, gib ihnen hier Zufriedenheit sei du ihr Helfer, Schutz und Rat. und dort des Himmels Seligkeit. Nach Johann Andreas Cramer 1723—1788. 219. Mel. Seelenbräutigam. ö IJ....——.. 2..e—0—.—— D— ——— b SSSS—. ———— 1. Von des Him- mels Thron sen⸗de, Got⸗ tes Sohn, 2—.PI—— e, ...———... 24.—.——— E— e e e e e. e,— ——.————— H.———.——— —.—..—.—.—.—————————— Wer⸗ke, dir uns ganz zu weihn, e⸗ wig dein zu sein. 2. 3. Mach uns selbst bereit, Richte Herz und Sinn gib uns Freudigkeit, zu dem Himmel hin, unsern Glauben zu bekennen wenn wir unsern Bund erneuern und dich unsern Herrn zu nennen, und gerührt vor dir beteuern, dessen teures Blut denne Bahn zu gehn, floß auch uns zugut. Weltlust zu verschmähn. 2. ππππ ——33———————————ß—t' ¼—ͤ ———————.....——‚‚‚‚‚‚— 2=2 —— ääRRRRRSRRRRReeeeeeeee‚eeeeeee 188 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, wollest du auf unsre Bitten uns mit Gnade überschütten; Licht und Kraft-und Ruh Konfirmation. 5. Gib auch, daß dein Geist, wie dein Wort verheißt, unauflöslich uns vereine mit der gläubigen Gemeine, bis wir dort dich sehn ströme dann uns zu. und dein Lob erhöhn. Samuel Marot 1770—1865. 220. Mel. Christus der ist mein 2—— 155—.— 4 ———* 34— 44885 1. Wir flehn um dei⸗ne Gna⸗ de, uchtssinde wir oh⸗ne dich; führ IDIDID.e uns auf dei nem Pfa⸗ de und hilf uns mäch⸗tig ⸗lich. 4. Wir flehn um deine Stärke; du weißt, wie schwach wir sind. Zu jedem guten Werke stärk jedes schwache Kind. 5. Wir flehn um deinen Segen zum großen Bundestag, daß wir auf allen Wegen dir treulich folgen nach. Karl August Döring 1783—1844. 221. 4 Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. , ——————. ʒ 2——.—— nichts soll mich, sind, nennst du mich —— ö —— A.——4..— PIWDRDIDJD‚DID‚ITI————— ö—— 2— —9—— 2. Wir flehn um deine Wahrheit in unsers Lebens Nacht; durch dich nur wird uns Klarheit in unsern Geist gebracht. 3. Wir flehn um deinen Frieden in dieser Welt voll Angst; uns sei das Heil beschieden, das du am Kreuz errangst. 1. Ich bin in dir, und du in mir: Auf Er⸗den, wo nur Sün⸗der 77 2 2 0 2——— ew⸗ ge Lie⸗be, dir in die- ser Welt ent- rei⸗ßen. und freundlich schon dein Kind: o laß michs e⸗wig hei⸗ßen 4 1 e 4 —. 8 9879 ——————..8I᷑ — 11 *—— 483. Konfirmation. 189 daß mich, was locket, schreckt und irrt, Ich bin in dir, und du in mir: nicht bringe je zu Falle. dreieinger Gott, du hast zu dir O daß, was ich dir heut versprach, mich frühe schon berufen. mir gehe tief und ewig nach! Was mir, dem Kindlein, war bereit't, 4. ergreif ich heut mit Innigkeit Ich bin in dir, und du in mir: an des Altares Stufen komm, Herr, mir deine Tugendzier und sag: O Liebe, du bist mein: frühzeitig anzulegen, ich will dein Kind auf ewig sein. daß mir des Lebens Glück und Not, 3. ja selbst der letzte Feind, der Tod, Ich bin in dir, und du in mir: nur kommen mög im Segen. noch wohn ich völlig nicht bei dir, Mit dir will ich durchs Leben gehn, weil ich auf Erden walle; dir leiden, sterben, auferstehn. drum führ mich, Jesu, treuer Hirt, Albert Knapp 1798—1864. 222. Mel. O du Liebe meiner Liebe.(Herz und Herz vereint zusammen.) en e Ae e. E .,.—— *——.2—————— 1. Bei dir, Je⸗su, will ich bleiben, stets in deinem Dienste stehn; nichts soll mich von dir ver⸗treiben, will auf dei⸗nen Wegen gehn. Du bist meines Lebens Le-ben, mei⸗ner See⸗le Trieb und Kraft, wie der Weinstock sei⸗nen Reben zu⸗strömt Kraft und Lebenssaft. 2. mit dem eignen teuren Blutꝰ Könnt ichs irgend besser haben Sollt ich dem nicht angehören, als bei dir, der allezeit der sein Leben für mich gab?ꝰ so viel tausend Gnadengaben Sollt ich ihm nicht Treue schwören, für mich Armen hat bereit? 2 30 bis in Tod und Grab? Könnt ich je getroster werden 4. als bei dir, Herr Jesu Christ, Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich dem im Himmel und auf Erden so in Freude wie in Leid; alle Macht gegeben ist? bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Ewigkeit. 3. Deines Winks bin ich gewärtig, Wo ist solch ein Herr zu finden, auch des Rufs aus dieser Welt; der, was Jesus tat, mir tut, denn der ist zum Sterben fertig, mich erkauft von Tod und Sünden der sich lebend zu dir hält. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. Abendmahl. 5. Abendmahl. 223. 1. Gott sei Oe. 10— bet mit sei⸗ nem Flei ⸗sche a Sars, Kunt B SSS..... und ge⸗ be⸗ ne⸗ dei⸗ 12 und mit sei⸗nem Blu⸗ E= . der uns sel⸗ber hat ge⸗ das gib 10 Herr Gott, zu⸗ — ————..3— — Herr, durch dei⸗nen heil⸗gen Leich-nam, —— 1 ———— —————.—— Mut⸗ter Ma⸗ri=a kam, 15 55 13. Ky⸗ri⸗e⸗le⸗i⸗ son. im.——— —————— der von dei⸗ner —————— und das hei ⸗li⸗ge Blut SSSSSS.S.. hilf uns, 900 aus Den heilgen Leib hat er für nüssödtt geb uns gegeben zum Tod, daß wir dadurch leben. al ⸗ler Not. Ky⸗ ri-e⸗ lesi⸗ son. 3. allen seiner Gnade Segen, daß wir gehn auf seinen Wegen Nicht größre Güte konnte er 2 rechter Lieb und brüderlicher schenken, dabei solln wir sein gedenken. Kyrieleison. Herr, dein Lieb so dich zwun⸗ n hat, Treue, daß die Speis uns nicht gereue. Kyrieleison. Herr, dein heilger 3 uns nimmer daß dein Blut an un 9105 Wunder der uns geb zu Halten rechte Maß, tat und bezahlt unsre Schubd, daß uns Gott ist worden hold. Kyrieleison. daß dein arm Christenheit leb in Fried und Einigkeit. Kyrieleison. Martin Luther 1483—1546. — —223——3—— 7 Y* —223———— 2 2 Abendmahl. 224. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. + 3 4 4 4 4 4— 3 REEEE E—4 20.——— 2 1. Herr Je⸗su, dir sei Preis und Dank für die⸗se Im Brot und Wein dein Leib und Blut kommt uns wahr⸗ ꝝ 41 +11— EE............. ———— 3——— See⸗ len ⸗speis und Trank, da⸗ mit du uns be⸗ ga bet. haf⸗ tig wohl zu ⸗gut und uns re Her⸗ zen la ⸗bet, SSSDSSSSSS RDDDEDEEEEE. daß wir in dir uns er⸗freu⸗en, wohl ge⸗dei⸗hen, ———iED—— E— RE—1——.————.——— — e⸗wig le en: sol⸗ches wol-lest du uns ge⸗ ben. 2. 4. Du kehrest, o Immanuel, O daß wir solche Seligkeit ja selber ein in unsre Seel, erwarten möchten allezeit dir Wohnung da zu machen. in Hoffnung und Vertrauen Drum uns ein solches Herz verleih, und folgends aus dem Jammertal das von der Weltlieb ledig sei gelangen in den Himmelssaal, und allen eitlen Sachen. dein Antlitz, Herr, zu schauen: Bleibe, tröstlich, treibe köstlich unser Sinnen und Beginnen, daß uns als Gäste auf das beste bei ihm wir trachten, laben alles Eitle zu verachten. und ganz volle Gnüge haben. 3. Ach Herr, laß uns doch nehmen nicht Das gib du uns von deinem Thron, dein wertes Nachtmahl zum Gericht. o Jesu Christe, Gottes Sohn, Ein jeder recht bedenke, gibs durch dein bitter Leiden. daß er mit diesem Lebensbrot Dasselbe, weil wir leben hier, im Glauben stille seine Not, laß uns betrachten für und für, der Fels des Heils uns tränke, all Böses darum meiden. züchtig, Amen, tüchtig Amen, dich dort oben stets zu loben, bis hilf uns kämpfen, hilf uns dämpfen wir werden alle Sünden, zu dir kommen von der Erden. hilf uns fröhlich überwinden. Str. 1, 3, 4 von Bernhard Derschow 1591—1639. Str. 2 und 5 Zusätze des Hannoverschen Gesangbuchs von 1657. ————m—777777mm——-7-7:˖:=::=:=:⸗:⸗:⸗⸗⸗⸗ — ͥDDnDD+ά⁴mæ *—*.*½..—.::..q—.—.....—— Abendmahl. 225. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. Q 4 N V. ——.— 2253. n ........................ T 22 5— 1—.—— + 1. O Je su, mei⸗ne Won⸗ne, du mei⸗ner See⸗len Sonne, du Q .· DIDDDR———.... + .‚.— 1—.2 1.——— 2. Wie kann ich gnugsam schätzen dies himmelsüß Ergötzen und diese teuren Gaben, die uns gestärket haben! Wie soll ich dir es danken, o Herr, daß du mich Kranken gespeiset und getränket, ja selbst dich mir geschenket! 4. Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden, die du für mich empfunden. 5. Dir dank ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir dank ich für dein Sehnen, und heiß vergoßne Tränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist geblieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 2. Jetzt schmecket mein Gemüte dein übergroße Güte; Freundlich⸗ster auf Er⸗den, laß mich dir dank-bar wer-den. das teure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß mich nicht vergessen, daß du mir zugemessen die kräftge Himmelsspeise, wofür ich dich jetzt preise. 29. Du wollest ja die Sünde, die ich noch jetzt empfinde, aus meinem Fleische treiben und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losgezählet von Sünden und vermählet mit dir, mein liebstes Leben; was kannst du Wertres geben? 11. Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten. 12. Nun kann ich nicht verderben, drauf will ich selig sterben und fröhlich auferstehen, o Jesu, dich zu sehen. Johann Rist 1607—1667. 226. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. II * ——— 2—— 2 —.— 1. O Je ⸗ su, dir. sei e wig Dank für dei⸗ ne Treu und Ach laß durch die se Speis und Trank mich auch das Le⸗ben ——232—7———— TTFsFTFTFF————. Abendmahl. FA 14 SCS.I...I.I.IIFI.II..——.—. ——.— 2—— X 5 1—— 2—.— 5— a⸗ ben. — ben. Will⸗kom⸗- men sei, du ed⸗ ler Gastz den E—— 1.— ——.— nannr. en nrr En. e e. Hed Int, u er, e v e ,. 1—2—.—..—9 1.——.— H Sün⸗der nicht verschmä-het hast: wie soll ich Dank dir a gen?ꝰ 3. Laß mich nun ewig sein in dir, laß dir allein mich leben, and bleib du ewig auch in mir. Mein Gott, du wirst mirs geben, daß ich durch diese Speis und Trank stark bleib, wenn ich bin schwach und krank, und fahr zu dir mit Freuden. Johann Olearius 1611—1684. 2. Herr Jesu Christ, du kannst allein mir Leib und Seele laben. Nun bin ich dein, und du bist mein mit allen deinen Gaben: hier hab ich, was ich haben soll, dein Gnadenbrünnlein ist stets voll, hier find ich Trost und Leben. U ,. 350 22— ö é—..———— j 1. Schmük⸗ke dich, o lie⸗be See⸗le, laß die dunk⸗le Sün⸗den⸗ ——2 ö E— 2 5 2— 1 —— ö—5 7 ö— 2— ‚— —————1— 35 höh le ö — der Herr vo Heil und Gna⸗ den pran⸗gen; denn Herr voll Heil un. ——0—— U —.—— ꝙꝗ.ẽ9'.————— ö— 2 ESee Ie Le d ian un drn, n ae m ö————— 122.—— will dich jetzt zu Ga-⸗ste la-den; der den Him-mel kann ver⸗ ——— II 1— 2, 1II— + 12—.................... EH 2.— 2 err dn n wal⸗ten, will jett Her⸗berg in dir hal ⸗ten. 2. daß in diesem Brot und Weine Ah vie hungert mein Gemüte, Christus sich mit mir vereine. Menschenfreund, nach deiner Güte; 3. ach wie pfleg ich oft mit Tränen Beides, Wonne und auch Beben, mich nach deinem Mahl zu schnen; fühl ich jetzt im tiefsten Leben. ach wie pfleget mich zu dürsten Das Geheimnis dieser Speise nach dem Trank des Lebensfürsten, und die unerforschte Weise 13 * * 11 194⁴ Abendmahl. machet, daß ich froh bemerke, Herr, die Größe deiner Stärke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, der dein Allmacht sollt ergründen? 4. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen, hier fall ich zu deinen Füßen: laß mich würdiglich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. 5. Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel hergetrieben, * daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 6. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens der mir vielleicht zum Schaden sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög dein Gast im Himmel werden. Johann Franck 1618-1677. 228. Mel. Es ist gewi ßlich an der Zeit. .— 1— —0—————4 2 ů 5— x—— ö— — EEE .— 1. Ich komm jetzt als ein a r⸗mer Gast, o Herr, zu dei⸗nem den du für mich be⸗ rei⸗tet hast, daß er mein Herz er⸗ — 2—— 5—0 60. ————.—————— 0— — 4.—.— E———„.8 +— A⸗sche fri sche wenn mich der See⸗-len- hun⸗ ger nagt, wenn 2 EE— e, dn PP..I.I..II.. II........— —.— 4—.—— H 2. Nun sprichst du Seelenbischof dort: Ich bin das Brot zum Leben; dies Brot treibt auch den Hunger fort, den sonst nichts mag aufheben. Ich bin der Trank: wer glaubt an mich, den wird nicht dürsten ewiglich; ich will ihm Labsal geben. 3. Drum führe mich, o treuer Hirt, auf deine Himmelsauen, bis meine Seel erquicket wird, mich der Durst des Gei⸗stes plagt, bis ich den Schweiß ab⸗wische. wenn du sie lässest schauen die Ströme deiner Gütigkeit, die du für alle hast bereit, so deiner Hut vertrauen. 4. Ich armes Schäflein suche dich auf deiner grünen Weide; dein Lebensmanna speise mich zu Trost in allem Leide; es tränke mich dein teures Blut, auf daß mich ja kein falsches Gut von deiner Liebe scheide. ——— ———————— SSsps=. .. 5. Gleichwie des Hirsches mattes Herz nach frischem Wasser schreiet, n/ ö so schreiet auch mein Seelenschmerz; ach laß mich sein befreiet von meiner schweren Sündenpein und flöße deinen Trost mir ein, dann bin ich benedeiet. 6. Vor allem aber wirk in mir ein ungefärbte Reue, ——— ———————————— vor aller Sünde scheue; ö fach in mir, Herr, den Glauben an, n. der dein Verdienst ergreifen kann, damit mein Herz sich freue. 7. Entzünd in mir der Andacht Brunst, daß ich die Welt verlasse Abendmahl. auf daß mein Herz sich für und für in dieser Speise fasse, daß durch dein Lieben Lieb in mir zu meinem Nächsten wachs herfür und ich fort niemand hasse. 8. Ach führe mich doch selbst von mir, bei mir ist nichts als Sterben. Nimm aber mich, o Herr, zu dir, bei dir ist kein Verderben. In mir ist lauter Höllenpein, in dir ist nichts als Seligsein mit allen Himmelserben. 2. So komm nun, treuer Seelenfreund, und deine Treue, Gnad und Gunst laß in mein Herz dich schließen. Mit dir bin ich nun ganz vereint, ich will von keinem wissen als nur von dir, o Gotteslamm, der du auch mich am Kreuzes ostamm aus Not und Tod gerissen. Justus Sieber 1628-1695. * 229. Mel. Wie 2—— einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) — 1— —.. +—. 2 DD Muzì„mmaegqaʒnũũ³ö — 1. Ach Gunad ü⸗ber al ⸗le Gna⸗ deut Hei ⸗ßet das nicht — Je⸗ sus hat uns selbst ge⸗la⸗ den zu dem Tisch, den II nn——— II—— SIS..I...I.......... PR. ö—— 2 öI Oi⸗tic⸗fet, Je-sus bit⸗tet uns zu Gast, daß wir, al⸗ler ö er beereit i. Sr Prit, — e, Laes. x........—..—— Sor⸗gen⸗-last, al-ler Sünd und Not ent- nom⸗men, ur nn ů ö— I. E ö 7 in den Him⸗-mel möch-ten kom ⸗-men. ö 2. Sollten wir an seinem Heil ö Jesus Christus will uns speisen nun hinfort nicht haben teil, und auch selbst die Speise sein. da er unser so gedenket, It ö„Heißet das nicht Gnad erweisen? Ist er nun nicht mein und dein? daß er sich uns selber schenket? 13* 1790l S IIARAIAIAIAEHHIEHIJIJ C.——— 196 ö Abendmahl. 3. dein so teurer Gnadentisch, Herr, du hast dich hingegeben daß sich meine Seel erfrisch: unsertwegen in den Tod, du wollst ihren Hunger stillen daß wir möchten wieder leben und in ihrem Durst sie füllen. frei von aller Qual und Not; 6 aber deiner Liebe Macht 3— hat dich auch dahin gebracht, Ach so wollest du mich laben daß du deinen Leib uns schenkest mit dem rechten Himmelsbrot und mit deinem Blut uns tränkest. und mit reichem Trost begaben 4 10 1 dehet n und 2—3 . 1 1 aß deinen Lebensquel ou bit sonst der Miit all 115 mich auch machen weiß und hell; tränke mich denn, eh ich sterbe 5 die are seber sin und vor großem Durst verderbe. Du gibst dich selbst uns zuteil 73 daß wir möchten werden heil Dir, Herr Jesu, will ich schicken von den tiefen Seelenwunden, mein ganz müd und mattes Herz; die sonst waren unverbunden. ach das wollest du erquicken, 5. weil es fast vergeht vor Schmerz. Ach zu dir komm 0 geschritten, O mein Arzt, du kannst allein o mein liebster Jesu Christ, mich von Sünden machen rein. und will dich im Glauben bitten, Du wollst selbst, Herr, in mir leben; weil für mich bereitet ist dir sei ganz mein Herz ergeben. Anna Sophie von Hessen⸗Darmstadt 1638—1683. 230. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. S e, w. 35 2..0— x- LVI.— 8 Fels des Heils, o Got⸗tes⸗lamm, für mei-ne 2—— in Lei⸗den ist ein Gar⸗ten mir, der Früch-te N —— ᷣe ee e; e derr + PP TTTTFTITTFTITFTTITIII E—=: Sünd am Kreu⸗zes⸗stamm ge- mar⸗tert und ge⸗schlach⸗ tet! trä⸗get für und für, wo⸗nach die See-le schmach⸗tet; 9 5 2 HR— ——.DID.— — n, v. r. wo 80 stets mich wohl er⸗quik-ke und er⸗blik⸗ke UEI J.LEIE 11—ẽj +— CII— 2—— CEV..II——4.— 2— 5j% ..2— 2 8ðꝗqL—— EI I— I +• 7— 2——— See⸗len⸗wei-de, ja die Wur⸗zel al⸗ler Freu⸗de. 33..——4 nun *— ᷣDSDSCIFIIEIETI 1 Abendmahl. 197 2. 6. Dein Fleisch soll Lebensbrot mir In, Tium sinkt vor dir ein ledig Herz, dein Blut macht mich von Sünden rein, das nichts dir bringt als Sünden⸗ dein Kreuzholz ist mein Stecken, schmerz, der mir in Schwachheit Stütze ist, in Selbstverleugnung nieder. ein Born, aus dem das Leben fließt, Ich bin mir selber gram, daß ich, ein Schild, der mich kann decken mein Herr, so oft verlassen dich; mächtig, in Demut komm ich wieder. wenn ich Willig Übertreter Sinas Wetter seh mit bin ich, Zagen, 2 aufs neue Huld und Treue zu wenn mich Satan will verklagen. verschreiben, wenn dein Geist mich nur wird treiben. . Ach komm in deinen Garten dann; ich will dir bringen, was ich kann, was du mir erst gegeben. Willst du noch mehr, so gib es mir, ich will es wiederbringen dir; 3. Wie lieblich ist dein Liebesmahl! Da seh ich, mit welch großer Qual die Liebe dich umhüllet. Da werd ich, als aus deiner Hand, mit deinem heilgen Gnadenpfand — 1 1—⁷7 t weut d Lust erfüllet, der Weinstoc gibt den Reben Jesu, Kräste, in Erbarmen dich der armen Seele Säfte, 3 schenkest die von innen Raum gewinnen, auf⸗ „ 6 wärts dringen und an deinen Eid gedenkest. daß sie reife Früchte bringen. daddn 91 0 00 reen Stärk meinen Glauben, um das Kleid aß du starbst an dem Kreuzesstamm, der ewigen Gerechtigkeit zum Heil mich einzuladen? freimütig anzuziehen. Ein Sünder, der verdienet Pein! Ich komm in fester Zuversicht: *(S— 1— 1 D 2 Mich armen Sünder führst du ein dein Bundessiegel fehlt ja nicht, zur Tafel deiner Gnaden, du hast es mir verliehen, deiner daß ich ERE ö röhlich Himmelsgaben, welche laben das Ver⸗ darf erscheinen, denn in deinen offnen langen, Wunden das auf Hoffnung war gefangen. hab ich Zutritt nun gefunden. 5. 9. Ich habe den beschwornen Bund Von dir hab ich das Priestertum, so oft gerissen in den Grund daß ich ins innre Heiligtum und mein Gelübd verlassen. darf unverhüllet gehen. Die Schuld ist groß, der Glaube klein; Den Vorhang riß dein Tod entzwei, doch willst du mir versöhnet sein ich darf als Bundsgenosse frei und nimmermehr mich hassen. vor deinem Antlitz stehen. Dein Wort, Grämen, mein Hort, Schämen bleibt beständig, wie abwendig ich ge⸗ hat ein Ende, weil die Hände sind wesen; durchgraben, neu soll ich durch dich genesen. die für mich bezahlet haben. nnnni 10. Hier ist die Liebe mein Panier, dein Liebesaltar brennt in mir, du hast mein Herz genommen. Du hast mir Lebensbrot geschenkt, ich werd aus Edens Strom getränkt; du wirst bald selber kommen und mich ewig dir vereinen in dem reinen Paradeise, wo du Manna gibst zur Speise. 14. Gib nur, daß so, wie sich für jetzt mein Herz in deiner Füll ergötzt, es in dir möge bleiben; vom Bund, den ich erneuert hab, wird dann mich weder Furcht noch Grab, Abendmahl. die Hölle selbst nicht treiben. Ich will nun still an dir kleben, in dir leben. Tausend Welten können gegen dich nichts gelten. 12. Laß mich, durch dieser Speise Kraft gestärket, meine Wanderschaft fortsetzen durch die Wüste. Gib, daß Agyptens Fleischtopf nie von dir, o Himmelsbrot, mich zieh zur Dienstbarkeit der Lüste. Komm bald, Herr, halt deiner Tauben Treu und Glauben unzerbrochen, wie dein Wort und Pfand versprochen. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 231. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. . — EE .—————— dn.,———————— —.————5 wir kom⸗men, dei⸗nen Leib und Blut, wie du uns hast ge⸗ EV—.—— 2— U.— IE 12 2— 1——.—0 2 36 Gna den n, zu dei⸗ner Lie⸗be Herr⸗lich⸗keit und la⸗den, —— * ö— n ö 555 +—— lnrin E j—.—— E;——— n n, n L 2. O Jesu, mach uns selbst bereit zu diesem hohen Werke; schenk uns dein schönes Ehrenkleid durch deines Geistes Stärke. Hilf, daß wir würdge Gäste sein und werden dir gepflanzet ein zum ewgen Himmelswesen. uns⸗rer See⸗len Se⸗lig⸗keit zu es⸗sen und zu trin⸗ken. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir auch bis ans Ende bleiben; laß Sünd und Not uns für und für nicht wieder von dir treiben, bis wir durch deines Nachtmahls Kraft in deines Himmels Bürgerschaft dort ewig selig leben Chemnitzer Gesangbuch 1713. —— —4.—— + Abendmahl. 232. Mel. An Wasserflüssen Babylon. ——..—..— 9—.——.———..—.—. 1. Ich kom⸗me, Herr, und su ⸗che dich, müh ⸗se ⸗ lig Gott, mein Er ⸗bar⸗ mer, würd⸗ge mich des Wun⸗ders ——— SDS.‚‚—‚——————‚‚..— a e wün—.——.——— ———.——————— und be ⸗-la⸗ den;* 4——— dei⸗ner Ena⸗den. Ich lie- ge hier vor dei⸗nem Thron, ⸗ e m E„ ,.— ————————————————— Sohn Got⸗tes und des Men⸗schen Sohn, mich deiner zu ge⸗— —ñ———ꝛ—————— 76.———.—.——————————— — trö⸗sten. Ich füh⸗ le mei⸗ ner Sün⸗den Müh, ich ————————.———— d n — su⸗che Ruh und fin⸗de sie im Glau⸗ben der Er⸗lö⸗sten. 2. 4. Dich bet ich zuversichtlich an, Dein ist das Glück der Seligkeit; du bist das Heil der Sünder; bewahr es hier im Glauben du hast die Handschrift abgetan, und laß durch keine Sicherheit und wir sind Gottes Kinder. dir deine Krone rauben: Ich denk an deines Leidens Macht sieh, ich vereine mich mit dir, und an dein Wort: Es ist vollbracht! ich bin der Weinstock, bleib an mir, Du hast mein Heil verdienet, so wirst du Früchte bringen; du hast für mich dich dargestellt; ich helfe dir, ich stärke dich, Gott war in dir und hat die Welt und durch die Liebe gegen mich in dir mit sich versühnet. wird dir der Sieg gelingen. 3. 5. So freue dich, mein Herz, in mir, Herr, mein Glück ist dein Gebot, er tilget deine Sünden ich will es treu erfüllen und läßt an seinem Tische hier und bitte dich durch deinen Tod dich Gnad um Gnade finden. um Kraft zu meinem Willen: Du rufst, und er erhört dich schon, Laß mich von nun an würdig sein, spricht liebreich: Sei getrost, mein mein ganzes Herz dir, Herr, zu Sohn, weihn die Schuld ist dir vergeben; und deinen Tod zu preisen; du bist in meinen Tod getauft, laß mich den Ernst der Heiligung und du wirst dem, der dich erkauft, durch eine wahre Besserung von ganzem Herzen leben. mir und der Welt beweisen. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. SIII errumr. —!D EAAA —— —— ——— —*———————— —...— bRI IIIX Abendmahl. 233. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. Q + EII— 1* E—— ö——.—.—— EEEEEEEEE 2 57 + Herr, du wollst uns voll⸗be⸗rei ⸗-ten zu dei⸗ nes Laß uns, Le⸗ben zu emp⸗fa⸗ hen, mit glau⸗bens⸗ + E————— 233 825——.—.— ꝗSPꝑPSPSPSPSPSPIPSPSSSIIIIII Mah⸗les Se⸗lig ⸗kei⸗ten; sei mit⸗ten un⸗ter uns, o Gott! vol⸗lem Her⸗zen na⸗hen und sprich uns los von Sünd und Tod. —— ů . r. ů —.— 1—*——— Wir sind, o Je ⸗su, dein; dein laß uns e⸗ wig —— I H2— 2— 2*— —.— + 4——2—— ...— % DDDDD‚‚e————.—— NE*— 9.— sein! A⸗men, A- men. An ⸗be⸗tung dir! Einst — + N—— — ö—.— E S——— ——— fei⸗ ern wir das gro⸗ße A-⸗bend-mahl bei dir. Friedrich Gottlieb Klopstock 1724—1803. 234. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. E ů— EEEEEEEEE 1. Komm, mein Herz, in Je⸗su Leiden strömt auch dir ein Quell der stil le hier dein sehnlich Dürsten an dem Mahl des Le⸗bens⸗ —— SSSSIIII..... *——IL——.— Freu⸗den; für ⸗ sten. Daß ich e e IE P * + mich in sei⸗nem Hei⸗le la⸗be und in sein Verdienst mich ei nen Hei⸗land ha»be, Abendmahl. 201 D— 1— ö——— E 1.———————— ———— I. klei ⸗de, das ist mei⸗ nes Her⸗zens Freu⸗de. 2. 7. Zwar hab ich ihn alle Tage, Lelges Brot, sei mir gesegnet, wenn ich nach ihm Sehnsucht trage; weil mir der in dir begegnet, er ist auf der Himmelsreise der mit seinen Todeswunden täglich meine Seelenspeise. die Erlösung mir erfunden. Daß ich einen Heiland habe, Daß ich einen Heiland habe, bleibt mein alles bis zum Grabe, der erblaßt und tot im Grabe und ich mag nichts andres wissen, auch für meine Schuld gelegen, als sein Leiden zu genießen. 2 ich schmecken und erwägen. 3. 8. Aber ich will mit Verlangen Heilger Kelch, sei mir gesegnet, auch sein Abendmahl empfangen, weil mir der mit dir begegnet, hier schenkt er sich ganz zu eigen: dessen Blut mich lässet finden nimmer will ichs nun verschweigen, die Vergebung aller Sünden. daß ich einen Heiland habe, Daß ich einen Heiland habe, der am Kreuz und in dem Grabe, der die arme Seele labe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, muß nicht dies mein Dürsten stillen mein Erlöser war und bleibet. und mein Herz 0— Wonne füllen? 4 Ach wie werd ich oft so müde, Er gebietet mir zu essen, wie entweicht der süße Friede! meines Jammers zu vergessen, Sünd und Welt kann mich verwunden, er gebietet mir zu trinken wenn mir dieses Licht verschwunden, und in Freude zu versinken, daß ich einen Heiland habe, daß ich einen Heiland habe, der mit seinem Hirtenstabe der sich selbst zur Opfergabe, sanft und mild und voll Vergeben ja zur Nahrung und zum Leben mir nichts ist als Heil und Leben. mir aus freier Huld gegeben. 5 10 — Gott, was brauch ich mehr zu wissen, ja was will ich mehr genießen? Wer kann nun mein Heil ermessen? Werd ich das nur nie vergessen, O ich Armer, ich Verlorner, ich in Sünden schon Geborner, was wollt ich vom Troste wissen, wäre dies mir weggerissen, daß ich einen Heiland habe, daß ich einen Heiland habe! dessen Blut mich Sünder labe! Ich bin frei von Tod und Grabe; Besser wär es, nie geboren, wenn mich Sünd und Hölle schrecken, als dies teure Wort verloren. so wird mich—11 Heiland decken. 6 311 Sei gesegnet, ewge Liebe, Will hinfort mich etwas quälen, daß du mir aus treuem Triebe, oder wird mir etwas fehlen, da das Mißtraun mich vergiftet, oder wird die Kraft zerrinnen, solch ein Denkmal selbst gestiftet: so will ich mich nur besinnen, daß ich einen Heiland habe, daß ich einen Heiland habe, der den Gang zum Kreuz und Grabe, der vom Kripplein bis zum Grabe, ja den Schritt in Todes Rachen bis zum Thron, wo man ihn ehret, gern getan, mich los zu machen. mir, dem Sünder, zugehöret. Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. e p—— —— PDRDD r νππ⁷πιπ⁷ιπ⁰ι⁰⁷⁰———.—.— ö ———— Abendmahl. 235. Mel. Gott sei gelobet und gebenedeiet. Q 4 .—* 2.—11U4 — ö 2 11—— 1 EEEEEEEEE— 3 ö Nun sei, o Herr, dir Preis und Dank ge⸗-wei⸗het, Der du mit uns den Frie-dens⸗bund er-neu ⸗et, e ⸗ wig schaun dein An⸗ge⸗sicht. Hal- le ⸗ lu ⸗ Gesangbuch, Schwelm 1831. a IE D II———— IL — ö ö— 7.—— EEEEEEEEEEEE 2 Preis und Dank aus Her⸗zensgrun ⸗de!** heil-ge uns in dei⸗nem Bun⸗de. Je: sus Chri ⸗stus, —.— ——— ö—— 1.—. 0— EEEE — 97———.—.— der du dich für uns ge⸗ge-ben, Le-bens⸗fürst, 0 —6 1 L. II—1LA I D——— ö——— e.——..—— ö laß in dir uns le⸗ben, bis wir dro-ben im Licht ö r L— 2 0——— EE 2 9—— jah! *—— —— E — IV. Christliches Leben. 1. Buße. 236. Psalm 130.— H —6 Se 1. Aus tie⸗fer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, er ⸗-hör mein dein gnä⸗dig Ohr neig her zu mir und mei⸗ner Bitt es , r, r, e wa e e—.——.———.———— Ru⸗fen, Denn so du willst das se⸗hen an, was öff⸗ne. 2 42.———— I.. ————ß7——— — Sünd und Un⸗-recht ist ge⸗tan, wer kann, Herr, vor dir blei⸗ben? 2. 4. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Und ob es währt bis in die Nacht Gunst, und wieder an den Morgen, die Sünde zu vergeben, doch soll mein Herz an Gottes Macht es ist doch unser Tun umsonst verzweifeln nicht noch sorgen. auch in dem besten Leben. So tu Israel rechter Art, Vor dir niemand sich rühmen kann, der aus dem Geist erzeuget ward, des muß dich fürchten jedermann und seines Gotts erharre. und deiner Gnade leben. 5. 3. Ob bei uns ist der Sünden viel, Darum auf Gott will hoffen ich, bei Gott ist viel mehr Gnade; auf mein Verdienst nicht bauen; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, auf ihn mein Herz soll lassen sich wie groß auch sei der Schade. und seiner Güte trauen, Er ist allein der gute Hirt, die mir zusagt sein wertes Wort: der Israel erlösen wird das ist mein Trost und treuer Hort, aus seinen Sünden allen. des will ich allzeit harren. Martin Luther 1483—1546. ä——— SEEM *πN riarnrII IHA‚ N 83— — zu dir, Herr Ich weiß, daß du mein Trö⸗ster bist, kein Trost mag ů 9—.——. wrer, EE L2.— r 20—.—.— steht auf Er 3d mir sonst wer⸗d 3 An-be⸗ginn ist nichts er⸗korn, auf UUl II 1 — — 2——— 8—— 2—— Er⸗den ist kein Mensch ge⸗born, der mir aus Nö⸗ten , rr E +— hel⸗fen kann; ich ruf dich 2. Mein Sünd sind schwer und übergroß und regen mich von Herzen, derselben mach mich frei und los durch deinen Tod und Schmerzen; und zeig mich deinem Vater an, daß du hast gnug für mich getan, so werd ich los der Sünden Last: Herr, halt mir fest, wes du dich mir versprochen hast. 3 Gib mir nach deinr Barmherzigkeit den wahren Christenglauben, auf daß ich deine Süßigkeit mög inniglich anschauen, an, zu dem ich mein Vertrau⸗en hab. vor allen Dingen lieben dich und meinen Nächsten gleich als mich. Am letzten End dein Hilf mir send, damit behend des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, dem Vater aller Güte, und Jesu Christ, sein'm liebsten Sohn, der uns allzeit behüte, und Gott dem werten heilgen Geist, der uns allzeit sein Hilfe leist, damit wir ihm gefällig sein hier in der Zeit und folgends in der Ewigkeit. Konrad Hubert 1507—1577. 238. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 4 + SISSI IE IITT IE EIE III....... EF. I 2——————.———.—— 1. Herr Je ⸗su Christ, du höch-stes Gut, du Brunn⸗quell al⸗ler sieh doch, wie ich in mei⸗nem Mut mit Schmer⸗zen bin be⸗ 20⁵ EEEEEEE Gna⸗den, und in mir hab der Fein ⸗de viel, die la ⸗ den I H————.7 ————— aren Eh im Ge⸗wis⸗sen oh ⸗ne Ziel mich ar⸗men Sün⸗der drük⸗ken. 2 dieweil es alle Gnad verheißt Erbarm dich mein in solcher Last, denen, die mit zerknirschtem Geist nimm sie aus meinem Herzen, zu dir, Herr Jesu, kommen. dieweil du sie gebüßet hast 5 am Holz mit Todesschmerzen, sobt auf daß ich nicht mit großem Weh d n 90 1 ich Dir allhie in meinen Sünden untergeh I Angf si Ir noch ewiglich verzage und tu dich mit gebeugtem Knie eidti eage von ganzem Herzen bitten: 3 Verzeihe mir doch gnädiglich, 5. Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Lebtag wider dich was ich mein Tag begangen, auf Erden hab begangen. so fällt mir auf mein Herz ein Stein, 6 und bin mit Furcht umfangen, Stärk mich mit deinem Freudengeist, d Rußte 4 or noch ein heil mich mit deinen Wunden, Re ar sein, tröst mich mit deinem Todesschweiß wenn ich dein Wort nicht hätte. in meiner letzten Stunden 4. und nimm mich einst, wenn dirs Allein dein heilsam Wort das macht gefällt, mit seinem süßen Singen, im rechten Glauben von der Welt daß mir das Herze wieder lacht, zu deinen Auserwählten. als wenns beginnt zu springen, Bartholomäus Ringwald 1530—1598. 239. 23 i. Bomner Sade r .... 2.——.————————— ...... 1. Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind mein be⸗gang⸗ne Sün⸗den! Da ist nie⸗mand, der hel⸗fen kann, in die⸗ser 1——.————— Belt zu fin⸗ den. —— —————.— επππ 206 ö Buße. so fahr hier fort und schone dort und laß mich hier wohl büßen. 2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit bis an der Welt ihr Ende 5. und wollt los sein Gib, Herr, Geduld, des Elends mein, vergib die Schuld, würd ich es doch nicht wenden. schaff ein gehorsam Herze, 3. daß ich nur nicht, Zu dir flieh ich; wie's oft geschicht, verstoß mich nicht, mein Heil murrend verscherze. wie ichs wohl hab verdienet. j Ach geh doch nicht, 6. andle mit mir, Gott, ins Gericht: wie's dünket dir, dein Sohn hat mich versühnet. durch dein Gnad will ichs leiden; 4. laß mich nur nicht Solls ja so sein, dort ewiglich daß Straf und Pein von dir sein abgeschieden. auf Sünde folgen müssen: Jena 1613. 240. Mel. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. IIIITI— ————— a⸗ lem, Herr Je⸗su, e»nehm, wenn Sün⸗der 1. Du wei ⸗nest vor Ne r be⸗zeugst, es sei dir a A V —— schbe h en Wenn ich vor dir mit Buß er⸗schein und DDDDDDDDEE—— ——— e wte. ü⸗ber mei⸗ne Sün-de wein, so wäschst du ab aus ů11 822 1—.— ö ii lau⸗ter Gnad die Mis'se⸗tat, die mich bisher ge-quälet hat. den blickt Gott an mit Gütigkeit Wenn deines Vaters Zorn entbrennt zu jeder Zeit von wegen meiner Sünde, und sein betrübtes Herz erfreut. zu deinen Tränen ich mich wend, 3. da ich Erquickung finde. Hier muß ich auch im Tränenhaus Vor Gott sind sie so hoch geschätzt. oer muß ich auch 4 vor großer Angst oft weinen, wer damit seine Sünde netzt, der Welt aushalten manchen Strauß: —..2—ñ——— IRSDecx Buße. hält in Geduld Gott stille, wird fröhlich sein in deinem Haus, da Freude ist die Fülle, ja solche Freude, die kein Mann mit seiner Zung aussprechen kann, sie martert stets die Deinen; auf allen Seiten, wo sie kann, fängt sie mit mir zu hadern an. Dies tröstet mich zu aller Frist: Herr Jesu Christ, in Not du auch gewesen bist. und die da bleibt in Ewigkeit; 4 mein Kreuz und Leid Du zählest alle Tränen mein, wird werden dort zu lauter Freud. ich weiß, sie sind gezählet, und ob sie nicht zu zählen sein, Für diese Tränen dank ich dir, dennoch dir keine fehlet. daß du die Freudenkrone, So oft vor dir sie regen sich, Oerr Christ, dadurch erworben mir so oft sie auch bewegen dich,‚ bei dir ins Himmels Throne. daß du dich mein erbarmen mußt. Wann du mich holen wirst hinauf Dir ist bewußt zu deiner Auserwählten Hauf, mein Kreuz, drum hilfst du mir mit dann will ich recht lobsingen dir, Lust. o höchste Zier, für deine Tränen für und für. Johann Heermann 1585—1647. 5. Wer jetzund säet Tränen aus, 241. Hesekiel 33, 11. Mel. Vater unser im Himmelreich. 1. So wahr ich le ⸗=be, spricht dein Gott, mir ist nicht — ne e enrn, Larer————— PI F IP I FIF F FPIPICPIPIPIPIPITIIIIIe. ....S.SS..— lieb des Sünders Tod; viel⸗mehr ist dies mein Wunsch und Will, —.— daß er von Sün⸗den hal⸗te still, von sei⸗ner Bosheit keh⸗ re sich und le⸗be mit mir e⸗wig ⸗lich. ö 2. rnd zwar mit einem teuren Eid. Dies Wort bedenk, o Menschenkind, O selig, dem die Sünd ist leid! Gin e nicht in deiner Sünd. 3. Hier findest du Trost, Heil und Gnad, Doch hüte dich vor Sicherheit die Gott dir zugesaget hat, dent nicht: zur Buß ist noch wohl Zeit; ich will erst fröhlich sein auf Erd; wann ich des Lebens müde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ists, Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott von wegen Christi Blut und Tod; doch sagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt; Buße. daß du mußt sterben, ist dir kund, verborgen ist die Todesstund. ö 6. Heut lebst du, heut bekehre dich, eh morgen kommt, kanns ändern sich: wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Seel und Leib verderben muß. 1— Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heute komm zu dir und Buße tu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit. Johann Heermann 1585—1647. 242. Mel. Auf meinen lieben Gott. IEI En————— I 3 —.—75 ————— +1. Wo soll ich flie⸗hen hin, weil ich be⸗schwe⸗ret bin mit 4.. 4— m 4——1.——, n ——... 5— H— vie⸗len großen Sün⸗den? Wo soll ich Ret⸗tung fin-den? Wenn TT e en nüm enene, e.—.— III.... 4— 1 1.—— n. 2. O Jesu voller Gnad, auf dein Gebot und Rat kommt mein betrübt Gemüte zu deiner großen Güte: laß du auf mein Gewissen ein Gnadentröpflein fließen. 3. Ich, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, soviel ihr'r in mir stecken und mich so heftig schrecken, in deine tiefen Wunden, al⸗le Welt her-⸗kä⸗me, mein Angst sie nicht weg-näh⸗me. da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut, vergossen mir zugut, wasch ab all meine Sünde, mit Trost mein Herz verbinde, der Schuld nicht mehr gedenke, ins Meer sie tief versenke. 5. Ist meine Bosheit groß, so werd ich ihr'r doch los, wenn ich dein Kreuz umfasse und mich darauf verlasse: wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald verschwindet. Buße. 6. 8. Mir mangelt zwar sehr viel, Darum allein auf dich, doch was ich haben will, Herr Christ, verlaß ich mich; ist alles mir zugute jetzt kann ich nicht verderben, erlangt mit deinem Blute, dein Reich muß ich ererben, damit ich überwinde denn du hast mirs erworben, Tod, Teufel, Höll und Sünde. da du für mich gestorben. 7. 2. Dein Blut, der edle Saft, Führ auch mein Herz und Sinn hat solche Stärk und Kraft, durch deinen Geist dahin, daß auch ein Tröpflein kleine daß ich mög alles meiden, die ganze Welt kann reine, was mich und dich kann scheiden, ja gar aus Teufels Rachen und ich an deinem Leibe frei, los und ledig machen. ein Gliedmaß ewig bleibe. Johann Heermann 1585—1647. 243. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. ⁰**——— I PPIPIIIIIIIIIIII.....— *—————————03.——....—.————...—— 2— I e 1. O Va⸗ter der Barm⸗-her-zig ⸗keit, ich fal⸗le dir zu ver-stoß den nicht, der zu dir schreit und tut noch end⸗lich H 4— U R ERSSSEEE —————.o 2— Iu 5 Was ich be⸗ gan-gen wi⸗der dich, ver⸗ I —— SESE RRE ——..———————3—e*—..—ß—— ———— e,—.—. —— zeih mir al⸗les gnä⸗dig ⸗lich durch dei⸗ ne gro⸗ße Gü⸗te. 2. 16. dich mein und mein verschon, Durch deiner Allmacht Meistertat sieh an mein kläglich Rufen. nimm von mir, was mich quälet; 4. durch deine Weisheit schaffe Rat, Laß deiner Wunden teures Blut, worin es mir sonst fehlet; dein Todespein und Sterben gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk, mir kommen kräftiglich zugut, daß ich mit dir all meine Werk daß ich nicht müß verderben; anfange und vollende. bitt du den Vater, daß er mir im Zorn nicht lohne nach Gebühr, O Jesu Christe, der du hast wie ich es hab verschuldet. am Kreuze für mich Armen 5. getragen aller Sünden Last, O heilger Geist, du wahres Licht, wollst meiner dich erbarmen. Regierer der Gedanken, O wahrer Gott, o Davids Sohn, wenn mich die Sündenlust anficht, 14 ——.———— 21⁰ ö Buße. laß mich von dir nicht wanken; verleih, daß nun und nimmermehr Begierd nach Reichtum oder Ehr in meinem Herzen herrsche. 6. Und wenn mein Stündlein kommen so hilf mir treulich kämpfen, daß ich des Satans Trutz und List durch Christi Sieg mag dämpfen; auf daß mir Krankheit, Angst und Not, und dann der letzte Feind, der Tod, 20 sei die Tür zum Leben. ist, David Denicke 1603—1680. 244. — — 0 2—.—.2— 7• 1. Herr, ich ha ⸗- be miß ⸗ge⸗ han⸗- delt, ja mich ich bin nicht den Weg ge⸗wan- delt, den du — IE——— E—————.— Le dn O.— + 1 drückt der Sün⸗-den Last; mir ge ⸗zei⸗get hast, und jetzt wollt ich gern aus Schrek⸗ II 4 4 nün dere ur —.— — —0— W————— ————.— ꝛ— 2 L — ken mich vor 2. Doch wie könnt ich dir entfliehen? Du wirst allenthalben sein: wollt ich über See gleich ziehen, stieg ich in die Gruft hinein, hätt ich Flügel gleich den Winden, gleichwohl würdest du mich finden. 3. Drum muß ich es nur bekennen: Herr, ich habe mißgetan, darf mich nicht dein Kind mehr nennen; ach nimm mich zu Gnaden an, laß die Menge meiner Sünden deinen Zorn nicht gar entzünden. dei⸗nem Zorn ver⸗stek⸗ken. 4. Könnt ein Mensch den Sand gleich zählen an dem großen, weiten Meer, dennoch würd es ihm wohl fehlen, daß er meiner Sünden Heer, daß er alle mein Gebrechen sollte wissen auszusprechen. 5 Dir will ich die Last aufbinden, wirf sie in die tiefe See, wasche mich von meinen Sünden, mache mich so weiß wie Schnee, laß dein guten Geist mich treiben, einzig stets bei dir zu bleiben. Johann Franck 1618-1677. 245. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. E ö ů——.—.— S+S.— 2— 2...— L.IXI. 2— 2+.—5 C IqIJII.— LV————.— 12— 2*. 2 + 2 u 5 1. Ich ar⸗mer Mensch, ich ar⸗mer Sün⸗der steh hier vor Ach Gott, ach Gott, ver⸗fahr ge-lin-der und geh nicht FFEFE.‚‚FII.‚...— EEE SEEEEE 9 ů ö ö I 0 ů S..... T—— Got⸗tes An ⸗ge⸗sicht ot⸗tes An ⸗ge⸗sicht: ů ů. 5 ů r⸗ bar⸗me di er⸗ mit mir ins Ge= richt. E ch, 15 I ,,. 2—65 DDDDD————.— 2. .0 bar-me dich, Gott, mein Wie ist mir doch so herzlich bange von wegen meiner großen Sünd! Hilf, daß ich wieder Gnad erlange, ich armes und verlornes Kind. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich. Hör, ach erhör mein seufzend Schreien, du allerliebstes Vaterherz: wollst alle Sünden mir verzeihen und lindern meiner Seele Schmerz. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich. Er⸗bar⸗mer, ü ⸗ber mich. 4. Nicht, wie ich hab verschuldet, lohne und handle nicht nach meiner Sünd; o treuer Vater, schone, schone, erkenn mich wieder für dein Kind. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich. 5. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben, sprich, daß der arme Sünder hör: Geh hin, die Sünd ist dir vergeben, nur sündige hinfort nicht mehr! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich. Christoph Tietze 1641—1703. 246. Rom. 1. 24. 25. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. U l IH EIEE‚‚...— . 2 en e—— 0—— *—..2— 4.— I—— 1. Wo soll ich hin, wer hil-fet mir? Wer füh-ret mich zum Zu niemand, Herr, als nur zu dir will ich mich frei be⸗ 0 I Le 4 e, e. Le⸗ben? ge⸗ben Du bists, der das Ver⸗lor ⸗ne sucht, du 4 4—[H 4 4 S....... ITITT.... 2———— 2 DEE— 15—.——————— 2 seg⸗nest das, so war verflucht; hilf, Je⸗su, dem E-⸗len⸗den. 2 vergib mir, was mich naget. Du weißt es wohl, was mir gebricht, ich weiß es auch und sag es nicht: hilf, Jesu, dem Betrübten. Herr, meine Sünden ängsten mich, der Todesleib mich plaget. O Lebensgott, erbarme dich; 212 3. Du sprichst: ich soll mich fürchten nicht; du rufst: Ich bin das Leben! Drum ist mein Trost auf dich gericht't, du kannst mir alles geben. Im Tode kannst du bei mir stehn, in Not als Herzog vor mir gehn; hilf, Jesu, dem Zerknirschten. 4. Bist du der Arzt, der Kranke trägt: auf dich will ich mich legen. Bist du der Hirt, der Schwache pflegt: Buße. erquicke mich mit Segen. Ich bin gefährlich krank und schwach, heil und verbind, hör an die Klag; hilf, Jesu, dem Zerschlagnen. 5. Ich tue nicht, Herr, was ich soll; wie kann es doch bestehen? Es drücket mich, das weißt du wohl; wie wird es endlich gehen? Elender ich, wer wird mich doch erlösen von dem Todesjoch? Ich danke Gott durch Christum. Joachim Neander 1650—1680. 247. ö Luk. 14, 16—24. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) — ö SS.S..I..I..... 4 37.—— 1.. Hn. E . 1. Gott, des Zepter, Stuhl und Kro⸗ne herrschet ü⸗ber al-le Welt, der du deinem Her⸗-zens⸗soh⸗ne ei⸗ne Hoch-zeit hast be⸗stellt, Q— IN EÆ—— IIY +*.——— +IL e, ern n errt, den in nenne dien en nn L. ——————— dir sei Dank ohn End und Zahl, daß zu die⸗-sem Lie⸗-besmahl 4 +. 4 4 I 4 4 4 1 22——— e..— SDSEDZD‚ S.— 2—*—.— 4—— 1—*— en DS.E.— I..———2..— +I.— EE 2.————4 . H— 1. 2...—..— 1.——. 2. Herr, wer bin ich? Und hingegen wer bist du? was deine Pracht? Ich dem Wurm gleich an den Wegen, du der König großer Macht; ich Staub, Erde, schwach, voll Not, du der Herr Gott Zebaoth; ich ein Scherz und Spiel der Zeiten, du der Herr der Ewigkeiten. 3. Ich unrein und ganz verdorben, du die höchste Heiligkeit; ich verfinstert und erstorben, du des Lebens Licht und Freud; ich ein armes, schwaches Kind, von der breiten Sündenstra-ßen du mich auch hast la⸗den las⸗sen. lahm und Krüppel, taub und blind, du das Wesen aller Wesen, ganz vollkommen, auserlesen. 4 Und doch lässest du mich laden zu dem großen Hochzeitsmahl. O der übergroßen Gnaden: ich soll in des Himmels Saal mit dem lieben Gotteslamm, meiner Seele Bräutigam, bei der Engel Chor und Reihen mich in Ewigkeit erfreuen! 5. Wen nun dürstet, soll sich laben mit dem Quell der ewig fleußt; SS‚ Buße. 2¹3 wen nun hungert, der soll haben zu dem Lebensquell und Strom; Brots genug für seinen Geist. komm zum Brot, davon zu zehren O ein angenehmer Ort, und den Geist damit zu nähren! da sich Gottes Herz und Wort ö 8. seiner Braut und Hochzeitsgästen Offne, Herr, mir doch die Ohren gibt als Speis und Trank zum besten! zu dem Ruf, der also klingt, der zu deinen Freudentoren, O du großer Herr und König, o Jerusalem, mich bringt; der du rufst: Kommt, kommt herbei! laß den, den du teur erkauft, ich bin zu gering und wenig der auf dich selbst ist getauft, aller deiner Lieb und Treu; ja nicht in der Toren Reihen ach ich kann dir nimmermehr sich der eitlen Weltlust freuen. danken gnug und also sehr, 9 wie ich schuldig bin und sollte, Laß das eitle Weltgetümmel, wie ich auch wohl gerne wollte. das wie Schatten wird entfliehn, 7. von des Lammes Mahl im Himmel, Zeuch du mich, dein Mahl zu schmecken, das stets bleibt, mich nicht abziehn. aus der finstern Erdenkluft; Kleide, Jesu, in der Zeit laß mein Ohr die Stimme wecken, mich mit deinem Hochzeitskleid, die so hell und liebreich ruft: daß ich deine Hochzeitsehren Komm, o Mensch, komm eilend, komm möge feiern ohn Aufhören. Heinrich Georg Neuß 1654—1716. 248. Luk. 15, 1—7. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. 2—.—— 0 i—— . .— 5—..*—0 j—.—.— ——— 2.—————— 6——— ö H EII‚—————. 2 macht euch auf, müh⸗se⸗lig und be⸗ la⸗den: hier 2———— ar en d e,. en PPPI.II.. I I öff⸗net sich das Je⸗su⸗herz für al⸗le, die in Reu und e dr——.—..— ũ—9 e — — 1— Schmerz er ⸗ken-nen ih ren Scha⸗-den. 2. 10 Es heißt: Er nimmt die Sünder an! 1150 tten nnend Aromm Trum komm, dein Jests wist und eeen weee, D kann 214 und fall im Glauben ihm zu Fuß, er wird sich dein erbarmen. 8. Ein Hirt verläßt sein Schäflein nicht, dems in der Irr an Hilf gebricht, er sucht es mit Verlangen; er lässet neunundneunzig stehn und sie gar in der Wüsten gehn, das eine zu umfangen. 4. Es sucht der liebste Jesus Christ das Schäflein, das verloren ist, bis daß ers hat gefunden. So laß dich finden, liebe Seel, und flieh in Jesu Wundenhöhl; noch sind die Gnadenstunden. 5. O Jesu, deine Lieb ist groß: ich komm mühselig, nackt und bloß; ach laß mich Gnade finden. Ich bin ein Schaf, das sich verirrt; ach nimm mich auf, weil ich verwirrt im Strick und Netz der Sünden. Mel. Buße. Ich will von nun an f 6. Ach wehe mir, daß ich von dir gewichen bin zum Abgrund schier! Ach laß mich wiederkehren zu deiner Herde, nimm mich an und mach mich frei von Fluch und Bann; dies ist mein Herzbegehren. . Laß mich dein Schäflein ewig sein, sei du mein treuer Hirt allein im Leben und im Sterben; laß mich verleugnen Welt und Sünd und als ein wahres Gotteskind dein Himmelreich ererben. 8 sagen ab der Sündenlust bis in mein Grab und in dem neuen Leben in heiliger Gerechtigkeit dir dienen noch die kurze Zeit, die mir zum Heil gegeben. Laurentius Laurenti 1660—1722. 249. Herr, ich habe mißgehandelt. 2. Wie verkehrt sind meine Wege, wie verderbt mein alter Sinn, der ich zu dem Guten träge und zum Bösen hurtig bin! *——— SSS 1. Ach, mein Je⸗ su, welch Ver ⸗der ⸗-ben woh-net Denn mit an-dern A⸗ dams⸗ er ⸗ben steck ich PI........ ů........— 2.— 2 5— 2— II— nicht in mei-ner Brust!— vol ⸗ler Sün⸗den⸗Lust. Ach ich muß dir nur be⸗ken⸗ 9⁴ N ö .—.— ö—.—— —— C— 2. II 2245—— 1———— 2 II nen: ich bin Fleisch von Fleisch zu nen-nen. Ach wer wird mich von den Ketten dieses Sündentodes retten? 3 Hilf mir durch den Geist der Gnaden aus der angeerbten Not, *———— pP—f— Buße. 21⁵ heile meinen Seelenschaden und mein böses Fleisch und Blut durch dein Blut und Kreuzestod; unters Joch des Geistes zwingen, schlage du die Sündenglieder weil es doch tut nimmer gut; meines alten Adams nieder. was nicht kann dein Reich ererben, laß in deinem Tod ersterben. Ich bin unten von der Erden, 7. stecke in dem Sündengrab; Reize mich durch jene Krone, soll ich wieder lebend werden, die mir droben beigelegt, so mußt du von oben ab daß ich meiner niemals schone, mich durch deinen Geist gebären wenn und wo ein Feind sich regt, und mir neue Kraft gewähren. Un hilf mir tapfer kämpfen, 5. Teufel, Welt und Fleisch zu dämpfen. Schaff in mir ein reines Herze, 8. einen neuen Geist gib mir, Sollt ich etwa unterliegen, daß ich ja nicht länger scherze o so hilf mir wieder auf; mit der Sünden Lustbegier; hilf in deiner Kraft obsiegen, laß mich ihre Tück bald merken, daß ich meinen Lebenslauf mich im Geist dagegen stärken. unter deinen Siegeshänden . möge ritterlich vollenden. Lehr mich wachen, beten, ringen Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. 250. Phil. 2, 12. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) —— —— d.—— *I‚‚I IE — 2 1. Schaffet, schaffet, Menschen⸗kin-der, schaffet eu⸗re Se⸗lig⸗keit; bau⸗et nicht wie fre che Sün⸗der nur auf ge⸗gen⸗wärt⸗ge Zeit, Q——— EI ĩ— ——— 2——— ö—II 2—.— 2——.— v3 L, —. 8———— son⸗dern schau⸗et ü⸗ber euch, rin⸗get nach dem Him-mel-reich —— und be⸗mü⸗het euch auf Er⸗den, wie ihr möget se⸗lig wer⸗den. + 2. es mag Fleisch und Blut in allen Daß nun dieses mög geschehen, übel oder wohl gefallen. müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut 3 und desselben Neigung gehen; Ihr habt Ursach zu bekennen, sondern was Gott will und tut, daß in euch noch Sünde steckt, das muß ewig und allein daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, eures Lebens Richtschnur sein, daß euch lauter Elend deckt, 216 Buße. und daß Gottes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft; ja daß außer seiner Gnade in euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet, selig, wer im Kampf besteht und die Sünden in sich dämpfet, selig, wer die Welt verschmäht! Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem Frieden nach; wer den Himmel will ererben, muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig sein, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein: ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg; wahren Siegern wird die Krone nur zum beigelegten Lohne. 6. Mit der Welt sich lustig machen hat bei Christen keine Statt; fleischlich reden, tun und lachen schwächt den Geist und macht ihn matt. Ach bei Christi Kreuzesfahn geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frechem Herzen sicher wolle tun und scherzen. 32 Furcht muß man zu Gott stets tragen, denn er kann mit Leib und Seel uns zur Höllen niederschlagen; er ist, der des Geistes Ol und, nachdem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen gibt. O so laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen. 8. Und dann schlagt die Sündenglieder, welche Adam in euch regt, in den Kreuzestod danieder, bis ihm seine Macht gelegt; hauet Händ und Füße ab, was euch ärgert, senkt ins Grab und denkt immer an die Worte: Dringet durch die enge Pforte! 9. Zittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht! Gib mir deines Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, auf daß ich in Jesu Namen so den Glaubenskampf ausführ. Er, er gebe Kraft und Stärk und regiere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe und also zum Himmel dringe. Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. 251. Matth. 11, 28—30. Mel. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. Q der,. an Eas—————.—. x— LAE—.—2—.—9 7——.— 5 1— 1.——— 1—— 1. Zu dir, Herr Je⸗su, kom⸗me ich, nach-dem du Mich drük⸗ket mei⸗ner Sün⸗den Last, sie läßt mir E r——. EEE 75 2 0——..— 2...—.— mich so mil ⸗dig⸗lich zu dir hast hei⸗ßen kom⸗men. kei⸗ ne Ruh noch Rast; würd sie mir nicht be⸗nom⸗men, 20 2. ——.——.— Buße. 217 Q +— e L—— EI E S.SI.SI..I.I.....I......I......I.. 1————— so müßt dar⸗ un⸗ter ich ver⸗gehn, ich könn⸗ te — U A 4 4 4 ——————— EIEEE E——3 vor Gott nicht be-stehn, vor dem die Him⸗mel selbst nicht rein, ich en. nin ra e. 2. a Eeun DDDD DiD E E eE—..— — 112 5 +* 2 I2 müßt ein Kind des To⸗des sein. Herr Je ⸗su Christ, mein Trost und e, a, H DDDREEEEEE ——— II— Licht, mein Trost und Licht, er⸗quik⸗ke mich und laß mich nicht. ö 2. die Freistatt und der sichre Ort, Das Sündenjoch ist mir zu schwer, das feste Schloß, der Schild und Hort, es drückt den Geist nur allzusehr: der Mittler und der Gnadenthron, du, Herr, wollst es zerbrechen. des Vaters Herz und liebster Sohn. Gedenke, daß du diese Last Herr Jesu Christ, darum für mich getragen hast, das glaube ich, das glaube ich; damit nicht möge rächen ach stärk in solchem Glauben mich. der Vater, was ich hab verschuldt, 4 vielmehr daß seine Gnad und Huld Hinfort will ich nun jederzeit mir Armen wieder würd zuteil, auf mich zu nehmen sein bereit mach mich durch deine Wunden heil, dein Joch, die sanfte Bürde. Herr Jesu Christ, Darunter find ich Fried und Ruh, und für mich bitt und für mich bitt, ich wachs und nehm im Guten zu; wenn Satan wider mich auftritt. Fund ob ich drunter würde 3. aus Schwachheit, die dir ist bekannt, Zu dir steht meine Zuversicht; ermüden, wird doch deine Hand ich weiß von keinem Helfer nicht mir immer wieder helfen auf, ohn dich, o Arzt der Sünder. um zu vollenden meinen Lauf. All andre Helfer sind zu schlecht; Herr Jesu Christ, du bist allein vor Gott gerecht, durch dich allein, durch dich allein des Todes Überwinder, kann ich hier und dort selig sein. Johann Anastasius Freylinghausen 1670—1739. 252. Lut. 15, 2. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. — -24 1 ů III— Li—4— — D ————1.———— esus nimmt die Sünder an! Saget doch dies Trostwort al ⸗len, elche von der rechten Bahn auf verkehr⸗ten Weg ver⸗fal ⸗len. — + 218 2 ö— I1NI ö E—3 SSSI ———————1. Hier ist, was sie ret⸗ten kann: Je⸗sus nimmt die Sün⸗der an. 2. Keiner Gnade sind wir wert, Ich Betrübter komme hier doch er hat in seinem Worte und bekenne meine Sünden; eidlich sich dazu erklärt; laß, mein Heiland, mich bei dir sehet nur, die Gnadenpforte Gnade und Vergebung finden, ist hier völlig aufgetan: daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. Jesus nimmt die Sünder an. 3. 6. Wenn ein Schaf verloren ist, Ich bin ganz getrosten Muts; suchet es ein treuer Hirte; ob die Sünden blutrot wären, Jesus, der uns nie vergißt, müssen sie kraft deines Bluts suchet treulich das Verirrte, dennoch in schneeweiß sich kehren, daß es nicht verderben kann: da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. Jesus nimmt die Sünder an. 4. 7 Kommet alle, kommet her, Jesus nimmt die Sünder an, kommet, ihr betrübten Sünder; mich hat er auch angenommen, Jesus rufet euch, und er mir den Himmel aufgetan, macht aus Sündern Gottes Kinder; daß ich selig zu ihm kommen glaubets doch und denkt daran: und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister 1671—1756. 253. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. —ꝝ UI EV.2 I.—— I. III*— ——— 0————,—— .=*.— 1. Wir lie⸗gen hier zu dei⸗nen Fü⸗pßen, ach Herr von und füh-len lei-der im Ge⸗wis⸗sen, wie sehr dein .—— E, r drn gro⸗ßer Güt und Treu ö gro⸗ßer Güt und Treu, Sei Zorn ent⸗bren⸗-net sei. Das Maß der Sün ⸗den —————— EESSSSIISS EH———————— ist er- füllt; ach weh uns, wenn du stra⸗ fen willt! HS Vec ——— 2— ——„4 .SII M. ————————————— Buße. 219 2. Doch, Vater, denk an deinen Namen, Ach laß die wohlverdiente Strafe gedenk an deinen lieben Sohn. nicht über unsre Häupter gehn, Dein Wort heißt immer Ja und daß wir nicht als verlorne Schafe Amen, von deiner Hut verlassen stehn. dein Eidschwur zeuget selbst davon. Ach sammle uns in deinen Schoß Du willst der Sünder Tod ja nicht: und mach uns aller Plagen los. ach geh nicht mit uns ins Gericht! 6. 3. Gib Fried im Land und im Gewissen, Wir liegen hier vor dir im Staube, gesunde Luft, wohlfeile Zeit; o Vater, mit zerknirschtem Geist; laß Lieb und Treu sich stetig küssen uns hält und stärkt allein der Glaube, und fördre die Gerechtigkeit. daß du noch der Erbarmer seist. Krön unser Feld mit deinem Gut, Ach hast du noch ein Vaterherz, 598 Kirch und Haus in deine Hut. so siehe doch auf unsern Schmerz. 7. So wollen wir dir Opfer bringen: Das teure Blut von deinem Sohne dein eigen sein mit Leib und Seel. schreit für uns um Barmherzigkeit. Es soll dein Lob gen Himmel dringen, Schau doch von deinem Gnadenthrone und dein erlöstes Israel und denke noch der alten Zeit, wird in den Hütten Jakobs schrein: da du auch Gnade hast erzeigt, Der Herr soll mein Gott ewig sein! dein Herz den Sündern zugeneigt. Benjamin Schmolck 1672—1737. 254. Luk. 18, 13. Mel. An Wasserflüssen Babylon. I e eeeeee He e r. er DEEEEEEEEEEEEEEE — ———— 1. O Kö⸗nig, des⸗sen Ma⸗je=stät weit ü⸗ ber dem Erd und Meer zu Dien ⸗ste steht, vor dem die — — +—— SS‚.... TIRE—.——..—— Welt sich nei⸗get, Q —————— 5* 5D—..—....t ir . du bist voll Macht und Herr⸗lich-keit, sehr groß und wun⸗der⸗ Q II II —. — — 0 DD..—— SPSPSISPSSPSSISI....I —3——— ů——— tä ⸗tig; ich ar-mer Mensch ver-mag nichts mehr, als 2. Hier steh ich, wie der Zöllner tat, beschämet und von ferne, ich suche deine Hilf und Gnad, o Herr, von Herzen gerne. Doch weil ich voller Fehler bin und, wo ich nur mich wende hin, des Ruhmes vor dir ledig, so schlag ich nieder mein Gesicht vor dir, du klares Himmelslicht: Gott, sei mir Sünder gnädig! 3. Die Schulden, der'r ich mir bewußt, durchängsten mein Gewissen; und will von Herzen büßen. Ich bin, o Vater, gar nicht wert, daß ich noch wandle auf der Erd; doch weil du winkst, so bet ich mit ganz zerknirschtem, bangem Geist, der gleichwohl dich noch Abba heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig! 4. Mein Abba, schaue Jesum an, den Gnadenthron der Sünder, der für die Welt hat gnug getan, durch den wir Gottes Kinder daß ich ruf zu dei⸗ner Ehr: Gott, sei mir Sün⸗der gnä⸗dig! im gläubigen Vertrauen sind, der ists, bei dem ich Ruhe find, sein Herz ist ja guttätig. Ich fasse ihn und laß ihn nicht, bis Gottes Herz mitleidig bricht; Gott, sei mir Sünder gnädig! 5. Regiere doch mein Herz und Sinn in diesem ganzen Leben. Du bist mein Gott, und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Ach heilige mich ganz und gar, laß meinen Glauben immerdar sein durch die Liebe tätig; und will es nicht fort, wie es soll, drum schlag ich reuig an die Brust so ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig! 6 Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf deiner Gnade; mir geh es böse oder gut, gib nur, daß es nicht schade. Kommt dann das letzte Stündlein an, so sei mir auf der Todesbahn, mein Jesu, selbst beirätig; und wenn ich nicht mehr sprechen kann, so nimm den letzten Seufzer an: Gott, sei mir Sünder gnädig! Valentin Ernst Löscher 1673—1749. 255. Mel. Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe. — EEEEN.. EEEEEEEEEEEEEE * 6 1..——.— +L 1 —4— —.—— ö 67 — ö 0 2 j mich be⸗zau⸗bern und be⸗ tö⸗ren! * Die kur⸗ ze Freud, die —————————————— 221 E —— c.:.—— ——— 8—4.— e kur⸗ze Zeit ver⸗geht, und mei⸗ne Seel noch so ge⸗fährlich steht. Laß los, laß los, brich alle Band 2. Gott rufet noch: sollt ich nicht end⸗ entzwei! lich kommen? Dein Geist wird sonst in Ewigkeit Ich hab so lang die treue Stimm nicht frei. ö vernommen; 6. ich wußt es wohl: ich war nicht, Gott locket mich: nun länger nicht wie ich sollt, verweilet! 3. nicht geteilet! Gott rufet noch: wie, daß ich mich Fleisch, Welt, Vernunft, sag immer nicht gebe? was du willt, Ich fürcht sein Joch, der ich in Ban⸗meins Gottes Stimm mir mehr als den lebe; deine gilt. ich halte Gott und meine Seele auf. 7. Er ziehet mich: mein armes Herze, Ich folge Gott, ich will ihn ganz lauf! vergnügen, 4. die Gnade soll im Herzen endlich Gott rufet noch: ob ich mein Ohr siegen; verstopfet, ich gebe mich: Gott soll hinfort allein er stehet noch an meiner Tür und und unbedingt mein Herr und Meister klopfet; sein. er ist bereit, daß er mich noch emp⸗ 8. fang, in, du Langmut er wartet noch auf mich, wer weiß 901 Waße 9—8 wie lang. ergreif mich wohl, daß ich dich nie verlasse. ö 5. Gib dich, mein Herz, gib dich mun Herr, rede nur, ich geb begierig acht; anz gefangen: führ, wie du willst, ich bin in deiner wo willst du Trost, wo willst du Macht. Ruh erlangen? Gerhard Tersteegen 1697—1769. 256. Luk. 15, 2. EEDRR EEEE ö— ö 1. Mein Hei⸗land nimmt die Sün⸗der an, die un⸗ter ih ⸗rer kein Mensch, kein En⸗gel trö⸗sten kann, die nir⸗gend Ruh und H IL 122 2 EA PFPFFf T EHFA J; M— 1. LVX.— 2— Z. 1—.— 1—— — Atoang hu⸗Den⸗ den'n selbst die wei⸗te Welt zu klein, die — 2.......——— 5— ö 2 D— 2.——————.——— ö e annrn,, sich und Gott ein Greu-el sein, den'n Mo⸗ses schon den 27* ö——— 22———— ——— 42.—.— E Stab ge⸗bro⸗chen und sie der Höl⸗le zu⸗ge⸗ EE DEEDS spro⸗chen, wird die-se Frei⸗-statt auf ⸗ge⸗ tan: mein 2 B ne, v. E Hei⸗land nimmt die Sün⸗der an. 2. und selbst die Tür zum ewgen Leben Sein mehr als mütterliches Herz wird ihnen fröhlich aufgetan: trieb ihn von seinem Thron auf mein Heiland nimmt die Sünder an. Erden, ihn drang der Sünder Tod und O Schmerz, wi 2. solltest du sein Herze 2235 e sichs nach armen Sündern ehnet, an ihrer Statt ein Fluch zu werden; sowohb Weun sie noch Rragehn, er senkte sich in ihre Not als wenn ihr Auge vor ihm tränet! und schmeckte den verdienten Tod. Wie streckt er sich nach Zöllnern aus, Nun, da er denn sein eigen Leben wie eilt er in Zachäi Haus, zur teuern Zahlung hingegeben wie sanft stillt er der Magdalenen und seinem Vater gnug getan, den milden Fluß erpreßter Tränen so heißts: er nimmt die Sünder an. und denkt nicht, was sie sonst getan: 3. mein Heiland nimmt die Sünder an. Nun ist sein aufgetaner Schoß 6. ein sichres Schloß gejagter Seelen; Wie freundlich blickt er Petrum an, er spricht sie von dem Urteil los ob er gleich noch so tief gefallen; und tilget bald ihr ängstlich Quälen. und dies hat er nicht nur getan, Es wird ihr ganzes Sündenheer da er auf Erden mußte wallen: ins unergründlich tiefe Meer nein, er ist immer einerlei, von seinem reinen Blut versenket. gerecht und fromm und ewig treu; Der Geist, der ihnen wird geschenket, und wie er unter Schmach und Leiden, schwingt über sie die Gnadenfahn: so ist er auf dem Thron der Freuden mein Heiland nimmt die Sünder an. den Sündern liebreich zugetan: 4. mein Heiland nimmt die Sünder an. So bringt er sie dem Vater hin 7. in seinen blutbefloßnen Armen. So komme denn, wer Sünder heißt Das neiget denn den Vatersirn und wen sein Sündengreul betrübet, zu lauter ewigem Erbarmen. zu dem, der keinen von sich weist, Er nimmt sie an an Kindes Statt, der sich gebeugt zu ihm begibet. ja alles, was er ist und hat, Wie, willst du dir im Lichte stehn wird ihnen eigen übergeben, und ohne Not verloren gehn? VWrs—— ————2— 27 SCẽN&& Buße. 223 Willst du der Sünde länger dienen, 10. da dich zu retten er erschienen? Doch sprich auch nicht: Es ist noch O nein, verlaß die Sündenbahn: Zeit, mein Heiland nimmt die Sünder an. ich muß erst diese Lust genießen; 8. Gott wird ja eben nicht gleich heut Komm nur mühselig und gebückt, die offnen Gnadenpforten schließen. komm nur, so gut du weißt zu kommen; Nein, weil er ruft, so höre du wenngleich die Last dich niederdrückt, und greif mit beiden Händen zu: gebeugt wirst du gern angenommen. wer diesen Tag sein Heil verträumet, Sieh, wie sein Herz dir offen steht hat eine Gnadenzeit versäumet, und wie er dir entgegengeht! die wohl nie wiederkommen kann. Wie lang hat er mit vielem Flehen Heut komm, heut nimmt dich Jesus an. sich brünstig nach dir umgesehen! 11. So komm denn, armes Kind, heran: Ja zeuch du selbst uns recht zu dir, mein Heiland nimmt die Sünder an. holdselig süßer Freund der Sünder; 9. erfüll mit sehnender Begier Sprich nicht: Ich habs zu arg gemacht, auch uns und alle Adamskinder; ich hab die Güter seiner Gnaden zeig uns bei unserm Seelenschmerz so lang und schändlich umgebracht, dein aufgeschloßnes Liebesherz, er hat mich oft umsonst geladen. und wenn wir unser Elend sehen, Wofern dus jetzt nur redlich meinst so laß uns ja nicht stillestehen, und deinen Fall mit Ernst beweinst, bis daß ein jeder sagen kann: so soll ihm nichts die Hände binden, Gottlob, auch mich nimmt Jesus an. und du sollst dennoch Gnade finden..— Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann: Leopold Franz Friedrich Lehr 1700—1744. mein Heiland nimmt die Sünder an. 257. Ioh. 3, 1—15. Mel. Nun freut euch, lieben Christen gmein. ö l ö 10———— Arnrere er e, — ö ö——— 89 —.•——— — —— 1. In Got⸗tes Reich geht niemand ein, er sei denn neu⸗ge⸗ sonst ist er bei dem be⸗sten Schein mit Leib und Seel ver⸗ 7— 4— N LIV II—— II—2 SS S.....I.IIEII.........— E·. EE——— — bo-ren;—.8· 10.. ren⸗ Was fleisch⸗li⸗che Ge⸗burt ver-derbt, in E—— 1 4— A 9—.—.—..—.. 2 ů—.—— SSISIIIII..III... der man nichts als Sünd er⸗erbt, das muß Gott selbst ver ⸗bes⸗sern. Buße. 2. 5. Soll man mit Gott, dem höchsten Gut, Drum wollest du nun durch dein Wort in der Gemeinschaft leben, uns wiederum erneuern. muß er ein ander Herz und Mut Wir wollen dir, o treuer Hort, und neue Kräfte geben: mit Herz und Mund beteuern, denn nur sein göttlich Ebenbild von nun an nicht in Sicherheit, ist, was alleine vor ihm gilt; vielmehr mit Fleiß, Beständigkeit dies muß er in uns schaffen. und Treu vor dir zu wandeln. 9. 6. Ach Vater der Barmherzigkeit, Wir wollen denn, was du uns gibst, was Jesus uns erworben, hinfüro fester fassen. da er zu unsrer Seligkeit Wir wollen dich, weil du uns liebst, am Kreuz für uns gestorben nicht aus dem Herzen lassen, und wieder auferstanden ist, daß deine göttliche Natur so daß du nun versöhnet bist: in uns, der neuen Kreatur, das laß auch uns genießen. beständig sei und bleibe. 4. 7. Nimm uns, o Vater, wieder an! Nun, Herr, laß deine Vaterhuld Ob wir gleich schnöde Sünder, uns jederzeit bedecken, die nicht, was du gewollt, getan, damit uns weder Sündenschuld so werden wir doch Kinder, noch Zorn und Strafen schrecken. wenn uns dein Geist von neuem zeugt Mach uns der Kindschaft ganz gewiß und unser Herz zum Guten neigt und schenk uns einst das Paradies, im Glauben und in Liebe. das Erbe deiner Kinder. Konrad Gebhard Stübner 1698-1759. 258. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. a 1 49.— d— d 1 ½0————— 1. Brich, hel-ler Mor⸗gen⸗stern, her⸗ein und laß uns Er⸗mun⸗tre mich, du Gna⸗denlicht, und laß die — ö PBPDPDPDPPPITITTTITITTITII III...... ö—..————.— 0——————— — 9—— dei⸗nen Freu⸗den⸗schein in hel-len Strah-len se⸗-hen. ar⸗me See⸗le nicht in Sa⸗tans Strik⸗ken ge-hen. 9— 11 I· EEEEEIIIIII 2——— 22 1.——.———+ Ruf mich, daß ich in dem Her⸗-zen tie⸗fe Schmer⸗zen —— ö f. 112—— E,——.— 1.—.— +— —— +— — um die Sün⸗de, die sich an mir zeigt, emp⸗fin ⸗de. ——————— 2. Ach gieße deinen edlen Schein in mein verfinstert Herz hinein und gib mir reine Triebe. Vertreib die schwarze Sündennacht, die mir so angst und bange macht, o zeig mir deine Liebe. Was mich ewig sollte plagen, willst du tragen; zeig die Wege, wie ich zu dir kommen möge. 3 Bekehre meinen harten Sinn, gib, daß ich voller Reue bin um meine schweren Sünden. Zerschlag, zerknirsche Geist und Herz und laß mich wahren Seelenschmerz im Innersten empfinden. Hierzu gib du Glaubenstriebe, reine Liebe und Verlangen, dich, mein Heil, recht zu umfangen. 4. Denn du bist ja mein Gnadenlicht, dem niemals Glanz und Schein gebricht, laß nur mit dir mich gehen. Herr, wenn ich dort den Richterschluß vom ewgen Throne hören muß, kann ich mit dir bestehen, weil ich durch dich, Buße. 22⁵ 6. Dring in mein Herz, mein Licht, mein Heil; ich find an dir mein bestes Teil, drum will ich auf dich hoffen. Du hast dich fest mit mir vereint; gib, daß mein Herz es redlich meint, da nun der Bund getroffen. Herr, dich halt ich, du der Meine, ich der Deine, ach, uns beide trenne weder Leid noch Freude. Befestige mein wankend Herz, damit es sich durch keinen Schmerz von dir abwenden lasse. In dir, mein Vater, gründe mich, gib, daß mein fester Glaube dich als seinen Schutz umfasse. Halt mich, daß ich ja nicht weiche, komm und reiche mir die Hände, daß kein Fall mich von dir wende. 8 verleih auch, daß die Tugendzier dem Glauben niemals fehlet. Du hast mich, Herr, zu deinem Ruhm, zu deinem ewgen Eigentum, zu deinem Kind erwählet. Selig, wenn ich Gnadensonne, lauter Wonne dort diese Zierde, diese Würde nie ver⸗ erlange und als ein Gerechter prange. So kleide meine Seele ganz liere und sie einst dort ewig führe. 9. Verklär dich täglich mehr in mir, in deinen reinen Schmuck und Glanz ein reich Erkenntnis gib von dir; und reinge mein Gewissen. Uns hat ja deines Blutes Kraft, die alles rein und heilig schafft, der Sündenlast entrissen. Laß doch auch noch laß mich gewisser werden, daß ich in deiner Gnade steh und auf des Himmels Wegen geh, solang ich wall auf Erden. Gänzlich will ich selbst in Schmerzen sich die Herzen mich verschreiben, dein zu bleiben, zu dir neigen daß ich droben und ihr Licht den Menschen zeigen. dich kann ewig sehn und loben. 15 Den Glaubenss chmuck trag ich an mir; * voll Verlangen dich umfangen, dich Glaube und Rechtfertigung. 10. laß mich dich ewig kennen Erfreue mich, mein Seelenschatz, und mich du hast in meinem Herzen Platz, stetig erfüll es mit Vergnügen. hier bestreben, dir zu leben, bis ich Gib ihm des Himmels Lebenssaft, sterbe laß mich durch deiner Liebe Kraft und mit dir das Reich ererbe. hier alles Leid besiegen. 12. Laß mich Umgib mich endlich überall innig mit Gnadenproben ohne Zahl; dein Auge mich behüte, daß ich in deiner Gnade steh und darin immer weiter geh 11. durch deine Wundergüte. Erhalte mich in deinem Licht, Täglich, laß alle List und Macht mich nicht stündlich von deiner Gnade trennen. gib mir Gnade, daß kein Schade Vollführ in mir dein Gnadenwerk, daß kein Leiden gib Geisteskraft und Glaubensstärk, möge je von dir mich scheiden. Johann Gottfried Lessing 1693—1770. ö genießen, dies kann alle Not versüßen. V 2. Glaube und Rechtfertigung. 259. ů—— ö—.—. ö—1.— S.. J————— CI— C 2 1. Nun freut euch, lie⸗ben Chri⸗sten gmein, und laßt uns fröh⸗lich daß wir ge⸗trost und all in ein mit Lust und Lie-be * . l— I SSSIIIII... H*..—— sprin⸗gen sin⸗ gen, was Gott an uns ge⸗ wen-det hat, und 6 2— 1 23—— EEEEEEEEEEEEEEE * ei⸗ne sü⸗ße Wun⸗der⸗tat; gar teur hat ers er ⸗wor-ben. 59 — 2. es war kein Guts am Leben mein, Dem Teufel ich gefangen lag, die Sünd hat mich besessen. im Tod war ich verloren, 3 mein Sünd mich quälte Nacht und Mein gute Werk die galten nicht, Tag, es war mit ihn'n verdorben; darin ich war geboren; ö der frei Will haßte Gotts Gericht, ich sfiel auch immer tiefer drein, er war zum Gutn erstorben; ———————...— ——.— die Angst mich zu verzweifeln trieb, da nichts denn Sterben bei mir blieb, zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen; ö er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, ließ es sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: „Die Zeit ist hie zu'rbarmen: fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben.“ 6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward: er kam zu mir auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner armen Gstalt, den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich⸗ es soll dir jetzt gelingen; Glaube und Rechtfertigung. 227 ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles dir zugut, das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein, da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab und gelehrt, das sollst du tun und lehren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu seinem Lob und Ehren. Und hüt dich vor der Menschen Gsatz, davon verdirbt der edle Schatz; das laß ich dir zur Letze.“ Martin Luther 1483—-1546. 260. UWII ——— das Heil uns von Gnad Aund lau⸗ ter 1. I. Es ist kom⸗men her Die Wer⸗-ke hel⸗fen nim-mermehr, sie mö⸗gen nicht be⸗ ..—.— 3.— 20 Gü ⸗te 3 Der Glaub sieht Je-sum Chri⸗stum an, der hü ⸗ten. 0 ö ————— I— 1 d e deee, * LO——6 hat gnug für uns all ge⸗tan, er ist der Mitt⸗ler Wor⸗den 15² ÿBVFVIIIIIIIIIIIe — ꝑ WP II FF ꝗqꝗ—— SFFIFFEFIFIFIFIFIFIFIEIAIIIII 2. Was Gott im Gsetz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und große Not vor Gott so mannigfalten: vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom Gsetz erfordert allermeist; es war mit uns verloren. —2 . Es war ein falscher Wahn dabei: Gott hätt sein Gsetz drum geben, als ob wir möchten selber frei nach seinem Willen leben; so ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sündig Art, in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, dieselbig Art aus eignen Kräften lassen, wiewohl es oft versuchet ward, noch mehrt sich Sünd ohn Maßen, denn Gleisners Werk Gott hoch verdammt, und je dem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren. 5. doch mußt das Gsetz erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben; drum schickt Gott seinen Sohn herein, der selber Mensch ist worden: das ganze Gsetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Gestalte; nicht mehr, denn:„Lieber Herre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du hast für mich bezahlet. 4. Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kann nicht betrügen. Nun sagst du, daß kein Mensch verzag, das wirst du nimmer lügen: Glaube und Rechtfertigung. Wer glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der Himml erkauft, daß er nicht wird verloren.“ 8. Es ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glaͤuben fasset. Der Glaub gibt von ihm aus den Schein, so er die Werk nicht lasset. Mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts tun, bist du aus Gott geboren. 9. Es wird die Sünd durchs Gsetz er⸗ kannt und schlägt das Gwissen nieder, das Evangelium kommt zuhand und stärkt den Sünder wieder und spricht:„Nur kreuch zum Kreuz herzu, im Gsetz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken.“ 10. Die Werk kommen gewißlich her aus einem rechten Glauben, denn das nicht rechter Glaube wär, wolltst ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht, die Werke sind des Nächsten Knecht, dran wir den Glauben merken. 41. Die Hoffnung wart't der rechten Zeit, was Gottes Wort zusagen; wann das geschehen soll zur Freud, setzt Gott kein gwisse Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des solln wir ihm vertrauen. 12. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht erschrecken; denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken: sein. Wort laß dir gewisser sein, und ob dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß dir doch nicht grauen. 5 Glaube und Rechtfertigung. 229 13. 14. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd um dieser Guttat willen gscheh wie im Himmelsthrone, 9 Gott Vater, Sohn und heilgem Geist, das täglich Brot noch heut uns werd, der woll mit Gnad erfüllen, woll unsrer Schuld verschonen, was er in uns anfangen hat, als wir auch unsern Schuldnern tun, zu Ehren seiner Majestät, laß uns nicht in Versuchung stehn, daß heilig werd sein Name. lös uns vom Übel. Amen. Paul Speratus. 1481—1551. 261. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. —.——...— 1.—— x 23l, Lintit n——— E—.—————— DEDDEEEEE 1. Such, wer da will, ein an⸗der Ziel, die Se⸗lig⸗ keit zu mein Herz al-lein be-dacht soll sein, auf Chri⸗stum sich zu , e—.— 1. WEE 2 I.——8 Aun-den. Sein Wort ist nahr,en Wert sind klar, sein 5—————— 23. de.———.— H IIEEE —1 34. d ent heilger Mund hat Kraft und Grund, all Feind zu ü⸗ber⸗ win⸗den. 2 4 Such, wer da will, Nothelfer viel, Meins Herzens Kron, mein Freu⸗ die uns doch nichts erworben: densonn hier ist der Mann, der helfen kann, sollst du, Herr Jesu, bleiben; bei dem nie was verdorben. laß mich doch nicht von deinem Licht Uns wird das Heil durch ihn zuteil, durch Eitelkeit vertreiben;* uns macht gerecht der treue Knecht, bleib du mein Preis, dein Wort mich é der für uns ist gestorben. speis, bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, 3. an dich stets fest zu gläuben. Ach sucht doch den, laßt alles stehn,— die ihr das Heil begehret; Wend von mir nicht dein Angesicht, er ist der Herr, und keiner mehr, laß mich im Kreuz nicht zagen; der euch das Heil gewähret. weich nicht von mir, mein höchste Zier, Sucht ihn all Stund von Herzens⸗ hilf mir mein Leiden tragen. grund, Hilf mir zur Freud nach diesem Leid, sucht ihn allein; denn wohl wird sein hilf, daß ich mag nach dieser Klag dem, der ihn herzlich ehret. dir ewig dort Lob sagen. Georg Weissel 1590—-1635, Glaube und Rechtfertigung. 262. Mel. Ach Gott, vom Himmel sieh darein. 1. O Got⸗ tes Sohn, Herr Je⸗su Christ, daß man recht kön⸗ne nicht eig- nes Werk des Menschen ist, noch stand-haft zu ver⸗ Q ——.—————————1——— D EI— 2*—IPIHI—————. + 8 läu ⸗ben, Plei beil. Drum hilf du mir von o-ben her, den H D ED —7—..—, d EE—— wah⸗ren Glauben mir ge-währ, und daß ich drin be⸗ 2. Lehr du und unterweise mich, daß ich den Vater kenne; daß ich, o Christe Jesu, dich den Sohn des Höchsten nenne; daß ich auch ehr den heilgen Geist, zugleich gelobet und gepreist in dem dreieingen Wesen. 3. har=re. 5. Hilf, daß ich immer sorgsam sei, den Glauben zu behalten; ein gut Gewissen auch dabei, und daß ich so mög walten, daß ich sei lauter jederzeit, ohn Anstoß, mit Gerechtigkeit erfüllt und ihren Früchten. 6. Laß mich vom großen Gnadenheil Herr, durch den Glauben wohn in mir, die wahr Erkenntnis finden, wie der nur an dir habe teil, dem du vergibst die Sünden. Hilf, daß ichs such, wie mirs gebührt; du bist der Weg, der recht mich führt, die Wahrheit und das Leben. 4. Wär auch mein Glaub ein Senf⸗ korn klein, so daß man ihn kaum merke, wollst du doch in mir mächtig sein, daß deine Gnad mich stärke, die das zerknickte Rohr nicht bricht, das Licht, das glimmet, vollends nicht auslöschet in den Schwachen. laß ihn sich immer stärken, daß er 3 fruchtbar für und für und reich an guten Werken; daß er sei tätig durch die Lieb, mit Freuden und Geduld sich üb, dem Nächsten treu zu dienen. 7 Insonderheit gib mir die Kraft, daß einst an meinem Ende ich übe gute Ritterschaft, in dir den Lauf vollende. Was du begonnen hast, vollführ, daß sich mein Glaube dort bei dir verwandle, Herr, in Schauen. Nach David Denicke 1603—1680. . Hꝗ‚ꝗ.E..——————— * —3 —.— HDD.‚ꝗ.————— —* 4— —8—8— 4⁴.——1 Glaube und Rechtfertigung. 231 263. Röm. 8, 31—39. Mel. Valet will ich dir geben. I * 2—..—.—— 112.—5 4 .S......... IIII —.—*.——. 1 4 1. Ist Gott für mich, so tre⸗te gleich al les wi⸗der mich; so oft ich ruf und be⸗te, weicht al-les hin⸗ter sich; 35— E...— S—5 —. r. n. 5 1 I 7 7 1 27—4 hab ich das Haupt zum Freun-de und bin ge-liebt bei ——————— H—————————— ........ 5e wen L.— 1— 1 Gott, was kann mir tun der Fein-de und Wi-⸗der⸗sa⸗cher Rott? 2. der ists, der mich rein wäschet, Nun weiß und glaub ich feste, macht schneeweiß, was ist rot. ich rühms auch ohne Scheu, In ihm kann ich mich freuen, daß Gott, der Höchst und Beste, hab einen Heldenmut, mein Freund und Vater sei, darf kein Gerichte scheuen, und daß in allen Fällen wie sonst ein Sünder tut. er mir zur Rechten steh ö 6. und dämpfe. Sturm und Wellen Nichts, nichts kann mich verdammen, und was mir bringet Weh⸗ nichts nimmet mir mein Herz; 3. die Höll und ihre Flammen, Der Grund, da ich mich gründe, die sind mir nur ein Scherz; ist Christus und sein Blut; kein Urteil mich erschrecket, das machet, daß ich finde kein Unheil mich betrübt, das ewge, wahre Gut. weil mich mit Flügeln decket An mir und meinem Leben mein Heiland, der mich liebt. ist nichts auf dieser Erd: 7. was Christus mir gegeben, Sein Geist wohnt mir im Herzen, das ist der Liebe wert. regieret meinen Sinn, 4. vertreibet Sorg und Schmerzen, Mein Jesus ist mein Ehre, nimmt allen Kummer hin, mein Glanz und schönes Licht. gibt Segen und Gedeihen Wenn der nicht in mir wäre, dem, was er in mir schafft, so dürft und könnt ich nicht hilft mir das Abba schreien vor Gottes Augen stehen aus aller meiner Kraft. und vor dem strengen Sitz:; 8. ich müßte stracks vergehen Und wenn an meinem Orte wie Wachs in Feuers Hitz. sich Furcht und Schrecken findt, 5 so seufzt und spricht er Worte, Der, der hat ausgelöschet, was mit sich führt den Tod; die unaussprechlich sind mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle, neue Stadt, da Aug und Herze schauet, was es geglaubet hat. 10. Da ist mein Teil und Erbe mir prächtig zugericht't; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten mit Tränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. 11. Wer sich mit dem verbindet, 520 Satan fleucht und haßt, der wird verfolgt und findet ein hohe, schwere Last zu leiden und zu tragen, gerät in Hohn und Spott; das Kreuz und alle Plagen, die sind sein täglich Brot. 12. Das ist mir nicht verborgen, doch bin ich unverzagt: Glaube und Rechtfertigung. Gott will ich lassen sorgen, dem ich mich zugesagt. Es koste Leib und Leben und alles, was ich hab: an dir will ich fest kleben und nimmer lassen ab. 13. Die Welt die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich; kein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein Hunger und kein Dürsten, kein Armut, keine Pein, kein Zorn der großen Fürsten soll mir ein Hindrung sein. 14. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst, kein Herzeleid, was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 10. Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt 1607—1676. 264. Phil. 1, 6. Mel. Zu dir ich mein Herz erhebe. E— 1I1+ — e. —— 0—.————— 1. Ich will ganz und gar nicht zwei-feln in der gu⸗ten zu dir, Je⸗ su, trotz den Teu⸗feln; was mein Gott will, 9 4 U ö— E 2 5 0.— 5 E——.——— „ gZu ver⸗sicht das ge⸗schicht. Wenn die Him-mel schon ver⸗gehn, .t Glaube und Rechtfertigung. HI II 4—5 0 ö— 2 —— die⸗ses Wort bleibt e sollt die Welt auch —— — 5 ———— + D‚ 2. Laß die Elemente schmelzen von des letzten Feuers Hitz, laß sich durcheinander wälzen nicht be-stehn, mein Er-⸗ lö⸗ ser bleibt der Be ⸗ ste. zu der schmalen Himmelstür. Du wirst mich auch lassen ein, du, der Weg, die Tür, das Leben, alles wirst du mir dann sein, Wasser und der Berge Spitz; wann mit Krachen alles fällt, wenn du dich mir selbst wirst geben. — wann aus Furcht das Volk ver⸗Laß die Lampe meiner Seele, schmachtet: Jesus bei der Hand mich hält. Wohl dem, der es nur betrachtet! 3. Du hast mir ins Herz geschrieben, allerhöchster Gottessohn, daß du mich wirst ewig lieben, mich, mich Asche, Staub und Ton. O du große Majestät, schönster Himmelsbräutigam, brennen von dem Glaubensöle, wann du kommst, o Gotteslamm, in der letzten Mitternacht, da man wird Posaunen hören. Selig, welcher munter wacht, wann sich alles wird verkehren! 6. Nun ich weiß, Gott wird vollführen, wer kann deine Treu aussprechen? was er angefangen hat; Nichts vor deine Liebe geht, Jesus wird mich auch regieren die dein weiches Herz kann brechen. durch des Geistes Wundertat, 4. Deine Gnad hat angefangen dieses gute Werk in mir, daß ich freudig kann gelangen bis Jehovah ganz allein, er, das dreimal heilge Wesen, wird mein Teil und Erbe sein; dann wird meine Seel genesen. Joachim Neander 1650-1680. 265. 2. Kor. 13, 5. Mel. O Gott, du frommer Gott. 0———4——— —.— 2— 2— E 1. Ver⸗su⸗chet euch doch selbst, ob ihr im Glau-ben ste-het, e ob Chri⸗stus in euch ist, ob ihr ihm auch nach⸗-ge- het — * IE — — ö 0 ö EE ö — ᷓ— 1.— in De⸗-mut und Ge⸗duld, in Sanft⸗mut, Freund'lich keit, in Glaube und Rechtfertigung. 2. Der Glaube ist ein Licht, im Herzen tief verborgen, bricht als ein Glanz hervor, scheint als der helle Morgen, erweiset seine Kraft, macht Christo gleich gesinnt, verneuert Herz und Mut, macht uns zu Gottes Kind. 3. Er schöpft aus Christo Heil, Gerechtigkeit und Leben und will in Einfalt es dem Nächsten wiedergeben; dieweil er überreich in Christo worden ist, preist er die Gnade hoch, bekennet Jesum Christ. 4. Er hofft in Zuversicht, was Gott im Wort zusaget; drum muß der Zweifel fort, die Schwermut wird verjaget; sieh, wie der Glaube bringt die Hoffnung an den Tag, hält Sturm und Wetter aus, besteht im Ungemach. 5. Aus Hoffnung wächst die Lieb, weil man aus Gottes Händen V nimmt alle Dinge an, denn alles uns zu Nutz und Bestem ist gemeint, drum dringt die Liebe durch auf Freunde und auf Feind. 6. Wir waren Gottes Feind: er gibt uns in dem Sohne sein eingebornes Kind zu einem Gnadenthrone, setzt Liebe gegen Haß; wer gläubig dies erkennt, nicht zürnen mag, nicht schänden; 2—— S 9* dn—— en eir,. nmn. Lieb dem Näch⸗sten stets zu die⸗ nen seid be?reit. wird bald in Lieb entzündt, die allen Haß verbrennt. 35 Wie uns nun Gott getan, tun wir dem Nächsten eben: droht er uns mit dem Tod, wir zeigen ihm das Leben; flucht er, so segnen wir; in Schande, Spott und Hohn ist unser bester Trost des Himmels Ehrenkron. 8. Setzt uns Gott auf die Prob, ein schweres Kreuz zu tragen: der Glaube bringt Geduld macht leicht uns alle Plagen; statt Murren und Verdruß wird das Gebet erweckt, weil aller Angst und Not von Gott ein Ziel gesteckt. 8. Man lernet nur dadurch sein Elend recht verstehen wie auch des Höchsten Güt, hält an mit Bitten, Flehen, verzaget an sich selbst, erkennet sich für nichts, sucht bloß in Christo Kraft, im Ursprung alles Lichts. 10. Man traut auf sein Verdienst, erlanget Geist und Stärke, in solcher Zuversicht zu üben gute Werke; steht ab vom Eigensinn, flieht die Vermessenheit, hält sich in Gottesfurcht in Glück und schwerer Zeit. 11. So prüfe dich denn wohl, ob Christus in dir lebet, denn Christi Leben ists, ——82 Glaube und Rechtfertigung. wonach der Glaube strebet; in mir den wahren Glauben; erst machet er gerecht, so kann mich keine Macht dann heilig, wirket Lust der guten Werk berauben: zu allem guten Werk: wo Licht ist, geht der Schein sieh, ob du auch so tust. freiwillig davon aus. Du bist mein Gott und Herr; bewahr mich als dein Haus! Joachim Justus Breithaupt 1658—1732. 12. O Herr, so mehre doch —— 1. Meir selbst mit be⸗ deck⸗ tem Ant⸗litz die- nen, wenn dein Be⸗ 2——— höch-sten Ma-je=stä ie soll⸗ 5ede Flei⸗sches⸗au⸗ fehl an sie er⸗geht: wie soll-ten blö-de Flei-sches⸗au⸗gen, ae e der n n d .. dein hel⸗les Licht zu schau⸗en tau⸗ gen? 2. ihm, den dein Blut von Schuld und Doch gönne meinen Glaubensblicken Pein den Eingang in dein Heiligtum erlöst, da es so reich geflossen? und laß mich deine Gnad erquicken ö zu meinem Heil und deinem Ruhm. Ich fall in deine Gnadenhände Schau an, o König, meine Seele, und bitte mit dem Glaubensgruß: die sich in Demut vor dir neigt. Gerechter König, wende, wende und die als deine Braut sich zeigt; die Gnade zu der Herzensbuß! sprich: Ja du bists, die ich erwähle. Ich bin gerecht durch deine Wunden, es ist nichts Sträflichs mehr an mir; bin aber ich versöhnt mit dir, so bleib ich auch mit dir verbunden. Sei gnädig, Jesu, voller Güte dem Herzen, das nach Gnade lechzt; ach höre doch, wie mein Gemüte: 5. Gott, sei mir Armen gnädig! ächzt. Ach laß mich deine Weisheit leiten Ich weiß, du kannst mich nicht ver⸗und nimm ihr Licht nicht von mir stoßen; weg; wie könntest du ungnädig sein stell deine Gnade mir zur Seiten, daß ich auf dir beliebtem Steg beständig bis ans Ende wandle, damit ich auch in dieser Zeit in Lieb und Herzensfreundlichkeit nach deinem Wort und Willen handle. 6. Reich mir die Waffen aus der Höhe und stärke mich durch deine Macht, daß ich im Glauben sieg und stehe, wacht: so wird dein Gnadenreich auf Erden, das uns zu deiner Ehre führt und endlich gar mit Kronen ziert, auch in mir ausgebreitet werden. 4 Ja, ja, mein Herz will dich um— fassen; Glaube und Rechtfertigung. wenn Stärk und List der Feinde erwähl es, Herr, zu deinem Thron. Hast du aus Lieb ehmals verlassen des Himmels Pracht und deine Kron: so würdge auch mein Herz, o Leben, und laß es deinen Himmel sein, bis du, wenn dieser Bau fällt ein, mich wirst in deinen Himmel heben. 8. Ich steig hinauf zu dir im Glauben, steig du in Lieb herab zu mir; laß mir nichts diese Freude rauben, erfülle mich nur ganz mit dir. Ich will dich fürchten, lieben, ehren, solang in mir das Herz sich regt; und wenn dasselb auch nicht mehr schlägt, so soll doch noch die Liebe währen. Wolfgang Christoph Deßler 1660—1722. 267. Mel. Himmelan, nur himmelan. III———— ——— II— n. E SDIISDE. — 1—.—————8— I. Ru⸗he ist das be⸗ste Gut, das man ha⸗ben kann; Die Stil⸗le und ein gu⸗ter Mut stei⸗gen himmel an. N e E, n 4.—————.— 12.— 4 ö ö . ei le zu. 2. Ruhe suchet jedermann, allermeist ein Christ. Denk auch du, mein Herz, daran, wo du immer bist. O suche Ruh; in dir selber wohnt sie nicht; such mit Fleiß, was dir gebricht. ): Gott ist die Ruh. 8. Ruhe gibet nicht die Welt, ihre Freud und Pracht. Nicht gibt Ruhe Gut und Geld, Lust, Ehr, Gunst und Macht. Drum siehe zu; wer aus Gott geboren ist, sieht auf das, was droben ist. : Gott ist die Ruh. 1 4. Ruhe geben kann allein Jesus, Gottes Sohn, der uns alle ladet ein vor des Himmels Thron zur wahren Ruh. Wer den Ruf vernommen hat, gehe ein zur Gottesstadt. : Gott ist die Ruh.) 3. Ruhe beut er williglich den Mühselgen an, und erquicken wird er dich, wie es niemand kann. Drum komm herzu! Trägst du gleich der Leiden viel, Gott setzt allem Leid ein Ziel. : Gott ist die Ruh. ½ 6. Ruhe kommt aus Glauben her, der nur Jesum hält. Jesus machet leicht, was schwer, richtet auf, was fällt. Sein Geist bringt Ruh; gib im Glauben Herz und Sinn Gottes Geist zu eigen hin. ) Gott ist die Ruh. ½1 Glaube und Rechtfertigung. ein in Gott ergebner Geist macht ein still Gemüt, wirkt Seelenruh. Selig ist, der also liebt, daß er Gottes Willen übt. ): Gott ist die Ruh. 8. Ruhe hat, wer willig trägt Christi sanftes Joch; alle Last, die er auflegt, ist ja lieblich doch und schaffet Ruh. Trage still die Last des Herrn, Gottes Hilf ist dir nicht fern. 2/ Gott ist die Ruh. ½3 ö 9. Nun so suche Ruh, mein Herz, Ruh sei dein Gewinn; auf und steige himmelwärts, 1 zu Jesu hin. Er ist die Ruh. 7. Hier und dort ist keine Ruh, Ruhe findt sich allermeist, als bei Gott; ihm eile zu. wo Gehorsam blüht; 2½ Gott ist die Ruh. ½3 Nach Johann Kaspar Schade 1666—1698. 268. Jes. 54, 10. Mel. Gott des Himmels und der Erden. —— IU 1 eedren nin ren. E————————————— 25 1. Weicht, ihr Ber⸗ge, fallt, ihr Hü⸗ gel, bre⸗ chet, al le Got⸗tes Gna-⸗de hat dies Sie-⸗gel, sie will un⸗ver⸗ E..——— ů DPPTTI IE. 9556 5655 Fel⸗ sen, ein: 5 er 5 än⸗ dert sein. Laß die Welt zu Trüm⸗-mern gehn, — N 4 ———— ů—E=IE—— —— ö 7—— 2 ee 22.— 2 32—2— I— Got⸗tes Gna- de wird be⸗stehn. bis er alles hat vollbracht. Gott hat mir ein Wort versprochen, Er, die Wahrheit, trüget nicht: Gott hat einen Bund gemacht, was er saget, das geschicht. der wird nimmermehr gebrochen, 2 Glaube und Rechtfertigung. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, Er will Friede mit mir halten, wenn gleich alles bricht und fällt, wenn die Welt gleich Lärmen macht. sondern ihren Zweck erreichen, Ihre Liebe mag erkalten, bis sie mich zufriedenstellt. ich bin bei ihm wert geacht't; Gott ist fromm und gut und treu, und wenn Höll und Abgrund brüllt, ob die Welt voll Heuchelei. bleibt er mir doch Sonn und Schild. 4. 7. Will die Welt den Frieden brechen, Er, der Herr, ist mein Erbarmer, hat sie lauter Krieg im Sinn: so hat er sich selbst genennt; Gott hält immer sein Versprechen; das ist Trost, so werd ich Armer so fällt aller Zweifel hin, nimmermehr von ihm getrennt. als wär er nicht immerdar, Sein Erbarmen läßt nicht zu, was er ist und was er war. daß er mir was Leides tu. 5. 8. Laßt sein Antlitz sich verstellen, dun es bleibt mein ganz Vertrauen ist sein Herz doch treu gesinnt auf ihn ankerfest gericht't; und bezeugt in allen Fällen, auf ihn will ich Felsen bauen, daß ich sein geliebtes Kind, denn ich weiß, daß es geschicht. dem er beide Hände reicht, Erd und Himmel kann vergehn, wenn auch Grund und Boden weicht. sein Bund bleibet feste stehn. Benjamin Schmolck 1672—1737. 269. ——.—— ů ö————.— r, n 1. Mein Frie⸗-de⸗fürst, dein freund-li⸗ ches Re-gie-ren stillt 2.—75 r ö 2 2 1 2—— ö ů ö D‚ee.—.— S............. al⸗ les Weh, das mei⸗nen Geist be⸗schwert. Wenn sich zu dir mein —— — nen nnier en 44——5— ö 2 ‚—— + S.S. — ö. n— blö-des Her-ze kehrt, so läßt sich bald dein Friedensgeist ver⸗ —— 14— EEEE, nree. r.—— .*——.—.2.* 2——.2———.— —2—————— spü⸗ren: dein Gna⸗den⸗blick zer⸗schmelzet mei-nen Sinn und E ö—.— ö— 3 2———————— I 2— 995555860 2— +4 32— 2* · nimmt die Furcht und Un⸗ ruh von mir hin. Glaube und Rechtfertigung. 239 2. Gewiß, mein Freund gibt solche Der Gnadenguell, der in der Seele edle Gaben, fließet, die alle Welt mir nicht verschaffen der wird in ihr ein Brunn des kann. Lebens sein, Schau an die Welt, schau ihren der in das Meer der Lebens springt Reichtum an; hinein er kann ja nicht die müden Seelen und Lebensströme wieder von sich laben: ö gießet: mein Jesus kanns; er tuts im behält in dir dies Wasser seinen Lauf, Überfluß, so geht in dir die Frucht des Geistes wenn alle Welt zurückestehen muß. auf. 3. 125 O süßer Freund, wie wohl ist dem Wenn sich in dir des Herren Klar⸗ Gemüte, ö heit spiegelt, das im Gesetz sich so ermüdet hat die Freundlichkeit aus seinem An⸗ und nun zu dir, dem Lebensquell, gesicht, sich naht so fängt das Leben an, aus Nacht und schmeckt in dir die wundersüße wird Licht, üte, die Heimlichkeit der Weisheit wird die alle Angst, die alle Not ver⸗ entsiegelt, schlingt ja selbst dein Herz in Gottes Bild und unsern Geist zu sanfter Ruhe verklärt, bringt. und alle Kraft der Sünden abgekehrt. 4. Gewiß, mein Freund, wenn deine Was dem Gesetz unmöglich war zu Liebeszeichen geben, mein armes Herz so sänftiglich das bringt alsdann die Gnade selbst durchgehn, herfür: fühl ich in mir ein reines Licht sie wirket Lust zur Heiligkeit in dir entstehn, und ändert nach und nach dein durch das ich kann das Vaterherz anzes Leben, erreichen, indem sie dich aus Kraft in Kräfte in dem man nichts als nur Ver⸗ führt gebung spürt, und mit Geduld und Langmut dich da eine Gnadenflut die andre rührt. regiert. 5. 2. Je mehr das Herz sich zu dem Es müsse doch mein Herz auf Vater kehret, Christum schauen; je mehr es Kraft und Seligkeit besuche mich, mein Aufgang aus genießt, der Höh, daß es dabei der Eitelkeit vergißt, daß ich das Licht in deinem Lichte seh die sonst den Geist gedämpfet und und könne schlechterdings der Gnade beschweret; trauen! je mehr das Herz des Vaters Liebe Kein Fehler sei so groß und schwer schmeckt, in mir, je mehr wird es zur Heiligkeit er⸗ der mich von solchem Blick der Liebe weckt. führ. 2⁴⁰ Glaube und Rechtfertigung. 10. Wenn meine Ohnmacht mich da— niederschläget und deinen Geist der Kindschaft in mir dämpft, wenn das Gesetz mit meinem Glau— ben kämpft und lauter Angst und Furcht in mir erreget: so laß mich.—— Mutterherze ehn und neue Kraft und Zuversicht ent⸗ stehn. 14. So ruh ich nun, mein Heil, in deinen Armen, du selbst sollst mir mein ewger Friede sein; ich hülle mich in deine Gnade ein, mein Element ist einzig dein Er— barmen; und weil du mir mein alles bist, so ists genug, wenn dich mein Geist genießt. Christian Friedrich Richter 1676—1711. ein und Q 3 —E— ö————.—— SSS..— .DPDPSDS. III +——* 46—*** 1. O Lie⸗be, die den Him-mel hat zer⸗ ris⸗sen, die was für ein Trieb hat dich be we⸗gen müs'sen, der ——.——.——.— EEIEEEEE 2*———.—— sich zu mir ins E⸗lend nie-der⸗ ließ, dich zu mir ins Jam-mer⸗tal ver⸗wiesꝰ Siende hat es en en, w 5 ů—.——.—2 E— 7 S —— selbst ge⸗tan, sie schautals Mutter mich in mei-nem Jammer an. 2. Die Liebe ist so groß in deinem Herzen, daß du für mich das größte Wunder tust; die Liebe macht dir meinetwegen Schmerzen, daß mir zugut du unter Dornen ruhst. O unerhörter Liebesrat, der selbst des Vaters Wort ins Fleisch gesenket hat! 3. Die Liebe ist mein Anverwandter worden, Der Gottheit Quell lebt nun in mei⸗ nem Orden, die Ewigkeit vermählt sich mit der Zeit. Das Leben selbst ist Mensch geborn, der Glanz der Herrlichkeit, das Licht, das wir verlorn. 4. In ihm wird nun die Menschheit ausgesöhnet, die Reinigkeit der Seelen wieder— bracht; sie wird als Braut der Gottheit nun gekrönet, da sie der Himmel selbst so angelacht. Die Menschheit wird nun ganz erneut mein Bruder ist selbst die Barm⸗und als ein reiner Thron der Gott⸗ herzigkeit. heit eingeweiht. —899*9——*96959——3———9—9———.——— Glaube und Rechtfertigung. 5. Die Weisheit spielt nun wieder auf der Erden, dadurch das Paradies im Menschen grünt. ich bin mit ihm, er ist mit mir ver⸗ Nun können wir aus Gott geboren werden, weil die Geburt des Herrn uns dazu dient. Die neugeborne Seele spürt, daß sie ein andrer Geist aus ihrem Ursprung rührt. 6 2 Kein Elend kann nun unser Herz bezwingen, erfreue dich in dieser Liebesmacht! Des Himmels Kraft und Glanz be⸗ Immanuel ist bei uns in der Not; ich darf ja nur zur Gnadenquelle dringen, so dient mir selbst das Elend und der Tod. der mir in Christo doch nicht schädlich werden kann. Mel. 1. O was für ein herr⸗lich We⸗sen hat ein Christ, da er ist 2—— —.—.———————————— IEEEEE— recht in Gott ge⸗ ne⸗sen; 10 ren und hier schon in dem 2. ö Wann die Seel sich von der Erden ganz losreißt, durch den Geist heilig hier zu werden, so ist das ihr hoher Adel, welchen sie je und je findet ohne Tadel. 70 V ů viel Reichtum, den ich in mir mit Liebeswirkung ich bin vergnügt und ganz gestillt, weil mich der lautre Strom aus seiner luf, auf, mein Geist, vergiß die und der Verlust ist völlig wieder⸗ O ewig, ewig wohl ist mir, Der Jammer hängt mir nur noch an, daß ich in Christo nun das Wohl⸗ Christian Friedrich Richter 1676—1711. 271. Warum sollt ich mich denn grämen. drn e r wuuen., te, . 241 +. ch habe nun ein ewig Leben funden, Ehr und Wonne schenkt er mir: bunden, spür; Lieb erfüllt. 8. ———— — Trauerlieder, e E strahlt dich wieder, bracht. gefallen spür. ———— SꝗSDSD‚D‚DD‚DE‚PE‚E‚E‚..‚.‚‚.‚H‚‚—— ————————— ö EEEI 1—————— n, —— ö Sohn ist zum Kind er⸗ko⸗ren. 3. Irdsche Zepter, irdsche Kronen sind ein Sand und ein Tand nebst den hohen Thronen; eine Seel, die Gott regieret, hat hier schon eine Kron, die sie ewig zieret. 4. Köstlich ist sie ausgeschmücket, reine Seid ist ihr Kleid, hoch ist sie beglücket; innerlich glänzt sie von Golde, pranget sehr, lebt in Ehr; denn Gott ist ihr— Doch ihr Glanz bleibt hier verdecket vor der Welt, die sie hält, als wär sie beflecket. Sie lebt jetzt in Gott verborgen, kriegt oft Hohn hier zum Lohn, doch sie läßt Gott sorgen. 6. Hier steht diese Ros im Grunde, und ihr Schein bleibet klein in der Prüfungsstunde. Man tritt sie hier oft mit Füßen, aber Gott wird den Spott ihr einmal versüßen. 7. Christus, der sie hat erwählet und als Braut ihm vertraut, der sieht, was ihr fehlet; Glaube und Rechtfertigung. er tröst't sie im bittern Leiden, führt sie vähh auf die Bahn seiner Himmelsfreuden. 8. Ewig wird sie triumphieren, wenn ihr Hirt Christus wird in sein Haus sie führen und ihr öffnen alle Schätze, damit sie je und je sich daran ergötze. 2. Dann wird sie kein Leid mehr beugen, und ihr Glanz wird sich ganz offenbarlich zeigen: sie wird leuchten wie die Sonne; Gott allein wird stets sein ihre Freud und Wonne. 10. Dann wird sie mit Christo sitzen auf dem Thron; ihre Kron wird von Golde blitzen. Dann wird jedermann sie kennen und sie frei ohne Scheu hoch von Adel nennen. Jakob Gabriel Wolf 1684—1754. 272. ö Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. —— + —— —— r—— ——.—.—— 0 ö —2 * 1. Ich ha⸗be nun den Grund ge⸗fun⸗den, der mei-nen An⸗ker wo an⸗ders als in Je⸗ su Wun⸗den ꝰ Da lag er vor der 0 ö , 33.—.—————.— e⸗ wig hält: Zeit der Welt, der Grund, der un⸗be-weg⸗-lich steht, wenn Erd und Him⸗mel un ⸗ ter⸗ geht. 2..— 2.————————— *——F. — ———ñjß7ἀéñ—————— — 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt; es sind die offnen Liebesarme des, der sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das Herze bricht, Glaube und Rechtfertigung. 6. Wird alles andre weggerissen, was Seel und Leib erquicken kann, darf ich von keinem Troste wissen und scheine völlig ausgetan, ist die Errettung noch so weit: wir kommen oder kommen nicht. mir bleibet die Barmherzigkeit. + Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein: deswegen kam der Sohn auf Erden und nahm hernach den Himmel ein; deswegen klopft er für und für so stark an unsers Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunden recht ver⸗ binden, da findet kein Verdammen statt, weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 5 Darein will ich mich gläubig senken, dem will ich mich getrost vertraun und, wennmich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes Herze schaun: da findet sich zu aller Zeit unendliche Barmherzigkeit. — — 0 Muß ich an meinen besten Werken, darinnen ich gewandelt bin, viel Unvollkommenheit bemerken, so fällt wohl alles Rühmen hin; doch ist auch dieser Trost bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. ö 8 Es gehe mir nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist. Er wolle selbst mein Herze stillen, damit es das nur nicht vergißt; so stehet es in Lieb und Leid in, durch und auf Barmherzigkeit. 2 Bei diesem Grunde will ich bleiben, solange mich die Erde trägt; das will ich denken tun und treiben, solange sich ein Glied bewegt. So sing ich einstens höchst erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Johann Andreas Rothe 1688—1758. 273. Mel. Werde munter, mein Gemüte. Q 4 —.——— ö 2 II ö ö ů—— 4 ............... ↄ—— L———— 2.— 1. Ew⸗ge Lie-be, meinGe⸗-mü⸗te in den Abgrund dei-ner Gü⸗ wa⸗get ei⸗nen küh-nen Blick te; send ihm ei⸗nen Blick zu⸗rück, * ö ö 24.— 4.— ei⸗nen Blick voll Hei-ter⸗keit, der die Fin⸗ster⸗nis zer⸗streut, die mein blö⸗des Au⸗ge drük⸗ ket, wenn es nach dem Lich⸗te blik⸗ket. 16³ πππνπ⁰⁰πνπνπ⁸⁰,ę 2⁴4 Glaube und Rechtfertigung. 2. 5. Ich verehre dich, o Liebe, Liebe, dir sei Lob Anter daß du dich beweget hast für den höchst gerechten Schluß, und aus einem freien Triebe den die Schar verklärter Zungen den erwünschten Schluß gefaßt, rühmen und bewundern muß, der im Fluch versenkten Welt den der Glaub in Demut ehrt, durch ein teures Lösegeld die Vernunft erstaunet hört und des eignen Sohnes Sterben und umsonst sich unterwindet, Gnad und Freiheit zu erwerben. wie sie dessen Tief ergründet. 225 6. O ein Ratschluß voll Erbarmen, Liebe, laß mich dahin streben, voller Huld und Freundlichkeit, meiner Wahl gewiß zu sein. der so einer Welt voll Armen Richte selbst mein ganzes Leben Gnade, Trost und Hilfe beut: so nach deinem Willen ein, Liebe, die den Sohn nicht schont, daß des Glaubens Frucht und Kraft, der in ihrem Schoße wohnt, Den dein Geist in mir geschafft, um die Sünder zu erretten mir zum Zeugnis dienen möge, aus den schweren Sündenketten. ich sei auf dem Himmelswege. 4.. Doch du hast, o weise Liebe, Laß mich meinen Namen schauen eine Ordnung auch bestimmt, in dem Buch des Lebens stehn; daß sich der darinnen übe, dann so werd ich ohne Grauen der am Segen Anteil nimmt. selbst dem Tod entgegengehn. Wer nur an den Mittler gläubt Keine Kreatur wird mich, und ihm treu ergeben bleibt, als dein Erbgut, ewiglich der soll nicht verloren gehen, deiner Hand entreißen können sondern Heil und Leben sehen. noch von deiner Liebe trennen. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 274. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. + ———— I 41. ö I ö—— ö x———— Eenenin intr, dd,. — 2 50. e—3 1. Sch öp⸗fer al-⸗ler Men-schen-kin-der, gro ßer Rich-ter al=le sieh,‚ Hier wird ein ar- mer Sün⸗ der vor dein streng Ge⸗ 9 ö ö ö 1. S, uuu,, nri. Se. e.—— 2 — 2 5 ö + 5—67 4 EH 5 20—*.— 2———. den, Kr. al ⸗ler Welt, 2— „ S De„ bo⸗re richt ge⸗stellt, der in Sün⸗den ist ge⸗ bo⸗ren, EEE. II ö. ö ö ö—5— ů ö . S S..... 45— 2 der dein E-ben-bild ver⸗lo⸗ren, der mit Sün-den 04 E denrre Lr L —.—65—— 2 7—.—— 2 E——6— II —„„ 2— sich be⸗fleckt, der in tie fen Schul-den steckt. 4 . 2. Mein Gewissen, das mich quälet, deine Strafgerechtigkeit, dein Gesetz, das nichts verhehlet, samt dem Satan, stehn bereit, meine Seele zu verklagen; ich weiß nichts darauf zu sagen, denn ein Zeuge gibt sich an, der gesehn, was ich getan. 3. Wehe mir, ich muß verderben, sehe nichts als Höll und Pein. Frecher Sünder, du mußt sterben! wird mein strenges Urteil sein. Es erzittert meine Seele vor des offnen Abgrunds Höhle; wer hilft mir in dieser Not, wer errettet mich vom Tod? 4. Doch gottlob! die Furcht verschwindet,‚ weil sich mir ein Mittler zeigt, weil sich ein Vertreter findet, vor dem der Verkläger schweigt. O beglückte, teure Stunden! Gottes Sohn hat seine Wunden und sein blutig Lösegeld meinem Richter dargestellt. 5. Richter, siehe meinen Bürgen, siehe die Bezahlung an. Dieser ließ für mich sich würgen, dieser hat genug der hat dein Gesetz erfüllet, der hat deinen un gestillet. Herr, ich glaube; steh mir bei, sprich von Schuld und Straf mich frei. Glaube und Rechtfertigung. 6. Ach was hör ich? Gnade, Gnade, Gnade! schallet in mein Ohr; und vom finstern Todespfade hebt mich sanft dein Zug empor. Gott spricht: Sünder, du sollst leben, deine Schuld ist dir vergeben; sei getrost, mein lieber Sohn, komm zu meinem Gnadenthron! . Seht, wie sich der Abgrund schließet, seht, wie sich der Himmel freut, da das Blut des Lammes fließet, da mich die Gerechtigkeit des vollkommnen Mittlers decket. Wer ist, der mich ferner schrecket? Wer ist, der sich an mich wagt und ein Himmelskind verklagt? 8. Richter, der mich losgesprochen, Vater, der mich zärtlich liebt, Mittler, der, was ich verbrochen und geraubt, Gott wiedergibt, Geist, der mir den Glauben schenket, mich in Jesu Wunden senket, Gott der Gnade, dir sei Ruhm, und mein Herz dein Eigentum. 9. Laß mich nun die Sünde hassen, die das Herz mit Angst beschwert; laß mich alles unterlassen, was den teuren Frieden stört. Reinge täglich mein Gewissen, laß Rs eifrig sein beflissen, mit Verleugnung dieser Welt das zu tun, was dir gefällt. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 275. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. DHDIIFIFIFIFIFIFIFYIYIIIIIDIDDDDiiiDi‚eeEee ——— 1. Wo ist ein — ö ö S....... T + sol⸗cher Gott wie du? Ein Ab⸗grund der Barm-her-zig-keit Du schaffst den ver⸗schlingt ein qRIRCRCCRRRRRRTRR — I. Glaube und Rechtfertigung. 2. Herr, unsere Gerechtigkeit, wie hoch wird dessen Geist erfreut, der dich im Glauben kennet! Du bist sein Schmuck, die Gottespracht, die ihn vollkommen schöne macht, die ihm das Herz entbrennet. Laß mich ewig, Himmelssonne, Seelenwonne, dich genießen und in deinem Lob zerfließen. 3. Holdselig süßer Friedefürst, wie hat dich nach dem Heil gedürst't V der abgewichnen Kinder! Du stellest dich als Mittler dar, verbindest, was getrennet war: Gott und verdammte Sünder. Freude! Beide werden eines! Ungemeines Werk der Güte! Jesu, du bist 5 0 Friede. O Gotteslamm, 255 treuer Sinn nimmt Schuld und Strafe von mir hin: sie liegt auf deinem Rücken; du blutest an des Kreuzes Pfahl, da muß dich unerhörte Qual nach Leib und Seele drücken. Diese süße Flut der Gnaden heilt den Schaden, durch die Wunden hab ich Heil und Frieden funden. al⸗ler Sün⸗ den inich auf Johann Ludwig Konrad Allendorf 1693—1773, —Q—— II . ———‚‚EI‚‚‚.. E———.———.— Mü⸗den sü ⸗ße Ruh, Ruh, die nicht zu er⸗ grün⸗den. Meer von Her-ze-leid: du, Herr, ver-gibst die Sün-den. Q 4 UH UH SEE +III 1H—— PDn———— D.I——.——.——4.— 2— 4165 E— E 1—.— 9 1 Ja du, Je⸗ su läßt dich wür-gen als den Bür⸗-gen, — ;— 1 r———. — e⸗wig zu ent-bin⸗-den. Mitleidender Immanuel, es ist mein Leben, Leib und Seel voll Mängel und Gebrechen; doch ist dein Herz auch voller Gnad, willst weder Sünd noch Missetat am armen Staube rächen: deine reine, treue Liebe hat die Triebe, hier im Leben täglich reichlich 36 vergeben. Die Gnade sihnr das Regiment; sie macht der Sklaverei ein End, besiegt Gesetz und Sünden. Soll dein Herz frei und fröhlich sein, so räum es ganz der Gnade ein; so kannst du überwinden. Wenn dich mächtig Sündenliebe, Fleischestriebe oft be— stürmen, wird die Gnade 0 beschirmen. Durch deines Biutes Kraft, o Herr, befreie du mich mehr und mehr von Sünde und Verderben. Du hast mich dir, Immanuel, gar teur erkauft mit Leib und Seel, die Seligkeit zu erben. Kleiner, reiner muß ich werden noch auf Erden, bis ich droben dich kann ohne Sünde loben. —— 1 Glaube und Rechtfertigung. 276. Mel. O daß ich tausend Ae hätte. + — —— —— 1. Mir ist Er⸗bar⸗mung wi⸗der⸗fah⸗ren, Er⸗bar⸗mung, de⸗ ren das 335 ich zu dem Wunder-ba⸗ren, mein stol⸗zes Herz hats *+ ——— —+*— — „— ich nicht wert: nicht be-gehrt. Nun weiß ich das und bin er⸗freut und K ——— ö 2—.—8 E— 9 rüh⸗ me die Barm-her-zig ⸗keit. 2. 4. Ich hatte nichts denn Zorn verdienet Dies laß ich kein Geschöpf mir rau⸗ und soll bei Gott in Gnaden sein; Gott hat mich mit ihm selbst ver— sühnet Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her? Warum geschichts? Erbarmung ists und weiter nichts. 3. Das muß ich dir, mein Gott, be— kennen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; ich kann es nur E e nennen, so ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. und macht durchs ben, dies soll mein einzig Rühmen sein; auf dies Erbarmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. 27 Gott, der du reich bist an Er⸗ barmen, nimm dein Erbarmen nicht von mir und führe durch den Tod mich Armen durch meines Heilands Tod zu dir; da bin ich ewig recht erfreut und rühme die Barmherzigkeit. Philipp Friedrich Hiller 1699—1769. 277. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 4————. s l —.—8— 50—.— — 14.— 4 2— 1. Geht hin, ihr 2—0 bi⸗ gen Ge⸗ dan⸗ken, ins ⸗hebt euch„ber al ⸗le Schran-ken der — ö———.———— PIIFIFIFTFTFt?s?'' sx';'' e;'C éTCTCH—v— + wei te Feld der E al⸗ten und der neu⸗ wig⸗keit, en Zeit: er⸗wägt, daß 248 Glaube und Rechtfertigung. e. 2— ii 54—14 Gott die Lie⸗he sei, die e⸗wig alt und e⸗ wig neu. 2. Der Grund der Welt war nicht ge⸗ leget, der Himmel war noch nicht gemacht, so hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht: da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen eingebornen Sohn; den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnadenthron, in dessen Blute sollt ich rein, geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte empor zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag sein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt. 6. Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hieher gebracht! Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 70 Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein, dein bin ich, Herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner Flügel find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn, dies Wort der Wah 2—— bleibet stehn. Wenn in dem K——— schwerer Leiden der Seele Mut und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freuden, tröstet mich dein Angesicht: da spür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwachheit alles schafft. 10. Die Hoffnung schauet in die Ferne durch alle Schatten dieser Zeit; der Glaube schwingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich der Ewigkeit: da zeigt mir deine milde Hand mein Erbteil und gelobtes Land. 44. O sollt ich dich nicht ewig lieben, der du mich unaufhörlich liebst? Sollt ich mit Undank dich betrüben, da du mir Fried und Freude gibstꝰ Verließ ich dich, o Menschenfreund, so wär ich selbst mein ärgster Feind. 12 Ach könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied stimmt ich an! Es sollten Erd und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir getan: nichts ist so tröstlich, nichts so schön, als, höchster Vater, dich erhöhn. 19. Doch nur Geduld, es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöster Geist im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist: drum eilt mein Herz aus dieser Zeit und sehnt sich nach der Ewigkeit. Johann Gottfried Herrmann 1707-1791. Glaube und Rechtfertigung. 2⁴49 278. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. —4 ——— — E 3— — — — —— I. Aus Gna⸗den soll ich s Was willst du dich so bl i lig wer⸗den! Herz, glaubst dus 2 öd ge⸗ bär⸗den? Ists Wahr⸗-heit, 29—1—— —.—— nt 5. ne i o ⸗der glaubst dus nicht? was die Schrift verspricht, so muß auch die⸗ses Wahrheit sein: aus + Gna⸗den ist der Him-mel mein. 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Ver⸗ dienen, die eignen Werke fallen hin. Der Mittler, der im Fleisch erschienen, hat diese Ehre zum Gewinn, daß uns sein Tod das Heil gebracht und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden, so oft dich deine Sünde plagt, so oft dir will der Satan schaden, so oft dich dein Gewissen nagt. Was die Vernunft nicht fassen kann, das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und übernahm der Sünden Last. Was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sags, wenn du was zu rühmen hast. Wars nicht, daß er dein Bestes wollt und dir aus Gnaden helfen sollt? 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, solange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Wort anpreist, worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Lammes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, denk nicht: Wohlan, ich greif auch zu! Wahr ists, Gott rufet Adams Kinder aus Gnaden zur verheißnen Ruh; doch den geht seine Gnad nicht an, der noch auf Gnade sündgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, tret ab von aller Heuchelei. Denn wenn der Sünder sich bekehret, so lernt er erst, was Gnade sei; beim Sündgen scheint die Gnad gering, dem Glauben ists ein Wunderding. 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen das Herz des Vaters aufgetan, wenns unter den Verzweiflungs⸗ schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? ich fühle nichts, doch ist mir wohl: ich kenn mein sündliches Verderben, doch auch den, der mich heilen soll; 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben; qIIIAMnnnneͤ. ö ö SEEE— 2 D—II—I—— ———— —— EIDCDINNSTESE—— 250⁰ ö Glaube und Rechtfertigung. mein Geist ist froh, die Seele lacht, ich schwinge meine Glaubensfahn weil mich die Gnad schon selig macht. und geh getrost trotz allem Zweifel 10. durchs rote Meer nach Kanaan. Aus Gnaden! Dies hör Sünd und Ich glaub, was verspricht, Teufel; ich fühl es oder fühl es nicht. Christian Ludwig Scheidt 1709—1761. 279. Mel. Jesus, meine Zuversicht. rr, ᷑i,eririrtt. DDe. e. EH. I 1. Stark ist mei⸗nes Je⸗su Hand, und er wird mich e-wig fas-sen, hat zu⸗viel an mich ge⸗-wandt, um mich wie⸗-der los-zu⸗las⸗-sen. Ii ee—.——————————— Mein Er⸗»bar⸗mer läßt das ist mei⸗ne Zu⸗ver⸗sicht. 2. 5. Sieht mein Kleinmut oft Gefahr, Mag die Welt im Mißgeschick fürcht ich auch zu unterliegen: beben oder ängstlich klagen; Christus beut die Hand mir dar, ohne Halt ist all ihr Glück, Christus hilft der Ohnmacht siegen. wahrlich, sie hat Grund zu zagen. Daß mich Gottes Held verficht, Daß mein Anker nie zerbricht, das ist meine 2 das ist meine Zuversicht. 6 Wenn der Kläger mich verklagt, Will mein Herr durch strenge Zucht Christus hat mich schon vertreten; mich nach seinem Bild gestalten, wenn er mich zu sichten wagt, dennoch will ich ohne Flucht Christus hat für mich gebeten. seiner Hand nur stillehalten. Daß mein Bürge für mich spricht, Er gibt Gnad auch im Gericht; das ist meine Zuversicht. das ist meine Zuversicht. 4 7 Würd es Nacht vor meinem Schritt, Seiner Hand entreißt mich nichts; daß ich keinen Ausgang wüßte wer will diesen Trost mir rauben? und mit ungewissem Tritt Mein Erbarmer selbst versprichts; ohne Licht verzagen müßte: sollt ich seinem Wort nicht glauben? Christus ist mein Stab und Licht; Jesus läßt mich ewig nicht; das ist meine Zuversicht. das ist meine Zuversicht. Karl Bernhard Garve 1763-1841. 280. Mel. Valet will ich dir geben. —— I 1. Ich weiß, wor⸗an ich glau⸗be, ich weiß, was fest be⸗ steht; wenn al⸗les hier im Stau⸗be wie Staub undRauch ver⸗weht. Heiligung. Q I UH ,. n, . 12———— Ich weiß, was e-⸗ wig blei⸗bet, al ⸗les wankt und fällt, wo 22 5 I ö — +——— .—.—. + zahn die Wei⸗ sen trei⸗ bet 2. Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nie verläßt auf ewgem Grund gemauert steht diese Schutzwehr fest. Es sind des Heilands Worte, die Worte fest und klar; an diesem Felsenhorte halt ich Auch kenn ich 920 den Meister, der mir die Feste baut: es ist der Herr der Geister, auf den der Himmel schaut. Vor dem die Seraphinen anbetend niederknien, um den die Heilgen dienen: ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Höhe, das ist mein Jesus Christ, der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist; und Trug die Klu⸗gen hält. der nimmermehr kann wanken, mein Heiland und mein Hort, die Leuchte der Gedanken, die leuchtet hier und dort. 5. Er, den man blutbedecket am Abend einst begrub; er, der von Gott erwecket sich aus dem Grab erhub; der meine Schuld versöhnet, der seinen Geist mir schenkt, der mich mit Gnade krönet und ewig mein gedenkt. 6. Drum weiß ich, was ich glaube, ich weiß, was fest besteht und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht. Es bleibet mir im Grauen des Todes ungeraubt; es schmückt auf Himmelsauen mit Kronen einst mein Haupt. Ernst Moritz Arndt 1769—1860. 3. Heiinung. (Liebe zu Jesu. Wandel im Licht. Gebet.) 281. EEEEE E E —9——.— 7 2—.— 0—.—— 2— 1. Va⸗ter un⸗ser im Him⸗mel⸗reich, der du uns m ö den Ler wen 2—.7——— ..D‚I‚............— 2Z.—.——..—————— le hei⸗ßest gleich Brü-der sein und dich ru⸗fen an Heiligung. — zune. wrere—.— ů E— ö ö u Keer Laudrerr un de den, enr, .,. und willst das Be-ten von uns han: gib, daß nicht bet al—* 2——— ö ö 4.—— + III T IR 122———1——65—* 1———— — LI— lein der Mund,‚ 2. Geheiligt werd der Name dein, dein Wort bei uns hilf halten rein, daß auch wir leben heiliglich, naach deinem Namen würdiglich. 2 Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, das arm, verführet Volk bekehr. Es komm dein Reich zu dieser Zeit und dort hernach in Ewigkeit; der heilge Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei; des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich auf Erden wie im Himmelreich. Gib uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid; wehr und steur allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen tut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot und was man darf zur Leibesnot: behüt uns vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. 282. hilf, daß — es geh von Her 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr, daß sie uns nicht betrübe mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern; zu dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht. Wenn uns der böse Geist anficht zur linken und zur rechten Hand, hilf uns tun starken Widerstand, im Glauben fest und wohlgerüst't und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Übel uns erlös: es sind die Zeit und Tage bös; erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not; bescher uns auch ein selig End, nimm unsre Seel in deine Händ. 2. Amen, das ist: es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, was wir hiemit gebeten han auf dein Wort in dem Namen dein; so sprechen wir das Amen fein. Martin Luther 1483—1546. =zens-grund. —— — 2..— 2— EEN— ——.——I— *—4—— 4— 2 8— 12—.2 19— E 2— Heiligung. — II 6 2............. .— E. 20 1— 4 — 2 Den Kla ⸗gen; rech⸗ten Glau-ben, Herr, ich mein, den za ⸗gen. Q UH E E— 3—.— é 5 Ie .—.—.——.———..— ů—— ĩ—.—t—— 2 1 2— 1.9—— + 2 2——— wol⸗lest du mir ge-ben, dir zu le-ben, dem Näch-sten — 1 *.—.—— ů I e e ne a dien, — 1.. nütz zu sein, dein Wort zu hal⸗ ten e.benu. 2 4 Ich bitt noch mehr, du kannst es mir wohl geben, o Herre Gott, L Laß mich kein Lust noch Furcht von dir daß ich nicht wieder werd zu Spott: in dieser Welt abwenden; die Hoffnung gib daneben, beständig sein ans End gib mir, voraus wenn ich muß hie davon, daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen— auf all mein eigen Tun, sonst wird michs ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund, mein Feinden mög vergeben; verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben; dein Wort mein Speis laß allweg sein, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück geht herein, das mich bald möcht verkehren. du hasts allein in Händen; und wem dus gibst, der hats umsonst, es mag niemand erwerben noch ererben durch Werke deine Gunst, die uns errett't vom Sterben. — O. Ich lieg im Streit und widerstreb, hilf, o Herr Christ, dem Schwachen; an deiner Gnad allein ich kleb, du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung und Gefahr, wollst du mich nicht verlassen, fest umfassen, behüten immerdar. Ich weiß, du wirsts nicht lassen. Johann Agricola 1494—1566. 283. 4 WEE 11—— + 7——— 2* 2— E fi 1———.— 1. Herz⸗lich lieb hab ich dich, o Herr! Ich bitt, wollst nach Erd und sein von mir nicht fern Him⸗mel frag ich nicht, wenn ich dich mit dei- ner Hilf und Gnaden. nur kann ha⸗ben; . DD 7—0 2—— 25 ——. und wenn mir gleich mein Herz zer-bricht, so bist du UH .—..— — —D ————— — 4 nn nm inet SSPP —— T doch mein Zu⸗ver⸗sicht, mein Teil und mei⸗nes — Her⸗zens Trost, der * + 0 ö 4 + — 2— — I— 1 Christ, mein e— T —.—— II ———. —2 — 2 in diesem armen Leben; wollst mir dein Gnade geben. in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, und Gott, — 5 Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmermehr. ö Es ist ja, Herr, dein Gschenk und Gab Ach Herr, laß mein Leib und Seel und was ich hab am letzten End die Seele mein*—0 Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, Alsdann vom Tod erwecke mich, des Satans Mord und Lügen wehr mein Herr und Gott, mein Herr erhöre mich, erhöre mich; ö tröst mir mein Seel in Todesnot. 284. 3. dein lieb Engelein in Abrahams Schoß tragen, damit ichs brauch zum Lobe dein, den Leib in sein'm Schlafkämmerlein zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, gar sanft ohn einge Qual und Pein ruhn bis am jüngsten Tage. daß meine Augen sehen dich in aller Freud, o Gottessohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. ö Herr Jesu Christ, 7 ich will dich preisen ewiglich. ö Martin Schalling 1532—1608.** 0 5.20 2 4 3 ERA 10., ,. —.—* 2 * E 1. Wie schön leuch⸗tet der Mor⸗gen⸗stern Du Sohn Da⸗vids aus Ja⸗kobs Stamm, mein Kö⸗ nig voll Gnad und — ö 636346655 1— 2 Wahr⸗heit von dem Herrn, die sü 5e Wur⸗zel 0 und mein Bräu ⸗ti⸗ gam, hast mir mein Herz be⸗ ses⸗sen —— 1.— ,e,,...—. E d er Erer en,. lieb-lich, freund⸗lich, schön und herr-lich, groß und ehrllich, de e,e. —5—.———— I EEEÆ reich an Ga-ben, hoch und sehr präch-tig er-ha-ben. 2. freundlich Ei meine Perl, du werte Kron, in die Arme, Herr, erbarme dich in wahr Gottes und Marien Sohn, ein hochgeborner König! Mein Herz heißt dich ein Himmels⸗ 5 blum; dein süßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Jesu, Jesu, Hosianna! Himmlisch 2 essen, deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein o du mein Herr und Gott ahlein, die Flamme deiner Liebe, daß ich, o Herr, ein Gliedmaß bleib an deinem auserwählten Leib in frischem Lebenstriebe. In dir laß mir ohn Aufhören und Freude, daß der Tod uns 49 nicht scheide. Gnaden; auf dein Wort komm ich ge laden. O. Herr Gott Vater, mein starker Held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet; dein Sohn hat mich ihm selbst ver— traut, 8 Manna, das er ist mein Freund, ich seine Braut, drum mich auch nichts betrübet. Heil mir! il mir! V Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben; ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Zu unserm Gott mit Saitenklang laßt nun den süßesten Gesang ganz freudenreich erschallen, sich vermehren Lieb dem liebsten Jesu nur allein, dem wunderschönen Bräutgam mein, zu Ehren und Gefallen. Singet, Von Gott Wbut mir ein Freuden⸗springet, licht, wenn du mit deinem Angesicht mich freundlich tust anblicken. O Herr Jesu, mein trautes Gut, jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren, groß ist der König der Ehren. 15 dein Wort, dein Geist, dein Leib Wie bin ich doch so herzlich froh, und Blut mich innerlich erquicken. Nimm mich daß mein Schatz ist das A und O, der Anfang und das Ende. Er wird mich doch zu seinem Preis 256 ö Heiligung. aufnehmen in das Paradeis, komm, du schöne Freudenkrone, bleib des klopf ich in die Hände. 88 nicht lange; Amen, deiner wart ich mit Verlangen. Amen, Philipp Nicolai 1556—1608. 2— 285. 1 SII.I...I I I, 2.—— Ee.—5.——— 2— —— 2— 1.— 2 I 1. O Gott, du from⸗mer Gott, du Brunnquell gu ⸗ter Ga⸗-ben, ohn den nichts ist, was ist, von dem wir al ⸗les ha-ben: 230— . 4—— 8 EPEPIꝑEPIEI —*— B————— 3—— ge⸗sun-den Leib gib mir, und daß in sol⸗chem Leib ein —5 6 ö 5——3 7— 2„ ö 2——.—. EEEEE un ⸗ver ⸗letz ⸗te Seel und rein Ge-wis⸗sen bleib. 2. 5. Gib, daß ich tu mit Fleiß, Laß mich mit jedermann was mir zu tun gebühret, in Fried und Freundschaft leben, wozu mich dein Befehl soweit es christlich ist. in meinem Stande führet; Willst du mir etwas geben gib, daß ichs tue bald an Reichtum, Gut und Geld, zu der Zeit, da ich soll, so gib auch dies dabei, und wenn ichs tu, so gib, daß von unrechtem Gut daß es gerate wohl. nichts untermenget sei. 3. 6. Hilf, daß ich rede stets, Soll ich auf dieser Welt womit ich kann bestehen, mein Leben höher bringen, laß kein unnützlich Wort durch manchen sauren Tritt aus meinem Munde gehen; hindurch ins Alter dringen, und wenn in meinem Amt so gib Geduld, vor Sünd ich reden soll und muß, und Schanden mich bewahr, so gib den Worten Kraft auf daß ich tragen mag ö und Nachdruck ohn Verdruß. mit Ehren graues Haar. 4. 4. Findt sich Gefährlichkeit, Laß mich an meinem End so laß mich nicht verzagen, auf Christi Tod abscheiden: gib einen Heldenmut, die Seele nimm zu dir das Kreuz hilf selber tragen; hinauf zu deinen Freuden; gib, daß ich meinen Feind dem Leib ein Räumlein gönn mit Sanftmut überwind bei frommer Christen Grab, und, wenn ich Rat bedarf, auf daß er seine Ruh auch guten Rat erfind. an ihrer Seite hab. ———————.——.———— 8. Wenn du die Toten wirst an jenem Tag erwecken, so tu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken. Heiligung. Laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf 2—1 führ ihn schön verklärt zum auserwählten Hauf. ö Johann Heermann 1585—1647. 286. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. n ů—————.— iEEE —..— 2 2—4 1 1. O Je⸗ su, Je⸗su, Got⸗ tes Sohn, mein Bru⸗der du weißt es, daß ich re⸗-de wahr, vor dir ist 1 0 2—— EI IS EH I De und mein Gna⸗den⸗thron, mein Schatz, mein Freud und L Vonne, al ⸗les son⸗nen⸗klar und kla- rer als die Sonne. — 2———— H— ii ꝓꝑPꝓ..I...... TI Herz⸗lich lieb ich mit Ge⸗fal-len dich vor al⸗len; [H 1 —E————————— 4.— ö . P........ E— 2——.. + Ane nichts auf Er-⸗den kann und mag mir lie⸗ber wer-den. ö 2. kann mich Dies ist mein Schmerz, dies kränket ohn dich mich, daß ich nicht gnug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte. Ich werd von Tag zu Tag entzünd; je mehr ich lieb, je mehr ich find, daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir deine Güte ins Gemüte lieblich fließen, so wird sich die Lieb ergießen. 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel, daß ich, soviel ich soll und will, dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Gut und Geld, wenn ich es recht besinne, gnugsam laben; ich maß haben reine Liebe, die tröst't, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, schaffst seinem Herzen Fried und Ruh, erfreuest sein Gewissen; es geh ihm wie es woll auf Erd, wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, soll er doch dein genießen. Ewig selig nach dem Leide große Freude wird er finden; alles Trauern muß vers schwinden. 17 —— 5. Kein Ohr hat dies jemals gehört, kein Mensch gesehen noch gelehrt, es kanns niemand beschreiben, was denen dort für Herrlichkeit bei dir und von dir ist bereit't, die in der Liebe bleiben. Gründlich läßt sich nicht erreichen noch vergleichen Er— denschätzen das, was uns dort Wnnd ergötzen. 6. Drum laß ich billig dies allein, o Jesu, meine Sorge sein, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir gefällt und mir dein klares Wort vermeldt, Heiligung. aus Liebe mich stets übe; bis ich endlich werd abscheiden und mit Freuden zu dir kommen, aller Trübsal ganz entnommen. 7. Da werd ich deine Süßigkeit, du Himmelsmanna, allezeit in reiner Liebe schmecken und sehn dein liebreich Angesicht mit unverwandtem Augenlicht ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich sein erquicket und geschmücket vor dem Throne mit der schönen Himmelskrone. Johann Heermann 1585-1647. 287. Mel. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. 5 SSIIII 6 5—— 1. Hier ist mein Herz, Herr, nimm es hin, dir hab ich Welt, im⸗mer fort aus mei⸗ nem Sinn mit dei⸗ nem Q— 2 m. mich—8„ge ⸗ben. schnö-den Le⸗ ben! Dein Tun und Tand hat nicht Be⸗stand, 14——..—— 1— E/— 55 2 5 Il— ö——— r,——..— 6—.—.——.—— des bin ich wor⸗ den in⸗ nen; druntshndtads dir sich — ů + 5601 —.——.——...—————.— —— ö mit Be ⸗ gier mein 2. Gott ist mein allerbestes Gut, nach ihm steht mein Verlangen. Ach könnt ich doch mit frohem Mut nur meinen Gott anhangen! Ach daß mir doch das Sündenjoch frei ⸗er Geist bald ganz würd abgenommen, von hin⸗ nen. daß ich einmal in seinen Saal des Himmels möchte kommen! 3 Ich seh, es kann die ganze Welt mit allen ihren Schätzen und was den Sinnen wohlgefällt die Seele nicht ergötzen; 4 ihr Gut verschwindt wie Staub und Wind, ihr Lust die muß zerstieben; ö nur Gott, mein Schatz, erhält den Platz; wohl allen, die ihn lieben! 4. Gib, daß ich meinen Sinn zu dir ** hinauf gen Himmel schwinge mit Lieb und herzlicher Begier und mich in keinem Dinge erfreue hier, als nur in dir, Heiligung. 259 Gott, meiner Seele Leben: du allermeist kannst meinem Geist die volle Sättgung geben. 5. Drum immer hin, was flüchtig ist! Ich will es lassen fahren; du Gott, der du mein alles bist, du wirst mich wohl bewahren, daß ich die Pracht der Welt nicht acht, vielmehr nur dich verlange mit dankbarm Mut, du höchstes Gut, und ewig dir anhange. Helmstedt 1695. so er ⸗for-dert mei ⸗ne Pflicht, klet- ten-weis an 9— 1 — ö 1—.—.——III— S RRSRSSSSSSSEEEEE.. *—————— 1. Mei⸗nen Je⸗sum laß ich nicht; weil er sich für * 3.4 UU I..—. ö— EEESESSSSSE... ——— 1——— 1—— — ‚ 22— 1 fle Den Er ist mei⸗nes Le-bens Licht: 2— EEESEEEEEE * 1——.‚——————————— ö mei⸗ nen Je⸗sum laß ich nicht. Jesum laß ich nimmer nicht, weil ich solb auf Erden leben. Ihm hab ich voll Zuversicht, was ich bin und hab, ergeben; alles ist auf ihn gericht't: V meinen Jesum laß ich nicht. 3. 4* Laß vergehen das Gesicht, Hören, Schmecken, Fühlen weichen, . laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wenn der Lebensfaden bricht: meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, N wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht meiner Väter Glaube pranget. Mich erfreut sein Angesicht: meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meine Seele wünscht und sehnet, Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott versöhnet, der mich freiet vom Gericht: meinen Jesum laß ich nicht. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten; Christus läßt mich für und für zu dem Lebensbächlein leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. Christian Keimann 1607—1662. 17⁷ Heiligung. 289. Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ. —— — 1 — ö e er, d n rr, r, 2.— 2——. O Je ⸗ su Christ, mein choneind diht der du in dei⸗ner so hoch mich liebst, daß ich es nicht aus ⸗spre⸗chen kann noch n e.——6———.— SSSSISI.......... L— II——..———— 2 See ⸗len ö zäh ⸗len, gib, daß mein Herz dich wie-der⸗ um mit —— 1—4 re, i.—.— — 97—.—4——. ö Lie-ben und Ver⸗lan⸗gen mög um⸗-fan-gen und als dein *——— 8 ————— ö Sare e dine d Vin uii i. +— SPRPDPPPPPE Ei⸗ gen⸗tum nur ein zig an dir han- gen. 2. Ach hilf mir wachen Tag und Nacht Gib, daß sonst nichts in meiner Seel als deine Liebe wohne; gib, daß ich deine Lieb erwähl als meinen Schatz und Krone. Stoß alles aus, nimm alles hin, was mich und dich will trennen und nicht gönnen, daß all mein Mut und Sinn in deiner Liebe brennen. 3. Wie freundlich, selig, süß und schön ist, Jesu, deine Liebe! Wo diese steht, kann nichts bestehn, das meinen Geist betrübe. Drum laß nichts anders denken mich, nichts sehen, fühlen, hören, lieben, ehren als deine Lieb und dich, der du sie kannst vermehren. 4. O daß ich dieses hohe Gut mein ewiglich möcht nennen! O daß in mir die edle Glut ohn Ende möchte brennen! und diesen Schatz bewahren vor den Scharen, die wider uns mit Macht aus Satans 26. fahren. Mein Heiland, 225 bist mir zulieb in Not und Tod gegangen und hast am Kreuz als wie ein Dieb und Mörder dagehangen, verhöhnt, verspeit und sehr verwundt: ach laß auch deine Wunden alle Stunden zur Lieb im Herzensgrund mich treffen und Was ist, o Schüuer, das ich nicht in deiner Liebe habe? mein Quell, da ich mich labe, mein Kleid vor Gottes Throne, meine Krone, mein Schutz in aller Not, mein Haus, darin ich wohne. Sie ist mein Stern, mein Sonnenlicht, mein süßer Wein, mein Himmelsbrot, — 7. Ach, liebste Lieb, wenn du entweichst, was hilft mir sein geboren? Wenn du mir deine Lieb entzeuchst, ist all mein Gut verloren. So gib, daß ich dich, meinen Gast, wohl such und bestermaßen möge fassen und, wenn ich dich gefaßt, in Ewigkeit nicht lassen. 8. Du hast mich je und je geliebt und auch nach dir gezogen; eh ich noch etwas Guts geübt, warst du mir schon gewogen. Ach laß doch ferner, edler Hort, mich diese Liebe leiten und begleiten, daß sie mir immerfort beisteh auf allen Seiten. Heiligung. 261 9. Laß meinen Stand, darin ich steh, Herr, deine Liebe zieren, und wo ich etwan irregeh, alsbald zurechte führen; laß sie mich allzeit guten Rat und gute Werke lehren, steuern, wehren der Sünd, und nach der Tat bald wieder mich bekehren. 10. Dein Lieb sei meine Freud im Leid, in Schwachheit mein Vermögen, und wenn ich nach vollbrachter Zeit mich soll zur Ruhe legen, alsdann laß deine Liebestreu, Herr Jesu, bei mir stehen, Luft zuwehen, daß ich getrost und frei mög in dein Reich eingehen. Paul Gerhardt 1607-1676. 290. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. E ö— 1— 1.— Sern,. 1 E 9.— 1. O gro⸗ßer Gott, du rei⸗nes We⸗sen, der du die zur ste⸗ten Woh⸗nung aus⸗er ⸗le⸗ sen, ach schaff ein 4 *—1 V. — 6 + 6— reinen Her⸗-zen dir reines Herz in mir, ein Herz, das von der ar-gen Welt sich SS.I.I...I....I.............— ö ö ö— H— 2— N rein und un ⸗be⸗fleckt er- hält. 2. Vor allem mache mein Gemüte durch ungefärbte Buße rein und laß es, Herr, durch deine Güte in Christi Blut gewaschen sein; dann mache mich zur Reinigkeit des Lebens fertig und bereit. 3. Regiere mich nach deinem Geiste, der mein getreuer Beistand sei und mir erwünschte Hilfe leiste. Gott, stehe mir in Gnaden bei und gib mir einen solchen Geist, der neu, gewiß und willig heißt. 262 Heiligung. 4. 5. Doch weil ich meine Schwachheit merke, Nimm deinen Geist, denGeist der Liebe, mein Vater, so verwirf mich nicht ja nun und nimmermehr von mir und stoß mich wegen meiner Werke und leite mich durch seine Triebe, ja nicht von deinem Angesicht. durch seinen Beistand für und für; Laß mich hier in der Gnade stehn ja führe du mich durch die Zeit und dort in deinen Himmel gehn. hin zu der selgen Ewigkeit. Eislebener Gesangbuch 1720. 291. Mel. O Gott, du frommer Gott. ö 10——————— 4 EEEEEEEEEE EEEE 1. Wohl⸗auf, mein Herz, zu Gott dein An-⸗dacht fröh⸗lich brin⸗ge, daß dein Wunsch und Ge-bet durch al⸗le Wol⸗ken drin-ge, ꝝQ— ——Eu—— n d,. 5— .—— *weil Gott dich be⸗ten heißt, weil dich sein lie ber I UE V. II 4+* JZ. Il n—— III..IIII..T............. T . 13— 1—.———....— H Sohn so freu⸗dig tre⸗ten heißt vor sei- nen Gna⸗-den⸗thron. 2. was dich unmöglich dünkt, Dein Vater ists, der dir kann seine Vaterhand befohlen hat zu beten; Inoch geben, die von dir dein Bruder ists, der dich so viel Not abgewandt. vor ihn getrost heißt treten; 4. der werte Tröster ists, Komm nur, komm freudig her der dir die Wort gibt ein: in Jesu Christi Namen. drum muß auch dein Gebet Sprich: Lieber Vater, hilf, gewiß erhöret sein. ich bin dein Kind! sprich: Amen! 3. Ich weiß, es wird geschehn, Da siehst du Gottes Herz, du wirst mich lassen nicht; das dir nichts kann versagen; du wirst, du willst, du kannst sein Mund, sein teures Wort tun, was dein Wort verspricht. vertreibt ja alles Zagen: ö Johann Olearius 1611-1684. 292. Q 5 II AI e Lee en öere=n n S............— — 1. Je⸗su, mei⸗ ne Freu⸗de, mei⸗nes Her⸗zens Wei⸗de, ach wie lang, ach lan ⸗ge ist dem Her⸗zen ban⸗ge ** Heiligung. —* 8— II ZEi +* IL—— 1 —— +—— 2.*——.—.——— LI.—2———*——— N 4oY Je⸗su, mei ne Zier, Hot= I und ver⸗langt nach dir! Got⸗tes Lamm, mein Bräu⸗ti⸗gam, 5———————— — 3.—.— 3——— ö 1 4——6— 4—— au⸗Her dir soll mir auf Er⸗den sonst nichts Liebers wer⸗den 2. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei: laß von Ungewittern 0 rings die Welt erzittern, mir steht Jesus bei. Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, das die Welt erlesen; ob gleich Sünd und Hölle schrecken, mir gefällst du nicht. Jesus will mich decken. 3. Trotz dem alten Drachen, trotz des Todes Rachen, trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe; ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht: denn mein Freudenmeister Erd und Abgrund muß sich scheuen Jesus, alt Hn 52 ob sie noch so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen! Du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. ö 5. Gute Nacht, o Wesen, ö Gute Nacht, ihr Sünden; ö bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht. ö Gute Nacht, du Stolz und Pracht; dir sei ganz, du Lasterleben, gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister, Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben lauter Freude sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Johann Franck 1618—-1677. ö— I——..— HU EH—— 2—.———.ᷓ——— 1. See⸗len⸗bräu ⸗ti⸗ gam, Je⸗ su, Got⸗tes Lamm, 0 H ——— 6 II ꝙ1— S e d Kenen d ne un dn. —.8 2.——.—— ha⸗be Dank für dei⸗ne Lie⸗be, die mich zieht aus rei⸗nem F‚‚‚—...— 264 Heiligung. 9 ů 2e 1—— E Trie-be zu dem Kreu⸗zes⸗stamm, Je⸗su, Got⸗tes Lamm. 2. 8. Deine Liebesglut stärket Mut und Blut; wenn du freundlich mich anblickest und an deine Brust mich drückest, macht mich wohlgemut deine Liebesglut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod, du bist darum Mensch geboren, zu ersetzen, was verloren, durch dein Blut so rot, wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens Licht laß verlöschen nicht; ö salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in dir dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 6. Held aus Davids Stamm, deine Liebesflamm mich ernähre und verwehre, daß die Welt mich nicht versehre, ob sie mir gleich gram, Held aus Davids Stamm. 7. Großer Friedefürst, wie hast du gedürst't nach der Menschen Heil und Leben und dich in den Tod gegeben, da du riefst: Mich dürst't! großer Friedefürst! Deinen Frieden gib aus so großer Lieb uns, den Deinen, die dich kennen und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gib. 2. Wer der Welt abstirbt, emsig sich bewirbt um lebendiges Vertrauen, der wird bald empfindlich schauen, daß niemand verdirbt, der der Welt abstirbt. 10. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich: ich will nimmermehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. 11. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron; hier im Hoffen und im Glauben, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenkron folgtz auf Spott und Hohn. 12. Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich überwinde und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekämpft für mich. 13. Du mein Preis und Ruhm, werte Saronsblum, in mir soll nun nichts erschallen, als was dir nur kann gefallen, werte Saronsblum, du mein Preis und Ruhm. Adam Drese 1620—-1701. * * Heiligung. ö 265 294. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. .— — 7———.———— 1. Ach sagt mir nicht von Gold und Schät-zen, von es kann mich ja kein Ding er ⸗göt- zen, was z e. + ö Pracht und Schön⸗heit die⸗ser Welt; die W ö 9 Ein je⸗ der mir die Welt vor Au⸗ gen stellt. +⁴ 1 N IE— n Bas v. 224,—— ö——.— lie ⸗be, was er will: ich 2 Er ist alleine meine Freude, mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild, in dem ich meine Augen weide und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, des Fleisches Schönheit dauert nicht, die Zeit kann alles das verwüsten, was Menschenhände zugericht't. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Er ist der König aller Ehren, er ist der Herr der Herrlichkeit; er kann mir ewges Heil gewähren und retten mich aus allem Streit. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. — 9. Sein Schloß kann keine Macht zer⸗ stören, sein Reich vergeht nicht mit der Zeit, lie⸗be Je⸗sum, der mein Ziel. seinThron bleibt stets in gleichen Ehren von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 6. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen, sein allerschönstes Angesicht, und was von Schmuckan ihm ꝛu finden, verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. +. Er kann mich über alles heben und seiner Klarheit machen gleich; er kann mir so viel Schätze geben, daß ich werd unerschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 8. Und ob ichs zwar noch muß entbehren, solang ich wandre in der Zeit, so wird er mirs doch wohl gewähren im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum tu ich billig, wie ich will, 1 liebe Jesum, der mein Ziel. Johann Scheffler 1624-1677. Heiligung. 295. + 2— * — 2.—7—2 D *. 1. I9 will dich lie-ben, mei⸗ne Stär⸗ke, ich will dich ö ich will dich lie-ben mit dem Wer⸗ke. und im- mer⸗ — E—— 1 e de e e=m lie⸗ben, mei⸗ 910 Zier, wäh⸗ren⸗der Be⸗gier; zn. d,,—. ich will dich lie-ben, schön-⸗stes — II e, en, ne Her, —8 +2 0 Licht, bis mir das Her⸗ze bricht. ö 2. — Ich will dich lieben, o mein Leben, Ich danke dir, du wahre Sonne, als meinen allerbesten Freund, ich will dich lieben und erheben, solange mich dein Glanz bescheint, ich will dich lieben, Gotteslamm, als meinen Bräutigam. 3. Ach daß ich dich so spät erkennet, du hochgelobte Schönheit du, und dich nicht eher mein genennet, du höchstes Gut und wahre Ruh! Es ist mir leid und bin betrübt, daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war geblendet, ich suchte dich und fand dich nicht, ich hatte mich von dir gewendet und liebte das geschaffne Licht; nun aber ists durch dich geschehn, daß ich dich hab ersehn. daß mir dein Gl anz hat Licht gebracht. Ich danke dir, du Himmelswonne, daß du mich froh und frei gemacht; ich danke dir, du güldner Mund, daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen und laß mich nicht mehr irregehn, laß meinen Fuß in deinen Wegen nicht straͤucheln oder stillestehn; erleucht mir Leib und Seele ganz, du starker Himmelsglanz. 7. Ich will dich lieben meine Krone, ich will dich lieben, meinen Gott, ich will dich lieben sonder Lohne auch in der allergrößten Not; ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler 1624-1677. 296. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. IE E..— II — 6⸗——— 1—.————.— . 1. Je⸗ sus ist der schön⸗ste Nam al ⸗ler, die auf huld⸗reich, präch⸗tig, tu⸗ gend⸗sam, ü⸗ ber al ⸗le dein zu bleiben ewiglich. Heiligung. Q —— II„ . d, e in H Er⸗den ka ⸗ men 8 all⸗dre Ni= ndeit⸗ Sei⸗ ner gro⸗ßen Herr=lich-keit Q 4 .— ů—.—N S.I.II..II.II........ 1.—2—..—— 2.— II gleicht kien Na⸗ me weit und breit. 2. wird das Unkraut ganz zunichte. Jesus ist das Heil der Welt, Alles Gift und Unheil weicht, heilet uns von allen Sünden, was sein Schatten nur erreicht. Jesus ist ein starker Held, 4. unsern Feind zu überwinden. Jesus ist das höchste Gut Willst du stark und siegreich sein, in dem Himmel und auf Erden. laß nur Jesum bei dir ein. Jesu Name macht mir Mut, 3. daß ich nicht kann traurig werden. Jesus ist der Lebensbaum, Jesu Name soll allein voller edler Tugendfrüchte; mir der höchste Name sein. findet er im Herzen Raum, Johann Scheffler 1624—1677. 0 297. Mel. Komm, o komm, du Geist des Lebens. 9— —— ů E ö ů 66 6—— 2 —— DS—.— + 24. Lie⸗be, die du mich zum Bil⸗de dei⸗ner Gottheit hast gemacht, Lie⸗be, die du mich so mil-de nach dem Fall hast wie-derbracht: II E v er,„e er. Ar..ii e, =anni Kin, m. p. EH— 2———4.—— Lie⸗be, dir er- geb ich mich, dein zu blei⸗ben e⸗ wiglich. 2. 4. Liebe, die du mich erkoren, Liebe, die du Kraft und Leben, eh als ich erschaffen war, Licht und Wahrheit, Geist und Wort, Liebe, die du Mensch geboren Liebe, die sich ganz ergeben und mir gleich wardst ganz und gar: mir zum Heil und Seelenhort: Liebe, dir ergeb ich mich, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. dein zu bleiben ewiglich. 3. 2 Liebe, die für mich gelitten Liebe, die mich hat gebunden und gestorben in der Zeit, an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mir hat erstritten Liebe, die mich überwunden ewge Lust und Seligkeit; und mein Herze hat dahin: Liebe, dir ergeb ich mich, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. .— 8 268 Liebe, die mich ewig liebet, die für meine Seele bitt't, Liebe, die das Lösgeld gibet und mich kräftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Heiligung. 7. Liebe, die mich wird erwecken aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich wird umstecken mit dem Laub der Herrlichkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Johann Scheffler 1624—1677. 298. Mel. Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt. .— — d, 8— EV Ee ,nr.. 1. Mir nach! spricht Chri-stus un ⸗ser Held, mir nach, ihr Ver⸗leug-net euch, ver-laßt die Welt, folgt mei- nem — ꝝ E — ———.—— .— 12 Chri⸗ sten al le! Ruf und Schal⸗le; — nehmt eu⸗- er Kreuz und Un⸗ge⸗mach +45— + EEE ⁷ 2—.—— Z. auf euch, folgt 2 Ich bin das Licht, ich leucht euch für mit heilgem Tugendleben; wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. 2. Mein Herz ist voll Demütigkeit, voll Liebe meine Seele; mein Mund der fleußt zu jeder Zeit von süßem Sanftmutsble. Mein Geist, Gemüte, Kraft und Sinn ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch, das was schädlich ist zu fliehen und zu meiden und euer Herz von arger List zu reingen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort und führ euch zu der Himmelspfort. mei-nem Wan ⸗del nach! Fällts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite, ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still mag stehn, sieht er voran den Feldherrn gehn. 6. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn mit Leib und Seel nachgehen und wohlgemut, getrost und gern bei ihm im Leiden stehen; denn wer nicht kämpft, trägt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. Johann Scheffler 1624-1677. 557²NNN —— ..——— AE es kann leichtlich Gottes Huld Heiligung. 299. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. ——.—.— H Er———— HT—. —3..5 2—— 2——— 7—.— E—— 4 122————— 4.— 2 1. Las⸗set uns mit Je⸗su zie⸗hen, sei⸗nem Vor ⸗bild in der Welt der Welt ent⸗flie-hen; auf der Bahn, die —— IE ö ö— ö ö—— ů ů SPSS SSPSPSIS....‚ I.— —4——3— fol⸗gen nach, im⸗ mer⸗fo uHim⸗m rei⸗se er uns brach, im⸗ mer⸗fort zum Him⸗mel i⸗sen, ———⸗—[H ——2 xů + 1. F e een, eerr. * 4—. ————————————5—8—— ir⸗disch noch, doch himmlisch sein, glauben recht und le⸗ben rein, ——..—.....——.— 2 1—..———— I.— ů bleib bei mir; ge⸗ he vor, ich fol ⸗ge dir. 2. unser Fleisch, ihm sterben ab, Lasset uns mit Jesu leiden, so wird er uns aus dem Grab seinem Vorbild werden gleich. in das Himmelsleben heben. tach dem Leide folgen Freuden, Jesu, sterb ich, sterb ich dir, Armut hier macht dorten reich,qdaß ich lebe für und für. Tränensaat die erntet Lachen, Hoffnung tröstet mit Geduld; 4. Lasset uns mit Jesu leben! Weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder: aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir, dort teil deine Freud mit mir. 3. ö wo du lebst, da leben wir; Lasset uns mit Jesu sterben: ach erkenn uns für und für, sein Tod uns vom andern Tod trauter Freund, für deine Brüder. rettet und vom Seelverderben, Jesu, dir ich lebe hier, dorten ewig auch bei dir. Sigismund von Birken 1626—1681. von der ewiglichen Not. Laßt uns töten, weil wir leben, Heiligung. 300. wenn sie schreien groß und klein: ö oh. 10, 14. 27. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. — IUl ERSSSEE— 4———— ....... II.. eee n 1. Je-su, from-mer Men⸗schen-her⸗-den gu⸗ter und ge⸗ laß mich auch dein Schäf-lein wer⸗den, das dein Stab und ö S—— e e, ———————————————— — 7 I 2.———— 0— 4 Süm 10 Rihr Ach du hast aus Lieb dein Le⸗ben 71.—— 75 0 0 1—ũ— SSSSSSSII... für die Scha-fe hin ⸗ge⸗- ge⸗ ben und du gabst es ö AT.— é— N — 7— 2 0 d K .—— E. I auch für mich: laß mich wie ⸗der lie⸗ ben dich. wenn du rufest, laß mich eilen, Herden ihre Hirten lieben, wenn du dräuest, nicht verweilen, und ein Hirt liebt seine Herd: laß mich horchen stets auf dich, laß uns auch so Liebe üben, Jesu, höre du auch mich. du im Himmel, ich auf Erd. 5 Schallet deine Lieb hernieder,. soll dir meine schallen wieder; Höre, Denne S Acftenne⸗ Stimar: ö wenn du rufst: Ich liebe dich! Trich areen di Srr e, ruft mein Herz: Dich liebe ich! mich auch zu dir schreien lehre, wenn sich naht des Wolfes Grimm; 3. laß mein Schreien dir gefallen, Schafe ihren Hirten kennen, deinen Trost herwieder schallen. dem sie auch sind wohlbekannt: Wenn ich bete, höre mich; laß mich auch für dich entbrennen, Jesu, sprich: Ich höre dich. wie du bist für mich entbrannt. 4 Als des argen Wolfes Rachen Ar O I eine Beut aus mir wollt machen, 8 Jesu, und erhore, 6 riefest du: Ich kenne dich! wenn ich ruf, anklopf und schrei; ich auch rief: Dich kenne ich! Jesu, dich von mir nicht kehre, steh mir bald in Gnaden bei. 4. Ja du hörst; in deinem Namen Herden ihren Hirten hören, ist ja alles Ja und Amen. folgen seiner Stimm allein; Nun, ich glaub und fühle schon Hirten auch zur Herd sich kehren, deinen Trost, o Gottes Sohn. Ahasverus Fritsch(2) 1629—1710. ———— Heiligung. 301. Offenb. Joh. 2, 10. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) I II N— 0 4———— 4—— 1. Sei ge⸗treu bis an das En⸗de, dau⸗re al⸗les red⸗lich aus; lei⸗dest du gleich har⸗te Stän⸗de, mußt du dul-den man⸗chenStrauß: Q +44 4 IE ——.— IR —4.—— 0 ach das Lei⸗den die⸗ser Zeit ist nicht wert der Herrlich-keit, e dh eienn, SSSSSSSS so dein Je⸗sus dir will ge⸗ben dort in jenem Freuden⸗le-ben. 2. 9. Sei getreu in deinem Glauben, Sei getreu in deinem Leiden; laß dir dessen festen Grund lasse dich kein Ungemach nicht aus deinem Herzen rauben; von der Liebe Jesu scheiden, sage den Gewissensbund, murre nicht mit Weh und Ach. der geschlossen in der Tauf, Hilft denn was die Ungeduld? deinem Gott nicht wieder auf: Ach sie häufet nur die Schuld; der ist gottlos und verloren, der trägt leichter, wer da träget der nicht hält, was er geschworen. mit Geduld, was Gott aufleget. 223 6. Sei getreu in deiner Liebe Sei getreu in Todesstunden; gegen Gott, der dich geliebt; halt dich glaubensvoll an Gott, an dem Nächsten Gutes übe, flieh getrost zu Jesu Wunden, ob er dich gleich hat betrübt. sei getreu bis in den Tod: Denke, wie dein Heiland tat, wer mit Jesu gläubig ringt als er für die Feinde bat; und das sündge Fleisch bezwingt, so mußt du verzeihen eben, dem will er in jenem Leben soll Gott anders dir vergeben. seine Freudenkrone geben. 4. 7. Sei getreu in deinem Hoffen; Ei wohlan, so will ich leiden, hilft Gott gleich nicht, wie du willt,‚ glauben, lieben, hoffen fest Mittel hat er bald getroffen, und getreu sein bis zum Scheiden, daß dein Wünschen werd erfüllt. weil mein Jesus nicht verläßt Denke, wie er manche Zeit den, der ihn beständig liebt dir zu helfen war bereit, und im Kreuze sich ergibt. obschon du dein Ohr verstopfet, Ihm empfehl ich meine Sachen: wenn er bei dir angeklopfet. Jesus wirds zuletzt wohlmachen. Nach Benjamin Praetorius 1636—1674. dan rn, Heilig 30 ung. 2. Mel. Gott des Himmels und der Erden. A 1——I.— .—— 2— P— *———— LAE———63——— — 1.— 2 2— 16.q——————— 1. Je⸗sus, Je⸗sus, nichts als Je⸗sus soll mein Wunsch sein 7—— 7* 2——*— 2 Jetz⸗und mach ich ein Ver-bünd-nis, daß ich will, was IE . 5 ö d I———1—.—.— 2——1. e. denn mein Herz, mit ihm er⸗füllt Je ⸗sus will; ⸗ · ö — ö— ö ö—— I·.IJ—I——————3—+0; ———————— ru ⸗fet nur: Herr, wie 2. Einer ist es, dem ich lebe, den ich liebe früh und spat: Jesus ist es, dem ich gebe, was er mir gegeben hat. Ich bin in dein Blut verhüllt; führe mich, Herr, wie du willt. Scheinet was, es sei mein Glücke, und ist doch zuwider dir, ach so nimm es bald zurücke; Jesu, gib, was nützet mir. Gib dich mir, Herr Jesu mild, nimm mich dir, Herr, wie du willt. du willt! 4. Und vollbringe deinen Willen in mir und durch mich, mein Gott. Deinen Willen laß erfüllen mich im Leben, Freud und Not, sterben als dein Ebenbild, Herr, wann, wo und wie du willt. 9. Sei auch, Jesu, stets gepriesen, daß du dich und viel dazu hast geschenkt und mir erwiesen, daß ich fröhlich singe nun: Es geschehe mir, mein Schild, wie du willt, Herr, wie du willt. Ludämilie Elisabeth von Schwarzburg⸗Rudolstadt 1640—1672. 303. Mel. Valet will ich dir geben. —* .— . —— 2 ö ů —.——— — 8. 1. Schatz ü⸗ber al⸗le Schät⸗z e, o Je ⸗su, lieb⸗ster Schatz, an dem ich mich er⸗ göt-ze, dir hab ich ei- nen Platz Q EI IE FEEEE 25. n dnun 8 5—.——*— EEE* E I 1 7 +— 2— 1— 1 in mei⸗nem treu⸗en Her⸗zen, o Schön-ster, zu ⸗-ge⸗teilt, weil Heiligung. 0 E—————— — —.——6F——. 0 aaA du mit dei⸗nen Schmerzen mir mei-nen Schmerz ge-heilt. 2. Ach Freude meiner Freuden, du wahres Himmelsbrot, damit ich mich kann weiden, das meine Seelennot ganz kräftiglich kann stillen und in der Leidenszeit mich reichlich kann erfüllen mit Trost und Freudigkeit! 3. Laß, Liebster, mich erblicken dein freundlich Angesicht, mein Herze zu erquicken, komm, komm, mein Freudenlicht; denn ohne dich zu leben ist lauter Herzeleid, vor deinen Augen schweben ist wahre Seligkeit. 4. Mein Herze bleibt ergeben dir immer für und für, zu sterben und zu leben, und will getrost mit dir das schwerste Kreuz erleiden; es soll mich keine Pein von deiner Liebe scheiden noch mir beschwerlich sein. 5 O Herrlichkeit der Erden, dich mag und will ich nicht; mein Geist will himmlisch werden und ist dahin gericht't, wo Jesus wird geschauet; da sehn ich mich hinein, wo Jesus Hütten bauet, denn dort ist gut zu sein. 6. Nun, Jesu, mein Verlangen, so komm und wohn in mir; laß fest an dir mich hangen, komm, meiner Seelen Zier, und setze mich aus Gnaden in deine Freudenstadt: so kann mir niemand schaden, so bin ich reich und satt. Salomo Liscow 1640-1689. —.— VVX II ——.— + ö— 1. Sieh, hier bin ich, Eh-ren-kö-nig, le ⸗ge mich vor —1— N EHU n. 1— ö——.— E 7—.———.——. E———. 1——.— 2— dei-nen Thron; schwa⸗che Trä- nen, kind ⸗lich Seh- nen 4 11— 26 * I ———— bring ich dir, du Men⸗schen⸗sohn. Laß dich fin ⸗den, ID DIR 2 Asch und Ton. 18 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, lenke mich nach deinem Sinn; dich alleine ich nur meine, dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden; gib dich mir und nimm mich hin. 2. Ich begehre nichts, o Herre, als nur deine freie Gnad, die du gibest, den du liebest und der dich liebt mit der Tat. Laß dich finden, laß dich finden; der hat alles, der dich hat. 4. Himmelssonne, Seelenwonne, unbeflecktes Gotteslamm, in der Höhle meine Seele Heiligung. suchet dich, o Bräutigam. Laß dich finden, laß dich finden, starker Held aus Davids Stamm. 5. Hör, wie kläglich, wie beweglich dir die treue Seele singt, wie demütig und wehmütig deines Kindes Stimme klingt. Laß dich finden, laß dich' finden; denn mein Herze zu dir dringt. 6. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud sind nur Schmerzen meinem Herzen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden; großer Gott, ich bin bereit. Joachim Neander 1650—1680. 305. 2. Tim. 2, 8. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. ——.—.—.— DDDD —.— ů 1. Halt im Ge-dächt-nis Je⸗sum Christ, o Mensch, der auf die vom Thron des Himmels kom-men ist, dein Bru-der hier zu 2 E—.— iiiip——.— 4— Er⸗den ö 0 wer⸗den ver ⸗giß nicht, daß er dir zu-gut hat 42 E en nun Luen ar L werner, Li. ........... T 5 1 + an⸗ge⸗nom⸗men Fleisch und Blut: dank ihm für die⸗se Lie⸗be. 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der für dich hat gelitten, ja gar am Kreuz gestorben ist und dadurch hat bestritten — 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod erstanden ist, befreit von Not und Plage. Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod Bedenke, daß er Fried gemacht und dich erlöst aus aller Not: dank ihm für diese Liebe. und dir das Leben wiederbracht: dank ihm für diese Liebe. ö· ö ö Heiligung. 4. zu richten vorgenommen: Halt im Gedächtnis Jesum Christ, o denke, daß du da bestehst der nach den Leidenszeiten und mit ihm in sein Reich eingehst, gen Himmel aufgefahren ist, ihm ewiglich zu danken. die Stätt dir zu bereiten, 6. da du sollst bleiben allezeit Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann und sehen seine Herrlichkeit: mit wahrem Glauben fassen dank ihm für diese Liebe. ö in und nie, was du an mir getan, — mög aus dem Herzen lassen, Halt im Gedächtnis Jesum Christ, daß dessen ich in aller Not der einst wird wiederkommen mich trösten mög und durch den Tod und sich, was tot und lebend ist, zu dir ins Leben dringen. Cyriakus Günther 1650—1704. 306. 1. Kor. 13. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. —. 1. Un⸗ter al⸗len gro⸗ßen Gü⸗tern, die uns Chri-stus ist die Lieb in den Ge⸗mü-tern Him-mels-bal-sam, —.—.———— EHEE der si Weit ist ein Stern, der herr-lich strahllet, 7 ii *— 2——.- —— r. und ein Klein⸗od, des⸗sen Preis nie-mand aus-zu⸗sprechen weiß, weil kein Gold es je be-⸗zah-let; ist die Macht, die ————.—.— 22—.————— je ⸗der⸗mann zwin⸗gen und er-freu en kann. 2. Liebe kann uns alles geben, was auf ewig nützt und ziert, uns zum höchsten Stand erheben, der die Seelen aufwärts führt. Menschen⸗ oder Engelzungen, welche Kraft sie auch beseelt, wenn dabei die Liebe fehlt, 18³ 276 sind noch nie ins Herz gedrungen; nur ein Erz und Schellenklang ist ihr flüchtiger Gesang. 3. Was ich von der Weisheit höre, die in alle Tiefen dringt, von geheimnisvoller Lehre, die sich auf zum Höchsten schwingt; selbst die Berge zu versetzen durch des Glaubens starke Kraft, die der Wunder Fülle schafft: alles ist für nichts zu schätzen, wenn darin der Liebe Geist sich nicht kräftig auch beweist. 4. Gäb ich alle meine Habe auch den Armen freudig hin, opfert ich mich selbst dem Grabe meinem Nächsten zum Gewinn, ließ ich meinen Leib gleich brennen und ertrüge jeden Schmerz: ist von Liebe leer mein Herz, würd es mir nichts nützen können. Heiligung. Nur der Liebe reine Tat ist der wahren Freude Saat. 5. Glaube, Hoffnung, Liebe leiten uns nicht nur im Pilgerstand, ihre Kraft wird uns begleiten in das wahre Vaterland. Ja es strecken ihre Grenzen sich bis in die Ewigkeit, und doch wird die Liebe weit über Glaub und Hoffnung glänzen, sie schafft Heil und Segen hier, sie beseligt für und für. 6. O du Geist der reinen Liebe, Segensquell in Freud und Schmerz, laß mich spüren deine Triebe, komm und senk dich in mein Herz, laß mich kräftig widerstreben allem, was nicht gut es meint mit dem Freunde, mit dem Feind und mich reizt, nur mir zu leben. Geist der Liebe, lenke hin zu der Liebe meinen Sinn. Nach Ernst Lange 1650—1727. 307. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. I Q* IH — F. H..— 4.— — 1——. 5 ‚DD‚eEE-..— j 5 ů +—2— 7. 1. Ein rei⸗nes Herz, Herr, schaff in mir, schleuß zu der Sün-den 8ꝗ¶ẽ-— — UI , Ka,,enin e,=,. 0— e Ku Tor und Tür, ver⸗trei⸗be sie mei⸗ nem Her⸗ 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür, ach komm und wohne du bei mir, treib all Unreinigkeit hinaus aus deinem Tempel und Wohnhaus. sie in 50 ruh. 3. Laß deines guten Geistes Licht und dein hellglänzend Angesicht erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter Güt. innnnn + Heiligung. 277 4. 5. Und mache dann mein Herz zugleich So will ich deines Namens Ruhm an Himmelsgut und Segen reich, ausbreiten als dein Eigentum gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand und dieses achten für Gewinn: aus deiner milden Gnadenhand. wenn ich nur dir ergeben bin. Heinrich Georg Neuß 1654—1716. 4 4 4 1 4 N di DSFISISPIPITTITIIIITRe —.—.. SEAEE *.— 1. Wie wohl ist mir, o Freund der See⸗len, wenn ich in dei⸗ner Ich stei⸗ge aus der Schwermutshöh-len und ei ⸗le dei⸗nen r, ———. IISN——— + . V 4 1 Jisberuhl da muß die Nacht des Trauerns scheiden, wenn mit so Armen zu: —.————.——, ee ut WiEE PIII...... an⸗genehmen Freuden die Lie⸗be strahlt aus dei-ner Brust. Hier 70 veen Kar Kerrn de,i(r. 5 inn + 0— ist mein Him-mel schon auf Er-den; wer woll⸗te nicht ver⸗ — ö ů ö ö 7————— 4665— FIIIT ↄ ꝗ—ꝙ —— 7— gnü⸗get wer⸗den, der in dir su⸗chet Ruh und Lust? ů 2. droht Straf und Hölle meinem Die Welt mag meine Feindin heißen; Rücken, es sei also, ich trau ihr nicht, so steig ich gläubig in die Höh wenn sie mir gleich will Lieb erweisen und flieh zu deinen heilgen Wunden; bei einem freundlichen Gesicht. da hab ich schon den Ort gefunden, In dir vergnügt sich meine Seele; wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. du bist mein Freund, den ich erwähle, Tritt alles wider mich zusammen, du bleibst mein Freund, wenn Freund-⸗ du bist mein Heil, wer will ver⸗ schaft weicht. dammen? Der Welt Haß kann mich doch nicht Die Liebe nimmt sich meiner an. fällen, 4. weil in den stärksten Unglückswellen Führst du durch Wüsten meine Reise, mir deine Treu den Anker reicht. ich folg und lehne mich auf dich; 3. du gibst mir aus den Wolken Speise Will mich des Moses Eifer drücken, und labest aus dem Felsen mich: blitzt auf mich des Gesetzes Weh, ich traue deinen Wunderwegen, ——: Heiligung. sie enden sich in Lieb und Segen; aus dieser finstern Wildnis scheiden genug, wenn ich dich bei mir hab. zu deiner Ruh der Ewigkeit. Ich weiß, wen du willst herrlich zieren und über Sonn und Sterne führen, Wie ist mir dann, o Freund der den führest du zuvor hinab. Seelen, 5 so wohl, wenn ich mich lehn auf dich! 12 Mich kann Welt, Not und Tod nicht Der Tod mag andern düster scheinen, quälen, mir nicht, weil Seele, Herz und Mut weil du, mein Gott, vergnügest mich. in dir, der du verlässest keinen, Laß solche Ruh in dem Gemüte o allerliebstes Leben, ruht. nach deiner unumschränkten Güte Wen macht des Weges End erzittern, des Himmels süßen Vorschmack sein. wenn aus Gefahr und Ungewittern Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! er eingeht in die Sicherheit? Nichts kann als Jesus mich erfreuen. Mein Licht, so will ich auch mit O reicher Trost: mein Freund ist Freuden mein! Wolfgang Christoph Deßler 1660—1722. 309. Mel. Herr Christ, der einig Gottssohn. UH —.—....— x 4 33. ir n—.——— ö———————————————— 2—. 2— Herr Je⸗su, Gna⸗-den⸗son⸗-ne, wahr-haf-tes Le-bens⸗licht, sicht laß Le⸗ben, Lichtund Won-⸗ne mein blö-des An-ge⸗ —4—.——.— H , an d en. ere, erte, nach dei-ner Gnad er ⸗freu en und mei⸗-nen Geist er⸗ .—————— T n dan.——— SIE neu⸗en; mein Gott, ver⸗sag mirs nicht. 2. und dir zu Ehren lebe, Vergib mir meine Sünden weil ich erlöset bin. und wirf sie hinter dich, 4. laß allen Zorn verschwinden Befördre dein Erkenntnis und hilf mir gnädiglich. in mir, mein Seelenhort, Laß deine Friedensgaben und öffne mein Verständnis mein armes Herze laben; durch dein heilsames Wort, ach Herr, erhöre mich. damit ich an dich gläube 3. und in der Wahrheit bleibe Vertreib aus meiner Seelen zu Trutz der Höllenpfort. den alten Adamssinn 9. und laß mich dich erwählen, Ach zünde deine Liebe auf daß ich mich forthin in meiner Seelen an, zu deinem Dienst ergebe daß ich aus innerm Triebe 2————2.. suchs bei keiner Kreatur; wo alle vollkommene Fülle erscheinet: voller Andacht niederließ: Heiligung. dich ewig lieben kann mein Lassen und Beginnen und dir zum Wohlgefallen ist böse und nicht gut. beständig möge wallen 7. auf rechter Lebensbahn. Darum, du Gott der Gnaden, 6. du Vater aller Treu, Nun Herr, verleih mir Stärke, wend allen Seelenschaden verleih mir Kraft und Mut; und mach mich täglich neu; denn das sind Gnadenwerke, gib, daß ich deinen Willen die dein Geist schafft und tut; beständig mög erfüllen, hingegen Reine Sinnen, und steh mir kräftig bei. Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. 310. Luk. 10, 41. 42. 1. Kor. 1, 30. ꝝ— II 22— qii ID————6— ö 1. Eins ist not! Ach Herr, dies ei ne leh? re mich er⸗ Al ⸗les an ⸗-dre, wie's auch schei-ne, ist ja nur ein ——II 3 itr e,..————.—— ken⸗nen doch. schwe-res Joch, Q H .+ 1————.— dre. munte SSSIISIIITTITIItITTIIt..............T *—————— I la⸗get und dennoc kein wahres Ver⸗gnügen er⸗ ja⸗get. Er⸗ g —22 e ne, H e, EEEEE lang ich dies ei⸗ne, das al⸗les er-setzt, so werd ich mit E e—H———ĩ⅔:b 2........—.— ů—— —— — ů ei nem in al ⸗-lem er ⸗pötzt. 2. da, da ist das beste, notwendigste Teil, Seele, willst du dieses finden, mein ein und mein alles, mein E Heil. laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur: Wie Maria war beflisen wo Gott und die Menschheit in auf des einigen Genieß, einem vereinet, da sie sich zu Jesu Füßen dar- un⸗ter das Her⸗ze sich na⸗get und —9—.——9—.—.3——.— ——————— —————— ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören, was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; ihr alles war gänzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr alles in einem geschenkt: 4 Also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur nach dir; laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehrten zum grö⸗ ßesten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen; denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist: was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt: gib nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt regieret und mich zu der Weisheit, die himm-— lisch ist, führet. Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkomme— nen Preis. ö 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen als nur dich, mein höchstes Gut; Jesu, es muß mir gelingen durch dein heilges, teures Blut: die höchste Gerechtigkeit ist mir er— worben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7 Nun so gib, daß meine Seele * **** Heiligung. auch nach deinem Bild erwacht; du bist ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht: was dienet zum göttlichen Wandel ö und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; entreiße mich aller vergänglichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8. Ja was soll ich mehr verlangen? Mich umströmt die Gnadenflut; du bist einmal eingegangen in das Heilge durch dein Blut: da hast du die ewge Erlösung erfunden, daß ich nun der höllischen Herrschaft entbunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 9. Volles Gnügen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt, weil auf eine frische Weide mein Hirt Jesus mich gesetzt. Nichts Süßes kann also mein Herze erlaben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein ein und alles sein; prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege; gib, daß ich nichts achte, nicht Leiden noch Tod, nur Jesum gewinne, dies eine ist not. Johann Heinrich Schröder 1667—1699. ——.—— — —* — .—3 — ———— ———— . —— —* — ———— ——— Heiligung. 28¹ 311. Mel. Großer Prophete, mein Herze begehret. Q 4 + 4 4 IU . 3*———— e n II 4. r vee die ene dn de. E 2 1— 1——Z——.—— 1 + +2 7 +7 27 1. Je⸗su, hilf sie⸗gen, du Für⸗ste des Le⸗bens! Sieh, wie die wie sie ihr höl⸗li⸗sches Heer nicht ver-ge-bens mäch-tig auf⸗ H 4 4 ,.,,— EH,,., Fin⸗ster⸗nis drin⸗get her⸗ ein; füh⸗ret, mir schäd⸗lich zu sein. Sa⸗tan der sin⸗-net auf E SIIEE —4———.— al-ler⸗hand Ränke, wie er mich sich-te, ver⸗stö⸗re und kränke. 2. Jesu, hilf siegen! Ach wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir! Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für. Ach laß mich schmecken dein kräftig Versühnen und dies zu meiner Demütigung dienen. 3. Jesu, hilf siegen, wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt, wenn ich die Last der Begierden empfinde, und sich mein tiefes Verderben darlegt: hilf mir, daß ich vor mir selbst mag erröten und durch dein Leiden mein sündlich Fleisch töten. 4. Jesu, hilf siegen und lege gefangen in mir die Lüste des Fleisches und gib, daß in mir lebe des Geistes Ver⸗ langen, aufwärts sich schwingend durch hei— ligen Trieb; laß mich eindrine ins göttliche so wird mein Geist, Leib und Seele genesen. 5 Jesu, hilf siegen, damit auch mein Wille dir, Herr, sei gänzlich zu eigen ge⸗ schenkt, und ich mich stets in dein Wollen verhülle, wo sich die Seele zur Ruhe hinlenkt; laß mich mir sterben und alle dem Meinen, daß ich mich zählen kann unter die Deinen. 6. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken, wenn sich die Kräfte der Lügen auf⸗ blähn und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken; laß doch viel heller dann deine Kraft sehn: steh mir zur Rechten, o König und Meister, lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. P‚PIIIIIII— 282 ö Heiligung. 0• Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten; Hüter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein. Laß dein Gebet mich unendlich ver— wenn keinVermögen zu beten sich findet, wenn ich muß sein ein verschüchtertes Reh, ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen treten, dich mit dem innersten Seufzen ver⸗ der du versprochen, mein Fürsprech mählen. zu sein; 9. wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und Jesu, hilf siegen und laß mirs gelingen, daß ich das Zeichen des Sieges erlaͤng: so will ich ewig dirdLob und Dank singen, wecken. Jesu, mein Heiland, mit frohem 8. Gesang. Jesu, hilf siegen, wenn alles ver⸗Wie wird dein Name da werden ge— schwindet priesen, und ich mein Nichts und Verderben nur seh; wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen! Johann Heinrich Schröder 1667-1699. 312. Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. nur das ein hätt aus⸗er⸗ko⸗ren, so Herz, Geist und Seel erfreut! ——— EH———67—4.—————4 ö . E I....— x O der al⸗les hätt ver-lo-ren, auch sich selbst, der al-le-zeit ——. Ka W.. EEEEEEEEEEE O der alles hätt vergessen, der nichts wüßt als Gott allein, dessen Güte unermessen macht das Herz still, ruhig, rein! —. O der alles könnte lassen, daß er frei vom Eiteln all wandern möcht die Friedensstraßen me durch dies dunkle Tränental! O wär unser Aug der Seelen stetig nur 2Z— Gott Alen I so hätt auch das sorg lich Quälen im Gewissen gand ein End. O du Abgrund aller Güte, zieh durchs Kreuz in dich hinein ine Seel, Herz und Gemüte, ewig mit dir eins zu sein! Frankfurt 1680. 313. bei dem Schaden, Spott und Schande lau⸗ter 1. O Durchbre⸗cher al⸗ ler Ban⸗de, der du 105 mer bei uns bist, Lust und Himmelist: Micha 2, 13. Mel. O du Liebe meiner Liebe.(Herz und Herz vereint zusammen.) ů V.— H ‚ E rrnr Eenen e 88.— an—4 —9*——————.,„ e. ö ————.—— 1Il +* . ————j—ßꝛ7ꝗ—.—.ß—— Heiligung. bis uns dein so treu Ge⸗sich⸗te füh-ret aus dem Kerker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk; hiezu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, daß du nichts von dem ver lierest, was er dir geschenket hat und es von dem 5 Tiaden führest zu der süßen Ruhestatt. Ach so mußt du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht; denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf aite gericht't, ob wir wohl vor allen Leuten als gefangen sind geacht't, weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns veracht't und schnöd gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Kreatur seufzen, ringen, schreien, beten um Erlösung von Natur, von dem Dienst der Eitel keiten, der uns noch so harte drückt, ungeacht't der Geist in Zeiten sich auf etwas 32.— schickt. Ach erheb die walten Kräfte, sich einmal zu reißen los und durch alle Weltgeschäfte durchzubrechen frei und bloß. noch vor unsrer Abschiedszeit; aber unser Geis, der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung sindet, welcher Zeit und 79—— gebricht. Herrscher, herr sch, Sieger, siege, König, brauh dein Regiment; iach deines Reiches Kriege, mach der Sklaverei ein End. Führ doch aus der Grub die Seelen durch des neuen Bundes Blut, laß uns länger nicht so guälen; 43 du meinst mit uns gut. 8 Haben wir uns selbst gefangen in der Lust und Eigenheit, ach so laß uns nicht stets hangen in dem Tod der Eitelkeit; denn die Last treibt uns zum Rufen, alle schreien wir dich an: zeig doch nur die eren Stufen der gebrochnen Ach wie teur ind wir erworben, nicht der Menschen Knecht zu sein; drum so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollkommen, nach dem besten Bild gebildt: der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich füllt. Weg 0. Menschenfurcht und 3 Zagen, 10. weich, Vernunft-Bedenklichkeit! Liebe, zieh uns in dein Sterben, Fort mit Scheu vor laaen und laß mit dir gekreuzigt sein, Plagen, weg des Fleis 96 Zärtlichkeit! Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in Cwigkeit; wie dus nötig findst, so tue was dein Reich nicht kann ererben; 5— ins Paradies uns ein. laß uns nur nicht Hig sein; werden wir doch als wie träumen, wenn die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold 1666—1714. Doch wohlan, du wirst nicht säumen, 28⁴ Heiligung. 31 4. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimnie. — 0——— 1 + 1 37 X E 4—.—————— 2 E 5——————*——— ö— —2 1. Heil⸗ ger Je⸗ su, Heil⸗-gungsquel ⸗le, mehr als Kri⸗ al ⸗ler Glanz der Che⸗ ru⸗bi⸗ nen und Hei⸗ lig⸗ Q e. n ————6 ö‚ ö—.—.— L F————— E I — 0—. keit der Se⸗ra⸗phinen ist stall rein, klar und hel⸗le, du lautrer Strom der Hei⸗lig⸗ keit, ge⸗gen dich nur Dun⸗kel-heit. — —— — 4 ö 6 j — 0 Ein Vor-bild bist du mir: ach bil ⸗-de mich nach ⸗ 1— H Zure, dn, n —E— ö. ee dir, du mein al⸗les! Je⸗su, o du hilf mir da⸗-zu, ———————— S...........I..I..I.I......... 3 E EA ——*—— 3 daß ich mag hei⸗lig sein wie du. Stiller Jesu, wie dein Wille dem Willen deines Vaters stille und bis zum Tod gehorsam war, also mach auch gleichermaßen mein Herz und Willen dir gelassen, ach stille meinen Willen gar. Mach mich dir gleichgesinnt, wie ein gehorsam Kind, stille, stille. Jesu, o du hilf mir dazu, daß ich fein stille sei wie du. 25 Wachsam, Jesu, ohne Schlummer, in großer Arbeit, Müh und Kummer bist du gewesen Tag und Nacht; mußtest täglich viel ausstehen, des Nachts lagst du vor Gott mit Flehen, du hast gebetet und gewacht. Gib mir auch Wachsamkeit, daß ich zu dir allzeit wach und bete. Jesu, o du hilf mir dazu, daß ich stets wachsam sei wie du. 4. Gütger Jesu, ach wie gnädig, wie liebreich, freundlich und guttätig bist du doch gegen Freund und Feind. Deine Sonne scheinet allen, dein Regen muß auf alle fallen, ob sie dir gleich undankbar sind. Mein Gott, ach lehre mich, damit hierinnen ich dir nacharte. Jesu, o du hilf mir dazu, daß ich auch gütig sei wie du. — ————————— Heiligung. 285⁵ — 5. Sanfter Jesu, warst unschuldig und littest alle Schmach geduldig, vergabst und ließt nicht Rachgier aus. Niemand kann dein Sanftmut messen, bei der du dennoch nie vergessen den Eifer um des Vaters Haus. Mein Heiland, ach verleih mir Sanftmut und dabei guten Eifer. Jesu, o du hilf mir dazu, daß ich sanftmütig sei wie du. 6 Hoher Jesu, Ehrenkönig, du suchtest deine Ehre wenig und wurdest niedrig und gering; wandeltest ganz arm auf Erden in Demut und in Knechtsgebärden, erhubst dich selbst in keinem Ding. Herr, solche Demut lehr mich auch je mehr und mehr stetig üben. Jesu, o du hilf mir dazu, daß ich demütig sei wie du— 7 Keuscher Jesu, all dein Wesen war züchtig, rein und auserlesen, von tugendvoller Sittsamkeit; dein Gefühl, dein Denken, Sinnen, Blick, Wort und jegliches Beginnen war voller lautrer Sittsamkeit. O mein Immanuel, mach mir Geist, Leib und Seel keusch und züchtig. Jesu, o du hilf mir dazu, so keusch und rein zu sein wie du. 8. Mäßger Jesu, deine Weise im Trinken und Genuß der Speise lehrt uns die rechte Mäßigkeit. Deine Speise wars, den Willen des Vaters treulich zu erfüllen und ihm zu dienen jederzeit. Herr, hilf mir meinen Leib stets zähmen, daß ich bleib dir stets nüchtern. Jesu, o du hilf mir dazu, daß ich stets nüchtern sei wie du. 9. Liebster Jesu, liebstes Leben, mach mich in allem dir recht eben und deinem heilgen Vorbild gleich; gib, daß mich dein Geist durchdringe, daß ich viel Glaubensfrüchte bringe und tüchtig werd zu deinem Reich. Ach zieh mich ganz zu dir, behalt mich für und für, treuer Heiland! Jesu, o du laß mich wie du,. und wo du bist, einst finden Ruh. Leipzig 1700. (Nach einem holländischen Liede von Lodenstein.) —.—.— *— 2 Q D.— 9765————.— 7 —— 0 6 12 1. Dir, dir, Je⸗ ho⸗vah, will Dir will ich mei⸗ ne Lie⸗ ———— —— ich sin⸗gen, der brin⸗gen, denn wo ist ach gib mir —— 3 2*— ö—.——— doch ein dei ⸗ nes sol⸗cher Gott wie du? Gei⸗stes Kraft da⸗ zu, daß ich es 286 Heiligung. 60 SDD‚‚.* ö 1— 3—— E..— 4..— 1——4 Na⸗men Je⸗su Christ, so wie es dir durch ihn ge-fäl⸗lig ist. 2. ö ganz brünstig gegen mich vor heißer Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, Lieb, damit dein Sohn mich wieder zieh daß mirs die Bitte nicht versagenkann, zu dir; die ich nach deinem Willen hab getan. dein Lenee meinem Herzen wohne 6. und meine Sinnen und Verstand regier. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, daß ich den Frieden Gottes schmeck das ist nach deimem Willen eingericht't und fühl und wird gewiß von dir erhöret, und dir darob im Herzen sing und spiel. weil es im Namen deines Sohns 3. geschicht, Verleih mir, Höchster, solche Güte, durch welchen ich dein Kind und so wird gewiß mein Singen recht— Erbe bin getan, und nehme von dir Gnad um Gnade so klingt es schön in meinem Liede, hin. so bet ich dich im Geist und Wahr— 7. —8 heit an;: Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe! so hebt dein Geist mein Herz zu dir Drum bin ich voller Trost und Freu⸗ empor, digkeit daß ich dir Psalmen sing im höhern und weiß, daß alle gute Gabe, Chor. die ich von dir verlange jederzeit, 4. die gibst du und tust überschweng— Denn der kann mich bei dir vertreten lich mehr, mit Seufzern, die ganz unaussprech- als ich verstehe, bitte und begehr. lich sind, 8. der lehret mich recht gläubig beten, Wohl mir! Ich bitt in Jesu Namen, gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich der mich zu deiner Rechten selbst dein Kind vertritt: und ein Miterbe Jesu Christi sei, in ihm ist alles Ja und Amen, daher ich: Abba, lieber Vater! schrei. was ich von dir im Geist und 5. Glauben bitt. Wenn dies aus meinem Herzen schallet Wohl mir, Lob dir jetzt und in durch deines heilgen Geistes Kraft Ewigkeit, und Trieb, daß du mir schenkest solche Seligkeit! so bricht dein Vaterherz und wallet! Bartholomäus Crasselius 1667—1724. 316. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. wenn sich ein Herz Gott so er-ge⸗ben, daß Chri⸗-sti Sinn es ———9————— Heiligung. 0— ,,—. 7 — ů —.9 E——4———— +— —8 1— Ein⸗falt quillt, ganz er ⸗füllt; wenn sich der Geist nach Chri⸗-sti Bil-de in 6075 1 I.. 2+ 1 ö 4.— ö . 2— 0 Licht und Recht hat auf- ge-richt't und un⸗ter sol⸗chem kla-ren x 2— 2 ů e 2—— . 6..— Schil⸗de durch al ⸗le fal⸗schen Hö ⸗hen bricht! 2. ö Was andern schön und lieblich scheinet, ist solchem Herzen Kinderspiel; was mancher für unschuldig meinet, ist solchem Herzen schon zuviel. Warum? Es gilt der Welt absagen; hier heißts: Rührt kein Unreines an! Das Kleinod läßt sich nicht erjagen, es sei denn alles abgetan. 2. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, als die im Blute Christi liegt; die reine himmlische Begierde hat Stolz und Torheit schon besiegt. An einem reinen Gotteskinde glänzt Gottes Name schön und rein: wie könnt es denn vom eitlen Winde der Welt noch eingenommen sein? 4. Von Sorgen, Not und allen Plagen, damit die Welt sich selbst anficht, vom Neid, damit sich andre tragen, weiß Christi Sinn und Einfalt nicht; behält sie wider allen Neid; ist jemand, der Lust dazu träget, das macht ihr lauter Herzensfreud. — O. O schönes Bild, ein Herz zu schauen, das sich mit Christi Einfalt schmückt! Geht hin, ihr törichten Jungfrauen, harrt nur, bis euch die Nacht berückt. Was sind die Lampen sonder Ole? Schein ohn Einfalt und Christi Sinn. Sucht doch was Bessers für die Seele und gebt der Welt das Ihre hin. 6. Ach Jesu, drücke meinem Herzen den Sinn der lautern Einfalt ein; reiß aus, obschon mit tausend Schmerzen, der Welt ihr Wesen, Tand und Schein. Des alten Feindes Bild und Zeichen trag ich nicht mehr, drum laß mich nur der Einfalt Zier und Schmuck er⸗ reichen: den Schatz, den sie im Herzen heget,‚ das ist die neue Kreatur. Johann Joseph Winckler 1670—1722. 317. Luk. 13, 24. Phil. 2, 12. 1. Mose 19, 15—22. IE —.—— 1—.— 3— 28 Heiligung. —+— I UE +2— +III—— 1 .............. 4—2—.—— 4——— und be-kehrt, daß dein Geist sich recht ent la- de 9—. 12—57 5557 ...............— LV— E IL von der Last, die ihn 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebensweg ist schmal; hier bleibt alles im Gedränge, was nicht zielt zum Himmelssaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in Gottes Reich; will der Satan widerstreben, werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe und die erste Liebe dich von der ganzen Welt abziehe; halbe Liebe hält nicht Stich. 2 Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, wärs auch Tag und Nacht getan. ö 6 Hast du dann die Perl errungen, denke ja nicht, daß du nun alles Böse hast bezwungen, das uns Schaden pflegt zu tun. 7 deines Heils mit Zittern wahr; hier in dieser Leibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. 8 Halt ja deine Krone feste, halte männlich, was du hast: recht beharren ist das Beste, Rückfall ist ein böser Gast. 9 Laß dein Auge ja nicht gaffen nach der schnöden Eitelkeit; bleibe Tag und Nacht in Waffen, Trägheit flieh und Sicherheit. be⸗schwert. 10. Laß dem Fleische nicht den Willen, gib der Lust den Zügel nicht; willst du die Begierden stillen, so verlischt das Gnadenlicht. 11 Wahre Treu führt mit der Sünde bis ins Grab beständig Krieg, richtet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg, 12. Wahre Treu liebt Christi Wege, steht beherzt auf ihrer Hut, weiß von keiner Wollustpflege, hält sich selber nichts zugut. 13 Wahre Treu kommt dem Getümmel dieser Welt niemals zu nah; ist ihr Schatz doch in dem Himmel, drum ist auch ihr Herz allda. 14. Liegt nicht alle Welt im Bösen? Steht nicht Sodom in der Glut? Seele, wer soll dich erlösen? Eilen, eilen ist hier gut. 15. Nimm mit Furcht ja deiner Seele, Lauf der Welt doch aus den Händen I dring ins stille Zoar ein; eile, daß du mögst vollenden, mache dich von allem rein. 16. Eile, zähle Tag und Stunden, bis dein Bräutgam kommt und winkt und, wenn du nun überwunden, dich zum Schauen Gottes bringt. 1 22 Eile, lauf ihm doch entgegen, sprich: Mein Licht, ich bin bereit, nun mein Hüttlein abzulegen; mich dürst't nach der Ewigkeit. Johann Joseph Winckler 1670—1722. Heiligung. 289 318. Mel. Seelenbräutigam. II — +II + 12— 7—11+—.—— —————.———..— i Je⸗su, sü⸗ße Ruh? Un⸗ter vienen aus⸗er⸗ 4 UI HI I K H nnern, dere en, uer, deuden——— ——— E ko ⸗ren Le⸗ben de ⸗ rer, die ver⸗ lo ⸗ ren, —4—1 ö —— Saer, und ihr Licht da⸗ zu, Je⸗ su, sü ⸗e Ruh! — stets in deiner Liebe brennen Leben, das den Tod, mich aus aller Not zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket und mich aus der Not hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Herrlichkeit, du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch versenket in der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit. 4. Großer Siegesheld, Tod, Sünd, Höll und Welt hast du mächtig überwunden und ein ewges Heil erfunden durch das Lösegeld deines Bluts, o Held. 5. Höchste Majestät, König und Prophet, deinen Zepter will ich küssen, ich will sitzen dir zu Füßen, wie Maria tät, höchste Majestät. 6. Laß mich deinen Ruhm als dein Eigentum durch des Geistes Licht erkennen, als dein Eigentum, allerschönster Ruhm. 2 Deiner Sanftmut Schild, deiner Demut Bild mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn noch Stolz sich rege; vor dir sonst nichts gilt als dein eigen Bild. 8. Steure meinen Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gib mir deinen Sinn. 9. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortsetze, und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gib. 19 11. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken; habe auf mich acht, Hüter in der Nacht. 12. Einen Heldenmut, der da Gut und Blut. Heiligung. gern um deinetwillen lasse und des Fleisches Lüste hasse, gib mir, höchstes Gut,. durch dein teures Blut. 13. Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, ö mich durchs Todestal begleiten und zur Herrlichkeit bereiten, ö daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. ö Johann Anastasius Freylinghausen 1670—1739. 319. Matth. 26, 41. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. — 2— Ir errn,, en , e,., e.nir 1. Ma⸗che dich, mein Geist, be⸗reit, wa-che, fleh und be⸗te, daß dich nicht die bö⸗se Zeit un⸗ver⸗hofft be⸗tre⸗te; 7 UI H ö en iur a rar vin 2— 3 x —— denn es ist Sa⸗tans List ü⸗ber vie le From-men SSIIII.I..... *——— zur Ver ⸗su⸗ chung kom-⸗ 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Strafe, und die Not samt dem Tod möchte dich in Sünden unvermutet finden. ö 3. Wache auf, sonst kann dich nicht unser Herr erleuchten. Wache, sonsten wird dein Licht dir noch ferne deuchten; denn Gott will men. für die Füll seiner Gnadengaben offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf erblicke, weil er sonst behende ist, daß er dich berücke; und Gott gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge, Heiligung. oder, wenn sie sich verstellt, wenn er was soll geben, wieder an sich bringe; er verlaͤnget unser Schrein, wach und sieh, wenn wir wollen leben es fehlt nie und durch ihn hier an falschen Brüdern unsern Sinn, ö unter Christi 60h Feind, Welt, Fleisch und Sünden x kräftig überwinden. ö Wache dazu auch 557 dich, 2 ů für dein Fleisch und Herze, Doch wohl gut, es muß uns schon damit es nicht freventlich alles glücklich gehen, Gottes Gnad verscherze; wenn wir ihn durch seinen Sohn denn es ist im Gebet anflehen; voller List denn er will und kann sich bald heucheln uns mit Füll und in Hoffart 7. seiner Gunst beschütten, wenn wir—ũ—v⅛—0 bitten. Bete aber auch dabei 10 mitten in dem Wachen; Drum so laßt uns immerdar ö denn der Herre muß dich frei wachen, flehn und beten, von dem allen machen, weil die Angst, Not und Gefahr was dich drückt immer näher treten; und bestrickt, denn die Zeit daß du schläfrig bleibest ist nicht weit, und sein Werk 2— 0 treibest. da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Ja er will 9901850 sein, Johann Burchard Freystein 1671—1718. 320. Psalm 73, 23—28. Mel. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. 2—— *+* .— 5.— e R— 6———— IAE—.— 1. Herr Je⸗su Christ, mein höch-stes Gut, mein See⸗len⸗ ich blei-be den-noch stets an dir; so ist auch —2— IE 123—.— edrsv,—.—— .I T— 09 2 ö—————— schatz, mein Her-zens-mut und al⸗ler Sin⸗-ne Freu-⸗de, nichts, das dich von mir und uns⸗re Lie-be schei⸗de. nr=n Hane.—— 4 3. de ee Rin:xrib. ,,— 2————————.— + Du machst mir deinen Weg bekannt, hältst mich bei deiner rechten ꝝ 5 4—— ö 1—— i b— EUHWA enen, e,.—..——— 3—.—— 2— Hand, re⸗gierst und führst den Le-benslauf und hil⸗ fest mei⸗ner 19 ————. 3 2— E————.—.— IIRDD—— 1— E 0 1—.—. ** + + Schwach-heit auf. Herr Je⸗su Christ, du bist mein Licht, du ꝝ + N + N. 4 ——.— 2— 27— e Le... DD————— 4 2* 2. ö Du leitest mich nach deinem Rat, ö der anders nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Gehts gleich zuzeiten wunderlich, so weiß ich dennoch daß durch dich der Ausgang wohlgelinget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn nimmst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Krone der Gerechtigkeit. Herr Jesu Christ, NI ach mit Begier, ach mit Begier wünsch ich zu sein, mein Gott, bei dir. 3. Mein alles ist auf dich gericht't; hab ich nur dich, so frag ich nicht nach Himmel und nach Erden. Denn wär der Himmel ohne dich, so könnte keine Lust für mich in tausend Himmeln werden. Wärst du nicht schon auf Erden mein, möcht ich auch nicht auf Erden sein; denn auch die ganze weite Welt hbhat nichts, das mir wie du gefällt. Herr Jesu Christ, wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. bist mein Licht; ich fol⸗ ge dir, so irr ich nichi. 4. Und sollte mir durch Kreuz und Not, durch Marter, durch Gewalt und Tod auch Seel und Leib verschmachten: dies alles wird, wenns auch noch mehr, ja gar wie eine Hölle wär, mein Glaube doch nichts achten. Du bist und bleibest doch mein Heil und meines Herzens Trost und Teil; so wird und muß durch dich allein auch Leib und Seele selig sein. Herr Jesu Christ, ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß deine Kraft mich nicht verläßt. 5. Drum halt ich mich getrost zu dir, du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine Freude. Ich setze meine Zuversicht auf dich, mein Fels, der nicht zerbricht, in Freud und auch im Leide. Dein Tun soll alles und allein in meinem Herz und Munde sein, bis ich dich kann mit Augen sehn. Ach möchte solches bald geschehn! Herr Jesu Christ, ich warte drauf, ich warte drauf: komm, komm, mein Schatz, und nimm mich auf! Erdmann Neumeister 1671—1756. 321. Mel. Jesus, meine Zuversicht. ——— EIHTX—— N ee, EE—.—— I —— 1. Himmel⸗an geht uns⸗re Bahn, wir sind Gä⸗ste nur auf Er ⸗den, bis wir hin nach Ka⸗na⸗an durch die Wü⸗ste kom⸗men wer⸗ den; Heiligung. 293 II ö....... ö —++. —.— E E 2. Himmelan schwing dich, mein Geist, denn du bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Zweck erlesen; ein von Gott erleucht'ter Sinn kehrt in seinen Ursprung hin. Himmelan! ruft Gott mir zu, wenn ich ihn im Worte höre; das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einmal hingehöre. Wenn mich dieses Wort bewahrt, halt ich eine Himmelfahrt. 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt mir das schöne Los von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Sonne, Mond und Sterne; denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein. 2 Himmelan wird mich der Tod in die rechte Heimat führen, da ich über alle Not ewig werde triumphieren. Jesus geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen kann. 6. Himmelan, ach himmelan! Das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn durch die Himmelslust vertreiben; himmelan steht mir mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmolck 1672—1737. 322. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. — 4 ů — ᷑ ö 0 v 1— —— 71. Mein Gott, ich klopf an ich hal ⸗-te mich an 1 dei⸗ne Pfor⸗te dei⸗ne Wor⸗te: — ö mit Seuf⸗zen, Klopft an, so .—. —2 ö—4 II 4—.—.——.— II L * TIV . L Flehn und Bit⸗ten an, wird euch auf⸗ ge⸗ tan! H Ach öff ne mir die n Led, . Gna⸗ den⸗ tür, in Je 2. Wer kann was von sich selber haben, das nicht von dir den Ursprung hat? Du bist der Geber aller Gaben, bei dir ist immer Rat und Tat; du bist der Brunn, der immer quillt; du bist das Gut, das immer gilt. u Na⸗men steh ich hier. 3. Drum komm ich auch mit meinem Beten, das herzlich und voll Glaubens ist. Der mich heißt freudig vor dich treten, ist mein Erlöser Jesus Christ, und der in mir das Abba schreit, ist, Herr, dein Geist der Freudigkeit. — 4 — r. SSeeeeeeeeeeeeeeeeeesessssssss rn 4. Gib, Vater, gib nach deinem Willen, was deinem Kinde nötig ist, nur du kannst mein Verlangen stillen, weil du die Segensquelle bist. Doch gib, o Geber, allermeist, was mich dem Sündendienst entreißt. 5. Verleih Beständigkeit im Glauben, laß meine Liebe innig sein. Will Satan mir das Kleinod rauben, so halt mit der Versuchung ein, damit mein und ut dem Feinde nicht den Willen tut. 6. Erweck in mir ein gut Gewissen, das weder Welt noch Teufel scheut. Wenn Züchtigungen folgen müssen, so schick sie in der Gnadenzeit. Durchstreich die Schuld mit Jesu Blut und mach das Böse wieder gut. . Vom Kreuze darf ich wohl nicht bitten, daß es mich ganz verschonen soll: mein Heiland hat ja selbst gelitten, Heiligung. sein Kreuz trag ich auch freudenvoll. Doch wird Geduld mir nötig sein: die wollest du mir, Herr, verleihn. 8. Das andre wird sich alles fügen, ich mag nun arm sein oder reich; an deiner Huld laß ich mir gnügen, die macht mir Glück und Unglück gleich. Trifft auch das Glück nicht häufig ein, so laß mich doch zufrieden sein. 9. Wenn ich dich bitt um langes Leben, gib, daß ich christlich leben mag; laß mir den Tod vor Augen schweben und des Gerichtes großen Tag, damit mein Ausgang aus der Welt den Seligen mich zugesellt. 10. O Gott, was soll ich mehr begehren? Du weißt schon, was ich haben muß; du wirst mir, was mir nützt, ge⸗ währen, denn Jesus macht den frohen Schluß: ich soll in seinem Namen flehn, so werde, was mir nützt, geschehn. Benjamin Schmolck 1672—1737. Kol. 3, 3. 4 — 2— H en en an +— +——..—4 ESI 5——.—— H———— e. EV—— F;—*8—8——.—— ——— 42 2———— 71 1. Es glän⸗zet der Chri⸗sten in⸗ wen⸗di⸗ges Le-ben, ob was ih⸗ nen der Kö⸗nig des Himmels ge- ge-ben, das .— , eer ren i, de E. Ll. —————— hier auch von au⸗ßen kein Schimmer sie schmückt;—— wird nur vom Au⸗ge des Gei⸗stes er ⸗=blickt. Was nie lt ver⸗ .— + e, ee, e, e, e 1—— ö——— +2 + + ach ⸗ten bei ir ⸗-di⸗schem Trach⸗ten, hat ih ⸗re er⸗ V ————9———————— ......I‚IIJ‚I..... Heiligung. 29⁵ — E 2 2— A.—. 55355510—— x 36666.— leuch⸗te ten Sin⸗ ne ge⸗ zie⸗ret und sie zu der 153 — 2— H. —5— 1— 7 —. —..——— gött⸗li⸗chen Wür⸗de ge-füh-ret. 2 Sie gleichen im Außern den Kindern der Erde und tragen auch an sich des Irdischen Bild; 2 sie fühlen wie andre der Menschheit Beschwerde, oft sehn sie die Sonne der Freude verhüllt. Sie stehen und wandeln, sie reden und handeln, wie jeder es treibet in zeitlichen Dingen; doch kann sie die weltliche Lust nicht bezwingen. ö 3. Denn innerlich sind sie von göttlichem Stamme, geboren aus Gott durch sein mäch⸗ tiges Wort; es lodert in ihnen die himmlische Flamme, entzündet von oben, genähret von dort. Die Engel, als Brüder, erfreun sich der Lieder, die hier von den Lippen der Frommen erklingen und bis in das innerste Heiligtum dringen. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, sind arm, doch sie haben, was ihnen efällt. Sie stehen in Leiden und bleiben in Freuden, sie scheinen getötet den äußeren Sinnen und führen das Leben des Glaubens von innen. 5 Wenn Christus, ihr Leben, sich wird offenbaren, wenn er sich einst allen in Herrlich⸗ keit zeigt, dann wird auch den frommen und gläubigen Scharen die Krone des ewigen Lebens ge⸗ reicht. Sie werden regieren, mit ihm tri⸗ umphieren, wie leuchtende Sterne des Himmels dort prangen, wenn aller Weltschimmer in Nacht ist vergangen. 6 O Jesu, verborgenes Leben der Seelen, du ewige Sonne der inneren Welt, laß deinen verborgenen Weg uns erwählen, wie oft auch die Menge für töricht ihn hält. Hier wenig geschätzet und oftmals verletzet, hier stille mit Christo im Vater gelebet: das ist es, was einst uns zum Him⸗ ö mel erhebet. Christian Friedrich Richter 1676—1711. —— n A Heiligung. 324. Mel. Es kostet viel, ein Christ zu sein. IIl ö—1— 155—— 1—— 72.—. 0—— E—— 1. Es ist nicht schwer, ein—3. zu sein und 109 dem Sinn des .F.—FFF—.. TT.TT r,. reinen Geistes le⸗ben; zwar der Na⸗-tur geht es gar sau⸗er A + 8 4 4 3 1—1— 2—— , be. E a 4———— ein, sich im-mer⸗dar in Chri⸗sti Tod zu ge⸗ben; doch Q EI 5 , 7 ö—— führt die Gna⸗de selbst zu 2. Du darfst ja nur ein Kindlein sein, du darfst ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Geist, schau doch, wie gut ers mein: das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr: es ist nicht schwer. 3 Dein Vater fordert nur das Herz, daß er es selbst mit reiner Gnade fülle; der fromme Gott macht dir gar keinen Schmerz, die Unlust schafft in dir dein eigner Wille; 7 drum übergib ihn willig in den Tod, so hats nicht Not. 4. Wirf nur getrost den Kummer hin, der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget; erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, wenn Furcht und Weh dein schwaches Herze naget; sprich: Vater, schau mein Elend gnä⸗ dig an! so ists getan. al⸗ler Zeit den schwe-ren Streit. 5 Faß nur dein Herze in Geduld, wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe merkest. Versiehst dus oft und fehlst aus eigner Schuld, so siehe nur, daß du dein Herze stärkest: so wirds gewiß mit seiner Hilf erfreut zu seiner Zeit. 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, wenn dich wird Nacht und Finsternis bedecken; dein Vater wird nichts Schlimmes mit dir tun, vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken; ja siehst du endlich ferner keine Spur, so glaube nur. 7. So wird dein Licht aus Nacht entstehn, und wirst dein Heil mit größrer Klar⸗ heit schauen; was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn, drum darfst du nur dem frommen Vater trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wahrerChrist so selig ist. Heiligung. 297 8. im Frieden sollst du vor dem Vater Auf, auf, mein Geist, was säumest du, schweben. dich deinem Gott ganz kindlich zu Die Sorg und Last wirf nur getrost ergeben? und kühn Geh ein, mein Herz, geneuß die auf ihn. Ruh: Christian Friedrich Richter 1676—1711. 68 * 4 . If * 1 * 2 1. Es ko ⸗stet viel, ein inn. zu sein und Ruch d de Sinn des B.— 7 1——.—— ee ——— —.— —— rei⸗nen Gei⸗stes le⸗ben; denn der Natur geht es gar sau⸗er — ů ů——1— 2 SSSSSSSSISSISIITI II. I.......— — ů 12.— 11— E— ein, sich im⸗mer⸗dar in Chri⸗sti Tod zu ge⸗ ben; und Qꝝ◻ +1 122.—.— 2 d r.— 5 EI e* 1—.2——— 2— ist hier gleich ein Kampf wohl aus⸗ge-richt't, das machts noch nicht. 2. Man muß hier stets auf Schlangen gehn, die leicht ihr Gift in unsre Fersen bringen; da kostets Müh, auf seiner Hut zu stehn, daß nicht das Gift kann in die Seele dringen. Wenn mans versucht, so spürt man mit der Zeit die Wichtigkeit. 3 Doch ist es wohl der Mühe wert, daß man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget, die ewiglich ein solcher Mensch er⸗ ährt, der sich hier stets aufs Himmlische geleget. Es hat wohl Müh; die Gnade aber macht, daß mans nicht acht't. 4. Man soll ein Kind des Höchsten sein, ein reiner Glanz, ein Licht im She Lichte; wie wird der Leib so hell, so stark Und rein, so herrlich sein, verklärt im Ange⸗ sichte, dieweil uns da die wesentliche Pracht so schöne macht. 5. Da wird das Kind den Vater sehn, im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; der lautre Strom wird es da ganz durchgehn 298 ö Heiligung. und es mit Gott zu einem Geist verbinden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn? Wer mags verstehn? 6 Was Gott genießt, genießt es auch, was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben, der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch; wie lieblich wird es doch mit Jesu leben! Nichts höher wird an Kraft und Würde sein als Gott allein. 34 Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht, dich durch die Macht der Finsternis zu reißen! Was sorgest du, daß dirs an Kraft gebricht? Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen. Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn! Wie wohl wirds tun! Christian Friedrich Richter 1676—1711. 326. * 7 —— x —9 — 3 — —2 x— — CI 2 1. Hier legt mein Sinn sich vor dir nie-der, L mein Geist sucht ni. i— 2* 307 0 — 0— 7 ei⸗ nen Ur⸗sprung wie-der: laß dein er⸗ freu- end EEEECS ———— IIPIIITTTTTIIII An ⸗ge⸗sicht zu mei⸗ ner Ar⸗ mut sein ge⸗richt't. 2. Schau her, ich fühle mein Verderben, laß mich in deinem Tode sterben: o könnte doch in deiner Pein die Eigenheit ertötet sein! 3. Du wollest, Jesu, meinen Willen mit der Gelassenheit erfüllen: brich der Natur Gewalt entzwei und mache meinen Willen frei. 4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen Wegen übe, nur ist von der Unlauterkeit die Liebe noch nicht ganz befreit. 5. Ich muß noch mehr auf dieser Erden durch deinen Geist geheiligt werden, der Sinn muß tiefer in dich gehn, der Fuß muß unbeweglich stehn. 6. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten, hier gelten nichts der Menschen Taten; wer macht sein Herz wohl selber rein? Es muß durch dich gewirket sein. 7. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben, du bist noch immer treu geblieben: ich weiß gewiß, du stehst mir bei und machst mich von mir selber frei. ——. 8. Indessen will ich treulich kämpfen und stets die falsche Regung dämpfen, bis du dir deine Zeit ersiehst und mich aus solchen Netzen ziehst. 2. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: Gott hat der Hölle Macht geschlagen, er führt mich aus dem Kampf und Streit in seine Ruh und Sicherheit. 10. Drum will die Sorge meiner Seelen ich dir, mein Vater, ganz befehlen; Heiligung. 299 ach drücke tief in meinen Sinn, daß ich in dir schon selig bin. ö 11. Wenn ich hieran mit Ernst gedenke und mich in deinen Abgrund senke, so werd ich von dir angeblickt, und mein Herz wird von dir erquickt. 12. So wächst der Eifer mir im Streite, so schmeck ich schon die süße Beute und fühle, daß es Wahrheit ist, daß du, mein Gott, die Liebe bist. Christian Friedrich Richter 1676—1711. 327. Mel. Ach was bin ich, mein Erretter. 222— ö 7 ů————————.—.——2 2——..——.— 25 e Lin, —9 4 x— + ö ö 1. Hü⸗ter, wird die Nacht der Sün⸗den nicht verschwin⸗den? n— 1IE⸗e —.— 4.—.—— 1— .————.——— Hü⸗ter, ist die Nacht schier hin? Wird die Fin⸗ster⸗nis der Sin⸗ 4 1 + 2———.——*——.— 4— E—— 6———— 1Vin ini. I EH.—.——4—.——— nen ald zer⸗rin-nen, dar⸗in ich ver-wik⸗kelt bin? Möcht ich wie das Rund der Erden lichte werden! Seelensonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe: Jesu, Liebe, komm, beschleunige den Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung kommen ist; und ich muß mich stets im Schatten so ermatten, weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen, da du kommen; aber ich bin lauter Nacht. Darum wollst du mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach Licht und Rechte tracht't. 3 Wie kann ich des Lichtes Werke ohne Stärke in der Finsternis vollziehn? Wie kann ich die Liebe üben, Demut lieben und der Nacht Geschäfte fliehn? 6. Laß doch nicht den Geist der Seelen sich so quälen, zünd dein Feuer in mir an; laß mich finstres Kind der Erden 2——... V 300 ö Heiligung. helle werden, daß ich Gutes 7— kann. Das Vernunsticht kann das Leben mir nicht geben: Nants und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken und erquicken, Jesus muß die Sonne sein. 8. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein; wenn sein helles Licht den Seinen soll erscheinen, muß das Auge reine sein. 9. Jesu, gib gesunde Augen, die was taugen, rühre meine Augen an; denn das ist die größte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter 1676—1711. 328. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. QES —E— 4——— S———— 1.— stet euch, ihr Chri-sten ⸗leu-tel Die Fein ⸗de Wapp⸗net euch mit Got⸗ tes Wor⸗te und kämp⸗fet 2 5. + 2 1 ——.—.—.—.— S= su⸗chen euch zur Beu⸗te, ja Sa⸗ tan selbst hat eur be⸗ frisch ͤan je⸗dem Or⸗te, da⸗mit ihr blei⸗bet un-ver⸗ I U* IIL— I—1— E 4 ö— 5 ö ,. Rchrt Ist euch der Feind zu schnell, hier ist Im-ma⸗nu⸗ UE II IH —. I x —.— SS S.....I..I.IIII........—— .—. ** el, Ho ⸗ si ⸗ an ⸗ na! Der Star ⸗ ke fällt durch 0 Ee 0——, ,, d. . die ⸗sen Held, und wir 2. Reinigt euch von euren Lüsten, besieget sie, die ihr seid Christen, und stehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Namen, daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen; wo ist des Glaubens Ritterschaft? „hal⸗- ten mit das Feld. Wer hier ermüden will, der schaue auf das Ziel: da ist Freude. Wohlan, so seid zum Kampf bereit; so krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wengen Jahre, eh ihr kommt auf die Totenbahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Toten wecken, und Christus wird die Welt erschrecken, so stehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind versöhnt! Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange, und Gottes Sohn Heiligung. Jesu, stärke deine Kinder und mach aus denen Überwinder, die du erkauft mit deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. Gieß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen: so bleiben wir hat längstens schon ö uns beigelegt die Ehrenkron. getrost an dir im Tod und Leben für und für. Wilhelm Erasmus Arends 1677—1721. 329. Mel. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. A 4 —— 5—— ö dernt In——— EA-‚. I S.... ——— 1. Wer sich auf sei-ne Schwachheit steurt, der bleibt in wer nicht Herz, Sinn und Mut er- neurt, wird sich ge— ꝝQ J.— 4 4 4 E. DDD——— .SSS.....................— * I Sün ⸗den lie ⸗gen;—9 3 De ⸗ mels⸗w wiß be ⸗ trü⸗gen. en Him m weg und U 9 d é— N—4.—— +2.————.—0.—0.—— —038 ů——— ö ö—.— 2 11 2— 4 ———— ................. —.—5— 1 . E 5—— 0 Got⸗ tes Licht, was kämp⸗fen sei und be ⸗ ten. 2.. Was jetzt die Welt nur Schwachheit Der erste Schritt im Christentum heißt, macht von der Sünde scheiden. ist ihrer Bosheit Stärke; dadurch vermehrt der böse Geist gar mächtig seine Werke. Auf, Seele, auf, richt deinen Lauf zur Allmacht, die dich rettet! Des Heilands Blick zerreißt den Strick, womit du angekettet. —* Bei einem wahren Glaubensruhm muß man die Weltlust meiden. Wenn Christi Geist die Seel entreißt von ihren Todesbanden, so spürt sie Kraft, die Jesus schafft, mit dem sie auferstanden. ——— UIIN * 380a Heiligung. 4. Mein Heiland,‚ fördre selbst dein Werk, laß mich gekräftigt werden; ist doch Gerechtigkeit und Stärk mein bestes Teil auf Erden. Du machst gerecht uns, dein Geschlecht, und willst zugleich uns stärken, daß wir in dir des Glaubens Zier, die Macht der Gnade, merken. ö 5. Brich durch, o starker Gottessohn, damit auch wir durchbrechen; laß uns in dir, o Gnadenthron, nicht mehr von Schwachheit sprechen. Str. 1: weil deine Hand das teure Pfand des Geistes uns gegeben, dadurch wir frei von Heuchelei im Streit stets siegreich leben. 6. Gib Kraft, wo keine Kraft mehr ist; gib Kraft, das Fleisch zu dämpfen; gib Kraft, wenn Macht und ist uns schwächen will im Kämpfen. Wenn uns die Welt viel Netze stellt, gib Kraft, sie zu vernichten; so wird in Not, ja selbst im Tod uns deine Kraft aufrichten. Georg Philipp Harsdörffer 1607—-1658. Str. 2—5: Bernhard Walter Marperger 1682—1746. 330. Mel. Zu dir ich mein Herz erhebe. II. EHVE 2—...—1.—.—.— IIIIIII................ 7—.— 1—— E 1. Höchst⸗er⸗wünsch⸗tes See⸗len⸗le ⸗-ben, ach wie un⸗be⸗ wo des Gei⸗stes Kräf⸗te stre-ben nach der güld⸗ nen —0 4 1 E— H—— 1— —— BSieer SSS ö A——11..—— +7 I kannt bist du, Him⸗melsruh! 9— Ach wie ei⸗tel ist der Wahn, der des Flei⸗sches — 2 2 — 1 14.. 4—— ᷑ 2.... F Sinn ver⸗blen det, wenn er klebt der Er ⸗de an, —. — 2 e, —— II — I. TEDIA sich zum Rauch und Schat⸗ten wen⸗det! 2. Ach wie oft bin ich geraten in dieselbe Blindheitsnacht, wenn ich Regungen und Taten nicht sorgfältig hab bewacht! Hat nicht die Erfahrung mir meine Torheit oft gelehret, wenn ich, Herr, ich klag es dir, mich in Unruh abgezehret? 3. Zwar der Schluß ist oft genommen, daß ich mich wollt reißen los; aber wenns zur Tat sollt kommen, fand ich mich von Kräften bloß. Ich Gefangner, Armer ich! Wer reißt mir das Netz in Stücken? Fels des Heils, erbarme dich, Hilf mir aus der Hölle Stricken. — 4. Jesu, Stärke der Verzagten, der du gibst den Matten Ruh, wahre Zuflucht der Geplagten, zwing mein Herze, zwings dazu, daß die ganze Kreatur nichts in meinen Augen scheine, und ich darauf denke nur, wie ich ewig sei der Deine. 5. Ach zermalme das Verlangen, das noch etwas Eitles will. Nimm den bösen Sinn gefangen, der nicht hält in allem still; gib, daß ich in dieser Welt nichts der Sorge wert mag achten, weil du mich darein gestellt, um nach besserm Gut zu trachten. Heiligung. 6. Gib mir Augen, um zu sehen deines Reiches Gnadenschein; gib mir Kräfte, um zu gehen bis ins Heiligtum hinein. Mache mich mit dir bekannt, laß in deinen Liebesflammen Herz und Seele sein entbrannt, knüpfe dich und—— zusammen. Weichet, weicht, ihr Weltgedanken, stört nicht ferner meine Ruh! Ich will in des Lebens Schranken eilen meinem Jesu zu. Jesu will ich geben Ehr, in ihn will ich mich versenken und hinfort mich um nichts mehr, als um seine Liebe, kränken. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 331. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) A + PPf. EVꝰ—.——.. 1 e/—4 .—1.—5 74 en 2. +—— 1. Le⸗bens⸗son⸗ne, de⸗ren Strahlen auch im Dunkeln ge⸗ben Schein, die nach Würden ab⸗zu⸗ma⸗len, ist der Sonne Glanz zu klein: *.*.——.— ö IIP 4—— ä IIITIII..I. TT —————— al⸗ler Ster⸗ne gold⸗ne Pracht ge⸗gen dich ist lau-ter Nacht; Q UU SP... Mond und Sonne müssen wei⸗chen und vor deinem Glanz erbleichen. 2. Komm denn, Jesu! Deine Klarheit durch die Nacht der Sünde bricht. Zeige mir den Weg der Wahrheit, zeig dein helles Angesicht; treib aus meinem Herzen aus alle Schatten, laß dein Haus, drin du dich willst ewig spiegeln, Belial dir nicht 6——. Siehst du nicht er Herzens Höhle, wie sie ist verwirrungsvoll? In dem tiefsten Grund der Seele glänzt es noch nicht, wie es soll. Ach wann wird doch einst dein Glanz meinen Geist verklären ganz? O daß alles möchte sterben, was nur kann dein Licht verderben! 4. Warst dus nicht, der aus der Tiefe, drin die Welt versunken lag, durch ein Wort dem Lichte riefe? Und wie plötzlich ward es Tag! Starker Gott, dem nichts gebricht, Heiligung. sprich noch heut: Es werde Licht! und wie du in Liebe brennen; Laß das Fleisch in seinen Lüsten gib mir Licht und Kraft dazu. nicht mehr wider dich sich rüsten. War des Tempels Dunkel nicht 5. allzu enge deinem Licht: Laß in deinem Licht mich wandeln, wird mein Elend dir nicht wehren, o du heller Morgenstern. bei mir Sünder einzukehren. Lehr mich, daß ich recht zu handeln 7. aus dem Wort des Lebens lern; Wohne, herrsche, leuchte, heile! und gleichwie du für und für Dir, dir räum ich Herz und Mut. bist des Vaters Bild und Zier, Leuchte mir als Feuersäule, also laß, Herr, deine Strahlen Fülle mich mit Licht und Glut. in mir auch dein Bildnis malen. Eine Sonne wärmt die Welt, 6. eine Sonne mir gefällt; Ich muß, wie du mich, dich kennen, ohne dieses Licht des Lebens ich muß heilig sein wie du lebt ich in der Welt vergebens. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 332. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst bist. Q UH P —— ö———— ———.— 2 E P 1. Mein Le⸗ben ist ein Pil⸗grimstand: ich rei ⸗se nach dem 0 0 ö——. 25.—————.— exnsrir I.—.— Va ⸗ter⸗land, nach dem Je⸗ru⸗-sa-⸗lem, das dro⸗ben Gott E IEEEEEEEE EE EEE 1., ei, a,—.— 1 selbst als ei⸗ ne fe⸗ste Stadt auf Bun⸗des⸗blut ge⸗ 9 5 4 ö—— 35 ö 2 ů 18————. PIIIIEIETT ——.— + I 5 1— grün⸗det hat; da werd ich mei⸗nen Gott stets lo⸗ben. Mein 9. E .—— RIDSSEII.— E————3——————— EH, Le⸗ben ist ein Pil⸗grimstand, ich rei⸗se nach dem Va⸗terland. Herr Jesu, mach mich nur bereit, 2. So schnell ich Land und Sand verlaß, eröffne meine Augenlider, läuft schnell des Lebens Stundenglas, daß ich, was zeitlich ist, veracht, und was vorbei ist, kommt nicht wieder. und nur nach dem, was ewig, tracht. Ich eile zu der Ewigkeit: n;ö III Heiligung. 30⁵ 8. 6. Kein Reisen ist ohn Ungemach: Durch deinen Geist mich heilig leit, der Lebensweg hat auch sein Ach, gib in Geduld Beständigkeit, man wandelt nicht auf weichen Rosen. vor Straucheln meinen Fuß beschütze. Der Steg ist eng, der Feinde viel, Ich falle stündlich: hilf mir auf, die mich wegreißen von dem Ziel; zeuch mich, damit ich dir nachlauf; ich muß mich oft an Dornen stoßen, sei mir ein Schirm in Trübsalshitze; ich muß durch dürre Wüsten gehn laß deinen süßen Gnadenschein und kann selbst keinen Ausweg sehn. in Finsternis nie ferne sein. 4. 7. Der Sonnen Glanz mir oft gebricht, Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll, der Sonnen, die mit Gnadenlicht vor Durst nach dir verschmachten will, in unverfälschte Herzen strahlet; Wind, Regen stürmen auf mich zu: mein matter Geist findt nirgend Ruh. Doch alle Müh ist schon bezahlet, wann ich die güldne Himmelstür mir stell in Glaub und Hoffnung für. 5. Israels Hüter, Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast angenommen: zeig mir im Worte deine Tritt, laß mich bei einem jeden Schritt zu deinem Heil stets näher kommen. Mein Leben fleugt: ach eile du und fleug mit Gnad und Hilf herzu. so laß mich dich zum Labsal finden; und wenn ich schließ die Augen zu, so bring mich zu der stolzen Ruh, da Streit und alle Müh verschwinden: laß mich da sein in Abrams Schoß dein Liebling und dein Hausgenoß. 8. Bin ich in diesem fremden Land der blinden Welt schon unbekannt: dort sind die Freunde, die mich kennen; dort werd ich mit der Himmelsschar dir jauchzend dienen immerdar und in der reinsten Liebe brennen. Herr Jesu, komm, o bleib nicht lang; hier in der Wüste wird mir bang. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 333. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. ——— 3Är—.— 2 DRPRPIPJPJPIPPIPRTRRRe.e —.————— 1. O Lie⸗bes⸗glut, wie soll ich dich mit Lo⸗be wür-dig In dei⸗ne Tie⸗fen will ich mich, oöo vol⸗le See, ver⸗ — , Fer——— ö.— . ů— ⁊ 3—— 3 6 0 zie⸗ ren? ö MNe⸗ en: F f H 1 2 8 5 r= li=kei 38 lie ren. Es flam-met Got ⸗-tes Herr⸗lich- keit, es 751 dn e en p— , 1 L brennt die gan⸗ze E⸗wig⸗eit: bleibt noch mein Herz er-kal-⸗tet? 20 * ————.——— 300 Heiligung. 2. O Liebe, die Gott seinen Sohn aus seinem Schoß genommen! Er ist von dem gestirnten Thron zu uns herabgekommen; sein Mangel, Knechtschaft, Kreuz und Grab sind uns ein Bild, zu malen ab, wie stark Gott lieben könne. Hör auf zu grübeln, glaub allein! Kannst du dies Meer nicht gründen, so wirf dich blindlings nur hinein mit allen deinen Sünden; laß dem das Herze sein gewährt, der dir sein Herz hat ausgeleert; gib Herz für Herz zum Opfer. 4. O liebster Vater, nimm es hin: gib Kraft, um dich zu lieben; Herz und Begierden, Mut und Sinn sei dir hiermit verschrieben; brenn aus das Feuer böser Lust, laß ewig nichts in dieser Brust als deine Liebe glühen. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 334. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. IE —II — ö —— ö 2 1 ——. 5 See⸗le, was er⸗müdst du dich in den Din⸗gen die-ser Er⸗ den, die doch bald ver⸗zeh⸗ren sich und zu Staub und A-sche wer⸗den? + 4 1 4 4 + Ene e ite E. re DI 5—. 4—2—20— ů—— 2 ö*——.———3.—— EDEEEE. Su⸗che Je⸗sum und sein Licht, al⸗les an-dre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott aufschwingen, richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad eindringen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben: eil zum Lebensquell hinzu, da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein, so das finstre Reich gebieret; laß nur ihn dein Labsal sein, der zur Glaubensfreude führet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 5. Geh einfältig stets einher, laß dir nichts das Ziel verrücken; Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 6. Du bist ja ein Hauch aus Gott und aus seinem Geist geboren, darum liege nicht im Tod; bist du nicht zum Reich erkoren? Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 7. Schwinge dich fein oft im Geist über alle Himmelshöhen; laß, was dich zur Erde reißt, weit von dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 2*** A„I. dadurch wir überwinden? Heiligung. 307 8. sich dein Herz zu ihm erheben. Nahe dich dem lautern Strom, Suche Jesum und sein Licht, der vom Thron des Lammes fließet alles andre hilft dir nicht. und auf die, so keusch und fromm, 10. sich in reichem Maß ergießet. Sei im übrigen ganz still, Suche Jesum und sein Licht, du wirst schon zum Ziel gelangen; alles andre hilft dir nicht. glaube, daß sein Liebeswill 9. stillen werde dein Verlangen. Laß dir seine Majestät Drum such Jesum und sein Licht, immerdar vor Augen schweben, alles andre hilft dir nicht. laß mit brünstigem Gebet Jakob Gabriel Wolf 1684—1754. 335. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. I E,, E. E*, ser,——— 1. Ein Christ, ein tapf-rer Krie⸗ges-held, voll Geist, voll Kraft und ver⸗leug- net sich, be-zwingt die Welt, zer⸗stört des Sa⸗tans —— S SSPI. I.............— EiEEE e kämpft in⸗ner⸗ lich und äu⸗ßer ⸗lich mit Q E we, wan ere. ⸗ din ur Enn irnen r.—.— 2——. Teu⸗fel, Welt und Sün⸗den und kann doch ü-ber⸗win⸗den. 2. gib Will und Tat ö Ich habe mich vorlängst gequält und laß mich Gnade finden, und gab mich schier verloren, so kann ich überwinden. bis Gott mich zu der Zahl gezählt, 4 Wer wt die Rra,. Ich war ein Mensch voll Eigensinn, die alles schafft voll Eigenlieb und Ehre; und Christi Macht ergründen, uch lebte nach den Küsten hin und nicht nach Christi Lehre; doch, Gott sei Ehr, ich bins nicht mehr, Ich sprach: Ich bin ein schwaches ich streite mit den Sünden Kind wie alle Menschenkinder, und will sie überwinden. das in sich kein Vermögen findt, ich bin ein armer Sünder; Kommt mir die alte Bosheit ein ach Gott, gib Rat, und will noch lieblich schmecken, 20*³ ————————————— 308 soll Jesu Leiden, Kreuz und Pein mich heilsamlich erschrecken; die böse Lust in meiner Brust, die liebsten Lieblingssünden, die will ich überwinden. 6. Will Menschenfurcht und Menschen⸗ gunst Leid oder Freud mir machen, üb ich die edle Streiterkunst, verachte Drohn und Lachen; Welt⸗Haß und ⸗Gunst ist lauter Dunst, nur Schatten, die verschwinden: drum will ich überwinden. 7. Leb ich in steter Traurigkeit, sind wenig gute Stunden in meiner kurzen Lebenszeit: ich habe Gott gefunden; der tröstet mich gar süßiglich, der kann den Schmerz verbinden, und ich will überwinden. 8. Ja muß ich in dem Pilgerland Heiligung. mit Gott wie Jakob ringen, so will ich durch die Glaubenshand den Allerstärksten zwingen; kann ich zur Stund aus seinem Mund nicht bald den Trost empfinden, noch will ich überwinden. 9. Mir geht der Tod nicht bitter ein, ich bin schon längst gestorben; er soll mir lieb und süße sein: das Haus nur wird verdorben; Gott muß den Gast der Erdenlast auf solche Art entbinden. Das hilft mir überwinden. 0. Das Kleinod ist mir vorgesteckt, ich soll nur tapfer kämpfen; drum bleibt mein Arm stets ausge⸗ streckt, mit Gott den Feind zu dämpfen. Nur unverzagt und frisch gewagt! Ich seh die Krone binden, drum will ich überwinden. Geistliche liebliche Lieder, Berlin 1709. 336. Mel. Wie wohl ist mir, 0 Freund der Seelen. ꝝ J. 4 4 F PPPTPTPTPTPTTT— 2.. 6005— SEEE—.——.—3..8 —3————— 1. O Va⸗ter⸗herz, o Licht, ö Le-⸗ben, o treu⸗er Hirt, Im⸗ dir bin ich ein⸗mal ü⸗ber⸗ge⸗ben, dir, dir ge⸗ hö⸗ ret ——— 2—— PDPFPDPFPFTFTFTFIFIFITITITIIITITITIII——— ———— 223— r,. ia-nu ⸗ el ö ö ö Leib und Seel: ich will mich nicht mehr sel-ber füh-ren, 5 *.—— E 5 pfFf—ff 5 n e. an, EEEEDEEEE ——————— der Va⸗ter soll das Kind re ⸗gie⸗ren: so geh nun mit mir aus und Heiligung. e —— 4 53. 4 r———.3..‚‚— ,. T——— — 0 ein und lei⸗te mich nach al⸗len Trit⸗ten. Ich geh, ach hör, o 4 ö ö ö E2T— — .—.......... +L . Herr, mein— 0 bringen? Ich weiß mir gar in Keinem Rat; drum sei in groß und kleinen Dingen mir immer selber Rat und Tat. Du willst dich meiner gar nicht schämen, ich mag dich ja zu allem nehmen, du willst mir selber alles sein: so sollst du denn in allen Sachen den Anfang und das Ende machen; dann stellt sich lauter Segen ein. 3. Du führest mich, ich kann nicht gleiten, dein Wort muß ewig feste stehn; du sprichst, dein Auge soll mich leiten, dein Angesicht soll vor mir gehn; ja deine Güt und dein Erbarmen soll mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kindlich sei, bei allem gläubig zu dir flehe und stets auf deinen Wink nur sehe, so spür ich täglich neue Treu. 4. O daß ich auch im Kleinsten merke auf deine Weisheit, Güt und Treu, damit ich mich im Glauben stärke, dich lieb und lob und ruhig sei und deine Weisheit lasse walten, für mich nicht ei⸗ nen Schritt al⸗lein. stets Ordnung, Maß und Ziel zu Was kann dein s shwaches Kind voll⸗ denn lauf ich vor, da lauf ich an. halten; Drum mach im Besten mich gelassen, nichts ohne dich mir anzumaßen: was du mir tust, ist wohlgetan. 5. Ach mach einmal mich treu und stille, daß ich dir immer folgen kann; nur dein, nur dein vollkommner Wille sei mir hier Schranke, Lauf und Bahn. Laß mich nichts mehr für mich ver⸗ langen, ja laß mir nichts am Herzen hangen als deines großen Namens Ruhm; der sei allein mein Ziel auf Erden: ach laß mirs nie verrücket werden; denn ich bin ja dein Eigentum. 6. Laß mich in dir den Vater preisen, wie er die Liebe selber ist; laß deinen Geist mir klärlich weisen, wie du von ihm geschenkt mir bist. Ach offenbare deine Liebe und wirke doch die heißen Triebe der wahren Gegenlieb in mir; durchdringe du mein Herz und Sinnen, daß ich hinfort mein ganz Beginnen allein zu deinem Lobe führ. Karl Heinrich von Bogatzky 1690—-1774. 337. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 2 IE 2 — 2— 5.———— 4— — 1. Hei⸗land, dei⸗ ne ie Menschen⸗ die dein treu⸗es Herz be-wo⸗gen, lie⸗be war die Quel⸗le dei⸗ner dich in un⸗ ser Fleisch ge⸗ Trie— be, dek— ket, 65 2 gen dich mit Schwach-heit * IIl 2. 1+————— ...... EE—.— ü ⸗ber ⸗ dich vom Kreuz ins Grab ge-strek⸗ket. O der un⸗ge⸗-mei⸗nen —2 1II —— + 1—6 ö ö— 4 5 r. Trie⸗be dei ⸗ner 2. Uber seine Feinde weinen, jedermann mit Hilf erscheinen, sich der Blinden, Lahmen, Armen mehr als väterlich erbarmen, der Betrübten Klagen hören, sich in andrer Dienst verzehren, sterben Re die ärgsten Sünder, das ist Lieb, o O du Zuflucht 50 Elenden, wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf und Heil genommen, der gebeugt zu dir gekommen? O wie ist dein Herz gebrochen, wenn dich Kranke angesprochen! O wie pflegtest du zu eilen, das Gebetne mitzuteilen! 4. Die Betrübten zu erquicken, zu den Kleinen dich zu bücken, die Unwissenden zu lehren, 143 die Verführten zu bekehren, Sünder, die sich selbst verstocken, täglich liebreich zu dir locken, das war, Jesu, deine Weise, täglich deine Freud und Speise. Lüüütz treu ⸗en 2— — Men⸗schen ⸗lie ⸗be! 5. O wie hoch stieg dein Erbarmen, da du für die ärmsten Armen dein unschätzbar teures Leben in den ärgsten Tod gegeben, da du in der Sünder Orden aller Schmerzen Ziel geworden und, den Segen zu erwerben, als ein Fluch hast wollen sterben. 6. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanftmut und Geduld zu üben ohne Schelten, Drohen, Schlagen andrer Schmach und Last zu tragen, allen freundlich zu begegnen, für die Lästerung zu segnen, für der Feinde Schar zu beten und die Mörder zu vertreten. 7. Komm, laß deine Liebe decken meiner Sünden Meng und Flecken. Du hast das Gesetz erfüllet und desselben Fluch gestillet: laß doch wider dessen Stürmen deiner Liebe Schild mich schirmen; heilge meines Herzens Triebe, salbe sie mit deiner Liebe. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 338. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. ˙1 ——8 ö— ö 2 43——...—.——— —. I PII.——— 1. König, dem kein Kö⸗nig glei⸗chet, des⸗sen Ruhm kein Mund er⸗ demals Gott das Reich ge⸗büh⸗ret, der als Menschdas Zep⸗ter Heiligung. 311 Q II ee H—.—.— E H— ö——— 223.2..—— 2 II—— i— rei⸗-chet 45 7 2 7*— 47— füh ⸗ret, dem das Recht ge- hört zum Thro⸗ne —— H EEET + + I—— ...,.,, E—.—. als des Va⸗ters ein⸗gem Soh⸗ne, den so viel Voll⸗kom⸗-men⸗ n H ö SPSPIPIPSPSPIPIPITITITITITIIIIIII— ee———— 6—— hei⸗ten krö⸗ nen, zie ⸗ ren und be ⸗ glei⸗ten: 2. die dort ohne Furcht und Grauen Himmel, Wasser Luft und Erde, dein verklärtes Antlitz schauen, nebst der ungezählten Herde die dich unermüdet preisen der Geschöpfe in den Feldern, und dir Ehr und Dienst erweisen in den Seen, in den Wäldern, 5. sind, Herr über Tod und Leben, O Monarch in dreien Reichen, dir zum Eigentum gegeben. dir ist niemand zu vergleichen Tiere, Menschen, Geister scheuen, an dem Überfluß der Schätze, Menschensohn, dein mächtig Dräuen. an der Ordnung der Gesetze, 3. an Vortrefflichkeit der Gaben, In des Gnadenreiches Grenzen welche deine Bürger haben; sieht man dich am schönsten glänzen, du beschützest deine Freunde, wo viel tausend treue Seelen du bezwingest deine Feinde. die zu 43 30 Haupt erwählen, 6. ie durchs Zepter deines Mundes Herrsche auch in meinem Herzen nach dem Recht des Gnadenbundes überZorn, Furcht, Lust undSchmerzen, sich von dir regieren lassen laß mich deinen Schutz genießen, und wie du das Unrecht hassen. laß mich dich im Glauben küssen, 4. ehren, fürchten, loben, lieben In dem Reiche deiner Ehren und mich im Gehorsam üben, kann man stets dich loben hören hier mit ringen, dulden, streiten, von dem himmlischen Geschlechte,(dort mit herrschen dir zur Seiten. von der Menge deiner Knechte, Johann Jakob Rambach 1693—1735. 339. Mel. Jesu, meine Freude. 1. All⸗ge⸗-nug⸗sam ů — 175 sen, das ich hab er ⸗le⸗ sen du ver⸗gnügst al ⸗-lei⸗ ne völ ⸗lig, in⸗ nig, rei ⸗ne ꝗCꝗFCFCFCFCICICICC IIHNDSIFRRFRIRCRNCNCFNCNCNCNCANMNCAACNNCNNCNCCS —2—29—————mm——ͤ—— .. ——— —ʒef::Æ=²:ì⁊ͤ ——————— 2 II ———‚ I IL mir zum höch-sten Gut: Aich ö ů See ⸗le, Geist und Mut. Wer dich hat, ist still und satt; —8— 22 e, , + 0 wer dir kann im Geist an-han-gen, darf nichts mehr ver⸗langen. 2. 4. Wem du dich gegeben, Was genannt mag werden kann im Frieden leben, droben und auf Erden, er hat, was er will. alles reicht nicht zu; Wer im Herzensgrunde einer nur kann geben lebt mit dir im Bunde, Freude, Ruh und Leben, liebet und ist still; eins ist not: nur du! bist du da uns innig nah, Hab ich dich nur wesentlich, muß das Schönste bald erbleichen so mag Leib und Seel verschmachten; und das Beste weichen. ich wills doch nicht achten. 3. 5. Höchstes Gut der Güter, Komm, du selig Wesen, Ruhe der Gemüter, das ich mir erlesen, Trost in aller Pein: werd mir offenbar! was Geschöpfe haben, Meinen Hunger stille, kann den Geist nicht laben; meinen Grund erfülle du vergnügst allein. mit dir selber gar. Was ich mehr als dich begehr, Bleib nur du mein Gut und Ruh, kann mein Seligsein nur hindern bis du wirst in jenem Leben und den Frieden mindern. dich mir völlig geben. Gerhard Tersteegen 1697-1769. 340. Mel. Alles ist an Gottes Segen.— —.— II— 2— 2— 22———— — 1. Je⸗su, der du bist al⸗lei⸗ne Haupt und Kö-nig der Ge⸗-mei⸗ne, ——————.— 9 II— 2 2—..—— ,— seg⸗ne mich, dein armes Glied: wollst mir neu⸗en Ein⸗ fluß ge⸗ben ..—— ů E.———4 —— ö n L—4 5%. d Eent r, In En Sr r ran, wer een,- E 2 1.2.———.——— 8823 deines Geistes, dir zu le⸗ben; stär⸗ke mich durch dei⸗ne Güt. 2. Ach dein Lebensgeist durchdringe, Gnade, Kraft und Segen bringe deinen Gliedern allzumal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kennest überall. 3. O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen, o wie köstlich sind sie mir! Du weißt, wie michs oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen, ich vereinge mich mit ihnen, und vor deinem Angesicht wünsch ich Zion tausend Segen: stärke sie in deinen Wegen, führ sie selbst nach deiner Pflicht. O. In der argen Welt sie rette und den Satan bald zertrete gänzlich unter ihre Füß: töte durch den Geist von innen Fleischeslust, Natur und Sinnen; sei nur du den Deinen süß. Die in Kreuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben ihre Seel in deine Hand; laß sie dadurch werden kleiner und von allen Schlacken reiner, lauterlich in dich gewandt. Heiligung. 7. Laß die Deinen noch auf Erden mache deine Kinder schön, abgeschieden, klein und stille, sanft, einfältig, wie dein Wille, 8. Sonderlich gedenke deren die es, Herr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll: auf dein Herz will ich sie legen, gib du jedem solchen Segen, wie es not; du kennst sie wohl. 9. Ach besuch zu dieser Stunde ihre Herzen und im Grunde sie erfreu in dir allein; zeuch mit deinen Liebeszügen ihre Lust und ganz Vergnügen wesentlich in dich hinein. 10. Ach du hast uns teur erworben, da du bist am Kreuz gestorben: denke, Jesu, wir sind dein; halt uns fest, solang wir leben und in dieser Wüste schweben, laß uns nimmermehr allein. 11. Bis ich einst mit allen Frommen droben werd zusammenkommen und von allen Flecken rein da vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns sehen, ewig eins in dir zu sein. Gerhard Tersteegen 1697-1769. 341. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 2— 313 ganz nach deinem Herzen werden; und wie du sie gern willst sehn.— VWF.—5——4 E en— 2— , Fremsnru, frr, v,/. Hrt, 2—— 5.60 2 k.— 5 + 1 + 1. Kommt, Kin⸗der, laßt uns es ist ge⸗fähr⸗lich, ge⸗ hen, der A⸗bend kommt her⸗bei, ste⸗ hen in die⸗ser Wü⸗ste⸗nei; — 3 ——* ùπά πππ 23————————————: mmmmmmee ——— —— eeeee— 2—— 1H¹⁷⁷iüthhiiii Fitäi. Kä.W..Atdt.⸗ E Heiligung. —.— —— III SSI............ ——— 4.— 1—.——— ei⸗ ner Kraft zur an⸗dern; es ist das En ⸗de gut. 4.. Es soll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; ein jeder sein Gesichte mit ganzer Wendung richte fest nach Jerusalem. 3. Der Ausgang, der geschehen, ist uns fürwahr nicht leid; es soll noch besser gehen zur Abgeschiedenheit. Nein, Kinder, seid nicht bang; verachtet tausend Welten ihr Locken 5 ihr Schelten, und geht nur euren Gang. 4. Gehts der Natur entgegen, so gehts gerad und fein; die Fleisch und Sinnen pflegen, noch schlechte Pilger sein. Verlaßt die Kreatur und was euch sonst will binden, laßt gar euch selbst dahinten: es geht durchs nur. Man muß wie Piger wandeln, frei, bloß und wahrlich leer: viel sammeln, halten, handeln macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot: wir reisen abgeschieden, mit wenigem zufrieden; wir brauchens 6 zur Not. Schmückt euer Herz aufs beste, sonst weder Leib noch Haus; wir sind hier fremde Gaͤste und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach; ein Pilger muß sich schicken, sich dulden und sich bücken den kurzen Pilgertag. Ist gleich der Weg sehr enge, so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge und manches Kreuze trägt: es ist doch nur ein Weg; laß sein! wir gehen weiter, wir folgen unserm Leiter und brechen durchs Geheg. 8. Wir wandeln eingekehret, veracht't und unbekannt; man siehet, kennt und höret uns kaum im fremden Land; und höret man uns ja, so höret man uns singen von unsern großen Dingen, die auf uns warten da. 9. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, der Vater gehet mit; er selbst will bei uns stehen bei jedem sauren Tritt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach ja, wir——19 gut. Kommt, Kinder, laßt uns wandern, wir gehen Hand in Hand; eins freuet sich am andern in diesem wilden Land. Kommt, laßt uns kindlich sein uns auf dem Weg nicht streiten, die Engel uns begleiten als unsre Brüderlein. 11 Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu; man trag, man helfe allen, man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, bindet fester an; ein jeder sei der Kleinste, doch auch wohl gern der Reinste auf unsrer Liebesbahn. —2———.695666neElsAAee 5—93—————.—..——— Heiligung. 31⁵ 12. da wird man ewig ruhn, Kommt, laßt uns munter wandern, wenn wir mit allen Frommen der Weg kürzt immer ab; daheim zum Vater kommen; ein Tag der folgt dem andern, wie wohl, wie wohl wirds tun! bald fällt das Fleisch ins Grab. 14. Nur noch ein wenig Mut, Drauf wollen wirs denn wagen, nur noch ein wenig treuer, es ist wohl wagenswert, von allen Dingen freier und gründlich dem absagen, gewandt zum ewgen Gut. was aufhält und beschwert. 13. Welt, du bist uns zu klein, Es wird nicht lang mehr währen, wir gehn durch Jesu Leiten halt't noch ein wenig aus; hin in die Ewigkeiten: es wird nicht lang mehr währen, es soll nur Jesus sein. so kommen wir nach Haus: Gerhard Tersteegen 1697—1769. 342. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn.(Mache dich, mein Geist, bereit.) ꝝ◻ E b.ei, e, Fe, L.—— ö*——4 2—2.—.2 47 1 0 L 2—— 1. Lieb⸗ster Hei⸗land, na⸗he dich, mei⸗nen Grund be-rüh⸗ re, und aus al⸗lem kräf⸗-tig⸗lich mich in dich ein⸗-füh⸗re, 2 * V 1 A* daß ich dich in⸗nig⸗lich mög in Lie⸗be fas ⸗ sen, Q .. ..—— 2——— — al ⸗-les an ⸗dre las⸗ sen. 2. kindlich, rein, Sammle den zerstreuten Sinn, sanft und klein, treuer Hirt der Seelen, dich in Unschuld sehe, denn wenn ich in dir nicht bin, in dir leb und stehe. muß mein Geist sich quälen. Kreatur 4. ängstet nur, Menschenfreund, Immanuel, du allein kannst geben dich mit mir vermähle; Ruhe, Freud und Leben. o du sanfter Liebesquell, 3. salbe Geist und Seele, Mache mich von allem frei, daß mein Will gründlich abgeschieden, sanft und still daß ich eingekehret sei ohne Widerstreben stets in deinem Frieden, dir sich mag ergeben. Jedermann hat seine Lust und sein Zeitvertreiben; mir sei eines nur bewußt: Herr, in dir zu bleiben. Alles soll folgen wohl, wenn ich mich nur übe in dem Weg der Liebe. 6. Kreaturen, bleibet fern, und was sonst kann stören. Jesus, ich will schweigen gern und dich in mir hören: Heiligung. schaffe du wahre Ruh, wirke nach Gefallen; ich halt still in allem. 7. Was noch flüchtig, sammle du; was noch stolz ist, beuge; was verwirret, bring zur Ruh; was noch hart, erweiche: daß in mir nichts hinfür lebe noch erscheine als mein Freund alleine. Gerhard Tersteegen 1697-1769. 343. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. Q I 1 . EII — ö 1—. SSI.......—. 2.—2.— —5— 2..2— 4— * + 1. Nun so will ich denn mein Le⸗ben völ-lig mei⸗-nem Q IE , mur 2.,— 1 enwin, D—.—.——..—.———+————ñ—ꝛꝛ H—ß7ꝛiii— 2 2=. Gott er ⸗ge⸗ben; nun wohl⸗ an, es ist ge⸗schehn. — — 2— Sünd, ich will von dir nicht hö-ren; Welt, ich will mich UH —— II Q— 5——— I —5 ů— 1 1— N EEEEEEEEEEEEEE II von dir keh⸗ren, 2. Hab ich sonst mein Herz geteil hab ich hie und da verweilet, endlich sei der Schluß gemacht, meinen Willen ganz zu geben, meinem Gott allein zu leben, ihm zu dienen Tag und Nacht 8 Herr, ich opfre dir zur Gabe all mein Liebstes, das ich habe, deinen Augen nur gefallen, schau, ich halte nichts zurück; *— oh ⸗- ne je zu ⸗rück zu sehn. schau und prüfe meine Nieren, et, solltest du was Falsches spüren, nimm es diesen Augenblick. 4. Ich scheu keine Müh und Schmerzen; gründlich und von ganzem Herzen will ich folgen deinem Zug. Kann ich stetig und in allem ach so hab ich ewig gnug. *8*8*8—— Heiligung. 5. 6. Eines will ich nur betrachten Dich allein will ich erwählen; und nicht wissen noch drauf achten, alle Kräfte meiner Seelen was sonst draußen mag geschehn: nimm nur ganz in deine Macht. fremd der Welt und ihren Sorgen Ja ich will mich dir verschreiben; will ich hier, in dir verborgen, n es ewig feste bleiben, als ein wahrer Pilger gehn. was ich dir hab zugesagt. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 344. Epheser 1, 21. 22. Mel. Alles ist an Gottes Segen. E—..— de EEE— 2—. 1. Je⸗ sus Chri⸗ stus herrschtals Kö-nig, al ⸗les wird ihm ö 1 ö 11—.—.— ö 5 ———. n, 2—.—* j 2...——.——— —0—— un ⸗ter-tä⸗ nig, al ⸗les legt ihm Gott zu Fuß; E————————— ö— O².. al⸗le Zun⸗ge soll be⸗ken⸗nen: Je⸗ sus sei der Q——— 4 + 16*—..I————— 9————— atn r vin.————r Herr zu nen⸗nen, dem man Eh⸗re ge⸗ ben muß. 2. 4. Fürstentümer und Gewalten, Gott, des Weltbaus großer Meister, Mächte, die die Thronwacht halten, hat die Engel wohl als Geister geben ihm die Herrlichkeit; und als Flammen um den Thron; alle Herrschaft dort im Himmel, sagt er aber einem Knechte: hier im irdischen Getümmel Setze dich an meine Rechte? ist zu seinem Dienst bereit. Nein, er sprach es zu dem Sohn. 5 3. Gehet aus dem Strom der Zeiten Gott ist Herr, der Herr ist einer, in das Meer der Ewigkeiten, und demselben gleichet keiner; forscht den fernen Tiefen nach: einzig ist der Sohn ihm gleich. kein Geist wird in allen Gründen Dessen Stuhl ist unumstößlich, je Erhabners können finden, dessen Leben unauflöslich, als der Vater von ihm sprach. dessen Reich ein ewig Reich. .. —.— ILIII 22—2—2—————————————neei‚i‚‚ee——— ———— ———/ 2— 318 Heiligung. 6. 11. Gleicher Macht und gleicher Ehren Allen losgekauften Seelen sitzt er unter lichten Chören, solls an keinem Gute fehlen, über allen Cherubim. denn sie glauben Gott zum Ruhm. An der Welt und Himmel Enden Werte Worte, teure Lehren! hat er alles in den Händen; Möcht doch alle Welt dich hören, denn der Vater gab es ihm. süßes Evangelium! 7. 12. Nur in ihm, o Wundergaben! Zwar das Kreuz drückt Christi Glieder können wir Erlösung haben, hier auf kurze Zeit danieder, die Erlösung durch sein Blut. und das Leiden geht zuvor: Hörts: das Leben ist erschienen, nur Geduld, es folgen Freuden; und ein ewiges Versühnen nichts kann sie von—2— scheiden, kommt in Jesu uns zugut. und ihr Haupt 995 sie empor. 8. 13. Jesus Christus ist der eine, Ihnen steht ein Himmel offen, der gegründet die Gemeine, welcher über alles Hoffen, die ihn ehrt als teures Haupt. über alles Wünschen ist; Er hat sie mit Blut erkaufet, die gereinigte Gemeine mit dem Geiste sie getaufet, weiß, daß eine Zeit erscheine, und sie lebet, 25 sie glaubt. wo sie ihren König grüßt. 14. Gebt, ihr Sider, ihm die Herzen, Jauchz ihm, Menge heilger Knechte, klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, rühmt, vollendete Gerechte, sagt, ihr Armen, ihm die Not. und du Schar, die Palmen trägt, Wunden müssen Wunden heilen, und du Blutvolk mit der Krone, Heilsöl weiß er auszuteilen, und du Chor vor seinem Throne, Reichtum schenkt er nach dem Tod. der die Gottesharfen schlägt! 10 15⁵ 5. Eile, du darfst dich nicht schämen! Ich auch auf den tiefsten Stufen Willst du Gnade, du sollst nehmen; ich will glauben, reden, rufen, willst du leben, das soll sein; ob ich schon noch Pilgrim bin: willst du erben, du wirsts sehen; Jesus Christus herrscht als König, soll der Wuns sch aufs höchste gehen: alles sei ihm untertänig, willst du Jesum, er ist dein. ehret, liebet, lobet ihn! Philipp Friedrich Hiller 1699—-1769. 45 345. Mel. O du Liebe meiner Liebe. ———. I ——.—.——.— err(; + ů——— 1. Herz und Herz ver⸗-eint zusam-men sucht in Got⸗tes Herzen Ruh, las⸗set eu⸗re Lie-besflammen lodern auf den Heiland zu: — E ö— II ů E 1¹+ 5 ö e, H dr SDDDPIPIPIPIIIIIIIIII..— er das Haupt, wir sei⸗ne Glie⸗der, er das Licht und wir der Schein, ᷣ—————— Heiligung. kinder, und erneuert euren Bund.— schwöret unserm Überwinder Lieb und Treu von Herzensgrund; und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, o so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt. 3. Legt es unter euch, ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder auch das Leben lassen kann. So hat uns der Freund geliebet, so vergoß er dort sein Blut; denkt doch, wie es ihn betrübet, wenn ihr euch selbst Eintrag tut. 4. Hallelujah! Welche Höhen, welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat, daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister, uns so fühlbar nahe bist. — 5. Ach, du holder Freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie es so herzlich meine, E 7. n d Le— ᷣPiiii e er der Mei⸗ster, wir die Brü⸗der, er ist un⸗ser, wir sind sein. 2. wie's dein letzter Wille war. Kommt, ach kommt, ihr Gnaden⸗ Ja verbinde in der Wahrheit, die du selbst im Wesen bist, alles, was von deiner Klarheit in der Tat erleuchtet ist. 6 So wird dein Gebet erfüllet, daß der Vater alle die, welche du in dich verhüllet, auch in seine Liebe zieh, und daß, wie du eins mit ihnen, also sie auch eines sein, sich in wahrer Liebe dienen und einander gern erfreun. 2*— Liebe, hast du es geboten, daß man Liebe üben soll, o so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll. Zünde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von einem Stamme, stehen auch für einen Mann. 8. Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes Glied mehr ist; und allein von deinem Brennen nehme unser Licht den Schein: also wird die Welt erkennen, daß wir deine Jünger sein. Nach Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. 346. Mel. Seelenbräutigam. AI N —2— II 1 II—.—— EV an B e n .——————— 2 TT +— 1. Je⸗su, geh vor⸗ an Heiligung. ꝝQ UE IU —.——— II—— 1I —.————2———— 12— 4— ELA— 2—.—— C 2— 2— 2 4.—— 2....—— len nicht ver⸗wei⸗len, dir ge⸗treu-lich nach⸗-zu ⸗ei⸗len; 0 I— EEE E—*——— E 1. 2705———.—— I führ uns an der Hand bis ins Va ⸗ter ⸗land. 2. kümmert uns ein fremdes Leiden, Solls uns hart ergehn, o so gib Geduld zu beiden; laß uns feste stehn richte unsern Sinn und auch in den schwersten Tagen auf das Ende hin. niemals über Lasten klagen; 4. denn durch Trübsal hier Ordne unsern Gang, geht der Weg zu dir. Jesu, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, 3. gib uns auch die nötge Pflege; Rühret eigner Schmerz tu uns nach dem Lauf irgend unser Herz, deine Türe auf. Nach Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. 347. Mel. Mein Jesu, dem die Seraphinen. ꝝQ— DiDiDiDDiE. E. n darrer ee e, din war,.e n 0 12.———— 1 1. Wie dank ichs, Hei⸗land, dei⸗ner Lie⸗-be, daß du von durch dei⸗nes heil- gen Gei⸗stes Trie-be mich hast er⸗ 1 4 +—— EEt II— I— + y. ö,.— ö— J.— 1 + L S—— E2. ö dei⸗nem Gna⸗denthron; 3 70 neut, o Got⸗tessohn? Wie dank ichs dei-nem treu⸗en Her⸗-zen, E 2 3——.—— 1 ö ö 0—HgE—— V.——.—— I— 47—————.—— daß du mich von dem Fluch be⸗freit und mir die ew- ge 5 2 ů ö—.————————— .S.......—— E—.——— D.——————— Se ⸗lig⸗keit er⸗wor⸗ben hast durch To des⸗schmer⸗zen? 2 da wurde köstliches Geschmeide, Das hab ich an mir wahrgenommen, das Kleid des Heils, mir zugewandt, zu deiner Stunde ists geschehn, mir mitgeteilt der Kindschaft Pfand, da bin ich meinem Feind entkommen, des Geistes selge Ruh und Freude. da hab ich in dein Licht gesehn, XXX. E W N- Heiligung. 3. 5. Doch wär es, daß mein Herz noch hinge Zerbrich, vertilge, ja zermalme, mit einem Faden an der Welt, was deinem Willen nicht gefällt. auf etwas seine Sehnsucht ginge, Ob mich die Welt an einem Halme, was dir, mein Heiland, nicht gefällt: ob sie mich an der Kette hält, ach wäre dies, mein liebstes Leben, das gilt ja gleich in deinen Augen, so bitt ich, zeige du Gewalt, da nur ein ganz befreiter Geist, zerreiße diesen Faden bald; der alles Eitle von sich weist, mein Wille sei dir übergeben. und nur die lautre Liebe taugen. 4 6 Mein ganzes Herz sei dir gegeben, Ja Amen, hier sind Herz und Hände, zu deiner Wohnung nimm es hin aufs neue seis dir zugesagt: und hauch ihm ein dein selig Leben, ich will dich lieben ohne Ende, dein Geist regier allein darin. mein alles werde dran gewagt. Die Liebe, die dich ehmals nieder Du gibst mir einen neuen Namen, in dieses Erdenwesen zog der gilt in deiner Treuen Zahl und Mensch zu werden dich bewog, und gilt in, deinem Ehrensaal, die zieh auch jetzt zu mir dich wieder. wohin die Überwinder kamen. Nach Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. 348. Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. 9 ů.— 1——— 4 5 ö E——1 5— nnrn n e en. dne,.x—.—— 2—— 1.— 01 2.. Heil⸗ge Ein⸗falt, Gna-den⸗wun⸗der, tief⸗ste Weis⸗heit, größte Kraft, —8— IUl—* e d. E d. dn nn schönste Zier⸗de, Liebes⸗zunder, Werk, das Gott al=lei⸗ne schafft! 2. 5. Alle Freiheit geht in Banden, Wer nur hat, was Jesus gibet, aller Reichtum ist nur Wind, wer nur lebt aus seiner Füll, alle Schönheit wird zuschanden, wer nur will, was ihm beliebet, wenn wir ohne Einfalt sind. wer nur kann, was Jesus will; 2. 6. Wenn wir in der Einfalt stehen, wer ihn so mit Jubrunst liebet, ist es in der Seele licht; daß er seiner selbst vergißt; aber wenn wir doppelt sehen, wer sich nur um ihn betrübet so vergeht uns das Gesicht. und in ihm nur fröhlich ist; 4. 7. Einfalt denkt nur auf das eine, wer allein auf Jesum trauet, in dem alles andre steht: wer in Jesu alles findt: Einfalt hängt sich ganz alleine der ist auf den Fels erbauet an den ewigen Magnet. und ein selges Gnadenkind. August Gottlieb Spangenberg 1704—1792., 21 Heiligung. 349. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 35e een E FA ö 2— DD 4— SE..I. 12..—5———11 + L—⁷—.ι— J—.— 00 0— 1.* 4 1 2 2 10 2 1. Was hin⸗ket ihr, be⸗trog⸗ne See⸗len, noch im⸗ mer Fällts euch zu schwer, das zu er-wäh⸗len, was euch des ..——— F.5 4 24 2. EEEEE 1 h auf bei⸗der Seit? ö in auf bei⸗der eit? ö Him⸗mels Ruf an⸗beut? Osehts mit off⸗ nen I ö ee E ů 4——.———=—— 1 Au⸗gen an und 2. Bedenkt, es sind nicht Kaiserkronen, nicht Reichtum, Ehr und Lust der Welt, womit euch Gott will ewig lohnen, wenn euer Kampf den Sieg erhält: Gott selbst ists und die Ewigkeit voll Lust und Ruh, voll Seligkeit. 3. Drum gilt hier kein geteiltes Leben, Gott krönet kein geteiltes Herz: wer Jesu sich nicht ganz ergeben, der macht sich selber Müh und Schmerz und träget zum verdienten Lohn hier Qual und dort die Höll davon. 4. Wer aber mit Gebet und Ringen auf ewig allem Abschied gibt und den Monarchen aller Dinge von Herzen und alleine liebt, der wird der Krone wert geschätzt und auf des Königs Stuhl gesetzt. 5. Zerreißet die gelegten Schlingen, die euch in diesem schönen Lauf verhindern und zum Säumen bringen, und rafft euch heut von neuem auf: auf, auf, verlaßt die falsche Ruh; auf, auf, es geht dem Himmel zu! bre⸗ chet durch auf schma⸗ler Bahn. 6. Auf, auf! ist dieser Weg schon enge, voll Dornen und voll rauher Stein, bringt euch die Welt oft ins Gedränge, stellt Satan sich geharnischt ein, erhebet sich sein ganzes Reich: Immanuel ist auch bei euch. 2— Gott fordert nichts, geliebte Seelen, als daß ihr euch nur zu ihm halt't und ohne heuchlerisch Verhehlen vor ihm die schwachen Hände falt't. Er streit't für euch, er macht die Bahn trotz dem, der euch besiegen kann. 8 Die Allmacht stehet euch zur Seiten, die Weisheit hält bei euch die Wach, die Gottheit selber will euch leiten; folgt nur mit treuen Schritten nach. Wie manchen hat nicht diese Hand schon durchgeführt ins Vaterland! — Nur spart es nicht auf andre Zeiten; es ist schon jetzt so viel versäumt. Ihr mehrt euch selbst die Schwierig⸗ keiten, wenn ihr das süße Heut verträumt. Eilt, eilet denn die Gnadenzeit rennt zügellos zur Ewigkeit. Heiligung. 323 10. 11. Laßt euch das Fleisch nicht tatge Eil, faßt einander bei den Händen; machen, seht, wie ist unser Ziel so nah! verfluchet seine Zärtlichkeit: Wie bald wird unser Kampf sich enden! ihr gebt euch ja um eitle Sachen Da steht dann unser König da; in tausend Müh und Fährlichkeit. der führt uns ein zur stillen Ruh Wie, daß ihr um das höchste Gut und teilet uns das Kleinod zu. so faul, verzagt und sorglos tut? Leopold Franz Friedrich Lehr 1709—1744. 350. Mel. Straf mich—— in deinem Zorn.(Mache dich, mein Geist, bereit.) —— 2——.— + 5 DD 1—6 2— 1—. 2—II +7— 1. Bet⸗ge⸗mein⸗de, heil⸗ge dich mit dem heil⸗gen O=le; Je⸗su Geist er ⸗gie⸗ße 5 dir in Herz und See⸗le. ö ö II n ane. SDSDPSDPSSS S IIIIII Laß den Mund al-le Stund vom Ge⸗bet und Fle⸗hen —.... .—— „ber⸗ hei=lig ge⸗ hen. 2. wenns zum Herzen Gottes geht, Heilige den heilgen Brand, seines Zwecks nicht fehlen: deines Geists Verlangen, was wirds tun, dem, ders Blut an dich gewandt, wenn sie nun heilig anzuhangen: alle vor ihn treten heilger Rauch und zusammen beten? sei es auch, 5 der zu Gott aufgehet, 3 Große mit den Kleinen, Das Gebet der frommen Schar, Engel, Menschen mit Begier was sie fleht und bittet, 195— 2 das wird auf dem Rauchaltar geh 1 ein Gebet Imd Dann aus von ihnen allen: Jesus Christ wie muß das erschallen! Priester und Versühner 6. aller seiner Diener. O der unerkannten Macht 4. von der Heilgen Beten! Kann ein einiges Gebet Ohne das wird nichts vollbracht einer gläubgen Seelen, so in Freud als Nöten. 21* 32⁴ ö Heiligung. Schritt für Schritt das zu Gott sich schwinget; wirkt es mit, betet, daß es dringet. wie zum Sieg der Freunde, 8. so zum End der Feinde. Betet, daß die letzte Zeit 7. vollends übergehe, O so betet allzuhauf, daß man Christi Herrlichkeit betet immer wieder; offenbaret sehe; heilge Hände hebet auf, stimmet ein heilget eure Glieder. insgemein Heiliget mit der Engel Sehnen das Gebet, nach dem Tag, dem schönen. Christoph Karl Ludwig von Pfeil 1712—1784. 351. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. ꝝ 11 e ———.——————————— 4.—2 Je⸗sum, laß ich ⸗wig nicht, dir bleibt mein Herz er⸗ Du kennst dies Herz, das e: lich spricht: Nur ei-nem will ich —— — I 3 I.— ———————— — e— 16en Da Herr, al⸗lein, du sollst es sein, du + 4 3 II— 1.— +—. 2———— 69 SSIITITITITITITITIII— sollst mein Trost auf Er-⸗den, mein Glück im Him⸗-mel wer⸗den. 2. will ich erfreut Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, um deines Leidens willen ich halte dich im Glauben; die Pflicht der Treu erfüllen. nichts kann mir meine Zuversicht 4. und deine Gnade rauben. Dich, J laß ich ewig nicht; Der Glaubensbund dn Hürten uuch don phen⸗—3 hat festen Grund Zu dir steht meine Zuversicht, die deiner sich nicht schämen, wenn meine Feinde koben: die kann dir niemand nehmen. ich flieh zu dir, 3. du eilst zu mir; Dich, Jesum, laß ich ewig nicht: wenn mich die Feinde hassen, aus göttlichem Erbarmen wirst du mich nicht verlassen. gingst du für Sünder ins Gericht 5. und büßtest für mich Armen; Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; aus Dankbarkeit das Kreuz soll uns nicht scheiden. Es bleibet jedes Gliedes Pflicht, mit seinem Haupt zu leiden Doch all mein Leid währt kurze Zeit, bald ist es überstanden, und Ruh ist dann vorhanden. 6. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, Heiligung. 32⁵ nie soll mein Glaube wanken; und wenn des Leibes Hütte bricht, sterb ich mit dem Gedanken: mein Freund ist mein, und ich bin sein; er ist mein Schutz, mein Tröster, und ich bin sein Erlöster. ö Ehrenfried Liebich 1713—1780. 352. Mel. Mein Herz meine——⁰ —.———.—.7. 5—— 1. Gott dei⸗ ne Gü⸗ te reicht so weit, so du krönst uns mit Barm⸗h weit die Wol-⸗ken er⸗zig⸗keit und eilst, uns bei⸗zu⸗ — ů I— 5—.—* ö — II x 0 — III I——— 2 ge⸗ hen ste ⸗hen Herr, mei⸗ne Burg, mein Fels, mein Hort, ver 4 4 IR— S............I...... T EH 8———— 1———— H 2. Ich bitte nicht um Überfluß und Schätze dieser Erden; laß mir, soviel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gib mir nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren; des guten Ramens Eigentum nimm mein Flehn, merk auf mein Wort; denn ich will vor dir be⸗ten. laß mich nur nicht verlieren. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angesicht und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben; im Glücke Demut, Mut in Not, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit, laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 353. Mel. Nun bitten wir den heiligen Geist. 9—.————— Pi ö ů I— 23./ en—..—.— E SIIII... T'TTTTTCTCT... 1. Ach mein Herr Je⸗su, dein Na ⸗ he⸗sein bringt gro⸗ II . 4 II N ++ 326 Heiligung. E Wr n nrre i. vn Eer, ruen ee,,a, drt, dernn, — UA15 + ö.— ů ßen Frie⸗den ins Herz hin⸗ein, und dein Gna⸗-den⸗an⸗blick macht Q. I +. 4 4 II .e n d, W.E...— LV—.—.—;—————— — 1 1j.— II D I. 2—.—.——— 4 II—.—— EE lich und dank⸗bar wird. 2. 6. Wir sehn dein freundliches Angesicht Und wenn wir weinen, so tröst uns voll Huld und Gnade wohl leiblich bald nicht, aber unsre Seele kanns schon ge— wahren: du kannst dich fühlbar gnug offen⸗ baren auch ungesehn. 3 O wer nur immer bei Tag und Nacht dein zu genießen recht wär bedacht; der hätt ohne Ende von Glück zu sagen, und Leib und Seele müßt immer fragen: Wer ist wie du? Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täglich reichlich die Schuld ver— zeihn, heilen, stillen, trösten, erfreun und segnen und unsrer Seele als Freund be— gegnen ist deine Lust. 5 Ach gib an deinem kostbaren Heil uns alle Tage vollkommnen Teil und laß unsre Seele sich immer schicken, aus Not und Liebe nach dir zu blicken ohn Unterlaß. mit deiner blutigen Todsgestalt; ja die laß uns immer vor Augen schweben und dein wahrhaftiges In-uns⸗leben zu sehen sein. +. Ein herzlich Wesen und Kindlichkeit sei unsre Zierde zu aller Zeit, und die Blutbesprengung aus deinen Wunden erhalt uns solche zu allen Stunden bei Freud und Leid. 8. So werden wir bis in Himmel'nein mit dir ehn. die Kindlein ein. Muß man gleich die Wangen noch manchmal netzen; wenn sich das Herz nur an dir stets letzen und stillen kann. 9 Du reichst uns deine durchgrabne Hand,‚ die so viel Treue an uns gewandt, daß wir beim Drandenken beschämt dastehen, und unser Auge muß übergehen vor Lob und Dank. Christian Gregor 1723—-1801. ——— Heiligung. 327 354. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 9 ů ....................... —. +*——.—*—————.———7.—— 9 1———— Al⸗les ist eu⸗er! O Wor⸗te des e⸗ wi⸗ gen Le⸗bens! Füh⸗ le sie, gläu⸗bi⸗ ge See⸗le, voll hei⸗li- gen Be⸗-bens. EiEEEE Al⸗les ist dein! Ir⸗-disch⸗ge⸗sinn⸗ten al⸗lein kö-nen die H —— 5 b— Wor ⸗te ver⸗ ge-bens. 2. é Göttliche Würde, entzückende Hoheit des Ehristen! Wallt er gleich dürftig und einsam in traurigen Wüsten, findet er gleich Toren geachtet und reich: nie kann nach 32.— ihn lüsten. Immer das Auge gerichtet nach heiligen Höhen, sieht er die Güter der Toren im Sturme verwehen. Wohl ihm, er ahz statt der vergänglichen Last Güter, die nimmer vergehen. 4. Alles, was Freude gewähret im irdischen Leben, alles, wovor noch die Kinder der Welt hier erbeben, Leben und Tod ist euch auf Gottes Gebot unter die Füße gegeben. Christian Friedrich Daniel 9. Alles ist euer! O Christen, Himmel hernieder schauet der Mittler auf seine er⸗ löseten Glieder; höret, er spricht: Fürchte, du Häuflein, dich nicht; alles ist euer, ihr Brüder! 6 vom Seid ihr auch elend, verlassen, ver⸗ folgt und gefangen, fließen euch Zähren des Grams von erbleichenden Wangen, droben im Licht, sreut euch, da fließen sie nicht, dort ist das Alte vergangen. 7. Die ihr mit Christo einst herrschet, singt Lieder der Feier; freut euch der Hoheit, die Christus errungen so teuer, die er erwarb, als er auf Golgatha starb. Amen, ja, alles ist euer! Schubart 1739—1791. 355. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. (Alle Menschen müssen 5 U 4—— 653—————— K———.—————0—..— 2.—— 3— 42————.——— „Gern in al⸗ les mich zu fü-gen, mich der Stil⸗ le still zu freun, oh-ne Wor⸗te, mit Vergnügen al⸗ =ler Knechte Knechtzu sein, Heiligung. die⸗ se Weis⸗heit fleh ich mir, hoch- bn Enirnn von dir 2. llaß, o Vater, mich nicht klagen, Unbekannte Wege wandeln, sollt ich schwere Lasten tragen, Wege, die dein Aug nur kennt, schweigend lieber in mich gehn, stille dulden, schweigend handeln, demutsvoll auf dich nur sehn. wo kein Menschenmund mich nennt: 4. das, du freundlicher Gewährer, Gott, du bist mein Gott, ich falle aller Demut Quell und Lehrer, demutsvoll zu Fuße dir. Jesus Christus, lehre mich, Du erquickst, begnadigst alle, still und schweigend sehn auf dich. schenkest Gnad und Ruh auch mir, 3. unterstützest mein Bestreben, Gott der Niedrigen und Stillen, immer stiller dir zu leben, die so gern im Schatten ruhn, meiner Ohnmacht nie zu traun, streng und fromm nach deinem Willen fester stets auf dich zu baun. einsam leiden oder tun, Johann Kaspar Lavater 1741—1801. — 1. Him⸗mel⸗an, nur him⸗mel⸗an soll der Wan⸗del gehn. Was die Frommen wünschen, kann dort erst ganz ge⸗ •. —— IE UH aunler⸗ den nicht. Freude wechselt hier mit Leid: richt hinauf zur schehn; 9 20 utt———— en ere e, nenen. Herr-lich-keit dein An⸗ge-sicht, dein. An⸗ ge⸗sicht 2. 3. Himmelan schwing deinen Geist Himmelan hat er dein Ziel jeden Morgen auf. selbst hinaufgestellt: Kurz, ach kurz ist, wie du weißt, sorg nicht mutlos, nicht zuviel unser Pilgerlauf. um den Tand der Welt; Fleh täglich neu: flieh diesen Sinn! Gott, der mich zum Himmel schuf, Nur was du dem Himmel lebst, präg ins Herz mir den Beruf, dir von Schätzen dort erstrebst, ½ mach mich getreu. 5:) das ist Gewinn. 1 ——— ** Heiligung. 329 4. Himmelan erheb dich gleich, wenn dich Kummer drückt, weil dein Vater, treu und reich, stündlich auf dich blickt. Was quält dich so? Droben in dem Land des Lichts weiß man von den Sorgen nichts: sei himmlisch froh. ½ 5. Himmelan wallt neben dir alles Volk des Herrn, trägt im Himmelsvorschmack hier seine Lasten gern. O schließ dich an! Kämpfe drauf, wie sichs gebührt; denke, auch durch Leiden führt die Himmelsbahn. ½ 6. Himmelan ging Jesus Christ mitten durch die Schmach. Folg, weil du sein Jünger bist, seinem Vorbild nach. Er litt und schwieg; halt dich fest an Gott, wie er; statt zu klagen, bete mehr; erkämpf den Sieg.:) 0. Himmelan führt seine Hand durch die Wüste dich, ziehet dich im Prüfungsstand näher hin zu sich im Himmelssinn. Von der Weltlust freier stets und mit ihm vertrauter gehts : zum Himmel hin. ½ 8. Himmelan führt dich zuletzt selbst die Todesnacht. Seis, daß sie dir sterbend jetzt kurze Schrecken macht: harr aus, harr aus! Auf die Nacht wirds ewig hell; nach dem Tod erblickst du schnell : des Vaters Haus. ½ 9. Hallelujah! Himmelan steig dein Dank schon hier. Einst wirst du mit Scharen nahn, und Gott naht zu dir in Ewigkeit. Aller Jammer ist vorbei, alles preist verklärt und neu in Ewigkeit.: 10. Hallelujah singst auch du, wenn du Jesum siehst, unter Jubel ein zur Ruh in den Himmel ziehst. Gelobt sei er! Der vom Kreuz zum Throne stieg, hilft auch dir zu deinem Sieg. Gelobt sei er! ½ Johann Gottfried Schöner 1749—1818. 357. Mel. Jesus, meine Zuversicht. n. e 2.— 2—— ——— 1. Steil und dornig ist der Pfad, der uns zur Voll⸗endung lei ⸗ tet. Se⸗lig ist, wer ihn be⸗trat und im Na⸗men Je⸗su strei⸗ tet; 330⁰ Heiligung. 2. 4. UÜberschwenglich ist der Lohn Zeuch, o Herr, uns hin zu dir, der bis in den Tod Getreuen, zeuch uns nach, die Schar der die, der Lust der Welt entflohn, Streiter! ihrem Heiland ganz sich weihen; Sturm und Nacht umfängt uns hier; deren Hoffnung unverrückt droben ist es still und heiter. nach der Siegeskrone blickt. Jenseits, hinter Grab und Tod, strahlt des Lebens Morgenrot. 3. 5. Den am Kreuz wir bluten sehn, Auf denn, Streitgenossen, geht der hat uns den Lohn errungen mutig durch die kurze Wüste; und zu seines Himmels Höhn seht auf Jesum, wacht und fleht, sich vom Staub emporgeschwungen. daß Gott selbst zum Kampf euch rüste. Sieger in des Todes Nacht, Der in Schwachen mächtig ist, prach er selbst: Es ist vollbracht! ibt uns Sieg durch Jesum Christ. 9 Samuel Gottlieb Bürde 1753—1831. 358. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. —— — 11——— +*—2—4.———.— +—ͤτ— — 47 Vo————.——— +*—9 jD..I.. — 23 11——— IE 0—.— 4 + + —f—.H——IIII‚..—.——4.——.— . di in?.— 7 ö ö Wot ale ent Nichts wüßt ich si⸗cher, was ich lieb⸗te, die 2— 13——— ö ...“TTT.T.TIT..IT.II........... ....——————— Zu⸗kunft wär ein dunkler Schlund, und wenn mein Herz sich tief⸗be⸗ 2— ö — ů I ..... — ö 4 ů trüb⸗te, wem tät ich mei ne Sor⸗ gen kund? 2. 3. Einsam verzehrt von heißem Sehnen, Hat Christus sich mir kundgegeben, erschien mir nächtlich jeder Tag; und bin ich seiner erst gewiß, ich folgte nur mit heißen Tränen o dann verzehrt ein lichtes Leben dem weiten Lauf des Lebens nach; die bodenlose Finsternis. ich fände Unruh im Getümmel Nun schau ich erst des Christen Würde, und hoffnungslosen Gram zu Haus. mein Schicksal wird verklärt durch ihn, Wer hielte ohne Freund im Himmel, und leichter trag ich jede Bürde, wer hielte da auf Erden aus? seh in der Wüste Rosen blühn. Heiligung. 331 4. Das Leben wird zur Liebesstunde, die neue Welt spricht Lieb und Lust, und Balsam träuft in jede Wunde, und frei und voll klopft jede Brust. Für alle seine tausend Gaben bleib ich sein demutsvolles Kind, gewiß, ihn unter uns zu haben, die bebenden Gefangnen fest; Furcht vor des Totenrichters Schwerte verschlang der Hoffnung Überrest. Da kam ein Heiland, ein Befreier, ein Menschensohn, voll Lieb und Macht, und hat ein allbelebend Feuer in unsern Herzen angefacht. wenn zwei auch 35. versammelt sind. O geht hinaus auf allen Wegen und holt die Irrenden herein, streckt jedem eure Hand entgegen und ladet froh sie zu uns ein. Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an; die eines Glaubens mit uns werden, auch denen ist er aufgetan. 6. Ein alter schwerer Druck der Sünde war fest auf unser Herz gebannt; wir irrten in der Nacht wie Blinde, von Reu und Lust zugleich entbrannt. Ein jedes Werk schien uns Verbrechen, der Mensch nur Gottes Feind zu sein, und schien der Himmel uns zu sprechen, so sprach er nur von Tod und Pein. 7. Das Herz, des Lebens reiche Quelle, gab sich der Angst der Sünde hin, und wards in unserm Geiste helle, so war nur Unruh der Gewinn. Der Sinne Lust hielt an der Erde Nun sahn wir erst den Himmel offen als unser altes Vaterland, wir konnten glauben, lieben, hoffen und fühlten uns mit Gott verwandt. 9. Seitdem verschwand die Not der Sünde, und fröhlich wurde jeder Schritt; der Eltern Liebe gab dem Kinde ins Leben diesen Glauben mit; durch ihn geheiligt zog das Leben vorüber wie im Morgenlicht, und ewger Lieb und Lust ergeben, bemerken wir den Abschied nicht. 10. Noch steht in wunderbarem Glanze der heilige Geliebte hier; gerührt von seinem Dornenkranze und seiner Treue weinen wir. Ein jeder Mensch ist uns willkommen, der seine Hand mit uns ergreift, in seinen Bund mit aufgenommen zur Frucht des Paradieses reift. Friedrich von Hardenberg(Rovalis) 1772-1801. 359. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. 1. Wenn al⸗le un⸗treu wer⸗ den, so bleib ich dir doch treu, daß Dank⸗bar⸗keit auf Er⸗den nicht aus⸗ge⸗ stor⸗ben sei. —2[U 34.— DV 12—— N——— II. FPFPt H——— + + 2— —————4——— +.—*— —2 +.—1——4—— I— + +— Für mich um⸗fing dich Leiden, ver⸗gingst für mich in Schmerz; drum Heiligung. f — 1—0.— —.— geb ich dir mit 2. Oft muß ich bitter weinen. daß du gestorben bist, und mancher von den Deinen dich lebenslang vergißt. Von Liebe nur durchdrungen, hast du so viel getan; und doch bist du verklungen, und keiner denkt daran. 3. Du stehst voll treuer Liebe noch immer jedem bei, und wenn dir keiner bliebe, so bleibst du dennoch treu. Freu⸗den auf Die treuste Liebe sieget, am Ende fühlt man sie, weint bitterlich und schmieget sich kindlich an dein Knie. 4. Ich habe dich empfunden; o lasse nicht von mir! Laß innig mich verbunden auf ewig sein mit dir! Einst schauen meine Brüder auch wieder himmelwärts und sinken liebend nieder und fallen dir ans Herz. Friedrich von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. 360. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich singen. + —— ö —...... . du lei⸗test mich des 5H 1 V. 1. Du bist mir nah mit dei⸗ner Gna⸗-de, ver⸗ gibst in Le⸗bens Pfa⸗ de, gibst tau⸗ send Q*.— H + dei⸗nem Sohn mir al Pro⸗ben dei⸗ ner Va 3 7———— —.————..— —— Z————— —— 2 du läßt mich nicht, der Vater sind. sinn, dei⸗neFreundlichkeit: du trugst und trägst mich mit Barmher⸗zig eit. Du bist mir nah mit Vatertreue, sein Kind; du hältst den Bund, wie oft aufs neue Du bist mir nah mit deinem Lichte, des Kindes Schwüre schon gebrochen erleuchtest mir die dunkle Pilgerbahn; nimm Wankelmut und Leichtsinn von mir hin. nicht 3 vor deinem Strahlenangesichte Gib du mir, Vater, treuen Kindes⸗ verschwinden Irrtum, Finsternis und Wahn. ——— —— 5.—— Heiligung. 333 Solang ich leb, erleuchte mich dein Licht: von ihm geleitet, irr ich ewig nicht. 4. Du bist mir nah mit Kraft und Stärke, so oft ich bete, hilfst du mir im Streit; durch dich nur üb ich gute Werke, von Ohnmacht und Verzagtheit ganz befreit. Du wohnst, du wirkst in mir, All⸗ mächtiger; du gibst mir Mut ins Herz, All⸗ liebender. 5. Du bist mit deinem Trost mir nahe, denn meine Tränen hast du, Gott, gezählt; dein liebend Vaterauge sahe mich gnädig an, so oft dein Kind gefehlt; wie oft auch Not und Kummer mich gedrückt, du hast mich stets mit reichem Trost erquickt. 6 Du bist mir nah mit deinem Frieden, in mir und außer mir ist so viel Krieg; ach wär ich nie von dir geschieden, so hätt ich längst errungen jeden Sieg. Doch bin ich auch von meinem Ziel noch fern, stets kost ich mehr den Frieden mei⸗ nes Herrn. 7. Du bist mir nah mit deinem Segen, ich fühls, du ziehst mit Macht mich himmelwärts; drum eil ich kindlich dir entgegen: nimm, Vater, nimm denn hin mein ganzes Herz; o laß es ruhn in deiner Liebe Schoß und mach es ganz von aller Welt⸗ lust los. 8 Ich nahe dir mit tiefem Sehnen, mit Kindeslieb und freudigem Ver⸗ traun. Ich will auf dich, mein Stab, mich lehnen, laß bald dein Vaterangesicht mich schaun. Ja, wohn in mir: ein Freuden⸗ himmel ist, wo du, mein Gott, der Seele nahe bist. Karl August Döring 1783—1844. 361. Joh. 14, 6. Mel. Valet will ich dir geben. Q UUl 2———— 12.——5——— n EEEEEEEE 1. Aus ir⸗ di⸗schem Ge⸗tüm-mel, wo nichts das Herz er⸗quickt, wer zeigt den Wegzum Him⸗mel, wo⸗hin die Hoffnung blicktꝰ I— —— 4.—...—— 4—————..— ů——3—————— 2— 3 EEEEEE Wer lei-tet un⸗ser Stre-ben, wenn es das Ziel vergißt? Wer 9 ö 1 ö 2 ö ů—— W—— 2 HN ö ů 5 I—— ö 2 32 E 2 2+— 0————— führt durch Tod zum Le⸗-be n? Der Weg heißt Je⸗sus Christ. 33⁴ 2. Hier irren wir und fehlen, gehüllt in tiefe Nacht: durch wen wird unsern Seelen ein wahres Licht gebracht? Von oben kommt die Klarheit, die alles uns erhellt; denn Christus ist die Wahrheit, er ist das Licht der Welt. Heiligung. 3. Wer gibt uns hier schon Freuden, die niemand rauben kann? Wer zeiget uns im Leiden den Himmel aufgetan? Wenn vor dem Tod wir beben, wer gibt dem Herzen Ruh? Heil! Christus ist das Leben, führt uns dem Vater zu. Karl Julius Asschenfeldt 1792—1856. 362. Mel. Wie schön———. der Morgenstern. E 550 ———. D 2. 1. Uns, die Ge⸗ bund⸗»nen, zu be⸗frein, der Un⸗heil⸗ All⸗ uns⸗ re Schuld und Not und Qual hat er aus 2 ö— 0 3 D ba⸗ ren Heil zu sein, ist er her⸗ ab⸗ ge⸗ onteen. Lieb und frei⸗er Wahl von uns auf sich ge⸗nom-men. 9 I. , Mü⸗den Frie⸗-den und E⸗ len⸗den Heil zu sen⸗-den, 1 ö 1, rd, i n 2——3 96 ö— E stieg er ie⸗ der, brachte das Ver- lor- ne wie⸗-der. 2. Der einst im Fleisch auf Erden war, ist auch noch heute unsichtbar allwaltend hier zugegen. Er nimmt sich unsrer Schwachheit an; wenn wir den steilen Pfad hinan zu klimmen nicht vermögen, trägt er, pflegt er, die erliegen, gibt zum Siegen Mut und Stärke, Geist, zu wirken Gottes Werke. 3. Zu Gottes Ruhm hat ers vollbracht. Wo ist, o Tod, nun deine Macht? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Wie weit uns auch der Sturm ver⸗ schlägt, ans heimatliche Ufer trägt uns doch die letzte Welle. Fröhlich, selig auch in Leiden sind wir, scheiden voll Vertrauen, ihn dort, wie er ist, zu schauen. Samuel Gottlieb Bürde 1753—1831. Vertrauen auf Gott. 33⁵ 4. Vertrauen auf Gott. (Hingabe in seinen Willen. Trost im Kreuz.) 363. E 1—— —LS. 2 I. +*— ILIA— 7*————— ————— 1. Was mein Gott will, das gscheh all-⸗zeit, sein Will der e zu hel ⸗ fen denen er ist be? reit, die an ihn e . ist der be ⸗ste, glau⸗ben fe⸗ste: —. .—— er hilft aus Not, der from-me Gott, Q I EI— 2——.—— 13 d—.— L V———— 2— ö und züch-ti⸗get mit Ma⸗-ßen. Wer Gott ver⸗traut, fest ů——.— S.............. 0——.— 14.— + auf ihn baut, den will er nicht ver-las ⸗sen. 2 Mein arme Seel ich Gott befehl Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, in meiner letzten Stunden. mein Hoffnung und mein Leben; Du frommer Gott, Sünd, Höll und was mein Gott will, daß mir geschicht, Tod will ich nicht widerstreben. ö Sein Wort ist wahr, denn all mein 4. ö Haar Noch eins, Herr, will ich bitten dich er selber hat gezählet; du wirst mirs nicht versagen: er hüt't und wacht, stets für uns wenn mich der böse Feind anficht, tracht't, laß mich, Herr, nicht verzagen. auf daß uns gar nichts fehlet. Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein 3. Herr, ö Drum will ich gern von dieser Welt zu Ehren deinem Namen. hinfahrn in Gottes Willen Wer das begehrt, dem wirds gewährt; zu meinem Gott; wanns ihm gefällt, drauf sprech ich fröhlich Amen. will ich ihm halten stille. Nürnberg, um 1554. 364. Psalm 31. hast du mir überwunden. —.—.— ———— 2——..— —— 0 2. 1. In dich hab ich ge ⸗ hof ⸗fet, Herr; hilf, daß ich EII .—— 2— X 2 — Vertrauen auf Gott. ꝝQ 4 E ů I 29———5 en. . — nicht zu⸗schan-⸗ den werd noch e- wig⸗lich zu Spot⸗te. IU II 0 — ö H EA. EI—4——4 D.....— III S... I ITTITII. 9——.— 2 0 20— 5. Das bitt ich dich, er-hal-te mich in dir, dem treuen Got-⸗te. mein Hilf, mein Heil, mein Leben, Dein gnädig Ohr neig her zu mir, mein starker Gott erhör mein Bitt, tu dich herfür, in aller Not: eil bald, mich zu erretten. wer mag mir widerstreben? In Angst und Weh 5. ich lieg und steh, Herr, meinen Geist befehl ich dir; hilf mir in meinen Nöten. mein Gott, mein Gott, weich nicht 3. von mir, Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, nimm mich in deine Hände; sei mir ein Burg, darin ich frei o wahrer Gott, und ritterlich mög streiten, aus aller Not ob mich gar sehr hilf mir am letzten Ende. der Feinde Heer ö 6. anficht auf beiden Seiten. Lob, Preis und Ehr und Herrlichkeit 4. sei Vater, Sohn und Geist bereit't, Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Lob ürtth heilgen Namen! Hort, Die göttlich Kraft mein Schild, mein Kraft, sagt mir mach uns sieghaft dein Wort, durch Jesum Christum. Amen. Adam Reusner 1496—1575. IE +II FFIFFFTTIT ö.————— 27 E 4 ** —.— — 1. Wenn wir in höch-sten Nö⸗-ten sein und wis-⸗sen nicht, wo x IE ...— EEEEE — 2 E aus und ein, und fin-den we-der Hilf noch Rat, ob r ů ů—— ů— .......I.......— **—— wir gleich sor gen früh und spat: AHDF Vertrauen 2. so ist das unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein dich anrufen, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not; 3. und heben unser Aug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz und suchen der Sünd Vergebung und aller Strafen Linderung, 4. die du verheißest gnädiglich allen, die darum bitten dich im Namen deins Sohns Jesu Christ, der unser Heil und Fürsprach ist auf Gott. 337 5. Drum kommen wir, o Herre Gott, und klagen dir all unsre Not, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünde groß, sprich uns derselbn aus Gnaden los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei; 1 auf daß von Herzen können wir nachmals mit Freuden danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. Paul Eher 1511—1569. 366. Mel. Was mein Gott will, das gescheh allzeit. —— ö— SSSSS —03——— 1. Wer Gott ver⸗traut, hat wohl ge⸗ baut im Haedel wer sich ver⸗läßt auf Je ⸗sum Christ, dem muß der SSIIIIITTITFTTTITTTITTTTTTTTT E /· und auf Er ⸗den; ů ů Him⸗ mel wer⸗ den Dar⸗ um auf dich all Hoffnung ich —— I 5——.— 1 2——— ö ,. 235.— 1+2 ö...————— ganz fe ⸗ stig lich will set ⸗ zen; Herr Je⸗su Christ, mein ———.—,.———— . 5—— 1—— Trost du bist in—To⸗ des Not und Schmer⸗zen. 2. 3. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider, dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlägt danieder; und wenn ich dich nur hab um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar 3 Tod noch Teufel schaden. Dein tröst ich mich ganz sicherlich, denn du kannst mirs wohl geben, was mir ist not, du treuer Gott, für dies und jenes Leben. Gib wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seele. Ach höre, Herr, dies mein Begehr und laß mein Bitt nicht fehlen. Str. 1 von Joachim Magdeburg 1525—1587. Str. 2 und 3: Leipzig 1597. 22 führt mich auf rech-ter Stra-ßen, da — 4 —2— +—— II——— SE EE —————.— 2 21—.— 4.— + 2 1. Von Gott will ich nicht las⸗ sen, denn er läßt nicht von mir, ich sonst ir ⸗ret sehr: den Abend und den Morgen tut 4 4 4 4 ,V E d nr, e 1.— EEEEE +73 ö ——4 — ů— ́II 2. Wenn sich der Menschen Hulde und Wohltat all verkehrt, so findt sich Gott gar balde, sein Macht und Gnad bewährt: er hilft aus aller Not, errett't von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden, ja wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit. Es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid. ö Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott dem Herrn ergeben; er schaffs, wie's ihm gefällt. 4 Es kann ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, sein eingebornen Sohn. +* Durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret: lobt ihn ins Himmels Thron! 5. ů ö Lobt ihn mit Herz und Munde, ihn, der uns beides schenkt! Das ist ein selge Stunde, darin man sein gedenkt; 2 2 4 er mich wohl ver- sor-gen, sei wo ich woll im Land. sonst verdirbt alle Zeit, die wir zubringn auf Erden: wir sollen selig werden und bleibn in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vergehet mit ihrer stolzen Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geacht't, wir werden nach dem Tod tief in die Erd begraben: wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. 7. Die Seel bleibt unverloren, geführt in Abrams Schoß, der Leib wird neugeboren, von allen Sünden los, ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Herren; daran muß uns nicht irren des Teufels listig Art. 8. Darum ob ich schon dulde hie Widerwärtigkeit, wie ichs auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freuden voll; dieselb ohn einigs Ende, dieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. Vertrauen auf Gott. auch Gott der heilge Geist im Glaͤuben uns regieret, zum Reich des Himmels führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Ludwig Helmbold 1532—1598. 2. ö Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat; sein Sohn hat Guts die Fülle erworben uns und Gnad; 368. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. — +.— 11 EII— E—— J* 2..—— LA— 7 2 2——— 2.—— — 5 2 1.—. 0 1. Herr, wie du willst, so schicks mit mir im Le⸗- ben und im al ⸗lein zu dir steht mein Be⸗gier, laß mich, Herr, nicht ver⸗ 2.— ö ö ö xV SEEEEEERE PFPFPFPFIFIFtFIt... 15— ö*.—8——2. I——— .— ö 1 Ster⸗ben; der-ben. Er⸗ halt mich nur in dei-ner Huld, sonst II EESSSEE ......n, L wie du willst; gib mir Ge-duld, denn dein Will ist der be⸗ ste. 2. 3. Zucht, Ehr und Tyreu verleih mir Soll ich einmal nach deinem Rat Herr, von dieser Welt abscheiden, und Lieb zu deinem Worte; verleih mir, Herr, nur deine Gnad, behüt mich, Herr, vor falscher Lehr daß es gescheh mit Freuden. und gib mir hier und dorte, Mein Leib und Seel befehl ich dir; was dient zu meiner Seligkeit; 0 Herr, ein selig End gib mir wend ab all Ungerechtigkeit durch Jesum Christum. Amen. in meinem ganzen Leben. Kaspar Bienemann 1540—1591. 369. Mel. Vater unser im Himmelreich. L—————.— 5 ö—— ö— 7—— . re. * 1. Ach Gott, wie man⸗ches Her⸗ze⸗leid be⸗geg⸗net mir zu die⸗ser —A—— —— +2— 2* 1 , ̃3 Hsi SII...... R————— ö— geit: der schma⸗le Weg ist trüb⸗sal⸗voll, den ich zum 22 2 I— Vertrauen auf Gott. EHUh 9*—— ů—.—— S=.... 2— EEUE— H.—— 1—* ———7.9 1.— 1—— Him⸗mel wan⸗deln soll. Wie schwer⸗lich läse⸗ set *.—.— S............————————— — L— Fleisch und Blut sich zwin⸗gen zu dem ew⸗ gen Gut. 2. Wo soll ich mich denn wenden hin? wie hoch dein Nam erfreuen kann; wer Glaub und Lieb im Herzen hat, Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn. der wirds erfahren mit der Tat. Bei dir mein Herz Trost, Hilf und Rat allzeit gewiß gefunden hat. Niemand jemals verlassen ist, der getraut hat auf Jesum Christ. 3. Jesu, mein Herr und Gott allein, wie süß ist mir der Name dein! Es kann kein Trauern sein so schwer, dein süßer Nam erfreut viel mehr; kein Elend mag so bitter sein, dein süßer Nam der linderts fein. 4. Ob mir gleich Leib und Seel ver⸗ schmacht't, so weißt du, Herr, daß ichs nicht acht: wenn ich dich hab, so hab ich wohl, was mich ewig erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel: was kann mir tun, Sünd, Tod und Höll? 5. Kein beßre Treu auf Erden ist, denn nur bei dir, Herr Jesu Christ; ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Wahrheit bleibt mir ewig fest: du bist mein rechter treuer Hirt, der ewig mich behüten wird. 6. Jesu, mein Freud, mein Ehr und Ruhm, meins Herzens Schatz und mein Reichtum, 7. Drum hab ichs oft und viel geredt: wenn ich an dir nicht Freude hätt, wollt ich den Tod schier wünschen her, ja daß ich nie geboren wär; denn wer dich nicht im Herzen hat, der ist gewiß lebendig tot. 8 Jesu, du edler Bräutgam wert, mein höchste Zierd auf dieser Erd, an dir allein ich mich ergötz, weit über alle güldne Schätz: so oft ich nur gedenk an dich, all mein Gemüt erfreuet sich. 9. Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, so fühl ich Fried und Trost in mir; wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein Herz recht guter Ding: dein Geist bezeugt, daß solches frei des ewgen sei. 1 Drum will ich, weil ich lebe noch, das Kreuz dir fröhlich tragen nach. Mein Gott, mach mich dazu bereit, es dient zum Besten allezeit; hilf mir mein Sach recht greifen an, daß ich mein Lauf vollenden kann. I. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, vor Sünd und Schanden mich behüt, erhalt mein Herz im Glauben rein, so leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Begier: ich kanns doch ja nicht zeigen an, o mein Heiland, wär ich bei dir! Martin Moller 1547—1606. Vertrauen auf Gott. 370. Mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. — 4 4—— —— 2.— 1. Hilf, Hel⸗fer, hilf in Angst und Not, er⸗barm dich mein, du I——.—, e ————.— ESUETT EEE——— 6 2 treu⸗er Gott; ich bin ja doch dein lie bes Kind trotz A Teu⸗fel, Welt und al ⸗ler Sünd. 2 2. 3. Ich trau auf dich, o Gott, mein Berr Des freu ich mich von Herzen fein, wenn ich dich hab, was will ich mehr? bin gutes Muts und harre dein, Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ, verlaß mich gänzlich auf dein Wort. du mein Gott und Erlöser bist. Hilf, Helfer, hilf, du treuer Hort! (Nach Nikolaus Selnecker 1530-1592.) Martin Moller 1547-1606. 371. Psalm 23. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. H— 4—*——.— a. 5 wie, ——— 3—— 1. Der Herr ist mein ge⸗treu⸗er Hirt, dem ich mich ganz ver⸗ zur Weid er mich, sein Schäflein, führt auf schö-ner, grü-ner ²VyyTTTTTTC*f!s cTæc TCTPLTS»S.T.T.TCTC EiiEE 05——.— trau⸗e: 11 sser ert en ii ö Aue zum frischen Wasser leit't er mich, mein Seel zu la-ben IN r., den 2.— Wan wurrr,, Wunt 1—— 1 kräf⸗tig⸗lich durchs sel ge Wort der Gna ⸗den. 2. aufs Todes finstern Stegen, Er führet mich auf rechter Bahn sw grauet mir doch nicht dafür, von seines Namens wegen: mein treuer Hirt ist stets bei mir, obgleich viel Trübsal geht heran se sein Steckn und Stab mich tröstet. Vertrauen auf Gott. — sich auf mein Haupt ergießen: Ein Tisch zum Trost er mir bereit't, sein Güte und Barmherzigkeit läßt Segens Ströme fließen, werden mir folgen allezeit, schenkt mir voll ein, läßt Ol der Freud in seinem Haus ich bleibe. Kornelius Becker 1561—1604. 5 SSR— U— e,———— 7 ö SSSSSSSSET———. 1. Auf mei⸗nen lie-ben Gott trau ich in Angst und Not; der 4 1——— 1 H— vi di din ö ö— . — kann mich all-zeit ret⸗ten aus Trübsal, Angst und Nö⸗ten, mein Q— 4—— 4— a e er, we d e e. EH—..———, Un⸗glück kann er wen⸗den, steht alls in sei⸗ nen Hän⸗den. 2. 4. Ob mich mein Sünd anficht, O mein Herr Jesu Christ, will ich verzagen nicht; der du so gduldig bist auf Christum will ich bauen. für mich am Kreuz gestorben, und ihm allein vertrauen, hast mir das Heil erworben, ihm will ich mich ergeben auch uns allen zugleiche im Tod und auch im Leben. das ewig Himmelreiche: ö 3. 5. Ob mich der Tod nimmt hin, Amen zu aller Stund Sterben ist mein Gewinn, sprech ich aus Herzensgrund; und Christus ist mein Leben, du wollest selbst uns leiten, dem hab ich mich ergeben; Herr Christ, zu allen Zeiten, ich sterb heut oder morgen, auf daß wir deinen Namen mein Seel wird er versorgen. ewiglich preisen. Amen. Nürnberg 1607. 375. Psalm 37, 5. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. 4—— ö ö 1.——.—— + 22. ů— 4—* 2—— 4 e,r nin Hr= er ee 5— ö 332— 1. Be⸗fiehl du dei ne We⸗ ge und was dein Her-ze kränkt 9 der al⸗ler⸗treusten Pfle⸗ge des, der den Him-mel lenkt. U1 TA 4 1 4——— IZ.. 1.(‚4 K—— I—— FPFPIF 2———— 12 +¹ 1 1—.——..— ö dir Bür., mumn..—— 2*—— 22..— +— +7 Der Wol⸗ken, Luft und Win⸗den gibt We⸗ ge, Lauf und Bahn, der die Sonn der schönsten Freud. Vertrauen auf Gott. 343 ———[U B ....————— 2 ‚DDRRRD wird auch We ⸗ ge fin-den, da dein Fuß ge⸗hen kann. 2 7 Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohlergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen, es muß erbeten sein. Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. 4 Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Tun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun. 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurückegehn; was er sich vorgenommen und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht; bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und tun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und solltst du für und für in Angst und Nöten schweben, so frag er nichts nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst; er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. —— 11. Wohl dir, du Kind der Treue, du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron: Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 34⁴4⁴4 Vertrauen auf Gott. 12. uns allzeit deiner Pflege Mach End, o Herr, mach Ende und Treu empfohlen sein, mit aller unsrer Not; so gehen unsre Wege stärk unsre Füß und Hände gewiß zum Himmel ein. und laß bis in den Tod Paul Gerhardt 16071676. 374. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher Geist. I —— ů—— ů Annnt d SDꝑqꝑqI...I........— e 0 1 7*...I 2 1. Du bist ein Mensch; das weißt du wohl: was strebst du denn nach die Gott der Höchst al lei- ne soll und kann zu ⸗we⸗ge * I A— 1— an rn un ö ö PPPꝑPDPPPPPPPPPPPP Hebshend Du fährst mit dei-nem Witz und Sinn durch —. 4 4 II , i—.———— so viel tau⸗send Sor⸗gen hin und denkst: Wie wills auf ——— IE — 1⁵1 ů II ö j— I ———,, I . 2 20 4.—. Er ⸗den doch end ⸗lich mit mir wer⸗ den? 2. dein ganzes Leben führen? Es ist umsonst! Du wirst fürwahr Du traust und glaubest weiter nicht, mit allem deinem Dichten als was die Augen spüren? auch nicht ein einges kleines Haar Was du beginnst, 0 soll allein in aller Welt ausrichten; dein Kopf dein Licht und Meister seinꝰ und dient dein Gram sonst nirgends zu, Was der nicht auserkoren, als daß du dich aus deiner Ruh das hältst du als verloren? in Angst und Schmerzen stürzest 5. und selbst das Leben kürzest. Willst du was tun, was Gott gefällt 3. und dir zum Heil gedeihet, Wie oft bist du in große Not so wirf dein Sorgen auf den Held, durch eignen Willen kommen, den Erd und Himmel scheuet, da dein verblendter Sinn den Tod und gib dein Leben, Tun und fürs Leben angenommen! Stand Und hätte Gott dein Werk und Tat nur fröhlich hin in Gottes Hand, ergehen lassen nach dem Rat, so wird er deinen Sachen in dem dus angefangen, ein fröhlich Ende machen. du wärst zugrunde gangen. 6. 4. Ach wie so oftmals schweigt er still Und dennoch soll dein Angesicht und tut doch, was uns nützet, da unterdessen unser Will und Herz in Angsten sitzet, sucht hier und da und findet nichts, will sehn und mangelt doch des Lichts, will aus der Angst sich winden und kann den Weg nicht finden. 25 Gott aber geht gerade fort auf seinen weisen Wegen; er geht und bringt uns an den Port, da Sturm und Wind sich legen. Hernachmals, wenn das Werk ge⸗ schehn, da kann der Mensch alsdann erst sehn, was der, so ihn regieret, in seinem Rat geführet. 8. Drum, liebes Herz, sei wohlgemut Vertrauen auf Gott. 345 und laß von Sorg und Grämen! Gott hat ein Herz, das nimmer ruht, dein Bestes vorzunehmen. Er kanns nicht lassen, glaube mir; sein Vaterherz ist gegen dir und uns hier allzusammen voll allzu süßer Flammen. 9. Tu als ein Kind und lege dich in deines Vaters Arme; bitt ihn und flehe, bis er sich dein, wie er pflegt, erbarme: so wird er dich durch seinen Geist auf Wegen, die du jetzt nicht weißt, nach wohlgehaltnem Ringen aus allen Sorgen bringen. Paul Gerhardt 1607—1676. 375. 4 1 +. n, ee. *. 1. Gib dich zu⸗frie-den und sei stil⸗ le in dem Got⸗te in ihm ruht al⸗-ler Freuden Fül⸗le, ohn ihn mühst du .—— 23. Lee, wer u i 1 EE....... —1————. dei⸗nes Le⸗bens: Er dich 5 ist dein Quell und dei⸗ne Son-ne, scheint täglich hell zu dei⸗ner Wonne. 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, ungefärbten, treuen Herzens; wo er steht, tut dir keinen Schaden auch die Pein des größten Schmerzens; Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden, ja auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden! 3. Wie dirs und andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; I Gib dich zu⸗ risdent er sieht und kennet aus der Höhe der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Tränen und faßt zuhauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden! 4. Wenn gar kein einger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, 346 ö Vertrauen auch weiß er Zeit dirs zu benehmen. Gib dich zufrieden! 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stilles Klagen, und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen; er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten einhergingen, dennoch mußt du oben liegen; denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon er⸗ höret. Gib dich zufrieden! 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren: er hat ein Hand voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben. Gib dich zufrieden! 8 Der allen Vögeln in den Wäldern ihr bescheidnes Körnlein weiset, der Schaf und Rinder auf den Feldern alle Tage tränkt und speiset, der wird vielmehr dich eingen füllen und dein Begehr und Notdurft stillen. Gib dich zufrieden! 3. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts zum besten; denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, da greift er zu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, auf Gott. wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das Harren angst und bange: glaube mir, es ist dein Frommen, Was langsam schleicht, faßt man ge⸗— wisser, und was verzeucht, ist desto süßer. Gib dich zufrieden! 11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten deiner Feinde von dir dichten; laß sie nur immer weidlich spotten, Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gib dich zufrieden! 12. mag nicht anders werden: alle Menschen müssen leiden; was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden; des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grab, da wird sichs enden. Gib dich zufrieden! 13. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod herspringen und aus der Qual uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden! 14. Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden abgefahren, sich auch nun im Frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gib dich zufrieden! Paul Gerhardt 1607-1676. Es kann und — Vertrauen auf Gott. 376. Mel. Valet will ich dir geben. ——— ö— —————— —n——— —— — 7 1. Ich bin ein Gast auf Er-den und hab hier kei-nen Stand; der Him⸗mel soll mir wer-den, da ist mein Va⸗ter ⸗land. — Hier reis ich bis zum Gra-be, dort in der ew⸗-gen Ruh ist 10 a x, ——.———————.—.— Got⸗tes Gna- den⸗ga-be, die schließt all Ar- beit zu. 2 Hier gilt es Müh und Streit. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an als Müh und Not gewesen? Solang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir manch Angst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, hab ich doch müssen leiden und tragen mit Geduld. 4. So gings den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenns fehlt an gutem Rat; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß. 5. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid; was will ich besser leben? Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein. 6. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt; ich wandre meine Straßen, die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maßen mein Vater trösten wird. 7. Mein Heimat ist dort oben, da aller Engel Schar den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen Händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nachdems ihm wohlgefällt. 8. Zu dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fast müde bin. Je länger ich hier walle, je wenger find ich Freud, I—x—.,s!... ͤ——— —ꝛ —————.————— 348 Vertrauen auf Gott. die meinem Geist gefalle; ö 11. das meist ist Herzeleid. Du aber, meine Freude, 9. du meines Lebens Licht, Die Herberg ist zu böse, du ziehst mich, wenn ich scheide, der Trübsal ist zuviel. hin vor dein Angesicht Ach komm, mein Gott, und löse ins Haus der ewgen Wonne, mein Herz, wenn dein Herz will: da ich stets freudenvoll komm, mach ein selig Ende gleich als die helle Sonne an meiner Wanderschaft, nächst andern leuchten soll. und was mich kränkt, das wende 12 durch deinen Arm und Kraft. Da will ich immer wohnen, ö ö 10. und nicht nur als ein Gast, Wo ich bisher gesessen, bei denen, die mit Kronen ist nicht mein rechtes Haus; du ausgeschmücket hast; wenn mein Ziel ausgemessen, da will ich herrlich singen so tret ich dann hinaus, von deinem großen Tun und was ich hier gebrauchet, und frei von schnöden Dingen das leg ich alles ab. in meinem Erbteil ruhn. und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab. Paul Gerhardt 1607-1676. 377. Mel. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. 21 ö— 13——— ,— ö— 2—— 0 R 0— 2—* 4.—————— n,————.— — 4. 8 hab in Got⸗tes Herz und Sinn mein Herz und Was böt⸗se scheint, ist mir Ge-winn, der Tod selbst + + 4 + 4 1—.. I 0—.———— tFFFFFIFIFI TT ö—.—.72 —— e S 5——— Sinn er ⸗ ge⸗ben ů ů„ 2; Denn Gott ist mein, und ich bin sein: ist mein Le⸗ben. ü 249% II— . ö— ‚—.——.——. PU 2 n nen uirnErn n, deen de—. 6—g“ —— 4.—— +—— was ist wohl, das mir scha⸗de? Ob er gleich schlägt und — N %. E ö—.—5— I 1 —.—*2 7 22·.—2——— 2—4 D..‚—— J.—— IJ.IiIEI— + —.*—— +* I Kreuz auf⸗legt, bleib ich in sei ⸗ ner Gna⸗ de. 2. so will er mich nur üben Das kann mir fehlen nimmermehr, und mein Gemüt in seiner Güt mein Vater muß mich lieben. gewöhnen fest zu stehen; Wenn er mich auch gleich wirft ins halt ich dann stand, weiß seine Hand Meer, mich wieder zu erhöhen. Vertrauen 3. Zudem ist Weisheit und Verstand bei ihm ohn alle Maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt, zu tun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid uns, seinen Kindern, diene; und was er tut, ist alles gut, obs noch so traurig schiene. 4. Du denkest zwar, wann du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, als sei mit einer großen Last dein Glück und Heil beschweret, hast spät und früh viel Sorg und Müh, an deinen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, daß, was geschicht, gescheh zu deinem Frommen. 5. Fürwahr, der dich geschaffen hat und ihm zur Ehr erbauet, der hat schon längst in seinem Rat ersehen und beschauet aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen: laß ihm doch zu, daß er nur tu nach seinem Wohlgefallen. auf Gott. 349 6. Wie's Gott gefällt, so muß es sein, zuletzt wirds dich erfreuen; was du jetzt nennest Kreuz und Pein, wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld: die Gnad und Huld wird sich doch endlich finden; all Angst und Qual wird auf einmal gleichwie ein Dampf verschwinden. 7. Willst du mir geben Sonnenschein, so nehm ichs an mit Freuden; solls aber Kreuz und Unglück sein, will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Tür noch ferner offen stehen: wie du mich führst und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 8. Soll ich denn auch des Todes Weg und finstre Straßen reisen, wohlan, so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Augen weisen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt 1607—1676. ⸗00 SS.eee nnen n,. . 3 auf zu dei⸗nem Gott, du be⸗trüb ⸗te See⸗le; 1. Schwing dich hinin nn. 2 2—.— .—.— 4 ö— 44 war⸗ um liegst du Gott zum Spott in der Schwermutshöhle? —— U1 ———— dun= nun.—— e E—..—.——— —.—————.— 1. Merkst du nicht des Sa⸗tans List? Er will durch sein Kämpfen E 25 ů— ů 1— H d, de., SCSC......... 5 bSꝗDSDSDPDPD‚I‚ISISISISIIe‚ P S NNCCINCIN EICII 350 ö Vertrauen auf Gott. 2. Auf, ermanne dich und sprich: Fleuch, du alte Schlange! Was erneust du deinen Stich, machst mir angst und bange? Ist dir doch der Kopf zerknickt, und ich bin durchs Leiden meines Heilands dir entrückt in den Saal der Freuden. 3. Hab ich was nicht recht getan, ist mirs leid von Herzen: dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen; das ist der bezahlte Lohn meiner Missetaten; bring ich dies vor Gottes Thron, ist mir wohl geraten. 4. Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Verdienst mein Eigentum, da ich frei in wohne als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoß und Gewalt der Höllen. 2. Stürme, Teufel, und du, Tod! Was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden: der Gott, der mir seinen Sohn selbst verehrt aus Liebe, daß der ewge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe. 6. Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide: laß es dringen, kommt es doch von geliebten Händen, und geschwind zerbricht sein Joch, wenn es Gott will wenden. 4. Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohne Zucht und Ruten: bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd auf was Guts will ziehen? 8. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen: wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen; wem hier Christus recht bewußt, hat in Gottes Garten droben die vollkommne Lust endlich zu gewarten. 9. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Tränen; aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen; da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen. 10. Ei so faß, o Christenherz, alle deine Schmerzen; wirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr; gib dem großen Namen deines Gottes Preis und Ehr. Er wird helfen! Amen. Paul Gerhardt 1607—1676. 379. 94 SS....IFIIITFII.I... I—— + L — 1. Warum sollt ich mich denn grä⸗menꝰ Hab ich doch Christum noch, —.—— 7 5. „Gott hat mich bei guten Tagen Vertrauen auf Gott. .— 1—— ———0————— Vrn ö————— ain,, i.. wer will mir den neh-men? Wer will mir den Him-mel rau⸗ II 1 + E —— 1———— 2——————— 4 — 1— 12— 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kam, da ich nahm meinen ersten Odem. Nackend werd ich auch hinziehen, wenn. ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 2 Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein, Gott allein ist es, ders gegeben: will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin, ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. oft ergötzt, sollt ich jetzt nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen, sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 6 Satan, Welt und ihre Rotten können mir ben, den mir schon Got⸗tes Sohn bei⸗ge-legt im Glau⸗ben? nichts mehr hier tun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen: Gott, mein Heil, wird in Eil sie zuschanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben. 8. Kann uns doch kein Tod nicht töten, sondern reißt unsern Geist aus vielen tausend Nöten, schließt das Tor der bittern Leiden und macht Bahn, daß man kann gehn zur Himmelsfreuden. 9. Allda will in süßen Schätzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüter: dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt .—.—.kP—.....—— 35² Vertrauen auf Gott. Christus wird 12. mich ohn Ende 14.— du n mein, weil ich dich fasse 50 ind dich nicht Herr, mein Hirt, Brunn aller 0 Mein Licht, — 4 Freuden, aus dem Herzen lasse. c bin dein⸗ ö dal mich, laß mich hingelangen, ö a du mi niemand kann uns scheiden: und ich dich ich bin dein, weil du dein Leben f und dein Bint ewig werd umfangen. mir zugut in den Tod gegeben; 380. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Paul Gerhardt 1607—1676. + 2———....— DDe,f EE——.—.———————I + 1. In al⸗len mei⸗nen Ta⸗ten laß ich den Höch-sten ra-ten, de Q.— 1— 21—— 23. e, wer e ee de, s —.— 5 0 2.—— al ⸗les kann und hat; er muß zu al⸗len Din-gen, solls [HU ——————— ..... DSDD‚iRe— * an⸗ders wohl⸗ge⸗lin⸗gen, uns sel⸗ber ge⸗ben Rat und Tat. 2. vor allem Uebel schützt; Nichts ist es spät und frühe leb' ich nach seinen Sätzen, um alle meine Mühe, so wird mich nichts verletzen, mein Sorgen ist umsonst; nichts fehlen, was mir ewig nützt. er mags mit meinen Sachen 5. nach seinem Willen machen, Er wolle meiner Sünden ich stells in seine Vatergunst. in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; 3 ů er wird auf mein Verbrechen t⸗ n er Hab eshen, nicht stracks das Urteil sprechen 2. 57 und haben noch mit mir Geduld. und was mir selig ist: ich nehm es, wie ers gibet, was ihm von mir beliebet, 6. Leg ich mich späte nieder, dasselbe hab auch ich erkiest. erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, 4. in Schwachheit und in Banden, Ich traue seiner Gnaden, und was mir stößt zu Handen, die mich vor allem Schaden, so tröstet mich sein kräftig Wort. Vertrauen . Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängnis gehn: kein Unfall unter allen wird mir zu harte fallen; ö ö mit Gott will ich ihn überstehn. 8. +. Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; auf Gott. 353 es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, deine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat: es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rat. Paul Fleming 1609—1640. — 22—— L2— 5—.——— —„. und hof-⸗ fet den wird er wun⸗der-bar er-hal⸗ten in al⸗ lem — 4—— E ö ö—————4————— ö 9—— ö PFFFFFFF FFFF T L 11 auf ihn al ⸗ le ⸗ zei Kreuz und Trau⸗rig⸗ keit. , —— 22—. 2 — 2 .——— * 4 höch-sten traut, der hat 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilst es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille ö und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwissenheit es fügt. Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, auf kei⸗ nen Sand ge⸗baut. wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine Heuchelei, so kommt Gott, eh wirs uns versehn, und lässet uns viel Güts geschehn. D. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, daß du von Gott verlassen seist, und daß ihm der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist: die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr schlechte Sachen und ist dem Höchsten alles gleich, den Reichen arm und klein zu machen, den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann, er weiß wohl, wann es nützlich sei; 0 der bald erhöhn, bald stürzen kann. 23 IIYIAIYIAIIIII ———— 35⁴ ö Vertrauen auf Gott. so wird er bei dir werden neu; denn welcher seine Zuversicht 135 Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu auf Gott setzt, den verläßt er nicht. und trau des Himmels reichem Segen, Georg Neumark 1621—1681. 382. E— nl, 35., ranmre., ů ..S.................... — 7—.— Zinte.— 1. Laß dich Gott, du Ver⸗laßner, still dein Sor⸗gen; dei⸗ne Qual und 9 +[H ..ne, rn r. ——5———— 60 ‚———0— 0 +—*—— dei⸗ne Not ist dem Höchsten un-ver-bor-gen, hilft er heut nicht, ꝝ I f IIP— II en Here 1—2 15 1 2D‚‚N hilft er mor-⸗gen: laß dich Gott! 2. wenn du ihn vor allem liebest Halt Gott still! und mit Unmut nicht betrübest. Denn er brauchet Liebesschläge, Gott ist dein! wodurch er dich bessern will, 5. daß sich Kindesfurcht errege. Lehr Gott nicht, Traue seiner Vaterpflege: wie und wann er dich soll hören; halt Gott still! sein Aug steht auf dich gericht't. 3. Währt dein Kreuz lang, laß es Gott ist nah, währen, wenn er dir entfernet scheinet; endlich wird es sich doch kehren: ist nicht gleich die Rettung da,q lehr Gott nicht! ist es dir zum Nutz gemeinet. 6. Er hilft, wenn du gnug geweinet: Liebst du Gott, Gott ist nah! wandelst treu auf seinen Wegen, 4. wird kein Kreuz, kein Not, kein Tod Gott ist dein, dein Vertrauen niederlegen. so du ihm dich nur ergibest. Alles dienet dir zum Segen, Deine Pein wird süß dir sein, liebst du Gott. Anton Ulrich von Braunschweig 1633—-1714. 383. 6—— IUI—R U— r ranrnrn— H*— 5 5.. — 1. Sollt es gleich bis wei⸗len schei⸗nen, als wenn Gott ver⸗ 2* Vertrauen auf Gott. ö E—————————— 2——2—.—. EI EH ließ die Sei-nen, o so glaub und weiß ich dies: . — 2 2—.————— —— Gott 35 end⸗lich noch ge-wiß. 5. Hilfe, die er aroeshnwen Laß die Welt nur immer neiden; hat er drum nicht aufgehoben: will sie mich nicht länger leiden, hilft er nicht zu jeder Frist, ei so frag ich nichts danach: hilft er doch, wenns nötig ist. Gott ist Richter meiner Sach. 3. 6. Gleichwie Väter nicht bald geben, Will sie mich gleich von sich treiben, wonach ihre Kinder streben, muß mir doch der Himmel bleiben; so hält Gott auch Maß und Ziel: ist der Himmel mein Gewinn, er gibt, wem und wann er will. geb ich alles andre hin. 4. 7. Seiner kann ich mich getrösten, Ach Herr, wenn ich dich nur habe, wenn die Not am allergrößten: frag ich nicht nach andrer Gabe; er ist gegen mich, sein Kind, legt man mich gleich in das Grab: mehr als väterlich gesinnt. gnug, Herr, wenn ich dich nur hab. Christoph Tietze 1641—1703. 384. Mel. Alles ist an Gottes Segen. Q II. —— SD— ö HR.— PIPI.I.I...—— I..— +———— I 1. Wun⸗der⸗an⸗fang, herr⸗-lichs En⸗de, wo die wun-der⸗— —— wei ⸗sen Hän ⸗-de Got⸗tes füh- ren ein und aus! A I IEEEIEEEEEIEIE. —0 S + ö 2—1 Wun⸗der⸗weis⸗lich ist sein Ra-ten, wun-der⸗ herr-lich —— UH— n r e e 20—— 2;— + *— eu,—E * sei ⸗ ne Ta⸗ten, und du sprichst: Wo wills hin⸗aus? 20 Vertrauen auf Gott. dem sie allzu blöde sind. 385. 2. ö 9. Denke doch: es muß so gehen, Gott muß man in allen Sachen, was Gott weislich heißt geschehen, weil er alles wohl kann machen, ihm und dir zur Herrlichkeit; End und Anfang geben frei. ob der Anfang seltsam scheinet, Er wird, was er angefangen, ist das End doch gut gemeinet: lassen so ein End erlangen, Friede folget nach dem Streit. daß es wunderherrlich sei. 3. 6. Gottes Weg ist in den Flüssen Drum so laß dir nimmer grauen, und in großen Wassergüssen, lerne deinem Gott vertrauen, und du spürst nicht seinen Fuß: ssei getrost und gutes Muts. so auch in dem Meer der Sorgen Er fürwahr, er wird es führen, hält Gott seinen Pfad verborgen, daß dus wirst am Ende spüren, daß man nach ihm suchen muß. wie er dir tut lauter Guts. 4. 2 Kein Besinnen kann ersinnen, Du wirst an den Fingern zählen wo man könne Hilf gewinnen, und nicht vor der Welt verhehlen, die Vernunft ist hier zu blind; was die blinde Welt nicht kennt; ihre halb gebrochnen Augen er wird dir dein Kreuz versüßen, nicht in das Verborgne taugen, daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herrlichs End! Heinrich Arnold Stockfleth 1643—1708. Q— I 4—.— I DDDD‚- — 1. Was Gott tut, das ist wohl-ge⸗tan, es bleibt ge⸗recht sein wie er fängt mei⸗ne Sa⸗chen an, will ich ihm hal⸗ ten — II 1 SS...... O — —— Eu—*— Wil ⸗le; Er ist mein Gott, der in der Not mich 6— 2 1—— hab Geduld; er wird mich nicht betrügen; er führet mich auf rechter Bahn, an seiner Huld .e. wohl weiß zu er-hal-ten; drum laß ich ihn nur wal ⸗ten. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. 3. so laß ich mir genügen Was Gott tut, das ist wohlgetan, ler wird mich wohl bedenken; er als ein Arzt und Wundermann wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid: es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Vertrauen auf Gott. 357 muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan; dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast 1649—1708. 386. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. — Q. +. + 4.—————— dbien, d e e. + 1. Em Christ kann oh- ne Kreuz nicht sein; drum laß dichs nicht be— wenn Gott ver-sucht mit Kreuz und Pein die Kin⸗der, die ihn —— IE .. * SSSI..... trü⸗ 20 ö ben. Je lie ⸗ber Kind, je ern⸗ster sind des [U¹— 56 2—.—— ——————— *— from⸗men Va⸗ters Schlä-ge: schau, das sind Got-tes We⸗ge. 2. 8. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; Gott wills nicht anders haben. Auch dieses Lebens Not und Pein sind deines Vaters Gaben. Solls denn so sein, so geh es ein: es kommt von Liebeshänden; Gott wird nichts Böses senden. sein. Das Kreuz lehrt fleißig beten, zieht ab von eitlem Trug und Schein und lehrt zu Jesu treten. Drum wirfs nicht hin mit schnödem Sinn, wenns nun zu dir gekommen; es soll der Seele frommen. ee-n 358 Vertrauen 4. Ein Christ kann ohne sen nicht ein: Das muß uns immer wecken; wir schliefen sonst in Sünden ein. Wie müßten wir erschrecken, wenn unbereit't die Ewigkeit und der Posaunen Schallen uns würde überfallen! O. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein: es lehrt die Sünde hassen und unsern lieben Gott allein auf Gott. mit rechter Lieb umfassen. Die Welt vergeht, und Gott besteht. Bedenks und laß dich üben, das ewge Gut zu lieben. 6. Auch ich will ohne Kreuz nicht sein; was Gott schickt, will ich tragen. Schickts doch der liebste Vater mein, sinds doch nur kurze Plagen und wohlgemeint. Wer gläubig weint, lebt dort in steten Freuden. h will mit Christo leiden! David Nerreter 1649—1726. . II 1—0..ñ—— .................... 9— 1——.———— 1. Gott le⸗bet noch: See⸗le, was verzagst du doch? Gott ist gut, der Q IH IE — II DI 1 s. ——*—.—— 1 + aus Er⸗bar⸗men al⸗le Hilf auf Er⸗den tut, der mit Macht und See⸗le, 2. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Soll der schlummern oder schlafen, der das Aug hat aunerichrrr Der die Ohren hat erschaffen, sollte dieser hören nicht? Hννπνππ⁰π⁷π⁰⁰nemm Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? II—— ö I— 23/ d 12———.— + 2 „————.——.——— nhan 2* E1 u * 4— starken Armen ma⸗chet al⸗les wohl und gut. Gott kann bes⸗ser, Q + 11 + IxU1 e, I— · 7 — n, Ler. 47—.——.— 235——— als wir den⸗ken, al le Not zum be⸗ sten len⸗ken. 2—— dr e.——— ....................— — 1 I so be⸗ den⸗ke doch: lebt doch un⸗ ser Herr-gott noch. Gott ist Gott, der hört und siehet, wo den Frommen Weh geschiehet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. 3. Vertrauen auf Gott. 359 Der den Erdenkreis verhüllet mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt erfüllet, ist von uns nicht fern und weit. und weißt weder aus noch ein, Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlasff sen, Gott wird dennoch dich umfassen Wer Gott liebt, dem will er senden und im Leiden bei dir sein. Hilf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch:. lebt doch unser Herrgott noch. 4. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, nimm zu Gott nur deinen Lauf; Gott ist groß und reich von Gnaden, hilft den Schwachen gnädig auf; Gottes Gnade währet immer, seine Treu vergehet nimmer. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. 5. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, dein Verbrechen quälet sehr, komm zu Gott, er wird versenken deine Sünden in das Meer. Mitten in der Angst der Höllen kann er dich zufriedenstellen. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. 6. Gott lebet noch: Gott ists, der es herzlich meinet, wo die Not am größten scheinet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. 7. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Laß den Himmel samt der Erden immerhin zu Trümmern gehn; laß die Höll entzündet werden, laß den Feind erbittert stehn, laß den Tod und Teufel blitzen: wer Gott traut, den will er schützen. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. 8. Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstet wallen auf der harten Dornenbahn: es ist Gottes Wohlgefallen, dich zu führen himmelan. Gott will nach dem Jammerleben Friede, Freud und Himmel geben. Drum, o Seel, bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. Johann Friedrich Zihn 1650—1719. 388. 1. Al⸗les ist an Gottes Se⸗gen und an de— —. 83 sei⸗ner Gnad ge⸗le⸗gen 0—1 U1 13——.— +——.—— ——2—.——— + LELO +2 1.—E J e 7 24.—— EE 6—————————.— 2— ü⸗ber al⸗les Geld und Gut. Wer auf Gott sein Hoffnung set⸗-zet, IR . 2—.— n,, —⁴— e—.. der be⸗hält ganz un⸗ver⸗ let⸗zet ei ⸗nen frei⸗ en Hel⸗den⸗mut. 360 Vertrauen auf Gott. 2. Meine Seele, Leib und Leben Der mich hat bisher ernähret hab ich seiner Gnad ergeben und mir manches Glück bescheret, und ihm alles heimgestellt. ist und bleibet ewig mein; 5. der mich wunderlich geführet Er weiß schon nach seinem Willen und noch leitet und regieret, mein Verlangen zu erfüllen, wird forthin mein Helfer sein. es hat alles seine Zeit. 3. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben: Viele mühen sich um Sachen, wie Gott will, so muß es bleiben; die nur Sorg und Unruh machen wenn Gott will, bin ich bereit. und ganz unbeständig sind: 6. ö ich begehr nach dem zu ringen, Soll ich länger allhier leben, was mir wahre Ruh kann bringen, will ich ihm nicht widerstreben, und man jetzt gar selten findt. ich verlasse mich auf ihn. 4. Ist doch nichts, das lang bestehet, Hoffnung kann das Herz erquicken; alles Irdische vergehet was ich wünsche, wird sich schicken, und fährt wie ein Strom dahin. so es anders Gott gefällt. Nürnberg 1676. 389. Psalm 38, 22. Mel. O Gott, du frommer Gott. ꝝQ H —..— HN — e r,, E FMii nsar ii . 1. Ach Gott, ver-laß mich nicht, gib mir die Gna-den-hän⸗de: ach füh⸗re mich, dein Kind, daß ich den Lauf voll ⸗en-de —, . zu mei⸗ner Se⸗lig⸗ keit; sei du mein Le-bens⸗ Accht, mein anen u.— 1.——— D——=t....—5——.— E— 2...———— 1—— Stab, mein Hort, mein Schutz; ach Gott, ver⸗ 9 mich nicht. 2. 3. Ach Gott, verlaß mich nicht, Ach Gott, verlaß mich nicht, regiere du mein Wallen; ich ruf aus Herzensgrunde; ach laß mich nimmermehr ach Höchster, stärke mich in Sünd und Schande fallen; in jeder bösen Stunde; gib mir den guten Geist, wenn mich Versuchung plagt gib Glaubenszuversicht, und meine Seel anficht, sei meine Stärk und Kraft; so weiche nicht von mir; ach Gott, verlaß mich nicht. ach Gott, verlaß mich nicht. — Vertrauen auf Gott. 361 4. 5. Ach Gott, verlaß mich nicht, Ach Gott, verlaß mich nicht, ach laß dich doch bewegen; ich bleibe dir ergeben; ach Vater, kröne doch hilf mir, o großer Gott, mit reichem Himmelssegen recht glauben, christlich leben die Werke meines Amts, und selig scheiden ab, die Werke meiner Pflicht, zu sehn dein Angesicht. zu tun, was dir gefällt; Hilf mir in Not und Tod; ach Gott, verlaß mich nicht. ach Gott, verlaß mich nicht. Salomo Franck 1659—1725. 390. Matth. 6, 25—33. Mel. Warum sollt ich mich denn grämen. , ———1 E.—.—— 1. War⸗um willst du doch für mor-gen, ar-mes Herz, im-merwärts —04 ö Ees ..—..— I —ñ——————.—————— —.—.— DD—I.————— 5 — 0— . — als ein Hei⸗de sor⸗gen? Wo⸗ zu dient dein täg⸗lich Grä⸗ uie e, e . ———. ö ö men, weil Gott will in der Still sich der Not an-neh-men? 2. 4. Gott hat dir geschenkt das Leben, Sorgst du, wie du dich sollst kleiden? Seel und Leib; Jesus spricht: darum bleib Sorge nicht, ihm allein ergeben. solches tun die Heiden; Er wird ferner alles schenken; schau die Blumen auf den Feldern, traue fest: wie so schön er verläßt diese stehn nicht, die an ihn denken. und die Bäum in Wäldern. 3. 5. Sage nicht: Was soll ich essen? Sorgt ein Vogel auf den Zweigen, Gott hat dir ait er singt, schon allhier so viel zugemessen, daß der Leib sich kann ernähren; übriges wird indes Gottes Hand bescheren. hüpft und springt, wer ihm soll anzeigen, was er essen soll und trinken? Nein, ach nein, er folgt fein nur des Himmels Winken. 362 Vertrauen 6. Ach der Glaube fehlt auf Erden! Wär er da, müßt uns ja, was uns not ist, werden, Wer Gott kann im Glauben fassen, der wird nicht, wenns gebricht, von ihm sein verlassen. 3 Wer Gerechtigkeit nachtrachtet und zugleich Gottes Reich über alles achtet, der wird wahrlich nach Verlangen Speis und Trank lebenslang wie im Schlaf empfangen. 8 Laß die Welt denn sich bemühen immerhin; ach mein Sinn soll zu Jesu fliehen. Er wird geben, was mir fehlet, ob ers oft unverhofft eine Weil verhehlet. auf Gott. 9 Nun, Herr Jesu, meine Freude, meine Sonn, meine Wonn, meiner Seelen Weide: sorge nur für meine Seelen, so wird mir auch allhier nichts am Leibe fehlen. 10. Alles sei dir unverhohlen, was mir fehlt, was mich quält, großer Gott, befohlen. Sorge du, so will ich schweigen und vor dir nach Gebühr meine Knie beugen. 11. Ich will dir mit Freuden danken fort und fort, hier und dort, und will nimmer wanken. Lob und Preis sei deinem Namen! Sei mein Teil, Hilf und Heil, liebster Jesu! Amen. Lauventius Laurenti 1660—1722. 391. Psalm 62. Mel. O du Liebe meiner Liebe. — UU . PFPFPFFFFTTTTtTtTtTtTtTT Tu A, ren Lde e r d.—— —————— b—— + ö ä 855 ů 1. Was von au⸗ßen und von in- nen täg⸗lich mei⸗ne und hält Herz, Ge⸗müt und Sin ⸗nen un⸗ter sei-ner Q— II .,.., r. E ö I—— E Ii in dem al⸗len ist dein Wil⸗le, Last ge⸗bückt, Vertrauen auf Gott. 363 ..— uR 4 ee. CE— +J...2———+ — I 1 Gott, der al⸗ler Un ⸗ruh wehrt und mein Herz hält Q—— II—. m d. .. in der Stil ⸗le, bis es dei ⸗ ne Hilf er⸗fährt 2 Denn du bist mein Fels auf Erden, da ich still und sicher leb; deine Hilfe muß mir werden, so ich mich dir übergeb: dein Schutz ist mein Trutz alleine gegen Sünde, Not und Tod; denn mein Leiden ist das deine, weil ich dein bin, o mein Gott. 3. Auf dich harr ich, wenn das Leiden nicht so bald zum Ende eilt; dich und mich kanns nimmer scheiden, wenns gleich noch so lang verweilt: und auch dies mein gläubig Hoffen hab ich nur allein von dir; durch dich steht mein Herz dir offen, daß du solches schaffst in mir. 4. Bei dir ist mein Heil und Ehre, meine starke Zuversicht; willst du, daß die Not sich mehre, weiß ich doch, du läßt mich nicht: meint der Feind mich zu erreichen und zu werfen unter sich, will ich auf den Felsen weichen, der wirft alles unter mich. 5 Liebe Leute, traut beständig auf den Herrn als euren Hort; er ist Gott und heißt lebendig, ist euch nah an jedem Ort. Wann und wo euch Hilfe nötig, da klopft an, er ist zu Haus, kommt und ist zur Hilf erbötig; schütt't das Herz nur vor ihm aus. 6. ö Aber wie kanns dem gelingen, der auf Fleisch die Hoffnung richt't? Große Leut sind samt geringen in der Not gar ohn Gewicht: traut doch lieber auf den einen, welcher Lieb und Allmacht hat, daß er helfen kann den Seinen, und beweisets mit der Tat. 7. Auf dich, mein Gott, bau ich feste, geh in aller Stille hin, denn zuletzt kommt doch das Beste, und das End ist mein Gewinn: deine Allmacht hilft mir tragen, deine Lieb versüßet mir alles Bittre, alle Plagen, darum bin ich still zu dir. 8. Laß es nur, o Seele, gehen, wie es geht, und sorge nicht: endlich wirst du dennoch sehen, daß Gott übt ein recht Gericht. Jetzo ist er deine Stärke, daß dir gar nichts schaden kann; dort vergilt er alle Werke, so ein jeder hat getan. 9. Breit, o Herr, doch deine Güte über mich, nimm mich in dich, so wird hinfort mein Gemüte stille bleiben ewiglich. Werde alles und in allen, gib uns, daß wir dir allein allzeit trachten zu gefallen, so wird alles stille sein. August Hermann Francke 1663—1727. Vertrauen auf Gott. 392. Psalm 62, 2. Mel. Jesu, meine Freude. . ů 1—— ö ——.— 6—.— . +** 5 1. Mei ⸗ne Seel ist stil⸗ le zu Gott, des⸗sen Wil⸗le mein Herz ist ver-gnü-get mit dem, wie's Gott fü⸗get, E 6 2———.— ö ů—— 1 n er en een re 4 ö—— mir zu hel-⸗fen steht; nimmt an, wie es geht; geht es nur dem Him-mel zu, und bleibt Je⸗sus un⸗ge⸗schie⸗den, 2. Meine Seele hanget an dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein aller Ort und Zeiten und mag keinen leiden, der ihr redet ein; von der Welt Ehr, Lust und Geld, wonach so viel sind beflissen, mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, ach nein, nur einer, sagt sie, und sonst keiner wird von mir geliebt: Jesus, der getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergibt. Er allein, er soll es sein, dem ich wieder mich ergebe und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge und dich gläubig lege sanft in seinen Schoß; lerne ihm vertrauen, so bin ich zu-frie-den. so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. — Meine Seele senket alles, was sie kränket, tief in Jesu Brust. Sie wird stark durch Hoffen; was sie je betroffen, träget sie mit Lust; fasset sich ganz männiglich durch Geduld und Glauben feste: am End kommt das Beste. 6. Amen, es geschiehet; wer zu Jesu fliehet, wird es recht erfahrn, wie Gott seinen Kindern pflegt das Kreuz zu mindern und das Glück zu sparn bis zu End: alsdann sich wendt ö das zuerst gekost'te Leiden, und gehn an die Freuden. x Johann Kaspar Schade 1666—-1698. Vertrauen auf Gott. 393. Mel. Jesus, meine Zuversicht. ——— H——— 10 .I.I..I.I.............. II.... I*——.———1 +V 18—— 1. Mei⸗ne See⸗le sen⸗ket sich hin in Gottes Herz und Hän⸗-de und er⸗war⸗tet ru-hig-lich sei- ner We⸗ge Ziel und En ⸗de, — d, de PEiiiE * nnn rn. liegt fein stil⸗le, nackt und bloß in des lieb-⸗sten Va⸗ters Schoß. 2. trifft und ängstet nur die Heiden: Meine Seele murret nicht, wer Gott in dem Schoße liegt, ist mit allem wohl zufrieden; bleibt in aller Not vergnügt. was der eigne Wille spricht, 5. ist zum Tode schon beschieden; Meine Seele klaget nicht, was die Ungeduld erregt, denn sie weiß von keinen Nöten, ist in Christi Grab gelegt. hängt an Gottes Angesicht 3. auch alsdann, wenn er will töten: Meine Seele sorget nicht, wo sich Fleisch und Blut beklagt, will vielmehr an nichts gedenken, wird das Freudenlicht verjagt. was gleich spitzen Dornen sticht 6. und den Frieden nur kann kränken: Meine Seel ist still zu Gott, Sorgen hört dem Schöpfer zu, und die Zunge bleibt gebunden: meine Seele sucht nur Ruh. also hab ich allen Spott, 4. alle Marter überwunden, Meine Seele grämt sich nicht, bin gleichwie ein stilles Meer, liebt hingegen Gott im Leiden; voll von Gottes Preis und Ehr. Kummer, der das Herze bricht, Johann Joseph Winckler 1670—1722. 394. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. H——— UU ernen,n,, Fi ir —— ö 2———6 0— + 1. End⸗lich, end- lich muß es doch mit der Not ein End-lich bricht das har te Joch, end-lich schwin-det 2— H—— 1 — ö—. 5—— E— n den. En⸗de neh ⸗-men. Angst und Grä⸗men end-lich wird der Sor⸗gen⸗-stein 366 Vertrauen auf Gott. 19.———.—— doch ein⸗mal ge ⸗ ho⸗ben sein. 2. wenn der Olberg überstiegen. Endlich bricht man Rosen ab, Endlich zieht ein Jakob ein, endlich kommt man durch die Wüsten; wo kein Esau mehr wird sein. ich zu kann der Wanderstab 4. ich zum Vaterhause rüsten. Endlich! O du schönes Wort, Endlich nach der Tränensaat du anust alles Kronz versüßen. uns die Freudenernte naht. Wenn der Felsen ist durchbohrt, 3. läßt er endlich Wasser fließen. Endlich sieht man Kanaan Ei, mein Herz, drum merke dies: nach Agyptens Diensthaus liegen. Endlich, endlich kommt gewiß! Endlich trifft man Tabor an, Benjamin Schmolck 1672—1737. 395. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. —.. +* III A . ———— 1 + III I +4 —4— —+—* .— 9— 1. Gott lebt: wie kann ich trau⸗rig sein, als wär kein Gott zu Er weiß gar wohl von mei-ner Pein, die ich hier muß emp⸗ ö, er DSDSDSRDRRREE= +————.—— in-den? sin den Er kennt mein Herz und mei⸗nen Schmerz; drum ——.— IE ..P.P..I........ , nerm Brnuum. dare Ein Mu——.... — 6 darf ich nicht ver-za-gen und ihm nur al-les kla⸗ gen. Vor ihm muß anch der tiefste Schmerz ganz offenbar erscheinen. 2 2. Gott hört, wenn niemand hören will: was will der Feind denn sprechen, Kein Tränlein fällt, als würde meiner Seufzer Ziel das er nicht zählt, nicht durch die Wolken brechen? worauf sein Aug nicht blicket, Ruf ich empor, bis er uns hat erquicket. 10 seig soie Ohr, 4. o steigt die Hilfe nieder, Gott führt: drum geh ich ruhig fort und schallt das Amen wider. auf alen meinen Waen hig f 3. und wenn die Welt bald hier, bald Gott sieht: wie klaget denn mein Herz, dort als seh er nicht mein Weinen? will ihre Stricke legen, ——————————— ———————————— Vertrauen so pflegt er mich zwar wunderlich, doch gnädig auch zu führen, daß mich kein Fall kann rühren. 5. Gott gibt: und wär ich noch so arm, doch soll ich nicht verderben; was hilft mir denn mein steter Harm, als müßt ich Hungers sterben? Er hat ja Brot, und wenn die Not auf Gott. uns nach der Wüste weiset, so werden wir gespeiset. 6. Gott lebt: wohlan, ich merke das. Gott hört: ich wills ihm sagen. Gott sieht: er setzt den Tränen Maß. Gott führt: ich darf nicht klagen. Nur nicht betrübt! Gott gibt und liebt und wird mir endlich geben, auch dort mit ihm zu leben. Benjamin Schmolck 1672—1737. 396. Mel. Wer nur den lie ben Gott läßt walten. H—— e t.—————— Far. , rrn——— + ů—— 10 1. Je grö-ßer Kreuz, je nä⸗ her Him⸗mel: wer oh ⸗ne Bei Sün⸗den ⸗lust und Welt⸗ge⸗tüm⸗mel ver⸗gißt man —9 H S...—PTT.... 4.— EE u n n. 122.2——.———— Kreuz, ist oh ne Gott. Höl⸗le, Fluch und Tod. se⸗lig ist der Mann ge⸗schätzt, den ——— ———1 Gott in Kreuz und Trüb-⸗ 2. Je größer Kreuz, je stärker Glaube: die Palme wächset bei der Last; die Süßigkeit fließt aus der Traube, wenn du sie wohl gekeltert hast. Im Kreuze wächset uns der Mut, wie Perlen in gesalzner Flut. . Je größer Kreuz, je größer Liebe: der Wind bläst nur die Flammen auf, und scheinet gleich der Himmel trübe, so lachet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, gleichwie das Ol im Feuer tut. 4 ———————— 7 E sal setzt. Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, Wo kämen Davids Psalmen her, wenn er nicht auch versuchet wär? 0. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen: im Tale steiget man bergan; wer durch die Wüsten oft gegangen, der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein findet hier nicht Ruh, so fleugt es nach der Arche zu. 6. Je größer Kreuz, je lieber Sterben: man freut sich recht auf seinen Tod; Je größer Kreuz, je mehr Gebete: geriebne Kräuter riechen wohl. denn man entgehet dem Verderben, es stirbt auf einmal alle Not. so fragte man nicht nach dem Pol. 368 ö Vertrauen auf Gott. Das Kreuz, das Christengräber ziert, bezeugt: sie haben triumphiert. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze 7. je länger und je lieber sein. Je größer Kreuz, je schöner Krone, Daß mich die Ungeduld nicht reize, die Gottes Schatz uns beigelegt, so pflanz ein solches Herz mir ein, und die einmal vor seinem Throne das Glauben, Liebe, Hoffnung hegt 7 der Überwinder Scheitel trägt. bis dort mein Kreuz die Krone trägt. Ach dieses teure Kleinod macht, RI 1. 7 daß man das größte Kreuz nicht acht't. Benfamin Schmolck 1672—1737. 0 397. Mel. O Gott, du frommer Gott. 5— ............ I...... I 1. Gott ist und bleibt ge⸗treu! Sein Her-ze bricht vom Lie-ben, pflegt er gleich oftsmals auch die Sei- nen zu be⸗trü-ben; e r er, Kene dene e, e in n, e ᷓe, wee dn Ben uni er prü⸗fet durch das Kreuz, wie rein der Glau-be 2— n——— EWPEEEEEEEEE — 2——— stand-haft die Ge-duld: Gott ist und bleibt ge-treu. 2. der Sturm, des Kreuzes Sturm Gott ist und bleibt getreu! geht augenblicks vorbei; Er hilft ja selber tragen, sei, Seele, nur getrost: was er uns auferlegt, Gott ist und bleibt getreu. die Last der schweren Plagen; 5. er braucht die Ruten oft Gott ist und bleibt getreu! und bleibet doch dabei Er stillet dein Begehren, ein Vater, der uns liebt: er will dein Glaubensgold Gott ist und bleibt getreu. in Trübsalsglut bewähren; 3. nimm an von Gottes Hand Gott ist und bleibt getreu! den Kreuzkelch ohne Scheu, Er weiß was wir vermögen, der Lebensbecher folgt: er pfleget nie zuviel Gott ist und bleibt getreu. den Schwachen aufzulegen; 6. er macht sein Israel Gott ist und bleibt getreu! von Last und Banden frei, Laß alle Wetter krachen, wenn große Not entsteht: Gott wird der Trübsal doch Gott ist und bleibt getreu! ein solches Ende machen, 4. daß alles Kreuz und Not Gott ist und bleibt getreu! dir ewig nützlich sei. Er tröstet nach dem Weinen, So liebt der Höchste dich: er läßt aus trüber Nacht Gott ist und bleibt getreu. die Freudensterne scheinen; Helmstedt 1695. ——— ** **— Vertrauen auf Gott. 398. Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. 1. Gott wills ma-chen, daß die Sa⸗chen ge-hen, wie es heil⸗sam ist. 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen sich nur plagen, daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächter, Gott dein Wächter schläfet ja noch schlummert nicht. Zu den Höhen aufzusehen wäre deine Glaubenspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz; laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. — 5. Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sei. Wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6 Willst du wanken in Gedanken, faß dich in Gelassenheit. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Freud und Leid. . Gottes Hände sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel. Ists beschwerlich, scheints gefährlich: deinem Gott ists nicht zuviel. I— 1— e. E 8. Seine Wunder sind der Zunder, da der Glaube Funken fängt: alle Taten sind geraten jedesmal, wie ers verhängt. 0 Wann die Stunden sich gefunden, bricht die Hilf mit Macht herein; und dein Grämen zu beschämen, wird es unversehens sein. 10. Nun so trage deine Plage fein getrost und mit Geduld: wer das Leiden will vermeiden, häufet seine Sündenschuld. II. Die da weichen und das Zeichen ihres Bräutigams verschmähn, müssen laufen zu den Haufen, die zur linken Seite stehn. 12. Aber denen, die mit Tränen küssen ihres Jesu Joch, wird die Krone vor dem Throne ihres Heilands werden noch. 13. Amen, Amen! In dem Namen meines Jesu halt ich still; es geschehe und ergehe, wie und wann und was er will. Johann Daniel Herrnschmidt 1675—1723. 2⁴ Vertrauen 39 auf Gott. 9. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. ..—2———— —2—.— , d + — — e⸗schieht, was er mir aus-⸗ 1. Wie Gott mich führt, so will ich gehn ohn ge al⸗les Ei⸗gen⸗ er⸗sehn, wird mirs an kei⸗nem E+ 5—— ö— e, m—— 6— 2 4 N en Wie er mich führt, so geh ich mit und II. — — — 2. — fol⸗ge Wie Gott mich führt so bin ich still und folge seinem Leiten, obgleich im Fleisch der Eigenwill will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, in Zeit und auch in Ewigkeit stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt, ich ruh in seinen Händen; wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehrn und wenden, sei ihm hiermit ganz heimgestellt: er mache, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wun⸗ derlich, Mel. Wie nach einer Wasserquelle. wil⸗ lig Schritt vor Schritt in ind⸗ li⸗chem Ver⸗trau⸗en. sein Rat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht: ich bin ja nicht mein eigen. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei, was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: was Gott mir widerfahren läßt, muß mir zum besten dienen. 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken. Kann ichs auch anfangs nicht verstehn, zuletzt wird er aufdecken, wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl geführet hat: dies sei mein Glaubensanker. Lampertus Gedicke 1683—-1735. 400. (Freu dich sehr, o meine Seele.) Ae al ⸗les Klagen, das der Herr al-lei⸗ ne kennt, 1 TIU +. 4 N S*...‚— II + +—— , E Lre e, ni mnn Aie, Lr, i, nn, L 2.——4.*— 121—*.—— I +* 1. Mei⸗ne Sorgen, Angst und Plagen lau⸗fen mit der Zeit zu End; ** ** 2—3—3—.ꝑ9—— ———9—— Vertrauen auf Gott. 0 ùII + + +* — wird gottlob! nicht e-wig sein: nach dem Regen wird ein Schein ——— ö 12——— Ie von viel tausend Sonnenblik⸗Kken meinen matten Geist er⸗quik⸗ken. 2. 5. Meine Saat, die ich gesäet, Es sind wahrlich alle Frommen, wird zur Freude wachsen aus; die des Himmels Klarheit sehn, wenn die Dornen abgemähet, aus viel Trübsal hergekommen; so trägt man die Frucht nach Haus. darum siehet man sie stehn Wenn ein Wetter ist vorbei, vor des Lammes Stuhl und Thron, wird der Himmel wieder frei: prangend in der Ehrenkron nach dem Kämpfen, nach dem Streiten und mit Palmen ausgezieret, kommen die Erquickungszeiten. weil sie glücklich triumphieret. 3. Wenn man Rosen will abbrechen, Gottes Ordnung stehet feste muß man leiden in der Still, und bleibt ewig unverrückt: daß uns auch die Dornen stechen; seine Freund und Hochzeitsgäste es geht alles, wie Gott will. werden nach dem Streit beglückt; Er hat uns ein Ziel gezeigt, Israel erhält den Sieg das man nur im Kampf erreicht; nach geführtem Kampf und Krieg; will man hier das Kleinod finden, Kanaan wird nicht gefunden, so muß man erst überwinden. wo man nicht hat überwunden. ö 4. 32— ö Unser Weg geht nach den Sternen, Darum trage deine Ketten, der mit Kreuzen ist besetzt; meine Seel, und dulde dich; hier muß man sich nicht entfernen, Gott wird dich gewiß erretten: ob er gleich mit Blut benetzt. das Gewitter leget sich, Zu dem Schloß der Ewigkeit nach dem Blitz und Donnerschlag kommt kein Mensch hin sonder Streit: folgt ein angenehmer Tag; die in Salems Mauern wohnen, auf den Abend folgt der Morgen, zeigen ihre Dornenkronen. und die Freude nach den Sorgen. Johann Anastasius Freylinghausens Gesangbuch, Zugabe, Halle 1705. 401. Offbg. Joh. 22, 20. 21. Mel. Christus der ist mein Leben. 4 I 1 + + EISSEEESEEEEEEE ere He———— 1. Die Gna⸗de sei mit al⸗len, die Gna⸗de un ⸗sers Herrn, des 24* 372 Q* 2.—— I. 2—— 1•........ T 0— ꝛ——— 2—2.n Herrn, dem wir hier wal-len und sehn sein Kom-men gern. 2. denn sie flößt zu den Siegen Auf dem so schmalen Pfade Geduld und Glauben ein. gelingt uns ja kein Tritt, 6. es gehe seine Gnade So scheint uns nichts ein Schade, denn bis zum Ende mit. was man um Jesum mißt; 3. der Herr hat eine Gnade, Auf Gnade darf man trauen, die über alles ist. man traut ihr ohne Reu; 7. und wenn uns je will grauen, Bald ist es überwunden so bleibts, der Herr ist treu. nun durch des Lammes Blut, 4. das in den schwersten Stunden, Wird stets der Jammer größer, die größten Taten tut. so glaubt und ruft man noch: 8. Du mächtiger Erlöser, Herr, laß es dir gefallen, du kommst, so komme doch! noch immer rufen wir: 5. Die Gnade sei mit allen, Damit wir nicht erliegen, die Gnade sei mit mir! muß Gnade mit uns sein; Philipp Friedrich Hiller w1699—1769. 402. Q . EEEE +—...* 0 + 1. Gott ist ge⸗treu! Sein Herz, sein Va⸗ter herz ist Gott ist ge⸗treu bei Wohlsein und bei Schmerz, in Q 4 4 4 4 3 EEEEEEED E.ISIEE... Q.ET—— 2.—*—.— 5 4.I II——— vol⸗ler Red-lich-keit. 10— gutund bö⸗ser Zeit. Weicht, Ber⸗ge, weicht! Fallt hin, ihr Hü-gel! Q ..r V L uren er. e e er, ne EEEEEE + ů ö ö——. Mein Glaubens⸗grund hat die⸗ses Siegel: Gottist ge⸗treu! 2; hart versuchen läßt. Gott ist getreu! 1— ö e in 1 Er wiegt bei jeder Prüfungsstunde r n e n. die Kraft von meinem Glaubens⸗ dies weiß, wiß, glaub ich fest. pfunde Ich bin gewiß, 2— daß er mich keinen Feind Gott ist getreu! 9 u———————— ..——— —* —ꝑ——⅛—ꝛ——— Gott ist getreu! Er tut, was er verheißt, er hält, was er verspricht; ö wenn mir sein Wort ů den Weg zum Leben weist, so gleit und irr ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht ö ö lügen, sein Wort der Wahrheit kann nicht ö trügen. —.— Gott ist getreu! 4. Gott ist getreu! 4 Er handelt väterlich, und was er tut, ist gut; x sein Liebesschlag ö erweckt und bessert mich, die Strafe meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Himmels⸗ leiter, zum guten Streiter. der Kampf macht mich 1 ö Gott ist getreu! x 5. x Gott ist getreu! Er gibt der bösen Welt . den eingen Sohn dahin. ö Der Heiligste bezahlt das Lösegeld, damit ich selig bin. Um uns zu retten vom Verderben, ließ er den Eingebornen sterben. ö Gott ist getreu! 6. Gott ist getreu! Mein Vater, des ich bin, Vertrauen auf Gott. sorgt für mein Seelenwohl. Sein Will und Wunsch, sein Zweck und sein Bemühn ist, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen Sünden, er läßt mich Ruh in Christo finden. Gott ist getreu! 2 Gott ist getreu! Sein göttlich treuer Blick gibt sorgsam auf mich acht; er sieht mit Lust, wenn mich ein zeitlich Glück erfreut und dankbar macht. Was uns zu schwer ist, hilft er tragen, und endlich stillt er alle Klagen. Gott ist getreu! 8. Gott ist getreu! Mein Herz, was fehlt dir noch, dich stets im Herrn zu freun? Sei Gott getreu, sei unverzagt, mag doch die Welt voll Falschheit sein. Der falschen Brüder Neid und Tücke gereicht am Ende mir zum Glücke. Gott ist getreu! 9. Gott ist getreu! Vergiß, o Seel, es nicht, wie zärtlich treu Gott ist. Gott treu zu sein, sei deine liebste Pflicht, solang du denkst und bist. Halt fest an Gott, sei treu im Glauben, laß dir den starken Trost nicht rauben: Gott ist getreu! Ehrenfried Liebich 1713—-1780. 403. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. E————— —90———„llns E—————— SS3—— iIP — 1. Auf Gott und nicht auf mei-nen Rat will ich mein Glük⸗ke und dem, der mich er⸗schaf-fen hat, mit gan⸗-zer See⸗le UU1 H—5 +—4————— DEDSEEE‚ e‚...... e 2———.— 11— m. bau en. Er, der die Welt all⸗ mächtig hält, wird E— I—— 4 PFIIIIITITFTTITTtTæTLłꝛ᷑ᷓãfs — 1—— 2 1.— 1.— II + ů mich in mei-nen Ta⸗gen als Gott und Va⸗ter tra-gen. ö 2. Die größte Not + Er sah von aller Ewigkeit, hebt doch der Tod, „ wieviel mir nützen würde, und Ehre, Glück und Habe bestimmte meine Lebenszeit, verläßt mich doch im Grabe. mein Glück und meine Bürde. 5. Was zagt mein Herz? An dem, was wahrhaft glücklich Ist auch ein Schmerz, macht, der zu des Glaubens Ehre läßt Gott es keinem fehlen; nicht zu besiegen wäre? Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht 3 sind nicht das Glück der Seelen. Gott kennet, was mein Herz begehrt, Wer Gottes Rat und hätte, was ich bitte, vor Augen hat, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, dem wird ein gut Gewissen wenns seine Weisheit litte. die Trübsal auch versüßen. Er sorgt für mich 6. ganz väterlich: Was ist des Lebens Herrlichkeit? nicht, was ich mir ersehe, Wie bald ist sie verschwunden! sein Wille der geschehe. Was ist das Leiden dieser Zeit? 4. Wie bald ists überwunden! Ist nicht ein ungestörtes Glück Hofft auf den Herrn, weit schwerer oft zu tragen er hilft uns gern; als selbst das widrige Geschick, seid fröhlich, ihr Gerechten: bei dessen Last wir klagen? der Herr hilft seinen Knechten. Christian Fürchtegott Gellert 1715-1769. 404. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 1. Ich hab in gu⸗ten Stun⸗den des Lebens Glückemp⸗fun⸗den und TA 4 4 UH 4 1 4 4 +4 I n re. 55—4— ö ö .,. 4.—..—.—...2. IAEE 2 2—.. 37⁵ 1.———— ö SSIIEIt..........· —— 1——.—.——4 * auch in Lei⸗den fas⸗sen; welch Le⸗ben hat nicht sei⸗ne Qual? 2. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte: — Ja, Herr, ich bin ein Sünder, sein Heil laß mein Geschäfte, und stets strafst du gelinder, dein Wort mir Trost und Leben sein. als es der Mensch verdient. 5 ö Will ich, beschwert mit Schulden 5 kein zeitlich Weh erdulden. Wenn ich in Christo sterbe, das doch zu meinem Besten dient? bin ich des Himmels Erbe: 3 1— was schreckt mich Grab und Tod? Dir will ich mich ergeben, Auch auf des Todes Pfade ů ů vertrau ich deiner Gnade; nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als HDen Herrn. du, Herr, bist bei mir in der Not. ö Dir, Gott, will ich vertrauen 6. ö und nicht auf Menschen bauen; Ich will dem Kummer wehren, ö du hilfst und du errettest gern. Gott durch Geduld verehren, 4. im Glauben zu ihm flehn. Laß du mich Gnade finden, Ich will den Tod bedenken: mich alle meine Sünden der Herr wird alles lenken, erkennen und bereun. und was mir gut ist, wird geschehn. Christian Fürchtegott Gellert 1715-1769. 405. Mel. Alles ist an Gottes Segen. ꝝ UH —.— ů——— .. 1. End⸗lich bricht der hei⸗ße Tie⸗gel, und der Glaub emp⸗ ——— I IR * ů—..—.— ,,,, den.,e e, e, ,,... r de.. I fängt sein Sie⸗gel, gleich dem Gold im Feur be-⸗währt; EA.I.... E,. 254—— +I— 2————— zu des Him⸗mels höch-sten Freu⸗den wer⸗den nur durch ——— UH * I 2—— H 5 — D Anr en En t— +———— 2* tie fe Lei⸗den Got ⸗-tes Lieb⸗lin ⸗ ge ver⸗klärt. 376 2 Unter Leiden prägt der Meister in die Herzen, in die Geister sein allgeltend Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer, will er auch des künftgen Schöpfer auf dem Weg der Leiden sein. Leiden bringt empörte Glieder endlich zum Gehorsam wieder, macht sie Christo untertan, daß er die gebrochnen Kräfte zu dem Heiligungsgeschäfte sanft und still erneuern kann. 4. Leiden sammelt unsre Sinne, daß die Seele nicht zerrinne in den Bildern dieser Welt, ist wie eine Engelwache, die im innersten Gemache des Gemütes Ordnung hält. 5. Leiden stimmt des Herzens Saiten für den Psalm der Ewigkeiten, lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, wo die selgen Palmenträger mit dem Chor der Harfenschläger preisend vor dem Throne stehn. 6. Leiden fördert unsre Schritte, Leiden weiht die Leibeshütte zu dem Schlaf in kühler Gruft; es gleicht einem frohen Boten jenes Frühlings, der die Toten zum Empfang des Lebens ruft. Vertrauen auf Gott. IiEICECEIFFIIICI?CCIICIC?IFCF——————— Leiden macht im Glauben gründlich, macht gebeugt, barmherzig, kindlich; Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, droben bist du eine Würde, die nicht jedem widerfährt. 8. Brüder, solche Leidensgnade wird in mannigfachem Grade Jesu Jüngern kundgemacht, wenn sie mancher Schmerz durch— wühlet, wenn sie manchen Tod gefühlet, Nächte seufzend durchgewacht. 9. Im Gerfühl der tiefsten Schmerzen dringt das Herz zu Jesu Herzen immer liebender hinan; und um eins nur fleht es sehnlich: Mache deinem Tod mich ähnlich, daß ich mit dir leben kann! 10. Endlich mit der Seufzer Fülle bricht der Geist durch jede Hülle, und der Vorhang reißt entzwei. Wer ermisset denn hienieden, welch ein Meer von Gottesfrieden droben ihm bereitet sei? 11. Jesu, laß zu jenen Höhen heller stets hinauf uns sehen, bis die letzte Stunde schlägt, da auch uns nach treuem Ringen heim zu dir auf lichten Schwingen eine Schar der Engel trägt. Karl Friedrich Harttmann 1743—1815. 406. Mel. ½7 Eins ist not! Ach Herr, dies eine. i—.—— X + Gott ist gut, er 1. Za⸗ get nicht, wenn Dun⸗kel ⸗hei⸗ten auf des Le⸗bens wird euch lei⸗ten, ihm ists Freu⸗de, Vertrauen auf Gott. A ö ö————— ö ö r.ee.. e 1. EA Pfa⸗de ruhn: wohl⸗zu⸗tun. —5 H 23 Sind sei⸗ ne Ge⸗dan⸗ken nicht eu re Ge⸗ II II — ——4— —** e—. ——.—.—.—.—— 1. ö— I e, A.. danken, laßt den⸗noch, o Christen, den Glauben nicht wanken, daß ö 6057—.——35 .. ö ö ö er, der des Wur⸗mes im Stau⸗be ge⸗denkt, auch sorg⸗ smu und — — —4———.— 1— 2 en. 661—— — EE————5..— — freund⸗lich durchs D 2. Alles Dunkel dieses Lebens glänzt vor Gott wie Sonnenlicht; wir durchforschens oft vergebens, seinen Blick hemmt Dunkel nicht. Er kennet das Große, das Kleine, das Ferne, die Tränen der Armen, die Scharen der Sterne; mit mächtiger Liebe verfolgt er den Plan, den seine unendliche Weisheit ersann. 3. Von Erstaunen hingerissen, sinnt der hohe Seraph nach: ach bes chränkt ist noch sein Wissen, ewig fühtt er sich noch schwach. Was murren wir Menschen von Kin-⸗ desverstande? Wir sind ja nur Wandrer im schat— tigen Lande. Nur Demut erhebet den ängstlichen Sinn, sie wirft in die Arme des Vaters uns hin. 4. Ach erkenne dich, o Seele, fühle, wie so schwach du bist; Dun⸗kel euch lenkt. blicke still zu Gott und wähle, was von ihm verordnet ist. Der Trübsal entströmen oft heilige Freuden, und Segen entsprießet den bittersten Leiden; bedenk es und jauchze, daß Gott dich regiert, sei folgsam, auch wenn er durch Dor⸗ nen dich führt. 5. Nicht das sinnliche Vergnügen wird von Christen hochgeehrt; Schätze nur, die nimmer trügen, sind des heißen Strebens wert. Hinweg denn, ihr bangen, entehren⸗ den Sorgen! In Gott sind die Schätze des Christen verborgen, hier tilgt sie kein Unfall, kein toben⸗ der Schmerz; auch traurige Stunden bereichern das Herz. 6. Dulden wir gleich manche Plage, der Allweise wägt sie ab; er durchschauet unsre Tage von der Wiege bis ans Grab. 378 Was jetzt uns betrübet, soll einst uns entzücken: o selige Hoffnung, wie kannst du erquicken! Nun ängsten die künftigen Tage uns nicht: der Ewige spricht, und das Dunkel wird Licht. 7. Schwinge dich empor vom Staube, fasse Mut, verzagter Geist! Vertrauen auf Gott. Siegen, siegen wird der Glaube, der den Herrn des Lebens preist. O laß dich das Dunkel der Erde nicht kümmern! Schon sieht ja dein Glaube die Herr⸗— lichkeit schimmern, die jenseits der Sterne dir Jesus enthüllt; da rufst du einst jauchzend: Das Herz ist gestillt. Johann Wilhelm Reche 1763—1835. 407. Mel. Auferstehn, ja auferstehn wirst du. N—— 2 d —...——— ů—.—0.— 2. E— 2—1.—.——— +* 11 0 —. +—.— E...— —— —— 4 — 2—— —— land der dullen Er⸗de, uns, sei⸗ne klei⸗ne Her⸗de. 2. Wenn im Dunkeln auch sein Häuf— lein irrt, er wacht, der treue Hirt, und läßt den Seinen ein freundlich Sternlein scheinen. Hallelujah. 3. Sicher leitet aus des Todes Graun er uns zu grünen Aun, zu frischen Quellen, zu ewgen Lebenswellen. Hal⸗le⸗lu⸗jah. Freundlich blickt sein Aug auf uns herab. Sein sanfter Hirtenstab bringt Trost und Friede; er wachet sich nicht müde. Hallelujah. 5. Ja fürwahr, er ist getreu und gut; auch unser Schicksal ruht in seinen Armen. Sein Name ist Erbarmen. Hallelujah. Hallelujah. Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. 408. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. .— +I ‚———— 123 9—.————3 F. TTT ö Es 2.........———— ch ich steh in mei⸗ nes Herren Hand und will drin ste ⸗hen blei⸗ben, t Er⸗den⸗not, nicht Er⸗den⸗tand soll mich dar⸗aus ver⸗trei⸗ben; Vertrauen auf Gott. — ů ——4 2 und wenn zer⸗fällt die gar — 1⸗ ze Welt, wer sich an ihm und III 1—5— H E—————.—— ů + —.. 225——* E— — 3————1 wen er hält, wird 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, und Wunder sollen schauen, die sich auf sein wahrhaftig Wort verlassen und ihm trauen. Er hats gesagt, und darauf wagt mein Herz es froh und unverzagt und läßt sich gar nicht grauen. Und was er mit mir machen will, ist alles mir gelegen, ich halte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen; denn was er tut, ist immer gut, und wer von ihm behütet ruht, ist sicher allerwegen. wohl⸗ er ⸗ hal ⸗-ten blei⸗ben. Ja wenns am schlimmsten mit mir steht, freu ich mich seiner Pflege; ich weiß: die Wege, die er geht, sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, ist gut gemeint; er ist doch nimmermehr mein Feind und gibt nur Liebesschläge. 5. Und meines Glaubens Unterpfand ist, was er selbst verheißen; daß nichts mich seiner starken Hand soll je und je entreißen. Was er verspricht, das bricht er nicht, er bleibet meine Zuversicht; ich will ihn ewig preisen. Karl Johann Philipp Spitta 1801-1859. V. Besondere Zeiten, Stände und Verhältnisse. 1. Morgen. 409. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. —— + ö. —..—.——— 2———— V.— ö n t——.— 54)———— 2 1. Die hel⸗ le Sonn leucht't jetzt her⸗für, fröh-lich vom Schlaf auf— +2 IE II . dnBue ů—. 2—— 0—..—— 2. LEEEE—.— 0—.—— e—— — 7— 27 3— ste-hen wir; Gott Lob, der uns in die⸗-ser Nacht be⸗ hü⸗tet vor des 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine Güt, laß deine lieben Engelein unsre Hüter und Wächter sein; 3. daß unser Herz im Ghorsam leb, dein'm Wort und Willn nicht wider⸗ streb; BE— aun e ere Teu⸗fels Macht. daß wir dich stets vor Augen han in allem, das wir heben an. 4. Laß unser Werk geraten wohl, was ein jeder ausrichten soll, daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß gereich zu dein'm Lob, Ehr und Preis. Nikolaus Herman 7 1561. 9 —⁵ — —— han 4— 255.61— rf.. — II + 1. Aus mei⸗nes Her⸗zens Grun⸗de sag ich dir Lob und Dank in die⸗ser Mor⸗gen ⸗stun⸗de, da⸗zu mein Le-ben lang, —72—— ——2— Morgen. 381 — —. 4—.—.———— 1 26.45—— 1. EE· 1ů2 1..—.——.— KH ——— o Gott in dei⸗nem Thron, dir zu Lob, Preis und Eh⸗ren durch , e ————.—.————— ö 0 ö ö ö .———————— Chri⸗stum un⸗sern Her⸗ren, dein ein⸗ge⸗ bor⸗nen Sohn; 2. daß du mich hast aus Gnaden in der vergangnen Nacht vor Gfahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt demütiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag vor Teufels List und Wüten, vor Sünden und vor Schmach, vor Feur und Wassersnot, vor Armut und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem, schnellem Tod. 4 Mein Leib und auch mein Seele, mein Weib, Gut, Ehr und Kind in dein Händ ich befehle, dazu mein Hausgesind; denn alles, was ich hab, mein Eltern und Verwandten, Geschwister und Bekannten, ist dein Geschenk und Gab. 5. Dein Engel laß auch bleiben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der bös Feind hier in diesem Jammertal sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe und bring mich nicht zu Fall. 6. Gott will ich lassen raten, denn er all Ding vermag. Er segne meine Taten, mein Vornehmen und Sach; ihm hab ich heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben und was er mir gegeben; er machs, wie's ihm gefällt. 7. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, Gott wird es alls zusammen in Gnaden sehen an; und streck nun aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott beschieden in mein'm Beruf und Stand. Niederdeutsch in den Geistlichen Liedern, Bremen 1589. 411. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. ꝝ 1 — +———.— 1—4— — 5 1 J a—4 D——.—.— —— 2— DS—— 65 2— 2— 1. Das walt Gott Va⸗ter und Gott Sohn, Gott heil⸗ ger Geist ins 1I— 14 9— ö 1— ö.... 2— —EEEEEESAE—— — Him⸗mels Thron! Man dankt dir, eh die Sonn auf⸗geht; wenns 5— —— — —— —2 — 5 0 Licht an⸗bricht, man vor dir steht. 2. zu deinem Lob und meinem Nutz Drum beug ich diesen Morgen früh und meinem Nächsten tue Guts. in rechter Andacht meine Knie 7. und ruf zu dir mit heller Stimm: Hilf, daß ich zu regieren wiß dein Ohren neig, mein Red vernimm. mein Augen, Ohren, Händ und Füß, 3. mein Lippen, Mund und ganzen Leib; Ich rühm von Herzen deine Güt, all bös Begierden von mir treib. daß du mich gnädig hast behüt't, 8. daß ich nun hab die finstre Nacht Bewahr mein Herz vor Sünd und in Ruh und Frieden zugebracht. 1335 Schand, 4. daß ich, vom Übel abgewandt, Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, mein Seel mit Sünden nicht beschwer nimm mich auch diesen Tag in Hut, und mein Gewissen nicht versehr. laß deine lieben Engelein 9. mein Wächter und Gefährten sein. Behüt mich heut und allezeit vor Schaden, Schand und Herzeleid, Dein Geist mir Leib und Seel regier tritt zwischen mich und meine Feind, und mich mit schönen Gaben zier; die sichtbar und unsichtbar sind. er führ mich heut auf rechter Bahn, 10. daß ich was Guts vollbringen kann. Mein Aus⸗ und Eingang heut bewahr, . daß mir nichts Übels widerfahr; Gib Gnad, daß ich mein Werk und behüte mich vor schnellem Tod ö Pflicht und hilf mir, wo mir Hilf ist not. mit Freuden diesen Tag verricht Martin Behm 1557—1622. 412. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 2 UU ö — D 1—— —— ö ⸗0 6.—. ‚— ISII 4 TI—— 1. O hei ⸗li⸗ ge Drei⸗fal⸗tig⸗keit, o hoch-ge⸗lob⸗te 4 IU II +. + + 4 e ae.e. — Ei ⸗nig⸗ keit, Gott Va⸗ter, Sohn und heil-ger Geist, heut — — * — * . 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr, und mich der Satan nicht verletz, noch mich in Schand und Schaden setz. 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, des Sohnes Weisheit mich erquick, des heilgen Geistes Glanz und Schein erleucht meins finstern Herzens Schrein. Morgen. 383 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei, o mein Erlöser, hilf mir frei, o Tröster wert, weich nicht von mir, mein Herz mit werten Gaben zier. 5. Herr, segne und behüte mich, erleuchte mich, Herr, gnädiglich, Herr, heb auf mich dein Angesicht und deinen Frieden auf mich richt. Martin Behm 1557—1622. — ů——.—.6 E r; —4 2—1 — 1. Gott des Himmels und der Er-⸗ den, Va⸗ter, Sohn und heilger Geist, der es Tag und Nacht läßt wer⸗den, Sonn und Mond uns scheinen heißt, 2 ⁴ 43 4 +. 4 + II 4 4 4 SSIE II II———4 EEEEEEEEE e. 3 EI 2 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen hast behütet und bewacht, daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o Herr Jesu, laß mich finden deine Wunden offen stehn, da alleine Hilf und Rat ist für meine Missetat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. er⸗hält: 2 Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort: nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein Ehr, mein Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert 1604—1651. 4 4.— 4 1. Die Hund⸗ue Son⸗ne voll Freud und Won-ne bringt un⸗sern *—— V 1— ů IIIIIITTTTTT 4.— 4..—— Gren⸗zen mit ih- rem Glän-zen ein herz⸗er ⸗quik⸗-ken⸗des, — Ü DDE der Len drt rir.=SSS—— E*, n ö e lieb-li⸗-ches Licht. Wein Haupt und Glie⸗der die la-gen da⸗ Q 1 4 4 n. 1+—————— 1N de, dm, .————9——10— E nie⸗der, a⸗ber nun steh ich, bin mun-ter und fröhllich, Q 4 E ů— ö————— e e E 2——— e schau den Him-mel mit mei ⸗nem Ge⸗ sicht. 2. 4. Mein Auge schauet, Abend und Morgen was Gott gebauet sind seine Sorgen; zu seinen Ehren segnen und mehren, und uns zu lehren, Unglück verwehren wie sein Vermögen sei mächtig und sind seine Werke und Taten allein. groß, Wenn wir uns legen, und wo die Frommen so ist er zugegen; dann sollen hinkommen, wenn wir aufstehen, wann sie mit Frieden so läßt er aufgehen von hinnen geschieden über uns seiner Barmherzigkeit aus dieser Erden vergänglichem Schein. Schoß. 5. Lasset uns singen, Ich hab erhoben dem Schöpfer bringen zu dir hoch droben Güter und Gaben; all meine Sinnen: was wir nur haben, laß mein Beginnen alles sei Gotte zum Opfer gesetzt! ohn allen Anstoß und glüclich ergehn. Die besten Güter Laster und Schande, sind unsre Gemüter; des Satanas Bande, dankbare Lieder Fallen und Tücke sind Weihrauch und Widder, treib ferne zurücke: an welchen er sich am meisten ergötzt. laß mich auf deinen Geboten bestehn. 74 6. Laß mich mit Freuden ohn alles Neiden sehen den Segen, ö den du wirst legen in meines Bruders und Nächsten Haus. Geiziges Brennen, ö unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus. Menschliches Wesen, was ists gewesen? In einer Stunde geht es zugrunde, sobald das Lüftlein des Todes drein bläst. Alles in allen muß brechen und fallen, Himmel und Erden ö die müssen das werden, was sie vor ihrer Erschaffung gewest. 8 Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 2 Gott, meine Krone, vergib und schone, laß meine Schulden in Gnad und Hulden 74 Morgen. 38⁵5 aus deinen Augen sein abgewandt. Sonst, Herr, regiere mich, lenke und führe, wie dirs gefället: ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und Beste, Gott ist das Süßte und Allergewißte, aus allen Schätzen der edelste Hort. 14. Willst du mich kränken, mit Galle tränken, und soll von Plagen ich auch was tragen: wohlan so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du alleine, der du nie keinen zu sehr hast betrübt. 12. Kreuz und Elende das nimmt ein Ende; nach Meeres Brausen und Windes Sausen leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille hab ich zu warten im himmlischen Garten, dahin sind meine Gedanken gericht't. Paul Gerhardt 1607—1676. 415. Nun laßt uns Gott dem Herren. Mel. E I 1. Wach auf, mein Herz, und sin⸗ge dem Schöpfer al⸗ler Din⸗ge, dem 2⁵ Morgen. II 1 5 — 5.— —— — „— — —6 E2 + . huu Ge⸗ber al⸗ler 2. Heut, als die dunklen Schatten mich ganz umgeben hatten, hat Satan mein begehret; Gott aber hats gewehret. 3. Du sprachst: Mein Kind, nun liege trotz dem, der dich betrüge; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. Gü⸗ 15 4. Dein Wort das ist geschehen: ich kann das Licht noch sehen, von Not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben: mein Weihrauch und mein Widder sind mein Gebet und Lieder. 416. dem frommen Men⸗schen hü=ter. 6. Die wirst du nicht verschmähen; du kannst ins Herze sehen und weißt wohl, daß zur Gabe ich ja nichts Beßres habe. 7. Du wollst dein Werk vollenden, mir deinen Engel senden, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. 8. 7 Ja zu meinen Taten, hilf selbst das Beste raten; den Anfang, Mitt und Ende, ach Herr, zum besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte, ö mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. ö Paul Gerhardt 1607-1676. — 9—.— IIIE„ — I. ———.———— 1—. 2 1. Worgenalan; der E-wigkeit, schickuns die-⸗se Morgenzeit dei ⸗ne Strahlen zu Licht vom un⸗er⸗ Leschöpf⸗ten Lich⸗te, Ge⸗sich te EN— I.— A I.—— E äK«K«K«KI..I 3363—— und ver⸗treib durch dei ne Macht uns-re Nacht. 2 3. ö Deiner Güte Morgentau Gib, daß deiner Liebe Glut ö fall auf unser matt Gewissen, laß die dürre Lebensau lauter süßen Trost genießen und erquick uns, deine Schar, immerdar. —— unsre kalten Werke töte, und erweck uns Herz und Mut 4 bei entstandner Morgenröte, 4 daß wir, eh wir gar vergehn, ö recht aufstehn. I 4*0 * Morgen. 387 4. 5. Ach du Aufgang aus der Höh, Leucht uns selbst in jene Welt, gib, daß auch am jüngsten Tage du verklärte Gnadensonne; unser Leib verklärt ersteh führ uns durch das Tränenfeld und, entfernt von aller Plage, in das Land der süßen Wonne, sich auf jener Freudenbahn da die Lust, die uns erhöht, freuen kann. nie vergeht. Christian Knorr von Rosenroth 1636—1689. 417. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. —2. J. 4 +. ——5———.— 2——..— 2 ö ö—— q 81—. ö SSSUU EE 5 E—— 1. In Got⸗tes Na-men fang ich an, was mir zu tun ge⸗ mit Gott wird al⸗les wohl-ge-tan und glück-lich aus⸗ge⸗ e, en—— 1 SSEE—— —2 III— 2.— 0— büh ret: füh⸗ret; H8 V.— 2 H22 was man in Got⸗tes Na⸗men tut, ist + E + .——— -=+ j— 1——— 60 0 E 2 EEI al⸗ lent⸗hal⸗ben recht und gut und muß uns auch ge⸗dei ⸗hen. 2. kann ihnen gar nicht schaden: Gott ist, der das Vermögen schafft, Gott decket sie mit seiner Hand, was Gutes zu vollbringen; leb segnet ihre Stadt und Land er gibt uns Segen, Mut und Kraft und füllet sie mit Freuden. und läßt das Werk gelingen: ist er mit uns und sein Gedeihn, so muß der Zug gesegnet sein, daß wir die Fülle haben. — O. Drum komm, Herr Jesu, stärke mich, hilf mir in meinen Werken; laß du mit deiner Gnade dich 3. bei meiner Arbeit merken; Wer erst nach Gottes Reiche tracht't gib dein Gedeihen selbst dazu, und bleibt auf seinen Wegen, daß ich in allem, was ich tu, der wird gar leichtlich reich gemacht ererbe deinen Segen. durch Gottes milden Segen: da wird der Fromme froh und satt, daß er von seiner Arbeit hat auch Armen Brot zu geben. 6. Regiere mich durch deinen Geist, den Müßiggang zu meiden, damit, was du mich schaffen heißt, 4. gescheh mit lauter Freuden, Gott ist derFrommen Schild und Lohn, auf daß ich dir mit aller Treu er krönet sie mit Gnaden. auf dein Gebot gehorsam sei Der bösen Welt ihr Neid und Hohn und meinen Nächsten liebe. 25* 388 7. Nun, Jesu, komm und bleib bei mir! Die Werke meiner Hände befehl ich, liebster Heiland, dir; Morgen. hilf, daß ich sie vollende zu deines Namens Herrlichkeit, und hilf, daß ich zur Abendzeit erwünschten Lohn empfange. Salomo Liscow 1640—1689. 418. Ephes. 5, 14. Nun freut euch, lieben Christen gmein. [H —— 4 HEIII ö Mel. * .. 1. Er he⸗be dich, o mei⸗ne Seel: die Fin⸗ster- nis ver⸗ der Herr erscheint in Is-ra- el, sein Licht am Him-mel Q 4 4 N 4 II . r ů— 1 SDSISSIIIIIII XX.—3 II.—. —. + + + —— C„ ste l Er ⸗he⸗be dich aus dei- nem Schlaf, daß 1ñ d ö ů—— n v En Fir:ue. — z v), d,— ö 9— 1 2 4..—..— II * er was Gu⸗tes in dir schaff, in-dem er dich er-leuch⸗tet. 2. daß wir uns nicht betrügen; Im Licht muß alles rege sein gib, daß wir greifen an das Werk, und sich zur Arbeit wenden; gib Gnade, Segen, Kraft und Stärk im Licht singt früh das Vögelein, im Licht, das uns erleuchtet. im Licht will es vollenden: 5. so soll der Mensch in Gottes Licht Du zeigst, was zu verrichten sei aufheben billig sein Gesicht auf unsres Glaubens Wegen; zu dem, der ihn erleuchtet. so hilf uns nun und steh uns bei, 3. verleihe deinen Segen, ö Laßt uns an unsre Arbeit gehn, daß das Geschäft von deiner Hand den Herren zu erheben; vollführet werd in alle Land, laßt uns, indem wir auferstehn, wozu du uns erleuchtet. beweisen, daß wir leben; laßt uns in diesem Gnadenschein nicht eine Stunde müßig sein: Gott ists, der uns erleuchtet. 6. Ich flehe, Herr, mach uns bereit zu dem, was dir gefällig, daß ich recht brauch der Gnadenzeit; so flehen auch einhellig die Kinder, die vom Geist geborn und die sich fürchten vor dem Zorn, nachdem du sie erleuchtet. 4. Ein Tag geht nach dem andern fort, und unser Werk bleibt liegen. Ach hilf uns, Herr, du treuster Hort, —* Morgen. ö 389 . Das Licht des Glaubens sei in mir ein Licht der Kraft und Stärke, es sei die Demut meine Zier, die Lieb das Werk der Werke. Die Weisheit fließt in diesem Grund und öffnet beides, Herz und Mund, dieweil die Seel erleuchtet. 8. Herr, bleib bei mir, du ewges Licht, daß ich stets gehe richtig, erfreu mich durch dein Angesicht, mach mich zum Guten tüchtig, bis ich erreich die goldne Stadt, die deine Hand gegründet hat und ewiglich erleuchtet. Peter Lackmann 7 1713. 419. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 2......... EU 2u e en nn 2—— ůI—..— 2— I+..—.2—. 1.— 12.— 1. Das wal⸗te Gott, der hel-⸗fen kann! Mit Gott fang ich die 9——1.——— 1 n. 12832Z.——..2—— + 1.—— Ar⸗beit an, mit Gott nur geht es glück-lich fort, drum H*— D— +— n„e I +———.———————4 LA 2 ii E——*— EI 7—— E——— 1 1 2—. ist dies auch mein er-stes Wort: Das wal⸗te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und Werk erfordert Gottes Kraft und Stärk; mein Herz sucht Gottes Angesicht, drum auch mein Mund mit Freu⸗ den spricht: Das walte Gott! 2. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts, wo Gott nicht gibet, da gebrichts; Gott gibt und tut mir alles Guts, drum sprech ich auch nun gutes Muts: Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafür; auf sein Wort werf ich aus mein und sag in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! 5. Anfang und Mitte samt dem End stell ich allein in Gottes Händ; er gebe, was mir nützlich ist, drum sprech ich auch zu jeder Frist: Das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, so gnüget mir zu jeder Stund; drum sprech ich auch von Herzens⸗ grund: Das walte Gott! 7 Trifft mich ein Unglück: unverzagt! Ist doch mein Werk mit Gott ge— wagt; er wird mir gnädig stehen bei, drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott! 390 8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Tun ein Ende hat; er gibt und nimmt, machts wie er will, drum sprech ich auch fein in der Still: Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not und gibt mir auch mein täglich Brot, nach seinem alten Vaterbrauch tut er mir Guts; drum sprech ich auch: Das walte Gott! 10. Ohn ihn ist all mein Tun umsonst; nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst: Morgen. mit Gott gehts fort, gerät auch wohl, daß ich kann sagen glaubensvoll: Das walte Gott! 11. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, so acht ich keiner Feinde Neid, laß hassen, wers nicht lassen kann; ich stimme doch mit Freuden an: Das walte Gott! 12. Tu ich denn was mit Gottes Rat, der mir beistehet früh und spat, dann alles wohl geraten muß; drum sprech ich nochmals zum Be— schluß: Das walte Gott! Johann Betichius 1650—1722. 420. Mel. O Gott, du frommer Gott. ———— x SISSRSTITIII — 3—..... e 1. O Je⸗su, sü ⸗ßes Licht, nun ist die Nacht ver⸗gan⸗gen, nun hat dein Gna⸗den⸗glanz aufs neu ⸗e mich um⸗fan⸗gen, SISISI.III........................— 23 n ere.———‚‚‚D‚‚‚ ö 4—— ——— 3——— nun ist, was an mir ist, vom Schla⸗ fe auf ⸗ ge⸗ 0 1— ö ——.—— II 12— 4— e E—, EIEEEEEEE weckt und hat nun in Be⸗ 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken mit Leib, mit Seel, mit Geist heut diesen ganzen Tag: das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein Gott, da hast du meine Seele, gier zu dir sich aus⸗ge⸗streckt. sie sei dein Eigentum, mit ihr dich heut vermähle in daner Liebeskraft; da hast du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklären allermeist. 4. Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und zum Haus; ach allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, —— beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget: laß meiner Seele sein dein Bildnis eingepräget im güldnen Glaubensschmuck, in der Gerechtigkeit, die allen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuschheit, mit Geduld durch deines Geistes Triebe; auch mit der Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohl geschmückt Morgen. 7. Bleib du mir diesen Tag stets vor den Augen schweben; laß dein Allgegenwart mich wie die Luft umgeben, auf daß mein ganzes Tun durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich tu, ja rede und gedenke; durch deines Geistes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich unverrückt verbleib dein Eigentum. Joachim Lange 1670—1744. und köstlich angetan. 421. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. — — Q N e, e.. DDEEEEEEEEEE... 7 2——0—— 2 1. Ein neu ⸗er Tag, ein neu⸗es Gott will mir heut aufs neu ⸗e Le⸗ben geht mit der ge⸗ben, was mir sonst ů——— H 2 E. Diieix 2— re neu⸗ en Wo⸗che an:— ö e ei ne= de or nie⸗mand ge⸗ben kann; denn hätt ich sei ne Gna⸗de nicht, wer Q SPSPSISISSI‚I‚II‚IIII.. ———.2———— —8———ll gä⸗be mir sonst Trost und Licht? 2. Ich grüße diesen lieben Morgen und küsse Gottes Vaterhand, die diese Nacht so manche Sorgen in Gnaden von mir abgewandt. Ach Herr, wer bin ich Armer doch? Du sorgst für mich, ich lebe noch. 3. Nun das erkennet meine Seele und gibt-sich selbst zum Opfer hin; doch weil ich noch in dieser Höhle mit Not und Tod umgeben bin, so weich auch heute nicht von mir, denn meine Hilfe steht bei dir. 392 ö 4. Mein Glück in dieser neuen Woche soll nur in deinem Namen blühn: ach laß mich nicht am Sündenjoche mit meinem Fleisch und Blute ziehn: gib deinen Geist, der mich regier und nur nach deinem Willen führ. 5. Soll ich mein Brot mit Kummer essen, so laß es doch gesegnet sein, und was du sonsten zugemessen, Morgen. das richte mir zum hesten ein. Ich bitt um keinen Überfluß, nur was ich nötig haben muß. 6. So tue nun, mein Gott, das Deine und laß mich auch das Meine tun: behüte beide, Groß und Kleine, daß sie auf deiner Huld beruhn, und daß ein jedes diesen Tag mit dir vergnügt beschließen mag. Benjamin Schmolck 1672—1737. 422. Mel. Christus, der uns selig macht. — f ů +— Ce— n r— ............ 1. Fang dein Werk mit Je⸗su an, Je⸗sus hats in Hän⸗den; ꝝ◻ I IH E— ů—.— H—.— 23.— 1 SS‚....— ——..2——————.——.— Je⸗sum ruf zum Bei-⸗standan, Je⸗sus wirds wohl en ⸗- den. 2 ů.. 5, S, 3% EEE Steh mit Je-su morgens auf, geh mit Je⸗su schla- fen 9 geh 22..........8— S.......—.— S.S.........— führ mit Je⸗su dei⸗nen Lauf, lasß ⸗se Je⸗sum schaf- fen. 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, daß er woll dein Helfer sein stets in allen Nöten. Morgens, abends und bei Nacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht dich sucht zu bestreiten. 2. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten; er wird dich vor ihrer List schützen und behüten. Setz nur das Vertrauen dein in sein Allmachtshände und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende. Wenn denn deine Sach mit Gott also angefangen, ei so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen; es wird folgen Glück und Heil hier in diesem Leben, endlich wird dir Gott dein Teil auch im Himmel geben. Morgen. 393 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben; es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben. Ich sprech darauf: Amen. Morgen⸗ und Abendsegen, Waldenburg, All mein Werk greif ich jetzt an, Herr, in deinem Namen; laß es doch sein wohlgetan! um 1734. 423. Mel. Ich dank dir schon durch deinen Sohn. ————— H.—— +—. en, e, I— —..—— 1. O Je⸗su, mei⸗nes Le-bens Licht, nun ist die Nacht ver⸗ N.— * ꝝ N .——*— SS. D‚.E.— ö 2 E————————— gan⸗gen: mein Gei⸗-stes ⸗aug zu dir sich richt't, dein ————————— 2+..—6..‚3..‚..H——J—J————I— 5— 2—— 2——— An⸗ blick zu emp-fan- gen. 2 Du hast, da ich nicht sorgen konnt, mich vor Gefahr bedecket und auch vor andern mich gesund nun aus dem Schlaf erwecket. 3 ů 25 Sei du alleine meine Lust, mein Schatz, mein Trost und Leben; kein andres Teil sei mir bewußt, dir bin ich ganz ergeben. 8 Mein Leben schenkst du mir aufs neu, Zeig mir in jedem Augenblick, es sei auch dir verschrieben, mit neuem Ernst, mit neuer Treu dich diesen Tag zu lieben. 4. Dir, Jesu, ich mich ganz befehl: im Geiste dich verkläre; dein Werkzeug nur sei meine Seel, den Leib bewahr und nähre. 5. Durchdring mit deinem Lebenssaft Herz, Sinne und Gedanken; bekleide mich mit deiner Kraft, in Proben nicht zu wanken. 6. Mein treuer Hirte, sei mir nah, steh immer mir zur Seiten, und wenn ich irre, wollst du ja mich wieder zu dir leiten. wie ich dir soll gefallen; zeuch mich vom Bösen stets zurück, regiere mich in allem. Laß mich mit Kraft und williglich mir selbst und allem sterben; zerstör du selber völliglich mein gründliches Verderben. 10. Gib, daß ich meinen Wandel führ im Geist, in deinem Lichte, und als ein Fremdling lebe hier vor deinem Angesichte. 14. Ach halt mich fest mit deiner Hand, daß ich nicht fall noch weiche; zeuch weiter durch der Liebe Band, bis ich mein Ziel erreiche. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 394 Morgen. 424. Mel. Ich dank dir schon durch deinen Sohn. I —— r Pinrer—.—— A. 9—— SSSI 44—..—— 1. Mein erst Ge⸗-fühl sei Preis und Dank: er-heb ihn, mei⸗ne .S...I. I.....I............. en.. An ni ö— 15— —. 0——.———— See⸗le! Der Herr hört dei nen Lob-ge-sang: lob— .......——. EUVW—.—.— 0 1.—.—.— II sing ihm, mei ne See ⸗le! 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief im Frieden: wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß und schützt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu erwecken? 5. Du bist es, Herr und Gott der Welt, und dein ist unser Leben, du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. 6 Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber tun nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft meine Seele: sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 2. Gib mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig tue; 10. daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 11. daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue; 12. daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. — —— I Mitt 42 Mel. ag. 5. Den die Hirten lobten sehre. Q II 4.——— ———3——— e Fi e—————.....— 1. Früh am Mor⸗gen Je⸗sus ge⸗ het und vor al=len Q— —————————TR— 11 — DDDDEE „——.—.. 10—— Tü ⸗ren ste⸗ het, klop-fet au, wo man ge⸗ fle⸗ het: T ͤ—7——— PFPĩwĩ—————————————— e, de. D——— —— Komm, Herr Je⸗ su, un ⸗ser Gat 4. Nun so lafet ihn nicht dorten, tut ihm auf des Herzens Pforten und ruft ihn mit süßen Worten: Eile, Jesu, kehre ein! weiden uns auf grüner Auen, daß wir deine Fülle schauen und auf deinen Reichtüm bauen, mit dir gehen aus und ein. 3. Wollest täglich bei uns bleiben, alle Feinde von uns treiben, uns ins Buch des Lebens schreiben und der gute Hirte sein; 5. Amen, ja es soll geschehen, Jesus wird heut mit uns gehen, und wir werden fröhlich sehen, daß er uns nicht läßt allein. Gerhard Stip 1809—1882. 2. Mittag. 426. O Jesu meins Lebens Licht. Mel. * Gessegn uns, Herr, die Ga⸗ben dein, die Speis laß uns⸗ re UE — —— ee n, , n virn ————.—0. 2—48— Nahrung sein; hilf, daß da⸗durch er⸗quik-ket werd der —— +— —— r—. *— ö dürft⸗ge Leib auf die⸗ ser Erd. 396 Mittag. 2. 3. Doch dies zeitliche Brot allein n gib uns beides, Herre Gott; kann uns nicht gnug zum Leben sein: hilf endlich auch aus aller Not: dein göttlich Wort die Seele speist, so preisen wir dein Gütigkeit hilft uns zum Leben allermeist. hier und auch dort in Ewigkeit. Strophe 1 und 2: Frankfurt a. d. O. 1561, Strophe 3: Bayreuth 1685. 427. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. —— II HE—————. ä——... — — 1. Wir dan⸗ken Gott für sei-⸗ ne Gabn, die wir von ihm emp⸗ Q 11 IHI—.—.— S.XZ‚.— II—.— H— II +. ZE J 2+..— 2 2* 4 J LX* J— L 2.— L„ —3—— 25—— fan⸗gen habn, und bit-ten un- sern lie-ben Herrn, er Q 2.—— 24 II ........ +— e, e e, woll uns all-zeit mehr be⸗schern; 2. Iuae lieber Herr, du wollst uns gebn und speisen uns mit seinem Wort, daß wir satt werden hier und dort. 428. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. nach dieser Zeit das ewge Lebn. Erasmus Alber 1500—1553. Q. UE ..,.,.,nen, m. EH————4——.—5.— Spei⸗se, Va⸗ter, dei⸗ ne Kin-der, trö-ste die be-trüb⸗ten sprich den Se-gen zu den Ga-ben, die wir jet⸗zo vor uns —— UI .SPS............... EU„—2————— . ll———.—— — Sün der; ha ben, daß sie uns zu die⸗ sem Le⸗ben ——— II Z..2* I III ISISDSSSESEEEEe‚.‚‚I‚I‚I‚‚...—————5.— ........ TTTTITII Stär⸗ke, Kraft und Nah-rung ge⸗ben: bis wir end⸗lich mit den X— —— 397 5 x ö ö——— A e———— 2——.———— From⸗men zu der Him-mels⸗mahl⸗ zeit kom men. Johann Heermann 1585—1647. 429. 4 Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. Q S........ IIII..— 0 21. Dan⸗ke dem Her-ren, See⸗le, dem Ur ⸗-sprung der der uns er⸗quik⸗ket die Lei⸗ ber und nährt die Ge⸗ 7 EE 1.— Gü⸗ter, 10.— 51½ mii ⸗ter! Ge⸗bet ihm Ehr, lie⸗bet den Gü⸗ti⸗ gen 42.— III— e..—— I4— 2H—— 0 EE* ———————— +. sehr,—0 an vie dan ⸗ken ⸗ den Lie ⸗der! gib nur, daß wir Du hast, o Güte, 13 Leibe die Not⸗ innig stets dürsten nach dir, — ö D durf t bescheret, ewig zur Lust dich erwählen. laß doch die—.77— im Guten nur werden verzehret: 4. alles ist dein, Gütigster Hirte, du wollest uns Seelen und Leiber, allein stärken und leiten werd auch durch beide geehret. und zu der Hochzeit des Lammes 3. rechtschaffen bereiten; Lebenswort, Jesu, komm, speise die bleib uns hier nah, schmachtenden Seelen, bis wir dich ewig allda laß in der Wüste uns nimmer das schmecken und schauen in Freuden. Nötige fehlen; Gerhard Tersteegen 1697—1769. 3. Abend. 430. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. E E 1.——— — 4 1. O Rtes Licht, Drei⸗fal⸗tig⸗keit, du hoch- ge⸗lob⸗-te — —— Ei⸗nig⸗keit, die Son⸗ne weicht mit ih-rem Schein, geuß e, ee.,:— NW 7———H 5——3—— 2 II dein Licht in das Herz hin⸗ein. 2. Des Morgens, Herr, dich rühmen wir, am Abend beten wir zu dir und preisen deine Herrlichkeit von nun an bis in Ewigkeit. sei nun und immerdar gepreist. Altkirchlich. Bearbeitet von Christian Karl Josias von Bunsen 1791—1860. 431. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. H —— 1—— A.—— x x————— EE 1. Hin⸗un⸗ter ist der Son:-nen Schein, die fin⸗stre Nacht bricht Gott Vater in dem höchsten Thron und Jesus Christ, sein einger Sohn, mitsamt dem werten heilgen Geist +I UU 1.— 122 LIII— 2 1.—....—. —————————— ..—...—— 2 — 9*. ů——. stark her⸗ein: leucht uns, Herr Christ, du wah⸗-res Licht, laß ö , rrt D.N— E——— .————— II + uns im Fin⸗stern wan⸗deln nicht. 2. und rechn es unsrer Seel nicht zu; Dir sei Dank, daß du uns den Tag laß schlafen uns in Fried und Ruh. vor Schaden, Gfahr und mancher Plag 4. durch deine Engel hast behüt't Durch dein Engel die Wach bestell, aus Gnad und väterlicher Güt. daß uns der böse Feind nicht fäll; 3. vor Schrecken, Angst und Feuersnot Womit wir habn erzürnet dich, behüte uns, o lieber Gott. dasselb verzeih uns gnädiglich Nikolaus Herman 1 1561. 6 432. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. — 2— 2.—.——— 2—993 ee———. +*————.— 1. Chri⸗ste, der du bist Tag und Licht, vor dir ist, Herr, ver⸗ 1 2 bor⸗gen nichts Du vä⸗ter⸗li⸗chen Lich-tes Glanz, lehr E. uns den Weg der Wahr⸗heit ganz. 2. Wir bitten dein göttliche Macht: Beschirmer, Herr, der Christenheit, behüt uns, Herr, in dieser Nacht; dein Hilf uns allzeit sei bereit; ninin uns, Herr, vor allem Leid, hilf uns, Herr Christ, aus aller Not Gott, Vater der Barmherzigkeit. durch deine 2——5 Wunden rot. 3. So unsre Augen schlafen ein, Gedent, 0 Har,—— schweren Zeit, laß unsre Herzen wacker sein; darin der Leib gefangen liegt; beschirm uns, Gottes rechte Hand, der Seele, die du hast erlöst, und lös uns von der Sünden Band. der gib, Herr Jesu, deinen Trost. (Nach einem lateinischen Liede aus dem 7. Jahrhundert.) 15. Jahrhundert. 433. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. 4. I ——— 3—— — I— . V 5 2 ö—.— ——.— ........ + w— 1. Die Nacht ist kom-men, drin wir ru⸗ hen sol ⸗len: Q E.—.— e e e d u..— e,i,.. Gott walts zu From-men nach sein'm Wohl⸗ge-fal⸗len, daßt wir uns e ar— 5—4— *——— Ee 2 EEEE 2 le⸗gen, in sein'm Gleit und Se⸗gen der Ruh zu pfle⸗gen. 2. 3. Treib, Herr, von uns fern die un⸗TLaß uns einschlafen mit guten Ge⸗ reinen Geister; danken, halt die Nachtwach gern, sei selbst fröhlich aufwachen und von dir nicht ö unser Schutzherr: wanken, schirm beid, Leib und Seel, unter laß uns in Züchten unser Tun deine Flügel, und Dichten send uns dein Engel. zu dein'm Preis richten. — n La, 12— —.+ Abe 400 4. Pfleg auch der Kranken durch deinen Geliebten, hilf den Gefangnen, tröste die Be— trübten, pfleg auch der Kinder, sei selbst ihr Vormünder, des Feinds Neid hinder. nd. Vater, dein Name werd von uns gepreiset, Reich zukomme, dein Will werd beweiset; wollst die Sünd vergeben, Amen. Petrus Herbert 1571. dein frist unser Leben, erlös uns. 434. Dein Lieb und Treu vor allem geht, kein Ding auf Erd so fest besteht, das muß ich frei Beinen⸗ drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht Not, von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht und hält gewiß, was es verspricht, im Tod und auch im Leben. Mel. ö Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. —⁰ ö ö ö — 255 7.— 1415.—.— e ö 6———— I— 1. Mein schön⸗ ste Zier und Kleinod bist auf Er⸗den du, Herr Je⸗su ö 2—ꝝ◻ UH ů nirin, irrnei nerei oe.— 30 FF 2 2.....— E —2 1— 1—...2.2— 2 1 L ö Christ; dich will ich las-sen wal ⸗ ten und al ⸗le⸗ ö 3 ane een e. Hehe e, ö E-eeel * E ö zeit in Lieb und Leid in mei⸗ nem Her-zen hal-ten. 2. Du bist nun mein, und ich bin dein, dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab: ach schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun Abend werden; laß doch dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden. Harmonia, Leipzig 1597. 435. Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe. E ., 1. Die Sonn hat sich mit ih-rem Glanz ge- wen⸗ det *—*—— ns ill nd er/ 4. —— 2* Z..——.4 We 0 0O—.—0 ö 2— ö— E—.—.— 8 S E 1.— en und, was sie soll, auf die sen Tag voll⸗en⸗ 1. — . —62.——ß7 ———22 0 2 . 0— det; die dunk⸗le Nacht dringt al lent-hal-ben zu, bringt .. 2.— en eren Kerne —.——2 3—.— 1.—..— E— I I+ Men⸗schen, Vieh und 2. Ich preise dich, du Herr der Nächt und Tage, daß du mich heut vor aller Not und Plage durch deine Hand und hochberühmte Macht hast unverletzt und frei hindurch gebracht. 3. Vergib, wo ich bei Tage so gelebet, daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet; laß alle Schuld durch deinen Gna— denschein in Ewigkeit bei dir verloschen sein. 4. Schaff, daß mein Geist dich unge⸗ hindert schaue, indem ich mich der trüben Nacht vertraue, und daß der Leib auf diesen schwe— ren Tag sich seiner Kraft fein sanft erholen mag. 2. al ⸗ le Welt zur Ruh. 5. Vergönne, daß der lieben Engel Scharen mich vor der Macht der Finsternis bewahren, auf daß ich vor der List und Tyrannei der argen Feind im Schlafe sicher sei. 6. Herr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken und in die Ruh des tiefen Grabes strecken, so blicke mich mit deinen Augen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann; 7. und laß hernach zugleich mit allen Frommen mich zu dem Glanz des andern Le⸗ bens kommen, da du uns hast den großen Tag bestimmt, dem keine Nacht sein Licht und Klar⸗ heit nimmt. Johann Crügers Praxis pietatis melica, 1647. II II +. —— .— . ++ 1. Wer ⸗de mun⸗ter, mein Ge⸗mü⸗te, und, ihr Sin=ne, daß ihr prei⸗set Got⸗tes Gü⸗te, die er hat ge⸗ 26 —.4.—— IIE 353——.— E———3—— x. — 2* II E——.2 2 5—.— 2.— E n—4 ht her⸗fü geht her⸗für, d ö e den gan⸗zen Tag vor so cher tan an mir, a er mich den gan⸗z g so man-ch TA[H— II ESI III 12.— 1—1 ISS.iI...... I.... 2.——.————.— 0Q.4 schwe⸗ren Plag hat be ⸗ hü⸗ tet und in Gna⸗den 4 4 —.———.— II E, . * ö ab⸗ge⸗wen-det al⸗len Scha⸗den. 2. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, Lob und Dank sei dir gesungen, weil es nunmehr dunkel hier; Vater der Barmherzigkeit, da ich mich so sehr betrübe, daß mir ist mein Werk gelungen, tröste mich mit deiner Liebe. daß du mich vor allem Leid 6. und vor Sünden mancher Art. so getreulich hast bewahrt, 2e faunt ien u Lch, auch den Feind hinweggetrieben, lles Übel l schwind daß ich unbeschädigt blieben auls Ubel laß Zesowenden, decke mich mit Segen zu. 3. Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Herr, verzeihe mir aus Gnaden 65 alle Sünd und Missetat, Freunde, Feinde, Hausgenossen die mein armes Herz beladen sein in deinen Schutz geschlossen. und so gar vergiftet hat, 7 nin u Hole dinen wur⸗det da kannst du allein erretten, schithe mich 3— strafe nicht mein Ubertreten laß mich Krankheit nicht aufwecken, 0 treibe weg des Krieges Schall; 4. wende Feur-⸗ und Wassersnot, Bin ich gleich von dir gewichen, Pestilenz und schnellen Tod: stell ich uich doch wisde—5 laß mich nicht in Sünden sterben, ö hat uns doch dein Sohn verglichen noch an Seel und Leib verderben. durch sein Angst und Todespein. 8.* — ö ů Ich verleugne nicht die Schuld, O du großer Gott, erhöre, aber deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich stets in mir befinde. was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets verehre, bleibe ja mein Schutz und Rat; 5. und mein Hort, du werter Geist, ö O du Licht der frommen Seelen, der du Freund und Tröster heißt, o du Glanz der Ewigkeit, höre doch mein sehnlich Flehen: ö dir will ich mich ganz befehlen Amen, ja das soll geschehen. diese Nacht und allezeit. ö Johann Rist 1607—1667. III I en, t, ** Abend. 437. Mel. O Welt, ich muß dich lassen E— e— n. S SISI II... 5 1223—*·.—— 2— Nun ru⸗hen al ⸗le Wäl⸗ der Vieh, Menschen, Städt und Felder, es IIIIII..I.I.I.I.t.t....t..t..t...T.T.. T TT— L..X.*. 2—— 4 J L ö—— L 2 * L I...2— 2. schläft die gan-ze Welt; ihr a⸗ber, mei⸗ne Sin⸗nen, auf, max un—*—.— ö — e— g. Fneen dnn— * auf, ihr sollt be⸗gin⸗nen, was eu⸗rem Schöp⸗fer wohl⸗ ge⸗fällt. 2. 6. Wo bist du, Sonne, blieben? Nun geht, ihr matten Glieder, Die Nacht hat dich vertrieben, geht hin und legt euch nieder, die Nacht, des Tages Feind. der Betten ihr begehrt: Fahr hin, ein andre Sonne, es kommen Stund und Zeiten, mein Jesus, meine Wonne, da man euch wird bereiten gar hell in meinem Herzen scheint. zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 3. 7. Der Tag ist nun vergangen, Mein Augen stehn verdrossen, die güldnen Sternlein prangen im Nu sind sie geschlossen, am blauen Himmelssaal; wo bleibt dann Leib und Seel? also werd ich auch stehen, Nimm sie zu deinen Gnaden, wenn mich wird heißen gehen sei gut für allen Schaden, mein Gott aus diesem Jammertal. du Aug und Wächter Israel. 4. 8. Der Leib eilt nun zur Ruhe, Breit aus die Flügel beide, legt ab das Kleid und Schuhe, o Jesu, meine Freude, das Bild der Sterblichkeit: und nimm dein Küchlein ein; die zieh ich aus, dagegen will Satan mich versch lingen, wird Christus mir anlegen so laß die Engel singen: den Rock der 320 und Herrlichkeit. dies Kind soll unverletzet sein. 9. Das Haupt, die Fuß und Hände Auch euch, ihr meine Lieben, sind froh, daß nun zum Ende soll heute nicht betrüben die Arbeit kommen sei: ein Unfall Gefahr: Herz, freu dich, du sollst werden Gott laß euch selig schlafen, vom Elend dieser Erden stell euch die güldnen Waffen und von der Sünden Arbeit frei. ums Bett und seiner Engel Schar. Paul Gerhardt 1607—1676. 26* 1 + 4 4 4 Il ö—, d den drn EEE — 1. Der lie⸗ben Son-ne Licht und Pracht hat nun den Tag voll⸗ die Welt hat sich zur Ruh ge-macht, tu, Seel, was dir ge— 25 tritt an die Himmels⸗-tür und bring ein Lied herfür, laß ———, d. .... dei⸗ne Augen, Herz und Sinn auf Jesum sein ge-rich-tet hin. 2. 4. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl So oft die Nacht mein Ader schlägt, und glänzt mit Licht und Strahlen, soll dich mein Geist umfangen; ihr macht die Nacht des Lichtes voll: so vielmal sich mein Herz bewegt, doch noch zu tausend Malen soll dies sein mein Verlangen, scheint heller in mein Herz daß ich mit lautem Schall die ewge Himmelskerz, mög rufen überall: mein Jesus, meiner Seelen Ruhm, O Jesu, Jesu, du bist mein, mein Schutz, mein Schatz, mein und ich auch bin und bleibe dein. Eigentum. 5. 3. Nun, matter Geist, schick dich zur Mit dir will ich zu Bette gehn, Ruh dir will ich mich befehlen; und schlaf fein sanft und stille; du wirst, mein Hüter, auf mich sehn ihr müden Augen, schließt euch zu, und raten meiner Seelen. denn das ist Gottes Wille; Ich fürchte keine Not, schließt aber dies mit ein: kein Hölle, Welt und Tod; Herr Jesu, ich bin dein! denn wer mit Jesu schlafen geht, So ist der Schluß recht wohl gemacht. mit Freuden wieder aufersteht. Nun, liebster Jesu, gute Nacht. Christian Seriver 1629—1698. E bErnree-DD‚.—-- S.III.... ——————————— 1. Nun sich der Tag ge⸗-en-det hat, und kei ne Sonn mehr 5——.— ñ—ßꝛß—ß[⅛ì7,ìß8————ß7n‚. ͤw———83 *.— e die n ii e Ea 9———.————8— ö scheint, schläft al-les, was sich ab-ge⸗matt't und + —— ge⸗weint. 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht: die Finsternis ist dir verhaßt, weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich in dieser schwarzen Nacht und schenke du mir gnädiglich den Schirm von deiner Wacht. 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an; doch aber deines Sohnes Huld hat gnug für mich getan. 5. Den setz ich dir zum Bürgen ein, wenn ich muß vors Gericht; ich kann ja nicht verloren sein in solcher Zuversicht. 6. Drauf tu ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein; mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh: wer wollte traurig sein? 7 Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euren Lauf: ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jammertal, so führ mich, Herr, in Himmel ein zur auserwählten Zahl. Johann Friedrich Herzog 1647-1699. 440. Mel. Werde munter, mein Gemüte. ertn— ............ ↄ ꝓ. 1F —— 1 0— ö 1. Herr, es ist von leh ⸗re mich nun mei⸗nem Ach⸗tung Le⸗ben wie⸗-der⸗ um ein ge⸗ben, ob ich fromm ge⸗ — —— — ö n .—. 3 — — ö II —47.— e Lne —— ( Tag da⸗-hin, —— 4„ 6— we⸗ sen bin; zei⸗ ge mirs auch sel⸗ber an, so ich was nicht +....... d t, E— n nnn man iem, e. 2— 1——— recht ge⸗tan, und hilf jetzt in al⸗len Sa ⸗chen 7 0 406 Abend. 2. Freilich wirst du manches finden, was dir nicht gefallen hat, denn ich bin noch voller Sünden in Gedanken, Wort und Tat, und vom Morgen bis jetzund pfleget Herze, Hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ichs selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, habe noch einmal Geduld; ich bin freilich schwer beladen, doch vergib mir alle Schuld; deine große Vatertreu werde diesen Abend neu, so will ich auch deinen Willen künftig mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, daß der Schlaf nicht sündlich sei; decke mich mit deiner Güte, auch dein Engel steh mir bei. Lösche Feur und Lichter aus und bewahre sonst das Haus, daß ich morgen mit den Meinen nicht im Unglück dürfe weinen. — Steure den gottlosen Leuten, die im Finstern Böses tun; sollte man gleich was bereiten, uns zu schaden, wenn wir ruhn, so zerstöre du den Rat und verhindere die Tat; wend auch alles andre Schrecken, das der Satan kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird; denn du bleibest ewig munter und bist wie ein guter Hirt, der auch in der finstern Nacht über seine Herde wacht: darum hilf uns, deinen Schafen, daß wir alle sicher schlafen. 2. Laß mich denn gesund erwachen, wenn es rechte Zeit wird sein, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein. Oder hast du, lieber Gott, heut bestimmet meinen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Kaspar Neumann 1648—1715. +——— ö 1. Der Tag ist hin; mein Je⸗su, bei mir blei⸗be! O See⸗len⸗ 2.— aunt rn d ri, A 4 + ... ——— 12.— licht, der Sün⸗den Nacht ver⸗trei⸗be, geh auf in mir, Glanz 9 EIIIA Larere e. ne,. , B e,,. e——3..— EEEEEE EEE 2 Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen, dir sei die Ehr, daß alles wohlgelungen nicht versteh; nach deinem Rat, ob ichs gleich bist du gerecht, es gehe wie es geh. I*.J—9‚.— — EIE Abend. 407 3. 5. Nur eines ist, das mich empfindlich Israels Schutz, mein Hüter und quälet: mein Hirte, Beständigkeit im Guten mir noch zu meinem Trost dein sieghaft Schwert fehlet. umgürte, Das weißt du wohl, o Herzens-— bewahre mich durch deine große Macht, kündiger, wenn Belial nach meiner Seelen ich strauchle noch wie ein Unmün⸗ tracht't. diger. 6 was mir sagt mein Gewissen; Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen. Es ist mir leid, ich stell mich wie— Vergib es, Herr, 4—2— 24, Herr Jesu Christ, 411 zu uns wend. der ein, da ist die Hand: du mein, und ich bin dein. Luk. Mel. ach laß die Seel im Schlaf auch Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen: Gutes schaffen; o Lebenssonn, erquicke meinen Sinn. Dich laß ich nicht, mein Fels; der Tag ist hin. Joachim Neander 1650—-1680. meirrr en ere Rur Lte,.. E.NX. 2———.—— E——* 4—9.————4.——— 1. Wo willst du hin, weils A-bend ist, o lieb⸗-ster Pilgrim, —— UH Ul i II— 4—— II S........II.....I.I.I.... E—— Je⸗su Christ? Komm, laß mich so glück⸗se-lig sein und Q E 5— r, kehr in mei⸗nem Her⸗-zen ein. 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, dieweil es ist so gut gemeint; du weißt, daß du zu aller Frist ein herzenslieber Gast mir bist. 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt: drum wollest du, o wahres Licht, mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn, zum Himmel sicher finden kann, damit die dunkle Sündennacht mich nicht verführt noch irremacht. 5. Besonders aus der letzten Not hilf mir durch einen sanften Tod. Herr Jesu, bleib! ich halt dich fest; ich weiß, daß du mich nicht verläßt. 1674. 408 Abend. 443. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. Q 4 E 5—— 2— 6—.. n n E——— JIE—— —* +7 I 7 1 I 1. So ist die Wo⸗ che nun ge⸗schlos⸗sen, doch, wie sich dein Se⸗gens⸗quell er ⸗ gos⸗sen, so 7—. ö ö +.—; r n i. irn er, mn en 2. ö ——4— I treu er Gott, dein Her-ze nicht: bin ich noch der Zu-ver⸗-sicht, IU II 4 4 4 15 4— 2 1. + —52.——.— .— fü———— nüntt Linnrn. 2——4 EH—.——. 8——— 41 wei⸗ter-hin er-⸗ gießt und un-er-schöpf-lich auf mich fließt. 2. 6. Ich preise dich mit Hand und Munde, Mein Glaube hält an diesem Segen, ich lobe dich, so hoch ich kann, und will also den Wochenschluß ich rühme dich von Herzensgrunde vergnügt und froh zurückelegen, für alles, was du mir getan, da der Trost mich erquicken muß, und weiß, daß dir durch Jesum Christ daß ich ja soll in Christo dein mein Dank ein süßer Weihrauch ist. und schon in Hoffnung selig sein. 3. 7. Hat mich bei meinen Wochentagen Doch da mein Leben zugenommen, das liebe Kreuz auch mit besucht, so bin ich auch der Ewigkeit so gabst du auch die Kraft zu tragen; um eine Woche näher kommen zudem ist es voll Heil und Frucht und warte nun der letzten Zeit, aus deiner Liebe, Herr, zu mir: da du die Stunde hast bestimmt, und darum dank ich auch dafür. die mich zu dir in Himmel nimmt. 4. 8. Nur etwas bitt ich über alles, Wenn ich ja morgen früh aufs neue und du versagst mir solches nicht: den Sonntag wiedersehen kann, gedenke keines Sündenfalles, so scheint die Sonne deiner Treue weil mich mein Jesus aufgericht't, mich auch mit neuen Gnaden an; mein Jesus, der die Missetat ach ja, da teilt dein Wort und Haus auf ewig schon gebüßet hat. den allerbesten Segen aus. 5. 9. Dein Schwur ist ja noch nicht ge⸗So will ich das im voraus preisen, brochen, was du mir künftge Woche gibst: und brichst ihn nicht in Ewigkeit, du wirst es in der Tat erweisen, da du dem Sünder hast versprochen, daß du mich je und immer liebst daß er, wenn ihm die Sünde leid, und leitest mich nach deinem Rat, nicht sterben, sondern gnadenvoll bis Leid und Zeit ein Ende hat. als ein Gerechter leben soll. Erdmann Neumeister 1671—1756. 2 1„ Abend. D Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 2 UHE H1 rrae., 25. N 2 ö 2..— ů —.— 4.—.— 1 1. Der Sab⸗bath ist ver⸗gan⸗gen, ich ha-be mein Ver⸗lan⸗gen nach 4 4 + 3 + +I N ............ TTTTTITIIT—III———— REE 2—— een e n n —..—— Herzenswunsch er-füllt: Gott hat mich un-ter-wei-set, mit Herz 7.— DSISSSSEEEEE EE —— ů— 89. EEEEEEE 2— — ö. Le-bensbrot ge-spei-set und mei-ner See⸗len Durst ge⸗stillt. 2 Gott ruht durchs Wort im Herzen: drum leg ich ohne Schmerzen auch meinen Leib zur Ruh; denn allen Sündenschaden deckt Jesus nun in Gnaden mit seinem Purpurmantel zu. O du dreieinig Wesen, mein Geist ist schon genesen, weil ich dein Tempel bin. Ich habe Licht vom Lichte, dein leuchtend Angesichte treibt alle Finsternis dahin. Du wirst schon bei mir wachen und eine Sonne machen auch mitten in der Nacht, bis bei den Cherubinen ein Sonntag ist erschienen, der alle Nacht zuschanden macht. 5 Ich schlafe ganz vergnüget; denn wo mein Herze lieget, da ist der Engel Heer. Mich stört kein Weltgetümmel; es träumt mir nur vom Himmel: ach wer doch nur bald droben wär! Benjamin Schmolck 1672-1737. 445. Mel. Jesu, meine Freude. W— ö 1. Hir ⸗te dei⸗ner Scha⸗fe, dei⸗ ne Wun⸗der⸗ gü⸗ te der von kei⸗ nem Schla⸗fe war mein Schild und Hüt ⸗te — ů — et⸗was wis⸗sen mag, den ver⸗gang⸗nen Tag: sei die Nacht auch auf der Wacht 1 — —4 und laß mich von dei-nen Scha-ren um und um be-wahren. 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vaterhuld; ein versöhnt Gewissen sei mein Ruhekissen: drum vergib die Schuld. Denn dein Sohn hat mich davon durch die tiefgeschlagnen Wunden gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben keine Not betrüben, sie sind mein und dein; schließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen ohne Sorgen ein. Du bei mir, und ich bei dir: also sind wir ungeschieden, und ich schlaf in Frieden. 4. Komm, verschließ die Kammer und laß allen Jammer ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel, unter deine Flügel nimm dein Küchlein ein. Decke zu mit Schutz und Ruh, so wird uns kein Grauen wecken, noch der Feind uns schrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette heut zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Doch hast du beschlossen, daß mein Zeit verflossen, kommt die Todesnot: so will ich nicht wider dich; lieg ich nur in Jesu Wunden, sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich tue in vergnügter Ruhe meine Augen zu. Seele, Leib und Leben hab ich dir ergeben, o du Hüter du! Gute Nacht! Nimm mich in acht; und erleb ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck 1672—1737. 446. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. Q +. II 4 + II. 4+ 4 4 4 1 J. 4 0 dr dör d EEE E 1. Ach mein Je⸗su, sieh, ich tre-tte, da der Tag nunmehr sich neigt 3.— Kxa er rrse, w 1¹¹ Earenten. i i.r, d —— Wbe— und die Finster-nis sich zeigt, hin zu dei-nem Thron und bete: —* IN ů II n eunenn i n inn nnn den der en e,, HU———— D.. +. nunermn e. 65—— 2.——060— 1 n⸗nen hin. E 2 2— V +& 2. Meine Tage gehn geschwinde wie ein Pfeil zur Ewigkeit, und die allerlängste Zeit saust vorbei als wie die Winde, fließt dahin als wie ein Fluß mit dem schnellsten Wasserguß. 3. Und, mein Jesu, sieh, ich Armer nehme mich doch nicht in acht, daß ich dich bei Tag und Nacht herzlich suchte, mein Erbarmer; mancher Tag geht so dahin, daß ich nicht recht wacker bin. 4. Ach ich muß mich herzlich schämen: du erhältst und schützest mich Tag und Nacht so gnädiglich, und ich will mich nicht bequemen, daß ich ohne Heuchelei dir dafür recht dankbar sei. Abend. 5. Nun ich komme mit 2 o mein Herzensfreund, zu dir: Verlangen, neige du dein Licht zu mir, da der Tag nunmehr vergangen; sei du selbst mein Sonnenlicht, das duch alles bricht. Laß mich meine 2—— zählen, die du mir noch gönnen willt; mein Herz sei mit dir erfüllt, so wird mich nichts können quälen: denn wo du bist Tag und Licht, schaden uns die Nächte nicht. 7. Nun, mein teurer Heiland, wache, wache du in dieser Nacht, schütze mich mit deiner Macht, deine Liebe mich anlache. Laß mich selbst auch wachsam sein, ob ich gleich jetzt schlafe ein. Levin Johann Schlicht 1681-1728. 447. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 23————— ů 22.5 5—— ö— S. + E. 8— 2 H n 2. ̃— ——— 1.—2———— 1. Treu⸗er Je ⸗ su, che du, weil ich jetz- und gönn mir und den Mei⸗nen Ruh, bleib, o Hir ⸗ te, +4 II e, e. ———.—.———4——————.— .SI————— will ein ⸗schla ⸗ fen; chließ die Tü ber bei den Scha ⸗fen; schließ die Tü⸗re sel ⸗ber zu, 7 —Q 4 +..— 2...— +—— II S. + 2*——1— IL CLXX. 2— 2.—50*—+ I 12.—— 2 II treu⸗ster Je⸗su, wa⸗che du. 2. Treuer Jesu, weiche nicht; sonst wird Grauen, Furcht und Schrecken, das oft mit der Nacht anbricht, uns voll Ach und Weh erwecken: bleib bei uns mit deinem Licht, treuster Jesu, weiche nicht. Treuer Jesu, steh uns bei, daß in uns der Geist und Glaube, wenn wir schlafen, wacker sei, und der Feind uns ihn nicht raube; deine Hilfe mach uns frei, treuster Jesu, steh uns bei. 412 4. Treuer Jesu, wenn es nun einmal mit mir kommt zum Sterben, so bring mich zu deiner Ruh, schlreß mich zum Himmelserben; schließ mir selbst die Augen zu, treuster Jesu, hilf mir du. Abend. 5. Treuer Jesu, nimm zu dir endlich mich und all die Meinen, wenn der Tag nun bricht herfür, da du selber wirst erscheinen; führ uns durch die Himmelstür, liebster Jesu, ein zu dir. Wagners Gesangbuch, Leipzig 1697. 448. Mel. Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe. 9— ———“ ö * 4.— 2—9 — 29 ö‚ E 1. Der A-bend kommt, die Son- ne sich be-dek-ket, und al⸗les II — II — 25 6.— *— — —.————— 12 1 + sich zur Ruh und Stil-le strek-ket: o mei⸗ne Seel, merk 3 Lr. B. 1— D—— ů——— PEWW EEIE.. H—— 2—5—. auf, wo du? In Got⸗ tes Schoß, sonst nir⸗ gend findst du Rul h. Recht väterlich hast du mich heut ge⸗ leitet, bewahrt, verschont, gestärket und ge⸗ weidet; ich bins nicht wert, daß du so gut und treu: mein alles dir zum Dank ergeben s sei. 3. Vergib es, Herr, wo ich mich heut verirret und mich zuviel durch dies und das verwirret; es ist mir leid, es soll nicht mehr geschehn, nimm mich nur ein, so werd ich fester tehn. Da nun der Leib sein Tagewerk vollendet, mein Geist sich auch zu seinem Werke wendet: zu beten an, zu lieben inniglich, im stillen Grund, mein Gott, zu schauen dich. 5. Die Dunkelheit ist da und alles saneorz mein Geist vor dir, o Majestät, sich beuget; ins Heiligtum, ins Dunkle kehr ich ein: Herr, rede du, laß mich ganz stille sein. 6. Mein Herz sich dir zum Abendopfer schenket, mein Wille sich in dich gelassen senket. Begierden, schweigt! Vernunft und Sinne, still! Mein müder Geist im Herren ruhen will. 7. Dem Leib wirst du bald seine Ruhe geben; laß nicht den Geist Lesent in Un⸗ ruh schweben; mein treuer Hirt, führ mich in dich hinein, in dir, mit dir kann ich vergnüget sein. Abend. 8. Im Finstern sei des Geistes Licht und Sonne: im Kampf und Kreuz mein Beistand, Kraft und Wonne; 449. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 413 Gerhard Tersteegen 1697-1769. deck mich bei dir in deiner Hütte zu, bis ich erreich die volle Sabbathsruh. + 3 +. 4. + ED.— 22 II— II EEEEEE E 12.—.—.1 1—— 1. Nun sich der Tag ge⸗en-det, mein Herz sich zu dir wen⸗det und 35 e e ee ee, ESE 2. e——— dan⸗ket in⸗nig-lich; dein hol-des An-ge⸗sich-te zum U H +—— H—— 4 II 1.— II SS......................—— ——— 12— 19.— 8. —. Se⸗gen auf mich rich⸗te, er-leuch-te und ent— zün⸗de mich. 2. daß du vergnügst alleine Ich schließe mich aufs neue in Deind Vatertreue und Schutz und Herze ein: 4. die fleischlichen Geschäfte und alle finstern Kräfte vertreibe durch Nahesein. Daß du mich herhlih liebest, daß du mich stets umgibest und rufst zu dir hinein, 450. Mel. Valet will ich dir geben. so wesentlich und reine, laß allezeit mir heilig sein. Ein Tag der sagts dem andern: mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, du schöne, mein Herz an dich gewöhne! Mein Heim ist nicht in dieser Zeit. Gerhard Tersteegen 1697-1769. .... . ö———3—— —— r 2n—— 2.—. H 1. Vor Je⸗su Au⸗gen schwe-ben, ist wah⸗re Se⸗lig ⸗keit; sich ihm zu ei⸗ gen ge⸗ben, ist, was al-lein er ⸗freut. . I 2 ö— ..— 2 e, e,.— PP 2——— Nichts kön-nen und nichts wis⸗-sen, nichts wol-len und nichts ——... ——— ......... I IIII ä———. tun, als Je⸗su fol-gen müs⸗sen: das heißt in Frie⸗den ruhn. 2. Er hört und sieht und fühlet, Der Christ steht aus dem Schlafe hört, sieht und fühlt doch nicht, in Christi Freundschaft auf und weiß, vom Schmerz durchwühlet, und fürchtet keine Strafe kaum, daß ihm Weh geschicht. im ganzen Tageslauf; und ist der Tag vollendet, 4. so legt er sich zur Ruh, Gewiß, wer erst die Sünde von Christo unverwendet getilgt durch Ehristi Blut tun sich die Sinne zu. und gleich dem frommen Kinde 3. auf ihn lenkt Sinn und Mut, So geht er fest und stille kann auch gottselig handeln dahin bei Tag und Nacht; und kann bald anders nicht. auf Jesum ist sein Wille, Herr Jesu, lehr uns wandeln nicht auf die Welt bedacht. in deiner Augen Licht. Nach Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700-1760. 451. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. S......... EE 1. Für al⸗le Gü⸗te sei ge⸗preist, Gott Va⸗ter, Sohn und heil⸗ger ............. S.W.—.——— 2——3.———— 2—22 — 7*..S 1 25 Geist! Ihr bin ich zu ge ⸗ rin- ge. Vernimm den . 1 U —— n. EEiEE —— 0 27— Dank, den Lob-ge-sang, den ich dir kind⸗-lich brin-ge. 2. was ich vermag Du nahmst dich meiner herzlich an, bis diesen Tag, hast Großes heut an mir getan, ist alles deine Güte. mir mein Gebet gewähret; 4. hast väterlich ö Sei auch nach deiner Lieb und Macht mein Haus und mich meinSchutz und Schirm in dieser Nacht, beschützet und genähret. vergib mir meine Sünden; 3. und kommt mein Tod, Herr, was ich bin, ist dein Geschenk: Herr Zebaoth, der Geist, mit dem ich dein gedenk, so laß mich Gnade finden. ein ruhiges Gemüte, Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. Abend. 452. Mel. O Welt, ich muß dich lassen S......... ee dene e e, e,. . 1. Herr, der du mir das Le-ben bis die⸗-sen Tag ge⸗ge-ben, dich U H——41—— enn n n n—. — bet ich kind-lich an; ich bin viel zu ge⸗rin⸗ge der + 4 11 4—— — II 2=——4 6h————. 4———4 n e + ö ö ů Treu⸗e, die ich sin⸗ ge, und die du heut an mir ge⸗tan. 2. 4. Mit dankendem Gemüte Ich weiß, an wen ich glaube, freu ich mich deiner Güte, und nahe mich im Staube ich freue mich in dir: zu dir, o Gott, mein Heil. du gibst mir Kraft und Stärke, Ich bin der Schuld entladen, Gedeihn zu meinem Werke, ich bin bei dir in Gnaden, und schaffst ein reines Herz in mir. und in dem Himmel ist mein Teil. 3. 5. Gott, welche Ruh der Seelen: Bedeckt mit deinem Segen, nach deines Worts Befehlen eil ich der Ruh entgegen, einher im Leben gehn, dein Name sei gepreist! auf deine Güte hoffen, Mein Leben und mein Ende im Geist den Himmel offen ist dein; in deine Hände und dort den Preis des Glaubens sehn! befehl ich, Vater, meinen Geist. Christian Fürchtegott Gellert 1715-1769. 453. Mel. O Welt, ich muß dich lassen E 1 2. 2. ö—— S. rn Kreri r. E 4..—— 2.— 4—. +*. 1. Es ist die Nacht Reetonemen, in Dunkel ist verglom-men der ꝝ— 41—— EH r— DDDIRRIII‚‚ Son⸗ne lich⸗ter Schein. Herr, Gut und Leib und See⸗le ich Q aere ir mrini.ee, n„inri * 3. dei⸗ner Hut be⸗feh⸗le; denn was ich hab, ist al ⸗les dein. 416 Hausstand. 2. wie könnten gehn verloren, Wenn sich die Augen schließen, die du zum Licht erkoren so laß mich dein genießen und führst auf deinen Friedensaun! im Herzen unverwehrt.— Wenn schlummern alle Hüter,. so wahre du die Güter, Hast du mit hellem Sterne die deine Gnade mir beschert. das Morgenland, das ferne, 3 nach Bethlehem geführt, so gib, wenn mir es dunkelt, daß mir der Stern dann funkelt, der mit der Gnade Strahl mich rührt. Sei du mein Stab und Stecken, so kann mich nicht erschrecken des Todes finstres Tal; ja in der Nächte längsten 6. kann ich mich nimmer ängsten: Nun Herr, dir seis befohlen, ich steh im Lichte allzumal. was, meinem Aug verhohlen, 4. die dunkle Nacht deckt zu. Du hast ja, die da saßen Herr, es will Abend werden: in Todesschatten, lassen, so gib der bangen Erden o Herr, dein Licht erschaun: im Schatten deiner Flügel Ruh. Gottlieb Christoph Adolf von Harleß 1806—1878. 4. Hausstand. 454. Mel. O Gott, du frommer Gott. 1 ö —.—— 2.———————.—.—.— Laß dich, Herr Je⸗su Christ, durch mein Ge⸗-bet be⸗-we- gen; komm in mein Herz und Haus und brin-ge mir den Se-gen. IH IE— ————— I— A.—4 6 n ee n Ln Nichts rich-ten Müh und Kunst ohn dei ne Hil⸗fe aus: wo 8.— UH 4 4— E d vrenn r Ernnrn di Wiiiifieie EHE H+ du mit Gna⸗den bist, kommt Se gen in das Haus. Johann Heermann 1585—1647. 455. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 2—.—— L L 1. Wie schön ists doch, Herr Je⸗su Christ, im Stan⸗-de, Wie steigt und neigt sich dei ne Gab und al ⸗les Hausstand. H +11— R 7 EII ö ů H E ö—————.— 2 2— nl 7 2—4— SISEI da dein Se⸗gen ist, im Stan⸗de heil ⸗ger E⸗he! Gut so mild her ⸗-ab aus dei ⸗ner heil⸗ gen Hö-⸗he, 35.—— ö— .I.. I TTTTTT wenn sich an dich flei ßig hal⸗ten Jung und Al⸗ten, rt. S........ T ——, 22—4 E— E. E,—.— die im Or-den ei⸗ nes Le⸗bens ei⸗nig wor⸗den. 2. ö der beste Freund und Rater. Wenn Mann und Weib sich wohl Anfang, . begehn Ausgang und unverrückt beisammenstehn aller Sachen, die zu machen wir im Bande reiner Treue, ö gedenken, da geht das Glück in vollem Lauf, wird er wohl und weislich lenken. da sieht man, wie der Engel Hauf im Himmel selbst sich freue. 5. Kein Sturm, Zwar bleibts nicht aus, es kommt kein Wurm ja wohl kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott gibet dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Der Mann wird einem Baume gleich, an Ästen schön, an Zweigen reich; das Weib gleicht einem Reben, der seine Träublein trägt und nährt und sich je mehr und mehr vermehrt mit Früchten, die da leben. Wohl dir, o Zier, Mannessonne, Hauseswonne, Ehren— krone, Gott denkt dein bei seinem Throne. 4. Sei gutes Muts! Wir sind es nicht, die diesen Orden aufgericht't, es ist ein höhrer Vater: der hat uns je und je geliebt und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, I ein Stündlein, da man Leides voll die Tränen lässet schießen; jedennoch, wer sich in Geduld ergibt, des Leid wird Gottes Huld in großen Freuden schließen. Schweige, beuge dich ein wenig: unser König wird behende machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl her, mein König, nah herzu, gib Rat im Kreuz, in Nöten Ruh, in Angsten Trost und Freude. Des sollst du haben Ruhm und Preis; wir wollen singen bester Weis und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Willen zu erfüllen, deinen Namen ewig loben werden. Amen. Paul Gerhardt 1607—1676. 27 Hausstand. 456. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) „Sor⸗ge doch für mei⸗ne Kin⸗der, Va⸗ ter, nimm dich ih⸗ rer an; ob sie gleich vor dir sind Sünder, sind sie dir doch zu-ge⸗tan Q—— +41 UE 5. B 2 4I—114 SDIDEEEEEERRARSEE ——— ů—— und durch dei⸗nes Soh⸗nes Blut gleich⸗wohl dein er⸗worb⸗nes Gut: Q IE *V..—III.— 13— nn 2— 2Z—42—4. darum wirst du sie aus Gnaden wohl be⸗schützen und be-ra⸗ten. 2. 5. Sie sind dir von Kindesbeinen Schütze sie vor bösen Leuten und von ihrer ersten Stund und vor der Verführer Schar, übergeben als die Deinen, daß ihr Fuß nicht möge gleiten; und durch deinen Gnadenbund laß sie ihre Lebensjahr hast du sie in ihrer Tauf in der Tugend bringen zu, väterlich genommen auf, bis du sie wie mich zur Ruh daß sie, wenn sie sollten sterben, wirst ins kühle Grab versenken wären deines Reiches Erben. und die Seligkeit uns schenken. 3. 6. Du hast sie bisher ernähret Können sie in diesem Leben und so manchem Unglücksfall hier und wo es dir gefällt mehr als väterlich gewehret, was zu deinen Ehren geben, der sie hier und überall so laß in der ganzen Welt hätte leichtlich umgestürzt, ihnen, wo sie immer gehn, ja das Leben abgekürzt; deine Furcht vor Augen stehn, aber deine Vatertreue daß sie dich im Tun und Lassen bleibt bei ihnen täglich neue. stets in ihre Herzen fassen. 4. 2— Sammeln andre große Schätze, Gönne mir die große Freude, daß ihr Haus in solchem Heil daß am lieben jüngsten Tag sich an Geld und Gut ergötze, nach so vielem Kreuz und Leide so bist du mein einzig Teil. ich mit Jauchzen sagen mag: Bleib auch meiner Kinder Gott, Liebster Vater, ich bin hier lasse sie in keiner Not und die Kinder, die du mir und in keinem Kreuz verderben, hast in jener Welt bescheret. bis sie endlich selig sterben. Ewig sei dein Nam geehret! Ludwig Heinrich Schlosser 1663-1723. Hausstand. 457. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 0 uun. II II ——— ö ů— D —— — ————2 —— 2— 4 ö 0 J. 1 — 71 + —— 1. Wohl ei⸗nem Haus, da Je⸗ II sus Christ al-lein das all in — 1— 2—.—...— D.— 1— Fali/iii iun——.—.—.5.—.————...——.....—553.— —..—. 2—68 ö 0 ISIDIIIee 2— ——— + 45— 5 al⸗lem ist: ja wenn er nicht dar-in-nen wär, wie — —— ö— e⸗-lend wärs, wie arm 2. Wohl, wenn sich Mann und Weib und Kind in einem Glaubenssinn verbindt, zu dienen ihrem Herrn und Gott nach seinem Willen und Gebot. 2— Wohl, wenn ein solches Haus der Welt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienst im Geist das äußre Werk nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Räuchwerk im Gebet beständig in die Höhe geht, und man nichts treibet fort und fort als Gottes Werk und Gottes Wort. 3. Wohl, wenn im äußerlichen Stand mit fleißiger, getreuer Hand und leer! ein jegliches nach seiner Art den Geist der offenbart. Wohl, wenn die Eitern gläubig sind, und wenn sie Kind und Kindeskind versäumen nicht am ewgen Glück; dann bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus; denn es gedeiht: die Eltern werden hoch erfreut, und ihren Kindern sieht mans an, wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: wich alles Volk auch von ihm fern, ich und mein Haus stehn bei dem Herrn. Karl, Reichsfreiherr von Pfeil 1712—1784. 458. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 7*— ö ů rnr r—4 S E——— 2 2 2—— 1. Herr, Herr, der auf den der durch der Lie—⸗ E⸗he-stand be Band Mann und Weib ge sei nes e Hausstand. Q 1 + 4 4 4 II r set, Kierd;r EH ,,. 20 Din„ det, nau ver⸗bin-det, 4 f ö Wachstum grün⸗ det: seg⸗ ne die, die jetzt mit Be⸗ten .———— I ½—— ¹ 2 in den Stand der E⸗ he tre⸗ ten. 2. Du hast, großer Gottessohn, einst ein frommes Paar gesegnet; und noch jetzt auf deinem Thron bist du Helfer, der gern segnet: laß die, die sich jetzt verbinden, deine Huld und Macht empfinden. Christen stehen hier vereint, deinen Segen zu erbitten: allertreuster Menschenfreund, tritt du segnend in die Mitten, daß dies Paar die beste Gabe, Gottes Freundschaft, immer habe. 4. Sei ihr Beistand in der Not, sei im Kummer ihre Freude; gib, daß nichts als nur der Tod die verbundnen Herzen scheide: laß sie frei von Not und Sünden sich im Himmel wiederfinden. Nach Ehrenfried Liebich 1713—1780. 459. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. ——————. ö ö U, . ö„—2..— D—— 2.2— 2— ́——— 7* ö ö 8 1. Ich und mein Haus, wir sind be⸗reit, dir, Herr, die Du sollst der Herr im Hau⸗se sein, gib dei⸗nen — EI E ö ö— EISSDSEEEEEEEEEEEEEEEEE — 7—— gan ⸗ze Le-⸗ bens⸗zeit mit Seel und Leib zu die- nen. Se⸗ gen nur dar⸗ein, daß wir dir wil-lig die-nen. 9 2. R.— 1 en en, rn— ——.———.—5 +——— 2. 2. 2—.— 2—— hünen. ö Ei ⸗ne klei⸗ne from⸗me, rei⸗ ne Haus⸗ge⸗mei⸗ne ö .————— 4 r, e w, r,, x S=SSS..I.. I.II..... 2 IRREEE Fe..— mach aus al ⸗len: dir nur soll sie wohl-ge-fal⸗len. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort dein guter Geist stets fort und 3— an unser aller Seelen; er leucht uns wie das Sonnenlicht, damits am rechten Lichte nicht im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Leben uns, die wir uns dir ergeben. I H I Ernte. 42¹ 3. 3. Gieß deinen Frieden auf das Haus Gibst du uns irdsches Glück ins Haus, und alle, die drin wohnen, aus, so schließ den Stolz, die Wollust aus, im Glauben uns verbinde. des Reichtums böse Gäste; Laß uns in Liebe allezeit denn wenn das Herz an Demut leer zum Dulden, Tragen sein bereit, und voll von eitler Weltlust wär, voll Demut, sanft und linde: so fehlte uns das Beste: Liebe jene übe schöne, jede Seele; keinem fehle, dran man tiefe, stille Gnadenfülle, die mit kennet Schätzen den, der sich den Deinen nennet. einer Welt nicht zu ersetzen. 4.. Laß unser Haus gegründet sein Und endlich flehn wir allermeist, auf deine Gnade ganz allein daß in dem Haus kein andrer Geist und deine große Güte; als nur dein Geist regiere; auch laß uns in der Nächte Graun daß er, der alles wohl bestellt, auf deine treue Hilfe schaun der gute Zucht und Ordnung hält, mit kindlichem Gemüte, uns alle liebreich ziere. selig, Sende, fröhlich spende selbst mit Schmerzen in dem Herzen ihn uns allen, bis wir wallen heim dir uns lassen und droben und dann in Geduld uns fassen. dich in deinem Hause loben. Philipp Spitta 1801-1859. 5. Ernte. 460. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. . E.— 6*——. 1. Be⸗scher uns, Herr, das täg⸗lich Brot; vor Teu-rung und vor Q 4 H— 4.— SEEEN—u..— 5—.— ö—.— AIIIII‚‚‚..‚5‚‚—....——...— 0 2..——8 22. 2— IS Hun-gers⸗not be- hüt uns durch dein lie-ben Sohn, Gott ů ů I—— + 1— in dem höch- sten Thron. — — * +* EIX II die heut bei dir zu Tische gehn? 422 Err 2. O Herr, tu auf dein milde Hand, mach uns dein Gnad und Güt bekannt: ernähr uns, deine Kinderlein, der du speist alle Vögelein. 3. Erhörst du doch der Raben Stimm, drum unsre Bitt, Herr, auch vernimm; denn aller Ding du Schöpfer bist und allem Vieh sein Futter gibst. 4. Gedenk nicht unsrer Missetat und Sünd, die dich erzürnet hat: ite. laß scheinen dein Barmherzigkeit, daß wir dich lobn in Ewigkeit. 5. O Herr, gib uns ein fruchtbar Jahr, den lieben Kornbau uns bewahr: ö vor Teurung, Hunger, Seuch und Streit behüt uns, Herr, zu dieser Zeit. 6. ö Du unser lieber Vater bist, ö weil Christus unser Bruder ist: ö drum trauen wir allein auf dich und wolln dich preisen ewiglich. Nikolaus Herman 7 1561. 461. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. N 5.e. 235 3 20 1. O Gott, von dem wir al⸗les ha-ben, die Welt ist du a ⸗ ber tei⸗lest dei⸗ ne Ga⸗ben recht wie ein —— —7.. ein sehr gro⸗ßes Haus, ö ö— 7 SEEIE 16 ᷣIP— Voi** Ba⸗ter drin⸗uen aus. Min Segen macht uns al-le reich: ach EH ů—.—————— ——.—— E ö—.—— + lie ber Gott, wer ist 32. Wer kann die Menschen alle zählen, Doch muß die Notdurft keinem fehlen, denn du weißt allem vorzustehn und schaffest, daß ein jedes Land sein Brot bekommt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet und endlich auch die Frucht genießt: der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, so daß Land begießt, des Himmels Tau, der Sonne Strahl sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise, der Acker selbst wird ihm zum Brot; es mehret sich vielfältger Weise, 3 was anfangs schien, als wär es tot, ö bis in der Ernte jung und alt erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, was soll man erst bedenken? Der Wunder ist hier gar zuviel. So viel als du kann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel; denn immer wird uns mehr beschert, als wir zusammen alle wert. l SS........EI Ernte. 423 6. soll deines Namens Denkmal sein, Wir wollens auch keinmal vergessen, und Herz und Mund soll lebenslang was uns dein Segen träget ein; für unsre Nahrung sagen Dank. ein jeder Bissen, den wir essen, Kaspar Neumann 1648—1715. 462. Mel. Aus meines Herzens Grunde. . —.——— —. SSSI Der al⸗te ——— Gott lebt noch, man kann es deut⸗lich mer⸗ken an 2—.—7——-»ͤ;——— 4 1— /. , 4—..—— so viel Lie-bes ⸗wer ⸗-ken; drum prei⸗sen wir ihn hoch. 2. 3. Wir rühmen seine Güte, allerliebster Vater, die uns das Feld bestellt du hast viel Dank verdient; und oft ohn unsre Bitte du mildester Berater getan, was uns gefällt, machst, daß uns Segen grünt. die immer noch geschont, Wohlan, dich loben wir ob wir gleich gottlos leben, für abgewandten Schaden, die Fried und Ruh gegeben, für viel und große Gnaden: daß jeder sicher wohnt. Herr Gott, wir danken dir. 3. 6. Zwar manchen schönen Segen Zum Danke kommt das Flehen: hat böses Tun verderbt, laß uns, o frommer Gott, den wir auf guten Wegen vor Feuer sicher stehen sonst hätten noch ererbt; und aller andern Not; doch hat Gott mehr getan gib friedevolle Zeit, aus unverdienter Güte, erhalte deine Gaben, als Mund, Herz und Gemüte daß wir uns damit laben; nach Würden rühmen kann. regier die Obrigkeit. 4. 7. Er hat sein Herz geneiget, Besonders laß gedeihen uns Sünder zu erfreun, dein reines, wahres Wort, genugsam sich bezeiget daß wir uns dessen freuen, durch Regn und Sonnenschein; und auch an unserm Ort wards aber nicht geacht't, dies gute Samkörnlein so hat er sich verborgen erwünschte Früchte bringe, und durch verborgnes Sorgen und wir in allem Dinge zum Besten uns gebracht. recht fromme Leute sein. RW.... auu 42⁴4 8. Gib, daß zu dir uns lenket, was du zum Unterhalt des Lebens hast geschenket, daß wir dich mannigfalt in deinen Gaben sehn, mit Herzen, Mund und Leben dir Dank und Ehre geben; o laß es doch geschehn! „Mel. O du Liebe meiner Liebe. H— Ernte. 2 Kommt unser Lebensende, so nimm du unsern Geist in deine Vaterhände, da er der Ruh geneußt, da ihm kein Leid bewußt: so ernten wir mit Freuden nach ausgestandnen Leiden 463. (Herz und Herz vereint zusammen.) die Garben voller Lust. Gottfried Tollmann 1680—1766. 2..—— * j 7— EAE EE 10 . Herr, die Er⸗de ist de ge⸗seg-net von dem Wohl⸗tun 1 4 1 ů —— 2 ö— — Güt und Mil⸗ hat ge-reg-net, dein Ge-schenk be— 4 ö— 1 ö—.——— E— ö 1—— EEE + 9—77 dei ner Hand; deckt das Land: auf den Hü⸗geln, in den Grün⸗den ——.—.—.—— ist dein Se⸗gen aus ⸗ge⸗streut; un ⸗ser War⸗ten Q +— E ů ö—.——.—.—.— ö— , r E —————— ö ist ge⸗ krö ⸗net, ser Herz hast du er ⸗freut. 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, daß du Speise gibst von oben und versorgest jeden Mund. Und du öffnest deine Hände, dein Vermögen wird nicht matt, deine Hilfe, Gab und Spende machet alle froh und satt. Du gedenkst in deiner Treue an dein Wort zu Noahs Zeit, daß dich nimmermehr gereue deiner Huld und Freundlichkeit; und solang die Erde stehet, über der dein Auge wacht, soll nicht enden Saat und Ernte, Frost und Hitze, Tag und Nacht. 4. Gnädig hast du ausgegossen deines Überflusses Horn, ö ließest Gras und Kräuter sprossen, ů ließest wachsen Frucht und Korn. Mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr; und das Gut steht unversehret, und gesegnet ist das Jahr. 5. Herr, wir haben solche Güte nicht verdient, die du getan; unser Wissen und Gemüte klagt uns vieler Sünden an. S““& Krieg und Friede. Alles soll geheiligt werden Herr, verleih, daß deine Gnade jetzt an unsre Seelen rührt, durch Gebet und Gotteswort. daß der Reichtum deiner Milde Alles, was wir Gutes wirken, unser Herz zur Buße führt. ist gesät in deinen Schoß, 6. und du wirst die Ernte senden Hilf, daß wir das Gut der Erden unaussprechlich reich und groß. treu verwalten immerfort. Heinrich Puchta 1808—1858. 6. Krieg und Friede. 464. Mel. Da Christus geboren war. 1. Treu⸗er Wäch⸗ter Is⸗ra⸗ el, des sich freu ⸗et mei⸗ne SEE ———0—..————— Seel, der du weißt um al„les Leid dei ⸗ner ar⸗men — Chri⸗sten⸗heit, o du Wäch ⸗ter, der du nicht schläfst noch schlum-merst, zu uns richt dein hilf⸗rei⸗ches An⸗ge⸗sicht. 2. ausgelöscht der Hölle Glut, Schau, wie große Not und Qual wiederbracht das höchste Gut; trifft dein Volk jetzt überall; 4. täglich wird der Trübsal mehr: sitzest in des Vaters Reich, hilf, ach hilf, schütz deine Lehr. ihm an Macht und Ehren gleich, Wir verderben, wir vergehn; unser einger Gnadenthron, nichts wir sonst vor Augen sehn, seine höchste Freud und Kron, wo du nicht bei uns wirst stehn. den er in dem Herzen trägt, 3. dessen Fürbitt ihn bewegt, Hoherpriester Jesu Christ, daß er keine Bitt abschlägt: der du eingegangen bist 5. in das Heiligtum zu Gott kläglich schreien wir zu dir, durch dein Kreuz und bittern Tod, klopfen an die Gnadentür, uns versöhnt mit deinem Blut, wir, die du mit höchstem Ruhm ee din d 1 ᷓDSDEE 426 Krieg und Friede. dir erkauft zum Eigentum; deines Vaters Zorn abwend, der wie lauter Feur jetzt brennt, als gings mit der Welt zu End. 6. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt; eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau und mit Zittern sie anschau. 7. Treuer Gott, Immanuel, du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit: Trutz dem, der uns tu ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit't. 8. Deines Vaters starker Arm, komm und unser dich erbarm! Laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht; aller Feinde Rotten trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn. 2. Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft: deine Christen traun auf dich, auf dich traun sie festiglich. Laß sie werden nicht zuschand, bleib ihr Helfer und Beistand; sind sie dir doch all bekannt. 10. Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuern kann, der da Spieß und Schwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt und der Menschen Herzen wendt, daß der Krieg gewinnt ein End. 11. Jesu, wahrer Friedefürst, der der Schlangen hat zerknirscht ihren Kopf durch seinen Tod, wiederbracht den Fried bei Gott, gib uns Frieden gnädiglich, so wird dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen dich. Johann Heermann 1585—1647. 465. Mel. Nun lob, mein Seel, den Herren. 4— ö UH *—— e inn — 1 nnen. WSPEEEEES E—.——1.— 1. Gott⸗lob, nun ist er ⸗schol- len das ed ⸗le Fried⸗ und daß nun⸗mehr ru⸗hen sol-⸗len die Spieß und Schwer-⸗ter —..— E a—.—.———.—.— uund W rd Wohl⸗auf und nimm nun wie⸗ der dein ee, en E———— 2.— 7—.——.—— Sai⸗ ten⸗spiel her ⸗ vor, o Deutsch-land, und sing 38836808———„)— m M& Krieg und Friede. 42⁷ , DSDSPIIRSSRSSSDSee 2——— Lie⸗der im E EEEE ——.m——— 32.——.—— mü⸗te zu dei⸗ nem Gott und sprich: Herr, dei⸗ ne Gnad und ... ———————— 2. und aber lauter Wälder Wir haben nichts verdienet und dürre, wüste En als schwere Straf und großen Zorn, sihr Gräber voller Leichen weil stets noch bei uns grünet und tapfrer Helden Schweiß, der freche, schnöde Sündendorn. der Helden, derengleichen Wir sind fürwahr geschlagen auf Erden man nicht weiß. mit harter, scharfer Rut, ö 5. 2 an der Due i——625 Hier trübe deine Sinnen, Wir sind und bleiben böse o Mensch, und laß den Tränenbach Gott ist und bleibet tren aus beiden Augen rinnen, hilft, daß sich bei uns löse geh 205 dein Herz und denke nach! Crie ů Ichrej Was Gott bisher gesendet der Krieg und sein Geschrei. das hast du nicht geacht t; 3. nun hat er sich gewendet Sei tausendmal willkommen, Lun väterlich bedacht, ö du teure, werte Friedensgab! vom Grimm und scharfen Dringen Jetzt sehn wir, was für Frommen zu deinem Heil zu ruhn, dein Beiunswohnen in sich hab. ob er dich möchte zwingen all unser Glück und Heil; 6 wer dich betrübt und kränket, 1903 ů. der drückt sich selbst den Pfeil Ich laß dich doch erwecken! des Herzleids in das Herze Wach auf, wach auf, du harte Welt, und löscht aus Unverstand eh als das harte Schrecken die güldne Freudenkerze 8 aber Shunemelih. 0 it leiner ei Wer aber Christum liebet, mit seiner einen Hand sei unerschrocknen Muts: 4. der Friede, den er gibet, Das drückt uns niemand besser bedeutet alles, Guts. in unsre Seel und Herz hinein Er will die Lehre geben: als ihr zerstörten Schlösser Das Ende naht herzu; da sollt ihr bei Gott leben in ewgem Fried und Ruh. Paul Gerhardt 1607—1676. und Städte voller Schutt und Stein, ihr vormals schönen Felder, mit frischer Saat bestreut, Mel. Krieg und Friede. 466. Nun 6.65 alle Gott. — 25— —1. Herr Gott, dich lo⸗ben laß dei⸗nes Gei⸗ stes G wir: e⸗ gier, Herr, un⸗sre Sicrnenei, lut in un⸗sern Her⸗zen glim-men. 2. Herr Gott, dich loben wir; wir preisen deine Güte, wir rühmen deine Macht mit freudigem Gemüte; es steiget unser Lied bis an des Himmels Tür und tönt mit großem Schall: Herr Gott, dich loben wir. 3. Herr Gott, dich loben wir für deine großen Gnaden, daß du das Vaterland von Kriegeslast entladen, daß du uns blicken läßt des güldnen Friedens Zier; drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir. 4. Herr Gott, dich loben wir, die wir in langen Jahren der Waffen schweres Joch und frechen Grimm erfahren. Jetzt rühmet unser Mund mit herzlicher Begier: Gottlob, wir sind in Ruh; Herr Gott, wir danken dir. 5. Herr Gott, dich loben wir, Schild, Bogen, Spieß und S zerbrochen und zerschlagen; daß du die Pfeil und Wagen, v, — zntnn— 4.— 2— ö— Komm, komm, oj„le Flamm, ach komm zu uns all⸗ E R———— ö er, E△ V e, hier, so sin⸗gen wir mit Lust: Herr Gott, dich lo⸗ben wir. ar Strick ist nun entzwei, darum so singen wir mit Herz und Zung und Mund: Herr Gott, wir danken dir. 6. Herr Gott, dich loben wir, daß du uns zwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn nicht gar hast weggeraffet; es hat die Vaterhand uns deine Gnadentür jetzt wieder aufgetan: Herr Gott, wir danken dir. +. Herr Gott, wir danken dir, daß du Land, Kirch und Häuser, den frommen Fürstenstamm und dessen grüne Reiser bisher erhalten hast; gib ferner Gnad allhier, daß auch die Nachwelt sing: Herr Gott, wir danken dir. 8, Herr Gott, wir danken dir und bitten: du wollst geben, daß wir auch künftig stets in guter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfülle für und für, chwertso Vater, unsern Wunsch! Herr Gott, wir danken dir. ——9.9—.——— Vaterland und Obrigkeit. 429 . uate was nur Odem hat, Herr Gott, wir danken dir lobsinge nach Gebühr: mit Orgeln und Trompeten, Herr Gott, dich loben wir, mit Harfen, Zimbelschall, Herr Gott, wir danken dir. Posaunenton und Flöten; Johann Franck 1618—1677. ———j——i—ß 7. Vaterland und Obrigkeit. 467. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. e en d er d. inenrre .—.——— 1...———.———. 1. Herr, hö⸗re, Herr, er⸗ hö⸗re! Breit dei⸗nes Na⸗mens Eh⸗re an , d e r reere,= ..— al⸗len Or-⸗ten aus; be⸗ hü⸗te al dei⸗ner All-macht Hän⸗de schütz Kir⸗che, Ob⸗ rig⸗keit und Haus. 3. Laß alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen, schaff jedermann sein Recht, 5 Ach laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schallen zu unsrer Seelen Nutz. Bewahr vor allen Rotten, daß Fried und Treu sich müssen die deiner Wahrheit spotten, in unserm Lande küssen, beut allen Widersachern Trutz. ja segne beide, Herr und Knecht. Gib du getreue Lehrer Wend ab in allen Gnaden und unverdroßne Hörer, Krieg, Feuer, Wasserschaden, die beide Täter sein; treib Sturm und Hagel ab, auf Pflanzen und Begießen bewahr des Landes Früchte laß dein Gedeihen fließen und mach uns nicht zunichte, und ernten reiche Früchte ein. was deine milde Hand uns gab. 4. 7. Gib unserm Kaiser Glücke, Gib Ruhe uns und Friede, laß deine Gnadenblicke mach alle Feinde müde; auf den Gesalbten gehn; verleih gesunde Luft; schütz ihn auf seinem Throne laß keine teure Zeiten und lasse seine Krone in unsre Grenzen schreiten, in segensvollem Glanze stehn. da man nach Brot vergebens ruft. V — —— ...r. —eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee ee 430 Vaterland und Obrigkeit. 8. die Alten heb und trage, Die Hungrigen erquicke auf daß sie ihre Plage und bringe die zurücke, geduldig mögen überstehn. die sonst verirret sein; die Witwen und die Waisen 11. wollst du mit Troste speisen, Bleib der Verfolgten Stütze, wenn sie zu dir um Hilfe schrein. die Reisenden beschütze, die Sterbenden begleit 9. mit deinen Engelscharen, Sei allen Kindern Vater, daß sie in Frieden fahren den Müttern sei Berater, zu Zions Freud und Herrlichkeit. den Kleinen gib Gedeihn. Zieh unsre zarte Jugend 12. zur Frömmigkeit und Tugend, Nun, Herr, du wirst erfüllen, daß sich die Eltern ihrer freun. was wir nach deinem Willen 10. wir sprechen nun das Amen Komm als ein Arzt der Kranken, in unsers Jesu Namen, und die im Glauben wanken, so ist gewiß der Wunsch gewährt. laß nicht zugrunde gehn; Benjamin Schmolck 1672—1737. w Demut jetzt begehrt; 468. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. —— 4——— IEI 7 5— 3.———1.——.——.— ————.—..————⏑———— ——.—.—.—— n K. e, nnre. ö ö 2. 1. Gott woll uns hoch be⸗glük-ken, mit ste-ten Gnaden⸗blik⸗ken auf —— d nr DREEER un⸗sern Kö-nig sehn; ihn schüt-zen auf dem Thro⸗ne, auf Q I —— 1 — ö ů—4 16 ———.—————...——— E 8 22 sei⸗nem Haupt die Kro⸗ne lang, lang und glanzvoll las-sen stehn. 2. 3. Gott woll uns hoch beglücken, Gott woll uns hoch beglücken, mit allem Guten schmücken ein Gottessiegel drücken das ganze Königshaus; auf jede Königstat: darüber mächtig walten, daß Freud aus ihr die Fülle den teuren Stamm erhalten und Heil und Segen quille bis in die fernste Zeit hinaus. zum Wohl, das keinen Wandel hat. Klaus Harms 1778-1855. — 7——— 7—— RRnexyFeexeee-A ——— 98———— d. n,., 1. Va⸗ter, krö⸗ne du mit führ durch ihn auf Vaterland und Obrigkeit. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 469. (Freu dich sehr, o meine Seele.) m Se⸗gen un-sern Kö⸗nig und sein Haus, dei⸗nen We⸗gen herr⸗lich dei⸗nen Ratschluß aus. ———.——— Dei⸗ner Kir⸗che sei er Sch IB 4 ——— ——.—— utz, dei⸗nen Fein⸗den biet er Trutz. 2 Rüst ihn mit des Glaubens Schilde, reich ihm deines Geistes Schwert, daß Gerechtigkeit und Milde ihm des Friedens Heil gewährt. Mach ihm leicht die schwere Last, die du auferlegt ihm hast. Sei in Jesu du ihm gnädig, schütze, segne unsern König. 3. Sammle um den Thron die Treuen, die mit Rat und frommem Flehn fest in deiner Streiter Reihen für des Landes Wohlfahrt stehn. Baue um den Königsthron eine Burg, o Gottessohn; sei du ihm auf ewig gnädig, leite, segne unsern König. 4. Nähre du die heilge Flamme, die das Herz des Volks erneut, daß es unserm Königsstamme Liebe bis zum Tode weiht. In der Zeiten langer Nacht hast du über ihm gewacht, du erhieltest ihn uns gnädig; segne, segne unsern König. Melchior Wilhelm Hülsemann 1781-1865. E ů 5. Fürchtet Gott, den König ehret! Das, o Herr, ist dein Gebot, und du hast es selbst bewähret, warst gehorsam bis zum Tod. Wer dich liebt, der folget dir; drum so beten alle wir: Vor dem Bösen schütz uns gnädig, Gott, erhalte unsern König. 6. Gib uns Mut in den Gefahren, wenn der Feind uns ernst bedroht, daß wir Treue dann bewahren, gehen freudig in den Tod. Du bist unser Siegspanier; Gott mit uns, so siegen wir. Deine Treuen krönst du gnädig; segne, segne unsern König. 7. Breite, Herr, dein Reich auf Erden auch in unserm Lande aus, daß wir deine Bürger werden, ziehen in dein Vaterhaus. Frieden und Gerechtigkeit gib uns, Gott, zu aller Zeit. Sei du deinem Volke gnädig; segne, segne unsern König. — —7.—:———— DùùUν —.— —— mm nmmnunmmm„ 8 Vaterland und Obrigkeit. 470. Mel. Nun danket alle Gott. ö 2 80 1280„— 3.— EE ürn Larr. ———.—— ——.4 +. Preis, Ehr und Lob sei dir, in des⸗ sen Schirm und Schatten wir bis zur Stund all⸗ hier viel Heil zu schmek-ken hat⸗ten, III —*—* —+ ee 2— ů——.——.— SSS.I....... der auch zu je⸗der Frist all- mäch⸗ tig nah und fern ein 17.665—— 32⁊ 1———————— — 5— 2e, wae,, 0——4 —.——.—————— — Herr und Kö⸗nig ist des Kö-nigs, un-sers Herrn. auf daß er Vorbild sei 2. Du hast ihm lebenslang von jeder Tugendart den Odem treu bewahret und Hilf und Schutz verleih, und auf manch strengem Gang wo man den Glauben wahrt. dich at s offenbaret; 5. du hast in seiner Hand Du wollest seine Treu das Zepter stark gemacht und unser Vaterland mit reichem Gut bedacht. vergelten durch die Treue, womit ihn täglich neu ein gutes Volk erfrene, daß dein Gebot im Bund von ihm und uns gescheh, auf seine Stirne legen, und seines Thrones Grund der klar ihn unterweist, in unserm Herzen steh. des hohen Fhrait zu pflegen; 6. du wollst Gerechtigkeit O segne, was wir flehn und milder Gnade Lust an hemen Jchresfeste ihm stellen an die Seit, und gib zum Wohlergehn ihm pflanzen in die Brust. ihm deiner Gaben Lasht 4. gib, daß ers nie vergißt, Du wollest allezeit noch wir, wie du so gern in deinem Gleis ihn lenken ein Herr und König bist und Zucht und Frömmigkeit des Königs, unsers Herrn. in ihm dem Lande schenken, Karl Grüneisen 1802—1878. 471. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 3. Du wollest deinen Geist eed. EH——————— E 1. Ein Haupt hast du dem Volk ge⸗sandt und trotz der Fein⸗de in Gna-den un⸗ser Va⸗ter⸗land ge⸗ eint und hoch er⸗ —2—Xͤ ʃ. 3J —7ʃ———2 Vaterland und Obrigkeit. 433 — 1 I ————— ii ²——.— To⸗ ů ho Hin mit Frie⸗den hast du uns be⸗dacht, den ö 1— 1— 25 .5.....—* PqPI ——1 D Kai⸗ser uns be⸗stellt zur Wacht zu dei-nes Namens Eh- re. Wir danken dir mit Herz und Mund, du Retter aus Gefahren, und flehn aus tiefster Seele Grund: du wollest uns bewahren, Herr aller Herrn, dem keiner gleich, den Kaiser und das Deutsche Reich zu deines Namens Ehre. 3. Verwirf, Gott, unser Flehen nicht, laß auf des Kaisers Wegen dein huldvoll heilig Angesicht ihm leuchten uns zum Segen, und salbe ihn mit deinem Geist, daß er sich kräftiglich erweist zu deines Namens Ehre. 4. Ach komm, wie zu der Väter Zeit, ein Feuer anzuzünden, daß wir im Frieden und im Streit fest auf dein Wort uns gründen, ein frommes Volk, das dir vertraut und dir zum Tempel sich erbaut zu deines Namens Ehre! Julius Sturm 1816—1896. —* DSDiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee. II 17 ————— VI. CTod, Gericht und Ewigkeit. 1. Tod und Begräbnis. 47². —— — Lii * En ö— .......I 2— 1. Nun las⸗set uns den Leib be⸗grabn und dar⸗ an kei⸗nen IH 1 ů —6* 4— A4..—.. ——.—5 1——3 L J 2——— — . man m —.— 323..—..— I——————5— Zwei-⸗fel habn: er werd am jüng-sten Tag auf-stehn und ö ů 7650 j E—— j d —.— j II — 2. Derselb ist Erd und von der Erd, daß er zur Erde wieder werd; und von der Erd wird er aufstehn, wenn Gotts Posaune wird angehn. 3 Sein Seele lebt ewig in Gott, der sie allhier aus aller Gnad von aller Sünd und Missetat durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend ist kommen zu ein'm selgen End: er hat getragen Christi Joch, er ist gestorbn und lebet noch. un⸗ver⸗wes⸗lich her-vor-gehn. 5. Die Seele lebt ohn alle Klag, der Leib schläft bis zum jüngsten Tag, an welchem Gott ihn wird verklärn und ewge Freude ihm gewährn. 6. Allhier ist er in Angst gewesn, dort aber wird er ganz genesn, da wird in ewger Freud und Wonn er leuchten wie die helle Sonn. 0 Nun lassen wir ihn hie fein schlafn und gehen all heim unsre Straßn, schicken uns auch mit allem Fleiß; denn der Tod kommt uns gleicherweis. Michael Weiße 1534. I2 1 Tod und Begräbnis. 473. Lul. 2, 29.—32. O I SSSTT ⸗. n, Ler, —.——*————.—— 1. Mit Fried und Freud ich fahr da-hin in Got-tes Wil⸗ — 4.— 4— IR f ee nex Le te, ee, Liere, E n derrrnen II— + le; ge-trost ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stil ⸗le: ———— I ————.— DDf‚.D..——— ——.—.—— 5 41 . wie Gott mir ver-hei-⸗ßen hat, der Tod ist mein Schlaf worden. 2. zu seinem Reich die ganze Welt Das macht Christus, wahr Gottes heißen laden Sohn, durch dein teuer heilsam Wort, der treue Heiland, an allem Ort erschollen. den du mich, Herr, hast sehen lan 4. und gmacht bekannt, Er ist das hell und selig Licht daß er mir das Leben sei für alle Heiden, und Heil in Not und Sterben. zu'rleuchten, die dich kennen nicht, 3. und zu weiden. Den hast du allen vorgestellt Er ist deins Volks Israel mit großen Gnaden, Preis, Ehre, Freud und Wonne. Martin Luther 1483—1546. —— R 3 2300 SIIII!ttt.t.... T T'.T...—.—. .... D——.. 1. Mit⸗ten wir im Le⸗ben sind mit dem Tod um⸗fan ⸗gen. Wen suchn wir, der Hil-fe tu, daß wir Gnad er⸗lan⸗ gen? 2289——.* Das bist du, Herr, al ⸗ lei-ne! Uns reu⸗et un⸗sre 13 — * 15 FN EXIXII 0 EDEEEE Mis⸗se ⸗ tat, die dich, Herr, er⸗zür⸗net hat. Hei⸗li⸗ ger ů 28* Tod und Begräbnis. + II „ ö I ö 11+——— SSP................. .— 2 2—9 Her⸗re Gott, hei-li- ger star-ker Gott, hei⸗li-ger barm⸗ 2——.— 1.————— SSPSP.......... + 17 30 in des 2. Mitten in dem Tod anficht uns der Höllen Rachen. Wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen? Das tust du, Herr, alleine! Es jammert dein Barmherzigkeit unsre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott! Laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison. sin ⸗ken bit-tern To⸗des Not. Ky⸗-ri⸗e⸗lei-⸗son. 3. Mitten in der Höllen Angst unsre Sünd uns treiben; wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ alleine! Vergossen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde tut. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott! Laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison. Martin Luther 1483—1546. —ꝝ◻—— II 2+.—— II— II Ee‚e..s-..,.... EH=..——— 1. O Welt, ich muß dich las⸗sen, ich fahr da-hin mein Straßen ins — H——44— ½22———n— I.— 1 HR ö r n.ie EHν SS..SI‚I.III— ö. ew⸗ge Va⸗ter-land. Mein Geist will ich auf-ge-ben, da⸗ ꝝ + 4 .———.——.— ESSSSSSSE.EIIIEIIEIFIFIFIIIII I— I————— I1 ** 8. zu mein Leib und Le⸗ben set⸗zen in Got-tes gnäd⸗ge Hand. Tod und 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet; Sterben ist mein Gewinn. Kein Bleiben ist auf Erden, das Ewge muß mir werden, mit Fried und Freud ich fahr dahin. 3 Ob mich gleich hat betrogen die Welt, von Gott gezogen durch Schand und Büberei, will ich doch nicht verzagen, sondern mit Glauben sagen, daß mir mein Sünd vergeben sei. 4 Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schauen wahrlich durch Jesum Christ, der für mich ist gestorben, des Vaters Huld erworben, mein Mittler er auch worden ist. 5. Die Sünd mag mir nicht schaden, erlöst bin ich aus Gnaden umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu Frommen, so will ich zu ihm kommen allein durch christlich Glauben gut. 6. Wir sind unnütze Knechte, mein Tun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl Begräbnis. damit das ewge Leben; umsonst will er mirs geben und nicht nach mein'm Verdienst und Wahl. 7. Drauf will ich fröhlich sterben, das Himmelreich ererben, wie er mirs hat bereit't. Hier mag ich nicht mehr bleiben, der Tod soll mich vertreiben, mein Seele sich vom Leibe scheidt. Damit fahr ich von hinnen. O Welt, tu dich besinnen; denn du mußt auch hernach. Tu dich zu Gott bekehren und von ihm Gnad begehren, im Glauben sei du auch nicht schwach. 9. Die Zeit ist schon vorhanden, hör auf von Sünd und Schanden und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen; sonst all irdische Sachen sollst du gutwillig geben dran. 10. Das schenk ich dir am Ende: Ade! Zu Gott dich wende; zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein Abschied zu Herzen, meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. Nürnberg, um 1555. ——— — Wenn mein Stünd⸗lein vor⸗han-den ist, und soll hin⸗fahrn mein DDE—. ie 6 6 I S...— 1— 22— 1.—. Stra⸗ße, so g'leit du mich, Herr Je⸗ su Christ, mit .— r. Ern enn EEEE Söed ᷑ er. —. 25* Hilf mich nicht ver⸗las⸗se; mein Seel an mei⸗nem letz⸗ten End be⸗ 438 Tod und Begräbnis. ——— 1——— A n, r, fehl ich dir in dei⸗ ne Händ: du wollst sie mir be⸗wah-ren. 2. 4. Mein Sünd mich werden kränken sehr, mein Gwissen wird mich nagen, denn ihr'r sind viel wie Sand am Meer, doch will ich nicht verzagen: gedenken will ich an dein Tod, Herr Jesu, und dein Wunden rot; die werden mich erhalten. 2. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib in Todesnot und Schmerzen: wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir,‚ ein ewges Leben hast du mir mit deinem Tod erworben. 477. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben: mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Todsfurcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin, drum fahr ich hin mit Freuden. 5. So fahr ich hin zu Jesu Christ, mein Arm tu ich ausstrecken; so schlaf ich ein und ruhe fein, kein Mensch kann mich aufwecken denn Jesus Christus, Gottes Sohn: der wird die Himmelstür auftun, mich führn zum ewgen Leben. Nikolaus Herman 1 1561. Str. 5: Bonner Gesangbüchlein 1575. Mel. Vater unser im Himmelreich. ö EHE—————.— 5Hh ö—— 2.— er, d——.— I a, —.— 1. Herr Je⸗su Christ, wahr Menschund Gott, der du littst 9— ö 2 2—— .:w5. H.—— — 23 1 29 27 * — D und mir deins Va⸗ters Huld er⸗ warbst: ich bitt durchs bitt⸗re — ——— .e, ů— — 2*————— Lei-den dein, du wollst mir Sün-der gnä⸗ dig seun 2. und meine Ohren hören nicht, Wenn ich nun komm in Sterbensnot wenn meine Zunge nicht mehr spricht, und ringen werde mit dem Tod, und mir vor Angst mein Herz zer⸗ wenn mir vergeht all mein Gesicht, bricht; 439 Tod und Begräbnis. 3. 6. wenn mein Verstand sich nichts„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, besinnt, wer mein Wort hält und gläubt an mich, so komm, o Herr Christ, mir behend der wird nicht kommen ins Gericht zu Hilf an meinem letzten End und den Tod ewig schmecken nicht; und führ mich aus dem Jammertal, und ob er schon hier zeitlich stirbt, verkürz mir auch des Todes Qual; mitnichten er drum gar verdirbt; 4. ö die bösen Geister von mir treib, sondern ich will mit starker Hand mit deinem Geist stets bei mir bleib, ihn reißen aus des Todes Band bis sich die Seel vom Leib abwendt: und zu mir nehmen in mein Reich, so nimm sie, Herr, in deine Händ; da soll er dann mit mir zugleich der Leib hab in der Erd sein Ruh, in Freuden leben ewiglich.“ bis naht der jüngste Tag herzu.— hilf uns ja gnädiglich. 5 8 Ein fröhlich Auferstehn verleih, Ach Herr, vergib all unsre Schuld, am jüngsten Gricht mein Fürsprech sei hilf, daß wir warten mit Geduld, und meiner Sünd nicht mehr gedenk, bis unser Stündlein kommt herbei; aus Gnaden mir das Leben schenk, auch unser Glaube wacker sei, wie du hast zugesaget mir dein'm Wort zu trauen festiglich, in deinem Wort, das trau ich dir: bis wir einschlafen seliglich. Paul Eber 1511—1569. und mir all menschlich Hilf zerrinnt: 478. —Äů—ů—ů——ßͤ7ì;ßj—ßꝛ II—— . Ean Laus M eisrer. aasreen e de.—————— 1— 1. Ich hab mein Sach Gott heim⸗ge-stellt, er machs mit mir, wie's 2. 2 Mein Zeit und Stund ist, wann Es ist allhier ein Jammertal, Gott will, Angst, Not und Trübsal überall; ich schreib ihm nicht vor Maß noch Ziel; des Bleibens ist ein kleine Zeit, es sind gezählt die Haare mein, Mühseligkeit beid groß wie klein, und, wers bedenkt, ein steter Streit. fällt keines ohn den Willen sein. — Tod und Begräbnis. 4. 10. Es hilft kein Reichtum, Geld noch Gut, Derselbe, mein Herr Jesus Christ, kein Kunst noch Gunst noch stolzer Mut,‚ für all mein Sünd gestorben ist fürn Tod kein Kraut gewachsen ist; und auferstanden mir zugut; mein frommer Christ, der Höllen Glut alles, was lebet, sterblich ist. hat er gelöscht mit seinem Blut. 5. 14. Heut sind wir frisch, gesund und stark Dem leb und sterb ich allezeit, und liegen morgen tot im Sarg; von ihm mich auch der Tod nicht scheidt: heut blühn wir wie die Rosen rot, ich leb, ich sterb, so bin ich sein; bald krank und tot; er ist allein ist allenthalben und Not. der einge Trost und Helfer mein. 12 Man trägt eins uach dem andern hin, Das ist mein Trost zu aller Zeit wohl aus den Augen, aus dem Sinn; in allem Kreuz und Traurigkeit: die Welt vergisset unser bald, ich weiß, daß ich am jüngsten Tag jung oder alt, ohn alle Klag auch unsrer Ehren mannigfalt. 19 85 anserstehn aus meinem Grab. 4. 13. Ach Herr, lehr uns bedenken wohl, Mein lieben Gott von Angesicht daß wir sind sterblich allzumal; werd ich anschaun, dranzweiflich nicht, auch wir allhier kein Bleiben sehn, in ewger Freud und Seligkeit, wir müssen gehn, die mir bereit't; gelehrt und reich, jung, alt und schön. 13 sei Lob, Weis in Ewigkeit! 8. Das macht die Sünd, du treuer Gott; O Jesu Christe, Guttes Sohn, dadurch kommt her der bittre Tod, der du für uns hast gnug getan, der nimmt dahin all Menschenkind 51 schleuß mich in die Wunden dein: wie er sie findt, du bist allein fragt nicht, wie hoch und reich sie sind. der einge Trost und Helfer mein. 15. Und ob mich schon mein Sünd anficht, Amen, mein lieber frommer Gott, dennoch will ich verzagen nicht: bescher uns alln ein selgen Tod; ich weiß, daß mein getreuer Gott hilf, daß wir mögen allzugleich für mich in Tod bald in dein Reich sein lieben Sohn gegeben hat. eingehn und bleiben ewiglich. Johann Leon 1597. ——65 1—.— 3.——..— I x—— 7———.————.0 2— 4—————.5.—— —————— 1. O Je⸗su Christ, meins Lebens Licht,„mein Hort, mein Trost, mein 44[H— 4[H E II II I—.—9 2—.— EII———.— +*—— ² 2. I— DI.——— 8—— 3—4——— 0———.—— Zu⸗ver⸗sicht, auf Er-den bin ich nur ein Gast, und SSSS 4* drückt mich sehr der Sün-den Last. 2. Ich hab vor mir ein schwere Reis zu dir ins Himmels Paradeis; da ist mein rechtes Vaterland, daran du hast dein Blut gewandt. 3. Zur Reis ist mir mein Herz sehr matt, der Leib gar wenig Kräfte hat; allein mein Seele schreit in mir: Herr, hol mich heim, nimm mich zu dir! — Tod und Begräbnis. — behüte mich vor Ungebärd, wenn ich mein Haupt nun neigen werd. 4. Auf deinen Abschied, Herr, ich trau, darauf mein letzte Heimfahrt bau: tu mir die Himmelstür weit auf, wenn ich beschließ meins Lebens Lauf. 8. Am jüngsten Tag erweck mein Leib; hilf, daß ich dir zur Rechten bleib, daß mich nicht treffe dein Gericht, Drum stärk mich durch das Leiden dein das ein erschrecklich Urteil spricht. in meiner letzten Todespein; 9 ein mein Wanderstab, 5 Alsdann mein Leib erneure ganz, dein Kreuz laßf mein Ruh und Rast dein heilig Grab. ů— R5 daß er leucht wie der Sonnen Glanz 5. und ähnlich sei dein'm klaren Leib, Wenn mein Mund nicht kann reden frei, auch gleich den lieben Engeln bleib. — 98 in 516 Herzen schrei; 10 ilf, daß mein Seel den Himmel find, ö—— ö un meine Augen werden blind.„Wie werd ich dann so fröhlich sein und singen mit den Engeln dein, 6. und mit der Auserwählten Schar Dein letztes Wort laß sein mein Licht, schaun ewiglich dein Antlitz klar! wenn mir der Tod das Herze bricht; Martin Behm 1557—1622. i. — 1. Va⸗let will ich dir ge⸗-ben, du ar⸗ge, fal ⸗ sche Welt; dein sünd⸗lich bö⸗ses Le⸗ben durch-aus mir nicht ge⸗ fällt. H—. + ————————3 4 1 —I..—. —.—..————— —— 4——+—. —..— —.————————— Im Him⸗mel ist gut woh=⸗nen, hin⸗auf steht mein Be⸗gier; da +—.———— ———9———————.—7.—....— 0——— .———— wird Gott herr⸗lich loh-nen dem, der ihm dient all-hier. 442 Tod und Begräbnis. 2. Rat mir nach dewem Herzen, o Jesu, Gottes Sohn; soll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr be davon; verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Mut, laß selig mich abscheiden, setz mich in 2* Erbgut. 3. In meines Hazens Grunde dein Nam und Kreuz allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde zum Trost in meiner Not, wie du,‚ Herr Christ, so milde dich hast geblut't zu Tod. VI. Verbirg mein Seel aus Gnaden in deine offne Seit, rück sie aus allem Schaden zu deiner Herrlichkeit: der ist wohl hier gewesen, wer kommt ins Himmels Schloß; der ist ewig genesen, wer bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib meinen Nam aufs beste ins Buch des Lebens ein und bind mein Seel fein feste ins schöne Bündelein der'r, die im Himmel grünen und vor dir leben frei: so will ich ewig rühmen, daß dein Herz treue sei. Valerius Herberger 1562—1627. 481. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. 1 ,x Kn. A 22 2 1. Herz⸗ lich tut mich ver-lan-gen nach ei ⸗nem sel ⸗gen End, weil ich hie bin um⸗fan⸗gen mit Trüb⸗sal und E⸗lend; ——— e n i. — ö—..—————— S.......—— ich hab Lust, ab⸗zu⸗-schei-den von die⸗ser ar-gen Welt, sehn ꝝ 1I— —. + L+ II— 0.. 0—.— mich nach ew⸗gen Freu-den. 8 Je⸗ su, denun nur bald! 2. Du hast mich ja 55— von Sünd, Tod, Teufel, Höll: es hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Hoffnung stell. Warum sollt mir denn grauen vor Hölle, Tod und Sünd? Weil ich auf dich tu bauen, bin ich ein selges Kind. Wenngleich süß ist das Leben, der Tod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben, zu sterben willig dir. Ich weiß ein besser Leben, da meine Seel fährt hin: des freu ich mich ohn Beben; Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden zum Staube wiederkehrt, doch.n soll werden, durch Christum schön verklärt; wird leuchten als die Sonne ————22 529——8— ** und leben ohne Not in Himmels Freud und Wonne: was schadet mir der Tod? 9. Ob mich die Welt auch reizet, länger zu bleiben hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier: doch ich es gar nicht achte, es währt ein kleine Zeit; nach Himmlischem ich trachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Gesegn euch Gott der Herre, ihr Vielgeliebten mein! Trauert nicht allzusehre über den Abschied mein, beständig bleibt im Glauben; wir werdn in kurzer Zeit einander wieder schauen dort in der Ewigkeit. Mel. Ach He ————.———— — 2—0——— 4 1. Ich hab mich Gott er⸗ hier Tod kann mir ni 0 4——. 2+—2.——— Tod und Begräbnis. 7 Run will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ, allein: gib mir ein selges Ende, send mir den Engel dein, führ mich ins ewge Leben, das du erworben hast durch dein Leiden und Sterben und blutiges Verdienst. 8. Hilf, daß ich gar nicht wanke von dir, Herr Jesu Christ; den schwachen Glauben stärke in mir zu aller Frist. Hilf ritterlich mir ringen, dein Hand mich halt in acht, daß ich mag fröhlich singen: Gottlob, es ist vollbracht! Christoph Knoll 1563—1650. 482. rr, mich armen Sünder. ———————F—— ———ꝛßꝛj—— —..... lieb⸗sten Va⸗ter mein; — ist kein Im⸗mer ⸗le⸗ben, es muß ge⸗schie⸗den sein. N————— ——Dii‚‚i‚ĩ‚‚‚‚‚i‚‚‚.— ——..—.————8 —.— 1————— üt cht scha-den, er winn; in Got⸗tes Fried und Gna⸗den fahr ich mit Freud da-hin. 2 Mein Weg geht jetzt vorüber; o Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir lieber, da trachte ich hinein, darf mich nicht sehr beladen, weil ich wegfertig bin: in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 3. Ach selge Freud und Wonne hat mir der Herr bereit't, da Christus ist die Sonne, Leben und Seligkeit. Was kann mir doch nun schaden, weil ich bei Christo bin? 1 Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. —444 4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen, ihr Liebsten allzumal: um mich sollt ihr nicht weinen, ich weiß von keiner Qual; Tod und Begräbnis. den rechten Port noch heute nehmt ja fleißig in acht, in Gottes Fried und Freude t mir bald alle nach. Johann Siegfried 1560—1637. (Str. 1 von Johann Leon— 1597.) 483. — —— 1———— EEEE *. Machs mit mir, Gott, na ch dei ner Güt, hilf mir in ver ⸗sag mir nicht/ was ich dich bitt: wenn mei⸗ ne — ö —,= n= 0— 1——,—.— ——— ....— mei nem Lei⸗den; Seel will schei 8965 so nimm sie, Herr, in *— dei ne and al 2. Gern will ich folgen, liebster Herr, du läßt mich nicht verderben; denn du bist doch von mir nicht fern, wenn ich gleich hier muß„n verlassen meine liebsten Freund, die's mit mir herzlich gut gemeint 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, die Seel zu dir sch schwinget, in deiner Hand sie unversehrt durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Tränental, Angst, Not, Müh, Arbeit überall. Tod, Teufel, Höll,„die Welt, die Sünd mir können nichtz mehr schaden; an dir, o Herr, ich Rettung find, ich tröst mich deiner Gnaden: dein einger Sohn aus Lieb und Huld für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Was sollt ich denn lang traurig sein, weil ich so wohl bestehe, bekleidt mit Christi Unschuld rein, wie eine Braut hernehes Gehab dich wohl, du schnöde Welt: bei Gott zu leben mir gefällt. Johann Hermann Schein 1586-1630. 484. Phil. 1, 21. E—.—.—.—— 9.=ꝗ—.— 2——— 1. Chri⸗stus der ist mein Le-ben, Ster⸗ ben ist mein Ge⸗ — 2 2.—* E——.—.—...— *——— 0——2.———— winn; dem tu ich mich er ⸗ge⸗ben, mit Freud fahr 5 da⸗ i —22——————— R‚l“*I X 2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, auf daß ich zu ihm komme und ewig bei ihm sei. Ich hab nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not, durch seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus, und kann kein Wort mehr s Herr, nimm mein Seufzen auf. Wenn Sinne und Gedanken vergehn als wie ein Licht, Tod und Begräbnis. prechen: das hin und her tut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6. alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein nach deinem Rat und Willen, wann kommt mein Stündelein. 7. Und laß mich an dir kleben wie eine Klett am Kleid und ewig bei dir leben 1 Himmelswonn und Freud. 8 Wohl in des Himmels Throne sing ich Lob, Ehr und Preis dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geist. Jena 1609, Strophe 8: Hamburg 1612. 485. 1+⁸—— e. rdee:, e e n en en un,. SSSSSI 1. Freu dich sehr, o mei⸗ne See⸗le, und ver⸗giß all Not und Qual, weil dich nun Christus, dein Her⸗ re, ruft aus die⸗sem Jammer⸗tal. —— ——.—. Aus Trüb⸗sal und gro⸗ßem Leid sollst du fah⸗ ren in die Freud, 2.————— 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, und der ungestüme daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann nach dem Ende seiner Bahn, so hab ich gewünschet eben, daß sich enden mög mein Leben. 3 ö Denn gleichwie die Rosen stehen unter spitzen Dornen gar, die kein Ohr je hat ge⸗hö⸗ret, die in SD E⸗wig⸗-keit auch wäh-ret. also auch die Christen gehen dunh viel Angst, Not und Gefahr. Wie die Meereswellen sind Wind, also ist allhier auf Erden unser Lauf voller Beschwerden. 4 Welt und Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei keinem Mut; wir sind voller Angst und Plag, 446 Tod und Begräbnis. lauter Kreuz sind unsre Tag; ach sei du mein Licht und Straße, gleich wann wir geboren werden, mich mit Beistand nicht verlasse. findt sich Jammer gnug auf Erden. 7. 9. Ob mir schon die Augen brechen Wann die Morgenröt aufgehet und mir das Gehör verschwindt, und der Schlaf sich von uns wendt, meine Zung nicht mehr kann sprechen, Sorg und Kummer uns umfähet, mein Verstand sich nicht besinnt: Müh findt sich an allem End. bist du doch mein Licht und Hort, Unsre Tränen sind das Brot, Leben, Weg und Himmelspfort; so wir essen früh und spat; du wirst mich in Gnad regieren wenn die Sonn nicht mehr tut und die Bahn zum Himmel führen. scheinen, 8. ist nichts denn nur Klag und Weinen. Freu dich sehr, o meine Seele, 6. und vergiß all Not und Qual, Drum, Herr Christ, du Morgensterne, weil dich nun Christus, dein Herre, der du ewiglich aufgehst, ruft aus diesem Jammertal. sei von mir jetzund nicht ferne, Seine Freud und Herrlichkeit weil dein Blut mich hat erlöst; sollst du sehn in Ewigkeit, hilf, daß ich mit Fried und Freud mit den Engeln jubilieren, mög von hinnen fahren heut; ohn Aufhören triumphieren. Freiberg 1620. 486. Mel. Christus der uns— macht. VQ x UI e 1 S.....— ————0—— 2—— 2— 2.—.—— 1. Ei⸗ nen gu⸗ ten Kampfhab ich t der Welt ge⸗ kämp⸗ fet; ——— Ul 11 e n,— ei, He,. — e n denn Gott hat so gnä⸗ dig⸗ lich all mein Leid ge⸗dämp ⸗fet, ——ß— I E— SSDPDPDSEEEEE l +7 7 daß ich mei⸗nes Le⸗bens Lauf se⸗lig⸗lich voll en-det IE I. 2—— —————————— öGSIIIT und die See⸗ le him⸗-mel⸗auf Chri⸗sto zu ⸗ge⸗ sen-det. 2. dem ich hier vertrauet, Forthin ist mir beigelegt der Gerechten Krone, die mir wahre Freud erregt in des Himmels Throne; Dieser schnöden, bösen Welt forthin meines Lebens Licht, jämmerliches Leben meinen Gott, von Angesicht meine Seele schauet. 3. ERR e, drum ich mich ergeben meinem Jesu, da ich bin jetzt in lauter Freuden: denn s mein Verdienst sein Leiden. 4 Gute Nacht, ihr meine Freund, Tod und Begräbnis. mir nun länger nicht gefällt; alle meine Lieben! Alle, die ihr um mich weint, laßt euch nicht betrüben diesen Hingang, den ich tu ein Tod ist mein Gewinn, in die Erde nieder; schaut, die Sonne geht zur Ruh, kommt doch morgen wieder. Heinrich Albert 1604—1651. 487. Mel. Gottes Sohn ist kommen. ö —— I ——— durrr, d= en, Le WNWD ———————2——— .———6—— 1. Herr, nun laß in Frie ⸗de, le-bens⸗satt und mü⸗ de, ED re——— ..... ————3I/.————— 2—————— dei⸗ nen Die⸗ner fah ⸗ren zu den Him⸗mels⸗scha⸗ren, , e——————— se⸗-lig und im stil-⸗ len, doch nach dei-nem Wil ⸗len. 2 5. Gerne will ich sterben und den Himmel erben; Christus mich geleitet, welchen Gott bereitet zu dem Licht der Heiden, das uns setzt in Freuden. Hier hab ich gestritten, Ungemach erlitten, ritterlich gekämpfet, manchen Feind gedämpfet, Glauben auch gehalten richtig mit den Alten. 4 Tränen mußt ich lassen, weinen ohne Maßen, schwere Gänge laufen mit der Christen Haufen, über Sünde klagen, Kreuz und Trübsal tragen. Nunmehr soll sichs wenden, Kampf und Lauf sich enden; Gott will mich erlösen bald von allem Bösen. Es soll besser werden, als es war auf Erden. 6. Frieden werd ich finden, ledig sein von Sünden und auf allen Seiten nicht mehr dürfen streiten; mich soll ganz umgeben himmlisch Freudenleben. 7. Mir ist beigeleget, wo man Zepter träget, eine schöne Krone schon zum Gnadenlohne; da werd ich ergötzet und zur Ruh gesetzet. 8. Mein Erlöser lebet und mich selber hebet aus des Todes Kammer; da liegt aller Jammer. Fröhlich, ohne Schrecken, will er mich erwecken. 9. Dieser Leib soll gehen und in Klarheit stehen, wenn die Toten werden Tod und Begräbnis. aufstehn von der Erden. Christum werd ich schauen, darauf kann ich trauen. 10. Ihm drum will ich singen, preisen seinen Namen John Aufhören. Lob und Ehre bringen, rühmen eine Güte mit Seel und Gemüte, Amen. David Behme 1605-1657. 488. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst bist. H 1 IE e en dn vi, den win din, err, ö—. ů, e 40————— 2—.—.— 1. Ich bin ja, Herr, in dei-ner Macht, du hast mich an das ꝝQ IH UH I————. en n En mn. ö 2..—2—— *—— E 1.— 2 12—.— 2 2...— S Licht ge⸗bracht, du un⸗ ter⸗hältst mir auch das Le⸗ben; du 94 ö ů E—— ö—— ů—1———— .S..........I...T.TTITITTI.I.I.I.. E +— ken⸗nest mei⸗ner Mon⸗den Zahl, weißt, wann ich die⸗sem 1, —— ö————————.— 2—5 2..—.....— 21.— + Jam⸗mer⸗tal auch wie⸗der gu⸗te Nacht muß geben; wo Q II rr err, i nir e— 4 UHrE—— nr dn—.— +—.—2 DD, dn Kn wie und wann ich sterben soll, das weißt du, Va⸗ter, mehr als wohl. 2. Wen hab ich nun als dich allein, der mir in meiner letzten Pein mit Trost und Rat weiß beizu⸗ springen? Wer nimmt sich meiner Seelen an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann, und ich muß mit dem Tode ringen, wenn aller Sinnen Kraft gebricht: tust du es, Gott mein Heiland, nicht? 3.— Mich dünkt, ich liege schon vor mir in großer Hitz ohn Kraft, ohn Zier, mit höchster Herzensangst befallen; Gehör und Rede nehmen ab, die Augen werden wie ein Grab, doch kränkt die Sünde mich vor allen; des Satans Anklag hat nicht Ruh⸗ setzt mir auch mit Versuchung zu. euch wird gesungen, Tod und Begräbnis. 449 4. und schreckt mich durch das Zorn⸗ Ich höre der Posaunen Ton gericht? und sehe den Gerichtstag schon, Komm, rette deines Leidens Ehre. der mir auch wird ein Urteil fällen. Was gibest du mich fremder Hand Hier weiset mein Gewissensbuch, und hast so viel an mich gewandt? da aber des Gesetzes Fluch 6 en 9 Teit, Ach, Jammer, Angst und Wehe schreit. zu fest in deinem Schoße sitzen. 5. Hier lach ich aller Macht und Not, Herr Jesu, ich, dein teures Gut, es mag Gesetz, Höll oder Tod bezeug es selbst mit deinem Blut, auf mich her donnern oder blitzen. daß ich der Sünde nicht gehöre. Dieweil ich lebte, war ich dein: Was schont denn Satan meiner nicht jetzt kann ich keines andern sein. Simon Dach 1605—1659. 489. / . 1. O wie se⸗lig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den d e meen de d, rbi 2 ar e. ——..——.—— Tod zu Gott ge⸗ kom⸗men: ihr seid ent⸗-gan⸗ gen d—e— —.——.—3 al⸗ler Not, die uns noch hält ge⸗ fan ⸗gen. 2. x 5. Muß man hier doch wie im Kerker Ach wer wollte denn nicht gerne leben, sterben da nur Sorge, Furcht und Schrecken und den Himmel für die Welt schweben; ererben? was wir hie kennen, Wer wollt hie bleiben, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen sich vom Jammer länger lassen 3. treiben? Ihr hingegen ruht in eurer Kammer 6. sicher und befreit von allem Jammer; Komm, o Christe, komm, uns aus⸗ kein Kreuz und Leiden zuspannen, ist euch hinderlich in euren Freuden. lös uns aus und führ uns bald von 4 dannen! Christus wischet ab euch alle Tränen, Bei dir, o Sonne/, habt das schon, wonach wir uns erst ist der frommen Seelen Freud und sehnen; Wonne. was durch keines Ohr allhie gedrungen. Simon Dach 1605—1659. 29 Tod und Begräbnis. 490. Pred. Sal. 1. — II II . — 24. Ach wie nich-tig, ach wie e flüch⸗ tig ist der Menschen Le-ben! I2 + 4 N 4 4 II 3—— ů ö 1 2., we,.. I Wie ein Ne⸗bel bald ent⸗ste⸗ het und bald wie-der⸗ II — I ů —— 0 E 7 1. j 6 ů— ,. um ver⸗ge⸗ het, so ist 2. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Tage! Wie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen, so fährt unsre Zeit von hinnen. 3. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Freude! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, so sind unsre Fröhlichkeiten. 4. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Schöne! Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! un ⸗ser 92005 se- het! 5. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Schätze! Es kann Glut und Flut entstehen, dadurch, eh wirs uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 6. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Prangen! Der in Purpur hoch vermessen ist als wie ein Gott gesessen, dessen wird im Tod vergessen. 7. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Sachen! Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen: wer Gott fürcht't, bleibt ewig stehen. Michael Franck 1609—-1667. 491. Mel. Vater unser im Himmelreich. —222..—1—— DS 5— 3 EE —..— 2 2 — S — — V E. — Wun⸗den 2 + schlaf ich ein, die ma ⸗chen en, ——9———.—9—.—9Pꝑ—‚————— Tod und Begräbnis. IDIDSDSISISISSSiee..........——— e Gott be-stehn, wenn ich zum Him-mel werd ein-gehn. 2. ins ewge Leben wandre ich, Mit Fried und Freud ich fahr dahin, mit Christi Blut gereinigt fein. ein Gotteskind ich allzeit bin. Herr Jesu, stärk den Glauben mein! Hab Dank, mein Tod, du förderst mich, 1638. 492. 1. Al⸗le Men⸗schen müs-sen ster-ben, al ⸗les Fleisch ver⸗ was da le-bet, muß ver-der-ben, soll es an-ders —— geht wie Heu; 0 Gaf n ö Leib auch muß ver⸗ we⸗se wer⸗ den neu; die ⸗ser ib auch muß sen, —P— ee e e ree .———— SSSSSII........... ——0—0.——— wenn er an-ders soll ge⸗ne⸗sen zu der gro ßen ee, 3——————— ..— Herr⸗ lich keit, die den From-men ist be⸗reit't. 2 er hat mir das Heil erworben, Drum so will ich dieses Leben, drum fahr ich mit Freuden hin, weil es meinem Gott beliebt, hin aus diesem Weltgetümmel auch ganz willig von mir geben, in den schönen Gotteshimmel, bin darüber nicht betrübt; da ich werde allezeit denn in meines Jesu Wunden schauen die Dreifaltigkeit. hab ich schon Erlösung funden, 4. und mein Trost in Todesnot Da wird sein das Freudenleben ist des Herren Jesu Tod. da viel tausend Seelen schon 9. sind mit Himmelsglanz umgeben, Jesus ist für mich gestorben, dienen Gott vor seinem Thron, und sein Tod ist mein Gewinn, da die Seraphinen prangen 29· 45⁵² Tod und Begräbnis. und das hohe Lied anfangen: Ach wie lieblich Lobgetöne Heilig, heilig, heilig heißt hört man da in sanfter Ruh! Gott der Vater, Sohn und Geist. Ach der großen Freud und Wonne: 5. jetzund gehet auf die Sonne, Da die Patriarchen wohnen, jetzund gehet an der Tag, die Propheten allzumal, der kein Ende nehmen mag. sth* 4— Woten dah 7. itzet der zwölf Boten Zahl, Ach ich habe schon erblicket wo in so viel tausend Jahren gall dise Hertichtei, alle Frommen hingefahren, jetzund werd ich schön geschmücket da wir unserm Gott zu Ehrn mit dem weißen Himmelskleid; ewig Hallelujah hörn. mit der güldnen Ehrenkrone 6. steh ich da vor Gottes Throne, O Jerusalem, du schöne, schaue solche Freude an, ach wie helle glänzest du! die kein Ende nehmen kann. 1652. 493. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 9—w1——. ö 1. ö— E vte e S PTFTFT — ö*—5*— II +—— ö.———.——.— ö——————— 600 ISS Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lau-ter Ei⸗tel⸗keit: *2 ů 1II ů SSSSSSSSE‚‚‚SS.— 5 e——.— in dem Him⸗mel al⸗le⸗zeit Frie-de, Freud und Se⸗lig⸗keit. 2. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, Wann ich werde dahin kommen, nichts denn lauter Eitelkeit: bin ich aller Krankheit los in dem Himmel allezeit und der Traurigkeit entnommen, Friede, Freud und Seligkeit. ruhe sanft in Gottes Schoß. ö V V — Welt, bei dir ist Angst und Not, 4. endlich gar der bittre Tod; Unaussprechlich schöne singet aber dort ist allezeit Gottes auserwählte Schar; Friede, Freud und Seligkeit. heilig! heilig! heilig! klinget 3. in dem Himmel immerdar. Was ist doch der Erden Freude? Welt, bei dir ist Spott und Hohn Nebel, Dampf und Herzeleid. und ein steter Jammerlohn: Hier auf dieser öden Heide in dem Himmel allezeit sind die Laster ausgestreut. Friede, Ruh und Seligkeit. E —3———5——— +........ 565„*„ le: , 4⁵³3 Tod und Begräbnis. 5. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, Nichts ist hier denn lauter Weinen, nichts denn lauter Eitelkeit: keine Freude bleibet nicht. in dem Himmel allezeit Will uns gleich die Sonne scheinen, Friede, Ruh und Seligkeit. so verhüllt die Nacht das Licht. 8 Welt, bei dir ist Angst und Not, Zeit, wann wirst du doch anbrechen? ur ütre Iod a dent Ene alent Tod: Stunden, o wann schlaget ihr, Friede Frend unid Seli keit drinnen ich mich kann besprechen Ore,— mit dem Schönsten für und für? 6. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, Nun, es wird dennoch geschehen, lauter Qual und Traurigkeit: daß ich auch in kurzer Zeit in dem Himmel allezeit meinen Heiland werde sehen Friede, Freud und Seligkeit. in der großen Herrlichkeit. Welt, bei dir ist lauter Not, Jetzt will ich mich fertig machen, 3l den Pimter alre der Tod: daß mein Tun vor Gott besteht, V 8 5 8 ird zerkrache Friede, Ruh und Seligkeit. 12 6 wenn alles wird zerkrachen, 7. Wielt, bei dir ist Angstgeschrei, O wer nur dahin gelanget, wo jetzund der schöne Chor in dem Himmel allezeit in vergüldten Kronen pranget Friede, Ruh und Seligkeit. und die Stimme schwingt empor! Johann Georg Albinus(2) 1624—1679. 494. Mel. Gott ist getreu. de. 1. Es ist ge⸗nug! So nimm, Herr, mei ⸗nen Geist zu Lös auf das Band, das all-ge-mach schon reißt, be⸗ ———— der täg⸗lich klagt und nächt-lich trä⸗net: Es ist ge 2. wie hart ist diese Last! Es ist genug Ich schwemme manche Nacht des Kreuzes, das mir fast mein hartes Lager ganz mit Tränen; den Rücken wund gemacht. wie lange, lange muß ich sehnen! Wie schwer, o Gott, Es ist genug. Tod und Begräbnis. 3. Es ist genug, Es ist genug! wenn nur mein Jesus will; Herr, wenn es dir gefällt, er kennet ja mein Herz. so spanne mich doch aus. Ich harre sein Mein Jesus kommt: und halt indessen still, 1.— gute Nacht, o Welt; bis er mir allen Schmerz, ich fahr ins Himmels Haus. der in der siechen Brust mir naget, Ich fahre sicher hin in Frieden, zurückelegt und zu mir saget: mein großer Jammer bleibt danieden. Es ist genug. Es ist genug. Franz Joachim Burmeister 1633—1672. —.— 1 FFF 1———— 2— H EI— 2.———— E I————m 1. Wer weiß, wie na⸗ he mir mein En=de! Hin geht die ach wie ge-schwin⸗kdd und be-hen- de kann kom⸗men ENDDD— n,, irn. 2——.. 1..— ᷣ 2— 5 II 1I— Zeit, her kommt der Tod; in Gott! Mein Gott! I mei⸗ ne To⸗ des⸗not. Mein Gott! Mein Gott! Ich 1 — E22 H— ꝛ * a,, e, d E i, Frvri er, ““——— 1—.—..—....—.—1 bitt durch Chri⸗sti Blut: machs nur mit mei⸗ nem En⸗de gut. 2. daß ich bereit sei für und für Es kann vor Nacht leicht anders und sage frisch in allen Fällen: werden, als es am frühen Morgen war denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 2. Herr, lehr mich stets mein End be⸗ denken, und wenn ich einmal sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: wachs nur mit meinem Ende gut. 4. Laß mich beizeit mein Haus bestellen, Herr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. O. Mach immer süßer mir den Himmel und immer bittrer diese Welt; gib, daß mir in dem Weltgetümmel die Ewigkeit sei vorgestellt. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 6. Ach Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Christi zu, darein ich mich fest gläubig winde; das gibt mir recht erwünschte Ruh Mein Gott! Mein Gott! Tod und Begräbnis. 4⁵⁵ Ich bitt durch Christi Blut: nun kannst du meiner nicht vergessen, machs nur mit meinem Ende gut. ich bleib in ihm, und er in mir. 7. Mein Gott! Mein Gott! Nichts ist ende Ich bitt durch Christi Blut: nichts, 12 sei Eeben der d machs nur mit meinem Ende gut. ich leg die Hand in seine Seite 10. und sage: Mein Herr und mein Gott! So komm mein End heut oder morgen, Mein Gott! Mein Gott! ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt; Ich bitt durch Christi Blut: ich bin und bleib in deinen Sorgen, machs nur mit meinem Ende gut. mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. 8 Mein Gott! Mein Gott! e;. Ich habe Jesum angezogen Ich bitt durch Christi Blut: schon längst in meiner heilgen Tauf; machs nur mit meinem Ende gut. du bist mir auch daher gewogen, 11. hast mich zum Kind genommen auf. Ich leb indes in Gott vergnüget Mein Gott! Mein Gott! und sterb ohn alle Kümmernis, Ich bitt durch Christi Blut: mir gnüget, wie mein Gott es füget, machs nur mit meinem Ende gut. ich glaub und bin es ganz gewiß: 9. Mein Gott! Mein Gott! Ich habe Jesu Leib gegessen, Aus Gnad durch Christi Blut ich hab sein Blut getrunken hier; machst dus mit meinem Ende gut. Amilie Juliane von Schwarzburg⸗Rudolstadt 1637—1706. 496. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. S...... ————— den⸗ke dei⸗nen Tod! heu⸗te frisch und rot, ————————— 9————‚..——— ———.— 4—.—— o Sün⸗der, ein täg⸗lich Ster⸗ben ein. sein; drum bil⸗de dir, 2. 3. Bedenke, Mensch, das Ende, Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke das Gericht! der Höllen Angst und Leid, Es müssen alle Stände daß dich nicht Satan blende vor Jesu Angesicht; mit seiner Eitelkeit. kein Mensch ist ausgenommen, Hier ist ein kurzes Freuen, ein jeder muß heran dort aber ewiglich und wird den Lohn bekommen, ein kläglich Schmerzensschreien: nachdem er hat getan. ach Sünder, hüte dich! 456 Tod und Begräbnis. 4. 5. Bedenke, Mensch, das Ende, Hilf, Gott, daß ich in Zeiten bedenke stets die Zeit, auf meinen letzten Tag daß dich ja nichts abwende mit Buße mich bereiten von deiner Herrlichkeit, und täglich sterben mag. womit vor Gottes Throne Im Tod und vor Gerichte die Seele wird gepflegt: steh mir, o Jesu, bei, dort ist die Lebenskrone daß ich ins Himmels Lichte den Frommen beigelegt. zu wohnen würdig sei. Salomo Liscow 1640—1689. 497. Mel. Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. SDDIDI........... e————— 1. Wie fleugt da- hin der Menschen Zeit, wie ei ⸗=let man zur —*— S D...... e SSSSS..——— E⸗wig⸗keit! Wie we⸗nig den-ken an die Stund von 2. 5. Das Leben ist gleichwie ein Traum, Was hilft die Welt in letzter Not, ein nichtger, leerer Wasserschaum: Lust, Ehr und Reichtum in dem Todꝰ dem Grase gleich, das heute steht O Mensch, du läufst dem Schatten zu, und schnell vergeht, das merke du, sobald der Wind darüber weht. du kommst sonst nicht zur wahren Ruh. 3. 6. Nur du, mein Gott, du bleibest mir Weg Eitelkeit, der Toren Lust! das, was du bist, ich traue dir; Mir ist das höchste Gut bewußt, laß Berg und Hügel fallen hin: das such ich nur, das bleibet mir. mir ists Gewinn, O mein Begier, wenn ich allein bei Jesu bin. Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! ö 7. Solang ich in der Hütten wohn, Was wird da sein, wenn ich dich seh so lehre mich, o Gottes Sohn; und dort vor deinem Throne steh! gib, daß ich zähle meine Tag Du unterdessen lehre mich, und munter wach, daß stetig ich daß, eh ich sterb, ich sterben mag. mit klugem Herzen suche dich. Joachim Neander 1650—1680. Tod und Begräbnis. 498. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. —....——— . 1. Ich ster-be täg⸗lich, und mein Le⸗ben wer kann mir ei⸗ nen Bür ⸗gen ge-ben, ob 2.. eilt im-mer⸗ ich noch — fort zum Gra⸗be hin; mor⸗gen le-⸗ bend bin? ———4—— .—5 Tod kommt her; ach wer nur im ⸗-mer Es schickt der Tod nicht immer Boten, die Seel an Jes er kommet oft unangemeldt und fordert uns ins Land der Toten; wohl dem, der Haus und Herz bestellt! Denn ewges Unglück oder GlüTck ———...—.— SSSSSSII... Die Zeit geht hin, der 2 daß, wenn der Leib zu Boden fällt, u Kreuz sich hält. 6. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, wenn Auge, Mund und Ohr sich chleußt; hängt oft an einem Augenblick. 3. Herr aller Herren, Tod und Leben hast du allein in deiner Hand; wie lange du mir Frist gegeben, das ist und bleibt mir unbekannt; hilf, daß ich jeden Glockenschlag an meinen Abschied denken mag. 4. Es kann vor Abend anders werden, als es am Morgen mit mir war; den einen Fuß hab ich auf Erden, den andern auf der Totenbahr; ein kleiner Schritt ist nur dahin, wo ich der Würmer Speise bin. 5 Ein einzger Schlag kann alles enden, und Fall und Tod beisammen sein; doch schlage nur mit Vaterhänden drum bet ich bei gesunden Tagen: Herr, dir befehl ich meinen Geist. Verschließen meine Lippen sich, so schreie Jesu Blut für mich. 7. Kann ich die Meinen nicht mehr segnen, so segne du sie mehr als ich; wenn lauter Tränen um mich regnen, o Tröster, so erbarme dich und lasse der Verlaßnen Schrein durch deinen Trost erhörlich sein. 8 Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, so schließe mir den Himmel auf; verkürze mir des Todes Schmerzen und hole mich zu dir hinauf: so wird mein Abschied keine Pein, und schleuß in Christi Tod mich ein, zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck 1672—-1737. Tod und Begräbnis. 499. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. ——————————— 2.——————————4 ——.—0 ö——— EN S. .— 1. Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich ster⸗be, ich bin ein und fin-de hier kein sol-ches Er-be, das e⸗ wig —5——— 5, öDID‚‚‚......— E——— 2 ũ———— Mensch, der bald ver⸗ geht in der Welt be-steht drum zei ge mir in 5 1 arereer, en e 2.. —————.——— 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe; kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe, die Blume kann gar leicht verblühn: drum mache mich nur stets bereit hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, dieweil der Tod viel Wege hält: dem einen wird das Scheiden herbe, sanft geht ein andrer aus der Welt. Doch wie du willst! Gib, daß dabei— mein End in dir nur selig sei. Gna⸗den an, wie ich recht se-lig ster-ben kann. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welcher Sand mein Grab bedeckt. Doch wenn ich dieses nur erwerbe, daß deine Hand mich auferweckt, mag hier, mag dort die Stätte sein: die Erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Gott, wenn ich soll sterben, so nimm du meinen Geist zu dir, mein Heiland läßt mich nicht ver⸗ derben; und hab ich Jesum nur bei mir, so gilt mirs gleich und geht mir wohl, wann, wo und wie ich sterben soll. Benjamin Schmolck 1672—1737. 0. Mel. Jesus, meine Zuversicht. von der Er⸗de scheid ich ab, denn mir ruft des — + 4 2—— ö—— 5—— ö.—— 2.—.——.— 243 n e 7.—2———0—— 62 Wan⸗derns mü⸗ de; Him⸗mels Frie⸗ de, denn mir ruft die sü ße Ruh Dn. Tod und Begräbnis. u— ——— von den En⸗geln dro-ben zu. 2. 6. Geht nun hin und grabt mein Grab, Die ihr nun in Trauern geht, meinen Lauf hab ich vollendet, fahret wohl, ihr lieben Freunde; lege nun den Wanderstab was von oben niederweht, hin, wo alles Irdsche endet; tröstet ja des Herrn Gemeinde; weint nicht ob dem eitlen Schein: lege selbst mich nun hinein droben nur kann ewig sein. in das Bette sonder Pein. 3. 7. Was soll ich hienieden noch Weinet nicht, daß nun ich will in dem dunklen Tale machen? von der Welt den Abschied nehmen, Denn wie mächtig, stolz und hoch daß ich aus dem Irrland will, wir auch stellen unsre Sachen, aus den Schatten, aus den Schemen, muß es doch wie Sand zergehn, aus dem Eitlen, aus dem Nichts wann die Winde drüber wehn. hin ins Land des ewgen Lichts. 4. 8. Darum, Erde, fahre wohl; Weinet nicht! Mein süßes Heil, laß mich nun in Frieden scheiden. meinen Heiland, hab ich funden, Deine Hoffnung, ach, ist hohl, und ich habe auch mein Teil deine Freuden werden Leiden, in den warmen Herzenswunden, deine Schönheit Unbestand, woraus einst sein frommes Blut alles Wahn und Trug und Tand. floß der ganzen Welt zugut. ö* 5. 9. Darum letzte gute Nacht, Weint nicht: mein Erlöser lebt! Sonn und Mond und liebe Sterne, Hoch vom finstern Erdenstaube fahret wohl mit eurer Pracht; hell empor die Hoffnung schwebt, denn ich reis in weite Ferne, und der Himmelsheld, der Glaube, reise hin zu jenem Glanz, und die ewge Liebe spricht: worin ihr erbleichet ganz. Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt 1769-1860. 501. Mel. Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. e Le e. SSS 1. Wohl⸗auf, wohl⸗an zum letz⸗ten Gang! Kurz ist der Weg, die Ruh ist lang, Gott füh⸗ret ein, Gott füh- ret aus: wohl⸗ 460 Tod und Begräbnis. an, hin⸗ aus! ö 2. IIII Du Herberg in der Wanderzeit, du gabest Freuden, gabst auch Leid. Schließ nur getrost die Pforte zu, was trauerst du? Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. * 3. Hn. Tragt ihn fein sanft ins Schlafgemach ihr Lieben folgt ihm segnend nach. Nun gute Nacht! Der Tag war schwül im Erdgewühl. Nun gute Nacht! Die Nacht ist kühl. 4. Ein Schmuck ist auch das Leichentuch, ein Siegeszug der Leichenzug. Triumph! der Herr macht gute Bahn, sein Kreuz voran: das winkt und deutet himmelan. . Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein und läutet hell den Sabbath ein, der nach des Werktags kurzer Frist durch Jesum Christ für Gottes Volk vorhanden ist. * 6. O selig, der das Heil erwirbt, der in dem Herrn, dem Mittler, stirbt! O selig, wer, vom Laufe matt, die Gottesstadt, die droben ist, gefunden hat! 1— Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so viel, und eins ist not. Die Welt beut ihre Güter feil: denk an dein Heil und wähl in Gott das beste Teil. 8. ö Was sorgst du bis zum letzten Tritt? IDPDDR Kein Blei-ben ist im Er-den-haus. Schau himmelwärts: da wo dein Schatz, da sei dein Herz. 9. Mit Gott bestell dein Haus beizeit, eh dich der Tod an Tote reiht, sie rufen: Gestern wars an mir, heut ists an dir! Hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, aus Wieg und Bett in Sarg und Grab, wann, wie und wo, ist Gott bewußt. Schlag an die Brust: du mußt von dannen, Mensch, du mußt. 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, da blüht zu schön kein Wangenrot: im Finstern droht der Tod und überall der Tod. 12. Ach banges Herz im Tränental, wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl? Du bists, Herr, der mit Gottesmacht aus Gräbernacht das Leben hat ans Licht gebracht. 13. Dein Wort, Herr, klingt so hoch und hehr: Wer an mich glaubt, stirbt nimmer⸗ mehr. Dein Kreuz, dein Grab, dein Auf⸗ erstehn, dein Himmelgehn läßt uns den Himmel offen sehn. 14. Wohl dem, der sich mit dir vertraut, schon hier die ewgen Hütten baut! Er sieht das Kleinod in der Fern Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mitLust undSchmerz. und kämpfet gern und harrt der Zukunft seines Herrn. ** c H — SIRSCRCRCJJJFTFTTT——— * 2 Tod und Begräbnis. 15. bereitet ist die Stätte schon Nun, Tor des Friedens, öffne dich: am Gnadenthron, Hinein! Hier schließt die Wallfahrt sich. bereitet uns durch Gottes Sohn. Ihr Schlafenden im Friedensreich, 17. gönnt allzugleich Sein ist das Reich mit Allgewalt; auch ihm ein Räumlein neben euch. er zeugt und spricht: Ich komme bald. 16. Ja komm, Herr Jesu, führ uns ein! Viel Gräber sind an diesem Ort, Wir harren dein: viel Wohnungen im Himmel dort, Amen, dein laß uns ewig sein! Christian Friedrich Heinrich Sachse 1785—1860. Beim Tode von Kindern. 502. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 2.—..——.—————— 1. Gott⸗lob, die Stund ist kom⸗men, da ich werd auf⸗ge-nom⸗men ins —————....——— ————— D Freuden sollt ihr sa-gen: Dem Höch-sten sei Lob, Ehr und Preis. 2. sie wird mir tun kein Leid. Kurz ist mein irdisch Leben; Denn wer kann den verletzen, ein beßres wird mir geben den Christus jetzt wird setzen Gott in der Ewigkeit. ins Schloß vollkommner Sicherheit? Da werd ich nicht mehr sterben, 5. in keiner Not verderben; Zuvor bracht ich euch Freude; mein Leben wird sein lauter Freud. jetzt, da ich von euch scheide, betrübt sich euer Herz. 3. ö Doch wenn ihrs recht betrachtet ut senhr ndr der seoad mein aler ech in diesem Träuental⸗ wird sich bald 865 aller Schmerz. ö é Ein schnell und selig Sterben d des schönen Himmels Ehrensaal. er kennet jedermann. 4. Nichts ist jemals geschehen, Die Welt mag Netze stellen: das er nicht vorgesehen; mich wird sie nun nicht fällen, und was er tut, ist wohlgetan. 462 Tod und Begräbnis. 7. 8. Wenn ihr mich werdet finden da werdet ihr euch freuen, vor Gott, frei aller Sünden, es wird euch herzlich reuen, in weißen Kleidern stehn daß ihr euch so betrübt. und tragen Siegespalmen Wohl dem, der Gottes Willen in Händen und mit Psalmen gedenket zu erfüllen des Herren Lob und Ruhm erhöhn: und ihm sich in Geduld ergibt! Johann Heermann 1585—1647. 503. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher Geist. 1. Du bist zwar mein und blei⸗best mein; wer will mirs an-ders Doch bist du nicht nur mein al- lein; der Herr von ew⸗ gen Ta„gen der hat das mei⸗ste Recht an dir, der —I— E— Her:. dr DI.— SSSSS. ——— for-dert und er hebt von mir dich, o mein Kind, mein ..— E I.— 2— il ⸗le, mein Herz und Wun⸗ sches Fül=le. 2. dich will ich bei mir haben Ach gält es wünschen, wollt ich dich, und ewig reichlich laben. du Sternlein meiner Seelen, 4. vor allem Weltgut ewiglich O süßer Rat, o schönes Wort mir wünschen und erwählen; und heilger, als wir denken! ich wollte sagen: Bleib bei mir, Bei Gott ist ja kein böser Ort, du sollst sein meines Hauses Zier, kein Unglück und kein Kränken, an dir will ich mein Lieben kein Angst, kein Mangel, kein Versehn; bis in mein Sterben üben. bei Gott kann keinem Leid geschehn; 3. wen Gott versorgt und liebet, Ich sehne mich nach meinem Sohn, wird nimmermehr betrübet. und der mir ihn gegeben, 5. will, daß er nah an seinem Thron Ach dürft ich doch von ferne stehn im Himmel solle leben. und nur ein wenig hören, Ich sprech: Ach weh, mein Licht ver⸗ wenn deine Sinne sich erhöhn schwindt! und Gottes Namen ehren, Gott spricht: Willkommen, liebes Kind; der heilig, heilig, heilig ist, —.— 8·&E —— — Tod und Begräbnis. 463 durch den auch du geheiligt bist; 55 lebst und bist von Herzen froh, ich weiß, ich würde müssen siehst lauter Sonnen scheinen, vor Freuden Tränen gießen. die Sonnen ewger Freud und Ruh: da leb und bleib nur immerzu; wills Gott, will ich mit andern auch bald hinüber wandern. Paul Gerhardt 1607—1676. Nun denn, es sei und bleib also, ich will nicht um dich weinen; 504. Mel. Gott ist getreu. ——.——.—....— ——— ——————.—— —. 1. Zeuch hin, mein Kind! Denn Gott selbst for-dert dich aus Ich lei-de zwar, dein Tod be⸗trü⸗bet mich; doch SS die⸗ser ar⸗gen Welt. weil es Gott ge⸗fällt, e ..— ö—— ρ—— und will mit stil-lem Gei⸗ste sa⸗ gen: Zeuch hin, mein Kind! 2. 4. Zeuch hin, mein Kind! Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir Wir folgen alle nach, nur in der Welt geliehn. sobald es Gott gefällt. Die Zeit ist weg, Du eilest fort, darum befiehlt er dir, eh denn das Ungemach jetzt wieder fortzuziehn. mit Haufen sich einstellt. Zeuch hin, Gott hat es so versehen: Wer lange lebt, steckt lang im Leide; was dieser will, das muß geschehen. werfrühe stirbt,ommt bald zur Freude. Zeuch hin, mein Kind! Zeuch hin, mein Kind! 2 Fahr hin, mein Kind! Die Engel warten schon auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, Zeuch hin, mein Kind! Im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, wie Gottes lieber Sohn da wird kein Schmerz geklagt. dir schon die Krone weist. Hier müssen wir in Angsten schweben, Nun wohl, dein Seele ist entbunden, dort kannst du ewig fröhlich leben. du hast im Herren überwunden. Zeuch hin, mein Kind! Zeuch hin, mein Kind! Gottfried Hoffmann 1658—1712. Tod und Begräbnis. 505. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. SI— e on wn 4. WSSSsSSSSEEEEEEFEEFE——— 25. 1..9—— 1 4—. I. 2— 1. Wenn klei⸗ne Him⸗mels⸗er⸗ben in ih-rer Unschuld ster-ben, 0 e, ree dereenn ee d W tte u — ö büßt man sie nicht ein: sie wer⸗den nur dort o- ben vom ——— S P..... +. Va⸗ter auf⸗ge⸗ho-ben, da-mit sie un-ver⸗lo⸗ren sein. 2 3. Sie sind ja in der Taufe O wohl auch diesem Kinde! zu Zenn Christenlaufe Es stirbt nicht zu geschwinde. für Jesum eingeweiht Zeuch hin, du liebes Kind; und noch bei Gott in Gnaden: du gehest ja nur schlafen was sollt es ihnen schaden, und bleibest bei den Schafen, daß sie die Krone schon erfreut? die ewig unsers Jesu sind. Johann Andreas Rothe 1688-1758. Beim Tode von Ehegatten. 506. Mel. Wenn mein Stündlein vorhanden ist. %h. 1 I — 0* I i— ..— —— — 0 V E — Ee 5 Ach Gott, ich muß in Trau⸗rig⸗keit mein Le-ben nun be⸗ Hinn ö ů 515—.—— WiSEEEEE.. S. 0 42 ö 55758.5 schlie⸗ßen, die⸗weil der Tod von mei-ner Seit so ei-lend hat ge— ö— 1.— *fr 5.— ö—. I— . 0— ris⸗sen mein treu⸗es Herz, der Tugend Schein, des muß ich jetzt be⸗ 2—.— .—* 7 ů—— — SSSII.IIIIIII E j ö 0. 0 2 2 bet sein. Wer kann mein E⸗ lend wen-den? 782 –»J/ ru FN Tod und Begräbnis. 46⁵ 2. will die Gedanken senden Wenn ich an ihre Freundlichkeit zu dir und deinem jetzgen Stand, gedenk in meinem Herzen, wie Gott dir alles Kreuz gewandt die sie mir hat zu jeder Zeit in höchste Freud und Wonne. in Freud und auch in Schmerzen 6. erwiesen ganz beständiglich, Du kommst nicht wieder her zu mir mein Kreuz und Weinen mehret sich, in dies betrübte Leben; ö vor Angst möcht ich vergehen. ich aber komm hinauf zu dir, 3. da werd ich mit dir schweben Bei wem soll ich auf dieser Welt in höchster Freude, Wonn und Lust, rechtschaffne Liebe finden? die deine Seele täglich kost't, Der meiste Teil nicht Glauben hält, die Treu will gar verschwinden. Ich glaub und sag es ohne Scheu: O wie mit großer Freudigkeit die best ist doch getraute Treu; wolln wir einander kennen, der muß ich jetzt entraten. da wird uns dann zu keiner Zeit 4. der bittre Tod mehr trennen. Fürwahr mir geht ein scharfes Schwert Ach welche Freude wird dann sein, jetzund durch meine Seele, wenn ich dich, die ich jetzt bewein, die abzuscheiden oft begehrt aus ihres Leibes Höhle. Wo du nicht, o Herr Jesu Christ, Dies will ich stets in meinem Leid in solchem Kreuz mein Tröster bist., mir zu Gemüte führen, drauf ich mich herzlich freue. 7 mit Freuden werd umfangen! muß ich in Leid verzagen. erwarten in Geduld der Zeit, 5. wie Christen will gebühren. O treu geliebtes, selges Herz, Gott alles Trostes, steh bei mir „ und mich durch deinen Geist regier in diesem meinem großen Schmerz, zu deines Namens Ehren! Johann Heermann 1585—1647. zu dir will ich mich wenden 507. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele., IDRDDPPTT——— 2.——————————— 21.———..———2—— De E 1. Nichts Be⸗trübters ist auf Er⸗den, nichts kann so zu Her-zen gehn, — als wenn ar⸗me Witwen werden, wenn ver⸗laß⸗ne Wai⸗sen stehn .SSS 5.———06— —.—.— oh⸗ne Va⸗ter, oh- ne Mut, oh⸗-ne Freun⸗de, oh ⸗ne Gut: ——— — Witwen sind ver⸗laß⸗ne Frau⸗en; wer mag auf die Waisen schau⸗enꝰ 30 466 Die letzten Dinge. 2. Wo die Zäune sind zerlücket, jedermann hinübersteigt; auch ein Kind die Früchte pflücket, da die Aste sind gebeugt. Wo die Mauern sind zerspalt't, da findt sich der Feind gar bald; wem der Schirm und Schatten weichet, den die Hitze bald erreichet. 3. Also müssen stets die Armen leiden unter Ungemach; ihrer wenge sich erbarmen: Witwen schreien Weh und Ach über den, der sie so preßt und in Nöten stecken läßt; Waisen müssen sich oft schmiegen, andern untern Füßen liegen. 4. Witwen sind in Gottes Armen, Waisen sind in Gottes Schoß; ihrer will er sich erbarmen, wär die Not auch noch so groß. Ein solch ungerechter Mann tastet Gottes Auge an, der an Waisen Unrecht übet und der Witwen Herz betrübet. . Wenn sie bleiben in den 472 darin Gott sie hat gestellt und von seiner Treu nicht wanken, weil er sich zu ihnen hält, sollen sie im Himmelsschloß werden alles Kummers los: da soll nicht mehr wie auf Erden Witwennot gehöret werden. Michael Hunold 1621-1672. 2. Die letzten Dinge. 508. + EE DD— 1—M— ——4. EEE T + 1. Es ist ge⸗wißlich an der Zeit, daß Gottes Sohn wurdhonmen in seiner großen Herr⸗lich⸗keit, zu richten Bös und Frommen: I.— 3 55 N 14— —...... 45.— dann wird das La⸗chen wer⸗-den teur, wenn al ⸗-les wird ver⸗ — * * + * —..— gehn im Feur, wie Got⸗tes Wort be-zeu⸗get. 2. Posaunen wird man hören gehn an aller Welten Ende, darauf bald werden auferstehn die Toten gar behende; die aber noch das Leben han, die wird der Herr von Stunde an verwandeln und verneuen. Danach wird man ablesen bald ein Buch, darin geschrieben, was alle Menschen jung und alt auf Erden je getrieben, da denn gewißlich jedermann wird hören, was er hat getan in seinem ganzen Leben. „ IE Die letzten Dinge. 46⁷ 4. 6. O weh dem Menschen, welcher hat Derhalben mein Fürsprecher sei, des Herren Wort verachtet wenn du nun wirst erscheinen, und nur auf Erden früh und spat und lies mich aus dem Buche frei, nach großem Gut getrachtet! darinnen stehn die Deinen, Er wird fürwahr gar schlecht bestehn auf daß ich samt den Brüdern mein und mit dem Satan müssen gehn mit dir geh in den Himmel ein, von Christo in die Hölle. den du uns hast erworben. 43 5 O Jesu Christ, du machst es lang O Jesu, hilf zur selben Zeit mit deinem jüngsten Tage; von wegen deiner Wunden, den Menschen wird auf Erden bang daß ich im Buch der Seligkeit von wegen vieler Plage. 4 werd angezeichnet funden; Komm doch, komm doch, du Richter daran ich denn auch zweifle nicht, groß, denn du hast ja den Feind gericht't und mach uns bald in Gnaden los und meine Schuld bezahlet. von allem Übel. Amen. Bartholomäus Ringwald 1530—1598. 509. 5. —— nr.——— 2—— ——— —— ————— 1. Wa⸗chet auf! ruft uns die Stim-me der Wäch⸗ter Mit⸗ter-nacht heißt die ⸗se Stun-de. Sie ru⸗ fen sehr hoch auf der Zin⸗ne, wach auf, du Stadt Je ru⸗sa⸗lem! uns mit hel⸗lem Mun⸗de: Wo seid ihr klu⸗gen Jungfrau⸗en? — —.—. Wohl⸗-auf, der Bräut⸗gam kommt! Steht auf, die Lam-pen nehmt! Hal⸗le⸗lu⸗ jah! Macht euch be⸗reit zu der Hoch-zeit: l +* —.— D 2. Zion hört die Wächter singen, das Herz tut ihr vor Freude springen, sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all zum Freudensaal und halten mit das Abendmahl. Die letzten Dinge. 3. Gloria sei dir gesungen mit Menschen- und mit Engelzungen, mit Harfen und mit Zimbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Tore an deiner Stadt; wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gespürt, kein Ohr hat mehr gehört solche Freude: des jauchzen wir und singen dir das Hallelujah für und für. Philipp Nicolai 1556—1608. II EI — ů +—.—.— —*——4* J* 1——.— 5 2— 2.— 2———— + 1. Je ru⸗ sa ⸗lem, du hoch⸗ge⸗ bau⸗te Stadt, wollt Mein sehn ⸗lich Herz so groß Ver ⸗-lan-gen hat und 1 r 2—— — r, ———. 2 E— 0— Gott, ich wär in dir! le und eilt aus 2. al O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Lust, mit freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterlandꝰ ist nicht mehr bei mir: weit ü⸗ ber Berg und . e 25 Ta⸗le, weit ü⸗ber blasches Feld schwingt es sich ü⸗ ber ...—.—....— . O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, tu auf die Gnadenpfort: wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit, und mir Gott hat gegeben das Erb der Ewigkeit? EE 2 Die letzten Dinge. 469 4. der Mund voll Lob und Preis: Was für ein Volk, das Hallelujah reine was für ein edle Schar man singt in Heiligkeit, kommt dort gezogen schon! das Hosianna feine Was in der Welt ohn End in Ewigkeit; von Auserwählten war, 7. seh ich, die beste Kron, mit Jubelklang, die Jesus mir, der Herre, mit Instrumenten schön, entgegen hat gesandt, mit Chören ohne Zahl, da ich noch war so ferne daß von dem Schall in meinem Tränenland. und von dem süßen Ton 5. sich regt der Freudensaal: Propheten groß mit hunderttausend Zungen, und Patriarchen hoch, mit Stimmen noch viel mehr, auch Christen insgemein, wie von Anfang gesungen die weiland dort das himmelische Heer. trugen des Kreuzes Joch 8. und der Tyrannen Pein, Du bist mein Ziel schau ich in Ehren schweben, erhabne Gottesstadt; in Freiheit überall, wie schlägt mein Herz in mir! mit Klarheit hell umgeben, Des Irdischen mit sonnenlichtem Strahl. und seiner Freuden satt 6. schwing ich mich auf zu dir, Wenn dann zuletzt weg über Erd und Sterne. ich angelanget bin Reicht, Engel, mir die Hand! im schönen Paradeis, Ich seh es in der Ferne, von höchster Freud mein hohes Vaterland. erfüllet wird der Sinn, Johann Matthäus Meyfart 1590—1642. Strophe 8: 1830. ö 511. 7— 1. O E⸗-wigkeit, du Donnerwort, du Schwert, das durch die See⸗le O Eswigkeit, Zeit oh⸗ne Zeit, ich weiß vor großer Traurig⸗ bohrt, o An⸗-fang son-der En-⸗de! keit nicht, wo ich mich hin-wen⸗de. 5E — 2.—— schrocknes Herz er⸗bebt, daß mir die Zung am Gau⸗men klebt. ö 2. und ganz wird aufgehoben; Kein Unglück ist in aller Welt, die Ewigkeit nur hat kein Ziel, das endlich mit der Zeit nicht fällt sie treibet fort und fort ihr Spiel, Mein ganz er⸗ läßt nimmer ab zu toben; ja, wie mein Heiland selber spricht, aus ihr ist kein Erlösung nicht. 3. O Ewigkeit, du machst mir bang; o ewig, ewig ist zu lang, hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht, erschreck ich recht von Herzen. Nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich als die Ewigkeit. 4. Ach Gott, wie bist du so gerecht, wie strafst du einen bösen Knecht so hart im Pfuhl und Schmerzen! Auf kurze Sünden dieser Welt hast du so lange Pein bestellt. Ach nimm dies wohl zu Herzen, betracht es oft, o Menschenkind: kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. Die letzten Dinge. 5 Wach auf, o Mensch, vom Sünden⸗ ö schlaf, ermuntre dich, verlornes Schaf, und beßre bald dein Leben; wach auf, es ist doch hohe Zeit, es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag; wer weiß, wie man noch sterben mag? 6. O Ewigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt. ö Johann Rist 1607—1667. 512. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. 727 e, de d W DED. E E————. 2 CE⸗wigkeit, Freud oh-⸗ ne Leid, ich weiß vorHHerzensfröhlich— I 1. O E-wigkeit, du Freuden-wort, das mich er⸗ quik⸗ket fort und O IR ——.—————————————— E ———.....2.— 2 2. Kein Herrlichkeit ist in der Welt, die endlich mit der Zeit nicht fällt und gänzlich muß vergehen. Die Ewigkeit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, bleibt unverändert stehen; ja, wie der heilge Petrus spricht, ihr Erbe das verwelket nicht. H2* 2.—e= fort, o An⸗fang son-der En-de! 1 keit gar nichts mehr vom E-len-de, das sonst in —— 1——ðꝑ———— e e nr mm erer.n Enenen. .......—— die⸗sem Le-ben plagt, weil mir die E-wig-keit be-hagt. 3. O Ewigkeit, du währest lang! Wenn mir auf Erden gleich ist bang, weiß ich, daß dies aufhöret. Drum wenn ich diese lange Zeit erwäge samt der Seligkeit, die ewig nichts zerstöret: so acht ich alles Leiden nicht, das kaum ein Augenblick anficht. A * 5— 2 Die letzten Dinge. 47¹ 4. gelangen, wo mein schwacher Sinn Im Himmel lebt der Christen Schar stets pfleget nach zu streben? dei Gott viel tausend tausend Jahr Ich will der Welt vergessen ganz, und werden des nicht müde; mich sehnen nach des Himmels Glanz. sie stimmen mit den Engeln ein, 6. sie sehen stets der Gottheit Schein, O Ewigkeit, du Freudenwort, sie haben güldnen Frieden, das mich erquicket fort und fort, da Christus gibt, wie er verheißt, o Anfang sonder Ende! das Manna, das die Engel speist. O Ewigkeit, Freud ohne Leid, 5. ich weiß von keiner Traurigkeit, Ach wie verlanget doch nach dir wenn ich mich zu dir wende. mein mattes Herze mit Begier, Herr Jesu, gib mir solchen Sinn du überselig Leben! beharrlich, bis ich komm dahin. Wann werd ich doch einmal dahin Kaspar Heunisch 1620—1690. 513. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. die Gott den du hast die nurr From⸗men vor-be-hält! ö Stätt auch mir be⸗reit't, hilf sie 3—— 2—ß—..—————— —.—— 232———— ——.— mir E⸗len-den: laß mich auf den An⸗blick en-den! Ahasverus Fritsch 1629—1701. 514. Offenb. Joh. 7, 9—17. Mel Komm, o komm, du Geist des Lebens. e 1. Wer sind die vor Gottes Throne? Was ist das für ei⸗ne Schar? Trä⸗get je⸗der ei⸗ne Kro⸗ne, glän⸗zet gleich den Sternen klar; Wer sind die, so Palmen tragen wie ein Sieger in der Hand, wenn er seinen Feind geschlagen und geleget in den Sand? Welcher Streit und welcher Krieg hat gezeuget diesen Sieg? 3 Wer sind die in reiner Seide, welche ist Gerechtigkeit, angetan mit weißem Kleide, das zerreibet keine Zeit, das veraltet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? 4 Es sind die, so wohl gekämpfet für des großen Gottes Ehr, haben Fleisch und Blut gedämpfet, nicht gefolgt des Satans Heer; die erlanget auf den Krieg durch des Lammes Blut den Sieg. 5 Es sind die, so viel erlitten, Trübsal, Schmerzen, Angst und Not, im Gebet auch oft gestritten mit dem hochgelobten Gott: nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. 9. Es sind Zeugen deines Namens, der uns Huld und Heil gebracht, haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht; sind geschmückt mit Heiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 7 Es sind die, so stets erschienen hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern: nunmehr stehn sie all herum vor dem Stuhl im Heiligtum. 8 Wie ein Hirsch am Mittag lechzet nach dem Strom, der frisch und hell, so hat ihre Seel geächzet —— Hal⸗le-lu⸗-jah sin-gen all, lo⸗ben Gott mit ho-hem Schall. 2 Hilf mir Fleisch und Blut besiegen, Teufel, Sünde, Höll und Welt; laß mich nicht daniederliegen, wenn ein Sturm mich überfällt. Führe mich aus aller Not, Herr, mein Fels, mein treuer Gott. 12. Gib, daß ich sei neugeboren, an dir als ein grünes Reis wachse und sei auserkoren, durch sein Blut gewaschen weiß, meine Kleider halte rein, meide allen falschen Schein. 13 Laß mein Teil sein bei den Frommen, welche, Herr, dir ähnlich sind und aus großer Trübsal kommen; hilf, daß ich auch überwind alle Trübsal, Not und Tod, bis ich komm zu meinem Gott. 14. O wie groß wird sein die Wonne, wann wir werden allermeist schauen auf daun hohen Throne Vater, Sohn und heilgen Geist! Amen, Lob sei dir bereit't, Dank und Preis in Ewigkeit! Heinrich Theobald Schenk 1656—1727. PꝑPpPpPIPI‚III ¼—— T — Die letzten Dinge. 47³3 515. Matth. 25, 1—13. Mel. Valet will ich dir geben. H SSSDSDSNSESEEAEEEE 1. Er⸗mun⸗tert euch, ihr Frommen, zeigt eu⸗rer Lam⸗pen Schein; der A⸗bend ist ge⸗ kom⸗men, die fin ⸗stre Nacht bricht ein. —.————.—.— e D————— Es hat sich auf⸗ge⸗ ma⸗chet der Bräu⸗ti⸗gam mit Pracht: auf, 2. Macht eure Lampen fertig und füllet sie mit Ol und seid des Heils gewärtig, bereitet Leib und Seel. Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah; begegnet ihm in Reihen und singt Hallelujah! 5. Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor. Die Tür ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit't: auf, auf, ihr Reichsgenossen, der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, drum schlafet nicht mehr ein; man sieht die Bäume blühen, der schönste Frühlingsschein verheißt Erquickungszeiten; die Abendröte zeigt den schönen Tag von weitem, davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Gebärden und seid nicht mehr betrübt: es sind die Freudenstunden gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen und mit gestorben seid, sollt nun nach Kreuz und Klagen in Freuden sonder Leid mit leben und regieren und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphieren 6 eurer Siegeskron. . Hier ist die Siegespalme, hier ist das weiße Kleid, hier stehn die Weizenhalme in Frieden nach dem Streit und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein, die dort der Tod erschlagen; hier schenkt man Freudenwein. 8. Hier ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, wo die Erlösten weiden; 474 hier ist die sichre Pfort, hier sind die güldnen Gassen, hier ist das Hochzeitsmahl; hier soll sich niederlassen die Braut im Rosental. 2 O Jesu, meine Wonne, Mel. Alle Die letzten Dinge. komm bald und mach dich auf; geh auf, ersehnte Sonne, und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit; wir heben Haupt und Hände nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti 1660—1722. 516. e Menschen müssen sterben. I 3..——. n Li n fr—.— ........... 1. O wie fröhlich, o Ge-hen wir hier hin und weiner wie se-lig wer-den wir Dro⸗ben ern⸗ten wir un-zählig un- im Himmel sein! sre Freuden-garben ein. 1, dorben wird die Sonne scheinen; II .. en, vn w 2. Es ist doch um dieses Leben nur ein jämmerliches Tun; und die Not, die uns umgeben, lässet uns gar selten ruhn. Von dem Abend bis zum Morgen⸗ kämpfen wir mit lauter Sorgen, und die überhäufte Not heißet unser 38 Brot. Ach wer sollte sic nicht sehnen, bald in Zion dort zu stehn und aus diesem Tal der Tränen in den Frendenort zu gehn, wo das Kreuze sich in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, unsre Last in Lust verkehrt und das Jaͤuchzen ewig währt. 4. Da wird unser Aug erblicken, was ganz unvergleichlich ist; da wird unsern Mund erquicken, 0——— — 7—0— 7—— —— =R dort ist Tag und kei⸗ne Nacht, wo man nach den Trä:-nen lacht. was aus Gottes Herzen fließt; da wird unser Ohr nur hören, was die Freude kann vermehren; da empfindet unser Herz lauter Wonne ohne Schmerz. 5. O wie werden wir so schöne bei der Klarheit Gottes sein! Wie wird da das Lobgetöne seiner Engel uns erfreun! Wie wird unsre Krone glänzen bei so vielen 6r Hlaid in ee Wie wird unser Kleid so rein, heller als die Sonne sein! 6. Manna wird uns dorten tauen, wo Gott selbst den Tisch gedeckt, auf den immer grünen Auen, die kein Meltau mehr bestelt Wonne wird wie Ströme fließen, und wir werden mit den Füßen — + ———ʃ.—2 7——⏑&᷑ —DDIIIIIIIe:=::e: 2 Die letzten Dinge. 8. Nun ich sterbe vor Verlangen, ö 0 du großer Lebensfürst: Ach wann werd ich dahin kommen, laß mich bald dahin gelangen, wo du mich recht trösten wirst. nur auf lauter Rosen gehn, die in Edens Garten stehn. daß ich Gottes Antlitz schau? I echt 1 Werd ich nicht bald aufgenommen Unterdessen laß auf Erden in den schönen Himmelsbau, schon mein Herze himmlisch werden, dessen Grund den Perlen gleichet, bis mein Los in jener Welt dessen Glanz die Sonne weichet, auf das allerschönste fällt. 2— wundervolle Pracht Benjamin Schmolck 1672—1737. alles Gold beschämet macht? 517. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. ——— ————— 1. Wir war⸗ten dein, o Got⸗-tes Sohn, und lie ⸗ ben dein Er⸗ Bald ist die War⸗te-zeit ent⸗flohn, bald kommst du zu den 0 schei 2nen. Wor 5 551 We he ein H Dei⸗nen. zer an dich glaubt, er⸗ hebt sein daupt und sieht dir froh ent ge⸗gen: du brin⸗gest Him⸗mels⸗se⸗ gen. 2. und dann wirst du 09 bei dir uns Ruh Wir ten deiner mit Geduld 3 5 Wir warter Gedul bei dir uns Freude geben in unsern Prüfungstagen; 3 f. Ii II ewges Sleben. du hast dein Kreuz für unsre Schuldsind ewges Himmelsleben so lten getragen: 4. wie sollten wir Iete ö na nicht Init Din Vir warten dein, du kommst gewiß, zum Kreuze gern bequemen, 1— Een allen Küuun Herzen, bis dus hinweg wirst nehmen? uaen Aller Sahmerden vergessen aller Schmerzen. 3. Dereinst, dereinst, Wir warten dein, du hast uns ja wann du escheeus das Herz schon hingenommen. soll unser Mund lobsingen Stets bist du uns im Geiste nah, fund ewig Dank dir bringen. doch willst du sichtbar kommen; Nach Philipp Friedrich Hiller w1699—1769. Die letzten Dinge. 518. Mel. Nun komm, 5 Heiden Heiland. 1. Al⸗ler n Sam⸗ rn n ist da, wo ihr Herz und Schatz, —— —— EI 2 EEEEEE ————— wo ihr lieb⸗ ster Je⸗sus Christ und ihr Her-ze hier schon ist. 2. ae man nichts dabei zu tun Eins geht da, das andre dort als zu schweigen und zu ruhn. in die ewge Heimat fort, 4 ungefragt, ob die und der ö uns nicht hier noch nützlich wär. M danches Herz, das nicht mehr da, 3. geht uns freilich gar sehr nah: Aber wenns nun schon geschehn, aber, Herr, du bist uns mehr, und er kann nie was versehn, als das eigne Leben wär. Nach Nikolaus 11. 2 8 von Zinzendorf 1700—1760. tr. 2: Christian Gregor 1723—1801. 519. Mel. Der lieben Sonne Licht und Pracht. —.—.—.— 1———..——— —— SS—— ———..—.—— 1. Die Chri⸗sten gehn von Ort zu Ort durch man⸗nig⸗falt⸗gen und kom⸗men in den Friedens⸗-port und ruhn in ih⸗rer — 6.——.——— 2 ——ꝛ—ꝛ—————.——3—.——————— 21..— d vwn, Jam⸗mer 8 12 An⸗ Wam⸗ez. Gott nimmt sie nach dem Lauf in sei⸗ nen Ar⸗men auf; das Wei zen ⸗korn wird in sein Beet auf 42.—. Hoff⸗nung schö⸗ ner Frucht ge⸗ sät du friedevoll befreiter Geist, du jetzt verlaßne Hütte! Du, Seele, bist beim Herrn, 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist, gelobt sein eure Schritte, ö Die letzten Dinge. dir glänzt der Morgenstern indessen bleibt das Pilgerkleid euch, Glieder, deckt mit sanfter Ruh in heiliger Verwahrung. der Liebe stiller Schatten zu. Wie ist das Glück so groß 9. in Jesu Arm und Schoß! Wir freun uns in Gelassenheit Die Liebe führ uns gleiche Bahn so tief hinab, so hoch hinan! Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. 520. Hebr. 4, 9. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. e ee errn E S... der großen Offenbarung; 1. Es ist noch ei ne Ruh vor⸗han⸗den; auf, mü⸗des Herz, und Du seuf⸗zest hier in dei⸗nen Ban⸗den, und dei⸗ ne Son⸗ne ...—————— 7+.——— de Len rin. D— 2—.———— 1.———ß7T————.————.—— wer ⸗de licht! sieh auf das Lamm, das dich mit Freu⸗den schei⸗net nicht: SSS. —.— 4—H————— — 0—— ————— dort wird vor sei⸗nem Stuh⸗le wei⸗den; wirf hin die ———————.———— ———— 2——— ————.—ñ—ß—————————.——ꝛß—.— det, bald, bald der sau ⸗re Lauf voll⸗ en ⸗det, so — IIIIi‚I‚I‚I‚I‚IEE....—..........———— — gehst du ein zu dei ⸗ner Ruh. 2. Ihr müden Seelen und ihr frommen, Die Ruhe hat Gott auserkoren, versäumet nicht, heut einzukommen die Ruhe, die kein Ende nimmt; zu meiner Ruhe Lieblichkeit! es hat, da noch kein Mensch geboren, 3. die Liebe sie uns so bestimmt. So kommet denn, ihr matten Seelen, Der Heiland wollte darum sterben, die manche Last und Bürde drückt; uns diese Ruhe zu erwerben; eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, er ruft, er locket weit und breit: geht nicht mehr traurig und gebückt, 2 23232—2—..—.——..——— m Imnum. 47⁸— Die letzten Dinge. Ihr habt des Tages Last getragen; die Tränen von den Augen wischen; dafür läßt euch der Heiland sagen: wer weiß, was sonst noch soll geschehn! Ich will selbst eure Ruhstatt sein! 6. Ihr seid mein Volk, gezeugt von Kein Durst noch Hunger wird uns oben; schwächen, ob Sünde, Welt und Satan toben, denn die Erquickungszeit ist da; seid nur getrost und gehet ein. die Sonne wird uns nicht mehr stechen, 4 das Lamm ist seinem Volke nah. Was mag wohl einen Kranken laben Es will selbst unter ihnen wohnen und einen müden Wandersmann? und ihre Treue wohl belohnen Wo jener nur ein Bettlein haben mit Licht und Trost, mit Ehr und und sanfte darauf ruhen kann; Preis. wenn dieser sich darf niedersetzern, Es werden die Gebeine grünen; an einem frischen Trunk ergötzen: der große Sabbath ist erschienen, wie sind sie beide so vergnügt! da man von keiner Arbeit weiß. Doch dies sind kurze- Ruhestunden:; 7 es ist noch eine Ruh erfunden, Da ruhen wir und sind im Frieden da man auf ewig stille liegt. und leben ewig sorgenlos; 5 ach fasset dieses Wort, ihr Müden, Da wird man Freudengarben bringen, legt euch dem Heiland in den denn unsre Tränensaat ist aus; Schoß. o welch ein Jubel wird erklingen Ach Flügel her! Wir müssen eilen und süßer Ton ins Vaters Haus! und uns nicht länger hier verweilen: Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne dort wartet schon die frohe Schar. weichen, Fort, fort, mein Geist, zum Jubi⸗ es wird kein Tod uns mehr er⸗ lieren, reichen, begürte dich zum Triumphieren, wir werden auch das Lamm dort sehn: auf, auf, es kommt das Ruhejahr! es wird beim Brünnlein uns er⸗ frischen Johann Sigismund Kunth 1700—1779. I — ö ö ———4 i—5. iiii — 6.—.— + 5 335—.— 1. Auf ⸗er⸗stehn, ja( auf ⸗er⸗stehn wirst du, mein + IPI‚ZIPIPPEE FFF 3— ä———— Staub, nach kur ⸗zer Ruh: un ⸗ sterb⸗lich Le⸗ IN e dr. Hiru IDSS. S... L— x— + ben wird, der dich schuf, dir ge ben. Hal-le ⸗lu=jah. 2. und sammelt Garben; Wieder aufzublühn, werd ich gesät; er sammelt uns, die starben. der Herr der Ernte geht Hallelujah. 2 ‚‚‚‚*— 3. Tag des Danks, der Freudentränen 9 50 Tag, du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe genug geschlummert habe, erweckst du mich. Wie den Träumenden wirds dann zu f uns sein; 522 Die letzten Dinge. mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden; der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr. ö 2. Ach ins Allerheiligste führt mich mein Mittler dann, lebt ich im Heiligtume seines Namens Ruhme. Hallelujah. Friedrich Gottlieb Klopstock 1724—1803. * Mel. Nun preiset alle. Herr, 1. Ich hab von fer-ne, deinen Thron er-blickt und hät⸗te mü⸗des Le⸗ben, Schöpfer der Gei⸗ster, dir hin⸗ge⸗ ge⸗ben. 2 Das war so prächtig, was ich im Geist gesehn: du bist allmächtig, drum ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen Thronen Ich will mich noch in ů 4. Doch bin ich fröhlich, daß mich kein Bann erschreckt; ich bin schon selig, seitdem ich das entdeckt. Leiden üben 0. doch schon von heute an ewig wohnen! und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 3 5 Nur ich bin sündig, der Erde noch geneigt; das hat mir bündig dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nie noch nicht ganz innig mit dir ver⸗ einigt. Ich bin zufrieden, daß ich die Stadt gesehn, und ohn Ermüden will ich ihr näher gehn ht genug gereinigt, und ihre hellen, goldnen Gassen lebenslang nicht aus den Augen lassen. Johann Timotheus Hermes 1738—1821. — — — 2 1. Gott ist mein Hirt, nie werd ich Man-gel lei-den; er er er füh⸗ret mich an küh le Was⸗ser bä⸗che, er SS. Sere ö la⸗ gert mich auf e⸗ wig grü⸗ nen Wei ⸗den, Unnd stärkt mein Herz, er ken⸗net mei-ne Schwä⸗che, 2U IDIieD — ö——— 0—.— E.5j5. sei ne Hand führt mich auf rech-tem Stei-ge, daß — R E=———— 5 m n. — ö— 2—2— sich an mir sein Na⸗ me groß er ⸗zei ⸗ge. Und walle ich im finstern Todestale, Im Angesicht der Neider, die mich so weiß ich, daß ich hier auch sicher hassen, walle; hast du ein Mahl mir zubereiten lassen; du bist bei mir, dein Stecken wird mich du salbst mein Haupt mit deinem leiten; Freudenöle, ich fürchte nichts, dein Stab wird für mich streiten. Das ist mein Trost, wo ich auch wan⸗ deln möge: du bist und bleibst mein Führer auf dem Wege. dein voller Kelch erquicket meine Seele. Mir folgen Heil und Seligkeit im Leben, einst wird dein Haus mir ewig Ruhe ö geben. Matthias Jorissen 1739—1823. .—9.———————ß7— Psalmen. 524. Psalm 25. Mel. Zu dir ich mein Herz erhebe. 4———— 4 n.. IDDDDE 1. Mei ⸗-ne See⸗le steigt auf Er den schmach⸗tend, Herr, mein laß mich nicht zu⸗ schan-den wer-den, dir ver-trau ich, —————————————.————— H———— DID.—————— ... —————— Gott, zu dir;—.—.—. 5. hilf du mir⸗ Scham trifft dei⸗ne Freunde nicht, die zu dir die .——.—————————3 ——..———.——— 0.————.——.2.— — IIT————— 2—9 ————..————————ißii——ß——— Zu⸗flucht neh ⸗men; doch wer Treu und Glau⸗ben bricht, *——————— e, R ——— e win en are, den wirst du ge⸗ wiß be⸗schä⸗-men. 2. daß sie folgen seiner Gnade; Zeige, Herr, mir deine Wege; die Sanftmütgen straucheln nicht, mach mir deinen Pfad bekannt, denn er führt sie seine Pfade. daß ich treulich folgen möge 5. jedem Winke deiner Hand; Lauter Wahrheit, lauter Güte leit in deine Wahrheit mich, wird in Gottes Führung kund führe mich auf rechte Pfade. jedem redlichen Gemüte, Gott, mein Heil, ich suche dich; das sich hält an seinen Bund. täglich harr ich deiner Gnade. Groß ist meine Missetat; 3. drum vergib mir, zu erfüllen, barm dich eines Armen, was dein Mund versprochen hat, Herr, er ů der zu dir um Gnade schreit. Herr, um deines Namens willen. Dachtest du nicht mit Erbarmen 6. schon an mich von Ewigkeit? Wo ist er, der Gott ergeben Ach gedenk nicht meiner Schuld, ganz sich seinem Dienste weiht? tilge meine Jugendsünden; Gott zeigt ihm den Weg zum Leben, eingedenk der Vaterhuld. führt ihn selbst zur Ewigkeit; laß mich, laß mich Gnade finden! seine Seele wohnt in Ruh, 4. wird sich Heil auf Heil erwerben; Gott ist gut und recht, er zeiget Gott sagt Kindern zu, Irrenden die rechte Bahn, das gelobte Land zu erben. macht ihr Herz zu ihm geneiget, 7. nimmt sie mit Erbarmen an. Sieh, Gott ehret, wer ihn ehret, Den Demütgen gibt er Licht, macht ihm sein Geheimnis kund; 31 wer ihn fürchtet, o, den lehret, dem erfüllt er seinen Bund. Meine Augen schauen stets auf den Herrn, ich darf nicht fliehen; er wird, steckt mein Fuß im Netz, mich schon aus der Schlinge ziehen. 8. Wende dich zu mir in Gnaden: ich bin einsam und bedrängt, ganz mühselig und beladen, ohne Aussicht eingeengt; meines Herzens Angst ist groß, Stoß auf Stoß wird bald mich töten. Mach mich aus den Banden los, führe du mich aus den Nöten! 9. Schau, wie ich mich krümm und winde Psalmen. kummervoll in meinem Leid. Herr, vergib all meine Sünde; stärke mich im bangen Streit. Schau, die Feinde nehmen zu, die in meiner Not mir fluchen, immer lästern, was ich tu, wütend mein Verderben suchen. 10. Herr, behüte mich auf Erden; ich bin hilflos: rette mich! Laß mich nicht zuschanden werden, ich vertrau allein auf dich; setz zur Schutzwehr meiner Seel Einfalt und gerades Wesen! Herr, wirst du nicht Israel bald aus aller Not erlösen? Matthias Jorissen 1739—1823. 525. Psalm 34. H ——. 237 ** „Ich rühm den Herrn al— leü der tets uns ist, was er je war; sein —. . , e Lob soll — 3665 und im-mer⸗dar in mei⸗nem Mun-de sein. Er —— UH n- zWict v,- 35— 1. 0 5 0— ———68—2— 4.— ¹d½—— E——. 4——42——— . IS hö⸗ret mich: er 2. Lobt, lobt den Ewigen! Er zeigt in seiner Größe sich: kommt, lasset uns gemeinschaftlich jetzt seinen Ruhm erhöhn! Er hält mich immer fest; ich sucht und fand ihn, meinen Gott. Seht, wie er bald aus aller Not, aus aller Furcht erlöst! und wer hilft so wie er? — 2— ö +* S SSS..— 9— 1. hilft so gern; Je-ho-vah ist mein Ruhm. 3. Die immer auf ihn schaun, die glänzen voll von Trost und Licht; Scham decket nie ihr Angesicht, weil sie auf Gott vertraun. Ruft hier ein Elender, der Herr erhöret seine Stimm, aus allen Nöten hilft er ihm; Psalmen. 483 4. 5. Freund Gottes, du kannst ruhn, Sich, wenn die Frommen schrein, denn Engel Gottes lagern sich so hörts der Herr, er hilft vom Tod rings um dich her und sehn auf dich; und rettet sie aus aller Not; was kann ein Mensch dir tun? er wills und kanns allein. Kommt alle, schmeckt und schaut, O er ist immer nah; wie freundlich der Erbarmer sei! wo er zerbrochne Herzen sieht O seine Güt ist täglich neu: und ein zerschlagenes Gemüt, wohl dem, der auf ihn traut! gleich ist sein Trost auch da. Matthias Jorissen 1739—1823. 526. Psalm 42. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) T* ——— Zb di 1. Wie der Hirsch bei schwü⸗lem Wet ⸗-ter schmach-tend nach der al⸗so schreit nach dir, mein Ret=ter, mei ⸗ne Seel in V7 . d,. —— Quel ⸗le schreit, 104 Druck und Leid. Ja, nach Gott nur dür⸗-stet mich; er e n R— EEEEEEt....— ——— ,e———.— Le⸗bens-quell, wo find ich dich? Wann, wann werd ich 9—..—— 24417.———.— DSDSie I ,., PSPSPSPSPPII.I3 vor dir ste-hen, wann dein herr-lich Ant⸗litz se⸗ hen? 2 dann entspringt aus Druck und Leid Tränen sind bei Nacht und Tage Freud und große Herrlichkeit. tief n hsrrn 2—5 bat der S Ich will meinen Heiland loben: ief mich kränket mit der Frage: ewig werd mein Gott erh oben! Wo ist nun in Not dein Gott? ö Meine Seel zerfließt in Weh, 4. daß ich nicht wie ehmals geh Tief sinkt meine Seele nieder unter Dank⸗ und Jubelchören, hier am Jordan, weit entfernt, dich in Zion zu verehren. und ich singe Klagelieder, 3. die mein Herz am Hermon lernt; Seele, wie so sehr betrübet? wie hier stürzt mit wilder Wut Wie ist dir in mir so bang? von der Höhe Flut auf Flut, Harr auf Gott, der jetzt dich übet; so seh ich gehäufte Plagen harr auf ihn, es währt nicht lang, über mich zusammenschlagen. 31* 5. Wenn ich merk auf Gottes Güte, die er jeden Tag mir zeigt, das erhebet mein Gemüte, unter meiner Last gebeugt. Oft besing ich in der Nacht seine Liebe, seine Macht; und ich bete nicht vergebens zu dem Gotte meines Lebens. 6. O mein Gott, mein Fels, wie lange meiner, ach, vergissest duꝰ Macht mir doch mein Feind so bange, und ich finde nirgend Ruh. 484 Psalmen. Es zermalmet mein Gebein, wenn die Spötter täglich schrein: Wo ist Gott, auf den du bauest, dem du all dein Heil vertrauest? 7. Seele, wie so sehr betrübet? Wie ist dir in mir so bang? Harr auf Gott, der jetzt dich übet; harr auf ihn, es währt nicht lang, dann entspringt aus Druck und Leid Freud und große Herrlichkeit. Ich will meinen Heiland loben: ewig werd mein Gott erhoben! Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 66 —.——— 522—— Zi.ñ— Hn— ꝛ—ß—— .I— S— 2 7—.————————— —EE v———..—.——.——*— ———0—— 1—1—— — 0 1. Jauchzt, al⸗le Lan⸗de, Gott zu Eh⸗ren! Rühmt sei⸗ nes Na-mens EH,—. PDPPP Herr⸗lich-keit! Und fei⸗ er⸗ lich ihn zu ver ⸗klä⸗ren, sei 2 1 —. T W—————— —————— 1— 2 e n Stimm u nd Sai⸗te ihm geweiht. Sprecht: Wunder⸗bar sind dei⸗ ne Wer⸗ ke, o. Gott, die du her⸗vor- ge⸗bracht; auch Fein-de füh⸗len 2. Dir bücke sich der Kreis der Erde, dich bete jeder willig an, daß laut dein Ruhm besungen werde; und alles dir sei untertan. Kommt alle her, schaut Gottes Werke, die er an Menschenkindern tat. —— E 1 ů 55 n wene.— DDSDEiiEiSiiEIEEiExExxxxxAAT x —.— n—.— 2— dei ne Stär⸗ke und zit⸗tern, Herr, vor dei- ner Macht. Wie wunderbar ist seine Stärke, die er an uns verherrlicht hat! 3. Rühmt, Völker, unsern Gott; singet! Jauchzt ihm, der uns sich offenbart, der uns vom Tod zum Leben bringet, lob⸗ I ö ö 2——— Psalmen. 485⁵ vor Straucheln unsern Fuß bewahrt! kommt, hört und betet mit mir an! Du läuterst uns durch heißes Lei⸗Hört, was der Herr an meiner Seele den— für große Dinge hat getan! das Silber reiniget die Glut— au ich ihn an mit meinem Munde, durch Leiden führst du uns zu wenn Not von allen Seiten drang, Freuden; so war oft zu derselben Stunde ja alles, was du tust, ist gut. auf meiner Lobgesang. 4 Ich will zu deinem Tempel wallen, Gelobt sei Gott und hochgepriesen, dort bring ich dir mein Opfer dar; denn mein Gebet verwirft er nicht; bezahl mit frohem Wohlgefallen er hat noch nie mich abgewiesen, Gelübde, die ich schuldig war; er ist in Finsternis mein Licht. Gelübde, die in banger Stunde Zwar elend, dürftig bin ich immer — an allem, nicht an dir verzagt— und schutzlos unter Feinden hier; ich dir, o Gott, mit meinem Munde doch er, der Herr, verläßt mich so feierlich hab zugesagt. nimmer, 5 wendt seine Güte nie von mir. . Die Gott ihr fürchtet, ich erzähle: Matthias Jorissen 1739—1823. 528. Psalm 68. Mel. O Mensch, bewein dein Sünde groß—(Aus des Gottlosen Tun und Werk.) ö— 30— —.——.——— —.——v—.———j—— 0‚— 1. Er ⸗he⸗-bet er sich, un⸗ser Gott, seht, wie ver⸗ Sein furcht-bar ma⸗je⸗ stät⸗scher Blick schreckt die ihn der e ö 5 — I———.—.—.—.—. stummt der Fre⸗chen Spott, wie sei„ne Fein⸗de flie⸗-hen! has⸗sen weit zu⸗ rück, zer⸗-stäubt all ihr Be⸗ mü⸗hen. ——— UI 55——.e.E.— —3—.— ö E.—————.— —— Wie Rauch ver-we⸗-het, so ver-weh der Schwarm, daß kei-⸗ ner — ————————[H — Wet xe———————2—— — e, E Ha n: dn Frnn—— ———— fe⸗ste steh! Wer sich nicht will be⸗sin⸗nen, sich fort in Sünd und 1 —— 227—„ ——.——.— —— ———————— —— 1———— La⸗stern wälzt, muß, wie das Wachs beim Feu⸗er schmelzt, vor 3 + + * + + 486 2. Anbetung, Ehre, Dank und Ruhm sei unserm Gott im Heiligtum, der Tag für Tag uns segnet; dem Gott, der Lasten auf uns legt, doch uns mit unsern Lasten trägt und uns mit Huld begegnet. ö Sollt ihm, dem Herrn der Herrlichkeit, dem Gott vollkommner Seligkeit, nicht Ruhm und Ehr gebühren? Er kann, er will, er wird in Not, vom Tode selbst und durch den Tod uns zu dem Leben führen. 3. Durch deines Gottes Huld allein kannst du geführt und sicher sein: mein Volk, sieh seine Werke! Herr, führ an uns und unserm Haus dein Heil, dein Werk in Gnaden aus; nur du bist unsre Stärke. Psalmen. Dann sehen Herrscher deinen Ruhm und werden in dein Heiligtum dir ihre Gaben bringen, sich dir, dem wahren Gotte, weihn, in deiner Gnade sich erfreun und deinen Ruhm besingen. 4. Gott, furchtbar in dem Heiligtum, erschütternd strahlet hier dein Ruhm: wir fallen vor dir nieder. Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott, der Herr ist seines Volkes Gott; er, er erhebt uns wieder. Wie er sein Volk so zärtlich liebt, den Schwachen Kraft und Stärke gibt! Kommt, heiligt seinen Namen! Sein Auge hat uns stets bewacht: ihm sei Anbetung, Ehr und Macht. Gelobt sei Gott! Ja, Amen. Matthias Jorissen 1739—1823. 529. Psalm 84. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst bist. IUl ,,, ++.————— EH W=SDDSDSDE S 2— 1. Wie rei⸗zend schön, Herr Ze⸗ba-oth, ist dei-ne Woh-nung, 9— 214 wun ö—.— IIIIę E 2 2 4——— DPDII. o mein Gott! Wie seh-net sich mein Herz, zu ge⸗hen, wo . EIE 5. nnn V.nn. n—— e 2 r nenwintn, Einn ..2 2— f 0 I..2— du dich hast ge⸗of-fen-bart, und bald in dei-ner — + 1— 4 SE7N I———— n, ni,=n den en minen e.D—— —. 0 1—..— 2— Ge-gen⸗wart, im Vor⸗-hof, nah am Thron zu ste-hen! Dort ö 1 EHE— 1—4 — jauch⸗-zet Fleisch und Geist in mir, 0 Gott des Lebens, auf zu dir. —— 2—...6 2 Psalmen. 48⁷ 2. I Gott in Zion zu erscheinen. Die Schwalb, der Sperling findt ein Hör mein Gebet, Herr Zebaoth, Haus, vernimms, vernimms, o Jakobs Gott, sie brüten ihre Jungen aus; erquicke mich auch mit den Deinen, du gibst Befriedigung und Leben. bis wir vor deinem Throne stehn Herr Zebaoth, du wirst auch mir, und dort anbetend dich erhöhn. mein Herr, mein Gott, ich traue dir, 5 bei deinem Altar Freude geben. O selig, wer dort allezeit Du, unser Schild, Gott, schau uns an, ine ich erfreut! schau uns in dem Gesalbten an. E 2—— Tag in deinem Haus ist besser 3. denn tausend, ohn dich nah zu sehn; Wohl, wohl dem Mann, der in der ia auf der Schwelle nur zu stehn Welt er⸗ meines Gottes Haus ist größer, dich, Herr, für seine Stärke hält, als lang in stolzer Ruh der Welt von Herzen deinen Weg erwählet. zu wohnen in der Bösen Zelt. Geht hier sein Pfad durchs Tränen⸗ 6 tal: er findet auch in Not und Qual, Denn Gott der Herr ist Sonn und daß Trost und Kraft ihm nimmer Schild, ö chlet⸗ ö er deckt uns, er ist gut und mild, Von dir herab fließt mitd und hell er wird uns Gnad und Ehre geben. auf ihn der reiche Segensquell. Nichts mangelt dem, der in der Not auf Gott vertraut; er hilft im Tod. 4. Er selber ist der Frommen Leben. Wir wallen in der Pilgerschaft Heil dem, der stets in dieser Welt, und gehen fort von Kraft zu Kraft, Herr Zebaoth, an dich sich hält! Matthias Jorissen 1739—1823. 530. Psalm 92. Mel. Valet will ich dir geben. ...— r ——————— 1. Schön ists, Je⸗ho⸗ vah lo⸗ben; dein Nam, o Höchester, werd mit Hoch-ge-sang er-⸗ ho⸗ben, am Sabbath tief ver⸗ehrt! . e. e, SSSSeeeee..... S Schön ists, des Mor⸗gens sin⸗gen von dei⸗ner Gna⸗de frei, des 488 Psalmen. 2. Es müssen frohe Saiten, der Laut und Harfe Klang, mit Tiefgefühl begleiten den hohen Lobgesang. Du gibst mir Freud und Leben, wenn auf dein Tun ich merk; ich will dich, Herr, erheben ob deiner Hände Werk. 3. Wie groß sind deine Werke, wie tief dein weiser Rat! Es rühmet deine Stärke, was deine Hand je tat; wer hier nicht sieht und glaubet, der ist und bleibt ein Tor, der Freud und Trost sich raubet, weil er sein Herz verlor. 4. Dem Grase gleich auf Erden, grünt oft der Bösen Hauf; um einst vertilgt zu werden, wächst er so hoch hinauf; je höher sie es treiben, je tiefer ist der Fall: Herr, du wirst ewig bleiben der Höchste überall. 5. Dein Feind, der deiner spottet, der Schwarm, den Frevel freut, wird gänzlich ausgerottet, wird, Herr, vor dir zerstreut. Doch mich wirst du erheben; mich salbte deine Hand, die Kraft mir gibt und Leben zu meinem Amt und Stand. 6. Wie ruhig kann ich schauen auf meine Feind umher! Weil sie vergehn mit Grauen, so sind sie bald nicht mehr; ich brauch nicht mehr zu hören, wie der und der mich kränkt; sie wollten mich zerstören, Gott hat es abgelenkt. 7. Die Frommen werden leben und blühn wie Palmenflor; wie Zedern Gottes heben sie hoch ihr Haupt empor. Gepflanzt im Heiligtume fehlts ihnen nie an Saft; sie wachsen Gott zum Ruhme und stehn in voller Kraft. 8. In ihren greisen Tagen blühn sie in Dankbarkeit, noch reife Früchte tragen sie da, in Gott erfreut. Sie werden laut verkünden, daß nie ein Unrecht sei bei meinem Gott zu finden, daß mein Fels ewig treu. Matthias Jorissen 1739—1823. 531. Psalm 98. Mel. Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren. 0 1 a n Ke, 4 E 7 é,— 00————— 1— 2— 1. Singt, singt Je⸗ ho⸗vah neu⸗e Lie⸗der! Er ists al⸗lein, der — ö 1 I——— H——— 10— Wun⸗der tut. Seht, sei⸗ne Rech⸗te sie⸗ get wie⸗ der, sein SS JJ—‚ Psalmen. 489 19—.— 4———.——————— .I—— heil⸗ger Arm gibt Kraft und Mut. Wo sind nun al⸗le un⸗sre Lei⸗ 9.— I..‚..———3—.— SS .—————.— 10 den? Der Herr schafft Ruh und Si⸗cher⸗ heit. Er sel⸗ber of⸗fen⸗ ö ö ——..—5.———— D.DD.—— ..... 4 ————— 3— bart den Hei⸗den sein 2. Der Herr gedenkt an sein Erbarmen, und seine Wahrheit stehet fest: er trägt sein Volk auf seinen Armen und hilft, wenn alles uns verläßt. Bald schaut der ganze Kreis der Erde, wie unsers Gottes Huld erfreut; Gott will, daß sie ein Eden werde: rühm, Erde, Gottes Herrlichkeit! 2 Frohlocket, jauchzet, rühmet alle, erhebet ihn mit Lobgesang! Sein Lob tön im Posaunenschalle, in Psalter⸗ und in Harfenklang! Recht und sei⸗ ne ——————— Herr⸗lich-keit. Gott macht, daß jeder jauchzen kann; sein Ruhm, sein Lob muß euch ent⸗ flammen: kommt, betet euren König an! Das Weltmeer braus an allen Enden, jauchz, Erd, und was drauf wohnt, vereint, die Ströme klatschen wie mit Händen; ihr Berge hüpft: der Herr erscheint! Er kommt, er naht sich, daß er richte den Erdkreis in Gerechtigkeit und zwischen Recht und Unrecht ö schlichte, Auf, alle Völker, jauchzt zusammen, des sich die Unschuld ewig freut. 532. Psalm 118. Mel. Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren. Matthias Jorissen 1739—1823. ——..——3—————e .............— ——— 4—0——.——.——.——.—— .———.——— 1 .SSSSS wäh⸗ re von E⸗ wig keit zu E 2 wig⸗ keit Jauchz, Is⸗ ra⸗ el, und bring ihm *— Eh⸗ re! Er zeig⸗te dir es —— 4 aninn 181w—.— —— — ö——.——...— 1. e =——6 je⸗der⸗zeit, froh-lock!— daß sei⸗ne Gna⸗de wäh⸗ re von II —4*——ß—— ILD II d , e 2.———.— 2—— + I — E wig⸗keit zu 2 Auf, Priesterschar, bring du ihm Ehre! Du hörst und siehst es jederzeit, E⸗wig⸗keit. o ich zerhaue sie in Stücken, weil ichs im Namen Gottes kann. Ja drohen mir von allen Seiten — zeugs laut!— daß seine Gnade gezückte Schwerter nahen Tod: währe von Ewigkeit zu Ewigkeit. Bring, Volk das Gott verehrt, ihm Ehre! Sieh, du erfährst es jederzeit, — sing froh!— daß seine Gnade währe von Ewigkeit zu Ewigkeit. 3. In jeder Angst, Not und Gedränge rief ich ihn, den Erbarmer, an: er gibt mir Antwort in der Enge und führt mich auf geraumer Bahn. Der Herr ist für mich, Macht und Gnade läßt mich in ihrem Schutze ruhn. Wer unternimmts, daß er mir schade? Was kann ein schwacher Mensch mir tun? 4. Der Herr ist für mich, hilft mir siegen; drum seh ich im Triumphe schon hier alle Feinde vor mir liegen und trage seine Siegeskron. O besser ists auf Gott vertrauen, als ruhn auf Menschen Macht und Kunst; ja besser ists auf Gott vertrauen, als hoffen auf der Fürsten Gunst. 5. Laßt alle Heiden stürmend rücken mit Macht und Wut auf mich heran; ich will im Namen Gottes streiten, des Arm mir immer Hilfe bot. 6. Umschwärmten sie mich gleich den Bienen, sie sind wie Dornenfeur gedämpft; ich habe unverzagt mit ihnen im Namen Gottes durchgekämpft. Stark hast du, Feind, auf mich ge⸗ stoßen, ich sollte fallen, wolltest du; doch Gott hilft seinen Gunstgenossen, sprang seinem Knechte helfend zu. 4* Der Herr ist meine Hilf und Stärke, mein Psalm singt seine Treu und Macht; mein Heiland hat durch große Werke Sieg und Erlösung uns gebracht. Nun jauchzen meines Gottes Knechte, daß ihre Hütt davon ertönt: Gelobt sei unsers Gottes Rechte, die uns mit Sieg und Frieden krönt! 8. Die Rechte Gottes ist erhöhet, die Rechte unsers Gottes siegt; der Fromme, der nun sicher stehet, frohlocket, daß der Feind erliegt. Ich sterbe nicht, ich werde leben durch den, der mich erlöset hat; Psalmen. 491 ich will die Werke froh erheben, 12. die der Erbarmer für mich tat. Das ist der schönste aller Tage, den Gott uns schenkt, weil er uns 2. Gott züchtigt mich nicht zum Ver⸗ liebt, derorn ö daß jeder nun der Furcht entsage, sich freue, weil Gott Freude gibt. er überläßt mich nicht dem Tod:—— er will nicht, daß ich sollte sterben, Schenk heut, e 8 und Er dine W 10 wwill ihn es ist dein Tag der Herklichkeit! loben— Gib, daß wir all erfahren mögen, die Tore der Gerechtigkeit; wie hoch, Herr, deine Gnad erfreut! da, wo mein Heiland wird erhoben, 13. anbet ich ihn, der mich befreit. Gesegnet sei des Herrn Gemeine, 10 die hier in seinem Namen kniet; Dies sind die Tore zu dem Throne sie sei geweiht dem. Herrn alleine, der allerhöchsten Majestät, der huldreich auf sie niedersieht. wodurch beim frohen Jubeltone Der Herr ist Gott, zu dem wir wallen, zu seinem Gott der Fromme geht: bald macht er uns sich offenbar; da will ich vor dir niederfallen, ein jeder such ihm zu gefallen du hörtest mich in meiner Not; und bring sich selbst zum Opfer dar. dir soll mein frohes Lied erschallen, 14. du gibst mir Leben aus dem Tod. Du bist mein Gott, dich will ich loben, 11. erheben deine Majestät. Der Stein, den einst die Tempel⸗Dein Ruhm, mein Gott, werd hoch bauer erhoben, verschmäht, ist Eckstein in der Höh; der über alle Himmel geht. das dringt den denkenden Beschauer, Rühmt, rühmt den Herrn! Schaut, daß er nach ihm mit Ehrfurcht seh; sein Erbarmen von unserm Gott ist das geschehen: bestrahlet uns in trüber Zeit, wie herrlich ist, was er getan! und seine Gnade trägt die Armen Wir können dieses Wunder sehen von Ewigkeit zu Ewigkeit. und beten seine Allmacht an. Matthias Jorissen 1739—1823. 533. Psalm 121. PSPSSSPSSIITTIIII 23 EEEEAEEE— ö 1. Ich schau nach je⸗ nen Ber⸗gen gern: mein Heil, das ich be⸗ I 1— ‚e....—— ........‚...—.—— ————————3——.—.——0‚ gehr, kommts von den Ber⸗gen her? Nein, mei⸗ne Hilf ist DDDDDDDDD.— 33. n SPSSSSSSIIIIII‚II von dem Herrn, der schuf durchs Wort: Es wer⸗ de! den Psalmen. ö ö — ö—— ö II . Him⸗mel und die Er ⸗de. 2. beschattet dich so gnädiglich, Er läßt nicht gleiten deinen Fuß, daß dich bei Nacht und Tage dein Hüter schlummert nicht, nicht Frost noch Hitze plage. wenn dirs an Kraft gebricht. 4 miuß helfen Jehovah, der die Welt regiert, u5; w t üb ib d sieh, Israels Gebieter acht über Leib und Seel, — daß dir kein Gutes fehl. ist auch dein Gott und Hüter. Beim Ausgang und beim Eingang 3. wird Jehovah selber schützet dich, der Herr dich selber leiten er steht in deinem Stand bis in die Ewigkeiten. an deiner rechten Hand, Matthias Jorissen 1739—1823. Psalm 126. — ö 1—— ů ů——.—.—— 1————— EESAASI‚.EEEETT—. —*1 7 7+ + ++ — ů ö; 1. Wann Gott einst un⸗sre Ban⸗de bricht, uns führt gen Zi⸗ on I . + 21 22 in sein Licht, dann wird wie Träu-men-den uns sein. Wir — 1j e— e DIRR , r er 2 DSSESEEE.— — +2 7„„ +7— gehn mit unserm Füh⸗rer ein und jauch⸗zen laut in Got⸗tes⸗freu⸗ ꝝ◻ H IN iEEEEEEEEE .—4—..3 5—.—.— ————1 2.SSSe A.—1 den nach ü-berstandnen Pil-ger-lei-den; dann staunt die gan⸗ze —— 4.—• — ů— 2 +.——— FFEEEE. 2 E ö. Welt uns an und ruft: Das hat der Herr ge- tan! 2. der den Gefangnen Freiheit sendet, O ja, das hat der Herr getan! 15 allen bald sein Heil vollendet. Wir staunen auch dies Wunder an Du kannst es tun, du, dessen Hand und stehen da und sehn erfreut 3 Bäch s im diü Cand auf ihn, den Herrn der Herrlichkeitos thaf. in ürten San „AtH Psalmen. 493 3. geht auf und ab, streut seinen Samen Oft sehn wir, die mit Tränen sän, mit Tränen, doch in Gottes Namen, mit Freuden ihre Früchte mähn. und kehrt— wie jauchzt sein froher Der Sämann gehet aus und weint, Blick!— weil alle Müh verloren scheint; mit reichen Garben einst zurück. Matthias Jorissen 1739—1823. 535. Psalm 128. Mel. Christus der ist mein Leben. 1. Wohl dem, der Gott ver⸗ eh⸗ret, oft be⸗tend vor ihm ———— e. steht, auf sei⸗ne Stim⸗me hö⸗ret, in sei⸗nen We⸗gen gehtl 2. genießt des Segens Fülle; Er nähret sich vom Segen, Gott gibt, was er begehrt. der auf der Arbeit ruht; 6. Gott ist auf seinen Wegen: Aus Zion fließt ihm Leben, wohl dir, du hast es gut! aus Salem Friede zu, 3. und Erd und Himmel geben Die Gattin, deine Freude, sein Leben lang ihm Ruh. wird wie ein Weinstock sein, 7. mit Frucht und Zierat beide, Wer ganz auf Gott vertrauet, dich und dein Haus, erfreun. ihm bleibet treu gesinnt, 4. der sieht sein Haus gebauet Gleich jungen Olbaums Sprossen von Kind zu Kindeskind. hast du auch jung und frisch 8. zu deinen Freudgenossen Gott segnet ohn Ermüden die Kinder um den Tisch. den, der sich zu ihm kehrt. 5. Das Volk hat ewgen Frieden, Seht, wie hier in der Stille das unsern Gott verehrt. der Mann, der Gott verehrt, Matthias Jorissen 1739—1823. 536. Psalm 146. — 0——.——ß—ß—— 1. Hal⸗le⸗lu⸗jah, Gott zu lo⸗ben, blei⸗be mei⸗ne See⸗len⸗freud. E⸗wig sei mein Gott er⸗ho⸗ben, mei⸗ne Har⸗fe ihm ge⸗weiht. —ν—— tEF e Ii/‚iIiiieiiiiieiiieee‚eeeeeeeeee —1.—————— Ja so⸗-lang ich leb und bin, dank, an⸗bet und preis ich ihn. 2. Setzt auf Fürsten kein Vertrauen, Fürstenheil steht nimmer fest. Wollt ihr auf den Menschen bauen, dessen Geist ihn bald verläßt? Seht, er fällt, des Todes Raub, und sein Anschlag in den Staub. 3. Heil dem, der im Erdenleben Jakobs Gott zur Hilfe hat, der sich dem hat ganz ergeben, dessen Nam ist Rat und Tat: hofft er von dem Herrn sein Heil, seht, Gott selber wird sein Teil. 4. Er, der Himmel, Meer und Erde mit all ihrer Füll und Pracht durch sein schaffendes: Es werde! hat aus nichts hervorgebracht: er, der Herrscher aller Welt, ists, der Treu und Glauben hält. 5. Er, der Herr, ists, der den Armen, Unterdrückten Recht verschafft, gibt mit mächtigem Erbarmen Hungernden stets Brot und Kraft, und von Zwang und Tyrannei macht er die Gefangnen frei. 6. Er der Herr, ists, der den Blinden liebreich schenket das Gesicht. O ja, die Gebeugten finden bei ihm Stärke, Trost und Licht. Seht, wie Gott, der alles gibt, immer treu die Frommen liebt. 7. Er ists, der den Fremdling schützet, der die Witwen hält im Stand, der die Waisen unterstützet, führt an seiner Vaterhand. Die ihm ruchlos widerstehn, müssen ratlos irregehn. 8. Er ist Gott und Herr und König, er regieret ewiglich. Zion, sei ihm untertänig, freu mit deinen Kindern dich: sieh, dein Herr und Gott ist da! Hallelujah, er ist nah! Matthias Jorissen 1739—1823. 537. Psalm 147. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. —————. ———————— 6 T .— 1. Preist den Herrn! Ihm Lob Wenn ihm tö ⸗- nen un⸗ zu sin⸗gen, An-be⸗tung sre Lie ⸗der, so blickt er . DSSS——— —3——.—— 88..... L 2 1 I— un⸗serm Gott zu brin⸗gen, ist huldreich auf uns nie-der und „ 9——— ö un⸗sre Pflichtund Se-lig⸗keit. seg⸗net uns mitFreundlich⸗keit. ö 123Z—— —— Psalmen. ———.— U—— —.—.— 0 ieni —————2—— Seht ihr nicht sei-ne Kraft, die Gna⸗den⸗wun⸗der .S... schafft? Schaut, da ste- het Jeru⸗-sa⸗lem, ge⸗ baut von dem, —————5—.——— D.— d, e 2— ———— der sich durch Lieb und Macht ver-⸗klärt. ö 2. Nun stehen Feld und Wald Unsre einst verjagten Brüder im grünen Schmucke bald bringt er zu ihrem Volke wieder, und sind Zeugen und Furcht und Kummer müssen fliehn. daß Gottes Treu Er verbindet ihre Schmerzen, ist täglich neu, gießt Balsam in zerschlagne Herzen der väterlich für alles sorgt. und läßt aus Leiden Freuden blühn. 5 Do S fe— deeien vos ul Her Ihm, der was er schuf auch liebet ihre Namen und jedem Tier sein Futter gibet, Hennt er und führt ihm jauchze, was nur jauchzen kann. mit Glanz geziert Nicht bloß, wenn wir Mangel haben, sie still 22 ihrer hohen Bahn. nein, auch das Rufen junger Raben hört er und nimmt sich ihrer an. 3 Selbst ein unendlich Meer Unser Herr ist groß und prächtig, von Seligkeit, braucht er er schuf und er gebeut allmächtig; nichts Geschaffnes; wer fasset seine Wunderkraft? die Kreatur Ed nur kennet seine Stärke; lebt davon nur, sie hebt und träget alle Werke, was er aus seiner Fülle schenkt. die seine Hand hervorgebracht. 6 Wer je gebeuget kam, Tranet ni Trauet nicht auf Rosses Stärke dem half er und entnahm und stützt euch nicht auf Menschen⸗ ihm die Bürde; werie: doch Fluch und Hohn die Kreatur ist Eitelkeit. der frech sich wider ihn erhebt. wenn wir in seinen Wegen wallen 4. und harren seiner Gütigkeit. Singt dem Herrn, ihr Wechselchöre! Es ist so recht und gut, Tönt, Harfen, unserm Gott zur Ehre, so weise, was er tut. der uns aus seiner Fülle tränkt! Heil dem Volke, Wenn er sich in Wolken hüllet, das ihn verehrt so wird der Erde Durst gestillet, und stets erfährt, und neue Kraft ihr eingesenkt. daß ers in seiner Liebe trägt! ir 5 2 V— wird dem zam dohn, Das nur kann dem Herrn gefallen, 496 Psalmen. ö 7. 9. Zion, auf, den Herrn zu preisen! Wirft er Eis herab in Stücken, Jerusalem, du mußt erweisen, so muß sich alles vor ihm bücken: daß dein Volk Gottes Freunde sind. wer kann vor seinem Frost bestehn? Er, der dich vom Feind erlöste, Doch er will nicht, daß wir sterben, macht deiner Tore Riegel feste nur segnen will er, nicht verderben; und segnet bis auf Kindeskind. drum muß die Kälte bald vergehn. Er schafft den Grenzen Ruh, Sein milder Odem weht: fügt Überfluß hinzu; nun taut es auf und steht seine Freude neu belebet. ist, Segen hier Das Wasser fleußt, und Leben dir wohin ers weist, zu schenken milde für und für. das sonst wie Eisen feste stand. 8 10. Fährt sein Wort herab auf Erden, Sein Wort gibt er, seine Rechte wie schnell muß es vollzogen werden; nur Israel, dir, seinem Knechte: nichts hemmet es in seinem Lauf. wie kannst du da die Liebe sehn! Seht den Winter, seht ihn eilen, Zu so hohen Gottesfreuden uns Gottes Gaben mitzuteilen: erhob er sonst kein Volk der Heiden, er häuft den Schnee wie Wolle auf; er ließ sie alle irregehn. die Erde wird bedeckt, Du, Jakob, sollst allein die Nahrungskraft geweckt. des Segens Erbe sein, O der Güte! Hallelujah! Und welche Pracht, Sing deinem Herrn wenn in der Nacht und dien ihm gern! der Herr den Reif wie Asche streut! Sein Dienst ist deine Seligkeit. Matthias Jorissen 1739—1823. —3—————.——————..——— Geistliche Lieder. (Nicht für den kirchlichen Gebrauch.) „. 3 3. N SSSFST SI.II.I.II.I I II......— EE + re/ 1. Auf, auf, mein Herz, mit Freu-den nimm wahr, was wie kommt nach gro⸗ßem Lei⸗den nun ein so H———— H+—. .— 7 E xE —* 1 2 SESE e heut ge⸗schicht: gro-⸗ßes Licht! Mein Hei⸗land war ge-legt da, wo man * EN„——.—.———. 2 35 1— 2 1. 0 H 2 22....——— 2. ² 3 uns hin⸗trägt, wenn von uns un ⸗ser Geist gen —. 5 W 2 +—.— S—. V.—————— ö E d 2.— Il——.— * 7 Him ⸗ mel ist ge⸗reist. 2. Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; eh ers vermeint und denket, ist Christus wieder frei und ruft Viktoria, schwingt fröhlich hier und da sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält. 3. Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen Mut zusamt dem edlen Gut, so mir durch Jesum Christ aus Lieb erworben ist. 32 Geistliche Lieder. 4. Er reißet durch den Tod, Die Höll und ihre Rotten durch Welt, durch Sünd, durch Not, die krümmen mir kein Haar; er reißet durch die Höll, der Sünden kann ich spotten, ich bin stets sein Gesell. bleib Id ohn aat ö 7 Der Tod mit seiner Macht(EV wird nichts bei mir geacht't; ee Saal der Erden, ich folg ihm immer nach er bleibt ein totes Bild und darf mich gar nicht kehr und wär er noch so wild. 1 ae nicht kehren an einig Ungemach. 5. Es tobe, was da kann; Die Welt ist mir ein Lachen mein Haupt nimmt mein sich an, mit ihrem großen Zorn, mein Heiland ist mein Schild, sie zürnt und kann nichts machen, der alles Toben stillt. all Arbeit ist verlorn. 8 Die Trübsal trübt mir nicht Er bringt mich an die Pforten, mein Herz und Angesicht, die in den Himmel führt, das Unglück ist mein Glück daran mit güldnen Worten die Nacht mein Sonnenblick. der Reim gelesen wird: ö 6. Wer dort wird mit verhöhnt, Ich hang und bleib auch hangen wird hier auch mit gekrönt; an Christo als ein Glied: wer dort mit sterben geht, wo mein Haupt durch ist gangen, wird hier auch mit erhöht. da nimmt es mich auch mit. Paul Gerhardt 1607—1676. 2. —————— T ——— 2* 1. Der be⸗ste Freund ist in dem Him⸗mel, auf Er⸗den denn bei dem fal⸗schen Welt-ge- tüm-mel ist Red⸗lich⸗ X & sind die Freun-de rar;——0 keit ost in Ge⸗fahr Drum hab ichs im-mer so ge meint: mein Je⸗sus ist der be⸗ste Freund. N I Geistliche Lieder. 2. Die Menschen sind wie eine Wiege, mein Jesus stehet felsenfest, daß, wenn ich gleich daniederliege, mich seine doch nicht äßt. Er ists, der mit mir lacht und weint: mein Jesus ist der beste Freund. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe dem, der am meisten nützen kann, und scheinet dann das Glücke trübe, so steht die Freundschaft hintenan; doch hier ist es nicht so gemeint: mein Jesus ist der beste Freund. 4. Er läßt sich selber für mich töten, vergießt für mich sein eigen Blut; er steht mir bei in allen Nöten, er spricht für meine Schulden gut; — 499 er hat mir niemals was verneint= mein Jesus ist der beste Freund. 9. Mein Freund, der mir sein Herze gibet, mein Freund, der mein und ich bin sein; mein Freund, der mich beständig liebet; mein Freund bis in das Grab hinein. Ach hab ichs nun nicht recht gemeint? Mein Jesus ist der beste Freund. 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde! Sie sind doch gar zu wandelbar; und hätt ich hunderttausend Feinde, so krümmen sie mir nicht ein Haar. Hier immer Freund und nimmer Feind: mein Jesus ist der beste Freund. Benjamin Schmolck 1672-1737. 2— j.—. , wirin d inrrl.xer, i ö 2..—.— ö 52 2— 7 2— E ö 355 1. Der Mensch hat nichts so ei-gen, so wohl steht ihm nichts 2.7.—.——————— + NW..R ö— 1—2 2 L— + Tl n 2 E— + — EEEEα 2 zei⸗gen und Freundschaft hal⸗ten Band, ver⸗spricht sich, nicht zu weichen, mit Her⸗zen, Mund und Hand. ö 32* ö Geistliche Lieder. 2. 4. Die Red ist uns gegeben, Gott stehet mir vor allen, damit wir nicht allein die meine Seele liebt; für uns nur sollen leben dann soll mir auch gefallen, und fern von Leuten sein: der mir sich herzlich gibt. wir sollen uns befragen Mit diesen Bundsgesellen und sehn auf guten Rat, verlach ich Pein und Not, das Leid einander klagen, geh auf den Grund der Höllen das uns betreten hat. und breche durch den Tod. 2. 5. Was kann die Freude machen, Ich hab, ich habe Herzen die Einsamkeit verhehlt? so treu, wie sichs gebührt, Das gibt ein doppelt Lachen, die Heuchelei und Scherzen was Freunden wird erzählt. nie wissentlich berührt! Der kann des Leids sich wehren, Ich bin auch ihnen wieder der es von Herzen sagt; von Grund der Seelen hold; der muß sich selbst verzehren, ich lieb euch mehr, ihr Brüder, der insgeheim sich nagt. als alles Erdengold. Simon Dach 1605—-1659. 4. EEEE— L eder, Lr, man..v nt E EEDEE, 5. 1. Der Mond ist auf⸗ge⸗gangen, die goldnen Sternlein prangen am —— 2———.——— e, r, Li.de Him⸗mel hell und klar; der Wald steht schwarz und schweiget, und E 4—.—. 0 1———.———— SSPSSISIIIIIISI II I I.... —2———.——1.———14 —— aus den Wie⸗sen stei⸗get der wei⸗ße Ne⸗bel wun⸗der⸗bar. 2. 3. Wie ist die Welt so stille Seht ihr den Mond dort stehen? und in der Dämmrung Hülle Er ist nur halb zu sehen ö so traulich und so hold, und ist doch rund und schön! als eine stille Kammer, So sind wohl manche Sachen, wo ihr des Tages Jammer die wir getrost belachen, verschlafen und vergessen sollt. weil unsre Augen sie nicht sehn. Geistliche Lieder. 50¹ 4. Wir stolze Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel; wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs bauen, nicht Eitelkeit uns freun; laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden 6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod: und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen, du unser Herr und unser Gott. 7 So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder; kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen wie Kinder fromm und fröhlich sein. und unsern kranken Nachbar auch. 5. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Matthias Claudius 1740—1815. — . 22*——————— E re Eint8., din ien rre:, Ken, P E EEE E E. e=.. Lie-der in ih- ren Trau-er⸗ton. Die Som-mer⸗lust ver⸗ ö ö 0— 2 235 nrn ein wuintn„—.— E V ö x 0• 4⸗ 0 7 — ge⸗ het; nichts in der Welt be⸗ ste ⸗ het: der ———— N . 5 2.— 9465751—— Mensch muß end-lich selbst da-von. 2 3 Du, Gott und Herr der Zeiten, willst, daß wir uns bereiten zu unsrer wahren Ruh; stets zeigst du dein Gemüte, schickst uns aus milder Güte auch stumme, stille Lehrer zu. Die Rose läßt sich brechen, wird niemals widersprechen des Gartenherren Hand; der Apfel zum Genießen fällt selbst zu deinen Füßen, verlässet willig seinen Stand. 502 Geistliche Lieder. 4. daß wir uns stets gewöhnen, Und du, Mensch, wolltst nicht eben uns nur nach dir zu sehnen dich deinem Gott ergeben? und deinem heilgen Gnadenthron. Was ist dein größter Ruhm? 7. Daß er dich hat erschaffen, Gib einst durch deine Hände geziert mit Glaubenswaffen mir auch ein selig Ende; zu seinem ewgen Eigentum. die Welt ist nur Beschwer. 5 Was sie sich auserlesen, Schickt er denn Kreuz und Schmerzen, ist trüglich Tun und Wesen, nimmt er, was lieb dem Herzen: ein trübes, ungestümes Meer. er meints doch allzeit gut; 8. und sind wir Gottes eigen, Auf ihm schiff ich mit Sorgen: so laßt uns stille schweigen bring, wenn du willst, schon morgen zu allem, allem, was er tut. mich in den sichern Port, 6. daß mit der Engel Weisen Wer mag der Welt Getümmel ich ewig könne preisen erwählen für den Himmel? dich, ewges Licht und Gnadenhort! Hilf, Jesu, Gottes Sohn, Heinrich Albert 1604—1651. * E——— +.———8—— SDSDPSPꝑSPSIPIPIPIPIPIIIII............. ² SSSIII e 1. Die Sach ist dein, Herr Je⸗su Christ, die Sach, an der wir und weil es dei⸗ ne Sa⸗che ist, kann sie nicht un⸗ter⸗ A 4—— 2 =.DSI‚.—..— 25——— ö—— V.— II— ⁴⁴ 11—.— 255.55— 1—.2 E 2 2 wn j j 2— +*— 2 2—3 6 , stehn, Al ⸗lein das Wei⸗zen⸗korn, be⸗ vor es gehn. ꝝ 2 E ö e re. Le ii + 2 +7 + 6 0 2„. frucht⸗bar sproßt zum Licht em⸗por, wird ster⸗bend in der , EEEE ů + 2— 2—.—7— Er⸗de Schoß vor-⸗her vom eig nen We⸗sen los; im Geistliche Lieder. 2— ö——— ů en de,. 8.—.—— SSSI.IIII....... b a H Ster⸗ben los, vom eig⸗n E —— en We⸗sen los. ö 2. zum Teil am Leiden und am Reich; Du gingst, o Jesu, unser Haupt, führ uns durch deines Todes Tor durch Leiden himmelan und führest jeden, der da glaubt, mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so führ uns allzugleich samt deiner Sach zum Licht empor; zum Licht empor durch deines Todes Tor. Samuel Preiswerk 1799—1871. + 2 30 B—.—4—.— SSSSSII.I.I....I................... EH 4———..—5 4.— an— — 2 1. Du lie⸗ber, heil⸗ger, from-mer Christ, der für uns E——— ö NI—. PEPS S——, mun ni 5— +— 25——„— —— 7— Kin⸗der kom-men ist, da⸗-mit wir sol⸗len weiß und E„—— 2—2.———— 8 2——5 d d——— 0 2 ů— rein und rech te Kin ⸗der Got⸗ tes sein; 2 du Licht, vom lieben Gott gesandt in unser dunkles Erdenland, du Himmelskind und Himmelsschein, damit wir sollen himmlisch sein; 3. du lieber, heilger, frommer Christ, weil heute dein Geburtstag ist, drum ist auf Erden weit und breit bei allen Kindern frohe Zeit. 4. O segne mich, ich bin noch klein, mache mir das Herze rein; o bade mir die Seele hell in deinem reichen Himmelsquell, 5. daß ich wie Engel Gottes sei, in Demut und in Liebe treu, daß ich dein bleibe für und für: du heilger Christ, das schenke mir! Ernst Moritz Arndt 1769—1860. 1. Es ist ein Ros ent⸗sprun⸗gen aus ei⸗ner Wur⸗zel zart, wie uns die Al-ten sun⸗gen, von Jes⸗se kam die Art — x E2—3 +— 2———0——* re e n,,, .SIRRS 2 fl und hat ein Blüm⸗lein bracht mit ten im kal⸗ten ,. , ee Win ⸗ter wohl zu der hal⸗ben Nacht. 2. 3. Das Röslein, das ich meine, Wir bitten dich von Herzen, davon Jesaias sagt, Gott, Vater aller Gnad, hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd: aus Gottes ewgem Rat hat sie ein Kind geboren wohl zu der halben Nacht. durch dieses Kindleins Schmerzen, die es empfunden hat: wollst uns verhilflich sein, daß wir ihm mögen machen ein Wohnung hübsch und fein. Vor 1600. 9. [Oder: Mel. Was macht ihr, daß ihr weinet. N WE—— II——.N+ . „ 7 5* 7 1. Es kennt der Herr die Sei⸗nen und hat sie stets ge⸗ 44— SI N.II— ..,.,..., —5 b R= ö kannt, die Gro⸗zen und die Klei⸗nen, in je⸗dem Volk und Geistliche Lieder. 50⁵ 9...— R. 3.,— ..T.TIIT....... ulern rne me Eutenee unre un, in +* 2 VIV 0 1— 17— 7 2 I Land; er läßt sie nicht ver der⸗ben, er führt sie aus und 43777. —/ Z,. ein, im Le⸗ben und im Ster⸗ben sind sie und blei⸗ben sein, im Le⸗ben und im d sind sie und blei⸗ben sein. 2. die andern so begegnet, Er kennet seine Scharen wie er das Herz bewegt, am Glauben, der nicht schaut 3 die segnet, wie er segnet, und doch dem Unsichtbaren, und trägt, wie er sie trägt.. als säh er ihn, vertraut; 5 der aus dem Wort gezeuget— 5 und durch das Wort sich nährt So kennt der Herr die Seinen, „ und vor dem Wort sich beuget öie G 50 Pand die Kleinen und mit dem Wort sich wehrt.::[die Grotzen und die Kleiner 2 in jedem Volk und Land, 3. am Werk der Gnadentriebe Er kennt sie als die Seinen durch seines Geistes Stärk, an ihrer Hoffnung Mut,„m an Glauben, Hoffnung, Liebe, die fröhlich auf dem einen, als seiner Gnade Werk. daß er Dahe 2. Wtan⸗ 6 in seiner Wahrheit Glanze sich sonnet treu nd kühn, So hilf uns, Herr, zum Glauben 2n die wunderbare Pflanze, und halt uns fest dabei; die immerdar ist grün. 7 laß nichts die Hoffnung rauben; die Liebe herzlich sei! 4. Und wird der Tag erscheinen, Er kennt sie an der Liebe, da dich die Welt wird sehn, die seiner Liebe Frucht so laß uns als die Deinen und die mit lauterm Triebe zu deiner Rechten stehn. ihm zu gefallen sucht, Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. I 1. Geh aus, mein Herz, und su II 1 I . * =che Freud in die⸗ser lie-⸗ben — Q E 2—— U 58.8— ,d, rere nnEin uiFni inime, E.e-l.—.. W E + — ——— 1———————— „ Gär ⸗ten Zier und sie-he, wie sie mir und dir sich — FFEFEFEFIFIFIIIT —— ö 2— E. 2.5 ů 2 nurter. His ,,, 8* aus⸗ge⸗schmük⸗ket ha⸗ben, sich aus⸗ge⸗schmük-ket ha-ben. 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Narzissen und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an 2):m als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fleugt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall ½ Berg, Hügel, Tal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus, das Schwälblein speist die Jungen; der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh : ins tiefe Gras gesprungen. Die Bächlein rauschen in dem Sand und malen sich und ihren Rand mit schattenreichen Myrten; die Wiesen liegen hart dabei und klingen ganz vom Lustgeschrei der Schaf und ihrer Hirten. 6 Die unverdroßne Bienenschar fleugt hin und her, sucht hier und dar ihr edle Honigspeise. Des süßen Weinstocks starker Saft bringt täglich neue Stärk und Kraft in seinem schwachen Reise. 7 Der Weizen wächset mit Gewalt; darüber jauchzet jung und alt und rühmt die große Güte 2—..——— —— 8.— —— 5—— Geistliche Lieder. 507 des, der so überflüssig labt 10. und mit so manchem Gut begabt nn hohe Lust, welch heller Schein : das menschliche Gemüte. wird wohl in Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, 8. 8 ö; da so viel tausend Seraphim & 8⁵0 dihen Eotte Eodes San mit unverdroßnem Mund und Stimm erweckt mir alle Sinnen: n ihr Hallelujah singen. in ich singe mit, wenn alles singt, 11. + 7 ö und lasse, was dem Höchsten klingt,. O wär ich da! O stünd ich schon : aus meinem Herzen rinnen. ach mßer Gi, Doti deitem 25108 9. und trüge meine Palmen! Ach, denk ich, bist du hier so schön S0 wollt ich nach der Engel Weis und läßt dus uns so lieblich gehn erhöhen deines Namens Preis auf dieser armen ah 20 5 2½ mit tausend schönen Psalmen.) was will doch wohl nach dieser Welt dort in dem reichen Himmelszelt Paul Gerhardt 1607.—1676. ) und güldnen Schlosse werden! 5 11. F——— — 2— 1. Gro⸗ßer Gott, wir lo-ben dich! Herr, wir prei⸗sen Vor dir neigt die Er-de sich und be⸗ wun⸗dert b—40.— 2. 2——— 2.— —6.—.—— DDDDDRDDDDSSSDEE E dei ne Stär⸗ke! dei 1 Wer⸗ke. Wie du warst vor al ⸗ler Zeit, .— — so bleibst du in E⸗ wig ⸗keit. 2. 3. Alles, was dich preisen kann, Heilig, Herr Gott Zebaoth! Cherubim und Seraphinen, Heilig, Herr der Kriegesheere! stimmen dir ein Loblied an; Starker Helfer in der Not! alle Engel, die dir dienen, Himmel, Erde, Luft und Meere rufen dir in selger Ruh: ans erfüllt von deinem Ruhm; Heilig, heilig, heilig! zu. alles ist dein Eigentum. ö j I f ů Geistliche Lieder. 4. Ehre, Lob und Dank erweisen. Sieh dein Volk in Gnaden an, Gib, daß wir von Sünden heut hilf uns, segne, Herr, dein Erbe, und von Unfall sein befreit. leit uns auf der rechten Bahn, 6. daß der Feind es nicht verderbe. Herr, erbarm, erbarme dich!— Hilf, daß es durch Buß und Flehn Ueber uns, Herr, sei dein Segen! dich im Himmel möge sehn. Leit und schätz uns väterlich, 5. bleib bei uns auf allen Wegen: Alle Tage wollen wir auf dich hoffen wir allein; dich und deinen Namen preisen laß uns nicht verloren! und zu allen Zeiten dir 1779. EWE feh⸗le, hilft er doch so gern. Sei un⸗ver⸗zagt: 0 N—.————.— 2 1. S 5 bald der Mor⸗gen tagt, und ein neu⸗er Früh⸗ ling 2— U ———.———— ö I—ᷓ —.) ‚ EAEiiieieEE + ö—** x ö— 7 29 folgt dem Win⸗ter nach; in al⸗ len Stür⸗men, in al⸗ler 9—— N— ., 12— L. ² 2 * Not wird er dich be⸗ oenen der treu ⸗e Gott. 2. größer als der Helfer ist die Not ja Harre, meine Seele, harre des Herrn! nicht. Alles ihm befehle, hilft er doch so gern. Ewige Treue, Retter in Not, Wenn alles bricht, Gott verläßt uns rett auch unsre Seele, du treuer Gott! nicht: Friedrich Räder 1815—1872. Geistliche Lieder. EH,—— 14 2— 2 + + 2—— EFRAEEEEEE* 8 2—. 2*—. 1— 1 7 52 i 1. Her⸗bei, o ihr Gläu⸗bi⸗gen, fröh⸗lich tri⸗ um⸗ 9*———* N E...... eee ——— +n 2— , EN phie⸗rend, o kom-met, o kom-met nach Beth ⸗le⸗ 220 fPFPFf e di. — ů 2 2 5 ö 252——— N* 5 1—5—.—* ......... i —— Hut——.——275—.—6— 7 las⸗set uns an⸗be⸗ ten, o las⸗set uns an⸗ be⸗ ten, o 9 4 N*— EEE EIE ——.——...—— , 8 las⸗set uns an⸗be⸗ten den Kö ⸗ nig! 2 Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden! König der Ehren, Herrscher der Heerscharen, O lasset uns anbeten, du ruhst in der Krippen im Erdental. o lasset uns anbeten, Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit o lasset uns anbeten den König! geboren! O lasset uns anbeten, Dir, der du heute bist für uns ge⸗ o lasset uns anbeten, boren, o lasset uns anbeten den König! Jesu, Ehre sei dir und Ruhm! 3. Kommt, singet dem Herren, o ihr O Engelchöre! o Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen! o 1 Dir, fleischgewordnes Wort des ew⸗ gen Vaters! lasset uns anbeten, lasset uns anbeten, lasset uns anbeten den König! Um 1819. Geistliche Lieder. — 1. Hoch aus den himm-li⸗ — schen H)5 ⸗ hen +2* ——— 4550 E 2—.— * 32 35 SSS— SI* 2. Ob sich ein Wetter entladet, ob es zu Kampf geht und Wehr, o wenn Jehovah dir gnadet: ruhe, was willst du mehr? 3. Weinst du, er zählet die Tränen; klagst du, er gibt dir Gehör; ä„ Au ⸗ge so hehr; hast du dirs lä ⸗cheln ge⸗se-hen: E ö„.———AH 2.—.... 492.— wüm.in r. 8—Il ru⸗he, was willst du mehr? flehst du, er stillet dein Sehnen: ruhe, was willst— mehr? Wird in Werloshnen Ständen manchmal das Harren auch schwer, alles wird herrlich sich enden: ruhe, was willst du mehr? Friedrich Wilh. Krummacher 1796-1868. 15. E— e e. 2———*** IE * 2 4 2*— *2 den⸗ken, ins Meer der Lie⸗be E 1. Ich be⸗ te an die Macht der Lie ⸗be, die sich in ich geb mich hin dem frei en Trie⸗be, mit dem ich ů— ᷣ1 ,.——.. 1— H Je⸗ su of ⸗ fen⸗bart— Wurm ge⸗lie ⸗bet ward Ich will, an⸗statt an—8 zu 6—— ů EV ö————— N B ö—.7 mich ver ⸗ sen ⸗ ken. V 511 Geistliche Lieder. 2. in dir es nur und selig ruht. Wie bist du mir so sehr gewogen, Versühner meines tiefen Falles, und wie verlangt dein Herz nach mir! für dich ist ewig Herz und alles. Durch Liebe sanft und stark gezogen, 5 neigt sich mein alles auch zu dir. Du traute Liebe, gutes Wesen, du hast mich, ich hab dich erlesen. Lob sei dem hohen Jesusnamen, in dem der Liebe Quell entspringt, von dem hier alle Bächlein kamen, 3. aus dem der selgen Schar dort trinkt: Ich fühls, du bists, dich muß ich haben; wie beugen sie sich ohne Ende! ich fühls, ich muß für dich nur sein: Wir falten mit die frohen Hände. nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, 6. mein Ruhplatz ist in dir allein. O Jesu, daß dein Name bliebe Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen, im Geist mir, drück ihn tief hinein! drum folg ich deinen selgen Zügen. Laß deine süße Jesusliebe 4. in Herz und Sinn gepräget sein! Für dich sei ganz mein Herz und Leben, In Wort und Werk, in allem Wesen Erlöser, du mein einzig Gut. sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Für dich hast du mirs nur gegeben, Gerhard Tersteegen 1697—1769. 9—— e, n Fa. a v. Li————— EEl + 8 x— +— 7 2 Rn ist, daß er in un⸗frer Mit⸗te schwebt und e⸗wig bei uns ist. ö 2. 5. Ich sag es jedem, jeder sagt Der dunkle Weg, den er betrat, es seinen Freunden gleich, geht in den Himmel aus, daß bald an allen Orten tagt und wer nur hört auf seinen Rat, das neue Himmelreich. 1 auch ins Vaters Haus. 5. 6. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn Nun weine keiner mehr allhie, erst wie ein Vaterland; wenn eins die Augen schließt; ein neues Leben nimmt man hin vom Wiedersehn, spät oder früh, entzückt aus seiner Hand. wird dieser Schmerz versüßt. 4. 1 Hinunter in das tiefe Meer Es kann zu jeder guten Tat versank des Todes Graun, ein jeder frischer glühn; und jeder kann nun leicht und hehr denn herrlich wird ihm diese Saat in seine Zukunft schaun. in schönern Fluren blühn. 512 Geistliche Lieder. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein, wenn alles uns verläßt; und so soll dieser Tag uns sein ein Weltverjüngungsfest. Georg Friedrich Philipp von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. 2. NI ö N 25———— ů 2.——— E————— 3 2 i d U P 1. Im-mer muß ich wie⸗der le⸗ sen in dem Q* ——=——H—4— H — 5 ö—— ů——— 0— P. al⸗ten heil-gen Buch, wie er ist so sanft ge⸗ 7— x ů 2.2—.—.9 Hn d— 3 0 1 ö * n 5 NI + F we⸗sen, oh⸗ ne List und oh-ne Trug; 2. wie er hieß die Kindlein kommen, wie er hold sie angeblickt und sie in den Arm genommen und sie an das Herz gedrückt; wie er Hilfe und Erbarmen allen Kranken gern erwies und die Blöden und die Armen seine lieben Brüder hieß; 4. wie er keinem Sünder wehrte, der bekümmert zu ihm kam, wie er freundlich ihn bekehrte und den Tod vom Herzen nahm. 5. Hat die Herde sanft geleitet, die sein Vater ihm verliehn, hat die Arme ausgebreitet, alle an sein Herz zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen, les und weine mich nicht satt, wie er ist so treu gewesen, wie er uns geliebet hat. Luise Hensel 1798-1876. 1. In die Fer⸗ne möcht ich zie⸗hen, weit von meines Va⸗ters —* . —— 2222 1 ö — 1 . 1 —.....—— IIIII Geistliche Lieder. Haus; wo die Ber⸗ ges⸗-spit- zen glü⸗hen, wo die N — I...*—* Er?—9 e ** frem⸗den Blu⸗men blü⸗ hen, ruh-te mei⸗ne See⸗le aus. 2. 6. Hätt ich Schwingen, hätt ich Flügel, Aufgeho oben, aufgenommen flög ich auf zu meinem Stern, über Meere, Täler, Hügel, sonder Sck Hranke, sonder Zügel folgt ich immer meinem Herrn. 3. Still und selig mit Marien ihm zu Füßen säß ich da, immer möcht ich vor ihm knien, in mich seine Worte ziehen, hätt ihn immer hold und nah. 4. Ach das war ein schöner Segen, wann er mit den Jüngern ging auf den Feldern, auf den Wegen, jedes Herz wie Maienregen seinen Trost, sein Wort empfing! Ander Los ward uns Raae wie auch blühet rings das Land, wie sich rings die Ferne breitet, der uns rufet, der uns leitet, unser holder Freund verschwand. in den§ Himmel ist er nur; herrlich will er wiederkommen, seine Treuen, Stillen, Frommen folgen immer seiner Spur. 1 Will mich denn zufrieden geben, fassen mich im stillen Sinn; all mein Denken, Sehnen, Streben, meine Lieb und auch mein Leben geb ich meinem Freunde hin. Seinen Schwestern, seinen Brüdern will ich mich in Treue nahn, an den Armen, Blöden, Niedern will ich dankend ihm erwidern, was er liebend mir getan. ö 9. Einst erklingen andre Stunden, und das Herz nimmt andern Lauf: Erd und Heimat ist verschwunden, und in e selgen Wunden löset aller Schmerz sich auf. Gottlob Ferdinand Maximilian von Schenlendorf 1783—1817. 1. In dir ist Freu⸗de in al⸗lem Lei⸗de, o du durch dich wir ha-ben himm⸗-li-sche Ga⸗ ben, du der 33 k Geistliche Lieder. sehn! sü ⸗ßer Je⸗ su Christ; Hil⸗fest von Schan-den, wah ⸗re Hei⸗„land b bist. Zu dei ⸗ ner Gü⸗ te +.—. 1———.—— II.TTT᷑T'T!T!᷑T!T.T'T'T.TCTCTLTCTR e e. + ö 4—5 ret⸗test von Ban⸗den; wer dir ver-trau-⸗et, hat wohl ge— steht un⸗ser Gmü⸗te, an dir wir kle-ben im Tod und ꝝQ vr DDIITIII „— 5„— ö— 10 928 bau ⸗et, wird e⸗ wig blei ⸗ben. Hal⸗le⸗lu⸗jah. Le⸗ben; nichts kann uns schei ⸗ den. Hal⸗le⸗lu-jah. 2. freuen uns alle Wenn wir dich haben, zu dieser Stunde. kann uns nicht schaden Hallelujah. Teufel, Welt, Sünd oder Tod; Wir jubilieren du hasts in Händen, und triumphieren, kannst alles wenden, lieben und loben wie nur heißen mag die Not. dein Macht dort oben Drum wir dich ehren, mit Herz und Munde. dein Lob vermehren Hallelujah. mit hellem Schalle, 1598. 20. 0 N 26565 i par dirdn L “ . 23— 0 1. Laßt mich gehn, laßt mich gehn, daß ich Je⸗sum mö⸗ͤge 0 5—N—— SZ.2 2*—*— Gi EE — Mei ⸗ne Seel ist voll Ver⸗lan⸗-gen, ihn auf ——9—————J—ꝑ—..———‚——‚:.˖————8 —„ ———— Geistliche Lieder. 515 9 yj— N N* IIIE n e ,, an...43 2—.—.— , e⸗-wig zu um⸗fan⸗gen und vor 2. Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wolken bricht: o wann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen Frommen schau dein holdes Angesicht? 3. Ach wie schön, ach wie schön ist der Engel Lobgetön! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, flög ich über Tal und Hügel heute noch nach Zions Höhn. sei⸗nem Thron zu stehn. 4. Wie wirds sein, wie wirds sein, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen? Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen, was das wird für Wonne sein. 5. Paradies, Paradies, wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen wird uns sein, als ob wir träumen: bring uns, Herr, ins Paradies. Gustav Friedrich Ludwig Knak 1806—-1878. 21. 0— de Lar —— 3 7*.—2. — , 1. Lobt froh den Herrn, ihr ju-gend-li-chen Chö⸗re! Er Q V ,—— ö—4.. d e e. —. +——*— hö- ret gern ein Lied zu sei-ner Eh⸗re: lobt 9————.— —..—.—— —..——7„— 2. , froh den Herrn, lobt froh 2. Es schall empor zu seinem Heiligtume aus unserm Chor ein Lied zu seinem Ruhme: lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! den Herrn! 3. Vom Preise voll laß unser Herz dir singen! Das Loblied soll zu deinem Throne dringen: lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! 33 516 4. Wir stammeln hier; doch hörst du unser Lallen zum Preise dir mit Vaterwohlgefallen. Dir jauchzen wir, dir singen wir. Geistliche Lieder. 5. Einst kommt die Zeit, wo wir auf tausend Weisen — o Seligkeit!— dich, unsern Vater, preisen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Georg Geßner 1765—1843. 2. Hab ich unrecht heut getan, sieh es, lieber Gott, nicht an. Deine Gnad und Jesu Blut macht ja allen Schaden gut. . Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand;: Va⸗ter, laß die Au⸗gen dein ü⸗-ber mei⸗nem E ö IDIDIDIDISDIDI I.....I.IIIII... —.——.———** 1. Mü⸗de bin ich, geh zur Ruh, schlie⸗ße bei-de AÄug⸗lein zu: L ö . 4 10— Bet⸗te sein. ö alle Menschen, groß und klein, ů sollen dir befohlen sein. 4. ö Kranken Herzen sende Ruh, nasse Augen schließe zu. Laß den Mond am Himmel stehn ů und die stille Welt besehn. Luise Hensel 1798-1876. . 1. Nun sin⸗get und seid froh, —— ID D EIAEES EAEEEEEE. r.—. ö ——— jauchzt al-le und sagt HQ n..———.—— ——.S...........,..... ö 2 8 Un⸗sers Her⸗zens Won-ne liegt in der Krip⸗pen Geistliche Lieder. 517 +¹ L ö DSD 5⸗ F. en ir.—.—. 8—. 148 2 — bloß und leuch⸗tet wie die Son⸗ne in sei⸗ ner Mut⸗ter 1 ar, 3 1——— rt re——— IIAN —— 22.———ßꝛoꝛ——————— e— 6—————— SSSDIE I e. Fa Schoß. Du bist A und O, du bist A und O. 2. durch Sünd und Eitelkeit; Sohn Gottes in der Höh, so hat er uns erworben nach dir ist mir so weh! die ewge Himmelsfreud. Tröst mir mein Gemüte,„ Eia, wärn wir da! 1 o Kindlein zart und rein, 4. durch alle deine Güte, Wo ist der Freuden Ort? o liebstes Jesulein! Ach nirgends mehr denn dort, 1 Zeuch mich hin nach dir! da die Engel singen —— 3. zusamt den Heilgen all, Groß ist des Vaters Huld, und wo die Psalmen klingen der Sohn tilgt unsre Schuld; im hohen Himmelssaal. 3 ö ohen wir warn all verdorben Eia, wärn wir da! 1646. (Nach: In dulei jubilo. 14. Jahrh.) 24. nr r e=———————————— EEEEE—2. E ö 8 EE —— 1. O du fröh⸗li ⸗che, du se li ge, —.— =SIIIE. —— gna⸗den⸗brin⸗gen-de Weih-nachts⸗zeit! Welt ging ver⸗ e Lne—— DE 2— PPIIII ö* sc ö E,; lo ⸗ ren, Christ ist ge ⸗ bo ⸗ ren: freu ⸗ e, 518 Geistliche Lieder. EHr———— II I................... E— S;i‚l 25 freu⸗e dich, o Chri⸗-sten⸗ heit! 2. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Weihnachtszeit! Christ ist erschienen, uns zu ver⸗— sühnen: freue, freue dich o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Weihnachtszeit! König der Ehren, dich wolln wir hören. Freue, freue dich, o Christenheit! 1. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Osterzeit! Welt lag in Banden, Christ ist er⸗ standen: freue, freue dich, o Christenheit! 2. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Osterzeit! Tod ist bezwungen, Leben errungen: freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Osterzeit! Kraft ist gegeben, ihm laßt uns leben! Freue, freue dich, o Christenheit! 1. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Pfingstenzeit! Christ, unser Meister, heiligt die Geister: freue, freue dich, o Christenheit! 2. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Pfingstenzeit! Führ, Geist der Gnade, uns deine Pfade. Freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Pfingstenzeit! Uns, die Erlösten, Geist, willst du trösten: freue, freue dich, o Christenheit! Johannes Daniel Falk 1768-1826. , v. ů E 4 +*— 2..*— „f„I. 1. O se ⸗lig Haus, wo man dich auf-ge- nom- men, wo un⸗ter al ⸗len Gä⸗ sten, die da kom-men, 4.— EEE——— FE —— I du wah ⸗rer See ⸗len⸗freund, Herr Je⸗su Christ, W9 du der ge⸗fei„ert⸗ste und lieb⸗ ste bist; —— —3—5.——— —— Geistliche Lieder. 519 EEE SE— I al⸗ler Her⸗zen dir ent⸗ge⸗gen⸗schla-gen und al⸗ler Au-gen *————* ii EEEE — 4n er L. D , freu⸗dig auf dich sehn, wo al⸗ler Lip⸗pen dein Ge⸗-bot er⸗ N U 3——.37 2——5*D—.IIII DDDD.— fra⸗gen und al⸗le dei⸗nes Winks ge⸗wär⸗tig stehn. 2 O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, in deiner Liebe eines Geistes sind, als beide eines Heils gewürdigt, keiner im Glaubensgrunde anders ist ge— sinnt; wo beide unzertrennbar an dir hangen in Lieb und Leid, Gemach und Un⸗— gemach und nur bei dir zu bleiben stets verlangen an jedem guten wie am bösen Tag. 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, du Freund der Kinder, der sie als die Seinen mit mehr als Mutterliebe hegt und pllegt; wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln und horchen deiner süßen Rede zu und lernen früh dein Lob mit Freu⸗ den stammeln, sich deiner freun, du lieber Heiland, du. 4. selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen und wissend, wessen Augen auf sie sehn 7 bei allem Werk in einem Eifer brennen, daß es nach deinem Willen mag geschehn; als deine Diener, deine Hausge— nossen, in Demut willig und in Liebe frei, das Ihre schaffen froh und unver⸗ drossen, in kleinen Dingen zeigen große Treu. 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, wo man bei keiner Freude dein vergißt; o selig Haus, wo du die Wunden eilest und aller Arzt und aller Tröster bist: bis jeder einst sein Tagewerk voll⸗ endet, und bis sie endlich alle ziehen aus dahin, woher der Vater dich gesendet, ins große, freie, schöne Vaterhaus. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. 5²0 Geistliche Lieder. — 9——— 1— 1. ö— n——0——————————— SSDSPSPSSPSSISIIIII + +——.—— —— 1. O⸗stern, O⸗stern, Früh⸗lings we-hen! O⸗stern, O⸗stern, —. 2— .———.— ö————— nn dier— 8 ——5 SA E Auf ⸗er ⸗ste-hen aus der tie ⸗=fen Gra-bes⸗nacht, aus der tie=fen Gra⸗bes-nacht! Blu-men sol-len 0 ö ö ö IASI——.——— *—— Lrt ei *—3————— 25—38— ö Pen ö ö 72 2 ———— fröh⸗-lich blü- hen, Her-zen sol-len heim ⸗=lich glü⸗ hen; 2— 9 ö.—— e r. r—* 566—.—„e 2 r,,— denn der Hei⸗land ist er-wacht! 2. 4. Trotz euch, höllische Gewalten! Alle Schranken sind entriegelt, Hättet ihn wohl gern behalten, alle Hoffnung ist versiegelt ½ der euch in den Abgrund zwang? 1½½ und beflügelt jedes Herz. Mochtet ihr das Leben binden? Und es klagt bei keiner Leiche Aus des Todes düstern Gründen nimmermehr der kalte, bleiche, dringt hinan sein ewger Gang. gottverlaßue Heidenschmerz. 3. Der im Grabe lag gebunden, hat den Satan überwunden, und der lange Kerker bricht. 1 Frühling spielet auf der Erden, 5. Alle Gräber sind nun heilig, Grabesträume schwinden eilig, 2: seit im Grabe Jesus lag. Jahre, Monde, Tage, Stunden, e Zeit und Raum, wie schnell ver⸗ Frühling solls im Herzen werden, schwunden, Li ö ö—— Hrschert sonl⸗ders eidge Licht. und es scheint ein ewger Tag. Gottlob Ferdinand Maximilian von Schenkendorf 1783—1817. — S DDIIE Geistliche Lieder. 521 27. Q—— D—2— ä e,,ne Li ei, —0*—————— 2 ö ö 425 1. Schön⸗ster Herr Je⸗su, Herr-scher al-ler En-den, ,. Die Got ⸗-tes und Ma⸗ri⸗ en Sohn! Dich will ich lie-ben, 2—————————..— 3——— 4 .——.—— . a—2—.8—3 x 1—2—X— 2=4 +—— x* dich will ich eh-ren, du mei-nes Her-zens Freud und Kron. 2. 4. Schön sind die Wälder, Schön sind die Blumen, schöner sind die Felder schöner sind die Menschen, in der schönen Frühlingszeit: die in frischer Jugend sein. Jesus ist schöner, Sie müssen sterben, Jesus ist reiner, müssen verderben: der unser traurig Herz erfreut. Jesus lebt in Ewigkeit. 3. 29.— Schön leucht't die Sonne, Alle die Schönheit schön leucht't der Monde Himmels und der Erden und die Sternlein allzumal: sind verfaßt in dir allein. Jesus leucht't schöner, Keiner soll werden Jesus leucht't reiner lieber auf Erden als alle Engel im Himmelssaal. als der schönste Jesus mein. 1. So nimm denn mei⸗ne Hän⸗-de und füh⸗re mich bis an mein se⸗lig En ⸗-de und e⸗wig ⸗lich. e. 522 5n . 333333 du wirst gehn und ste-hen, da nimm mich mit. 2. 3 In dein Erbarmen hülle Wenn ich auch gleich nichts fühle mein schwaches Herz von deiner Macht, und mach es gänzlich stille du führst mich doch zum Ziele in Freud und Schmerz. auch durch die Nacht: Laß ruhn zu deinen Füßen so nimm denn meine Hände dein armes Kind: und führe mich ö es will die Augen schließen bis an mein selig Ende und glauben blind. und ewiglich! Julie von Hausmann 1826—1901. 29. 0 ———,— E 2, 1. Stil⸗le Dch 2— li⸗ ge Nacht! Al⸗les schläft, ein⸗sam wacht — 0——— U N —. e ——— 7—.——7 57.——4 7 4 ;;, ————.— RRRR— dn. re rerr uer 787 v. Hrer, nu,, Lurmn.vr. ;„,, „ lok⸗ki⸗gen Haar, schlaf in himm-li-scher Ruh, schlaf in himmlischer Ruh. 2. 3. Stille Nacht, heilige Nacht! Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht, Gottes Sohn, o wie lacht durch der Engel Hallelujah Lieb aus deinem göttlichen Mund, tönt es laut von fern und nah: da uns schlägt die rettende Stund, „ Christ, der Retter, ist dal:: ,½ Christ, in deiner Geburt! Joseph Mohr 1792—1848. Geistliche Lieder. 5²³ 1. Toch⸗ter Zi⸗on, freu ⸗ e dich, jauch ⸗ ze si vids Sohn, sei ge⸗ „na, Da ⸗ vids Sohn! Sei ge⸗ laut, Je ⸗ ri⸗ sa⸗ lem! Sieh, dein Kö ⸗ nig seg⸗ net dei ⸗ nem Volk! Grün ⸗ de nun dein grü⸗ßet, Kö ⸗ nig mild! E= wig steht dein kommt zu dir, ja er kommt, der Frie ⸗ de—⸗ e ⸗ wig Reich, 0 ⸗ si⸗ an ⸗ na in der Frie ⸗ densthron, du, des ew⸗ gen Va⸗ ters —ꝛß7— —— ö DEN DDE.. ,. DSEDS 2 — Höh! Ho⸗si ⸗ an⸗na, Da ⸗ vids Sohn! Sei ge⸗ —.2— grü⸗ßet, Kö nig mild! 1820. Geistliche Lieder. 31. 5— —2 2 WSDSSSE SSSS SEE — 1— 1070 1— 1. Un-ter Li⸗lien je-ner Freu⸗den sollst du .——— 5—9—————— 13——————*— e .— ö 0— 42 PPPPPPP—— wei⸗den, See⸗le, schwin⸗ge dich em-por! Als ein Ad⸗ler fleug be⸗hen⸗de; Je ⸗ su Hän ⸗de öff⸗nen e ee,—.— SSSIT PPDPDPPPPE = dir das Per⸗len⸗ tor. 2 5. Laßt mich gehen, laßt mich laufen O wie bald kannst du es machen, zu dem Haufen daß mit Lachen derer, die des Lammes Thron unser Mund erfüllet sei! nebst dem Chor der Seraphinen Du kannst durch des Todes Türen schon bedienen träumend führen mit dem reinsten Jubelton. und machst uns auf einmal frei. 3. 6. Löse, erstgeborner Bruder, Du hast Sünd und Straf getragen doch die Ruder ͤFyurcht und Zagen meines Schiffleins, laß mich ein muß nun ferne von mir gehn. in den sichern Friedenshafen Tod, dein Stachel liegt danieder: zu den Schafen, meine Glieder die der Furcht entrücket sein. werden fröhlich auferstehn. 4. 22 Nichts soll mir am Herzen kleben, Gottes Lamm, dich will ich loben süßes Leben, hier und droben was die Erde in sich hält. mit der herzlichsten Begier; Sollt ich noch in dieser Wüsten du hast dich zum ewgen Leben länger nisten? ö mir gegeben: Nein, ich eil ins Himmelszelt. hole, Heiland, mich zu dir! Johann Ludwig Konrad Allendorf 1693—1773. Geistliche Lieder. 32. ö ö Mel. O du Liebe meiner Liebe.(Herz und Herz vereint zusammen.) , t ————— 60————08————.—.— 2.——————— * 5— ö 1. Va⸗-ter, dei⸗nes Gei⸗stes We⸗hen durch die gan⸗ze läßt uns schon von fer⸗ne se⸗hen dei nes Rei⸗ches Chri⸗sten⸗ heit Hin Wé—2 3 ce spen ⸗de Herr⸗lich keit; denn dein Wort wird aus ⸗ge⸗spen-det durch die gan ⸗ze wei⸗-te Welt, mil ⸗li ⸗o⸗ nen⸗ weis ge⸗sen-det auf das gro⸗ße Ak⸗ker⸗feld. 2. Bald wird dieser Same blühen allenthalben hoch und hehr, Sei gegrüßt, du ewger Morgen, steige, Sonne, bald empor! denn Evangelisten ziehen Weicht nun, all ihr bangen Sorgen, über Inseln, Land und Meer. Glanz des Herrn, brich schnell hervor! Um die Saaten zu begießen, Seht, der Berge Spitzen glühen Geist der Pfingsten, komm herab! schon im ewgen Morgenlicht, Laß die Lebensströme fließen und die Frühlingsblumen blühen: bis zum Grabe tief hinab. Brüder alle, zweifelt nicht! Johann Heinrich Jung, genannt Stilling 1740—1817. 1. Was macht ihr, daß ihr wei⸗ net und bre⸗chet mir mein Geistliche Lieder. 2 N ö N 5 SSSSS ., — we-der Zeit noch Ort: *— 5— 1— 5—— ———— n ö— Knee e wärts. Das Band, das uns ver ⸗bin ⸗ det, löst I— PSPDPPPPPPPTEII .2. 7———1—.— 2————— + ö ö 7 was in dem Herrn sich fin-det, das 2 als sollts geschieden sein, und bleibt doch ohne Ende im innigsten Verein. Man sieht sich an, als sähe man sich zum letztenmal, und bleibt in gleicher Nähe 2): dem Herrn doch überall. 3 du ziehest, und ich bleib; und ist doch allerorten ein Glied an einem Leib. Man spricht vom Scheidewege und grüßt sich einmal noch und geht auf einem Wege in einer Richtung doch. Man reicht sich wohl die Hände, — +. ee 233—3 25 +e währt in ihm auch fort, das währt in ihm auch fort. 4. Was sollen wir nun weinen und so gar traurig sehn? Wir kennen ja den einen, mit dem wir alle gehn. In einer Hut und Pflege, geführt von einer Hand, auf einem sichern Wege : ins eine Vaterland.: 5 Man spricht: Ich hier, du dorten, So sei denn diese Stunde nicht schwerem Trennungsleid, nein, einem neuen Bunde mit unserm Herrn geweiht. Wenn wir uns ihn erkoren zu unserm höchsten Gut, sind wir uns nicht verloren, : wie weh auch Scheiden tut.: Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. Geistliche Lieder. 34. 4— 4 ,., ö 123— d., e e * 0 6 3. 1 ö 1. Weil ich Je⸗su Schäf-lein bin, freu ich mich nur ö 7.... %, e Sr im⸗ mer⸗ hin ü ⸗ ber mei⸗nen gu ⸗ten Hir ⸗ten, H——.— e 4— 4 4———— — 1——— E—— ———.———————— EE der mich kennt und bei mei-nem Na- men nennt. 2. 3. Unter seinem sanften Stab Sollt ich denn nicht fröhlich sein, geh ich ein und aus und hab ich beglücktes Schäfelein? unaussprechlich süße Weide, Denn nach diesen schönen Tagen daß ich keinen Mangel leide; werden Engel heim mich tragen und so oft ich durstig bin, in des Hirten Arm und Schoß. führt er mich zum Brunnquell hin. Amen, ja mein Glück ist groß! Luise von Hayn 1724-1782. 7 35. —.——,, de.—.— *„„ 1. Weißt du, wie ⸗viel Stern⸗lein ste- hen an dem Leißt du, wie- viel Wol ken ge⸗ hen weit-hin ö ö ö ö ů ö ö Geistliche Lieder. 3 6—.—.—2 2— 2——5— + C Hi 2 32 2— 91— ber 2—0 4e Dalte Gott der Herr hat sie ge⸗ 1200 7* zäh ⸗let, daß ihm auch nicht ei⸗ nes feh⸗let an der —6———— 3* I gan-zen gro⸗ßen Zahl, an der gan⸗zen gro-⸗ßen Zahl. ö 2. 3. Weißt du, wieviel Mücklein spielen Weißt du, wieviel Kinder frühe in der heißen Sonnenglut, stehn aus ihrem Bettlein auf, ö wieviel Fischlein auch sich kühlen daß sie ohne Sorg und Mühe in der hellen Wasserflut? fröhlich sind im Tageslauf? Gott der Herr rief sie mit Namen, Gott im Himmel hat an allen daß sie all ins Leben kamen, seine Lust, sein Wohlgefallen; n daß sie nun so fröhlich sind.:: kennt auch dich und hat dich lieb.:: 27* Wilhelm Hey 1789—1854. +—.———————————.— —— 477 3 2 7 P 1J. Wenn ich ihn nur ha- be, wenn er mein nur ist, wenn mein .———————————.—— 2 IRSESS ————5——..—.en, D.— ———.—65 5 .—— W=ꝗ DDI———4— S ——.—. Linr.- F— S Herz bis hin zum Gra-be sei»ne Treu ⸗e Geistliche Lieder. 529 E 8 2 2 ů + 5 38 E An⸗dacht, Lieb und Freu⸗de. 2. 3. Wenn ich ihn nur habe, Wo ich ihn nur habe, laß ich alles gern, ist mein Vaterland; folg an meinem Wanderstabe und es fällt mir jede Gabe treugesinnt nur meinem Herrn; wie ein Erbteil in die Hand. lasse still die andern Längst vermißte Brüder breite, lichte, volle Straßen wan⸗find ich nun in seinen Jüngern dern. wieder. Georg Friedrich Philipp von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. 37. 0 1. Wie könnt ich ru-hig schla-fen in dunk⸗ler Nacht, wenn ich, o Gott und Va⸗ter, nicht dein ge-dacht? —— dir, bei dir ist Frie⸗den und Se⸗lig⸗keit. 2. 3. O decke meine Mängel Auch hilf, daß ich vergebe, mit deiner Huld; wie du vergibst, du bist ja, Gott, die Liebe und meinen Bruder liebe, und die Geduld. wie du mich liebst: Gib mir, um was ich flehe: so schlaf ich ohne Bangen ein reines Herz, im Frieden ein das dir voll Freuden diene und träume süß und stille in Glück und Schmerz. und denke dein. Agnes Franz 1794—1843. 34 1. Wie mit grimm⸗gem Un⸗ ver⸗stand Wel-len sich 2— 1—.— — b³ ö 2. Wie vor unserm Angesicht Mond und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Ruder bricht, 90 dann Rettung finden? Keine Hilf, als bei dem Herrn: er ist uns der Morgenstern. Christ Kyrie, er auf der ee! 3. Nach dem Sturme fahren wir sicher durch die Wellen, lassen, großer Schöpfer, dir unser Lob erschallen; Mel. Der Mond V uns be⸗wacht: Christ Ky⸗ri⸗ 555—.— RDDDDRDDDSSSDSSSSSSSRRERS s, Le. ö 7 2 ö we⸗gen! Nirgends Ret⸗tung, nir⸗gends Land vor des Sturmwinds TA + + 4 1 4— Iνα 4 4 4 AES= E—1 PFPFPFPFF. — S. Schlä⸗gen! Ei⸗ner ists, der in der Nacht, ei⸗ner ists, der e III.... 2. r 2ZJ— —— r. e, du wan⸗delst auf der See! lobet ihn mit Herz und Mund, lobet ihn zu jeder Stund! Christ Kyrie, ja dir gehorcht die See! 4. Einst in meiner letzten Not laß mich nicht versinken! Soll ich von dem bittern Tod Well auf Welle trinken: reiche mir dann liebentbrannt, Herr, Herr, deine Glaubenshand! Christ Kyrie, komm zu uns auf die See! Johannes Daniel Falk 1768-1826. 39. ist aufgegangen. ie ru⸗hest du so stil⸗le in dei⸗ner weißen Hül⸗le, du 3 III Geistliche Lieder. H———————.———— ————— ——— ————————.————— müt⸗ter⸗li⸗ches Land! Wo sind des Frühlings Lie⸗der, des —.——..—— SS TPI— Sommers bunt Ge⸗fie-der und dein be⸗blüm⸗tes Fest-ge⸗wand? 2. 4. Du schlummerst nun entkleidet; Der gute Vater droben kein Lamm und Schäflein weidet hat dir dein Kleid gewoben, auf deinen Aun und Höhn; er schläft und schlummert nicht. der Vöglein Lied verstummet, So schlummre denn im Frieden! und keine Biene summet: Der Vater weckt die Müden doch bist du auch im Schlummer zu neuer Kraft und neuem Licht. schön. 5. 5. Bald in des Lenzes Wehen Die Zweig und Astlein schimmern, wirst du verjüngt erstehen und tausend Lichter flimmern, zum Leben wunderbar. wohin das Auge blickt. Sein Odem schwebt hernieder: Wer hat dein Bett bereitet, dann, Erde, stehst du wieder die Decke dir gespreitet mit einem Blumenkranz im Haar. und dich so schön mit Reif geschmückt? Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. 40. sanft ruhn, al=le die Se⸗li⸗ gen, —.— N.———— ————9———.————.— —.— S 23 0 von ih⸗rer Ar-beit, die sie in Gott ge⸗ tan, e re—— ——— DEEEE—.— ——————.———— 33 1 0* und ih⸗ re Wer⸗ke fol⸗gen ih⸗nen nach in des 34³ e ⸗ wi⸗gen Frie ⸗ dens Hüt⸗ten. dann wird, was irdisch und ver⸗ Von ihren Augen wischt er die weslich, „Tränen ab, himmlisch und jugendlich aufer⸗ sie kommen freudig, bringen die stehen. ö Garben ein, 4. die weinend gingen, edlen Samen elnes ser dr trugen in Hoffnung, in Lieb und Preis, Ruhm und Eehnet, Kebracht 8*„„ 3 Glauben. für deine Werke, die du an uns 25 getan: Wenn einst die nort sie daß, wie in einem alle sterben, auferwer also in einem sie wieder leben. des Menschensohnes, die durch die Gräber dringt, Samuel David Roller 1779—1850. 41. Mel. O selig Haus, wo man dich aufgenommen 2. , e r.. ö —————————..—* E ö 1. Wie wird uns sein, wenn end-lich nach dem schweren, doch wir aus der Frem-de in die Hei-mat keh-ren und 225—5 52 65. 2——.—.———— 7 ANWD. 8—.———...— 2 7———.—53— E ö— x x x— 47 ö nach dem letz-ten aus-ge⸗kämpften Streit n ein⸗ziehn in das Tor der E-wig⸗keit, weun wir den 52——.—. ů—— 4 —5—q——.————0——————.ns— + ö ö ö 2 5 13 6 26 5 letz-ten Staub von un⸗sern Fü⸗ßen, den letz⸗ten Schweiß vom N N deee:·krn,d sertnnn nirinliriinriei IE 2..—2— — An⸗ge⸗sicht ge⸗wischt und in der Nä-he se- hen und be⸗ Geistliche Lieder. ——— ————————— IIII grü⸗ßen, was oft den Mut im Pil⸗ ger⸗tal 2. Wie wird uns sein, wenn wir vom wie Nebel vor der Morgensonne, fällt, ö ö‚———— E er⸗frischt! Kommt, ihr Gesegneten! wenn wir, im Licht 320 hellen Strahle dastehend an des Gottesthrones des ewgen Lichtes übergossen stehn, Stufen, ö‚ und— o der Wonne!— dann zum ihm schauen in sein gnädig Ange⸗ 0 ö ersten Male sicht, t uns frei und rein von aller Sünde die Augen sehn, die einst von Trä⸗ 8 sehn, nen flossen wenn wir durch keinen Makel aus⸗ um Menschennot und Herzenshär⸗ geschlossen tigkeit, und nicht zurückgescheucht von Schuld die Wunden, die das teure Blut und Pein vergossen, als Himmelsbürger, Gottes Haus⸗ das uns vom ewgen Tode hat genossen befreit! eintreten dürfen in der Selgen Reihn! 5 ů; 470 ein! 8 ke Wie wird uns sein, wenn nun dem Wie wird mis geseh 5—— Liebes R— 9 Lle eszuge 2 O 3* Mens ö zu dem, der uns den Himmel auf⸗kein Ohr gehönt, efet, ö 1 ů getan,— 0 uerde 9.—— 8 x mit ungehaltnem, sehnsuchtsvollem 90 eh—— 2 8 *⁷ ½ Fluge + 10 8* ö die frei gewordne Seele folgen kann, Wün te gelobte un vom 2 es Glaubens Iei Hd hi ö Wlichte Bue Wohlan, den steilen Pfad hinan⸗ —— aer geklommen! und wir den Sohn in seiner Got⸗ * tesfülle erblicken auf dem Thron als Herrn ö der Welt! ‚ Wie wird uns sein, wenn wir ihn hören rufen: 24 ö Einzelne. Es ist der Mühe und des Schweißes wert, dahin zu eilen und dort anzu⸗ ö kommen, wo mehr als wir verstehn der Herr ö beschert. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. 42. Geistliche Lieder. 4. 1——— „ ere en e. AII EI. 5— 61.——5.— * 32 FIi 6H— Wachs⸗tum und Ge⸗dei-hen steht in des Himmels Hand: der ö ö Wui—————2— S......T * + é ö tut mit lei⸗sem We⸗hen sich mild und heimlich auf und —4 1 ö 4 ö ,d,e + 3* ö 4 7* 7 27 9 Chor. L, darr.en, r, vi, ů.—.—.—.—.—.—. 5 2 ——— 4. 2—.— 2————— ö Al⸗le gu⸗te Ga⸗be kommt her von Gott dem Herrn, drum 277——.—— r ereren, i E, ae r d. +* x + + dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn! 2. der Strohhalm und die Sterne, Er sendet Tau und Regen das Sandkorn und das Meer. und Sonn und Mondenschein Von ihm sind Büsch und Blätter und wickelt seinen Segen und Korn und Obst, von ihm gar zart und künstlich ein das schöne Frühlingswetter ö und bringt ihn dann behende und Schnee und Ungestüm. in unser Feld und Brot: Alle gute Gabe ö es geht durch unsre Hände, kommt her von Gott dem Herrn: kommt aber her von Gott.: drum dankt ihm, dankt 2 Alle gute Gabe und hofft auf ihn! X. kommt her von Gott dem Herrn: 4. ; drum dankt ihm, dankt Er läßt die Sonn aufgehen, und hofft auf ihn! er stellt des Mondes Lauf; 3. er läßt die Winde wehen Was nah ist und was ferne, und tut die Wolken auf. von Gott kommt alles her, Er schenkt uns so viel Freude, ö Geistliche Lieder. 535 er macht uns frisch und rot; kommt her von Gott dem Herrn: er gibt dem Viehe Weide drum dankt ihm, dankt und seinen Menschen Brot. und hofft auf ihn! Alle gute Gabe Matthias Claudius 1740—1815. 43. E EISSIESISIIE EE EE PDPDPDPPPCPPIPIPPPPIII + ö x 1. Wo sin ⸗det die See⸗le die Hei⸗mat, die Ruh? Wer PP Welt kei⸗ne Frei⸗statt uns an, wo Sün⸗de nicht herrschen, nicht — +——. 2.Z2D/—..— —— Hei⸗mat der See⸗le ist dro ⸗ben im Licht. 2. ö 3. Verlasset die Erde, die Heimat zu Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! ehn, Tod, Sünde und Schmerzen die kennt die Heimat der Seele, so herrlich, man dort nicht; so schön! das Rauschen der Harfen, der lieb⸗ Jerusalem droben, von Golde erbaut, liche Klang ist dieses die Heimat der Seele, der bewillkommt die Seele mit süßem Braut? Gesang. Ja, ja, 1 dieses allein 1 Ruh, Ruh,:1 himmlische Ruh kann Ruhplatz und Heimat der Schoße des Mittlers, ich eile nur sein. dir zu! 182⁷. Gebete. I. Gebete für die häusliche Andacht. I. Morgengebete. 1. Der Morgensegen Dr. Martin Luthers. Das walte Gott Vater, Sohn, heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast; und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir alle mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. ö 2. Für den Sonntag. Vater der Barmherzigkeit! Gesegnet sei uns der Tag, den du uns heute erleben lässest, der Tag, an welchem wir von irdischen Geschäften ö ruhen und unsern Geist zum Himmel erheben dürfen. Wir sind teuer erkauft durch deinen Sohn. O lehre uns schaffen, daß wir selig werden, mit heiliger Furcht, in Zuversicht- und Hoffnung. Laß uns tief empfin⸗ den, welch Glück es sei, mit geistigen und himmlischen Gütern durch deinen Sohn, Jesum Christum, gesegnet zu werden. Herr, rede du selbst zu uns, du hast Worte der Wahrheit; rede an unser Herz, du hast Worte der Liebe, des Trostes und der seligsten Hoffnung. Gib uns erleuch— tete Augen des Geistes, daß wir erkennen die Geheimnisse deines Wortes, die Ratschlüsse und Gebote deiner Liebe. Laß den unvergänglichen Samen deines Wortes in uns Frucht bringen für das ewige Leben. Segne unsre Andacht, damit sie eine Anbetung im Geist und in der Wahrheit sei. Bewahre uns vor Gedankenlosigkeit, vor Leichtsinn und ö vor allen sündlichen Zerstreuungen, durch welche der heutige dir und deinem Dienst geweihte Tag entheiligt wird. Gib, daß uns der Segen des heutigen Tages durch die ganze Woche, durch alle Tage unseres Lebens, ja bis in die Ewigkeit begleite. Heilige uns, Vater, durch deine Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit. Heilige uns zu deinem Dienste; dein Dienst ist Leben und Seligkeit. Amen. — E — V— — 8—*8 ee Gebete für die häusliche Andacht. 537 3. Für den Montag. Bei diesem Anfange der Woche rufe ich zu dir, o heiliger Vater, im Namen Jesu Christi, du wollest mein Herz, Mut und Sinn mit deinem heiligen Geist erfüllen, damit ich allein das denke, rede und tue, was dir wohlgefällig ist. Ach vereinige meine Gedanken und Begierden mit dir durch die Liebe Christi und reinige mein Gewissen durch sein Blut, damit ich in deinem heiligen Gehorsam einhergehe. Siehe, ich übergebe mich dir auf diese ganze Woche, ja auf mein ganzes Leben. Stärke mich mit deiner Kraft, mache mich aufrichtig, dir und meinem Nächsten in Liebe zu dienen. Lehre mich wider alle Ver— führungen meines verderbten Herzens und böser Menschen streiten. Mache mir die Eitelkeit recht bitter, daß du mir desto süßer werdest. Hilf mir die Last dieser Woche tragen. Leite mich wie ein lieber Vater und mache mich kindlich gehorsam. Sprich selbst deinen Segen über meine Arbeit und gehe mir mit deiner Weisheit vor, damit ich fröhlich und getrost darin, aber auch gewissenhaft und treu sei. Ja werde du selbst in mir und allen meinen Dingen Anfang, Mittel und 1. Herr, unser Gott, der du den Schlummer der Nacht von uns verscheucht und uns versammelt hast, unsere Hände aufzuheben zu dir und deine gerechten Gerichte zu preisen, nimm an unser Gebet und Flehen und schenke uns Glauben, der nicht zuschanden wird, zuversichtliche Hoffnung und ungeheuchelte Liebe; segne unsern Eingang und Ausgang, unsre Gedanken, Worte und Werke, und laß uns diesen Tag beginnen unter Lob, Preis und Ruhm der unaussprechlichen Süßigkeit deiner Güte. Geheiliget werde dein Name; dein Reich komme, das Reich des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. 2. Wir loben, preisen und rühmen dich und danken dir, Gott unserer Väter, daß du uns aus dem Schatten der Nacht herausgeführt und uns von neuem das Licht des Tages hast sehen lassen. Zu deiner Güte flehen wir: sei gnädig über unsere Missetat und nimm an unser Gebet nach der Fülle deiner Erbarmungen. Denn du bist unsere Zuflucht für und für, barmherziger, allmächtiger Gott. Laß scheinen in unsere Herzen die wahrhaftige Sonne deiner Gerechtigkeit, erleuchte unsern Verstand und behüte alle unsere Sinne, auf daß wir als am Tage ehrbar wan⸗ deln den Weg deiner Gebote und das ewige Leben erlangen, wo wir uns freuen werden in deinem unzugänglichen Licht. Denn du bist die lebendige Quelle, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Amen. 3. Herr, unser Gott, heilig und unbegreiflich, der du das Licht scheinen lässest aus der Finsternis, der du uns erquickt durch den nächt— lichen Schlaf und wieder aufgewecket hast, deinen Ruhm zu preisen und deine Gnade anzurufen: nimm jetzt von uns an nach deiner grundlosen Barmherzigkeit das Opfer unserer Anbetung und unsers Danks und gewähre alle uns heilsamen Bitten. Mache uns zu Kindern des Lichts und des Tages und zu Erben deiner ewigen Güter. Gedenke, Herr, nach deiner Güte deines ganzen Volks, aller, die mit uns beten, und aller unserer Brüder, die zu Lande oder zu Meer oder wo sonst in deinem —————————— ᷑‚ 538 Gebete für die häusliche Andacht. weiten Reich deiner Gnade und Hilfe bedürfen, und schütte über sie alle aus den Reichtum deiner Barmherzigkeit; auf daß wir, erlöset nach Seel und Leib, unverrückt in festem Glauben deinen heiligen und wun⸗ derbaren Namen rühmen mögen. Amen. 4. Herr, himmlischer Vater, ewiger Gott, gelobet sei deine göttliche Kraft und Allmacht, deine grundlose Güte und Barmherzigkeit, deine ewige Weisheit und Wahrheit, daß du mich in dieser Nacht mit deiner Hand bedecket und unter dem Schatten deiner Flügel hast sicher ruhen und schlafen lassen, auch vor dem bösen Feind bewahret und ganz väterlich beschirmet. Darum lobe ich dich um deine Güte und um deine Wunder, die du an den Menschenkindern tust, und will dich in der Gemeine preisen. Dein Lob soll allewege in meinem Munde sein. Meine Seele soll allezeit dich, meinen Herrn, rühmen, und was in mir ist, deinen heiligen Namen preisen: nimmermehr will ich vergessen, was du mir Gutes getan hast. So laß nun dir gefallen das Lobopfer aus meinem Munde, welches ich dir des Morgens früh in Einfalt meines Herzens bringe. Ich rufe zu dir von ganzem Gemüt: du wollest mich heut diesen Tag behüten vor aller Gefahr Leibes und der Seelen und deinen lieben Engeln über mir Befehl tun, daß sie mich behüten auf allen meinen Wegen. Umgib mich rings mit deinem Schild und führe mich auf den Steig deiner Gebote, daß ich unsträflich wandle in deinem Dienst, wie die Kinder des Tags, zu deinem Wohlgefallen. Wehre dem bösen Feind und allen Argernissen dieser Welt; dazu steure meinem Fleisch und Blut, daß ich nicht von ihnen überwältigt wider dich handle und dich mit meinen Sünden erzürne. Regiere du mich mit deinem heiligen Geist, daß ich nichts vornehme, tue, rede oder gedenke, denn allein was dir gefällig ist und zu Ehren deiner göttlichen Majestät gereicht. Amen. 5. Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten! O du barmherziger Gott, dessen Güte und Treue alle Morgen neu ist: ich sage dir mit Herz und Mund Lob und Dank, daß du mich diesen Morgen wiederum gesund hast lassen von meinem Lager aufstehen und meinen Leib vor Schaden und meine Seele vor Sünden bewahrt hast. Wie groß ist deine Güte, Herr, daß Menschen unter dem Schatten deiner Flügel trauen und unter dem— selben so mächtig bewahret werden! Ich schaue nach der Finsternis wieder das Sonnenlicht: gib mir Gnade, daß ich diesen ganzen Tag in deinem Lichte wandle und alle Werke der Finsternis fliehe. Ich achte den Tag für verloren, an welchem ich der Welt gedient und mich nach der Welt Torheiten und Gewohnheiten gerichtet habe, wofür ich einst vor deinem Gericht eine schwere Rechenschaft geben muß. Ich opfre mich hingegen dir ganz zu deinem Dienst mit Leib und Seele. Laß mich nichts wollen, nichts vornehmen und gedenken, als was dir gefällt, auf daß der ganze Tag dir möge geheiligt sein. Ich klopfe an deine Gnadentür, ich wende mich wieder zu der Segensquelle, aus welcher ich nehme einen Segen nach dem andern, eine Hilfe nach der andern; denn was du, Herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich; wenn du deine Hand auftust, so wird alles gesättigt mit Wohlgefallen. Gib mir guten Rat, wenn ich Rat bedarf; richte meine Anschläge und Vor⸗ nehmen nach deinem Willen. Entzünde in mir die Flammen deiner * Gebete für die häusliche Andacht. 539 göttlichen Liebe, daß ich diesen Tag meinen Glauben in den Werken zeige und in wahrer Liebe gegen dich und den Nächsten verharre, auf daß ich ohne Gewissenswunden den Abend erreiche. Wenn ich rufe zu dir, Herr mein Gott, so schweige mir nicht. Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heiligen Chor. Laß das Gebet der Elenden, Traurigen, Kranken und auch das Gebet der Meinigen und aller Frommen vor deinem Gnadenstuhl Erhörung fin⸗ den! Amen. II. Abendgebete. 1. Der Abendsegen Dr. Martin Luthers. Das walte Gott Vater, Sohn, heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädig behütet hast; und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich unrecht getan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. 2. Für den Sonntag. Wir loben und preisen dich, Herr Gott, Vater Himmels und der Erden, daß du uns an diesem deinem Tage aus lauter Güte und Barmherzigkeit reichlich versorget hast, nicht allein dem Leibe nach mit dem täglichen Brote, sondern auch an unsern Seelen mit der himm⸗ lischen Speise deines Wortes. Verleihe, o treuer Gott, daß es in unsern Herzen wurzele und großen Nutzen schaffe zu deiner Ehre und unserer Seligkeit. Wir bitten auch deine väterliche Gnade, du wollest uns ja dein lauteres Wort und reinen Kirchendienst nicht entziehen. Laß uns auch, barmherziger Vater, unsere Schuld und Sünden, mit welchen wir diesen heutigen Tag möchten verunheiliget haben, nicht ent⸗ gelten, sondern vergib sie und wende sie uns zu Gnaden durch das bittere Leiden und Sterben deines lieben Sohnes Jesu Christi. Du wollest auch auf die heute angehende ganze übrige Zeit unseres kurzen Lebens in diesem Jammertal uns dir in deinen göttlichen Schutz und väterlichen Segen befohlen sein lassen. Laß deine heiligen Engel sich um uns her lagern, damit der böse Feind keine Macht an uns finde. Weil aber der Abend dieser Welt mehr und mehr herbeinahet und sich der Tag geneiget hat, so verleihe uns die Gnade deines Geistes, damit wir stets wachen und in lebendigem Glauben, in brünstiger Liebe, fester Hoffnung und heiligem Wandel warten der seligen Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes Jesu Christi, wenn er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten: auf daß wir ihn alsdann würdig und mit Freuden empfahen, ins ewige Leben mit ihm eingehen und den ewigen Feier⸗ und Freudentag mit allen Auserwählten erlangen und ohne Ende halten mögen. Erbarme dich, o Herr, der ganzen Christenheit und befreie deine Gemeinde von 5⁴40 Gebete für die häusliche Andacht. aller Bedrängnis, Spott und Tyrannei. Tröste alle geängsteten, betrübten Gewissen durch den wahren Tröster, den heiligen Geist, und sende uns allen deinen Frieden durch Jesum Christum, unseren Fürsprecher und einigen Mittler. Amen. 3. Für die Wochentage. 1. Barmherziger, gnädiger Gott und Vater, ich sage dir Lob und Dank, daß du Tag und Nacht geschaffen, Licht und Finsternis unter⸗ schieden hast, den Tag zur Arbeit, die Nacht zur Ruhe, auf daß sich deine Kreatur darin erquicken möchte. Ich lobe und preise dich in allen deinen Wohltaten und Werken, daß du mich durch deine göttliche Gnade und Schutz den vergangenen Tag hast vollenden und seine Last und Plage überwinden und zurücklegen lassen. Es ist ja genug, lieber Vater, daß ein jeder Tag seine eigene Plage habe. Du hilfst ja immer eine Last nach der andern ablegen, bis wir endlich zur Ruhe und zu dem ewigen Tage kommen, da alle Plage und Not aufhören wird. Ich danke dir von Herzen für alles das Gute, das ich diesen Tag von deiner Hand empfangen habe. Ach Herr, ich bin zu geringe aller deiner Barmherzigkeit, die du täglich an mir tust. Ich danke dir auch für die Abwendung des Bösen, so mir diesen Tag hätte begegnen können, und dafür, daß ich unter dem Schatten des Höchsten und dem Schirme des Allmächtigen vor allem Unglück und vor schweren Sünden behütet geblieben bin, und bitte dich herzlich und kindlich: vergib mir alle meine Sünde, die ich diesen Tag begangen habe mit Gedanken, Worten und Werken. Viel Böses habe ich getan, viel Gutes habe ich ver— säumt. Ach sei mir gnädig, mein Gott, sei mir gnädig! Laß heute alle meine Sünde mit mir absterben, und gib, daß ich immer gottes⸗ fürchtiger, heiliger, frömmer und gerechter wieder aufstehe, daß meine Seele und Geist immer zu dir wache, mit dir rede und handle. Segne mich, daß dein Name und Gedächtnis in meinem Herzen bleibe, ich wache oder schlafe. Behüte mich vor schrecklichen Träumen, vor Ein-— bruch der Feinde, vor Feuers- und Wassersgefahr. Sei du, o Gott, mein Schatten über meiner rechten Hand, daß mich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. Laß deine heiligen Wächter mich behüten und deine Engel sich um mich lagern und mir aushelfen. Wecke mich wieder auf zu deinem Lob und Preise, daß ich mit neuen Kräften dir dienen möge. Wenn aber diese Nacht nach deinem unerforschlichen Ratschluß die letzte sein soll, und mein Stünd⸗ lein vorhanden ist, so verleihe mir eine selige Ruhe in Jesu Christo, meinem Herrn. Amen. ö 2. Allmächtiger, ewiger Gott, wie freundlich bist du denen, die auf dich harren, und der Seele, die nach dir fraget. Wie hast du mich diesen Tag so gnädiglich angesehen, der ich doch alles Guten unwürdig bin, hast nicht mit mir gehandelt nach meinen Sünden und mir nicht vergolten nach meiner Missetat. Das danke ich dir von ganzem Herzen. O Herr, laß dir angenehm sein, was ich diesen Tag in deinem Namen getan habe; vergib mir, was ich wider deinen göttlichen Willen gesündigt habe. Laß in mir nicht verlöschen das Licht des Glaubens und deiner Erkenntnis, laß nicht mich überfallen die grau— —.—————————————— Gebete für die häusliche Andacht. 541 same Finsternis der Unwissenheit, des Unglaubens und der Verzweiflung, behüte mich vor der ewigen Nacht. Herr, bleibe bei mir, denn der Tag hat sich geneiget, und es ist niemand, der mich in der Finsternis erhalten möge, denn du allein, mein Gott. Hilf uns, so wir wachen, daß wir in Christo wachen; behüte uns, so wir schlafen, daß wir in Frieden ruhen. Suche heim und regiere dieses Haus und vertreibe davon alle Schrecken des Feindes und laß deine heiligen Engel darin wohnen. Dein heiliger Segen bleibe über uns durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 3. Ich sage dir Dank, du wahres, ewiges Licht, daß du mich in dem Glanze deiner göttlichen Gnade und deines Geistes in dieses natür⸗ lichen Tages Schein vor schweren Sünden behütet hast. Laß nun, o Gott, der du die Nacht dem gebrechlichen Leibe zur Ruhe verordnet hast, meine mühselige, sündige Seele in dir ruhen und Frieden haben vor aller List und jeglichem Anlauf des bösen Geistes. Meine Sinne und Gedanken laß samt Händen und Füßen feiern, schweigen und stillesein zu dir, der du den Deinen gegenwärtig und unvergessen bist auch im tiefen Schlafe. Laß ja nicht mein träges Fleisch die arme Seele über⸗ wältigen, daß sie dein vergesse des Nachts. Dir befehle ich meinen Geist, o Hirte, zu treuen Händen; du hast ihn erlöset, Herr, du treuer Gott. Laß mich von dir nicht sinken, wache über mich, schirme mich mit deinen Flügeln. Wenn Tag und Nacht sich scheiden, so wecke mich und verleih mir wieder das Licht, darin ich hie wandeln und bei dir dort ewig wohnen möchte. Höre und erhöre mich, der du nicht schläfst noch schlummerst, durch Jesum Christum. Amen. 4. Gelobet seist du, o Gott und Vater, durch Jesum Christum im heiligen Geiste, du einiger, ewiger Gott, daß du durch deine mannig⸗ faltige Göte mich armen Sünder und elenden Menschen diesen Tag so gnädiglich bewahrt hast vor allerlei Unglück und Schaden, vor Krank⸗ heit und plötzlichem Tode. Herr, deine Güte reicht, so hoch der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Du bist gnädig und barmherzig, und alle deine Werke sind löblich. Ich bitte dich, mildreicher Gott, du wollest mir aus Gnaden verzeihen alles, was ich wider dich getan habe, es sei mit Werken, Worten oder Gedanken. Wollest auch deine Barmherzigkeit zu mir wenden und mich diese bevor— stehende Nacht also lassen schlafen und ruhen, daß ich dich, der du bist die ewige Ruhe, nun und nimmermehr verlasse, sondern in dir bleibe durch den Glauben und unter deinem Schirm sicher wohne, auf daß sich der böse Feind nicht dürfe zu mir nahen und mir Schaden zufügen. Herr, du bist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürch— ten? Du bist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? Auf dich verlässet sich mein Herz, und mir ist geholfen; denn du bist mein Trost und mein gewaltiger Schutz. Deine Hand stärket mich, deine Rechte tröstet mich, und unter dem Schirm deines Armes habe ich Zuflucht. Siehe, mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du mir, und des Nachts schweige ich auch nicht, und du erhörst mich. Wenn ich mich zu Bette lege, so gedenke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir, denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel ruhe ich. Wenn ich im Finstern sitze, so bist du doch, Herr, mein Licht und mein Heil. O gütiger Gott, verleihe mir Gnade, 542 Gebete für die häusliche Andacht. wenn mein Sterbestündlein herzunahet, und ich mich zur ewigen Ruhe soll niederlegen, daß ich dann im rechten, festen Glauben getrost und unverzagt möge seliglich zum ewigen Leben einschlafen. Amen. 5. Herr Jesu, barmherziger Heiland! Laß uns diesen Abend mit Danken vor dein Angesicht kommen. Jeder Tag ist ein Gnadengeschenk deines und unseres Vaters im Himmel; seine Güte und dein Verdienst ist es, daß wir nicht gar aus sind. Wie dürften wir armen Sünder hoffen zu leben, wenn du nicht für uns gestorben wärst! Laß uns auch heute nicht vergessen, was es dich gekostet hat, uns zu erlösen; und laß den Segen deines Leidens und Sterbens an uns nicht verloren sein. Gedenke unser auch ferner in Gnaden und laß uns deiner Treue Tag und Nacht befohlen sein. Nimm alle, die dich lieben, in deine Hände und an dein Herz und laß uns in dir fröhlich ruhen. Gib in dieser Nacht allen Weinenden Trost, allen Mühseligen und Beladenen süße Erquickung, allen Friedlosen verleihe deinen Frieden, allen Kranken sanfte Ruhe, allen Sterbenden die selige Hoffnung der Auferstehung. Herr Jesu, bei dir allein ist ewiger Friede; zu dir fliehen wir heute abend: zu dir wollen wir dereinst auch unsere Zuflucht nehmen, wenn der Abend unseres Lebens naht, daß wir in dir sanft und selig ein⸗ schlafen zum ewigen Leben. Amen. 4. Für den Sonnabend. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. Wer kann die großen Taten des Herrn ausreden und alle seine löblichen Werke preisen! Ich danke dir auch von ganzem Herzen, ich will dich erhöhen, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will dich täglich und auch jetzt am Ende dieser Woche loben und deinen Namen verherrlichen. Denn wer bin ich, Herr Herr, und was ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast? O du hast diese ganze Woche über nicht mit mir ge⸗ handelt nach meinen Sünden und mir nicht vergolten nach meinen Missetaten. Du hast mir Leben. und Wohltat erzeiget, und durch dein Aufsehen hast du meinen Odem bewahret. Ich bin des Tags unter deinem Schirm gesessen, du Höchster, und des Nachts ruhete ich unter deinem Schatten, du Allmächtiger. Warum sollte ich nicht am Ende dieses Tages und dieser Woche von ganzem 28—.0 zu dir spre⸗ chen: Meine Zuversicht und meine Burg? O wohl ein treuer Gott, auf den ich hoffe, auf den ich mich in völligem Glauben lehne! Denn du hast mich und mein Haus diese ganze Woche vor so mancherlei Unfall in Gnaden bewahret. Wieviel, wie reichlich hast du mir täg⸗ lich vergeben! Wie herzlich hast du dich meiner Seele angenommen, daß sie nicht verdürbe! Und ob du uns auch gezüchtiget und mit Leiden und Widerwärtigkeiten heimgesuchet, so hast du uns doch dem Tode nicht übergeben, sondern es ist uns zu Nutz geschehen, daß wir deine Heiligung erlangen. Ach vergib mir um Jesu Christi willen meine Sünden, welche ich wider dich, wider meinen Nächsten und wider mich selbst begangen habe. Schaffe mir, Gott, ein rein Herz durch das Blut Jesu deines Sohnes und einen neuen Geist durch deinen heiligen Geist. Und gleichwie du mir RxxL 45⁵— Gebete für die häusliche Andacht. 5⁴43 Naus Gnaden meine vielen UÜbertretungen erlässest, mit welchen ich diese Woche hindurch übertreten habe, also neige auch mein Herz durch deine Erbarmungen zur Erbarmung gegen alle, die mich beleidigt haben, daß ich ihnen auch vergebe von Herzen, einem jeglichen seine Fehle. Ich weiß ja nicht, ob nicht in dieser Nacht mit dem Ende dieser Woche auch das Ende meines Lebens einbrechen möchte. Darum laß mich nicht, weder in der Sünde des Zorns und der Unversöhnlichkeit, noch sonst in einem Laster sterben oder verderben, sondern in Christo Jesu meinem Heiland erfunden werden. In diesem tröste ich mich; du, Herr, bist meine Zuversicht, und du, Höchster, bist meine Zuflucht. Nur bereite mich, alle die Meinigen und alle, die nach dir fragen und dein Heil liebhaben, durch deine Kraft, daß ein jeder das Werk, das du ihm befohlen hast, von Tag zu Tag treulich ausrichte und am Ende seines Lebens mit Freuden vollendet habe, damit das Ende unseres Lebens, es komme heut oder morgen, eine Befreiung von dem Dienst des ver⸗ gänglichen Wesens und ein Anfang der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes in jener Welt sei. Das tue, lieber Vater, um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, unsers Herrn und Heilandes, willen. Amen. III. Tischgebete. 1. Vor dem Essen. 1. Aller Augen warten auf dich, Herr, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigest alles, was da lebet, mit Wohlgefallen. Herr Gott, himmlischer Vater, segne uns diese deine Gaben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesum Christum unsern Herrn. Amen. 2. Komm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne, was du uns be⸗ scheret hast. Amen. 2. Nach dem Essen. 1. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich: der allem Fleische Speise gibt, der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die ihn anrufen. Der Herr hat Ge⸗ fallen an denen, die ihn fürchten und auf seine Güte warten. Wir danken dir, Herr Gott, Vater, durch Jesum Christum unsern Muen⸗ für alle deine Wohltat, der du lebest und regierest in Ewigkeit. men. 2. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du unser Gast gewesen 51511 3210 du bei uns, so hats nicht Not; du bist das wahre Lebens⸗ rot! Amen. Weitere Tischgebete siehe unter Nr. 426, 427, 428 und 429 des Gesangbuchs. Gebete für die häusliche Andacht. IV. Gebete für die Festtage. 1. Advent. Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken deiner Gnade, daß du uns deinen Sohn gesandt hast und ihn gesetzt hast zum König der Ge⸗ rechtigkeit und zu unserm Heiland und Erlöser, der uns aus dem Reich der Finsternis errette und uns Gerechtigkeit, Heil und Seligkeit ver⸗ leihe. Wir bitten dich aber auch, erleuchte uns in seiner Erkenntnis und stärke uns im rechten, wahren, christlichen Glauben, daß wir ihn für unsern König und Seligmacher halten, annehmen und loben und mit unsern Gaben und Kräften, mit allem, was wir von dir Gutes haben und vermögen, ihm untertan sein und ihm dienen mögen, und er seine Wohnung unter uns und in uns habe, und wir allezeit in seinem Reiche und in seinem Gehorsam und Dienste bleiben. Neige der Fürsten und Gewaltigen Herz und Willen, daß sie dem Könige aller Könige und Herrn der Herrlichkeit auftun ihre Pforten und Tore; laß ihn einziehen in alle Lande, Städte und Kirchen, daß er seine Herberge bei ihnen habe und mit seinem Wort und Geist regiere und herrsche. Steure dagegen und wehre allen denen, die Christo die Pforten zu⸗ schließen und ihm den Eingang wehren oder ihn gar vertreiben und von sich stoßen. Mache ihr böses Vornehmen und ihre Anschläge zu— nichte. Beweise deine Macht und Barmherzigkeit an den armen Menschen, die noch in den Banden des Aberglaubens und in der Trostlosigkeit des Unglaubens, in gottlosem Wesen und falscher Lehre gefangen sind, daß Christus auch zu ihnen komme und sein Reich des Lichts, der Wahrheit und Gerechtigkeit bei ihnen aufrichte. Erscheine auch mit Trost und Hilfe allen, die in Trübsal, Not und Anfechtung sind, und laß sie dein Nahesein spüren und durch deine Gnade aufgerichtet werden, damit du, ewiger Vater, samt deinem einigen Sohn und dem heiligen Geiste mit Lob und Preis und Anbetung deines heiligen Namens gerühmet und geehret werdest! Amen. 2. Weihnachten. Allmächtiger Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, gelobt sei dein heiliger Name immer und ewiglich! Du hast Großes an uns ge⸗ tan, des sind wir fröhlich; denn uns ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr. Ich danke dir von Herzen, daß du solche Liebe uns erzeigt und deinen eingebornen Sohn gegeben hast, auf daß wir nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Preis und Ehre sei dir, Herr Jesu! Du bist ein Menschenkind geworden, auf daß wir Gottes Kinder würden; du bist arm geworden, auf daß wir reich würden; du hast dich zur Knechtsgestalt erniedrigt, auf daß wir zum Bilde Gottes erneuert und zum Himmel erhoben würden. Wir saßen alle in Finsternis und Schatten des Todes; da bist du uns die Sonne der Gerechtigkeit geworden, hast uns zugewendet die herzliche Barm— herzigkeit Gottes; hast Frieden und Freude herniedergebracht und lässest uns aus deiner Fülle nehmen Gnade um Gnade. Darum frohlocket auch meine Seele und singet: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede R Dnn Gebete für die häusliche Andacht. 54⁵ auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! O lieber Herr und Heiland, ziehe nun ein in mein Herz, das nach dir verlangt, und erfülle es mit allen Gaben deiner Güte und Barmherzigkeit. Regiere mich mit deinem heiligen Geiste und heile mich vom Elende der Sünde. Verleihe mir Trost in allem Leide, Hilfe in aller Not, Kraft zum Widerstande in allen Anfechtungen des bösen Feindes, Beständigkeit in allen Ver⸗ suchungen der Welt und meines sündlichen Fleisches und endlich den Sieg im letzten Kampfe. Erbarme dich mit deiner Heilandsliebe über mich und alle, die dein eigen sind, und gib uns deinen Frieden, o Jesu! Amen. 3. Jahresschluß. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater! Wir sagen dir von Herzen Lob und Dank, daß du uns durch deine väterliche Güte und Treue dieses zu Ende eilende Jahr hast überleben und uns in demselben deine Wohltaten an Leib und Seele reichlich hast widerfahren lassen. Ach Herr, wir sind zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an uns getan hast. Aber mit herzlicher Reue bekennen wir dir, daß wir den Reichtum deiner väterlichen Liebe nicht nach Gebühr erkannt, sondern vielfältigerweise mißbraucht und mit Gedanken, Worten und Werken schwer und mannigfaltig wider dich in diesem Jahre gesündigt und dadurch deine gerechten Strafen wohl verdient haben. Darum bitten wir dich mit tiefer Demut um Vergebung aller unsrer Sünden; und weil wir morgen nach deinem Willen ein neues Jahr beginnen, so wollest du deine väterliche Huld und Treue gegen uns erneuern und deinen heiligen Geist uns schenken, damit wir mit dem alten Jahr alle alten Sünden, bösen Lüste und Begierden ablegen und mit dem neuen Jahr ein neues christliches Leben anfangen und dir darin mit neuer Willigkeit dienen. Segne uns, unser Gott, und hilf uns, die flüchtigen Tage unsrer Wallfahrt in deiner Furcht hinbringen. Wir wissen nicht, wann du auch uns von unserm Tagewerk abrufen und der Zahl derer anreihen wirst, die in diesem Jahr ihren Lauf vollendet haben. Laß uns mit heiligem Ernst ihr Ende anschauen und nur um so mehr Fleiß anwenden, was wir hier noch leben im Fleisch, zu leben im Glauben deines Sohnes, der uns geliebt hat und sich selbst für uns dargegeben. Rufe aber auch den Betrübten und Leidtragenden unter uns das Wort des Trostes und der Hoffnung zu, daß selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben; denn sie ruhen von ihrer Arbeit, und ihre Werke folgen ihnen nach. Herr Jesu! Du bist dazu gestorben und wieder lebendig worden, auf daß du über Tote und Lebendige ein Herr seiest. So erhalte uns in der Gemeinschaft des Geistes mit allen, die in dir selig entschlafen sind, und bewahre uns fest bis ans Ende, daß weder Tod noch Leben uns aus deiner Hand reißen dürfe. Leben wir, so laß uns dir leben; sterben wir, so laß uns dir sterben, damit wir dein seien tot und lebendig. Mach uns, o Jesu, ewig selig! Amen. 35 — —. ds⸗chdcd En Gebete für die häusliche Andacht. 4. Neujahr. Herr, allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Tag und Nacht ist dein, du machst, daß Sonne und Gestirne ihren gewissen Lauf haben, Sommer und Winter machst du. In deiner Hand sind wir selber und unser Leben und alle unsre Wege. Weil wir denn heute durch deine Güte und Allmacht ein neues Jahr anfangen, so kommen wir vor dein heiliges Angesicht und rufen zu dir, daß du uns, Gott, erhören wollest. Neige deine Ohren zu uns, laß unser Gebet dir zu Ehren und zu unserm Besten geschehen. Erleuchte und bekehre uns, daß wir von uns ablegen den alten Menschen, der durch Lüste in Irrtum sich verderbt, und den neuen Menschen anziehen, der nach Gott geschaffen ist; gib Gnade, daß wir das ungöttliche Wesen verleugnen, hingegen anlegen die Waffen des Lichts und ehrbarlich wandeln als am Tage. Gott, sei uns gnädig und segne uns in der Kirche: lege dein Wort in den Mund unsrer Prediger, daß sie mit freudigem Auftun desselben das Geheimnis des Evangelii kundmachen, uns lehren, trösten, vermahnen und strafen mit ganzem Ernst. Segne unsre Obrigkeit und gib ihr wahre Furcht Gottes, Weisheit und Verstand, seliglich und wohl zu regieren, Friede und Einigkeit zu erhalten, auf daß wir unter ihrem Regiment noch länger haben mögen Gottes Wort, zeitlichen Frieden und Nahrung. Sieh auf den Hausstand und fördere das Werk unsrer Hände. Hilf, daß Eltern Freude an ihren Kindern haben, die Kinder aber die Eltern ehren. Hilf, daß Brüder eins seien, die Nachbarn sich liebhaben, Mann und Weib in Einigkeit und rechtem Frieden leben. Sieh an die Tränen der Witwen und Waisen, ver⸗ achte nicht ihr Gebet und ihre Klagen. Rette alle, die in Kreuz und Trübsal, in Krankheit und andern Anfechtungen sind. Tröste alle, die um deines heiligen Namens und um der Wahrheit willen verfolgt werden; gib ihnen Geduld und Trost, daß sie in allem deinen väter⸗ lichen Willen erkennen. Hilf den Armen, daß sie sich genügen lassen und in dir reich sein lernen. Behüte die Reichen, daß sie nicht stolz seien, sondern auf dich, den lebendigen Gott, hoffen, der du ihnen allein darreichst, was sie genießen. Himmlischer Vater, du weißt, was wir bedürfen, darum beschere uns, was uns gut ist, zeitlich und ewiglich. Lehre uns tun nach deinem Wohlgefallen, dein guter Geist führe uns auf ebener Bahn, daß wir alles, was du uns befiehlst, hören und tun und davon nicht weichen weder zur Rechten noch zur Linken. Steure allen Feinden und bekehre, die noch ferne von dir sind; segne alle frommen Herzen, und wenn du uns in diesem Jahre willst aus diesem Jammertale abfordern, wie wir denn nicht wissen, was heute oder morgen sich begeben mag, ach Herr, so erzeige uns die Gnade und nimm unsern Geist weg in Frieden und laß uns selig einschlafen in deinem lieben Sohn, unserm Heilande Jesu Christo! Amen. 5. Epiphanienzeit. Großer Himmelskönig Jesus Christus, dir sagen wir demütigen Dank, daß du nicht allein zur Freude deines auserwählten Volkes, sondern auch zum Troste der Heiden gekommen bist, uns zu Mitgenossen deiner Gnade und deines Reiches gemacht und uns solches geoffenbart *ꝗ— Gebete für die häusliche Andacht. 547 hast. Wie sollen wir dich für deine Wohltat genugsam preisen? Wir waren außer der Bürgerschaft Israels und fremd von dem Testament der Verheißung, wir hatten keine Hoffnung und waren ohne dich in der Welt. Aber du hast uns herzugeführt, uns zu Bürgern mit den Heiligen und zu deinen Hausgenossen gemacht. Ach laß dein Wort den Stern sein, welchem wir folgen, um dich im Genusse deiner Gnade gewiß zu finden. Und ob wir uns durch unsre eigenen Gedanken von deinem Licht und Stern haben abwenden lassen, so bringe uns doch gnädig wieder zurecht und laß uns nicht auf Irrwegen fortgehen. Laß uns auf dein Wort achten als auf ein Licht, das da scheint in einem dunkeln Orte; laß in unsern Herzen den Tag selbst anbrechen und den Morgenstern aufgehen, daß wir dich sehen in deinem Lichte und dich anbeten in tiefster Demut, Liebe und Gehorsam, ja alles das Unsrige und uns selbst dir zu opfern und darzulegen willig seien. Solches tue um deines herrlichen Namens willen. Amen. 6. Passionszeit. O Herr Jesus Christus, der du uns armen verlorenen Sündern durch dein heiliges, unschuldiges Leiden Gnade bei deinem himmlischen Vater erworben und das ewige Leben wiedergebracht hast, wir danken dir aus Herzensgrund für deine Liebe, deine Angst und Not und selig machenden Tod und bitten dich: erhalte uns ewig in der Liebe und im Lobe deines Leidens und gib uns Gnade, die ewige Wohltat der teuren Erlösung mit dankbarem Herzen zu erkennen und zu preisen. Laß uns dadurch im Glauben stärker, in der Hoffnung fröhlicher, in der Liebe brünstiger, in der Geduld getroster, im Gehorsam williger und beständiger werden und unsern Sünden absterben. Hilf auch, daß wir an unserm Ende uns deines blutigen Todes, uns zur ewigen Seligkeit, freuen und trösten mögen, o Herr Jesus Christus! Amen. 7. Karfreitag. Herr, himmlischer Vater, allmächtiger, ewiger Gott, der du der armen, sündhaften Welt dich erbarmt und um ihretwillen deines einge⸗ borenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für alle in den Tod gegeben hast, damit wir durch ihn möchten leben und selig werden; wir danken dir für diese wunderbare Gnade und Barmherzigkeit, daß du den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht hast, damit wir in ihm würden die Gerechtigkeit, die vor dir gilt. O liebster Heiland Jesu Christ, du warst der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Krankheit und Schmerzen, denn der Herr warf unser aller Sünde auf dich. Die Strafe lag auf dir, damit wir Frieden hätten, und durch deine Wunden sind wir geheilt. Darum so sei nun auch gelobt immer und ewiglich, daß du uns zugute dies alles getan und deinem himmlischen Vater gehorsam geworden bist bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz! Erbarme dich noch ferner über uns, deine Erlösten, und hilf, daß unser keiner verloren werde. Hast du doch dein Leben für uns zum Schuldopfer gegeben; so gib nun auch deinen heiligen Geist zu unsrer Bekehrung und mache uns gerecht durch deine 35 ———— Gebete für die häusliche Andacht. Erkenntnis, nachdem du unsre Sünde getragen. Wir haben dir Arbeit gemacht mit unsern Sünden und Mühe mit unsern Missetaten. Hilf nun, daß wir nicht ohne Buße sterben oder dich mit sündhaftem Leben von neuem kreuzigen und durch ungläubige Verachtung dein Blut mit Füßen treten, welches uns reinigen soll von unsern Sünden. Vielmehr verleihe uns, daß wir mit geängstetem Geist und zerschlagenem Herzen dein Leiden und Sterben betrachten, in wahrem und festem Glauben unsre Zuflucht nehmen zu deinen heiligen Wunden und dermaleinst ein⸗ gehen zum ewigen Leben. Im übrigen beschere uns allezeit ein geduldiges Herz, nach deinem Vorbilde unser Kreuz auf uns zu nehmen und dir willig nachzufolgen, auf daß, so wir mit dir leiden, wir auch mit dir zur Herrlichkeit mögen erhoben werden! Amen. 8. Ostern. Lieber Herr Jesus Christus, du allmächtiger Gott und starker Siegesfürst, der du die Bande des Todes zerrissen, in großer Majestät und Herrlichkeit aus deinem Grabe auferstanden und ein Erstling geworden bist unter denen, die da schlafen: wir danken dir an diesem deinem großen Ehrentage für dein heiliges Leiden, Sterben und Auferstehen, denn es ist alles uns zugute geschehen. Du hast die Pforten der Hölle zerbrochen, damit wir in ewiger Freiheit aus- und eingehen mögen. Du hast uns mit gewaltiger Hand ausgeführt aus dem Ge— fängnis und dem Reiche des Todes, dem du seine Macht genommen, und hast uns von der ewigen Dienstbarkeit erlöst. Du bist von den Toten auferstanden und mit Macht hervorgedrungen als unser Herr und Haupt und Erzhirt, auf daß wir als deine Glieder und Schafe auch nicht im Grabe bleiben, sondern durch dich zur ewigen Herrlichkeit auf⸗ erstehen sollen. Darum rufen wir heute mit fröhlichem Munde: Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum! Auch bitten wir dich, laß deine heilige Auferstehung allezeit uns trösten, daß wir festiglich glauben, du habest alle unsre Sünden bedeckt, daß sie vor das Angesicht des himmlischen Vaters nicht mehr kommen noch uns beschämen werden. Hilf uns auch endlich alle Todes⸗ not und Schmerzen durch den freudigen Trost der Auferstehung kräftig überwinden; und wenn du durch die Stimme des Erzengels rufen wirst: Stehet auf, ihr Toten! so öffne unsre Gräber und laß uns dir mit Freuden entgegengehen. Dann werden wir dein heiliges Angesicht fröhlich anschauen und dich samt dem Vater und heiligen Geist in Ewig⸗ keit preisen. Amen. 9. Himmelfahrt. O Heiland, der du aus Liebe zu uns dich aller deiner Herrlichkeit entäußert und Knechtsgestalt angenommen hattest und gehorsam worden warst bis zum Tode am Kreuz, dem aber Gott auch einen Namen gegeben hat, der über alle Namen ist, o laß die Kraft deiner Herrlich⸗ keit unsern Herzen bekannt werden, damit auch wir in deinem Namen uns beugen und dir, unserm Könige, dienen und anhangen. Wir danken dir, Herr Jesu, daß du durch deine Himmelfahrt uns den Weg zum Gebete für die häusliche Andacht. 549 Himmel gebahnt und deines Vaters Herz uns aufgeschlossen hast. Du sitzt zur Rechten der Kraft Gottes, damit dir alle Herzen als ihrem rechtmäßigen Könige untertan werden sollen. Siehe, hier sind Herzen, über die du als Herr und König herrschen solltest: ach sende einen Blick deiner Freundlichkeit auf uns herab. Herr Jesu, gib uns himmlischen Sinn und laß uns durch deine Gnade bewahrt werden vor allen eitlen, irdischen Gedanken; sammle uns in deiner Gegenwart; stille unser Gemüt durch deine gnadenreiche Mitteilung; laß uns vor deinem Angesicht gesegnet sein. Herr, schließe durch deinen heiligen Geist unsre Augen auf, daß wir sehen mögen die Größe deiner Herrlichkeit und die Überschwenglichkeit deiner Liebe, damit wir anfangen mit ganzem Herzen, Sinn und Gemüte gen Himmel zu wandeln, vor deinem Angesichte heilig zu leben und dich zu lieben, der du uns so hoch geliebt hast. O Herr, vergib um deiner Liebe willen, daß wir so oft von dir und deiner Auffahrt zur Herrlichkeit gehört und noch so wenig ihre Kraft in unsern Herzen erfahren haben. O daß wir dir die Ehre geben und uns deinem allmächtigen Zepter unterwerfen möchten! Verherrlichter Jesu, verherrliche dich an unsern Herzen. Werde erkannt in deiner Größe, werde geehrt und geliebt von uns und ziehe ein in unsre Herzen. Laß sie deine Werkstatt sein; schleuß sie auf, daß wir mögen ermuntert werden, dir getrost nachzuwandeln, wie du uns vorangegangen bist und das Ziel erreicht hast. Erhöre unser Seufzen, o großer Hoherpriester zur Rechten Gottes; erwirb uns kraft deines Verdienstes ein kräftiges Ja und Amen. 10. Pfingsten. Wir loben und preisen dich, lieber himmlischer Vater, daß du deine Verheißung erfüllt, deinen heiligen Geist über alles Fleisch ausgegossen, deinen Himmel aufgetan und uns mit geistlichem Segen in himmlischen Gütern gesegnet hast. Nun hast du alles getan, du Gott aller Gnade und Vater der Barmherzigkeit, was du dir vorgenommen, und deine großen Werke auf Erden vollendet, die deines Namens Ehre sind und unser ewiges Heil. Du hast den Namen deines lieben Sohnes verklärt und deine Liebe in unsre Herzen ausgegossen. Ja du willst selbst in uns wohnen, willst unser Gott sein, und wir sollen dein Volk sein. Hochgelobt sei dein heiliger Name! Erhöre nun heute die Gebete deines Volkes. Tröste uns wieder mit deiner Hilfe und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns. Halte im Bau den Weinstock, den deine Rechte gepflanzt hat, und tränke ihn mit dem himmlischen Tau deines Segens. Laß deine Gemeinde bleiben bei deinem reinen Wort und öffne wieder ihren Mund, daß sie deine großen Taten preise. Tu die Tore dei⸗ nes Reiches weit auf und laß die Fülle der Heiden zu ihnen eingehen. Regiere mit deinem Geist alle christliche Obrigkeit, richte nach deinem Willen die Werke ihrer Hände und leite sie auf rechtem Wege, daß sie tun möge, was dir wohlgefällig und deinem Volke heilsam ist. Gieß über unsre Häuser den Geist der Gnade und des Gebetes aus und laß die Leuchte deines heiligen Wortes darin nicht verlöschen. Laß deinen Geist, den Geist des Trostes und der Kraft, die Elenden erquicken, die Gebete für die häusliche Andacht. Traurigen trösten, die Schwachen stärken und die aufs beste mit unaus⸗ sprechlichem Seufzen vertreten, die in großer Anfechtung nicht mehr beten können. Vollende an uns allen das gute Werk, das du ange⸗ fangen hast, und mache uns würdig, dein ewiges Reich zu erlangen, da die große Schar aus allen Völkern und Sprachen dir mit neuen Zungen Lob und Dank sagt ewiglich. Dir samt deinem lieben Sohne und dem heiligen Geiste sei Ehre in der Gemeinde zu aller Zeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 11. Trinitatisfest. Allmächtiger, ewiger Gott, der du deiner Kirche aus Gnaden gegeben hast, im Bekenntnis des wahren Glaubens dich, den Vater, Sohn und heiligen Geist, zu erkennen und als den einigen Gott in deiner geheimnis⸗ vollen Majestät anzubeten: wir bitten dich, verleih uns, daß wir auf diesen allerheiligsten Glauben erbaut werden zu einer lebendigen Gemein⸗ schaft mit dir und zu unsrer Seelen ewigen Seligkeit. Dir, dem dreieinigen Gott, sei Anbetung, Preis und Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 12. Erntefest. Herr Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist, du bist der allmächtige Gott Himmels und der Erden, und in dir leben, weben und sind wir. Du hast aber gewollt, daß der Mensch lebe vom Brote, und hast des⸗— halb im Anfange der Welt die Erde fruchtbar gemacht durch dein allmächtiges Wort und nach den Tagen der Sündflut verheißen, daß, solange die Welt stehen werde, nicht mehr aufhören soll Saat und Ernte. Daher, o Herr, währt diese einmal von dir festgesetzte Ordnung noch immer fort. Noch immer krönst du das Jahr mit deinem Gut. Du läßt Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutze der Menschen. Also bringst du Brot aus der Erde und erfüllst unsre Herzen mit Speise und Freude. O Herr, wie hast du alles so weislich geordnet. Wie groß ist auch deine Güte gegen uns, die wir deines Brotes nicht wert sind, wie wunderbar deine Allmacht, wenn du aus wenigem viel machst, wenn du reichlich Frucht schaffst aus dem Samen, der in der Erde verwest. Deine unaussprechliche Güte, Barmherzigkeit und Allmacht ist es, o du treuer Gott, die auch wiederum in diesem Jahre unser Land heim⸗ gesucht hat. Die Menschen hatten ihren Samen auf Hoffnung gesät, und du hast dieselbe erfüllt, hast die Saat auf dem Felde gesegnet und uns wieder die Zeiten erleben lassen, da man erntet und einsammelt deine Gaben. Ach Herr, es ist ja alles dein, wir können ja nichts aus der Erde hervorbringen. Dazu ist es, es sei viel oder wenig, doch un⸗ endlich mehr, als wir verdient haben. Darum Dank sei dir und deinem heiligen Namen für alles, was du uns dieses Jahr über auf dem Acker beschert hast. Wir bitten dich aber auch, o liebreicher Vater, nimm uns nicht wieder in deinem Zorn, was du uns in deiner Gnade gegeben. Erhalte uns vielmehr das tägliche Brot, was du jetzt reichlich austeilst. Be⸗ wahre uns alles, was uns deine Güte hat einsammeln lassen, vor aller Gefahr und allem Unfall und verleihe uns dabei Leben und Gesundheit, Ruhe und Friede, es zu genießen. Vor allem aber gib uns ein dank⸗ —.—.—2—.—2..... W A V . H VV + EV Gebete für die häusliche Andacht. 551 bares Herz, das deine Gaben nicht mißbrauche, sondern sie zu deiner Ehre anwende, damit sie nicht nur Kraft geben dem Leibe, sondern auch der Seele heilsam sind. Laß uns dieselben nicht verschwenden und andern gerne davon mitteilen. Suche noch ferner unser Land heim in Gnaden. Baue es und mache es sehr reich. Tränke seine Furchen, gib Sonnenschein und Regen zu rechter Zeit und laß wohlgeraten, was man wieder säen wird, damit auch im künftigen Jahre das Land sein Ge⸗ wächs gebe und unsre Auen dick stehen mit Korn, daß man jauchzt und singt und deinen Ruhm verkündigt immerdar. Erbarme dich auch aller unsrer Brüder, o Herr, insonderheit zu dieser fröhlichen Erntezeit. Du bist ja, Gott, der täglich seine milde Hand auftut und sättigt alles, was da lebt, mit Wohlgefallen. Ge⸗ denke der Armen, die nicht haben, was sie einernten können, und lasse die, denen du reichlich beschert hast, mit für sie einsammeln. Wo wenig ist, da segne den kleinen Vorrat, daß er genüge, und wo viel vorhanden ist, da verhüte, daß es nicht zum Bösen gemißbraucht werde. Erhalte, o Herr, uns Ruhe und Frieden im Lande, damit nicht Fremde in unsre Ernte kommen und sie verzehren. Behüte überall vor Miß⸗ wachs, teuern Zeiten und Hungersnot. Vor allem aber schenke jedem Zufriedenheit mit dem, was du ihm beschieden, damit Reiche und Arme deine Kraft erkennen und dich preisen mögen immerdar. Endlich aber, o Herr, lehre uns bedenken, daß wir selbst dein geist⸗ liches Ackerfeld sind, und du der Herr der Ernte, welche in deiner Kirche bevorsteht. Darum bitten wir dich: sende Arbeiter in diese Ernte. Hilf, daß überall guter Same ausgestreut und die reine Lehre gepredigt werde in deiner Christenheit. Behüte die Welt vor dem Unkraut, was der Feind geschäftig ist auszustreuen. Bekehre die, welche noch auf das Fleisch säen, daß sie nicht von ihm das Verderben ernten. Heilige uns dagegen alle, daß wir christlich gesinnt seien und auf den Geist säen und dereinst von ihm ernten das ewige Leben. Ja wenn einmal die ganze Welt reif sein wird zur letzten Ernte, so hilf auch, daß wir als reiner Weizen in deine Scheuern gesammelt und bewahrt werden zur ewigen Freude. Da werden wir ohne Aufhören ernten, wie du gesagt hast, und uns freuen mit unaussprechlicher, ewiger Freude. Erhöre uns, o Herr, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen. 13. Reformationsfest. O heiliger wahrhaftiger Gott und Herr! Wie können wir Lob und Dank genug gegen dich aussprechen, daß du nach so langer Finsternis dein seligmachendes Evangelium aus großer Barmherzigkeit wieder ans Licht gebracht und durch treue Zeugen und Bekenner desselben unsre Kirche von verderblichen Irrtümern und Menschensatzungen so herrlich gereinigt hast. Gib ferner Gnade, daß wir dein untrügliches Wort, wie es dein Geist den Propheten und Aposteln eingegeben hat, samt den heiligen Sakramenten lauter und unverfälscht behalten. Wende unsre Herzen ab von unnützer Lehre, von Irrtum und Verführung. Wehre, du großer Erzhirte Jesus Christus, allen Feinden unsers Glaubens, daß keiner mit List oder Gewalt deine Schafe zerstreue und uns der gesunden und erquickenden Weide deines Wortes beraube. Bringe auch 5⁵2 die herbei zu deiner Herde, die noch in Unwissenheit, blindem Eifer, Unverstand und Irrtum dahingehen. Suche die Verlorenen, heile, die an ihrer Seele Schaden genommen haben. Heilige uns alle in deiner Wahrheit, daß wir nicht durch gottloses Leben deiner Kirche zur Schande gereichen, sondern würdiglich wandeln dem Evangelio und das⸗ selbe in aller Widerwärtigkeit mit Worten und Werken bekennen. Sieh mit und bisher gesegnet hast. Herr, du wollest uns vollbereiten, stärken, kräftigen, gründen. Dir sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit. ganzen Erdenkreis, der du alle Obrigkeit eingesetzt und gesagt hast durch deinen werten Apostel: Es ist keine Obrigkeit, ohne von Gott, und laß lieben und ehren. Gib Gnade, daß wir durch sie mit Gerechtigkeit regiert werden und unter ihrem Schutz ein stilles, geruhiges Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Und weil du, lieber Vater, der Könige Herzen in deiner Hand hast und leitest die⸗ selben wie Wasserbäche, so regiere auch unsern König mit deinem heiligen Geist, daß er dein Wort liebhabe und auf deinen Wegen wandle. Gib ihm deine himmlische Weisheit, die um deinen Thron ist, durch welche die Könige regieren und die Ratsherren das Recht setzen. Laß ihn das Geschrei der Armen hören und Recht und Gerech⸗ tigkeit handhaben. Laß ihn fürstliche Gedanken haben und darüber halten. Gib ihm die Liebe der Gerechtigkeit, beständigen Mut und Gebete für die häusliche Andacht. Gnade an den Weinberg, den du durch Jesum Christum gepflanzt Amen. 14. Königsgeburtstag. Herr aller Herren und König aller Könige, du Herrscher über den wer der Obrigkeit widerstrebt, der widerstrebt Gottes Ordnung, uns die Obrigkeit für deine Ordnung erkennen, dieselbe fürchten, — Tapferkeit wider alle Ungerechtigkeit, glücklichen Fortgang seiner An⸗ ö schläge, getreue, verständige, kluge Räte, gesundes und langes Leben. Behüte ihn vor Heuchlern und Schmeichlern, vor Kriegen und Blutver⸗ gießen. Schütze ihn durch deine heiligen Engel. Segne das ganze Land und schaffe unsern Grenzen Friede, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Güte und Treue, der du vergibst Missetat, Übertretung und Sünde, wir treten vor deinen Thron und bekennen mit demütigem Herzen, daß wir unsern Gott und Herrn, oftmals verlassen, haben der Welt und unserm Fleische gedient und deine heiligen Gebote vielfältig übertreten. Wenn du gerufen, haben wir nicht geantwortet; wenn du gedroht, haben wir vom nicht Ruhms, den wir an dir haben sollten. 15. Bußtag. Herr, Herr Gott, barmherzig und gnädig, geduldig und von großer alle mannigfach wider dich gesündigt haben. Wir haben dich, Bösen nicht abgelassen; wenn du uns gezüchtigt, haben wir uns gedemütigt. Ja wir sind allzumal Sünder und mangeln des Darum kommen wir jetzt zu dir und bitten im Namen Jesu, deines lieben Sohnes, vergib uns unsre Schuld und mache uns durch sein Blut rein von allen unsern Sünden. Sieh uns an mit den Augen ———— [xX ⏑ AH SNN I Gebete für die häusliche Audacht. 55⁵3 deiner Barmherzigkeit, nicht als die Gefallenen, sondern als die Erlösten. in Jesu Christo, deinem Sohne. Schenke uns deinen heiligen Geist, daß er uns erleuchte, reinige und erneuere. Hilf uns den guten Kampf des Glaubens kämpfen und laß uns unsträflich erhalten werden bis ans Ende. Nimm dich deiner Kirche gnädig an und schütze sie wider alle Macht und List des Feindes. Segne die Predigt deines Wortes an allen Seelen und bewahre uns, daß der Satan den guten Samen nicht von unsern Herzen nehme. Laß deine Hilfe widerfahren unserm Vater⸗ lande, unserm geliebten Kaiser samt seinem ganzen Hause, allen Obrig⸗ keiten unsers Landes und unsern Gemeinden. Laß unter den Unruhen und Stürmen dieser Zeit unser Vaterland deiner gnädigen Obhut be⸗ fohlen sein. Sei unserm Volke eine starke Schutzwehr gegen alle Feinde und Gefahren, die ihm drohen: bewahre uns unter dem Schatten deiner Flügel in rechter Einigkeit, Liebe und Treue. Erbarme dich eines jeden, der heut mit bußfertigem Herzen zu dir aufblickt. Und wer noch verhärtet ist in Unbußfertigkeit, den erwecke du, o Herr, solange es noch Zeit ist, und treibe ihn kräftig an, recht⸗ schaffene Früchte der Besserung zu bringen. Alle Kranken und Notleidenden, alle Betrübten und Angefochtenen be⸗ fehlen wir deiner treuen Vaterliebe. Laß in jeder Anfechtung deinen heiligen Geist die Herzen regieren, stärken und trösten; und jede Trüb⸗ sal laß geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübt werden. Welche du aber abberufen willst aus diesem Leben, in denen verherrliche deine Macht und Gnade, daß sie in getrostem Glau⸗ ben von hinnen scheiden und die Seligkeit erlangen, die du uns bereitet hast durch Jesum Christum. Amen. 16. Totenfest. Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für; der du die Men⸗ schen läßt sterben und sprichst: Kommet wieder, Menschenkinder! Wir gedenken heute derer, welche du im vergangenen Kirchenjahre aus diesem Leben abgerufen hast. Du hast dich, solange sie auf Erden wandelten, an keinem unter ihnen unbezeugt gelassen; nun aber hast du jeden an seinen Ort gehen lassen und gibst ihm nach seinen Werken. Ach lehre uns doch, daß auch unser Leben ein Ende hat, und daß du uns dann vor dein Gericht stellen wirst. Denn unser Leben fährt schnell dahin, als flögen wir davon. Wir sind wie ein Gras, das da früh blüht und bald welk wird und des Abends abgehauen wird und verdorrt. Es ist nur ein Schritt zwischen uns und dem Tode. Ach lehre uns das doch bedenken und laß dein Gericht allezeit vor unsern Augen stehen, daß wir klug werden. Die Seelen derer, die in diesem Jahre dir und deiner Gnade entschlafen sind, sind nun in der Ruhe. Wir aber schweben noch auf dem Meere dieser Welt, umgeben allezeit und überall von Wellen und Klippen. Führe uns sicher hindurch und laß uns auch zu dir gelangen. Bewahre uns vor dem Ende der Ungläu⸗ bigen und Unbekehrten und laß uns nicht aussäen auf das Fleisch, da⸗ mit wir nicht einst das Verderben ernten, sondern auf den Geist, damit wir das ewige Leben ernten.— 55⁴4 Schulgebete. Verleihe, barmherziger Vater, daß keiner unter uns ohne Buße sterbe und ohne den seligmachenden Glauben an Jesum Christum, der sein Leben zum Lösegelde für uns gegeben hat und unser Friede ist. Reinige uns durch deinen heiligen Geist von allen Werken des Fleisches und stärke uns täglich zu neuem Eifer in der Heiligung, auf daß wir, wenn du uns rufst, bereit sein mögen. Laß dann, o Gott, deinen heiligen Geist unsrer Schwachheit aufhelfen und uns bei dir vertreten mit unaussprechlichem Seufzen. Dein Licht erleuchte uns, deine Barm⸗ herzigkeit führe uns, deine Hand schütze uns, deine Gnade helfe uns und schenke uns den Eingang zu deiner Herrlichkeit. Sei mit uns, o Jesu, wenn der letzte Augenblick nun da ist, und erscheine unsern Seelen, wie du für uns gelitten und unsre Sünden getragen hast. Hilf uns, getreuer Gott, daß wir einen guten Kampf kämpfen und Glauben halten, auf daß wir die Krone des Lebens erlangen. Erhalte uns im Glauben an dich und in der Liebe zu dir und stärke uns, gern um deines Sohnes willen in der Welt zu leiden, so wirst du uns auch mit dir herrlich sein lassen. Mache uns treu und erfülle dann an uns die Ver⸗ heißungen, die du den Deinen gegeben hast, daß sie sein sollen, wo du bist, und deine Herrlichkeit sehen. Amen. B. Schulgebete. 1. In deinem Namen, lieber himmlischer Vater, schicken wir uns jetzt wieder an, die Arbeit unsers Berufes auszurichten und zu lehren und zu lernen, was uns befohlen ist. Sende dazu dein Licht und deine Wahrheit und gib uns erleuchtete Augen unsers Verstandes. Vor allen Dingen aber laß deine Furcht unsrer Weisheit Anfang und deinen Geist unser aller Lehrer und Leiter sein. Mache unsre Herzen zu einem tiefen, weichen und reinen Lande und laß guten Samen darauf fallen, daß er darin wurzele und aufgehe und Frucht bringe zum ewigen Leben. Amen. 2. Herr, leite uns in deiner Wahrheit und lehre uns, denn du bist der Gott, der uns hilft; täglich harren wir dein. Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist. Gedenke nicht der Sünden unsrer Jugend noch unsrer Übertretung, gedenke aber unser nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen. Lehre uns tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist unser Gott; dein guter Geist führe uns auf ebener Bahn. Und dein Friede, der höher ist denn alle Vernunft, bewahre unsre Herzen und Sinne in Christo Jesu. Amen. 3. Wir danken dir, lieber himmlischer Vater, daß du im Schlummer der Nacht uns behütet und uns wieder versammelt hast, unsre Hände zu dir aufzuheben. Laß uns nun die Arbeit des Tages mit Freuden angreifen und die Gabe, welche du einem jeden verliehen hast, mit Treue und Demut gebrauchen. Gib uns ein sehendes Auge, ein hören⸗ des Ohr und ein waches Gewissen. Fülle uns früh mit deiner Gnade und segne die Werke unsrer Hände. Deinem heiligen Namen sei Ruhm und Preis jetzt und in Ewigkeit. Amen. 4 S RRAIereeeeE‚&EVSESEgEee 2 Gebete für gottesdienstliche Handlungen. 555 4. Wir loben, preisen und rühmen dich und danken dir, Gott unserm Vater, daß du uns aus dem Schatten der Nacht herausgeführt und von neuem das Licht des Tages hast sehen lassen. Zu deiner Gnade flehen wir: sei auch heute gnädig über uns, deine Kinder, und nimm an unser Gebet nach deiner Barmherzigkeit. Denn du bist ja unsre Zuflucht für und für, barmherziger, allmächtiger Gott! Laß scheinen in unsre Herzen die wahrhaftige Sonne deiner Gerechtigkeit, erleuchte unsern Verstand und behüte alle unsre Sinne, auf daß wir ehrbar wandeln den Weg deiner Gebote und das ewige Leben erlangen, wo wir uns freuen werden in deinem unvergänglichen Lichte. Denn du bist die lebendige Quelle, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Amen. 5.„Die Augen des Herrn sehen auf eines jeglichen Weg, und er schaut auf alle ihre Gänge.“— Wir danken dir, lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen Sohn, daß deine Augen bis zu dieser Stunde auf unsern Weg gesehen und uns bewahrt haben. Nimm auch heute unsern Weg in deine Obhut, daß uns kein Ubel und kein Unfall treffe. Du schaust alle unsre Gänge; wenn auch kein Mensch um uns ist, so bist du uns doch nahe und schützt uns; du bist uns nahe und merkst auf uns. Darum lehre uns mit fröhlicher Zuversicht auf dich trauen, der du unser treuer Gott und Vater bist. Aber lehre uns auch mit rechtem Ernst die Sünde scheuen; denn du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefällt: wer böse ist, bleibt nicht vor dir. Laß deinen Segen auf uns ruhn, uns deine Wege wallen, und lehre du uns selber tun nach deinem Wohlgefallen. Amen. 6. Allmächtiger Gott, lieber himmlischer Vater, da wir ohne deines heiligen Geistes Licht und Gnade nichts vermögen, so bitten wir dich, du wollest unsern Verstand erleuchten, unser Gedächtnis stärken und unsern Willen regieren und heiligen, daß wir alles, was wir lesen und hören, recht verstehen, was wir verstehen, wohl behalten, und was wir behalten, wohl anwenden und in einem christlichen Leben beweisen. Be⸗ festige du selbst alles, was wir gehört und gelernt haben, und bestätige das Gute, das du in uns angefangen hast, zu deines Namens Lob und Preis um Jesu Christi, unsers Heilandes, willen. Amen. 0. Gebete für gottesdienstliche Handlungen. I. Beim Eingang in die Kirche. 1.„Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.“(Ps. 84, 2. 3.) 2. Herr, öffne mir die Herzenstür, zeuch mein Herz durch dein Wort zu dir, laß mich dein Wort bewahren rein, laß mich dein Kind und Erbe sein. Amen. Siehe auch die Lieder Nr. 25, 29 und 35 des Gesanghuchs. O Herr Jesu Christe, unser einiger Heiland, Trost und Selig⸗ Gebete für gottesdienstliche Handlungen. II. Beim Ausgang aus der Kirche. Laß mich dein sein und bleiben, du treuer Gott und Herr; von dir laß mich nichts treiben, halt mich bei deiner Lehr. Herr, laß mich nur nicht wanken, gib mir Beständigkeit; dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit. Amen. — 2....„• 286 III. Am Tauftage. 1. Vor der Taufe. macher, du hast ein herzliches Wohlgefallen an den Kindlein, die zu dir gebracht werden, und nimmst sie gern an zum ewigen Leben. Denn du hast gesagt: Lasset die Kindlein zu mir kommen, denn solcher ist das Reich Gottes. Auf dies dein Wort bringen wir dies Kind durch unser Gebet zu dir und bitten: nimm es an und laß es deiner Erlösung, die du uns am Kreuz durch dein bitteres Leiden und Sterben erworben hast, durch die heilige Taufe teilhaftig werden; zeichne es in deine Hände und laß es dein sein und bleiben zu seiner Seelen Seligkeit um deines heiligen Namens willen. Amen. 2. Nach der Taufe. Allmächtiger, ewiger Gott, lieber himmlischer Vater, der du der ö rechte Vater bist über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden, wir sagen dir von Herzen Lob und Dank, daß du dieses Kind⸗ lein uns geschenkt und bisher behütet und nun verliehen hast, daß es durch die heilige Taufe deinem lieben Sohne, unserm Herrn Jesu Christo, und seiner Gemeinde einverleibt ist. Wir bitten dich demütiglich, du wollest dieses Kind, welches nunmehr dein Kind und Erbe ge⸗ worden ist, bei der empfangenen Guttat gnädiglich erhalten und treu⸗ lich in der Taufgnade bewahren, damit es nach allem deinem Wohlge— fallen zur Ehre deines Namens treulich auferzogen werde, im wahren Glauben bis zum seligen Ende beständig verbleibe und endlich das verheißene Erbteil im Himmel mit allen Heiligen empfange durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Beim Kirchgang einer Wöchnerin. Allmächtiger, großer und starker Gott; ich erscheine mit Freuden vor deinem heiligen Angesicht und lobe dich für alle deine Wohltat, womit du mich begnadigt hast. Du hieltest mich, da ich sinken wollte; du erquicktest mich, da ich schwach war; du stärktest mich, als meine Kräfte dahin waren. Du hast alles wohlgemacht und herrlich hinaus⸗ SIDnnr elu Gebete für gottesdienstliche Handlungen. 557⁷ geführt, mich und mein Kindlein lebendig und gesund erhalten bis auf diesen Augenblick. Darum lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat; der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit. Herr, laß dir wohlgefallen das Dankopfer meiner Lippen und nimm das Gebet meines Herzens gnädiglich an! Laß auch ferner deine Barmherzigkeit groß an mir werden; nimm mich in deinen heiligen, gnädigen Schutz; segne das Kind, das du mir anvertraut hast, daß es aufwachse zu deiner Ehre, zu seinem Heil und zu meiner Freude; behüte und segne du meinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit! Amen. IV. Am Konfirmationstage. 1. Fürbitte für die Kinder. Allmächtiger, ewiger Gott, der du diese Kinder aus Gnaden ge⸗ würdigt hast, daß sie durch die heilige Taufe deine Kinder und Christi Miterben geworden sind, auch dieselben bisher gnädiglich erhalten, daß sie dich, Vater, und deinen Sohn Jesum Christum durch den christ⸗ lichen Unterricht erkannt und den wahren Weg zur Seligkeit erlernt haben: sieh, o lieber Vater, um deines Sohnes Jesu Christi willen diese Kinder auch jetzt aufs neue mit Gnadenaugen an. Erleuchte sie mit lebendiger Erkenntnis und vermehre in ihnen die Gabe deines heiligen Geistes, damit sie bei der erkannten Wahrheit zur Gottseligkeit getreu verbleiben bis an ihr seliges Ende. Amen. 2. Gebet der Kinder. O du gnädiger und barmherziger Gott und Vater, deinem heiligen Namen sei Lob, Preis und Ehre, daß du bisher geholfen und diesen teuren Segenstag mich hast erleben lassen. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Große Dinge hast du an mir getan, getreuer Gott. Was du mir in der heiligen Taufe zugesagt hast, das hast du mir alles getreulich gehalten und wirst mir es heute aufs neue zusichern als deinem Kind und Erben aller deiner himmlischen Güter. O Herr, mache mir diesen Tag zu einem Segens⸗ tag für Zeit und Ewigkeit; gedenke nicht meiner Sünden und Tor⸗ heiten, sondern wende deine Augen allein auf das teure Verdienst Jesu Christi und sei mir um seinetwillen gnädig. O Herr Jesu, erneure mich im Geist meines Gemütes, mache mich los von aller Sünde, heilige mich durch und durch, daß ich mit allen Kräften Leibes und der Seele dir diene und dich preise mit meinem Wandel. Schenke mir Kraft, mein Gelübde zu halten; segne mich für Zeit und Ewigkeit, daß ich dir zu Ehren lebe, leide und sterbe. Mach mich, o Jesu, ewig selig. Amen. V. Zur Vorbereitung oder Beichte. 1. Bußgebet. O barmherziger Gott, ewiger Vater, groß sind meine Sünden, viel und mannigfaltig ist meine Missetat, meine Übertretungen sind un⸗ 558 Gebete für gottesdienstliche Handlungen. zählig, denn all mein Dichten und Trachten von Jugend auf war zum Bösen geneigt. Ach Herr, wer kann merken, wie oft er fehle? Ver⸗ zeihe mir auch die verborgenen Fehler. Siehe, ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir. An dir allein, o Herr, habe ich gesündigt und übel vor dir getan, auf daß du recht behaltest in deinen Worten. Ich bitte dich aber, du wollest nach deiner unaussprechlichen Mildigkeit mit mir nicht ins Gericht gehen, denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. Wenn du, Herr, willst Sünde zurechnen, wer wird bestehen? Denn siehe, auf tausend Fragen können wir nicht ein Wort antworten, denn alle unsre Gerechtigkeit ist vor dir wie ein beflecktes Kleid. Deshalb erbarme dich mein, o Gott, nach deiner Güte und tilge meine Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich von meiner Missetat und reinige mich von allen meinen Sünden um deines Namens willen. Herr, sei mir gnädig, heile meine Seele, denn ich habe an dir gesündigt. Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, welche von der Welt her gewesen ist. Gedenke doch nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen; gedenke aber mein nach deiner großen Barmherzigkeit um deiner Güte willen. O gütiger Gott, ich bekenne vor dir, daß nicht meine Werke noch mein Verdienst können austilgen meine Sünde oder deine Gnade erwerben, sondern solches vermag allein das heilige bittere Leiden unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi, der sein Blut für uns vergossen hat zur Vergebung der Sünden und unsre Seelen gereinigt. In diesem Glauben rufe ich voll Vertrauen und Hoffnung zu dir, du wollest meine Übertretung aus Gnaden vergeben, meine Sünde zudecken und meine Missetat mir nicht zurechnen. Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler, auf daß meine betrübte Seele und die Gebeine, welche sehr er— schrocken sind, wiederum erfreut, getröstet und erquickt werden; denn dein ist die Barmherzigkeit und bei dir ist Gnade und viel Vergebung. O Herr, erhöre die Stimme meines Flehens und verachte nicht das Rufen meines Herzens zu dir, um Jesu Christi, meines Herrn und Heilands, willen. Amen. 2. Sündenbekenntnis. Allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Ich armer, elender, sündiger Mensch bekenne dir alle meine Sünde und Missetat, die ich begangen mit Gedanken, Worten und Werken, damit ich dich jemals erzürnt und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdient habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr, und ich bitte dich um deiner unergründlichen Barmherzigkeit und um des unschuldigen bittern Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes Jesu Christi willen, du wollest mir armen sündhaften Menschen gnädig und barmherzig sein, mir zu meiner Besserung deines Geistes Kraft verleihen und mir alle meine Sünden vergeben. Amen. 3. Nach der Vorbereitung oder Beichte. O Gott, ich habe dir zugesagt, frömmer zu werden; hilf du mirs vollenden. Gib mir das Wollen und Vollbringen; gib mir deinen heiligen Geist, der mich meiner Zusage täglich erinnere. Laß alle —— SISIIEEE· S n— — SV VVð Nerr??: Gebete für gottesdienstliche Handlungen. 559 Sündenlust, alle verkehrten Gedanken und Begierden und alles, was sündlich ist, in mir absterben und hilf, daß ich mein Leben lang an deiner Huld und Gnade mich erfreue, an deiner Liebe mich sättige, an deiner Treue mich halte, nach deinem Worte mich richte, durch deine Gnade christlich lebe, geduldig leide und durch des Herrn Jesu teures Verdienst selig sterbe und freudig in den Himmel eingehe. Amen. VI. Zur Feier des heiligen Abendmahls. 1. Gebet vor dem heiligen Abendmahl. Barmherziger Gott und Vater, wir bitten dich, du wollest in diesem Abendmahl, in welchem wir das teure Gedächtnis des bittern Todes deines lieben Sohnes Jesu Christi begehen, durch deinen heiligen Geist in unsern Herzen wirken, daß wir uns mit wahrem Glauben deinem Sohne Jesu Christo je länger je mehr ergeben, damit unsre mühseligen und zerschlagenen Herzen mit seinem Leib und Blute, als dem ewigen Himmelsbrote, gespeist und erquickt werden. Gib denn, daß wir nicht mehr in unsern Sünden, sondern er in uns und wir in ihm leben, und aufgenommen in den neuen Bund der Gnade, nicht zweifeln, du wollest ewiglich unser gnädiger Vater sein und uns unsre Sünden nimmermehr zurechnen, sondern uns an Leib und Seele ver—⸗ sorgen, als deine lieben Kinder und Erben. Verleihe uns auch deine Gnade, daß wir getrost unser Kreuz auf uns nehmen, uns selbst ver⸗ leugnen, unsern Heiland bekennen und in aller Trübsal mit aufgerich⸗ tetem Haupte unsers Herrn Jesu Christi warten, welcher unsern sterb⸗ lichen Leib seinem verklärten Leibe ähnlich machen und uns zu sich in den Himmel aufnehmen wird in Ewigkeit. Amen. 2. Gebet beim Empfange des heiligen Abendmahls. Herr Jesus Christus, dein heiliger Leib stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. Heerr Jesus Christus, dein heiliges Blut stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. 3. Danksagung nach dem heiligen Abendmahl. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat; der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen, der dein Leben von dem Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit. Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, läßt er seine Gnade walten über die, so ihn fürchten. So fern der Morgen ist vom Abend, läßt er unsre Übertretung von uns sein. Wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, so ihn fürchten. Welcher auch seines eigenen Sohnes Bereitung zum Eide. nicht hat verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Darum beweist Gott seine Liebe gegen uns, daß Christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren; so werden wir vielmehr durch ihn behalten werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind. Denn so wir Gott versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren, vielmehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir ihm versöhnt sind. Darum soll mein Mund und Herz des Herrn Lob verkündigen, von nun an bis in Ewigkeit. Amen. . Bereitung zum Eide. Sirach 23, 9—14. Gewöhne deinen Mund nicht zum Schwören und Gottes Namen zu führen. Denn gleichwie ein Knecht, der oft ge— stäupt wird, nicht ohne Striemen ist, also kann der auch nicht rein von Sünden sein, der oft schwört und Gottes Namen führt. Wer oft schwört, der sündigt oft, und die Plage wird von seinem Hause nicht bleiben. Schwört er und versteht es nicht, so sündigt er gleichwohl; versteht ers und verachtets, so sündigt er zwiefältig; schwört er aber vergeblich, so ist er dennoch nicht. ohne Sünde; sein Haus wird hart gestraft werden.— Ohne Menschenfurcht und ohne Menschengefälligkeit, niemandem zu⸗ lieb und niemandem zuleid, soll ein Christ, wenn es die Obrigkeit oder die Not von ihm fordert, einen Eid schwören und dabei mit Be⸗ sonnenheit und Überlegung die Wahrheit sagen, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Die gewöhnliche Eidesformel lautet:„Ich schwöre bei Gott, dem Allmächtigen und Allwissenden, daß ich nach bestem Wissen und Ge⸗ wissen die reine Wahrheit sagen, nichts verschweigen und nichts hinzu⸗ setzen werde, so wahr mir Gott helfe(durch Jesum Christum).“ Heilig, heilig sei der Eid selbst beim Tageslicht verdammen. euch, ihr Christen, die ihr schwöret. Wo man falsche Eide schwört, Denkt an die Gerechtigkeit droht ein furchtbar Racheschwert. eures Richters, der euch höret. Selbst das höchste Lebensglück Alles bringt er an das Licht, muß zum Fluch dem Meineid werden, alles muß vor sein Gericht. Gott nimmt alle Huld zurück, Hebt ihr eure Hand zum Schwur, alles Heil verdorrt auf Erden, dann ergreif euch heilger Schrecken; jede Freude wird vergällt, weiß es keine Kreatur, und zur Wüste wird die Welt. Gott der weiß es, wirds entdecken, Drum für aller Welt Gewinn wenn ihr frevelhaft den Eid geb ich nicht des Herzens Ruhe, durch ein falsches Wort entweiht. nicht die Überzeugung hin, Zittert: das Gewissen wacht, recht und wahr sei, was ich tue. ja es wird mit Feuerflammen Arm und niedrig mag ich sein, euch beim Graun der Mitternacht, bleib ich nur vom Meineid rein. ———— —————2—222———— A —93— —— 442 —L————3 2 ————4————ͤ Gebete in allerlei Not. 561 Herr, du erforschst mich und kennst mich: ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne; ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht alles weißt. Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater, steh du mir bei, wenn ich nun vor dir stehe und meinen Eid schwöre. Erleuchte mich, daß ich innerlich bei mir selbst recht klar alles sehe und verstehe, worüber ich Zeugnis ablegen soll, und hilf mir, daß ich offen und freimütig die Wahrheit rede in voller Aufrichtigkeit und Lauterkeit des Herzens ohne alle Menschenfurcht und Menschengefälligkeit. Laß kein falsches, unwahres Wort über meine Lippen kommen und laß mich allein daran denken, wie ich vor dir bestehen kann, auf daß meine Seele keinen Schaden nehme, sondern durch deine Gnade bewahrt bleibe zum ewigen Leben. Dazu hilf mir durch Jesum Christum, meinen Herrn und Heiland. Amen. Ps. 139, 23. 24. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich es meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. E. Gebete in allerlei Not. 1. Gebet um Hilfe. Allmächtiger, ewiger, barmherziger Gott, der du bist von Herzen gütig, langmütig und von großer Gnade und Treue und läßt dich des Übels reuen, wir bitten dich demütiglich, du wollest dein väter— liches Angesicht nimmermehr von uns wenden in aller unsrer Wider— wärtigkeit, sondern deine gnädige und väterliche Hand uns reichen und uns endlich von allerlei Jammer und Not des Leibes und der Seelen ewiglich erlösen, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn. Amen. 2. In innerer Anfechtung. Lieber himmlischer Vater, ich danke dir, daß du mich in der hei⸗ ligen Taufe zu deinem lieben Kinde aufgenommen und mich durch dein Wort geheiligt und bisher erhalten hast. Weil ich aber mit großer Traurigkeit meines Herzens beladen und täglich geängstigt werde, daß ich meine Betrübnis nicht aussagen noch aussprechen kann: so bitte ich dich, treuer Gott, verlaß mich doch nicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir, halte mich fest bei deiner Hand, daß ich nimmermehr sinke noch von dir geschieden werde. Mit traurigem Herzen stehe ich des Morgens auf, mit betrübtem Geist esse ich, mit Angst und Schmerzen lege ich mich wieder nieder und habe keine Ruhe in mir: ach Gott, sieh an mein Elend und Kummer; ich wollte dir gerne mit fröhlichem Herzen und Munde dienen, aber ich vermag es nicht, wie stark ich mich wehre und dawider streite, ich bin gar zu schwach zu diesem großen Kampf. Darum hilf mir Schwachen, 36 562 Gebete in allerlei Not. o du starker Gott, und gib mir deinen heiligen Geist, der mich erfreue und tröste in aller meiner Traurigkeit. Ich weiß ja, daß ich dein bin im Tode und Leben, es kann mich nichts von dir scheiden, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Trübsal noch Angst, ob ich gleich jetzt in Angst und Kümmernis schwebe. Herr, ich hoffe auf deine Gnade, du wirst mich nicht unerhört von dir lassen, sondern alle Angst aus meinem Herzen reißen und mir ein neues Freudenlied in meinen Mund geben. So will ich dich für deine Güte rühmen, loben, preisen und danken und dir dienen hier und in Ewigkeit. Amen. 3. Bei einem Ungewitter. O du großer und schrecklicher Gott, dem Sturmwinde und Feuer⸗ flammen dienen müssen, der du auf den Wolken fährst wie auf einem Wagen und deinen Donner mit Hagel und Blitzen ausläßt: wir armen Menschen müßten ja in einem Augenblick verderben, wenn du deine ver⸗ nichtenden Strahlen auf uns gehen hießest. Denn die Erde bebt und wird bewegt, die Grundfesten der Berge regen sich und erzittern, wenn du zornig bist. Herr, wir sehen und hören deine große Macht und entsetzen uns vor dem erschrecklichen Rollen deines Donners. Ach ge⸗ denke nicht unsfrer Sünden und Missetaten, sondern sei uns gnädig um deines Sohnes Jesu Christi willen. Bewahre uns Leib und Seele, Haus und Hof und die lieben Früchte des Feldes. Behüte uns vor grausamem Schrecken und einem bösen, schnellen Tode. Nimm von uns alle Kleinmütigkeit und ängstliche Furcht. Erhalte und stärke in uns den wahren Glauben, herzliche Bußfertigkeit, fröhliche Hoffnung und Geduld, damit wir bereit seien, wenn es dein Wille ist, aus diesem Leben selig abzuscheiden. Nimm uns, o Herr, unter den Schatten deiner Flügel, bis das Unwetter vorübergehe, und behüte uns, daß wir die Donnerstimme deines grimmigen Zorns, womit du die Gottlosen einst in das ewige Feuer weisen wirst, in Ewigkeit nimmermehr hören müssen, sondern nimm uns auf in dein Reich, daß wir dich, Vater, Sohn und heiligen Geist, einigen wahren Gott, in Ewigkeit preisen mögen! Amen. 4. Bei Seuchen und in Sterbenszeiten. Ach Herr Gott, gnädig und barmherzig, von großer Güte und Treue: wir erkennen deinen gerechten Zorn, welchen wir mit unsern Sünden wider uns erweckt haben. Ach schone unser, lieber Vater, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Strafe uns nicht in deinem Zorn und züchtige uns nicht in deinem Grimm. Ach Herr, sei uns gnädig nach deiner Güte und tilge unsre Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wende deine Plage von uns, daß wir nicht verschmachten von der Strafe deiner Hand. Wende dich, o Herr, und errette uns. Hilf uns um deiner Güte willen. Heile, Herr, alle Kranken und Schwachen. Sei bei ihnen in der Not, reiße sie heraus und zeige ihnen dein Heil. Nimm dich ihrer Seelen herzlich an und vergib ihnen alle ue in er ich on in ne in Gebete für Kranke und Sterbende. 563 ihre Sünde. Lehre hierbei uns alle bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden und mit Furcht und Zittern unsre Seligkeit schaffen. Laß uns, wenn unser Stündlein kommt, an deinem Worte festhalten, in Frieden hinfahren und den Tod nicht sehen ewiglich. Er⸗ höre uns, erhöre unsre Bitte, Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, hochgelobt in Ewigkeit. Amen. F. Gebete für Kranke und Sterbende. 1. Sprüche aus Gottes Wort für Kranke. Kurze Seufzer: Deine große herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich.(Jes. 63, 15.) Ach du, Herr, wie lange!(Pf. 6, 4.) Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen vom Leibe dieses Todes?(Röm. 7, 24.) Demütigung vor Gott: Ach Herr, unsre Missetaten habens ja verdient.(Jerem. 14, 7.) So du willst, Herr, Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen?(Psalm 130, 3.) Wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.(Dan. 9, 18.) Trost des Glaubens: Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde.(1. Joh. 1, 7.). Alle Züch⸗ tigung, wenn sie da ist, dünkt sie uns nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein, aber danach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerech— tigkeit denen, die dadurch geübt sind.(Hebr. 12, 11.) Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet, denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheißen hat denen, die ihn liebhaben.(Jak. 1, 12.) Die väterliche Stimme Gottes: Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, daß sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie desselben vergäße, so will ich doch dein nicht ver⸗— gessen; siehe, in meine Hände habe ich dich gezeichnet.(Jes. 49, 15. 16.) Ich will dich nicht verlassen noch versäumen.(Hebr. 13, 5.) Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.(Jer. 31, 3.) Die Gnadenstimme Jesu Christi: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaus⸗ stoßen.(Joh. 7, 37. 6, 37.) Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.(2. Kor. 12, 9.) Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. (Offb. 2, 10.) (Auch können folgende Abschnitte der Heiligen Schrift von dem Kranken gelesen oder demselben vorgelesen werden: 1. Petr. 5, 6—11. Psalm 130. 25. 42. 63, 2—9 91. Klagel. 3, 22—42. Röm. 8, 18—27, 28—39. 1. Petr. 1, 3—9. Psalm 126. Offb. 7, 9—17.) 36* Gebete für Kranke und Sterbende. 2. Auf dem Krankenbette. 1. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, weil du uns geboten hast und gesprochen:„Rufe mich an in der Not, so will ich dich er⸗ retten, und du sollst mich preisen,“ deswegen schreie ich zu dir in dieser meiner großen Not, durch Jesum Christum deinen lieben Sohn, und bitte dich, du wollest mich armen sündigen Menschen nicht verlassen. So nun diese meine Krankheit nicht zum Tode ist, so hilf mir auf, daß ich genese um deiner Barmherzigkeit willen, auf daß ich deine Macht und Kraft an mir verkündige und preise. Wo es mir aber nützlicher ist, zeitlich zu sterben, denn allhier in diesem Jammertal und elenden Leben zu bleiben, so geschehe, Herr, dein göttlicher Wille, wie im Himmel also auch auf Erden. Verleihe mir nur Gnade, daß ich mich in deinen Willen, der allezeit der beste ist, gänzlich ergebe. Erhalte mich fest im christlichen Glauben und wahrer Erkenntnis bis an mein Ende. Laß mich von dir nimmermehr abgeschieden werden, sondern nimm meine Seele zu dir in dein Reich durch deinen lieben Sohn Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 2. Mein Gott, es hat dir nach deinem heiligen Rat und Willen gefallen, mich auf dieses Krankenbett zu legen und dadurch nicht allein mich von meinen Geschäften, meinen Sünden und sündlichen Gewohn⸗ heiten abzuschneiden, sondern mich auch an meinen Tod zu erinnern, mich aufmerksam zu machen, daß ich ein sterblicher Mensch sei. Siehe, meine Tage sind eine Handbreit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir: ach wie gar nichts sind doch alle Menschen, die doch so sicher leben! Ich weiß auch, daß dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach das Gericht. Doch vergesse ichs nur zu leicht wieder. Darum bitte ich dich: ach Herr, lehre mich doch, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. Ich weiß auch, daß ich alles muß verlassen, meine Habe, Gut, Ehr, Glück und was ich in der Welt besitze. Ich habe hier keine bleibende Stätte, sondern die zukünftige suche ich. Daran möge mich meine Krank⸗ heit erinnern, damit ich mich mit Gebet, mit Buße und Glauben, mit wahrer Prüfung meines bisherigen Lebens zum seligen Sterben bereite und also von Welt und Sünde abgezogen und mein Leben, Geist und Seele dir geheiligt werde. Siehe, mein Gott, hie bin ich, nimm meine Seele hin; aber bereite mich zuvor recht in der Zeit, daß, wenn ich sterbe, ich mög in deiner Gnade und selig sterben. Amen. 3. Morgengebet eines Kranken. Heiliger Gott, Vater, Sohn und Geist, ich komme jetzt, da der Tag angebrochen, vor deinen Thron und danke dir, daß du mich diesen Tag wieder hast erleben lassen. Du weißt, Herr, wie ich die Nacht auf meinem Krankenbett zugebracht habe. Ich kann nicht genug deine Güte preisen, daß du das Licht der Sonne mich wieder sehen läßt. Die Sonne geht wieder auf: Herr, mein Gott, laß auch deine Gnade neu über mich aufgehn. Gib mir mit diesem Tage neue Kräfte und neue Geduld, mein Leiden willig zu tragen. Es hat dir gefallen, Herr, mich auf dies Krankenbett zu legen: wohlan, ich will darauf bleiben, solange SISIIAA-..... c.. DcDUDDHHlhnee————.—.—22— “F⁰ Aer — S e N S— Gebete für Kranke und Sterbende. 565 es dir gefällt. Du willst mich dadurch in die Stille führen, damit du allein mit mir reden und mich unterweisen mögest, wie ich für meine Seele sorgen soll. Ich will die Zeit benutzen, mein vergangenes Leben zu prüfen: ob ich dir gedient, dich geehrt, dir gehorcht habe. Gib, wenn ich solches verneinen muß, daß ich mich von Herzen darüber be— trübe und wahre Buße tue, auch mit dir einen neuen Bund mache und also mit Furcht und Zittern schaffe, selig zu werden. Gib, daß ich, o Jesu, den ganzen Tag möge mein Herz bei dir haben, eifrig beten, an deine Leiden, Wunden und Tod gedenken und das wahre Heil meiner Seele betrachten. Gib mir einen schönen Trostspruch nach dem andern in mein Herz, der deiner Liebe mich versichere, deine Gnade mir versiegele und deiner Hilfe mich vergewissere. Erquicke mich in meiner Mattigkeit und stärke mich durch deinen heiligen Geist in meiner Schwachheit. Bewahre mich vor neuen Schmerzen, traurigen Stunden, erschreckenden Zufällen; willst du mich aber Leiden empfinden lassen, so weiche nicht von mir. Hilf mir den Tag glücklich und selig vollenden und alles mit Gelassenheit und stillem Mut annehmen, was du mir auflegst. Siehe, mein Gott, hier bin ich, mache es mit mir, wie dir es wohlgefällt. Du bist mein Vater, ich bin dein Kind. Ich will deine Güte rühmen und deine Barmherzigkeit preisen über alles, was du an mir getan hast. Amen. 4. Abendgebet eines Kranken. Ach du barmherziger Gott, ich habe nun wieder einen Tag über⸗ lebt. Herr, du hast nach deiner Güte bis auf diese Stunde mir mein Leben gefristet, dafür sei deiner Vatertreue herzlich Lob und Dank ge— sagt. Besonders preise ich deinen Namen, daß du diesen Tag meine Schmerzen und Krankheit mir hast tragen helfen. Ja, Herr, du legst eine Last auf, aber du hilfst uns auch. Der Herr hört das Schreien der Elenden und verweigert ihnen nicht, um was ihr Mund bittet. Ach großer Gott, die Nacht bricht herein, bleibe bei mir und weiche diese Nacht nicht von mir. O heilige Dreieinigkeit, ich lobe dich in Ewigkeit. Wende diese Nacht von mir ab alle gefährlichen und plötzlichen Zufälle; lindre meine Schmerzen; bewahre mich vor Schrecken, Angst und Un⸗ glück. Ach bleibe, himmlischer Vater, bei deinem kranken Kinde. Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? O Jesu, die Sonne ist gewichen, du, o Sonne der Gerechtigkeit, weiche nicht von mir. O du werter heiliger Geist, Tröster der Betrübten und Beistand der Elenden, bleibe bei mir, stärke mich und erhalte mich in wahrem Glauben und christlicher Geduld. Heilige Dreieinigkeit, nimm mich auf in deinen Schutz. Der Herr segne mich und behüte mich mit all den Meinen und samt allen Betrübten und Leidenden; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Und soll ja diese Nacht die letzte sein in diesem Jammertal, so nimm mich, Herr, in Himmel ein, in deinen Freudensaal. Amen. Gebete für Kranke und Sterbende. 5. Dankgebet nach Genesung. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, preise seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat; der dir alle deine Sünde vergibt und heilt alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit. Denn die Güte des Herrn ists, daß es nicht mit mir gar aus ist, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern ist alle Morgen neu, und seine Treue ist groß. Ich habe dir, Gott, gelobt, daß ich dir danken will, so will ich dir demnach jetzt Dank opfern und meine Gelübde bezahlen, daß du mir geholfen hast. Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sind fröhlich und lobsingen dir. Siehe, um Trost war mir sehr bange, aber du, Herr, hast dich meiner Seele herzlich angenommen, daß sie nicht verdürbe, du warfst alle meine Sünde hinter dich zurück. Stricke des Todes hatten mich umfangen, ich dachte vielmal: nun bin ich gar dahin. Aber du hast meine Seele vom Tode errettet, die Stimme meines Flehens erhört und meine Klage in einen Reigen verwandelt. Viele sprachen von meiner Seele: sie hat keine Hilfe bei Gott. Aber auf dich hoffte mein Herz, und mir ist nun geholfen. Da ich zu dir schrie, machtest du mich gesund. Herr, mein Gott, wie groß sind deine Wunder, die du an mir bewiesen! Ich will sie verkündigen und davon sagen, solange ich lebe. Gelobt seist du, Herr, täglich, und gerühmt sei dein herrlicher Name immer und ewiglich. Du aber, Herr, wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir wenden, sondern das gute Werk gnädig vollführen, so du in mir angefangen, und mich von Tag zu Tag mehr stärken und durch deinen guten Geist auf gute Wege leiten, daß ich hinfort nicht mehr sündige, damit mir nicht etwas Argeres widerfahre, sondern dir mein Leben lang diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. Laß deine Güte und Treue allewege mich behüten und befiehl deinen heiligen Engeln, daß sie mich auf den Händen tragen, damit ich meinen Fuß nicht an einen Stein stoße. Verlaß mich nicht, Herr, mein Gott, sei nicht ferne von mir, eile mir beizustehen, Herr, meine Hilfe, auf daß dir immerfort lobsinge meine Seele und nicht stille werde. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. Amen. 6. Fürbitte für Sterbende. Allmächtiger, ewiger, barmherziger Gott, der du unser Leben erhältst auch im Tode und Sterben, wir bitten dich, du wollest die Augen deiner Barmherzigkeit wenden zu diesem unserm kranken Mitbruder, der dein Geschöpf und Ebenbild ist, ihn erquicken an Leib und Seele und ihm alle Sünde aus Gnade vergeben. Nimm das Opfer des unschuldigen Todes Jesu Christi, deines lieben Sohnes, für die Bezahlung seiner Missetat; denn er ist auf dessen Namen getauft und mit desselbigen Blut gewaschen und gereinigt. So errette ihn nun von den Schmerzen der Krankheit, verkürze ihm seine Leiden. Erhalte ihn wider alle Anklage des Gewissens und wider alle Anfechtung des bösen Feindes, auf daß er im Glauben ritter⸗ — ⏑–———— —52—— ... 2.....5„„5796—7 Gebete für Kranke und Sterbende. 567 lich kämpfe und überwinde. Verleihe ihm eine selige Heimfahrt zum ewigen Leben und schicke ihm deine heiligen Engel, daß sie ihn begleiten zu der himmlischen Gemeinde aller Auserwählten in Christo Jesu, unserm Herrn. Amen. 7. Gebete, dem Sterbenden vorzusprechen. 1. Ach barmherziger, gütiger Gott, hilf mir in meinem Leiden und in meiner Todesstunde; o mein Gott, du bist ja allezeit mein gnädiger Gott und mein Beistand gewesen, ach bleibe es auch jetzt. O Jesu, bleibe bei mir, es will Abend werden, und der Tag meines Lebens hat sich geneigt. O werter heiliger Geist, stärke mich, erhalte mich in festem Glauben bis an mein Ende, erleuchte mich zum ewigen Leben. Ich will auf Jesu Blut und Wunden sterben: dem lebe ich, dem sterbe ich, auf sein Verdienst verlasse ich mich. Amen. 2. Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir; meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott; wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? Jesu, du Licht meiner Seele, wenn meine Augen wollen dunkel werden, so laß in meiner Seele aufgehen die himmlische Klarheit; weiche nicht von mir, wenn meine Augen brechen; zeige mir alsdann deine Gestalt und laß mich sehen dein Bild, wie du dich am Kreuz zu Tode geblutet hast. Ob ich schon wandre im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn mein Jesus ist bei mir. Ja, mein Jesu, bleibe bei mir, stärke mich im Glauben und laß mich dein Eigentum sein hier zeitlich und dort ewig. Amen. 3. Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an. Durch deinen Todeskampf und blutigen Schweiß hilf mir, lieber Herr, ich weiche nicht von dir, ach bleibe du auch bei mir. Jesu, wenn mein Kampf angeht, so hilf mir ringen, so hilf mir siegen und über⸗— winden; wenn die Angst meines Herzens groß wird, so führe mich aus meinen Nöten. Ich bin ja dein Eigentum, darum führe mich durch alle Angst hindurch zur Freude, zur Wonne, zur Herrlichkeit. Bist du mit mir, so fürchte ich mich nicht, so bin ich selig, so werde ich zur Freude eingehen. Amen. 8. Sprüche, dem Sterbenden vorzusprechen. Ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Psalm 23, 4. Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Phil. 1, 21. Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jes. 43, 1. Der Herr wird dich erlösen von allem Übel und dir aushelfen zu seinem himmlischen Reiche; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 2. Tim. 4, 18. Herr, ich warte auf dein Heil. 1. Mose 49, 18. Gebete für Kranke und Sterbende. In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 33. Verlaß mich nicht, Herr, mein Gott, sei nicht ferne von mir. Eile mir beizustehen, Herr, meine Hilfe. Psalm 38, 22. 23. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet. Psalm 68, 21. Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich er— löst, Herr, du treuer Gott. Psalm 31, 6. Herr Jesu, nimm meinen Geist auf. Ap.⸗Gesch. 7, 58. 9. Gebet am Begräbnistage. Treuer Gott, lieber himmlischer Vater, wir danken dir herzlich für alles Gute, das du dem Verstorbenen von seiner Kindheit an bis auf diese Stunde an Leib und Seele erwiesen hast, besonders, daß du ihn aus seinem großen Elend errettet, seine Seele, wie wir zu deiner Gnade hoffen, im Glauben erhalten und nunmehr in die ewige Herrlich— keit aufgenommen hast. Erfreue nun diese uns so teure Seele vor deinem Throne unter der Anzahl vieler tausend heiligen Engel und Auserwählten, und laß den Leib in seinem Grabe sanft ruhen bis zur. fröhlichen Auferstehung. Lehre uns auch bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden, und in steter Buße, im wahren Glauben, in christlicher Geduld und beständiger Hoffnung uns zu einer seligen Nachfolge zube— reiten und das Ende unsers Glaubens davon bringen, nämlich der Seelen Seligkeit. Tröste und erfreue uns alle wieder, die wir durch diesen Todesfall so tief betrübt worden sind, und laß uns erkennen, daß dein heiliger Wille also geschehen sei. Gib auch, daß wir uns alle einst bei dir in dem ewigen Leben mögen wiedersehen, da niemand unsre Freude wird von uns nehmen. Steure allem Bösen in dieser Welt und unserm eigenen Fleisch und Blut und hilf uns dieselben überwinden. Stärke uns, daß wir getreu sein mögen bis in den Tod, auf daß wir einst die Krone des Lebens empfangen. Und dies alles um Jesu Christi, seines schmerzlichen Todes, seiner siegreichen Auferstehung und Himmelfahrt willen, und in Kraft des heiligen Geistes. Amen. 10. Kranken- und Sterbetrost aus Bibel und Gesangbuch. 1. Vom Segen des Leidens. Röm. 5, 1—5. 2. Kor. 4, 7—18. Jak. 1, 2—12. Hebr. 12, 5—11. Lieder Nr. 396. 405. 2. Vom Vertrauen auf Gott und des Gebetes Kraft. Psalm 6. 23. 25. 39. 71. 77. 90. 91. 116. Jes. 38. 2. Kön. 20, 1—11. Hiskias Krankheit und Gebet. Luk. 11, 1—13. Anhalten im Gebet. Luk. 18. 1—8. desgl. Lieder: Nr. 365. 366. 370. 371. 378. 403. 406. 523. 524. rD DeD 12 Gebete für Kranke und Sterbende. 3. Vom Trost und der Hilfe des Herrn. Matth. 8, 1—13. Der Hauptmann. Matth. 9, 27—33. Der Blinde. Luk. 10, 23—37. Der barmherzige Samariter. Joh. 5, 1—16. Der 38jährige Kranke. Lieder: Nr. 96. 99. 369..379. 408. ö 4. Christus der Sünderfreund. Matth. 9, 1—8. Der Gichtbrüchige. Luk. 7, 36—50. Die Sünderin. Luk. 15. Das verlorene Schaf usw. Luk. 23, 39—43. Der Schächer. Jes. 53. Das Lamm Gottes. Lieder: Nr. 93. 98. 237. 252. 256. 272. 278. 308. 5. Von der Geduld und Ergebung im Leiden. Matth. 11, 28—30. Klagel. 3, 17—33. Matth. 26. 27. Mark. 14. 15. Luk. 22. 23. JIoh. 17. 18. 19. Lieder: Nrr 102. 104. 108. 367. 375. 385. 399. * 6. Sehnsucht nach oben. 2. Kor. 5, 1—10. Phil. 3, 12—21. Lieder: Nr. 376. 473. 480. 484. 485. 494. 7. In tiefer Angst und Not. Psalm 6. 22. 42. 88. 130. Lieder: Nr. 102, Str. 9 u. 10. 365. 370. 389, Str. 1. 526. 8. Trost der Auferstehung. Hiob 19, 1—29. Ich weiß, daß mein Erlöser usw. Matth. 9, 18—26. Jairi Töchterlein. Luk. 7, 11—16.. Jüngling zu Nain. Joh. 11 Lazarus. I. Kor. 15. Joh. 5, 24—29. 1. Thess. 4, 13—18. Lieder: Nr. 127. 520. ů 9. Bereitung aufs Sterben. Joh. 14. 15. 16. 17. Psalm 39. Psalm 90. Lieder: Nr. 475. 476. 480. 490. 492. 495. 10. Vom ewigen Leben. Jes. 35. Offb. 7, 9—17. 21. 22. Lieder: Nr. 489. 510. 513. 514. 522. Verzeichnis der alten und der neuen(von der deutsch-evangelischen Kirchenkonferenz vorgeschlagenen und durch Kirchengesetz vom 17. Juni 1898 zugelassenen) kirchlichen Bibellektionen, wie solche nach den Beschlüssen der XXV. Rheinischen und der XXII. Westfälischen Provinzialsynode in der evangelischen Kirche Rheinlands und Westfalens im Gebrauch sind. 1. Advent 2.„ 3.. 4. 1. Weihnacht. 2. U Sonnt. n. W. Neujahr Sonnt. n. N. Erster Jahrgang. Die nenen alttestamentlichen und evangelischen Leseabschnitte. Altes Testament. Jerem. 31, 31—34. Der neue Bund. Mal. 3, 19—24. Der große und schreckliche Tag des Herrn. Jes. 40, 1—8. Tröstet, tröstet mein Volk. 5. Mose 18, 15—19. Ver⸗ heißung des Propheten. Jes. 9, 6. 7. Uns ist ein Kind geboren. Micha 5, 1—3. Bethlehem Ephrata. Jes. 63, 7—16. Bist du doch unser Vater. Ps. 90, 1—17. Herr Gott, du bist unsere Zuflucht. oder: Psalm 121. Eingang und Ausgang. Ps. 73, 23—28. Herr, wenn ich nur dich habe. Evangelium. Luk. 1, 68—79. Lobgesang des Zacharias. Luk. 17, 20—30. Das Reich Gottes ist inwendig in euch. Matth. 3, 1—11. Die Predigt Johannis des Täufers. Joh. 1, 15-18. Gnade und Wahrheit durch Jesum Christum. Matth. 1, 18 23. Er wird sein Volk selig machen. Joh. 1, 1—14. Das Wort ward Fleisch. Luk. 2, 25- 32. Herr, nun läßt du deinen Diener in Frieden fahren. oder: Joh. 12, 35—41. Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Luk. 4, 16—21. Das ange⸗ nehme Jahr des Herrn. Matth. 16, 1—-4. Die Zeichen der Zeit. — * — Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. 571 4* * Altes Testament. Evangelium. Epiphanias Jes. 2, 2—5. Von Zion Matth. 3,13—17. Die Taufe geht das Gesetz aus. Jesu. 1. n. Epiph. Pf. 122. Wir werden in das Joh. 1, 35—42. Kommt 4 Haus des Herrn gehen. und sehet! 2.„ Jes. 61, 1—6. Der Geist Joh. 1, 43—51. Philippus des Herrn ist über mir. und Nathanael. 3½%„ 2. Köon. 3, 4192.[Bis: Joh. 4, 5—14. Jesus und* ö„Zieh hin in Frieden“]] die Samariterin. Naeman. 4.„,„ Pi. 33. Der Herr ist König. Joh. 4, 31—42. Dieser ist 5 wahrlich Christus, der ö Welt Heiland. r 5.„„ Hes. 33, 10—16. Ich habe Matth. 7, 24—29. Fels und kein Gefallen an dem Sand. Tode des Gottlosen. .„ 2. Mose 3, 1—6. Berufung Joh. 5, 39—47. Suchet in Mosis. der Schrift. Septuages. Jer. 9, 23. 24. Wer sich Luk. 10,38—42. Eins ist not. rühmet, der rühme sich des Herrn. Sexagesimä Amos 8, 11. 12. Hunger Joh. 11, 20—27. Ich bin nach dem Wort Gottes. T und das eben. Estomihi Jer. 8, 4—9. Mein Volk Mark. 10, 35—45. Die ö geht irre. Söhne Zebedäi. Joh. 11, 47—57. Kaiphas' Rat. Invokavit 1. Mose 22, 1—14. Isaaks Matth. 16, 21—26. Herr, Opferung. schone dein selbst! Luk. 22, 39—46. Der Kampf V ö in Gethsemane. %½Reminiszere 2. Mose 33, 17—23. Wem Luk. 10, 17—20. Freuet ——8 ů ich gnädig bin, dem bin euch, daß eure Namen im ich gnädig. Himmel geschrieben sind. Luk. 22, 54-62. Petri Ver⸗ t 4 leugnung. Okuli Jer. 26, 1—15. Ob sie Luk. 9, 51—56. Die Don⸗ ö vielleicht hören wollen nerskinder. ö und sich bekehren. Luk. 22, 63—71. Verspot⸗ 75 tung Christi. ö%½%Lätare Jes. 52, 7—10. Die Boten, Joh. 6, 44—57. Ich bin die Frieden verkündigen. das Brot des Lebens. Matth. 27, 15—31. Christus und Barabbas. „ Judika 4. Mose 21, 4—9. Die Er⸗Joh. 13, 31—35. Ein neu 7 bhöhung der Schlange in Gebot gebe ich euch. der Wüste. Luk. 23, 27—34a.(Bis: „was sie tun“.] Vater, vergib ihnen. ö 572 Palmarum Gründonn. Karfreitag 1. Ostertag Quasimod. Miserikordias Ps. 23. Jubilate Kantate Rogate Himmelfahrt Exaudi 1. Pfingsttag 2. 7 Trinitatis 1. n. Trin. Altes Testament. kommt mütig. Ps. 111. Gedächtnis gestiftet seiner Wunder. Ps. 22, 2—20. Warum hast du mich verlassen? Ps. 118, 14—24. Die Rechte des Herrn behält den Sieg. Ps. 16, 8—11. Dein Hei⸗ liger wird die Verwesung nicht sehen. 1. Mose 32, 22—31. Jakobs Kampf. zu dir Der Herr ist mein Hirte. Jes. 40, 26—31. Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft. Ps. 98. Singet dem Herrn ein neues Lied. Jes. 55, 6—11. Meine Ge⸗ danken sind nicht eure Gedanken. Ps. 110, 1—4. Setze dich zu meiner Rechten. Ps. 42. Meine Seele dürstet nach Gott. Hes. 36, 22— 28. Das neue erz. Jes. 44, 1—6. Ich will Wasser gießen auf das Durstige. Jes. 6, 1—8. Das dreimal heilig. oder: 4. Mose 6, 22—27. Der Aaronitische Segen. 5. Mose 6, 4—13. Du sollst Gott lieben von ganzem Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Evangelium. Sach. 9, 812. Dein sanf⸗ Joh. 12, 1—8. Die Salbung. sanft⸗ Der Herr hat ein Luk. 22, 14— 20. Einsetzung des heiligen Abendmahls. Luk. 23, 39 46. Der Tod des Herrn. Matth. 28, 1—10. Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Joh. 20, 11—18. Maria am Grabe. Joh. 21, 15—19. Simon Johanna, hast du mich liebꝰ Joh. 14, 1—6. In des Vaters Hause sind viele Wohnungen. Joh. 12, 20—26. Das Weizenkorn, das in die Erde fällt, bringt viel Früchte. Joh. 6, 60-69. Wollt ihr aauch weggehen? Luk. 11, 5—13. Anhalten⸗ des Gebet. Luk. 24, 50—53. Da er sie segnete, fuhr er gen Himmel. oder: Joh. 17, 11—-26. Das hohepriesterliche Gebet. Joh. 7, 33—39. Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke. Joh. 14, 15—-21. Ich will euch nicht Waisen lassen. Joh. 15, 9—16. Ihr seid meine Freunde. Matth. 28, 16—-20. Der Taufbefehl. Matth. 13, 31—35. Gleich⸗ nisse vom Senfkorn und Oerzen. Sauerteig. n. Trin. Sp . 2. 3.„ 4.„ d 5 35 9t . 0 6.„ . h 8 8. 7 e 8 2.„ e V 10. 77 r 1.„ 12.„ v 13.„ U 14.„ 45.„ a 16.„ 17.„ 18. 77 40.„ U 77 Dan. 9, 15—-18. Altes Testament. Mahl der Weisheit. lösten Die neue Erde. Güte des Herrn ists, daß wir nicht gar aus sind. Ps. 1. Der Weg der Ge⸗ rechten und der Weg der Gottlosen. Jes. 62, 6—12. Wächter auf den Mauern Jeru⸗ salems. Jer. 23, 16—29. Das Wort Gottes Feuer und Hammer. Spr. Sal. 16, 1—9. Des Menschen Weg und Gottes eg. Jer. 7, 1—11. Die Predigt am Tor des Tempels. Auf deine große Barmherzigkeit. Jes. 29, 18—21. Die Tauben hören. Sach. 7, 4-10. Barmherzig⸗ keit gegen die Brüder. Ps. 50, 14—-23. Opfere Gott Dank. 1. Könige 17, 8—16. Elias und die Witwe. Hiob 5, 17—26. Er schlägt und heilt. Ps. 75, 5—8. Gott ernied⸗ rigt und erhöht. 2. Chron. 1, 7—12. mos Gebet um Weisheit. Pf. 32, 1—7. Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind. Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. r. Sal. 9, 1—10. Das Matth. 9, 9—13. „65, 17—19. 24. 25. Matth. 5, 13—16. Salo⸗ 573 Evangelium. Die Be⸗ rufung des Matthäus. Jej 12. Danklied der Er⸗Luk. 15, 11—32. Der ver⸗ lorene Sohn. Das Salz der Erde und das Licht der Welt. Klagel. Jer. 3, 22—32. Die Luk. 9, 18—26. Die Nach⸗ folge Christi. Matth. 21, 28—32. Die zwei Söhne. Mark. 4, 26—-29. Die selbst⸗ wachsende Saat. Matth. 12, 46—50. Wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder. Matth. 13, 44-46. Die köstliche Perle und der Schatz im Acker. Matth. 23, 34—39. Jeru⸗ salem! Jerusalem! Luk. 7, 36—-50. Die große Sünderin. Joh. 8, 31—-36. Vom Bleiben an der Rede Jesu. Mark. 12, 41—44. Scherf⸗ lein der Witwe. Joh. 5, 1—14. Sündige hinfort nicht mehr! Joh. 11, 111. Siehe, den du lieb hast, der liegt krank. Matth. 11, 25—30. Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Matth. 12, 1—8. Des Menschen Sohn ist ein Herr auch über den Sabbath. Mark. 10, 17-27. Der reiche Jüngling. Joh. 9, 24—41. Der Blind⸗ geborene. ů IV —. 57⁴ 20. n. Trin. 21.„ 22.„„ 28.„„ 22.„„ 85.„„ 26.„ 6 27. n. Trin. bzw. Totenf. Darst. Jesu Ps. 96, 1—10. Saget, daß im Tempel Mariä Ver⸗ kündigung Johannisfest Mariä Heim⸗ suchung Michaelis Refor⸗ mationsfest Erntedankfest Kirchweih Bußtag Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Altes Testament. Spr. Sal. 2, 1—8. Laß dein Ohr auf Weisheit acht— geben. 2. Sam. 7, 17- 29. Wer bin ich, und was ist mein Haus! Spr. Sal. 24, 14—20. Der Gerechte fällt und steht wieder auf. Ps. 85, 9—14. Güte und Treue, Gerechtigkeit und Friede. Ps. 39, 5—14. Lehre mich doch, daß es ein Ende mit mir haben muß. Hiob 14, 1—5. Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit. Ps. 126. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Jes. 35, 3—10. Die Er⸗ lösten Zions werden kom⸗ men mit Freuden. der Herr König sei. Ps. 2. Du bist mein Sohn. Jes. 54, 7—10. Der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen. Ps. 89, 2—6. Eine ewige Gnade wird aufgehen. 1. Mose 28, 10—22. Die Himmelsleiter. Ps. 46. Die feste Burg. Ps. 34, 2—9. Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Ps. 84. Wie lieblich sind deine Wohnungen. Ps. 130. Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Evangelium. Joh. 15, 1—8. Der Wein⸗ stock und die Reben. Mark. 10, 13—16. Lasset die Kindlein zu mir kommen. Luk. 9, 57—62. Wer ist ge⸗ schickt zum Reiche Gottes. Matth. 10, 24—-33. Der Jünger ist nicht über seinen Meister. Joh. 10, 23—30. Meine Schafe hören meine Stimme. Joh. 5, 19—29. Welche die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, die werden leben. Luk. 19, 11—27. Die an⸗ vertrauten Pfunde. Luk. 12, 35—43. Selig die Knechte, die der Herr wachend findet! Matth. 21, 42—44. Der Stein, der zum Eckstein geworden ist. Joh. 18, 33-40. Mein Reich ist nicht von dieser Welt Mark. 6, 17—29. Johannis Enthauptung. Joh. 19, 26. 27. Maria unter dem Kreuz. Joh. 12, 28—-32. Der Fürst dieser Welt wird ausgestoßen. Joh. 2, 13—17. Die Tem⸗ pelreinigung. ö Joh. 6, 24— 29. Die un⸗ vergängliche Speise. Joh. 4, 21—24. Die An⸗ betung im Geist und in der Wahrheit. Matth. 11, 16—24. Wem soll ich dies Geschlecht vergleichen? 1. Advent 1. Weihnacht. Sonnt. n. W. Neujahr Sonnt. n. N. Epiphanias 1. n. Epiph. 2. 7 7 3 . 5.„ 6 Septuages. Sexagesimä Estomihi Invokavit Zweiter Jahrga Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. ng. Die altkirchlichen Episteln und Evangelien. Epistel. Röm. 13, 11—14. Die Stunde ist da, aufzustehen vom Schlaf. Röm. 15, 4—13. Die Ver⸗ heißung den Vätern ge⸗ schehen. 1. Kor. 4, 1—5. Richtet nicht vor der Zeit. Phil. 4, 4—7. Freuet euch in dem Herrn allewege. Tit. 2, 11—14. Es ist er⸗ schienen die heilsame Gnade. Tit. 3, 4—7. Die Freund⸗ lichkeit und Leutseligkeit Gottes. Gal. 4, 1—7. Die Erfüllung der Zeit. Gal. 3, 23-29. Wir sind alle Gottes Kinder. 1. Petri 4, 12—19. Mit Christo leiden. Evangelium. Matth. 21, 1—9. Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Luk. 21, 25-36. Die Zu⸗ kunft des Herrn. Matth. 11, 2—10. Bist du, der da kommen soll? Joh. 1, 19—28. Das Zeug⸗ nis Johannis des Täufers. Luk. 2,1—14. Euch ist heute der Heiland geboren. Luk. 2, 15—20. Die An⸗ betung der Hirten. Luk. 2, 33—40. und Hanna. Luk. 2, 21. Der Jesusname. Simeon Matth. 2, 13—23. Die Flucht nach Agypten. Jes. 60, 1—6. Mache dich auf, werde Licht! Röm. 12, 1—6. Das le⸗ bendige Opfer. Röm. 12, 7—16. Die Liebe ohne Falsch. Röm. 12, 17—21. Laß dich nicht das Böse überwinden. des Gesetzes Erfüllung. der Vollkommenheit. tisches Wort. 1. Kor. 9, 24—27. Lauf nach dem Kleinod an meiner Gnade genügen Liebe. Dingen Diener Gottes Matth. 2, 1—12. Die Weisen aus dem Morgenlande. Luk. 2, 41—52. Der zwölf⸗ jährige Jesus. Joh. 2, 1—11. Hochzeit zu Kana. Matth. 8,113. Der Haupt⸗ mann von Kapernaum. Röm. 13, 8—10. Die Liebe Matth. 8, 23—27. Die Stillung des Sturmes. Kol. 3, 12—17. Das Band Matth. 13, 24—30. Unkraut unter dem Weizen. 2. Petri 1, 16—21. Wir Matth. 17,1—-9. Verklärung haben ein festes prophe⸗ Der Matth. 20, Christi. 1—16. Die Arbeiter im Weinberge. 2. Kor. 12, 1—10. Laß dir Luk. 8, 4—15. Vom Säe⸗ mann. 1. Kor. 13. Das Lob der Luk. 18,31—43. Sehet, wir gehen hinauf gen Jeru⸗ salem. 2. Kor. 6, 1—10. In allen Matth. 4, 111. Christi Versuchung. Reminiszere Okuli Lätare Judika Palmarum Gründonn. Karfreitag 1. Ostertag Quasimod. Miserikordias Jubilate Kantate Rogate ö Himmelfahrt Exaudi 1. Pfingsttag Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Epistel. 1. Thess. 4, 1—12. ist der Wille Gottes, eure Heiligung. Ephes. 5, 1—9. Er hat sich Luk. 11, 14—23. Wer nicht Evangelium. Das Matth. 15, 21—-28. Das kananäische Weib. selbst dargegeben für uns. 5 mir ist, der ist wider mich. Der Friede Joh. 6, 115. Die wunder⸗ mit Gott. bare Speisung. Hebr. 9, 11—15. Der Hohe⸗Joh. 8, 46—59. Wer kann priester der zukünftigen mich einer Sünde zeihen? Güter. Phil. 2,5—11. Erniedrigung Matth. 21, 1—9. Röm. 5, 1—11. und Erhöhung Christi. oder: Joh. 12, 12—18. Einzug Christi. 1. Kor. 11, 23—32. Des Joh. 13, 1—15. Die Fuß⸗ Herrn Abendmahl. waschung. Jes. 53. Der leidende Knecht Leidensgeschichte. Gottes. 1. Kor. 5, 7b—8.(„Denn Mark. 16, 1—8. Die Auf⸗ wir haben.... und der erstehung des Herrn. Wahrheit.“) Wir haben auch ein Osterlamm. Apostelg. 10, 34—41. Gott Luk. 24, hat Christum aufer-— weckt. „Joh. 5, 1—5. Was von Joh. 20, 19—31. Gott geboren ist, über⸗ mit euch! windet die Welt. 1. Petri 2, 21—25. Ihr Joh. 10, 12—16. Der gute waret wie die irrenden Hirte. Schafe. 1. Petri 2, 11—20. Fremd⸗Joh. 16, 16—234a.(Bis: linge und Pilgrime.„werdet ihr mich nichts fragen“.] Über ein Kleines. Jak. 1, 16—21. Alle gute Joh. 16, 5—15. Es ist euch Gabe kommt von oben gut, daß ich hingehe. herab. Jak. 1, 22—27. Seid Täter Joh. 16, 23b—33.(„Wahr⸗ des Worts. llich, wahrlich, ich sage überwunden.“ Bittet, so nehmen. Apostelg. 1, 1—11. Die Mark. 16, 14 20. Er ward Himmelfahrt. aufgehoben gen Himmel. 1. Petri 4, 8—11. Mäßig Joh. 15, 26—16, 4. Der und nüchtern zum Gebet. Geist der Wahrheit. Apostelg. 2, 1—13. Die Joh. 14, 23—31. Der 13—35. Die Emmausjünger. 7.—. Friede sei werdet ihr Ausgießung des heiligen Tröster. Geistes. Tr ei 2. Pfingsttag Trinitatis 4. u. Trin. 2. 7 7 3. 77 4. 7 77 5.. II 6. I. 53. 7. 7 77 8. 77 9. 7 77 10. Id 77 11. 7 12. ILI I 13. IL 14. 77 7. Epistel. Apostelg. 10, 42—48.(Bis: „sie zu taufen im Namen des Herrn“.] Auch auf die Heiden ward die Gabe des heiligen Geistes aus⸗ gegossen. Röm. 11, 33—36. O welch eine Tiefe! 1. Joh. 4, 16—21. Gott ist die Liebe. 1. Joh. 3, 13—18. Lasset uns lieben mit der Tat und mit der Wahrheit. 1. Petri 5, 5b—11.(„Alle⸗ samt seid untereinander untertan. zu Ewig⸗ keit. Amen.“] Haltet fest an der Demut. Röm. 8, seufzende Kreatur. 1. Petri 3, 8—15.(Bis: „den Herrn, in euren Herzen“.] Heiligt Gott, den Herrn, in euren Herzen. Röm. 6, 3—11. In Christi Tod getauft. Röm. 6, 19—23. Die Gabe Gottes ist das ewige Leben. Röm. 8, 12—17. Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. 1. Kor. 10, 1—13. Das Vorbild des Wüsten⸗ zuges. 1. Kor. 12, 1—11. Man⸗ cherlei Gaben und ein Geist. 1. Kor. 15, 1—10. Nicht ich, s ondern Gottes Gnade, die mit mir ist. 2. Kor. 3, 4—9. Das Amt des Geistes. Röm. 3, 21—-28. durch den Glauben. 18—27. Die Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. 577 Evangelium. Joh. 3, 16—21. Also hat Gott die Welt aheht Joh. 3, 1—15. mit Nikodemus. Luk. 16, 19—31. Mann Lazarus. Luk. 14, 16—24. Das große Abendmal hl. Luk. 15, 1—10. Jesus nimmt die Sünder an. Gespräch Der reiche und der arme Luk. 6, 36—42. Seid barm⸗ herzig. Luk. 5, 1—11. Petri Fischzug. Matth. 5, 20—26. Die bessere Gerechtigkeit. Matth. 9, 35—38. Die Ernte ist groß und der Arbeiter wenig. Matth. 7, 13—23. Von den falschen Propheten. Luk. 16, 1—12. Der un⸗ gerechte Haushalter. Luk. 19, 41—48. Der Herr weint über Jerusalem. Luk. 18, 9—14. Pharisäer und Zöllner. Mark. 7, 31—37. Hephata! Allein Luk. 10, 23—37. Der barm⸗ herzige Samariter. Gal. 5, 16—24. Die Frucht Luk. 17, 11—19. Die zehn des Geistes. Ausfätzigen. 15. n. Trin. 16. 7 17. 7 7 19.„ 19. 21. 77 77 22. L 77 23. 77 77 24. 77 77 25. 7. 7 26. 57 7. 27. n. Trin. bezw. Totenf. Darst. Jesu im Tempel Mariä Ver⸗ kündigung Johannisfest Mariä Heim⸗ suchung Michaelis Refor⸗ mationsfest Epistel. Gal. 5, 25—6, 10. Was der Mensch säet, das wird er ernten. Ephes. 3, 13—21. Der rechte Vater über alles, was Kinder heißt. Ephes. 4, 1—6. und ein Geist. 1. Kor. 1, 4—9. Durch Christum reich an allen Stücken. Ephes. 4, 22—32. Ziehet den neuen Menschen an. Ephes. 5, 15—21. Sehet zu, wie ihr vorsichtiglich wandelt. Ephes. 6, 10—17. Des Christen Waffenrüstung. Phil. 1, 3—11. Erfüllet mit Früchten der Gerechtig— keit. Phil. 3, 17—21. Unser Wan⸗ del ist im Himmel. Kol. 1, 9—14. Tüchtig ge⸗ macht zum Erbteil der Heiligen im Licht. 1. Thess. 4, 13—18. Von denen, die da schlafen. 2. Thess. 1, 3—10. Er wird herrlich erscheinen mit seinen Heiligen. 2. Petri 3, 3—14. Der neue Himmel und die neue Erde. Mal. 33, 1—5. Bald wird kommen zu seinem Tem⸗ pel der Herr. es. 7, 10—16. Immanuel. 8 Jes. 40, 1—8. Tröstet, tröstet mein Volk! Jes. 11, 1—5. Die Rute aus dem Stamme Isai. Offenb. 12, 7—12. Michaels Kampf im Himmel. aue 115. der Freiheit. Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Ein Leib Evangelium. Matth. 6, 24—34. Sorget nicht. Luk. 7, 11—17. Weine nicht. Lul 14, 1—11. Sabbathfeier in Liebe und Demut. Matth. 22, 34- 46. Das vornehmste Gebot und die vornehmste Frage. Matth. 9, 1—8. Der Gicht⸗ brüchige. Matth. 22, 1—14. Die könig⸗ liche Hochzeit. Joh. 4, 47—54. Heilung des Sohnes des Königischen. Matth. 18, 21—35. Der Schalksknecht. Matth. 22, 15—22. Die Zinsmünze. Matth. 9, 18-26. Jairi Töchterlein. Matth. 24, 15—28. Greuel der Verwüstung. Matth. 25, 31—46. Das Endgericht. Matth. 25, 1—13. Gleichnis von den zehn Jungfrauen. Luk. 2, 22—32. Darstel⸗ lung Jesu. Luk. 1, 26—38. Die Ver⸗ kündigung. Luk. 1, 57—-80. Johannis Geburt. Luk. 1, 39—56. Maria bei Elisabeth. Matth. 18, 1—11. Ihre Engel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel. Bestehet 25 3 5, 1—12. Die Selig⸗ preisungen. * 2— jet Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. é Epistel. Evangelium. Erntedankfest Ps. 145, 15—21. Aller Luk. 12, 15—21. Der reiche Augen warten auf dich. Narr. Kirchweih Offenb. 21, 1—5. Das wene Luk 19, 1—10. Jesus kehrt Jerusalem. bei Zachäus ein. Bußtag Röm. 2, 1—11. Verachtest Luk. 13, 1—9. Der unfrucht⸗ du den Reichtum 13— bare Feigenbaum. Güte? Dritter Jahrgang. Die neuen epistolischen und evangelischen Leseabschnitte. Epistel. Evangelium. 1. Advent Hebr. 10, 19—25. Der Ein⸗WLuk. 1, 68—79. Lobgesang gang in das Heilige. des Zacharias. 2.8 2. Petri 1, 3—11. Tut Luk. 17, 20—30. Das Reich Fleiß, euren Beruf und Gottes ist inwendig in euch. Erwählung fest zu machen. 3. 2. Tim. 4, 5—8. Ich habe Matth. 3, 1—11. Die Predigt kintdit guten Kampf ge⸗ Johannis des Täufers. ämpft 4.„ 1. Joh. 1, 1—4. Das Wort Joh. 1, 15—18. Gnade des Lebens. und Wahrheit durch Je⸗— sum Christum. 1. Weihnacht. 1. Joh. 3, 1—5. Sehet, welch Matth. 1, 1823. Er wird eine Liebe hat uns der sein Volk selig machen. +Vater erzeiget! Hebr. 1, 1—6. Gott hat Joh. 1, 1—14. Das Wort am letzten geredet—8 ward Fleisch. seinen Sohn. Sonnt. n. W. 2. Kor. 5, 1—9. Das Haus, Luk. 2, 25—32. Herr, nun das ewig ist im Himmel. lässest du deinen Diener Iin Frieden fahren. oder: Joh. 1— 35—41. Es iist das Licht noch eine keleine Zeit bei euch. Neujahr Röm. 8, 24—32. Ist Gott Luk. 4, 16—21. Das ange⸗ für uns, wer mag wider nehme Jahr des Herrn. uns 4⁵3 Sonnt. n. N. Jakobi 4, 13—17. So der Matth. 16, 1—4. Die Zeichen Herr will und wir leben. der Zeit. Epiphanias 2. Kor. 4, 3—6. Das Licht Matth. 3, 13—17. Die Taufe aus der Finsternis. Wesn. 1. n. Epiph. 2. Kor. 6, 14—7, 1. Ihr Joh. 1, 35—42. Kommt seid der Tempel des le⸗ und sehet! bendigen Gottes. „ I. Kor. 2, 616. Die ver⸗Joh 1, 43—51. Philippus borgene Weisheit. und Nathangael. 37*⁷ 2. 6. 77 + Septuagesimä Sexagesimä Estomihi Invokavit Reminiszere Okuli Lätare Judika Palmarum Hebr. 12, 1—6, Epistel. Röm. 1, 13—20. Ich schäme mich des Evangeliums nicht. Röm. 7, 7—-16. Das Ge⸗ setz ist heilig und gut. Röm. 8, 1—9. Nichts Ver⸗ dammliches an denen, die in Christo Jesu sind. 2. Kor. 3, 12—18. Des Herrn Klarheit. Phil. 1, 27—2, 4. Wandelt würdiglich dem Evangelio Christi. Phil. 1, 12-21. Daß nur Christus verkündigt werde. 1. Kor. 1, 21—31. Wir predigen den gekreuzigten Christus. Hebr. 4, 15. 16. Der mit⸗ leidige Hohepriester. 1. Joh. 2, 12—17. nicht lieb die Welt. Habt 1. Petri 1, 13—16. sollt heilig sein. Ihr 2. Kor. 7, 4—-10. Die gött⸗ liche Traurigkeit. 1. Petri 1, 17—25. Das teure Blut Christi. Lasset uns aufsehen auf Jesum. Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Evangelium. Joh. 4, 5—14. Jesus und die Samariterin. Joh. 4, 31—42. Dieser ist wahrlich Christus, der Welt Heiland. Matth. 7, 24- 29. Fels und Sand. Joh. 5, 39—47. Suchet in der Schrift. Luk. 10, 38—42. Eins ist not. Joh. 11, 20—-27. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Mark. 10, 35—45. Die Söhne Zebedäi. Hat. 47—57. Kaiphas' t at. Matth. 16, 21—26. Herr, schone dein selbst! Luk. 22,39—46. Der Kampf in Gethsemane. Luk. 10, 17—20. Freuet euch, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind. Luk. 22,54—62. leugnung. Luk. 9, 51—56. Die Don⸗ nerskinder. Petri Ver⸗ Luk. 22, 63—71. Ver⸗ spottung Christi. Joh. 6, 47—-57. Ich bin das Brot des Lebens. Matth. 27, 15—31. Christus und Barabbas. Joh. 13, 31—35. Ein neu Gebot gebe ich euch. Luk. 23, 27—-34a.(Bis: „was sie tun“.] Vater, vergib ihnen. Joh. 12, 1—8. Die Sal⸗ bung. . . EIEEEEEr — Epistel. r. 10, 16. 17. Ver gesegnete Kelch. 2. Kor. 5, 14—-21. Einer 1. Kor. 15, 12—20. Christus 1. Kor. 15, 54—58. Gott + Eph. 1. Joh. 4, 9—14. 2. Tim. 2, 8—13. Gründonn. t Karfreitag * 1. Ostertag d 2. V n Quasimod. st Miserikordias in 8 Jaubilate ie Kantate r, ö Rogate f 1, — Himmelfahrt in n 2 Exaudi n⸗ 1. Pfingsttag in ö 2. 18 ö Trinitatis sn 35: X, . 1. n. Trin. 1. Tim. 2, 1—6. Fürbitte für alle gestorben. der Erstling derer, die da schlafen. sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat. „Petri 1, 3—9. Wieder⸗ geboren zu einer leben⸗ digen Hoffnung. 2, 4—10. Gott hat uns samt Christo lebendig gemacht. Daran ist erschienen die Liebe Gottes. Halte im Gedächtnis Jesum Christum. Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. 581 Evangelium. Luk. 22, 14-20. Einsetzung des heiligen Abend— mahls. Luk. 23, 39—46. Der Tod des Herrn. Matth. 28, 1—10. Er ist nicht hier, er ist auf⸗ erstanden. Joh. 20, 11—18. Maria am Grabe. Joh. 21, 15—19. Simon Johanna, hast du mich lieb? Joh. 14, 1—6. In des Vaters Hause sind viele Wohnungen. Joh. 12, 20—26. Das Weizenkorn, das in die Erde fällt, bringt viel Früchte. Joh. 6, 60—69. Wollt ihr auch weggehen? Luk. 11,5—13. Anhaltendes für alle Menschen. dem, was droben ist. Ephes. 1, 15—23. Gesetzt zum Haupt der Gemeine über alles. Ephes. 2, 19—22. Gottes Hausgenossen. Ephes. 4, 11—16. Die Erbauung des Leibes Christi. Ephes. I, 3—14. Der geist⸗ liche Segen in himm⸗ lischen Gütern. oder: 2. Kor. 13, 11—13. Der apostolische Segens⸗ wunsch. Apostelg. 4, 32-35. Liebe in der Gemeinde. Gebet. Kol. 3, 1—4. Trachtet nach Luk. 24, 50—53. Da er sie segnete, fuhr er Himmel. oder: Joh. 17, 11—26. Das hohepriesterliche Gebet. Joh. 7, 33—39. Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke. Joh. 14, 15—21. Ich will euch nicht Waisen lassen. Joh. 15, 9—16. Ihr seid meine Freunde. gen Der Matth. 28, 16—20. Taufbefehl. Die Matth. 13, 31—35. Gleich⸗ nisse vom Senfkorn und Sauerteig. Hrrxrv. VH 17. 18. 19. 20. — n. Trin. Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. ö Epistel. Evangelium. Röm. 10, 1—15. Christus Matth. 9, 9—13. Die Be⸗ des Gesetzes Ende. rufung des Matthäus. Apostelg. 3, 1—16. Die Luk. 15, 11—32. Der ver⸗ Heilung des Lahmen. lorene Sohn. Apostelg. 4, 1—12. Es ist Matth. 5, 13—16. Das in keinem andern Heil. Salz der Erde und das Licht der Welt. Apostelg. 5, 34—42. Ga⸗Luk. 9, 18—26. Die Nach⸗ maliel. polge Christi. Apostelg. 8, 26—38. Der Matth. 21, 28—32. Die Kämmerer aus Mohren⸗ zwei Söhne. land. 1. Tim. 6, 6—12. Gott⸗ Mark. 4, 26—29. Die selbst⸗ selig und genügsam. wachsende Saat. Apostelg. 16, 16—32. Der Matth. 12, 46—-50. Wer Kerkermeister in Philippi. Gottes Willen tut, der ö ist mein Bruder. Apostelg. 17, 16—34. Pau⸗ Matth. 13, 44—46. Die köst⸗ lus in Athen. liche Perle und der Schatz im Acker. Apostelg. 20, 17—38. Pauli Matth. 23, 34-39. Je⸗ Abschiedswort. rusalem! Jerusalem! Röm. 8, 33—39. Wer will Luk. 7, 36—50. Die große die Auserwählten Gottes Sünderin. beeeschuldigen? Apostelg. 16, 9—15. Die Joh. 8, 31—36. Vom Bleiben Pyurpurkrämerin Lydia. an der Rede Jesu. 1. Petri 2, 1—10. Jesus Mark. 12, 41—44. Scherf⸗ Christus der Eckstein. lein der Witwe. 1. Tim. 1, 12—17. Mir Joh. 5, 1—14. Sündige iist Barmherzigkeit wider⸗ hinfort nicht mehr! fahren. 2. Thess. 3, 6—13. Mit Joh. 11, 1—11. Siehe, den stillem Wesen arbeiten. 5 ů01 hast, der liegt rank. 12, 18—24. Ihr seid Matth. 11, 25—30. Kommt gekommen zu der Stadt her zu mir alle, die ihr des lebendigen Gottes. mühselig und beladen ö seid. Hebr. 4, 9—13. Es ist noch Matth. 12, 1—8. Des eine Ruhe vorhanden dem Menschen Sohn ist ein Volke Gottes. Herr auch über den Sabbath. Jak. 2, 10—17. Das Ge⸗Mark. 10, 17—27. Der setz der Freiheit. reiche Jüngling. Jak. 5, 13—20. Das Gebet Joh. 9, 24—41. Der Blind⸗ des Glaubens. geborene. Röm. 14, 1—9. Unser keiner Joh. 15, 1—8. Der Wein⸗ lebt ihm selber. stock und die Reben. —2 Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. 583 Epistel. Evangelium. 21. n. Trin. Ephes. 6, 1—9. Haustafel. Mark. 10, 13—16. Lasset die Kindlein zu mir kom⸗ men. Hebr. 13, 1—9. Es ist ein Luk. 9, 57—62. Wer ist ge⸗ koöstlich Ding, daß das schickt zum Reiche Gottes? Herz fest werde. 23.„„ I. Tim., 4.1. Die Gott⸗Matth. 10, 24—-33. Der seligkeit ist zu allen Dingen Jünger ist nicht über nuütze. seinen Meister. 1. Thess. 5, 14—24. Un⸗Joh. 10, 23—30. Meine sträflich auf die Zukunft Schafe hören meine Christi. Stimme. 25.„„ Hebr. 10, 32—39. Werfet Joh. 5, 19—29. Welche euer Vertrauen nicht weg. die Stimme des Sohnes Giottes hören werden, die werden leben. 20.„„ Difenb. Joh. 2, 8—1l. Sei Luk. 19, 11—27. Die an⸗ getreu bis an den Tod. vertrauten Pfunde. 27. n. Trin. Offenb. Joh. 7, 9—17. Die Luk. 12, 35—-43. Selig bezw. Totenf. große Schar in weißen die Knechte, die der Herr 22. U +V Kleidern. wachend findet! Darst. Jesu 1. Joh. 5, 9—15. Das Matth. 21, 42-44. Der im Tempel Zeugnis Gottes von sei⸗ Stein, der zum Eckstein naem Sohne. geworden ist. Mariä Ver⸗Röm. 5, 12—21. Der andere Joh. 18, 33—40. Mein kündigung Adam. n ist nicht von dieser elt. Johannisfest Apostelg. 19, 1—7. Jo⸗Mark. 6, 17—29. Johannis hannes und Christus. Enthauptung. Mariä Heim⸗Röm. 16, 1—5a.[Bis: Joh. 19, 26. 27. Maria suchung Idie Gemeinde in 2—3.. unter dem Kreuz. Hause“.) Grüße der Hei⸗ ligen. Michaelis Offenb. 5, 11—14. Der Joh. 12, 28—32. Der Fürst Lobgesang vor dem Stuhl Kene Welt wird aus⸗ des Lammes. gestoßen. Refor⸗ 1. Kor. 3, 11—23. Einen Joh. 2, 13—17. Die Tem⸗ mationsfest andern Grund kann nie⸗ pelreinigung. mand legen. Erntedankfest 2. Kor. 9, 6—11. Säen Joh. 6, 24—29. Die unver⸗ und Ernten im Segen. gängliche Speise. Kirchweih 2. Tim. 3, 14—17. Die Joh. 4, 21—24. Die An⸗ Unterweisung zur Se⸗ betung im Geist und in ligkeit. der Wahrheit. Bußtag Hebr. 12, 12—17. Richtet Matth. 11, 16—24 Wem auf die lässigen Hände soll ich dies Geschlecht und die müden Knie. vergleichen? . Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Vierter Jahrgang. Im vierten Jahre werden wieder die altkirchlichen Episteln und Evangelien des zweiten Jahrgangs gelesen. Die vorstehende Verteilung der alten und neuen kirchlichen Bibel⸗ lektionen auf vier Jahrgänge hat nur für die Rheinprovi nz Geltung. Hier wird mit dem ersten Jahrgang am 1. Advent 1910, 1914, 1918, 1922 usw. begonnen. In Westfalen kommen die neuen Leseabschnitte(I. und 3. Jahr⸗ gang) nur in den Nebengottesdiensten zur Verlesung. 2. N—.—..— Wibel-Lesetafel. (Die Zusammenstellung der Schriftabschnitte stimmt mit dem Bibellesezettel der Preußischen Hauptbibelgesellschaft überein. Die Zahlen hinter den Schriftabschnitten weisen auf die Lieder im Gesangbuche.) 1. Advent. 2. Weihnachtsfeierkag. Morgens. Abends. Morgens.“ Abends. S. de 0 Dz. ö M. 1. Mos. 3, 8.-15. 42/1. Mose 12, 1-3. 50 26. Ev. Lucä 2, 15.20. 65 Ep. Titus 3, 4.7. 64 D.„ 49, 8.12. 464. Mose 24, 15-17.47½. Joh. 1,1.18. 70 1. Joh. 3, 1-8. 297 M. 5.„ 18, 15-19. 45 2. Sam. 7, 8-16. 50 28. Epheser 1,3-6. 62 Psalm 2. 66 D. Jesaia 7, 10-14.67 Jesaia 9, 2-7. 52 29. Kolosser 1,9-17.82„ ͤ45, 1—8. 284 F.„II, 1.10.44„ 14, 1-6. 54 30. Hebräer 1,1-4. 78 90. 497 S.„ 25, 6-9. 51.Psalm 24. 4 Sgonntag nach Weihnachten. 2. Advent. CCv. Luca 2, 33.40.86 Ep. Galat. 4, 1.7. 68 erann, 3.10, 10 Feten 19. Lat. Jesaia 35, 1-10. 16 Jesaia 40, 1-11. 45 D. 5 42, 1-9. 4%0„ 49,5-13. 38 5 11. 52 2,7. Dz. D. 54, 745 265„ 33,1.7. 258 31. Hebräer 6,11.20. 332 Psalm 103. 7⁵ F.„ 57, 14.21.27„ ʃ, 1-3. 362 S.„ 62, 6-12.334 Psalm 96. 6 Neuzahr. Ir. ö 3. Advent. 1. Gv. Lucä 2, 21. 77 Ep. Gal. 3,23.29.76 S. Ev. Matth. 2. Matth. 3, 1.12. 79 Matth. 3,13-17. 81 3. J 29.34. 80 J 35-51.20 M.] Jerem. 23, 1-6. 194 Lukas 1, 5-25. 9 2.13.25. 338 Joh. 5 2266, 67 D. 81,31.34. 26„ 1,26-38. 250 5.„ 4, 1.144.310,% 4,15.26.315 9.„ 33, 14-26. 5„„ 1, 39-56. 17 0 2 „Hesek. 34, 11-16.371„ 1,57-80. 85 Ai F.„ 34,23-31. 42 Matth. 1, 18-25. 69 Spiphanias. S.„ 36, 22-27.277 Psalm 97. 13 Ir. é 6. Ev. Matth. 2,1-12.83 Jesaia 60, 1-6. 194 4. Advent. 7. Joh. 4,27.42.84 Pfalm 126. 400 S. Ev. Joh. 1,19.28. 45 Ep. Phil., 4, 4.7. 63 N. Daniel 7, 13-18.46 Daniel 9, 22.27.210 gonntkag nach Neujahr. 46 14·23. 18 s 10. 45— Runt 184 Hosea 14, 2.10. 43. CEyv. Matth. 2, 13.3: Ep. I. Petri4, 12.19. 37½ 301 M. Joel 3, 15. 48 Amos 9j,11.15. 46 37³ P. Zepßansas,1433. 52 acda 2, 1.10.100..(Paln 2. 312ialn. 40 S. Sacharja 9, 8-10.57 Psalm 113. 49 M. 45. 193 40. 266 1. Veihnachtsfeiertag. D. ‚ 4853 970 ö* 447 Oz. 5 F. 25. Ev. Lucä 2, 1-14. 60, Ep. Tit. 2, 11·14. 59 S. 1 11. L 367 586 1. Epiphanias. Morgens. Abends. S. Ev. Sucas, 41-52. 35 Ep. Röm. 12, 1-6.345 M. Lukas 4, 14. 30.318 Matth. 4, 12 25. 314 4, 31-44.337„ 5, 1.19.321 N. Wtth 5,27.48.31„ 6, 118.287 D.„, 7, 1214. 338„ 7, 15-29.334 F.„ 8,28.34.338„ 9, 9.17.291 S.„ 9,27.38. 188 Pfaln 29. 29 2. Epiphanias. S. Ev. Joh. 2, 1-11.17. Ep. Röm. 12,7-16.306 M. Matth. 10, 115.299 Lukas 7,36.50. 238 D.„ 13,3135. 1980„ 9,57-62. 298 „ 13,44-52.312„ 10,38-42.310 2 13, 53-58. 262„ 11,37.54.307 F. Joh. 5, 1-16. 246 Joh. 5, 17.30. 508 C.„ 5,3-47.309 Psalm 38. 389 3. Epiphanias. S. Ev. Matth. 8, 1-13.37 913— Röm. 12, 17. 2. M. Jesaia 1, 1-18. 240 Psalm 73. —. 2, 119.250 en S. 529 M.„, E. ie,. 392 „,/ 201 F.„ 26, 1-12. 18„ 89, 1-19. 185 S.„y 2, 13.21.372„ 18, 1-20. 283 4. Epiphanias. S. Ev. Matth. 8, 23- 313 Ep. Röm. 13,8-10.297 M. Jesaia 41, 1-14. 374 Pfalm 100 1-12. 10 .„ 45, 1-13.925„ 100. 26 M.„ 44, 1-8. 351 4% 15. 176 5. 5 45, 1.1. 391„ 124. 177⁷ „ 45, 12-25. 408„ 125. 179 S. 9, 818. 181[,„ 2. 17¹1 5. Epiphanias. S. Ev. Matth. 13,24- 207 43933 Kol. 3, 12-17.345 M. Jesaia 58, 7-14. 234 Jesaia 63, 7.16.451 , 64, 1.12. 253„ 65, 17-25.510 Seset. 36,22.28. 513 Jona 1. 236 F. Jona 2. ö 3. 239 S. 4. 19 Pfalm 116. 4 6. Epiphanias. Ev. Matth. 17, 1%v. 2. Petri 5. — 55 Sprichw. 8, 1·21. 286 Sprichw. 9, 1-18. 285 D. Prediger 2, 1·11. 294 Pfalm 119, 1—24.211 M. Psalm 119,25-48.173 119, 49• 72. 212 D.„ 119, 78.96. 209 119, 97.120. 207 F.„ 119, 121.144. 208 .„ 119, 161-176.182 7 — „ 14. 17¹ Bibel⸗Lesetafel. Septuagesimä. Morgens. Abends. S. Ev. Matth. 20, 1-16. Ep. 1. Kor. 9, 24. 335 278 M. Mark. 6, 7G13. 188 Matth. 14, 1-12. 222 D. Marth. 14,22.33.318 Joh. 6,22.34. 259 M.] Joh. 6, 35-51. 304„ 0, 52-:60.227 D. 6,61-71.315 Matth. 15, 1-20. 307 F. Matth. 16, 1.12. 260„ 16, 13-28. 261 S.„ 17, 14-27. 262 Psalm 138. 10 Sexagesimä. S. Ev. Lucä 8, 4.-15. 208 Ep. 2. Kor. 11,19. 12,9. 323 M. Matth. 18, 1• 11.250 Matth. 18, 12.22.353 D. Joh. 7, 1-10.346 Lukas 9, 51-56. 341 , 7, 11.24. 283 Joh. 7,25-36. 339 D. 7, 37·53.342„ 8, 1-11. 19 .., 8, 12.20. 2998„ 8,21.30.283 S. 8, 31.45.275 Pfalm 141. 4⁴⁰ Estomihi. 320 S. Ev.Luc. 18,31-43.34 Ep. 1. Kor. 13, 1-13. 306 M. Joh. 9, 19. 41803 Joh. 9, 10.23.289 D.„ 9, 24·41.420 10, 1-11. 300 M. Matth. 10, 24·42. 205 Hulas 10, 21·24.292 D. Lukas 11, 1-13. 281 Matth. 11, 1624. 241 F. 11, 37-54. 290 Lukas 12, 1·12. 263 S.„ 12, 13-31.443 Psalm 91. 17 Involavit. S. Ev. Matth. 4,1-11.91Ep. 2.Kor. 6, 1.10. 92 M. Lukas 12, 32.40.319 Lukas 12, 41-48.517 D.„ 12, 49.59. 192 13, 10-17. 362 M.„ 13, 22⸗35. 3¹7„ 14, 25-35.349 D.„ 15,11-24. 254„ 15, 25-32. 265 6.„ 17, 1.10. 260„ 17,20-37. 250 S.„ 18, 1-8. 322 Pfalm 13. 439 Reminiszere. D N.„ 66, 13-24. 190 Hesel. 33, 1.19. 241 D. D + „119, 145-160. 206 F S. Ev. Matth. 15,21-28. Ep. 1. Thess. 4,1-7.96 9⁴4 M. Joh. 10, 22-42. 300 Markus 10, 1-16. 456 „1, 1N16. 299 Matth. 19,16-30. 293 M. Matth. 20, 17.28. 930„ 20,29.34. 84 D Lukas 19, 1-10.457 Lukas 19, 11·28. 319 V 11, 17·-31.484 Joh. 11, 32-46. 131 F. Joh. S.„ 11,47-57. 99 Psalm 121. w445 Okuli. S. Ev. Lucä 11,14.28.98 Ep. Ephes.5, 1-9. 101 M. 0 19,29— 40.107 Matth. 21, 12.17.313 D. Mark. 11, 11.19.338 Joh. 12, 20.-33. 331 N. Joh. 12, 34.50. 334 Matth. 21,23-33.278 D. Matth. 21,33.46. 256 22, 23.33.512 23, 1·12. 345 23, 13-28. 290 S.„ 23,29.39. 180 Psalm 145. 1¹ 2. 6„6.K„K63646—9A eetee?:r“ Bibel⸗Lesetafel. 587 Läkare. Miserikordias Domini. Morgens. Abends. Morgens. Abends. S. Ev. J oh. 6, 1.15. 102 Ep. Röm. 5, 1.11. 98 S. Ev. Joh. 10, 12· 104 Ep. 1. Petri 2,21.:25. 441 M. Mark. 12, 41.44.312 Matth. 24, 1·14. D. Matth. 24, 29-36.508„ 301 25, 14.30.511— upvitg 4, 19-31. 350 Pfalm 935———4 M.„ 26, 1.5. 106 Lukas 22, 1-6. 95„ 4,2„,. 0„ 36 D. Lukas 22, 7.13. 90 Matth. 26, 20·29. 234 N.„ 5,12·24. 18„ 110 338 .„ 22, 24-38. 265 Joh. 13, 12-30. 107—„ 5,25-42.147„ ͤ118, 14-29. 125 Joh. 13, 31-38.297 Psalm 26. 4—43„ 5, 185 1—„ 7, 9. 1454 ½ 66. 1⁵ e Zubilate. S. Ev. Joh. 8, 46-59.101 Ep. Hebr.9,11— 15.105 M. Joh. 14, 1.21.515 Joh. 15, 155. 340 Vv: Joh. 16, 335 17 Ep. I. Petri 2, 11. 311 D. 15, 16-25.347 17, 1.26.3 5 3 M. Matth. 26,30-46.319 Mätth. 26, 47.56. 110 M. 93 26.10. 10 Pfalm 190 2— D.„ 26,57-75. 95 27, 1-10. 96 D 7 9.241 0. F. Lukas 23, 1-7. 99 Lukas 23, 8-12. 105 D. Aposig 0 122 n Apostg 95 2351. 132 S. Matth. 27, 11-23. 110 Psalm 69, 1.21.111 3 9, 32.43.1 122„ 10, 116.19 S. 10, 17.88.275 Psalm 147. 557 Palmarum. S. 43 Joh. 12, 12- 19 Ep. Phil.2,5-11.222 Kantate. 1140 S. Ev. Joh. 16,5-15.156 Ep. Jak.1, 16-21.444 0 Matth. 27,24-31. 103 Lukas 23, 26-32. 93 M. Lukas 23, 33-38. 104 23, 39-43. 11⁵ D. N. Joh. 19,19.29. 113 Pfalm 22. 108 M. D F. Am Gründonnerstage. S. D. Gv. Joh. 13,1-15.234 Ep. 1. Kor. 11,23-32. 227 S. Am Karfreitage. S. Cv.M atth. 27,45.54, Ep. Jes. 52,18.53, 0—6 10 10⁰ N. S. Matth. 27,55-66. 109 Psalm 16. 9⁷ 1. Ostertag. S. Ev. Marci16,1-8.117 Ep. 1. Kor. 5, 6·8. 119 D. . 2. Ostertag. S. M. Ev. Lue.24.13-35. 128 Ep. Apostg. 10, 34. 44 . Lukas 24, 36-47. 129 Apostg. 13,26-33.1 132 2. Joh. 20, 1-10.124 Joh. 20,11.18. 133 8. .„ 21, 1.14. 125„ 21 1519.295 F.„ 21,20-25. 123 Matth. 28, 16-20. 136 W. S. Lukas 24, 48-53. 131 Psalm 133, 34⁵ Guasimodogeniti. N S. CEv. Joh. 20, 19135 Ep. 1.Joh. 5, 1-5. 133 5. —0 Apostg. 1, 1 26. 130 Hiob 19, 23-27. 127 S. 2,1 —.— 28. 134 Psalm 48. 17² , 29 47.185„ 7. 195 3, 1.11.12„ 33. „ 3,12.20.19% ½ He⸗ 30⁵ „ 4, 1.18.1211„ 23. 37¹1 Apostg. 11, 1. 18.197 Apostg. 11f19. 30.259 12, 1.25.313„ ͤ13, 1.12. 198 13, 44.52. 259„ 14, 1·18. 166 14, 1928. 260 15 15, 1.20. 278 „ 16, 9.-24. 190„ 16, 25-40.261 „ 17, 1-15.209 Psalm 77. 383 Rogale. Ev. Joh. 16, 23- 115 Ep. Jak. 1,22.:27. 287 31⁵ Awofg. 1 310 34. 166 Apostg. 18, 1-28. 378 20. 162„ 19, 21·40. 1 20. 16. 138 Psalm 47. 143 Am Tage der Himmelfahrt Christi. Ev. Marci 16, 14- 130 Ep. Apostg. 1, 1-—11. 140 Apostg. 20, 17-38. 1468 Apostg. 21, 1:16. 145 21, 17.-39. 379 Psalm 61. 370 U Exaudi. Ev. Joh. 15,26 1150 Ep: 1. Petri 4, 8-11• 281 Apostg. 21,40.22,2 Oseub 1, 17. 508 263 D. 22723-23,11.:0⸗„ I, 8.20.146 1 378 „ 23, 12.35.9½%„ 4½ 186 4 24. 399„ 2, 8.11.301 „ 25, 1-12. 393 2, 12.17. 298 „ 25, 13.27. 392 Pfalm 51 30⁷7 1. Pfingsttag. S. Ev. Joh. 14, 23.31. Ep. Apostg. 2, 1:13. 151 15² ů ö 4* M. Ev. Joh. 3,16-21.155 Ep. Apostg. 10,42. 193 4M. 5 Apostg. 26. 399Offenb. 2, 18-29. 228 5 d. „ 27, 1.20.398„ 3, 1.6. 317 M. D.„ 27, 21.44.376„ 3, 7.13. 184 D. F.„ 28, 115.380 3, 14.22.237 G.„ 28.,16-31. 384 Psalm 67 17⁴ S. 2. Vfingstiag. Morgens. Abends. Drinitatis. S. Ev. Joh. 3, 1-15. 166 Ep. Röm. 11,3.36.1 M. 1. Mose 1, 1-31. 22 Römer 1, 1.12.185 D.„ 2,16.25. 16„ 1, 13-23.261 —.„ 5. 2100„ 2, 1—16. 241 M. D.„ 4, 1-16. 241„ 2, 17.29. 323 D. F.„ 6, 5.22.393„ ͤ 3, 1.20. 236 F. S. 753 7 239 Psalm 49. 430 S. 1. nach Trinitatis. 8 S. 1. Joh. 4, 45775 270 M. 2. Moe. 19 Römer 3,21.31.260 D. D„ 2, 8-29. 3„ 4, 1.8. 261 M. M.„ 11, 1.9. 20?7„ 4, 9.85. 202 D. D.„, 118. 1„ 5, 1.11.578 f. 4, S.1. 250„ 3, 12.21. 259 S. S.„ 15, 1-18.402 Psalm 104. 14 2. nach Trinitatis. S. Ev. Lucä 14, 16⸗ 247 Ep. 1. Joh. 3, 13. 791 73 M. 1. Mose 17, 1.16. 399 Römer 6, 12-18. 258 D. D.„ 18, 1.16.383„ 7, 1.13. 257 M.„ 18, 17.33.322„ 7, 14.25. 253 M. D.„ 19, 12.29.317„ 111.263 D. * I, 1.21. 366 8, 24.·30. 315 S. 67 22, 1·19. 384 Psalm 6. 237—5 S. M. D. M. * D. F. S. — SS 3. nach Trinitatis. Ev. Luc. 15, 1-10.248 Ep. 1. Pet. 5,6-11.382 4. Mose 23. 385 Römer 8, 31·39. 263 M.2 „ 24, 1-14. 38⁰ 9, 1-13.273 D. „ 24, 15-28.182„ 9, 14-21. 272 M. 60 24, 29-49. 402 9, 22.33. 277 D 67 24, 50-67. 403 10, 1-11. 264 F. „ 27, 1·17. 409 Pfalm 63. 431 S. 4. nach Trinitatis. 1197 Lucã 6, 36-42.34 Ep. Röm.8,18.23.313 1. Mose 27, 18.29. 410 Römer 10, 12.21.188 M. „ 11, 1-12. 240D. 11,13-24. 276 M. 11, 25·32. 278 D. 467 F. 432 S. „ 27, 30-45.411 „ 28, 10.22. 412, % 20, 1.20.413]„ „ 31, 1·18.414„ 13, 1.7. „ 32, 1-21. 415 Psalm 44. Bibel⸗Lesetafel. „ 7 Morgens. S. Ev. Lucä 5, 1-11.37 Ep. I. Pet.3, S.15.326 1. Mose 32, 22.32.416 Römer 14, 1-9. 484 S. Ev. Matth. 5, 2 20 —— 1. Mose 40, 1-23. 421 1. Kor. 7 7 5. nach Drinitakis. Abends. 33, 117.417„ ͤI4, 10-23. 257 35, 1.15. 418. Kor. 1, 10-19. 152 37, 1.17.399„ 1,20.31. 310 37, 18-36.395„ 2, 1.5. 261 39. 419 Psalm 43. 433 6. nach Trinitatis. 20 Ep. Röm. 6, 3.11.271 2, 6-16.153 41, 1.24.327„ 3, 1.10.297 41, 25-43. 422„ 3, 11-23. 189 41, 44.-57.423„ 6, 112.349 42, 1-17.424 9, 13-23.259 42j 18·38. 425 Pfalm 33. 434 7. nach Trinitatis. Ev. Matth. 9, 3195 Ep. Röm.6,19-23.335 1. Mose 43, 1-15. 4261. Kor. 10, 14-33. 225 I 7 Mose 46,1-7. 26⸗ 31 2 Kor. 261 71 7 2. Mose 1, 6-22. 365 Pfalm 17. 43,16-34. 427„ 12, 12-31.345 44, 1-13.428„ 15, 12.28.127 44, 14.34. 420„ ͤ 15, 29.49.516 45, 1·15. 259 15, 50-58. 125 45, 16-28. 260 Psalm 55. 43⁵ 8. nach Trinitatis. S. Ev. Matth. 7, 15.Ep. Röm.8,12.17.315 1, 1-11.379 47/½1-12.27.31. 262 48, 1-20. 263 49,29-50,14. 26⁴ 50, 14.26. 305 1, 12.22. 268 *„ 376 „ 5, 110.519 5, 11·-21. 91 436 9. nach Trinitatis. S. 9 Lucä 16, 1-9.25 Ep. 1. Kor. 10, 6.13. 2. Mose 2, 1-10. 363 ů 40² 2. Kor. 6 11·18. 347 2, 11.25.2660„ 313 5, 1.15. 56„ 5 1·15. 59 4, 1-17.399[„ 9. 306 5. 179 10. 263 6, 1-13. 180 Pfalm 79. 437 10. nach Trinitatis. S. Ev. Lucä 19,41.48.26 Ep. 1. Kor. 12, 1137 2. Mose 7. 187 Galater 1, 1-10. 261 1⸗„ 1, 11.24.317 12, 1.19. 183 2, 16-21.259 12, 29-42. 184„ 3, 1-14. 260 1„ 13, 17-22. 331 4, 11-20. 186 14, 1·14. 392 Pfalm 25. 438 ——— SI“ Bibel⸗Lesetafel. 589 11. nach Crinitatis. 17. nach Trinitatis. Morgens. Abends. Morgens. Abends. S. Ev. 2uä 18550 14.254 Ep. 1. Kor. 15, 1- 123 5 Ev. Lucä 14, 1-11.28 Ep. Eph. 4, 1. 6.15⁵ 22 M. Ruth 1. 288 Thess. 2, 1-12.509 M. 2. Mos e 14,15, 31.18 Galater 5, 1. 15. 297—„ 2,13-17.27½ D.„ 15, 20.26. 11 6, 11-18. 257 M.. 289. 31⁰ M.„ 16, 14. 400 Evheser! 1, 1239.311. 290 1. Lim. 1, 3.1.205 D.„ 16, 1535.40„ 1/15.60 344 F. 1. Sam. 1, 1.20. 291„, 12-20.295 5.„ I. 10. 0 110.2758 S. 21.2, 11. 16 Pfalm 36. 4⁴⁷ Sl. 36 Psalim 94.—39 18. nach Trinitatis. 12. nach Trinitatis. 8. Ev. Matth. 22,34. 92 Gp. 1. Kor. 1, 4.9.185 S. Ev. Marci731.37, 13 Ep.2.Kor.3, 4-9. 331 M. 2. Mose 20, 1-19.208 Epheser 2, 11·22.275 M. 1. Sam. 3. 1 1. Tim. 0 220 D. 1 24. 290„ 2,: 100 5.„1.18.202„ 4 201 M.„ 32, 114.. 142„ 5 35 D. 1 32j 15·35. 47„ 4, 15-21.189.„ 7/ 2204„ 5,1.5. 90 +„ 33, 12.23. 5, 10-14.129 8. 294 6, 1-11.390 C.]„ 34, 1.10. 273 Pfalm 1. 440 S..„. Psaim 143. 4⁴⁸ 19. nach Trinitkatis. 13. nach Trinikatis. 375 S. Ev. Matth. 9, 1-8.33 Ep. Ephs.4,22. 32.282 S. Ev. Lucä 10,23-37.27 Ep. Röm.3,21.28.260 M. I. Sam. 10, 1• 16. 2951. Tim. 6, 12.21.317 M. 2. Mose 34, 27-35. 36 Epheser 6, 1-9. 457 D 10, 17.27.297 2.Tim. 1, 1-7. 373 18.2 D. D. 3. Mose 10,1-11.314 6,18.24.350 v 17 2 173 M. 4. Mof 22 267/ Phit. 138.26.365 15, 1·14. 209 2 140 208 0 242.0 7 D. 14 444.25,269. 2 1215. 250 F.„ 15, 2.0.000„ 4 1.1.40 C. 1 5. 269 50 S.„ 16, 113.302 Psalm 34. 449 S.„ 14, 26-45.270 Psalm 30. 3 é 166 14. nach Trinitatis. 20. nach Trinikatis. S. Ev. Matth. 22, 1 15 Ep. Ephs.5, 15-21.3 5 Cvr Lucag719.271 Cp.Gal. 5, 16.24.30% 50 —6 Mof 616,20 40.272 Phil. 3, 116.5%½ M.I. Sam. 17.1. 23.303 2. Tim. 2, 22.26.348 72 7, 8-23. 221 D 1¹19. 366 3. 408 M.„ 16, 41-50. 274 Kolosser“ 1, 1.8.340 M„ 17,20.31. 17 4. 1.8. 0 59* 2 2 „ e —— 5.½% F.„ 18, 345 2, 1—10. 208 S.„ 20, 14.29. 275 Pfalim 39. 4⁴3 E.„ 10 ra 377 Pfalm 26. 450 15. nach Trinitatis. 21. nach Trinitatis. S. Ev. Matth. 6,24. 300 Ep. Gal. 5, 25-6, 210* Cv. Joh 4,r. 54.34 Ep. Eph. 6,10-17.328 5 2* 30 N.4, Mose 2154. 279 Kolosserꝛ2,16.23. 330 W0 26. 179 1. Petri l 1.12.266 355 6.24. 500„ 33,41½1.457 M.„ 51. e 1,13·25.362 W. Alofeni 14.23.252„ 3, 18.4,1. 44 D. 2. Sam. 1, 12.27.10%„ 2, 1·10.340 D.„ 34, 112. 475„ 4 2 18. 342 F. é 5, 17.25. 304 3, 15.·22. 338 Sosin 5. 263 1. Thess. 1 50%%.„„. 306 Pfalm 130. 236 S.U 384 Pfalm 28. 44⁵ 2— 8. 22. nach Trinitatis. 16. nach Bridikgise.„Ev. Matth. 18,23-35. Ep. Phil. 1, 3-11.4 S. Won Lucä 7,11.17.521 Ep. Eph. 3,13.21.858 19 M. Josua 7 1·21. 17²1. Thess.* 1-8. 189 M. 2. Sam. 12, 1-14. 243 1. Petri 5 1·7. 400 D.„ 236„ 2, 9.20. 208 D.„ 15, 19.14.889 15. 5 M. 20. 304„ 3. 300 M.„ 15, 1-14.382 2. Petri 1 114. 389 D. 24, 1.18.450„, 9.50 a0„.„ 16, 5-15.385„ I, 15.21.209 F.„ 24, 19-33. 34„„5, 12.28. F.„ 18, 1.17.984 2 307 S. Richter 2, 8.23. 286 Psalm 75. 446 S. 24. 255 Psalm 71. 4⁵¹ —...—.... öBSIJIIIIS νν— ———— 590 Bibel⸗Lesetafel. 23. nach Trinitatis.“) 25. nach Trinikatis.“) Morgens. Abends. WM orgens. Abends. S. eu. Matth. 22, 28167 Ep. Phil. 3,17.21. 51² S. 6 v. Matth. 2415. 25 I.Thess. 4, 13.18. 5²¹ M. 1.Chron. 29,1.10.305 1. Joh. 1. 189 D..Königeg,3=15.35.„ 2, 1.14 10 1. 10 307 6. 576 — 22.09.407%„ 3, 1.12.22. M.2. Könige 2, 1-14.376„ 10, 1.18.272 3 3 8,5 e. D.„ 4, 1-7. 3900„ 10,19.39.301 F.„ 8,54-66. 15 4, 1.16.333 f. 5,1.14. 385 12, 1.11. 364 S.„ 9, 1.9. 182 Psalm 42. 216 S.„ 6,8.23.397 Psalm 136. 4»453 24. nach Trinitatis.“) S. Ev. Matth. 9, 18.- 127 Ep. Kol. 1, 9-14. 283 26. nach Trinitakis.“ M. 1. Könige 10,1 294551.8 Joh. 5, 12.-21. 250 5 D.„ 17, 1.16.388 Hebräer 2, 1.18.344 S. Ev. Matth. 1404 1„ 3977 2 Am Bußtage. M. 2 Könige 17,1:23. 255 Hebr. 12, 12-29. 496 M. Ev. Psalm 102. 253 Cp. Joh. 12, 35- 253 D.„ 18,1-8. 254„ 13, 1-14. 345 8 M.„ 20. 313„ 13, 15.25. 346 D. I. Könige 18,116.379 bebrterz 356 D.„22. 209 Jakobi 1, 1·15. 388 F.„ 18, 17.29. 349 520 F. 25, 1-22. 250 2, 1-13. 10 S.„ 18,30-46. 13 Pfalm 76. 7 S. Klagel. 1, 1.18. 237 Psalm 140. 536 27. nach Trinitatis.“) Morgens. Abends. S. Ev. Matth. 25, 1— 214 Ep. 1. Thess. 5, 1- 500 . Offenb. 5. 855 Hatos 2, 14·:26. 262 7, 9-17.5„ 33. 35⁵ N.„ 15, 180. 109 5 4. 316 I. 20, 1115.511„ 5. 405 „ 510 Juda 40² S..„ 22. 401 Psalm 50. 5²⁰ *) Von dem Sonntag ab, an dem das Totenfest gefeiert wird, werden die Lektionen gelesen, die für die 27. Woche nach Trinitatis angegeben sind. (Die Zahlen weisen auf die Lieder im Gesangbuch, 2. Heinrich Albert, geb. 1604 zu Lobenstein im Fürstentum Reuß, Verzeichnis der Liederdichter. die mit einem Sternchen versehenen Zahlen auf die dem Gesangbuch angehängten geistlichen Lieder.) 1. Johann Agricola, geb. 1494 zu Eisleben, gest. 1566 als Hof⸗ —— 7 gest. 2—8 prediger in Berlin.— 282 1651 als Organist am Dom zu Königsberg i. Pr.— 413. 486. 5. „Johann Georg Albinus, geb. 1624 zu Unternessa bei Weißenfels, gest. 1679 als Pfarrer zu Naumburg.— 493(5). „Johann Ludwig Konrad Allendorf, geb. 1693 zu Josbach bei Marburg, Hofprediger in Köthen, einer der Dichter der„Köthnischen Lieder“, gest. 1773 als Pfarrer in Halle.— 189. 275.*31. Michael Altenburg, geb. 1584 zu Alach bei Erfurt, gest. 1640 als Pastor an St. Andreas in Erfurt.— 178. 6. Hieronymus Annoni, geb. 1697 zu Basel, gest. 1770 als Pfarrer in Muttenz bei Basel.— 161. 7. Wilhelm Erasmus Arends, geb. 1677 zu Langenstein bei Halber⸗ stadt, gest. 1721 als Pastor in Halberstadt.— 328. 8. Ernst Moritz Arndt, geb. am 26. Dezember 1769 zu Schoritz auf der Insel Rügen, bekannt als Dichter und Schriftsteller aus der Zeit der Befreiungskriege, starb am 29. Januar 1860 als Professor der Geschichte zu Bonn. Er trat für den Glauben der Väter und(durch seine Schrift: Von dem Wort und dem Kirchenliede, Bonn 1819) für die alten Kirchenlieder ein,„die rechten, starken und einfältigen Muster“.— 72. 164. 280. 500. 7. 9. Gottfried Arnold, geb. 1666 zu Annaberg in Sachsen, Schüler Speners, Professor der Geschichte in Gießen, gest. 1714 als Pastor Uund Inspektor(Superintendent) zu Perleberg.— 313. 10. Karl Julius Asschenfeldt, geb. 1792 zu Kiel, gest. 1856 als Oberkonsistorialrat und Propst zu Flensburg.— 361. 11. Jonathan Friedrich Bahnmaier, geb. 1774 zu Oberstenfeld in Württemberg, Professor der Theologie in Tübingen, gest. 1814 als Dekan von Kirchheim unter Teck zu Owen auf einer Dienstreise.— 196. 12. Christian Gottlob Barth, geb. 1799 in Stuttgart, Pfarrer in Möttlingen bei Calw, nach Niederlegung seines Amtes als Volks⸗ schriftsteller und eifriger Förderer der Heidenmission in Calw tätig, wo er 1862 starb.— 200. 13. Kornelius Becker, geb. 1561 zu Leipzig, gest. 1604 als Professor der Theologie und Pastor an St. Nikolai daselbst. Er gab 1602² den ganzen Psalter in Liedern heraus.—(26.) 213. 371. 14. Martin Behm, geb. 1557 zu Lauban in der Oberlausitz, gest. 1622 als Oberpfarrer daselbst.— 83. 411. 412. 479. 8 ..ee 592 20. 23. 24. 27. 28. Verzeichnis der Liederdichter. „David Behme, geb. 1605 zu Bernstadt in Schlesien und ebenda 1657 als Herzoglich Olsscher Hofprediger und Konsistorialrat ge— storben.— 487. „Johann Betichius, geb. 1650 zu Steckby in Anhalt, gest. 1722 als Diakonus zu Zerbst.— 419. „Johann Daniel Karl Bickel, geb. 1737 zu Altweilnau bei Usingen in Nassau, gest. 1809 als Konsistorialrat und Superintendent zu Usingen, Herausgeber des Nassau-Usingischen Gesangbuches vom Jahre 1779.— 204. Kaspar Bienemann, geb. 1540 zu Nürnberg, Erzieher am Hofe des Herzogs Johann Wilhelm von Sachsen-Weimar, gest. 1591 als Generalsuperintendent zu Altenburg.— 368. „Sigismund von Birken, geb. 1626 zu Wildstein bei Eger, mit seinen Eltern des Glaubens wegen aus Böhmen flüchtig, Erzieher am Wolfenbüttler und Mecklenburger Hofe, von Ferdinand III. geadelt und als Dichter gekrönt, starb 1681 als Privatgelehrter zu Nürnberg.— 106. 299. Justus Henning Böhmer, geb. 1674 zu Hannover, Professor der Rechte, Kanzler des Herzogtums Magdeburg und Direktor der Universität zu Halle, woselbst er 1749 starb, ein hervorragender Lehrer des Kirchenrechts.— 133. Karl Heinrich von Bogatzky, geb. 1690 zu Jantkawe bei Militsch in Schlesien, Verfasser des„Goldenen Schatzkästleins“ und anderer Erbauungsschriften, gest. 1774 im Waisenhaus zu Halle.— 188. 336. Hermann Bonn(Bonnus), geb. 1504 zu Quakenbrück, Schüler Luthers, gestorben als erster Superintendent zu Lübeck 1548. Er dichtete seine Lieder in niederdeutscher(niedersächsischer) Sprache und gab Gesangbücher in dieser Sprache heraus.— 93. Anton Ulrich, Herzog zu Braunschweig⸗Lüneburg, geb. 1633, seit 1685 Mitregent und seit 1704 regierender Herzog von Braun⸗ schweig-Wolfenbüttel, trat 1710, 77 Jahre alt, zur römisch-katho⸗ lischen Kirche über und starb 1714 zu Salzdahlum.— 382. Joachim Justus Breithaupt, geb. 1658 zu Northeim in Hannover, gest. 1732 zu Kloster Bergen als Professor der Theologie in Halle, Generalsuperintendent des Herzogtums Magdeburg und Abt des evangelischen Stifts Kloster Bergen.— 265(2). „Samuel Gottlieb Bürde, geb. 1753 zu Breslau, gest. 1831 als Kanzleidirektor daselbst.— 163. 357. 362. „Christian von Bunsen, geb. 1791 zu Korbach in Waldeck, preu⸗ ßischer Gesandter in Rom und London, machte sich um das Kirchen⸗ lied verdient durch die Herausgabe seines„Versuches eines allge— meinen Evangelischen Gesang- und Gebetbuchs“, Hamburg 1833, und starb 1860 zu Bonn.— 430. Franz Joachim Burmeister, Freund und Mitarbeiter des Lieder⸗ dichters Johann Rist, geb. 1633 und gest. 1672 als Pastor in seiner Vaterstadt Lüneburg.— 494. ö Matthias Claudius, der„Wandsbecker Bote“, geb. zu Reinfeld im 24.42 1740, gest. zu Hamburg 1815 als Bankrevisor. — 4. 42. AXXA 20 run Verzeichnis der Liederdichter. 593 29. Tobias Clausnitzer, geb. 1618 zu Thum in Sachsen, schwedischer Feldprediger, gest. 1684 als kurpfälzischer Kirchenrat zu Weiden in der Oberpfalz.— 29. 30. Johann Andreas Cramer, geb. 1723 zu Jöhstadt im sächsischen Erzgebirge, Freund Klopstocks und Gellerts, Hofprediger in Kopen⸗ —.15. Professor der Theologie zu Kiel, daselbst gest. 1788. 31. Bartholomäus Crasselius, geb. 1667 zu Wernsdorf bei Glauchau in Sachsen, Schüler August Hermann Franckes, starb 1724 als lutherischer Pfarrer in Düsseldorf.— 315. 32. Simon Dach, geb. 1605 zu Memel, gest. 1659 als Professor der Dichtkunst zu Königsberg i. Pr., das Haupt der Königsberger Dichterschule.— 488. 489.*3. 33. Nikolaus Decius(Tecius, Tech), von Hof in Oberfranken(de curia, daher vom Hofe, Hovesch genannt), Propst im Nonnen⸗ kloster Steterburg bei Braunschweig, studierte dann 1523 in Witten⸗ berg und wurde im selben Jahre evangelischer Prediger in Stettin, wo er 1529 gestorben sein soll.— 1(2). 91(2). 34. David Denicke, geb. 1603 zu Zittau in der Oberlausitz, gest. 1680 als Konsistorialrak in Hannover, gab in Gemeinschaft mit Justus Gesenius seit 1646 das Hannoversche Gesangbuch, zunächst für die Privaterbauung, heraus, in welchem zum erstenmal grundsätzlich und planmäßig ältere Lieder nach neuerem Geschmack umgedichtet erscheinen.— 26. 208. 243.(262). 35. Bernhard Derschau, geb. 1591 zu Königsberg i. Pr., starb da⸗ selbst 1639 als Professor der Theologie, Konsistorialrat und Ober⸗ pfarrer.— 224. 36. Wolfgang Christoph Deßler, geb. 1660 zu Nürnberg, gest. 1722 als Konrektor der Schule zum heiligen Geist daselbst.— 266. 308. 37. Karl August Döring, geb. 1783 zu Mark⸗-Alvensleben im Magde⸗ burgischen, gest. als Prediger der lutherischen Gemeinde in Elber⸗ feld und unermüdlicher Förderer der inneren Mission 1844.— 74. 148. 165. 220. 360. 38. Adam Drese, geb. 1620, gest. 1701 als fürstlich Schwarzburgischer Kapellmeister zu Arnstadt in Thüringen.— 293. 39. Paul Eber, geb. 1511 zu Kitzingen in Unterfranken, Freund Luthers und Melanchthons, starb 1569 als Professor der Theo⸗ 355 W und Stadtpfarrer in Wittenberg.— 65. 477. 40. Johannes Falk, geb. zu Darzig 1768, gest. zu Weimar 1826 als Legationsrat. Er begründete nach der Schlacht von Jena(1806 ein Rettungshaus für verwahrloste Kinder, ein Vorläufer Wicherns. — 24. 38. 41. Christoph Fischer, geb. zu Joachimsthal in Böhmen, gest. 1600 als Hofprediger und Generalsuperintendent in Celle.— 94. 42. Paul Fleming, geb. zu Hartenstein in Sachsen 1609, nahm 1633 teil an einer sechs Jahre dauernden Gesandtschaftsreise nach Ruß⸗ land und Persien, bei deren Beginn er das Lied„In allen meinen Taten“ dichtete, und starb infolge der Anstrengungen dieser Reise am 25. März 1640 als Arzt in Hamburg.— 380. 38 47. 48. 49. 50. Verzeichnis der Liederdichter. „Johann Franck, geb. 1618, gest. 1677 als Landesältester der Niederlausitz und Bürgermeister seiner Vaterstadt Guben, nächst Paul Gerhardt der bedeutendste Kirchenliederdichter seiner Zeit, ein Schüler Simon Dachs.— 49. 86. 227. 244. 292. 466. „Michael Franck, geb. 1609 zu Schleusingen, Bäcker daselbst, starb 1667 als Lehrer an der Stadtschule zu Koburg.— 490. „Salomo Franck, geb. zu Weimar 1659, starb daselbst 1725 als Oberkonsistorial⸗-Sekretär.— 109. 389. „Au gust Hermann Francke, geb. in Lübeck am 12. März 1663, Begründer der nach ihm benannten Stiftungen in Halle, gest. als Professor der Theologie und Pastor an St. Ulrich daselbst am 8. Juni 1727.— 80. 391. Agnes Franz, geb. 1794 zu Militsch in Schlesien, gründete 1822 eine Arbeitsschule für arme Mädchen in Wesel, lebte dann in Sieg⸗ burg, in Brandenburg, seit 1837 in Breslau als Vorsteherin der Armenschule, starb daselbst 1843.— 37. Johann Anastasius Freylinghausen, geb. 1670 zu Ganders⸗ heim in Braunschweig, August Hermann Franckes Schwiegersohn, Gehilfe und Nachfolger, Herausgeber der Hallischen Gesangbücher von 1704 und 1714, worin er die neuen Lieder aus den Dichter⸗ kreisen des Pietismus sammelte, starb 1739 in Halle.— 251. 318. Johann Burchard Freystein, geb. 1671 zu Weißenfels, gest. 1718 als Hof- und Justizrat zu Dresden, wo er mit Spener zu⸗ sammen arbeitete.— 319. Ahasverus Fritsch, geb. 1629 zu Mücheln in der Provinz Sachsen, Kanzler und Konsistorialpräsident zu Rudolstadt, wo er die beiden Gräfinnen Ludämilie und Amilie Juliane von Schwarzburg⸗ Rudolstadt zur geistlichen Dichtkunst anregte. Er starb daselbst 1701.— 108. 300(2). 513. „Friedrich Funcke, geb. 1642 zu Nossen im Erzgebirge, Kantor in Perleberg und Lüneburg, 1694 Pfarrer in Römstedt bei Lüneburg, wo er 1699 starb.— 144. 2. Gottfried Benedikt Funk, geb. 1734 zu Hartenstein in Sachsen, gest. 1814 als Konsistorialrat und Rektor des Domgymnasiums zu Magdeburg.— 137. „Karl Bernhard Garve, geb. 1763 zu Jeinsen bei Hannover, —0 der Brüdergemeinde, gest. 1841 zu Herrnhut.— 193. 212. 79. Lampertus Gedicke, geb. 1683 zu Gardelegen in der Altmark, ein Schüler A. H. Franckes, gest. am 21. Februar 1736 als Feld⸗ propst zu Berlin.— 399. Ehristian Fürchtegott Gellert, geb. am 4. Juli 1715 zu Hainichen bei Freiberg im sächsischen Erzgebirge, gest. am 13. De⸗ zember 1769 als Professor der Dichtkunst, Beredsamkeit und Moral in Leipzig.— 21. 22. 23. 71. 112. 136. 232. 352. 403. 404. 424. 451. 452. Paul Gerhardt, nach Luther der größte unter allen Liederdichtern der evangelischen Kirche, geb. am 12. März 1607 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, 1651—1657 Propst in Mittenwalde, 1657 Diakonus an St. Nikolai in Berlin, welche Stelle er 1667 konfessioneller 71. 72. Verzeichnis der Liederdichter. 59⁵5 Zwistigkeiten wegen aufgab, seit 1669 Archidiakonus in Lübben a. d. Spree, wo er am 27. Mai 1676 starb.— 8. 9. 10. 11. 47. 48. 64. 65. 66. 67. 77. 101. 102. 103. 104. 154. 155. 263. 289. 373. 374. 375. 376. 377. 378. 379. 414. 415. 437. 455. 465. 503. 1. 40. „Justus Gesenius, geb. 1601 zu Esbeck in Hannover, gest. 1673 als Generalsuperintendent und Oberhofprediger zu Hannover. (Vergl. Denicke.)— 98. 124. „Georg Geßner, geb. 1765 zu Dübendorf bei Zürich, gest. zu Zürich 1843 als Alt⸗Antistes und Pfarrer am Großmünster.— 21. „Ludwig Andreas Gotter, geb. 1661, gest. 1735 als Hofrat in seiner Vaterstadt Gotha.— 17. 249. 250. 309. Johann Gramann, geb. 1487 zu Neustadt in Bayern, Ecks Sekretär bei der Disputation 1519, seit 1522 Luthers Freund, starb 1541 als Pfarrer zu Königsberg i. Pr.— 3 „Christian Gregor, geb. 1723 zu Diersdorf in Schlesien, Her⸗ ausgeber des Brüdergesangbuches von 1778, gest. 1801 als Bischof der Brüdergemeinde zu Berthelsdorf.— 353.(518). Karl Georg Grüneisen, geb. 1802 zu Stuttgart, starb daselbst 1878 als Hosprediger und Oberkonsistorialrat.— 470. 3. Cyriakus Günther, geb. 1650 zu Goldbach bei Gotha, gest. 170⁴4 als Lehrer am Gymnasium zu Gotha.— 305. Karl Rudolf Hagenbach, geb. 1801 zu Basel, gest. 1874 als Professor der Theologie an der Universität seiner Vaterstadt. 202 2. „Friedrich von Hardenberg, als Dichter Novalis genannt, geb. 1772 zu Oberwiederstedt im Mansfeldischen, gest. 1801 als Bergassessor in Weißenfels.— 115. 358. 359.*16. 36. „Adolf von Harleß, geb. 1806 zu Nürnberg, Professor der Theologie zu Erlangen und Leipzig, Oberhofprediger in Dresden, zuletzt Präsident des protestantischen Oberkonsistoriums in München, wo er 1878 starb.— 453. Klaus Harms, geb. 1778 zu Fahrstedt in Süderdithmarschen, Sohn eines Müllers, Müller bis in sein 20. Jahr, gest. 1855 als Haupt⸗ pastor an St. Nikolai und Kirchenpropst in Kiel.— 468. Thomas Hartmann war um 1604 Diakonus in Eisleben.— 122. Karl Friedrich Harttmann, geb. 1743 zu Adelberg in Württem⸗ berg, Professor an der Karlsschule, dort Lehrer Schillers, bis 1812 Dekan in Lauffen, gest. 1815 in Tübingen.— 405. ‚Johann Adam Haͤßlocher, geb. 1645 zu Speier, Pfarrer daselbst, nach der Zerstörung der Stadt durch die Franzosen Konsistorialrat und Hofprediger zu Weilburg in Nassau, wo er 1726 starb.— 31. Julie von Hausmann, geb. 1826 in Riga, bis 1870 an ver⸗ schiedenen Orten, zuletzt in Biarritz, als Erzieherin tätig, seit 1870 Musiklehrerin an der St.⸗Annen⸗Schule in Petersburg, gest. am 15. August 1901 im Seebade Wösso.— 28. Luise von Hayn, geb. zu Idstein in Nassau 1724, Mitglied der Brüdergemeinde, gest. 1782 als Pflegerin der ledigen Schwestern in Herrnhut.— 34. 38* 4 1. 14 4 73. 74. Verzeichnis der Liederdichter. Heinrich Kornelius Hecker, geb. 1699 zu 3710.8 gest. 1743 als Pastor zu Meuselwitz bei Altenburg.— 53. Johann Heermann, geb. 1585 zu Raudten bei 21 in Schle⸗ sien, 1611—1634 Pastor zu Köben bei Glogau, erduldete in den Drangsalszeiten des Dreißigjährigen Krieges mit seiner Gemeinde und in seinem Hause viel Kreuz und starb 1647 zu Lissa in Polen. Er ist der bedeutendste Liederdichter in dem Zeitraum zwischen Luther und Paul Gerhardt.— 84. 95. 96. 123. 179. 180. 181. 240. 241. 242. 285. 286. 428. 454. 464. 502. 506. Heinrich Held, geb. 21. Juli 14620 zu Guhrau in Schlesien, Rechtsanwalt in Fraustadt und Stettin, starb als Stadtsekretär 78. 79. 80. 81. 82. 83. 84. 85. 86. 87. 88. von Altdamm zu Stettin am 16. Au gust 1659.— 42. 156. „Ludwig Helmbold, geb. 1532 zu Mühlhausen in Thüringen, gest. 1598 als Superintendent und Pfarrer daselbst.— 4. 367. Luise Hensel, geb. 1798 zu Linum bei Fehrbellin, dichtete in ihrer Jugend die beiden hier aufgenommenen Lieder, trat später zur katholischen 17.— 333 und starb 1876 als Erzieherin zu Paderborn.— 17. Valerius Verherhe, 1562, gest. 1627 als Pfarrer in seinem Geburtsort Fraustadt in Posen, wie sein Schüler Johann Heer⸗ mann ein Kreuzträger in den Nöten der Gegenreformation und des Dreißigjährigen Krieges, Verfasser zahlreicher Erbauungsschriften. — 480. Petrus Herbert, starb 1571 als Konsenior der böhmisch-mährischen Brüderun tät zu Eibenschütz.— 433. Nikolaus Herman, Kantor zu Joachimsthal in Böhmen, Freund seines Pfarrers Johann Mathesius, starb 1561 in hohem Alter.— 62. 120. 409. 431. 460. 476. Johann Timotheus Hermes, geb. 1738 zu Petznick bei Stargard in Pommern, gest. 1821 als Oberkonsistoria rat, Superintendent und Oberpfarrer in Breslau.— 522. Dir Gottfried Herrmann, geb. 1707 zu Altjeßnitz bei Bitterfeld, gest. 1791 als Oberhofprediger und Oberkonsistorialrat zu Dres sden.— 277. Johann Daniel Herrnschmidt, geb. 1675 zu Bopfingen in Würt⸗ temberg, gest. 1723 in Halle als Professor der. und Mit⸗ direktor der Franckeschen Stiftungen.— 18. 398 Johann Friedrich Herzog, geb. 1647 zu Dresden, gest. 1699 als Rechtsanwalt daselbst.— 439. Anna Sophie 10 e von Hessen⸗Darmstadt, geb. 1638 zu Marburg, gest. 1683 als Abtissin des evangelischen Stifts Quedlinburg.— 229. Kaspar Heunisch, geb. 1620, gest. 1690 als Superintendent und Pfarrer in seiner Vaterstadt Schweinfurt.— 512. Wilhelm Hey, geb. 1789 zu Leina bei Gotha, gest. 1854 als Pfarrer und Superintendent zu Ichtershausen, bekannt als Fabel⸗ dichter.— 35. Friedrich Konrad Hiller, geb. 1662 zu Unteröwisheim bei Bruch⸗ sal, gest. 1726 als Kanzleiadvokat zu Stuttgart.— 185, W V Se 29 LOe X.... 89. Verzeichnis der Liederdichter. 597 Philipp Friedrich Hiller, geb. 1699 zu Mühlhausen a. d. Enz, 1748 Pfarrer in Steinheim, wo er 1751 die Stimme verlor, dem Amte entsagen mußte und 1769 starb, ein Schüler J A. Bengels, Verfasser des„Geistl. Liederkästleins“, der fruchtbarste Liederdichter Lürttembergs.— 191. 276. 344. 401.(517). „Gottfried Hoffmann, geb. 1658 zu Plarnwiz bei Löwenberg in Schlesien, gest. 1712 als Rektor des Gymnasiums in Zittau.— 504. Ernst Christoph Homburg, geb. 1605 zu Mihla bei Eisenach, gest. 1681 als Rechtsanwalt in Naumburg.— 43. 99. 142. Konrad Hubert, geb. 1507 zu Bergzabern, gest. 1577 als Dia⸗ konus an St. Thomas zu Straßburg i. E.— 206. 237. 93. 94. 95. 96. 97. 98. 99. 100. 101. 102. 103. Melchior Wilhelm Hülsemann, geb. 1781 zu Soest, Pfarrer zu Meinerzhagen und Elsey, 1830 Superintendent, seit 1847 Assessor der Synode Iserlohn, von 1822—1856 Schulinspektor, Doktor der Philosophie, starb im Ruhestand zu Elsey 1865.— 469. Michael Hunold, geb. 1621 zu Leisnig an der Freiberger Mulde, gest. 1672 als Archidiakonus zu Rochlitz in Sachsen.— 507. Justus Jonas, geb. 1493 zu Nordhausen, 1521 Professor zu Witten⸗ berg und Mitarbeiter Luthers, 1542 Superintendent zu Halle, 1546 infolge des Schmalkaldischen Krieges von dort vertrieben, starb 155⁵⁵ als Superintendent zu Eisfeld in Thüringen.— 177. Matthias Jorissen, geb. 1739 zu Wesel, gest. 1823 als deutscher reformierter Prediger im Haag. Seine„Neue Bereimung der Psal⸗ men“ erschien zu Wesel 1798.— 523 bis 537. Johann Heinrich Jung, genannt Stilling, geb. 1740 zu Grund bei Hilchenbach, erst Schneider und zeitweise Lehrer im Siegerlande und im Bergischen, dann Arzt in Elberfeld, bekannt durch seine zahlreichen Staroperationen, Professor in Heidelberg und Marburg, verfaßte viele religiöse Schriften und seine noch heute weit ver⸗ breitets Lebensbeschreibung, gest. als Hofrat in Karlsruhe 1817. — 2. Christian Keimann, geb. 1607 zu Pankraz in Böhmen, gest. 1662 als Rektor des Gymnasiums in Zittau.— 63. 288. Friedrich Gottlieb Klopstock, geb. am 2. Juli 1724 zu Qued⸗ linburg, der Sänger des„Messias“, lebte längere Zeit in Kopen⸗ hagen und später in Hamburg, wo er am 14. März 1803 als badi⸗ scher Hofrat und dänischer Legationsrat starb.— 38. 233. 521. Gustav Knak, geb. 1806 zu Berlin, Prediger an der Bethlehems⸗ kirche daselbst, gest. 1878 auf einer Reise zu Dünnow in Pommern. 20 — 203. 20. Albert Knapp, geb. 1798 zu Tübingen, gest. 1864 als Stadt⸗ pfarrer in Stuttgart, Herausgeber des„Evangelischen Liederschatzes“, einer Sammlung von 3572 Kirchenliedern.— 116. 197. 198. 199. 205. 221. Christoph Knoll, geb. 1563 zu Bunzlau, gest. 1650 als Pastor in Wittgendorf, Kr. Sprottau.— 481. Christian Knorr von Rosenroth, geb. 1636 zu Altraudten, Kr. Sprottau in Schlesien, gest. 1689 als Geheimrat und Kanzleidirektor zu Sulzbach(Oberpfalz) in Bayern.— 416. 107. 108. 109. 110. 111. 112. 113. 114. 11⁵. 116. 117. 118. Verzeichnis der Liederdichter. „Moritz Kramer, geb. 1646 zu Ammerswurth in Holstein, gest. 1702 als Pastor zu Marne in Süderdithmarschen.— 158. „Jonathan Krause, geb. 1701 zu Hirschberg, gest. 1762 als Super⸗ intendent und Pfarrer zu Liegnitz.— 37 „Friedrich Adolf Krummacher, geb. in Tecklenburg, daselbst ge⸗ tauft am 22. Juli 1767, Konrektor in Hamm, Rektor in Mörs, Professor der Theologie in Duisburg, Pfarrer in Kettwig, Konsi⸗ storialrat in Bernburg, Pastor zu St. Ansgarii in Bremen, wo er am 4. April 1845 im Ruhestand starb; bekannt als Parabeldichter. — 55. 194. 407. 39. Friedrich Wilhelm Krummacher, geb. als ältester Sohn von Friedrich Adolf Krummacher zu Mörs 1796, bekannt durch seine Wirksamkeit als Prediger in Frankfurt, Ruhrort, Barmen(Ge⸗ marke), Elberfeld, Berlin, Potsdam, gest. zu Potsdam als Hof⸗ prediger 1868.— 14. Johann Sigismund Kunth, geb. 1700 zu Liegnitz, gest. 1779 als Oberpfarrer und Superintendent der Solmsschen Grafschaft zu Baruth in der Niederlausitz.— 520. Peter Lackmann, geb. zu Lübeck, Schüler August Hermann Franckes, gest. 1713 als Oberpfarrer zu Oldenburg in Holstein.— 418. Friedrich Adolf Lampe, geb. 1683 zu Detmold, reformierter Pfarrer in Weeze und Duisburg, Professor der Theologie in Utrecht, Pastor an St. Ansgarii in Bremen, wo er 1729 starb.— 134. 230. 330. 331. 332. 333. Ernst Lange, geb. 1650, gest. 1727 als Ratsherr in seiner Vater⸗ stadt Danzig.—(306). Joachim Lange, geb. 1670 zu Gardelegen in der Altmark, Freund August Hermann Franckes, gest. 1744 als Professor der Theologie in Halle.— 187. 420. Laurentius Laurenti(Lorenz Lorenzen), geb. 1660 zu Husum in Schleswig, gest. 1722 als Kantor und Musikdirektor am Dom in Bremen.— 87. 129. 248. 390. 515. Johann Kaspar Lavater, als religiöser Schriftsteller bekannt, geb. 1741 zu Zürich, gest. daselbst 1801 als Kirchenrat und Pfarrer an St. Peter an den Folgen einer durch einen französischen Soldaten erhaltenen Schußwunde.— 355. Leopold Franz Friedrich Lehr, geb. 1709 zu Kronberg bei Frankfurt a. M., gest. 1744 in Magdeburg als Diakonus an der lutherischen Kirche in Köthen.— 256. 349. Johann Leon, geb. zu Ohrdruf in Thüringen, erst Feldprediger, dann Lehrer in Königssee und Groß⸗Mühlhausen, gest. 1597 als Pastor zu Wölfis bei Ohrdruf.— 478.(482). Johann Gottfried Lessing, der Vater des Dichters Gotthold Ephraim Lessing, geb. 1693 in Kamenz in der Oberlausitz, seit 1718 im geistlichen Amte in seiner Vaterstadt, gest. daselbst 1770. — 258. Ehrenfried Liebich, geb. 1713 zu Probsthain bei Liegnitz, gest. 1780 als Pastor zu Lomnitz und Erdmannsdorf bei Hirschberg. — 162. 351. 402.(458). Leu — 123. 134. Joachim Neander, wegen sf Verzeichnis der Liederdichter. 599 „Salomo Liscow, geb. 1640 zu Niemitzsch in der Niederlansitz, gest. 1689 als Diakonus zu Wurzen in Sachsen.— 303. 417. 496. Valentin Ernst Löscher, geb. 1673 zu Sondershausen, gest. 1749 als Oberkonsistorialrat und Superintendent zu Dresden.— 254. Matthäus Apelles von Löwenstern, geb. 1594 zu Neustadt in Oberschlesien, gest. 1648 als Kaiserlicher Rat und Staatsrat des Herzogs von Münsterberg⸗Ols in Breslau.— 6. 183. ‚Martin Luther, als deutscher Reformator zugleich der Begründer und Meister des deutschen evangelischen Kirchengesanges, geb. zu Eisleben am 10. November 1483, gest. daselbst am 18. Fe⸗ bruar 1546. Er schuf seine 37 Lieder teils frei, teils durch Ver⸗ deutschung lateinischer Hymnen, durch Ausführung alter deutscher Strophen und durch Bearbeitung biblischer Stellen.— 2. 59. 60. 61. 119. 151. 152. 166.(167). 171. 172. 173. 174. 175. 176. 223. 236. 259. 281. 473. 474. Joachim Magdeburg, geb. 1525 zu Gardelegen in der Altmark, evangelischer Prediger zu Efferding in Osterreich, von dort 1583 vertrieben, 1584 Geistlicher in Essen, Januar bis März 1586 in Köln, dann wieder(bis 1587) in Essen.— 366. „Samuel Marot, geb. 1770 zu Magdeburg, gest. als Konsistorial⸗ rat und Prediger an der neuen Kirche zu Berlin 1865.— 219. Bernhard Walter Marperger, geb. 1682 in Hamburg, Pfarrer in Nürnberg, der Nachfolger Speners in Dresden, wo er 1746 als Oberhofprediger und Oberkonsistorialrat starb.— 329(7). 3. Christoph Georg Ludwig Meister, geb. 1738 in Halle, seit 1774 Prediger an der Salvatorkirche in Duisburg, seit 1778 zu⸗ gleich Professor der Theologie daselbst. 1784 wurde er Prediger und Professor in Bremen, wo er 1811 starb.— 114. „Johann Mentzer, geb. 1658 zu Jahmen bei Görlitz, gest. 1734 als Pastor zu Kemnitz bei Bernstadt in Sachsen.— 16. Johann Friedrich von Meyer, geb. 1772 zu Frankfurt a. M., rechtsgelehrter Senator daselbst und mehrmals Bürgermeister, auch als Bibelforscher bekannt, gest. 1849 in seiner Vaterstadt.— 195. „Johann Matthäus Meyfart, geb. 1590 zu Jena, gest. 1642 als Professor der Theologie und Pastor zu Ersurt.— 510. „Joseph Mohr, geb. 1792 in Salsburg, katholischer Geistlicher, 1818 zu Oberndorf bei Salzburg, gest. 1848 zu Wagrein im Salz⸗ kammergut.— 29. Martin Moller, geb. 1547 zu Kroppstädt bei Wittenberg, gest. 1606 als Oberpfarrer in Görlitz.— 369. 370. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, geb. 1624 zu Halle, gest. 1685 als Pastor zu Koburg.— 68. seiner Lobpreisung der Herrlichkeit Gottes„der Psalmist des neuen Bundes“ genannt, geb. 1650 zu Bremen, 1674 bis 1679 Rektor in Düsseldorf, gest. am 31. Mai 168⁰ als reformierter Prediger an St. Martini in Bremen.— 14. 15. 79. 246. 264. 304. 441. 497. David Nerreter, geb. 1649 zu Nürnberg, gest. zu Stargard 1726 als Generalsuperintendent des Herzogtums Hinterpommern und des Fürstentums Kammin.— 386. + 60⁰ 135. 136. 137. 138. 139. 1410. 141. 142. 143. 144. 145. 146. 147. 148. 149. 150. 151. Verzeichnis der Liederdichter. Kaspar Neumann, geb. 1648 zu Breslau, gest. 1715 daselbst als Pastor, theologischer Professor am Gymnasium und Inspektor der evangelischen Kirchen.— 32. 145. 440. 461. Georg Neumark, geb. 1621 zu Langensalza, gest. 1681 als Biblio⸗ thekar und Archivsekretär zu Weimar.— 381. Erdmann Neumeister, geb. 1671 zu Uchteritz bei Weißenfels, gest. 1756 als Hauptpastor an St. Jakobi in Hamburg.— 88. 252. 320. 443. Johann Neunherz, geb. 1653 zu Waltersdorf in Schlesien, gest. 1737 als Oberpfarrer in Hirschberg.— 128. Heinrich Georg Neuß, geb. 1654 in Elbingerode am Harz, gest. 1716 als Konsistorialrat und Superintendent in Wernigerode.— 247. 307. Philipp Nicolai, geb. 1556 zu Mengeringhausen in Waldeck, half seinem Vater daselbst im Predigtamte, wurde dann 1583 Pastor in Herdecke a. d. Ruhr, 1586 an der heimlichen lutherischen Ge⸗ meinde in Köln, 1587 Hofprediger in Wildungen, seit 1596 Pastor in Unna. In Unna schuf er während der großen Pest(1597— 1598) seinen„Freudenspiegel des ewigen Lebens“ und gleichzeitig damit seine beiden berühmten Lieder. Seit 1601 Hauptpastor an St. Katharinen in Hamburg, starb er daselbst 1608.— 284. 509. Johann Olearius, geb. 1611 in Halle, Generalsuperintendent und Oberhofprediger des Administrators daselbst, später in gleicher Stellung zu Weißenfels, wo er 1684 starb.— 27. 28. 105. 168. 226. 291. Joachim Pauli, geb. 1636 zu Wilsnack in der Mittelmark, Haus⸗ lehrer in Berlin, gest. 1708 als Pfarrer in Ostrau im Kreise Bitterfeld.— 184. Gottlieb Konrad Pfeffel, als Fabeldichter bekannt, geb. 1736 zu Kolmar, seit seinem einundzwanzigsten Jahre völlig erblindet, starb 1809 als Präsident des KonsistHriums in Kolmar.— 40. Christoph Pfeiffer, geb. 1689 zu Ols, gest. 1758 als Pastor zu Stolz bei Frankenstein in Schlesien.— 69. Karl von Pfeil, geb. 1712 zu Grünstadt bei Worms, württem⸗ bergischer Geheimer Legationsrat, gest. 1784 als preußischer Ge⸗ heimrat und Minister(Gesandter) auf seinem Gute Deufstetten bei Ansbach.— 350. 457. Benjamin Praetorius, geb. 1636 in Obergreißlau bei Weißen⸗ fels, gest. 1674 als Pfarrer in Großlissa.— 126.(301). Samuel Preiswerk, geb. zu Rümlingen bei Basel 1799, Pfarrer und Antistes in Basel, wo er 1871 starb.— 6. Heinrich Puchta, geb. 1808 zu Kadolzburg in Mittelfranken, gest. 1858 als Pastor in Augsburg.— 463. Friedrich Räder, geb. 1815 zu Elberfeld, starb daselbst als Kauf⸗ mann 1872.— 12. ů Johann Jakob Rambach, geb. 1693 zu Halle, Professor der Theologie daselbst, gest. 1735 als Professor und Superintendent in Gießen, Herausgeber des„Geistreichen Hausgesangbuchs“.— 19. 51. 52. 146. 170. 217. 273. 274. 337. 338. Johann Wilhelm Reche, geb. 1763 in Lennep, lutherischer Pfarrer zu Hückeswagen, seit 1796 zu Mülheim am Rhein, Kon⸗ 152. 154. 155. 161. Verzeichnis der Liederdichter. 601 sistorialrat, gest. 1835 im Ruhestand zu Niederkassel bei Bonn am Rhein, Herausgeber des„Christlichen Gesangbuchs für die luthe⸗ rischen Gemeinden im Herzogtum Berg“, Mülheien 1800.— 406. Adam Reusner, geb. 1496 zu Mindelheim im bayrischen Schwaben, Schüler Johann Reuchlins, Geheimsekretär des Feldhauptmanns Georg von Frundsberg, wurde in Strazburg Anhänger Kaspar Schwenckfelds, gest. um 1575 in seiner Vaterstadt.— 364. „Eleonore Fürstin Reuß, geborene Gräfin zu Stolberg⸗ Werni gerode, geb. 1835 zu Gedern am Vogelsberg, vermählt mit Heinrich LXXIV. von Reuß in Jänkendorf bei Niesky, gest. als Witwe auf Schloß Ilsenburg am 18. September 1903.— 82. Christian Friedrich Richter, geb. 1676 zu Sorau in der Nieder⸗ lausitz, August Hermann Franckes Mitarbeiter als Inspektor des Pädagogiums und Arzt des Waisenhauses zu Halle, mit Freyling⸗ hausen der bedeutendste unter den„hallischen“ Liederdichtern, starb 1711.— 269. 270. 323. 324. 325. 326. 327. „Johann Rist, geb. 1607 zu Ottensen bei Hamburg, gest. 1667 als Pastor zu Wedel a. d. Elbe in Holstein.— 7. 46. 76. 85. 100. 225. 436. 511. „Samuel Rodigast, geb. 1649 zu Gröben bei Jena, Freund Speners, gest. 1708 als Rektor des Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin.— 385. „Samuel David Roller, geb. 1779 zu Heynitz bei Meißen, gest. 1850 als Pfarrer in Lausa bei Dresden.— 140 „Johann Andreas Rothe, geb. 1688 zu Lissa bei Görlitz, 1722 bis 1737 Zinzendorfs Patronatspfarrer zu Berthelsdorf, starb als lutherischer Pastor zu Thommendorf in der Oberlausitz 1758.— 272. 505. Friedrich Rückert, geb. 1788 zu Schweinfurt, Professor der orientalischen Sprachen in Erlangen und Berlin, ein Sänger der Befreiungskriege und unter allen deutschen Dichtern einer der seelenvollsten und formgewandtesten, starb 1866 als preußischer Ge⸗ heimrat auf seinem Landsitz Neuses bei Koburg.— 56. 2. Gottfried Wilhelm Sacer, geb. 1635 in Naumburg, gest. 1699 als Kammeradvokat in Wolfenbüttel.— 78. 143. „Friedrich Sachse, geb. 1785 zu Eisenberg in Thüringen, ges t. 1860 als Hofprediger und Konsistorialrat in Altenburg.— 501. „Johann Kaspar Schade, geb. 1666 in Kühndorf bei Meiningen, gest. 1698 als Prediger an St. Nikolai in Berlin.—(267). 392. „Martin Schalling, geb. 1532 zu Straßburg, gest. 1608 als Pastor an St. Marien(Liebfrauen) in Nürnberg.— 283. 602 166. Verzeichnis der Liederdichter. Johann Scheffler, geb. 1624 zu Breslau, seit 1649 Leibarzt des Herzogs zu Ols, trat 1653 in Breslau unter dem Namen Angelus Silesius zur römisch⸗katholischen Kirche über, wurde geistlicher Rat des Fürstbischofs und starb 1677 im Kloster St. Matthias zu Breslau.— 294. 295. 296. 297. 298. Christian Ludwig Scheidt, geb. 1709 zu Waldenburg bei bern— gest. 1761 als Hofrat und Bibliothekar in Hanno⸗ ver.— „Johann Hermann Schein, geb. 1586 zu Grünhain in Sachsen, gest in als Musikdirektor und Thomaskantor in Leipzig. — 483. „Hartmann Schenk, geb. 1634 in Ruhla bei Eisenach, gest. 1681 als Pfarrer in Ostheim vor der Rhön.— 30 „Heinrich Theobald Schenk, geb. 1656 zu Heidelbach in Hessen, gest. 1727 als Stadtpfarrer in Gießen.— 514 „Max von Schenkendorf, geb. 1783 in Tilsit, Sänger der Be⸗ freiungskriege, gest. als Regierungsrat in Koblenz 1817.— 73. 418. 26. „Michael Schirmer, geb. 1606 zu Leipzig, gest. 1673 als Konrektor am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin.— 44. 125. 153. „Levin Johann Schlicht, geb. 1681 zu Calbe in der Altmark, Lehrer am Pädagogium in Halle, starb 1723 als Prediger an St. Georgen in Berlin.— 446 „Ludwig Heinrich Schlosser, geb. 1663 in Darmstadt, gest. 1723 als Prediger an St. Katharinen in Frankfurt a. M.— 456. „Johann Eusebius Schmidt, geb. 13. Januar 1670 in Hohen⸗ felden bei Erfurt, Freund A. H. Franckes, gest. 25. Dezember 1745 als Pastor in Siebleben bei Gotha.— 186. „Benjamin Schmolck, geb. 1672 zu Brauchitschdorf bei Liegnitz, gest. 1737 als Oberpfarrer und Inspektor in Schweidnitz, bekannt als Erbauungsschriftsteller.— 34. 35. 50. 81. 130. 131. 132.(149). 159. 209. 214. 215. 253. 268. 321. 322. 394. 395. 396. 421. 444. 445. 467. 498. 499. 516. 2. ‚Johann Gottfried Schöner, geb. 1749 zu Rügheim bei Würz⸗ burg, gest. 1818 als Stadtpfarrer an der St.⸗Lorenz⸗Kirche in Nürn⸗ berg.— 356. „Johann Heinrich Schröder, geb. 1667 zu Springe bei Hannover, gest. 1699 als Pfarrer in Meseberg bei Magdeburg.— 310. 311. Christian Schubart, geb. 1739 zu Obersontheim in Schwaben, erst Theologe, dann Musiker, Organist in Ludwigsburg, Dichter und Tagesschriftsteller, gest. 1791 als Hofmusikdirektor in Stutt⸗ gart.— 354. „Johann Jakob Schütz, geb. 1640 in Frankfurt am Main und daselbst als Advokat 1690 gestorben, Anhänger Speners.— 15. Amilie Juliane Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, geborene Gräfin von Barby, geb. 1637 zu Rudolstadt und ebenda am 3. De⸗ zember 1706 gestorben.— 12. 495. „Ludämilie Elisabeth Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, geb. 1640, gest. 1672 als Braut des Grafen Christian Wilhelm von Schwarzburg⸗Sondershausen.— 302. . 183. 184. 185. 186. 187. 188. 189. 190. 191. 192. 193. 194. 195. 196. 197. Verzeichnis der Liederdichter. 603 Christian Scriver, geb. 1629 in Rendsburg, Pfarrer in Stendal und Magdeburg, gest. 1693 als Oberhofprediger und Kirchenrat in Quedlinburg; berühmter Erbauungs-Schriftsteller.— 438. Nikolaus Selnecker, geb. 1530 zu Hersbruck bei Nürnberg, Schüler Melanchthons, gest. 1592 als Professor der Theologie, Superintendent und Pastor an St. Thomas in Leipzig, Mitver⸗ fasser der Konkordienformel, ein viel verfolgter, standhafter Be⸗ kenner.— 24.(207).(370). Elisabeth von Senitz, geb. 1629 zu Rankau in Schlesien, Hof⸗ fräulein am Hofe zu Brieg und zu Ols, starb 1679.— 107. Justus Sieber, geb. zu Eimbeck in Hannover 1628, gest. 1695 als Pastor zu Schandau in Sachsen.— 228. Johann Siegfried, geb. 1560, gest. 1637 als Superintendent in Schleiz.— 482. August Gottlieb Spangenberg, geb. 1704 zu Klettenberg in Hannover, als Bischof der Brüdergemeinde lange Zeit in Amerika tätig, gest. 1792 in Berthelsdorf.— 348. Paul Speratus, geb. 1484 zu Röthlen bei Ellwangen in Schwa⸗ ben, predigte das Evangelium schon 1522 sehr freimütig im Ste⸗ phansdom zu Wien, kam 1523 nach Wittenberg, wurde 1524 auf Luthers Empfehlung Hofprediger des Herzogs Albrecht von Preußen, war bei der Einführung der Reformation im Herzogtum Preußen besonders tätig und starb als lutherischer Bischof von Pomesanien: zu Marienwerder 1551.— 260. Philipp Spitta, geb. zu Hannover 1801, gest. als Superintendent zu Burgdorf bei Hannover 1859. Seine Liedersammlung„Psalter und Harfe“ erschien zuerst 1833.— 201. 222. 408. 459.„9. 425. *E33. 41. Josua Stegmann, geb. 1588 zu Sulzfeld bei Meiningen, gest. 1632 als Professor der Theologie und Superintendent zu Rinteln.— 182. Gerhard Stip, geb. 1809 zu Norden in Ostfriesland, gab 18⁵51 eine Sammlung von Kirchenliedern unter dem Titel„Unverfälschter Liedersegen“ heraus und starb als Privatgelehrter zu Potsdam 1882.— 425. Heinrich Arnold Stockfleth, geb. 1643 zu Alfeld in Hannover, gest. 1708 zu Münchberg bei Bayreuth als brandenburgischer Kirchenrat, Oberhofprediger und Generalsuperintendent.— 384. Konrad Gebhard Stübner, geb. 1698 in Giebichenstein bei Halle a. d. Saale, gest. als Pfarrer in Walldorf bei Meiningen 1759.— 257. Julius Sturm, geb. 1816 zu Köstritz in Thüringen, seit 1857 Pfarrer und Kirchenrat daselbst, gest. am 2. Mai 1896 in Leipzig. — 57. 216. 471. Christian Ludwig Taddel, geb. 1706 im Mecklenburgischen, gest. 1775 als Hofrat und Justizkanzleidirektor in Rostock.— 135. Gerhard Tersteegen, geb. zu Mörs am 25. November 1697, er⸗ lernte, nachdem er die höhere Schule seiner Vaterstadt durchgemacht hatte, die Kaufmannschaft und dann das Bandwirken in Mülheim a. d. Ruhr, wo er von seinem fünfzehnten Lebensjahre bis zu seinem am 3. April 1769 erfolgten Tode gelebt hat; ein refor⸗ mierter Mystiker mit reichem innerem Leben, durch Wort und *3—— —— 47 5 60⁴ 198. 199. 200. 201. 202. 203. 204. 205. 206. 207. 208. 209. 210. 211. 212. 235. Verzeichnis der Liederdichter. Schrift vielen ein Seelsorger und geistlicher Führer. Seine Dich⸗ tungen erschienen in seinem„Geistlichen Blumengärtlein 1729 bis 1768.—(20). 36. 70. 111. 147. 160. 190. 255. 339. 340. 341. 342. 343. 423. 429. 448. 449. 115. Valentin Thilo, geb. 1607 zu Königsberg i. Pr., gest. 1662 ebenda als Professor der Beredsamkeit.— 45. Christoph Tietze geb. zu Wilkau bei Breslau 1641, starb als Pastor zu Hersbruck bei Nürnberg 1703.—. 245. 383. Gottfried Tollmann, geb. 1680 zu Lauban in der Lausitz, Pfarrer, gest. 1766 zu Leuba bei Zittau.— 462. Josua Wegelin, geb. zu Augsburg 1604, starb 1640 als Pfarrer in Preßburg.—(141). Christoph Wegleiter, geb. zu Nürnberg 1659, gest. 1706 als Porf. 65 Theologie und Prediger an der Stadtkirche zu Alt⸗ orf.—(33). Michael Weiße, geb. zu Neiße in Schlesien, Mönch und römischer Priester, dann Pfarrer der Böhmischen Brüder zu Landskron und Fulneck in Böhmen, gab 1531 das erste deutsche Gesangbuch der Böhmischen Brüder heraus und starb 1534 als Brüdervorsteher in Landskron.— 92. 118. 472. Georg Weissel, geb. 1590 zu Domnau in Ostpreußen, gest. 1635 als Prediger zu Königsberg i. Pr.— 41.(124). 261. Georg Werner, geb. 1589 in Preußisch-Holland, gest. 1643 als Prediger zu Königsberg i. Pr.— 97. Johann Joseph Winckler, geb. 1670 zu Lucka in Sachsen-Alten⸗ burg, ein Schüler A. H. Franckes, gest. 1722 als Konsistorialrat und Domprediger in Magdeburg.— 316. 317. 393. Jakob Gabriel Wolf, geb. 1684 in Greifswald, gest. 1754 als Hofrat und Professor der Rechte zu Halle.— 271. 334. Ernst Gottlieb Woltersdorf, geb. 1725 zu Friedrichsfelde bei Berlin, gest. 1761 als Stadtpfarrer zu Bunzlau in Schlesien, Mit⸗ begründer und Vorsteher des dortigen Waisenhauses.— 39. 234. Johann Friedrich Zihn, geb. 1650 zu Suhl in Thüringen, gest. 1719 als Archidiakonus in seiner Vaterstadt.— 387. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, geb. in Dresden 1700, Gründer von Herrnhut, Stifter und Bischof der Brüdergemeinde, starb 1760 zu Herrnhut.— 211. 345. 346. 347. 450. 518. 519. Christian Renatus Graf von Zinzendorf, des Vorigen Sohn, geb. 1727 in Herrnhut, gest. 1752 in London.— 113. Johann Zwick, geb. zu Konstanz 1496, brach durch das Züricher Gesangbuch von 1536 dem Kirchenliede in der reformierten Kirche Bahn und starb als Pfarrer seiner Vaterstadt 1542 an der Pest zu Bischofszell, wo er das durch die Seuche verwaiste Pfarramt verwaltete.— 139. Die Dichter folgender Lieder sind unbekannt: 25. 54. 58. 75. 89. 90. 110. 117. 121. 127. 138. 140. 149. 150. 157.(167) 169. 192. 231. 239. 287. 312. 314. 335. 363. 372. 388. 397. 400. 410. 422. 426. 427. 432. 434. 435. 442. 447. 475. 484. 485. 491. 492.„8. 211. 13. 419. 423. 27. 30. 43. ——————————ß— Abermal ein Jahr verflossen 79 Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ. 207 Ach bleib mit deiner Gnade.182 Ach Gnad über alle Gnaden 229 Ach Gott, ich muß in Traurigkeit 506 Ach Gott und Herr. 239 Ach Gott, verlaß mich nicht„389 Ach Gott, vom Himmel sieh darein 171 Ach Gott, wiemanches Herzeleid 369 Ach mein Herr Jesu, dein Nahesein 353 Ach mein Jesu, sieh, ich trete 446 Ach mein Jesu, welch Verderben 249 Ach sagt mir nicht von Gold und Schätzen294 Ach Vater, der die arge Welt 191 Ach wie nichtig, ach wie flüchtig 490 Ach wundergroßer Siegesheld 142 Allein Gott in der Höh sei Ehr 1 Allein zu dir, Herr Jesu Christ 237 Alle Menschen müssen sterben 492 Aller Gläubgen Sammelplatz 518 Alles ist an Gottes Segen„388 Alles ist euer! O Worte des ewigen Lebens.354 Allgenugsam Wesen... 339 Auf, auf, ihr Reichsgenossen. 46 Auf Christi Himmelfahrt allein 141 Auf diesen Tag bedenken wir 139 d ja auferstehn wirst 521 Auf Gutt und nicht auf meinen Rat 403 Auf meinen lieben Gott 372 Auf und mache dich bereit. 57 Aus Gnaden soll ich selig werden 278 Aus irdischem Getümmel.. 361 Nr. Aus meines Herzens Grunde 410 Aus tiefer Not schrei ich zu dir 236 Bedenke, Mensch, das Ende„ 496 Befiehl du deine Wege 275 Bei dir, Jesu, will ich bleiben 222 Bescher uns, Herr, das täglich Brot 460 Beschwertes Herz/ leg ab die Sorgen Betgemeinde, heilge dich. 350 Bis hieher hat mich Gott ge⸗ bracht. Brich an, du schönes Morgenlicht 73 Brich, heller 25 ein 258 Christe, der du bist Tag und Licht 432 Christe, du Beistand deiner Kreuzgemeine. 183 Christe, du Lamm Gottes 20 Christ fuhr gen Himmel.138 Christ ist erstanden... 117 Christ lag in Todesbanden„119 Christus der ist mein Leben„484 Danke dem Herren, o Seele, dem Ursprung der Güter 429 Dankt, dankt dem Herrn, jauchzt, volle Chöre 532 Das alte Jahr vergangen ist 75 Das ist eine selge Stunde„ 39 Das Wabe geht still zu Ende 82 Das walte Gott, der helfen kann 419 Das walt Gott Vater und Gott Sohn. 411 Dein König kommt in niedern Hüllen Dein König tommt, 3—— Zion. 55⁵ -D re r. 8*— n Hu Verzeichnis Nr. Dein Mittler kömmt; auf, blöde Seele.. Dein Wort, o uns zusammen Dein Wort, o Herr, ist milder Taubu... 212 Der Abend kommt, die Sonne sich bedecket 448 Herr, bringt Der am Kreuz ist meine Liebe w108 Der du das Volk regierest„195 Der 310 Herr Jesu, Ruh und 1* arrt Der du in Todesnächten.. 200 Der du zum Heil erschienen„197 Der Heiland kommt, lobsinget ihm Der heilge Christ ist kommen 72 Der Herr fährt auf gen Himmel 143 Der Herr ist mein getreuer Hirt 371 Der Hölle Pforten sind zerstört 125 Der lieben Sonne Licht und Pracht 459 Der Sabbath ist vergangen„444 Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe.441 Dich, Jesum, laß ich ewig nicht 351 Die Christen gehn von Ort zu Ortt 549 Die Ernt ist nun zu Ende. 462 Die Gnade sei mit allen.. 401 Die güldne Sonne. 414 Die helle Sonn leucht't jetzt herfur 40 Die Nacht ist kommen, drin wir ruhen solliiien Dies ist der Tag, den Gott gemach Dies ist die Nacht, da mir erschieneen Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet Dir, dir, Jehovah, will ich singen 15 Dir jauchzet froh dieChristenheit 165 Du bist ein Mensch, das weißt du wohl 374 Du bist mir nah mit deinerjGnade 360 Du bist zwar mein und bleibest mein 50³3 der Lieder. Nr. Du meine Seele, singe 8 Durch Trauern und durch Plagen 78 Du weinest vor Jerusalem.240 Ein Christ, ein tapfrer Krieges⸗ eld 335 Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein 5 Eine Herde und ein Hirt. 194 Einen guten Kampf hab ich„486 Einer ists, an dem wir hangen 198 Eines wünsch ich mir vor allem andern 3„16 Ein feste Burg ist unser Gott 172 Ein Haupt hast du dem Volk gesanot Ein Kindelein so löbelich. 58 Ein Lämmlein geht und trägt die Schulld 1 Ein neuer Tag, ein neues Leben 421 Ein reines Herz, Herr, schaff in muu 30 Eins ist not! Ach Herr, dies eine 310 Endlich bricht der heiße Tiegel 405 Endlich, endlich muß es doch 394 Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort 143 Erhebe dich, o meine Seel 41 Erhebet er sich, unser Gott 528 Ermuntert euch, ihr Frommen 515 Erschienen ist der herrlich Tag 12⁰ Es glänzet der Christen inwen⸗ diges Lebeen 323 Es ist das Heil uns kommen her 260 Es ist die Nacht gekommen„453 Es ist geung Es ist gewißlich an der Zeit. 508 Es ist nicht schwer, ein Christ 3u sein 324 Es ist noch eine Ruh vorhanden 52⁰0 Es kostet viel, ein Christ zu sen: 25 Es saß ein frommes Häuflein dort 161 Es wolle Gott uns gnädig sein 17⁴ Ewge Liebe, mein Gemüte Fahre fort, fahre sort. ————————.—.—.————————.—— Nr. Fang dein Werk mit Jesu an 422 Freu dich sehr, o meine Seele 48⁵5 Freuet euch, ihr Christen alle 63 Fröhlich soll mein Herze springen 64 Früh am Morgen Jesus gehet Frühmorgens, da die Sonn ausgeh Für alle Güte sei gepreist Für diese Kinder beten wir Geht hin, ihr gläubigen Ge⸗ danken Geht nun hin und grabt mein daobͤͤͤ Geist der Wahrheit, lehre mich Gelobet sei der Heer. Gelobet seist du, Jesu Christ Gelobt sei Gott im höchsten Thron. Gern in alles mich zu fügen Gesegn uns, Herr, die Gaben dein Gib dich zufrieden und sei stille! Gott, deine Güte reicht so weit 3 Gott des Himmels und der Erde·n Gott, des Zepter, Lrone Stuhl und Gottes Stadtstehtfestgegründet Gottes und Marien Sohn Gott, gib einen milden Regen Gott ist gegenwärtig Gott ist getreu Gott ist mein Hirt, nie werd ich Mangel leiden. Gott ist mein Lied. Gott ist und bleibt getreu Gott lebet noch... Gott lebt: wie kann ich traurig 42⁵ 123 451 218 277 500 163 168 59 118 sein... 305 Gottlob, der Sonntag kommt herdii2 Gottlob, die Stund ist kommen 502 Gottlob, ein neues Kirchenjahr 53 Gottlob, ein Schritt zur Ewig— beii 30 Gottlob, nun ist erschollen 46⁵ Gott rufet noch: sollt ich nicht eudlich hören Verzeichnis der Lieder. 5— Gott sei Dank durch alle Welt Gott sei gelobet und gebenedeiet Gott Vater, aller Dinge Grund Gott wills machen, daß die Sachen Gott woll uns hoch beglücken Großer Gott von alten Zeiten Großer Gott, wir fallen nieder Großer Mittler, der zur Rechten Guter Hirt, der seine Herde. HBallelujah, Gott zu loben Hallelujah! jauchzt, ihr Chöre Hallelujah! Lob, Preis und Ehr Hallelujah, schöner Morgen. Halt Christ. Heiland, deine Herr, auf Erden muß ich leiden Herr, dein Wort, die edle Gabe Herr, der du mir das Leben. Herr, der durch der Liebe Band Herr, die Erde ist gesegnet Herr, du wollst uns vollbereiten Herr, es ist von meinem Leben Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott Herr Gott, dich loben regier Herr, höre, Herr, erhöre Herr, ich habe mißgehandelt.. Herr Jesu Christ, dein teures Blut wir, Herr Jesu Christ, dich zu uns wens v½ Herr Jesu Christ, du höchstes Gut,. sieh doch Herr Jesu Christ, du höchstes Gut,... wir kommen Herr Jesu Christ, mein höchstes Gut, mein Seelenschatz. Herr Jesu Christ, wahr Mensch 47 und Gott Herr Jesu, dir sei Preis und 224 Daut Herr Jesu, Gnadensonne Herr Jesu, Licht der Heiden. im Gedächtnis Jesum Menschenliebe Heilge Einfalt, Gnadenwunder! Heilger Jesu, Heilgungsquelle! 607 Nr. 8 42 223 205 398 468 2⁵ 238 231 32⁰ 309 86 60⁸ Verzeichnis der Lieder. Nr. Nr. Herr, nun laß in Friede..487 Ich hab mein Sach Gott Herr, öffne mir die Herzenstür 28 heimgestellt.. 3 478 Herr, stärke mich, dein Leiden Ich hab mich Gott ergeben„482 u bedenken. 112 Ich hab von ferne 522 Herr, unser Gott, laß nicht zu⸗ Ich komme, Herr, und suche dich 232 schanden werden 179 Ich komm jetzt als ein armer Herr, wann wirst du Zion bauen 187 Herr, wie du willst, so schicks mut mir 368 Herzlich lieb hab ich dich, o Herr 283 Herzlich tut mich verlangen 48¹ Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen 9⁵ Herzund Herzvereintzusammen 34⁵5 Heut triumphieret Gottes Sohn 121 Hier ist mein Herz, Herr, nimm E hiinn 287 Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder 326 Hier stehen wir von nah und 199 sern Hilf, Helfer, hilf in Angst und Noot3-0 Hilf, Herr Jesu, laß gelingen 76 Himmelan geht unsre Bahn 321 Himmelan, nur himmelan 356 Hinunter ist der Sonnen Schein 431 Hirte deiner Schafe 445 Höchster Gott, wir danken dir 31 Höchster Tröster, komm hernieder 162 Höchsterwünschtes Seelenleben 330 Hosianna, Davids Sohn, der 52 Hosianna! Davids Sohn kommt 50 Hüter, wird die Nacht der Sünden 2 Ich armer Mensch, ich armer Sünder. 45 Ich bin ein Gast auf Erden 376 Ich bin getauft auf deinen Namen 21 Ich bin in dir, und du in mir 221 Ich bin ja, Herr, in deiner Mach Ich geh zu deinem Grabe„130 Ich habe nun den Grund ge⸗ junden 5 Ich hab in Gottes Herz und Sinn 377 Ich hab in guten Stunden 404 Gastt 228 Ich lobe dich von ganzer Seelen 185 Ich rühm den Herrn allein„525 Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ 282 Ich schau nach jenen Bergen gern 533 Ich singe dir mit Herzund Mund 9 Ich steh an deiner Krippen hier 65 Ich steh in meines Herren Hand 408 Ich sterbe täglich, und mein Lebern: 8 Ich und mein Haus, wir sind bereit 455 Ich weiß, woran ich glaube. 280 Ich will dich lieben, meine Stärre 25 Ich will ganz und gar nicht zweifeuin 26⁴4 Ihr armen Sünder, kommt zu⸗ hauuff. 248 In allen meinen Taten 380 In Christi Wunden schlaf ich ein 491 In dich hab ich gehoffet, Herr 364 In Gottes Namen fang ich an 417 In Gottes Reich geht niemand 297 einn Ist Gott für mich, so trete. 263 Ja fürwahr, uns führt mit sanfter Hand 407 Jauchzet, ihr Himmel, froh⸗ locket, ihr englischen Chöre 70 Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren 527 Je größer Kreuz, je näher ämne 396 Jehovah! Jehovah! Jehovah 40 Jerusalem, duhochgebauteStadt 510 Jesu, deine Passion. 106 Jesu, deine tiefen Wunden„96 Jesu, der du bist alleine ö Jesu, der du wollen büßen.110 Jesu, frommer Menschenherden 300 Jesu, geh voran... 346 —E— — Verzeichnis der Lieder. 609 Nr. Nr. Jesu, großer Wunderstern 88 Machs mit mir, Gott, nach Jesu, hilf siegen, du Fürste deiner Gürir. 483 des Lebens.. 311 Macht hoch die Tür, die Jesu, meine Freude. 292 Tor macht weit.. 41 Jesu, meines Lebens Leben. 99 Jesus Christus herrscht als König Jesus ist der schönste Nam 296 Jesus, Jesus, nichts als Jesus 302 Jesus lebt, mit ihm auch ich 136 Jesus, meine Zuversicht..127 Jesus nimmt die Sünder an 252 Jesus soll die Losung sein. 81 Rönig, dem kein König gleichet 338 Komm, Heidenheiland, Lösegeld 49 Komm, heiliger Geist, erfüll.150 Komm, heiliger Geist, Herre Gortt 151 Komm, mein Herz, in Jesu Leiden 1712884 Komm, o komm, du Geist des Leben 156 Kommst du, kommst du, Licht der Heiden 43 Kommt, Kinder, laßt uns gehen 341 Kommt und laßt uns Christum ehren. 6 Caß dich Gott382 Laß dich, Herr Jesu Christ„454 Lasset die Kindlein kommen„213 Lasset uns mit Jesu ziehen.299 Laß mich dein sein und bleiben 24 Laß mir die Feier deiner Leiden 114 Lebenssonne, deren Strahlen 331 Licht vom Licht, erleuchte mich 34 Liebe, die du mich zum Bilde 297 Liebster Heiland, nahe dich„342 Liebster Jesu, wir sind hier, deinem:: 214 Liebster Jesu, wir sind hier, dich 29 Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren.14 Lobe den Herren, o meine Seele 18 Lobt Gott, ihr Christen all⸗ zugleichhh Mache dich, mein Geist, bereit 319 6² Man lobt dich in der Stille. 7 Marter Christi, wer kann dein vergessen 113 Meinen Jesum laß ich nicht. 288 Mein erst Gefühl sei Preis und Dank 42⁴ Meine Seele senket sich.. 393 Meine Seele steigt auf Erden 524 Meine Seel ist stille. 392 Meine Sorgen, Angst und Plagen:: Mein Fels hat überwunden„134 Mein Friedefürst, dein freund⸗ liches Regieren.269 Mein Gott, ich klopf an deine Pforrte 322 Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe.. 499 Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 256 Mein Jesu, dem die Seraphinen 266 Mein Jesus lebt, was soll ich sterben 131 Mein Leben ist ein Pilgrimstand 332 Mein schönste Zier und Kleinod bist. l Mein Schöpfer, steh mir bei. 170 Mein siegend Haupt. 148 Mir ist Erbarmung widerfahren 276 Mir nach! spricht Christus, unser Held. 298 Mit Ernst, o Menschenkinder 45 Mit Fried und Freud ich fahr dahnn3 Mitten wir im Leben sind„474 Morgenglanz der Ewigkeit„416 NUacht umhüllte rings die Erde 74 Nichts Betrübters ist auf Erden 507 Nun bitten wir den heiligen Geist 152 Nun danket alle Gote 5 Nun danket all und bringet Ehr 10 Nun freut euch, lieben Christen 250 gmein Nun gottlob! Es ist vollbracht 215 39 61⁰ Nun jauchzet all, ihr Frommen Nun jauchzt dem Herren, alle Ee Nun lasset uns den Leib begrabn Nun laßt uns gehn und treten Nun laßt uns Gott dem Herren Nun lob, mein Seel, den Herren Nun preiset allen. 2 Nun ruhen alle Wälder Nun sei, o Herr, dir Preis und Dank geweihete.— Nun sich der Tag geendet hat Nun sich der Tag geendet Nun so will ich denn mein Leben O auferstandner Siegesfürst. O daß doch bald dein Feuer breuntt w¾. O daß ich tausend Zungen hätte O der alles hätt verloren. O du allersüßte Freude O du Liebe meiner Liebe. O Durchbrecher aller Bande. O Ewigkeit, du Donnerwort. O Ewigkeit, du Freudenwort O Fels des Heils, oGotteslamm O Gott, du frommer Gott. O Gott, du höchster Gnadenhort O Gottes Geist und Christi Geist OGottesSohn, Herr JesuChrist O Gott, o Geist, o Licht des Lebens O Gott, von dem habenng= O großer Gott, du reines Wesen O Haupt voll Blut und Wunden O heilger Geist, kehr bei uns ein O heilige Dreifaltigkeit O heiliger Geist, o heiliger Gott O hilf, Christe, Gottes Sohn O Jesu Christe, wahres Licht Jesu Christ, mein schönstes Dichttt Jesu Christ, meins Lebens Lich Jesu, dir sei ewig Dank Jesu, Herr der Herrlichkeit Jesu, Jesu, Gottes Sohn. Jesu, meines Lebens Licht wir alles 5⁰ 8 Nr. 44 26 47² 77⁷ 412 15⁷ 92 84 289 479 226 204 286 423 Reich des Herrn ö Rett, o Herr Jesu, rett dein Ehr 180 Verzeichnis der Lieder. ö Nr. Jesu, meine Wonne. 22⁵ Jesu, süßes Licht 420 König aller Ehren.. 83 König, dessen Majestät. 254 O Lamm Gottes, der du trugest 89 O Lamm Gottes, unschuldig. 91 O Liebe, die den Himmel hat zertissen 0 O Liebesglut, wie soll ich dich 333 O selges Licht, Dreifaltigkeit. 430 O süßer Stand, o selig Leben 316 O Tod, wo ist dein Stachel nun 124 O Traurigkeit! O Herzeleid„100 O Vater der Barmherzigkeit. 243 O Vaterherz, o Licht, o Leben 336 O was für ein herrlich Wesen 271 Welt, ich muß dich lassen. 475 Welt, sieh hier dein Leben wie fröhlich, o wie selig O wie selig seid ihr doch, ihr Frommeen O wir armen Sünder 93 —8888 90 Preis, Ehr und Lob sei dir 470 Preist den Herrn! Ihm Lob zu singen 537 193 Ringe recht, wenn Gottes Gnade 317 Rüstet euch, ihr Christenleute 328 Ruhe hier, mein Geist, ein wenig 111 Ruhe ist das beste Gut 267 Ochaffet, schaffet, Menschen⸗ Einder 250 Schatz über alle Schätze 303 Schmücke dich, o liebe Seele. 227 Schmückt das Fest mit Maien 159 Schön ists, Jehovah loben 530 Schöpfer aller Menschenkinder 274 Schwing dich auf zu deinem Gott 378 Seelenbräutigam. 293 Seele, was ermüdst du dich„334 Sei getreu bis an das Ende. 301 Sei Lob und Ehr dem höchsten Guuttt Sei mir tausendmal gegrüßet 104 Siegesfürste, Ehrenkönig.. 147 —————— l—— Sr= I ——————.——— Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig Singt, singt Jehovah neue Lieder. So ist die Woche nun geschlossen Sollt es gleich bisweilen bt iet Sollt ich meinem Gott nicht singen. Sorge doch für meine Kinder So ruhest du, o meine Ruh So wahr ich lebe, spricht dein Gott Speise, Vater, deine Kinder Stark ist meines Jesu Hand Steil und dornig ist der Pfad Such, wer da will, ein ander Ziel TeuresWort ausGottes Munde Treuer Jesu, wache du Treuer Wächter Israel Triumph, Triumph! Es kommt mit Pracht. Tut mir auf die schöne Pforte Aberwinder, nimm die Palmen Uns, die Gebundnen, zu befrein Unsern Ausgang segne Gott Unter allen großen Gütern Unter tausend frohen Stunden Unumschränkte Liebe NUalet will ich dir geben. Vater, kröne du mit Segen Vater unser im Himmelreich. Verleih uns Frieden gnädiglich Vers ichet euch doch Rlautf Perzuge nicht, du Häuflein klein Vom Himmel hoch da komm ich her Vom Himmel kam der Srge Schar. Von des Himmels Thron Von Gott will ich nicht lassen 3 Vor Jesu Augen schweben Wach auf, du Geist der 550 Zeugen Wach auf, mein Herz/ die Nacht ist hin Nr. 304 531 443 383 11 456 109 241 42⁸ 279 357 261 209 ü447 464 126 35 362 30 306 11⁵5 19 480 469 281 17⁵ 265 178 60 Verzeichnis der Lieder. Wach auf, mein Herz, und singe Wachet auf, erhebt die Blicke Wachet auf! 611 Nr. 41⁵ 202 ruft uns die Stimme 509 Wär Gott nicht mit uns diese Zeit. 176 Walte, walte nah und fern 196 Wann Gott einst unsre Bande bricht.. 534 Wann grünt dein g ganzer Erden⸗ kreis 190 Warum sollt ich mich denn grämen 379 Warum willst dudoch für morgen Warum willst du draußen stehen Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan Was hinket ihr, betrogne Seelen Was mein Gott will, das gscheh allzeit Was von außen und von innen Was wär ich ohned 15 gewesen It, ihrHügel 2 Weicht, ihrBerge, fal Welt, ade! ich bin dein müde 135 Wenn alle untreu werden. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht Wenn kleine Himmelserben Wenn meine Sünd mich kränken Wenn mein Stündlein vor⸗ handen ist Wenn wir in höchsten Nöten ein Werde licht, du Sadtder Heden Werde munter, mein Gemüte Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut Wer im Herzen will erfahren Wer ist wohl wie du Wer nur den lieben Gott läßt walten Wer sich auf seine Schwachheit steurt. Wer sind die vor Gottes Throne Wer weiß, wie nahe mir mein 4 Ende Wie dank ichs, Heiland, deiner Liebe Wie der Hirsch bei Tchvniem 526 Wetter ee i 612 Verzeichnis der Lieder. Nr. Wie fleugt dahin der Menschen Wo Gott der Herr nicht bei Zeit 497 uns hält. Wie Gott mich führt. so wil Wohlauf, mein Herz. zu Gott ich gehn. Wohlauf, wohlan zum letzten Wie 92906 ist des Amächtgen ang Güte 23 Wohl dem, der Gott verehret Wie herrlich ist die neue Welt 513 Wie reizend schön, Herr Zebaoth 529 Wie schön ists doch, Herr Jesu Ehris..455 Wie schön leuchtet der Morg gen⸗ stern. 284 Wie soll ich dich empfangen 14 Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen 30 Willkommen, Held im Streite 132 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns. 94 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du gen Himmel 140 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tod 122 Wir danken Gott für seine Gabn 427 Wir flehn um deine Gnade. 220 Wir glauben all an einen Gott 166 Wir glauben all an einen Gott 167 Wir liegen hier zu deinen Füßen 253 Wir Menschen sind zu dem, o Gott 208 Wir singen dir, Immanuel 367 Wir warten dein, o Gottessohn 517 Wohl einem Haus, da Jesus Christ.. Wo ist ein solcher Gott wie du Womit soll ich dich wohl loben Wort des höchsten Mundes Wo soll ich fliehen hin Wo soll ich hin, wer hilfet mir Wo willst du hin, weils Abend ist Wunderanfang, herrlichs Ende Wunderbarer König Zaget nicht, wenn Dunkelheiten Zeige dich uns ohne Hülle Zeuch ein zu deinen Toren Zeuch hin, mein Kind Zeuch uns nach dir.. Zieht in Frieden eure Pfade Zion, gib dich nur zufrieden Zion klagt mit Angst und Schmerzen Zu dir, Herr Jesu, komme ich Zum Himmer bist du ein⸗ gegangen Zween der Jünger gen mit Sehneen —..—.— Nr. 177⁷ 291 501 535 45⁷ 27⁵ 17 210 242 246 442 384 15 406 38 (155 504 144 203 184 181 25¹ 149 128 ———— —— — — —— Von den 155 Liedern des Militärgesangbuches(neue Ausgabe 1906) haben nachstehende 153 in diesem Gesangbuche Aufnahme gefunden: Verzeichnis der Lieder. 613 Militär⸗ Ev. Gsgb.] Militär⸗T. Gigb.] Militär⸗ Cv. Gsgb.] Wilitär⸗, Gsac gesangb. f. Westf. desangb. l. Westt. desangh. f. Westf. desange. f. Weift 1 1 38 77 76 232 117 389 2 315 33 116 77 234 118 403 3 2 39a 113 v. 4 79 227 119 373 9 40 101 80 239 120 398 5 14 41 10⁵ 81 237 121 368 6 18 42 9⁵ 82 236 122 380 2 5 43 96 84 252 123 364 8 3 44 9³ 8⁵ 241 124 383 2 16 45 102 86 365 12⁵ 367 10 28⁵ 46 9¹ 87 310 126 37 14 23 47 103 88 272 127 385 7 12 11 48 98 89 280 128 363 13 23 49 9⁴ 90 263 129 381 14 15 50 117 91 338 130 329 15 36 51 123 92 276 131 413 16 37 52 136 93 259 132 416 47 25 53 127 94 261 133 415 17⁴ 24 54 12⁴4 9⁵ 283 134 431 18 29 5⁵ 129 96 2925 135 437 18⁴ 3 56 142 N 292 136 449 19 35 57 141 98 297 137 465⁵ 20 46 58 147 29 288 138 178 21 42 59 151 100 286 1394 471 22 50 60 156 101 318 139b 470 23 41 61 154 102 28⁴4 1396 469 24 45 62 153 103 308 140 492 25 44 63 159 10⁴4 309 141 48⁴4 26 48 6⁴ 15⁵5 10⁵ 321 142 376 27 71 65⁵5 169 106 346 143 491 28 68 66 166 107 311 144 474 29 64 67 207 108 341 14⁵5 480 30 59 68 182 109 239 146 476 2— 65 69 172 110 319 147 495 32 62 70 173 111 298 148 32¹1 33 60 71 186 112 313 149 510 34 67 72 34⁵5 113 317 150 509 35 12 73 188 114 328 36 75 74 217 11⁵ 250 334 S Ordnung des Gottesdienstes. .:,.—————— J. Der Hauptgottesdienst. [Chor: Psalm oder Eingangsspruch.) 1. Gemeinde: Eingangslied. 2. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Gemeinde: —— 1— EE men. 3. Unsere Hilfe stehet im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.— Eingangsspruch. ö——.— 2 —.— wDPDSDIRI‚IPI‚I‚I‚I‚I‚‚tt....... Eh⸗re sei dem Va⸗ter und dem Soh⸗- ne und dem Q 4 3 1 3 e,, ann, en,,——— — 15.——6 e—..—.— hei-li gen Gei⸗ ste; wie es war im An ⸗fang, 4———.—. EEEEEEEEEEEE. I..— 1— jetzt und im-mer ⸗ dar, und von E⸗ wig⸗keit zu + W +1 E⸗ wig⸗ keit. A⸗ men. i un ⸗ser! e⸗ le⸗i⸗ son! E. — — DS..· Ehri⸗ste 1 1 IJ. — er ⸗bar⸗me dich 2 — 2* 6. Der Herr sei mit euch! STTSTI— ——. Wir loben dich üsw. e⸗le⸗i⸗-son! Ordnung des Gottesdienstes. 659.5585 —8 ERET Ky⸗ri⸗ e * Und Frie⸗de auf Er-⸗den und den Men⸗schen ein Wohl-ge⸗ Und mit dei⸗ nem Gei ⸗⸗ste. — —— — —— —. V — —— V 2 — — [Chor(an Festtagen) Gemeinde: —— Gemeinde: Gemeinde D 5. Gnadenverkündigung.— Ehre sei Gott in der Höhe! 4. Sündenbekenntnis. E S* WEE*. Ordnung des Gottesdienstes. 7.[Festspruch und] Gebet. Gemeinde: 8. Epistel. Spruch. Hallelujah!“) Gemeinde: —..— 3 EEEEE 2——— Hale i jah, hal⸗le⸗lu„jah, hal⸗le⸗lu ⸗ jah. [In der Passionszeit und an Bußtagen: A„men.] [Chor.] 9. Evangelium. Gelobt seist du, o Christus! Gemeinde: —— H ..... I Eh⸗re— sei— dir.—Herr: 10. Glaubensbekenntnis. Gemeinde: 1 9——4 I. II SCS E S. S........... — A⸗:men, A⸗ men, A⸗ men. [Chor.] 11. Predigtlied. 12. Kanzelgruß. Predigt. (Liedervers. Fürbitten und Abkündigungen.) Kanzelseg ) Wird die Epistel nicht verlesen, so treten Spruch und Hauel Evangelium ein. — * — 7 . 13. Liedervers loder statt dessen Chorl. 14. Erhebet eure Herzen!“) Gemeinde: Ordnung des Gottesdienstes. + — 12 23Z—5 I iE ÿ 224 1.—— E II * Wir er⸗ he⸗ben sie zum Herrn. 15. et uns danken dem Herrn, unserem Gott! ꝝ rer. EU 2—.—— EE——Z1. Recht und wür⸗dig ist es. 16. Lobpreisung. Gemeinde: , d, e, d, w e, SSS........ Hei lig, hei⸗lig, hei⸗ lg ist der Herr Ze⸗ba-oth. Al⸗le 2..— d d, n nrire, nen ren. E— 2..9§.——. 212.— DEE 1111 Lan⸗de sind sei⸗ner Eh⸗re voll. Ho— sian⸗ na, ho⸗sian⸗na in der E 165576 8———. n. —— ö Höh. Ge⸗ lobt sei, der da kommt im Na⸗men des 4.——.— SSSI.I.II...... —..E ir. EAN Ho⸗sian⸗na, ho⸗sian⸗na, ho⸗sian-na in der Höh. I —2 88•—— —7— Ordnung des Gottesdienstes. 17. Fürbittengebet.“) Gebet des Herrn. Gemeinde: EE= Denn dein ist das Reich und die Kraft und 0 —— H—.— —.— IE— 8.....— E 2.—,. — keit in E⸗wig⸗keit. A⸗ men. 18. Segen. Gemeinde: A⸗men, A⸗ men, A⸗ men. [Gemeinde(nach oder vor dem Segen): Schlußve⸗ *) Im Fürbittengebet:„Lasset uns in Frieden den Herrn a Gemeinde dreimal singen: V+I. . Q , y, Wl n. man Hunti. t. S..——...—. Herr, er ⸗ bar ⸗ me dich. Ordnung des Gottesdienstes. 13. Liederver? II. Die Abendmahlsfeier. 14. Erh ö 1 chebet ned Gemeinde: mit euch! er nuit dei⸗ nem Gei 15. Lasset uns Oder: Gemeinde: 16. Lobpreisu⸗nahlsbermahnung.⸗) I. Nr. 14—16. Gemein ohet des Herrn. men. — d Sworte. Lan⸗de slund Chor]: Lamm Gottes(Gesangbuch Nr. 90). Oder: 8, unschuldig(Gesangbuch Nr. 91). men. ge Abendmahlsvermahnung fällt immer aus, wenn die Vorbereitungs⸗ der Feier des heiligen Kbetidrägls oder dem sdienst Kandedarden ist. — EEA